Nr.A7Ä. Nbonnementz-keöliWWNi KBonncmentä- Preis vränuincrand»! Vicrtcljährl. 3,30 ÜXt., monotL 1,10 ÜJtf., wöchentlich 28 Pfg, frei inS Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- uunimcr mit illustrierter Soimtags- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Prelsliste. Unter Kreuzband ifit Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland L Marl pro Monat. PostabonnememS nehmen an: Belgien, Dänsmarl, Holland. Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. vldiilnt tialld) auOtr tilontagj. Verlinev Volksblstt. 39. Jahrg. Vit Mertionz-Lelnihi' keträgt für die fechSgcspaltenc Kolonel- geile oder deren Raum 00 Pfg., für politische und gewerlschaftlichc Vereins- und Berfammlnngs-Anzeigen 00 Pfg. „Aleiiie Hnoctgcn", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulüffig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlasstcllcnan- zgigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 10 Buch- slabcn zählen für zwei Worte. Jtiscrale für die nächste Nummer niüisen bis s Uhr nachnritlags itl der Expedition Udgegeben Iverdcn. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends gcvlfnct. Delegramm- Adresse: „SdzialfKmolirat Btrlia". Zentrahrgnn der fozialdcmokratifcbcn parte» DcutfAlands. Redaktion; SRI. 68, Ltndetistrasse 69. Fernsprecher: Amt Morttzplatz, Nr. IS8Z. Sichert ein«'etroleummonopoi niecirige Ereile? Die durch das Petrolcuiuinonopol angestrebte Eniauzi- patiou des deutschen Marktes vom amerikanischen Trust(der Standard Oil Co.) hat in der Regierungsvorlage eine so magere Begründung erfahren, daß die Zweifel über die Turchführbarkcit dieses Ziels nicht zerstreut werden können. Man braucht sich nur zu vergegenwärtigen, daß auf die Vcr- einigten Staaten von Nordamerika, d. h. den Trust, ti-l Proz. der Wcltproduktion entfallen, um den gewaltigen Einfluß des Trusts abzuschätzen. Tiefe Stellung des Trusts ist um so ge- festigtcr, als er vornehmlich Leuchtöle produziert, während die Rohöle der übrigen Länder einen viel geringeren Gehalt an Leuchtölen besitzen. So wird auch der Bedarf Deutsch- lands an Leuchtölcn zu 78 Proz. von Nordamerika und nur zu 15 Proz. von Galizicn, zu 5 Proz. von Rumänien und zu 2� Proz. von Rußland gedeckt. Immerhin ist die absolute Produktion der europäischen Gebiete so groß, daß sie die Nachfrage der europäischen Gebiete befriedigen könnte. Aber ein Wechsel der europäischen Produktionsgesellschaften in ihrem Absatzgebiet wird nur dann von ihnen vorgenommen werden, wenn ihnen dafür ein höherer Gewinn winkt. Fühlte sich die deutsche Monopolgesellschaft gebunden, im Interesse des Konsums niedrigere Einkaufspreise zu erstreben, so wird sie— ebenso wie jetzt der freie Konsum— Rußland, Rumänien und Galizien nur zu einem Teil als Lieferanten heranziehen. Nur insofern würde eine Verschiebung ein- treten, als dann mehr die von den deutschen Banken sinan- zierten Gesellschaften bei der Lieferung an Deutschland be- teiligt wären, als es bisher trotz des Kampfes gegen den Trust möglich war. Mit einer solchen Lösung rechnet auch die Regierung: auch ihr erscheint eine Ausschaltung des Trusts nicht wahrscheinlich. Eine vom Trust unabhängige Versor- gung des deutschen Marktes kann nur mit Hilfe außer- gewöhnlich hoher Preise erzielt werden. � Will man das vcr- meiden, so ist man auch weiter auf den Trust angewiesen, und vermöge seines Vorranges in der Wcltproduktion wird er immer einen starken Einfluß bei der Preisbildung ausüben können. Das Monopol würde nur mit Hilfe staatlicher Zwangsmittel die Position der europäischen Produktions» gesellschaften verbessern, ohne dem Konsum Erleichterung zu schaffen. Diese Situation könnte für die Konsumenten uni so gefährlicher werden, als bei dem jetzigen Zustand immerhin noch ein Wettbewerb zwischen Trust und Euro- päern besteht, während sie in Zukunft völlig einer Gruppe ausgeliefert sind. Der Versuch einer Befreiung vom Monopol des amerikanischen Trusts hätte nur dann einen Sinn, wenn man private Interessen ganz ausschalten würde. Nun will zwar die Regierung glauben machen, daß man auch eine private Vertricbsgcsellschaft zwingen könne, die Interessen des Kon- sums zu wahren. Und sie sucht dies Ziel durch staatliche Aufsicht und eine besondere Gewinnverteilung zu garantie- reu. Daß die an der Gründung und Leitung beteiligten Finanzgesellschaften dennoch recht erheblichen Profit für sich erhoffen, geht aus dem Eiser hervor, mit dem sie sich für den Plan ins Zeug legen. Die Aufsicht des Reichskommissars fürchten die Banken sicher nicht. Viel unangenehmer würde ihnen die Kontrolle des Reichstages sein, der eine viel bessere Garantie gegen jede Konsumschädigung durch die Ge- scllschaft böte. Ebensowenig ist die vorgeschlagene Gewinn- Verteilung geeignet, das Interesse der Verbraucher unter allen Umständen zu wahren. Auf die Doppelrolle der gleichen Banken als Aktionäre der Lieferungsgefellschaftcn und als Aktionäre der einkaufenden VcrtriebSgesellschaft haben wir schon in einem früheren Artikel hingeivicsen. Wie leicht sich eine solche Kollision— und nicht gerade zugunsten der Ver- tricbsgesellschaft— ergeben wird, geht aus folgendem her- vor: An der Pctrolcumproduktion Rumäniens allein waren im Jähre 19W für mehr als W Millionen Mark deutsches Kapital beteiligt. Inzwischen sind die Interessen Deutschlands an der rumänischen Erzeugung noch gestiegen. Schätzt man außerdem die Beteiligung deutschen Kapitals an der russischen und galizischen Produktion zusammen auf ebenfalls 100 Mil- lionen— was noch zu niedrig gegriffen ist—, so belaufen sich die Interessen an P r 0 d u k t i 0 n s gesellschaften gegenwärtig auf rund 200 Millionen Mark. Da die geplante Ver- t r i e b s gcsellschaft aber nur mit 60 Millionen Mark finan- ziert werden soll, ergibt sich aus diesen Ziffery ohne weiteres, w 0 die Hauptinteressen der Banken liegen. Die Gewinnbeschränkuug bei der Vertriebsgesellschaft muß vielmehr gerode erst die Banken dazu veranlassen, für ihre Produktionsgcsellschaften hohe Verkausspreife zu er- streben. Nach dem Entwurf soll zwar der Gewinnanteil der Banken fallen, wenn die Verkaufspreise im Kleinhandel steigen. So sollen nach der von der Regierung aufgestellten Rechnung den Aktionären 286 853 M. von dem Durchschnittsgewinn von 3 Millionen Mark entzogen werden, wenn der Verkaufspreis von 20 auf 21 Pf. pro Liter steigt. Nimmt man aber auch nur an, daß die gleichen Banken durch ihre Produktionsgesellschaften ein Drittel des deutschen Konsums liefern, so brächte ihnen die Preiserhöhung von 1 Pf. einen Gewinn von 7,5 Milionen Mark!(Ter Gesamt- konsum an Leuchtpetroleum in Deutschland beträgt 1000 Millionen Liter.) Es ist einfach lächerlich, zu erwarten, um des Verlustes von 287 000 M. würden die gleichen Produzen- ten auf 7� Millionen verzichten. Die ganze schöne Tabelle in der Regierungsvorlage über die so fein ausgeklügelte Ge- winnminderung bei hohen Preisen ist nur Streusand für die Dummen. Aber selbst diese Beschränkungen des Gewinnes werden durch gewisse A u s n a h m e b e st i m in u 11 g e 11 illusorisch. Während das Reich unter Umständen gar nichts erhält, ist der Vertriebsgesellschast stets ein Gewinn gesichert. Als Durchschnittspreis für 1 Liter Leuchtöl ab Tankanlage sind 20 Pf. festgesetzt worden. Dieser Preis würde cincni Verkaufspreise im Laden von 22 bis 23 Pf. entsprechen, und wäre damit wesentlich höher, als die in diesem Jahre schon recht hohen, aber nirgends 19 Pf. überschreitenden Preisnotierun- gen. Nimmt also die Gesellschaft 20 Pf.(ab Tankanlage), so darf sie einen Gewinn von 5 Proz. einstreichen: das Reich erhält den Rest. Steigen die Verkaufspreise noch höher, so entfällt der Anteil des Reiches ganz, während der Verdienst der Gesellschaft abnimmt. In jedem Falle darf sich aber die Gesellschaft eine Dividende von 4 Proz. zuteilen, und zwar nach Bestreitung aller Unkosten, Steuern, Abschreibun- gen und Zuführungen an die Reservefonds. Die Gesellschaft braucht also in Jahren hoher Verkaufspreise nur recht hohe Abschreibungen zu machen, um dann in späteren Jahren aus diesen stillen Reserven nach Belieben Kapitalien herauszuholen. Auch sonst ist das Reich dadurch benachteiligt, daß ihm stets erst von dem Ucbcrschuß, der sich nach Abzug aller Un- kosten, Abschreibungen, Rücklagen usw. ergibt, ein Gewinn- anteil zufällt. Die Buchungskünste des Norddeutschen Lloyd, Expedition: 8Rl. 68, Lindcnstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplntz. Nr. 1084. dessen Unterstützungsbcdürfnisse nie aufhören, sind bekannt genug, als daß man den Wert eines Bilanzausweises noch näher charakterisieren müßte. Das Vertrauen des Reiches geht so weit, daß es sich nicht cinnial durch das Gesetz den Erwerb von Aktien der Vertriebsgesellschast vorbehält und daniit eine genaue Kontrolle sichert! Eine fiir den Konsum recht gefährliche Bestimmung eist- hält auch die Befugnis des Bundesrats, alljährlich den Durch- schnittsprcis von jetzt 20 Pfennigen(ab Tankanlage) herab- oder h e r a u s z us c tz c n. Die Gesellschaft brauchte nur hohe Preise zu fordern und dem Bundesrat ihren geringen Verdienst vorzujammern, dann würde der Reichskomissar gar noch diesen Durchschnittspreis und damit die Gewinnmöglich- leiten erhöhen. Der Bundesrat wird um so leichter dazu geneigt sein, als dem Reich ja jeder Gewinn entgeht, wenn der Durchschnittspreis von den tatsächlichen Verkaufspreisen über- schritten wird. Wenn irgendeine Befugnis der Kontrolle durch den Reichstag unbedingt bedarf, so ist es diese. Sollte die Gesellschaft es aber gelegentlich für zweckmäßig erachten, niedrige Verkaufspreise festzusetzen und einen bc- sonders hohen Üeberschuß zn erzielen, so ist zwar ihr Gewinn auch nach oben beschränkt. Die Summe über den- höchst zu- lässigen Gewinn hinaus fließt in einen P r e i s a u s- gleichungsfonds. Aber aus ihm werden in Jahren niedrigen Gewinns die nötigen Summen genommen, um den Aktionären 5 Prozent Dividende zu garantieren. Ferner: Sinkt der Verbrauch von Leuchtöl unter 900 Millionen Liter jährlich, so erhöht sich der zulässige Verdienst der Gesellschaft um je ein Zwanzigstel für je angefangene 50 Millionen Liter Minderabsatz. Kurz, für die Aktionäre ist in jeder Hinsicht gesorgt. Nur die Kosumenten sind so ungeschützt wie bei dem gegenwärti- gen Zustand. VsffellzMtsmkveriMillMgm und friedenstnahntnigen. Eine amtliche Meldung aus Sofia teilt mit, daß die bulgarische Regierung Bevollmächtigte ernannt habe, die mit der Türkei die Bedingungen für den Waffen st ill st and feststellen sollen, um dann zum Abschluß des Friedens schreiten zu können. Man darf wohl hoffen, daß der Waffenstill- stand jetzt bald abgeschlossen sein wird. Die Cholera bedroht nicht nur das türkische, sondern auch das bulgarische Heer und gleich- zeitig wird von England und offenbar auch von Rußland ein Druck auf die bulgarische Regierung ausgeübt, nicht weiter zugehen und namentlich von dem Einzug in Konstantinopel abzusehen. Dieser Druck hat seine Wirkung nicht verfehlt, die Bulgaren verzichten, Ivie es scheint, aus den Ein- marsch und so kann man erwarten, daß die Waffenstillstands- bedingungen so formuliert sein werden, daß die Türkei sie an- nehmen kann und dem entsetzlichen Morden und Sterben endlich Einhalt getan werde. Auch im serbisch- ö st errcichischen Konflikt kommen von englischer Seite sehr energische Friedensmahnnngcn, besonders an die Adresse Serbiens. Herr P a s ch i t s ch hat nun zwar auf die Vorstellungen der Vertreter des Dreibundes in Belgrad erklärt, daß die Diskussion über den Adriahafen vertagt werden müsse, bis die definitiven Resultate des Krieges vorliegen würden. Gleichzeitig schlägt aber das serbische Regierungs- organ versöhnlichere Töne an und tritt auch der Hetze anderer serbischer Blätter entgegen. Nun wird allerdings auch heute über militärische Vorbereitungen in Oesterreich und Rußland berichtet und die Wiener Presse führt eine sehr kriegerische Sprache: namentlich die„Ncichspost" verbreitet Schauerniärcn über das Schicksal des österreichischen Konsuls Prochaska. Sie wird darin nur«och übertroffcn von der„Vossischcn Ztg.". die schon erzählt, daß der Konsul tvahrschcinlich von den Serben ermordet worden sei. Aber eS scheint, daß diese unverantwortliche Hetze rasch ihr Ende finden soll. Die„Franks. Ztg." meldet aus Wien, daß sich, Privatnachrichten aus Belgrad zufolge, der Konsul Prochaska zurzeit auf dem Wege nach Uesküb befindet. Die Nachricht ist zwar von anderer Seite nicht bestätigt, aber nicht deswegen nur wahr- scheinlich, weil sie mit der Mitteilung des serbischen Minister- Präsidenten übereinstimmt, der vor einigen Tagen bereits er- klarte, daß der Konsul sich wohl befinde. Unbegreiflich bleibt freilich, warum die serbische Regierung nicht schon früher für Aufklärung der Angelegenheit Sorge getragen hat. Jeden- falls zeigt es sich, mit welch entsetzlicher Leichtfertigkeit in Wien die Kricgsstimmungsmache betrieben worden ist. Auch in dieser Frage würde der Abschluß des Friedens die Aussicht auf eine Beilegung des Kon- fliktes vermehren.. Zwar sind die kleinen Häfen San Giovanni di Mcdua und Alessio von Serbien besetzt. Aber Durazzo, auf das sich die Hauptsorge der Wiener Regierung zu richten scheint, ist noch frei, und der Waffen- stillstand würde, indem er den kriegerischen Operationen ein Ende macht, wenigstens die a k u t e Gefahr beseitigen. Einleitung der Maffenstillftandsverbandlungen. Sofia, 19. November.(Meldung der Agcnce Bulgare.) In Beantwortung der Depesche des Großwesirs an den König hat die Regierung, nachdem sie sich mit den verbündeten Kabi- netten ins Einvernehmen gesetzt hatte, die Pforte wisse» lassen, daß sie Bevollmächtigte designiert habe, um mit dem Generalissimus der türkischen Armeen die Bedingungen für den Waffenstillstand festzustellen und sodann zm» Abschlüsse des Friedens zu schreiten. Baldige Unterzeichnung. Sofia, 19. November. Nach Mitteilung von kompetenter Stelle dürfte der Waffenstillstand, falls die- Türken die Bedingungen des Balkanvundes annehmen, demnächst unterzeichnet werden, und zwar seitens der Delegierten der Balkanstaaten einerseits und dem türkischen Generalissimus andererseits. Im bulgarischen Hauptquartier befinden sich höhere serbische und griechische Offiziere, welche dazu bevollmächtigt werden sollen. Falls die Türken die Bedingungen annehmen würden, würden auch die Operationen sofort c i n g c st c l I t»nid die frühere Absicht eines Einzuges in K 0 n st a n t i n v p e l aufgegeben werden. Oeftemlcb und Serbien. Die Antwort des serbischen Ministerpräsidenten. Belgrad. 18. November. Ministerpräsident Pasitsch erwiderte auf die Vorstellungen der d i p l 0 m a t i- scheu Vertreter Oesterrcich-Ungarns, Teutschlands und Italiens, daß die Diskussion über den s c r b i s ch e n K ü st c n- st r i ch an der Adria auf den Zeitpunkt vertagt werden müsse, in dem die d e f i 11 i t i v e n Resultate des gegenwärtigen Konfliktes zwischen Serbien und der Türkei erficht- lich sein würden. Englische Mahnmigem London, 19. November.( Pr i v a t t e l e gra m m des „Vorwärts"). Die englische Presse vertritt noch durch- weg die von Asquit ausgedrückte Ansicht, daß die D i s- kussion von Einzelfragen während der Dauer der Feindseligkeiten nicht angebracht ist. Man wünscht sehnlichst den Frieden, da mau fürchtet, daß die Fortsetzung des Krieges und der Fall Konstautinopcls eine Regelung und Neuordnung der Verhältnisse auf dem Balkan iingeheiicr erschweren würden und nur neue Gefahren bringen können. Die Blätter raten Serbien zur Ileberlegung und versichern, daß sich die Mächte wegen des östcrreichisch-serbischcn Konflikts nicht in zwei feindliche Lager teilen würden. Zu diesem wieder akut gewordenen Streite schreiben heute die„Times": Großbritannien wird nicht in einen Konflikt über eine lokale Streitigkeit gezogen werden, der sehr gut in zufriedenstellender Weise geregelt werden kann bis zur Ankunft des Friedens, jenes Friedens, der jetzt mehr alö fällig ist und der vielleicht schon vor einigen Tagen hätte erreicht werden können. Die„Wcstminster Gazette" bemerkt dazu, daß sie diesem Gedanken aus ganzem Herzen beistimme und wmdct sich, ebenso wie die„Times", gegen eine auch nur zeit>v eilige Okkupation Kon- stantinopels durch die Bulgaren, lieber die Autonomie Albaniens schreibt das offiziöse Organ:„Wir sind der Mei- nuirg, das; die Ansicht des Grafen Verchtold zugunsten eines autonomen Albaniens sowohl sachlich weise als schließlich im Interesse der Verbündeten ist. Serbien würde gut abschneiden, wenn es eine Eisenbahn oder das Recht auf Benutzung einer Bahn nach dem Adriatischen Meer mit einem neutralen Frei- b a f e n erhalten könnte. Danach mag Serbien legitimcrwcise streben, aber man sollte ihm deutlich zu verstehen geben, daß die Mächte sich nicht in feindlichen Lagern aufstellen und einander anfallen werden, weil Serbien etwas anderes oder etwas niehr haben will." Französische Stimmen. PariZ, Ib. Aov«mber. lieber den gegenwärtigen Stand der L st er reichisch-serbische n Beziehungen schreibt das «Echo de Paris": In französischen diplomatischen Kreisen hofft inan. daß die serbische Regierung die Weisheit b e- sitzen werde, keine Haltung anzunehmen, die den europäl- jcheji Frieden gefährden könnte, ohne den serbischen In- tcrepen irgendwelchen Nutzen zu bringen. Es heißt, die serbische Regierung habe infolge des Einflusses der M> l i t ä r p a r- t e i alle Anträge Oesterreich-Ungarns abgelehnt und wolle nicht einmal den aus Rußland kommenden Mahnungen zur Mäßigung Rechnung tragen. In Paris hofft man, daß die östcrreichjsch-scrbi- schcn Verhandlungen gleichwohl in günstiger Weise sort- gesetzt werden. Ter„F i g a r 0" schreibt unter Hinweis auf das Expose des Grasen Acrchtold, Serbien würde durch eine unnachgiebige und zweideutige Haltung den schwersten Fehler begehen und die ihm bisher entgegengebrachte Sympathie verlieren. Die Serben hätten nichts zu gewinnen und nur alles zu verlieren, wenn sie die öffentliche Meinung Oesterreichs durch allzu schroffe Erklärungen und Polemiken reizten. Sie sollten sich hüten, Oesterreich N a d e l st i ch e zu versetzen, da dies nur einen Vorwand für diejenigen Oesterreicher bilden könnte, welche Schwertstreiche austeilen möchten, Eine nene Erklärung Berchtolds. Budapest, 19. November. In der Ungarischen Dele- g a t i o n erklärte Graf Verchtold: Unsere Absicht ist eS, mit Serbien auf allen Gebieten ein freundnachbarliches Verhältnis zu habe». Wir hoffen, daß die Haltung des fer- bischen Königreichs die Verwirklichung unserer Absichten möglich »lachen wird.(Beifall.) WaS die Schritte anlangt, die zu tun wir genötigt waren, um mit den Organen unserer aus- wältigen Vertretung frei in Berührung zu trete», so erwarten wir, daß dieser auf dein Völkerrechte ba- siercnde Wunsch sobald als möglich günstig erledigt werden wird. Die Wiener Auffassung. «neu, iv. November. Die„Wiener Allg. Zeitung" erklärt ekf'ziös, zwischen der Angelegenheit des Konsuls P r o ch a S k a ued der Frage der Adr iah äsen müisc i ch a r f unterschieden werden. Die erste Frage erfordert eine rasche und unaufschiebbare Lösung, während hinsichtlich der an- deren mit Serbien zu regelnden Fragen die österreichisch-ungarische Regierung seit dein Ausbruch deS Krieges den Standpunkt ein- intuunt, daß sie nichts unternehme» wird, was wie eine Behinderung der militärischen Operationen ausgelegt werden könnte. Allerdings am-de k:»- Zweifel darüber 'Massen, nicht bloß von Oesterreich-Nngarn, sotidcrn auch von den anderen Mächten, daß das Prinzip des Besitzstandes beim Friedensschluß mit der Tüctei u i cft: u n b c s ch r ä n k t zur Geltung kommen müssi. Alle Mächte haben es sich vorbehalten, die Friedensbcstim.-nuugcn zwischen der Türkei und de» Balkanstaatcn vom Standpunlt der c'gcne» Interessen einer Prüfung zu unterziehen. Ein serbisches Dementi. Belgrad,»h. Rovember. Das Preßbureau des Aus- tvärtigcn Amtes verbreitet folgende Meldung: Die Berichte über angebliche Grausaiu leiten der Serben gegen die Albanesen sind tendenziös und in der offen- kundigen Absicht verbreitet, die Bestrebungen der Albanesen zu unterstützen. Diese böswilligen Gerüchte ent- behren jeder Begründung. Während der Kämpfe sind allerdings strenge Maßregeln angewandt worden wegen der treulosen Haltung der kämpfenden Albanesen, die in zahlreichen Fällen init weißen Fahnen das Zeichen der Unterwerfung gaben und dann verräterischerweise die serbischen Offiziere töteten, die sich ihnen näherten. Die Albanesen terrorisierten die Be- völkerung, Frauen und Kinder, und steckten die Häuser in Für das llecht zu leben! Nacht ist es. Kein Stern am Himmel, kein Laut in der Weite. Lichtlosc. lautlose, leere Nacht. Kein lebendes Wesen lvcit und breit. Nur drüben im Gehölz liegt ein bulgarischer Soldat. Arme und Beine>ocit von sich gestreckt, wühlenden Schmerz in der vom tödlichen Blei getroffenen Brust, qualvollen Durst auf den geöffneten Lippen, Todesfurcht in den Augen, vom Fieberschauer geschüttelt— so liegt er da auf dem feuchten, blutgctränitcn Grase in kalter Wiintcrnacht, wimmernd, einsam, verlassen und vergessen.... Vor zwölf Stunden war es. Sie wuren vorwärts gegangen im feindlichen Feuer. Kaum einen Bissen Brot, kaum ein paar Stunden Schlaf seit einer Woche! Aber trotzdem vorwärts, immer vorwärts I Tie Geschosse flogen, der Feind zielte gut aus sicherer Deckung, bald da, bald dort stürzte einer von den Kamerade»! Aber es muß fein! Keinen Halt! Vorwärts? Da war an ihn die Reihe gekommen! Tort, am Rande des Wäldchens, hatte es ihn getroffen. Er hatte noch die Kraft, sich in das Gehölz zu schleppen. Hier war er zusammengebrochen. Nun liegt er hier— zwölf lange. bange Stunden! Taufende waren seither vorübergekommen, bald langsam vor- »värtS kriechend im feindlichen Feuer, bald in stürmischem Laufe, das Gewehr in der Hand, vorwärts! Aber keiner von ihnen konnte, keiner durste sich seiner annehmen! WaS gilt der Todwunde im Rausche der Schlacht! Jetzt sind sie längst weit, weit weg.-Kein Schuß mehr zu hören, kein Feuer zu sehen! Ter todkranke Mann ist allein. Ob er wohl noch denken kann? Welche Bilder durch das kranke. fiebernde Gehirn rollen mögen? Denkt er an das junge Weib, das er vor einem Jahre gefreit? An den blonde» Knaben, den sie ihm geboren, acht Tage zuvor, ehe er fort gemußt ins Feld? An die alte Mutter, die ihn behütet in den Kindertagen, deren Alter er Glück und Stolz und Stutze war? An die Abschiedsstunde, da er seinen Buben zum letztenmal geküßt und sich aus den Arme» des iunaen Weibes und der alten Mutter losgerissen? Denkt er daran. was aus den Seinen jetzt werden loll? Es dämmert. In zwei Stunden wird die Sonne aufgehen. blutia rot. Der arme junge bulgarische«oldat wird sie nicht mehr scheu. Er stirbt allein, verlassen und vergessen. In Sofia sitzt im ärmlichen Stübchen ein Weib am BeHrand. Neben ihm liegt schlafend ein blonder kleiner Knabe, Die junge Braiiö/ Wir fjafteir diese Untqten nicht gemeldet, weil die Aufmerksamkeit Europas auf die Ereignisse des Krieges gerichtet war. In fast allen Gegenden kam die Bevölkerung den serbischen Behörden entgegen, um sich zu unterwerfen, da sie an vielen Beispielen, erkannten, daß die serbischen Behörden gerecht sind und Leben und Eigentum schützen. Die Militär- gerichte in Uesküb, Prischtina und Prizrend haben mehrere Male Soldaten und christliche Marodeure, die sich Untaten hatten zuschulden kommen lassen, sowie Ruhestörer, die die öffentliche Sicherheit gefährdeten, streng bestraft, was einen guten Eindruck bei den Albanesen hervorrief. Man darf also nicht von Verfolgungen sprechen, sondern man muß die tendenziösen Meldungen ausfassen als verbreitet, in der Ab- ficht, den guten Ruf der serbischen Armee und der serbischen Verwaltung zu beflecken. Eine offiziöse serbische Stimme. Belgrad, 19. November. In einem„Unverständliches Mißtrauen" betitelten Leitartikel stellt daö RegiernngSorgan„Samouprava" fest, daß die leitenden Kreise sowohl Oesterreich-UngarnS als Serbiens bestrebt seien, die zwischen beiden Mächten sdpvebende Diskussion im Tone einer sachlichen Argumentation zu erhalten. Das Blatt seinerseits sei stets bestrebt gewesen. in dieser Diskussion die aufrichtig friedlichen Absichten der serbischen Regierung nicht zu stören. Niemals habe es die Empfindlichkeit deS mächtigen Nachbars verletzt. In Serbien erkenne man an, daß herzliche, fieundschaftliche Beziehungen zu Oesterreich-llngarn eine der Hauptbedingungen für den friedlichen Fortschritt Serbiens bilde. Die serbische Regierung müßte sich aber auf die Stimmungen des serbischen Volkes stützen. Dieser Notwendigkeit müsse man in der Nachbarmonarchie Rechnung tragen. Der beste Weg für die Herstellung dauernd freundlicher Beziehungen zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien bestünde darin, daß man dem serbischen Boll von feiten Oesterreich-Ungarns in gleicher Weise wie den übrigen Balkanstaaten entgegenkäme. Selbst wenn die Bestrebungen des serbischen Volkes nach einem Ausgange zur Adria nicht die berechtigte Besorg- nis für seinen Exporthandel zur Grundlage hätten, warum, fragt das Blatt, möchte Oesterreich- Ungarn Serbien diese Beruhigung nicht gönnen? Wenn die Bedingungen für den serbischen Exporthandel über österreich-ungarischeS Territo- rirnn günstiger wären, dann würde der serbische Handel diesen besseren Weg auch wählen. Die Gestaltung der beiderseitigen Be« ziehungen hänge ausschließlich von Oesterreich-Ungarn ab. Serbien sei bestrebt, die Sympathien der Kulturwelt und dadurch die Sympathien Europas für die Beseitigung der Kriegs- g e f a h r mit Oesterreich-Ungarn zu teilen. Serbien würde es nie- malS riskieren, durch Undankbarkeit für das erwiesene Entgegenkommen die Sympathien der Kultnrwelt zu verlieren. Schließlich er- klärt das Blatt unter Hinweis darauf, daß die Person des österreichisch-nngarischen Thronfolgers von einzelnen serbischen Blättern häufig in die Polemik gegen die österreichische und ungarische Presse in die Diskussion gezogen wurde, es müsse dagegen Stellung genommen und die Aufmerksamkeit der Kollegen von der serbischen Presse darauf gelenkt werden, daß es unstatthaft ist. die Persönlichkeit von Herrschern oder deren Thronerben in die Preß- Polemik hineinzuziehen. Eine mohammedanische Kundgebung. Serajew», 10. November. Als Protest gegen den voll den ser- bischen Landtagsparteien veröffentlichten s c r b c n- freundlichen?lufruf veranstalteten gestern abend die Muselmanen eine große patriotische Kundgebung. Etwa 4009 Mann zogen zum Konak, wo die Volkshymne gesungen und stürmische Zivioruse auf Kaiser Franz Josef und die Monarchie ausgebracht wurden. Hierauf zog die Menge vor das Rathaus, wo ein muscl- manischer Abgeordneter eine patriotische Ansprache hielt. Tarauf zerstreuten sich die Manifestanten ruhig. fisch keine Cntfcheidung an der tlchataldicha-Cinle. Die Meldungen der„Reichspost", daß die Bulgaren die Tschataldschalinie in ihrer Mitte durchbrochen hätten, haben sich nicht bestätigt. Tatsache ist vielmehr, daß die Türken in diesen Tagen dein bulgarisckten Ansturni sehr energischen Widerstand entgegengesetzt haben. Von türkischen„Siegen" kann dabei aber nicht gesprochen werden. Es handelt sich auf türkisckier Seite um eine zwar tapfere, aber doch nur niechyni- sche Defensive. Zu einem Vorstoß über die bulgarische Be- festigungslinie reicht die Kraft der türkischen Armee nicht mehr aus. Es werden somit zurzeit blutige und opferreiche Gefechte geschlagen, die entweder mit dem Durchbruch der Bulgaren enden werden, oder aber, falls auch diese am Rande ihrer Kraft angelangt sind, mit dem Abschluß eines Waffen- Mutter kann nicht schlafen. Immer wieder liest sie im Zcitungs- blatt den Bericht über die.letzte Schlacht. Immer wieder haftet ihr Auge starr an dem einen Worte: vicrzigtausend Tote! Vierzig- tausend in einer Schlacht! Bierzigtausend an einem Tage! Und er? Bon ihm weiß die Zeitung nichts! Ist er heil und gesund, so jung und froh und stark wie einst? Wird er dabei sein, wenn sie einziehen im Siegesrausch in die große türkische Staat? Wird er heimkehren zu ihr, zu seinem Knaben? Oder ist alles, alles vor- über? Ist er unter den vierzigtauscnd? Liegt er verwundet, der- krüppclt in Schmerzen in einem Fcldspital? Haben sie seinen Körper in eines der vielen, vielen Massengräber bestattet? Das junge Weib blickt immer wieder stieren Blickes auf das Zeitungs- blatt. Aber leine Zeitung bringt ihr Kunde von ihm. Sic wirb Wochen, viele, viele Wochen warten müssen, bis sie erfährt, ob er dabei gewesen bei den vicrzigtausend! Seit Wochen Not im Hause, steine Arbeit, kein Brot! Aber was liegt daran! Wenn nur die Sorge nicht wäre, die schreckliche, stündliche Sorge! Wenn sie nur schlafen könnte! Ja, manchmal schläft sie ein, todmüde. Im Traume sieht sie ihn dann, wie sie noch als Kinder zusammen gespielt, wie er als Jüngling um sie geworben, wie sie zum erstenmal sein geworden in wilder Lust oder wie er an ihrem Bette gekniet, als das Kind gekommen war! Aber dann plötzlich— mitten hinein in die seligen Erinnerungen!— die Schreckensbilder der Schlacht! Vierzigtausend an einem Tage! In der Stadt herrscht Sicgesjubcl. Junge Leute ziehen mit Fahnen und Lampions durch die Straßen.„Heil dem ZarsÜ!" tönt es dumpf brausend herein in die ärmliche Stube- Aber das junge Weib blickt noch immer auf das zerknitterte Zeitungsblatt. Vierzigtauscnd an einem Tage! Am Wirishaustisch sitzen ehrsame Bürger, Der eine hält die Zeitung in der Hand und liest den Zechgenosscn den Schlachtbericht vor:„Bierzigtausend gefallen!" Man liest es, wie man sonst die Zeitung liest, und läßt sich sein Bier schmecken. Wir sind ja alle stumpf, gefühllos und gedankenlos geworden. Was sagt eS uns noch:„Vicrzigtausend gefallen?" Bierzigtausend junge, starke, lebensfrohe Männer? Vierzigtausend Frauen, die den Gatten, vier- zigtausend Mütter, die den Sohn verloren haben! Wer denkt daran! Es plaudert sich so Prächtig bei einem. Glase Bier über blutige Schlachten. Die'Berliner'Bürger politisieren:„Das gibt's nicht? Ali die Adrig dürfen die Serben nicht I Die Oesterreicher werden es der stillstandes abgebrochen tverden. Hat sich Bulgarien doch schon bereit erklärt, in Verhandlungen über die Bedingungen, unter denen Waffenstillstand und Frieden geschlossen werden soll, einzutreten. OeftUcKer Kncgsfcbauplatz. Mahmud Mukhtar Pascha verwundet. Konstantinopcl, 18. November. Mahmud Mukhtar Pascha ist in das deutsche Hospital gebracht worden, wo ihm eine Kugel aus einer Beinwunde genommen wurde. Sein Zustand ist befriedigend. Nach einem amtlichen Telegramm des Oberbefehlshabers von heute dauerte der A r t i l l c r i e k a m p f mit geringerer Stärke als gestern auf der ganzen Linie fort. Tie bul- g a r i s ch e Infanterie, die an einigen Punkten vorzu- rücken versuchte, wurde z u r ü ck g e w o r s e n. Die Pforte veröffentlicht eine amtliche Bekanntmachung über die Landung der f r e in d e n Truppen, die be- sagt: Tie fremden Gesandtschaften haben, um den Bitten ihrer Untertanen, die die Lage ini Lande nicht kennen und von Furcht ergriffen sind, ein Ende zu machen, um die Lau- dung von Truppen gebeten. Tie Pforte hat. um sie zu be- ruhigen, die Landung genehmigt. Jndcsseii hat nichts im Lande diese Maßregeln gegen jede Eventualität notwendig gemacht, und es besteht kein Grund für die Bevölkerung, sich durch die von den Fremden gehegten Befürchtungen becin- flussen zu lassen. Die Armee von Tschataldscha ist zu erfolg- reicher Verteidigung fähig. Deshalb soll niemand auf die Gerüchte achten, die von Uebelwollenden verbreitet werden, um die Fremden einzuschüchtern, und jeder soll ruhig und ver- trauensvoll seinen Arbeiten nachgehen. Ein Erfolg des bulgarischen linken Flügels. Konstantinopel, Ist. November. Hier läuft das Gerücht, daß der linke bulgarische Flügel einen kleinen Vorteil in der Gegend von Dcrkos errungen habe, da die türkischen Truppen infolge eines Sturmes auf dem Schwarzen Meere von der Flotte nicht unterstützt werden konnten. Bei deni gestrigen Kampfe trat die türkische Infanterie mehr in Aktion, wobei sie von der Kavallerie wirksam unterstützt wurde. Noch eine türkische Siegesmeldung. Konstantiiiopel, 19. November. 2 Uhr nachmittags. Ein soeben im Grvßwesierrat eingetroffenes Telegramm meldet, daß die achte Division gestern früh die Bulgaren zurückgeschlagen habe, als diese gegen die Front der Division vorrückten. Die Bulgaren hätten große Verl» st e erlitten. Der Artilleriekampf dauert auf der ganzen Front fort. MeMicker I?piegsfckauplat2. Die Schlacht bei Monastir. Belgrad, 19. November. Ueber den Kampf vor der Ein» nähme von M o n a st i r wird amtlich gemeldet: Am zweiten Kampftage wurde an der ganzen Front entlang ein äußerst heftiges Feuer unterhalten. Die serbische Kavallerie be- mächtigte sich der Brücke über die Cerna und nahm südlich von der Stadt Stellung. Die Morawadivision brachte inzwischen die türkische Artillerie aus dem westlichen Flügel zum Schwelgen und erbeutete vier Belagerungsgeschütze. Die türkischen T r ll P p e n versuchten gegen Ochrida durch- zubrechen, wurden jedoch durch die serbischen Truppen nach äußerst hestigcni Kampfe gegen die Stadt zurückgeworfen. Am Abend nahinen die serbischen Truppen sämtliche Stel- lungen der Türken. Bei der Einnahme von Monastir sind vierzig- tausend türkische Soldaten zu Gefangenen g e ni a ch t worden. Serben und Montenegriner au der Adria. Rjeka, 18. November. General Martinowitsch meldet dem Hauptguartier: Nach Einnahme von Giovanni di M c d u a durch die Montenegriiier lmbeu ungefähr 8999 Türken am Sonnabend versucht, die Eroberer aus den ge- wonnenen Stellungen zu vertreiben. Nach heftigem, mehr« stiindigem Kampfe gelang es den Montenegriner», die Türken mit erheblichen Verlusten zurückzuschlagen und zu zerstreuen. Die Montenegriner hatten hundert Tote und Verwundete. Einnahme von Alessio, R j r k a, 19. November.(Amtlich.) Serbische und mvn- tenegrinische Truppen haben gestern A l e s s i o besetzt. Die Einnahme erfolgte gestern durch Truppen des Generals Martinowitsch und serbische Abteilungen unter Lausebande schon zeigen. Und wenn Rußland und Frankreich sich dreinmischen wollen, dann iverden wchr eben auch marschieren. Wir müssen doch dein guten alten Franz Joses die Nibelungentreue halten I Wir wollen schon beweisen, daß wir noch die Alten von anno 70 sind. Und überhaupt— es gibt doch zuviel Menschen auf der Welt." „Marschieren!" Wie leicht man das sagt? Aber wenn es Ivalir wird, ist es furchtbare, blutige Wirklichkeit!� Tann verbluten auch unsere Söhne einsam, verlassen und vergessen in fremdem Lande! Dann sitzen auch in unseren ärmlichen Kammern viele, viele junge Frauc» und lese» immer wieder in grauenvoller Sorge das eine schreckliche Wort:„Vierzigtausend gefalle»!" *« » Es däuunert. Ter Tag naht. Jw ganz Europa demonstriert die Arbeiterschaft für den Frieden. Diekwal gilt es nicht ein Stückchen Fleisch mehr, nicht höheren Lohn> nicht ein Stündchen mehr Muße. Wir demonstiriercn für das nackte Leben! Für das bloße Siecht, zu leben und zu arbeiten! Gegen den wahnwitzigen Gedanken, daß wir sterben sollen darum, weil Staatsmänner u», ein paar Hafenstädte streiten, deren Name» wir vor drei Tagen noch nicht kannten! � Ja. leben wollen wir. Leben und arbeiten für Weib und Kind! Lebe» und arbeiten für die Zukunft des Volkes! Leben und arbeiten dafür, das; nicht mehr an einem Tage vierzigtausend sterben müssen, damit ein Zar des Sicgesjubels sich freue! Leben und arbeiten für eine bessere Zukunft der Millionen, die in harter Fron den Hertschendcn dienen!. � Wir, die wir für den Frieden demonstrieren, sind wahrlich nicht feig. Blicken wir nicht täglich an der sausenden Maschine, von, hohrn Gerüst oder in den Tiefen des Berges dein Tode ins Angesicht? Haben wir nicht den Schergen aller feindlichen Gewalten zu trotzen gewußt, wenn es galt, für der Arbeit heilige Sache zu streiten? Nein, wir sind nicht feig. Wir wissen zu kämpfen und wir werden zu sterben wissen, wenn es not tut. Wir wollen, wenn es sein muß. unser Leben lassen im Kampfe— im Kampfe für unsere Sache, für das Recht, für den Wohlstand, für die Zukunft des Volkes! Aber für San Giovanni und Durazzo wollen wir nicht sterben. Wir haben Besseres im Sinne als den Streit um fremde, ferne Länder. Im eigeneu Lande wollen wir leben und arbeiten und kämpfen für unser Recht! Darum wollen wir demon» striercn für das Recht, zu leben und zu arbeiten und zu lämpf« für unsere eigene Sache!*— Seneral Zankowitsch. Nach geringem Widerstand hißte die türkische Garnison angesichts der herannahenden Uebermacht auf dem Kastell die weiße Fahne. Bald darauf erfolgte die uebergaoe. Beim Zusammentreffen begrüßten sich die Gruppen der verbündeten Staaten. Die Nacht verlief ruhig. Das SchwePterblatt der„Kciehspost". Das„Verl. Tageblatt" ist über unsere Charakterisierung seiner Jämmerlichkeit, fichjmrch Plaudereien. Feuilletons und Nachrichtenwust um jede Stellungnahme gegen die gefährliche österreichische Prestigepolitik und ihre unbedingte Unterstützung durch die deutsche Regierung herumzudrücken, recht wütend geworden. Die verletzte Eitelkeit des Chefredakteurs schnaubt Rache. Immerhin ist die Schäbigkeit dieser Polemik einiger- maßen verwunderlich; das„vornehme" Blatt begibt sich sofort auf das Niveau� der„Post" und„Staatsbürger-Ztg." und beschuldigt uns. serbische oder gar zaristische Interessen zu vertreten, weil wir den Mut habeii, rücksichtslos die Interessen des Friedens zu wahren, statt nach der Manier des„Berl. Tagebl." gerade dann zu schweigen, wenn Reden Pflicht wäre, und hinterher, wenn alles vorüber, ein paar mehr oder weniger weise Bemerkungen darüber zu macheu, wie der Herr Chefredakteur es besser geniacht hätte. Zur Beleuchtung der üblen Art, wie das„B. T." seine Polemik führt, nur ein Beispiel: Wir haben die Massakres, die die Serben in Prizrend verübt haben(es handelt sich dabei vorläufig um unbewiesene Behauptungen der öfter- reichlichen offiziösen Blätter), ein verabscheuungswürdiges Ver- brechen genannt und hinzugefügt: das ist eben der Krieg! Das soll nun eine ironische(!) Bemerkung sein. Das „Berl. Tagebl." irrt; uns fehlt jene Leichtigkeit, die seine Redakteure auszeichnet, und w i r suchen im Massenmord keinen Stoff für„ironische" Bemerkungen. Wir haben dasselbe ge- schrieben wie die heute eingetroffene Wiener„Arbeiter-Zeitung", die bemerkt:... „Europa aber wird wenig Geschmack finden an dem„Welt- krieg für Prochaska", den die journalistischen Schweißhunde des Ballplatzes heiser in alle Winde HinauSheulen. Zur Garnierung der Sache wird in der„Vossischen Zeilung", in der man von Wien aus diejenigen Lügen ablagert, die man sich hier nicht zu drucken getraut(Das„Berl. Tagebl." begnügt sich mit denen der „Reichspost", der Wiener Staatsbürgerzeitimg, die es— welche Ehre!— manchmal sogar gleichzeitig drucken darf. Red. d.„Vorw."), eine lange und detaillierte Geschichte der serbischen Greuel bei und in Prizrend aufgetischt. Nun, es sind die Greuel, wie sie die Soldateska überall gegen bewaffnete Volksmassen ausübt, wie sie die Türken in demselben Albanien— im eigenen Lande also— vor eineni Jahre verübt haben, wie z. B. bei dem Aufstand in der Kriwostschie und in der Herzego lvina, nur wurde dort außerdem Tag für Tag nach guter alter schwarz-gelber Sitte staudrechtlich gehängt— neben dem Riederbrennen und Erschießen. Natürlich wären die empörendsten Greuel, die auf dem Balkan geschehen, den Vertretern des Ball- Platzes wurst, wenn sie daraus nicht die Gelegenheit abnehmen können, ihr Kriegsgeschrei zu erheben." Aber das„Berl. Tagebl." muß eben entstellen, um polemi- sieren zu können. Nun begreifen wir ja den Aerger der Herren. Noch am Freitag haben sie unsere Friedensdemonstrationen verhöhnt, versichert, daß alles in Ordnung und unsere Kundgebungen gegeu.einen Krieg, den niemand wolle, höchst überflüssig seien.„Ruhe ist die erste Bürgerpflicht", ist ja das Leitmotiv für diese AboimentensamMler, sobald eS brcnzlich wird.. Die Entwicklung hat sich nun nicht nach ihrer Prognose gerichtet. Wir aber ivaren so grausam, die Haltlosigkeit und llrteilstosigkeit des.,Tageblatt"-Feuilletonisten zu zeigen und daher das Schimpfen und Verleumden, daß wir die Geschäfte des Zarismus besorgen. Nein, wir vertreten das, was das „Berl. Tagebl." aus Angst für seinen patriofischen Ruhm, nicht genügend zu vertreten wagt, die Interessen des deutschen Volkes, das nicht das geringste Interesse an der Frage des serbischen Hafens hat, das es für ein Verbrechen hält, daß um die Autonomie der albanischen Stämme ein europäischer Krieg geführt werde, und für eine schreckliche Dummheit, daß Blätter, wie das„Berl. Tagebl." für die deutsche Rückendeckung fremder dynastischer und klerikaler Zwecke eintreten. Trotz allen Geschreis hat übrigens unsere Lektion doch etwas ge- fruchtet und heute gibt das„Berl. Tagebl." die Meldungen der„Reichspost" nur mehr mit allem Vorbehalt wieder. Em liberales vlrteil. Zur Belehrung des„Berliner Tageblatts" wollen wir das Urteil, das die„Frankfurter Zeitung" über unsere Friedens- demonstration fällt, hierhersetzen: „In mehreren europäischen Hauptstädten hat gestern die Sozial- demokratie Manifestationen für den Frieden ver- anstaltet. In Berlin hat Jaurds gesprochen, der, wie wir auch in Frankfurt schon zu hören Gelegenheit hatten, der deutschen Sprache genügend mächtig ist, um seinen Gedanken Ausdruck zu geben, und der, was ihm au Kenntnis unserer Sprache fehlt, durch Temperament und Ton der Rede zu ersetzen weiß. Daß Jaurös auch einiges gesagt hat, das sich der, der kein Sozialdemokrat ist, nicht ohne weiteres zu eigen machen wird— dabei wollen wir uns gar nicht aufhalten angesichts des Grundgedankens, dein er und die anderen Redner Aus- druck gaben. Der Gedanke, daß es genug sei mit dem in änn er mordenden W ü t e n, das; man dem Balkankrieg ein Ende machen und keine europäische Kala- strophe daraus entstehen dürfe, ist allen zivili- s i e r t e n Menschen gemein, die sich nicht der Humanität begeben und ihren Verstand bewahrt haben. Man weiß heute noch lange nicht alles, was im Balkankrieg vorgegangen ist. Mau weiß, daß Zehutauieude von Menschen getötet und noch mehr ver- wundet worden sind, aber eS ist noch wenig von.den einzelnen Greueln bekannt, da die Kriegskorrespondenten der Zeitungen in allen Lagern derart gehemmt und beengt werden, daß man beinahe sagen könnte, dieser Krieg spiele sich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ab. Es gibt überhaupt keinen Krieg ohne Greuel, aber die Kämpfer auf dem Balkan sind nicht gerade die, die besonders zur Milde neigten: man mag sich auf ein Grausen gefaßt mache», wenn erst die Einzel- heiten bekannt werden. Was aber ist dieser Krieg im östlichen Winkel Europas gegen einen Krieg, in den alle großen europäischen Völkerverflochten würden? Die Situation ist ja glücklicherweise nicht so. daß eine solche Katastrophe eben zu befürchten wäre. Aber unmöglich ist in Zeiten wie den beutigen schließlich gar nichts, und darum ist es nicht etwa überflüssig, daß sich Manifestationen für de» Frieden erheben. Es gibt freilich Leute, die eS schon für Vaterlands- verrat halten oder doch dafür ausgeben, wenn man in kritischen Zeiten für den Frieden spricht und insbesondere, wenn sich Angehörige verschiedener Nationen das gegenseitig sagen. Aber wenn auch natürlich jeder in dem Falle, daß eS sein müßte, die Flinte auf Pen Rücke» nähme, so ist es doch jedermanns Recht zu sagen, daß er den Krieg nicht will— jedermanns Recht, so- lange es noch Zeit ist, daS zu sagen. Die Regierungen sollen Wissen, wie die Bevölkerung darüber denkt, und dem Freunde des menschlichen Fortschritts kann eS nur recht sein, daß verschiedene Kreise, wie der Krieg eine Sache zwischen den Nationen ist, so auch den Frieden zu einer internarionalen Angelegen- h e i t machen. Die sogenannte Kulturwelt hat wirklich Gescheiteres zu tun, als Millionen von Menschen mit Schrapnells auf einander loszulassen. Wie ei» Hinweis der Natur auf die Aufgaben der Zivilisation ist die Tatsache, daß im türkischen Heer jetzt die Cholera das tut, was in den letzten Wochen die bulgarischen Kononen getan haben, und es noch gründlicher tut!" Das steht freilich im Gegensatz zu den Redensarten des„Berl. Tagebl." und seines Naumann: es sind freilich auch wirklich l i b e- rale Anschauungen._ Sie yei'ichleiel'iingzIioinmMon. Die am 22. November im Reichsamt des Innern zu- sammcntretende Kommission zur Untersuchung der Zustände im Vieh- und Flcischhandel zählt M Mitglieder, von denen die Hälfte auf Vorschlag des Deutschen Landwirtschastsrates, des Reichsverbandcs der deutschen landwirtschaftlichen Genossen- schaften, des Deutschen Städtetages, des Deutschen Fleischer- Verbandes und des Bundes der Viehhändler berufen sind. Die Kommission setzt sich wie folgt zusammen: Oberbürgermeister v. Borscht(München), Oekonomierat Burck- Hardt(Berlin), Freiherr v. Cetto(München), Universitätsprofessor Conrgd(Halle). Vorsitzender des Bundes der Viehhändler Daniel (Dierdorf), Fleischerobermeister Dreßler(Freiberg i. Sa.), Freiherr von Frehbcrg- Eisenberg(Itzendorf), Schlachthosdirektor Goltz (Berlin),. M. d. R. Herold(Loevelinkloe), Oekonomierat Johanssen (Hannover), M. d. R. Graf Kauitz(Podangen), Oberbürgermeister Körte(Königsberg), Professor Landsberg(Magdeburg), Vorsitzender des Fleischerverbandes Marx(Frankfurt a. M.>, Exzellenz Mehnert (Dresden), M. d. R. Molkenbuhr(Berlin), Schlalbthofdcrektor Neumann(Hamburg), Viebkommiisionär Rahm(Berlin), r-.'rnf Rantzau(Rastors), tluiversitätsprosesior Schanz(Würzburg), Viefl- Händler Schloß(Halle), Graf Schwerin-Löwitz(Berlin), M. d. R. Sieg(Siegruh), v. Stockhausen(Berlin), Fleischermeister Voigt (Berlin), Oberbürgermeister v. Wagner(Ulm), Oberbürgermeister Wallraf(Köln a. Rh.), Freiherr v. Wangenheim(Klein-Spiegel), M. d. R. Wendorff(Toitz), Oberbürgermeister Exzellenz Mermuth (Berlin). Die Forderung, einen Vertreter der Konsumvereine hinzuzuziehen, hat die Regierung stillschweigend übergangen! Die.Kommission wird sich, wie die„Neue politische Correspondenz" hört, ausschließlich mit den Faktoren beschästigen, die für die Preisbildung des Fleisches vom Ver- kaufe im Stalle bis zur Abgabe im Fleischerladen maßgeblich sind. Allgemeine Fragen der Zoll- und Handels- Politik, der Veterinär- und Sanitätspolizei sollen dabei ebenso ausgeschaltet bleiben, wie Fragen nach den Produkttons- kosten des Schlachtviehs oder nach der Zweckmäßigkeit der menschlichen Ernährung auf animalischer oder vegetabilischer Grundlage oder den Kosten der Lebenshaltung. Durch diese Beschränkung der zu behandelnden Fragen werden die Resultate der Untersuchungskommission so gut wie wertlos bleiben. Die Frage der Preisbildung, soweit der Zivischenhandel in Betracht kommt, ist durch mehrere Volks- wirtschaftliche Arbeiten unter der Leitung von Professor Sering u. a. schon ausführlich untersucht worden. Man wird da noch interessante Einzelheiten feststellen können. aber nichts Wesentliches neu zutage fördern. Mit Recht beschweren sich selbst agrarische Blätter darüber, daß nicht einmal die Pro- d u k t i o n s k o st e n, die sich für den Viehzüchter ergeben, mit behandelt werden sollen. Das wird nur erklärlich durch die Furcht, neben den rein wirtschaftlichen Prcisbildungs- Ursachen auch die politisch bedingten, den Einfluß der Zoll- und Handelspolitik, mit zur Diskussion stellen zu müssen. Nicht zur Untersuchung und Aufklärung, sondern zur V c r s ch l e i e- r u n g gerade der wichtigsten und auch umstrittensten Fragen ist die Kommission von der Regierung einberufen worden. Die Furcht vor der nackten Wahrheit über die Haupt- schuldigen der Teuerung geht sogar soweit.daßmandicKommission hinter vcrschlössenenTüren tagen lassen will. Selbst die geringe Aufklärung, die geschaffen werden könnte, will man profanen Ohren fernhalten. Nach ein paar Monaten oder Jahren, wenn die Zeit der Regierung gerade geeignet erscheint, wird man mehrere— Aktenbände veröffentlichen, die dazu noch einer Zensur unterworfen werden, denn sonst könnte man ja schon jetzt die Oeffentlichkeit zulassen. Die Gefahr, daß mitgeteilte Geschäftsgeheimnisse mißbraucht werden könnten, ist doch gleich gering, ob man die Oeffentlichkeit zuläßt oder aus- schließt. So lange nicht ein Zwang der vollen und wahren Aussage besteht(wie in England), weichen die Befragten stets unangenehmen Fragen aus. Auch in dem Ausschluß der Oeffentlichkeit zeigt sich die Absicht der Regierung, eine ausreichende und ernsthafte Untersuchung unmöglich zu machen. politifche Oeberficbt» Berlin, den 19. November 1912. Die Landtagswahlen in Württemberg. Am Sonnabend fanden in Württemberg in 6!) Bezirken die Landtagswahlen statt. In 45 Bezirken brachte bereits der erste Wahlgang die Entscheidung. In Stuttgart konnte das Re- sultat erst am Montagabend bekanntgegeben werden. Die sechs Stuttgarter Abgeordneten werden im Proporzvcrfahrcn gewählt. Das verwickelte Wahlsystem erfordert eine komplizierte Zählung und Berechnung. Hinzu kam. daß diesmal sehr viele Parteizettcl abgeändert waren. Wie berichtet, sind von einem anonymen Komitee auch geänderte Parteizcttel herausgegeben und in vielen tausenoen Exemplaren in der Stadt verbreitet worden, um den offiziellen durch Urabstimmung festgestellten Stimmzettel zu „korrigieren". Dasselbe Manöver wie bei der vorjährigen Ge- mcindcratswahl wurde nochmals versucht. Diesmal allerdings mit negativem Erfolg. Die drei durch die Urabstimmung an die Spitze des Stimmzettels gestellten Genossie» West meyer. Dr. Linde- mann und Engelhardt- Causstatt gingen als Sieger aus der Urne hervor. Die geänderten Stimmzettel, auf denen die Genossen Dr. Liiildemann, Engclhmrdt und Oster mit je zwei Stimmen bedacht, die Genossen Wezimeyer, Manz und Schimmel gestrichen waren, hatten nur den Ensolg, daß Genosse Dr. Linde- mann mit 36 888 Stimmen(jeder Wähler hat sechs Stimmen, von denen er einem Kandidaten bis drei zuwenden kann) an die Spitze gelangte. Der auf dem geänderten Zettel gleichfalls mit zwei Stimmen bedachte Genosse Engelhardt erhielt 24<374 Stimmen, Wcstmeyer, gegen den sich der Streich-in erster Linie richtete, als dritter 23 477 Stimmen. Weiter erhielten Stimmen Manz 13 214, Schimmel 17 ölll. Oster 17 968 Stimmen. Die Gesamtstimincn- zahl der Sozialdemokratie ist 139 204. Röh bcrechnck.würde da- einer Wählerzahl von 23 201 entsprechen gegen 19 523 im Jahre 1996. In Wirklichkeit ist unser Stimmenzuwachs größer, die teil- weise recht leichtfertig vorgenommenen Aendernnge» am Stimm- zettel haben jedoch bewirkt, daß uns ein großer Teil Stimmen verloren ging.=?- Die anderen drei ManVatc verteilen sich auf Volkspartei(Oberbürgermeister a. D. 6. Gauß), nationallibcrale Partei und Konservative. Das Zentrum ging leer aus. Unsere Stimmeuzahl in Württemberg(mit Stuttgart) ist um rund 26 000 gestiegen. Alle bürgerlichen Parteien zusammen werden rund 10 000 Stimmen gewomien haben. Insgesamt mustern wir bei dieser Wahl rund 117 000 Stimmen. Damit stehen wir weitaus an der Spitze sämtlicher Parteien. Das Zentrum mit 90 000 Stimmen hat sein« Position behaupten können. Die Volkspartei hat rund 12 000 Stimmen eingebüßt, sie brachte es noch auf 63 000 Stimmen. Bauernbund und Konservative haben einen Zuwachs von rund 14 000 Stimmen erhalten, sie zählen 64 000•Stimmen» die Rationalliberalcn 53 000 Stimmen. Das Wahlbündnis mit der Volkspartei mit gegenseitiger Unter- stützung der Kandidaten läßt allerdings eine einigermaßen genaue Schätzung der Stiiiimcnvcrschiebuug nicht zu. Die 3000 neu- gewonnenen Wähler der Nationalliberalen dürften sich zum größten Teil aus Volksparteilern rekrutieren. Dem Anwachsen unserer Stimmcnzaht entspricht unser Man- datsgewin». Im Jahre 1906 holten wir im ersten Wahlgang fünf Mandate(mit Stuttgart), diesmal zehn. Im zweiten Mahlgang genügt die relative Mehrheit, mährend im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erforderlich ist. Wir können noch aus vier bis fünf Mandate rechnen. Von den 17 Landesproporzmandaten dürften uns fünf zufallen, so daß im neuen Landtag unsere Fral- tion 18 bis 20 Mann stark sein dürfte. Bei den Wahlen 1906 fielen uns 15 Mandate zu. Damals hatten wir für den zweiten Wahlgang ein Uebereinkommcn mit der Volkspartei getroffen. Diesmal werden Volkspartei und Nationaltiberale, deren Wahl- bündnis für den ersten Wahlgang seine Spitze in erster Linie gegen die Sozialdemokratie richtete, sehr wahrscheinlich auch im zweiten Wahlgang ihren Hauptangriff gegen die Sozialdemokratie richten. Die Volkspartei, deren Schicksal in einer ganzen Anzahl Wahlkreise in der Hand der Sozialdemokratie liegt, wird dann wohl die Zeche für den liberalen Bruder mitzahlen müssen. Die Volkspartei hat nunmehr sieben Mandate im Besitz, die Na4ionalliberalen vier, Konservative und Bauernbund II, Zen- trum 19. Sozialdemokraten wurden im ersten Wahlgang gewählt: Hildewbrand in Stuttgart Amt, Keil in Ludlvigsburg. Amt, Taiische.r in Cannstatt Amt, Hornung in Hcilbronn Amt, Sckflegel in Eßlingen, Kenngott in Nürtingen und Sperka in Maulbronn. In Stuttgart Westmeyer, Linnemann und Engelhardt. Die stärkste Stimmenzunahme(Stuttgart Stadt auSgenom- men) haben wir in Eßlingen mit 1839 zu verzeichnen, es folgt Stuttgart Amt mit 1603, Ludwigsburg Amt mit 1331, Maulbronn 1017, Nürtingen 847, Cannstatt 806. Größere Verluste haben wir erlitten in Aalen mit 467 Stimmen, in Gmünd mit 326. Göp- pingen hat sich trotz des giftigsten Kampfes sogenannter„Partei- genossen" gegen die Partei in der bürgerlichen Presse wie in skandalösen Flugblättern leidlich gehalten. Der Stimmenverlust ist 23. In einem anderen Bezirk, wo die Differenzen kaum Wellen geschlagen, haben wir einen starken Rückgang zu verzeichnen, ein anderer außerordentlich industriercicher Bezirk, der gleichfalls von den parteitaktischen Differenzen kaum berührt worden ist, hat in den letzten sechs Jahren eine ganze Stimme gewonnen. Dem- gegenüber haben Bezirke, in denen die parteitaktischen Ansein- andersetzungen teilweise in rücksichtsloser Schärfe geführt wurden, Wie sehr erfreuliche Stimmenzunahme zu verzeichnen. Daraus folgt, daß es durchaus unangebracht ist, einen Stimmenrückgang nur auf die parteitaktischen Differenzen zurückzuführen. Will man ein klares objektives Bild gewinnen, so ist die wirtschaftljche EntwickcliiNg der Bezirke, die Rcugruppierung der Parteien, der Wechsel in den Kandidaturen und dergleichen mehr zu bcrücksich- tigen. Ein abschließendes Urteil läßt sich zurzeit noch nicht fällÄi. Eines allerdings läßt sich jetzt schon mit Sicherheit konstatieren, daß nämlich die wirtschaftliche Entwickelung den Gegensatz zwischen rechts und links verschärft, die Mittelparteien mehr und mehr zerreibt._ Ter Wagenmangel chronisch! Aus Bochum meldet uns ein Privattelcgramm: Die Zahl der fehlenden Gütereisenbahn- w a g e n st e i g t t a g t ä g l i ch. Am Sonntag fehlten 14000. An das R a n gier- und Lokomotivpersonal werden deshalb geradezu unmögliche An- fordcrungen gestellt. In Essen war ein Bedicnungs- personal seit fünfzig Stitnden im Dienst, so daß die Frauen zum Bahnhof gelaufen kamen, um sich über den Ver- bleib der Männer zu erkundigen. In Bochum ließ ein Lokomotivführer dem Stationsvorsteher melden, daß er bereits 43 Stunden ununterbrochen auf der Lokomotive st ehe und unbedingt abgelöst werden müsse. Der Eisenbahnmmister hat neuerlich in der Budget- kommission erklärt, daß er hoffe, den Wagenmangcl wenigstens im Laufe der zweiten Hälfte des November beheben zu können. Was freilich aus dem Ruhrrevier gemeldet wird, scheint den Optiniismus des Ministers Lügen zu strafen. Die Plusmacherwirtschaft in der Eisenbahnverwaltung. für die die MehrhoitSparteicn des Abgeordnetenhauses die volle Verantwortung tragen, rächt sich jetzt schwer an der Industrie, den Bergarbeitern und dem Bahnpersonall Die Fortschrittler in Schleswig-Holstein hielten am Sonntag in Ncumünster ihren Parteitag ab. Die De- hatten des Parteitages wurden beherrscht von der Frage der Stellung der Fortschrittlichen Volkspartei in Schleswig- Holstein zur bevor- stehenden Landtagswahl. Es ist schon seit langem der sehnlichste Wunsch des schleswig-holsteinischen Freisinns, mit den Rational- liberalen zu einem Wahlbündnis bei den Landtagswahlen zu kommen. Er hofft dadurch den Zustand zu beseitigen, daß von den 19 Landtags- Wahlkreisen der Provinz Schleswig-Holstein Ii in konservativem Besitz sind, trotzdem die Konservativen nicht ein einziges ReichStagSmandat be- sitzen. Die schleswig-holsteinischen Nationalliberalen haben aber diesem freisinnigen Liebeswerben immer sehr kühl gegenübergestanden. Auf ihrem Parteitag in Segeberg vor acht Tagen haben sie ein Wahl- bündnis mit den Fortschrittlern abgelehnt, vielmehr beschlossen, die Entscheidung über etwaige Wahlbündnisse den einzelnen Wahl- kreisen zu überlasten. Die Debatte ließ keinen Zweifel darüber anfkomnien, daß auch für Wahlbnndniste mit den Fortschrittlern in einzelnen Wahlkreisen durchaus keine Neigung vorhanden ist. Ueber diese Haltung der Nationalliberalen können sich nur frei- finnige Polittker wundern. Die nationalliberale Partei in SchlcSwIg-Holstein stützt' sich nämlich in erster Linie auf das Großbauerntum. Die Interessen dieses Großbauerntums liegen aber bei der von den Konservattven vertretenen Wirtschasts- polittk. Daher kommt eS, daß die nationalliberalen Reichstags- Wähler in Schleswig-Holstein zum große» Teile freikonservative Landtagswähler sind. Der Referent Dr. Wald st ein- Altona, Reichstags- und Land- tagsabgeordiieter, und die verschiedenen Debatteredner fanden zwar sehr starke Worte über das Verhalten der Nationalliberalen, als aber ein Delegierter anregte, als Antwort auch jedes lokale Bündnis mit den Nationalliberalen abzulehnen, winkten alle übrigen Redner oB. Die Fortschrittler wollm aBer die Hoffnung noch nicht ganz �aufgeben, jetzt hoffen sie auf recht viele lokale Wahlbündnisse. Auch diese Hoffnung wird zuschandcn werden. Die ganze Mannhaftigkeit der Fortschrittler trat zutage in einer Äeuxerung des Referenten Dr. W a l d st e i n. mit der er die Flucht der freisinnigen Wähler vor der öffentlichen Abstimmung zu bannen suchte. Er sagte:„Es gehört wirklich kein ungeheurer Mut dazu. Wenn der deutsche Kaiser in Berlin für die Fortschrittliche Volks- Partei agitiert, daim müssen wir wahrhaftig imstande sein, ohne Gefahr, ohne Angst vor den Landräten ruhig in die Agitation ein- zutreten." Der Parteitag nahm schließlich folgende vom Reichstags- und Landtagsabgeordneten Hoff gestellte Resolutio« an: „Im Brennpunkt der prcutzisch-deutscheii Politik steht die Frage der Reform des preußischen Wahlrechts und mid ihr innerlich zu- sammenhängend die Frage der inneren Kolonisation und die Schaffung eines zahlreichen und lebenskräftigen Bauernstandes. Die Lösung dieser beiden Fragen energisch zu fördern ist zurzeit die höchste Aufgabe des Liberalismus. Nachdem die National- liberalen in Schleswig- Holstein eS abgelehnt haben, den Kamps für diese Ziele inr kommenden Landtagswahlkampf mit auszuführen und zu diesem Zwecke die Vorherrschaft der konservativen Parteien und der hinter ihr stehenden kleinen Bevölkerungsschicht zu brechen, fordert der Parteitag die Parteigenossen in Schleswig-Holstein auf, ungesäumt und mit der bei den ReichstagSwahlen bewährten Energie in die Arbeit für die LandtagSwahlen einzutreten." Daß die Resolution einzig und allein die Frage der inneren Kolonisation zusammen mit der Wahlrechtsfrage als wichtigste politische Frage aufstellt— es gibt doch gewiß noch manche, zum mindesten ebenso wichtige politische Frage— geschieht aus denselben Gründen, aus denen heraus verschiedene Führer der Fortschritts- Partei schutzzöllnerisch gelvorden sind. Aus den Städten immer' mehr verdrängt, sucht der Freisinn sein Rekxutierungs- selb mehr aufs Land zu verlegen. Darum will er Bauern- Politik betreiben.„Bauernhof an Bauernhof, in ganz Deutsch- land, vom Norden bis zum Süden, vom Westen bis zum Osten", mit diesem Schlagwort hausierten in der Reichstagstvahl- Bewegung die freisinnigen Kandidaten auch in ihren Versammlungen. Sie kamen nur immer sehr in Verlxgenheit, tvenn sie gefragt wurden, wie sie sich die Durchführung dieser Forderung denkxn. UebrigenS meldete sich auch der Schutzzöllner Dr. B l u n ck. Er sagte zur Ab« ivcchselung wieder einmal, der Abbau der Schutzzölle sei nach und nach in die Wege zu leiten, strittig sei nur die Frage, in welchem Tempo es zu geschehen habe. Wir haben erst kürzlich im„Vorwärts" ausgeführt, daß Herr Dr. Blunck in seinem Wahlkreise Husum-Tondern vor den Bauern ganz anders geredet hat. Dort sagte er, das ganze Wirtschaftsleben habe sich auf die Schutzzollpolitik eingerichtet, deshalb könne bei den kommenden Handelsverträgen, abgesehen von den Futtermittelzöllen— keine Rede von einer Ermäßigung der Zölle sein, die Frage der Zollerinäßigung müsse der Zukunft überlassen bleiben. Bei der Besprechung der Ergebnisse des Mannheimer Parteitags legte sich eine Dame, Frau Professor W e n d t- Hamburg für die völlige staatliche Gleichberechtigung der Frauen mit den Männern ins Zeug. Ihr wurde von dem früheren Reichstagsabgeordneten Carstens-Elmshorn der Trost gegeben, die Frauen könnten bei ihren berechligten Forderungen auf die Unterstützung der Fort- schrittlichen Volkspartei rechnen, aber vom Unerreichbaren müßten sie absehen und sich erst vorläusig auf kommunalem Gebiete betätigen. Dieselbe Halbheit trat in dem sehr unklaren Referat eines Pastors R i c w e r t s- Uetersen über das Thema„Staat und Kirche" chervor. Klar war in dem Referat nur der eine Satz:„Das Schlag- " wort der Trennung von Staat und Kirche sagt nichts." Also auch hier Aufgeben alter liberaler Forderungen. Der mecklenburgische Landtag niacht gegenlvärtig in Steuerreform. Der Landtag wird gebildet auS zwei„Ständen": der Ritterschaft(Rittergutsbesitzer) und der Landschaft(Bürgermeister). Er hält seine Sitzungen hinter ver- schlossenen Türen ab. Man erfährt jetzt, daß die beiden„Stände", von dessen Mitgliedern auch nicht ein einziges durch das Vertrauen der Bevölkerung zum„Landtagsherrn" wurde, sich über die Steuer- reform so gut wie einig sind. ES soll eine Einkommensteuer sowie eine E r g ä n z u n g S-(Kapital-) Steuer eingeführt werden. Die Junker benutzen nun auch diese Gelegenheit wieder, sich eine Liebesgabe zu verschaffen. Systematisch' sorgen sie dafür, daß Abgaben, die an dem Grund und Bode» haflen (Reallasten), jhneu abgenommen und der Allgemeinheit auf- geladen werden. So haben sie es durchgesetzt, daß bei der neuen Ergänzung§-(KapilalS-) Steuer in Abrechnung gc- bracht werden kann, was seit 200 Jahren als feststehende unab« änderliche Last von den Gütern getragen wird, nämtich eine Ab- gäbe von 77 M. pro Hufe. Diese Reallast haben die Junker nun von ihrem Grundbesitz abgewälzt auf die allgemeine Steuerkasse! Sorgte» die Junker solcher Art für ihr eigenes Portemonnaie, so gingen sie desto rücksichtsloser gegen die ärmere Bevölkerung vor. In Preußen bleiben Einkommen bis zu 000 M. steuerfrei. Die mecklenburgischen Junker aber setzten im Lchldtage durch, daß für Mecklenburg als steuerfreies Einkommen 400 M. für Personen ohne eigenen Herd und£500 M. für Personen, die einen eigenen Herd haben, festgesetzt wurden. Gleichzeitig aber beschloß der Landtag zur Schonung der Neichen, daß die Einkommen- steuer nicht— wie die Regierung vorgeschlagen hatte— bis auf 5 Proz. steigen soll, sondern daß mit 4 Proz. die höchste Steigerung erreicht wird! Mit durchsichtigem Zweck wollten die Junker auch durchsetzen, daß zur Einschätzung der landwirtschaftliche» Gebäude eine Kommission auS agrarischen Berufsgenossen berufen tverden müsse. Weil ihnen, Ivie vorstehend geschildert, die Vorteile scheffel>j»cise zugemessen wurden, bestanden die Junker aber nicht tveiler auf dieser Forderung, denn sie hoffen auf den„gesunden Geist" der zu schaffenden Einschätzungskommission, die natürlich gc- nügendes Verständnis für das„praktische Leben" haben wird. Auch diese Dinge beweisen wieder, wie groß das finanzielle Interesse der Jynker an dem Fortbestand der mecklenburgischen Ver- sassungSschmach ist I Der Entmündigungsprozeft des«Srafen Günther von j>er Schulenburg. Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht wurde Montag abend um 0 Uhr der EntmündigungSprozeß gegen den Reichsgrafen Günther von der Schuleliburg auf Schloß Oeste bei Kettwig a. d. Ruhr verhandelt. Der Staatsamvalt beantragte Ausschluß der Oeffentlich- keit. Er begründete seinen Antrag damit, daß bei der Ver- Handlung und bei der Erörterung der einzelnen Vorgänge jeden Moment auch auf die homosexuellen Neigungen des entmündigten Grafen eingegangen werden könne, andererseits aber sei auch die Oefsentlichkeit auszuschließen, um der sensations- lüsternen Presse kein Material �zur Ausbeutung zu geben, da ja auch die Tatsache, daß der Staatsanwalt in dem Prozesse austreten werde, sensationell ausgebauscht wurde. Der Verteidiger des Angeklagten war der Ansicht, daß der Graf ein großes Interesse an der öffentlichen Verhandlung hätte. Im übrigen habe er zu bemerken, daß wegen der Homosexualität des BerufuugSklägers von der Schulenburg keine Veranlassung bestehe, die Oeffentlichkeit Peräntw�Redäklä' Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: auszuschließen. Der Gerichtshof beschloß aber trotzdem, die Oeffent- J lichkeit auszuschließen. Um 9 Uhr abends wurde verkündet, daß die Entscheidung am 2S. November fallen soll. Tie Jagd nach dem Zuchthausgesetz. Die Scharsmacher machen jetzt auf der ganzen Linie mobil, um gegenüber der sich ausgezeichnet entwickelnden GcwerkschaftSbetvegnng, deren Wirksamkeit durch gesetzliches und behördliches Eingreifen ein- zuschränken. Den vielfach schon gekennzeichneten Bemühungen reiht sich würdig eine Petition der Handelskammer Plauen i. Sa. an den sächsischen Landtag an. Die Handelskammer fordert unter Verzicht aus ein Verbot des Streikpostenstehens im Interesse der Arbeits- tvilligcn und der Arbeitgeber eine viel strengere und schärfere Anwendung der einschlägigen Bestimmungen der Gewerbeordnung und des Strafgesetzbuches, die jetzt von den maßgebenden Behörden in der Regel zu engherzig, dabei aber keineswegs einheitlich aus- gelegt werden. Jetzt dürften die Polizeiorgane erst ein- greifen, wenn Ausschreitungen der Streikenden bereits vor- liegen. Ihre Aufgabe aber müsse es sein, jeder mißbräuchlichen Ausübung des Koalitionsrechtes von vornherein vorzubeugen. Es müsse bei Streiks, auch in einzelnen Betrieben, von vornherein gleich ein Aufgebot von Polizeibeamten zur Beobachtung aller Vor- gänge im Streikgebiet entsandt werden. Auch eine ausgiebigere Anloendung der Polizeiverordnungen über die Regelung des Ver- kehrs sei notwendig. Die Wirksamkeit der bestehenden Gesetze müsse weiter durch eine wesentlich beschleunigte Justiz erhöhl werden. Endlich sei bei der bevorstehenden Reform des Strafgesetzbuches zu prüfen, ob die einschlägigen Bestimmungen, insbesondere die der §§ 240 und 241 desselben noch ausreichen, oder ob sie einer Aus- gestaltung, namentlich hinsichtlich des Strafmaßes bedürfen. Lelgien. Neue Soldaten, neue Steuern. Nach dem vor drei Jahren angenommenen Gesetze über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht ist aus jeder Familie ein Sohn zum Heeresdienste verpflichtet. Die Dienstzeit ist bei der Infanterie 1ö Monate. Jetzt ist eine neue Vorlage eingebracht worden, die� mit den üblichen Ausnahmen(auch für die Geistlichen), jeden diensttauglichen Mann auch dienstpflichtig machen will. Das jährliche Kontingent soll 30 000— 35 000 betragen, das Heer auf dem Kriegsfuß 300 000 Manu zählen. Die Dienstzeit von 13 Monaten (Kavallerie 2 Jahre) soll bestehen bleiben, so daß eine starke Neu- Belastung herauskommt. Weiter sind neue Steuern in Aussicht gc- nommen, über die noch keine bestimmte Nachricht vorliegt. Tie Absicht einer Erhöhung der Erbschaftssteuer ist schon widerrufen worden, auch hat der Finanzminister Levie sich als Gegner einer Tabaksteuer erklärt. Wahrscheinlich wird eine Steuer auf Börsenpapiere gefordert werden, die aber nicht den ganzen Bedarf decken wird. Deshalb erwartet man eine Erhöhung der Grundsteuer auf Grundlage der neucrfolgten Einschätzung des Bodenwertes. Von einer mit dieser Erhöhung der Lasten einher- gehenden Erweiterung der politischen Rechte durch Einführung des allgemeinen, gleichen Wahlrechts ist, abgesehen von unvelbiud- lichcn Rcgicrungsredensartcn, keine Rede. Tas belgische Volk wird um den gefürchtcten G c n e r a l st r e i k kaum herumkominen.— Spanien. Cianalcjas' Nachfolger. Ucber den durch die Ermordung Canalejas' an die Spitze der Geschäfte gelangten neuen M i n i st e r p r ä s i d e n t e n Grafen v. R o in a n o n c s schreibt Genosse Fabra R i b a s in der „Humanite":„Unter den durch das Attentat geschaffenen besonderen Umständen mußte die Ernennung eines neuen Regierungschefs ernste Schwierigkeiten bieten. Ter Graf v. Romanoncs kommt auf seinen hohen Posten ohne die mindeste Vorbereitung, ohne in seinem ganzen politischen Leben den mindesten Beweis seiner Befähigung dazu erbracht zu haben. Er hat sich immer durch seine Intrigen bemerkbar gewacht und immer als Intrigant triumphiert. Als reicher Mann steckt er in allen möglichen Geschäften. Als Berufs- Politiker versteht er es besser als einer, eine Wahl zu fälschen und einer Regierung, die sich nicht in den Dienst seiner persönlichen Interessen stellt, das Leben sauer zu machen. Wir wissen von vorn- herein, was fein erster Rcgierungsakt sein wird: Alle seine Freunde unlerzubringcn. Wir wissen auch, was seine Politik sein wird: Sich solang als möglich durch jedes Mittel an der Macht zu erhalten. Es wäre sehr naiv, sich nach den Ideen und dem Programm zu er- kundigen, die er an der Macht verwirklichen würde. Tas Erscheinen des neuen Präsidenten an der Spitze der Regierung wird sicher die Eifersucht aller Häuptlinge der Bande entfesseln, die, einer unfähiger als der andere, die liberale Partei leiten. Tic Zersetzung dieser Partei hat begonnen. Wir werden noch sehe», wohin sie die Monarchie Alfons XIII. führen wird." Madrid, 18. November. In der heutigen Sitzung des Senats erklärte Ministerpräsident Gras Nomanones, der König habe ihn an die. Spitze des Kabinetts berufen, weil er Präsident der Kammer gewesen, und der König habe damit das von der Kammer ihm entgegengebrachte Vertrauen bestätigen wollen. Gras Romano- nes hielt daraus eine Lobrede aus Canalcjas, dessen Ansichten und Bestrebungen auch die seinigcn seien. Er übernehme vollkommen die Erbschaft Canalejas und mache dessen parlamentarisches Pro- gramm zu seinem eigenen. Zum Schlüsse betonte Graf Romano- nes, daß es die Pflicht der Regierung sei, dem Gesetz ohne Zögern Geltung zu verschaiscn und Ordnung und Ruhe ausrechtzi'"Balten. (Beifall.) England. Ter Kampf um Homerule. London, 19. November. Unterhaus. De: Generalpostmeistcr Herbert Samuel brachte heute die neue Fiuanzreso- lution zur Homerulcbill ein. Wenn die neue Resolution, die genau dieselbe Wirkung hat wie die vorherige Resolution, arge- nommen worden ist, wird die Stellung der Regierung, die sie am 11. November verlor,!v i d c r g e w o n n e n sein und die Diskussion der Bill wird alsdann in normaler Welse gemäß den Bestimmungen der Guillotine-Reiolution vor üch gehen. Die Debatte war heute außerordentlich ruhig. Eue Induftne und DandeL Krupp. Tas größte Industrieunternehmen Teutschlands, die Friedrich Krupp A.-G., hat in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 1911/12 den Segen der Hochkonjunktur reichlich erfahren. Das geht sogar aus dem wieder recht dürftigen Geschäftsbericht hervor, der keinen ge- naucren Einblick in die Ertrags- und Gewinnvcrhältnisse gestattet. Statt 43,26 Millionen wie im Borjahr gibt die Gesellschaft dies- mal 59,27 Millionen als Einnahmen an. Ter Gewinn er- scheint in �»cr Bilanz mit 33,76 Millionen(28 88 Millionen im Vorjahr). Als Dividende, die höchste seit Gründung der Gc- sellschast, teilt sich die Familie Krupp 12 Proz.(gegen 10 Proz.i. das sind 21,6 Millionen(gegen 18 Millionen) zu. Von der Höhe der stillen Reserven zeugen einzelne Bilanzposten: an den Jmmo- xh/GIockelBerli». Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Veriagsanstalt bilicn(Grundstücken) wurden 1817 Millionen abgeschrieben; die Werksgerätc und Transportmittel stehen um eine halbe Million geringer zu Buch, obgleich die Gesellschaft in diesem Jahr bedeutende Neuanlagcn und Erweiterungen erfuhr. Auch die selbstverständlich äußerst wertvollen und teuer erkauften Patente und Lizenzen stehen wieder mit 2 M. in der Bilanz. Unter den Ausgaben findet sich die Arbeitcrversicherung mit 4,43 Millionen, sogenannte Wohlfahrts- ausgaben mit 7,05 Millionen, ferner Zuwendungen an Beamten- pcnsionskasse und Arbcitcrstiftung 2 Millionen(entsprechend den Erfordernissen der rcichsgcsctzlichcn Angestelltenversichcrung und der RcichsversichcruikFSördnung). Man wird uns wwder diese Zahlen als wertvolle Leistungen der Krupp A.-G. vorhalten; aber sie sind nichts anderes als notwendige Bctricbsunkosten. Seit Gründung der Gesellschaft(1903) sind an Dividenden insgesamt 142 Millionen Mark ausgeschüttet worden. Der Rein- gewinn ist gestiegen von etwa 16 Millionen im Jahre 1904 aus 33�8 Millionen im Jahre 1912. Von einer Verdoppelung der Ar- bcitcrlöhne seit jener Zeit ist natürlich keine Rede. Die Petrolcumproduktion der Welt. In der Diskussion über das Petrolcummonopol spielt die Frage, ob die Versorgung Deutschlands ohne den amerikanischen Trust möglich ist, eine Hauptrolle. Die Frage läßt sich nur lösen, wenn man sich den Anteil des Trusts an der W e I t p r o d u k t i o n vergegenwärtigt. Die Fachzeitschrift„Petroleum" gibt für die letzten fünf Jahre folgende Uebersicht: An der Gesamtproduktion waren beteiligt(in Prozent): Ivo? lS08 1909 1910 1911 Verein.Staaten 63,21 63,09 61,24 63,99 63,80 Rußland... 23,50 2l,8S 22,19 21,48 19,16 Mexiko.... 038 1,22 0,84 1,02 4,07 Niederl. Indien. 3,36 3.08 3,71 3.37 8.52 Rumänien.. 3,22 2,90 3,13 2,97 3,21 Galizien... 3.36 4,83 5,02 3.87 3,04 Indien.... 1.65 1,77 2,24 1.87 1,87 Japan..... 0,76 0,73 0,68 0,59 0,48 Peru..... 0,02 0,36 0,44 0,40 0,40 Deutschland. 0,30 0,35 0,34 0,32 0,29 Kanada.... 0,30 0,19 0,14 0,10 0,08 Italien.... 0,02—) a 03 00� 0,02 Andere Länder.. 0,01? s U'UJ u'u- 0,06 Zusammen 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 Danach beherrscht Nordamerika etwa 64 Proz. der Welt- Produktion. Der Anteil des Trusts ist aber noch größer, weil er auch Produktionsgesellschaften in Mexiko, Südamerika, Rumänien und Galizien kontrolliert. In seiner Hand liegen also mindestens 65 Proz. der Wcltproduktion. Der Balltanltrieg. Vorstellungen Oesterreichs in Belgrad. Wien, 19. Sloveniber.(P.(5.) Tie„Wiener Allgemeine Zeitung" schreibt:„Ter österreichisch-ungarische Gesandte in Belgrad, Herr v. U g r o n, hat den Auftrag erhalten, sofort bei der serbischen Regierung in Angelegenheit des Konsuls Prochaska einen e r n st e n Schritt zu unternehmen. Diese Demarche dürfte im Laufe des heutigen Tages erfolgen und offenbar den Zweck haben, daß eine Verständigung zwischen dem Ministerium des Aeußeren und dein österreichischen Konsul hergestellt wird. Des weiteren ist zu vermuten, daß von Serbien Genugtuung und Schadloshaltung verlangt werden wird. Der Schritt des Herrn v. Ugron wird noch nicht d c n C h a r a k t e r eines Ultimatums tragen. Tic Fricdcnsbcdingungen. London, 19. November.W. T. B.) Ein Telegramm aus Swansea besagt, daß zehn Wcißblechsabriken im Bc- zirk Swansea geschlossen wurden, weil der Balkan krieg die Verschiffungen nach den östlichen Häsen hintanhalte. Die sich anhäufenden Warenvorräte werden voraussichtlich bis zur nächsten Saison liegen bleiben. Wenn der Krieg noch länger dauert, werden wohl noch mehr Fabriken den Betrieb onftcllen, da außerdem auch noch der hohe Preis des Zinns seine» schädigen- den Einfluß aus die Wcißblcchindustrie geltend macht, die in Süd- Wales 25 990 Arbeiter beschäftigt. Gewerkschaftliches siehe 3. Beilage. �sackHdrteii. Kein Zollkrieg wegen des Petrolmlmmonopols. New York, 19. November.(W. T. B.) Die„New York Times" melden ans Washington. Beamte des Staatsdcpartcmcnls erklären. die Vereinigten Staaten beabsichtigen.eincswegs einen Zoll'ricg oder andere Maßregeln gegen Deutschland, um i'c Gesetzesvorlage über das P c t r o l- u m m° n o p o l zu hindern. Auch die New Yorker Staatszeitung meldet aus Washington emc Erklärung des stcllvertreienden Staatssekretärs H. Wilson, dag diplomatische Verhandlungen in der Frage der deutschen Petroleum- vorläge nicht zu erwarten scicm_ Streik im Hafen von Sanchez. Rio de Janeiro, 1».' November.(P. C.) Tie Hafenarbeiter von Sanchez sind in den Streik getreten, i-ie fordern außer emer Erhöhung des Arbeitslohnes auch eine Verkürzung der Urveitszeit. PaulSingers: EoZLerlin SW. Hierzu 4 Beilagen«.Unkerhaltungsbk. Nr. 372. 29. Achgaug. i Sfiliiit des.Amiirls" Atlinet MsWiilf. Mitwoch, 30. N-Mer 1013. Die internationale Frledenshundgetmng. England. London, 17. Nodember.(Eig. Ber.) Die Fricdensversamm- lung der Londoner Arbeiter, die heute abend in dem großen Lon- doncr Opernhaus stattfand, gestaltete sich zu einer prächtigen De- Mvnstration gegen den Krieg und die Intervention der Regierung auf dein Balkan. Das geraumige Gebäude war überfüllt und schon eine halbe Stunde bor der Eröffnung der Acrsammlung(8 Uhr) mußten biclc. die keinen Platz mehr finden konnten, wieder nach Hause gehen. Genosse Keir Hardic führte den Vorsitz. Aus Deutschland war Genosse Dr. Frank erschienen(der Genosse Silbers chmidt, dessen Name auf der Rednerliste stand, sprach in Lccds in einer ähnlichen Versammlung); Belgien hatte den Genossen Anseele geschickt, von Frankreich kam an Stelle des Ge- Nossen H e r v e der Genosse L o n g u e t; Genosse D r a k o n l e s sprach für die griechischen Sozialisten. Tie einheimischen Redner Ivarcn die Genossen Keir Hardie, Barnes, Queich und Ge- lwssin H i ck s. Ter Vorsitzende Keir Hardie führte aus. daß nie zuvor die Arbeiter Europas sich so einig gewesen seien als heute, wo der Krieg drohe. Mit dem Friedensschluß nähere sich Europa der Ge- fahr. Schon heiße es, daß die internationalen Gläubiger der Türkei Schritte täten, um bei der Aufteilung der Kriegsbeute ihre Jnteressen zu schützen. Wie in anderen Ländern protestiere auch das englische Proletariat gegen jede Einmischung der Regierung. Mögen die Balkanvölker ihre eigenen Angelegenheiten regeln. Das englische Proletariat protestiert auch gegen die geheime Diploma- tie. Es verlangt die öffentliche Beratung der auswärtigen An- gelegcnhcitcn. Diejenigen, die mit Gut und Blut für die auswärtige Politik des Landes eintreten müssen, müssen auch das Recht haben, diese Politik zu bestimmen.(Großer Beifall.) A n s e c l e. der mit stürmischen Zurufen empfangen wurde, bemerkte einleitend, daß der Sozialismus in den letzten Tagen be- wiese» habe, daß er nicht allein die Partei des Proletariats, son- dcrn auch die Partei der Menschheit ist. Die europäische Diplo- matie ist bankrott; sie hat ihre Unfähigkeit, Doppelzüngigkeit und Unehrlichkeit glänzend bewiesen. Der Redner ging dann auf die Geschichte der Balkanwirren ein und zeigte, wie es die Treibereien der Großmächte und der internationalen Finanz waren, die den Krieg herbeiführten. Hände weg von dem Baltan! sei jetzt der Mahnruf des internationalen Proletariats an die Bourgeoisie und die Finanz, und der festere und engere Zusammenschluß der Ar- beiter aller Nationen werde dieser Forderung Anerkennung ver- schaffen.(Lauter Beifall.) Dr. Frank(der mit lang anhaltendem Beifall begrüßt wird): Diese Lc»i»mmlungen, die heute in fast allen Großstädten Europas abgehalten ivcrden, stellen einen Versuch der Völker dar, sich über die Köpfe der Regierungen hinweg miteinander über die inter- nationale Lage zu verständigen. Lange hat man die auswärtige Politik als das besondere geheimnisvolle Geschäft der Könige und Diplomaten betrachtet, bei dem die Völker die Kosten der Dumm- hciten, die jene machen, zu bezahlen haben. Aber der Glaube an die Geheimnisse der Diplomatie ist schnell im Schwinden begriffen. Wenn man von den Geheimnissen der Diplomaten reden kann, so Doch nur in dem Sinne, daß den Diplomaten ein Geheimnis ist, was sonst jedermann weist— wie zum Beispiel die bulgarischen Rüstungen. Und die Fähigkeit dieser Herren erschöpft sich in ihrer Hoffähigkeit; damit kämmt man aber nicht weit in der Welt. Es heißt, daß die Zaunkönige des Balkans den augenblicklich tobenden Krieg heraufbeschworen haben. Aber vergessen wir nicht, daß ein Stück Revolution in diesem Kriege steckt. Es handelt sich um die Befreiung der mazedonischen Bauern von dem Joch der türkischen Junker. Diese Bauern kämpfen dort denselben Kampf, den auch wir im übrigen Europa gegen den anmaßenden Großgrundbesitz zu kämpfen haben. Aber dieses Moment fällt weg in einem Kriege, den Oesterreich oder Rußland als Erbschleicher unternehmen sollten. Man denke sich, Rußland als Befreier der Völker! Der Fuchs als kleines fcuilleton. Die Vererbung von Augenleiden. Dr. Czellitzer in Berlin hat die Erblichkeit der Augenkrankheiten bei 786 Familien geprüft. Davon zeigten ö3ö Familien hochgradige Kurzsichtigkeit; hochgradige Uebersichtigkeit war in Lg Familien erblich. Bei der Kurzsichtigkeit zeigt sich ein Ueberwiegen des weiblichen Geschlechts, bei der Ueber- sichtiqkeit dagegen ein solches der Männer. Als erbliche Augen- krankbeiten werden ferner festgestellt: Schielen. Star, Augenzittern und Astigmatismus. Blutsverwandtschaft spielt bei der Vererbung der Augenkrankheiten zweifellos eine große Rolle. Zwischen Arbeitern und Wohlhabenden zeigt sich bei der Kurzsichtigkeit kein Unterschied. Bei einem Drittel aller Familien mit hoher Kurz- sichtigkeit ist direkte Vererbung nachzuweisen; indirekte Vererbung von den Großeltern her in 22 Proz. Aus eine Arbeiterfamilie entfallen im Durchschnitt 1.43 Kinder mit einen« erblichen Augen- leiden, bei einer wohlhabenden Familie 1,S7. Die erstgeborenen Kinder sind mehr belastet, wie die später geborenen, namentlich gilt dies von der Kurzsichligkeit. Dies ist um so bemerkenswerter, als man in England in bezug auf Vererbung der Tuberkulose. Geistes- krankheiten und Tendenz zum Verbrechen ebenfalls eine besondere Be- teiligung der Erstgeborenen gefunden hat. Zwischen dem Alter der Eltern und der Vererbung der Augenkraukheiten bestehen keine Beziehungen. Auch starke Altersdiffcrenz der Eltern macht sich in keiner Weise bemerkbar. Wenn auch die Augenärzte zu den Aerzten gehören, die zuerst auf die Bedeutung der Vererbung aufmerksam gemacht haben, so waren doch die bisherigen wissenschaftlichen Beobachtungen wertlos, weil sie gewöhnlich nur einige miteinander blutsverwandte Personen berücksichtigten, die übrige Familie aber außer Betracht ließen. Theater. Deutsches Schauspielhaus:„Kameraden". Ko- mödie von August Strindberg. Die Bühne des Direktors Lanz ließ ihren früheren Strindberg-Aufführungen jetzt die„Käme- raden" folgen, ein Stück, das bald nach den„Gläubigern" entstanden, da« dort angeschlagene Thema weiter spinnt. In den„Gläubigern" ist es eine schriftstellcrude, hier eine malende Emanzipierte, an der Strindberg feine Lieblingsthese von der moralischen und intellek- tuellen Minderwertigkeit der Frau beweist. Dort fällt dem ge- schiedeneu Manne, hier einem, der die Scheidungsklage aiistrcngt, die Rolle des Abrechnung haltenden Gläubigers zu. Die„Kameraden- Ehe", in der die Frau selbständig dem Erwerbe nachgeht, wohl gar mit dem Manne in dessen eigenen Berufe konkurriert— din nament- lich in der skandinavischen Emanzipationsbewegung viel diskutiertes und gepriesenes Ideal— erscheint dem Weiberhasser als übelstes der Uebel. Berta, die hübsche Kollegin, die sich der junge Maler Axel in Paris zum Weibe erkoren, ist wirklich ein Kompendium von Ab- scheulicbkeitcn. Sie lhrannisiert und beutet den guten Burschen unter der Firma der Gleichberechtigung schamlos aus. Ihre Unlogik trotzt selbst dem Einmaleins. Sie verschleudert das Geld, das der Kamerad verdient, und fälscht noch obendrein die Haushaltsbücher. Immerhin enrpfand sie, eine armselige Dilettantin, der Axel ihre Klecksereien korrigierte, vor seinem überlegenen Können einigen Respekt. Da kommt die Nachricht, daß ihr Bild von der Ausstellungs- jury angenommen, das ihres Mannes zurückgewiesen sei. und nun kennt ihr Dünkel keine Grenzen. Axel erklärt der höhnisch Triumphiereirden:„Der Kämpf um den Vor- rang ist angebrochen, darum können wir niemals mehr Freunde sein." Einein Manne im Wettkampf zu weichen, sei nicht halb so kchlimm. als hinter einer Frau, der eigenen Frau, zurückzustehen. Befreier im Entenstall! Ein europäischer Krieg um den Balkan wäre Wahnsinn und Verbrechen. Zwar sagen uns heute auch alle Diplomaten, daß sie den Frieden wollen. Aber wir müssen diese Herren nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, nach Aren blutbefleckten Handelt beurteilen. Die Enkel Macchiavellis haben die Moral der Straßenräuber zum System erhoben. Und neben dem ruchlosen Treiben der Diplomaten geht das Bestreben der Schule, der Presse, der Dichter, durch eine planmäßige Sug- gestio:, das Bild des furchtbaren Scheusals Krieg zu fälschen. Tie Aufgabe der sozialistischen Parteien muß es sein, die ungeschminkte Wahrheit über den Krieg zu verbreiten. Eine Nation kann nur Reichtümer erwerben wie irgendeine Privatperson— entweder durch Arbeit oder durch Raub. Der Sozialismus tritt für den Frieden und die Arbeit ein, der Imperialismus für den Krieg und Hcn Raub. Man hat den Krieg idealisiert. Man hat den Gedanken zu ver- breiten gesucht, daß der Krieg die Menfchen vor der Verweich- lichung schütze. Die Arbeiterschaft fürchtet die Verweichlichung nicht. Tic Arbeiter, die stündlich bei ihrer Arbeit Gefahren aus- gesetzt sind, werden der Verweichlichung nicht anheimfallen. Und dann spricht man von den Tugenden, von der Aufopferung, die der Krieg erwecke. Aber weckt nicht der Kampf der Klassen, der Kämpf für die Befreiung der Menschheit weit mehr Tugenden, weit mehr Aufopferung? Was sind die Tugenden, die dieser Krieg gefordert hat? Lügenhafte Kriegsberichte, ein Massenmord der Wahrheit. Die herrschenden Klassen werden nicht eher auf den Krieg ver- zichten, bis sie einsehen, daß sich das Geschäft nicht mehr lohnt. Denn nicht die zehn Gebote, sondern das Einmaleins beherrscht die kapitalistische Welt. Wir aber können nicht warten, bis sie zu dieser Einsicht gelangen. Wir werden mit aller Energie in allen Ländern dem kulturfeindlichen, raubsüchtigcn Treiben der Herr- schenken entgegentreten. Genosse Frank sprach dann noch einige Worte in gutem Eng- lisch, was den Londoner Arbeitern große Freude bereitete. Er führte aus: Wir wünschen nicht den Frieden, uin auszuruhen, sondern um zu kämpfen. Wir betrachten uns nicht als Deutsche, Engländer, Franzosen und so weiter, sondern als Bürger der künftigen Ver- einigten Staaten von Europa. Wir Deutschen wünschen nichts sehnlicher, als Schulter an Schulter mit unseren englischen Brüdern für unser großes Ziel zu kämpfen. Wir hegen kcinerici fcind- liche Absichten gegen unsere englischen Brüder. Die Vicreinviertcl- Millionen Stimmen, die bei den letzten Reichstagswahlen für die deutsche Sozialdemokratie abgegeben wurden, sind Stimmen zu- gunsten der Freundschaft mit dem englischen Volke.(Großer Bei- fall.) Barnes(der von einem ihm persönlich feindlich gesinnten Teil der Versammlung leider häufig unterbrochen wurde) bemerkte: Ich spreche hier im Namen der englischen Arbeiterpartei. Wir verlangen von unserer Regierung, daß sie die Hände von dem Balkan läßt. Wir gehen großen Gefahren entgegen. Ein fetter Truthahn(Turkcy=; Türkei, ist auch das englische Wort für Trut- hahn) ist aufzuteilen. Wir wollen keine neuen Gebiete, keine neuen Verantwortungen; wir haben deren schon genug. Die Balkan- Völker müssen in Ruhe gelassen werden, damit sie ihre eigenen sozialen Probleme lösen könne». Wir wollen keinen Krieg zwischen den Nationen. Unser Krieg gilt dem Kapitalismus, der Armut und dem Elend.(Beifall.) L o n g u e t(Frankreich), dem wie allen übrigen ausländischen Genossen der herzlichste Empfang bereitet wurde, kommt zuerst auf den Schwaben st rcichdes Herrn von Jagow zu sprechen. Dieser Herr von Jagow ist beinahe so schlau wie unser Herr Lepinc in Paris. Der preußische Lepine verbietet dem Genossen Jaures, zu den Berlinern auf Französisch zu sprechen, eine Sprache, die die Berliner nicht verstehen. So muß denn Jaures zu den Ber- lincr Arbeitern deutsch reden, was er sehr wohl versteht, und er kann sich daher um so besser verständlich machen. Wir Franzosen werden alles tun, was in unserer Macht steht, um unsere Regierung zu zwingen, sich nicht in die Balkanhändel einzumischen. Unsere österreichischen und deutschen Genossen haben erklärt, daß die eleu den Häfen an der Adria nicht die Knochen eines einzigen Österreich:- Aber dies Motiv wird dann in: Fortgang ganz beiseite geschoben. Axel mutz, wenn er am Ende mit Berta bricht, die Kameradin mit irgend einer auf der Straße gefundenen, bequem gefälligen „Geliebten" vertauscht, aus Gründen der Tendenz als würdiger Repräsentant männlicher Großmut dastehen. So hört der Zuschauer im Schlußakt, daß Axels Mißerfolg nur ein fingierter war. In seiner Gutmütigkeit hat er bei der Einsendung der Arbeiten sein Bild als dies der Kameradin ausgegeben, um Bertas Namen in den Katalog zu bringen. Das paßt nicht wohl zu seinen früheren Aeußerungen, aber die„Abrechnung" wird dadurch noch viel beträchtlich eklatanter. So scharf in dieser und in anderen Wendungen eide gewaltsam kon- struicrende Tendenz, das Thesenhafte, Demonstrierende hervortritt. weist andererseits die psychologische Schilderung Bertas eine Fülle ausgezeichnet scharf beobachteter Züge auf. Auch in der Auseinander- setzuug des letzten Aktes tauchen bei aller programmatischen Z»- gespitzthcit sehr interessante seelische Momente und Reflexe auf. Aber die stärkste Szene des Stückes ist nicht dieser Schluß, sondern eine cingeflochtene Episode: die Begegnung zweier vor Jahrzehnten ge- schiedener Eheleute in, Hause Axels. Eine vom Trünke ruinierte Abenteuerin, eine Kupplerin ihrer Töchter— so findet der ergraute Doktor Oestermark die einst schwärmerisch geliebte, dam: bitterlich gehaßte Frau, von der er sich blutenden Herzens losritz, wieder. Die lang vernarbten Wunden brechen auf. Hier verstummt jedwedes verstandesmäßig uunützige Thesen- und Antithesenspiel, das Bild wird zum ergreifenden Symbole namlosen Lebensjammers. Herr K a y ß l e r war ein ungemein sympathischer Axel, freilich ohne jeden Einschlag femininen Wesens, aus dem Strindberg seine anfängliche Unterwürfigkeit erklärt. Die große Szene des Wieder- sehens der beiden Alten kam in dem Spiele Hermann R i s s e n s und Rola ValettiS mit schlicht vollkommener Naturwahrheit zum Ausdruck. Frl. S o„: a r y in der Bohömefigur der homosexuellen Intrigantin Abel bot eine feingeschliffene Studie. Die Berta. von Helene F e h d m e r dargestellt, hätte man farbiger wünschen mögen. üt. Musik. schen odÄ: deutschen Arbeiters wert sind. Eine ähnliche Erklärung geben die französischen, englischen und russischen Arbeiter ab. Das französische Volk, die französischen Bauern und Arbeiter, sind gegen den Krieg. Selbst unsere radikale Bourgeoisie mutz das zugeben. Ich habe erst kürzlich bei einer Nachwahl kandidiert und bin von der Stimmung unter dem Volke wohl unterrichtet. Ich werde es nie vergessen, wie eine alte Bäuerin zu mir kam und mir erklärte, daß sie jetzt, da sie erfahren habe, daß wir entschlossen gegen den Krieg Front machen, für die Sozialisten eintrete. Von fünf Söh- neu habe sie vier verloren; der jüngste und letzte diene jetzt in einem Regiinent an der deutschen Grenze. Wenn ihr auch dieser verloren ginge, würde sie den Verstand verlieren. Sie bat mich inständig, alles zu tun. um den Ausbruch eines Krieges zu vcrhin- dcrn. Während des Generalstreiks der englischen Bergarbeiter war ich hier in diesem Lande. Damals kämpften die Bergknappen um einige Pfennige mehr Lohn. Sollte es nicht möglich sein, für ein viel größeres Ziel einen Generalstreik zu erklären? Schon die Drohung allein würde die Regierungen zur Vernunft bringen. (Großer Beifall.) Queich(dem eine Ovation bereitet wurde) führte aus: Ich bedauere die Unterbrechungen, die sich der Genosse Barnes gefallen lassen mußte. Wir haben hier unsere kleinen Differenzen: aber dies ist nicht der Ort, wo sie zum A, istrag zu bringen sind. Bei diesen Anlässen sind die Reden nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, daß wir uns alle einig sind, unsere Regierung zu zwingen, sich nicht in die Baitanhändel einzumischen. Unsere Liberalen, die platonisch für den Frieden schwärmen, haben dieses Meeting eifrig boykottiert. Nun, da sie ihre Friedensliebe praktisch beweisen sollen, versagen sie. Sie schwärmen für den Krieg des Kreuzes gegen den Halbmond. Zu Anfang des Krieges veröffentlichten eine Reihe Geistlicher ein Manifest gegen die Türkei. Hätte das.Schriftstück Wirkung gehabt, so befänden wir uns heute in einem europäischen Krieg. Wir sind stolz auf unsere österreichischen Genossen, die in der schwierigsten Lage das Banner des Friedens hochgehalten haben. (Lauter Beifall.) Auch wir rufen unserer Regierung zu: Die Hände vom Balkan! Es gibt kein Interesse des englischen Volkes im Orient, das die Knochen eines einzigen britischen Tommys wert wäre.(Großer Beifall.) � Es sprachen noch die Genossen Drakonlcs(Griechenland), der die Haltung der griechischen Sozialisten darlegte, und die Ge- nossin H'i ck s, die den Krieg vom Standpunkt der sozialistischen Frauen verurteilte. Mit der einstimmigen Annahme der vom Internationalen Bureau vorgeschlagenen Resolution kam dieses denkwürdige Meeting zu Ende. Im 2. sächsischen R e i ch s ta g s w a h l k r e i s e Löbau- Ebersbach fanden am 17. November vier Versammlungen statt, welche von 32(X) Personen besucht waren; in denselben wurde Stellung gegen den Krieg genommen. Die Ausführungen der Rc- fcreuten fanden ungeteilten Beifall. Hieraus ist 5» erkennen, daß selbst in rein ländlichen Kre:sen die Bevölkerung mit den Bestrebungen der Sozialdemokratie sich einverstanden erklärt._ Hus der Partei* Der westpreußische Provinzialparteitng wurde au: Sonntag in Dauzig mit 48 Teilnehmern, darunter 31 Wahlkreisdclcgierten, abgehalten. Als Vertreter des Parteivor- standes war der Genosse M ü l l e r-Berlin anwesend. Der Parteisekretär Gehl konnte in seinem Bericht für�die letzten zwei Jahre die allgemein günstige EntWickelung der West- preußischen Partei feststellen. Die Reichstagsivähl habe die Steige- rung der sozialdemokratischen Stimmen von 19ö2ö auf 28 26ä.,um 834V oder'42 Proz. ergeben. Wegen der besonderen Verhältnisse Ostelbiens sei jedoch die Erringimg von Mandaten noch nicht mög- lich gewesen, obwohl drei Wahlkreise in die Stichwahl kamen. Im Jahre lölv hatte die Parte: in fünf Orten 12 Gemeindevertreter. wieder die Hauptsache: Ohne die dramatische Geste sollen bei Wagner Wort- und Tongefüge nicht sein. Der Einzug der Grals- rittcr:„Zum letzten Licbesmahle", klingt als Konzertgesang statt als Bühnencrcignis fast trivial, der Chor„Den sündigen Welten" mit seinen scheinbaren Falschklängen unverständlich. Man studiert darüber daheim vergeblich; kommt»:an dann nach Bayreuth, so ists wie mit einem Zauber anders. Tort erscheinen die Schmerz- gesänge des Gralskönigs Amfortas immer noch reichlich breit; wie erst ohne sein Spiel! Besonders wichtig sind dabei die Vertettun- gen der Chöre und zum Teil auch der Solisten auf mehrere Niveau- höhen des Gralstempels. Diesmal war ein Ersatz dafür durch eine kluge Aufstellung von Orchester und Chorstimmen usw. geboten, mit hübschem Erfolg. Die Glocken des Gralstciupcls könm tcn wohl auch versteckt sein, wie der Sänger der Grabesstimme des � Königs Titurel. Ueberdies haperte es nnt ihnen. Der Lieferant scheint eine der vier Glockentonröhren verwechselt zu haben (G statt E), und der Spieler des Instruments war anscheinend etwas zaghaft. Nun würden wir bald bei der alten Klage über das optisch und akustisch Störende eines unvcrdeckten Orchesters angc- langt sein, wollen aber nur noch die Blechbläser des(verstärkten Blüthner-) Orchesters bitten, die Töne besser durchzuzieh:>:, statt sie abreißen zu lassen, zumal in den getragenen Hauptmotiven. Ein übrigens durch den größten Teil aller Musikpraxis hindurch- gehender Unfug! Sieht man endlich von der Unmöglichkeit ab, mit den hier vorhandenen Mitteln zureichende Klangschönheite» zu erzielen, so darf:i:an sich dessen, lvas mit dem Einstudieren des Chores er- reicht Wörden ist, baß freuen und darf inimer wieder dem„freund- lichen Leser" raten, doch auch ein„freundlicher Sänger" zu werden. Zudem hatte die Veranstaltung das Glück, dcn Bayreuther AmfartaS Werner Engel unter den Solisten zu haben. Das ist Wag- nersche Gcsangsvortragkuust! Und doch vermied es der Sänger in „Der von der Arbeit des Tages abgespamftc zum Openrhaus hastende Zuhörer wird kaum die nötige Sammlung und Feierstim- mung für das Werk mitbringen,„nd in der Oper selbst—" usw So kann der Berliner V o l k S- C h o r in seinem Programm büchlcin zu R. Wagners.. P a r s i s a l" sagen und konnte es trotzdem wagen, am Montag in der„ N c u c n Welt" aus dem „Bühnenwcihfcstspicl" einen Auszug als Könzcrtmusik zu bringen. Als eine„Aufführung" betrachtet, noch dazu mit Kräften, die's doch etwas schwer Habel,, läßt sich ciij solches Wagnis leicht in Grund und Boden verdonnern. Als notgedrungener Ersatz jedoch für etwas immer noch fast Unzugängliches und insbesondere als eine veranschaulichende Mitteilung von mehr lebhaftem Charakter heißt maus willkommen— und willkommener noch als eine Opern- ausführung: denn„Parsisal" ist nun einmal ein Festspiel und paßt immer nach ehcr in die seltenen, wahrhaft festlichen Abende des Berliner Bolkschor hinein, als in Reih und Glied mit„Opern", selbst mit den besten.. So war denn in der Tat der Abend ein festliches Ereignts und ein gelungenes obendrein. Die Auswahl aus dem Werk mußte allerdings, um wenige geschlossene Stücke zu bringen, auf vieles Wesentliche verzichten, so auf die ganze Figur der Kundrh und auf dcn verwickelten Gesang der Blumenmädchen, Außer dcn: Vorspiel kamen der Schluß des 2. und der des 3. Aufzuges daran. Auch da gibt es Chöre von einer so reichlichen Zcrteilung, daß ihr die kleine Truppe Dr. Z a n d e r s auf beschränktem Podlum schon Ofii! Hgus Ms nicht Mig gerecht svcr.dcn sgun. illld EU« i'pch musterhafter Weise, Bühncndramatik aufs Konzertbrett zu bringe». Neben ihm waren Paul Bauer in der Partie des Parsisal und besonders Felix L c d e r e r- P r i n a in den(dem Sänger freilich teilweis zu tief liegenden) Partien des Gralsritters Gurne- mauz und des Titurel sorgsam um ein volles Gelingen bemüht. 6Z. Notizen. — M Iii f i f ch r o ui!. In der Hochschule für Musik führt der Oratorien-Verciu zu Neukölln(Dir. Johauiws Stehnvami) Handels „Samson" au: Totensonntag, abends 8 Uhr, auß Somrabeud: Vor- aufführung. — Ein TotensonntagS-Konzert veranstaltet der Gesangverein„Libertv" im Happoldtschen Konzertsaal. Es wirken mit: Aitton Sistermans und das Kestenberg-Trio. � Die Offiziellen und die Prominenten. Ii: einer Auslassung gegen die Einführung der öffentlichen General- proben, über die die Presse zu berichten hat. charakterisiert die „Köln. Zeitung." ganz nett die Blüte der Kultur, die einem bei solchen Beranstaltnngcn aufgetischt wird. Von dem deutschen Generalprobenpublikum— schreibt sie— kommen die Offiziellen, also der Minister, der Bürgermeister, der General, der Prinz als maßgebende Beurteiler nicht in Frage, denn sie sind meist wenig musikalisch. Die Prominenten, also der Bankdirektor, der Kunst- beschiitzer einerseits find meist viel zu große Snobs, die anderen aber, die Kollegen und Fachleute sind meist nicht unparteiisch genug, um eurer neuen Erscheinung, generalprobenhaft abgedämpft, objektiv gegenübertreten zu können. I» diese» Milieu wird nun die Presse versetzt. Diese Sailen sich 191-2 auf SZ Verlreker in 9 Orten bemeTjrt. Die politische Organisation hatte im Jahre 1919 2291 männliche und 903 weibliche, zusammen 2S94 Mitglieder. Im Jahre 1912 betrug die Gesamtzahl 3768, die Zunahme also 1174. Die Genossinnen vermehrten sich um 16S Proz., die Genossen dagegen nur um 29 Prozent. An den Parteivorstand wurden 1919 nur 1337,86 M.. 1912 dagegen 2173,97 M. abgeführt. Die Zahl der OrtsvereiiTe stieg von 28 auf 38. Die günstige Enttvickelung ist jedoch im letzten Jahre weniger stark gewesen und hat im letzteti Vierteljahr sogar Stillstand gezeigt. Der Berichterstatter mahnte deshalb zu der- siärkter Tätigkeit, die Abspannung nach der Reichstagswahl hätte schon längst überwunden sein müssen. Ohne Debatte wurde dem Bezirksvorstand einstimmig Decharge erteilt. Zum Punkt Presse gab Genosse F o o k e n- Danzig einen Ueberblick über die Gründung und Entwickelung der„Voltsivacht" und nahm besonders zu den Wünschen Stellung, die das jetzt zwei- mal wöchentlich erscheinende Organ in ein Tageblatt umwandeln wollen. Ter Durchführung djcses Verlangens stehen nach ihm in der Hauptsache finanzielle Gründe entgegen. Es wurde beschlossen, dast jeder politisch Organisierte jährlich mindestens 4 Preisfonds- marken für 10 Pf. kleben müsse. lieber� Bildungsbestrebungen und Jugendbewegung referierte Genosse Müller vom Partcivorstand, über die Landtagswahlen Landtagsabgcordneter Genosse L e i n e r t- Han- nover, worauf entsprechende Beschlüsse gefaßt wurden. Zur Stärkung des Maifonds wurde die jährliche Entnahme einer Maifondsmarkc im Werte von 39 Pf. beschloffen. Eine von Elbing gewünschte Abänderung des Organisationsstatuts'der Pro- vinz, ivelche auch den Wahlkreis Elbing-Marienburg am Provinz- vorstand beteiligen wollte, wurde abgelehnt. Der Parteitag endete mit der einstimmigen Annahme einer durch den Genossen Barkel- Danzig begründeten Protest» resolution gegen die Kriegshetze. Der Danziger Polizeipräsident hatte den Parteitag für eine öffentliche politische Versammlung erklärt und die Tagung vor Schluß des Hauptgottesdienstes nur gestattet, wenn niemand anders als nur organisierte Parteigenossen zugelassen würden. Fer- ncr ließ der Polizeipräsident die Verhandlungen stenographisch auf- nehmen. Dazu war in der Nähe des Tagungslokales eine beson- dere.�'tark besetzte Polizeiwache eingerichtet. Den Delegierten sollte nachdrücklich klargemacht werden, daß sie sich in den gesegneten Ge- fildcu Ostelbiens befinden._ Kommunalwahlcrfolge. Bei den Stadtverordnctenwahlcn in Tilsit siegte die sozial- demokratische Liste. Fünf Mandate wurden neu erobert, erwachsene miinnliche Arbeiter noch nicht 499 M. auf, so in Mcmel, Wehlau, Karthaus, Neustadt, Putzig, Preußisch-Stargard, Briefen, Kulm, Dcutsch-Krone, Marienwerder, Schlochau, Strasburg in Westpr., Händing(Regierungsbezirk Osnabrück), Ziegenrück (Negierungsbezirk Erfurt). Dieselbe Niedrigkeit der Löhne treffen wir in den Städten Leba und Bärwalde. Im Kreise Rosenberg beträgt der Jahresdurchschnitsverdienst gar nur 399 M. für er wachscne männliche Arbeiter. In einer großen Reihe von Kreisen bleibt der durchschnittliche Jahresarbeitsverdicnst für erwachsene weiblich« Arbeiter unter 399 M. In Löbau in Westpreußen beträgt er gar nur 189 M.! Eine völlig erwerbsunfähig gewordene weibliche Person würde danach als Vollrente in Löbau ganze 129 M. jährlich er- halte»— davon soll sie und ihre hilfsbedürftigen Kinder sich Wohnung und Nahrung verschaffen. Alsbaldige Festlegung höherer Löhne und Veröffentlichung der neuen Sätze wäre recht erwünscht. Fortschritte der Partciprcsse. Tie„Niederrhcinische Arbeiterzeitung" in Duisburg, ein Kopfblatt des vor fünf Jahren gegründeten Essener Parte iblattes, wird vom Ende dieses Monats an in eigener Druckerei in Duisburg hergestellt werden. Die Leitung in der Redaktion übernimmt Genosse Otto Niebuhr, der aus der Redaktion der Essener„Arbeiterzeitung" ausschied. polireillcstes, Smebtliebes ukw. Verhaftung eines Redakteurs. Unser Koburger Parteiorgan meldet vom Montag: Heule morgen nach 8 Uhr fanden sich in der Expedition unseres BlatteS ein Kriminalwachtmeister und ein Schntzinann ein und verhafteten den Genossen Willi Hauffe. früher verantwortlich Zeichnenden, auf Grund einer Verfügung vom Landgericht Meiningen. Näheres darüber zu erfahren, war bis jetzt unmöglich. Es scheint, daß die Staatsaktion wegen angeblicher Flnchtgefahr zu rechifeitigeit versucht wird, wobei immer noch unerfindlich ist, wegen welcher Vergehen diese Maßnahme getroffen wurde._ Soziales* Die Jahresarbcitöperdicnste landwirtschaftlicher Arbeiter. Da die Vorschriften der Ncichsversicherui'lgsordnuitg über, die landwirtschaftliche Unfallversicherung zum 1. Januar 1913 in Kraft gesetzt werden, muß vor diesem Zeitpunkt die Neufestsetzung des„durchschnitilichen JahresarbeitsverdiensteS landwirtschaftlicher Arbeiter" erfolgt sein. Die Neufestsetzung ist von sehr großer Wichtigkeit. Wie seit- her, so richtet sich auch in Zukunft(8 936 der Neichsversicherungs- ordnung) für land- und forstwirtschaftliche Arbeiter die Unfall- rcntenberechnung nicht nach dem wirklichen Jahresarbeitsverdienst des Verunglückten, sondern nach Durchschnittssätzen, die von den Behörden festgesetzt werden. Die Festsetzung geschieht für die Be- zirke der unteren Verivaltungsbehörden durch die Oberversiche- rungsämter. Tie Sätze sollen getrennt für Männer und Frauen, für Versicherte unter 16 Jahren, für solche von 16 bis 21 Jähren rmd für die, welche über 21 Jahre alt sind, festgesetzt werden. Die Versicherten unter 16 Jahren(Jugendliche) können noch in junge Leute und Kinder geschieden werden. Diese vielseitige Gliederung ist erst neu eingeführt worden, damit ja kein Verletzter einmal einen Pfennig zuviel angerechnet bekommen könnte. Vor der endgültigen Festsetzung der Sätze hat das Obcrver- sicheruitgsamt das untere Versicherungsamt gutachtlich zu hören. Das Versicherungsamt wiederum hat bor Abgabe seines Gut- achtens die Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten bei der unteren Verwaltuiigsbehörde anzuhören. Sollten bei Anhörung dieser Vertreter nach der Art ihrer Zusammensetzung die zunächst beteiligten Kreise der landwirtschaftlichen Unternehmer und Ver- sicherten nicht genügend zu Gehör gelangen, so wird das Versiche- rungsamt vor Abgabe seines Gutachtens außerdem noch durch An- hörung sonstiger geeigneten Vertreter der landwirtschaftlichen Unternehmer und Versicherten sich anderweit über die einschlägigen Verhältnisse zu unterrichten haben. Seither wurden die durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienste der Landarbeiter von den Regierungspräsidenten(in Sachsen von den Kreishauptmannschasten usw.) nach Anhörung der Beteiligten festgesetzt. Der amtlich festgestellte Jahresarbeitsverdienst soll nach dem alten und nach dem neuen Gesetz dem wirklichen Verdienst ent- sprechen, den der Arbeiter durch landwirtschaftliche oder andere Beschäftigung unter Anrechnung aller Natural- oder sonstigen Be- züge hat. Er ist maßgebend für die Feststellung der Unfallrente. Wird er zu niedrig angesetzt, so wird also der Arbeiter betrogen. Wie jammervoll niedrig die landwirtschaftlichen Löhne sind, zeigt ein Blick auf die heute geltenden amtlichen Sätze. Danach vcträgt im Durchschnitt der amtlich festgestellte Jahresdurchschnitts- verdienst land- und forstwirtschaftlicher erwachsener männlicher Arbeiter noch nicht 699, der erwachsener weiblicher Arbeiter noch licht 499 M. jährlich! In einer Reihe von Kreisen weist er für Soziale Phantasien. Dr. Richard Ehrenberg, Biograph des Hauses Krupp, Begründer der„Exakten Wlirtschastsforschuiig", beglückte die Welt mit einer neuen sozialen Phantasie. Ste soll angeblich sämtliche sozialistischen Theorien über den Haufen werfen. Ehrenberg hat gesunden, daß in der herrlichen kapitalistischen Ordnung dem Arbeiter freie Ge- legenheit geboten sei, gleich wie der Phönix aus der Asche auf der sozialen Stufenleiter bis zur schwindelnden Höhe hinaufzuklettern. Sein Material für die exalte Beweisführung dieser sensationellen Theorie holte er sich natürlich bei Krupp. Er hat herausgefunden, daß die dritte Generation Kruppscher Arbeiter schon einen ganz er- heblichen Teil der sozial gehobenen Schichten darstellt. Er konsta- ticrt, daß aus der männlichen Hauptlinie 3,3 Proz. den gelehrten Berufen angehören, 4,2 Proz. dem Handelsstandc, 13,8 Proz. als Techniker und Zeichncr tätig seien, 11,1 Proz. als Bureaubeamte, 3,6 Proz. den Volksschullehrerbcruf ergriffen hätten, 46,2 Proz. der Schicht der gelernten Arbeiter.angehörten; 7 Proz. bezeichnet Ehren- berg als angelernte und 19,8 Proz. als ungelernte Arbeiter! Hier- mit glaubt er glänzend nachgewiesen zu haben, daß die Fesseln der Lohnarbeit nicht am sozialen Aufstieg hinderten. In Wirklichkeit kann die kunstvolle Gruppierung doch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß zirka 99 Proz. der dritten Gene- ration aus der proletarischen Existenz nicht hcrausgestiegen sind. Daß Techniker und Zeichner sowie Bureaubeamte vielfach Wirtschaft- lich schlechtergestellt sind als selbst nur angelernte Arbeiter, ist genugsam bekannt. Unter den 4,2 Proz. dem Handelsstande An- gehörender ist jedenfalls ein sehr großer Teil in der Schicht der Handelsgehilfen geblieben. Diese Leute zu den Aufgestiegenen zu rechnen, ist ohne Professorale Blindheit unmöglich. Es konimt hinzu, daß Herr Ehrenberg nicht etwas Typisches herausgeschält, sondern etwas Tendenziöses in greller Schönmalcrei serviert. Sein For- schungSmaterial begrenzt sich auf Arbeiter, die mindestens 39 Jahre bei Krupp in Essen tätig waren. Von Leuten, die so lange auf einer Stelle waren, darf man annehmen, daß sie im allgemeinen die günstigsten Posten besetzt hatten und sich durch Wohlverbalten noch das besondere Wohlwollen erwarben. Und von diesen Wohl- gestellten und mit Wohlwollen Beglückten erforschte Herr Ehrenberg die Berufsstellung der Nachkommen. Wie sich zeigt, kamen trotz der bevorzugten Stellung der Vorfahren nur sehr wenige aus der proletarischen Schicht heraus. Weiter ist zu berücksichtigen, daß die Ermittelten nur einen verschwindenden Bruchteil der Kruppschen Arbeiter überhaupt darstellen. Di« Gesamtzahl der bei Krupp Be- schäftigten beziffert sich auf zurzeit ungefähr 79 999. Die Forschnn- gen EhrenbergS erfassen aber nur 682 Arbeiter, die, wie schon be- merkt, vom Schicksal besonders begünstigt waren. Diese Schoß- kinder Kruppschen Glückes machen aber noch nicht einmal 1 Proz. der jetzt auf den Kruppschen Werken Beschäftigten aus, und man findet wirklich keinen Ausdruck, der eine Verallgemeinerung der an ihnen gemachten Studien exakt bezeichnen könnte. Wenn Herr Ehrenbcrg exakt arbeiten wollte, dann müßte er die soziale Lage aller Kruppschen Arbeiter resp. ihrer Nachkommen berücksichtigen und hätte dann schon eher das Recht, die gcuwnncnen Resultate zu verallgemeinern. Das ist freilich ganz unmöglich, weil die starke Fluktuation der Arbeiterschaft einen Strich durch die Rechnung macht. Man muß berücksichtigen, daß bereits in den Jahren 1893 bis 1991 durchschnittlich 6999 Arbeiter pro Jahr bei Krupp ab- kehrten. In den letzten Jahren war der Arbeiterwcchsel noch viel stärker. Die Zahl der Abkehrenden überragte die des Arbeiter- Zuwachses um mindestens 19 999 bis 12 999 pro Jahr. Diese An- gaben erhellen, wie vollkommen falsch und tendenziös die Ehrenberg- schen Behauptungen über die Möglichkeit eines sozialen Aufstieges in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung sind. Ehrenbcrg beobachtet, die Entwickelung eines kleinen Bruchteiles der Arbeiterschaft in einem Niesenunternehmen, übersieht, daß über 99 Proz. davon auch heute noch Proletarier sind; spricht dann von einem gewaltigen sozialen Aufstieg der Arbeiter und nennt das Ganze:„Exakte Wirtschaftsforschung". Unter exakter igenauer) Wirtschaftsforschung versteht man sonst so ungefähr das Gegenteil der oberflächlichen, voreingenommenen Betrachtungsweise dieses Professors für Kapitalismus. Sericbts- Leitung» Tie Bestie im Menschen. Aus Duderstadt(Eichsfeld) wird uns geschrieben: In geradezu bestialischer Weise hat sich der Bureaugehilfe eines hiesigen Rechtsanwalts gegen den Schrcibrrlchrling des Bu- reaus vergangen. Durch Prügel, Drohungen und Gewalt hat er ihn gezwungen, sich dessen viehischen Gelüsten nach§ 17S deS Strafgesetzbuches hinzugeben. Er zwang ihn auch, sich selbst der Unterschlagung von Briefmarken zu bezichtigen und dadurch seine Eltern zu veranlassen, dem Burcaugehilfen das ihm angeblich unter- schlagen« Geld zu ersetzen, damit der Rechtsanwalt nichts erführe und der Lehrling seine Stelle nicht los werde. Schließlich fuhr der Junge in seiner Not zu seinen im Kreise Heiligenstadt wohnhaften Eltern und weigerte sich standhaft, in seine Lehrstelle zurück- zukehren. Durch Phantasieren des Jungen in seinen Träumen und dann erfolgtes eindringliches Befragen erfuhren die Eltern endlich, was ihr Kind bedrückt. Nun kam der Vureaugehilfe unter Anklage und die Verhandlung vor der Göttingcr Strafkammer ergab ein bestialisch grausames Handeln, das von schamloser Ver- rohung, von Mißachtung jedes Rechts-und jeder Sitte zeugt. Der früher von Gesundheit strotzende Junge ist durch die Handlungs- weise des Angeklagten körperlich derartig heruntergekommen, daß man ihn nicht ohne stilles Bedauern ansehen kann. Die Einzel- heilen sind haarsträubender Art. Das Gericht, bedauerte das Fehlen der Zuchthausstrafe in den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Der Angeklagte will durch schlechte Lektüre auf die schlimmen Ab- woge geraten sein. Unier Versagung inildernder Umstände wurde er wegen Nötigung, Körperverletzung und Sittlichkeitsverbrechen zu einem Jahre sechs Monaten Gefängnis nebst fünf Jahren Ehr- Verlust verurteilt und sofort verhaftet. KrMk ober Beleidigung? Wegen Beleidigung der Offiziere des deutschen Heeres bezw. der Ehrengerichte der Offiziere stand gestern der Redakteur deS „Kleinen Journals", Victor Noack, vor der 4.«trafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdircktors Dr. Gayer. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Am 15. Juli cr. erschien im„Kleinen Journal" ein Artikel unter der Ueberschrift„Ein deutscher Thronsolger und die Ehrengerichte", in welchem in scharfer Weise die Einrichtung der militärischen Ehrengerichte kritisiert wurde. Wegen dieses Artikels, dessen Ver- fasser der Angeklagte nicht nennen wollte, hat der preußische Kriegs- minister Strafantrag gestellt.— Staatsanwaltschaftsrat Dr. Ban- ning führte aus, daß in dem Artikel verblümt gesagt werden sollte und auch gesagt worden sei, daß die Mitglieder der Ehrengerichte vielfach„Trottel" seien. Mit Rücksicht auf die Schwere der Be- leidigung beantragte der Staatsanwalt 399 M. Geldstrafe eventuell 39 Tage Gefängnis.— Rechtsanwalt Dr. Fuchs bestritt, daß durch den Artikel, der sich gegen eine Institution richte, sich bestimmte Offiziere beleidigt fühlen können. Hier sei nicht eine Personen- Gesamtheit beleidigt worden und es können nicht alle Offiziere als beleidigt ins Feld geführt werden. Das Gericht war der Ansicht, daß die in dem Artikel enthaltene Kritik der Ehrengerichte das zuläiüge Maß weit überschritten und verurteilte den Angeklagten zu 399 M. Geldstrafe eventuell 39 Tage Gefängnis. Dem Kriegstitinistcr wurde die Publikationsbefugnis zugesprochen. Die Anwendung des Bcleidigungsparagraphen gegen Kritik von Institutionen ist eine Meinung, die beispielsweise der eng- tischen Rechtsprechung fremd ist, bei uns aber leider immer mehr Eitigang gefunden hat. Solche Praxis ist gegenüber Sozialdemo- traten gang und gäbe geworden. Sie greift, wie dieser Fall zeigt, auch auf bürgerliche Kritik über. Im Grunde setzt diese Art der Bekämpfung freier Kritik an Institutionen durch Beleidigungs- strafen die kritisierten Institutionen weit mehr herab, als es die schärfste Kritik könnte._ Heiratsschwindler. In der Rolle eines österreichischen Httsarenlentnants und Dr. phil. hat der Filmvermittlcr Martin Goldschmidt verschiedene Schioindeleien begangen, welche ihn gestern vor die 2. Strafkammer des Landgerichts II führten. Der aus Budapest stammende Angeklagte ist angeblich der Sohn eines dort ansässigen vermögenden Fabrikbesitzers. Wie er vor Gericht angab, war er von seinem Vater wegen verschiedener leicht- sinniger Streiche nach Amerika abgeschoben worden. In New Dort, wo er das ihm mitgegebene Betriebskapital mit einer Tänzerin durchgcbracht hatte, verübte er verschiedene Schwindeleien, wegen denen er später, als er in Deutschland wegen anderer Betrügereien verhaftet wurde, auf Antrag der amerikanischen Justizbehörde hier zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Nachdem er am 4. Juni dieses Jahres aus der Strafanstalt entlassen worden war, sorgte er erst für die notwendige Ausstattung seines äußeren Menschen dadurch daß er sich von zwei Landsleuten auf betrügerische Weise eine Uhr und einen Paletot verschaffte. Als cr dann eine junge Dame, namens Elisabeth B. kennen lernte, stellte?r sich dieser als„Dr. phil. Martin von Goldschmidt" aus Budapest vor. Die Eltern der jungen Dame ließen sich durch daS sichere Auf- treten des Schwindlers auch düpieren und willigten in eine Ver- lobung ein. Es wurden von dem Angeklagten elegante Berlobungs- karten bestellt, auf denen cr sich„Martin von Goldschmidt", Dr. phil. und Leutnant der Reserve im k. k. Husarenrcgiment Nr. 19" nannte. Zu der Verlobung kam es jedoch nicht, da die Eltern durch einen kleinen„Zwischenfall" dahinter kamen, wes Geistes Kind der vornehme Schwiegersohn in spe war. Eines Abends saßen! sie mit dem Angeklagten in der Küche und spielten Karten. Als die zu- künftige Schwiegermutter gewonnen hatte und ihr Portemonnaie einen Augenblick beiseite legte, pustete der Angeklagte ganz plötzlich die Lampe aus. Die Anwesenden glaubten erst an einen Scherz, als dann aber wieder Licht gemacht ivar, stellte rs sich heraus, daß der adlige Bräutigam samt dem fchwiegermiitterlickicn Porte-, monnaie spurlos verschwunden war. Das Schöffengericht erkannte wegen dieser Straftaten auf 3 Monate Gefängnis und 3 Wochen Haft. Die von dem Angeklagten hiergegen eingelegte Berufung wurde von der Strafkammer mit der Maßgabe verworfen, daß ihm ein Monat der erlittenen Unters uchuiigShafr als verbüßt an- gerechnet wurde. f Die Exbraut ist immer noch besseo daraip als jene vielen Gläubigen, denen ein Heiratsschwindler mit allen sauren Ersparnissen durchgegangen ist._ Die Grammophonplatte als unzüchtige Tarstellung. Das Landgericht Bremen hat am 19. Juli den Musikalien- Händler Hermann Fangnieier wegen Vergehens gegen 8 1�4� Str.-G.-B. zu 30 M. Geldstrafe verurteilt und gleichzeitig auf Un- brauchburniachung der beanstandeten vorgefundenen Grammophon- platten erkannt. Der Angeklagte hatte unter anderem zwei Gram- uiophonplatten verkauft, deren Text als unsittlich beanstandet wor- den ist. Die eine Platte lieh die Vorgänge in einer Brautnacht in dem Takte des Radetzkv-Marsches vernehmen, während die andere zu Gehör brachte ein Stück, betitelt:„Wenn der Bräutigam mit der Braut durch die Wälder zieht". In dem Verkauf dieser Platten hat das Gericht ein Vergehen gegen§ 184� Str.-G.-B. erblickt, der den mit Strafe bedroht, der unzüchtige Schriften, Abbildungen oder Darstellungen feilhält, verkauft... oder sonst verbreitet usw." In der gegen das Urteil eingelegten Revision rügte der Angeklagte unter anderem die Anwendung des 8 Grammophonplatten seien weder Schriften noch Därstelltingen. Denn die Platte als solche lasse doch nichts über ihren Inhalt erkennen, sondern erst durch den Mechanismus des Grammophons würden wahrnehmbare Töne wiedergegeben. Eine Grammophonplatte könne ebensowenig begrifflich unter den 8 184 � fallen wie dereinst die Entziehung elek- irischer Kraft unter den Diebstahlsparagraphen. Demgegenüber führte der gieichsanwalt aus, daß der 8 184 � mit Recht angewendet worden sei, da es nicht darauf ankomme, daß die Unzüchtigkeit auf den ersten Blick erkennbar ist, sondern es genüge, wenn der un- sittliche Charakter nach vorgenommeitcr Manipulation wahrnehmbar wird; wie beispielsweise unzüchtige Bilder erst dann sichtbar werden, wenn dcks betreffende Papier erwärmt oder mit einer Säure bestrichen worden ist. Das Reichsgericht folgte dieser Auf- fassung und verwarf am Montag die Revision. Witterungsübersicht vom 19. November 1912. StaNoncn il Ii S® Swinemde Hamburg Berlin Franks. a.M München Wim K Tettei Teils 761 NNW 791® 764:3© 766 ZA 76y Still ü Dunst sNebel Ihaib bd 1 Regen 3 Schnee Ibcdeckt -o« d � S« zi W•£ — 0 6 — 1 3 1 1 Ctnltonen tavaranda etersburg Zcilly Aberdeen Paris L-! ß tS II'1 75691 761!3ffi 76V NW 757! SÖ 766NNW Wetterprognose für Mittwoch, den SV. November 191S. Ein wenig wärmer, vorberrchcnd wolkig mit geringen Niederschlägm und ziemlich lebhajten westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. __„Vorwärts"»Leser erhalten 10 Rabatt. Kaufen Sie von Kavalieren getrag. Jackettanzüge, Rockanzüge, Paletots, Ulster, größtenteils auf Seide gearbeitet, von 9— 18 M. Große Auswahl in eleganter neuer Garderobe. Gelegenheitskäufe in Danien-Plüschjacketts, Kostümen, Kleidern, hochelegant. Große Posten Pelzstolas in Skunks, Marder, Nerz, früher bis 200 M., jetzt 15— 75 M.— ♦»clegeiilieitsküite in Uhren, Ketten, Ringen, Wäsche, Betten, enorm billig."VM fäovlizpUtz 58a. Ol' Unserem liebe» Genosse» � | idolf Weiß neßft Frau| /(\ zu seiner morgigen Z Silbernen Hochzeit A A ew Zfach donnerndes Hoch � e>> VI« ssonliilonbrs zur silbernen Hochzeit die � A herzlichsten Glülkwünfche. � vv vi« Kolonnen v. Bau Stabenow\b � in Klein-Tschirne. 9 [Todes-Anzeigen III—IN—......■II.■■!■■!■■ SozlaldEüiokpalisc&erWahfoereinl i.iI.iBerl.REichs(a§s-Watilkreis. Stralauer Viertel. Bezirk 323.| Den Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Genosse, der Maler Wlaillelaue Wasikowski Gubener Str. 37 gestorben ist. Ehre seinem Zlndenten! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 2t. November, uachmiilags 4 Uhr, von der Halle des Zcntralsriedhojes in Friedrichs- ictde auS statt. 220/20 Der Vorntaml. SozialiieniokratlsEherWahlyerein dieiierliarnim. Bezirk L-iclitcnberg. 6. Abteilung. 42. Bezirk. Den Gcnofien zur Nachricht, daß unser Mitglied Kar! Rotermund Oderstr. 2 verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am DonnerSIagnachmittag 2 Uhr. vom Trauerhause ans nach dem Aen- tralsriedhoj in FricdrichSselde stall. !>!ege Beteiligung erwartet yerhand der Ireien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Lichtenberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser ikollege Rar! Rotermund am Sonntag verstorben ist. _ Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 2 Uhr. voin Trauerhause Oderstratze 2 »ach dem Zentral-Friedhos in Fricdrichssclde statt. 74/9 Die Kollegen versammeln sich um 1'/, Ubr bei Thetmeyer, Kronprmzenstr. 13. Um rege Beteiligung ersucht Der Borkiand. Deutscher MetaUarbeiter-Verband Verwaltungisteile Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, dag unser Mitglied, der Dreher Rieltard Scholler Admicalstr. 18 b am 17. d. MtS. an Magenleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 20. November. nachmittags 3'/, Uhr, von der Leichenhalle des Simeons-Kirch- hoses in Neukölln, Mariendorser Seg, auS statt. Ferner starb am 13. d. MIs. au Lunaenleiden unser Mitglied, der Schlosser Hermann Lüben Gubener Sir. 19. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 21. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen. balle des Zentral-FriedhoseS in Friedrichsseide aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Klempner Franz Busse Schlesiiche Str. 14 am 17. d. Mts. an Herzschlag. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 21. November, nachm. 3'/, Uhr. von der Leichen- balle des Ahrcnsjclder KirchhosS in AbrenSselde aus statt. Ehre ihrem Andeuten: Rege Beteiligung erwartet 133/9 Die Ortsverwaltung. Zentralyerband der Maschinisten u. Heizer sowie Berulsg. Deutsehl. Verwaltungsstelle GroB-Berlin. Am Sonntag, den 17. November, verstarb unser MUglied. Kollege .losepk Werner. Ehre seinem Andenken! Die Bcerdtgung findet am Donnerstag, den 21. d. MtS., nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des St.-Sibastian-Kirchhoses in llleinickendors, Humboldtsirahe. aus statt. 143/1S Die Ortsverwaltung. Verband d. Brauerei- uJiihlen- arhelteru. verw.Berulsgenossen. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. da» unser Kollege, der Bier- sahrcr Wilhelm Schmidt (Patzenhoser NW) am 18. November plötzlich gestorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 21. November, nachmittags 3 Uhr, von« Trauer- Hause. Waldenserstr. 9, aus nach de m HeilandS-Kirchhos in Ptötzen- sce statt. 44/2 Um rege Beteiligung ersucht Tie Ortsvcrwaltung. Zeutral-Rranken-Unterslützungs-I ?erein der tahniiede und verw. Gewerbe Deutschlands. Zahlstelle Berlin ß. Am 16. d. M. verschied nach lan- gem Krankenlager unser Mitglied| Hermann Lüben Ehre seinem Ankcdeiikru? Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 2l. November. nachmittags 3 Uhr, von der Halle des städtischen FricdhoscS in Eidrichsscldc aus statt. 17 Dir Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter-Verband. Bezirksverwaltung GroB-Berlln. Ten Mitgliedern zur Nachricht, dag unser Kollege, der Etragen» bahnschafiner !7. auS statt. 1344b Ftsusn-Mokssso von Mitgliedern der Zentralhranken- und Sterbekasse j der deutschen Wagenhauer.! Am 16. November verstarb unser Mitglied Frau Lmma Schmidt geb. Bcinko im Alter von 43 Jahren. Ehre ihrem Andenken: Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 20. d. Mts., nach- miitags 2 Uhr aus dem Neuköllner Äemeinde-Frtedhos am Marien- dorfer Weg statt. 258/9 Tie Ortsverwaltung Neukölln I. LDppka v Am Montag verschied nach langem, schwerem Leiden meine unvergetzliche Frau Me Horn im 59. Lebensjahre. DieS zeigen betrübt an B»ul Horn nebst Kindern, Friedrich. Karlstr. 3. Die Beerdigung findet DonncrS- lag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Marzahner Kirch- hoseS aus statt. 56a Danksagung. Für die rege Tcilnahine und Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Betci- ligten meinen bcrzlichsten Dank. 3a Witwe Ruguste Wohlfart. Danksagung. Für die überaus zahlreiche» Beweise liebevoller Teilnahme an dem Hin- scheiden meines liebe» Gatten, unseres BaterS Hermann Vogel sagen wir allen Freunde» und Bekannten, insbesondere dem Wablverein für den 6. Berliner Reichstags-Wahlkreis, dem Verein„Freie Volksbühne", dem Verein Berliner Zigarrcnhändler und dem Genosse» Gustav Bohne für seine trostreichen Worte am Sarge des Eni- schlascncn unseren herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen Helene Vogel nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Tcilnabme und zahlreichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines li bc» Mannes, unseres unvergeh- lichen Vaters. deS Gastwirts 1343b I-udn-tg Sclirßder läge ich allen Freunden, dem Freien Gaftwirieverein und dem Wahivercin Martendorf meinen liesgesüdllen Dank. Wwe. htchrUdcr nebst Kindern. Extra- Abtuilnng 1 1. Gesch.: Berlin W.. Mohren-! Straße 37a(2 Haus von der i Jerusalemer Straße). | II. Gesch.; Berlin NO., GroBe j Frankfurt. Str. IIS(2. Haus j von der Andreasstraße). 8ehrgr.Ausw.fert. Kleider, I J Hüte, Handschuhe, Schleier ■etc. v. einfachsten bis zum ] hocheleganl Genre z.äullersi i niedrige;/ Preisen. Sonder-Abteilung: nulianfertigiing in 10 bis 12 Stunden Am Zeuthener See RcNtanrant„Wild- WeMf Zimmer für Angler 25 Mark. Mohnenstr 37�- Gr.Frank/urteratr. 185. Wsscn vtmkter Saison: i'n. VfliCfOl* au* be»ton Stoffen, meioo Posten IpHASd früheren Verkaufs- w a nn preise M. 32,.Ifl. 42, 4M, 62, 75 letzt M flCbls EPlUsch«Mläntei in Plüsch, und Ve.surs, Köper Veivtl, WjüpWcoh, Krimmer mejne�frhhereq Verkau(s|iretiet gj1/ bis 150 U.3S. SS, 45, 54,72,06 bis Sttl Jettt M. pösteu Kostüme das feinste und eleganteste meine früheren Verkaufspreise M 28,.." SS, SV, 46, 56, O» bis 215. Jetzt M. 10 bis Gesaitschattskleider, Röcke, Blusen Wegen Aufgabe der Pelz-Ähtellung Echt« PtUsfolen.Jaekttta, Muffen, Kenianer, Electric usw. tu jedem annibrnberen t.ei�e BubaIah und Sonnlug geOVInel 12—2 DaMagnng. Für die reiche Kranzspende und zahlreiche Beteiligung bei der Be- erdigung meines lieben Mannes sage ich allen Nachbarn, Freunden, Bc- kannten sowie den Kollege» des Schneidcrverbandcs meinen herz- Ilchsten Dank. Frida Bergcr. ZurGdtgelehrt 192/11 Zahnarzt Drucker, m,™"-™! 3n Steieo stunhEn Die Wochenschrist für Arbeiterfamilien Wöchenklichlhefifüriopf. lenlickeldanll des Zivilmusiker Deutschlands Orttvcrwaltung Berlin. A eh tinig;, Musiker! Ten Kollegen zur Kenntnis, bah, die Lohndisferenze» in der „HNntgNdank", Graste Frankfurter Straste 117. Juh. Breuer, geregelt sind. 50/7 Der Vorstand. Heinrich Pranck Tel.: Amt Ndn 4352. Brunnenstraße 22. 8 bis 7 Uhr geöffnet. Alte gute Elulagetabake: Java Carmen Seedleaf Rebut leicht, trocken 105 pf- blattig, leicht 1 10 Pf leicht, trocken 120 Pf 1909 er, fein 105 pf. 1010 alter Fckcntiärkcr. leicht, groß, iOO Pf. Gebrauchte echte'/„-Kistchen in allen Größen vorrätig. g Aelilung;! / Keisemuster * Ulster, Palelots, Anzüge Hosen gebo an Private zu JFabrikppelscii ab. Herrenkleider-Fabrik J. Coper, Alexanderstr. 55>»- Fahrstuhl (neben der Alexander-Kaserne) Geöffnet bis 7 Uhr abends, Sonntags von 18—8 Uhr. ♦ Quälende Schlaslosigkeit Nervöser und Blutarmer hat ihre Ursache ost darin, das, bei der Abendmahlzeit ausregende Getränke wie Tee, Kassce oder dei gl. genommen wurden. Man sollte statt dessen eine Mischung von Milch und„ K u s e k e' trinken, die einen sehr angenehmen Geschmack besitz! und vollkommen reizlos ist, sich auch insolge ihrer Nahrhajtiglest be- ondcrs für schwächliche Personen empfiehlt._ Cigarelten der Tabaltarlieiler-GeDOSseiiseiialt Spezialifäl III Sie unterstützen uns, wenn Sie bei Ihrem Cigarrenhändler unsere Cigarotten fordern. Vertreter: P. Horsch, Engel ufer IS, Cigaretlen- u. Tabak-Großhandlung. flnnaljmeftellen für„Kleine flnzeigen" Iterlln C.«. Hahnisch. Ackcrstr. 174. W. G. Schmidt. Klrchbachslr. 14. t». R. Hackctbusch- Petersburger Plab 4. Giiltati Bogel, Koppen» ftraße 82. Di. Svengels, Gr. Frankfurter Str. 120. .VH. tt. Zucht, Jinmanuetkirchstr. 12. I. üieul. Barmmür. 42. di. W. Bauinann, Rbeinsberger Str. 67. H. Fischer- BaManstr. 6. Kart Mars, Grcisenhagcncr Str. 27. I. Hönisch, Nazarethlirchstr. 49. H. Bogel, Lortzingslr. 37. A. Tick, Lnvalidenjtr. 134. SJ. Techand, Rnbcplatzflr. 24. Karl Anders, ssalzwedclerltr. 8. 3',. llvcrner. Gneiienaujü 72. Taehn, Hagelberger Str. 27. lt. Fri WW sw. s. wo. Frih, Prinzcnitr. 31. H. Lehmann. Kottbnier Damm 8. Paul Böbi», Launycr PI»v 14115. t». Hurich, ffingekujev 15. Adlei-Mbof. Kart Schwarzlose, Bismarckstr. 50. H. Hornig. Marteiitbalerstr. 13, I. Uorwigwalde. Paul Kieiiaii, 3Iälischstr. 10. <.'lia,-io»»«»l>ui-g. tfliiftnti Scharuverg, Scseubelmer Str. I. KriedricliHhngcn. Er»It tiSertulann, Köpcnicker Str. 18.' Orttnon. Franz Klei», Friedrichslr. 10. dobaniilstbat. Pictilke, Kaiser-Wilbclm-Platz 6. Kartaborst. Richard klüter, Rödetstr. 9. II. Kbpenlek. Emil Wistlrr, Kiehcritr. ö. Laden. l-iet,tenberg. Otto Scikel. Warlenbergstr. 1. V ieder-htebitireweide. Birth. Iliirnh, Brückenstr. Ii). �iowawes. Blilhclui Jappe, Friedcichstr. 7. Obe,-«ebbnewetde. Alfred Bader. Wilhelminenhosstr. 17 II. Bankow. Otto Rtstiininu, Müdlenstr. 30. Helnlekendork. P. Gursch. Provinzstr. 56, Laden. Sienkttlln. Bt. Heinrich, Neckarstr. 2. Conrad. H ermann str. 50. C. Rohr. Siegsriedstr. 28/29. II»i»n>eIsbirrg. A. llioieukranz, Alt-Boxhagen 56. «ebiineberg. Withetin Bänmler, Martm-Luther-Sir. 63 im Laden. i8pandan. Koppe». Breitestr. 64. «teglUx. H. Beritfcc. Atsenstr. 5. Tcnipclhof. Juh. Krohu, Borusfiastr. 62. Treptow. Stöbert Vramcuz. Kiesbolzstr. 412, Laden. WeiUensee. Fulirmau», Sedanstr. 105 Schillert. Berliner Allee 2)3. Wllnrvrsdort. Panl Schubert. WUHelmSaue 27. Lassen Sie sich diesen Apparat sofort kommen! iifiüiiiiniMiinmiinniiiiiiiiiBiiiinninmiiniiiHimiiiBiiüiHHniiniiiimiiinninninniiiHiiiiin Sie brauchen kein Geld dazu |iiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiininiuiiinuiiiiiiiiiiiiinniiiiiiimiiiui!iiin!iiiiiiiniiiiiiiniinmiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiimi{iiuiiiiiuuiin!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiHimm«| Der be»fe Enatz für Oper, Theater, Variefe Konzert.— Nur erste Wir senden denselben kostenlos 5 Tage zur Probe nebst 20 ausgewählten Stücken auf 10 doppelseitigen 29 cm groBen Pathd-Platten.— Haben Sie schon einmal Pathe-Platten gehört? Psfhi-Platten will man Immer wieder hören, dü sie im Gegensatz zu den veralteten Nadelplatten noch nach Jahren chemo schön und rein erklingen, als beim ersten Spiel.--— Unser trichterloser Apparat ist das Neueste vom Neuen und nicht zu vergleichen mit den allgemein auf den Markt kommenden Typen.— Jeder Apparat ist mit der neuen großen Pathö-Konrcrf- Schalldose versehen, die allein überall mit 20 Mark verkauft wird. Behalten Sie den Apparat, so haben Sie an uns monatiieh nur 3 Mk., also täglich nur 10 Pfg. zu zahlen, Die Lieferung erfolgt sofort!• Spielt ohne Natlelweduel mit Keine einem fa>t unzertlörbaren Saphlrslitt. Plattenahnutzung mehr! |iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiet))iiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiMiiiiiiiijiiiiiiiiiiiiiiiiiiPBiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinBiiBiiiiiwiiuiiuiM«iiiiiiHiiiiiiigaHiiiiBiiiiiiiiiiiuiiniiiiiiiiiiinii«niiij Wir kautan Ihren alten| MT* Senden Sie uns diesen Schein noch heute ein! Sprech- Apparat zurück, i~ auch wenn er nicht von uns D bezogen ist, falls Sie unseren s trichterlos. Apparat behalten u.= vergüten Ihnen auf Ihrem Konto s 20 Mark 1 Schein. Auf Verlangen liefern= wir Ihnen noch eine zweite= Schalldose, mit der Sie auch= Ihre alten Platten auf unserem= Apparat weiter spielen können«= Unser Apparat ohne Trichter D hat ein hochfein poliertes s Eichengehäuse, geräuschlos== arbeitenden Motor, seitlichen= Aufzug, sowie Regulle�orrich-= tung. Plattenteller 25 em Dm.= An die Firma Bial D Freund in Breslau ll, Postfach 1 20/334 Senden Sie mir einen aUemeuesten Luxus- Sprechapparat ohne Trichter mit echter Pathe- Konzert-Seh alldose, sowie 20 ausgewählte Stücke auf 10 doppelseitig bespielten, 29 cm< Ttvi* Wenn ich die Sen- großen Pathe' Platten, �***8� Alll 1 FvllJC« dung nicht innerhalb S Tagen nach Empfang an Sie franko zurückschicke, behalte ich sie und zahle unter Anerkennung Ihres Eigentumsrechtes bis zum Ausgleich für den Apparat mit der Pafhe'Konzert-Schalldose Mark 60.— und für die 10 Pathö'Doppel' platten a Mark 3.30 in NfAvlf 1t vom Ablauf der Probezeit bemonatlichen Raten von 1 iai Ä ginnend. Erfüllungsort ist Breslau, Bsl Nlchtcutreft»!!| FDr meinen alten Sprechapparat vergüten Sie mir auf meinem Konto, Ist der nebenste- I fall» Ich Ihn Innerhalb B Tagen nach Erhalt Ihrer Sendung franko ab- hende Absatz au I schicke, nach Empfang Mark 20,—. Dieser Betrag wird erst am strolchen. DU" I Schlüsse meiner Zahlungen verrechnet«-- Vor' und Zuname Bial& Freund Breslau II, Posif 120/331 = Beruf;. . Ort b. Datum: - Straße» Platz• Nr..„ - .16 ff1 Berliner SeMelM-GeionscIiiIt|E.I!j.y.| gegründet von organisierten Schneidergelulfen Berlin W. Brinenslf. 185(am mscialcf Tori. Großes Lager fertiger Anzüge Herbst- uJinterpaletots Sport-Anzüge, Loden-Pelerinen und Arbeiter-Berufskleidung. Slegante!tfaß-£nfertiguttg. Lieferant der Konsumgenossenschaft und des Arbeilerradfahrerbundes. 102/1* Heute von 12-2 Uhr geöffnet. BuehhandluDg Vorwärts, Lindenstr. 69 (Laden) J. B. von Schweitzer Politische Aufsätze und Reden. Mit Einleitung und Anmerkimg herausgegeben v. Fr. Behring. Sozialistische Neudrucke V* Preis broschiert 3.— M., gebunden 4.— M. ferleih-löstitot r I dwl\'' Bepe Nachf. ** Bopchardt. Friedrlchsfr 1151, am Oranienb. Tor. Tel.: Nord 7402. 37142* afriuf, Smoking,«chtortanjüge, (fbapeauclaque, für jede Figurpass., vorrätig in verschiedenen Preislagen. Sebr groOe AuswabI, mKSige Preise. Staakschalen, Ä.tÄ u. 1,60 m lang, billigst frei Waggon Berlin abzugeben. Anfragen er- beten unter F. I. an die Expe- dition des„Vorwärts-.* Warenhaus Brunnenstrasse 17-18 Veteranenstrasse 1-2 Grosse -Pf.-1 Wegen Umbau und Neugestaltung unserer sämtlichen Geschäftsräume bieten wir unserer geehrten Kundschaft eine weitere Preisermässigung. Wir verkaufen sämtl Artikel, welchewir sonst in uns. 95-Pf.-Woche bringen, jetzt für 85 Pf. Es lohnt unbedingt, sich diese Gegenstände anzusehen. 2 Herrenkrawatten � 85 pr. I Paar Hosenträger 85 pr I Kinder-Südwest'U 85 pr I Herren- oder Knaberi- miitze....-t-« 95 85 Pf 2 PaarSlrumpfhalt5� 85 Pf 4 Reste Stiumpf- Gummiband statt 95 85 Pf 1 S&hlaldecke 95 85 rt I Fliztuchtiscbdecke�SSpL 1 LinoIeüm-Vorleg.n�'SSpf. i Kommodendecke5'� 85 pl 2 Scbeibenvorhänge�BSpf. 2 PaarHandschube für Damen ra imit. Wild- gjj Pf. lederlutter. statt 95 2 PaarHandschube für Damen, mit imit. Sei- OL denfutter.. statt 95 I Nornialhemd 95 85 Pf I Normalhose.,a« 95 35 Pf 1 Trlkoikleldcben 35?? I Normaltrikot-«.« 95 85 Pf I Normaltaille 95 85 pr. 1 Futterlaille m8tAau»5 85 pr. I Blusenschoner. tauor, 35 pr I Korsetlaille gestrickt, ng. reine Wolle.. statt 95 I Klndetkapottest.it 95 85 pl I Kindersweater statt95 85 rr. I wollen, Autoschal �'SSrf. I Damen-Sportlatz 85 pt. 1 Taillentuch.-t.« 95 85 pr t Kopttuch.. statt 95 85 pt 1 Dreilkorselt. statt 95 85 n. I Läufer g?».,»tatt 95 35 pr. 1 Decke gez.»t»«« 95 85 pl foire-BeiDkleitesÖS n. 2 Paar Ersatzfüsse reine Wolle 95' 85 pr. IPaarReforiiioien i fünMädchen'95'' 'Pf. IDamenhemd statt 95 85 pr I Nachtjacke 95 85 Pf. I Kniebeinkleid-t.tt95 85 pt I Barchentrock.u« 95 85 pl I Hausschürze..t.« 95 85 pl I Tändelschürze stat<95 85 pl IKindeischürze.tan 95 85 pl t Blusenschürze statt 95 85 pl I Knabenschürze 5U�5 85 pl 6 Taschentücher!t�5 85 pl 3 Madeiralücher 85 pl 3 Handtücher..tau 95 85 pl IFrottieriaken..tau 93 85 pl 6 Wischtücher,-tau 93 85 pl 12 Staubtücher.tau 93 85 fl 1 Tischdecke... t.u 95 85 pl (Kaffeedecke,.tau 95 85 pl 2 Paar Frauen-Strümpfe ßc stark gestrickt statt 95 2Paa(Dani8n-Strii(iiptenq fein gewebt. statt 95 2 Paar Schweiß-Socken Rc Ptutö...... statt 95 riu I Paar Plüschpantoffel Qc statt 95 OwPL I P. Kamelhaar-Schuhe pc imitiert.. statt 95 I Paar Kinderstiefel� 85 pl 1P, Kinderschuhe.7� 85 pl 2 Samt-Gürtel.tau 95 85 pl t Balifächer..t.u 95 85 pt. I Spachteikragen 35 Pf 2 Blusenkragenstau 95 85 pl gute•- st;"»3 2 Tüü-Jabots Stau 95 85 Pf. 1 ICtuWäidiltlicIt&SS». IPoradehissen mit Buchstaben u. Hohlsaum statt 05 85 pi. 1 Paar Kinder- »für 8-16 J 1 statt 95 ipi. Diverse iand- arbeiten»5 85 pl 85 pr. 1 Photographiealb. 95 1 Markttasche m.Leder- pc ecken.... statt 95 1 Postkartenalbum �5' 85 pl iLikörservice.tau 95 85 pl 1 Handtuchhalter 85 pf °�" 85 pt. I Karnrngarnitur � 85?-. 1 2igarrenschrank � Schöne Kleiderstoffe gz statt 95 Pf.... Mir. Gute Seidenstoffe RS statt 95 Pt.... Mtr. Moderne Kestomstefle RS statt 95 PL.. Mir. PL PL PL I Tafelaufsatz-tau 95 85 pl 2Blumenyasenst.u96 85 fl I Wasseieimer-tau 95 85 pt I Mülleimer.-tau 95 85 pl 1 Spirituskocher mtt Topf..... statt 95 t Kaffeemühle«tau 95 85 pt 85 pt Gekleidete d. ongekleidete Puppen 85 ipf. 1 Brotdose.. statt 95 85 Pf 4Paar Messer u-Gahein at. statt 95 03 Pf- I Reibemaschine°'�85pf Kleiderstoff PL 95' 1 Putz-*"7.�85- 12 Hyazinthengläser SSi D",ert:85pf. u..«cht Dtnert- tetler..... statt 95 6 Vorratstonnen.1.1195 85 pl 6 Porzellantonnen'osSSpl 6Pofz.-Milchtöpfes�85pf. ISatz Schüsseln-'�85pf Interessante WelAllrett 35 pr. 1 Porzell an-Service«c statt 95 O�PL 4 Bierbecher, stau 95 85 PL l Tischlampe.-tau 95 35 pl 1 Waschgarniiur"osSSpl 2 Emaiileschüss."sfsSSpf. Saison- Ausverkauf sämtlicher Winter. Domen■ Hüte wegen vorgerückter Saison horrend unter Preis Saison- Ausverkauf von wegen vorgerückter Saison trell auf die Hüllte ermiSiet Auf olle Wuren Rabattmarken im Werfe oon 5°/° FOr jede vollgeklebte Rabattkarto zahlen wir 1.50 m bar. Wiclrpp, Neukölln, Zur des LnjeralentelI veranttv.i TH.V>l»ike, Berlin, Truck u. Vertag: iLorwartß Buchöruckeiei u. Be riagSanstalt Kaut Singer il>Co., Nerlin Ar. 272. 29. IahtMz. 2. Kciltzt!>es.lotitätlö" Krlim pllisMuil , ÄVt so fahre Verein Berliner Buchdrucker und Schrittgießer «Die Gründung des kleinsten Arbeitervereins wird für den künf- kigen Kulturhistoriker von größerem Wext sein, als der Schlachttag von Sadowal" Dieses Wort Johann Jacobys tritt wieder deut- licher in das Gedächtnis, wenn man die Geschichte des Vereins Ber- liner Buchdrucker und Schriftgieher betrachtet, der nunmehr auf ein b»jähriges Bestehen zurückblicken kann. Nach zäher Arbeit und hef- tigen Kämpfen mit dem Unternehmertum ist es dieser Organisation gelungen, sich als gleichberechtigter Faktor bei der Festsetzung der Lohn- und Arbeitsbedingungen durchzusetzen, um für die Berbesse- rung der wirtschaftlichen Lage seiner Mitglieder erfolgreich eintreten zu können. Der Drang zum Zusammenschluß untereinander war schon in frühen Zeiten bei den Buchdruckern lebendig. Im t?. und 18- Jahrhundert unterhielten die sogenannte» Ge- sellenbruderschasten eigene Arbeitsnachweise und Unter- ftützungskaffen. Arbeitszeit und Lohn tvar mit den Druck- Herren vereinbart, und paritätisch zusammengesetzte Schiedsgerichte schlichteten die Differenzen. Auch zu Arbeitseinstellungen kam es schon. Die wachsende Macht der Gehilfen begann dann aber den Druckherren unbequem zu werden, und sie gingen daran, die Gehilfenorganisationen zu vernichten, was ihnen infolge der Bei- Hilfe der Behörden auch gelang. Die Folge war eine stetig sich steigernde Verelendung der Gehilfen. Als dann im Jahre 1848 die Freiheitssonne einen Augenblick aps der Nebelzone des reaktionären Regimes hervortrat, da forderten auch in höherem Maße die Buchdrucker Erlösung von der Qual des ewigen Hammers und des Elends. In Mainz trat die erste natio- nale Buchdruckerversammlung zusammen, welche die Gründung eines Verbandes beschloh und ein Programm zur Verbesserung der Ar- beitsbedingungen und Schaffung von Widerstandskasten aufstellte. Ein im September 1848 von den oppositionellen Gehilfen nach Berlin einberufener Kongreß, welcher die Mittel und Wege zur Durchführung der Mainzer Beschlüsse beraten sollte, wurde aber auseinander getrieben, da mittlerweile die Reaktion wieder ihr Haupt erhoben hatte. Die Vereine verfielen der Auflösung, und somit war bis auf weiteres jede organisaturische Tätigkeit brach- gelegt. Als aber am 1. Januar 1862 in Sachsen das KoalitionS- und Versammlungsrecht in Kraft trat und sich zuerst in Leipzig und Dresden Vereine bildeten, machte man auch in Berlin wieder den Versuch, sich zu organisieren. Am 2. Dezember 1863 fanden sich 58 Buchdruckcrgehilfen zusammen, um einen festen Zusammenschluß aller Berufs- und Leidcnsgenosscn herbeizuführen. Neben der Wiederaufrichtung der Unterstützungskassen und Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen war auch die geistige Hebung der Mitglieder ins Auge gefaßt worden. Bon wissenschaftlich gebildeten Personen wurden in dem Verein fast jede Woche Vorträge gehalten. Einer der beliebtesten Referenten war der verstorbene Genosse Wilhelm Liebknecht, welcher im Jahre 1864 allein 2» Vor- träge im Verein Berliner Buchdrucker hielt. Als Liebknecht 1865 aus Berlin und dem preußischen Staatsgebiet ausgewiesen wurde, sprach der Verein in einer Resolution sein tiefstes Bedauern darüber aus und stiftete dem Verfemten eine Ehrengabe von 10» Taler». Wilhelm Liebknecht blieb auch in späteren Jahren, als er wieder nach Berlin zurückgekehrt war. dem Verein ein treuer Freund und war bei dessen festlichen Veranstaltungen ein oft und gcrngesehener Gast. In seiner Aufgabe, ernstlich für die materielle'Besserstellung seiner Mitglieder einzutreten, wurde der Verein sehr eingeengt durch die damalige reaktionäre preußische Gewerbeordnung. Stand doch eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr demjenigen in Aussicht, der die Einstellung oder die Verhinderung der Arbeit bei einem Ge- werbetrcibenden verabredete oder dazu aufforderte. Selbst die Bil- dung von Verbindungen unter Fabrikarbeitern. Gesellen usw. ohne polizeiliche Erlaubnis war mit Gefängnisstrafe bis zu vier Wochen bedroht. Der Verein beschränkte sich deshalb darauf, die Gehilfen in den einzelnen Druckereien aufzufordern, ihre Wünsche den Prinzi- palen zu unterbreiten. Die Prinzipale, welche sich inzwischen auch wieder eine festere Organisation geschaffen Hatten, beschlossen jedoch, die Forderungen der Gehilfen überall abzuweisen. Die Führer der letzteren wurden gemaßrcgelt und auf die schwarze List« gesetzt. Nunmehr richtete der Verein, um energische Maßnahmen gegen das Verhalten der Unternehmer treffen zu können, sein Augenmerk «ruf die Erringung des Koalitionsrechts. In Gemein- fchaft mit anderen Arbeiterorganisationen, darunter auch dem Ber- liner Arbeiterverein, wurde im Frühjahr 1864 an das Staats» Ministerium eine dahingehende Petition gerichtet. In einer Audienz versprach auch der damalige Minister E u l c n b u r g. das Koali- tionsrecht„versuchsweise" einzuführen. Damit war der Anstoß für die allgemeine Arbeiterschaft gegeben, diese Frage mehr in den Kreis ihrer Betrachtungen zu ziehen. Die Bewegung unter den Berliner Buchdruckern führte dann schließlich doch einen Erfolg herbei. Die Prinzipale nahmen anfangs 1865 einen von den Gehilfen ausgearbeiteten Tarif an, was eine Lbprozentige Lohnerhöhung bedeutete. Am 1. Dezember 1865 erging von Leipzig ein Aufruf an die deutschen Buchdruckergehilfen zur Beschickung eineS Vereinstages. Berlin stellte zu diesem u. a. auch den Antrag, die Erringung des Koalitionsrechts in das Programm mit aufzunehmen. Auf dem Kongreß, der am 2». Mai 1866 in Leipzig stattfand, erklärte zwar der Vorsitzende Richard Härtel, daß es nicht nötig sei, derartige Fragen mit in das Programm aufzunehmen, sondern es genüge� „wenn sich �i<. Kollegen den allgemeinen Ar be,ter- vereinen anschließen und dort mit den übrigen Arbeitern vereint die unentbehrlichen Freihci- tcn auf politischem wie sozialem Gebiet zu erlan- g c n s u ch e n". Der Berliner Antrag wurde aber doch angenommen. Es wurde dann der Verband der Deutschen Buchdrucker ins Leben gerufen und als Vorort Berlin bestimmt. Auf Grund der Beschlüsse des ersten Buchdruckertages schritt der Berliner Verein zur Gründung von Ortövcrcinen in der Provinz Brandenburg. Es bildete sich daraus der Märkische Buchdrucker- Verein, dem sich nach und nach 13 Städte anschlössen. Am 1. Oktober 186» trat dann auch endlich das Koalitionsver- bot außer Äraft. Das vom Norddeutschen Reichstag beschlossene Gewerbegesctz, welches die volle Koalitionsfreiheit brachie, hatte damit eine überaus lästige Fessel von der Arbeiterschaft genommen. Die Berliner Buchdrucker nahmen diese Gelegenheit wahr und leg- ten den Prinzipalen einen verbesserten Tarifentwurf vor, der auch am 13. Oktober 1871 ohne wesentlichen Widerstand von diesen an- genommen wurde. Der Tarif setzte eine tägliche Arbeitszeit von 1» Stunden, einen Minimallohn von TH Taler und die Bezahlung der Ueberstunden fest. Im Jahre 1873 gelang es den Gehilfen aber- mals, unter Zurückiverfnng eines von den Prinzipalen versuchten Ansturms gegen den bestehenden Tarif, verschiedene Verbesserungen durchzudrücken. Der Rückgang des wirtschaftlichen Aufschwunges, der nach 1873 als Folge der sogenannten Gründerjahre einsetzte, brachte auch für die Buchdrnckergehilfen eine vermehrte Arbeitslosigkeit mit sich. Bereits 1876 und dann wiederum 1378 mußten sie sich deshalb wie- der Reduktionen gefallen lassen, da es den Prinzipalen gelungen war, durch Gründung eines Vereins von Nichtverbandsmitglie- der», die in jeder Weise bevorzugt wurden, die Stoßkraft der Ge- Hilfenorganisation zu schwächen. In diese Zeit siel auch der Erlaß des Sozialistengesetzes, das alles, was Arveiterorganisation hieß, in den Geruch staatsgefähr- licher Bestrebungen brachte. Davon blieben auch die Organisatio- neu der Buchdrucker nicht verschont. Der Verband, der nach seiner Gründung nur ein Jahr seinen Sitz in Berlin hatte, diesen dann aber nach Leipzig verlegte, wurde von den sächsischen Behörden als ein Verein betrachtet, der sich mit öffentlichen Angelegenheiten be- fasse und nach dem sächsischen Vereinsgesetz korporativer Rechte be- dürfe. Ein Versuch, diesem Verlangen durch Umwandlung in einen „Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker" entgegenzukommen, scheiterte, da die Behörde die Genehmigung versagte. Der Ver- band löste sich deshalb auf und machte einem„Unterstützungsverein deutscher Buckstmicker" Platz, der seinen Sitz in Stuttgart erhielt. Tie schikanöse Behandlung seitens der Behörden blieb aber auch weiterhin nicht ans. Um sich vor gänzlicher Vernichtung zu bewah- ren,. mußte der Unterstützungsverein später seine Statuten noch- mals ändern. Ter Sitz wurde dann wieder nach Berlin verlegt. Unter diesen Verhältnissen litt natürlich auch der Berliner Verein unsäglich. Er kwtte nicht einmal mehr die Kraft, den mehr- mals verschlechterten Tarif überall zur Einführung zu bringen, um so weniger, als die Prinzipale an einer einheitlichen Gestaltung der Arbeitsverhältnisse gar lein Interesse an den Tag legten. Es ist hes'halb verständlich, daß auch in Berlin ein im Jahre 1886 erneut abgeschlossener Tarif mit großer Majorität angenommen wurde, ob- gleich dieser nur eine Lohnerhöhung von 6� Prozent brachte und obgleich der Berliner Vertreter in der Tariftommission dagegen gestimmt hatte. Die Arbeitslosigkeit stieg mehr und mehr. Die Einführung des Tarifs gestaltete sich immer schwieriger, zumal der- artige Bestrebungen noch durch gemeine Denunziationen erschwert wurden. Zu den Denunzianten gehörte auch die„Germania", die unter anderem in einem Artikel darauf hinwies, daß der Unter- stützungsverein solche Mitglieder, die nicht für den Tarif eintreten wollten, ausschloß und sie somit ihrer Anrechte an den Unter- stützungskassen beraubte. Die Jahre 1888 und 188» brachten für Berlin wieder einige geringe Ausbesserungen, für die beantragte Herabsetzung der Ar- beitszeit von 1» auf»M- Stunden waren die Prinzipale aber auch angesichts der erschrecklichen Arbeitslosigkeit nicht zu gewinnen. Ein Erfolg schien wenigstens darin zu liegen, daß diesmal die Prinzi- pale ihre Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben hatten, bei der Ein- führupg des neuen Tarifs ihren Beistand zu gewähren. Aber auf der im Juni 18»» in Straßburg stattfindenden Generalvcrsamm- lung der Prinzipale wurde die Zusage, bei der Tarifeinführung überall mitzuwirken, wieder zurückgezogen. Der Unmut der Ber- liner Gehilfen darüber machte sich in dem Ruf nach neuen Käm, pfen Luft, die besonders eine Verkürzung der Arbeitszeit herbei- führen sollten. Die Agitation dazu wurde ohne Verzug in Angriff genommen. Die Mitgliederzahl des Berliner Vereins stieg in kurzer Zeit um 5» Proz. Auch in anderer Hinsicht wurde die agitatorische Tätige keit des Vereins beeinflußt. So vor allem durch den Ausfall der ReichstagSwahlen im Jahre 18»», welche der sozialdemokratischen Partei einen gewaltigen Stimmenzuwachs brachte. Auch die in diesem Jahre zum erstenmal begangene Maifeier erweckte in der gesamten Arbeiterschaft den Gedanken einer Verkürzung der Ar- beitszeit. Im Oktober fiel dann auch das Schandgesetz, welches die Vernichtung der Sozialdemokratie zum Ziele gehabt hatte, dies aber nicht erreichen konnte. Wohl hatte es zahlreiche Organisationen zertrümmert, unzählige Existenzen und Familienleben vernichtet. aber die unter der Oberfläche glimmende Glut konnte es nicht er- sticken. Die Sozialdemokratie war beim Fall des Gesetzes stärker denn je; überall errichteten die Arbeiter von neuem Organisa- tioncn, und das Streben nach besseren Arbeitsbedingungen führte bald zu Kämpfen mit dem Unternehmertum. Im Vertrauen auf ihre Stärke schritten auch die Buchdrucker tapfer auf ihr Ziel zu, eine Verkürzung der Arbeitszeit von 1» auf » Stunden herbeizuführen. Sie erklärten eine Tarifgemeinschaft wohl für notwendig und wertvoll, auch für die Gehilfenschaft. doch nur dann, wenn die Prinzipalität einer Verkürzung der Ar- beitszeit zustimme und Garantien für die Mitwirkung bei der Einführung dcS Tarifs gebe. Diese Forderungen fanden jedoch bei den Prinzipalen keine» Anklang, vielmehr trafen diese alle Vor- bereituiigcn zu cincm Kampf. Sie argumentierten mit der Be- hauptung. es sei auf die Vernichtung des Kleinhandwcrks durch die sozialvemolratisch beeinflußten Buchdruckergehilsen abgesehen. Ihr einziges Entgegenkommen bestand in dem Angebot einer Lohn- erhöhung von 7-�, Proz. Die Gehilfen beharrten jedoch standhaft auf ihren Forderungen, und so kam es im Oktober 1801 zum Ab- bruch der Verhandlungen und zur Einreichung der Kündigungen. Damit war der größte Streik ausgebrochen, den Deutschland bis dahin gesehen Hatte� Der Kampf wurde von den Unternehmern mit den schnödeste» Mitteln geführt, wobei ihnen die gesamte bür- gcrliche Presse mit schwindclhaftcn Notizen hilfreich zur Seite stand. Unter den Augeil der Behörden wurden die elementarsten Bestimmungen der Gelverbeordnung verletzt, und der internationale Streitbrecherimpopt blühte wig ist« zuvor, Schließlich tvurde auch noch durch den Minister des Innern die Auszahlung der Streikunterstützung inhibiert, und wenn auch hie Streikenden den Kampf mit nur minimalen Unterstützungen, die durch freiwillige Sammlungen aufgebracht wurden, weiterzuführen gewillt waren, mußten sie endlich doch unterliegen. Nach zehnwöchentlichcr Dauer wurde der Niesenkampf, der 2l4 Millionen Mark verschlungen hatte, ergebnislos beendet. Der Sieger setzte den Feldzug fort. Maß- regelungen wurden vorgenommen, von denen selbst alte, ergraute Gehilfen betroffen wurden. Durch schwarze Listen wurden viele monatelang von der Arbeitsgelegenheit ausgeschlossen und aus die Landstraße getrieben. Auch- einen Arbeitsnachweis errichteten die Prinzipale, um ihn als Zuchtrute gegen die unbotmäßige Gehilfen- schaft zu benutzen. Durch unbeschränkte Einstellung von Lehr- lingen wurde für eine Reservearmee gesorgt, die einen Klotz am Bein der Gehilfenschaft bilden sollte. Die Verhältnisse schufen auch einen günstigen Boden für eine gelbe Organisation Im Herbst 1893 wurde der Verein Berliner Nichtmitgliedcr gegründet, ein Vorläufer des jetzt dem christlichen Gesamtverbande angeschlossenen Gutenbxrgbundes, der sich bei späteren Konflikten immer recht aufc dringlich als Streikbrecherliefernnt empfahl. Diese Organisation wurde von den Prinzipalen gehätschelt und gepflegt, während die Verbandsmitglieder ihre Organisationszugchörigkeit verleugnen mußten, wollten sie überhaupt Arbeit erhalten. Im April 1896 kam es schließlich wieder zu Tarisverhand- lungen, die nun ohne Schwertstreich eine Verkürzung der Arbeits- zeit aus 9 Stunden brachten. Es wurde ein Tarifvertrag abgc- schlössen, in dem sich beide Kontrahenten verpflichteten, für die strikte Durchführung des Tarifgesetzes Sorge zu tragen. Dieses friedliche Uebereinkommen war ein Erfolg der Lehre, welche beide Teile aus dem großen Streik gezogen hatten. Denn auch den Prin- zipalen hatte dieser„Sieg" keine wirkliche Freude gebracht. Vor Beunruhigungen waren sie nicht sicher, hie Konkurrenzverhältnisse verschlechterten sich infolge der Willkür bei der Entlohnung zu- sehend», und bei der mittlerweile eintretende» Hochkonjunktur tvar damit zu rechnen, daß ein abermaliger Streik der Gehilfen für diese günstiger verlaufen würde. Die Gehilfen andererseits wußten wohl, daß ihnen die Zeitverhältnisse günstiger zu werden' ver- sprachen; an einem Augenblickserfolg war ihnen jedoch nichts ge- legen, ein dauerndes, gut basiertes Verhältnis war ihnen lieber, wenn sie auch jetzt etwas nachgeben sollte». In einen Teil der Gehilfenschaft trug allerdings das geringe materielle Zugeständnis und überhaupt der Abschluß einer Tarif- gemeinschaft starke Erregung hinein. Ein scharfer Gegner dieses Vertragsabschlusses war auch Artur Gasch, der damalige Ncdaktvlw des Verbandsorgans, des„5korrcspondent". Er vermochte aber nur einen kleinen Teil der Mitglieder für sich zu gewinnen und wurde von der Generalversammlung des Verbandes wegen seiner An- griffe auf die Tarifgemeinschaft seines Amtes enthoben. Gasch gründete hierauf ein neues Gehilfcnorgan. die„Buchdruckcrwacht", worin er seine Angriffe fortsetzte. Es erfolgte deshalb sein Aus- schluß aus dem Verbände. Ihm schloß sich nun eine Anzahl Gleichgesinnter an und gründete die„Gcwerksckmft der Buch- druckcr", die einen Mitgliederkreis aber fast nur in Leipzig und Berlin gewann. Zwischen den beiden Organisationen kam es leider oft zu hätzlichen Fehden, die sich an Leidenschaftlichkeit nicht überbieten ließen. Im Jahre 1902 löste sich bann die„GeWerk- schaft" wieder auf, ihre Mitglieder traten geschlossen wieder zum Verbände über. Der TarisgemeinschaftSgedankc brach sich im Laufe der Zeit immer mehr Bahn, auch bei dem überwiegenden Teil der Buch- druckunternchmer. Die späteren Tarifrevisioncn brachten den Ge- Hilfen ohne Kampf ganz wesentliche Verbesserungen, besonders in puncto Lohnerhöhung. Leider hat die Verkürzung der Arbeitszeit nicht die gleiche Berücksichtigung erfahren, was um so bedauerlicher ist, als infolge der ungeheuren technischen EntWickelung im Buch- druckgewerbe. die immer vollkommenere, menschliche Arbeitskräfte ersparende Maschinen hervorbringt, sich die Arbeitslosigkert in er- schreckender Weise steigert. Wenn auch anzuerkennen ist, baß der Buchdruckerverband es verstanden hat. durch vorsorgliche Bestim- mungen im Tarif die unheilvolle Wirkung des schnellen und rück- sichtslosen Eindringens der Maschinen in das Gewerbe zu vermin- dern, so muß hier doch ausgesprochen werden, daß es ein eisernes Gebot ist, durch möglichste Verkürzung der Arbeitszeit und radikale Ausrottung des Ueberstnndenwesens Platz zu schaffen für die, welche auch ein Recht zum Leben haben. Die Prinzipalität kümmert die Arbeitslosigkeit nicht, sie ist blind für das Elend der Familien, das dadurch hervorgerufen wird. Erst kürzlich hat eine erweiterte Vorstandssitzung der Prinzipalsoganisation den Beschluß gefaßt, „den immer weitergehenden Forderungen der Gehilfenschaft auf Verkürzung der Arbeitszeit soll in nachhaltiger Weise entgegen- getreten werden". Dieser provozierende Beschluß muß die Gc- Hilfenschaft anspornen, alle Kräfte zu sammeln, um ihren eigenen und festen Willen durchzusetzen. Für sie gibt es kein anderes Mittel, um der verheerenden Wirkung der Maschinencinführung entgegenzutreten, als die Verkürzung der Arbeitszeit. Darüber Klarheit zu schaffen, ist eine unbedingte Notwendigkeit. Dieser Aufgabe wird sich auch der Berliner Verein, der unter sich den größten Prozentsatz der arbeitslosen Mitglieder aufzuweisen hat, in kürzester Zeit mit ganzer Aufopferung hingeben müssen. Es gilt, die Sorglosigkeit auch der Gehilfen gu bannen, welche sich in gut bezahlten Stellungen sicher glau- ben. Die letzte Tarifrevisiou hat gezeigt, daß die Prin- zipalität gewillt ist, so manche Grrungenschaftcn dcS letzten Jahrzehnts den Gehilfen wieder zu entreißen. Ein großes Ar- beitSlosenheer und die dadurch geschröpfte Kasse des Verbandes könnte der Prinzipalität nur willkommen sein, um ihre Pläne desto leichter durchzusetzen. Aufklärung der Mitglieder und ein dringen- der Appell an ihren Opfermut und ihre Kollegialität tuen dringend not, daneben auch der beständige Hinweis, daß auch die Bück»- drucker bestrebt sein müssen, den Zusammenhalt mit der gesamten Arbeiterschaft zu fördern und zu pflegen. Daß dies dem Verein der Berliner Buchdrucker, der jetzt gerade eine Reform seiner agi- tatorischen Tätigkeit plant, rechtzeitig gelingen möge, das sei heute unser ausrichtigster Wunsch SU seinem»0, CLebuAstags, Mittwoch, 20. November 1912 Stmaini 7'/; Uor, 5>gl. Opernhaus. Konzert des 5klZl. OpcrnchorS. Rnflmo 8 Uhr. Urania. Tanbeiistrahe iSItd. Anis Matterhorn. Theater am Rollcndorfplah. Elias. Deutsches Opernhaus. Sinsonie- Konzert. Die übrigen Theater sind geschlossen. Donnerstag, 21. November. Slniang s�llbr. Urania. Gervais- Conrtellemont- Paris: Bilder aus Nordasrika. (System Lnmiöre). Slnsang 7Hz Ubr. Kgl. Opernhans. Fidclio. Köntgl.TchanipielhanS. Die Her- munnsschlacht. Deutsches. König Heinrich IV. 1. Teil. Zirkus Albert Schninann. Gala- Vorstellung. ZirknS Busch. Gala-Vorstellung. Aniang 8 Ubr. Urania. Die wichtigsten Kultnr- Pstanzcn der Weltivirtschast. Mit dem Zeppelintustschiff voll Sylt nach Hamburg. Kammerspiele. Mein Freund Teddy. Hessing. Gabriel Schillings Flucht. Deutsches Opernchans. Figaros Hochzeit. Köliiggrither Strasse. Die siinj Franlsnrter. Kleines. Michael Kravler. Schiller O. König Lear. Schiller.«varlotteuvnrg. Im weisten Rößl. Berliner. Filnizaubcr. Residenz. Prinzenerziebung. Komödienhaus. Die Generalsccke. Deutsches Schanspielhans. Der gutsitzende Frack. Thalia. Autolicbchen. Theater am Nollendorfplah. Or- pbcus in der Unterwelt. Knrfürsten-Oper. Der Kuhreigen. Montis Operetten. Der Frauen- freffer. Neues Opern(Kroll). Rnssischcs Ballett. Luisen. Des andern Ehre. Rose. Die größte Sünde. NIetropol. Cyausscnr— ins Metropol. Trianon. Licbesbaromctcr. Hcrrnfeld. DieZllpenbrüder. Endlich allein. hsasino. Der Großsürst. Bsllltergarien. Spezialitäten. Avollo. Svezialitälen. Bassage. Svezialitäten. Reichshalleu. Die Macht der Töne. • ilntuug«-/, Uhr. Fricdr.- Will). Schanspielhans. .. Grigri. -Lustspielhans. Mein alter Herr. Flolies Cnpriee. Der keusche Joseph. Der biehbock. Königstadt-Kasino. Spezialitäten. Aniang 8'/., Ubr. NeueS BolkS'hcatcr. Liebelei. Literatur. »Ansang 10 Ubr. NdmiralSpalast.EiSballctt: Ivonne. Sternwarte, Jiivalidenstr. 57—52. Seliiller-IiiealeFO.lCla: Donnerstag, abends 8 Uhr: itünig Lear. Freitag, abends 8 Uhr: Flachsmann als ICrzleher. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Lokalbalin.— Die Medaille. Sehillsr-Tliealer Chabu?rn' Donnerstag, abends 8 UHt; Ein weißen KöW. Freitag, abendS 8 Ubr: Wie Geschwister. E I~a. Sonnabend, nachmittags 0.10 Uhr: Wallenstelns Tod. Eonimbcnd. abends 8 Uhr: ten Meißen Rößl. BeFliner Theater. Mittwoch geschlossen. Donnerstag 8 Uhr: Filmzanber. MleZ'iiZllei'WgMei'Lti'M Mittwoch geschlossen. Donnerstag 8 Uhr: � jDic fünf Frankfurter. Meutsches lSchausplelhnns >'A- H geschlossen.— Donnerslag 8 Ubr: Der gulsitiende Frack. sjzeztel' m RolleuilorfpSatz§. s uhr: Elias-Oratorium. Jeden Mittwoch u. Sonnabend 4 Uhr: Schneewittchen. Residenz-Theater. Biisttag geschlossen. kargen und folgende Tage 8 Uhr: Prinze'.ierziehn»lg. Totensonntag abends 8 Uhr: �rauci llon.__ IDSE=THEATEI rotze Frankfurter Str. 182. argen Dannerstag 8 Ufjt*•*«■ Zie größte Sünde, iü lag: Die Sünden der oberen mseird. Sonnabend 4 Uhr: aubcrlande Rübezahls. L Uyr: >ldcne Eva. Molitis OpereUen-Theater ((r. Neues Theafar).»Amt Norden 1141 Heute geschlossen. Morgen 8 Uhr: Der Frauenfress er. Mittwoch geschlossen. Donnerstag: Des ander» Ehre. Freitag: Des andern Ehre. Sonnabend nachm.-I Uhr: Kinder- Vorstellung: Rumpelstilzchen. Abends 8 Uhr: Rarstes. Melropol-Theater. Heute geschlossen. Morgen, abends 3 Uhr: LwuffLur- ins latropol! Totensonntag, den 24. November, abends 8 Uhr: Schuldig! A Heute Bußtag geschlossen. jj Morgen Donnerstag ab 8 Uhr: Nie dagewesener Erfolg des neuen Programms! 13 große Attrahtionen! Ganz Berlin spricht von _ M. Bandix und E. Schnaös! tz als Droschkenkutscher u. Fiaker.| Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstagswahlkreis Sonnabend, den 23. November 1912, abends S'/a Uhr, in den„Sophien-Sälen", Sophienstraße 18: Außerordentlicher- III- Mitwirkende: Opemsängerin Margarethe Iii»ine(Kurfürsten- Oper), Xhluard von Wiaterstein, Rezitationen (Deutsches Theater), Kapellmeister Frlta Blume (Klavier), Konzertmeister Max Ladscheck(Violine). Cellovirtuose Charles Heisler. = Eintritt 50 Pf.-" Während des Konzerts bleiben die Saaltüren geschlossen. I Ilente(Bußtag) gcsoliloüiseii l Morgen und folgende Tage, 8 l)hr: Die mit beispiellosem Lacheriolge aufgenommene Novität Ole Alpenbrüder. 1« Chr: Endlich allein! Leide Stücke mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Haujilrollen. Vorverkauf 11— 2(Theaterkasse). GewerkschaHshaus, Engeinser 15. Sonntag, de» I.Dezember 1913, ------abends V/. Mr pünktlich r— Ans höchslen Beseht seiner hoch- sürstliche» Durchlaucht 8 e r« a i« d> i i» u»": Lustiger Abend Seine hochsürslliche Durchlaucht werden mit Gefolge in der Hos- löge erscheinen. Leitung»ans Freiherr v.WfoItogen. Mitwirkende: Margarete Walkotto— Hans v, Wol- zogen— Albert Arinquen— Theo Frady— Richard Kaiser— Bernhard Nitzsche— Traute Carlsen. Entree 50 Pf. Abendkasse CO Pf. Porveikans bei P. uorsch, Engcluser 15." 298/19" WZ AM ZOO. Eröffnungs-Vorstellung am Donnerstag, den 21. Nov., TVa Uhr. |So busntnelnwir! Bunto Bilder mit Gesang und Tanz v. Gustav Kadclburg, Leo leipziger und Jean Gilbert mit: Fritzi Massary, Max Pailenberg, Karl Bachmann. vorher: Gr. Vgliefe-Ikil. in allen Räumen des I Theaters gestattet.( Freitag, den 22. November, und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. I Vorverkauf ab Montag, den 18. Kovember, an der Theaterkasse 10—2 Uhr, i im Warenhaus Tietz_ und Invalidendanb. Preise d. Plätze: Orchester- u. Proszenium-Loga 10 M., Klubsessel 10 M., Rang-Loge 8 M., Promenoir-Loge 7 M., Orchester-Fauteuil 6,50 M., Rang Mitte 6 M., Rang Seite 1. Reihe 5 M., 2. u. 3. Reihe 3 51., 4, bis 6. Reihe 2 51., Parkett« Fauteuil 4,50 51., Parkett 1. bis 6. Reihe 3 M j 7. bis 12. Reihe 2 51., Pro- menoir 1,50 51. Keine Vorverkaufsgobühr. Gesangverein„Neu Erwacht". M. d. A.-S.-B.(Chornieister: Heinz Bleil.) Am 20. November(Bußtag), im großen Konzertsaal der Brauerei Friedrichsbain(fr. Lipps): KONZERT. Mitwirkende: Konzertsängor Herr G. Harlmann(Tenor), Konzertsänger Herr G Franz(Bariton), Violinvirtuos Herr M Modern, Gellovirtuos Herr F. Becker. Am Flügel: Herr L. Leonhardt(Kapellmeister), Herr H. Bleil(Ghormeister). Saalöfinung 6 Ubr. Anfang des Konzerts 7 Uhr. Programm am Eingang gratis. Rauchen ist nicht gestattet. Kinder unter sechs Jahren haben keinen Zutrift. £lgj>" Die Saaltüron bleiben während der Aufführungen geschlossen. Billetts a 75 Pf. sind in folgenden Verkaufsstellen zu haben: 56/6 Vjordcn: Sedlaczeck, Bohmstr. 41. Juhl, Badstr. 14. Meid- schack, Freiemvalder 8tr. 11. Mühlmann, Antonst r. 18. Rietz, Tabakarb.-Gen.. Kopenhagener Ltr. 2. Adler, Volta- straße 37. Fabian, Koloniestr. 132. Liefert, Voltastr. 41. Thomas, Gartenstr. 71, Beyerr VeteranehStr 11. Rotherr Triftstr. 67. Gottschalk, Driosener Str. 20 und Zionskirch- straße 18. Orichol, Brunn enstr. 173. jamitzki, Nene Hochstraße 10. Barisch, Neue Hochstr. 31. Seeliger, Wattstr. 17. Weber, Gleimstr. 29, vorn II. Sonntag, Bornholöier Str. 89. Duve, Bornholmer Str. 3. Palm, Hussitenstr. 4. Pollow, Amsterdamer Str. 20. Bache, Stettiner Str. 28. Bordasch, Choriner Str. 53. Gosche, Dunckerstr. 1. Süden: Horsch, Engelufer 15. Lcps, KeichenbergerStr. Ii9a. G, Schulz, Adrairalstr. 40. Schleicher, Aunenstr. 45. Osten: Hess, Straßmannstr. 53. Rietz, Tabakarb.-Gen., Kopernikusstr. 11. Bündig, Wallner-Theater-Str. 7.' Ii Sonntag, den 24. November 1912(Totensonntag), im Marinehaus, Brandenburger Ufer 1(a. d. Jannowitzbrücke): I. Winfer-Konzert unter Mitwirkung des gesamten Orchesters des Kapellmeisters Herrn Prlt® Honigmnnn. Kassenüffnung 5 Uhr. II Anfang 6 Uhr. II Karten 60 Pf. Nach dem Konzert; B A L, L,. Tanz frei. Während des Konzerts bleiben die Saaltüren geschlossen und es wird nicht serviert. Rauchen nicht gestattet. Liedortezte am Saaleingang gratis. 13296 Männerchor Liedertafel Berlin-West 51. d. D. A. S.-B. Chornieister: Fritz Stempel. Heute, Bußtag, 20. Nov., i. d. Viktoria-Brauerei, Lützowstr. Fl 2/1 3 KONZERT Mitwirkende Künstler: Prof. Knill Prill, kgl Kammervirtuos(Flöte)..Tlax 8aal. kgl. Kammermusiker(Harfe). ' Progr. 60 Pf. Liedertexte grat. Eröffn. 6 Uhr. Anfang 1ll2 Uhr. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt. Die Saaltüren bleiben währ. d. Konzerts geschlossen. Rauchen nicht gest. Nach dem fgjij Zerren, die daran teilnehmen, Konzert: zahlen 50 Pf. nach. Gesangverein„Liberte" M. d. 0. A.-S.-B. Ghormeister; P. A. Joseph. Sonntag, den 24. November, abends 7 Uhr: * Herbst-Konzert* in Happoldts Konzertsaal, Hasenheide 32/38. Mitwirkends: Herr Anton Sistermans(Gesang); das Kestenberg-Trio(die Herren: Leo Keslenberg, Klavier; Louis van Laar, Violine; Marix Loevensohn, Violoncello. Einlaß 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt. Eintrittskarton sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 56/10* Urania Tanbenntraße 48/40. 8 Uhr: Auf» Matterhorn! Donnerstag 4 Uhr; Gervais-Courtellemont(Paris): Bilder aus Nlordafrika. (System Lumiere.) Donnerstag S Uhr: Die wichtigsten Kulturpflanzen der Weltwirtschaff. Mit dem Zeppelinluftschiff von Sylt nach Hamburg. CÄRTEN Heute am BuStage; Eintritt 50 Pf. Klnderuriter 10 Jahren die Hälfte. Morgen nachm. 4 Uhr: Joti. Strauß-Konzert. �zzzzzzzz®: iw-teipri Jesiiniff Barniil (51. d. D. A.-S.-B) Chormstr.: Herrn. Schulken Sonntag, den 24. November 1912(Totensonntag) KONZERT im Saale des Etablissements„Ballscbmieders Kastanienwäldchen" [(Inh.: Walter) Badstr. 15—16 Mitwirkende: Frau Alma Pankenin- Aderhold, Konzert- und Oratoriensängerin(Air), sowie das Konzert- Orchester des Herrn Musikdirektors J e s c h k e Nach dem Konzert: T ANZ Anfang des Konzerts 6 Uhr. Eintritt 60 Pf.(inkl. Tanz) Während der 5 orträge bleiben die Saaltüren geschlossen und dürfen die Kellner nicht servieren Kindern unter 6 Jahren ist der Eintritt nicht gestattet 56/13 Kanchen verboten l #SSZZ2XSZZ*ZSSSSZSZZcr Clou der Saison! Casieio-TBieater L'ütbiinger Sir. 37. Morgen 8 Uhr: DaS feusation. November-Programm Hobort NeeHemunn, Äerlins LieblingShumoriit mit neuen Schlagern. Riesen- Lachersolg des St Z-r(OroSfiirft. Sonntag S Uhr: Die erkaufte Frau. keiedZlisüen-TIieAler Heute: Keine Vorstellung. Morgen: Die M! öer Töne. Ansang 8 Uhr. Passag�Panoptikun) Heute den ganzen Tag geöffnet! Älies olme Extra-EntFee! Zirkus Busch. Heute Bußtag geschlossen! Morgen Donnerstag, abends lll3 Uhr: Große Vorstellung. Zum vorletzten 5Iale die gr. Pantomimen-Burleske Unter GoriSlas in 4 glänzenden Bildern. Vorher das große Galaprogramm, u. a: Kapt. 8j»aulding, Schein oder Wirklichkeit? Albas Kopf-Drahtseilfahrt. Tonrbillon«, usw. □□ Liederabend □□ Gewerkschaftshaus, am 21. November, abends 8'/, Uhr: Käte Hyan unter Mitwirkung 1346b Emil Czilfer. Karten i. Vorverk. ä 40 Pf. i d. Zigar- Handl. Horsch, Engelufer 15, u. Buch- handl. d. N. F.V.-B., Käpenickerstr.68. Voigt-Theater. �elimdbruniien Baditraste 58. Morgen Doiine>stag, 21. November, als Ersatz j. d. Mittwoch-Abonnenten: Was Gott zusnininrnfügt... und Gastspiel in Puhlmanns Theater, Schönhauser'Allee 148: Im Corsthausc. Kass eneröffnuiig 7 Uhr. Ani. 8'/, Uhr. Nißles Fest-Säle Dennewttzstraße 13. Jeden Donnerstag: Tanzkrimzchen. C. Xißlc. Coneordia-Festsäle. Inh.; M. Wendt u. A. Schütze. 04 Andreasstr. 64. Jeden Donnerstag: Große Soiree der allgemein beliebten und bekannten floltaiis Sänger. Direktion Fr. Fanthep mit vollständig neuem Programm Anfang 8 Uhr. sli™,': Frei-Tanz. Vorzugskarten haben Gültigkeit. Admiralspalast — Die Eis-Arena Ist beute— von 10 Uhr vormittags bis 2 Uhr mittags geöffnet. Nachmittags o. abends wegen Separat• Vorstellungen - geschlossen.-- v Trianon-Theater. Heute geschwslen. Donnerstag und folg. Tage S Uhr: LiebeSbarometcr. Totensonntags Uu lZasLniIeiIsrt.isbe. Itiösiks Königskscit-Lzzilio. Holzmarklstratze 72, 1 Min. v. Bahnh. Jannowitzbrücke. Donnerstag, abends'Iß Uhr: Das yr. Speziaiitätenproyrani und„Im Jahre SOOO". Ein Zukunjlsbild in einem Akt. Passage-Theater Unter den Linden 22/23. Ki-Ko Lichtspiele. Anfang 4 Uhr, Sonntags 3 Uhr. Folies Caprice. Heute geschiosseu. Morgen und folgende Tage: Der keusche Jofepl:."Nß —" Der Rehbock."HWU Der Einbrecher. SS.— Z :: Berliner:: Konzerthaiis Mauerstraße 82.— Zimmerstraße 90/91. Heute geschlossen! Morgen: Doppel-Konzert! Berliner Konzerthansorchester, Dir. Frz. v. Bleu, Komponist. Musikc Kaiser-Alexander-Beg., Dirig. Kgl. Musikdir. Brase. Anfang 8 L'hr. Eintritt SO Pf. Anfang 8 Uhr. w..V.ga... Cr. Hachmillags-Koniert'IS.t" Pharus-Lichtspiele in den Pharus- Sälen, Müllerstr. 142 Eröffnung Sonnabend nachmittag 4 Uhr Vornehmstes Kinotheater des Nordens Künstler-Orchester Schauspieler-Ensemble 800 Sitzplätze 192/XI Eintrittspreise von 30 Pf. an. ntr Har ZltruililtuiigsSklle Lerlin. C. 54, Finiensti. 83—85. Lertualtung: Kassierer: Arbeitsnachweis: Telephon: Amt Norden 1987. Amt Norden lSü. Amt Norden 1239, 97 U. Tonuerstag» den"it. November 19Vi, abends 8 Uhr: Krancheti-Uerjammlung der F a h r ft u h l»t» o u t e u r e uud Helfer und in diesen Betrieben beschäftigten Kollegen in den Borussia-Täleu, Ackerstraße 6/7. Tagesordnung: t. Jahresbericht. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Agitationskommission. 4. Verschiedenes. Degen der großen Dichtigkeit der Tagesordnung ist vollzähliges Er. scheinen unbedingt erforderlich. Donnerstag, den Äl. November IStÄ, abends K Uhr: Vspssmmfung aller im 8., 9. und 14). Bezirk beschäftigten Eisen-, Metall- n. Revolverdreher sowie Rnndschleiser in den Rittersäle». Ritterstraße 73. Tagesordnung: 1. Die Lohn- und Zlrbeitsbediunuugen der Dreher in den Berliner Betrieben und welche NIastnahmen müsse» zu einer Besserung ergrisfen werde»? Referent: ttollcgc Mülle r. 2. DiS- lufsion. 3. Dahl des Bezirtsobmannes. 4. Verschiedenes. In Anbetracht der sehr wichtigen Tagcsordimng erwarten wir, daß alle Unbedingt pünlllich erscheinen. TonnerStag. den November abends 8'/� Uhr: Kranchen-Uersammlmtg der Schmiede, Kesselschmiede n. Autogen- schweitzer w den Musiker-Festsälen. Kaiser-WilhelnuStr. 18m. Tagesordnung: 1. Vortrag des Eenossen Di Breitschcick. 2. VcrbandSangelegen- H'eiten. 3. Branchcnangclcgenhciten und Verschiedenes. ES ist Pflicht aller Kollege», soweit sie nicht durch Schichtarbeit am Erscheinen verhindert sind, mnwescnd zu sein, weil besonders ivichtigc Araqcii zu erörtern sind._ 130/10 WeiMrbtiw-UMstaleaim ali" ÄÄX-S'S haben._ Die Ortsverwaltung. Die Mitglieder-Versanimlung am Dounerstag, den 2t. November, abends 8'/? Nhr, findet ausnahmsweise in Hsverkitfs Festsälen(frtiiier Dräseij, Neue Friedrichstr. 35 vollzähliges Erscheinen erwartet statt. Die Lrtsverwaltung. freirellgtSke Gemeinde. Am Bußtag, Mittwoch, den 20. November, abends VVa Uhr: Oeffentiiehe Volks-Versammlung in den Andreas-j?estsälen, Audreasstr. 21. Tut Buße. Vortrag des Landtagsabgeordneten Adolf Hoffmann. Diskussion. S5/17« Der Einberuser: A. Harmlt, Pappel-Allee 15. 'va M 3(tt alle Mitglieder der städtischeu Bctriebskrankcnkaffen Berlins! Freitag, den ÄÄ. November 1912, abends SVa Uhr, in den„Konkordia-Festsälen", Andreasstr. 64: Große Versammlung aller WBeder der Netnebsbranbenbasse der Stadtgememde Serlin samt der Letnebs- krailbtlibasskii für die städtisihe Narbvermaltiing' und die städtische Strastenreinigung. Tagesordnung: i. Soziale Grnndelelemente der Krankenversicherung. Referent: Stadtverordneter lEngen Brtteirner. 2. Willkür und Rechtsbruch der Betriebsleitungen gegen erkrankte Mitglieder. 3. Freie Aussprache. Kollegen, Kolleginnen I Erscheint in Massen in der Versammlung und gestaltet dieselbe zu einer wuchtigen Kundgebung! Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Filiale Groß-Berlin. 36/1__ Für die Ortsverwaltung: Emil W n tz k y. Verdsnö der Schneider, Sehneiderinnen und Väsefaearbeiter Dentsehlands. Filiale Berlin III. Bureau: Neue Königstr. 6. Tel. Kgft. Nr. 6734. Freitag, den SÄ. November 19Vi, abends 8'/s Uhr: Oeffentl. Dersammlnng der Krawattenbranche Berlins im Königstadt-Kasino. Holzmarktstr. 72. Tagesordnung: 1. Itie Situation iu der Kraivattenbranche. Referent: Kollege G. DriutS.— 2. Diskussion.— 3. Verschiedenes. Kolleginnen und Kollegen! Besucht diese Bersammluug, ladet alle BernfSangehiKigen, onch die Vorarbetterinncn, Schilder- und Biudeardeiterinne« zur Beriammlung ein. Zur schäiien Ausstcht. Kölln. Allee 159. tteuk. Ami Neuk. 386. f Schlachtefest Bußtag! Fr. Blui- u. Leberwurst 1 BSellfieisch. Es ladet freundlichst ein 1346b Barl Schmidt. �pezialarzt f. Haut-, Harn-, Fraueulcide». nerv. Schwäche. Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata- Kuren in Dr. Homeyer Untersuchung., Fäden i. Harn usw. Friedriclistr. 81, Spr. 10—2, 5—9, Sonnt. 11— 2. Honorar mäßig, auch Teilzahi. Separates Damenzimincr. Das Ideal der ßausf rau tft eine Singer Ilähmslchine Zu haben in Amtlichen Läden mit nebenstehendem„8" Schild WGWG oder ciuieb unsere Agenten GGBM Singer So. Mhmakehinen Kct.Sek. Berlin, leipziger Straße gz. filialcn in allen Stadtteilen. E. G. m. b. H. Zentrale: Uchtenberg, Rittergutstr. 19/26. Wv- Donnerstag verkaufen wir Seefische zu nachfolgondoa Preisen: Schellfisch... pro Pfd. 30 pf. 1 Seelachs ohne Kopf pro Pfd. 26 pt Kabliau(ohne Kopf). 27. i Schollen....... 28 n Goldbarsch 26„ I Knurrhahn.... n 26 Vom Freitagnachmittag ab in sämtlichen Verkaufsstellen australische Kaninchen WM- per Stück 90 Pf."MI Gleichzeitig teilen vir mit, daß wir am Donaerslag, SS.KoiremljeFünLicliterfsMe-Lankwitz, Kaiser-Willielm-Str. 43 ü. 94. Verkaufsstelle 108/5 Der Torstaad. Berliner (Eingetragene Geuossenschast mit bc- schränkter Hastpslicht.) Am 7. Dezember, abends 81/, Uhr, Gerichtstr. 23: Ordentliche General-Versammlung, Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aus« sichisrats, Vwlegung der Bilanz und Beschlußfassung über dieselbe. 2. Der Bericht deS gcrichtlichen Bücher- revisors. 3. Entlastung des Vorstandes und AussichtsrateS. 4. Neuwahlen. 108/4 5. Statutenänderungen. 6. Anträge und Verschiedenes. Die Bilanz liegt den Mitgliedern im Kontur, Gerichtstraße 23, zur Einsicht aus. Oer Vorstand A. Michaelis. Paul Lenz. Orts-Krankenkasse sär das Barbiergewerbe zu Berlin. Douuerstag, LS-Nodember ISIS, im Restaurant Haverlaud, Linien- straße 73: Wahlversammlungen. Aheads 9 Uhr: Arb eitg eher zur Wahl von 25 Delegierten zu den Generalversammlungen pro 1913/14. Abends 10 Uhr: Kassen Mitglieder zur Wahl von 56 Delegierte» zu den Gencralversammlungen pro 1913/14. Stach Z 35 deS Statuts ist die Wahl geheim"und durch Stimmzettel vor- zunehmen. Mitgliedsbuch oder Kasscnquiiluiig legitimiert. 283/12 Oer Vorstand. I. A.: Paul Schrolle, 1. Vorsitzender. Gemeinsame Ortskrankenkasse für idlershof undOmgegeud. Zu der am Freitag, den S9 November er.» im Restaurnlit Lehmgrübner zu Adlcrshof(am Bahnhos) stattsiiidende» -- Ordentlichen,.r General-Versammluug laden wir hiermit die Vertreter der Arbeitnehmer nnd der Arbeit- geber«in. Tagesordnung: 1. Wahl deS Ausschusses für die Prüfung der Rechnung des lausenden Jahres. 2. Neuwahl von sechs Vorstands« Mitgliedern(vier Arbeitnehmer utkd zlvei Arbeitgeber). 283/10 3. Sonstige Kassciiangelegeiihcitcn. Adlershof, 18. November 1912. Mag Knappe, Vorsitzender. Ortskrüiikeniinffe der Zigarrtiimaliier, Zigaretten- mnilier, Zigllretteiisortierer und deren genierbl. Hilft- lirbeiter zu Kerliii. Mittwoch, de» S7. November 19i!S, abends 7>/. Uhr, im Rosen- thntcr Hof, Roscuthalcr istr. 11/12: Generalversammlung der Arbeit- geber. Tagesordnung: 1. Neuwahl von zwei ausscheidende» VarUlllidsmitglicdcrn. 2. Wabl eines Revisors zur Vor» Prüfung der Jahresrcchnuug. In demselben Lokal und am sclbi- gen Tage abeudS 8'/.lIhr: General- versaininlnng der Arbeitnehmer. Tagesordnung: 1. Wahl von vier ausscheidenden Borstatldsmit gliedern. 2. Eriatzwahl sär ein ausgeschiedenes VorslandSmilglieö. 3. Wahl von zwei Revisoren zur Vorprüfung der Jahresrechnung. 4. Bericht des Vprstandcs uud des Reiidanten. 5. Beschlußfassung über den Zu- lafsungSunlrag als besondere Orts« krankenkasse. 1330b Der Vorstand. Willi Tschcuschuer. Einladungskarle legitimiert. Ml» NIM Fertig am Lager: IM 30. 80, 65. 55. 36] S!iiol(iii?irögeM:6o0;40M 40 M | Seinkleiter II: II: 8«. | Fertige schwarze Kleidung 1 für Knaben und Jünglinge| :: in größter Auswahl 1 P* e i n e Maß• Anierligung\ :: in ca. 10 Stunden Basr Sohn Kfielder- Werke. Chausseesir aße 29—30. 11. Brückenstraße II. 1 Gr. Frankfurter itr 20. Schöneber i, Hauplrtr. 10. ]Pran z Abraham il-md- Maesin»-a.RSm«rtrank-Ke!l. K 4, Batt«l»lr 8», Fcrnsp. Kgiit.18708 ifST|rtT Bestei alkoholfreio» Nl-Nl Oetrink. Ol Ol Berlin O�udolfstr.i. [ Arhalter-aekleldung} Hamburger Laden, Ch«rl.,W»llit.63 �fckerejonr�OB�o�� Biottnep's GroBbäckerei QeackSite in Berlin, Charlottenbura, SobSnebera, Wllmeredorf. Bohndorfs B.:lck.,Köll9stier3erilr 30 Paul Delly, Markusgtraße 16. [ ßrot-!aönk„Vorwärt8" H«rm«nnCanchj�fl£|'nir� Frana Faolmetler, ilnii«ull«Iitr.C7. E. Freyer, BlnaeciU'. 73, t. Mtrlnsatr Brotfabrik W«iE«i««, Ptrkitr. I. in Milehaeschäften Berlins. Bskuii g»s«Mn. i. Plakate. M.WI Verkauf ir Georg Qenxi Momelerstr. 80 AJesssigr�Ä�r- 38, Sskar Sankel WMW TS OencliäUe in allen Stadtteilen Berlin» nnd in Rizdorf. Cetcrtändet 18>8. Hoppe-KNr,clir Kruiiarek.Adalbertel.OO Kfiies-Grcrtbäckerel, BoUcetr. 8. Ernst Küster, Frunkf. Allee 197. Emil Lieake, Grüner Weg 122. Hermann Gerkau. Rigaarstr. 107 Mattke, Gipsstr. 9. E. MertmE, Keicheubergerat. 168. E. Martin, Gleimetr. 85. Frits Hülle, Grlfettr. 4. Allred Miilter, Brnnnenstr. 97. Roman Nowak, Wienerstr. 8. Friedrich Oste, l.IadaUtr. 10. Herrn. Proell, Nonnendamm. Friedrich Probst, Anrireaestr. 51 Bäckerei„Nordstern" Inh.: Qust. Mflllcv I Filialen i. verschied. Staditeilen Richard Reinhc aÄ. z. Arthur Roemer, Kocd. lltnun 101 Walter Rohr, Ankla raorstr. 2«. Max Sander, Dunkerstr. 29. Otto Schmidt, Adaiber tstr. 37. Helur. Schubert Boxh. Chaues.S/6 Sikoraki.Weileau4,H«la«ra dorltritc.! I Rieh. Schenk MÄ 58. A. Sdireier, ürbanstr. 61. H. Spillmann, Grüner Weg US. Gaatar Tauplts, Prinzen-Allee 61. Carl Tennert. Schlcaiucheatr. I». F. Tledemann, Bost.-B.. Kzolstr 47. Filialen in. Ben Stadt- Joaef Ullrich, Manteulfeletr. 108. VolltBüroth. G.m.b.H. Pehmarnstr. 10 Mirbacbetr. 18 Hiaelerstr. 1 1 E USaeleret. 16 E llcerscli'diH«tr.3.Kü«ibigEli«»tclkil.7k K. Walter jr-. Loa ivtr. 18 I ChoriuerBtr.SS I I Fll.Ac.kerstr.l| WllltelinaSrAr.» Otto Winkler, Nannynstr. 73. E. Wollt, Grüner Weg 75. c Badeanataiten :) Arkcna-Bad, Anklamer-Str. 34. m«n<-> Landtbcrgentr. 107 IO«aid Gollnowstr. 41. Qörgeröatl Canitz-Bad, Münrstraße 2. tentral-Bai AnzeS�Ä 35. MidignsrBailMaJcheÄ.« Bad Frankfurt, Or.Frkft.Str. 136 Lieferant sä mtl. Krankenkassen Bad Friedrichshain, Uinltb.Alleel 53 Badeanstalt, Hasenheide 18. Bad Hufeland, Hutelandstr. 45. Kaiser-FriedrIchs-BBd,Cliarl.a.Bk. | früher Münael■ Wallatr. 70771. Natlonal-Bad, Brnnnenstr. 9. Bad Ostend LÄk.»«" Passaga- Bad Reform-Bad, Wiener Str. 65. RM-Bad- lonlÄm4be-i' SiSesia sdiTssischostTs" V fiKtonla- Bad Kottbuser Damm 75 V FpiedrlchWIlhelmsbad _ Chausseestr. 87. R. Bänke, Stralauer Str. 56. Berkholz, KSpenicheretr. 70. Lange, A. E., Brnnnenstr. 167. Liepe, SchSneberg, Graaevallilr.SO. Meyer, P.,Nklln.,BerIlnerstlf>l9— 60 J. Gh. Pollraann, Lothringirstr. 65. Dainha& SeydelstraBe 16. IvCILIIC, rt. Lief.allerKassen Pr.Schulte, Adlershot, Biimarrkitä Wende, A., Zaremhay�mik � Beerdig.-Anat., Saegm.� BrcdIowKbersv>lderiL16Wörtlieriil.25 Otto Büttner. NtiikölIs.Kiiigbibiut.}:. IElrchnr bklla., Hobenzollernpl.il .lljulci Buckow». Kiiil.Krzakmmi. lo Foda Fra�kfurtsr-AUee 170 Hemlach.lPeilenseePresilaneiProm.liil Hlekel, Fr., Gr. Hamburgerat. 37. Unat. Nobert, Potsdamerstr.lUa H Petermeier, Strelitzerstr. 8. Filer-Schley, Wllh., Zo«i«aeiiti.U. W. Uflian. Nanaena" 1 T»l."ak. 283 eucht.'Begenat.) Grüner Weg 15 a° 8«r Mtrkustril« A., Danzigeratr.»6. -s J-- Hoohstr. 43 "006" Fabrikpreise Epscheinl 2 mal «rSchentlioli. C Berufskleidung BezMgsqMegBen«Verze5chniSg| Untenstehende Gesohäflo empfehlen sich bei Einkäufen Keiner, Otto, GeriohtstraSe 86. RoterLadenjSchöneh.,lltapl3lT.108 c Bettfedern u. Betten Q. B ehrende, Neik. Kneiebecbstr. 1 06 BuHuski.rebrbelUacrstr. 1, EScidub-A Carl Hönze, Acdreanstr. 55, Reiaigaag Mo» ffhRno LandsbergorAUeeUS ;•! JA JUlÜilC reell und billig. M. Zysnarski, Alt Moabit 83. c Bierbrauereien, Blerh. i. Akt.-Brauer.Potsdam.Eig.Mtderl. 1 Berlin SW, Tcmpelhofer Ufer. Ii | Brsadtabiirg a. H.AVilhelmjdortcrsi-l 10 Spez. Potsd. Stangenbler BE�usreiWEißsDSßga.lizuS"; Brarai BächM feinste Qualitätsbiere. 1 Brauerei Tivoli Sriu«�; Fruchtstr. 87 Caramel-Weilsbier fast alkoholfrei, erfrlocboad, bokftmBllek, Berliner WeiBb.-Brauerei E.Willncr veulzeds Bierbrauerei Jl.fi. Berlin-Pisch elsdorf öroterjans Halzbier. Scböat.-Aiittno.T.ni.soes. C.HabelsBrauerei hell— KabelbrSu— dunkel. Hempel, E., Mülleratr. 139 d. Unser Goldbiev* Ist nicht nur ein Erfrischungsgetränk, sondern auch ein Oeaundheilsbler ersten Ranges. Berliner DnloBS-Brauerei, Berlin 8. Luisenbrauerei WeiBenxee. Löwen-Branerei vorzügliche FaB- und Fluschen-Biere. Scholz, Herrn., Schünleinatr. 23. lfereiD8-ifBoere!MoDla.IIW(l7. Victoria-Brauerei Vlotopla-Saazarbplu Weissbier, C. ßrcitliaupt, Fallsaden, tr. 37. Tel.-A. VH, 2634. C Blumen und KrBnze D Oskar Albertus, Mülloratr. 41 Bunk, K., Aaklaaerstr. 28 R. Arkonapi. E.Degar,IUid.,ksii.Friedr8L30,Bsig9l.58 O. Hahn, Neukölln, Hennannst.70 CT anront Brnnnenstr. 63 . LdUrBUl Petenbgrgrnlrll F. Müller, Danzigerstr. 27. Gartacr. A.&F.Meltzner,Nkll.Blegbbfst. Ww.RntschkeNkP7.Hermannat.C2 Topfpflanzen allep Art Bll�,Rudowerstr. 92 93'fel.N'enk-l 34 c Buttap, Elap, Kisa 1 Perd.Hahn.BsrllaPtrlsrsbansrai?!» MM, w Berlin und Vororten Fordern Sie Wesenber� p.......... � Clgarpenhandlungon J ? Hoefer, Kottbuaur-Damm<9 1 iRillersl. 77. Admlr»lsl-3. PrudentHt H.[ Klein. Wilh. ÄTum� J. Notbmann, NW 87Turraatr.89. G. AS.Peterke, SO.Kottbaisntr. 14. W. Schuster Nf, Neanderstr. 28. Alb,Werner,Eeke Eiszltti Ackentr ��Bsmonkpnfskflon�l Nouköliu, Kargslr. 133 Gelegenheitskäufe. DombrowsKyÄ�ili DaeA«»# H Koirtaserdsm® 76 nes» jj HirllfolKiii'g.EriKittr.SS. C Drogen u. Farben D Reinb. Assmus, Gerichtstr. 10. Gustav Bersug, Weidenweg 80. A. Dlepow, Tuuroggeneratr. 12.. Haeberleln. Trepl., Grssli-Boiekestr KlBhn,H.,Nkl!B.Ksiser-Ffleilrith» 1.331 ---- Kukölli Hermannst. 119. P.Lehrke,Kollbai(rD:xm31-8>,Pa[(gD Alfr. Marsch, Culmstr. 37. Rathaui-Drogerle.XUla.Dmulr. 34 Frinzenstr. 103 H�-»» Fr Schlussuusa, Liebaueratr. 22, Hugo Schnitz,"MÜTleratr. 166a.. Hyg.Oummiw.jPhotogr.- Artikel. Wcrder-Drogcrie. Brill. KaJiwarit Sa. Zobal, Georg, N, Ackerstr SO. f Elsen- u. Stahlw., Waff.) Aln, 0.,N'Iillg.,Kai8er-Kriedrichst.6 Otto Anders, Kottbuierdamm 6. W. Allner, Mulackstr. 24. Beutel, C�Boxh.,NeueBahnh.St.t6 Herrn. �raun, Landsbg. Allee 149. Grüner Weg 49 BnUerhandlung J. F. Assmann 20 Filialen in Berlin O._ Dref Kronen DJ&lohn Fried. Göseke, 7 Filialen, Wrangelatr. 59. Emil Braun, Andtrusl. 75 Eck« BreM- G. Brucklacher, S«, F.Beutel, NklIn.Ktl««r-Prirdr>lr.77 Flnek, k., Spaadaa, Sckögtwaldwitr. 34. Carl Jung, Stramitr. Ii. FranzPfeifer, O.Frankf. Allee 139. ]ungblutli. HeisiiDstr. 172. H. Rockstroh,«Ä,. Rfililoiann>P.,HQI1er8t.4ab,E.See8t. F. Sibu bei t.VolflUI. 1 0, E. Schrtiatntr. SeIlBch,Th.,Nkllii.,Hermann9tr. 49 E.Timm, Schleif., Waldemarstr. 73 Müller- 30 Straße(3. Arthur Welgel�ir Kiew Ulnimsr Alexandrlnenatr. 14 RICA WellDdl Reicbenbergerst.lOO (Inb. Otto Janke). fTahprtdj�Ihmaeöhr) Falirrail-LeüiliBD: Ifliimaaa Neue Sohönhanaer-Str. 11. Fahrrad-Haus.Frischauf Brnnnenstr, 35. Gründung und Eigentum der radfahrenden Arbelteradiaft. ir 6 40 Filialen In Berlin und Vororten August Holtz{LÄ. Kosmalla, L, 48�«- f r Fahrrd.. Schallpitt. ü>iieBkgrjst.47s W.MallosdikT.Uherbaunist.S, Bsp A.Techow,N'tnt..Sckil!erproic8g«d«28 { Flrberelen, WHaoher, � Gruß-Dampf»äsdierel „Sppeenlxa" Berlin SO., Forsteratr. 5-9 Tadellc«» Wtache! Billigitt Prtitt! Ch. Engelhardt Neukölln Filialen in allen Stadtteilen Groß-Berlin«. P'arH'Qiikoriliar�TI DIU 1 n»»», Goricbtsstraße 23 . w. h. nanid Tel. m 1309 i 48 tigtüs ßctailgeschäfte Schulz, Arth., NHlg.,Hermannat.66 Schröter, R. 4} Utrkaufssulkn O. NaeFe Färberei o. ehem. Wäscherei f. Herren- u. Dnmengarder. t Lüden in allen Stadtteilen I Berlin, Rizdorf, Schöneber; 1 Uhly&Wolfram 1(1. Kullick, Kilrb..tVii8cherei Fil.OautavAdolfat.l, VTeißenborgcrst.*! SwineBünderstr. 56, Weddingstr. 9 MällorlOajNeakülIn�Ionn&Dnsir. 37-38 Vereinigte 48 Pommersche Terkanli- Meiereien s|ell6D- c Fischhandlungen Cacao, Chooolada Adler's Konditorei, Wrtagelsir. 87. Althan», Krsgier-Bo»b.Lipdoweritr.l6. �TOlkWERCP� Gold I Silber Kupfer Schokolade• Kakao In drei Preislagen. Die verschiedenen Sorten sind untereinander gleichwertig und unterscheiden sich, wie die deutschen Edelwcine, nur durch ihr Aroma. Cyl IQV Filialen!. all ■ m-Aj vi StadtteÜexi. C.Oittmann BerunÄtt. yiisliler&Bgrtiioll»� rFiol�vhcp�uI�W u paf«. � JdI. UmaDilowitz Vr G. Amilog, Neukölln, Elsenstr. 74 Augast BlrnstelnDunkerstr.TS. M Beert AngultT Alles 9 Wilhelm Behr Wurstfabrlk, Spedt- nnd Schinkensalzerel. Berlin-Schänebcrg.Kiloaaca'tl'-5® Baste und billigste Bezugsquelle f. Wiaderrerkäufer. Hans Böhm, Weidenweg 31. Anton Buchheim, lIlcaBc»""1- A. Beutele. Thaerstr. 21. K. Christ, Elbingerstraße 58, Darge, O., Finowstr. 5. W. Dörr. Schivelbeineratr. 27. Angust Beuger, Grünauerstr. 8 Feyerherm, F., Alt-Bbibzgm 11. W, Friedmaun, NkUn.,\VtrthH«r.7. Fr. Oerlacb, Tauroggeneratr. 1 a. Gustav Glrra, Waldemarstr. 21. Rob.Gleue,WeileiuM,6giUi!»lfitr.t3 OttoC}rube„0�teS7. üasinde.RIch.Sn. ß?lj(hmaaD�Ä4nÄ O. Gleich, Nsntolln, Eohtizollenpl. 7 R. Grleger, Cbarl., Caucrstr. 19. F. Outachmledt, Koloniastr. 32. Heinrich Höhne, Skalitreratr. 97. Janik, C. Ka8pnker- Fr.J>«tieh,K»Hbi Dsb» II.EIeiieh.W grst B.lüiiDi""■ F'ei8Ch" u Mantouffelstr. 102, Helnr. Bochmann, Zietbenstr. 4t. Max Kailer, Ziethenatc. 27. Wilhelm Kitz, Kniprodestr. 118. Fritz Kieia. Kottbuserdamm 12, Fritz Kleaae, Markusstr. 31. Bruno Keiler HutfÄt. Otto Koch, Alte Jacobstr. 17. Fritz Koebke, Kl. Andreasstr. 11. W. Körte, Nsgk.WildrgbrgcIni. 54, T. 743 Bruno Kusche, Fruchtstr. 29. Einst Kolbe,0. 113. Welchaelatr.lS Königabergerstr. 37. l,fr.FI«iiet- i. Kgmvarra H.Kops, Ktiaickani, Rtiübaatr. 154. A. Lange, Btlgickiir.,S4k4iiwtb«rilr I) i Rob. Liiidner,SfÄr.8 Wilhelm Liebherr ZT'l Fr. Lindemann, Emdenerstr. 45. August Lincke, Alte Jacobstr. 26. Emil Llndigkelt, llieksslkircbitr.8. Lochmann, Malplaquetatr. 32. loelilfi, Joh. Aug. Haar, Scbulstraße 103. Märk.riclichkana.,KkUa.,W>rlh«>t73 M.Hauersberger.Nklln ,Ktgairilr.l6 R. Müller, Pankow, WolIankst.IOl Georg Naumann, Glrtneratr, 19. F. Hßöorcwjky Paul Nuss C3&-z P- äo Große Franlcfnrterelr. 18. Wuratlabr.,Landgbg.- Allee 130, Spz. Roll.. echlnk..NaB3ehlnk.,86biet«g'pstk Riedel, B.H,r,D»r,,r Rodewald, Prtml.ällcell T.KnillOI. Franz Rose, Erankf. Okagciee 2t a Ottomar Rudolph, Gärlnerstr.lT Herrn. Rauchhaid, Zietbenstr. IS- A Rehmet, Moah., Perlebergerat 2 Otto Schmalz), Jahnstr. t. L.Schramni.i alersir 23, T Xpl 1 1 707. OttoSchleusener, N'kllg. Haiisent.k Koppenstr. pez.Wurat-( Spez.Wurat-Oesch Ang.SzczygleLN'kllB.TsopitfHtllO" Otto Schreiber«ro�rn(1'trr1�; E. Schauer. Huttenstr. 70. E. Seharsber», Raliicteilf.. Hsutat S. Max Schubert St»rg»i3.FUi>tb-Z««lr»lf,Sttrj»r1erit 52 -J�hBrlaf. ruiieh- a. Warst-Fabr a r. SommsraiaiB, Boxluga iientJI E.Trapp,Wonttegtnlt,WsIdegiergtMI Tacberbner, Straßmannstr. 8. Max TflmmeI,CbriatbDrgcratr.24. Karl ünte Utzlg, Paul, Koppenstr. 28. G. Vettin wBe| Warschauer Fleiich- u. Wurat- Centrale, Warschauer» tr. 81 A Wenzel, Woidenborgerter.SO KördÖcnlache Ficiich. Zentrale- f. Elanermau, Seeair. 78, Gaiaeaatr. 49 Panl Zwarg, Landsberg. Allee 136. Ernst Ziffer, Oderbergeratr. 37. � Big« gi. PopzelUw � O. Krüger, Weißonburgeratr. 79. {Spaminoph., Sppmchm.) W.Becher, CkIbg.>TilsenlorIenLl27 c Haar-Aptikel Berliner Zopf-Zentrale Inh. Rieh. Hüller nur Kottbuser Strasse I Spez. Champon, Frieler-Salon Unterricht In allen Fächern Iii iL Aggtaet gevibri 15°/« Babztt. Rob, Kortmann, Schbowaldf rilr. 28. H.Nlzdort,Friakf grterAII. 1 97,5"«B»b. Haus- u. KOohgngerltn � Uamnlrir Spandau, Schönew.8t.92 nOÜIilIll,Eiiisille,Glu, Ponellna.Unp. Rocl(rtfoli,HartG0.rsk"hÄm. R-Stütze, Waachg., Nannynstr 81. D Herpen-Aptlk«! H.Bock, Nenkdlli, Kaller Friedriehit. 1 0. E,FI8rBckesÄ"Ä..k KrBu»e,Wllh.,NkUn..Harm.-3t.l68 Ad. Mahnte Nordring, Brnnnenstr. 94. A. Samuel, O.Mirbachst. 62, Scbirne. Srhnl? rt«w vargstr. 141. OCIIUlA, USW-KI. Hirniaiia-Ir. 171. Max Schulze, Hocbmelsteratr. 8. �Jferren-u.KnabBngarjl.� JVE«» a-m Badstr. 26, Eeke . APlter Pnnzen.Äl|ee, Besäet, Jnllnt, Xklli., Bergstr. 19 Rosner, Max�X�r.�: taget fertig und nach Mal Jttliua Salomon, Brnnnenstr. 36. i Qphnll FriedenauRheinst.9 J. OtllUII vorz. d. Bl. 5»/» ( HOte, MBtzen u. �elzwj Hermann Haaae,Inval!denet.l2S Rurhaus Horden DA Brunnenstraße 52 BadstraOe 65 Chauaaeestraße 55. Dresdnerstraße 120 Beiße, Rud., Cbauaseeatr. i M. Grund nur Branncnst. 177 Sert.U-cßiiRZle»b'""""'"' Weiakargivtllf Hut-En gr.-Lager,Boik.,a>rti«nt.24. A. Lemalt re,Wilmsdrf,,Berliier»l.l St. Rieck,Em,cB«'tö. Scboerr, Herrn., Wilmarsd.-St. 46. �/aa#am C* Kottbuser- U BSier, Ei. Damm 18/19. Zum Huiwinkel S. Kohls, Chausseestr. 85. � Kaffeo-SpezIolBeech. J UnerrelohtU tu Pf. pro Pfd. Edcl-Maii-Kaffce Marke Mai-Ko Qenereldcpol Norden, t'bagi.ceMlr. 1 16. Fernspruhcr Amt Norden 584 g.»904 Filiale« EW. Gne.ieniuilr. 154 und blucbfrslnte 14. Bei Abnihm« von 5 Pfand frei Hag». c Otto Qoetze.KollbuerdaoB 1611 7 Hof. KaufhAuaep D Z. AleiaDder h Co. Badstr. 55. BpannBernliarfl MaösFpledenaiiRtisiiifij,� Liefort.<1. Konsumgenoaeenaehft. B. Begpiii z Co. f Kahlen, Koke, Brlkattsj W.Pieper, meisterst 12 Siemen, A. R, Kobltabbf. Weddlt| Karl Werner, Neuk. flötheatr. 10 Kolonialwaren D Babel A Hanke, Wiligsokentf. 47, O.Behrene.SchöncbergAkiiieagtr.O Bndach, Franz, v, Goßleratr. 23. Georg Büro«, Stromstrale 39. Gg. Felat, Nkl., Woseratr. 4. A. Fiedler, Köpetlck,■oggelk.St.ll. ReiR Neukfllln 1 Filialen in ollen Stadtteilen. Fritz Oeruli, Beuaseletr. 75. CrooiMel- Str. II. Kopornikauü. 18. Niedeibarnlmatr. 15. m Sellislkosteoprals 4- 10% Cbarlottenburg-Wilhelmsplatz [Neukölln, Borgslr. 21. Mitgl. d.Wahlverftins Leake* Slupecki, Etkönk.-Alloo 70 o MarfIK S- hergstr. 44-45 HdllUN, ü. fenigo g. Baliebneideroi. Monategardoroben v. KaTtlieren Zum Kalmann Primenatr. 64. Ecke Aaoenitr. Heini che, WUh., Markgrafend. 27. Fritz Hühner, Scbliomannstr. 11, Kohle, W., Uchtoakirg, Dagoiitr. 59. Krämer, Rieh., 0,Eiog3rtuci9tr.S7/S8 Ups, Chamissoplatz 8 Lossler, O., Waraehauer Str. 5. Lackner, Felix,!lklIi.,WeichieUt.7 Karl Mercier, HuttenstS HMüIIop Gebe aufWar.S*/«R. .IflUIICl Tegelerst. I II 7002. Uüllnr F. Kottbuser Damm 31 iulllltit U, B4na.8LI55,Knsiobeckitll Friede, E., Bozhag.-Cbauasee 22. A. Rambold, Prinzen- Allee 18. Carl Rohre, Langhanastr.58 n 148. Willy Rotiiifi Runge, Otto.Hklla, Hermannet. 65. A. Sägebarth, FekrbtUiiet Sit 24. Schneider, F., N'kiln.giiior-FrielSt.75 Scheffler, Carl, Badstr. 16. Fritz Scheel, Sehwedteratr. 47. Schienther, Emil, Huttenstr. 7. Rudolf Spremberg,Wörtheratr.l. WUh. Thomas, Reiolcktnd.-Stt- 54. Otto TQch, Gubeneratr. 11. WU11 Weganer, Posoneratr. 5. �Kordwnr�KlnUorwag� Metzners Btu�ter.87. Flacher, Wllh.,N, 8*lBoali4.-8l U« Lange, A. E., Brunnenatr. 197. Lodarwaren 1 AÄgemeier.MoBBieMt.SOE-WilBerfdfst. Grüner Hermann Callieswag1 ImlH-IBIlBr"1"'' 100 Kolonnenatr. 64. c Lahranstalten D Zuechneldo' Akademie A. Gorski, Alte Jakob»tr. 45. ���eh�nndlungen��J Bethkc, Georg. ÄX Rizd.,EIbest. 3S.Kti>.-Fri»4l.-St.«4 Weserstr. 189, Friedet, tr. 23 Treptow, Grätz-Btraße 64._ Bordeach G Nklia.Kala-Frd.-St 29 Bernhard Danne,Kut4Dioa>U.55-51. C. E. Fink, N, Pankstr. 92. Halff,Horm.Nklln.HermannBt.227 IFrese, Ernst 5 t8tofte Gaege.Otto Chb'�g.en Paul Gaege, Spandau. Ine UsitlrnMoNl u.Kolonialw. JUä.ndUKB Bergmannstr. 95. Reerma, H.lKkll|.,H4rmannst.l72 Karl Bahn, Schererstr. 9. Korn, JluSo Lfidtke, H„ Fruchtstr. 67. G, Lauplchler, Turmstr. 80. Oua.Meyer,Iltlnk.-SLI9,VittiL-8Ll C. Neugcoauer Ober-Schöneweide F. Pflugmacher, Coionnenstr. 48- JaLPßDDHÄÄÄ CfiSSmiH 3««rttk.n«»ertei-»keii HUUCIUm, p«nt««,uL Thleke, Nachf-, Prinzenstr. 10. B. Wondler, Keinickendorferat. 6. B. Zyczynsk), N-eak)lla.1,jgaitritr.59 Damaschke, Invalidenatr. 144- G oldmanu, Sf4BdoB.8obbDVaIdeiil.84. RHlagemann, Kistiiiien AIlee4. i'lji. Daehne, F., Ri., Neu« Jonatatr.SS. J-Deutmann, Golegeiiblik.ileaMili.2 1 lEOäBL licunnen- Str- 162. Oeppert, Paul, Zosseneratr. 32. Gleiser, A.f G.Hache, Wilbelmshavenerstr.20. König, A-, Nkllo.,Berlinerstr. 102. Herrn. Kogel H.mÄ.12. Küchenmöhel BerlinerKüchenmöbel-fnbrüc NnitKönigst. 31-32, T. VII 4746 anno Mav��hwedter St.so .dliyC.IHctA a.d.Kast. Allee. egmund Dr»(4.-8l.l6 luchToIhhlgl MöhelSelegenhe!» Acklam, Charlottbg., Wallatr. 59. Möbel Karras U»Idemirjlralo 15x44. Hugo Höh, W. 57, Potidaaientr. 82g. F.llllIBilMÄÄWi Emil Huflar Tlgehler-Innnngsmeiater Prinzenstr. 84_ Schmidt, Otto Ciehobll M Gneisonnostr. 18 OlEUliny, W. eiJ.TischL-TtfL-M'bst A.8«hutcr,Ub.8cbiinovii4i,E4uoast59 Schwanke. Rlxdf., Herniann.tr.229 nomann Weldomaratraßo 72 llbill Clii!l,Eoko.Mantoulfelatf. h.TennigkelLElaaßeratr. 21. � HIBbel-Tranaport � pIEnJeräjiBrseMxTrTITSr�dlMO. Kröger, Ktitbpnb. Bt. 16. Tel HfU]07 Helnr. Kaufmann, Linlenat. 145. J. Lange, Rlttersl. 96. Mptz. 4195. F etil Schur, 6.oi.b.E,Olrbiegitr.Bg.ll. c Motkeralen J MQli(.S1lEllluTorÄi.?t5lÄrr.8i. O. Oollsch, rnbaswiLIO.älUaaileni Milch Schmidt ■eukfilln Ifermannstr. 59, Hermannsfr. 95-96. J.Reich, Birkegilr. 32. Zwlogliilr. 33 „Schweizerhof", Meierei und Milehkuranatolt. Emdener Str. 46.:: Tel U 2565. c Miialkallon D Scholz Frankfurter- Allee 73b Frenkf.'Chauaaa« 115. Klrat, R. Brunnenetr. 45. Noten. Lorenz Rahmel, Oranienstr. 163 C Mlhmaaehlnen D Bcllnmnn, E. ü>, Waschmasch. I Cbarlottenburg, äpandauoratr.3 alle Systeme ohne Anzahlung, Näiunasctiinen Läden In allen Stadtteilen. ütlaoef,y8rlf.Vilk6,�'.l?'ai.V. F.W.Ei;lt!!i]l.n"Tcsbo''io9.''" Afrana-NShinascIilRon 6. A. BBlIoer.Androa.cstr. 70, rottrsiiuigor- itr. 87, Spandau, 8ebenvaldontrl9. c Optiker J Dane, Paul, N, MQUerstr. 174. Groß, Paul, Warichuu.rstr. 66. Schobert, Cnrl,Nhlln.Bergstr.l48 Wlenatnich�fudiB, Piiid4Eintr.il, � Photogr, Atellern � W. Scharf, ll'.'fr.ultrTor Ehuionl.l � Pnplar�irsöhrnlbw.} O. Prochnov, Kkllg. Hcreuutt. 69 Seidler, Louis, Nklln.Bargatr. 42 c Pfandleihen D Langer, WraBB4l3tr.9Z.BllllgorT»fb'°f- A. Heuäel, L Gericbtstr. 34 BiIligerVerkauf,J_I. Mülleratr. 158 Schmidt, Fennetr. 3 L Photgr. Apparate J) SAil ÄSÄ1 liltolS. Sehunh. Allee 80 IKiniel Verkauf z. Kogrospreisen. Ugerd.Zeitqng?)"„Hebittt |T>ergstr. IHerpannst. 163 C. Kühn Herrn. Kärrner, Cöpeniek. Ernit Müller, Teltoworotr. 59. Petersohn. Osk.. Mülleratr. 155. Schmidt, Gebr., Fennstr. 59. Fritz Schlott, Moabit, Waldstr. 34. Sommer, Wilh., NjScbdih.-Allee 85. Jehnichen,NkUa..KaixPrieir.-Str,18 Q.Schlensaner, Warschauerat.gS Seifen D Heldke, Paul, Burgsdorfstr. 13. Oost. Banae, Eleaeaeratr. 9 a. QTegplohejKOardlnenJ Gardinenh. Bernhard Schwartj Berlin, Wellstr. 13(dreizehn). rOcilz X'NT j��h�n�T�oldwaren) Otto Biekel, SaHÜt"6"«?"*" A.E.Deike�ÄÄ8 Guataw Sohoder Fabrik moderner Goldw. u. Uhren Hauptgesch.S.42.0ranienst.l55/58 I. Filiale W. 80. Lützowstr. 80. II.„ Schöneberg, Hanptst.141 MaxEiscrmann,th«rl.,Nthrit'j'ilM6. Max Ihisse EllinffbauseBa Gebr., Grüneirwtf 4T Fenuke, S., KottbuaserdammS«. P.Gädtke, Elbf.-Str. 40B.AU Moabit I ßohharHf CharlottenburK J. aeUlldlU l Cerlinerstr.124. Ernst Gräber, Brunnenetr. 78. KnlebuscbgW.» Frft. ChausseeSl Lehmann, Alb-, Frankf. Allee 40. Lehmann, Wilb., Kottb.Damm28, Molte, K., Simon-Pachstr. 13. Brunneastr. 112.| Brunnenstr. 81| jultxow, Job., Müllerstr. la. Emil Quade O. Schantow, Oranienstr. 45. Il.ScIimelz,beSt�tt Sehönemann, G.,N'lilln.,Borl.-St,TS SchumRCher.O., Tegel, Berl,-St.5a. Max Storch, Eibingeratr. 100. A.Trenner, Willnlm5rub,H»opt«'r. II. Uhren-Klinik, HrsageD- EBerieaeriL Wegner, R. Xkll. Bergstr. 56. c Vernlcherungen 3 «Deutschland" Berlin Arbelterveralchemng— Sehützen- Sterbckassenvcrgicherg. Straße 3. „Friedrich Wilhelm" Barlin WS. Behrenstr 58—61 Lebens-, SI'rbelMäen-o.Arbeitcnfrsiebg. Mit n. ohne ärztl. Untersuchung Jabres-.Monats-.Wochcnbeiiräge .Iduna'zu Halle a.S. Berlin, Charlotttnstr. 82 Volks- und Lebensvereinherung. c Warenhluaep D Wilh. Herrn. Lesser KoleuL54 Schöneberg KolegslSil Bei Jedem Einkauf Rebattm-| I üvfcgo BpI:»gl 1 60 Filialen In allen Stadtellen.| Onnivari Großdeatillatlon ÜOOraU Oranienstr. 207 |i{eniiannMsyer&i;o.,AG!.-i)es Brunnensfp. 16 und Filialen. ___ Elaz«l«ärk.i.Bogr-Fr»ii Qroßd..Zar Sonne', P. Frtudtobcrg �JjjfnlB-j��U�rTpIkofcJ l Chausseestr. 67. PI. Gardeis | Georfli, Ernst �»1 Hoppe, E., ßchtrnweberstr. 52. JuUus John J.Juncker, H. H ermann»tr. 172. Cerl Klein, H5ohitestr.l6, N.0.18. Robert Kutache. Oubener.tr. 66. Fr. Oliwetxkl, All« Mobslr. 117. ÄOißn SCtinilP Alte Schüfzenst. 9 Schrora, Lina, Mlrbsolistr, 61. Hermann Meyer, 8eblielb«li«f St. IL L. Schneider, Weberttr. 61. Albert Vogt f Wild u. BeflBgal Zeremba.Wela'berg«*«! 1- I-Sl" 8532 f Pupgnn WH n"ttn wart tAI SchÖDhÄUSCF P. R. Zierow, auco ns ��Hoaterhandlungen��J Luiief'röniel, Grelfewalderstr. 199. Prima Legehühnai' l aowie Belli t uorn; Geflügel-Imporlhaus Neukölln, KneaebrckstraBe 105. C.DittmahnB,S""4«. P.HildelJrandtstrrX?«. Wert PfadituÄ- Schmidt, E., Spandau, HtTalst.ll Zastrow,l»B4«liergtr.AII«el47.Flkeba, 4 Zahn'AtgUnr J M.Oorodiski,BIitiNubf.llraDnea>1.86 OHiller lVeinni(lsi«m,io;llT.S4.767l HoUbruth, Herrn..fMkr.Sgear.l8'' Heräd,H.,EI»uccr»l 97(EwcauLFIa't) Körber,0.,ll»rieB4orf.C'b»o,i«4«,r.'9* H. Lindeke, Warscbauerstr. 80. M. Kasenke, Birkenstr. 22 Witte, Max äuSÄi." W.Wetlstädt, 8tril»under»tr.l2. gctanttoflitli�ec Redakteur: Aljrch Wiklepp, Neukölln. Für den Lnieratenteilverantw.:TH.Glscke. Berlin. Druck IL Verlag-Vorwärt« Buchdruckerei». VerlagSanstalt Paul Singer ii.«o, Berlin SW. Nr. 272 29. Jahrgang. 3, Ifiliijt i>rs Lmiick" Ifriintt WIKsM einigermaßen ausreichend. Ter christliche Mctallarbeitcrvcrband unnötig ist es aber, wenn sie uns m üifcc bcr icrtcibigu 0 erhob deshalb Forderungen, die im wesentlichen dahin gingen: 4M." hm �" im------'tr"t s;"'H ,T'' � Mindcstlohn für ungelernte, 5 M. Mindestlohn für gelernte Ar- heiter und Frühschluß am Sonnabend. Daß die Arbeiter, denen sahrzehntelang das Leben in einer von Naturschönheiten bevor- , zugtcn Gegend, den westfälischen Tolomiten, als hinreichendes GewerksckaftUckes. Verlin uncl Nmgcgcncl. Achtung, Bäcker! Die Bäckerinnung zu Berlin hat zum Dienstag, den A. Novem-' Äeqnivalent' für unßenüg,cnbc lTör)nr�alT,rc'nkidrciiVe''l)aTbmcßi ber, die Wahlen zum Gesellenausschuß und zun: JnnungSfchieds- anständige Bezahlung verlangen, wird man nicht nur gutheißen, gericht ausgeschrieben. Wählbar sind alle über 21 Jahre alle über 21 Jahre alten Bäckergesellen, die in Arbeit stehen und eine Wahllegitimation be- sitzen. Diese Wahllegitimation ist von den Meistern zn fordern Da die Bäckerinnung Zwangsinnung ist, sind auch alle Bäcker- meister, mit Ausnahme der Brotfabriken, Mitglieder der Innung und ihre Gesellen wahlberechtigt Es wird dringend ersucht, sich diese Wahlkarte vom Meister unter allen Umständen geben zu lassen Die Wahl findet in dm Konkordiasälen, Andreahstraße 64, in der Zeit von nachmittags bis 5 Uhr statt. Nähere Informationen über die Wahl finden die Verbands Mitglieder in dem Flugblatt, das diesmal mit der„Fachzeitung' mitgegeben wird. Wir ersuchen dringend, dieses Flugblatt auf- znerksam durchzulesen und alles zu tun, um bestimmt zur Wahl kommen' zu können. Ganz besonders aber ist es Pflicht aller Per bandssurrktionäre. für die Teilnahme an dev Wahl auch den letzten Kollegen aufzubieten. Stur wenn jeder seine Pflicht und Schuldigkeit tut, können die Machinationen der Feinde unseres Ruhetages und der Feinde unseres VerbanideS zuschanden gemacht werden. Zentralverband der Bäcker und Konditoren I.?l.: Franz Schneider. Ein Gewaltstreich der Viktoria zu Berlin. Die Gründung der„Bolksfürsorge" wirft im Pcrfichcrungs- ge werbe ihre schatten voraus. Tie ersten Wirkungen! sind über- raschcnde. Tie„Viktoria" wird nervös und— maßregelt. Dies Institut, das bei Slustwhme der Volksvcrsicherung die wohltvollendc Neutralität der Gewerkschaften! diesem GeschästsMeig gegenüber sehr wohl zu schätzen wußte, ist inzwischen mehr und mehr in die Methodeir der Ccharsmvckwr versallem als die Gewerkschaften ihrer eigenen Angestellten, insbesondere der Zentralverband der Hand- lungsgehilfen, im Betriebe zu bedeutender Stärke heranwuchsen« und zeigte, r, daß sie sich ihr Recht, als Gleichberechtigte mit der Betriebs- leitunz zu verhandeln, nicht dauernd eskamoticrcn lassen würden. Jedoch suchte die Direktion bisher ihren s cha rfmoch-e r i scheu Prak- tiken stets noch ein Mäntelcheni umzuhänge»!. Sluch das ist nun vorbei. Klar und deutlich erklärt die Direktion den Vertretern des C. V. d. H., daß„Viktoria"-Angeitcllte, dereir Ansichten mit denen der Direktion im Widerspruch stehen, aus den Diensten, der„Vikto- ria" auszuscheiden babeu, und diese Wendung zeigt wohl dcntlich, daß„ran die Zugehörigkeit zur Gewerkschaft mit allen Kräften verhindern will, daß man glaubt, sie verbieten zu kömien. Diese Aktion der„Viktoria" fällt zeitlich zusammen, und das ist sehr bc- zeichnend, mit außerordentlich niedrig stehenden Angrifssartikcln ans die Idee der„Volkssursorge". Ter Zusammenihang ist damit wohl geklärt: Tic„Viktoria" hat vom Proletariat nichts mehr zu hassen, weil dies nach Begründung der„Volksfürsorge" bei der „Biltoria" keine Volksversicherungen mehr abschließt, damit cnt- fällt für sie der letzte Grund, auch nur scheinbar auf die Ansichten des Proletariats noch Rücksichten nehmen, und so versucht sie durch Entlassung der wenigen ihe bekannten Häupter der Gewerkschaftsbewegung die Organisation zu bcrnichtcin Es wird ihr nicht gc- kingen; hinter jedem, den sie maßregelt, stehen! Hunderte, die mit Msamemngebissenen Zähnen sich innerlich das Wärt geben, auszu- barren und trotz alledem und alledem der Organisation der Iliigc- stellten die Stellung der industriellen! Verbände zu erkämpfen. Aber sich selbst wird die„Viktoria" mit ihrer Taktik schwer schädi- gen, denn daran zweifeln wir nicht, daß die„Viktoria" nicht nur in den Kreisen der Industriearbeiter ihre Rolle ausgespielt hat, sondern daß auch weite Kreise von Privatangestellten der„Viktoria" von dem Augenblick an als Versicherungskandidaten verlöre»! gehen werden, wo diese Vorgänge einer breiteren Oefsentlichkeit unterbreitet werden. Am Freitag, den 22. d. M., wird im„Deutschen Hos", Luckaner Straße, eine Versammlung mit der Tagesordnung: „Der frevelhafte Angriff der„Viktoria" gegen das Koalitionsrecht ihrer Angestellten" tagen. Wir rnscn alle Privatangestellte aus, gegen die brutalen Maßregelungen der„Viktoria" schärfsten Protest zu erheben. Es gilt das heilige Reckst, das Koalitionsrecht, zu schützen. Das Referat hat der Park ei genösse Rechtsanwalt Hcinemannl übernommen!. Die Fraktionen des Reichstages und des Landtages sind zu der Frcitag-Bersammlung eingeladen. sondern sogar begrüßen müssen. Tic Forderungen wurden glatt abgelehnt. Ein Teil der Arbeiter der Firma Schmöle trat daraus in den Streik, ein anderer Teil wurde ausgesperrt. Nachdem bis zum 25. Oktober eine Einigung über die Wiederausnahme der Slrbeit bei Schmöle u. Co. nicht erzielt wurde, sollten alle im Arbeit gcbcrvcrbaud zusammengeschlossenen Firmen die organisierten Zlr bcitcr zum 0. November tündigen. Mit diesem' Tage wurden— da alle Firmen dem Beschluß nicht folgten— rund 1500 Arbeiter aus gesperrt. Da eine Einigung bisher nicht möglich war, hat der Arbeitgeberverband am 17. Skovember beschlossen, die gesamten Ver bandsbetriebe am 7. Dezember völlig zn schließen. Bon dieser Maß nähme würden dann in Menden und Umgegend 4000 Metallarbeiter betroffen. Tic Inhaber der Firma Schmöle sind zwar Protestanten, aber die übrigen Fabrikanten sind zum guten Teil überzeugte Katholiken und Zcntrnmspartcigänger. Insbesondere trifft das aus den In Haber der Firma Kissing zu, die eine der größten ist und schon am 9. November mehrere hundert Arbeiter erbarmungslos aufs Pflaster warf, weil diese sich nach einer persönlichen Ansprache des Herrn Kissing weigerten, aus ihrer Organisation auszutreten. Durch diese SNaßnahmc des zcntrümlichcn Herrn Kissing wurden Leute betroffen, die über 30 Jahre ununterbrochen bei der katholischen Firma arbei- tctcn, Tic Firma Kissing ist zudem eine besonders fromme Firma. vaie fabriziert nur Kruzifixe, Christus- und Heiligcnmedaillcn und sonstige Devotionalien, die für die gläubigen Katholiken aller Welten bestimmt sind. Herr Kissing ist durch die Fabrikation dieser heiligen Requisiten ein reicher Mann geworden. Während die Gläubigen in inbrünstigem Gebete die Dcvotionalicn an ihre Lippen drücken, hun gern in Menden, dank der Humanität des katholischen Fabrikanten, die Arbeiter, die für unzureichende Löhne die Kruzifixe schufen Das ist natürlich nur ein Beispiel für viele. Die glechen Gegen- stände fabrizieren auch noch andere Fabriken In Menden herrscht das Zentrum. Sluch der weitaus größte Teil der Arbeiter erblickt im Zentrum die Partei ihrer Interessen. Bei der lkieichstagswahl von 1907 entfielen auf das Zentrum 1614 aus die Sozialdemokratie 140 Stimmen; im Jahre 1912 wurden für das Zentrum 1711, für die Sozialdemokratie 644 Stimmen ge zählt. Für Amt SNenden lauten die Zahlen: 1997 Zentrum 1313, Sozialdemokratie 38; 1912 Zentrum 1491, Sozialdemokratie 134. Tie erdrückende Mehrheit der Stadtverordneten in SNenden gehört zum Zentrum. In der letzten Sitzung beantragte ein Stadtver- ordnetcr, man solle den �ausgesperrten Arbeiter» dadurch unter die Arme greifen, daß die Stadt bei den umfangreichen, beschlossenen traßenbauten den Unternehmern aufgebe, Ausgesperrte zu be- schästigen. Der Antrag fand keinen Anklang, er wurde bielmehr von den Zentrums-Stadtvcrordncten abgelehnt. So bezeugen nicht nur die katholischen Fabrikanten, sondern auch die Zcntrums-Stadtverordnctcn den katholischen Arbeitern ihr bc- solideres Wohlwollen. Hiervon abgesehen, dokumentiert natürlich die preußische Regierung ihr Interesse für die Ausgesperrten durch ein umfangreiches Gcndarmcricausgebot: zum Schutze der Fabriken und der unorganisierten Slrbeitcr, die zur Arbeit geführt werden. So beweist der K a m p f in Menden in Wünschens- werter Deutlichkeit den christlichen Arbeitern, daß die Humanität und Arbeiterfreundlichkeit der katholischen Unternehmer eitel Schwindel ind, und daß das Zentrum, wenn es die Wahl hat, mit den arbeiterfeindlichen Unternehmer» an einem Strang zieht und die Arbcitcrinteresscn einfach mit Füßen tritt. Was den christlichen Mctallarbcüervcrband betrifft, so ist man in den Kreisen der Arbeiter von der Taktik der Führer nicht sonder- lich erbaut. Stuf der anderen Seite gewinnt es täglich mehr den Anschein, als ob das Unternehmertum, den Persuch des christlichen Verbandes, Arbeitcrintcresscn zu vertreten, nicht ernst nimmt, was nach dem rühmlichen Verhalten der Christen im Bergarbeiterstreik und bei Hunderten anderen Gelegenheiten nicht wundernehmen darf. Ein abschließendes Urteil wird mau im Slngenblick nicht abgeben können. Aber der Kampf wäre für die Mcndener Slrbeitcr nicht nmsvnst geführt, wenn er ihnen außer der Slrbeiterseindlichkeit der katholischen Fabrikanten und der Zcntrums-Stadtverordnetcn noch bewies, daß der christliche SNetallarbeiterverband zur wirklichen Per- trctung der Slrbcitcrintcresscn unfähig ist. Zum Streik der Bau- und Slrbcitskutschcr bei der Firma Wilhelm B u chwa l d- Berlin, Mühlmstraße 30 und 57, ist nach- folgendes zu berichten: Die Firma hat sich was nicht anders zu erwarten war, mit dem Schutze der Polizei umgeben. Die Polizei schützt nun den Slrbeitgeber, der die Perordnung betreffend der Sonntagsruhe übertreten hat! Dagegen hat die zur Gesetzesuber- tnachung bestimmte Polizei nun ein sehr wachsames Auge ans die streikenden Kutscher, welche von ihrem gesetzlichen Recht Gebrauch mache» wollen«. Herr W. Buchwald bietet alles auf, um Slrbcitswillige zu bekommen«, hat auch einige solche„Auch-Kutscher" gesunden. Slls Beschützer und Slrbeitsiwilligenliesercmtcn haben sich die Herren Söhne des Arbeitgebers zur Perfügnngi gestellt, ein Grünkramhändler Max Buch Wald, Stralauer Platz 6— 7, der Zigarrenhändler Otto B u ch w a I d, Bküblensi raße 34, und der Kohlenhändler Robert Buchwatd, Bromberger Strafte 19— 20. Auch versucht die Firma die nicht erledigte Arbeit durch andere Fuhrherren ver- richten zu lassen. Kollegen Kutscher,»wiche beauftragt werden, Fuhren für die Firma W. Bucklwald zu fahren, sollen diese Streik- arbeit verweigern. Die streikenden Kutscher sind davon uberzeugt, daß die Firma unter den jetzigen Verhältnissen mit solchen„tüch- {igen" Arbeitswilligen ihre Aufträge nicht ordnungsgcnräß er- ledigen kann. Der Kamps wird so lange geführt werde», bis die streikenden Kutscher ihr Recht erlangt haben. Kollegen Kutscher, haltet die Solidarität hoch. Deutscher Transportarbeitcrvcrband. veurkeheo Keieb. Die heiligen Scharfmacher. Menden liegt in dem sogenannten katholischen Saucrland. Tie Bevölkerung in der Stadt Menden ist zu etwa 75 Proz., im Amte Menden zu etwa 85 Proz. katholisch Stadt und Amt Menden sind un- bestrittene Zcntrumsdomänen. Daß hier der christliche Metallarbeiter- verband starken Anhang hat, ist deshalb nicht weiter auffällig. Ter Deutsche Metallarbeiterverband kommt nur gering in Betracht. Ter Beginn des gegenwärtigen Kampfes war für den christlichen Metall- orbcitcrverband gerade nicht sehr rühmlich. Die Ursache der ganzen Bewegung ist zunächst darin zu sehen, daß die Firma Schmöle U. Co. den Vorsitzenden der christlichen Organisation entließ, weil er sich Witt Tätlichteft gegen einen seiner Mitarbeiter hatte zu- schulden kommen lassen. Seine Organisation verlangte Wicdercin- stellung des Entlassenen, die jedoch abgelehnt wurde. Der cnt- lassene Vorsibende wurde vom Schöffengericht wegen Körpervcr- lctzung mit 15 M. Geldstrafe und außerdem zu 30 M. Schadenersatz verurteilt. Auf die Einstellung des Vertrauensmannes ist dann von der Organisation verzichtet worden. Besondere Strbcitcrfrcundlichkcit kann man der Firma Schmöle Natürlich nicht nachjagen. Auch die Löhne sind alles andere, als Zur Slusspcrrung in der Union-Gicswrci z» Königsberg. Schon seit Wocheir dauert der Kampf, an d-m 1000 Handwerker und Slr- , beiter beteiligt sind. Die Direktion greift zu jedem Mittel,, um den Sieg an ihre Fahne zu heften Die Streikbrccheragcntcn machen glänzende Geschäfte. Slllc Kaschemmen der Großstädte Deutsch- lands lverdcn ausgekehrt, damit die Union mit Streikbrechern ver- sehen werden kann. Es trifft unter den Slrbcitswilligcn viel Gesindel in Königsberg ein; aber so wie es kommt, so geht es auch wieder. Zum Teil sind die Streikbrecher ganz untauglich, so daß sie abgeschoben werden müssen«, zum Teil legen sie aber selber die Slrbcit nieder, weil sie entweder vom Streik keine Ahnung hatten oder unzufrieden mit dem sind, was sie erhalten. Am Sonnabend trafen neue Strcilbrccher ein, die 30 M. pro Woche und freie Ver- pflegung erkalten sollten,. Als die anderen das hörten, erckl-ärten sie, nur zu denselben Bedingungen weiter zu arbeiten, und als die Direktion aus diese„Lohnbewegung" nichts gab, stellten über 50 Mann die Tätigkeit ein und verließen in der Nacht Königsberg!. Einige Tage vorher waren 56 Streikbrecher abgefahren, um in Menden den christlichen Metallarbeitern in den, Rücken zu fallcu. Wiederholt ist es zu großen Schlägereien gekommen. Im Be- triebe haben sich Arbeitswillige mit Dolchen und Gummischläuchen bearbeitet. Selbst das Publitum wird nicht verschont. Eines Tages unternahmen die Streikbrecher einen Angriff aus das in der Um- gegend wohnende Publikum. Mit Eisenstange», und Gummi- schlauchen wurde auf eine Slnzahl Personen eingehaue»,. Man ging sogar so weit, einzelne in den Fabrikhof zu schleppen und dort zu mißhand-elir. Tie Polizei nahm einen der Mißhandelten fest, air- statt die Namen der gewalttätigen Hintzebrüfcer zu ermitteln. In den letzten Tagen hat die Direktion einen gelben Werkvcrein ge- gründet. Sie bietet den Ausgesperrten und Streikenden zu der Peitsche noch etwas Zuckerbrot. Sluch dieses Nüttel wird nicht zu dem erhofften Erfolge führen. Sicherlich wird der Kampf n«och wochenlang andauern. Allem Slnschein nach stehen hinter der Direktion der Union-Gießcrei außer dem Arbeitgeberverband für die Metallindustrie besonders die»stdentschen industriellen Scharfmacher. Zuzug ist nach wie vor streng fernzuhalten» Titos der Frauenbewegung. Wahrheit oder Deutung? Die demokratischen Frauen aus dem Stimmrcchtsverbandc, die ihre bisherige klare Forderung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts haben fallen lassen, befinden sich in höchst peinlicher Situation. W-as kann man da besser tun, als ans den loszuschlagen, der die Widersprüche zwischen der Tätigkeit für die Partei und der für den Fraucnvcrband aufdeckte? Wir ver- stehen daher auch die Erregung von Frau Regina Deutsch über unjere SNittcilunLcn des BruKes im StinMrcHtsvcrband. Ganz allerlei böse Dinge nachsagt, die nicht im mindesten der Wahrheit entsprechen. Zunächst jammert Regina Deutsch über unsere Moral: „Das Schweigegebot der Weimarer Bciratskonserenz des Deutschen Verbandes für Frauenstimmrecht ist durch die Ver- öffenttichungcn im„Vorwärts" derart durchbrochen worden, daß es nicht möglich ist. es aufrechtzuerhalten. Die icsurtische Aus- Icgung: Nichtmitglicder des Verbandes dürfen alles sagen. Mit- glteder müssen schweigen, sollte doch auch die Moral des„ oor� lvärts" für unzulässig halten." In der Zeitschrift-„Die Frauenbewegung erklärtem hingegen Minna Caucr und Tony Breitschcid(unsere Mitteilungen sind unZ nicht von ihnen zugegangen):' „E s ist unwah r. daß sich alle Teilnehmer an der Konfe« renz zu Stillschweigen gegenüber der Presse verpflichtet haben. Die ausscheidenden Mitglieder konnten sich nicht binden, und die Unterzeichneten haben ausdrücklich erklärt, daß es ihnen nicht möglich sei, zu schweigen, und daß sie keinen Anlaß hatten, der, Presse Mitteilungen über den Ausgang der Bcrhandl.ungcn vor., zuenthalten." lieber die von Regina Deutsch wiederholte Behauptung, daß der Weimarer Beschluß keinen Bruch mit der Forderung des Rcichstagswahlrcchts bedeute, urteilen Cauer und Breitschcid schon in der Polemik gegen Anita Llugspurg: „Wenn die Weimarer Formel jetzt nur als„Versuchsballon" hingestellt, und behauptet wird, daß die Formel, ehe sie zum Beschluß erhoben ist.„niemandes Gewissen beschwere und keine llcbcrzcugnng binde", so ist das eine Verschleierung der Tatsachen. Die Redakteurin des„Fraucnstimmrccht" weiß so gut wie wir, daß durch die Annahme ihres Antrages cmf der Wcl- marer Beiratslonfcrenz: „Der Verband erstrebt das persönlich auszuübende gleiche Wahlrecht für alle Frauen zu den gesetzgebenden KöLPerschajlcn und den Organen der Selbstverwaltung," die Stellung derer wesentlich geschwächt ist, die aw der alten Fassung des(j 3: „Der Verband erstrebt das allgemeine, gle'iche. direkte und geheime aktive, sowie das passive Wahlrecht für Frauen zu den gesetzgebenden Körperschaften und de» Organen der Selbstverwaltung", festhalten wollen. Gerade weil der Antrag von Dr. Augspurg kam, die man für„radikal" hält, glauben viele, ihn annehmen zu können. Der Verlauf der Generalversammlung des Branden- burgischen Provinzialvereins für Hraucnstimmrccht beweist denn auch, ddß man sich der neugeschaffenen Situation anpatzt. Wo ist denn noch eine Majorität für Aufrcchterhaltnng der alten Fassung?... Durch die Weimarer Konferenz ist jedenfalls soviel entschieden, daß die alte Fassung nicht bleiben wird. Tic Gene- ralvcrsammlung wird die Aufreck, tcrhaltung nicht durchsetzen, nachdem sich der Beirat für die Abänderung ausgesprochen hat. Wir müssen es als eine nicht ehrliche Ka m p f c s we i s c ansehen, wenn Man sich zuerst bemüht, ein Satzungsprinzip um- zustoßen und dann nach erfolgreicher Arbeit so tut, als ob nichts geschehen, als ob alles beim alten geblieben sei." Wenn Regina Deutsch behauptet, sie habe ihre demokratischen Prinzipien nicht verleugnet, so ist diese Kampfcswcise damit gc- zeichnet. Ucbrigcns haben wir die Erklärung von Slegiim Deutsch mitgeteilt:„Ich(91. D.) erkläre aber nach wie vor, daß für Frauen, die nicht für das allgemeine, gleiche Wahlrecht eintreten, in unserer Organisation(im Stimmrechtsverband) kein Platz ist." Trötzdem bedeutet die Zustimmung zur neuen Fassung des§ 3, und nicht nach unserer Auffassung allein, ein Aufgeben demokratischer Prinzipien. Vielleicht erklärt u« Regina Deutsch, warum denn eigentlich der 8 3 geändert wurde, weshalb die reaktionären Frauen des Verbandes jetzt etwas zusriedener, die aufrechten Dcmokratinncn aber ausgeschieden sind!_ Leseabende. Wilmersdorf- Halcnsec. Donnerstag, den 21. November, pünktlich Uhr, bei Schilling, Lauenburaer Str. 20/21. Genossin Lola Haase spricht über:„Die Frauenkleidung in der Produktion, in der Mode, und wie können wir unS selbst billige Kleider herstellen?" Mit Vorführungen. Versammlungen— Veranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Sonntag, den 24. Skobember, nachmittags 4 Uhr, im Blüthnersaal, Lützow- straße 76: S ch u m a n n- K o n ze r t. Mitwirkende: Frau Paula Weinbaum(Gesang), das Kestenberg-Trio(Leo Kesten- berg, Louis van Laar, Marix Loevensohn). Billetts a 50 Ps. in den Zahlstellen und an der Kasse. Kinder haben keinen Zutritt._■« Versammlungen» Deutscher Biichbindcrvcrband. Der am Montag abgehaltenen Generalversammlung der Zahlstelle Berlin lag der Geschäftsbericht für das dritte Quartal vor. Slus demselben ist zu ersehen, daß sich die Mitgliederzahl gegen das zweite Quartal um 150 erhöht hat. Sie belief sich am Schluß des dritten Quartals auf 4991 Weib- liche und 3566 männliche Mitglieder.— Die Beschwcrdekommission hat in 13 Sitzungen 48 Beschwerden und Differenzen zwischen Mit» gliedern erledigt.— Der Kassenbericht zeigt für die Lokalkasse eine Einnahme von 89 625,03 M., eine Ausgabe von 13 272,82 M. und einen Bestand von 76 352,21 M. Für Unterstützungen wurden ans- Kcgeben an Arbeitslose 19 634 M., an Kranke 6716 M., an Etrei« kende und Gemaßrcgclte 854 M., in anderen Untcrstützungszwci- gen 494 M.— Den paritätischen Arbeitsnachweis nahmen 933 männliche und 1213 weibliche Slrbcitsuchende in Slnspruch. Ver- langt wurden 916 männliche und 1836 weibliche Arbeitskräfte. Von den erstcrc». wurden 794. von den letzteren 1447 Stellen besetzt.— Nachdem der Geschäftsbericht erledigt war. Wurde folgender An. trag angenommen: Die Branchenleitungen erhalten für schriftliche Slrbeiten vierteljährlich eine Entschädigung, und zwar für Brau- chenlcitungcn mit mehr als 1099 Berufsangchörigen 29 M., solche mit weniger als 1009 Berufsangehörigcn 19 SN. Bei Branchen- leitungen. bei denen ein Angestellter der Zahlstelle mitwirkt, kürzt ich die Entschädigung nm die Hälfte. Die Tariftommission der Buchbinder fällt nicht unter die vorstehende Bestimmung. In die Beschwerdekommission wurde als ständiges SNitglicd Kollegin Strauß, als Ersatzleute die Kolleginnen W c l l n c r und SN e lv i s gewählt.— Eine längere Debatte rief die Frage der Einführung des Telcgiertensystems für die Generalversammlungen hervor. Die im März abgehaltene Generalbersammlnng hatte bereits beschlossen, daß diese Sliigclegcnhcit in den Kreisen der Mit- glicder diskutiert werden und zu dem Zweck eine Vorlage aus- gearbeitet lverdcn soll, aber die kombinierte Werkstattvcrtretcr- itzung hat die Einsetzung einer mit dieser Aufgabe zn betrauenden Kommission abgelehnt. Der gegenwärtigen Generalversammlung lag ein Slntrag des Kollegen Slbfall vor, welcher den Vorsitzen- den beauftragt, ein Regulativ für das Delegiertensystem au-zu- arbeiten, welches in den Branchen diskutiert und der Jahresgene- ralvcrsammlung zur Beschlußsassung vorgelegt werden solle.— Tic Versammlung lehnte diesen Antrag mit 74 gegen 64 Stimmen ab.— Vom Vorstandstische lvnrde hierzu bemerkt, daß die Slblch- »ung des Antrages den Vorstand nicht bindere, nunmehr ohne Auf- trag, aus eigenem Antriebe ein Regulativ für das Delegierten- system auszuarbeiten und zur Di-kustion zu stellen, PeefciCloppenburg Spezialhaus für Herren- und Knaben-Bekleidung Gertrau dtenstr. 25-26-27• BERLIN C• Gertraudtenstr. 25-26-27 Düsseldorf| Hamburg Fertig am Lager: Moderne, vorzüglich passende Sacco-Anzüge Marengo-Rock-». Sacco-Anzüge 27 78 Herren-Ulster und-Paletots in vornehmer Ausführung, zu sehr vorteilhaften Preisen. Vergleichen Sie � meine Qualitäten meine Preise meineAuswahl und meine Kulanz+ Komplette vqn 230 Mmm 210 Imtelner 4QQ auch auf Teilzahlung! mit allem, was die Konkurrenz bietet. Sicher ist: auch Sie Bjfl"" 8Uv ä■ 5 kaufen nur im filOD®lsrf9S8Zln Komplette buntere Küchen., von Einzelne Möbel billiger als Uberall. Beamten VorzugsofFerte Otto nein Berlin II., Brunnenstr. 120 Busstag von 12-2 Uhr geöffnet Vorjährige feinste Anzüge, Paletots, schicke Ulster, Getarockanzüge, Smokings auf Seide 30—70 M. Versaniaiis Germania 21.(Tnter» Berliner Arbeiter-Schachkliib veranstaltet am Mittwoch, den 20. November(Bußtag), nachmittags 2 Uhr, in den..Könlgs-Sfilen", Neue KSnlgstraOe Nr. 26, Ecke WadzeckstraSe, einen GroDenMassenwettkampfl „Eof gegen„Schwarz".— Nach dem Wettkampf hält der Leiter unserer Schachspalte, Schachmeister S. Alapin, einen Sctiach-Vortrag am Demonstrationsbrett. Eintritt 30 Pf. Anfang 2 Uhr. Garderobe frei. Alle schachspielenden Arbeiter sind hierzu freundlichst eingeladen.[298/20*] Der Vorstand. JCMichElJC Michel-Vertrieb Tel.: 1610. lKUKollll, ßNtsttlMr. Winterpreise bis 28. Februar 1913: Salonbriketts pr. 1000 Stück, Riesenformat 7", M. 8.90. Industrie-Halbstein-Briketts.... m. 0.85 pro i Zentner Oberschlesische Steinkohlen-vuß n. u. 1.65, i» Gebrochener Berliner Gaskoks... sl 1.65 n i- Brennholz, grob oder fein gespalten. M.' 1,25 großen"sack. >.11--«-- a j----- � 4646L* Alles frei CielaB jeder Etage. UfflSISnl feinsie Qualitäis' Cidareüe $iuck.3'*� It f rS wirb Zeit, daf, Tie Lhre VeihnachtZeinfäuie er- aIOIuIÜII!!» �igen. Praf tische, gern gesehene Geschcnfe�sind: �in mite. l!Mitigbe«uli�iielIe! Niederlage. Kein Laben. billige 6 !�e mdMÜM-i-ltziill' i I A. Mallie, Alexandriaea- !! strafie 121 1. Tr. Fabrif. Niederlage. Kein Laben. Billige Preise. Stets daS Zlllerneueste! »Borwärts"-Mon. 5 Proz. Extrarabatt. t-tahsn Sia Slott? let\ ftrtigt davon Anzug od. Pdlotot '« MaSit schick, flauer h. Zutaten 25 Mark an. Moritz Labandy 'eue Promenade U.(StadA. Bors.) (S Biese Woche enorm billiger Verkauf eines groBen Postens hochfeiner echter II bisheriger Preis 36—<0 M., jetzt durchweg 13)50 M. Ein Posten ganz weicher Kamelhaardeeken 7,35 m.(früher 12,75 M.). Teppicb-Spezialbaus surEmil efbvre Berlins. Seil 1882 L nurQranienstr.lSB. Unterhalte nirgends Filialen, Der neue Katalog mit bunten Teppictnstero 750 Abbildungin grjlLV I.:\<11 c ErlcdrlchHtr. 85 an der Zentral-Marfthalle II: Vuriinwtr. BT, 1. Etage, licjcit an jedermann elegante «eri'eii-liSl'llerodeli 1W nach.VI a B"90 unter Garantie für tadeltosen Titz gegen wöchcntltche Tritjahtung von K an. Zuschneidereiu. Werfstatt imHause. Aus ÖuuJd) Besuch deS Reisenden mit neuesten Stossmuftern. Sewander« Aheciiung flir tertiffc Ciardorobe. __ Sonntag« geöffnet.__ 'Gegründet 1664' HI] waren. Engroo— Export. S. Schlesinger, Neue KSnigotr.'ZI Ordonnanzhaus. Kein l ade»! II. Etage. Einzelverkauf wie alljährlich zu billigst. Preisen. Pelz-Stoias Muffen Chick garnierte Dameopelzhiite federleicht. Reparaturen sauber und billig. Sonntag geöffnet. Bitte genau auf Hausnummer 81 zu achten. r-l 'ftnsoiui - upoßte?; ersnhaus Zur GeA;r-•-iJ-i■ chixüfe' JZofentääJcr'jCjtir ' Bahnhof Börse, i 2. Geschäft; Grosse Frankfurler-Str. 110 zwischen Andreasstrasse und Strausberger Platz. 3. Geschäft: Charlottenburg, Mehring« Strasse 34(Ecke Magazinstr.). Kaufen Sie jetzt! Kauten Sie jetzt! Sensationell| billige Hngebote! •olanee Vorrat. 1000 Ollllk hochelegante Damenstletel Erstannlich billig UOt Paar Rindbox- u. Rosschevrean-Klnder-Sticicl, sehr daucrhafi, krtldgo SchuUüclel, mit und ohne I.ackkant» 2.1-24 25-26 27-30 11-35 2» 2»5 375 45#* in den chicksicn Fassons, streng moderne Formen, imit. Chev- reau und Rosschev- reau, Derby, Lackkappe, Wert bedeutend hoher, jettl nur 62» 575 495 46S 800 Paar Rindbox-, im. Chev- reiu- u. Rosschevreau mit und ohne Lackkappe, neueste Formen, auch Zug und Schnalle, jetzt nur 675 HS» 593 Sie werden stannenl Ein grosser Posten Filzschnallensfttotolm. Ledersohle 27-30 31-35 36-42 43-46 QM 110 135 165 1*5 2** I-Hausachuhe, vm; 1.45, 43-46 1.95, Kamlantött?1,mal-tiefe,> � a*45 mit Derby u. div. Hinsätzen, entzückende Formen, sehr schick, zumKnöpfen u.Seilen- schnuren, erheblich unter Preis, jetzt nur 67- 6 95 6 90 585 GiüBle Puppen- Spezial-Fabrik Berlins P. R. ZIEROW Berlin N., Schönhauser Allee 179. Größtes Lager von Kugelgelenkpuppen, Charakterbabys, Balgen, Köpfen, Perücken, säiutl. Puppenartikeln Fabrikmarke gas, gesch. Kcparntnren und alle Ersatzteile. Engro« Einzelverkauf. Rosenthaler Hof Rosenthaler Str. 11/12. Juh. Otto Schilling. Telephon; Amt N. 2438. Säuitliche Räiiine renoviert. S BercinSziminer. Kegelbahn, 8 Säle mit BtiHnc bis 400 Perloneu. noch einige Sonnabeude und Sonntage frei.•16382' xroh 80-40°lo Arbetter-LoHnerHSH. lief, ich noch z. alt. PreiS wie früh, mrin.weltbefatmten mr Glas-EhrWmmschmiill Mein dieZjähr. Riesensortiment euch. SS» Stück in nur befteren hochmoderne«. »oriiehm sortierten Neuheiten an« erster Hand als: Alle Sorten Edelobst, Vstrstch«,«epsel. Birnen. Zitrone«. Nüst«, Melonen, Erdbeeren, Stachelbeere», Weintraube», Kugelairtanden, Kruchttörb« mit Trauben n.«aldäpieln, schöne Lora, Nikolaus im Schnee, allerlei Tiere, wie tanzender Bär, Pndelhund, «oldfifche, Wickelkind in Rosa, Spieaelreflektoren, Dornröschen, vier mit venezian. Tau, dnualt« Kugeln u. Vier mit(Sdeliveisj u. Maiblumenbukett, Thüringer Schneeschuhläuser mit lenkbarem«adelsd, litte», die allernenefte» Diamantenkugeln,»achlS leuchtend, Rosen mit Schmetlcrtingcn nad Koldkäser», »rachtvolle»aumspilj-,«roher Wachsengel, Panoramakugeln, reizend« Phaniastelachen, t Iagdstück mil Reh u. Sirsch, Sonnenftraftlenkugel«, herrl. töffekt, jede« Licht spiegelt sich mizähligemal, und viele« mehr, sowie versch. Dekoration»« und Zierstücke versendet gut verpackt srauko zu S M. sNachn. 5 30 M.s. Jeder Besteller erhält»och auherdem grati»«in Paket Diamantschnee saes. gesch.) zum Beschneien de« ganzen Baume«.« mechanisdie wundervoll« Paradieövöget snoch nie dagewesen. Wert 1 MI.»nd Schneewittchen mit den 7 Zwergen in Silberlametta-Ziing. ffiür Wiederverkäuser ertra sariierte Sortiment« zu 10, 15, 20 M.«, mehr, gegen Sie Wert aus ReellUät, so achten Sie genau aus meine fflrma, de»» nur mein langjähr,»rportversan» erniögticht es, die schönste NN» grösjte«»«wähl zu bieten. Kür Geschenk« UN» Stückzahl garantiert.. u, Josel Käiier, HauptversaBdgesctiltt laosttia(SJ.) Hr. 44 das Richtige, denn meine Ausstellung, trotzdem de die grösste ständige der Welt ist, ist für jeden Laien leicht Chersichtltch, weil die vielen tausenderlei Spielwaren in Gruppen geteilt und Jede Gruppe in besonderem Räume ausgestellt ist. Kiiixlg dattehewdi Reizende, natürliche Kinder- Gesichter, Charalrier- Puppen, weich, beweglich, unzerbrechlich. o- KQnstlerpuppcn. �,7»72 Kinder gekleidet 12.50, 15.00 M. Kuaeiaelenkpuppen. Augenwimpern, genähte Perücke zum Kämmen, 62 cm gross, nur 2,75 M Weiss- Ultfklf AM sorgfältige kräftige Arbeit, fein blaue 1*111.11811» ausgestattet, mit Schrank, Tisch, Stuhl, Bank, Rahmen, 2 Konsolen, 2 Leisten, 53 cm brrit, 27 hoch, 25 tief. 3.75 M. STinfpFvIumfrilO e'ektrisclie, auch mit Sicherheit»- IlLlll.nmSrMC und Spiritcslarape, unverbrenn- baren Asbestbrennem, innerem Flammenleiter und Flammenregulierung, Im Gebrauch höchst einfach und absolut ungefährlich. In guter und eleganter Ausführung 1.65, 2.65 bis 96.00 M. Reizende Zusammenstellungen in Putimachcrel° Schneiderei mit Schnittmustern 1.20, 1.85, 2.40, 3.75, 4.30, 5.80, 6.85, 7.30 M. Alle erdenklichen Kostüme, Hüte, Wäsche, Baby-Ana- stattungen, die aus meinem eigenen Atelier fflr Puppen-Konfektion hervorgegangen, finden, infolge subtilster Arbeit wie niedriger Preise, allseitige Anerkennung. Letzte Neuheit meiner weltberühmten Abteilung lür Steinbaukasten: «< fr Landhaus-Baukasten Neuestes! lool I Bernhard Keilich Spielwaren- Welthaus Puppen- Fabrik Besichtigung erbeten.— Kein Kaufzwang. Jahraus, jahrein 19 Schaufenster fi[.Baii5i!tSWB2l-2i;sSSS: Freier Versand nacb den Vororten. ßmelhardt macht das Ssennetu/ r rerkaufe icU sowie flline jede Anzahlung 1 ffiSI1®1 /U. erstklassiges(9X prämiiert Siaatsmeda ille, in I aMT IM jFyEL B�il«kW.. ii.„+ alleo Holz- uod Stilarteu, von wunder-_ �■1 I�W««>«»>> MW-» Faenkat ,. barer Tonfülle(Flügellon)? Flügel... Harmoniums- I gegen kleine monatliche Teilzahlung.— Für jedes Instrument gewähre ich langjährige schriftliche Gar; Conrad Krause Heiß., Berlin, Ansbodier Ar. 1, WH I��HnBHaniaBHaBmBnRemEaaaa« Auch Sonntags geSflnot. BnBSeiHSH«a«nHHKHmnSHHi J r Getragene Monatsgarderobe. Heute und folgende läge: Verkauf von gebrauchten Maßanzügen, Maßpaletots, Ulster etc., welche tdils von ersten Schneidern sind, auch einzelne auf Seide gearbeitet. Ferner elegante neue Herrcnklcidung in prima Ausführung: Jackett-Anzügo,-. Herren-Paletots.. Ulster..... Rock-Anzüge.. Gehrock-Anzüge Frack- u. Smoking-flnrügb Herren- Beinkleider M. 12.— 16.— „ 10.- 14.- W 12.- 18.- .. 12.- 18.- n IS- 23— : z5~ 2f- 22.— e 32070 107 414 519 28 801 41 99 921 61 33315" 16001 72 508 66 68 81 620 742 59 945 71 85 34108. 82 284 438 56 508 9 719 65 899 906 92 35148 238 374 423 623 65 842 94 36104 71 85 274 508 13 30 46 607 54 780 897 37069 170 260 62 409 11 24 72 1 575 810 13 88004 232 65 353 965 J390ai ,81,122� [500] 43 218 85 424 561 89 852' V' ►•£ 46032 33 64 223 83 635 724 800 908 22 47 98' 41 090 139[1000] 83 227 595 69 675 727 956 42019 [3000] 120 24 35[5001 488 631 41 787 678 78 98 43079 153 357 524 733 826 924 44053 190[5000] 470 792 861 932 60 69 45067 262 373 478 699 763 834 46006 194 209 42[600] 355 508 39 63 57 66 762 47072 107 47 247[1000] 624[500] 622[10001 60[500] 845 932 48165 88 275 431 91 688 860 78 49123 51[500] 569 70 673 721 869 914 73 74 50095 370 625 931 51098 133 71 79 91 f600] 437 51 613 59 739 934 44 52012 65 244 41® 3�„45r 776 900 53166[1000] 204 43[30001 59 69 488[600] 626 57•[3000] 64 603 795 819 54043 III 204 597 715 910 44 55020 127 387 482 683 747 802 76 56018 103 35 248 301 9 20 404 23 87[5001 503 751 87 5 7 071 72 178 373[500] 483 508 66 878 82 920 65 63 59194 300[3000] 30 483 89 508 78 6X6 56 87 833 60195 301 410 37 578 731 66 828 31 61627 32 62002 18 293 502 39 610 20 721 45 97 848 82[500] 97 63089 129[600] 77 242 317 456 500 775 79 64025 32[500] 152 355 473 602 703[1000] 864 68 601 65037 367 96 461 686 94 637 13000[ 82 867 925 62[5001 66018 103 352 470 819 67020 99 333 33 84 416[ 10001 687 308 93 68101 288 449 633 46 63 677 702 836 96 69168[500] 304 65[3000] 90 435 90 633 39[500] 745 807 70063[500] 221 300 4 30[500] 50O 637 814 71071 99 282[5001 98 353 82 472 588 649 705 78 999 72092 94 149 442 65 528 90 615 46 777 838 979 97[1000] 7 3054 246 67 388 439 44 6 4 638 767 943 74144 78 95 290 414 63 545 625 78 936 86 75114 42 47 287[3000] 704[500] 78 874 987 7 6057 73 84[1000] 88 148 69 77 303 49 67 427[500] 650 89 652 870 903 77024 271 380 614 847 69 78100 77 373 822 76039 177 651 775 880 66102 212 34 83 309 447 582 88 763 831 32[500] 81012 31 689[500] 735 36[10001 801 56 82065 250[5001 414 616 95[500] 618 701 309 45 969[5001 83132 319 693 851[5001 84115 240 91[500] 523 80 607 942 05036 143 67 264[1000] 443 88 620 700 66 93 86O01 66 92 128 289 419 670 731 839 903 70 87151 216 31[1000] 344[30001 45 47[500] 477 633 R22 110001 989 78 88000[10001 200 12 479 729 809 flOOOj 38 1500] 923[500] 89023 205 93 389 600[3000] 75 812 51 90030 89 125 263 359[3000] 660 98 788 ,30001 91016 31.322 581 618 89 722 94 92057 910 69 393 426 741 009 93420 30 62 605 71 94073 80 329 607 614 797[3000! 963 95012 87* 409 640 74 682 724 35 59 820 00[500] linr.nl OR040[600] 113 91 346 452 661 93 737 87026 258 74 96«o 536[5001 744 840 943 98111 ,1000] 278 311 414 575 760 873 79 988 99012 179 305 100027 978041255 053 838[1000] 44 88 101163 205 86 99 370 612 76 660 721 38 823 72 916 69 102096 823 123 814 284 961 961 261 372 463 720 879 103371 405 527 705 867 104232 72[1000] 457 82 627 716 53 839 51 65 1O5006 115 61 263 343 47 983 1O6017[3000] 177 78[500] 233 337 42 458 658 93 713 305 27 28 907[500] 107063 237 63 336 38 55[1000] 420 84 672 822 950[6001 82 1 08324 484[500] 507[500] 670 766 817 906 81 109167 335 63 92 502 48 658 79 756 82.890[1000] 900 87 1500] 110041 139 270 505 81 66 644 752 80 94 855 929 111083 117[1000] 357 624 753[300] 00 820 963 112046 164 66 241 80 341 85 423 66 554 615 25 853 113006 24 245 86 340 497 796 863[500]"931 58 70 114050 94 158 515 74[500] 736 70 855 115238 400 33 35[3000] 871 81 688 98 116530 79 88[600] 603 15 33 76 795 947[1000] 117040 48 152 82 77 416 43 628 45 894 118165 201 17 26 485 516 50 837 41 811 637 39 85 119211 339 427 44 93 519 24[600] 97 851 734 76 824 68 ! 12O012 81 153 93 293 309 403 37 78 572 93[ 30 00] I 610 63 701 121041 197 224 420[3000] 595 688 709 1-22012 102 35 319 454[1000] 536 42 62 617 23 53 ' 90 868 93 996 123049 70 113 217[3000] 325 54[5000] 412 35 767 124117 280 547 677 761 934 125091 218 38 43 45 72 321 28 80 435 87 620 646 990 126028 40 76 124 205 655 85 733 907[600] 43 127146 349 16001 73 687 668 80[500] 857 78 99 128614 60 74 783 93 901 95 129166 204 388 426 88 91 652 54 856 968 138028 67 116 216 45 61 74 337 52 424 61 823 25 923 131210[1000] 326 62 483 782 883 980 132140 85 250 458 92 650 673 91 703 91 979[500] 133011: 56 261 63 308 42 69[600] 448[3000] 52 82 734 64 851 959 134021 72 183 210 324[600] 430 64[5001 640 135241 619 22 136054 70 240 634[600] 698 143 897 964 137104 30 373 579 94 790 827 72 907 138290 421 29 36 603 795 805 19 85 944 87 139044 154 258 77 306 55 636 149009 186[1000] 225 68 425 869[1000] 961' 141037 67 73 397 419[1000] 626 62 632 967 142004 57 83[500] 117 321 76 431 528 685 88 772 95 857 143038 48 140 71 358 92 446 73 13000] 77 683 802 46 942 1 44041 120 82 231 80 95 409 20 536 689 765 1,89 859 900 59[500] 145012 18 87 174[500] 225 3401 f 53 63 75 418 605 616[500] 709 52 873 1 46221 34 '[500] 362 409 543 641 66 94 948 147014 40 43 TS 120 430 663 701 33 86 97 902 148067 128 261[30001 315 35 60 72 505 9 613 41 720 837 917 149096[500J 159 264[3000] 70 312 20 520 60 610 150057 145 8 7 275 305 439 610 61 621 8301 > 151108 275 481 621 95 624 42 964 162020 50 440 [500] 58 679[500] 755 825 927 28 66 153001 25 42 . 72 122 46 48 280 415 702[30001 80 98 844 154168 ' 369 522[3000] 35 606 805 996 155041 195 245 83 493 693 708 9 64 864 948 156000 222[1000] 340 435 782 862 157041 93 200 17 60 302 93 783 816 907 73 88 1 68239[30001 609 773 929 35 42 159035 142 59 227 45 351 456 562 720 82 943 65 16O000[3000] 162 238 39 528 84 1800] 672 87 741 95 805 51 78 918 161014[500] 62 168 78 89 210 36 311 89 651 56 616 7 7 759 960 1 62 251 344 687 708 30 904 64[500] 163123 40 264[1000] 310 423[500] 610 66[3000] 795 847 961[3000] 63 1 64001 43[1000] 277 633 735 808 913 165130[5001 356 466 558 670 168504 690 738 812[10001 167395 96 546[500] 78 [500] 86[500] 868 724 168015 174 278 336 513 39 53 88 736 99 899 915 169220 22 41 461 607 673 878 97 900 176018[3000] 293 315 448 95 795 881 933 171008 200 401 62 013 50 58 61 819 88 908[1000] 24 83 179066 102 313 68 415 43 71 571 88 604 739 173044 69 82 133 52 81 243 93[1000] 381 445 510 625 761 835 62 947 50 174027[500] 324 67 92 412 80 526 74 746 63 897 944 175024 39 332[1000] 42 78 552 855 935 69 176012 259 79 329 499 650 67[5001 715 38[1000] 94 034 87 177055 108 407 821 29 709 44[500] 98 914 178043 66 147 252 465 664[500] 99 638 63 70 873 179145 308 411 63 627[600] 68 825 55 67 939 180124 339 609 719[3000] 53 818 924 181033 70[500] 111[500] 263 94 335 601[6001 91 182103 441 585 639 898 910 15 38[10001 84 183047 75[6001 199' 500] 240 673 80 817 41 978 184022 68 183 258 61 360[500] 688 678 810[3000] 188157 235 37 1 422 85 90 517 70 84 691 98[3000] 186143 61 320 414 (6001 628 908 187021[10001 65 234[500] 435 68 85 551[1000] 611 842 188190[1000] 490 543 753 895[1000] 97 98 189427[600] 652 754 72 82[600] 801 15000] 904... 19O044 64[1000] 180 215[1000] 455 576 987 191064 74 223 72 93 851 081 192293 648 91 94 773 839 47 934 60 87 193226 306 26 32 81 422 80 1940.03 227(10001 334 62 66 90 486 571 93[5001 714 867 195218 467 83[500] 542 74 83 094 763 883 [5001 996 198039 248-399 873 027 197110 30 233 [3000] 300 445 34 11000] 658 957 1 98118[500] 202 25 28 63 350 413[600] 644 610 22 26 741 67[5001 813 44 199080 96 184 265 92 319 631 89[6000] 870 98 811 55[1000] 91 921 45....... 200048 51 102 40 280 392 521 65.9 618 714 8.5 [600] 942 85 201032 342 471 556 68 707 805 202072 291 447 629 54 77 93 983 203550 772 906 204146 433. 663 70 869 914 205075 145 54 67 264 338 402 43 659 625 838 905 14 60 208041 45 73 257 608 83 930 32 81 207166 201 21[3000] 96 437 517 50 110001 83 Z 770[2000] 802 70 927 95 Im Gewinnrade verblieben 3 Prämien zu 300000 M, 2 Gewinne zu 60000. 4 zu 50000. 2 zu 40000, 4 zu 30000, 8 zu 15000. 42 zu 10000. 94 zu 5000. 1420 zu 3000, 2402 zu 1000, 3963 zu 300 U 10. Ziehung 5. KI. 1. Pfeuss.-Süddeutsche (227. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 19. November 1912 nachmittags. Auf jede gezogene Nummer sind awel gleich hohe Gewinne gefallen, and zwar Je einer anf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen 1 und II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden / X ummeru in Klammem beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 44 49 149 64 244 59 428 522 697 729 921 1090 [500] 239 51 93 94 1500] 373 97 414 545 64 83 688 727 31[600] 938 2127 37 77 285 525 92 696 707 891 [500] 3160 65 270 72 335[500] 471 507 60 636 [1000] 54 7l! 708 30[1000] 821[600! 971 4127 53 66 70 626 35 40 803 58 906 31 5004 137 63[30001 223 413 32 507 619 790 967[1000] 6015 421[3000] 695 931 57 7114 54 90 216 49 62 561 605 14 782 804 75 936 57 8184 204 356 77 574 729 46 601 10 61 993 9099 104 215 307 55[500] 671 902 10147 351 448 605 13 633 708 31[500] 76 844 11154[1000] 68 205 77 349 467[500] 649 830 947 74 12122 418 86[500] 650 74 654 882 974 13037 181 98 214 99 410 15 675 90[1000] 726 899 923 64 94 14047 55 93 264 451 543 800 96 970 15173 320 [500] 81 450 72 79 647 721 913 64[1000] 65 16018 19 42[1000] 64 92 104 42 43 243 364[500] 411[500] 38 666 733 89 840 60 928[6000] 17065 79 152 330 59 88 438[500] 63 79 622[30001 99 763 384 058 18005 6 12 239 321 39 464 517 600[3000] 90 943 18183[500] 424 29[500] 608 29 60 66 687 710 998 20252 77 677 81 SOS 2 1 445 956 2 2019 21 93 158 57 211 44 69 72 78[1000] 312 401 33 36 58 90 686[500] 646 787 806 98 23151 66[600] 68[30001 314 504 20 997[5000] 24322 93 462 67 68 669 86 [600] 677 91 708 30 875 936[500] 25030 38 88 264 320 468 95 614 68 894 26022 94[3000] 126 50 368 440 635 899 27129 88 309 530 65 630 44 798 976 88 28496 312 37 624[3000] 60 755[500] 854 99 29067[1000] 73 77 172 368[600] 421 22 607 77 30051 310 42 426 13000] 29[500] 689 31296 797 874 32016 269 368 99 680[500] 84 611 58 758 889 3 3023 62 75[1000] 240 640 66 769 95 912 34095[3000] 280 313 441 70 537 689 734 37 34 [500] 89 872 35305 480 89 726 818 932 36160 249 315 438 547 49 92 96 687 734 825 939 37193 350 403 91 527 624 32 34 40[1000] 51 861 91[1000 l 38086 210 460 74 520 663 91 804 967 39068 98 203 331 433 538 68 737 77>830 912[5001 68 46049 247 77 328 488 659 748 870 78 41095 493 [500] 775[5000] 861 908 4 2035[1000] 216 48 348 405 93[3000] 621 49 683 844 43007 57 63[3600] 301 439 44 64 508 67 778 989 44030 124 93 304 433 53 (10001 704 902 59 46202 32 381 572 625 30 839 88 938 48001 395 765 880 87 82 47080[600] 110 258 59 391 615[600] 23[500] 31 776 48005 198 422 [30001 40[1000] 90 570 661 80 715 874 93 931 49043 163 88 97 274 399 444 681[500] 741 810 66 50122 217[600] 38 318 29 474 11000] 988[3000] 51024[1000] 90 95 197 200(5001 96 303 18 53 682 752[500] 88 870 98 947 52011 213 61 374 94'3000[ 95 405 7 71 633 90 744 907 85 53146 224[30001 400 23[3000] 66 602 616 772 833 86 910 84 95 54158 [500] 382 405 526 87 813 32 55123 328 438 53 507 644[500] 841 68 66029 40 105 13[500] 40 63 538 63 617 714 58 92 57042 62 129 311 529 703[500 99t 58365 613 26[500] 34 88 814 900 59026[500] 196 259 530 36 825[1000] 68[1000] 80080 110 243 432 546[500] 809 61552 602 79 827 81 62119 202 82 342 635 48 92 63140 293[500] 309 604 33 41 824 33 939 93 97 64256 327 458 87 635(5001 753 65114 795 940 66390[500] 623 727 A3 64 827 56 914 67098 127 248 363 83 95 431 648 79 624[5001 25 734 98 923 98 68002 60 138 214 317 14 1500] 423 78 506 60 75 797 912 56 69008 (6001 10 71 409 40 47 516 708 946 61 68 69 " 79016 88 104 44 260 65 99 307 20 87[5001 402 [3000] 702 26 623 24 922[1000] 73 71051[500] 180 207 87 417[3000] 19 56 656 78 739 70 87 831[1000] SO 56 72,98 325 47 663 627 43 704[500] 16 805 60 94 917 7 3057[1000] 66 97 254 441 50 72 00 92 718 74050 167 237 312 489 514 18 44 765 827 75178 423 34 81 565 824 88 76039 97 277[500] 411 65 90 706 45 81 955 80 91 77002[500] 200[500] 22 353 433[500] 586 663 93 97[1000] 78137[5001 308 406 48 [500! 533 763 71 823 87[1000] 79025[3000] 148 256 93 622 97 700[30001 35 78 8O031 92 462 662 79 617 61 703 11 64 932[500] 83 81199 207 19 20 65 410[500] 57 644 874 983 82083 37 80 114 77 79[1000] 275 797 825 89[500] 83178 302[1000] 865 962 96 84275 92 327 519 39 48 727[500] 957[500] 77 85300 408 511 61 636 930 48 77 97 86104[500] 60 464 514 33 65 88 728 863 ,600] 977 87105 68 277 367 406 519[500] 685 745 818 84 910 88019 436[5001 60 627 79 620 849 939 86059 238 71 588 639 709, ,,,.. 90215 21 30 378 434 508 002 10[500] 717 91185 274 377 413 92 527 680 94 92327 488[1000] 575 78 648 762 822 99 921 24 70 9 3020 1�0 �[1000] 21 290 302 33 59 431 42 516 27 81 720 951!1000I 347 48 476 84 510 27 59 69 78 98 624 31 45 95116 32 51 93 248 67 344 443 01 509 605 66 96168 214 423 524 604 46 750 88[1000] 970 97004 14 200 21 39[500] 38» 420 513 90 819 98[3000] 741 49 78 823[500] 98019 320 88 413 32 65 628 32[500! 44 903 72 75 713 40 53 91 856 910 61[1000] 99050 262 330 49 638[5000] 814[3000] 42 948 53 100063 130 346 483 575[500] 708[500] 71 805 16 101.059 101 260 416 544 843 88 910 162018 (500) 137[500] 387 415 716 33 890 103X29 41 235 519 42.871 873 184029[500] 107 297 395 561 105019 29 ISOff] 87 150 84 427 611[3000] 54 70 773 81 852 57 106213 378[50001 652 702 800 20 906 107269 317 59 412 532 68 623[10001 37 88 1500] 817 960 108096 189[500] 244[6000] 483 509[10001 62 73 637 83 84 765 874 908 108035 107 228 413 746[600] 832 65 118020[3000] 104 344 685 763 70 77 976 89 111086 94 138 48 225 75[500] 86 368[1000] 484 616 742 112077 108[500] 50[3000] 84 637 616 113143 207 52 68[1000] 454 1500] 56(3000) 553 613 903 1 14017 182 690 709 817 25 54 58 902 46[1000] 57 115027[3000] 114 353[500] 417 63 665 729 823[509] 116214 43 378 424 633 863 673 94 117012 107 667 841 92 971 86 93 118050 84 332 38 60 408 63 [10001 502 51 639 84[10001 708 30 95[500] 98 833 69 119033 184 365 572 719 927 120092 99 157 75[3000] 492 650[3000] 703 47 885 85 950 121120 51 341 425[1000] 87 523 663 715 67 122051 65 307 86 445 502 620[1000] 760 1 23003 32 148 470 535[1000] 64 77 81[1000] 632 962 60 124218[3000] 82 359 411 17 42 631 82 801 9 910 20 89 1 25 033 86( 5001 129[500] 68 267 493 507 13 83 604 18 56 702 33 996 126038 142 236 74 368[500] 69 463 780 127011 III 89 205 823 901 88 128263 313 37[1000] 41 720 853 921 75 129116[500] 29/ ooq 53 99 997 188207 84 389 655 89 767 845 74 131039 60 68 112 98 313 447 49 615 729 92 132000 112 246 352 697 741[5001 8)5 133073 99 140 213 313 23 75 459 720 62 836[5001 134150 256 448 609 742 65[500] 68 70 11000] 77 882 963 135127 61[500] 65[3000] 70 286 364 644 779 891 949 99 136028 213 43 96 408 30 502 698 748 907 14 53 01 137229 70[500] 361 80 455 635 82 627 97 720 77 825 138151 66 78 219 492 574 882 906[30001 12[1000] 139122 207 838 53[1000] 140064 241 336 44 86 11000] 428 642 710 39 834 141011 20[500] 30 13000] 178 253 55 877 8° 553 64 69 663 81 739 41 839 951 83 142011 130001 336 41 427 502 21 80 754 867 69 900 143247 ,1 533 89'10001 609 722 59 968[1000] 98 1 44240 338 58 90 656 78 884 145085 470 546 58 927 51 146021 369 561 633[1000] 978[1000] 147057 113 21 242 378 95 729 941 148084[3000] 134 38 40 261 01 423 r734 [5001 49 70 149171 414[10001 664 710 846 f 15Ö142 246 347 62 80[1000] 425 64 86[500] 764 151019 294 442 00 632 686 843 70 910?5 152154 ,1000] 267 434 02 81 99 516 91 613 702 34[500] 85 153071 78 99 124 259 444 66 514 766 96 864 931 [5001 35 154243 388 672 782 958 89 166009 241 447 64 587 627 28 912 158018 283 319 454 512 36 659 800 66 89 167036 107 49 221 365 640 68 682 797 158016 61 112 28[1000] 323 93 542 640 727 861 83 087 05 1 59107 23 39 60 77 295 4*7 617 642[590] 800 8 987[500] 160063[3000] 80[500] 226 462 621 798 857 963 87 181731 32[3000] 805 29 65 80 986 182205 367 405 615[1000] 970 163136 73 239 375 443 529 30 916 16 4 217 94 578 724 838 965 73 1 6 5 039 182 96 [1000] 687 723 53[600] 73 838 166033[1000] 83 169 292 624 82 610 982 16001 187015 18 71 HO 269 368 502 73 699 844 168130 624[500] 169147 340 633 85 775 170089 277 378 449 68 76[1000] 793 832 926 171080 160 75 85 209 52[500] 389 436[3000] 633 [500 J 70 833 17213" 222 328 412[1000] 22 87[ 500] 562 609 68 72 749 842 942 173086[6001 220 28 440 63 93 665 898 174007 24 85 97 376 421 88 503 619 86[1000] 796 851 967 165000 66 68 332 47 91 669 640 97 737 38[1000] 91 984 176088 496 615[10001 703 993 177188 232 65 323 459 518 46 50 62 675 816 [1000] 944 1 78013[1000] 85 253 350 58 493 655 968 [600] 179001 227[500] 79 300 88 457 610 918 44 87 18O0P4 194 315 77 403 708 86 860 74 981 84 181047 188 76 86 345 665 734 899[600] 182129 312 629 801 93 942 183192 356[1000] 99 754 923 69[500] 184004 293 446 59 682 706 913 32 45 185024 109 25 41 311 13[1000] 409 21 704 85 95[1000] 827 927 186011[500] 75 103 45 266 377 495 890 962 187074 83 143 342 65 413 74 82 670 777 99 828 55 92 947 188053 167 221 347 480 503[1000] 739 874 910[1000] 188029 87 132 53 338 53 80 903 58 190253 320 521 609 40 771[3000] 949[5000] 191067 126 227 78 80[5001 366 89 400 40 785 810 90 905 192161 85 348 85 587 780[500] 801 23 40 193086 120 74 251 322 402 648 54 602 37 59 86 736 194021 52 113 67 344 913 19B010 67 113 358 417 43 601 738 821 196024 275 310 76 783 821 197147 284 356 88 92 499 535[500] 89[500] 90 809 67 1 98014 296 332 83[1000] 94 678 96 772 199140 534 76 [3000] 620 869 949 289068 237 83 302 40 48 403 95 602 816 86 993 20 1 030 38 99 181 366 461 773 88 864 929 2 0 2647 96 778 381 93 909 54 63 2O3088 243 52 92 318 432 69 64 723 2O4037 61 193 236 45 442 547 62 73 681 90 737 862[500] 939 2OS001 26 109 31[500] 72 328 74 593 738 804 70 984 206005 606 71 853 906 13 20 7005 63[1000] 97 242 430 74 603 82 Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielrpp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.:Th.Glocke.Berlin. Druck u. Berlag: BsrwärtZ Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u.Eo., Kerlin SVK. AM N�w°g. 4, Mm des JonuW Kerlilltt Nlllksdlatt.»!»«». W-smÄttlm Des Bußtags wegen erst am Freitag früh. erscheint die nächste Nummer Partei- EtogdegenKeitetn Lankwitz. Heute abend findet bei Dahns der dritte Lichtbilder bortrag statt. Genosse Dr. Drucker behandelt: Die Unterschiede zwischen Pflanze und Tier. Die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Reiche. Der Kreislauf des Lebens. Beginn pünktlich 8 Uhr. Es können auch jetzt noch neue Besucher teilnehmen. Zossen. Am Donnerstag, den 21. d. Mts., abcndS 8'/z Uhr, im Lokale von Scherler(früher Kurzner): Wahlvereinsversammlung Königs Wusterhausen und Umgegend. Am Freitag, den 22. d. M.. abends 8 Uhr, beginnt im Lokale von Ernst Gebert der Vortrags- kursus:„Die Anfange des preußischen Militärstaotes. Junker- oder Hohenzollernregiment. Sieg der Junker." Referent: Genosse Emil Eichhorn. Beim zehnjährigen Stiftungsfest des Wahlvereins ist im Lokal der Wwe. Wedhorn eine Brosche mit Photographie verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, dieselbe bei Otto Kranse, Luckenivaldcr Straße 4, abzugeben. Berliner IVadmdrten. Königliche und städtische Oper. Wohl in keiner Großstadt fällt es dem Minderbemittelten schwerer, sich gelegentlich an Richard Wagners Meisterwerken zu erfreuen, als in Berlin. In Hamburg, in Breslau und in anderen Orten mit Stadttheatern kann nian fiir etliche Nickel zu einem Galeriesitzplatz kommen. Im König lichcn O p e r n h a u s e zu Berlin kostet ein Galerie steh platz eine Mark und fünfzig Pfennig. Nun gehört schon jugendliche Rüstigkeit dazu, vier bis fünf Stunden hoch oben auf dem Olymp sich die Beine in den Leib zu stehen: Leute in älteren Jahren können in Rücksicht auf ihre Gesund- I>cit sich eine solche Strapaze nicht zumuten. Wer aber als Arbeiter mit seiner Frau den allerbcschcidenstcn Sitz- platz beanspruchen will, um Taunhäufcr oder Lohengrin zu genießen, muß vor einem solchen verschwenderischen Porhaben zurückbeben,(im Platz auf dem vierten Rang kostet im Voraus drei Mark unter gewöhnlichen Umständen, drei Mark fünfzig Pfennig jedoch bei deii� nicht selten geforderten er- höhten Preisen. Ter soziale Sinn der Königlichen Opern- bühne bekundet sich nämlich sehr gemütvoll darin, daß an der Theaterkasse für alle Eintrittskarten ein Aufgeld von 50 Pf. verlangt wird, gleichgültig, ob es sich um Plätze im ersten oder im vierten Rang handelt. Es kommen hinzu 20 Pf. Garderobcngeld und bare 20 Pf. für einen Theaterzettel, der der Verwaltung wahrscheinlich gar nichts kostet, da anzunehmen ist, daß Papier und Druck- kosten überreickflich durch die Einnahmen für die vielen An- zeigen gedeckt sind, durch die man sich erst hindurchwinden muß, wenn man den Spielplan studieren will. Rechnet man nun noch das Fahrgeld hinzu, so hätte. ein Proletarier UN- gefähr den dritten Teil seines Wochenlohn es zu opfern, wenn er de» unter derartigen Umständen wahu- sinnigen Gedanken, init seiner Frau eine Oper zu hören, vcr- wirklichen wollte. Aber ein solches doch wahrlich nicht hochfliegendcs Vor- haben wird selbst Leuten, die es sich leisten können, zur Un- Möglichkeit. Tie Klagen über die Schwierigkeit, auf nor- malem Wege an der Theaterkasse zu einer Ein- trittskarte zu kommen, sind bekannt. Stundenlanges Warten in Wind und Wetter wird durch die Botschaft be- lohnt, daß alle Karten vergriffen seien: und es bleibt dann für die Verschwender, die auf alle Fälle sich einen Platz im Königlichen Opernhause ergattern wollen, nur das eine fatale Mittel des Wuchertributs an die Horde der Billett- handle r übrig. Wie es kommt, daß so schwer für die Königlichen Theater Karten zu kaufen sind, weiß der Laie nicht: diese'Frage ist schwieriger als manches Welträtsel zu ergründen. Aber auch denen, die das Unglaubliche vollbracht und alle Hindernisse überwunden haben, winkt am Ende nur ein sehr zweifelhafter Genuß. Wir wollen den Streit über den künstlerischen Wert der Königlichen Schauspiele un- beachtet lassen und nicht untersuchen, ob Hans von Bülows bekanntes Wort vom Zirkus Hülsen berechtigt oder unbe- rechtigt war. Aber den einen Nachteil hat das König- liche Opernhaus vor einem Zirkus, daß man nur von bestimmtcir Plätzen aus der Vorstellung folgen kann. Nicht nur der vierte, sondern auch die unteren Ränge weisen eine ganze Anzahl Sitze auf, von denen aus die Bühne entweder gar nicht oder doch nur zum geringen Teil zu sehen ist: und alle diese Sitze müssen genau so enorm hoch bezahlt werden wie die, von denen aus der Zuschauer zu seinem doch wahrlich nicht unbescheidenen Recht konimt. Diese altbe- kannten Tatsachen zeigen, wie es um die Förderung der Kunst bestellt ist in einem königlich preußischen U n t e�r n e h m e n, das wahrlich nicht niedrig a u f K o st e n der Steuerzahler subventioniert wird. Die kostspielige Königliche Oper ist ein V e r g n ü g u n g s- i n st i t u t für den Hof und die Gcburts- und Finanz- aristokratie: dasVolkhatkeinenAnteilan ihr. In einein scharf hervorgekehrten Gegensatz zu diesem In- stitut stebt ein Theater, das erst wenige Tage seine Pforten der Bevölkerung Groß-Verlins geöffnet hat: das Deutsche Oper n h a u s. Auf Kosten der Stadt Eharlottenburg in der Bismarckstraße errichtet, bietet es alleil Musikfreunden »i»e würdige Stätte edlen Genusses. Allen Musikfreunden. wie wir mit gutem Vorbedacht behaupten möchten. Denn die achtzig Pfennig, die ein Galerieplatz im Deutschen Opernhause kostet, kann auch ein Arbeiter gelegentlich aus- geben, wenn ihn des Lebens Not nicht über das gewohnte Normalmaß drückt. Und dieser Galcricplatz unterscheidet sich nur dadurch von einem Platz im Parkett oder erste» Rang, daß er weiter als diese von der Bühne entfernt liegt. Im übrigen sitzt jemand, der achtzig Pfennig geopfert hat, auf genau dem gleichen Platz mit Klappsitz und Armlehne, wie einer, dem es auf die sechs Mark für den teuersten Platz im ganzen Hause nicht angekommen ist. G e l d s ch n e i d e r e i für Garderobe und Theaterzettel kennt man in C h a r- lottenburg nicht: die Gebühren hierfür sind im Billettpreis einbegriffen. Ebenso ist hier der Unfug des Aufgeldes für im Voraus gekaufte Karten unbekannt: es sei denn, man rechnete die fünf Pfennig besonders, die man draufgebeii muß, wenn man bei Tietz etwa einen Platz zum dritten Rang für eine Mark siebzig Pfennig kauft. Wer aber sich im Voraus ein Abonnement, sagen wir emmal für eine Vorstellung im Monat, hat besorgen können, kommt noch beträchtlich billiger davon: er zahlt alles in allem für den Galerieplatz sechzig Pfennig und für den Platz auf dem dritten Rang eine Mark zwanzig Pfennig. Der künstlerische Wert der Vorstellungen ist, soweit die bis jetzt aufgeführten Opern Fidelio und Figaro ein Urteil gestatten, dem der besten Bühnen ebenbürtig: auch das Nebenwerk der Ausstattung läßt nichts zu wünschen übrig. Allerdings, ein Unterschied fällt im Vergleich mit dem königlichen Institut in die Augen. Die Einfachheit des Zuschauer- r a u m e s in dem Eharlottenburger Theater stimmt an- dächtig, hebt die Herzen höher. Der vergoldete Stuck und die Farbe nkleckserci, mit dem man vor wenigen Jahren erst das a l t e O p e r n h a u s neuprcußisch verschönerte, lenkt von der Bühne ab, was ja bei man gel haster künstlerischer Leistung am Ende seine Vorzüge haben mag. Der Snob wird in Charlottenburg vielleicht auch die sammetgepolsterten Sessel und die bekanntlich mit unsinniger Raumverschwendung hergerickteten H o f l o g e n des königlichen Theaters vermissen. Aber für Snobs ist das Deutsche Opernhaus nun einmal grundsätzlich nicht hergerichtet. Es wäre töricht, mit der Verwaltung der Königlichen Bühnen darüber rechten zu wollen, daß sie so unsozial wie nur denkbar handelt. Wer will Feigen von den Disteln lesen, wer will vom preußischen D r e i k l a s s e n st a a t ein Eut- gegenkommen an die Minderbemittelten verlangen? Aber an die S t a d t B e r l i n sei uns ein Wort gestattet. Warum hat s i e der Theaternot des Volkes bisher tatenlos zugesehen, warum hat s i e nicht schon läng st dasselbe getan, was Charlotten bürg jetzt mit so glücklichem Gelingen vollbracht hat? Zur Eltktrisicrung der Berliner Stadt- und Ringbahn. Tcm Abgeordnctenhause sind vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten in einer umfangreichen Drucksache die Antworten auf die Auskünfte zugegangen, die die 17. Kommission des Abgeordneten- Hauses zur Vorberatung der Frage der Elektrisierung der Berliner Stadtbahn im Frühjahr dieses Jahres gestellt hatte. Das R e- s n l t a t dieser Antworten läßt sich kurz wie folgt zusam- menfassen: Die Regierung hat niemals bezweifelt, daß durch Verwcn- dung stärkerer Dampflokomotiven eine beträchtliche Verbesserung des Verkehrs erreichbar sei, sie ist sich aber stets klar darüber ge- Wesen, daß hierdurch nur für verhältnismäßig kurze Zeit Abhilfe zu schaffen wäre und der stetig ir-achsende Verkehr mit der Zeit doch zum elektrischen Betrieb nötigen werde. Nur bei dieser Be- triebsweisc sind die Gleise der Stadt-, Ring- und Vorortstrecken bis zur äußersten Möglichkeit auszunutzen. Sowohl die Staats- eisenbahnverwaltung als auch die Lokomotivindustrie haben Eni- würfe zu einer leistungsfähigeren Dampflokomotive für den Bcr- lincr Stadt-, Ring- und Vorortverkehr bearbeitet. Das als zweck- mäßig anzusehende Modell ist Stoie sechsachsige etwa 100 Tonnen schwere Hcißdampfteiiderlvkomotive der Bauart I l> 1. Diese Bauform ist einer vergleichenden Ertragsberechnung zwischen ampfbetrieb für den 1916 angenommenen Berkehrsumfang und einem gleich leistungsfähigen elektrischen Betrieb zugrundcgelegt worden. Mit diesem Modell werden demnächst Versuche angestellt werden. Wie sich aus den Ermittelungen auf dieser Grundlage ergeben hat, taun Dampfbetrieb auch bei Verwendung solcher neuen Lokoniotiven weder betrieblich noch wirtschaftlich mit elektrischer Zugförderung in Wettbewerb treten. Bei Dampfbetrieb könnten über die Stadistrecke höchstens 82 Züge mit zusammen 19 500 Sitz- Plätzen stündlich in jeder Richtung gefahren werden. Elektrischer Betrieb dagegen läßt sich für 40 Züge stündlich in jeder Richtung mit zusammen 24 400 Sitzplätzen ausbauen. Schon mit den für I9t0 vorgesehenen Hilfsmitteln würde es bei elektrischem Betriebe möglich sein, die erwähnte Leistung von 19 500 Sitzplätzen ständig um 15 vom Hundert und an besonders verkehrsreichen Tagen vor- übergehend um 25 vom Hundert zu steigern. Von nicht minderer Bedeutung ist es, daß der Dampfbetrieb dem elektrischen Betriebe auch wirtschaftlich erheblich nachsteht. Bei elektrischem Betriebe würde das Umsetzen der Dampflokomotive entbehrlich werden, ein sehr wesentlicher Vorteil im Bctriebsintcrcsse. Außerdem würde für jede elektrische Lokomotive ein Führer ausreichen. Durch den Fortfall des Umsetzens auf den Kopfstationen würde für die Züge der notloendige längere Aufenthalt fortfallen, so daß die Züge besser ausgenützt werden können. Auch durch den Fortfall der Speisung der Lokomotiven mit Wasser und Kohlen würde viel an Zeit gewönne» werden. Ein wesentlicher Vorteil des elektrischen Betriebes besteht aber darin, daß er gestattet, die Zugstärkc in wei- tem Umfang dem jeweiligen Vcrkehrsbcdürfnis anzupassen. Für den Berliner Verkehr hat sich ergeben, daß es genügen würde, drei Gruppen von Zügen zu fahren, bei stärkstem Verkehr Züge von 18 Wagen, bei mittlerem Verkehr von 8 Wagen, bei schwachem Verkehr von 5 Wagen. Die Teilzüge haben nur je ein Triebgestell und werden daher in einer Fahrtrichtung geschoben, wobei der Fahrer an der Stirnseite des Spitzenwagcns steht. Durch eine solche Betriebsführung sind gegen einen ständigen Betrieb mit gan- zen Zügen wesentliche Ersparnisse an elektrischer Arbeit sowie Un- terhalt der Fahrzeuge und des Oberbaues zu erzielen. Auch bei Dampfbetrieb iväre eine Teilung der Züge möglich, die Ersparnis aber wesentlich geringer. In der Denkschrift wird eingehend ein- gegangen auf die nach London entsandte Spezialkommission, die dort auf den Londoner Bahnen sehr interessante Studien gemacht hat. Die Kommission hat festgestellt, daß bei elektrischem Betrieb eine Leistung von 40 Zügen in der Stunde tatsächlich möglich sei. Tie wirtschaftliche Ueberlegenheit des elektrischen Betriebes wird in der Denkschrift einer genauen Berechnung unterzogen. Die Iah- resausgaben werden sich beim elektrischen Betrieb um fast 6 Millio- neu Mark billiger stellen als beim Dampfbetrieb. Eine Tarif- erhöhung sei bei Einführung des elektrischen Betriebes unvcr- meidlich; sie fei gerechtfertigt, Iveil die Abkürzung der Fahrzeit, die vermehrte Fahrgelegenheit und die erhöhte Bequemlichkeit durch Vermehrung der Sitzplätze und Beseitigung des Rauches dem Rci- sciidev wesentliche Vorteile gegenüber dem jetzigen Betriebe bieten würden._ Berlin, Schöncberg und das russische Fleisch. In der Stadtverordnetenversammlung in Schöncberg am Montagabend kam es zw einer Debatte üoer den Fleisch bczug der Stadt Berlin. Dabei wurde der Verwaltung der Stadt Berlin der Borwurf gemacht. Berlin lasse sich von seinem Einkäufer viel zu hohe Preise abnehmen, obwohl die Möglichkeit bestände, erheblich billiger kaufen zu können. Was den Lieferungsvcrtrag mit der Stadt Berlin betreffe, so hätte dieser Vertrag den Stadtver- ordneten vorgelegt werden müssen. Starke(Lid. Frakt.) halt dieses Vorgehen des Magistrats nicht für gerecht, da es einen Eingriff in die Rechte der Stadtver- ordneten bedeute. Der Vertrag sei für die hiesige Gemeinde nicht annehmbar. Den Fleischern sollte mehr aus die Finger gesehen werden. Ten Käufern gegenüber werde der Wert des russischen Fleisches herabgesetzt.— Oberbürgermeister Dominikus erklärt, es habe ihm ferngelegen, in die Rechte der Stadtverordneten einzugreifen, obwohl der Magistrat anderer Gemeinden beschlossen hat, ohne eine Vorlage zu bringen. Es handelte sich darum, den Fleischbezug nicht cmszuWtm,» Genosse Wohs wünschte eben-. falls Ausschußberatung und kritisierte das Verhalten einiger Flei- scher, die versuchten� das russische Fleisch herabzusetzen.— Der Ausschuß wird beschlossen. Diese Verhandlungen in der Schönebcrger Stadtverordneten« Versammlung haben den Berliner Magistrat veranlaßt, folgendes Schreiben an den Schönebcrger Magistrat zu richten: „Aus der Presse haben wir die Angriffe erfahren, welche in der dortigen Stadtverordnetenversammlung gegen die Bedingungen des Fleischbezuges aus Rußland gerichtet worden sind. Wir be- dauern, daß diese Versorgung, für welche Berlin seine Einrichtun» gen und seine Tätigkeit bereitwillig zur Verfügung gestellt hat, in der Stadt Schöncberg lediglich Bemängelung findet, und daß der sachliche Inhalt unseres Abkommens, soweit ersichtlich, dort von keiner Seite verteidigt worden ist. Unter diesen Umständen sind wir bereit, die Vereinbarung mit Schöncberg— selbstverständlich bei Aufrechtcrhaltung der Verpflichtungen, die durch den bereits erfolgten Fleischbczug erwachsen sind— ohne Kündigungs- f r i st zu lösen, um Schöncberg zu dem praktischen Versuche zu befähigen, ob es den Einkauf zu günstigeren Bedingungen bewirken kann. Wir unsererseits halten an der Uebcrzeugung fest, daß wir, wenngleich gegen fortdauernde offene und geheime Widerstände, mit Opfern und schweren Mühewaltungen dennoch der unbemittcl- ten Bevölkerung den besten Dienst erwiesen haben, der sich unter den gegenwärtigen Bezugsverhältnisscn leisten ließ. Damit wir unsere Bestellungen entsprechend einrichten können, bitten wir, uns Ihre Erklärung bis Ende dieser Woche zugehen lasse» zu wollen. Ausdrücklich müssen wir uns noch gegen die anscheinend ohne Widerspruch aufgestellte Behauptung wenden, daß wir das Aleisch an Schöneberg hätten billiger abgeben müssen als an unsere hiesigen Metzger, weil in deren Kaufpreis das Risiko schon mit eingerechnet sei. Diese Darstellung ist völlig irrig. Den hiesigen Metzgern wird das Fleisch zu dem gleichen Preise überlassen wie den Nachbar- gemeinden. Eine doppelte Beteiligung am Risiko ist damit für die Schöncberger Interessenten in keiner Weise verbunden. Der Ab- gabepreis von 66 bezw. 72 Pf. ist der Selbstkostenpreis zuzüglich eines Pfennigs Aufschlag für das Pfund, der, wie Schöncberg ans- fübrlich mitgeteilt worden ist zur Deckung der hier an Ort und Stelle entstehenden Unkosten' der Ausladung. Sortierung des Fleisches usw., also für Arbeitslöhne, dienen soll mit der Maß- gäbe, daß ein etwaiger Ucbcrschuß bei der Schlußabrechnung zur Minderung der Generalunkostcn mitzuverwcnden ist. Schöncberg ist hiernach in der Lage, das Fleisch an seine Metzger genau zu denselben Bedingungen und Preisen abzugeben wie wir au die unseren. Ein Unterschied zwischen dem hiesigen Verfahren und dem Schönebergs besteht allerdings darin, daß in Berlin das russische Fleisch nur in den städtischen Markthallen, neuerdings auch in einigen wenigen Läden, die kein anderes frisches Fleisch verkaufen dürfen, und von einigen Konsumvereinen vertrieben wird, während in Schöneberg, soweit bekannt, der Verkauf in offenen Läden gleichzeitig mit Fleisch anderer Herkunft geschieht, ein Verfahren, bei dem die Garantie» für den prcisgerechten Verkauf des russischen Fleisches stark vermindert werden. Inwieweit hieraus die dort er» örtcrten Uebclstände sich erklären, haben wir nicht zu prüfen." Der Inhalt des magistratlichen Schreibens klingt etwas starr pikiert; es wäre wobl etwas sachlicher ausgefallen, wenn der Ma- gistrat sich nicht auf einige die Sache übertreibenden ZeitungS- berichte gestützt hätte._ Die Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriftcn im Ll.cwcrZ, schaftshaus ist heute von 4 bis 8 Uhr geöffnet. Dir gerichtlichen Bestrafungen von Schulkindern haben sich in den letzten Jahren in Berlin immer weiter vcr- mindert. Statistische Zusammenstellungen darüber siud�uns aus den Gcmeindeschulen Berlins bekannt. Im Schuljahr 1911/12 wurden hier 126 Kinder gerichtlich bestraft. Dagegen waren in de» fünf vorhergehenden Jahren(bis 1906/07 zurück) 169, 180. 156, 228, 221 gerichtliche Bestrafungen von Gcmcindcschulkindcrn vor» gekommen. Wie an dem Rückgang die verschiedenen Straftaten beteiligt sind, möge eine Verglcichung zwischen 1906/07 und 1911/12 zeigen. Bestraft wurden im Schuljalw 19ll/12(in Klammern die Zahlen für 1906/07) wegen Diebstahls 89(137) Kinder, wegen schweren Diebstahls 15(25). lvcgen Unterschlagung 5(11), wegen Betrug oder Hehlerei 6(17), wegen Unfugs 3(12), wegen Sach- bcschädigung 2(4), wegen Gclverbevergehen 2(3), wegen Körper, Verletzung 2(9), wegen Sittlichkeitsvergehens 1(1), wegen Tier- quälcrci 0(2). Die Strafe war in 1911/12(bezw. in 1906/07) ein Verweis 108-(165-) mal, Gefängnis 18-(4-) mal, Haft 0-(2-) mal, Geldstrafe 0-(7-) mal. Die Minderung der Verurteilungen läßt nicht ohne weiteres einen Schluß auf das Verhalten der Schul- jugcnd zu, wie man andererseits auch gegenüber einer etwa ein» tretenden Mehrung sich vor raschfertigcn Schlüssen hüten müßte. Als Ursache kann da auch eine Aenderung der Strafpraxis unserer Gerichte mitwirken. Heute sind die Gerichte im allgemeinen nicht so geschwind zu Verurteilungen bereit, wie in früheren Jahren. Desto öfter wird freilich gegen törichte Streiche der Kinder als Heilmittel die Fürsorgeerziehung probiert. Auch sie ist— so, wie sie leider ausgeführt wird— nur zu oft kein„Segen", Eine neue Reklame. Eine neue Reklame leistet sich zurzeit eine hiesige Bonbonfabrik. Irgend ein harmloser Passant geht friedlich seines Weges: da sieht er plötzlich auf dem Boden etwas glitzern und als er näher hinschaut, entdeckt er ein Zwanzigmarkstück. Etwas scheu hebt er es auf und kämpft bereits einen kleinen Kampf der Ehrlichkeit, als er bei genauerer Betrachtung bemerkt, daß die Münze leider eine täuschende Nachahmung ist. Wo sonst die stolze Inschrift: „Wilhelm, Deutscher Kaiser und König von Preußen" prangt, ver» heißen zierliche Buchstaben dem ehrlichen Finder eine Belohnung in Gestalt— einer Tüte Bonbons, die er in einem Geschäft gegen Rückgabe der„Münze" erhalten würde. Etwas kopfschüttelnd macht sich der ehrliche Finder aus den Weg und tatsächlich bekommt er anstandslos eine Boubontüte, deren süßer Inhalt ihn für die»Eni- täuschung" bei der Entdeckung der Fälschung tröstet. Zweckverdandswahlen. Der WahlprüfungSauSschuß des Zweckverbandes hatte gestern die Frage zu entscheiden, ob eine Genieindevertretung oder ein Kreistag auch solche Mitglieder, die nicht im Bezirke der wählenden Gemeinde, aber im Gebiete des ZweckvcrbandeS die Wählbarkeit zu einem Gemeindevorstande, zu einer Gemeindevertretung oder zu einem Kreistage haben, wählen können. Mit 12 gegen 4 Stimmen (Hirsch, Dave, Stadthagen und List-Schvncberg) wurde diese Frag« verneint. Entscheidend für diese Eineuguna des Rechts der ein» zelnen Gemeinden war die Annahme, das Gesetz habe leinen selb- ständigen Zweckverband, sondern nur die Vereinigung einzelner Körperschaften zu drei bestimmten Zwecken gewollt. Wenn diese Engherzigkeit über die Aufgaben des Zweckverbandes vom Plenum geteilt werden und für die Arbeiten des Zweckverbandes überhaupt maßgebend sein sollten, so läge das nicht im Sinne des Fortschritts. Die Folge des erwähnten Beschlusses war der Vorschlag, die Wahlen des Kämmerers V o e ß, der von Berlin gewählt ist, währeud er in Schöneberg wohnte, und des nicht in Schöneberg wohnhasten Dr. D e r n b u r g für ungültig zu erklären. Ein gefährlicher Wüstling ist von der Neuköllner Kriminal- Polizei verhaftet worden. Es handelt sich um einen 48 Jahre alten Witwer August Sch. vom Pricstcrwcg in Britz. Sch. hatte in der Waltcrftraßc zu Neukölln scit�sahren eine Milchbudc. Diese machte er schon seit langer Zeit zu einer wahren Brutstätte von Unsittlich- kciten.£r leält baMuKjige LWAen in diese Bude und dcrgivg sich in Scr schäichsichsicn Mise alt isitiert. Auf Mädchen, Sic Sei ihm Milch holten, wußte er auch so lange einzureden, daß sie sich -schließlich mit ihm einließen. Das Treiben des Mannes wurde endlich so arg, daß auch die Schulmädchen des Viertels schon offen darüber sprachen. Merkwürdigerweise lief aber bei der Polizei leine einzige Anzeige ein. Das Verschwinden eines lö Jahre alten Mädchens, das ebenfalls von Sch. in schändlichster Weise mißbraucht worden war und jetzt sich schämte, das Elternhaus aufzusuchen, brachte Licht in das schamlose Treiben des Mannes. Er wurde sofort verhaftet und in das Gerichtsgefängnis eingeliefert. Mit Leuchtgas vergiftet hat sich vorgestern vormittag der S7 Jahre alte Schneiöer Georg Horn aus der Alten Jaiobstr. 134. Der Mann bewohnte seit dem, Tode seiner Frau, die vor vier Jahren starb, für sich allein eine Stube und Küche im vierten Stock des Seiten- flügels. Der früher, ordentliche Mann war, seitdem er allein hausen mußte, fast immer niedergeschlagen und trank gern. Gestern abend nahmen Nachbarn einen starken Gasgeruch aus seinem Zimmer wahr. Als sie es öffnen wollten, um nachzusehen, was die Ursache hierzu sei, fanden sie die Tür verschlossen. Tie Leute wurden jetzt stutzig, um so mehr, als sie am frühen Morgen gehört hatten, wie Horn mehrere Zehnpfcnnigstückc nacheinander in den Automaten steckte. Sie ließen die Wohnungstw gewaltsam öffnen und jetzt fanden sie Horn tot daliegen. Er hatte den Hahn der Gasampel und der Kochmaschiue geöffnet. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Zu dem Vorgehen der Neuköllner Polizei gegen die Arbeiter- jugeud schreibt uns der Genosse Hoffmann: Die Handschellengeschichte ist um so unglaublicher, als der be- treffende Polizeileutnant, der die„Gefangennahme" der Jugendlichen leitete und die Jugendlichen in einen unteren Raum des Lokales führen ließ, auf meine Frage auf Grund welchen Ge« setzeS und welchen Paragraphen die Festnahme erfolge, erklärte, daß es auf Anordnung der vorgesetzten Behörde geschehe, aber daß nur Namen und Adresse» festgestellt würden und die Betreffenden sofort entlassen werden sollten.„Es dauert keine fünf Minuten", erklärte der Herr Leutnant wörtlich.„Herr Hoff- mann, sorgen Sie nur, daß die Menge vor der Tür fortgeht, je eher lann ich die Festzustellenden freigeben." Das erstere veranlasste Genosse Hoffmann sofort. ES dürfte dringend geboten sein, die Betreffenden zu veranlassen, Beschwerde zu führen. UmS Leben gekommen ist gestern nachmittag in der Puttbuser 'Straße der fünfjährige Knabe Melzert. In der genannten Straße stand ein leerer Lastwagen, an dem Kinder sich zu schaffen inachten. Dieser Wagen kam ins Rollen, wobei der Kleine vom Wagen herab- fiel und überfahren wurde. Auf dem Wege zum Arzt verstarb der Knabe. Ei» schwerer Strahcnbahnunfall ereignete sich gestern nachmittag in der Müllerstrasse. An der Kreuzung der Lindower Straße wurde dort ein vierjähriger Knabe Richard Schulz, dessen Eltern in der Willdenowstr. 1 wohnen, von einem Straßenbahnwagen der Linie 28 überfahren. Das Kind erlitt so schwere Verletzungen, daß es von der nächsten Unfallstation nach dem Virchow-Krankenhaus gebracht werden mußte. Dachstiihlbrand auf dem Wedding. Gestern nachmittag gegen 6 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Reinickendorfer Str. 36, Ecke Wiesenstratze, gerufen, wo der Dachstuhl des Hauses in grösserer Ausdehnung in Flammen stand. Der 21. Löschzug griff sofort über eine mechanische Leiter und die Treppen hinweg mit mehreren Rohren ein, doch dauerte es über eine Stunde, ehe die Gefahr be- seiligl war. Der Dachftuhl ist zu einem erheblichen Teil vernichtet. Die Ursache des Feuers konnte nicht ermittelt werden.— Fast gleich- zeilig herrschte in der Grenadierstr. 15 im zweiten Stock des Vorder- Hanfes ein grösserer Wohnungsbrand. Auch hier mußte längere Zeit Wasser gegeben werden, um die Flammen zu ersticken. DaS Komitee„Konfessionslos" teilt mit, daß heute abend >/.,8 Uhr in Kellers Festsälen in der Koppenstraße eine weitere Ber- smiunlung zur Agitation zum AuStrilt aus der Landeskirche statt- findet. Es werden Herr Dr. Bruno Wille und Herr Tschirn-Breslau sprechen. Verloren. Ein Muff im Werte von 50 M. ist am Sonntag in der Neuen Welt in Verlust gekommen. Es wird gebeten, den Ber« bleib der Frau Kalks in Schöneberg, Frankenstr. 8, Ouergeb. I, mit- zuteilen. In der DemonstrationSverfammlung am Sonntag in der Brauerei Königstadt ist ein Regenschirm gesunden. Außerdem ist auch eine Monatskarte der Stadt- und Ringbahn als gefunden im Bureau abgegeben worden. Beides kann im Bureau des Wahlvereins. Neue Hochstr. 23 I abgeholt werden. Zeugen gesucht. Am Sonnabend, den 16. d. MtS., kurz vor 7 Uhr, geriet Ecke Wittstocker und Beusselstraße ein Mann unter die Straßenbahn. Personen, die den Vorgang mitangesehen haben, werden gebeten, ihre Adresse bei Hahn, Wiclefstr. 30, Ouergeb. I, abzugeben._ Gesangliche Veranstaltungen. Der Gesangverein„Kreuzberger Harmonie" veranstaltet am Sonntag, den 24. November l—, wocheilt» Stich von Vi di« 7Vd Uhr abends, Tonnadrnde, von bis 6 Uhr abends stau. Jeder sbr de» vrirfkaftcn bestimmte» Anfrage ist ei» Buchstabe«ab eine Zahl»ls Wertzeichen dctzusügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Ansragcn, denen leine Abonnrmentsguttiung deigrsugt ist, »erden»ich» dcantwortc«. Eilige Trage» trage man ta der eprcchftundc vor. Abonnent I8S5. 1. u. 2. Leider ja.— H. M. 10. 1. An daS Amtsgericht, in dessen Bezirk der Schuldner seinen Wohnsitz hat, mit dem Antrag aus Erlaß eines ZahlungsbciehlS unter kurzer Sachdarstcllung und Angabc des Standes und der Adresse der Parteien. 2. Nur dann, wenn der Schuldner Widerspruch erhebt und es zum Termin kommt. 3. Ja.— A. B. 20V i,. Sic unlerliegen bisher nicht der KrankenversichcrnngSpflicht. AIS Zeuge beim Standesamt kam, man nach Vollendung des 21. Lebensjahres fungieren.— M. P 8. 1. Ja, es wird dem Einkonimcn des Manne« zugerechnet. 2. Nein. 3. Nach den slalularischen Beslimniungen erfolgt AnSzah- lung.— A. A. 25. Ja, da Sic den Anspruch in diesem Jahr« anerkannt haben. H. W. 21. ES ist zulässig, jedoch ist die Zuziehung deS VormundschastS» gerichts notwendig.— Z. 15. Ja.— M. Bubi. Es ist leider siir zulässig erklärt ivordcn.— O. H. R. Ein solcher Vertrag wäre ansechtbar bczw. überhaupt nichtig.— H. 2. 44. Die Taxe beträgt 10 bis 3» M., je nach dem Stande und den EinkommenSverhöltnissen des ZablungS- Pflichtigen, daneben besteht ein Anspruch aus Bezahlung der Wochenbcsuchc. Bei regelwidrige» Geburten und Geburten, bei denen die Hilseleistung länger als 12 Stunden andauert, erhöht sich der Satz um etwa die Hälsle. — Weiscftr. 48. Teilen Sic der Sicuerbchörde mit, daß Sie bereits im Jahre 1910 den OstenbarungSeid geleistet haben und Sie vor Abiaus von süns Jahren zur nochmaligen Leistung nicht verpflichtet sind. Ilm da» Wahlrecht für Preußen zu erhalten, stellen Sie beim Polizeipräsidium einen Antrag um Ausnahme in den preußischen Staatsvcrband. Zu dem Zwecke müssen Sie von Ihrer Helmatbchörde einen Staatsangehorigkcitsauswcit verlangen._ Marktbericht von Berlin am 18. November 1012, nach Ermittelung des löntgl. Polizeipräsidiums. Marktdallenpreise.(Kleinhandel) 100 Kilogramm Erbsen, gelbe, zum Kochen 30,00—30,00. Speis ebohncn, weiße. 36.00— 60,00. Llnsen 35,00—60,00. Kartoffeln fKIeinhdl.) 5,00—7,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70-2,40. Rindfleisch. Bauchfleiich l.50— 1,80. Schweinefleisch 1,50—2,20. Kalbfleisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,40—2,40. Butler 2,40-3,00. 60 Stück Eier 4,20-6,60. 1 Kilogramm Karpsen 1,20-2,40. Aale 1,60—3,20. Zander 1,40-3,60. Hechte 1,40—2,80. Barsche 0.80-2,40. Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,40. 60 Slück Krebse 3,00-30,00._' WafferftandS-Nachrichten der LandeSanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wctterbureau Wasserstand Mcmcl. Tilfit P r e g e 1. Jnfterburg Weichsel, Thorn Oder, Ratibor . Krassen Frankfurt Warthe, Schrimm Landsbcrg Netze, Vordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden „ Barby . Magdeburg •)+ bedeutet Wuchs,— Fall.') Unlerpegel. Dauer bis 24. November HOSEN-WOCHE Extra billige Angebote zum(ilelbnicbtilesle Serie l. HOSGll. dunkelgerireiffe Zwirnbulukins, lehr hallbar............... 2 M. Serie 11. H0Sen geitreifte Kammgarn-Cheviob, in vielen Mustern............ 5 M. Serie III. HOS0n Cheviots und Kammgarnarten in den neuesten Mustern 7 M. Serie IV. HOSCn Kammgarne, ganz aparte Muster, sehr vornehm 9 1 Serie V. HoSCtt Aachener Kammgarne in hellen nnd dunkeln Streifen 11 Ii5 BaenSohn Chausseestraße 29-30 Gr. Frankfurter Straße 20 11 Brückenstraße 11 Schöneberg, Hauptstr.lO Dauer bis 24. November Hosen ans guten MaBitoff- Resten hergestellt. Sehr billig. Der Haupt- Katalog Nr. 46(Neueste Moden) kostenlos und portofrei. Jeglicher Hachdrud verboten. Verkäufe. Leihhaus MoriUPlatz 5Sa. lauicn Sie spottbillig von Kavalieren «venig getragene Jackcttanzüge, Rock- anzüge, Paletots, gröjjtenlcilS aus Seide, Z— 18 Marks Gelegenbeits käuje in Damen- Plüsch- Mänteln, Kostümen, Kleidern �hochelegant) Grütze Posten Pelzstolas, Pelzgarni- turcn, srüher bis 150, jetzt 15—40 Mark, Gclcgcnhcitskäuje in Uhren, Ketten, Ringen, Wäsche, Betten, enorm billig nur Moritzplatz ZSa I, 2I8gK Tcppi che, mibcdcuteiide Farben fchicr, für die Halste des Wertes, Portieren. Gardinen, Steppdecken, Tischdecken zu Schleuderpreisen, Tcppichhaus Adler, Königstratzc 50, gegenüber RathauS. 1857K* GS lohnt nur bei Max 88, Grotze Franksurterftratze 88, alt bekannte Firma, zu lausen. Man wird am reellsten und billigsten be dient. Wenig getragene, teilweise auf Seide, von Kavalieren nur kurze Zeit getragene Jackettanzllgc, Rock- nnzüge, Echrockanzüge, Frackanzüge, Smolinganzüge. Paletots. Ulster, Hosen, einzelne Fracks und Smokings werden zu billigsten Preisen verkaust. Die elegantesten Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 88, Grotze Franlfurterstratze 88. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu achten._ 192/ 14; GardiuenkStcppdeckenI Portieren I Tischdecken I autzergewöhnlich billig l Borwärtsleser 5 Prozent Rabatt ertra I Gardinenhaus Brünn, Hacke, scher Markt 4(Bahnhos Börse) sonntags geöffnet. vorjährige eleganteHerrenanzüge und Paletots aus feinsten Matzstonen 20— 10 Mark, Hosen 6—14 Mark, BersandbauS Germania, Unter den Linden 21. Teppiche:(seblerhaite) m allen Grötzen, soft für die Hälste deS Werte» Teppichlager Brünn, Hackescher Markt 4, Bahnhof Börse.(Leier deS »Aorwärt»' erhalten 5 Prozent Rabatt.) Sonntags geössnett' Littauer l'i a h mvaschfässer. Zober. Sitz« wanne», Badewannen. Spezialsabrik »eichenbergerstratze 47. Leiern 5 Proz. Vorwärtsleier Inns Prozent Errraraball. selbst bei Gelegenbests. käufen. Tcppich-Thomas.10. K Zehn Prozent Rabatt DotzspZrtj- lcserlt. Abfall, fehlerhafte Tcppiche 4,25, 5,75, 7,85, 9,50, 11,85, 15. 19, 23,27, 31 usw. Fabriklager Grotze Frank- jurtcrstratze l25, im Hause der Möbel- sabrik. Gardinen, Fabrikreste. Fenster 1.65. 2.35. 2,85, 3,50, 4,50, 6,75, 8,25 uslo. AngoschmnUte Gardinen, Stores, Tülldeckee», Röulcaus, sabelhast billig. Grotze Franksurterftratze 125. Gemüse- und Kohlengeschäft Wege» Krankheit des Mannes zu verkaufe». Preis 1800 Mark. Krüger, Emsec stratze 21, Neukölln._-j-eO »chankgcschäft, Lausgegeud, lange Jahre in einer Hand, wegen Krank best billig verkäuflich. Auskunst Vorwärtsausgabe Rheinsbergerstr. 67, Zigarrengeschäft in guter Ge- schästslage preiswert zu verkaufen. Offerten O. L., Postamt 65. f93 Künstlergardinen 3,85, 4,75, 5,95, 6,65, 7,85, 9,50, 11,75, 13,50 usw. Leinen- und Tuchportiere» 3,65, 6,75, 7,85, 8,50 usw. 3,25, Piüfckiportieren 5,85, 6,75, 7,65, 8.50, 9,85, 10,50. 11,65, 14,25 nsw. Fabriklager Grotze Franksurterstr. 125. Plüschdccken mit kleinen Fehlern 4,25, 5,75, 6,50, 7,95, 8,35, 21,50 nsw. Tnch-, Leinendecken 1,65, 2,25, 2,95, 4,35, 5,50, 6,85, 7,50 usw. Steppdecken. Simili-Scide 3,75, 4,50, 5,65, 7,50, 8,35, 9,75, 11,25, 13,50 usiv. Diwandecken 3,95, 4.50, 5,65, 7,50 bis 30 usw. Schlaf- u»d Reisedecke» 95, 1,35, 1,95, 2,85, 3,45 bis 45 Mark. Möbelftoff, Läuser und Linoleum- reste zu Spottpreisen. E, Weitzenbergs Gardinen« und TeppichhauS, Grotze Frantfurterstratze 125, im Haufe der Möbelfabrik. 250SK* Gaskronen ohne Anzahlung, Woche 1,00. Riesenlager I Louis Bötkcher (selbst!), Kronleuchter- Spezialhäuser. Betriebsleitung: Boxhagenerstratze 32 (kein Laden).(Fahrvcrbindung War- jchauerftratze.) Filiale: Nculölln, Kottbujcr Damm 41, Eingang Her- niannplatz. Teppiche.„Vorwärts'leser erhalten 20 Prozent. Tcppiche mit kleinen Webesehlern kosten jetzt zirka 200/300 13,50, 250/350 22,50, 300/400 28,50. Gardine», Portieren, Tischdecken, Felle spottbillig. TeppichhauS L. Lcsevce, nur Potsdamerstratze 106 R I. Kein Laden. 255tK* Gastro»«», Zuglampcn, Teil- zahlungen 1,00 wöchentlich— billige Preise I Montage kostenlos I»krönen« lager Grotze Franlfurterstratze 92, I. Etage, Ravenästratze 6(Weoding), Schönhauser Allee 121(Gleimstratzc), Neukölln, Berlincrstratze 102. 20lIK! Teppiche! Spottbilliger Weih- nachis-Vcrkaus! Riesenauswahl, dar- Ulitcr wenig sehlerhaste Prachtstücke 5,50, 6,75, 10,50 bis 72,00. Vorleger, Läuserreste spottbillig nur in Wolfs Teppichhaus, DreSdenerstratzc 8(Kott- busertor). Abonnenlcn zehn Pro zent Rabatt, Prachtkatalog gratis,' Möbel. Teilzahlung. Reelle? Möbel geschäst liefert Möbel für Stube und Küche mit 20 M. Anzahlung, kleinste Raten. Auch einzelne Möbel. Aeltere Möbel werden in Zahlung genommen uns gegen moderne umgetauscht. Zum Weibnachtsjest Teppiche, Por ticrcu, Lauser usw. ohne Anzahlung. Offerten Postlagerkarte 12, Post amt 22. 2399K* Möbel: Für Brautleute günstigste Gelegenbett, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Anzablung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück deullicher Preis, Nebervorteilung daber ausgeschlossen. Bei KtankdeitS« sollen und Arbeitslofigkeit anerkannt größte Rücksicht. Möbelgeschüst M. Goldftaub, Zossenerstratze 38, Ecke Gneisenauftiatzc. S90lK* Möbel-Gelegenheits-Käuse spotl billig, neue gediegene Einzelmöbel und ganze Einrichtungen, Schlaf, zimmer(eiche) 288,—, komplette Wohnzimmer 132,— bis 240,—, Chaise longue 24,—, Sofa 38.—, Trumeau 33,—, Schreibtische 40,—, Bettstellen 25,—. RiescnauSwahl. Möbelipeicher Neue Königstratzc 89, 4 Etagen. Teilzahlung gestattet. Auch Sonntags. 249/ l* Metallbetten, zwei, modern, spottbillig verkäuflich Zossenerstr. 10, Hutgeschäst.__ 189/4* Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung bei beliebiger ülnzahlung zum Kasjenpreis. Stets Gelcgenheits- käufe in gebrauchten und zurück- gesetzten Möbeln, auch aus Teil- zahlung. Nachweis von Kunden wird gut honoriert. Offerten Post- amt 90„Postlagerkartc 44"._ Eiiirichtmig, Stube und Küche, 195,—, Einzelmöbel spottbillig. chneider, Prinzemiratze 98._* Nähmaschine, Gelegenheit, neu, vor und rückwärts nähend, spottbillig, Kirschstein, Charlottenburg, Goethe stratze 76. 1._ 165' Monatsanzüge und Winter, Paletots von 5 Mark sowie Hosen von l,50, Gcbrockanzüge von 12.00. Fracks von 2,50, sowie sür korvutente Figuren. Neue Garderobe zu ftanneud lilligen Preisen, ans Psaiidlciben ver- sallene Sachen kamt man am billigsten bei Naß. Mulackstratze 14. Kostüme, neue und gebrauchte. spottbillig, Brunnenftratze 3. 1335b Monatsanzüge, Winterpaletots, Ulster, Joppen, Gehrockanzüge, mokinganzüge, Frackanzüge, Hosen. Fanlasiewcsten spottbillig Rosen thalerstratze 43, eine Treppe. 193/8 Billige Zigarren l Reelle Ware. Kein Laden. Alle Sorten 1 Mark billiger. Bratzke, Lichtenberg, Lenbach, stratze 10, Hos 4 Treppen. Vorzciger dieser Annonce 2 Prozent. 1334b Totensonntag Wachsblumen enorm billig, Rosen 15, Dahlien 15. Chrysanthemen 25, Papierblumen 6 Pfennig Dutzend, solange Vorrat. Landsbcrgerstratze 70, Alcranderplatz. Seisertvögel billig, Namiim stratze 65a, Seitenflügel. 1146 Seiferthähne 4,00 an. Wollinerstratze 68. Teggatz, 13426 M onatsgarderobe spottbillig. Grotze Eeldersparnis. Winlcrulsler 6,50 an, Winterpaletots 8,25 an, Jackettanzüge, Gehrockanzüge, Hosen, Joppen, sür jede Figur passend. Ferner PelzsloloS, Daniennlster, Binsen, Ausstcuerwäsche, Steppdecke», Goldsachen, Uhren 3,15. Goldene Ringe, gestempelt 1,50. Ketten, Operngläser. Nur Prinzen- Psandleibe, Priiizcnstratzc 34. eine Treppe. Reben Bauzann Wertheim, kleiner Eingang. Fahrgeld vergüte._ 2419K 4,!4ti prachtvolles Bett. Dannigcs Bett 8,50, rotrosa gestreist. Alisstcner- betten, ganzer Stand 26,50. Nur Prinzen-Pfandleihe, Prinzenstratze 34, 1. Etage._ -yopffifhe. sarbseblerhaft. spottbillig '"Gardinen, Stores. Kümstlerfenster-, «naeschmutzte, sabelhast brUrg.453. r Teppich-Thomas, Prachtbau Orn. .ienstratze 126. Roienthalerstratze 54 Dainenhemden mit gestickter Passe 1,15, Herrenhemden 1,15, Nor- malwäsche, Zlrbeiterhemde» soivie elegante Reisemirster bis zur Hülste des Wertes. Wäschesabrrk Salomonsly, Dircksenstratze 21, Alexanderplatz. Moiiarsayznge.PalelotS, großes Lager, jede Figur, kaust mau am billigsten beim Fachnralm; jede Aenderung nach Wunsch in eigener Werkstatt. 5 Prozeni billiger sür Borwärtsleser. Fürsteuzeil, Schnei« dermeiNer, Roientbaterstratze 10 �iesetiSklsverksufe. Gasthof mit Saal und Garten bei Potsdam veränderungsbaiber zu ver- lausen. Zu erfragen Charlottenburg, Stuttgarter Platz 19, Zigarren-Gc- Ichast. Gangbares Zigarrengeschäst ver- kauslich, 450 Mark, mit anschlietzender Wohnung. Strelitzerftratzc 15. tzLO Kino im W Kleineres Kino ist lranlheiishawer sosort sür 4000 Mark zu verkaufen. Näheres: Adois Elsncr, Hollmannstra'äe 17. 1337b 9]� Plättanstalt veriäuslich Char- lottenburg, Kaiser-Friedrichstrotze 33. tvioedri- Boebel. Oranien- stratze(Moritzvlatz) 58, Fabrikgebäude, liesert als Spezialität: Ein- und Zweizimnier-Einrichtungen. Größte Auswahl. 9 Etagen in 2 Fabrik- gebäudell. Billigste Preise. Ein Zimmer und Küche 234,—, 336,—, 409,—, 496,—, 566—> 655,— bis 1000,—. 2 Zimmer und Küche 448, 501,—. 571,—. 660,—. 773,—. 867,—. 991,— bis 2000,—. Schills« zimmer 194,—, 270,—, echt Eiche 299,—, 350,—. 401,—, Wohnzimmer, modern, 266,—, 318,—, 343,—, 403,—, Speisezimmer, echt Eiche, 343,—. 373.— 462,—, 571,—, Herrenzimmer, englisch« Bettstelle mit Matratze 42,—, Trumeau, geschliffen 36-, Plüschlosa 58,—, Um« bau 50,—. Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. 5. Jahre Garantie. Eventuell ZahtungSerleichterungen. Geöffnet 8—8. Kein Laden. Per- kauf im Fabrilgebäude. 2057K* Möbel ohne Geld! Bei kleiner Anzablung geben Wirttchafte» und einzelne Stücke auf Kredit unter äußerster Preisnotierung, auch Waren aller Art. Der ganze Osten kauft bei uns. Krelschmann u. Co., Koppen stratze 4.(Schlesischer Babnboi.) Zentrale sür Arbeilermöbel liefert Resormeinrichtungen in gediegener Arbeit an Reelldenkende auch aus Teilzahlung und bittet Parteinritglic- der um Besuch der großen Läger. Niedrige Anzahlung. Zinsvergütung. Gelegenhettskäuse in gebrauchten Mä bcln. Verlaussstelle schätz, Brunnen. stratze 160, Eingang Anklamerstratze. Speisezimmer billig. Kleider. schrank 27, Vertiko 27, Sofa 28, Ausziehtisch 15, komplette Küche 45, Bettstelle, Matratzen 25, Teppiche. Steinke, Romintenerstr. 36. s2536K Verkäuflich(Händler unerwünscht)� Aparlmoderue Wirlschast, Küchen einrichtung, Pianino, Büfett. Ankleide. schrank, Schreibtisch. Plüschsosa, Um bau, Prachtloandbilder, Gaskrone. Königsbergerstratze 11, vorn I links. Fischer. 193/9 Kleiderschrank, Vertiko, eusn, Bettstellen, Küchencinrichtnng. Burwig. Alt-Moabit 79. 1341b Möbelausverkauf. Wegen Um zuges verlaust bis 30. Dezember 1912 zu jedem annehmbaren Preis. Nur gute, reelle Arbeit. Vorzeiger dieser Annonce erhält extra 2 Proz. Heimig, Neulölln, Treptowerstratze 94, am Hertzbergplatz.._ f22 Kinderwagen, billig, Slinsky, Grellstratz« 29. last neu, -j-143 Plüschsofa 40,00, Chaiselongue, Kleiderschrank, Vertiko, Ausziehtisch Nußbaum Bettstellen 14,00. Tape. zierer Walter, Stargarderslratze 18. Plüschsofa, hochelegant 35,00. Chaiselongue, Auszugtisch, Säulen. trumeau, Vertiko, Kleiderspind. Kretzschmer, Augsburgerstratze 23. Hochparterre. 237/10 Nicht kaufen dürfen Verlobte und Möbelsuchendc ohne meine großartige Ausstellung bcfichttgt zu haben. In drei Fabrikgebäuden aufgestellt mehrere 100 Speise-. Herren-, Schlafzimmer, Salons, Küchen, Leder- und Polster- möbel eigenen Fabrikats. Konkurrenzlos billige Preise, bei weitgehendster Garantie. Katalog frei. Möbelfabrik M.Hirschowitz, Skalitzerstratze 25, an der Hochbahn._ 256751* Möbel- Kredithaus Holländer. Ehausseestratze 50, liesert einzelne Gegenstände, kompleite Einrichtungen, Teppiche, Dekoration zu kulanten Bedingungen. Berlieheu geivesene Möbel riesig billig. 257851* Spottbillig! Fast neu, 2 Bett. stellen, Kleiderschrank, Vertiko, Tru- meau, Sosa, Tisch, Stühle, kam- plelle Küche. Hammer, Bötzoiv. stratze 30 I. 237,11 Umzugshalber bis Ende De zcmber: herrliche Nutzbanmwirtschast mit bildschönen Küchcnmöbeln, Gas- trolle, Federbetten 195,—, Umbausofa 40,—. Trumeau 33,—. Avram, Neue Königltratze 66 I. Händler auS geschlossen. 237/8" Billigste Gclegenbeitskäuse, Wasch- büsetle. Schreibtische, Anlleidcschränke, Bettstellen, komplette Speise-, Herren-, Schlaszimmer, Pianino, weitzeDielen- möbel. Aildrcasstratze 30, geradeüber Markthalle, Divinatzli. 25005t Lennerts Möbel-Gelegenheits- käuje. Enorm grotze Auswahl in bürgerlichen Ein- bis Drei-Zimmer- emriwtungen, ganz bedeutend umer regulärem Preise. Nur neue gediegene Möbel. Für Brautleute bedeutende Ersparnis. Ergäuzmigsmöbel jeder Art, Büfette, Standuhreil 70,—, Umbaue 65,—, Schreibtiiche 45.—, SojnS 45,—, Garnituren, Bettstellen, Trumeaus 33,—, Teppiche, Bilder, Klubsessel. Lcdersoias. Kronen Pianos usw. Die Möbel sind in 4 Etagen ausgestellt. Lothringer. stratze 55. Noicinüaler Platz. 247751' Musikinstrumente. Pianinos, Harmoniums. Flügel jeder Preislage, gebrauchte 120,00 an. Teilzahlung. Scherer, Chaussee- stratze 105. 534K* Pianinos und Flügel, gut er haltene, gebrauchte, in Zahlung ge- nommen, darunter Schiedmayer, Bechstein, 5tnake, Hellmundt von 175 Mark an. schiedmayer, Piano. sortefabrik, Potsdamerstratze 27B. Pianokäufe, weil ohne Zwischen- Handel. 25 Prozent Ersparnis. Neu- köllner Planosabrik, Jnliusstratze 59, auch Feiertags._ 193/6 Preisauszug der Möbeisirma Joses Äamerling u. Co., 5tastaiiien- "Allee 56, Ecke Weinbergswcg, und Brückenstratze 6. Jamwwitzb rücke, Ladeneingang. Geschnitzte Hutboden- schränke, Spicgelocrtiko 38,00, Aus- zugsosa 36,00. Muscheischränke, Muschel- vertiko 27,00, Kommoden, Spiegel- spindcn, 18,00. geschliffene Trumeau 29,00, Ausziehtisch 15,00, Zimmer- slühle 2,90, 5lüchenschräiire 23,00, Speisezinimerbüsetts 85,00, Schreib- tische 32,00, Sosaumbaue 38,00, Spiegelschränke 45,00, englische Bett- stellen, Muschel-Bettstellen mit Stahl- matratze 33,00, Ruhebetten 21,00. Durch Barmasseneinkäuse sind unsere Lager überiülll.daherunsereLeistuiigs- sähigkeit._ 13116* WirtschaftSmöbel. Zu ganz spottbilligen Preisen als Gelegenheits- kons sind wieder prachtvolle, sehr wertvolle Herrenzimmer. Salons. Spelle- zimmer, moderne Küchen, Wohnzim- mer, Schlaszimmer in allen Holz- arten, einzelne Büfette. Schreibtische, Bücherschränke 40, Spicgelichränke, Kleiderschränke, VertiloS, Wasch- toilclten, Klubsessel, Lederflühle, SosaS, Chailelongue mit schöner Decke 22,50, Plüschgalnituren, Ausziehtische, Trumeaus 30,00 an, Bettstellen, Rohr- stühle, Sosatischc. Räbttsche, Flurgar- deroben, über 500 Prachtteppiche exlra billig. Tischvecken. Steppdecken, Plüsch. Portieren 7,50 air, Gaskronen, Gar- dinen, Erbstüllstores 3,50 an, Tüll- bclldecken, Chaiictonguedecken, Stand- uhren, Freischwinger 12,00, eine Partie Bilder mit Prachtrahmen sowie an- dcre Getegenheitslüuse in meinem bekannten grotze» Möbelspeicher, An- balier Babnspeicher, Eingang nur Möckernstratze 25. Hochbahnstation Möckernbrückc. Gckauste Möbel kön- »en niientgclllich lagern. Otto Lidcle, Warenjpeichcr sür Gelegenhettskäuse. Für Brautleute, Pensionate, Hotels extra billige Preise. 2580K' N» ffbauiilpiaiiino, Prachtton, billig. TiSmar, Badstratze 42/43. Pianino, schönes Instrument, 125,— verkäilflich. Hönel, Alexander. stratze IIa._ 237/9 Konzertpianino, wie neu. kreuz- saitig, �mit seffel, billig abzugeben Warschanerstratze 58, vorn I, Menzel. Pianino, hohes, krenzsaitig 130.— (eventuell Teilzahlung). Zander, Turmitratze 9. IgZ/z . GrammoPhon,20Musikstücke25,—. Strecse. Andreasslr. 54, Hof. 193/3 zzoiizert-Grammopho», neu, um- ständehalber 50 Mark, gekostet 135,—. Schirn, Woldenbergerstratze 5.[13336* Bilder. Bilder. Sie lausen Bilder nirgends billiger als direkt Fabrik bei Bilder- Bogdan, Weinmeistei stratze 2. 2248K Beste. Frankels Resterbandlung, Kott- bnscrstratze 2, staunenswert billig: Herren-, Dameustoffe, Plüsche, Seide, Besatzartilel, Pelzwarem_ 210551* Reste, Damcntuche, Kostüm stoffe, Kammgarne, Futterstoffe, sehr billig. Damen- und Kinder-Konfektion. Stets Gelegenheilskäuse. Paul 5tarle. Warschanerstratze 18. 2393K* Fahrräder. Herrenfabrrad, Damensabrrad. wie neu. 35,—. Holz. Blumen. stratze 44. t093K* Geichäftsdreirad, äußerst stabil. 50.00 an. Holz. Blumenllratzc 44.* Ztzalirrädcr, Teilzahlungen, größte Auswahl, billigste Preise. Lothringer« stratze 40. Filialen: Steglitz, Schiaß- stratze 116. Wilmersdorj, Nhland- stratze igg. Charlottenburg, Kant- stratze 57. 120351* Brcniiaborrad, gutes 30,00, Freilausrad, wie nagelneu, sosorl. granl- .surtcr Allee lul. 193/4 Brrnnaborrad sowie Frcilausrad, tadellos 25,00, sosort. Schräder, Weberstratze 42, Ouergebäude. � Breuuabor- Herrenfahrrad 28,—, Freilausrad, Damensahrrad, neu- erhalten. Kraus, Andrcasslratze 54 Herrenfahrrad. gutes 20,00. Frau Doris Hascloff, Ehorinerstr. 28, Ouergebäude 2 Treppt». 1341b Kaufgesuche. Platinabfälle, Gramm 5,70. Gold. Silber, Zahngebisse, Stanniol. Queck- siiber 3,65 kaust Blümel, August- stratze 19._ Höchstzahlend. Metalle, Zahm gebiffc, Platinabsall, Gold, Silber. Ouecksilber. Metallschmelze Nieper. Köpenickerstratze 20a(gegenüber Manleuffelstratze), Platlnabfällc, alle Goldsachen. Bnichgold, Silber, Gebisse, alte Uhren. Kcbrgold, Goldwatten. Queckstiber, Stanniol sowie sämtliche Gold Silber-, platinhaltigen Rückstände kauft Broh, Edelmetallschmelze. Berlin 8., Köpenickerstratze 29. Tele vbon Moritzplatz 6958. 25555t* Zadngcbiffc, Bruchgold, Stanniol kaust Kobn, Neue Kümgstratze 76. Münzen, Briesmarlen Grogmann, Spandauerbrücke 2. kaust Platin 5,70, Zahngebisse, Altgold. Silber, Ouecksilber, Stanniol höchst- zahlend Tellowerstratze 10. 1284b* Goldschmelzerri. Platin Gramm 5,70, Gold, Silber, Zahngebisse. Goldschmied Bruckard, Mulackstr. 22. nahe Rosenthalerstratze. 1088b* Kaufe Frauenhaare, ausge- kämmte. Zahle höchste Preise. Kaska, Zöpsejabrik, Rixdorj, Erkjtratze 3, Zahngebiffe, Zahn bis 1,25. Platin- absälle 5,75, Goldsachen, Silberlachen, Goldwatten, Kehrgold, Ouecksilber 3,80, Stanniolpapier, Zinn 3,70. Kupfer 1,30, alle„Metalle" höchst- zahlend. Edelmetall-EiiikausSburcau Weberstr. 3l. 249SK* Zahngebiffe in Kautschuk, Gold, Silber und Platina kaust pro Zahn bis 50 Pfennig und sür Platin zahlt (den höchsten Preis Blumenreich Brunnenstratze 3, amRosenthaler Tor (Telephon.) 763K* Platiuabfälle, Zahngebisse, Gold- einlaus. Wyprath, Ackerstratze 174. Uutemcht. Klavier-, Violine«, Gesang-(Stimm- bildung), BlaSlnstrumente-, Mando- linc-, Gitarre-, Zttherunlerricht. Monalshonorar 4,00 an. Höchste Aus- bildung, schnellsördenid, Tageskurse, Abendkurse. Freiüben. Gormann- stratze 1(Rosenthalerstratze). 234/4" Technikum, Berlin, Neander- stratze 3(Echinkcl-Akademie), König- licher RegierungS-Baumeister Werner a. D., Direktor und Inhaber, Ma« schinenbau, Elektrotechnik, Gas, Waffer. Werkmeister, Techniker. Ingenieur- lursc, Abendkurse, Tageskurse. Maurermeister-, Zimmermeister- Abendkurse. Dauer 5 Monate. Kö- niglicher Regierungs> Baumeister Werner, Berlin, Ncanderstratze 3. Bauschule, Königlicher Regierungs Baumeister a. D. Werner, Berlin, Ncanderstratze 3, Schinkel-Akademie. Polierkurse, Meisterkurse, Techniker- kucsc, Architekten, Hochbau, Tiesbau, Vermeffungstechniker. SIeinmctzsach, Abendkurse, Tagesturse._ 183651* Abendkurse, Technikum, Bauschule, Berlin, Neanderstratzc 3, Königlicher Rcgierungs-Baumeistcr a. D. Werner. Bioliuunterricht nach doppelt sördentdcr Methode erteilt crsabrener Künstler. Eine Stunde Einzelunter. richt 1,25,'/z Stunde 75 Pfennig, sür 2 Schüler pro Stunde 2 Mark. Unter- Weisungen zum Zweck des Solospicls vor großem Publikum pro Stunde 3 Mark. Offerten unter Z. 2, Haupt expedition des„Vorwärts". 18415t* Klavierkursus. Enoachscncn Schnellmethode. Monatspreis 3.00. Klavierakademie Oranienstratze 147. Moritzplatz, Union theater. 192/9 Verschiecteues. Patentanwalt Wessel, Gitschiner. straye 94a.__ Patentanwalt Müller, Gitschiner. ftraye 81. S43g5f Pfandleihe HeinerSdorserstratze 14, nahe der Greisswalderslratze. 1098b' Gchroek, Frack und Sinoking- anziige oerleiht Landsbergcrstr. 9la. 1 Treppe.__ 11326- Festdichtungen. surlcrstratzc 67. Grotze Frank- 19735v* Jede Uhr zu reparieren 1,25 (autzdr Bruch), kleinere Reparaturen billiger. Kartei. UHnnacher und Juwelier. Brunnenstratze 118, Ecke Usedomstratze. 1026K* Kunststopferei Groge Franksurter» stratze 67.___ 239951* Wilhelm Schroeder, Uhrmacher und Juwelier. Berlin Xv. 55. Jmmanuclkirchstratze Werkstatt. 35. Reparatur 210051* Violinschülcr suchtLehrer. Offerten nebst Honorarangabe unter„Musik", Postamt 68. 1350b Biichbinderarbeit, Bücherankäusc. Sieber, Josephstratze 2. l326b* Graftes Bercinszimmer zu Fest« lichkeiten und Versammlungen zu ver« geben, Forsterstratze 9. PS Erklärung. Nehme hiermit die Beleidigung gegen Frau Krüger, Martendorf, Kursürsten stratze 34, wieder zurück. Kurt Mersch, Marter»- darf, Kursürstenstratze 29 II. 2ö81K LewandowSktl-GesellschastQuitzow« stratze 105. 732* Nestauration. 14 Jahre bestehend. wegen anderer Unternehmung sofort zu vermieten. Neu renoviert. Gör- litzerstratze 72, Hos links, Kontor. Wohnungen. Eine Stube und Küche Oranien» stratze 2A. Eine Stube Oranienstratze 2a. Limmer. zu vermieten. 1 Stäche stratze 2A. zu vermieten Oranien- Aufpolfterung, Sosa, Mattatzen billig, im, autzcnn Hause, Chaussee- stratze 74, Schäfer, 193/6 MHumoristische Vorträge. Duette. Theaterstücke, arrangiert Max Brossini. Halcnsee, Joachim Frtedrichstranc 20. Beretnc! Humorist srci. Beermannktratze 4. -sercny, t33lb Theater-GcseÜschast vom Verband der Fabrtkmbeiter in Teltow zum . Wcihnachtsseicrtag gesucht, Offerten n L. Bonow in Teltow, Berliner- stratze 16, 2579K Borderzimmer, möbliert, Herrn oderDame. schnitz, Mühlenstratze 59b, Schlefischer Bahnhos. PS Möbliertes, separates Vorder- zimmer, 15,00 mit Kaffee, Schüe- mannstratze 6, II, Hohns. P68 Teilnehmer sür freundliches>Vor« dcrzinimcr. SIlbrechl, Langestratze 107, vorn II, an der Holzmarttstratze. Eisenbahn» P55 Möbliertes Zimmer. stratze 32, Hof I, Pätzel. MöbliertesZimmer. Stresemann. Schmidstratze IG_ 1338b Möbliertes Zimmer vermietet Späth, Richthofcnstratze 6, Portal II. Möbliertes Zimmer, Koppen- stratze 48, 4 Treppen bei Ediert� �37 Möbliertes Balkonzimmer billig zu vermieten Elscnstratze 83, vorn III geradezu.__ P140 Möbliertes Zimmer, sosort oder später zu beziehen, vermietet Rabant, Neukölln, Boddlnstratze 64, vorn III. Sehlakstellen. Möblierte Schlasstelle, separater Eingang, Rüdersdorserstratze 36, vorn parterre._ P37* "Möblierte Schlasstelle vermietet Schaal, Ritterstratze 124, Hos II. separat._ 13516 freundlich möblierte, ruhige lasstclle, 2 Herren oder Damen. Ziesc, Oranienburgerstratzc 45. P2* Schlafstelle sür Herren bei Frau Hinsche, Grimmstratze 8, Quergcb. l. Möblierte Kleilischmidt, Hos links IV. Schlasstelle, allein. Köpeinckerstratze 124, 1352b Möblierte Schlasstelle, 1 oder 2 Herren. Hagist, Köpenickerstratze 124, Ouergebäude II. __ 1353b Möblierte Schlasstelle BarnowSki, Köpenickerstratze 20a, Hos rechts III. Möblierte Schlafstelle, 11 Marst Szepaniak, Wiesenstratze 47, vorn I. Gute Schlasstelle sosort, Prinzenstratze 94, Kolbcrg. Herrn, 1339b* Möblierte Schlasstelle, 2 Herren, 11 Mark. Weber, Grünthalersttatze 6, 1. Ouergebäude, 3 Treppen links. Bessere Schlasstelle, allein, Stein- metzsiratze 14, Gartenhaus III linls, an der Hochbahn Bülowstratzc. Pt3g Schlafstelle vermietet Dölz, Koppen« stratze 95._ P37 Möblierte Schlasstelle, Dame oder Herrn, 12.00, vermietet Heine, Neulölln, Jansastratze 3, Laden. P22 Schlafstelle, freundliche, vermietet Stinsiy, Grellstratze 29.__ P143 'Möblierte Schla'stelle. Grotze Franlsurterstratze 86 bei Lichtenberg, Ouergebäude IV. P62 Mietsgesuche. Junger Mann sucht möblierte» Zimmer(allein) im Norden, Nord« Westen, Nordosten oder Pankow. Offerten„Z. 72" mit Preisangabe pcdilion Ackerstratze 174. P2 Junger Mann sucht alleinige mö« dlicite Schlasstelle. Näbe Lindenitratzc. Offerten mit Preisangabe II- 106, Postamt 68. 1340b Alleinige Schlasstelle sucht junger Mann bis 1. 12. Offerten, Preis. angaben Spedition Greijenhagener« 'lratze 27. P6S .Ardeitsmarkt. Stellengesuche. Junger Mann, Herbst Militär cnt» lassen, sucht Bcschästigung als Arbeiter, Hausdiener, Portier, auch Aushilfe. �chäscr, Kleine Hamburgerstratze 24/25. Stellenangebote. Schweden. Tüchtiger Actzer, mit Herstellung von chemisch geätzten Mctallschildern bewandert, erhält so« fort vorteilhafte Anstellung in Eskil« stuna. Schweden. Antwort mit Lohn« anspruä, usw. ist unter„Melallschilder* an S. Gumaelii, tlnnnneenbureau, Stockholm, Schiveden, zu richten. "Fraiizstraste 5: Kleine Haus« reinigung jür 2 Stuben, Küche I�Dczember�zu vergeben. l336b Metallschleifer sür kleine Sachen oerlangt sofort H. Bernert, Metall» warenfabrtk, Eharlotlenburq, Wicland- stratze 42. 192/2 Zigarren- Papietlpitzenwicklcrtn sosort dauernd. Hellach, Elisabeth» stratze 53/54.__ 1348b Aufwärterin sucht Nacht, Laufitzerplatz 18-| Neubauer P» Ltrsntwortlilher Redakteur: Alfrej» Wielepp, Neukölln. Für den gnseratentril verantw.: Tb Glsckr. Berlin. Drucku. Verlag: Vorwärts Buchdrucker»! u. verlagtanstalt Paul Hinger u. Co.,