Nr. 260. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. in der Poft Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pig Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Allo Rod Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 4. November 1893. müßten dies Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Aus einem preußischen Beute miten bis endlich einmal einsehen! Allein nur der königlich preußische Bergmann kann nur gut gedeihen, Musterbetriebe. " einAuf dem Kölner Parteitage ist der Thatsache gebührend Erwähnung gethan worden, daß die königlich preußische Bergwerksverwaltung der Saar- Kohlengruben den dortigen Rechtsschutzverein der Bergleute glücklich vernichtet hat, und zwar durch Manöver, die an den absolutistischen und despotischen Staat erinnern, sowie an das angenehme Vorbild des König Stumm, nur nicht an einen staatlichen Musterbetrieb. Statt der Vertretung im Rechtsschutzverein, in der freien Organisation, sind den Bergleuten nun bekanntlich auf dem Verordnungswege geführte Arbeiter Ausschüsse" bescheert worden, eine zweite staatliche Muster"-Einrichtung, die den Leuten statt der Verheßung" des Rechtsschutzvereins eine geordnete" Wahrnehmung ihrer Interessen bieten und sie völlig aussöhnen soll mit den idyllischen Zuständen, die auf den Saargruben herrschen. Nun wußte man ja wohl, welcher Art diese Ausschüsse seien, die nur unter dem Vorfig eines Bergraths tagen und außerdem nicht die geringste Befugniß der Verwaltung gegenüber haben. Aber daß in diesen Ausschußberathungen von Arbeiterrechten gar nicht, von deren Pflichten aber um desto mehr die Rede ist, so daß man sich baß wundern muß, daß sich immer noch Saarbergleute finden, welche dabei die Statistenrolle übernehmen, das wird doch erst so recht klar aus dem Protokoll einer Ausschußsigung, welches der bekannte amtliche Bergmannsfreund von der Saargrube Friedrichsthal unterm 15. Oktober dieses Jahres veröffentlicht. Da heißt es: Vor einigen Tagen fand auf hiesiger Grube unter dem Vorsitz des Bergrathes Herrn Stapenhorst eine Versammlung des Arbeiterausschusses statt, welcher sämmtliche Vertrauensmänner beiwohnten. Auf die Tagesordnung waren folgende Punkte gefeßt: 1. Rechte und Pflichten der Vertrauensmänner, 2. Wahl der Beisiger zum Berggewerbegericht, 3. Zuständigkeit des Berggewerbegerichts u. 4. Besprechung des§ 13 der Arbeitsordnung. durch tadellos reine Förderung könne der Absah ge- wenn er sich immer hübsch zu seinen Vorgesetzten hält, und hoben werden, die unreine Förderung erschwere der gläubig, fromm und willig zu diesen auffieht; dann ist für sein Saartohle ungemein die Behauptung ihres Absatzgebietes Wohlbefinden gesorgt. Die neuen Arbeiter- Ausschußmitglieder und mache die Einlegung von Feierschichten unumgänglich werden sich diese Lehre wohl hinter die Ohren geschrieben nothwendig. Die Vertrauensmänner möchten daher bei der Belegschaft mit Nachdruck dahin haben! Und der Herr Bergrath vergaß nicht, ihnen eine wirken, daß nur reine Kohle zu Tage geschafft praktische Nuzanwendung sofort ans Herz zu legen: die würde. Bei der nun folgenden Besprechung des 1. Punktes Ermahnung, ja teine Schreier" zum Berggewerbegericht der Tagesordnung erläuterte der Herr Vorsitzende an der Hand zu wählen. Ja, keine Schreier"! Der Wuthschrei eines der diesbezüglichen Bestimmungen, daß es nicht Aufgabe des Gemaßregelten, der Nothschrei eines kümmerlich abgelohnten Arbeiterausschusses sei, Beschwerden und Wünsche einzelner Familienvaters, der Hungerschrei der Weiber und Kinder Bergleute, sondern nur solche, welche die Belegschaft im Ganzen flingt immer sehr häßlich, wenn er durch die Fenster in angingen, vorzubringen. Der frühere Ausschuß habe in dieser die behagliche Wohnung eines Bergrathes eindringt; deshalb Hinsicht seine Aufgaben vielfach verkannt, er habe z. B. auch keine„ Schreier", sondern„ ordentliche und tüchtige" Berggeglaubt, daß alles in den Sizungen von ihm als " " " Wunsch Vorgebrachte und Besprochene gleich bindende leute, die sich alles bieten lassen. Im Arbeiterausschuß" Beschlüsse seien. Diese Ansicht sei aber durchaus ver hat sich der Arbeitervertreter nur gutachtlich" zu äußern, fehrt, vielmehr hätten die Vertrauensmänner im Berg- Gewerbegericht fitt er als Richter mit; da ist also sich über die aufgeworfenen Fragen nur doppelte Vorsicht vonnöthen! Fördert gute, reine, prima gutachtlich zu äußern und die Ansicht der BeWaare, in diese kapitalistische Ermahnung flingt das Prolegschaft zum Ausdruck zu bringen. Nachdem bei tokoll ausschanzt und schafft, wie wir es brauchen, Punkt 2 der Vorsitzende zunächst die Einrichtung des Berg: dann habt Ihr Euren Beruf erfüllt. Gewerbegerichts im allgemeinen und dessen Organisation für den Saarbrücker Bezirk im besonderen erläutert und auch den Wenn jemand das Protokoll einer Arbeiter- AusschußGang der Wahlhandlung erklärt hatte, theilte er den Ver- fizung" im staatlichen Musterbetriebe travestiren und ver trauensmännern mit, daß die Belegschaft der Gruben Friedrichs spotten wollte, hätte er keinen besseren Text erfinden thal und Maybach zusammen zwei Beisitzer zu wählen hätte, tönnen, als denjenigen, der oben vorliegt. Deshalb haben und daß der Termin zu dieser Wahl auf Donnerstag, den wir ihn aus seiner Berborgenheit herausgezogen und in 19. Oftober anberaumt sei. Er ermahnte nun, ber Bedas helle Tageslicht gestellt; hier stehe er als Schandmal Legschaft ans Herz zu legen, daß teine sogenannten, Schreier", fondern ordentliche und dafür, wie am Ende des 19. Jahrhunderts der größte tüchtige Berglente gewählt werden möchten, deutsche Staat im fistalischen Betrieb mit seinen Arbeitern die auch im stande seien, den Verhandlungen bei den umzuspringen wagt. Gerichtsfihungen unparteiisch zu folgen und ihrer Aufgabe das richtige Verständniß entgegenzubringen. Hierauf machte der Vorsitzende bei Punkt 3 den Vertrauensmännern flar, daß das Berg- Gewerbegericht nur für alle Streitigkeiten zuständig sei, welche sich auf den Antritt, die Fortſezung oder die Auflösung des Arbeits Politische Leberlicht. verhältnisses, auf die Aushändigung oder den Inhalt des Arbeitsbuches oder des Zeugnisses, sowie auf die Leistungen und Berlin, den 3. November. Entschädigungsansprüche aus dem Arbeitsverhältniß beziehe." Unser Parteitag, füber den die verkommene deutsche Nunmehr folgte eine hochwohlweise Belehrung darüber, daß dem Bourgeoispresse nur schimpfen kann, weil sie ihn nicht beBergmann die Militärdienstzeit im Grubendienst nicht anVor Eintritt in die Tagesordnung hieß der Herr Vorfigende zunächst die nach dem letzten Arbeiteraussiand neu gerechnet werden könne. Einige Ausschußmitglieder schienen greift, wird von der französischen Bourgeoispresse sehr geglaubt zu haben, man dürfe den Mordspatriotismus ihrer günstig beurtheilt. Der Temps", die vornehmste und eingewählten Vertrauensmänner willkommen, wobei er der HoffObersten ernst nehmen und von der Erfüllung der Militär- flußreichste der bürgerlichen Zeitungen von Paris, stellt, nung Ausdruck gab, daß er mit dem neuen Arbeiterpflicht eine kleine Erleichterung für den betroffenen Bergmann troß ihres grimmigen Sozialistenhasses, doch das Zeugniß ausschuß weiter tommen werde als mit dem erhoffen. Dem war selbstverständlich nicht so. Nachdem noch aus, daß das deutsche Arbeiterparlament" das anständigste früheren, der doch allzu sehr vom Rechtsschutzverein sich habe leiten laffen. Die Vertrauensmänner und die Beeinige fleinere Anliegen zur Verhandlung gekommen waren, und„ parlamentarischste" aller Parlamente sei, daß in wurde die Sigung geschlossen." legschaft würden jetzt wohl einsehen, daß das UnterKöln wahrhaft musterhafte Ordnung geherrscht habe, und nehmen des verflossenen Rechtsschutzvereins Macht so eine Arbeiter- Ausschußsizung" nicht einen daß hinter dieser Ruhe und Disziplin eine imposante von vornherein gänzlich verfehlt gewesen sei, das erhebenden Eindruck? Der königlich preußische Bergrath Macht sich verberge. Freilich zufrieden ist der" Temps" viele, gute Geld der bethörten Bergleute sei verloren und die führt in ihr das große Wort. Er scheint es als seine Auf nicht, denn er meint, die Mäßigung sei nur in der Form, wirthschaftliche Niederlage sei bedauerlicher Weise da. Die gabe zu betrachten, so viel zu reden, daß Arbeiter über das Wesen sei intensiv revolutionär und die deutsche Berwaltung selbst habe ein lebhaftes Interesse an ordentlichem haupt nicht zum Worte kommen können. Und was er alles Sozialdemokratie die gefährlichste aller revolutionären Absay, ihr wäre es viel lieber, wenn flott gefördert und abge- im Arbeiterausschuß" redet! Er erklärt zunächst dem ver- Parteien. Wir danken für das Kompliment. setzt werden fönne, als wenn wie dies gegenwärtig der Fall die Friedrichsthaler Kohle auf die Halde gestürzt wer- fossenen Arbeiterausschuß" seine höchste Ungnade, denn den müffe. Bei guter Förderung und ordentlichem Verkauf diese früheren Arbeitervertreter haben noch zu sehr mit der tönnten auch hohe Löhne gezahlt werden; die Verwaltung sei selbständigen Organisation der Bergleute zusammengehangen. stets bestrebt, dies Ziel zu erreichen und festzuhalten. Die Eine selbständige Organisation ist aber gänzlich verfehlt"; die gedankenlose Masse in despotischster Zucht und blindem Feuilleton. Nachdruck verboten.] Das Recht zu leben. Soziale Skizze von Friedrich Thieme. [ 2 " In einem ganz besonders albernen Artikel machen die Münchener Neuesten Nachrichten" ihrem Aerger über das Gelingen unseres Parteitages Luft. Die Führer" halten Ich bin kein Bettler, ich habe nicht dreißig Jahre meines Lebens gearbeitet, um zuletzt von Almosen zu leben." Der Arzt zuckte die Achseln. „ Leben Sie wohl", sagte er, ich habe meine Pflicht gethan. Er ging. Draußen erwartete ihn Frau Wildung, die sich vorher entfernt hatte, um noch einige Worte mit ihm unter vier Augen wechseln zu können. Keine Möglichkeit?" rief er fast heftig. Zwanzig Möglichkeiten, Mann! Sie brauchten nur plöglich in günstige Verhältnisse versetzt zu werden, brauchten die Mittel zu erhalten, sich Ihrer Sorgen zu entschlagen, Ihren Körper ordentlich pflegen, reine, gesunde Luft athmen, sich in jeder Hinsicht ordentlich erholen, ein gesundes Klima aufsuchen zu können ich garantire, Sie wären in einem Jahre wieder hergestellt. Glauben Sie mir, drei Viertel Armes Weib!" sagte er traurig. Du und die Ihrer Kollegen, die an dem gleichen tückischen Uebel zu wenn sie zur Kinder, Ihr müßt noch mehr darurter leiden, als ich. Grunde gehen, würden erhalten bleiben, Glauben Sie wirklich, Herr Doktor," begann sie mit Das ist das Loos des Arbeiters, für ihn giebt es keine rechten Beit an ihre Genesung denten könnten, wenn sie Thränen in den Augen, daß mein armer Mann auf diese Sicherheit der Eristez, er ist ein Spielball der Launen des die Mittel befäßen, gegen Ihren Körper Ihre Pflicht zu Weise noch gerettet werden könnte?" Zufalls. Solange wir arbeiten können und einigermaßen ver- thun!" " Ich glaube es", erwiderte der Jünger Aeskulaps. dienen, mag der Zustand manchmal leidlich scheinen, wir streben Wildung sah den Arzt mit einem bitteren, schmerzSo will ich versuchen, das Geld zu besorgen", sagte sie auch vorwärts und suchen wenigstens, da wir unter lichen Blicke an. bebend. Ich will mich für ihn an mildthätige Menschen heutigen Lohnverhältnissen nichts erübrigen können, für die Die Proletarierkrankheit," murmelte er in sich hinein, wenden. Er braucht es gar nicht zu erfahren, ich werde Unseren den Grund zu einer würdigeren Eristenz zu legen der Name ist gut gewählt". ihm sagen, daß ich die Summe irgendwo als Darlehen aufda kommt Krankheit oder Arbeitslosigkeit und das ganze„ Bei Ihnen ist das Uebel ja schon weiter vorgeschritten," Kartenhaus stürzt zusammen! Alles, was wir mühsam erfuhr der Dottor fort, aber trotzdem dürfte eine völlige genommen habe.. Bielleicht kann ich sie auch zurückzahlen." reichten, ist mit einem Schlage dahin, wir sind schlimmer Wärmewechsel, wohl noch zur Heilung führen. Könnten und schaute hinaus in den prächtigen warmen FrühlingsVeränderung aller Lebensbedingungen, verbunden mit einem Unterdessen war der Kranke an das Fenster getreten Der Kaffenarzt besuchte ihn von Zeit zu Zeit noch, Sie es nicht ermöglichen, ein paar Monate nach einem obgleich seine Verpflichtung hierzu schon lange erloschen war. Thüringer Luftkurorte zu gehen?" Als er eines Morgens wieder bei dem Schwindsüchtigen Scherzen Sie nicht, Herr Doktor," sprach der Kranke, vorsprach, um sich nach dessen Befinden zu erkundigen, fragte es ist gar zu grausam." dieser mit einem Versuche zu lächeln: daran als Bettler!" Nicht wahr, Herr Doktor, es geht bald mit mir zu Ende?" " Wo denken Sie hin, lieber Wildung?" " Sagen Sie es mir nur ganz aufrichtig, es giebt keine Möglichkeit mehr für mich, zu genesen?" Der Arzt faßte ernsthaft Wildung's abgemagerte Hand. " Ich scherze nicht," erklärte dieser lebhaft ,,, ich rede in vollem Ernste, Frau Wildung, wenden Sie sich doch einmal an wohlthätig gesinnte Menschen-" Herr Doftor!" Wildung hatte sich erhoben, seine Augen blizten drohend, er zitterte am ganzen Leibe. Was haben Sie?" Der Arzt nickte beifällig. morgen. Die Sonne schien freundlich durch die schlechten Scheiben, in dem dürftigen Gärtchen vor dem Hause, das eigentlich nur dem Namen nach ein Garten war, blühten die wilden Heckenrosen, ein Finke schlug munter auf dem großen Apfelbaum. D, wie starrte der franke Mann so schmerzerfüllt, so unsagbar sehnsüchtig hinaus! Ein tief melancholisches Gefühl überkam ihn, dann erfaßte ihn eine wilde verzweifelte Stimmung, eine unendliche Berbitterung! " Gehorsam; sie pflegen den widerlichsten Personenkultus Wie groß muß die Verlegenheit der Regierung sein, I den Verwaltungen der Staats- und Reichs- Eisenbahnen der Fall 11. f. 1. Dabei passirt dem auf seine Wissenschaftlichkeit so daß dem Ober- Offiziosus erlaubt wird, mit diesem alten ist, demselben Chef unterstellt sind, so ist von der preußischen stolzen Philisterorgan das Mißgeschick, daß es von der Ladenhüter seines ersten„ Chefs" angerückt zu kommen. Regierung in Aussicht genommen worden, die anderweitige FestHeroenverehrung" spricht, über welche der englische Herr von Caprivi gleitet immer mehr auf das Niveau fegung der Dienstaltersstufen für die Bureaubeamten der Zentralstellen für das neue Etatsjahr nach denselben Grundsäßen wie Historifer Carlyle ein ebenso interessantes wie inhaltreiches feines Vorgängers, dessen Praktiken er einst stolz ver bei den Reichsbehörden herbeizuführen. Buch geschrieben hat". Wie aus dem Wortlaut und Buschmähte Fata trahunt- die Logik der Thatsachen ist sammenhang hervorgeht, ist unser Gelehrter von Jsar- Athen stärker als gute Vorsäge. Die Postbeamten und das Altersstufensystem. Auch in dem Glauben befangen, Carlyle habe sein inhaltreiches Und da wir gerade beim Pindter sind, noch eins: mit die Deutsche Postzeitung"( Nr. 21 vom 1. November) bringt die Buch gegen die Heroenverehrung" geschrieben. Das bezug auf unsere gestrige Notiz über unsere Parteitage im Nachricht, daß auf der am 20. Oftober zwischen Vertretern der Umgekehrte ist aber wahr. Und wenn die Neuesten Nach Bergleich mit den Kongressen anderer Parteien richtet der Reichspostverwaltung und der Reichsfinanzverwaltung abge richten" sich die Mühe nehmen wollen, Carlyle's Schrift Pindter heute Abend die schlaue Frage an uns: haltenen Konferenz beschlossen worden ist, das System der Altersüber„ Heroworship"( Heroenverehrung) zu lesen, so werden Wo hat denn das offizielle Organ des sozialdemokratischen stufen auf die Beamten und Unterbeamten der Postverwaltung sie für ihre Servilität wohl einige recht brauchbare Säße Parteivorstandes die Beobachtungen bei Kongressen zum 1. April 1894 nicht auszudehnen. Es bleibt also alles beim Alten. Mit den Worten:„ aufgeklärter Despotismus verund Kraftphrasen entdecken- obgleich Carlyle nichts weniger anderer Parteien angestellt, auf denen sein Verdikt beruht? mischt mit einigen wohlwollenden Instinkten" bezeichnete Singer als servil war, im Sinne unseres Philisterthums. Ja, wir haben eben Augen zu lesen, und Ohren zu in den Kommissionsberathungen Anfang dieses Jahres das in Postverwaltung herrschende System und Beiläufig hat der Gelehrte von Isar- Athen auch auf hören; und wir sind bemüht, unsere Feinde kennen zu der Vollrath Mit Rück unserem Kongreß gehört, wir hätten das Fiasko unserer lernen, und kennen sie. Wir sind feine Pfleger des sprach von Stagnation. Nun haben wirs. auf Moloch, der Ueberschüsse der Poftver Landagitation eingestanden. Muß der mit merkwürdigen Nichtswissens, wie der Pindter, der nicht einmal weiß, daß sicht viel als nothwendiger gebraucht, die Subder Vorwärts" das Organ der sozialdemokratischen waltung und Unterbeamten, wird wiederum Don einer Partei Deutschlands ist und nicht des Parteivorstandes, eform Abstand genommen, die von den unteren Beamtenklassen der selber Organ der Partei ist. zur größeren Sicherung und Stabilirung ihrer abhängigen und Der badische Landtag ist zum 22. d. Mts. ein- ungewissen Lage dringend verlangt wird. Herr Miquel spielt auf und Herr v. Stephan tanzt, unbekümmert um den Schrei berufen. seiner Untergebenen, über den er wie über die Reformvorschläge Dhren behaftet sein! Die Zusammensehung des preußischen Landtages dürfte im wesentlichen die gleiche bleiben, eine ganz unbedeutende Verschiebung nach rechts dürfte vielleicht ein treten. Die Nationalliberalen scheinen den einen oder anderen von ihren bisherigen 86 Sigen, die beiden frei Sächsische Landtagswahl. Bei der Landtags- Stich der links stehenden Presse mit souveräner Verachtung hinweggehen sinnigen Parteien zusammen höchstens sechs von ihren bisherigen 29 Sigen zu verlieren. Der Bestand des Zentrums wahl im Kreise Meißen wurde Röder, fonservativ, mit dürfte gleich bleiben, die konservativen Parteien werden 1842 Stimmen gewählt, gegen Hofmann, Antisemit, der einige, höchstens 9 Sitze gewinnen. Die Antisemiten 1331 Stimmen erhielt. B wird, bleibt abzuwarten. 3 fönnen glaubt. Ob diese Taubheit ihm zum Heile gereichen Herr Miquel selbst hat die Direktive ausgegeben, daß alle Vorschläge für den nächsten Etat, welche auf Verbesserung des Diensteinkommens der Beamten abzielen, abzulehnen sind und heiter, wer wenn wir Lesen, daß Herr haben, als Partei der kleinen Leute, blos Miß Im württembergischen Landtags Wahlkreise Rent- daß die Errichtung neuer etatsmäßiger Stellen auf das uncrfolge zu verzeichnen. Die Zahl der von der lingen findet am 10. November eine Nachwahl für den Landtag bedingt nothwendige Maß zu beschränken ist. Uns stimmt Regierung abhängigen Personen, wie Landräthe, Regierungs- statt. Seitens unserer Partei ist Genosse Agster aus Stuttgart es jedes Mal präsidenten 2c. wird noch größer sein als im früheren Land- als Kandidat aufgestellt. Dr. Paul David Fischer in den Kommissionssizungen tage. Wir haben von dem neuen preußischen Abgeordnetendeshalb so fürchterlich gegen die Einführung des Bundesrath. In der am Donnerstag, 2. d. M., unter sich hause nichts Besseres zu erwarten als vom alten. Das Volk Altersstufensystems wehrte, weil dadurch die Postbeamten wird erst auf eine Aenderung zum Besseren rechnen können, dem Vorsitz des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, einen Gesammtverlust von über 2 Millionen Mark erleiden wird erst auf eine Aenderung zum Besseren rechnen können, Staatssekretärs des Innern Dr. von Bötticher abgehaltenen würden, und wenn wir jetzt dagegen sehen, daß gerade, weil eine wenn an stelle des elendesten aller Wahlgesetze das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht treten wird. Plenarsizung des Bundesraths wurde dem Entwurf eines Herabminderung der Ueberschüsse zu befürchten steht, die EinBei der heutigen Lage der Verhältnisse muß dies aber von Gesetzes über die Kontrolle des Reichshaushalts, des Landes- führung unterbleibt. Als ob Herr Miquel sich einen solchen außen erobert werden, da keiner der jetzigen Landtagsparteien haushalts von Elsaß- Lothringen und des Haushalts der Ueberschuß" entgehen lassen würde. Daß es aber im Fall der Annahme der Militärvorlage fo an einer Aenderung des preußischen Wahlrechts etwas ge- Schutzgebiete für 1892/93 und 1893/94 die Zustimmung erlegen ist. Wir werden es an entsprechendem sauften Druce theilt. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen: tommen würde, daß die unteren Postbeamten auf Jahre hinaus der Antrag Preußens, betreffend die anderweitige Fest- auf jede Bessergestaltung ihrer Lage, auf Einführung nothnicht fehlen lassen. Alters- wendiger Reformen verzichten müßten, das sagten wir in unferem sehung des Bezirks der InvaliditätsInvaliditäts- und Artikel: Die Bedeutung der Reichstagswahlen für die unteren Den wahrscheinlichen Durchfall Engen Richter's versicherungsanstalt Schleswig- Holstein, die Uebersicht der Postbeamten"(„ Vorwärts" Nr. 133 vom 9. Juni) schon voraus, bei der Landtagswahl in seinem Stammsize Hagen suchen Ausgaben und Einnahmen der Landesverwaltung von und alle diejenigen Boftbeamten, die in gänzlicher Verkennung die Blätter der freisinnigen Volkspartei damit zu erklären, Elsaß- Lothringen für 1892/93, die Uebersicht der Reichs- ihrer Klaffenlage am 15. Juni für die Militärvorlage stimmten daß die Sozialdemokraten dort in hellen Haufen für die ausgaben und Einnahmen für 1892/93, die Entwürfe und in ihrer Verblendung den antisemitischen Lockrufen nationalliberalen Wahlmänner gestimmt" haben. Wir sind von Handels- zc. Verträgen mit Spanien, Rumänien, folgten halfen die antisemitischen Volks" vertreter doch die haben jetzt zum Wehtlagen überzeugt, daß dies nicht wahr ist. Richter und seine An- der Entwurf zum Besoldungs- und Pensionsetat der Vorlage durchdrücken hänger wollen sich stets die Ursachen ihres Rückganges im Reichsbankbeamten für 1894, der Entwurf eines Gesetzes, gar fein Recht. Ihnen kann man mit F. Mehring sagen: Thr Bolte nicht eingestehen und müssen deshalb andere Gründe betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher Krankheiten, felbst habt es nicht anders gewollt, denn weshalb habt Ihr Euch bei den Wahlen zur bürgerlichen Gesellschaft bekannt Macht hierfür erfinden. Dies die Entstehungsursache des neuesten der Entwurf eines Gesetzes zum Schuße der Waaren- doch dem Wolfe keinen Vorwurf daraus, daß er Schafe friẞt; Lügengewebes über die Sozialdemokratie. Sozialdemokraten bezeichnungen, der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die hört lieber selber auf, Euch in den Rachen des Wolfes zu stimmen niemals für nationalliberale Kandidaten außer Aenderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz, werfen", also Schafe zu sein, die beliebig auf die Waide geda, wo die Uebermacht des Unternehmerthums sie dazu und die Ergänzung des Strafgesetzbuches, sowie der Ent- trieben werden und im übrigen nur dazu da sind, in möglichst zwang. Tas sollte doch bald jeder politische ABC Schüße wurf eines Gesezes, betreffend die anderweitige Ordnung furzen Zwischenräumen geschoren zu werden. Es giebt nur eine schon wissen. des Finanzwesens des Reiches. Endlich wurde über einen Partei, die der Belastung des Massenverzehrs einen unbeugsamen Antrag, betreffend die Abänderung von Tarasägen, über Widerstand entgegensetzt, und das ist die Sozialdemokratie; wer im vergangenen Sommer seine Stimme nicht für einen sozialRecht einfältig ist die Bemerkung der National mehrere Eingaben in Boll- und Stempelangelegenheiten, demokratischen Kandidaten abgegeben hat, der muß es sich jetzt Beitung", die Sozialdemokraten verdankten ihre hohen Wahl über die Vorlage, betreffend den Aufruf und die Einziehung auch gefallen lassen, daß ihm sein Glas Bier oder seine Pfeife ziffern dem Umstand, daß sie in allen Wahlkreisen der Noten der städtischen Bank in Breslau, über eine Ein- Tabak vertheuert wird." Kandidaten aufgestellt hätten, während die übrigen Parteien gabe wegen Bulassung zu den ärztlichen Prüfungen, über „ das nicht thun", sondern nur in bestimmten Wahlkreisen eine Eingabe, betreffend die Befugniß zur Ausübung der und Gebieten kandidiren. Die pfiffige National- Zeitung" Heilkunde, und über ein Rekursgesuch, betreffend die Eut vergißt, daß in den Kreisen, wo wir Bählkandidaturen auf- lassung eines Beamten aus dem Reichsdienst, Beschluß stellen, dies blos deshalb geschieht, weil der Boden vorgefaßt. läufig noch von Reaktionären bejezt ist, die ja nicht Heute hielten die vereinigten Ausschüsse des Bundesimmer Nationalliberale zu sein brauchen. Und die National- raths für Zoll- und Steuerwesen und für Rechnungswesen Zeitung" vergißt außerdem, daß gerade die Allgemein eine Sigung. heit unseres Auftretens, wir meinen das Auftreten in allen Wahlkreisen, ein Element der Stärke bildet, und umgekehrt die Eingeschränktheit unserer Gegner auf bestimmte Kreise und Gebiete ein Element der Schwäche. Wir wollen Alles erobern, deshalb kandidiren wir überall, greifen überall an und dringen überall vor. Zur Berzinsung der Reichsschuld dürfte für 1894/95 ein Mehr im Betrage von 5,3 Millionen gefordert werden. Auch das ist eine Folge der sich stetig steigernden Militärauslagen. " " " In Aus dem Reiche des Herrn v. Stephan. Nr. 228 des Vorwärts" vom 29. September 1892 veröffentlichten wir zugleich mit dem be- rühmt gewordenen Schulze Erlaß, betreffend die Auswucherung der PostUnterbeamten, eine Verhandlung, die folgenden Wortlaut hatte: " Berlin, den... 1892. verheirathet. Der Post- Hilfebote N. N. hat sich am. Dem Genannten ist mittels Verhandlungsschrift, welche zu feinen postamtlichen Personalatten gebracht werden wird, er öffnet worden, daß er auf Unterstügung aus der Postkasse nicht zu rechnen habe, falls er aus Anlaß seiner Verheirathung vor Erlangung einer gesicherten Lebensstellung in Noth ge rathen sollte." Zur Negelung der Beamtengehäfter. Für die BureauPostamt Nr. ,, Die Dummen werden nicht alle denkt der beamten der Reichs Zentralstellen sind bei der Aufstellung der Etatsentwürfe pro 1894/95 Gehaltszulagen von je 400 m. nach Wie weit die Fürsorge der Postverwaltung für ihre Piudter und sagt, um die Majorität von 1 100 000 gegen je brei Dienjtjabren festgesezt worden, so daß die betreffenden erbärmlichst bezahlten Untergebenen geht, wie die Behörde Die Militärvorlage fortzuestamotiren, die Wähler, die Beamten das Höchstgehalt nach 18 Dienftjahren erreichen, während bestrebt ist, diese Proletarier sich von den Rockschößen zu je nicht gestimmt hätten, müßten für die Militär- die gleiche Beamtentlasse in Preußen das Höchstgehalt erst in schütteln, zeigt dieses Schriftstück auch dem blödesten Auge. vorlage gezählt werden, und dann komme eine Majorität 21 Jahren erreicht. Da hierdurch erhebliche Unzuträglichkeiten Aber es steht außer allem Zweifel, daß, wie uns erst jetzt für heraus. entstehen müssen, besonders wenn zwei Zentralstellen, wie es bei Gesicht kommt, die Behörde garnicht berechtigt ist, von A Es ist so entsetzlich, den Tod mit vollem Bewußtsein in die eleganten Gemächer der alten Dame führte, welche erwarten zu müssen, es ist eine Folter, grausamer als die in den Adreßregistern der Kultur mit diesem Namen verInquisition, es ist eine fürchterliche Hinrichtung der Natur! zeichnet stand. Und er hätte leben tönnen, er hätte genesen können, Fräulein Thiele und ihre Rate- denn diese beiden er hätte es gekonnt, wenn ihm die Mittel rechtzeitig zur Unzertrennlichen müssen in einem Athem genannt werden Verfügung gestanden hätten! befanden sich in den glücklichsten Verhältnissen. Er hätte genesen können, und mußte sterben, sterben, weil er zu arm war und er hatte dreißig Jahre seines Lebens fleißig gearbeitet! Elf Jahre taum alt, brachte ihn sein Vater zu einem Nachbar, damit er dort seine Freistunden mit Spulen ausfülle, dann kam er in eine Fabrik, dann in die Lehre, dann arbeitete er als Gehilfe, als Arbeiter zu den ständigen Post- Hilfsboten eine derartige Erklärung zu fordern. Denn die Allgemeine Post- Dienstanweisung schreibt im Abschn. X, Abth. 2§ 229 ausdrücklich vor: Die Mittel der Post- Unterstützungskasse( für die im Bostetat Tit. 14 800 000 m. ausgeworfen sind) find vorzugsweise bestimmt: 1. 2. zu Unterstüßungen an im Dienste befindliche nicht Sie besaß Geld wie Heu und die Katze hatte den etatsmäßig angestellte Unterbeamte." Hauptgenuß davon- denn gegen die Katze war Fräulein Damit ist klar bewiesen, daß erstens für die ständigen Margarethe freigebig, das fette Ungethüm erhielt die leckersten Bissen, während sie sich selbst etwas fuapp und ihr Dienst- Post- Hilfsboten diese abgegebene Erklärung absolut nicht mädchen noch knapper hielt. Desto mehr gab das Fräulein verbindlich ist und daß dieselbe zweitens für die nicht dem Arzt und den Armen, dem Arzt, weil sie jeden Tag ständigen Poſt- Hilfsboten nur so lange Giltigkeit hat, als an einem neuen Uebel zu leiden glaubte, und den Armen, sie sich noch in dem nicht ständigen" Dienstverhältniß beweil sie dadurch den Himmel mit ihren übrigen keineswegs finden, daß aber für alle ständigen Post Hilfsboten( und ausgesprochen liebenswürdigen Eigenschaften zu ersöhnen diese bilden zum großen Theile die nicht etatsmäßigen Unterbeamten) ein vollgiltiges Recht auf Unterstützung Kaum die Existenz nicht soviel, daß er jetzt, in der hoffte. Noth, davon dürftig leben, nicht soviel, daß er sein eigenes Aber sie gab nie direkt, sie stieg nie herab in die aus der genannten Rasse besteht. Unsere Post- Unterbeamten werden gut thun, sich dies Hütten der Armuth, um mit freundlichen Worten Trost zu. Und so fort bis heute! Und was hatte er davon? Leben retten fonnte. Hätte ihm die Gesellschaft den vollen Ertrag seiner spenden und mit liebreicher Hand im Verborgenen ihre zu merken. er hatte 30 Jahre für die Allgemeinheit gearbeitet! hatte 30 Jahre gearbeitet, und nun starb er, ging sehenden Auges in den Tod, weil er mittellos war! Und er hätte leben können fleißigen Arbeit gewährt, so würde er jetzt ein wohlhaben- Gaben auszutheilen sie stellte vielmehr ihr Licht nach Der Gesetzentwurf über die Landwirthschaftsder Mann gewesen sein aber diesen Ertrag hatten an- Gebühr auf den Scheffel, und überwies ihre Spenden kammern soll nicht, wie der über die Handwerkerkammern dere in Anspruch genommen, und sie waren begüterte Leute, der Armentasse oder einem Geistlichen zur gefälligen weiteren dem Reichstage, sondern dem Landtage vorgelegt werden. Kapitalisten, die seiner jetzt nicht mehr bedurften, weil er Verwendung," so daß sie, umſomehr, als sie auch bereits Man scheint mit diesem Entwurfe eine Programmforderung nicht mehr für sie zu arbeiten vermochte. einer Kirche eine Altardecke und einem Missionshause zwei des Bundes der Landwirthe als Entgelt für den deutschUnd nun sollte er betteln- Almosen fordern und bunte Fenster gestiftet hatte, im Geruche großer Mildthätig russischen Handelsvertrag bewilligen zu wollen. Zur Zeit Er feit stand und die Leute alle paar Wochen einmal in der ist man innerhalb der Staatsregierung beschäftigt, durch er Beitung lasen, daß Fräulein Margarethe Thiele wieder kommissarische Berathungen zwischen den betheiligten Hefforts das und das gegeben habe und ihr für diesen erneuten die Gesezesvorlage vorzubereiten. Dabei gilt es zunächſt, Beweis wohlthätigen, christlichen Sinnes die allgemeine die Frage zu erledigen, ob die Einrichtung fakulativ oder Anerkennung gebühre." obligatorisch in Aussicht zu nehmen ist. Demnächst werden Gearbeitet hatte Fräulein Margarethe noch nie in auch die Fragen des Besteuerungs- und des Wahlrechts, ihrem Leben, sie wäre erröthet bei dem Gedanken, daß das die in ihrem Zusammenhange nicht unerhebliche Schwierig je geschehen wäre! Das heißt, was die Welt arbeiten nennt, feiten bieten, zu erörtern sein. denn unnüße Arbeit zur bloßen Berstreuung hatte auch sie verrichtet, sie hatte ein wenig gestickt, fein wenig gezeichnet, Die ,, Kreuz- Zeitung" kämpft ohne jede Rücksicht auf ein wenig geschrieben wer weiß, was alles, aber sie die Logit und das allgemeine Voltsinteresse gegen den hatte nie etwas durch Arbeit verdient und das war deutsch- russischen Handelsvertrag. In ihrer legten Nummer bringt sie einen Leitartikel über die handelspolitischen ihr höchster Stolz! ( Schluß folgt.) Schwierigkeiten, in welchem sie die Frage aufwirft: Leben , D," seufzte er traurig, wir fordern das Recht auf Arbeit und besigen noch nicht einmal das Recht zu leben!" Und draußen schien die Sonne, die wilden Heckenrosen blühten und der Finke sanger sentte gramvoll den Kopf, für ihn gab es keinen Frühling mehr! 3. Margarethe Thiele, Privatiere." So stand es zu lesen an der dunklen Eichenthür, die Wo in aller Welt aber liegen die Vortheile der Handels feine eigenen Standesgenossen( denn er gehört natürlich zu über die Begeisterung, mit der die russischen Zarenknechte treten. -O Selbstmorde im Heere. Ueber die Mißhandlungen der Mannschaften unter sich werden der Kölnischen VolksZeitung" folgende interessante Mittheilungen gemacht: " und die betrübende Entdeckung gemacht daß Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß die Berichte verträge von 1891? In ihrer Antwort läßt sie eine ganze Reihe von den„ Edelsten") ihm auf das schmählichste entgegenarbeiten. in Frankreich empfangen sein sollten, absichtliche oder geUnternehmer- Interessenten Revue passiren, redet aber kein Wie viel Sozialdemokraten mag zum Beispiel der eine dantenlose Uebertreibungen waren. Das Volt hat sich Wort von den eigentlichen Produzenten, den Arbeitern. Hannöver'sche Gauner- und Spielerprozeß gezüchtet haben? überall fern gehalten. Das Heer des vornehmen und Daß diesen, freilich viel zu wenig noch, das Brot verbilligt Wir geben dem Herrn Landrath von und all' seinen niederen Böbels, das zu Hinrichtungen, Bruntfesten, Wett wurde, scheint ihr ganz gleichgiltig, fie vertritt die Inter- Kollegen, die sich ähnlichen Weinstudien hingeben, den ehr- rennen und Schaustellungen jeder Art rennt, überall nur auf essen des erbgesessenen Großgrundbesizes. Der muß nach lichen und wohlgemeinten Rath, doch lieber vor der eigenen niedersten Sinnentigel und Profit bedacht, ihrem Willen gefördert werden, möge das ganze Volk dar- Thüre zu fegen und einen Verein zur sittlichen und in- überall, in allen Ländern der Erde gleich gemein über verhungern und verderben. Wir aber, wir vertreten tellektuellen Erziehung und Hebung der oberen und obersten ist, vor jedem Gößen sich auf den Bauch wirft, den heute nicht eine kleine Gruppe Reichster, sondern die breiten Gesellschaftsklassen zu bilden, und zu bewirken, daß die mit Füßen tritt, vor welchen es gestern gekrochen- diese Schichten des Volkes, wir müssen deshalb mit aller Ent- Brutstätten vornehmster Demoralisation, wie sie der Han- vile multitude- dieser gesinnungslose Haufe- war's, schiedenheit für die Aufhebung aller Lebensmittel- 3ölle ein- növersche Prozeß enthüllt hat, unterdrückt, und das Gift der die betrunkenen Heloten Väterchens" anhochte. Und auf die feinen" Kreise beschränkt wird, in die es sich un- die Damen von Paris", die sie umtanzten und umbuhlten, ausrottbar eingefressen hat und an denen nichts mehr zu war dasselbe Weibspadt, das 1814 und 1815 in Paris, verderben und zu verlieren ist. neben den Kosacken auch den deutschen, österreichischen und Eine 64 jährige Frau amtlich geprügelt! Im Hospital die Taschen leerte unter dem Ruf, den Beranger in einem englischen Siegern" sich an den Hals warf und- ihnen Sobald der junge Mann als Rekrut ins Heer eintritt, von Lommahsch wohnt eine alte Frau von 64 Jahren, die sich wird er bei jedem unbeaufsichtigten Zusammentreffen von den ihren Lebensunterhalt dadurch erwirbt, daß sie Kohlen und seiner schönsten Lieder verherrlicht hat: vivent nos amis - die Feinde! Zwei bezw. Dreijährigen zum Trattiren angesprochen, und Wasser fährt und herzuträgt. Die alte Frau muß sich manchmal les ennemis- es leben unsere Freunde wehe dem, der sich dazu nicht herbeiläßt, er hat dann für gar tüchtig plagen, um sich durchzuschlagen. Sie hat nun freilich Die französischen Arbeiter haben wieder einmal die ſeine ganze Rekrutenzeit etwas auf dem Kerbholz. Die Drei- die Gewohnheit, dann und wann einmal einen Schnaps zu trinken. Ehre der Republik und des Vaterlands gerettet. jährigen( jetzt bei der Infanterie durch den Fortfall des dritten Dabei thut sie manchmal des Guten zuviel und betrinkt sich. Nochmals Bravo! Jahres beseitigt) sind dabei die Schlimmsten. Auch bei allen So war es auch am 16. Oktober gewesen. Sie hatte den Dienstobliegenheiten muß der Rekrut nach der Flöte der ganzen Tag Kohlen gefahren, und um sich zu erfrischen, hatte Das Verbrechen von Givenchy" so heißt das älteren Mannschaft tanzen. Schmiere, Schuhnägel, Del sie dem Branntwein zugesprochen und sich einen Rausch ge: Dorf bei Lievin wo die französische Gendarmerie den und dergleichen Putsachen muß der Rekrut anschaffen, holt. Als sie Abends nach Hause kam, schalt der Aufsonst giebt es vielfach Hiebe. Dabei darf er sich nur ja seher Bachmann in starten Worten über ihren Zustand. lezten Arbeitermord beging wird, wie wir voraussagten, nicht beschweren, sonst geht es ihm noch viel schlimmer; Die alte Frau, sie heißt Schröder, blieb die Antwort Herrn Dupuy ebenso verhängnißvoll werden, wie dem auch werden die Klagen von Seiten der Korporalschaftsführer nicht schuldig und legte sich dann ins Bett. Nicht lange hat sie Constans der Mord von Fourniies. Und ein Mord war's meistens gar nicht angenommen. Das ganze System ist ein brin gelegen, da treten Bachmann und seine Frau ans Bett der in des Wortes vollster Bedeutung. Durch die brutalen gewisses Erbtheil von einem Jahrgang zum anderen, und die Alten und bearbeiten den nur mit dem Hemde bekleideten Körper Maßregeln der Gruben- Gesellschaft war ein kleiner Auflauf meisten treten mit dem Vorsay ins zweite Jahr über, es den der Frau mit einem Riemen. Noch mehrere Tage darauf zeigte entstanden man zankte sich mit den Gendarmen, schrie neu Eintretenden ebenso zu machen, wie es ihnen gemacht die alte Frau andern Leuten an Arm und Bein die blauen Flecke, und einige warfen auch Steine doch es war nicht ernstworden ist. Man findet sehr oft mehr Furcht vor den älteren die als Spuren der Schläge zurückgeblieben waren. Doch damit haft; niemand wurde verlegt. Die Gendarmen feuerten, Mannschaften, als wie vor den Vorgesetzten. Schreiber dieses nicht genug, zeigte Bachmann die alte Frau Schröder beim fann von sich sagen, daß er während seiner Dienstzeit von Bürgermeister Dr. Zahn an. Dieser verordnete, daß die ohne daß sie bedroht waren; und der Getödtete feinem Vorgesezten irgendwie böswillig angerührt, wohl aber Frau zehn Stockschläge erhalten solle. Von der eigen- ist ein junger Müllergeselle, Namens L'herbiez, der mit von einem Dreijährigen aus oben angegebenem Grunde miß mächtigen Mißhandlung durch den Aufseher wußte er nichts. dem Streik und dem Tumult gar nichts zu thun hatte. handelt worden ist. Es soll damit für die Vorgesezten feine Donnerstag, den 19. Oktober, wurde die alte Frau Schröder aufs Daß die Schüße nicht in berechtigter Selbstvertheidigung Lanze gebrochen werden, da sie indirekt auch mit Schuld an Rathhaus bestellt. Von hier aus brachte der Wachtmeister abgegeben wurden, wird durch die anwesenden diesen Mißhandlungen tragen. So wird z. B. von Seiten sie wieder ins Hospital, wo im Beisein des Arztes Journalisten und andere unverdächtige Zeugen festgestellt. des Kompagniejührers oder Feldwebels für das Buspätkommen Dr. Naumann jun. der Akt vollzogen wurde. Die alte Das sind Dinge, in denen die Franzosen keinen Spaß eines einzelnen Mannes häufig Strafe für die ganze Kom- Frau mußte sich über eine Wanne legen, und der Aufseher Bach verstehen, und ob ein paar Hundert und Tausend geFrau Bache pagnie angedroht, und bei eingetretenem Fall bleibt es nicht mann, eine herkulische Gestalt, hat ihr die Siebe aufgebrannt. mezelt wurden oder nur ein unschuldiger Arbeiter aus, daß dann die unschuldigen Mannschaften an dem Schuldigen Nach Beendigung der würdigen Kulturthat hat Dr. Naumann sich rächen. Ist dieser nun gerade noch ein Rekrut, dann wird erklärt, es habe der Frau nichts geschadet. Der Wacht die Wirkung der That ist gleich groß und die Erregung von allenSeiten draufgehauen, wobei vielfachStecheifen, Besenstiele meist er hat dann das Mütterchen gewarnt, fie ist schon weit über die Arbeiterkreise hinausgedrungen und andere harte Gegenstände verwandt werden. Dasselbe ereignet möge ja von dieser Bestrafung niemandem in die Kreise des radikalen Bürgerthums. Die Sprache der sich auch häufig beim Exerzieren, wo die ganze Mannschaft etwas sagen, sonst tönnte es ihr noch schlechter Justice" ist genau dieselbe wie die der Petite République" wegen eines Einzelnen nacheɣerzieren muß und diesem nachher gehen. Auch Bachmann hat ihr eine ähnliche drohende Ver- und der radikalften Sozialistenblätter. Die Sache wird so die üblichen Stöße und Hiebe versetzt werden. Gegen solches warnung gegeben. Die alte Frau hat es auch nur ungern fort nach dem Zusammentritt der Kammer in Form einer nur, nachdem das Gerücht von dem unGebahren müßten die Vorgesetzten mit aller Strenge vorgehen, erzählt, und Interpellation zur Sprache kommen. Inzwischen fordert andere Weife in damit dieses Mißhandeln der Mannschaft unter sich auch aus glaublichen Vorkommnisse auf gefickert war. An Clemenceau ein Schiedsgericht der öffentlichen Meigerottet werde, selbst aber auch sich bestreben, nur den zu be- Deffentlichkeit Thatsächlichkeit strafen, der es verdient hat, und nicht die ganze Mannschaft des Vorfalls kann nicht gezweifelt werden, denn der nung" zur Beilegung des Streits in den Norddepartements. Darunter leiden zu lassen, die dann wieder an den Einzelnen Sohn der alten Schröder hat mit dem Bürgermeister Zahn Er meint, das Syndikat der Pariser Presse solle die Ansich rächt. Nur dadurch kann es erreicht werden, daß die darüber gesprochen, und dieser hat zugestanden, daß er zwar von gelegenheit in die Hand nehmen eine Ermatin der Selbstmorde vermindert werden." der Prügelei durch das Bachmann'sche Ehepaar nichts gewußt er sich allerdings getäuscht finden wird, denn ein großer Es ist dies eine sehr einseitige Erklärung der hohen habe, daß er aber die Aufzählung der zehn Stockhiebe selbst Theil der Zeitungen steht auf Seite der Grubenbesitzer. vermindert werden, the Getlärung ber bober Selbstmordziffern im Heere, einige mögen ja auf die von Dr. Zahn hat zugegeben, daß Frau Schröder eine gate und der„ Kölnischen Volkszeitung" angeführten Ursachen zurück- tüchtige Arbeiterin ist, wenn sie sich nicht betrunken hat.- Jedes arbeiter hat gestern die Fortsetzung des KohlenDas Syndikat der vereinigten französischen Bergs zuführen sein. Aber die letzte Ursache für die allermeisten Wort der Kritik über das Vorkommniß würde die nackte Thatim Heere vorkommenden Selbstmorde bleibt das System des fache abschwächen. Es genügt, nochmals zu sagen: Im König- streites beschlossen. Militarismus, die straffe Diszip in, die starre Scheidung der reich Sachsen hat im Jahre 1893 eine 64jährige Belgien. Ein Telegramm des Herold Bureaus Chargen, die Unkenntniß der Offiziere über die Verhältnisse der Frau, aus feinem anderen Grunde, weil sie manchmal ein Mannschaften und des Unteroffizier- Korps, soweit sie nicht den Schnäpschen zuviel trinkt, auf Befehl eines BürgerDrill berühren. Mit dem Systeme muß auf's gründlichste Stockschläge amtlich aufgezählt erhalten. meisters und im Beisein eines Arztes, zehn Brüssel, 3. November. Gestern tagte hier ein Kongreß Revolutionärer und Sozialisten. Es wurde eine Propaganda gebrochen werden. Darum rufen wir stets; auf dem Lande und in der Armee berathen. Gleichzeitig wurde ein Tadel gegen den Züricher Kongreß ausgesprochen, welcher den Soldaten den Rath ertheilte, im Kriegsfalle ihren Vorgesezten gehorsam zu sein. Wir Nieder mit dem Militarismus! Ausgewiesen wurde in diesen Tagen aus Elsaß Lothringen der russische Staatsangehörige Georg Sperling. Man schreibt uns hierüber aus Mezz: Deutschland ist gerettet. Die Wacht am Rhein wanft noch nicht. Dies verdanken wir der Ausweisung des Schneiders Georg Sperling, dem dieser Tage eröffnet wurde, daß er binnen 8 Tagen Elaß- Lothringen zu verlassen habe. Auf Befragen wurde Herrn Sperling die Mittheilung, daß man in ElsaßLothringen keine Gründe über eine Ausweisung anzugeben brauche. Er sei einfach ausgewiesen. In der„ Meßer Zeitung" war nun zu lesen, daß Sperling während der Wahlperiode in Wirthschaften gesehen wurde, die von Sozialisten besucht werden, darin sei wohl der Grund der Ausweisung zu suchen. Wir können nun mittheilen, daß Herr Sperling keinem der in Mezz bestehenden sozialistischen Klubs angehörte. Im Monat Juli hatte Sperling bei dem hiesigen Gemeinderath um Naturalisation nachgesucht. Am Sonnabend trafen gleichzeitig mit der Ausweisung auch die zur Naturalisirung nöthigen Papiere aus Rußland ein. Wir fragen nun: Wer giebt einer Regierung das Recht, anständige, ruhige Leute Land zu Land zu hezzen, dieselben zu ruiniren und brotlos zu machen. Wer giebt einer Regierung das Recht, einen Mann, der sich während seines fünfjährigen. Aufenthalts in Metz durch sein stilles, ruhiges Betragen die Liebe und Achtung seiner Mitmenschen erworben hatte, wie einen Hund zum Thor hinauszujagen? Don Heutzutage fann man in allen Zeitungen von russischer Tyrannei, von der unfeligen Zarenherrschaft, von Berbannung nach Sibirien und dergleichen lesen. Wer die Augen offen hat, wird in Elsaß Lothringen wohl ein zweites Rußland finden.9 Auf der Jagd nach dem sozialistischen Bazillus. Wir erhalten folgendes Schrifistück, das wir mit Weglaffung des Drts und der Namen vollständig zum Abdruck bringen: -, den 18. Dktober 1893. Im Hinblick auf die im ganzen zunehmende 3ahl von Anhängern der Sozialdemokratie muß die Thätigkeit aller derer, die Kirche, Staat, Gesellschaft, Eigenthum vor drohendem Um= sturz bewahren helfen wollen, vereint und zielbewußt darauf gerichtet sein, überzeugte Anhänger der SozialSemotratie oder bloße Mitläufer von den sozialistischen Irrlehren abzubringen, vor allem ber Eindringen in bisher unberührte Gegenden und Bevölkerungsfreise( wirthschaft lich Schwache, zur Unzufriedenheit Neigende) zu verhindern. B Zur Besprechung darüber, welche Verhältnisse, Einrichtungen, Maßnahmen, Organisationen werden kann, erlaube ich mir auf Sonntag, den 22. b. M., 8 Uhr Abends, ei der die Internationale Solidarität. Das gestern erwähnte Schreiben des sozialistisch revolutionären Bundes des VI. Pariser Arrondissements( Arbeiterpartei ouvrier) hat folgenden Wortlaut: Parti meldet: B Das Telegramm ist unzweifelhaft verlogen. An die auf dem Kölner Kongresse versammelten deutschen wissen im Augenblick nichts von einem derartigen Kongreß. Sozialisten. Wenn einer stattfand und Sozialisten" darauf waren, Werthe Genossen! dann ist ein so blödsinniger Tadel gegen den Züricher Wir sind überzeugt, daß Euer diesjähriger Parteitag von Kongreß sicher nicht ausgesprochen worden. Waren aber großer Bedeutung für die Entwickelung der sozialistischen blos Revolutionäre" von der unabhängigen" Kouleur da, Arbeiterpartei Deutschlands sein wird, welche wie die unserige " die vollständige Umgestaltung der Gesellschaftsordnung anstrebt. so war es kein Kongreß", sondern eine WinkelversammDie wichtigen Fragen Eurer Tagesordnung erlauben uns lung, und es war nicht der Mühe werth, daß der Telegraph nicht daran zu zweifeln, daß Ihr, von dem Geiste der Mary, über die Kinderei berichtete. Lassalle und Engels beseelt, eine vollkommene Lösung derselben im Sinne des wissenschaftlichen Sozialismus finden werdet, Das englische Parlament ist seit gestern wieder verDessen Bedeutung von Tag zu Tag überall mehr aner sammelt. Ein Telegramm meldet über die erste Sigung fannt wird. des Unterhauses: Eure Beschlüsse interessiren das Proletariat aller Länder, wo die sogenannte Zivilisation der Bourgeoisie herrscht. Denn seit Auftreten des modernen Kapitalismus auf der Bildfläche der Weltgeschichte hat der Klussenkampf in allen Ländern überall die gleiche Gestalt angenommen. Der Präsident der Lokalverwaltung, Fowler, beantragte die zweite Lesung der Vorlage betreffend die Errichtung von Diftritts- und Kirchspielräthen in England und Wales und erklärte, die Regierung beabsichtige, die Gruppirung der Kirchspiele elastischer, als in der Bill vorgesehen, zu gestalten, und wies den Vorwurf zurück, daß die Bill einen Angriff auf das Kirchengut und auf die konfessionellen Schulen enthalte. Wenn die Bill über diese Punkte untlar sein sollte, so sei er bereit, fie zu amendiren. Den Theil der Bill, welcher die Errichtung von Distriktsräthen bezwecke, könne die Regierung nicht aufgeben, sie sei jedoch im übrigen bereit, etwaige Amendements zu erwägen. Ueberall muß die Befreiung des Boltes eine Folge der Besißnahme der Staatsgewalt zur Herbeiführung der kapitalistischen Wirthschaftsordnung sein oder wie Friedrich Engels in seiner Antwort auf Dühring gesagt hat, die Herrschaft der Personen wird Play machen der Verwaltung durch die Klassen zum Zwecke der Weiterführung der Produktion. Durch Die Solidarität der Arbeiter ohne Unterschied des Geschlechtes, der Abstammung und der Nationalität wird die Arbeiterpartei die herrschenden Klassen überFerner soll das Haftpflichtgesetz durchgepeitscht werden. winden, die auch fest zueinander stehen zur Erhaltung der Aus. Ob die Regierung ihr ganzes Programm zur Gewinnung beutung. von Stimmen für die bevorstehenden Neuwahlen wird einDie Nothwendigkeit des Internationalismus drängt sich halten können, hängt von dem Erfolg der Agitation ab, uns infolge der Anwesenheit der Abgesandten des Baren, des welche die Gegner der Homerule- Bill mit wachsendem Eifer Verfolgers und Mörders der heroischen Nihilisten Rußlands, im Lande betreiben. Jedenfalls liegt der Schwerpunkt der doppelt auf. Wir waren Augenzeugen wahrer Orgien des Chauvinismus und des Servilismus, die unwürdig sind einer englischen Politik jetzt außerhalb des Parlaments. Republit, welche von Natur aus die unversöhnliche Feindin der Thatsache, daß bei den vorgestrigen GemeindeDie kritische Lage der Regierung kennzeichnet sich in der kosackischen Barbarei sein sollte. In Erwägung all' dessen beschlossen wir, Euch, werthe wahlen in England und Wales, wie ein Telegramm von Genoffen, brüderlichen Gruß über die Grenzen zu senden, in heute besagt, die Liberalen gegenüber den Konservativen und der Erwartung, daß uns die Beschlüsse des Kongresses von Unionisten eine schwere Niederlage erlitten haben und zwar Köln dem gemeinsamen Triumphe über den Kapitalismus näher bringen werden. Krieg dem Militarismus und den stehenden Heeren! Es lebe die internationale Vereinigung der Arbeiter! Es lebe die soziale Revolution! Für die sozialistisch- revolutionäre Union der Arbeiterpartei bes VI. Arrondissements. E. Museux, Sekretär. hauptsächlich infolge des gesonderten Vorgehens der Arbeiter, die sich nicht mehr am liberalen Narrenseil führen Laffen. Das bedeutet Herrn Gladstone nichts Gutes für die Kraftprobe der kommende Parlamentswahlen. In Madrid hat gestern eine republikanische SympathieDemonstration vor der französischen Gesandtschaft stattgefunden. Ein Theil der französischen Presse hat sich, anjezt schon der Sozialdemokratie entgegen. Bravo französische Arbeiter! Die Pariser Arbeiter- läßlich der Vorgänge in Marokko, den Spaniern sehr wirten, sowie über die Frage, wodurch und wie sie von börse hat alle ihre Mitglieder, die sich an dem russischen freundlich geäußert aus" Bosheit" gegen die Engländer. unferem Streife für die Zukunft ferngehalten Empfangsschwindel im Stadthaus und in der Großen Das wird jetzt von den spanischen Republikanern, die stets Oper betheiligten, als unwürdig ausgeschlossen. auf Frankreich rechneten, ausgenügt, ist aber begreiflicherDas ist recht. Ein Chauvinist tann kein Sozialist sein und weise der Regierung nicht angenehm, welche die Demongehört nicht unter ehrliche Arbeiter. Sein Play ist in der stration zu verhindern suchte und zahlreiche Verhaftungen forrupten Bourgeoisgesellschaft von von Spekulanten, Aus- pornehmen ließ. Es soll sogar Blut geflossen sein. beutern, Industrierittern, Banamisten, Spielern und sonstigem Parasitenzeug, das, um sich zu erhalten, aus der Verhezung in die Weinwirthschaft..... auf dem Markt höflichst mit dem Ersuchen um möglichst bestimmte Vorschläge einzuladen. Der Landrath. Wir wissen nicht, was der Herr Landrath von am 22. vorigen Monats in der Weinwirthschaft von auf dem Markte in ausgerichtet hat; er wird aber inder Klassen und Völker ein Geschäft machen muß. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 4. November. Opernhaus. Mara. Die Puppenfee. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Vom landwirthschaftlichen Balle. Militärfromm. Deutsches Theater. Die Geschwister. Clavigo. Berliner Theater. Chic. Lessing- Theater. Arme Maria.! Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Vorher: Jllusionen. Wallner- Theater. Elite- Borstellung. Neues Theater. Jugend. Castan's Panopticum. Neue Gruppe: Todes- Anzeige. 2999b Freunden und Bekannten hiermit zur Nachricht, daß unser Rollege Karl Otto am 1. November gestorben ist. Die Beerdigung findet am 5. November, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Artillerieſtr. 23, aus nach dem SophienUnverhoffter Besuch Kirchhof in der Bergstraße ſtatt. in Castan's Atelier. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affeudame. Central- Cheater. Berliner Bollblut Präuscher's MUSEUM Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Borher: Die Bajazzi. anatomisches Die Arbeiter der Bechstein'schen Hof- Pianoforte- Fabrik. General- Versammlung der Vertreter für die Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Gelbgiesser Berlins findet am Sonntag, den 12. November, Vormittags 91/2 Uhr, im Lokale des Herrn W. Frädrich, Alte Jakobstraße 89, statt. Achtung! Achtung! Sonntag, den 5. November, Vormittags 10 Uhr, in den Konkordia- Feftsälen, Andreasstraße 64: Große öffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: Fortsetzung der Diskussion über:„, Christenthum und Sozialdemokratie". Einleitung: Th. v. Wächter. Herr v. Egidy ist gleichfalls eingeladen. 361/9 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer: Otto Näther, Anflamerstr. 44. Deffentliche Kommunalwähler- Versammlung für den 13. Wahlbezirk über eine Erweiterung der Fürsorge für Sonntag, den 5. November 1893, Vormittags 10 Uhr, geschlechtlich erkrankte Kaſſenmitglieder, beziehungsweise diesbezügliche Abände 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. rung des Statuts. 2. Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Rechnung. des laufenden Jahres. 3. Vornahme der erforderlichen Neuwahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Berlin, den 3. November 1893. 2994b Der Vorstand. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße. Alexanderplatz- Theater. BuckelHans. National Theater. Lehmann auf Viel Neues. darunter der Schußkanal der der Welt- Ausstellung in Chicago. deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Rugeln bes Drts- Krankenkasse der Buchbinder 2c. General- Versammlung Vorher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vor- Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. stellung. V Reichshallen- Theater.Spezialitäten Dienstag u. Freitag: Dameutag. Borstellung. Apollo Theater. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfg. in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent: Stadtverordneter Frik Zubeil. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. 2. Wahlkreis. Deffentliche Wähler- Versammlung für den 9. Kommunal- Wahlbezirk am Sonntag, den 5. November, Vormittags 11 Uhr, im Saale des Herrn Köhler, Möckernstraße 117. Tages- Ordnung: 394/20 am Montag, den 13. November, 1. Die bevorstehenden Kommunalwahlen. Referent: Genosse Fritz Abends 8 Uhr, Oranienstraße 170. Zubeil. 2. Diskussion. Zages Ordnung: Es ist Pflicht eines jeden Wählers in dieser Versammlung zu er 1. Verlesung des Protokolls. 2. Erscheinen. Das Wahlkomitee. Kaufmann's Variété. Spezialitäten American- Theater.gänzungswahl des Vorstandes. 3. Wahl Vorstellung. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! des Raffirers. 4. Wahl des Ausschusses National- Theater. Die Gründung Roms sur Prüfung der Fabres- Rechnung Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! pro 5. Verschiedene KassenDer Vorstand. G. Hoffmann. Angelegenheiten. 119/20 Orts- Krankenkasse der Messerschmiede ic. Generalversammlung am Sonnabend, den 11. Nov., Abends 8/2 Uhr, Musik von Adolph wiedede. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. bei Stanafolsky, Rosenthalerstraße 57. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Taustunde. Poffe in 1 Aft von R. J. Anders. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: May Sam ft. Rasseneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 5. November, Mittags 12 Uhr: Voltsvorstellungs- Matinee zu ermäßigten Preisen: Des Meeres und der Liebe Wellen. oder: Hero und Leander, Trauerspiel in 5 Akten v. Grillparzer.) Central- Theater. Alte Jafobftraße 30. Dette Wadje. Berliner Vollblut. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Aften. In Vorbereitung: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Gastspiel- Cyclus des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Sonnabend, Abends 72 Uhr: Elite Vorstellung. Die Wunder und Märchen des Weltalls. Die moderne Sphing. Blumengarten d. Paradieses. Teufelsseptennat. Eine Reise durch d. Unmögliche, groß. Potpourri. Die räthselhafte Luftwandlerin Miss Edith. Im Reiche der Schatten, hochtomische Szenerien. Exkursionen vermittelst Blitzzug um die Erde. Prof. Schalkenbach's weltber. elektr. Orchester. Der Diamanten- Palast, Hydraulische Feerie. Zableaur vivants. Gigantic fairy fontains. Dekorationen aus dem Atelier des faiferl. Marien- Theaters in St. Petersburg u. Gebr. v. Caffel, Bremen. Parquet 2 Mk. u. s. w. Sonntag Nachm. 3/2 Uhr, Borstell. zu fleinen Preisen, Programm so reichhaltig wie bends. Unf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 lbr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendix. Neu! Hierauf: Men! Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Att Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges Bernhard Leitner, Athlet- Preisringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, RopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duet tiftinnen. Herren Cordes und Zierath, Gesangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. musital. Steinfeger. = Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, A. Zimmermann. Pi. Tages- Ordnung: 1. Wahl von drei Ausschußmitgliedern zur Abnahme der Jahres rechnung. 2. Wahl von drei Vorstandsmitgliedern und zwar eines aus der Mitte der Arbeitgeber und zwei aus. der Mitte der Kaffenmitglieder. 3. Wahl eines Rafsirers. 4. Beschlußfassung über den§ 14 Abs. 3 und über Mahngebühren, sowie Strafbestimmungen üter Krantenkontrolle. 5. Verschiedenes. Stimmberechtigte Arbeitgeber sind hier: mit eingeladen. Der Vorstand. 2997b Große öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien, Album, Karton, Leder- und Galanteriewaaren, Luxuspapier und Papierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen 2b am Montag, den 6. November 1893, Abends 8½ hr, im Concerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn Robert Schmidt über:„ Die Frage der Gewerkschafts- Organifation auf dem Parteitage zu Köln. 2. Diskussion. 3. Der Streik der Wiener Ledergalanterie- Arbeiter. Referent: Kollege J. Pech aus Wien.( Die Hausarbeiter werden hierauf besonders aufmerksam gemacht.) Der Einberufer. 4. Berufsangelegenheiten und Verschiedenes. Gauverein Berliner Bildhauer. Sonnabend, den 11. November 1893, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße Nr. 4a: Herbst- Feff. Y Für ein reichhaltiges Programm ist Sorge getragen; besonders hervorzuheben ist die Aufführung: Die Hafenschenke". Eintrittspreis 30 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr Abends. Billets sind im Vereinslokal, Annenstr. 16, in den mit Plakaten belegten Geschäften und bei den Kollegen Otto Meyer, N. Streligerstraße 28 und Carl 147/12 Um rege Betheiligung bittet Achtung, Former! Stötzer, SO. Waldemarstr. 65, 2 Tr., zu haben. Am Sonntag, den 5. November, Abends 8 Uhr, findet Gipsstr. 3 eine Versammlung des Vergnügungsvereins der Former statt. Der Mittagszahltag der Kasse fällt aus und findet dort Abends statt. Der wichtigen Tagesordnung halber ersucht um rege Betheiligung 2991b Der Vorstand. J. A.: Alb. Mewes. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Dorfrag von Herrn Dr. Bruno Wille: Nachwirkungen der religiösen Herrschaft. Der Vorkand, Den Mitgliedern zur Nachricht! Der Verwalter Carl Stöger ist vom 13. November cr. ab an Wochentagen von 12-1 Uhr Mittags, Waldemarstraße 65, II, dagegen von 7-8 Uhr Abends und Sonntags von 10-12 Uhr Mittags im Restaurant Ehrenberg, Annenstraße 16, zu sprechen. Möbelpolirer! Morgen, Sonntag, den 5. November, Nachm. 22 Uhr, in Weißensee beim Pfeifenmüller, Königs- Chaussee 38: Oeffentliche Versammlung der Möbelpolirer. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Bernichtung des Kleingewerbes und des Handwerks durch das Großkapital und der Werth der Arbeiterorganisationen. Ref.: Kollege C. Kurth. 2. Beschluß über Errichtung einer Zahlstelle in Weißensee. Montag, den 6. November, Abends 82 Uhr, im Klubhaus Südost, Waldemarstraße 75: 266/19 Wanderversammlung für Südost und Nixdorf. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl einer Werkstatt- Kommission. 3. Verschiedenes. Flugblätter und Einladungen zu den Versammlungen sind zur Gäste sind sehr willkommen.[ 417/10 weitesten Verbreitung heute Abend in den Zahlstellen abzuholen. Um regeste Betheiligung ersucht J. A.: Robert Weber, NO., Fliederstr. 6. Anfang 8 Uhr. Entree 50 B Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Sanssouci, Moritz Play. Kottbuserstr. 4 a. Morgen, Sonntag: der Tischler... Verein der Maschinisten und Heizer Oertliche Verwaltung Berlin E. Mitglieder- Versammlung. Stettiner am Sonntag, 5. Nov., Vorm. 10 Uhr, Sänger. Anfang 7 Uhr. Zum Schluß: Gottlieb u. der sanfte Heinrich. im Lofale von Wilke, Hochstr. 32a. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1893. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 2977b Der grobe 3entral- Kraufen- u. Sterbefasse der Tischler 1. s. 1. Ensemble von Mensel. Oertliche Verwaltung Berlin B. Entree 50 Pf. Moritz Play. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 5. Nov., Vorm. 10 Uhr, Dresdenerstr. 45( Dresdener Garten). Tages- Ordnung: Etablissement Buggenhagen. 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1893. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. 301/10 Die Ortsverwaltung. Spezial- Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Festsäle An den Wochentagen findet das G. Brochnow's Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerje, Festlichkeiten 2c. 39. Sebastianstraße 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag Berlins. Sonntag, den 5. November, Nachmittags 5 Uhr, im Schultheist- Brauerei Ausschank, Neue Jakobstraße Nr. 24-25: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht pünktlich zu erscheinen. 298/1 Der Vorstand. Freie Volksbühne. v. Abtheilung eine Borstellung im National- Theater statt. Zur Aufführung Am Sonntag, den 5. November, Nachmittags 3 Uhr, findet für gelangt Uriel Acosta. Trauerspiel in fünf Atten von Karl Guytow. Uriel: Konrad Kaufmann. Die Verloosung beginnt am 2 Uhr. Mitglieder zur 5. Abtheilung werden in allen Zahlstellen anfgenommen. Den Mitgliedern der anderen Abtheilungen steht es frei, gegen Nachzahlung von 60 Pf. die Vorstellung noch einmal zu besuchen. Die Mitglieder werden gebeten, von dieser Freiheit Gebrauch zu machen. Für die 1. Abtheilung findet am selben Tace, Nachmittags 21/2 Uhr, eine Borstellung im Leffing- Theater statt. Beginn der Verloosung 11/2 Uhr. Der Vorstand der Freien Volksbühne. 396/13 J. A.: Julius Türk, SW. Solmsstraße 24. Echt Stonsdorfer Likör und Sonnabend großer Ball. Em à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,-, 50 Liter 47,50, 100 Liter 90,-. Heute, Sonnabend, ladet zur frischen Eugen Neumann& Co. Wurst ganz ergebenst ein Empfehle Genossen m. Restauration, pfehle meine Säle zu allen Feßlich- 440M 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8 H. Dorn, Fruchtstr. 8. Bereinsz. J. Lenz, Alte Jafobstr. 69. Ikeiten n. Versammlungen. 46752 Hierzu zwei Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 3b 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 260. Sonnabend. den 4. November 1893. 10. Jahrg. Aus dem bayerischen Landtage. mich sehr gehütet. Und so find mir nur drei Worte gestrichen Regierung auf das energiſchſte zu zwingen, daß die Griſtenz dieſes Bollmar sagte: . " " worden, während den Antisemiten, dem Zentrum ganze Säge gesonderten Gerichtsverfahrens in feiner Weise bedroht werde. Die Genossen Vollmar und Grillenberger chrieben gehabt: Wer nach Freiheit dürftet.. gestrichen wurden. Da habe ich auf meinem Plakat ge- Nachdem einige Minister die Beschwerden Vollmar's mit sind im bayerischen Landtage unermüdlich thätig in der Herren! das„ dürstet" hat man mir gestrichen( Heiter- Genosse Grillenberger. Wir geben folgende Stellen aus seiner Meine der üblichen Entschiedenheit zurückgewiesen hatten, antwortete Vertretung unseres Standpunktes. Wir bedauern sehr, über feit). Als ob man in München das Dürsten" nicht tennte! Rede wieder: die Reden unserer Genossen so ausführlich, als sie es ver- Ein anderes ist die Saal- Abtreiberei! Immer noch nimmt es Betreffs der schwarzen Listen bei den Rekrutenaushebungen dienen würden, nicht berichten zu können. Wir wollen aber sich die Polizei heraus, einem Wirth, der seine Räume einer Ver- hat der Kriegsminister uns den Vorwurf des Attendiebstahls in's wenigstens einige Stellen aus den Reden unserer Ab- sammlung oder einer Partei zur Verfügung stellen will, zu sagen: Gesicht geschleudert. Der Herr Kriegsminister hat keine Ursache geordneten zum Abdruck bringen. Du! mach' Dich nicht mausig! Wir werden Dich schon schuh- dazu und wir als Partei tönnen einen solchen Vorwurf nie und riegeln!" Meine Herren! Ich finde das unwürdig, daß die nimmer auf uns fißen lassen. Es ist vorgebracht worden, daß Polizei immer mit Kanonen auf Spaßen schießt! Es ist kleinlich, die Veröffentlichung nur möglich gewesen sei durch einen DiebDie sogenannte Sozialgesekgebung der letzten Jahre fällt mit solchen Mitteln eine große Bewegung bintanzuhalten! Ein stahl im Brigadebureau in Landau. Mir liegen Beweise vor, zweifellos in das Gebiet des Reichstages. Dort werden die weiteres! In den Staatswerkstätten, der Artilleriewerkstätte, der mit denen ich die ganze Verleumdung zurückweisen kann. Das großen Kämpfe ausgekämpft, während wir uns in den Landtagen Amberger Gewehrfabrik und anderen ist in der Werkstatt- Ord- Aftenstück wurde vom General Xylander auf der Straße verloren wesentlich nur mit der arbeiterfreundlichen oder arbeiterfeind- nung bestimmt gewesen, noch vor Jahresfrist, daß jeder Arbeiter, und von einem Arbeiter gefunden. Sie fagen wohl: Ja, wenn lichen Ausführung dieser Gesetze zu befassen haben. Das ist die der an Versammlungen theilnimmt, die der Regierung nicht an man so etwas findet, stellt es doch ein ehrlicher Mensch zurück und elementarste Frage. Die Antwort darauf kann nur lauten, daß genehm sind, entlassen werden kann. Es ist mir nun mitgetheilt behält es nicht bei sich." Ich möchte fragen: würde die Regierung es mit dem Arbeiterschutz und mit der Arbeiterorganisation worden, daß dieser Passus nicht mehr auf dem Papier steht; oder die Polizeidirektion, wenn sie ein geheimes sozialdemokratisches schlecht genug aussieht. Es heißt immer:" Es ist ja schon so praktisch aber wird er noch immer hier und dort gehandhabt. Attenstück durch Zufall in die Hände bekäme, dieses, ohne es zu viel geschehen für die Arbeiter." Ja, wenn man es nach Das ist in freien Ländern, in England, der Schweiz, Frankreich öffnen, sofort an die Parteileitung in Berlin adressiren? Wenn dem Pfunde der Gesetzgebungsakten wiegt, dann freilich nicht denkbar. Es ist geradezu ungeheuerlich, daß der Staat, der Sie so sind, sollen wir dann nicht das Recht haben, uns in derist schon viel geschehen. Ja, wenn das geschehen die Geseze unterschreibt, sie den Arbeitern als wirthschaftlicher selben Weise zu wehren? Wir sind in der Abwehr Ihnen gegenwäre, was in den kaiserlichen Wahlerlassen vor drei Arbeitgeber wieder entzieht. über. Daß der Arbeiter dieses Schriftstück in eine sozialdemoJahren Alles versprochen wurde, dann wäre freilich schon Aber noch mehr. Politisch unliebsame Arbeiter werden auch fratische Redaktion gebracht hat, ist garnicht merkwürdig. Das recht viel geschehen. So aber mußten wir es erleben, daß die über ihren bürgerlichen Beruf hinaus bis ins Militär hinein beweist eben das Vertrauen, das vom Volke in die Sozialdemo Zustände in den Werken des Herrn von Stumm als muster- verfolgt. Im Oktober vorigen Jahres hat ein Schreiben der kratie gesetzt wird, und die Presse unserer Partei hat sich auch giltige" hingestellt wurden. Was an den Arbeiterschutzgesetzen Kreisregierung der Pfalz unter Bezugnahme auf eine Verfügung wohl verdient gemacht. Der Herr Kriegsminister hat gemeint, noch das Beste ist, das ist die Sonntagsruhe. Und wie hat des Ministeriums des Innern vom 17. August 1885 angeordnet, es geschehe diesen Refruten ja garnichts. Meine Herren! Da sich diese ausgewachsen! Hunderttausende von Unternehmern daß von den Polizeibehörden Buch geführt werde über jene, die brauche ich nur hinzuweisen auf die Soldatenmißhandlungen. So find damit beschäftigt, dieses Gesetz auf alle mögliche Art und im bürgerlichen Leben der Sozialdemokratie angehören, damit warneulich ein Mann bei mir, der mir erzählte, daß er gefragt worden Weise zu umgehen und zu beseitigen, und die Regierungen helfen sie der Militärbehörde denunzirt werden können. Das erstreckt sei, ob er Grillenberger kenne. Als Nürnberger hat er dies natürlich bereitwilligst dazu und darunter namentlich die bayerische und sich nicht blos auf die Thatsache, sondern auf den bloßen Ver- bejaht und bald darauf hat er wegen eines ganz geringfügigen gerade in Oberbayern. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß, dacht hin. Die Betreffenden werden in der Liste in drei Klassen Anlasses Arrest bekommen und dabei ist das Wort gefallen: Dem nachdem die sogenannten Arbeiterschußgefeße so geringfügiger eingetheilt: 1. Führer, 2. eifrige, zielbewußte Anhänger, 3. Ver- Sozialdemokraten wollen wir seine Freiheitsgedanken schon ausArt sind, wir wenigstens das Eine verlangen müssen, daß diese dächtige. Ich bin zwar schon sehr lange sozialdemokratischer treiben. Von einem früheren Militärarzt ist mir Folgendes mitunzulänglichen Geseze so weit als irgend möglich zur Durch Führer", kann mich aber nicht erinnern, daß jemals ein getheilt worden. In den Rekrutenverzeichnissen, die ihm bei der führung gelangen, namentlich auch bei privaten Verkehrsunter- 20jähriger eine Führerrolle bei uns eingenommen hätte. Wer Musterung vorliegen, seien diejenigen Rekruten, die als Sozial nehmen, denen bei der Konzessionsertheilung die strengste Be- unsere unteren Polizei- Organe fennt, der kann sich denken, wer demofraten verdächtig sind, mit einem S. G. bezeichnet und achtung dieser Schutzgesetze auferlegt werden muß. da alles als Sozialdemokrat verdächtigt wird. Jeder nicht blos das. Auch die Namen der Väter dieser Soldaten Die Rechte der Fabrikinspektoren müssen weit über das bis irgendwie unbequeme Mensch, der sich einmal vielleicht über den sind zutreffenden Falls mit diesem Zeichen versehen. Dieser herige Maß ausgedehnt werden, wenn wirkliche Resultate erzielt Herrn Bezirksamtmann beschwert oder über den Gendarm ge- Militärarzt hatte nun die strengste Instruktion, derart bezeichnete werden sollen. Das Institut muß auch innerlich vollständig um- schimpft hat, wird auf die Liste gesetzt. Nun sage ich Sie, wer Leute, wenn irgend möglich, für tauglich zu erklären. Uebrigens gestaltet und den Beamten die Exekutionsbefugniß ertheilt werden. kann sich darüber beschweren, wenn unter den Sozialdemokraten sollte man, wenn man derartige Proffriptionslisten machen will, Wenn die auf dem Papier vorhandene Rechtsgleichheit zwischen die Meinung verbreitet wird, sie seien Staatsbürger zweiter Klasse. Doch wenigstens gewissenhaft vorgehen. Aber viele waren unter Unternehmer und Arbeiter in die Wirklichkeit übersetzt werden ist das nicht eine Ausnahmebehandlung schlimmster Art, wobei den als Sozialdemokraten bezeichneten Leuten, die gar keine soll, dann ist den Fabrikinspektoren die Verpflichtung aufzuerlegen, die Behörden dem Kapital als Helfershelfer Dienste leisten? sind. Ein solches Verfahren muß in der schärfsten Weise versich nicht nur mit den Berufsfreunden der Unternehmer, sondern Nachdem das Sozialistengesez gefallen ist, hat der Sozial- urtheilt werden. Zum Kapitel der Arbeiterentlassung in der auch mit den Arbeitervertretungen ins Benehmen zu setzen. Es demokrat das gleiche Recht, wie jeder Andere. Nur wenn den Artilleriewerkstätte fann ich anführen: der Mann ist entlassen wäre sehr erfreulich, wenn der Minister des Innern dahin wirken bestimmten Gesetzen zuwider gehandelt wird, soll der Staat erst worden deswegen, weil er sich zum sozialdemokratischen Wahlwürde, daß auch die bayrischen Fabrikinspektorate gleich muster das Recht haben, eingreifen zu dürfen, deshalb verlangen wir, mann hat wählen lassen und damit seine bürgerlichen Pflichten hafte würden, wie es die württembergischen und badischen bereits daß das gleiche Recht, das auf dem Papier steht, in die Wirt- erfüllt hat. Er hat sich regelrecht Urlaub geben lassen und geworden sind. Anstatt die Arbeiter- Fachvereine zu chikaniren, lichkeit übersetzt werde und daß derartige unwürdige Manöver ist entlassen worden. Nähere Grundangabe wurde ihm versollte man sie eher unterstützen und fördern, da sie das Bedürfniß verschwinden. weigert. Er wollte sich beim Direktor, einem Oberstlieutenant, nach systematischer Organisation befunden. Ich bin weit entfernt, zu sagen, daß wir damit weiter eine Begründung holen und wurde einfach moralisch zur Thür Laß die Ausführung der Versicherungsgefeße eine schlechte gekommen wären. Das bayerische Militärgerichtsverfahren ist hinausgeworfen. Jedenfalls geht aus dem ganzen Zusammenwar, das beweist die Agitation gegen diefelben gerade durch heute in größerer Gefahr als je. Ich verweise auf den Amts- hang hervor, daß er blos wegen sozialistischer Gesinnung entdie Parteien, welche seinerzeit für dieselben gestimmt haben. vorgänger des gegenwärtigen Kriegsministers, der auf einstimmigen lassen wurde. Ist das Recht? Muß dadurch nicht die ErNachdem aber die Versicherungsgesetze einmal bestehen, so können Beschluß dieses Hauses in vergangener Session die Erklärung bitterung sich noch weit mehr steigert, als sie jetzt schon vordieselben nicht wieder beseitigt werden; dagegen kann eine Ver- abgab, daß das bayerische Verfahren auch fernerhin aufrecht handen ist? Sie wollen immer durch gerechte Behandlung alle besserung dadurch herbeigeführt werden, daß man die bureau- erhalten bleiben solle, mit der Reserve soweit es sich in der Gegensätze ausgleichen. So aber werden Sie das Gegentheil fratischen und kapitalistischen Auswüchse beseitigt und die Kranken-, Praxis bewährt. Es fragt sich nur, was die Militärverwaltung erreichen. Invaliden- und Altersversicherung in eine Versicherung zusammen- als bewährt" betrachtet! Auch eine gelegentliche Aeußerung Was den Fall Hofmeister betrifft, so hat der Herr Kriegswirft, damit dadurch die unerhörten Verwaltungskosten bedeutend des jetzigen Kriegsministers während der jüngsten Debatten minister erklärt, der Ausschluß der Beffentlichkeit sei blos Geverringert werden und den versicherten Arbeitern mehr geboten hat wenig vertrauenerweckend geflungen. In Kapitel V des richtsbeschluß gewesen und wenn es nicht korrekt sei, so falle das werden kann. Militäretats Militär Justizverwaltung" heißt es:" In nicht der Militärverwaltung zur Last. Auch werde in feiner In bekannten Kreisen hat man sich bereits daran gewöhnt, folge der bestehenden diesseitigen Militärgerichtsverfassung Weise beabsichtigt, das Strafverfahren abzuändern, nur einige unsere schwimmende Flotte als altes Gisen zu bezeichnen, und läßt sich sich der Mehrbedarf für die Justizbeamten zur Sachen von untergeordneter Bedeutung sollen geändert werden. man will dafür neue große Schlachtschiffe bauen lassen, von Beit" nicht umgehen." Dieses zur Zeit" giebt zu denken. Das ist ganz gut, aber im Reichstag erfahren wir bei jeder Gedenen ein einziges Schiff auf 18-20 Millionen zu stehen tommt. Wenn man eine Institution als feit bestehend ansieht, so glaubt legenheit, bei der verlangt wird, ein gerechteres Strafverfahren Außerdem müssen die Herren Finanzminister doch endlich auch man doch, die Mehrausgabe hierfür nicht zur Beit" aufzu einzuführen, immer Widerstand. Trotzdem will man eine Einheit noch an das Bezahlen der Schulden gehen. So ist auch im wenden. Ein weiteres Zeichen nach dieser Richtung hat sich in des militärischen Gerichtsverfahrens für ganz Deutschland ein= Jahre 1878 während der Wahlbewegung viel von einem Bedarf dem Prozeß Hofmeister gezeigt. Ich will diesen Fall ausschließ- führen. Wenn man sich aber dennoch weigert, unser bayerisches von 300 Millionen für die damalige Steuerreform gesprochen lich unter dem Gesichte punkte der Erhaltung oder Vernichtung Verfahren anzunehmen, so heißt das doch eben, daß das worden. Damals hatten wir noch ein Stück eiserner" Zeit und des bayerischen Militär- Gerichtsverfahrens behandeln, und ich bayerische Verfahren abgeschafft werden soll. Das muß mit aller es wurden gegen diejenigen, welche den Bedarf von 300 Mil- glaube, daß sich gerade in dieser Frage eine Uebereinstimmung Energie verhütet werden, um so mehr, da man weiß, daß der lionen als feststehend bezeichneten, Anklagen erhoben und die ohne Rücksicht auf die Partei- Angehörigkeit erzielen läßt. Das neue preußische Kriegsminister Bronsart von Schellendorf ein entselben auch verurtheilt. Und was hat sich später herausgestellt? hat sich wenigstens gerade in diesem Falle die vollendetsie Deffent- Ueber die Tabat- Fabrikatsteuer hat der Herr Finanzminister Man will eben große Neuforderungen nicht gleich von Anfang lichkeit nothwendig und am Plazze. Ein Offizier wird wegen geäußert, alles werde sich zum Besten wenden. Allein in Wirkan in ihrer ganzen scheußlichen Gestalt zeigen. sozialdemokratischer Umtriebe" angeklagt, verhaftet und sechs lichkeit ist es anders. Der Herr Finanzminister hat erklärt: Bei Durchführung Monate im Gefängniß gehalten und nun, als die Sache Durch Vertheuerung der Fabrikate geht die Fabrikation der Projekte wird das Reich noch große Summen an die Einzel- zur Verhandlung kommt, da wird die Oeffentlichkeit geradezu zurück, man wird nicht mehr Bigarren, sondern mehr Tabak staaten hinaus zahlen und darin liegt doch eine Entlastung hermetisch ausgeschlossen, und als Motiv hierzu hat man das rauchen. Er sagte, die billigeren Sorten werden gar nicht oder der Einzelstaaten. Ich weiß nicht, ob der Minister meint, Juteresse der militärischen Standesehre bezeichnet. Da sind ganz nur ganz minimal besteuert. Allein es liegt mir ein Brief eines daß das Reich uns das Geld schenkt?( Seiterfeit.) Unsere andere Prozesse öffentlich verhandelt worden, z. B. nach dem Tabaffabrikanten vor, worin gesagt wird, daß die unteren Steuerzahler müssen doch das Geld zuerst aufbringen. Deshalb 70 er Kriege ein Hauptmann, ich glaube auch in Würzburg, wegen Klassen hauptsächlich nicht das ausländische Material rauchen, wenden wir uns ganz Jentschieden gegen die indirekten Steuern Feigheit vor dem Feinde, und ein weiterer Offizier wegen eines sondern Rippenstengel von inländischem Tabak und diese sollen und namentlich gegen die gegenwärtigen Projekte. Solange das Hundediebstahls in Frankreich. Nun kommt ein Vergehen wegen jest um 33 Pfennig erhöht werden. Also keine Rede von Verindirekte Steuersystem besteht, werden immer neue Steuern er- sozialdemokratischer Gesinnung, das man ja von verschiedenem billigung. Man soll uns doch einmal sagen, wie viel von den funden, bis man, wie im alten Rom, zu einer Luftsteuer kommnt. Standpunkte aus beurtheilen kann, aber das müssen Sie mir Einnahmen durch die höheren Bigarren eingebracht werden, Wir sind jetzt auf dem direktesten Weg zum Tabaksmonopol. zugeben, daß wenigstens ein vernünftiger Mensch in der sozial- wenn doch nur 12 Prozent der Raucher solche rauchen. Dazu Ich fann daher die offiziös gemeldete„ erfreuliche Uebereinstimmung demokratischen Gesinnung nichts Chrverlegendes finden kann. kommt noch die Kalamität der Arbeiterentlassungen. Bei der der Finanzminister" feineswegs erfreulich finden. Die Regierung Nach unserer Auffassung hat Jeder, auch beim Militär, das gegenwärtigen geschäftslosen Beit sollte man sich nicht zweisoll doch lieber zuerst die Schnapsliebesgabe heranziehen. Weiter Recht, sozialdemokratisch zu denken, ebenso wie er liberal oder sondern zehnmal besinnen, ehe man zu derartig folgefchweren stehen wir auf dem Standpunkt, daß alle Steuern auf direktem konservativ zu denken berechtigt ist.( Oho! bei den National Maßregeln greift. Wenn man aber trotzdem das Projekt durchWege aufgebracht werden sollen. Lieber erhöhe man die liberalen.) Ja, menn Sie das nicht wollen, dann müssen führt, so geschieht eben nicht das, was bei der Wahlagitation Matrikularbeiträge. Das hat noch einen Vortheil. Dann Sie Ausnahmegeseze schaffen. Wenn die Sozialdemokraten immer behauptet worden ist, daß die Lasten auf die stärkeren können die Wähler genau berechnen, was ihnen die Militär- im Heere ihre Pflicht nicht thun, oder wenn fie Schultern gelegt werden sollen. und Reichsherrlichkeit fostet. begehen, Wir sind ferner die ab- Handlungen direkt welche gegen ein Gefeß Wir stehen auf dem Standpunkt, daß das arbeitende Volk gesagten Feinde der jezigen Ueberschußwirthschaft. Das verstoßen, dann mag man fie bestrafen, aber niemals sich nicht mit Almosen und Bettelsuppen abspeisen zu lassen Bild unserer Finanzen ist nicht sehr günstig, aber immerhin nicht wegen ihrer politischen Auffassung oder Gesinnung. Ich weise braucht, sondern das Recht hat, zu fordern. Wenn Sie sagen, so, daß man bei niederen Bediensteten, bei Lehrern und so weiter darauf hin, daß nach Aeußerungen von angeblichen Theilnehmern wir müßten zu Ihnen kommen, so ist das falsch. Sie müssen zu sparen muß. an jenem denkwürdigen Urtheile es nicht als erwiesen gilt, daß uns kommen. Wenn Sie sich dazu aufraffen könnten, dann wäre Auch im Departement des Innern herrscht das bureau- der Offizier seine politische Anschauung unter seinen Unter- es möglich, etwas zu leisten. Denn was wir verlangen, tönnte bei fratische Wesen vor. Namentlich in bezug auf die Arbeiter- gebenen verbreitet hat, sondern daß er lediglich sozialdemokra- einigem guten Willen erfüllt werden. Aber das Zentrum steht bewegung! Der alte absolutistische Geist, gewisse nicht vergessene lischer Gesinnung huldigte und daraus kein Hehl machte. Die auf dem Standpunkt der Interessenvertretung des Kapitalismus Praktiken den Sozialisten gegenüber wirken hier zusammen in oft Gesinnung an und für sich kann man nicht verbieten, wenn und gebraucht oft sogar kirchliche Dinge als Deckmantel dazu. merkwürdiger Weise. Ich erinnere nur an die Behandlung der aber, dann müssen Sie jeden Sozialdemokraten aus dem Heere Sie vertrösten den Arbeiter auf das Jenseits und wollen ihm Fachvereine, an die vollständig ungefeßliche Unterdrückung des ausschließen und die Zehntausende von Sozialdemokraten, welche hier auf Erden Almosen geben, die Sie ihm vorher nehmen. Es Hechtes der Frauen, an öffentlichen Bersammlungen Theil zu nicht gefragt werden, ob sie den Fahneneid leiſten wollen oder ist die Grundlehre aller Religionen, dem Armen und Nothnehmen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Meine nicht, aus der Armee entfernen. Wollen wir logisch sein, so leidenden zu helfen. Auch das Christenthum verlangt dies von Herren! Die Frauenarbeit nimmt immer größere Dimensionen muß man daraus, daß der Sozialdemokrat nichts in der Armee seinen Anhängern. Mir fällt da das steirische Volkslied an und es haben desbalb die Frauen ein Interesse daran, ihre zu thun hat, den Grundsay proklamiren: Wer Sozial- ein, wo ein Bub zu Pfarrer und Vater kommt, ob er Kraft möglichst theuer zu verkaufen. Deshalb müssen sie an den Ver- demokrat ist, braucht nicht Soldat zu werden".( Große Heiter- das Dirndl lieben dürfe. Erst der Herrgott fagt ihm, sammlungen Theil nehmen können. Es giebt auch in Bayern einen feit.) Bei seinem Prozeß wurde nicht einmal die Anflageschrift das sei selbstverständlich. Meine Herren! Wenn der Arbeiter zu Theil, wo ihnen die Betheiligung an Versammlungen gestattet ist. öffentlich verlesen, es wurde das Urtheil nicht veröffentlicht und den Hohepriestern des Kapitals tommt, so findet er auch taube Hier in München, meine Herren, nicht! Und gerade im Frühjahr auch die Fragestellung an die Geschworenen geschah nicht öffent- Ohren. Käme er aber zum Herrgott, der würde ihm Recht hat der Oberste Gerichtshof des Landes ein Urtheil erlassen, in lich. Wenn wirklich die Sache so liegt, daß eine völlige Geheim- geben. Aber was Sie haben, das ist eben nicht das rechte dem festgestellt worden war, daß die Frauen das Recht haben, haltung des Verfahrens nach Art der preußischen Kriegsgerichte Christenthum( Unruhe). Ich hätte blos gewünscht, die ganze an allgemeinen öffentlichen Versammlungen theilzunehmen. Die möglich ist, und wenn man sieht, daß das gerade jetzt zum ersten bayerische Wählerschaft wäre dagewesen, als Orterer feinen hiesige Polizei aber seht sich über dieses richterliche Urtheil Male angewendet worden ist, und wenn wie hier im hohen Hause erhebenden Friedensschluß mit den Ministern geschlossen hat. hinweg und verbietet's! Ich erinnere ferner an die oft geradezu ein derartiges Vorgehen ruhig geschehen lassen, dann fommt man Es wäre ein herrlicher Vorwurf für eine Momentphotographie lächerliche Plakat- Zensur. Man fann ein Plakat nicht so ab- zu der Schlußfolgerung, daß das vielgerühmte bayerische Militär- gewesen. Draußen im Lande sollte man so etwas nicht blos faffen, wie man will. Die Polizei streicht wie ein vormärzlicher Gerichtsverfahren lange nicht so viel werth ist, als man bisher lesen, sondern auch hören und sehen können. Und wenn Sie Benfor darinnen herum. Das ist oft lächerlich! Ich habe selbst glaubte, ja daß es schon gefallen ist. Es ist Pflicht des Land- sich noch so enge zusammenschließen, den Erfolg werden Sie ein Plakat geschrieben. Nun kenne ich die Polizei und ich habe tages, dagegen mit aller Entschiedenheit zu protestiren und die nicht haben. Une gehört die Zukunft. Daß der Bedarf um ſehr viel mehr als 300 Millionen betrug. " S ingeno 1o, 10 war gin der Breije allenthalben gezeigt. Wenn schiedener Gegner des bayerischen Militärstrafverfahrens iſt, " Parteinachrichten. Eine Konferenz des Wahlkreises Greifswald- Grimmen tagte am 22. Oktober in Greifswald. Es wurde u. A. beschlossen, morgen Sonntag, den 5. November, früh 8 Uhr, bei Gründel, bei 26 Kassen ein Jahr, bei 7 Kassen 13 bezw. 26 Wochen bis Dresdenerstraße 116, zu erscheinen. zu 1 Jahr, bei 44 Kaffen 20-39 Wochen und nur bei 18 Kassen Das Wahlfomitee. die gesetzlich vorgeschriebene Zeit von 13 Wochen. Das Vermögen der fraglichen Raffeneinrichtungen mit Ausschluß der Gemeinde- Krankenversicherung belief fich am Schluffe des Jahres auf 3912 443 M. oder 12,49 M. pro Kopf; davon entfielen 3 601 895 M. auf die Reservefonds, der Rest bestand aus baarem Geld und Papieren 2c.09. Aerztliche Beaufsichtigung der Schulen. Bekanntlich Zur Stadtverordneten Wahl. Parteigenossen, welche wurde von der liberalen Stadtverwaltung die von unseren Gewillens sind, bei der Flugblattvertheilung im 36., 37 und nossen beantragte Einführung einer ärztlichen Beaufsichtigung 41. Kommunal- Wahlbezirk mitzuwirken, mögen sich am Sonntag, der Schulkinder abgelehnt. Seitdem finden sich in den Kreiſen den 5. d. M., früh 72 Uhr in folgenden Lokalen einfinden: im 36. Bezirk: Zur Stadtverordneten Wahl. 16. Kommunal Wahl eine Agitationskommission, bestehend aus 5 Mitgliedern, zu gründen, bezirt! Parteigenossen, welche gewillt sind, am Sonntag, den die ihren Eiz in Greifswald haben soll. Die Wahl derselben wurde 5. d. M., sich bei der Flugblattvertheilung zu betheiligen, werden den Greifswalder Genossen überlassen. In einer am 28. Oftober ersucht, sich um 8 Uhr früh bei Schwarzkopf, Stalizerstr. 11, abgehaltenen Perversammlung wurden nun folgende Genossen einzufinden. gewählt: Echröder, Wockersien, Kerrl, Kühn und Bacher. Die Kommission hat bereits getagt und wird demnächst ihre Agitation entfalten, deshalb werden die Genossen der Gegend gebeten, diese nach Möglichkeit zu unterstüßen, da sie 3. 3. noch ganz mittellos ist. " Ein sozialdemokratisches Allerheiligen. Aus Freiburg i. B. wird uns geschrieben: Wie alljährlich, so haben auch dieses Jahr am Tage Allerheiligen" die hiesigen Parteigenossen das Grab des Freiheitskämpfers May Dortu, der am 14. August 1849 auf dem Felde bei Freiburg erschossen wurde, mit einem Kranze geschmückt. Durch diesen Att, an welchem fich 40 bis 50 Genossen betheiligten, sah die Polizeibehörde, wie gewöhnlich, schon zum voraus, daß der Staat großer Gefahr ausgesetzt und sie ließ schon am Morgen des 1. November unserm Vertrauensmann Kramer eröffnet, daß feine rothe Schleife auf bas Grab gelegt werden dürfe. Dieses Vorgehen ist nur das repetirte Rezept vom vorigen Jahre, aber in ihm liegt auch das Bekenntniß, daß es fich die Sozialdemokraten nicht nehmen lassen, ihre Todten zu ehren. Der Kranz mit großer rother Schleife, die eine entsprechende Inschrift trug, wurde durch die Stadt bis an die Pforte des Friedhofes getragen, wo wir von drei„ Schutz" leuten, ( zwei in Uniform und einen in Zivil) empfangen wurden. Polizeisergeant Bär, ein alter Bekannter aus der Zeit des Sozialistengefeßes, glaubte schon einschreiten zu müssen, als wir eben Halt machten und die Schleife vom Strange entfernten und so den Kranz auf das Grab legten. Mithin war also der Staat wiet er einmal gerettet. Wie lange wird man noch in dem„ schwarzen" Freiburg den Etaat durch eine rothe Schleife gefährdet sehen? Warum dürfen die Studenten und sonstige Vereine die Gräber ihrer verstorbenen " Kameraden" mit rothen Schleifen zieren? Ja, Bauer, das ist etwas anderes! * bei A. Meinhardt, Pappel- Alee 3/4. " G. Schmidt, Wörtherstr. 19, Ecke Rykestraße. im 37. Bezirt: bei Joh. Gnadt, Swinemünderstr. 120. im 41. Bezirk: bei F. Gleinert, Fenn- und Müllerstraße Ece. R. Bahr, Gerichtstr. 19. Die Wählerlisten liegen aus: im 86. Bezirk bei Meinhardt, Pappel- Allee 3/4; im 37. Bezirk bei Joh. Gnadt, Swinemünderftraße 120; im 41. Bezirk bei F. Gleinert, Fenn- und Müllerstraße Ecke. Die Vertrauenspersonen. der Lehrer immer mehr Befürworter der Nothwendigkeit einer solchen Einrichtung. Dr. Mey gehört zu ihnen. Er weist auf die Unsauberkeit der Schulräume, der Turnhallen, der Korridore, der Treppen und Klosets, auf den Mangel hinreichender Pausen, auf die gesundheitsschädliche Luft in den Klassenräumen, auf die mangelhafte Ventilation u. f. w. in den Berliner Gemeindeschulen mit Recht hin und kommt zu der Wiederholung der von sozialdemokratischer Seite im rothen Hause vergeblich gestellten Forderung, die Kinder von Zeit zu Zeit einer gründlichen Unterfuchung zu unterziehen, insbesondere auf Augen, Mund, Ohren und Nase, damit die Eltern benachrichtigt und ermahnt werden tönnen. Herr Stadtschulrath Bertram, der bekanntlich die Elementarschulkinder als pausbackige, gesunde, fräftige Kinder Zur Krankenversicherung der Arbeiter in Berlin. hinstellte und meinte, daß Lehrer, nicht Aerzte diese Untersuchung des Gesundheitszustandes in hinreichender Weise vornehmen Im Jahre 1892 bestanden nach amtlicher statistischer Mittheilung fönnten, mag sich folgende Ausführung des aus der Lehrpraxis in Berlin außer der Gemeinde- Krankenversicherung 60 Orts, heraus sprechenden Gegners der Sozialdemokratie ins Stammbuch 22 Betriebs-( Fabrik-) und 11 Innungs- Krankenkassen, welch' schreiben:" Der Lehrer fann sich nicht eingehend um den Gelettere dem§ 73 des Krankenversicherungs- Gefeßes genügten. fundheitszustand feiner Böglinge fümmern; dazu fehlt es ihm Diesen 94 Kaffeneinrichtungen gehörten im Durchschnitt der einmal an Zeit, ferner aber fommt er in eine schiefe Lage gegenzwölf Monate vom 1. Januar 1892 bis ebendahin 1893 ins über den Eltern, wie man das oft beobachten fann. Hat z. B. gesammt 313 297 Mitglieder an, wovon 77 652 oder rund ein ein Kind einen scheinbar geringfügigen Ausschlag, der ja unter Viertel( genauer 24,8 pCt.) auf das weibliche Geschlecht ent- Umständen der Vorbote ansteckender, selbst gefährlicher fielen. Welchen Schwankungen die Mitgliederzahl im Laufe Krankheiten sein kann; der Lehrer bemerkt es und setzt das Kind, eines Jahres ausgesetzt ist, erhellt aus folgender Aufstellung: Es wenn Platz vorhanden ist, allein, so erscheint am nächsten Tage waren bei sämmtlichen obengenannten Berliner Kasseneinrichtungen die Mutter und macht eine Szene. Also drückt der Lehrer das vorhanden nächste Mal ein Auge zu, dann kommen wieder die Mütter aller überhaupt Knaben, die in der Nähe des Verdächtigen fitzen. Wäre es da nicht einfach, wenn der Schularzt frühzeitig über die Natur der Krankheit entscheidet und von Zeit zu Zeit auch die anscheinend gefunden Kinder gründlich untersuchte? Die Stadt Paris giebt jährlich 80 000 M. für ärztliche Schulaufsicht aus und es iſt statistisch nachgewiesen, daß man einen großen Theil dieser Sumine in den öffentlichen Krankenhäusern erspart." Wie nachtheilig der Gesundheit unserer Kinder die Erziehung in unseren Gemeindeschulen ist, ergeben auch die statistischen Zahlen über die Aushebungen. Die Resultate der Aushebungen in den Jahren 1889 und 1890 sind folgende: 304 122 301 208 302 415 305 822 311 965 312 905 männliche Mitglieder 230 009 weibliche Mitglieder 74 113 226 469 74 739 225 840 76 575 229 412 76410 285 129 76 836 287 334 75 571 239 048 78.970 240 070 78 881 318 018 318 451 241 112 78 209 219 321 241 908 78 815 320 723 242 060 80 229 322 289 237 931 319 223 225 590 81 292 74 935 300 525 Ausgehobene. für für das Deutsche Reich Berlin 1889 1890 1889 1890 p@ t. pCt. pCt. pCt. 38,5 44,4 26,5 29,6 47,9 66 56 7,5 7,8 14 Landsturm und Erfahreserve 52,5 7,8 Ausgemustert als untauglich Wenngleich nun allerdings dies für den Kräftezustand der Berliner ungünstige Resultat nicht allein auf die Einrichtungen und Mängel in den Gemeindeschulen zurückzuführen ist, fo läßt sich doch ein gewisser Zusammenhang ebensowenig verkennen, wie daß bei Befolgung der von unseren Genossen im rothen Hause gemachten Anregungen der Gesundheitszustand der Schüler ein erheblich besserer würde. Für die Wechselwirkung zwischen den mangelhaften Schuleinrichtungen und der Beeinträchtigung der Gesundheit der Kinder und Lehrer bezeichnend ist auch folgende Tabelle über das durchschnittliche Lebensalter der so targ bebefoldeten Volksschullehrer, die dank der schädlichen Luft in den Schulräumen und ihrer Ueberanstrengung außerordentlich viel von Hals-, Brust- und nervösen Leiden befallen werden: über über über über Es sind von den 40 Jahre 45 Jahre 50 Jahre 55 Jahre Volksschullehrern alt alt alt am Anfang des Monats Januar 1892 Aus Quedlinburg wird uns geschrieben: Der Vertrauene- Februar 1892 mann der sozialdemokratischen Partei, A. Trautmann, ist am März 1892. 25. Oktober pom Landgericht Halberstadt zu zwei Monaten April 1892. Gefängniß verurtheilt worden, und zwar wegen Verächtlichmachung Mai 1892 von Staatseinrichtungen. Dies Vergehen soll Trautmann in Juni 1892 einer Wählerversammlung zu Thale a. H. dadurch begangen Jult 1892 haben, daß er das bekannte Wort, die Soldaten hätten erforder- August 1892 lichenfalls auf Vater und Mutter zu schießen, in strafwürdiger September 1892 Weise anwendete. Außerdem soll er in gleicher Weise sich über Oktober 1892 den Zusammenhang von Militarismus, Armuth und Verbrechen aus- November 1892 gelassen haben. Als Belastungszeugen traten der Gendarm Treibel, Dezember 1892 der Technifer Michaelis, der Kaufmann Rauh und ein Herr Arnete Januar 1893. Siernach wechselte die Zahl der männlichen Mitglieder zwischen aus Thale auf. Interessant wurde, die Verhandlung durch den seltsamen Umstand, daß diese Zeugen, sich überhaupt keine 225 590 Anfangs Januar 1893 und 242 060 Anfangs November anderen Vorgänge in der Versammlung erinnern fonnten. Der 1892, bei den weiblichen zwischen 74 113 zu Beginn des Januar Gendarm gab zu, in der Versammlung kein Wort geschrieben zu 1892 und 81292 Anfangs Dezember 1892, bei beiden Geschlechtern haben, ferner mußte er bestätigen, daß er in einer Wirthschaft zusammen zwischen 300 525 Anfangs Januar 1893 und 322 289 gesagt habe, er wolle es dem Trautmann anstreichen, sowie daß im November 1892. Die Unterschiede zwischen dem niedrigsten er Trautmann gegenüber geäußert habe, man möge in einem und höchsten Stande betragen nicht weniger als 16470 bezp. 7179 ähnlichen Fall jemand anders nach Thale schicken, er verstehe und 21764 Köpfe oder 7,3 bezw. 9,7 und 7,2 pet. Es scheint also das nicht und stenographiren könne er auch nicht. Trautmann im Durchschnitt für alle Berliner Industriezweige der Januar der führte in seiner Vertheidigungsrede aus, daß die ihm zur Last geschäftlich ungünstigste, der November der günstigste Monat zu gelegten eußerungen durchaus keine strafwürdige Unterlage sein. Für die einzelnen Industrie- und Gewerbezweige liegen diese hätten, so habe er z. B. in bezug auf die Verbrechen, deren er Verhältnisse natürlich sehr verschieden; die Zahlen eines Jahres erwähnt habe, auf den bekannten Erlaß des Prinzen Georg von genügen indessen nicht, um darüber einen einigermaßen zuverSachsen hingewiesen. Trotz der geschickten Vertheidigung erkannte der lässigen Anhalt zu gewähren. Dagegen darf man hoffen, aus Gerichtshof auf die oben angegebene Strafe; als mildernder diesen monatlichen Mitgliederzahlen der Krankenkassen im Verlaufe Umstand" wurde in Betracht gezogen, daß Trautmann troß ver- eines längeren Zeitraums für eine Anzahl von Industrie- und Geschiedener Prozesse, die er sich in seiner neunjährigen Partei- werbezweigen interessante Einblicke in die Schwankungen des Arbeitsmarktes zu bekommen, vielleicht auch daraus Mittel und Wege thätigkeit zugezogen, bisher noch unbestraft geblieben ist. für eine Ausgleichung der regelmäßig zu bestimmter Zeit im Jahre auftretenden Arbeitslosigkeit in einigen und der größeren Arbeitsgelegenheit in anderen Erwerbszweigen zu gewinnen. In den sämmtlichen 94 Krankenkassen Berlins tamen im in Berlin. in den Städten. Laufe des Berichtsjahres 108 515 Erkrankungsfälle mit 2940 301 Von 100 MitKrankheitstagen und 3308 Sterbefällen vor. auf dem Lande. gliedern des männlichen Geschlechts erkrankten 35,0 und Zahlen beweisen! Trotzdem verschließen die liberalen starben 1,2, von 100 weiblichen 33,5 bezw. 0,7. Auf 100 Gr Stadtväter in furzsichtiger Weise ihre Augen gegen die ver frankungen entfielen bei den Männern 3,3, bei den Frauen heerenden Wirkungen des jetzigen Systems und veräuchern 2,2 Todesfälle. Auf ein Mitglied tamen 9,2, auf eine Erfrankung durchschnittlich 26,2 Krankheitstage bei den Männern die einer Großstadt völlig umwürdigen Schulzustände mit wenig Deutsche Richter. Mit einem Strafmandat von 50 M. und 10,0 beziv. 29,8 bei den Frauen. Die Erkrankungen angenehm duftendem Eigenlob. Sache der Wähler bei den bewar Genosse Lehmann vor einiger Zeit bedacht worden, weil waren abgesehen von gewissen Kasseneinrichtungen mit sehr vorstehenden Stadtverordnetenwahlen wird es sein, neue Siege er das Pflichtexemplar der im Juli herausgegebenen Extra- geringer Mitgliederzahl besonders häufig bei den Mitgliedern gegen dieses verknöcherte, rückwärts schreitende System zu er nummer der„ Rheinisch Westfälischen Arbeiter Zeitung" nicht der Betriebsfassen der Großen und der Neuen Berliner Pferde- ringen, um nach Möglichkeit dafür Sorge zu tragen, daß die Gedieses kostbare Gut nicht weiterhin in rechtzeitig eingereicht habe. Auf den wegen der Strafhöhe bahn- Gesellschaft, wo von 100 Mitgliedern 81,1 bezi. 78,1 ererhobenen Widerspruch hin, hatte sich das Schöffengericht krankten, besonders langwierig bei den männlichen Tabakfabrit Schulen, in öffentlichen Anstalten mißhandelt wird. mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen. Der Angeklagte machte arbeitern und Strumpfwirtern mit 43,9 bezw. 45,8 KrankheitsBerlin wird Festung. Ein Berichterstatter meldet folgendes: geltend, daß er einen Angestellten des Geschäfts mit der Ab- tagen auf eine Erkrankung. lieferung des Pflichtexemplars beauftragt habe, derselbe sei aber Die Einnahmen des Jahres 1892 beliefen sich bei sämmt. Die Klagen über die frühere Unsicherheit in der Hafenhaide der Meinung gewesen, die Verbreitung beginne erst am folgenden lichen Stasseneinrichtungen zusammen auf 7543 715 M., davon werden in furzer Zeit gänzlich verstummen, da die MilitärverTage; er habe den erhaltenen Auftrag nicht pünktlich ausgeführt. waren 6 319 102 M. oder 83,8 pCt. Beiträge, 139 583.waltung das umfangreiche Gebiet der Hasenhaide rund herum Die ihm imputirte Absicht, eine etwaige Konfistation zu vereiteln, Gintrittsgelder und 192 516 m. baarer Raffenbestand am Anfang einzäunen und innerhalb der Umzäunung großartige Bauten, die 192516 M. viele Millionen kosten werden, aufführen läßt. Zwischen dem viele Millionen fosten werden, aufführen läßt. Zwischen dem habe ihm, Angeklagten, völlig fern gelegen. Seine Vorstrafen des Jahres. Auf ein Mitglied entfielen durchschnittlich 20,17 W. Streit'schen Gestell und der Chaussee, welche nach dem Garnisonfönnten auch nicht strafverschärfend in Betracht kommen, indem an Beiträgen. Die gesammten Ausgaben betrugen 7 247 012 M., er nicht persönlich der Verleger sei, das Verlagsgeschäft vielmehr darunter waren 635 987 m. für ärztliche Behandlung, 1082 799 m. firchhofe führt, werden Fortifikationswerke errichtet, wie sie die neuere Technik vorschreibt. Die Chaussee wird kassirt, die nach einer Handelsgesellschaft gehöre, welche er, Angetlagter, nur ver- für Arznei und sonstige Heilmittel, 3 043 468 M. Krankengelder dem Garnisonkirchhofe führt, und dafür zwei neue, prächtige trete. Das Gericht beschloß, den Widerspruch als unbegründet an Mitglieder, 101 265 M. Krantengelder an Angehörige der dem Garnisonkirchhofe führt, und dafür zwei neue, prächtige Wege- Anlagen geschaffen. Auf den alten Pionier- Uebungsplay zurückzuweisen, weil der Angeklagte schon oft wegen Preßver- Mitglieder, 75 937 m. fommen außer einer Abtheilung des Hotels Bum Bater Philipp" gehen bestraft sei und die in der fraglichen Nummer enthaltenen zwei der Neuzeit und der Reichshauptstadt entsprechende Kasernen Artikel sehr aufrührerischen Inhalts seien. Diese Gründe werden für das„ Garde- Kürassier- Regiment" und für das„ Kaiserin unsere Lefer nicht weniger überraschen als uns. im Laufe von spätestens drei Jahren fertig gestellt zu haben Augusta- Regiment". Durch Aufführung dieser Bauten, die man hofft, wird der Süden der Stadt, insbesondere der Bezirk Hasenhaide" bedeutend gewinnen. Die Arbeiten haben vor einigen Tagen bereits begonnen. Mehrere hundert Arbeiter, Maurer und Zimmerleute fanden troß vorgerückter Jahreszeit lohnende Beschäftigung." Die Landtagswahl in Quedlinburg vollzog sich fang- und flanglos, wie überall in Preußen. Von 4325 Urwählern, die der Wahlkreis zählt, stimmten troß mehrerer großer Jammerartikel im Kreisblatt im ganzen nur 283 Mann. In drei Bezirken fonnte überhaupt nicht gewählt werden, weil tein Wähler erschienen war. Die Parteigenossen in Salle haben beschlossen, sich an den in nächster Zeit stattfindenden Stadtverordnetenwahlen zu betheiligen. M Polizeiliches, Gerichtliches zc. 75 937 M. Unterstützungen an Wöchnerinnen, 240 090 M. Sterbegelder, 1079 171 M. Kur- und Verpflegungsfoften an Krantenanstalten, 377 206 M. persönliche und 124 265 M. sächliche Verwaltungskosten. Das Verhältniß der vorstehend verzeichneten Arten der Ausgaben und pro Kopf der Mitglieder gestaltete sich wie folgt: Es famen von je 100 m. auf auf Ausgaben 1 Mitglied 8,78 M. 2,03. 14,94 3,46 42,00 9,71 Wegen Beleidigung eines Architekten hatte sich am 30. Oftober der Redakteur der Wurzener Zeitung", Genoffe Diehl, vor dem Amtsgericht zu verantworten. Diehl hatte von ärztliche Behandlung. diesem Mann, der wegen Einstürzens der von ihm geleiteten Arznei und sonstige Heilmittel Bauten bereits zweimal nach§ 330 des Str.-G.-B. bestraft worden Krankengelder an Mitglieder. ift, gelegentlich eines Gerüsteinsturzes, bei dem zwei Maurer desgl. an Angehörige der Mitglieder verlegt jind, gesagt, daß sein Bejähigungsnachweis nicht die Unterstützungen an Wöchnerinnen genügende Bürgschaft zu geben scheine. Urtheil 75 M. Geldstrafe. Sterbegelder... Kur- und Verpflegungskosten Berujung ist eingelegt. In Schwedt a. D. war vor kurzem der Genosse zusammen Leistungen an die Berechtigten Robert Günterberg wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu zwei Wochen Gefängniß verurtheilt worden. persönliche Verwaltungskosten Bom Landgericht Prenzlau als Berufungsinstanz wurde er fächliche Verwaltungstoften jedoch am 1. November freigesprochen. Tokales. Parteigenossen! Am Sonntag, den 5. November, findet für den 29. und 81. Kommunal. Wahlbezirk eine Flugblatt vertheilung statt. Die Parteigenossen werden ersucht, sich recht zahlreich zu betheiligen. Für den 31. Bezirk bei Witschow Kleine Hamburger- und Elsasserstraßen- Ecfe; für den 29. Bezirk bei Spät, Weinstr. 28, pünktlich um 8 Uhr. Das Wahl- Romitee. 3. Wahlkreis. Genoffen, die gewillt, bei der Verbreitung von Flugblättern im 16, 18. und 20. Kommunal- Wahlbezirk zu helfen und noch nicht anderswo hinbestellt sind, werden ersucht, " " " " 1,40 0,32 . " " . 1,05 0,24 " " 3,31 " 0,77 " · . • 14,89 3,44 " " .. 86,37 5,20 1,71 6,91 " 19,97" 1,89 " " " 0,40 2,29 " " " sundheit der Kinder " alt pCt. pet. pCt. pCt. . 33,8 24 15,8 7,4 35,8 33,3 25,7 26 16,6 9,9 18,2 11,9 " Wieweit diese Mittheilung auf Wahrheit beruht, können wir nicht kontrolliren. Für die Sicherheit Berlins würde durch Niederlegung aller hiesigen Kasernen und Maßregeln gegen die Unverschämtheiten und den Uebermuth unserer jugendlichen und greisenhaften Rauf- und Saufbolde der guten Gesellschaft sammit deren weiblichem Anhange besser gesorgt sein als durch Ausführung jenes recht phantastischen Planes, zu dessen Ausführung natürlich das Volt bluten müßte. zusammen Verwaltungskosten Zur Cholera. In sechs an verschiedenen Stellen der Von den Ausgaben wurden aljo 86,4 pet. zu Leistungen an Havel entnommenen Wasserproben sind bei der auf dem Reichsdie Berechtigten und nur 6,9 pt. für die Verwaltung auf- Gesundheitsamte vorgenommenen Untersuchung Choleragewendet. Vergleicht man die Leistungen an die Kaffen( durch bazillen vorgefunden worden. In Berücksichtigung schnittlich pro Kopf 20,17 M. an Beiträgen und 0,45 M an der durch diese Beobachtung entdeckten großen Gefahr wird Eintrittsgeldern) mit den Leistungen der letzteren an die Mit- feitens der Regierung nochmals dringend vor jeglicher glieder( durchschnittlich pro Kopf, wie oben nachgewiesen, 19,97 W.), Benugung des Havelwassers, sei es zum Trinken, Baden, Waschen fo erhalten die Mitglieder, da ein Drittel der Beiträge gesetzlich oder sonst welchen Haushaltungszwecken gewarnt. Ist die Bevom Arbeitgeber zu entrichten ist, erheblich mehr geleistet seitens nußung dieses Wassers aber nicht zu umgehen, so muß dasselbe der Raffen, als sie an diefelben zu zahlen haben. Das Verhältniß des Beitrags zum Lohn schwankt zwischen gründlich gekocht werden. Und die Nummelsburger Wasser1,4 pet. bei den Schornsteinfegern und 4,3 pt. bei den Buchdruckern und Hutmachern; es bewegt sich bei den meisten Kassen zwischen Ausgekniffen ist vorgestern Nachmittag der frühere Ber2 und 22 pet.; das Verhältniß des Krankengeldes zum liner Kriminalschuhmann Gustav Maercker. Derselbe sollte von Lohn bewegt sich zwischen 50 pet.( bei den meisten Kassen) und Charlottenburg aus in das Moabiter Untersuchungsgefängnis 75 pCt. bei den Betriebskaffen der Firma Ludwig Loewe u. Co. eingeliefert werden. Der Transporteur verließ mit ihm vor der und der Königlichen Porzellan- Manufaktur. Die statutenmäßige Thür des Gefängnisses die Droschke, als M. sofort die Flucht Dauer der Krankenunterstützung mit vollem Krankengeld beträgt ergriff und troß aller Anstrengungen nicht gefaßt werden tonnte. werte? " Wie find die auf der Stettiner Bahn verübten| selbstverständlich, daß Arbeiter, die in den meisten Wochen nicht andere Beuge hatte eine Majestätsbeleidigung in ihr gar nicht Schwindeleien zu erklären? Zu dieser von uns wiederholt den vollen Lohn erhalten, gezwungen sind, bei dem Schankwirth gesehen. Dagegen hielt das Gericht alle die Fälle für nicht ererörterten Frage find uns eine große Anzahl Buschriften zu Schulden zu machen. Dieser giebt auch ohne weiteres Kredit. wiesen, in denen nur die Staffeldt's, Bubat's und der Pflegefohn gegangen, von denen wir zwei aus sehr fachkundigen Kreisen her- Wenn nun ein Arbeiter das Arbeitsverhältniß löst, dann wird der Muth als Zeugen figurirten, indem es diesen Zeugen bei rührenden nachstehend mittheilen. Man schreibt uns: im Fabrikkomtoir gleich die Summe einbehalten, welche der Be- ihrer offenbaren Eingenommenheit keinen Glauben schenkte. So " Das in der Donnerstags- Nummer des Vorwärts" ver- treffende an den Bruder Schankwirth zu zahlen hat."- Ent- wurde Herr Thiele in zwei Fällen, Frau Thiele ganz freis öffentlichte Schreiben des tönigl. Eisenbahn- Betriebsamtes Berlin- spricht diese legte Behauptung der Wahrheit, so verlegt der gesprochen. Herr Thiele wurde zu 6 Monaten Gefängniß verStettin enthält die Behauptung, Arbeitgeber die Vorschriften der§§ 115, 116 der Gewerbe- Ord- urtheilt aber auf Antrag des Vertheidigers sofort aus der Unter„ daß die Schaffner an Gehalt, einschließlich Wohnungs- nung: Die Arbeiter fönnen dann ihren vollen Lohn einklagen. suchungshaft entlassen. geldzuschuß, 1080-1440 m. jährlich beziehen." Solche Verhältnisse sollten allen Holzarbeitern nahe legen, ihrer Diefe Behauptung ist nicht ganz zutreffend. Denn nach dem gewerkschaftlichen Organisation beizutreten. Der erste Mai" beschäftigte heute die zweite Strafs biesjährigen Etat des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten befammer in einer Anklage wegen Rörperverletzung, welche sich ziehen die 13 737 Billets chaffner, Portiers, WeichenArbeiterrifiko. Gestern Vormittag, waren auf dem der gegen die Maurer Hermann Feuer, Gustav Ditmann und steller zc. ein Gehalt von 800-1200 M. und einen jährlichen Bossischen Zeitung" gehörigen Neubau in der Neumannsgaffe Franz Ebert richtete. Auf einem Bau am Dürerplay in Wohnungsgeldzuschuß von 60-240 m. je nach der Servisklasse Nr. 2 Dachdecker auf einer Leiter mit ihren Arbeiten beschäftigt, Schöneberg hatte die eine Hälfte der Maurer, etwa ein Dutzend, des Ortes. Wenn, wie in dem amtlichen Schreiben angegeben, als dieselbe plöglich nachgab, umstürzte und nun aus einer Höhe den 1. Mai" gefeiert, die andere Hälfte hatte gearbeitet. Als die verhafteten Schaffner, theils in Berlin, theils auf anderen von etwa 15 Metern auf den Straßendamm fiel, zwei auf der- am nächsten Morgen die Arbeit begann und die Maurer sich in Stationen stationirt" gewesen sind, so haben die genannten Be- felben befindliche Personen, die Dachdecker Hermann Schulz, der Baubude trafen, wurden diejenigen, die gefeiert amten in den Orten der Servisklasse III an Gehalt einschließlich Stephanstraße, und Albert Boß, Steinmetzstraße 6 wohnhaft, hatten, entlassen. Darob kam es zu Reibereien, bei denen Wohnungsgeldschuß nur 908-1308 M., und in den Orten der unter sich begrabend. Dachdecker Hermann Schulz fiel zuerst, fich besonders der Maurer Wilhelm Pfeiffer hervorthat, der. Sevistlaffe V sogar nur 860-1260 m. bezogen. M. Der ihm folgte Boß, welcher auf eine unten paffirende Frau fiel und mit einem zugeklappten Meffer in der Hand jeden niederzuWohnungsgeldzuschuß beträgt: A 240, I 180, II 144, III 108, diese mit umriß, so daß diefelbe, in welcher ein Fräulein Sens, schlagen drohte, der ihm zu nahe kommen würde. Die Ents IV 72, V 60 m. Jüdenstr. 46 wohnhaft, festgestellt wurde, einen rechten Knöchel- laffenen verließen ruhig den Bauplatz und gingen nach der Im weiteren ist es auffallend, daß das königl. Eisenbahn- bruch erlitt. Die beiden Verunglückten wurden in den Geschäfts- Kneipe, in welcher der Bau" bisher seine Mahlzeiten einBetriebsamt nicht angiebt, welchen Tag e lo bin die, Silfsschaffner" laden im Hause Breitestr. 9 gebracht, wo der gerade vorüber genommen hatte. Zur Frühstückszeit wollten die anderen Arerhalten; es weist nur darauf hin, daß die im Arbeiterver- gehende Dr. Joseph, Dresdenerstr. 66 wohnhaft, die erste Hilfe beiter nach der gewohnten Kneipe gehen, der Polier rieth aber hältniß stehenden Hilfsschaffner" dieselben Neben einfünfte wie leistete und dieselben untersuchte. Die Verlegungen des Boß davon ab, nur Pfeiffer ließ sich nicht halten und ging hinüber, die Schaffner beziehen und sich während solcher Dienstleistung sind nur geringer Natur und bestehen nur aus einigen wurde aber von Entlassenen mit dem drohenden beffer wie in ihrem sonstigen Dienstverhältniß stehen." Nun, es Quetschungen, während diejenigen des Schulz derart schwere Rufe empfangen: Da kommt ja der Messerheld!" Pfeiffer ist eine bekannte Thatsache, daß die königl. preußische Eisenbahn- find, daß derselbe wohl kaum mit dem Leben davonkommen ergriff nun zwar die Flucht, wurde aber eingeholt und verwaltung nicht einmal die ortsüblichen Tagelöhne, die man dürfte, denn derselbe hat mehrere Knochenbrüche erlitten, außer mit hölzernen und eisernen Werkzeugen nach allen Regeln der Hungerlöhne" nennt, zahlt, wie schon aus dem obenbezeichneten dem ist eine Gehirnerschütterung eingetreten. Fräulein Sens Kunst verhauen, so daß er eine Menge Kopfwunden davontrug. niedrigen Anfangsgehalt der etatsmäßig angestellten Schaffner erhielt bereits von einem Neumannsgaffe 11 wohnenden Heil- Der Staatsanwalt, welcher in dem Vorgange eine sozialdemo hervorgeht. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch nicht uner- gehilfen den ersten Nothverband angelegt, während Schulz kratische Ausschreitung(!) erblickte, beantragte für zwei der An wähnt laffen, daß die 15 115 etatsmäßig angestellten Bahnwärter mittels Krankenwagens nach der Charitee befördert wurde. Boß geklagten je vier und für den dritten sechs Monate Gefängniß. und Nachtwächter im Paradiese des Herrn Thielen ein Gehalt sollte in ein Krankenhaus gebracht werden. Vertheidiger Rechtsanwalt Heine richtete fich gegen diese Anvon 700-900 M. beziehen." schauung und legte dar, daß der Vorfall daß der Vorfall jedes poliEine zweite Zuschrift lautet: 3u der Frage wie sind die Mord oder Unglücksfall? Die Leiche eines etwa 40jährigen tischen Hintergrundes entbehrte, sowie daß der anauf der Stettiner Bahn verübten" Schwindeleien zu erklären" Mannes, die am Hinterkopfe Verlegungen seigte, wurde heute greifende Theil der nichtfeiernde Pfeiffer war. Der Gerichtshof bringt der Vorwärts" in der heutigen Nummer( 258) eine Be- Morgen um 7 Uhr durch einen Schuhmann des 33. Polizeireviers erfannte auf ein Viertel der vom Staatsanwalt beantragten Strafe, richtigung des Eisenbahn- Betriebsamts Berlin- Stettin, in der am Kempeplatz im Thiergarten auf einer Bank sigend auf- nämlich auf je einen Monat gegen Feuer und Ebert, sechs auch die Fahrtgelder der Eisenbahnschaffner mit monatlich 30 m. gefunden. Die Todesursache hat sich bislang nicht feststellen Wochen gegen Dittmann.- Weshalb ist der Messerhelddroher eine Rolle spielen. Ja, wenn diese 30 m. einen reinen Verdienst lassen; doch scheint es, als ob der Mann eines gewaltsamen Pfeiffer nicht angeklagt? Stand er fern vom Verdacht, sozialdarstellten. Aber das ist nur die Brutto- Einnahme, die nicht Todes nicht gestorben sei, da außer den Wunden am Hinterkopfe, demokratische Anschauungen zu haben? Glich eine Bedrohung felten kaum 20 M. beträgt. Die Netto- Einnahme wird sich auf die nach oberflächlicher Schätzung nicht sehr erheblich sind, keine mit dem Messer zu sehr der Gewohnheit von Studenten und kaum die Hälfte, häufig auf nur 10 bis 5 M. belaufen. Denn Spuren von äußerer Gewaltanwendung erkennbar sind. Man vornehmem Gesindel? von den 30 resp. 20 M. hat der Beamte das Essen und Trinken nimmt daher an, daß die Verlegungen von einem Falle herfür all die unterwegs zuzubringenden Tage zu bestreiten, rühren, worauf auch die stark beschmutzten Kleidungsstücke des Bambergs bester" Polizeifoldat. Eine interessante während seiner Familie in Berlin durch seine Abwesenheit, da Tooten hindeuten. Die Persönlichkeit ist ebensowenig gleich fest Gerichtsverhandlung fand am vorigen Donnerstag am königlichen doch für die ganze Familie gekocht werden muß, feine oder doch zustellen gewesen, da Ausweismaterial nicht vorhanden ist; indeß Landgericht Bamberg statt. Schlossermeister Stirner soll bei teine nennenswerthe Ersparniß erwächst. Auch darüber, daß der dürfte der Verstorbene ein Handwerker, vielleicht ein Schneider einer Gelegenheit den Polizeikorporal Spieß beleidigt haben, Eisenbahnschaffner für seine ihm aufgezwungene Uniform selbst sein. Er hat spärliches blondes Haar und einen blonden Schnurr- weshalb legterer Klage beim Amtsgericht erhob wegen BerufsGorge tragen muß, sagt das Betriebsamt kein Wort. Die Berliner bart, trug ein grau und schwarzgestreiftes Beinkleid, schwarzen beleidigung. Bei dieser Verhandlung wurden von Zeugen folPolizeiverwaltung liefert den Schuhleuten die Uniform fostenfrei Tuchrock, ebensolche Weste und einen niedrigen Filzhut. Baar- gende Aussagen über den Kläger gemacht: 1. habe derselbe verund o Wunder selbst Herr v. Stephan mittel und Werthsachen wurden nicht aufgefunden. selbst Herr schiedene falsche Anzeigen gemacht; 2. sei derselbe öfters v. Stephan, verehrter Herr Thielen leistet, seinen" Unterbeamten betrunken, einmal sogar derartig, daß er unterm Tisch herumzur Diensttleidung einen jährlichen Zuschuß von 30 M. pro Kopf an der Ede der Gneisenau- und Bellealliancestraße beim Ab- öfters Streitigkeiten verübt; Polizeibericht. Am 2. d. M. Nachmittags fiel ein Mann tugelte; 3. habe er Gastwirthe angepumpt und mit Gästen Ueber die sogenannten Hilfeschaffner, die im Arbeiterverhältniß fpringen von einem in der Fahrt befindlichen Geschäftswagen zu Gendarmen haarsträubende Vorwürfe gemacht und nach Aussage 4. foll er einmal einem ftchen, weiß das Betriebsamt nur zu berichtigen", daß sie bie- pringen Boden und verletzte sich schwer an der Stirn. felben Sebeneinkünfte wie die Schaffner" erhalten und sich Laboratorium einer Apotheke versuchte ein Laufbursche sich zu doch geheim zu führen ist ohne allen Anlaß herumgefuchtelt In dem der Zeugen in seiner Trunkenheit mit seinem Schläger während solcher Dienstleistung also besser stehen, wie in ihrem erhängen. Er wurde noch rechtzeitig bemerkt, befreit und nach haben. In einem anderen Fall mußte ihm der Wirth das Boch, fenftigen Dienstverhältniß". Auf was für einen winzigen Betrag der Charitee gebracht. In der Nacht zum 3. d. M. sprang was der Zimmermann gelassen, zeigen. Es folgten noch mehrere, Diefe Nebeneinkünfte" zusammenschrumpfen, habe ich bereits gezeigt. Aber wie die Eisenbahn- Berwaltung selbst diese proble- gegenüber dem Hause Friedrichsgracht 24 ein Drechsler in die den Spieß schwer belastende Beugenaussagen, so daß Freimatischen„ Nebeneinkünfte" für sich in Unfaz zu bringen weiß, Spree, wurde aber bald aus dem Wasser gezogen und nach sprechung des Angeklagten erfolgen mußte, troßdem Herr Polizeiproble- Spree, der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden sechs Inspektor Hofmann den Spieß als seinen beften" Bolizeigeht daraus hervor, daß sie die im Fahrdienst be= Brände statt. schäftigten Arbeiter- also die Hilfsschaffner und soldaten bezeichnete. Gegen dieses Urtheil legte der Amtsanwalt Hilfsbremser mit einem um 30-60 Pfennige ge Berufung ein, welche aber verworfen wurde, unter Ueberringeren Tagelohnsate abspeist, als die Ar= bürdung aller Kosten, auch die der Vertheidigung, auf die beiter im Stationsdienste. So bildet die Beschäftigung Staatsfaffe. im Fahrdienst für das Hilfspersonal häufig nicht nur nicht eine Einnahme, sondern eine Schädigungsquelle. Wie hoch sich die Tagelohnfäße belaufen, darüber machte Minister Thielen im Abgeordnetenhause zu Anfang dieses Jahres interessante Mittheilungen. Danach erhielten im Direktionsbezirk Berlin die v. Gerlach von der ersten Straftammer hiesigen Landgerichts I im Betriebe beschäftigten Arbeiter" jährlich 737 m. oder 2 M. wegen Majestät 3 beleidigung zu zwei Jahren Gefängniß täglich, die Streckenarbeiter" ebenfalls im Direktionsbezirk verurtheilt. Mit ihr war ihr Ehemann, ihr Ehemann, der Ingenieur Berlin 560 m. jährlich oder 1,56 m. täglich( Vorwärts" Alexander v. Gerlach angeklagt, der Gerichtshof hatte aber der zeitigeren Einberufung des Reichstages wegen jedenfalls Nr. 52 vom 2. März 1893). Nun möge sich jeder, der außer beschlossen, den Geisteszustand des Angeklagten untersuchen zu der Befriedigung des Hungers noch andere Bedürfnisse tennt, laffen. Diese Untersuchung hat durch den Gerichtsphysikus vom 26. November auf den 19. November verlegt ein Urtheil bilden, ob die Eisenbahner durch die schlechten Ge- Sanitätsrath Dr. Mittenzweig stattgefunden. Nach dem werden müssen. Die Mitglieder der Kongreß Rom= haltsverhältnisse, oder aus reinem Uebermuth zu den verwerf- Gutachten des Sachverständigen ist der Angeklagte unheilbar mission werden ersucht, sich heute, Sonnabend, 9 Uhr lichen Manipulationen getrieben wurden." geistestrant und schon im Jahre 1887 aus der Charitee als Abends, bei Feindt, Weinstr. 11, zur definitiven unheilbar geistesfrant entlassen worden. Der Angeklagte, welcher u. a. behauptet, das Perpetuum mobile erfunden zu haben, ist Beschlußfassung einzufinden. fest davon überzeugt, daß er mit der Geisterwelt in Verbindung " Beide Zuschriften beweisen ebenso wie eine große Anzahl anderer uns übersendeter Darlegungen aus Fachkreisen zur Evidenz, daß wir durchaus zutreffend die schlechten Gehalts- und Dienstverhältnisse der unteren Eisenbahnbeamten als Beranlassung zur Beihilfe für jene Schwindeleien bezeichneten. Gerichts- Beitung: Majestätsbeleidigung. Vor einiger Zeit wurde die Frau " Soziale Uebersicht. der Der Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands wird J. A.: Carl Butry. Versammlungen. So Die Vergolder und verwandten Berufsgenossen stehe; er unterhält sich mit den Geistern, hört dieselben angeblich Achtung, Töpfer! Durchleinmüthiges Busammenhalten der reden und maßt sich überirdische Kräfte an. Zu seinen Phantasie gebilden gehört die Behauptung, daß eine griechische Prinzessin Kollegen ist es uns gelungen, den Tarif bei dem Töpfermeister Gerichtlich als schlecht anerkanntes Pflaster in Philomena, welche vor 300 Jahren gestorben, mit ihm ein Carl Roch hochzuhalten; Herr Roch hat erklärt, in Zukunft den Rigdorf. Den Pferdebahnwagen ist in Nixdorf das Fort- Liebesverhältniß unterhalte und sich auf ewig mit ihm verbinden Tarif voll und ganz zu bezahlen. Es ist dies wiederum ein Be tommen" sehr erschwert. Trotz des beständigen Läutens der werde. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Gutachten auf weis, daß wir jeden Versuch, der vom Unternehmerthum ausRutscher fahren Last- und andere Fuhrwerke" mit aller Gemüth- Freisprechung des Angeklagten. Merkwürdig, daß geht, unferen Tarif zu beseitigen, streng zurückweifen müssen, lichfeit im Schienengeleise der Rigdorfer Straßen. Das Polizei- gerade bei Besserfituirten Geisteskrankheit sich erst dann heraus- aber auch im Kampfe ein einiges Zusammenhalten zeigen. verbot kann dort wenig frommen; ein Fuhrmann, dem für diese stellt, wenn diese Krankheit ihre Bestrafung hindert. mit ist die Sperre über obengenanntes Geschäft aufgehoben. Vorliebe für Pferdebahnschienen ein Strafmandat zugegangen J. A.: Richard Zopf, war, erhob Einspruch und das Amtsgericht sprach ihn von Wegen Majestätsbeleidigung waren der Dreher Thiele Gipsstr. 3. der Strafe frei, denn so lautete die Begründung die und seine Frau angeklagt. Eine Frau Muth und ein Arbeiter Straßen Rixdorfs feien in einem so desolaten Friedrich Staffeldt, Hausgenossen der Thiele'schen Che 3ustande, daß sie Pferd, Wagen und Insassen leute in dem Hause Gerichtsstr. 7 hatten gegen Frau Thiele gefährdeten und die Polizei hätte nicht das Verleumdungen verbreitet und waren von ihnen verklagt worden. Recht, zu gunsten einer Privatgesellschaft andere zu Nachdem schon die Frau Staffeldt vergeblich versucht hatte, die zwingen, fich solchen gefährlichen Wegen auszusehen!"- Das Ge- Thiele'schen Eheleute durch die Drohung mit einer Anzeige zur richt hat unseres Erachtens durchaus zu Recht festgestellt, daß die Zurücknahme der Klage zu bewegen, denunzirte Staffeldt den Nixdorfer Gemeinde ihre Pflasterverhältnisse jämmerlich geregelt Dreher Thiele wegen drei Majestätsbeleidigungen, die Frau hielten am 30. Oftober bei Philipp, Rosenthalftr. 38, eine öffenthat und daß die Polizeiverordnung, die zu gunsten der Pferde- wegen einer. A13 Beugen sollten die verschiedenen Mitglieder liche Versammlung ab, in der Fräul. Wabnih in einem Vortrage bahn erlassen ist, ungiltig. Mag doch die Pferdebahn- Gesellschaft der Staffeldt'schen Familie, der Pflegefohn der Frau Muth und eine Schilderung der wirthschaftlichen Verhältnisse gab und die zunächst gutes Pflaster beschaffen oder erlaubt das die Profitgier der Schlosser Albert Bubat, sowie deffen Schwester, frühere Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation befürwortete. Der Unternehmer nicht? Kommt sie diesem berechtigten Be- Schlafleute der Muth, figuriren. Bubat war ein Arbeitskollege Die Diskussion war sehr lebhaft und bewegte sich im Sinne des gehren nicht nach, so ist ihr Verlangen, Privilegien auf öffent des Thiele und hatte bei einem Streit mit diesem schon gedroht, Referats. Die Funktionen der Lohnkommission sollen der Agilichen Straßen zu genießen, augenfällig unberechtigt; berechtigter er werde ihn wegen Majestätsbeleidigung ins Zuchthaus bringen. tationskommission übertragen werden, welche in einer demnäch wäre im Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ein Die Schwester war von der Frau Thiele zur Zahlung eines ge- ftigen öffentlichen Versammlung in der Weise zu ergänzen ist, polizeiliches Berbot der Pferdebahn gegenüber, ihren Betrieb schuldeten Betrages aufgefordert worden und stand fich daß alle Berufszweige der Branche ihre Vertretung haben. Die Der Racheatt hatte zunächst Lohnfommission wurde grund dessen aufgehoben. Hierauf be fortzuführen, falls sie nicht das beinahe lebensgefährliche Damm- seitdem schlecht mit ihr. pflaster fahrfähig macht. insofern Erfolg, als die beiden Thiele'fchen Gheleute richtete Kollege Mehring als Delegirter der Gewerkschaftsam 19. Berliner Holz- Industrie, Tresdowftr. 29a, F. Peters, den. Glücklicherweise nahmen fich Freunde der Kinder ber commiffion über die Errichtung bes Austuntsbureaus. Dafelbe befindet sich 28 für alle gewerkschaftlichen und Inhaber und Erfinder deutscher Reichspatente". Thiele's an. Frau Thiele wurde nach einigen Wochen wieder gewerbegerichtlichen Angelegenheiten von 8-1 und von 6-8 Uhr geMan schreibt uns: Wer diese Firma lieft, ahnt nicht, welche aus der Haft entlassen, der Mann blieb bis zum Termine darin. öffnet. Die Auskunftsertheilung erfolgt kostenfrei. Ferner beeigenthümlichen Bustände in dieser Fabrik herrschen. Bu Nuz Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Heine, hatte eine große Anzahl richtet Kollege Mehring über die Thätigkeit der Gewerkschaftsund Frommen der Holzarbeiter sei hier einiges der Deffentlichkeit von Beugen aufgeboten, um die gehässige Stimmung der kommission in bezug auf die geplante Errichtung eines Zentralübergeben. Wenn die Arbeiter die ganze Woche im Schweiße Staffeldt's und Bubat's gegen die Angeklagten zu beweisen. Dies arbeitsnachweises und Regelung des Submissionswesens. Aus ihres Angesichts gearbeitet haben und dann erwarten, am Sonn- gelang auch im vollsten Maße. Die verschiedensten Zeugen be- dem vorhandenen Streiffonds wurden den streifenden Lithographen abend Abend ihren Lohn zu erhalten, dann wird ihnen gewöhn- fundeten, wie die Frau Muth ihrem Rachebedürfniß Ausdruck ge- und Steindruckern 100 M. und den französischen Grubenarbeitern lich die Mittheilung:„ Sie tönnen nur einen Theil Ihres Lohnes geben hätte, wie die Staffeldt's und Bubat's gedroht hatten. 30 M. bewilligt und die Agitationskommission mit der Absendung ( 50-80 pt.) erhalten, weil nun weil fein Geld da ist". Von Albert Bubat wurde festgestellt, daß er erklärt hatte, er der Unterstützung beauftragt. Obgleich fein Arbeiter dort längere Beit arbeitet, find doch alle, hätte zunächst den Thiele als Genossen"" nicht denunziren Thiele ,,, als theilweise mit verhältnißmäßig bedeutenden Summen, Gläubiger wollen, nun würde er es aber doch thun."(!) Der Staatsanwalt Der Fachverein der Firmenschilder Branche hielt am der großartigen Firma. Ein Bruder des Herrn F. Peters be- glaubte der Familie Staffeldt so wenig, daß er gleich den 80. Oftober eine Generalversammlung ab. Nach dem Vierteltreibt in demselben Hause eine Schankwirthschaft. Natürliche einen, legiglich auf ihr Zeugniß gestützten Punkt der Anklage fahrsbericht des Kassirers beträgt das Vermögen der Kaffe Folge ist, daß einige Arbeiter der Firma ihre Bedürfnisse an fallen ließ, im übrigen beantragte er gegen Thiele wegen zweier 64,72 M. Der Verein zählt 33 Mitglieder. Zum Schriftführer wurde Speisen und Getränke bei dem Bruder des Herrn Peters befriedigen. Fälle 2 Jahre, gegen Frau Thiele wegen eines Falls ein Jahr Kollege Hauser wiedergewählt. Hierauf wurde über die Frage: Eonnabend Abends 6 Uhr, ehe die Arbeiter die Fabrik verlassen, Gefängniß. Das Gericht nahm nur den einen Fall als er- Wie stellen sich die Mitglieder zur Auflösung des Vereins?" werden die anderen Thüren verschlossen, so daß der Ausgang wieſen an, in dem Thiele nach der Bekundung eines unbefangenen, des Längeren gesprochen. Ein Antrag Karl Bertram's, von der durch das Komtoir genommen werden muß. Letzteres steht mit zweifellos der Denunziation ganz fernstehenden Mannes eine Auflösung des Vereins abzusehen, wird angenommen. Unter der Schankwirthschaft in Verbindung, so daß jeder Arbeiter, Aeußerung gethan hatte, in der eine Majestätsbeleidigung gefehen Verschiedenem macht Nagel bekannt, daß die Kollegen Hiller und nachdem er einen Theil seines Arbeitsverdienstes empfangen, wurde. Auch diese Aeußerung war durch Staffeldt, der zufällig Bich immer nicht vom Stiftungsfest abgerechnet haben. Infolge seinen Weg durch das Echanklokal zu nehmen hat. Nun ist es Ohrenzeuge gewesen war, zur Anzeige gebracht worden. Der der vorgeschrittenen Beit wird der Antrag Friz Bertram's, für das ständige Gewerbegerichts Bureau einen monatlichen Beitrag| Verschiedenen wurde vom vertrauensmann die Lokalfrage zur von 3 Mart zu entrichten, bis zu der nächsten Versammlung Sprache gebracht, besonders die Lofalabtreibereien seitens der Dertagt. Behörde und des Bürgerthums, die noch immer in Trebbin ihre Blüthen treibt, gegeißelt. Pflicht der Arbeiter wäre es, den Gastwirth in Löwendorf zu unterstüßen, damit dieses Lofal gehalten werde. Im Schlußwort ermahnte der Referent noch die Genossen, fest und treu zur Organisation zu halten. Unter dem Gesang der Marseillaise traten die Genossen den Heimweg an. Die Holz und Bretterträger hielten am 2. November eine öffentliche Versammlung ab, an der auch Frauen zahlreich theilnahmen. Genosse Schwarte referirte über das Thema: Kapital und Arbeit." Redner legte in längerer Rede den Anwesenden die Ziele der Sozialdemokratie flar und forderte zum Beitritt in die gewerkschaftliche wie politische Organisation auf. Deutscher Sozialdemokratischer Lefeklub in Paris. Rue St. König empfahl fleißiges Studium sozialistischer Lektüre, ver- Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. geben Sonnabend öffentliche Ber: wies auf die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen und fammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. ermahnte namentlich die Frauen zum Besuch größerer Volts- alte, von Karl mare und Friedrich Engels 1840 begründete London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Berein Londons, der versammlungen. Nach einem sehr beifällig aufgenommenen Schluß- kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wort des Referenten erfolgte der Schluß der Versammlung. Gine öffentliche Versammlung, einberufen von der chirurgischen Branche, tagte am 29. Oktober. Fräulein Baader referirte über das Thema:„ Die Frau in der heutigen Gesellschaft. Der Vortrag wurde von der Versammlung recht beifällig aufgenommen. Eine Resolution, die die Gleichberechtigung mit dem Manne forderte, gelangte hierauf einstimmig zur Annahme. Nachdem zu reger Betheiligung an den Kommunalwahlen aufgefordert und der Ueberschuß der Tellersammlung für Die Wahlagitation bestimmt wurde, wurde die Versammlung geschlossen und zum gemüthlichen Theil des Abends übergegangen. wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd.. W. London. Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 4. November, Abends 9 Uhr. Vereinsversammlung im Restaurant Philipp, Rosenthaler: Straße 38. Tagesordnung.: 1. Vortrag des Herrn Referendar Kurt Jacustel. Thema: Das Gewerbe. Verein chem. Schüler der 30. Gemeindeschule um 9 Uhr, Restaurant Freitag, Koppenstr. 59. Plauderei über Mecklenburg von O. Wolff. Geschäftliches. Sonntag, 65% Uhr, Gigung mit Damen. Fibelitas. Vorträge. Vereinigung Heitere Gesellschaft", Saberecht's Festfäle, part. Saal, nächsten Sonntag, Vormittags 10% Uhr, Serr G. Schäfer den Vortrag über: Die brei fozialen Kardinaltugenben. Gäfte willtommen. Privat- Theater- Gesellschaft Gefelligkeit". Sonntag, den 5. No: vember, Nachmittags 4 Uhr, bei Herrn Matthies, Oranienstr. 108, Gigung. Nächste Sigung: Sonntag in 14 Tagen. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstr. 79, hält am Perein der Maschinikten und Heizer Berlins. Sonntag, den 5. No vember, Nachmittags 5 Uhr, Schultheiß Brauerei- Ausschant, Neue Jakobstraßt 24/25, Bersammlung. Ethische Gesellschaft. Gonntag, den 5. d. Mts., Abends 7 Uhr, finden zwei Dr. Bernstein über Geistestrantheit", die zweite: Schroedterstr. 23, Bortrag Berfammlungen statt, die erste: Kommandantenstr. 79, Vortrag des Herrn des Herrn Dr. Went über„ Seirath und Ehe". Nach den Vorträgen: Gemüth: liches Beisammensein und Tanz. Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Dit Schule, Marfusstraße 31: Unterricht in Rechnen. Süd- Ost- Schule, Unterrichtsfächern för interricht in: Wolfsthümliche Medizin. In allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. In Friedrichsfelde fand am 2. November behufs Berichterstattung über die Verhandlungen des Parteitages eine öffent: liche Voltsversammlung statt. Genosse Reinhardt- Weißenfee gab das Referat und forderte im Anschluß daran die Anwesenden auf, wenn es ihnen irgend möglich, sich der Organi sation ihres Berufes anzuschließen, sowie ferner, rege an der auf dem Parteitage beschlossenen Agitation zur Beseitigung des Dreitlassen- Wahlsystems theilzunehmen. In der Diskussion nahm nur ein Genosse das Wort zu einer Anfrage, die der Referent sofort Neumann. Alle Menderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. beantwortete. Genosse Kettel theilte dann mit, daß er Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. 8. Oftober provisorisch den Posten der Vertrauensperson über- Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rigdorf, Hermann- u. Knesebeck2yrania, Landsbergerstraße 31 bei nommen habe, weil der vor einem Jahre gewählte Vertrauens- ftraßen- Ede bei Beyerle. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bei gubeil. mann wegen zu großer Arbeitslast den Posten nicht länger ver: Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bet Tollfühn. Glück zu sehen konnte. Redner berichtete, daß er damals 26,50 Mark Badstraße 56, Weimann's Volk sgarten. Esmeralda, Frucht übernommen und daß die Gesammteinnahme 56,20 Mart straße 70 bet Ritsche. Liebertranz in Brandenburg, Mengert's Wolfsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg. Friedrich Karlbetragen habe, Don der nach Abzug der Aus- ftraße 11 bei Heinecke. Gesundbrunner Männerchor, gaben noch ein Bestand von 17,20 Wart geblieben Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Frisch auf" Friedrichsberg, Borwärts 7" Hummelsburg, ift. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung. Rummelsburgerstraße bei Deckert. Goethe: und Kantstr.- Ecke bei Greinert. Gefangverein Immergrün", am Genosse Kettel wurde hierauf als Vertrauensperson und die Genossen Junge, Karl Wolf und Wiesner zu Revisoren gewählt. Mitgetheilt wurde noch, daß am 11. November das Stiftungsfest des Arbeiter- Bildungsvereins stattfindet, wozu Billets bei den bekannten Genossen zu haben sind. Nachdem noch Genoffe Reinhardt den Brief des Finanzministers Miquel verlesen hatte, forSerte er die Genossen zum Abonnement auf das" Voltsblatt für Teltow- Beeskow, Niederbarnim" auf. Henschel in der PrinzenAllee 18 nimmt Bestellungen auf das Organ entgegen. Musehold. Tegel, Echloßstraße bei Schulz. Freier Männerchor Osten" Fruchtstr. 69 bei Lehmann. Frisch auf 2", Schönwalde in der Mart Lorbeerzweig, Swinemünderstraße 35 bei bei Restaurateur Schulz. Queitsch. . Staftiuo Biane Blouse, jeden Sonnabend bei Buttle, Graudenzer straße 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Hof, Admiralitr, 18c. Vermischtes: Schneidemühl, 3. November. Ter Wasserausfluß an der neuen Ausbruchstelle hat sich vermindert. Der Brunnenmeister Beyer erklärte, zur Zeit fei eine Gefahr nicht vorhanden, die Thonschicht sei 35 Meter stark und nicht lädirt. Der Brunnen wird nunmehr vollständig geschlossen werden. Einige Häuser zeigen neue Rijse. Falls neue Erdrutsche eintreten, wie nicht ausgeschlossen ist, so wird der gefährdete Stadttheil schwerlich zu retten sein. Nichts bleibt unge- rochen im deutschen Rechtsstaat; das beweist folgender „ Strafbefeht. und Auf den Antrag der großherzoglichen Staatsanwaltschaft wird gegen Sie wegen der Beschuldigung, in der Nacht vom 16.- 17. September d. J. auf der Straße dahier durch lautes Pfeifen und Singen, sowie durch lautes Streichenlassen von Winden ungebührlicher Weise ruhestörenden Lärm erregt oder groben Unjug verübt zu haben; Uebertretung gegen§ 360 11 Reichs- Strafgesetzbuch, wofür als Beweismittel be= zeichnet sind; Ludw. Schön, Schlosser, Gendarmen Schul und Seibert, dahier, eine Geldstrafe von 10 M. im Falle dieselbe nicht beigetrieben werden fann, eine Haftstrafe verzeichneten Kosten mit 1,10 M. auferlegt. Geldstrafen und von drei Tagen feftgefeßt. Zugleich werden Ihnen die unten Kosten sind auf die demnächst ergehende Aufforderung an die in der letzteren bezeichnete Kaffe zu bezahlen. Dieser Strafbefehl wird vollstreckbar, wenn Sie nicht binnen einer Woche nach der Zustellung bei dem unterzeichneten Gerichte schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers Einspruch erhoben. Büdingen, den 28. September 1883. Großherzogliches Amtsgericht. gez. Habenau. Begl. Bopf, Gerichts schreiber- Aspt. Herrn N. N., Schlosser, ledig. Büdingen. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Mölln i. Lauenburg, 3. Oft. Gestern Abend fam hier eine Feuersbrunst zum Ausbruch, welche gegen 20 Häuser in Asche Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend legte. Der Schaden ist bedeutend, da die Gebäude niedrig oder find zu richten an: P. Sentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Sonnabend: oder gar nicht versichert sind. Die Entstehungsursache ist unTheaterverein Aurelia", Mendelssohnstr. 9 bet Weierhe Abends Uhr. schwer verletzt. Theaterverein!, Iphigenia", bei Kramer, Rirdorf, Hermannitr. Nr. 140. bekannt. Ein Feuerwehrmann wurde infolge Sturzes vom Dache Bergnügungsverein, inigteit", Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Gefelliger Verein Deutsche Eiche, Kohlen- Ufer 2, bei Pech. Bitherklub Gemüthlichte it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. Gefang-. Turn- und Privat Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Lautenbach, Guvrystr. 3.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends = Paris, 3. November. Dem Vernehmen nach wird die Regierung eine Interpellation über die Darlegung ihres ProTrebbin. Am Sonntag hielten die hiesigen Tabakarbeiter Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, ein Exposé einleiten, welches die Vorlagen, die den Argesellige Vereine. Sonnabend. Paul gramms nicht abwarten, sondern die Kammerdebatten durch und Arbeiterinnen in Löwendorf eine öffentliche Versammlung Ede Forsterftraße. ab, die ungefähr von 150 Personen, darunter einige Fabrikanten Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute betten der Kammer zu Grunde liegen werden, aufzählt. Das und Werkmeister, besucht war. Genosse Kiesel Berlin referirte( Mitglied des Märtischen Arbeiter Zurnerbundes) turnt Sonnabend von 9 von 8-10% 1hr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39.- Turnverein Fichte Kabinet wird sodann die Anträge bezeichnen, welche es über die projektirte Zabat Fabrikatsteuer. Redner schilderte in bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. zurückzuweisen gedenkt, insbesondere solche betr. die Revision der drastischer Weise, wie die Militärvorlage entstanden ist und Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bei Verfassung, die Trennung der Kirche vom Staat, die AendeLeichnis, Königsbergersir. 24. Privattheatergesellschaft, chneeglöckchen", schließlich zur Annahme gelangte. Sodann beleuchtete Redner Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116.- Theaterverein Berliner rungen des Wahlmodus und gewisse Fragen, welche BudgetDie neue Börsen- und Weinsteuer. An der Hand reichlichen Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 94 Uhr bei Weid, köpe: angelegenheiten berühren. statistischen Materials führte er den Anwesenden vor Augen, daß abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Krautſtr. 6. nickerstraße 68. Theaterverein Bessing. Jeden ersten und legten Sonn- Die Aerzte Brouardel und Dieulafon sind heute nach Bornegerade durch die Tabak- Fabrikatsteuer die Tabatarbeiter und Theatergesellschaft Beneta", Sigung mit Damen jeden Gonnabend Abend mouth abgereist, um den Zustand von Cornelius Herzzu unter-Arbeiterinnen wirthschaftlich schwer geschädigt würden. Er 9% Uhr bei Pape, Kolbergerstr. 22. fuchen. empfehle folgende Resolution, welche auch einstimmig angenommen Bergnügungsverein Rustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant gestellten der Bahn Zaragossa Alicante die Arbeit eingestellt. Madrid, 3. November. Heute Vormittag haben die AnDie heute in Löwendorf tagende öffentliche Versammlung 9% uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Sie verlangen die Abberujung des Betriebs- Chefs. Der Güterder Rabafarbeiter und Arbeiterinnen von Trebbin und Um- 9 Uhr im Resaurant von O. Wits, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Bere in Verkehr mußte eingestellt werden. Vom militärischen Standgegend erklärt sich auf das entschiedenste gegen jede Mehr- gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, punkte aus ist die Lage ernst, weil alle Truppen- Transporte auf belastung des Tabats, sowie gegen alle indirekten Steuern, da Blumenstr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Theaterverein, Freundes: dieser Linie stattfinden. Bergnügungsverein dieselben auf die breite Masse des arbeitenden Volkes am schwersten treis" Uhr, im Restaurant Raporte, Solmsstr. 1.Luftig", Sigung Abends 8% Uhr, bei Sente, Staligerstr. 64.- Rauchklub Lasten und die Bevölkerung auf ein immer tieferes Niveau ihrer Blaue Quafte, Sonnabend 9 Uhr bei Wücte, N., Wöhlertstr. 2.- Rauch Eriftenz herabgedrückt wird." tiub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bei Krüger, Fennstr. 5. Rauchttub Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bei Senoch. ber alten Moabiter, Sonnabend 8 Uhr bet Güttler, Jagowstraße 18. Sigung mit Damen jeden Sonnabend nach dem 15. jeden Monats. Statklub Gordischer noten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Danst Forening Freia( Dänischer Verein Schilling, Püdlerfir. 55. Freia), Lindenst caße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler der so. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Burt, Koppen: 2. fraße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Stolbergerfir. 23. wurde: Hierauf wählte die Versammlung den Kollegen Karl Gräfe zum Delegirten für den Kongreß der Zabakarbeiter. Genosse Kiesel besprach dann eingehend die Organisationsfrage, und legte den Zuhörern ans Herz, wie nothwendig es ist, daß sich die Tabatarbeiter organisirten, damit endlich den Lohndrückereien ein Riegel vorgeschoben werde. Pflicht aller Arbeiter ist es, Schulter an Schulter mit ihren Berufsgenossen für Besserung ihrer Lage zu kämpfen. In der darauf folgenden Pause ließen fich 18 Kollegen und Kolleginnen in die Listen einschreiben. Im ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palatt. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. 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Arzt Dr. Söich, ginien jest Stralauerstraße 11 befindet. straße 149, 8-10, 5 bis 1b. Arbeitsmarkt. Modelltischler verlangt Dietrich, Chauffeestraße 68/69. Die Beleidigung, die wir dem SchankPreisofferten unter D. S. 31 Boftamt nehmen wir hierdurch zurüd. 3000b 7b H. Hertwig. A. Fischer. 17, Sonntags 8-10 Uhr. Louis Jäger, Restaurateur. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. Adalbertstraße. 2992b Gesellen auf Kundenarbeit. 2993b Dietrich, Chausseestr. 68/69. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 260. Sonnabend. den 4. November 1893. 10. Jahrg. geklagten wird dann der Gerichtshof die Anteinen des An- lich gesinnt sind, sondern sich oft der stärksten Ausdrücke bedienen, Zeitung" haben die Schulkinder in Bantikom seit einigen Tagen " Die Arbeiter find Tag und Nacht in Betrachtung des Bildes und der Freigiebigkeit ihrer Unternehmer derart versunken, daß der Betrieb darunter leidet, und die Direktoren bereits erwägen, ob sie den Undankbaren denn doch nicht des Guten zu viel gethan haben. Monaten 28 Rorrektionshäusler, unter der Aufsicht von zwei möglichst vor der Bildung herumbrücken', so halten sie es Gerichts- Beifung. Aufsehern, während die Arbeiter, welche doch verhältnißmäßig die auch für unangemessen, daß diejenigen, die in irgend Zum Prozeß Polke. Dem Vernehmen nach wird in dem meisten Steuern bezahlen müffen, vergeblich Arbeit suchen. Daß einer Weise von ihnen abhängig find, animirt werden, allzuviel Prozeß Polte zunächst der für den 6. November angesetzte die Geſchädigten gegen solche Unternehmer nicht gerade freund des göttlichen Funkens in sich aufzunehmen. Nach der„ Kyrizer werden. Bei dem des Staats- wird ihnen kein rechtlich Denkender verübeln, zumal sie von der Ferien, weil der Lehrer fein Holz hat, die Schule heizen zu anwalts entgegen zu nehmen haben. Das Schreiben, in welchem besitzenden Klasse mit immer mehr Steuern bedacht werden. Und laffen. Der Patron, Herr Rittergutsbesitzer Roloff, hat die VerPaul Polfe von Paris aus sein Nichterscheinen begründet, ist da wagt man den Arbeitern Unzufriedenheit und Terrorismus pflichtung, der Schule 2½½ Meter Kiefern- Klobenholz erster Güte ein umfangreiches Schriftstück. Der Angeklagte behauptet darin, porzuwerfen, wo doch in den meisten Fällen nicht die Arbeiter, zu liefern, während die Gemeinde die Kohlen kauft. Statt des Holzes hat vor einiger Zeit der Herr Patron dem Lehrer daß er sich nicht von feiger Furcht vor etwaiger Strafe bewegen sondern die Unternehmer selbst die Unzufriedenheit schaffen. 6,75 M. geschickt, der Lehrer behauptet nun aber, daß ihm lasse, sondern durch die Lehren, die er aus dem ersten Prozesse Zur Frage der Arbeitslosen- Statistik in Frankfurt niemand für dieses Geld 21/2 Meter Holz verkaufen will, und gezogen. Das Verfahren, in welchem er freigesprochen worden, a. M. Montag, den 30. Oktober, fand im Römer unter dem hat das Geld zurückgeschickt. Herr Roloff sandte aber bis jetzt dauere bereits 2½ Jahre, die unendlichen Aufregungen, in welche Vorsitz des Oberbürgermeisters eine Sigung der Kommission fein Holz, und da die Kohlen der Gemeinde nicht brennen, wenn er im Laufe des Prozesses gestürzt worden, hätten seine Nerven seitens des Magistrats, dem Vorsitzenden des Statistischen Amts sie nicht mit Holz angezündet werden, so mußte die Schule geund seine Gesundheit derartig erschüttert, daß er schon aus diesem und der Kommission des hiesigen Gewerkschaftskartells in An- schlossen werden. äußerlichen Grunde vorziehe, sich neuen Aufregungen nicht noch gelegenheit der Aufnahme einer Arbeitslosen- Statistik und der Wozu auch Schulen für die Tagelöhnerkinder. Diese haben, einmal auszusetzen. Der Angeklagte deutet weiter an, daß er Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises statt. Dieselbe gleich ihren Eltern, den von der göttlichen Weltordnung so gein dem ganzen Verlaufe seines Prozesses nach seiner Meinung tagte Abends von 8-10%/ 4 Uhr unter reger Betheiligung sämmt wollten ureignen Beruf, die nothleidenden Gutsbesizer durch unter dem Einflusse einer gegen die Börse im Allgemeinen und licher Delegirten an der Besprechung, welche vorerst nur die Vor- ihrer Hände Arbeit zu ernähren und zu diesem Lebenszweck ist gegen einzelne Bankiers im Besonderen gerichtete Bewegung, die fragen in dieser Angelegenheit behandeln konnten, um dem Rechnen und Schreiben eher hinderlich als förderlich. auch jetzt noch ardauere, zu leiden gehabt habe. Er befürchte, Magistrat die Vorschläge und Wünsche der Arbeiter zur Erdaß er sofort wieder in Untersuchungshaft genommen werden wägung zu unterbreiten. Nach den Aeußerungen der anwesenKleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Diesem würde, deren Dauer nach seinen Erfahrungen nicht abzusehen sei. den Mitglieder der Gemeindeverwaltung steht eine sorgfältige Grundfaze scheint auch die Direktion der Hannov. MaschinenbauIm ersten Prozeß fei er ein volles Jahr in Untersuchungshaft Prüfung der Sache zu erwarten. Hoffentlich wird recht bald Aktiengesellschaft vorm. G. Egestorff zu huldigen, denn sie hat behalten worden, lediglich weil der wegen Unterschlagung aus ein günstiger Erfolg zum Nußen der betheiligten Kreise zu ver- in den letzten Tagen eine Anzahl ihrer Arbeiter mit einem feinem Geschäft entlassene Buchhalter und Denunziant Hamscher zeichnen sein. fleinen Geschenk überrascht. Während die Aktionäre 17 pct. ihn fälschlich des Fluchtverdachts beschuldigt habe. Alle seine Dividende ausgezahlt bekamen und die Herren vom Aufsichtsrath Vorstellungen dagegen seien erfolglos geblieben, er sei 383 Tage Der Lohn für dreiundvierzigjährige Dienstbotentrene. aus dem Gewinn des letzten Geschäftsjahres außerdem noch insin Hast behalten worden, bis die Strafkammer während der Ver: Ein medriges enges Souterrainstübchen, so berichtet der Wähler", gesammt über 28 000 M., die Herren vom Vorstand, also die handlung aus eigenem Antriebe und ohne Antrag der Vertheidi- vollgestopft mit altem Hausrath und einem Defchen, und in Direktion, über 31 000 m. und die Meister und Beamten 15 000 gung ihn aus der Haft entlassen habe. Der Angeklagte beschwert diesem Bimmer" ein 67 Jahre altes Dienstmädchen. Am Mark erhielten, haben diejenigen Arbeiter, die ununter fich in jenem Schreiben weiter darüber, daß er, nachdem 24. Juni 1850 hat fie ihren Dienst angetreten. Sie hat ehrlich brochen zwei Jahre in der Fabrit beschäftigt sind er lediglich auf grund der Denunziation des Hamscher und fleißig ihrer Herrschaft gedient, die Kinder mit großgezogen Steindruck angefertigten 32-48 Zentimeter großen Karton im verhaftet worden, am Tage nach der Verhaftung ganz kurz von und nun ist sie am 1. Oftober 1893 nach 43jähriger Thätigkeit Werthe von etwa 20 Pf. erhalten, auf dem die Betriebswerkstatt, einem jungen Assessor vernommen worden und erst nach 21/2 Mo- bei dieser Herrschaft entlassen worden Alters wegen. Mit nebst der Kolonie( Rumänien) abgebildet ist. naten feine zweite Vernehmung erfolgt sei. Er erinnert weiter 28 Thaler Lohn und 10 Thaler Weihnachten hat sie ihre alte an das ungewöhnliche Verfahren, daß die Staatsanwaltschaft, Mutter unterstützt; nichts ist ihr geblieben, als das gute Zeugniß um überhaupt erst Beweismaterial gegen ihn zusammen zu ihrer Herrschaft und das Versprechen derselben, vom 1. Januar 1894 bringen, durch öffentliche Bekanntmachung alle diejenigen, die ab bis zu ihrem 70. Jahre vierteljährlich 20 M. zu zahlen. Das sich durch ihn geschädigt glaubten, aufgefordert habe, sich zu 3eugniß lautet: melden. Auch nach Abschluß der Voruntersuchung habe man G. Ammer hat vom 24. Juni 1850 ab mit einer alle seine Anträge auf Haftentlaffung gegen hohe Kaution ab- furzen Unterbrechung bis heute in meinem Dienst gestanden Krankenkassen- Wesen. Eine Frage von grundsätzlicher gelehnt. Der Angeklagte bezeichnet in seinem Schreiben das E3 und verdient jeder Herrschaft angelegentlichst empfohlen Bedeutung entschied die Dortmunder Berufungskammer. Vorgehen der Staatsanwaltschaft gegen ihn für um so auffallenzu werden. handelte sich darum, festzustellten, ob Söhne, die in dem Geschäft der, als nicht einmal in den Fällen des Kommerzienraths Wolff, Leipzig, den 1. Oftober 1893. ihres Vaters thätig sind und nur Kost und Pflege genießen, zur des Bankiers Maaß u. a., in welchen es sich um UnterOrts- Krankenkasse angemeldet werden müssen. Ein hiesiger schlagungen von Depots handelte, die Staatsanwaltschaft Meggermeister hat seine beiden Söhne bei der Krankenkasse abeine solche öffentliche Aufforderung habe ergehen lassen. gemeldet, weil er glaubte, fie brauchten der Orts- Krankenkasse Er habe, um sich zum Termin am 6. November vorzubereiten, nicht anzugehören, da sie bei ihm keinen baaren Lohn, sondern vergeblich um Aushändigung einer Anzahl von Korrespondenznur Kost, Pflege und Kleidung empfingen. Die Polizei war aber heften und Protokollen gebeten, statt dessen habe die Staats- Königl. preußische Sozialreform in Helgoland. Die anderer Meinung und sandte dem Meggermeister einen Strafanwaltschaft einen neuen Verhaftungsantrag gegen ihn gestellt, Invaliditäts- und Altersversicherung ist bekanntlich durch Ver- befehl. Hiergegen erhob der Metzger Einspruch und das Schöffen= welcher vom Land- und vom Kammergericht mit der Motivirung ordnung vom 14. September vorigen Jahres auch auf Helgoland gericht sprach den Mann frei. Nun legte die Staatsanwaltschaft abgelehnt worden sei, daß nach den bisherigen Ergebnissen in eingeführt worden. Helgoland muß deshalb einer Versicherungs- Berufung ein und die Berufungskammer nahm den Mezgerden zur Anklage stehenden Fällen ein dringender Verdacht der Anstalt angeschlossen werden. Mit Rücksicht darauf, daß Helgo- meister in 3 M. Geldstrafe. Das Gericht stellte fest, daß die Thäterschaft nicht vorliege". Polfe behauptet, daß ihm durch die land der Provinz Schleswig- Holstein zugetheilt ist, ist beim Söhne, welche in dem Geschäft ihres Vaters arbeiten, nach dem Ablehnung seiner Anträge auf Aushändigung der Korrespondenz- Bundesrath der Antrag gestellt worden, Helgoland der Ver- Gefeße der Orts- Krankenkasse angehören müssen. Die Kost und hefte und Protokolle die Gelegenheit zur zweckentsprechenden sicherungs- Anstalt dieser Provinz anzuschließen. die Pflege sei in diesem Falle dem Lohne gleich zu achten. Vorbereitung seiner Vertheidigung genommen sei und daß seine Der Württembergische Krankenkassen- Verband, so wird der durch die Vorkommnisse der letzten 2/2 Jahre erschöpften Kräfte Wie Klein- Paris feine Leute bildet. Dreißig Mufen- Frants. Beitung" aus Reutlingen berichtet, hat, wie seit einer eine nochmalige Untersuchungshaft nicht aushalten würden. In söhne" der Leipziger Universität haben im vergangenen Sommer- Reihe von Jahren, die Mitglieder- und Rechnungsverhältnisse dieser Weise hat der Angeklagte, wie uns derselbe mittheilt, fein femefter teine einzige Vorlesung gehört. Den Säumigen ist des seiner Verbandskasse in einer„ Vergleichenden Uebersicht" zuNichterscheinen zum Termin am 6. November begründet. Das halb das akademische Bürgerrecht entzogen worden. Womit diese fammengestellt und den Mitgliedern in Form einer Broschüre Reichsgericht hatte in 7 Fällen die Revision des Staatsanwalts Herren Studenten ihre Zeit todtschlagen, ist bekannt. Kneipen zugehen lassen. Die Statistit umfaßte 188 Rassen für durchgreifend erachtet. Giner dieser Fälle hat inzwischen und Fechten spielen in ihrem Tagesprogramm eine bedeutende 178 159 Mitgliedern. Der Verband hat im vergangenen Jahre bas Zivilgericht beschäftigt, die Ansprüche des betreffenden Rolle. Das ist aber noch nicht das schlimmste. Sie haben noch einen recht namhaften Zuwachs infolge Beitritts von KrankenKlägers gegen Polte sind aber zurückgewiesen worden. feinere" Passionen. Der hiesige Verein zur Hebung der Sitt- pflege- Versicherungen erhalten. Im Rechnungsjahre 1891 waren lichkeit" hat es für nöthig gehalten, dem Grifettenwesen bei der beren nur 8, im Rechnungsjahr 1892 aber 28 mit zu hiesigen Studentenschaft zu Leibe zu gehen und Rektor und Senat sammen 51 747 Mitgliedern im Verbande. Die der Universität haben hierbei ihre Mitwirtung zugesagt. Man zelnen Momente über Mitgliederstand und Krankheitsfälle, hat bereits einen Studenten relegirt wegen unfittlichen Um- namentlich die Ergebnisse über Einnahmen und Ausgaben ganges mit einem Mädchen und dessen zeitweiser Unterbringung find klar und übersichtlich zusammengestellt, so daß auf bei einer Logiswirthin". Der Wirthin ist die Aufnahme von den ersten Blick zu ersehen ist, wie in jeder Kasse gewirthschaftet Studenten untersagt worden. Der Relegirte hat Beschwerde er- wurde. Namentlich sind von Interesse die Anhaltspunkte über hoben und es wird sich daher das sächsische Kultusministerium die Ausgaben für ärztliche Behandlung, für Arzneien und damit zu beschäftigen haben. sonstige Heilmittel, die wieder für sich unter der Rubrik: Ge fammtausgaben für Heilzwecke" zusammengezogen sind und recht in die Augen springende Unterschiede zu Tage fördern. Neben dieser gründlichen Behandlung der Rechnungsverhältnisse hat es dieser gründlichen Behandlung der Rechnungsverhältnisse hat es sich die Verbandsleitung angelegen sein laffen, durch monatliche Zusammenfünfte eines, aus den Vorstandsmitgliedern zusammengesetzten Spruch kollegiums die aus der Mitte des Verbandes einlaufenden Anfragen und Streitfälle eingehend zu erörtern und fällen beide Theile fich des Defteren der Ansicht dieses Verbands zu beantworten, so daß durch unparteiische Berathung in Streitfällen beide Theile fich des Defteren der Ansicht dieses Verbandsausschusses fügten und wiederholt kostspielige Prozesse hierdurch vermieden wurden. Soziale Lieberlicht. Unsere Unternehmer und der Arbeiterschuh. Ein Ausbeuter schlimmster Sorte, der Papierfabrikant Riedel in Glauchau, stand vor einigen Tagen vor dem Landgericht Zwickau, angetlagt, wiederholentlich Schulkinder und jugendliche Arbeiter, lettere bis zu 18, ja sogar 36 Stunden ohne Unterbrechung beschäftigt zu haben. Das Landgericht verhängte über Riedel 1500 m. Geldstrafe eventuell vier Monate Gefängniß wegen Verlegung der Bestimmungen des Arbeiterschutzes. 5. A. C. Walther, Kreisgerichtsrath a. D. Jst noch ein Kommentar nöthig zu diesem Aft freisgerichtsräthlichen Wohlwollens? Nein, wir wollen die Wirkung dieses Beugnisses und seiner Vorgeschichte nicht abschwächen. " mit ein Ein Wink mit dem Baumpfahl. Das Wiesbadener Eisenbahn- Betriebsamt macht in einem autographisch vervielfältigten Schriftstück, datirt 26. Oftober 1893, Nr. 6718 P I, das an alle ihm unterstellten Dienststellen gerichtet ist, auf die am 31. Df tober stattfindende Wahl der Wahlmänner, sowie die auf den Aus den Musterwerkstätten. Unser Hallesches Bruder- 7. November anberaumte Wahl der Abgeordneten für den blatt berichtet: Ein strenges Regiment herrscht in der hiesigen preußischen Landtag aufmerksam und verordnet, daß den wahlBentralwerkstatt, wie aus folgendem Vorgang ersichtlich. Tauschen berechtigten Beamten und Arbeitern Gelegenheit zur Ausübung da dieser Tage einige Arbeiter ihre Meinung aus über die zweck des Wahlrechtes gegeben werde. Ein Ausfall am Tagelohn solle mäßigste Art der Ausführung einer denselben übertragenen Arbeit. durch die Wahl nicht verursacht werden; wo eine Stellvertretung Dies mußte ein höherer Beamter gesehen haben, der, wohl ge- möglich oder nothwendig sei, damit der Beamte seiner Wahltrieben von dem unheimlichen Gefühl, es feien sozialistische pflicht nachkommen könne, sei rechtzeitig für eine solche Sorge zu Auch die Bamberger Gewerkschaften beabsichtigen, neben Theorien erörtert worden, nichts Giligeres zu thun hatte, als die tragen. Diese Fürsorge des föniglichen Eisenbahn- Betriebsamtes dem Zentral- Arbeitsnachweis ein unentgeltliches Auskunftsbureau Arbeiter aufzufordern, sich zu Protokoll nehmen zu lassen. Zwei wäre an und für sich sehr löblich, wenn nicht aus dem Schlußsaße zu errichten. Es soll dadurch jedem Arbeiter ohne Unterschied der Arbeiter sahen natürlich eine solche Maßregel als ihrer un- ein anderes Gesicht herausblickte. Der Satz lautet wörtlich wie über Unfallversicherungs-, Krankenkassen- und Alters- und würdig an und leisteten der Aufforderung nicht Folge, erhielten folgt: Schließlich wird erwartet, daß jeder Beamte und Arbeiter Invaliditäts- Versicherungswesen, gewerbliche Streitigkeiten 2c. 2c. aber am anderen Tage die Kündigung und werden nach Ablauf durch Betheiligung an der Wahl seiner Pflichten eingedent ist Auskunft ertheilt werden. Die es Bureau wird in furzer Zeit ins derselben den Staub der Musterwerkstatt von ihren Füßen und in richtiger Würdigung seiner Stellung seine Stimme ab- Leben treten; die Vorarbeiten sind nahezu vollendet. schütteln. geben wird". Das wird angesichts einer öffentlichen Abstimmung jeder verstehen, dem Gott im Amt auch nur die kleinste Portion Verstand gegeben hat. Wer steht noch unterm Nachtwächter? Diese Frage Die Misére des Fabrifinspektorats. Die bessischen Fabrik dürfte nach der Reorganisation, die der Stadtrath von Waltersinspektoren werden mit sehr viel Anderem, mit der Inspektion hausen getroffen, schwer zu beantworten sein. Die Nachtwächter nicht zusammenhängenden Arbeiten beauftragt, sie könnten fast Das Reichs- Versicherungsamt hat als Rekurzinstanz in in diesem thüringischen Städtchen erhielten von 10 Uhr vor fagen belästigt. Troßdem im Großherzogthum Heffen, wesentlich einer Unfallfache eine bemerkenswerthe Entscheidung getroffen. Mitternacht bis 4 Uhr nach Mitternacht, also für sechs Dienste durch wiederholte Anregung der sozialdemokratischen Vertreter Eine Arbeiterin St. aus M. flagte, der Papier- 8tg." zufolge, stunden, 70 Pf.; macht pro Stunde 112/3 P. Lohn. Diese im Landtag, feit einigen Jahren zwei Aufsichtsbeamte ernannt gegen die Papiermacher- Berufsgenossenschaft auf Gewährung Löhne waren aber dem Stadtrath jedenfalls noch zu hoch, denn find, reicht ihre Arbeitskraft doch nicht aus, alle Betriebe zu be- einer Unfallrente. Die Klägerin war eines Tages in es wurde den Leuten aufgegeben, eine Stunde länger Dienst zu fichtigen; dabei sind sie noch verpflichtet, Gutachten in der Fabrik- einer Papierfabrik auf einen Ballen Hadern gestiegen, thun, ohne daß man sie dafür entschädigte. Die Leute erhalten inspektion ganz fern liegenden Angelegenheiten abzugeben, wo- um sich Kaffee auf dem Dien zu wärmen, war hierbei also jetzt für sieben Nachtdienststunden 70 Pf., macht 10 Pf. pro Das sind durch ihre Thätigkeit wesentlich beeinträchtigt wird. Neuerdings berabgestürzt und hatte sich einen Oberschenkel gebrochen. Die Stunde für einen erwachsenen männlichen Arbeiter. macht das großh. Kreisamt Darmstadt bekannt, daß Herr Fabrik Berufsgenossenschaft erblickte in diesem Unfall teinen ent- die Löhne, die sich stolz mit den berühmten Weberlöhnen des inspektor Möser als Beauftragter der Sektion IV der Leder- schädigungspflichtigen Betriebsunfall. Das Schiedsgericht München Eulengebirges messen können. industrie Berufsgenossenschaft im Sinne des§ 82 des Unfall- verurtheilte indessen auf Berufung der Klägerin die PapierArbeiterkämpfe in Oesterreich. Der Stand der Lohns versicherungs Gesetzes bestellt worden ist. Wir verstehen nicht, macher- Berufsgenossenschaft zur Zahlung der angemessenen Unfallwie man die Aufsichtsbeamten für Fabriken in solcher Weise rente. Das Schiedsgericht nahm an, daß der Unfall lediglich bewegung der Bildhauer in Wien ist in der vergangenen ihrer eigentlichen Thätigkeit entrückt. Es dürfte dieses Vor- durch die der Papierfabrik eigenthümlichen Gefahren veranlaßt Woche stationär geworden, die Zahl der Streitenden und Arfommniß Veranlassung zu einer Interpellation in der Zweiten worden sei. Gegen dieses Urtheil legte wiederum die Berufs- beitslosen hat sich nur um eine geringe Zahl vermindert, nichtsStändefammer werden und sind wir gespannt, welche Stellung genossenschaft ihrerseits Berujung beim Reichs- Versicherungsant destoweniger dauert der Kampf fort und wird von Seite der die Negierung zu dieser Frage einnehmen wird. ein. Auf eine entsprechende Anfrage dieses erklärte die betreffende nicht bewilligt habenden Firmen mit großer Hartnäckigkeit weiterFirma, daß es bei den Frauen, die in der Papierfabrik beschäftigt geführt. Wozu Korrektionshäuser zuweilen gut sind, legt unser find, allgemein üblich sei, sich ihren mitgebrachten Kaffee behufs Die Fächer Tischlermeister in Wien haben ihren Gothaer Parteiorgan dar. Es ist von uns wiederholt, schreibt Genuß desselben auf den Defen in der Fabrik zu wärmen. Auf Auftraggebern den Streit erklärt, weil dieselben die von ihnen es, darauf hingewiesen worden, welcher Schaden den Arbeitern grund dieser erhaltenen Auskunft verwarf das Reichs- Versicherungs- geforderten 30 pSt. Erhöhung der Tarifpreise nicht bewilligten. diesen Streit der Meister, welcher und Gewerbetreibenden durch das Eisenacher Korrektionshaus amt nach eingehender Berathung die Berufung der Berufs- Durch mit dem zugefügt wird. Die Honoratioren, bis herab zum Bürgerstand, genossenschaft und beließ der Arbeiterin die ihr vom Schieds- 28. Oktober erst zu einem vollständigen wurde, würden laffen ihre Gartenarbeiten, Holzspalten, Umzüge und sonstigen gerichte zuerkannte Unfallrente. zugleich die Gehilfen, zirka 250 an der Zahl zum MitArbeiten vielfach von den Korrektionshäuslern ausführen. So streifen resp. Feiern gezwungen und sie stellten deshalb beschäftigen jegt die Bau- Unternehmer, Maurermeister Freitag und Agrarierthum und Bildung sind zwei Begriffe, die sich wieder an ihre Meister die Forderung nach Einführung Kaufmann Bierschent, auf dem frühern Daube'schen Grundstück, so ziemlich einander ausschließen traffeste Selbstfucht ist mit der zehnstündigen Arbeitszeit und eines Minimallohnes von welches von genannten Herren erworben worden ist, seit wahrer Bildung nicht vereinbar. Und wie die Oftelber sich selber 10 fl. Die zehnstündige Arbeitszeit wurde in einer größeren An Versammlungen. zahl von Werkstätten durchgesetzt. Die Arbeiter der Fächer- Auch sei erwiesen, daß Entlassungen wegen sozialdemokratischer I den Kreisen der Handelsangestellten. In Herrn Lubasch habe branche werden ersucht, die unfreiwillig Streifenden zu unter: Imtriebe" vorgekommen feien. Auf grund der Forde- man es mit einem Vertreter des Großkapitalismus zu thun. stützen, da sich unter denselben viele Familienväter befinden. rungen, daß Herr Lubasch eine Ehrenerklärung für Die Großdetaillisten seien die berufenen Vernichter des KleinUnterstübungen nimmt die Arbeiter- Beitung" entgegen. die nicht gravirten entlassenen Angestellten ergehen lasse, handels und wären naturgemäß genöthigt, mit größter Rückdie Geschäfts- Ordnung abändere und die Strafgelder fichtslosigkeit ihre Mission zu erfüllen, mögen sie auch persön beschränke, habe der Ausschuß der Gewerkschafts- Kommission lich ganz ehrenwerthe Leute sein, Herr Lubasch nicht ausgenommen; eine gütliche Einigung gesucht. Herr Lubasch habe hierzu nicht den Großmagazinen gehöre die Zukunft eines Theiles des von die geringste Neigung bekundet und demzufolge die eventuellen Handelsgeschäftes. Dieselben bedürfen Tausender von faufFolgen seines Verhaltens selber verschuldet. Anschließend hieran männischen Arbeitern, welche dringend des gesetzlichen Schutzes erörterte Reichstags- Abgeordneter Dr. Bruno Schoenlant bedürften; mehr noch die weiblichen Angestellten, welche ihrer die Frage: Wie steuert die Berliner Arbeiterschaft der Sklaverei geradezu, unmoralisch niedrigen Entlohnung" wegen, um mit einem der Angestellten in den Großmagazinen?" Derselbe sprach zu bürgerlichen Nationalökonomen zu reden, die männlichen Arbeiter nächst seine Befriedigung darüber aus, daß auch die bürgerliche immer mehr verdrängen. Die Ausbeutung der weiblichen ArPreise den Fall Lubajch" in entsprechender Weise behandelt beiter werde sehr treffend veranschaulicht durch die amtlichen habe. Um so erstaunlicher sei es, daß das Organ des Verbandes Statistiken über die unter polizeilicher Sittentontrolle stehenden der deutschen Handelsangestellten, die Kaufmännische Reform", Prostituirten. So gering auch die Arbeiterschutz- Bestimmungen für Herrn Lubasch gegen die Sozialdemokratie eine Lanze breche. feien, welche die Gewerbenovelle den gewerblichen Arbeitern geErklärlich werde allerdings die Sache durch die Wirksamkeit des währleiste, nothwendig wäre es immerhin, wenn diese winzigen Herrn Rechtsanwalt Haase, Schwagers des Herrn Lubasch, in Schußbestimmungen auch auf die Handelsangestellten ausgedehnt Die Vertreter der Krankenkassen mit freier Aerate wahl, 1. Der allgemeinen Silfsarbeiter und Arbeiterinnen, 2. Der Bierbrauer, 3. der Drechsler, 4. der Graveure und Giseleure, 5. der Handlungsgehilfen und Lehrlinge, 6. der gewerblichen Kaufleute, 7. der Klempner waren zum 1. November zu einer Berathung über ihren event. Beitritt in die Freie Vereinigung" eingeladen. Erschienen waren Vertreter aller dieser Rassen außer derjenigen von Nr. 4 und 5 der oben angeführten. Der Vorsitzende Herr A ßmann erklärt in feiner kurzen Eröffnungsrede den Zweck der Freien Bereinigung" dahin, daß dieselbe es sich zur Aufgabe gemacht habe, mit freier Aerztewahl Berbilligung auf allen Gebieten herbeizuführen. Sodann gab Redner folgende Sagungen bekannt, welche die Freie Bereinigung sich zu Grunde gelegt hat: " 1. Titel: Freie Vereinigung der Krankenkassen mit freier Aerztewahl Berlins und Umgegend. 2. 3 wed: Die Freie Vereinigung der Krankenkassen mit freier Weratewahl für Berlin und den Vororten hat den Zweck, möglichst günstige Bedingungen für die ihr angehörenden Kassen resp. deren Mitglieder auf allen Gebieten der Krankenpflege herbeizuführen. 3. Vertretung: Die Vertretung der einzelnen Kassenmitglieder in der Freien Vereinigung ist: bis 1000 Mitglieder 1 Vertreter, bis 5 000 Mitlieder 2 Bertreter, bis 10 000 Mitglieder 3 Vertreter, bis 20 000 Mitglieder 4 Vertreter und für jede angefangene 20 000 je ein Vertreter mehr. 4. Beschlüsse: Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag an die einzelnen Kassenvorstände zur nochmaligen Prüfung zurückzuweisen. Bei der demnächsten Berathung im Delegirtenkomitee gilt bei Stimmengleichheit der Antrag als abgelehnt. Zwischen der ersten und zweiten Berathung im Komitee muß jedoch mindestens ein Zeitraum von 4 Wochen liegen, darf jedoch 6 Wochen nicht überschreiten. Der Beschlußfassung unterliegen alle Anträge und Fragen, welche denjenigen Kassen unterbreitet werden, welche der Freien Vereinigung der Krankenkassen Berlins und Umgegend" angehören. 5. Geschäftsführung: Zur Führung der Geschäfte wird alle Jahre ein Vorstand von 6 Mitgliedern aus der Zahl der Vertreter gewählt und zwar: ein Vorsitzender und ein Stellvertreter, ein Schriftführer und ein Stellvertreter, ein Stassirer und ein Stellvertreter. Der Vorstand führt auch die Geschäfte in den Sigungen. Die Kosten für die Vertretung trägt jede Kasse für sich; die Kosten für die Geschäftsführung prozentual nach der Zahl ihrer Mitglieder. Herr Herrmann erklärte, daß diejenigen Kaffen, welche zum 1. Januar aus dem Gewerkskrantenverein austreten, fich mit dem 1. Januar der Freien Vereinigung anzuschließen haben. Die anwesenden Vertreter feien gegenwärtig nicht in der Lage, ihre definitive Zustimmung erklären zu können, doch seien ihnen die Satzungen einzuhändigen, um sie den Vorständen vorgulegen. Auf Anregung gab be= Herr Aßmann fannt, daß fämmtliche Fragen im Plenum erörtert würden. Man sähe gänzlich von einem geschäftsführenden Ausschuß ab. Es sei dies System den Krankenkassen gegenüber ein Vortheil, da Jeder an diesen Sigungen theilnehmen könne. Die Verwaltungsfoften werden pro Mitglied jährlich 1/2 Pfennig betragen, hingegen die Drucklosten von den Kaffen prozentual getragen werden. Sanitätsrath Dr. Martuse erklärt sich bereit, jeder Kaffe gern ausführliche Auskunft bezüglich obiger Satzungen ertheilen zu wollen. Es wurde ferner auf das Fehlen einer Bestimmung aufmertfam gemacht für Fälle, bei denen es sich um Kaffen handelt, welche mit Berufsgenossenschaften zu thun haben, sodann die Schwierigkeit hervorgehoben, zum Abs. 2§ 15 der KrankenkassenNovelle, betreffend die Simulanten, bestimmte Normen aufzu ftellen. Hierzu bemerkt Sanitätsrath Dr. Markuse, daß Simulanten sich in den allerfeltensten Fällen Verstöße zu schulden tommen ließen. Mal nicht zu Hause angetroffen, oder aber einmal betrunken getroffen, folche Fälle werden durch Nachuntersuchung erledigt. Nach Paragraph 16 16 ist jeder Vereinsarzt verpflichtet, dem Vorstand Auskunft zu ertheilen. Eine längere Debatte entspann sich außerdem noch betreffend das Simulantenthum, es betheiligten sich an derselben die Herren Groll, Lampe, Schnur, Reimann, Tannhausen, Herrmann, Steinfeld, Nocmus und Sutter. Nachdem Sanitätsrath Dr. Martuse einige Richtigstellungen gegeben hatte, auch Auskunft über Haustrantenfcheine ertheilt worden war, erfolgte Schluß der nach vielen Seiten hin zur Zufriedenheit verlaufenen Bersammlung. Im Verband der in Buchbinbereien, der Papier und Leber Galanterie waaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite rinnen hielt am 80. Oftober der Genosse A. Hoffmann einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über: „ Das moderne Raubritterthum". Vor Gintritt in die Tagesordnung hatte die Bersammlung das Andenken des verstorbenen treuen Mitgliedes, Kollegen Paul Sardt, durch Erheben von den Blägen geehrt. Kollege Schmidt gab bekannt, daß zur Unterstügung des nunmehr siegreich beendeten Streits der Wiener Leder- Galanterie- Arbeiter weitere 55,80 m. auf Listen gesammelt und abgesandt worden sind. Kollege Macat berichtete, er sei wegen seiner Thätigkeit für die Gewerkschaft und weil er angeblich die sanitären Mißstände der Ashelm'schen RoutobuchFabrit der Arbeiter Sanitätskommission mitgetheilt habe, dort entlassen worden. Schließlich habe sich jedoch Herr Ashelm bereit erklärt, ihn weiter zu beschäftigen, worauf er aber verzichtete. Bei dieser Gelegenheit habe sich gezeigt, daß seine Entlaffung nur betrieben wurde durch den Werkführer Herrn Niebere. Als Vertrauensmann der Buchbinder wurde Kollege Franz Bytomski gewählt. Im Bericht über die legte Versamm lung ist erwähnt, das frühere Mitglied C. Ziege habe ein Buch veruntreut, der Betreffende hat dasselbe nunmehr zurückgeliefert. Der Fachverein der Konfektions- und Maaßschneider tagte am 30. Oktober. Der Vorsigende Wiesemann referirte über das Thema:„ Der goldene Boden des Handwerks". An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Kulit, Malik und Höhne. Hierauf ließen sich mehrere Kollegen in den Verein aufnehmen. Sodann wurde in Sachen Brooch eine Kommission von drei Mann gewählt, die die betreffende Angelegenheit im Barop'schen Geschäft untersuchen soll. Wegen angeblich zu flauer Bethätigung an den Vorstandsarbeiten wurden an Stelle der Kollegen Gray und Broberg die Kollegen Malih und Höhne in den Vorstand gewählt. Eine öffentliche Volksversammlung tagte am 2. b. M. bei Buggenhagen, um den Bericht des geschäftsführenden Ausschusses der Gewerkschafts- Kommission über die Verhandlungen mit Herrn A. Lubasch entgegenzunehmen. Den Bericht erstattete Genosse Faber. Derselbe hob hervor, daß Herr Lubasch auf fein Ehrenwort versichert habe, daß niemand von seinem Personal wegen der bekannten Besprechung gemaßregelt worden, daß er au Diefer Beit gar nicht in Berlin gewesen sei, daß die rigorose Geschäftsordnung schon seit 6 Jahren außer Kraft sei und daß auch Strafgelder nicht mehr in Abzug gebracht würden. Dem gegenüber habe aber der Ausschuß festgestellt, daß die vom Magazin Lubasch behaupteten Borgänge sich so zugetragen haben, wie sie f. 8. im Vorwärts geschildert worden sind. " 14. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. 115001 75 952 71 115178 321 409 22 507 610 877 116141 213 382 456 Siebung vom 3. November 1893, Bormittags. Nur die Gewinnte über 210 art find det betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 19 98 482 700 1 981 1072 81 130 67 414 18 59 516 67 694 818 2080 170 262 80 536 657 61 801 997$ 83 149 52 250 382 760 815 4044 45 389 615 5056 13001 74 133 83 213 428 45[ 500] 71 75 715 839 915 6143 464 681 683 841 72 73 987 7126 34 282 323 46 7 639 51 748 873 918 H050 55 358 498 515 50 708 53 882 81 0008 36 181 337 69 472 519 24 606 32 46 830 20180 63 747 850 11184 440 518 48 85 633 12123 51 65 257 713 842 67 13013 19 83 460 716 96 817 14111 32 274 306 31 97 533 758 854 95 946 50 15026 28 88 172 293 305[ 1500] 24[ 1500] 29( 500] 83 521 70 729 54 824 60[ 600] 72 956 64 16057 69 102 39 670 862 948 62 92 17195 231 507 854 89 941 95 99 18214 329 67 98 558 622 745 47 69[ 1500] 91 811 40 19141 347 90 565 690 712 44 73 20263 411 61 68 641 924 21182 363 87 453[ 1500] 656 64[ 3000) 90 941 24335 674 23002 161 82[ 1500] 229 49 637 798 808 905 26 21206 17 29 7 1500] 351 704[ 300] 25099 185 225 365 78 545[ 1500] 86 717 53 84 837 951 20113 328 43 515 606 702 13 811 41 81 27148 204 42 360 479 572 692 946 28022 87 201 6: 0 749 51 29088 384 617 707 806[ 300] 68 902 575 727 43 48 926 117023 112 21 24 254 99 428 58 81 91 627 40 607 29 845 962 97 118033 68 95 423 48 75 506 68 715 119042 57 305 468[ 500] 824 25 943 50 120111 15 43 1500] 94 318 413 694 700 858 977 82 121104 204 24 49 94 308 516 618 764 824 67 954 85 122034 533 624 711 70 78 128058 279 452 519 25 744 982 124072 172 95 892[ 1500] 621 43 47 98 714 913[ 500] 23 95 125036 87 115 43[ 5000] 45 213 93 483 934 86 126028 131 45 67 244 56 380 687 953 127077 86 161 307 36 584 764 128066 314 24 25 413 580 94 828 905 8 53 82 129011 121 66 480 502 20 707 69 823 1300 39 109 29 37 67 204 50 300 2 33 56 516 92 661[ 500] 812 52 922 97 131096 324 29 667 92 720 71 848[ 300] 929 73 132020[ 1500] 10 158 90 377[ 300] 637 700 56 896 989 133021 51 142 76 203 7 317 516 67 725 134161 76 202 17 368 99 481[ 3001 135115 350 496 738 62 807 947 136046 108 270 458 517 32 6.5 863 91 908 57[ 15001 96 187095 274 302 69[ 3000] 457 502 701 78[ 1500) 857 68 938 43 89[ 300] 1380.9 99 196 417 22 650 868 72 89 139228 304 5 511 99 684 706 834 922 44 140011 27[ 1500] 283 388 703 42 44[ 500] 805 141127 69 253 91 [ 3000) 344 426[ 500) 677 929[ 1500] 142188 335 519 28 686 709 10 862 143270 316 501 85 679 700 52 968 144011 86 162 385 708 70 87 826 931 44 49 14237 665[ 50] 91 904 146315 458[ 1600) 631 760 86[ 300] 944 147088 165 22) 323 32 640 807 8 84 978 148140 538 693 728 810 78 149039[ 1500] 280 314 62 414[ 3000] 551 677 813 81 983 150057 122 24 286 376 401 712 80 84 151105 30 36 348[ 3000] 466 514 905 152129 213 572 680 706 85[ 500] 923 153077 308 688 703 47 851 913 98 154077 177 294 330 477[ 1500] 597 617 727 96 9.7 92 96 155031 271 424 57 571[ 300] 724 89 891 156033[ 300] 227 61 312 694 784 157075 130001 226 412 88 639 786 903 158164 94 292 673 86 887 95 159105 82 299 427 588 665 777 802 51 966 160148 818 442 76 563 611 89[ 300] 726 35 1500] 818 960 161062 88 608 924 28 13001 53 59 65 16: 2009 178 345 74 76 483 742 43 874 87 163289 326 485 501 75 90 802 164054 103 43 283 389 402 654 895 105071 1300] 213 48 56 70 878 921 166027 34 270 310 24 469 670[ 500] 891 964 167132 207 381 523 34 75 639 894 168093 131 59 451 61 513 613 94 98 99 807 80 973 169018[ 1500] 68 100 333 42 544 638 716 805 36 992 30197 231 544 64 721 803 908 17 92 81070 85 596 99[ 1500] 720 55 825 1800 40 54[ 1500] 58 911 16 130001 3: 2009 13 67[ 500] 239[ 500) 74 525 47 600 14 951 33120 68 236 58 343 95 532 633 60[ 5000] 34249 62 71 306 25 35 507 55 1300] 729( 3000) 35072 266 72 329 7 85) 931 36309 77 440 53 892 37061 316 428 39 536 646 737 901 38064 76 77 348[ 500] 59 795 960 39234 87[ 300] 303 761 829 40192 334 402 675 992[ 3000) 94 41319 555 627 732 954 82 42185 492 503 692 702 43016 75 310[ 300] 521[ 1500] 645 705 72 802 51 922 27 440146 308 37 46( 10 000; 55 65 426 13000] 726 31 80 45189 201 352 593 1500) 777 910 46072 93 98 11500] 285[ 300] 466 83 674 76 952 47030 75 179 521 60[ 300] 70[ 1500 725 912 34 48142 383 405 [ 600] 504 81 741 84 98 860 991 49015 103 538 652[ 1500] 79 847 50019( 3000) 371 84 42) 52 633 60 73 89 704 965 68 51053 230 392 43 71 655 91 52131 34 566 651 815 16 1500 5 985 53219 345 69 417[ 3000] 556 653 65 703 54600 57 740 845 82 55006 96 147 214 56 377 91 405 659 761 63 860 56039 41 567 657 93 57019 76 114 200 52 362 716 63 817 58065 224 574 809 17 901 28 59114 79 254 405 10 555 815 58 60100 10 230 11500] 810 61444[ 300] 517 608 708 804 47 62018 BS 172[ 3000] 95 274 430 602 65 88 96 772 97 872 946 63084 21 340 99 423 601 23 68 740 904 6 64022 150 260 339 461 641 850 65101 Bu 75 78 235 63 94 404[ 1500] 559 756 834 35 956 66113 259 427 42 62 631 718 838 43 70 89 90 924 67149 275 86 523 604 758 807 26 977 G- 436 633 58 77 80 764 904 66 96( 300) 60195 363 583 677 700 71 603 45 63 1300) 781 115001 624 84 92830149 216( 1500) 22301 89 896 99 946 +48 550 35 75 747 188161 72 407 67 522 29 607 13000] 79 700.4 177 219 668 739[ 1500] 57 61 71113 48 284 310 53 523 74 700[ 1500) 38 43 861 965 1100 6 74 86 237 341 49 666 87 707 85 75 762 912 72014 18[ 500] 50 110 200 52 67 95 386 517 620 49 797 890 185112 62 227 321 410 563 686 835[ 500] 968 186295 343 443 950 80 73098 454 641 872 74166 343 50 468 546 613 91 720 91 814 51 531 727 63 70 90 850 900 18.040 72 140[ 300] 78 681 777 80 45 979 75150 293 308 53 91 410 818 83 76006 900 35 58 7748418005 93 119 211 386 441 620 49 962 92 189157 78 229 49 412 508 666 89 678 82 789 901 73 82 78003[ 5.0] 301 74 431 513[ 300] 18 24 54 640 944 84 69 697$ 19 79128 70 73 349[ 300] 856 99[ 3000] 46 80047 97 370 73 587 713 894 S1073 180 214 307 82160 255 529 745 71 828 906 81[ 3000) 83020 74 156 200 27 63 379 457 63 87 567 8.0 923 53 112 355 72 99 620 661 73 75 933 131382 427 1500 514 18 647 746 945 86015 47 72 266 300 20 43 60 445 794 850 67 971 143 852 657 65 814 38 88043 156 441 78 518 606 780 8.9 64 89.69( 3000) 127 50 204 115001 43 550 784 997 99 90029 309 476 743 98 983 01041 263 64 723 46 888 930[ 3000] $ 2093( 1500) 496 518 37 38 87 697 03 22 7 118[ 150] 19 20 457 529 800 31 62 935[ 3000] 04363 450 532 626 750 84 95016 64 297 594 730 911 9073 185 206 22 342 465 694 636 736 574 85 07028 107 223 37 321 39[ 1500] 99 531 60 647 839 906 25 38 97 98198 471 513 86 821 99016 164 229 380 403 786 100102 36 4.9 640 765 810 908 101052 414 27 590 603 18 29 47 864 920 49 51 102072 75 19 258 310 417 532 612 758 10: 3154 59 201 69 332 80 63 726 44 67 21 904 101029[ 300] 33 65 129 84 207 418 40 527 602 61 726 57[ 300] 79 803 989 105018 135 351 436 598 615 29 47 106080 2-3 99 329 452 673 83( 500] 627 30 715 81 8., 861 68 938( 30001 5[ 300] 97 10.026 78 169 1300) 211 96 377 513 59 673 722 26 873[ 300] 947 81 108230 67 732 888 109012 391 412 25 [ 600] 36 519 771 979 110013 114 29 306 9 439 83 741[ 1500] 50 898 935 49 88 93 96 111078 97 286 457 90 590 688 730 805 112002 37 720 921 113110 19 3: 1 61 91 518 21 713 823 114099 172 84 214 310 447 60 63 548 170130 307 446 515 48 664 782 801[ 500] 171076 333 621 56 79 792 172056 103 88 232 49 554 75 78 630 800 12 917 173086 247 402 500 773[ 1500] 882 92 932 174219 356 88 93[ 3000] 498 508 92 656 95 781 958 175143 258 81 82 307 30 66 81 475 621 98 176005 41 97 274 819 52 494 661 84 734 36 38 43 77 817[ 30001 20 60 920 61 177120 56 305 86 427 847 50 178102 558 628 67 855 903 60 75 179105 6:28 1300) 516 86 636 54 778 966 180150 257 451 584 651 761 181008 60 178 84 349 94 410 33 190146[ 3000] 536 90[ 3000] 605 932 191053 424 608 17 34 803 15 918 192000 43 239 302 408 518 75 678 783 962 193254 57 3 6 699 746 55 863 77 9 194365 468 92 576[ 300] 633 816 62[ 3000) 933 195017 131 812 76 984 91 196114 31 309 50 679 197052 218 27.73 407 672 782 806 87 926 198030 133 72 363 435 600 1 72[ 3000] 729 1300) 73 87 91 870 199231 672 840 20026 51 583 854 201052 460 832 84 983 202072 264 302 80 663 750 874 203101 39 76 94[ 1500] 245 540 86 802 976[ 5001 204261 89 355 89 466 568 81 829 205122 56[ 1500] 262 88[ 1500] 381 83 11500] 466 519 759 73 849 916 20690[ 800] 173 280 92 307 596 660 763 913 52 1300] 207058 257 461 761 872 91 208638 791 889 209099 448 604 89 783[ 3000] 210128 203 373 598 625[ 1500] 730 898 901 211011 141 457 680 710 212084 235 463 682 776[ 1500] 819 32 75 84 218255 322[ 30001 36 53 634 771 839 214023 65 228 88 396 601 779 899[ 1500] 215181 264 88 616 79 899 966 216099 186 490 563 643 57 81 729 872 217044 70 97 228 65 375 581 699 762 826 218052 82 174 25 1500] 87 93 98 315 477 92 545 62 890 219010 27 87 171 521 76 87 629 933 50[ 50] 63 66 67 230075 105 74 268[ 1500] 82 423 555 800 90 926 56 221047 53 88[ 300] 124 345 593 791 865 960 222061 473 1500) 99 520( 30) 873 87 91 988 23018 172 341 618 717 71 83 930[ 600] 75 221054 100 237 443 537 47 74 611 46 52 78 722[ 500) 984 225088 182[ 3000] 269 326 56 97 14. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. 14 16 94 203[ 300] 28[ 10000] 305 82 99 434[ 500] 63 83 530 43 68 Siebung vom 3. November 1393, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart ind der betreffenden Nummer. in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 8 36 71 111 376 758 920 1020 250[ 1500] 015[ 300] 82 717 85[ 1500] 823 69 71 72 921 2089 160 443 675 601 24 81 818 983 2003 26 114 1500) 86 201 35 355 83 421 S03 31[ 300] 33 97 4035 55 78 205 333 [ 150] 77 757 7+ 960 61[ 1500] 61 5066 118 336 47 490 679 913 16 6375 4 5 5.3 601[ 1600 833 35[ 500017026[ 600] 58 273 87 310 26 66 401 13 571 742 130 01 72 8038 592 601 12 718 9073 207[ 1500] 315( 33 56 62 859 10054 55 14: 494 550 662 70 93 725 57 950 77[ 1500] 11176 229 321 42 56 674 752 864 12122 328 442 53 671 13277 79 500 630 742 816 937 14143 68 715 8 4 914 61 15065 111 39[ 500] 201 437 5.4 76 1300] 16042 138 241 435 642 70 871 95) 170 1 334 43 68 13000] 490 541 45 60 1300] 625 712 77 819 930 51 18.73 346 581 610 73 786 967[ 3 00] 19311 18 60 70 1500, 76 945 20052 147 500 19 89 619 77 8-6 941 21020 70 74 79 160 76 494 509[ 600] 622 442 916 32 45 51 69 70 220 6 13[ 150] 40 52 147 56 65 492 93 678 13000, 995 2024 1.8 206 98 327 561 679 803 22[ 3000 86 2178 160 2.3[ 30] 323 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Độ ổn 72 3200, 01 352 0001 497 578 620 80 83 831( 1500) 93 983 64001 70 187 212 15 349 83 402 71 687 130001 721 85 967 73 65100 250 36 608 96 750 77 831 39 96 11500 98 965[ 300] 66055 85 591 606 12 67129 74 309 426 544 77 630 748 66 957 08180 295 306 20 49 435 578 994 69038 326 621 801 958 67 88 70056 262 416 700 95 977[ 1500] 71015 106 25 531 665[ 500] 72419 88 99 606 765 916 2: 7061 97 1-1 250 313[ 500] 423 713 60 74 74127 210 18 393 499 614 709 914 75074 114 216 33 324 27 37 47 489 633 779 809 909 70047 102 267 99 302 48[ 3000] 609 93 811 77093 186 565 617 24 90 714 60 832 44 933 78172 352 79 450 523 732 872 934 70218 82 303 61 40 15[ 800] 517 48 619 45 764 94 833[ 1500] 91 S0169 313 74 80 540 616 704 810 31 919 26 81027 54 167 447 67 742 84019 101 33 97 346[ 600] 790 802 34 83041 121 740 69 841 985( 1500) 81121 683 615 802 69 900 7 42 85037 218 326 490 712 42 824 83 80038 132 62 220 306 437 554 97 613[ 3001 773 87137 255 13000] 469 92 629 732 860 988 88061 112 52 231 303 38 578 802 ( 3000) 933 8131 90 267 515 628 713 878 90081 100 310 493 501 32 34 15001 44 66 79 759[ 300] 823 945 91122 47 387 710 92196 239 434 516 64 600 771 953 93226 50 63 310 15001 20 67 474 678( 300 1900 94019 426 31 501 828 901[ 3000] 10 95214 26 368 621 56 74 814 96044 252 669( 1500) 69 812 19 97021 281 306 79 89 423 24 614 615 98056 156 298 327 13000] 481 728 803 31 86 923 48 90190 297 418 527 769 904[ 1500] 64 1000 7 101 356 57[ 300] 416 551[ 3000) 631[ 1500] 50 975 78 101057 91 141 234 318 663 763 69 24[ 3000] 102226 61 414 38 508 47 48 626 15001 901 64 103038 318 84 913 24 86 104036 79( 3000) 162 82 275 727 811[ 3000] 105202 26 358 63 84 531 644 736 818 993 100019 44 118 51 634 869[ 50] 991 92( 1500) 107020 28 9 226 38 673 1800) 676( 30 01 825 994 108027 116 83 99 209 42 327 459 74 90 598 409536 44 681 736 68 891 908 30 110100 12 86 348 69 508 11 18 83 601 40 737 800 968 111101 8 180039 117 30) 65 93 345 727 33 60 94 805 181048 225 385[ 300] 562 022 784[ 300] 997[ 3000) 18: 2041 122 42 48 61 212 35 355 89 418 61 62 507 31 56 183062 187 490 506 77 672 943 184014 1850.5 294 98 328 514 db 90 607 739 913 186183[ 300] 369[ 3000] 61. 31 857 907 37 57 187418 511 49 50 60 651[ 100] 751 880 188067 80 115 49 268[ 600] 380 481 683 873 978 89 189158 315 423 71 884 96 963 190098 217 327 457[ 500] 60 532 87 647 53 98 769 96 817 98 191490 401 592 628 898 976 192005 122 63 255 599 679 778 79 97 808 95 964 198127 360 437 547 671 970( 3000] 104244 508 46 616 26 780 855 921 82 130001 195042 151 90 307 8 588 767 901 65 78 [ 3000] 196060 198 387 611 763 802 981 197001 5 122[ 300] 304 92 198248[ 3000] 75 337 595 607 26 56 794 828 75 84 929 96 199126 35 96 297 458 622 13.00] 714 18 200077 104 87 306 456 80 604[ 300] 783 968 201034 275 370 549 605( 300) 841 202014 1300j 14 390 407 641 64 696 798 879 922 31 203076 148 404 610 58 797 204069 285 384 524 608[ 800] 789 814 205054 181 646 763 874 963 206038 229 93 367 703 91 905( 500) 207191( 500) 218 33 603 752 825 980 208037 94 103( 500) 91 261 6 1500] 345 432 661( 300) 787 994[ 1500] 209291 324 580 86 94 704 18 878 952 68[ 1500] 89 210043 101 423[ 3000] 732 862 211074 80 96 179 264 397 411 517 73 627 770 81 818 36[ 300] 902 14 50 212495 796 883 947 213005 91[ 1500 167 286 89 316 610 19 45 85 736 817 52 92[ 3000] 928 211010 166 87 327 51 5.0 727 33 833 70 216035 43 69 393[ 300] 551 735[ 300] 850 91 979 216294 350 432 646 99 726 817 991 217255 417 516 681 712 74 813 15263 342 572 96 616 63 761 872 928 39 210282 325 29 432 93 1500] 588 680 804 52 920 220342 73 439 560 621 53 63 742 815[ 500] 18 42[ 300] 915 18 221629 90 695[ 3000) 818 3087 278 328 488 654 6 1 95 700 23 32 150 1 826( 30) 34 955 223102 209 13001 400 77 628 88 744 47 861 996 244016 283 306 472 561 75 628 780 800 92 930 35 925118 407 629 77 81 " : würden. Dann wären Arbeitsordnungen à la Qubasch nicht mög-| herigen Berlusten der Aktiengesellschaft könne es für die Firma Lage ist, das für das laufende Kalenderjahr festgestellte Aerztelich, auch würde dann das nebelhafte Dunkel schwinden, welches nicht um die Verschlechterung der Lage ihrer Arbeiter, sondern verzeichniß innerhalb des laufenden Jahres umändern zu können, bei Herrn Lubasch noch immer herrsche über die Verwendung der um Berstörung der Organisation derselben handeln. Lange besonders wenn, wie in lekterer Zeit, der Verein der freiStrafgeider. Die Lage der Angestellten in den Großmagazinen tönne die Firma nicht mehr aushalten, wenn sie sich nicht völlig gewählten Staffenärzte stetig an Mitgliedern zunimmt, andererfei feine beffere als diejenige der in fleinen Handels- ruiniren wolle. In der Diskussion ergänzten einige Redner noch feits auch die Mitglieder Gefahr laufen, das Honorar sowie die geschäften. Bei langer Arbeitszeit und niedrigen Löhnen werde die die Mittheilungen über die mannigfaltigen Anstrengungen, welche verordnete Arzeneien aus eigenen Mitteln bestreiten zu müssen. Ausbeutung im Großen betrieben. Wenn dann ein Großkapitalist die Firma macht, um neue Arbeitskräfte zu erlangen, was indeß Außerdem weisen wir speziell noch darauf hin, daß beim einmal gnädig in die Tasche greise und den Ausgebeuteten ein ihr nichts nüht. Andere Redner stimmten der Aufforderung an Eintritt in das Sprechzimmer des Arztes diesem sofort und unDouceur" verabfolge, so werde derselbe als Wohlthäter ver- die gesammte Arbeiterschaft zu thatkräftiger Hilfe zu. Die Ver- aufgefordert die Legitimation als Kaffenmitglied vorzulegen ist, schrieen. Die Handelsangestellten hätten aber feine Almofen sammlung erklärte sich schließlich in einer Resolution mit den da der Arzt verpflichtet ist, bei Verordnungen sich der von der entgegenzunehmen, teine falsche Humanität, teine Wohlfahrts- Ausführungen des Genossen Timm insofern einverstanden, als Freien Vereinigung vorgeschriebenen Rezeptformulare zu beeinrichtungen", die lediglich im Interesse der Kapitalisten lägen, sie die Gewerkschaftsorganisation für eine Nothwendigkeit er- dienen. zu verlangen, sondern soziale Reformen, gefeßlich gewährleistete flärte. Den Streifenden sprach sie ihre vollste Sympathie aus Der Vorstand der Freien Bereinigung Rechte. Diese sozialpolitische Aufklärung ergreife immer weitere und versprach, dieselben auch ferner in weitgehendster der Ort3 Krantentassen mit freier Arztwah! Kreise der kaufmännischen Angestellten und die größte Sorgfalt Weise zu unterstüßen. Berlins und der Vororte. und Agitation sei darauf zu verwenden, daß die gewerkschaftliche Rud. Aßmann. E. Davidshäuser. E. Rosmus. A. Dähne. Organisation und die politische sozialistische Aufklärung unter Die Freie Vereinigung der Militärmühen. Arbeiter Tannhausen. H. Borchert. den Handelsangestellten immer breitere und tiefere Wurzeln tagte am 28. Oftober, um sich mit dem Thema zu beschäftigen: schlagen. Die Berliner Arbeiterschaft tönne in dem Falle Lubasch Die Vortheile unserer Bewegung". Hierüber referirte Kollege sehr viel wirken zu gunsten der Handelsangestellten, dem Trumpfe Fischöder und fordert zum Schlusse seines beifällig aufgenommenen der modernen Handelsfeudalisten einen andern Trumpf entgegen- Referats die Kollegen auf, der Vereinigung treue Mitgliedschaft setzen. Niemand könne gezwungen werden, Herrn Lubasch seine zu bewahren und fest zusammenzuhalten, damit die Kollegen die Kundschaft zuzuwenden, bei ihm zu kaufen. Vielleicht tomme Herr Stellung erreichen, die einem Arbeiter zukommt. Im Anschluß Lubasch zu der Erkenntniß, daß die Arbeiterschaft nicht ihn, wohl bieran sprachen die Kollegen Frick und Weng. Kollege Kramer aber er die Arbeiterschaft brauche und daß es doch am Ende wünscht in Zukunft bei einer Lohnbewegung die einzelnen Arzweckmäßig sei, im eigenen Haufe au reformiren. Redner schloß beiten mehr zu beachten, da ein guter Arbeiter, und solche müssen mit der. Aufforderung an die Handelsangestellten, sich fernerhin meist einzelne Bestellungen machen, wenig oder gar feinen Vornicht mehr zu Bedienten und Schleppenträgern der Bourgeoisie theil hat. Zur Grwiderung hierauf bemerkt Kollege Fischöder, herzugeben, sondern in Reih' und Glied zu stehen und zu fämpien daß wir genöthigt waren, vorerst für einheitliche Preise zu mit der sozialdemokratischen Arbeiterschaft.( Großer Beifall.) sorgen, einzelne Berücksichtigungen kommen und gelangen später Beantragt wurde folgende Resolution: desto leichter zum Ziel. Sodann wurde beschlossen, über die Werkstätten von Schlüter, Seelig und Franke die Sperre zu ver hängen. Die nächste Versammlung findet am 11. November bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, statt. Die heute am 2. November im Buggenhagen'schen Saale tagende, von ca. 1500 bis 1800 Männern und Frauen besuchte öffentliche Volksversammlung beschließt nach Anhörung des Berichtes des geschäftsführenden Ausschusses der Gewerkschafts- Rom mission über die Verhandlungen mit Herrn Lubasch und nach einem Referat des Reichstags- Abg. Dr. B. Schoenfant über: Wie steuert die Berliner Arbeiterschaft der Sklaverei der Angestellten in den Großmagazinen?" unter den Berliner Arbeitern und namentlich unter den Arbeiterfrauen mit aller Kraft dahin zu wirken, daß das Magazin von A. Lubasch so lange bei Einkäufen unberückfichtigt bleibt, bis die von der Gewerkschaftskommission an Herrn A. Lubasch gestellten Forderungen: 1. Die Geschäftsordnung zu beseitigen, 2. die Gemaßregelten auf ihren Wunsch wieder einzustellen, B. eine öffentliche Ehrenerklärung zu gunsten der Gemaßregelten abzugeben, von dieſem erfüllt werden. Die Verfammlung verpflichtet alle Anwesenden, für weiteste Verbreitung und Befolgung dieses Beschlusses zu wirkten." Diese Resolution gelangte indeffen nicht zur Abstimmung. Es wurde vielmehr einem jeden der Anwesenden wie auch der Berliner Arbeiterschaft überlassen, zu thun und zu handeln nach seiner Ueberzeugung. Die Diskussion bewegte sich in dem Sinne des Referenten und der Resolution. " eine gutbesuchte Versammlung ab. Die Arbeiter- Bildungsschule( Nord) hielt am 29. Oktober eine gutbesuchte Versammlung ab. Genosse Wach hielt einen Vortrag über„ Die Prostitution". Da sich Gegner nicht zum effanten und beifällig aufgenommenen Vortrag Abstand geWorte meldeten, wurde von einer Diskussion über den internommen. Literarisches. Gesundheitskalender für das Jahr 1894. Ein Jahrbuch für die Freunde der Naturheilkunde. Herausgegeben von Adolf Damaschte. Berlin. Berlag von Gustav Schuhr. Preis 75 Pf. Unter der Wende. Geschichten aus dem Leben von Klaus Krauß. Berlin. Verlag von Joh. Saffenbach. Preis 75 Pf. Der Handlungsgehilfe und die kaiserliche Sozial reform: Eine Antwort an den Herrn Minister v. Bötticher. Herausgegeben von der Freien Vereinigung der Kaufleute." Berlin. Berlag von Otto Köppen, Blücherplay 1. Preis 25 Pf. Die neue Partei. Auch ein Programm. Berlin. Verlag von Arthur Naeter. " Briefkaffen der Redaktion. 3. D. Sehen Sie doch im Adreßkalender nach. E. K. in F. Wird mit Dank verwendet. Besten Gruß. J. G. W. Ihre Frage ist uns unverständlich. Den Bericht finden Sie in Nr. 254 vom 28. Oktober. finden Sie in Nr. 254 vom 28. Ottober. C. K. Wenden Sie sich an die Verlags- Buchhandlung des Borwärts", SW., 19, Beuthstr. 2 oder an den Abg. J. Auer, Berlin SW., Razbachstr. 9. Diskutirklub Vereinte Kraft". Ihr Verein ist im Vereinskalender gestrichen worden. Eine besondere Anzeige der Auflösung des Vereins findet redaktionell nicht statt. Ehemann seine Frau mittels des gefährlichen Werkzeuges so ge= H. K., Pappel- Allee. Kann bewiesen werden, daß der schlagen hat, daß sie„ blutüberströmt" fliehen mußte und daß in einem anderen Falle der Mann die Frau zu würgen versucht hat, und endlich, daß er gedroht hat, sie zu würgen, so tann die Ghefrau mit begründeter Aussicht auf Erfolg die Ehescheidungsden 36. und 37. Kommunalwahl- Bezirk fand am 2. November stellung sämmtlicher sozialistischen Zeitungen und Zeitschriften Eine öffentliche Kommunalwähler Versammlung für Die norwegischen Genossen wollen demnächst eine Ausstatt. Stadtverordneter Borgmann wußte die Versammlung besonders rege zu interessiren durch seinen bis in die Einzel- veranstalten; sie bitten deshalb die Redaktionen und Expeditionen heiten sich vertiefenden Vortrag über die bevorstehenden Stadt- sämmtlicher deutsch en politischen und gewerkschaftverordnetenwahlen. Einer speziellen Beleuchtung unterzog Rebner lichen Parteiblätter je ein oder zwei Exemplare entschieden, daß mit den Kommunalwahlen Klassen- und Parteidie reaktionären Bestrebungen der Freisinnigen und bestritt ganz an die Redaktion des„ Sozialdemokraten" in interessen nicht vertreten würden. Der Annahme im rothen Christiania( Norwegen) einzusenden. Diese Adresse genügt. Hause, die Sozialdemokraten wollen nichts thun, stehe gegenüber, daß sich unsere Genossen stets gemeldet. Gigenthümlich berühre es, daß man Dr. Zadet, der bisher noch kein Amt inne hatte, Eine große Volksversammlung tagte am 1. November und sich kürzlich für die Gesundheitskommission meldete, im„ Konfordia- Saale". Genosse Timm sprach über: Die wirth- nicht wählte, sondern einem Kaufmann das Amt über schaftliche Organisation und deren Bedeutung". Nachdem Redner tragen wurde. Nachdem Redner das Verhalten der Freifinnigen kurz die bisherige Entwickelung der modernen Arbeiterbewegung gegenüber all unseren Anträgen scharf gegeißelt hatte, forderte geschildert, mies er in eindringlichen Worten auf die Nothwendig- er die Anwesenden auf, mit aller Energie dafür zu agitiren, keit der gewerkschaftlichen Organisation hin, die neben der poli- daß am 13. November ein Sozialdemokrat aus der Wahlurne tischen nicht vernachlässigt werden dürfe. Mit lebhaftem Beifall hervorgehe.( Lebhaftes Bravo.) In der Distuffion hob gab die Versammlung ihre Zustimmung zu erkennen. Genoffe leinert verschiedene Mißstände bezüglich der ArmenverwalGillier berichtete sodann über den Streit der Lithographen tung hervor. 3a cha u kritisirte die Vetternwirthschaft im rothen Steindrucker, Hilssarbeiter und Arbeiterinnen in Brandenburg Hause, sowie die Einrichtung, betreffend die Ferienkolonie für und Dresden. Schon ein Vierteljahr dauert dieser Streik und arme Schulkinder. Nach dem kurzen Schlußwort des Referenten noch stehe er auf demselben Standpunkte wie zu Beginn. Von gab der Vorsitzende Rogge bekannt, daß am Sonntag, früh 60 Steindruckern, die früher in Brandenburg beschäftigt waren, 7 Uhr, eine Flugblattvertheilung stattfindet und forderte zur regen arbeiten zur Zeit nur 20, die indeß nicht für mehr als für Betheiligung an derselben auf. sechs Arbeitskräfte gerechnet werden können. Mehr be tomme die Firma nicht, obwohl sie sich nicht blos nach anderen Städten des Jn, In-, sondern auch des Auslandes gewendet hat und sogar neuerdings Löhne zahlt, die noch vier Mark höher find, als diejenigen, welche die Streifenden neben der Beseitigung der Zuchthaus- Fabrikordnung verlangen. 36 Mark zahlt sie jetzt den Streitbrechern, während sie früher Die Redaktion stellt bie Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen den tüchtigen Druckern nur 24 Mart zahlte. Dabei seien die Intereffes zur Verfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Arbeiten dieser Firma jetzt derart, daß sie auf dem Weltmarkt Inhalt desselben identifizirt zu werden. nicht mehr fonkurrenzfähig sind; verschiedene Besteller schickten An die Mitglieder der Freien Vereinigung der die gelieferte Arbeit wieder zurück. Die Firma habe bisher Drts- und Betriebs- Krantentassen mit freier einen Schaden von etwa 400 000 Mark erlitten. Mitglieder des Arztwahl Berlins und der Vororte. Aufsichtsrathes hätten erzählt, daß die Streifenden die Fabrit Die Mitglieder derjenigen Orts Krankenkassen, welche die auf drei Jahre lahm gelegt hätten; die Attien, die vor dem freie Arztwahl bereits eingeführt, als: Bildhauer, Goldschmiede, Streit auf 84 standen, seien denn auch bereits auf 58 ge- Lackirer, Maschinenbauer, Maurer, Nadler, Sattler, Stellmacher, funten. Bisher mußten 27 000 Mart an Unterstügung ge- Strumpfwirter, Uhrmacher, Bergolder, sowie die Hildebrandt'sche zahlt werden. Mit den Kollegen, welche in Dresden Betriebskasse, machen wir hierdurch besonders aufmerksam, daß die Arbeit niederlegen niederlegen mußten, weil fie Arbeit für diejenigen Aerzte, welche Mitglieder des Vereins der. frei die Firma Kaufmann machen sollten, betrage die Zahl gewählten Kaffenärzte" find, als Erkennungszeichen am Hause Der Streitenden zur Zeit, obwohl schon ein Theil unter unter ihrem Namensschilde ein kleines freisrundes weißes Schild gebracht ist, 250, die bisher wacker ausgehalten haben. Um fie mit der Inschrift Freie Arztwahl" angebracht haben. weiter unterstüßen zu können, müsse die gesammte Arbeiterschaft Wir ersuchen dringend, möglichst solche Aerzte zu konfultiren, mit einspringen und ihr Hilfe leisten. Bei den gewaltigen bis: bei denen dieses Schild vorhanden, da der Vorstand nicht in der Möbel- Magazin. Eigene Tischlerei. Sprecisaal. " Fr. Janitzkow, NW., Thurmstr. 45. flage erheben. O. P., Bergstr. 1 Rubikmeter. 2. Ja. C. K. Gesundheitsschädlichkeit der Wohnung berechtigt ben Miether zur Aufhebung des Miethsvertrages. Die Gesundheitsschädlichkeit muß der Miether beweisen. Franziska. 1. Die Frau, deren Ehe wegen ihres Ghebruchs getrennt ist und die nichts in die Ehe eingebracht hat, hat keinerlei Vermögensanspruch gegen ihren früheren Mann. 2. Behufs Auseinandersetzung mit den Kindern aus erster Ghe, zwecks Gingehung einer zweiten Ehe, müssen Sie sich an das Vormundschaftsgericht wenden. 3. Den Geburtsschein erhalten Sie von dem Standesbeamten, in dessen Bezirk Sie geboren find. Friedrich K. Leider scheint der Frau ein Anspruch auf Altersrente nicht zuzustehen, da sie in feinem versicherungspflichtigen Betriebe gearbeitet zu haben scheint: Sprechen Sie gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. A. S. 1. Das Abiturientenzeugniß eines Gymnasiums giebt die Möglichkeit zu jeder Stellung. 8. Wenden Sie sich wegen 1 und 3 an die Postverwaltung. R. B. 31. 1. Die Einwilligungserklärung ist so lange giltig, als sie nicht widerrufen ist. 2. Anerkenntniß vor dem Standesbeamten und Antrag auf Umschreibung genügt. Anwesenheit des Kindes ist überflüssig. Polsterwaaren. Eigene Werkstatt. 4880L* Damen- und Mädchenmäntel- Fabrik von Siegfr. Lazarus Eckladen. Oranienffrake 29. Eckladen. Größte Auswahl in eleganten Herbstmänteln, Paletots, Wintermänteln, Rädern etc. zu allerbilligsten Preisen. Winterjaquets schon von 7 Mark an. Mechanische Weberei F. M. Merkel, Charlottenburg, Berlinerſtraße 126. Möbel, Eigene Fabrik von Kleiderstoffen aller Art. 48522* Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin mit eigener Werkstatt. Große Auswahl in Nussbaum u. Mahagoni, fowie großes Lager von Küchenmöbeln empfiehlt zu den billigsten Preisen bei nur solider Ausführung[ 4795L* Julius Apelt, Tischlermeister, Grosses Lager in Herbst- und Winter- Neuheiten, Fabrik- Niederlage von Teppichen, Berlin S., Sebastianstraße Nr. 20 Gardinen und Tischdecken. 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Die Rontrollmarte leiftet Gewähr, daß das Brot unter Bedingungen hergestellt wird, welche den Anforderungen der Agitationskommission entspricht, und werden diese Bedingungen von unserem Institut sogar weit übertroffen, weshalb wir bitten, bei Broteintäufen zu berücksichtigen, daß sich auf dem Brot der Stempel G. B. B.& U. sowie die Kontroll= marte befindet. Der vorgekommenen Einwendung seitens der werthen Kundschaft, die Kontrollmarte sei unappetitlich", fönnen wir insofern widersprechen, als das Aufkleben derselben bei uns ohne jedes Klebemittel bewerkstelligt, sondern trocken auf den Teig gelegt wird, auf welchem die Marke ohne weiteres haftet, wie ja auch die Hausfrauen in ähnlicher Weise den selbstbereiteten Kuchen, welchen sie beim Bäcker backen laffen, durch ein aufgelegtes Stückchen Papier zeichnen; die Marke an und für sich ist durchaus nicht unappetitlich. Wir laden die Konsumenten unseres Brotes zu einer Besichtigung unserer Bäckerei ein, um sich von der hierin herrschenden Sauberkeit persönlich zu überzeugen. In Straßen oder Gegenden, woselbst sich Niederlagen unseres Brotes noch nicht befinden, tönnen solche noch [ 97/9 eingerichtet werden, und ersuchen wir, diesbezügliche Anträge an den Vorstand, Müllerstr. 34, zu richten. Möbel, Spiegel und Polster- Waaren 65 Herren- 65 Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; Küchenmöbel empfiehlt; Preislisten auf Wunsch franco. Berlin S.0., 7 Franz Tutzauer, Köpnickerstr. 25. Ernst Quester's Musikinstrumenten- Geschäft, Gr. Frankfurterstr. 15, empfiehlt Harmonikas, Saiten und andere Musitinstrumente zu Fabrikpreisen. Verleih- Institut für Memopans, Serophons. Reparatur- Werkstatt sämmtl. Instrumente. 50982* Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplaz größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. 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