Nr. 265. Erscheint täglich außer Montags. Breis pranumerando: Biertel jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, möchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6. Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags Bellage Neue elt" 10 Bfg. Boft- Abonnement: 8,80 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boit Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Beritzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pig Inferate für die nächste Nummer muffen bis 4 1hr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 10. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. arbeiter seitens der Unternehmer durch jene Verluste wärtigen Aufsicht ist eben eine so allgemeine, daß dieselben Und so steht Verbesserungen ohne jede Verabredung überall vorBergarbeiter- Elend. in der grauſamſten Weise verschärft. man hier vor Bestimmungen, die dazu führen, den Berg- geschlagen werden. Mit welchem Erfolg das die Eine niedliche Sammlung von Bergarbeiter- Beschwerden arbeiter an der Wende des 19. Jahrhunderts indirekt in wissen wir freilich im Voraus. Da machen enthält die Petition des Gesammtvorstandes des Verbandes der unwürdigsten Abhängigkeit zu halten und jede selb- Farben der Grenzpfähle nicht den geringsten Unterschied. Sächsischer Berg- und Hüttenarbeiter in Zwickau, die soeben, ständige Regung desselben im Keime zu ersticken. Wie ge- Weiter verlangen die sächsischen Bergarbeiter die gesetzliche Anfang dieses Monats, an die Ständeversammlung des fagt: es lohnte sich wohl einmal, daß unsere Fraktion diese Feststellung der Achistundenschicht, und sie führen zur BeKönigreich Sachsens abgegangen ist und auch dem Reichs- beispiellosen Mißstände im bergmännischen Versicherungs- gründung an, daß die Schächte immer tiefer und heißer tage zugehen soll. Die Beschwerden in ihrer langen Reihe wesen bei einer Versicherungsdebatte im Reichstag aufs werden, sowie daß die jetzt üblichen Sicherheitslampen das sind lauter alte Bekannte; die Bergarbeiter- Bewegung hat Korn nähme und sich mit einer Geißelung derselben den Augenlicht bei langer Arbeitszeit noch mehr schädigen, als fie schon hundert Mal an die Oberflüche geworfen, und die Dank der Berglente verdiente. die frühere Beleuchtung. Die sächsischen Bergarbeiter müssen gegenwärtigen Machthaber sind schon hundert Mal zur Der andere Theil der sächsischen Petition bezieht sich auf weiter um achttägige Lohnzahlung, um die obligatorische Tagesordnung über sie hinweggegangen. Die Vertretung den eigentlichen Bergarbeiterschutz. In erster Linie hat er genau Einführung von Lohnzetteln, um eine Beschränkung der der Bergleute bringt sie aber zum 101. Male doch wieder so über die mangelhafte Bergwerks- Inspektion zu klagen, wie die Strafabzüge auf den Betrag eines einfachen Schichtlohnes, an die sächsische Landes" Bertretung auch so industriellen Proletarier über die ungenügende Fabrikaufsicht. um die Abschaffung von Arbeitsbüchern und Arbeitsein Beweis für den ungefeßlichen Sinn" dieser Es hätte nichts schaden können, wenn der fächsische Berg- zeugnissen, endlich um eine gerechte Festsetzung der Arbeiterorganisation, die im gelobten Sachsen so oft arbeiter- Verband in diesem Zusammenhang die lakonischen Gründe, aus welchem ein Arbeiter sofort entlassen schon als Ümsturzverein denunzirt worden ist und doch un- Berichte der dortigen Berginspektoren, die als Anhang zum werden kann, erst petitioniren. Wenn man dies ermüdlich thätig ist, den Beschwerden der Arbeiter auf Berichtsband der Gewerbe Inspektoren erscheinen, einmal alles liest, kommt einem die empörende ungerechtigkeit gesetzlichem Wege Abhilfe zu schaffen wenn die Macher genau unter die Lupe genommen und Beile für Beile nach des heutigen Produktionssystems so recht zum Be der Gesetze nur wollten! gewiesen hätte, was diese Berichte alles nicht enthalten. wußtsein: Die ärgste Behandlung müssen fich Aus dem schlichten Wortlaut der Eingabe kann man Das kann aber im sächsischen Landtag mündlich nachgeholt unter demselben gerade diejenigen Proletarier gefallen sich ungefähr ein Bild davon machen, wie der Bergarbeiter werden, und wir möchten dann einmal denjenigen sehen, lassen, die unter den schwierigsten und gefährlichsten Be in Sachsen heute lebt oder vielmehr vegetirt und verder die Forderung der Petition für ungerechtfertigt er dingungen produziren. Die kapitalistische Wirthschaftsgewaltigt wird. Um mit Dingen anzufangen, die sich auf tlären wollte, daß die Bergwerke mindestens vier Mal ordnung hat als Lohn für die aufopferndste Arbeit die sozialreformatorische" Einrichtungen der jetzigen Gesell jährlich einer Revision unterzogen werden müssen, statt größte Knechtung, für den ärgsten Müßiggang den höchsten schaft beziehen und über welche also die Diskussion ein Mal jährlich, wie jezt. Das kann natürlich nur durch Lebensgenuß festgesetzt. gar nicht abgelehnt werden kann: die Versicherungskassen Vermehrung der Beamten erreicht werden, und es iſt Die Sympathien aller Klassenbewußten Arbeiter befür Bergleute, die bekanntlich für Krankheit, Invalidität bezeichnend für die Stimmung in Arbeiterfreifen überhaupt gleiten deshalb den neuen Verfuch der sächsischen Bergund Alter gleichzeitig sorgen sollen, die sogenannten Knapp- bezüglich der Gewerbe- Aufsicht, daß auch hier Arbeiterarbeiterführer, der bürgerlichen Gesetzgebung eine Ber schaftstassen, sind in Sachsen wie anderswo mit einer Reihe inspektoren als das einzig wirksame Abhilfsmittel bezeichnet befferung der Lage der Grubenproletarier abzutrozen; daß organisatorischer Mißstände behaftet, die für die Bewegung werden. Die neuen Beamten müßten Leute sein, so sagt sich nur geringe Erfolge erzielen lassen, darüber sind wir unter den Bergleuten von uns weit mehr ausgenutzt werden die sächsische Petition, welche weniger allgemeine theoretische ja alle klar. Aber der Bergarbeiter hat einen besonders müßten, als es bisher geschehen ist. So haben in Sachsen Kenntnisse und Ausbildung, als vielmehr vorwiegend langen Weg durch die Nacht zum Licht zurückzulegen. Er durch eine„ Reform" vom Jahre 1884 und 1891 mehrere praktische Erfahrung und Ausbildung besitzen. Es dürfte bedarf der Aufrüttelung zum Klassenbewußtsein ganz behundert Bergleute etwa vier bis fünftausend Beitragsjahre unseres Erachtens die mehrjährige praktische Thätigkeit eines fonders. Und auch diese Hauptwirkung wird der Petition verloren, die sie aus ihrem sauer verdienten Lohn bis dahin Häuers, die derselbe in verschiedenen Lehr- und Bethätigungs- der sächsischen Bergmanns- Organisation nicht fehlen! gesteuert hatten und für die sie jetzt nicht die geringste phasen ausübte, völlig genügen, um denselben als bergGegenleistung erhalten sollen. Ferner ist beim Ausscheiden inspektorlichen Gehilfen geeignet erscheinen zu lassen. Da aus der Kasse bis jetzt eine freiwillige Fortversicherung durch durch würde auch unzweifelhaft ein größeres allgemeines Uebernahme aller Beiträge ausgeschlossen, sowie eine RückBertrauen zu dem Institute der Berginspektoren erzielt, Politische Leberlicht. Berlin, den 9. November. Der Reichstag soll vom Kaiser mit einer Thronrede eröffnet werden. zahlung der geleisteteu Beiträge an so erschwerende Bedingungen als gegenwärtig..... Derartige Arbeiterbeamte geknüpft, daß der Bergarbeiter gewissermaßen auf Ewigkeit müßten mittels geheimer Abstimmung von den Bergdazu verdammt erscheint, unter den elenden Verhältnissen arbeitern selbst gewählt werden, wogegen deren Gehälter und feines Berufs sein Leben fortzufristen; man hat ihm ge- Unterhaltungskosten von der Staatskasse zu tragen wären. radezu die Möglichkeit abgeschnitten, anderswo eine bessere Als ein Mangel in der Instruktion für die Berginspektoren Der Bundesrath trat heute zu einer Plenarsizung und lohnendere Existenz zu suchen, wenn er nicht wohl ist es schon oft empfunden worden, daß diesen nicht gleich zusammen. Vorher waren die vereinigten Ausschüsse für erworbene Rechte auf die schändlichste Weise einbüßen will. zeitig die Befugniß zur Auferlegung von Strafen, wie in Eisenbahnen, Post und Telegraphen und für RechnungsSo schlau dieses System von den Gesetzgebern auch aus- England eingeräumt wird". So fehren dieselben Forde wesen, sowie die vereinigten Ausschüsse für das Landheer gesonnen ist, es steht in traffem Widerspruch mit der Frei- rungen in der sächsischen Bergarbeiter- Bewegung wieder, und die Festungen und für Handel und Verkehr versammelt. zügigkeit, die doch angeblich jedem deutschen Staatsbürger die unsere Genossen eben in der bayerischen Kammer zur Dem Bundesrath sind, dem Reichs- Anzeiger" zufolge, gewährleistet sein soll. Auf der anderen Seite wird Reform der dortigen Gewerbe- Inspektion aufgestellt haben. in den letzten Tagen folgende Borlagen zugegangen: Der die willkürliche Entlassung und die Aechtung der Berg- Die Ueberzeugung von der Mangelhaftigkeit der gegen- Entwurf eines Gesetzes, betr. die Bekämpfung gemeingefähr Nachdruck verboten.] Feuilleton. Skizzen 14 gründeten eine Ausstandskasse und entwarfen bindende Regeln für die Mitglieder dieser Verbindung. Deshalb strahlte das Gesicht Stepan's vor Freude, als wir ihn als Arbeiter an dem Schriftenkasten wiedersahen. Neben ihm arbeitete der bucklige Seßer Jegar, der immer nach Schnaps roch. Als die Arbeiter sich anschickten zu Als die Arbeiter sich anschickten zu ihrem Mittagsbrod zu gehen, näherte sich dieser Stepan aus der sozialistischen Bewegung und sagte ihm: in Rußland. A Aus dem Russischen überseht.) Der Enthusiasmus und die Liebe, die aus Stepan's Woiten heraustlangen, begeisterten die beiden Arbeiter; Tmitri umarmite Stepan und sagte aus voller Seele: Ich danke Dir Du bist ein ganzer Mann!" Nach ihm füßte Pawel, nachdem er in den Haaren gerüttelt hatte, Stepan. Das war eine rührende Verbrüderung der Arbeiter mit dem ehemaligen Edelmann, welche es empfanden, daß es zwischen ihnen keine Verschiedenheit giebt, daß sie Brüder mit einander sind. Diese seine erste sozialistische Rede auf der kleinen Waldwiese unter dem blauen Himmel grub sich tief in das Gedächtniß Stepan's ein. Dann erinnerte er sich, mit welcher Aufregung er den folgenden Tag erwartet hatte. Er bemerkte es, daß der Eindruck ein tiefer war, aber war er tief genug? Hatte er das Nachdenken erweckt? Um so größer war seine Freude, als Dmitri am folgenden Tage nach Schluß der Arbeit zu ihm tam und ihm fagte:„ Komm mit uns Thee trinken." 11 Gieb mir zwanzig Kopeken." " Für einen Schnaps? Nicht eine Ropete. " Du giebst nicht?" Die Frage enthielt eine Drohung. Nein," antwortete Stepan. " Es ist gut... aber ich werde erzählen, mit welchen Dingen Du Dich abgiebst... werde das Büchelchen übergeben." " Ein kräftiger Schlag schloß Jegar den Mund, und als dieser sich umdrehte, erblickte er Dmitri, der dieser Unterredung zugehört hatte. " Versuche es nur, Du Schuft!... ich schlage Dich todt wie einen tollen Hund," sagte Dmitri mit drohender Stimme. Ich dachte, Du wärft blos ein Trunkenbold und nicht ein Verräther," sagte Stephan. Jegar fürchtete sich und verließ brummend die Druckerei. Abends, als sich die Anhänger Stephans in dessen Wohnung versammelten, erzählte Dmitri schon von den Drohungen Jegar's und fügte hinzu: " Dieser Säufer ist für Geld zu allem fähig... für einen Schnaps würde er seinen leiblichen Bater ver Von dem Tage an kam die Sache in Fluß... Nicht kaufen... Man muß ein Ende mit ihm machen." allein die Arbeiter in der Druckerei fennen jetzt das Ge-" Dem Hund gebührt der Tod eines Hundes..." heimniß ihrer Etlaverei... es bilden nicht mehr deren sagte Pawel. gedroht, indem er hoffte, daß ich ihm vielleicht doch zwanzig Ropeken geben würde." Nein, er droht nicht umsonst... Die Unseren kennen ihn schon lange." " Er wird Dich und uns Alle verderben... wird die ganze Sache verderben... es lohnt sich nicht, mit solchen Viehstücken Mitleid zu haben." Nicht eine einzige Stimme unter den Arbeitern wurde zur Vertheidigung Jegurs laut. Aber Stepan sprach ener gisch gegen dieses strenge Urtheil, sein gutes Herz protestirte eifrig gegen die Stimme der Vernunft, und er verlangte, daß Dmitri von seinem Vorhaben ablaffen sollte, indem er versicherte, daß Jegur sie nicht denunziren wird. Ungern gab Dmitri nach, und an diesem Abend gingen die Arbeiter mit baugen Vorahnungen auseinander, unzufrieden mit Stepan und seiner Gutmüthigkeit. Einige Tage vergingen in vollkommener Ruhe; die bösen Vorahnungen, hervorgerufen durch die Drohungen Jegur's, wurden schwächer und waren bald vergessen, bis plöglich eines Tages, als die Arbeit in der Druckerei im besten Zuge war, auf der Treppe die Schritte der Gendarmen und Polizeisoldaten, gleich dem Stampfen der Pferdehufe, ertönten. Die ganze Druckerei wurde durchsucht, die Dielbretter wurden aufgerissen, der Ofen wurde zertrümmert, das Brennholz im Schuppen wurde auseinander geworfen, aber nichts Verdächtiges gefunden"; trotzdem aber wurden Stepan, Dmitri und noch zwei Arbeiter in das Gefängniß abs geführt. Stepan befindet sich in Einzelhaft, die Tage werden durch das Müßigsein ewig lang, und in den Nächten kann er nicht schlafen. Das fortwährende Nachdenken zermartert sein Gehirn, und immer schwächer wird die Hoffnung auf Zwei sein Auditorium, sondern mehrere Duzende; fiel Red," entgegnete Stepan, ich denke, er hat blos die Befreiung. In der kleinen Deffnung der Thür seiner licher Krankheiten; der Entwurf eines Weinsteuergesetzes;[ werfer, Fabrikanten und Kaufleute( 1 konf., 1 freitons.,| Bewohnerin", und bat um Aufschluß. Sie erhielt folgende der Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Waarenbezeich- 10 natt., 8 Bentr. und 2 Polen); 4 Schriftsteller und Re- Antwort, die wir als wichtigen Beitrag zur Kulturgeschichte nungen; der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Aende- dakteure( 1 freitons., 1 Bentr. und 2 Freis. Volksp.) und vollständig abdrucken: M rung des Gesetzes über den Unterstützungs Wohnsiz endlich 8 Offiziere( 4 tons., 2 freikous. und je 1 Zentrum und die Ergänzung des Strafgesetzbuchs; der Entwurf eines und Pole). Gesezes, betreffend die Feststellung eines dritten Nachtrags Nette Volksvertreter! zum Reichshaushalts- Etat für 1893/94; der Entwurf eines Cesetes, betreffend die Feststellung des ReichshaushaltsDen freisinnigen Parteien hält Tante Voß heute Etats für das Etatsjahr 1894/95, nebst Anlagen und einer die Todtenrede. An die Möglichkeit eines WiedererweckungsDenkschrift; der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Auf- versuchs der Partei durch die Wählerschaft glaubt die nahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Tante selbst nicht. Die freisinnigen Wähler taugen noch Reichsheeres, der Marine und der Reichs- Eisenbahnen; der weniger als die freifinnigen Abgeordneten. Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung des Haushalts- Etats für die Schutzgebiete auf das Etatsjahr gemacht. Er hat eine Erklärung erlassen, in welcher er be Der Stöcker hat sich eine sehr überflüssige Mühe 1894/95, und der Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, betreffend die Gründung und Verwaltung des Reichs- Invalidenfonds. Eine Novelle zum Unfallversicherungs- Gesetze dürfte dem Reichstage endlich in der nächsten Session zu gehen, angekündigt war sie schon seit mehr als zwei Jahren. Die auch von uns gebrachte Mittheilung, daß dem Reichs: tage eine Novelle zum Invaliditäts- und Altersverficherungs. Gesetze zugehen soll, wird halbamtlich in Abrede gestellt. Die Abschaffung der Ausnahmegeseke in Elsaßder Ausnahmegeſehe in Elfaf Lothringen wollen die reichsländischen Abgeordneten nach der Straßburger ,, Agence nationale" beantragen. Schon vor sieben Jahren geschah dies seitens der sozialdemokra tischen Fraktion des Reichstages. voraustheuert, daß er sich seine Thätigkeit nie anders gedacht habe als in Verbindung mit der konservativen Gesammitpartei". Das wußten wir ohne daß Herr Stöcker es uns noch zu sagen brauchte. Und" konservative Gesammtpartei" heißt für den Stöcker Regierungspartei gesezt, daß die Regierung so reaktionär ist wie Fürst Bismarck, in dessen Auftrag er 1878 die Judenhay in Szene fette. Hätte er nicht nach dem Sturze Bismarck's das Fahre wasser des neuen Kurses" auf einige Wochen verloren, so wäre er heute nicht Ex- Hofprediger. Inzwischen wird ihm der kleine Frrthum seines Spürjinns wohl verziehen sein, und wer weiß, ob das fatale Er- vor dem Titel des neuesten Luther" nicht verschwindet. Die bayerische Aus der bayerischen Kammer. Kammer der Abgeordneten hat die Regierungsvorlage, bes treffend den Grundsteuer- Nachlaß, in zweiter Lesung einftinimig angenommen. Die Weininteressenten waren bisher weniger eifrig in der Bekämpfung der ihnen zugedachten Miquel'schen Be scheerung als die weit besser organisirten und über größere Die erste Berurtheilung wegen Caprivi- BeGeldmittel verfügenden Tabatintereffenten. Nunmehr haben leidigung ist noch nicht erfolgt. Unsere falsche Notiz in fie aber auch energisch den Kampf aufgenommen, und am der gestrigen Nummer war verschuldet durch die Vereifrigsten in Württemberg. Dort hat in den letzten Tagen stümmelung des Namens Vogt auf dem Drahtwege. der Landesverband der Wirthe und der Gemeinderath der Nicht Genosse Block, sondern Genosse Boigt, Stadt Heilbronn gegen die neue schwere Belastung der sowie dieser früherer verantwortlicher Redakteur ber Weinbauer Protest erhoben. In Mainz soll demnächst eine Rheinisch- westfälischen Arbeiter- Beitung", wurde zu einem große Bersammlung gegen den Weinsteuer- Gesetzentwurf Jahre Gefängniß verurtheilt und zwar wegen Beleidigung stattfinden. Von einigen süddeutschen Tabakbauern ab- des Berghauptmanns Täglichsbeck, des Landgerichtsgesehen, hat die Wein- und Tabaksteuer bisher keinerlei raths Bäumer und des Ersten Staatsanwalts Haarmann Antlang in den Kreisen der Interessenten und der Konsumenten gefunden. Die Parteien, welche es trotzdem wagen wollen, für diese Steuerentwürfe zu stimmen, werden einen Sturm der Entrüstung gegen sich in den Wählerkreisen heraufbeschwören. Der mandatsgierigste Abgeordnete kann heute mit größter Seelenruhe die Steuervorlage ablehnen, weil die Reichsregierrng auch im Falle der Ablehnung die AufLösung des Reichstags nicht ins Auge fassen kann, brächten doch Neuwahlen die Oppositionsparteien zu nie gekannter Stärke in den Reichstag. Die Kulturaufgaben leiden nicht". In einer Sigung der Gemeindebehörden von Heidelberg( Juh, ja, Du Feine!") wurden durch den Stadtv. Dr. Meyer die Zustände der Heidelberger Universitäts- Bibliothek zur Sprache gebracht. Dieselben sind skandalös"," unwürdig", das Gebäude so verfallen, daß die Bibliothek geschlossen werden müßte. Geld ist aber nicht von der Kammer zu bekommen. Erst muß der Freiburger Bibliothek ge holfen werden, die in noch skandalöserem Zustande" ist. Und auch hierfür ist das nöthige Geld nicht zu haben. Für die Kasernen hat das Geld noch niemals gefehlt. Wir marschiren ja an der Spize der Zivilisation. zu einem Jahre Gefängniß. Unser Partei- Organ hatte im Juli d. J. die Wahlsiegesfeier der nationalliberalen Partei besprochen und dem Urtheile zufolge dem nationalliberalen Wahlkomitee und dessen Vorsitzenden, Landgerichtsrath Bäumer, Wahlmache vorgeworfen und die Richter der Parteilichkeit geziehen. Dieben und Betrügern harrt im deutschen Reiche recht oft eine leichtere Strafe als Sozialdemokraten, welche an bestimmte Personen einen anderen Maßstab von Achtung legen als die reichsdeutschen Richter. Zur herrschenden Demoralisation. In der„ Bolks Beitung" lesen wir heute Abend: Auf Ihre gefällige Anfrage vom 4. laufenden Monats beehre ich mich Ihnen ergebenst zu erwidern, daß in dem mir von Ihnen übermittelten Artikel des Vorwärts" ein an und für sich gänzlich unbedeutsamer Vorgang in tendenziöser Weise entstellt und übertrieben wiedergegeben ist. Der wahre Sachverhalt ist folgender: Die hier feit April laufenden Jahres im Armenhause untergebrachte sechzigjährige Handarbeiterin verwittwete Schröder ist eine im wahrsten Sinne des Wortes unverbesserliche Schnapstrinterin, welche schon mehrfach im trunkenen Zustande betroffen wurde und, da fie in solchem Falle zum Gehen gewöhnlich nicht mehr fähig ist, zu den efelhaftesten Straßenszenen Veranlassung gegeben hat und infolge des von ihr in solcher Lage schon oft an den Tag gelegten geradezu bestialischen und jedweder Schamhaftigfeit in Wort und Handlung baaren Benehmens nachgerade der öffentlichen Sittlichkeit und Ordnung gefährlich geworden ift. Noch ehe sie in Armenhause Aufnahme gefunden, mußte fie deswegen aus dem Gesichtspunkt der Berübung groben Unfugs an die vier Mal mit Geld- und bezw. Haftstrafe belegt werden, Nachdem sie dann Armenhausbewohnerin geworden war, erließ der Stadtrath zuvörderst ein Verbot an sämmtliche Gastund Schankwirthe, sowie Kleinhändler mit Branntwein seines Verwaltungsbezirkes gegen das fernere Verabreichen von Spirituosen an die Schröder, während er zugleich an diejenigen Drtsemwohner, welche die Dienstleistungen der Schröder in Anspruch nehmen, ein entsprechendes Ersuchen richtete. Das half eine Zeit lang. Dann aber wurden wieder neue Fälle bekannt, in denen die Schröder sich betrunken hatte. So wurde sie namentlich auch wieder am Abend des 16. Oktober in total betrunkenem Zustande in der Nähe des Armenhauses neben ihrem Hundefuhrwert am Erdboden liegend aufgefunden und von den Armenhausaufseher Bachmann'schen Eheleuten nur mit großer Mühe aufgehoben und ihrer Behausung zugeführt. Nachdem dieser Vorgang am folgenden Morgen zur Anzeige gekommen, verordnete der unterzeichnete Bürgermeister, na ch vorgängigem Gehör des Polizei Arztes Dr. Naumann jun., nunmehr allerdings 10 Stodhiebe gegen die Schröder, die ihr auch alsbald im ärztlichen Beisein, aber nur mittelst kurzen und ganz dünnen Rohrstöckchens, im übrigen auf völlig Kleiderbedecktem Körper und in maßvollster Weise verabreicht wurden. Es herrschte in dieser Beziehung zwischen dem Polizei- Arzt Dr. Naumann und dem Unterzeichneten das vollste Einverständniß darüber, daß es sich im vorliegenden Falle nicht sowohl um Verursachung von nennens werthen Körperschmerzen, als vielmehr nur um Beibringung eines Schreckschusses der allen Verwarnungen und Bestrafungen hohnsprechenden Schröder gegen über handeln und daß der letzteren durch dieses äußerste Mittel lediglich plausibel gemacht werden sollte, daß die ihr vorgesetzte Armenbehörde auch zum Aeußersten entschlossen sei, sie zu einer nüchternen und der Armenunterstügung, welche fie genießt, vor allen Dingen würdigen Armenhaus- Jusassin zu machen. Daß übrigens im vorliegenden Falle von einer wirtlichen törperlichen Züchtigung ganz und gar nicht die Rede sein kann, beweist, daß die Schröder gleich nach der Prozedur hinter den Betheiligten hergelaufen und wieder an ihre Hantirung gegangen ist. Lommatsch, am 7. November 1893. Ganz ergebenst Dr. Zahnt, Brgrmstr. Das Leipziger Tageblatt" druckt diesen Brief, der alles bestätigt, ohne ein Wort des Kommentars ab. Und auch wir enthalten uns jeden Kommentars. Es fragt sich, was die sächsische Regierung zu diesen„ Schreckschüssen" sagt, die jedenfalls ungeseßlich sind. " Gin patriotischer" Großvater. Wie uns mite getheilt wird, ist fürzlich hier in Berlin gegen einen jungen Mann wegen Majestätsbeleidigung das Unter fuchungsverfahren eingeleitet worden. Derfelbe hatte lediglich in Gegenwart seines Großvaters und eines Dritten die inzwischen inkriminirten Aeußerungen in bezug auf den Kaiser fallen lassen. Als Denunziant trat alsdann der Großvater auf, und zwar nicht etwa aus Rache infolge etwaiger Gut 3veiung, sondern, wie er hervorhob, aus reinem" Patrio tismus". Der patriotische" Großvater wird möglicher veife die traurige Genugthuung erleben, seinen Entel auf sei nur noch hinzugefügt, daß das Leipziger Tageblatt" in Als charakteristisch und zur Vervollständigung des Bildes einige Zeit ins Gefängniß wandern zu sehen. Pfui! Und wäre die ganze Athmosphäre nicht faul, so feinen, den Brief einleitenden Worten die ArmenhausDem neuen Landtage werden, wie die„ Staatsbürger- wäre Derartiges nicht möglich. Wir hatten Recht, der Bewohnerin" mit gesperrter Schrift druckt. Beitung" mittheilt, unter anderen angehören: 6 Regierungs- Patriotismus" ist ein Mantel, mit dem jebe Niedertracht Das soll doch bedeuten, daß man sich gegen Armenhäusler präsidenten und Staatsminister( 2 tons., 3 freitons. und zugedeckt wird. Wenn aber die Richter in diesem Falle auch„ baarsträubende Dinge" erlauben darf? Wohl zuzu1 natl.), 45 Landräthe und 5 Amtsräthe( 28 fous., 18 freiben Enkel freisprächen und den patriotischen Großvater" trauen ist eine solche Anschauung dem Organ einer Klasse, auf öffentlichem Markt auspeitschen ließen, würde jeder an die in der Armuth die höchste Schande und ein Verbrechen konservativ, 2 natl., 1 Zentr. und Wilder); zudeckt. 113 Majorats, Ritterguts, Herrschafts-, Guts-, Grund ständige Mensch dies zwar ungefeßlich aber, unter jubelnder erblickt und in deren Augen der Reichthum jede Schufterei und Hofbesitzer( 61 fons., 14 freifons., 18 natt. Buftimmung, recht und verdient finden. Die Wahrheit bohrt sich durch. leber bie 15 Zentr., 3 Polen, 1 Däne und 1 Freis. Vereinigung); 56 Reine körperliche Büchtigung, sondern ein Schreck Friedensaussichten" lesen wir in einem KapitalistenRichter( 5 foni., 3 freifons., 16 natl., 28 Bentr., 1 Freis. schuß sagt der Prügelheld 3 ahn von Lomma tsch Blatt: Vereingg., 2 Freis. Volfsp. und 1 Pole); 12 Rechtsanwälte( in Sachsen), dessen Thaten wir( Nr. vom 4. November) ( 2 konservativ, 4 nationalliberal, 4 Bentrum und 2 Frei- neulich in einem der Wurzener Beitung" entfinnige Volkspartei); 15 Gelehrte und Aerzte( 2 konservativ, nommenen Bericht zur Kenntniß unserer Leser ge= 6 natl., 4 Bentrum und 3 Freis. Bolksp.); 11 Geistliche bracht haben. Die Redaktion des Leipziger Tageblatt" ( 2 tons., 5 Zentrum, 1 Freis. Voltsp. und 3 Polen); übersandte wie sie heute erzählt- dem Herrn Zahn 13 Rentner) I konf., 4 natl., 6 Zentrum, 1 Freis. Volksp., die Nummer des„ Vorwärts", enthaltend die haarsträubenden 1 Pole); 6 Kommerzieuräthe( 1 freitons., 5 natl.); 22 Hand- Dinge über eine förperliche Büchtigung einer Armenhäusler0 werden kann; aber wir können uns nicht leicht den Gram eines Sozialisten der That vorstellen. Und doch tödtet dieser Gram sicherer als die Gefängnißluft, als die schlechte Belle erscheinen verschiedene Gefichter der Soldaten, bald Don gutmüthig dummem, balb von boshaftem Ausdruck; und einige Abwechslung verschaffen ihm die Besuche des liberalen Brokureurs und des Gefängnißaufsehers, Nahrung und die Langeweile. der aus niederem Stande hervorgegai.gen ist. Der Das ganze Leben eines Sozialisten besteht nur aus Prokureur ist ein liebenswürdiger Mann, ihm thut diesem Thun, es ist unzertrennlich vom Leben, durch nichts der Jüngling Jüngling leid, das sieht sieht man seinem Ge- zu ersetzen, und diese Nichtersetzbarkeit unterscheidet es eben fichte au; aber der mitleidige Blick eines Menschen, von allen anderen Leiden. dessen Beruf es ist Anderen Leid anzuthuen, regte Stepan viel mehr auf, als das rauhe Geficht des Gefängniß aussehers. " Wann wird die Verhandlung stattfinden?" fragte Stepan. Der Prokureur zuckte mit den Achseln. Bis zur Verhandlung hat es noch gute Weile. Es giebt nichts zu verhandeln, da keine Beweise vorhanden find, außer dem Büchelchen und der Aussage eines Säufers „ daß er uns aufheben wollte". Mit heißem Kopfe ging Stepan lange in seiner Belle auf und ab. Es war sehr schwül, da durch das kleine Fenster wenig Luft hineinkam und es draußen heiß war. Ein kleiner Streifen des Himmels ist durch das Fenster sichtbar. Stepan überlegt sich die Vergangenheit. Er erinnert sich der Erfolge seiner Propaganda, und ein bitteres Gefühl bemächtigt sich seiner. Er sagt sich, daß die Freiheit für ihn unumgänglich nothwendig sei, daß das, was er geleistet hat, nur einen geringen Bruchtheil dessen ausmacht, was er hätte leiften können. Die Arbeiter zeugen einmüthig für Stepan, daß er ein Wie mag es mit der Sache stehen, seitdem er fich ehrlicher, energischer Mann ist, der sich die Liebe der in. Gefangenschaft befindet, unmöglich hatte man Alle Arbeiter erworben hat, daher, so folgerte der in das Gefängniß gesteckt? Nahm der Eifer angesichts Prokureur( Staatsanwalt), ist er ein gefährlicher Mensch". der Gefahr ab? Er weiß nichts. Ihm ist so weh, Mag er siten, vielleicht finden sich wo irgend welche Be- schwerer Kummer drückt ihn nieder. Plöglich verursacht ein weise. Und viel zu stolz ist er, er bereut nicht und be- Gedanke ihm großen Schmerz; ich selbst bin schuldig... antwortet auch nicht die ihm vorgelegten Fragen; dem ich schonte das Leben dieses Verräthers." Jeht bereute er Gendarmerie- Obersten und dent Gehilfen des Prokureurs seine Gutherzigkeit. Hätte er überzeugt sein können, daß ihn fagt er, daß sie sich mit unehrlichen Dingen befaffen. ein anderer, ebenso leistungsfähiger Mensch ersetzen würde, Seine Augen glänzen, und sein Gesicht hat einen stolzen würde er sich beruhigen.. Aber die Sache war erst anAusdruck, ähnlich dem des Prokureurs. Ein gefährlicher gefangen worden. Sie bedurfte feiner unbedingt, damit sie Mensch. Das Gefängniß wird ihn schneller mürbe machen, wachsen und feste Wurzeln faffen konnte; für sie war es als das Gericht, er ist von einer zarten, nervösen Kon- unbedingt nothwendig, daß er sich befreite. Seine Humastitution, man kann ihn auf legale Art martern; auch nität erschien ihm jetzt als ein Verbrechen, infolge dessen gerichtet war. fagt der Doktor, daß eine Zerrüttung der Nerven bei ihm die Sache zu Grunde Er verfluchte feine Nerven und die im Kriegszustande verbrecherische Wir begreifen, daß der Soldat aus Heimweh die Gütmüthigkeit. Mit einem schweren Seufzer warf er sich Schwindsucht bekommen fann; wir können uns leicht vor- auf seinen Strohjack. stellen, daß ein Mädchen aus Liebesgram schwindsüchtig eintreten fann. ( Fortsetzung folgt.) ,, Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß man in Europa, trozdem von zuständiger Seite seit Jahren die feierlichsten Versicherungen gegeben worden sind, daß alle Großmachte nur ein Ziel, die Aufrechterhaltung des Friedens erfireben, in einer gewissen Sorge lebt, es könnte über Nacht trotz diefer feierlichen Versicherungen ein europäischer Krieg ausbrechen. Die Gründe für diese Sorge hier anzuführen, er scheint unnöthig, da sie von denjenigen, die ein Interes, e baran zu haben scheinen, Handel und Wandel nicht zur Ruhe tommen lassen zu wollen, oft genug ängstlichen Gemüthern vorgeführt werden. Uns liegt darau, einmal auf gewisse Verhältnisse hinzuweisen, welche den Ausbruch eines Krieges in absehbarer Beit eher unwahrscheinlich als wahrscheinlich als w erscheinen lassen tönnen. Bunächst follte man nicht vergessen, daß seit dem letzten deutsch- französischen Kriege in Frankreich die allge meine Militärpflicht eingeführt ist und daß deshalb eine Wiederholung der Erscheinungen, welche im Jahre 1870 in Frankreich zu tage traten, schwerlich zu erwarten ist, wo die Franzosen im Vertrauen darauf, daß geworbene Söldner, Zurfos und sonstiges Gesindel, ihren glorreichen Spaziergang à Berlin machen würden, sie selbst aber ihre Haut nicht zu Markte tragen brauchten, sich einem billigen Kriegstaumel überlaffen zu können glaubten. Die große Mehrzahl der Fran3ojen weiß jetzt, daß bei dem Ausbruch eines Krieges theils ihre nächsten Angehörigen, theils sie selbst in Person den Kampf auszufechten haben und ein folches Bewußtsein wirkt sehr abkühlend auch auf die friegsluftigsten Gemüther. Ueberdies find jetzt über zwanzig Jahre verflossen feit dem debacle, wie die Franzosen ihre Niederlagen unter dem Kaiser Napoleon nennen, und zwanzig Jahre sind eine Zeitspanne, in der sich der Durst nach Revanche nicht mehr so fühlbar macht, wie in der Zeit, die unmittelbar einer Niederlage folgt. 8u viel verlangt wäre es, daß die Franzosen schon jetzt die Niederlagen von 1870 und 1871 vergessen haben follten. Das fie feineswegs durch Ablauf der seitdem verfloffenen Zeit unsere Freunde geworden sind, dafür erhalten vir Deutsche ja fait täglich die deutlichsten Beweise. Aber es ist ein sehr weiter Schritt von der bloßen feindlichen Gesinnung zur wirt. lichen That, und ein Rachetrieg, den eine Nation zwanzig Jahre lang schon von Jahr zu Jahr aufgeschoben hat, tann als auf gefchoben bis auf weiteres gelten, zumal jedes Frühjahr, das den Krieg wieder weiter hinausschiebt, den Ausbruch desselben immer unwahrscheinlicher macht. Went baber neuerdings die Franzosen ihre Friedensliebe, ja, ihren festen Entschluß, den Frieden Europa's nicht stören Boziale Uebersicht. zu wollen, offiziell bekundet haben, so glauben wir, daß laque, Jourde, Millerand, Paschal, Grousset, Prudentman dieser Versicherung trauen darf. Man Dervillers, Paulin- Méry, Pierre Richard, Rouanet, Sembat, darf dies auch schon deshalb thun, weil die Franzosen Toussaint, Turigny, Vaillant, Viviani, Walter. Entschuldigen für ihre materiellen Interessen den Frieden mindestens hatten sich lassen: Antide Boyer, Chauvière, Charpentier, mitglieder bei Blagemann u. Maat in Gotha werden ebenso nöthig haben wie wir Deutschen, Achtung, Vergolder! Infolge Aussperrung der Verbandsund daß es in Deutschland feinen Menschen giebt, der den Krieg Calvinhac, Couturier, Degeorges, Fabérot, mit Frankreich herbeiwünschte, das wissen wir Deutsche ja Groussier, Clovis Hugues, Lamendin, Lavy, Salis, Grau- zuhalten. Diese Firma zeichnet sich durch niedere Löhne, sowie Goussot, die Kollegen eindringlichst ermahnt, den Zuzug nach dort fernganz genau. Wir haben bei einem solchen Kriege absolut vanet, Thivrier, Pierre Baur. nichts zu gewinnen und um nichts und wieder nichts beginnt sindurch die Behandlung ihrer Arbeiter nach Maßgabe einer draZu unserer Freude sehen wir, daß alle Gruppen tonischen Fabrifordnung aus, so daß sich jeder vor einem„ Reinfeine Nation einen Krieg. vertreten waren. Es kam zu einer vollständigen Einigung fall" zu hüten hat. über die zunächst zu befolgende Taktik. Am 15. d. Mts. findet eine zweite Konferenz statt. Es ist deshalb durchaus zutreffend, daß die Feste von Toulon und Paris ihre Spize nicht gegen den Dreibund kehren." Recht vernünftig das. Und wenn nicht von der dauernden Feindseligkeit der Franzosen gegen uns die Rede Bauernunruhen. Bei Kiew fam es, einem TeleAus Rußland erhalten wir die Nachricht von wäre, würden wir sogar sagen: ganz vernünftig. gramm aus Warschau zufolge, zu heftigen Zusammenstößen zwischen Bauern und Gendarmen, welch' lettere dabei den fürzeren zogen. Ueber den Anlaß wird nichts gesagt. Nach den Ursachen braucht man, bei der Verlotterung und Fäulniß des zarischen Musterregiments freilich nicht zu suchen. Und wie heißt das Blatt, dem wir diese Ausführungen entnommen haben? Rheinisch- Westfälische Zeitung!" Die Folgen der chauvinistischen Hezereien und der politischen Ungewißheit müssen auch von unseren Großprozen schwer empfunden werden, daß das Organ cines Baare, eins der wüstesten deutschen Chauvinistenblätter, zu solchen Anschauungen gelangen konnte! # " Kölner Auf Befehl unserer Regierung wurde in unserem Namen ein Telegramm an die franzöfifchen Studenten abgeschickt, in dem man uns danken läßt für die Verehrungen, welche unserem Kaiser erwiesen worden sind", und wo überhaupt von unseren zärtlichsten Gefühlen zum gegenwärtigen Frankreich die Rede ist. Paul Höpfner, Verbandsvorsitzender. Nachtwächterliches. Uns wird geschrieben: Wer steht noch Fabrikbefizers Schulz in Krampe bei Grünberg in Schlesien. Dieser unter dem Nachtwächter? So fragen Sie in der zweiten Beilage der Nr. 260 des Vorwärts". Es ist der Nachtwächter des erhielt bis jetzt bei 14 stündigem Nachtdienst pro Stunde 7½½ Pf. Sohn. gemacht wurde, sind der 6öjährige Nachtwächter und sein Als dies in der Breslauer Volkswacht" bekannt Schwiegerfohn als vermeintliche Urheber der Veröffentlichung sofort aus dem Dienste des Herrn S. entlassen worden. Beide sind daran unschuldig. Vielleicht leiht die" Spar- Agnes" ihr Kapital dem alten Manne für seine ferneren Lebensjahre! anne für fe Sächsische Arbeiterverhältnisse. Der Ausstellungsausschuß hat in einem Schriftchen die Bedeutung der sächsischen Tertilder sächsischen Textilindustrie auf der Weltausstellung in Chicago industrie dargelegt, welche Darlegungen nicht ohne Interesse sind. Vorausgeschickt werden in der Einleitung einige erwähnenswerthe Daten allgemeiner Natur. Wir entnehmen denselben, daß nach der Berufszählung von 1882 die sächsische Bevölkerung nach der Erwerbsquelle sich folgendermaßen vertheilen: Industrie, einschließlich Bergbau und Bauwesen 724 518 Personen 285 414( 21,4 pct.), Handel und Verkehr 180 894( 9,8 pt.) ( 54,3 pt.), Landwirthschaft, Gärtneret und Thierzucht und andere Berufe 198 657(= 14,5pCt.), zusammen 1884 478 Personen. Die Zahl der feststehenden Dampfmaschinen betrug 1861 1008, 1891 hingegen 8073 und die Zahl der Pferdestärken 15 633 refp. 160 772. Die heutige Arbeiterzahl wird auf rund 1 Millionen geschätzt. Die Bevölkerungszahl Sachsens betrug 1825: 1178 807, 1871: 2 556 244, 1880: 2 972 805 und 1890 3 802 684. auf 14968 und 1891 auf 1568 Millionen Mart. Das gegen Das Volts"-Einkommen bezifferte fich 1880 auf 982, 1890 Werth von 0222 Millionen, dagegen im Jahre 1890 den Werth Feuerschaden versicherte Eigenthum erreichte im Jahre 1880 den von 7499 Millionen M. Die fächsischen Staatsfchulden betrugen 626 Millionen Mart, denen in Staatseisenbahnen und Forsten allein ein Vermögen von 1100 Millionen Mark gegen Proteft der russischen Studenten gegen die franko russischen Manifestationen. Wovor das großmächtige Deutsche Reich Angst Wege folgendes Schreiben aus St. Petersburg zu: Uns geht auf indirektem hat. In der Kölnischen Volkszeitung" lesen wir unter Gestatten Sie den Studenten an der Universität von der Stichmarke„ Vive la France!"( Es lebe St. Petersburg, ihre Stellung zu der französisch russischen Frankreich!): Demonstration zu Paris in Ihrer Zeitung zu äußern. Ab und zu vernimmt die Welt die Schreckenskunde, daß Wir haben keine Gelegenheit, in unserem eigenen Lande im Reichelande jemand ,, Vive la France!" gerufen hat. Das Gericht verhängt dann berbe Strafen über den Missethäter, gegen dieselbe öffentlich zu protestiren, da wir keine Preßund einzelne Blätter, denen die Sache gerade in den Kram freiheit haben. past, beeilen fich, diefelbe für ihre Zwede waidgerecht aus zuschlachten. So betheuerte die Str. Post" am 25. Juni ge. legentlich des Straßburger Wahlradaus: Eah man nun näher nach, wer da" Vive la France!" fchrie, befam man die Gewißheit, daß es gutgekleidete, halbwüchsige Burfchen waren. Burschen, wie sie den Skandal im Edentheater versuchen, wenn eine deutsche Sängerin patriotische Lieder fingt, Burschen, die aber den französischen Liedersängerinnen zujauchzen." Und als unserer Regierung und erklären hiermit, daß der größte Theil Wir protestiren gegen diese Gewaltthätigkeit und Lüge hinterher die Sache gerichtlich verhandelt wurde, da ſtellte sich bez Intelligenz, der Schriftsteller, Professoren und Studenten heraus, daß der Hauptrufer im Streit ein gewesen war und die Bürger Zeitung" hatte schon nichts gemein haben will mit den Sympathie- Aeußerungen, früher festgestellt, daß vorwiegend aus altdeutschen zu den man sie zwingt. Reblen der Hochgesang Vive la France!" ertlungen Die russischen Studenten aber protestiren auch prinwar, wahrscheinlich aus ult. Als im Herbst der Raifer in Straßburg war, wurde Nachts in der Bruderhofsgasse eine zur Feier ausgehängte Fahne heruntergeriffen. Eine Schuhmanns Patrouille stellte sofort die Thäter fest. Dieses Mal waren es zur Abwechselung betrunkene deutsche Soldaten. Aus welchen hochpolitischen Gründen meist der Heerruf:„ Vive la France!" Unsere Jugend organisirt jetzt von neuem ihre Reausgestoßen wird, zeigte sich fürzlich drastisch vor der Mül- volutions- Partei, um bald dem Despotismus ein Ende zu hauser Straffammer. Der Schlosser Xaver Birgy aus Nieder machen, sie erklärt gleichzeitig ihre Solidarität mit allen brud hatte Vive la France!" gerufen, weil er hörte, daß Sozialisten ohne Unterschied der Nationalität und erkennt zabl waren 1885 52 992 männliche und 60 849 weibliche, 1891 Von der in den Textilfabriken beschäftigten Arbeiterein anderer Arbeiter einen andern deutschen Dialekt sprach als die Befreiung der unterdrückten Klassen als ihre Aufgabe 68 318 männliche und 79 071 weibliche. er. Er erhielt dafür 4 Monate Gefängniß und 16 M. Geld und legtes Ziel. Wir wollen uns also nicht an den frans ftrafe. Gin Arbeiter suchte im Spital Vertöftigung und als zösisch- russischen Demonstrationen betheiligen, da wir zwar 1886 1761, 1891 2241; die Babl der Pferdeſtärken in den Die Zahl der Danipfmaschinen betrug 1861 374, 1875 903, ihm dies nicht gelang, theilte er einem Schuhmann mit, er für die französischen Sozialisten große Sympathie haben, gleichen Jahren 5696, 18 515, 33 512 und 62 685.bne mit mit habe ,, Vive la France!" gerufen. Der Diener des Gesetzes Die Summe ging aber nicht auf sein Ansuchen ein, weshalb der Genicht aber für die französische Regierung und Bourgeoisie, der in der Textilinduſtrie ausgezahlten Arbeitslöhne mird mit fängnißfüchtige munter den Hut schwenkte und vor dem welche niederträchtigerweise unferem Despoten schmeicheln Broduktion auf 900 Millionen Mart, wobei aber Garne im 150 Millionen Mart veranschlagt, der Werth der Gesammts Schuhmann laut ,, Vive la France!" jodelte. Seine Sehn- und darum keine Freundschaft, teine Liebe von der russischen wahrscheinlichen Betrage von 150 Millionen Mark doppelt versucht wurde denn jetzt gestillt, vielleicht etwas dauernder, Jugend verdienen. als ihm lieb war; er erhielt acht Monate Gefängniß und die obligaten 16 M. Der dritte Schreier war ein Zimmermann aus Rougemont. Er hatte im angeheiterten Zustande Vive la France!" gerufen, um einige Mädchen zu ärgern, die sich über seine weiten Gigerl- Hosen amüsirt hatten. Dafür wurde er mit vier Monaten Gefängniß und den unvermeidfichen 16 M. beglückt. Von ähnlicher Wichtigkeit sind die Griede nieistens, aus denen man im Reichslande, Vive la France!" ruft. Nach der Annegion von Hannover im Jahre 1866 machte die preußische Regierung dadurch Furor, daß sie jede Frau in Hannover, die auf dem Trottoir oder im Hausgang gelbweißen Sand streute( gelb weiß sind die Farben Hannovers) mit Geld- und Gefängnißstrafe belegte. Damals war das Reich" erst im Werden. Heute, wo alles sich so herrlich erfüllt hat" und wir unbestritten an der Spige der Kanonen- Zivilisation marschiren, sollte man doch zu viel Selbstgefühl und Klugheit haben, um eine solche Empfindlichkeit zu verrathen, und sich vor der Welt in den Verdacht der Furcht zu bringen. " Was tönnnen diese vive la France- Rufe dem Deutschen Reiche denn schaden? Und wo liegt das Strafbare? Unsere Behörden mögen sich ärgern und sie haben Grund, daß die Elsaß- Lothringer durch diesen Ruf eine höhere Schäßung für Frankreich als für Deutschland ausSrücken, aber wenn man auch jeden vive la France- Rufer auf Monate ins Gefängniß ftect, so ist dies doch nicht geeignet, eine Höherschäzung des Deutschen Reiches zu erwirken. Im Gegentheil! Gine Progreffive Besteuerung nach unten. Statistik der österreichischen Grundsteuer zeigt nach dem Sozialpolitischen Zentralblatte" folgende in die Augen springende Ungerechtigkeiten: Gerichtlicher Kaufpreis in Gulden bis 500 500-1000 1000-2000 2000-5000 5 000-10 000 10 000- 20 000 über 20 000 Die Grundsteuer in Promille des SchäßungsAecker werthes Wiesen Wald: || parzellen We idegründe Gärten Baus gründe Gemischte Gründe 3,0 4,8 3,0 5,7 5,1 3,0 3,9 4,0 5,1 3,2 4,2 2,1 8,7 0,006 0,7 0,3 0,3 0,08 0,2 0,3 4,7 0,3 2,8 0,5 4,2 2,3 3,3 0,3 4,1 0,02 1,7 0,1 8,7 3,2 2,4 0,2 0,05 0,2 2 zipiell gegen die Freundschaft und den Bund des russischen Absolutismus mit der Bourgeois- Republik, da dieser Bund den Idealen der Sozialisten aller Länder widerspricht und blos beide Regierungen zu stärken vermag. Die Studenten Korporationen an der St. Petersburger Universität. Oftober 1893. adoo Aus der Asiatischen Türkei schreibt man uns: Abermals Maffenverhaftungen unter den Armeniern in der Stadt Marsewan! Die unaufhörlichen Berfolgungen durch die Behörden, die Furcht, jeden Augenblick feines Eigenthums, seiner Freiheit beraubt zu werden, haben schon seit langem dem ruhigen Leben der Armenier am eigenen Herde ein Ende gemacht. So ist es ein gekommen, daß unzählige Armenier, des stlavischen Lebens eines friedlichen Bürgers überdrüssig, nach dem Gewehr greifen und ins Gebirge fliehen, um dort, zu bewaffneten Genossenschaften( Chrafati") vereinigt, ihre Unabhängigkeit 31 vertheidigen. Zuweilen kommt es auch vor, daß Diese Genossenschaften als Beschüzer der friedlichen Larbewohner vor der räuberischen Wiütür der Beamten auftreten. Ist es doch sowohl im armenischen als im türkischen Dorf eine alltägliche Erscheinung, daß der Steuereinnehmer, nachdem er das gefeglich festgestellte Zehntel vom Baueinkommen eingetrieben, sein Steuerannahine- Recht wieder an einen anderen und an einen dritten Beamten verkauft, so daß diese ihrerseits mit schonungsloser Energie das arme arbeitende Wolf weiter schinden. Da ist das Erscheinen der bewaffneten Berggenossenschaft sehr willkommen: der Eindringling muß weichen, das Bolt athmet erleichtert auf. Mehr als zwei Jahre fuchte die Regierung vergebens der tapferen Bergfchaaren habhaft zu werden. In der Nacht auf den 19. September gelang es ihr jedoch den zeitideiligen Zufluchtsort einiger Insurgenten zu entdecken. übersteht. 1875 203 780( in ganz Deutschland 926 767= 22,0 pet.) und Die in der Textilindustrie beschäftigte Arbeiterzahl betrug 1882 286 670( 910 080= 25,9 pt.). rechnet feien. Bezüglich der Arbeitslöhne werden Angaben über den Jahresverdienst gemacht, welche nach Ansicht von Fachmännern als Durchschnitte für mittlere Geschäftszeiten und für Arbeiter mit wirklicher voller Jahresarbeit betrachtet werden können. Diese Lohnangaben lauten folgendermaßen: Durchschnitlicher Jahresverdienst Mart Baumwollspinnerei, Spinner Arbeiterin Greiz Geraer Wollen- Weberei, Arbeiter am mechan. Stuhl Glauchau Meeraner WollenWeberei am Handstuhl Laufizer Halbwollen- Industrie am mechan. Stuhl. Sticker an Schiffchenmaschinen Plauener Distrikt Erwachsene Silfsarbeiterin Plauener Distrikt Stickerin an Tambourirmaschine Plauener Distrikt Posamentirarbeiter, AnnabergBuchholz Wirterei Arbeiter, Chenniger Bezirk, Hausindustrie mit verbesserten Maschinen Fabrikindustrie 900-1150 300-450 600-1000 500-700 400-500 750-1500 sic 400-550 600-1250 500 600-750 1000-1400 Das sind sehr geringe Löhne und es flingt deshalb etwas [ onderbar, wenn die Verfasser in der Einleitung behaupten, daß die unteren Klassen an der Steigerung des Wohlstandes ihren Mit Anbruch der Abendzeit, da fein Armenier sich auf der guten Antheil haben" und als Beweis dafür nicht obige Straße zeigen darf und in der Stadt Grabesstille herrscht, um- Lohndaten, sondern die Sparkassen- Einlagen anführen, welche ringte ein Detachement Soldaten, nachdem sie vorerst die Nacht- fich von 51 Millionen Mark im Jahre 1860 auf 581,7 mill. wächter feftgenommen, das Quartier, in welchem 6-7 Chrosati Mart im Jahre 1890 vermehrt haben. Wie viel aber fich versteckt hielten. In der Morgendämmerung begann der von dieser schönen Summe auf die befizenden Klassen, auf den Angriff. Die Chrofati vertheidigten sich aufs tapferfte. Aber sogenannten Mittelstand entfällt und wie viel schließlich als was konnte das kleine Häuflein gegen die Uebermacht aus- Antheil der unteren Klassen" verbleibt, wird von den Verrichten! Nach langem Widerstand und einem mißlungenen faffern leider nicht gefagt und doch kommt es gerade hierauf Fluchtversuch jagten sich zwei der Kämpfer die letzten Kugeln an. So viel steht fest, daß bei obigen Arbeitslöhnen, welche zum durch den Kopf; einer war von den Soldaten getödtet, die übrigen versuchen wieder, sich durch die Flucht zu retten, aber, von den Soldaten ergriffen, mußten sie sich gefangen geben. Auf dem Kampfplay blieben zahlreiche Todte und Verwundete zurück. Als die benachbarten Einwohner den Knall der Schüsse vernahmen, wollten sie den bedrängten Genoffen zu Hilfe eilen es war aber unmöglich! In der Stadt wimmelte es von Soldaten; die Herbeieilenden wurden theils zurückgedrängt, theils entwaffnet. Die Lage der Verhafteten ist schrecklich: in Retten ge schmiedet, müssen sie die brutalsten Mißhandlungen über sich ergehen lassen. Die forrupten Beamten machen sich eine Freude daraus, sie mit glühenden Eisen au foltern.... In der Stadt herrscht eine große Aufregung. Darteinachrichten. Demnach ist die Steuer, je größer das Gut ist, desto geringer. Güter von einem Werthe unter 500 Gulden werden weit mehr als doppelt so hoch besteuert, als die int Werthe von 5000 10 000 Gulden. Fast ganz gleich mäßig ist bei allen Bodenarten die Erscheinung zu fonftatiren, daß je größer das Gut, desto geringer verhältnißmäßig die Grundsteuer. Selbst der antikollektivistischeste Vakanz im Parteivorstand. Der Parteivorstand hat beBauernschädel begreift derartige Zahlen und lernt dann schlossen, die Veitung der Buchhandlung des Vorwärts" dem verstehen, daß die Sozialdemokraten mit ihrer Kritik der Genossen Richard Fischer zu übertragen. Mit der UeberWirthschaftsordnung recht haben. Das weitere ergiebt sich nahme der Leitung der Buchhandlung durch den Genossen Fischer dann von selbst. wird das bisher von ihm bekleidete Amt eines Schriftführers im Die sozialistische Fraktion der franzöfifchen Barteivorstand frei und muß diese Stelle, den Bestimmungen des Kammer. In der gestern von uns erwähnten Konferenz§ 16 unseres Organisationsstatuts entsprechend, durch die Konder sozialistischen Deputirten, die 25 an der Zahl erschienen trolleure der Parteileitung neu besetzt werden. Die Kontrolleure waren, führte Vaillant den Vorsitz. Anwesende: find deshalb zu einer Vorstandsstzung für Montag, 22. November, Argelies, Avez, Basly, Baudin, Chaffaing, Chavin, Gou- eingeladen. dag 01tant, Desfarges, Desfontaines, Goujat, J. Guesde, Hovegrößten Theil ohnehin selbst für das bekannte Profetarierleben unzulänglich sind, nur gespart werden kann, wenn direkt gehungert wird. Das werden wohl aus dem Berichte auch die Amerikaner herauslesen tönnen tros aller Schönfärberei. Literarisches. An der Wende. Geschichten aus dem Leben von Klaus Krauß. Berlin. Verlag von Gustav Schuhr. Preis 75 3f. Die allgemeine Existenz- Versicherung. Bon Guido Josephine. I Band. Zürich. Verlagsmagazin( 3. Schabeliz.) Preis 3 M. Die Romanwelt. Wochenschrift für die erzählende Literatur aller Völker. Stuttgart J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger. Jastrow, Dr. J., Preußisches Steuerbuch. Ein Wegweiser durch die neuen Steuergesetze für jeden Staatsbürger Leipzig. Verlag von G. 2. Hirschfeld 1894. Vll und 268 Seiten 80. Cartonnirt 4 M. preußische Steuerbuch Jastrow's, als solches wird es den vielen, Ein lediglich praktischen Sweden dienendes Werk ist das welche sich im Gewirre unferer Steuergesetzgebung zurechtfinden wollen, von Nutzen fein. Eine Kritit der Steuergesetzgebung wird man in dem Werke nicht suchen dürfen. Jedes preußische Steuergeses wird in einem besonderen Abschnitte gemeinverständlich besprochen. Hieran schließen sich ein Wegweiser für das Reklamationsverfahren und die Texte der für die Steuerzahler wesentlichen Punkte durch den Druck her Steuergefeße an. In denselben werden in praktischer Weise die vorgehoben. Ein sehr forgsam ausgeführtes Register bildet.Sen Abschluß des nützlichen Buches. -fb Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 10. November. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Jenseits von Gut und Böse. Lesing- Theater. Arme Maria. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. [ Neue freie Volksbühne. heutigen Biegenfeste ein dreimal Sonntag, 12. November: Unserm Kassirer A. Hertsch zum donnerndes Hoch, daß die GoldDie Weber. füchse Polka tanzen. Bon Gerhart Hauptmann. Bum vierten Male. Mitglieder der 1., 2. und 3. AbtheiTung, welche die Vorstellung noch einmal sehen wollen, erhalten Billets à 1 M. im Theater und an den Zahlstellen. Näheres heute an den Säulen. ,, Das Gewitterf Bon Alex Ostrowski. Sonntag, den 19. November, 1. Abth. Sonntag, den 26. November, 2. Abth. Sonntag, den 3. Dezember, 3. Abth. Theater Unter den Linden. Heute Freitag: Jika v. Palmay als Gast. Wallner Theater. Elite- Borstellung Münchener Kind'l. Operette in 3 Aften v. G. Weinberger. Hierauf: Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Borher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplat- Theater. Die Königstochter als Bettlerin. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: Die juten Flinten. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Boritellung. Spezialitäten Die Welt in Bild und Tans. Ausstattungs- Ballet. Raffeneröffnung 6%, Anf. 71/2 Uhr. Parquet u. Fant. I. Rang Mk. 3. Part. n. Promenade Mk, 2 etc. Sonntag, den 12. November, Nachmittags 3 Uhr: Vorstellung in halben Preisen: Lachende Erben. Operette. Saufmann's Variété. Spezialitäten Wallner- Theater. Vorstellung. Theater Unter den Linden. Münchener Kind'l. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu eins. Preisen. Sensationelle Novität! Gastspiel- Cyclus des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Freitag 2 Uhr: Lehmann auf der Weltaue Novitäten- Vorstellung. stellung in Chicago. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Eugen Brudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiebede. Regie: Mar Samft. Borher: Die juten Flinten oder: Hirsch in der Tanzktunde. Bosse mit Gefang und Tanz in 1 Att. Mujit von verschiedenen Komponisten. Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 12. November, Nach mittags 3 Uhr: Volfsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Die Braut von Messina. Trauerspiel in 5 Atten von Friedr. von Schiller. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Freitag, den 10. November: Bum 4. Male: Auftreten des hervorragensten Sensations- Zauberers der Gegenwart Dir. B. Schenk. Animelas Wunderampel. Trompeter von Säkkingen. Infernable Wäsche. Schenk contra Bosco. Der schwebende Kopf. Bacchusfest. Reise durch das Unmögliche( Großart. Potpourri). Abdul- Al- Hakk- Hamid- Mysterie ,, Die Metamorphose im Bagno". Im Reiche der Schatten. Luftwandlerin Miss Edith. Hochkom. Spezialit. Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Geister- Concert. Fata morgana. Schönheits- Gallerie. Riesenhaupt. Der Diamanten- Palast, Hydraulische Feerie, Wasserfälle, Eise regen, decor. Transform. Gallerie leb. Bilder von 30 Damen. Unter And. das Pracht- Tableany: Die Schlacht der Amazonen. Parquet 2 Mt. u. s. w. Sonntag 2 Vorstellungen, 4 und Die eiserne Jungfrau.hr. Nachmittags- Programm ſo Posse mit Gesang in 3 Aften von Charles Clairville. Musik von Louis Barnay. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Aften v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodiſtiſche Poſſe mit Geſang in 1 At D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten- Borstellung Don nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Preisringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, RopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duettiftinnen. Herren Cordes und Zierath, Gesangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. mufital. Steinfeger. 0 Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Castan's Panopticum. Neue Gruppe: Unverhoffter Besuch in Castan's Atelier. reichhaltig wie Abends. Billets schon jetzt an der kaffe. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache bes Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affendame.. 11-1 Uhr. 4-9 Ubr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.). Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendir. New! Hierauf: Neu! Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Att Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 5½ Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. 836 Die Ortsverwaltung 111. Nratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krykall- Palatt. 5. Wahlkreis. Zwei grosse öffentliche Kommunal- Wähler- Versammlungen für den 29. und 31. Kommunal- Wahlbezirk am Sonntag, den 12. November, Vormittags 10% Uhr: für den 29. Bezirk bei a ft or, Neue Königftr. 7. für den 31. Bezirk in Schreiber's August- Garten, Auguststr. 24/25. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der Stadtverordneten- Wahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 395/12 Zu diesen Versammlungen sind die Kandidaten der Gegenparteien schriftlich eingeladen. Abends 81/2 Uhr, in der Böhow'schen Brauerei am Prenzlauer Thor. Grosse Volksversammlung am Montag, den 13. Novemb., reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Anf. Wochent. 7 Ubr. Entree 15 Bf., Tagesordnung: 1. Das Wahlresultat. 2. Verschiedenes. Zu allen drei Versammlungen haben Frauen Zutritt. Das Comitee. Große öffentliche Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 f. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Morig Etablissement Moriz Blas. Buggenhagen. Plas. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Kommunal- Wähler- Versammlung des 16., 18. und 20. Wahlbezirkes Sonntag, den 12. November, Vormittags 10 Uhr, im großen Saale von Buggenhagen( Moritplah). Tagesordnung: 1. Die bevornehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referent: Stadto. Paul Singer. 2. Disfuffion. Der Einberufer. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Große öffentliche 895/10 Wähler- Versammlung für den 22. und 23. Kommunal- Wahlbezirk Säle für Berjaminen, Sommerje, am Sonntag, den 12. November, Vormittags 10 Uhr, Versammlungen, Festlichkeiten 20. Victoria- Brauerei, Lützowstraße 111-112. bei Joel, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Arthur Jeden Freitag und Montag: Stadthagen über: Die bevorstehende StadtverordnetenStettiner Wahl. 2. Diskussion. Sänger. Anfang 8 Uhr. Die Wählerlisten liegen in der Versammlung zur Einsicht aus. Es ist Pflicht eines jeden Wählers in dieser Versammlung zu erscheinen. 895/11 Das Wahlkomitee. Zum Schluß: Der grobe Gottlieb u. der sanfte Heinrich. Achtung! Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Da zur Ausschußigung, Sonntag, den 12. November, Ensemble von Mensel. die Wahl des Bundesdirigenten auf der Tagesordnung Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Bf.( Siehe Platate.) steht, können nur Ausschussmitglieder zu Sonntag, den 12. November: Soiree gelassen werden und sind die Kontrolleure angewiesen, nur nach Vorzeigung der Vereins- Bundesmitgliedskarte Einlaß zu gewähren. Der Vorstand. n Sanssouci. Meyer's Lexikon, Brockhaus, Brehm's Thierleben taust Antiquariat Kochhrake Nr. 56 1. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 895. Zum Prophet Grösstes Konfektionshaus Deutschlands. 1. Et. Am Dönhoffsplah. 1. Et. Ecke Leipziger- u. Kommandantenstr. Um zu räumen Winter- Paletot.. von 9 M. an Winter- Paletot.. Winter- Paletot hochf. Bauch- Paletot. Schumaloff- Paletot. 21 " 13 " "" 20 " " " •" 16 " " " " Cheviot- Anjug 9 ••" "" Cheviot- Anzug. • f 13 "" Diagonal- Anzug 15 " " • 18 " 19" • 20 " " 19 " " " · 11 23 " " 27 " " " 60 " 10 " 13 Velour- Anzug Satin- Anzug. Kammgarn- Anzug Rammgarn- Anzug Salon- Anzug Gehrock Anzug Reise- Mantel Kaiser- Mantel Pelerinen- Ulfier Hohenzollern- Mantel 23 Bureau- Joppe Haus- Joppe. Loden- Joppe Jagd- Joppe. Double- Schlafrode Satin- Schlafrock Belour- Schlafrock. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Sonnabend, den 11. November, im Restaurant Königsbank, Große Frankfurterstr. 117: Familien- Kränzchen für die Mitglieder und Freunde der Freirel. Gemeinde. Eintrittskarten: Herren 50, Damen 30 Pf. find zu haben bei Günther, Gr. Frankfurterstr. 74, Gragert, Zionstirchplatz 5, Heber, Alexan drinenstraße 14, 2 Tr., Kehr, Röpenickerstr. 126, Peege, Rüdersdorferstr. 48, Pistor, Nollendorfstr. 2, H. p., Pütter, Gerichtstr. 28 und in der Buchhandlung von W. Rubenow, Brunnenstr. 134, im Eisenwaarengeschäft von E. Vogtherr, Stephanftr. 27a( Moabit), in den Zigarrengeschäften von W. Börner, Ritterstr. 108, H. Gumpel, Barnimstr. 42, im Möbelgeschäft von Fr. Tutzauer, Köpenickerstr. 25, bei J. Hener, Waldemarstr. 44, R. Stöpel, Dresdenerstr. 32, R. Amelung, Waßmannstr. 12. Um recht zahlreichen Besuch bittet Achtung! Maurer! Das Komitee. 84b Achtung! Sonntag, den 12. November, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Siemund, Linienstraße 8: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Die Gewerkschaftsfrage auf dem Parteitag zu Köln. Referent: Genosse G. Kessler. 2. Das Solidaritätsgefühl und die Maurer Poliere Berlins. Neferent: Carl Blaurock. " 3 " " " 7 • N " 8 " "" " " 9 " " " 12 " " " 15 " " " " " 445/1 " Dble. Face- Schlafrock Frisé Schlafrock Tuch- Hose Winter- Hose Schwarze Hose Stammgarn- Hose Tuch- Weste. Weiße Weste Hochelegante Weste Knaben- Anzug Schul- Anzug. Nouv.- Anzug Burschen- Anzug Jünglings- Anzug. Knaben- Paletet Knab. Kaiser- Mantel. Burschen- Paletot Burschen Schuwaloff Jünglings- Paletot " 3. Gewerkschaftliches. Zu dieser Versammlung sind die Maurer- Poliere Berline, namentlich Herr Breitzke, eingeladen. Es ist Pflicht eines jeden Maurers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Aug. Berndt. Das Landes- Komitee der sozialdemokratischen Partei im Großherzogth. Hessen ladet die Parteigenossen allerorts zu einer Sonntag, den 3. Dezember 1893 in Mainz " " " " # " " "" stattfindenden " " " " " " 5 " " " 7 " " " 8 " " " Billigste Einkaufsquelle für Wiederverkäufer. Nicht passende Kleidungsstücke werden bereit willigst umgetauscht. Die RayonChefs sind streng angewiefen, darauf zu achten, daß die Verkäufer teinem Kunden Waaren aufzu= drängen versuchen der nicht durch die wahrhaft billigen Preise 5112L dazu veranlaßt wird. Für das Verleihen von Fracks, 80wie ganzer schwarzer Anzüge haben wir eine besondere Abtheilung eingerichtet. Sonntags v. 7-10 u. 12-2 geöffnet. Landeskonferenz hiermit ein und ersucht die Genossen, Delegirte zu wählen, damit kein Bezirk unvertreten bleibt. Tagesordnung, Lokal sowie Stunde des Beginns wird später bekannt gemacht. Darmstadt, 9. November 1898, Achtung! 427/11 Das Landes- Komitee. J. A.: Philipp Müller. Achtung! Zimmerer! Oeffentliche Versammlung für den Bezirk Osten und Südosten am Sonntag, den 12. November, Vormittags 10 Uhr, bei Wilke, Andreasftr. 26. Zages Ordnung: 1. Die gewerkschaftliche Organisation und deren Bedeutung. Referent: Genosse Timm. 2. Wie stellen sich die Kameraden obiger Bezirke zum Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend? Die Kameraden aus obigen Bezirken werden dringend ersucht, zahlreich zu erscheinen. 363/11 Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 265. Aufforderung Der Verlag des Vorwärts" beabsichtigt, wie in den Tezten Jahren so auch heuer wieder die Herausgabe einer Freitag, den 10. November 1893. solche werden wird, denn schon 14 deutsche Verbände haben sich zir Betheiligung bereit erklärt, und wenn die Stadt Berlin Charakter der Ausstellung durch größere Betheiligung der Aus offiziell ihre Unterstügung leihen würde, würde der nationale wärtigen sich noch deutlicher aussprechen. Wir empfehlen die Einseßung einer gemischten Deputation für die weitere Behand stimmig anzunehmen. Illustrirten Maifest- Zeitung. tung der Sache und bitten Sie, diesen Antrag möglichst einAuf Anregung aus den interessirten Kreisen bitten wir Künstler, welche geneigt sind für das Titelblatt oder für das Vollbild 10. Jahrg. Der Antrag Hermes wird darauf mit großer Mehrheit angenommen. 1 Grundstücke Stromstraße 51 und Wilhelmshavenerstraße 11 ander Strom und Wilhelmshavenerstraße, deren Zur Herstellung einer Verbindungsstraße zwischen Nothwendigkeit der Magistrat mit den Bewohnern des in Betracht kommenden Stadttheils Moabit anerkennt, sollen die gekauft und die neue Straße als Straße 16a in den Bebauungs Bürgermeister Kirschner: Als der Magistrat im plan aufgenommen werden. Da der Preis, den die Firma Münch September sich über den Antrag des Komitees schlüssig und Röhrs fordert( 292 000 M.) dem Magistrat zu hoch erscheint, machte, hatte es den Anschein, als ob es sich wesentlich um eine beantragt er die Zustimmung zur Erwerbung im Wege des Totale Berliner Ausstellung handeln würde. Außerdem war im Enteignungsverfahrens. Magistrat die Meinung vertreten, daß ein in größeren Kreisen Stadtv. Vogtherr beantragt die Verweisung der Vorlage dieser Festnummer Zeichnungen zu liefern, ihre Entwürfe unter empfundenes Bedürfniß nach einer Ausstellung nicht vorliege. an einen Ausschuß. Das Bedürfniß der Verbindungsstraße Angabe des Preises bis zum Das führte den Magistrat damals dazu, die ihm unterbreiteten fei allgemein anerkannt, das Magistrats Projekt finde positiven Vorschläge, Entsendung von Magistratsbelegirten in das aber mit Recht Beanstandung, da es keine direkte Verbindung Komitee, Hergabe des Treptower Parks, eventuelle Bewilligung mit den neuen großen Straßenzügen der Wiclef, Buggenhageneiner Subvention u. s. w. abzulehnen. In der Zwischenzeit sind und Waldenserstraße schaffe. Es feien andere Grundstücke in hervorgetreten, welche Anzeichen Die Annahme ftüßen, der Stromstraße vorhanden, alte Baracken, die viel billiger er daß es sich in der That um Ausstellung handeln dürfte, es haben sich eine große National worben werden könnten und eine viel zweckmäßigere Gestaltung weite Kreise der Straßenanlage ermöglichten. außerhalb Berlins für ihr Zustandekommen interessirt, und wenn die Vertretung der Bürgerschaft sich ebenfalls für die Betheiligung ausspricht, so habe ich persönlich keinen Zweifel, daß der Magistrat die Sache nochmals in Erwägung ziehen wird und auch nach dem Wunsche des Antragstellers in gemischter Deputation.( Beifall:) 1. Januar 1894 an unterzeichneten Verlag einsenden zu wollen. Derselbe wird unter Beiziehung von Sachverständigen aus den eingegangenen Entwürfen die geeignetsten erwerben. Exemplare der bisher erschienenen Maifest- Beitungen stehen auf Wunsch zur Verfügung. Urtheil bilden könne. Verlag des ,, Vorwärts" Berlin SW. Beuthstraße 2, part. Stadtv. Dinse weist darauf hin, daß eine große Anzahl großer Firmen und Vereinigungen, wie der Verein deutscher NB. Die Partei und Fachpresse wird um Abbruck diefer Ingenieure, besonders aber fast die ganze Metallindustrie ab. Aufforderung gebeten. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Oeffentl. Sigung vom Donnerstag, den 9. Novbr., Nachmittags 5 Uhr. " gelehnt haben, die Ausstellung gu beschicken oder nur eine redingte Zustimmung gegeben haben. Er nennt Heckmann, Borsig, Henneberg, den Cyclop" u. a. Es sei nöthig, das hier anzuführen, damit genau geprüft werde, was hier geplant ist, und ob das Geplante wirklich den Interessen der Stadt Berlin förderlich sein kann. Man dürfe auch nicht vergessen, daß die Chicagoer Ausstellung eben erit vorbei sei, und es sei wohl zu erwägen, ob nicht eine unmittelbar folgende Berliner Ausstellung davon nachtheilig beeinflußt werden könnte. Dennoch wolle er dem Antrage Hermes nicht widersprechen. Stadtv. Schönfließ bemängelt, daß in der Vorlage über die Größe des Grundstücks nichts gesagt sei, so daß sich die Verſammlung über die Angemessenheit des geforderten Preises tein Nachdem auch Stadtv. Gericke Ausschußberathung empfohlen, wird demgemäß beschlossen. Die übrigen Vorlagen find von untergeordneter Bedeutung. ( Schluß 3/47 Uhr.) Tokales: Wir machen es Zur Stadtverordneten- Wahl. Stimmberechtigt ist jeder in die Gemeinde- Wählerliste eingetragene selbständige Preuße, welcher das 24. Lebensjahr erreicht hat, wenn er feit einem Jahre Einwohner der Stadt ist, sich im Vollbesitz der bürgerDer Magistrat theilt mit, daß er mit dem 6. d. Mts. den lichen Ehrenrechte befindet, keine Armenunterstützung aus öffent Betrieb der Stralauer Wasserwerke eingestellt habe, dieselben Stadtv. Singer: Ich erkläre von vornherein, daß ich auch lichen Mitteln empfangen und die ihn betreffenden Gemeindeaber als Reserve bis zur Vollendung des dritten Viertels der für den Antrag Hermes stimmen werde, weil ich mit den Vorrednern abgaben gezahlt hat, auch an Steuer einen JahresMüggelwerke bestehen lassen wolle. Bu geeigneter Zeit würden dafür halte, daß die Frage werth ist, in gemischter Deputation beitrag von mindestens 6 Mart entrichtet hat oder zur der Versammlung wegen des Abbruchs der Stralauer Werte be- berathen zu werden. Wenn aber der Stadtv. Hermes es so 2. Klaffensteuerstufe eingeschätzt ist. Als selbständig wird sondere Vorschläge gemacht werden. darstellt, als ob der Wunsch nach einer Berliner Aus- jeder betrachtet, welcher einen eigenen Hausstand hat, d. h. Das Magistratskollegium war durch Beschluß der Versamm- ftellung für 1896 von dem Geist der Bevölierung getragen ist, fiber einen Wohnraum oder über mehrere Wohnräume selbstlung vom 8. Juni ersucht worden, bei den kompetenten Behörden so fennt er den Geist dieser Bevölkerung nicht im Geringsten. ständig verfügt. Als Legitimation zur Ausübung des die Beseitigung der durch Verlegung von 24 Prozes: Der Wunsch nach einer Berliner Ausstellung hat einen ganz Wahlrechts genügt die seitens des Magistrats jedem Wähler zuAbtheilungen des Amtsgerichts I nach dem Hotel Ger- leinen Kreis von Lenten begeistert( oho!), die auf sehr fünstliche gestellte, Wahltarte", im Nothfall auch die letzte Steuerquittung. mania am Stadtbahnhof Alexanderplatz für die Recht 3 Jeise Stimmung für ihre Wünsche bei der Bevölkerung zu Wo die Wählerlisten bis zum Wahltage einzusehen sind, pflege und für das intereffirte Publikum hervorgerufenen machen suchen. Mit sehr großer Beharrlichkeit und Energie ist an dieser Stelle foweit mitgetheilt, als die einzelnen WahlUebelstände in Anregung zu bringen. Der Magistrat hat ist von einem bestimmten Mittelpunkt aus dieses Streben fomitee's uns Nachricht haben zugehen lassen. Die Stadtdarauf unterm 28. Oftober erwidert, daß er von einem solchen gefördert worden. Diesem Kreis von Leuten fann der verordnetenwahl findet am 13. November statt. Es gilt für Versuch abgesehen habe, weil die betreffenden Miethsverträge Vorwurf nicht erspart bleiben, sogar gegen das Projekt unfere Portei, 3 Siße zu behaupten( 13., 37. und 41. Rom durch den Juñizfistus auf Jahre hinaus geschlossen und nicht der internationalen Weltausstellung eingetreten zu sein( Sejr munal- Wahlbezirk) und bei 13 Sigen( 1., 3., 4., 6., 9., 16., 18., unerhebliche Einrichtungskosten aufgelaufen seien. Schweren richtig!). Es ist wohl kaum an der Zeit, jetzt die Fäden, die 20., 22., 23., 29., 31., 36. Kommunal- Wahlbezirk) Sturm gegen Mängeln sei inzwischen abgeholfen; der Zugang zu den beiden hier laufen, farzulegen; es wird das aber in der gemischten liberale und antisemitische Reaktionäre zu laufen und der verSchantstätten sei dauernd geschlossen und für die Rechtsanwälte Deputation möglich sein. Diesem kleinen Kreise muß flar gemacht bohrten Bourgeoistlique zu zeigen, daß die Arbeiter willens und geeignetere Räume bestimmt. Die verbleibenden Uebelstände werden, daß es nicht seine Aufgabe ist, sich als die Vorsehung im stande sind, dem herrschenden, die Arbeiter bedrückenden und feien nicht derart, daß man die Räure als unwürdig bezeichnen von Berlin aufzuspielen. Was wir alle wollen und wozu die verhöhnenden System den Boden abzugraben. tönne. städtische Behörde ihre Zustimmung erflärt hat, das Stadto. Gaffel bedauert, daß der Magiftrat, obwohl er Projekt einer Berliner Weltausstellung, das wird in solchen 9. Kommunal- Wahlbezirk. Die Wählerlisten liegen von das Vorhandensein der Uebelstände anerkennt, nicht Luft bezeige, fleinen Ausstellungen, wobei nur die beiden Industrieen der heute ab bei: F. Riging, Belle- Alliancestr. 74, zur Einsicht aus. gründliche Abhilfe zu schaffen. Die Beschaffung geräumigerer Bierbrauerei und Schnapsbrennerei Vortheil haben( Heiterkeit), Am Sonntag, den. 12 d. M., Morgens 8 Uhr, findet die Ver Lokalitäten für die Rechtsanwälte sei das Geringfügigste an der behindert. Erst wenn die Reichsregierung einsehen wird, daß theilung von Flugblättern statt. Die Genossen werden ersucht, Sache. Das Publikum habe nach wie vor auf das schlimmste eine deutsche Weltausstellung nothwendig ist, ist die Zeit ge- sich hierzu zahlreich bei H. Werner, Bülowstr. 59, S. Rizing, unter der geradezu unwürdigen Beschaffenheit der Stätte zu kommen, wo auch Berlin sich zu betheiligen hat. Der Ueberschuß Belle- Alliancestr. 74 und H. Voß, Hornstr. 11, einzufinden. leiden, an der hier Recht gesprochen werde. Die Schwierigkeit von 500 000 Mt. von 1879 ist für mich kein Motiv für eine neue Sammellisten sind noch vorräthig, eine regere Bethätigung der Substitution bestehe unverändert fort, und zwar litten nicht Ausstellung. Berlin hat bis jetzt mit seinen Spezial- und Lokal- ist erwünscht. die Rechtsanwälte, sondern wiederum das Publikum ungemein ausstellungen recht wenig Glück gehabt. Wer sich an die letzte Die Vertrauens person. darunter. Möbelausstellung erinnert( Heiterkeit), wird das bestätigen. Da13. Kommunal- Wahlbezirk. Parteigenossen! Troß mehrStadto. Sa ch 3 II hat festgestellt, daß noch heute in den durch, daß ein gewiffer Kreis von Leuten diese Frage für betr. Räumen ein Anwaltszimmer von 312 und 5 m für sich ufurpirt, schreckt er die Streife ab, welche sich für eine natio- facher Aufforderung ist die Betheiligung an der letzten Flugblattmehrere Hundert Rechtsanwälte vorhanden ist. Der Eingang nale Ausstellung intereffiren. Man mache eine nationale Aus- Verbreitung im 13. Bezirk recht schwach gewesen. Um nun am zum Landgericht I fei sage und schreibe einen, die stellung und räume in dieser Ausstellung der Stadt allerdings 13. November auch diesen Bezirk wiederum zu dem unfrigen Korridore 12 m breit; auf denselben drängen sich täglich Hunderte den ihr gebührenden Play ein. Jener Kreis aber ladet immer- zählen zu können, ist eine stärkere Betheiligung bei der nächsten ron Personen, und wie die Athmosphäre der anliegenden Zimmer fort ausdrücklich zu einer Berliner Ausstellung ein und will Flugblatt- Verbreitung unbedingt nothwendig. dadurch verschönert werde, brauche er wohl nur anzudeuten. In so gnädig sein, den Andern in Deutschland, die auch noch etwas baber einem Jeden zur Pflicht, sich am Freitag, den 10. November, solchen unwürdigen Räumen werde Recht gesprochen, und solche auszustellen haben, ein Pläßchen einzuräumen. So macht man keine Abends 18 Uhr, zu diesem Zweck bei Schayer, ReichenbergerRäume halte der Magistrat nicht für unwürdig! Die Ver- nationale Ausstellung! Die Bürgerschaft verlangt in erster Linie mit straße 54( Destillation) einzufinden und erwarten eine recht starte Das Komitee. fammlung sollte sich aus eigener Anschauung von der Sachlage vollem Recht eine internationale Weltausstellung, und wenn es Betheiligung. überzeugen, dann werde sie nicht säumen, seinen Antrag anzu- heute noch möglich wäre, nach dem Erfolge von Chicago, bei Stadtverordneten Wahl in Charlottenburg. Partei nehmen, die Angelegenheit einer gemischten Deputation zu über der Reichsregierung Verständniß dafür zu finden, eine Handvoll genossen! Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, daß am weifen. Millionen einmal nicht für Kanonen und Gewehre, sondern für 20. November, dem Tage der Wahl, in allen 6 Bezirken die den Gewerbefleiß auszugeben, dann würde ich viel lieber noch Randidaten unserer Partei zum Siege gelangen. Die Bedeutung ein Paar Jahre mit der Ausstellung warten, als i. J. 1896 eine der sozialdemokratischen Partei gebietet es, endlich einmal auch nationale Ausstellung in Berlin machen.( Beifall.) Geht das nicht, dann muß jedenfalls die Ausstellung 1896 eine nationale werden. Dazu gehören aber andre Kräfte und andre Leiter als die Bewegung bis jetzt hat. Die Stadt Berlin ist nicht dazu Stadtv. Hermes: Auf eine Anfrage des Ausstellungs- da, die Bestrebungen einer kleinen Koterie materiell und offiziell Romitee's, ob er bereit sei, dieses Unternehmen zu unterstützen, zu unterstüßen.( Beifall.) hat der Magistrat ablehnend geantwortet, weil er sich davon Stadtv. Schwalbe ist der Meinung, daß nur die Unmög nicht einen derartigen Erfolg für Handel und Industrie ver- lichkeit der Veranstaltung einer Weltausstellung in Berlin die sprechen könne, um materielle Unterffügung oder Delegirung von Angelegenheit in ein anderes Fahrwasser gebracht hat. Er sei Magistratsmitgliedern in das Komitee befürworten zu können. Der Sache näher getreten und könne bezeugen, daß die Dieser ablehnende Bescheid steht nicht im Einklang mit der Neigung, fich an der Ausstellung zu betheiligen, in Meinung der Bürgerschaft. Die Ausstellung von 1879 hat stetem Wachsen begriffen fei. Auch große deutsche geradezu glänzenden Erfolg gehabt; der heimischen Industrie Vereine, welche früher sich ablehnend verhalten hätten, ſcien und Gewerbethätigkeit ist höhere Anerkennung zutheil geworden und dem Unternehmen jest günstig gestimmt. Die Angelegenheit das Abfazgebiet für die Kleinindustrie hat sich seitdem erweitert. werde allerdings erst dann zur rechten Bedeutung gelangen, Eine halbe Million Ueberschuß konnte an die städtischen wenn die Stadt Berlin ihr wohlwollend sich gegenüberstelle. In Die Wählerlisten liegen vom 11. d. M. ab bei den folgenden Behörden für eine wohlthätige Stiftung zu gunsten des Berliner der Deputation werde auch die Frage zu erwägen sein, ob nicht, Genossen zur Einsicht aus: Gewerbebetriebes abgeliefert werden. Es ist nun nicht ein wie angeregt, die in Chicago ausgestellten Berliner Objekte hier 1. Bezirk: Restauration Paul Wolter, Magazinstr. 15. zusehen, warum die Ausstellung von 1896 nicht den gleichen nochmals auszustellen wären. glänzenden Erfolg haben sollte; ich glaube, der Erfolg wird ein noch größerer sein. Ein folches die Interessen Berlins in hohem die kommunale Vertretung von Berlin sich über ihre Stellung zur Stadtv. Meyer II hält es für dringend nothwendig, daß Maße berührendes Unternehmen verdient die Unterstützung der Eingang Wilmersdorferstraße. städtischen Behörden, ja es ist geradezu ihre Aufgabe, es nach Sache schlüssig macht. Gerade der große Erfolg von Chicago mache Restauration Mehler, Englischestr. 31. die Frage brennend und die Entscheidung unaufschiebbar. Er Möglichkeit zu fördern. Dasselbe erhält dadurch höhere Be werde auch für den Antrag Hermes stimmen, aber gleich den " Ad. Gasse, Pestalozzistr. 88. deutung und größere Anziehungskraft für das beimische Stadtov. Dinfe und Singer verwahre er sich dagegen, als wolle und auswärtige Publikum. An und für fich ist man das Lokalprojekt von 1896 fördern. Man solle an die Stadtverordnetenwahl und Gewerbegericht. die Ausstellung durchaus gesichert. Während es 1879 nur 1782 Aussteller waren, waren am 1. Oftober cr. bereits die Pflicht der Stadt und ihre Ehre gebiete. Sache herantreten, wie an einen reinen Tisch und erwägen, was Aufnahme von klagen, eventuell auch Vertretung vor holt hatten wir darauf hingewiesen, daß unentgeltliche mehr als 3200 Anmeldungen erfolgt. Bahlreiche Mitglieder des die Pflicht der Stadt und ihre Ehre gebiete. dem Gewerbegericht in allen Gewerbegerichts- Streitigkeiten in Stadtv.& 3 mann nimmt das Komitee für die Ausstellung dem von den Arbeitnehmern errichteten Bureau, Magistrate wie der Versammlung sind schon jetzt thätig zum Theil im Komitee, zum Theil in Abtheilungen von 1896 gegen die Angriffe des Stadtv. Singer in Schutz und Rosenstraße 28 I, stattfindet. Das Stralauerstraße 42 be= und Ausschüssen desselben. Infolge des Infolge des Verhaltens der empfiehlt den Antrag Hernies. legene Bureau ist von Arbeit gebern errichtet und wird von deutschen Regierung ist das Projekt einer Weltausstellung in Stadtv. Kyllmann: Die Erfolge der Chicagoer Aus diesen geleitet: vor Benutzung desselben durch Arbeiter ist wiederBerlin gescheitert, obwohl die Stadt bereit war, 10 Millionen stellung sind nicht zum mindesten den deutschen Ausstellern zu holt und mit Recht gewarnt. Die Interessen der Arbeitgeber zu dem Garantiefonds zu geben. In Paris findet die nächste verdanken; die deutsche Abtheilung zeigte, daß das Zeug für und die der Arbeiter sind sich widerstreitende. Auch Weltausstellung 1900 ftatt; Dor 1905 fann eine weitere eine nationale Ausstellung vorhanden ist. Nothwendig aber ist, bei bestem Willen eines Arbeitgebers, für die Interinternationale Ausstellung nicht stattfinden. Gine Ber daß eine deutsche Ausstellung veranstaltet wird.( Sehr essen eines Arbeiters im Prozeß gegenüber Arbeit liner Ausstellung von 1896 fann also doch die letztere richtig!) Wir dürfen uns nicht lokalisiren. Süd- und West gebern einzutreten, wird der Arbeitgeber unwillkürlich unmöglich beeinträchtigen. Man wünscht, die 1896er deutschland sehen scheel auf das Projekt einer Berliner Aus- die Interessen seines Standesgenossen besser als die des Arbeiters Ausstellung solle eine nationale werden; diesen Wunsch stellung; nur eine deutsche nationale Ausstellung fann Erfolg wahrnehmen: Niemand kann aus seiner Haut heraus. Austheile ich auch, glaube indeß, daß sie ohne Weiteres eine haben.( Zustimmung.) fällig war es, daß der Fabrikbefizer Weigert sowohl in dem Die Versammlung beschließt nach diesem Antrage. Die Stadtvv. Hermes und Genossen beantragen, den Magifirat zu erfuchen, in einer gemischten Deputation über die Stellung der städtischen Behörden zu der im Jahre 1896 in Aussicht genommenen Berliner Ausstellung" in Berathung zu treten. B hier ein Wort in kommunalen Angelegenheiten mitzusprechen und der heutigen Vertretung durch die Anwesenheit einiger unserer Genossen zu beweisen, daß die Arbeiterschaft Charlottenburg's nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte hat. Von den bisherigen 54 Mandaten find 18 erledigt, so daß die für uns in Frage kommende dritte Abtheilung 6 Mandate zu erobern hat. Es sind aufgestellt: Für den 1. Bezirk Genosse Paul Wolter. Hermann Wernicke. August Sellin. 2. " " Gustav Zeyer. 3. " " " " 4. " " " 5. " " " 6. Otto Siegerist. Otto Goerfe. Alles Nähere sagt das am Sonntag, den 12. d. M., zur Verbreitung gelangende zweite Flugblatt. NO ம்ம் 2. " 3. 4. 5. " 6. 2 H. Krause, Bismardstr. 74. Bigarrenhandlung Aug. Sellin, Scharrenfir. 16, H. Wernicke, Krummestr. 19. Wieders immer näher. In der Provinz Posen gab es am Dienstag bereits Die Quartiermacher des Winters rücken von Osten her zollstarkes Eis und am Mittwoch schneite es im Saganer und im Gorauer Kreise( in Niederschlesien und in der Niederlausit) des Nachmittags so start, daß stellenweise der Schnee drei Boll hoch lag. Bureau Stralauerffr. 42 wie auf dem Gewerbegericht selbst, I sogenannte, Gerichtssiegel" mit der Juschrift:„ Kaust bei keinem Sind die öffentlichen Spielpläge etwa für die Mitglieder der in feinen Beistand Arbeitern im Prozeß lieb. Weshalb? Das dicke Ende Juden" angebracht, andere Platate sind mit Messerstichen durch verschwiegenen Dunkel tagenden Parkdeputation zu referviren? tommt nach! Für den 87. Kommunal- Wahlbezirt, in dem bekannte löchert u. f. 10. lich Genoffe Gleinert kandidirt, ist Herr Weigert seitens der voltsfeind- Diese Strolche rechnen sich natürlich zu den Jebildeten", Eine neue Cholera Erkrankung mit tödtlichem Auslichen„ liberalen" Partei zum Stadtverordneten aufgestellt. In fingen Heil Dir im Siegertranz" und können sich im übrigen gange wird aus Bachow, einem dicht bei Rathenow gelegenen dem vom liberalen Wahlfomitee herausgegebenen Flugblatt wird der nicht genug über die Rohheit der sozialdemokratischen Arbeiter Gute gemeldet. Fabritbesitzer Weigert als Muster aller möglichen Tugenden ge- fchaft moquiren. Ob den Eisenbahn- Verwaltung, die doch in priefen und u. a. von ihm behauptet, Otto Weigert ist ein der Wagenthürschluß- Affäre ihre Augen offen hatte, diese Herren Freund der Arbeiter und denjenigen wohl bekannt, die auf dem nicht einmal auf's Korn nehmen kann? Gewerbegericht zu thun hatten: ohne Rücksicht auf Stand und Beruf hat er sich stets derer angenommen, von deren Recht er Sklavenleben. Ein früherer Kondukteur der Allgemeinen überzeugt war". Mit Spect fängt man Mäuse; man darf Omnibusgesellschaft macht uns über den Grund seiner Entlassung aber die Falle nicht zu plump aufstellen. Dem liberalen" Wahl folgende Mittheilung: Am 29. September habe er von der komitee und Herrn Fabritbesiyer Weigert werden die zielbewußten Potsdamer Brücke nach dem Rosenthaler Thor seine Fahrt Ein beklagenswerthes Ende hat gestern Vormittag um Arbeiter des 37. Kommunal- Wahlbezirts am 13. November zeigen, vollendet gehabt, und sei, nachdem er seine Obliegenheiten er- 10 1hr die Ehefrau des Dachdeckermeisters Settemacher gefunden. daß sie durch solchy' plumpe Mittel fich nicht fangen laffen. Bis ledigt, im Begriff gewesen, in den ihm noch bis zur neuen Ab- die mit ihrem Manne im Erdgeschoß des Quergebäudes auf dem dahin gilt es, die Indifferenten durch unermüdliche Agitation fahrt zur Verfügung stehenden sieben Minuten sein Mittageffen Grundstück Keibelstr. 41 wohnte. Sie war anscheinend dem von Mund zu Mund, von Haus zu Haus aufzurütteln und sie hinunter zu schlucken. In diesem Augenblick habe ein Kon- eisernen Ofen, in dem sie das Mittagessen tochte, zu nahe geden Kampfreihen des zielbewußten Proletariats zuzuführen. trolleur die Blocks nachsehen wollen. Auf die Bitte, tommen, so daß sich ihre Kleider entzündeten. Sie hat dann ihm doch die paar Minuten zum Verschlingen des versucht, das Feuer zu ersticken und Hilfe herbeizuholen, ist dabei Die Parteigenossen des 4. Berliner Reichstage. Effens zu gönnen, sei vom Kontrolleur bie Antwort aber bewußtlos zusammengebrochen und gestorben. Sie wurde Wahlkreises( Osten) ersuchen wir dringend, fich am Sonntag, gefallen, es scheine ihm, als ob er einen großen Mann vor sich auf der Schwelle der Küche liegend aufgefunden. Die Leiche den 12. November, Morgens 8 Uhr, bei der Flugblattverbreitung stehen habe. Mergerlich habe er darauf erwidert, die Bedeutung, wurde dem Schauhause zugeführt. zu betheiligen. Wir fordern sämmtliche Mitglieder des Wahl die sein Gegenüber habe, messe er sich auch zu. Die Strafe für vereins auf, mit thätig zu sein. diese Insubordination habe nicht länger auf sich warten lassen. Die Genoffen können sich melden bei 3ipte, Grüner Am nächsten Morgen habe der Inspektor von ihm verlangt, er Meg 14, und bei Wilke, Andreasstr. 26. folle eine Meldung des Kontrolleurs unterschreiben, wonach er Die Wählerlisten liegen von heute an bis zum Wahltage die verlangte Kontrolle verweigert habe. Bergeblich sei sein Beaus für den 22. Bezirk: bei 3ipte, Grüner Weg 14, und bei mühen gewesen, den Sachverhalt klar zu stellen und als er das Rattte, Krautstraße 48. Für den 23. Bezirk: bei Witte, Ersuchen an den Inspektor gestellt habe, ihn doch beim Direttor Andreasstr. 26. Das Wahlkomitee. vorzulassen, habe der Herr einfach gemeint, es sei wohl das Bündel schnüren müssen. Beste, wenn er feine Kondukteurstelle verlasse. So habe er sein Der verantwortliche Redakteur des„ Sozialist", Schrift steller Arthur Ellendt, ist am Mittwoch morgen in seiner in der Gneisenaustraße belegenen Wohnung verhaftet worden. Gleich zeitig ist die vorlegte Nummer des Sozialist bei einer in der Expeditionsräumen des Blattes vorgenommenen Haussuchung beschlagnahmt worden. " Titelschacher? In der Bossischen Zeitung"( Nr. 526) annoncirt jemand: S. reich. Herr, w. d. Adel erb. möchte, find. d. passende Heirath Gelegenheit" u. f. w. Was mag erh." be deuten?„ Erheirathen? Unseres Wissens kann der Adelstitel nicht von Männern, sondern nur von Frauen„ erheirathet" werden. Also handelt es sich hier vermuthlich um eine Gelegen heit, durch passende Heirath" den Abel zu erhalten. Ob und wie das möglich ist wer weiß es? Aber solche und ähnliche Geschäfte müssen doch wohl im Bublifum als möglich gelten; benn in der„ Kreuz- Zeitung" annoncirte vor längerer Zeit( in Nr. 431) jemand:" Jüngere, aber leistungsfähige Firma wünscht behuss Erwerbung" eines Soflieferanten Präditats auf Damen- Spezialartitel reelle, einflußreiche Verbindung" u. s. w. " Wie neidisch muß ein solcher Arbeiter auf die Pferde sein, die wohlgemuth von der Gesellschaft der sie gehören, auf menschliche Behandlung rechnen können. Gegen den Aufsichtsrath und Vorstand der am 30. Mai mit einem Fehlbetrage von 37 000 m. in Konturs gekommenen Deutschen Pferdebesiger- Genossenschaft ist, wie der Fuhrh." mittheilt, auf Antrag angeblich geschädigter Genoffen schafter strafrechtliches Verfahren eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft hat die gesammten Akten der Genossenschaft eingefordert, namentlich um festzustellen, von welcher Zeit ab die Genossenschaft fallirt hat und nicht im stande gewesen ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen. " 1 " die " Ein schwerer Unglücksfall ereignete fich in den gestrigen Vormittagsstunden. Vor dem Hause Wasserthorstr. 22 spielten einige Kinder, als ein Rollwagen, der Firma Döhl gehörig und von dem Kutscher Brockmeyer geführt, aus dem oben genannten Hause fuhr. Der sechsjährige Sohn des Kellners Meyer, Wasserthorstraße 23 wohnhaft, wurde dabei von dem Gefährt erfaßt, au Boden geworfen und gerieth dabei so unglücklich unter die Räder, daß ihm diefelben fast buchstäblich den Kopf vom Rumpfe trennten, was bei dem sich schnell ansammelnden Publikum einen fürchterlichen Schreckensschrei hervorrief. Der Knabe wurde nun nach der Sanitätswache in der Brandenburgstraße gebracht, wo er nach wenigen Augenblicken seinen Verlegungen erlag. Trot des bereits eingetretenen Todes schaffte man den kleinen Körper mittels Droschte nach dem Trankenhause am Urban. Die Eltern des Kindes sollen in sehr dürftigen Verhältnissen leben. Ihr Schmerz war beim Anblick des verstümmelten Kindes herzzerreißend. Gerichts- Beifung. Das Nilpferd im Zoologischen Garten ist am Sonntag frepirt. Im Zoologischen Museum soll es ausgestopft werden. Die Sektion ergab nach der„ National- Zeitung", daß das gewaltige Thier das Gewicht des Kadavers wird auf 45 Zentner geschätzt verhungert ist: die gesammte Ernährung stodte; es Ueber die Verbreitung der Schundliteratur unter der fand nicht die geringste Futteraufnahme statt, weil einerseits der Schuljugend flagt in der„ Wossischen Zeitung" ein Gemeinde Magen des Thieres zum Bersten mit dem Quantum der letzten Schullehrer. Er verlangt strengstes Ginschreiten der Lehrer gegen Mahlzeit vollgepfropft und andererseits der Rest des Verdauungsdie Schmöker", und fährt dann fort: Wichtiger ist allerdings traktus völlig leer war. Die Verbindung zwischen den beiden Organpofitives Vorgehen. Unsere Jugend- Bibliotheken verfügen viel- Abschnitten aber hatte einen fünstlichen, unheilvollen Verschluß erfach über recht dürftige Schäße. Die Ausgaben für sie sind so balten durch einen etwa faustgroßen Gummiball. Auf welche Weise Wegen Wuchers und Provisionsschwindelei ist der niedrig, daß von besseren Jugendschriften mit guten Bildern fast aber die tödtliche Kugel" in den Rachen des Nilpfeldes gelangt, Kaufmann M. aus der Brückenstraße festgenommen worden. Er nichts angeschafft werden kann. Die Mittel würden faum ob sie vielleicht am vorletzten Sonntag von der Hand unterhielt in einer Destillation der Spandauerstraße ein foge- ausreichen, um für alle in Betracht kommenden Kinder eines Kindes hineingeschleudert oder auf dem Wasser schwimmend, nanntes Geldkomtoir und pflegte in Zeitnugen darauf hinzu- die gewöhnliche Schulbibliotheks= Literatur regelmäßig aus von dem Thiere achtlos mit einem anderen Bissen verschluckt weifen. Den Geldsuchenden wurden nun zunächst 5 Mark abzuleihen." Er führt weiter aus, billigen Bänd- worden ist, das wird gewiß niemals ans Licht kommen. verlangt, die zur Einholung einer Auskunft über die Person chen der Jugendbibliotheken seien theilweise inhaltlich ganz Noch einen zweiten Verlust hat der Garten erlitten: Die drei dienen sollten. Wie nun festgestellt ist, hat M. allerdings be- reizlos und so wenig anziehend ausgestattet, daß ste, selbst wenn fleinen Löwen find nur wenige Tage alt geworden. Auch fie züglich der Darlehnsnehmer bei Auskunftsbureaus Erkundigungen sie ausreichend vorhanden wären und zweckmäßig ausgeliehen find verhungert. Früher hatte diefelbe Löwenmutter ihre eingezogen, dafür aber nur je 1,50 M. entrichtet. Er heimste würden, die Schmöter" nicht aus dem Felde schlagen fönnten. Jungen tadellos genährt. Und deshalb hegte man diesmal nicht also von vornherein einen Verdienst von je 3,50 Mark Die Schulen", sagt er, würden sich in der That ein Verdienst den geringsten Argwohn, daß sie sich anders verhalten könne. für fich ein, unbekümmert darum, ob das Geschäft erwerben, wenn sie die Jugendbibliotheken auf einen ganz andern Aus unerklärlichen Gründen hat die Mutter die Kleinen verzu stande kam oder nicht. Die Polizei stoßt bei den Gr Stand brächten. Die nöthigen Geldmittel würde die Schul- nachläffigt. mittelungen über den Umfang der Geschäfte insofern auf Schwierig verwaltung scherlich verweigern, da über den Werth eines feiten, als die Auskunftsbureaus die Angabe der Namen von guten und die Gefahren eines schlechten Lesestoffes für die Jugend Potsdamer Plage ein Mann beim Besteigen eines PferdebahnPolizeibericht. Am 8. d. M. Vormittags wurde auf dem. Personen, über die M. Erkundigungen eingezogen hat, verweigern doch überall volles Ginverständniß herrscht." Ueber die Bereitwagens durch die Deichsel eines vorüberfahrenden Arbeitswagens bezw. nicht anzugeben im ftande find. Sind dann schließlich mit willigkeit der Schulverwaltung, das Geld zu einer Umgestaltung derartig gegen den Pferdebahnwagen gedrückt, daß er eine be M. Geldgeschäfte zu Stande gekommen, so ist dies gegen der Jugendbibliotheken herzugeben, dürfte sich der Herr täuschen. deutende Verlegung an der Hüfte erlitt. wucherische Binsen geschehen. Wie ferner verlautet, follen bei Gr vergist augenscheinlich, daß es sich um Gemeindeschulen ihrer Wohnung Reibelstr. 41 mit brennenden Kleibern todt auf Eine Frau wurde in einem Großkapitalisten im Norden Berlins, der nur gezogene handelt. Im Jahre 1892/93 find auf Errichtung u. f. w. von gefunden. Sie war theilweise gelähmt und ist anscheinend beim Wechsel für einen billigen Preis aufzukaufen pflegte, folche Schülerbibliotheken" an Gemeindeschulen 5574 Mark verwandt Kochen dem eisernen Ofen zu nahe gekommen und verbrannt. Papiere in großer Anzahl beschlagnahmt sein. Man scheint dem worden, das macht pro Kind eine Ausgabe von drei Pfennig! An der Schleusenbrücke sprang ein Arbeiter in den Spreelanal. Wucher, der in Berlin nicht blos von Leuten, die ausschließlich von einer solchen Schulverwaltung foll überhaupt einer eine Er wurde noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der davon leben, sondern auch von kleinen Kaufleuten und sogar ernsthafte Fürsorge für die Lektüre der Schuljugend erwarten! Handwerkern betrieben wird, scharf zu Leibe gehen zu Im übrigen müssen wir offen bekennen, daß uns gar nichts Nachmittags eine Schlägerei, wobei ein Portier einen Arbeiter Charitee gebracht. Vor dem Hause Fruchtstr. 11-18 entstand wollen. Solche versteckten Wucherer sind meistens Mit daran läge, die städtische Schulverwaltung sich mehr um das am Kopf jo bedeutend verletzte, daß letzterer nach dem Krankenglieder von Genossenschaftsbanken, wo fie ihre Wechsel Lefebedürfniß der Gemeindeschulkinder tüminern zu sehen. Gine hause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Im Laufe abzusetzen pflegen. Sie geben meistens nur Darlehne Vervollständigung der Jugendbibliotheken, welche uns diese Ver- des Tages fanden sechs Brände statt. in Höhe von einigen hundert Mart, so daß fie gegen hohe Verwaltung, wie sie jetzt ist, bringen könnte, wäre höchstens noch eine luste gedeckt sind, nehmen dagegen durchweg höhere Binsen, als Verschlechterung. Hinaus mit den Büchern, welche von die eigentlichen Bucherer. Dabei bleibt es aber auch noch nicht: Frömmelei, verhimmelndem Patriotismus" und Verherrlichung fie machen außerdem häufig die Runde bei ihren Schuldnern und der fapitalistischen Gesellschaftsordnung als einer göttlichen Lassen sich noch anderweite Bortheile gewähren. Go fann man Weltordnung" voll sind. Diese Bücher sind es gerade, welche die fich denn auch nicht wundern, wenn das Handwerk solcher Jugend, gelangweilt und angewidert, zu ihren Schmöckern" Meister" einen goldenen Boden hat und soviel einbringt, daß flüchten lassen. Sie würden aber bei Neuanschaffungen von der auf patriotischen und sonstigen reichstreuen Festen und zu Schulverwaltung immer wieder in erster Linie berücksichtigt von Rußland" und August der Starte von Sachsen", der ersten Die Beschlagnahme der beiden Broschüren Katharina II fammentünften es auf eine Flasche Champagner mehr oder werden, weil sie mit zu den geistigen Waffen" gehören, durch beiden Nummern aus der Serie Zur Naturgeschichte des Absoweniger nicht ankommt. die man die Sozialdemokratie bekämpfen will, indem man die lutismus. Gekrönte Häupter", bildete den Gegenstand einer Begehrlichkeit", die Gottlosigkeit" und die Vaterlandslosigkeit" Berhandlung, welche am 9. November gegen den Verleger obiger Die unerhörten Zustände, die sich mit der Entwickelung in den Kinderherzen schon im Seime zu ersticken" fucht. Auch Broschüren, Hans Baate, vor der Straftammer des Land Berlins in der Beförderung der Arbeiterzüge" auf der die neuere Jugendliteratur, die der Gewährsmann Der Stadt und Ringbahn herausgebildet haben, sind den gebulbigen Bossischen Zeitung" so rühmt, ist in diesem Puntte um tein berechte Bertin, I stattfand. Die Anklage ſtützte fich auf§ 184 Paffagieren, die in früher Morgenstunde gezwungen find, sich in Saar besser. des Strafgesetzbuches, nach welchem Derjenige, welcher unzüchtige Dritter Wagenklasse wie Heringe zusammenpferchen zu lassen, Schriften verkauft, mit Geldstrafe bis zu 300 m. oder mit Geschließlich doch zu arg geworden. Einer Lokalforrespondenz Das Ende des Judenflinten- Prozesses. Ein großartiges fängniß bis zu 6 Monaten bestraft wird. Nachdem in einem zufolge soll jezt in einer Petition an den Eisenbahnminister um Autodajé jand an den ersten drei Tagen dieser Woche im früheren Termine ein Antrag des Staatsanwalts, nur die als Bermehrung der Frühzüge ersucht werden. Die Beförderung der Moabiter Kriminalgericht statt. Nachdem das im Judenflinten- unfittlich bezeichneten Stellen zu verlesen, abgelehnt worden war, Arbeiter geschieht jetzt in der Regel derart, daß, sobald ein Prozeß wider Ahlwardt gefällte Urtheil rechtskräftig geworden gelangten heute die beiden Broschüren vollständig zur Berlesung, Arbeiterzug Morgens auf Bahnhof Charlottenburg einläuft, von ist, war mit den Ueberbleibseln des Prozesses aufzuräumen. In und zwar unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Das Urtheil den 1500 Personen, die Kopf an Kopf gedrängt auf dem Berron den Verwahrungskammern des Gerichtes lagen noch 50 000 be- wurde daher erst am Nachmittage gefällt. stehend warten, ber dritte oder vierte Theil zurückbleiben schlagnahmte Judenflinten- Broschüren, die laut rechtsfräftigen dem Antrage des Rechtsanwalts Freudenthal gemäß, auf Arbeit fommt und sich somit eines unverschuldeten Bergehens an in die Heizung des Gerichtsgebäudes. Zum großen Theil waren bestraften Angeklagten wegen Vergebens gegen§ 184 in zwei muß. Die Folge ist, daß dieser Theil der Arbeiter zu spät zur Urtheils vernichtet werden mußten. Das ganze Material wanderte reisprechung des Angeklagten und Aufhebung der Beschlagnahme, während Der Staatsanwalt den bisher undem dreimal heiligen Profit schuldig macht, das dann nach Ge- die Druckbogen noch nicht gefalzt und geheftet, ganze Ballen ver. bestraften Angeklagten wegen Vergehens gegen§ 184 in zwei bühr mit Geldstrafe oder Entlaffung gerochen wird. Die Beschlang, das Feuerloch eines riesigen Dampstessels. Da Papier Fällen zu insgesammt sechs Wochen hatte verurtheilt wiffen amten kennen die Zustände auf Bahnhof Charlottenburg nament- aber sehr langsam brennt, so dauerte die Prozedur drei Tage. Zur Begründung des Urtheils führte der Präsident lich ganz genau; fie können aber nicht helfen und müssen die Der Dampischornstein auf dem Kriminalgericht warf zuweilen etwa Folgendes aus: beiden Wagen 2. Klasse, welche sonderbarer Weise die Arbeiter derartige Rauch- und Aschenmengen aus, daß die nächste Um In den beiden Broschüren werde der unfittliche Lebenswandel züge führen und die natürlich unbesezt bleiben, für etwaige gebung von weißen Flecken wie nach einem Schneefalle bedeckt Katharina's und August des Starken geschildert, Wenn dabei Passagiere" refervirt laffen, während die Koupee's 3. Klasse mit war. Einmal erfundigte sich sogar die Polizei danach, ob ein auch die Liebesabenteuer dieser gekrönten Häupter einen ziemlich durchschnittlich 22-25 Personen, statt 10 Infaffen besetzt sind. Brand ausgebrochen set. Die Berbrennung fand unter ftrengster breiten Raum einnehmen, so müsse andererseits in Betracht gezogen Eine Aenderung dieses unerträglichen Zustandes ist dringend er Aufsicht statt. Am Mittwoch wurden der Firma Ludwig Löwe werden, daß die Hestchen einen ziemlich großen Theil wahrer forderlich ob die Spartheorie der Eisenbahnverwaltung eine die Bücher- ein ganzer Wagen voll- ausgehändigt, welche Geschichte und Beleuchtung der wirthschaftlichen Verhältniffe, unter Abhilfe zuläßt? denen das Volk damals lebte, bringen. Es sei, nach dem ganzen während des Prozesses beschlagnahmt waren. Zufälligerweije fand die Verbrennung an demselben Tage statt, an welchem Ahl- Inhalt der Broschüren, jedenfalls Thatsache, daß der ungenannte Die Wiederauftellung bes früheren städtischen Verfasser, für den der Angeklagte die Verantwortung übernehme, Mathematiklehrers Dr. Caspary ist, wie verlautet, gegen eine wardt aus dem Landtage hinausgewählt wurde. die Abhandlungen nicht zu dem Zweck geschrieben habe, au Unfittlichgroße Minderheit, zu der unsere Genossen im rothen Hause ge- Aus Aulaß des Wucherprozesses soll einer hiesigen feiten Anregung zu geben, was zum Thatbestande des§ 184 St.-G.B. hörten, von der Stadtverordnetenmehrheit in nicht öffentlicher Lokalforrespondenz zufolge die Polizei verschiedene Lofalinhaber gehöre. Demnach konnte der Gerichtshof dem objektiven Thatbestande Sigung beschlossen. Bekanntlich hatte Dr. Caspary, dessen Name des Lindenviertels aufgefordert haben, keine Glücksspiele in ihren der Anklage nicht beitreten. Aber auch in subjektiver Beziehung sei als der eines tüchtigen Mathematiters sich in wissenschaftlichen Bäumlichkeiten zu dulden. Ob das adlige und nichtadlige Mog- der Beweis nicht erbracht. Zweifelhaft könne es zwar erscheinen, Kreisen einen berechtigten guten Klang erworben hat, einen Ruf ler- und Gaunerthum derartige Aufforderungen von seiten der warum der Angeklagte diese ollen Kamellen" ausgrabe, da der als Professor an die Universität Dorpat angenommen. Diese Wirthe beachten wird? Ob die Wirthe überhaupt im stande stud, Absolutismus doch nirgends mehr existire. Daß er sie zur För Berufung wäre aber, da die Torpater Universität Juden nicht ihre ehrenwerthen Gäste auf Gaunereien hin zu fontrolliren? Es derung der Unsitilichkeit verbreite, dafür habe indeß sich kein anstellt, unmöglich gewesen, wenn Dr. E. nicht der Wahr- wird da einfach heißen, friß Bogel oder stirb; fümmere Dich nicht Anhaltspunkt aus der Verhandlung ergeben. Die Sozialdemo heit zuwider angegeben, er fet Christ. um das, was wir in dem von Dir gemietheten Bimmer thun, fratie, zu der sich der Angeklagte bekenne, verfolge den Zweck, Daraufhin wurde die Berufung zurückgezogen. Das Provinzial wenn Du Deinen Champagner los werden willst. Und da der die breiten unwissenden Volksmaffen aufzuheben(!). Den gleichen Schulfollegium entfette alsdann( im Jahre 1889) Dr. C. feines Wirth seinen Champagner an den Mann bringen will, wird das Zweck möge auch der Angeklagte mit der Herausgabe diefer Amtes wegen jener unwahren Angabe, die ihn als zum Bildner Jeu seinen Fortgang nehmen. Broschüren verfolgen, denn unter Anführung bestimmter Thatder Jugend ungeeignet erscheinen läßt. Die Stadtverordnetensachen suche er durch Gegenüberstellung der Verschwendungssucht mehrheit scheint anderer Ansicht gewesen zu sein. Die städtische Park- Teputation hat in ihrer Sigung am der Herrscher und der gleichzeitigen Nothlage der unterdrückten Mittwoch unter Vorfis des Stadtraths Friedel beschlossen, die und gefnechteten Majse die breiten Voltemassen zum Daß gegen Autisemitisches. Rohe Patrone haben die in der Stadt- früher versuchsweise ertheilte Erlaubnis, die Spielpläge im die Monarchie anzuschüren. Das gehe schon aus dem Umstande und Ringbahn angebrachten Reflame- Plakate vielfach zu zerstören Humboldt- und Friedrichshain dem großen Publikum von 3 Uhr hervor, daß die Broschüren zu einem äußerst geringen Preise gesucht. Namentlich sind es die Firmenschilder von Geschäften, Nachmittags freizugeben, wieder aufzuheben, weil durch abgegeben werden und so thatsächlich in die weitesten urtheilsberen Inhaber einen jüdisch klingenden Namen haben, welche in diese Erlaubniß vielfach große Unguträglichkeiten hervorgetreten lofen" Kreise dringe. Eine derartige Absicht falle aber nicht unflätigfter Weise bejubelt werden. An diesen Plakaten sind sein sollen. Welcher Art könnten diese Unzuträglichkeiten sein? unter§ 184 und deshalb war auf Freisprechung zu erkennen. " wollen. Es lautete, Die öffentliche Anreizung verschiedener Klaffen der Bevölkerung in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zu Gewaltthätigkeiten, welche durch§ 130 des Strafgefegbuchs unter Strafe gestellt ist, tann, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, 1. Straffenats, vom 1. Juni 1893, nicht nur in einer diretten Aufforderung zu Gewaltthätig feiten, sondern auch in einer entsprechenden indiretten Einwirtung gefunden werden. Dagegen fann ein nicht aus gesprochener Gedanke nicht die Grundlage für den Thatbestand des§ 130 Str.-G.-B. bilden. = flagten bereit gehalten, also in seinem Intereffe gehandelt. Des halb sei er verpflichtet, ihnen die fraglichen 14 Tage mit 12,80 M. zu bezahlen. Die Straffammer in Stargard verurtheilte am Mittwoch den Gymnasiallehrer Dr. Koch aus Treptow a. d. Rega wegen Unterschlagung und Sittlichkeitsverbrechen, begangen an einigen seiner Schüler, zu fünf Jahren Gefängniß. Versammlungen. 5 07 ben babe bei der unbegrenzten Ausnutung der Ronjunktur" durch die Unternehmer, das heißt den Gelüften derselben, derselben, die Waare Arbeitskraft so gering wie möglich zu bewerthen und ihren Inhaber so schlecht wie nur denkbar zu behandeln. In allen diesen Punkten sind sich die Genoffen eins, nur darüber herrscht bei Ginzelnen Untlarheit, daß sie glauben, die Schuld am jetzigen schwachen Stand der Gewertschaftsbewegung treffe die Partei. Die historische Entwickelung giebt auch für Be urtheilung dieser Frage Anhaltspuntte. 1878/74 hatten die Gewerkschaften trotz ihrer Jugend große Erfolge zu verzeichnen. 1876/77, nach Eintreten des großen Krachs", war ihr Rückgang Eine Spekulation auf die vielen bekannten Leute die nicht mehr aufzuhalten. Und Mitte der achtziger Jahre, unter dem nicht alle werden" führte gestern den Verleger Adolf Hecht schärfsten Druck des sozialistengefeglichen Polizeifnüppels, bestanden unter der Anklage des Betruges vor die 131. Abtheilung des In einer von ca. 500 Personen besuchten Partei wieder überall Gewerkschaften, trotzdem nicht nur die politische, Schöffengerichts. Der Angeschuldigte veröffentlichte im Juli d. J. versammlung für den 2. Berliner Wahlkreis gab am fondern auch die gewerffchaftliche Bewegung und ihre Organisationen durch die Berliner Morgenzeitung ein sogenanntes Verirbild mit 7. November der Reichstagsabgeordnete R. Fischer in einem durch das Schandgesetz unterdrückt wurden. Man war eben wieder bei begleitendem Text. Das Bild trug die Ueberschrift Wo ist die Vortrag über das Thema: Gewerkschaftliche und einer aufsteigenden Wirthschaftsepoche angelangt, die Arbeiter Mama" Dem Löser wurde die Aufgabe geftellt, in der politische Arbeiterbewegung", an der Hand histori- rafften sich eben zusammen, um ihrerseits die Konjunktur ausZeichnung eine Person zu entdecken, und war die Aus- fcher Thatsachen und Erscheinungen einen kleinen Beitrag zu der zunuzen. Freilich, das Sozialistengeset mit seinen Absperrungsführung des Bildes eine derartige, daß es einem Sehenden gegenwärtig so lebhaft diskutirten Frage. So lange wir in maßregeln gegen die Verbreitung sozialpolitischer Erkenntniß schiver hielt, die Gesuchte nicht zu finden. Die Leser Deutschland eine sozialdemokratische Bewegung haben, ist die und die aus der Situation erklärliche Schwäche der Organisa wurden aufgefordert, sich an dem Wettstreit zu betheiligen. Sie Gewerkschaftsbewegung eine Begleiterscheinung derfelben gewesen, tionen brachten es auch da mit sich, daß die Arbeiter zur follten das ausgeschnittene Bild, auf welchem die Umriffe der abgesehen von den ersten paar Jahren der Agitation des all Kenntniß der für sie günftigen Konjunkturen erst zu einer Zeit gefundenen vierten Person mit Blei nachgezogen sein sollten; an gemeinen deutschen Arbeitervereins, der zunächst nur das gelangten, als die aufwärtssteigende Welle ihren Höhepunkt den Verlag der Renen Juustrirten Zeitung", Linienstraße 71, allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht propagirte. Schon bereits überschritten hatten. Daher die Reihe von Niederlagen einfenden. Allerdings hatten die Löser des Räthsels noch eine im Jahre 1868 erkannte man, daß die bloße in den letzten Jahren. Mart in Briefmarken beizufügen, dafür winkte ihnen aber auch politische Bewegung nicht allen Bedürfnissen(?) wie Deutsch- Redner legt auch die Gründe dar, warum die Verreicher Lohn. Jeder sollte als Prämie eine hochelegante, nach lands Produktion aus dem fleinen in den großen gleiche mit England und der dortigen Gewerkschaftsbewegung, einem ganz neuen Syftem hergestellte Busen- oder der Arbeiterklaffe gerecht werden konnte und daß Berufsvereine zur die unter der vergleichslos günstigen Weltmarktstellung der Kravattennadel erhalten, deren Stein im Glanz den Vertretung ihrer augenblicklichen wirthschaftlichen englischen Industrie und in den lezten 30 Jahren ohne jede echten Diamanten übertreffe. Außerdem sollten die ersten Interessen geschaffen werden müßten. Im felben Maße, polizeiliche Einschränkung sich frei und organisch entwickeln 40 Löser der Reihe nach werthvolle Prämien, bestehend Betrieb überging und auf dem Weltmarkt als Wettbewerber auf- fonnte, zu ganz falschen Schlüssen führen müssen. Die weiteren in Herrenanzügen, gutgehenden Remontoir- ühren, Ringen mit trat, griff diese Erkenntniß um sich. Ein Warnungszeichen für Ausführungen, daß und warum die gegen die Partei erhobenen An" echten" Similisteinen u. dergl. bekommen. Es sollen sehr viele die damaligen Sozialdemokraten war der unter Schulze- Delitsch schuldigungen wegen Feindseligkeit und Vernachlässigung gegen Personen auf diesen Köder angebiffen haben. Die Anklagebehörde gemachte Versuch der Fortschrittspartei, einen Theil der Arbeiter über der Gewerkschaftsbewegung haltlos feien, tönnen wir hier hatte sich darauf beschränkt, einen einzigen Fall anzuführen, um klaffe durch die Gründung von Gewerkvereinen an sich zu fesseln. nach den vielen darüber gepflogenen Auseinandersegungen überden Betrug festzustellen. Ein Ronreftor in der Proving hielt fich Von den Fortschrittlern war ein Weg beschritten, den man schon gehen. In der Diskussion sprachen die Genoffen Timm, für betrogen, als er als" Prämie" die vielgerühmte Kravatten im Partei- Interesse, nicht links liegen lassen durfte. Die Ge- Nicolai, Kohler, wie der Referent auch zur energischen nadel erhielt. Das Werthvollste daran war das Stückchen Glas, wertschaftsbewegung tonnte zunächst schwer Boden faffen, den Förderung der Gewerkschaftsbewegung auffordernd. Zum welches den echten Diamant an Glanz überstrahlen sollte. Gin Arbeitern fehlt fa die erste Vorausfegung: das Koalitionsrecht. Die Schluß wurde folgende von Flatow eingebrachte Resolution früherer Termin mußte vertagt werden, weil aus der Aus- erst 1869 durch die Reichs- Gewerbe- Ordnung zu Fall gekommene angenommen:" Die Versammlung erklärt, die Gewerkschaftsfage des tommissarisch vernommenen Zeugen nicht fest- alte preußische Gewerbe Ordnung enthielt einen Paragraphen, bewegung ist eben so nothwendig wie die politische, beide müssen zustellen war, was ihn zur Hergabe der Mark bewogen habe. nach dem Gefellen, Gehilfen oder Fabritarbeiter, die ihre Arbeit Hand in Hand gehen, um sich zu ergänzen. Die Versammlung Der Zeuge hatte sich bei der zweiten Vernehmung nun dahin geber oder die Behörden durch gemeinsames Vorgehen( Streits 2c.) fordert alle Genoffen auf, sich den Wahlvereinen und den Ge ausgesprochen, daß er die Geschichte von vornherein für Schwindel zur Veränderung ihrer wirthschaftlichen Lage zu bestimmen suchen werkschaften anzuschließen und diese zu unterstützen im Kampfe gehalten habe, er habe nur seinem Töchterchen, das das Räthsel oder die dazu auffordern, felches zu thun, mit Gefängniß bis zu gegen die Ausbeutung des Kapitals." Die Genossen Peters, gelöst habe, einen Gefallen erzeigen wollen. Der Staatsanwalt einem Jahre bestraft werden sollen. So war jede Lohnbewegung Baulsch und Werner wurden zu Revisoren für die Aberklärte, daß er unter diesen Umständen die Anklage nicht auf gefeßlich unmöglich gemacht. Der§ 183 machte ferner jede Bildung rechnung von der Wahl gewählt. recht halten tönne, da der Zeuge nicht getäuscht worden sei. von Verbindungen durch Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge nicht aber Gr bitte aber, nicht wegen Betrugs aus Freisprechung zu er Fabritantenvereine- von der polizeilichen Erlaubniß abhängig, Der Werkführer der Firma Ferd. Ashelm, Herr tennen. Er werde gegen den Angeklagten wegen unbefugter bei einer Strafe bis zu 150 M. bezw. 4 Wochen Gefängniß. Der Niderée, theilt uns zu dem in Nr. 260 gebrachten Bericht über Veranstaltung einer Lotterie einschreiten und stelle nun§ 184 drohte allen den Gehilfen, Gefellen und Fabritarbeitern die am 30. Oktober stattgefundene Verbands Versammlung der den Antrag, das Schöffengericht möge den Angeklagten dieser eine Geld- bezw. Gefängnißftrafe an, welche ohne gefeßlichen Buchbinder 2c. folgendes berichtigend mit: Der Marmorirer Strafthat für hinreichend verdächtig erklären und dieselbe der Grund eigenmächtig die Arbeit verlassen oder sich ihren Ver- Macat fei feineswegs von und oder fich Wat fettine bun der Firma entlassen worden, Straftammer überweisen. Das Schöffengericht ertannte nach richtungen entziehen oder fich eines groben Ungehorsams weil er für die Gewerkschaft thätig gewesen sei und diesem Antrage. wie beharrlicher widersehlichkeit schuldig machen. der Arbeiter Sanitäts Kommission Mittheilungen gemacht Im Jahre 1864 war vom allgemeinen deutschen Arbeiterverein haben solle, sondern die Entlassung Macat's habe viel Wegen fahrlässiger Körperverlegung hatte sich heute bereits eine Agitation für die Aufhebung dieser Paragraphen in mehr erfolgen müssen, weil er fich der Bäckermeister Liebing aus Reinickendorf vor der zweiten Szene gesetzt worden und 1865 beschäftigte sich der preußische Firma beschäftigten Arbeiterinnen gegenüber ungehörig benommen Straffammer am Landgericht II zu verantworten. Der Frau des Landtag auf einen Antrag Schulte- Delitsch mit der Frage der habe. Es sei der Firma gar nicht in den Sinn gekommen, Macat Angeklagten wurden auf eine ihrerseits gemachte Eingabe an die Aufhebung dieser niederträchtigen Bestimmungen. Bemerkens- zu maßregeln, dies gehe schon daraus hervor, daß der größte Direktion einer Frrenanstalt zwei weibliche Irren, Hellmar und werth für jene Beit ist, daß die Regierung nicht nur dem Theil der Gehilfen dem Verband angehöre; ferner wende sich Paulact, zur Pflege übergeben. Diefelben waren von der Direktion Antrage nicht widersprach, sondern nur weiter ging die Firma bei Bedarf an Arbeitskräften soviel wie möglich an als vollständig ungefährlich und harmlos gehalten worden. Am und erklärte, die bloße Abschaffung dieser Paragraphen den Arbeitsnachweis des Verbandes. 24. April d. J. hatte der Angeklagte ein geladenes, aber werde den Arbeitern auch nicht viel nügen, es müßte eine gut versichertes Teschin, das er zum Schießen auf Vögel vorher durchgreifende fozialpolitische Geseßgebung Der Frauen und Mädchen Bildungsverein für gebraucht hatte, in eine Schublade seines Ladentisches gelegt, ein im Interesse der arbeitenden Klassen durch Friedrichsberg and Umgegend hielt am 2. November paar Wiegeschalen und noch andere Sachen darüber gedeckt, geführt werden. Es war dasselbe frevle Spiel, das später eine Mitgliederversammlung ab, in der Fräulein Baader in damit die Waffe von niemandem entdeckt werden konnte. Die bei Grlaß des Sozialistengesetes mit dem Hinweis auf die einem mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema: Paulack muß dieses Verbergen der Schußwaffe bemerkt positiven Maßregeln" von Bismard mit der sogen. Kaiserlichen Vom Rechte das mit uns geboren ist," sprach. haben, Denn als fich der Angeklagte auf einige Botschaft getrieben wurde. Bismarck stand damals mit der Fort Gefunden aus seinem Laden entfernte, schlich sich dieselbe schrittspartei auf dem Kriegsfuße. Es war die Zeit des Kon= feleure hielt am Montag Herr Dr. med. Böhm einen Vortrag In der Freien Vereinigung der Graveure und Zihinein und nahm das Teschin aus seinem Versteck. Sie rannte lifts zwischen Bürgerthum und Regierung um die bekannte über das Thema:" Naturheilmethode und Arzneibehandlung". Damit in die Küche und schoß die Hellmar ins Gesicht, sodaß Armeereform; es war die Zeit, in welcher Bismarck legtere ein Auge verlor. Von dem Landgericht Berlin II die deutsche Arbeiterklasse sich dienstbar machen wollte, um Dem Vortrag schloß sich eine recht rege Diskussion an. Sodann wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 30 Mt. ev. mit ihrer Hilfe das ihm verhaßte liberale" Bürgerthum nieder- wurde bekannt gegeben, daß sich die Kollegen in Unterstützungs6 Tage Gefängniß verurtheilt. Gegen dieses Urtheil hatte zuwerfen. Nachdem die Reichs Gewerbe- Ordnung in Preußen angelegenheiten beim Kollegen Wunderlich zu melden haben. Gewerbe- Ordnung Außerdem wurde noch auf das Winterfest hingewiesen, das am Flatan Berufung eingelegt. Letzterer suchte dem Gerichtshof klar feitigt hatte, entstanden, gerade unter Leitung der in der poli- beitsnachweis befindet sich Neue Grünstr. 20 bei Wunderlich. der Angeklagte unter Vertretung des Rechtsanwalts Dr. Ludwig Die genannten gesetzlichen Hindernisse jedweder Koalition be- Außerdem wurde noch auf das Winterfest hingewiesen, das am 18. November im Konzerthaus Sanssouci stattfindet. Der Ar fonnte, um die vor neugierigen Händen zu Der Jutereffenverein der Kiftenmacher hielt am 5. b. M. felbe affe verbergen. Dieselbe war fo Es wurde allen Mitgliedern des allgemeinen Arbeitervereins, eine Mitgliederversammlung ab, in der Genoffe Koblenzer in versichert, daß ein Laie mit ihr überhaupt nicht hantiren konnte. Außerdem würde der welche sich an der Gründung von Gewerkschaften betheiligt einen Vortrag über:" Die Gewerkschaftsbewegung und die Angeklagte die Waffe nicht geladen in seiner Behausung gehalten hatten und für diese eintraten, mit dem Ausschluß ge- Sozialdemokratie" sprach. Nachdem der Referent die Beschlüsse haben, wenn ihm die Jrren als gefährlich bezeichnet worden 1866 brachte für Preußen- Deutschland eine große Umwälzung: Auer den Gewerkschaften ihre Sympathie ausspreche, forberte er droht und dahingehende dahingehende Anträge gestellt. Das Jahr des Parteitages näher beleuchtet und betont, daß die Resolution wären. Der Gerichtshof erblickte aber schon darin eine Fahr: Dann kam der französische Krieg mit seinem Deutschland günstigen auf, daß es sich ein jeder Kollege zur Pflicht machen müsse, seiner lässigkeit, daß der Angeklagte eine geladene Waffe im Hause halte. Wenn dieselbe nicht geladen gewesen wäre, so hätte das Ausgange und dem Milliardenregen, Berlin wurde Mittelpunkt Gewerkschaft anzuschließen. In der Diskussion sprachen die Unglück nicht entstehen tönnen. Die Berufung wurde aus diesem des neuen Deutschen Reiches. Der schon in den sechsziger Jahren Kollegen Tschernig und Hofrichter im Sinne des Referenten. eingetretene industrielle Aufschwung schlug immer höhere Wogen: alle Bedingungen für eine erfolgreiche Gewerkschaftsbewegung In der Versammlung des sozialdemokratischen Einen renitenten Bauunternehmer zu einem Tage Saft waren vorhanden: sie stieg denn auch gewaltig in die Höhe. Agitationsvereins für Arnswalde Friedeberg zu verhelfen, sah sich die Kammer III des Gewerbegerichts am Interessant ist, daß, umgekehrt wie heute, 1872 unter den An- referirte am 4. b. M. Bogasch über die Verhandlungen des 8. November veranlaßt. Der Betreffende, ein Herr Stach aus hängern des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, alfo der poli- Parteitages. Redner besprach in furzen Umrissen die Tagesder Hochmeisterstraße, war zum Termin in einer Klagefache tischen Vereinigung der Sozialdemokraten, der Gedanke auftauchte, ordnung, sowie die Anträge, die zur Berhandlung gekommen gegen ihn erst nach der Urtheilsfällung erschienen und wollte noch der Rückgang des Vereins hänge zusammen mit der rege betriebenen find. In der Diskussion sprachen die Genossen Döring, feine in petto gehabten Einwände machen. Dabei gerieth er Förderung der Gewerkschaftsbewegung. Auf verschiedenen General Rosenow und Tennser. Ferner wurde ein Antrag angenommen, in einen heftigen Disput mit seinem Gegner, dem Kläger. versammlungen von 1869-1874 tam das in zahlreichen An- nach Schluß der nächsten Versammlung ein gemüthliches BeiBergeblich machte ihn der Borsigende wiederholt darauf aufträgen die Redner verlieft zum Ausdruck. In einem der fammensein zu veranstalten. Dieselbe findet statt am Sonnabend, merksam, daß die Sache aus fei, und vergeblich forderte Anträge wird die Beschränkung der Gewerkschaften und deren den 18. November. 18. 9 er ihn mehrere Male auf, das Sigungszimmer zu ver Auflösung bezw. die Ueberführung ihrer Mitglieder in den In der Generalversammlung des Fachvereins der laffen. Als der Vorsitzende den Gerichtsdiener ersuchte, den Allgemeinen deutschen Unterstüßungs- Verein bei Strafe des Ausimmer erregter Werdenden hinauszuführen, meinte derfelbe: fchluffes verlangt. In einer Broschüre aus dieser Zeit wird den Tischler sprach am Montag Genosse Hoffmann unter lebhaftem die Lassalle'schen Beifall über das moderne Naubritterthum. Der Bericht des " Hier bin ich vor dem Gewerbegericht, hier kann man sich frei aus- Führern des Arbeitervereins vorgeworfen, wird reden, feien Sie anständiger, Herr Affeffor!" Hierauf wurde ihm Traditionen verlassen zu haben; es heißt darin: Es steht fest, Kassirers lautete folgendermaßen: Einnahme 4606,15 M., Ausein Tag Haft wegen Ungebühr vor Gericht zugesprochen. Mit daß die Gewerkschaftsbewegung das Grab des ge- gabe 303,11 M., Bestand 4303,04 m., zinstragend angelegt Der Bericht des lächelnder Miene fagte er nun zweifelno: Das glauben Sie fammten Sozialismus bedeutet, der Verein ist ver- 4150,00 m. Unterstützungsfonds 109,35 m. wohl selbst nicht, Herr Assessor." Sein Zweifel über die Berathen." Genau so unberechtigt, wie damals den Berufsvereinen die Bibliothekars ergab, daß die Bibliothet aus 351 Werfen mit rechtigung des Gewerbegerichts dazu wurde ihm aber bald durch Schuld am Rückgang des politischen allgemeinen Arbeitervereins zu ca. 600 Bänden besteht im Werthe von über 2000 m. das Erscheinen eines Schußmannes genommen, der den ganz Be- geschoben wurde, ist der Vorwurf eines Theils der Gewerkschafter 266 Stollegen benutten im Laufe des Quartals 305 Bände. Die stürzten zur sofortigen Verbüßung seiner Strafe abführte. der Jetztzeit, am schwachen Stand der Gewerkschaften sei die Thätigkeit des Vorstandes erstreckte sich auf zwei Vorstandspolitische Partei schuld. Thatsache ist: die Gewerkschaftsbewegung fizungen. Ferner berichtete der erste Vorsitzende, daß die Gewerbegericht. Rammer III. Sigung vom 7. November. finden wir immer start, wenn wir günstige industrielle Verhält- schwebenden Rechtsschutz- Prozesse nun ziemlich erledigt sind, Der Zimmerer G. beansprucht wegen unrechtmäßiger Entlassung niffe haben, wenn Arbeit genug da ist, so daß Maßregelungen leider ein großer Theil zu Ungunsten des Vereins. Bei der Ereine Lohnentschädigung. Der Beklagte, Zimmermeister B., erhebt wegen Zugehörigkeit zur Gewerkschaft nicht zu befürchten sind. sagwahl des Vorstandes wurden wiedergewählt: Kollege Hoppe, den Einwand, er sei zur Entlassung G.'s berechtigt gewesen; Wenn aber die Arbeiter in Masse auf der Straße liegen, wenn 1. Vorsitzender, Kollege Kühn, Schriftführer, Kollege Marquardt, Derselbe habe wiederholt vom Bau Holz mitgenommen, troydem die Fabrikanten sich ungestraft jede Brutalität glauben er- Erfagmann. Neugewählt Kollege Konrad als Kontrolleur. Auf ein aushängendes Platat dies ausdrücklich verbiete. Ein Zeuge lauben zu können, dann lichten sich die Reihen der Antrag des Vorstandes wurde zwei Kollegen das Darlehn als bestätigt, daß Kläger nach dem Anbringen des Platats feiner Gewerkschaften; dann habe diese mit schlechten Rassenver- Geschenk von der Generalversammlung bewilligt, alle übrigen Frau Holz mit nach Hause gegeben und mit bezug auf das Plakat hältnissen zu rechnen, und auch die den Arbeitern aufgezwungenen noch ausstehenden Darlehen sollen laut Beschluß der Generaldabei gesagt habe, seinetwegen fönnten noch mehr solche Dinger Abwehrstreits gehen dann fast regelmäßig für dieselben Arbeiter versammlung eingezogen werden. angeheftet werden. Kläger wird abgewiesen. verloren. Innerhalb der Partei war man sich, mit Ausschluß Der Bauarbeiter Steinberg erhielt 42 m. als Lohnentschädi- der Anfangsperiode, stets einig, daß die Gewerkschaftsbewegung gung zugebilligt, weil durch seinen Gid als erwiesen anzunehmen einen wohl eng begrenzten, aber guten, fruchtbringenden Boden war, es sei bei seinem Engagement feinerlei Abmachung bezüglich vor sich habe. Was ist ihr Zweck? Bessere Arbeitsbedingungen der Kündigungsfrist zwischen ihm und dem Beklagten, Bau- während der guten Geschäftskonjunkturen zu erstreben: eine Unternehmer Drewisch bezw. dessen Vertreter getroffen worden. fürzere, menschenwürdige Arbeitszeit, einen annehmbaren Lohn, Ausladung eines Rahnes waren die Holzträger Gesch ein anständiges Verhältniß zwischen Arbeitnehmer und Arbeitund Stubbe von dem Zimmermeifter Küßter angenommen worden, geber in bezug auf etwaige Geschäfts- oder Fabritordnungen. diefer hatte jedoch nicht zur rechten Zeit für ein Fuhrwert Das tann der Einzelne nie herbeiführen, das tönnen nur gesorgt, so daß G. und St. 11/2 Tage unthätig warten mußten. die in großen Vereinigungen gewerkschaftlich organisirte Sie hielten sich während dieser Zeit auf der Arbeitsstätte auf. Massen der Bergeossen. Klar ist, daß die Gewerk Da ihnen Herr Rüßter die aufgezwungene Wartezeit nicht be- schaftsmitglieder durch Aufklärung und Erziehung für zahlen wollte, wandten sie sich an das Gewerbegericht; außer der die sozialdemokratischen Ideen und dann als Genossen für die Bezahlung jener 12 verlangten die Kläger eine Entschädigung fozialdemokratische Bewegung gewonnen werden müssen. Aber dafür, daß sie 3 Stunden auf ihren Lohn warten mußten. Das mit dem Angeführten ist der Zweck der Gewerkschaften noch nicht Gericht verurtheilte den Beklagten mit der Begründung, die erschöpft; in Seiten des wirthschaftlichen Niederganges haben sie Stläger hätten sich auf der Arbeitsstätte zur Arbeit für den Bes eine Widerstandsschranke zu bilden gegenüber der rücksichtslosen, zu legen, daß der Angeklagte nicht vorsichtiger handeln Gewerkschaften. Allerdings erfuhren fie große Anfeindungen. Bewegung an der Spize flehenden Genossen viele Grunde verworfen. " F niezevdos Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlius. Große öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 12. November, Abens 7 Uhr, im Lotale des Freischüß, Fruchtstr. 36a. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen Hoffmann über: Das moderne Raubritterthum. Gesangsabtheilung des Sozialdemokratischen Vegetariervereins". uebung, Sonnabends, Abends's Uhr, im Bereinslokale„ Harmonie", Lindenstraße 102. Gemischter Chor. Stimmbegabte Genossen und Genossinnen willtommen. Arbeiter- Bildungsschule. Abends von 8%-10% Uhr: Nord= Arbeiter tithungerande. Breiten, aber be mom sets fok ur: 9 orb. führung. Ost Schule, Martusstr. 81: Unterricht in Geschichte( alte). Südst Schule: Reichenbergerstraße 138. Unterricht in Gefegestunde und Buchführung. Bet allen Unterrichtsfächern können noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. bei Gruber, Marienbuijeri, G. Lese- und Diskutirklube. Freitag. Karl Marr, Abends 8% Uhr, Westen, bei S. Werner, Bülowstr. 59. Lese- und Diskutirtlub Otto Reimer, Abends 8 Uhr, Bilhelmshavenerstraße 28 bet tuba. Diskutirklub August Geib Abends 8% Uhr im Restaurant Bubell. Arbeiter Hängerbund Berlins und Umgegenb Borstbenber ad. Neumann, Brunnenstraße 180, a Zr. Alle Kenderungen tin wereins talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfte. 49, v. 2 2t. Fveit ag. nebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raisers fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Rublmen.-Nord, Bergstraße 68, bei Keller. Botwärts 1, S.D. balbertitr. 21, bei Roll. Summer's cher Gesangverein, Langeftraße 65, bei Tempel. Buch= glödchen, Hochstr. 82a, bet Wilte. Sendelstr. 30. Röpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus'scher Gesang Vermischtes. Rom, 8. November. und war von merfen. 2. Pf. Drucksachensendungen dürfen niemals irgend welch schriftliche Mittheilungen enthalten. Wir hatten 15 Pf. StrafAus Cassino wird gemeldet, daß porto zu zahlen. F. S. 27. G3 ist die Polizei berechtigt, im Gesindebuch binder Männerchor Berlins, Holzmarttstraße 3, bei Deter. mai- infolge starter Regengüsse die Flüsse ausgetreten feien und das Gemütlichkeit Buser, Land völlig überschwemmt wäre. Großer Schaden fei angerichtet die Bestrafung des Dienfimädchens wegen Diebstahls zu verBalme, in Velten, bei Schröber.- Worgenro: worden, einige Todesfälle seien zu beklagen. Die Truppen haben Bellée. Die Behörde hat die Pflicht im allgemeinen nicht, verein, Sichtenbergerfir. 21, bei Heise. Gefangverein Morgenroth 2, das Rettungswert mit großer Selbstverleugnung ausgeführt. Charlottenburg, Bismarcftr. 74.- Typographia, Gesangverein Berliner Die Eisenbahnbrücke zwischen Cassino und Rocca d'Evandro von ihr entlassene, erkrankte Beamten Arzneifosten u. f. w. zu er= Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenstr. 20.- Gesango. Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Gefangverein Schmargendorf in Schmargen. brach in dem Augenblicke zusammen, als ein Güterzug, welcher sehen. Ob in ihrem Fall eine Ausnahme vorliegt, ist mangels dorf, Wirthshaus. Butunft 1, Steglis, Ahornstraße, im Gambrinus aus zwei Maschinen und vier Biehwagen zusammengefeht näherer Angabe über Stellung, Behörde u. s. w. nicht zu entGesangverein Gollegia. i, Manteuffelstr. 9 bei Nowiacs. Gesangdieselbe Geprano tam, Der scheiden. paffirte. Derein Freiheit Moabit, Kronen Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47/49. Th. 1. In Deutschland giebt es etiva 150 verschiedene Bereinte Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bei ganze Bug ftürzte die Schlucht hinab. Man glaubt, daß die beiLange. Gängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 16 bei Stehmann. den Maschinisten und zwei andere Personen hierbei ums Leben Erbrechte; das Recht am letzten Wohnort des Berstorbenen ist Gesango. Rosalia" Gr. Frankfurterstr. 81 b. Müller. Nord- Weft gekommen seien. Von Neapel ist ein Hilfszug nach der Unglücks- Es bleibt nichts übrig als die Forderung einzuklagen und dann maßgebend. 2. Einbehaltene Sachen muß man aufbewahren. Stern", Altonaerstraße 27 bet ipfe. ,, Bineta", Swinemünderstr. 35 bei Queitsch. Freie Liedertafel, Neue Königstr. 73 bei Hahn. stätte abgegangen. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Bogel. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer Gesangverein Gerstenähre, Alte Jakobftr. 83 bei Wienecke. Männer Gefangverein Steinnette, Röslinerstr. 17 bet Wendt. Sohanni Am Ostbahnhof 7 bei W. Schulze. Ginigtett 3, Groß- Lichterfelde bet Gries, Giesensdorf. Geselligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Maiengruß, Stopenid, Grünstraße 53 bei Gaul. Freiheit 1, Bülowftr. 65 bet Richter.- Männerchor Süd- Ost, köpnickerstr. 191 bei Foge. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a.., Mengert's Boltsgarten, Bergstraße. Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bei Päzold. Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, 8entralhalle. -0 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften sind zu senden an B. Sentel, Bergmannitr. 14, Sof 2 Tr. Freitag: Bergnügungsverein Frisch anf, Abends 9 Uhr, Ohmgasse 2 bei Krebs. Regel- Klub2uftige 13", Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbertftraße 8. Presburg, 9. November. Der fim Hannoverschen Spieler prozeß vielgenannte und flüchtig gewordene Arnold Lichtner wurde hier, nach eifrigen Nachforschungen des Wiener Landgerichts, verhaftet. Schneidemüht, 9. November. Am Brunnen ist feine Beränderung wahrzunehmen, doch wollen Passanten in der letzten Nacht ein Geräusch wahrgenommen haben, welches auf einen in der Tiefe stattgefundenen Erdrutsch zurückgeführt wird. Briefkaffen der Redaktion. J. S., Kastanien Allee. Wenn 28 Stimmen abgegeben Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gejan find, so beträgt die abfolute Mehrheit 15 Stimmen. Der Mann, verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Männerchor der diese Stimmenzahl erhielt, ist also gewählt. Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Martgrafenfir. 87. Privat Theaterverein rescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Punouserstr. 35. Musfit- Dilettantenverein, onita", Abends 8% Uhr bet Schent, trautnr. 39, lebungsstunde. Mufitverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichenbergerjir. 24. www Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Beffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen Die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Bantitr. 9-10. Bergnügungsverein Weilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, Oranienftr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 h Alte Jakobftr. 128( Rogenhaus). Unterhaltungsflub Silter, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfeftraße 3. Lepidopt. Vereinigung Orion, Abends 9 Uhr Sigung Schüßenftr. 29. Musikverein Hoff= nung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauerstr. 35-37 bet Schneider. Statflub Kairo Abends s uhr bet Flid, Simeonstr. 23. Bergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restaurant„ Zur Gleich: heit", andreasftr. 26, Sigung. Mach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Berein Solidarität, Abends 8 Uhr in Lotale von Ehrenberg, Annenſtr. 16, Sizung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvrystr. 48 in der Spreeterraffe, Jannorvigbrüde.- Gefangnerein reya"( gemischter Chor) Rir rf, Abends 9 Uhr, Stemmegstr. 45 bei Aurbs. bet Kricheldorff. Ruderverein„ Borwärts", Sigung Abends 8 Uhr, R. H. Gehen Sie mit Ihrem augenkranken Kinde nach dem Städtischen Algemeinen Krankenhause am Friedrichshain. Meißen. Dr. Viktor Adler, per Adresse der Arbeiter- 3tg.", Wien VI/ 1, Gumpendorferstr. 60. E. S. 1. Wenden Sie sich an den Vorstand der Anwaltsfammer, Mauerstr. 13. 2. Verjährung ist möglicherweise eingetreten. W. Engl. Sie sind einem Agentenschwindel, vor dem wir wiederholt gewarnt, zum Opfer gefallen. Sie können die Sache der Staatsanwaltschaft anzeigen: ob mit Erfolg, ist zweifelhaft. Bestrafte Frau. 1. Endeplatz 2. 2. Ja. die Sachen zu pfänden. 2. S. E. 1. Die Eltern haften für diese Schuld ihres Sohnes. 2. Der Wirth ist im Recht. 3. Nein. 4. Auf Grundstücken ruhende Kirchenlasten sind ohne Rücksicht auf die Kon feffion des Eigenthümers von diesem zu zahlen. F. X. 20. Volljährige, d. h. über 21 Jahr alte Kinder fönnen auf Abgabe der Einwilligungserklärung zur Heirath flagen. J. R. Sie sind an den Vertrag gebunden. Wenske. Männer bedürfen bis zur Vollendung des 25., Mädchen bis Vollendung des 24. Lebensjahres der elterlichen Einwilligung zur Eheschließung. A. P. 100. Jn Plögensee wird unseres Wissens Rauchen felten gestattet. Otto F. Die Frage, ob ein Krankenhaus berechtigt ist, eine Leiche ohne Erlaubniß der Angehörigen zu seziren, ist, soweit uns bekannt, noch nie zum gerichtlichen Austrag gebracht. Die richtige Ansicht dürfte die sein, daß das Krankenhaus dann zur Sektion der in ihrem Gewahrjam befindlichen Leiche berechtigt ist, wenn weder der, der die Krankenkosten zu zahlen übernommen, noch ein pflichttheilsberechtigter und zur Beerdigung des Verstorbenen verpflichteter Verwandter nicht widerspricht. es R. Sch. 1. Ja. 2. Nicht der Wirth, sondern der Borstand; genügt eine einmalige Anzeige. Danzigerstraße. 1. Ja: 5 Jahre lang. 2. Nein. Lohusklave. Kinder müssen den hilfsbedürftigen Water unter K. M. 1000. An den Abzahlungsvertrag, den Sie unterstüßen. Der Vater hat ein Recht, hierauf zu flagen. Er- Restaurateur. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. schrieben haben, sind Sie gebunden, auch wenn Sie noch keine Rate Der Wirth ist im Recht. bezahlt haben. S., Wassergasse 12. Die Anwaltskosten des Gegners find auch dann von dem unterliegenden Theil zu erstatten, wenn das Objekt weniger als 300 M. betrug. Karl Müller. Vereinsberichte vom Radfahrer- Verein können English Conversational Club Shakespeare. wir nicht aufnehmen. Gotthard P. Die Innung ist leider im Recht: zu den statutenmäßig gemachten Innungsunkosten, zu denen auch die Bundesbeiträge gehören, müssen Sie beitragen. Heiur. Mahlte. Die Regierung scheint sich im Unrecht zu befinden: ohne Einsicht der Statuten und der Bescheide ist das Gutenberg. Zwischen 12 und 1 Uhr. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens Restaurant 3. Sch. Als Zeuge dürfen Sie den Umstand nicht ver- aber mit Sicherheit nicht zu entscheiden. Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. I schweigen, wohl aber als Angeklagter. Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe. Ordentliche General- Versammlung fämmtlicher Delegirten der Arbeitgeber und Kaffenmitglieder am Sonnabend, den 18. Nov., Abends 3 Uhr, im Restaurant Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: In getrennter Versammlung: Wahl des Vorstandes nach§ 39 des Statuts( 4 Arbeitgeber und 8 Raffeninitgieder). Vom 19. bis inklusive 24. November findet in den Konkordia- Festsälen ein Kongreß der Tabatarbeiter Deutschlands statt. Genossen und Freunde, welche General- Versammlung der 266/20 Orts- Krankenkasse der Möbelpolirer in der Lage sind, einen oder mehrere am 13. November 1893, Abds. 8 Uhr, Delegirte während dieser Zeit in Logis bei Wilke, Andreasstr. 26. Tagesordnung: zu nehmen( möglichst im Osten Berlins), werden ersucht, dieses sofort nebst An- 1. Kassenbericht. 2. Ergänzungsgabe des Preises intl. Kaffee, an den wahl des Vorstandes von 2 ArbeitVorsitzenden der Quartier- Kommission gebern und 5 Arbeitnehmern, sowie Als anerkannt reelle und that: sächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Robert Drescher, Linienstrasse 50, Wahl des Rechnungsausschusses. 3. An 37 Admiral- Straße 37 Oranienburgerstr. 2. Berlin C., zu berichten. Die Kongreß- Kommission 321/10 der Tabakarbeiter. In gemeinschaftlicher Versammlung Präuscher's MUSEUM anatomisches trag des Vorstandes über Beschlußfaffung zu den Verhaltungsmaßregeln Central- Fleisch- Halle für erkrankte Mitglieder Mahngebühren- Tarif. 4. Antrag des 4 Detailverlauf zu Engros ViehhofsVorstandes: Beschlußfassung über eine preisen: Rindfleisch 50-60 Pf., Kalb: Erweiterung der Fürsorge für gefleisch 50-60 Pf., Schweinefleisch 55 schlechtlich erkrankte Mitglieder bezw. bis 60 Pf., Hammelfleisch 45-55 Pf. diesbezügliche Abänderung des Statuts. darunter der Anträge betreffend Abänderung des Holzmarktstraße 19, Schußfanal der Statuts 52 Abfah 8 und§ 16. Kugeln des 1. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung(§ 53 des Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße. Statuts). 2. Der Bontott der Charitee. 3. Borlage eines Schriftstücks behufs anderweiter Fürsorge geschlechtlich er frankter Rassenmitglieder. 4. Ver schiedenes. Die neugewählten Vorstandsmitgieder treten nach Schluß der Versammlung behufs Konstituirung zusammen. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Berlin, den 9. November 1893. Der Vorstand. 185/2 Vors., Viel Neues, deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. J. A.: E. Davidshäuser, Bors Restaurant ,, 3ur Gleichheit“, Taubenstr. 35. Andreasstr. 26. Jeden Sonnabend und Sonntag: Familienkränzchen, verb. m. ernſten 5. Gustav Reuter, 1. Borsigender. Julius Berzer, 1. Schriftführer. Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. 30b 5 Säle( Bühne) zu Festlichkeiten u. Versamml. Amt I 7421. H. Ebert. Sophastoff Reste !! Ecke Michaelfirch- Brücke. * Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigter Preislage, empfiehlt RohtabakHeinr. Franck, andlung Brunnenstr. 185. Sophastoff- Reste. Bitte Teppiche m. Farbenfchlern. * Gardinen von 30 Pf. an. mach. Sie ein. Versuch m. und heiteren Vorträgen. Saal f. Ver- in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, 9 Pfd. netto frc. Nachn. Samml., Vereine u. Festlichkeit. jed. 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Vereinsangelegenheiten und Stiefeln, Hüte, Wäsche, Betten, gold. Verschiedenes. Die Aufnahme neuer Mitglieder findet in der Versammlung, und silberne Herren- u. Damen- Uhren, sowie jeden Sonnabend Abend von 8-1/ 10 Uhr bei Rohr, Naunynstr. 78, Waschheel, Reise und Holzkoffer durch den Kassirer, sowie jeden Abend von 8-1/ 10 Uhr und Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr im Arbeitsnachweis ebendaselbst statt. Die Versammlung wird präzise 82 Uhr eröffnet. Die Kollegen werden im eigenen Interesse ersucht, pünktlich zu erscheinen. 253/17 Der Vorstand. Maler, Lackirer und Anstreicher. Freitag, den 10. 5. M., Abends 8 Uhr, in Ebert's Klubhaus, Kommandanten Straße Nr. 72: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Wahl eines Beifikers zum Hauptvorstand. 2. Berichterstattung der Statutenberathungs- Kommission. 3. Wahl der Delegirten zur GeneralDer Einberufer. Bersammlung. 442/3 Verband der Sattler u. Tapezirer. Sonnabend, den 11. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wieneke, Alte Jakobstr. 83: Versammlung. Tages Ordnung: 290/16 u. f. 1. billig und gut faufen will, empfehle mein bekanntes reichhaltiges Lager in Alt und Neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, Chucidermitr. und Partiewaarenhändler, 127 Stalizer- Straße 127 Bestellungen nach Maaß werden billig und gut ausgeführt. Bitte recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. per Meter Läuferstoffe, Tischdecken, G. Littmann, 5096L Landsbergerstr. 97, part. redits. Rechtsbureau des Königlichen Amtsrichtersa. D. AlteJakobstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags. 49222* Richard Brunner wird ersucht, seinem Schwager in Leipzig Aufenthalt anzugeben. Presskohlen. 62/4 Anerkannt beste Senftenberger Marie", 16 cm Ig. 5,50 M., 18 cm lang Big. mehr. Holz, Steinkohle, Coaks 7,00 M. frei Keller, mit Backen frei Boden 25 billigst. Musterkohlen gratis frei Haus. 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Sonnabend werden ausgeschlachtet. 865 ferner mehrere größere Poften Gänse 48 Reichenbergerstr. 48. Papageien Großhandlung Konopka, Spandauerstr. 38, 11. 67/7 Kalbfleisch 35-40, Schweinefleisch 55-60, Hammelfleisch 40-50 Pf., täglich, Auguftstr. 50a, Golzow. 58/20 Dem Warmbier-, Vize- und Aktienbudiker Wittstock I. zum heutigen Tage ein fräftiges Hoch! Wie hoch ist die Dividende?[ 856] Ein Aktionär. Arbeitsmarkt. Vergolder. Einige tüchtige Baroque Ver: golder finden dauernde Beschäftigung b. A. Rechenbach, Stendal. Schriftmaler, nur selbständige, äußerst tüchtige, fof. Schmiedel. 87b 445 300 tüchtige Uniform- Schneider auf gute Lieferungsröcke, bei hohen Arbeitslöhnen verlangt Sachs, Taubenstr. 7. 2 Belegerinnen und 3 Farbigmacher echt u faç. Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. zum sofortigen Antritt gesucht. 537H Eugen Neumann& Co., Goldleisten Fabrik H. Joers u. Sohu, Stalizerstr. 28. 537 8 Oranienstr. 8. Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 1. Die Gewerkschaftsbewegung und der Kölner Parteitag. Referent: 441M 6a Der Vorstand. Joh. Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 265. Das Ende des französischen Grubenarbeiter- Streiks. Paris, 6. November. Freitag, den 10. November 1893. tampfes, auf welche Seite er sich in den Kämpfen zwischen Bourgeoisie und Proletariat stellen soll. Und doch gilt in den sozialen Kämpfen unserer Zeit für jeden heute mehr denn je das Wort Herwegh's an Freiligrath: 10. Jahrg. nur einmal, ihn auf der Straße zu grüßen, ihr Arbeiter, dann wird er euch schon zeigen, was der Anstand" erfordert. Wenn wir eingangs fagten, daß der Kapitalismus überall dem allgemeinen Wohl im Wege steht, so paßt das für Nur offen wie ein Mann: Für oder wider? den vorliegenden Fall eigentlich nicht ganz. Denn hier hat Die französischen Grubenarbeiter sind nach einem siebenUnd die Parole: Stlave oder frei? offenbar nur das Knausern des betr. Fabritanten Schuld. Segen tröchentl aeroischen Kampfe- denn sieben Wochen hungernd Selbst Götter steigen zum Olymp hernieder wir aber einmal den günstigeren Fall. Nehmen wir an, daß es tämpfen ist Heroismus weniger der Uebermacht der GrubenUnd tämpften auf der Zinne der Partei! fich um fostspielige Maßregeln handelt, und daß der Fabrikant gesellschaften, als der Niedertracht der Regierung erlegen. Bei Die Streifenden find erlegen: erlegen dem vereinigten nicht reich genug ist, sie auszuführen. Was geschieht dann? Entdiesem Streit hat ste offen gezeigt, daß sie nichts anderes ist und Kampfe der öffentlichen Gewalten, die sammt und sonders im weder, er wird gezwungen, dann muß er sein Geschäft schließen; fein will als die Exekutivgewalt des Ausbeuterthums, dessen Dienste der Kohlenkompagnien standen, und denen sich die ge- oder es bleibt alles beim alten, dann ist das Leben der Arbeiter Wunsch ihr Befehl ist. o der Präsident der Republitsammte Bourgeoispreffe anschloß. Aber eben darum war ihr weiter in Gefahr. Zweifellos giebt es viele kleine Fabrikanten, die Carnot der Kleine, wie man ihn nennt offen Stellung gegen Rampf kein ganz vergeblicher. Sie haben erkannt, daß die Ar- nicht in der Lage find, kostspielige Veränderungen oder gar Neudie sozial,.ische Bewegung nim.nt und der Ministerpräsident beiter nur in den Sozialisten wahre Freunde haben und daß das bauten aufzuführen; ebenso zweifellos giebt es viele Fabriken, Die Arbeitsbörse sperrt und allen Arbeitersyndikaten, die sich Proletariat, foll es sich befreien können, im Besige der öffent- wo schon das bloße Hineintreten lebensgefährlich ist, weil die nicht zum Wetzeug der Regierung hergeben, den Krieg erklärt, lichen Macht sein muß. Die 40 000 Grubenarbeiter von Pas de Gebäude vor 100 und mehr Jahren für alles andere, nur ni die Gesammtbourgeoisie Vive le Czar!" ruft und die ganze Calais, die bisher noch an die Bourgeoisrepublik glaubten, feßen für schweres Maschinen gebaut, der Gefahr des Zusammenstürzens Preffe von den erreaktionärsten Blättern angefangen bis herab darum jetzt nur noch in die foziale Revolution ihr Vertrauen. ausgesetzt sind. In einer sozialistischen Gesellschaft würde zur" Justice" russische Fahnen aussteckt, wie dies während der Der Beweis," heißt es in ihrer Resolution, betreffend die man nur fragen: was ist zweckmäßig und gut? Und das Anwesenheit der russischen Offiziere der Fall war, da ist bei Wiederaufnahme der Arbeit, ist aufs neue geliefert worden, daß müßte dann eben mit gemeinsamen Kräften ausgeführt werden. allen Kämpfen zwischen Kapital und Arbeit, Bourgeoisie und der Arbeiter feine Verbesserung feiner Lage zu erhoffen, teine Go lange aber die Privatwirthschaft herrscht, ist eine gründliche Proletariat feitens der Regierung allerdings kein anderes als Billigkeit zu erwarten hat, als von einer sozialen Revolution. Befferung nicht möglich. ein direkt arbeiterfeindliches, ein rein zaristisches Verfahren zu immer tiefer ihr Grab und sorgt gleichzeitig für diejenigen, die Das werden wir nicht vergessen." So gräbt die Bourgeoisie sich e: arten, und sie" re sich und der herrschenden Klasse nur unmer treu geworden, wenn sie bei diesem Streit ein anderes Verfahren die Grule zuschütten werden. beobachtet hätte. " " Soziale Leberlicht. Das Landeskomitee der fozialdemokratischen Partei im Großherzogthum Heffen tadet die Parteigenossen allerorts zu einer am Sonntag, den 3. Dezember 1898 in Mainz stattfindenden Landeskonferens hiermit ein und ersucht die Genossen, Delegirte zu wählen, damit kein Bezirk unvertreten bleibt. bekannt gemacht. Tagesordnung, Lokal, sowie Stande des Beginns wird später Darmstadt, 9. November 1893. was der Gee Die Kölnische Volkszeitung" meldet aus Saarbrücken: Anfang Dezember werden auf den Saar gruben, alle infolge des Januarausstandes abgelegten Mannschaften wieder angelegt. ( Wir haben berechtigten Grund dieser Nachricht etwas mißtrauisch gegenüber zu stehen. Indeß, sollten wir uns täuschen, desto besser. R. d. 2.) " 700 Arbeitslose find, wie die 3üricher Post" Staat und mittheilt, in Baselstadt ermittelt worden. Private unterstüßen dieselben und so glaubt man hoffen zu dürfen", daß die Krisis etwas an Schärfe verliere". Base! gilt bekanntlich als die reichste Stadt der Schweiz, was eben auch nicht verhindert, daß neben den Millionären das bitterste Elend herrscht. 1. Eine unter Beachtung der verschiedenen Beschäftigungsart, sowie der örtlichen Verhältnisse entsprechende Lohnerhöhung. 2. Ginführung einer Dienstalterszulage für solche Arbeiter, welche ohne ihr Verschulden zu einer festen Anstellung als Beamte nicht gelangen können. Es war darum ein großer Fehler, auf den wir fiehe fere Korrespondenz vom 22. September gleich bei Ausbruch Des Streits hinwiesen, daß sich die Grubenarbeiter den Streik zu einer Beit aufdrängen ließen, wo die neue Rammer noch nicht zusammentgetreten war und die Regierung demnach ganz freies Spiel hatte. äre die Kammer eröffnet gewesen, hätte der Streit aller Wahrscheinliteit nach einen anderen, einen für die Grubenarbeiter befriedigenderen Abschluß gefunden. Man braucht dabei nur an den Streit von Carmaux zu denken. Auch da waren Gruben gesellschaft und Regierung eins, auch da wurden zur Aufrecht erhaltung der Ordnung" wie zum Schutze der Freiheit der Arbeit" Gendarmen und Soldaten entsendet, auch da wären die Streifenden sicherlich unterlegen, wenn die Kammer da nicht zur Es geht nichts über die Bescheidenheit. Der Verein rechten Zeit zusammengetreten wäre und einige sozialistische wie Dresdener Kaufleute hat laut Meldung der„ Kolonialfozialistenfreundliche Abgeordnete nicht das Gebahren der Grubenwaaren- Zeitung" in Erledigung des bekannten Fragebogens eine Das Landes- Komitee direktion und der öffentlichen Gewalten im wahren Lichte vierzehnstündige tägliche Arbeitszeit empfohlen, die sich von 7 Uhr J. A.: Philipp Müller. gezeigt und damit die öffentliche Meinung aufgerüttelt Morgens bis 9 Uhr Abends zu erstrecken haben soll. Für die und so die Regierung gezwungen hätten, zu gunsten Wie weit die Profitgier unseres Unternehmerthums geht, Tage vor den Sonn- und Festtagen, sowie für die Beit vier der Streifenden zu interveniren. Was aber damals möglich war, möge von Neuem durch Folgendes illustrirt werden: Wochen vor Weihnachten soll ausnahmsweise eine fünfhätte diesmal um so leichter gelingen müssen, als sich die Zahl Vor uns liegt die Nr. 88 des Deutschen Wollengewerbe, zehnstündige Arbeitszeit, von Morgens 7 Uhr bis Abends 10 Uhr, der sozialistischen und der ihnen nahestehenden Abgeordneten Organ des Zentralverein der deutschen Wollenwaaren- Fabri- zugelaffen werden. Alle verwandten Branchen, auch die Autoinzwischen bedeutend vermehrt hat und sie von der Kammer aus tanten" vom 2. November d. J. Unter der Rubrik" Sprechfaal" maten, sollen gleiche Laden bezw. Verkaufszeit erhalten. Besicherlich einen solchen Sturm der Ertrüftung über das Gebahren werden in diesem Blatt von den Fabrikanten" regelmäßig fondere Mittagspausen für die Gehilfen und Lehrlinge werden der Regierung im Lande hervorgerufen hätten, daß diefer eine Fragen von allgemeinem fachmännischem Interesse" auf als undurchführbar für die Kolonialwaaren Detail branche belängere Parteinahme für die Grubengesellschaften gewiß unmög gestellt und aus dem Lesertreis beantwortet. Da stimmit zeichnet. Als Minimal- Kündigungsfrist für die Gehilfen wird lich geworden wäre, wenn sie es nicht zum Aeußersten hätte nun unter Frage Nummer 109 ein Fabrikant in bewegein Monat empfohlen, wobei die Kündigung an den letzten Tag Tommen lassen wollen. liches Klagelied an über Forderungen, die der neue Gewerbe- im Monat gebunden sein soll. Die fozialistischen Abgeordneten haben allerdings auch Inspektor bei Besichtigung seiner Runstvoll- Spinnerei gestellt ohne Rammer ihre Pflicht erfüllt. Sie sind n. ch den bat. Kunstwoll Spinnereien sind, wie jeder darin beschäftigte der königlich fächsischen Staatsbahnen an den Landtag. Diese Eine Petition um Lohnerhöhung richten die Arbeiter Streiforten geeilt, um Die Rechte der Arbeiter so gut Arbeiter weiß, feine ungefährlichen Betriebe, und die einfachste bei den vom letzten Landtag vorgenommenen Gehaltserhöhungen und so weit wie möglich zu wahren. Wenn es ihnen Rücksicht auf den Nebenmenschen müßte dem Unternehmer eigent nicht gelang, alle feitens der Gendarmen, Dragoner, Rom- lich schon gebieten, alle die Vorsichtsmaßregeln zu treffen, übergegangenen Arbeiter bitten bescheiden um missionäre, Staatsanwaltschaft und Richter begangenen Infamien die eben möglich find. Aber hören wir, von den Streifenden abzuwenden, so waren sie doch deren Beugen, werbe Inspektor verlangte. Da sollen zunächst die Wasserdie man, wenn sie den Streik vor der am 14. d. M. zusammen- ftandsgläfer in Schuzhüllen eingefchloffen werden. Für die Leser, tretenden Kammer, wo er ein Nachspiel finden wird, zur Sprache die nicht Fachleute sind, sei bemerkt, daß die Wasserstandsgläser, bringen werden, nicht gleich den Zeugen, die es vor dem Béthuner die stets mit siedendem Wasser gefüllt sind, sehr leicht und häufig Gerichtshofe gewagt hatten, anders als der Gendarm auszusagen, zerspringen und den Heizer, wenn er gerade in der Nähe bewegen falscher Beugenschaft wird verurtheilen können. Die Ab- schäftigt ist, durch umherfliegende Glassplitter und kochendes 3. Feste Anstellung nach Verlauf von 10 Dienstjahren geordneten Basly und Millerand haben den Ministerpräsidenten Waffer in große Gefahr bringen. Durch eine einfache Hülle aus unter Hinzurechnung der Militärjähre. bereits verständigt, daß sie gleich nach Zusammentritt der Kammer Drahtgeflecht oder Metall, welche im gegebenen Fall die diefe äußerst bescheidenen Forderungen im sächsischen Landtage Nun find wir ja begierig zu erfahren, welche Aufnahme die Regierung wegen ihres Verhaltens während des Streits Splitter zc. auffängt, ist diese Gefahr auf ein sehr geringes finden werden. Erfreulich ist für uns schon die Thatsache, daß interpelliren werden, wobei es voraussichtlich zu einer heißen Maß befchränkt. Schreiber dieses muß gestehen, daß er bisher es Arbeiter, die im Dienste des Staates stehen, es überhaupt Tebatte fommen wird, die weit über den Streit hinaus nicht geglaubt hat, daß eine so einfache und billige Schuh: wagen, Forderungen zu stellen. gehen dürfte, bei dem ja die Regierung überhaupt nur maßregel in irgend einer Fabrik nicht in Anwendung sein wagen, Forderungen zu stellen. gezeigt hat, wie sie stets in den Kämpfen zwischen Kapital und könnte. Der Herr Fabrikant aber, anstatt sich seiner Filzigkeit Arbeit zu handeln gedenkt. Die Regierung zu stürzen, dürfte zu schämen und seine Blamage für sich zu behalten, fragt richt zu, daß das erzielte Resultat im ganzen ein günstiges zu Von Wien geht uns zum Bildhauerstreit die Nach den sozialistischen Abgeordneten dabei allerdings faum gelingen, erst noch bei den Herren Kollegen an, ob er auch nöthig hätte, nennen ist. denn sie ist eine zu willige Magd der Bourgeoisie, als daß diese diese Vorschrift des Gewerbe- Inspektors zu befolgen. Es geht Es haben bis heute 180 Bildhauer- Ateliers und Tischlereien fie wegen Handlungen, die sie ihrem Herzen gerade näher bringt, doch nichts über die zarte Fürsorge des Fabrikanten für seine die bekannten vier Punkte unserer Forderungen bewilligt, so daß fallen ließe. Wäre die Bourgeoisie nicht über alle Maßen mit Arbeiter. in Wien in allen nennenswerthen Bildhauer Ateliers täglich. den Diensten der Regierung zufrieden, dann würde ihre Presse Doch weiter. Die Zahnräder sollen mit Deckeln versehen, 8 Stunden gearbeitet wird. Eine traurige Ausnahme macht nur nicht immer gegen die Etreifenden und deren Rädelsführer" die tiefliegenden Riemen( damit sind Riemen gemeint, die wenige noch die größte in Wien sich befindliche Möbelfabrit Portois gehetzt, sondern die Regierung vielmehr gedrängt haben, die Boll über dem Fußboden laufen, wo man also leicht mit dem und Fig, in welcher noch 10 Stunden gearbeitet wird, und Grubengesellschaften zu verhalten, ein Schiedsgericht anzurufen. Fuß hineingerathen kann) sollen mit Holz umkleidet werden, die wo auch sonst noch eine Zuchthausähnliche Fabriksordnung Sie hätte dies um so eher thun müssen, als sie ja nachträglich älteren Maschinen sollen Ausrücker erhalten. Das alles find Maß- herrscht. dem Streik von Carmaux fast ein Loblied sang, weil er in regeln, die nur wenige Mart kosten. Trotzdem sträubt sich der Unter- Es haben vor dem Streit 30 Bildhauer dort gearbeitet, und seinem Gefolge das Gesetz über das Schiedsrichteramt nehmer mit Händen und Füßen dagegen. Ja um die paar Mart zu nachdem sich alle dem Streit angeschlossen haben, die Fabrikanten brachte. Was hätten nicht alle diese Blätter für ein sparen, ftellt er sich sogar so an, als ob er seinen Betrieb jedoch keine anderen Arbeiter bekommen konnten, so haben sie Geschrei erhoben, wenn die Arbeiter im Gegensage nicht verstände. Er fragt nämlich, ob das Auf- und Abwerfen fich an die Kunst- Gewerbeschulen um Schüler gewendet. zu den Grubengesellschaften ein ein Schiedsgericht abgelehnt der Riemen nicht gefährlicher ist, wenn das Gestänge des Aushätten. Wäre da irgend ein Zadel gegen sie scharf genug ge- rückers hindert". Um die Feinheit" dieser Frage flarzulegen, welche als solche ihren Zweck in der besten Weise erfüllen Es sind dies Staats Lehrlings Werkstätten, wesen. Hätten sie da nicht die giftigsten Pfeile gegen die Streiten- nüffen wir hier etwas weiter ausholen. Die in Rede stehende würden, doch jetzt haben sich dieselben als Anstalt zur Heranden abgeschossen und Feuer und Schwert auf ihre Häupter herab- Maschine wird getrieben durch einen Riemen. der, von der bildung von Streifbrechern bewährt. 16 diefer Schüler arbeiten geschworen! Wer hat aber da, wo die Grubengesellschaften sich Transmission unter der Tecke berstammend, sich um ein Treibrad gegenwärtig in der Fabrik. Zu diesen haben sich 2 andere famint und fonders gegen ein Schiedsgericht aufgelehnt haben, bewegt, das auf der Welle der Maschine festsigt und somit die hiesige und 2 aus Deutschland zugereifte gefellt. auch nur den leisesten Zadel gegen sie ausgesprochen? Seit das ganze Maschine mitzieht. Neben diesem Treibrad befindet sich Gesetz erlassen wurde, bei deffen Geburt die Bourgeoisie Pathe ein anderes gleich großes Rad, das aber nur lose auf der stand, haben es die Unternehmer fast regelmäßig, wenn es bei Maschinenwelle sitt, so daß, wenn dieses Rad fich dreht, die ihnen zur Anwendung kommen sollte, hochmüthig zurückgewiesen. Maschine sich nicht mitbewegt. Soll nun die Maschine Welches Blatt hat aver bei irgend einer solchen Gelegenheit des zum Stillstand gebracht werden, ohne die anderen halb Lärm geschlagen? Nicht ein einziges. Maschinen anzuhalten, so wird einfach der Riemen von dem Es war darum auch seitens Glemenceau's ein sonderbares festen auf das lose Rad hinübergeleitet. Wenn das nun mit Beginnen, erst das Syndikat derselben Presse, das einen Hebard, der Hand geschieht, so ist klar, daß die Hand leicht mitgezerrt einen Arthur Meyer und sonstige Panamiften in seiner Mitte und zwischen Riemen und Rad gequetscht werden kann. Des= Das Schreiben schließt dann wörtlich: zählt, aufzufordern, ein Schiedsgericht der öffentlichen Meinung" halb schreibt der Gewerbe- Inspektor mechanische Ausrücker für zu bilden, und als diese Herren mit dem Hinweis auf ihre diese Thätigkeit vor. Was hat das nun aber mit dem Auf- und lands für uns gebracht haben, glauben wir wohl mit Recht, daß Angesichts der riesigen Opfer, welche die Kollegen Deutsch Statuten das Amt ablehnten, sämmtliche Pariser Zeitungs- Abwerfen des Riemens zu thun? Dies geschieht doch oben an wir von Deutschland nichts zu befürchten haben, doch kann es direktoren, die ebenfalls wieder die Hebard, Meyer und Cie. in der Transmission unter der Decke und nicht unten am Treibrad jedenfalls nichts schaden, fie vor dieser Fabrik zu warnen. 3 ihrer Mitte zählen, mit dieser Aufgabe zu betrauen. Als ob die der Maschine! Der Herr Fabrikant sollte nur einmal werden vielleicht schon in den nächsten Tagen Annoncen in Breffe nicht jabraus, jahrein ein Schiedsgericht der öffentlichen versuchen, den Riemen erst um die sich drehende Trans- deutsche Zeitungen lancirt werden mit den schönsten BerMeinung" bildete. Freilich fieht dieses Schiedsgericht auch ganz mission und dann den sich nun mitbewegenden Riemen sprechungen, welche vielleicht auch kurze Zeit erfüllt würden. nach den Herren Hebard, Meyer und Konsorten aus, ein Schieds: um das stillstehende Maschinenrad aufzuwerfen. Umgekehrt Gs mag sich wohl jeder Kollege denken, daß eine zwingende gericht, vor welchem die Arbeiter sicher sind, niemals Recht wird ein Schuh draus. Der Ausrücker kommt also hierbei gar Ursache vorhanden sein muß, wenn Arbeiter schon durch elf finden, und dem sie vielleicht dankbar sein müssen, wenn es nicht in Frage. Sicherlich weiß der Herr das genau so gut, wie Wochen eine Fabrik meiden, in der genügend Arbeit vorhanden teinen Aderlaß" gegen sie verlangt, wie dies Herr Arthur jeder Arbeiter! Meyer vor nicht allzu langer Zeit in feinem Gaulois" gethan. Doch das beste tommt noch. Der Inspektor verlangt für Bildhauer Deutschlands und werden wir auch stets dessen ein wäre. Wir rechnen daher zuversichtlich auf die Solidarität der Wenn Herr Clemenceau vor einem Fiasto bewahrt wurde, ca. 25 weibliche Arbeiter ein besonderes Waschzimmer, ebenso gedent sein, was wir ihnen schulden. so hat er dies nur dem Umstande zu verdanken, daß zur selben eine besondere Abort- Anlage; bisher liegen die Aborte für Stunde, in der sich das„ Schiedsgericht der öffentlichen Meinung" Männer und Frauen nebeneinander; ein Abort genüge nicht für Achtung, Klempner der Orts- Krankenkasse! Es dürfte im Grand Hotel zu seiner ersten Vorbereitungssigung einfand, 25 Frauen, es müßten deren zwei sein." Wo bleibt mit wohl nicht unnüz erscheinen, wenn wir die Mitglieder, besonders die Grubenarbeiter am Ende ihrer Kräfte angelangt, gehegt und einem Mal Anstand und gute Gitte, 100 bleiben die die Delegirten an den Kampf erinnern, der in diesem sowie im verfolgt von allen Seiten, sich zu ergeben beschloffen hatten. Be- Forderungen der Hygiene. Freilich, die Arbeiterjugend vergangenen Jahre bei der Delegirtenwahl stattgefunden hat. fäße Herr Clemenceau mehr Klassengefühl und Klassenerkenntniß, verroht ja jest mehr und mehr, und man muß Die Streitpunkte waren: Ausscheiden aus dem Gewerkstranten würde er auch nicht bis zum Schlusse des Kampfes gewartet, für gute Erziehung sorgen und die Ehe muß beilis fein, aber Verein und Einführung der freien Arztwahl. Beides ist jetzt nicht erst des Mordes von Grivenchy bedurft haben, um für die nur bis an den Geldbeutel! Deshalb erfundige fich der erreicht und treten die Bestimmungen am 1. Januar 1894 in Streifenden an das Mitleid ihrer Peiniger und Helfershelfer zu Herr sehr sorgfältig, ob liber Waschzimmer and Abort- Anlagen Kraft. Nun dürfte wohl manchem Delegirten der Gedanke geappelliren und Gerechtigkeitsalmosen für die Gehezten zu er- besondere Vorschriften existiren und ob es event. in der Vor- tommen sein, es sei nun gut, und er brauche sich nicht betteln, sondern würde von vornherein für oder wider die Gruben schrift heißt, daß für 20 weibliche Arbeiter givei Aborte nöthig weiter um die Krankenkasse zu bekümmern. Ein solches arbeiter eingetreten sein, für oder wider sie geftritten haben. So feien". Also nur, wenn das Gesetz es wörtlich befiehlt, will der Verhalten wäre aber nicht richtig und ziemt fich für neiß er aber heute ebenso wenig wie zur Zeit des Kommune- Herr Unternehmer für die nöthigen Aborte forgen! Aber vergeßt einen zum Klaffenbewußtsein gekommenen Arbeiter durchaus " Doch alles dies genügt noch nicht, die vorhandene Arbeit zu bewältigen, und nachdem die Herren Portois u. Fir erklärt haben, sie lassen sich von den Arbeitern nichts erzwingen oder diktiren, die hiesigen Arbeiter jedoch erklären, daß sie zu den alten Bedingungen nicht mehr in die Fabrik hineingehen, so sprachen sich die Fabrikanten dahin aus, daß fie Arbeiter aus dem Auslande kommen lassen, und hoffen sie auch, genug zu bekommen, nicht, sondern er muß weiter zu helfen suchen, wo noch etwas zu verbessern ist. Obgleich nun die Vorstandsmitglieder Jowie die Kaffenbeamten anderer Ansicht geworden sind im eben angeführten Streitpunkte, so ist es doch unsere Pflicht, in der bisherigen Weise weiter zu kämpfen, und verweise ich deshalb auf die am 14. November stattfindende Versammlung bei Mundt, Stopnickerstr. 100. Dafelbft recht zahlreich zu erscheinen, ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, und Ehrensache ist es, dafür zu sorgen, daß wir in Zukunft ein Vorstands- sowie Beamtenpersonal bekommen, das mit uns und für uns in unserem Sinne wirkt und A. Winter, Boeckhstr. 11, arbeitet. Die Existenz de Gewerbegerichte allein schon beweist, daß von einer Harmonie zwischen Kapital und Arbeit nicht die Rede sein faun. Noch mehr geht das natürlich aus der hatsache hervor, daß der weitaus größte Theil der Klagen von Seiten der Arbeiter ausgehen. So sind bei dem Ham= burger Gewerbegericht im Monat Otober 230 Klagen angestrengt worden, wovon 7 nur von Arbeitgebern herrührten. Vom 1. Januar bis 31. Oktober haben im ganzen 3037 Verhandlungen stattgefunden. Von Arbeitern waren in dieser Zeit 2148, von den Arbeitgebern nur 59 Klagen angeftrengt worden. 9 In Marseille ist die Trambahn Gesellschaft wieder mit ihren Kondukteuren in Streit gerathen. Und zwar handelt es sich auch diesmal in erster Linie um eine bessere Regelung der Arbeit und Reduzirung der Arbeitszeit. Die Gesellschaft nahm Streifbrecher in Dienst, die Streifer, denen das Bublifum zur Seite steht, verhindern aber die Fahrten; ein Theil der Wagen wurde umgestürzt und einige in Brand gesteckt. Da der Verkehr hierunter leidet, hat die sozialistische Gemeindevertretung der Trambahn- Gesellschaft, die polizeiliche Hilfe in Anspruch nehmen wollte, einfach aufgegeben, den Betrieb wieder aufzunehmen und sich mit ihrem Personal abzufinden. Geschehe dies nicht, so werde die Konzession verfallen. Nun wird wohl bald Friede sein und die Harmonie der Gesellschaft" zur Wahrheit werden unter sozialistischer Oberleitung. Die Pariser Arbeitsbörse, welche bekanntlich längere Zeit geschlossen gewesen, weil die Arbeiterorganisationen sich weigerten, der Oberhoheit der Polizei sich unterzuordnen, ist dieser Tage wieder eröffnet worden. Von 280 Fachvereinen des Seine Departements haben bisher 182 dem Verlangen der Polizei entsprochen und ihre Statuten und Mitgliederverzeichnisse eingereicht; 40 Gewertschaften etwa wollen vor der Hand in dem Widerstand gegen die Behörden verharren. Der erste Beschluß der Arbeitsbörse besagte, alle diejenigen ihrer Mitglieder, die sich an dem russischen Empfangsschwindel irgendwie betheiligt haben, als unwürdig auszuschließen. Versammlungen. Die Volksfeinlichkeit der freisinnigen Stadtvertretung lautete das Thema für eine Kommunalwähler Versammlung im ersten Bezirk. Das Referat hatte Genosse A. Borchardt über11ommen. In seinem äußerst interessanten Vortrage kritisirt Redner an der Hand eines ausführlichen Zahlenmaterials die Ungerechtigkeit in der heutigen Kommunalsteuer- Erhebung. Ausführlich behandelt der Reduer die Schulverhältnisse und die auf diesem Gebiete von den sozialdemokratischen Stadtverordneten gestellten Anträge. Mit aller Kraft sei daher dafür zu agitiren, daß am Tage der Wahl ein Sozialdemokrat, der Genosse August Täterow, als Sieger aus der Wahlurne hervorgehe.( Lebhafter Beifall.) Nach einer Aufforderung meldete sich Herr Hübner( Freifinnige Volkspartei) zum Wort, bestreitet eine freifinnige Mehrheit im rothen Hause, tritt ein für die neue Fraktion der Linken, heißt persönlich auch nicht alles Thun der Führer gut; steht ebenfalls aufdemStandpunkte: Aufhebung der Miethssteuer. An der Disku sion betheiligten sich sodann noch die Genossen Timm, Borchardt, Täterow, Mehner und Riesop, die sich noch des näheren mit der freisinnigen Stadtverwaltung beschäftigten. Der Vorsitzende Halfter plädirte zum Schlusse für regeres Agitiren für unseren Kandidaten August Täterow, forderte zur Betheiligung der Flugblattvertheilung auf, zu welcher eine besondere Aufforderung im Vorwärts" erscheinen werde, fowie zur Mitarbeit am Wahltage, soweit dieses den Ge noffen möglich sei. Eine Versammlung der Wähler dea 16. KommunalWahlbezirks tagte am 8. November in Möhring's Salon, Admiralstraße. Reichstags- Abgehrdneter 3 u beil referirte über die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Er unterzog die feite is der liberalen Stadtverwaltung stets als mustergiltig hingestellten städtischen Einrichtungen einer scharfen aber treffenden K.itif, rügte verschiedene bekannte Uebelstände in der Kommune und empfahl die Stärkung der sozialdemokratischen Minorität durch Wahl weiterer Genossen in die Stadtvertretung. An den sehr beifällig entgegengenommenen Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion, in der außer dem Kandidaten Tolksdorf noch Frau Palm, Dastig und Hasched theilnahmen. Nach dein Schlußwort des Referenten ersuchte Pielicke alle diejenigen, welche gesonnen sind, sich am Sonntag bei einer nochmaligen Flugblattverbreitung zu bethätigen, Morgens 8 Uhr bei Schwarafopf, Staligerstraße 11, oder Wringe, Rottbuser- Ufer 55( Ecke der Admiralstraße) zu melden. Ferner wurde befannt gegeben, daß am nächsten Sonntag Vormittag 10 Uhr im Etablissement Buggenhagen am Morigplag eine öffentliche Kommunalwähler- Bersammlung, und zwar ge meinsam für den 16., 18. und 20. Bezirk stattfindet. Der Kandidat für den 36. Kommunal: Wah! bezirt, Schantwirth Gies hoit, referirte am 8. d. Mts. vor einer im Berliner Prater tagenden, rege besuchten öffentlichen Kommunal- Wählerversammlung. Derselbe beschäftigte sich vornehmlich mit der in der Berliner Stadtverordneten- Bersammlung die Majorität bildenden freisinnigen Partei, charakterisirte Deren, liberales" Verwaltungssystem und deren Stellungnahme zu den sozialdemokratischen Anträgen, diese im Einzelnen erörterud, wie auch im allgemeinen die Aufgaben der sozialdemokratischen Gemeindevertreter im rothen Hause erläuternd. Redner warnte vor dem Stimmenfang, der jetzt von den Kandidaten der freifinnigen Partei in Gestalt von Versprechungen, die sich vielfach mit den sozialdemokratischen Forderungen decken, indesen niemals gehalten werden, empfahl energische Bekämpfung soroohl der freisinnigen wie auch der anderen Parteien und mannhaftes Eintreten am 13. November für die Prinzipien der Sozialdemotratie durch Wohl des sozialdemokratischen Kandidaten. Die Darlegungen des Referenten fanden allseitige Anerkennung. Das Resultat der folgenden Discussion, die durch das Eingreifen eines freifinnigen Volksparteilers einen erfreulichen Reiz erhielt und an der sich von den Parteigen offen Gnadt, Borgmann, Brandt, Mäther betheiligten, war die einstimmige Annahme folgender Refolution:„ Die heute tagende KommunalwählerVersammlung pflichtet den Ausführungen des Referenten vollständig bei. Sie spricht der freisimmigen Mehrheit im rothen Hause das Recht ab, fich als die Vertreterin volksfreundlicher Brinzipien bezeichnen zu dürfen. Sie erkennt an, daß die städtische Verwaltung in den Bahnen, wie sie von den sozialdemokratischen Vertretern verfochten werden, reformirt werden nuß und verpflichtet sich daher, mit Energie für unseren Kandidaten W. Gies hoit einzutreten, damit auch der 36. Bezirk Die einen Sozialdemokraten in das rothe Haus entsendet." nächste Versammlung findet am Freitag Abend in Schneider's Salon, Belforterstr. 15, statt. Eine zahlreichere Betheiligung an der Verbreitung eines Flugblattes am Sonntag wird sicher erwartet. Gine am G. November in Leipzig tagende öffentliche mit insbesondere den Verbrauch von Bigarren wesentlich einTabakarbeiter Versammlung nahm nach einem einleitenden schränken wird, 2. die in der Tabakbranche noch zahlreich vorReferat des Genossen Geyer über die Tabak- Fabrikatsteuer ein- handenen Kleinbetriebe sowohl durch die Vertheuerung des Prostimmig folgende Resolution an: dukts wie durch die mit der Fabrikatsteuer nothwendig verDie heute, den 6. November, im Saale der„ Voltshallen" in bundene äußerst fomplizirte und belästigende steueramtliche öffentlicher Versammlung vereinigten Tabatarbeiter Leipzigs be- Kontrolle gegenüber dem Großbetrieb ganz fonkurrenzschließen: unfähig machen und zu Grunde richten wird, 3. mindestens 50 000 in der Tabakindustrie beschäftigte Arbeiter erwerbslos machen und dem noch verbleibenden Rest der Arbeiter die ohnehin schon äußerst ungünstigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse geradezu unerträglich machen wird, deuten, In Erwägung, daß alle indirekten Steuern auf Bedürfnißartikel der großen Masse des Volkes eine höchst ungerechte und verwerfliche Belastung gerade der ärmsten Kreise des Volfes bein Erwägung, daß von den Vertretern der Reichsregierung auf das entschiedenste gegen die projektirte Tabak- Fabrikatwie von den Vertretern der Parteien, welche für eine Ver- steuer sowohl wie gegen jede andere Form der stärkeren Steuermehrung der Heereslasten eintraten, bestimmt versprochen worden belastung des Tabats Protest zu erheben und den Reichstag zu ist, die neuen Steuerlasten von den Schultern der wirthschaftlich verpflichten, jedem derartigen Gesetzesvorschlag unbedingt seine Schwachen möglichst fern zu halten, Zustimmung zu versagen. in fernerer Erwägung, daß die Einführung der TabakFabrikatsteuer 1. die Tabaffabrikate erheblich vertheuern und da19. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 9. November 1893, Vormittags. Kur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummers in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 50 117 44 56 65 310 25 408 547 765 818 86 1183 506 603 42 774 836 2119 205 83[ 300] 307 518 32 699 743 3180 504 16 53 92 792 811 36( 3000) 915 4021 166 69 242 319 447 511 27 821 67 918 52 58 5255 70 352 432 520 644 987 6069 90[ 3000) 172 268[ 50] 608 60 91 741 67 1300) 94 8-0 82 7067 265 97 344 70 98 464 524 25 34 831 998 8014 199 254 419 553 682 738 869 931 9284 8 335 502 622 763 10106 361 85 422 78 524 602 735 84 11155 232 67 396[ 300] 412 550 811 17 12024 54[ 1500] 97 195 223 81 333 55 444 523 629 721 15001 806 941 68 78 13179[ 300] 200 690 779 941 61 79 14112 44 63 383 1300) 98 426 528[ 300] 721 33 903 48 15025 216 1500! 22 401 77 538 688 951 16033 473 571 636 17088 233 86 87 90 458 505 [ 3000) 669 825 18073 178 95 361 836 19106 60 272 321 558 830 933 20191 510 636 713 819 904 8 21096 106 404 535 649[ 1500] 818 33 56 22151 93 232 314 24 65 577 627 893 23295 592 607 767 24197 211 49 970 25142 43 205 21 50 658 26025 421 601 17[ 5001 43 44 786[ 3000] 93 935 53 27092 296 369 506 8 35 54 83 98 605 51 96 794 13001 28032 110 292 366 69 411 62 93 554 64 13000] 716[ 1500] 61 29362 645 39 40 79 942 1300] 30240 322 81 661 728 820 31062[ 3000] 269 447 57 69 620 975 32030 88 451 67 834 56 1500] 33150 510 648 883 34 59 116 23 236 312 503 747 931 35037 101 17 42 257 532( 1500) 629 766 860 36141 261 403 14 62 800 25 946 37076 117 257 345( 500) 529 98[ 300] 608 741 47 130001 811 38100 242 302 531 760 39095 154 59 218 40[ 3000] 327 82 465 85 701[ 300] 6 968 40092 341 94 727 88 89 91 869 906 41315 518 50 652 735 38 966 42037 111 68 493[ 3000] 94 561 761 953 82 43073 106 51 236 35 414 32 596 602 14 800 58 44063 177 490[ 500] 542 620 45037 118 25 317 87 130001 760 88 846 969 46306( 3000] 16 71 77 425 36 521 37 [ 5001 725 31 47053 84 186 405 38( 500) 58 502 82 99 739 48 86 837 946 48145 207 15 35 343 422 682 747 973 92 49030 152 58 323[ 1500] 72 404 513 84 603 6 845 50029 125 87 249 430 537 745 874 51110 36 207 379 403 43 596 638 703 858 972 52040 152 203 35 365 551 640 836 89 53052 59 209 76 342 61 510 95 99 708 885 949 54056 79 112 29 1500] 215 547 627 59 70 889 55137 213 311 67 56219 407 50 749 858 943 70 57037 106 47 285 463 506[ 500) 609 65 707 46 11500) 879 84 993 58054 58 114 240 85 353 5 96 681 725 89[ 1500] 960 59026 48 135 286 318 51 423 735 72 92 861 98 989 60162 256 724[ 1500] 79 885 01006 134 340 82 130001 571 741 46 900 62084 162 76 237 79 400 17 29 543 55 715 63 899 906[ 1500] 70 90 63142 387[ 500] 483 568 664 762( 3000) 92 64248 319 670 719 [ 300] 27 75 834 906 65071 83 105 307 13 67 499 597 639 710 924 66141 80[ 30.0] 85 90 286 90 564 618 749 900 67 67008 150 312 613 790 821 68138 79 500[ 3000] 58 86 93 690 891 69123 467 87 636 39 775 94 70007 120 640 706 35 58 814 60 920 93 71268 78 81[ 500] 325 544[ 3000] 630 45 98 751 879[ 300] 991 92 72099 136 45 55 288 318 423 75 545 619 992 73050 408 661 727 38 992 74040 105 433 63 638 800 13001 74 900 59 75029 125 299 351 594 76187 89 307 405 567 816 77150 95 353 56 448 747 63 927 47 78055 102[ 1500] 98 219 496( 15.0) 570 826 952 79068 194 242 65 309 433 78 696 765 70 815 [ 300 63 93 928 72 80003 30 44 130 202 99 335 475 656 821[ 1500] 33 41 975 81013 69 795 814 952 66 11500) 82023 27 103 44 296 506 65 656 952 94 83132 59 116001 373 419( 1500) 561 610[ 3000] 732 65 84050 56 109 15 42 302 49 63 91 382[ 0000) 488 528 47 678 705 7 91 927[ 3000] 60 85009 101 230 472 531 32 78 717 805 42 70 950 86034 182 410 535 78 13000] 811 970 87022 62 218( 500) 427 84 661 71[ 1500] 98 752 87 959 88097 280 516 65 91 613 730 910 89025 151 59 79 86 231 367 445 517 719 834 912 90141 54 205 1500] 21 329 85 472 949 91148 61[ 500] 565 629 68 769 925( 300) 94152 65 478 502 47[ 1500] 665( 500] 94 821 981 93035 77 401 25 88 90 541 636 764 853 64 93 937 94094[ 500) 308 415 555 905 95048 302 57 491 505 794 892 933( 3000] 48 90245[ 600] 441 552 685 897[ 50] 97074 131 85 262 471 87 543 604 706 54 815 53 67 [ 500] 976[ 1500] 98033 128 251 373 460[ 300] 97 567 615 915 21 66 1300 99192 221 539 835 88 91 100053 137 524 25 27 34 677[ 3000] 788 101127 69 269 335 415 66 76 55 805 55 102133 74 1300) 453 520 45 696 702 896 103079 94 170 13001 226 27 33 96 357 479 82 763 935 44( 3000] 104128 40 [ 500) 201 4 382 490 95 98 512 615 23 26[ 300] 849 87 904 10 30 105047 85 204 540 600 76 700 11 805 106045 149 433 41 73 588 701 19. Ziehung der 4. Klasse 189. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 9. November 1893, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find det betreffenden Nummern is Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 302 93 413 517 1500] 631[ 1500] 3 703 46 833 1099 161 288 695 741 973 75 2075 120 68 266 459 900 3313 26 35 51[ 3000] 814 69 987 4143 217 348 442 541 760 1500 901 5024 131 354 639 877 944 6001 167 69 501[ 500) 622 813 14[ 15001 77 7070 154 207 94 496 517 601 18 929 50 8011 15 147 8 407 54 852 65 902 66 327 4s 509 [ 3000] 21 39 44 843 48 975 88 10064 278 374 96 569 627 96 883 93 965 72 11102 290 718 840 76[ 500) 981 12033 52 340 407 68[ 300] 541 618 729 982[ 1500] 13099 291 323 610 91 829 60 916 58 60 14109 84 280 313 41 564 88 713 44 56 835 910 152-4( 500] 483 701 72[ 1500] 16105( 300) 513 615 54 719 819 96 17034 296[ 1500] 479 551 6:29 63 723 822 83 18272 638 9JS 58 76 19204 52 67 382 81 413 750 837 972[ 3000] 20281 91 342[ 300] 79 438 57 617 797 835 84 916 91 21181[ 1500] 469 664 91 654 721 35 63 846 88 22079 153 304 459 512 968 23053 62[ 3000] 391 97 425 791 814 951[ 30] 54 24 30 182 417 825[ 1500 36 995 25153 292 411 93[ 3000] 628 20017 70 78 250 74 373( 30001 514 66 657 860 27211 40 452 525 46 52 68 798[ 300] 807 28176 256 473 90 526 97 605 703 841 943[ 1500] 85 29031 123 55 522 610 723 [ 30] 90 A 30159 99 203 370[ 3000] 441 56 813 57 76 911 31006 108 97 309 55 427 561 732 54 68 835 32028 42 137 201 32 326 429( 3000] 86 518 28 677 820 57 33051 152 312 478 564( 1500) 869 81 3477[ 500] 157 479 608 15 30 35054 153 300] 218 85 313 27 54 410[ 100000] 570 36019 133 311 61 63 92 713 66 90 1500] 847[ 500] 48 86 37043 733 92 38002 8[ 1500] 111 512 614[ 1500] 711 47[ 5000] 85 39 68 91 226 50 429 777 863 65 917 52 40256 64 309 77 412 642 700 864 78 92 41509 556 99 615 728 31 73 830 71 42000 135 274 383 419 560 757 815[ 3000] 66 43167 78 296 469 15001 85 506 918 44061 114 23 96 289 429 53) 613[ 300] 802 57 995 45066 149 228 65 365[ 500) 447 550 737 42 49 59 83 845 958 40016 146 1500] 87 792[ 300] 99 47011 42 114 212 331 514 635 861 48078 106 314[ 500] 23 494 95 627 88[ 600] 762 49019 55 129 256 341 1500] 431 56 71 79 645 734[ 3000] 823 52 977[ 1500] 85 50104 276 340 15001 81 1500] 442[ 1500] 575 749 941 51197 218 46[ 30001 488 6:38 804 10 32 918[ 1500] 52003 171 83 543 72 83 87 604 43 765 966 53010 232 328 445 513 39 865 71 79 51025 41 67 84 323 507 27 695[ 3000) 55075 13[ 500) 51 252 713 30 1300] 45 842 65 18001 955 50053 66 91 159 252 89 93 325 443 93 838 13001 929 60 57170 99 261 307 55 87 411 818 87 58142 76 671 890 99 59160 211 306 564 688 704 22 91109 27 CO00G 152 82 249 367 69 94 412 18 22 528 79 632 68 725 S60 61057 120 268 360 62118 246 378 419 27 595 680 83 834 918 83 63099 363 581 9s 874 966 61369 433 98 600 74 755( 1500) 831 65 65043 57 275( 300) 315 40 13001 516 691 66099 123 24 299 333 57 62 430 581 632 47 826 34 918 34 1300] 90 67206 49 85 877 825 77 68236 45 48 588[ 1500] 721 860 69073[ 500] 113 228 323[ 3000) 445 66 95 [ 500] 523 676 70150 78 318 478 515 715 34 884 951 71301 406 525 678 764 861 97[ 3000] 72038 117 284 93 483 594 650[ 300] 74 88 766 73016 170 233 380 439 673 1500) 80 74050 90 131 34 45 290 96[ 1500] 700 826 40 75178 285 316 30 11500) 791 966 76034 84 213 621 30 33 708 914 89 37183 1300) 340 65 1500] 83 426 621 705 74 920 78034 60 143 51 363-84 520 6 633[ 500] 814 59 77 79090 111 78 215( 500) 334 646 65 830 956 Man beschloß ferner die am 19. November in Berlin tagende Konferenz der Tabatarbeiter Deutschlands zu beschicken. 15001 89 107106 45 400( 3001 674 891 108177 83 253 70 346 699 868 901 40 109435 95 640 67 712 946 96 110031 196 11500] 219 92 336 50 595 610 19 733 885 941[ 30001 56 111067 86 363 90 422 520 896 112095 127 333 415 57 568 763 90 860 905 28 113018 21 29 93 214 22 336 403 39 81 503 58[ 300] 641 87 705 68 816 26 951 53 84 97 114174 350 469 529 603 65 817 21 82 978 115147 214 426 79 552 606 70 814 83 98 116186 225[ 1500] 67 482 86 819 28 97 900 93 117127 31 306[ 3000] 14 442 700 820 59 118076 161 30 866 119505 747 888 120185 350 67 85 459 584 670 961 121013 74 152 57 323 45 484 [ 30001 556 951 74 122024 58 350 438 59 537 610 813 110 000] 123104 44 202 405 557 94 743 976 124128 84 229 435 525 67 93[ 300] 729 973 125353 407 17( 500] 27 525 704 35 841 96 126201 71 407 545 662 788 868 92 96 127006 93 447[ 5001 553[ 300] 93 664 913 35 128118 267 81 352 578 631 73 736 942 81( 1500) 129041 529 61 130023 32 377 416 89 630 731 44 814 982 131236 464 87 636 705 14 800 51 64 132063 13001 102 75 272 413 19 58 59 537 673 823 916 60 15001 133143 90 224 53 358 575 81 635 734 134193 220 75[ 500] 84 330( 3000] 48 79 553 51 657[ 30001 732 856 135045 421 821 136191 336 430 511 601 17 21 726 811 54 66 94 964 137049 235 5 8 759 815 33 138051[ 1500] 58 60 73 668 727 69 801 925 96 13.028 148 626 27 28 35 53 140036 40 90 1: 2 99 253 99 386 445 514 822 65 141000 242[ 1500] 382 591 863 969 93 142224 55 79 378 666 731 143001 60 151 260 350 428 36 75 713 76 918 144107 313 13001 81 810 145049 64 329 408 559 90 662 722 63 67 815 40 54 66 946 146021 50 73 108 246 99 346 768 833 941 147045 95 218 43 70 397 790 931 148014[ 500] 53 269 71 300 36 1300 1 401 86 542 631 88 731 826 77 990 93 149180 270 85 96 371 449 57 719 987[ 1500] 91 150076 89 105 98 249 57 356 470[ 3000] 506 31 70 78[ 3000] 631 151115 24 81 82 261 455 588 664 704 152193 292 42[ 1500] 57 417 1500) 64 84 502 70 782 153025 33 55 305 500 4 612 92 154125 72 297 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Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.