Nr. 274. nbonnementS'RcdingQnsen: »lboimementS. PreiZ pränumerando: Bicrteljährl. 330 SMt-, monolL 1,10 2Rt, wöchenUich 28 Psg, frei inä Haus, Einzelne Nununer 5 Ptg, Sonntags- nmnmer mit illustrierter Soimtags- Beilage„Die Neue Well", 10 Pfa, Post- Lldonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband ,ür Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. PostabonnemeiNs nehmen an: Belgien, Dänemark. Holland, Italien. Luxemburg, Portugal, Aumänien, Schweden und die Schweiz. 29. Jahrg. d>e TnlertlonS'Gtbüfir beträgt für die sechSgespallenc Kolonel- gelle oder deren Raum 00 Pfg„ für politische und oswcrkschaslliche Vereins- und BcrsnninilUtigS-Anzeigen 30 Pia. „Ihlelne Hnretgcn", däS settgedrurkle Wort 20.Pfg. szulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pjg. Glellengesttchc und Schlasstcllcnan- zeigen das erste Wort 10 Psg„ jedes tveitere Wort ö Pfg, Worte über 13 Buch- fiafien zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nuinmer inüssen bis K Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, CiWdnt täfllld) auStr montags. Devlinev VolKsblÄkk. rclegramm-Adreffe: «ZoÄaliielnoliral«tri!»". � Zcntva\ovqzn der rozialdemokratSfcbcn Partei Deutfchlands. Redaktion: 6 Cd. 68, Lindcnetrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr. 1383. Sonnabend, den 23. November 19 12. Expedition: SLl. 68» binden Strasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1384. Der Nahlerkolg der russischen Sozialdemokratie. Wer nicht die Schönheiten des russischen Knutenregiments am eigenen Leibe verspürt hat, macht sich nur schwer einen Begriff. unter welchen unglaublichen Sd)wierigkeiten die Sozial- demokratie in Rußland bei den jetzt abgeschlossenen Duma- Wahlen, die so recht einen F i l t r a t i 0 n 2 p r 0 ze ß der ,„zu° verlässigsten" Elemente darstellten, hat kämpfen müssen. Wurde der gewöhnliche Bürger, der im Geruch„progressiver" oder „oppositioneller" Gesinnung stand, mit Ruten gezüchtigt, so wurden die der sozialdemokratischen Gesinnung Verdächtigen mit Hunderten von Skorpionen gegeißelt. Wie beispielsweise die sozialdemokratische„Gefahr" im Kaukasus bekämpft wurde, hat unser Genosse T s ch e i d s e, der jetzt wieder in die Duma gewählt worden ist, auf den Petersburger Wähler- Versammlungen recht anschaulich geschildert. Als vor etwa anderthalb Jahren ein bekannter Genosse in Tiflis verhaftet wurde, erklärte man ihm auf seine �rage nach der Ursache der Verhaftung, man habe ihm eigentlich nichts vorzuwerfen, es bestehe aber der Verdacht, er wiirde eventuell für die vierte Duma kandidieren! Man habe aus diesem Grunde be- schlössen, ihn für alle Fälle aus dem Kaukasus auszuweisen und in einem entfernten Gouvernement anzusiedeln! Solche Fälle stehen nicht etwa vereinzelt da. Wer auch nur den ent- ferntesteti Verdacht einer„eventuellen" Wahlbeteiligung zu- gunsten der„Roten" erweckte, wurde für alle Fälle verhaftet, ausgewiesen oder mindestens unter eine politische Anklage gestellt, die seine Aufnahme in die Wählerlisten unmöglich machte. In den letzten Monaten vor den Wahlen wurden diese Praktiken natürlich an müsse betrieben. Den demokra- tischen Wählern wurde einfach die Ausnahme in die�Wähler- listen verweigert, anderen wurde durch unzählige Schikanen die Wahlbeteiligung von vornherein verekelt; in vielen Fällen schreckten die offiziellen Wahlmacher vor den ärgsten Gesetz- Widrigkeiten nicht zurück: so wurden schon im Sonnner Tau-, sende jüdischer Wähler außerhalb des„Änsiedlungsrayons" durch einen Federstrich ihres Wahlrechts beraubt, und in Riga wurden zirka 1(XXt Arbeiterwähler aus den Listen gestrichen. um unmittelbar nach den Wahlen als st i in ni b e r e ch t i g t erklärt zu werden— allerdings erst nachdem der sozialdemo- kratisch? Abgeordnete infolge dieser Maßnahnie dem„liberalen" Kandidaten d« vereinigten bürgerlichen Reaktion in der Stichwahl unterlegen war. Rechnet man zu alledem noch den fast völligen Mangel einer Arbeiterpresse, die ununter- brache nen Verfolgungen der einzelnen bestehenden Blätter, das Verbot von Versammlungen, die Unmöglichkeit eines öffentlichen sozialdemokratischen Wahlapparates usw., so er- scheint es direkt als ein Wunder, daß die Sozialdemokratie nicht nur ihren bisherigen Besitzstand behauptet, sondern noch etliche neue Mandate erobert hat. Endgültige Angaben dar- über fehlen zurzeit noch; insgesamt dürfte sich die Zahl der sozialdemokratischen Abgeordneten auf 16 belausen— gegen 14 in der letzten Session der 3. Duma. Die Sozialdemokratie konnte ihren Wahlkampf fast nur in zwei Kurien führen: in der Arbeiterkurie und in der zwei- ten städtischen Kurie, in der die Einwohner wählen, die in der betreffenden Stadt mindestens ein Jahr eine eigene Wohnung innegehabt haben. Ausgeschlossen hiervon sind die Arbeiter aller Großbetriebe, deren Bevollmächtigte' sich eine bestimmte Anzahl von Wahlmännern in die Gouvernementsversamm- lung wählen. Die Zahl dieser Wahlmänner ist verschwindend klein— sie beträgt weniger als 3 Prozent der Gesamtzahl! — aber die Bestimmung des Gesetzes, daß in 6 Gouverne- ments je ein Arbeiter als Abgeordneter gewählt werden muß, sichert— unter der Voraussetzung, daß sämtliche Arbeiter- wahlmänner in den betr. Gouvernements Sozialdemokraten sind— der Sozialdemokratie mindestens 6 Mandate. In den übrigen Gouvernements können die Arbeiterwahlinänner nur äußerst selten infolge einer besonders günstigen Konstellation auf der Gouvernementsversammlung einen Sieg davon- tragen. Abgesehen von den sieben größten Städten, die be- sondere Abgeordnete für die Duma wählen(Petersburg, Mos- kau, Kiew, Odessa, Riga— direkt, Warschau und Lodz � indirekt). und die ungeachtet des Wahlzensus und des Aus- schlusses der Arbeiter aller Großbetriebe der sozialdemokra- tischen Agitation einen gewissen Spielraum geben, haben die Wahlen in den Städten keine entscheidende Bedeutung. da die Wahlmänner unter die einzelnen Kurien so verteilt sind, daß die absolute Majorität in den Gouvernementsver- sammlungen dem Großgrundbesitz, oder diesem im Bunde mit der städtischen Plutokratie(1. Kurie) von vornherein ge° hört. Das Wahlgesetz beschränkte auf diese Weise die sozial- demokratisch? Wahlmöglichkeit auf ein Minimum, aber dessen- unaeacktet war die Beteiligung an den Wahlen für die So- zialdemokratie von enormer agitatorischer Bedeutung. Sämt- liche Richtungen der Sozialdemokratie Rußlands waren bei den jetzt abgeschlossenen Wählen untereinander einig, nicht so sebr die Eroberung von Mandaten, als die Entfaltung einer umsgsienden sozialdemokratischen Agitation als die Auf- gäbe des Wahlkampfes zu betrachten. Im Gegensatz zu der„sozialrevolutionären Partei", die den Bovkott der Duma und des Wahlkanipfes predigte, ging die Sozialdemokratie bei den Wahlen von der Ansicht aus, daß eine energische Wahlbeteiligung die beste Antwort auf das Wahlunrecht und die Wahlfälschungen sei. Die Boykott- Propaganda hatte denn auch, nur in eiyigen wenigen Orten unter den Arbeitern Erfolg. In allen anderen Städten des Reiches beteiligten sich die Arbeiter lebhaft an den Wahlen und wählten fast durchweg Sozialdemokraten. Es machte sich allerdings auch. eine ziemlich starke Wahlenthaltmig bei den Arbeitern bemerkbar, sie entsprang aber eher den Maßnahmen der Behörden, die den Arbeitern die Wahlen zu verekeln suchten, und der politischen Gleichgültigkeit, die zum Teil noch unter den Arbeitern herrscht, als dem bewußten Boykott- gedanken, der von den' Sozialisten-Revolutionären gepredigt wird. Der beste Beweis dafür ist der einmütige Proteststreik der Petersburger Arbeiterschaft gegen den Versuch der Regie- rung. die Hälfte der Petersburger Großbetriebe ihres Wahl- rechtes zu berauben. Genaue Angaben über die Parteizusammensetzung der Arbeiterbevollmächttgten sind aus begreiflichen Gründen nicht zu beschaffen. Oft verheimlichen die Bevollniächtigten aus Furcht vor der Verhaftung oder Maßregelung ihre Partei- angehörigkeit und ziehen es vor, sich als„Linke",„Pro- gressisten" usw. zu bezeichnen. Die erste Stufe der Wahlen in der Arbeiterkurie ergibt hierbei folgendes Bild: Es wurden als Bevollmächtigte gewählt: in Proz. Anhänger der Sozialdemokratie... 608 50.5 Linke............. 339 28,4 Progressisten.......... 114 9,6 Neutrale........... 123 10,2 Rechte, Nationallisten, Gemäßigte.. 15 1,3 Im ganzen Reiche wurden also bloß 18 Arbeiterbevoll- mächtigte gewählt, die dem Programm der Regierung mehr oder minder ihre Zustimmung geben! Hinsichtlich der übrigen kann ohne Uebertreibung behauptet werden, daß mindestens 8(1 Prozent von ihnen der Sozialdemokratie wohlwollend gegenüberstehen. Dies trat bei den Wahlmännerwahlen noch deutlicher zutage, die der Sozialdemokratie überall zum Siege verhalfen. Die Wahlen in der Arbeiterkurie ergaben denn auch ausitahm�los, sozialdemo k r a t i sich e A bg e- irr p n c-t-e stii-x dsie Duma.* c In der 2. städtischen Kurie wurde die bisher chort Herr- schende konstitutiönell-demokrätische Partei,'die Repräsentantin des russischen Liberalismus, von der Sozialdemokratie aus zahlreichen Positionen geworfen. Nach annähernder Schätzung ist die Sozialdemokratie in 45 Städten als selbständige poli- tische' Kraft mit ihrer Plattform, ihren Kandidaten usw., auf- getreten; in sieben Städten hat sie mit anderen linken Par- teien und Gruppen Wahlabmachungen geschlossen und in vier von der Aufstellung eigener Kandidaten Abstand genommen: in zwei— infolge der Verhaftung und„Kassierung" ihrer Kandidaten, und in einer(Kiew) angesichts der Gefahr, durch die Aufstellung ihrer Kandidaten den Sieg eines Ultrareaktio- nären herbeizuführen. Insgesamt sind— abgesehen von den der Sozialdemokratie nahestehenden„Linken"— gewählt worden: in der Arbeiterkurie 120 und in der zweiten städti- scheu Kurie zirka 110, insgesamt also etwa 2 30 sozial- demokratischeWahl männer! In den fünf größten Städten mit direkter Wahl ist der Stimmenzuwachs der Sozialdemokratie ziemlich bedeutend und übersteigt den Z u w achs aller anderen Parteien. So sind die sozialdemokratischen Stimmen in Moskau im Vergleich zu den Wahlen für die 3. Duma auf das Dreifache(von 9 auf 29 Prozent) undAii Petersburg auf das Doppelte(von 9,4 auf 19,5 Prozent) gestiegen. Leider ist es der Sozialdemokratie noch nicht gelungen, die Nutznießer des Zensuswahlrechts, die„Kadetten" in den Großstädten aus ihren Positionen zu werfen.(In Riga, wo bisher die Sozialdemokratie das Mandat inne hatte, ist es dem libe- ralen Kandidaten um den Preis des elendesten Wahlschachers mit den reaktionären deutschen Parteien sogar gelungen, un° seriw Genossen Dr. Preedkaln in der Stichwahl zu schlagen.) Dennoch ist es der Sozialdemokratie selbst unter dem bestehen- den Wahlrecht, das das Gros der sozialdemokratischen Wähler in der Arbeiterkurie isoliert, gelungen, in den beiden Haupt- städten zur zweitstärksten Partei emporzurücken. Dieses Ergebnis dokumentiert am deutlichsten den starken politi'schen und moralischen Erfolg, den die Sozialdemokratie allen inneren und äußeren Hindernissen zum Trotz über das Wahlgesetz des Staatsstreiches davon- getragen hat._ Ood den iviirttemdei'glichen Candtags- wählen. Genauere Zusammenstellungen aus Grund der amtlichen Wahl- resultate der einzelnen Bezirke gewähren nunmehr eine vollständige Uebersicht vom StärkeverhälMis der einzelnen Parteien. Die bürger- lichen Parteien vermögen allerdings eine klare Scheidung nicht mehr durchzufiibre». Die Stimmen der Bolkspartei und der National- liberalen sind infolge des Wahlabkommens vollständig miteinander vermischt. Die nationalliberalen Stimmen wieder wurden in einem Bezirk ganz, in einem anderen teilweise den konservativen Land- wirlsbündlern zugeführt, wofür die letzleren in einem Bezirk den Nanonolliberalen Hilfe gewährten. Ebenso fehlte es an einer klaren und genauen Ermittelung der Stimmen des Zentrums, die in einigen Bezirken sofort für die Konservativen ins Feld gdführt wurden. Nur die Sozialdemokratie hat infolge ihrer Selb- ständigkeit ihre Stärke genau ermittelt. Zählt man die auf die einzelnen Kandidaten entfallenen Stimmen durchweg den betreffende» Parteien zu, so ergeben sich, folgende mit den Stimmenzahlen von 1906 und 1900 in Vergleich gestellte Ziffern. Es erhielten Stimmen: 1912 Proz. 1906 Proz. 1900 Proz. Sozialdemokratie..119 785 29,- 91 448 24,9 58 666 19,1 Bolkspartei.... 68 342 iö.f 79810 21,8 77532 25,3 Nationalliberale... 62 646 15,5 57 096 15,6 63021 20,5 Zentrum..... 90 270 22,2 89 260 24,3 77279 19,1 Kons. u. Bd. d. Landw. 65 459 16.2 49 012 13,4 30 390 9.9 Bon 527 700 Wahlberechtigten stimmten 413 296 ab, daS sind 78,31 Proz. Damit ist die bisher stärlste Wahlbeteiligung erzielt worden. Rund 40 500 Wähler erschienen mehr an der Wahlurne alS 1906. Der Löwenanteil von dieser Vermehrung der Ab- stimmenden fiel der Sozialdemokratie zu. die 2 8 3 8 7 Stimme 11 gewann. Die Nationalliberalen und die Volkspartei, die man zusammenfassen muß, büßten 5913 Stimmen ein, da? Zentrum muß sich mit einem Gewinn von 1910 Stimmen begnügen, die Kon- servativen aber legten 16 447 zu, worin aber etwa 6000 Zentrums- stimmen enthalten find. DaS Zentrum hat längst aus der württem- bergischen Wählerschaft herausgeschöpft, was bei der gegebenen kon« fesfionelle» Schichtung möglich ist. Die beiden liberalen Parteien befinden sich im unaufhaltsamen Rückgange. Nur das Bündlertum vermag dank seiner draufgängerische« Agitation noch Kräfte zu ge- Winnen, aber natürlich nur auf Kosten der übrigen bürgerlichen Parteien. Die Sozialdemokratie, die schon vor sechs Jahren auch bei der Landtagswahl die stärkste Partei des Landes wurde, die sie bei den ReichStagswahlen bereits seit 1898 war, kann von dieser Stelle nicht mehr verdrängt werden. Die Zahl ihrer Mandate aber wird wahr- scheinlich im nächsten Landtage zu ihrer Stimmenzahl in noch krasserem Mißverhältnis stehen als im letzten, DaS Wahlkreisunrecht, das durch die Wahl von einem Viertel der Mitglieder der Zweiten Kammer mittels Proporz nur zu cinetn kleinen Teile korrigiert wird. ist in Württemberg so groß wie bei den ReichstagSwahlen, und eine der ersten Aufgaben des Landtages wird daher wohl sein, zur Wahlrechtsfrage Stellung zu.nehmen. Jedenfalls werden cS unsere Genossen nicht daran fehlen laffen, diese Frage auf die Tage?« vxdnuiig zu setzest. Vielleicht leuchtet eS allmählich auch der bürger» lichen Linken'ein,-wie notwendig eine derartige Reform ist. Denn eS' ist kein erträglicher Zustand, daß'ein Land von einer schwarz» blauen Mehrheit' bedroht', wird. in dem 155 000 Wähler für. 250 000 gegen eine solche Mehrheit votiert haben. Ist es den liberalen Parteien ernst mit der Verhütung einer schwarzen Herrschaft nach Hertlingschem Muster in Württemberg,'so gibt eS kein sicheres Mittel als die Einführung der allgemeinen Verhältniswahl, die auch alle' Wahlkompromisse überflüssig macht. Wie die Dinge gegenwärtig stehen, legten sie eine Verständigung zwischen der Sozialdemokratie und' der Bolkspartei für den zweiten Mahlgang dringend nahe. Um eine drohende Mehrheit aus Zentrum und Bauernbund im neuen Landtage zu verhindern, haben deshalb Sozialdemolratie und Bolkspartei für die Nachwahlen am 29. November ein Wahl» abkommen getroffen, das folgenden Inhalt hat: Die Wahl wird ausgekämpft in 13 Wahlkreisen. Zurück- gezogen werden die sozialdemokratischen Kandidaten in 6 Wahlkreisen. In 3 Wahlkreisen unter st ützt die Sozial» demokratie die Bolkspartei, in 2 Wahlkreisen tritt die Volkspartei für d�n Sozialdemokraten ein. Die Zurückziehung der 6 sozialdemokratischen Kandidaten erfolgt in jenen Bezirken, in denen eine Aufrechterhaltung der Kandidaturen einer Begünstigung des Zentrums oder des Bauernbundes gleichkommen würde. Zum Verständnis der Abmachungen fei noch bemerkt, daß im zweiten Wahlgang die relative Mehrheit genügt, aiso olle Kandidaturen aufrecht erhalten werden können. DDgeuilßhelt. Die Türkei hat die harten Bedingungen des Balkan- bundes abgelehnt und der Armeeleitung an der Tschataldscha- linie Anweisung gegeben, den Kampf fortzusetzen. Trotzdem liegen heute noch keine Nachrichten über den Wiederbeginn des Massenmordes vor. Das kann daran liegen, daß die Bulgaren sich bei Beginn der Unterhandlungen soweit von der türkischen Linie zurückgezogen hKen. daß erst einige Zeit vergeht, ehe die Gegner wieder handgemein werden, dann aber auch daran, daß beide Teile neue Bedingungen for- mulieren. die die Basis des Waffenstillstandes und des Friedens bilden können. Daß in einer solchen Zeit der Un- gewißheit, in der alles in der Schwebe ist, die Kombinationen nur so auS dem Boden schießen, liegt klar auf der Hand. Es wäre Raumverschwendung, wollte man auf sie näher eingehen. Der den europäischen Frieden bedrohende österreichisch. serbische Konflikt ist zurzeit in das Stadium einer gewissen „Entspannung" eingetreten. Den Fall des Konsuls Prochaska. aus dem die österreichischen Kriegshetzer und ihre reichsdeutschen Helfer so gern einen casus delü gemacht hätten, hat durch das Entgegenkommen der serbischen Regierung seine Erledigung gefunden. Aber die Hafenftage und die der albanischen Autonomie geben den diplomatischen Intrigen noch reichlich Stoff. Und wenn auch die österreichische und russische Re- gierung offiziell die Friedfertigen minien, so wird doch in beiden Laildern im geheimen geschürt und gerüstet. In dieser gespannten Situation hat der Besuch des österreichischen Thronfolgers, des Erzherzogs Franz Ferdinand am Hofe des deutschen Kaisers eine gewisse politische Bedeutung. Aber wäh- rend das deutsche Bürgertum ehrfurchtsvoll auf diesen höfischen Besuch blickt, und von ihm in untertäniger Ergebung wichtige Entscheidungen über Krieg und Frieden erwartet, sieht das internationale Proletariat nach Basel, wo seine Vertreter, un- bekümmert um dynastische und kapitalistische Interessen, über Mittel und Wege gegen die Kriegsgefahr beraten werden. Und die Beschlüsse in Basel werden in Millionen von Arbeiter- herzen und Arbeiterköpfen einen Widerhall finden, der stärker ist als der der Hofberichte und der Kannegießerei liberaler Neun- malweiser, die ä la Naumann die Friedensgarantien in der ..Technik der Politik, der Diplomatie und der Waffen" er- blicken. Der poUtifebe lagdbefucb. Ein offiziöses Telegramm der„Kölnischen Zeitung" aus Berlin meldet:„Wenn auch der Besuch des Erzherzogs Franz Ferdinand aus eiller Jagdeinladung hervorgegangen ist. so geht unter den gegenwärtigen Umständen seine Bs- öeutung natürlich über die eines Jagdbesuches hinaus. Es wird zwischen dem Kaiser und dem Erzherzog eine politische Aussprache über die europäische Lage und besonders die OrientkrisiS nicht fehlen. Bei dem Frühstück, das heute inittag hier im Schlosse stattfiiidet, wird der Erzherzog auch den Staatssekretär des Mswärtigen, v. Kiderlen-Waechter� treffen, der durch seine Dienstgeschaste an der Teilnahme an der Hofjagd selbst verhindert ist. der bekanntlich der Reichs- kanzler beiwohnt. So wird der Erzherzog während seines Aufenthalts genügend Zeit haben, auch mit den verantwort- licheu Leitern unserer auswärtigen Politik zusammamt- kommen. Wenn man den politischen Charakter dieses Be- suchs betont, so ist es nötig, dabei die Aufbauschungövcrfuche zurückzuweisen, wie sie in den Meldungen über angeblich be- vorstehende militärische Schritte Oesterreich-Ungarns ent- halten sind. Derartige Nachrichten, die man natürlich mit dem Besuch des Thronfolgers in Verbindung zu bringen versuchen wird, sind mit aller Vorsicht aufzunehmen. Sie ent- sprechen weder dem Stand der Dinge, noch den Absichten Oesterreich-Ungarns. In diesem Zusammenhange ist es vielleicht von Nutzen, darauf hinzuweisen, daß. wenn die Serbeil wirklich in den nächsten Tagen bereits nach Durazzo gelangen, dies air und für sich noch keineswegs das Zeichen zu gewaltsamen Maßregeln bedeuten würde. Diese Möglich- keit ist von den Mächten längst in ihre Besprechungen ein- gestellt, und die serbische Regierung ist von den Mächten darüber nicht im Zweifel gelassen worden, daß sie durch die Besetzung Durazzos kein kait uccompli schaffen wird. Auch auf türkischer Seite hat man die serbischen Bedingungen für den Waffenstillstand, daß Durazzo und Abra den Serben zu übergeben seien, rundweg abgelehnt. Unsere Vermutung, daß die Türken auch die bulgarischen Bedingungen des Waffen- stillstandes glatt ablehnen und lieber weiter kämpfen würden ,»ls sich zu unterwerfen, hat sich bestätigt, und der Kampf geht nach der kurzen Unterbrechung weiter. Die Forderungen, .die man den Türken stellte, waren so hart, daß es vom türki- fchen Standpunkt keinen Gewinn darstellte, um diesen Preis den Kampf einzustellen. Die Situation hat sich für die Türken inzwischen nicht weiter verschlechtert. Es besteht die Möglichkeit, daß die Türken vielleicht doch noch länger Wider- stand leisten können. Auch Adrianopel wird ja noch mit her- vorragender Zähigkeit gehalten. So sind denn die Dinge wieder in der Schwebe und man muß weitere Entscheidungen abwarten, wie ja denn auch die österreichisch-serbische Hasen- frage durch die absichtlich schleppende Behandlung, die ihr die serbische Regierung angedeihen läßt, noch immer jn der Schwebe gehalten wird." Die ursprünglichen Waffenstillstandsbedingungen. Konstantinvpel, 23. November.(Meldung des Wiener K. K. Telegr.-Aomsp.-BuveauS.) Di« Waffenfftillstandsbedingungen, der verbündeten Baldcmstaaten setzten die Uebergabe van. Janina an die Griechen, von Skuiari an die Montenegriner, von Monastir an die Serben und von Adrianopel an die Bulgaren fest, ferner die Ein- stellung aller Truppe«- und Munition«sendunyen> nach der Tscha- taldscha-Linie und die Berpflichtumy, in Tscha daldscha keine neuen Befestigungen zu errichten- Außerdem sollen die aus Anawlien komnumiden Truppen an jenen Pumtten, wo sie sich im Augenblick des Abschlusses des Waffenstillstandes befinden, verbleiben. Di« Kriegsschiffe an der Küste bei Derkos und Büjuk Tscheknndsche sollen pach Konstant! nopel fahren. . Die türkische Ablehnung. K o n st a n t i n o P« l, 21. November. Der Ministerrat beriet seit heute früh über die Bedingungen deS Waffenstillstandes und des Friedens, wie sie vom dulsarische» Miuister»rLsidenten übermittelt und vom russischen Botschafter der Pforte mitgeteilt worden waren. Nach beul Ministerrat veröffentlichte hie Pforte ein C» m m u n i- q uä, das besagt: Jn Anbetracht dessen, datz die vorgeschlagenen Bedingungen unannehmbar befunden worden sind, und daß der türkische Geuerallissimu« beauftragt ist, über dir Bedingungen eine« Wossenstilliiandes»u verhandeln, wurde diesem die Weisung erteilt. daß er. wenn dir Delegierten der kriegführendem Staaten ermächtigt sind, dir Bedingungen abzuändern, mit ihn«» verhandeln, annehme bare Bedingungen festsehe» 4»»d sie hierher berichten rönnen. Bis zur Vorlegung angemessener und entgegenkommender Bedingungen wirb der Krieg fortgrfrtzt werde» müssen. Versöhnlichere Haltung Bulgariens? London, L2. November. Das Reutersche Bureau meldet aus So f ia: Der Ministerrat hält eine besondere Sitzung ab. um über die türkische Mitteilung zu beraten. Es ist wenig wahrscheinlich, daß die Feindseligkeiten sofort wieder aufge- nommen werden. Nach gewissen Andeutungen wird Bul- garien eine versohnlM Haltung einnehmen und die Ursprung- Ischen Wafsenstillstondsbedlflgungen abändern. Ernennun« bulgarischer Unterhändler. Sofia, SS. November. Der Präsident der Sobranje Danew. der Gehilfe deS Generalissimus Sawow, der Chef de« Generalstabs Litickew wurden von feiten Bulgariens mit den Waffenstillstands- Verhandlungen betraut und werden uuv-xzüglich nach Tschataldschq ableiten, um sich«t de� tüMck«N Delegiert«, zu besprechen. Ferner werden Tschaprasch-kM. SekrMr tzes politischen Kabinetts L Königs, und Stanciow. Rat im W.mit«mm des Aeußern. die Wlgarischen T-Iegierten unter deM TM von Sekretären begleiten. Oefterreich und Serbien. Serbisches Entgegenkomme» be! der Äonsulatsuntersuchullg. Belgrad, 22. Noveinber. Der österreichisch-ungarische Konsul Edl, der gestern nachmittag eingetroffen ist. hatte un- mittelbar nach seiner Aükunst eine lange Konferenz mit dem Gesandten v. Ugron. Der Konsul reiste heute zunächst nach Ueskiib. von wo er sich nach Prizrend und Mitrowitza begeben wird. Um dem Konsul seine Mission zu erleichtern, und damit ihm auf der Reise keine Schwierigkeiteir bereitet werden. wurde ihm ein höherer Beamter des serbischen Ministeriums des Aeußern beigegeben. Die österreichische« und russischeu Mobilifierungsmaßuahmen. Wien, 22. November. Während aus Belgrad über eine ruhigere Auffassung der Ad ciafrage gemeldet wird, wird hier offiziell zugegeben, daß Rußland militärische Vorbereitungen treffe. Die verbreiteten Gerüchte über ein« österreichische Mobilisierung bleiben ohne Bestätigung. Die getroffenen Maßnahmen bleiben weit hinter dem zurück, was man als Mobilisierung bezeichnen könnte. Inspirierte Aeußerungen über die allgemeine Lage verhalten sich reserviert. Wie», 22. November. Heute wird bekannt, daß sämtliche drei galizifcheu Armeekorps auf Kriegsfuß gebracht«erden. Auch der Wiener Magistrat hat heute mit der Einberusuug der Reservisten begonnen. ES werden zunächst die drei jüngsten Jahrgänge der Reserve» einberufen. Gestern haben hier im Wiener Zentral-Telrgraphenamt Gene- ralstabsoffiziere zahlreiche chiffrierte Depeschen nach allen Rich- tungen des Reiche« abgehen lassen, die unter ihrer Kontrolle und Aufficht von den Beamten de« Telegraphenamts abtelegraphiert wurden. Soweit bekannt wird, handelt r« sich vorläufig um die Mobilisation von acht Armeekorps, denen jedoch eventuell die an- deren in kürzester Frist folgen werde«. <--e -fc OcltUcber Kncgöfcbauplatz. Türkische Darstellung der Kämpfe an der Tschataldscha-Linie. Konstantinopel, 22. November. Türkische Offiziere, die gestern mit dienstlichen Aufträgen vorüberychend hierher zurückkehrte,«. schildern übereinstimmend die Situationen auf der Tschatawscha. Uuic sehr hosifmrngsvoU Der Adjutant Jzzet Paschas, des Chefs des Großen Genevalstabs. gab folgenden. Ueberblick über die Kampf- tage seid Sonntag: Am Sonntag rückten die Bulgaren über Lazor. köj vor, um durch Werfen des rechten türkischen Flügelö die türkis sche Gesamt stellung au-fzurollen, sie wurde»« aber zurückgeworfen ES gelang sogar einer türkischen Abteilung in der Nacht zum D-iens- tag bis Lazarköj vorzustoßen und dein Feinde zwei Maschinengewehre weUnnehmen. Bei diesem Nachtgefecht allein verloren, die Bulgaren bOO Tote, darunter 20 Offiziere. Sonst waren am Mon tag nur undcdeutende Käinpfe aus der ganzen Linie. Dienstag ver suchten die Bulgaren!, nachdem sie anscheinend vom linken. Flügel starke Berstärkungeu herangezogen hatten» das türkische Zentrum zu durchbrechen. Der Versuch scheiterte jedoch, obgleich die Bul- garen bis auf 600 Meter an die Jnfanterieftellungen vor den Forts Hamidic und Mahmudie herankamen. Gleich nach dem Einbruch der Nacht wurden die Bulgaren wieder aus diesen 600 Meter-Stellungen durch Bajonettangriff herausgeworfen und verfolgt. Sie verloren 2S0 Gewehre und anderes Kriegsmaterial. Am Mittwoch fanden nur unbedeutende Artilleriekampfe statt. An diesem und am folgende»! Tage gelang c««inern selbständige« Detacheure nl. einem Regiment unter dem deutschen Kommarrdaur v. Lossow, zehn Kilometer vor Dirkas in die Flanke der Bubgaren twrzudvingen und diese zu werfen!. Die Bulgaven stehe» also jetzt anscheinend auf der Linie Tschiftlikköj— Kalfakjoj— Subaschi— Jndschegiz— Tfchataldjcha und auf de,« Höhen nach Kadikoj. Die bulgarischen Gefangenen erzählen von schwere»» Verlusten auf bulgarischer Seite. Dort herrsche viel Ruhr und Cholera und Mangel an Lebensmitteln und Offizieren. Bei den Türken ist die Cholera in den letzten zwei Tage» zurückgegangen. Verpflegung und Munilionsersatz sind gut. Die Moral ist durch das Eintreffen vorzüglicher Truppen des Korps von Ensingja»» sehr gehoben!. Jzzet Paschas Einfluß dominiert. Ei« bulgarisches Dementi. Sofia, 22. November. Tie„Agence Bulgare" tritt den Mel- düngen entgegen, nach welchen die bulgarischen Truppen in dem oder jenem Kampfe enorme Verluste erlitte» hätten, die Cholera Verheer u n gei» ii» Pen Reihen der bulgarischen, Armee anrichte und bulgarische Soldaten gegen türkische Beaoundete Grausamkeiten verübt hätten. Diese ünv ähnliche Erzählungen seien von gewissen ausländischen Bevichberstattenn erfinden worden, die infolge strenger Bestimmungen des Reglements über den JnfirmationSdienst oder wegen Verletzung militärischer Vorschriften von Mustafa Pascha zurückgesendet wurden und enttäuscht»oaren,»veil sie keine»» Infi» mationsdienst im großen Stile inachen finnten. Die«Agence Bulgare" legt Verwahrung dagegen ein. daß gewisse Korrespondenten, obwohl sie in, Sofia tätig sind, ihre Depeschen aps dem Haupt- quartier datieren, um ihnen den Anschein einer kompetenten Quelle zu geben. Türkische Verstärkungeu. Koustantinopel, 22. November. Die kurdische Kavallerie und diejenige aus Hamidie, welche gestern in Jsmid eintrafen, sollen bereits per Schiff an die gegenüberliegend« Küste des Marinarameeres übergeführt und gelandet sein. Auch andere anatolische und syrische Truppen sind in Jsmid eingetroffen und sollen nach der europäischen Küste übergesetzt werden, dm die Tschataldschatruppen zu verstärken. MettUebei* Knegsfcbauplatz. Die serbische Verfolgung nach der Schlacht bei Monastir. Belgrad, 22. November. Jn den Kämpfen bei Monastir gaben die Befehlshaber der Türken selbst das Beispiel zur Flucht, als sie sahen, daß ihre Truppen ermatteten. Drei Tage vor der entscheidenden Schlacht slüchtete« sich mehrere Paschas. Es wurde behauptet. Fethi Pascha habe Selbstmord begangen, doch ist sicher, daß er sich verkleidet geflüchtet hat. Nur Dschavid Pascha wandte sich an der Spitze türkischer Detachements gegen das Peristerigebirge, fand es indessen unpassierbar. Die serbische Kavallerie stieß um mittag auf der Straße von Monastir nach Florina auf eine türkische Ab- teilung von sieben bis zehn Bataillonen mit zehn Kanonen und Kavallerie. Die Türken flüchteten in wilder Panik kießen ihre Artillerie im Stich und warfen ihre Waffen weg' Die serbische Kavallerie rückte dann in F l o r i n a ein. wo sie mit großer Begeisterung empfangen würde. Die Morawa- division, verstärkt durch Landwehr unter dem Befehl von Nenditsch. besetzte mn Morgen Resna, wo sie einige Zeit bleiben wird. Dw fnegenden Kolonnen unter dem Befehl von Milanowitsch sind� nach der Säuberung der Gegend von Kruschevo und Tebra in Tevra angekommen. Die Gnuahme do», Alessio. Bekgrad, 2S, November. Der»ommapdanz der„ach Alessi» eutsan�teir Division telegraphierte: Ich big in Älesfiy angekommen. Jn bem Kampfe habe ich acht Tote und elf Verwundete gehabt. Die Verlust« der Türken sind bedeutend. Ich habe 1000 Gefangene gc- macht und zwei Ka>»onen. 2600 Gewehr« und eine Fahne erbeutet. Ein Detachement dieser Division ist am Morgen in San Gl»? v a« n i d i M c b u a eingerückt. Vom montenegrlnilcben Knegslcbauplatzc. Die Belagerung von Skutari. Rjeka, 22. November. Tie� montenegrinische Artillerie setzt das Bombardement von Skutari fort, wenn auch weniger heftig als sonst. Heute wurde das Feuer sogar einige Stun- den ausgesetzt. Mm; erwartet das baldige Eintreffen des Befehls zur Einstellung der Feindseligkeiten. In den Kreisen der fremden Staatsaugehörigen verlautet, daß unter den Be- dinguugen für einen Waffenstillstand vor Skutari von monte- uegrinischer Seite auch verlangt wurde, daß die Stadt sich ergebe und die türkische Garnison die Waffen strecke, dagegen würde ihr freier Abzug nach Starnbul gewährt werden. Weiter soll verlangt sein, daß General Mckrtinowitsch an der Spitze seiner Truppen in Skutari einmarschiere. Oer Seekrieg. Kamps zwischen einem türkischen Kreuzer und bulgarischen' Torpedobooten. Konstantiopcl, 22. November. Ter Kreuzer„Ha- midi e". der auf der Höhe von Derkos von sechs bulgarischen Torpedobooten angegriffen wurde, ist am Borderteil beschädigt worden und soll bereits in den Bosporus eingelaufen sein. — Ein offizielles Telegramm des Kommandanten des Kreu- zers besagt: Nach dem Bericht unserer Batterieoffiziere wur- den zwei bulgarische Torpedoboote durch das Feuer unserer Artillerie zum Sinken gebracht, ein drittes beschädigt, konnte aber entfliehen und feuerte aus einer Entfernung von zwei Meilen zwo» Torpedos auf uns ab. Die bulgarische Tarstellung. Sofia, 22. November. Meldung der Agence Bulgare. Die aus Konstantinopel stammenden Meldungen, nach denen zwei bulgarische Torpedoboote durch den Kreuzer„Hamidie" in den Grund gebohrt worden seien, entbehren jeder Begrün- dung. Von vier Torpedobooten haben zwei leichte Havarien erlitten, die jedoch ohne jede Bedeutung sind. Die Insel Mhtilenc von de» Griechen besetzt. Athen, 22. November. Das Marinenlimsteriuni teilt mit: Ein griechisches Geschwader ist gestern nachmittag vor M y t i l e n e erschienen. Admiral Countouriotis forderte die Stadt zur sofortigen Uebergabe auf. Die fremden Kon- suln rieten, um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, zur Räumung der Stadt durch die 700 Mann starke türkische lttarnison. Der Admiral ließ 1500 Mann an Land gehen. von denen 400 die Stadt besetzten, und 1100 die Verfolgung des Feindes aufnahmen. Die Landung fand unter dem Schutz des griechischen Geschwaders statt, die hierauf nach L e m n p s weiterfuhr. »* ♦ Friedensdemonstrationcu. Jn Bielefeld protestierten 8000 Arbeiter in zwei Versammlungen gegen den Krieg. Daran schloß sich ein Demonstrationszug durch die Stadt. An der Spitze des Zuges würben Plakate getragen mit der Inschrift:„Gegen Krieg und Kriegshetzer für Bolkswohlfahrt und Völler- frieden." Im Kieler Wahlkreise fanden zwei imposante Ver- sammlungen statt mit dem Thema:„Der Balkankrieg und die Gefahr eines europäischen Krieges". Die Versammlung in N e u m ü n st e r am Mittwochnachmittag war von 2000 Personen besucht. Das Referat hielt Genosse Brecour-Kiel. Dw Versammlung in Kiel am Donnerstagabend füllte de,» größten Kieler Saal, die Waldwiese; es waren über 8000 Personen anwesend. Als Referent war Genosse Lensch-Leipzig erschienen. Jn beiden glänzend verlaufenen Versammlung?» wurde einstimmig eine dem Thema entsprechende Resolution angenommen. * Klarheit und dahrbett im„Kerl. Cageblatt". Dem„Berl. Tageblatt" hat die Feststellung, daß es die militaristische und dynastische Prestigepolitik � Oesterreichs in der Ballanfrage begünstige, recht weh getan. Es schimpft in dem uns gegenüber so gern beliebten Schnlmeisterton über uns „unklare Wirrköpfe", die die ach so kristallklare Politik des „Tageblatts"»ncht verstehen wollen. Entweder weiß die eine Leuchte der Tageblattpolitiker nicht,»vas die andere über die Balkankrise geschrieben hat oder aber sie wollen eine un- angenehme Wahrheit durch Keifen und Verdrehen aus der Welt schaffen. Ist das etwa keine Begünstigung der öfter- reichische» Prestigepolitik, wenn in der Morgcnnummer vom Montag der Chefredatteur des„Tageblatts" u. a. schreibt bei der österreichisch-serbischen Frage„muß unsere Sympathie' un- eingeschränkt auf der Seite Oesterreich-Uiigarns fein" Ferner: „Wir wünschen Oesterreich- Ungarn in der Hafenfrage einen unzweideutigen Erfolg". Ist das kein Eintreten für die den europäischen Frieden bedrohende Politik der schwarz-gelbm Kriegshetzer? Die Wiener„Reichspost" das Organ der Thronfolgerpartei, hat die Sympathien der klaren Köpfe des „Berliner Tageblatts" mit gleicher Sympathie erwidert. Sic stellte ihnen ihre eigenen Kriegstelegramme zum gleichzeitigen, ,a sogar früheren Abdruck zur Verfügung. Denn, ein? Liebe »It der anderen wert. Geradezu absurd und töricht klingt es. weim das„B. T." ausgerechnet uns vorwirft, daß wir„die Geschäfte der russischen Reaktionäre und der panslavislische« Kriegstreiber besorgten". Die klaren Köpfe des, B. T." haben keine Ahnung davon. daß es keine schärferen und rücksichtsloseren Gegner der russischen verlogenen Diplomatie und der zaristlschen Gewalt- Politik gibt als uirs und die übrige soilaldcnlokratlsche Presse. die darob oft genug mit der borussisch�st � Konstikk gerieten. Wir haben die Intrigen und die Schandtaten des offiziellen Rußlands in unzäyligen Fällen gegeißelt, in denen die liberalen Helden fein stille schwiegen. Wir hatte» uiU» haben keine Rücksichten zu nehmen auf kapttallstlsche Kreise. die mit Rußland Geschäfte machen und deren Gnaheltsonne auch über die Mossesche Jnseratenplantage leuchtet. Wir machen weder pansiaimstlsche nych schwarz-gelbe Politik, sondern die Politik des arbeitenden Volkes, dte Politik des Weltfriedens. Wir treten dem Kriegstreibern entgegen. wo wir sie finden, ohne uns von„Synipathien" oder Börsen- und Jndustrieinteressen beeinslusseii zu lassen. Doch wir wolle» uns keine» Illusionen hingeben: Verstehen werden die wasser- liaren Köpfe des„B- T-" unsere Haltung nie pich nimmer- mehr, sie wären sonst kerne liberalen GxistMeuchten. tzitz soggx von klerikalen Disteln Rofen Pfiucken. politifcbe debcrHcbt Berlin, den 22. November 1912. Ter Reichsetat für ISIS. Nachdem diverse Blätter schon seit mehreren Tagen Mit- teilungen über den Reichsetat bringen konnten die vielverspottete Berhökerung des Etats hat also auch diesmal stattgefunden— veröffentlicht am Freitag abend endlich auch der„Reichs an zeig er" den Etat. Wir werden demnächst eine zusammenfassende kritische Betrachtung des EtatS bringen und verzichten deshalb für heute auf die reine mechanische Wiedergabe der Ziffernkolumnen, die ja doch nicht einmal für für den Fachmann, geschweige den Laien etwas besagen. Einige Bemerkungen seien jedoch heute schon vorweg- genommen. Da hat die Zentrumspresse ein so großes Geschrei von den für das Jahr 1911 zu erwartenden lieber schlissen gemacht. Gott weiß, welche Schulden sollten mit diesen Ileberschüssen getilgt werden können. Die Ueberschüsse betragen denn auch 249 181 174 M. Trotzdem können Schulden dadurch nicht getilgt werden, wie wir längst voraussagten und wie uns das der Ex- Reichsschatzsekretär W e r m u t h denn auch bestätigte. Von dem lleberschuß sollen vielmehr 196 196 678 Mark zur Abbürdung der Vorschüsse der» Heeres- Verwaltung sowie zur Bereitstellung von Betriebs- Mitteln für die M a rin eh e kle i d un g s ä m t er und 81 096 088 M. zur Deckung einmaliger Ausgaben für militärische Zwecke perwendet werden. Mit der Schuldentilgung hat es also gute Wege! Natürlich fehlt aus diesmal die„Schuldentilgung" nicht im Etat für 1913. Es sollen dafür 81 781 188 M. verwendet werde»«. Erfolgt also diese Schuldentilgung durch den Au- kauf von Schuldverschreibungen, so erhöht sich der Anleihebedarf von 33 498 476 M. dadurch auf 114 894 664 M. Eine nette Sorte Schuldentilgung! Natürlich sind auch diesmal tvieder die Ausgaben für M a r t n t S m u S und Militarismus enorm gewachsen. Die laufenden, eimnaligen und außerordentlichen Ausgaben für die M a r i n e betragen rund 477 000 014 M-, d. h. mehr 5,2 Millionen. Die Ausgaben, für daS stehende Heer sind gar um mehr als 82 Millionen gewachsen und haben da- mit die Höhe von mehr als 900 Millionen er- reicht. Heer und Marine kosten uns also 1913 allein m e h r als 1377 Millionen! Rechnen wir dazu noch die 173 Millionen S ch u l d e n z i n s e n. die 142 Millionen des allgemeine« PensionöfondS, die 25 Millionen K o l o n i a l z u s ch n ß, so ergibt sich, daß uns allein unser Militarismus 1913 weit über 1790 Millivuen kostet! Inhaltsleere Redensarten. Das Blatt einer christlichen Gewerkschaft, des GeWerk, Vereins christlicher Bergarbeiter, der„Bergknappe" hat endlich>iach langem Erwägen und Besinnen die nötige Dosis Eonrage gesunden, einen sorgfältig temperierten halbversteckteu Protest gegen die schöne anrigewerkschaftlicke Enzhkiika ..Öingulari quadam" des„Arbeiterpapstes" Pius X. zu erheben. Borsichtigerweise vermeidet das genannte gewerk- schaftliche Blatt jedoch ängstlich, sich direkt gegen die Enzhklika, den Papst und den Episkopat zu ivciidxii; es beschwert sich lediglich über die Aus- liPtzimg der päpstlichen Enzyklika �durch die Berliner Richküng und den für diese kämpfenden niederen Klerus— und vcr- sichert nur zum Schluß pathetisch, daß dH Führer des Geiverk- Vereins christlicher Bergarbeiter weder daran dächten, die Werbung für ihren Verein einzustellen, noch die mit vielen Opfern hochgebrachten christlich-gewerkschaftlichen Organisationen zertrümmern zu lassen. Der„Bergknappe" benutzt zur Anbringung seines Protestes denn auch einen im ganzen recht nebensächlichen Vorfall. nämlich die Tatsache, daß in Illingen an der Saar, dUem kleinen zur Diözese des Bischofs Korum gehörenden Oertchen von noch nicht 4000 Einwohnern, die päpstliche Enzizklika bereits von der Kanzel herab gegen den Gewerk verein christlicher Bergarbeiter ausgenützt worden ist. An dieses Vorkommnis anknüpfend, sagt das christliche Gewerk schaftsblatt: Wir sind wegen dieser Ausniitzung der Enzyklika gezwungen auch unsere Stellung zu der Sache zu präzisieren. Es mutz auch sUmcheir herrschen. Deshalb stellen wir fest: Unsere Bewegung bleibt, was sie hisher war. ES wird nichts geändert. Wir richten uns auch in Zukunft nach den von unseren Generalversammlungen und den christlichen Gewerk schaftskoiigresie» festgelegten Grundsätze». Insbesondere bleibt der interkonfessionelle Charakter unsqrer Bewegung gewahrt. Nach wie vor steht st« Anhängern beider Konfessionen offen. Alle Mit» glieder haben ohne Rücksicht auf ihre Konfession gleiche Siechte. Auch bleibt unser Gewerkverein eine Zentralorgani- s a t i o». W.r suchen in allen deutschen Bergrevieren unsere weitere AnSbreitnng. Wollen wir die unS obliegenden Ausgäben erfülle», müssen wir das. Wir werden deshalb in allen Orten, ganz gleich, ob mit katholischer oder konfessionell gemischter oder evangelischer Bevölkerung weitet agitieren. Alle Berliner Auslegungen der Enzyklika, alle Angriffe gegen uns und alle Widerstände bei der Agitation werden daran nichts ändern. Ferner bleibt unser Geiverkverein wie bis, her eine selbstäudige Organisation. Auch in dieser B'zichuug»vird durch die Enzyklika und ihre Auskegiuig nichts geändert,... Mitglieder deS GewerkveremS! Unserer Bewegung steht ein neuer Sturm bevor. Die Anhänger der Berliner wollen die Enzyklika benutzen, mm unsere Bewegung zu verderbe».' Käme- raden, der Schlag darf keinen Erfolg haben l Unsere Bewegung «si notwendig, ja in Zukunft sogar notwendiger wie je I Deshalb gilt es. Yen Sturm abzuschlagen. Gewerkvereinsmitglieder, Ber- traucnsleute, Beamte! Denkt jetzt au die Nolmendigteit und Bc- deutung um'erer Bewegung. Denkt daran,«voS von ihrer Existenz in wirtschaftlicher und ideeller Beziehung abhängt. Denkt an all das. was sie sijr unseren Ktand sind die Allgemeinheit ge- leistet hat. Denkt an all die Opfer, die für die Bewegung ge- brockt wurden, an alle finanziellen und persönlichen Opfer. Tsm'ende haben für die Bewegung Opfer gebracht, viele sich auf- gerieben. Soll«,, all' diese Opfer umsonst gebracht sein'i Soll unsere Organisation zertrümmert werdend Sollen die Bergleute trotz der geleisteten Arbeit in Zukunft schütz- los dem Kapital gegenübcistehen? Solleil die christlich-natioualen Arbeiter sozialdemokratischem Terxostsmus qusgeliefert-und um die Freiheit gebracht werden, sich als religiös gesinnte und natio- »al fühlende Männer betätigen zu dürfen? Nein und nochmals »ein! PaS darf nicht geschehen, das lönnen»vir nicht wollen, das müffen wir verhindern 1 Stehen wir deshalb fest bei dein heran» rückenden Sturm. Laffe sich keiner mitreitzen, werde keiner unserer Beivegung untreu! Aber nicht nur das l Es gilt auch voran zu drängen und neuen Boden,- neue Mitglieder zu gewinnen. Stelle auch hier jeder seinen Mann. Der neue Kampf gegen uns mutz eine Stärkung unserer Bewegung im Ge- folge haben. Kameraden des Saarreviers und deS Siegerlandes! Ihr steht im Kampf mit den Berlinern in der e r st e n Reihe. Zeigt, datz ihr jedem Angriff gewachsen seid. Beantwortet ihn mit einem kräftigen Gegenstoß. Ehrensache für einen jeden von euch mutz es sein, dem Gewerkperein in den nächsten Wochen neue Mitglieder zuzuführen. So wortgewaltig dieser Redeschwall ist, so inhaltslos ist er. Was heißt das, der interkonfessionelle Charakter der christlichen Gewerkschafts- bewegung bleibe gewahrt. Der Papst hat ja die interkonfessionellen Gewerkschaften gar nicht verboten: er ver- langt nur, daß die katholischen Führer und Mitglieder sich unter die Leitung des Klerus stellen und dessen Weisungen folgen. Lehneu-die Führer des Gewerkvereins ettva diese Aufsicht unumwu»lden ab? Davon steht kein Wort in der ganzen Erklärung. Wohlbedächtig hüten sich die Herren, diese Frage auch nur zu streifen. Was soll ferner der Satz besagen:„Unser Geiverkverein bleibt >v i e bisher eine selbständige Organisation!" Schon bisher war doch diese Organisation gar nicht selb- ständig, sondern fügte sich, wenn auch»nanchmal mit einem gewissen Widerstreben den Befehlen des Klerus. Oder haben die Führer nicht»villig Gehorsam geleistet, als der Klerus die Richtbeteiligung des GewerkvereinL christlicher Bergarbeiter am letzten Bergarbeiterstreik verlangte? Und wo ivar denn der„Bergknappe", als im Rnhrrevier der Klerus bei den letzten Reichstagsstichivahlen die Stimmabgabe der katholischen Bergarbeiter für nationalliberale Reichstags kandidaten forderte? Er wagte nicht den geringsten Widerspruch, soirdem gehorchte demütig dem hohen Befehl! Und schließlich,»vaö soll die Aufforderung besagen, kein christlicher Bergarbeiter dürfe dem Gewerkverein untreu werden! Will der„Bergknappe" damit die katholischen Bergarbeiter auffordern, auch dann, wenn ihr'Bischof von ihnen den AuS- tritt aus dem Gewerkverein fordert, Mitglieder dieses Vereins zu bleiben, also dem bischöflichen Befehl entgegen handeln? Will ex damit sagen:„Quält Euch nicht um die Anordnungen und Befehle des KlcruS, des niederen wie des höheren, bleibt in jedem Fall treue Mitglieder Eures Gewerkvereins!" Wenn der„Bergknappe" mit seinen Hintermännern dazu den Mut hat, dann möge er offen, frank und frei Aufforderungen an seine Leser richten. Dazu fehlt ihm aber die Courage. Feige und vxrlogen flüchten sich die Herren hinter leere Redensarten, die nach Belieben so und so gedeutet werden können. Das Talglicht von Buttenhause«. Der schwäbische Gerilegrvtz, der Butlenbauser Hans Dampf auf allen Gassen, ist insbesondere von den Blättern der Opverndorff Roeren-Richtung wiederholt in nahezu venüchlender Weise chprak leristert worden. Man namile ihn einen Mann, dyr über alles redet und über alles schreibt, und doch von nichts etwas Gründliches weiß. Die bekamile„Kölner Korrespondenz" sprach von der „notorischen Oberflächüchkest dieses tzlmateurphilosophen"; es fehle ihm„an logischem Denken und..gediegenem Wissen"; ex sei ein apolitischer Düellä>ü.g.eMdiM.ei. Sprieß. Zuietzt noch wurde ihm geraien,„endlich aufzuhören, über Dinge zu schreiben, von denen er nichts versteht". Dieiex Tage hat Herr Matthias Erzberger aber- inals gezeigt, datz seine Widersacher von der amibachemitischen Gruppe ihn fast noch zu gelinde beurteilen. Man lese, was Hexr Erzberger am 17. November dieses Jahres i», Scherlschen „Tag" über die deutsche Diplomatie geschrieben hat und was er über den gleiche» Gegenstand seinexzelt sn der Zeitschrift „Nord und Süd" zum besten gab. Erzberger i» Nr. 271 des „Tag" vom 17. November 1012: E s gehört heute im Reiche zum guten Ton, sich über die Uusähigleit der deutsch?» Diplomatie zu e n t r ü st e n— auch jetzt wieder angesichts der nicht zu leugnenden Ueberraichnnge» auf dem Balkan.„Sie haben wieder einmal mchis gewußt, im Aus- wärtigeu Amte!" so echote es durchs Land. Frage: Hoben denn andere Diplomaten etwas gewutzt'{ Zweite Frage: Hat denn uniere Bankwelt etwas ge- wuht? Dritte Frage: War unsere Diplomatie so topflos wie unsere Börse V Antworten lanii sich jedes Schulkind geben: aber eS bewahrheitet sich wieder ei«- mal der alte Satz vom Kritisiere» und Besser- mache». Im allgemeinen ist doch unsere diplomatische Lex, lremng nicht schlechter als die anderer Länder; auch wemi man(!) dies oft he« hanpt??, wird es doch nicht wahr. Zumal in den vielge- ftalligen Fragen dis Balkanbundes war nm» in Berlin mindeslens so gm milerrichlei. wie in allen an- deren Hanplstädten; ich wage so- gar zu lagen: man war hier bei uns besser und zeitiger unter, richtet als anderwärts. Aber man kann doch diese erste Kenntnis nicht in alle Welt Hinallsschreien. sondern man mutz nach ihr hau- dein. Und eS ist hiernach gehandeltworden, sehr zeitig sogar. leibt und Erzberger in„Nord und Süd" im März 1009: Inkonsequent und unzuverlässig hat ein ange ieheneS Blatt in Paris die deutsche Ballanpolitik bezeichnet; io a s soll man aber erst von der Marokkopolitik sagen? Im gesamten 20. Jahrhundert findet man nur einen Grundsatz in unserer auswärtigen Politik mit Konsequenz durchge- führt: Ewig wandelbar! Fremde Diplomaten, die in Ber- Ii» attrediliert sind, klagen offen, wie wenig Berlatz auf unsere Diplomatie ist. Der„Reichsanzeiger" hat dieö in derEasablanca-Äffärewider Willen bestäiigeu müssen. Dem stürzende» reaktionären Grotzwesir Ferid Pascha gibt mau am Tage seiner Enllassung de» höchste» preußischen Orden, und für die Anerkennung deS revolutionären Mulav Hafid legt man sich ms Zeug, als gelle es, einem preußischen Prinzen einen Thron zu sickern. Da kommt pie Kette von Niederlagen ganz von selbst. Große Worte, leine Talen! so urleilt der Deutsche il» Auslände über di? Pplilik des Heimatlandes, und der Gegner sagt schon veräcktlich, daß Deutsch, lmid keine Courage mehr habe. Fern« sei eS,»in Regiment der L-äbelrasseler zu fordern; aber was gefordert werden mutz: Erst denken, dann hau- delu,.nicht umgekehrt, wie seither so oft. Erzberger, wie er leckt und lebt! Der vollendete politische Schmock, der jemals dagewesen ist! Weyn bei den bürgerlichen Parteien die Lächerlichkeit wirklich tötete! Die hessische Regierung und das Besoldungsgesetz. Der hessische Landlag tritt am 10. Dezember zu einer kürzeren Tagung zusammen. Aller BprguSsicht nach dürfte es hierbei zu einem scharfen Konflikt zlvischen der Regierung und d e u b? i d« u Kammern kommen, wenn die Regierung nicht beizeiten einlenkt. Die Regierung hat nämlich einen Teil der im Juni verabschiedeten Besoldungsordmmg der Beamten, soweit sie die Gehaltsvcrhälliusse der K a in m e r b e SM t?n zum Gegen- stan» hat. trotz ihrer Zustimmuug in den Kammern, nicht vollzogen. Da« vorgehen der Regierung wird umso», ehr als Provokatisn empfunden, al» die Besoldungszulage der Parlamentsveamte einem in beiden Kammern einstimmig angenommenen Initiativ- antrog entspricht, der sich an die Verhältnisse der Kammerbeamten in Bayern, Württemberg und Baden anlehnt. Abg. Adelung hat nun mit Unterstützung der sozialdemokratischen Fraktion und einiger Fortschrittler einen dringlichen Antrag eingebracht, in dem die Regierung ersucht wird, unverzüglich das mit ihrer Zustimmung bc- schlösse»« Gesetz zu vollziehen. Da auch die bürgerlichen Parteien sich diesem Antrag anschließen mutzten, so ist die Regierung in einer mißlichen Lage. Sollte sie auf ihrer Weigerung beharren, so wird der Landtag lonsequenterweise zunächst hie Erledigung einer jeden Borlage der Regierung ablehnen müssen. Der Unistand, datz die Erste Kammer nachdrücklich auf die Durchführung ihres Beschlusses drängt, gibt manchen„staatserhaltendeu" BolkSvertretern in der Zweiten Kammer den Mut, sür die Rechte deS Parlaments einzustehen, die er sonst so leicht verleugnet. Man darf auf den AuS» gang des Konflikts gespannt sein. Klerikale Revolverhelden. In Oberschlesien bekämpfen die Klerikalen namentlich die Frei- denker-Bewegung mit den erbärmlichsten Mitteln und finden dabei die volle Unterstützung der Polizei. In Königshütte sollt? am Montag eine von.den Freidenkern arrangierte öffentliche versamm- lung abgehalten werden, in der der freireligiöse Prediger T s ch i r n über das Thema:„Kirchlichkeit und Sittlichkeit" sprechen wollte. Das The um mutzte es den Schwarzen angetan haben, deshalb versuchten sie, die Versammlung unter allen Um- ständen zu verhindern. Zunächst wurde den Freidenkern das grötzte Lokal von den Klerikalen abgetrieben, so datz oi? Versammlung in dem bedeutend kleineren Saal des Hotels „Air Köuigshütte" abgehalten werden sollte. Reichlich 1200 Per- so neu hatten sich eingefunden. Kaum war aber die Versammlung eröffnet und das Thema des Vortrages bekanntgegeben worden, da setzte ein so ohrenbetäubender Lärm ein, datz sich der Leiter genötigt sah. die Versammlung zu vertagen, um einige der klerikal eu Störenfriede, die, wie sich später herausstellte, aus dem ganzen Jndustrierevicr gegeil die Zah» lang der Zehrkosten uud E i s e n bah n fahr kar te n zusammengesucht waren, an die Luft zu setzen. Noch bevor dies geschehen war, l ö st e jedoch der Ueberivachende die ver- tagte Versammlung auf. Dieser ebenso unverständlichen wie ungesetzlichen Abatznahme mutzte Folge gegeben»Verden. Eine neue Versammluna wurde einberufen. Als die zweite Versamm- lung eröffnet wurde, setzte abermals ein grenzenloser Rae dander u n t e r F ü h r u n g eines katholischen Arbcie tersekretärs stehenden katholischen Kolonne ein, worauf der überwachende Beamte abermals die inzwischen wieder vertagte Versammlung auflöste. Nun setzten Szenen ein, die jeder Beschreibung spotten. Vor dem Ausgang des Saales wurde von den klerikalen Radaubrüdern Sch weselätheraus- gegossen und angezündet. Durch die meterhoch schlagende n Flainmen entstand eine Panik. Nur mit M ü h e g e l a n g es. die Flammen zu löschen und eine schwere Katastrophe zu verhindern. In dem. Saal wurden von der kleri, kale» Sprengkvlonne Stinkbomben geworfen. Einem von dieser Bande wurde der Revolver aus der Hand geschlagen in dem Augen» hlick. als er damit einen Schutz abgeben wollte. Einigen anderen wurden Knüppel und Gummischläuche abgenommen. Nach langer Zeit gelang es endlich, die Ruhe wiederherzustellen, nachdem die klerikalen Brandstifter den Schauplatz ihrer Tätigkeit verlassen hatten. Und die Polizei, bor deren Augen sich alles abspielte, sah ruhig zu, obwohl sie mit Leichtigkeit hätte der Situation Herr werden können, denn 40—ö0 Beamte waren in der Nähe postiert— die» selbe Polizei, die kürzlich in einer klerikalen Versammlung die Personalien von jedem einzelnen feststellte, der sich, einen Ztoischen» ruf erläubtt. '"-So' sehe« die„geistigen" Waffen des Zentrunw in Oberfchlrficn aus._ Rein agrarische Auslegung. Unter den Städten, die zur Linderung der Fleischnot lebende» Rindvieh aus den Niederlanden einführen wollen, befindet sich auch K o b u r g. Obgleich eH leine grotze Stadl, entspricht eS doch insofern der Borbedingung für die Regierungsvergünstigung, als es das ganze Herzogtum Koburg und auch den größten Teil des Thüringer Waldes mit Vieh und Fleisch versorgt. Der Sieichs- kanzler hat indessen auf Grund einer Aeutzerung des p r e u tz i s ch e n Landwirtschaftsministers die nachgesuchte Genehmigung versagt. Der Magistrat schreibt dazu: Es herrscht in der Bevölkerung über diese Ablehnung große Erregung, die nicht unberechtigt erscheint, zumal auch die herzogt. Slaatsimnisterien in Gotha und Koburg die Stadt Koburg ausdrücklich alS unter die Bestimmungen deS Erlasses fallend bezeichnet haben. Der Magistrat Koburg beabsichtigt, gegen diele Ablehnung, durch welche die von Reichs wegen in Aus- ficht gestellten Vergünsttgungeii zweifellos wieder illusorisch gemacht werden, weitere Schritte zu unternehmen. Das seltsamste ist, datz, nachdem diese Ablehnung am 0. d. MtS, erfolgt ist, am 16. d. Mlö. eine Anfrage des Reichsamts des Innern mit Rücksicht auf die im Reichstag zu verwertende Er- örterung der Fleischteuerung an die Gemeindeverwaltungen, so auch an den Magistrat gekommen ist, in welchem Um» fange die Stadt Koburg von der(nicht erteilt« nlj Erlaubnis zur Einfuhr yon Vieh Gebrauch ge» macht hat. , So bekämpft die preutzisch-agxarischs Regierung die Teuerung I Ein vielversprechender Rekrntenerzieher. Am 26. Jjuli hatte der Unteroffizier Alfred Braun vom Grenadier-Regiment Rr. 11 in Breslau dem Grenadier M a d a l l a, well dieser zum Appell seine Drillickhose nicht gerollt vorzeigte, mit dem oberen, mit Knöpfen besetzten Teil der Hose mehrere Male um den Kopf geschlagen. Da M. sich die Hände vor das Gesicht hielt, befahl Braun:«Hände herunter � und hieß schließlich anderen Grenadieren, ihm die Hände festhalten, worauf ex ihn nochmals mit der Hose ins Gesicht schlug. Dann befahl er Mndalla, sich feldmarschmäßig den Tornister zu packen mit einer Drillichjacke. Tuchhose und drei paar Schnürschuhen. Damit ließ der Uuleroffizier den Mann fünfzehn Minuten aufdemFlur hin und her laufen, auf- stehen, hinlegen. scheuerte dem Mann den schmutzigen Hals mit einer Schrubbcrbürste usw. Die Stnbenmannschaften lachten dazu. Madalla will darauf Kopfschmerzen und Seiten stich? gehabt haben. Das Kriegsgericht verurteilte den Unteroffizier wegen Mißhandln»g und vorschriftswidriger Behandlung zu 44 Tage» Gefängnis unter Annahme eine» schweren Falles, weil Braun schon vorbestraft sei wegen Vorschrift«-' widriger Behandlung und Beleidigung mit fünf Tagen gelinden Arrest. Braun legt« Berufung ein, Madalla habe al« schwerfälliger, unordentlicher, unsauberer Soldat, durch Lügen und freches Benehmen ihn gereizt. Vor dem Oberkriegsgericht in Breslau beantragte Rechtsanwalt Bick, da Madalla wohl übertreibe, nur Bestrafung wegen vorschriftswidriger Behandlung. KriegSgerichtsrat Esche betonte, ein Unteroffizier, ber so gemein vorgehe, seine Dienstgewalt so mißbrauche, verdiene keine Milde. Er beantrage Verwerfung der Berufung. Das Oberkriegsgericht nahm zwar»och einen minder sch»v«reu Fall an, bezeichnete aber das Benehmen durchaus verwerflich und erkannte auf sechs Wochen Mittel- arreft. Reederprostt und Menschenschutz. Di« 14. Hauptversaminln� der Schiffsbautechnischen Gesell- schaft bewies wieder einmal, wie sehr das Bejtreden, aus Kosten von Menschenleben möglichst hohen Prosit herauszuschlagen, mit den Geboten der elementar st en Humanität kolli- dicrt. In der Sitzung sprach am Freitag Geb. Regierungsrat Professor Dr. F la m m- Charlottenburg über:„Die Unsink- . barieit moderner Seeschiffe". Der Vortragende gab zunächst einen Ueberblick über die EntWickelung der Unsinkbarleits- frage in der Vergangenheit, besonders für England. Immer wieder hätten die technischen Kreise dieses Landes, insbesondere die eng- lisch« Ädmiralität, eine auf sorgfältiger Rechnung aufgebaute Unterteilung der Seeschiffe durch wasserdichte Schotten verlangt. Am Widerstand der Reeder seien diese Bemühungen lange Zeit ge- scheitert. Auch„Board of Trade" und der britische Lloyd hätten der Sache nicht fördernd gegenübergestanden. Im Jahre 18 8 3 hätten nach Angäbe der damaligen Schisfskonstrukteure nur 3W> Schiffe der englischen Handelsmarine eine genügende Schott- anordnung gehabt, über 4000 aber nicht. Ilm den Reedern eine vernünftige Schottanordnung nahezulegen, habe 1888 das englische Handelsministerium die unheilvolle Bestimmung getroffen, daß derartig gebaute Schiffe nur die Hälft« der sonst vorschrifts- mätzigen Zahl an Rettungsbooten mit sich zu führen brauchten, eine Bestimmung, die sich beim Untergang der„Titanic" schwer gerächt habe. Auf Drängen der technischen Kreis« Eng- lands habe dann im Jahre 1890 eine Komuiission erster englischer Fachleute Schottvorschriften herausgegeben, d. h. Vorschriften, die für Passagierschifte und für Frachtschiffe die Anzahl und Stellung der Schotten mit Hilfe sogenannter Schotthirvcn festlegten. Diese Borschriften aber seien wegen des ihnen entgegengebrachten Wider st andeS der interessierten Kreise niemals Gesetz geworden. Redner ging dann zu einer Betrachtung der Verhältnisse in Deutschland über. In Deutschland lagen die Verhältnisse so, datz bis zum Untergang der„Elbe" im Jahre 1895 so g u t w i« gar leine Fürsorge des Staates für die Sicherheit der Seeschiffe, insbesondere der Passagierdampfer, bestand. Der große Menschenverlust beim Untergang der„Elbe" hatte nun im Reichstag sehr erregte Erörterungen über die Sicherheitsverhältnisse auf deutschen Passagierdampfern zur Folge. Es folgten im Jahre 1896 generelle Vorschriften über wasserdichte Schotten, die heute noch bestehen. Diese 16 Jahre alten Vorschriften passen aber nicht mehr auf die heutigen Schiffe. Auf die indi- viduellen Eigenschaften der Schiffe nehmen sie keine Rücksicht, sie berücksichtigen auch nicht die Stabilität beim Leck und beziehen sich nur auf Passagierdampfer, nicht abcrauf Frachtdampser. Der Vortragende verlangte demgegenüber für jedes größere Schiff, ganz gleich, ob Passagierdampfer oder Frachtschiff, den rechnerischen Nachweis der Unsinkbarkeit unter Berücksichtigung der Stabilität. ferner ein« Prüfung dieses Nachweises durch eine unabhängige, auf der Höhe der modernen Wissenschaft stehende Behörde, eine Be- Messung des Bootsraumes nicht nach dem Tonnengehalt des Schiffes, sondern nach der an Bord befindlichen Personen- zahl und schließlich Anpassung aller derartigen Vorschriften nicht an das Niveau eines ungebildeten Zeichners, sondern an das des modern gebildeten Ingenieurs. In der Debatte wandte sich der Direktor des germanischen Lloyd, Professor Pa gel- Berlin, gegen die Forderung des Refe- reüten auf Aenderung der Schottenvorschriften und auf Aus- dehnung dieser Vorschriften arrf Frachtschiftc. Die neuen großen Frachtschiffe seien hinsichtlich der Schotten so gebaut, daß sie in ? bezug auf die Unsinkbarkeit hinter den Passagierdampfern gleicher Größe nicht zurückstehen. Die FragOer Unsinkbarkeit der Frachtschiffe sei ein Problem, das sich nur auf internationalem Wege lösen lasse, aber auch da werde es nicht'''ehr einfach sein. Wir würden dann Schiffe bekommen, die im Vergleich zu den heutigen Frachtschiffen wirischaftlich unrentabel und für gewisse Zwecke überhaupt unbrauchbar seien. Direktor Walter- Bremen vom Norddeutschen Lloyd ist mit dem Vorredner in allen Punkten ein- verstanden. Die Forderungen des�GeHeimrat Flamm gehen zu weit. Die von ihm aufgestellte Forderung einer unabhängigen Behörde würde von uns zurückgewiesen werden, wenn unter dieser Behörde nicht der Germanische Lloyd oder die Seeberufs- geuossenschaft verstanden werden sollte. Diese Behörden haben Fühlung mit der Praxis. Bei einer neuen Behörde aber besteht die Gefahr, daß eine Fühlung mit der Praxis nicht vor- Händen ist. Geheimrat Flamm erklärte im Schlußwort, er habe nicht der deutschen Industrie und dem deutschen �Schiffsbau Vorwürfe machen, sondern gerade zeigen wollen, datz Industrie und Schiftsbau selbst schon viel weiter gegangen wären, als die b e st e h e n d e n Vorschriften«» erfordern. Und er habe gerade deshalb verlangt, daß dies« Vorschriften in Einklang gebracht werden mit dem, was Industrie und Schiffsbau heute bereits praktisch aus- führen. Professor Flamm ist viel zu sehr Optimist, wenn er glaubt, von den Vorrednern mißverstanden worden zu sein. Die Herren hatten ihn im Gegenteil viel zu gut verstanden. Sie wollen eben nicht Sicherheitsmaßregeln geschaffen wissen, die zwar zum Schutze des Lebens von Hunderttausende» von Passagieren und Schiffs- Mannschaften absolut notwendig und technisch auch durchaus möglich sind, wenn diese Maßregeln etwa den Profit de? Reederkapitals schmälern! Die heutigen Schutzmaß- regeln genügen aben bei weitem nicht, und es ist deshalb drin- gendste Pflicht der Ge s e tz g e b,u n g, für strengste Durchführung jener Schutzmaßregeln zu sorgen, die eine wirkliche, nicht bloß hypo- thetische Unsinkbarkeit sowohl der Passagier- wie der Fracht- schiffe garantieren. Deshalb mutz auch die Kontrollinstanz absolut unabhängig, nicht aber mit den Reedern und Reederinteressen irgendwie verquickt sein! Militärjustiz. Der Grenadier Valentin Dudek vom Regiment 11 in Breslau erhielt von dem Grenadier Landsmann in dessen Eigenschaft als Stubenältester den Befehl, vier Schemel zu scheuern. Dudek, erst zehn Tage Rekrut und noch unvereidigt, ant- wordete:„Das mach ich nicht, das muß mir ein anderer sagen". Auf Defehl des herbeigerufenen Jiorporalschaftssührers, Unter- nssizi« Stark, reinigte er die Schemel. Di« weiteren Befehle des Stubenältesten, seine Waschschüssel zu reinigen, seine Hände zu waschen, führte Dudek aus. Der Stubenälteste befahl Dudek. Kehrt- Wendungen zu machen. Weil er sie nicht recht machte, hieß er ihn aus der Stube marschieren und rief ihn wieder zurück. Als Dudek da" sechste Mal solchen Befehl erhielt, wurde er wütend, stürzte auf den Stubenältesten zu. packte ihn an der Gurgel und gab ihm eine Obrkeiae Dudek wurde vor dem Kriegsgericht angeklagt Oj uX&frt Angriffs und Ungehorsams. Seine Vorgesetzten kön- nen überihn nicht klagen, er sei redlich willig gewesen. Dudek St an alte Leute haben gesagt, in der Nacht würde zu ihm verantw. Redaktu Alfred Wielepp. Neukölln. Inseratenteil verantw.: auf die Stube der heilige Geist mit der Klopfpeitsch« kommen. KriegsgerichtSrat Schubert plädiert, den Fall möglichst milde auizufaffen. Der Stubenälteste habe unbedingt versagt. Er durfte den Mann nicht marschieren lassen, habe ihn dadurch vorschriftswidrig behandelt. Dudek fühlte sich mit Recht schikaniert, drangsaliert und gereizt. Er beantrage sechs Monate ein Tag Gefängnis. Der Verteidiger, Ober- leutnant G a u l i ck i beantragt Einreichung eines Gnaden- g e s u ch e s. Das Gericht nahm nur einen mindcrschweren Fall an, weil Dudek gereizt worden und erkannte wegen des tätlichen Angriffes auf ein Jahr Gefängnis, wegen des Ungehor- sams auf einen Tag. Spanien. Sozialistenhetze. Madrid, 21. November.(W. T. B.) In der Deputier t e n k a m m e r begründete der Abgeordnete Senante eine Interpellation über die Ermordung des Ministerpräsidenten CanalejaÄ und forderte die Regierung auf, die anarchistischen Verbrechen im Lande energisch zu unterdrücken. Er glaube, der Mord sei auf einen politischen Feldzug zurückzuführen, in dem Ausländer die Anführer seien. Hier im Parlament seien Abgeordnete, die von der öffentlichen Meinung als moralisch verantwortlich für die Tat bezeichnet würden. Ministerpräsident Graf R o- m a n o n e s erwiderte, die Regierung werde alle gesetzlichen Mittel anwenden, um die Wiederkehr solcher Mordtaten zu verhüten: es sei unnötig, zu Ausnahmemaßregeln zu greisen. Senante verlangte darauf Maßnahmen gegen die Deputierten, die solche Mordanschläge billigten. Die Anarchisten seien offensichtlich organisiert, und in dxr Kammer befänden sich Männer, von denen sie inspiriert würden. Gras Roma- n o n e s antwortete, die Regierung werde nicht ungesetzlich handeln. Alsdann erhob sich unter großer Bewegung des Hauses Pablo Jglesias, auf den die Beschuldigungen Senantes persönlich gemünzt waren, und erklärte, die Konser- vativen suchten eine Tat, für die er nicht verantwortlich sei, zu einer politischen Waffe umzuschmieden. Er habe das Attentat gegen politische Persönlichkeiten nie gelehrt. Se- nante zitierte darauf eine Stelle, die diese Behauptung wider- legen sollte. PabloJglesias verurteilte dann den Mord- anschlag gegen Cänalejas, der ein Opfer seines Ehrgeizes ge- worden sei. Er habe niemals einen Anschlag gegen Canalejas oder seine Parteigänger inspiriert. Schließlich erklärte auch A z c a r a t e, der Führer der Republikaner, daß seine Partei den politischen Mord verdamme. Graf Romanones stellte darauf fest, daß alle Parteien einig seien in dem Abscheu vor der Mordtat. Die Regierung werde die Gesetze mit Nachdruck anwenden.(Beifall.) englund. Vernünftige Worte über die deutsch-englischen Beziehungen. London, 22. November. Ans der diesjährigen Tagung des liberalen Landesverbandes(National Liberal Fede- ration), die gestern in Nottingham stattfand, sprach der Vorsitzende des Verbandes Sir John B r u n n« r über die englischdeutschen Beziehungen. Frankreich, sagte er, ist geo- graphisch unser nächster Nachbar. Aber nach Rasse. Intelligenz und Moral steht England Deutschland viel näher als Frankreich. Di« Deutschen sind ein kräftiges, männliches Volk wie die Engländer. Er wünsche, daß beide Nationen zusammengehen. Politisch sei da? große Ziel Deutschland»-die offene Tür für den Handel auf der ganzen Welt. Das sei auch die britische Politik. Weshalb aber sollten die beiden Nationen nicht von Herzen zusammenarbeiten können? Alle verständigen Kaufleut« und Reeder und all« intelli- geNten Arbeiter in England und Deutschland wüßten, datz ein Krieg zwischen England und Deutschland Verluste oder vielmehr Ruin, Arbeitslosigkeit und Verarmung in fürchterlichem Matze bedeuten würde. Die Jingos trösteten sich damit, daß sie sagen, daß der kommerzielle Ruin von London, Hull, Newcastle, Aberdeen durch den kommerziellen Ruin von Hamburg, Bremen und Berlin aus- geglichen würde. Das fei kein Trost.(Beifall.) Wirtschaftliches Gedeihen in England könnt« schwerlich neben einer schlechten Lage in Deutschland und sicherlich nicht zugleich mit der Vernichtung des Nordseehandels bestehen. Der Redner befürwortete als einen Schritt zu besseren Beziehungen zu Deutschland die Sicherung der Handelsmarine vor dem Seebeuterecht. Cbtna. Bewegung gegen die russische Mongolei-Jntrige. Peking, 20. November.(Meldung der„Agence d'Extröme- Orient".) All« Parteien der gesetzgebenden Versammlung haben die national« Einigkeit zugunsten eines energischen Vorgehens sowohl in diplomatischer als auch in militärischer Beziehung auf ihre Fahne geschrieben, um die Rechte Chinas in der Mongolei zu wahren. Der Präsident Juanschikai, der zuerst gezaudert hatte. ein� derartiges Borgehen zu erlauben, das zum Rücktritt des Mi- nisters des Aeußern Li»ang-Men-Ting und zur Ernennung Lou- Tsen-ChiangS geführt hatte, konnte von der Notwendigkeit über- zeugt werden, ohne Auffchub zu handeln. Di« Provinzen sowie Peking richten täglich dringende Bitten zugunsten einer mannhaften Politik an die Regierung. Der Präsident hat sie aufgefordert, Geldmittel zu übersenden. Eine in Peking zusammengetretene Konferenz von 100 Prinzen, Herzögen und Führern der inneren und der äußeren Mongolei hat eine Resolution angenommen, in der sie gegen das russisch-mongolische Abkommen protestieren und es für null und nichtig erklären. Augenblicklich sind 10 000 Mann Truppen in Kalgan konzentriert, und unaufhörlich gehen neu« Truppen dahin ab. Man weiß nicht, wohin diese Truppefi alle gehen werden, ob sie nach Urga marschieren werden, um die mon- golische Regierung an der UnabhängigkeitSerklärung der äußeren Mongolei zu hindern, oder ob sie an der Grenze der inneren Mon- golei Halt machen werden, um diese zu beschützen. Hiis der Partei. peUzeiUchtn, CencbtUches uta. Eine Richter-Beleidigung. Im Juli dieses Jahres wurde Genosse O st e rr o th- Walden- bürg vom dortigen Schöffengericht wegen angeblicher Beleidigung eines Arbeitswilligen zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil gegen Osterroth erregte wegen seiner Härte und der Um- stände, unter denen es erkannt wurde, damals großes Aufsehen. Das Waldenburger Schöffengericht erkannte auf die hohe Strafe. trotzdem der einzige Belastungszeuge, nämlich jener beleidigte Arbeitswillige, nur die fragliche Beleidigung gehört haben will. während fünf andere Zeugen eidlich erklärten, nichts davon g eh ort zu haben, obwohl sie ganz in der Nähe standen. Da sich der einzige Belastungszeuge zudem noch in große Widersprüche verwickelte, beantragte der xy. Glocke. Lert'n. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Verlagsanitalt Staatsanwalt gegen Osterroth selbst die Freisprechung. Das Gericht erkannte aber auf zwei Monate Gefängnis. In der Kritik über dieses Urteil sagte die„Breslau er V o l k s w a ch t", die Waldenburger Richter hätten sich ohne loeiteres auf die Seite des beleidigten Arbeitswilligen gestellt und das Urteil sei baarsträubend. Durch diese Kritik fühlte sich der Vorsitzende des Waldenburge/ Schöffengerichts beleidigt. Er stellte Strafantrag gegen den Verantwortliche», Genossen Karl O k o n s k y. Die Breslauer Berufskollegen des Waldenburger Schöffenrichters erblickten in der Kritik den Vorwurf der grob- fahrlässigen Klassenjustiz und erkannten auf 2 00 Mark Geld- strafe. Der Staatsanwalt wollte den Genossen Okonsky sogar auf 3 Wochen wieder in das Gefängnis schicken, das er erst am 6. dieses Monats nach dreimonatigem Aufenthalt verlassen hat. Jugendbewegung. Vom Kampf gegen die arbeitende Jugend. Gegen die Vorstandsmitglieder der freien Jugendorganifanon in Köpenick waren Strafurteile seitens des Schöffengerichts und des Landgerichts ergangen, durch die die Jugendorganisation zu- gleich zum politischen Verein gestempelt worden war. Tarauf der- anstqltete einer der Verurteilten, der Genosse Schüler, eine öffent- liche Versammlung. Zu dieser lud er auf einem Plakat�ein, das ohne polizeiliche Erlaubnis an verschiedenen Stellen der Stadt angeklebt wurde. Unter Verweisung auf die Strafurteile hieß es auf dem Plakat y» a.:„Arbeitende Jugend: Gegen diesen Raub des Vereinigungsrechts gilt es energisch Protest zu erheben. Erschein: in Massen!" Der Genosse Schüler wurde demnächst vom Landgericht als der Berufungsinstanz wegen Uebertretung des K 5 des Reichsvereins- gefetzes verurteilt, weil er als Veranstalter einer politischen Vcr- sammlung nicht die für solche Versammlungen vorgeschriebene An- zeige bei der Polizei gemacht, beziehungsweise keine, diese ersetzende rechtzeitige öffentliche Bekanntmachung erlassen habe. Außerdem wurde Schüler gemeinschaftlich mit den Genossen Manzki und Lecker wegen Uebertretung der ZK 9 und 10 des preußischen Preßgesetzes verurteilt. ES wurde als festgestellt erachtet, daß die drei Angeklagten Exemplare des von Schüler herausgegebenen Plakats an öffentlichen Orten angeheftet hätten, ohne im Besitze einer poli- zeilichen Erlaubnis dazu zu sein.(§ 10 des preußischen Pretz- gesetzcs.) Da nach Z 9 dieses Gesetzes Anzeigen über gesetzlich ver- botene Versammlungen überhaupt nicht öftentlich angeschlagen werden dürfen, so nahm das Landgericht auch eine Uebertretung des§ 9 an, indem es meinte, eine gesetzlich verbotene Versammlung sei auch eine politische Versammlung, die ohne Anzeige(oder cnt- sprechende Bekanntmachung) abgehalten werde. In bezug auf den Charakter der Versamuilung führte dos Landgericht aus:„Allerdings habe der für die Versammlung bc- stimmte besondere Referent die früheren Gerichtsurteile, die im Plakat Schülers erwähnt waren, nicht berührt und nicht er- örtert. Er habe vielmehr allgemein über die Jugendbcstredungen gesprochen. Es wäre indessen ganz gleichgültig, ob sich die Ver- sammlung tatsächlich zu einer politischen gestaltet habe. Es komme auf die Absicht des Veranstalters an. Diese gehe aus dem ftaglichen Plakat hervor. Danach habe nach dem Willen des Ver- anstalters in der öffentlichen Versammlung die angebliche Un- rechtmäßigkeit der früheren gerichtlichen Urteile erörtert werden sollen. Es habe so hingestellt werden sollen, als ob durch das Ein- greifen der Behörden die arbeitende Jugend rechtswidrig in ihren Rechten verkümmert worden sei. Das würde eine Erörterung poli- tischer Angelegenbeiten sein,«somit hätte der Veranstalter die Vorschriften des Reichsvereinsgesetzes über die Anzeige usw. von öffentlichen politischen Versammlungen beachten müssen. «schüler legte Revision ein und rügte namentlich Verletzung des Vereinsgesetzes durch unrichtige Anwendung seitens des Vorder- richterS.'Aber auch die Plakatvorfchristen feien verletzt. Das Kammergericht gab der Revision nur insoweit statt, als auch§ 9 des preußischen Prcßgesetzes angewendet worden ist. Mit der Maßgabe, datz ij 9 ausscheide, würde die Revision verworfen. Begründend wurde ausaeführt: Mit Recht sei§ 9 des Vereinsgesetzes angewendet worden. Dieser sage:„Wer eine öffentliche Versamnrlung zur Erörterung politischer Angelegenheiten veralistalten will, bedarf usw." ES sei deshalb zutreffend, wenn das Landgericht davon ausgehe, daß es auf die Absicht des Einberufcrs ankomme. Und daß dieser die Absicht gehabt habe, politische Angelegenheiten erörtern zu lassen, habe das Landgericht zutreffend aus seinem Plakat ent- nommen, das von einem Raube des Vereinsrechts spreche, gegen den protestiert werden müsse. Darüber und über die früheren Ge- richtsurtcile habe nach Absicht deS Veranstalters verhandelt und gesprochen werden sollen. Das seien politische Angeleeienheiten. Die Bestrafung aus Z 10 des preußischen Pretzgesetzes sei eben- falls gerechtfertigt. Dagegen nicht die aus§ 9 dieses Gesetzes. An sich erlaubte Versammlungen, die nur rechtswidrig nicht angezeigt feien, feien keine verbotenen. Der Balhankricg. Korruption in der türkischen Armee. Koustontinopel, 22. November.(W. T. 23.) Blättermeldunge« zufolge sind drei Offiziere und 5 Beamte der Gencralintendanz der Armee wegen Mißbrauch ihrer Amtsbefugnisse verhaftet worden. Verfolgungen der Jungtürken. Konstantinopel, 22. November.(W. T. B.) Die früheren jung- iürkischen Minister Hadschi Adil, Nedschn Eddin und Haladschian. der frühere Gouverneur von Jsmid Kiazim. der Cheffekretär des Senats Muschpak. sowie der Vorsitzend« des jungtürkischen Klubs in Smyrna wurden verhaftet. Dem früheren Minister T a l a a t ist es gelungen, zu entkommen. Eine Rede Asquiths. London, 22. November.(W. T. 23.) Bei einer Rede, die Premierminister A s q u i t h heute in Nothingham hielt, sagte er: Die Haltung unseres Landes und der Großmächte in bezug auf den Krieg hat sich, so viel ich weiß, in keiner Weise geändert. Wir sind bemüht, ein weiteres Blutvergießen zwischen den Kämpfenden zu verhindern, und noch mehr bevrüht, das Feld eines möglichen Konfliktes zu begrenzen. Auf dieses Ziel arbeiten alle Mächte hin. Gewerkschaftliches siehe 2. Beilage. Letzt* Ptecbrlcbten. Die Stadtverordnetenwahlen in Neukölln. Die Stichwahlen zur zweiten Abteilung gingen gestern unter sehr starker Wahlbeteiligung vor sich. Infolge der überaus starken Anstrengungen, welche das Bürgertum machte, ge- lang es unseren Genossen nicht, in den drei zur Wahl stehenden Bc- zirkcn ihre Kandidaten durchzubringcn. Im 1. Bezirk erhielten!nc sozialdemokratischen Kandidaten 506. die bürgerlichen 098 Stimmen. Im 3. Bezirk erhielt der lozialöemokratischc Kandidat 478. der bürgerliche 578 Stimmen und im 6. Bezirk siegten die bürgerlichen Kandidaten mit 632 über die sozialdemokratischen. welche 512 Stimmen� aus stch� vereinigten.___ SW. Hierzu 4 Beilagen u. llntcrhaltuugibl. Htm».zchMz. i. Kellet des„UsMlts" Derliller Nsldsdlllü.--«««»,«».2? Das örtcil über den Hausknechtsparagraphen. TaS schriftliche, am 28. September gegen die Abgeordneten Wcnosscn A o r ch a r d t und L e i n c rt von der Straflammer gefällte Urleil liegt jetzt vor. Ein witzige» Wort meint, die schriftliche Begrülrdung enthalte die Entschuldigungsgründe für das mündlich verkündete fehlsame Urteil. Die �EntschuldigungÄgründe des uns vorliegenden Urteils sind trotz ihrer außerordentlichen Weitschichtigteit— das Urteil umfaßt 37 Seiten— recht mager und völlig ungenügend. Der Inhalt der Begründung geht kurz zusammengefaßt dahin: Die Frage, ob der Hausknechitsparagraph in der Geschäftsordnung der preußischen Duma— der dem Präsidenten das Recht gibt, im Falle besonders grober, derWürdedesHausesschädigenderBerletzung der Ordnung für den Rest de» Tages einen Abgeordneten von der Sitzung auszuschließen und s cinenW iedc rein tritt zu verhindern— zu Recht besteht, sei aus folgenden Gründen zu bejahen. Allerdings ge- währleifte dieBersassung und insbesondere§78 derselben demAbge. ordneten sein Mitgliodsrccht. Aber die zeitweige Ausschließung, wie sie der berüchtigte§ öt der Geschäftsordnung vorsieht, lasse das Mitgliedschaftsrecht ja unberührt, er— schränke„nur die Ausübung desselben für gewisse Zeit ein". Daß diese Behaup- tung im Gegensatz zu dem Rechtsgundsatz steht: wem die Gesetze ein Recht geben, geben ihm auch die Mittel, das Recht auszuüben, fühlt das Gericht und fügt deshalb besondere Gründe an, die das Ausschließungsrecht rechtfertigen sollen. Es übertrage die Ver- fassung selbst dein Abgeordnetenhause die„Regelung seines Ge- fchästsganges und seiner Disziplin" durch eine Geschäftsord- nung. Mithin habe das Haus auch das Recht, die Entfernung eines Abgeordneten durch die Geschäftsordnung iin Interesse des Ge- fchäftsgangeö und der Disziplin zuzulassen, Atter I aber! Zum regelrechten Geschäftsgang gehört ja gerade die Möglichkeit �er Anwesenheit aller Abgeordneten, und ein Disziplinarmittel ist begriff- lich stets nur ein Mittel, jemanden zur Pflicht anzuhalten: also z. B. cinenl schwänzenden Abgeordneten zum Einnehmen seines Sitzes anzuhalten, nicht umgekehrt einen Abgeordneten an der Erfül- lung seiner Pflicht zu hindern, den Sitz einzunehmen. Doch, was findet sich nicht alle» an EntschuStigungsgründen. Da» Urteil meint, eine solche Entfernung erweise sich auch als„praktisch notwendig", um die Geschäfte des Hauses wahrzunehmen. Zunächst ist doch noch nicht Gesetz, was irgend jemand für„praktisch not- wendig" hält. Hält man entgegen dem klaren Verfafsungsinhalt dies etwa für praktisch notwendig, so niag die Verfaffung geändert »verden. Aber solange sie der praktischen 3!otwendig- keit widerspricht, ist das vermeintlich praktisch Notwendige ebeu nicht Gesetz. Und ist in der Tat der Rauswurs„praktisch notwendig"? Das Urteil hütet sich, auszu- sprechen, daß die Polizeibüttelei im Falle Borchardt„praktisch not- wendig" war. Ist cs der Ueberzeugung, eine Versammlung erwachsener Männer lasse sich ohne das Recht zum Hinauswerfen eines oder mehrerer der Mitglieder nicht abhalten, dies Reckst„praktisch notwendig", so gilt die Auflassung des Gerichts für alle Versamm- lungen, z. B. auch für den Bundesrat und für da» Gericht. Glauben die U r t e i l s fa ss e r in der Tat, cs sei„praktisch notwendig", daß der Reichskanzler das Recht habe, etwa die. bayerischen oder sächsischen Bundesratsbevollniächtigten rauszuwerfen, oder daß ein Gerichtsdirektor da» Recht habe, einen seiner Kollegen aus dem Be- ratungszimmer zu weisen? Rein„praktisch notwendig" ins brave Deutsch übersetzt, heißt: eine solche Borschrift erscheint zweckmäßig, um die Vertreter des Volkes, die Sozialdemokraten, mundtot zu machen. Das Urteil beruft sich zur Unterstützung seiner Ansicht auf einen Kommissionsbericht de» Landtags von 1849. Danach sei in der Kommission einstimmig die Ansicht vertreten gewesen, in der Disziplinargewalt der Kammer liege eine vorübergehende Exklusion eines Abgeordneten. Dieser schon vom Oberstaats- anwalt in der mündlichen Verhandlung angezogene Hergang bc- kleines feuiUeton. Waffentechnik und Kriegsopfer. Die Waffentechnik liefert stän- big verbesserte, schneller feuernde Feuergewehre von immer große- rer Tragweite. Gegen die gesteigerte Waffenwirkung ersinnt die Technik neue Schutzmittel und die Taktik neue Gefechtsformationen. Die Verluste der früheren und jetzigen Schlachten des letzten Jahr- Hunderts sind daher annähernd dieselben furchtbarem So verlor das deutsche 3. Korps am 18. August 1870 Proz., das 10. Korps am gleichen Tage 18 Proz., das Gardelorps am 18. August 23 Proz. der Effektivstärke. Die gleichen Verluste erlitten russische Korps im letzten japanischen Kriege. So verlor das erste sibirische Korps bei SaNdcpu 23, bei Liaojang 18 Prag., da» dritte sibirische Korps bei Mulden 23 Proz. der Gefechtsstärke. Die bedeutendsten Verluste erleidet naturgemäß die Infanterie. die die Hauptlast des Kampfes trägt. Dafür sind es aber auch die Infaistericgeschosse, die wiederum die meisten Verluste hervor- bringen. Im französischen Kriege verloren die deutschen Truppen 00 Proz. aller Abgänge durch Gewehrfeuer, 8 Proz. durch Artillerie- fcucr uud 2 Proz. durch die blanke Waffe. Französischerseits ver- schob sich da» Berhälinis etwa» durch uufere bessere Artillcric- wirlung und durch da» dem Zündnadel- überlegene ElMepotgelvehr. Ja: russisch-japanischen Kriege betrugen die Verluste der Russen durch Iufantcriefeuer 78, durch Artillerie 20 und durch Blankwaffen L Proz. Die Resultate waren für die Statistik insofern interessant, als sich bei diesem Kriege zum ersten Male die Wirkung moderner Gewehre auf den menschlichen Körper genau nachprüfen ließ. Das allzu kleinkalibrige Gewehr der Japaner hat seine„Kriegstauglich- keit" nicht erwiesen: denn die verursachten Wunden waren nicht gefährlich genug: 19 bis 33 Proz. der Verwundeten konnten noch während des Keldzuges wieder geheilt zur Truppe abgehen. Der Wundschmerz, der durch ein Kleinkalibergeschoß verursacht wird, soll im ersten Moment kaum fühlbar sein und von den meisten nur als leichter Schlag empfunden werden. Nur wenn große Nervenstämme getroffen werden, tritt sofortige Schmerz- empfindung auf. Anders ist es natürlich bei Querschlägern, die dadurch enfltehen, daß das Geschoß die Richtung der Seelenaxc verliert oder vom Boden abprallend den Körper trifft. Diese Wun° den sind die gefährlichsten und schmerzhaftesten, denn das Projektil bleibt im Körper stecken und zerreißt oft lebenswichtige Organe oder Adern, ähnlich wie Artilleriegeschossc. Auf weite und mittlere Eiü- fcrnungen sind Ein- und Ausschuß kaum zu unterscheiden: sie sehen aus, als hätte man mit einem dünnen Bleistift ein Loch gc- stoßen. Anders auf nahe Entfernungen; hier ist der Ausschuß trichterförmig erweitert, besonders wenn wässerige Teile, wie Hirn. Blase oder große Blutgefäße, getroffen sind. Das Gesam-resultat der Statistik ergab auf 100 Getrosfcne 15 Tote und 3 später in den Lazaretten Gestorbene. Bei Nahkämpfen war die Zahl der Toten im Verhältnis größer als beim Fernkampf. Im Jahre 1870 waren diese Zahlenverhaltnisse inso- tun ungünstiger, al» weit mehr Leute in den Lazaretten perstard.cn. weist aber nichts, weil er in der Verfassung selbst keinen Ausdruck gefunden hat, diese vielmehr in klarstem Widerspruch zu der An- ficht der Kommissionsmitglieder steht. Mit keinem Wort erwähnen die Urteilsgründe die von der Verteidigung angeführten Darlegungen in dem Urteil, das das österreichische Reichsgericht in einem ähnlichen Fall unter dem Vorsitz des berühmten Juristen Unger fällte. Dort heißt es tlar und bestimmt:„Jeder mit dem Wahlzertifikat versehene Ab- geordnete hat Sitz und Stimme im Hause, solange das Haus die Wahl nicht für ungültig erklärt. Der Kläger war daher als Abge- ordneter zu Sitz und Stimme im Abgeordnetenhaus bczw. im Reichsrat bei seiner Anwesenheit berechtigt und ver- pflichtet." Gespannt war man auf die Darlegung in den Gründen, wes- halb im Fall Borchardt„eine besonders grobe, die Würde deS Hauses schädigende Weise" Verletzung»er Ordnung gelegen habe. Eine Beweisaufnahme über den Vorfall hatte stattgefunden und hatte unziveifelhaft dargetan, daß diese Voraussetzung zur Entfernung eines Abgeordneten nach§ 84 der Geschäftsordnung nicht vorlag. Was sagt nun das Gericht hierüber? Es drückt sich um die Frage mit der Bemerkung„ob das Verhalten tatsächlich ein der- artige» war, daß es im Sinne des§ 64 in besonders grober, die Würde des Hauses schädigender Weise die Ordnung verletzte, hatte das Gericht nicht nachzuprüfen. Die Entscheidung hier- über liegt lediglich dem Ermessen de» Präsidenten ob." Für eine Rechtfertigung des willkürlichen Verhalten» des Präsidenten ver- mochte das Gericht also nicht einmal Scheinentschuldigungsgründe herauszufinden. Wie findet sich das Gericht mit den§§ 105 und 106 des Straf- gesetzbucheL ab, die die gewaltsame Hinderung eines Abgeordneten mit Zuchthaus bedrohen? Nichtig, meint es, sei, daß alle objektiven Tatbestands«, erkmale dieser Paragraphen vorgelegen haben- Aber cs liege der Strafausschließungsgrund vor. daß der Präsident als Vertreter der Versammlung berechtigt war, die Entfernung zu ver- langen. Also: die§§ 105 und 108 des Strafgefetzbuchs bedrohen unzweifelhaft die gewaltsame Entfernung cines-Abgeordneten oder die gewaltsame Hinderung eines solchen an der gesetzgebenden Versammlung teilzunehmen, mit Zuchthausstrafe und konstruieren hier- durch den Re ich sge r i ch t sgr und sa tz, daß niemand einen Abgeovdneten an der Teilnahme an der Sitzung hindern darf. R e i ch L r e ch t geht vor Landesrecht, sagt die Reichsverfassung. Aber wie kann man die Reichsverfassung respektieren, wenn man die gewaltsame Entfernung billigen will? Um die Maßnahmen der Polizei zu rechtmäßigen zu machen. avanciert der Polizeileutnant Kolb im Gegensatz zur Kabinettsorder von 1830 und im Gegensatz zur Rechtsprechung des Reichsgerichts zu einer Behörde. Seine Ausführung des rechtswidrigen prä- sidialcn Ersuchens wird zu einer polizeilichen„Anordnung" gemacht uud der Polizei eine noch weit über den berühmten Polizei- Paragraphen des Allgemsincni Landrechts hinausgehende Befugnis zugesprochen. Bocchardt handelte in der zutreffenden Ueberzeugung, er habe ein Recht im Saal zu sein, die Verletzung dieses Rechts sei ein Verbrechen. Dieser Ueberzeugung hat er auch, wie das Urteil er- wähnt, gegenüber dem Präsidenten und dem Leutnant Ausdruck gegeben. Er hatte also im Bewußtsein seines Rechts gehandelt. Wie soll da das an einer Bestrafung erforderliche Bewußflein der Rechtswidrigkcit konstruiert werden? Da muß der Eventualdolus in esiier köstlichen Werse herhalten. Borchardt. heißt es. habe mit der Möglichkeit gerechnet und rechnen müssen, daß seine Rcchtsauf- fassung falsch, sein Verweilen im Saale also rechtswidrig tvar. Trifft diese Auflassung über einen Eventualdolus zu, so müßten ja alle Strafrichter ständig im Gefängnis sitzen. Denn sie alle»rissen, daß sie sich irren können und den Angeklagten zu Unrecht verurteilt haben. Die türkischen Kadi setzen deshalb unter ihr Urteil stets ein „Allah weiß cs bessev". Dennoch verurteilen sie Unschuldige stets mit dem Eventualdolus. Um die Verurteilung LeinertS zu rechtfertigen, konstruiert da» Gericht eine Hilfspflicht des Abgeordneten gegenüber Anordnungen der Polizei. Dieser Stern am juristischen BegriffShimmel des da die �KriegSchirurgie damals noch nicht auf der heutigen Höhe stand. Von den Verlusten der Türken und Balkanstaatler verlautet bis jetzt infolge der unsinnigen Zensur noch gar nichts Gewisses. Es ist daher noch nicht festzustellen, ob die Vcrhältuiszahlen sich ungefähr im gleichen Rahmen halten. Theater. Theater Groß-Berlin(am Zoo). Richtig, so fing der „Bummel an: tvährenddem jemand, als Zirkus- August kostümiert, vor die Rampe trat, um in wohlgestelzten Versen zu Prologen, krähten hinterm Vorhang mindestens eine halbe Mandel leibhaftiger Hähne. Kikeriki! Kukuruschiu! Einige darunter erwiesen sich als stlniinbegabte Caruso»: andere machlen Treffübungen; noch andere gröhlten wie Schusterbässc. Die Hühnerfamilie produzierte sich hernach i» Akrobatenstückcheii, ohne gewürdigt zu werden. Der Saal ist eben viel zu groß für solche Mimaturartisteii; fern Sitzende sehen nichts, wie sehr sie die Hälse recken, und hören nichts, ob sie auch noch so krampfhaft die Löffel spitzen. Aber Varietönummer zwei brachte die Hurra- und Prozentpatrioten von ganz W.-W.-Berlin in Bewegung. „Der Krieg: Schlachtenbilder vom Balkan", hieß die Chose. Es ist wahr: diese Greuclgruppen waren„schön" theatermätzig gestellt und bengalisch belichtet; dazu intonierle die Kapelle alle gangbaren Militärmusiken balkanislber Loterländer. Doch zum zweite» Teil des Programms:„So bummeln wir... I l" ES wäre ganz umsonst gewesen, zu erwarten, daß den Text- und Musilverfassern Kadclburg-2eipziger- Gilbert lvaS Neues eingesallen wäre. Bewahre I Sie machten fleißig Anleihen bei sich selber und überließen im übrige» den Firmen Gerson. Tietz und so weiter die schöne Gelegenheit zu einer Vorführung ihrer allerneuestcn Dameiimoden. Wer Augen für durchscheinende Schleicrgewänder, dekolletierte Ober- und Unter- gestelle hat, der komme und sehe! Auch sonst im Räume herrschte Halbnackikultu» und Toiletlenluxus vor. Die„Gesellschaft" vom Kurfürstendainm. von der Kant- und Tauentzienstraße„bummelt" hier, loeniger. um zu sehen, als geseben zu werden.... In den Korridoren lagen mächtige Stapel kostbarsten Lorbeer- und BlumengeinüseS. das bei weitem nicht Platz fand auf der Bühne. Fast jeder der Mitwirkenden schenkte sich davon sein Teil oder ließ eS sich schenken. Mit Fritzi Maiiary, Max Pallenberg, Karl Bachmann und diversen folistischen Balletteusenbcineu wurde natürlich auch das Verfassertrio gerufen— mit einer Extase, die an verrückt grenzte. v. k. Das russische Ballett, das sich seit Jahren in Berlin zu zeigen pflegt, ist wieder zu einem Gastspiel bei uns eingekehrt. Die Künstler schwärmen dafür und sind entzückt davon, daß hier der alte Plunder der Ballettröckchen und die allmählich verketzerte Fußakrobation durch geschmackvolleres ersetzt ist. In der Tat sind die Russen in der Inszenierung, im Kostüm, m der ganzen Aufmachung Meister, die verschwenderisch dem modernen Farbenempfinden gerecht werden und zeigen, daß eine künstlerisch abgewogene Ausstellung auch im Ballett möglich ist. Die Reform der Tänze ist freilich weniger resolut. Hier ist es vorläufig nur zu einem Kompromis gekommene die freiere EntschuldigungsdokumentS wirkt durch seine Urkomik versöhnend. Kürzer hätten die Urteilsgründe etwa so lauten können: Borchardt hat seine Pflicht, an der Sitzung teilzunehmen, ausüben wollen. Das behagte dem Präsidenten nicht. Deshalb ist Borchardt strafbar. Leinert hat trotz Aufforderung des Polizeileutnants nicht dazu beitragen wollen, seinen Kollegen an seiner Pflicht- crfüllung zu hinderii. Auch das muß bestraft werden. Denn kämen wir nicht zu diesem Ergebnis, so müßten«wir den Präsidenten und den Polizeileutnant für strafbar erklären. Wird das Reichsgericht den Gründen des österreichischen Reichsgerichts oder diesen Entschuldigungsgründen folgen, die in ihrer Konsequenz jede Gewalttat gegen die Rechte des Volkes justifiziereB?,_ Soziales« Ei»l Genossenschaftstag unter Ausschluß der Oesfentlichkcit. Am 25. November soll in Hamburg ein außerordentlicher Gcnossenschaftstag stattfinden. Die Beratungsgcgenstände sind recht wichtige. Sie betreffen organisatorische Fragen von weittragender Bedeutung. Die Satzungen des Zentral- Verbandes deutscher Konsumvereine sollen erheblich verändert, eine Verlagsgesellschaft deutscher Konsumvereine mit beschränkter Haftung errichtet und die„Verlagsanstalt deutscher Konsumvereine von Heinrich Kaufmann u. Cie." von der neu zu gründenden Gesellschaft übernommen werden. Mit diesen Plänen in Zusammenhang stehen Festsetzungen von Beiträgen zu den Kosten des Zentralverbandes und die Wahl von Vorstandsinitgliedern. Unserem Berichterstatter ist vom Zentralverband deutscher Konsumvereine mitgeteilt, daß„zu der Tagung die Presse nicht zugelassen" wird. Und weshalb? Weil der Genossen- schaftstag„rein geschäftliche Angelegenheiten des Zentral- Verbandes und der Verlagsgesellschaft behandelt, die für die Oeffentlichkeit kein Interesse haben. Eine fadenscheinigere Begründung für die Ungeheuerlich- keit des Ausschlusses der Oeffentlichkeit für eine Tagung, die der modernen Arbeiterbewegung dienen soll, kann schwerlich gefunden werden. Liegen Dinge vor, die das Licht der Oeffentlichkeit zu scheuen haben? Plant man etwa, die demv- kratische Organisation der Konsumvereine in eine antidemokratische, von einem Klüngel beherrschte Organisation um- zuwandeln? Oder was liegt sonst vor, das die Kontrolle durch die Oeffentlichkeit und durch die in den Konsumvereinen or- ganisierten Genossen zu scheuen hat?„Geschäftliche Ange- legenheiten." Sind nicht alle Angelegenheiten der Konsum- vereine„geschäftliche Angelegenheiten"? Wir bedauern leb- Haft, daß ein Ausschluß der Oeffentlichkeit geplant ist, und erwarten vom Gcnossenschaftstag, daß er die Aufhebung des Ausschlusses der Oeffentlichkeit anordnet und Vorkehrungen trifft, daß auch tatsächlich die Presse an den freilich dann zu vertagenden Verhandlungen teilnimmt. Eine Arbeiterorganisation darf sich nicht vor der Oeffentlichkeit scheuen. Bis in den kleinsten Winkel hinein müssen»uid können ihre Handlungen öffentlich beleuchtet werden. Der Ausschluß der Oeffentlichkeit vom Genossenschaftstage über- steigt bei weitem alles, was auf dem Gebiete des Ausschlusses der Oeffentlichkeit wegen„Gefährdung der Staatsinterefsen" von bürgerlichen Bureaukraten gefehlt ist. Der Ausschluß der Oeffentlichkeit ist gerade bei diese» Tagung um so verwerflicher, als die Arbeiter ein Recht haben, endlich klaren Wein über das Geschäftsgebaren der Firma „Verlagsanstalt des Zentralverbandes deutscher Konsum- vereine von Heinrich Äanfmann u. Cie." zu erhalten. Diese Firma gehört nämlich, nach uns gewordenen absolut zu- verlässigen Informationen, dem Deutschen Buchdruckervercin (Prinzipalsvereinl an. Und das, wiewohl dieser Verein emen „Fonds für besondere Zwecke", das heißt einen Fonds zur, Bekämpfung der Arbeiter ui»d des Rechts der Arbeiter aitf Streik, gebildet hat. Zu diesem Fonds hat jedes Mitglied Form des Tanzes, die anmutige Natürlichkeit und weiter nichts als Schönheit der bewegten Form erstrebt, wechselt mit der hohen Schule der Bcintriller, der steifen Stelzerei aus den Fußspitzen usw. Aber alles hat doch Rhythmus und Leichtigkeit. Am Donnerstag gab es bei Kroll ein neues Märchenballett „Der Feuervogel" von M. Fokin) mit einer farbenprächtigen, in Klangeffekten schwelgender Musik von I. Stravinsky. Das Ganze trug in Dekoration, Handlung, Musik den einheitlichen Charakter des Zauberhaft-Phantastischen und versetzte wirklich in seltsame Märchenstimmung. Ueber dem bravourhaft vollendeten Tanze der K a r s a r i n a und ihres Partners B o l m sah man liebliche Reigen und wilde Orgien tollender Tonzbescssenheit. Die bösen Machte waren so bizarr und grotesk gestaltet, daß man in den Traum- gefilden von„Tausend und einer Nacht" zu weilen glaubte. Da der Haupttänzer N i j i n S k y erkrankt war. wuschen zwei hier bekannte Balletts wiederholt: die rassigen Polowetzer Tänze, die ethnologisch- interessante Vorbilder mit prachtvollem Schwung benutzen, und die mehr ins Ausstattungsgenre gehörende Kleopatra._ «ottzeu. � Ein Kirchenverbot. Wir haben alle möglichen Ver- böte, aber diese Art Kirchenverbot, die dem ChriswSdrama des Pfarrers N i t h a ck- Stahn widerfuhr, Hai den Lorzug der Neuheit. Dieses Drama sollte in der Berliner„Neuen Kirche" vorgelesen werden. Der Gemeindelircheiirat hatte bereits im Einverständnis mit den Geistlichen der Kirche seine Genehmigung dazu erteilt. In zwölfter Stunde kam aber ein.--Berbot deö Konsistoriums der Provinz Brandenburg, das diese Vorlesung untersagt, weil sie als Vortrag in einer Kirche ungeeignet fei. Selbstverständlich l Denn die Kirche ist ein Instrument, das den Zwecken der herrschenden Orthodoxie zu dienen hat. — Prof. Heinrich Herkner soll al» Nachfolger EchmollerS, der wegen hohen Alters die Sozialphilosophie des Einerseits— Anderseits nicht länger lehren will, an die Berliner Universität kommen. Herkner, der mit einer guten und mutige» deskriptiven Arbeit über die oberelsässische Baumwollindustrie seine wissenschaftliche Laufbahn begann, hat in den ersten Auflagen seiner „Arbeiterfrage" Anläufe zu einer freieren Auffassung der Sozial- polltik gemacht, ohne freilich zu einem tieferen Verständnis des Sozialismus durchzudringen. Später ist er dann in das National- lasier beutscher Professoren, der Materialanhäufung und der Selbst- verloagerung, verfallen. — Eine neuartige Eisbahn ist nach der„Umschau' in Dusseldorf gebaut worden. Zur Herstellung des glatten Bodens wird eine bestimmte chemische Masse verwendet, die erwärmt, in flüssigem Zustande auf glatten Steinboden in einer Dicke von 1 Zentimeter gegossen wird. Nach dem Srlaltcn bildet sie eine voll- kommen glatte, von Natureis kaum zu unterscheidende Fläche. Die Benutzung dieser künstlichen Etfbcchn ist bei jeder Temperatur möglich. des Deutschen Buchdeuckervereins für jede Woche und für den.Äopf jedes von ihm beschäftigten Arbeiters 10 Pfennige abzuführen. Diefcil Antistreikfonds speist die LerlngSgescll- schoft Heinrich Kanfmann u. t5ic. Und da inntet man den Konsumvereinen zn, diese Ver- lagsanstalt zu unterstützen und gar auf eigene Rechnung zu übernehmen! Man mutet den Arbeitern zu, daß ihr sauer erspartes Geld durch Beschlüsse, die hinter verschlossenen Türen gefaßt werden sollen, einem Fonds zur Bekämpfung der Ar- beiter und ihrer gesetzlichen Rcll)te auf Besserung ihrer Lage zugeführt wird? DaS ist denn doch eine Zumutung, die die der allcrärgsten Scharfmacher übersteigt. Alljährlich werden von jedem Konsumverein große Summen für die in der Kauf- mannfchen Offizin hergestellten Drucksachen verausgabt. Ohne die Unterstützung durch die Arbeitcrkonsumvereine fiele die Kaufniannsche Firma zusammen. Und dennoch führt die Firma Gelder zur Bckämpfung�/dcr Arbeiter und ihres Mcnschenrechts ab. Kann es einen ärgeren Widersinn geben? Die Kaufniannsche Ueberneutralität treibt nette Blüten, die vor der Oeffentlichkeit zu verhüllen freilich Anlaß für den vor- liegen mag, der die Empfindungen der Arbeiter zu fürchten bat. Die Konsumvereine sollten, solange diese Unterstützung der Scharfmacherei durch die Kaufmannsche Offizin besteht, mit i()r jede Beziehung abbrechen, Rechenschaft über die zum Antistreikfonds gezahlten Gelder und Rückzahlung der Gelder »erlaiigeli. Das zu tun ist Pflicht auch der Teilnehmer an dem außerordentlichen Genosseuschaftstag. Die sozialistisch fühlenden Mitglieder der Konsumvereine sollten ein mach sames Auge darauf haben, daß die demokratische Organisation nicht von einer kleinen Gruppe überrannt wird, die glaubt als Obervormund der Arbeiter sich auftun zu können. Ta- guilgen, bei denen die Oeffentlichkeit ausgeschlossen ist. ver- dienen kein Vertrauen. Der kommende Genossenschaftstag erweckt durch den Ausschluß der Oeffentlichkeit und durch den von uns angeführten Punkt das allerbegründetste Mißtrauen. GencKts- Deining. liebet eine« Akt der Polizeiwillkür wurde gestern vor dem Bezirksausschuß Berlin vcrlxmbelt. Der Händler Lauliiuger hatte beim Berliner Polizeipräsidium beantragt, ihn für das Jahr 1912 den Wnndergewerbefchein zu erteilen. Der Polizeipräsident lehnte jedoch dies ab mit der Begründung, der Händler habe keinen festen Wohnsitz in Berlin, obwohl er seit zirka sechs Jahren in Berlin in verschiedenen Wohmmgen gewohnt hat und auch stets ordnungsmäßig polizeilich gemeldet war. Zur Be- gründuing seiner sonderbaren Ansicht gibt der Polizeipräsident an, daß der Kläger Zigeuner sei und mit einem Zigeunmvagen im Lande herumziehe. Außerdem habe er— zu tvenige Dtöbcl, nur die alleriiottveudigsten. Uebcr diese Behauptungen hat eine um fangreiche Beweisaufnahme stattgesundew Der Bertreter des Klägers, R.-A. Dr. Th. Liebknecht, beantragte, den Polizeipräsi- deuten zur Erteilung des Waiidergewerbescheineö zu verurteilen. Tic Beweisaufnahme habe ergeben, daß der Zigeunerwaaen stets verschlossen auf dem Hofe gestanden habe und daß der Kläger nur int Sommer einmal ein paar Tage mit dem Wagen fortgefahren sei. DaS sei jedoch kein Beweis dafür, daß der Kläger keinen festen Wohnsitz habe oder ihn dadurch etwa verloren habe. Mehrere Zeugen habe» bekundet, daß der Kläger seit etwa vier Jahren in Berlin und Umgegend fein Geschäft betrieben habe. Die WohnungS- einrichwng habe überhaupt nichts mit dem festen Wohnsitz zu tun, trotzdem sei aber die Behauptung, er hätte nur die allernotwendig- tten Möbel, unrichtig. Der Kläger hat sich seinerzeit allerdings nur wenige Möbelstücke angeschafft, weil eö seine Mittel nicht anders erlaubten. Er hat aber stets, sobald er etwas erübrigen konnte, sich weitere Möbel angeschafft. Der Bezirksausschuß trat der Auffassung des Klägers bei und verurteilte den Polizeipräsidenten zur Erteilung dcS Wände rgewerbescheiues ft-r 1912. Heute, wo der November bald zn Ende geht, wird der Kläger mit dem Wandergewerbeschein für 1912 nicht mehr viel anfangen können. Es bleibt ihm kaum mehr als eine ischadensersatzklagc .wegen des durch die verweigerte Ausstellung erlittenen Schadens. Ein beleidigter Fabritdirettvr. Ein Jahr Gefängnis wegen Beleidigung eine? Fabrikdirektors beantragte vor dem Landgericht in Görlitz der Staatsanwalt gegen den Genoffen Arno Roichard aus Weißwasser. Im August 1911 hatten in Weißwasser Gemeinderatswahlen stattgefunden. Der Direktor der Bereinigten Lausitzer Glaswerke, Krebs, hatte vorher in öffentlicher Versammlung den Vertrauensmann der Glasarbeiter einen„Balg" und„Trauerkloß" geschimpft und vor der Fabrik waren sozialdemokratische Flugblattverteiler mit Jauche begossen und aus Schl. uichleitüngat bespritzt worden. In einer GemeindewählerversammUmg hatte nun Reichard diese Tat- fache» kritisiert und gleichzeitig über dc» brutalen Terrorismus gesprochen, der in den vereinigten Laufitzer Glaswerken den organi- siertcn Arbeitern gegenüber geübt wird. Bei dieser Gelegenheit hatte er die Gesinnung und den Charakter des Generaldirektors mit derben Ausdrücken gezeichnet. Bor dem Schöffengericht in Weißwasscr war Reichard deshalb zu 3 Monate« Gefängnis ver- urteilt worden, während der Generaldirektor Krebs für seine Be- schimpfungen des Glasarbeitervertrauensmanncs mit— 10 M. Geldstrafe davon kam. Gegen das Urteil hatte Genosse Rcichavd und der Staats- anwalt Berufung eingelegt. In der Verhandlung wurde fest- gestellt, daß sich der Generaldirektor die Beschimpfungen zuschulden kommen ließ. Es wurde von ihm auch �zugegebeti, daß er einen alten Arbeiter gemaßregelt, weil sein Sohn Sozialdemokrat ist, einen anderen, weil seine Frau Austrägerin der„Görlitzer Volks- zeitung" war und andere Arbeiter zum Austritt aus dem Glas- arbeiterverbande und sogar aus dem Konsumverein veranlaßt hatte. Dennoch beantragte der Staatsanwalt die horrende Strafe von einem Jahre Gefängnis mit Rücksicht auf 9 Bcleidigungsvor- strafe», deren schwersten 16 und 17 Jahre zurückliege« und die sich Reichard als verantwortlicher Redakteur eines Parteiblattcs zuzog. Der Staatsanwalt verstieg sich sogar dazu, den Genossen Reichard als gewerbsmäßigen Ehrabschneider zu bsseichnen. obgleich die schriftliche Begründung des erstinstanzlichen Urteils ausdrücklich sagte, daß er nicht als gewerbsmäßiger Ehrabschneider gelten könne da die Vorstrafen im heißen politischen Kampf erfolgt seien. Der Staatsanwalt mußte sich auch schließlich dazu bequemen, die Beschimpfung de? Angeklagten in öffentlicher Verhandlung zurück- zunehmen. Das Gericht verwarf die Berufung des Staatsanwaltos, aber auch die des Angeklagten, so daß es bei den 3 Monaten Gr- fängnis bleibt. Der Ruf der Vereinigten Glaswerke dürfte sich durch die«e- richtlichen Feststellungen nicht gehoben haben. Folgen einer Schülermißhandlung. Die Erinnerung an einem vor mehrere u Jahren verhandelten Progeß wegen einer Schülermißhandlung, der sich gegen den Gymnasiallehrer Prof. Dr. Walter Wüllenweber richtete, ist durch eine Verhandlung wieder ausgerollt, welche gestern unter Vorsitz bes Landgericht sdivekwrs Bohr die 1. Strafkammer des Landgerichts III beschäftigte. Wegen einer großen Anzahl verschiedenartiger Betrügereien wor der 23 jährige Kaufmann Julius Beez aus Charlottenburg angeklagt. Der bisher unbestrafte Angeklagte wurde beschuldigt, in zahlreichen Fällen sich Bücher und Musikinstrumente auf Alyah- lung verschafft und dann sofort wieder versetzt oder vertatest zu haben. So hatte er u. a. von der Firma Rudolf Ibach u. Sohn vier Klaviere zum Preise von 3SS0 M. entnommen und sodann weiter veräußert. Der Angeklagte machte vor Gericht ein direkt kindischen Ein- druck, der, wie behauptet wird, die Folge einer Mißhandlung ist, die er als Schüler erlitten hat. Bon Rechtsanwalt Alfred Ballin wurde der Antrag gestellt, den Angeklagten erst auf seinen Geistesgustand untersuchen zu lassen. Der Angeklagte sei auf der Schule von dem jetzige» Direktor Prof. Dr. Walter Wüllenweber durch Schläge auf den Kopf mißhandelt worden, so daß ihm das Blut aus Mund und Nase geflossen sei. Prof. Wüllenweber sei damals zwar freige- sprachen worden, da das Gericht angenommen habe, daß eine lieber- schreitung des Züchtigungsrechtes nicht stattgesunden habe. Die da- malige Annahme des Gerichts, daß dem mißhandelten Knaben ge- sundheitsschädliche Folgen nicht entstanden seien, sei, wie die spätere Zeit gezeigt habe, nicht zutreffend gewesen. Denn der Angeklagte. der früher ein aufgeweckter Junge war, habe nach jenen Schlägen viel über Kopfschmerzen geklagt und habe stundenlang vor sich hin- gestarrt und Selbstgespärche geführt. Offenbar sei dieser Zustand eine Folge jener Schläge, durch welche nunmehr ein Gehirnleiden zum Ausbruch gekommen sei. Da der dringende Verdacht vorliege, daß der Angeklagte die ihm jetzt zur Last gelegten Straftaten in einein Ztistande geistiger Verwirrtheit begangen habe, sei eine Beobachtung unbedingt notwendig.— DaS Gericht gab diesem Antrage statt. Der Angeklagte soll dementsprechend erst aus seinen Geistes- zusiaud untersucht werden. Wann endlich wird jeder Schlag gegen den Kopf eines Kindes als strafbare Mißhandlung anerkannt werden? Wer zu solchen Schlägen als Erziehungsmittel greift, ist unfähig zu erziehen und kann, insbesondere toeirn der Schlag in Ausregung erfolgt, das Glück eines Menschenlebens vernichten!. Raub gegen einen Provinzialcn. Ein Getvaltsakt gegen einen eben erst nach Berlin gekommenen Provinzialen lag einer Anklage wegen Straßenraubes zugrunde. die gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I verhandelt wurde. Die Anklage richtete sich gegen den 20 jährigen, noch un- bestraften Arbeiter Willy Arndt und den schon mehrsadh vorbestraften 21 jährigen Schlosser Willy Kemlitz. Ilm 3. August abends traf der Melker Röthig ans dem An- Halter Bahnhof ein, um Stellung zu suchen. Sein Gepäck gab er auf der Aufl-ewahnnigsstelle am Potsdamer Bahnhofe ab und steckte den Gepäckhinterlegungsschein in die Tasche. Er begleitete einen anderen Melker noch dem Stettiner Bahnhofe und wollte wegen der vorgerückten Stunde nicht zu Bett gehen. Er bummelte die Straßen entlang und gelangte gegen 4 Uhr auch in die Elsasser Straße. Dort kam er an einer Gruppe dort stehender junger Männer vorbei. Aus dieser Gruppe lösten sich die beiden Angeklagten los und gingen auf Röthig zu, der stehen bleiben»rußte, weil ihm der Weg ver- treten wurde. Arndt forderte ihn auf, zusammen mit ihnen ein Glas Bier zu trinken. Röthig lehnte dies ab. Tann fragte ihn Arndt aus, ob er Gepäck und einen Schein darüber habe; er wolle ihm das Gepäck vom Bahnhofe holen. Dem R. kam diese Liebens- Würdigkeit doch verdächtig vor und er hielt es für ratsam, den Gepäckschein aus der Tasche zu nehmen mid in der geschlossenen Hand zu halten. Plötzlich umfaßte der Augeklagte Kemlitz de» R. vau hinten, so daß dieser wie in einem Schraubstock« saß und sich nicht rühren konnte. Arndt bog dann dem R. mit Gewalt die Finger auseinander und entriß den völlig perplex dastehenden R. den Gepäckschein. Beide Angeklagte stürmten davon. Sie wurden bei dem Versuche, am Potsdamer Bahnhof aus den geraubten Schein das Gepäck abzuheben, verhastet. Die Geschworenen sprachen die Angeklagten des Straßenraubes unter Zubilligung mildernder Um- stände schuldig. DaS Gericht verhängte sehr milde Strafen. Es verurteilte Arendt zu 2 Monaten, Kemlitz zu 3 Monate» Gesäng- nie und je 5 Jahren Ehrverlust. Beiden Angeklagten wuüde je 1 Monat auf die II n ters uchungshaft angerechnet. Ein netter Jugenderzieher. Vor der Strafkammer in Stolp stand der 25 Jahre alte Lehrer Max Schenk aus Kl.-PomeiSke, der sich wegen Sittlichkeitsver- brechen zu verantworten hatte. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Sie endete mit Verurteilung des Angeklagten zu 5 Jahren Gefängnis, weil er an 7 schulpflich- tigen Mädchen im Alter von 8 bis 11 Jahren unzüchtige Handlungen. vorgenommen hatte. Als strafmildernd wurde eine krankhafte sexuelle Veranlagung des Lehrers berücksichtigt. Der Leutnant und seine Brillantenlillq. Der noch jugendliche Leutnant Herbert Mehl vom Königs- berger Infanterieregiment lebte als Offizier weit über seine Ver- Hältnisse. Er wohnte hochelegant, hielt sich Rennpferde reiste oft nach Berlin und knüpfte dort mit einer„Freundin", genannt die Brillantenlilltz, ein zarteS Verhältnis an. Als seine Schulden- last die Höhe von etwa 40 000 M. erreicht hatte, mußte er als Zweiundzwanzigjähriger die Offizierslaufbahn quittieren. Er wurde dann„Journalist", verschaffte sich bei der Deutschen Bank tn Potsdam durch Einzahlung von 100 M. ein Scheckbuch und be- ging dann damit Betrügereien und Urkundenfälschungen. Zu- nächst reiste er mit Lilly nach Magdeburg, legte dort eine Dra- gonerleutnantsuniform an und kaufte in zwei Juweliergeschäften ein Halsband für 1380 M. und ein Paar Ohrringe für 780 M. In beiden Geschäften zahlte er mit Schecks, die er mit„Graf Bethusy-Huc" unterzeichnete. Dann kam er nach Halle o S. und erschwindelte dort in derselben Weise für Lilly in einem Juwelier- geschäft als„Graf B.-H." einen Ring im Preise von 1060 M. Nach seiner Festnahme boten seine Verwandten alles mögliche auf, um den Gefalleneit als nnzurcchnnngSfähig erscheinen zu lassen. Die vor der Halleschen Straskammer aufgebotenen drei Aerzte konnten ali Begutachter aber nur bekunden daß der Angeklagte nur stark geistig minderwertig ist. Mehl wurde zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Beantragt war ein Jahr. Vriekkatten der Redahtion. iß. V- 30. 1. Der Erblasser kann fiel verjügen. 2. Das g-nüal. falls mit Ortsbezeichnung, Datum und Unterschrist versehen.— ü. 8. Nein. — E. R. 1889, Ja.— A. L. 100. Die Frage unterliegt der Landes- gesctzgebung und der orttpolizellichen Regelung. Sie müssen sich dann an dem in Frage kommenden sächsischen Ort erkundigen.— B. Z. 899. l. Melden Sie unter Angabe Ihrer Personalien und Ihrer NeligionS- Zugehörigkeit Ihre Absicht beim Amtsgericht Berlin.Millc an. Sie erhalten dann-in- Vorladung, welcher Sie Folge leisten müssen. Wird Ihnen eine solche nicht zugestellt, so tonnen Sie den Austritt au» der Landeslirche ,« Protokoll d-S Gerichts nach Abiaus von vier Wochen vom Tag« des Ein- gangs der Anmeldung ab gerechnet, jedoch spätestens innerbalb sechs Wochen abgeben. Ersolgt die Erklärung zu Protokoll noch in dicse-n Jahre, so endigt Ihre Steuerpflicht mit Ende des Kalenderjahres 1913. Es ist also Eile geboten 2- Nein Sie können nur dem VormundschastSgericht berichten.— — A. W. 86 551. l. N. S. Die Sachen können wohl gepsändel werden, die Frau kann aber mit AuSstcht aus Erfolg intervenieren. 3. 3 bis 4 3)1. jerusalemer Str. 32-35 Ecüe Leipziger Straße, am Dönhofiplatz Potsdamer Str. 2 Tacentzienstr. 19a Tauentzienstr. 7 b Frledrich-Str.7ä Königstr. 25 u. 26 Rosenthaler Str. 5 Oraiiien-Straßel61 Gr. FranKtarter Str. 123 Chaussee-Straße 114 NeoKölln: Bergstr.25 :: Schöneberg; Hauptstraße 146 Charlottenborg: Wilmersdorier Straße 45 Man achte genau auf die alte Stiller-Firma! Stiefel mit Doppelsohlen und mit Korkzwischensohlen Stiefel mit Wollfutter 1 Stiefel mit Katzenfell Stiefel mit Plüschfutter i Stiefel mit Lammfell Praktische Stiefel für die Straße 1250 1450 1650 18°° Haus- und Morgenschuhe in Leder, warmgefüttert, Kamelhaarstoff, Meltou in vielen Farben, Filz und vielen anderen Ausführungen l95 >90 ßS( 450 Warmgefütterte Schnallen-Stiefel Aparte Abendschuhe ♦ Feine Frack-Stiefel ♦ Einsatz* Stiefel Todes-Anzeigen Verl}aiiil(l.GeiiieiQde-u.Staatsari). Filiale Crofi-Bcrliu. Durch den Tod ist uns eines unserer Mitglieder, der Kollege Mred Bauer welcher im Betriebe der Stadt Lichtenberg beschäftigt war, ent- rissen worden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Bestattung findet am Sonn- abend, den ll3. November, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des GemeindesriedhoseS in Marzahn aus statt. 36/3 Die Ortsverwaltung. DEutseiierMetallariieiter-lferlianil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht. daß unser Mitglied, der Giirtlcr Franz Klewitz Posen er Str. 5 am 17. d. SSW. an Herzschlag gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 23. November. nachmittags N/, Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- KirchhoscS, Landsberger Allee, auS statt. Ferner starb am 13. d. MtS. infolge Unfalls unser Mitglied. der Klempner ft-anz Kaminski Langcstr. 107. Die Beerdigung findet am Sonutag, den 24. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des St. PiuS-KirchhofcS in Hohen-Schönhaufen aus statt. Ehre ihrem Andenke»: Rege Beteiligung erwartet 133/11 Die Drtsverwaltung. Deutseber Transporlarliellep-Yerlianil. Bezirksverwaltung GroO-Berlln. Den Mitgliedern zur Nachricht. datz unser Kollege, der Droschken- Ädert Potain an, 19. November im Alter von s 63 Jahren verstorben ist. Di« Beerdigung findet am Sonnabend, ocn 23. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Chrislusgemeinde. Maricndors, au» statt. �taeknit. Ferner den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kollege, der Geschäf'.Sluifchcr Moii Paeschke am 19. Novcmber im Alter von 33 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenke«: 63/13 Die Bezirksverwaltung. Beutsclief Bauarheiterverbanil. Zwclffvcrcin Berlin. Am 21. November starb unser Mitglied, der Hilfsarbeiter Marl Itäck (Bezirk Moabit). Ehre seinem Andenken k Di« Beerdigung findet am Montag, de» Lö. November, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Jakobi- Kirchhofes iu der Hermannstrabe aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 147/9 Der Borstand. Am 20. November verschied unser langjähriger Meister Ben* Emil Thiele. Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 23. November. nachmittags 3 Udr, ov» der Leichenhalle des Elisabeth- Kirch- HofeS(Wovantsl> ab«) aus statt. Das personal 36a ser Firma Kiistermann u. Co. Berichtigung. Die Beerdigung de» Gastwirt» Wilhelm Otto sind-4 beut« Sonnabend, den 23. Novb--.,»achminag» 2 Uhr, | aus dem Nazarech-Kirchbose IIa». Tanksagnng. Für die viele» Beweis« liebevoller Teilnahme und die zahlreichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben ManneS Fritz I-owzkt sagen wir allen Bei wandten und Bekannten, irisb'Iondere dem Zigarren- händlerverein Neukölln und seinen Kollegen unsere» herzlichsten Dank. Im Name» der Hinterbliebenen 1869& tüioe. Lowsti geb. Stein. freirdigiLfe Gemeinde. Am Sonntag, den ii4. November 1S1Ä, nachmittags 4 Uhr: OeffentilcHe Versammlung in unserer Halle, Pappel-Allee IS— 17. Vortrag des Lehrers Herrn A. S ch a b o n: SS/13 Wakre Dnsterblietikeit. Eintrittspreis tv Bf- Der Einberufer: A. Harndt, Nappel-Allee 15. Orts Krankenkasf e der Uutmscker, öiillWilmv ii.filmaMverlei'ligek ■tu Berlin. Montag, S Dezember ISIS. im GewerlfchastShauS, Eugeluser IS, Saal S: O r d e n C 1 1 c h e General-Versammlung wozu die Delegierte» höfl. eingeladen werde». Tagesordnung: ») In getrennter Versammlung: t. Neuwahl des Vorstandes: 4 Ar- beitgcber und 8 Arbeitnehmer. Die Wahl der Arbeitgeber findet von 8—3'/, Uhr statt. Die der Arbeitnehmer von 3>/,— 9 Uhr. Daran anschließend in demselben Saale: k) In gemeinschaftlicher Bor- sammiuna der Arbeitgeber und Arbeitnehmer: 2. Wahl der Revisoren zur Prüfung d�r Nechmingen pro 1912—§ 46 des Statuts—. 3. Antrag de» Vorstandes aus Zu- lassung unserer Kasse nach den Beslimmungen des Artikel 13 der ReschSversicherungsordnung. 4. Berichterstattung über die Kranken- kaslcnkongresst zu Frankfurt a. O. und Köln a. Rh. S. Verschiedenes. Siniritt nur durch Vorzeigung der Einladung gestaltet. Der Borstand. S. D a n n h e u i e r, Vorsitzender, 283,14 Alte Jalobstr. L0/2l. Vorjährige tvivste.»nzüge, Kaletot«, scdicire Ulster,(lehrockanzüge, Smokings aul Selse 30—70 tfi. taiiliaiis Germania Si. Fnter dcnlvinden 21 Ortskrantenkasse der Gürtler zu Berlin. Zu der am tsiitwoeb, öen 27. d. M., abends S'/j Uhr, im Märkischen Hof, Adnlral strälle 18c, stattsiudendeii ordentliche» General-Versammlung werden die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der Kassenmitglieder hiermit ergebenst eingeladen. Eine Bertretnng ist unzuliisstg. Tagesordnung: In getrennter Versammlung: 1. Neuwahl de» Vorstande». In gemeinsamer Versammlung: 2. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Rechnungen de» laufenden Jahre». 3. Beschlußlassung über den Antrag aus Zulassung der Kasse als be- sondere Ortslranlenkasse gemäß ArtilelS 17 de» Einführung»- gesetzes zur R.-V.-O. 4. Beschlußfassung über daS Pen- sionsregulaliv für die Ange- stellten der Kasse. S. Verschiedene». Anfragen und Beschwerden, zu denen die Einsicht der Geschäftsbücher ersorderlich ist, sind dem Vorstande bis zum 25. d. M. schriftlich zu unterbreiten. Die Versammlung wird pünktlich crössnct. 1359b Berlui, den 23. November 1912. »er Vorztand. Ewald Liesaok, Vorsitzender. Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prlnzenstr. 41, 10—2. 5—7. Sonntags 10— 12. 3—4 iDvaliden-öntEPStiitznngskasse fler Gürtler zu Berlin. Am Mittwoch, den 27. Nov. 1912, abends 8 Uhr, findet im Lokal„Märkischer Hof", Admiralstraße l8o. die Ordentllelss General-Versammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Wahl einer Kommisston zur Prüsung der Rechnungen des lausenden JahreS. 3. Festsetzung der Invalidenrente für daS Jahr tS13. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden gebeten. vollzählig zu erscheinen. 13905 Der Vorstand. _ I. A.: Adolf Heller. Achtung! Allgemeine Ods-Krankenkasse Spandau. u nsere Bckanntmachimg vom 16. No- vember 1913 beiresfend die Mit- gliederversammlung zur Wahl der Delegierten am 25. November 19>2 wird dahin geändert, daß die Wahl der Arbeiinehmer-Delegierten von 4 bis 8>/, Ubr stattfindet. 283/15 Der Borstand. st. Appeldt, Vorsitzender. Monais-GariM! Die betten Ulster- Paletots und 4—500 getragene Anzüge siir Herren, Smoling-Anzüge, Frack- anzüge, sowie von Kavaliere» ge- tragen-, fast neue Sacheula.Seide), für jede Figur passend, in gröllter kaswahlz.unübertrossen 93/17 billigen Preisen. lTr.,deShalbbiMg«r wieim Laden. BiPseliKielertauiD.sÄz/isi eMol�rensir. 37. a- rFranKfur terylr. 115 Vor Beolnn des grossen Invenlur-Terkaofs (oll mein Lager in Höhe von ca. 300.>00 M nach Möglichkeit bedeutend verkleinert werden. Ich verkaufe daher mit Prelaermässigung von 5, 15, 25, 30 bei Modellen logarblt 6> Pro;, unt. mein. Ii Ub.Terkaufaprelien PtUach-nOatel, kurz und lang 8 7, SO, SB, 45 bx SSU Ulaler.............. 8.75. II, IS. I« dl,»O KoatOm*............. 15. 20. 85. SO bl» 145 VVollpiNaehmBnlel/lO Jahrenarantle.l 48, SS, 63 bis MS SbendmBniel.\j. f.d»iÄrk«t Fig/»H, 25, SS b. 120 Krammer•.lacketla aad-iBniel. SU. 65 bla 00 Kleider. ROeko, Blnaen, Modelle n. elnlaehe(Senres ■■ bl* SO Prozenl RrmSwalonMfi.--— / Zu jedem«uni-bmbareo Preise wegen Aufgabe: Pelzitiönlel. Pslzlsekstta, Stolen. Psrslansr. A teste ts aus nur echten Fellenl—— Sonnlag geAdnei voa 12-4. Kredit Garderobe Möbel Kredit Zur Herbst* und Wintere Saison unvergleichlich große Auswahl in Herren-, Damen- u. Kinder-Bekleidung auf bequeme Teilzahlung— geringe Anzahlung, Komplette Wohnungs- Einrichtungen. XTB Vr Aach einzelne ErMntztt-il«.-— . Schuhwaren dewwwwwanewwwwwwsd Pelzwaren C Wachsmann& Co. V T Reinickendorfer Straße 15 Jedermann erhält Kredit Zweiter Kreis« Wester. � Heute Sonnabend, in HiBle» Festsälen, Deanewitzstraßa 13, Konzert, Theater. � _—— Ball——— � [209/2] Anfang pünktlioh 9 Uhr.■* Verwaltung Kerlin. Maschinenarbeitep. Montag, den 25. November, abends 8 Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: Branchen»Versammlung. Tagesordnung: Stellungnahme zum Vertrag. 91/U Die Ortsverwaltung. Utrioaltuiigsstelle Kerlin. C. 54, Limenstr. 83—85. Verwaltung: Kassierer: Arbeitsnachweis: Telephon: Amt Norden 1987. Amt Norden 185. Amt Norden 1239, 9714, Montag, den 25. November 191%, abends 8 Uhr: flllgetiKtoe Versammlung der iGlektronionteure h..Helfer GroH Berlins n den Musiker-Festsälen, gr. Saal, Kaiser-Wil�elm-Str. 18m. Tagesordnung: 1. Vortrag de» Kollegen Cohen:»Ist für die Elettromonteure Berlins die Schassung eines Tarifs möglich und notwendig?« 2. Diskussion. Wir machen daraus aufmerksam, daß die Versammlung pünktlich eröffnet wird. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Montag, den 25, November 1913, abends 5lla Uhr k Versammlung sämtlicher in der Möbelschlotz-Branche beschäftigten Kollegen und Kolleginnen im Lokal von Merkowski, Andreasstraße 26. Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen gsritz Karl. 2. Diskussion. 3. Branchen» angelegenheiten und Verschiedenes. 133/12 Da der Besuch der letzten Branchenversamiulung zu wünschen übrig lieh, wird erwartet, daß alle unsere Kollege» sich mehr um die Branche bekümmern und erscheinen. Montag, den 25. November 1912, abends 6 Uhr: Versammlung-- der in den Metallgießereien beschäftigten Former und Bernfsgenossen in der„Urania", Wrangelstraße 16: Tagesordnung: 1. Jahresbericht deS BranchenoertreterS. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der AgitationSkommisston und des BranchenoertreterS. 4. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. UM-rdninchÄkiite B fi1 SAÄÄ-S'S haben. Die Ortsverwaltung. Eile zu Weile Spezialhaus für Pelzwar.en Berlin S. 119 Dresdener Str. 119 am Oranienplatz, Hochbahn Kottbuser Tor. 1000 Pelzslolas Schals, Coliiars, Muffen TÄ1- ofleriere icb inlolge günstiger Abschlüsse zu Eigene Kürschnerei. Keparatnrcn Knt, Mchnoil, billigst. Echt Skunks-Stola von 35 u.<». Nerzmurmel-Stola von 13,50 m. an mit Köpfen und Schweifen. Alaska-Fuchs-Imitation 7,50 M. Marder, Nerz, Persianer, Oppossum, Biber, Iltis etc. in allen modernen Formen stets am Lager.* Dlddn genau auf die Firma Dille Eile zu Weile Brewdener Str. UO zu achten! Jedermann erhält die im Fenster ausgedteliten Uegeiistände sofort — für den bezeichneten Preis.— Sonntags 12—2 geöffnet. £ L" Achtuiig! Beisemuster Ulster, Paletots, Anzöge und Hosen gebe an Private zu Fnbrlkprolaen ab. Herrenkleider-Fabrik J. Coper, Alexanderstr. 55»l. rah«tuhi (neben der Alexander-Kaserne) Qeöfinet bis 7 Uhr abends, Sonntags von 1$— 9 Uhr.• i mo i I 39.000 �Hemiientuch 36 'aasm Wurstwaren Zwiebel- od. Rotwurst.... mai 60� Sülzwurst..................... psmd 70 w. Landleber od. Rotwurst I........»und AA?,. Rouladenwurst............»and 1.05 Mortadella(gcnuter ScWnlen) Pfnncl.l 0 ff. Leberwurst............ �1.10 üervelat- od. Salamiwurst.....»»n 1.20 Thüringer Landbrafwurstprnnd 1.40 Schinkenwurst.............. Pfand 1„40 Schinkenspeck.............»0�1,25 Fetter Speck...............»and 95». Butter and Käse Tafelbutter'/zkf-nd.paic«» 66 pt- Molkereibutter.....>/,»a»d.?ak-t 70» Schweizer Käse...........»ana AZ?«. Tilsiter Käse............... Pfand 65» Brie-Käse..................... Pfand 55» Limburger Käse............. Pfand 56 pt. Romatour Käse.............. staoc 29» Kuh- oder Landkäse 2 sack 25» Spitz- oder Faustkäse Z�sack 25» BMeMitonnlz..� 61... Almeria-Traabenpfund28?l Amerik. AepfelpfundlS, 25 p� Kochbirnen........ Pfund 7pt Spittelmarht Grosse Frankfurterstr, Lebensmittel Die mit« bezeichneten Artikel sind von der Zntendang ausgeschlossen. Soweit Vorrat 'Kassier....................... � SS Fettg-änse........... 68, 75 �Suppenhüihuer I.45, 1.95, 2.45 Frisches Fleisch— Brunnenstr. Kottbuser Damm Gemüse-Konserven � 'pf. 'pf. Si Hammelkeule � so» Dicke Rippe........»°°d 75» Hammeldünnung........... ptnnd 65» Kalbskeule ��»nnd SO» Kalbskamm oder Bug... Pfand TO» Schweine-Schinken Vf.l��pSnd 85». Bauch.....................»o-- 85» Rückenfett od. Liesen»--d 73» Schmorf Beisch �»�85» ZuppenFieisch � a"75 pt FischKonserven Sardinen in Bei o°« 28,48,63» Bismarck- od. Bratheringe do« 45 pt Bismarek-od.Kräuterherinp<�2�; 95» Gewürzgurken........ 95» Appetit-Sild...Do« 28,38,48» Sardinen oder Anchovis... sm. 24» Heringe in Gelee..«. 1 pfand-D«- 25» Wirsingkohl.... �f 5, 10 pr. Blumenkohl... Kopf 15, 20 pl Grrünkohl........... Pfund 5 pr.| Weisskohl....... Kopf 5, 10 pt| Kohlrüben........... Pfund 3 pt Belle-Alliancestrasse Grosse FranKfurterstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm gestreift................ Stück 'Kaninchen..*«<. 85, 1 5 | Hehhlätter......... 1.76, 2.25 [ Kochäpfel.......... 7». i Mohrrüben..... 4 10 pi. Spinat............ 3 pi««! 20™ i Rotkohl........... Kopf 5, 10 pr. i I C3 I I I i I 1 Woll-Blusen aus einfarbigen Stoffen in aparter Verarbeitung IM» MlUl! Sil ZentralbausinolOerreoliekleiiiiiiii X.: Xeae Fp|edrlch»tp. 35 oji der Zeniral-MarktHalle II.: Topinstp. 67, I. Etage, liejert an jedermann elegante Herren-Garderoben DAT- nach Maß-MG unter(Satantie für tadellosen sitz gegen wöchentliche Teilzahlung von 1 Mark«m. Zuschneidereill.WerIftatl im Hause. Aus Wunsch Besuch des Reisenden mit neuesten Stossmustern. nvnondvP« �.KtSiluiix für teptls« Llspdvpod«. ZonntagS geöffnet.« K Greift zu I Jed. Herrn, der sich eleg. u. bill. kleiden wüL empfehle eleg. Monatsgarderobe in feinsten Werk- Btätt. Berlins gearb, von Herr- 8ohaften,Doktoren,Kavalieren nur kurze Zeit gebr.(fürjed. Fig. pass.) Monats- Jackett- Anzüge 8,10. Monats-Rock-AnzQge 10, 12, 16, 20 M. Monats-Paletots 8, 10, 14, 18 M. Monats-Herren-Hosen 2,50, 5,00 M. (Jlater,«ehr billig. Große Abteilung neuer Garderobe. MnlHonon Kr. Frankfurter Str. 98 MUluQllcr,(Nähe Strausberger PU Bitte genau auf No. 08 zu achten! Aufruf. Heute Sonnabend, den 23., abends 8 Uhr. halte ich eine Ansprache zwed» Gründung eines Vereins zur Be- schaffung von t93ji|9 Herren- Moden zum StlböKoKellpreise in W v n U«« Reatanraal, ebriftbupaer®tt. 12. und erwarte zahlreichen Besuch in Anbetracht der nützlichen Sache. N. Blens, langjähriger leitender Zuschneider. Rabatt. ifla SPS�- ,,Vorwärts"»Leser erhalten 10%-----... M Kaufen Sie von Kavalieren getrag. Jackettanzüge. Rockanzüge, Paletots, Ulster, größten- � teils auf Seide gearbeitet, von 9—18 M. Große Auswahl m eleganter neuer Garderobe. Gelegenheitskäufe in Damen-Plüschjacketts, Kostümen, Kleidern, hochelegant. e Ms. Posten Pelzstolas in Skunks, Marder, Nerz, früher bis 200 M., jetzt 15—75 M-— � tJelegenheitskäafe in lThren, Kutten. Kingcn, MM JW'äschc, Betten. NN" enorm billig."WWi l._ P?, LxrantvörMer ReZzattcur: Slffrcfe Wirlkpp, ScuföttßT güt icjj" gnlerotentetl öerantoTSS. Glocke, Berlin. Drück il�BerlaglBsrwSrl» jvuchdruckerei u. PerlagSanstält Paul Singer„.Co., BrrltttSA.< Nr. 274. 29. Jahrgang. 2. AcilU Ks.Aniirls" Kerlim WlksblM Somiubtnd. 23. Nooelilber l9j2. Sev?erKfcdaftUcKes. Sin englischer Gewerkschaftsführer über die deutsche Arbeiterbewegung. London, 21. November 1912. Mg. Ber.) Der Genosse Robert Williams, Sekretär des eng� lischen Transportarbeiterverbandes, der unlängst in Deutsche land gewesen ist, um die deutschen Arbeiterorganisationen zu studieren, Hat über seine Erfahrungen einen Bericht heraus� gegeben, dem wir folgende bemerkenswerte Stellen entnehmen: „Auf allen Seilen drängt sich einem die Tüchtigkeit des deutschen Systems auf. Zentralisation und Tüchtigkeit, dies sind die Grundtöne. Die deutschen Gewerkschafter haben mit vielen der Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, die uns in diesem Lande umringen; aber anstatt sich damit mit bedauernswerter Ergebung abzufinden, wie wir es zu tun scheinen, arbeiteten sie schwer zu allen Zeiten, um die schlimmsten Fehler zu beseitigen. Jedes Jahr bringt eine gewaltige Zunahme von Mitgliedern der deutschen Gewerkschaften und eine Abnahme der einzelnen Verbände. Im Jahre 1919 beschlosien die Gewerkschaften, die Mitglieder im Transportgewerbe hatten(wie Fuhrleute aller Art, Slrafienbahn angestellte. Eisenbahner, Dockarbeiter, Seeleute und Flufischiffers, ihre Kräfte zu vereinigen. Dies geschah nicht in der Eile und Ueberstllrzung, sondern erst nachdem die gewaltigen und weit« reichenden Folgen dieses Schrittes reiflich überlegt worden waren. Man mufi sich nicht einbilden, dafi die Zentralisation zur Bureaukratie und Untätigkeit führt. Weit entfernt davon. Im Jahre 1919, dem letzten, wofür die Ziffern vorliegen, gaben die deutschen Gewerkschaften an Streikunterstützung 1 978 977 Pfd. Sterl. aus, während die englischen Gewerkschaften für denselben Zweck 154 991 Pfd. Sterl. auslegten. Nichts kann irriger sein, als die Idee, dafi die Verschmelzung der Gewerkschaften in einer Industrie und die Zentralisation Syndikalismus bedeuten. Im Gegenteil, die unpolitischen Syndikalisten Frankreichs widersetzen sich der Verschmelzung; sie treten für die losen Bande der Föderation ein, die jede mögliche Freiheit der Initiative läßt. Das ist in Deutschland anders. Während man keinen Versuch macht, die Propaganda und Agitation zu ersticken— man er» mutigt sie vielmehr—, sagt man, daß Streikbewegungen nur durch eine gentralautorität beschlossen werden sollten. Aber welche Ueberlegung bei der Schaffung einer solchen Zentral- behördel Nicht eine Truppe lederner Bureaukraten, die zur Vor- ficht raten, um sich für ihr Nichtstun zu entschuldigen, sondern ein AuSschub von 15 wachsamen, gut unterrichteten Männern, der aus sieben Beamten und acht Mitgliedern auS den Reihen besteht.' Dann heißt es weiter: »Ihre Preffe verdient unsere Hochachtung. SlleS, was mög- lich ist, wird getan, um die Arbeiter bis zur höchsten Vollkommen- heit zu erziehen. Alle Gewerkschaften haben Bibliotheken damit die Mitglieder jede Gelegenheit haben, die Literatur der Bewegung und die meisten der besten Werke allgemeiner Natur zu lesen. Die»Arbeiterjugend' wird besonders im Interesse und zur Aufklärung der Jugend herausgegeben. Vorträge und Kinematographenvorstellungen werden von den Arbeiter- organisationen veranstaltet, um den Geist der jungen Leute auf ihre Pflichten als Gewerkschafter und Bürger vorzubereiten. Wiffenschaftliche Vorträge und Spaziergänge inS Freie werden im warmen Wetter arrangiert, um den verderblichen militaristischen Tendenzen der bürgerlichen JugeiC Bewegung entgegenzuwirken. Alle diese Dinge werden mit einer Gründlichkeit erledigt, von der man sich in diesem Lande nicht träumen läßt. Wer kann sich vorstellen, daß die Führer der englischen Ge- werkschasten den Vorschlag machten. Tausende von Pfunden dazu zu verwenden, um die mehr zurückgebliebenen Teile der Arbeiter- schaft zu organisieren? Im Gegenteil, die»gelernten' Gewerk- schafter rümpften mißbilligend die Nase über die ersten Ver- suche, Gewerkschaften ungelernter Arbeiter zu bilden. Und selbst heute würde es ein Maschinenbauer als eine Impertinenz empfinden. wenn man borschlagen würde, daß ein Hilfsarbeiter derselben Gewerkschaft als er angehören sollte. In Deutschland jedoch nicht.. Dort gibt e« keinen Platz für die zahlreichen Gewerk- schaften ungelernter Arbeiter, die wir in unserem Lande haben. Man ist nicht nur darum besorgt, die ungelernten Arbeiter in der« selben Gewerkschaft wie die»gelernten' zu organisieren, sondern die Zentralkommission gibt auch große Summen aus, um die Land- arbeiter zu organisieren. Man beachte die Weitsichtigkeit dieser Politik I Die in die Stadt kommenden Landarbeiter neigen stets dazu, niedrige Löhne im Vergleich zu der städtischen Lebenshaltung anzunehmen und in ihrer Unwissenheit lasten sie sich häufig als Streikbrecher benützen. Wenn die leitenden Körperschaften unserer Gewerkschaften so viel Zeit und Muhe auf die Beratung eines Verschmelzungsplanes verwendeten, wie sie der Befolgung der Bestimmungen des Ver- sicherungsgesetzes gewidmet haben, würden wir in einer besteren Lage sein, neun Schilling— und nicht neun Pence— für vier Pence zu erhalten.(Williams spielt hier auf daS Schlagwort des Schatzkanzlers an. der den Arbeitern für jeden Beitrag von vier Pence neun Pence Unterstützung versprach.) Wir müssen einen entsthaften Versuch machen, die Arbeiterklaste zu organisieren; sie ist heute nicht organisiert. Anstatt daß die Arbeiter ihren Posten in einer bestimmten Gewerkschaft einnehmen, treten sie einer häufig oft durch Zufall bestimmten Gewerkschaft bei. In England haben wir mehr Organisationen im Transportgewerbe, als eS in Deutschland überhaupt Verbände gibt. Dort gibt es 47 gewerkschaftliche Verbände. Bei uns übersteigt ihre Zahl 1799. Ein zwisckem den deutschen Gewerkschaften und unseren eigenen gezogener Vergleich fällt entschieden zu unseren Ungunsten aus. Wir sind augenblicklich verwickelt und gebunden durch ein System, das getaugt haben mag, ehe die kapitalistische Entwicklung die Arbeitgeber zwang, sich gegen uns zu verbinden, das heute jedoch erweislich veraltet ist.'_ Berlin und llmg �rnd. Der Streik der Schwerfiihrwerkskutscher bei dem Fuhrherrn Wilhelm B u ch w a l d ist noch nicht beendet. Der Unternehmer gibt sich alle erdenkliche Mühe, seinen Betrieb mit Arbeitswilligen aufrecht zu erhalten. Die angeworbenen Arbeitskräste sind aber keineswegs imstande, die erforderlichen Arbeiten zu bewerkstelligen. Nach kurzer Dauer verlassen die Leute den Betrieb wieder. Auch am gestrigen Tage kehrten sechs Kutscher, die sich am Dienstag als, Arbeitswillige hatten anwerben lassen, dem Betriebe wieder den Rücken. Der Stand des Streiks ist somit für die Beteiligten außer- ordentlich günstig. Als am gestrigen Tage ein Sohn des alten Herrn Buchwald, der Zigarrenhändler Herr Max Buchwald, der sich der Streikleitung als Vermittler angeboten hatte,»uit einem Verbandsvertreter ge- meinsam auf dem Fuhrhos erschien, um über die Beilegung der Differenzen zu verhandeln, fand auch dieser vor seinem Vater kein Gehör. Frau Buchwald und deren beide Schwiegertöchter sowie die Erau des Inspektors haben nunmehr in dem Betriebe ai» Stelle der ulscher die Pflege der Pferde und die Beaufsichtigung der Ställe übernommen. Wenn Herr Buchwald weiter hartnäckig bleibt, muß er schließ- lich seine Gespanne auch noch durch die weiblichen Arbeitskräfte kon- trollieren lasten, welche ihm jetzt in der Stallung zur Verfügung stellen. Der Betrieb gilt nach wie vor als gesperrt zu betrachten. Transportarbeiter-Verband. Deullcftes Reich. Der Streik ber Papierwarenarbeiter in AscherSleben ist beendet. Stach 7 Wochen Kampf ist der Streik abgebrochen worden, nachdem die beiden in Betracht kommenden kleineren Firmen nach Wiederaufnahme der Arbeit Lohnzulagen in Aussicht gestellt hatten und ein weiterer Erfolg auch bei längerer Tauer des Streiks nicht zu erwarten war. Die Fima H. C. Beste Horn lehnte nicht nur jedes Entgegenkommen ab, obgleich bei ihr die Löhne am meisten der Aufbesserung bedürfen, sondern wies auch die von den Arbeitern gewählte Kommission, die sich nach den Bedingungen zur Wiederauf- nähme der Arbeft erkundigen sollte, zurück, indem sie erklärte, die Kommission möge ihre Wünsche schriftlich einreichen. Als dies dar- auf geschah, gab die Firma keine Antwort auf das Schreiben, er- wartete aber, dah sich am Montag früh alles zur Arbeft melden würde. Doch darin hatte sie sich getäuscht. Es kam niemand, und die Beauftragten der Firma standen vergeblich vor doiro Fabriktore mit ihren Listen, um gleich die Schafe von den Böcken zu scheiden. Erst einer am Dienstag dieser Woche abermals vorsprechenden Kom- Mission wurde der Bescheid: es möge jeder einzeln kommen, der ein- gestellt sein wolle. Die Herren Kommerzienräte B« st e h o r n, die »Bahnbrecher auf dem Gebiete der werktätigen sozialen Reform«- arbeit", wie sie sich früher gern nennen hörten, wollten ihre Arbeiter und Arbeiterinnen gedemütigt sehen. Den Schein ihrer»Arbeiter- Mündlichkeit" suchten die Herren bis in die letzte Zeit dadurch zu wahren, daß sie den Streik als ein Machweftk zur Füllung der sozialdemokratischen Kassen und zur Gewinnung neuer Mitglieder für die sozialdemokratische Partei hinzustellen beliebten, ohne dafür den Schatten eines Beweises zu erbringen.— Auf den ersten Hieb fällt kein Baum. Es war der erste größere Kampf von Papier- warenarbeitern bezw.-arbeiterinnen, denn Arbeiterinnen kamen hauptsächlich in Betracht; er wird aber nicht der letzte sein. Auch in der Papterwarenindustrie ist die Zeit nicht mehr fern, wo die Unternehmer die Organisation anerkennen und sich zu tariflichen Vereinbarungen verstehen müssen. Gastwirtsgehilfenbewegung in Dresden. Im Auftrage des Verbandes der Gastwirtsgehilfen, des Deutsche» Kellnerbundes(Genfer Verband), des Dresdener KellnervereinS .Saxonia', des Dresdener KellnervereinS, des ersten Bierausgeber- Vereins, deS Bundes deutscker HotclportierS und des KöckicoerbandeS hat eine von den genannten Korporationen gewählte Lohnkommission den Saalinhaber- und Gastwirtevereinen in Dresden einen Lohn- tarif zugehen lassen, der gegenwärtig der Gegenstand lebhafter Erörterungen ist und der, da er bei den Prinzipalen keine Gegenliebe findet, Veranlassung zu einem Kellnerstreik iverden kann. Der Lohn» tarif fordert für Anshilfsarbeiten der Kellner au Wochenlagen bis 12 Uhr nacht» 8 M., bis 8 Uhr nachts 4 M.. bis 5 Uhr nachts 5 M. und für jede weitere angebrochene Stunde 50 Pf. Aushilfsarbeiten an Sonn- und Feiertagen kosten pro Tag 1 M. mehr. ES wird nur eine Vor- und Nacharbeit gemacht, welche die Dauer von 3 Stunden nicht überschreiten darf; für jede weitere angebrochene Stunde sind 59 Pf. zu zahlen. Für alle Geschäfte ohne Kaisieren 19 M. Servier« kcllner für Diners und SoupeeS, Höchstdauer 4 Stunden 5 M. Eine Aushilfsarbeit hat die Dauer von 12 Stunden im Höchstfalle, jede weitere Stunde kostet 50 Pf. Ausköinmliche Kost oder Kost- entschädigung Person und Tag 2 M. ist zu gewähren. Außerhalb des Weichbildes der Stadt ist das Reisegeld bei Eisenbahnfahrt 3. Klasse zu zahlen. Für Kcllerinnen gellen dieselben Lohnsätze. Bei Prozentarbeiten hat der Arbeitgeber den tarifmäßigen Lohn zu garantieren. Köche erhalten wochentags 12 M., Sonn- und Festtags 15 9)1., Köchinnen wochentags 7 M. Sonn- und Festtags 5 M. Mamsells und Kassierinnen: wochentags 4 M., Sonn« und Festtags 5 M. Hotclporliers verlangen 8 M., Hoteldiener wochentags 5 M., Sonn- und Festtags ö M. Hausdiener wochentags 4 M., Sonn- und Festtags 5 M. Bierausgeber wochentags 9 M., Sonn- und Festtags 8 M. Alle Abzüge: als Bruch-, Putz-, Kehr- usw. Gelder sind unzulässig.— Zur Beratung über den vorstehend mit« geteilten Lohntarif, der für das Gastwirts- usw. Gewerbe von ein- schneidender Bedeutung ist, traten jetzt der Verein Dresdener Gast- Wirte, der Verein der Dresdener Gast- und Schaukwirte, der Verein der Gast- und Schankwirte Dresden-Neustadt und Umgegend, fßer« ein der Gast- und Schankwirte Dresden-Striesen und Umgegend, Ver« ein der Saalinhaber Dresden und Umgegend, Gastwirtsverein Loschwitz, Gastwirtsverein Plauenscher Grund. Saalinhaberverein im Bezirk der Ainlsbauptmannschaft Dresden-Allstadt, Gastwirtsverein Stetzsch u. Umg.. Gastwirtsverein der Lößnitzortschaften, Gastwirtsverein der Elbtalortschaften DrcSden-Süd, Vereinigung der Dresdener Mitglieder des Internationalen Hotelbesitzervereins, Cafetierverein Dresden u. Umg. und Verband sächsischer Bahnhofswirte zusammen. Nach ein« gehender Besprechung wurde der Lohntnrif wegen der enormen Steigerung der bisherigen ortsüblichen Löhne einmütig ab- gelehnt. Die Vereinigung smntlicher Wirtevereine hat hierauf an die Vertretung der Gehilfcnorganisationen ein Schreiben gerichtet, in welchem niitgeteilt wird, daß die so hohen Forderungen seitens der Albeitgeber nicht akzeptiert werden können. Der Sächsische Saalinhaberverband erlvartet, daß, wenn an anderen Plätzen un« erfüllbare Forderungen zutage treten, in gleicher Weise S o l i d a- rität von jeden, Mitglieds der einzelnen Äorpo» rationen gezeigt wird. Der Kampf im Leipziger Buchhandel. Der vom Leipziger Buchhändlcr-Hilfsverband angezettelte Kampf im Leipziger Buchhandel dauert nunmehr die zweite Woche und wird mit äußerster Erbitterung geführt. Die Differenz zwi- schen der Forderung der Buchhandlungsmarkthelfer und der Be- willigung der Unternehmer war so gering, daß der böse Wille der millionenschweren Schar rmtichicr im Leipziger Buchhandel offen- kundig ist. Sie wollten den Kampf, der sich gegen die Organisation richtet, sie wollten„den Buchhandel von den ewig unruhigen Ele- nienten" befreien und sperrten darum einfach aus. Doch zu ihrer Verwunderung mußten sie sehen, daß die Zahl der„unruhigen Elemente" so groß war, daß von einer Aufrechterhaltung der Bc- triebe keine Rede mehr sein konnte. Die paar Stehengebliebenen wußten weder vorn noch hinten Bescheid und so begann dann eine förmliche Jagd nach Arbeitswilligen. Tag für Tag brachte die bürgerliche Presse Inserate und an den Anschlagsäulen prangten große Plakate, in denen unter allerhand schönen Versprechungen Arbeitswillige gesucht wurden und noch gesucht werden. Was auf- getrieben werden koilfitc, war aber zumeist nur Kafchemmenpubli- tum, schnapsduftende Gestalten, denen die Buchhändler, wie sie selbst angeben, keinen Pfennig Geld anvertrauen können. Einige von ihnen haben auch schon nähere Bekanntschaft mit der Polizei machen müssen, davon einer, weil er einen»Privatbuchhandel" er- öffnet hatte mit Büchern, die er unter der Weste mitgehen hieß. So jagen denn die Buchhändler Rundschreiben auf Rundschreiben an ihre Kunden, in denen sie um Rücksicht auf die augenblickliche Lage bitten. Skandalös ist natürlich wieder das Verhalten der Polizei. Ihre Tätigkeit ist darauf gerichtet, das Streikpostenstchen illusorisch zu machen. Sie weist die Posten weg, konfisziert Flugblätter und— begleitet die Rausrcißer in Zivil auf den Geschäftswagen. Dabei stecken die Kriminalen in Markthclferkluft, greifen auch bei der Arbeit zu; kurz: verrichten im Interesse der Unternehmer praktisch.» Streikarbeit. Höher geht es doch wohl nimmer. Und das Polizei. amt meint auf eine Beschwerde des Transportarbeiterverbande», daß diese Tätigkeit durchaus notwendig sei. Trotz all dieser Hilfe stecken die Buchhandlungsfirmen bös in der Tinte, und sie hätten längst nachgegeben, wenn die Großen im Leipziger Buchhandel, die im HilfSverfand den Ton angeben, nicht so maßlos ihre Uebcrmacht geltend machen würden. Da der Buchhandel aber mit den gar nicht eingerichteten Arbeitswilligen nicht auskommen kann, muß den Ausgesperrten und Ausständigen bei Fernltaltung des Zuzugs vog gelernten BuchhandlungSmarkthelfern der Sieg zufallen» Drohende Aussperrung in der Textilindustrie. Ueber die Firma Firnkrantz u. Co. in Glauchau wurde wegen Differenzen über die Ueberstundenlohnzahlung durch den Deutschen Textilarbeiterverband die Sperre verhängt. Daraufhin hat der ver- band der sächsisch-thüringiichen Fäibereien beschlossen, am DieStag sämtliche Betriebe zu schließen, wenn nicht bis Montag die Sperre ausgehoben ist und die Ausstäudigen die Arbeit wieder aufgenommen haben. Zeüeutencke ZfceKteirie unserer Branche, bekannte Autoritäten auf dem Gebiete der Herren- und Knaben. Bekleidung haben anerkannt, dass das Publikum bei unserer Preisberechnung: Selbstkostenpreis-f- 10°/# aussergewöhnlich billig und reell bedient wird Wer sparen will und Schutz sucht gegen jede willkürliche Cewinnnberechnung, decke seinen Bedarf an Herren, und Knaben.Bekleidung, fertig und nach Mass bei der H K. G. nach ihrem Verkaufssystem Selbstkostenpreis+ lOV#. Unser Selbstkostenpreis besteht nur aus den baren Auslagen für Ware und Unkosten, als einziger Netto- Nutzen wird lediglich eine Umsatzprovision von lOVo erhoben. Herren-KleiderVertriebs-Ges. m. Neue Schönhauser Str. 1 Ecke WeinmeiBter- and Münzstraße. Sonntags von 12—2 Uhr geöffnet. Moabit, Tnrmstraße 73 vis-i-vi» der Emdener Straß«. Eine neue Sparkasse Ut da« von uns eingeführte Verkaufssystem„Selbstkostenpreis-f- 10%"• Aber nicht nur, data die Klufer durch diese Verkaufsart V« An jeder Mark nur 10 Pfennig Nutzen •i erhebliche Ersparnisse machen, so werden sie gleichzeitig auch vor jeder Uebervorteilung geschätzt.— Gemäss Ihren beim Gericht niedergelegten Statuten Ist die DeUlSChe Bekleldungsgesellschaft IN» b» H» an obige Vertriebsart gebunden und macht sich strafbar, wenn sie mehr als 10 Prozent auf den Selbstkostenpreis aufschlägt. Wir liefern z. B.: Herren-Ulstep- Paletots- Anzüge Selbstkostenpreis s 18»-__ 25»--__ 30.—_ 39.— Verkaufspreis: 19.80 27.50 33.— 42.80 Deutsche Bekieidungsgesellschafft mM Chausseestr. 27(«»KS lavaiidmtr.) Grosse Frankfurter Str. 4(eoks frucbtstr.) Turmstr. 80(««den Kleinem Ilergertea) Achtungl Inf der Turmstrasse haben wir nur das eine Geschäft Nr. 89. □□□ □OD □□□ THeaker und Vergnügungen Sonnabend, 23. Nov. 1312. Anfang 8 Uhr. Ochlller-Charlcttenburg. Wallen- fteinS Tod. Anfang 3'/, Uhr. Deutsches Schauspielh. Egmont. Ansang 3'/, Uhr. Berliner. Kabale und Liebe. Ansang 4 Uhr. Urania. Bilder anS dem Orient. Theater am Nolleudorfplatz. Schneewittchen. Thalia. Frau Holle. Luisen. Rumpelstilzchen. Rose. Im Zauberlande Rübezahls. Ansang 1*1, Ubr. Kgl. Opernhaus. Carmen. Königt. Schauspielhaus. Ein Waffengang. Deutsches. König Heinrich'IV. 1. Teil. ZirkuS Albert Schumann. Gala- Vorstellung. ZirtuS Busch. Gala-Vorstellung. Ansang 8 Ubr. Urania. AusS Matterhorn. Im Hörsaal: Pros. Dr. B. Donath: Gleichstrommotoren im Betriebe. Uammerspiele. Mein Freund Teddy. Lesung. Gabriel Schillings Flucht. Deutsches Opernhaus. Fidelio. Königgrätzer Straste. Die süns Franlsurter. Kleines. Michael Kramer. Schiller O. Die Lokalbahn. Die Medaille. Schiller. ikbarlottenburg. gm weißen Röhl. Berliner. Filmzauber. Residenz. Prinzenerziebung. Komödienhaus. Die GeneralSecke. Deutsches Schauspielhaus. Der gutsitzende Frack. Thalia. Autoliebchen. Kurfürsten- Over. Der Kuhreigen. Montis Operetten. Der Frauen- sreffer. NencS Opern(Kroll). Russisches Ballett. Theater am Nollendorfplatz. KiSmet. Luisen. RaffleS. Rose. Die goldene Sda. Metropol. Chauffeur-» inS Metropol. Trianon. Liebesbarometer. Hrrrnfeld. Die Alpenbrüder. Endlich allein. Anfang 6*1, Ubr. Friedr.• Wilh. Schauspielhaus. Grigri. LuftsptelvanS. Mein aller Herr. FolieS Caprtce. Der keusche Joseph. Der Rehbock. KSnigstadt-Rasino. Spezialitäten. Anlaug 8',, Uhr. SteueS Bolkslheater. Lore.— Der Spieler.— Der Kammersänger. Ansang 10 Uhr. Admiralspalaft. Eisballett: Dvonne. Sternwarte. Jnvalldenstr. S7—«2. nun □OD □□□ Sehlller-TheaterO.Sn: Sonnabend, abend» 8 Ubr: Die Lokalbahn.— Die Medaills. Sonnlag, abends 8 Uhr: Könic Ijear. Montag, abends 8 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. hiller-Thealer mnabend, nachmittags 8.10 Uhr: Wallensteinn Tod. Sonnabend, abends 8 Uhr: Im weisen ItiUU. Sonntag, mittags 12 Uhr: Kammermusik. Sonntag, abends 8 Ubr: pfarrers Tochter von Streladorf. Montag, abends S Uhr: Im weißen KftUl. äterlilolöriplatz 8. nittagS 4 Uhr: Schneewittchen !lb-nds S Uhr: �isinet. : Mittwoch u. Sonnabend 4 Uhr deikomSdte Schneewittchen. verliosr Idester. 8 Uhr: Filmxauber. Miifk ilerKöniggrätzer Straße s Uhr- Die stuf Frankfurter. Dentscben Schaan] 8 Uhr: Der Iclhaan e Frack. Montis Operetten-Theater (fr. Neues Theatsr). Amt Norden 1141. Abends 8 Uhr: Der �rauenfreff er. keZiljevi-Itieste!'. Ansang 8 Uhr. Prinzenerziehung. Satire in 3 Alten v. Maurice Donnay. Morgen und folgend« Tage: Prinzenerztehung. Totensonntag abends 8 Uhr: _ Francillon. Luisen-Theater. Sonnabend nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung; Rumpelstilzchen. Abends 8 Uhr: RaffleS. Sonntag abends 8 Uhr: Die Jung- fra« von Orleans. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Dienstag: DeS ander« Ehre. UH-mATU! Groge Frantturte» Str. 132. Nachmittags 4 Uhr: Im llauberlande Rübezahls. Abend» 8 Uhr: „Die goldene Eva". Sonnlag ab. 8 Uhr: Die gröHts Sünde. Vorletzte Woche. Ab 8 Uhr. Nie dagewesener Erfolg des großen Programms! 12 erstklassige Attraktionen. Ganz Berlin spricht von M. Bendix und E. Schnabel als Droschkenkutscher u. Fiaker. Reicbsballen-Theater Stettiner Senger. Ansang 8 Uhr. Die Maeht der Töne. € Burleske von Meyiel. �Nächste Nachmltt.- Vorstellung Sonntag, 1. Dezemb. Mies Capriee. Zum 83. Male Dt« drei Schlaeer: gW Der keusche Joseph.-Ms Der Nehbock.-WO Der Einbrecher.-WS Das grOBte Naturwunder! Die HEILIGE WEISSE NEGERIN und ihre schwarze Priester- Schwester. Beide lebend ohne Extra• Entree zn«ehen. Zirkus Busch. Heute Sonnabend, den 23. November 1912, abends 1ll, Uhr: Erste Auf f Qhrong der neuen gr, Prunkpantomime Sevilla in 6 glänzenden Akten. 1. Akt: Das berüchtigte Wirtshaus bei Ossun». Der gewaltige Sturzoach. Sturz der Wirtstochter Viarda von dem überschwemmten 42 Fuß hohen Felsen. "Viarda im Gefängnis. Die Flacht aas dem Kerker. Die berühmte Stiorgofeohts-Ärena in Sevilla. Aufzug der großen Qaadrille: Toreros, Banderilleros, Picadores und Cholos. Das Stiergefecht.(Die Stiere sind zu diesem Zweck vom Zirkus Buch aus Spanien importiert.) In der Spelunke, Banditen und Gouvemenrstoohter. Donna Claras Verlobungsfest, Noch einmal Viarda, die Banditin. Die feenhaften Festaufführungen aus der Rokokozeit. 6. Akt: Die Sohlußfeier im maurischen Schloß. Das alt- kastilische Ballett: Blumen- und Fäohertänze. Die märchenhaften neuen Wasserspiele und der Aufstieg der Sylphiden aus der Tiefe. Hierzu das große Qala=Prograrnm. 2. Akt: 3. Akt: 4. Akt: 5. Akt: AoClon« MfliinrftfpnRA B9_ z :: Berliner:: Konzerthaus MauerstraBe 82.— ZimmerstraBe 90/91. Heute: Doppel-Konzert! Musiko. 8. Garde-Reglmonta •Reglmcntn, F., Dirigent Oberm. Graf. Musikc. Garde-Fttsll.-Reglmcnt«, Dirigent Oberm. Dlppel. Anfang 8 Chr. Eintritt SO Pf. Anfang 8 Chr. Wochentagen; Gr. Nachmittags-KoDzerl b61Efnrtnttm 1. 1 C H TS I»I ECH A.US W I X X E T S BACH nxRii WKizsTmA.ssr.x65 AM BA>rHI,srr|KlWI»EATX Granewal da traße gegenüber Bamberger Straße Elegantestes Llttitsplelhaus der Henzett Nett erbaut, erstes freistehendes n Lichtspieltheater Berlins q 23. Nooentlier, nbeniis 8 Dhr vorgetragen von Käthe Erlholz, komponiert und begleitet von Rndelf NeUon. Prolo; Preise der Plätze 50 PI. bis 2 M. Urania TanbenetraBe 48/40. Nachmittags 4 Uhr: Bilder ans«Tom Orient. Abends 8 Uhr: ' Anfs Batter hörnt Hörsaal 8 Uhr: Professor Dr. B. Donath: üleichstrammotoren im Betriebe. AN ZOO. Täglich 8 Uhr: iSobnmmelnuirt Bunte Bilder mit Gesang und Tanz v. Gustav Kadelburg, Leo Leipziger und Jean Gilbert mit: Fritzi Massary, Max Pallenberg, Karl Bacbmann. 6r. Yariefe-Tflil. in allen Räumen des Theaters gestattet. Vorher: Der Vorverkauf findet statt i der Theaterkasse 10— 2 Uhr, im Warenhaus Tietz und im Invalidendank. Keine Vorverkaufsgebühr. Trianon-Theater. Anfang 8 Uhr. Liebesbarometer. Totensonntag 8 Ua Das Ende der Liebe. In allen S önion- Wem Alezanderplatz vat. den Linden Moritzplatz Hasenbelde Wedding Reinickendorfer 8fr. 14 Ferdinand Bonn als Kino-Tragöde in dem Schauspiel Sklaven der Schanheit" - s Akte.- Zirkus Merl Schntnann. Heute Sonnabend, 23. Nov.,| abends 71/, Uhr: Higb-Ldf�-Eveulng. Rendezvous der Sportwelt! U.a.: Herr Albert CarrC m. sein, neuest Preiheitsdress. Tommy, der einzige Bär. welcher selbständig auf einem Zweirad fährt u. Rollschuh läuft. SOT Cm O'U dir:"VQ) Der iBiare ienseti, Vier Bilder aus Indien. Der Clon der Saison! Sonntag, 24. Nov.(Totensonnt.) findet nur eine Vorstellung abends 71/, Uhr statt. Metropol-Theater. Abend» 8 Uhr: Ramben gestattet. Lkällffenr- m Alstroygl! Greste JahreSrevuc mit Gesa-", und Tanz in 10 Bilder». Totensonntag, den 2-1. November, abends 8 Uhr: 8ehnldigl «nM 8 Chr; Die mit beispiellosem Lacberfolge aufgenommene Novität Sie Ulpenbrüder. lO Chr: Endlich allein! Voranseige. Sonntag, den 24. November, einmalige Aufführung: K ausler er Zockele. Dazu Dio letzte Ehre o. Scheidungs-Souper. Vorverkauf 11—2(Theaterkasse)' v orveraaui � Casino-Theatei Lothringer Str. 37. Täglich 8 U£ Nur noch bis 28. d.% das Zug. und Kassenstück öer OroUf ursi Am 29. November Premiere. Sonnlag 8 Uhr: Die erkaufte Fr., Theater Königstadt-Casino. Holzmarklstraste 72, I Mn. v. Babnh. Jannowitzbrücke. Täglich abend»'/,s Ubr- M gr. Spezialitätfinprogramm und„Eine von der Wasserkanf". L-benSbild in einem Akt. Voiqt-Theater. («eiimdbrunnen Sonntag, den 24. �OD�6er'912: N°chwittas-�K-i��«°rst-llnng. Was flott zusammenfügt... Schauspiel w 5 AN. von G Rttterfeld. Nach d. gleich». Rom. i. d.»Morgenp.». Kassen-Erösfn. 10—2 Uhr u. ab. 7 Ubr. Volks-Theater Neukölln. Hermannstr. 20. Sonntag?>/, Uhr: Der Glöckner de« Notre»Dame. Schausp. in 6 All. v. Ch. Birch.Pseiffer. Montag 8»/, Uhr: Das Glück im Winkel. Schauspiel in 4 Akt, v. ß. Sudermann. Passage-Theater Unter den Linden 22/23. Eli-Mo Lichtspiele. Anfang 4 Uhr, Sonntags 3 Uhi. Heute Premiere. /A emrekia/u 2. Geschäft: Grosse ffdnhfurferjtrdsse 116- 3. Geschäft: Che r/o Ifen b u rcr NenringsträSse 34. ecke Magazinstr.y 12. Ziehung 5. Kl. 1. Preuss.-Süddeutsche 1227. Königlich Preuss.) Klassen- Lotterie Zlebvng vom Sl. November 19JJ vonnltutgs. Amt Jede fetogeae Kammer lind vwel gleich hohe Ge- wlaee gelhllea,»od mar Je einer»ok die boee gleicher h'ammer lo den beide» AbteUmsgea 1 ud n Nur die Gemone Uber 240 Mark eiod den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) BS 145 204 TS[500] 312 SOS 8 743 335 066 82 [1000) 1097 396 626 49 66 639 91b 33 49 85 2038 183 212 312[600] 34 43 432 42 674 713 814 46 78 662 69 3006 38[1000] 439 698 721 79 84. 4018 123 250 308 460 597[3000J 664 867 5037«s 50[ 600] 276 320 25 27 85 693 613 836 6003 30[3000] 113 61 208 345 629 60 632 929 7014[5000] 153 414 45 88 634 84 700 16[1000] 40 949 74[600] 90 8060 202 405 633 9206 417 676 677[1000] 95 704 31 43 817 982 10333 510 28 619 893 908 11164 67[500] 83 326[600] 455 68 619 20 80 728 809 72 968 12000 150 350 79 535[500] 602 74 64[600] 738 60 79 633 917 13301 29 76 483[500] 574 94 864 992 14708 837 74 88 1 5071 242 321 430 528 42 67 71 673 97 93 810 82 92 914 18105 73 97 368 408 91 93 528 827 949 17272 307 662 808 18 24 66 940 18232 94[600] 431 90 644 628 61 706 65 95 819 48 93 933[1000] 18094 276 80 788 839 48 89[500] 930 20241 316 431 92 861[3000>] 908 28 85 2 1 04» 138 76 99 261 363 403 10«S 058 606 704 22016 367 400 76[1000] 94[600] 697 867 954 2 3 000[1000] 62 74 142 243 408[1000] 37 693 737 847.992 2 4074 217 25 490 731 93 820 97[500] 25404 T5001 37 76 768 71 26019 96 97 117 28 55[10000] 74 306 663 7 42 68 370 907 27018 226 317 67 422 34 539 40[3000] 88 603 97 824 29 68[1000] 75 943[500] 66 92 2 8005 45 176 203 75 84 401 92 510 54 667 723 47 80[500] 962 77£9230 326 48 76 470[500] 84 648 721 47 833 74 30356 147[600] 61 71 220 82 84 362 54 421 60 603 61 648[3000] 615 41 31029 106 628 723 918 32081 185 216 417 87 635 748 60[1000] 67[600] 802 7a 313 33081 106 291 333 84 486 615 64 658 93 94 729 68 849 88 34926 117 29[500] 96 200 682 732 839 931 35007 127 63 68 229 310 21 78[3000] 97 415 617[1000] 22 08 797 840[600] 903 19 36006 19 95[10001 128 260 673[3000] 688 771[600] 813 61 37100<7 50 204 320 97 476 33026 106 276 305 31 64 716«2 89 864 025 38229 351 803 914 40038 136 326 471 84 96 671 770 77 902 38 4X021 246 72[3000] 310 475 653 833 928 48 42119 34 62 210 615 721 90 811 43129 337 73 84 411 600 673 921 44145 58 259[1000] 432 62 723 55 900 45408 661 73 649 700[600] 831 46022[600] 189[500] 215 34 96 479 633 97 711 45 891[3000] 47014 290 301 64 82 402 555 87[1000] 661[3000] 89 708 852 974 88 91 48141 497 733 903 11 99 49120 93 463 64[1000] 545 767 938 50153 93 205 14 92 402 5[600] 81 84 798 844 51087 372[500] 401 602 27 748 961 52136 43 Tt9 68 357 417 686 720 67[500] 834 948 53170 450[1000] 72 16001 906 18 33[6001 54016 203 14[500] 45 455 [3000] 604 632 75 904 5 5017 43 76[3000] 129 278 372 683[3000] 611 708[500] 63 825 908 63 5 6 251 315 69 437 652[10000] 843 57193 270 347 530 638 42 755 919 58202 78[500] 342 604 741 822 77 904 14 41 59053 231[1000] 411 64 699 620 86 764 00001 68 256 326 66 62 451 649 667 72 715 68 879 81006 171 236 339 464 81 663 1600] 706 82110 14 444 88 662 673 917 68 63900 49 63 TT 80 99 119 38 205 21[1000! 331 604 25 76 628 790 64142 301 72 576 618 702 45 809 65088 85 184 325 467 623 66 802[500] 08045 46 341[600] 64 635 640 75 89 861 CO 67018 161 64[500] 66 307 407 45 97 699 843 [1000] 65 68013 27 76 91 257 418[3000] 777 6 9073 126 438 560 84 848[1000] 908 70143[3000] 217[500] 328 90 439 47 606 802 [1000] 32 944 87 7 1 065 465 667 709 836 62 903 72202 21 48 345 61 64 730 814 17 905 73025 96 [500] 358 908 68 74 74061 137 72[500] 88 331 768 831 43 976 75129[30001 341 431 32[1000] 82[1000] 642 671 76261 352 78 410 70 690 728 892 981 77021 [3000] 61 244 314[1000] 87 472 504 80 87 868 905 78077 153[500] 235 48[3000] 76 530 659 78 833 46 924 79090 106 58 200 43 406 79 544 625 728 37 805 965 77 80020 181 207 62 420 24 44 66[1000] 72[500] 725 890 99 8X123[500] 242 356 412 42 68 66 706 [6001 73 930 46 82037 42 98 131 203 395 637 63[500] 602 802 900[1000] 88[500] 83002 6 88[1000] 130 381 410 64 65 84[3000] 661 98 776 857 922 84020 52 109 248 443 87 641 619 786 803 30 40 933 85206 28[1000] 43 358 630 752[500] 892 946 68 80134 259 63 442 578 967 87072 85 188[lOOol 339 450 518 34 86 691 726 837 46 61[5001 919 88117 19 73 280 346 61 678 84 618 712 72 870[600] O9022 186[3000] 213 343 78 37 402 656 725 I 3000] 887 90016 82 163 98 324 80 417 35 43 54 696 991 9X038 143 78 212 517 745 64 64 915 92008 9 162 64 80 212 66 414 60 590 661 727 855 97 98087 292 13000] 367 565 607 753 839 931 66 94117 242 380[3000] 401 804 979 95088 222 75 378[500] 446 69 548 639 733 98049 146 330 532 64 97 703 837 93 94[500] 97068[10001 337 59[500] 613 66 059 83[3000] 98133 64 223 83 472 91 582*612 755 9S103 226 401 t 639 741 860 76 987 X00169 326 28 416 48 532[3000] 84 763 090 99 XOX107 422 40 683 676 X02129 43[3000] 46[500] 452 625 69 791 857 TS 052 XO30T1 79'73[500] 87 369[3000] 664 603 715 48 801 X 04282 590 761 815 X 05065 77 79 108 278 376 418[1000] 47 940 89 941 61 76 X00242 44 401 640 898 029.1000] 98 X07135 03 218 357 611 85 624 26 795 853 XO&141 648 624 728 821 X091S7 211 653 704 27 800 40 70 1X0068 107[50(2] 17 96 279 01 492 601 49 71 680 852 57 68 XXX021 150 447 600 721 801 965 69 [1000] X 12324 44 488 735 876 996 113043 138 263 80 93 376 633 609 61 76 856 928 89 114084[1900] 201 25 376 468 610 730 115026 220 306 472 535 614 98 731 848 967 77[600] 82 116187 23S 303 74[1000] 442 TO 76 613 959 93 117044 97 195 237 433 48 77 740 863 118067 243[600] 428 92 640 93 t7B 918 43 119011 170 74 76[3000] 234 946 588 712 334 959 61 120043 78 171 248[500] 346 76 755'S 832 81 902 90 121006[600] 247 76»07 39[3000] 70 413 14 62 83 865 923 74 96 122002 168 246[600] 76 303 82 872 960 123033 140 289 425 40 686 897 983 124048 161 209 94 463 764 80 927 79[1000] 125001 200 409 632 634 99 767 961 126078 237 372 91 454 74 670 791 802 50[1000] 85 925 127114[3000] 202 26[1000] 45 453 88 661 021 38 87 763 843[1000] 920 1 28103 249 383 850 861 129007 27 174[500] 78 92 293 315 22 051 130117 222 40 SOS 26 528 1 31103 386 499 518 SO 776 831 94.1 132062 219 447[3000] 629 30 766 892 912 86 1 33040[1000] 66 352 438 67 533 766[1000] 70 134045 82 97 186[500] SIT[500] 46 TS 468 77 (600) 89 669 88 883 83 929[3000] 93 1 35062 187 272 [1000] 382 405 63 688 705 138068 102 BIT[8000] 702 137114 342 606 609[3000] 749 884[3000] 94 1 38041 [600] 183>500] 361 420 94 609 18 667 94 759[600] 139014 200 14 47 467 668 889*�09 87 140078 147 209 10 27 70 85 325[600] 4S3 542 74 895 931 141110 266 647 753 873 142061 102 90 219 448 822 74 962[600] 143091 351 607 18 41 73 [500] 765 869 144014 71 118 63 347 679 87 690 710 967 89 1 45102[1000] 67 293 347 409 90 91 501 624 794 98 843[ 500] 934[3000] 81 148094 164 363 79 429 670[1000] 607 708 79 98 037 147039 74 217 60 324 649 96[600] 98 839 94 949 148131 248 417 89 683 703 855 944 74 149001 358 73 86 426 674 618 [500] 794 802 44 904 75 150082 1� 443[600] 527 826 62 97 151219 48 98 42«-678 611 18 786 818 28 66 923 43 62 152125 29 2o¥,,12 303 535 85 644 819 908 65 95 153100 301 38 39 719 900 65 82 154027 48(5001 225 95 371 92 [500] 475 638 660 759 85 834 155004 71[500] 127 236 89 405 816 963 156081 121 53 347 532 52 157000 172[1000] 304 69 542 721 901 27 68 158139 297 98 389 413 93 662 728 159220 405 755 948[500] 92 160131 43 473 533 85 756 16 1307 79 BOT 28 35 70 699 845 97 980 162112 265 407 24 70 853 88 944 163071 298 367 762 996 164229 332 471[1000] 647 759 81 876 980 165052[600] 295 372 682 681 80 844 63 901 31 166024 77 218 425 88 546 643[1000] 834 38 918 42 99 167020 216 330 408 63 531 617 990 [1000] 168257 74 328 76 451 628[3000] 82 169040 49 68 182 216 94 311 496 780 881 917 41 176131 36 95 447 607 828 49 60[1000] 801 900 85 1 7 1 316 47 613 650 78 724 48 368 1 7 2267[3000] 380 494 674 77[1000] 796[1000] 876 956 1 73146 392 617 82 818 903 174020 269 76 79 462 573[1000] 938 62[500] 176179 266 392[3000] 98 667 691 888 903 176028 84 160 282 88[6001 398[500] 423 609 722 843 91 177038 139 90 262 364 603[600] 84[ 600] 823 782[500] 811 68[1000] 962 178049 55 173[500] 360 [1000] 578 607 712 88 831 39 999 179018 354 70 429 93 707 836 41 930 180107 295 310 BOT 21 28 630 775 89 921 63 89 91[1000] 181069 260 93 435[1000] 47 68 523 837 902 182082 64 113 307 58[1000] 86 493[1000] 660 73 616 945 60 183008 20 67 233[1000] 493[500] 96 [1000] 740[6001 76 827 074[500] 184031 443 802 818 75[10000] 185029 74 429 87 609 48 763 849 89 972 186007 67 180 87 98 288 438 57 662 830 746 187041 43 67 189 290 330 60 448 629 824[3000] 46 918 99 188913 14 19 94 267 428 764 813 24 76 931 189017[3000] 19 200 23 398 401 35 531[1000] 91 646 48[600] 733 68 95 829 82 906 190222[600] 607 613 41 715[10000] 79 82 811 927[500] 191077 662 856 924 192073 137[1000] 47 307 37 73 606 44 61 193102[1000] 499 873 908 42 194008 818 967 195024 38 60 95 175 94 325 89 400 24[1000] 633 735 39 868 945 67 92 196135 200 79 638[1000] 663 978 1 9 7 029 63[600] 287 96 401 17 633 76 631 778 941 198026[1000] 52 95 163 238 45 389[500] 632 66 68 79 648 719 1 99046 241 354 470 713 847£12 14 20 0049 62 87 161 245[3000] 83 75 322 459 661 53 797 858 964 201019 68 190 373 78 404 61 616 792 93 847[500] 78 92 2 0 2084 104[1000] 203 406 584 97 877 930 2 0 3002 27[3000] 110 18 64[1000] 204 17 87 336 425 86 761 204016 298 301 468 673 725 966 205067 68 200 23 88 318 54 64 424 608 86[1000] 744 45 806 2 06198 381 437 2 07133 281 371 438 608 618 711 18 859 936... Im Gewinnrade verblieben t Prämien«u 500000 M, 2 Gewinne an 60000, 4 111 60000. 2 iji 40000. 4 zn 30000, 8 ru 16000, 30 zu 10000, 68«n 6000. 1118 zu 3000. 1822 zu 1000. 3154 zu£00 II 12. Ziehung S. Kl. 1. Preuss.-Süddeutscho 1227. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 22. November 1912 nachmittag». Amt Jede geiogeae Kammer eiad avrel gleich hohe Gewinne gefallen, and mar Je einer auf die Lose gleicher Kammer In den beiden äbtellnngen 1 and U Nut die Gewinne über 240 Mark alnd den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.)(Nachdruck verboten.) 11 248 79 804 801 20 62 1068 160 92 227 464 83 698[1000] 636 742 902 2073 124 203[SOOOj 73 703 73 902 3017 23 39 303 93 509 860 4229 79 327 633 796 865 938 64 5093 208 33 79 309 35 666 792 984 6067 243 75 488 669 68[1000] 592 912 84 93 7018 134 487 608 788 838 960 8079 89[500] 348 607 75 973 75 9086 211 30 422 66 692 843 47[600] 938 64 1O027 68 77 113 264 440 61 660 637 87 983 11004 199 290 355 553 841 69 76 1 2046 219 681 617 87 769 934 60 13066 403 95 844 926 14702 62 94 965 88 15102 29 688 631 770. 18403 646 86 728 45 [500] 812 978 17012 32 42[500] 77 348 423[1000] 42 69 600 65[3000] 80 842[600] 65 ISlll 68 243 344[600] 400 87 88 635 43 63 76 891 906 60 90 19383 638 796 98 828 33 951[500] 2O009 209 348 697 906 21157 73 324 420 62 669 745 890 922 24 29 63[500] 22017 205 601 65 669 62 74 79 776 855 947[600] 23334 82 499 615 21[600] 60 63 652 769 79 817 TO 24021 142 219 828 30 439 602 736[6001 47 922 28 2 5022 33[600] 136 272 318 28 500 34 98 660 75 798 817 26039 205 9 316 446 83 637 85 776 864 27289 842 449 68 678 87 718 958 28012 65 III 23 254 98 651 647 68 831 944 20021 27 201 304 405 629 73 30279 89 396 460 677 88 799 804 89 947 31093 [500] 312 529 89[500] 691 95[500] 860 911 82 90 99 32024 169 200 30 49 72 599 704 12 35 808 7 949 33103 25[3000] 90 224[3000] 304 670 687 92 721 876 34019 106 69 290 340 514 22 804 77 35015 29 82 280[1000] 307 22 39 666 92 689[1000] 662 36172 240 426 711 27 822 37 967 37028 39 106 265 311 69 844 943 82 38075 225 31 377 610 33 99[600] 39090 92[600] 126 236 484 99 648 90 792 925 40212 501 72 678 90 705 811 77[1000] 972 41107 63 285 480 662 91 676[600] 813[1000] 68 42014 41[600] 129 350 458 72 831 43031 292 410 78 633 63 738 893[1000] 44064[3000] 164 201 303 62 97[500] 653 70 732 883[1000] 45095 266 609 832 66 985 46090 140 98 347 94[1000] 403 69 698 782 816 24 913 47089 140 252 362 93 440 639 49 [1000] 672 809 26 40 61 938[1000] 47 4 8064 210 19 21 sei 471 690 904 66 74 49034 62 63 175 357 [600] 94 427 32 749 830 957 81 6O062 103 232 345 69 642[600] 731 809 98 51004 182 217 349 409 903 62028 281 372 97 643 67 715[1000] 93 5 3080 83 615 80 816 62 5 4066 210 83 378 443 60 648 65044 421 559[3000] 716 27 79 56039 61[600] 194 205 77 302 70[600] 77 439 655 801 12 34 57036 68 103 23 465 621 606 808 11 23 981 58190 350 477 619[500] 31 68 82 648[500] 776 50069 132 13000] 91 347 710 818 22 60144 312 668 6 1 007 87 143 287 409 38 646 702 883 922 39 73 62093 133[600] 214 674 84 614 42 83117 249 87[500] 328 79 404 77 667 615 38 724 920 64070 75 82 448[3000] 63 67 669 690 65201 88 445 621 90 66042 93 98 268[600] 68 324 60 457 668 720 33 957 96 6 7069 404 641 883 903 6 8031 199 247 61 351 420 77 622 602 38 97 69041 77[1000] 123 46 98 239 331[600] 39 79 94 416 23[600] 680 768[3000] 79 91[1000] 818[500] 94 70141 254 395 408 66 507 675 833 988 7 1 013 190 228 348 610[600] 858 915 72093 297 625 53 852 900 73029 102 223 33 327 417 40 622[1000] 87 676 786 936 74069 301 463 537 39[6001 81 618 21 90 751 940 75195 263 91 640 712 883 76042 66 324 25 60 77 447 744 67 876[1000] 909 60 77081 163 381 495 612 [1000] 814 46 961 67[3000] 98 78112 91 SOS[1000] 75 646 652 789 98 819 31 81 939 79097[1000] 241 447 654 72 712 64 98 834 37 921 8O00S[500] 48 124 37 226 409 35 49 66 97 536 62 620 71 847 977 81317 68 87 477 633 751 82043 117[3000] 98 263 322[600] 628 64[600] 627 844 66 958 86 83127 238 386 414 48 510 84065 83 178 257 373 87 405 777 884 85037 63 108 69[600] 322 420 522 623[10000] 69 780 88[1000] 920 24 87 86097 129 47 237 78 346[1000] 485[600] 815[1000] 901 68 87137 49 207 79 674 839 82 83 88085 229 95 310 82 406 43 49 643 676[1000] 851 942 89008 236[1000] 321 667 962 90057 288 371[3000] 486 569 87 834 70 796 916 80 91048 119 334 67 74 637 93 690 812 89 92034 142 213 628 728 908 93086 III 30 398[1000] 668 [1000] 800 98[600] 916[3000] 49 94051 90 398 602 64 617 27[500] 54[500] 923 38[3000] 95017 97 262 422 47 72 79 633 666 741 81 902 98152 286 324 95 447 67 85 546 79 608[500] 53 766 97008[3000] 46 [500] 61 80 219 40[1080] 462 62 602 735 989 98031 67 133 11000] 52 92 216 31[500] 55 62 85 365 483 655 79 752 69 849 909 60 88 99022 298 402 19 551 618 [30001 822 87 100181 89 472[3000] 558 70 82 659 869 1 0 1 082 874[600] 767 83[3000] 892 963 102036 107 62 209 31 87 693 97 681 103053 192 299 370 624 40 976 104040 124[600] 381 85 629 778 887 105011 14.69 303 690 787 889 106296 336 433 70 90 560 692[3000] 714 62 839[1000] 74 966 107162 62 284 645[1000] 08 728 48 823 99 f 5 103213 20 63 68 318 403 17 679 82 84 602 12 741 55 69 835[1000] 42 969 1O9013 140 239 69 98 389 411 54 608 17 72 900 53 110148[1000] 206 542 97 627 60 719 78 84 983 111040 64 68 205 62 345 617 20 95 606 807 44 112006 67[500] 304 66 69[1000] 815 962 113075 868 479 612 634[500] 62 716[500] 64 114141 324 41 48 436 581 615[1000] 75 834 115091[1000] 96 101 413 21 82 823 71' 116038 122 625 80[600] 705 905 87 117145 351 484 601 14 88 76 802 17 118115 19 391 953 119042 133 42 90 364 470 81 704 829 74 120224 311 40 84 402 686 626 121017 192 245 71 814 86 450 53 629 680 748 918 122360 408 20 43 60 608 68 783[3000] 838[500] 60 959 123009 14 60 146 79 299 488 556 604 36 53 748[600] 124150 820 28 61[1000] 457 635 60 125020[3000] 76 79 105 78 217 93 318[1000] 438 900 126407 641 875[3000] 979 91 127050 166 429 66 609[500] 785 658 930[600] 128007 67 199 205 96 352 400 525 68 638[500] 700 800 8 48[500] 129095 98 108 34 249 387 601 41 79 601 53 61 98 776[50001 814 39 909 130015 104[1000] 15 211 14 472 652 832 131083 160 222 411 67 86[500] 555 820 994 132124[600] 66 94 201 58 419 676 82 133076 103 364 443 71 [3000] 508 86 879 950 82 134065. 77 04 147 205 15 88 89 379 478 671 654 879 92 962[600] 135112 13 830 62[600] 488 677 688 788 840 82 136089 141 421 634 89 726 83 864 911 21 23 1 3 7 074 167 444 693[600] 836 75 928[1000] 138164 211 21 46 437 95 676 799 139007 22[1000] 58 298 667 607 938 74 140267 477 533 622 730 65 820 141167 8 3 [600] 210 405[500] 652 625 59 704 831 936 142005 [1000] 198 667 732 885 143103 302 8 81 422 603 67 625 803 33 920 65 144250[500] 53 386[1000] 801 64 145238 68 473 75 93 508 601[500] 24 60 61[500] 62 146182 207 311 403 41 70 569 603 23 721 68[1000] 826 940 147198 220 78 85 803 401 658 932 35 45 94 [6000] 148108[500] 420 79 681 730 910 71 75 94 149099 180 207[3000] 663[600] 603 60 87 743 840 69 900[1000] 92[500] 150152 77 84 85 245 313 51 60 444 87 572 79 660 808 9 18 81 900 33 64[1000] 151072 385 400 666 688 1 6 2028 80[1000] 140 60 288 431 693 626 60 83 89 621 65 933 77 153059 265 404 581[1000] 610 [500] 40 813 924 154156 327 74 421 68 697 612 22 703 13 20 62 823 73 93 957 155143 45 57[6001 214 48[3000] 73 350[600] 463 91 635 95 897 156084 115 99 202[1000] 48 383 448[1000] 677 91 720 90 875 86 996 97 157065 230 38 332 33 41 641[600] 90 977 158232 646 621 778 159209 367 417 619 23 70 815 67 83 935 68 82 160286 347 439 643 910 33 1 61135 343 494 693 635 710 812 91 162037 73 86 99[1000] 299 312 447 53 615[1000] 49 612 47 84 715 911 163090[1000] 844 497[1000] 621 69 692 731[3000] 164214[30001 84 480 698 720[1000] 25[500] 849 165003 5 165 222 60 61 381 457 60 95 668 762 973 166028 84 115 210 76 341 749 67 80 998 167076 179 418[3000] 517 78 820[10001 47 71 168160 217 65 833 68 611 64 693 1 69118 243 70 669 796 827 928 83 170029[500] 144 94 420 641 651 80 737 17 1 208 70 356 655 60 82 637 69 92 1 72142 244 334 689 173073 180[500] 98 245 78 484 80[1000] 637 01[1000] 723 096 174048 149 75 305 699 689 894 175091 02 95 109[3000] 18 266 362 416 64[500] 553[600] 730 1 7 6216 61 325 444 517 65 711 27 893 177034 260 80 399 405 502 48 789 821 919 178063 383 624 38 611 707[600] 13 179023 III 386 437 41 616 18 32 54 79 832[500] 909 52 18O120 66 333 468 98 669 68 612 913 181179 832 64 408 535 92[600] 705 13 884 182047 66 112 644 62[3000] 86 883 869 995 18S028 III[3000] 60 882 402 55 519 88 782 825 952 91 184066 121 22 71 506 69 707 21 185396[1600] 617[1006] 755 824 91 982 188164 71 294 310 85 421 80[ 500] 602 9 19 66 94 773 837 59 975 187053[3000] 61 117 31 219 377 440[500] 535 605 3 715 25 79 814 37 38 968 96 188556 607 717 27 28 180333 51 67 40» 84 615 20 63 624 25 830[500] 62 935 100062 313 436 668 793 101162 485[600] 622 77 742 54[lOt'O] 808 31 72 994 192262 333 481 630 634 83 89[500] 837 78 960 193017 431 92 620 831 62 82 194028 37 166 70 96[500] 632 95 424 27 633 808 27[600] 973[3000] 195322 503 97 664 87 784 878 900 37 196045 67 123 318 92 454 60 549 620 767 [500] 197048 273 328 423 657 65 764 808 40 912 83 198084[500] 97[3000] 446 609 998 199094 102 61 320 57 95 711 852 62 81 83 2OO030 737 800 34 96 968 201094 105 35 69 228 33[10000] 86 348 465 510 29 61 72 89 681 704 937 50 53(1000) 202397 478 631 36 605[10000] 35 72 83 743 91 829 9 7 901 71 78 2 0 3074[1000] 140 43 389 444 638 700 10 204089 206 380 469 90[1000] 643 85 608 61[1000] 759 835 48 917[500] 62 63 205126 219 20 29 45 66[500] 382 87 422 812(TOS 206014 00 248 76 370 458 654 872 74 06 942 89 20 7049 236[6001 48 398[500] 495 612 69 886 81' Total- Ausverkauf wegen Aufgabe des Geschäfts I. Neue Garderobe: IlarHcben-AncUge, Hosen, Winter-Lodenjoppen, HehrocU-Anzüs:« naur. ur für Herren große Posten Paletots, von 6 M. an große Posten Anzüge nsgr. von 8 M. an. II. Monatsgarderobe: 0,<,"%ä"*'"• Iflonatsgarderoben-Verkaufs-Gesellschaft, Dresdener Sir. II, am Kottbascr Top. Spranz Abraham Hieb. Messina-u.Römertrank-Kell. y 4, Barlfllstr. 8t, Fernsp. KgBt.13708 Epscheint 2 mal wSchentlich. Si-8i Bestes alkoholfreies Getränk. Berlin 0,Rudoifstr,4. f Arbelter-Bokleldunp J Hamburger Laden, Charl.Wrllst.CS f B8okep«len, Kcndltor.� Biottner's Großbäckerei Geschatte 1» Berlin, ChariotfenburBt Schönebere, WHmeradorf.| Bohndorfs Bäck..Königslergerstr 30 Paul Delly, MarkusstraCe 15. Brot-Fal)rik„Vorwärt8" Hormanr�Urich�KSpeniclr Franz Faulwetter, ilanieoffelilr.07. E. Freyer.BInmecUr. 7t,£. ilartasalr mEDSBlwÄ�FÄ.«. Verkauf in Milchceschfiften Berlina Bekaant gegoDen. d. Plakate. Georg Genz, Weraelerstr. 20 UesM?.irÄtr-M QikatHanke's MMml 7S Geschäfte In allen Stadtteilen Berlixif und in Rixdorf. Cegründet 180g. Hoppe!.sNiicbr.Kram&rek,Adalb«rt8t.6t) Kllies-Großbäckerei, Boßestr. 8. Emst Küster, Frankf. Allee 197. Emil Lieske, Grüner Weg 122. Hermann Markau, Rigaerstr. 107 Mattke. Gipastr. 9. E. Mertins, Ueichonbergerst. 168. £. Martin, Gieimstr. 55. Erltz Mülle, Gräfestr. 4. Alfred Müller, Brunnenstr. 87. Roman Nowak, Wieners tr. 8. Friedrich Oste, Madaistr. 10. Herrn. Proell, Nonnendamm. Friedrich Probst, Andreasstr. 51 Bäckerei„Nordstern" Inh.: Gast. HOIIer Filialen i. verschied. Stadtteilen c Berufskleidung Bezugsquellen-Verzeichnis. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen Damaschke. Invalidenstr. 144. Heiner, Otto, Gerichtstraße 86. RoterLaden.Schöneb.IltaiitatMO» Bettfedorn u. Betten 1 c G. Behrends.Ktok. KctMbecVur, 106 BuIlr.ski.Feh rbelliatrslr. I, E.Srhunh.A Carl Henze, Afldressfitr. 55, tielaigang Wäf trhiino LandsbergerAUeattg Iii UA iUiUÜI! reell und billig. M. Zysnarskl, Alt Uoabit 82. c Bierbrauereien.Blerh. w. Akt.-Brauer.Potsdam.Eig.Niederl. ! Beriin SW, Tcmpclhofcr Ufer. 15 [ IlrAcdenbnrg a. IL.WiibelmsdorferaU 10 Bpez. Potsd. Stangenbier i ü. Malzbier I Innerei Kiostailt g feinste Oualitätsbiere. Brauerei Tivoli Sr««*; Fruchtstr. 87 Caramel-W eifsbier fast alkoholfrei, or'rischend. bekömmlich, Berliner Weißb.-Brauerei C.Wiilner. Deutsche Bierbrauerei Ä.-fi. Berlin-Pischelsdorf Grotcrjans Malzbier. Scbönk-AIIee 130,T.m, 5063. C.HabelsBrauerei hell— Habelbpfiu— dunkel. Hempel, E., Müllerstr. 138 d. Goldbien ist nicht nur©in Erfrlschungtgetrftnk, sondern auch ein Oesundheltsbler ersten Ranges. Berliner OntoDS-BranerelJernDS. Richard Reinkc a'S. s«. Arthur Roemer, Kotib. Damm 101 Walter Rohr, Ankla raerstr. 26. Max Sander, Dunkerstr. 23. Otto Schmidt, Adaiber tstr. 27. Helnr. Schubert Boxh. Chauss. 5/6 ßlkorskl.Weiheuee�aioeri dorfentr.U Rieh. Schenk MaÄ A. Sdireler, Urbanstr. 61. H SpUImann, Grüner Weg IIB. «■•tar Ts.plts, Prinzen-Allee 61. Carl Tennert, Schlesiachestr. IS. F. Tledemann, Boxh.-K., Kinlitr 47. Tutihnn Filialen in allen Stadt- turcan teilen. Josef Ullrich, Manteutfeletr. 103. kf olksbrof E. L m b. H Fehmarnstr. 10 Mirbachstr. 13 Uäaeleratr. 11 E Häeelerst. 16 B If ir�eh�l��r.3. KöDioial.lijiatKllilt.tb K. Walter jr., L5we«tr. 18 1 Chorinerstr.85■ 1 Fll-Ackerstr.lj WlltlSlina Andrer. 32. Otto Winkler, Nannynstr. 73. E. Wolff, Grüner Weg 75. c Badeanstalten :) Arkona-Bnd, Anklaraer-Str. 84. ETJtcaarä Undibergentr. 107 OCS.U Oollnowztr. 41. Börgerbad m. Canitz-Bad, Münxstraüe 2. totral-Bad« "" Neukölln, Mfinehenerstr. 51 BadFrBnkfart,Gr.Frkft.StT. 136. Lieferant sämtl. Krankenkassen BadFrledridishaiB,Laod>bJUIeel53 Badeanstalt, Hasenhaide 18. Bad Hufeland, Hutelandstr. 45. Kaiser-Friedrich s-Bad,Chtrl.s.Bk. früher Mflnsel, Wallatr. 70/71. Natlonal-Bad, Brunnenstr. 9. Bad Ostend gÄÄn Passage- Bad Reform-Bad, Wiener Str. 65. Roraer-Bafl Silesia süüe'sis"" tTsT U flKtonla- Bad Kottbuser Damm 76 V FpledrlohWIlhelmabad Chansseeatr. 87. � Bandagen, Buinnilm�� R. Baske, Stralauer Str. 56. Berkholz, Köpenickerstr. 70. Laage, A. E., Brunnenstr. 167. Liepe, Seböneberg, Gruevaldatr.SO. Meyer,P.,lftll».,BerUnerstf>49— 60 J. Ch. Pollmann, Lolhringeritr. 60. Doipho\ SeydelstraBe 15. i\CtLIIC| rt. Lief. tUerKaaaen Fr.Schulte, Adlershof. Bismarckit.S Wende, A.,TÄr" Zaremhay�i'igtlklb [ Beerdig.-Anat., Sargm.� Bredlo wEberswalderBt. 1 BWörtherst.BS Otto Büttner, NeaköllD,IUDgb&luut32. ' Raalinv Nklln., llohenzollernpl.il n.riSulcf Bochow&. Eiid. KrankeiihsaB. Mül FDttlS Frankfurter: Allee 17o Hanisch, IVeiBensBel'rentlznerProm.PJl Hiekel, Fr., Gr. Hamburgerst. 37 Gust. Nobert, Potsdamerstr.HSa H Peterroeler, Strelitzerstr. 8. Peter-Schley,�FIth.,Zo»««ii«ntt.U. W. DrbSO, Nansens" rfel.KtiiL 283 ÜB Grüner Weg 16 »n der MsrAasslisJe , Danzigentr. 96. i Jn- Hochstr. 43 106" Fabrikpreise Lulsenbraaerel Weißensee._ tiödieDerBr3DlaQiBerllD.t Löwen-Branerei vorzügliche Faß- und Flaschen-Biere. Schulz, Herrn., Schönleinstr. 23. VeFelDs-Br3oereiTeotoDla.llWB7. Victoria-Brauerei Vlctorla-Saazerbrlu Weissbier, 0. ßreithaopt, Palisadenatr. 97. Tel.-A.VII, 2634. Oskar Albertus, Müllerstr. 41. Bank,K., Anklsnsnlr. 26 F. Arkoispl. E.D6gar,Elid.,Ksis.Frieilr.8L50,B6rg«l.58 O. Hahn, N eukölln, Henna anst.70 Gl guronf Brunnenstr. 63 - IzuUlCUl Psisrsborgenli.il F. Müller, Danzigerstr. 27. Glrtasr. A.&P.Meitzner.Nkll.Biogbbfit. Ww.RatschkeNUIi.Hermannst.62 Topfpflanzen aller Art Brill, Kudowerstr, 92;93Tsl.Ncik.l34 c Butter, Eier, KMae) Untterhandlung J. F. Assmann 20 Filialen in Berlin O. Drei Kronen D«vc.Sr.ohn Fried. KSseke. 7 Filialen. f 1F 40 Filialen • in Berlin und Vororten «. August Holtz g..dÄ Kosmaila, E., 4g�'gft. f ir mm 48 eigene Detailgeichäfte 1 Schröter, R. 43 UcrkautttttlUn Jhly&Voltram Vereinigte 48 Pommersche lerkanls- Melereien �°iieu. Gaoaog Chooolade Adler s Konditorei, Wrsigslstr. 87. Althans.Kri>iliir-Boab..lioil9werstr.ie. �TolLWERO� Gold 1 Silber Kupfer Schokolade• Kakao In drei Preislagen. Die verschiedenen Sorten sind untereinander gleichwertig und unterscheiden sich, wie die deutschen Edelweine, nur durch ihr Aroma. Cyliax,G., Ford. Hahn, Berlls FertsrsbargsrstTt» Sciff-Tt, E.,"nd1 in Bertin Vororten Fapdepn Sie W esenber� �Cloarrenhandlungo� |P. Hoefer, Kottbuser-Damm 79 UUIletst 77.Adairal«t.3. Drt»dener»tH. 3 Klein, Wilh.SK-',"' J. Nothmann, NW87Turmstr. 59. G AS.Peterke, 80.Kottbaaenti.14. W. Schuster NL, Neanderatr. 28. AIb,Werner,Kcke ElasSsn Aeksntr Damankonfektion 3 Neukölln, ßergslr. 133 Gelegenheitskäufe. Dombrowsky Äy«cifiill Doctzat I Nottboisrdsah 71 ■■«SS» Im* j�.Bnuuisnitr.SI Oskar Woliinirg.BruiiDeostr. 56. ���pege�uT�p�n"� Reinh. Assmus, Gerichtstr. 10. Gustav Bersug, Weidenweg 80. A. Diepow, Tauroggenerstr. 12.. Haeberleln, Trspt., 6raeti-Boicb4ili Klahn, H.,NUIi.Kaiisr-friodricki 1.231 Bnesßöock-lm.Her�Vit,. KröningsAdler-Drogerie.fUmleritr.?. P.Lehrke,KotlbDierDiBm81-824>sr{iiB Alfr. Harsch. Culmstr. 37. Rathain-Drogcrie.Nklls.Dossutr. 24. Prinzenstp.]Q3 A!fpod _ Hoffmann Fr. Schlnssnaß«, Liebauerstr. 22. Hugo SchnltZy Müllerstr. 166a.. Hyg. Gummi w., Photogr.-Artikel. WerdcrDrogerfe, Brill. Rade werft. 5«. Zobel, Georg, N, Ackerstr 50. ( Elaen- u. Stahlw., WafT) Aln, 0.,Nklls.,Kai8er-Friedriebst< Qtto Anders, Kottbuserdamm 6. W. Allner, Mulackstr. 24. BeatelaC.,Boxh.,NeueBahnb.St.26 Herrn. Broun, Landabg. Allee 149. OttoBeljflwrtÄbt! Em» Braun.Aiireasil. 7t EeksBrssl- G. Brucklacher, Ä?, F.Bentel,NkIIn.Ksla«r-Frledntr.77 Flock, K., Sptsdsa, ScbiisTaldsriti. 14. Carl Jung, Stromstr. 31. FronzPteife�O. Frankf. Allee 13». lungblutii, Bensaooitr. 172. H. Rockstroh, gÄ,... Riihlm«nn,P.1Mflllerst.40b,E.See«t. F. Schubelt, Voigtzt. 10, E. Sebreiasntr. Soll ach, Th,,NUIg.,HermannBtr.4i8 E.TImm, Schleif., Waldemarstr.73 ..... Müller» in Straße 13. Frankfurt. Alle» 16». ArthurWelgel älny UJoimar Alexandrmenstr. 14 HlKa ncluldl Roichenber gerat. 100 (Inh. Otto danke)._ ��ährrid., � BMhinaaoh�l Fabrrail-Liübhaiis Lebiaiis Nene Sehönbauser-Str. 11. Fahrra7-»8 1 ���ächhandjunge��J C.DIttmann�Crst?«. ��Hachäp��Wu��Tj JdI. AmaDilowiti al"rr O. Amüng, Neukölln. Elsenstr. 74 August BlmstelnDunkerstr.TS. flognst BienertAu�TAnee � Füialen i.tll Stadtteilen. Wilhelm Behr Wurstfabrik, Speck- und Schlnkensalzerel. Berllii-Sch8iieberg,Kolnieut57-58 Beste und billigste Bezugs- quell# f. Wiederverkäufer., rÄÄ'äsxSk... A. Bentele, Thaerstr. 21. K. Christ, Elbingerstraße 68. Darge, O., Finowstr. 6. W. Dörr. Sohiveibelnerstr. 27. August Fänger, Grünauerstr. 8 Feverherm. F.. Ail-Btlltsiei II. W. Friedmann. Nkiln.,WsrtbsitT.7. Fr. Gerlacb, Tturoggeuerstr. 1 1. Gustav Glrra, Waldemarstr. 2L Bob.Gleue.WeiJeosse.GaiUdoirstr.lt tlttoGrubenÄsL Gnsinfle, Rieh. Älv. GeistbrnacB's�ttw�sÄ O. Gleich, Nsikllli, Hobsatollertpl. 7 R. Grieger, Charl., Caueratr. 19. F. Gutadhmledt, Koloniestr. 32. Heinrich Höhne, Skalltaeratr.»7. Janik, C. Kö.ptnker- Er.I»»i5cb.K»Itb>.Vai»M33,fIei>zb.Varsi. I Immin"• Fleisch- u. Wurstw. . Illlllliy Manteuffelstr. 102. Helnr. Jocfamann, Zietbenstr. 41. Max Katler, Zietbenstr. 27. Wilhelm Kitz, Knlprodestr. 118. Fritz Klein, Kottbuserdamm 12. Fritz Klesae, Uarkusstr. 31. Bruno Keiler HutÄJ.u. Otto Koch, Alte Jacobs tr. 17. Fritz Koebke, KI. Andreasstr. 11. W. Körte. Nfik.Wildenbnirhst.64, 1.748 Bruno Husche, Fruchtstr. 28. Ernst Kolbe, 0. 112. Weichselstr.lö Königsbergcrstr. 37. i ff. Fleisck- i. Wnstvarea M.Kops, Selntekeid., RssKesutr. 164. A. Lange, Iteiaickdf.,8eb»n»eb«rstr.UI Rob. Lindner, �"Är.a. Wilhelm Liebherr Fr- Lindemann, Emdenerstr. 45. August Llncke, Alte Jacobstr. 26. Emil Llndigkelt, Michael kirehstr. 8. Lochmann, Malplaquetstr. 32. iDßbkßJob.rÄTÄb4?: Aug. Maar, SchulstraBe 103. Märlt.Flcischkon9.,NUla Witnbstt73 M.Mauersberger.Nkll».Ksnasrstr.ie ILMflUer, Pankow, Wollankst.101 Georg Naumann, Gärtnerstr. 19. F. Beborowsky Paul Nuss stsÄ# Pf Große ■ Frankfurterstr. 13. W urstf a br., Lkndsbg.- Allee 130, Spz. Roll.- »chink-aNußschink.. SchtakdMpeck Riedel, B,H#rmir,,r Rodewald, Pr«nilAII(f29 T.KstllOI. Franz Rose, Frastf. Cbussss 21t Ottomar Rudolph, Girtneratr.17 Herrn. Ranchheld, Zietbenstr. 13- A. Rehmet, Moab,,Perlebergerst.2 W. Segllng, Chriatburgerstr. 43. Max Schlack, Langastr. 67. Th.Scheiinemenn, Helmholtzstl. Otto Schmalz), Jahnatr. 1. L.SchrammJ'oderslr.tS.Lllpl. 11707. OttoSchleusener, Kklli. lUiutrit. 8 Koppenstr. 98. pez.Wnrat-Geach. Ang.SzczygieLNklli.Tsiyitasritl 10' Otto Schreiber E. Schauer, Huttenstr. 70. E. Seksnberg, Bsieieksadf., Eauiai 9. Max Schubert Müj56e"tr Slargard.Pleiicb-ZentHle.Stansrdsril.OI -ThSrlag, Fleisch- a. H urtt-Fabr * F. SomaisrasnB.BsihsgsgenllO E.Trapp,Tiirstiegtrsie,Wtldeaisntr.lO Tscberbner, Strafimannstr. 6. Max TBnunel,Christburgerstr.24. Karl Unte gySSSEÄ! Utzlg, Faul, Koppenstr 28. G.Vettin gr7ßnüwB#f Warschauer Fleisch- n. Wurst- Centrale, Warschauers tr. 83 A. Wenzel, Woldenbergertsr.SO Nord-Deutsche Pleltch.ZcBtrale t. Zlmzermiu, Sssitr. 78, Giissutr. 40 PanlZvarg, Landaberg. Allee 136. Ernst Ziffer, Odorbergerstr. 37. O. Krüger, WeiSenburgerstr. 79. ( Brammoph., SppeoHm. J W.Becfcer, Cklbg.,VllmsndarttnLl 37 C Haap-Artlkal Beriiner Zopf-Zentrale Inh. Rieh. Müller nurKottbuserStrasse I Spei. Champon, Frialer-Salon Unterricht m allen Fächern All d. inggne« giwibra 10o/o Esbstt Rob. Kortmann, 8ckäiwtlderitr. IS. H.NIzdorf,Fnikigi1erAll.lll7,6°(>Btb. Hamnlrfr Spandau, Schönew.St.93 iifl Iii Ulla, Eatille, GIu, rtnsllu.Lsnf. RoiljtrobJlarlGÄÄ R.Stütze, Waschg., Nannynatr 9t. Happuu-Apflkul D H.Bock.Neaiclln KsiserFriedridut lO. E.FIIlPBClCBsÄeÄ Krame, Wllh.,Mtlla., Herrn.-St. 168 Ad. MahnkeWÄ* Nordring, Brunnenstr. 84. A. Samuel, O.MirbachBt.62,8 Bergstr. 44-45 ffldfl/US, 0., liBickieiderei. Monstsgarderobon v. Kavalieren Zum Kalmann Primenstr. 64. Ecke Annenetr. Rosner, Lager fertig und nach Maß Julius Solomon, Brunnenstr. 86. JQnhnll FriedenauRheinst.9 . OLIIUII von. d. Bl. S% QHQte�Mfltaön�T�PelzwJ Hermann Haase,InTalidenst.l29 Ruthaus norden BrunnenstraBe 53. Badstraße 66 Chausseestraße 55. Dreadnerstraße 120 Beiße, Rad., Chsusseestr. 66. IM. Grund m BErI.BDt-[enlralB�"eB,ll,r,or' ¥eiabergsveg27 Hat-Engr.-Lager,Boi]i:,G4rtasnt.24. A.Lemaltre,WlIoudif.,Berliisnt.l3l. K? I g. DP DAM Badstr. 64, nieCK| tm. Q«riekt.tr.61. Schoerr, Herrn., Wilmarad.-St. 46. 1# oef sari F KoUbufl9r- w esierp c.« D,mm mi_ Zum Hutwinkel S. Kohls, Chausseestr. 85. Unerreicht II«u Pf. pro Pfd. Edel-Mals-Kaffee Marke Mal-Ko Qensrsldepot Nordes. CNaDo.weotr. 1 16. Eergspreclier Ami Norden 594 a. 9904 Filitlog SW. Goeiisnsutr. 104 lad Bläcbsrstrsbo 14. Bei ibiihine von 6 Pfgnd frei Esai. Otto Ooetze.Kottbgaordanin ltfl7HoI. c Kaufhäuser D l monln i(g. Mi. jj. Hermann- Fiats 8. Liefert, d. Konsumgenossenschft. B. I Landsberger- Allee 29. QKohleinlWtit��� W.Pieperr meisterst. tS Siemen, A. R, Kobloabbf. WeddUg Karl Werner, Neuk.' Göthestr. 10 Kolonialwaren D Babel* Hanke, WUsisekontr. 47. O.Behrens, SchönebergAkuloutr.9 Bodach, Franz, G, Gofllerstr. 20. Georg Burow, Stromstraße 39. Og. Feist, Nkl., Weserstr. 4. A. Fiedler, E6,oilek. KOggoIkät tt. NeukSlln 1 Filialen in allen Stadtteilen. Fritz Oerall, Beusselstr. 76. Croostisr- Str. 18. Etpsraikasstt. 19. Nlcdorbstalmitr. 10. Helnlcke,Wllh.,ättrkgra(end. 17. Fritz Hühner, Schliemannstr. 11, Kohle, W., Lichteabsrg, Hsgsnitr. 50. Kramer, Rldu, O.Krtnprhucuti. 17/18 Ups, Chamissoplatz 8 Lanier, O., Warschauer Str. i. Lackner, Felix, Nklli., Weichseist? KariMercier,Huttenst.3 HMiillnr Gebe aufWsr.6*/,B. .IflUlier Tegelerst. 1 II 7001. 60311». t Kottbuser Dsmm 31 fflillllsl, U. Herrn. 81155, KisisbitkillS F riebe, B-, Boibsg.-Chaussee 22. A. Ramhold, Prinian-Allee 18. Carl Rehre, Langh snsetr.SS n. 148. Willy Bohne Range, Otto, Nkilg.Harmaonst 65. A. Sägeharth, Ethrbslllan Str.24. Schnelder,P.,Nklln.Kaber-FrlsASL75 Schofflor, Carl, Badstr. 16. Fritz Scheel, Schwedterstr. 47. Schienther, Emil, Huttenstr. 7. Rudolf Spremberg,Wörtherstr.t. Wilh. Thomas, Bsiuckud.-Str. It. Otto TOck, Gubeneratr. 11. Willi Weganer.Poaenerstr. 6. � Korbwar., Klnderwag.) Metzners, FiU*le 1 BeusBOlstr.67. f Krank isnbBdTrfa ort Ik.) Fischer, WUh.,N, SvlismiHt-St 1 10 Lange, A. E., Brunnenstr. 167. c Lerlerwaren J ligenieler,S«aiiseut.30äWilBtTtdfst. Hermann Callies�� Taschen-Möller IlZÄ. et. c Lehranstalten J Zusiwnelde. Akademie A. Gorski, Alte Jakobstr. 45. Bethke, Georg, Rixd.,Elbest. 33, Iiii.-Erle4i.Ä61 Weserstr. 189, Friedelstr. 23 Treptow, Grätz-Straße 64. Bordasch O.JiUli.,Kaie.-Frd.-St 29 Bernhard Danne,ässt»als»sU.iO 51. C. E. Fink, N, Panks tr. 92. Halft, Herm,NkIIn.HermannsL227 |Frese, Ernst 5 Gaege,OttoChCg.en Paul Gaege, Spandau. Ino UrjnlFQMehl-u.Koionialw. JUÖ.nclUN» Bergmannstr. 95. Heerma, H.,NtIlB., Kermann3t.l72 Karl Hülm, Schererstr. 9. Korn, flujo Lfldtke, H., Fruchtstr. 67. G. Lauplchler, Turmstr. 80. Gus-Mcy er, Helmb.-St. 1 9,ff itlzt-St. 1 C. Neugebauer Ober-Schönowoide F. Pflugmacher, Colonnenstr. 48. In) DDUnar Greifswalderstr. 11, JUI. rcUUCl visavis uppehnerst. r»hlnini4« I Mariannenstr. 14. ilfl 8 H IZ 11 Auktt-, XatkeiiakssL MCIHLIuliL, H. g.rVtb Dorctbeiagl. Thleke, Nachf., Prinzenstr. 10. B. Wendlsr, Reinickendorf erst. 6. B. Zyczynskl, Neak(illnPaailcriir.b9 ���Wäbelrnngazhiie�J Daehne, F., Ri., Neue Jonasstr.SS. J.Deutmann.GelegeohukJeuieliti.Z 1 WllOäiipr Bnmnen- Str. 162. Geppert, Paul, Zossenerstr. 32. Gleiser, G.Hacke.Wilhelmshaveirer8tr.20. König, A., Nklla.jBerlinerstr. 102. Herrn. Kogel ho�Ä.«. Küchenmöbel Berliner Küdientn'öhfL-Fäbrik Neue Königst. 31-32, T. VII 4746 Damaschk©. Invalidenstr. 144. Goldmenn, SptBdta.Kchöavalderst.M. R.Hagemann,Kastttticn Allee4. 50/oE. Hiolin innzf. AllesllSs Nehngb. Alles 801 Eigxel Verkaaf z. Eagrosfrciseg. Leacrd.Ztluggi"■„Rabsf. B®ZB i Bergstr. 52. Hermannst. 165 Herrn. Kärme», Cöpenick. Emst Müller, Teltowerstr. 59. Petersolm, OskM Müllerstr. 151. Schmidt, Gebr., Fennstr. 69. Fritz Schlott, Moabit, Waldstr. 34. Sommer, WUh., N, Sehüiih.-Ailee 85. (�jSchlrroa u, St6cke J Jchnichen, N klln., Rais.Friedr.-Str, 1 8 Q.Schleustner, Warscbauerst.86 c Seifen J Heldke, Paul, Burgsdorfstr. 13. Gast. Banse, Elsasserstr. 9 a. �jTeppIche u. Bardinan j Gardlnenh. Bernhard Schwartz Berlin, Wallstr. 13(dreizehn). onno M o v�chwedter St. 26 .aMyC,mdA a.d.Kast. Allee. Itlöbd-üelegentoeit Anklam, Charlottbg., Wallstr. 59. MöbelKorras Wildenar8tTaB6l3n.64. Hugo Mob, W. 57, Folsdamerstr. 82e. f.nßnBiaDnÄÄw. Emil Huflar Tiscbler-Innungsmeister Prinzenstr. 84 j,». Sciiüiz i.ifr.T �UhPM�T�oldwä�m� OttoBkkoU™Trg A.E.DeikeMlrirw Gustav Schoder Fabrik modern er Goldw. u. Uhren Hauptgesch. S.lO.Oranicnst.lSSSI I. Filiale W. 80. Lützowstr. 80. II.„ Schöneberg, Hauptst. 142 MaxEiserm ann,Cbarl„Ntbnagsl r. 1 0. IWax Busse ErS"tr' Eliinghaosen, Gebr., Grüserveg 41 Eenake, S., Kottbnsserdamm 96. P.Oädtke, Elbf.-Str. 40E.AU Moabit I CohharHf Charlottenbur® j. ueunarui Beriinerstr.124. Emst Gräber. Brunnenstr. 73. Eniebuscb,W., Frft. Chaussee 61 Lehmann, Alb., Frankf. AUee 40. Lehmann, WUh., Kottb.Dainra23. Nolte. K.. Simon-Pachstr. 13. Schmidt, Otto SiBbeky.H.stTiÄpww A.SchaMtor.Ob.ScbÖneweide.Bdisonat.SÖ Schwanke, Rlxdf.,Hermannstr.229 WaldemarstrüBe 72 , EckeManteuffelstr, Ch.TenalgkeitfElsaßerätr. 21. ( M6bel-T ransport � pSa3ers�na«»euiSsn7T�r7!Unc. Krüger, Beickegb. 8t. 10. Tel Ipl.8107 Helnr. Kaufmann, Linienst. 145. J. Lange, Ritterst. 96. Mptz. 4195. Panl Schur, e.B.b.E,Dirkstaitt.£g.02. c Molkepalen D M8lkM!ÄÄtr.»t O. Oollsdi, ritbiient.tt.E.BsOBlsTit Milch Schmidt NeukSlln Hermannstr. 53, Hermaoiistr. 95-06. J.Reich, Birksiitr. 33. Zviigllatr. 33 „Schweizerhof", .Meierei und Milchkuranatalt. Emdener Str. 46. Tel U 2565. D Cphnl? Frankfurter Allee 73b UvIlDlZ Frankf- Chaussee 115. c Mualkaiien Q Wuelklnetrument�"� Klrit, R. Brunnenstr. 45. Noten. Lorenx Rahmel, Oranienstr. 183 c Nähmaschinen D Bellraann, E., Charlottenburg, öpandauerstr.SI alle Systeme ohne Anzahlung.! Nähmaschinen Läden In allen Stadtteilen. liHauer.Vertr.WilkfiÄBerI"(rrt'84 ! Bsrauut 50(00. F.W.Biltnei rntar.Mantcut'iel- , Straße 109. Afrans-NäHmaachlnen 6. A. Baltner, Aadreuslr. 79, Peterabirger- ■tr. 37, Spandau, ScbbavtldsritrlS. c Optiker J Oase. Paul, N. Müllarstr. 174. Grofi, Faul, Wsrschauerstr. 66. Schnbert, Carl, Nklln. Bergstr. 148 Wlenitrad(,8piid>i,rotidanetitr.tt. Q��Photög��eMep«� W. Scharf, Bassnlsler Ter. Elwserzt. 1 (�_Pepler�u. Sohrelbw. � O. Prochnow, Kklln. Bermmilr. 61 Seidler, Lonls, Nklln. Bergstr. 42. c Pfandleihen J Langer.yraigtlslr.Ot.BilllgsrTcrtsaf. A. Meusel, I. Gerichtstr. 39 Billigerverkauf, II. Müllerstr. 108 Schmidt,- Fenustis 3 c Photpr. Apparate D SMiiSKaay Zaremba.Weiai�rgn�ir»�4*-8684 c Puppen D P. R. Zierow,"SS'.»" Heaterliandlungen D Lui.eFrömcl, Greifswalderstr. 199 i T „nitxow, Job., iiülJerstr. la. Emil Quade O. Scharnow, Oranienstr. 45. U.Schmelz.b�Xu. Schönemann, O.jNUlg., BerI.-St.7S Schumacher, O., Tegel, Bcrl.-St.6a. Max Storch, Elbingerstr. 100. A.Trenner, Wilhtlmanh. Hsaputr. 1 1. Uhren-Klinik, Ii ratgeg- EBernsgersL Wegner, R. Nkll. Bergstr. 55. Versfoherungen D „Deutschland" Berlin Arbeitervertlcherung— Schützen- Sterbckatsenversicherg. Straße 3. „Friedrich Wilhelm" I Berlin W8g Behrenetr 58-61 m Lebens-, Storbekaiiei-xArbeitirrcrsichg.« Mit u. ohne ärxtl. Untersuchung Jahres-, Monats-, Wocbenbeiträge .Iduna'zu Halle a.S. Bärlin, Chariottenstr. 82 Volks- und Lebensversicherung. Warenhäuser) Wilh. Herrn. Lesser Eoioifli.54 Schöneberg Roiovit.54 Bei jedem Einkauf Rabattm �Wcine�JLikör��rachUäft�j JSMgo©©liag 60 Filialen in allen Stadtellen. I_ Pnnwtlri Graßdestillation bOnrflU Oranienstr. 207 Ml Ml , Brunnenstr. 16 und Filialen. LEinKlTotk.i.Engr.-PrelJ GroBd..ZurSonne', P. Freudenbcrg { WelB-, Wollw., Trikot. 1 Max EößlÖiCliB Chausseestr. 87. M. Gardeis?:~test7?« | Georgi, Ernst sÄ.I Hoppe, E., Scbaruweberi.tr. 52. JnllnsJohn�Ä?. Juncker, H.fIr™.1inn..r.i72. Carl Klein, Höcbstestr. 16, N G 18. Robert Kutsche, Gubeneratr. 56. Fr. Ollwetzki, Alts Jikobstr. 137. ÄOtöD SüllBOf �ite Schützen, t. 2 HÄVS�ÄS«t L. Schneider. Weberstr. 61. Albert Vogt ��Wlldji�ßoflOged�J Prima LagahDhner ,»owlo Bottfederns Geflügel Importhaus Neukölln. Kneaebeckatraße 105. crDlttmann BerhlÄ a p.Hildßöraniltlt'Ä Boliert Prai dXä" Schmidt, Spandau, Ha velst. 19 Zaatro w, Landa>4rfler- AI lee 1 4 7. Fliehe. c Zahn- Atelier !) M.Oorodlskl, BliuNiekf.Branienst.se OHiIlerWelnnislstsrit.ioiiI.Nd.707« Hollbradi, Herrn., Fulut.5 gegr.ia'l Heröd.H-.Eliuiern 97(Eaieit*l.PI"t) Körber,O.,lIsriesdi)r(,Ch4nueestt.306 11. Lindeke, Wsrschauerstr. SO. M. Rasenke, Blrkenstr. 22. Witte, Max W.W ettstädt, Stralsunderstr.lL � Leraniwortlicher Redakteur: Alfred Wirlrpp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th- Glocke. Berlin. Druck iL Verlag: Torwart» Buchdruckeiei u. Vt clagsanstalt Paul Singer u. Co.. Berlin SÄ. s--Z7t 7».?.�.«?. 3. iiriloor Partei- Angelegenheiten. Friedrichsfelde. Die Paiteigeuossen treffen sich Sonntag- Vornntrag zur H a u Z a g i t a ti o n in den Zahlstellen. Nicder-Slbönewcide. Genoffen, die sich bei der„Vorwärts"- agitation am Sonnlag, den 24. d. Mls., beteiligen wollen, treffen sich heute, abends 8>//„ Uhr, findet in Gnädigs Lornl eine außerordentliche Generulversaminlpiig des WahlvereiuS statt. Es ist eine wichtige Tagesordnung zu erledigen. Spandau. Sonntag, den 24. November er., vormittags 8 Uhr. findet von sämtlichen Bezirkslokalen aus eine wichtige Flugblatt- Verbreitung statt, an der sich sämtliche Wahlvereinsmitglieder recht rege beteiligen wollen. Berliner Nachrichten. Die Mädchcn-Fortbildungsschulcn Berlins haben zwar seit einer Reihe von Jahren eine ziemlich ununterbrochene Steigerung ihrer Schülerinnenzahl gehabt. Im ganzen aber ist es doch immer nur ein kleiner Kreis von Mädchen ge- blieben, die hier eine Fortbildung suchten. Lange ha« es gedauert, bis man daran ging, auch für Mädchen eine Pflichlforrbildungs- sch'.tte zu schaffen. Berlin hat die Pflichlfortbildungsschule seit 19Ö5 für Knaben und wird voraussichtlich von 1913 ab sie auch für Mädchen haben. Gegenwärtig bestehen als Lehranstalten_ der Stadt neun Wahl-Fortbildungs- schulen für Mädchen, in denen umerrichtet wird in Deutsch, Französisch. Englisch, Rechnen, Buchführung, Handels- korrespondenz, Handelskunde. Kontorarbeiten, Schönschreiben, Steno- graphie, Schreibmaschine, Geschichte, Geographie, Zeichne», Hand- arbeit, Maschinennähen, Maschinensticken, Schneidern, Ausbessern, Wäschezuschneiden, Plätten, Putzmachen, Gesang, Turne», Kochen, Fröbelardeiten, Nahrungsmittellehre, GesundheitSlehre. Diese neun Fortbildungsschulen hatten im Schuljahr 1911/12 eine Besuchsziffer von 5419 Schülerinnen im Sommer und 6473 Schülerinnen im Winter. Daneben gibt es noch drei private M'ä d ch e n- Fortbildungsschulen, die von Vereinen oder Kuratorien geleitet, aber von der Stadt mit Geldmitteln oder durch Her- gäbe von Schulräumen unterstützt werden. Es sind die Biktoria-FortbildungSschule, die gewerbliche und kaufmännische Btldungsanstalt für Mädchen- und Frauen, die Handels-� schule und kaufmännische Fortbildungsanstalt für Mädchen.. Die ' letztgenannte Anstalt wird von der Berliner Korporation der Kauf- mannichaft unterhalten und benutzt nur Schulräume der Stadt un- entgeltlich. JDiesc drei Schulen zusammen hatten im Schuljahr 1911/12 rm Sommer 2536 Schülerinnen, im Wichter 2743. Hiernach ergibt sich für die zwölf Fortbildungssihnlen des weiblichen Ge>chlechtS rine Schülerinnenzahl von zusammen 7955 im Sommer und 9216 im Winter. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß die bevorstehende Eiliticbrinlg einer Pff l i ch t f o r t b i l d n n g S s ch u l c für Mädchen nicht ohne Einfluß auf die Besuchsziffer der bisherigen Mädchen- Fortbildungsschulen bleiben wird Sie wird thnen manche Schülerin entziehen, wie ja auch nach Eröffnung der PflichtfortbildungSfchule für das männliche Geschlecht bei den bisherigen Jänglings- Fortbildungsschulen ein Frequenzrückgang beobachtet wurde. Anderer- seits wird aber die PfllchffoitbildungSichiile zahlreiche M n d ch e ii miteinbeziehen, die bisher gar keine Fortbildungsschule besuchten. Allein die Gemeinde- schulen entließen nach Vollendung der Schulpflicht(einschließlich Dispensationcii noch yor Bollendnng der Schulpflicht) im Schuljahr 1911,12 13 942 Mädchen, in den drei Schuljahren 1909/10, 1910/11, 1911/12 zusammen 41 339 Mädchen. Verbesserungen beim Omnibus. Eine Reihe von Verbcsserun- gen führt die Allgemeine Omnibusgesellschaft gegen Sas Ende des .Nwiials durch. Eine neue Automobillinie 9 eröffnet sie am 27. November. Die Linie tritt an Stelle der bisherigen Pferdelinie 9, die im Norden bis zum Arnimplatz an der Schönhauser Allee, im Westen bis zur Ecke der Grunewald- und Akazienstraße in Schöiie- bcrg verlängert wird. Die Autovobillinie 9 heißt dann Schön- Häuser Allee(Arnimplatz)— Schöneberg, Gruncwaldstrasie(Ecke Akazienstraße). Sie kreuzt folgende Brennpunkte des Berliner Verkehrs: Hackescher Markt, Werderscher Markt. Friedrichstratze, Potsdamer Platz, Potsdamer und Bülowstraße. Zum Potsdamer Riilgbahnhos wird gleichzeitig die Pferdelinie 16 geführt und vom Spittelmarkt über die Wall-, Neue Roß-, Neue Jakob- und Köpe- nicker Straße bis zur Köpenicker Brücke verlängert. Die Linie heißt dann Potsdamer Ringbahnhos(Kölhcner Straße)— Köpcnicker Brücke. Am 30. November wird ferner die Endhaltestelle der Auto- mobilliiiic 24, Görlitzer Bahnhof— Stettiner Bahnhos im Norden nach der Ecke der Brunnen- und Demminer Straße verlegt. Die Linie geht von der Ecke der Wcinmeister- und Rosenthaler Straße durch die Rosenthaler und Brunnenstraße. Die Linie heißt dann 24 Görlitzer Bahnhof— Brunnenstraße, drfe Demminer Straße. Unter den Patienten der Heilstätte Beelitz herrscht seil kurzem wieder eine lebhafte Erregung. Der Grund ist in einer erneuten Verkürzung der Besuchszeit zu suchen. Für die Wintermonate ist die Besuchszeit Von VilS Ilhr bis 4 Uhr festgesetzt worden.'Viele Patienten fühlten sich wegen dieser Verkürzung der Besuchszeit be- schwert und wandten sich»lit dem Ersuchen um Rückgängigmachung den Vorstand der Landcsv-'-sicherungsanitoli. erhielten ab.-r ablehnenden Bescheid. Der Vorstand ist der Ansicht, daß die Be- suchszeit in Beelitz erheblich länger sei. als in allen Kranken- anstalten. zumgl in den Wintermonaten es frühzeitig dunkel ist. Während der Dunkelheit soll aber Besuch unter keinen Umständen mehr in den Anstalten geduldet werden. Es ist zu hoffen, daß in den Sommermonaten eine läiigere Besuchszeit wieder zugelassen wird. Soweit wir unterrichtet sind, soll diesen Wünschen nichts im Wege stehen. Besondere Erbitterung hat unter den Patienten die Tatsache hervorgerufen, daß gn mehreren Sonntagen die Besucher, die mit dem Zuge All Uhr j» Beelitz eintrafen, bis V£l2 Uhr vor dem Tore der Anstalt haben stehen müssen, obwohl es stark regnete. Es wurde allseitig gemißbilligt, daß eine Verwaltung, die auf d'e Gesundheit der Patienten bedacht sein muß. es fertig bringt. die Angehörigen der Patienten in Wind und Wetter am Zaun ilts Jnrmärlii" ficrlin« Z warten zu lassen. Es ist eingewandt worden, daß die Besucher doch mit dem nächsten Zuge fahren könnten, der um �12 Uhr in -oeelitz eintri-ss, dann spart-r. sich die Beluch..� die Unannebornch- ketten. Dagegen wird aber von vielen Patienten eingewendet, daß der erstere Zug viel bequemer ist als der zweite, der von Charlottenburg fährt und der oft wiederholtes Umsteigen erforder- lich macht, ehe man ihn von den verjlyredenen Stadtgegenden erreichen kann, was besonders für Frauen, die ihre Kinder mit- nehmen wollen oder müssen, viel Unbequemlichkeiten mit sich bringt. Wir müssen offen gestehen, daß uns das Verständnis fehlt, wegen der halben Stunde so viele Scherereien zu machen. Was verliert die Verwaltung, wenn sie die Heilstätte anstatt um �12 Uhr um 11 Uhr für den Besuch öffnet. Doch nicht das geringste! Aber sie schafft viel unnötigen Aerger aus der Welt. In den letzten Tagen hat eine neue ärztliche Verordnung unter den Patienten Aufregung hervorgerufen, die sich auf die Liegezeit an den Sonntagen bezieht. Bisher brauchten die Patienten an den Sonntagen nach dem Besuch nicht mehr zu liegen, weil sie schon vormittags zwei Stunden länger liegen müssen als an den Wochen- tagen. Am Sonntage wurde angeordnet, daß auch in den späten Nachmittagsstunden zwei Stunden Liegezeit festgesetzt sind. Die Aerzte erklären diese Maßnahme aus gesundheitlichen Rücksichten, viele Patienten dagegen empfanden die neue Verordnung als Schikane. Nun sind wir immer der Meinung, daß in Kranken- und Heilanstalten der Arzt zu bestimmen und der Patient sich den ärzt- lichen Anordnungen zu fügen hat; allein es muß dringend ver- mieden werden, daß die einzelnen Anordnungen auch nur den Schein erwecken, die Patienten irgendwie zu reizen. Es ist allge- mein bekannt, daß kranke Personen auch für die kleinsten Unge- rechttgkeiten außerordentlich empfindlich sind und sich dann leicht aufregen. Das beeinträchtigt aber in erheblichem Maße den Heil- erfolg der Kur. Tie fortgesetzt neuen Verordnungen und Bestim- mungen sind aber sehr geeignet, immer neue Erregung unter die Patienten zu tragen. Andererseits müssen auch die Patienten alles vermeiden, was der Verwaltung auch nur den geringsten Anlaß zu neuen Bestimmungen geben kann. Wer sich in eine Heilstätte begibt, muß sich darüber klar werden, daß er sich den in der Anstalt geltenden Bestimmungen zu unterwerfen hat. Durch gegenseitiges Vertrauen zwischen Verwaltung und Patienten kann der Heilerfolg gefördert werden. Bei dieser Gelegenheit möchten wir einige kleinere Beschwer- den, die uns unterbreitet worden sind, erwähnen. Früher war es Usus, daß den Angehörigen von Patienten heißes Wasser ver- abfolgt wurde, um sich eine Tasse warmen Kaffee aufbrühen zu können. Uns wird jetzt mitgeteilt, daß diese kleine Vergünstigung nicht mehr gewährt werden soll. Wir finden das sehr hart. Man soll doch bodenken, daß die Besucher frühzeitig von Berlin fort müssen, Mittagbrot zu kaufen, ist ihnen nicht möglich, weil sie schon das hohe Fahrgeld ausgeben müssen. Ist es denn da in einer solch großen Anstalt ein Unglück, den Besuchern ettvas heißes Wasser zu liefern? Früher bestanden noch mehr Annehmlichkeiten für die Besucher, die aber leider durch das unvernünftige Verhalten einiger Personen beseitigt worden sind. Das kleine Entgegen- kommen in der Abgabe von heißem Wasser sollte die Verwaltung wirklich leicht erfüllen können, auch dann, wqnn eine von der Per- waltung verpachtete Restauration besteht. Die Sandkästen, die in einzelnen Straßen ausgestellt sind, bil, den oft den Tummelplatz der Kinder. Sie springen hinein oder sperren sich dort ein. So passierte es einem kleinen Knaben am Nyrdiifer. daß ex von seinen Spielgefährten i» einen solchen Kasten mit Deckel gesteckt wurde. Die Kinder liefen davon, der kleine Junge- war nicht in der Lage, den schweren Deckel hoben zu können. Erwachsene bemerkten diesen Vorgang und so konnte der Knabe ans seiner gefährlichen Lage befreit werden. In einem anderen Falle an derselben Stelle wurde aber diese Spielerei gefährlich, als der Knabe Th. seine Hand zwischen den Deckel und Kasten hielt. Der schwere Deckql sauste auf die Hand hernieder und verletzte sie so sckiwer, daß wahrscheinlich die Hand dauernd geschädigt bleiben wird. Es wäre doch ratsam, die mit Teckel versehenen Sandkästen zu ver- schließen oder die Deckel überall zu entfernen. Es sind doch auch Sandkästen ohne Deckel aufgestellt. DaS Zeppelinluftschiff„Hansa" machte gestern vom Potsdamer Lustschifftzafen aus eine zweistündige Fahrt über Berlin und die Vororte, bei welcher es längere Zeit in 500 bis 600 Meter Höhe über der Reichs Hauptstadt schwebte. An Bord der„Hansa", die von Qberingenieur Dörr geführt wurde, befand sich Bürgermeister Rodig aus Potsdam, Stadtrat Lamm, der Fqhrtleiter des Berliner Vereins für Luftschiffahrt, Bröckelmann, Hauptmann Horn u»ld Oberleutnant von der Lehen vom Luftschiffer-Bataillon Nr. 3 in Köln, sowie der bekannte Parievalführer Assessor Sticker. Nach längerer Fahrt kehrte die„Hansq" nach Potsdam zurück. Für Sonnabend ist ein Flug nach Halberstadt in Aussicht genommen. Ein Flicgcrunfall hat sich gestern morgen auf dem Flugplatz in Johannisthal ereignet. Der Offizicrsfliegcr Leutnant von Win- terfefdt hatte auf einem Toppeidecker in dex neunten Stunde Flug- Übungen unternommen. Er hatte die Bahn mehreremal umkreist und wollte dann wieder landen. Beim Abgleiten übersah er es jedoch, den Motor abzustellen und infolgedessen überschlug sich der Apparat vollständig. Der Aeraplan stürzte mit ziemlicher Gewalt in die Tiefe und schlug so heftig auf den harten Erdboden auf. daß er vollständig in Trümmer ging. Leutnant von Wmterfeldt wurde unter den Trüminerii begraben. Hinzueilende Rettnngsmannschas- tcn befreiten den Verunglückten und sorgten schleunigst für ärzt- liche Hilfe. Es wurde festgestellt, daß der Flicgex schwere äußere Quetschungen erlitten hat, doch ist es nicht unwahrscheinlich, daß auch innere Zerreißungen vorliegeu. da der Verletzte über innere Schmerzen llagt. von W. wurde ins nächste Krankenhaus gebracht.' Erst nach einige» Stunden erlangte er dort das Bewußtsein, das er bei dem Unfall verloren hatte, wieder. Um sich das Leben zu nehmen, ist der 60 Jahre alte Tischler Emil Weiter aus Deuben bei Dresden, wo er mit seiner Familie ivohnte, nach Berlin gekommen. Am Dienstag nachmittag nahm er in einem Pensionat.in der Liudnistraße ein Zimmer. Am Bußtag ging der Mann schon früh morgens weg und kam erst spät abends wieder. Als die Wirtin ihn gestern morgen wecken> Wollte, fand sie ihn tot am Kleiderspind hängen. Auf dem Tische stand eine Giftflasche, oie der Mann geirrt hatte, bev� sich erhängt'.. Dach einer hinterlassenen Aufzeichnung haben Familienzwistigkeiten Wcl- ter in den Tod getrieben. Weltrekord einer Fliegerin. In Johannisthal hat am gestrigen Freilogimwinitiag die junge nlisiswe Fa»nanfliegerin. Fräulein Ljuba Galaul'wikow eine glänzende Leistung vollbrachte Sie erreichte auf einem Folker Eindecker in 30 Mimte» eine Höhe von 2400 Metern und verbesierle den bisherigen Weltrekord im Daniciihochfliig, den Melly Beei'e mit 820 Meiern ausgestellt hatte, fast um dreifache. DaS Wcihnachtsgcschäft der Taschcndicbe gebt schon glänzend. obgleich eS bis zu den Feieriagen no» geraume Zeit bin ist. Wie immer,>o haben diese„Spezialisten" auch diesmal wieder ihre „Arbeit" pünkilich mit dem Beginn der Weihnachlsausstellungeli in de» Worenhäuserii begonnen. Die besten Gelegenheiten bieten sich ihnen hier in den Spielzeugabteilungen. So büßte eine Dame in einem Warenhause der Leipziger Straße für 1300 M. Schmuck- Sonnabend. 23. November 1913. fachen ein, die sie in ihrer Handtasche trug. Ein Platm« Halsband mit Brillanten, das allein 600 M. wert ist, zwei Traunnge, eine Kra�suttennodel, ein Armband mit->em Wappen.4-' Stadt Wiesbaoen uiw. Nach Beobachtungen an verschiedenen Strftr.. gehört zu den Langfingern auck eine Bande von jungen Burschen, die sich bald hier, bald da bemerkbar machen. Aus Anlaß des Jnkrafttretrns der Angestelltenversicherung bat die sozialdemokraliiche Fraktion folgenden Antrag eingereicht: Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, den Magistrat zu ersuchen, mit ihr in gemischter Deputation über eine Abänderung des Gemeindebeschlusses vom 9. Mai 1901 betreffend die Bewilligung von Ruhegeld und Hinterbliebeneiiversorgung für die ohne PenfionS- berechtigung im Dienste der Stadt dauernd beschäftigten Personen insbesondere nach der Richtung zu beraten, daß in den ZZ 1 und 2 dieses Gemeindebeschlusses bezeichneten Personen durch Ortsstatut ein Rechtsanspruch auf Ruhegeld und Hinterbliebenenversicherung gewährt wird, und die Beratungen so zu beschleunigen, daß dieses Ortsstatut noch vor dem 1. Januar 1913, dem Tage des Jnkraft- tretens des Versicherungsgesetzes für Angestellte vom 20. Dezember 1911, Geltung erlangt. Feueralarm nach der kgl. Universitätsbibliothek. Am Freitag» nachmittag kurz vor 2 Uhr wurde die Feuerwehr nach der löniglichen Universitätsbibliothek in der Universilälsstraße gerufen. Die Meldung galt sofort als.Mittelfeuer", so daß in kurzer Aufeinanderfolge sechs Löschzüge, der Rettungswagen und die Pittlerpumpe ausrückten. Auch Branddirektor Reichel eilte alsbald nach der Bibliothek. Wie sich herausstellte, war im Fahrstuhl der Bibliothek Kurzschluß ent» standen. Die Gefahr konnte mit Leichtigkeit beseitigt werden, so daß die Feuerwehrsahrzeuge nach wenigen Minuten wieder in ihre Depots zurückkehren konnten. Arbeiter-Bildungsschule. Am Sonntag, den 24. November, abends 7 Uhr. findet im Schullokale, Grenadierst. 38, eine Mitgliederversammlung statt. Genosse G r u n» wald hält in ihr einen Vortrag über die bürg er» lichen Werttheorien. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. Gäste sind will- kommen. Männerchor Moabit(Mitglied. des D. A.-S.-B.). Chormeister: P. Wemrich. Sonntag, den 24. November l9l2(Totensonntag), im Moabiter Gesellschaftshaus. Wicleistr. 24: Großes Konzert unter Mitwirkung der Kahnlschen Solistcnkapelle. Nach dem Konzert Ball. Anfang präzise'/-ß Uhr. Billett 50 Pf. Tödliche Verletzungen zog sich am Sonntagabend der 7 Jahre alte Sohn Erich der Katschscheu Ehelaute, Gabriel-Maxstr. 16, zu. Der Knabe machte sich an dem Treppengeländer zu schaffen, wobei er plötzlich über dasselbe in den Schacht hinabstürzte. Dort blieb er bewußtlos liegen. Auf der Unfallstation wurde festgestellt, daß das Kind einen Schädelbruch erlitten hatte. Der Knabe wurde nach der Charite gebracht, dort ist er am Donnerstag früh seinen Per- letzuitgen erlegen. Wer ist die Tote? Aus dem Teltowkanal gelandet wurde bei der SldlerShofer Brücke die Leiche eines jungen MädchenS, das nach Erscheinung und Kleidung den besser gestellten Kreisen angehört zu haben scheint. Die Tote, die nach der Leichenhalle in Adlershof gebracht wurde, ist etwa ÜO�Zahre alt, mittelgroß und kräftig und trug ein schwarzes Kleid mit ciner�wcitzen Halskrause, eine graues Korsett, weiße Wäsche, braune Strümpfe, braune Schnürschuhe, einen braunen Ulster, graue Stoffhandschube und eine graue Pelz- dpa. Einen Hut trug sie nicht. Bei ihr vorgefunden wurde eine goldene' Uhr mit Kette und eine Brosche. Fußbiillspiele der Arbeitertnrn- und Sportvereine. Am kommenden Sonnlag finden in der l. K'asse folgende Spiele statt: Fickite 17 gegen Fichte 1 in Reinickendorf, Lette-Allee; Weißensee gegen Char- lottenbnrg in Weißensee, Falkenbergstr. 152; Spandau gegen Schöne» berg in Spandau. Exerzierplatz, Seebirrger Straße. Spielbeginn: nachmittags'/ß Uhr.__ Vorort- Nadmdrtm Lichtenberg. Stadtverordnetenversammlung. Am Donnerstag wurden in der Stadtverordnetenversammlung Klagen über Veriehrsmißstände laut, die glauben machen könnten. Lichtenberg mit seinen 150 000 Einwohnern sei ein hinterwäldlerisches Dorf. Unter der Eisen- bahnüberführung Frankfurter Allee haben sich infolge der Verkehrs- zunähme lebensgefährliche Zustände herausgebildet. Der Eisen- bahnffsius denkt aber nicht daran, den Verkehrsverhältnissen ent- sprechende Umbauten an der Brücke vorzunehmen. Allerdings müßte er auch an eine Verbreiterung der Ucberführung denken, um einen geordneten Verkehr zu sichern. Es müssen, wie die Eisenbahnver- waltung zugesteht, zwei neue Gleise eingebaut werden. Da aber die in Aussicht stehende Elektrisierung der Stadtbahn bedeutende Auftvendungen erfordere, sei an den Einbau der nötigen Gleise und eventuellen Neubau der Ueberführung auf Jahre hinaus nickt zu denken. Der Fiskus rechnet anscheinend� darauf, daß, tpie in anderen Fällen, auch hier die Stadt ihr die c-orge für die dem ent- wickelten Verkehr angepaßten Umbauten einfach abnehme. Ironisch bemerkte Genosse Kertzscher, der Fiskus verschanze sich hinter Ausreden. Bei Ueberführungen kümmere ihn nicht der Verkehr unten durch, und bei mangelhaften Brücken nicht der drüber her! Genosse John lenkte die Aufmerksamkeit auf die Verkehrsmisere an der so» genannten großen Tonne, das ist eine Unterführung, die den Rum» melsburger Ortsteil im Zuge des Nordrings mit Berliner Gelände verbindet. Vier verkehrsreiche Straßen münden hier in einea tunnelartigen Gang, der auch einem starken Strom von Schulkin- dern und Arbeitern als unvermeidbare Passage dient. Es kommt hjnzu, daß die einmündenden Straßen ein starkes Gefälle besitzen, An inanchen Tagesstunden zeitigt der Verkehr hier lebensgefährliche Zustände. Man darf sich nicht wundern, wenn sich dabei eines Tages eine Katastrophe ereignet. Die Stadt Berlin und der Eisen- bahnfiskus zeigen sich leider wenig bereit, das öffentliche Verkehrs- Hindernis zu beseitigen. Als Genosse John die Sache anschnitt, wurde es im Magistrat und, wie von gleichen Beweggründen ge, leitet, auf den Bänken der Bürgerlichen sehr unruhig. Man wollte merkwürdigerweise die Erörterung dieses Verkehrsskandals unter- drücken. Genosse John gab seiner Meinung Ausdruck, der Polizei- Präsident trete tvohl nicht energisch genug für die Interessen der Stadt Lichtenberg ei». Das mobilisierte den Vorsteher und den Oberbürgermeister, die beide in sehr erregter Weise den Polizei- Präsidenten als Schutzengel Lichtenbergs hcrausstricheil. Dex Ober- bürgermr.st'.r wiederhon»,"ch in den lbe*" jerungen, de.«flizei- präsident wirke in dieser Sache, wie auch bei anderen Gelegenhei- ten, sehr eifrig für die Interessen Lichtenbergs. Ueber den Stand der Verhandlungen betreffend die große Tonne werde er nur in einer geheimen Sitzung Mitteilung machen; die öffentliche Erörte- rung könne der Stadt ungezählte Tauiende kosten. Genosse Grauer bemerkte, es sei unbedingt notwendig, die Verkehrsskandale öffent- l'ch zu be,prechen. Oderburgermeister Ziethen rief hierauf:„Ge- rade das ist gefährlich!" Schließlich wurde eine Resolution ange- nommen, die den Magistrat ersucht, energische Schritte zur Ab- stellung der Mißstände zu unternehmen.— Weiter beschäftigten die Versammlung Postalrche Mißstände. Ein Antrag auf Einrich. tung der Rohrpostverbtndung nach Lichtenberg ist abgelehnt lvordcn.. •0» der Begründung erklärt die Post, daß in Lichtenberg Verhältnis- mäßig wenig Eilsendungen aufgegeben würden. Die Antwort ist grandios! Die unglaublich mangelhafte Zu- und Abgangsbestellung tn Lichtenberg zwingt d:; Gewerbetreibenden, ihre eilige» Pojl fachen durch Boten nach Berlin zu bringen. Das geschieht in zahl reichen Fällen. Und nun erklärt die Post mit muselmännischeo Gelassenheit: Lichtenberg befördert wenig eilige Briefe usw.! DaS geht wirklich über die Hutschnur. Oberbürgermeister Ziethen teilte > mit, daß beispielsweise in Lichtenberg Telegramme nachts überhaupt nicht bestellt würden. Von anderer Seite wurde darauf hingewiesen, daß viele Einwohner ihre erste Post morgens erst nach S Uhr erhalteir. Als Mißstand sei auch zu bezeichnen, daß die Post an der Bezeichnung Rummelsburg für den diesbezüglichen Ortsteil festhalte. Daraus ergäben sich sehr viele Verzögerungen in der Bestellung und große Schädigungen für die Einwohner. Die Post machte den lächerlichen Einwand, die Bezeichnung Rummelsburg habe sich eingelebt. Auch in diesem Falle erhielt der Magistrat den Austrag, höheren Orts vorstellig zu werden. Nutzt das nichts, sollen die Mißstände in den Parlamenten zur Sprache kommen.— Eine lebhafte Erörterung knüpfte sich an drei Vorlagen, die Zurück- nähme der gegen die Stadt Berlin erhobenen Klagen auf Leistung eines Zuschusses zu den Volksschullastcn fordern. Stadtverordneter Schachtel erklärte sich gegen die Zurücknahme der Klagen. Die - Sozialdemokraten befürworteten die Vorlagen, wobei Genosse Grauer eine freundnachbarliche Verständigung mit der Stadt Berlin anregte. Eine endgültige Stellungnahme soll erfolgen, wenn auch das noch fehlende Material für das Jahr 1904 vorliegt. — In Beantwortung einer Anfrage, betreffend die Errichtung einer Reichsbanknebenstelle in Lichtenberg, teilte Bürgermeister Unger mit, daß die Interessenten in den nächsten Tagen zusammenberufen würden, um über die Aufbringung der erforderlichen Garantie- summen zu verhandeln. In eine Kommission, die mit der Frage der Errichtung einer städtischen Hypothekenanstalt sich beschäftigen soll, wurde Genosse Grauer gewählt. Bei dieser Gelegenheit er- hoben unsere Genossen Protest dagegen, daß die Jnterims-Stadt- verordnetenversammlung jetzt, nach Wohl der ordnungsmäßigen Vertretung, noch Beschlüsse von weittragender Bedeutung fasse.— Ter beantragten Errichtung eines Gewachshauses mit Arbeitsraum in der Stadtgärtnerei gab die Versammlung ihre Zustimmung.— Ter Vorsteher machte bekannt, daß Genosse John die Klage auf Ungültigkeitserklärung der letzten Stadtverordnetenwählerlisten eingereicht habe. Ueber die Vertretung der Stadt in diesem Rechts- streit soll später Beschluß gefaßt werden. Auf eine Anfrage be- treffend die beabsichtigte Drehofenanlage in Rüdersdorf erklärte der Magistrat, daß die Stadt bei dieser Angelegenheit wenig inter- cssiert sei. Aus der Versammlung wurden lebhafte Proteste gegen das Projekt laut. Stichwahlen. Die in der zweiten Abteilung vorzunehmenden Stichwahlen erfolgen am 9. D e z e m b e r. Es sind daran bctei- ligt: der vierte Bezirk mit einem Mandat, um welches Genosse Grauer»mit dem Herrn C a n i n von der Vorschußbankgruppe zu kämpfen hat. Auch im 6. Bezirk ist ein Mandat noch nicht end- gültig besetzt, doch stehen sich hier die beiden Genossen John und Lenzer als Bewerber gegenüber. Das Mandat ist uns also sicher. Im 7. Bezirk ist ebenfalls noch ein Mandat zu besetzen. Hier steht der Genosse Kertzsch er im Kampfe gegen den Vorschußbank- kandidaten Moser. Im 8. Bezirk muß über alle drei Mandate in der Stichwahl entschieden weroen. Hierbei sind beteiligt die Ge- nassen Grauer, Ertelt und Jo h n. Wenn es den Mittelstand. lern wirklich daraus ankäme, die Macht der Vorschußbankgruppe zu brechen, sie hätten die Gelegenheit dazu. Sie geben im 4., 7. und 8. Bezirk den Ausschlag. Nach dem, was sie vor der Hauptwahl von der Vorschußpartci behaupteten, müßte den Mittelständlern eine Unterstützung jener Schädiger der Allgemeininteressen unmög- lich sein. Tun sie es doch, dann sollen sie nicht verlangen, als ernst- hafte Politiker bewertet zw weroen. Die Doppelwahl der Genoss«» Grauer, Eisenstädt und Hcckert macht eine Nachivahl im 2.. 7. und 20. Bezirk der dritten Abteilung erforderlich. Diese Bezirke sind sicherer Besitz der So- zialdemokratie. Steglitz. Tie Gleislose. In Ausführung eines Beschlusses der letzten Äemeindcvertretersttzung macht der Eemeindeborstand jetzt bekannt, daß vom 1. Dezember i9!2 ab folgende Zeitkarten eingeführt werden: 1. Schüler-Monatstarten für die ganze Strecke Knausplatz- Bahnhof Steglitz zum Preise von 2 M.; 2. solche mit Uebergangs- berechtigung auf die elektrische Straßenbahn Sieglitz— Grunewald, und zwar für die Teilstrecken Bahnhof Steglitz— Kaiser-Wilhelm- Straße und Bahnhof«teglitz— Siemensstraße zum Preise von 3 M.; 3. Monatskarten zum Preise von 3,19 M. Die Schüler- Monatskarten sind nur an Wochentagen auf Schulwegen� gültig. Die Ausgabe dieser Karten erfolgt ebenso wie die der Schüler- karten zur Grunewaldbahn in der Steuerkasse Schloßstraße 39 an den vier letzten und vier ersten Tagen des Monats in der Zeit von 3— 3 und 5— 7 Uhr. Die Einführung der Monatskarten ist zu begrüßen; sie wird nicht nur dem Publikum, sondern auch der Gemeinöekasse nützen. Aber man hätte gleich ganze Arbeit tun und auch Arbeiter-Wochenkarten einführen sollen die gleichfalls Bedürfnis sind. Ein wirklich praktisches und zugleich finanziell für die Gemeinde nützliches Verkehrsmittel wird die tsKeislose aber erst dann werden, wenn man sich entschließt, den jetzigz»„toten Punkt", die Endhaltestelle KtmuSplatz. zu über- winden unb die Bahn bis an den Wannseebahnhof Friedenau zu v e r l ä n ger n.� Die Befürchtungen unserer Kirchturmspolitiker, daß dadurch die Steglitzer Geschäftsleute geschä- digt würden, weil dann der Verkehr nach Friedenau und Berlin abgelenkt würde, sind so kleinlich und obendreiu unzutreffend, daß man sie ernsthaft nicht zu widerlegen braucht. Umgekehrt wird a>n Schuh daraus! Nicht nur das Interesse der Hausbesitzer, nein auch das der Gemeinde gebietet dringend die Verlängerung, damit jener Ortsteil erst einmal bewohnt wird in dem jetzt nicht nur einzelne Häuser, nein fast ganze Straßenzüge lcersteheii, eben weil eine günstige Verkehrsgelegenheit fehlt. Erst wenn eine Be- völkerung dort vorhanden ist, kann Handel und Gewerbe entstehen und gedeihen. Daß das dann nicht gerade den jetzigen Steg- litzer Gewerbetreibenden, auf die man so zarte und falsch ange- brachte Rücksichten nimmt, zugute kommt, ist allerdings möglich, darf aber nicht ausschlaggebend sein. Der Verkehr der Vororte gravitiert nach Berlin, und da ist es geradezu widersinnig, von jemandem zu evwarten, daß er erst von Berlin über Friedenau nach Steglitz und dann mit der Gleislosen wieder zurückfahren soll. um seine Wohnung in dem fraglichen Ortsteil zu erreichen. Wenn die Gleislose dann auch von Bewohnern deS angrenzenden Schöne« berger Ortsteils frequentiert wird, brauchen wir nicht neidisch zu sein, weil wir den finanziellen Vorteil davon haben. Deshalb muß gefordert werden: D u r ch bis Bahnhof Friedenaul Für Arbeiter-Wochenkarten auf unserer Grunewaldbahn tritt ebenfalls eine neue Bestimmung in Kraft. Bisher galten diese Karten für eine Kalenderwoche, was für die Benutzer manche finanziellen Nachteile bedeutete. Auf Anregung unserer Genossen in der Gemeindevertretung werden nunmehr diese Karten mit Gültigkeit von jedem beliebigen Tage für sechs aufeinanderfolgende Arbeitstags ausgegeben.. Charlottenburg. Elternverein für freie Erziehung. Mittwoch, den 4. Dezember l912, findet im Volkshaus, Rostnenstr. 2(Großer Saal) eine große Märchenaufführung statt. Zur Aufführung gelangt: Der Märchen- biunnen oder Lügcnmäulchen und WahrheitSmündchen. Märchen- lviel in 2 Akten(3 Bilder) mit Gesang und Reigen von Berthold Scfwöder. Aufgeführt von 56 Kindern der Mitglieder. Saalöff- nuna S'A Uhr. Anfang 3 Uhr. Eintritt für Erwachsene 30 Pf.. für Kinder 10 Pf. Billetts sind zu haben Vovwärts-Spedition, Ssienbeimer Str. 1. Konsum-Niederlage, Wallstr. 23, Grätz, Spree- Friese. Neue Ehriststr. 7. Lierma..», Kaiserin-Augusta. " olle- St. und im Volkshaus. Rostnenstr. 3(Stehbierhalle).■ Wilmersdorf. Heute-bendS 8'/g Uhr, findet m den WUmerSdorser Festsälen, Johann �eorgstraße 19. der vom Bildungsausschuß veranitaltete Heitere Abend statt. Eintritt für Erwachsene 80 Pfennig, Jugendliche unter 13 Jahren frei. Um regen Besuch wird gebeten. Britz...... Ueber Kriegsgefahr, Bolkseutrechtung und Volkseleud sprach in einer öffentlichen Versammlung in Beckers Gesellschaftshaus Genosse Klüß. Hierauf erläuterte Ecmeindevertreter Genosse Prenzlow die Umstände, welche cS verschuldeten, daß in allen Vor- orten Berlins russisches Fleisch zu haben sei, nur in Britz nicht. Er sprach seine Verwunderung darüber aus, daß noch keine Ueber- einkunft mit Berlin erzielt sei. Auch die Schlächtermeister von Britz trügen ein groß Teil Schuld daran, weil diese in einer Jnnungsversammlung beschlossen hätten, kein russisches Fleisch zu verkaufen. Die Baugenossenschast Ideal habe einen Laden kostenfrei zur Verfügung gestellt und trotzalledem wäre es bis jetzt noch nicht möglich gewesen, die Britzer Einwohner mit frischem rufst. schem Fleisch zu' versorgen. Da muffe die Schuld wohl auf beiden Seiten, bei der Gemeindeverwaltung und bei den Schläch- tern liegen. An beide Vorträge knüpfte sich eine sehr lebhafte Debatte. Eine Genossin»'erklärte, sie würde hei. den Britzer Schlächtern aus diesem Grunde gar kein Fleisch mehr kaufen und es sich lieber aus Berlin holen. Zum Schluß wurde folgende Reso- tutioil eiilstimmig angenommen:„Tie öffentliche Volksversammlung protestiert gegen das in der hiesigen Gemeindevertretung ge- übte Verfahren betr. Fleischverforgung der Britzer Einwohner- schaft. Die Tatsache, daß kleinere Orte mit weniger Arbeiter- bevölkerung schon lange die Fleischversorgung in die Hand ge- nommen, zwingt zu der Annahme, daß die hiesige Geineindevec- tretung nicht ernsthaft gewillt ist, die Not zu lindern. An- dererseitS hat die Gemeinde Britz, ohne daß die Bedürfnisfrage vorhanden. Taufende von Mark übrig zur Errichtung einer höheren Schule, die doch einer verschwindenden Minderheit zugute kommt. Die Versammelten erwarten, daß die Gemeindevertretung nun endlich energische Schritte unternimmt, um der herrschenden Teuerung zu begegnen. Als Maßnahmen hierzu betrachtet die Ber- sammlung neben dem Verkauf ausländischen Fleisches in eigener .Regie vor allem: Speisung armer Kinder.— Erhöhung der Ar- menunterstützung.— Nichteinziehung der Steuern bis zu 900 M. Verpachtung billigen Laubenlandes und Förderung der Kaninchen- zucht. Die Versammelten beaustragen das Vorsammlungsbureau. diesen ihren Beschluß zur Kenntnis der Gemeindevertretung zu bringen, und verpflichten sich, nur solchen Gemeindevertretern künftig ihre Stimme zu geben, die gewillt sind, ihren gerechten Forderungen auch Rechnung zu tragen." Ober-Schönewcide. Gemeindevertretersitzung. Di« FahreSrechunng für 1911 schließt mit einem Barüberschuß von 22000 M. ab. Hiervon sollen 7000 M. auf den Kanalisationsfonds vorgetragen und der Rest zur Deckung des Fehlbetrages für 1910 iin Betrage von 46 000 M. verwendet werden. Zu einer Auseinandersetzung führte der Antrag des Herr» Koffmeier, die Verkehrskommisfion um ein Mitglied zu verstärken. Anlaß zu diesem Antrage gab wohl die Tatsache, daß bei der kürzlich erfolgten Neuwahl, der Vertreter Benz als Direktor der Straßenbahn nicht'wiedergewählt wurde. Namenö unserer Vertreter erklärte Ge- nosse M u t h, daß es ein Unding fei, diesen Herrn, welcher der Sachwalter derselben Gesellschaft sei, mit der man wohl ausschließlich in der Kommission zu tun haben werde, zu wählen: es sei ganz selbstverständlich, daß in diesen Fragen die engsten Interessen der Gesellschaft auf dem Spiele sieben, die zu vertreten der Direktor berufen sei. Trotz der heftigen Gegenwehr der Vertreter der ersten Klasse wurde der Antrag abgelehnt. Für die Schaffung einer Trinkerfürsorge stelle wurde der Saal im Feuerwehr- gebäude in der Siemensstraße bereitgestellt: es soll dort wöchentlich abends eine Sprechstunde abgehalten werden. Der Forderung von Milieln für denAnkauf von Pflastersteinen für den im nächsten Jahre beginnenden Einbau des zweiten StraßenbohngleiseS in der Wilhelminenhof- und Ostendstraße wurde zugestimmt. Am Schlüsse der öffentlichen Sitzung wurde ein Dringlickkeits- antrag unserer Genosse» verhandelt, welcher eine Erweiterung des FleischverkauseS der Gemeinde verlangt. Die Genossen G r u n o w und M u t h verurteilten scharf das Vorgehen der be- teiligien Fleischermeister, welche dem Publikum elnnkal den Einkauf zu verleiden suchten und sich obendrein grobe Ungehörigkeiten in der Behandlung der Käufer zuschulden kommen ließen; auch sei die Bereitstellung des einen Ladens völlig unzulänglich. Von dem Schöffen Dr. Kühn wurden die Mißstände allgemein zugegeben. ES sei wohl bewiesen, daß durch die Maßnahmen der Gemeinden der Teuerung nicht nennenswert begegnet werden könne; Pflicht der Gesetzgebung müsse es darum sei», hier helfend einzugreifen. Herr Engel riet, den Verkauf, der durch die Gemeinde nie ideal gestallet werden könne, einfach aufzuheben. Herr Kabelitz hielt eine Barunter- stützung an Bedürftige für zweckmäßiger. Der Antrag, den Verkauf an allen Tagen stattfinden zu lassen, wurde abgelehnt. Der Schlächter- innung ist der Verkauf jedoch entzogen und anderen Fachleuten übertragen. Am Totensonntag, abends 8 Uhr, veranstaltet der Wahlverein im Restaurant„Wilhelminenhof" eine Aufführung von„Stützen der Gesellschaft." Es ivirlen dabei dieselben Schauspieler mit. wejche am Bußtag so vorzüglich„Johannisfeuer" spielten. Diesmal muß der Zuspruch jedoch ei» größerer sein, wenn die Kosten dieser Veranstaltung gelohnt werden sollen. Mariendorf. AuS der Grmeindevertretuug. Das Provinzialschulkollegiuin hat die Zustimmung erteilt, daß die Mädchenschule deS Direktor Zander aus einer Privat- in eine Gemeindeanstalt umgewandelt ivird. Mit der Eröffnung deS Lyzeums zum 1. April 1913 soll in dein Gebäude in der Ringstraße gleichzeitig die III. Gemeindeschule eingerichtet werden. Die Schule soll gebildet werden aus 8 Klassen der 1 und 4 Klassen der II. Schule; außerdem soll eine Klasse neu eingerichtet werden. An Unkosten entstehen der Gemeinde für neu anzustellende Lehrkräfte: einen Rektor 42öO M,. eine Lehrerin 1920 M. und eine technische Lehrerin 1620 M,; die anderen Lehrerstellen werden von der I. und II. Schule mit übernommen. Bei dieser Gelegenheit wies Genosse Reichardt darauf hin, daß die des öfter» vorgebrachten Beschwerden berücksichtigt werden möchten, es seien nur stssche Lehrkräfte anzustellen, welche in jeder Hinsicht den pädagogi- scheu Ansprüche» voll und ganz Genüge leisten. Der Gemeinde« Vorsteher wird diesem Wunsche Rechnung tragen. Aus eine Ansrage des GemeindevenreterS Sauer, oo der pensionierte frühere Ge- meindevorsteher Weftphal noch als Vertreter der Gemeinde Mariendorf im Kreistage Sitz und Stimme habe, meinte der Borsteher Dr. Prllhß, daß dies zutreffe. Genosse Reichardt ersuchte, die Kreis- ordnung daraus hin zu prüfen, ob Herr Westpbal dieses Amt noch zu Recht ausübt. Beschlossen wurde, diese Angelegenheit der Wahl- kommission Hnr Prüfung zu überweisen, um dann einer späteren Sitzung der Gemeindevertretung darüber zu berichten. Zum Schluß brachte der Vertreter Sauer einen Fall zur Sprache, wonach einem hiesigen Einwohner bei einem Unglücksfall, welcher demselben zugestoßen war, nur unter ganz erschwerten Umständen ärztliche Hülfe zuteil wurde. Schöffe Pohmer wies darauf hin, daß ein Krankenwagen vom Verband kür erste Hülse in Berlin in dringenden Fällen sehr bald zu haben sei. Genosse Reichardt brachte in Er- innerung, daß ein Beschluß, einen Gemeinde-Krankentransvortwag-n anzuschaffen. s»on vor Jahren vorgelegen habe. Er ersuchte den Gemeindevorsteher, bei dem Neubau des FeuerwehrdienstgebäudeS einen solchen»nt zu berücksichtigen und den Krankentransport in der Weise zu regeln, wie eS in Schöneberg und anderen Vororten jetzt bereits durch die Feuerwehr geschieht. Der Gemeindevorsteher will diesen Anregungen Rechnung tragen, ebenso mir de» Aerzten deS Orte» behufs Regelung des Nachtwachdienfte« in Verbindung treten. Tempelhof. In der letzten Mitgliederversammlung deS WahlvereinS hielt Genosse U n ge r. Lichterfelde einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag über:..Kirche und Sozialdemokratie." Derselbe gipfelte darin, daß die Sozialdemokratie große Duldsamkeit übe gegen jeden einzelnen, der sich ihr anschließen wolle, um ein treuer Kämpfer zu sein, ohne mit seinein Glauben in Konflikt zu geraten. Anderer- seits sollten aber alle diejenigen, die innerlich schon lauge mit der Kirche gebrochen haben, auch die letzte Konsequenz ziehen und aus der Kirche ausscheiden. �viedrirlislelde. Der Verkauf russischen Fleisches vollzieht sich nicht so glatt, wie dies im Interesse der Bevölkerung wünschenswert wäre. Dies dürste wesentlich daran liegen, daß der Gemeindevorstaud, dem die nötige Fühlung mit allen Kreisen der Bevölkerung fehlt, die Not- standsmaßnähmen allein regelt. Die Einsetzung einer besonderen Kommission wurde bekannltich abgelehnt. Und anstatt eigene Ver- taussstände der Gemeinde zu errichten, wurde der Verkauf den an- sässigen Schlächtermeistern überrragen, die wöchentlich wechseln. Ter Verkauf findet in Stücken von% bis 6 Pfund statt. Bessere Sorten Fleisch können in unbegrenzten Mengen�abgegebcn werden. Viele Hausfrauen klagen darüber, daß bessere Sorten immer aus- verkauft sind. Auch der sonstige. Verkauf vollzieh: sich nicht glatt. Brühknochen, die sonst extra verkauft und gekauft werden, müssen mit dem üblichen FleischpreiS bezahlt werden,«sogar bei reinem Fleisch wie Roulade wird, eine zehuprozcmige Knochenbeilage eingewogen. Den Schlächtern war ein Ausschlag von 1ö Pf. pro Pfund gegenüber dem Einkaufspreis gestattet. Dieser Aufschlag ist nun- mehr auf 10 Ps. pro Pfund ermäßigt. Die Gemeinde zahti außer- dem an die Schlächter pro Woche für Transport und Versämmns 10 M. Hoffentlich gelingt es, die bisher empfundenen Mängel beim Verlauf de» Fleisches durch geeignete Maßnahmen zu be- fettige». Spnnvan. Aus der Stadtverordnetenversammlung. Eine lange Debatte rief die erste Vorlage betreffend Einrichtung einer Polizeiwache in der Neustadt für das dritte Polizeirevier vom 1. April 1918 ab und Anstellung von zwei Polizeisergeaute» hervor. Es wurk« kriti- siert, daß die Polizeibeomten viel mit nebensächlichen Arbeiten be- schäfligt werden, so z. B. mit Schreibarbeiten und mit Botengängen für den Militärfiskus. Würden die Beamten mehr zum Sicher- heitsdienst verwendet, so wären sie vollständig ausreichend. Es könnten auch zwei Polizeiwachen im neuen Rathaus untergebracht werden und es wäre nicht nötig, deshalb eine neue Polizeiwache einzurichten, weil sich die beiden Polizeikommissare nicht vertragen könnten. Genosse Pieper betonte, daß die Polizei bei sozial- demokratischen Begräbnissen völlig überflüssig sei. Bei Streiks werde die Polizei lediglich im Interesse der Arbeilgeber gegen das Streikpostensteheu verwendet. Ebenso überflüssig sei es, die Polizei im Dienste der militärischen- Institute zu verwenden. Auch fei eS schon vorgekommen, daß die Polizei sozialdemokratische Vcrsamm- lungen überwache, um festzustellen, ob Militärwerkstcktenarbsiter daran teilnehmen. Aus alledem ergebe sich, daß ein großer Ueber- fluß an Polizeibeamten vorhanden sei. Die Vorlage wurde schließ» lich angenommen. Dem Kostenanschlag betr. weiteren Ausbau der Weitzenburger Straße zwischen Jäger- und Földerichstraße in Höhe von 28 850 M. stimmte die Versammlung zu.— Eine Magistrats- Vorlage verlangt Genehmigung des Kostenanschlages betr. Ausbau des Wröhmänuerplatzes und Bewilligung der Kosten a) für den gärtnerischen Ausbau 40 000 M., b) für Errichtung eines Cafe- Restaurants 63 000 M., zusammen 103 000 M. aus dem Kapitalvermögen. Der durch Verlauf der Baustellen an der Wröhmänner- straße erzielte Erlös soll zur Wiedererstattung der Ausgaben ver- wendet werden. Wie der Referent mitteilte, ist im südlichen Teil der Anlage ein 2S0 Quadratmeter großer Sitzplatz, dahinter ein geräumiges Wasserbecken mit Springbrunnen, auf beiden Seiten desselben.Rasenflächen, die Vorderterrasse, das ReftourationS- aebäude und die Hintertcvrasse angeordnet. Auf beiden Seiten solle« vier Meter breite Wege und fünf Meter breite Rasenstreife« angelegt werden. Außerhalb dieser Anlage liegt, der Bootshafen sowie ein Kinderspielplatz. Für Promenadenwege und Sitzplätze ist reichlich gesorgt. Zur Bebauung sollen 2140 Quadratmeter abgetrennt werden. Der Magistrat rechnet mit einem Mindestvcr- kaufspreis von 50 M. pro Quadratmeter, so daß eine Gesamtsumme von 107 000 M. he»uskommcii würde. Redner beantragte, für die gärtnerischen Anlagen 28 000 M. zu bewilligen und die Terrassen und das Cafe-Restaurant wegfallen zu lassen. Einigen Stadt- verordneten war die Anlage zu kostspielig. D�r Magistrat wolle mit der Parkanlage nur dem nächstjährigen, hierielbst stattfindenden Slädtctag etwas Besonderes bieten. Stadtbaurat Gcbensledc« meinte, daß eine derartige Anlage durchaus nolwendia fei. Die Stadt müsse sich mindestens 7 Proz. als Freiflächen erhalten. Da auch eine Reihe Abänderungsanträge zu dem Projekt gestellt sind, wurde nach lebhafter Debatte beschlossen, die Vorlage dem 1. AuS- schütz zur weiteren Durchberatung zu überweisen.— Die Vorlage betr. Abmachung mit dem Kultusministerium wegen Ueberlassuug von 75 000 M. Beitrag zu den Kosten des Hallenschwimmbades wurde angenommen.— Bei der Bewilligung der Mittel für den Gleisanschluß uftv. auf der Gasanstalt in Höhe von 14 300 M. srug ein Stadtverordneter, wann der Mogistrat die Anfrage über die Mißstände in der Gasanstalt zu bcantworien gedenke? Der Magistrat hüllte sich in Schweigen.— Die Einrichtung Meier Assistenzarztstellen am städtischen Krankenhaus vom 1. April 1913 ab zur Durchführung der Schwesternschulkurse im Ärankenhause und Neuregelung des Schwesterndienstcs sowie zur Entlastung der auch ohne die bevorstehenden Kurse schon überlasteten Kranken- Hausärzte wurde beschlossen. Ter Referent bemerkte u. a., daß im Spandauer Krankenhause 32,5 Kranke auf einen Arzt entfallen. Das sei die höchste Zahl von allen Städten. Genosse Pieck hielt cS für angebracht, die Ordensschwestern abzuschaffen und dafür weibliche Pflege zu bestellen. Oberbürgermeister K o e l tz e er- widerte, daß Spandau bezüglich der Krankenpflege Äutzerordent- liches geleistet habe. Das Krankenhaus erfordere einen Zuschuß von 60 000 M.— Nach Erledigung bezw. Vertagung einer Reihe kleinerer Vorlagen wurde die Vertagung der sieben zur Beratung stehenden Etats beschloffen, damit soll sich eventuell eine besondere Sitzung beschäftigen.— Es lag noch ein Antrag Werner u. Gen. vor, die auf der geheimen Sitzung stehende Vorlage betr. Erlaß der auf die Stadt fallenden Wcrtzuwachssteuer der Firma Meyer Söhne in Höhe von 38 860.79 M. in össentlicher Sitzung zu verhandeln. Stadtverordnetenvorsteher Lüdicke beantragte, die Frage aus„Fa- milienrücksichten" der Firma Meyer Söhne in geheimer Sitzung zu erledigen. Genosse Pieck nannte diesen Vorschlag einen Juristen- kniff; stets sei über solche Dinge öffentlich verhandelt worden. Nach stürmischer Debatte wurde die Verhandlung der ganzen Vor- läge in die geheime Sitzung verlegt. Alt-Landsberg. Die Stichwahl zwischen unserem Genossen Studier und dem bürgerlichen Kandidaten findet Montag, den 25. November, abends zwischen 5—6 Uhr statt. Da es auf jede einzelne Stimme ankommt, ersuchen wir die Arbeiter und Genossen, vollzählig zur Wahl zu erscheinen, auch Arbeitskollegen und Freunde auf die Wahl aufmerksam zu machen. Die inzwischen von All-LandSberg ver» zogenen Wähler haben unter allen Umständen die Verpflichtung, ihr Wahlrecht auszuüben. Neu-Zittau(Kreis BeeSkow). Die Gemeindevertretung lehnte in ihrer letzten Sitzung eine von dem Wernsdorfer Einwohner Sern: Gerisch gestellten Antrag, eine ihm gehörige auf Herzfelder Gebiet gelegene Epreeiviese der Ge- meinde Ncu-Zittau gegen«ine ihm zu zahlende Emschädigung von 860 M. einzugememden, ab. Nach der Erledigung einiger anderen unwesentlichen Angelegenheiten verlas der Gemeindevorsteher da» in der Berwa ltungsstreiti oche der Genossen Schulz und Peltcr ergangene Urteil. Von der Berufung gegen dieses Urteil sah die Gemeinde» Vertretung ab, so daß unsere Genossen nunmehr als Gemeinde- Vertreter eingeführt werden können Nowawes. I« Bolksgartcn�Thcater, Priesterstc. 31, kommen am Toten- somitag zwei Werke von Hermann sudermann zur Aufführung und zwar der Einakter.Fntzchen", sowie das vieraklige Schauspiel „Johannisfeuer", dargestellt vom Berliner Schaufpielenfemble unter Direktion von Heuser und Sohn. Die untere Ruthe keiu öffentliches Gewässer? Die von der Gemeinde in Verbindung mit den übrigen Nutbeinteresssmen gemachten Versuche, die Aufnahme der unteren Ruthe in das neue Wassergesetz, d. h. die Anerkennung als öffentliches, vom Staate zu unterhaltende» Gewässer, durchzusetzen, sind bisher erfolglos ge- blieben, obwohl m einem früheren Streitverfahren mit dem Ruthe- schauverband die damalige Gemeinde Neuendorf siegreich blieb. Die Gemeinde beabsichtigt daher, nochmals die Feststellungsklage an- zustrengen und zwar unter llebernahme eines Drittels der Kosten. Die zwei anderen Drittel werden jedenfalls die Stadtgemeinde Potsdam und die übrigen Nutheinteresscnten tragen. Straßcnanlage auf der sog.„Kleinen Sandschollc". Der Berliner Beamtenheimstätlenverein, der vom Forstsiskus das hinter dem Fried- Hof an der Goetbestratze belegene Waldgelände erworben hat, um darauf für seine Mitglieder, etiva 80 besser situierte, zumeist im Dienste staatlicher Behörden stehende Beamte, Eigenheime zu schaffen, hatte an die Gemeinde das Ersuchen gestellt, ihm eine Bei- Hilfe zu den Pflasterungskosten zu gewähre, r. Die Gemeiude- Vertretung gab diesem Ersuchen stall, indem sie für die Anlage der Straste 7 einen Beitrag von 540 M. bewilligte, ohne jedoch damit anzuerkennen, daß sie eine Verpflichtung zur Beteiligung an den Pflasterungskosten übernimmt. Die Gemeindevertretung erklärte sich auch mit dem beantragten Geländeaustausch am nördlichen Ende des Friedhofs im Prinzip einverstanden. Die Ehaussierung der Straßen will die Gemeinde für Rechnung des Vereins gegen Sicherheit über- nehmen. Zu den KanalisationSkosien sollen die Pflichtigen in Ge- mäßheit des Ortsstatuts herangezogen werden. Tins aller Melt. Die Schuldigen der Ermordung Canalejas. Endlich sind die intellektuellen Urheber dcS Attentats auf den spanischen Ministerpräsidenten gefunden. Das Verdienst gebührt dem frommen konservativen.Reichsboten", der vor kurzem in einer glücklichen Stunde in einer Erörterung des Attentats schrieb: Wir erinnern daran, daß zu Pfingsten dieses JahreS der anarchistische Kongreß im Berliner sozialdemokra- tischen Gewerkschaftshause am Engelufer tagte. ein politisch sehr bedeutsames Ereignis, das die liberale Presse aus guten Gründen verschwiegen hat. dem aber auch in der rechtsstehenden Presse leider nicht die genügende Beachtung geschenkt worden ist. Wie wir verraten können, ist daS Attentat wirklich auf den, im Gewerkschastshause tagenden Anarchistenkongreffe beschlossen worden. Um dem überwachenden Beamten nicht vorzeitig Kenntnis zu geben. wurde der Beschluß gefaßt, als die heilige Hermandad gerade ein menschliches Bedürfnis verrichtete. Mit der Ausführung des Attentats war ein bekannter liberaler Abgeordneter beaustragt worden. Um ihn nicht zu komproinittieren, bewahrte die gesamte liberale Presse Stillschweigen über den furchtbaren Plan. Schließlich aber bekam der Liberale— wie so oft— Furcht vor der eigenen Courage und cS mußte mit der Ausführung telegraphisch ein in Argentinien lebender Spanier betraut werden. Schuld an all dem Unheil aber tragen die Genossen Alwin K ö r st e n und Johannes Sassen- bach, die daS Kongreßlokal den Anarchisten zur Verfügung stellten. Wie wir noch erfahren, wird den beiden Genannten mit Hilfe des volus svoutualis in Kürze der Prozeß gemacht werden. Hoffentlich entrinnen sie nicht der harten, aber gerechten Strafe. Auch ei« Notleideuder k Im Inseratenteil der.Deutsch. Tageszeitung" sucht ein könig- licher Domänen Pächter ganz besonderer Umstände wegen einen Nachfolger für seine Pacht. Er schildert die Annehmlichkeiten der über 000 Morgen großen westpreußischen Domäne— Herren- h aus mit 16 Zimmern, viel Zubehör, im großen alten Park sehr gute Jagd auf Rehe, Wildschwein und Niederwild, auch sehr gute Fischerei— und fügt zum Schluß hinzu: Bei bißchen rationeller Bewirtschaftung kann und muß jeder Pächter hierauf reich werden, da die Pacht sehr niedrig i st. Das Eingeständnis wird Herrn Dr. Oertel freilich nicht abhalten, die Agrarier auch weiterhin als die einzig notleidende Bevölkerungs- klaffe hinzustellen. Und in diesem edlen Vorhaben ist er der vollsten Zustimmung des LandwirtschastSministers sicher. Die Unwetterverheerungen auf Jamaika. Reueren Nachrichten zufolge sollen während der Stürme aus Jamaika in der Bucht von Montego mehr als hundert Per- fönen ertrunken oder von einstürzenden Häusern getötet worden sein. In Lucea sind bedeutende Ber- luste an Menscheuleben zu verzeichnen und an der Nordseite der Stadt blieben v o n dreihundert Häusern nur fünf st e h e n. In Green Island und anderen kleinen Städten im Nord- Westen wütete der Sturm am schärfsten. In der Bucht von Montego sanken sechs kleine Schoner, andere gingen in anderen Teilen der Küste unter. Im nordwestlichen Teile der Insel ist in den Tabak-, Bananen- und Kokospflanzungen bedeutende» Schaden angerichtet worden, während die Verwüstungen im Innern der Insel un- bedeutender Natur find. Montego ist noch immer von dem Binnen- lande abgeschnitten und der Eiseubahndienst ist in einem Umkreise von 65 Kilometern unterbrochen. Straßend em onstratioa höherer Staatsbeamten. In der Volkshalle deS Wiener Rathauses fand Dienstag abend eine Massenversammlung der böhereuStaatsbeamten statt, in der namentlich gegen die Verweigernng des automatischen Zeilavancements und gegen die Antastung der Koalitionsfreiheit der Beamten durch die Regierung protestiert wurde. ES wurde u. a. ausgeführt, daß die Lorgesetzten die durch die T eu erung ver- schärfte wirtschaftliche Ztotlage einzelner Beamten ausnützen, um von ihnen direkt den Verzicht auf ihre Organisation zu er- pressen. Vielfach wurde von der Versammlung gefordert, daß die Kampfmittel der p a f s i v e u R e s i st e n z oder sogar deS S t r e i k s benutzt werden mögen. Als die Beamten aus der Verjanunlmrg auf den Rathausplatz traten, sahen sie sich einem riefigen Polizeikordon gegenüber, der ihren Abzug hindern wollte. ES kam zu stürmischen Pfuirufen gegen die Regierung mrd gegen die Polizei- maßregeln. Wegen der Pstnrufe wurden mehrere Staatsbeamten verhastet, was zu erneuten stürmischen Demonstrationen Anlaß gab._ Gottesdienst und Hengstbeschneidung. Im Amtsblatt für das oberbayerische Bezirksamt Pfaffen- hosen findet sich folgende Bekanntmachung: .Althergebrachter Sitte gemäß findet in der Gastwirtschaft .Zur Post" in Hohenkammer am ÄorbiuianStag, den 20. November 1012, 10 Uhr vormittags, nach vorangehendem Festgottesdienst die diesjährige Hengstenschneidung statt. Hengstenbesitzer werden hierzu aufmerksam gemacht." Unterzeichne! ist die Bekauntniackung von einem approbierten Tierarzt und einem Posthalter und Gastwirt. Dem Gerechten müssen alle Dinge zum besten dienen l ab die Frau in einem hinterlassenen Briese Rahrungi- argen an. Em tobsüchtiger Hauswirt. Auf dem Montmartre in Paris tötete am Freitag der Hauswirt Fug o l seine mit ihm in Scheidung liegende Frau und seinen Schwager durch Flintenschüsse, verwundete eine Mieterin des Hauses und entleibt« sich sodann selb st._ Briefkarten der Redaktion. 31. B iio. il1 gesährdung begutachtet, können Sie sofort ziehen. ÄnderenfallZ fordern Briefkasten der Expedition. Patienten in Beelitz, Buch und anderen HeilstSiien. Diejenigen unserer Abonnenten, die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen uns wegen der Ueberwetsnng von Frei- exemplaren sofort ihr« Adresse einsenden, da der verspäteter Bestellung die erstcu Nummern des neuen Monats von der Post nicht gcliescrt werden. Alle Adressen müssen jeden Monat neu eingesandt werden. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. November, bormittazs 9 Uhr, Pappel-All« 15/17, Neukölln:„Jdcalpassage" und Tegel: Schliepcr- straße M: Freireligiös« Borlesung. Vormittags 11 Uhr, Kleine Franksurtcr Straße 6: Vortrag von Herrn Dr. B. Wille:»Stark wie der Tod ist die Liebe."— Nachmittags 4 Uhr. Pappclallee 15-17: Herr A. Schabon: »Wahre Unsterblichkeit."— Damen und Herren, als Gäste sehr willkommen. Sozialdemokratischer Zentralwahlverein für den Reichstags- Wahlkreis Arnöwalde-Friedeberg. Ortsgruppe Berlin. Sonntag. den 24. November, nachm. 3 Uhr: Mitgliederversammlung im Lokal von Paul Thimm, Tilsiter Str. 79. Marktbericht von Berlin am 21. November 1012, nach Ermittelung des konigll Polizeipräsidiums. Mar I t ha l I e n p reise.'' ) 5,00—7,00. , Bauchfleisch 1,40—1,80. Schweinefleisch 1,50—2,20. Kalbfleisch 1.40—2,40. HammelsleiA 1,40—2,40. Butter 2,40—3,00. 00 Stück Eier 4,20-6,50. 1 Kilogramm Karpjcn 1,20-2,40. State 1,20—3,20. Zander 1,40-3,60. Hechte 1,40—2,80. Barsche OVO— 2,40. Schleie 1,60—3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stück Krebs« 3,00-30,00._ Witteruugsnbersicht vom SS. November ISIS. Swinemdc.77tItill Hamburg s 771 SSO Berlin-77ÄW Fra»kf.a.M 772> Still München"""" Wien 772 NK 769 NRW heiter Ihalb bd. Ihcdeckt Regen 2wolkig »bedeckt I757j€ eterSbnrg 762N Scilly 773WNW 1 Äedeckt Aberdecn>703WSW Üheilcr ste Paris 772 Still bedeckt l Kleine Notizen. Drei Kinde? verbrannt. Ein furchtbares Brandunglück hat sich am Freitagvormittag in Altona zugetragen. Dort siud in der Bahrenfelder Straße in einer Dachwohnung während der Llbwesen- heit der Mutter drei Kinder im Alter von drei bis sieben�Jahren verbraunt. Der Brand ist, wie es scheint» infolge Spielens mit Streichhölzern entstanden. Explosion auf einem französischen Unterfeeboot. Aus dem frau- zösischen Unterseeboote„F o u r a u l t" erfolgte durch Selbstentzündung von Schmieröl eine heftige Explosion. Sechs Manu erlitten dabei schwere Brandwunden. DaS Unterseeboot konnte in den Hafen von Cherbourg einlaufen. In den Hod geflüchtet. Ein schreckliches Familiendrama hat sich am Donnerstag im Arbeiterviertel von Ca-laiS ereignet. Die LSjährige Frau Eneck ertränkte sich mit ihren drei Kindern in einem Tümpel. Als Beweggrund ihrer Tat Wetterprognose für Sonnabead, de» SS. November ISIS. Etwas wärmer, vorwiegend nebelig oder wolkig mit leichte» Regen» fällen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner W ett erb ur t a«. WasserftandS-Nachrichten der LandeSanflalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berlmer Delterburepu. ')-s- bedeutet Wuchs,— Fall.•) Untcrpcgel. h o evo-r Empfehle meine Fleisch- und Wurstwarcnfabrik mit elektrischem Betrieb. 46872" ?anl Boick, Schreinerstr. S. Soeben erschien in 3. u. 4. Auflage Kinderlrändler Recherchen und Fürsorgetatigkeit von Schwesttt Hevriette Arendt, Polizeiassistcntin a. D., Stuttgart. Zu beziehen durch jede Buch- Handlung»der durch den Berlag: Hein» Cleueunitcer, Statt- gart. Ealwerftr. 19, 193/16* ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, beim Alten Frennd. an der neuen Heerstraste üftonatsgarderobe Von Kavalieren getragene Ulster, Jackett-, Rock-, Frack-, Srnokirg- Anzüge, teils aui Seide gearbeitet sowie großes Lager in neuer eleganter Herren-Garderobe zu bekannt billigsten Preisen* Türkischer, Prinzenstr,79 am Moritzplatz Reparaturen. Tpez.: Unerläßlich saubere Mensur für Schüler. Tonoerbesje- rung. aus Wunsch auch solche, die dem all-stalienischenTone täuschend ähnlich ist. Wesent- liche Borteile und eventuelle Ratenzahlung sür BorwärtS- Üibonnenten. Ungewöhnlich zehrende Anerkennungen. Smil Toussaint. Werkstätte für Knnstgeigenbau in Berlin H. 24, Kl. Hamburgerstc. 17, Das größte Abonnementshaus feinster Herren-Moden J. Stock A Oo. verkauft seine Monats-Garderobe direkt an Private. Anzüge und Paletots von 10 M. an. Friedrichstr. 108, Fing. Johannisstr.. vis-a-vis der Karlstr. Gänse» Artikel» in großer Auswahl 193/13 Gänseklein, Qänsekeulen, frisch u. gepökelt, Gänseliesen, Gänselebern u. Gänseschmalz, Gänsekeulenfleisch, Gänseknochen- fleisch, große geräucherte Qänsekeulen usw. Hermann Leissner, Berlin c.. Klosterstr. 93-95. Ich unterhalte keine Filialen! Nm* Eckbaus Kaiser-Wühelm-StraBe. wöchentliche Teilzahlung liefere elegante fertig und nach Mass. Garantie für tadellosen Sitz und feinste Verarbeitung, J. Kurzbers Mass» Schneiderei Rosenthaler Strasse 36, 1, am Hackesclien Markt Frankfurter Allee 104, pari, Ecke Fnedenatraase Reinickendorfer Strasse 4, am weddingpiatz Millionen gebrauchen gegen- 'S BruÄt- Caramellen iit den„3Tannen'. 6100 notariell beglaubigte Ze; gnissc von Aeaton und Pnvalen verbürgen den sicheren ßrfolg. Köstliches, fcinschmeckcndes agaga Hustcmni'.tcL Pake! äO PI 5osc 60 HL 2u haben in Apotheken, Drogerien. Konlitflieti- und koIoraalwaicn-Hsndlungfi; min lutt rieh nichts anderes»ulreJen. gegen Heiserkeit. Verschleimung. Brust-Katarrh Extra billige Angebote zum Weihnadifsfesfe dunkelge�ireift Zwimbukikins, 085 Serie I. I'O�dl seht hallbar..........£* M. I t C n gedreifte Kammgarn- Che- C40 Serie 11. I viots, in vielen Mujtern.., M. Serie V. HOSCFI Aachener Kammgame in hellen und dunklen Streifen SÄ»": sehr billig! RnnbenhasenP-f�SOs aen Cheviots und Kammgarnarien*7 35 Serie III. 1 Iw�vTll in den neuesten Mustern..• M. J— Kammgarne, ganz aparte Q20 Serie IV. Ii OS€11 Muster, sehr vornehm.... M II',6 Größe 7— 12 von I an — Berlin gegr. 1891•» Chaimeestraße 29-30 i 11 ßrückenstraße 11 Gr Frankfurter Siraße 20 i Schöneberg, Hauptstr. 10 Der Haupt- Katalog Nr. 46(Neuesie Moden) kostenlos und oortofrei Jeglicher Nachdruck verholen. Jedes Wort 10 Pfennig. R/al.,evf,geodr,?.ck,e 20 Pfs-(«Ulässig 2 fettgedruckte Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.j das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1(ihr, für die Vororte bis 12(Ihr, In der Haupt-Expedition, Undenstrasse 69, bis 5(Ihr angenommen. Verkäufe. Betten! prachtvolle, 6,90, 8.75, 12,75. Aussteuerbctten 15/75. 18,75. Daunenbeilen 19,75. PsandleiHe, Brunneilstrabe 47._* Wanduhren! Taschenuhren! Schmucksachen! Ringe I Auktions- psänder spottbillig 1 Pfandleihe, Brunnenftrage 47. Skunksstolas 1 echte. 37,50, 45.00. OpossumstoiaS I Nerzmurmel! Tibet- ftolas spottbillig! Pfandleihe, Brun- nciistraße 47.* Teppiche! prachtvolle 5,85, 8,75. Saionleppiche 12,75, 15.75, 25,00. Borleger I Felle I Läuserstoffe spott- billig. Pfandleihe. Brunnenstrabe 47. Steppdecken! Diwandecken I Tischdecken 1 Tülldeckenl Schtasdccken! spottbillig I Pfandleihe. Brunnen- strabe 47. Portieren! Leinenportieren, reich gestick!. 3.45. 4.50, 5,85. Bettdecken mit Volant 2,35, 3,75. PsandleiHe, Bruinienstrabe 47. Gardinen! prachtvolle I 1,35 bis >75 1 Künstler- MadraZgardwen! üorcs I Tülldecken I spottbillig. uidleihe, Brunnenstratze 47.» Winterimletots! Auktiouspsän- der, neue. getragene Anzüge I Hofen! Alles spottbillig: nur Pfand- leihc. Paul Krüger, Brunnen» ftratze 47. 12—2 geschlossen. Sonntags geöffnet. 2583K' Gardinen! Steppdecken l Portieren I Tischdecken! aubergewöhnlich billig! Vorwärisleser 5 Prozent Rabatt extra I Gardinenhaus Brünn. Hacke. scher Markt 4(Bahnhos Börse). Sonntag« geöffnet._• Boridbrige elegameHerrenanzüge «nd BalelolS ans fernsten Nagstoiien 20— 10 Mark. Hosen 6— 14 Mari. Leriandbau» Germania, Unter den Lwden 21.,* Teppiche- Prochistücke(Farben» ßebleri. für halben Preis. Vorwärts. leser 10 Prozent! Mauerbost. Grobe Arantiurrarstrabe S, parterre. Kein Laden I 1S3SK' Hermannviao 6 Biandleibbau«. Aedermann« Kaufgelegenheit. Extra- billige Jaa'etianzuge. �eorockanznge. SinterpalerotS. Herrenulster. Herren- boieti. Reffen auswahl PelzfwlaS. Allerbilligster Bettenvertaus. Ler- mietungsbett. Aussteuerbetten. AuS- steuerwäjche. Reichhattiges Portteren- lager. GardinenauSwabl. Tevvich- auSwabl. PllttidN'chdeden. Stepp- beckenlager. Goldsachen. Taschenudre». lvanduoren. Wandbilder. War enderlauf ebenfalls Sonntag«..• In Freien Stunden. Wochen- Ichrist für das arbeitende Boll. Romane und Erzählungen. Abonnements wöchentlich 10 Pf. nehmen alle AuS- gabestellcn des„Vorwärts' entgegen. Probehefte gratis._ Teppi-ne!(fedierdastel m allen Gröben, fast für du Hälft« de« Werte« Tevvichiager Brünn. Hackeicher Marti 4, Vabndot«irie.(Leier de« »Borwäri«' erhalten 5 Broze». Rabatt.) Sonntag« geöffnet l« Brunnen» 1200Jf Betten, Stand{ Uragc 70, im Keller. Leihhaus Mortnplatz Kit»! kaufen Sie spottbillig von Kavalieren wenig getragene Jackettanzüge, Rock- -. Paletot«........ Seide, 9—18 Mar! laufe in Damen- Plüsch föbtenteU« auf Gelegenbeits- _ W änteln. Kostümen. Kleidern(hochelegant). Grobe Posten Pelzstola«. Pelzgarni. turen früher bis 150, je»! 15-40 Mark. Geleg-nbeitSläuf- m Ud�.«enen. Slinaen, Wasche, Betten,«norm billig. KoriSvla? Wo I.. 2S-K& Devviche- unvcdeutend« Farben- fetler für die Hälfte des Wertes. Portieren Gardinen. Steppdecken. Tückdecke» ,u Schleuderpreisen. Teppichhaus Adler. Kontgstrage 50. eegenüber Rathaus. lao/R Grundbegriffe der Politik, cm Friedrich Stampfer. Gebunden-.M Buchhandlung Vorwärts, präge 69(Laden). Linden- lvtv»aisa»zng>.,'paielols.grogiS Lager, jede Figur, tauft mau am billigsten beim Fachmann; jede Aendcrung nach Wunsch in eigener Wertstatt. 5 Prozein billiger für Vorwärtsleser. Fürnenzelt, Schnei- deinieiiift, Roienlbalerstrabe 10 Wasch-Wringmaschinen. prima billig, Abzahlung, günstig, Bellmann, Gollnowstraße 26. 2060K' Trauringe, Gold 3,—. Uhrmacher, Pappelallee 3. Werner. 212511* Teppiche, Gardinen. Portieren. Tüllstores, Steppdecken. Divandecken, Plüschtischdccken, Läuserstoffe Spott- billige Extrapreise. Potsdamer- strabe 103. Conrad Fischer. Vor- wärlsleser Rabatt. 1715K' Geld! Geld! Sparen Sie, wenn Sie im Leihhaus.Roienibaler Tor', Linienstrabe 20314. Ecke Rosenlbaler- strabe taufen. Anzüge 3.00, Ulster, Paletots 5.00, Joppen 4.00, Silber- Uhren 3,00, goldene Damenuhren 8,00, Goldwaren. PelzstmaS, Betten. Wäsche, Gardinen, Teppiche, Tisch- decken. Divandecken, Freiichwinger, Bilder, Fahrräder. Alles enorm billig. Sonntags geöffnet. 2467K Federbetten. Stand 11,00, 10,00, hochfeine 21,00, Kinderpaletots, Kindcrjoppen. Pelzkragen, Herren- udren, Damenuhrcn, silberne 4,00, goldene 3.00 Mark. Leihhaus Osten. Königsbergerstrabe 13. 2528K* Wenig getragene, aus vornehmen Häusern, Winterpalelots. Ulster, An- züge(Gebrockanzüge auch leihweise), Joppen, Beinkleider(auch für lorpu- lente Herren). Damenulster, Damen- tleider, Röcke usw. taust man reell bei Weiß, Blücherstrabe 67 I(Halte- stelle Mtttenwaldersttabe, nahe Halle- sches Tor). Sonntag» geöffnet. Vergüte Fahrgeld. 2501K* Humboldtleihhaus existiert nur Brunnenstrabe 58. EckbauS Slral- sunderilrabe. Hochelegante Winter- paleiotS spottbillig. Winterulster. Jackettanzüge. Gehrockanzüge. Stau- nendbilliger Bettenvertaus. Aussteuer- Wäsche. Prachtteppiche. Plüschtisch- decken. Goldene Taschenuhren Massen- auswahl Uhrkelten. Wandbilder. Entzückende echte Pelzstolas. Pelzmuffen. Spottpreise. 2436K' Teilzahlunge« 0,50 wöchentlich: Gardinen. Portieren, Teppick«, Decken, Uhren, Bilder, Möbel. Polsterwaren, Betten, Wäsche, Kwderwagen, Kinder- bettstellen, Herrengarderobe. Pelz- ftolas. Sende Vertreter. Meisels Nachfolger, Warschauerstrabe 80.* Hose» 3,75, Manchesterhosen 4,50, Anzug 20 und 26 Mark zu verkaufen. Drobek, Rcichenberger strabe 178 II. Fortunaleihhaus, Brunnen- strabe 157. Jedermann» Kauf- gelegenhett. Herrenulster, Jackett- anzöge Uhrenvertaus. Goldwaren. Schmucksachen. PclzstolaS, Riefen- auswahl. Spottbilliger Betten- verkauf. Aussteuerwäsche. Tüll« gardinen. Prachltcppiche. Portieren- lager. Plüschlischdecken. Verschtedenc«. Alle» spottbillig. 1363b* Herreuflausch-Ulfter-Ausoerkaus, nur heute und morgen. 36,—, 58.—. Wer Stoff hat, arbeite Anzug für 20.—. Moderne Aussühi ung. Schnei- bermeister Klemmer, Wrangeistrabe 4. Wundervolle Plüschtischdeckeu jetzt 6.75, Plüschportieren 8,50, Teppiche 200/300 12,50, herrliche Künstter- gardinen 6,50, Erbstüllstores 3,35, Bettdecken 2.50 Prachtvolle Weih- nacktsgeschenke.Vorwärts'leser noch fünj Prozent Eplrarabatt. Georg Lange Nachfolger, Chauffeestrabe73/74.' ®fl lohnt nur bei Max Weih, 88. Grobe Frantsurterstrage 83. alt- bekannte Firma, zu kaufen. Man wird am reellsten und billigsten be- dient. Wenig getragene, teilweife gut Seide, von Kaoalte'.en nur kurze Feit getragene Jackettanzüge. Rock- anzuge, Gehrockanzüge, Frackauzüge, Smokinganzüge, Paletots. Ulster. Hosen, einzelne Fracks und Smokings werden zu billigsten Preisen verkauft. Die elegantesten Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 88. Groge Frantsurlerstrabe 88. Bitte im eigenen Jnierej e auf die Firma zu achten. 134/3* Zehn Prozent Rabalt Vorwärts- lesern. Abfall, fehlerhafte Teppiche 4.25, 5.75. 7,85, 3.50, 11,85, 15, 13. 23,27, 31 usw. Fabrillager Grobe Frank- surterstrabe 125, im Hause der Möbel- sabrik._ Gardinen, Fabrikreste, Fenster 1.65. 2,35, 2,85, 3,50, 4,50, 6,75. 8,25 usw. Slngeschmuhte Gardtnon. Stores, Tülldeckeen, Rouleaus, fabelhast billig. Grobe Frantsuriersttage 125. Künstlergardineu 3,85, 4,75, 5,35, 6,65, 7,85, 3,50, 11,75, 13,50 usw. Leinen- und Tuchportieren 3,25, 3,65, 8,75, 7,85, 8,50 usw. Piuschportiereu 5.85, 6,75, 7,65, 8.50, 3,85, 10.50. 11,65, 14,25 nsw. Fabriklager Grobe Franksurterstr. 125. Plüschdecken mit kleinen Fehlern 4,25. 5,75, 6,50, 7,35. 8,35, 21.50 usw. Tuch-, Leincudecken 1,65, 2,25, 2,95, 4,35, 5,50, 6,85, 7,50 usw. Steppdecke», Stmiki-Seide 3,75, 4,50, 5,65, J.hO, 8,35, 9,75, 11,23, 13,50 usw. Diwandeckeu 3,95, 4,50, 5,65, 7,50 bis 30 usw. Schlaf, und Reisedecken 35, 1,35, U5, 2,86,�,45 bis 45 Mark._ Möbelstoff, Lauser und Linoleum- reste zu Spottpreisen. E. WeibenbergS Gardinen- und Teppichhaus, Groge Franlsurterftraß« 125, im Hause der Möbelfabrik. 2505K* 4.25 prachtvolles Bett. Dauniges Bett 8,50, rotrosa gestreift. Aussteuerbetten. ganzer Stand 26,50. Nur Prwzen-Psandleihe, Prinzenstratze 34. eine Treppe._ Monatsgarderobe spottbillig. Grobe Geldersparnis. Winterulster 6,50 an. WinIerpaletotS 8,25 an, Jackettanzüge, Gehrockanzüge, Hosen, Joppen, sür jede Figur passend. Ferner Pelzslolo«, Damenulster, Blusen, Aussteuerwäsche, Steppdecken, Goldsachen, Uhren 3.15. Goldene Ringe, gestempelt 1 ,50. Ketten, Operngläser. Nur Prinzen- PsandleiHe. Prinzenstratze 34. eine Treppe. Neben Bauzaun Werthelm, kiewer Eingang. Fahrgeld vergüte._ 2413K* Freischwiuger. g fester mahagoni Sos Arkonaplatz 6, vorn V. 'tzer, wie neu, Schüler, -sLO Monatsauzuge. WwterpaletotS. Ulster. Gebrockanzüge, Smoking- anzüge, Frackanzüge. Joppe», Hofen. Fantasiewesten spottbillig. Roieu- tbal erstratze 48, eme Treppe. 134/1* Monatsauzüge 6 XX) an, großer Posten Winlerulster sowie auS Pfandleihen verfallene Sachen taust man am billigsten bei Allweitz, Schlicmänn- stratze 45, erste Etage, kein Laden. Fahrgeld wird vergütet. 1362b* Hl-onotsanzuge und Winterpalelots von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Gebrockanzüge von 12.00. Fracks von 2.50. sowie iür korouiente Ftguren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Psandleiben oer- sallene Sachen kantt man am billigsten bei Ratz, Mulackstrage 14.* PorwartSteier süm Prozent Ernorabali telbst bei Gelegenheit»- Kufen. Teppich-ThomaS 2107K Teppiche, sarbfehlerhast. spottbillig Gardinen. angeschmutzte, Stores, Künstlersenfter, sabelhast billig 2469K* Teppich-ThomaS, Prachtbau Ora- niensnatze 126, Rotentbalerirrage 54. Schönhauser Allee 114(Ring- bahnhos). Pjandieibbau». Grotz- Berlins spottbilligste EinkauiSauelle I Riesenherbswerkauj wieder eröffnet l Sxtrabilliger Bettenoerkaus. Pracht- teppichc. Taschenuhren. Freischwinger, Go.dwarenlager. Gardinenoerttrus. Portieccnlager, AuSsteuerwasche. Pelz- stolas. StepPveckenlager, Winter- palelot», Plüschttschdecken l Fahrt. vcrgütmtg.--oos Gaskrouen. Fuglampen. Teil- Zahlungen 1,00 wöchentlich- billige Preise I Montage kostenlos l Kronen- lager Grobe Franksurterstrabe 32, I. Etage, Raoensstratze 6(Weoding), Schönhauser Allee 121(Gleimstrabe), Neukölln. Berlinerstraße 102. 201IK Tanzschule Siegert, Gewerk- schastshaus. Eugeluser, 15, Unterricht: UO-__________________________.__ Sonntag 3—11, Dienstag 9—11._ "�Verantwortlicher Nedalteur: Alfred Wiclcttp. Neukölln, pt fctB Lnjeralentett veranuv.: Th. wl«ck�>öerltli. Druck u. Verla»: vorwärt« öuchocucketet u. titt clagsatijtalt Paul S'nger a Co.. PerUn SVV. Singermaschine. 10,—, Btumen- strabe 83. 237/14* QesckÄktsverkSuke. Gckreftauraut, Lokal Parteioer- kehr, nahe Fabrik, wegen Kranlheit verkäuflich. Ast, HennigSdorser- stratze 13. �93* Fassaden- Schablonen, Werkstatt sehr billig verkäuflich. Arndt, Schivel- beinerslratze 4._+68 Lokal, Paricivcrkehr, Tonuenge- schäst, verkäuflich. Preis 4200,—. Näheres Ramlerstraße 29, Seisen- geschäst. t97 Möbel. Möbel obne Geldl Bei klewer Anzahlung geben Wirtschaften und einzelne Stücke aui Kredit unier äutzerster Preisnotterung, auch Waren aller Art. Der ganze Osten kanit bei uns. Krettchmaim u. Co.. Kovven- ftratze 4.(Scklesiscker Babnboi.l* Teilzahlung. Reelles Möbel- geschäjt liefert Möbel für Stube und Küche mit 20 M. Anzahlung, kleinste Raten. Auch einzelne Möbel. Acltere Möbel werden in Zahlüug genommen und gegen moderne nmgetautcht. ijum Wechnachtssest Teppiche, Portteren, Läuser usw. ohne Anzahlung. Offerten Postlagerkarte 12. Post- aml 22. 2333K* Zentrale sür Arbeitermöbel liesert Reiormeinricklungen jn gediegener Arbeit an Reelldenkende auch auf TeUzablung und bittet Parteimitglie- der um Besuch der grotzen Läger. Niedrige Anzablung. Zinsvergütung. Kelegenbeitskäuse in gebrauchten Mö- dein. Verkaussstelle Schatz. Brunnen- ftratz e 160, Eingang Auflamerstratze. Umzugshalber bis Ende De- zcmber: herrliche Nutzbaumwirtschast Mit bildschönen Küchenmöbeln, Gas- kröne. Federbetten 135,—, Umbausosa 40.—. Trumeau 33,—. Avxam, Neue Königslratze 66 I. Händler aus- geschlossen.. 237/8' Tischlermeister gibt MÄhel aus Teilzahlung bei beliebiger Anzahlung zum Kassenpreis. Stets Gelegenheits- käuse in hebrauchten und zurück- gesetzten Möbeln, auch aus Teil- zahlung. Nachweis von Kunden wud lütt honoriert. Offerten Post. aml 30„Postlagerkarte 44'. Rehseld, Pädstrahe 4». nungSeinrichtungen 165,— an, autzerhald. auch Rebfeld. Badstraffe 45), Umbau, PlülchlosaS 45.—. Rehfeld.«adstraffe 49, englische Bettstellen. Matratze 33,—. gebrauchte 12.—, 15.—. 18.— usw. Relifeld. Badstraffe 49. Kleider, schränke 25.—, gebrauchte, grotze Auswahl. 282IK* Hochmoderne Nubbaumwirischast Prachtlüchcnmöbel, Teppich, Wand- bUder. Federbetten für 137,00. nur an Privatleute. CaSper. Loikum- strabe 2, I._ 194,7 MSbettatalog. reich illustriert. sendet aus Wunsch gratts M. Hirscho- ivitz, Skalitzerstrage 25, an der Hoch. bahn._ 2570K Moedel» Boebel. Oranten- stratze(Morttzvlatz) är. Fabrikgebäude, liesert als Spezialität: Ein- und Zweiiimmer-Einrichtuiigeu. Grötzte Auswahl. 3 Etagen in 2 Fabrik- gebäuden. Billigste Preise. Ein Zimmer und Küche 234.—, 336—, 403.—, 436,—. 566—, 655,- bis 1000,—. 2 Zimmer und Küche 448, 501.-. 571,—, 660,—, 773.—, 867,—, 991,— bi» 2000,—. Schlaf. »immer 134,—, 270,—, echt Eiche 299,—, 3b0,—. 401,—, Wohnzimmer, modern. 266,—. 318,—, 313,—, 403,—,«veisezimmer. echt Eiche, 343,—, 373,— 462,—, 571,—, Herrenzit, inier. englische Bettstelle mit Watratze 42,—, Trumeau, geschliffen 36,—, Plüichsofa 58.-, Um- bau 10;—. Befichtigung ohne Kaufzwang erbeten. 5 Jahre Garantie. Eventuell Zahlmtgserleichterunaen. Geöffnet 8—8. Kein Laden. Per- tauf im Fabrikgebäude. 2057k* Einrichtung, itubc und Küthe, 195,—, Einzelmöbel spottbillig. Schneider, Pritizennraxe 38._* Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenbeil. lick Möbel anzuschaffen. Mi! kieinitet Anzablung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück deutliwer Preis. UebcrvotteUung dabei ausgeichloffeu. Bei KrankbeitS- fällen und ArbeilSiotigfeit anerkannt grötzte Rücklicht. Möbelgeschäft M Goldstaub, Zossenerstratze 38. Eäe Giieisenaustrabe 2301 K* AUisilüiistriiinente. Pianino, wenig gebraucht, stabiles, tonschönes Instrument. billig. F. Manthey u. Co., Potsdamer- stratze Ä.__ 193/14* Konzert-Grammophon, neu. umständehalber 50 Mark, gekostet 135,—. Schirn, Woldenbergerslratze 5. s 1333b* Klavier, hohes mit Stuhl 125,— vei käuflich. Hänel, Aiexanderstratze 14o. �Br-chsteinpianino. fast neu, kreuz- saitig, idealschöner Ton, allerbilligst verkäuflich Warschauerstrage 53, vorn I, Menzel. 257 6K Pianino. neuerhallenes. 1,50 hoch. 200:—. Krüger,- Medenstratze 2 (Königstor). 1 37/15 Pianoverläufe. ohne Zwischen Händler. 25 Prozent Ersparnis. Neu- köllner Pianosaorik, Juliusslratze 53. Pianino, hohes, Schnitzerei 115,— (Teilzahlung gestattet). Zander, Turm- stratze 9. 194,-2* Bilder. Bilder. Sie kauten Bilder nirgends billiger al« direkt Fabrik bei Bilder- Bogdan. Weinmeifteritratze 2 2248K Fahrräder, Herrenfaurrad, Damenlabrrad, wie neu. 35,—. Holz. Blumen- stratze 44 1033K' Geschäftsdreirad. äutzerst stabil. 50.00 an. Holz, Blumenstratze 44.* Brennabo rrad. sowie Fretlausrad, tadellos 25,00, sosort. Schräder. Weberstratze 42, Ouergebäude. �aiikxesiicke. Platinabfalle, alle Goldsachen, Bruchgold. Silber, Gebisse, alle Uhren, Kebrgold. Goldwatieu, Ou-cksilber, Stanniol sowie lämllicke Gold-, Silber-, platinbaltigen Rückstände kauft Broh, Edclmctallsckmetze, Berlin K., Kövennteritratze 23. Tele- vdon Moritzplatz 6358. 2555K* Platinobfälle. Gramm5.70. Gotd, Silber, Zadngebisje. Stanniol, Queck- silber 3,65 kaust Blümel. August- strotze 13 Höchftzahlcnd, Metalle. Zabn- gebiise. Plaliuabjall, Gold,«Uber, Quecksilber, Metallschmelze Niever. Köoenickerstratze 20a(gegenüber Manieuffelsttatze)._ Münzen, Briesmatken kaust Grotzmaim, Spandauerbrücke 2. Platin 5.70, Zahngebiffe, Altgold. Silber, Quecksilber, Stanniol höchst- zahlend Tellowerstratze 10. 1284b* Zahngebisse, Zahn bis 1,00. Pia- ttuabiälle, Goldankauf, böchstzahleiid. .Geldkontor", Hollmannstratze 30' Goldschmelzerei. Platin Gramm 5,70, Gold, Silber. Zahngebisse. Goldschmied Bruckard. Mulackslr. 22. nahe Roseuihalerstratze. 1088b* Zahngebiffe, Zahn bis 1.25. Platin- abfalle 5,75, Goldiachen, SUberiachcn, Goldwatten, Kebrgold. OueckMber 3,30, Stanniolpavier. Zinn 3.70, Kupfer 1,30, alle.Metalle" höchst- zahlend. Edelmetall-Einlaussbureau Weberstr. 31. 2433K* llnteirictit. Verscliieäenes. Entlaufen kurzhaarige, englische Windhündin, Steuermarke 16180. Belohnung 20 Mark. Uhler. Beiz- geschäst, Kommandantenstrabe 73.* Kunilnovicrei ocn ffrauKokosky Scklacktenice. Kürittatze 8 III. Pairntantoalt Müller. sttatze 81._ Gitlchiner» 243311* Pfandleihe HeinerSdorseritrage 14. nahe der GreisSwatdersttatze. 1033b* Paiciitaittvatt Weisel. Gittchiuer- sttatze 34a._ Uhrmacher NO. 55, Wilhelm Schroeder, und Juwelier, Berlin Jmmanuelkwchstratze 35, Werknatt. Reparatur- 210051* Sonnabends BereinSzimmer frei. Jacob. Koitbuser User 33. 212051* (khindenu. verloren SknnkS- Boa verloren Donners- tagabend'AlO Uhr, Schulllratze. Gegen Bclovnung abzugeben bei Hollstein, Trisistratze 67, II. s33 Vermietungen. Limmer. Möbliertes Zimmer für zwei Herren. Zu treffen abends nach 7 Uhr. Frau Prunzel, Gitschiner- schätze 79, rechter Seitenflügel II. Freundliches Zimmer vermietet an Herrn Frau Tucher, Posener- sttatze 12. Zu ersragen abends. f87 Schlafstellen. Möblierte Schlasstelle. sofort oder Ersten. Rauhut, Prinz Eugcnstratze 22, vorn I.__ 433 Möblierte Schlasstelle, 1. De. zemder, Kleine üttidreasstratze 7, vorn III, bei Zeilmann._-s37 Möblierte Schlasstelle. Vorder. zimmer. separal, billig. Grotzmann, Neukölln, Hansastratze 4, II. Etage. Atietsxssuche. Abgeordneter sucht zum 1. De- zember gut möbliertes Zimmer in der Nähe« oder mit guter Fahr- gelegenbeit zum Reichstag. Offerten K. 2. Exvedition dieses Blattes. Junger Handwerker sucht einfach möbliertes Zimmer in dar Nähe des Bahnhofes Grobgörschenstratzc, wo- möglich separat. Offcricn Speditton Kirchbachstrabe 14��__ t145 Zimmer, kleines möbliertes, wäh- reud der Reichstagstaaung in der Nähe der Jannowitzbrücke oder Schtc- sischen Bahnhos geiucht. Offelten au W. Schrolle, Tabatgeschäst, O. 27, Kleine Andreasstratze 21. 1367b f Arbeitsmarkt. Stempelfabrik sucht Abfonuer per sofort. Gest. Offerten unter„0. 323" an Pültner» Ann.-Bureau, Roscnthaler Str. 42. �cfftunx! �cktunxl cssetngezlellie! Tie Sperre über das Stefu, Jrantiurter Allee 7t», ist durch Vertrag«- abschlutz ansgehoben. Dagegen ist da» Cafe Abbazia Charloiteiibn-g, Am Knie» wegen Matzrcgelutig der Kellner sür organisierte Gehilfen nackp ivie vor gesperrt. 31/17* Verband der t-astwlrtszehllsen. Zweigverein der Cafe-Angestellten. Nr. 374. 39. Jahrg. Mds-SkilU i>cs.Awiick" str SiimiWeii. ZZ. Znrsda Mi. Die Verteuerung der fshrpreiie auf der Stadtbahn. Saß bic Fahrpreise auf ier Berliner Stadtbahn und den Vor- rrlbahnen verteuert werden, kann man heute schon als feststehend ansehen, nachdem in der Kommission des rlbgeordnetenhanses sogar der Vertreter dir fortschrittlichen Volkspartei— ein Berliner Stadtverordneter!— sich dafür ausgesprochen hat. Dieser opti- mistische Herr sprach die naive Hoffnung au?, der Minister werde, wenn etwa drei Jahre lang der erhöhte Tarif in Geltung sei, von selbst wieder mit dem Vorschlag einer Verbilligung kommen, lind da sage noch einer, daß unsere Liberalen kein Vertrauen zur Rc- gierung hätten! Nach wiederholter ausdrücklicher Betonung des Ministers ist die Verteuerung keine Folge des geplanten elektrischen Betriebes. Es soll nur die Gelegenheit der neuen Einrichtung benutzt werden, um den Berlinern die Verteuerung schmackhaft zu machen. Sie sollen also gewissermaßen in den Wahn versetzt werden: weil sie jetzt etwas Neues und Besseres kriegen, deshalb sei es recht und billig, mehr dafür zu bezahlen. Aber auch wenn etwa der Land- tag die Elektrisierung ablehnen sollte, werde die Verteuerung doch kommen. Dies vereinfacht die Diskussion. Wir können demnach die Elektrisierung vorläufig ganz beiseite lassen und uns auf die Frage beschränken, ob die Verteuerung notwendig und gcrechtfer- tigt ist. Begründet wird sie damit, daß angeblich der Stadt-, Ring- und Vorortverkehr gegenwärtig seine Betriebskosten nicht deckt. So wenigstens heißt es in der Denkschrift, welche die Regierung im April dieses Jahres dem Abgeordnetenhause vorlegte. Da aber jeder Nachweis für die Richtigkeit dieser Behauptung fehlt, so hat damals der„Vorwärts" sofort mit Nachdruck verlangt, die Abge- ordneten sollten, che sie sich darauf einließen, die rechnerischen Un-' terlagen dieses angeblichen Defizits einfordern. Das hat die Kom- Mission des Abgeordnetenhauses glücklicherweise auch getan, und die AnUoort der Regierung auf diese und andere Fragen ist ihr jetzt in einer neuen, umfangreichen Druckschrift zugegangen. Darin, sowie auch in den Verhandlungen der Kommission am letzten Donnerstag wird es als Pflicht des Staates anerkannt, die Leistungen der von ihm betriebenen Bahn so hoch wie möglich zu steigern; dagegen sei es nicht seine Sache, ohne genügendes Entgelt für den Berliner Lokalverkehr zu sorgen. Das hieße, so drückte der Eisenbahnminister sich aus,„die potenteste(leistungsfähigste) Stadt des Deutschen. Reiches daiiernd auf Kosten der Allgemeinheit bevorzugen." Gegen den Gedanken, daß die Stadt Berlin nebst ihren Vorort- gemeinden für den lokalen Verkehr selbst zu sorgen haben, ist an sich nichls einzuwenden. Aber man braucht ihn nur in diesem be- stimmten Falle bis zu seinen Konsequenzen durchzudenken, um zu sehen, wie leicht aus Vernunft Unsinn werden kann._ Man stelle sich vor, daß der Grotz-Berliner Zweckverband an den Staat heran- träte mit dem Anerbieten, ihm diejenige Hälfte der Stadtbahn, die dem Lokalverkehr dient, abzukaufen! Wir sind sicher, der Eisenbahnminister würde den Herren niit der Frage antworten, ob sie nicht reckt bei Tröste sind. Die beiden Hälften lassen sich nicht trennen, weder technisch noch wirtschaftlich. Wer die eine besitzt und betreibt, muß auch die andere behalten. Da nun der Staat aus sehr wohl erwogenen Gründen die preußischen Eisenbahnen über- nommen hat und nicht daran denken kann noch will, die durch Ber- lm führenden Fernbahnen abzugeben, so muß er eben auch die Stadtbahn behalten und dann natürlich dafür sorgen, daß sie ihren Aufgaben— und das ist eben der Lokalverkehr— entspricht. Was nun das angebliche Defizit des Berliner LokalvcrkehrS anbetrifft, so hat es die Denkschrift im Frühjahr auf fast 2 Millionen Mark für 1912„veranschlagt". Auf die bestimmte Frage der Kommission, auf Grund welcher Zahlen und welcher Jahresergeb- nisse denn dieses Defizit herausgerechnet worden sei, kommt jetzt ftir daS Jahr 1919 nur ein Fehlbetrag von 376 499 M. und für 1911 nur ein Fehlbetrag von 462 699 M. heraus. Eine recht an- fehnliche Differenz! Der Herr, der für 1912 die 2 Millionen Mark „veranschlagt" hat, muß doch ganz sonderbare Maßstäbe angelegt haben. Jedoch, wer an die oben erwähnte Tatsache denkt, daß sich der Betrieb der Stadtbahn von dem der Fernbahn in der Wirklichkeit gar nicht trennen läßt, der wird all diese Zahlen nur mit Kopf- schütteln betrachten können. DaS Ministerium sagt auf Seite 163 oer Fragebeantwortung: „Die Buchführung der Staatseisenbahiwerwaltung... zeigt ... keine Zerlegung nach Strecken und Verkehrswegen, weil die Einnahmen und Ausgaben sowohl der verschiedenen Strecken wie der verschiedenen Verkehrszweige in der Regel derart ineinander greifen, daß eine zutreffende Ertragsberech- nung für die einzelnen Strecken und Verkehrszweige sachlich unmöglich ist." Aus diesem Grunds kann eine(gleichfalls gewünschte) Bilanz für die Strecke Dessau-Bitterfeld nicht gegeben werden. Bei der Stadtbahn soll es anders liegen, weil sie besondere Fahrkarten hat, so daß die Einnahmen mit Sicherheit feststehen. Aber die AuS- gaben?— Die Regierung meint: „Auch die Ausgaben lassen sich mit weit größerer Sicherheit als anderswo ermitteln, da der Verkehr sich größtenteils auf be- sonderen Gleisen abspielt. Voraussetzung für eine zuverlässige Ermittlung ist allerdings die Vornahme besonderer Auf- zcichnungen, die schon wegen ihres Umfanges nicht lau- t c n d g e s ü h rt werden können, sondern jedesnial einer besonderen Anordnung bedürfen." Mit anderen Worten: wie es der Natur des Betriebes ent- spricht, ist die Buckführung derart eingerichtet, daß sich die Aus- gaben für die Stadtbahn allein nicht ersehen lassen. Nur für daS Jahr 1911 sind auf besondere Anordnung besondere Aufzeichnungen gemacht worden; die Angaben für 1919 beruhen wiederum nur auf Schätzung. Nun hat aber der Minister in der Kommission selbst geiagt: auf die Ergebnisse eines und selbst zweier Jahre dürfe man sich nicht stützen; speziell das Jahr 1911 habe wegen des abiwrm heißen Sommers auch abnorme Verkehrsverhältnisse gehabt! Ja, loa» sollen unter solchen Ilmstiinden diese Zahlen beweisen, die eben doch nur sür ein einziges Jabr aufgenommen worden sind, und die schon deshalb nickt genau sein können? An allen Ecken und Enden müssen den Buchjührendcu Zweifel aufgestoßen sein, ob Ausgaben auf den Fernverkehr oder auf den Stadtverkehr zu schreiben sind; Zweifel, die letzten Eudes nur willkürlich gelöst werden konnten. Das zeigt sich auch auf Schritt und Tritt, sowie man einen Blick in die von der Regierung angegebenen Zahlen wirft. Da werden z. B. angeführt Löhne für Handwerker, Putzer und Kohlen- lader für Lokomotiven. Was diese Leute wirklich bekommen haben, ist nur für den ganzen Direktionsbezirk Berlin bekannt, und es folgt eine höchst verzwickte Prozentberechnung, um herauszukriegen, wieviel davon auf die Stadtbahn entfällt. Die auf diese höchst an- fechtbare Weise errechnete Summe beträgt aber rund 969 999 M.! Und ebenso sind die meisten übrigen Löhne berechnet. Es genügt eine Korrektur au einer dieser vielen Positionen, und das Defizit von 463 999 M. ist verschwunden. Und nun gar die Material- berechnungen! Will man wirklich mit Sicherheit behaupten, von den Kohlen, den Putzlappen, dem Schmieröl, dem Asbest, den Gummiringen, ja sogar den Handfegern, die auf Konto der Stadt- bahn geschrieben worden, sei nicht ein Teil vielleicht für Fernzüge oder Kernlokomotiven gebraucht ivorden? Aber die Regierung be- kommt es sogar fertig, die Löhne für Schnecräumen auf den Fern- verkehr und den Lokalverkehr zu verteilen! DaS dürfte wohl der Gipfel sein! Diese wenigen Tatsachen zeigen, daß es eben nicht möglich ist, die Ergebnisse der Stadtbahn von denen der Fernbahn zu trennen. Die Stadtbahn bildet einfach einen Teil des preußischen Eisenbahnnetzes und muß mit ihm zusammen behandelt und be- rechnet werden. Sie davon abzureißen, als etwas Selbständiges, für sich Bestehendes zu behandeln, ist reine Willkür. Dies führt zugleich auf das letzte und wichtigste Argument. Wenn es schon loahr lväre— was nach den oben angeführten Tatsachen in keiner Weise bewiesen ist-. daß die Berliner Stadt- bahn Defizit macht, und daß dieses Defizit 2 Millionen Mark jähr- lich beträgt, so wäre es immer noch reine Willkür, hiermit die Ber- liner allein zu belasten. Mit Recht ist in der Kommission darauf hingewiesen ivorden, daß die Stadtbahn zur Hebung des Verkehrs in Berlin wesentlich beiträgt, daß aber diese Hebung des Berliner Verkehr? wiederum den gesamten Eisenbahnverkehr befruchtet. Ohne den regen Berliner Lokalverkehr wäre auch der Fernverkehr und vor allen Dingen auch der Güterverkehr der Fernbahn nicht so stark, wie er ist. Die Berliner Stadtbahn— das hat ein früherer Mi- nister ganz richtig gesagt— ist eigentlich nur ein riesiger Bahnhof für die Fernbahn. Betracktet man sie so als Teil der gesamten preußischen Staatsbahnen, so muß sie auch mit diesem zusammen verrechnet werden. Und da wollen wir doch nicht vergessen, daß die preußischen Eisenbahnen dem Staate im Jahre 1911 das runde Sümmchen von 621 Millionen Mark Uebcrschllsse geliefert haben. Was will dem gegenüber ein Defizit von 2 Millionen Mark— selbst wenn es wirklich vorhanden wäre— an irgendeiner Stelle de» riesigen Netzes besagen! Es ist also einfach nicht wahr, daß hier die„Allgemeinheit" zugunsten der Berliner Bevölkerung ein Opfer bringt. Dieses Opfer wird nur künstlich heräusgerechnet, um den Berlinern eine neue indirekte Steuer von 8 Millionen Mark aufzuerlegen. Und zwar durch Belastung des Verkehrs, d. h. unter Schädigung der wichtigsten sozialen Aufgaben unserer Zeit. Hm Induftne und FtandeU Bon der europäische« Petrolcumprodnktion. Die Begründung des Petroleummonopolgesetzes glaubt die Auf- fasiung vertreten zu können, daß eine Befreiung vom amerikanischen Trust in der Versorgung des deutschen Marktes möglich wäre. Sie verweist insbesondere auf die Produktion Rußlands, Rumäniens und Oesterreich-Ungarns(GalizienS). Ueber welche Menge Leuchtöl ver- fügen nun diese drei Gebiete? Die im gleichen Lande verbrauchten Quantitäten kommen für Deutschland überhaupt nicht in Frage- Bleibt ihr Export. Im Jahre 1919 nun wurden ausgeführt: nach aus aus auS Rumänien Rußland Oesterreich Deutschland. 23627 16999 1S0 26S England.... 67 948 72 912 649 Belgien.... 39 432 26 688 3 231 Egypten.... 69377 35834— Frankreich... 59 854— 86 436 Indien....— 16 296— Türkei.... 28694 112389 7114 Schweiz....~— 21990 Italien.... 18164 19 392 2117 weilerer Orient.— 16 994— Gesamtexport.. 339 282 328 498 266 739 Insgesamt führten alle drei Produktionsländer nur 934 699 Tonnen Leuchtöl aus. Da aber Deutschland selbst mehr als 999999 Tonnen jährlich verbraucht, konnte der Bedarf Deutschlands ohne Inanspruchnahme des amerikanischen Trusts nur dann beftiedigt werden, wenn der gesamte Export nach Deutschland gelangen würde- D. h.. selbst die den Produktionsgebieten ganz nahe liegenden Siaaten(Türkei, Orient) würden ohne Petroleum bleiben, das dafür den viel weiteren Weg nach Deutschland machen müßte. Eine un- geheure Preissteigerung würde die Folge des praktisch gar nicht durchzuführenden Wandels sein. ES ist weiter zu berücksichtigen, daß die Produktioipin Rumänien, Rußland und Galizien außerordentlich schwankend und gerade in den letzten Jahren eine nicht unbedeutende Abnahme erfahren hat. So wurden in Galizien an Rohöl produziert: 1996 76 999 Zisternen 1999 296 990 Zisternen 1997 117 999, 1919 177 999 1993 175 999, 1911 185 000 In den erste» 9 Monaten des laufenden Jahres sind gar nur 84 099 Zisternen gefördert worden; die Gesamtproduktion wird sich wahrscheinlich auf nicht mehr als 199 999 Zisternen belaufen. Welche Wirkung derartige Schwankungen auf die Preisgestaltung ausüben, beweist die Steigerung des galizischen RohölpreiseS von 164 Kronen im Jahre 1999 auf 699 Kronen im Jahre 1919 (pro Zisterne). Die Jahresproduktion 1909 von 206 999 Zisternen brachte also nur 31 Millionen Kronen Erlös, während im laufenden Jahre 190 999 Zisternen den doppelten Erlös, etwa 60 Millionen, ergeben werden. Stünde für den Weltverbrauch nicht die größere und gleich- mäßigere Produktion Nordamerikas zur Verfügung, so würden die Preisschwankungen weit größer ausfallen. Rur weil Nordamertka etwa 65 Proz. der Weltproduktion liefert, konnte« fich die PreiH» erhöhungen in ganz Europa nicht so geltend mache«, ver Pla«� die deutsche Versorgung auf die europäische Produktion unter AuS- schaltimg Nordamerikas zu stützen, erscheint daher auSfichtSloS, Hm der frauendewegung. Die Frau und die Gemeindepolitik. Das Interesse der Frauen an der Kommunalpolitik ist»och sehr jung. Gewiß beschäftigten schon deS öfteren kommunal« Fragen die Frauen, doch wurden sie im allgemeinen als«twaS Nebenfächliches behandelt. Es ist da» ja auch gut zu verstehen. Erst mußten die Frauen für daS öffentttche Leben gewonnen werden; dann erst konnte man ihr Interesse für Spezialgebiet« wecken. Betrachten wir aber die kommunalpolittschen Frage» im efau zetnen, so werden wir finden, welch dringendes Interesse di« Frauen an ihnen haben. Die weiten Gebiete der sozialen Wohl» fahrtspflege werden heute schon von den Frauen mit gutem Erfolae bearbeitet. Die kranken, unbehüteten Kleinkinder, sowie die Schuld linder der Proletarier erheischen mehr Pflege. Da, wo aber der Einzelne nichts leisten kann, muß an seine Stelle die Mgemein» Heft treten. In bezug auf Kranken- und Wöchnerinnenfursorg« geschieht bei weitem nicht genug. Die SäuglingSfürsorge befindet sich noch im Anfangsstadium ihrer Entwickelung und bedarf drtn»• gend des Ausbaues. Unsere Volksschule entspricht nicht den An» forderungen, die einsichtige Pädagogen an sie stellen. Dt« Wohnungsfrage ist für breit« Schichten der Bevölkerung zur Not- standSfrage geworden. Wohnen doch in den Großstädten Hundert» tausende in zu engen, zu teuren, ungesunden und schlechten Wohnungen. Als Familienmutter kommen für die Frauen alle Zweige des Konsums, den die Gemeinden regeln sollten, in Frage. Die Kommunen sind im Klassenstaate zwar nur VerwaltungS- körper, die der Klassenherrschaft unterliegen, und daher nicht im» stände, die Wohlfahrt aller zu fördern. Dennoch ist es heute schon möglich, dem mannigfachen Elend der arbeitenden Klassen durch soziale Fürsorge wenigstens in etwas zu steuern und so zur geisti- gen und körperlichen Wiedergeburt der Arbeiterklasse beizutragen. Zur nachdrücklichen und bewußten Führung des proletarischen Be- frewngskampfes brauchen wir körperlich und geistig tüchtige Männer und Frauen. Ist auch die Kommune nur eine Zelle im Staatsleben, so gehört doch zum gesundheitlichen Wohlergehen de» ganzen Organismus das Gedeihen jeder einzelnen Zelle. Die Mit» bilfe und Mitarbeit der Frauen ist hierbei unentbehrlich. Mit diesem„Vorwort" umschreibt Genossin Klara Weyl selbst den Inhalt der schon von unS erwähnten Broschüre„Di« Frau und die Gemeindepolitik"(VorwärtS-Verlag, 39 Pf.). Die Schrift wäre als Einführung in die Gemeindepolitik für Proletarierinnen noch geeigneter geworden, wenn sie die Fragen in breiterer Form gebracht hätte. In ihrer jetzigen Gestalt bietet sie sich als eine wenn auch nicht lückenlose Materialsammlung. Besonders unseren Referentinnen sei die Schrift empfohlen. Entbindungsanstalten in Preuße«. Im Jahre 1919 betrug die Zahl der EnlbindungSanstalten Preußens 66, ohne die Privatanstalten mit unter 11 Bellen, aber einschließlich der Abteilungen für Entbindungen in allgemeinen Heil» anstalten. Darin befanden sich 2671 Betten. Von den Anstalten waren 13 Privatanstalten mit 228 Betten. Selbständige EntbindungS- anstalten bestanden 62. WaS deren Besitzverhällnisse anbelangt, so waren 19 Anstalten alS Königliche UniverstlätSinstitute Staatseigen- tum, 17 Hebammenlehr» und Entbindungsanstallen waren Eigentum von Provinzialverbänden, 6 Anstalten von städlischen Gemeinden;. 29 EnlbindungSanstalten, gegründet durch milde Stiftungen, gehörten Vereinen zur Unlerslüyung armer Wöchnerinnen. In sämtlichen 66 Anstalten wurden 33 990 Fronen entbunden, davon 4437 mittels geburtshilflicher Operalion, von denen 188 starben. An Kindbett- fieber erkrantlen 135 Wöchnerinnen, von ihnen erlagen 61. Im ganzen wurden in diesen Anstalten 83 074 Kinder geboren, einschließ- lich l3b4 totgeborener; 1194 Kinder starben von der Gesamtzahl während der Behandlung ihrer Mutter. Fehlgeburten kamen 1433 vor.— Also 66 Anstalren mit 83 974 ärztlichen Entbindungen gegen 1 256 613 Geburten im Jahre 1919! Wieviel Mütter und Kinder sind da zugrunde gegangen, weil eS ihnen an ärztlicher Hilfe und an sorgfältiger Pflege fehlte._ Filialleiterinneu für Färbereien. AlS Erwiderung auf den Artikel des Herrn Zandeo vom 9. d. M. geht unS von einigen Frlialleiterinnen folgende Zuschrift zu:„Herrn Zander erscheint ein Monatsgehalt von 39 bis 69 M. für Filialleiterinnen noch zu hoch. Aber um ein derartig fürst- lichcs Gehalt zu bekommen, muß eine Leiterin noch eine 1h- bis einjährige Lernzeit durchmachen, denn nur branchekundig« Damen stellen die großen Firmen ein Außerdem wird gute Schulbildung verlangt. Die Ladendame muh gut gekleidet gehen und die Filiale selbständig leiten. Außerdem mutz sie alle Differenzen, die gerade in dieser Branche nicht selten sind, fachkundig schlichten, muß dafiir sorgen, daß der Umsatz sich hebt. Die Filialleiterin mutz also in jeder Hinsicht voll und ganz hie Firma vertreten. Sie hat auch den ganzen Tag tüchtig zu tun. Denn wenn die Plätterinnen bei terrn Zander 60 M. die Woche verdienen, dann kann sich jeder aie denken, wieviel Gegenstände da in den Filialen angenommen werden müssen. Je mehr Anerkennung nun der Chef seinen An- gestellten entgegenbringt, um so mehr werden sie Interesse für seine Filialen haben, denn wie das Gehalt, so die Leistungen. DaS sollte Herr Zander berücksichtigen, dann würde er nicht mehr klagen, baß seine Ladendamen nichts zu tun Hadem Eine Nebenbeschäfti« gung in den Geschäftsstunden ist unmöglich, und für den Chef außerdem sehr zum Schaden, denn das Interesse für seine Filiale würde darunter leiden und die Filialleiterin ihre Stellung nur noch als Nebenberuf ansehen." Z« zreieii SsMen Die Wochenschrift ftir Arbeiterfamilien Wöchenklich 1 Heft für 10 Pf. Ersten Pll|fepeil- Spezial-Geschäft und Klinik des Südostens* Becker Nachf. M. Forstreuter STeanderstr. 7(Seit 1838). Handtaschen Markttaschen Schulmappen Portemonnaies Spezial-Geschäft Lederwaren Wilhelm Langner Neukölln Bergstr. 57 Neukölln Bergstr* 57 Hosenträger Schaukelpferde Passende Gesehenke Reelle Preise ♦ OratlssZugabe Reparaturen Felltiere«ehr preiswert feibhans Holla neben Apollo Theater friedriehstr. 215 I. Gegen Terrcigung dieser Hnticnec 10% Rabatt. ------------------- Sonntags geöffnet. Fniedpichstnaße 215, an der Kaufen Sie von Kavalieren getragene Jackettanzüge, Rockanzüge, Paietots, Ulster(auch auf Seide gearbeitet), Qoldsachen, Uhren, Ketten, Ringe, enorm billig., Kochstraße. ÜfK Lachmann& Scholz � 0 I Turmstrssse 76 EXlra billige Angebote. Ottostrasse 1| Domen- Ulster Ein Posten, offen und gl- Schlüssen zu tragen..... 14" weit unter Preis I Eisfeil, PIQsch, Sammet. Kinder-Rfippckea jssMsfidwesier 158 weit unter Preis I Flausch Sammet engl. Stoffe f Ein' Post. Schürzen Blusen-Reform-Schürzen.. Reform-Hänger.......... Kinder-Hänger Grossen Stickerei-Schürzen...... �ElnhelUprel. 135 1 Wäsche Damen-Fasson-Hemden—«wisiuprei« Madeir.-Achselschi.-Hemden I 4qa Directoire-Korsette....... j i3li Untertaillen mit Stiokereiansati.® Trikotagen Normal-Hemden.......... Normal-Beinkleider........ j Damen-Westen.......... s Directoire-Beinkleider.... 1 cinheit;pf eis 15 pi. iiitmUblusen gute Verarbeitung 1.35, Strümpfe Damenstrümpfe goringe».... Damenstrümpfe wo«« plattiert. Herren-Socken woiie platten. Damen-Füsslinge k°i°« wou«. < Einheitsprsls 48 Wener■ Capes 375 E!95 Erwachsene A Hr ttuiti Rotwurst— Zwiebelwurst mit Leder besatz • j45 Pihprhlihn fUr Mädchen 135 rii/dUlallb mit Ledersohle J .m. Leder- 195 "sohle Pfund Lebensmittel bekannt billig! Zervelatwurst Salami 1 Pfd. Naturhonig oa« 3 Pfd. Zuckerhonig.. i pf. •) Wenige Artikel aasoeechlossen. Vornehme Maßschneiderei Emil Preuß, Turmstr. 58. Heine geschätzten Kunden bitte ich, Maßbestellungen liir HerrensAnzüge, HerrensPaletots HerrensUlster usw. mir jetzt schon aufzugeben, da ich 14 Tage vor den Festtagen Bestellungen nicht mehr annehmen könnte. Puppenklinik! Puppengelegenheitskauf! Wegen Platzmangel Verlause vor- jährige Puppen zii bedeutend berabgeseufen Preisen. Otto F, Kafka, Neukölln, Erkstr. S, Hof parterre. Anfertignng fiimtl. Haararbeiten Rixdorfer Zopf Zentrale Ziefenstr. 85, Ecke Bergstraße. | A rn Turban � von/ n|| Marl an Locke» j L,QU Garantiert reines Ratnrhaar. »»yo'URabatt! H.libwibeileigsstdrili 8.»9, Bcppstr. 5, Fcrnspr. Moritzplatz 57, liefert Bretter, Leisten, �'" Hölter jeder Art, imr-fieacbeitet oder rauhlK Fertige Fernsprechzellen:c. EadrrSller:: KrammeptieRe «ä!imsse!i!nen ------ SSmilivde Zudeliörtelle.------ Eigeei: Kepsi'gtui'-Vei'kMee. Verkauf gegen dar ee«ie Teilzahlung. Fritz Magdeburg, 1. Geschäft: Baumschulenweg, Baumschulenstr 93 B. 2.- Obar-Sohäneweide, Edlsonstr. 54.* Große Familien sparen viel Geld wenn sie ihre Stiefel in der elektrischen Sehnellsohlerei reparieren lassen. Herrenstiefel Sohlen und Absätze 270 Schaftstiefel n». 280 Damenstiefel... V* Kinderstiefel 1°°ach Größe O70-!70 Aul Band genäht billige Sonderpreise. Besoblung auf Wunsch in 20 Minuten. *Tm(?«(|a|«o Heakülln, Ziethenstr. 43, #••®'»Wl», Ecke Hemannstraße. Fernsprecher: Amt Neukölln 594 Postsendungen können noch am selb.Tage wieder zurückgesandt werden. Gegründet 1881 Berlin SW. Qoldwarett! Uhren! Große Auswahl von Festgeseben kea! Spezialität: Traaringe!—— Während des Weihnachtsverkaufs: S°/0 Rabatt! Belleulliance-Str. 5, Ecke Teltower StraSe. Telephon-Amt: Kurfürst 814i f Keinrieh Delfs, Damen- Moden FI ausch> Mäntel Plfischa Mäntel Samt a Mäntel Velveta Mäntel Kostüme und Kleider Backfisch- und Kinder- Konfektion ��filhBlmffrese Berlin N., Weinbergs weg 9 w.Äa�.ter In grttBter Auswahl: H 6 rren-ülster deutschen u. englischen Stötten, in allen modernen KA6i'I'6!l''»üiZii88 binden, schicke Fassons. i Keio Preisaufseblag trotz kleinster Ratenzahl. Anfertigung; nach Haß. Echte—— Kravatten Kolliers Muffen Pelz- auf Kredit I Sonntags von Iß— 8 Uhr geöffnet = Jeder= erhält Kredit! Für Kunden ohne Anzahlung! > d Kulant— reell — diskret— Ulster in 26 Größen fertig am Lager: Ulster nrSD 27M 29so 82" fcö 38.- 38- 42.- 4».- 48.- 10.- 64. 88- 60- 78- m. Ulster ,üHVrureT »980 24so 26so 27.- M 29.- 84.- 8850 38.- 42.- 48.- 48.- 82.- 86.- h- Paletots 9/80 26.- 29.- 82- M 86.- 40.- 46.- 82.- 86.- 76.-* Sämtliche Ulster und Paletots sind in meinen Schaufenstern ausgestellt. SonntagsaVerkauf nur von 12—2 Uhr. M. Schulmeister Berlin SO. 26, Dresdener Sir. 4 Hocbbahnatatlon Kottbaaer Tor. — BBWMBMWlHa(ai.lJMI IllllllgH IIIBillillUI III! IIIIhlllCTa— Schuhwarenhans Kottbuser Lamm gibt an Genossen 5 Proz. in bar! Ein groBor Posten Winterschuhwaren in jeder nur denkbaren Ausführung eingetroffen. Von beate ab zu stannend billigen Preisen zum Verkauf. HerFensliefel � 5", Damenstiefel von 575 av Großes Lager in Ballschaken.-MW Zu jeder Rabe passende Farben. Carl Zobel« Ltsatsprelse JA. ML Ehrenpreise Goldene Medaillen KöpenicKer Str. 121 Mw« iVBenm so. 10.-93 Michaelkirchslr. 9-10(Ecuiiaosi Beste Herren- und Knaben-Moden Nur Spezialgeschäft. fertig lind nach Maß. Keine Nebenartikel. Sehr große Auswahl in« und ausländischer Stoffe für Maß»Anfertigung. Ulster, Paletots, Anzüge fertig von fl8.oo Mark an. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wiclepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: T>i.Gi»il8,>öerltu. Dcudu.>Lerlag: BorwartZ ivuchdruderet u. BerlagSanstall Paul«inger u.»o., iverlin SW»