Mr. 258. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. tn der Poft 8eitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg.. für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Fnferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 2. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Buffände in Sizilien. solches guitamen umb bie Buſtände der Landarbeiter, die internationale Sozialdemokratie! in den herrlichen Kriegsheeres und in Erbauung der glänzenden Die Wände des Versammlungslokals waren mit Fahnen Panzerschiffe. und Sinnsprüchen bedeckt. Man las die Worte: Proletarier Die Leser des Vorwärts" werden es begreiflich finden, wie aller Länder, vereinigt Euch! Es lebe Karl Mary! Hoch bei Zuständen und Noch bedeutender II. der Miether, Aftermiether und Tagelöhner der Grund war der am 12. Oktober abgehaltene Rongreß der sizilianiGirgenti, an der Südküste Siziliens, das alte Agri- stücke sind ganz entsprechend der Same des Sozialismus, schen Bergleute zu Grotte, einem Hauptsitz des Schwefelgentum, ist der Hauptsitz der Schwefelgewinnung Siziliens. den die waderen Vorkämpfer, an ihrer Spige begeisterte bergbaues. Dieser Kongreß verfehlte seinen Eindruck auch Von den Zuständen in den Schwefelgruben in der Ge- Männer wie Gabriele Bosco und De Felice gefäet haben, auf nicht auf die bürgerlichen Klassen durch die Ruhe und den sammtproving Girgenti, Zustände, die seit Jahrhunderten fruchtbaren Boden fallen mußte und überraschend schnell Ernst seiner praktischen Vorschläge und Beschlüsse, die ohne unter der forruptesten Regierung der Welt sich eingenistet in Saaten schoß. Jst ja der ganze Boden Siziliens vul- das Biel des Sozialismus zu verhehlen auf Abstellung der allerhaben und die seit dreißig Jahren das neue Königreich nie kanisch und auch die Natur der Bewohner hat etwas Vul- dringendsten und schreiendsten Uebelstände in der Bergwerksauch nur mit einem Gedanken von Reform und Gesetzes- tanisches. Es wäre aber durchaus falsch, und wir betonen industrie Siziliens gerichtet waren. Zum Präsidenten des Konmaßregeln geändert hat, giebt uns eine Privatuntersuchung das ausdrücklich, gegenüber den erbärmlichen Lügen, Ver- gresses wurde Francesco De Luca, Vorsitzender des Fascio Aufschluß, die in diesen Tagen das bürgerliche Blatt La läumdungen und Uebertreibungen der Bourgeoispresse, zu von Girgenti erwählt. Er sprach in einer tief eindrucksvollen Tribuna" zu Rom veranstaltet hat. In Gesellschaft des glauben, daß diese von den genannten Männern begründeten Rede von der Lebenslage der Häuer( picconieri) und der Abgeordneten De Felice diese werden carusi genannt besuchte der Berichterstatter Organisationen nicht auf vernunftgemäßen den thatsäch- Knaben die Schwefelgruben von Campobello in der Pro- lichen Verhältnissen entsprechenden Grundlagen beruhten Schwefelgruben Siziliens. Es ward in der ersten Sizung vinz Girgenti. Er schreibt: Die Arbeit in den und nicht praktische Biele verfolgten. So haben die Bour- eine Kommission von zwölf Mitgliedern des Kongresses erGruben wird von den Häuern( picconieri) geleistet, die mit geoiszeitungen die Lüge verbreitet, die Arbeiterbünde nannt, die in den Mittagsstunden Berathung hielt und ihren Hacken das Schwefelmaterial aus dem Gestein heraus( Fasci di lavoratori) nehmen die ganze Familie der Ar- deren Beschlüsse einstimmig vom Rongreß in der Abendholen. Von diesen Häuern hat jeder zwei Knaben, meist beiter bis zu Kindern und Säuglingen zu Mitgliedern auf, fizung angenommen wurden. Die Hauptbeschlüsse sind: im Alter von 8-15 Jahren bei sich, die das heraus- während die Statuten ausdrücklich für ordentliche Mitglieder Der erste Kongreß der sizilianischen Bergleute, während geschlagene Material aus den tiefen Gängen und Galerien das 21. Lebensjahr vorschreiben. Un aber die armen er im Kampfe für die Erleichterung der Lage der Schwefel durch enge Schächte an die Oberfläche tragen müssen. Er Sklaven aus den Schwefelminen, die Knaben, die ja Lohn- arbeiter sich bereit erklärt, alle Verbesserungen anzunehmen, fauft diese Knaben von ihren Eltern um den Preis von arbeiter find, nicht von der Organisation auszuschließen, die in der gegenwärtigen politisch- ökonomischen Gesellschafts100-150 Franken( 75-120 Mart), den er jedoch niemals sind mit beschränkten Rechten Lehrlinge zugelassen, ordnung möglich sind, erklärt und bestätigt als seine in baar Geld, sondern in Getreide oder Mehl giebt. Er für deren Aufnahmefähigkeit das 14. Lebensjahr gilt. Das Ueberzeugung, daß eine wirkliche Erlösung der Schwefelverfügt über die Kräfte dieser Kinder Jahre lang wie über Programm unserer Fasci, sagt Bosco, ist kein anderes, als arbeiter nur erreicht werden kann durch das Ziel des Sklaven ohne jede Beschränkung. Die Knaben verdienen bei das der Sozialistischen Partei der italienischen Arbeiter", Sozialismus, durch das Kollektiveigenthum, die Sozia zwölfftündiger Tagesarbeit 40-50 Pfennige, die ihnen auch das auf Marxistischer Grundlage der Vergesellschaftlichung lifirung des Grund und Bodens mit dem Wahlspruch: zum größten Theil nicht in Geld, sondern am( socialisazione) der Arbeitsmittel mit Einschluß des Grund Die Mine den Minenarbeitern. Der Kongreß beschließt im Ende der Woche in schlechten, verfälschten Nahrungs- und Bodens zum Ziele hat, aber in der gegenwärtigen einzelnen ein Minimum des Tagelohns für die Carusi, die mitteln ausgezahlt werden. Ihre eigene tägliche Gesellschaftsordnung jede Verbesserung der Lage der Ar- Knaben, in den Gruben von 1,20-1,50 M., ferner ein Hauptnahrung ist Brot und Zwiebel- genau dieselbe wie beiter willkommen heißt und als Abschlagszahlung annimmt. Minimum für die Picconieri, die Häuer, von 2,50 M., die Nahrung der egyptischen Sklaven, die durch Geißelhiebe Dieser Thatsache gegenüber, die der Regierung wohl ferner das Aufhören des Mißbrauchs der Lohnauszahlung angetrieben die Pyramiden erbauen mußten und bei bekannt ist, möge man ihre lette Maßnahme be in Lebensmitteln( das Trucksystem, das noch in ganz dieser Nahrung müssen die Kinder 20-25 Mal des Tages urtheilen, die darin besteht, um dies zum Himmel Sizilien in voller abscheulicher Blüthe steht). Endlich be mit einer Schwefellast von 30-40 Kilo den mehr als schreiende Elend der Bevölkerung zu heben, uns schließt der Kongreß die Gründung einer Widerstandskasse hundert Meter tiefen Schacht über die verfallenen Stufen, den Polizeigeneral Sensales an der Spize einer ganzen für die Schwefelarbeiter mit Beitragsverpflichtung für jeden über Löcher und Hindernisse aller Art hinaufklimmen. Der Armee von Sibirren und Carabinieri ins Land zu nach Verhältniß seines Lohnes. Untersuchende schreibt: Alle diese gequälten Geschöpfe tragen schicken! Auch zu diesem Kongreß hatten sich aus der ganzen die Zeichen gestörter körperlicher und geistiger Entwickelung, Daß bis heute die drohenden Maßnahmen der Regie- Provinz zahlreiche Arbeiter und Bauern mit ihren Familien fie find wahre Bilder verhungerter Sklaven und er schließt rung die begeisterte Stimmung des Volkes, zumal der ge- eingefunden. Die Reden von De Luca, De Felice und auch seinen ersten Bericht mit den Worten: Diese barbarische Ar- quälten Landbewohner in keiner Weise zurückgeschreckt hat, hier die Ansprachen der jugendlichen begeisterten Sozialistin beit, die so zarten Knaben auferlegt wird, schreit um Rache, beweist die Gründung neuer mächtiger Arbeiterbünde( Fasci) Maria De Felice erregten stürmischen Beifall und zeigten und ist die Negation der elementarsten Forderung der Mensch- in den letzten Wochen und Tagen. In Castrogiovanni aufs neue, wie der Funke des Sozialismus unauslöschlich lichkeit. Man muß sich schämen, in einem Lande geboren zu ward Ende voriger Woche unter großem Zuströmen der die Herzen der Sizilianer ergriffen hat. sein, wo derartige Barbareien die täglichen, thatsächlichen Landbevölkerung ein neuer Fascio gegründet. Zur Ein- Es wird bei den bevorstehenden ganz verkehrten Bustände der arbeitenden Bevölkerung sind.-- Nun und weihung fam aus Palermo der Abgeordnete Colajanni und brutalen Gewaltmaßnahmen der Regierung den Arbeiter dieses Land, dessen der Berichterstatter sich zu schämen er- De Felice mit seiner Tochter Maria, diese selbst eine brüdern in Sizilien ein Troft und eine Stärkung sein, klärt, wurde neun Jahre lang von Crispi verwaltet und ausgezeichnete Rednerin, die schon vielfach die Frauen in wenn die mächtige deutsche sozialdemokratische Arbeiterregiert, und Crispi ist Sizilianer und Crispi hat hunderte Sizilien zum Sozialismus entflammt hat. Es tamen partei durch irgend welche Rundgebung ihren Antheil, ihre von Millionen in die afrikanische Wüste hinausgeschüttet ferner die Vertreter zahlreicher anderer Vereine, jo aus den thatsächliche Theilnahme den Bedrohten zu erkennen giebt. und seine Nachfolger eifern ihm nach in Vermehrung des Bergwerksgegenden Villarmosa, Scuteri und Campobello. Feuilleton. [ 49 Der Aufruhr in den Cevennen. lichen Liebe ein bischen Wunder Eine Erzählung von Ludwig Tied. Als sie wieder aus den Ruinen traten, begegnete ihnen Lacoste's große Gestalt. Edmund," rief er," Ihr und Euresgleichen treiben ein verdammliches Handwerk. Ich habe mich den ganzen Tag versteckt gehalten, um die Abscheulich feit nicht wahrzunehmen. Euer Gottesdienst hat gar zu ftrenge Beremonien. Langmüthig ist Euer Gott, denn sonst würde er wohl etwas strenger dareinschauen. Dachte ich doch schon alles erlebt zu haben und die ganze Kreatur zu verstehen, aber auf meiner jezigen hohen Schule lerne ich denn doch noch manches Neue." Wo ist Euphemia? Wo Luciej? Wo unsere Thränen und fortsetzen zu können. Edmund war in einer Stimmung, Seufzer jener Tage? Ein altes Männchen seid ihr im Um- als wenn ihm alles Leben und Sein in Traum und Nebel sehen geworden: und, nicht wahr, jene Jugendgefühle betteln zerrinnen wollte. Sowie sie bei einem kleinen Hause vor Euch noch manchmal an, wenn auch nur, wie stumme Kinder, über tamen, an welchem sich im oberen Stock Menschen mit Mienen? Thut nun einmal mit Eurer überschweng- am Fenster zeigten, die aber beim Anblick der Uniformen und erweckt diese schnell zurücktraten, sagte Edmund zu sich selbst:" Ich bin Todten wieder, die uns hier im Wege liegen. Es ist aber auf dem Punkt, wahnsinnig zu werden, denn ich sehe nun noch die Frage, ob sie Euch danken würden, da sie einmal die Gestalten meines Innern; war es doch, als erblickte den Bas, wenn auch etwas halsbrechend, nach jenseits ge- ich meinen Vater und Christinen und Evelinen; than haben; denn, beim Licht besehen, ist das sogenannte und nur, weil ich hier die beiden Freunde seiner Jugend Leben ein verflucht langweiliges und niederträchtiges Wesen, mit mir führe. Sie wollten einen alten Mann, der Kräuter und wenn man noch dazu täglich dergleichen Spaß erwarten im kleinen Garten sammelte, nach der Schenke fragen, als darf, wie sich über die Räuze hier hergemacht hat, so muß die Frau aus der Hausthür trat und sich anbot, sie dahin man wirklich schon verdammt in schlechter Gewohnheit ein zu begleiten, da sie doch selbst Geschäfte im Wirthshause gerostet sein, um nicht mit einem einzigen Halsschnitt der habe, der Gasthof auch nicht so leicht zu finden sei, weil er ganzen Erbärmlichkeit ein Ende zu machen. So find wir in einer anderen Straße liege und im Orte selbst nur wenig aber einmal alle." Verkehr herrsche, der abseits läge und mit keinem großen Heerwege in Verbindung stehe. Unter diesen Gesprächen wandelten sie durch die Nacht. Der greise Pfarrer erwiderte nur wenig. Auch erlaubte es Unter diesen Nachweisungen begleitete sie die Schwazende Wie erstaunten der Priester und Lacoste, als sie zwei ihm seine Erschöpfung nicht, die so stark war, daß sie oft zur reinlichen Schenke des Ortes. Die Leute hier waren Jugendfreunde in sich wiederfanden. Ihr also seid jener ruhen mußten. Je mehr Stunden verflossen, je tiefer war eben erst aufgestanden und erschraken, als sie Soldaten fromme seufzende Jüngling", rief Lacoste verwundert aus, er bewegt, und je mehr wünschte er, nach dem Untergange sahen, da sich seit dem Ueberfall der wenig entlegenen Ortder in den Augen seiner Euphemia das ganze Empyreum seiner geliebten Gemeine bald seine Auflösung zu finden, schaften ein allgemeiner Schrecken der ganzen Gegend mitsehen und finden wollte? Jett wandeln wir nun über die denn er mußte nun nicht mehr, wofür er noch leben sollte. getheilt hatte. Wein und Brot, auch warme Getränke er Blumen Eures religiösen Elysiums hinweg. Tretet nur Edmund sprach kindlich und liebevoll wie ein Sohn zu quickten die Ermüdeten, und Eustach und Bertrand hielten dreift zu, denn diese Augen und Nasen fühlen unsere ihm, und der Alte vergab ihm von Herzen alles, was der mit einigen andern Wache, um nicht unversehens überfallen Wer wohnt oben in Eurem Hause?" fragte Fersen nicht mehr, diese Gesichter sind ja nur die abgelegten junge Mann ihm Böses zugefügt hatte. Wenn ich nur zu werden. Masten, die noch von der gestrigen Redoute umherliegen. Deinen Bater noch einmal vor meinem Tode sehen könnte!" Edmund die Alte. die Wehmuth erlaubte ,, Ach! lieber Himmel!" fing die Alte wieder an, das Ja diefer Mardigras hat viel an Kleidungsstücken ver- fagte er tief gerührt, oder" zettelt, die nicht einmal wieder geflidt werden können, son- ihm nicht, weiter zu sprechen, doch errieth Edmund, wen er find arme, unglückliche Leutchen, denen die bösen Rebellen bern durch den schwärmenden Uebermuth gleich zu Plunder meinte. auch das Ihrige weggebrannt haben; ein Bauersmann, ein abgetragen sind. Ei! ei! Edmund, Ihr Franziskusverehrer, Nachdem sie oft geruht hatten, erreichten sie mit der armer Vetter von mir, hat sich nun mit Tochter und das Haar ist auch seitdem weiß geworden, gleich den gelben Frühe ein Dorf, das anmuthig unter grünen Bäumen lag. Schwestersohn zu mir geflüchtet, und wer weiß, wer weiß, Blumen der Wiefe, und der erste Wind rauft es Euch aus. Hier wollten sie frühstücken, um ihren Weg nach Florac& b nicht auch schon für unser Hüttchen die Zornfackel unter Die politische Lage in Oesterreich. Jededian fühlt, daß dieſes europäiſche China an einem Wende- bas entschiedene und prinzipiell nach jeder Richtung anzuErregung der Massen ist eine beispiellose in Desterreich. I freisinnigen Partei in Breslau geberden sich entrüstet über " Die plazgreifen sollte. liberale Presse, Die heutige Versammlung verurtheilt aufs schärffte die Saltung der drei großen Parlamentsparteien in der Frage der Wahlreform und konstatirt, daß die liberale Neaktion nunmehr ein unverhülltes Bündniß mit der klerikalen und der feudalen Reaktion eingegangen ist zum Zwecke der Bekämpfung bes Volfes, welches sein Recht fordert. Die zahlreichen Anträge, die eingebracht wurden, sind lächerliche Versuche, die Wahlreform zu verschleppen, zu versumpfen und das bestehende Wahlunrecht zu fonserviren. Die Versammlung erklärt weiter, daß die klassenbewußte Arbeiterschaft dieses volksfeindliche Bündniß der drei reaktionären Parteien nicht fürchtet und daß die vereinigte reaktionäre Masse die von der revolutionären Sozialdemokratie geführte Bewegung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts nicht aufhalten wird. Möge die gegenwärtige Regierung oder irgend eine ihr folgende alle Mittel der Gewalt anwenden, das arbeitende Bolt ist entschlossen, rücksichtslos und unerschrocken an die Forderung seines Rechtes zu schreiten." Zum Parteitage gingen der Parteileitung und dem Kongresse zahlreiche Begrüßungsschreiben aus dem In- und Auslande zu. Wir drucken das der spanischen Parteileitung hier ab: Werthe Genossen! Das Nationalfomitee der sozialdemokratischen Bartel Spaniens, jeder Zeit von dem Wunsche beseelt, feiner Solidarität mit allen Mitkämpfern gegen das Lohnsystem Ausdruck zu geben, benutzt den Anlaß der Abhaltung Eures Jahrestongresses, um Euch brüderlich zu begrüßen und wiederum feine Bewunderung für diejenigen auszusprechen, die mit so vielem Eifer die Sache des Proletariats perfechten und die den Weg bahnen, auf dem alle revolutionären Sozialisten folgen sollen. Die Wahlreform hat zu einer Krise der gesammten inneren punkt feines Geschickes steht; ja es scheint beinahe, als ob erkennende Vorgehen der Volkswacht". Wir sind überPolitit Desterreichs geführt. Gegenüber der Vorlage der Regie- in Desterreich eine Abart von parlamentarischer Re- zeugt, daß die kleinen Gernegroße, die die Sozialdemokratie rung, welche, ohne das Curiensystem zu durchbrechen, das Wahl- gierungsform recht in den städtischen und ländlichen Bezirken beinahe bis zum welche vor Entzücken aus dem Häuschen geräth, weil man, was zur Gefolgschaft des Freisinns degradiren wollten, nachdem allgemeinen erweitert, finden sich die drei maßgebenden Parteien feit dem Bürgerministerium unerhört ist, die Minister den der Parteitag so deutlich gesprochen, einsehen werden, daß des Abgeordnetenhauses zu einem geschlossenen Widerstand zu Majoritätsparteien zu entnehmen sich anschickt, schweigt freilich ihr Vorgehen geeignet gewesen wäre, die Partei zu schäsammen, welcher das Ministerium Taaffe veranlaßte, feine davon, daß nicht der Kaiser sich zur parlamentarischen Regierung bigen, wenn die Breslauer Parteigenossen nicht kurzen Demiffion zu geben. Vorläufig steht die Sache so, daß der Kaiser bekannt hat, sondern daß das Barlament hoffähig geworden ist, Prozeß gemacht hätten, indem sie die Herren Störenfriede die Demission nicht annimmt, sondern den Reichsrath vortagt seitdem es alle Parteiunterschiede verwischt und sich als reaktionär kräftiglich von den Rockschößen abschüttelten. hat. Das hervorstechendste und wichtigste Symptom der Lage sans phrase dem Kaiser zur Verfügung gestellt hat. Was nun ist die niederträchtige Haltung der Liberalen, welche ihre in Defterreich an die Regierung fommt, ift eine Kartellmajorität Mit unserem Parteitag ist die gegnerische Presse angeblichen Parteiprinzipien mit zynischer Offenheit mit ungeheuerlichster Art. Liberale und Konservative sind in eine natürlich garnicht zufrieden. Weil wir uns nicht spalte= Füßen treten, sich ohne Umschweiſe dem feudalen Polenklub Allianz gezwungen durch den Ansturm des Proletariats. ten" und keinen„ Unabhängigen"-Skandal hatten, war der und dem vom Grafen Hohenwart geführten Klub der Kon- Ohne Zweifel werden Zwiftigkeiten und Interessenstreitig Kongreß langweilig"; und die„ Hamburger Nachrichten" servativen angeschlossen haben. Graf Zaaffe hat durch die keiten die vereinigten Parteien über kurz oder lang finden ihn sogar geistlos. Nun Geist heißt auf lateinisch: vierzehn Jahre feines Bestehens unzählige Mal so brutale Junker- wieder auseinander bringen, aber sie werden aus dieser politik gemacht, daß er selbst die Opposition der Majorität des Allianz nicht anders als mit Berlust ihres Ansehens herausgehen, Spiritus, und Spiritusreden, oder Spritreden werden allerParlaments hervorrief. Aber niemals wurde in solchen Fällen jede einzelne kompromittirt durch das Bündniß mit der anderen, dings auf sozialdemokratischen Parteitagen nicht gehalten. die Opposition ernst genug, um etwas ausrichten zu tönnen, um sie bezahlen alle ihre Herrschaft mit dem Verlust ihrer Parteiehre. Und noch Eins mögen die Hamburger Nachrichten" sich die Stellung der Regierung auch nur irgendwie wesentlich zu Wie lange es dauern wtro, bis ein Ministerium gebildet ist, merken: wir können und das haben wir in Köln wie erschüttern. In einer ganzen Reihe von Fragen hat die Re- läßt sich nicht absehen. Kaiser Franz Josef ist nicht der Mann auf all unseren früheren Rongressen gethan wir können gierung Taaffe dem Parlament passiven Widerstand geleistet, der raschen und entschiedenen Entschlüsse, und es scheint eine alle unsere Angelegenheiten rückhaltlos vor den Augen wie er in einem konstitutionellen Staate unmöglich wäre; immer Persönlichkeit zu fehlen, die ihm den gewohnten starken und ent- und Ohren der Welt verhandeln, ohne daß wir einen unund immer wieder sind die Herren zu Kreuz gekrochen, haben schließ scheidenden Impuls giebt. Noch ist es absolut nicht sicher, daß politischen Prozeß zu fürchten haben, wie gewisse Leute. lich den Staub von seinen Stiefeln gefüßt. Den Ausnahmezustand das Ministerium Taaffe wirklich abgethan ist, und man hat, in Böhmen anerkannte jedermann als politischen Fehler, als um Zeit zu gewinnen, das Abgeordnetenhaus vertagt. Für nicht nur gänzlich unmotivirt, sondern als direttes Attentat auf die Stimmung, von welcher aber die österreichische Arbeiterdas bescheidene Maß von Freiheit, das wir in Desterreich schaft beherrscht ist, legt Zeugniß ab eine Resolution, die in drei haben; insbesondere aber entspricht die Aufhebung der Ge- Riefenmeetings am Montag, den 30. Oktober, von zusammen schworenengerichte der Absicht, die ordinärste und offenkundigste 12-15000 Arbeitern gefaßt wurde: Kabinetsjustiz an die Stelle des ordentlichen Richters zu sehen. Die Liberalen hatten sich aber von vorn herein gefügt und teinerlei ernstlichen Widerspruch erhoben. Aber nun, als Graf Taaffe jenen Entwurf einbrachte, welcher, eine Halbheit an sich, eine Wahlordnung schafft, die nur um ein geringes weniger monströs ist, als die gegenwärtige, aber doch das Verdienst hat, in das bestehende Unrecht Bresche zu schießen, da erwachte alle Mannhaftigkeit, alle Strammheit der bürgerlichen Parteien. Von feiner Seite wird auch verhehlt, warum. Es ist die Furcht vor der Sozialdemokratie, welche sie bewegt, und sie glauben, daß nur die künstlichen und absurden Formen, durch welche heute statt einer Voltsvertretung ein Ausschuß von einigen adeligen und bürgerlichen Kliquen zusammenkommt, sie noch für einige Zeit vor der sozialdemokratischen Fluth schüßen wird. Man mußte es hören, wie der stolze Graf Hohenwart Es lebe die deutsche Sozialdemokratie! die Folgen davon schilderte, wenn das bisher indifferente Es lebe der internationale Sozialismus! Landvolk den Verleitungen" der sozialistischen Emissäre" Es lebe die Vereinigung der Proletarier der ganzen preisgegeben sein würde; Welt! würde; wie der die Abgeordneten Linken bem Minister vorrechneten und nebenbei DOTFür das Nationaltomitee der Sozialistischen logen, daß ber Sozialdemokratie 40 bis 50 Sitze zuSoeben wird berichtet, daß der Kaiser die Abgeordneten Partei Spaniens. fallen müßten; wie die polnischen Grafen Jaworsti und Plener( liberal), Hohenwart( flerifal) und Jaworski Baul Iglesias, J. do Diaz, Stadniki den Weltuntergang prophezeiten, wenn die pol-( Bole), empfangen hat und mit ihnen über die Bildung eines Präsident. Sekretär. nischen und ruthenischen Bauern, die sie noch immer als Leib- Roalitionsministeriums verhandelt. Es zirkuliren selbstverständ- Madrid, den 19. Oftober 1898. eigene anzusehen und zu behandeln gewohnt sind, der sozialistischen lich alle möglichen Gerüchte und Ministerlisten. Es giebt feinen Agitation zugänglich gemacht würden. So viel aber wurde unter Abgeordneten, so dumm er sein mag, der nicht in diese Leporello- Das neue Steuerbouquet. Die Freisinnige Zeitung" dem Hochdrucke der unmißverständlichen Stimmung der Gesammt- listen aufgenommen wird. A13 Ministerpräsident wird in den schreibt: Wie jetzt mitgetheilt wird, beabsichtigt Finanze bevölkerung von allen Seiten zugegeben: die heutige Verfassung meisten Kombinationen an den Fürsten Windischgrät ge- minister Miquel in der That, die Reichssteuern um nicht Desterreichs ist unhaltbar, sie ist fernerhin unmöglich. Und dacht, einen Neffen des Belagerers von Wien, welcher bisher eine weniger als 100 Millionen Mark zu erhöhen. Und zwar von allen Seiten beeilte man sich, Borschläge zu machen, Mittelstellung in dem Nationalitätenzwist zwischen Deutschen sollen aufgebracht werden 50 Millionen Mark durch die die freilich weniger weniger auf eine Behebung des Uebels und Czechen einnahm. Er gilt als ein den Liberalen nicht unals auf eine Verschleppung der Reform hinauslaufen. Der günstig gesinnter Kavalier, was nicht ausschließt, sondern vielmehr Tabak- Fabrikatsteuer, 36 Millionen Mark durch Erhöhung brutalste Klassenegoismus, das fleinlichste und bornirteste Sich bedeutet, daß er ein Erzreaktionär ist. Sicher ist, daß die und Vermehrung der Reichs- Stempelabgaben, der Rest durch festtlammern an jedes einzelne Mandat tam sowohl von seiten des deutschliberale Partei mit beiden Füßen in ein Bündniß mit den die Weinsteuer. hohen Adels als von der verehrlichen Bürgerschaft zum grotestesten Klerikalen und Polen hineinsprang, und keinerlei politische Aus der Summe von 100 Millionen Mark soll den Ausdruck. Immer aber steht fest, daß die von der Sozial- Bedenken aufkommen ließ. Sie wirft sich den Schwarzen Einzelstaaten auf die Dauer von 5 Jahren ein fester Bedemokratie geführte Wahlrechtsbewegung den Erfolg gehabt hat, geradezu an den Hals, während die Parteigänger des Grajen trag von 40 Millionen überwiesen werden. Die Einrichtung daß, wovon in der letzten Session des Parlaments, im Frühjahr, Hohenwart noch respektabel genug sind, wenigstens Vor der Matrikularbeiträge und der lex Franckenstein wird nur gar feine Rede war, die Nothwendigkeit des allgemeinen behalte zu machen und sich der liberalen Umarmung gegenüber formell beibehaten. Eine Erhöhung der Matrikularbeiträge Wahlrechtes von allen Seiten anerkannt wird. Alle Gegen einigermaßen stolz und reservirt verhalten. ist fünftig ausgeschlossen. Im Falle, daß die Ausgabebestrebungen sämmtlicher Parteien laufen nur darauf hinaus, die heutigen Parlamentsgruppen durch Einschachtelung der neuen bedürfnisse sich erhöhen, soll noch ein System von Zus Wählermassen in Gurien möglichst zu schützen. Haben die Ar schlägen zu den bestehenden Reichssteuern playgreifen. Webeiter Desterreichs also auch nicht im Sturm das allgemeine tragen die Einkünfte des Reichs in einem Jahre mehr, als Einzelstaaten erfordern, so soll der Ueberschuß zu einem verzinslichen Fonds angelegt werden, aus welchem die Fehlbeträge späterer Jahre gedeckt werden können. Wächst dieser Reservefonds über 40 Millionen an, so soll der Ueberschuß zur Schuldentilgung verwandt werden. Nachschrift. Wir sind überzeugt, daß Gure Beschlüsse den Emanzipationstampf des Proletariats und die Erringung unserer Jdeale fördern werden. Wir folgen Euren Beschlüssen mit Beifall und stimmen ihnen vollständig zu. " gleiche und direkte Wahlrecht erobert, so haben sie doch the Politische Leberlicht. die Ausgaben und die 40 Millionen Ueberweisung an die Berlin, den 1. November. Energie den ganz ungeahnten Erfolg zu verdanken, daß in so überraschend kurzer Zeit die Grundlagen der Verfassung im Bewußtsein aller über den Haufen geworden sind, daß niemand Aus der letzten Reichstagswahl- Statistik sei heute baran zweifelt, daß der Bürgerkrieg bevorsteht, wenn man ver- nur hervorgehoben, daß sie, mit den Ziffern von 1890 versucht, das Wahlrechts Monopol für die Besigenden, den heutigen glichen, außer für die Sozialdemokraten( Zunahme 359 440 Benfus, aufrecht zu erhalten oder seine Beseitigung auch nur Stimmen), noch für das Zentrum( 126 388), für die Deutsch wesentlich hinauszuschieben. Allerdings wird weder das gleiche Konservativen( 139 209) und für die süddeutsche Volkspartei eine Stempelsteuer auf Frachtbriefe. In Frankreich Als neues Steuerprojekt erscheint auf der Bildfläche noch das direkte Wahlrecht zugestanden. Ja, alle Versuche zur( 139209) Wahlreform, alle Anträge, die irgend eine Aussicht haben, von( 19187) eine Stimmen zunahme ergiebt, dagegen eine hat man eine solche Stempelsteuer eingeführt aus Anlaß der derzeitigen Majorität angenommen zu werden, laufen darauf Stimmen a bnahme für die Freifinnigen bei der Fral der Finanznoth nach dem Kriege infolge der Milliardenhinaus, durch eine, ben heutigen Kurien( Großgrundbesiz, Handels- tionen( 242844), für die Nationalliberalen( 190689), für zahlung an Deutschland. Jezt soll das Deutsche Reich diese tammern, städtische und ländliche Bezirke) angeflicte 5. oder die Freikonservativen( 47529), für die Polen( 17242). Belästigung und Bertheuerung der Verkehrsbewegung nach vielleicht auch 6. Kurie der Arbeiterschaft eine Vertretung zu Die Sozialdemokratie ist also nicht nur die größte Partei, ahmen durch Auferlegung eines Firstempels von 10 Pf. geben, in einem Wahlkörper, der sie möglichst von anderen Besondern sie hat auch absolut und relativ den größten Stimmen auf den Frachtbrief. Natürlich trifft dieser Firstempel die völkerungsklassen isolirt, und es ihr unmöglich machen soll, die zuwachs. heute im Besitz der alten Parteien befindlichen Mandate zu erFrachtbriefe über kleinere Werthe verhältnißmäßig höher langen. Aber die Herren werden sich gründlich täuschen. Der Ertrag dieser als die größeren Frachtsendungen. Steuer wird auf 10 bis 12 Millionen Mark berechnet. Weiterhin soll ein Quittung 3 stempel eingeführt werden nach Maßgabe des Gesezentwurfs von 1880-81. Danach wird ein Firstempel von 10 Pf. gelegt auf alle Quittungen von 20 M. und darüber. Auch hierfür beruft man sich auf das Beispiel von Frankreich. Im Jahre 1881 stimmte im Reichstage allein der Sohn des Fürsten Bismarck für den damaligen Gesetzentwurf. Auch der Quittungsstempel stellt nicht nur eine Belästigung des Verkehrs dar, sondern muß geradezu anreizend wirken, Baarzahlungen hinauszuschieben oder zu größeren Beträgen auflaufen zu lassen. Alles was sie durch eine künstliche Eintheilung der städtischen Das Ergebnis der Landtagswahlen kann nach den und ländlichen Bezirke erreichen können, ist, daß sie neben Sozial- vorliegenden Depeschen noch nicht beurtheilt werden. Allem demokraten eine ungefähr gleich große oder noch größere Anzahl Anscheine nach hat sich an der Zusammensetzung des Landvon fleritalen Abgeordneten, die ja die Regierungspartei des tages nichts geändert. Die Wahl der Abgeordneten durch liberalen Ministeriums bilden werden, hineinbekommen. Was die Wahlmänner findet am 7. November statt. sie aber auch auf diese Weise nicht hindern werden, ist die gründliche Aufwühlung der besiglofen Boltstlassen, ist die Ausnugung des Wahlrechts für die sozialdemokratische Agitation. Zur Breslauer Landtagswahl. Die nun aus der sozialdemokratischen Partei ausgeschlossenen Handlanger der wegs ist, womit der Herr der Heerschaaren uns in seiner pellier hingehören mögen. Kreuz und Elend ist im ganzen Erbitterung heimleuchten will. Denn wo ist heut zu Tage Lande. Und woher nur das Unheil gekommen ist? Jede noch Sicherheit oder Assekuranz wie vormals. Alles ist ja Partei giebt der andern die Schuld." Trubel und Kriegsgeschrei, und die sonderbarsten Fatalitäten Man brach wieder auf, und die ausgestellten Wachen treiben den Menschen hin und her, wie es nur in den schlossen sich dem Zuge wieder an. Ein glühendes Morgen- jetzt bekannt, daß die Regierung beabsichtigt, es nicht blos bei In bezug auf die sogenannten Börsensteuern wird alten Wunderhistorien geschehen ist. Und die Angst wird roth hatte sich durch den ganzen Himmel ausgegossen, so der im vorjährigen Gesezentwurf vorgesehenen Verdoppelung immer größer und der Verdacht immer stärker. Wo man weit das Auge reichte, als man erst die Thäler verlassen des Stempelsteuersatzes auf Kauf- und Anschaffungsgeschäfte nur Soldaten sieht, möchte man gleich in ein Maulwurfs hatte, war die Luft mit den seltsamsten und mannigfaltigsten bewenden zu lassen. Es soll für Kauf- und Umsaßgeschäfte loch friechen, und wenn man auch den allerbesten und Lichtern brennend erleuchtet. Aus dem Walde von der in ausländischen Schuldverschreibungen und Aktien der bisrichtigsten Glauben in sich fühlt. Anhöhe links stürzte eine bejahrte Dienerin und rief:" Dherige Saz verdreifacht werden. " Ift Euer Drummeter noch nicht wieder zurück?" fragte der dicke Wirth. gottlob, daß ich königliche Truppen sehe! Helft meiner Endlich soll die Stempelsteuer für Lotterielose von 5 möglicher Weise auch von Checks und Giroanweisungen erNach der" Post" soll der neue Quittungsstempel hoben werden. guten Herrschaft!" Sie lief zurück und führte eine auf 8 pet. erhöht werden. Diese Erhöhung trifft zugleich alte Nonne, die ohnmächtig schien. Sie kamen näher, die Tickets am Totalisator, weil dieselben seit dem Herbst Der muß," antwortete die Alte, rein weg ver man erquickte sie mit Wein. Da der Priester ihren 1890 von den Steuerbehörden den Lotterielosen gleichgeachtet schwunden sein; mein einfältiger Mann aber grämt sich Familiennamen nennen hörte, rief er: ,, Euphemia!" werden. um den Schalt und meint, in den Bergen könnte ihm ein und sant vor ihr nieder. Sie war es, sie hatte sich vom Unglück zugestoßen sein, weil der lange Blajebalg doch abgebrannten Schlosse kaum mit ihrer Aufwärterin nach schon alt und verkümmert wäre und manchmal einen dem Walde retten können, wo sie die Nacht in der größten starken Husten bekommt. Als wenn an dergleichen Land- Angst verlebt hatte. Der Alte nannte sich ihr. Hast Du streichern viel gelegen wäre, da so viele reptierliche Leute denn meiner wohl und unserer Jugend zu Zeiten gedacht?" Eine Amnestie gab es jüngst in Sachsen, um das ins Gras beißen müssen, die doch wohl mehr Konnexion fragte er mit bebender Stimme. Kann man das Leben 50jährige Militärjubiläum des Königs zu feiern, und folg und Autorität haben als der Affentürié, der hier den vergessen?" antwortetete die sterbende Euphemia mit lich auch eine militärische Amnestie. Wer alles begnadigt Mumsignör vorstellen will." brechendem Auge. Und Du, Edmund?"" Ich lebte ward, wissen wir nicht, es wird einfach gemeldet: 29 Mili" Jawohl," sagte der Wirth. Wie geht es aber auch Dir, ich sterbe mit Dir," sprach der Alte, und beide ver- tärs" nicht Offiziere" sagt man, und wir glauben es den Katholiken, vollends den armen Geistlichen, so wie der schieden erschöpft an der zu starken Rührung des wunder- auch, denn bestrafte Offiziere brauchen in der Regel mit alte, greise, ehrwürdige Herr dort auch sein wird, der samen Wiederfindens, indem die Strahlen des Morgens wie der Begnadigung nicht auf ein Jubiläum zu warten; wohl nun ebenfalls flüchtet. In Florac sollen gestern schon in Glorien um ihre verklärten Angesichter leuchteten. etliche angekommen sein. Auch die Klöster leiden. Es Wagen, die aus Florac kamen, und deren Eigenwar in der Nacht ein Wandersmann hier, der den Ueber- thümer von Edmund den kurzen Bericht gehört hatten, fall eines Schlosses berichtete, wo einige geistliche Frauen führten die Leichen nach der Stadt, um sie in geweihter zum Besuch gewesen waren, die nach Nismes oder Monte Erde zu begraben. aber wird ein Soldat erwähnt, der zu 20 Jahren Gefängniß verurtheilt war, weil er gegen Vorgesetzte sich in orten( nicht thätlich) vergangen, und der von diesen 20 Jahren achtzehn Jahre in Zwickau als Sträfling verbüßt hat. Achtzehn Jahre der Freiheit beraubt, in der Blüthe der Jugend, lebendig begraben, dem lebendigen Tod geweiht wegen einiger im Born gesprochener Worte! O dieser humane Moloch! Die Dienstalterszulagen kommen am 1. April 1894 für alle Beamten zur Durchführung, nur nicht, wie serlautet, für die Beamten der Reichspostverwaltung. Warum gerade die so hartangestrengten Postbeamten von den Zulagen ausgeschlossen bleiben sollen, ist uns unerfindlich. Bringt doch die Postverwaltung sehr große Ueberschüsse in die Reichskasse, an denen diejenigen, welche sie verdienen helfen, vollberechtigte Ansprüche haben. Wer hat den Nutzen von der Unfallversicherung? In einer hiesigen großen Aftienbrauerei, dem Böhmischen Brauhauſe, dessen Leiter Vorsitzender der Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, Sektion VI ist, werden den durch Unfall zu Schaden gekommenen Arbeitern die Renten, die fie erhalten, vom Lohn abgezogen. Bis jetzt sind davon 7 Arbeiter der Brauerei betroffen, denen insgesammt um monatlich 157,25 M. der Lohn gefürzt wird. Jährlich macht das für die Brauerei die respektable Summe von 1887 M. aus. Reber3, den In einem Rundschreiben des Reichs- Versicherungsamtes beheißt es da: Schweizerischer Arbeiterkongreß. Der Geschäfts- Fahne nun, der Maurer August Ahlendorf, soll durch das Tragen leitungs- Ausschuß der sozialdemokratischen Partei der Schweiz hat auf den 25. und 26. November einen Parteitag nach Olten einberufen. " groben Unfug" verübt haben. Vor Gericht behauptete nun Ahlendorf, es sei dies gar keine richtige rothe Fahne" gewesen, denn erstens sei sie nicht ordentlich roth gewesen und zweitens habe sie auch noch andere Farben enthalten. Der als Zeuge Der erste Leichnam!" ruft die Pétite Republique" vorgeladene Wachtmeister Feller weiß aus eigener Wissendem französischen Ministerpräsident Dupuy zu, und schaft wenig zu bekunden; er sei von verschiedenen Leuten, brennt ihm das Wort Mörder!( Assassin) auf die Stirn. fo u. a. von dem Agenten Blosfeld aufmerksam gemacht worden. Blosfeld hatte ihm gegenüber geäußert:„ Es sei doch eine Der erste Leichnam" ist der des im Norddepartement ge Schande, jetzt ziehe diese Gesellschaft sogar am hellen Tage mit tödteten Arbeiters, dessen Tod gestern erwähnt ward. Wie rothen Fahnen in der Stadt umher." Das Gericht beschließt, wir jetzt erfahren, ist der junge Mann, der an dem Streit die heutige Verhandlung zu vertagen. Zur nächsten Verhandlung ganz unbetheiligt ivar, das Opfer der Brutalität betrunkener soll Ahlendorf das Corpus delicti" mit zur Stelle bringen, bei Lens) auf eine Gruppe von Menschen ohne jede Ver- sieht oder nicht. Gendarmen geworden, die am Sonntag bei Lievin( nahe damit zunächst entschieden werden kann, ob die Fahne roth aus= Das Seitenstück des Opfers von anlassung feuerten. " Fourmies!", sagen die französischen Arbeiter. Das„ Opfer von Fourmies" stürzte eine Regierung. Das Opfer von Lievin könnte Herrn Dupuy verhängnißvoll werden. " Daraus geht alfo hervor, daß der Unternehmer nicht be- Quellen des Wohlstandes sind versiecht, und von der Natur so # Todtenliste der Partei. Am 28. Oktober verstarb in Offenbach unser wackrer Parteigenosse, der Steinhauer Joseph Klemenz nach furzem Krantenlager. Der Verstorbene war allezeit ein eifriger Kämpfer für die Rechte des Proletariats und war noch während der letzten Wahl unermüdlich mit thätig, um den Sieg an unsere Fahne zu heften. on Soziale Lebericht: Italien. Die Kammer ist auf den 23. November einberufen. Wie es heißt, will Giolitti dann sofort die VerDer Gedanke des Gesetzgebers, den verlegten Arbeiter durch trauensfrage stellen. Er wird wohl müssen. Seine die Rente schablos zu halten, wird hier in eigenthümlicher Weise letzte Programmrede" war eine so vollständige Bankrottdurchgeführt. Feitgestellt ist nun zwar nicht von uns, ob die Direktion erklärung und eröffnete für Italien so traurige Ausdes Böhmischen Brauhauses die Summen, die sie den Arbeitern sichten, daß die Kammer nicht länger unthätig verharren für die erhaltene Rente vom Lohn abzieht, wieder in die Kaffe fann. Freilich, was thun? Wer soll helfen? Wie ist An alle Musik- Instrumenten- Arbeiter der Berufsgenossenschaft zurückwandern läßt, es ist dies auch zu helfen? Wo alles morsch und faul ist, und fein Nagel nebensächlich, hier kommt hauptsächlich in Betracht, daß die mehr haftet, da läßt sich kein Bau mehr fest fügen. Giolitti( Klavier, Blechblase- Instrumenten, Harmonika-, Klaviatur, Mechanifarbeiter, Orgelbauer u. f. w.). Tirektion wohl die volle Arbeitskraft des Verletzten ausnügt, stürzen ist leicht, aber wo ist der Nachfolger, der es besser die ihre Arbeit nach wie vor den Unfällen verrichten müssen, macht? Die Rudini und Crispi, die nach dem Minister- arbeiter durch den Willen einer großen Zahl Kollegen wieder in Kollegen! Nachdem der Fachverein der Musik- Instrumentenihnen aber den Lohn um den Betrag der Rente türzt. In diesem portefeuille gierig die Hand strecken, haben es als Minister Thätigkeit getreten ist, richten wir an alle Kollegen, die noch Falle hat also der Unternehmer den Vortheil. genau ebenso gemacht. teiner Organisation angehören, die dringende Mahnung: Inzwischen wird der Ruf nach Abrüstung immer Organisirt Euch! Kollegen, wenn Ihr nicht wollt, daß immer züglich der Auslegung des§ 5 des Unfallversicherung- Gesetzes lauter erhoben. Daß die unverhältnißmäßig große Armee schlechtere und immer mehr drückende Verhältnisse in unferem " Der Verdienst, den ein Verletzter nach einem Unfalle erzielt, und Flotte die Hauptschuld an der Finanzzerrüttung tragen, Gewerbe Platz greifen, so beachtet die Mahnung und stellt Euch ist für die Bemessung der ihm zu gewährenden Rente nicht maß- unterliegt keinem Zweifel, und auch nicht, daß der Drei- nicht abseits Gurer für die Verbesserung ihrer wirthschaftlichen Lage tämpfenden Kollegen! geblich.... So ist es belanglos, wenn ein in seiner Erwerbs bund an dieser unverhältnißmäßig großen Belastung die fähigkeit offenbar beschränkter Verlegter( der z. B. den linken Hauptschuld trägt. Allein Italien leidet nicht blos unter einer Gewerkschaftsorganisation anzugehören und mitzuhelfen Es ist die Pflicht eines jeden Musik- Instrumentenarbeiters, Beigefinger verloren hat) nach feiner Heilung bei seinem einer Finanzkrisis. Es ist wirthschaftlich zer- dem Kapitalismus, dem Unternehmerthum einen Damm entgegenfrüheren Arbeitgeber denselben Lohn wie vor dem Unfalle ver- rüttet, Handel und Wandel liegen völlig darnieder, die zusehen, damit wir nicht macht- und kraftlos dem gegenüberdient."*) das stehen. Für den Einzelnen ist der Widerstand schwer; die gerechtigt ist, den Betrag der Rente seinen Arbeitern am Lohn abgesegnete Land bietet heute sammten Kollegen jedoch können alles. Nicht persönliche oder zuziehen. ein ähnliches Schauspiel dar, wie zur Beit der fleinliche Interessen sollen uns trennen, sondern eine große, in Die Menschenfreundlichkeit der Direktion des Böhmischen altrömischen Bürgerkriege und Bäsaren: das Paradies Noth und Gefahr treu zusammenhaltende solidarische Maffe Also nochmals Kollegen: Organisirt Brauhauses mag es ja nun zuwege bringen, daß die Arbeiter, ist eine Stätte des Elends, die üppigen Gefilde wollen wir bilden. Euch!" die ihre Knochen opferten, für die gute Dividende, die die Ge- eine Wüstenei, und wo Glück und Ueberfluß herrschen Die nächste Vereinsversammlung findet am Montag Abend, sellschaft alljährlich denen zahlt, die einen Betriebsunfall nicht er tönnte, hält die mörderische Pellagra( Hungerpest) ihre den 13. November, bei Deigmüller, Alte Jakobftraße 48 a, ftatt. leiden tönnen, wegen irgend einer Kleinigkeit entlaffen werden; ste unbarmherzige Ernte. Außerdem finden Aufnahmen alle Abende von 8-1/ 210 Uhr und werden aber beileibe nicht deshalb auf das Pflaster fliegen, weil obige Thatsache bekannt geworden ist. Von der Kammer ist keine Rettung zu erwarten, so Sonntags Vormittags von 10-1/ 212 Uhr bei Rohr, Naunynwenig wie von Giolitti, Crispi, Rudini. Der Monarch thront straße 78, statt. Bis inkl. 6. November 1898 wird kein Einrathlos inmitten der allgemeinen Rathlosigkeit. Und es trittsgeld erhoben, von da an 30 Pf. für die Person. Der Vorstand. wird weiter gewurstelt"- das international- gemeinsame J. A.: P. Scholz, 1. Vorsitzender, Am Ostbahnhof 7, vorn IH. Programm unserer modernen Zunftstaatsmänner. Der Schlammvulkan des italienischen Panama An die Bildhauer! Wir müssen noch einmal erinnern an Wer macht die Revolutionen? Die Narren oder wirft nach wie vor Schmugmaffen aus. Jest beschuldigt der die moralische Verpflichtung aller Fachgenossen, den noch immer Degenerirten( Entarteten, krankhaft Veranlagten)! also junge Tanlongo Herrn Crispi, nicht blos mitgeschwindelt, hartnäckig ringenden Wiener Kollegen beizuspringen mit thatfragte und antwortete der Wiener Frrenarzt und Universitäts- sondern auch ihn zu den Angriffen auf Giolitti veranlaßt fräftiger Unterstützung. Mancher wird sagen, bei dieser schlechten profeffor Wagner von Tauregg füngst in einem Bor- zu haben. Komischer Weise vertheidigt die„ Vossische Beit sei es nicht möglich, für andere etwas übrig zu haben; trage. Daß Narren und Degenerirte, wie z. B. König Zeitung" Herrn Crispi als einen Ehrenmann, bem der jedoch könnten die Wiener Bildhauer dasselbe fagen sie haben Ludwig XVI. von Frankreich, Revolutionen machen können, artige Schuftereien nicht zuzutrauen seien. Aber seit Crispi niffe, troy Rampf und Noth; sie halten aus und nicht nur für noch Begeisterung für das Algemeine, trotz schlechter Verhält das wußten wir freilich längst, aber der Wiener Herr Pro- zum Verräther an seiner Partei und zum politischen Streber sich, auch für uns alle seßen sie ihre Kraft ein! Ist das nicht feffor meint die Sache anders, und geht systematisch geworden ist, hat er bei unzähligen Gelegenheiten den Be- bei schlechter Zeit doppelt hoch anzuschlagen? Müssen wir nicht Werk. Er ist der Ansicht des italienischen Gelehrten fähigungsnachweis für Praktiken, wie die, deren Tanlongo alles baran seyen, ihnen den Sieg zu sichern, der zugleich der Lombroso, der, selber an Monomanie leidend, alle ihn anklagt, aufs Gründlichste erbracht. unsrige ist Nur Verstockte, in Selbstfucht Bersumpfte sehen nicht die Wichtigkeit der Errungenschaft, die wir den dort kämpfenden Kollegen verdanken. Die bayerische Kammer hat die Ermächtigung zur Verfolgung der Münchener Post" wegen Beleidigung des Landtages versagt. סטן wärmen, die sich abwenden, und überwinden wir die Lauheit, die ihm nicht normal erscheinenden Menschen zu Monomanen Doch Crispi ist zu flug, um sich so zu kompromittiren, ( Verrückten, an firen Ideen Leidenden) stempelt, alle Ver- meint Tante Voß. Ei, die liebe Unschuld und bürgerliche brechen und soziale Erscheinungen auf törperliche und Moral! Der Achtstundentag ist ein Kulturfortschritt- und der seelische Naturanlagen der Menschen zurückführt. Herr Kampf der Wiener Bildhauer um denselben ein Lichtpunkt in Klug sind sehr viele Hallunken, und die klugen halten dieser trostlosen Zeit. Wo der Kapitalismus alle finsteren Lombroso hält z. B. den Anarchismus allen Ernsts für sich insgesammt für zu ting", um hereinzufallen bis sie Kräfte entfesselt in der wilden Jagd nach Profit, eine epidemische Krankheit, nicht figürlich, sondern im erwischt sind. die berechtigtsten Forderungen der Menschlichkeit vereigentlichen Sinne des Worts." Und noch weiter geht lacht werden Don den beutesüchtigen Gewalthabern, da der Wiener Professor, der in den italienischen Wahnsinn Die Monroedoktrin, zuerst aufgestellt von dem leuchtet der Idealismus der Arbeiter auf, hier und mit deutscher Gründlichkeit Methode bringt. Er sagt: amerikanischen Präsidenten Monroe( 1817-1826) im Jahre dort sich bethätigend, trok Noth und Elend, und zeigt uns, daß Die Mehrzahl der Degenerirten( Entarteten, frankhaft 1823, gipfelt in dem Wort: Amerika den meridie Hoffnung auf schönere Zeiten kein schnöder Wahn ist. Aber Beranlagten) ist nicht fonkurrenzfäbig im Rampfe ums Dasein; tanern" teine auswärtige Macht hat das Recht, sich Ihr wißt auch, Kollegen, daß der Achtstundentag eine materielle fie finken mit fataler Nothwendigkeit tiefer und tiefer auf der in die amerikanischen Angelegenheiten einzumischen. Als Besserung bedeutet für uns alle. Helfen wir, daß er dort, wo Einmischungsversuchen in weder durch den Ausbruch einer wirklichen Psychose ins Jrrens Brasilien die Rede war, verwiesen wir sofort auf die bei, er thut es für sich! Suche jeder die kalten Herzen zu er haus oder aber durch ihre Lebensführung ins Arbeitshaus oder Buchthaus. Sie bilden einen beträchtlichen Prozentsatz der Monroedoktrin, und die betreffenden Regierungen beeilten sich entschuldigt mit anderen Verpflichtungen. Es giebt teine untersten sozialen Schichten, besonders in den Großstädten. Sie, sich auch jedenfalls auf einen Wink mit dem Baumpfahl höheren, als im gewerkschaftlichen Kampf dem Kollegen den die ewig Unzufriedenen, hesten sich an alle sozialen und politi- von Washington her ihre Flottenbefehlshaber zu Rücken zu decken, der für unsere Lebenshaltung seine Kraft einschen Umwälzungen, die den Umsturz des Bestehenden bezwecken, desavouiren. Jezt hat nun aber der englische Admiral vor fetzt, der auch lieber in Ruhe und Frieden arbeiten möchte und und trüben durch ihre Ausschreitungen an und für sich be- Rio Janeiro, um seine„ Neutralität" zu beweisen, die Flagge leben, wenn das möglich wäre bei dem bösen Nachbar„ Unterrechtigte Bewegungen. So sehen wir auch der großen an und der Aufständischen sowohl als die der offizi ellen Regierung nehmer". für sich gefunden Bewegung, welche die Signatur unseres falutiren lassen, und dies hat man in Washington trumm Beitalters ist und nach aller Wahrscheinlichkeit noch lange bleiben wird, vermöge deren sich sozial tiefstehende Schichten genommen. Wiello gilt dort als Agent monarchischer Verzu Macht und Geltung emporzuarbeiten suchen, eine Menge schwörer, die auch in Europa Verbindungen haben; und folche degenerirter Elemente angeheftet und sie durch Aus- um feinen Zweifel zu lassen, daß sie keine Wiederaufrichtung schreitungen diskreditiren, wie dies vor allem in der wahn- der Monarchie in Brafilien bulben wird, hat die Vereinigtes wißigen, in Gräueln schwelgenden Sefte der Anarchisten zum Staaten- Regierung soeben ein Kriegsschiff nach Rio Janeiro Ausdrucke kommt. Es giebt aber teine gesellschaftliche Ord- geschickt und die Absendung weiterer in Aussicht gestellt. nung, bei der die Degenerirten obenauf sind, und wenn vorüber- Das wird wirken. gehend einmal ein solcher Zustand geschaffen wird wie bei der Variser Kommune, so fann es sich nur um eine durch Afrikanisches. Die Engländer behaupten, gegen Wahnwiz und Gräuel sich selbst rasch verzehrende Bewegung die Matabele's einen großen Sieg erfochten zu haben. Wir handeln nicht um eine Epoche in der menschlichen Ent- fennen diese großen Siege". wickelung, sondern nur um eine Episode." Parteinachrichten. Parteipresse. Unser Stettiner Bruderorgan, der„ Volks giften zu haben sowie Beiträge abzugeben. Berbreite jeder da, Listen zu haben sowie Beiträge abzugeben. Verbreite jeder da, diese Zeitung nicht hinkommt, diese Mittheilung und thue jeder sein Möglichstes! Die Agitations- Rommission der Bildhauer Im Auftrage: König. Annenstraße 16 bei Ehrenberg, Abends von 8-9 Uhr, find Berlins. Achtung, Schneider und Schneiderinnen Moabits! Die nächste öffentliche Versammlung findet am Montag, den 6. November, Abends 8, Uhr, bei Lange, Stromstraße 28, statt, in der Frau Palm über das Thema:" Die Frau in der In. dustrie und ihre geistigen Fähigkeiten" referiren wird. Am Donnerstag, den 2. November, Abends von 5 Uhr an, gelangen Handzettel zur Ausgabe bei Hermerschmidt, Perlebergerstraße 28a und bei Gleinert, Müllerstraße 174. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, sich zahlreich an der Verbreitung zu betheiligen. Die Agitations- Rommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Achtung, Steinarbeiter! Der Streit der 15 Kollegen Der Streit in Rostock dauert fort, und wir bitten, bis auf weiteres den Zuzug streng fernzuhalten, dann wird auch dieser Streit siegreich zu Ende geführt werden. Mit kollegialem Gruß Dem Herrn Professor ist jede revolutionäre Bewegung ein Ausfluß und Ausbruch von Hirnkrankheit. Für die sozialen und politischen Ursachen hat der gelehrte Herr tein Verständniß. Die mit Händen zu greifende, in jeder Stadt, ja auf jedem Dorf in die Augen springende Thatsache, daß soziales Elend törperliche bote", erscheint vom 1. November täglich, statt wie bisher drei- am Postneubau in Salle ist zu gunsten der Streifenden beendet. und geistige Degeneration( Entartung) erzeugt, ist dem mal wöchentlich. Der Fortschritt der sozialdemokratischen Partei Wiener Professor ebenso verborgen geblieben, wie seinem ist hervorstechend gerade an unserem Stettiner Parteiblatt zu erKollegen Krafft- Ebing, der voriges Jahr in Wien über das- kennen. Als dasselbe vor mehr als 8 Jahren gegründet wurde, selbe Thema dieselbe Rede hielt. erschien es zunächst wöchentlich nur einmal in ganz kleinem Da ist der italienische Professor Ferri denn doch ein Formate. Einen Monat später wurde es wöchentlich zweimal anderer Bursche, als seine zwei stubengelehrten deutschen herausgegeben. So flein das Blatt auch damals war, es ers J. A.: Ph. Thomas, Rigdorf- Berlin, Faltstr. 5. Mitprofefforen. Er ist auch Irrenarzt, sieht auch die un- füllte seinen Zweck und sicher hätte au jener Beit niemand mittelbare Ursache vieler sogenannten Verbrechen in Körper- Dies ist nun endlich der Fall, nachdem der Boltsbote" seit über vorausahnen können, daß es auch noch täglich erscheinen würde. Ein Sieg der Brauergehilfen. Aus Heilbronn licher und geistiger Degeneration, aber er hat auch erkannt, 3 Jahren wöchentlich dreimal erschienen und auch zweimal im fommt die Nachricht, daß die Brauergehilfen durch ihr Vorgehen daß das Verbrechen, auf seine letzte Ursache zurückgeführt, Formate verändert worden ist. Die Stettiner Parteigenossen in verschiedenen Brauereien eine Verkürzung der Arbeitszeit er eine soziale Krankheit ist, und daß die körperliche und werden dafür sorgen, daß ihr Organ auch ferner sich entwickle. reicht haben, der eine 10prozentige Lohnerhöhung folgen wird. geistige Degeneration nur eine Folge dieser Krankheit. Die Märkische Arbeiter- Zeitung" und die Sagener Volts: So wurde z. B. in verschiedenen Geschäften gearbeitet von früh Und weil Professor Enrico Ferri das begriffen hat und ein wacht" sind seit dem 1. November mit einander verschmolzen 1/24 bis Abends 7 und 8 Uhr, ja es war eigentlich gar keine be Mann von Logit und Charakter ist, so ist er Sozial- und erscheinen fortan unter dem Titel„ Westfälische stimmte Beit gegeben, jest ist die Arbeitszeit von früh 5 bis Voltstribüne." Abends 7 Uhr festgesezt. demokrat geworden. Die Herren Krafft Ebing und Wagner von Tauregg als gute deutsche Professoren werden sich wohl hüten, dem bösen Beispiel zu folgen. " Die Rothschen. Am 6. Auguft feierte der ArbeiterTurnverein Apolda" Freie Turnerschaft" sein 1. Stiftungsfest. zu den Festlichkeiten gehörte auch ein Fejizug, bei welchem wie üblich, einige Fahnen mitgeführt wurden. Soweit wäre ja *) Die Reichs Unfallversicherungs- Geseze, dargestellt von nun alles in Ordnung gewesen, aber die eine Fahne soll Mitgliedern des Reichs- Versicherungs- Amtes. Seite 148. erschrecke nicht roth ausgesehen haben. Der Träger dieser i man Die Zentralleitung der Steinarbeiter Deutschlands. Die Telephon Arbeiter der Schweiz, zirka 700 an der Bahl, beabsichtigen sich zu organisiren. Mögen ihre deutschen Kollegen sich das ad notam nehmen. Kollegen sich das ad notam nehmen. Ein Gewerbegericht wird demnächst in Saalfeld errichtet werden. Für den Inhalt der Juierate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater: Donnerstag, den 2. November. Opernhaus. Oberon. Schauspielhaus. Natalie. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Chic. Leffing- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Vorher: Jllusionen. Wallner Theater. Eden- Theaters. Gastspiel des Neues Theater. Jugend. Castan's Panopticum. Weltberühmte Ausstellung von Wachsfiguren und Gruppen. Illufionen. Irrgarten. & Schreckenskammer. Unserm Kollegen u. Genossen A. Fink zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 29756 Holladei! A. merkst Du nichts!... Große öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen Bekanntmachung Donnerstag, 2. November, bei Buggenhagen, Moritzplatz. an die Herren Vertreter der Zages Ordnung: Arbeitgeber und der arbeit- 1. Bericht des geschäftsführenden Ausschusses der nehmenden Mitglieder der Gewerkschafts- Kommission über die Verhandlungen mit Orts- Krankenkasse der Ma- Herrn A. Lubasch. Passageschinenbau- Arbeiter und ver- 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Bruno Schoenlank Panopticum. wandten Gewerbe. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affeudame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Central- Theater. Berliner Bollblu Präuscher's MUSEUM Adolph Ernt- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplat- Theater. Lehmann auf der Welt- Ausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. National Theater. Demetrius. Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstelluna. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Wohlthätigkeits- Vorstellung zum Besten des Pestalozzi- FrauenVereins zu Berlin. Demetrius. Trauerspiel in 5 Aft. v. Schiller- Gruppe. Rasseneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Die juten Flinten. Sonnabend, den 4. Novb.: BenefizVorstellung für Frl. Henny Schmid. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Sonntag, den 5. November, Mittags 12 Uhr: Wolfsvorstellungs- Matinee zu ermäßigten Preisen: Des Meeres und der Liebe Wellen. oder: Hero und Leander, Trauerspiel in 5 Atten v. Grillparzer. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. RF tette Woche. THE Zum 64. Male: Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Afte: Bajazzi- Parodie, vorgetragen von Josephine Dora und Carl Meissner. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. In Borbereitung: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 8 Atten v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkoni. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. anatomisches über: ,, Wie steuert die Berliner Arbeiterschaft der Sklaverei der Angestellten in den Großmagazinen?" 3. Diskussion. 274/15 ordentlichen Generalversammlung Der geschäftsführende Ausschuss der Gewerkschafts- Kommission. Die Fortsetzung der außer vom 22. September 1893, welche vertagt wurde, findet am 10. November 1893, Ab. 8½hr, in Seefeldt's Lokal, Grenadier traße 33, statt. Tagesordnung: 29736 J. A.: Hermann Faber, Rosenstraße 28. 6. Wahlkreis. 1. Bericht der Kommiſſion in Sachen Gr. öffentl. Kommunalwähler- Versammlung Messerknecht. Referent Herr Papendorf. 2. Feststellung und Decharge- Ertheilung der durch die Messerknecht'sche Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. Beschwerde entstandenen Kosten. Viel Neues, darunter der Schußkanal der Kugeln des Der Vorstand. Carl Thieme. für den 36. und 37. Kommunal- Wahlbezirk am Donnerstag, den 2. November, Abends 82 Uhr, im Lokale von Queitsch, Swinemünderstraße Nr. 35. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Borgmann über: Die bevor stehenden Stadtverordnetenwahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Wahlkomitee. Nach Schluß dieser Versammlung 394/19 deutschen Militärs, then, fünf Körper findet eine Besprechung über die Aufgehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends stellung von Kandidaten für die zu für erwachsene Herren. vollziehenden Neuwahlen von 4 ArbeitDienstag u. Freitag: Dameutag. nehmern zum Borſtande ſtatt. Entree 50 Pfg. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Die ordentliche GeneralversammMaurer!= Grosse öffentliche lung der Herren Bertreter der Arbeit Generalversammlung der Maurer u. Putzer Berlins nehmer der Orts- Krankenkasse der Maschinbau- Arbeiter und verwandten am Sonntag, den 5. November, Vorm. 10% Uhr, Gewerbe findet am Sonntag, den im Lokale des Herrn Gründer( früher Mundt), Köpniderstr. 100. 12. November 1893, Vormittags, in Seefeldt's Lotal, Grenadierstraße 33, statt. Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und die Beschlüsse des Kölner Parteis tages. Referent: Reichstags- Abgeordneter Max Schippel. 2. Diskussion. Spezialitäten- Vorstellung Vormittags von 9½ bis 10% Uhr: 3. Berichterstattung der Delegirten von der Gewerkschafts- Kommission und von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Preis ringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, RopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duet tistinnen. Herren Cordes und Zierath, Gesangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. musikal. Steinsetzer. = Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. ,, Sanssouci“, Kottbuserstr. 4a. Jeden Donnerstag und Sonntag: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Zum Schluß: Der grobe Gottlieb u. der sanfte Heinrich. Ensemble von Mensel. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Freitag, den 3. November: Soiree in der Victoria- Brauerei. Nratweil Wahl von 4 arbeitnehmenden Mit Neuwahl derselben. 4. Gewerkschaftliches. Zu dieser Versammlung sind alle Gewerkschaften hiermit freundlichst gliedern zum Vorstande. eingeladen. Die Vertrauensmänner der deutschen Maurer. H. Schigolski. F. Gräschke. Vormittags 11 Uhr: Gemeinschaftliche Generalder Herren Versammlung Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tagesordnung: 1. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 2. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 17 der Statuten. Der Vorstand. Carl Thieme. Orts- Krankenkasse der Strumpfwirker. Montag, den 15. November, Abends 8 Uhr, in Feind's Salon, Weinstr. 11: Ordentliche General- Versammlung Tagesordnung: 1. Abänderung der§§ 21, 24, 80, 55, 63 des Statuts. 2. Wahl des Vorstandes für 1894. 3. Wahl des Rechnungs- Prüfungs- Ausschusses für 1893. 4. Beschlußfassung über die den Kassenführer erhöhte Vergütigung vom 1. Juni ab. 5. Beschlußfassung über die den Rechnungs- u. Kassenführer zu zahlende Vergütigung und von demselben zu leistende Kaution. 6. Anhang zum Statut über Verhaltungsregeln der franken Mitglieder und Mahnverfahren. 7. Der Boykott der Charitee. 8. Ver schiedenes. Die Kassenmitglieder( männ sche fiche wie weibliche) und Arbeitgeber Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: werden nach§ 49 des Statuts hierzu eingeladen. 287/5 Der Vorstand. Freunde und Genossen, Grosses Frei- Concert die einem neuzugründenden GesangSoiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palat. Unf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Bf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. refervirt 30 f. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Moritz verein im Westen beitreten wollen, ersuchen wir, am Freitag Abend 81/ Uhr im Restaurant v. J. Bernhart, Steinmehstr. 24, recht zahlreich zu er scheinen. 2933b Die ausgeschiedenen Mitglieder des Gesangvereins„ Frühlingsluk". Köpenick. Den Mitgliedern d. Schul- Abtheilung des Sozialdemokr. Arbeitervereins zur Nachricht, daß die erste Stunde am Morig- Montag, den 6. Nov., Ab. 7, Uhr, linderstraße, stattfindet. 104/15 Etablissement Blas. Buggenhagen. Blas. im Lokale des Hrn. Schulz, SchönerTäglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Der Vorstand. Halk! Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/ 2Ubr. Stonzert in ben heren Reftaurations 29716] Heute Abend Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Paff.) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin ber Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendir. Neu! Neu! Hierauf: Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Wochentags 71/2 Uhr. Anfang:{ Sonntags 52 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Grosses Gänse- Ausschieben dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. bei Gustav Schultz, Wasserthorstr. 55. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Neues Club- Haus Arbeitsmarkt. Pantoffelmacher, welche selbst. 72. Kommandantenstr. 72. lief.tönn., fucht Krumpelt, Alexanderſtr.9. Empfehle meine 4 hocheleganten IF Festsäle TI ( 50-400 Pers.) den 2c. Vereinen zu Versammlungen und Festlichkeiten jeder Art. 2534b Habe noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. H. Ebert. Glockengiesser, welcher selbständig in Lehm formt, nach Riga( Rußland) gesucht, auf Tagelohn oder Prozente. Stellung dauernd. Reisekosten werden vergütet. Off. unter K. U. erbeten. 243/20 Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW, Benth- Straße 2. Für Agitationszwecke empfehlen wir den Parteigenossen: Ferd. Laffalle's Reden und Schriften in Einzel Ausgaben: Meise Affisenrede, gehalten vor den Geschworener Buffeldorf am 3. Mai 1849 gegen die antlage, die Bürger zur mr.-, 40 Bewaffnung gegen.bie Königliche Gewalt aufgereizt zu haben. und die neueste Gegenwart. mr.- 15 Fichte's politisches Bermächtniß in Brief. Die Philosophie Fichte's wottsgettes. Feftrede, gehalten bet und die Bedeutung des deutschen der am 19. Mai 1862 von der Philosophischen Gesellschaft und dem Wissenschaftlichen Kunstverein veranstalteten Fichtefeter. Mt.-, 15 Aleber Berfaffungswesen. Ein Vortrag, gehalten in einem Berliner Bezirksverein. Was nun? Bweiter Vortrag über Berfaffungswesen.- Macht und Recht. Ein offenes Mt.-, 35 Sendschreiben Ferd. Laffalle's. Ueber den Zusammenhang der gegenwärtigen Arbeiterprogramm. Geschichtsperiode mit der Idee des Arbeiterstandes. Mr.-, 15 Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine BertheidigungsRede vor dem Ber liner Kriminalgericht gegen die Anklage, die besiglosen Klaffen zum Haß und zur Berachtung gegen die Besigenden öffentlich angereizt zu haben. Mt.-, 30 Die indirekte Steuer und die gage der arbeitenden Klaffen. Eine Vertheidigungs Rede vor dem Königl Kammergericht zu Berlin gegen die Anklage, die besttlosen Klaffen zum Haß und zur Berachtung geg. die Besigenden öffentl. angereizt zu haben. Mt.-, 60 Der Laffalle'sche Kriminalprozeß.. und III. Zweites Heft: lung nach dem stenographischen Bericht. Drittes Heft: Das Urtheil erster Instanz mit fritischen Randnoten zum Zwecke der Appellations- Rechtfertigung t.-, 50 bearbeitet. an das Central- Comitee zur Offenes Antwortschreiben Berufung eines allgemeinen deutschen Arbeiter- Rongreffes zu Leipzig. 6. Auflage. Mt.-, 10 Rebe bet der am 18. April 1863 in Leipzig ab Bur Arbeiterfrage. gehaltenen Arbeiterversammlung. Nebst Briefen Profeffor Wuttte's und Lothar Bucher's. mt.- 10 Arbeiterlesebuch. Bede Zaffalle's zu Frankfurt a. M. am 17. and 19. Mat 1868. Nach dem stenogr. Berichte. Mr.- 25 Kleine Auffäße: Die französischen Nationalwerkstätten von 1848. Antwort an Herrn Profeffor Rau. Laffalle und die Statistit von Wadernagel. Herr Wackernagel oder der moderne Heroftratus. mt.-, 15 Ermiderung auf eine Rezension der Kreuz- Beitung". und der Frantfurter Abgeordneten Die Feste, die Presse tag. Dret Symptome des öffentlichen Geiftes. Rede por der forrettionellen Appelltammer zu Düsseldorf Eine Rede, gehalten in den Bersammlungen des Allgemeineu Deutschen Mt.-, 25 Arbeiter Vereins zu Barmen, Solingen und Düsseldorf. am 27. Juni 1864. = Rede Bertheidigungs gegen die Anklage, verschiedene Klassen der Bevölkerung zum Haß und zur mt.-, 10 Berachtung öffentlich angereizt zu haben. Arbeiter des Allgemeinen Deutschen Mt.- 20 wider Ferb. Laffalle vor dem StaatsAn die Arbeiter Berlins. Sine Ansprache im Namen der Arbeiter- Bereins. Der Hochverraths- rozch gerichtshofe zu Berlin a. 12. März 1864. Nach dem stenographischen Bericht. mt.-, 40 Die Agitation und das Bersprechen des Königs von Preußen. Eine Allgemeinen Deutschen Arbeiter- Bereins Rebe, gehalten am Stiftungsfeste des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zu Ronsdorf am 22. Mai 1864. mt.-, 25 Mr.-, 75 Serr Julian Schmidt, schotten. der Literarhiftoriter, mit Geger Franz von Sickingen. Eine historische Tragöble. 2. Auflage. Herr Baftiat- Schulze von Delitzsch, der öfonom. Julian Arbeit. Mt. 2, t. 1, Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bet Mufträgen von Auswärts ersuchen wir höflichst um gleichzeitige Ginfendung bes dafür entfallenden Betrages.( Porto extra.) Echt Stonsdorfer Likör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,-, 50 Liter 47,50, 100 Liter 90,-. 440M Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner VoWblatt. Nr. 338. Donnerstag, den 3. Uovember 1893. 19. Jahrg. Ans England. B London, 29. Oktober 1893. Vorigen Dienstag versammelte sich in Belfast der sich„Ulster — oder Ulster's— Parlament" betitelnde Kriegsrath der irischen Lcyilisten. Hinter den bekannten Redensarten von der Be- drohung ihrer Glaubens« und Gewissenssreiheit durch Homerule in irgend einer Gestalt verstecken diese großen Patrioten die Sorge um ihr bedrohtes Privilegium, Irlands Regierung zu be- stimmen, und ihre„Loyalität" bekräfligen sie dadurch, daß sie sich dafür rüsten, im Falle der Annahme der Homerule-Bill ihre Ausführung unmöglich zu machen. Zu diesem Zweck sammeln sie ihren Kriegssonds und stacheln sie den Fanatismus der protestantischen Bevölkerung in jeder denkbaren Weise auf. Sie organisiren den Bürgerkrieg, den Kampf gegen das Gesetz, den Hochverrath, und in diesem Unternehmen erfreuen sie sich der Patronage der gesammten Führerschaft der konser- vativen Partei, vor allem des Marquis von Salisbury, der bei- läufig neulich wieder einmal eine Rede über die politische und ökonomische Lage des Landes gehalten hat, so ungeschickt, so sehr geeignet, die Arbeiterklasse abzustoßen, daß die Radikalen hell aufjubelten und die tory-demokratischen Blätter ihrem Verdruß ziemlich unverhüllten Ausdruck gaben. Der Nachfolger Beaconsfield- Tisraelis ist von einer fabelhaften Unfähigkeit, sobald es sich um etwas anders handelt als die Vorurtheile des Stock-Engländers oder Stock-Britten gegen die unterworfenen Nationalitäten auf- zustacheln. In der besagten Loyalisten-Versammlung für den Vorsitz Seine Gnaden der Herzog von Abercorn. Dieser edle Sprößling aus dem Geschlecht der Hamiltons hielt eine große Rede, in der das Wort„Freiheit" fast in jedem Satze wiederkehrte.„Wir sind hier versammelt," deklamirte er.„um das große Prinzip zu bekräftigen, daß die Freiheitsrechte eines freien Volkes nicht verschachert werden dürfen, und dem Volk von Großbritannien kund zu thun, daß keine Gewalt der Erde uns zwingen kann, die Freiheit aufzugeben, die unsere Väter mit ihrem Blut uns erworben, daß unsere Freiheit eine zu heilige Sache ist, um sie einer intoleranten und tyrannischen Klique auf Gnade und Un- gnade ausliefern zu lassen?" Schön geredet, nicht wahr? Seine Gnaden, der freiheits- liebende Herzog, ist aber nicht nur Vorsitzender des revolutionären Wohlfahrtsausschusses für die Provinz Ulster, er ist auch im Verein mit dem Herzog von Fise, dem Schwiegersohn des Prinzen von Wales, Direktor der vom Ministerium Salisbury, in dem sein Bruder Chef der Marine-Abtheilung war, mit einem königlichen Freibrief(„Charter") ausgestatteten britischen Südafrika- Kompagnie. Und diese Gesellschaft führt gerade jetzt in Afrika eine Aktion aus, die zu den Freiheits- und Menschen- rechts-Deklamationen Sr. Gnaden den wundervollsten Kommentar bildet. Ich meine den Raubzug gegen Matabeleland, das von dem Stamm der Matabeles beherrschte Gebiet im Norden der Transvaal-Republik. Vom Häuptling oder König der Mala- beles, Lobengula, besitzt die Kompagnie für ein Lumpengeld— es soll noch nicht 4 Pfennige pro englische Quadratmeile be- tragen— Rechte der Allsbeute der Mineralschätze von Maschona- land, einem beinahe 3 Millionen Quadratkilometer umfassenden Landstrich zwischen Matabeleland und dem Transvaal, dessen Bewohner— die Maschonas— bisher im Vasallenverhältniß zu Lobengula standen. Auf grund der Konzession hat die Gesell- schaft sich vollständig häuslich im Maschonaland eingerichtet, Ansiedler ins Land gezogen und Forts erbaut. Aber die An- siedler fanden sich bald enttäuscht und die Goldsucher auch. Das Stammkapital der Kompagnie ist aufgezehrt, und eine Rendite vor der Hand nicht abzusehen. Was geschieht? Die Kompagnie entdeckt, daß an der Grenze von Matabeleland und Maschona- land Unregelmäßigkeiten vorkommen, daß Matabeles friedliche Maschonas überfallen und ihres Vieh's berauben, sowie auch weise Ansiedler belästigen. Natürlich muß sie Freiheit, Eigen- thum und Leben ihrer Pflegebefohlenen schützen, und das geht natürlich nur, indem sie Matabeleland erobert. Daß dasselbe reicher an Mineralschätzen und fruchtbarer ist als Maschona- land, ist nur Zufall, wird aber dem Publikum bei jeder Gelegenheit vorgehalten. Freiwillige, die sich für den heiligen Profit— pardon— den heiligen Freiheitskampf gegen die Matabeles anwerben lassen, erhalten eine Farm von 6000 Acres und 29 Gold-„Claims"(d. h. das Recht aus 20 Goldfelder) in Matabeleland zugesichert. Und einstweile» hat die Kompagnie sich dadurch als Vertreterin einer höheren Kultur erwiesen, daß sie Abgesandte der Matabele's in heim- tückischster und brutalster Weise abgeschlachtet hat. Die Berichte darüber werden wohl auch in die deutsche Presse übergegangen sein und ich will sie deshalb hier nicht wiederholen. Nur so viel, daß die lahmen Dementi's der Kompagnie hier von keinem Menschen geglaubt werden, zumal immer mehr Zeugen für die ursprünglichen Versionen auftreten. Auch stehen sowohl die Ossiziere als auch die Freiwilligen der Kompagnie im schlechtesten Rufe. So empörend nun auch die Brutalitäten sie sind noch nicht das Empörendste bei der Sache. Zur vollendeten Nieder- tracht werden sie erst durch die infame Heuchelei, unter der sie betrieben werden. Man spielt die höhere Zivilisation, und überbietet die Matabele's, die ja, wie alle Wilden, das Leben ihrer Feinde für nichts achten, nicht nur an grausamer Mord- gier, sondern auch an Hinterlist und Tücke. Statt wenigstens offen zu erklären, wir gehen auf den Raub aus, wir wollen Land, Bodenschätze, Waldungen erobern, um sie mit Profit zu ver- schachern und die Bevölkerung uns unterwerfen, um sie zu vor- stlaven, erschwindelt, erlügt und erdichtet man Rechtstitel aller Art, erschießt wehrlose Menschen unter dem Deckmantel der Ver- theidigung, und stiehlt„zum Schutze des Eigenthums". Und damit der Sache die Komik nicht fehle— dieser Herzog von Abercorn. der in Irland nicht genug Worte der Entrüstung über die irische Landliga, den Feldzugsplan und die teuflische Absicht der irischen Pächter hat, die Renten in Irland aus den„Präriewerth" herabzudrücken, was thut er und sein»monistischer Kollege, resp. die von ihnen repräsentirte Gesellschaft anders, als gegen ihre» Landlord, Loben- gula, einen Feldzugsplan hundertmal gewaltthätigerer Art als der der Jrländer— von der Gerechtigkeit gar nicht zu reden— durchzusetzen? Lobengula ist von heute cko jure oberster Landesherr von Maschonaland, und der Kampf gegen ihn ist nichts als ein Erpressungsunternehmen, die Kompagnie, die ihn führt, eine Mondscheinbande schlimmster Art, der nicht, wie den irischen Mondscheinbanden. die Empörung wider Jahrhunderte lang erlittene Vergewaltigung entschuldigend zur Seite steht. Das Schönste aber ist, daß die Herzöge von Abercorn und Fise für ein Trinkgeld von je 1200 Pfund Sterling jährlich nur die Dekorationsstücke der Südafrika- Kompagnie sind, der wirklich leitende Geist derselben aber ist Herr Cecil Rhades, Präsident der Kap- Kolonie, ein Emporkömmling, der sich von seinen Kreaturen den Bismarck Südafrika's nennen läßt und mit dem Original dieses Namens das gemein hat, daß er es von einem Mann mit bescheidenem Vermögen bis zum Millionär ge- bracht hat und für Schutzzölle schwärmt. Außerdem schwärmt Serr Rhades für die„Compound- laboou" genannte indirekte klavenarbeit in Kimberley«. und würde am liebsten die un- verfälschte Sklaverei wieder einführen, wenn ihn nicht das eng- lische Gesetz daran hinderte. Darum ist er denn auch extremer Homeruler und hat zur Bekräftigung seiner Ueberzeugungstreue seiner Zeit Parnell 10 000 Pfd. Sterl. für dessen Homerule- Agitation gegeben. Hat Irland Homerule, rechnete der Brave, so kriegen wir am Kap es vielleicht auch und jedenfalls werden wir die Stimmen der Jrländer für uns haben. Das war die obige Summe schon werth, ganz abgesehen davon, daß sie ihm als Politiker die Stimmen der Jrländer einbrachte. Ist das nicht ein prächtiges Kleeblatt: Der„loyale" Herzog von Abercorn, der„royale" Herzog von Fise und der„honorable" Herr Cecil Rhades? Und wenn die Herzöge mit dem Financier Parnell's gemeinsame Sache machen, ihm als Schlepper dienen, wer kann dann noch daran zweifeln, daß es nur gebührende Freiheitslicbe ist, die sie für das bedrohte Ulster in die Schranken treten läßt! Man muß nur das Wort Freiheit richtig ver- stehen.— Zsoltsles: Wie sind die auf der Ttettiner Bahn verübten Schwin- deleien zu erklären? Zu unserer Ausführung in Nr. 251 über die Gründe für die Bahnschwindeleien schreibt das k. Eisenbahn- Betriebsamt Berlin-Stetti»: „Ter in dem„Vorwärts" vom 25. d. M. enthaltene Artikel über Schwindeleien auf der sogenannten„Stettiner Bahn" be- darf einiger Berichtigungen, welche dem Nachstehenden entnehmen und in Ihrem Blatr veröffentlichen zu wollen, wir ergebenst er- suchen. Ter Artikel beginnt mit einer Betrachtung der Ein- kommens-Verhältnisse des Schaffner-Personals. Hierzu bemerken wir, daß die Säiaffner an Gehalt einschließlich Wohnungsgeld- Zuschuß 1080 bis 1440 Mark jährlich beziehen, außerdem als Nebeneinnahmen für ihre Fahrten an Fahrstunden- und Nacht« geldcrn durchschnitilich 30 Mark monatlich verdienen. Muß das Fahrpersonal außerhalb seines Wohnortes übernachten, so stehen ihm gut eingerichtete Uebernachtungslokale unentgeltlich zur Ver- sügung. Sogenannte Hilssschaffner, welche im Arbeiterverhältniß stehen, werden, wie schon in der Bezeichnung liegt, nur aus- hilfsweise zur Vertretung von Schaffnern herangezogen, erhalten hierbei dieselben Nebeneinkünfte wie die Schaffner und stehen sich während solcher Dienstleistung also besser wie in ihrem sonstigen Dienst-Verhältniß. Es kann somit keine Rede davon sein, daß„bittere Roth" die Triebfeder zu den in Rede stehenden Durchstechereien ge- wesen ist. Was die über letztere angestellten Ermittelungen anbetrifft, so verhält sich die Sache wie folgt: Die Eisenbahn-Verwaltung hatte Grund zu dem Verdacht, daß auf den nach den Ostsee- bädern führenden und im Sommer vorzugsweise mit Rückfahr- karten von längerer Giltigkeit benutzten Strecken mit Hilfe des Schaffnerpersonals vielfach Betrügereien durch Unterschlagung bereits benutzter solcher Karten und Handel mit denselben be- gangen würden und veranlaßte deshalb geheime Nachforschungen, mit. welchen der Kriminal-jiommissarius Zillmann nebst einem Kriminal-Schutzmann aus Berlin betraut wurde. Die von diesen beiden Beamten von Milte August d. I. bis zum 20. d. M. auf den Strecken Berlin-Stetlin, Berlin-Stralsnnd über Neubrandenburg und über Pasewalk, sowie Stettin-Stras- bürg U.-M. angestellten Ermittelungen haben vorläufig zu dem Resultat geführt, daß 24 theils in Berlin, lheils auf anderen Stationen slationirte und verschiedenen Verwaltungsbezirken an- gehörige Schaffner sich des bezeichneten Vergehens schuldig ge- macht haben, weshalb dieselben am 21. d. M. zur Rechenschaft gezogen und zum Theil unmittelbar aus dem Dienst verHaftel worden sind. Diese letztere Maßregel war vorbereitet und ist in aller Ruhe ausgeführt. Die erforderlichen Vertreter waren recht- zeitig zuvor kommandirt und bereit gehalten. Unter den ver- hafteten Schaffnern befinden sich ein ehemaliger Oberboots- mannsmaal und ein Inhaber des Eisernen Kreuzes II. 5ilasse, welche beide s. Z. als Militäranwärter in den Eisenbahndienst übernommen wurden. Im Uebrigen schwebt die gerichtliche Untersuchung über diese Vorkommnisse. Jnwieiveit Privatpersonen bei der Sache be- theiligt sind, ist noch nicht festgestellt, und sind alle bisher hier- über an die Oeffentlichkeit gebrachten Mittheilungen besonders auch über Betheiligung von Viehhändlern unzutreffend." Diese die Sachlage theiliveise ergänzenden amtlichen Aus- führungen bestätigen die Richtigkeit unserer Ansicht, daß im wesent- lichen die schlechten Gehaltsverhältnisse dieser kleinen Beamten Schuld daran sind, daß sie den Versuchungen, die an sie heran- traten, unterlagen. Allerdings liegen nach den Ausführungen der Bahndirektion die Gehaltsverhältnisse etwas besser, als wir nach Mittheilung unseres Gewährsmannes annahmen. AuS de»„christliche» Herbergen zur Heimath". Der Umstand, daß die Arbeiter-Sanitätskommission beschlossen hat, in den Kreis ihrer Thätigkeit auch die Untersuchung der Gesundheilsverhältnisse u. s. w. in den Herbergen, Asylen u. s w. zu ziehen, giebt einem Genossen Veranlassung, zur Miltheilung folgender interessanten Ausführung: Als im vorigen Jahre die amtliche Bekannlinachung des ersten Cholerafalles in Berlin erfolgte, begab sich Einsender auf das königliche Polizei- Präsidium und erllärte dort folgendes zu Protokoll:„Die christlichen Herbergen zur Heimath, Müllerstr. 6 und Koppen- straße 9, hallen die in ihnen verkehrenden Besucher des Nachts unter Verschluß, so daß die Klosets ihnen nicht zugänglich sind; zur Befriedigung der Nothdurft wird auf den Korridor ein Eimer gestellt, welcher aber dem vorhandenen Bedürfniß nicht genügt, so daß so- wohl Urin als auch Exkremente auf den Fußbod en fließen und denselben infiziren. Es herrscht demzufolge ein so penetranter Geruch, daß die Verseuchung des Fuß- bodens angenommen werden muß." Nach ca. 14 Tagen wurde Einsender dieses auf das Polizeibureau in der Tieckstraße be- schieden und ihm dort mündlich eröffnet:„die Beschwerder seien zwar zutreffend, ließen sich aber in anbetracht den dort herrschenden Verhältnisse nicht abstellen". Zur Be- gründung fügte der Wachtmeister hinzu:„Denken Sie nur, welches Gesindel dort verkehrt; es wäre eine schöne Wirth- schaft, wenn dasselbe Nachts frei herumlaufen könnte; es wäre dann niemand mehr sicher."—„Christliche Herberge zur Heimath", wie steht's? Hungernde Schulkinder. Zu den traurigsten sozialen Er- scheinungen im heutigen Klassenstaate gehören die hungernden Schulkinder. Im glanzvollen Berlin wandern täglich Tausende von armen Kindern, wie statistisch nachgewiesen, mit hungrigem Magen, d. h. ohne gefrühstückt zu haben oder Frühstück mit zu bekommen, zur Schule. Und doch haben sich diese beklagens- werthen Kinder ein Frühstück gewiß niehr als andere verdient, denn zumeist sind sie es, welche den Glücklicheren die Frühstücks- beute! an die Thüren Hüngen, während jene noch des süßen Schlummers sich erfreuen; welche in frühester Morgenstunde Trepp auf. Trepp ab, von Haus zu Haus mit Zeitungen jagen, welche arbeiten und— hungern müssen. Diese bösen Früchte der heutigen Wirthschaftsordnung werden allerdings erst gänzlich mit dieser verschwinden, doch hätte der heutige Klassenstaat begründete Ursache, sich dieser armen Opfer der durch ihn gezeit'en Verhältnisse anzunehmen. Statt dessen läßt er d private„Wohlthätigkeit" walten. So besteht schon seit em Jahre 1875 ein„Verein zur Speisung armer Kinder un Nothleidender". So viel dieser Verein auch immer gewirkt hc.en mag— was vermag doch ein auf die Güte der Besitzende angewiesener Wohlthätigkeitsverein gegenüber der sozialen Verelendung der Volksmassen? Die Noth schreitet unaus- haltsam vorwärts und so haben wir denn dieser Tage das er- Habens und erhebende Schauspiel erlebt, daß sich zur Steuerung dieser Noth ein neuer Verein, ein Verein für— Kinder-Volks- küchen zur Verpflegung hungernder Schulkinder, gebildet hat! Speisung aller Schulkinder durch die Stadt ist, wie wir wieder- holt dargelegt haben, in Berlin sehr wohl möglich und erforder- lich.— Dafür ist bis jetzt natürlich die l... iberale Stadt- Verwaltung noch nicht zu haben. Ja, wenn es sich um Festessen für Wohlhabende handelte.... Unschuldig verhaftet? Der Posthilfsbote Gustav Thau, Naunynstr. 17, geb. am 15. Juni 1367, war vom Juni 1800 bis Mai 1893 am Hauptpostamt, Spandauerstraße, beschäftigt. Im April dieses Jahres fiel der Verdacht auf ihn, daß er Ein- schreibebriefe, die abhanden gekommen waren, unterschlagen habe. Zwei Haussuchungen, die in seiner Wohnung vorgenommen worden waren, blieben zwar erfolglos, jedoch wurde Thau unter dem Verdacht der Untreüe im Amt am 31. Mai und seine Frau, die sich im sechsten Monat der Schwangerschaft befand, am 2. Juni verhaftet und vierzehn Wochen lang in Untersuchungs- Haft gehalten. Am 5. September hatte sich das Ehepaar Thau vor dem Landgericht I zu verantworten. Durch die Verhandlung ergab sich die Unschuld der Angeklagten so zur Evidenz, daß auf Antrag des Staatsanwalts der Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil fällte. Der Posthilfsbote Thau sah also am selben Tage seine Frau in der Freiheit wieder— aber in welchem Zustande! Die qualvolle Untersuchungshaft, die Nahrung im Gefängniß, die Sehnsucht nach ihrem sechszehn Monate alten Kinde, die Sorge um das Schicksal ihrer Leibesfrucht hatten auf Frau Thau derart eingewirkt, daß das Schlimmste zu befürchten war. Am 11. September, drei Wochen vor der Zeit, brachte die Frau ein Kind zur Welt und am 3. Oktober starb sie an den Folgen des Elends, das sie unschuldig zu ertragen hatte. Thau trug sich in seinem Unglück mit der sicheren Hoffnung, daß die Postbehörde das an ihm begangene Unrecht zu einem minimalen Theil wenigstens dadurch wieder gut machen würde, daß sie ihn wieder in seine frühere Stellung einsetzte. Am Sterbebette seiner Frau erhielt er von der Postbehörde eine Zustellung, in der ihm kurz und bündig der Bescheid ertheilt wurde, daß seine Wiedereinstellung in den Postdienst abgelehnt sei. Thau ist heute noch arbeitslos. Erwähnt sei noch, daß während der Zeit der Untersuchungshaft dem Ehe- paar ein beträchtlicher Theil seines Mobiliars abhanden ge-- kommen ist.— Wann endlich wird man zu der Einsicht ge- langen, daß es Pflicht auch der heutigen Gesellschaftsordnung ist, für derartiges Unglück, soweit dies möglich, von Staatswegen Ersatz zu leisten und die Richter und anderen Beamten für Verhaftungen persönlich verantwortlich zu machen? Wann endlich wird die Möglichkeit, einen Unschuldigen zu ver- hasten, verringert werden? Die Minister v. Schelling und Stephan sind, soviel uns bekannt, Familienväter— wiewürden sie überdiese„beste aller Welten" denken, wenn sie, beziehentlich ihre Familie, in der Lage des armen Po st hilf s.» boten sich befunden hätten? U. A. w. g. Weshalb verhaftet? Der Schlosser Karl Grund, seit Juni vorigen Jahres(!) Friedrichstr. 19 bei Ver- wandten wohnhaft, wurde am vorigen Donnerstag, Vormittags 10 Uhr, von seiner Arbeitsstelle(Telegraphenbau-Änstalt von Gurlt, Friedrichstr. 24) weg verhaftet, nach der Polizeiwache am Belle- allianceplatz und von da nach dem Polizeipräsidium gebracht, ohne daß man ihm den Grund dafür>nittheilte. Vom Präsidium aus schickte man den p. G ru n d nach— dem Gebäude des Landwehr-Bezirkskommandos. Hier wurde ihm seine Gestellungs- ordre eingehändigt, die man— vergessen hatte, ihm rechtzeitig zuzusenden. An demselben Abend 7 Uhr 23 Min. fuhr Grund bereits nach Goldap in Ostpreußen zum 59. Regiment. Er hatte also nicht mehr die gehörige Zeit seine Angelegen-- heiten zu ordnen. Das Grund sich vor dem Militär- dienst„drücken" wollte, ist vollkommen ausgeschlossen. Verwandten und Bekannten gegenüber hat er wieder- holt seine Verwunderung ausgesprochen, daß er noch keine Ordre erhalten habe, während noch die Rekruteneinstellung im vollen Gange war. Er glaubte schließlich, er sei zurückgestellt worden, bis er den Jrrthum unangenehm zu fühlen bekam.— Eine Aufklärung dieser eigenthümlichen Art von Rekruteneinstellung ist dringend erforderlich. Oder ist der ehemalige Oberst- kommandirende von Hannover, jetziger Minister, zu sehr durch die Spielwuth von Offizieren in Anspruch genommen, um diese allerneuste Praxis zu erklären? U. A. w. g. Pflegegeld. Manschreibtuns:„Der Erste jedes Monats ist durchgehends ein wichtiger Tag für Hauswirthe, Miether, Beamte und auch für die Aermsten der Armen. Schüchtern betreten diese früh 8 Uhr die Schwelle des„Gewaltigen", der ihnen Armenunterstützung und für ihre Kinder unter 14 Jahren ein sogenanntes Pflegegeld aushändigt. Liberale Stadtväter haben herausgerechnet, daß für 6 M. ein Kind gekleidet und ernährt werden kann, und aus der Vorderseite des„Pflegescheines" dies zum Ausdruck gebracht. Wie das möglich? mag„Richter's Agnes" darlegen. Selbstredend wird nur alleinstehenden Frauen, Witlwen, solch Pflegegeld ge- währt. Diese müssen jedoch mehr wie ein Kind haben. Nur im alleräußersten Falle giebt man auf ein Kind Pflege- geld. Es kann sedoch solches in allen Fällen wieder entzogen werden, besagt ein anderer Passus auf solchem Schein. Und dieser Passus ist nicht leerer Schein. Das mußten zu ihrer größten Betrübniß heut früh einige Frauen in einem Bezirk, welcher in dem 39. Polizeirevier liegt, erfahren, genau hatten sie Mark und Pfennige zusammengerechnet und gedarbt. Run noch die einige Mark Pflegegeld hinzu, und für den Hauswirth ist gesorgt, aber— es kam anders. Warum wird diesen Leuten nicht wenigstens mitgetheilt, daß man es für gut befindet, da- durch zu sparen, daß ihnen die paar Mark nicht mehr gegeben werden sollen, sie rechnen damit genau so wie Beamte auf Aus- zahlung ihrer Gehälter rechnen. Rigoros ist solches Sparverfahren bei den Auerärmsten, zumal angesichts des nahen Winters solche Gelder verdoppelt werden müßten. Aber so spart man, giebt jedoch keine Gelegenheit zu Arbeit und Verdienst. Sollen viel- leicht jene armen Frauen mit ihren Kindern irgend ein Festessen erhungern? Soll jenen, denen daheim stets eine gut und voll besetzte Tafel winkt, nur im Uebergenuß de.-. Appetit fehlt, ein von den Allerärmsten erhungertes Festmahle/sonders die Eßlust reizen? Predigen sie einerseits das Sprüchw->rt: Hunger ist der beste Koch, so versuchen sie's— nicht an» eigenen Leibe zu er» fahren. Vielleicht aber thut's indirekt seine Wirkung, deshalb hungert, Ihr ärmsten Wittwen mit Eurem Kinde! G3 wird schon zu einem Festessen so viel herauskommen." beutung im Musikgewerbe getrieben wird, zeigt wieder einmal mann Wilhelm Hagelow sind mittelst Krankenwagens zur BeobBur Lehrlingsausbentung. Wie arg die Lehrlingsaus-| Personen aufmerksam gemacht worden. Der Vater und der Bootsder Bericht der Gewerbedeputation des Berliner Magistrats für achtung nach dem Lazareth gebracht, und das Fahrzeug ist isolirt 1892/93. Darnach hatte die Musitmeister und Stadtmusiker- und gereinigt worden. Innung„ Harmonia" am 1. Dezember 1892 26 Mitglieder, die zusammen 282 Lehrlinge, also etwa 11 pro Meister, beschäf Aufforderung! Am 26. Oftober, Abends 101 Uhr, bin tigten. Die„ Harmonia" erstreckt sich über Berlin hinaus auf ich aus Anlaß eines Streites um die Giltigkeit meiner Fahrkarte Charlottenburg, Spandau und die Kreise Ober- Barnim, Nieder- im Bureauzimmer der Stadtbahn- Station Bellevue von einem Barnim und Teltow. Daß die Innungen in der Ausnüßung des Bahnbeamten mit einem Gummischlauch über den Kopf geLehrlingswesens besonders weit gehen, ist bekannt. Dafür haben schlagen worden. Um die Angelegenheit weiter verfolgen zu viele von ihnen auch das eigenthümliche Recht, nach§ 100 der tönnen, richte ich an die Personen, die diese Affäre vom Perron Gewerbe- Ordnung denjenigen Arbeitgebern, die nichts von der aus mit angesehen haben, die Bitte, ihre Adresse geft. in meiner Innung wissen wollen und ihr nicht beitreten, das Halten von Wohnung, Salzwedelerstraße 13, abzugeben." Max Faber, Lehrlingen verbieten zu lassen.-- Ein Nicht- Innungsmusiker Former. meinte, dafür sei gesorgt, daß diese jungen Lehrlinge einen Himmel voller Geigen stets erträumten. Am Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 5. November, findet im National- Theater eine Borstellung für die 5. Abtheilung statt. Zur Aufführung gelangt" Uriel Acofta" von Gußtow. Sonntag, den 5. November, findet für die 1. Abtheilung; am Sonntag, den 12. November, findet für die 2. Abtheilung; am Sonntag, den 19. November, findet für die 3. Abtheilung; am Sonntag, den 26. November, findet für die 4. Abtheilung je eine Vorstellung im Lessing- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Der Meineidbauer" von Anzengruber. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Detschy, Reichenbach, Meyer, der Herren Höcker, Rober, Prechtler, Schönfeld und Waldow. Solche Art des Vorgehens entspricht weder der Absicht noch der Direktive, die die Armendirektion ertheilt hat. Es wäre wünschenswerth, daß die von diesem Sparsystem einzelner Getroffenen unter genauer Darlegung den Sachverhalt dem Magistrat, sodann der Stadtverordneten- Versammlung beschwerdeführend vortragen. Weihnachtssonntag. Der Polizei Präsident hat die Weltesten der Berliner Kaufmannschaft um ein Gutachten über die diesjährige Regelung der Arbeitszeit im Handelsgewerbe an den Sonntagen vor Weihnachten, an den Weihnachtsfeiertagen und am Sylvester Sonntag ersucht. Das Kollegium beschloß: für Sonntag, den 10. und Sonntag, den 17. Dezember die Geftattung einer 10stündigen Arbeitszeit von 8-10 Uhr Vormittags und von 2-10 Uhr Nachmittags auf grund des§ 105b Abs. 2 der Gewerbe- Ordnung zu Das Moabiter Gericht hat jetzt endlich eine Uhr erhalten. empfehlen, und zwar für alle Handels- Gewerbebetriebe mit offenem Die Urania- Gesellschaft hat dem längst gefühlten Bedürfniß entLaden, jedoch ausschließlich der Bank-, Wechsel- und Lotteriesprochen und vor dem Gerichtsgebäude eine Säule aufstellen gefchäfte. Für Sonntag, den 24., und Sonntag, den 31. Dezember laffen. Ob jeht wohl die Termine zur angesetzten Zeit beginnen Dagegen, wird das Kollegium für die nämlichen Ladengeschäfte werden? Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige", heißt die Anwendung des§ 105e der Gewerbe- Ordnung beantragen, es. Die Richter sprechen im Namen des Königs" Recht oder demzufolge Ueberschreitungen der im§ 105b vorgesehenen Unrecht vorgesehener Unrecht also werden auch fünftighin Beugen 3, 4, 5 Stunden Arbeitszeit für solche Gewerbe zugelassen werden können, warten dürfen. deren Ausübung an Sonn- und Festtagen zur Befriedigung der an diesen Tagen besonders hervortretenden Bedürfnisse der Be Schneidiger Bürgermeister. Der Bürgermeister von völkerung erforderlich ist. Und zwar beschloß das Kollegium, Königsberg N./M. ein früherer Berliner PolizeilieutenantBerichtigung. In unserer statistischen Zabelle:„ Endfür die genannten beiden Sonntage eine zwölfftündige Arbeitszeit, und der von Neustadt a. D. sind vom Amte suspendirt. Beide von 8-10 Uhr Vormittags und von 12-10 Uhr Nachmittags hatten dem Bürgermeister- Stellvertreter, beziehentlich dem Stadt- giltiges Ergebniß der 1893er Reichstagswahl", haben sich einige zu befürworten. Begründet werden diese Ausnahmen einerseits verordneten- Vorsteher gegenüber ihre Ansicht durch Thätlichkeiten Druckfehler eingeschlichen. Es muß heißen: unter Stadt Berlin durch die Bedürfnisse derjenigen Bevölkerungsfreise, welche darauf klar zu machen gesucht. O, über die Rohheit in Arbeiter anstatt 141 122, 151 122; unter Regierungsbezirk Oberbayern anstatt 49 633, 39 633; ferner zusammen in Bayern in der ersten angewiesen sind, ihre Weihnachts- oder Neujahrseinfäufe am treifen!" Kolonne anstatt 727518, 101 100; in der legten Kolonne 125 952, Sonntag zu besorgen, andererseits durch die in diesem Jahre so besonders gedrückte Lage der Ladengeschäfte. Bezüglich der Cafés. Ein Berichterstatter theilt, leider ohne nähere Angabe Aus der feinen" Gesellschaft in Berlins feinen" anstatt 10 302. Arbeitszeit an beiden Weihnachtsfeiertagen konnte das Kollegium des Schauplatzes, folgenden Vorfall mit, der in seiner Art durch vor dem Hause Dresdenerstraße 1 durch einen Arbeitswagen Polizeibericht. Am 31. v. M. Abends wurde eine Frau die ihm kundgegebene Absicht des Polizeipräsidenten gutheißen, aus nicht vereinzelt dasteht:" In Begleitung eines bekannten überfahren und am Kopfe und Arm schwer verletzt. nach welcher dieselbe im Wesentlichen ebenso festgesetzt werden soll, wie sie es an den Oster- und Pfingstfeiertagen 1893 war. Rentiers 3. befand sich in der vorvergangenen Nacht der Thiergarten, beim Kemperplat, wurde ein etwa 80jähriger Mann Hauptmann a. D. R. in einem Café der Friedrichstraße, als mit einer Schußwunde im Kopfe aufgefunden. Tas Kollegium ftimmte dem Polizeipräsidenten auch darin zu, in demselben plöglich ein breitschultriger mit einem Havelock be- Morgens brach in der Tischlerei Rüdersdorferstraße 26 Feuer daß kein dringendes Bedürfniß bestehe, um die im vorigen fleideter junger Mann eintrat, der nach den verschiedenen aus, das den Inhalt derselben zerstörte und auch das darüber Jahr für den zweiten Weihnachtstag allgemein zugelassene ErNarben in seinem Gesicht weiterung der regulären Geschäftszeit in diesem Jahre wieder Gesicht ein fein belegene Stockwert ergriff. Mit schneidigem Zone ließ sich der Ankömm drei fleine Brände statt. anzuordnen. schien. ling Diverses serviren und ulfte in demselben Tone nicht Gedankenfreiheit. Elfa v. Schabelsky's Drama, die nur die anwesenden Damen" sondern auch seine Nachbarschaft Nothwehr", welches sich besonders mit den Soldatenmißhand- an. Als nach einiger Zeit der Kellner bei ihm erschien um Inlungen beschäftigt, war vom Bezirksausschuß die öffentliche Auf- tasso vorzunehmen, erklärte er fein Geld bei sich zu haben und führung im Alexanderplatz- Theater versagt worden. Die schrift verlangte provokatorisch von seinem vis- à- vis dem Herrn Hauptliche Begründung ist fürzlich den Parteien zugegangen. Sie ist mann R. ein Darlehn von drei Mart. Als der Hauptmann interessant. Zu den Besuchern der Berliner Theater und des dieses Ansinnen mit der Motivirung zurückwies, daß ihm der Alexanderplatz- Theaters im besonderen, so heißt es im Er- Darlehnssucher ja fremd sei, sprang derselbe plöglich auf und fenntniß, gehören auch gemeine Soldaten. Die Annahme ist geschlug den Hauptmann unter beleidigenden Redensarten, ehe es rechtfertigt, daß die letzteren die Aufführungen des in Frage iemand verhindern fonnte, in das Geficht. Der Angegriffene stehenden Dramas, weil dasselbe die Schicksale eines der revanchirte sich durch einen wohlgezielten Fausthieb auf die Nase Ihrigen schildert und bei den sehr niedrigen Eintrittspreisen seines Gegners, worauf der Student aus dem Lokal gewiesen des Alexanderplatz- Theaters mit Vorliebe besuchen würden. Der wurde. Juhalt des Dramas ist im hohen Grade geeignet, den ge = be= " Studirender Rücken, um, fiel in Krämpfe und schlug dabei so unglücklich zur Erde, daß das ganze Gesicht von Blut überströmt wurde. Mit leioige Passanten hoben die Nermite auf und brachten sie auf den nächsten Hausflur, woselbst dieselbe sich erst nach geraumer Beit etwas erholte. Am 1. d. M. Außerdem fanden am 31. v. M. Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. Rammer Vill. Vorsitzender: Assessor Freund. Der Fensterputzer Krefft klagt gegen den Inhaber eines Fensterpuzinstituts, Herrn Sprung, auf Herausgabe von 8 M., die ihm vom Lohn abgezogen wurden, weil während des Bubens einer Scheibe diese unter seinen Händen zerbrach. Der Gigenthümer der Schaufensterscheibe sagte unter seinem Gide aus, die Scheibe habe schon einen fleinen Sprung gehabt, als Kläger sie das erste Mal reinigte, der Sprung hätte sich durch worden waren, meinen Soldaten zur Unzufriedenheit mit seinem Stande Ein neuer sogenannter Eisbock ist an der Rottbuser das Pugen erweitert. Erst nach 14 Tage, als die Scheibe und zur Unbotmäßigkeit gegen seine Vorgesetzten zu veranlassen. Brücke und zwar an der Einmündung der Gräfestraße entstanden wieder vom Kläger geputzt wurde, sei dieselbe entzwei gegangen. Klägerin habe, wie sie selbst sagt, schildern wollen, wie militärische und wie es den Anschein hat, für längere Zeit befestigt worden. Weiter sagte der Zeuge aus, daß er sich nicht entsinne, Verhältnisse es einem gewissenlosen Unteroffizier ermöglichen, Das dort befindliche alte Schmiedegebäude, welches nach Fest- dem Beklagten gejagt zu haben, wenn derselbe ihm einen Soldaten zu Verzweiflungsafte zu treiben, die formell ſetzung der Baufluchtlinie mehrere Fuß über diese hinaus in den nicht acht Mart für die Scheibe erstatte, lasse er, strafbar, aber vom höheren moralischen Gesichtspunkte aus ge- Bürgersteig vorspringt, schien feit geraumer Zeit zum Abbruch Beuge, nicht mehr durch seine Leute pugen. Urtheil: rechtfertigt erscheinen. Das Beschwerderecht ist zwar vorhanden, bestimmt zu sein; das Dach stand abgedeckt, die vorspringende Beklagter ist zu verurtheilen, die acht Mark zu zahlen. Es hat durch Furcht vor Chikane und strenge Behandlung werde es aber Ecke des Gebäudes war start beschädigt, der alte Zaun verfallen feine Veranlassung vorgelegen, dem Kläger den Abzug zu machen. illusorisch. Dadurch erklären sich die vielen Selbstmorde in der und von dem Mosaikpflaster war ein nicht unerheblicher Theil Ein Verschulden desselben liege nicht vor. Es sei naturgemäß, ertragen können, aber nicht den Muth haben, Beschwerde zu Nach Fertigstellung der Brücke hoffte man diese verkehrstörende und daß diese beim zweiten Mal infolge dessen zerberste. Daß führen.- Ein solcher Eindruck kann aber kaum bei denkenden Ecke beseitigt zu sehen, zumal das Schmiedegebäude schon seit ein solcher Sprung bei der fraglichen Scheibe vorhanden gewesen Soldaten ohne weitere Folgen vorübergehen. Mißstände im Jahren unbenutzt steht. Diese Hoffnung ist gründlich getäuscht und derselbe sich vergrößert habe durch die Arbeit des Klägers, Militär, die so schwer, daß sie den Verzweiflungsakt eines Sol- worden. Vor einigen Tagen hat man dort genau in der neuen sei durch eidliche Beugenaussage erwiesen. Wenn der Beklagte daten, der seinen Unteroffizier ersticht, von höherem moralischen Bauflucht einen neuen Zaun gezogen, das alte Dach der Schmiede in der Höhe des Klage- Anspruchs den Zeugen Schadenersatz für Gesichtspunkte aus gerechtfertigt erscheinen lassen, werden, wenn mit neuen, weithin leuchtenden Ziegeln eingedeckt und die in den die zerbrochene Scheibe geleistet habe, dann sei das sehr voreilig sie von der Bühne herab zur Anschauung gebracht werden, in Bürgersteig vorspringende Ecke des Gebäudes ausgebessert und gewesen, und müsse es ihm anheimgestellt werden, sich das Geld der Regel einen erheblichen Einfluß auf seine Beurtheilung der neu verputzt. Der Eisbock ist damit in bester Form geschaffen zurückerstatten zu lassen. militärischen Verhältnisse ausüben. Seine Liebe zum Soldaten- und es wird voraussichtlich lange dauern, ehe derselbe beseitigt stand kann dadurch vermindert, seine gegen denselben bereits vor- wird. Die schnurgerade Flucht, welche die Mariannen- mit der Ein Droschkenkutscher Marder. Wie der Tanzmeister handene Abneigung verstärkt, sein Bewußtsein als Theilhaber Gräfestraße bildet und welche einen Blick von dem Bethanien- Hermann Otto Diesner die Berliner Droschkenkutscher ärgerte, und Träger einer besonderen Standesebre getrübt, sein Vertrauen part bis zur Hafenhaide ermöglicht, wird durch den neubefestigten fam in einer Betrugsanklage zur Sprache, welche gestern vor der zur Weisheit der Heereseinrichtungen und der Achtbarkeit seiner Gisbock unterbrochen, wenn das umfangreiche Terrain nicht etwa V. Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Herr Borgesezten erschüttert werden. Hiermit würde diejenige für Neubauten in Anspruch genommen wird, worauf allerdings Diesner ist Tanzmeister in Diesner's Festsälen in der Landsfittliche Grundlage angegriffen werden, auf welcher die Befestigung des Eisbocks für die nächste Zeit nicht bergerstraße und wohnt in Friedrichsberg. Er wird nun beZucht und Ordnung im Heere, die sogenannte schließen läßt. schuldigt, in wiederholten Fällen Droschkentutscher zur Nachtfahrt militärische Disziplin im Wesentlichen Bum Arbeiterrififo. Gestern Vormittag um 9%, Ubr fiel von der Landsbergerstraße nach Wilhelmsberg engagirt zu haben, ruht. Es ist klar, daß die Disziplin des Heeres in einem Lande an der Ecke der Oranien- und Adalbertstraße ein junges, dem furz vor Beendigung der Fahrt aber heimlich aus dem Wagen der allgemeinen Wehrpflicht nicht allein durch Furcht vor Strafe Arbeiterstande angehörendes Mädchen, mit einer Riepe auf dem gesprungen und bei Nacht und Nebel verschwunden zu sein. In aufrecht erhalten werden kann. Nur wenn sie auf fittliche Bestimmtheit den Tanzmeister Diesner erkannt haben. Das zwei Fällen wollen die Kutscher und deren Kameraden mit aller Grundlagen gestellt ist, trägt sie die Gewähr der Be Schöffengericht hatte den Angeklagten mit Rücksicht darauf, daß tändigkeit in sich; jeder Angriff auf diese Grundlagen bedroht hier arme Leute um ihren wohlverdienten Lohn gebracht sie mit Schwächung und Untergang. Mit der Beförderung der Unlust, der Gleichgiltigkeit und des Mißtrauens mußte bei ihm zu zehn Tagen Gefängniß verdie Verminderung des Pflichteifers, sowie des Gehorsams Hand urtheilt. In der Berufungsinstanz bestritt der Angeklagte in Hand gehen. Alles dies gilt auch von den jungen Männern, Unglücksfall. Von einem eigenartigen Unglüdsfall ist der wiederum energisch, der Fahrgast der betrogenen Rutscher welche vor Ableistung ihrer Militärpflicht stehen. Die Befürchtung Rutscher Paul Peter, Alte Jakobstr. 69, betroffen worden. Als gewesen zu fein, die vernommenen Kutscher aber blieben ebenso ist daher begründet, daß die öffentliche Aufführung der er dieser Tage die Naunynstraße entlang ging, traf ihn an der bestimmt bei ihrer Rekognition. Nach ihrer Darstellung hätten Nothwehr" am Alexanderplatz Theater zu Berlin eine linken Schulter eine Flasche, die aus dem vierten Stock eines die kühnen Droschtensprünge des Tanzmeisters aus der LandsSchädigung der Disziplin des Heeres zur Folge haben Hauses vermuthlich 68 heruntergefallen war. Die Flasche bergerstraße schon ein ständiges Thema unter den dortigen 68fönnte, 10 ist von jener Aufführung auch eine zerbrach, und die Scherben zerschnitten nicht nur die Kleidung, Droschkenkutschern gebildet, und diese hätten oft längere Zeit Gefährdung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung zu sondern rissen ihm auch in den Arm eine sechs Zentimeter lange darauf gelauert, den„ blinden Passagier" abzufangen. Der eine besorgen, weil einerseits die Zucht und Ordnung im Heere einen Fleischwunde. Er mußte sich einen Verband anlegen lassen. der Belastungszeugen versicherte, daß derselbe dann ordentliche Theil der öffentlichen Ordnung bildet, andererseits die Erhaltung Tusche" erhalten haben würde. Ein Kutscher schilderte ganz der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung außerhalb des drastisch, wie der Fahrgast plöglich mit fühnem Sprunge, ohne Nur Heeres durch die im Heere herrschende Disziplin mitbedingt die Thür zu öffnen, aus der Droschte verschwunden war. wird. Es kann faum einem Zweifel unterliegen, daß das ein leichtfüßiger Tanzmeister könne so springen!" Die bestimmte Oberverwaltungsgericht dieses Urtheil aufheben wird. Wir Refognition der fünf Droschkentutscher veranlaßte das Gericht, möchten der Dichterin empfehlen, zum Beweis der" sittlichen Nuhow Heiratheschwindler. Ein am Freitag verhafteter Schwindler auf Verwerfung der Berufung zu erkennen. Grundlage" des Militärsystems einen Kirchhof- Revolver, einige und Postbeamten um Darlehen beschwindelt, er hat auch mit hat nicht allein die Frauen von PferdebahnRedaktene Gustav Landauer wurde gestern der vierten hannoversche Spiel- und Gauneraften mit zum Termin zu bringen, vielleicht auch photographische Schnellaufnahmen über Erfolg den Heirathsschwindel betrieben. Im Hause Lützow- Ufer 2 Strafkammer des Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vorSoldatenmißhandlungen. diente bis zum 15. Oftober ein älteres Dienstmädchen, das sich geführt. Er hatte sich wegen Aufforderung zum Ungehorsam einige Hundert Mark Geld gespart hatte. Dieser näherte fich gegen die Gesetze und wegen Aufreizung zum Klaffenhaß zu verSchillertheater. Wir erhalten von Herrn Dr. Mehring Nuhow, er heuchelte Liebe, versprach die Ehe, erhielt das Jas antworten. Die Haft ist wegen anderer Strafthaten gegen folgende Bufchrift:" In Ihrer heutigen Nummer veröffentlichen wort und nun fündigte er selbst das Dienstverhältniß seiner Landauer verhängt, er soll in zwei öffentlichen Versammlungen Sie ein Schreiben des Herrn Raphael Löwenfeld, worin sich Braut zum 15. Oktober. In Schöneberg war eine Wohnung Reden aufrührerischen Inhalts gehalten haben. Im gestrigen folgende Behauptung findet:" Mit beiden Boltsbühnen sind, gemiethet worden. Nach ihrem Abzuge erfuhr die Braut zwar Termine handelte es sich um zwei Artikel, die in der vom Angewie Ihr Herr Referent an der betreffenden Stelle erfahren kann, durch die Schwester des Bräutigams, daß der letztere nur tlagten redigirten Zeitung Der Sozialist" vom 3. Juni d. J. Beziehungen angefnüpft, und wir haben Hoffnung, sie werden zu wenig aus dem Zuchthause herausfomme, sie glaubte an diese erschienen sind. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der einem Resultate führen." Als Vorsitzender der Freien Volks- Warnung nicht und erwiderte: Was nur die Leute wollen? Deffentlichkeit statt. Staatsanwalt Dr. Benedig vertrat die bühne" bitte ich, hierzu die Bemerkung machen zu dürfen, daß Wenn das wahr wäre, könnte er doch nicht Pferdebahnschaffner Anklagebehörde, Rechtsanwalt Bieber führte die Bertheidigung. mir von solchen„ Beziehungen" nichts bekannt ist. Es müßte sein!" Als solcher hatte er sich nämlich vorgestellt. Die Braut Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nicht wegen Aufdenn Herr Raphael Löwenfeld die Thatsache darunter verstehen, gab ihm noch 400 M. zum Einkaufen von Möbeln. Der Bräu- reizung, sondern wegen der Aufforderung zum Ungehorsam gegen daß die Begründer des sogenannten Schillertheaters, darunter tigam nahm das Geld, fuhr mit seinem Bruder nach Coswig die Gefeße und bemaß die Strafe auf zwei Monate Ge. neben etlichen bürgerlichen Jdeologen alle Zierden des Lindau- und als das Geld bis auf den letzten Pfennig verjubelt war, da fängniß. Der Staatsanwalt hatte beide Bergehen für vorRinges und Bertheidiger der schmutzigen Theaterkorruption, in fehrte er nach Schöneberg zurück, wo er sofort nach seiner Anliegend erachtet und eine Gesammtstrafe von einem Jahre Ge ihrem ersten Aufrufe einen böse gemeinten, aber für uns um so funft verhaftet wurde, weil er unterdessen als derjenige ermittelt fängniß(!) beantragt. ehrenvolleren Ausfall gegen die Freie Voltsbühne" machten. worden war, welcher Kleineren Beamten und Frauen Darlehen Im übrigen hoffe ich, daß Herr Raphael Löwenfeld sich ganz abgeschwindelt hatte, unter dem Vorgeben, ein Kollege des Mannes Preßbeleidigung u. dgl. Wegen Beleidigung mittels der grundlosen Hoffnungen hingiebt, wenn er sich irgend welche und von diesem beauftragt zu sein. Presse hatte sich gestern der frühere verantwortliche Redakteur Resultate" von Beziehungen" verspricht, die das kapitalistische des Berl. Tagebl.", Herr Harich vor der ersten Straftammer Schillertheater etwa noch mit unserem proletarischen Berein an- des im Humboldthafen vor Anker liegenden Schiffers Ernst gleichzeitig auf Nichtaufnahme einer Berichtigung. Das Berl. Zur Cholera wird mitgetheilt, daß gestern von dem Kahn des Landgerichts I zu verantworten. Die Anklage richtet sich tnüpfen tönnte." Schneider aus Grunewald bei Zehdenick die Meldung einlief, Tageblatt" hatte seinerzeit einen Bericht gebracht, dem zuBum Chariteeboykott. Der Vorstand der Ortskranken- daß das 1/2 Jahre alte Kind des Genannten von der Seuche folge auf Betreiben des Landraths von Goldfuß zut taffe der Lacirer beschloß in seiner letzten Sigung der Charitee befallen sei. Das Kind sollte nach dem Moabiter Krankenhause imptsch aus dem dortigen Kriegerverein ein Mitglied wegen feine Kranke zu überweisen. Sollte aber ein besonderer Wunsch übergeführt werden, war aber vorher mit der Mutter zusammen deutschfreisinniger Agitation ausgeschlossen sein sollte. Cas des Kranten auf Weberweisung in die Charitee sich geltend verschwunden. Frau Schneider ist höchst wahrscheinlich mit dem Blatt hatte den Artikel bald darauf selbst berichtigt und als machen, so soll diem Wunsche des Kranten Folge gegeben franken Kind ihrer Heimath zugereift. Der dortige Amtsvorsteher darauf Herr Goldfuß die Einrückung einer Berichtigung ver fowie der Kreisphyfikus sind von hier aus auf die Ankunft beider langte, wurde ihm eine Nummer mit der bereits erfolgten Be werden. " Selbstmord. Der 45 Jahre alte Dr. Friedrich M. hat sich im Thiergarten, der 54 Jahre alte Kaufmann Jakob Levinsohn ( Bülowsir. 63) in seiner Wohnung erschossen. " " richtigung zugestellt. Der Laudrath verlaugte aber den Abdruck s einer Berichtigung und die Redaktion kam diesem Gesuche nach, setzte dem Texte aber die Bemerkung voraus, daß der Herr Landrath Werth darauf zu legen scheine, die Leser mit seiner Prosa zu erbauen. Hierin erblickte der Staatsanwalt eine Be- lsidigiing und beantragte drei Monate Gefängniß nebst Ivo M. Geldbuße für die Nichtaufnahme der Berichtigung. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu sechs Wochen Gefängniß und 50 M. Geldbuße(!) und ordnete die nach- trägliche Aufnahme der Berichtigung an. Prozeß Hugo Löwy. Zur Verhandlung des Prozesses gegen Hugo Löwy und Genossen wird eine besondere Schwur- gerichtsperiode eingeschoben werden, welche am 20. d. M. ihren Anfang nehmen soll. Die auf betrüglichen Bankrott bezw. An- stiflung dazu lautende Anklage richtet sich gegen Hugo Löwy, dessen Ehefrau geb. Gold st ein, seinen Schwager Lewin, den Bankier Paul Ehrlich und den früheren Kriminal- komntissarius v. A r n a u l d. Die zweite Auflage deS Prozesses Polke scheint aus die lange Bank geschoben zu werden. Der Bankier Polke wurde bekanntlich im vorigen Jahre nach einjähriger Unter- snchungshaft freigesprochen und hatte sich bald darauf zur Wiederherstellung seiner Gesundheit nach Nizza begeben. Das Reichsgericht hatte das freisprechende Erkenntniß aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung an die dritte Straf- kaunner zurückgewiesen. Die Zusammensetzung derselben ist in- zwischen eine andere geworden; es sitzen in der Kammer nur noch zwei Räthe, welche bei dem ersten Prozeß Polke mit- gewirkt haben. Staatsanwalt Balke, welcher damals die Anklage vertreten hatte, ist erst nach den Gerichtsferien von einem mehr- monatigen Urlaub zurückgelehrt. Für die erneute Verhandlung war ein Termin zur Hauptvcrhandlung auf den 6. November und die folgenden Tage bezw. Wochen festgesetzt worden, der jetzige Vorsitzende der dritten Strafkammer, Landgerichtsdirektor R ö s e l e r, hat zum Studium des umfangreichen Aktenmaterials bereits seit einiger Zeit Urlaub genommen und zahlreiche Zeugen sind zum 6. November vorgeladen worden. Der Angeklagte, welcher sich seit Monaten in Paris befindet, hatte in Aussicht gestellt, daß er pünktlich zum Termine erscheinen würde, hat aber diese Absicht jetzt aufgegeben. Dem Vernehmen nach hat der Angeklagte dem Gericht ein Schreiben aus Paris zugestellt, in welchem er die Bitte ausspricht, ohne seine Anwesenheit den Prozeß zu verhandeln. Dies ist natürlich nicht möglich. Eine aus Mutterliebe bcgauaene Strafthat gelangte gestern zur Kenntniß der zweiten Strafkammer des Landgerichts l. Tie Ehefrau des Schuldieners Jaedicke war der Bestechung be- schuldigt. Der Sohn der Angeklagten steht beim 11. Ulanen- Regiment in Saarburg. Seine Bitte, ihm während der Psingst- feiertage Urlaub zu gewähren, wurde abgeschlagen. Die An- geklagte griff nun zu einem leichtfertigen Mittel, um doch ihren Sohn zu sehen. Sie sandte ihm eine Depesche des Inhalts: „Bruder gestorben, sofort kommen!" Nun erhielt der junge Jaedicke Urlaub. Dem Wachtmeister kam die Sache aber ver- dächlig vor, er gab dem Beurlaubten auf, bei seiner Rückkehr eine polizeiliche Bescheinigung mitzubringen, daß sein Bruder gestorben sei. Jaedicke hatte eine solche Be- scheinigung bei seiner Rückkehr nicht, er machte allerlei Ausflüchte, worauf eine amtliche Auskunft bei dem hiesigen Polizeipräsidium eingefordert wurde, woraus hervorging, daß die fragliche Depesche unwahren Inhalts war. Als die An- geklagte dies erfuhr, besorgte sie, daß ihr Sohn bestraft werden würde, sie sandte nun an die Ehefrau des vorgesetzten Feld- webels ihres Sohnes ein Geschenk und bat in dem Begleit- schreiben, sie möchte zu gunsten ihres Sohnes auf ihren Ehe- mann einwirken. In diesem Verhalten wurde die Bestechung gesunden, die der Staatsanwalt in der Hauptverhandlung mit einer Gesängnißstrafe von 14 Tagen zu ahnden beantragte. Ter Gerichtshof billigte der Angeklagten mildernde Umstände zu und erkannte nur aus 30 M. Geldstrafe. Der Spieler- und Wuchererprozeß iu Haunover. (Fortsetzung). In der Dienstags-Sitzung bekundet der Oberkellner Pürtzel- Berlin: Er sei im Jahre 1884 Oberkellner im Hotel de Russie hicrselbst gewesen. Sobald Samuel Seemann nach Hannover ins otel de Russie gekommen sei, habe sich des Abends eine Anzahl ffiziere eingefunden. Es sei Roulette gespielt und Champagner getrunken worden, den Champagner habe Seemann bezahlt. Außerdem habe er einmal gehört, daß in dem Roulette des See- mann eine zweite Kugel gesunden worden sei. Ueber eine Spielaffäre, den Lieutenant v. Mülen betreffend, der angeblich nach Amerika gereist, aber dort nicht aufzufinden ist, können nur die Angeklagten Max Rosenberg und Heß ver- nonimen werden. Der betreffende Fall unterscheidet sich kaum von den anderen verhandelten Fällen. Die kommissarische Ver- nehmung des Lieutenants v. Mülen wird verlesen. Er ist um 13 400 M. geschröpft worden. Nach Verlesung einiger Briefe Lichtner's an seinen Anwalt und der Frau von Meyerinck, wird die Beweisaufnahme ge- schlössen und die Sitzung auf Mittwoch vertagt. lieber die Miltwochssitzung wird telcgraphisch gemeldet: Der Staatsanwalt beantragte gegen von Meyerinck 4Vz Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Fährle 5 Jahre Ge- fängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Abter 7 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Samuel Seemann 4 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Heß 4 Jahre Ge- fängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Max Rosenberg 2 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Julius Rosenberg 1500 M. Geldstrafe oder 150 Tage Gefängniß, gegen Sußmann 1500 M. Geldstrafe oder 150 Tage Gefängniß. Soziale ltebevliclzr. Nach de» im Ncichs-Versicherungsamt gefertigten Zu- sammenstellnngen, welche auf den von den Vorständen der Ver- sicherungsanstalten und der zugelassenen Kasseneinrichtungen ge- machten Angaben beruhen, betrug am 1. Oktober 1693 die Zahl der seit dem Inkrafttreten des Jnvaliditäts- und Altersversich e- rungsgesetzes erhobenen Ansprüche auf Bewilligung von Alters- rcnte bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 vorhandenen Kasseneinrichtungcn 253 700, Von diesen wurden 200 532 Renten- ansprüche anerkannt und 44 195 zurückgewiesen, 3S07 blieben un- erledigt, während die übrigen 536S Anträge auf andere Welse ihre Erledigung gefunden haben. Bon den erhobenen Ansprüchen entfallen auf Schiesten 29 376, Ostpreußen 23 012, Brandenburg 19 477, Rhem- Provinz 16 68?, Hannover 14 675, Sachsen-Anhalt l4537, Posen 13 186, Schleswig-Holstein 9699, Westpreußen 9685, Westfalen 9617, Pommer» 8546, Hessen-Nassau 5563 und Berlin 2830. Auf die 8 Versicherungsanstalten des Königreichs Bayern kommen 25 458 Rentenansprüche, auf das Königreich Sachsen 10 642, auf Württemberg 5715, Baden 4804, Großherzogthum Hessen 4129, beide Mecklenburg 5253, die thüringischen Staaten 5306, Oldeu- bürg 920, Braunschweig 1782, Hansestädte 1802, Elsaß-Lothnngen 7417 und auf die S zugelassenen Kasseneinrichtungen ms- gesammr 3631. Tie Zahl der während desselben Zeitraums erhobenen An- spräche auf Bewilligung von Invalidenrente betrug bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 Kasseneinrichtungen ins- gesammt 71 335. Von diesen wurden 44 642 Rentenansprüche anerkannt und 17 925 zurückgewiesen, 5378 blieben unerledigt, während die übrigen 3440 Anträge auf andere Weise ihre Er- ledigung gefunden haben. Von den geltend gemachten Jnvalidenrentenansprüchen ent- fallen auf Schlesien 9950, Rheinprovinz 5723, Ostpreußen 5155, Brandenburg 3827, Hannover 3716, Sachsen-Anhalt 3233, West- preußen 2912, Westfalen 2572, Posen 2553, Pommern 2524, Hessen-Nassau 1551, Schleswig-Holstein 1092 und Berlin 1042. Auf die 3 Versicherungsanstalten des Königreichs Bayern kommen 8607 Jnvalidenrentenansprüche, auf das Königreich Sachsen 2609, auf Württemberg 1933, Baden 1994, Großherzog- thum Hessen 842, beide Mecklenburg 770, die thüringischen Staaten 1203, Oldenburg 194, Braunschweig 463, Hansestädte 396, Elsaß-Lothringen 1339 und auf die 9 Kasseneinrichlungen insgesammt 5130. Unter den Personen, die in den Genuß der Invalidenrente traten, befinden sich 1220, welche bereits vorher eine Altersrente bezogen. Eine öffentliche Slrbeitslose»- Versammlung fand in München am Dienstag Abend zwischen 6 und 7 Uhr in der Theatinerstraße statt, ohne daß vorher der Polizei eine Anzeige erstattet worden wäre. Nach der„M. Post" war der unfrei- willige Einberufer der Besitzer des Konfektionshauses von Lob in der Theatinerstraße. Derselbe hatte eine Annonce in ein Abend- blatt einrücken lassen, wodurch bekannt gegeben wurde, daß im Konfektionshause von Lob in der Theatinerstraße ein Ausgeher gesucht wird. Beioerber wollen sich Abends 6 bis 7 Uhr im Laden melden. Da nun viele Arbeitslose lieber eine magere Ausgeherstelle dem aufgezwungenen sogenannten Vagabunden- thum vorziehen, wurde ein förmlicher Auflauf verursacht. Etwa 400 arbeitslose Personen sammelten sich an und wiederholt mußte die Gendarmerie die Leute auseinandertreiben, um den gestörten Verkehr einigermaßen aufrecht zu erhalten, ehe sie sich nach und nach zerstreuten. So sieht's jetzt schon aus, wie wird's da erst im Winter werden? Vagabunden, die durch eigene Schuld sich ihr Elend geholt haben, bleiben aber die Arbeitslosen in den Augen mancher Bourgeois dennoch. Wer arbeiten will, bekommt auch Arbeit, lautet ja die bekannte Iiedensart und Anklänge an dieselbe hört man ja selbst am Richtertisch den Armen gegenüber aussprechen, die durch Elend und Roth schließlich dem Verbrechen in die Arme getrieben worden sind. TozialreformerischeS. In Haynau fand kürzlich eine Ver- sammlung der Arbeiter statt, die durch den gänzlichen Stillstand der Handschuh-Jndustrie arbeitslos geworden sind. Es war aus diesem Anlaß eine große Zahl von Gendarmen nach Haynau berufen worden; daß das Knurren der hungrigen Magen da- durch beseitigt worden wäre, davon verlautet nichts. Die Ver- sammlung verlief vollständig ruhig, die Vorsicht hat sich auch in diesem Falle, was ja auch ganz selbstverständlich, als überflüssig erwiesen. Was hätten wohl im anderen Falle die Gendarmen den Hungernden zu bieten gehabt? Auf hauende Säbel und schießende Flinten haben die Haynauer Arbeiter trotz allein Hunger doch sicher keinen Appetit. Verla»»ttttlu ngen. Charitec-Boykott. Die Vorstände der Berliner Krankenkassen, welche sich bereits für den Boykott der Charitee erklärt haben resp. noch erklären wollen, hielten am 31. Oktober in Deigmüller's Saal, Alte Jakobstr. 43a., eine öffent- liche Versammlung ab. Dr. Zadel gab nochmals in kurzen Zügen ein Bild von den Mißständen, die in der Charitee existiren und die in der Presse wiederholt bemängelt wurden. Sticht aus Haß gegen das Institut, sondern nur um eine Besserung der schlechten Zustände zu erwirken, seien die Kassen zum Boykott gedrängt worden; ist die Besserung erreicht, dann sei auch der Kampf zu Ende. Zwei Drittel aller in Krankenhäusern sich be- sindenden Personen sind Kassenmitglieder; daraus ergebe sich der Beweis, daß bei einigem Vorgehen der Kassen die Verwaltung der Charitee bald zu Zugeständnissen gezwungen werden kann. Er empfahl die Wahl einer Kommission, zu welcher jeder Krankenkassen-Vorstand ein Mitglied entsenden soll. Diese Kam- Mission solle sich aus drei.Subkommissionen zusanimensetzen, von denen die erste sämmtliches Material über die Mißstände in der Charitee sammelt, die zweite hätte die Agitation für den Boykott in weitere Kreise zu tragen eventuell öffentliche Ver- sammlungen der Kassenmitglieder einzuberufen und für den Boykott zu interessircn, während die dritte Kommission ein Pro- gramm von Minimalsorderungen festsetzt und mit der Verwaltung der Charitee in Verbindung zu treten habe. Zu fordern wäre: 1. Humane Behandlung der Kranken von der Aufnahme bis zum Verlassen der Anstalt; 2. 80—40 Kubikmeter Luftraum für jeden Kranken; 3. Vermehrung des Personals und zwar so, daß auf 5—10 Kranke ein Wärter resp. eine Wärterin kommt; 4. bessere Verpflegung der Kranken; 5. Fortfall der Verwendung der Kranken zu Studienobjekten gegen ihren Willen, serner der Strafen(sogenannte vierte Form) w.; 6. Räume für Kranke, in denen die sich aufhalten, welche nicht mehr bettlägerig sind ec. Es seien das alles Forde- rungen, die bei gutem Willen durchführbar sind. Die Kassen-Vor- stände müssen schnell anfassen, dann habe binnen wenigen Wochen der Boykott seine Wirkung gethan. Die Durchführung hänge von den Vorständen ab. In allen Generalversammlungen müsse das Thema behandelt werden, wenn 300 000 Kassenmitglicder hinter ihnen stehen, seien sie wohl in der Lage, den nöthigen Druck ausüben zu können. Da viele Aerzte nicht wissen, daß auch die drei städtischen Krankenhäuser Geschlechtskranke ausnehmen, so müsse auch auf die Bekanntgabe dieser Thatsache Werth gelegt werden.— Inzwischen war die Präsenzliste festgestellt worden. Vertreten waren 24 Ortskassen, 6 Hilfskassen und eine Jnnungs- lasse. Die Vertreter von 18 Orlskassen mit insgesammt 185 Tausend Mitgliedern und die Vertreter von 5 Hilfskassen mit zirka 14 Tausend Mitgliedern gaben die Erklärung ab, daß ihre Vorstünde resp. Kassen sich vollständig für den Boykottaus- gesprochen haben, die übrigen vertretenen Kassen mit zirka 43 Tausend Mitgliedern werden, wie mehrere Herren mittheilten, in den nächsten Tagen � ebenfalls Stellung zu dieser Frage nehmen, bindende Erklärung konnten sie noch nicht abgeben. Nachdem König, Herr mann, Adler, Polier, Näther und weitere Redner sich für die Vorschlüge des Dr. Zadel ausgesprochen hatten, wurde sofort die Kommission aus den anwesenden Vertretern derjenigen Kassen gebildet, die sich bereits für den Boykott erklärt haben. Nach- stehende Resolution gelangte hierauf zur einstimmigen Annahme: „Die:c. öffentliche Versammlung der Vorstünde der Berliner Krankenkassen— welche ca. 240 000 Kassenmitglieder vertreten— erklärt: Zur wirksamen Durchführung des Boykotts der Charitee ist ein schnelles und gemeinsames Vorgehen sämmtlicher Krankenkassen durchaus nothwendig. Die Versammlung fordert alle Kassenvorstände aus, in kürzester Zert aus ihrer Mitte eine Person zu bestimmen, welche in die bereits ge« wählte Kommission sofort einzutreten hat. Die derart zusammen- gesetzte Kommission hat die Aufgabe: 1. weiteres, die Zustände in der Charitee betreffendes Material zu sammeln: 2. die Agitation für den Boykott in weiteren Kreisen zu betreiben, sowie 3. ein Programm von Forderungen aufzustellen und der Verwaltung der Charitee zu unterbreiten, von dessen Erfüllung die Aushebung des Boykotts abhängen würde."— Alle Zu- sendunge», welche den Boykott betreffen, sind an Dr. Z a d e k, Annenstr. 46, oder an den Genossen Herr mann(Hausdiener), Lindenstr. 93 II, zu richten. Die Zahlstelle Berlin l! deS Zentralverbandes deutscher Maurer ec. hielt am 28. Oktober eine Versamm- lung ab, in welcher der Stadtverordnete Dr. Zadek einen lehr- reichen Vortrag über:„Die moderne Heilkunde" hielt. Zum Schluß forderte derselbe die Anwesenden auf, die Bestrebungen der Sanitätskommisston, sowie der Krankenkassen, die sich dem Boykott gegen die Charitee angeschlossen haben, kräftig zu unterstützen, um die Verwaltung derselben zu zwingen, menschen- würdige Zustände dort einzuführen. In der Diskussion brachte der ehemalige Krankenwärter der Charitee, Coswig, nochmals verschiedene Mißstände zur Sprache, die aber bereits an anderer Stelle genügend erörtert sind. Im Verschiedenen wurde auf Antrag Schigolski beschlossen, einen Maskenball im Laufe des nächsten Winters abzuhalten; alles weitere hierzu soll in der nächsten Mitgliederversammlung behandelt werden. Hierauf folgte Schluß der Versammlung. Im Anschluß hieran fand ein geselliges Beisammensein ver- Kunden mit Tanz und deklamatorischen Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts statt. Eine Versammlung der Bau- und gewerblichen HilfS- arbeiter für Schöneberg und Umgegend tagte am 22. Oktober. Die vom Kassirer verlesene Abrechnung vom dritten Quartal ergab eiue Einnahme von 24,20 M. und eine Ausgabe von 10,60 M., bleibt mithin ein Kassenbestand von 50,81 M. Zu Vereinsangelegenheiten sprach Kollege B ehrend über die Reibereien zwischen den gewerkschaftlichen Organisationen und wünschte, daß der Kölner Parteitag in dieser Sache etwas Er- sprießliches leisten möge, damit endlich der Zank um die Form der Organisation aufhört. Dann erinnerte Koschenz die Vor- standsmitglieder daran, doch als solche ihrer Pflicht nachzukommen, denn bis jetzt ist noch viel zu wünschen übrig geblieben. Hieraus machte der Vorsitzende bekannt, daß die nächste Versammlung am 19. November stattfindet. Der Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandten Berufsgenossen tagte am 23. Ok- tober. Ueber den Stand der Kasse berichtet Kollege Tschentscher und giebt folgende Abrechnung bekannt: Einnahme vom dritten Quartal 379.50 M., Ausgabe 284,00 M., Bestand 95,50 M. Jahresübersicht: Einnahme 1157,85 M., Ausgabe 1062,35 M., Bestand 95,50 M. Der Unterstützungsfouds weist eine Einnahme von 833,85 M., und eine Ausgabe von 234,00 M. auf, mithin ein Bestand von 104,85 M. Kollege Wagner berichtet über den Arbeitsnachweis, derselbe zeigt die sehr günstige Wirkung dieser Einrichtung für die Kollegen. Bei der Wahl des Vorstandes werden als erster Vorsitzender Kollege Brückner, als zweiter Vorsitzender Kollege Wenzel, als erster Kassirer Kollege Tschentscher, als zweiter Kassirer Kollege Krause, als erster Schriftführer Kollege Holöhr, als zweiter Schriftführer Kollege Herrmann, als Beisitzer Kollege Lohse, als erster Revisor Kollege Almendinger, als zweiter Revisor Kollege Feister gewählt. Nachdem noch bei Verschiedenem Mehreres vorgebracht wurde, schließt der Vorsitzende die Versammlung um 11V» Uhr Nachts. Nixdorf. Die Zahlstelle des deutschen Holzarbeiterverbandes hielt an: Dienstag, den 24. Oktober, eine Mitgliederversammlung ab, in der der Kassirer Kollege Brödenfeld die Abrechnung für das 3. Quartal erstattete. Die Einnahme betrug 171,85 M., Ausgabe 163,31 M., davon sind 100 M. an die Hauptkasse nach Stuttgart geschickt. Bleibt Bestand für das nächste Quartal 3,54 M. Auf Streiklistcn wurden 18,50 M. gesammelt, die gleich- falls nach Stuttgart geschickt wurden. Die Mitgliederzahl be- trug am Schluß des Quartals 107. Reise-Unterstützung wurde an zwei Kollegen gezahlt. Sodann erstattete die Arbeit- Vermittelungs-Kommissiou den Bericht über den Arbeitsnachweis. Verlangt wurden 9 Tischler und 7 Drechsler. Unter den Arbeits- suchenden waren 15 Tischler, 9 Drechsler, 1 Bürstenmacher und 1 Stellmacher. Davon haben 8 Tischler und 1 Drechsler Arbeit durch den Nachweis erhalten, die anderen Stellen waren theils schon befetzt oder sie wurden von den mnschauenden Kollegen besetzt. Da der Arbeitsnachweis von den hiesigen Kollegen sehr wenig benutzt wird, so werden die Kollegen aufgefordert, den Nachweis mehr wie bisher in Anspruch zu nehmen. Derselbe befindet sich Hermannstraße 23 bei Schmidt. Die Arbeits- vermittelung geschieht funentgeltlich für Arbeitgeber und Arbeit- nehmer. Auch die Reise-Unterstützung wird daselbst ausgezahlt. Reinickendorf. Am 29. Oktober tagte im Lokal des Herrn Gottschalk in der Eichbornstraße eine Versammlung des Ar- beiter-Bildungsverein für Reinickendorf und Umgegend. Auf Anweisung des wieder die Versammlung überwachenden Gen- dann Klötzsch mußten die Getränke durch die hintere Thür über den Hof in den Saal gebracht werden. Die Genossen Schilling und Knaus besprachen eingehend die Gemeinde-Angelegenheiten und forderten die Anwesenden zu recht reger Betheiligung an den Gemeindewahlen auf. Hierauf hielt Genosse A. Hoff- mann den angekündigten Vortrag über:„Das moderne Raub- titterthum". Mitten in seinem Vortrag unterbrach der Gendarm den Redner und forderte den Vorsitzenden auf, dem Redner das laute Sprechen zu untersagen, da nach seiner Ansicht jeder Passant Zuhörer des Vor- träges ist. Genosse Hoffmann wieS dieses Ansinnen ganz entschieden zurück und erwiderte dem Beamten, daß in Preußen jeder so sprechen darf, wie ihm der Schnabel gewachsen, Sache der Beamten sei es, die Passage auf der Straße frei zu halten. Die Versammlung applaudirte lebhaft zu dieser Abfertigung. In der Diskussion kam es noch einmal zu einem ähnlichen Auftritt. Nach Ansicht des Gendarmen sollte Genosse Schneider eine Bis- marckbeleidigung begangen haben und forderte der Beamte den Vorsitzenden aus, den Redner zu veranlassen, diese vermeintlich beleidigende Aeußerung zurückzunehmen. Wieder mußte der Ge- nosse Hoffmann dem Beamten eine Rechtsbelehrung zu theil werden lassen. Als Genosse Glas in Hinblick auf die sich soeben abgespielten Austritte bemerkte: Es wäre doch zu wünschen, daß zur Ueberwachung der Versammlung Beamte geschickt werden, die auch mit dem Vereinsgesetz vertraut sind, derf Gendarm Klötzsch habe aber denn doch bewiesen, daß ihm die genügende Kenntniß fehlt, erhob sich der Beamte und erklärte wörtlich:„Ich erkläre die Versammlung für auf- gelöst durch mir." Die Genossen verließen ruhig den Saal. Es wäre doch wirklich zu wünschen, daß die vorgesetzte Be- Hörde diesen in letzter Zeit geradezu lächerlichen Auftritten ein Ende macht, indem sie Beamte zur Ueberwachung der Versamm- lung beauftragt, die sich streng an die gesetzlichen Bestimmungen halten.(Die Redaktion.) Potsdam. Am Dienstag, den 24. v. Mts., fand hier eine öffentliche Volksversammlung statt, in der der Rohtabak-Händler Golbschmidt aus Berlin das Referat über die bevorstehende Tabak- Fabrikatsteuer übernommen hatte. Die Versammlung, zu welcher auch der Reichstags-Abgeordnete des hiesigen Kreises, Herr Prediger Schall, geladen war und auch auf kurze Zeit erschien.(Derselbe erklärte, er könne seine Stellung zu der Tabaksteuer- Erhöhung noch nicht präzisiren), nahm nach den trefflichen Ausführungen des Referenten folgende Resolution einstiminig an: 1. Die heute hier tagende Versanim- lung der Tabakarbeiter, Fabrikanten und Interessenten erklärt sich entschieden gegen jede Mehrbelastung des Tabaks, weil dadurch die gesammte Tabakindustrie auf das Schwerste geschädigt, ca. 70—30 000 Arbeiter brotlos werden und dadurch die mittleren und kleineren Betriebe, sowie die Haus- industrie gänzlich ruinirt würden; sie spricht die Erwartung aus. daß die königlich preußische Regierung im Bundesrath ihren Einfluß dahin geltend machen wird, daß von der geplanten Tabaksakluren- Werthsteuer, wie von jeder Mehrbelastung des Tabaks Abstand genommen wird und diesen, Industriezweig sowohl aus voltswirthschaftlichen wt« auch auS sozialpolitischen Gründen diejenige Rube gegönnt wird, die zu einer gedeihlichen Entwicklung unentbehrlich ist. Wir rwarten dies um so mehr als ganz sicher und bestimmt, da der Herr Reichskanzler Graf Caprivi namens des hohen Bundesrathes die Erklärung abgegeben hat, daß die Lasten der Mehrkosten der vermehrten Präsenzstärke des Heeres nicht auf die Schultern der wirthschaftlich Schwachen gelegt werden sollen. Ganz besonders und bestimmt aber erwarten wir von der Vertretung des Voltes, dem hohen Reichstage, daß derselbe unter feiner Bedingung einer wie auch gearteten Neubelastung des Tabats zustimmt, da damit in jedem Falle eine Unsumme von Existenzen dem Ruin entgegen geführt wird. Die heute in Glafer's Saal tagende öffentliche Voltsversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden und ersucht den Reichstags- Abgeordneten des Kreises, nicht nur gegen die geplante Tabaffteuer zu stimmen, sondern mit aller Energie gegen alle indirekten Steuern Stellung zu nehmen. Bielefeld. Am Sonntag hielt Liebknecht, auf dem Rückwege von Köln, hier eine Voltsversammlung ab. Er sprach über die Lage im allgemeinen und über den Kölner Parteitag. Namentlich beschäftigte er sich mit der Gewerkschaftsbewegung, deren Wichtigkeit er nach allen Richtungen hin hervorhob. Die trog des strömenden Regens sehr zahlreich besuchte Versammlung erklärte sich einstimmig mit den Ausführungen des Redners einverstanden. ,, Iris" Naunyn 1 Vermischkes. Gesangverein Glodenrein( gem. Chor) Kaftanien- Alee 95/96. Gefang verein Steinnelfe, Röslinerftr. 17.- Sängerrande, Rottbuserstr. 6 bei Braun. Alpenrose, Grenzftr. 16 bei Seidel. Frohsinn 2, Friedrichsberg- Sichten berg, Frankfurter Chauffee bet Müller. reu und eft, Lebuferstraße 5 bei Nemiz. Die Cholera. Petersburg, 31. Oftober. An Cholera er Gesangverein Brüderschaft Stallschreiberstraße 29"" Sum eichenen Stab". Gefangverein Freundes frankten und starben vom 27. bis 29. v. M. in Petersburg 25 treue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bet Seehausen. tracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstraße bei Hasdorf. Gefangverein Ein bezw. 14, vom 24. bis 26. d. M. in Moskau 1 bezw. 1, vom ftraße 86, bei Friz Zubeil. Waldesgrün"( gem. Thor) Böchftr. 8 15. bis 21. d. M. in Warschau 2 bezw. 5, in Sebastopol 18 bet A. Moewes. Arbeiter- Gefangverein Oranienburger Borstadt, bezw. 16, in den Gouvernements Wolhynien 568 bezw. 219, Hochstraße 32a, bei Wite. Gesangverein Feldblume Lübbenerftr. 30, Woronesch 115 bezw. 64, Kalisch 14 bezw. 3, Ljublin bezw. 2, bei Wilhelm Meyer. Gesangverein Libertee 1, Guornstraße 24, bei Plozt 24 bezw. 13, Sumalti 3 bezw. 3; Riem 342 bezw. 128, Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Roppenstr. 43 c bei Lorenz. Titania, Kurst 102 bezw. 41, Samara 212 bezw. 143, Taurien 198 bezw. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Cuvryftr. 48 bet Zielsch. Morgenroth 4 in Köpenid, Müggelheimer: 92 und Warschau 38 bezw. 14. Rom, 31. Oktober. In den ftraße 4 bet Held. Edelweiß 1, Melchiorstr. 15 bei Stegmann. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. legten 24 Stunden erkrankten in Palermo 9 Personen an Cholera; Sentel, es starben 4. Alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder= Flensburg, 1. November. Der Kassirer der dänischen bund, Andreasstr. 3 bei Noll. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Sparkasse in Hadersleben, Sabro, ist nach Unterschlagung von Verein Grüne Musikverein Osiris, Adalbert Straße 21. Eiche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Raporte. Ber: 130 000 m. flüchtig geworden. Die Kasse wurde von der Regnügungsverein Jugendlust, Ohmgaffe 2 bet Krebs. Rauchtlub gierung geschlossen. Rauchklub Dezimalwaage, rich auf, Koppenſtr. 43 bei Lorenz. Krautstraße 36 bei Infinger. Rauchflub Erholung, Wienerstr. 13 bei Driesener. Männer Gefangverein' Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelftr. 91. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für weißensee und umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Männer Gesangverein bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gesangverein Biodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher, Bweigverein Berlin. Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 2. November, Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Nichtmitglieder willtommen. Geselliger Verein Hertha". Sigung bei Tauchert, Waldemarstr. 16, Abends 9 Uhr. Gäste willtommen. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Nord- 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Schule, Mullerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, Marfusstr. 31: Unterricht in Gesundheitslehre. Südost Schule, Reichen bergerstr. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alt). " = Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) " Posen, 1. November. Wie der Posener Zeitung" aus Schneidemühl gemeldet wird, sind die Quellen des artesischen Brunnens an der Ecke der Kleinen und Großen Kirchstraße wieder aufgebrochen. Ein starker Wasserstrahl führt Schlamm und Sandmassen mit sich. Der Brunnentechniker Beyer aus Berlin ist telegraphisch berufen worden. ( Depeschen des Bureau Herold.) Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Sof, Admiralftr. 18. Theater- Berein„ Bultanta 2" 9 Uhr, Borstädtisches Kasino, Ackerstr. 144.- Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restau rant Bräuer, Solmsstr. 47. Gefelliger Klub Blau- Beilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Lehmann, Naunynstr. 44. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, puntt Pfropfenverein Wedding, Abends 8% ubr, bei Selterhoff, Antonstr. 5. Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Hannover, 1. November. In dem Spieler- und WuchererAbends im Restaurant Göz, Dranienstr. 153.- Gefangverein Proletariat ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8. prozeß wurde heute Abend das Urtheil verkündet. Es wurden Geselliger Verein universum, Sigung mit Damen Abends 9½ Uhr verurtheilt: v. Meyerinck zu 4 Jahren Gefängniß und 5 Jahren bei Hagemann, Lothringerstraße 81. Borträge, Fidelitas. Verein universum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Ghrverlust, Fährle zu 4 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und klub Ehrverlust, Samuel Seemann zu 2 Jahren Gefängniß und umor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beisammensein mit, 5 Jahren Ehrverlust, Abter zu 4 Jahren Gefängniß und Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein angesfreunde, 5 Jahren Ghrverlust, Heß zu 2 Jahren Gefängniß und Abends 9-11 Uhr, Bazenhofer Ausschant, Landsbergerstr. 82. Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. 5 Jahren Ehrverlust, Julius Rosenberg zu 750 M. Geldstrafe, Bitherttub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bei H. Reimann, Alte Schön- Sußmann zu 1000 M. Geldstrafe. Max Rosenberg wurde freihauserstr. 42. Privat Theaterverein Crescendo bei Maißner, Gartenftraße 162: Sigung mit Damen. Theaterverein Wag! ödchen, Eng: gesprochen. lischer Hof, Neue Roßstr. 3. Geselliger Briefkaffen der Redaktion. Bei allen unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutirklubs. Dennerßag. Dietgen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Abends 8% Uhr, Boyenstr. 40, bei Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ede. Gieshoit. „ Klub der Freunde" bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. Hasenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow. Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8 Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Distutirflub3eitgeist" jeben Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends 8% Uhr. Brüderlichkeit" Abends 9 Uhr, im Restaurant Wernau, Rosenstr. 30.- Distutirklub, Gleichheit"( Weißensee) bet Just, Langhans- Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyn: und Wilhelmstraßen- Ecke, Abends 8 Uhr. ftraße 78. Rauchtlub Maldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen im. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 r. Restaurant Buder, Gräfeftraße 18. Rauchklub Kernipige, Abends Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub Arabi Pafcha, 8½ Uhr, bei A. Wöhl, Rüdersdorferstr. 8. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog.. Kornblume, Blumenftr. 54, bei abends 9 Uhr. b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Klub Ohne streit, Rauchklub Buttte. Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.- Bregelschluß, abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchflub Brüder= Annenstr. 16, bei Ehrenberg.- 2eiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet Flick. Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.. lichkeit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. flub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Ginigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt. Harmonie,& Heinide, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg., Rauchtlub Su= Rauch Tempelhof, Dorffir. 10, bei Gerth.- Ost- und Westpreußischer Männer in a tra, Abends 8% Uhr; im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Gesangverein, Holzmarftstr. 3, bet Deter.-1, Edelweiß 2, Potsdam, flub Fidelia Abends 8% Uhr im Restaurant Seine, Eisenbahnstr. 23. Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Borar, Grünauerstr. sí Stattlub Tournee, Abends 8 Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Stat bet Drüggemüller. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudoj. flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47. 3utunft 3, Belten, bet W. Grunow. Kreuzberger Sartlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. monie, Fichtestraße 29, bei Krösche. Morgengrauen,( Bäcker), Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23. 4-5 Uhr Nachm., Gipsstr. 3 bei Pyrteck. Steinfeger Sänger or tambour Berein Ginigtett bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr Partei aufgestellt wurde und als Sozialdemokrat nach wie vor Kaftanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenberger- uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. ftraße Nr. 145-146 bei Brandt. Liedertafel Westend, Blumenthal 1 Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismarck: = Literarisches. Stat: " straße 5 bei Behrendt. straße 80. Gefangverein Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bet Mölter. Gesangverein der Stuckateure Berlin und Umgegend, Gendel straße 30 bei Preußer.- Arbeiter- Gesango. Spandau Lynarstraße Restaurant Kiefers. Gefangverein Borwärts 2" Schönhauser Allee 28, bet Kuhl- Der nächste Krieg und die deutschen Bahnverwaltungen. Arbeiter- Gefangverein 2yra 2, Chiclottenburg, Wallstraße 54. Bon E. Becker. Hannover- Linden. Verlag von Mlanz Gefangverein Felsenfest( Gemischter Chor), Badstr. 12, Victoriagarten. und Lange. Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstraße 31 bet Seehausen. men. " Gesangverein d. Stuckateure Berlins and Umgegend( M. b. A.-S.-B.). Sonnabend, den 4. November, in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184: Familien Kränzchen unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Wacht auf"( M. d. A.-S.-B.), Dirigent: 0. Marquardt. Streng feste DamenH. B. 103. Schon einmal haben wir im Briefkasten geantwortet, daß uns von besagter Angelegenheit nichts bekannt ist. Senden Sie, bitte, noch einmal das Schriftstück ein oder kommen Sie persönlich in der Sprechstunde zu uns. Bogs. Ihre Abrechnung geben Sie, bitte, als Inserat auf. W. S. 30. Verantwortlicher Redakteur der Breslauer Volkswacht" ist Reinhold Schebs. Milchpächter E. Hennig bittet uns, zu ton statiren, daß auch er gegen seinen Willen als Wahlmann der freisinnigen ein Gegner der Betheiligung an den preußischen LandtagsWahlen ist. Meuselwitz K. M. Klagen Sie auf Herausgabe der Invaliditätskarte und auf Schadensersatz für die Zeit, während welcher Sie infolge der Vorenthaltung derselben Arbeit nicht er halten haben, und beantragen Sie bei der Staatsanwaltschaft Bestrafung des Bergdirektors wegen Vorenthaltens Ihrer Karte. Streng feste Verkaufspreise. Mäntel- Fabrik Verkaufspreise. Leopold Cohnreich Anfang 9 Uhr. Herrenbillets 50 Pf.( intl. Tanz), Damenbillet3 25 Pf. Berlin C., König- Strake 30. 436/5 Achtung! Achtung! Das Komitee. Achtung! Kaufmann's Variété. Am Stadtbahnhof Alexanderplat.- Königs- kolonnaden. Sonntag, den 5. November, Mittags 12 Uhr: Gr. Wohlthätigkeits- Matinée. Veranstaltet vom Vorstellung und Konzert. 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Wir stellen dem gegenüber das über die vor wenigen Wochen bei Basel stattgefundenen schweizerischen Manöver im Pariser„ Temps" veröffentlichte Urtheil eines sachverständigen Militärkritikers, eines Pariser Spezialforrespondenten. Derselbe schreibt nach Aufzählung der bekannten allgemeinen Dispositionen und Nennung der militärischen Repräsentanten der fremden Mächte: Diese fremden Offiziere, welche Operationen in all' ihren Einzelheiten ge folgt sind, waren einmüthig im größten Lob der schweizerischen Milizen, insbesondere in Anerkennung ihrer Haltung und ihres Be= nehmens während der fünf Tage der Dauer der großen Manöver. " den " Das war das Ende der Manöver, welche sich schließen sollten durch eine Revue, vorgenommen von Oberst Frey, dem Chef des Militärdepartements, und von Oberst Feiß, dem ausgezeichneten Kommandanten des 2. Armeekorps. " 1890 10 759 718,75 " " 9 In Deutschland betrugen die Militärausgaben: 553 Millionen Mart 584 1891 7 386 924,67 1892 2 637 482,52 1872 1875 " 1881/82 485 " 1887/88 632 " " 1890/91 1893/94 " " 854 727*) Die Bevölkerungszahl der Schiveiz mit rund 3 Millionen und diejenige Deutschlands mit rund 50 Millionen angenommen, erhalten wir eine Militärausgabe pro Kopf: Deutschland Schweiz 1891 12 Franken 1892 17 1890/91 21,25 Franken 1893/94 18,15 10. Jahrg. Die obige Differenz zwischen Rechnung und Budget erklärt Mittwoch die Arbeit niedergelegt werden? Nein, gar nicht. sich durch die Methode, die Ausgaben für die Pferderegie, ftreifen! Bunte machte nun darauf aufmerksam, daß ohne Konstruktionswerkstätte, Munitionsfabrik und Waffenfabrit nicht Kündigung die Niederlegung der Arbeit unzulässig sei und fragte mit als eigentliche Militärausgabe zu verrechnen, da in den be- noch einmal, ob Montag oder Mittwoch die Arbeit niedergelegt treffenden Objekten der entsprechende Gegenwerth vorhanden werden solle. Niemand antwortete darauf. Auf Bunte's ist. Läßt man dies nicht gelten, sondern nimmt das Budget als Frage, was fie dann thun wollten, riefen die Ver: maßgebend an, so müssen aber davon die nicht vera us- fammelten: streifen! Mit dieser Antwort begnügte sich gabten Summen abgezogen werden und diese betrugen: Bunte schließlich. Der Angeklagte Matern sprach hierauf Franken Franken von dem profitwüthigen Kapitalismus, welcher herumgehe wie bleibt Ausgabe 88 072 985 ein wüthiger Löwe und alles zerreiße; er forderte die Anwesen36 996 907 den auf, solidarisch vorzugehen und das Losungswort„ Alle für 50 613 528 einen, einer für alle!" zu beherzigen. Meyer verlas nun mehrere anonym eingegangene Anträge, welche allgemeine Annahme fanden. Der eine ging dahin, daß morgen gestreift werden solle, wenn die Forderungen nicht bewilligt würden. Meyer sagte nun, gewissermaßen sich entschuldigend:„ Ich habe meine Pflicht als Borsigender gethan". Bunte hatte sein Auftreten in ähn licher Weise gerechtfertigt mit dem Hinweise darauf, daß er sonst sich strafbar mache. Der Angeklagte Förder hat nur die Aeußerung gethan: Wollen Sie den ... Der Feind( eine französische Armee, das Weftkorps) morgigen Montag als einen heiligen Tag ansehen?" Das folgte den Thälern der Sorne und der Birs, und die SchweizerLandgericht nahm an, daß er nur an den Streit gedacht hat und truppen( das Ostforps) gingen ihm entgegen bis Courfaivre und zu demselben auffordern wollte, es nahm ferner an, daß die Develier, wo das erste Treffen stattfand. Der Einbrecher setzt übrigen Angeklagten mit ihrem geschilderten Thun die gleiche folgenden Tages feinen Vormarsch fort, um das Defile von Absicht verfolgten. Gewissermaßen als mildernden Umstand Sophieres zu gewinnen; aber die Schweizerdivision hatte nordIn Deutschland ist demnach die Militärausgabe pro Kopf 1891 zog das Gericht in Betracht, daß die Aufforderung zwar theilöstlich von Delsberg Position genommen, um ihn daran zu ver- beinahe doppelt so hoch gewesen, wie in der Schweiz, und im Jahre weise erfolgreich war, aber einen allgemeinen Streit nicht zeitigte. hindern. Nichtsdestoweniger wird diese zum Rückzug auf Laufen 1892, wo lettere für Neubewaffnung 2c. eine außerordentliche Aus- Die Revision der Angeklagten, welche heute vor dem ersten genöthigt. Hier der dritte Kampf, in welchem die fünfte Division gabe von ca. 16 Millionen Franken, die wahrscheinlich in gleicher Straffenat des Reichsgerichts zur Verhandlung kam, behauptete, ( Schweizerarmee) sich ein wenig zu passiv in der Vertheidigung Höhe nie wiederkehrt, wachte, immer noch niedriger als in dem der Rechtsgrundsatz ne bis in idem sei verlegt worden. Die erweist und zum Rückzug genöthigt wird. normalen Militär Budgetjahr Deutschlands. Das ist das Ver- Angeklagten feien wegen ganz derselben Strafthaten schon in Strafe Der vierte Tag war dem Kampf der zwei das 2. Armee- hältniß der absoluten Ziffern zu einander. Berücksichtigen wir genommen worden und tönnten deshalb nicht noch einmal be. forps bildenden Divisionen gegen einen martirten Feind gewidmet. aber, daß in der Schweiz 17 pet. der Bevölkerung friegsbereit straft werden; es handle sich nur um eine einzige fortgesette Dieser, durch Feld- und Positionsartillerie und einige Rekruten- find der Landsturm ist vollständig organisirt und hält auch Handlung, die aus demselben Entschlusse heraus an verschiedenen bataillone bezeichnet, sollte die in der starken Stellung auf den obligatorische Waffenübungen ab, dagegen in Deutschland nur Orten und zu verschiedenen Zeiten begangen sei. Der AnHöhen des Bruderholz konzentrirte Bertheidigungsarmee dar- etwa 7 pCt., so ist die Billigkeit der Miliz gegenüber dem stehen- geklagte Föcker, welcher persönlich erschienen war, suchte seinem fiellen, welcher die Aufgabe zufiel, den Zugang zu Basel und den Heere eine so gewaltig große, daß Tendenz- Nörgler wie der Ausspruche von dem heiligen Tage eine andere Deutung zu zum Rhein der durch das Armeekorps repräsentirten Invasion Vivus" einfach verstummen müssen. Dazu kommen auf Seite geben, als das Landgericht. Er will nur gemeint haben, es sei zu verschließen. der Miliz die volts wirthschaftlichen Vortheile, die dem ein wichtiger Tag, die Leute sollten sich an demselben nicht unDie 3. Divifion, nachdem sie auf sehr peniblen Wegen längs Lande daraus erwachsen, daß der Wehrmann während der glücklich machen und dem Gesetze verfallen; sie seien so verbohrt daß man nicht feines Lebens ficher ge der elfäffischen Grenze sich hingezogen, debouchirte genau 10 Uhr 12 jährigen Dienstzeit( Auszug) nur etwa 5 bis 6 Monate gewesen, in Ettingen, zu gleicher Zeit, da die 5. Division, welche sich in Präsenzdienst zu leisten hat im Gegensatz zu den 3 bis 3/2 wefen sei. Nachdem der Präsident auf die Unglaubwürdigzwei Rolonnen getheilt hatte, die über Blauen und Grellingen Jahren, welche der Liniensoldat des stehenden deutschen keit dieses Einwandes hingewiesen, beantragte der Ver zogen, in Aesch anfam. Dieses Zusammentreffen war bemerkens- Seeres leisten muß. Weisen wir noch auf die Hunderttausende treter der Reichsanwaltschaft die Verwerfung der Rewerth und von ergreifender Wirkung. Der Angriff gegen das hin, die den Soldaten von ihren Angehörigen in die Kasernen vision, da die inkriminirten Handlungen nicht nur nicht vorher befestigte Massiv zwischen Therwil und Reinach wurde mit feltener geschickt werden, welche Unterstützung in der Schweiz eben- abgeurtheilt seien, sondern auch mit Recht aus§ 110 bestraft Kraft vorgestoßen, und er gelang troß der Gegenwehr der Ar- falls wegfällt, so leuchtet der Vortheil der Miliz gegenüber dem worden seien. Der Senat erkannte demgemäß auf Verwerfung tillerie und führte so alle Truppen nach Basel. stehenden Heere auch nach dieser Seite ein. des Rechtsmittels. Und die Unternehmer, die durch unGeradezu köstlich ist die Gegenüberstellung der Klagen des berechtigtes Nullen, durch kontraktwidriges Pochen auf ihre deutschen Volkes über die frühzeitige Pensionirung gesund- tapitalistische Uebermacht, durch Vorenthaltung des Lohnes u. s. w. beitsstrohender Offiziere, welche dem Bürger alle mögliche Ron- 3. den Streik hervorriefen, durch die Art der Behandlung forrenz bereiten, und der Klagen der Schweizer über theilweise sind noch nicht angeklagt. Die Revue, wie die Operationen auf dem Terrain, haben zu hohes Alter der Offiziere. Während im deutschen Etat beträchtliche Fortschritte in der schweizerischen Armee an den für 1893/94 für Militärpensionen die Summe von Polizistische Schneidigkeit in Düsseldorf. Der Krug Zag gelegt. Und alle die fremden Offiziere, welche diese inter- 69 Millionen Mart steht, von der ein sehr großer Theil geht so lange zu Wasser bis er bricht, Herr Polizei- Sergeant essanten Manöver verfolgt haben, werden nicht müde im Lob auf die pensionirten Offiziere entfällt, hat die Schweiz im Babbee! Mit vor Zorn und Empörung geröthetem Angesicht über den Widerstand gegen die Ermüdung und über den Geist der Jahre 1892 an Militärpenfionen 57 355 Franken gezahlt! drohte also der Staatsanwalt in der vorgestrigen Situng der Disziplin, welche man bei Soldaten bemerkt, die jährlich nur und diese Pension haben in 76 Fällen Invaliden und in Strajkammer obigem in bestem Geruche stehenden Hüter des Geeinige Tage unter den Fahnen stehen." Es folgt eine Stelle aus 164 Fällen die Hinterlassenen dienstlich Verunglückter erhalten. fezes und der Ordnung. Polizei- Sergeant Babbee ist unsern dem Tagesbefehl von Oberst Feiß vom 22. August, dann fährt Bum Schlusse sei noch der von Vivus" wiederholt und Lesern fattsam bekannt, auch abgesehen von seiner bekannten Verwalter mehrerer Gebäulichkeiten der Berichterstatter fort:" Der Appell des Oberst Feiß( betr. gern sitirte Oberst Wille dem deutschen Offizier gegenübergestellt. Liebenswürdigkeit als Tisziplin) ist gehört worden; so hat denn die Haltung der Während dieser schon in Friedenzeiten durch unerhörteste Militär- eines reichen hiesigen Privatiers. Die Niederrh. Voltstribüne" Truppen des 2. Armeekorps während der von uns stizzirten ausgaben das Volk blutarm zu machen nicht ansteht und nichts hat diese unerhörte Dreistigkeit eines städtischen Beamten, gleich. Operationen, ihnen wohlverdiente Glückwünsche eingebracht, auf anders auf der Welt zu fennen scheint, als das militärische Be- viel ob diefer für seine private Verwalterstelle Geld verdient welche sie stolz sein dürfen. Es wäre, glauben wir, schwer, dürfniß", rechnet Oberst Wille schließlich auch als Bürger mit oder nicht, gebührend angenagelt. yeute müssen wir uns mit anderswo als in der Schweiz solche Resultate zu erzielen; aber den Bürgern. Er sagt in feiner bereits erwähnten Schrift über diesem Musterbeamten wieder beschäftigen. Der Bäckergefelle es wird eben in dieser kleinen Republik jeder Mann gleichsam die Militärausgaben der schweizerischen Eidgenossenschaft:" So Feller, 23 Jahre alt, sah am 16. Auguft dieses Jahres als Soldat geboren und nimmt früh ernsthaften Antheil an der lange die Finanzen der Eidgenossenschaft es gestatten, wäre es ein mehrere Personen auf der Rolle des Vertheidigers des vaterländischen Bodens. Verbrechen, gegen die Wehrfähigkeit, die Vorräthe und das Kriegs- Bierd beschäftigt und zwar in solcher Weise, daß als Das Militärdepartement, welches mit vieler Kompetenz der material nicht zu vervollständigen und zu verbessern. Wenn Mitglied des Thierschutz Vereins er sich genöthigt sah, in höfeinsichtige Oberst Frey führt, registrirt mit Stolz die gewonnenen aber einmal die Finanzlage keine blühende mehr sein wird, so lichem Tone die Gesellschaft zu bitten, das Thier doch nicht so Fortschritte; nicht minder hebt es in seinen jährlichen Berichten die sind sie das erste, worin man sich einschränken muß; dann zu quälen. Bei der Gruppe stand nun auch der Polizeisergeant schwachen Seiten der militärischen Organisation und Instruktion her- ist es aber Sache des Fachmannes, zu untersuchen, welche An- Babbee. Sofort wird in ihm die Amtspflicht" wach, und in vor und die Verbesserungen, welche daran nothwendigerweise vor- schaffungen unbedingt gemacht werden müssen, welche man be- barscher Tonart schnauzte er den Feller an, was er da zu sagen genommen werden müssen, damit Offiziere und Soldaten auf der schränken darf und welche man ganz fallen lassen tann." habe, wenn F. Mitglied des Thierschutz- Vereins sei, dann fei Höhe ihrer Aufgabe stehen, wenn die Umstände die Mobilifirung Wenn in Dentschland die Finanzen nimmer blühen, dann führt es sehr zu bedauern, daß solche grüne Jungens in diesem Verein der schweizerischen Armee erheifchen würden. Diese Dokumente man allerdings voltsbedrückende neue Steuern ein und macht seien!!!" In seiner Bescheidenheit ging Feller davon in sein find merkwürdig einzusehen, zunächst weil die andern Mächte nebenbei noch horrende Reichsschulden. horrende Reichsschulden. Das Wort„ ein- Haus, der Zabbee aber folgte ihm und verlangte Ginlaß in die nichts Aehnliches publiziren, und sodann, weil sie mit einer beschränken" fehlt offenbar im Wörterbuch der deutschen Militärs. Wohnung des F., die ihm verweigert wurde. Wuthschnaubend merkenswerthen Unparteilichkeit Lob und Tadel auf die einzelnen Haben wir die Vortheile der Miliz gegenüber dem stehenden zieht Polizeisergeant Babbee den Säbel, und Feller, furz entKorps und Dienstzweige vertheilen. Heere hervorgehoben, so geben wir nichts desto weniger zu, daß schlossen, greist sich der Noth erwehrend zu einem Stocke und Was denn immer sei, die Gesandtschaften, dieselbe wohl noch verbesserungsfähig ist, und wir geben auch zu, versezt dem Beamten einen Schlag über den Arm. Jetzt wurde ein welche an den Manövern im Birsthal theilge- daß einem großen Theile des Schweizervoltes die Militärlasten zweiter Polizist sichtbar und man attaquirt mit vereinten Sträfteft die deutsche Gesandtschaft selber, welche vielleicht allmälig als drückende erscheinen und dafür der Ruf nach den F, dieser wird von den beiden Beamten überwältigt und am meisten gegen die Miliztruppen voreingenommen war ,, Sparen" nicht blos von den Sozialdemokraten ertönt. ,, an die Kette gelegt", derart, daß F. mehrmals dabei vor find genöthigt worden zu gestehen, daß die Dem Herrn„ Vivus" indeß rathen wir zu einem anderen Schmerz in die Knie knickte. Und fort gings mit dem Schweiz gegenwärtig im Stande ist, ihren Vergleich zwischen Deutschland- namentlich Preußen namentlich Preußen und Arrestanten" hinter die schwedischen Gardinen. Wegen dieses Boden zu vertheidigen, heute besonders, da ihre Armee der Schweiz, und zwar betreffend das Voltsschulwesen Auftrittes stand vorgestern der Bäckergeselle Feller vor Gericht sich auf wohl verstandene und gut bewaffnete Befestigungen ein gewiß recht dankbares Unternehmen! unter der Anklage am 16. August durch zwei selbständige Handstüßen kann und da deren Mobilisation durch Landsturmformalungen 1. den Polizeisergeanten Zabbee mittels eines Knüppels, tionen gedeckt ist, genügend start, um sich den ersten Versuchen eines gefährlichen Werkzeuges, vorfäßlich körperlich mißhandelt, eines Einbrechers entgegenstellen zu können. 2. demselben als Beamten, der zur Vollstreckung von Befehlen und Anordnungen der Verwaltungsbehörden berufen ist, in der rechtmäßigen Ausübung seines Amtes durch Gewalt Widerstand Das Urtheil dieses französischen Kritikers, der zirka 30 000 geleistet zu haben." Die Verhandlung endete mit der Freisprechung schweizerische Milizfoldaten sozusagen in friegerischer Thätigkeit Nochmals die Juristerei und die Bergarbeiter des Angeklagten. Die Verhandlung war höchst interessant. Babbee sah und beobachtete, und mit dem nach seiner Angabe auch die Bewegung. Bom Landgerichte Bochum find am 12. Juni der ist wiederholt wegen seiner polizeilichen Schneidigkeit vor Gericht fremden militärischen Repräsentanten übereinstimmten, dürfte für Händler und frühere Bergmann Friedrich Bunte in Dort geladen, aber immer freigesprochen worden. Polizei- Sergeant Jedermann höheren Werth haben, als das verzweifelte Bemühen mund, der Kassirer J. Meyer in Bochum, sowie die Berg- Babbee unternahm es, ein unschuldiges fünfjähriges Mädchen zu des„ Vivus", die schweizerische Miliz, weil sie der preußisch- leute Föder und Matern wegen Aufforderung zum Un- ohrfeigen, als es ihin, nach dem Namen befragt, nicht schnell eisernen Disziplin entbehrt, in möglichst ungünstigem Lichte dar- gehorsam gegen die Gefehe(§ 110 des Str. G.-B.) zu je drei und laut genug antwortete. Polizeifergeant Babbee ist bekannt zustellen. Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Der Sachverhalt ist, in Düsseldorf als schneidiger" Beamter, der den Rekrutendrill Nuylos ift endlich auch das Bemühen des„ Vivus", die schreibt die Reichsgerichts Korrespondenz, derselbe, wie bei ähn gut verwerthen kann. Polizeifergeant Babbee gab auf die ver schweizerische Miliz als relativ theurer denn das stehende Heer lichen Prozessen, die in legter Zeit die Landgerichte schiedensten Fragen solche geistreiche Antworten vor Gericht, daß Deutschlands darzustellen. und das Reichsgericht beschäftigten. Nachdem im De vir unwillkürlich daran erinnert wurden, welch vorzüglicher die Bergarbeiter Des Saargebietes Volksschullehrer diefer ehemalige Soldatendriller geworden wäre. zember 1892 Theil in ben Streit Der Kurz und gut, der Bäckergeselle Feller, der übrigens bei der großen vierzehntägigen Kündigungsfrist eingetreten waren, entstand auch Arretirung sich männiglich gewehrt, wurde, wie erwähnt, freiim Ober- Bergamtsbezirk Dortmund eine Bewegung, welche gesprochen, mit vollem Recht. Aber er wird sich damit nicht darauf ging, die Kameraden des Saarreviers zu unterstützen. zufrieden geben; Feller wird den Spieß jest umdrehen und den Verschiedene Versammlungen hatten bereits stattgefunden, als Musterbeamten Babbee verklagen und da dürfte Babbee diesmal am 8. Januar d. J. die Bergarbeiter fich im Schüßenhofe" in nicht mehr freigesprochen werden, wie ihm auch der Herr StaatsBochum versammelten und über das Thema" beriethen:" Der anwalt genügend zu verstehen gab. Streit im Saarrevier und Stellungnahme zu den einzelnen BeNoch eine nette Ordnungsstüte. Ein würdiger Berschlüssen am 6. Januar". Meyer war Vorsitzender, Bunte stell- treter seiner Behörde ist der Gemeindediener Heinold in Eythra. vertretender Vorsitzender; anwesend waren 3-4000 Personen. Als derselbe in der Nacht vom 1. zum 2. September d. J. Zeuge Bunte erstattete Bericht über die letzten beiden Versamm wurde, wie ein alter Viehtreiber von zwei Fleischergesellen fo lungen und richtete an die Anwesenden eine Anzahl geschlagen wurde, daß der Alte fast nur durch ein Wunder mit Fragen, die durch Zuruf sofort beantwortet wurden. Dem Leben davongekommen ist, forderte er die Leute auf, den Diese Fragen nebst Antwort lauteten: 1. Haben die Bergarbeiter Mann todt zu schlagen er werde es verantworten. Zu verdes Saarreviers ein Recht zu streifen? Ja! 2. Haben wir antworten hatte er sich auch vor dem hiesigen Landgericht dann ein Recht, sie zu unterstützen? Ja! 3. Durch Geld? Nein! die Verantwortung aber gelang ihm so gut, daß er zu zehn 4. Durch Arbeitsniederlegung? Ja! 5. Soll Montag oder Monaten Gefängniß verurtheilt wurde. " nommen Das bildet für die Neutralität der Schweiz ernsthafte Garantien und es ist nüglich, dieselben zu signalisiren." Die schweizerische Milizarmee zählte am 1. Januar 1893 insgesammt 486 682 Mann Kriegsstärke. Davon gehören 131 424 dem Auszug, 81 485 Mann der Landwehr und 278 773 dem Landsturm an. Die Militärausgaben betragen nach den eidgenössischen Staatsrechnungen: Franken 1890 27 111 078,96 Budget 43 832 703 1891 36 726 541,67 " 44 383 831 53 251 010 W 1892 36 152 149,48 Budget 1893 31 807 943, In den früheren Jahren betrugen auch die schweizerischen Militärausgaben weniger, da ringsum in den Nachbarländern der Militarismus noch nicht in wahnsinniger Konkurrenz auf die äußerste Spige getrieben war. Sie betrugen in Franken: 944 950 3 720 750 3 587 195 1850 1860 1870 . 1880 14 151 497 1885 17 165 329 Für das Jahr 1891 beträgt das eidgenössische Budget 25 Millionen Franken. Gerichts- Beitung. ohne Einhaltung und zum *) Wir entnehmen die Zahlen der Broschüre„ Die Thätigkeit des deutschen Reichstages." Verlag des Vorwärts." Oberbilker- Allee an einem Boziale Ueberlicht. F die Rüben aber Arbeiter wurden in den Rohglas- Schleifereien entlassen? Wie vorher gescheuert werden, die Arbeiter und Arbeiterinnen. viel böhmische Arbeiter sind beschäftigt? Was gedenken die In- erhielten ftrengen Befehl, im Sonntagskleid zu erscheinen und Zur geplanten Tabak Fabrikatsteuer hat auch der bustriellen zu thun, um dem Nothstand für kommenden Winter selbst die Frauen und Kinder der Lohnfklaven wurden zum Theil Kurzum, es wurde zu Ehren des hohen Zentralrath der deutschen Gewerkvereine( Hirsch- Duncker) eine entgegenzutreten? Haben Sie gegen die Ausweisung der böhmischen als Staffage verwandt. Glasarbeiter etwas einzuwenden? Die Industriellen sollen ge- Besuchs von einer Reihe Fabrikanten ein Dekorations- und Erklärung abgegeben, welche u. a. besagt: Der Zentralrath der antwortet haben, daß sie gegen die Ausweisung der Böhmen Spektakelstück aufgeführt, das lebhaft an die berühmten Potemkimdeutschen Gewerkvereine als Vertreter von 62 000 organisirten nichts einzuwenden haben. tun! das ist Kapitalistenmoral! fchen Dörfer erinnert, mit dem die hochselige Kaiſerin Katharina Arbeitern aller Berufe, darunter auch Bigarren und Tabat- Arbeiter, die ihr ganzes Leben lang sich geschunden und für die auf ihren Reiſen erfreut wurde. Die Arbeiter, soweit sie klaffenarbeiter, erklärt sich hierdurch mit aller Entschiedenheit gegen Kapitalisten Reichthümer geschafft haben, sollen nun mit Weib bewußt waren, knirschten ob der Rolle, die ihnen von ihren Brotdie geplante neue Belastung, Bedrängung und Außerbrotsetzung und Kind verjagt verjagt werden, meil man fie augenblick- herren zugedacht war, natürlich mit den Zähnen, seiner Mitglieder und der deutschen Arbeiter überhaupt. lich nicht braucht. Hat man sie wieder nöthig, so was sollten sie machen? Organisationen von der Macht, wie Vom Konzeffionswesen im einigen Deutschland. Wer dürfen sie wieder kommen und Tag und Nacht arbeiten, fie die englischen Arbeiter sich geschaffen haben, giebt les leider in Leipzig die Schanttonzession erwerben will, muß ein behörde bis die Läger wieder überfüllt sind, um dann wieder ab- unter den elenden Verhältnissen, die im herrlichen Deutschen Reich liches Führungsatteft beibringen, welches mindestens die letzten geschubt zu werden, damit die bayerischen Glasarbeiter den herrschen, heutzutage noch nicht und so blieb ihnen, machtlos wie sie die bekanntlich selber waren, nichts anderes übrig, als die Rolle, die ihnen zugedacht war, zehn Jahre umfaßt. Durch eine preußische Verfügung ist be- Gemeinden nicht zur Last fallen, stimmt worden, daß an Privatpersonen ein berartiges Attest Unterstüßung brauchen könnten. Das find herrliche Zustände in durchzuführen. In dem Lärm, den die Fabrikanten arrangirt nicht mehr ausgehändigt werden darf, vielmehr dahingehende unserer heutigen Gesellschaftsordnung. Man kann sich denken, hatten, mochte auch mancher Arbeiter vergessen haben, daß schließlich Auskünfte nur an Behörden auf diesbezügliche Requisition er- mit welch bangen Gefühlen diese böhmischen Glasarbeiter ihrem er es sei, auf deffen Kosten der ganze Festjubel gemacht wurde. theilt werden sollen. In der letzten Zeit sind nun mehrere Schicksal entgegensehen. Die Dauer der Krise ist leider nicht Doch das dicke Ende und der Kazenjammer fam nach. Der letzte Wirthe aus preußischen Städten nach Leipzig verzogen. Bei abzuschätzen, vorläufig ist noch keine Aussicht auf Befferung vor- Bahltag brachte den Arbeitern mancher Fabrik die Tage des in recht unangenehme Erinnerung. ihrem Abzug wurden dieselben bezüglich ihres Verlangens nach handen. Einigermaßen könnte dem Uebel gesteuert werden durch Großherzogsbesuches einem Führungsattefte auf die vorerwähnte Verfügung verwiesen. Abschaffung der Affordarbeit und Einführung eines zehn- oder Vielfach wurde nämlich der Tag, an welchem der Großabstattete, in Abzug In Leipzig angekommen, wird ihnen eröffnet, daß ihnen ohne wenigstens eines zwölfftündigen Arbeitstages statt der jetzigen herzog der Fabrik seinen Besuch abftattete, das besagte Führungsattest teine Schauttonzession ertheilt werden häufig 18- bis 20ftündigen Quälerei. Allein dazu sind die Unter- gebracht, weil er als Festtag betrachtet wurde, an dem Wieder in anderen wurden den tönne. Eine sächsische Behörde verlangt also, was eine preußische nehiner nicht zu haben, sie lassen, wenn Aufträge da sind, die Arbeiter nichts arbeiteten. Behörde verweigert! Die Hin- und Herschreibereien sind noch im 24 Stunden arbeiten, und wenn die Aufträge mangeln, ganz Affordarbeitern nur der Tagelohn gezahlt, so daß mancher einen vollsten Gange. pausiren. Hier muß die Gesetzgebung eingreifen. Möge jeder erflecklichen Ausfall in seinem Hungerbudget zu verzeichnen Arbeiter, insbesondere jeder Glasarbeiter, aus dem Vorgehen hat. In verschiedenen Geschäften wird was wir vorausZum städtischen Arbeitsnachweis. Das Mainzer Ge- gegen die böhmischen Glasarbeiter die Lehre ziehen, daß es so gesagt haben bereits damit begonnen, die Ausgaben für wertschaftskartell hat bekanntlich bei der dortigen Stadt- nimmer weiter gehen fann. Mögen sich alle Arbeiter den ge- die Großherzogstage durch Lohnreduktionen einzusparen, so verwaltung das Ersuchen um Errichtung eines städtischen un- werkschaftlichen und politischen Organisationen der Sozialdemo: in der Firma Benz u. Romp., wo am vergangenen Freitag der Akkordfäße angekündigt entgeltlichen Arbeitsnachweis und Auskunftsbureaus gerrichtet; fratie anschließen um mit vereinten Kräften sich vor dem gänz- 5- bis 15 proz. Erniedigung der Akkordfäße wurde. Es sind zwar Geschäfte zu verzeichnen, die ihren Arein ähnliches Gesuch hat infolge obiger Anregung auch der lichen Verderben zu schützen. beitern anläßlich der Ehre, die ihnen widerfahren, ExtraVerein selbständiger Gewerbetreibenden gestellt, aus dessen Reihen die Gewerbegerichts- Beisitzer der Arbeitgeber gewählt find. Die ,, Opalenica". Ein Beitrag zur Entwickelung des Kapita- belohnungen zukommen ließen, aber sie sind zu zählen. Im Bürgermeisterei hat das Gesuch dem Gewerbegericht zur Be- lismus. Der Breslauer Volkswacht" wird geschrieben: Ein Großen und Ganzen ist's gelommen, wie vorauszusehen war, Ein besonders gutachtung unterbreitet, und hat derselbe gestern in einer im Beweis dafür, wie der Kapitalismus immer mehr von Westen die armen Arbeiter müssen die Kosten decken. Stadthause stattgehabten gemeinsamen Sigung die Frage der nach Osten vordringt, ist Opalenica. Ein polnisches Städtchen hübsches Stückchen von Arbeiterfreundlichkeit, schreibt die VoltsNothwendigkeit eines solchen Bureaus einstimmig bejaht. von zirka 1500 Einwohnern, welche nur Ackerbau treiben. Auf stimme", ist aus der Gummifabrik in Neckarau zu berichten. Ueber die Form der der Organisation wurden, ebenfalls den älteren Landkarten sucht man es vergebens, und auf den Dortselbst ist eine Anzahl weiblicher Arbeiter beschäftigt, die zum einstimmig, folgende Buntte festgesetzt: E3 ist ein neueren ist es als kleiner Punkt eingetragen. Opalenica liegt Theil den horrenden Lohn von 80 Pfennigen pro Tag erhalten. städtisches Arbeitsamt errichten, zu welches die Ar an der Märkisch- Posener Eisenbahn und gehört zum Kreise Ihnen wurde befohlen, daß sie am Festtage" zu weißer Jacke beitsvermittelung besorgt für alle gewerblichen Arbeiter und Ar- Gräs. Trotzden dieser Ort nun so unbedeutend wie nur und weißer Schürze zu erscheinen hätten. Wer damit nicht verbeiterinnen, Dienstboten und Lehrlinge. Das Arbeitsamt steht möglich ist, beherbergt er doch ein Riesen- Unternehmen des sehen war, erhielt beides von der Fabrik gestellt, am vorigen unter der Aufsicht einer Kommission von 8 Personen, welche in Rapitalismus: Die Zuckerfabrik Opalenica, Aktiengesellschaft. Bahltag aber wurde ihnen der Betrag hierfür abgezogen. gleicher Anzahl aus den Beisigern der Arbeitgeber und Arbeit Dieselbe ist nicht nur die größte aller bis jetzt bestehenden Zucker. Hoffentlich findet sich eine fourragirte Arbeiterin, die im nehmer des Gewerbegerichts und von denselben gewählt wird. fabriken es werden täglich 25 000 Bentner und mehr Bucker- Interesse ihrer Leidensgefährtinnen die Frage zum ge die Fabrik berechtigt ist, Den Vorsiz in dieser Kommission führt der Vorsitzende des Ge- rüben verarbeitet, sondern sie ist auch einzig in ihrer Art be- richtlichen Austrag bringt, ob werbegerichts und ist dieselbe nur beschlußfähig, wenn von den treffs Anwendung der neuesten Maschinen und neuesten Erfindungen so gefeßwidrig über einen Theil ihres Lohnes zu ver Arbeitgebern und Arbeitnehmern die gleiche Anzahl anwesend ist. auf dem Gebiete der Maschinentechnik. Wenn man, mit einer fügen. Wollte die Fabrik ihr Personal uniformiren zur befferen Die Beisitzer erhalt en für jede Sigung, die je nach Bedarf, min: Erlaubnißkarte versehen, das Fabrifgehöft betritt, so fommt man Durchführung der frommen Täuschung", so mochte sie es auf destens aber alle 2 Monate stattfinden muß, eine Ent- in ein Gewühl von Fuhrwerken, Eisenbahnwagen, Lokomotiven 2c. ihre Kosten thun, aber nicht auf Kosten der ohnehin auf den schädigung von 3 Mart. Das Bureau wird und Menschen, daß einem fast unheimlich zu Muthe wird. Da Hungeretat gesetzten Arbeiterinnen. Vielleicht vermögen diese für inännliche und weibliche Arbeiter weibliche Arbeiter in zwei Abtheilungen sind hunderte von Fuhrwerken, welche aus der nächsten Umgegend Beilen die Fabrik zu bewegen, in sich zu gehen und den Argetrennt, und die Leitung derselben derselben soll per Achse nach der Fabrik bringen, dafür beiterinnen den widerrechtlich einbehaltenen Lohn zurückzuerstatten. geeignete, Dazu befähigte mit den Verhältnissen vertraute Per- wieder die Abfälle( Schnitzel) mit zurücknehmen. Eigene Die Schürzen und Jacken kann sie ja als Dekorationsstücke für sonen übertragen werden. Die Ernennung dieser Personen ge- Botomotiven bringen auf der Anschlußbahn ganze Gijen- das nächste Mal aufbewahren. Wenn unser Mannheimer Bruderorgan die Liberalität des schieht durch die Stadtverordneten, jedoch nur auf Vorschlag der bahnzüge, beladen mit Rüben und Kohlen, herangeschleppt. obengenannten Kommission, welche auch die Geschäftsordnung Außerdem hat die Fabrik eine eigene schmalspurige Rübenbahn, Unternehmerthums nur nicht zu hoch honorirt. In der Regel für das Arbeitsamt festjeßt. Sämmtliche Rosten übernimmt die welche auf der Chauffee Opalenica- Neustadt bei Pinne entlang ist auf die Genugthuung, die der Arbeiter sich durch offenen Stadt und die Arbeitsvermittelung ist eine unentgeltliche. Die aus den Haupt- Rübendistriften die Rüben heranschafft. Troy Kampf gegen derartige Regeln der Fabrikordnung" zu vermit der Arbeitsnachfrage gleichsam im Zusammenhang stehende dieses Riesenbetriebes beschäftigt die Fabrik nur in einer Schicht schaffen gemocht, das Wort anwendbar: Der Mensch erlebt, er Arbeitslosigkeit soll von dem Arbeitsamt statistisch behandelt, die ca. 350 Arbeiter, im ganzen ca. 700. Wenn man als Fremder sei auch wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag. Statistit der Lohn- und Wohnungsverhältnisse, sowie der Krank- das Leben und Treiben außerhalb der Fabrit sieht, glaubt man, Für die Folge aber fönnen die Arbeiter und Arbeiterinnen sich heitsfälle, dagegen soll dem schon bestehenden städtischen stati- daß mindestens ein paar Tausend Arbeiter zu diesem Betriebe gegen derartige Statistenrollen schützen, wenn sie den Rath ernst stischen Bureau überwiesen werden, Sämmtliche Punkte fanden gehören, fommt man jedoch in das Innere der Fabrit, so ist haft beachten, der ihnen neuerdings erst auf dem Parteitag geman erstaunt, fo wenig Menschen zu sehen. Für geben worden ist, und der da lautet: Organisirt Euch! einstimmige Annahme und werden demnächst der Stadtverordnetenden Laien ist der Eindruck, den er beim Anblick diefer gigantiVersammlung zur Beschlußfassung unterbreitet werden. Die Förderung der Harpener Unternehmergewinne. schen Maschinen und Apparate empfängt, ein gewaltiger. Die Staatswerkstätten Musterwerkstätten für Unter- meisten dieser Riesenmaschinen sind ohne jede Bedienung. Das Bergbau Gesellschaft betrug im Juli 284 000 t, im Auguft nehmer. Zu diesem traurigen Kapitel schreibt man der Reguliren des Dampfes und der Geschwindigkeit besorgt die 234 600 t und im September 238 000 t. Der Gewinn stellte sich Schwäb. Tagwacht" aus Aalen: Aehnlich wie in Eßlingen Maschiene selbst auf mechanischem Wege. Nur hin und wieder pro Tonne im Juli auf 0,77 M., im August auf 0,81 M. und find auch die Arbeiter der hiesigen fönigl. Reparaturwertstätte an einzelnen Apparaten sieht man einige Arbeiter beschäftigt. im September auf 0,88 M. einige schweifiedelnde Speichellecker ausgenommen über die Die Zuckerrüben werden von den Fuhren oder Eisenbahnwagen Aus der Zeit des wirthschaftlichen Aufschwunges. in letzter Zeit erfolgten Lohnreduktionen höchst unzufrieden. in große gemauerte Bassins geschaufelt, von diesen laufen sie Während die gewöhnlichen Tagelöhner, an deren Hungerlohn selbst in die Rübenwäsche und von der Rübenwäsche bis zum Auf den Werken der vereinigten Königs- und Laurahütte waren wahrscheinlich nichts mehr abzuzwaden ist, diesmal verschont fertigen Produkt dem Zucker wird alle Arbeit durch Ma- im abgelaufenen Geschäftsjahre 12 301 Röpfe oder 963 weniger blieben, mußten die besser bezahlten Dreher, Schlosser u. 1. w. fchienen gethan. Sogar zum Wiegen der Rüben ist eine auto- beschäftigt. An Arbeitslöhnen wurden gezahlt 9 300 272 M. oder 788 526 M. weniger! umsomehr herhalten. Die Leute werden aber bald wieder be- matische Waage aufgestellt; dieselbe ist zugleich Buchhalter, ruhigt sein, hat doch der Herr" Chef" in sprichwörtlich ge- indem sie genau das Quantum Rüben registrirt, welches Im Unter- Elsaß scheint die Ausbeutung der Arbeiter außer wordener Liebenswürdigkeit eine" Methode erfunden, die Un- verarbeitet wird. Den Herren Bachem, Eugen Richter, und zufriedenheit der Arbeiter völlig aus der Welt zu schaffen, wie anderen Fragern nach dem Zukunftsstaat können wie nur gewöhnlich gründlich betrieben zu werden. Nach dem Bericht, aus Nachstehendem zu ersehen ist. Vor einiger Zeit wagten es empfehlen, sich in der Zuckerfabrik Opalenica die großartige den der Gewerbe- Aufsichtsbeamte, Regierungsrath Dr. Wolf, in Tagelöhner, welche das Glück hatten, für 1,80 m. täglich arbeiten zu Maschinentechnik anzusehen: Hier haben sie ein Stück Zukunfts- Straßburg über die Arbeiterverhältnisse im Jahre 1892 erstattete, dürfen, um Erhöhung des Lohnes nachzusuchen und beriefen sich staat. Nun noch etwas über die armen nothleidenden" sind aus den Landorten, namentlich solchen mit größeren Fabritdabei auf ihre Kollegen die Pußer, welche etwas besser be Aktionäre. Die Attien bringen seit 4 Jahren 20 pet. Dividende. betrieben, ganze Arbeiterfamilien ins Ausland gezogen, um ihr zahlt waren. Was geschah? Anstatt den armen Schluckern Voriges Jahr 25 pCt., aber dieses Jahr ist es den armen Aktio- Einkommen zu verbessern. Einzelne Industrielle suchten den einen einen Lohn zu bezahlen, mit dem sie nur halbwegs nären wirklich schlecht gegangen; fie erhielten nur 10 pet. für Mangel an gelernten Arbeitern durch die Einstellung unbeschäf= -nur halbwegs, Herr Chef- menschenwürdig leben tönnten, ihre Mühe und Noth, welche sie bei dem Kouponabschneiden ligter oder ungünstig gelöhnter Arbeiter ähnlicher Industriezweige wurde der Verdienst der Buyer herabgesezt, und die Sache war haben. Das tam aber daher: Von Sanitätspolizeiwegen wurde aus anderen Landes- oder Bezirks theilen zu beseitigen". In der erledigt. Was würden nun die Herren sagen, wenn höheren der Fabrik verboten, ihre Abwässer ferner ungereinigt in die Regel", sagt der Gewerbe- Aufsichtsbeamte, scheiterte der Versuch Orts ein Bittgesuch um Ausbesserung ihres Gehalts auf dieselbe Mogilinca zu laffen, fie mußte Riefelfelder anlegen. Diese an der Unfähigkeit der herangeholten Familien, sich in die uns Lebens- und Arbeitsverhältnisse hineinzufinden. Weise beantwortet würde? Interessant wäre noch, zu Sosten, welche sich auf airfa 100 000 Mart belaufen dürften, gewohnten erfahren, ob das in lezter Zeit eingeführte Sparsystem auch auf wurden dem Dividendenfonds" entnommen, und so fam es denn, Ebenso wenig gelang der Versuch, sächsische Weber in das UnterElfaß zu verpflanzen; beide Theile waren mit den gegenseitigen die höheren Angestellten dieser staatlichen Musteranstalt aus- daß die armen Konponabschneider so beschnitten wurden. daß das Einschreiten des gedehnt wurde? Schwerlich, denn diese Herrschaften müssen Leistungen so wenig zufrieden, doch standesgemäß leben." Gewerbe- Aufsichtsbeamten zur Erledigung der Konflikte an Umsonst besteht nicht heute bereits schon die Mehrheit der gerufen und nothwendig wurde". Sächsische Weber stehen Arbeiter in Staatswerkstätten aus überzeugten Sozialdemokraten. ebensowenig wie andere Weber im Hufe, übertriebene Ansprüche zu machen. Die Schuld wird daher wohl an den Herren FabriWo fände unsere Partei auch einen besseren Nährboden als fanten liegen. Vermuthlich ist ihnen die Weisheit des Sprüch in ihnen? worts: Leben und leben lassen!" noch ein böhmisches Dorf. Wucher auf Münchener Bauten. Die Münchener Post" Auch die Ermittelungen, die über die Beschäftigung jugendlicher schreibt: Welchem Bauarbeiter, speziell den Maurern wie den Arbeiter, d. h. der Arbeiter bis zu 16 Jahren angestellt wurden, werfen auf das Unternehmerthum des Unter- Elsaß ein übles Erd- und Kanalarbeitern, sollte das System vom Schußpfennig Licht. Unter 544 Betrieben, in denen die Aufsichtsbeamten revi= nicht bekannt sein? Welcher hätte nicht schon da und dort einen Polier gehabt, der für ausgeliehenes Geld 50 bis 100 pet. Hörigkeit. Aus Osch as wird geschrieben: Bom Ritter- birten, waren 158, worin zusammen 336 Uebertretungen der Zinsen einsteckt? Wohl wenige. Darum müssen wir immer gute in Hof wollten zwei Dienstknechte den Lorenzlirchener gefeßlichen Schutzvorschriften entdeckt wurden. Ueber den Durchwieder gegen diese Ausbeutung Front machen, es aber Haupt- Markt besuchen, was ihnen jedoch vom Sohne des Defonomie- schnitt aller Industrien hinaus werden jugendliche Arbeiter in der fächlich den Arbeitern ans Herz legen, sich gegen folche Bins raths Patschte verboten wurde. Der eine Knecht verwies auf polygraphischen, der Textil-, der Bekleidungs- und der Metallforderungen auszusprechen, wo irgend möglich das Echußnehmen sein Dienstbuch, in dem ausdrücklich bestimmt sei, daß er zwei Industrie verwendet. In der polygraphischen Industrie überzu unterlassen. Für Nichteingeweihte diene zur Kenntnißnahme, Tage zum Jahrmarkt freibekommen müsse. Für diesen Hinweis steigt die Zahl der männlichen jugendlichen Arbeiter die der der Gang daß der Dinge folgender ist: Der den bekam der Knecht vom jungen Batschte ein paar Ohrfeigen. männlichen Arbeiter über 16 Jahre sogar um 27 Prozent und Bau leitende Polier giebt jeden Tag Schuß, d. h. er zahlt den Die beiden Knechte gingen natürlich, auf ihr gutes Recht beträgt fast die Hälfte aller Arbeiter dieser Industrie. Wie es Leuten, welche fein Geld mehr haben, einen Theil des Lohnes aus, pochend, einen halben Tag zum Markte. Der junge Patschte unter folchen Umständen um die Leistungsfähigkeit der Polygraphie bei der Oschatzer Amtshaupt- des Unter- Elsaß bestellt sein muß, fann sich jeder selbst sagen. was dann am Zahltag wieder in Abzug kommt. Bei den schlechten hatte aber die Uebelthäter voll ihnen Geschäftsverhältnissen nehmen nun viele, ja der große Theil unserer mannschaft angezeigt und diese ließ jedem Strafmandat von fünf Mark wegen Un= Das Kapitel fabrikantlicher Fürsorge für Arbeiter Bauarbeiter jeden Tag Schuß, manchmal je nach dem Lohn 8, eiffertig ein Nun waren wird um einen interessanten Beitrag durch einen Gerichtsbericht 10, 12 und mehr Wart in der Woche. Hiervon zieht der Herr gehormsam zugehen. Das war der erste Att. aus Saarbrücken bringt: Polier nun nicht selten den Schußpfennig ab. Das ist pro Mart aber beide zum Militär ausgehoben, und als sie vor einiger bereichtert, den die Frants. 3tg." 1 oder auch 2 Pf. In verschiedenen Betrieben ist es dem Polier Beit ihre Ordre bekamen, wurden sie sofort entlassen, obwohl jie Vor dem Schöffengericht wurde ein Fall verhandelt, der um der untersagt, den Schußpfennig zu erheben, da der Mann das auf steigenden Lohn gemiethet waren. Die jungen Leute mußten Persönlichkeit des Angeschuldigten willen Interesse erheischt. Der Schußgeld aus den Betriebskaffen jeden Tag erhält, wogegen noch für den Rest ihrer Freiheit andere Arbeit suchen, um ihren fönigliche Baurath Neufang bei der Bergwerksdirektion besigt nicht weit von seiner Villa an der St. Arnualerstraße ein Anandere Geschäfte sich um das bezügliche Treiben des Poliers Lebensunterhalt zu verdienen. nicht fümmern und an diesen auch kein Schußgeld abgeben. In So sieht es etwa mit der Behandlung der Arbeiter auf dem wesen: Gebäulichkeiten, die von 27 Arbeiterfamilien bewohnt folchen Fällen erhebt der Polier das nöthige Geld meist bei Lande aus. Ohrfeigen und Polizeistrafen, fanttionirt durch sind. Jüngst erhielt er wegen gesundheitsschädlicher Anhäufung einem Wirth in der Nähe des Baues, veranlaßt die Arbeiter mittelalterliche Gesinde- Ordnungen, das sind die Annehmlich von Dünger zc. auf diesem Anwesen einen auf 30 M. Lautendort zu verkehren und steckt für dieses Geschäft die Schußpfennige feiten, die dem selbstbewußten Manu unter der Herrschaft des den polizeilichen Strafbefeht. Da er Einspruch erhob, gelangte in die Tasche. Dabei lassen sich die Herren meist zwei Unregel- Junker- und Schnapsbrennerthums erwachsen. Und da wundern die Sache vor das Schöffengericht. Schon im vorigen Jahre mäßigkeiten zu Schulden tommen: 1. den Wucher, 2. den Zwang sich die Agrarier noch, daß ihnen die Arbeitskräfte in hellen hatte die Sanitätskommission dem besagten Anwesen einen Besuch gemacht und in gesundheitlichem Interesse verschiedene auf die Leute, nur im betreffenden Wirthshaus zu verkehren. Da Hausen davon rennen. Maßregein verfügt. Bei ihrer nächsten Besichtigung in diesen letteres Syftem auch an einem hiesigen Kirchenbau schwunghaft betrieben wird, wollen wir vorerst nur warnen, vielleicht daß der Ein Freudeufestspiel und ein Katzenjammer. Der Groß- Jahre fand die Kommission Berschiedenes wieder oder noch in Rurs geändert wird. herzog von Baden hat bekanntlich vor kurzem die Stadt Mann- einem vorschriftswidrigen Zustande vor und die sanitätspolizeiheim besucht und bei der Gelegenheit verschiedene Fabriken in lichen Gutachten sprachen sich dahin aus, daß drei unter den Zur Lage der bayerischen Spiegelglas- Arbeiter. Der dem Zustand in Augenschein genommen, in dem ihre diversen Bewohnern des Anwesens vorgekommenen Typhuserkrankungen Fränt. Tagespost" zufolge hat das Bezirksamt Vohenstrauß an Besizer sie aufgeputzt hatten. Es fah natürlich Alles glänzend möglicher Weise durch Unterbleiben der Beseitigung dieser vorjammtliche Glasindustrielle folgende Fragen gerichtet: Wie viel aus, die Werkstätten waren am Tage oder in der Nacht schriftswidrigen, zum Theil wie es in dem den Lokalblättern Um jedoch ihren Muth etwas aufzufrischen, find ihnen für die laufende Kampagne, von dem Direktor, schon 30 pet. und darüber in Aussicht gestellt; die Rüben liefern nämlich dieses Jahr eine Ausbeute an Zucker wie lange nicht. Der Direktor hat ein GinDie kommen an Gehalt und Tantièmen von zirka 75 000 m. Arbeiter erhalten pro Schicht von 6-6 1,30 M.. Während Schreiber dieses die Fabrik besichtigte, wurde gerade einem Arbeiter ein Finger abgequetscht; dieses Risiko ist in den 1,30 M. mit inbegriffen. Und wir leben doch in der besten der Welten. Versammlungen. V gugegangenen Bericht heißt- antidiluvianischen Zuständen her- 1 berg für das Jahr 1892" enthaltenen Uebersicht durch Urtheil p Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält vorgerufen sind. Nach dieser Sachlage fonnte das Gericht nicht 408, durch Vergleich 711, durch Rücknahme und auf andere niffe der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und umbin, den polizeilichen Strafbefehl als wohlbegründet anzu- Weise 293 erledigt. 68 blieben unerledigt. Gegenstände der Umgegend hielt am 31. Oktober eine Versammlung ab, in erkennen und die Verwirkung einer Geldstrafe gegen den für Klage der Arbeiter waren am häufigsten rückständiger Lohn, der die Lage des Fensterstreits erörtert wurde. Der Vorftzende diese Zustände verantwortlichen Baurath auszusprechen. Feststellung der Rechtswidrigkeit der Entlassung zum Zwecke theilte mit, daß in der ersten Woche 4118,80 M., in der zweiten nachfolgender Entschädigungsklage, Entschädigung wegen rechts- Woche( für 118 Streifende) fast 2000 M. Unterstützung gezahlt Kapitalistische Entbehrungslöhne. Sächsische Maschinen- widriger Entlassung. Ertheilung des Arbeitszeugnisses und Aus- sind. Obwohl nun am legten Montage eine ganze Anzahl Kolabrit in Chemnih. Dividende: 9 pCt.-Berliner Weißbier- händigung von Papieren; bei den Klagen der Arbeitgeber war legen in Arbeit getreten, sei doch eine Abnahme des Streits nicht brauerei- Aktiengesellschaft, vormals Geride: 6%, pet, Span häufigster Klagegegenstand Entschädigung wegen rechtswidrigen au merken; denn 114 Streifende find diese Woche gemeldet. Der bauerberg- Brauerei( vormals G. Bechmann): 7 pet. Vereins- Austritts aus der Arbeit. Beschluß, daß die arbeitenden Kollegen fünf Prozent ihres Lohns brauerei Riydorf: 71/2 bezw. 51/2 pet. Brauerei zum Waldabführen sollten, werde nicht allgemein befolgt; es feien erst schlößchen, Attiengesellschaft in Dessau: 12 pet.- Schultheiß- Fabrikantenhochmuth in der freien Schweiz. Was die 900 M. eingegangen. Dadurch ergebe sich eine schlimme Lage, Brauerei: 15 pet.- Unions- Brauerei in Dortmund: 18 pet. übermüthigen Unternehmer sich ihren Arbeitern gegenüber alles zumal auch der Kredit bei andern Gewerkschaften in diesem Weißbierbrauerei Landré( Berlin) 8/2 pбt. Attien erlauben, zeigt nachstehende Mittheilung des Basler, Vorwärts": Jahre nicht ergiebig sei. Auch der Beschluß, während des Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vormals Pazenhofer: 16 pet. Mehrere Fabrikherren, denen es jedenfalls unangenehm war, Streits nicht Umschau zu halten und von vorhandener Arbeit Viktoria- Brauerei( Berlin): 6 pet.- Hannoversche Zement- daß durch die Arbeitslosen- Enquete der schlechte Geschäftsgang dem Arbeitsnachweis Mittheilung zu machen, damit möglichst viel fabrik: 7 pet.- Berliner Aktiengesellschaft für Eisengießerei in ihrer Fabrik an die Oeffentlichkeit fam, fühlten sich veranlaßt, Streifende untergebracht werden, sei schlecht gehalten worden. und Maschinenfabrik: 14 pet. Berliner Elektrizitätswerte: ihren beschäftigungslosen Arbeitern folgenden Utas zukommen zu In der Diskussion nannten mehrere Redner arbeitende Kollegen, 8/2 pCt. Bismarckhütte: 8 pet.- Bergisch- Märkischer Berg- lassen: Entweder ihr streicht euch aus den Arbeitslosenlisten, die sich geweigert haben, die Prozente abzuliefern. Walther werksverein: 162/3 pCt.- Berlin- Anhalter Maschinenfabrik: die der von der Regierung eingefesten Unterstützungskommission Böhm hat es fogar fertig bekommen, in der ersten Woche am 7 pet. Brauerei Königstadt( Berlin): 5 pet. Staßfurter vorliegen, oder ihr seid sofort für immer aus der Arbeit ent- Mittwoch Vormittag sich die Streittarte abstempeln zu lassen chemische Fabrik vormals Vorster und Grüneberg: 9 pEt.-lassen! Mit anderen Worten: Ihr seid verpflichtet, für das und am Nachmittag und den nächsten Tagen zu arbeiten; Beißer Eisengießerei: 20 pCt.-- Görlitzer Aktiengesellschaft für gute Renommé der Fabrik, die euch beschäftigen sollte-gleichwohl hat dieser Mann an dem Sonnabend die Streit Fabrikation von Eisenbahnmaterial: 9 pät.- Aachener Hütten zu verhungern!!! Fürwahr, der grausamste römische Stlaven- unterstüßung in Empfang genommen. Kollege Hoffmann erzählte Aftienverein: 20 pCt. halter war im Vergleich mit dieser Menschensorte ein wahrer hierbei, daß der Töpfer Keckermann in den beiden vorigen Jahren Vater seiner Untergebenen! zweimal die Organisation hintergangen und geschädigt habe. Aus der Stadt der Millionäre. Am Montag Vormittag Ein Antrag, hinfort 10 pCt. abzuliefern, fand nicht die Billigung fanden zu gleicher Zeit vier Versammlungen von der Versammlung. Unter Gewerkschaftlichem gelangte zunächst Arbeitslosen in verschiedenen Gegenden Hamburgs statt. die Arbeitsniederlegung der Kollegen bei Jäni de in Rathenow Als Referenten waren berufen die Genossen: Pfannkuch, zur Besprechung. Kollege Hagen, der drüben gewesen ist, führte oon Elm, Stromberg und Staningt. Es war dieses aus, daß die dortigen Kollegen schon bisher nicht mehr als 13 bis Mal besonders aufmerksam gemacht worden, daß sich in Arbeit 15 Mark die Woche verdienten; gleichwohl muthe ihnen jetzt Stehende an diesen Versammlungen nicht betheiligen sollten und ist dieser Wunsch, so viel zu übersehen, auch wohl durchgeführt Für den 20. Kommunal- Wahlbezirk fand am Dienstag, noch die Firma einen zehnprozentigen Abzug zu. Deshalb haben worden. Der Zahl nach waren versammelt in der innern Stadt den 31. Oktober, eine öffentliche Versammlung statt. Anstelle des die Kollegen einmüthig die Arbeit niedergelegt. Auch auf dem bei Tübtge" zirka 1500, bei„ Saubert", Rothenburgsort, 300, Stadtverordneten Fritz Bubeil hielt Genoffe 28 agner einen mit Spandauer Bau der Firma sind die Kollegen bereit, die Arbeit im Englischen Tivoli" 800 und im„ Viktoriagarten" in lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Die bevor- ruhen zu lassen, wenn die Berliner die Sperre über die Firma Barmbeck 578 Arbeitslose, das macht zusammen 3178 Per stehenden Stadtverordneten Wahlen". An den verschiedensten verhängen. Dies Lettere beschloß die Versammlung. Auch über sonen. Mit dieser Zahl ist freilich die wirkliche Zahl Vorkommnissen in der Kommunalverwaltung bewies Redner die die Firma Karl Koch, die zwei Bauten hat, einen in Charlottender Arbeitslosen in Hamburg lange nicht erreicht, dringende Nothwendigkeit des Eindringens unserer Genossen in burg in der Krummenstraße und einen in der Kirschen- Allee 12, fann diefelben gewiß mindestens auf das Dreifache schätzen. Die Kommunalverwaltung; unter anderem das Submissionswesen wird die Sperre verhängt, weil sie bedeutend unter dem Tarif Viele Arbeitslose fagen sich, die Verfammlungen nützen uns doch beleuchtend. Als einen speziellen Fall tritifirt er die Ver- bezahlt. Es haben dort auch bereits sämmtliche Kollegen bis auf nichts; viele denken, wenn die anderen sich versammeln, finde gebung der Anschlagssäulen. Anfänglich bezahlten Nauck Wiedner und Kuhn die Arbeit niedergelegt. Nach Mittheilung und Hartmann 50 000 Mark Pacht. Nach Ablauf des einiger weiterer Mißstände wurde die Versammlung geschlossen. ich vielleicht um so eher einen freien Platz, und sie versäumen auch da nicht, sich, wenn auch wieder vergeblich, an die Arbeits- Kontraktes erboten sie sich zu 100 000 m. Laut Antrag unserer Eine öffentliche Versammlung von Mitgliedern stellen zu begeben, wo sie bisher gehofft haben, Beschäftigung zu fahren überhaupt nicht abgeschafft ist, auch hier das Submissions: Schneiderinnen tagte am 30. Ottober in den Gratweil'schen Vertreter im" Rothen Hause" wurde, so lange ein solches Verder Orts Krantentasse der Schneider und finden. So machen die Arbeitslosen- Bersammlungen als Demonstration durch die Zahl der Anwesenden immer nicht den Verfahren verlangt. Daraufhin haben Naud u. Hartmann auf Eindruck, welchen man von ihnen erwartete. Dennoch aber rebet ein Gebot von 255 000 m. den Zuschlag erhalten. Des weiteren Bierhallen. Auf der Tagesordnung stand: Die Mißstände in die Zahl von mehr als 3000 Arbeitslosen, welche sich Morgens geißelt Redner die Zustände in den Krankenhäusern und die Art der Ortskaffe und wie ist denselben abzuhelfen?" Referent war versammeln, um ihren Klagen Ausdruck zu geben, von der trau- der Verpflegung in denselben, die Schulverhältnisse, den Pacht- Schneider Mähr. Nach einigen einleitenden Worten über das rigen Lage in den Arbeiterfreisen der Millionärstadt Hamburg vertrag mit dem Wirth des Rathhaustellers, und behauptet, daß Krankenkassenwesen kam derselbe auf die freie Arztwahl zu [ prechen. Er hob die bekannten Gründe, die für dieselbe beredt genug! In den Versammlungen wurde folgende Re- angesichts aller angeführten Fälle die Vertreter der Arbeiter sprechen, hervor, und machte dem Vorstand der Schneiderkaffe zum einen genauen Einblick in die solution angenommen: " Die heute im in Hamburg tagende haben müssen, deshalb mit aller Macht eine Agitation Vorwurf, daß er sich gegen ihre Einführung fträube. von...... Personen besuchte Versammlung der Arbeitslosen dahin zu entfalten sei, daß in diesem Bezirk der Genosse 3wang, zu einem bestimmten Arzt gehen zu müssen, habe viele Personen besuchte Versammlung der Arbeitslosen Tolksdorf am 18. November aus der Wahlurne als Sieger her: Mitglieder, hauptsächlich weibliche, bazu gebracht, sich troß ihrer vorgehe. Zu einer Ansprache nimmt sodann der Genosse Opfer für die Kasse von feinem Staffenarzt behandeln zu laffen. Die jetzt schon seit Jahren in Deutschland währende Krisis hat ihre Ursache in der jetzigen planlosen kapitalistischen Pro- Tolksdorf das Wort, verspricht das in ihn gesetzte Vertrauen Sie doktorirten selbst an sich herum oder gingen für ihr Geld zu duktionsweise; nur durch Beseitigung derselben und Einführung an rechtfertigen durch Vertreten der gestellten Anträge und För- irgend einem Arzte ihres Vertrauens. Vom Kassenarzt würden einer gesellschaftlich geregelten Produttion, bei welcher die Pro- derung der Arbeiterinteressen nach allen Richtungen hin. Genosse sie schablonenmäßig abgefertigt, das nehme ihnen ihr Vertrauen duktionsmittel sich nicht mehr in Händen einer kleinen Zahl pelt wendet sich gegen das Fortbestehen der Miethssteuer. zu einem solchen. Den Aerzten könne ja schließlich kein Vorwurf Begüterter befinden, sondern Gesammteigenthum der Gesellschaft zum Schlusse fordert der Vorsitzende Sch weiter auf, die über gemacht werden, das Mißliche liege am System. Ein frei geerhalte die Kundschaft nicht zu sind, werden Krisen, Arbeitslosigkeit und Rothstand verschwinden. Tage in demselben Lokal stattfindende Kommunal- Wählerver- wählter Kaffenarzt Als Mittel, die schlimmsten Wirkungen des jetzigen Systems fammlung recht zahlreich zu besuchen, sowie zur rege Bethei- geschoben, er müsse sie sich durch den Beweis seiner Tüchtigkeit abzuschwächen, betrachtet die Versammlung die gefeßliche Ein- ligung an der Verbreitung der Flugblätter, die nächsten Sonntag erwerben. Was die zu verschreibenden Medikamente betrifft, so nehme der Zwangsarzt Rücksicht auf die Wünsche der Kaffenführung eines Marimal- Arbeitstages von acht Stunden und die stattfindet. verwaltung. Hauptsächlich die Verwaltung der Schneiderfasse Erhöhung der überaus niedrigen Löhne der Mehrzahl der Arbeiter Für den ersten, dritten und vierten Kommunal- zeichne sich dadurch aus, daß sie den Aerzten ihr freies BeDeutschlands. Wahlbezirk fand am 30. Oftober bei Röllig eine Kommunal- stimmungsrecht nehme. Da heiße es, das sei zu theuer und In Erwägung, daß die von der deutschen Reichsregierung wähler- Versammlung statt. Genosse August Täterow hielt jenes fei zu theuer. Was solle man dazu sagen, daß, wenn ein zur Bestreitung der Kosten der gegen das Boltsinteresse durch einen mit Aufmerksamkeit verfolgten und lebhaften Zustimmungs- Professor einem Patienten Moorbäder verschreibt, der Aſſiſtent gesetzten Vermehrung des Militärs vorgeschlagenen neuen Steuern bezeugungen begleiteten Vortrag über:„ Die Bourgeoisiemehrheit dazwischen ruft:" Aber, Herr Professor, das ist ja die Schneidervornehmlich die Tabakfabrikatsteuer bewirken werden, daß im rothen Hause und weshalb betheiligen wir uns an den tasse, die will ja nichts bezahlen." Von einer zuträgdie vorhandene große Reservearmee Arbeitsloser abermals um Kommunalwahlen?" Eingehend tritifirte Redner das Drei- lichen Behandlung der vielen Lungenkranken und der 40-50 000 Mann vermehrt werden wird, proteſtirt die Ver- tlassen- Wahlsystem und erläuterte die gestellten Anträge und großen Zahl der bleichsüchtigen und blutarmen Mädchen sammlung gegen die Einführung jeglicher neuer indirekter Steuer feinen Standpunkt zu denselben. Stürmischer Beifall folgte und Frauen sei in der Kasse keine Rede. Luftkurorte wie und fordert vom deutschen Reichstag energisch die Ablehnung dem Referat. Troß Aufforderung meldeten Gegner fich Blankenburg und Malchow würden von der Kaffe nicht mehr derartiger Steuerprojekte. erklärt: man Kommunal Verwaltung 9 Der nicht zum Wort. Frau Greifenberg erklärte sich benutt, obgleich gerade dort mit den genannten Kranten große In anbetracht der besonders in Hamburg wieder zu einer mit dem Referenten einverstanden und fordert, daß zu den Erfolge erzielt würden. Milch, die das allerbeste Heilmittel für folch erschreckenden Höhe angewachsenen Noth und angesichts Kommunalwahl- Bersammlungen die Frauen eingeladen werden, Blutarme 2c. sei, werde nicht verschrieben auf Anordnung der der schauerlichen Eventualität, bei ciner stetig wachsenden ferner wünscht Rednerin die Errichtung von Bedürfnißanstalten Kassenverwaltung, weil sie ein Nahrungsmittel wäre. Für Anzahl von Hamburger Einwohnern infolge von Arbeitslosigkeit für Frauen, die jederzeit unentgeltlich zur Verfügung stehen. Stärkungsmittel, die oft der besten Medizin vorzuziehen sind, am Stichtage ihre Miethe nicht zahlen zu können, spricht die Genosse Greifenberg tadelt die mangelhaften unzureichenden gebe die Kasse nach dem vorliegenden Verwaltungsbericht am heutige Bersammlung ihre Empörung aus über die Heraus- Räume beim Gewerbegericht. Nachdem der Referent im Schluß wenigsten aus. Mit der Einführung der freien Arztwahl ist zutehrung der trasfesten Interessenwirthschaft der Grundeigen wort besonders betont, daß die von Frau Greifenberg gestellte nächst eine Mehrausgabe verknüpft, wie aber das Beispiel der thümer- Klique in der Hamburger Bürgerschaft, gegenüber dem Forderung durchaus berechtigt, und in dieser Angelegenheit Neuen Maschinenbauerkasse lehre, gingen diese Mehrausgaben Antrage des Hamburger Senats auf Abschaffung des Retentions- Slemedur geschaffen werden müsse, fordert der Vorsitzende, von Quartal zu Quartal herab. Die Maurerkaffe habe sogar rechtes und weist mit Entrüftung die von einem sogenannten Genosse Halfter auf, unermüdlich dahin zu agitiren, daß am teine Mehrausgabe, sondern im Gegentheil eine Minderausgabe freisinnigen" Mitgliede in der Hamburger Bürgerschaft der 13. November, dem Tage der Wahl, Genosse August Täterow als jetzt zu verzeichnen. An der„ Medizinischen Reform" entHamburger Bevölkerung ins Gesicht geschleuderte Beleidigung Sieger aus der Urne hervorgehe. nommenen Zahlen sucht Redner nachzuweisen, daß, wenn sich die zurück, daß, wenn jenes grausame Ausplünderungs- Gesetz aufDrtskaffen bei freier Arztwahl zentralisiren würden, eine Ver gehoben würde, die Hamburger Arbeiter das für die Miethe Eine Kommunalwähler- Versammlung für den 22. und minderung der Ausgaben eintrete. zurückzulegende Geld in die Tanzsalons tragen würden. 23. Wahlbezirk fand am 31. Oktober statt, in welcher die Kandi- Als einen Uebelstand kritisirt Redner die dreitägige Karrenz Die Versammlung tann ferner nicht umhin, ihre Verwunderung daten der Bezirke, die Genossen Dupont und Wilte Anzeit, deren Beseitigung er für das Allernothwendigste hält. Bu darüber auszusprechen, daß iroß der im März d. J. der statistischen sprachen hielten. Dupont betonte, daß im rothen Hause nicht rügen sei noch die Behandlung, der die Mitglieder auf dem Kommission des Hamburger Gewerkschaftskartells vom Ham- das Programm der Sozialdemokraten voll und ganz zum Aus- Bureau ausgesetzt feien. Die Beamten scheinen anzunehmen, die burger Senat so selbstbewußt abgegebenen Erklärung, sich die Ent- druck gebracht, daß dort nicht die soziale Frage gelöst werden Mitglieder sind ihretwillen und nicht sie um der Mitglieder scheidung hinsichtlich der Frage, welche staatlichen Maßregeln zur könne. Trozdem halte er die Betheiligung der Sozialdemokratie willen da. Daß in den angeregten Fragen nicht Bekämpfung von Nothständen als dienlich und möglich anzusehen an den Wahlen zur Stadtverordneten- Bersammlung für noth- längst Abhilfe geschaffen fei, liege an den seien, selbst vorzubehalten dennoch bisher nicht das Geringste wendig, aus den Gründen, welche bei den Kommunalwahlen der Mitgliedern selber, vornehmlich an den weib zur Verminderung der Arbeitslosigkeit geschehen ist. lezten Jahre von der Partei vertreten würden. Es sei vieles in der Lichen. Die immer zwischen Weihnachten und Neujahr stattAls Maßregeln zur Linderung des Nothstandes fordern die Kommune zu bessern und zu reformiren, wozu die freisinnige Mehr findenden allgemeinen Mitgliederversammlungen, in denen die Hamburger Arbeitslosen wiederholt: heit der Stadtvertretung gedrängt werden müsse; darum wäre es Delegirten zur maßgebenden Generalversammlung gewählt. wür1. Die schleunige Jnangriffnahme der in Hamburg projektirten geboten, auf eine Bermehrung der sozialdemokratischen Hechte in den, sind so miserabel besucht, daß die gesetzliche Zahl der Dele Staatsarbeiten in Regie; jenem Karpfenteiche hinzuwirken. Als durch die sozialdemo- girten nicht gewählt werden könne und der Vorstand in die Lage 2. Die Beseitigung der die industriellen Arbeiter schädigenden fratischen Stadtverordneten zu vertretende Forderungen nennt versetzt werde, die fehlenden zu ernennen. Die Kasse zähle beinahe Zuchthausarbeit in den Hamburger Staatsgefängnissen; Redner die der Vergebung städtischer Arbeiten an die Gewerk- 20 000 weibliche und nur etwa 4000 männliche Mitglieder. 3. Festsetzung eines Marimal- Arbeitstages von acht Stunden schaften bezw. direkt an Arbeiter in Regie, der Beseitigung der Obgleich das weibliche Element so überwiege, size feine einzige und Lohnfäßen, wie sie von den verschiedenen Hamburger Mißstände in städtischen Krankenhäusern, der Abschaffung der weibliche Person in der Generalversammlung, eine Folge der bei Gewerkschaften anerkannt und in der Praxis erreicht sind Miethssteuer u. s. w. Mindestens habe die Stadt, meint Redner, der Mehrheit der Frauen vorhandenen Gleichgiltigkeit. für alle in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter; die Pflicht, ihre Arbeiten unter der Bedingung an Privat liche und männliche Mitglieder müßten so zahlreich in der 4. Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises zur leichteren unternehmer zu vergeben, daß diese ihre Arbeiter gemäß zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindenden MitgliederVermittlung der Arbeit. Die Einrichtungs- und Ber- den Forderungen der Gewerkschaften bezahlen und die versammlung erscheinen, daß es gelingt, eine Generalversammlung waltungskosten sind von der Staatstaffe zu tragen, wäh- felben nicht in zu langer täglicher Frohnde ausnüßen. zu stande zu bringen, wie sie sich gehöre.( Lebhafter Beifall.) rend Verwaltung und Kontrolle dieser Arbeiterbörse aus- Redner fordert zum Schluß die Versammelten auf, bis zum Mathis, Vorsitzender der Ortskasse, erhält als erster schließlich in den Händen der Arbeiter zu liegen hat; 13. November noch eine rührige Agitation unter den Gleich- Redner das Wort: Nach Einführung der freien Arztwahl würde 5. Direkte und ausreichende Unterstützung der Arbeitslosen giltigen für die Wahl der sozialdemokratischen Kandidaten zu die Kasse jährlich 36 000 m. mehr verausgaben wie jetzt; jetzt zahle aus Staatsmitteln- feine Armenunterstüßung, durch welche entfalten. Hierauf sprach Genosse Wilte, welcher die Aus- fie pro Mitglied 1,50 m., dann würde sie 3 M. Honorar zahlen führungen des Vorredners ergänzte und sich hauptsächlich gegen müssen. Den Vorwurf weise er zurück, daß Vorstand und Verden Arbeitern ihr Wahlrecht verkümmert wird. Endlich giebt aber die Versammlung angesichts der That die Förderung und Unterstützung des Bauspekulantenthums durch waltung, die im übrigen zu trennen seien, nur immer darauf fachen ihrer von Tag zu Tag wachsenden Ueberzeugung Aus- die Stadt wandte. Als erstrebenswerth hielt er, wie Dupont, bedacht wären, den Reservefonds schnell zusammen zu bringen das Wohl der franken Mitglieder nicht berücksich druck, daß die einzig wirksame Hilfe den Arbeitern nur durch unter anderem die Regelung des Arbeitsnachweiswesens durch und Genosse Richter bewies mit Anführung eines tigten. Von dem für den Reservefonds schon vorhandenen eigene Bethätigung werden fann. Organisation in politischer vornehmlich auch in gewerkschaftlicher Beziehung sind die Mittel, Erlebnisses feiner Frau, wie angebracht die Errichtung eines gewefenen Gelde habe man in den letzten 8 Jahren 100 000 Mt. Seiner Frau habe zugesetzt. Es sei schwer, von den Arbeitgebern und Geberinnen durch welche der Arbeiter der herrschenden Gesellschaft abringen Findelhauses auf städtische Kosten ist. auf offener Straße ein ihr unbekanntes Mädchen ein die Beiträge einzufassiren; die Kasse habe Mitglieder, die um muß, was dieselbe kurzsichtiger Weise trotz der vorhandenen Noth noch sehr junges Kind als Geschenk angeboten und als 1,25 M. manifestiren. In einem Monat allein hätten 3900 M. freiwillig zu gewähren sich weigert." es auf das Waisenhaus verwiesen wurde, geantwortet, exekutiv eingetrieben werden müssen und bei 39 der in Betracht Thätigkeit der württembergischen Gewerbegerichte im da sei sie schon gewesen, aber mit den Worten abgewiesen worden, kommenden Arbeitgeber sei die Exekution fruchtlos ausgefallen. Jahre 1892. Im Königreich Württemberg bestanden am fie müsse für ihr Kind selbst sorgen. Genosse enfe besprach Die Kaffe habe 30 Bezirts und 12 Spezialärzte, alles tüchtige Schlusse des Jahres 1892 neun Gewerbegerichte und zwar zu hierauf die Anträge, welche von der sozialdemokratischen Fraktion Leute. Diefelben sind angewiesen, nach bestem Wissen und GeStuttgart, Cannstatt, Eßlingen, Heidenheim, Biberach, Göppingen, in der Stadtverordneten- Versammlung gestellt wurden, und be- wissen die Kranken zu behandeln, und ist ihnen durchaus nicht Stavensburg, Ulm und Geislingen( letzteres erst seit 1. De leuchtete das Verhalten der Gegner zu denselben. Nach Be- vorgeschrieben, wie weit sie bei den Rezepten gehen dürften. zember 1892). Bei diesen wurden 1480 Klagen anhängig gemacht antwortung einer Anregung des Genossen Wengel durch Hente Der Referent irre sich darin. Blankenburg und Malchow könnten und zwar 160 von Arbeitgebern und 1320 von Arbeitnehmern. wurde eine Resolution angenommen, in der sich die Versammlung von der Kasse nicht mehr in Anspruch genommen werden, weil Hierbei sind die erhobenen Widerklagen nicht eingerechnet. Von der mit den Ausführungen der Referenten einverstanden erklärte und sie sich vom Gewerks- Krankenverein losgesagt habe, um sich Gesammtzahl der erhobenen Klagen wurden nach einer in dem sich verpflichtete, für die sozialdemokratischen Kandidaten tüchtig nicht vom Stadtfyndikus Eberty beherrschen zu lassen. Jene Anstalten feien allerdings sehr gut. Wenn in die General" Jahresbericht der Handels- und Gewerbekammern in Württem ju agitiren. die Stadt. Weib dem elenden und versammlung auch Damen geschickt würden, sei es dem Vorstandes Falle herabgedrückt zu gebeugten! Der Preis, 75 Pf., tft so niedrig geftellt, wie der feines dem man nur fehr lieb. Beschwerden über die Rassenbeamten oder Aerzte nehme Arbeitsstlaven, in die Stlaventugenden anderen Jugend- Bilderbuches; eine bessere Weihnachtsgabe fann er, Redner, gern entgegen, schriftliche und auch mündliche. der Demuth und des Gehorsams zu idealistren sucht. Die edleren fein Vater seinen Kindern liefern. Der Verleger sagt in feiner Seine Wohnung fei: An der Jerusalemer Kirche 3.- Dr. Reiche: Tugenden werden nur versinnbildlicht durch Gestalten der ge- Ankündigung des Büchleins: Ob der Verfuch als ein gelungener Für die Allgemeinheit der Kassenärzte zu sprechen, bin ich nicht bildeten und besitzenden Kreise". Wie vornehm und herablaffend zu bezeichnen ist, darüber haben die Parteigenoffen zu entscheiden. befugt. Was aber die Mittheilungen des Referenten über die zeigt sich da schon die feine höhere Tochter" als fleines Fällt die Entscheidung günstig aus, so wird in gemessenen billigen Rezepte betrifft, so sind diese wohl irrthümlich. Ich ent- Mädchen gegenüber dem bescheidenen Proletarierkindchen. Wie Zwischenräumen, etwa alle Jahr, ein weiteres Büchlein erfinne mich feines Rezeptes, das 20 Pfg. toftet. Betomme jemand anders in dem Dietz'schen Bilderbuche! Da finden wir den Arscheinen." Wir glauben es getrost aussprechen zu können, daß gegen ein vorübergehendes Halsleiden Alaun verschrieben, würden beiter und dessen Familie auch in der Menschenwürde dargestellt, der Versuch ein über Erwarten gelungener ist und begrüßen mit allerdings nicht mehr wie 30 Pfg. dafür auszugeben sein. Ein die ihm das Bewußtsein, Träger der höchsten Kulturaufgabe zu Freuden das Versprechen des Herausgebers auf weitere solche Paragraph in unserem Kontraft lautet: In der Wahl der sein, verleiht. Den Proletarier trägt hier das Gepräge des Jugendgaben. Mittel sind die Aerzte unbeschränkt. Wir haben keine Ver- Menschenthums. Und dabei ist der Fehler vermieden, die Tendenz pflichtung, davon abzugehen, und wir verschreiben, was wir für in plumper Aufdringlichkeit hervorzuheben; sie giebt sich einfach Was ist Krankheit? Geldsack und Gerechtigkeit. Voltzrichtig halten." und wahr. Den Bildern entspricht auch der reiche und mannig schriften von Ferd. Heigl. Bamberg. Verlag der Handelsbruckerei. Preis 20 fg. faltige Text. Wir enthalten uns der näheren Besprechung desselben, denn wir sind überzeugt, daß keiner unter unsern Lesern, der sich für Jugendliteratur interessirt, ermangeln wird, sich das Büchlein selbst zu verschaffen und sich an seinem Inhalte zu er= freuen und diese Freude seinen Kindern mitzutheilen. -O Frau Reimann: Sie habe gegen ein unheilbares Mervenleiden, dessen Aeußerungen periodisch wiederkehren, mehrere Male eine Eisentinktur verschrieben erhalten, die ihr gut that. Als ihr Leiden wiederkam, habe sie die Tinktur verschrieben gewünscht. Da sei ihr vom Arzt gesagt worden, das dürfe er nicht, in einer Konferenz mit dem Borstande sei das festgestellt worden; eine Frau soll in einer Woche drei Flaschen à 2 m. verbraucht haben. Dem müsse ste, Rednerin, entgegenhalten, daß sie immer die ganze Woche mit einer gereicht habe. Rednerin führt weiter an, eine Frau sei vom Kaffenarzt als arbeitsfähig geschrieben worden, ein Professor, den dieselbe darauf konsultirte, habe sie für noch so schwach erklärt, daß sie einer fünfwöchentlichen Ruhe bedürfe. Sie sollte vor allem die Nähmaschine nicht benußen, da diese ein Mordinstrument für schwächliche Frauen sei. Zimm gab hierauf eine eingehende Darlegung über die Ursachen der Strankheit, die mit unseren sozialen Verhältnissen eng verknüpft find. In bezug der angeblich großen Zahl weiblicher Kranken, die der Kasse gegenüber arbeitsunfähig sind, thatsächlich aber arbeiten, bemerkt Redner, daß er es denen, die oft kaum 6 M. die Woche verdienten, vom rein menschlichen Standpunkt aus nicht übel nehmen könne, wenn sie die 4,50 M. Kassengeld noch ,, mit nähmen". Ein soziales Uebel sei das fich Sa zeige. Nach Timm sprachen noch Hoffmann, Jung, Steger, Maaßmann, Frau Schwarz und Der Referent. Maaßmann führte aus, niemand im Vorstand bekämpfe prinzipiell die freie Arztwahl niemand sei persönlich gegen die Abschaffung der Karrenzzeit; die Verhältnisse ließen beides nicht zu. Die Kaffe werde durch die weiblichen Mitglieder schwer belastet, das sei aber nicht daran schuld. Die Schuld liege wo anders; unsere Aerzte sprechen es ja offen aus, daß die weib-= lichen Mitglieder der Ortstasse weniger trant seien, als verhungert. Die Simulation bestehe thatsächlich; täglich finden die Kontrolleure arbeitsunfähig geschriebene Mädchen und Frauen arbeitend an der Nähmaschine vor. es. Die Kaffe brauche gefeßlich einen Reservefonds von 366 000 m. und 47 000 m. seien nur vorhanden. Folgende Resolution gelangte hierauf zur Annahme:" Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verpflichtet sich, energisch gegen die Mißstände in der Kasse durch starke Betheiligung an den Delegirtenwahlen vorzugehen. zu Die Tapezirer beschäftigten sich am 30. Oftober in öffentlicher Versammlung mit der Frage: Wie stellen sich die Tapezirer Berlins bei eventuellen Arbeitsniederlegungen in ihrem Gewerbe? Friedmeier plädirte für Einführung des WerkstattVertrauensmänner- Systems, wie es sich bei den Buchdruckern wiederholt bewährt habe, damit die Agitationskommission in stetiger Verbindung mit den Werkstätten bleibt und in kürzester Zeit von allen Differenzen unterrichtet werden kann. Außerdem ersuchte er, bei vorkommenden Arbeitsniederlegungen der Agitationstommission in der Regelung der Unterstützung freie Hand zu lassen. Als Minimal- Unterstützung sollen für Ledige pro Woche 10 Mark, für Verheirathete 15 Mart zur Auszahlung gelangen. Veranlassung diesen Anträgen der Agltationstommission haben Die letzten Vorfälle in der Möbelfabrik von Pfaff, 3eughofstraße 3, gegeben, 100 mehrere Kollegen gemaßregelt wurden, ohne daß die Kommission rechtzeitig Kenntniß erhielt, um wirksam eingreifen zu können. Auch ersuchte die Kommission um die Ermächtigung, bei Streifs anderer Gewerkschaften denselben Unterstützung bis zur Höhe von 30 M. überweisen zu dürfen. Eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution fand einstimmige Annahme. Ein Antrag: Den streifenden Lithographen 50 M. zu bewilligen, wurde abgelehnt. Pönike verlas hierauf die Abrechnung der Agitationstommission. In der Zeit vom 13. Juli bis 30. Oktober d. J. betrugen die Einnahmen 108,66 M., die Ausgaben 187,50 M. und verblieb mit den Außenständen und den Geldern auf der Sparkasse ein Bestand von 1241,85 M. Wachsen und Menzel sollen diese Abrechnung prüfen und in der nächsten Verfammlung darüber berichten. Eine längere Debatte verursachte die von Feder in Anregung gebrachte Verschmelzung beider Organisationen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Sander erstattete Bericht über die Thätigkeit der ArbeitsvermittelungsKommission. In der Zeit von Anfang März bis Ende August dieses Jahres waren 975 Kollegen eingeschrieben. Dffene Stellen waren 371 gemeldet, 50 mehr als in derselben Zeit des Vorjahres, von denen aber 53 nicht besetzt wurden. Ein Antrag, einen besoldeten Arbeitsvermittler zu wählen, wurde mit Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die Bureaufrage soll als erfter Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung gestellt werden. Der Frauen und Mädchen Bildungs- Verein des arbeitenden Volkes( Filiale Gesundbrunnen), hielt am 25. Oktober, Abends, eine Versammlung ab. Ref. Herr Dr. WeŋI sprach über Heirath und Ehe", ausführend, daß die Ehe nach Eintritt der Geschlechtsreife für jeden Menschen wünschenswerth, ja sogar nothwendig sei. Heirath mit erblich Belafteten sei zu widerrathen, solche zwischen Nahverwandten immer von Uebel. Unsere heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse gestatten den Wenigsten die Eheschließung in so jungen Jahren, wie es vom hygienischen Standpunkte aus verlangt werden müsse, beförderten so die Ehelosigkeit, die ihrerseits wieder eine Krankheit des Volkskörpers darstelle. Diskussion fand nicht statt. Dann wurde zur Wahl einer Schriftführerin geschritten; als solche wurde Fräulein J. Löwenherz gewählt. Während emer Pause erfolgte die Aufnahme mehrerer neuer Mitglieder. Der Verein feiert am 18. November in Nieft's Festsälen, Weberstraße, sein erstes Stiftungsfest. Literarisches. Bilderbuch für große und kleine Kinder. Illustrirt von H. G. Jentsch, D. G. Lau und D. Marcus. Herausgegeben und verlegt von J. H. W. Diet in Stuttgart. In derselben Zeit, als im Parteitage der Klage über die mangelnde Jugendliteratur erhoben wurde, war bereits ein bedeutungsvoller Schritt zur Abhilfe gethan. Eine prachtvolle Gabe hat unser Genosse Diez unserer Jugend dargebracht in dem soeben erschienenen Bilderbuche. Dieser Erstlingsversuch tritt nicht stümperhaft auf; er kann sich in der Ausstattung und Ausführung dem Besten in der Jugendliteratur der bürgerlichen Kreise zur Seite stellen. Und dabei ist der Charakter der proletarischen Weltanschauung vollauf gewahrt. Das zeigt sich In den schon in den Illustrationen auf den ersten Blick. Bilderbüchern der bürgerlichen Kreise, findet der Arbeiter stets eine farrifirte im besten Darstellung; er ist 12. Biehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 1. November 1898, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 55 218 880 533 711 804 53 80 959 82 88 93 98 1122 425 33[ 500] 504 45 58 731 917[ 1500] 37 79 2007 161[ 500] 340[ 3001 52 61 71 513 15[ 300] 781 3002 33 278 371 451 559 687[ 300] 789 4070 149 229 86 343 67[ 30001 519 43 56 69 614 30 885 1500] 5181 95 362[ 1500] 425 42 596 603 724 872 939 6061 123 822 47 942 47 7042 158 71 341 67 423 27 535 679 762 8099 274 394 677 972 9383 401 92 684 864 915 10008 239 303[ 500] 471 664 715 829 48 11110 255 549 12041 [ 5000] 120 87 284 370 762 83 853 91 13092[ 500] 217 355 440 62 514 24 46[ 30001 97 668 91 718 99 853 14017 193 212 24[ 3000] 388 845 982[ 500] 15121 52 287 516 25 29[ 3000] 16017 18 267[ 500] 535 43 666 921 46 71 17073 168 227 464 573[ 500] 631 67 973 74 18076 188 672 762 823 27 66 977 19146 80 448 84 94 627 786 850 954.90 20046 193 401 17 753 820 38 21195 315[ 500] 31 463 79 507 29 780 960 22008 162 386 472 99 841 92 23281 306 80 413 94 550 77 636 42 746 960 24083 208 88 541 942 45 25079 296 337 446 608 776 87 836 998 26214 26[ 50] 319 718 825 950[ 1500] 58 27041 56 104 6 21 309 425 585 673 827 992 28153 360 450 51 70 87 537 84 647 957 29295 403 46 73 81 82 632 781 30177 275 77 421 679 700 81073 158 73 200 414 48 592 630 761 72 920 31 32097[ 3000) 500 8 721 36 79 919 55 33109 388 769 834 86 969 34194 251 423[ 300] 536 678 936 35076 219 420 86 515 39 665 813 917 36092 123 54 83 460 523 34 35 53 641 760 37026 437 564 610 14 54 826 985 89 38374( 500) 92 549 51 641[ 300] 720 38 808 77 921 22[ 3000] 39020 114 478 520 623 804 34 59 79 86 970 40656 861 905 39 41136 415 94( 3000] 650 726 92 867 72 906[( 500] 94 42035[ 5000] 161[ 300] 546 703 36 59 882 907 43103 319 557 [ 3000] 769 874 44180 211 58 70 326 614 33 706[ 3000] 864 937 44 46 45063 71 343 960 46046 167 90 203 19 60 65 1500] 480 514 643 772 87 908 47003 123 272[ 300] 614 50 52 79 88 921 48139 534 710 977 49077 92 303 496 510 691 740 810 34 2 50069 113 60 470 610 51038 325 673 795 926 52260 83 356 409 584 632[ 3000] 700 30 95 996 98 53009 116 71 207 492 560 965 54142 78 272 89 469 523 666 721 903 23 68 55113 25 35 285 326 435 47 515 91 617 814 56181 273 90 94 323 416 33 710 69 826 57152 233 316 488 537 71 84 637 99 718 25 953 58063 183 812 48 81 82 959 59015 42[ 1500] 354 480 90 526 44[ 3000] 69 617 831 973 G0085 129 204[ 3000] 309 11 38 429 37 552 717 92 805[ 3000] 51 917 38 71 80 G1055 190 225 509 631( 3001 86 83 769 74 62042 108 335 526 75 675 801[ 15 000] 63090 140 95 564 64096 211[ 300] 67 331 81 633 743[ 3000] 66 809 65041 106 89 368 418 629 895 991 66175 519 654 915 67032 119 35 243 50 66 405 76 510 15 648 784 GS095 157 243 453[ 1500] 737 980 69026 415 58 540 49 662 701 [ 3000] 93 70224 60 500 72 661 67 922 49 71042 96 316 32 546 93 690 723 [ 300] 31 72170 278[ 300] 441 661 66 87 99 841[ 30001 56 919 46 73015 113 216 457 74033 47 205 563 666 75015 693 900 15 22 1500) 76098 295 372 561 701 12 884 994 77006[ 1500] 136 245 70 13000] 548 657 716 35 49 87 817 70[ 500) 78088 144 87 278 316 498 681[ 3000] 802 904( 500) 81 79061 469 519 605 78 732 819[ 300] 983 80023 38 113 263 328 411 14( 300) 49 55 725 96 914 81065 75 185[ 500] 286 361 480 550 823 82031 123 207 468 507 36 714 843 57 83267 343 484 90 501 655 843 962 99 84027 144 323 59 95 472 552 76 981 85047 127[ 300] 349 429 40 685 959 86096 261 378 429 720 932 87036 93 148 288 413[ 500] 572 675 90 937[ 300] 88562 638 [ 3000] 704 840 976 99 89072[ 5000] 265 518 73 727 39 899[ 300] 90123 83 202 69 308 36[ 1500] 588[ 1500] 92 639 733( 894 99 914 86 94 91214 96 98 356[ 3000] 69 460 544 717 97 831 9: 147 71 89 330 55 70 639 959 93046 373 81 455 515 24 58 608 868 86 930 94091 114( 300) 64 245 66 304 58 418 70 559 617 54 95115[ 300] 29 70 342 448 53 98 712 96018 37 180( 3000) 82 278 490 542 67 608 738 78 878 961 97030 141 510 605 758 75 934 42 98109 65 85 220 41 338[ 3000] 529 687 758 870 80 99125 289 375 437 619 702 100082 131 254 414 130001 796 101215 381 546 56[ 500] 622 43 82 733 39 930 102287 923 83 98 103017 126 55 248 512 15001 38 [ 1500] 66 74 637 736 909 71 104024 455 535 97 630 85 725 835[ 1500] 921 81 105294 96 465 535 53 875 921 73 85 106072 169 215 309 417 25[ 1500] 42 619 69 814 33 45 908 107231 360 667 839 95 108540 739 814 70 997 109030 73 81 295 355 408 67 504 78 637 60 69[ 1500] 78 845 70 Die Waffen nieder! Monatsschrift Herausgegeben von Baronin Bertha von Suttner. Dresden. Verlag von E. Pierson. 113071 74 283[ 1500] 884[ 300] 901 48 114229 66 82 506 660 94 783 [ 300] 95 891 115065 100 208 322 412 17 65 584 860 962 116100 345 87 428 555 745 844[ 3000] 95 977 117109 50 389 585 726 864 [ 3000] 118047 207 63 66[ 500] 362 404 8 597 661 776 119381 427 526[ 300] 659 751 924 31 120070 296[ 500] 501 44 68 121132 60 212 440 92[ 3000] 679 746 875 122105 301 436 41 94 590[ 5000] 604 704 921[ 300] 36 123039 358 679 775 124019 63 226 330 421 23 528[ 30 000] 603 26 94 829 [ 15001 961 125112 38 271 76 395 586 608 86 825 99 126169 76 439 128095 50 861 936 127049 245[ 1500] 598 623[ 3000] 792 826 909 129157 88 98 400 58 511 26 [ 3000] 387 411 45 47 98 586 920 49 [ 300] 67 629 890 130088 352[ 500] 58[ 300] 422 76 798 832 46 88 973 181077 177 82 541 60[ 3000] 61 699[ 10000] 950 132116 66 73 343 45 791 887 133047 197 701 844 134083 160 500 728 65 808 46[ 500] 944 135078 306 57 556 601 17 45[ 3000] 84[ 10000] 878 945 136051 396 573 [ 600] 622 817 49 85 977 93 137212 320 24 566 704 905 29 138098 142 55 63 655 829 73 139008 174 77 397 473 513 672 712 33 140263 430 88 559 69 691 751 838 141165 209 25 412 25 39 580 603 21 946 51 142021 197 243 441 884 148082 136 224 411 92 659 883 144088 209 323 472 130001 558 83 649 852 145009( 500] 65 198 328 615 765 78 953 146063 92 179 210 430 567[ 500] 646 823[ 300] 147211 1500] 493 509[ 1500] 15 49 619 720 21 29 44 89 869 72 130301 140003 159 345 73 420 93 543 148087 355 86 573 610 849 59 969 [ 3000] 624 729 86 899 917 150006 147 239 517 51 88 816 75 971 151186[ 1500] 92 248 378 [ 1500] 458 878 152067 91[ 300] 127 378 422 55 63 631[ 800] 932 89 153090 212 31 416 49 63 575 96 617 87[ 500] 96 707 61 97 154110 52[ 3000 247 303 1500) 53 416 81 518 897 928 155085 115 268 72 502 613 75 720[ 300] 809 18 80 99[ 3000] 150043 48 72 90 141 293 [ 3000] 459 96 573 752 857 91[ 3000] 935[ 3000) 82 157094 125 336 59 630 47 76 741 88 864 919[ 300] 45 158219 53 726 87 926 159250 363 95 621 49 729 807 938 93 160161[ 300] 92 316 41 436 509 662 752[ 1500] 77 846 61 91 987 91 161211 556 59 68 93 650 731 96 852 162180 97 310 436 46 513 92 719[ 600] 850 55 163066 172[ 50001 89 91 201 29 316 34 44 84 467 615 872 902 37 161029 170 369 677 977 95 165290 95 393 788 803 13[ 500] 932 77 166040 83 384 440 58 61 528 650 745 57 955 167003 46 118 19 34 35 201 324 37 576 620 33 57 60 715 17 807 20[ 1500] S8 1500] 98; 168036 128 46 340 405 82 93 502 86 634 50 61 83 798 926 43 169035 179 282 409 43 72 741 810 15001 973; 170253 61 547 611 892 959 171047 108 251 408 542 76 982 172065 391 518 89[ 500] 639 80 700 889 929 47 173360 439 174226 369 74 437 630 53 54 715 74 175035 452 91[ 1500] 666 930 176020 513 86[ 300] 640 788 806 33 77 81 177140 55 209 453 627 29 756 809[ 1500] 21 30 989 178150 218 400 617 880 179024 229 391 444 72 557 632 180189 328 544 686 708 24 67 857 181086 188 407[ 3000] 64 66[ 15001 182033[ 500] 195 347 417 669 724 38 873 544 77 605 54 814 83 183087 121 669 795 830 184031 271 326 432[ 1500] 80 558 98 602 9 45 57 735 864 185149 78 81 85 230 35 330[ 500] 53 509[ 300] 30 632 44 187229 [ 500] 764 186102[ 3000] 23 267 381 93 130001 632 814 913 557 606 9 93 95 881[ 1500] 188030 32 64 495 549 84[ 10 000] 717 67 826 939 189031 291 435 644 88 741 56 83 872 190084 216 24[ 1500] 75[ 1500] 372 440 80 524 770 78 857 985 191160 399 463 515 606 41 828 67 956 192169 248 323 73 400 46 55 552 650 702 8 24 831 54 193228 391 531 807 900[ 1500] 194032 304 627 88 751 56 195113 232 36 403 74 529 57 601 723 98 196004 178 221 349 496 565 82 651 875 19704 101 23 276 317 63 68 427 38 198202 556 763 75 825 29 39 973 199360 413 576 631 649 957 798 874 200034[ 300] 55 110 34 213 40 385 90[ 1500] 577 91 661 69 76 728 809 21 201283 371 81 449 601 16 46 731 864 925 43 202058 198 203155 70 296 462 529 60 80 95[ 500] 238 56 60[ 3000] 722 849 955 779 830 204082 221 32 66 332 436 47[ 3000] 598 707 61 833 205205 54 60 308 88 525 636 748 78 828 206091 198 266 380 93 471 76 98 551 924 93 207098 158 329 36 487 624 756[ 150 000] 997 205081 112 344 404 543 732 83 89 853 88 986 209304 504 70 640 834 956 87 210694 866 211059 91 188 339 66 571 777 85[ 1500] 839 1500] 903 83 212089 136 42 321 58 527 66 213079 80[ 300] 534 51 940 58 214069 224 58 509[ 50] 87 607 80 725 59 827 61 83 96 903 54[ 30001 215109 90 237 374 627 733 49 63 945 87 216034 38 46 58 64 118 457 561 72 815 48 54 60 982 217088 280 678 92 861[ 500] 919[ 3000] 58 79 218030 53 239 465 78 571 604[ 300] 56 759 880 96[ 1500] 959 210070 98 254 62 355 460 596 602 947 220032 39 333 414 53 508[ 3000] 613 965 221190 435 714 222226 302 7 64 401 64 620 31 68 881 223001 45 70 143[ 1500] 90 385 431 518 55 701 31 805 224010 254 436 74 87 422 62 225071 125 337 46 110021 426 89 560 86 747 111065[ 1500] 132 82 98 248 351 531 707 64 74 112150 64 80[ 500] 254 320 63 442 540 613 48 841 915 721519 604[ 300] 12. Zichung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 1. November 1893, Nachmittags. Mur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummer in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 178 570 618 1052 87 90 114 56 234 71 301 38[ 300] 77 428[ 3000] 86 525 650 15000] 964[ 3000] 2254 494 626 54 705 57 884 938 99 3073 96[ 300] 122 40 351 621 729 72 882 913 57 4017 231 64 403 24 510 917 5329 82 560 637 711 48 819[ 1500] 85 6007 112 13 247 323 50( 3000) 441 763 842 916 7140 330 37 591( 500) 8229 69 442 513 661 715 830 964 9467 70 500 642 764 962 10115 33 51 78 224 310 15001 75 568 867 11265 70 309 683 832 39 990 96 12031 39 437 613 869 13009 174 86 91 324 85 482 554 64 93 98 14227 36 93 467 509 62 600 45 60 875 15018 82 650 16032 86 193 490 652 737 80 843 17064 99 117 51 88 324 63 65 89 91 735 47[ 600] 877 966( 3000) 18074 354 79 469 546[ 3000] 57 70 660 64 706 800 930 19096 366 415 70[ 10000] 645 57 718 803 75 20075 114 201 86 99 335 57( 300) 97 453 639[ 500] 888 973 21029 93 253 81[ 3000] 390 91 426 38 87 592 773 82 851 22383 515 18 993 23013 54 162 71 250 51 341 414[ 3000] 85 784 843 88 964 115001 91 99 24090 92 128 92 542 1300) 811 914 16 51 6025447 90 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Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.