Nr. 263. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuft. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DeiterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerz. in der Poft Zeitungs- Breislife für 1893 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder Deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Grvedition it an Wochen tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlins Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freihinnige Teichenbitterpolitik. Mittwoch, den 8. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Einrichtungen läßt sich ein Volt nicht mit einem wickeln können. Zahllose Existenzen verkümmern körperlich Schlage ändern, sondern es kann nur der Schein er- und geistig unter dem bleiernen Druck der Verhältnisse und wedt werden, als ob es geändert sei." selbst die, welche sich durchkämpfen, leiden in irgend einer Immer wieder diese blöden Mißverständnisse der Grund- Hinsicht Schaden; unversehrt geht keiner hervor aus den Eine wehmüthige Stimmung hat sich der Herren von prinzipien der sozialdemokratischen Partei, mag der Kritifer Klauen des Kapitalismus. Und deshalb meinen wir, daß der Freisinnigen Vereinigung bemächtigt, seitdem die Reichs- nun dieser oder jener Richtung des Liberalismus ange- zwar nicht durch Andersmacherei" aber unter der Eintagswahlen bewiesen haben, wie hoffnungslos sie in das hören! Wo in aller Welt hat nun wohl in den maß wirkung wahrhaft freier und sorgenficherer Verhältnisse die Hintertreffen gedrängt wurden durch das vorwärtsfluthende gebenden Schriften des Sozialismus das Treuhändchen diese künftigen Geschlechter zu wahrhaft freien und vollkräftigen Leben. Nicht alle zwar, die sich als die berufenen Wort- Definition unserer Bestrebungen aufgegriffen? Das Menschen sich heranbilden werden. führer des deutschen Liberalismus betrachten, haben wie Andersmachen der Menschen" durch aufgezwungene Maß- Und will Herr Schrader sehen, wie die neuen ProHerr Theodor Barth ihre Harfen aufgehängt an den regeln ist es gerade, was wir als eine undurchführbare| buktionsformen sich unter der Hülle der alten bilden? bekämpfen, Wo es in Wäffern Babylons; zuweilen greift ihrer einer in die Saiten, Utopiſterei einigen un- Nun seine eigene Treuhand- Gesellschaft trägt zur Heranum ein Trauerlied anzustimmen über die böse Welt, die klaren Köpfen, die durch allgemeine Wohlwollens bildung neuer Produktionsformen bei. Er glaubte mit den Werth deutsch- freisinniger Mannesseelen nicht zu schätzen regungen beeinflußt werden, auftaucht. Und welcher dieser Schöpfung dem Kapitalismus zu dienen und bahnt weiß. Ja, das Organ des Herrn Rickert, die, Danziger Zeitung", unklare Gedankengang ist der zu dem Ausdruck führt, dem Sozialismus den Weg. versuchte sogar, unter Thränen lächelnd, den klaren Sinn die anders gemachte" Gesammtheit übe eine Rückwirkung der jüngst veröffentlichten Reichstagswahl- Statistik umzus deuten, indem sie die Stimmen der beiden freisinnigen Gruppen mit denen der Nationalliberalen zusammenrechnet und dann triumphirend ausruft: Nahezu zwei Millionen Stimmen für den Liberalismus! Die liberale Partei ist noch immer die stärkste in Deutschland! Recht bescheiden in seinen Ansprüchen an Freiheits freundlichkeit ist dieser altersschwache Liberalismus geworden, wenn er die reaktionäre Gesellschaft, die unter dem national liberalen Banner für Lebensmittelzölle, Zunftwesen und praktischen Antisemitismus kämpft, zu den Seinen rechnet. Demnächst, wenn die Gesammtzahl dieser liberalen Misch maschpartei noch mehr dahingeschwunden ist, wird er wohl noch die Freikonservativen mit hineinzählen, um einen ansehnlichen Haufen herauszurechnen. " auf den Einzelnen aus, eine vergebliche natürlich nach Treuhändchens Ansicht. Wenn wirklich einmal die Gesammtheit anders gemacht" worden wäre, dann brauchte sie doch feinerlei Rückwirkung auf die Einzelnen auszuüben, dann wäre doch auch jeder Ginzelne, der ein Theil dieser Gesammt heit ist, bereits mit ihr anders gemacht". wenn Gewerkschaftsbewegung und Sozialdemokratie. II. Ich komme nun zum zweiten Punkte der Kritik des süddeutschen Mitarbeiters, zu meinen Angriffen wegen der Betheiligung von Parteigenoffen und Gewerkschaftsführern an dem sogenannten sozialen Kongreß in Frankfurt a. M. Doch lassen wir einmal den verschwommenen Ausdruck dieses verschwommenen Gedankens bei Seite, Thränen den Blick trüben und Trauer das Hirn umnebelt, denkt der Mensch nicht mehr klar befassen wir uns Vorerst eine Richtigstellung. Die Parteileitung hat kein einmal damit, was denn unser freifinniger Leichenbitter Einverständniß zu ertheilen zum Besuch irgend welcher Kongresse, wirklich hat sagen wollen. Er meint augenscheinlich, die wie sie kein Verbot des Besuches eines solchen aussprechen kann; Sozialdemokratie denke, eine zufällig auf grund der wachsenden sie hat, wie jeder andere Genosse, das Recht der Kritit, damit allgemeinen Unzufriedenheit ergatterte Mehrheit und Macht ist ihre Macht erschöpft. Etwaige Verbote aussprechen fann nur zur Neugestaltung unserer Gesellschaftsform und Pro- der Parteitag. Man könnte wirklich so etwas wie Mitleid verspüren duktionsweise Der Fall, daß früher ähnliche Besuche erfolgt seien, der auszunuzen, um dann zwangsweise hier für uns in Frage kommen kann und den der mit diesen Leichenbittern des Liberalismus, wenn fie in die Einzelnen für diese Neueinrichtungen umikneten füddeutsche Mitarbeiter wahrscheinlich meint, betrifft die ihren Erörterungen großer öffentlicher Fragen nicht immer zu lassen. Und dabei wird in unserem Programm Beschickung eines von den sogenannten Katheder Sozialisten eineine so geradezu verlegende Unwissenheit bekundeten. Wo und in allen prinzipiellen Erörterungen unserer Forderungen berufenen Kongresses, der vor drei oder vier Jahren ebenfalls in cs sich um soziale Fragen handelt, tappen Rickert und stets und ständig darauf hingewiesen, daß die neuen Pro- Frankfurt a. M. stattfand. Auf ergangene Einladung beschloß seine Leute ebenso im Dunkeln wie ihr intimster Gegner duktionsformen der Zukunft im Schooße der heutigen Ge- die Fraktion eines ihrer Mitglieder nach dort zu senden, aber Eugen Richter. So sagte in der Wochenschrift Nation" sellschaft heranwachsen, daß, wenn die Zeit gekommen sein wird, nicht um sich an den Berathungen zu bes Herr Karl Schrader, der bekannte ehemalige freifinnige sie die alte Hülle sprengen werden, daß die Sozialdemo- heiligen, sondern der Betreffende erhielt Reichstags- Abgeordnete und Gründer der Treuhand- fratie sich nicht als die Erzeugerin, sondern nur die Ge- ausdrücklich Auftrag fich der Betheiligung Gesellschaft", zur Unterstützung der großkapitalistischen burtshelferin der neuen Gesellschaft betrachtet. Industrie- Ringe und Trusts ein Leichenbitter- Sprüchlein Diese Anschauungsweise schließt natürlich ein zweck über den Liberalismus her, in dem als Aufgabe des bewußtes, unermüdliches und kühnes Arbeiten für diese Liberalismus die Errettung der Gesellschaftszwecke durch großen Ziele nicht aus. Sie giebt aber dem kämpfenden Förderung der individuellen Freiheit hingestellt und dann Proletariat angesichts der erbitterten und mächtigen Gegnergesagt wird: schaft die frohgemuthe Zuversicht auf den sicheren und dauern den Sieg. Der Sozialismus dreht die Sache um. Er will zuerst durch große von einer augenblicklichen Mehrheit erzwungene Maßregeln die Gesammtheit anders machen und erwartet davon die entsprechende Rück wirkung auf die Einzelnen. Er setzt sich eine Unmöglichkeit vor, denn durch Geseze oder organische Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skizzen an den Berathungen zu enthalten, dagegen dieselben aufmerksam zu verfolgen und nur dann zu energischer Abwehr einzugreifen, wenn die Bartei angegriffen werde. Die Verhandlungs- Gegenstände waren derart, daß solche Angriffe zu erwarten waren. Die Sachlage war also eine total andere als bei dem letzten sogenannten sozialen Kongreß in Frankfurt a. M. Zum Glück wurde damals der Delegirte der Frattion verhindert, nach Frankfurt a. M. zu reisen; heute würde ich, angesichts gewisser Be strebungen zur Reformmeieret in ber Partei, mich nicht einmal für die bedingte Beschichung eines solchen Kongresses aussprechen, was ich damals noch that. Was nun die Umwandlung der Einzelnen anbetrifft, so halten wir allerdings gerade den Plan des Herrn Schrader für undurchführbar, daß innerhalb der heutigen Gesellschaft mit ihrer Knechtung und Ausbeutung fich freie Menschen, Bisher war es, das will ich speziell dem süddeutschen Mitwirkliche auf eigener Kraft beruhende Individualitäten ent " Und das ist wahr".. antwortete Stepan auf das Gespötte der Wellen, und der Abscheu vor der Bourgeoisie, ( 2 zu der er auch gehörte, ließ ihn tief auffeufzen. aus der sozialistischen Bewegung in Rußland. arbeiter zur Aufklärung bemerken, nicht Sitte in der Partei, daß das Verlangen, dem Volke zu Hilfe zu eilen, dem blinden Riesen die Augen zu öffnen. Aber vorher, dachte er, muß ich allen Gewohnheiten An einer Straßenecke begegnete ihm ein Mädchen und eines Lebemannes entsagen. Ohne Erfolg ist das Wort sah ihn mit einem Blick an, der ihn erröthen machte. eines Predigers, wenn er nicht durch seinen eigenen LebensRonnte sie in ihm einen Wüstling vermuthen? Vor ihm wandel die Wahrheit seiner Lehre beweist. Lächerlich und erschien das Bild feiner Schülerin, einer reichen zwei- albern ist jeder Sozialiſt, der von der Sittenlosigkeit der bürgerlichen Gesellschaft spricht, ohne alle Verbindungen mit derselben abzubrechen. undzwanzigjährigen Wittwe, welche er zu lieben begann. Sie ist eine sittlich reine Frau," sagte sich Stepan, aber dafür, daß sie die Möglichkeit hat, sittenrein zu sein, muß sich dieses Mädchen verkaufen." Er hatte es sich schon lange überlegt, daß es nöthig sei, seinen ganzen Lebenswandel zu verändern, den alten dem Newaquai kennen lernten, war die Krisis überstanden Adam" abzulegen. An dem Abend, wo wir Stepan auf und der feste Entschluß gefaßt. Am folgenden Tage gab Stepan seine Wohnung auf ( Aus dem Russischen übersetzt.) Dieser reiche Hausbesitzer erschien dem Jüngling als Wer hat sich im Jünglingsalter nicht mit ähnlichen die verabscheuungswürdigste der den Menschen giftigen Gedanken gequält? Aber bei den meisten entwickelt Spinnen. Er wendete seinen Blick ab von diesem üppigen Nest, aber die eine der Kariatyden- ein langbärtiger Greis ich nach einer solchen moralischen Selbstgeißelung ein flüsterte ihm leise zu:„ Vergebens wendest Du Dich ab; starker Appetit, der sie nöthigt, in ein Restaurant zu gehen, und miethete sich ein kleines Zimmer, das so einfach als Du bist auch eine den Menschen feindliche giftige fleine um gut zu Abend zu speisen und hernach in üppigen Betten möglich ausgestattet war: ein hölzerner nicht angestrichener Das Bewußtsein, daß auch sie Tisch, ein einfaches Bett und ein Stuhl bildete das Spinne, und bist Du erst erwachsen, so wirst Du eine sanft einzuschlummern. Parasiten des Volkes find, verbittert ihnen einigermaßen ab, aber er fonnte sich nicht rechtfertigen und suchte auch dasselbe unschädlich macht, so wird dieses Gefühl auch mit am Morgen Thee und aß Schwarzbrot dazu, zu Mittag ein Strohsack. Stepant trant nicht nach mildernden Gründen; er anerkannte diese That- der Zeit schwächer und verschwindet ganz. ging er in eine Schenke, um sich an das Effen des Volkes fache und sagte sich selbst: Stepan war aber nicht so geartet. Schon lange ging zu gewöhnen. Das war für ihn kein Mittagbrot, sondern „ Das ist wahr Die Newa entlang fuhr ein Dampfer mit einer luftigen er mit dem Gedanken um, jede Verbindung mit der Welt eine Medizin. Der verwöhnte Magen protestirte gegen die Gesellschaft an Bord, welche sich auf den Newa- Inseln be- der Parasiten abzubrechen, um sich von allen Schlacken zu Aufnahme von Sauerkohl und Kartoffeln mit ranziger luftigt hatte und jetzt zum Abendessen eilte. Stepan dachte reinigen und so würdig zu werden, als Lehrer des Volkes Butter, von denen sich die Arbeiter nähren. Als er von daran, daß, damit diese Herren und Damen gut effen und auftreten zu können. Er erkannte sich als eine ben der Schenke nach Hause ging, fiel sein Blick auf eine trinken konnten, viele Leute in Lumpen gekleidet gehen müssen Menschen schädliche, giftige Spinne, haßte seine Vergangen- Theateraffiche: es wurde die Oper" Faust" gegeben, und und kein anderes Vergnügen tannten, als den abscheulichen heit und beschloß sich von allem loszusagen, was ihn zum es überkam ihm das Verlangen, sich ein Billet zu kaufen. Schnaps. Die Wellen der Newa, die durch den schnell- Parasiten gemacht hatte. Nein," sagte er sich, ich muß Allem entsagen, um fahrenden Dampfer verursacht wurden, flüsterten spöttisch: Dieser Beschluß war nicht ein plöglich entstandener. mich schneller an das Leben zu gewöhnen." Abends las er und legte sich schlafen, zufrieden damit, Seine Liebe zum Volte, die sich in seiner Jugend bei dem Das ist schon so, aber schaue Dich nur selber an Damit Du Dich in der Oper ergötzen kannst, ist das nämliche Anblick der rohen Behandlung der Soldaten erwärmt daß schon ein Tag des neuen Lebens verbracht war. nothwendig. Wo das Volk ist, da ist das Elend." Es hatte, wurde in Petersburg zur hellen Er fühlte sich sehr unbehaglich, als er sich auf das muß stöhnen, damit Du und die anderen die Opern von Flamme entfacht infolge des Studiums neue Bett gelegt und die Lampe ausgelöscht hat. Er bes Rossini und Glinka anhören könnt." Ser Literatur über das leidende Bolt. In Stepan erwachte mühte sich einzuschlafen, aber da erschien ihm alles, dem große Spinne sein." Er lehnte energisch diese Prophezeiung die Genüsse; aber wie der fortdauernde Gebrauch des Giftes einer Federmatratze ganze Meublement; im Bette befand sich anstatt " " .. V mit Stimmenzahl Gesammtstimmen Vermehrung gegen 1890 50 10 508-51 569 50 6 041-10 140 877 583 392 904 15 pt. 26 " 50 3 622-6 035 230 937 31 " 50 2169-3 509 31-2 155 141 183 144 000 60 " 80 181 Parteigeroffen an von Gegnern arrangirten Kongressen sich bezogen, damit auch den Gewerkschaften, bie fich zentual eine geringere. Wir hatten bei der diesjährigen theiligten, um deren Berathungen ein Relief zu geben, daß sie also durch die Organisation des Arbeitswahl: sonst nicht befäßen. Und die Gewerkschaftsführer, die nach Frank- nachweise durch die Gemeindeorgane ins furt pilgerten, find zugleich Parteigenossen, zum Theil sind sie eigene Fleisch schneiden. Die andere Gefahr be Wahlkreise fogar sozialdemokratische Reichstags Abgeordnete oder waren sieht aber darin, daß in dem Maße, wie die Organi oder werden solche, da hat also die Partei ein Würtlein mitzu- sation der Arbeitsnachweise durch die von den Unternehmern sprechen. abhängigen Organe in den Gemeinden in die Hand genommen Ob die Erörterung über die Ursachen der Arbeitslosigkeit wird, eine Regelung von Reich 3 wegen in die weiteste Ferne und die Organisirung von Arbeitsnachweisen eine solche ist, gerückt wird. Bei der Unlust in den maßgebenden Kreisen, dem daß man zu diesem Zwecke einen besonderen Kongreß ein Reich irgend welche Aufgaben zuzuweisen, die Ausgaben verDiese Zahlen zeig en die regelmäßige und stetige Entberufen mußte, laffe ich ganz dahingestellt. Empfinden rbeliebige ursachen, die dann als verlorene für das Militär- und Marine- wickelung der Sozialdemokratie. Leute aus den bürgerlichen Klassen das Bedürfniß, darüber zu budget angesehen werden, wird man solche Bestrebungen, wie die diskutiren während fie sonst durchaus tein Bedürfniß in Frankfurt zu Tage getretenen nur unterstüßen. Ja, man wird Dem Bundesrath sind die Gesetzentwürfe, betreffend empfinden, diese Gesellschaftsordnung, die solche Zustände gebiert, fie um so lieber unterstützen, wenn diefelben auch nur unter theil- 1. die anderweite Ordnung des Finanzwesens des Reichs, in ihren Grundlagen anzugreifen, sondern zu den eifrigsten Verweiser Billigung sozialdemokratischer Vertreter ins Leben ge- 2. die Tabafsteuer, 3. wegen Abänderung des Gesetzes, be theidigern dieser Gesellschaftsordnung gehören, ja zum Theil, wie rufen werden. Man beruft sich auf sie. jener harmonisirende, in voller Uniform erschienene Polizei- Die Partei muß verlangen und daran festhalten, daß alle treffend die Erhebung von Reichs- Stempelabgaben, sowie fommissar, zu den eifrigsten Stüßen derselben von Amtswegen für die Arbeiterklasse ins Leben gerufenen Einrichtungen nur 4. betreffend die Abzahlungsgeschäfte, vom Reichskanzler Außerdem liegen dem Bundesrath von dem gehören so fonnte man sie ruhig gewähren laffen. Sozial- unter voller Antheilnahme der dabei zumeist betheiligten Klasse zugegangen. demokraten, die Vertreter einer proletarischen Bewegung sind und ins Leben treten. Weil das bei dem bisher Geschaffenen nicht Entwurf des Reichshaushalts- Etats für 1894/95 die meisten den Klaffenkampf gegen die Vertreter der heutigen Ordnung" geschah, haben sich 3. B. ihre Vertreter im Reichstag stetig und Spezial- Etats vor. zu führen haben, gehören dorthin nicht. Sollte die Sozialdemokratie fonsequent, unter Billigung der Partei, gegen solche Geseze erDem Bundesrath ist ferner das Gesetz, betreffend die sich überall dort betheiligen, wo es etwas zu verbessern giebt" tlärt. Die Arbeiterschutz- Vorlage der Fraktion hat auch in bezug Bekämpfung gemeingefährlicher Krantund ein Bertheidiger des Frankfurter Kanosfaganges auf dem Kölner auf die Organisation des Arbeitsnachweises durch die ArbeitsParteitag sprach dieses offen aus dann könnten Partei und ämter und unter Mitwirkung und Kontrolle der Arbeitsfammern beiten, zugegangen, welches in 43 Paragraphen die Gewerkschaften nur ihre eigenen Parteitage und Kongreffe auf das Richtige getroffen. Daran hat die Partei festzuhalten und Anzeigepflicht für jede Erkrankung und für jeden Todesfall geben und in der clendesten Reformsimpelei, die sich schließlich fie muß alles bekämpfen, das geeignet ist, die Angelegenheit in an Cholera( asiatische), Fleck fieber( Flecktyphus), Gelbfieber, Best( orientalischer( Blattern) vorBedeutung, und in nichts mehr vom Darmontebuſel gwiſchen Rapital und Arbeits falſches Fabewaffer zu bringene Bartei für unſer ganges öffent. Perfcibé amb regelt, des weiteren Schuhmaßresin, Entfatz würde verwischt. Diejenigen, die gegenwärtig schon in der liches Leben sich erobert hat ich erinnere nur an das Wortschädigungen u. s. w. behandelt und bezügliche StrafverPartei daran sind, das Prinzip des Klaffenlampfes als ein durch des Grafen Gaprivi, daß man jede Gesetzesvorlage mit Rücksicht schriften enthält. Endlich ist auch der Gesetzentwurf zum aus verfehltes darzustellen, um von der allgemeinen Menschen auf ihre Wirkung auf die Sozialdemokratie prüfe sind die Schuh der Waarenbezeichnungen heute an den liebe" das Heil zu erwarten nächstens" wird auch die christ- Parteigenoffen verpflichtet, fich doppelt und dreifach die ganze Bundesrath gelangt. liche Bruder und Schwesterliebe daran fommen würden ihre Tragweite ihres Handelns stets vor Augen zu führen und sich Bundesrath gelangt.Triumpyder, Triumphe feiern. Diesem gemeinschädlichen Unfug muß bei von Unbesonnenheiten, ganz besonders nach rechts hin, fernzu- Die Denkschrift der Reichsregierung zu den Beiten und mit aller Kraft entgegengetreten werden. Bedürfte halten. Das Brauen sozial reformerischer Wassersuppen überes eines Beweises, wie recht ich mit meiner Kritik hatte, so laffe man denjenigen, die nach ihrer sozialen Stellung Steuervorlagen finden unsere Leser in der 1. Beilage der Lie ferte denselben die sozial- reformerische Frankfurter Zeitung", dabei interessirt sind und alle Ursache haben zu wünschen, heutigen Numuner. Blos Unwesentliches haben wir ausand gater Den Klassenkampf führenden gelassen. die mich dafür mit ihrem Bannfluch belegte.") daß die Sozialdemokratie aus spinmilia Wenn der eine der sozialdemokratischen Parteigenoffen, wie es Proletarierpartei, sich zu einer hofiäbigen Reformpartei zurück Alla Sätze der Weinsteuer werden in dem neuen geschehen ist, für die Organisirung eines Arbeitsnachweises durch entwickele. Wo in der eigenen Partei sich große und kleine Die Gemeindevertretung, unter dem lebhaften Beifall der Vers Miquels befinden, die gleiche Gelfifte hegen, bringe man sie Gefeßentwurfe für Naturwein im Werthe von mehr als fammlung an das Zusammenhalten aller Menschenfreunde" zur Vernunft, andernfalls überlasse man sie ihrem Schicksal. 50 M. für das Hektoliter 15 pCt. vom Werthe; für Schaumappellirte, der andere in einer solchen Organisation eine Staffel Der füddeutsche Mitarbeiter des Vorwärts" wird hieraus wein 20 pCt. vom Werthe; für Kunstwein 25 pCt. vom erblickte, durch die man allmälig auch zu einem Reichs- Arbeits erkennen, daß es sehr gewichtige Gründe waren, die mich ver- Werthe, mindestens aber 10 M. für das Hektoliter voramt gelangen fönne, fo liegt in solchen Aeußerungen anlaßten, in Köln gegen den Kanoffagang nach Frankfurt zu geschlagen.- and Gegentheil sozialdemokratischer Aufopponiren. Ich habe auch die Ueberzeugung, daß die ungeheure fassung. Auch prinzipiell war die Haltung der sozialdemo- Mehrheit der Partei mit mir auf dem gleichen Boden steht und fratifchen Parteigenossen gegenüber der Frage der Organisation daß der Warnruf in Köln die Wirkung haben wird, daß künftig ähn des Arbeitsnachweises durch die Gemeindevertretungen eine Angebörige der sozialdemokratischen Partei nicht mehr auf äbus falsche. Eine solche Forderung als allgemein auszustellen, lichen Kongressen, wie der Frai kfurter war, zu finden sein wer mußte entschieden bekämpft werden. Nach dem den. Und das genügt einstweilen. Zustand der Gemeindegesetzgebungen in fast sämmtlichen tent- blaus das schen Ländern können unsere Genossen teine Partei Ange- ur 3 hörige in die Gemeindevertretungen bringen. In eini bift so 900 zelnen Gemeinden kann dies zwar durch glückliche Umstände, aber immer nur in kleiner Minorität geschehen. Das Unternehmerthum hat also auf die Organisation dieser Arbeitsnach weise und auf die Verwaltung derselben den entscheidendsten od Einfluß. Andererseits ist der Arbeiterklasse jeder Einfluß entidad W " A. Bebel. Ausdehnung der Arbeiterversicherung? Der oft offiziös bediente Hamburgische Korrespondent" erörterte in einer seiner legten Nummern die Nothwendigkeit des Ausbau's der Arbeiterversicherung und zwar der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und der Fürsorge für die Hinter bliebenen der Arbeiter. Es find dies Forderungen, die jeitens der Sozialdemokratie schon häufig erhoben wurden. Leider ist zu befürchten, daß die Ausführung dieser Projefte, wenn sie überhaupt ernstlich erwogen werden, die Arbeitslosigkeit mit dem englischen Workhouse tann nicht visto i Berlin, den 7. November. als ein Fortschritt betrachtet werden und die Fürsorge für die *) Ich habe mir allerdings den 3orn der Frankfurter Zeitung" Die Wahlen zum preußischen Landtage haben Hinterbliebenen dürfte nach dem Muster der 33/ s Pf. Rente noch durch eine andere Wiiffetbat zugezogen, nämlich durch Ver- heute stattgefunden. Eine Ülebersicht über dieselben ist noch der Altersversicherung faum den mäßigsten Anforderungen öffentlichung des Miquel'schen Briefes. In ihrer Nr. 306 Abend nicht möglich. Die beiden Konservativen Parteien haben dem entsprechen. Im übrigen dürfte der neue" Segen" uns blatt kommt sie zum so und sovielten Male auf diese Angelegen Anscheine nach aber ihr Ziel, allein die Majorität zu bilden, nicht so bald bescheert werden, sagt doch der" Hamburger heit zurück und erweist mir sogar die nicht erwartete Ghre eines nicht erreicht, sie sind auf die Unterſtügung des Zentrums Korrespondent", daß man aus prinzipiellen Gründen der besonderen Leiters. Die Frankfurter Beitung" pflegt fonitum in Fragen der Schule und sonst auf die unterstützung der Weiterführung der Arbeiterversicherung nicht zustimmen in dem geschmackvollen Vergleich dieses ihres Leiters zu sprechennur für Leistungen von Künstlern" eine solche Raumverschwendung Nationalliberalen angewiesen. Die Antisemiten haben feine tönne. übrig zu haben, daß sie dieselbe auch an die Leistungen von„ Stümpern" Erfolge zu verzeichnen, die Freisinnigen beider Richtungen our Interessant ist das Zugeständniß des öffiziösen Blattes wendet, spricht dafür, daß die Hiebe dieses Stümpers" gefeffen haben Mandate verloren, Eugen Richter ist von den National- an uns, daß es sich bei der Arbeiterversicherung um eine haben. Herr Miquel hat sich freilich von jeher der ganz be- liberalen aus seinem Stammsize Hagen- Schwelm verdrängt. Verminderung der Armenlasten der Gemeinden handle. Die sonderen Gunft der" demokratischen"" Frantjurter Zeitung" Berlin hat die alten freisinnigen Kandidaten und außerdem Arbeiterversicherung, so behaupteten wir seit der so geerfreut. Ihre Patrone waren es, die feiner Beit Herrn Miquel Richter gewählt. Die freifinnige Vereinigung hat in Berlin rühmten faiserlichen Botschaft von 1881 ist eine Neuvon der Direktorialstelle der Tistontobant oder vom Posten des eine nicht einmal ehrenvolle Niederlage zu verzeichnen. regelung der Armenlasten und keine sozialreformerische Oberbürgermeisters in Osnabrück- das weiß ich nicht mehr genau auf den Posten des Oberbürgermeisters in Frankfurt a. M. Lancirten. Den Verhandlungen des künftigen preußischen Land- That. Nach einem Dußend Jahren beginnen auch die Nach dem Sprüchwort alte Siebe rostet nicht", erfreut sich benn tages wird das Volk so wie den des früheren absolut tein Pffiziösen einzusehen, was die Sozialdemokraten sofort erглада Herr Miquel auch heute noch der Gunst des demokratischen" Interesse entgegenbringen, es wird nur den Wunsch hegen, Blattes, obgleich er sich feitdem weiter vom nationalliberalen daß dieje Mißgeburt des Parlamentarismus verschwinde. Die Novelle zum Unterstützungswohufik Gesetz, Oberbürgermeister zum Lieblingsminister der eingefleischtesten Agrarier entwickelt hat. Aber warum soll die Frant Zur Reichstagswahl- Statistik. Unsere Erörterungen die vom letzten Reichstage nicht erledigt wurde, liegt nun furter Beitung" gegen Herrn Miquel fo grundfaßwüthig fein, über die Statistik der letzten Reichstagswahlen im Leit wieder dem Bundesrath vor und ist den zuständigen Auswenn in der Demokratie" selbst die Mauferung" nach rechts artifel der Nr. 259 vom 3. November finden eine weitere schüssen bereits überwiesen worden. Die wesentlichsten Bein so üppiger Blüthe steht. Bestätigung, wenn man den prozentualen Zuwachs berechnet Stimmungen dieses Entwurfes gehen nach der Frantjurter Was aber die Mahnung der Frankfurter Beitung" betrifft, je nach der größeren oder kleineren Stimmenzahl der Wahl- Beitung" dahin, daß einmal die Erwerbung eines Unterich folle mich in den eigenen Reiben umsehen, in denen Wand- treise. In einem Wahlkreise, in welchem die Sozialdemo- füßungswohnfißes fünftighin nicht erst mit dem zurücklungen vom Anhänger zum Gegner und wieder Rückwandlungen fratie nur wenige Stimmen zählt, kann sich die Stimmen gelegten 24., sondern schon mit dem zurückgelegten 18. Lebensderfelben Personen vom Gegner zum Anhänger der Partei vorgekommen feien, fo erinnere ich die Frankfurter Zeitung" an zahl von einer Wahl bis zur anderen leicht um 100 ja jahre begonnen werden und die Verpflichtung des Ortsbas bekannte Bibelwort: Es wird im Himmel mehr Freude 1000 pet. vermehren, was bei Wahlkreisen, in denen die armen Berbandes des Dienstortes, erkrankten Gesellen, fein über einen Sünder, der Buße thut, als über neunundneunzig Sozialdemokratie bereits 20 bis 50 000 Stimmen zählt, voll Gewerbegehilfen und Lehrlingen bis zu sechs Wochen Kur Gerechte." Im Sinne der Bibel denkt hierin auch die Sozialständig ausgeschlossen ist. Wo wir schon 1890 eine große und Verpflegung zu gewähren, auf dreizehn Wochen verStimmenzahl hatten, war die Vermehrung also auch pro längert und auch auf die forft und landwirthschaftlichen Gehilfen ausgedehnt werden sollen. Die im April d. J. tagende 14. Reichstags Kommission zur Berathung der Während er den Thee mit Schwarzbrot dazu trant, Novelle hat nicht nur eingreifende Abänderungen der Regierungsvorlage beschlossen, sondern auch noch andere, zum Theil sehr weitgehende Aenderungen der bisherigen Gesetzgebung über Unterstüßungswohnsiz und Freis zügigkeit angeregt, von denen hier nur zwei von Sie fragte ihn, weshalb er gestern nicht gekommen der Kommission angenommene Bestimmungen erwähnt wäre, und sie beunruhigte sich seiner Gesundheit wegen. seien; einmal soll, um der Abschiebung älterer Arder Erwerb eines Der Brief war in einem sehr innigen Ton geschrieben und beiter entgegenzuarbeiten, obgleich darin von ihrer Liebe zu ihm keine Erwähnung Unterstützungswohnsiges mit dem 60. Lebensjahre ausgethan war, so sprach doch jede Beile davon. Politische Iteberlicht. Arbeiter nicht befriedigen werden. Die Verſicherung gegen demokratie. . er entfagt hatte, in einem verführerischen Lichte. langte ihm nach einem guten Abendessen, obgleich er nicht rief hinter der Thür seine Wirthin ihm zu: du hungrig war; es war nur die alte Gewohnheit an gastronomische Genüsse, die sich bemerkbar machte. Lebhaft erschien vor seinen Augen der erleuchtete Saal eines Restaus rants; auf dem Tische stand eine Portion saftigen Fleisches mit Kartoffeln Kartoffeln und und Bohnen und ein Glas Wein von schöner dunkelrother Farbe. Es zog ihn empor, sich anzukleiden und zum Abendessen zu gehen. Das Verlangen war so stark, daß es ihm vorkam, als ob er wirklich hungrig wäre. Er zündete die Lampe an und aß ein Stück Brot. Die Halluzinationen des Hungers ver gingen, aber der Schlaf wollte sich nicht einstellen. Stepan stellte sich vor, wie schön es jetzt im Theater wäre; wahr scheinlich wird jetzt der dritte Aft gegeben, und die liebliche Melodie der Cavatine erfüllt das Haus; er sieht vor sich den Garten im Mondenscheine mit Gretchens Haus. Aber die Violinen variiren die Melodie: Du Dummtopf!... Das Leben ist so schön, und Du willst es aufgeben!... Entsagst Du wirklich aus Liebe zum Volk?" " Es wünscht Sie jemand zu sprechen." Stepan öffnete die Thür und herein trat das Dienst mädchen seiner Schülerin mit einem Brief. Stepan fiel es ein, daß er heute zu seiner Schülerin hatte gehen wollen, um ihr Unterricht zu geben, allein absichtlich war er nicht hingegangen, um sich nicht in Versuchung zu führen; dort hätte er ein besseres Mittagessen verzehren müssen und wäre vielleicht gar in das Theater gerathen. Stepan erröthefe über das ihm entgegenkommende Glück. Jo bil • 3900 Ich gehe trotzdem nicht hin" war sein erster Gebanke, aber gleich darauf sagte er sich: ,, Nein, ich muß doch hingehen, um endlich dieses neue Hinderniß aus dem Wege zu schaffen." Ich werde heute fommen..." sagte er dem Mädchen. Der Jüngling läutete an ihrer Thür mit zusammengebissenen Zähnen und klopfendem Herzen. Sie tam ihm mit strahlendem Gesicht entgegen, boch das Gesicht ihres Lehrers war so ernst, daß ihre Freudigkeit sofort ver ging. Sind Sie unwohl?" fragte sie ihn. Nein." 21 fannten. W neuen geschlossen sein, und sodann die Beschlagnahme des Arbeitsoder Dienstlohnes nicht nur für die gefeßlichen Alimentationsansprüche der Familienmitglieder, sondern auch der unehelichen Kinder gegen ihren Erzeuger zulässig sein. Die in der Kommission verlangte Ausdehnung der Unterstützungswohnsiz- Gesetzgebung auf Bayern wurde abgelehnt, dagegen einer solchen auf Elsaß- Lothringen zugestimmt. Es ist bis jezt nicht bekannt, ob die Beschlüsse der ReichstagsKommission in der neuen Vorlage der Regierung Berücksichtigung gefunden baben. Jedenfalls wird die sozialdemokratische Fraktion diesem Gesezentwurse volle Aufmerksamkeit zu schenken haben, damit durch denselben die Abhängigkeit der Arbeiter vom 19 Unternehmerthume, insbesondere die der Landarbeiter von den Großgrundbesitzern, nicht gesteigert werde. Er setzte sich neben sie hin und sagte ihr in einem leisen und traurigen Ton: Die Hechte im Karpfenteich. Daß unsere Genossen „ Ich muß dem Vergnügen entsagen, Sie weiter zu im bayerischen Landtage tüchtige Arbeit verrichten und Leben in die Bude gebracht haben, wird ihnen sogar unterrichten." Weshalb?" fragte sie ihn voller Verwunderung. von den Münchener Neuesten Nachrichten" bescheinigt. Er schwieg eine Beit lang und sagte in einem noch Dieselben schreiben über die Generaldebatte in der big mijn Kanımier": Es lohut sich nicht, Ihnen zu verheimlichen, daß ich Sie liebe und das darf nicht sein." Weshalb denn nicht!" rief Sie mit freudiger Stimme aus, „ fühlen Sie denn nicht, daß ich Sie Aber wie, wenn sie mich wirklich lieben sollte?" dachte er, und ihm that der Gedanke weh, daß er auch diesem Glück entsagen mußte, weil sie nicht seine Kameradin sein Tonnte, da sie aus Entbehrung sterben würde... doch sie leiseren Ton: lieben, so wie sie ist, würde ihn endgiltig an die bürgerliche Gesellschaft fesseln. " Aber sie liebt mich nicht nur daran? Ich will schlafen." Weshalb denke ich Er schlief in dieser Nacht wenig und schlecht und erliebe?" d wachte mit Kopfschmerzen.( Fortsetzung folgt.) do zd unque Endlich ist die Generaldebatte zu Ende gegangen, welche an stelle der von den Sozialisten und Bauernbündlern gewünschten Adreßdebatte den Mitgliedern des bayerischen Abgeordnetenhauses Gelegenheit geben sollte, sich über die allgemeine Lage" ausz sprechen; das heißt alles das voraubringen vas der einzelne: Abgeordnete oder die einelue Partei an allgemeinen oder speziellen Schmerzen mer intereffantes Bild, he boch ein in vieler Beziehung und unsere aufkommen läßt. Diese Neuerung aber verdankt die Kammer den Sozial demokraten. Zum Schluß des langen Ariifels sprechen die Neuesten" nochmals ihre Befriedigung über das intereffante Intermezzo" aus. Unsere Genossen werden jedenfalls dafür sorgen, daß das interessante Intermezzo" kein Intermezzo" bleibt, sondern zur dauernden Institution wird. werden. " im Busen verwahrte. Recht gründlich hat die Ram- unfähig die Vortheile auszunuzen, die ihm durch die beigeführt au haben, ging jenes Ronsortium im Namen der von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht. Kaum Annexion von Elsaß- Lothringen in den Schooß geworfen sozialdemokratischen Partei an die Deffentlichkeit, um Stimmenein Bunkt der inneren Politik Bayernz und Deutschlands ist find. Rußland ist trotz seines riesigen Flächenraumes und fang für die Freifinnigen zu treiben. Desgleichen wurden Zettel unberührt geblieben. Zum ersten Male in der Ge- feiner gewaltigen Bevölkerungsziffer, militärisch wie finanziell den Fabriken vertheilt, worin die Genossen dringend ersucht Idioto ber bayerischen Kammer finden wir in rothen Stouverts an den Werkstätten der Eiſenbahnen und in den Reichstags- Debatten bei der ersten haben seiner Zeit in diesem Blatt wie im Reichs freisinnigen Kandidaten zum Siege zu verhelfen. eine solche allgemeine Debatte, wie sie etwa außer Stand, einen großen Krieg zu führen. Und wir den Fabriken vertheilt, worin die Genossen dringend ersucht wurden, nur von ihrer Stimme Gebrauch zu machen und den Lesung des Etats entspricht. Obgleich mun die Dis tagdas Nähere dargelegt, daß ein russisches Es ist deshalb eine irrige Ansicht, wenn geglaubt wird, daß Tussion in der Kammer feineswegs immer auf der Höhe der Bündniß im Kriegsfalle Frankreich mehr schaden als nügen, diese Aufforderung von unseren Genossen ausgegangen wäre, Situation stand, so bietet Deutschlands Situation nur verbessern sondern wir haben es nur mit gut bezahlten Mameluken des fein Bedauern über würde. Freisinns zu thun. Deshalb war unsere Stellung und die der die Aufnahme dieser Debatte in das ProFreisinns durchaus torrekt, und die Maßnahmen der gramm des bayerischen Parlamentarismus und revolutionäre – ober fagen wir es in einem Wort Breslauer Parteigenossen nur zu billigen, wenn solche Des Weiteren ist zu erwägen, daß das demokratische das fozialistische Frankreich mit dem Barenthum Leute von den Rockschößen der Sozialdemokratie abgeschüttelt nichts gemein haben kann, und daß eine wirkliche Die Erklärung des Herausgebers jenes Flugblattes in der ernsthafte Allianz zwischen dem republikanischen Frank- freisinnigen Breslauer Morgen- Zeitung" bewies auch klar und reich trotz alledem und alledem eine Unmöglichkeit ist. Man deutlich, mit was für Personen die Genossen zu thun hatten; darf sich durch Komödien, wie die französischen und russi- den außer persönlichen Rüpeleien gegen den verantwortlichen schen Flottenbesuche, und den bei diesen Gelegenheiten Redakteur der Volkswacht" enthielt diese Erklärung" bubenin Szene gefeßten Rummel nicht täuschen lassen. Man hafte Bemerkungen über die Sozialdemokratie, die nur dazu lese nur die französischen Blätter von heute geeignet waren, jene" Genossen" im richtigen Lichte erscheinen In der bayerischen Kammer begründete der und man wird nicht sowohl Kazenjammer finden, als eine zu laffen. Und das ist auch geschehen. In zwei am Sonntag vor Abgeordnete Raginger( Bauernbund) in anderthalb fühl berechnende Nüchternheit, die das russisch- französische gefaßt, den 2c. May seines Amtes als Vertrauensmann 8 Tagen abgehaltenen Parteiversammlungen wurde der Beschluß stündiger Rede seine Interpellation betreffend die angeblich Bündniß in das Bereich der Phantaste und der Phrase zu entsetzen und die übrigen nicht als Parteigen offen wachsende Verschuldung des Bauernstandes, und forderte verbannt. anzuerkennen. Von Hinauswerfen aus der Partei war zur Abhilfe dieses Mißstandes die Einrichtung genossen- Die Fäulniß des Barismus in Rußland und die Ent nicht die Rede, kann auch garnicht geschehen, da es doch ein schaftlicher Wirthschaftsgemeinden. Der Minister des wicklung des Sozialismus in Frankreich sorgen dafür, daß Ding der Unmöglichkeit ist, jemanden zu verbieten, sich zu nennen, Junern erwiderte, daß die Schilderungen der bäuerlichen Väterchens Schiedsrichterrolle ein schöner Traum bleibt. wie es ihm beliebt. Daß aber die Breslauer Genoffen von jenen Berschuldungslaft übertrieben seien und wies darauf hin, Der Schiedsrichter der Welt" ist nur ein Schiedsrichter fondern es ist nur zu loben, daß sie so kräftig Hand angelegt Herrn nichts wiffen wollen, tann man ihnen nicht verdenken, daß die ländlichen Sparkassengelder anwachsen, und die in partibus, das heißt in der vierten Dimension. haben, mit dem Kehricht aufzuräumen. Zwangsverkäufe von Grundbesig in den letzten 4 Jahren Eine Beschönigung der Thatsachen ist unmöglich, denn wir eine Abnahme von 50 pCt. aufweisen. Der Rind- bildet. Die Einigkeit zwischen den jeder vernünftigen Wahl- den Genossen, sondern mit Personen zu thun, die eines. Das Ministerium Windischgrät ist noch nicht ge haben durchaus nicht mit nur in Unwiffenheit handeln vichstand habe im Jahre 1892 um 10 pCt. zus genommen, der Verbrauch an Kunstdünger sich verdreifacht, reform abholden Parteien ist bisher nicht getrübt, aber die theils Geschäftssozialisten, anderntheils Bauern. so daß die Ernte- Erträgnisse weitersteigen. Die Getreidepreise Personenfrage macht Schwierigkeiten. Der Kaiser will für fänger des Freisinns sind. würden durch den nivellirenden Weltverkehr herabgedrückt. Den wichtigsten Posten, den des Ministeriums des Innern, Wir sind überzeugt, daß sich der schlesisch- posensche Parteitag Die bayerische Regierung fördere die Landwirthschaft auch feinen Barlamentarier, sondern einen Beamten. Darin be- nach genauer Orientirung der Sachlage dem Urtheil der Boltsweiter thatkräftigst und nirgends sei mehr geschehen für die steht die Schwierigkeit, weil der Minister des Innern die wacht" nur anschließen und demselben Grundsatze huldigen wird: Landwirthschaft als in Bayern. Die vom Abgeordneten Wahlen macht und der Chef der Polizei ist. In den Die Ehre der Partei muß fledenlos wie ein Razinger gewünschten Wirthschaftsgemeinden würden die nächsten Tagen ist die Entscheidung über die Bildung des Spiegel fein. 191891-1-1600RRM bäuerliche Selbstverfügung beeinträchtigen, Expropriationen Ministeriums zu gewärtigen. herbeizuführen und das Eigenthumsrecht unter Vormund- Eine Ministerkrise droht nun auch in Ungarn. Der Abgeordnete F. Bueb ist, nach dem„ Mülhausener Tageblatt", schaft stellen. Solche Schwarzmaleien müßten den Bauern vom katholischen Klerus beeinflußte Kaiser wehrt sich das gestern Abend um 6 Uhr auf der Redaktion der Elsaßbrobt mir in Ungach der 6 stand verheßen, bis ihm wirklich nicht mehr zu helfen fei: gegen, dem Zivilehe- Gesezentwurf des Ministeriums seine abgeliefert worden, dort die vom Reichsgericht bestätigte GeLothringischen Volkszeitung" verhaftet und ins Amtsgefängniß Hierauf wurde der Gesetzentwurf betreffend den Nachlaß Zustimmung zu geben. Das Ministerium Weckerle droht fängnißstrafe von einem Monat wegen politischen Bergehens zu der diesjährigen Grundsteuer im Nothstandsgebiete in erster mit seinem Rücktritte, wenn der Kaiser noch weiter verbüßen. Lefung nach kurzer Debatte, an der auch der Finanzminister Schwierigkeiten der kirchenpolitischen Aktion bereitet. Die Verhaftung soll mit der Flucht Martin's zutheilnahm, unverändert und einstimmig angenommen. sammenhängen, der sich der Vollstreckung einer längeren Freiheitsstrafe durch die Flucht entzogen hat. Es wird sich übrigens fragen, ob Bueb vorher zum Antritt der Strafe aufgefordert und dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist. ,, Es will uns schier bedünken, daß sie beide duften," dachten die Sozialdemokraten von Roßwein in Sachsen, wo dieser Tage eine Stichwahl zum Landtag statt fand, und gaben dem nationalliberalen und dem antisemitischen Kandidaten, die beide sie um ihre ausschlaggebenden Stimmen anbettelten, unparteiisch je einen fräftigen Fußtritt. Hoffentlich hielten sie sich dabei die Nase zu. Der Renegat Juling Fröbel ist dieser Tage in Zürich im 89sten Jahre gestorben. Fröbel, der als radikal- revolutionärer Agitator und Prophet vor 1848 in " Bei den Neuwahlen zum schweizerischen Nationalrath gewannen in Bern- Stadt die Konservativen auf Kosten der Radikalen einen Siz. Im Berner Oberland wurde ein Radikaler gewählt. In Basel ist eine Stichwahl zwischen dem konservativen, radikalen und sozialdemokratischen Kandibaten erforderlich. " Mülhausen f. Elf., 4. November. Der Reichstags. " der Schweiz, namentlich in Zürich eine geräuschvolle Rolle greß für Arbeiters chu- Gesetzgebung, sondern einer für Straftamhleswig- Holst. Bolts- Zeitung", vor die Rieler " Außerdem soll, wie von anderer Seite gemeldet wird, Genosse Bueb am 2. November vom Landgericht abermals zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden sein.( Wir haben zu dem Vorstehenden zu bemerken, daß die Flucht Martin's, die ohne Zweifel zur Verhaftung Bueb's geführt hat, den schärfften Tadel Ein internationaler Kongreß für Arbeiterschutz- verdient. Wir erinnern an den Beschluß des St. Gallener Gesetzgebung soll im nächsten Frühjahr in Zürich Rongresses, der jede derartige Ausreißerei brand. markte. R. d. v.) fact ber Rongreß nach dem Herzen bet„ Rheinisch- Westſtattfinden meldet die Rheinisch- Westfälische Zeitung". Wenn fälischen Zeitung" ausfällt und in ihrem Geiste berath- Bresse, führten am 3. November den Genossen Ströbel, ReNeun Anklagen wegen Beleidigung, begangen durch die schlagt und beschließt, dann wird es allerdings kein Ron batteur der Schleswig- Holst. Bolts- Beitung", vor die Rieler tz sowie der sich spielte, wurde im Oktober 1848 vom Frankfurter Parlament, Arbeiter tru. dessen Mitglied er war, mit Robert Blum nach Wien beleidigt zählenden Personen der Reihe nach folgen. 1. In der Nummer vom 19. April in einer Korrespondenz aus Flensburg. geschickt. Mit Robert Blum wurde er von den siegreichen Das Tabakmonopol in der Schweiz in Sicht. Der dortige Kriegerverein durch das Wort Kriecherverein". Windischgrät und Konforten zum Tod verurtheilt, jedoch Der schweizerische Bundesrath beauftragte die Departements 2. In der Nummer Dom 11. Mai in einer Korrebegnadigt, während Blum den Standrechtskugeln verfiel.( Ministerien) der Finanzen und der Industrie, einen Be- spondenz aus Kiel der Schußmann der faiserlichen Der todtgeschoffene Blum lebt heute noch im Herzen des richt sowie einen Antrag vorzulegen, betreffend den muth- Werft, Rosenthal. In der Nummer Dom 11. Mai zehnten tobt und vergete iſt ſeit bes Achilles. 3. Nummer vom 19. Mai, Bolts, und der zum Leben begnadigte Fröbel ist seit Jahr- maßlichen Ertrag des Eidgenössischen Tabakmonopols und in einer Korrespondenz aus Elmshorn der Polizeifergeant In der in einer Renegaten nicht das feige und gefinnungslose Bürger- thunlichster Berücksichtigung der einheimischen Tabak- Nummer vom 31. Mai in einer Korrespondenz aus Elmshorn der 5. thum aber denkt anders, und ein hiesiges sehr liberales industrie. Blatt preist in einem Nekrolog" das muthige für alles Große und Edle mächtig erregte Herz" des zu Zürich perstorbenen todten Renegaten. Eine blutigere Satyre auf sich selbst und das deutsche Bürgerthum hätte das Blatt nicht schreiben können. HopepaulbaGH Der Schiedsrichter Europa's. Die Kreuz- Beitung" zitirt heute an der Spize ihres Leitartikels über" Die äußere Politik der Woche" mit Ingrimm folgende Bemerkung der Moskauer Zeitung": papilding. " 1 4. " der Fabrikmeister Rochte. 6. In der Nummer vom 25. Mai in einer Korrespondenz aus Kiel die Kieler Polizeibehörde. 7. In Die in dieser Woche in der Provinz vorgenommenen Er- 8. In der Nummer vom 10. Juni der Kapitän zur See von Das Ergebuiß der englischen, Bezirkswahlen. der Nummer vom 29. Juni der Propst Michler aus Burg a. F. neuerungswahlen haben gezeigt, daß bei dem jezigen Priuwig. 9. In der Nummer vom 6. September der Ellerbeker Wahlsystem die Aufstellung selbständiger Aufstellung selbständiger Arbeiter Reservistenverein durch die Bezeichnung Mordspatrioten". fandidaturen in erster Reihe die Liberalen bedroht. Die Konservativen haben bei denselben 120 Size gewonnen, die Liberalen dagegen nur 54, die arbeiter und sonstigen un Liberalen ernster nehmen müssen, als sie vorerst selbst zu abhängigen Gruppen 19. Dieses Moment werden die glauben vorgeben. Der Staatsanwalt Stech om hält den Angeklagten " in allen Fällen für schuldig und beantragt, ohne Zubilligung mildernder Umstände, eine Gesammtstrafe von 4 Monaten. Bemerkenswerth ist folgender Sab aus dem Plaidoyer des nebelstände au rügen, besteht gar nicht; böc Staatsanwaltes: Ein Recht der Tagespresse. stens() darf die Presse dieselben in den Kreis Genoffe Ströbel wurde schließlich zu 2 Monaten Gefängniß ihrer Betrachtungen ziehen."( Also doch! R. d. V.) verurtheilt. Polizeiliches, Gerichtliches te. " Fortan ist es für Europa ganz gleichgiltig, ob der Dreibund besteht oder nicht; denn nicht mehr der Dreibund ent Auf Cuba, der„ Perle der Antillen", ist wieder ein scheidet über Krieg und Frieden, nicht er leitet die Geschicke Europa's oder spricht das letzte Wort im Tribunal der Völker! Aufstand ausgebrochen. Diese überaus fruchtbare Insel ist Mit Kronstadt und Toulon sind wir in die neue Aera der bekanntlich eine spanische Kolonie, und bringt bedeutende französisch russischen Hegemonie getreten, in welcher als Summen in den sonst meistens leeren Staatsschatz von einziger und hönd Spanien. Die beiden letzten großen Aufstände Schiedsrichter 1869 und Friedenswart ber absolute Beberrscher Ruß 1878 wurden durch Zuzug aus den Vereinigten Staaten Pegau. Genosse Albin Reichelt aus Groißsch vers lands erscheint, der hoch über den Parteien in selbstloser genährt, und damals schon wäre die Lostrennung Cuba's büßte im hiesigen Amtsgefängniß vor kurzem 14 Tage Ge Uneigennüßigkeit dasteht." Ift erfolgt, wenn die Vereinigten Staaten die Insel als befängniß, welche er vom hiesigen Amtsgericht wegen. Beleidigung das Brahlerei oder die Wahrheit? des Pegauer Bürgermeisters erhielt. 2118 im Dezember 1870 bie Annexion von Elsaß- sonderen Staat in die Union hätten aufnehmen wollen. Zu follte begangen fein in einer Wählerversammlung auf hiesigem Das strafwürdige Delikt Als Lothringen im Reichstage zur Sprache tam, führten die iener Zeit tauchte bereits in Amerika der Plan auf, die Rathhaussaal, in welcher der Abg. Dr. Frege seine KandidatenLothringen im Reichstage zur Sprache kam, führten die sozialistischen Redner aus, daß die Annexion Deutschland Insel den Spaniern für etliche 100 Millionen Dollars ab- rede halten wollte, und zu welcher sich alle Genoffen aus der und Frankreich dauernd verfeinden, die permanente Kriegs- zulaufen. Allein die spanische Regierung ließ sich auf keine ganzen Umgebung eingefunden hatten, und somit die Majorität Verhandlungen ein. Sollte der Aufstand jetzt ernsthaft bildeten und Bureauwahl verlangten, während das konservative gefahr und den bewaffneten Frieden bedeuten, Frankreich werden, so taucht der Plan vielleicht wieder auf und die Wahlkomitee als Leiter der Versammlung fungiren wollte. Gein die Arme Rußlands treiben, und Rußland zum Schieds- spanische Regierung dürfte sich dann nicht so schroff ab- noise Reichelt entgegnete, das Vereins- und Versammlungsgeset in die Arme Rußlands treiben, und Rußland zum Schiedsrichter von Europa machen würde. weisend verhalten. Damals lachte der Reichstag uns aus, und die Männer der Kreuz- Zeitung" waren es, die mit dem nationalliberalen Hurrah Bolk am lautesten lachten. dar 20 pled do 15000 Parteinachrichten. " verlange Bureauwahl, er wiffe dies nicht anders, und von den Sozialdemokraten würde das ja auch stets verlangt. Wenn in diesem Falle davon abgewichen werde, so ließe der Bürgermeister eine Gesegesverlegung zu. Da wir auf unserm Recht beharrten, wurde die Versammlung aufgelöst. Hierauf erfolgte die Anklage und Bestrafung Reichelt's. Und heute bringt die Kreuz- Zeitung" das hochmüthige Wort der Moskauer Zeitung" an oberster Stelle und quält sich durch zwei ganze Spalten hindurch nachzuweisen, -Genosse Piepenhagen, früherer verantwortlicher Rebakteur unseres Brandenburger Bruderorgans war daß die Sache doch nicht ganz so schlimm und so schmachDie Vorgänge in Breslau. Uns wird geschrieben: Das wegen Beleidigung des Fabrikbesizers und und Reservevoll für uns sei, als die Moskauer Zeitung" meint. Vorgehen der Breslauer Parteigenossen gegenüber dem Häuflein lieutenants Gustav Kehrl von der Strafkammer zu Nun, eine leere Prahlerei ist es gewiß nicht, was Auch- Sozialisten, die unter der Firma Sozialdemokratie" für die 50 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Herr Kehrl hatte vor das russische Blatt sagt. Daß Rußland aus der Annexion Freisinnigen zur Landtagswahl Propaganda machten, wie ebenso die Kriegervereinlern eine Vorlesung gehalten, die sich gegen die von Elsaß- Lothringen und aus dem durch sie hervor Stellung unseres dortigen Partei- Organs, der„ Volkswacht" und des Bestrebungen der Sozialdemokratie richtete. In einem gerufenen Gegensatz zwischen Frankreich und Deutschland Borwärts" findet bei unseren Parteiblättern keine Anerkennung. darauf bezüglichen Artikel der Brandenburger Zeitung" Sen Hauptvortheil zieht, das unterliegt feinem Zweifel. Wir sind der Ansicht, daß diese Opposition innerhalb der Partei wurde an dem Vortrag sowohl als auch an dem Vortragenden Und was die deutsche Staatsmannskunft unter Bismard's nur auf einer falschen Auffaffung der Sachlage beruht und eine Kritik geübt, welche opige Anklage und Verurtheilung zur Und was die deutsche Staatsmannskunft unter Bismarck's wollen deshalb zur Beruhigung eine kurze Klarlegung der Folge hatte. Gegen dieses Urtheil legte Genoffe Piepenhagen genialer Leitung überhaupt verderben konnte, das hat sie Situation geben. Revision beim Reichsgericht ein, welche am 8. November zur ficherlich verdorben und alles gethan, um Rußland die Vor allem ist die Jdee der Betheiligung an den preußischen Verhandlung kam. Troßdem nun Trotzdem nun der Angeklagte für Leitende Stellung zu verschaffen. Landtagswahlen dem Kopfe eines Schleppträgers der freifinnigen alle feine Behauptungen in Bezug auf Kehrl schon vor der ersten Allein zum Glück giebt es Faktoren und Kräfte, Partei entsprungen, der den Vermittler zwischen derselben und Justanz den Wahrheitsbeweis zu erbringen imitande zu sein erklärte, die auch der genialſten Staatskunst spotten. Und mehreren anderen Beuten machte, wovon nur zwei oder drei als und troßdem das Reichsgericht die Ansicht aussprach, daß es nicht möglich war dem verlotterten Parteigenossen bekannt waren. Zum Drucker des berüchtigten nur ein fittlich makelloses" Individuum das Recht für russischen Barismus frische Lebenskraft einzuflößen, der Flugblattes erfah man aus 3 wed mäßigkeitsgründen sich in Anspruch nehmen könne, derartige Angriffe gegen die russischen Barbarei die Macht der Kultur zu verleihen, und den damaligen Bertrauensmann May, ber im Geschäfts- Sozialdemokratie zu machen, wurde die Revision verworfen, weil intereffe" basselbe prudte und seinen Namen zu dem un- bie& orm des Artikels eine Beleidigung enthalte. Gerügt wurde, der russischen Polizei- und Verwaltungskorruption unter fauberen Treiben hergab. Ohne also irgendwie mit der Bres daß das Gericht dem Angeklagten nicht den§ 198 zugebilligt der Herrschaft des Barismus zu steuern, so ist Rußland lauer Parteileitung in Berbindung getreten zu sein, oder einen habe, der ihm hätte in pollem Maße" zu Theil werden heute mehr als je ein Koloß auf thönernen Füßen", und Beschluß der Genoffen für eine Betheiligung an der Wahl her müffen. da 19 02. Epid.com " Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 8. November. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Bom 19. bis intl. 24. November Unserer Genossin und Bereins schwester Elisabeth Drews zu ihrem findet in den Kontordia- Festfälen ein heutigen 26. Wiegenfeste unfere herzWallner- Theater.ichte Gratulation. Gastspiel- Cyclus des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Mittwoch 72 Uhr: Alle für Eine. 68b Unserm Pfropfenwirth C. Selter: hoff zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! 65b Der Pfropfenverein Wedding. Todes- Anzeige. Kongreß der Tabalarbeiter Deutschlands statt. Genossen und Freunde, welche in der Lage sind, einen oder mehrere Delegirte während dieser Zeit in Logis zu nehmen( möglichst im Osten Berlins), werden ersucht, dieses sofort nebst Angabe des Preises inkl. Kaffee, an den Vorsitzenden der Quartier- Kommission Berlin C., zu berichten. General- Versammlung der Produktivgenossenschaft der vereinigten Bäckerei- Arbeiter im Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 16. November, Nachm. 3 Uhr, Zofal von Pyrteck, Gipsstraße 8. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des Geschäftsführers. Bäckerei. 3. Verschiedenes. Deutsches Theater. Iphigenie auf High- life- Vorstellung. Alter von 74 Jahren unſer alter Sta- Robert Drescher, Linienstrasse 50, 2. Anträge zur weitern Miethung der Tauris. Berliner Theater. Chic. Leffing- Theater. Arme Marie. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Wallner- Theater. Elite- Borstellung. Neues Theater. Jugend. Central- heater. Die eiserne Jung frau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplatz- Theater. Wilhelm National Theater. Lehmann auf Tell. der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten- Borftellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzkunde. Bosse mit Gefang und Tanz in 1 Att. Musik von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Samst. Rasseneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Bocstellung. Sonntag, den 12. November, Nachmittags 3 Uhr: Boltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Die Braut von Messina. Trauerspiel von Friedr. von Schillen. In Vorbereitung: Vor der Revolution. Tragikomödie in 8 Bildern von Carl Bleibtreu. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Mittwoch, den S. November: Zum 2. Male: Die Wunder und Märchen des Weltalls. Die moderne Sphing. Blumengarten d. Paradieses. Teufelsseptennat.- Plötzliches Unsichtbarwerden eines Menschen. V Am 5. d. Mts. verstarb plötzlich im unseres Vereins, der Zimmerer merad und mehrjähriges Ehrenmitglied Wilhelm Eggert. Die Beerdigung findet Donnerstag, Eine ben 9. cr., Nachmittags 21 Uhr, vom Trauerhause, Gerichtsstraße 18, nach dem Begräbnißplah der Danteskirche, Tegeler Chaussee, statt. Reise durch das Unmögliche, Senfations Potpourri. Im Reiche der Schatten. Erfurfionen vermittelst Blitzzug um die Erde. Schönheitsgalerie Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Geister- Concert, einzig eristirend. Eine unheimliche Nacht in der Wolfsschlucht. Der Diamanten- Palast, Hydraulische Feerie in märchenhafter Ausstattung. Tableaux vivants. Gigantic fairy fountains. Wasserfälle, Eisregen, decor. Transform. Parquet 2 Mt. u. s. w. Sonntag 4 Uhr: NachmittagsVorstellung. Kleine Preise. Billets schon jetzt an der Kaffe. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Der Vorstand Bimmerleute. 626 Die Kongrek- Kommission 321/9 der Tabakarbeiter. 131/9 Der Aufsichtsrath. J. A.: Otto Schellenberg. 3. Wahlkreis. Deffentliche Wähler- Versammlung für den 16. Kommunal- Wahlbezirk des Beerdigungs- Vereins Berliner am Mittwoch, den 8. November, Abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehenden Kommunalwahlen. fuffion. Es ist Pflicht eines jeden Wählers, diese Versammlung zu besuchen. Das Wahlkomitee. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Referent: Reichstagsabgeordneter und Stadtverordneter Fritz Zubeil. 2. Disder Zimmerer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Zimmerer Wilhelm Eggert am 5. d. M. verstorben ist. Die 395/8 Große öffentliche Wähler- Versammlung für den 41. Kommunal- Wahlbezirk Beerdigung findet am Donnerstag, den Donnerstag, den 9. November, Abends 8 Uhr, im Feldschlößchen, 9. d. M., Nachmittags 22 Uhr, vom Trauerhause Gerichtstraße 18 aus nach dem Dankes- Kirchhofe an der Tegeler Chaussee statt. 366/15 Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Allen Verwandten u. Jeden Donnerstag und Sonntag: Bekannten, vornehmlich dem Prediger Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Zum Schluß: Der grobe Gottlieb u. der sanite Heinrich. Ensemble von Mensel. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Freitag, den 10. November: Soiree in der Victoria- Brauerei. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Die eiserne Jungfrau. Parodie! Uk Humor! Posse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Musit von Louis Varnay. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe. Vorstellung. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. Etablissement MorigMoritz Beyerhofer fagen für die frdl. TheilMüllerkrahe. Lages Ordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten Genossen Paul Singer über: Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen und ihre Bedeutung für die Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 395/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. nahme am Grabe seiner lieben Frau Mittwoch, den 8. November, Abends 8%, Uhr, in Bolt' Lokal, die Unterzeichneten den besten Dant. 534M] Friedrich Ball nebst Kindern. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendir. Neu! Hierauf: Neu! Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntage 52 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Alte Jakobftr. 75( oberer Saal): Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über den einzuführenden Tarif der Parquetbodenleger. 4. Besprechung über die Mißstände der Werkstatt von Stöhr, Dresdenerstr. 35( die noch in der Werkstatt arbeitenden Kollegen werden hierzu besonders eingeladen). 5. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Achtung! Die Ortsverwaltung. 431/3 Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen! 210/9 Indem wir hierdurch nochmals auf die Delegirtenwahl der Drtstasse aufmerksam machen, ersuchen wir die Kollegen, in der Versammlung am Donnerstag, den 9. d. M., im Saale des Handwerkervereins recht zahlreich und pünktlich( 8 Uhr) zu erscheinen. Mehrere organisirte Kollegen. Castan's Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes. Panopticum. Neue Gruppe: Unverhoffter Besuch in Castan's Atelier. Etablissement ,, Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Jeden Sonnabend und Sonntag: Grosser Ball, 50511* Empfehle meinen Saal sowie zwei Adolph Ernst- Theater. Blas. Buggenhagen. Blas. Bereinszimmer, 60 und 20 Perf. faffend, Charley's Tante. Schwank in 3 Akten v. Brandon Thomas. Borher: A Die Bajazzi. Parodistische Poſſe mit Gefang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung Don A nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Preisringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, Ropf Equilibrist. Frls. Glaser, Duettiftinnen. Herren Cordes und Zierath, Gefangs= Humoristen. Fratelli Bozza, italien. musikal. Steinfeger. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi. A. Zimmermann. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifdj. Spezial Ausschank von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel, An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Reſtaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Bersammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. auch mit Pianino, zu allen Gelegen heiten passend. Mittwoch, den 8. November, Abends 8 Uhr, im Saale der Armin- Hallen, Kommandanten- Straße 20: Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Frau in geschichtlicher und wissenschaftlicher Beurtheilung. 2. Diskussion. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Auch können die Mitglieder die Bibliothek benutzen. Um zahlreichen Besuch bittet 412/11 Der Vorstand. Handlungsgehilfen! Grosse öffentl. Wählerversammlung für Handlungsgehilfen C. Ulrich. Donnerstag, den 9. November, Abends 812 Uhr, im Saale des Sale 1. Vereinszimmer unentgeltlich Oranienstr. 180. 336 Boltz Festsäle( ormale Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 38, 1. Tages- Ordnung: 189/10 1. Dürfen die Handelsangestellten noch länger die Gefolgschaft der freininnigen Partei bilden? Referent: Genosse Alfons Borchardt. 2. Diskussion. Feuerstein) fammiung zu erscheinen, um Brotest einzulegen gegen die Handlungsweise der freißnnigen Majorität im rothen Hause. S., Alte Jakobstrasse 75.[ 5b Säle zu Fenlichkeiten u. Verfamilungen. Januar und Februar stehen den Vereinen noch Säle zur Verfügung. Fernsprecher: Amt I, Nr. 1082. ratweil'sche Schmiedel's Festsäle, Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palat. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Präuscher's MUSEUM anatomisches PassagePanopticum. Viel Neues, Nur noch kurze Zeit: Friedrichstraße 65a, Ece Mohrenstraße. darunter der Schußkanal der Kugeln des deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Der blaue Mann. Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Die Affendame. Dienstag u. Freitag: Damentag. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Entree 50 Pfg. Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Ein geb. und gewandter Kaufmann von 36 Jahren, in allen Waarenkreisen bestens bekannt, wünscht sich mit Kapital von 15 Mille an einem soliden, mittleren Fabrikgeschäft zu betheiligen, das nachweislich Erfolg und Gewinn hat. 535M Offerten unter J. D. 4964 an Rudolf Mosse, Berlin SW. Punsch, Glühwein, Es ist Pflicht eines jeden kaufmännischen Wählers, in dieser VerDer Einberufer. Allgemeine deutsche Zuschuß-, Kranken- und Sterbekasse ( Sitz Mainz), E. H. Nr. 4. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß das neue Statut jeben Sonntag von 9-11 Uhr im Lokale des Herrn Tempel, Langeftr. 65, gegen Vorzeigung des Quittungsbuches ausgehändigt wird. Daselbst werden auch neue Mitglieder aufgenommen und beträgt das Einschreibegeld 1,30 M. Die Leistungen ber Kasse sind bei einem Beitrage von 40 Pf. pro Woche 12 M. Krankengeld, für 30 Pf. 9 M. und für 20 Pf. 6 M. Krankengeld pro Woche. Außerdem werden die Mitglieder anf die SS 5 und 7 hingewiesen, welche besagen, daß dte Beiträge im Vorans entrichtet werden müssen und Mitglieder, welche mehr als 6 Wochen restiren, ohne Stundung nachgesucht zu haben, gestrichen werden sollen. Die Zahlstellen befinden sich bei folgenden Herren: Voss, Lübeckerstr. 8, im Laden, täglich. Hintze, Pantstr. 14 a, im Laden, täglich. Herholz, Brunnenstr. 188, Hof part., täglich. Reinke, Stallschreiberstr. 12, Hof part., täglich. Restaurant ,, Post", Dresdenerstr. 136( Eingang Reichenbergerstraße), Mittwoch, Abends 71/ 2-812 Uhr, Sonnabend Abends 7/ 2-91/ 2 Uhr. Lindemann, Heimstr. 2, im Laden, täglich. Laut Beschluß der letzten Generalversammlung findet am Sonnabend, den 9. Dezember, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, ein Familien- Kränzchen statt, verbunden mit Gefang und tomischen Vorträgen. Erstere werden and geführt von Mitgliedern der Typographia", Gesangverein Berliner BuchDrucker und Schriftgießer. Rum, Cognac. ellen zu haben. Die Mitglieder werden ersucht, dez wohlthätigen Zwecks fowie sämmtliche Spirituosen zu Engrospreisen. Franz Beyer, Alle Sorten Weine, Chauffeeßtr. 103. Billets für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf., sind in den obigen Zahl wegen für den Bertrieb der Billets Sorge zu tragen und recht zahlreich zu erscheinen. Tokaner med. süßer Ungarwein, Literflasche 2,10, 5 Fl.& 1,85. Eugen Neumann& Co. 406/8 442 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 263. Die amtliche Denkschrift, welche dem Entwurfe eines Gesetzes, betreffend die anderweitige Ordnung des Reichs- Finanzwesens neben der Begründung beigegeben ist, wird von einer Reihe von Blättern veröffentlicht. Wir theilen im folgenden die für unsere Leser besonders wichtigen Abschnitte mit und verweisen gleichzeitig auf die in einer der nächsten Nummern erscheinende Besprechung derselben. worden, Mittwoch. den 8. November 1893. 10. Jahrg. geschweige denn ihnen Ueberschüsse zur Stärkung ihrer Budgets Reichs selbst beseitigt werden. Zu diesem Behuse ist eine Auszuführen zu können. Der Zweck der Reform von 1879 und ins besondere der Franckenstein'schen Klausel, welche den Einzelstaaten Ueberschüsse aus den Reichseinnahmen sichern wollte, würde nicht mehr erreicht werden können. einandersetzung zwischen dem Reich und den Einzelstaaten nothwendig, welche die Mehrüberweisungen auf einen bestimmten Betrag festsetzt, die darüber hinaus aufkommenden Erträge der Zölle und Ueberweisungssteuern dem Reiche beläßt, dem Reiche Schon eine Entwickelung, welche die Ueberweisungen dauernd aber auch die Deckung des etwaigen Mehrbedarfs ohne weitere auf den Betrag der Matrifularbeiträge herabminderte, würde Inanspruchnahme der Einzelstaaten auferlegt. für die Finanzwirthschaft vieler Einzelstaaten die ernſtesten Ver- Es wird allerdings gerathen sein, die Einrichtung der legenheiten nach sich ziehen, wie dies bereits die Rückwirtung Matrikularumlagen auch nicht für eine bestimmte Zeit ganz aufWährend der zu deckende Bedarf von 1872 bis 1878/79 fich des in den letzten Jahren stattgehabten Rückganges der Ueber- zuheben. Einestheils ist ihre Beibehaltung im Interesse des ver von 303 938 232 m. auf 405 982 228 m., d. h. um rund weisungen auf die Budgets der Einzelstaaten erkennen läßt. fassungsmäßigen Rechts des Reichs nicht ohne Bedeutung und 102 044 000 m. gesteigert hatte, waren die ordentlichen Einnahmen Räme es aber, wie nach der oben dargelegten Gestaltung der anderentheils wird wohl der Reichstag auf das bei Bewilligung nur von 265 873 403 m.auf 293371 201 M, also um rund 27 498 000 M. Verhältnisse in den letzten Jahren mit Sicherheit zu erwarten derselben in die äußere Erscheinung tretende Recht der Einnahmegewachsen und hatte sich die durch die ordentlichen Einnahmen steht, sogar zu einer dauernden Steigerung der Matrikular- bewilligung Gewicht legen. nicht gedeckte Quote der ordentlichen Ausgaben von 12,5 pCt. beiträge über den Betrag der Ueberweisungen hinaus, so würden Das anzustrebende Ziel fann gleichwohl erreicht werden, im Jahre 1872 auf 27,7 pct. im Jahre 1878/79 erhöht. die Einzelstaaten einer solchen Anforderung nicht mehr mit ihren wenn nur die Matrikularbeiträge in ein festes Verhältniß zu den Dies Mißverhältniß würde schon früher und in noch höherem regelmäßigen Einnahmen genügen können und sich zu einer fort- Ueberweisungen gesetzt werden, so zwar, daß, wenn sich nach der Maße hervorgetreten sein, wenn nicht die französische Kriegs- gesetzten Anleihewirthschaft gezwungen sehen. Rechnung eine höhere Differenz- infolge Mehrertrags der Bölle fosten- Entschädigung bedeutende Mittel zur Deckung außerordent Die Einzelstaaten haben ihre Finanzwirthschaft im Laufe und Ueberweisungssteuern gegenüber dem Voranschlage ergiebt, licher Ausgaben geboten hätte. Solche Erfahrungen führten bald der Jahre vielfach auf einen Mehrbetrag der Ueberweisungen der Mehrbetrag dem Reiche verbleibt, daß dagegen, wenn sich zu der allgemeinen Erkenntniß von der Nothwendigkeit, durch über die Matrikularbeiträge als auf einen dauernden nach der Rechnung eine geringe Differenz infolge MinderVermehrung der eigenen Einnahmen des Reichs Deckung für den Bestandtheil ihrer Budgets gegründet, fie auf ertrages der Zölle und Ueberweisungssteuern gegenüber dem Vorwachsenden Ausgabebedarf desselben zu beschaffen, und bildeten die Tetteren nicht nur neue dauernde, ohne diese anschlage herausstellt, ein entsprechender Betrag der den wesentlichsten Grund für die Zoll- und Steuerreform des Mehrüberweisungen nicht gedeckte Ausgaben übernommen, Matrikularbeiträge unerhoben bleibt. Jahres 1879. Die Richtung, in welcher diese Reform seitens sondern auch eigene erhebliche Einnahmen daraufhin preis- Das Einnahme- Bewilligungsrecht des Reichstages bezüglich der verbündeten Regierungen unternommen wurde, ist in der gegeben, insbesondere durch Aufhebung bezw. Erleichterung der Matrikularbeiträge bleibt bei einer derartigen Regelung unBegründung zu dem dem Reichstag unter dem 9. Februar 1878 direkter Steuern zur Entlastung der unbemittelteren Volksklassen berührt, da nur der Höchstbetrag der Matrikularbeiträge relativ vorgelegten Entwurfe des Tabakssteuergesetzes dahin bezeichnet und die Dotirung von Verbänden. Die hierdurch entstandenen firirt wird, während die Festlegung sowohl ihrer Gesammtund in Zukunft in noch höherem Maße zu befürchtenden Fehl- summe als auch der Beiträge der einzelnen Bundesstaaten nach daß durch Vermehrung der eigenen Einnahmen des beträge können die Einzelstaaten bei wachsenden Ansprüchen des wie vor in jedem Etat besonders erfolgen muß. Reichs eine Entwickelung eingeleitet werde, welche eine Reichs aus ihren eigenen Mitteln nicht decken. Die Quelle der Wird aber mit einer solchen relativen Fiyirung der MatriEntlastung des Budgets der Einzelstaaten herbeiführt, so indirekten Besteuerung ist ihnen zu gunsten des Reichs im wesent- fularbeiträge dem Reiche der seitherige bewegliche Faktor zur daß es den letzteren dadurch ermöglicht wird, drückende lichen verschlossen; die direkte Steuerkraft ist in den meisten Balancirung seines Etats entzogen, so muß hierfür durch die Steuern zu beseitigen bezw. zu ermäßigen, oder, wenn sie Staaten bereits start angespannt und die von dem wachsenden Heranziehung der sonstigen Einnahmequellen des Reichs nach Dies für angezeigt halten, einzelne dazu geeignete Steuern Wohlstande zu erhoffende Steigerung ihrer Erträge ist natur- Maßgabe des jeweiligen Bedarfs Ersatz geschaffen werden. Es den Provinzen, Kreisen und Gemeinden ganz oder theil- gemäß eine langsame und begrenzte. Daß fie allein das Gleich- wird indessen zu vermeiden sein, hiervon schon wegen nur zeitweise zu überlassen." gewicht der einzelstaatlichen durch die gesteigerten Anforderungen weiliger, vorübergehender Bedürfnisse Gebrauch zu machen und Durch die Reform von 1879 wurden nun zwar die eigenen des Reichs beschwerten Budgets ermöglichen sollte, ist zumal bei daher zweckmäßig sein, die Balancirung des Etats für die Folge Einnahmen des Reiches wesentlich erhöht; die gesteigerten Er- den auch hier in steigendem Umfange herantretenden Bedürf- dadurch zu erleichtern und zu regeln, daß das bisherige Verdie in erleichtern, und zu daß träge verblieben aber nicht in voller Höhe dem Reich, vielmehr nissen der Staaten und der Kommunalverbände, als ausgeschloffen fahren, rechnungsmäßig sich ergebende Ueberschüsse des Reichsbestimmte die vom Reichstag beschlossene sogenannte Francken- anzusehen. haushalts in den Etat des zweitfolgenden Jahres einzustellen stein'sche Klausel(§ 8 des Zolltarif- Gesetzes vom 15. Juli 1879), Sollen also die Einzelstaaten vor finanziellen Schwierigkeiten und dort die Mittel zur Deckung des Ausgabebedarfs zu verdaß dem Reich von dem Ertrage der Zölle und der allerneuester Art bewahrt werden, so muß Vorsorge getroffen stärken, ebenso aber auch auch rechnungsmäßige Fehlbeträge Tabakssteuer nur der feste Betrag Don 130 Millionen werden, daß das Reich auch fernerweit in der Lage bleibt, aus des Reichshaushalts aus den Mitteln des zweitfolgenden EtatsMark zustehen, der Mehrertrag aber den einzelnen Bundes- feinen Einnahmen die Budgets der Einzelstaaten wenigstens in jahres auszugleichen, aufgegeben wird. Statt dessen werden die staaten überwiesen werden solle. Im Anschlusse hieran ist dem- mäßigem Betrage zu unterstüßen. Eine Gestaltung der finanziellen rechnungsmäßigen Ueberschüsse zur Deckung etwaiger rechnungs1. Juli 1881 Berhältnisse des Reiches, welche dies ermöglicht, wird durch das mäßiger Fehlbeträge späterer Jahre zu bestimmen und zu reser nächst durch§ 44 des Reichs- Stempelgesetzes vom 3. Juni 1885 politische und finanzielle Interesse nicht minder des Reiches als viren sein. Bis zu ihrer Verwendung nach Maßgabe dieser Zweckund§ 39 bezw.§ 42 Nr. III des Branntweinsteuer- Gesetzes vom der Einzelstaaten gefordert. Eine Entwickelung, welche das Reich bestimmung werden die Ueberschüsse zu einem besonderen Fonds 24. Juni 1887 auch der gesammte Reinertrag der Reichs- Stempel- verhinderte, zur Erleichterung und Stärkung der Finanzwirth zu sammeln fein. Sobald dieser Fonds über einen gewiffen, zur abgaben und der Branntwein- Verbrauchsabgabe, sowie des Zu- schaft der Einzelstaaten beizutragen, vielmehr den lezteren durch Erfüllung seines Zweckes voraussichtlich hinreichenden Betrag an schlages zu derselben den Bundesstaaten überwiesen worden. Die die steigende Höhe und das ftete Schwanken der Anforderungen gewachsen wäre, sollten die ihm etwa weiter zufließenden Mittel Vermehrung der Einnahmen des Reichs durch die vorerwähnten jede feite Ordnung und jedes Gleichmaß in ihrem Finanzwesen zur Tilgung von Reichsschulden verwendet werden. Auf diese Gesetze, sowie die weitere Erhöhung der Zölle durch die Gesetze unmöglich machte, würde eine schwere Schädigung des Reichs- Weise würde wenigstens mit den- voraussichtlich allerdings nicht erheblichen vom 22. Mai 1885 und vom 21. Dezember 1887 und der Reichs- gedankens zur nothwendigen Folge haben müssen. verfügbaren Mitteln des Reiches das stetige AnStempelabgaben durch das Gesetz vom 29. Mai 1885 hat dann Die bestehenden Einrichtungen genügen nicht, um die wachsen der Reichsschuld einigermaßen vermindert werden, da auf zur Folge gehabt, daß seit dem Jahre 1883/84, troß des fort periodischen Wiederkehr ähnlicher Mißstände zu verhüten. Es deren höchst wünschenswerthe regelmäßige Tilgung zur Zeit leider gefeßt gestiegenen Ausgabebedarfs des Reiches, durch die Ueber- ist dazu eine organische Reform unerläßlich, welche auch für die noch verzichtet werden muß. weisungen aus dem Ertrage der Zölle und Steuern, nicht nur Bukunft den bezeichneten Uebelständen entgegentritt, und das Die Schaffung eines solchen Fonds zur Ausgleichung rech die Matrikularbeiträge ausgeglichen, sondern noch darüber durch die sogenannte Franckenstein'sche Klausel erstrebte, aber nungsmäßiger Ueberschüsse und Fehlbeträge macht aber doch hinaus den Bundesstaaten alljährlich in zum Theil erheblichem nicht erreichte Ziel auf einem anderen sicheren Wege zu erfassen einen beweglichen Faktor für den Fall der Unzulänglichkeit des Umfange Mittel vom Reiche zugeführt worden sind. Es haben geeignet ist. Die eigentliche Aufgabe besteht in der Herstellung Fonds und insbesondere zur Deckung solcher Fehlbeträge des stabilerer Finanzverhältnisse des Reichs und der Einzelstaaten in Reichshaushalts- Etats, welche nicht aus der Einstellung des Fehlbetragen: einer wenigstens für bestimmte Perioden geordneten finanziellen betrages eines früheren Jahres herrühren, nicht entbehrlich ,, Auseinandersetzung beider Staatstörper in der verfassungs- Für die vorbezeichneten Fälle bietet vielmehr der geeignete mäßigen Festlegung der Verantwortlichkeit des Reichs für seine Weg zur Ergänzung der Einnahmen des Reichshaushalts, falls eigenen staatlichen Aufgaben und Ausgaben. Es ist endlich aus andere Mittel nicht zur Disposition stehen, nur in der Eineinem auch im Sinne der Reichsverfassung nur als ein Pro- führung beweglicher Steuern in der Form von Zuschlägen visorium anzusehenden Zustande herauszukommen, dessen Folgen zu den Verbrauchsabgaben oder Reichs- Stempelabgaben. sich nach allen Seiten bedenklich erwiesen haben und aller Vor- Die Beweglichkeit der Bölle widerräth sich deshalb, weil aussicht nach sich in Zukunft noch nachtheiliger erweisen würden. ihre Wirkung auf die Preisbildung unsicher und unDurch die Francfenstein'sche Klausel und die an sie an- berechenbar ist und weil sie eine fortgesette Störung des schließende spätere Gesetzgebung des Reichs ist, indem dem Reiche Handelsverkehrs mit dem Auslande herbeiführen und überdies aus dem Ertrage der Zölle und der Tabaksteuer nur eine be- einen Anreiz zu unsolider Spekulation geben könnte. Buschläge stimmte Summe belassen, dagegen der Mehrertrag derselben, so- auf die Verbrauchsabgaben werden dagegen voraussichtlich solche wie der gesammte Reinertrag der Reichsstempelabgaben und der Uebelstände uicht verursachen. Sie werden in festerer und gleichBranntweinsteuer den Bundesstaaten überwiesen wurde, die mäßigerer Weise auf die Preisbildung einwirken und den Preis schon durch die Reichsverfassung geschaffene und damals unver- des Fabrikates um den Betrag des Zuschlags oder seiner Er70 020 997 meidliche Berkettung der Finanzen des Reichs und der Einzel- mäßigung erhöhen oder herabsetzen. Gin störender Einfluß auf staaten nicht nur aufrecht erhalten, fondern noch in den Terminhandel mag allerdings nicht ganz ausgeschlossen sein; einer für beide Theile nachtheiligen Weise verstärkt und indessen darf von der Voraussicht und Anpassungsfähigkeit komplizirt worden. Es ist dadurch das Maß sowohl der Zu- des Handelsverkehrs erwartet werden, daß, sobald die wendungen an die Einzelstaaten, als der Leistungen derselben an Möglichkeit solcher Buschläge, bezw. ihrer Serabsetzung einDiese Zusammenstellung ergiebt, daß mit den Ueberweisungen das Reich für jedes Jahr von der Gestaltung einerseits der Er- mal gefeßlich feststeht, der Terminhandel selbst in den Geschäftsauch die Matrikularbeiträge, nach mehr oder weniger erheblichen träge der Zölle und der Ueberweisungs- Steuern, andererseits des abschluß entsprechende Klauseln für den Eintritt dieser Fälle aufSchwankungen in den Jahren von 1879/80 bis 1884/85 von dem Bedarfs an Matrikularbeiträgen abhängig gemacht, also das ganze nehmen wird. Auch wäre es wohl ausführbar, im Wege der letteren Jahre an bis zum Jahre 1891/92 fortgesetzt, und zwar Risiko der Schwankungen sowohl in den Erträgen jener Gin- Gesetzgebung einer Beeinträchtigung privatrechtlicher Interessen um bedeutende Beträge gestiegen sind. Für das Etatsjahr 1893/94 nahmequelle, als in dem Verhältniß dieser Erträge zu den vorzubeugen. betragen fie, einschließlich ihrer Erhöhung durch den Nachtrags- Matrifularbeiträgen, nicht dem Reiche, sondern den Einzelstaaten Die in Vorstehendem in größeren Umriffen dargelegte ander etat vom 28. Juli 1893 um rund 23,2 Millionen zur Deckung der auferlegt worden. Für das Reich ist dadurch zwar die Mög- weite Ordnung des finanziellen Verhältnisses zwischen dem Reiche halbjährigen Kosten der Heeresverstärkung 370 030 976 m., findlichkeit, aber auch die Nothwendigkeit aufrecht erhalten worden, und den Einzelstaaten ist zunächst nur für die Dauer von fünf also, auch abgesehen von der vorgedachten Erhöhung, abermals in jeder durch seinen Ausgabebedarf erforderten Höhe seine Ein- Jahren, vom 1. April 1895 bis zum 31. März 1900, in Aussicht erheblich, um rund 30 Millionen M., gegen das Vorjahr gestiegen. nahmen durch den Rückgriff auf die Bundesstatten zu ergänzen. genommen. Diese vorläufige zeitliche Begrenzung erscheint geDie Ueberweisungen, welche bis zum Jahre 1891/92 ebenfalls sich Da solchergestalt dem Reiche die Feststellung seines Ausgabe- rathen, um in der Zeit der einstweiligen Geltung der neuen fortgefeßt vermehrt hatten, zeigen dagegen für 1892,93 schon einen bedaris überlassen, den Einzelstaaten aber die Beschaffung der Ordnung nöthigenfalls weitere Erfahrungen für eine fünftige Rückgang gegen das Vorjahr von 388,8 auf 358,9 Millionen Mart Deckungsmittel zum wesentlichen Theile auferlegt ist, muß noth- dauernde Regelung zu gewinnen. und sind in dem Etat für 1893,94 nur noch mit rund 349 Mill. wendig die Planmäßigkeit und Sparsamkeit der Finanzwirthschaft Auch ist es wenigstens gegenwärtig schwer, für einen Mart veranschlagt. Die Ueberschüsse der Ueberweisungen über auch des Reiches beeinträchtigt werden. Das gegenwärtige System längeren Beitraum die Gestaltung des Finanzwesens des Reichs die Matrikularbeiträge sind seit 1889/90 von 139,7 bis auf erschwert insbesondere die Stellung der Reichsfinanzverwaltung mit genügender Sicherheit vorherzusehen. Es wird schon ein 42,6 Millionen Marf im Jahre 1892/93 herabgegangen; für das selbst und schwächt vielleicht auch bei den für die Budget- großer Gewinn sein, wenn einstweilen wenigstens, für eine Jahr 1893/94 würde der Ueberschuß nach dem Boranschlage ohne festsetzung im Reiche entscheidenden Körpern das Bewußtsein von Reihe von Jahren sichere Zustände und feste Verhältnisse gedie oben erwähnten Ausgaben für die Heeresverstärkung nur den finanziellen Folgen ihrer Bewilligungen. schaffen und die gegenwärtig übersehbaren Bedürfnisse befriedigt noch 2,4 Millionen Mark betragen haben; infolge der UeberBor Allem erscheint eine Beseitigung der bisherigen ge- werden. nahme dieser Ausgaben nur für ein halbes Jahr auf die Ma- waltigen Schwankungen in dem Verhältnisse der Matrikular- Die Einnahmen des Reichs sind in den letzten Jahren infolge trifularbeiträge, ergiebt sich dagegen bereits ein Minderbetrag beiträge zu den Ueberweisungen im Interesse der Finanzwirth- der abgeschlossenen Handelsverträge um erhebliche Beträge ver der Ueberweisungen gegen die Matrikularbeiträge in Höhe von schaft der Einzelstaaten unerläßlich. ringert worden. Die Unsicherheit, welche sich hieraus für die Finanz20,8 Millionen Mart. Zugleich sind die Ausgaben durch die beschlossene Reform Es tann hiernach nicht zweifelhaft sein, daß, auch abgesehen wirthschaft der Einzelstaaten erzielt, wird noch erhöht durch die unseres Heerwesens um rund 56 Millionen vermehrt. In der von der vorerwähnten Steigerung der Matrifularbeiträge für häufig eintretende Sieigerung der ursprünglich veranschlagten Annahme, daß das zum Theil unvermeidliche Anwachsen der 1893/94 durch die Kosten der Heeresverstärkung, das Reich in seinen Matrikularbeiträge infolge von Nachtragsetats, eine Even- sonstigen Ausgaben des Reichs in den steigenden Einnahmen aus tualität, die gegenwärtigen Einnahmequellen nicht mehr die Mittel besigt, um sich der Berücksichtigung bei Aufstellung den schon gegenwärtig dem Reich zustehenden Quellen ein ge neben der Leckung feines eigenen Ausgabebedarfs zugleich dem der einzelstaatlichen Budgets in der Regel vollständig nügendes Gegengewicht bei sparsamer Verwaltung finden wird, und ferner durch die nach der Natur Einfen der Ueberweisungen in dem Verhältnisse zu den Matrikular- entzieht, der werden neue Einnahmen zu beschaffen sein, um die bezeichneten Feiträgen Einhalt zu thun. Während das Mehrerträguiß der Sache ausgeschlossene völlig zutreffende Veranschlagung der Mehrausgaben und Mindereinnahmen zu decken und die Mittel jezigen Einnahmequellen des Reichs hierfür nicht ausreicht, find Erträge aus den Zöllen und Ueberweisungssteuern, infolge wiederzugewinnen, welche für mäßige Mehrüberweisungen an überdies die Ausgaben des Reichs in fortgeseztem Steigen be- dessen die wirklichen rechnungsmäßigen Ueberweisungen oft er die Einzelstaaten erforderlich find. griffen. Neben dem natürlichen Anwachsen der sonstigen Aus- heblich von den veranschlagten abweichen. Die Steigerung der gaben werden die Alters- und Invalidenversorgung, die Pensions- Matrifularbeiträge durch Nachtragsetats hat, abgesehen von laft und andere Aufgaben die Mittel des Reiches auch weiterhin geringeren Beträgen in früheren Jahren, betragen. im Jahre 1889/90 9 384 612. im Die Ueberweisungen gegen die Matrikular beiträge Ant. weniger 64 054 504 Etats jahr 1879/80. 1880/81. 25 903 707 " 1881/82. 17 180 310 " 1882/83. 1 371 204 1883/84. 1884/85. " 1885/86. " 1886/87. " 1887/88. mehr 11 547 951 40 987 110 13 014 441 17 878 503 5 387 332 " 1888-89. " 1889/90. 139 766 814 " 77 812 822 " " 1890/91: 1891/92. 1892/93. 66 878 036 42 623 313 " " " 1890/91 47 217 125 1891/92 1892/93 6 500 000 1893/94 24 689 848 12 175 645 " 92 " in erhöhtem Maße in Anspruch nehmen. Nicht minder stellt das durch Anleihe zu deckende Extraordinarium infolge des wachsenden Betrages der Anleihezinsen eine immer höhere Belastung des ordentlichen Etats in Aussicht. Das Reich würde somit zur Deckung seiner Bedürfnisse auch fernerhin in wachsendem Maße die Matrikularbeiträge der Bundesstaaten in Anspruch Die aus der Finanzgebahrung des Reichs entstehenden weit nehmen müffen, ohne den letzteren in den Ueberweisungen aus größeren Störungen einer geregelten Finanzwirthschaft der seinen Roll- und Steuereinnahmen noch einen Ausgleich gewähren, Einzelstaaten können nur durch neue geseßliche Ordnungen des Man wird darauf verzichten müssen, die letzteren in der vollen durchschnittlichen Höhe der legten fünf Rechnungsjahre zu bemessen, aber aus den in dieser Dentschrift entwickelten Gründen auch nicht unter einen Betrag von mindestens 40 Millionen herabgehen dürfen. Die zu dieſem letteren Zwecke zu erhebenden Reichseinnahmen bilden im Wesentlichen nur den Ersatz für die Herabseßung der Zölle auf Getreide, Vieh und andere Verbrauchsartikel und stellen keine Mehrbelastung des deutschen Volkes dar, da sie sonst in den Einzelstaaten aufzubringen sein würden. bend Aus dem Vorstehenden ergiebt sich von selbst die unbedingte Nothwendigkeit der Beschaffung neuer Einnahmen in der Höhe " von etwa 100 Mill. M. Die verbündeten Regierungen haben dieses schwierigen Recherchendienstes nach dem Muster der bei zur Kritik der unfreien Liebe", auf der die oürgerliche Ehe auf ihre Forderungen auf den schon jest unentbehrlichen Betrag be- der Pariser Polizeipräfettur seit Jahren funttionirenden gebaut ist. Wir haben gelegentlich ein paar besonders packende schränkt und nach diesem Gesichtspunkte ihre Vorlagen, betr. Die Brigade des jeux" geplant. Bis jet lag dieser Dienst in der Exemplare solcher Annoncen mitgetheilt. Heute tönnen wir Einführung neuer Steuern ausgearbeitet. Diese Vorlagen und von zwei Kriminalkommiffarien, die indessen außerdem jedoch von einem weißen Raben unter den heirathaluftigen sollen nicht die Mittel für neue Ausgaben beschaffen, sondern noch viele andere Straffachen bearbeiteten, die mit dem Spiel Bourgeois berichten, welcher in der Bossischen Zeitung" nur zur Deckung bereits beschlossener Ausgaben und zum Er- nichts zu thun hatten. Fortan soll also für diesen Ueber- annoncirt:„ Reell. Junger Mann, 27, Hausbesizer, fage aufgegebener Einnahmen dienen. Die verbündeten Re- wachungsdienst ein selbständiger Apparat geschaffen werden. Es wünscht junges Mädchen, auch dienenden Standes, oder gierungen geben sich der Hoffnung hin, daß das deutsche Volt ist bereits, wie dem" Lot- Anz von inforr Gasthofspolizei Bermögen heirathen will und sogar ein Dienstmädchen informirter Seite ge- Wittwe baldigst zu heirathen." Ein Hausbesizer, der ohne und seine Vertretung ihre Vorschläge als eine nothwendige schrieben wird, eine schärfere Handhabung der und unvermeidliche Folgerung aus einer gegebenen politischen angeordnet worden. Es soll dadurch das heimliche Spiel, heimzuführen bereit ist, das muß selbst den ärgsten und finanziellen Lage erkennen und als das einzige Mittel wie solches namentlich in Hotels stattfindet, verhindert Pessimisten von seinem Pessimismus turiren. Hoffentlich sendet würdigen werden, ein ungestörtes Zusammenwirken des Reiches werden(!). Wie weiter verlautet, sollen zur Durchführung uns der annoncirende Heirathskandidat nicht die berichtigende und der Einzelstaaten im Einklang mit der Reichsverfassung und einer einheitlichen Repressivaltion demnächst auch im Mini Mittheilung, daß er nur deshalb auf Vermögen verzichte und bis dem föderativen Charakter des deutschen Staatswesens auch für fterium des Innern kriminalistische Berathungen erfolgen, ähn zu den Dienstmädchen hinabsteigen" wolle, weil er zu häßlich die Zukunft zu sichern. lich denjenigen, die seinerzeit durch den Prozeß Dickhoff her fei, um anders eine Frau zu bekommen. Wir würden sonst wieDie Durchführung der in dieser Denkschrift entwickelten vorgerufen wurden, auch spicht man in militärischen Kreisen der um eine Illusion ärmer gemacht. Reform ist dringlich und unaufschiebbar. Ihre Bertagung würde davon, daß dem Spielteufel im Offizierskorps durch Abgabe bi nicht nur die bestehenden Misstände vergrößern, sondern auch ihre einer bezüglichen ehrenwörtlichen Verpflichtung, nicht zu spielen, endliche Heilung im höchsten Grade erschweren. gesteuert werden soll. Aus diesen Erwägungen ist der Reformvorschlag hervor gegangen, betreffend die anderweite Ordnung des Finanzwesens des Reiches. De Die Tokales. Ein süßer Troft ist der braven Tante Voß doch geworden, denn sie darf berichten, daß der Kaiser aus Anlaß des hannoverschen Prozesses eine Kabinetsordre an die Offiziere der Armee erlassen, die in den unzweideutigsten Ausdrücken das Hazardspiel verurtheilt und im Fall der Uebertretung strenge Strafen androht. 13 Schlußapotheose sei mitgetheilt, daß der zu vier Jahren Gefängniß verurtheilte v. Meyerinct sich gestern in seiner Belle erhängt hat. Zur Prüfung der neuerdings in der Charitee Tant gewordenen Klagen hat sich aus den Berliner Krankenkassen eine Kommission gebildet, welche alles eingehende Beschwerdematerial gesammelt hat. An die Leser dieses Blattes ergeht hiermit die Aufforderung, sich an den Arbeiten betheiligen zu wollen und weitere Slagen über etwaige Vorkommnisse in der Charitee an einen der Unterzeichneten schriftlich einzureichen. Adler, Markusstr. 48; G. Diedrich, Willibald Alexisstr. 40; Herder, Lindowerstr. 25; Hüpenbecker, Sebastianstr. 40; Diez, Koppenstr. 60. Srdc2 fozialdemokratischen Stadtverordneten haben Für arme, stotternde Gemeindeschüler begiunt in der folgende Anfragen an den Magistrat gerichtet: I. Die Unter- Für Heilgehilfen erläßt der Polizeipräsident folgende Be Berliner Sprachbeilanstalt des Herrn Robert Ernst, Stegligerzeichneten stellten die Anfrage an den Magistrat, wann der im tanntmachung: Straße 81, der letzte diesjährige unentgeltliche Unterrichtskursus September 1892 beschlossene Bau einer Brücke im Zuge der Personen, welche die Prüfung für Heilgehilfen abzulegen Mitte November. Anmeldungen werden in der Anstalt werkAltonaerstraße in Angriff genommen werden wird? II. Die wünschen, haben zu diesem Zwecke zunächst 6 m. Prüfungs- täglich, außer Donnerstags, von drei bis fünf Uhr entgegen geUnterzeichneten richten an den Magistrat die Anfrage, ob ihm gebühren bei der föniglichen Polizei- Hauptkasse, Am Alexander- nommen. bekannt ist, daß die Pächter des städtischen Anschlagswesens, plaß 5, im Erdgeschoß, Eingang II von der Alexanderstraße, in Naud u. Hartmann, Einladungen zu Versammlungen zurück- den Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr gegen Quittung ein- der Engros- Markthalle am Alexanderplatz hat eine große AusDie Untersuchung gegen die aufgehobene Diebesbande in weisen, weil die betr. Versammlungen zum Zweck einer Kritik zuzablen. Die Anmeldung ist nicht bei dem königlichen Polizei- dehnung angenommen. Bis jetzt sollen 38 Fleischergesellen, Abder städtischen Verwaltung einberufen waren? präsidium, sondern lediglich bei dem töniglichen Stadtphysilus, träger und Kutscher, und acht Schlächtermeister und Reſtaurateure Von Maurern und Vanarbeitern erhielten wir in den Verlegung der erhaltenen Quittung zu machen. Dem Stadt in diefer Angelegenheit statt. Man glaubt, daß es gelingen Tempelhofer Ufer 29 1, bis 9 Uhr Vormittags persönlich unter als Hehler verhaftet sein, und noch immer finden Sistirungen Tehten Tagen mehrfach Bufchriften, in denen bittere Klage ge- phyfitus ist außerdem ein ortspolizeiliches Zeugniß über sittliche Dürfte, den Ginbrechern auf die Spur zu kommen, welche im führt wurde, daß die Bau- Unternehmer trotz der großen Arbeits- Führung des Antragstellers, sowie darüber vorzulegen, daß letzten Winter im Osten und Norden der Stadt die SchlächterTofigkeit luftig im Alford weiter schuften las en. Nach dem Grund- Antragsteller seinen dauernden Wohnsiz in Berlin hat. Per- läden plünderten und dann durch Postkarten die Bestohlenen fate Affordarbeit Mordarbeit werde nicht allein an Schwindel- fonen, welche sich nur vorübergehend hierselbst aufhalten, haben bauten gewirthschaftet, sondern man laffe auch Baulichkeiten, die ihre Prüfungsgesuche bei dem für ihren dauernden 28ohnsis noch obendrein verhöhnten. nach dem Willen ihrer Stifter in die Ewigkeit hineinragen zuständigen königlichen Regierungspräsidenten einzubringen. 2 sollten, sehr selten im Lohn aufrichten. Am Kirchenbau in der Berliner Holzindustrie, Tresckowite. 29a, F. Peters. Gneisenaustraße z. B. werde im Afford gearbeitet. Jedermann weiß, daß bei Umwandlung der Affordarbeit in G. aus der Wallstraße, die als choleraverdächtig in Moabit eingestellt haben. Wie sich heute nun zur Evidenz herausgestellt hat, Zum Stand der Cholera wird mitgetheilt, daß die Frau Ueber diese Firma brachten wir in Nr. 260 eine Einsendung, die wir gestern bereits auf das Ersuchen des Herrn Peters richtig Zobnarbeit eine ganze Reihe Arbeitsloser zu Verdienst kommen geliefert wurde, nur an Brechdurchfall leidet, und daß die sind die Angaben über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei fönnten, Jedermann weiß aber auch, daß tie große Mehrzahl Schlächterfrau Schulz, Ackerstr. 136, ihrer Genesung entgegen- obiger Firma durchaus unzutreffend und uns wahrscheinlich in der Bau- Unternehmer sich den Teufel von Rücksichten auf das sieht. Auch der Arbeiter Malinski hat Hoffnung auf Wieder der Absicht der gröblichen Täuschung übermittelt worden. Wir Wohl der Arbeiter und die Kernfestigkeit der von ihnen über- herstellung. Zwei Cholera. Erkrankungen werden vom Sonntag bedauern daber, einer Veration zum Opier gefallen zu sein und nommenen Bauarbeiten leiten läßt. Desgleichen ist auch denen, aus dem Westhavelländischen Kreise gemeldet, wovon der eine erklären ausdrücklich, daß die in Nr. 260 gebrachten Mittheidie hinter den Bau- Unternehmern stehen, nicht zuzutrauen, daß Fall in Bogow, der andere in Nordend bei Rathenow vor langen in keiner Weise den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen. fie zu gunsten der Arbeiter interveniren werden. In der An- tam. Das Resultat der bakteriologischen Untersuchung ist noch wie sich aus den Lohnbüchern ergeben hat, sind den Arbeitern sicht, daß der Profit das Höchste und Heiligste ist, ist sich jeder nicht bekannt. Bourgeois mit dem anderen einig und bei Profanbauten wie des Herrn Peters weder Theilzahlungen gemacht worden, noch bei Botteshäufern" mag man zuweilen der Begehrlichkeit und Der Berliner Asylverein für Obdachlose, nicht das werden sie irgendwie veranlaßt, ihren Weg beim Verlassen der Gottlosigkeit der Arbeiter gedenken, aber Verständniß für ihre städtische Asyl, sondern der von Brivaten begründete Verein Fabrik durch tas bezeichnete Schanklokal zu nehmen. Die VerLeiden und Bestrebungen ist troß der Frömmigkeit und der Faselei hat in seinem 25 jährigen Bestehen 2464 556 Per- bältnisse der Firma Berliner Holzindustrie, Tresckowstraße 29a, von Sozialreform, die in maßgebenden Kreisen so sehr beliebt ist, fonen Unterkunft während der Nacht, Abends eine Suppe und F. Peters, liegen vielmehr so, daß sie ihren Verpflichtungen in nicht zu erwarten. Der Appell an das gute Herz des Unter- jedem, der es wünschte, ein Bad und des morgens ein beschei- jeder Weise gerecht wird. nehmerthums ist daher zwecklos. Um die fluchwürdige Afford. denes Frühstück gewährt. Gr besißt zur Zeit ein Asyl für Männer arbeit aus der Welt zu schaffen, geziemt es sich gerade für die( in der Büschingstraße) und ein folches für Frauen( in der Füstlier Krautstr. 4-5, mittbeilt, liegen die Raumverhältnisse in seiner Arbeiter Sanitätskommission. Wie uns Herr Arlt, Maurer und Bauarbeiter, fich durch eine Organisation felber zu straße). Wegen der ständigen Ueberfüllung dieser Wohlthätigkeitshelfen. Und dazu dienen nicht Vereine, die zwecklos ihre Beit austalten haben deren Leiter vor kurzem einen Aufruf zur Beschaffung Glasschleiferei durchaus nicht so ungünstig, wie in dem Artikel der Nr. 234 unseres Blattes geschildert worden mit dem Streit um die beste Form der Organisation vertröbeln, der Mittel für weitere Asyle erlassen. Als wir neulich ertit. Die Einrichtungen zur Unschädlichmachung des Glassondern dazu gehört eine festgeschloffene Vereinigung, die ihren wähnten, daß der Magistrat die Stadtverordneten- Versammlung Sinn einzig auf den Feind, das gewiffenlose Unternehmerthum ersucht hat, sich damit einverstanden zu erklären, daß dem Verein Staubes für die Schleifer entsprächen den hygienischen Augerichtet hat. Bevor diese Organisation nicht geschaffen ist, zur Abbaltung einer Feier seines 25jährigen Bestehens am forderungen, die man bei einem Institut, wie dem seinigen überfönnen die Bauarbeiter auch nicht darauf rechnen, fich in Beiten 80. November der Nathhaus- Festsaal kostenlos überlassen werde, baupt erheben könne, und auch seien die übrigen Einrichtungen der Prosperität Vortheile zu erringen, die in Zeiten schlechten Ge- Enüpften wir hieran die Frage, wer an dieser Feier theil nimmt. zum Besten der Arbeiter, die von der Sanitätskommission verschäftsgangs dem Unterthum gegenüber hochgehalten werden Das hat benamtlichen Anzeiger des Polizeipräsidiums" gewaltig mist feien, in der Fabrit vorhanden. Eine genauere Darnellung in Harnisch gebracht. Er quasselte davon, daß die sozialdemokratische wird die Sanitätskommission in ihrem nächsten Arbeitsveriche Presse wiederholt hertige Angriffe gegen den Verein" geschleudert bringen. Russische Geschäftspraktiken eines Armeelieferanten. habe, bezeugt durch langathmige Tiraden, daß er von dem Zweck Gegen eine Berliner Groß- Echlächter- Firma ist, wie die" Zentral- des Vereins keine Ahnung hat, und deutet gar an, daß das Fest Fleischer- Zeitung" aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will, ein Festfreffen städtischer dirt sein solle. Daß es daneben in gedie Untersuchung eingeleitet worden, weil diese, seit langen wohnter Weise mit polizeilichem Scha rfblick einen fremden Jahren Lieferantin von Fleisch 2c. für verschiedene Truppentheile, Berfasser unserer Notiz unterschob, ist selbstverständlich. Handlungen vorgenommen habe, welche sich mit dem Strafgeset Nut und Frommen derer, die hin und wieder auf das Winkelnicht vereinbaren lassen. Zur Ankaufung des Fleisches habe sich blättchen der Polizei einen Blick werfen, wollen wir die Firma eines Gefellen bedient, welcher einen Wochenlohn von auch nicht den Grund des polizeiblättlichen Unbehagens junger 22 jähriger Mann in der Bedürfniß- Anstalt auf dem Erschoffen hat sich gestern Nachmittag halb 6 Uhr ein 27 M. hatte. Dieser Geselle soll eines Tages zu dem Buchhalter verschweigen. Der Asylrerein, zu dessen Mitbegründern Askanischen Plaz. Er hatte sich dort eine Belle genommen und des Geschäfts geäußert haben, daß er monatlich etwa 400 bis Singer gehört und der unter seinen Mitgliedern eine Anzahl sich aus einem Revolver eine Rngel in den Mund gejagt. Die 500 m. nebenbei verdiene. Diefes fiel dem Buchhalter auf, er Genoffen zählt das Intelligenzblättlein hebt das besonders Polizei ftellte den Thatbestand fest, bevor die Leiche dem Schautheilte es dem Chef mit, doch der Geselle wurde nicht entlassen; hervor verfolgt den Zweck, den Obdachlosen wenigstens ein hause zugeführt wurde. Aus Papieren wurde ermittelt, daß es jetzt nahm der Buchhalter seinen Abschied. Der Gefelle foll Machtobdach zu verschaffen, ohne sie polizeilichen Verationen aus fich um den Zahntechniker Wilhelm Lossin handelt, der aus Waare aufgekauft haben, die keineswegs qualitativ so beschaffen, zusetzen. Bekanntlich hat leider die Polizei das Recht, im Billwärder bei Hamburg stammt und erst am Sonntag wie sie sein sollte. Dieses Alles theilte jezt der Buchhalter ver- it ädtischen Asyl polizeiliche Recherchen anzustellen und übt Abend hier eingetroffen war. schiedenen höheren Militärs mit, wurde jedoch überall abge- dies Recht pflichtmäßig aus. Nicht geringe Mühe hatte es f. 3. wiesen. Jetzt wandte sich der Buchhalter direkt an den Kriegs- gekostet, durchzusetzen, daß die Polizei nicht auch die Räume minister v. Kaltenborn- Stachau und soll dieser Veranlassung ge- dieses Privatvereins durchsuchte u. f. w. Daher der tapirhafte& I sterwerda zugetragen. Der von Berlin abgelassene GüterEin Eisenbahn- lnfall hat sich in der letzten Nacht in funden haben, die Einleitung eines Ermittelungsverfahrens anzu- Aerger des amtlichen Anzeigers des tgl. Polizeipräsidiums". zug 676 lief auf einen Rangirzug auf. Die Maschine mit etwa ordnen. Der Buchhalter foll bereits mehrere Male vernommen Selbstredend übrigens besteht das Stiftungsfest nicht in 6 Wagen entgleiste und die letzteren sind zertrümmert. Das worden sein. Bestätigung dieser Mittheilung, die wir nur einem Festessen, sondern in einer ten Zweck des Geleise wird noch bis Mittag gesperrt sein. Menschen sind, unter Vorbehalt wiedergeben, bleibt abzuwarten. Vereins flarlegenden Versammlung. Unsere Frage sollte soweit bis jetzt bekannt, nicht zu Schaden gekommen. Der um eine Einladung für Leute von der geistigen Potenz des 8 Uhr heute Morgen vom hiesigen Anhalter Bahnhofe abgelassene Das elendefte aller Wahlsysteme. Heute, Dienstag, sind Intelligenz- Blattes" fein, einmal eventuell im Verein mit Obdach Schnellzug 62 mußte wegen der noch nicht freigelegten Fahrdie Abgeordnetenwahlen vollzogen worden. Wie sie ausgefallen, lojen selbst darüber nachzudenken, worin der Grund für die bahn anstatt über Boffen über Jüterbog geleitet werden. Wem war ja im Voraus bekannt; mit absoluter Theilnahmslosigkeit Obdachlosigkeit liegt, und sich klar zu machen, daß sie leider die ließ das arbeitende Volt diesen Att an sich vorübergehen. Enatürliche Folge der bestehenden Gesellschaftsordnung ist. genau fest. ist immerhin aber der Mühe werth, zu konstatiren, wie viele tönnen. Ohrfeigen dem elendesten aller Wahlsysteme ertheilt sind. In Day's Erben Gren wird das" Fest" nichts schaden fürchtet er für seinen Beutel? Berlin sind 75 Abtheilungen überhaupt ohne Wahlmänner, weil tein Wähler erschienen war, gänzlich unvertreten ist der 602. Urwahlbezirt, Memelerstr. 21-23 und 60 a- 65. Hier war in allen drei Abtheilungen fein einziger Wähler erschienen. Bravo! " oder Ein Preisausschreiben für einen Schweineftall erläßt die deutsche Landwirthschafts- Gesellschaft in Berlin. Die Preise betragen 400, 300 und 200 M.; die Entwürfe sind bis zum Landwirthen und Fabrikanten. S 1. Februar 1894 einzureichen. Das Preisgericht besteht aus " " Allerhand Nachklänge vom Wucherprozek. Ganz ihrer Bogelstraußnatur entsprechend hatten liberale Blätter es als Bekanntlich liegt die Sorge für die Schweine den Junkern selbstverständlich hingestellt, daß die im Wucherprozeß zu Hau- und Funkergenossen mehr am Herzen, als die Sorge für ihre nover zu so unvergänglicher Berühmtheit gelangten eidlichen Tagelöhner und Knechte. Legtere wohnen heute meistens in Beugen zum Abschiednehmen veranlaßt werden würden, da der Behausungen, für die ein an Hygiene gewohntes junterliches artige Elemente in dem trotz alledem natürlich herrlichen Striegs: Schwein sich bestens bedanken würde. Womit nicht gefagt fein heer feinen Raum mehr hätten. Dieser fromme Glaube ist nun soll, daß die Gelasse, in denen die Arbeiter der Großstadt vervon dem philisterhaftesten aller Philisterblätter, der Voffischen fümmern, den Anforderungen entsprechen, die an einen ordent Beitung" selber in recht fataler Weise durch die Mittheilung lichen Schweinestall gestellt werden. gloffirt worden, daß einer der Haupthelden unter den im Prozeß aufgetretenen Beugen, der Lieutenant Georg v. Schierstedt, vom Bescheidenheit. Nachdruck des gesammten Inhaltes, in zweiten Garde- Dragonerregiment bei der Hubertusjagd, die am Wort und Bild durchweg Original, auch mit Freitag im Grunewald abgehalten ist, einer nach militärischen Quellenangabe bringt das Wig".blatt, der Dorfbarbier" an Begriffen ganz besonders hohen Ehre gewürdigt worden sein soll. Diese der Spitze jeder Nummer. Und nun schreibt er in Nr. 45 Ehre, fo berichtet die Vossische Zeitung" trübfelig, beruhe kaum folgendes: auf einem Zufall. Denn wenn ein Offizier sich die Gunst A.... Da haben sie schon wieder in Brasilien eine seines obersten Kriegsherrn verfcherzt hat, dann wird er nicht zu Stadt in Brand geschossen, diese vermaledeiten Insureinem ihn so auszeichnenden Dienst befohlen, wie dies bei dem genten!" Lieutenant G. v. Schierstädt am Freitag der Fall war." Arme B.( Nachbar aus Sachsen): Hären Se, mei Rutester, Bossin! Gegen die Spielsucht der nach Bildung und Besih maßderfen se denn das? gebenden Kreise soll nach altehrwürdigem Brauch selbstredend die Jedenfalls hat der Verfasser aus dem„ Wahren Jacob" Polizei aufgeboten werden. Wie wenig Wertrauen diese aber nicht abgeschrieben, wo schon vor fünf Wochen zu selber in die Aufgabe feßt, die ihr in Ermangelung anderer lesen stand: Heilmittel wieder einmal zugedacht ist, zeigt folgende Mittheilung, die eine bekannte Lokalforrespondenz an die Blätter sendet: Der Spielsucht, die besonders hier in Berlin herrscht, foll, wie in Polizeitreifen verlautet, seitens der Sicherheitsorgane fortan eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt werden, und zwar Die Heirathsannoncen, welche Tag für Tag bie Spalten wird die Einrichtung einer ständigen Sektion für die Bearbeitung bürgerlicher Blätter füllen, bieten einen unerschöpflichen Stoff A.: Was machen denn die vielen Leute dort? B.: Die machen Revolution. A.: Derfen se denn das? Kirchgänger, der in der Schulstraße wohnende Haukeigenthümer Vom Teufel umgarnt. Ein frommer Mann und eifriger G. ist am Sonntag wegen ihm zur Last gelegter Sittlich teitsverbrechen verhaftet worden. Haben die Wucker Pech! die Schuld an dem Vorjall beizumessen ist, steht noch nicht Wiederum hat das unbeaufsichtigte Verbleiben von Kindern in der elterlichen Wohnung den Tod eines anderthalb Jahre alten Kindes herbeigeführt. Wie die Staaterfrau Anna Winkler erst jetzt zur behördlichen Kenntniß gebracht hat, ist sie am 2. d. M., Vormittags gegen 11 Uhr, aus ihrer im zweiten Stock des Hauses Swinemünderstr. 35 belegenen Wohnung fort gegangen, um Einkäufe zu besorgen und hatte ihr anderthalb Jabre altes Töchterchen Anna nur der Obhut ihres dreijährigen Knaben anvertraut. Als sie nach kurzer Zeit heimkehrte, fand sie ihre kleine Tochter bewußtlos auf dem Hofe liegend auf und brachte sie sofort nach dem Lazarus Krankenhause. Die Mutter will beim Berlassen der Wohnung die Fenster des Zimmers und der Küche zu gemacht und auch durch Vorschieben des unteren Riegels versichert haben. Sie vermuthet, daß der Knabe den Riegel von dem Küchenfenster zurückgeschoben und feine Schwester dann auf das Brett an das geöffnete Fenster gesetzt habe. Beim Spielen hat die Kleine dann das Gleichgewicht verloren und ist auf den unter dem Fenster auf dem Hofe belegenen Kellerhals hinabgestürzt. Das Kind ist im Krankenhause gestorben. Polizeibericht. Am 6. d. M. Morgens wurde hinter der Pumpstation vor dem Stralauer Thore die Leiche eines anscheinend gleich nach der Geburt getödteten Kindes aufgefunden. An der Ecke der Invaliden- und Chausseestraße gerieth Nach mittags ein Dienstmann unter die Räder eines Omnibus und wurde am Fuße so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Vor dem Hause Ballisadenstr. 81 wurde eine Frau durch einen Schlächterwagen überfahren und anscheinend innerlich verlegt. Ein Arbeiter türzte infolge eines Fehltritts vom Dache des Neubaues Altonaeritr. 4 auf den Hof hinab und starb auf der Stelle. In der Bedürfnißanstalt auf dem Astanischen Plas erfchoß sich ein Bahntechniker. Abends wurde vor dem Hause Thurm straße 29 ein etwa 60 Jahre alter Mann durch einen Pferdebahn wagen überfahren und am Kopfe so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhanse Moabit gebracht werden mußte.-» Im Lause des Tages fanden acht Brände statt. Gevickiks-üeikung. G. Werbegericht. Kammer III. Vorsitzender: Assessor C U n o. Sitzung vom 3. November. 15 Töpfer klagen gegen den Bauunternehmer Röhn. Die Kläger, welche sich durch den Töpfer Carl Tbieme vertreten lassen, verlangen je 72 M. Lohnentschädigung wegen unrecht- niäßiger Entlassung und einzelne von ihnen außerdem noch kleinere Beträge für Akkordarbeiten, welche infolge der Entlassung liegen bleiben mußten. Wie durch die Verhandlung festge, teilt wurde, hat der Beklagte seiner Zeit mehrere Grundslücke an den Bauunternehmer Thrun verkauft, diesem die Baugelder besorgt und dieselben auch für ihn immer abgehoben— aus Gefälligkeit, wie er sagt. Des ferneren hat er auch die Abschlüsse mit bestimmten Materialienfabrikanten veranlaßt Als die Baugelder im Gesammtbetrage von 130«ZOOM,„nicht reichten", borgte Beklagter dem Thrun 4000 M., die als spätestens am 1. Oktober fällige Hypothek auf die noch unfertigen Gebäude eingetragen wurden. Die Gebäude wurden subhastirt und infolge dessen am 16. Oktober die Töpfer des angeblichen Töpfermeisters Saatz entlassen, indem ihm selbst die Arbeil entzogen würde. Herr Röhn bekam die Erlaubniß vom Administrator, weiter zu bauen. Saatz wurde nun wieder be- schäitigk und stellte hierauf seinerseits die meisten der entlassenen Tötsec wieder ein. Die Kläger arbeiteten zum größten 2 heil also thatsächlich für den Beklagten weiter, der nun ein direktes Abkommen mit Saatz getroffen hat, nachdem er ihm, dem„Meister", für„jedes Stück", groß oder klein, 23 M. zahlt. Zivei Wochen waren die Kläger ohne Arbeit. Trotz verschiedener Einwände des Beklagten, daß man ihn nicht hastbar machen könne für die inkorrekte Entlassng der Kläger, hielt ihn die Mehrheit des Gerichtshofes doch für den eigentlichen Bauherrn und verurtheilte ihn als solchen zur Zahlung von insgesammt 1000 M. Drei Stucklouster(Stuckateure, welche Marmorimitationen fertigen), klagen gegen den Bauunternehmer Liebig auf Zahlung eines Alkordrestcs. Liebig behauptet, die Kläger hätten die be- treffende Arbeit in Tagelohn gemacht. Ein von diesen vor- geschlagener Zeuge führt dem gegenüber einige Aeußerungen des Beklagten an, die derselbe in seinem Beisein gemacht hatte, und aus denen das Gericht entnahm, der behauptete Akkord habe in Wirklichkeit vorgelegen. Der Beklagte wurde infolge dessen zur Zahlung von je 37,13 M. an die Kläger verurtheilt. Kamm er I. Vorsitzender: Assessor Fürst. Sitzung vom 4. November. Tie Plätterin Visilowski verlangt von ihrer ehe- maligen Arbeitgeberin, der Frau Verlin, 5 M. rückständigen Lohn. Klägerin giebt an, von einem Sonnabend zum Sonntag Nachmittag für die Beklagte ununterbrochen Ihätig gewesen zu sein. Entgegen näheren Einwände» von feiten der Beklagten wurde dies durch eine Zeugin bestätigt. Jetzt will Beklagte gegen die Forderung der Klägerin kompensirt haben: ein Paar ver- brannte Strümpfe, Abendbrot(eine Schmalzstulle), 80 Pfennig, sür welche für alle beim Umzug(am Sonntag) betheiligt Gewesenen Schnaps gekauft wurde), warmes Mittagbrot am Sonnlag u. f. w. Beklagte wurde verurtheilt, die beanspruchte» 5 M. als angemessene Entschädigung sür die thatsächlich ge- leistete Sonnabendnacht- und Sonntagsarbeit zu zahlen. Mit ihren Kompcnsalionsansprüchen wurde sie abgewiesen, dieselben seien im Gewerbegerichtsverfahren zum größten Theil unzulässig und auch zu spät vorgebracht worden. Dem Zuschneider Schwipp war von seinem früheren Chef, dem Konfeklionssirmen-Jnhaber Großmann gekündigt, er aber noch vor Ablauf der vereinbarten monatlichen Kündigungsfrist ent- lassen worden. Statt der ihm angebotenen 154 M. verlangte er auf dem Klagewege sein Monatsgehalt von 210 M. Der Be- klagte erbrachte den Nachweis, daß sich der Kläger sofort nach der Entlassung„selbständig" gemacht hatte und am zweiten Tage bereits an mehrere seiner(des Beklagten) Kunden Geschäftskarten sandte. Der Vorsitzende ersuchte den Kläger, seine Forderung aus die anerkannten 154 M. zu ermäßigen, da durch die Zeugenaussagen erwiesen sei, daß er in der Zeit vom 22. bis Ende September, aus welche sich seine Forderung erstrecke, selbständiger Geschäfts- mann gewesen sei. Daß er in dieser Zeit noch nichts verdient hätte, komme nicht in Betracht; sür die Zeit seiner„Selbständig- keil" könne er keine Lohnenlschädigung verlangen. Ter Kläger folgte diesem Ralhe und erklärte sich mit 154 M. als zufrieden- gestellt. Kammer VIII. Vorsitzender: Assessor Dr. Freund. Der Fensterputzer G. klagt auf Zahlung von 6 Mark, welche ihm von seinem vormaligen Arbeitgeber einbehalten worden ivaren. Gegen seine Klage erhebt der Vertreter des Beklagten den Einwand. Kläger habe dem Portier der Elektrizitätswerke einen Hut im Werths von 7,50 M. entwendet, wosür diesem ein Schadenersatz von 6 M. geleistet worden sei. Zur Vernehmung eines Zeugen war zum 4. November ein neuer Termin anberaumt worden, wozu weder der Kläger noch der Beklagte erschienen, nur der Zeuge kam, und dieser vermochte nichts von Belang auszusagen. Da somit der Beklagte den Beweis für die be- hauptete Berechtigung zu dem in Frage stehenden Lohnabzuge schuldig blieb, wurde er zur Zahlung der eingeklagten 6 M. ver- urlheilt. Wegen Verbreitung einer beschlagnahmten Druck- schrift bezw. Wiederabdrucks der die Beschlagnahme ver- anlassenden Stellen wurden gestern der Buchdruckereibesitzer und Verleger des„Vorwärts", Max Bading und der Buch- Handlungsgehilfe Held vor der II. Strafkammer hiesigen Land- gerichts I zurVerantwortnng gezogen. Es handelte sich um das von Max Kegel herausgegebene„Sozialdemokratische Liederbuch", welches im Dietz'schen Verlage in Stuttgart im Jahre 189l er- schienen war. Dasselbe war im Dezember 1892 durch amtsgerichl- lichen Beschluß wegen zweier aufreizender Lieder beschlagnahmt worden. Eine spätere Auflage erschien ohne die beiden bean- standeten Lieder. Unterm 13. Juli er. hatte die I. Strafkammer des Landgerichts in einem Prozesse Veranlassung genommen, auch auf Unbrauchbarmachung einer ganzen Reihe von Liedern dieses Liederbuches zu erkennen. Die Angeklagten haben nun eine neue Auflage des Liederbuches verbreitet,»n welcher zwar die beiden erstgenannten Lieder nicht mehr, wohl aber die übrigen Lieder zu finden waren.— Der Staatsanwalt beantragte wegen Verletzung des§ 23 des Preßgesetzes eine Strafe von je 150 M. Rechtsanwalt Freudenthal beantragte dagegen aus thalsächlichen und rechtlichen Gründen die Freisprechung. Die f. Z. beschlagnahmte Druckschrift sei lediglich das Lieder- buch aus dem Jahre 1891 gewesen; diese Druckschrift haben die Angeklagten weder verbreitet, noch aber die die Beschlagnahme veranlassenden Stellen abgedruckt. Das gerichtliche Erkenntniß vom 13. Juli spreche andererseits nur eine„Unbrauchbarmachung" bestimmter Lieder aus; eine solche sei aber nicht gleichbedeutend mit einer„Beschlagnahme". Der Gerichtshof folgte diesen Aus- sührungen und erkannte auf Freisprechung. Wie der Vorsitzende kund gab, hatte der Gerichtshof auch eine etwaige Aenderung dcS rechtlichen Gesichtspunktes im Sinne des ß 180(Ausreizung) erwogen, hat aber Mangels genügender subjektiver Momente hiervon Abstand genommen. Bemerkt sei, daß die Verlesung der inkriminirten Lieder unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand. Wegen frivoler Verstöße gegen die anerkannten Regeln der Vankunst hatte sich gestern der Maurermeister Hyrommus Johann En gelmann aus Berlin vor der zweiten Strak- kaniiner am Landgericht II zu verantworten. Der Angeklagte führte in Deutsch-Wilmersdorf zwei Bauten auf, deren ver- antwortliche Leitung er zwar einem Polier übertragen hatte, die er aber selbst in seinem Sinne beeinflußte. Er traf An- Ordnungen, welche in allen und jeden Punkten von den bau- polizeilich genehmigten Zeichnungen abwichen und den Regeln der Baukunst geradezu Hohn sprechen. So setzte er im Parterre statt der vorgesehenen drei zweiunddreißigzölligen eisernen Träger nur einen einzigen zweiundzwanzigzölligen; da« gegen setzte er in der zweiten Etage wieder drei Träger, damit das unlere Mauerwerk in gefährlicher Weise belastend. Als er eines Tages seinen Polier Knall und Fall entließ, weil dieser Einwendungen gegen diese Art der Baupfuscherei machte, ging der Polier zum Amtsvorsteher und erstattete Anzeige. Der Amts- Vorsteher inhibirte den Bau und ließ denselben durch amtliche Sach- verständige untersuchen. Diese stellten denn auch die denkbar gröbsten Verstöße fest. Der Bau sollte ursprünglich ganz und gar abgetragen werden, es wurde aber doch schließlich nachgegeben, da durch nachträgliche Verbesserungen das Bauwerk erhalten blieb. Gegen die erhobene An- klage suchte sich der Angeklagte dadurch zu verwahren, daß er alle Schuld auf den Polier zu wälzen suchte, womit er freilich wenig Glück hatte, denn von den vier geladenen Sach- verständigen wurde nur einer, der Kreis-Bau-Jnspektor Dechow, vernommen, und was dieser deponirte, das reichte gerade hin, um dem Gerichtshofe ein Bild von horrender Pfuscherei zu geben. Nach den Bekundungen des Sachverständigen war der Mörtel von einer Beschaffenheit, daß man denselben mit einem Bleistifte aus den Fugen heraus kratzen konnte, ohne die Bleistiftspitze zu gefährden. Mörtel hat zwar der Angeklagten anfahren lassen, er muß denselben aber mit gewöhnlicher Baugruben- Erde und Wasser vermischt haben, sonst hätte er nicht derartig schlecht sein können. Der Sachverständige bedauerte, daß das, was der An- geklagte als Mörtel verwandt hatte, nicht chemisch untersucht worden ist. Wäre der Bau fortgesetzt oder gar vollendet wor- den, dann hätte derselbe zweifellos zusammenbrechen müssen. Der Staatsanwalt beantragte 100 M. Geldstrafe, der Gerichtshof hielt aber angesichts der Frivolität des Angeklagten eine höhere Strafe sür ersorderlich und erkannte auf 300 M. oder 30 Tage Gejängniß.— Hoch erscheint diese Strafe gerade nicht. Eine Privatklage, die der Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Emil Frischauer zu Wien gegen den Chefredakteur der„Krcuz-Zeilung", F r e i h e r r n von H a m m e r st e i n, angestrengt hat, schwebt bereits seit anderthalb Jahren und ist trotzdem über das Anfangsstadium nicht hinausgekommen. Der Klage liegt ein Artikel und eine aus Wien datirte Korrespondenz zu Grunde, welche beide' am 17. November 1891 in der„Kreuz- Zeitung" erschienen. Der erstere trug die Ueberschrift„Ein Wiener Börsenskandal" und enthielt Andeutungen, die der Kläger aus sich bezog. Das Schöffengericht hielt die gesetzliche Verjährungsfrist von sechs Monaten sür überschritten und er- kannte deshalb auf Einstellung des Verfahrens. Gegen den Angeklagten konnte,— so führte das Schöffen- gericht aus—, da derselbe Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses ist, und da das Abgeordnetenhaus m der Zeit vom 14. Januar bis 23. Juni 1892 getagt hat, während dieser Sitzungsperiode nur mit Genehmigung des Ab- geordncrcnhauses selbst strafrechtlich vorgegangen werden. Es war Sache des Klägers, diese Genehmigung zu beschaffen. Mangels derselben mußte das voin königlichen Amtsgericht ein- geleitete Versahren einschließlich des ergangenen Eröffnungs- beschlusses für unstatthasl bezeichnet werden.— Gegen dies Erkenntniß des Schöffengerichts hatte Rechtsanwalt Steinschneider als Vertreter des Klägers Äernsung eingelegt. Die achte Straf- katnmer des Landgerichts l, welche gestern die Sache zu prüfen hatte, schloß sich dem Urtheile des Borderrichters an und ver- warf die Berusung. Wege» Beleidigung des Kömgl. Eisenbahn-BetriebS- amtcö hatte sich gestern der Kaufmann Polenz vor der 135. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten. Der An- gcschuldigte führt ein Buch, in welches er die abzusendenden Waaren nach Stückzahl. Gewicht und Adresse einträgt. In eine Rubrik hat der betreffende Beamte der Güterexpedition den Empfang des Gutes zu bescheinigen. Die Eiscubahn-Ver- waltung hatte nun eine Verordnung erlassen, wonach noch ein besonderer Vermerk seitens des Absenders gewünscht wurde. Da der Angeklagte hiervon keine Kenntniß Halle, so wurde ihm die Empfangsbescheinigung verweigert und der Bote zurückgeschickt. Der Angeschuldigte holte nun zwar das Versäumte nach, machte aber seinem Aerger über die verursachten Umstände durch die Bemerkung:„Bureaukratisches Blech!" Luft, die er neben die nachzuholende Bemerkung setzte. Es erfolgte dieserhalb obige Anklage und die Verurtheilung des Angeschul- digten zu 15 M. Geldstrafe. Welche» Vortheil die Unternehmer durch das Unfallver- sicherungs-Gesetz haben, zeigt u. a. folgende Entscheidung des Reichsgerichts. Beim Göpelwerk der Dreschmaschine, welche der Gastwirth August 5i o p p in Kölsa benutzte, verlor die Dienst- magd Emma Weidenhammer drei Finger. Das Landgericht Halle verurtheilte Kopp wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe, jedoch nicht zu einer Buße. Nachdem das Urtheil vom Reichsgerichte aus einem anderen Grunde aufgehoben worden war, erkannte das Landgericht Halle am 12. Juni d. I. auf«ine Buße von 50 M. Hiergegen richtete sich die Revision des Angeklagten mit'der Be- gründung, daß der Anspruch auf ein Schmerzensgeld dann nicht erhoben werden könne, wenn auf grund landesgesetzlicher Be- slimmungen statutarische Bestimmungen getroffen seien, nach welchen die Gemeinden eine den 88 6 und 7 des Kranken- versicherungs-Gesetzes mindestens gleiwkommende Fürsorge für die Verletzten zu leisten haben. Derartige Bestimmungen sind für den Kreis Delitzsch in bezug aus die lanbwirthschaftlichen Arbeiter, welche dem Krankenkassen- Versicherungszwange unter- liegen, getroffen. Die Verletzte Emma W. hat auch die dem- gemäß ihr zufallende Unterstützung erhalten.— Das Reichsgericht entsprach heute dem Antrage der Revision, und erkannte dahin, daß die Buße in Wegfall zu bringen und die Nebenklage der Emma W. abzuweisen sei. In den Gründen wurde gesagt, daß unter der im Reichsgeseye vorgesehenen Entschädigung auch das nach dem preußischen Landrechts zulässige Schmerzensgeld zu verstehen sei.— Das Unfallversicherungsgesetz hat also zur Folge, daß der Unternehmer um 50 M. reicher, die verunglückte Arbeiterin um ebensoviel ärmer wurde, als sie ohne dessen Bestehen sein würden. Ein Pumpgenie ersten RangeS ist der Korrektor Abil« gaard, welcher sich vor der 2. Strafkammer des Land- gerichts I wegen Unterschlagung in 8 Fällen zu verantworten hatte. Der Angeklagte, welcher früher als Korrektor in einem hiesigen Verlagsgeschäst angestellt war, ist vor nicht langer Zeit wegen Bedrohung mit einem Jahr Gefängniß bestraft worden. Jetzt handelte es sich um phantastevolle Schwindeleien, die er einer Anzahl von Personen vorgemacht hatte, um zur Auf- besserung seiner mehr als schlechten Finanzlage größere und kleinere Geldsummen von denselben herauszuschlagen. Er erhielt deswegen noch eine Zusatzstrase von zwei Jahren Ge- f ä n g n i ß. Wege»««sittlichen Verhaltens ans der Stadtbahn hatte sich gestern der Handlungsreisende Max Joseph vor der 132. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten. Wie aus der Urtheilsverkündigung hervorging, hatte der Angeklagte eines Tages die Stadtbahn benutzt. Außer ihm befand stch nur noch ein Fahrgast, ein junger Mann, in dem Wagenabtheil. Der Letztere war durch den Angeklagten, der unflächlge Reden führte und unsittliche Anträge machte, belästigt worden. Trotz- dem der Angeklagte unbescholten und zur Zeit der That an- getrunken ivar, hatte der Gerichtshof von der Verhängung einer Geldstrafe Abstand genommen und auf 10 Tage Gefängniß er- kannt. Erschwerend war dabei in's Gewicht gefallen, daß die Belästigung an einem Orte geschehen war, den der Belästigte zu verlassen außer Stande war. Ein Wüstling der verwerflichsten Sorte stand gestern in der Person des Arbeiters Hermann Hahn vor dem Schwurgericht des Landgerichts 1. Der Unmensch hatte seine eigene Tochter vergewaltigt und in mehreren Fällen Verbrechen wider die Sittlichkeit gegen sie ausgeführt. Die Geschworenen erklärten den Angeklagten der wiederholten Blutschande sür schuldig und der Gerichtshof verurtheilte ihn zu 5 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust auf die Dauer von 10 Jahren. In Wucherhänden. Der Posthilfsbote Friedr. Former stand gestern wegen einfacher Urkundenfälschung in vier Fällen vor der neunten Strafkammer des Landgerichts I. Im vorigen Sommer befand der Angeklagte sich in Geldverlegenheit. Einer seiner Kollegen, an den er sich wandte, hatte zwar kein baares Geld, übergab dem Angeklagten aber einen Kautionsschein über 260 M., den er als Bürgschaft bei Aufnahme eines Darlehns hinterlegen könne. Former ging zum Kaufmann Habedank, der damals in den Zeitungen Darlehne anbot und sich nachträglich als ein arger Schlepper entpuppte. Er verbüßt jetzt eine längere Gefängnißstrafe wegen Wuchers. Habedank gab gegen Hinter- legung des Kantionsscheines 130 M., verlangte aber von Former, daß derselbe einen Wechsel von 190 M. unterschrieb. Der so Bedrängte fürchtete, daß ihm weitere Schwierigkeiten gemacht werden würden, wenn sich erwies, daß er nicht selbst Inhaber des Kautionsscheines sei, er unterzeichnete deshalb mit dem Namen seines Kollegen. dem der Kautionsschein gehörte. Am Verfalltage konnte der Angeklagte den Wechsel nicht einlösen, er mußte 20 M. Zinsen zahlen und einen neuen Wechsel unterschreiben. Nothgedrungen mußte er wieder den Namen seines Kollegen mißbrauchen. Dies Spiel wiederholte sich noch zwei Mal. Dann mußte der An- geklagte den Wechsel über 190 M. einlösen, er hatte im ganzen sür 130 M. nicht weniger als 120 M. Zinsen bezahlt. Er verlor seine Stelle, als die Postbehörde erfuhr, daß er wegen Urkundenfälschung angeklagt war. Der Gerichtshof billigte dem Bedauernswerthen mildernde Umstände zu und erkannte nur aus eine Gefängnißstrafe von zehn Tagen. Suzialo Xkclievluljf. Die Bescheinigung, daß ihre Statuten dem ß 75 des Krankenversicherungs-Gesetzes genügen, ist, vor- behaltlich der Höhe des Krankengeldes, folgenden Kranken- lassen ertheilt: 1. der Kranken- und Begräbnißkasse der Bnreaubeamten der Rechtsanwälte und Notare im Bezirk des Oberlandsgerichts Celle(E. H.) in Hannover, 2. dem August- Krankenverein(E. H.) in Altona. Dieselbe Bescheinigung ist 3. der Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Sattler und Berufsgenossen Deutschlands..Hoffnung"(E. H.) zu Berlin von neuem erlheilt worden. Ein Tramumystreik wird aus Marseille unterm 6. November gemeldet. Wie der Telegraph berichtet, haben größere Ruhestörungen stattgefunden, bei denen mehrere Schutz- leute verwundet und zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden. Die streikenden Angestellten der Tramway-Gesellschaft versuchten die Fahrt der Wagen zu verhindern und stürzten mehrere Wagen um. Der sozialistische Maire forderte in einem Schreiben die Gesellschaft auf, bei Verlust ihrer Berechtigung den Dienst sicher zu stellen.(Eigene Berichte stehen uns bisher noch nicht zur Verfügung. R. d.„V.") VerkÄuttNlungen. Ju einer öffentlichen-Versammln«« der Wähler des 18. Kommnual-Wahlbezirks, die am 6. November im Louisen- städtischen Konzerthanse stattfand, besprach Reichstags- Ab- geordneter A. S t a d t h a g e n die Sünden der Berliner Stadt- Verwaltung. Am 13. November, so führte der Redner ans, biete sich der sozialdemokratischen Bevölkerung wieder einmal Gelegen- heit, in die reaktionäre Festung im Zentrum der Stadt, genannt das„rothe Hans", eine Bresche zu schießen. Bisher hatte die liberale Mehrheit der Stadtvertretung nur ein Hohnlachen gegenüber den Forderungen der minder bemiltelten Bürgerschaft. Alle Anträge der sozialdemokratischen Vertreter werden abgelehnt, überall zeigt sich der verrottete, krasse Geldsacks-Standpunkt. Bezeichnend für die Nicht- achtung der arbeitenden Klassen sei auch die protzenhafte Zurück- Weisung der Plakate für diese und einige weitere Versammlungen durch die Unternehmer des öffentlichen Anschlagwesens;- jeden- falls aus Gram über das Vorgehen der sozialdemokratischen Vertreter bei Neuvergebung des Anschlagwesens, wodurch die Unternehmer Nauck u. Hartmann gezwungen sind, statt der bisherigen 50 Tausend Mark nunmehr 250 Tausend Mark an den Stadtsäckel zu zahlen. Diese Beeinflussung der! Wahl durch Private sei nur ein neuer Sporn, gegen die betreffende Gesellschaft und die Stadtverwaltung in Sachen des Anschlags- wefens, wie schon früher geschehen, vorzugehen. In Bausachen herrsche, so führte der Redner weiter aus, in unserer Stadt- Verwaltung ein Schlendrian, wie er bei Privaten kaum denkbar. Die Wasserwerke am Müggelsee sollten bereits 1390 eröffnet werden. Es hat schon 3 Jahre länger gedauert und erst die tälfte ist fertig. Endlich am 10. Oktober d. I. wurde die Hälfte der serke eröffnet; dabei sollte es hoch hergehen. Auf Kosten der Steuer- zahler sollten die Vertreter staatlicher und die städtischen Behörden schmausen. Auch ein kleiner Theil ausgeloster(?) Arbeiter sollte daran theilnehmen dürfen. Es war dies eine Heuchelei sonder gleichen; statt sich seiner Unfähigkeit im Bauwesen zu schämen, arrangirt man ein Fest, bei welcher Gelegenheit sich verschiedene Personen vielleicht noch einen Piepmatz in ihr verwaistes Knopfloch herbeiwünschten. Ueberhaupt leiste sich die Stadt- verlrelung in Geldausgaben für alle möglichen Dinge Unglaubliches, gegen die unsere Vertreter im Interesse der Steuerzahler stets energisch protestirten. Redner er- innerte an die Ausgabe von 170 000 M. für Passirbar- machung der Straßen beim Einzug eines italienischen Fremd- lings; weiter an die 40 000 M. für die kindische Spielerei, wie sie ein Schützenfest für jeden vernünftigen Menschen darbietet; ferner an die 100 000 M. für Festivitäten bei Gelegenheit des Aezte-Kongresses. Wo die Stadtverwaltung als Arbeitgeber aus- tritt, zahle sie die erbärmlichsten Löhne. Eine Ausstellung von Tabellen der Löhne städtischer Arbeiter und der Gehälter der Bürgermeister und besoldeten Magistratsbeamten auf der Welt- ausssellung in Chikago habe der Berliner Magistrat ans guten Gründen unterlassen.(Slürmisches Bravo.) Ueberall zeige die Stadtverwaltung, daß sie nur die nackte Klaffenvertretung dar- stellt. Während die Hinterbliebenen der 1837 beim Bau des städtische» Siecheuhauses verunglückten 6 Arbeiter nichts er- hielten, bekam der an ihrer Nothlage durch seine Fahrlässigkeit schuldige und deshalb zur Verantwortung gezogene und bestrafte Bauführer— 3000 M. Unterstützung. Woran liegt das? Nun, der Bauführer gehörte zur Klasse, der auch die Stadtvertreter- Mehrheit angehört; die Verunglückten waren nur Arbeiter. Nichts sei geeigneter, als diese Beispiele, dem indifferenten Ar- beiter das Klassenbewußtsei» klar zu machen. Der Redner berührte dann das Gebiet der Schule. Für jeden Gemeindeschüler zahle die Stadt ungefähr 45—48 M. pro Jahr, sür die Schüler in Gymnasien aber III M. pro Jahr Zuschuß. Die Unentgeltlichkeit der Lehrmittel, die ärztliche Ueberwachung, sowie die Speisung, das Baden ze. der Schüler, was feitens der fozialdemokratischen Vertreter gefordert wird, würde die Ausgaben für Gemeindeschüler alles in allem auf 80 M. pro Jahr erhöhen, welche Forderung angesichts der 111 M. für höhere Schüler nur ein Att der Billigkeit und durch aus berechtigt ist. Das Licht des Wissens, welches jene klassen so gern im Volt unterdrücken wollen, muß durch energische Agitation gefördert werden. Wir haben jede Gelegenheit, so schloß Redner sein Referat, wo wir unserem Gegner Terrain abgewinnen fönnen, zu benügen. Troß des elendesten aller Wahlsysteme wollen wir auch hierbei versuchen, siegreich aus dem Kampf hervorzugehen. In der Diskussion über den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag nahm nur Frau Reimann das Wort, welche die Frauen aufforderte, rege in die Agitation mit einzugreifen und bei Flugblattverbreitung und am Wahltage hilfreich mit Hand anzulegen. Da Gegner sich nicht zum Wort meldeten, so wurde| Eine ent von einer weiteren Debatte Abstand genommen. sprechende Resolution fand einstimmige Annahme. In einem fernigen Schlußwort ermahnte Stadthagen nochmals zu eifriger Agitation für die Wahl des Genossen 3 a bel und für die Ideen des Sozialismus. Zum Schluß gab Kräfer bekannt, daß am nächsten Sonntag Bormittag gemeinsam für den 16., 18. und 20. Bezirk eine öffentliche Versammlung im Etablissement von Buggenhagen am Morigplah stattfindet. Konditionslose Buchdrudter. Freitag, den 10. November, Bormittags 10% Uhr, Bersammlung in Gratweil's Bierhallen( oberer Saal), Kommandantenstraße 77/79. Tagesordnung: Die Mißstände unseres Arbeitsnachweises. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 8. November, Abends 8% Uhr, Busammenkunft der Schleswig- Holsteiner mit Frauen, im Kommandanten- Garten", Kommandantenstr. 10-11. Aufnahme neuer Mitglieder. Landsmannschaft von Bad Schmiedeberg und Umgegend. Mittwoch, den 8. November cr., 8% Uhr, im Restaurant May Walter, Satserstr. 11. Familienabend. Landsleute willkommen. Mäntelschneider. Deffentliche Versammlung am Mittwoch, den 8. November, Abends 8% Uhr, im Dresdener- Garten, Dresdenecftr. 45. Tages: ordnung: Die Verhältnisse der Zwischenmeister in der Mänteltonfektion und welcher Organisation gehören sie an? Sozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Wittenberg, Torgau u. f. w. Mittwoch, den 8. d. Mts, Abends 8 Uhr, Bersammlung bei Lehmann, Neue Grünstr. 14, im Garten- Saal.( Gäste will tommen.) Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Ost Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Logit. Südost- Schule, Reichenberger: straße 138: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bet allen unter richtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. 1 Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frig Liepke, Schwedterstr. 33. Heine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10. Gesundbrunnen, Abends 8% Ubr, bei Haferland, Bellermannſtr. 87. Gleich heit, Abends 8% Ubr bet Stramm, Ritterstraße 193. Heine, Nirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjeryfir. 60, parterre. Otto Reimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. Einigkeit, Abends 8% Uhr, bei Beige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins And Umggegend. Alle Aenderungen tm Bereinskalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. 65. 1 " 1 Dranienstraße 190 bet Ratsch. bei Haupt, Müncheberger Chauffee. Sängerchor der Maler, Stall= Bühnenverband Othello, Abe.ibs 9 tyr Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsbei Schulz, Beteranenftr. 18. Siebesfreiheit 1, Restaurant Lothringerstraße 101. Theater- und Leseklub Morgenroth. flunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Andreasstr. 26, bei Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser- jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringeritr. Nr. 67. ftraße 22-23, Bögon's Braueret. Hilaritas, Hochstraße 32 a, bei Theaterverein erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Güzlaff, GroßWilte. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bet Säger. Echo 1 Bankow, görschenstr. 3. Gäste willtommen. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Reftaurant Schulzeftr. 27.- Gefangverein der Steinmesen, Flemmingstr. 6 bei Mann. Lyra 1, Raupachstr. 6, bei Stachel.- hand in hand 1, Reichenberger- Sommer, Grünftraße 21.- Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenberger Tourifien straße 16 bei Päßoldt. Schneeglöckchen, 2, Potsdam, Brandenburgerstraße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannftr. 5. Abend " Frei Weg", 9 Uhr bet Siedlukad, ManteuffelUnverb roffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, verein Kommunikation 16, bet Glafer. Arbeiter Bitherklub Freiheitsflänge", Abends indowerftr. 26.- Rüt It, Friedenau im Kurhaus.-Bor wäri 35, Friedrichs: straße 86. 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof hagen, Rundtheil, b. Lerche. 2orbeertran 3, Lichtenbergerstr. 21 b. Seife. von Südo ft 1. Köpniderftr. 191, Restaurant.- Ro the Nelte, Schöneberg, Golz- Großgörschenstraße. 3ithertlub Alpenglöckchen Edelweiß. ftraße 43, bet Siegeler. Gesangverein der Kupferschmiede, Wein: Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Straße 11 bei Feind. ,, Concordia". Gitschinerstraße 55 bei willkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch) 9% Uhr Sigung Saafe. Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bei mit Damen bet Weigmann, Andreasstr. 32. Schneider. Gefangverein Freiheitstlänge, Alte Jakobstraße 68. Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Humoristischer - Unverzagt Langeftr. 65 bei Tempel.- Gefangverein orbeertranz 2. Rauchflub Rothe Mette, bei Steuer, Weinstr. 22. Rauch flub - Gesangverein Siebeslust in Fürstenwalde Raucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görlizerftr. 42. Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr schreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser bei Späth, einfir. 28. Rauchfluh Grüne Quaft e, Abends 9 Uhr, bet Allee 46 bei Buffe.- Gefangverein Soffnung 3", Brandenburg a. S. Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bei Wilhelmsdorferstraße Rest. Concordia. Gefangverein Sangesblüthen Gittler, Mariannenstr. 48.- Rauchklub, Goldene Qua ft e", Abends 9 Uhr Blumenstr. 38 bei Sente.- Gesangverein Moabit, Waldstr. 52 bei Gohr. bei Muß, Jontystraße 8. Rauchklub Schmotes Werte, KöpenickerMännergesangverein iederlust, Fichteftr. 29 bei R. Krösche.- Gefangverein ſtraße 1218 bei Schöbel. Rauchklub Vorwärts Süd- Ost" Gefangverein Waldemarstraße 74 bet George. Humoristische Pfeifen brüder Gleichheit", Pappel- Allee 8-4 bei A. Meinhardt. Rauchflub Gesangverein Freiheitsflänge 2 Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. yra 3, Briz, Werderstraße 15. Rauchflub Eberswalderstraße 5. Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf, Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Arbeitergesangverein von Brig in Brig, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Junge Lustige Brüder Abends 8% Uhr Manteuffelftr. 65 bei Möbius. Georginia, Rauchtlub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41.Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bet Hartmann. Manteuffelstraße 45 bet Siewald. or wärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bei Greinert. Einig, Straußbergerstr. 3 bet Birk. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 6 bei Vogt. Altdeutscher Rauch flub bet Gäbecke, Münchebergerstr. 6. Rauchklub Rauchtlub Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bei Kaprolatis. Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Tuguntfe. Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bet Krause. Rothe Fahne", Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant zur Süd- Ost 2, Falckensteinstr. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, Stoppen: Zaubenbörse. ftraße 43 c bei Lorenz. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bei Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto 8abel, Frankfurter Allee 90. Reichert. ,, Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28, bei Hermer- German American Club Uncle Sam. 8,30 p. m. at schmidt. Restaurant 62 Königstrasse. Guests are welcome. English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Guests Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. welcome. 1 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8uschriften sind zu richten an P. Hentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Mittwoch: Pollack- lub Lustige Brüder, Manteuffelir. 46 bei Liewald. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 3o bet Wolff. Humo Nauchflub Eiserne Pfeife, Triftstr. 1 bet Hoffmann Gefelliger riftis cher Rauchtlub, Görligerstraße 42 bei Picht. Musikverein Verein Brüderlichkeit Georgenkirchstraße 65 bet Müller. Berein Rhetorit Bautenschwengel Annenstraße 16 bet Ehrenberg. Naunynftr. 86 bei Bubeil Abends 8 Uhr. Gefelliger Verein Soffnung Rauchklub Gutgesinnter Lebuserstraße 5 bei Nemiz( alle 14 Tage). Theaterverein Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Proletariat, Naunynstr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, Touristentlub Freiheit und WohlPrinzen- Allee 10 bei Bergemann. ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei tegenberg. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Gefangverein Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 bet Mebeli n. Männer- Gesangverein Waldfapelle 2, Abends 9 Uhr, Mufit- Dilettantenverein Preciosa, Restaurant Kanser, Staligerstr. 22. Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ecte. Zurnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9.- Straftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und SonnTurnverein Gesund abend 9-11 Uhr Abends bet Lade, Beughofstr. 8. brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr abends Kraftturnverein Berolina, in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenstraße 154, Lokal Konkordia. Theater- und Bergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Reed, Lothringerstr. 94.- Theaterverein Bultania 2", Abends 9% uyr, Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Gerlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplat Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Muster bücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. 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Die Marristen oder Ehrlichen, auf schwimmenden Fahrzeugen noch 431 Dampfteffel und die radikalere Richtung, sei es damals gerade gewesen, welche mit An die Delegirten der Berliner Gewerkschafts- 840 Dampfmaschinen( gegen 381 Dampfteffel und 761 Dampf- aller Kraft für die Gewerkschaftsbewegung eingetreten, und dieselbe Fommiffion. Am Donnerstag, den 9. November, Abends 8 Uhr, maschinen im Jahre 1892), welche die Betriebskraft für Dampf- unterstützt habe. Die Gewerkschaftsbewegung sei nothwendig. Durch findet bei Ehrenberg, Annenstr. 16, eine öffentliche Delegirten- bagger, Dampftrahne, Ankerwinden u. s. w. abgaben und je nach den wirthschaftlichen Kampf wurden die Bedingungen zum Eingreifen versammlung statt, in welcher folgender Antrag zur Berathung ihrer Bauart oben unter den feststehenden und beweglichen Dampf in die Gesezgebung geschaffen. Um bei uns groß zu werden und Großes gestellt wird. Antrag: Die auf Anregung des Ausschusses fesseln und Dampfmaschinen mit enthalten sind. leiſten zu können, müssen sich die Gewerkschaften in erster Linie der Arbeiterbeisiger des Berliner Gewerbegerichts verfammelten Da zu Anfang 1879 in Preußen 32 411 feststehende Dampf- von den Formenstreitereien und sonstigen Irrthümern frei machen. Vorstandsmitglieder diverser Gewerkschafts organisationen und feffel, 29 895 ebensolche Dampfmaschinen, ferner 5536 bewegliche Es sei nicht vorauszusehen, ob bei einem bei nächster günstiger Leiter, deren Arbeitsnachweise erklären nach einer Berathung des Dampfkessel, 702 Schiffsdampfteffel und 623 Schiffsmaschinen ge- Gelegenheit entbrennenden Kampfe die Gewerkschaften die ThätigGegenstandes davon überzeugt zu sein, daß die Zentralisirung zählt wurden, so ist während der lezten 14 Jahre die Zahl der feit der Genossen vorwiegend in Anspruch nehmen würden. Zu des Arbeitsvermittelungswesens für Berlin eine Nothwendig feststehenden Dampskessel um 63,6 pt., diejenige der feststehenden den Beschlüssen des Parteitages zu Köln übergehend hält teit ist. Dampfmaschinen um 77,6 p& t. gestiegen; gleichzeitig haben sich Redner die angenommene Resolution, welche scharf beIn Erwägung dessen und angesichts der Thatsache, die beweglichen Dampftessel verdreifacht und die Schiffsdampf- tonte, daß die Parteigenossen die Gewerkschaftsbewegung daß es den Bemühungen der inzelnen Gewerkschaften bisher nicht tessel und Maschinen fast in derselben Weise vermehrt. zu fördern haben, für ausreichend. Die Aron'sche Regelungen ist, die geschaftsmäßig betriebene private Arbeitsfolution würde zu unliebsamen Streitigkeiten führen. Nach den im Reichsversicherungsamt gefertigten Bu- Außerdem seien auch die ländlichen Verhältnisse in Betracht zu vermittelung, wie fie in Berlin auf Kosten der Arbeitslosen in fammenstellungen, welche auf den von Vorständen der Verziehen, welche noch ungeheure Schwierigkeiten böten. Redner größtentheils schamloser Weise betrieben wird, zu beseitigen, fordern fie die Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes auf Kosten der sicherungs- Anstalten und der zugelassenen Kasseneinrichtungen schloß mit zündendem Appell an Alle, sich zusammenzuschließen Stadt. Bezüglich der Organisation eines solchen werden folgende Zahl der seit dem Inkrafttreten des Invaliditäts- und Alters- fampf der Arbeiterklasse aus den Fesseln des Kapitalismus.( Lebgemachten Angaben beruhen, betrug am 1. Oftober 1893 die in Gewerkschafts- und politischen Organisationen zum BefreiungsPunkte ins Auge zu faffen sein: Das Arbeitsamt steht unter Leitung und Aufsicht einer Kom- Altersrente bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 vor- längeren Ausführungen des Genossen Gröppler folgten die Versicherungsgesetzes erhobenen Ansprüche auf Bewilligung von hafter Beifall.) Hieran schloß eine ausgedehnte Debatte. Den mission von Mitgliedern, die aus den Beisigern des Gewerbes gerichts von diesen zu wählen sind und deren Vorsitz der Vor 200 532 Rentenansprüche anerkannt und 44 195 zurückgewiesen, Schippel wendete, dessen Verhalten handenen Kssen- Einrichtungen 253 700. Von diesen wurden kurzen Ausführungen des Genossen Timm, der sich gegen figende des Gewerbegerichts führt. Die Verwaltung des Arbeits- 3607 blieben unerledigt, während die übrigen 5366 Anträge auf nahme des Referats und nachher Nichthalten desselben bezüglich der Anamtes wird in gewerbliche Abtheilungen geschieden und sind dazu be- andere Weise ihre Weise ihre Erledigung gefunden haben. Von auf dem Parteitage besonders scharf geißelnd. Genosse fähigte, mit den Verhältnissen vertraute Personen, von der Kommission den erhobenen Ansprüchen entfallen auf die 8 Versicherungs- Neumann protestirte unter Zustimmung der Versammlung zu wählen, städtischerseits anzustellen. Das Arbeitsamt übernimmt außer der kostenlosen Arbeitsvermittlung für gewerbliche Anstalten des Königreiches Bayern 25 458 Rentenansprüche. energisch gegen den Ton, in dem Auer auf dem Parteitage gegen Arbeiter beiderlei Geschlechts, Dienstboten und Lehrlinge, die Durch Polizeiverordnung von Vergnügungslokalen Legien aufgetreten sei, und tadelte die Stellung des Delegirten Aufstellung von Statistiken über Lohnverhältniffe, Arbeitslosigkeit, ausgeschlossen wurden, wie die Burgstädter Volt 3 Silberschmidt, welche dieser in Köln eingenommen habe. Diesem Lehrlingswesen u. s. w. und Auskunftertheilung über gewerbliche st i m me" berichtet, eine ganze Reihe Burgstädter Einwohner, schloß sich der Rollege Heinze in feinen Ausführungen an. Fragen. welche mit ihren Steuern im Rückstande waren. Obiges Blatt Silberschmidt erklärte, weshalb er die Resolution mit Ferner ist ein Antrag der Bildhauer Berlins zu verhandeln, schreibt: unterschrieben, verurtheilte aber gleichfalls den Zon, den Genosse welcher befagt: daß die Gewerkschafts Kommission an den Ueber zwanzig biesige Einwohner haben ein Schriftstück auer auf dem Parteitag in dieser Frage eingeschlagen hat. chippel weist im Schlußwort die Angriffe Timm's zurück Magistrat den Antrag stellen möge: Der Magistrat wolle für erhalten, daß so lautet: eine bessere und genügendere Unterbringung der Obdachslosen, Wegen Rückstandes mit städtischen Abgaben wird und legt ausführlich die Gründe tlar, welche ihm bedas Referat nicht zu sowie für eine möglichste Beschäftigung der Arbeitslosen Sorge halten. Nach der UeberIhnen hiermit der Besuch von Gastwirthschaften, Schant. ogen, tragen. und Tanzstätten in Burgstädt, Markersdorf, Mohsdorf Beit geblieben, einen anderen Referenten zu beauftragen. Nach tragung des Referats durch Genossen Faber sei wenig dem ihm aber das Material zugestellt sei, habe er ersehen, Burgstädt, den 25. Oftober 1893. daß er doch nicht so von allen hier in Betracht kommenden Einzelheiten informirt war, und habe deshalb den Genossen Regien für geeignet gehalten, der in fteter Fühlung mit den Gewerkschaften geblieben, sich auch nach einer Rücksprache auf dem Rongreß bereit erklärt hatte, das Referat zu übernehmen. Nach wurden auf Antrag die übrigen Punkte der Tagesordnung vereinigen Bemerkungen der Kollegen Greschte und Dähne Außerdem ist von den Töpfern Berlins ein Antrag auf Umänderung der Kommission in Berufsgruppen und Reformirung des Sammelwesens gestellt. In dieser Versammlung wird ferner die Wahl eines Mitgliedes zum geschäftsführenden Ausschuß vorgenommen werden. Die Delegirten werden deshalb ersucht, recht p nktlich( 8 Uhr) in der Versammlung zu erscheinen, da es sonst nicht möglich ist, die reichhaltige Tagesordnung zu erledigen. ( Verlesung der Präsenzliste 81/4 Uhr.) Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Rommission. " Taura verboten. Der Bürgermeister Bauer. Die Betroffenen find zumeist Arbeiter, welche, durch Ar beitslosigkeit oder aber Jahre lange schlecht entlohnte Arbeit in solch fümmerliche Verhältnisse gerathen, nicht mehr in der Lage waren, ihren Verpflichtungen Staat und Gemeinde gegenüber nachzukommen. $ Diese unverschuldete Mittellosigkeit muß bestraft werden. tagt und beschlossen, die Berichterstattung der beiden Delegirten Geächteten gleich werden sie als Menschen zweiter Klasse von 8ur nächsten öffentlichen Versammlung als ersten Punkt auf die der übrigen Gesellschaft durch Polizei- Ufas abgeschlossen; Tagesordnung zu setzen. mögen sie nun darüber nachdenken, wie diese Maßnahme mit dem„ praktischen Christenthum" zu verembaren ist. Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. Wie bereits in voriger Nummer des" Vorwärts" bekannt gegeben, findet der Kongreß der Tabatarbeiter nicht am 26. November, sondern durch die zeitigere Ginberufung des Reichs- Erlaß die Wirthe schwer geschädigt werden. Da denselben die Dabei muß in Betracht gezogen werden, daß durch genannten tages veranlaßt, schon am 19. November in den Photographien der Geächteten nicht übermittelt worden sind, Kontordia Festfälen, Andreasstr. 64, statt. Eröffnung laufen fie leicht Gefahr, an die Geachteten Speise und Getränke Abends 6 Uhr. Wir ersuchen die Ta batarbeiter sowohl zu verabreichen. Thun sie es, zahlen sie 30 M. Strafe. Diefes wie auch sämmtliche Arbeiter Deutschlands, in Gebahren einmal öffentlich zur Sprache zu bringen, muß Aufihren Kreifen die Tabatarbeiter auf diese Umänderung aufgabe der sozialdemokratischen Landtagsfraktion sein. merksam zu machen. Diese Umänderung ist eine zwingende Nothwendigkeit, wenn der Kongreß seine Aufgabe, die Abwendung der die Industrie vernichtenden Steuerpläne der Regierung, erfüllen soll. Flugblätter sind nach allen Gauen Deutschlands unterwegs. Gleichzeitig ersuchen wir Genossen und Freunde, welche einen oder mehrere Delegirte vom 19. bis etwa 25. November, möglich st im Osten Berlins, in Logis nehmen können, dieses sofort dem Vorsitzenden der Quartierkommission, Robert Drescher, Linienftr. 50, Berlin C., unter gleichzeitiger Angabe des Preises( intl. Kaffee) anzuzeigen. Die Kongreßtommission der Tabatarbeiter. Karl Butry, Stralsunderstr. 17, II. Arbeiter, Arbeiterfrauen Berlins! Alle Bemühungen des Ausschusses der Gewerkschaftskommission Herrn A. Lubasch zu bewegen, Garantien zu geben, daß er sein Personal mensch licher als bisher behandeln würde, sind gescheitert. Es ist nun Eure Pflicht, die Arbeiter im Handelsgewerbe vor einer der artigen Ausbeutung zu schützen, und fordern wir Euch, auf Euch bei Weinacht 3 und sonstigen Einkäufen die unwürdigen Arbeitsverhältnisse der Angestellten im Magazin A. 2uba ch immer vor Augen zu halten. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Arbeitsnachweis- und Auskunftsbureau der Gewerkschaften Magdeburgs. Genoffen! Am 1. fommenden Monats eröffnen wir unser KI. Klosterftr. 15 befindliches Arbeitsnachweis- und Auskunftsbureau. Wir entsprechen damit einem langgehegten Wunsche der hiesigen Arbeiterschaft. Die Aufgaben des Bureaus werden sein: 1. fostenlose Arbeitsvermittlung, 2. fostenlose Auskunftsertheilung über das gewerbliche Leben und diesbezügliche Gesetzeskunde berührende Fragen, 8. Auszahlung von Reise- Unterstützung, 4. Pflege der Statistit, 5. Ausgabe von Fachzeitungen. Wir bitten besonders die reisenden Genossen hiervon Renntniß zu nehmen und machen weiter noch auf unsere in demselben Hause befindliche Zentralherberge aufmerksam, deren Besuch wir den Genossen aufs beste empfehlen. Zur weiteren gewerkschaftlichen Agitation ersuchen wir die Vorstände derjenigen Dr ganisationen, von denen sich am Ort oder in der Umgebung noch feine Filiale befindet, uns ihre Adresse übermitteln zu Magdeburg, im Oktober 1898. Versammlungen. Eine öffentliche Schneider und Schneiderinnen- Verfammlung tagte am 6. b. Mts. Stromstr. 28 bei Lange. Die einen Vortrag von Frau Alma Palm über:" Die Frau in auch von Frauen rege besuchte Versammlung hörte mit Interesse der Industrie und ihre geistigen Fähigkeiten". Am Schluffe ihres Vortrages legte die Referentin es ganz besonders den im Schneidergewerbe thätigen Frauen und Mädchen ans Herz, sich zu organisiren, welche Nothwendigkeit auch noch von anderen Rednern in der Diskussion betont wurde. Daß diese Era mahnungen nicht auf unfruchtbaren Boden fielen, bewiesen bie Beitrittserklärungen zum Verbande. Um eine bessere Agitation in Moabit entfalten zu können, wurde eine besondere Kommission zu diesem Zwecke gewählt. Derselben gehören an die Frauen Kleinvogel, Löwe und Techin, die Herren Jache und Ilse. Auf Wunsch der Moabiter Kollegen und Kolleginnen öffentliche Versammlung statt. Nach einigen geschäftlichen Er- eine Verbandsversammlung stattfinden. Für den 13. Wahlbezirk fand am 5. November eine wird in etwa 4 Wochen bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28, ledigungen hielt der Genosse 3ubeil eine kurze Ansprache über sich auch die Zahlstelle des Verbandes für Moabit und werden Ebendaselbst befindet die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Redner fritisirte Montag Abends von 8-10 Uhr bortselbst Beiträge entgegendas Reformversprechen des Miethssteuer- Verhältnisses gegenüber genommen. Am 19. d. Mts. feiert der Verband fein Stiftungsfest der Ablehnung der proportionalen Erhöhung der Einkommen in der Berliner Ressource"( Kommandantenstraße). feuer, betonte die Nothwendigkeit der Vertretung der Sozialdemokraten im rothen Hause, selbst wenn dieselbe nur immer die Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Verhältnisse dortselbst den Steuerzahlern aufdeckte und forderte hielt am 2. November eine gut besuchte ordentliche Mitglieders zur energischen Agitation auf, damit am 13. November auch der Versammlung ab, in der Genosse Hoffmann in einem Vortrag 13. Bezirk gewonnen werde. Albert Müller beleuchtete das über„ Die modernen Raubritter" sprach. Auf Antrag des sylwesen. Gottfried Schulz stellte die empörende Pietät- Kollegen Meyer fand eine Diskussion nicht statt. Die Abrechnung losigkeit der Hinausbeförderung der sogenannten Armenteichen vom legten Bergnügen fonnte ihrer Unvollständigkeit halber gegenüber den kostspieligen Kirchenbauten und Schloßplay- bez. nicht verlesen werden. Die Wahl der Hilfskaffirer und BiblioEntenteich- Projekten. Redner würde als gutfituirter Stadtvater thefare wurde bis Ende Dezember vertagt, jedoch tafsiren die sich hüten, von den Steuergroschen des Volkes ein Frühstückt jebigen Rassirer in den bekannten Lokalen weiter. zu verlangen. Zum Schlusse wurde zu zahlreicherem Besuch der Versammlung am nächsten Sonntag aufgefordert, sodann die weitere Vertheilung des Flugblattes bekannt gemacht, die Freitag Abend bei Schayer, Laufiger- und Reichenbergerstraßen Ede ( Destillation), stattfindet. Eine Mitglieder Versammlung der Zentral. Krankenkasse der Tischler( Berlin B) tagte am 5. November. Die Abrechnung vom 3. Quartal weist eine Einnahme von 7617,13 M. und eine Ausgabe von 6875,46 M. auf; Ueberschuß 741,67 M. Sodann kam der Boykott der Charitee Die Maurer hatten am 5. November eine recht gut be- zur Sprache und wurde folgende Resolution angenommen: Die suchte öffentliche Versammlung, in der Reichstags- Abgeordneter heutige Versammlung erklärt den Boykott der Krankenkassen beWay Schippel einen Vortrag hielt über:" Die Gewerkschafts- treffend die Charitee für gerechtfertigt und giebt der Verwaltung bewegung und die Beschlüsse des Kölner Parteitages." Redner der Kaffe anheim, die Kranken, die nach der Charitee zu kommen beleuchtete eingangs die Schwierigkeiten, welche ein allgemeines wünschen, über die Zustände in diesem Krankenhause aufzuklären, fräftiges Aublühen der Gewerkschaften verhindert, und mit und ist ferner dahin zu wirken, daß sich die Betreffenden an ein welchen Widerwärtigkeiten in Deutschland die Gewerkschafts- anderes Krankenhaus wenden. bewegung zu kämpfen habe. Im Gegensatz zu England habe in Deutschland sich der Kampf der Arbeiterklasse mehr auf politischem Ju Charlottenburg tagte am 5. November eine gut bes Gebiet abgespielt. Trozdem bei uns das Koalitionsrecht verhält suchte Bolfsversammlung, zu der besonders die Schiffer einnißmäßig spät erlangt wurde, habe man es verstanden, den Kampf geladen und auch zahlreich erschienen waren. Die Versammlung auch auf wirthschaftlichem Gebiet zu führen. Die günstigen Ge- galt zugleich als Fortſegung der vor 14 Tagen in Berlin abfchäftskonjunkturen der 70er Jahre brachte ein Aufblühen der gehaltenen und deshalb verlas auch der Vorsitzende zunächst den Gewerkschaftsbewegung mit sich, doch sei dieselbe in den darauf- Bericht über jene. An ftelle des zur Zeit behinderten Schiffsfolgenden Jahren schlechten Geschäftsganges zurückgegangen. Es eigners Otto Feblow hielt dann Genosse Wagner aus Berlin tam das Sozialistengefeß, das ein Aufblühen der Gewerkschaften das einleitende Referat. Derselbe beleuchtete den tendenziösen, wieder zerstörte, so daß nach dem Fall des Sozialistengesetzes von Unwahrheiten stroßenden Bericht, welchen die Deutsche wir uns wieder mitten in der Krise befanden, die bis heute noch Schifffahrts Beitung" über die frühere Versammlung" aus der die Hauptursache der darnieder liegenden Gewerkschaftsbewegung Feder des Herrn Louis Cuno, des Direktors der Dampfersei. Durch die unter diesen Verhältnissen in letzter zeit verloren genossenschaft", gebracht hat. Der Versammlung war es sehr gegangenen Lohnkämpfe hat in den Kreisen mancher Ge- amüsant, unter der Schärfe der vom Referenten gebten Kritik noffen ein Mißmuth Platz gegriffen, das sei begreif- die Unwiffenheit auf sozialpolitischem Gebiete und die mannigDie Erhebung der Dampftessel, Dampf- lich; verkehrt fei es jedoch, bie Partei hierfür fachen Widersprüche zu ermessen, deren sich der Herr Cuno in seinem und Dampffäffer im preußischen verantwortlich machen zu wollen. Gewiß gebe es eine Reihe Referate schuldig gemacht hatte. Cuno schlägt, wie schon in der Staat mit Ausnahme der in der Benugung der Militärver- Parteigenossen, die sich in den Gewerkschaften ausgebildet haben, vorigen Versammlung, so auch in seinem Referate wieder die waltung und der Kriegsmarine stehenden sowie der Lokomotiven die als Vertreter der Partei die Gewerkschaften für einen über- Reklametrommel für das alte Stezept der Bourgeoisie, für jes hat im Jahre 1893 abermals eine beträchtliche Vermehrung er- wundenen Standpunkt halten; dies fei verkehrt. Hiergegen Genossenschaftswesen. Er behauptet u. a., die Aufwend geben, wie folgende, der„ Statist. Korr." entnommene Angaben haben die Genossen, welche die Nothwendigkeit der wirthschaft für die Streits seien weggeworfen; fte hätten deshalb lieb darthun. Es wurden gezählt:, lichen Organisation vertreten, selbst vorzugehen. Sodann ver- Begründung von Genossenschaften verwendet werden sollen. lieft Redner einige Stellen aus Karl Mary Elend der Herr scheint demnach zu denken, daß die Gewerkschaften, n Philosophie", aus welchen hervorgeht, daß diefer große Bor- heute eine zehnstündige oder noch kürzere Arbeitszeit haben, d fämpfer des Proletariats sich schon gegen einseitige Aktionen auf ohne jene Streits von den Kapitalisten auf dem Präsentirte politischem Gebiete erklärte, und den wirthschaftlichen Kampf für erhalten hätten. Cuno wirft der Sozialdemokratie vor, daß i genau ebenso nothwendig erachtete. Vollständig in diesem Sinne habe in den 25 Jahren, die sie bereits bestehe, noch nicht ihr Ziel ex sich seinerzeit die" Internationale" in Genf erklärt. 3u ver- reicht habe, er schließt daraus, daß die Sozialdemokratie für die schiedenen Malen seien in den 70er Jahren von den gemäßigten Arbeiter keinen Werth habe. Andererseits weiß aber Herr Cuno Lassalleanern Anträge auf Auflösung der Gewerkschaften gestellt, den Arbeitern auch nichts anderes zu rathen, als daß sie alle und die Verschmelzung in dem allgemeinen Arbeiterverein be- Woche 50 Pfennige sparen sollen, damit sie- fofort? wollen. Die Arbeitsnachweis Rommission. J. A.: Hinze. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. maschinen bewegliche Dampfteffel davon mit einer Maschine verbunden zu Anfang 1892 1898 51 686 53 024 feststehende Dampffeffel. • . Dampfmaschinen • 14 871 51 089 53 092 15725 14 504 1.865 15 295 1985 1 620 4 171 4479 Echiffsdampfteffel Schiffsdampfmaschinen Dampffäffer. 1.704 " 4 # Literarisches. 09 Ein Moderner Musen- Almanach auf das Jahr 1894. Heraus gegeben von Otto Julius Bierbaum. Zweiter Jahrgang. München. Verlag von Dr. E. Albert u. Co. Im Sommersturm. Gedichte von Arthur von Wallpach. München. Verlag von Dr. E. Albert u. Co. Gedichte von May HoffMorgenstimmen und anderes. mann. Mit dem Bildniß des Verfassers. München. Verlag von Dr. E. Albert u. Co. 17. Ziehung der 4. Klaffe 189. Königl. Preuß. Lotterie. 191[ 5001 985 114009 210 306 435 59 79 500 658 63 97 897 115020 Biehung vom 7. November 1893, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find ben betreffenden Nummers in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 1 16 45 103 327 51 82 425[ 1500] 645[ 300] 68 1218 75 320 40 450 764 896 928 67 2005 131 34 311 30 446 63[ 1500] 610 742 95 817 3047 205 81 389 561 81 4013 125 255 62 498 509 834 47 910 5152 247 76 1300] 86 389 704 51 000 153 64 372 83 406 565 77 624[ 500] 807 934 57 7051 86 172 259 443 49 575 78 616 731 812 13 925 8116 243 361 437 48 75 605 835 9001 18 199 211 308 549 862 13000] 78 947 10097 112 230 323[ 3001 513 43 721 839 42 992 11276[ 500] 497 534 693 796 816 916 12088 174 242 69[ 300] 379 447 48 13036 119 27 444 75 786[ 1500] 14365 91 735 60 881 911 15076 137 386 508 60% 31 55 879 80[ 1500] 901 12 13 43 92 16061 505 61 64 668 752 873 947 81 17072[ 300] 282 417 31 553 694 768 931 18212 21 392 480 515 686 879 911 41 19182 271 312 452 617 59( 500) 986 20029 79 206 390 475 83 601 80 21018 171 433 54 82 525 604 55 766 910( 300) 22174 410 568 711 821 29 919 23257 315[ 1500] 502 739 868 94 24057 122 220 61 406 35 750 806 30 25180 517[ 3001 71 713 29 843 977 26189 242 330 61 408 27 582 619 75[ 30001 90 803 44, 27051 1300] 171 221 51 58 693( 300) 28260 461 82 95 562 699 847 57 967 29337 67[ 500] 71 425 76 625[ 1500] 29 795 865 13000] 905 302 × 3 353 637 772 31267 342 75 88 425 547[ 1500] 605 951 32262 554 635 863 33031[ 1500] 60 213 26 365 79 543 44 62 82 637 75 91 981( 300) 34124[ 300] 26 76 248 6 333 506 603 24 717 52 79 909 35236 439 77 540 656 798 944 36386 532 13000] 675 85 932 37023 411 636 44 728 854 130001 38009 24 115 41 437 78 518 744 39005 207 35 339 410 47 92 626 117200 99 107 53 263 325 45 53 477 116131 54 418 53 576 629 85 51 391 461 849 66 951 118271 611 15 22 63 08 61[ 500] 847 119196 268 326( 50) 53 496[ 1500] 570 651 775 956 99 120065 200 70 80 310 440 1300] 54 533 56 79 608 35 847 49 922 98 121070 201[ 3000] 20 45 354 487 649 842 996 122064 195[ 3001 293 527 685 13000] 789 967 123050 137 61 214 321 473 91 590 873 955 62 121051 219[ 500] 396 616 33 730 08 36 947 81 99 123277 339 84 468[ 300] 520 50[ 500] 55 82 601 68 713 67 809 970 81 126505 672 775 824 47 987 94 127065 179 2: 4 434 50 679 724( 509) 96 [ 500) 889 128068 168 203 21 49 307 39 658 77[ 1500] 873 922( 1500) 12003 29 97 120 72 278 94 534 45 656 85 700 925 130165 13000] 769[ 300] 131082 225 98 302 46 423 559 718 80 92 804 132119[ 1500] 237 362 67 17 829 183017 1500] 234 387 672 74 98 776 134080 124 370 489 15001 535 87 79[ 1500] 913 13516 70 285 414+1 679 775 94 967 136254 366 97 519 719 874 187137 203 58 379 426 511 86 65)[ 3000] 57 874 138088 123 68 265 490 541 610 41 777 950 64 139038 125 71 78 378 87 676 804 140 39 518 89 846 94[ 150] 974 141120 341 57 453 502 50 670 92 834 905 6 91 142254 417 522( 300) 978 87 143064 71 1500 118( 50) 79[ 50 1 312 90 617 74 89 977 144263 383 407 21 538 702 98( 500] 145251 519 649 7 5 92 146020 170 96 243 91 356 73 501 815 147 12 14 557 687 832 148039 118 80 540 625 46 890 901 42 14922 113 63 211 75 84 358 476 736 67 867 931( 5000) 41 150064 277 360 595 666 834 35 942 131043[ 500] 109 241* 39 153165 512 23 787 89 11500] 152092 199 219 549 615 91 878 84 94 969 73 154292 313 36 64 631 810 155005 12 14 40 135 245 353 13 01 +72 613 741 64 948 57 85 156046 58 126 61( 3000) 241 43[ 300] 406 33 510 54 69 612 816 48 157238 455 65 587 604 964 159008[ 500] 81 89 215 92 443 566 744 810 16 923 76 nein, erst nach vielen Jahren die Begründung von Genoffen: Die Versammlung beschloß denn auch, in Weißensee eine Zahl-| Vorfälle interessant: In einem Wahlbezirk find 370 ftims fchaften ermöglichen, in denen nur ein Theil der Sparer Bestelle zu errichten, und in der hierauf eingetretenen Bause meldeten berechtigte Wähler; davon gaben 2 ihre Stimine ab. fchäftigung finden würde. Wenn diese Genossenschaften, so fügte sich vierzehn Mitglieder für dieselbe. Die Versammlung wählte anderer mit 400 Bables wies 14 abgegebene Stimmen auf und Genoffe Wagner hinzu, sich ebenso rentiren würden wie die dann zum Bevollmächtigten den Kollegen Lindner und zum ein dritter 16 Stimmen. Sodann beschloß die Versammlung das Dampfer- Genossenschaft, deren Direktor Herr Cuno ist, dann Kassirer den Kollegen Klauerhase und bestimmte das Lokal Vereinslokal nach der Steinmeyfir. 45( Nitschke's Restaurant) zu würden die Arbeiter ihre Ersparniffe obendrein verlieren. Denn Charlottenburgerstraßen- und Röhlkestraßen- Ede als Zahlstelle. verlegen. in der Deutschen Schifffahrts- Zeitung" fleht Herr Guno himmel- Dort haben auch die Tischler ihre Zahlstelle. hoch, die Schiffer sollten doch nur seiner Genossenschaft beitreten, sonst könne dieselbe der Konkurrenz des Kapitals gegenüber nicht Nigdorf. In der Versammlung des Sozialdemokratischen bestehen, denn die Kapitalisten thäten nichts für die Genossen- Vereins Vorwärts sprach am 31. Oftober Dr. Heymann über Dem Vor schaft, ja fie gäben fogar, wenn sie befragt würden, schlechte Aus- das Thema: Das Wesen der Naturwissenschaften. Unter Ver tunft über dieselbe. Nachdem der Referent noch die Ver- trage schloß sich eine recht rege Diskussion an. dächtigungen zurückgewiesen, mit welchen Guno die Sozialdemo- fchiedenem schilderte Wurbs einige Episoden, die sich bei der fratie anzuschwärzen sucht, unterzog er das sonstige Treiben Landtagswahl zugetragen haben. So 3. B. wurden am hiesigen dieses Herrn einer eingehenden Betrachtung. Es zeigte sich dabei, Orte ohne ihr Wissen und Willen Leute als Wahlmänner aufwie meisterlich Herr Guno es verstanden fat, sich große Einfünfte gestellt. Unter anderem sogar ein sozialdemokratisches Gemeindezu verschaffen durch die vor fünf Jab en bewirkte Gründung rathsmitglied und auch ein unabhängiger Sozialift. Ueber die eines Verbandes deutscher Strom- und Binnenschiffer"; er steckt geringe Betheiligung in der dritten Wählerklasse sind folgende nämlich als Präsident, Kassirer und Vertreter sonstiger Posten, gemäß den von ihm aufgestellten Sagungen, die Hälfte der( 5000) Mitgliederbeiträge, das heißt jährlich 12 500 M. als Honorar in seine Tasche. Dabei sind die Leistungen des Verbandes für die Schiffer gleich Null. Damit nicht genug, gründete der angeblich nur auf das Wohl der Schiffer bedachte Herr vor drei Jahren die schon erwähnte Dampfergenossenschaft, zu deren Generaldirektor er erforen wurde. Redner forderte die Schiffer auf, fich nicht diesem Herrn zu überliefern, sondern sich mit ihren Berufsgenossen zufammen in einem Verband zusammenzuschließen und in demselben Kollegen, zu denen sie Vertrauen hätten, zumi Vorsitzenden zu Der wählen. große Beifall der Versammlung bewies, daß die Ausführungen des Referenten auf fruchtbaren Boden gefallen waren. Inzwischen war folgende Resolution eingelaufen:" Die heute, in Charlottenburg tagende Voltsversammlung aller im Schifffahrtsgewerbe beschäftigten Eigner, Bootsleute und verwandten Berufsgenossen erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Wagner einverstanden und erflärt, entgegen dem ausbeuterischen Treiben gewisser Elemente eine eigene, auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehende Organisation zu gründen. Es versprechen die anwesenden Schiffer und Berufsgenossen, demnächst eine Versammlung einzuberufen, in welcher einleitende Schritte resp. sofortige Gründung einer solchen vorzunehmen sind." Ju der Diskussion suchte Herr Schnitzer aus Berlin die Dampfergenossenschaft nebst ihrem Direktor, dessen Buchhalter er ist, zu vertheidigen, mußte aber, obwohl er sich einen genauen auf Anfragen Kenner der Genossenschaft genannt hatte, Wagner's bezüglich eigenartiger Titel der Bilanz Genosse Der Genossenschaft die Antwort schuldig bleiben. Antrick forderte hierauf die Schiffer auf, sich der Sozialdemo tratie anzuschließen, die Arbeiterpresse zu lesen und sich zu einem starken Verbande zusammenzuschaaren. Genosse Gerke schloß sich der letzteren Aufforderung an. Ein Schiffer besprach kurz, wie überaus schwer die Steinschiffer arbeiten müßten und wie iniserabel die Lebenshaltung ist, die ihnen dafür zu Theil wird. Bor dreißig Jahren seien die Schiffe halb so groß wie jetzt gewesen. Damals luden sie 30 000 Ziegeln in 2/2 Tagen; heute laden fie 60 000 auch in 2/2 Tagen. Sind wir Schiffer denn, so fragte der Redner, in dieser Zeit noch einmal so start ge= worden? Nein, es ist die Zwangsjacke, die uns die heutigen Verhältnisse anlegen und die uns zwingt, zwingt, so schwer zu arbeiten von Kindheit auf. Die Zwischenhändler fagen bereits, fie fönnten mit den Schiffern machen, was fie wollten. Nachdem Das noch einige Redner Wort das Schlußgenommen, erhielt Genosse Wagner wort, in welchem er aus einem eigenen Artikel des Herrn Guno Stellen verlas, die zeigen, wie nahe die Dampfergenossenschaft am Ruin steht. Des weiteren theilte Redner mit, daß noch mehrere Schifferversammlungen in Berlin und Charlottenburg stattfinden sollen, daß die Schiffer auf dem Gewertschaftsbureau ( Rosenstr. 28) Auskunft in Echifferangelegenheiten unentgeltlich bekommen sollen, nicht für 5 M., wie es Herr Cuno zu thun wünscht. Genosse Wagner schloß mit der Aufforderung an die Schiffer, das, was sie in diesen Versamnungen gehört haben, 89 601 77 130 000] 741 917 106336 613 63 712 973[ 1500] 107162 weiter zu verbreiten. Die Versammlung nahm einstimmig die oben abgedruckte Resolution an. Genosse Schulze( Schiffer) forderte feine Kollegen sodann auf, ihre Vergnügen nur in Lokalen abzuhalten, welche der gesammten Arbeiterschaft zur Verfügung stehen, und nicht zu Papritz zu gehen. Mit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung schloß die Versammlung nach fünfstündiger Dauer. " in 40196 202 401 55 96[ 30001 549 53 619 41011 30 59 146 91 93 360 667 71[ 1500] 714 43 42121 42 47 407 22 73( 3000) 666 747 43126 53 57 72 456 768 912 31 44051 53 55 102 224 41 301 440 508 645 881 45472 669 743 810 941 46220 412 86 518 818 77( 500] 47059 107 21 25 97 300 8 76 740 90 897 48162 329 30[ 500) 52 86 413 49 728 818 1500] 72 49111 214 80 377 686 963 50085 266 352 480 599 652 787 93 856 51019 60 178 248 323 442 511 758 851 53 901[ 1500] 52062 102 15 93 99[ 500] 672 725 819 84 986 53815[ 1500] 8 436 96 600 4 820 917 54049 146( 3000) 250 786 [ 15001 922 21 55024 683 749 947 50012 110 462 69 597 650 784 869 78 950 57251 338 39 511 19 45 94 3000 632 92 700 21 5801 227 91 400 645 702 11 16 909 20 59078 104 316 41 419 24[ 1500] 577 705 810 65( 500) 924[ 000] 60029 35 127 525 720 43 74 91 809 92 903 61119 63 99 466 707 62021 174 331( 1500, 977[ 1500] 63018 82 165 214 43 342 83 98 696 791 821 70 908 61197 329 400 677 90 836[ 300] 995( 1500) 65080 229 355 496 535 668 71 78 789 854 57 66049 372 493 517 833 938 130001 67056 80 273 470 581 97 619 36 822 922 54 68091 97 297 485 512 714 92 98[ 1500] 876 83 949 69027 126 218 503 71 916 76 95 70113 21 259 301 67 536( 3000) 59 683 909 71089 273 85 783 836 72074 328( 3000) 806 36 64 73125 50 269 348 534 691 766 829 62 938 74 19 22 70 164 225 34 69 73 365 491 581 672 714 19 942 75155 86 98 260 363 72 580 613 46 71 742 55 953 76380[ 1500] 86 495 683 [ 300] 77296 329 72 436.63 824 87 944 78011 33 77 105 66 227 50 410 834 996 79212 27 43 428 636 55 80 763 875 88 927 98039 45 67 143 272 462 517 673 773 833 160140 286 300 84 503 635 85[ 300] 704 822 75 937 68 161374 448 500[ 10000] 24 70 613 723 860 74 102124( 3000) 237 440 63 65 658 706 23 84 899 902 40 69 78 86 10313 114 213 51 676 87 756 164134 72 77 206 621 55 721 42 105241 74 683 852 926 186007 42 70[ 5000] 138 71 97 214 91 472 543 607 746 89 877 956 88 167159 168032 103 9 37 227 351 342[ 600] 46 57 402 80 566 768[ 300] 960 682 664 771 160019 44 79 182 89 201 92 300 77 404 46 833 59 404 46 83 170032 46 1.7 274 311 22 65 93 489 600 956 86 171131 34 235 172317 404 66 583 87 641+63 332 518( 1500) 56 97 618 825 947 62 171006 9 40 95 176 77 281 343 927 173094 224 56[ 1500] 302 603 55 62 505 70 635 751 820( 1500) 33 78 970 175057 313 67 502 65 766 873 176052 281 317 35 493 518 38 612 836 177076 131 99 278 313 [ 5000] 495 706 34 1 820 953 178024 61[ 300] 125 202 65 378( 3000) 508 761 179193 480 500 621( 500) 33 756 906 56 180069 109 244 310517[ 300] 823[ 300] 181037[ 3000] 80 219 328 69 1500) 411 16 63 633 717 46 850 13 00] 58 93 11500] 926 182055 123 68 230 406 77( 3000] 79 601[ 300] 708 874 183152 429[ 150] 52 571 600 13 758 65 99 813 184062 129 90 287 322 621[ 1500] 823[ 300] 904 19 83 185062 90[ 3.00] 97 140 444 95 765 90 980 186024 227 73 346 187059 163 291 306 33 92 403 84 96[ 500] 566 86 188039 52 303 456 632 45 729 902 71 189125 66 13000] 80 583 663 67 935 190049 260 392 428[ 3000] 41 615 616 714 27 75 852[ 1500] 19108! 277 632 712 842 930 192018 25 67[ 500 149 88 247 667 704 85 846 85( 1500) 193107 8 47 78 469( 500) 88 631 781 13001 875( 500) 931 194187 335 45 67 425 762[ 1500] 949 195309 78 448 72 678 664 706 983 196308 63 88 637 764 934[ 1500] 37 197423 617 712 35 37 47 814-198186 290 335 425 39 613 69 90 734 53 865 199116 23 252 98 319 83 527 200183 238 415 705 910 44 201047 135 387 488 634 79 730 806 [ 1500] 202036 244 61 365 91 203017 82[ 300] 278 319 552 88 613 204041 172 95 359 86 432 58 519 26 610[ 500] 779 83 716 27 957 [ 1500] 205107 60 76[ 1500] 312 85 535 99 641 59 787 26252 67 358 207016 25 114 67[ 1500] 553 67 629 705 24 91 734 39 58 72 85 814 80042 125 249[ 1500] 546 612 869 81360 409 20 1500] 43 61 62 611 74 84[ 30001 824 32 60 15001 85( 300) 97 82153 233 78( 800) 353 674 89 845 997 83393 556 92 816 39:81 81308 66 501 55 658 734 55 8 89 85158 338 688 861 86416 518 72 793 807 35 904 87057 29 611[ 3001 756 851 906 88006[ 1500] 41 101 991 S9024 219[ 300] 328 29 60 428 716 26 891 968 01242 43 47 492 722 823 55 93 902 02287( 500) 317 444 501 36[ 30001 705 23 81 841 98139 287 321 58 92 562 679( 3000) 825 952 94119 1500 335 4:19 95030 131 92 266 459 529 43 47 15001 861 942 96108 91 225 401 1500] 1608111( 1500) 313 20 77 872 83[ 500] 901 209020 26 106 347 638 97 506 39 677 762 845 966 97057 806 64 910 98183 238 879 951 91 710 47 97 810 42 925 72 73 99030 106 59 1500] 67 392 405 39 41 555 794 843 9 92 962 100003 76 339 489 605 32 826 115001 36 902 82 93 101093 126 36 338 73 410 32[ 1500) 57 935 102004 10 94[ 300] 177 91 216 402 511 46 604 31 721 900 103202 4 335 466 71 91 517 86 812 1040 2 98 327 65 526 78 613 706 16[ 3000) 812 40 73 105000 44 51 432 559 383 410 44 508 21 617 108265 78 427 747 81 109102 305 64 76 469 91 110091 251[ 300] 392 417 558 65 626 72 74 714 49[ 300] 91 962 74 11103) 260 527 98 702 31 52 112012 60 239 52 317 784 851 990 118004 167 205 366 408 87 561 645 83 755 87 802 18 37 55 66( 500) 17. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 7. November 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mark ind bet betreffendent Nummer in Parenthese beinefiigt. ( Ohne Gewähr.) 48 832 42 et 23 90 206 88[ 15001 402 13000] 28 95 96[ 1500] 580 613 92 793 809 1069 411 20 45 73 79[ 3000) 570 756 912 2017 286 388 92 498 544 3192 309 464 515 1500) 87 692 752 993 4077 473 501 761 809 5089 14( 300) 93 200 323 472 61( 500) 774 811 900 13001 39 6086 485 115001 580 805 7116 20:14 39 503 633 777 841 78 902 32 8054[ 1500] 164 115001 344 82 600 719 67 84 806 927 83 9029 67 122 33 45 406 10017 228 677 11023 51 202 18 22 431 743 84 894 925 12012 22 26 63 191 98 832 927[ 10000) 34 13030 53 72 370 415 6-0 95 812 11500] 76 994 14309[ 300] 421 33 84 89 91 550 746 15020 59 217 48 97 381 91 468 657 65 810 32 49 921 85 16143 443 95 514.90 821 951 17053 92 387[ 300] 448 49 530 885 98 919 26 18085 318 83 470 71 607 909 37 19016 230 419 539 637 72 701 25[ 500] 832 46 +2177 20249 94 515 78 84[ 1500] 85 736 72 836 985 21092[ 300] 115 67 230 48 432 505 601 770 78 968 22022 102 235 60 661 87 758 25128 65 410 574 664 72 778 959 21072 337 509 60 99 719 811 901 25202 82 83 419 33 665 979 26353 65 501 628 716 992 27083 102 56 68 201 95 305 54 574 610( 3000) 818 28009[ 300] 199 213 504 7 86 755 56 62 842 29184 305 480 507 10 659 751 30038 217 98 445 86 903 31015 152 68[ 30001 79 228 97 362 65 537 52 688 707 808 60 99 917 32222 76 394 564 724 62 823 33001 291 320 27 491 995( 50) 759 917 60 34004 24 83 132 44 50 53 387 588 606 768 818 52 900 25 35160 90 233 81 314 565 756 954 36115 7( 500) 835-3 618 836 957 37168 216 433 638 69 82 833 45 946 52 38182 208 335 66 525 682 764 39122[ 1500] 210 41 330 540 643 91 716 73 1300] 78 87 210102[ 1500] 21 36 226 315 52 400 81 515 21 660736 949 211051 101( 300) 312 58 441 43 45 515 24( 3000] 35 784 920 21 11500, 67 11500) 212179 315 57 405 585 724 952 53 2180 6 305 31 43 415 503 776 812 18 51 72 938 214000 144 417 69 521 810 54 900 35 2150.4 226 302 402 67 582 709 860 216151 613 85 757 824 994 217036 102 26 263 414 92 574 777 218066 101 36 229 371 91 689 757 71 77 ( 500) 95 219178 80 93 271 617 708 25 220026 124 271 5 13 71 685 91 701 87 932 58 221102 7 202 45 72 321 70 639 665 737 815 913 222045 436 688[ 1500] 817 223296 323 [ 500) 524 1500) 615 27 66 745 49[ 1500] 89 894 224094 132 40 216 19 41 447 658[ 1500] 82 770 897 225139 271( 300) 353 77 417 52 536[ 50] 110016 221 77 699 764[ 15001 845 920 111011 178 289 91 372 718 842 945 112165 208 88 308 70 420 22 62 85 500 671 755 806 915 113226 34 45 395 529 44 675 706 931 114077 272 83 329 130001 407 52 552 76( 300) 760 836 49 910 64 65 115057 86 245 55 387( 500) 881 967 116140 273 74 91 318 68 818 924 117038 90 2.5 87 488 749 61 818.95 118119 51-60 366 15001 616 57 65 91 726 119095 175 233 491 500 13 48 65 632 700 74 827 947 120033 331 505 9 89 646 68 926[ 1500] 121055 63 163 78 256 59 122132 271 331 401 52 335 416 593 72 115001 82 832 948[ 300 89 580 673 953 12: 3216 61[ 30001 532 909 23[ 500] 88 121124 249 328 47 438 558 65 65 88 1: 5033 53 95 355 89 504 801 61 985 93 126014 309 470 522 98 752 90 905 127202 6 17 1500] 40 321 455 512 85 705 6 37 80) 13 34 70 128138 39 303 525 610 48 720 883 930 99 129063 297 389 654 90 719 47 95 852 971 130059 96 106 1500] 363 524 33 39 623 46 813 911 131015 109 94 216 335 95 519 948 132008 13001 73 195 259 319 408 14 615 726 909 133076 184 225 362 89 90 631 81 825 908 134009 20 17x 362 757 81 902 22 135040 111 638 716 811 69( 1600] 136063 130 566 643 78 797 98 803 137024 39 164 321 585[ 1500] 660 76 774 810 17 40 936 138007 54 197[ 300] 311 438 500 618 89 780 801 35 904 84 139031 90 242 501 660 709 34 38 846 90 963 140067 301 474 707 97[ 3001 823 910 76 82 85 141047 512 15 712 917 142123 440 56 611 770 804 92 143013 100 6( 500) 748 14 1037 412 627 900 1 1500 95 14518 91 223 30 351 434 535 41 744 884 997 146025 102 239 339 78 488 542 664[ 1500] 795 806 95 950 147182 224 322 35 562 63 692 819 902 8 37 56 58 148211[ 300] 589 748 149318 621 713 854 150049 370 464 65 583 623 700 65 966 151045 51 485 630 781 821 977 88 152121 49 214( 500) 45 46s 648 62 743 849 153104 226 52 93 646 779 928 57 154084 151 11500) 233 517 80 608 11[ 3000] 14 78 767 955 155310 44 518 75 601 13001 843 156003 282 13.00-21 487 1500] 532[ 1500] 615 43 85[ 1500] 157033 305[ 500) 22 673 7 82 628 13001 735 859 79 158036 150 74 24 319 412 84 610 64 836 933[ 10000] 34 70 159053 199 201[ 1500] 472 590 685 822 915[ 3001 40 160013 180 375 527[ 500] 60[ 1500] 68) 865 912 101087 213 317 492 501 709 931 162010 31 365 419[ 1500] 41 583 669 830 163023 100 52 556 644 760 825( 1500) 97 164086 255 352 553 88 632 60 72 In Friedrichshagen fand am 4. November eine öffentliche Voltsversammlung statt, in der Genosse Reinhardt- Weißenfee, als Delegirter des Niederbarnimer Kreises, über den Parteitag referirte. Nach seinem Bericht forderte Genosse Reinhardt die Anwesenden auf, sich wenn irgend möglich der Organisation ihres Berufes anzuschließen, sowie sich energisch an der auf dem Parteitage beschlossenen Agitation zur Beseitigung des Dreitlassen- Wahlsystems zu betheiligen. Er sprach seine Mißbilligung gegenüber Schippel aus wegen des in letter Stunde so unerwartet erfolgten Zurückziehens seines Referates über die Ge wertschaftsfrage und bedauerte die Verwerfung der bekannten Resolution Arons bezüglich der Gewerkschaftsbewegung. Der DON ihm auf Wunsch der Versammlung zum Schluß verlesene an Brief Miquel's Marr erregte großes Hieran Intereffe und wiederholte ironische Zwischenrufe. schloß sich eine lange und äußerst lebhafte Diskussion, in welcher die Genossen Sonnenburg, Knappe, Wartmann, Paz, Barth, Heyfelder u. a. mehrfach das Wort ergriffen. Genosse Knappe stellte zwei Anträge. Der eine Antrag bezüglich der Aenderung des Charakters des Volksblatts" für Teltow- Beestom, Niederbarnim wurde trotz der allseitig ausgesprochenen Meinung, daß das jetzige Blatt nicht den gewünschten Erfolg habe, abgelehnt, der andere behufs Wahl einer Kommission zur Borberathung über einen eventuell in Friedrichshagen zu begründenden allgemeinen Gewerkschaftsverein, der leider von sehr vielen persönlichen Angriffen gegen den hiesigen allgemeinen Arbeiter- Bildungsverein der einzigen Partei- Organisation am Blaze begleitet war, wurde angenommen und eine Kommission von 5 Mitgliedern zur Klarstellung dieser Frage gewählt. Die meisten Redner waren mit den auf dem Parteitage gefaßten Beschlüssen im allgemeinen einverstanden, bis auf die Gewerkschaftsfrage. Das Verhalten des Genoffen Schippel wurde all- 0172 225 561 73 662 705 17 830 61122 48 210 410 32 61 501 542 59 662 954 177003 87 249 491 533 57 624 78 783 832 90, 30 41 75 92 1500) 699 839 51 914 45 62020[ 50] 38 204 5 87 632 70 764 91 178047[ 3.00] 147 75 321 94[ 3.00] 405[ 3000] 515[ 1500) 39 665 98 feitig verurtheilt, da sonst dieser Punkt auf dem Parteitage 828 914 63168( 500) 293 307 415 46 65 570 729 72 64131 92 1000) 713 885 905 33 179255 302 99 529 714 824 914 93 28 316 23 93 511 624 795 99 66020 290 607 686 833[ 300] 903 9 28 wahrscheinlich gründlicher und nicht in so persönlicher Weise erledigt worden wäre. Im Schlußwort sprach Reinhardt noch 65 907 68039 70 154 220 389 97 409 563 619 24 70 818 901 51 60035 244 65 376 499 513 21 626 759 868 besonders den Wunsch aus, daß die Genossen stets nur unfere große erhabere Sache im Auge haben und von allem Bersönlichen absehen möchten. Nachdem die Vertrauensperson Schlehuber fein Abrechnung verlesen und mit Rücksicht auf seinen schlechten Gesundheitszustand eine eventuelle Wiederwahl abgelehnt hatte, wurde Genosse Sonnenburg einstimmig als Verfrauensperson gewählt, der infolge dessen sein Amt als bisheriger Borsigender des Arbeiter- Bildungsvereins sofort niederlegte. Nachdem noch drei Revisoren zur Prüfung der Abrechnung der Fsherigen Vertrauensperson, sowie eine dreigliedrige Lokalfomon Henfelder, Hillmann, Schlehuber gewählt worden und der Leiter der Versammlung, Genosse Ministädt, alle efenden ermahnt hatte, doch auch stets nach Kräften der teitasse zu gedenken, wurde die Versammlung geschlossen. 40042 149 266[ 3300] 313 62[ 300] 80 485 814 980 41028 102 [ 300, 64( 500] 98 261 83 416 532 622[ 30] 42195 97 635 713 14 837 4123 376 512 715 44 93 817 44032 131 234 446 669 94 771 894 911 45 83 14 227 64 620 47 780 46032 96 112 16 502 68 726 826 956 47205 348 71 503 1500) 685 835 902 9 48424 37 593 629 766 959 [ 1500) 98( 500) 49053 64 128 45 254 338 563 751 69 50138[ 30] 385 489 91 700 11500] 51083 189 283 341 439[ 300] 506 87 624 70 852 52025 313 580 702 41 975 53087 1300] 178 264 1500 390 414 509 80 652( 1500) 741 892 99 51026 41 45 69 379 450 78 55017 134 383[ 500] 404 42 509 28 790 935 51280[ 1500] 313( 500) 170054 72 1500] 361 417[ 1500] 604 783 823 941 171095 142 544 438 522 83 98 610 27 716 21 57028 79 341 90 9[ 300] 487 523 80 624 662[ 1800] 172: 05 269 310 420 35 58 887 173079 157 70 538 418 43 816 938 58106 64 65 344 84 99( 3000) 618 90 69379 93 412 61( 300) 643 839 911 53 174087 283 442 52 522 607 22 63 784 9.7 48 630 98[ 3000] 839 175002 68 227 378 434 516 647 176062 121( 300) 23 216 361 487 641 10000143 280 331 67 115001 81 623( 3000) 67192 502 96 647 63 20116 29 33 48 62 237 304 42 66 433 504 19 66 608 95 889 71031 242[ 300] 426 46 51 545 655 115001 76( 1300) 708 81 968 72192 206 19 352[ 30001 98 455 1200000] 564 816 918 73124 98 204 39 388 90 466 78 622 74 934 74229 38 66 67 418 628 31 732 48 73 90 888 99 [ 5vv] 972 7007 172 318 19 56 456 68 603 36 734 60 1300] 921 58 70174 95 240 333 66 469 94 523 887 7.021 84 118 233( 3000) 49 442 515 828 65 975 78045 63 100 3.9 466 528[ 3000] 54 726 89 882 76121 255 342 95 402 624 735 89 839( 500) Su198 221 48 349 665 90 638 843 81002 43 361 483 577 796 804 82071 177( 5000) 268 85 381 407 62 561[ 300] 992 83063 95 141 345 64 692 706 809 84204 96 492 633 815 1500] 24 81 85055 99 16.0 192 399 432 1500] 614 26 42 86115 425 30 71 74 504 620 52 98 840 87069 85 119 22 75 227 34 339 419 72 76 781 892 88189 474 703 877 S: 322 431 6 81 503 623 85 738[ 1500] 60 835 967 ES 90005 20 125 362 440 74 633 99 719 850 130001 58 87 982 88 91034 283 366 75 551 678 713 900 92024 234 95 394 474 557 733 907 93087 131 72 273 329 45 63 84 429[ 1500] 58 520 66 614 968 94030 109 276 90 437 56. 663 950 95008 41 252 83 1 304 485 96004 82 92 391 [ 3000] 682 93[ 000] 806 97179 233 37 458 878 93 917 98039 199 309 423 568 91 946 93037 108 66 319 37 611 686 801 46 100006 107[ 300] 16 252 322 431 63[ 3001 538 762 839 939 42 41 217 64 305 433 64 98 737 80 907 76 99 103069 354 404 77 695 101 97 223 74 300 62 58 612 938 73[ 5001 98 102009 12 66 11 750 806 62 81 115001 925 52 101010 163 452 579 83 833 105092 148 662 15001 772 863-904 106333 580 94 638 66 790 926 107008 215 38100303007 624 772 92( 1500) 664 917 108070 92 206 374 779 80 165085 110 330 499 609 15 793 836 955 97 106057 104 37 426 29 94 643 99 167116 579 612 89 722 61 77 850 68 168067 141 414 55 78 515 65[ 500] 609 17 61 97 904 10 69[ 300] 169071 92 267 83 413 33 740 47 97 896 914 180058 64 342 424 5 4 20 78 622 700 66 807 25[ 3000] 53 181257 366 58 428 89 936 60 18-156 267 419 35 49 578 825 42 962 183177 245 300 64 683 783 848 84 98 908 181061 115001 99[ 1500] 109 18 216 67 464 79 574 705 32 847 185180 229 357 186338 584 752 923 187009 248 530 683 796 188078 503 6193 640 749 97 886 940 189013 53 235 448 646 733 190039 109 66 251 880[ 300] 953 191107 14 288 89 321 61 502 43 80[ 1500] 646 96+ 192038 517 918 193082 157 269 86 311 66 450[ 3000] 659 802 57 82 907 194153 98 287 854 195130 2:12 683 897 907 130001 32 1300] 54 58 95 196281 347 479 513 69+ 197012 39 212 350 534 49 755 933 40[ 1500] 198203 309[ 600] 621 888[ 3000] 199060 442 575 721 27 850 914 13000] 32 200070 112 498 744 57 201203[ 300] 35 81 376 462 544 658 963 91 202144 205[ 3000) 85 472 565 203060 143[ 10000] 215 34 477 201062 164 81 93 207 35 373 562 71 72[ 1500] 664 908 83 130001 405227 30 305 47 484 93 638 13000] 716 15001 884 942 94 206176 207 389 405 537 619 752 817 207017 152 251 325 419 27[ 300] 508 80 208087 220 311[ 500] 430 86 516 66 624 991 209067 402 57[ 300] 636 589 928 82 210063 440 698 810 211267 212037[ 500] 113 316 99 509[ 300] 670( 3000] 93 718 43 213095 173 78 223[ 300] 365 560 646 61 83 924 214091 198 248 454 970 215018 30 104 202 81 314 77 497 593 667 [ 1500] 801 971 10158 250 329 476 911 21 7040 99 1500] 142 287 370 409[ 1500] 48 515 83 771 73 824 218022 84 113 266 74 303 10 77 658 904 10 726 40 873 920 73 2: 20035 109 50 65 1500] 79 605 985 221000 91 414[ 5001 49 53 555 692 843 918 34 75 581 619 810 96 219006 14 275 419 1500) 504 83 611 717 74 838 Die Möbelpolirer in Weißenfee hielten am 5. November eine öffentliche Versammlung ab, in der Kollege Kurth über die Vernichtung des Kleingewerbes und des Handwerks durch das Großkapital und den Werth der Arbeiterorganisationen sprach. In der Diskussion nahmen mehrere Kollegen das Wort, um fich ebenso wie der Referent für die Gründung einer Zahlstelle des Verbandes der Möbelpolirer Berlins und Umgegend auszusprechen. I Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 98 515 41 721 821 380 535 602 222206 49 3 0 96 518 703 28 22: 3373 464[ 800] 24159 207 29 480 615 23 1500] 773 843 6063