Nr. 259. Erscheint täglich außer Montage. Breis pränumerando: Bierteis jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerz, In der Post Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Veriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächte Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Wor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Vertheilung Freitag, den 3. November 1893. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. zahlenmäßigen Zuwachs wie feine andere Partei errungen zur genauen Erkenntniß der kapitalistischen Fortschritte; und haben, unser Verbreitungsgebiet ist auch größer als das ohne diese täglich fortschreitende Erkenntniß der stetig neuen Erder Sozialdemokratie nach den jeder anderen Partei. Die Zahl unserer Wähler hat sich um mehr als 25 pCt. erhöht, aber noch bedeutender ist unser Wahlkreisen. Agitationsgebiet gewachsen, und hierauf ist das Hauptgewicht in der Schäzung unseres Erfolges zu legen. Die endlich veröffentlichte amtliche ReichstagswahlStatistik giebt uns die Gelegenheit, das Wachsthum der Sozialdemokratie zu erkennen und die Stärke sowie die Schwäche der Partei im richtigen Lichte zu erblicken. Die für unsere Partei abgegebenen Stimmen vertheilten sich in den verschiedenen Wahlkreisen wie folgt. Es hatten 1893 1890 über 20 000 Stimmen 10 15-20 000 10-15 000 0 8 Wahlkreise D 14 9 D 28 27 9-10 000 • 11 4 = 8-9 000 8 8 7-8 000 13 11 6-7 000 17 14 5-6 000 13 16 4-5 000 24 15 3-4 000 32 28 2-3 000 36 27 1-2 000 55 48 120 128 C 16 54 unter 1 000 feine Gewerkschaftsbewegung und Sozialdemokratie.') nur ein scheinungen, welche der Klaffengegensatz gebiert, eine Erkenntniß, wären wir auch keine mit der Zeit fortschreitende Partei: Dies die uns die bloße politische Organisation nicht liefern kann, zum Kapitel der wirthschaftlichen Erkenntniß. Auf der anderen Seite: auch unser wirthschaftliches Endziel, die Umwälzung der Eigenthumsverhältnisse und den Ersatz der Privatwirthschaft durch eine kollektivistische Verwaltung können wir nicht erreichen erreichen ohne eine in ihrer Stärke fortwährend zunehmende Gewerkschaftsbewegung. Wenn wir später kommunistisch verwalten wollen, so brauchen wir eine Vor= schule für diese Thätigkeit. Und diese Vorschule kann die politische Bewegung nur zum geringsten Theil abgeben. In ihr ist nur Platz für verhältnißmäßig wenig Verwaltungskräfte, die Einer unserer süddeutschen Mitarbeiter schreibt uns: dabei lernen, große Gesammtheiten zweckmäßig zu dirigiren. Die Kölner Kongreßdebatte über das Verhältniß der Partei Aber in den Gewerkschaften, da sind tausend und abertausend zur Gewerkschaftsbewegung wird wohl noch tüchtig fortgesetzt Posten, auf denen die Thätigkeit für das große Ganze, das werden müssen, che sie zu einem Ergebniß führt, das die Ge- Disponiren, das Verwalten, die Kunst, eine Entscheidung im fammtheit der Parteigenossen befriedigt. Das Ergebniß der richtigen Augenblick zu treffen, gelernt werden kann und muß. Kölner Debatten war vorläufig, wenigstens für die Außenstehen- Dafür tann gar nicht Gelegenheit genug gefchaffen werden, wenn den, ein schriller Mißton, dessen Widerhall aus Gewerkschafts- wir nicht völlig unreif in die nothwendig werdende Neutreisen kaum ausbleiben wird. Von Legien ist durch ein Bu- organisation der Gesellschaft hineinkommen wollen.1) Wenn sich wenig von grundsätzlichen Gesichtspunkten gesündigt worden, heute noch separatistische Bestrebungen in der Gewerkschaftsgeltend das eben machen, so ist von Bebel durch ein Zuviel an absprechendem Urtheil über die bewegung Gewerkschaften.2) Außerdem ging Auer wohl in der Form Beichen dafür, daß auch die gewerkschaftliche Schule noch noch viel nachhaltiger zum etwas über das Erlaubte hinaus; Beweis seine Selbstkorrektur viel intensiver wirken und am zweiten Tage. Doch sollen diese Dinge hier der Vollständig- Gemeingeist erziehen muß, als es bisher geschehen ist. Und hier In 136 Wahlkreisen, also mehr als einem Drittel der ist, fachliches Material zuzutragen, das in Köln unbenutzt politischen Partei und ihrer Leitung nach viel mehr geschehen keit halber nur erwähnt sein; Hauptzweck dieser Zeilen liegt meines Erachtens allerdings der Punkt, wo seitens der gesammten Wahlkreise zählte unsre Partei unter 1000 oder liegen blieb. muß. Die Intelligenzen in der politischen Bewegung müssen gar feine Stimmen, im ganzen nur 50 279 Stinmen. Bei Unsere Partei ist stolz darauf, zum Unterschied von den mehr als bisher bemüht sein, den Gewerkschaften immer neue, Sen Wahlen von 1890 waren es noch 182 Wahlkreise, also alten, abgelebten bürgerlichen Parteien mit Leeren der Zeit angepaßte Aufgaben mitzustellen. Wie Paul- Hannover beinahe die Hälfte, welche unter 1000 oder gar keine Stimmen Formeltram, eine wesentlich soziale und wirthschaftsgesagt hat: es ist freilich viel leichter, vor großen Bolts und zusammen nur 46 706 Stimmen zählten. In den politische zu sein, die auf der Erkenntniß wirthschaft versammlungen von Ort zu Ort unsere großen Biele zündend 182 Wahlkreisen, in denen die Sozialdemokratie am licher Ursachen als der Hauptursachen des Klaffentampfes fußt, zu besprechen, als die Gewerkschaften immer wieder mit Geduld schwächsten oder gar nicht vertreten war, zählte sie dagegen die geistige Strömungen als Folgeerscheinungen wirthschaft- und Bähigkeit auf aktuelle Fragen hinzuweisen. Es ist sehr bei den letzten Wahlen 114 342 Stimmen, also weit über icher Zustände ansieht, und die in einer wirthschaft- mühsam, ihnen heute zu zeigen, daß eine Bewegung gegen lichen Umwälzung das Endziel unserer Bewegung für Völfer- reattionäre Fachgenossenschaften, wie sie von der Regierung gedas Doppelte. Das ist gewiß ein günstiges Resultat; frei- befreiung erblickt. Wie unter diesen Umständen von einem neben- plant werden, in Szene gesetzt werden muß, und dabei tüchtig lich fällt es arithmetisch nicht so ins Gewicht, daß man den sächlichen Werth der Gewerkschaften, die hinter der politischen mitzuhelfen; es ist nicht leicht, in einem anderen Moment die Zuwachs nach Hunderttausenden berechnen kann. Der Bewegung rangirten, gesprochen werden kann, ist mir ganz un- Gewerkschaftsbewegung auf eine Kritif unserer erbärmlichen Irrthum, in welchem ein Theil unserer Genossen in dieser verständlich. So hat aber Bebel gesprochen:" Die Gewerkschafts- amtlichen Sozialstatistik wieder zu einem anderen Zeitpunkt auf einen Hoff- den wenn großen Verstoß gegen die mangelhafte deutsche Hinsicht sich befand, ließ sie die überschwänglichsten das Kapital eine Macht wird,... dann ist es aus mit der Fabritinspektion, und dann wieder auf eine mächtige Bewegung nungen auf das Zahlresultat der letzten Wahlen fassen. Gewerkschaftsbewegung." Der Vorwärts" hat dies schon mit für ein zeitgemäßes gewerbliches und Fortbildungs- Schulwesen In 52( gegen 44 im Jahre 1890) Wahlkreisen zählte einem Hinweis auf den neuesten englischen Kohlenarbeiterstreit zu fonzentriren. Aber gerade an diesen großen Impulsen fehlt unsere Partei mehr als 10 000 Stimmen und in diesen widerlegt; aber diese Widerlegung erschöpft die Sache bei es der Gewerkschaftsbewegung, und die politischen Führer können kann das prozentuale Wachsthum naturgemäß sich nur in Weitem nicht. Die Gewerkschaften sind der politischen Bewegung fich doch nichts Besseres wünschen, als durch ihre Mitarbeit alle geringen Schranken bewegen. Erwägt man diese beiden in erster Linie eine unentbehrliche Quelle wirthschaftlicher Grunfähigen Elemente aus der Leitung der Gewerkschaften viel Umstände, daß wir in der Hälfte der Wahlkreise überhaupt fenntniß, und je höher der Kapitalismus wächst, desto wirksamer zu verdrängen, als durch momentane Strititen, die erst Boden fassen und Wurzel schlagen müssen, und in einem wichtiger wird diese Quelle. Welcher unserer politischen Führer dann recht scharf ausfallen, aber wirtungslos bleiben werden, so Theil der Wahlkreise schon einen Höhepunkt erreicht haben, tann sich in Einzelstudien darüber verlieren, welche immer neuen lange nicht dem Worte die That folgt. Selbstverständlich braucht von dem aus nur noch ein Wachsthum in Bruchtheilen Folgen der Klaſſengegensatz in den wirthschaftlichen Beziehungen Liebknecht nicht Mitglied eines Journalistenvereins zu werden, zwischen Arbeiter und Unternehmer erzeugt? Keiner! Die Gemöglich ist, so wird man den folossalen Zuwachs von jammtheit der Fachvereine liefert, indem sie immer neuen Stoff 360 000 Stimmen zu würdigen wissen. aus dem Berufsleben auf die Oberfläche wirst, das Material In 261 Wahlkreisen gegen 215 im Jahre 1890 zählt jetzt unsere Partei über 1000 Stimmen, und überdies ist die Zahl der Wahlkreise, in denen wir gar keine Stimmen hatten, von 54 auf 16 gesunken. Nicht nur, daß wir einen Feuilleton. Nachdruck verboten.] Das Recht zu leben. Soziale Skizze von Friedrich Thieme, I. Väterchen, Du hustest schon wieder." " Keine Sorge, Therese, es hat nichts zu bedeuten." Doch, doch, lieber Mann, Du arbeitest zu viel." Laß nur, Du weißt ja, es muß sein." 11 Aber wenn Du uns trant wirst, was dann?" [ 1 1) Wir drucken den vorstehenden Artikel ab, ohne uns damit mit seinen Ausführungen einverstanden zu erklären. A. d. R. 2) Das er am folgenden Tage modifizirte. A. d. R. 1) Der Auffassung, als ob die Gewerkschaften in der Lage feien, die Leiter des sozialistischen Produktionssystems auszubilden, müssen wir entschieden widersprechen. Die in der sozialistischen Gesellschaft zur Wahrheit werdende Riefenproduktion kann logischer Weise in den Betrieben, aus denen die gewerkschaftlichen Kreise sich rekrutiren, kein Vorbild finden. N. d..". einer Buzmacherin, während Ernst, der älteste Sohn, bei seinen Widerwillen gegen den Arzt zu überwinden und einem General Agent in der Vorstadt gleichfalls die diesen um Rath zu fragen. Funktionen eines Lehrlings ausübte. Beide Kinder Der Kassenarzt, den er natürlich aufsuchte, untersuchte verdienten also noch nichts, obgleich sie am elterlichen ihn flüchtig, schüttelte dann bedenklich den Kopf und gab Tische mitspeisten, und von den beiden Jüngsten, zwei aller- ihm außer dem Rezept zu einer lösenden Essenz noch den liebsten Mädchen, war die kleinste noch nicht einmal schul- guten Stath, sich recht zu schonen, viel in die frische Luft zu pflichtig. gehen, recht kräftig zu leben und zu trockene und heiße; be Wildung seufzte gar manchmal, wenn das kleine Ein- sonders aber mit Staub erfüllte Luft zu vermeiden. kommen der Familie kaum ausreichen wollte, die sechs Wildung seufzte, als er das ärztliche Sprechzimmer hungrigen Magen zu füllen, aber er tröstete sich damit, verließ. daß er wenigstens noch Arbeit habe, während so viele Der Mann hatte gut reden! Tausende seiner armen Genossen sich in der traurigen Er sollte sich schonen- ja, wovon sollte denn seine Lage befanden, nicht einmal arbeiten zu können, Familie leben? so eifrig sie sie auch darnach verlangten. Außerdem Er sollte viel an die frische Luft gehen ja, wann " Ich fühle mich ganz wohl, Mutter. Das bischen stärkte ihn jederzeit das Bewußtsein, daß die denn? Die frische Luft ist zwar zur Zeit noch nicht beHusten geuirt mich nicht im mindesten." großen Emanzipationsgedanken immer mehr in den Herzen steuert, aber die heutige Gesellschaft hat trotzdem Mittel geUnd Paul Wildung, der wackere Dekorateur und Tape- der Arbeiter Wurzel faßten und deshalb die Befreiung der funden, dieselbe dem Arbeiter recht kostbar zu machen, in3icrer, arbeitete weiter, weiter den ganzen Abend, nachdem Arbeiterschaft und durch sie der Menschheit überhaupt mur dem sie ihm falls seine Arbeit nicht von der Art ist, er Tags über 10 bis 12 Stunden für seinen Meister thätig eine Frage der Zeit sei. Waren deshalb auch die gegen- daß sie im Freien verrichtet werden muß Zeit und Ge gewesen war. Trotz der langen Arbeitszeit und trotzdem wärtigen Verhältnisse nicht die befriedigendsten, so erfüllten legenheit nimmt, seiner Erholung nachzugeben. er auch fast regelmäßig Sonntag Vormittags und zeit- und erhoben ihn um so frohere Hoffnungen für das Glück Er sollte kräftig leben! ja, wenn der Arzt ihm weise den ganzen Sonntag in Anspruch genommen war, seiner Kinder und Kindeskinder, denen es einst vergönnt sein nur auch gleich die nöthigen Geldmittel dazu mit verschrieben erwies sich sein Lohn doch als zu gering, um die sechs werde, die Früchte des heutigen Kampfes zu genießen; ihm hätte! hungrigen Mäuler Wildung hatte vier Kinder- erschienen die Arbeiter der heutigen Zeit wie die Märtyrer Und dann sollte er sich vor stauberfüllter und heißer satt zu machen, die Familie bedurfte daher des Neben- einer heiligen Sache, die zwar unendliche Leiden für Luft in Acht nehmen-ach, der Herr Doktor hätte verdienstes, den Wildung sich in seinen freien Stunden ihre Ueberzeugung erdulden müssen, die aber als Pioniere nur einmal einigen modernen Werkstätten einen Besuch abdurch private Arbeit erwarb, ebenso wie der paar Mart, einer gerechteren Zukunft gern diese Prüfungszeit über sich statten sollen, um zu erfahren, in was für Luft das sparwelche seine Frau durch Nähen verdiente, zu nothwendig, ergehen lassen. fame Rapital meist die Arbeiter hineinzwingt und unter welchen sanitären Verhältnissen fie oft im Schweiße ihres Angesichts zwölf Stunden und länger thätig sein müssen! Dekorateur hielt auch auf ein hübsches, behagliches Heim Das„ bischen Husten" fing doch mehr und mehr an, und außerdem, gerade er als Deforateur, was mußte er und wollte seinen Kindern etwas Züchtiges lernen lassen. ihn ernstlich zu geniren, es quälte ihn bei der Arbeit, es täglich für Staub schlucken diesen vermeiden, hieß für Frieda, die älteste Tochter, war zur Zeit in der Lehre bei belästigte seinen Schlaf und zwang ihn schließlich sogar, ihn überhaupt aufhören zu arbeiten. Ja, wer von den als daß der unermüdlich thätige Mann hätte feiern fönnen. Der Arme! Gerade für ihn sollte diese Prüfungszeit Galt es doch nicht nur, zu essen und zu trinken, nein, der recht hart werden. um hier mitarbeiten zu können. Aber die politischen Führer stehen nun einmal im Brennpunkt der Dinge: sie können solche Impulse weit umsichtiger und nachhaltiger geben, als irgend Jemand sonst. Bei einem solchen Verkehr werden sich sehr schnell beffere Beziehungen zwischen der politischen und der gewerkschaftlichen Führung herausbilden, eventuell durch personelle Weränderungen auf beiden Seiten, wenn sie beide der Aufgabe nicht gewachsen sind. Uebrigens empfängt heute schon, trotz dem unbefriedigenden Stand der Dinge, die politische Bewegung von der gewerkschaftlichen viel mehr, als sie ihr giebt. Der tüchtigste Nachwuchs für die politische Bewegung kommt aus den Gewerkschaften. Deshalb möchte statt Bebel's Wort lieber das von Auer bestehen bleiben: Beide Dr Ergänzung der gewerkschaftlichen Thätigkeit durch die politischen ganisationen haben sich gegenseitig zu ergänzen"- nur daß die Führer etwas mehr zur That werden sollte! der Wahlstatistik gesetzt. Der Vorwärts" veröffentlicht aus einer Reichstags: I wärts", gönnen wir den Geguern; sie wissen nicht, daß wo Wahlstatistik die Zahlen über die sozialdemokratische Partei Freiheit der Kritik herrscht, scharfer Tadel schon da zu er und stellt die übrigen in nahe Aussicht. Es muß dies ent: tönen pflegt, wo bei beschränkter Freiheit überschwängliches weder eine private Arbeit sein oder das sozialdemo- Lob gespendet würde. Die Engländer nennen ihre Kriegsfratische Blatt hat sich auf unlautere Weise in den Besitz der amtlichen Statistik gesetzt, deren Erscheinen leider flotte eine Sammlung schwimmender Fässer"- diese immer noch auf sich warten läßt. Auf eine Anfrage bei dem" Sammlung schwimmender Fässer" ist aber im stande, alle Reichstagebureau verlautet, die Statistit fei noch nicht er herrlichen" Kriegsflotten der übrigen Staaten ins Meer zu schienen und liege noch nicht einmal im Konzept vor. versenken.Die kluge Dame von Köln! Unsere Bearbeitung der Necht spaßig ist die Beurtheilung, welche die Ver amtlichen Statistik ist allerdings eine" Privatarbeit". Und lesung des Miquel'schen Briefs in der gegnerischen Presse wenn es unlauter" ist, ein amtliches Aftenstück für 75 Bf. gefunden hat. Daß das Bürgerthum von heute für die kaufen, so haben wir uns auf unlautere Weise" in Besitz Mann tüchtig Geld verdient" hat, das weiß feiner so gut, in der Buchhandlung von Puttkamer u. Mühlbrecht zu Schmach des Renegatenthums fein Empfinden hat, es sogar als etwas Verdienstliches betrachtet zumal wenn der Zum Schluß noch ein Wort über die in Köln so arg gerügte Uebrigens ist es nicht das erste Mal, daß die Gelehrten wie der praktische Bourgeois- Finanzminister, der sich aus Theilnahme der Gewerkschaften an dem Frankfurter sozialen des Kölner Weltblattes"( pour rire dent theoretischen Kommunisten" von 1851 heraus entzum Lachen) zu Kongreß. Bebel hat gesagt, wenn eine Aussprache über Arbeits- spät aufgestanden sind. wickelt hat. losigkeit und Arbeitsvermittelung dringend gewesen wäre, so Wie dem sei- die Thatsache, daß die Zahl der hätten die Gewerkschaften selbst eine solche veranstalten sollen. Wähler, die am 15. Juni d. J. gegen die Militärvorlage zusammen. Vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für Der Bundesrath trat heute zu einer Plenarsizung Ganz schön; aber wenn die Gewerkschaften das unterließen, warum unterblieb die Anregung dazu seitens der politischen gestimmt haben, um eine Million und hundert Sandel und Verkehr und für Rechnungswesen, die verFührung? Das ist so ein Punkt, an welchem die that tausend größer ist, als die Zahl derer, die für sie einigten Ausschüsse für Justizwesen und für Elsaßfräftige„ Ergänzung" sehr zu wünschen gewesen wäre. Ich stimmiten, ist nicht aus der Welt zu schaffen, und sie be- Lothringen, sowie die vereinigten Ausschüsse für Zoll- und glaube nicht, daß sich die Generalkommission gegen dentet den nahenden Sturz des Militaris Steuerwesen und für Justizwesen Sitzungen. über einer Anregung der Parteileitung ablehnend ver- m u 3. Die 4 323 362 Wähler, die gegen den Milihalten hätte. Tenkt der eine Kopf einmal nicht, so tarismus sich erklärt haben, so tarismus fich erklärt haben, vertreten die Mehrdie w eben der andere thutu. Nun hatten heit bes deutschen Volkes; und diefes wieder beträchtliche Mehrforderungen eingestellt, beide nicht gedacht, und die Gewerkschaften griffen zur Frank wird, auch wenn seine Vertretung im Reichstage z. B. See- Offiziere 683( gegen 646 im jezigen Etat); Seefurter Veranstaltung als Surrogat. Der Frankfurter soziale eine mangelhafte ist, seinen Willen zur Geltung zu bringen Offiziersaspiranten 247( 220); Maschineningenieure 80( 75); Kongreß war von einer Reihe Genossen mitarrangirt, er war müßte " Für die Marine sind in den neuen Etat( 1894/95) Matrosendivisionen und Schiffsjungen Abtheilungen 8716 ( 8402); Werftdivisionen: a) Maschinenpersonal 3325( 2989), b) sonstiges Personal 1165( 1081), zusammen 4490( 4070); Torpedo Abtheilungen: a) Seemännisches Personal 1067 ( 975), b) Maschinenpersonal 973( 894), zusammen 2040 ( 1869); Matrosen- Artillerie 2013( 2013); Marine- Infanterie 1246( 1245); Personal der Artillerieverwaltung 147( 144); Personal des Torpedowesens 116( 113); Personal des oder ungefähr 5 pCt. Es entspricht dies beiläufig den Schiffsbewilligungen in der letzten Session des Reichstags. Die Lawine wächst. Schiffe werden die nächsten Tage uns bringen? Welche Ueberraschungen mit bezug auf den Bau neuer also ein viel besseres Surrogat, als manche gegnerischen Ver- wissen. sammlungen, in die wir mit Einverständniß der Parteileitung Nieder mit dem Militarismus! schon gegangen find, um beim Fehlen einer anderweiten Gelegenie heit unseren Standpunkt zu vertreten. Die Gewerkschaften hatten Die Betrachtungen über den Parteitag, die wir in Frankfurt absolute Redefreiheit; ich war selbst am Kongreß in der gegnerischen Preffe finden, tragen mit wenigen Aus betheiligt und spreche also aus unmittelbarer Wahrnehmung. In nahmen den Stempel jener Seichtheit, Beschränktheit und folge ihrer starten Betheiligung gaben die Gewerkschaften voll- gleißnerischen Bosheit, durch die das Gros unserer Feinde ständig den Ton auf der Versammlung an, genau fo, als wenn fich auszeichnet. Für das Gewicht der Thatsache, daß wir sie selbst Veranstalter gewesen wären. G3 wurde nicht über die einzige Partei und Gemeinschaft sind, die ihre innersten inenwesens 61( 61); Personal des Vermessungswesens Kleinigkeiten", sondern über unser gesammtes heutiges Produktionssystem verhandelt, über die Arbeitslosigkeit und die Angelegenheiten öffentlich verhandeln kann, haben diese und der Küstenbezirksämter 12( neu); Sanitätspersonal Reform der Arbeitsvermittelung nur als Folgeerscheinung der Leute kein Verständniß; ebensowenig wie für die Thatsache, 274( 261); Zahlmeisterpersonal 219( 219); Dekonomiehandtapitalistischen Wirthschaft. Nicht die Gewerkschaften haben daß sie die Kenntniß der Dinge, an denen sie ihre fade werker 154( 154). Man sieht mit Ausnahme der Dekonomiealso einen Kanosfagang gemacht, sondern die staatlichen Kritik üben, erst dieser Oeffentlichkeit und unserer nichts handwerker, des Zahlmeister- Personals, des Personals des und städtischen Beamten, die anwesend waren und scheuenden Offenheit verdanken. Wie geht es auf den Kon- Minenwesens und der Matrosenartillerie, wo die Ziffern die sich ohne Widerrede eine Menge von Dingen ins gressen anderer Parteien zu. Der Schleier des Geheim- die gleichen geblieben sind, wird eine allgemeine Ver Gesicht und ins Gewissen sagen lassen mußten, die sie wohl sonst nisses, mit dem sie sich umhüllen, ist nöthig, um persönliche mehrung geplant, und eine neue Kategorie in dieser direkten Weise kaum zu hören bekommen. Bei dieser Eifersüchteleien, Gemeinheit der Gesinnung und Skandale( Personal des Vermessungswesens und der Küstenbezirkswirklichen Lage der Dinge dürfte das scharfe Urtheil Bebel's über die Betheiligung der Gewer Schaften an dem Frankfurter 3 bedecken, verglichen mit denen die geringfügigen Reibungen amter) soll geschaffen werden. und Nörgeleien auf unseren Parteitagen ein Nichts sind. Kongreß wohl faum gerechtfertigt sein. Im Ganzen beträgt die geplante Etatsstärke der Busammenfassend möchte ich sagen: Wir müssen uns sehr und wo find auf den Kongreßen anderer Parteien die Marine für das Etatsjahr 1894/ 5-20 498 gegen 19 492 davor hüten, bei aller grundsätzlichen Schärfe, die ich natürlich großen prinzipiellen Gesichtspunkte, um die bei uns gestritten im laufenden Jahre- eine Vermehrung von 1036 Mann, für ebenso nöthig halte, wie der Parteivorstand, im praktischen wird? Sie glänzen durch Abwesenheit. Handeln alles zu sehr auf eine Seite zuzuspißen: auf das De- Daß unser diesjähriger Parteitag einen vorwiegend battiren nur unter uns, wie es Bebel statt der Betheiligung am geschäftlichen Charakter tragen werde, hatten wir von AuFrankfurter Kongreß wünschte, und auf die politische Bewegung, fang an gejagt. Streit haben wir nicht in der Partei, für mit welcher er die gewerkschaftliche allmälig verdrängt wiffen Aufklärung über die obschwebenden Fragen sorgen die Partei will. Wir müssen selbstverständlich stets in erster Linie sagen: schriften, Parteiblätter und Parteiversammlungen, und Wir sind Sozialdemokraten, unser Ziel ist die Umwandlung der tapitalistischen Gesellschaftsordnung in eine sozialistische. Nach ein Parteitag ist doch kein Gelehrtenkonzil. Und namentlich Zu den Steuerplänen erklärt die„ Badische Korredem wir dies aber gefagt, und nachdem wir bekannt haben, daß dem letzten Parteitag lag auch nicht eine einzige Frage vor, spondenz" gelegentlich einer Besprechung der Reichs- Finanzwir alles nur als Mittel zu diesem großen Zweck benutzen, in bezug auf welche ernsthafte Meinungsverschiedenheiten reform, daß mit bloßer Negation nichts gethan sei, die müssen wir jede Gelegenheit zur Erreichung einer Borstufe be- obwalteten. Die Frage der Maifeier, die einst Staub auf- Berneinung der Steuervorlagen würde die Fortdauer eines nußen, auch Gelegenheiten, bei denen wir mit Anderen zu gewirbelt hatte, war im Laufe der Zeit durch die Logik der unleidlichen Zustandes der Abhängigkeit der einzelstaatlichen sammen arbeiten. Namentlich dürfen wir nicht aufhören, in den Verhältnisse entschieden worden; unsere Stellung zum Anti- Finanzen von der Reichs- Finanzgebahrung auf unbestimmte Gewerkschaften den unerfeßlichen Jungbrunnen für semitismus, die von vornherein fest stand, war schon auf Beit bedeuten. Aus einer Ablehnung der Steuervorlagen die theoretische und praktische Förderung undem vorjährigen Parteitag durch einstimmige Annahme der würde sich für die Einzelstaaten die Nothwendigkeit einer serer großen Sache zu sehen." ( diesmal wiederholt angenommenen) Resolution für Gegner beträchtlichen Erhöhung der direkten Steuern und Genossen scharf bezeichnet; die Frage der Betheiligung ergeben und folgerichtig auch eine stärkere an den preußischen Landtagswahlen war schon vor dem Belastung der Volksmasse als bei den Parteitag erledigt; die Forderung des allgemeinen direkten Reich 3- Steuerprojetten. Der Reichstag werde grammpunkt; und auch die Frage der Gewerkschaften hältnisses des Reiches, den Einzelstaaten die Hand zu bieten. würde, da prinzipiell feine Meinungsverschiedenheit vor Die Notiz wird durch den offiziösen Draht überallhin lag, aufs glatteste und ruhigste verlaufen sein, wenn verbreitet, obgleich keine einzige neue Thatsache beigebracht nicht bedauerlicherweise persönliche Momente hineingebracht und ein ganz falsches Urtheil gefällt wird. Jeder worden wären. Indeß wird auch dieser Mißton bald mann weiß, daß eine Ablehnung der Steuervorlagen eine wieder verklungen jein, denn gerade weil wir nichts auf Erhöhung der Matrikularbeiträge zur Folge haben würde. dem Herzen behalten, alles was wir fühlen und denken, Daß diese Matrikularbeiträge zum großen Theile durch frei und rückhaltlos aussprechen, können persönliche Ver- dirette Steuern aufgebracht werden, ist gerade das beste an stimmungen bei uns nicht lange dauern wie bei anderen ihnen. Warum direkte Steuern die Boltsmasse stärker als Parteien, wo die ganze Geschichte der Partei oft nur die Reichssteuerpläne belasten werden, ist uns unverständaus den Eifersüchteleien und Zänkereien der Führer" lich. Ganz im Gegentheil werden die Massen des Volkes besteht. am schwersten durch Steuern wie die Tabakfabrikatstener getroffen, während bei den direkten Steuern doch bis zu einem gewissen Grade, wenn auch lange nicht genügend, die Politische Leberlicht.ahlrechts für die Landtagswahlen ist ein uralter Pro- nicht umhin können, zur Regelung des finanziellen VerBerlin, den 2. November. Die letzte Reichstagswahl. Statistik ist den Ne gierungsparteien ebensowenig nach dem Geschmack, wie der Reichsregierung. Und während diese ihre Gefühle dadurch verrieth, daß sie das fatale Material möglichst lange im Kasten behielt, machen die reichstreuen" Parteien ihrem Unmuthe dadurch Luft, daß sie behaupten, wir hätten die Zahlen erfunden oder wie die" Danziger Zeitung" sich auszudrücken beliebt aus der Luft gegriffen". Aus der Luft gegriffen" ist nur die alberne Behauptung der Danziger Zeitung" und ihrer Kolleginnen. " Etwas schlauer ist die Kölnische Zeitung". Sie hält sich wenigstens ein Rückzugsloch offen und schreibt: Zinsen seiner Ersparnisse hätte leben können! Aber Wildung hatte troß zwanzigjährigen fleißigen Schaffens oft über seine Kräfte keine Ersparnisse zu machen vermocht. Es laugte ja nur gerade so von der Hand in den Mund. Langsam und in trübster Stimmung schritt der Krante seiner Wohnung zu. Es wurde nicht besser mit Wildung, sondern immer schlimmer. Bisher hinderte ihn sein Leiden wenigstens nicht in feinen gewohnten Verrichtungen, nun aber fühlte er, wie er allmälig matter und matter wurde. Die Schadenfreude über die vereinzelten Angriffe auf die Parteileitung und die Parteipreffe, obenan der Vorstrengende und gesundheitsschädlichere Thätigkeit, als die unsere ist, suchten. Soust" Der Arbeiter unterbrach ihn haftig. mich entlassen." Fenster. " Ich weiß, was Sie wollen, rief er bitter. Sie wollen Der Andere blickte verlegen an ihm vorüber durch das Sie wollen mich entlassen?" Es ist gut." fonnte. besseres Mittagessen und etwas stärkenden Wein erhalten Aber die Zahlung der Krankengelder hörte endlich was sollte man jetzt beginnen? auf Eine trübe, entbehrungsreiche Zeit begann. Die trauliche Wohnung mußte verlassen und eine billige, aber höchst armselige gemiethet werden, die aus Stube und Rammer bestand. In der Stube nur Sie wissen, ich bin kein reicher Mann auch ist jetzt ohnehin nicht allzuviel zu thun. Sie sollten sich an die schlief der Kranke, in der kleinen und zugigen Kammer Krankenkasse-" die ganze übrige Familie. Statt daß also der Leidende die der langsamen Verschlimmerung seines Zustandes ent" Ich kann nicht anders. Sehen Sie, Wildung, Sie sprechende Vermehrung seiner Pflege hätte erfahren können, waren ja ein tüchtiger Arbeiter, aber-"" nahm im Gegentheil die Möglichkeit seiner Pflege in dem„ Mir sind alle Glieder wie zerschlagen," sagte er oft selben Verhältniß ab; die Kinder mußten aus der Lehre früh zu seiner Frau, wenn er sich anschickte, au sein Tage- Dieser Abend war der schwerste seines Lebens. Er genommen werden, um mit der Mutter in einer nahe liegenwert zu gehen, es ist ordentlich, als wenn eine Zentnerlast hatte acht Jahre in den Diensten dieses Mannes gestanden den Fabrik zu arbeiten, um die Existenz der Familie, die mich zu Boden zöge." und redlich das Seine gethau- in seinem Hause, in nun des Ernährers entbehrte, zu ermöglichen, indessen der Schon seit Wochen reichte seine Kraft zur Anfertigung der brühend heißen, staubigen Werkstube hatte er den Keim Kranke daheim auf die ungenügende Bedienung der kleineren der früher von ihm besorgten Privataufträge nicht mehr des Leidens, das ihm jetzt peinigte, in seine Brust auf Kinder angewiesen war. Natürlich vermochte Frau Therese, aus und auch im Geschäft wollte die Arbeit nicht mehr recht so unermüdlich sie auch arbeitete, die kleine und wenig ausvon statten gehen. reichende Wohnung jetzt nicht mehr in dem früheren sauberen Zustande zu erhalten, war sie doch den ganzen Tag abe wesend und Abends von der ungewohnten schweren Arbeit oft ganz gebrochen. Einmal war es so schlimm, daß er mehrere Tage zu Hause bleiben mußte, dann trat eine kurze Besserung ein, und bald nachher fühlte er sich wieder so schwach, daß er wiederum feiern mußte. genommen, und nun, da er nicht so viel als sonst mehr leisten konnte, da er frank und schwach war, gerade jetzt, wo er seines Lohnes am nöthigsten bedurfte jetzt wies man ihm die Thür! Der Mohr hat ausgedient, der Mohr tann gehen! Was nun? Schmerz und Zorn warfen ihn wieder auf das Krankenbett. Und gerade um die Weihnachtszeit, die ihm sonst die besten Einnahmen brachte, fand er sich am hinfälligsten, die feuchte, rauhe Winterluft legte sich ihm wie ein Alp auf die Brust, benahm ihn den Athem und steigerte die Der Kranke nahm nunmehr die Rechte in Anspruch, Qual seines Hustens zur Ünerträglichkeit. welche ihm seine langjährige Mitgliedschaft in der KrankenMüde und langsam legte jetzt der einst so kräftige und kaffe gewährte. gewandte Mann Morgens und Abends den langgewohnten Das Geld, das er erhielt, reichte in Verbindung mit Weg nach und von dem Geschäfte zu seiner Wohnung zurück- dem, was seine Frau, die durch seine Pflege vielfach in nicht lange mehr, denn eines Sonnabends, als eben aus- Anspruch genommen wurde, nebenher erwarb, eben hin, die gezahlt worden war, rief ihn der Meister beiseite und Familie dürftig zu erhalten, wobei allerdings an eine be jagte in etwas verlegenem Tone: sondere kräftigere Verpflegung des Kranken nicht zu denken war; trotzdem sorgte Frau Therese, so gut es ging, und sie und die Kinder darbien sich, ohne daß der kranke Mann es wahrnahm, soviel am Munde ab, daß er mitunter ein! Wildung, es thut mir leid Sie sind kränker, als ich glaubte, und es will mit der Arbeit nicht mehr gehen. Es wäre beffer für Sie, wenn Sie sich eine weniger anWar es unter solchen Umständen ein Wunder, wenn Wildung sich oftmals den Tod wünschte? " Ich wollte, es wäre vorbei," äußerte er oft zu den Seinen. Ich kann doch nicht wieder gesunden und bin Euch nur eine Last, denn um meinetwillen müßt Ihr Euch so plagen und quälen." Therese beruhigte ihn weinend. Wir thun es ja so gern, Vater, wenn Du uns nur erhalten bleibst." ( Fortsetzung folgt.) mod t nnrthschaftlich Stärkeren mehr herangezogen werden als die Aermeren und Vermögenslosen. Damit wollten wir aber blas � die„Badische Korrespondenz" widerlegen, uns aber remeswegs für das System der Matrikularbeiträge er- klären, die den Hamburger mit der gleich großen Summe zur Deckung der Reichsausgaben heranziehen, wie den armen Bewohner des Thüringer Waldes. Wir bekämpfen die Steuervorlagen, weil wir für die Stärkung des Militarismus nichts bewilligen dürfen und weil wir das System der indirekten Besteuerung im Interesse der ärmeren Volksklassen mit Entschiedenheit be- kämpfen müssen und am allernieisten die geplante Tabak- Fabrikatsteuer, die nicht nur steuerpolitisch, sondern auch sozial gemeingefährlich ist. Was wir aus dem Gebiete der Steuerpolitik fordern müssen, ist die Abschaffung aller in- direkten Steuern im weitesten Sinne des Wortes, und ihren Ersatz durch eine direkte Reichseiukommens- und Ver- mögenssteucr, welche durch eine Erbschaftssteuer ergänzt werden sollte.— Wir leben im Zeitalter des Verkehrs. In dem Lande aber, in dem das Staatsoberhaupt diesen Ausspruch gcthan hat, geht man daran, durch eine Besteuerung der Frachtbriefe den Verkehr zu behindern.— Gradnauer befindet sich noch immer in Haft. Wir können aber die erfreuliche Mittheilung machen, daß die Untersuchung, die thatsächlich einzig und allein durch die oetännte Notiz der„Sächsischen Arbeiterzeitung" veranlaßt vard, auch nicht das geringste Belastungsmaterial ergeben )at. Der angeblich„gravirende" Brief, von dem in einigen Zeitungen die Rede war, ist nicht„gravirend", und außer- dem vor Gradnauer's Dienstzeit geschrieben. So wird unser Genosse demnächst unbedingt wieder in Freiheit ge- setzt werden müssen. Uebrigens hat das Militärgericht eine rasche Erledigung in Aussicht gestellt.-- Zum Prozeft Nomen. Gestern wurde vom Reichs- gerächt das Hamburger Urtheil bestätigt, das die Genossen Fischer(Hamburg) und Stadthagen zu je 5 Monaten Ee- sängniß wegen Beleidigung des früheren Hamburger Staats- anwalts Romen verurtheilt. Hauptangriffspunkt der Re- Vision war der, daß Stadthagen's Anträge, Beweis darüber zu erheben, daß Herr Romen wider besseres Wissen öffent- lich die Unwahrheit gesagt, mit der Motivirung ab- gelehnt waren, daß das Gericht annehme, St. sei davon überzeugt gewesen, daß Herr R. die Un- Wahrheit seiner Behauptungen habe wissen müssen. Das Hamburger Urtheil verurtheilte trotzdem wegen formaler Beleidigung, weil die gebrauchten Ausdrücke Verleumder und Lügner nicht die Aufstellung von Thatsachen sondern lediglich beleidigende Urtheile darstellten. Stadthagen ver- trat seine Revision persönlich und-führte eine Reihe von Urtheilen des Reichsgerichts auf, die den Beweis der Wahr- heit, daß der Beleidigte gelogen oder verleumdet, als in jedem Fall erheblich und die Ablehnung solcher Beweisanträge als unzulässige Beschränkung der Verlheidigung zu erachten sei. Gebe das Reichsgericht in diesem Prozeß einer anderen Anschauung Raum, so an- erkenne es den vom Vordcrrichter bereits angedeuteten Grundsatz, daß einem Staatsanwalt gegenüber ein anderes brecht gelte als einem Dritten. Die Folge der Aufstellung jener durchaus unrichtigen staatsanwaltlichen Behauptungen in öffentlicher Sitzung ist also die: allgemeine Verurtheilnng durch alle anständigen Blätter und Parteien, daß der Platz eines Staatsanwalts zur Verbreitung unrichtiger, eine große Reihe von Staatsbürgern kränkender Behauptungen benutzt ist. Verurtheilung derer, die die Auslassungen des Herrn Romen energisch zurückwiesen, wegen der F o r m der Zurückweisung — gesetzliche Behinderung ihres Beweisantrittes, daß die unwahren Anschuldigungen nach ihrer Ueberzeugung nicht nur objektiv unwahr seien. Herrn Romen aber erblühen bekanntlich neue staatsanwaltliche Lorbeeren in der großen See- und Handelsstadt— Gnesen. Aus dem Reiche des Herrn v. Stephan. Allgemeinen Unwillen erregt es in den Kreisen der Post- Unterbcamten, daß die Vertheilung der alljährlich im Herbst zur Aus- zahlnng gelangenden sog. Feuerungsgelder im Betrage von 80 M. ohne sichtbaren Plan gchandhabt wird. In der Be- ft immung heißt es ausdrücklich, daß Unterbeamte mit reichem Kindersegen zunächst zu berücksichtigen sind. Von jedem Postamts Vorsteher müssen zu diesem Zwecke der Ober-Post- direktion Vorschläge für die zu berücksichtigenden Personen gemacht werden. Leider geschieht es hierbei sehr häufig, daß Unterbeamte ohne, oder mit ein oder zwei Kindern, diese Zuwendung erhalten, ganz gleich, ob sie sich in günstigen Vermögensverhältnissen befinden, während wiederum andere mit reichem Kindersegen oder durch Krankheiten und Todesfälle in der Familie heimgesuchte Be- amte vollständig dabei übergangen werden. Es wäre doch ein leichtes, wenigstens hierbei dem Prinzip:„Gleiches Recht für Alle" mehr Geltung zu verschaffen. Die Beamten, welche schon in ihren Stellungen in der Näho der grünen Tische— wir meinen die Kanzleidiener ic. im Neichs-Postamt und � bei der Ober-Postdirektion— weit günstiger als die im öffent- lichen Dienst befindlichen gestellt sind, erhalten, wie man behauptet, sehr häufig diese Feuerungsgelder. Weshalb werden gerade bei den in angestrenglerem Dienst sich befindlichen Schaffnern, Briefträgern:c. in diesem Falle noch besondere Ausnahmen gemacht? Sollen derartige Maß- nahmen das gute Einvernehmen in den Kreisen der Unter- beamteu fördern helfen? Wir meinen, daß sie nur Neid und Eifersucht und die Denunziationswuth unter denselben her- vorzubringen geeignet sind. Das zu verhindern sollte aber besonders die Reichsbehörde bestrebt sein. Weg mit allen Extra-Belohnungen, Gratifikationen?c., die nur als Trink- gelder für Schweifwedelei angesehen werden� können, dafür aber auskömmlichen Gehalt der geplagten Post-Unterbeamten. Wie hier, so liegen auch die Dinge bei anderen Be- Hörden.— Zur Dienstboten- Gesetzgebung in Reust j. Linie. Vei der Beralhung einer„Gesinde-Ordnung" im Landtage von Reuß j. L. ist, wie die„Frankfnrter Zeitung" meldet, das Bermiethen von Schulkindern nicht verboten worden, da man der Ansicht war, daß den schulpflichtigen Kindern auf dem Lande ein Schaden durch die Arbeit nicht erwachse, und eS für dre Kinder sehr werthvoll(!) sei, wenn sie anstatt in der Fabrik mit Feldarbeiten beschäftigt würden. Man sollte denn doch meinen, daß es für Schulkinder am besten wäre, wenn sie gar nicht gezwungen! wären, ständige Dienst- leistnngen zu verrichten, um ihr Brot zu verdienen. An- geregt wurde, die Krankenversicherung der Dienstboten durch Landesgesetz obligatorisch'zu machen. Sonst scheinen die Dicnstbotenverhältnisse in Reuß j. L. noch ziemlich patriarchalischer Natur zu sein: nach§ 30 der Gesinde- Ordnung haben sich die Dienstboten eines„ g o t t e s- f ü r ch t i g e n" Lebenswandels zu befleißigen und sind nach § 43 bis zum vollendeten 17. Lebensjahr der elterlichen Zucht der Dien st Herrschast unterworfen. Die Versklavung der Dienstboten wird im Deutschen Reiche nicht früher ihr Ende nehmen, bis die Sozialdemo- kratie so stark ist, die Aushebung aller Gesinde-Ordnungen durchzusetzen.— Indirekte Steuern können in Preußen auch die Gemeinden für ihre Zwecke erheben. So hat die Stadt Barmen neuerdings aus den Hektoliter Bier 65 Pf. Steuer legt. Dadurch dürfte das Glas Bier um einen Pfennig vertheuert werden und die Arbeiter werden von der wohlweisen Stadtvertretung somit dem Schnaps- schenker zugeführt.— Das Crgebnist der schweizerischen National- raths-Wahlen. Unser Züricher Korrespondent schreibt uns: Die am Sonntag ebenso geräuschlos wie die Wahl- bewegung verlaufene Wahl hat aus der ganzen Linie wiederum den Sieg der bürgerlichen Parteien gebracht. Die meisten der „Bisherigen" wurden wiedergewählt, d. h. der Bisherigen, die trotz der Verschiedenheiten ihrer Partei das gemeinsame Merk- mal des stagnrrenden Konservatismus tragen. Das uuver- fälschteste Bourgeoisparlament ist mit Einverleibung eines halben Dutzends neuer Gesichter auf die Dauer von drei Jahren wiederum bestätigt worden. Außer Vogelsanger in Zürich, der auf den Listen aller Parteien stand und mit 12 516 Stimmen gewählt wurde, ver- mochte kein Sozialdemokrat in einem Wahlkreise durchzudringen. Lang erhielt neben Vogelsanger blos 3868 Stimmen— 1800 Stimmen weniger als vor 3 Jahren! Seidel erhielt in Winter- thur 3330 Stimmen, einige Stimmen mehr, als vor 2 Jahren und nur 2i Stimmen mehr als der in letzter Stunde auf- gestellte Bauernkandidat Schmidt. In dem fast ausschließlich ländlichen Wahlkreise Bulach-Andelsingen erhielt der zum ersten Male aufgestellte sozialdemokratische Kandidat 710 Stimmen und Scherrer bekam m dem 2. Züricher Wahlkreise 2179 St. Wullschleger erhielt in Basel 2800 Stimmen, 600 mehr als vor drei Jahren. Er steht mit einem freisinnigen und konservativen Gegenkandidaten in Stichwahl und werden die dortigen Go- Nossen, die überhaupt die lebhafteste sozialdemokratische Wahl- bewegung entfalteten. Alles aufbieten, um im zweiten Wahl- gang den Sieg an ihre Fahne zu heften. In Bern vereinigten die Sozialdemokraten vor drei Jahren auf sich 1347, diesmal 2384 Stimmen. Metiier erhielt in Biel 1700, Fürholz in Sololhurn 2903, Gehrig in St. Immer 500, Coulley in Neuenburg 2463, Fauquez in Lausanne 2391, Hcritier in Genf 793, Tobler in Appenzell 934 und Scherrer in Freiburg 3306 Stimmen. In Lausanne ist die Stimmenzahl wesentlich zurückgegangen, in Genf ist sie überraschend gering und wie viel von den Scherrer'schen Stimmen sozialistische sind, ist nicht bekannt. Die ultramon- tanen Wähler haben offenbar zum Theil der Parole der Parteileitung nicht Folge geleistet, denn nicht nur, daß Scherrer das absolute Mehr von zirka 3560 Stimmen nicht erreichte, es siel auch der Parteiführer uud Minister Python selbst durch, beide gegenüber den Kandidaten der„Radikalen", die konservativer sein sollen als der ultramontane Python. Im Ganzen haben nach unserer Zusammenstellung die schweize- rischen Sozialdemokraten ungefähr 30 000 Stimmen auf sich ver- einigt. Die Zahl der stimmberechtigten Schweizer Bürger be- trägt über 600 000. Haben sich 600 000 Bürger an der Wahl betheiligt, so entfielen auf die sozialdemokratische Partei sieben Nationalräthe, wenn Proportionalität bestände. Jetzt haben die Sozialdemokraten den einzigen, Vogelsanger, im Parlament.— Jnternationake Solidarität. Der sozialistisch revo- lutionäre Bund des VI. P a r i s e r A r r o n d i s s e m e n t s (Arbeiterpartei— Parti ouvrier) hat in seiner Ber- sammlung vom 27. Oktober den Beschluß gefaßt, der deut- scheu Sozialdemokratie zum Parteitag in Köln„über die Grenzen hinweg" die Bruderhand zu reichen, in der Hoff- nung, daß der Kongreß dazu beitragen werde, den Tag des Sieges rascher herbeizuführen.— Dank den französischen Genossen, deren Hoffnungen nicht getäuscht werden sollen.— Cornelius Herz macht abermals von sich reden. Reu- lich war er wieder so gesund, daß er eine Denkschrift ver- fassen konnte, heute ist er wieder am Sterben und hat bei dem in Auslicserungssachen zuständigen englischen Gericht den Antrag gestellt, von seiner Vorladung nach London abzustehen und ihn in seiner Wohnung vernehmen zulassen. Von und über Herz ist seit Jahresfrist so viel und so systematisch gelogen worden, daß man keine ihn betreffende Nachricht glauben kann. Der geriebene Gauner sucht die öffentliche Meinung zu verwirren, bis er einen geeigneten Moment findet, wo er von der Bildfläche verschivinden kann.— Afrikanisches. Die englischen Zeitungen bringen Einzelheiten über die letzten Schlächtereien in S ü d- a f r i k a. Es sollen 4000 Matabele's(ein Stamm der Zulus) gctödtet und verwundet sein. Und aller Voraus- ficht nach ist dies nur der Anfang. Daß die Hoffnung der Engländer, die Besiegten würden nun sofort Frieden schließen, sich erfüllen werde, hat bei der Zähigkeit der Zulus sehr wenig Wahrscheinlichkeit für sich.— Die Aufhebung der Sherman- Aete ist nun auch vom Repräsentantenhaus angenommen und durch den Präsidenten publizirt worden. Der Ausbeutung der Ver- einigten Staaten durch die Besitzer von Silberbergwerken ist damit ein Riegel vorgeschoben.— Der Stand des grasten Kohlenstreiks in Eng- l a n d ist unverändert. Die Zahl der abtrünnigen Kohlen- barone vermehrt sich mit jedem Tag, die„größten" halten aaer noch aus. Die Arbeiter stehen fest und denken nicht an Niederlage. Auf morgen— Freitag— ist eine Konferenz zwischen Arbeitern und Unternehmerbund zur An- bahnung eines Vergleichs geplant. Beide Theile haben ihr Erscheinen(durch Delegirte) zugejagt.— Arbeitslosigkeit in London. Am 31. Oktober fand unter dem Vorsitze des Bürgermeisters von London eine Konferenz der meisten Abgeordneten Londons und der Vor- stände der lokalen Wohlthätigkeits-Jnstitute statt, um über die Lage der Arbeitslosen in London zu berathen. Es wurde ein Komitee zur Untersuchung des Nothstandes ernannt, welcher, wie man befürchtet, im kommen- den Winter einen großen Umfang annehmen wird.— Herrn Miquel's Brief. Auf der Reise von Köln nach Stuttgart begriffen, kam mir Nr. 302. Zweites Morgenblatt der„Frankfurter Zeitung" zu Gesicht, in der mit Bezugnahme auf die von mir auf dem Partei- lag zu Köln erfolgte Veröffentlichung eines Briefes des Herrn Miguel folgendes zu lesen ist: Der auf dem sozialdemokratischen Parteitag von Bebel ver- lesene Brief des einstigen Studiosus Miguel macht in der Presse nicht den Eindruck, den Herr Bebel vielleicht erwartet hat. Die Blätter, die sich überhaupt darüber äußern, erklären, es wäre un- billig, einen Minister dafür verantwortlich zu machen, was er vor 43 Jahren als junger schwärmerischer Mann geschrieben hat. Darin stimmt die freisinnige„Vossische Zeitung" mit der„Kreuz- Zeitung" überein. Die letztere vertheidlgt sogar Herrn Miguel geräuschvoller, als es nöthig ist, und das Blatt, das sonst gegen alle revolutionäre Gedankensünden sehr streng zu sein pflegt, schreibt u. a, mit ungewöhnlichem Verfiändniß sur die Geistes- strömuug des tollen Jahres: „Man versetze sich in die damalige, unter dem Einfluß der Ideen von 1343 stehende Zeit zurück. Ein unzweiielhaft geistig angeregter junger Mann, der offenbar sich mehr als sonst leider bei Studierenden gerade der Rechtswissenschaft üblich ist, mit den philosophischen Grundlagen der Rechts- und Wirthschaftsordnung beschäftigt, eifrig auch dem Studium der damals schon weitverbreiteten sozialistischen Literatur obgelegen hat, schreibt einen Brief an einen gleichfalls noch jugendlichen Führer der sozialistischen Gruppe, der freilich ganz in dem Gedankenkreise sich bewegt, wie er dem Empfänger und sicher auch dem Schreiber eigen war. Während aber der elftere, Marx, aus der Enge dieses dogmatischen Kreises niemals herausgekommen ist, entzieht sich der letztere, Dr. Miguel, unter dem zwingenden Einfluß der Geschichte und des prak- tischen Lebens inmier mehr diesem Banne. Nur das durch seine Jugendschwärmerei angeregte Verständniß für die sozialen Fragen unseres Volkslebens bleibt auch in seinem späteren öffentlichen Auftreten für ihn und sein Handeln mit- bestimmend. Er verfällt daher niemals, wie sonst seine liberalen politischen Genossen, der öden manchesterlichen Theorie, sondern zeigt überall, daß er vom grünen Baum der Praxis mehr als vom grünen Tisch der Bureaukratie gelernt hat. Der heutige Miguel ist eben, und zwar auch schon als jüngerer Mann, ein Anderer geworden, ist kein Petrefakt aus einer längst ver« schwundenen Jugendzeit. Nur wer gern von der„Mauserung" redet, wie es Herr Bebel im Reichstag zur Entschuldr« gung seiner Partei gethan hat, aber in Wahrheit doch ei» versteinerter Dogniatiker ist, kann glauben, mit solchen„Erinnerungen" etwas bewiesen zu haben. Und doch war nicht auch er eininal ein begeisterter Vorkämpfer des Kleinburgert h ums? Wie nun, wenn je- mand etwaige Privatbriefe von ihm, in denen er einst vielleicht seiner Abneigung gegen die Sozialdemo- kratie einen scharfen Ausdruck gab, ver- öffentlichen würde? Würde Herr Bebel glauben, damit sei etwas gegen ihn bewiesen? Gewiß nicht. Aber gerade deshalb trifft er mit seinem Verfahren gegen den Minister Dr. Miguel nicht sowohl diesen, als sich selbst. Darüber sollte ihn die billig erkaufte„Heiterkeit" seiner„Genossen" in Köln nicht wegtäuschen." So weit die„Frankfurter Zeitung" und die„Kreuz- Zeitung". Ich kann infolge meiner Reise nicht beurtheilen, was für eine Aufnahme der Brief des Herrn Miguel in der bürgerlichen Presse gefunden hat. Ich wäre aber nicht verwundert, fände ich, daß die Beurtheilung des Miquel'schen Briefes durch die übrige Presse sich mit den hier mitgetheilten Urtheilen deckt. Giebt es doch gegenwärtig in Deutschland kaum eine größere Redaktion, von der konservativen bis zur demokratischen Presse, in der nicht mindestens eine Person thätig ist, die eine ähnliche Rückentwickelung ihrer Anschauungen durchgemacht hat, wie sie bei Herr» Miguel vorkam. Wohl mögen die Betreffenden nicht wie Herr Miguel einst auf dem äußersten linken Flügel gestanden und sich von dort bis zum äußersten rechten Flügel, bis zum Liebling und Schutzheiligen von Agrariern und Junkern, rück- entwickelt haben, aber die Rückentwicklung ist vorhanden und erklärt die vorsichtige Zurückhaltung, die man beobachtet und die eifrigen Entschuldigungen, die man Herrn Miquel's Metamorphosen gegenüber vorbringt. Auch zeigt ein Blick auf die Haltung, die gegenwärtig an- läßlich der preußischen Landtagswahlen der gesammle Liberalis- mus und die Demokratie im Wahlkampfe einnehmen, im Ver- gleich zu ihrer Haltung in den Wahlkämpfen vor 1866, wie das gesanimte Bürgerthum seitdem die großartigsten Fortschritte zu politischer Feigheit und zu vollendeter Grundsatzlosigkcit gemacht hat. Das erklärt ebenfalls die Haltung der bürgerlichen Presse gegenüber Herrn Miguel. Die„Kreuz-Zeitung", das konservativste Blatt in Deutsch- land, geht aber nicht nur bis zur begeisterten Inschutznahme des Herrn Miguel, die stärkste Strafe, die den ehemaligen Kommu- nisten und Revolutionär treffen konnte, sie glaubt auch den Stiel umdrehen und aus meiner eigenen Entwicklung bezw. „Mauserung" eine Waffe gegen mich schmieden zu können. Allein das verehrte Blatt irrt. Ich will der„Kreuz-Zeitung" und allen die eS angeht das schon oft von mir öffentlich gemachte Gestäydntß wiederholen, daß, als ich vor 32 Jahren ins öffentliche Leben trat, ich aller- dings ein von sehr gemäßigten politischen Anschauungen beseelter junger Mann war, und in ökonomischen Fragen ganz und gar in den Vorurtheilen der herrschenden Schule befangen war. Ich habe mich also seitdem, wie die Thatsachen zeigen, ungemein entwickelt bez.„gemausert", aber nicht wie Herr Miguel vom Kommunismus zum gefährlichsten Konservatismus, sondern genau»imgekehrt. Ich marschirte nach vorwärts, Herr Miguel nach rückwärts. Das ist der fundamentale Unterschied zwischen uns. Und die Anklage, die ich in Köln wider Herrn Miguel er- hob und die ich wiederhole, ist, daß er, der ein ungemein kluger und klarer Kopf ist, der genau weiß, was er thut, vom ehemaligen Revolutionär, der er im bürgerlichen Sinne noch im National- verein war, zum Verfechter und Begünstiger des krassesten Agrarier» thums, zum Eideshelfer desselben Junkerthums herabgesunken ist, das bis in die neueste Zeit der Todfeind aller bürgerlichen Entwicklung war und noch ist. Und da es wieder Herr Miguel war, dem man vorzugsweise jene Jammerreform zu danken hat, die der letzte preußische Landtag an dem erbärmlichsten aller Wahlgesetze vornahm, und ferner er es hauptsächlich ist, der dieses Wahlsystem stützt, das die maßloseste und unverschämteste Begünstigung des Geld- sacks und des Großrundbesitzes aus Kosten der Arbeit und der Intelligenz ermöglicht, hielt ich es für angebracht, auf dem Partei- tag in Köln in meinem Referat über dieses Landtagswahlrecht vorzugsweise ihn zum Gegenstand des Angriffs zu machen, und ich werde, wenn nöthig, weiter darin fortfahre». Der„Kreuz-Zeitung" gegenüber will ich noch erklären, daß ich mich sehr freuen würde, wenn Briefe von mir aus dem ersten Jahrzehnt meiner politischen Entwicklung veröffentlicht oder mir in Abschrift zugesandt würden, in welchen ich„meiner Abneigung gegen die Sozialdemokratie einen scharfen Ausdruck gab" oder gar mich zum„begeisterten Vorkäinpfer des Klein- bürgerthums" aufwarf. Solche Briefe würden mir eine er- wünschte Auffrischung meines Gedächtnisses bezüglich meiner An- schauungen im Einzelnen und eine angenehme Bereicherung für meine Beurtheilung der damaligen Zeitverhältniffe sein. Wenn also solche Briefe zur Verfügung stehen, nur heraus damit, sie sind mir willkommen. S t u t t g a r t, den S. November 1393. A. Bebel. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 3. November. Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Vasantasena. Deutsches Theater. Man sagt. Berliner Theater. Hamlet. Lessing- Theater. Mauerblümchen. Neue freie Volksbühne. Inferm Genossen und Kollegen Das Gewitter's von Ditrowski. C. Stahn zu feinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch![ 529M Die Rothen bei B. u. W. Karl, hast Du Spaten? Danksagung. Sonntag, den 12. November, 1. Abth. Sonntag, den 19. November, 2. Abth. Sonntag, den 26. November, 3. Abth. Für die ehrenvolle Theilnahme und Jeder werbe Mitglieder für die zahlreiche Kranzspenden bei der Be 3. Abtheilung. 410/18 erdigung meines lieben Mannes, des Knopfarbeiters Heinrich Reich Castan's Panopticum. Neue Gruppe: Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Unverhoffter Besuch Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Vorher: Jllusionen. Wallner Theater. Eden- Theaters. Gastspiel des Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berliner Vollblut. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die sieben Raben. Alexanderplatz- Theater. BuckelHans. National Theater. Lehmann auf der Welt- Ausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenApollo Theater. Borstellung. in Castan's Atelier. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Spezialitäten Präuscher's MUSEUM anatomisches Fachverein der Tischler. Montag, den 6. November 1893, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobftraße 75: General- Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann( früher Zeiz) über: Das moderne Raubritterthum. 2. Diskussion. 3. Abrechnung, Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 4. Ersatzwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Das Stiftungsfest findet am 18. November statt. Die Mitglieder lichen Pause", insbesondere dem Herrn werden ersucht, sich rechtzeitig mit Billets( à 10 Pf., Zanz frei) zu versehen, Prediger Baierhoffer für die troftreichen da nur eine geringe Zahl ausgegeben wird. Worte am Grabe meinen herzlichen fage ich allen Bekannten, Freunden und Kollegen und dem Verein Zur gemüthDank. 29866 Die tiefbetrübte Wittwe Louise Reich. Danfjagung. Dem Chef Herrn Weber, sowie den Kollegen und Freunden für die Theil309/8 Maurer!= Grosse öffentliche nahme bei der Beerdigung des Schrift. Generalversammlung der Maurer u. Putzer Berlins feters Ewald Krug unsern herzlichsten Dank. 2985b Die Hinterbliebenen. ratweil' sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palait. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., Kaufmann's Variété. Spezialitäten Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße. reservirt 30 Pi. Anf. Sonntags 6 Uhr. Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Viel Neues, darunter der Schußkanal der Kugeln des deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Lehmann auf der Weltaus- Dienstag u. Freitag: Damentag. stellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Gugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzstunde. Posse in 1 Att von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: May Sam st. Entree 50 Pig. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Mödernstraße, oder: Die Rache des Kaffeneröffnung 6½ Uhr. Anfang der Gänserichs. Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 5. November, Mittags 12 Uhr: Voltsvorstellungs- Matinee zu ermäßigten Preisen: Des Meeres und der Liebe Wellen. oder: Hero und Leander, Trauerspiel in 5 Atten v. Grillparzer. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. NF tette Woche. Berliner Vollblut. Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. Jm 3. Atte: Bajazzi- Parodie, vorgetragen von Josephine Dora und Carl Meissner. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Berliner Vollblut. In Vorbereitung: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Gastspiel- Cyclus des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Freitag, Abends 71/2 Uhr: Elite Vorstellung. Die Wunder und Märchen Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Moritz Play. Etablissement Buggenhagen. Morik Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. am Sonntag, den 5. November, Vorm. 10/2 hr, im Lokale des Herrn Gründer( früher Mundt), Köpniderstr. 100. Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaftsbewegung und die Beschlüsse des Kölner Parteitages. Referent: Reichstags- Abgeordneter Max Schippel. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Delegirten von der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Gewerkschaftliches. Zu dieser Versammlung sind alle Gewerkschaften hiermit freundlichst eingeladen. Die Vertrauensmänner der deutschen Maurer. H. Schigolski. F. Gräschke. 243/20 Allgem. Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Mitgliedschaft Berlin. Sonntag, den 5. November, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38: 386/ 5* Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Lage des Fensterstreits. 2. Vereinsangelegenheiten. Der Vorkand. Achtung! Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Sonntag, den 5. November 1893, Vormittags 10% Uhr, Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Restaurant ,, Zur Gleichheit", Andreasstr. 26. Jeden Sonnabend und Sonntag Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Familienkränzchen, verb. m. ernſten und heiteren Vorträgen. Saal f. Ver Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. samml., Vereine u. Festlichkeit. jed. Art, nebst verd. Kegelbahn, noch einige Tage frei. Sonnabend u. Sonntag: Gänse Alcazar. feusschieben. 40 in- und Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendix. Men! Neu! Hierauf: Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Anfang: Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 5½ Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Preisringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, RopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duettistinnen. Herren Cordes und Zierath, Gefangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. musikal. Steinsetzer. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 f. A. Zimmermann. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. des Weltalls. Die moderne Sphing. Jeden Freitag und Montag: Blumengarten d. Paradieses. Teufelsseptennat. Eine Reise durch d. Unmögliche, groß. Potpourri. Die räthselhafte Luftwandlerin Miss Edith. Im Reiche der Schatten, hochkomische Szenerien. Erkursionen vermittelst Blitzzug um die Erde. Prof. Schalkenbach's weltber. elektr. Orchester. Der Diamanten- Palast, Hydraulische Feerie. Tableaux vivants. Gigantic fairy fontains. Dekorationen aus dem Atelier des faiserl. Marien- Theaters in St. Petersburg u. Gebr. v. Caffel, Bremen. Parquet 2 Mk. u. f. w. Sonntag Nachm. 312 Uhr, Borstell. zu fleinen Preisen, Programm so reichhaltig wie Abends. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Zum Schluß: Der grobe Gottlieb u. der sanfte Heinrich. Ensemble von Mensel. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Platate.) Sonntag, den 5. November: Soiree in Sanssouci. ausländische Zeitungen liegen aus in F. Wilke's Restaurant ,, Zur Gleichheit", Andreasstr.26. Vereinszimmer zu vergeben; auch kann daselbst eine 2932b Bahlstelle errichtet werden. Stralsunderstr. 69, am Vineta- Platz. 4/10 Patzenhofer vom Faß 10 Pfg. 2 Vereinszimmer für 10 u. 30 Personen. Bergmannstr. 92, pt. H. Spielmann. Köpenick. Sonnabend, d. 4., von 2 Uhr an: Frische Wurst u. Fleischverkauf. Grünauerstr. 43. Carl Keßner. Gefang- Vereine![ 2919b Bin wieder in der Lage, solche zu übernehmen. Ernst Bahl, Wrangelstr. 112, 4 Tr., bei Hill. A13 anerkannt reelle und that: sächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für bei Brochnow, Sebastianstraße 39: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission für den Urania- Besuch. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Bericht der Kontroll- Rommission. 3. Antrag Porsche. 5. Werschiedenes und Fragefaſten. Die regelmäßigen Versammlungen des Vereins finden am ersten Sonntag nach dem ersten jeden Monats statt und kann jeder Anschläger, der das 21. Lebensjahr erreicht hat, Mitglied werden.- Die Ausgabe der Arbeit findet auf dem Arbeitsnachweis Sebastianstraße 50 bei Herrn Restaurateur von 10-12 Uhr statt. G. Opatz, an den Wochentagen Abends von 7-9 Uhr, Sonntags Vormittags Der Vorsitzende der Bau Kontrollkommission, Herr E. Jüling, wohnt Marienburgerstraße 83. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 182/9 Achtung! Steinarbeiter. Achtung! Sonntag, den 5. November, Vormittags 10 Uhr, bei Müller, Johannisstr. 20: Große öffentliche Versammlung Der Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Zages Ordnung: 1. Abrechnung des Generalfonds und der Streiflisten. 2. Wahl einer Agitationsfommission und eines Generalstatistikers. 3. Stellungnahme zum Gefangverein. 4. Verschiedenes. Die Plagvertreter und Vertrauensleute werden ersucht, die VersammTung befannt zu machen und die Quittungen von den Streiflisten mitzubringen. Der Gesellen- Ausschuß von der Steinmez- Innung Berlins ist zu dieser Versammlung eingeladen. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen wird ein jeder Kollege ersucht, recht pünktlich zu erscheinen. 293/6 Der Vertrauensmann. J. Buchmann, Willibald Alexisstr. 39. Verein der Kistenmacher. Sonntag, den 5. November, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Gründer, Köpniderstr. 100: Mitglieder- Derlammlung. Tages Ordnung: Gold-, Silber-, Gozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, billighter Preislage, empfiehlt gute Qualität, tadelloser Brand, in Heinr. Franck, andlung Brunnenstr. 185, Arbeitsmarkt. Lederarbeiter auf hochfeine Rahm arbeit verlangt 2983b S. Freund, Prinzessinnenstr. 19. 437/6 1. Vortrag des Genossen Koblenzer fiber: Gewerkschaftsbewegung und J..: F. Märten, 1. Vorsigender. Johannisthal, Nieder- Schönweide und Umgegend. Sonnabend, den 4. November, Abends 8 Uhr: Grosse Volks- Versammlung für Männer und Frauen in der Borussia Brauerei zu Nieder- Schönweide. Tagesordnung: 428/1 1. Die zehn Gebote und die besigende Klasse. Referent: Genosse A. Hoffmann aus Zeit. 2. Diskussion. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches Ersch einen ersucht Der Einberufer. Achtung! Schiffer. Achtung! Sonntag, den 5. November 1893, Vormittags 11 Uhr, im Lokale ,, Bismarckshöhe, Bismarckstraße 80: Große Volks- Versammlung in Charlottenburg. Tagesordnung: 1. Der Niedergang und die Mißstände im SchifffahrtsGewerbe, wie ist dem abzuhelfen. Referent: Herr Fehlow, Schiffseigner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Alle Schiffer und Bootsleute in Charlottenburg, Berlin und Um gegend, sowie die im Schifffahrts- Gewerbe beschäftigten Arbeiter sind hiermit Um die weiteste Verbreitung wird gebeten. E Der Einberufer. Ein Parteigenoffe[ 50952 ( unverheirathet), gelernter Schriftfeger, läng. Beit Redakteur e. sozd. Provinzblattes, sucht sich umständehalber baldigit zu veränd. Selbiger wäre geneigt, event. eingeladen. die Stelle eines Verantwortlichen wieder zu übernehmen. Offert. sind unter R. H. 361/8 an die Exped. d. Blattes zu richten. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 259. Tokales. Berliner Lokalliste.( Nachtrag.) Nachdem die gedruckten Lokallisten zur Ausgabe gelangt find, haben noch folgende Wirthe die Unterschrift gegeben, resp. find noch weitere Lokale auf den Listen nachgetragen worden: 2. Wahlkreis: H. Brückner, Bellealliancestr. 87. 3. Wahlkreis: Scheffer, Inselstr. 10. 4. Wahlkreis: Tempel, Langestr. 65. " Fiebig, Gr. Frankfurterstr. 28. Wilke, Andreasstr. 26. " " Bech's Säle, Alexanderstr. 27C. G. Ulrich, Waldemarstr. 75. 5. Wahlkreis: Brüning, Rosenthalerstr. 11-12. 6. Wahlkreis: Norddeutsche Brauerei, Chausseeſtr. 58. " # " Weimann's Volksgarten, Gesundbrunnen. Lewarkhusen( Arends Brauerei), Moabit. Feltschlößchen, Müllerstr. 142. Gothmann, Brunnenstr. 34. Queitsch, Swinemünderstr. 35. Schwarz, Invalidenstr. 84-85. Kalbo( Berliner Prater), Kastanien- Allee 9. Buhimann, Schönhauser Allee- Kastanien- Allee. Fröhlich, Schönhauser Allee 161. 6. Uliz( früher Schirm), Badstr. 19. " Einige von den hier genannten Wirthen sind auf den Listen, welche in den Lokalen aushängen, auf die Boykottliste gesetzt. Nachdem die Kommission die Unterschrift von dem Betreffenden, ihre Lokale für Versammlungen herzugeben, erhalten hat, sind diese selbstverständlich von der Boykottliste zu streichen. Von der Liste gestrichen- also unter Boykott gestellt sind: Miegel, Stralauerstr. 57 und Feen- Palast, Burg- und WolfgangStraßen- Ecke, Zimmermann, Badstr. 58, Kurth's Konzerthaus, Hasenheide 52/53. Wir bitten diesen Nachtrag auszuschneiden und auf die in den Lokalen ausgehängten Listen aufzukleben. NB. Den Lokal- Kommissionsmitgliedern der Umgegend Berlins zur Kenntnißnahme, daß die Adresse des„ Obmannes", welcher nach der Neuwahl der hiesigen Lokalkommission gewählt wird, unverzüglich bekannt gegeben wird. Infoweit bis dahin Aenderungen der Lokalliste eingesandt werden, bitten wir die zugesandten Formulare zu benüßen. Freitag, den 3. November 1893. " " " " 10. Jahrg. Rammer III" statt des sonst üblichen lakonischen, Rammersachen" Ursache vom Maschinisten gemißhandelt worden zu sein. Der gegenoder Vergleichssachen" den Vermerk Größere Ginzel- über der Brücke an der Burgstraße postirte Beamte erklärte, der Bausachen". Die größeren Einzelsachen" zeichnen sich dadurch platz gehöre nicht zu seinem Revier und verwies den Mann nach aus, daß nicht ein Kläger vorhanden ist, sondern daß eine ganze der Wache des zweiten Reviers in der Bauhofstraße. Auf dem Kritikus solcher Thatsache würde sagen:„ Na, die haben sich alle Bernhard Brandenburg, Erdarbeiter aus Oranienburg, Reihe von Arbeitern gegen eine Firma flagt. Ein unberufener Wege dorthin nannte der arg Zugerichtete seinen Namen: gegen den„ armen Mann", den Arbeitgeber, verschworen, sie und äußerte weiter, daß er nicht der erste sei, dem der wollen mal probiren, wie das schöne neue Gewerbegericht sich Maschinist Alfred Jost und der Polier Gustav Kühn, Ebert( früher Lammers), Kommandantenstr. 72. anläßt". Fehlgeschossen! Ein ganzes Konsortium von Klägern beide ebenfalls aus Dranienburg, so mitgespielt haben. Am in einer Sache vor der Bauarbeiter- Kammer( III) ist immer Tage vorher, am Dienstag Vormittag sei ebenfalls aus ganz ein Zeichen dafür, daß der Bauunternehmer ein oft nur geringfügiger Veranlassung ein Arbeiter von demselben Maschinisten mit Gänsefüßchen so zu nennender Mann ,, nicht weiter und dem Polier Kühn geschlagen und vom Bauplatz verwiesen konnte", daß man einer ganzen Kolonne den Lohn schuldig blieb worden. Hoffentlich nimmt der Bauunternehmer Mewes in oder sie einfach trotz bestehender Kündigungsfrist auf die Straße Charlottenburg, der die Schachtarbeiten ausführt, oder noch Megner( Königstadt- Kasino), Holzmarktstr. 72. fette, gewissermaßen durch die Verhältnisse", den„ Krach", dazu beffer die königliche Bauverwaltung selbst Veranlassung, der gezwungen. Diese Verhältnisse" sind aber nichts mehr und Sache näher zu treten. Der Wachtmeister des 2. Polizei- Reviers nichts weniger, als daß ein Habenichts Grundstücksbesitzer" und gab dem Arbeiter Brandenburg den Rath, sich ein ärztBau- Unternehmer" wurde, vorgeschoben und dazu gemißbraucht fiches Attest zu verschaffen und dann Strafantrag gegen Jost von irgend welchen„ Geldmännern" oder Geldinstituten, wie und Kühn zu stellen, zumal ihm bekannt sei, daß vor zirka die sachliche Bezeichnung von Spekulantengruppen lautet. 5 Wochen ebenfalls ein Arbeiter namens Sommer gemißDie bekannte Praxis der Kammer III, die Geldleute als eigent- handelt wurde. Derselbe brach dabei ein Bein und befindet sich liche Arbeitgeber bezw. als gleichverpflichtete Arbeitgeber haftbar zur Zeit noch im Krankenhause. Zeugen dieses Vorfalles sind zu machen, erfordert bei den größeren Einzelsachen" stets eine eine Anzahl dort beschäftigter Arbeiter, die aber, um nicht ihre ausgedehnte Beweiserhebung und infolgedessen einen großen Arbeit zu verlieren, bisher geschwiegen haben und alle RohBeugenapparat. Die Verhandlungen nehmen dann viel Zeit heiten des Maschinisten der Baggermaschine und des Poliers in Anspruch, und die anderen Parteien mußten oft bis in den über sich ergehen ließen. späten Nachmittag hinein warten, ehe ihre Stunde geschlagen hatte. So entitand denn das Bedürfniß, als sich die Noch einmal die ,, Restegeschäfte". Der„ Ronfektionär" " größeren Einzelsachen" vermehrten, bestimmte Tage zu ihrer berichtigt seine neuliche, von uns in Nr. 242 auszugsweise Verhandlung zu nehmen und andere Klagen an denselben über- wiedergegebene Mittheilung über die in letzter Zeit geradezu haupt nicht zu verhandeln. Bei Feststellung des neuen Geschäfts- auffällig gewordene Vermehrung der„ Restegeschäfte" dahin, daß planes wurde nun diesem Bedürfniß auch von Seiten des diese Geschäfte, wie er durch nochmalige Informirung festgestellt Bureaus des Gewerbegerichts durch die oben angeführte Refer- babe, auf wirklich reeller Basis aufgebaut feien, und daß das virung des Donnerstags für größere Ginzelsachen" Rechnung Publikum dort wirklich billig kaufe. Diese Berichtigung ist in getragen. Um nicht irgend wen zu beleidigen, wollen wir hier ihrer Form einer Abbitte nicht unähnlich und dürfte wohl darauf gleich bemerken, daß nicht jeder Donnerstag für die Kammer III zurückzuführen sein, daß auch unter den Abonnenten und Inein großer Tag" ist, soviel Bauschwindler werden denn doch ferenten des genannten Unternehmerblattes nicht wenige sind, nicht vor das Forum des Gewerbegerichts sitirt; nicht jeder die selber Reste" feilhalten, welche durch Zerschneiden ganzer Um zu zeigen, daß seine Reue Bauunternehmer, der Donnerstags sein Recht" erhielt, ist also Stücke fabrizirt worden sind. Schwindler. eine aufrichtige ist, empfiehlt der Konfektionär" in derselben Nummer in einem anderen Artikel nunmehr selber, recht Der Artikel zu diesem Thema bringt eine hiesige Lokal- Korrespondenz handelt Wie sind die Fahrkarten- Schwindeleien zu erklären? oft Verkäufe von Resten" zu veranstalten. vom ,, tüchtigen Detail- Verkäufer" und be= folgenden Beitrag: spricht mit einer verblüffenden Offenheit die mancherlei Kniffe, Die jüngst bekannt gewordenen Fahrkarten Schwindeleien durch welche der Detailleur das faufende Publikum übertölpeln der Schaffner bei der Stettiner und Nord- Bahn dürften ein kann. Es wird darin sogar empfohlen, die Ladentische mit durchInteresse an der Schilderung der Lage verschiedener Kategorien einander geworfenen Stoffen zu bedecken, damit der eintretende von Eisenbahn- Beamten bei dem Publikum hervorrufen. Zu- Käufer den Eindruck gewinne, als sei hier viel zu thun, und die nächst ist mit Bedauern zu konstatiren, daß trotz der Mehr- Regale durch mit Tuch überklebte Papprollen zu füllen, welche einnahmen, die die Eisenbahnen aufweisen, die Beamten feit als Tuchballen Staat machen und das Lager selbst gegen Schluß länger als zehn Jahren auf eine Erhöhung der Gehälter bezw. der Saison gefüllt und an Auswahl reich erscheinen lassen. Nach Gleichstellung mit Beamten anderen Ressorts vertröstet diesen Vorschlägen, die wie aus einem Witblatt genommen era Ja es werden. ist soweit gekommen, daß den An- scheinen werden, aber vom„ Konfektionär" vollständig ernst der gestellten Eisenbahnen das Einkommen aus Spar- gemeint sind, läßt sich beurtheilen, welcher Art die reelle Basis" famteitsrücksichten noch wird. verkürzt Die Beamten fein mag, auf der die von dem genannten Blatt mit einem Male so glauben daher nicht mehr Der Verwaltungen. Es ist Thatsache, daß manche Schaffner, an die Wiedergabe jener ersten, die„ Restegeschäfte" verurt beis ein Wohlwollen seitens gepriesenen Restegeschäfte" aufgebaut sein sollen. Wir knüpften Bremser 2c. gegenwärtig einen Minderverdienst von 20 bis 30 m. len den Mittheilung des Konfektionärs" eine Betrachtung über monatlich im Bergleich zu früher zu verzeichnen haben. Ein den Berkauf von Resten"," Abfällen" u. s. w. überhaupt, findiger Kopf hat, so heißt es, ausgerechnet, daß an Kilometer- auf den besonders die ärmere Bevölkerung, auch bei Nahrungsund Uebernachtungsgeldern bedeutend gespart werden kann, wenn und Genußmitteln angewiesen ist. Wir erwarten, daß irgend das Fahrpersonal weniger lange Reisen macht und daher öfter ein bürgerliches Blatt, dem Beispiel des Konfektionärs" folgend, An die Genossen des 4. Berliner Wahlkreises! Da wechselt. Dabei wird aber die Anstrengung nicht vermindert. sich nachträglich auch dieser anderen ,, Reste"- und„ Abfall" händler wir am Sonntag, den 5. November, Morgens 8 Uhr, ein Flug- Ferner gehört in den Bereich der übertriebenen Sparsamkeit der annimmt und sie gegen den Vorwurf, Schund zu verkaufen, ver blatt für den 22. und 23. Bezirk verbreiten, so ersuchen wir die Erlaß, daß Eisenbahnbeamte, die mit behördlicher Erlaubniß theidigt. Es wäre z. B. keine üble dee, wenn jemand jetzt mit Genossen, sich rege daran zu betheiligen. Da der Kampf für außerhalb ihres dienstlichen Wirkungskreises, also beispielsweise der Behauptung austräte, das ausgesonderte, faulig gewordene diese beiden Bezirke ein schwerer ist, ist es um so nöthiger, daß in einem Vorort wohnen, während sie in Berlin beschäftigt sind, Obst, welches auf den Obsttähnen an der Burgstraße an Arme die Genossen alle Mann für Mann erscheinen, denn nur durch jetzt die Hälfte des gewöhnlichen Fahrpreises für die Beamtenkarte verkauft wird, sei eigentlich eine Art Delikatesse. Vielleicht rafft rübrige Agitation ist es uns möglich, die beiden Bezirke zu erzahlen, die früher unentgeltlich verabfolgt wurde. Hierzu fommt man sich dann sogar noch dazu auf, der bürgerlichen Gesellschaft noch, daß die höheren Beamten der Direktionen und Betriebs- die beruhigende Versicherung zu geben, das als gesundheitsschädämter, die gleichfalls außerhalb wohnen, sich auch zu außerdienst- lich beschlagnahmte Fleisch, das der Magistrat auf dem Viehlichen Reisen den Freikarten bedienen. Endlich wollen wir noch hof fochen und verkaufen läßt, sei gar nicht gesundheitseinen Punkt hervorheben, der fast märchenhaft klingt. Den schädlich, sondern direkt aus den gesunden Stücken Vieh herausPförtnern auf den Bahnhöfen kam früher die Einnahme, die sie geschnitten. durch das Aufbewahren von Gepäckstücken erzielten, allein zu gute; jetzt betheiligt sich auch die Eisenbahnverwaltung daran. Dies geschieht in der Form, daß die Verwaltung den Pförtnern Blocks über je hundert Scheine zum Preise von je 1,25 Mart liefert. Unseres Erachtens wäre jede Papierhandlung mit dem Preise einverstanden. In anbetracht solcher Zustände einerseits und im Hinblick auf die stets wachsenden Bedürfnisse andererseits erscheint es erklärlich, wenn die sonst als wortgetreu betannte deutsche Beamte den sich ihm bietenden Versuchungen erliegt. Die Berliner Lokal- Kommission. J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Alle diejenigen Genoffen, die gewillt sind, sich an der Flugblatt- Vertheilung für den 9. Kommunal- Wahlbezirk zu betheiligen, werden ersucht, sich heute, Freitag, Abends 7 Uhr, in folgenden Lokalen einzufinden: 1. Restaurant& äge, Fürbringerstraße 22; 2. Restaurant Rizing, Belle- Alliancestraße 74; 3. Restaurant Werner, Bülowstr. 59. Außerdem machen wir bekannt, daß Sammellisten bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben sind: F. Kleinert, Lützowstraße 113; W. Wörner, Dieffenbachstraße 58a; P. Müller, Gräfestraße 31, und beim Bertrauensmann Werner, Bülowstr. 59. Das Wahlkomitee. obern. Für den 22. Bezirk haben sich die Genossen zu melden bei 3ipfe, Grüner Weg 14, und bei E. Köpnick, Schillingund Magazinstraßen- Ecke. Für den 23. Bezirk bei Wilke, Andreasstraße 26. Das Wahlkomitee. Zur Stadtverordnetenwahl. Parteigenossen, welche gewillt sind, sich an der nächsten Sonntag, den 5. November, statt: findenden Flugblattvertheilung für den 13. Kommunal- Wahlbezirk zu betheiligen, werden ersucht, sich pünktlich früh 1/28 Uhr im Restaurant Schayer, Reichenbergerstr. 56, einzufinden. Die Adresse der Agitationskommission für die Provinz Brandenburg ist: August Völker, Tischler, Reichenbergerstraße 72 a. Nur an diesen sind sämmtliche Zuschriften zu richten. Die Genossen aus der Provinz, die Referenten zu Versammlungen wünschen, werden gebeten, ihren Wunsch doch mindestens, wenn irgend möglich, 14 Tage vor dem bestimmten Termin anzumelden, weil die Bestellung eines Referenten manchmal mit sehr vielen Zeitversäumnissen verfnüpft ist. an " Nach Dalldorf statt nach Plößensee. Pastor Harder aus Weißensee, der wegen Verübung von Unfittlichkeit in Anlagezustand versetzt und unter dem Verdacht der Unzurechnungsfähigkeit bei Ausübung der Handlungen Beobachtung überwiesen wurde, ist nach hiesigen Blättern von dem zuständigen Medizinalkollegium endgiltig für geistesgestört erklärt worden und wird also straffrei bleiben. Künstlers Apotheose in der Bourgeoisgesellschaft. Welch en Zwecken die Kunst heu. age zu dienen hat, lehrt eine Die Findelhaus- Stiftung. Die der Stadtgemeinde Berlin von einem hiesigen Blatt gebrachte Mittheilung. Gegen die gemachte legtwillige Zuwendung der Bauunternehmer Schmidt'schen Schwindelhaften Gemälde- Auktionen soll jetzt, durch die KünstlerEheleute im ungefähren Betrage von 11/4 Millionen Mart zum schaft und die größeren Gemäldehandlungen fräftigst eingeschritten Zwecke der Errichtung eines Findelhauses hatten die Kinder der- werden. Man beabsichtigt, in einer demnächst einzuberufenden selben im Wege der Klage angefochten. Das Reichsgericht hat Versammlung über eine Petition an den Handelsminister zu nunmehr unter dem 30. Oktober d. J. endgiltig diese Zuwendung berathen, um die Künstler gegen die Mache gewisser Auktionatoren Das Bureau der Berliner Gewerkschaften, Rofen für rechtsgiltig erklärt. Berlin bekommt also ein Findelhaus. zu schützen. Diese, die in den meisten Fällen die sogenannten fraße 28, vorn 1 Treppe, hat sich trotz der furzen Zeit Gelegenheits- und Nachlaß- Auktionen erst gewaltsam zusammens seines Bestehens bereits eines großen Zuspruchs von Rathsuchenden Zur Humanität der Berliner Pferdeeisenbahn- Gesell- ramschen, lassen sich von bedrängten Künstlern Bilder oder zu erfreuen. Vom 2. bis zum 31. Oktober haben es 402 Arbeiter schaft. Am 28. September wurde der Kutscher Franz Winter Skulpturen zum Verkauf für einen bestimmten Preis übertragen und Arbeiterinnen besucht, die darüber belehrt zu werden wünschten, von einem Pferde so heftig gegen den Unterleib geschlagen, daß und machen zugleich vertragsmäßig aus, vom Verkauf des Bildes welche Rechte aus dem Arbeitsverhältniß ihnen unter diesen oder er nur mühsam sich nach seiner Wohnung schleppen fonnte. 15 pCt., beim Nichtverkauf 5 pCt. vom Höchstgebot zu erhalten. jenen Bedingungen zuständen, ob sie gut daran thäten, etwaige Seine junge Frau Winter war faum sechs Wochen verheirathet Es mag nun kommen, wie es will, sicher ist nur das eine, daß Sind zum Forderungen aus einem aufgegebenen Lohnverhältniß einzuklagen, eilte von einem Arzt zum anderen, jeder versprach zu kommen, der Auktionator bestimmt sein Geld bekommt. und wenn, auf welche Weise sie am besten ihre Sache verträten, aber tam nicht. Als dann endlich ein Arzt erschien, fragte Beispiel für ein Kunstwerk 600 M. festgesetzt und finden sich 11. f. 1. In fast allen Fällen mußten die Betreffenden an das er verwundert den Kranken, wie er denn solche Schmerzen haben an den Auktionstagen teine richtigen Käufer, so wird von soGewerbegericht gewiesen werden. Von den 402 Rathsuchenden tönne. Bei der Frau erfundigte er sich theilnehmend danach, ob genannten Schiebern" bis auf etwa 100 m. darunter, also waren 178 organisirt, wie das Buch des Bureaubeamten, Ge- der Mann Bier, Schnaps und dergleichen trinke, und meinte, 500 M. geboten, der Künstler muß also auch dann 25 M. zahlen. nossen Faber, erwies. Dafür, daß auch die Frauen und Mädchen als die Frau diese Frage verneinte: Na, dann trinken Rann er den Betrag nicht erlegen, so fällt das Kunstwerk dem immer mehr anfangen, sich um gesetzlich festgelegte Rechte zu Sie wohl Zuckerwasser. Bei dieser ärztlichen Fürsorge Auftionator in die Hände, der es dann durch seine Komtümmern, spricht der Umstand, daß weiblicher Besuch im Bureau tann es nicht Wunder nehmen, daß Winter nach kurzer missionäre für einen Schleuderpreis an den Mann bringen läßt. feine Seltenheit ist. Die meisten Konsultanten" waren Bau- Beit seinen Leiden erlag. Die Leiche mußte fünf Tage lang( wir Kann die Phantasie der berufsmäßigen Apologeten unserer Arbeiter( Maler, Töpfer, Maurer, Puzzer 2c.). Die starke heutigen Gesellschaft dem Zukunftsstaatskünstler eine gemeinere Frequenz des Bureaus spricht für dessen Nothwendigkeit als einer Rolle zuweisen, als sie ihm hier in der rauhen Wirklichkeit der unentgeltlichen Auskunftsstätte für solche, die ein Hühnchen mit besten aller Welten zuertheilt ist? Eugen Richter möge darauf ihren Er- Arbeitgebern zu pflücken haben". antworten. machten seiner Zeit davon Mittheilung) in der Wohnung verbleiben, um dann zum Obduktionshaus gebracht zu werden. Die unglückliche Wittwe hat bis heute weder von der PferdeEisenbahngesellschaft noch von der Berufsgenossenschaft Rente erhalten! Die Pferdeeisenbahn- Gesellschaft ist offenbar zu arm und der Lohn war zu hoch. = Wiederum ist eins der Kunstinstitute, aus denen die Von der letzten Landtags- Wahl. Ein vielseitiger Mann sich ihre Bildung Bourgeoisjugend sich holt, pleite ge= scheint der Kaufmann Gustav Hövel, Wallstraße 88, zu sein. So wie über das Balllotal" Orpheum" am Dieser Herr ist, wie aus zwei uns vorliegenden Wahlmänner- Selbst in der christlichen Herberge zur Heimath( August- gangen. vor etwa einem Jahre Listen hervorgeht, nicht allein von den Reichstreuen, sondern auch straße), deren Zustände wir wiederholt beleuchteten, geht der Königsgraben scheint über das von den Freisinnigen als Wahlmann aufgestellt worden. Wir Klingelbeutel" rum. Halten die Herren der Verwaltung diesen eröffnete Ball Spezialitäten Etablissement Stala- Theater" wissen nicht, ob Herr Hövel beiden Parteien hat gefällig fein vielleicht für ein zur Erbauung nothwendiges Requisit? Oder in der Linienſtr. 182 ein Krach hereingebrochen zu sein. Als nämlich gestern Vormittag das technische und artistische wollen, oder ob er, was mehrfach geschehen, von einer derselben wollen Sie einen Handel mit alten Knöpfen anlegen? der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, unbefragt Personal sowohl des Theaters wie des Balllokals zum Gagenominirt worden ist. Jedenfalls liefert aber die beiderseitige Vom Domban. Man schreibt uns: Am Mittwoch Abend empfang auf der Bühne erschien, erklärte der artistische Leiter Verwendung des Herrn Hövel einen neuen Beleg dafür, zu kurz nach 7 Uhr, als mich mein Weg über die Kaiser Wilhelms- Herr Ahlers, daß der Direktor Pfeiffer seit Dienstag Abend, welchen Absonderlichkeiten das elendeste aller Wahlsysteme au- Brücke am Baun des töniglichen Dombaues vorüberführte, ge- also kurz vor der Gagenzahlung, verschwunden sei, daß aber das weilen führt. wahrte ich und einige weitere Zeugen, deren Persönlichkeiten ich Geschäft ohne Störung seinen Fortgang nehmen würde, wenn sofort feststellte, wie ein Arbeiter des Baues mit blutigem Gesicht sich das Personal mit einem Drittel der Gagenforderung beEinen Tag für Schwindler" hat die Rammer III des ben dem königlichen Schloß gegenüber belegenen Eingang der gnügen würde. Die Zahlungsschwierigkeiten sollen schon zwei biesigen Gewerbegerichts sich zugelegt. Liest man den Geschäfts- Baustätte verließ. Der Mann, kaum im stande, aus den Augen Tage vor dem Gagentage vorhanden gewesen sein, denn als die plan des Gerichts durch, so findet man unter" Donnerstag zu sehen, verlangte nach einem Schuhmann und gab an, ohne jede Sängerin Jlta Scherz, welche am 1. November in Stockholm Bleibt die goldene Jugend zu viel Geld schuldig oder wird sie in der Zeit der Kirchenbauten sittlicher? aufzutreten hatte, behufs ihrer Abreise ihre Gage erbat, wurde| währung eines Darlehns von der Entnahme einer sehr großen Unerfehlichen Schaden hat eine Hehlerei herbeigeführt, sie vertröstet mit dem Hinweise, daß der Direktor erkrankt sei. Anzahl von Loosen abhängig gemacht hat. Der Gerichtshof hat welche heute den Produktenhändler Max Sammet aus NeuAndererseits wurde behauptet, daß sich der Direktor nach jedoch den gewerbsmäßigen Bucher im Sinne des Gesezes nicht für Weißensee vor die 1. Straffammer am Landgericht II führte. Amsterdam begeben habe, um Künstler anzuwerben." vorliegend erachtet, da dem Julius Rosenberg fein besonderer In der Nachbarschaft des Angeklagten wohnt der Buchdruckerei Vortheil aus diesen Geschäften erwachsen ist. Ein Sachverstän- besiger Adolph Schulze, der Entdecker einer neuen Blindenschrift. diger hat bekundet, daß er einschließlich der Loose nicht mehr als Fünfundzwanzig Jahre hat Schulze daran gearbeitet, die bekannte 9-10 pet. verdient hat. Wenn dies auch im loyalen Geschäfts: Moohnsche Blindenschrift zu verbessern, die Moohnsche Keilschrift Bufolge unserer Mittheilung über die Firma Wis verfahren nicht üblich ist, so fonnte doch eine Verurtheilung durch gewöhnliche römische Buchstaben zu ersetzen. Gleich den fing u. Ko. find an hiesiger Kriminalpolizei allein aus allen wegen Wuchers gegen Julius Rosenberg nicht eintreten. Den An Schrifttypen hat Schulze besondere Landkartentypen hergestellt, Theilen Deutschlands durch Geschädigte Nachrichten in 360 Fällen geklagten Abter hat der Gerichtshof des gewerbsmäßigen Wuchers mit denen Landkarten gedruckt werden, deren erhabene Grenzen, zugegangen, wobei wiederholt ein Geschäftstniff, welcher und des Betruges sowie der Unterschlagung in idealer Konkurrenz Gebirge, Meere, seitens der Blinden mittels Taſtens mit den angenagelt zu werden verdient, angewendet wurde. W. u. Ko. mit Untreue, sowie des Lotterievergehens für schuldig erachtet. Fingern studirt werden. Zu jedem Schriftzeichen, zu jedem Strich, gestatteten nämlich denjenigen Geschäftsleuten in der Provinz, Der Betrug ist gefunden worden in dem Umstande, daß Abter zu jeder Grenze auf der Karte, wie zu jedem Gebirge mußte die sich nur schwer zum Einkauf entschlossen, die nicht verkauften den Offizieren Loose verkaufte mit dem Hintergedanken, ihnen Schulze besondere Matrizen herstellen, eine zeitraubende, wie Waaren zurückzugeben. Sobald die Sendung abging, schickte die die Loose zur letzten Klasse vorzuenthalten. Die Unterschlagung unschäßbare Arbeit. Die Schulze'sche Erfindung ist patentirt und Firma die Faktura, nicht wie üblich, per Post, sondern verpackte in idealer Konkurrenz mit Untreue hat der Gerichtshof gefunden beim Blinden- Unterricht bereits allenthalben im Gebrauch. Nun das Begleitschreiben in der Versandtkiste, sodaß der Empfänger in dem Schierstädt'schen Falle. Des gewerbsmäßigen Glücksspiels, hat Herr Schulze aber einen Sohn, der zwar Schriftsetzer gelernt der Waare die Rechnung entweder garnicht, oder erst nach beziv. Falschspiels ist Abter nicht für schuldig befunden worden, hat und im Geschäft seines Vaters arbeitet, der aber ein wenig längerem Suchen fand. Dann aber, wenn schon der Kunde die dagegen hat der Gerichtshof 15 Fälle wegen Lotterievergehens beschränkt ist. Dieser Sohn, Richard Schulze, machte die BeRechnung wirklich fand, übersah er in den meisten Fällen einen für vorliegend erachtet. tanntschaft des Angeklagten und wurde von diesem angestiftet, auf der Faktura unauffällig gedruckten Vermerk, wonach der Be- Den Angeklagten Fährle und den Angeklagten v. Meyerind seinem Vater Typen zu stehlen und an ihn zu vertrag durch eine Dreimonats- Tratte erhoben wurde. Die zumeist hat der Gerichtshof des gewerbsmäßigen Glücksspiels und des kaufen, und der junge Schulze stahl seinem Vater mit Wechselrecht wenig vertraute kleine Kundschaft in der Provinz Betruges beim Spiel für schuldig erachtet. Der Gerichtshof hat unbesehen und ohne Auswahl die werthvollsten und für lange wurde, falls Zahlung nicht erfolgte, verklagt und aus- dies gefunden in dem Nachsetzen, wobei sowohl Lichtner als auch Beit unerseßlichen Typen; wie Sammet vor der Strafkammer gepfändet und auf diese Praxis sind eine ganze Anzahl Händler, Fährle jedesmal gewannen, in dem sogenannten Todtkaufen in selbst zugab, ein Vierteljahr lang jede Woche 10-15 Pfund und Geschäftsleute und Gewerbetreibende total ruinirt worden. Die den Fällen v. Bodizka, v. Schierstädt und bei Fährle ganz be- erhielt für das Pfund zuerst 7 und dann 6 Pf. Wie Schulze mitverhaftet gewesenen Buchhalter und Reisende der Firma find sonders in dem Falle im Café Robby, der, obwohl er nicht zur( Water) angab, sind ihm auf diese Weise 5-6 Zentner gestohlen übrigens wieder auf freien Fuß gefeßt, während sich die vier Anklage steht, doch sehr gravirend ist. v. Meyerinc hat nach worden, der Verlust wird ihm aber dadurch um so schmerzlicher, " Chefs" in Haft befinden. Ansicht des Gerichtshofes zweifellos auch Kenntniß gehabt, daß weil fast durchweg nur ein Theil der Typen eines Werkes- zu Er hätte, wenn er dies noch nicht früher gewußt, es in dem Falle Typen gestohlen wurde, so daß der Abgang eines oder Lichtner ein gewerbsmäßiger Glücksspieler und Falschspieler war. jeder einzigen Karte gehören nämlich so und so viel abgepaßte des Herrn Hans v. Schierstädt merken müssen. Gravirend für mehrerer Pfunde stets mehrere ganze Werke vernichtete. Der v. Wienerind ist auch das Vorkommniß in Gotha. Der Gerichts- Sachverständige für das Buchdruckereigewerbe, Buchdruckereibesizer hof ist der Meinung, daß v. Meyerinck entweder die Karten auf der Köpfel- Berlin, schätzte den Werth alter Typen je nach der Le= Rückseite gezeichnet hatte, oder daß Lichtner die Karten nach ihrer girung auf 25-33 M. pro Zentner; neue Typen- die ge Lage fannte. Ebenso ist der Gerichtshof der Meinung, daß Seß ftohlenen waren nämlich sämmtlich neu auf 2,50-3,00. und Seemann sich des gewerbsmäßigen Glücksspiels und Falsch- pro Pfund. Der Werth der Edeltypen lasse sich überhaupt nicht spiels schuldig gemacht haben. Heß und Samuel Seemann sind schäßen, derselbe hänge von To gewiegte Spieler, daß sie von dem Falschspiel Lichtner's werthung ab. der Möglichkeit der VerDaß der Angeklagte den unrechtmäßigen zweifellos Kenntniß hatten. Seemann hat sich auch des Betruges Erwerb der Typen kannte, geht daraus hervor, daß beim Roulettespiel schuldig gemacht. Dagegen hat der Gerichts- er dieselben in der Wohnung seines Vaters versteckte. Dort hof nicht die Ueberzeugung gewinnen können, daß May Nosen- wurde noch ein Theil gefunden, doch waren die Typen verberg des Falschspiels schuldig ist. Da dieser nur dieses einen dorben, in Säde gepackt und mit Füßen darauf herum getreten. Vergehens wegen von der niederländischen Regierung ausgeliefert Das Schöffengericht am Amtsgericht II hatte zwar die Anworden ist, so war dieser Angeklagte überhaupt freistiftung zum Diebstahl nicht für eriviefen erachtet, und deshalb Polizeibericht. Am 1. d. M. Morgens erschossen sich ein zusprechen. Bei der Strafabmessung hat der Gerichtshof bei nur wegen einfacher Hehlerei auf vier Monate Gefängniß erRaufmann in seiner Wohnung, in der Wänchebergerstraße, und v. Meyerinck dessen hohe gesellschaftliche Stellung erwogen, tannt. Die Straffammer tam dagegen zu der Ueberzeugung, ein Raufmann im Thiergarten, am Neuen See. Vor dem die ihm ganz besondere Pflichten auferlegte. Bei den anderen daß gewohnheitsmäßige Hehlerei vorliege. Hätte die StaatsHause Louisenstraße 38 fiel Mittags ein Arbeiter von seinem in Angeflagten und die Vorstrafen ihr gemein- anwaltschaft Berufung eingelegt, würde der Angeklagte in das der Fahrt befindlichen Heuwagen, gerieth unter die Räder und gefährliches Treiben in Erwägung gezogen. Der Gerichtshof Buchthaus gewandert sein, so aber mußte sich der Gerichtshof erlitt eine schwere Verlegung am Knie. An der Ecke der hat deshalb die Angeklagten v. Meyerinck, Fährle und Abter zu unter dem Ausdrucke des Bedauerns darauf beschränken, das erste Straße Alt- Moabit und der Lüneburgerstraße wurde Abends ein je 4 Jahren Gefängniß, zu je 3000 m. Geldstrafe event. noch zu Urtheil zu bestätigen. Gegen den eigenen Sohn hatte der beArbeiter durch einen Rollwagen überfahren und an den ie 300 Tagen Gefängniß, Samuel Seemann und Heß zu je stohlene Water teinen Strafantrag gesteйt. Beinen bedeutend verletzt. Im Laufe des Tages fanden drei 2 Jahren Gefängniß, je 2000 M. Geldstrafe event. noch zu je Brände statt. 200 Tagen Gefängniß, sowie alle diese Angeklagten zu je 5 Jahren Ehrverlust, Julius Rosenberg zu 750. und Sußmann zu 1000 M. Geldstrafe verurtheilt, May Rosenberg dagegen freigesprochen bezw. das Verfahren gegen diesen eingestellt. Den Angeklagten Fährle, Heß und Abter wurden je 9 Monate, v. Meŋerind 8 Monate, Samuel Seemann 4 Monate und Sußmann 120 M. für die erlittene Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. Da nach endete diese Gerichtsverhandlung gegen 9 Uhr Abends. Die Angeklagten nahmen das Urtheil cugenscheinlich mit großer Niedergeschlagenheit auf. Wiederum hat fich ein Inhaber eines bedeutenden Kaufhauses erschossen. Der Mitinhaber der bekannten Schuhwaaren- Fabrit von Schiller und Rosenthal, Leipzigerstr. 72, der 46 Jahre alte Kaufmann Gustav Rosenthal ist gestern Morgen gegen 8 Uhr nahe dem Forsthause im Thiergarten mit einem Schuß in der rechten Schläfe aufgefunden. Rosenthal, der Jerufalemerstr. 44/45 wohnte, ist bei der That so zu Werke gegangen, daß er mit Sicherheit den Tod finden mußte, auch wenn Das Geschoß die beabsichtigte Wirkung nicht hervorgebracht hätte. Er hatte sich, bevor er den Schuß auf sich abgab, am Rande eines Gewässers so aufgestellt, daß er rücklings hineinfallen und ertvinken mußte. Die Leiche ist denn auch im Wasser aufgefunden. Welche Gründe dem Geschäftsmann, der in faufmännischen Kreisen für sehr sicherstehend galt, veranlaßt haben, Hand an sich selbst zu legen, ist bisher nicht bekannt geworden. Theater. Theater Unter den Linden. Mittwoch, den 1. November. Zum ersten Male:" Münchener Kindl." Operette in drei Aften von Alexander Landesberg und Leo Stein. Musik von Carl Weinberger. Wem Beine in Trikots und reiche Dekorationen zum Kunst genuß genügen, der wird die gestrige Premiere des Theaters Unter den Linden mit voller Befriedigung verlassen haben. Unter den Besuchern dürften dem Beifalle nach zu schließen, viele auf diesem niedrigen Niveaudes Geschmades gestanden zu haben. Die Handlung, vor allem die Verwandlungsszene war von mehr als operettenhafter Unwahrscheinlichkeit. Die zum Theil schlecht gesungene Mufit war viel zu gut für die dürftige Handlung. Gespielt wurde von den Hauptpersonen recht gut, so insbesonders von Frau Jlla Palmay und Herrn Steinberger. = wurden Gerichts- Beitung. Soziale teberlicht. Achtung, Töpfer! Da der diesjährige Fensterstreit einen ungemein hartnäckigen Verlauf nimmt und noch nicht abzusehen ist, wenn derselbe zum Abschluß gelangt, werden die Mitglieder des Allgemeinen Vereins der Töpfer aufgefordert, die beschlossenen Prozente pünktlich Rosenstr. 30 bei Wernau abzuführen, damit die Streifenden unterstützt werden können. Der Vorstand des allgemeinen Vereins der Töpfer und Berufsgenossen.( Mitgliedschaft Berlin.) = An alle auf Neubauten beschäftigten Handwerker und Arbeiter! Wie bei allen Bauarbeitern die Winterzeit sich am meisten fühlbar macht durch Arbeitslosigkeit, so auch bei den Ein klassischer Beweis für die abschreckende Wirkung der Einsegern. Dieses in Betracht ziehend, hat der Verein der EinPrügel- und Zuchthausstrafe wurde in der heutigen Sigung der setzer( Tischler) einen Beschluß gefaßt, dahingehend, bis auf neunten Straftammer des Landgerichts I geführt. Ein alters weiteres für den Winter die Licht- und Sonntagsarbeit gänzlich schwacher Greis, der 80 jährige Handelsmann Samuel Treu zu unterlassen, um mehr Kollegen Arbeitsgelegenheit zu geben. Das Wallner Theater beherbergt jetzt in seinen Räumen era, wurde gestern, unterstützt von einem Gerichtsdiener, aus Um nun dieses durchführen zu können, bedürfen wir Eurer Hilfe, eine Gastspielvorstellung des Eden Theaters unter Direktion des der Untersuchungshaft vorgeführt, um sich wegen Diebstahls zu unterstüßt uns, indem Ihr uns diese Bauten, wo von den dort Herrn B. Schenk. Es beschleicht gewiß manchem Besucher ein verantworten. Der alte Mann hat die meiste Beit seines langen beschäftigten Einsegern gegen diesen Beschluß verstoßen wird, Gefühl des Unbehagens, wenn er in diesen Räumen, die ehemals Lebens hinter Kerkermauern zugebracht. Er hat alle Strafen bekannt giebt. Sucht auf die Betreffenden einen moralischen dem Besucher in tünstlerischer Beziehung einen genußreichen verbüßt, die nach der alten wie der neuen Gerichtsordnung Druck auszuüben, indem Ihr dieselben auf den Werth der VerAbend verschafften, jetzt die Bühne für ein Spezialitäten- Theater verhängt werden können. Das ihm vorgehaltene Strafregister fürzung der Arbeitszeit hinweist. Zur Kontrolle über diese hergerichtet sieht. Doch abgesehen davon, der Abend bot auch in begann mit drei Peitschenhieben, dann folgte Verweis, Bauten haben wir eine Kommission gewählt, an welche alle Ansprüchen auf diesem Gebiet nicht den von uns gehegten Er- darauf eine Bestrafung mit 40 Peitschenhieben. Nachdem der Unregelmäßigkeiten zu melden sind. Die Adressen sind folgende: 1. Bienefeld, Wollinerstr. 65. 2. Ferdinand, Bankwartungen. Den größten Theil des Abends beherrschte die Angeklagte dann mehrere Gefängnißstrafen erlitten, folgte die 3. Maier, Klödenstr. 4. 4. Preppernau, Zauber und Wunderwelt von Direktor Schenk dargestellt. erste Buchthausstrafe mit Verlust der Nationalfofarde und von straße 51. Sie bot nichts besonderes erwähnenswerthes was nicht dieser Beit an löste eine Buchthausstrafe die andere ab. Treu- Beusselstraße 88. 5. Rodemann, Frankfurterstraße 91. auf diesem Gebiete schon dem Publikum, bekannt ist. herz brachte zulent acht Jahre im Buchthause zu Brunsbüttel zu. 6. Schimmelpfennig, Bionstirch Blaz 12. 7. Schulz, Die Schattenbilder erinnerten lebhaft der Kindheit Er ist ein unverbesserlicher Ladendieb. Er war taum in Freiheit Naunynstr. 27. 8. Walter, Pantow, Mühlenstr. 52. Im Auftrage des Vorstandes: fröhliche Tage und würde auch besser zu einer Kinder- gesetzt und nach Berlin gekommen, als er hier wieder einen Benno Misch, Wollinerstraße Nr. 31, Hof 1 Tr. vorstellung sich eignen. Die Leistungen der räthselhaften Luft- Diebstahl beging. In dem Laden eines Goldarbeiters ließ er sich wandlerin tönnte man dem gesellig beifügen. Das PianoWaaren vorlegen und entwendete dabei eine Brosche und einen Der Streif der Sattler in der Militäreffekten- Fabrik von Orchester gab dem Spieler Gelegenheit zur Entfaltung seiner Ring. Jest soll er wieder auf zwei Jahre ins Buchthaus Jansen in Straßburg dauert nun bereits vier Wochen, ohne daß gewiß großen Geschicklichkeit, sein Instrument mit Armen, Beinen es wird wohl seine letzte Bestrafung sein. das Ende abzusehen ist. Der Streit wäre schon längst zu gunsten und Händen zu bearbeiten, aber ein musikalischer Genuß war es Das Rowdythum in der besseren" Gesellschaft. Be- der Arbeiter entschieden, wenn nicht dem Fabrikanten der Liegewiß nicht, den Tönen zu lauschen, die dem Instrument ent- tanntlich dringen neuerdings immer mehr von Frauen und ferungstermin hinausgeschoben worden wäre. Nach dem bislockt wurden. Es war zu viel! Pauken, Trommel und Trompeten, Mädchen Klagen in die Deffentlichkeit, daß sie von Gesindel im herigen Verlauf darf man annehmen, daß die Arbeiter als Harmonium, Piano, Glockenspiel, Schellen, Zither und Xylophon Bylinderhut schamlos und roh attafirt und mit unfittlichen An- Sieger hervorgehen werden, trotz der bekannten Liebenswürdigkeit in möglichster Disharmonie durcheinander, dazwischen noch ein trägen verfolgt werden. Eine den Bildungsstand der maß der Polizei. Einige Anklagen hat man schon erhoben, wegen ohrenbetäubender Lärm, der auch den geduldigsten Menschen zur gebenden Gesellschaftsschichten illustrirende Affäre wurde heute bhaltung einer nicht angemeldeten Versammlung, wegen BeVerzweiflung bringen konnte, das stellt doch zu hohe Ansprüche vor der VI. Strastammer des Landgerichts I in der Berufs- leidigung und Bedrohung u. f. w., doch haben diese Schreckan unser nervöses Zeitalter. instanz verhandelt. Auf der Anklagebant saß der fünfund mittel bisher noch teinen Erfolg gehabt. Ausständig sind noch fünfzigjährige bisher unbescholtene Kaufmann Christian 16 Mann. Anfragen und Sendungen sind zu richten an Ludwig Arthur Märker. Es war am Abend des 13. April, als die Segl, Fischerstaden 17, 1 Tr. Zuzug streng fernhalten. Telephonisten Fräulein B., ein 19jähriges Mädchen, nach be= Der Verband der Sattler und Tapezirer und endetem Dienste auf dem Heimwege die Charlottenstraße verwandten Berufsgenossen. Der Spieler- und Wuchererprozeß in Hannover. ( Schluß.) U hinten passirte. Am Hotel de Rome wurde fie von dem Organisirte Streifbrecher giebt es nicht blos in Deutsch hinter ihr ihr gehenden Angeklagten plöglich von berührt, ste faßte die Berührung als eine Beleidigung auf und zur jetzigen Zeit wirthschaftlichen Niederganges die Blacklegs unland. Auch im kapitalistischen Musterlande England wagen sich stellte den Angeklagten energisch zur Rede, indem sie einen Am Mittwoch fand das Plaidoyer statt. Der Staatsanwalt Schlag ins Gesicht oder die Herbeiholung eines Schutzmanns ihm gescheut an die Deffentlichkeit, und dieser Tage sind ihrer 150 Wilhelm erörterte die Beweisaufnahme in ihren allgemeinen in Aussicht stellte. Anstatt sich zu entschuldigen, packte der An- ogar zu einem Kongrep in London zusammengetreten. Nachdem Zügen, während der Staatsanwalt- Substitut Geel die einzelnen geklagte das junge Mädchen beim Kragen und schüttelte es, solution gegen die Tendenz der verhaßten Trades- Unions gefaßt sie getreu den Weisungen ihrer Unternehmer bereits eine ResoFälle behandelte und die gestern bereits mitgetheilten Straf- daß die erschreckte Dame um Hilfe rief und in höchſter Erregung haben, werden die ehrlichen Arbeiter in England nicht verfehlen, anträge stellte. Hierauf erfolgten die Reden der Vertheidiger dem Angreifer einen Schlag ins Gesicht versezte. Der Angeklagte Diese Burschen mit dem gebührenden verächtlichen Fußtritt abzus Rechtsanwalt Dr. Friedmann- Berlin und Rechtsanwalt Dr. Gotthelf- erhob nun seinen Spazierstock und versette dem jungen Mädchen strafen. Komisch ist, daß deutsche Kapitalistenblätter die organiBerlin für von Meyerinck, Fährle und Samuel Seemann, Rechts: mehrere wuchtige Schläge über den Kopf, so daß der Stock zer- firten Streitbrecher, die sich auch zu geistigen Sklaven des anwalt Oppenheimer- yamburg für Sußmann, Justizrath Seckel- brach und die Gemißhandelte ein blaues Ange und eine Wunde Göttingen für Heß, Rechtsanwalt Rins Hannover für May am Ohr davontrug. Frl. B. verlor infolge der Aufregung die Rapitals herabwürdigen, als eine Vereinigung freier Arbeiter Rosenberg und Rechtsanwalt Dr. Ascher für Julius Rosenberg, Besinnung und mußte in einer Droschke nach ihrer väterlichen bezeichnen. welche Freisprechung beantragen. Wohnung geschafft werden. Ein Zeuge des Vorfalls Erhebungen über die Arbeitszeit ze. im Gast- und Um 54 Uhr Nachmittag zog sich der Gerichtshof zur Besorgte dafür, daß der Name des Angeklagten polizei- Schankwirthschaftsgewerbe sollen demnächst in Leipzig auf rathung zurück. Kurz nach 8 Uhr erschien er wieder im Gerichts- lich festgestellt wurde. Letzterer riß sich damit heraus, Veranlassung der Kommission für Arbeiterstatistik in ca. 150 saal. Der Präsident, Landgerichtsdirektor Heinroth, verkündete daß er an einer Nervenkrankheit leide, in deren Folge ihn auf solcher Betriebe vorgenommen werden, in denen zur Zeit der folgendes Urtheil: der Straße mitunter plöglich die Sicherheit der Füße verlasse, Umfrage mindestens eine nicht zur Familie des Wirthes gehörige Angesichts der späten Abendstunde und der persönlichen Ab so daß er ins Wanken gerathen und dann manchmal die Straßen- Person als Kellner( Oberkellner), als Kellnerin oder als Kellnergespanntheit will ich die Begründung des Urtheils nur streifen. paffanten berühre. Hier in diesem Falle sei die junge Dame lehrling beschäftigt wird. Zu diesem Zwecke werden Fragebogen Ich will mit dem Angeklagten Sußmann beginnen. Der Gerichts- fofort auf ihn eingedrungen und er habe sie mit dem Stocke ausgegeben, welche in der einen Hälfte der Betriebe ausschließhof hat die feste Ueberzeugung gewonnen, daß die Angeklagten lediglich abgewehrt. Diese Behauptungen konnten schon vor dem lich von den Wirthen, in der anderen Hälfte ausschließlich von Heß und Rosenberg sich im schlimmsten Maße des gewerbsmäßigen Schöffengericht nicht erwiesen werden, der Angeklagte wurde je einem Kellner( Kellnerin) zu beantworten sind. Die BeantWuchers schuldig gemacht haben und daß Sußmann ihnen diejen vielmehr zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt, wortung in den Betrieben, deren Inhaber die Anfangsbuchstaben Mucher wesentlich ermöglicht und erleichtert hat. Allein der Ge- welcher hiergegen die Berufung eingelegt hatte, hielt diese Strafe A bis L haben, hat von den Arbeitgebern, in den übrigen Berichtshof erachtet es nicht für nachgewiesen, daß Sußmann von für viel zu niedrig und beantragte gestern drei Monate Getrieben von den Arbeitern zu erfolgen. Die Fragebogen sind mit dem Treiben der erwähnten Angeklagten Kenntniß hatte. Suß- fängniß, indem er anf die Rohheit hinwies, die in einem größter Sorgfalt auszufüllen und werden binnen 5 Tagen wieder mann war daher nur in zwei Fällen wegen Vertrieb von in folchen Angriff auf ein wehrloses junges Mädchen auf offener abgeholt. Aus der durch den Inhalt der Fragebogen etwa erPreußen verbotenen Lotterieloofen zu verurtheilen. Der Ange- Straße liege. Der Gerichtshof rechnete dem Angeklagten nur langten Kenntniß von dem Vorkommen einer Uebertretung der flagte Julius Rosenberg hat zweifellos auch Wucher getrieben. feine bisherige Unbescholtenheit als mildernden Umstand an und Polizeistunde wird ein Anlaß zum strafrechtlichen Einschreiten Zwei glaubwürdige Beugen haben bekundet, daß er die Ge- erkannte auf 600 M. Geldbuße event. 120 Tage Gejängniß. nicht entnommen werden. 4) n Versammlungen. " Der Berliner Arbeitervertreter Berein tagte am 1. November in der Grenadierstr. 33 bei Seefeld. Der Referent Schalthoff sprach über die Praxis der sozialpolitischen Gesetze und theilte feine Erfahrungen im Unfallversicherungs- Wesen an der Hand amtlicher Belege mit. Die gefällten Urtheile und deren Begründung seien geradezu geeignet, die lebhafteste Verwunderung hervorzurufen. So sei z. B. in der Wesenberg'schen Cichorienfabrik der Arbeiter Wirth verunglückt, als er ein Weißbierglas aus einem Raum herunterlangen wollte, um daraus 31 trinken. Der Arbeiter verletzte sich an dem zerbrochenen Glase den entblößten Arm derartig, daß er fortdauernd in seinem Erwerb geschädigt ist. Die gegen die Unfallversicherung beim Schiedsgericht angestrengte Klage war für den Arbeiter von Erfolg. Das Schiedsgericht nahm einen Betriebsunfall an, mit der Begründung, daß der Arbeiter zur Befriedigung seiner Bedürfnisse den Raum nicht verlassen dürfe, auch sei die Ents blößung des Armes als zum Betriebe nöthig zu erachten, ohne dieselbe wäre die Verlegung die Verlegung allerdings nicht so schwer gewesen. Wirth wurden 40 pet. Rente ฮิ นะ gesprochen. Gegen dieses Erkenntniß legte die Unfallversicherungs- Gesellschaft beim Reichsamt Refurs ein, und zwar mit Erfolg. Der Arbeiter wurde abgewiesen. Das Reichs amt wies im Termin den Kläger ab, mit der Begründung: daß der Unfall nicht zum Betriebe zu rechnen sei, denn die Fabrik hätte mit den Trinkgläsern nichts zu thun, fie liefere auch keine folchen. Das Trinken 2c. fei lediglich eine private Thätigkeit, die mit dem Betriebe nichts zu thun habe. Gesessen hatten vom Reicheamt zur Verhandlung als Vorsitzender Präsident Dr. Bö diter, Regierungsrath 3immermann, Regierungsrath Play, Amtsrichter Milenz, Landrichter Przewolka, Generaldirektor Ramp aus Hannover in Vertretung der Berufsgenossenschaft und Puzer Buchholz als Arbeitervertreter. Buchholz betont, daß er in dem Falle Wirth wie mit Engelszungen geredet, ja ganz entschieden aufgetreten, aber er habe nicht durchdringen können. Das Urtheil sei gegen seine Stimmie Stimme gefält worden. Kempf Bamberg meint, der Arbeitervertreter habe die besten Absichten, aber er werde oftmals niedergestimmt. Sobald der Arbeitervertreter merken lasse, daß er leidenschaftlich für seine Sache eintrete, dann sehe mancher der Herren eine Bravour darin, ihn niederzustimmen.( Sehr wahr! hört! hört!) - Krüger Dresden erklärt: Die gepriesene Sozialreform sei sehr lückenhaft, er habe auch nicht die besten Erfahrungen gemacht. Martin bezeichnet den Fall als überaus traurig, ja ceradezu himmelschreiend. Das Bedürfniß zu trinken spreche man doch nicht dem Bich ab.( Sehr richtig!) Er sehe doch tald en, daß die Arbeitervertreter nur zur Deforation des ganzen Werkes dienten.( Beifall!) Buchholz und Dehne äußern sich ebenfalls in abfälliger Weise. Unter den vorgeführten zahlreichen Fällen ist noch eine Auffassung der Gesetzgeber betreffs der auf Kirchhöfen beschäftigten Arbeiter von allgemeinem Interese. In Rigdorf waren zwei Arbeiter mit dem Ausheben emer Gruft beschäftigt. Dabet durchstach ein Arbeiter tem andern die Hand mit einem Spaten, die Hand bleibt zeitlebens verkrüppelt: Der Arbeiter aber ist mit seinem Anspruch abgewiesen worden. Das Reichsamt ist der Ansicht, das Ausheben der Gräber gehöre nicht unter die Versicherungspflicht( Gelächter: Hört! Hört!), aber doch seien die Arteiter, die sich mit gärtnerischen Arbeiten und dergleichen be schästigten, versicherungspflichtig( Ruf: Der reine Humbug! Sehr rid, tig!) Schalthoff: Ja, man wisse wirklich nicht, was man sagen solle! Das Ausheben der Gräber sei doch wirklich gefahrvoller, als das Blumenpflegen. Dehne bittet, alle diese Erfahrungen zu sammeln, in diesem Durcheinander gehe es wahrlich nicht mehr weiter, es tönne einem Arbeiter passiren, daß er an einem Tage z. B. immer am Theater beschäftigt sei, mit 5 Berufsgenossenschaften zu thun bekomme.( Hört! Hört!) Buchholz giebt ein kurzes Resumme. Er betont, daß die Sozialgesetzgebung vor der Steuergesetzgebung in den Winkel gestelt sei. Vor den Reichstag werde die angesagte Novelle zur Umänderung des Unfallgesetzes" wohl sobald nicht gelangen! Die anwesenden Arbeitervertreter richten daher an die Presse die Bitte, der Sache so viel als möglich ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Für den 41. Kommunal- Wahlbezirk fand am 1. d. M. im Wedding- Kasino, Schulstr. 29, eine öffentliche Kommunalwähler- Versammlung statt. Dieselbe war rege besucht. Den Vortrag hielt Stadtverordneter Vogtherr, welcher in aus führlicher Weise die Aufgaben der Sozialdemokratie bezw. deren Vertreter im rothen Hause erörterte unter Berücksichtigung der bereits nach dieser Richtung hin entfalteten Thätigkeit, welche bisher durchaus prinzipientreu gewesen sei und auch fernerhin fein werde. An der Diskussion betheiligte sich Genosse Gleinert, worauf eine Resolution einstimmig angenommen wurde, am 13. d. M. dem Kandidaten Bogtherr zum Siege zu verhelfen. Die nächsten Versammlungen finden am 9. d. M. im Feldschlößchen und am 12. d. M. im Wedding- Part statt. = mit Eine öffentliche Versammlung der Wähler des 16. Kommunal- Wahlbezirks tagte am 1. November in Hoffmann's Festsaal, Oranienstr. 180. Das Referat über die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen hielt Stadtverordneter Theodor Mener. Nach einer trefflichen Kritik der heutigen Stadtvertretung besprach Redner eingehend die Schäden des Submissionswesens und stellte denselben die Vortheile der Ausführung städtischer Arbeiten in eigener Regie, die wir fordern, gegenüber. Eine weitere Stärkung der bereits vorhandenen freifinnigen Mehrheit im rothen Hause birge weitere Gefahren für die arbeitende Bevölkerung. Schloßplaz- Verschönerungsprojekte 2c. tauchen hier und da wieder auf und werden greifbare Gestalt annehmen, wenn das Gros der Bevölkerung nicht ein Veto dagegen eingelegt. An einem Vergleich Schweizer Schulen zeigte der Vortragende, daß unsere Gemeindeschulen feineswegs Musteranstalten" genannt werden können, Ter Referent präzisirte furz die Forderungen der Sozialdemo fratie und fordert zum Schluß zur regsten Agitation für die Wahl des Kandidaten des 16. Bezirks, des Genossen Tolts= dorf, auf. An der Diskussion betheiligten sich Bilicke, Bruhns, Schulz und Wagner; Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Bekannt gegeben wurde noch, daß für denselben Bezirk die nächste Bersammlung am 8. November im Märkischen Hof, Admiralftraße 18c, stattfindet. Die Wählerlisten liegen bis zum Tage der Wahl bei Gottfried Schulz( Bigarrenhandlung), am Kott buser Plaß, aus. Die Parteigenossen, die sich am Sonntag, den 5. November, an einer Flugblattverbreitung betheiligen wollen, wurden aufgefordert, fich Morgens 9 Uhr im Lokal von Schwarzkopf, Staligerstraße, oder Wringe, Admiralfraße 20( Ecke Rottbuser Ufer), einzufinden, und hierauf die Versammlung geschlossen. Sozialdemokratischer Agitationsverein für Arnswalde- Friedeberg. Sonnabend, den 4. November, Abends 8 Uhr, in Tempel's Lotal, Langestr. 60 Versammlung. Berichterstattung vom Kölner Parteitag. Sozialdemokratischer agitationsklub für den Osten Berlins. Große öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 5. November, bends 6% Uhr, im Lotale des Freischüß", Fruchtstr. 36a. Vortrag der Frau Reimann über: Ist das Proletariat international? Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Gesundheitslehre und Buchführung. Dst- Schule, Martussir. 81: Unterricht in Geschichte( alte). Eud Oft Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Buchführung. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, bei Gruber, Mariendorferitr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Lese- und Disfutirklub Otto Reimer, Abends 8% Uhr, Wilhelmshavener Straße 23 bet Kuba. Diskutirklub August Geib Abends 8% Uhr im Restaurant Bubett. • Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ab. Neumann. Brunnenstraße 130, 2 r. Alle Renderungen im Bereins, 1 Gries, Giesensdorf. Gefelligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bei Gaul Freiheit 1, Bülowfir. 65 bet Richter.- Männerchor Süd- Ost, Köpnickerstr. 191 bei Foge. Brandenburger Männer- Gesangverein in Brandenburg a.., Mengert's Bolfsgarten, Bergstraße.- Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bei Pagold.- Arion, Wittenberge, Thurmftr. 23, 8entralhalle. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buſchriften sind zu senden an P. Hentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Freitag: Vergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Krebs.- Kegel- klub" Lustige 13", Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbertstraße 8. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangverein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Männerchor Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Privat Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Martgrafeuitr. 87.Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr. bei Schul trouseritr. 35. Mufit- Dilettantenverein, Zonita", Abends 8% Uhr bet Schent, Krautpr. 39, Musttverein Frischauf, Restaurant Schccder, Reichenuebungsstunde. bergerstr. 24. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Turnverein Gesundbrunnen Lessing- Gymnasiums Pantstr. 9-10.die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. falender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. I Am Ostbahnhof 7 bei W. Schulze. Ginigkeit 3, Groß- Lichterfelbe bet Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Stuhlmen.- Nord, BergStraße 68, bet Keller. summer' scher Gesangverein, Sangestraße 65, bei Tempel. Borwärts 1, G.D. Adalbertfir. 21, bei Roll. Buch: binder Männerchor Berlins, Holzmarttitraße 3, bei Deter. Mai Gemüthlichkeit Puzer, glödchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Seydelfir. 30. Palme, in Welten, bei Schröder. Morgenroth 4, köpenick, Müggelheimerstr. 3 bet Seld. Karthaus'scher Gesang verein, Lichtenbergerstr. 21, bet Seife. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74.- 2ypographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenstr. 20. Gesangv. Nordwacht, Müllerstr. 7, bet Reichert. Gesangverein Schmargendorf in Schmargen. dorf, Wirthshaus. 3utunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im Gambrinus Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowiacs. Gesang berein Freiheit Moabit, Kronen- Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47/49. ,, Bereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bei Lange Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Gesango." Roialia" Gr. Frankfurterstr. 81 b. Müller. Nord- West: Stern", Altonaerstraße 27 bei Lipfe.-Vineta", Sivinemünderstr. 35 bei Queitsch.- Freie Liedertafel, Neue Königstr. 73 bei Hahn. Brandenburger Männer- Gefangverein in Brandenburg a. 5., Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Bogel. mengert's Boltsgarten. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. BrauerGesangverein Gerstenähre, Alte Jakobstr. 88 bei Wienece. Männer Gesangverein Steinnette, Röslinersir. 17 bei Wendt. Johanni, 1 Vergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, 13. Biehung der 4. Klaffe 189. Königl. Preuß. Lotterie. 140 78 129 42 493 502 57 794 891 949 113024 113 486 517 80[ 3000] Biehung vom 2. November 1893, Bormittags. Rur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 15 154 87 309 79 759 861 903 1023 240 96 712 28 2050 155 202 537 65 88 707 826 3021 314 508 19 916 85 4040 144 45 227 72 306 432 900 2 21 5182 350[ 500] 70 85 551 625 948 6218 374 418 529 664 85 809 81 997 7052 162 324 553 96 638 77 816 26 30 910 31 8033 311 88 505 8 819 9143 66 581[ 500] 652 826 72 10058 134 60 340 79 428 90 529 63 811 24 89 935 57 67 11003 8 86 117 82 252[ 500] 74 419 562[ 300] 699 12055 159[ 1500] 85 286 400 719 800 47 971[ 3000] 13167 562 938 14005 93 195 276 88 97 316 436 55 633 901 15073 290 354 74 469 97 507 643 761 70 834 982 16486 541 83 851 17107 482 82 521 680 83 909 83 93 18142 384 484 513 53 63 666 730 878 995 10115 222 314 50 455[ 15001 537 95 673[ 3000] 745 20113 96 268[ 3000] 75 130001 350 681 824 920 48 21046 140 75 89 200 588[ 300] 675 736[ 1500) 810 912 15 22095 118[ 3000] 26[ 3000] 45 94 491 585 637 44 1500] 764 846 951 23091 214 613 98 722 41 812 939 80 83 24037 67 95[ 3000] 125 355 64 455 76[ 1500] 559 837 72 85 963 25137[ 300] 60 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178069 [ 1500] 123 78 93 236 85 1300] 472[ 3000] 548 661 745 964 170087 127 64 380 455 609 95 740 939 45 95 180078[ 500] 177 216 346 418 652 839 181094 298 437 599 714 800 182019 283 695 183027 329 484 618 184008 108, 21 403[ 500] 26 63 69 780 89 869 98 923 185030 60 260 67 302 16 17 402 38 664 90[ 500] 749 83 925 33 74 186604 39[ 300] 41 798 187045 120 367 785 188040 178 401 83 514 606 9[ 500] 701 7[ 500] 46 68 859 987 47 189089 316 32 64 417 550 653 62 874 907 190191 355 619 968 71[ 3000] 191320 442 57 556 705 982 198282 306 69 444 572 756 69 88 193088 233 53[ 3000] 312 506 619 846 [ 30001 948 49[ 1500] 194126 622[ 500] 66 708[ 500] 195112 376[ 1500] 491 865 937 196075 76 187 250 426 527 648 67 887 96 197130 80 83 237 59 74 303 591 673 729 54 913 23 198071 111 69 93 298 457 81 558[ 300] 663 765 898 199013[ 100001 95 164 229 50[ 500] 404 650 722( 3000) 33 200435 63 65 843 67 86 201159 75 301 432[ 1500] 75 560 63 97 623 39 745 54 68 869 947 202053 89 286 353 400 11 515 601 82 [ 10 000] 755 831 203121[ 500] 73 305 546 630 721 810 945 75 204083 126 245 494 510[ 1500] 26 66 86 649 914 205007 41 210 68 329 437 [ 1500] 574[ 3000] 712 15 45 940 66 206027 138[ 500] 337 651 953[ 300] 207060 62 72 135 259 357 60 636 50 88 744 932 13000] 208800 75 457 614 752[ 300] 804 40 51 209029 42 95 123 80 203 90 348 97 99 413 35 71 546[ 300] 757 98 210042 148-820 492 95 547 646 713 66 70 878 21132 37[ 500] 76 203 11( 300) 346 81 520 48 87 701 41 890 974 212258 339 446[ 800] 57 640 78 130001 81 753-807 943 218023 40 74 262 320 401 11 732 972[ 300] 81 214029 142[ 300] 60 276 341[ 3000] 215007 106 29 219 445 53 515 628 830 975 216016 49 173 332 410 595[ 500] 682 787 217113[ 1500] 318 508 843 218100 59 307 36 659[ 800] 721 63 856 219100 331 610 732 828 909 37[ 500] 41 220053 113 92 240 378 472 952 221011 336[ 500] 432 31 46 501 33 906 222044 87 571( 3000) 602 49 915 20 71 80 93 99 228071 287 [ 300] 455 513 45 990 4334 64 78 538 86 750 908 225120 96 239 434 68 619 13. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. 1102 268 335 54 454[ 30001 514 628 810 20[ 1500] 977 112140[ 300] Siehung vom 2. November 1893, Nachmittags. Nur die Bewinne über 210 Mart sind best betreffenden Nummern in Parenthese beigefilgt. ( Ohne Gewähr.) 29 191 821 914[ 300] 1395[ 1500] 714 49 805 60 86 911 2034( 500] 147 217 79 903 37 3344 402 71 607 49 78 714 863 4022 43 207 73 381 581 919[ 500] 5111 92 290 94 455 79 524 92[ 500] 642 49 809[ 300] 6046 85 302 130001 82 412 728 80 875 7001 9 225 302 550 634 62 99 822 922 8190 458 70 575 744 807 89 931 9102 27 329 84 434 503 67 641 741 72 821 10280 358 741 66 831[ 500] 57 78 11292 416 41 92 581 808 58 80 959 12001 161 384 497[ 30001 531 61 915 13067 212 489 607 84 14091 23 427 531 661 923 67 15035 181 274 659 705 37 86 989 16020 158 76 504 761 823 35( 300) 17021 58 118 362 408 29 844 947 18084 165[ 300] 274 80 86 401 512 781 93 844 69 991 19151 63 303 81 83 466 68 597 722 931 20078 168 228 373 78 657 84 705 79 853 947 70 21003 5 524 73 692 711[ 1500] 19 831 22038 812 916 41 23014[ 300] 321 49 81 747 66 810 19 953 2 1024 152 68 213 15001 50 82 410 556 62 722 870 982 25004 18 25[ 1500] 51 55 108 61 244 366 76 414 511 12 642 884 26043 [ 3000] 223 452 78 733 60 919 27664 608 67 864 920 28109 65[ 300] 255 81 546 679 791 821 30 20186 240 366 30189 210 79 423 24 69 94 1500] 851 923 97 31105 202 573 94 662 68 87 790 334 905 79 88 32641[ 3000] 785 830 93 935 50( 300] 33156 233 59 60 301 82 509[ 3000] 832 84 34010 46 254 95 757 962 87 35014 96 134 214 46 320 91 404 554 68 621 97 701 88 903 46 84 86101 3 294 321 58 88 498 572 617 733 45 996 37095 197 201 48 386 488 514 31 691 770( 300) 849 993 38143( 300) 77 230 321 406 15 57. 501 53 612 62 63 99 794 820 39 71 943[ 300] 39381 474 512 927[ 3000] 77 94 40024 41 184 292 376 601[ 1500] 51 64 79 785[ 3000] 849 984 41022 405 637 886 42025[ 300] 29 76 221 29 635 632 43039 165 13000) 85 274 471 510 62 654 822[ 1500] 44178 366 11500] 421 665 943 45187 574 690 752 824 999 46063 355 550 611 45 53 754 64 76 804 947 47267 408 66 808[ 1500] 21[ 1500] 57 987[ 300] 88 48094 529 53 775[ 300] 976 40230 49 334 477[ 1500] 526 91 821 95 966 71 50006 19 176 310 67 86 418 75 88 662[ 300] 754 822 985 51226 88 30J 93 410 582[ 300] 699 722 965 52000 7 13 112 487 523 90 665 1500) 75 798 868 968 53071 307 29 421 637 130001 59 772 838 67 939 97 54014 66 241 602 634 725 57 976 55185 390[ 1500] 438 39 627 39 755 64 849 55 953 56112 48 66 336 415 58 64 782 895 913 51 57112 289 382 402 543 689 959 77 58090 234 427 588 685[ 500] 851 59024 [ 1500] 52 166 226 420 48 607 784 919 60018 169[ 300] 73 241 53 417 74[ 1500] 548 650 61155[ 3000] 316 531 89 894 9402027 39 102 96 348 456 604 963 86 63160 68 [ 3000] 375 653 13000] 778 922 56 64210 499 648 767 93 946 52 76 15000] 65018 127 242 343 470( 3000) 712 29 35 930 66109 358 563 60 87 722 933 67041[ 500] 168 348 57 70 681 68073 156 354 521 97 644 827 69194 286 503 86 786 817 973( 300) 70050 85 257 312 28 409 86 651 749 820 952 71004 112 409 553 795 800 34 928 72326 69 83 711 71 90 847 73048 116 83 318 449 67 79 610 67 71 735 932 74052 298 518 669 825 93 75047 144 314 553 611 894 76096 181 308 60 597 608 15 923 77111 334 411 25 79 574 92 965 78058[ 1500] 249 433 92 542 632 40 731 70[ 3000] 79029 57 495 663 714[ 500) 60 900[ 300] 20 42 43 80430 51 735 832 42 942 si011 250( 3001 343[ 1500) 428 636 711 976 S2047 150 236 360[ 3000] 761 842 919 76 83039 60 13000] 178 599 711 68 836 61 69 95 81012 375 467 782 844 968 85216 355 400 75 76 86105 16 64 257 307 47 576 6 6 759 87095 170 241 342 88 96[ 3000] 406 547 77 651 735 65[ 300] 866 81 88007 33 64 224[ 1500] 532 48 777 818 50 95 927 80027 131 98 221 307 523 714[ 300] 92 [ 1500] 813 92 96 90051 135 204 99 722 63 929 46 91066 125 66 81 251 372 416 46 647 49 61 79 92 92019 134 353 461 61 820 13000] 47[ 1500] 60 918 93200 334 550 660 778 90 816 94110 99 244 89 322 93 535 649 742 65 85 873 90 953 95235 425 32[ 500] 606 90 733 35 818 26 58 907 26 88 96023 77 154 227 39 392 420 613 92 95 801 60 65 97445 96 584 665 794 824[ 3000] 962 98113 271 76 334 577 735 893 947[ 500] 99074 241 307 763[ 3000] 824 70 975 100274 415 634[ 3000] 75 885 966 1101318 707 49 921 28 102005 206 68 500 716 54 892 906 103424 45 549 798 910 93 96 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880 176001 230 46 402 701 9 27[ 3001 916 53 78 177009 134 314 401 42 579 175012 354 64 441 55 567 989 179235 843 55[ 1500] 440 96 505 22 716 819 81 180002 30 129 773 894 181415 81 663 80 878 914 69 182038 178 420 506[ 3000] 761 810 18 30 87 183086 174 81 271 308 424 64 508 26 649 734 878 184001 214 420 71 519 40 715[ 3000] 54 185061 93 167 325 490[ 1500] 529 675 965 186140 51 469 543 850 130] 187018 91 169 228 354 84 407 63 639 745 188017 56 77 108 225 350 597 774 94 805 17 189022 41 117 55 250 347 551 72 804[ 3000] 49 902 41 190052 107 38 49 461 595 191183 247 364 90 531 68 95 758 806 7.90 192019 326 492 696 193014 83 300 79 80 487 545 50 702 38 944 89 194000 436[ 500] 39 41 714 909 56 195036 94 322 418 27 537[ 500390 600 43 770 92[ 5001 931( 1500) 198088 174 86( 30001 208 30 386 518 31 638 936 74 107097 111 472 87 748 87 875 92 988 198010 53 85 130 56 358 85 666 199183 766 824 47 200023 185 222 64 98 346 84 483 773 201003 19 33 218 97 302 22 82 509( 3000] 99 687 717 833 76 93 202263 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2ogenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenfeftraße 3. Lepidopt. Bereinigung " Oranienfir. 183 p.- Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends sub, fubventioniren, so müßte er ein ganzes Heer Schreiber engagiren, um die zahlreichen Anmeldungen beantworten zu können, meint Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenſtr. 29. Musitverein off: der St. Galler Stadtanzeiger". nung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauerstr. 35-37 bei Schneider. Stattlub Kairo Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant Bur Gleichheit", Andreasstr. 26, Sigung. Nach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Berein Solidarität, Abends 8% Uhr im Lofale von Ehrenberg, Annenstr. 16, Sigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr. Guvryitr. 48 bei Kricheldorff. Ruderverein, Vorwärts", Sigung Abends 8 Uhr, in der Spree terrasse, Jannowigbrücke. Gesangverein Freya"( gemischter Chor) Rir rf, Abends 9 Uhr, Steinmezstr. 45 bei Wurbs. Vermischtes. Literarisches. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) Lens, 2. November. Jm Kohlenbecken des Departement Bas de Calais ist die Zahl der Bergleute, welche die Arbeit wieder aufnehmen, in steter Zunahme begriffen. Gegenwärtig arbeiten bereits 30 000 Bergleute, während 13 000 noch streifen. Lens, 2. November. Der heute stattgehabte Rongreß des Synditats der Bergarbeiter- Delegirten faßte einen Beschluß zu gunsten der Fortsetzung des Streits. Paris, 2. November. Das Generalfomitee der Arbeitsbörse hat alle Mitglieder, welche der anläßlich des Besuchs des russischen Geschwaders in der Oper stattgehabten Galavorstellung beigewohnt haben, als unwürdig ausgeschlossen. Briefkaffen der Redaktion. D. G., Stendal. Wird entsprechend verwendet werden. Der Vorsitzende des Arbeiter- Sängerbundes Berlin ist Neumann, Brunnenstr. 124. Drucksachen der Kommission für Arbeiterstatistik beginnen in Carl Heymann's Verlag, Berlin W., zu erscheinen. English Conversational Club Shakespeare. Das uns vorliegende Heft( Preis 60 Pf.) enthält als Nr. 3 der Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Berhandlungen das Protokoll über die Berathungen vom 30. Juni Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. bis 3 Juli d. J.; Nr. 1/2 der Verhandlungen sollen in Kürze folgen. Es ist anzuerkennen, daß man an zuständiger Stelle dem von den verschiedenen Seiten, auch des öfteren von uns ausgesprochenen Wunsche Rechnung getragen hat und den Interessenten Gelegenheit giebt, die Berathungen der Kommission an der Hand authentischer Berichte zu verfolgen. Wir empfehlen sämmtlichen Arbeitervereinen und den an der Sozialstatiftit interessirten Lefern die Anschaffung der Veröffentlichungen der Reichskommission und J. S. Krumau. Die Frage nach dem besten stenopraphischen vor allem den Gastwirthsgehilfen und Kaufleuten die Anschaffung des eben erschienenen Heftes. Die Drucksachen sollen zu einem System beantworten wir nicht. Ein jeder Stenograph, der das äußerst niedrigen Preise abgegeben und dadurch die Anschaffung von ihm gelernte System praftisch beherrscht, hat selbstredend auch solchen Interessenten ermöglicht werden, welche für die Be- auch Ursache, gerade dieses für das beste zu halten. Daß nach friedigung ihrer literarischen Bedürfnisse nur geringe Beträge Stenogrammen Zeitungsartikel gesetzt werden, ist uns nicht aufzuwenden vermögen. Rigdorf. Restaurateur D. Böttcher, Hermannstr. 140, erDer Zukunftsstaat. Politisches Kouplet von B. Strzelewih. Preis mit Klavierstimme 75 Pf. Verlag von A. Hoff- fucht uns mitzutheilen, daß er gegen seinen Willen von den ver mann in Pankow- Berlin. einigten Freifinnigen und Nationalliberalen als Wahlmann aufDie allgemeine Existenz- Versicherung. Von Guido Jakobi. gestellt wurde. Er wünscht, daß der Vorwärts" seinem Protest 1 Band. Zürich. Verlags- Magazin.( J. Schabelis.) gegen den empörenden Mißbrauch seines Namens weitere VerIllustrirtes Familienbuch der Natur Heilkunde. Bon breitung gebe. Ludwig Rexhäuser. Leipzig. Verlag von E. Schremmel. Abseits vom Wege. Zwei Erzählungen von Leo Hildeck. Dresden und Leipzig. Verlag von Heinrich Minden. Preis 2 Mark. Aus Schneidemühl wird der Bolts Zeitung" über das neue Unglück berichtet: Die artesische Quelle in der Kleinen Kirchenstraße hat sich Mittwoch Nachmittag einen Ausweg neben dem Hauptrohr gesucht. Der Strom ergießt sich dick und schlammig, wie ehedem, in den Rinnstein. Bestürzt sammeln sich die Einwohner der Stadt un die Unglücksstätte. Man befürchtet das Schlimmste von dem Unglücksbrunnen. Brunnentechniker Beyer ist sofort telegraphisch zu Hilfe gerufen worden. Bis in die späte Nacht war die Unglücksstätte von Menschenmassen um lagert. In wenig Stunden häuften sich die Schlammmassen fußhoch, ein Beweis, daß die Wirkungen des Durchbruchs der Quelle leider recht bald weitere Verwüstungen zeitigen werden. Wilderer an Deutschlands Westgrenze. Der deutsche Förster Renß aus Plaine bei Schirmed traf am 1. November 5 französische Wilderer auf deutschem Gebiet 200 Meter von der Grenze. Die Wilderer schossen zuerst; der Förster blieb unverlegt und tödtete 2 Wilderer. Staatsanwalt und Gerichtsbehörde begaben sich sofort an den Thatort. Stockholm, 2. November. Das Padhaus von Stockholms Magasin- Aktiebolag ist zum dritten Theil durch eine heftige Feuersbrunst zerstört worden. Die ganze Feuerwehr war in Thätigkeit. Der Direktor der Backhaus Gesellschaft ist schwer verlegt. Die verbrannten Waaren sind zum größten Theil bei deutschen und englischen Gesellschaften versichert. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Schatzbedürftige Mädchen. Dem Bezirks- Anzeiger" von Goßau ist zu entnehmen, daß der Regierungsrath aus dem Paris, 2. November. Wie verlautet, wird die Arbeiter Altoholzehntel 800 Frants an das" Asyl für schatzbedürftige börse nächste Woche wieder eröffnet werden. Der Minister des Mädchen in St. Gallen" vergabt hat. Vermuthlich ist das Innern bereitet ein neues Reglement vor, mit welchem sich eine Asyl für schuhbedürftige Mädchen" bestimmt. Wollte große Anzahl von Arbeitersyndikaten bereits einverstanden er der St. Galler Regierungsrath die schatzbedürftigen Mädchen klärt haben. Der Chrifft. Sonntagsblatt für freien Geistesaustausch. Herausgeber: Th. v. Wächter. [ 2987b Der Herausgeber dieses" Sonntagsblattes" vertritt in wirthschaftlichpolitischen Fragen den Standpunkt der Sozialdemokratie und will in allen übrigen Fragen des Geisteslebens, welche mit dem Parteiprogramm nichts zu schaffen haben( Privatsache sind), zu einem freien gegenseitigen Geistesaustausch anregen in Bekämpfung jeglichen Pfaffenthums undAntipfa ffenthums. Abonnement 50 Pf. im Vierteljahr bei Wächter, Berlin N., Tieckstr. 39, 111. Soeben erschien: 5083L Klaus Kraus, An der Wende. Humoresken und Satiren. Geschichten aus dem Leben. Verlag von Joh. Saffenbach, Berlin N. 4, Invaliden- Straße 145. zu beziehen vom Verleger, von der Buchhandlung des„ Vorwärts" und jeder Buchhandlung. Auslieferung für Berliner Kolporteure: Buchhandlung des Vorwärts" und B. Simousohn, Volksbuchhandlung, N. Invalidenstr. 5. O welche Lust, Soldat zu sein! 10. bis 20. Tausend. Eine neue Agitationsbroschüre: Inhalt: Einleitung. Brot- und Blutsteuer. Molochs Kultur. Krieg im Frieden. Soldatenfutter. Schneidig. Schimpfwörter: Lexikon. Mißhandlungen. Molochs Justiz. Selbstmord. Schlußbetrachtungen. F Preis 20 Pfg. Bei Partiebezug hoher Rabatt.-Verlag der Münchener Post", München, Windenmacherstraße Nr. 5. zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Kolporteure. 50192* Jamaica- Rum, echt u faç. Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. 441M 6a Eugen Neumann& Co., Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplat größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark Kinderwagen, oo table ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Arbeiter- und Handwerkerfrauen faufen bei mir reelle Herbst- und Wintermäntel, sowie Jaquettes zu außergewöhnlich billigen, aber streng festen Preisen. Keine theure Ladenmiethe, teine kostbare Einrichtung, aber auch teine minderwerthige Bazarwaare! 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Machen Nassauer, so da Wanzen, Ratten, Mäuse heißen, eine Wohnung unbrauchbar, so ist der Miether berechtigt, vom Hauswirth Exmission dieser Eindringlinge au verlangen; eventuell fann er seinen Miethsvertrag aufheben. M. L. Besten Dank. Leider nicht zu verwerthen. H. Sch. 100. Sowohl in Grebenstein wie in Kissingen be findet sich ein Amtsgericht. S. S. 300. Leider sind Sie zur Zahlung verpflichtet. F., St. und einigen anderen. Anonyme Zuschriften find für uns werthlos; weshalb verschweigen Sie Ihren Namen? Das mitgetheilte wäre zu verwenden. Max Sch. und andere. Ob ein Lokal zu boykottiren oder nicht, hat die Lokalkommission, nicht die Redaktion zu unterfuchen; wenden Sie sich an erstere." P. 2. 115. Inserat fostet 4 M. für den Achtung, Töpfer! Wichtig Haushalt ( Henningsdorf) ist die Sverre verhängt, weil die Kollegen, die für die Forde ungen eingetreten sind, nur bei verglasten Fenstern zu arbeiten, gemaßregelt worden sind. Verein der Töpfer Deutschlands ( Filiale Berlin). 386/6 Der Vorstand. Sperre! Die Pianofabrit von Schleifer & Comp., Köpnickerstraße, ist für Mehl- und HülsenfrüchteSpezialgeschäft Brunnenstraße 14. die Zusammenseter gesperrt.[ 253/15 Bei Entnahme von 2 Pfund Der Vorstand des Fachvereins der MusikJuftr.- Arbeiter. Verband deutscher Bauarbeiter. Zahlstelle Berlin. Mitgliederversammlung Sonntag, 5. Nov. 1893, Vorm. 11 Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1893. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 404/14 Der Vorstand. do. do. Erbsen, Bohnen, Graupen, Gries, Grüßen, Reis 11. f. w. Zum Prophet Grösstes Konfektionshaus Deutschlands. 1. Et. Am Dönhoffsplah. 1. Et. Ecke Leipziger- u. Kommandantenstr. Um zu räumen E Winter- Paletot.. von 9 M. an Winter- Paletot. Winter- Paletot hochf. Bauch- Paletot Schuwaloff- Paletot Cheviot- Aning Cheviot- Anzug. Diagonal- Anzug Velour- Anzug Satin- Anzug. Kammgarn- Anzug Rammgarn- Anzug Reise- Mantel 13 " " " 20 " " " 16 • " " " 21 • " "" 9 • • " " " 13 " 39 " Engros- Preise. 15 ." " " 18 • 1 Pfd. 2 Pfd. " " " 26 " " Kaiser- Auszug Prima Weizenmehl.. do. II. 17 30 19 . " " " 14 27 25 " " " 13 26 Salon- Anzug 27 . " " " Roggenmehl 14 26 Gehrock- Anzug 30 " " " do. zum Kleistern 9 16 10 " " Linsen, große 30 58 Kaiser- Mantel 9 " " " mittel. 25 48 Belerinen- Ulster 13 " " " fleine. 15 28 Hohenzollern- Mantel 23 " " " Bureau- Joppe 3 " " " Haus- Joppe.... 4 " " " Loden- Joppe 7 " " " Jagd- Joppe. 8 " " " Double- Schlafrod" " " Satin- Schlafrock 9 " " " Velour- Schlafrock. 12 " " " Dble. Face- Schlafrock 15 " " " Frise- Schlafrock 20 " " " Tuch- Hose 3 " " " Winter- Hose 4" " 6 " " 7" " " " " 2 " " " 4 • " " 2 B • " " " 8 • " " " 5 . " " " 4 " " " Jünglings- Anzug. 7 " " " Knaben- Paletot " " " Knab. Kaiser- Mantel. 4 " " " 5 " " 7 " " " 8 " " " Nur vorzüglichste Qualitäten bei billigsten Preisen. Bitte genau auf die Nummer zu achten. 2451b Dristrantentaje der Böttger. Bitte lesen Sie! Dienstag, den 14. Novembec, Abends 71/2 Uhr, bei Herrn Heise, Lichtenbergerſtr. 21: Delegirten- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Raffenangelegenheiten. Die Wahl der Arbeitgeber findet um 8 Uhr statt, nachdem die der Arbeitnehmer. Das Erscheinen aller Delegirten ist nothwendig. 112/16 Der Vorstand. Ortskrankenkasse d. Steindruder u. Lithographen. Bekanntmachung. Jedem Genossen, der seinen Bedarf an Winter- Valetots, sowie Anzügen, einzelnen Röcken, Jaquets, Hosen, Westen u. s. w., ferner Stiefeln, Süte, Wäsche, Betten, gold. und silberne Herren- u. Damen- Uhren, Waschkeel, Seise und Holztoffer u. s. w. billig und gut faufen will, empfehle mein bekanntes reichhaltiges Lager in Alt und Neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. Schwarze Hose Kammgarn- Hose Tuch- Weste. Weiße Weste Hochelegante Weste Knaben- Anjug Schul- Anzug. 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Vorsitzender. 2983b Tanzlehrer Verein „ Solidarität“. Vereins Vorständen, Gewerkübernommen. Das Brot ist jetzt von vorzüglicher Güte und bitte ich die verehrten Konsumenten um gütigen Zuspruch. 5052L* Kleidungsstücke werden bereit willigst umgetauscht. Die Rayon Chefs sind streng angewiesen, darauf zu achten, daß die Verkäufer feinem Kunden Waaren aufzu drängen versuchen der nicht durch die wahrhaft billigen Preise dazu veranlaßt wird. Für das Verleihen von Fracks, sowie ganzer schwarzer Anzüge haben wir eine besondere Abtheilung eingerichtet. Sonntags v. 7-10 u. 12-2 geöffnet. Sophastoff- Reste A.Fiebach, Shwedtertr.20 in Rips, Damant, Crêpe, Fantaste, Kolonialw.- u. Butter- Handlung. Gobelin, Plüsch und bunten Mocquets spottbillig! Proben franko! Berlin S., Staare, 200 Stiegl., Finken, Blutbanflinge 1,25, Beifige, Emil Lefèvre, oranienkrá Rothkehlchen, Kreuzschnäbel 1,00, Meht würmer Pfd. 4,00( billige Papageien). Schnelle, Invalidenstr. 7.[ 29826 70 Pfg., Zeisig 158. 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Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.