料 Nr. 268. " Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertel fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Betiage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Poft Beitungs- Breislifte 39 für 1893 unter Nr. 6708. 008010. 10. Jahrg. Vorwärts 41 Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgeivaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! blad Berliner Bolksblatt. 90 nila i 16 230 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. to tur eu Dienstag, den 14. November 1893. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. ilgio dur Wie died Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Militärjuftig arbeitet. nicht daran gedacht, das geringste Wort über den Verlauf besonders zu sich berufen, hielt ihm eine Ansprache " vorerst nicht aus dem Zusammenhange, in dem sie ge- anffällige Vorgang erregte die Aufmerksamkeit in beiden standen, wie die Gerichtsbehörde es gethan. Gradnauer Kompagnieen, um die es sich handelt. Sodann ließ hatte nach Beendigung seiner 8wöchentlichen Reserve- Uebung der Major, in dessen Bataillon Gradnauer stand, diesen derselben in die Deffentlichkeit zu bringen. Da waren es und trug so wiederum dazu bei, die Gedanken der UnterWie wir bereits kurz mittheilten, hat sich das Vor- gegnerische Blätter, sächsische Amtsblatt- Reptile und ähn- offiziere und Soldaten auf den Sozialdemokraten zu lenken. gehen der Dresdener Militär- Gerichtsbehörde gegen unseren fiche Sippen, welche höhnend davon erzählten, und es Ferner verwarnte ein Hauptmann des Regiments einige Parteigenossen Gradnauer, den Redakteur der Sächsischen gewissermaßen als löbliches Beispiel hinstellten, daß ein Einjährige, mit Gr., der solche Gesinnungen habe, zu verArbeiter Zeitung", als ein Hieb in die blaue Luft hinein Kohlenhändler in Roßwein dringend darum gebeten habe, fehren; frühere Einjährige, die mit Gr. zusammen zur erwiesen. Am Freitag wurde Gradnaner nach dreiwöchent Gr. nicht in Quartier zu bekommen, da er Grenadier ge- Uebung eingezogen und mit ihm sehr gut ausgekommen licher Haft dahin beschieden: Seine Königl. Hoheit Prinz wesen und ein fönigstreuer Manu sei. Jezt erst nahm waren, sprachen sich, um uns vorsichtig auszudrücken, sehr Georg zu Sachsen hat befohlen, den Unteroffizier der Reserve Gr. das Wort und theilte mit, dieser„ königstreue" Mann verwundert über solche Handlungsweise aus. Solche Dinge, Gradnauer aus der Haft zu entlassen und ist das Ver- habe den bei ihm anstatt Gr.'s einquartierten Unteroffizier die alle die Aufmerksamkeit auf Gradnauer lenkten, ließen fahren gegen ihn einzustellen." 1510120 derartig behandelt, daß alle Unteroffiziere der Kompagnie fich noch mehrere anführen, worauf wir jedoch leider verSo ist denn ein deutscher Staatsbürger urplöglich ver- denselben wegen dieses Quartiers es galt auf drei zichten müssen, weil möglicherweise daraus ernste Unhaftet und aus seiner Thätigkeit herausgerissen worden, Wochen- bedauerten, während Gr. selbst andererorts eine annehmlichkeiten für andere Personen erwachsen töinten. militärisch eingekleidet, drei Wochen lang den Pein sehr liebenswürdige Aufnahme gefunden habe; so sehe es Besonders aber mußte auf solche Weise, sowie durch die lichkeiten einer einer militärischen Untersuchungshaft aus mit der Königstreue" aus. In diesem Zusammenhange kameradschaftliche Führung Gradnauer's bei den Untergesetzt, welche eine Untersuchungshaft bei bürger wurde dann weiter gesagt, Gr. fönne überhaupt mit Be- offizieren und Mannschaften seiner Kompagnie in den lichem Gericht noch durch vielfache besondere Körper- friedigung auf seine Uebungszeit zurückblicken, da er sich Köpfen vieler dieser Leute ein Nachdenken über die Frage liche und geistige Widerwärtigkeiten übertrifft; keiner der allgemeinen Anhänglichkeit bei Unteroffizieren und Sol entstehen: Sehen denn so die viel verfeiner Angehörigen und Freunde erhielt Auskunft, was er daten seiner Kompagnie erfreut habe. Und zum Schluß fluchten und geschmähten Sozialdemo begangen; eine außerordentliche Beunruhigung mußte fich kam dann die Stelle betreffend den Sozialismus. traten aus? in den weitesten Kreisen der Bevölkerung ausbreiten. Und Der ganze Artikel war also eine Polemik gegen die Man weiß ja, was für Bilder sich viele unwissende warum dieses alles? Was hatte die Militärjuftig veranlaßt, Ordnungspresse, welche darauf hingestichelt hatte, daß es Menschen von einem Sozialdemokraten machen und gerade einen Staatsbürger derartig zu beschweren und die öffent verdienstlich sei, einem Sozialdemokraten, auch wenn er bei der Armee werden geflissentlich die kindischsten Anliche Meinung in solcher Weise zu erregen? seiner Militärpflicht nachkomme, noch das Leben besonders schauungen über das, was ein Sozialdemokrat ist, gepflegt. Was wir stets ausführten, was aber in der bürger- zu versauern. Nein, sagte die betreffende Notiz der Wenn nun Unteroffiziere und Soldaten, die sich bisher lichen Presse vielfach als unmöglich angesehen wurde, S. A.- 8.", nicht Ihr tönnt uns etwas anthun, sondern unter einem Sozialdemokraten einem faulen, rüden Gesellen hat sich vollständig bestätigt, daß nämlich lediglich wir Sozialdemokraten haben die Sympathieen, zwar nicht vorgestellt hatten, erkennen, wie falsch diese Vorstellung war, jene Notiz der Sächsischen Arbeiter Beitung", welche mit der Königstreuen", aber der anständigen Leute, ja wir so werden sie bei irgend einer nächsten sich bietenden Gelegen den Worten schloß:" Gradnauer hat, soweit es unter den wirken sogar noch im bunten Rock für unsere Joeen, für heit für die Sozialdemokratie weit zugänglicher sein als schwierigen Verhältnissen möglich war, dazu beigetragen, den Sozialismus. " 1 zuvor. den Sozialismus unter die Leute zu bringen, welche die Daß ein Mann, der Unteroffizier und früher OffizierBajonette tragen", den Anlaß zu der Verhaftung und zu aspirant war, sich militärisch durchaus ordnungsgemäß führte, Sozialdemokrat, der seine Dienstzeit ableistet, die Köpfe der. Daß Gr. auf diese Art genau wie jeder verständige der Anklage wegen Vergehen gegen§ 102 des Militär- mit seinen Kameraden in allen Situationen aufs freund Soldaten für den Sozialismus vorbereitet und ihre Ge Strafgesetzbuches( Erregung von Mißvergnügen in Be- schaftlichste verkehrte, allenthalben aber als notorischer Sozial- müther angeregt hat, das ist zweifelsohne. Das ist es ja ziehung auf den Dienst unter den Kameraden) gegeben hat. demokrat, als sozialdemokratischer Reichstagskandidat von gerade, wogegen sich der Militarismus, mag er noch so Nicht die geringste ungesetzliche Handlung Gradnauer's war Dresden bekannt war, durch diese bloßen Thatsachen, durch auftrumpfen, mag er sich hinter geheimer Justiz verschanzen, von irgend einer Seite dem Militärgericht befannt ge- seine Anwesenheit bei der Truppe an sich für den Sozialis nimmermehr schützen kann. Wenn von unserer Seite schon geben worden, auch nicht der Schatten einer Thatsache mus gewirkt hat, das ist für jeden, der sich in solche öfter der Ausdruck der Sächsischen Arbeiter- Zeitung"„ den lag vor, man verhaftete einfach darauf los, vielleicht Verhältnisse hineinzuversehen vermag, ohne weiteres klar. Sozialismus unter die Leute bringen, welche die Bajonette wird sich da etwas finden! Gerade als ob das Schicksal Wir haben schon vor 14 Tagen gesagt, daß so allein die tragen", gebraucht worden ist, so haben wir ihn- abgedes deutschen Staatsbürgers ein Spielball wäre für die Notiz aufgefaßt werden könne. Heute können wir auf einige sehen von solchen Leuten, die schon Sozialisten sind, wenn Säbelrasselnde Justitia. Vorkommnisse hinweisen, die unsere Annahme vollauf be- sie das Gewehr in die Hand bekommen Die Notiz der Sächs. Arbeiter- 8tg." hätte vielleicht stätigen, die sogar zeigen, daß einige Offiziere des betr. nur in demselben Sinne aufgefaßt und aufbesser ungeschrieben bleiben können; man mag sich nicht Regiments es Gr. sehr leicht gemacht haben, für den fassen können wie die ,, Sächsische Arbeiter- Zeitung". verwundern, wenn auf grund derselben Nachforschungen bei Sozialismus zu wirken. der Kompagnie, bei welcher Gradnauer gestanden, angestellt Als Gr. seine Uebung begann und einer Kompagnie wären, aber zu dem von der Militärbehörde eingeleiteten überwiesen war, wurde er am nächsten Tage von dieser hochnothpeinlichen Verfahren gegen Gradnauer, ist ein Kompagnie wieder fort zu einer anderen gestellt. Es ist anirgendwie stichhaltiger Grund nicht im mindesten abzu- zunehmen, daß der Hauptmann der ersteren Kompagnie, der sehen. gerade stellvertretender Bataillonsführer war, dies angeMan betrachte die Notiz unbefangen. Man reiße fie ordnet hat, um den Sozialdemokraten los zu werden; dieser fift Alles dieses, was so flar liegt, daß ein Blinder es sehen kann, war aber für die Militärjustiz unsichtbar. Sie sah nicht auf den Anlaß jener Notiz, sie fragte nicht nach ihrem Ginn, fie suchte nicht, ernstliches Beweismaterial herbeizuziehen, fie ging- wirklich schneidig" auf das vermeintliche Opfer los und siehe da, wie sie die Augen aufthat, es war nichts vorhanden, was selbst mit dem kautschuckFeuilleton. einen sitt iven Mann, und gleich nach der Trauung sind zurückzukehren. Die Mutter fand in Xenia's Zimmer einen Nachdruck verboten.] diving sin Skizzendk g [ 7 aus der sozialistischen Bewegung in Rußland. Sie frei". " Aber mein Vater und meine Mutter werden die Heirath nicht zulassen." Jst auch garnicht nöthig. Wir finden schon einen gefälligen Popen, dem es darauf nicht ankommt, auch wenn er Bruder und Schwester miteinander trauen müßte." So sollte nun Xenia die Braut eines ihr unbekannten Mannes werden; seine Bekanntschaft in einigen Tagen machen und sich dann mit ihm trauen lassen. Er kennt sie 379d079( Aus dem Russischen überseht.) auch nicht, ist aber bereit, sie von der Gewalt ihrer Eltern zu befreien. Nach der Trauung würde er Xenia einen 79enia besuchte öfters die Bekannten ihrer Eltern, Schein ausstellen, daß sie von ihm getrennt leben kann, wobei es ihr jedes Mal vorkam, als ob sie und ihr einen Paß zur Reise in das Ausland verschaffen aus einem Gefängnisse sich flüchtete. Das Leben und so würde Xenia mit ihrer Mitschülerin abreisen fönnen. 30g fie an; die die Prophezeiungen der Direttrice Unterdessen beunruhigte sich Xenia's Vater und Mutter fingen an sich zu erfüllen. Xenia gab sich viel mit der sehr darüber, daß diese so oft das Haus verließ; Xenia Jugend ab. In diesen Kreisen wehte eine frische Luft; man sprach viel vom Volke, von den Wissenschaften und von der Gerechtigkeit. Xenia beabsichtigte nach dem Auslande zu reisen, um dort zu studiren und sich dadurch selbständig zu machen. Eine ihrer Mitschülerinnen aus dem Institut reiste nach Zürich ab. Wie glücklich war diese im Vergleich zu Xenia; dieselbe hatte keinen Vater und die Mutter ließ sie ziehen. Xenia versuchte ihrem Vater ihre Absicht mitzutheilen, dieser aber wurde vor Aufregung darüber ganz roth im Gesicht und sagte: " Ich erlaube es nicht. Unterstehe Dich nicht, noch einmal davon zu reden." Xenia hatte aber keine Lust, sich dem Despotismus ihrer Eltern zu opfern, sie beschloß fortzureisen, toste es, was es wolle. fagte ihnen nichts von ihren Bekannten. Der Vater suchte Xenia einzusperren, die Mutter klagte und weinte viel. Eines Tags erschien ein neuer Bekannter in der Familie ein wohlaussehender Gutsbesizer. Brief, worin die Tochter sie bat, sich nicht zu beunruhigen und ihr versprach, sehr bald mitzutheilen, wo sie sich be finden würde und was mit ihr geschehen wäre. Der General fand zuerst keine Worte, um seine Entrüstung auszudrücken, so verblüffte ihn dieses unerwartete Ereigniß. Dann wurde er heftig und schrie, daß er die ganze Polizei auf die Beine bringen werde, um„ diesen Taugenichts" zu finden. Die Frau überredete ihn, doch keinen öffentlichen Familienskandal hervorzurufen, dafür ließ er, wie gewöhnlich, seine Wuth an seiner Frau aus und quälte sie lange mit Vorwürfen wegen der schlechten Erziehung der Tochter. Ein Brief mit einer ausländischen Marke versetzte dem väterlichen Despotismus einen neuen Schlag. Meine liebe Mama," schrieb Xenia, der Vater wollte mir nicht erlauben, zu studiren, und ich wurde dadurch gezwungen, mich zu verheirathen. Dadurch ist Euer Wunsch erfüllt worden, und mein Mann ist besser, als der, den mir der Vater zugedacht hatte. Dieser gab mir einen ausländischen Paß, und so befinde ich mich bereits in Gewiß ein neuer Bräutigam", sagte sich Xenia. Zürich. Beunruhigt Euch meinetwegen nicht, es geht mir Und er war es nach einigen Besuchen des Guts- sehr, sehr gut." besizers fragte die Mutter Xenia, ob dieser ihr gefiele. Von neuem tobte und wüthete der General; er schwor, Wollt Ihr mich wieder verheirathen?" sagte sie daß sagte sie daß er die Scheidung der Tochter durchsetzen, unwillig, ich bitte Euch, laßt mich in Ruhe. Ich gebe mein und den Popen, der sie getraut hatte zur Wort, daß ich nach einem Monat mich verheirathen werde." Zwangsarbeit verurtheilen lassen würde, aber schließlich Aha!" sagte die Mutter, und der General dachte sich mußte er sich mit der geschehenen Thatsache abfinden. Nach einigen Monaten fragte die Mutter ihn um die Erlaubniß, Xenia Geld schicken zu dürfen. Der General wehrte sie mit einer Handbewegung ab nnd sagte: Sie ist nicht mehr meine Tochter, schicke ihr, falls Du' Luft dazu hast." " seinen Theil. Die Mutter war beruhigt und dankte Gott für diese Aussicht. Nun ließ man Xenia in Ruh wegen ihrer häufigen Abwesenheit von Hause. Das ist leicht zu machen," sagten ihr ihre jungen: Es war faum eine Woche seit dieser Unterredung der Freunde, Sie müssen heirathen, wir suchen für Sie gangen, als Xenia eines Tages das Haus verließ, ohne ar tigsten Paragraphen des ganzen Mil- Str.- G.- B's., mit der Erregung von Mißvergnügen" getroffen werden könnte. " wurden der Besoldungs- und Pensions- Etat der ReichsbankBeamten für 1894 und der Etat der Schutzgebiete für 1894/95 genehmigt. " hat. Durch die Schläge mit der Reitpeitsche, die nicht blos den Rücken, sondern auch den Kopf trafen, trug die Magd u. a. eine Verlegung am Auge davon, die sie zwvang, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Zu dieser Züchtigung hat sich der Angeklagte dadurch hinreißen lassen, daß die Magd, die entlassen worden war, noch mehrere Male zurücktehrte und sich schließlich des Hausfriedensbruchs schuldig machte. Der Rittergutsbesitzer Hanichen wurde schließlich zu 100 M. Geldstrafe, die polnische Magd aber wegen Hausfriedensbruchs zu drei Wochen Gefängniß verurtheilt. Wir fragen blos, welche Strafe würde die polnische Zur Sittenverrohung. In der„ Frankfurter Zeitung" ( Nr. 310, Abendblatt) lesen wir: Dieses Verfahren der Militärjustiz gegen Gradnauer wirft wiederum ein grelles Licht auf die Ungeheuerlichkeit der rechtlichen" Zustände, die der deutsche Militarismus sich „ Der Chor der Landräthe" so nennt die bis heute zu bewahren gewußt hat trotz Jahrzehnte währen Nationalliberale Korrespondenz" die 43 Landräthe, die den Ansturms aller auch nur in gemäßigtster Weise die den Preußischen Landtag jezt schmücken ein würdiges bürgerliche Freiheit vertheidigenden Parteirichtungen. Was Produkt des„ elendesten aller Wahlgesete". Der Chor" unserem Parteigenossen Gradnauer zugestoßen ist, ist offenbar griechisch Choros, lateinisch Chorus bedeutet eine Gesellnichts außergewöhnliches, sondern läßt nur darauf schließen, schaft von Menschen, die in gleichem Schritt sich bewegen wie überhaupt die soldatische Justiz sich und in gleichem Taft reden und singen. Das werden die ihre Aufgaben vorstellt, wie ihre Thätig Landräthe gewiß thun, sie werden in gleichem Tatt Ja! Magd erhalten habe, wenn sie vorbestraft gewesen wäre und feit bei anderen Untersuchungs- und sagen, und in gleichem Schritt und Tritt gehen und ein- den Rittergutsbesizer Hänichen mit der Reitpeitsche geStrafverfahren beschaffen fein ma g. schwenten rechts, links, rückwärts, marsch! Sie sind schlagen und ihm Fußtritte gegeben hätte? Es ist fein Zweifel, daß man mit Gradnauer nicht also ein" Chor". Sie sind aber auch ein korps, welches anders verfahren ist, als man sonst zu verfahren pflegt. Wort ebenso ausgesprochen, wird, zwar fein Armeekorps, Und nicht in Dresden allein verfährt man also, nein, bei aber doch ein Korps von militärisch gedrillten Leuten, die allen übrigen Militärgerichten Deutschlands dürfte es genau aufs Rommando hören und eines rollenwidrigen Seiten so, vielleicht vielfach noch weit schlimmer ausschauen. Sprunges unfähig sind. Man sagt ja auch das Korps Was heute einem Gradnauer widerfahren ist, kann morgen der Rache", nicht: der Chor der Nache". Und so wissen jeden anderen betreffen, sowohl Soldaten, die noch im Dienst wir wirklich nicht, was ist das richtigere: der Chor der find, als auch Bivilpersonen, die dem Beurlaubtenstande Landräthe? oder das Korps der Landräthe? angehören, also für die ganze Zeit der Reserve- und Landwehrpflicht. Wenn heut z. B. ein Soldat zu einem Die Börsenenquete Kommission hat ihre Arbeiten Kameraden sagt:„ Es ist bedauerlich, daß die neue Militär- beendet. Der Bericht an den Reichskanzler ist fertiggestellt. vorlage vom Reichstage angenommen worden ist", so kann Ueber die Veröffentlichung desselben sind noch keine Beer noch bis Ablauf der Verjährungsfrist von 5 Jahren, ftimmungen getroffen. wenn er längst den Soldatenrock ausgezogen, wegen ErGroß und Klein. Ein echt staatsmännisches Wort regung von Mißvergnügen" militärisch verhaftet, prozessirt ist dem bayerischen Minister des Innern während der und mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft werden. Der letzten Kammerdebatten entfahren. Er sagte so lesen Fall Gradnauer" hat lediglich durch den besonderen Um wir in der Münchener Post"- während der Verhandlung stand, daß Gr. eine in weiteren Kreisen bekannte Person über die Noth der Kleinbauern: ist, dazu geführt, die öffentliche Meinung zu beschäftigen. Wie viele unserer Brüder im bunten Rock mögen in ganz ähnlicher Weise behandelt worden sein und sind noch täglich denselben Fährlichkeiten ausgesezt, ohne daß die Deffentlichkeit das geringste davon erfährt! " Stuttgart, 7. November. In Gegenwart von 6-800 Personen( auch Damen) wurde heute in Nill's Thiergarten der Elephant" Peter", der seit längerer Zeit an einem unheilbaren Fußübel litt, erschossen. Der Besitzer hatte zu dieser Festlichkeit" Rarten zu 3 Mark das Stück ausgegeben. Herr Nill gab aus einem kleinkalibrigen Infanteriegewehr aus einigen Schritten Entfernung einen Schuß gegen den Schädel des Riesenthieres ab, bas, ins Gehin ge= troffen, Epoche todt zusammenfant. mit der verlängerter und dauernd drohender Kriege zeichnen sich stets Sittenverrohung mit aus. Welchen Werth hat das Menschenleben in einer Zeit wie der unsrigen. Der Molochkultus, der sich mit dem Mammonfultus in die Herrschaft der Geister theilt, bringt Nichtachtung des Lebens mit sich, des eigenen wie des fremden. Wir brauchen heute nur das erfte befte Zeitungsblatt aufzuschlagen, und überall starren Wer arbeitsam und sparsam ist, der kommt uns die grauenhaftesten Verbrechen entgegen. Mord und durch und vorwärts!" Wenn doch diese Lehre den Selbstmord bei dem geringfügigsten Anlaß- und alltäglich, Groß grundbesitzern, die fortwährend nach der Staatshilfe garnicht mehr auffallend. Und Freude an den rohesten schreien, gegeben würde! Dann ließe sich darüber reden. Aber natürlich, das, Bauer, ist etwas ganz anderes! Bergnügungen. Wir erinnern nur an die Pferde- WettDas Verfahren der Militär- Justizbehörde gegen Für die armen Junkersöhne, die in einer Nacht mehr ver- rennen und den vorjährigen Distanzritt. Wenn der Mensch Gradnauer wird hoffentlich gute Früchte tragen. Es hat spielen, als die ganzen Anwesen von zehn Bauern werth sind, nichts gilt, was soll das Thier gelten? Die spanischen wird um Erlösung aus Wucherhänden gebeten. Den armen Stierfämpfe hielt man bis vor kurzem bei uns noch für die vollständige Kulturwidrigkeit der Militärjustiz wiederum Kuhbauern aber, die sich für ihre Gläubiger abrackern müssen, ebenso unmöglich, wie die altrömischen Gladiatorenspiele. deutlich aufgewiesen und diese Frage in den Vordergrund sagt man: Arbeitet nur fleißig, dann kommt ihr schon Die Notiz, welche wir oben abdruckten, wird den Optimisten des öffentlichen Interesses gerückt. Es hat die Flamme durch!" dep des Volkszorns gegen diese unwürdigen Zustände von Die Münchener Post" hat Recht. Was dem Großen 3 Mart Eintrittsgeld bezahlten, um ein frankes Thier cines anderen belehren. Die Herren und Damen, die neuem mächtig auflodern lassen. Wir werden dieses Feuer recht, ist dem Kleinen nicht billig. Der Staat ist heut tödten zu sehen und an dessen Todeskampf die erschlafften weiter schüren so lange, bis das militärische Gerichtsverfahren zutage der Staat der Reichen und Großen und die Nerven zu reizen, werden mit derselben Wollust auch mit Stumpf und Stiel ausgerottet sein wird, und endlich kleinen haben für die Großen zu sorgen. Nicht um spanischen Stiergefechten und altrömischen Cladiatorendie Söhne unseres Volfes, wenn sie Jahre ihres Lebens gekehrt, wie die sozialdemokratischen Querköpfe verlangen. spielen zuschauen. dem Militarismus hinopfern müssen, wenigstens nach den Für den Großen die Liebesgaben und Staatshilfe, für den Eins freut uns dabei. Es ist die Entartung der Grundfäßen der modernen bürgerlichen Anschauungen von kleinen die Steuern. Der Kleinbauer mag fich abrackern herrschenden Klasse, die hier zu widerwärtigem Ausdruck Recht und persönlicher Sicherheit leben dürfen. Indig und zu Grunde gehen der Staat reicht ihm keine kommt. Proletarier haben keine 3 Mart übrig für eine Freilich wissen wir nur zu wohl, daß, so lange der rettende Hand. Der Großbauer und Großgrundbesitzer mag solche Vorstellung, und hätten sie das Geld, sie würden es Militarismus besteht, eine gründliche und vollständige Be- Hunderttausende verprassen- er braucht nur laut zu besser anwenden. Mein biese 6-800 Personen" geseitigung solcher Uebelstände, wie sie das Verfahren gegen schreien" und der, gegen den Großen so großmüthige hören der Blüthe" der Gesellschaft an. Und ist diese Gradnauer aufgedeckt hat, nicht möglich ist. Staat stopst ihm flugs den Mund und die Taschen. Blüthe" in anderen Orten etwa weniger verfault als in Die Losung ist und bleibt also: Nieder mit dem Militarismus! Politische Ueberlicht. " " 1 -Ein Muster- Staatsanwalt ist der erste Staats- Stuttgart? anwalt in Dortmund, der gegen unseren Genossen Paul Voigt eine Strafe von 2 Jahren beantragte, und Gewerkvereine, früher der Stolz dieser Arbeiterorganisation", Die letzte Invalidenkasse der Hirsch- Duncker'schen Druckfehler- Berichtigung. In dem Leitartikel:" Im Auf eine Strafe von 1 Jahr erwirkte.( Siehe unter Partei nämlich die Invalidenkasse des Gewerkvereins der Maschinentrage: Freund"( Nr. 267 vom 12. November) Ites: nachrichten" der vorigen Nummer.) Die Anklage fußte u. a. bau- und Metallarbeiter trat am 12. November in Liquidation. Spalte 1 Absatz 2, Beile 2 von oben: Wesens Art, nicht: Wesens; Spalte 2 Beile 7 von oben lies: freilich, nicht ferner; darauf, daß Voigt in der Rheinisch- westfälischen Bolts Die Zeit der Arbeiterorganisationen, die in Harmonie mit Spalte 3 Abi. 2 Beile 3 von unten: Ziele- Winkler, nicht Liebe Beitung" die„ Redaktion" der Emser Depesche durch dem Kapital leben wollen, ist für immer vorbei. Winkler; Spalte 4 Abs. 3 Beile 9 von oben: lies erheben, nicht Fürst Bismarck beim richtigen Namen genannt hatte, erhalten; Spalte 4 letter Abfab, vorletzte Beile von unten muß nämlich eine Fälschung. Der Vertheidiger wir Das Ministerium Windischgrät ist endlich zu das Fragezeichen fortfallen. folgen hier dem Bericht der Elberfelder Freien Presse" stande gekommen, es ist die seltsamste Mißgeburt des beantragte zu diesem Punkt den Fürsten Bismarck eidlich Parla mentarismus, die je existirte, ein Ministerium, das Barlamentoring, bite die bas darüber zu vernehmen, ob er den Text der Emser Depesche, aus je 2 Vertretern dreier politischer Parteien besteht und die der Kriegserklärung 1870 als letzte Veranlassung diente, außerdem drei spezielle, keiner Partei angehörige Ver im Wortlaute und dem Sinne nach abgeändert habe, und trauenspersonen des Kaisers zu seinen Mitgliedern zählt. ferner den ersten Staatsanwalt Haarmann darüber zu ver- Ein Bild merkwürdiger Einigkeit im Kampfe gegen das Berlin, den 13. November. nehmen, ob ihm diese Thatsache bekannt gewesen sei, als Proletariat, enthält es doch so viele Gegensäge, daß langes Sigung des Bundesrathes. In der am 11. d. M. er den Toast auf den Fürsten Bismarck ausgebracht Leben ihm nicht prophezeit werden kann. Die Vertreter der abgehaltenen Plenarsizung des Bundesrathes wurde der habe. Was den fraglichen Artikel anbetreffe, so seien einzelnen Parteien sind selbst nicht unter sich einig, Herr von Entwurf eines Gesetzes wegen Gewährung von Unter- darin Beleidigungen formaler Natur enthalten, die zu Plener ist mit seinem liberalen Kollegen Wumbrand stets stüßungen an Invaliden aus den Kriegen vor 1870 pp. einer Bestrafung führen müßten. Indessen sei aber, und in vielen Fragen uneins gewesen, dasselbe gilt von den zwei den Ausschüssen für Rechnungswesen, für das Landheer und auch durch die frühere Verhandlung über die Vorfälle zu Polen und den zwei Konservativen. Es ist anzunehmen, die Festungen und für das Seewesen überwiesen. Dem Wickede, festgestellt, daß Wahlunregelmäßigkeiten vorge- daß bald heller Kampf zwischen den neuen österreichischen Handels- und Schifffahrtsvertrage zwischen dem Reich und kommen seien. Dem Angeklagten sei nicht zu verdenken, Ministern entbrennen wird. Spanien wurde die Zustimmung ertheilt. Genehmigt wenn er glaubte, die nationalliberale Parteileitung habe Am 20. November soll das österreichische Abgeordnetenwurden zum Reichshaushalts- Etat für 1894/95 die Etats Kenntniß von den Beeinflussungen erhalten, da schon im haus wieder zusammentreten, das Ministerium will sein der Marineverwaltung, der Verwaltung der Eisenbahnen, Jahre 1883 unrichtiger Bählung halber die Wahl für un- Programm demselben in der ersten Sizung vorlegen. des Auswärtigen Amts, des Reichsamts des Innern, des giltig erklärt wurde; uno 1893 sollte sie ebenfalls kassirt Wir brauchen nicht sehr begierig auf dasselbe zu Reichs- Eisenbahnamts und des Rechnungshofs. Endlich werden. Wenn dann ein Wahlfieg gefeiert werde und sein, denn es dürfte wohl sehr nichtssagend, aber dabei den Sozialdemokraten und dem Angeklagten die Galle desto phrasenreicher sein. Ueber die Stellung des Miniüberläuft, so sei das zu entschuldigen, wenn es auch keine fteriums zur Wahlrechtsvorlage ist blos bekannt, daß es den Im Auslande trat die Liebe Xenia's zum Volle in eine Straffreiheit erwirkte. Der Angeklagte sei in der Kritik zu Taaffe'schen Entwurf verwirft, was es an dessen Stelle vorneue Phase. Dort sah das Mädchen das" Volk" in den weit gegangen, aber bei Festjegung des Strafmaßes bitte schlagen will, ist unbekannt. Maßregeln strenger Art gegen Arbeiterversammlungen; sie lernte die Bestrebungen er zu berücksichtigen, daß wirklich Unregelmäßigkeiten vor die Propaganda der Sozialdemokraten, Antisemiten und deffelben kennen, indem fte die kühnen Reben gefallen find. Aus diesen Gründen sei der Angeklagte ge- Jungczechen sollen seitens der neuen Männer beabsichtigt sein. desselben anhörte. Andererseits begriff fie die linde zu verurtheilen. Der Staatsanwalt entgegnete u. a. Das größte Mißtrauen gegenüber diesem neuen Kurse in raffinirte Verschlagenheit des Kapitalismus. Sie begriff, Den Antrag auf Vernehmung des Fürsten Bismarck bitte Desterreich ist am Plage. Wir hoffen, daß unsere öfterweshalb auch ihre Mutter die Sklavin ihres Mannes war, ich abzulehnen. Es ist nach meiner Ansicht fe streichischen Genossen sich der neuen Situation gewachsen und sah ein, daß bei den herrschenden Zuständen die Sklaverei gestellt, daß Fürst Bismarck die Depesche, zeigen werden. des Volkes unvermeidlich sei. als er sie aus dem Französischen übersehte, Weder sie, noch ihre Freunde, noch alle gebildeten, ehr frei ins Deutsche übertrug, daß er aller- Bach, die Verkörperung der Reaktion in Desterreich lichen Menschen zusammen können diese Festung zerstören.bings aus einer Chamade eine Fanfare ge- nach dem Jahre 1848/49, ist im Alter von mehr als Der Kapitalismus ist eine Großmacht, seine Wurzeln sind macht hat, um die Kriegserklärung zu erzwingen. Deshalb 80 Jahren gestorben. Als mit radikalen Anschauungen Gefest; Millionen Bajonnette, Tausende von Kanonen ver- aber einen Diplomaten einen Fälscher zu nennen, ist völlig schäfte zu machen waren, betheiligte er sich voll Eifer an theidigen ihn. Nur er", ihr geliebter Dulder, nur dieser unstatthaft." der revolutionären Bewegung. Als aber Windischgräß, der Held das Volk, dieser Simson mit dem ab= Der Gerichtshof ging auf den Antrag des Verthei- Großvater des jezigen Ministerpräsidenten, Wien erobert geschorenen Haar konnte ihn besiegen, sobald er digers nicht ein. Ob er sich die Logik des Staatsanwalts hatte, verließ er feig, ehrlos und egoistisch die Sache des seiner Kraft sich bewußt sich bewußt wurde, nur zu eigen gemacht hat, ist aus unserem Berichte nicht er- Boltes und stellte sich der Reaktion bedingungslos zur Vermächtig, daß er sich alle diese Bajounette und Kanonen fichtlich. Wir haben es also nur mit dem Staatsanwalt fügung. Er verblieb im Ministerium, dem er seit dem unterwerfen und sie gegen den Weltbeherrscher den zu thun, der als festgestellt" annimmt, daß Bismarck 18. Juli 1848 angehörte, und ward dessen leitender Geift. Kapitalismus- richten konnte. Sie triumphirte bei dem die Emser Depesche aus einer Chamade in eine Fanfare Mit Energie und Rücksichtslosigkeit verfolgte er jede freiGedanken, wie sich das Volk erheben und siegen würde. frei überfest", d. h. in das Gegentheil verkehrt hat heitliche Regung in Desterreich und gleichzeitig suchte er die Wir, die wir auf Kosten des Volkes uns bilden, wir, und zwar, um eine Kriegserklärung zu erzwingen". Wir Ungarn und Czechen zu germanisiren, sodaß er für ein gut so dachte sich das Mädchen, müssen ihm die Augen öffnen, begnügen uns damit, die interessante Feststellung" aus Theil des Deutschenhafſes in Desterreich verantwortlich ist. ihm seine Feinde zeigen." staatsanwaltlichem Munde zur höheren Ehre des Fälschers Mit dem Sturze des Absolutismus war auch Bach's poliDas schien ihr nicht schwer zu sein tischer Stern erloschen, wohl wirtte er noch als Gegner des Xenia sah in den Bersammlungen, daß die Arbeiter der Emser Depesche nach Gebühr anzunageln.*) Liberalismus eine Beit lang als österreichischer Botschafter dieses alles ebenso gut verstanden, wie sie, die den Ursprung Deutsche Justiz. In der„ Vossischen Zeitung" am päpstlichen Hofe. Doch war diese Thätigkeit und seine des Volkselendes tannte; und so wird es der russische Ar- lesen wir: Mitgliedschaft im österreichischen Herrenhause nicht mehr beiter und Bauer auch verstehen. Er schläft noch, es ist öbau, 12. November. Vor dem hiesigen Schöffengericht von Bedeutung. unbedingt nothwendig, ihn mit dem Schlachtruf zum hatte sich dieser Tage der schon mehrfach wegen jeung Die Nachwahlen in der Schweiz. Aus Bern Kampfe" zu wecken. 19 waltthätigen Vorgehens, u. a. wegen Aussehung einer Arbeiterfamiilie bei eisiger Kälte wird telegraphirt: im Januar d. J., vorbestrafte Ritterguts besizer Hanichen auf Boblig deshalb zu verantworten, weil er im Juli d. J. eine polnische Magd mit der Reitpeitsche geschlagen und ihr Fußtritte verfekt Auf diese Weise nahm der Wunsch Xenia's, dem Bolte zu dienen, bestimmte Formen an, sie mußte zu diesem Bolle gehen und ihm sagen: wache auf, befriege Deine Feinde." Auf dem Gefichte ihres geliebten leidenden Volkes tam ein neuer Zug zum Vorschein der der unzerstörbaren, aber schlummernden Kraft. ( Fortsetzung folgt.) *) Durch ein Versehen aus der Sonntag- Nummer weggeblieben. dir Bei den gestrigen Nachwahlen zum Nationalrath verloren die Radikalen in einen Siz an die Konservativen, behaupteten dagegen den Sitz in Neuenburg. In AppenzellInnerrhoden fiegte der liberale Kandidat über den ultramontanen. In Tessin werden wahrscheinlich die Radikalen einen Sig erhalten und in den beiden Stichwahlen, welche nöthig sind, werden poraussichtlich die Ultramontanen siegen. Im ganzen gestaltet sich das Ergebniß der Wahlen zum National- rath für die Parteien so�.daß die Radikal-Demvkraten 5 Sitze verlieren und drei gewinnen, die Ultramontanen vier verlieren und die Liberal-Konservativen sechs gewinnen. Die Radikalen behalten auch im neuen Nationalraih eirre große Mehrheit. Nicht wiedergewählt wurden u. a. Favon- Genf(radikal) und Python-Freiburg(ultramontan). Natürlich! Französische Bourgeoisblätter hatten behauptet, die sozialistischen Abgeordneten wollten zur Er- öffnung der Kammer nach theatralischem Aufzug feierlich in den Sitzungssaal einmarschiren. Darauf erklären die sozia- listischcn Abgeordneten, das sei erlogen. Wir wundern uns blos, daß die sozialistischen Abgeordneten es der Mühe werth hielten, die blödsinnige Lüge zu beachten.— Ganz wie bei uns. Aus Paris wird telegraphirt: Montag, Ig. November. Ein sozialistisches Blatt hatte einen vertraulichen Bericht des Staatsanwalts von Douai an den Justizmimster Gu°rin veröffentlicht, worin die gerichtliche Verfolgung der Bergarbeiter- Syndikate empfohlen wird. Die Untersuchung hierüber ergab, daß das. sozialistische Blatt da- durch in den Besitz des Berichts gekommen war, daß derselbe von dem Bureaudiener verloren wurde, durch welchen der Justizminister den Bericht an den Ministerpräsidenten Dupuy übersandt hatte. Ter Ministerpräsident machte dem Justiz- minister wegen dieses unvorsichtigen Verhaltens heftige Vor- würfe, so daß letzterer, dem Figaro" zufolge, seine Ent» laffung angeboten hätte. In Deutschland ist es vorgekommen, daß sogar Mi- nistet selbst und— noch höhere Herren wichtige Schrift- stücke verloren haben.— Streik der Marseiller Pferdebahn- Bediensteten. Aus Paris wird uns geschriebene In Marseille ist es dieser Tage zu einem Streik der Tramwaubediensteten ge- kommen, der die Bourgeoispresse in Harnisch versetzt. Nicht etwa, weil es da zu Unruhen gekommen, sondern weil der Bürgermeister die Pferdebahn- Gesellschaft für den Streik verantwortlich macht und ihr anzeigte, daß sie den nor- malen Fahrdienst bei Verlust ihrer Fahrkonzession einzuhalten habe, da er diesen Streik für keinen gewöhnlichen betrachten könne. Er werde die Ordnung, schrieb er ihr, unter allen Umständen aufrecht erhalten, doch dürfe dies keineswegs als eine Zustimmung zu dem Verhalten der Pferdebahn- Ge- sellschast gegenüber ihren Bediensteten betrachtet werden. »Ich konstatire, daß ihre Gesellschaft sich ge- weigert hat, die ihren Bediensteten gegenüber frei- willig übernommenen Verpflichtungen einzuhalten, und man darf die Verantwortlichkeit für diesen Stand der Dinge der Tramwaykompagnie selbst zuzuschreiben." In der That hat der Generaldirektor der Pferdcbahngesellschaft bei einem vor wenigen Wochen unter seinen Bediensteten ausgebrochenen Streik mehrere ihrer Forderungen in Gegenwart des Bürgermeisters bewilligt und so die obwaltenden Differenzen in der friedlichsten Weise ausgeglichen. Nun aber der da- mals gcschlosiene Vertrag in Kraft treten sollte, wollte" die Gesellschaft nichts davon wissen. Dies die Ursache des Streiks. Und kaum war er ausgebrochen, ließ die Gesell- schaft bekannt geben, daß diejenigen, die sich nicht beim nächsten Namensaufruf eingefunden haben, sich als entlassen beträchten können, was zu den Unruhen Veranlassung gab. Es ist darum nur allzu begründet, wenn der Bürger- meister die Tramwaygesellschaft für den ganzen Streik ver- antwortlich macht. Was antwortet nun diese darauf? Daß ihr Generaldirektor wider den formellen Auftrag ihres Verwaltungsraths gehandelt habe und sie demzufolge durch seine Unterschrift nicht gebunden sein könne. Daß auf diese Weise nachträglich jeder Vertrag einer Aktiengesellschaft für nichtig erklärt werden könnte, ist selbstverständlich, dürfte aber kaum Rechtsgiltigkeit erlangen. Den Bourgeoisblättern zir[olge hat natürlich niemand mehr Unrecht, als der Burgermeister, von dem es als selbstverständlich gilt, daß er nicht der Ursache des Streiks nachzu- forschen, sondern sich von vornherein auf Seite der Tramwaygesellschaft zu stellen hat. Wie konnte er sich aber auch in einer Zeit, wo ihm die Staatsgewalt ein so hübsches Beispiel beim Bergarbeiterstreik im Pas de Calais gab, wie man bei einem Streik vorzugehen hat, sich sogar so weit vergessen, der Tramway-Gesellschaft mit dem Verlust ihrer Konzession zu drohen! Es ist dies sonn- erhört, daß man, um für solchen Frevel passende Worte zu finden, weit in der Geschichte bis zu den römischen Cäsaren zurückblättern muß, wie dies der„TempS" gethan hat, der dasVorgehen des Bürgermeisters eine„neronische Willkür" nennt und seinen diesbezüglichen Artikel mit den Worten schließt:„Die Bürger von Marseille haben ihren Calignla gefunden!" Es fehlt nicht viel und der„Temps" wünschte vielleicht, daß der Bürgermeister von Marseille ein ahn- liches Ende wie Calignla fände, der bekanntlich ermordet wurde. Und das wollen Schiedsrichter der öffentlichen Meinung sein! Chauvinismus zu Waffer. Die Londoner„Times" befürwortet eine Radikalreform der englischen Flotte. Unter Radikalreform ist verstanden, die englische Flotte solle so groß werden, daß sie den Flotten aller übrigen Länder zusammen genommen gewachsen sei. Das leitende Cityblatt will gern 100 Millionen Pfd. Stcrl.(— 2000 Millionen Mark) zu diesem patriotischen Zweck opfern. Die Herren Bourgeois zahlen das Geld ja doch nicht aus eigener Tasche. Jndeß würde die Summe, riesig wie sie ist, bei weitem nicht ausreichen.— Für unabhängige Arbeiterkandidatureu in England. In der neuesten Nummer der„FortnigSly" Review", die lange Jahre Herrn John Morley, den Vizc-Gladstone, zum Redakteur hatte, fft eine sormidable Anklageschrist gegen das Ministerium Gladstotie erschienen, überschrieben„Volk Jsrael's, zurück in Deine Zelle", und unterzeichnet„Tie Fabian Society". Es wird darin aufgezählt, wie wenig der Vorsteher der einzelnen Re- gierungs-Tepartements, mit ein paar rühmlichen Ausnahmen, bisher für die Arbeiter gethan, selbst in solchen Punkten, wo die Opposition der Torrie's ihnen nicht im Wege stand, d. h. wo sie auf dem reinen Verwaltungswege ihre Sympathie für die Ar- beiter bethätigen konnten, und es werden die Arbeiter auf- gefordert, sich von von den Liberalen zo trennen und rechtzeitig Vorbereitungen zu treffen, um bei den bevorstehenden Wahlen überall, wo die Aussichten nur irgend günstig, den Liberalen un- abhängige Arbciterkandidaten gegenüberzustellen, und sich nicht dadurch deirren zu lassen, daß durch Spaltung der Stimmen etwa die Torics ans Ruder kommen könnten. Dieser Artikel hat einige Sensation erregt, da gerade die „Fabian Societey", trotzdem ihre Mitglieder sich zur Sozial- demokratie bekennen, bisher sehr stark» Fühlung mit den Liberalen unterhalten und es als die richtigste Politik erklärt hätte, in die liberale Partei sozialistische Ideen hineinzutragen, sie mit Sozialismus zu„durchdringen". Sie sind wegen dieser Durch. drUgungs- oder Durchsetzungstheorie von den übrigen Sozialisten weidlich verhöhnt und angegriffen worden, namentlich da praktisch die Sache meist dahin führen mußte, die Arbeiter und Sozialisten einfach für den Preis einiger Reformbrocken an den Wagen der liberalen Partei zu spannen. Und nun plötzlich diese Kriegs- erklärung, die Herr Champion kaum anders hätte schreiben können, und die auch in der konservativen und unio- nistischen Presse mit großem Jubel begrüßt worden ist! Man ist versucht, die Sache für eine Mystifikation zu halten, und doch ist bekannt, daß das Manifest von den beiden einflußreichsten Mitgliedern der„Fabian Society", den Herren Sivney Webb und G. B. Shaw, ausgearbeitet worden und vom Komitee der Partei nach eingehender Berathnng genehmigt worden ist. Herr Shaw hat in einem Interview, das in der jetzt konservativen„Pall Mall Gazette" erschienen, er- klärt, das Manifest sei bitterer Ernst, Herr Webb es dagegen in einem Interview mit einem Vertreter der radikalen„Sun" für einen Schreckschuß erklärt, bestimmt, den Whigs im Gladstone- schen Kabinet die Hölle heiß zu machen, im übrigen aber von den besten Absichte» für die Wiederwahl der Liberalen beseelt. Das letztere ist wohl auch die korrektere Version. Herr Shaw ist ein sehr witziger— fast zu witziger Mann, aber sein Kollege Webb ist der konsequentere Politiker und weiß, was er will. Für seine Lesart spricht auch, daß das Manifest mit absichtlicher Umgehung der bestehenden sozialistischen Organisationen sich aus- schließlich an die Trade-Unions wendet. Die Drade-Unions sollen die unabhängige Arbeiterpartei bilden. Erfahrung-gemüß sind aber die Wighs- als Trades- Unions- Abgeordnete bisher immer nur hinter den Liberalen hergelaufen. Auch ist nicht einmal zu erwarten, daß die Trades- Unions besondere Anstrengungen im Sinne des Manifestes der Fabier machen werden. Es wird nur da wirken, wo die, laut dem Bulletin der„Fabian-Society" ab- sichtlich ignorirten sozialistischen Organisationen,„Jndependent Labor Party",„Sozialdemokratische Föderation":c. die Trade- Unions"„durchgesetzt" haben. Das italienische Parlament ist auf den 23. No- vember einberufen. Armer Giolitti! Die Schonzeit naht ihrem Ende.— An die falsche Adresse wendet sich miedet einmal die„Kreuz-Zeitung", indem sie, anläßlich des Barcelonaer Bombenattentats, den Franzosen vorwirft, sie züchteten den Anarchismus. Die„Kreuz-Zeitung" sollte doch ihre Pappenheimer kennen, und wenn sie Züchter des Anarchis- ums sucht, vor der eigenen Thüre oder doch in ihrer— nächsten Nähe nachsehen. Herr von Hammerstcin braucht blos bei seinem Parteigenossen Puttkamer nach- zusragen, der einst im Reichstag erklärte:„Ich habe die Anarchisten lieber als die Sozialdemokraten", und der, um seine Aufrichtigkeit zu beweisen, auch eine ganze Heerde von Anarchisten und Nichtgentlemcn heran- und aufzog, die Dynamit predigten, Rezepte für Dynamilbomben(w i e s i e j e tz t in Barcelona verwandt wurden) anfertigten und verbreiteten,— kurz alles thaten, um die„Kumt" der Dynamitattentate zu lehren und unter die Leute zu bringen. Nur kein sentimentales Komödienspiel unter Auguren! Die „Kreuz-Zeitung" ziere sich nnr nicht. Sie kennt den Rummel, so gut wie wir— und sie kennt ihn als Freundin der Dynamiterich-Züchter, während wir deren Feinde sind. Sie weiß so gut, wie wir, daß mindestens neun Zehntel aller „Anarchisten", die irgendwie eine Rolle gespielt haben, im Dienste der Polizei waren und sind. Und die Polizisten aller Länder sind Brüder, und zur modernen Jnter- nationale der Polizei gehört doch die„Kreuz- Zeitung", wenn auch nicht direkt, doch durch ihre Hinter- männer. Freunde und Gönner.— Die alte Lüge. Ein gewisser Dr. Karl Wedding behauptet— unter Billigung des Pindter, der ihm in seiner „Norddeutschen Allgemeinen" den Segen giebt, in dem Organ der Grnbenbarone(„Stahl und Eisen"): Die Ar- beilslosen in Amerika seien„zum allergrößten Theil Arbeitsscheu e." Es ist die richtige Sorte, die so schreibt.— Moderner Krieg. Aus Südafrika werden neue englische Siege gemeldet. Die Einzelheiten, die man erfährt, sind wahrhaft empörend. Bon Kämpfen und Ge- fechten kann da eben so wenig die Rede sein, als von einem „Kämpfen" mit dem Wild auf der Treibjagd. Die Matabela's sind zwar keine Hasen, im Gegeittheil, sie sind von heroischer Tapferkeit und gehen todesmnthig auf den Feind los. Aber sie kommen nicht an ihn heran. Sie können ihm so wenig Schaden thun, wie der Hase dem Jäger, denn sie werden vorher niedergeschossen— nieder- geschossen wie die Hasen aus der Teibjagd. Wo ist da der Heldenmuth„der Sieger"? Und wer rann auch von Helden- rühm reden? Die Schlächter der Riesenschlachthäuser von Chicago haben dasselbe Anrecht auf Lorbeerkronen wie die lebendigen Mordmaschinen, die mit'stählernen Mord- Maschinen, ohne das geringste Risiko, per Mainz ihre 10 oder 20 Menschen'"maschinenmäßig todtschießen. Freilich die Todtgeschossenen sind blos„Wilde". Und die Todtschießer find»Träger der Zivilisation". Barbarei und Zivilisation. Die chinesische Regierung hat die Einfuhr von Maschinen verboten, weil viele Menschen durch die Maschinen brotlos gemacht würden. Es fällt uns selbstverständlich nicht ein, das Verfahren der chinesischen Regierung billigen zu wollen. Allein wenn wir vor die Frage gestellt wären: welche Regierung ist die hmnanere und vertritt mehr die Zivilisation, eine Re- gicrung, die, um Millionen von Arbeitern vor dem Hunger zu schützen, die Einfuhr von Maschinen verbietet, oder eine Regierung, die es duldet und theilnahmlos mit zusieht, wie Millionen von Menschen im Interesse des Kapitalismus durch die Maschinen zu Grunde gerichtet werden, so würden wir uns keinen Augenblick besinnen und antworten: die erstere. Zum Glück liegt die Frage nicht so. Wir werden die Maschinen behalten und den Kapitalismus stürzen.— Vsvkeinetiftvtiliken. Ein weiterer Prozeß soll— wenn man den sächsischen Amtsblättern glauben darf— gegen Genosse D i e h l eingeleitet werden wegen Majesiätsbeleidigung, begangen durch einen Artikel gelegentlich deS Militärdienstjubiläums des Königs von Sachsen. «» » Ans Sebnitz wird gemeldet: Zur Verhaftung der drei sächsischen Genossen durch österreichische Gendarmerie schreibt das hiesige Grenzblalt, daß die Verhafteten aus dem Hajuspacher Bezirksgericht nach Böhmisch-Leipa überführt worden sind. Bei der näheren Untersuchung deS Versammlungslokals km Lehngericht soll auch«ine im AschekastLn versteckte Tasche mit sozia- listischen Schristen aicfgefuudcn worden. Weitere Nachrichten fehlen uns. t• » Zu zwei Monate» Gefängniß wurde Genosse Tiehl, Redakteur der„Wurzener Zeitung" vom dortigen Schöffengerrcht verurtheilt wegen Beleidigung des Sladtraths Krippendorff. Die Beleidigung wurde gefunden in einem Artikel, betitelt: Wie Strafmandate gemacht werden. Es wurde dort gerügt, daß die hiesige Polizei bei Erlassung von Strafmandaten leichtfertig vor- gehe, und dies wurde durch zwei BeispieleInachzuweisen gesucht. Es betraf dies zwei Fälle, in denen Geschäftsleute von Konkur- renken denunzirt worden waren, sie verkauften minderwerthize Waare. Die Polizei hatte ohne vorherige Untersuchung einfach Strafmandate gesandt. Das Gericht sprach die Ansicht aus, daß die Polizei bei Anzeigen nicht die Pflicht habe, die Sache genau zu untersuchen, sondern sobald eine Anzeige eingehe, welche der Polizei nur glaubwürdig erscheine, habe diese das Recht, zu strafen, das Weitere der gerichtlichen Entscheidung überlassend. »» « Mit Hochdruck arbeiten, genau wie in Deutschland. auch in Oesterreich die Behörden, um die»Führer" der politischen und gewerkschaftlichen Bewegung unschädlich zu machen. So fand erst kürzlich eine Schwurgerichtsverhandlung gegen Genossen T o b o l a, Redakteur der„Bäckerzeitung", und am lö. November eine solche gegen Genossen Lrschka, Re- dakteur des„Oesterr. Metallarbeiter", statt. Auch Genosse S. Stark, Redakteur des„Glück auf", ist wegen Ehrenbeleidigung, begangen durch die Presse, angeklagt. Verurtheilt wurden am 20. Oktober in Brünn die Heraus- geber der.JRavnost", des.JZensky List", der„Rasple", des „Odb list krejoich"(Schneider-Fachblatt), zu je 20 Gulden Geld- strafe, event. 4 Tage Arrest. Der Herausgeber der„Cervanly", zu SO Gulden Geldstrafe, eventuell 10 Tage Arrest. Der Redakteur der„Rovnost", Genosse Hybesch, zu einer Geldstrafe wegen Ueberlretung des§ 23 des Preßgesetzes. Vom Landes- und Appellationsgerichte in Prag wurden die Genossen Mafchek, Kaiser, Cizkovsky, Müller und Belka aus Pribram wegen Ueberlretung des ß 2 des Versammlungsgesetzes zu je 10 Gulden Geldstrafe, eventuell 43 Stunden Arrest ver- uttheilt. Dieses Vorgehen der Behörden wird natürlich den von den- selben unerwünschten Erfolg haben, daß die Genossen nur immer eifriger werden. « Die Sozialdemokraten auf dem Laude. Im ober- pfälzischen Grenzdorse Stadlern siegten bei der Gemeindewahl die Kandidaten der Sozialdemokratie. Ein Sozialdemokrat'(Schuh- wacher Mühlbauer) als Bürgermeister eines bayerischen Dorfes ist noch nicht dagewesen. « Polizeiliches, Gerichtliches re. Wegen Majestätsbeleidigung und B eleidi« gung von Schutzleuten wurde der Schlosser Jäschke in Breslau zu S Monaten Gefängniß verurtheilt. Das Vergehen war in angetrunkenem Zustande in seiner eigenen Wohnung be- gangen worden. Einige Nachbarssrauen, welche die Schimpfe- reien hörten, machten mehrere Schutzleute darauf aufmerksam! diese drangen nun in die Wohnung des Jäschke ein�beiwelcher Gelegenheit die ziveite„Strasthat"(Beamtenbeleidigung) begungen wurde. — Wegen„Religionsbeschimpfung" wurde in Wien ein Fräulein zu acht Tagen strengen Arrest verurtheilt. Die Beschimpfung wurde darin gefunden, daß sie das Beten für nutzlos erklart und hierin anknüpfend den Heine'schen Vers zitirt hatte:„Den Himmel überlassen wir, den Engeln und den Spatzen". — Die Strafverfolgung der„Münchener Post", welche die Verhandlungen des bayerischen Landtages in scharfer Weise kritisirt hatte, wurde) von diesem abgelehnt, mit dem Bemerken jedoch, daß bei einem gleichen Vorkommniß in Zukunft ein anderes Votum abgegeben werden dürfte. — Unkenntniß der Gesetze schützt nicht vor Strafe. Das mußten auch einige Genossen in Hastedt erfahren, welche ein« statutengemäß feststehende Versammlung des. sozialdemo- kratischen Wahlvercins nicht besonders angemeldet hatten. Wenn aber simple Staatsbürger wegen Unkenntniß der Gesetze, welche im obigen Falle vom Gericht auch als erwiesen erachtet wurde, doch in die übliche Strafe genommen werden, wie viel mehr müßte der gleiche Grundsatz dann Geltung haben unseren Benniten gegenüber. Diese lassen sich in ihrem Dienst oft die gröblichsten Gesetzesverletzungen zu Schulden kommen. Beschwerden 'eilens der Betroffenen haben nur in sehr seltenen Fällen irgend ivelchen Erfolg gehabt. Der uniformirte Beamte darf eben das Gesetz ungestraft verletzen, er hat dann nur— geirrt. Sozial» AskrerftivL An die Photographeu. D« allaemein schlechte, wirth- schaftliche Lage, die sich in allen Kreisen der Bevölkerung be- merkbar macht, übt naturgemäß auf unseren Beruf einen ganz besonders starken Druck aus. Es ist daher auch ganz natürlich, daß es der Mehrheit der Bevölkerung immer mehr zur Unmöglichkeit wird, etwas für sogenannten„Luxus" aus- zugeben. Hierzu kommt noch ein anderer Umstand, der wohl am meisten geeignet ist, unseren einst blühen- den Beruf inimer mehr herabzudrücken. Die Arbeits- lostgkeit in den meisten Berusszweigen, hervorgerufen durch die größere Ausnutzung der Maschinenkraft, hat zur Folge, daß immer mehr Menschen gezwungen sind, sich einen Nebenverdienst zu schaffen, ja zum Theil sogar einen andern Beruf zu wählen. Bei dieser Wahl kommen selbst- verständlich diejenigen Erwcrbszweige besonders in Betracht, welche scheinbar leicht zu erlernen sind und einen— relativ— hohen Verdienst abwerfen. Zu diesen Berufen gehört mit in erster Linie die Photographie. Namentlich aus den graphischen Fächern schen wir täglich mehr Lithographen, Xylographen:c., deren Beruf durch die neueren ReProduktionsverfahren dem Untergange preisgegeben ist, sich der Photographie zuwenden und hier die ohnehiu nicht hohen Löhne noch mehr hcrabdrücken. pier muß Wandel geschaffen werden durch eine starke Ver- einigung. Sehen wir doch um uns! Beamte, Lehrer gründen Vereine zur Wahrung der Interessen ihres Standes. Nur die Photographen stehen abseits ohne Organisation. st es z. B. nicht beschämend für uns, daß, während alle anderen erufszweige ihre Vertreter im Gewerbegericht haben, wir allein daraus angewiesen sind, uns durch jemand vertreten zu lassen, der nicht unserem Berufe angehört! Ist es fernerhin nicht tief demüthigend, daß die Behörde bei den Erhebungen betreffs der Sonntagsruhe die Vermittlung eines Tischlers jür uns in An- pruch nehmen mußte? Kollegen! Wenn Ihr mit uns von der Nothwendigkeit der Schaffung einer Fachorganisation durchdrungen seid, so erscheint der Versammlung am Dienstag, den 14. November, Zlbends Uhr, im„Neuen Klubhause", Kommaudautenstraße 72. Mit kollegialem Gruß Im Austrage: Adler, Günther. Prinz. Schröter» Steinhäuser. i: Adolph Ernst Theater. Charley's Tante. Unserm Gangesbruder Fritz Letz herzlichste Gratulation. zu feinem heutigen Wiegenfeste die Die Mitglieder 1536 Für den Inhalt dernierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. des Gesangvereins Osten" der MetallTheater. Dienstag, den 14. November. Opernhaus. Der Zigeuner. Schauspielhaus. Die Geschwister. Deutsches Theater. Kain. Der König von Thule. Berliner Theater. Chic. Leffing- Theater. Der Erste seines Stammes. Friedrich- Wilhelmkäbi. Theater. Freund Felix. Rehdenz- Theater. System Ribadier. Wallner- Theater. Elite Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplah- Theater. Zimmermanns Lene. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Berlin bei Nacht. Theater Unter den Linden. Münchener Kind'l. Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. M Reichshallen- Theater, SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee. Dienstag, den 14. November er.: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Zum Schluß: Ein gestörtes Rendezvous. Komisches Ensemble. Entree 50 Pf. Jm Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Blatate.) Donnerstag, den 16. Novbr.: Soiree in Sanssouci. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Spezialitäten Die Gründung Roms Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Borher: Berlin bei Nacht. Poffe in zwei Aften von Anton Anno. Regie: Hugo Hummel. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Borstellung 7/9 Uhr. Morgen: Dieselbe Worstellung. Sonntag, den 19. November, Nachmittags 3 Uhr: Boltsvorstellung zu be deutend ermäßigten Preisen: Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Aften von Shakespeare. Regie: Max Samst. Central- Theater. Alte Jakobstraße 50. Dienstag, den 14. November: Zum 8. Male: Die eiserne Jungfrau. Posse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Mufit von Louis Varnay. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. in der Mödernstraße, goder: Die Rache dez Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 612 Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Paff.) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendir. Neu! Hierauf: New! Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 5½ Uhr. Entree Wochentags 15 Pi. R. Winkler. ratweil' sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krystall- Palaft. Anf. Entree 15 Pf., Wallner- Theater. Nur diesen Monat Gastspiel- Cyclus Des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Dienstag Uhr: gun Elite- Gala- Vorstellung. 71/ 2-81/ 2 Uhr: Persönliches Auftreten des hervorrag. Sensations- Zauberers der Gegenwart Dir. B. Schenk. 83/4 Uhr: Die Metamorphose i. Bagno. 9 Uhr: Die räthselhafte Luftwandlerin Miss Edith. 91/4 Uhr: Jm Reiche der Schatten, hochkomische Spezialität. Arbeiter. Bekanntmachung. Erster Nachtrag zum Statut der Orts- Krankenkasse Unserm Kollegen und Genoffen zu für den Gewerbebetrieb d. Kaufseinem heutigen Wiegenfeste ein dreima! donnerndes Hoch. Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker mal und Schriftgiesser. 1447/2 Heute Uebungsstunde. Orts- Krankenkasse 51402 lente, Handelslente u. Apotheker Boxhagen- Rummelsburg Onfel Wilhelm, geh nicht zu weit. zu Berlin vom 14. Dezember 1892. Artikel 1. Donnerstag, den 23. November 1893, Abends 8 Uhr: »' An die Stelle des§ 30 des Statuts Generalversammlung Allen Freunden und Kollegen die traurige Nachricht, daß unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der treten nachstehende Bestimmungen: Barquetleger 162b § 30. Die wöchentlichen Rassenbeiträge betragen: im Vowinkel'schen Restaurant, Hauptstr. 83, hier Tagesordnung: 1. Wahl eines Ausschuffes zur Prüfung der Rechnung Franz Behnke nach schweren Leiden ani Sonntag, den 1. für die Mitglieder der I. Klaffe 57 Pf. für 1893. 2. Neuwahl von Vorstandsam 12. D. M., 1 Uhr, im Alter 42 Jahren gestorben ift. 48 Mitgliedern. 3. Beschlußfassung über Abänderung der Statuten. 4. Ber schiedenes. 2. II. von 3. " " " " #" " " 4. III. IV. 39 " 17 24 " " " " " " V. 21 " " R Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15, Nachmittags 2½ Uhr, vom der Bionsgemeinde, Weißensee, statt. Trauerhause, Fürstenbergerstr. 11, nach Die trauernden Verwandten. Danksagung. Allen den lieben Verwandten, Kollegen und Freunden für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines ge liebten Mannes, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.. Berlin, den 12. November 1893. Die tiefbetrübte Ww. Obenaus nebst Sohn. [ 161b Unserem Schwabbelbruder u. Bubiter Robert Bergel Artikel 2. Die vorstehend abändernden Bestimmungen tieten mit dem 19. Oktober 1893 in Kraft. Berlin, den 28. August 1893. Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. Der Vorstand. gez. Groll, gez. Scherk, Vorsitzender. Schriftführer. Vorstehender Nachtrag wird hierdurch 189/11 genehmigt. Berlin, den 19. Oftober 1893. J.-No. 4098. gez. Kayser. Vereinszimmer, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein großes, zu vergeben. Dreifaches donnerndes Hoch, daß die Schwabbelbrüder das Wackeln bekommen, und die Gläser Polfa tanzen. 1576 Verein Schwabbel. Nene Hochstr. 49. 368/12 Rummelsburg, 7. November 1893. Der Kaffen- Vorstand. M. A. Rohr. Verband der in HolzbearbeitungsFabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands." C Filiale Berlin II( Nord). Dienstag, den 14. November 1893, Abends 81/2 Uhr, 174/18 im Lokale des Hrn. Rehlitz, Bergstr. 12: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden gebeten, in dieser Versammlung zu erscheinen. Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. Genossen und Genoſſinnen! Die Verein der Berl. Buchdrucker Beerdigung meiner Frau findet heute Dienstag, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg statt. Carl Mahlitz. 159b Danksaguitg.n Für die liebe und rege Theilnahme und Schriftgiesser. Infolge wichtiger Vereinsangelegenheiten fällt der zur nächsten Vereins- Versammlung am Grabe unſeres theuren, entſchlafenen angekündigte Vortrag des Herrn Geh.- Rath Max Raatz, Metalldrücker, ſagen allen Freunden u. Bekannten, ins- Prof. Dr. Förster aus. besondere der Deputation u. Kollegen des Feuerwerks- Laboratoriums z. Spandau, sowie dem Metallarbeiter= Verband unseren herzlichsten Dank. 149b Die trauernden Hinterbliebenen. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Preisringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, RopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duet tiftinnen. Herren Cordes und Zierath, Gesangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. musikal. Steinfeger. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. refervirt 30 Bt. inf. Conntags 6 ub: Louisenstädt. Klubhaus, Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle Annenstraße 16. Saal zu Versammlungen und Ver 48402 L. Ehrenberg. für Festlichkeiten u. Versammlungen. gnügen sowie Vereinszimmer empfiehlt 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 f. Programm unentgeltlich. Carl Koch. 91/2 Uhr: Prof. Schalkenbach's welt: berühmter Orchester Elettro- Motor. Moritz Der Vorstand. Charlottenburg. Am Mittwoch, den 15. November, Abends 8 Uhr, in Triesethau's Salon, Sophie- Charlottenstr. 94: Große öffentliche .dng Kommunalwähler- Versammlung. Zages Ordnung: 428/2 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. Referent Stadtv. Genosse Borgmann- Berlin. 2. Diskussion. dop Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Wahlkomitee. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Mitglieder der 00 Drts- Krankenkasse für das Bierbrauergewerbe am Donnerstag, den 16. d. M., Abends 82 Uhr, im grossen Saale der Aktienbrauerei Friedrichshain. Tages- Ordnung: 1. Unsere Drts- Krankenkasse, was sie war, was sie ist, und was sie fein soll. 2. Welche Wünsche oder Beschwerden haben die Mitglieder in Bezug auf die Kasse? 3. Verschiedenes. 88/10 Der Einberufer: Ludwig Lang, Landsbergerstr. 6, 8 Tr. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). 200 Die ersten Werkstattvertrauensmänner- VersammDrts- Krankenkasse lungen finden in folgenden Bezirken ſtatt: mading Passage- für das Bierbrauer- Gewerbe Wedding- Gefandbrannen. Mittwoch, den 15. November, Abends 8½ Uhr, Panopticum. zu Berlin. Nur noch kurze General- Versammlung Zeit: am reitag, den 24. November, Der blaue Mann. Die Affendame. = oberen Saale der Armin Hallen in der Kommandantenstraße. Tages- Ordnung: 7 Uhr: 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Versammlung der Arbeitgeber. a) Erfahwahl für drei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder. Etablissement Moritz- b) Neuwahl für die am 1. Januar Gallerie, Riesenga, Schönheits: Plas. Buggenhagen. Play. ausscheibenden Borstandsmitglieder. 10 Uhr: Der Diamanten- Palast, hydr. Feerie. Gigantic fairy fountains. Tableaux vivant etc. Morgen, Mittwoch, Nachm 4 Uhr: Familien-, Schul- u. KinderFestvorstellung zu ganz herabgesetzten Preisen, u. and. 1. Parquet, 1. Rang- Loge u. Balfon 1 M., 2. Rang- Loge und Balkon 50 Pf.. Gallerie 25 Pf. u. f. w. Castan's Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Konzert in den unteren Reſtaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Bersammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. An den Wochentagen findet das Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße darunter der 8 Uhr: S im Colberger Salon, Colbergerstr. 23. nails són chil Südosten. Montag, den 20. November, Abends 81/2 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstr. 180. Südwesten. Montag, den 20. November, Abends 8½ Uhr, bei Heinrichs, Blücherstr. 61. Rosenthaler Vorstadt. Montag, den 20. November, Abends 8½ Uhr, bei Keller, Bergstr. 68. dis Often. Dienstag, den 21. November, Abends 81/2 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. Westen. Mittwoch, den 22. November, Vormittags 91/2 Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37-40. Moabit. Sonntag, den 10. Dezember, Vormittags 91/2 Uhr, in Arends' Brauerei, Thurmstr. 26. Tagesordnung in allen Versammlungen: Berathung über die Arbeitsund Lohnverhältnisse in nnserem Gewerbe. Alle Werkstätten, Tischler, Drechsler, Bürstenmacher, werden aufVersammlung der Arbeitnehmer. gefordert, einen oder zwei Vertrauensmänner zu dieser Versammlung zu a) Grfahwahl für ein ausgeschiedenes entsenden. Borstandsmitglied. b) Neuwahl für die am 1. Januar 119431/7 Die Lokalverwaltung. Sierauf gemeinsame Versammlung. ausscheidenden Borstandsmitglieder. Andreasstrasse 64. Konkordia- Festsäle. Krautstrasse 38. a) Beschlußfaffung über die Kranken- Sente, Dienstag, den 14. November, Abends pünktlich 82 Uhr: hauspflege für Geschlechtskrante. Beschlußsaffung über Erhöhung der Beiträge. b) c) Wahl des Rechnungsausschusses. d) Berathung des neuen Statuts. e) Das Verhältniß der Kaffe aur der Charitee. t) Verschiedenes. Die Herren Arbeitgeber, sowie die Schußkanal der Herren Delegirten sind hiermit dringend Kugeln eingeladen. Viel Neues, de Panopticum. deutschen Militärs, fünf Körper 88/11 Unverhoffter Besuch Geöffnet von früb 9-10 Uhr Abends Neue Gruppe: Castan's Atelier. in gehend durch für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. Der Vorstand. Bücher- Ankauf Thierleben und andere Werte fanit Brehm's Thierleben und andere Werke tauft Antiquariat Kochkraße Nr. 56 1. I. Abonnements- Konzert ( Gesellschafts- Abend) disd Freien Vereinig. der Zivil- Berufsmusiker. Orchester: 60 Mann. Dirigent: G. Grass. Programm: 5 Pf. Zur Aufführung kommt u. A. die Ouverture zum Trauerspiel ,, Robespierre" von Litolff. Abonnementskarten für 4 Konzerte giltig à 50 Pfg.( auch als Familienbillet für 4 Personen zu 1 Ronzert) in allen mii Plataten belegten Handlungen und Lokalen; nähere Angaben solcher in der DonnerstagNummer des ,, Vorwärts. Da das Unternehmen nur bei großer Betheiligung reussiren fann, so bitten wir um möglichst zahlreiche Unterstügung.d 393/13 Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilageu 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 268. Die Stadtverordnetenwahlen. Bei der heutigen Stadtverordneten- Erfahwahl der dritten Abtheilung wurden folgende Sozialdemokraten gewählt: Gottfr. Schulz. im 13. Wahlbezirk, Tolksdorf. im 16. Wahlbezirk, im 23. Wahlbezirk, Wilke. Gieshoit weiler Gleinert 9390 Vogtherr im 36. Wahlbezirk, im 37. Wahlbezirk, im 41. Wahlbezirk. Dienstag, den 14. November 1893. Zahl der sozialdemokratischen Stimmen. Bald nach 2 Uhr begannen die Schlepper ihre Arbeit. Die Folge davon war regere Betheiligung unserer Genossen. Im Allgemeinen nahm man an, daß der für Bezirk 1, 3, 4 und 6 aufgestellte Kandidat ein Hausbesitzer sein müsse, und der unsererseits aufgestellte Genosse Täterow bei den Genossen als Hausbesizer nicht bekannt sei. Deshalb auch die geringe Betheiligung. " 10. Jahrg. nach den Feststellungen des Wahlbureaus der Rothen" schon 385 Stimmen für Wilke abgegeben, während für Namslau erst 156 Wähler gestimmt hatten. Der Ententeicher" fliegt hinaus!" hörte man verschiedentlich von den Genossen prophezeien. Im 22. Bezirke war man zur selben Zeit nicht so froher Laune. Obgleich nach den Mittagsstunden das Verhältniß der abgegebenen Stimmen ein der Sozialdemokratie günstiges war Im einzigen Wahlbezirk des zweiten Reichstags- Wahlkreises, etwa 300 zu 200- gaben sich die arbeitenden" Genossen in welchem ein Sozialdemokrat aufgestellt war, im neunten, trat teinen großen Hoffnungen hin, weil, wie sie sagten, in dem Bee so recht zu Tage, was eine wirthschaftlich abhängige Stellung zirk zu viele Beamte und Bourgeois und zu wenig Arbeiter da bedeutet, wo die politische Ansicht offen zum Austrag gewohnten, jene aber erst am Nachmittag wählen kommen würden. bracht werden muß. Jm genannten Bezirk wohnen eine Menge Jm 13. Bezirk, der schon durch Anhänger des Sozialismus verEisenbahn, Post- und Pferdebahnbeamte, von denen bei der treten war, galt die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten, Reichstags- Wahl viele nach dem Resultat derselben gerade in des Genossen Gottfried Schulz, von vornherein als sicher. Nachdiesem Bezirke zu urtheilen für R. Fischer gestimmt haben mittags 1/4 nach 4 Uhr hatten 812 Sozialdemokraten müssen. Diesmal erschienen dieselben entweder gar nicht oder und 113 Freisinnige gewählt, trotzdem entfaltete man wählten konservativ. So fam es, daß troh der nach 6 Uhr sozialdemokratischerseits noch eine sehr rege Thätigkeit Abends sich schneller vermehrenden sozialdemokratischen Stimmen bezüglich der Säumigen"; zum Theil gab man die vorhandenen in den Wahlbureaus bestenfalls eine Stichwahl zwischen dem Kräfte an die Wahlbureaus unsicherer Bezirke" ab. sozialdemokratischen und freisinnigen Kandidaten erwartet wurde. Im fünften Berliner Reichstagswahlkreis Für die im dritten Reichstags- Wahlkreis hatte die dritte Abtheilung heute in zwei Bezirken die Kommunalbelegenen Kommunal- Wahlbezirke 16, 18 und 20 wahl auszuüben, im 29. und 31. Jn beiden war, wie das in fand am Sonntag, den 12. November, nochmals eine öffentliche, der Natur der Sache liegt, die Betheiligung von Arbeitern an gutbesuchte Wählerversammlung im„ Gtablissement Buggenhagen" Vormittag und noch bis Vesper eine sehr geringe; in dieser Zeitam Morigplatz statt. Reichstags- Abgeordneter Paul Singer, wählten vielmehr in der Hauptsache nur Geschäftsleute. Gleich1. Wahlbezirk. Zäterow( S.) 114. Jordan( freif.) 760. der das Referat übernommen hatte, führte in seiner bekannten wohl waren im 29. Bezirk auch bereits vor Vesper unsere GeGrieben( fons.) 46. drastischen Weise den Anwesenden all' die schon so oft be- noffen entschieden im Vortheil. In dem Wahllokale Georgenkirchstr.2 sprochenen Sünden der Berliner Stadtverwaltung an ihrem hatte Genosse Gumpel um 11/2 Uhr bereits 4 Stimmen mehr als die geistigen Auge vorüber und forderte unter lebhaftem Beifall beiden Gegenkandidaten zusammen, und eine Stunde später war zur Wahl der in den betreffenden Bezirken aufgestellten das Stimmenverhältniß in dem ganzen 29. Kommunal- Wahlsozialdemokratischen Kandidaten auf. Nach kurzer Debatte ge- bezirk folgendes: Wir halten 306 Stimmen, die Freifinnigen 298, langte eine ebenfalls dahin zielende Resolution zur einstimmigen die Antisemiten 44. Weniger erfreulich gestaltete sich die Wahl Annahme. Gegner meldeten sich troß wiederholter Aufforderung im 31. Bezirk. Hier machten die Freisinnigen und die nicht zum Wort. Mit braufendem Hoch auf die Sozialdemokratie Antisemiten verzweifelte Anstrengungen, um einander Die Sozialdemokraten haben demnach ihre drei Mandate behauptet und in drei Bezirken gefiegt. In zwei Bezirken kommen Sozialdemokraten in Stichwahl und zwar im 9. Wahlbezirk Genosse Kizing mit dem Freisinnigen Ulstein und im 29. Wahlbezirk Genosse Gumpel mit dem Freisinnigen Meißner. Die Wahlresultate der einzelnen Bezirke lassen wir nach stehend folgen: Gewählt Jordan. 3. Wahlbezirk. Täterow( S.) 73. Dr. Hentig( fons.) 492. Riedel( freif. Ver.) 455. Müller( freis.) 39. Stichwahl zwischen Hentig und Riedel. 4. Wahlbezirk. Täterowo( S.) 175. Wienstruck( freis.) 550. Bersplittert 7. pal Gewählt: Wienstruck. 6. Wahlbezirk. Täterow( S.) 96. Försterling( lib.) wurde die Versammlung geschlossen. 612. Zeitler( fons.) 105. Gewählt Försterling. 9. Wahlbezirk. Kiging( S.) 444 Stimmen. Ulstein ( Freif.) 574 Stimmen. Burckhard( Konf.) 318 Stimmen. Stichwahl zwischen Kizing und Ullstein. 13. Wahlbezirk. Gottfr. Schulz( S.) 1141. Emil Schulze( Freis.) 179. Gewählt Gottfr. Schulz. 16. Wahlbezirk. Zolksdorf( S.) 933 Stimmen. Vogel gabe ihrer Stimme für unsere Kandidaten an die Wahlurne. ( Freis.) 309, 11196 Gewählt Tolksdorf. ind 18. Wahlbezirk. Babel( S.) 426. Herbig( Freis.) 718. Gewählt Herbig. 20. Wahlbezirk. Toltsdorf( S.) 460. Zoltsdorf( S.) 460. Rosenow Gewählt Rosenow. ( Freif.) 858. 22. Wahlbezirk. Dupont( S) 521. Törmer( Freif.) 760. Gewählt Törmer. Gewählt Wilke. 23. Wahlbezirk. Wilke( S.) 805, Namslau( freif.) 395. 29. Wahlbezirk. Gumpel( S.) 891, Meißner( freif.) Stichwahl zwischen Gumpel und Meißnec. 31. Wahlbezirk. Wagner( S.) 209, Satler( freis.) 761, Haase( tons.) 209. 1208, Prezel( kons.) 875. Gewählt Satler. 36. Wahlbezirk. Giesboit( S.) 1780 Stimmen, Goldschmidt( Freis.) 698 Stimmen. Bellermann( Konserv.) 468 Stimmen. Gewählt Gieshoit. Gleinert( S03.) 1946 Stimmen. As 37. Wahlbezirk. Weigert( Freis.) 931 Stimmen. Gewählt Gleinert. D " den Sieg zu entreißen. Das Geld schien dabei für Die Physiognomie des Straßenlebens war am Wahl- beide Parteien gar keine Rolle zu spielen, so viele tage dieselbe wie an gewöhnlichen Wochentagen. Von einer überflüssige Stimmzettel- Vertheiler hatten sie für 5 M. ähnlichen Aufregung der Gemüther, wie etwa gelegentlich der pro Mann engagirt. Allein im Wahllokale Auguststraße 67/68 Reichstagswahl, war wenig oder nichts zu spüren. Nur hatten sich für beide bürgerliche Parteien zusammen acht bis in der Nähe der zumeist in Schulen• diese waren geschlossen. zehn Stimmzettelvertheiler eingefunden; wir hatten dort Morgens untergebrachten Wahllokale zeigte sich namentlich um die Mittags- einen, später zwei. Die Antisemiten zeichneten sich hier wieder zeit und in den Abendstunden ein etwas bewegteres Treiben. Um durch besonders große Aufdringlichkeit aus, sie ließen es verdiese Zeit rückten die politisch reifen Arbeiter truppweise zur Ab- schiedentlich nicht beim Ueberreichen des Zettels bewenden, sondern ergriffen den nichtsahnenden Ankömmling einfach beim Arm Offen und frei, häufig der wirthschaftlichen Nachtheile, die ihnen und schleppten ihn an den Wahltisch wie ein Opfer daraus entstehen tönnten, tlar bewußt, gaben sie ihrer zur Schlachtbank. Für uns versprach dieser Wahlbezirk, wie Meinung ungeschminkt Ausdruck. im Allgemeinen nicht eine solche, wie bei den Kommunalwahlen Unternehmern und leicht kontrollirbaren Angestellten derselben Die Betheiligung war gesagt, nicht viel, da die Wähler hier sich fast ausschließlich aus im Jahre 1889. Zum guten Theil rührte dies wohl daher, daß rekrutirten. Im Wahllokale Gipsstraße 23a waren verschiedene die sogenannte Bürgerpartei( Die Konservativ Antisemiten) in Männer an den Genossen, welche die Stimmzettel für Wagner diesen Bezirken keine Kandidaten aufgestellt hatte. Das große hatte, mit der Frage herangetreten: Muß man hier bei der Heer der kleinen Beamten blieb bezeichnender Weise mit sehr wahl seinen Namen nennen?" Auf die bejahende Antgeringen Ausnahmen von der Wahl fern. Im Heranschleppen wort erklärten fie, dann könnten sie ihr Stimme der wirthschaftlich direkt von ihnen abhängigen Elemente leisteten für unferen Genossen die" Freisinnigen" übrigens großartiges. Kein Leichenbitter, ist das sogenannte Wahl- recht des Proletariats. Aehnliche nicht abgeben. Solcher Art Liebeswerbungen verschont und angesichts der Nachtheile, die aus getheilt. Aus diesem sei noch erwähnt, daß der Schlossermeister Nachtwächter, Kleingewerbetreibender, Portier zc. wurde von ihren Fälle wurden dem Schreiber dieses auch im 29. Bezirk mitetwaiger Weigerung erwachsen, mag wohl manch einer gegen Baul Haase, der dort für die Antisemiten kandidirte, seinen feine Ueberzeugung gewählt haben. Die Herren dürfen darum Lehrling, einen noch recht jungen Burschen, früh Morgens nach auf ihre vermeintlichen Siege nicht sehr stolz sein. In den dem Wahllokal in der Georgenkirchstraße zum Stimmzettel eigentlichen Arbeitervierteln ist es mit ihrer Herrlichkeit zu Ende. vertheilen geschickt hatte. noch sei bemerkt, daß die Genauigkeit der Wählerlisten viel zu wünschen übrig ließ. Steuerzahler, die zwei Jahre und länger in demselben Hause wohnen und die der Steuererheber resp. der Exekutor sehr leicht findet oder finden würde, waren nicht in der 2ählerliste aufgeführt. Allerdings trifft zum großen Theil die Betreffenden die Schuld selbst. Oft genug ist zur Einsicht der Wählerlisten durch unsere Presse ermahnt worden. Viele sind vergessen hatten, sich mit Legitimation zu versehen, darum abgewiesen wurden und bis 7 Uhr nicht mehr das Wahllokal erreichten. In einigen Lokalen, so beispielsweise in der Brizer itraße 17/18, zog sich die Wahlhandlung, nachdem um 7 Uhr die Thüren geschlossen waren, bis gegen 8 Uhr hin. 41. Wahlbezirk. Vogtherr( S03.) 2097 Stimmen. m ihr Wahlrecht gekommen, die, obgleich sie in der Liste standen, Mint( Freis.) 1039. 11190 Gewählt Vogtherr. Unsere Berichterstatter stizziren folgende Wahlbilder: Die Betheiligung an der Wahl war im ersten Wahlkreise im allgemeinen bis Mittag flau, für Sozialdemokraten wurden wenig Stimmen abgegeben. Während der Mittagspause mehrte sich die CHI d Theater. " #Leffing Theater. Der Erste seines Stammes. Seit Ludwig Fulda's Berlornes Paradies" ist der brave Bürgersmann, der sich von den Lasten und Sorgen seiner Geschäfte erholen will, im Theater feinen Augenblick sicher, daß er nicht mit einem Streit oder mit der Marseillaise von den Brettern aus, die die Welt bedeuten, behelligt werde. Im 23. Wahlbezirk herrschte unter den für die Wahl des Genossen Wilfe thätigen Arbeitern bereits um 1/23 Uhr eine fiegesgewisse Stimmung. Um diese Zeit waren nämlich Im sechsten Wahlkreise wurde die kommunale Wahlschlacht in drei Wahlbezirken geschlagen, im 36, 37. und 41. Kommunal- Wahlbezirk. Zwei von diesen gehörten der Sozialdemokratie und zwar der 37. und 41. Bezirt, welche durch die Genossen Gnadt( 37.) und Vogtherr( 41.) im rothen Hause vertreten wurden. Vogtherr kandidirte wieder in seinem Wahlbezirke, während an Stelle Gnadt's, welcher eine Kandidatur abgelehnt hatte, Genosse Gleinert kandidirte. Diese beiden Bezirke galt es also zu behaupten, während der 36. Bezirk neu zu erobern war. In diesem Bezirke kandidirte Genoffe Gieshoit. Der alte Schlendrian bei den Stadtverordnetenwahlen, wie er vordem geherrscht hat, ist seit dem Eingreifen der Sozialdemokratie vollständig ge schwunden und wird der Klassentampf jetzt bereits auch bei den Kommunalwahlen mit großer Erbitterung geführt, wenigstens von Seiten der Gegner, was recht deutlich zutage trat im 37. Wahlbezirk. Hier war unserem Kandidaten Gleinert war alt soliden Bau eines ehrbaren Geschäftshauses zu rütteln, werden, wunderbar schön und die Maschinerie funktionirte ausgezeichnet, wie schon angedeutet, bei seite geschoben, und der prächtige alte wenn es uns auch besser erschienen wäre, daß der Abgesandte Großvater erlebt an seinen Enkeln die Freude, daß sie für alle Gottes und Satanas nicht vom gleichen Orte tommen Butunft sich angelegen sein lassen werden, das Geschäftsinteresse und den gleichen Weg zurückgehen. Auch das Spiel war troß der nach jeder Richtung hin zu wahren. Und da die höhere Komit schweren den Schauspielern gestellten Aufgaben im Allgemeinen auch zu ihrem Rechte kommt, indem eine zu bürgerlichem Sinnen sehr gut, vor allem wurden die Frauenrollen, welche aber nicht und Denken befehrte junge Komtesse vermittels nicht enden die Hauptrollen waren, ausgezeichnet gespielt. Rainz, der den wollen der Wohlthätigkeit die Versöhnung der auffässigen Ar- Kain gab, hat in anderen Rollen schon weit mehr befriedigt, fo beitergemüther betreibt, fällt der Vorhang vor Sommerstorff, der die außerordentlich schwierige Aufgabe hatte, einem nach Man muß es dem Autor der am Sonnabend aufgeführten jeder Richtung hin befriedigten Bubli den Satanas darzustellen, konnte leider nicht genügen. Wir fum. Gespielt wurde meistens prächtig. Lustspielnovität schon Dank wissen, daß er die obligate häßliche Nur die Rolle glauben nicht, daß das Stück noch öfter gegeben werden Streitszene mit soviel bürgerlicher Bravheit umgeben hat, daß des Schwiegersohnes wurde von Herrn Horn gar zu sehr outrirt. tann. Byron trop feines großen Dichtergenies das Parquetpublikum Eine solche Harlequinsfigur nimmt ein flugberechnender Fabrik- tein Dramatiker, feine Dramen sind Buchdramen geblieben, an seinen auf der Bühne vor= geführten Spiegelbildern seine echte und rechte Freude besitzer troz aller Kindesliebe doch nicht in sein Haus und seine und so wird sein kain tros der Bearbeitung durch den Bühnenhaben und mit dem Bewußtsein sich zu Bette legen mußte, daß Firma auf. Von den Damen seien Fräulein Detschy als neu fundigen L'Arronge sich auf der Bühne nicht behaupten. die schlichte, einfache Ausbeutung von etwa 1000 Arbeitern trog gebackene Baronin, sowie Frau v. Pöllnis als Gräfin Taurenhof Aus dem tiefen Ernste der Byron'schen Dichtung versette Adelstitel und nobler Passionen doch das einzig Wahre und rühmend erwähnt; was sie konnten, thaten sie, um ihren man das Publikum in ein unmodernes Stück Hopfen's, eines zeitKompakte in diefer so sehr nach dem äußeren Echein strebenden schablonenhaften Rollen wirkliches Leben einzuflößen. genössischen Autors, des Leibdichters Ludwig II. Wir wollen Welt ist. Abgesehen also von der auch gerade nicht mit dem hoffen, daß der Theaterdirektor gewußt hat, was der Dichter Reiz der Neuheit versehenen Streitszene, durch welche eines der Deutsches Theater. Sonnabend, Sonnabend, zum ersten Male: wollte, Publikum und Recensent bleibt es ein Räthsel. wollen uns der modernen kapitalistischen Opferfeste recht unangenehm unterbrochen Rain". Ein Mysterium in 2 Abtheilungen von Byron. Frei Wir optimistischen Anschauung wurde, bot die Novität des Herrn Stowronnet gerade nicht viel, übertragen und für die Bühne eingerichtet von Adolph L'Arronge. schließen, daß es sich um eine Allegorie handelt, müssen aber was seit des seligen Benedig Zeiten nicht schon in hundert Der König von Thule." Schauspiel in 1 Aufzug von Hans beschämt eingestehen, daß wir nicht bestimmt sagen können, was Variationen auf deutschen Bühnen dagewesen. Der fernfeste Hopfen. allegorisirt wurde. Wir räumen die Möglichkeit der Allegorie Spinnereibefizer Werkenthin, der als Strumpfwirker aus dem Direktor Arronge fann wohl zufrieden auf seine Thätigkeit ein, weil wir sonst nur bodenlosen Unsinn in dem Stücke finden gelobten Lande Mecklenburg in eine mitteldeutsche Residenz als Direktor des Deutschen Theaters zurückschauen, sonst hätte er tönnen. Es ist unfaßbar, daß einem modernen Publikum zueingewandert, es einzig durch seiner Hände Fleiß zum Besitz von nicht am Sonnabend so merkwürdige Experimente gewagt, wie gemuthet werde, für möglich zu halten, daß ein greiser König 1000 Arbeitern bringt, seiner Tochter zu Liebe ein Rindvich als mit der Aufführung eines Mysteriums nach Byron und einer eines an die germanische Götterwelt glaubenden Volkes in einer Schwiegersohn und Sozius aufnimmt und selbst an seinen Kindes- Schauspiel genannten Burleske, die der Verfasser sich vielleicht halben Stunde zum Christenthum bekehrt werde, daß die treuen findern die Sorge erleben muß, daß sie die Allüren ihrer in- als Allegorie gedacht hatte. Gefährten eines von Kraft strotzenden, sie von Sieg zu Sieg führenden zwischen sogar geadelten Eltern forterben und den mühsam zu- Bei der Dramatisirung des Byron'schen Kain durch d'Arronge Königs diesem urplöglich den Tod und seinem eklen Sohne die fammengedarbten Reichthum wieder unter die Leute bringen blieb das Publikum kühl, weil die philosophischen Ge- Königskrone wünschen. Es sind so viel unwahrscheinlichkeiten tönnten, diese Gestalt mit ihren Appendixen ist ja die liebe, alte, banken nicht verstanden wurden, wohl fühlte es, daß es sich in dem Hopfen'schen Stücke, daß es sich vielleicht zu einem wohlbekannte von Anno Nantingbose her, und bot trotz ihrer hier um etwas Erhabenes, über das gewöhnliche Begriffsvermögen Operntexte eignet, wo man an das schlechteste gewöhnt ist, aber trefflich missingfchen" Berkörperung durch Herrn Höcker nicht Hinausgehendes handele, und um Verständniß zu heucheln, flatschten es ist unbegreiflich, daß man ein solches Schauspiel dem Publikum gar viel des Ueberraschenden. Aber auch die Kommandit- Parquet und Logen zaghaft Beifall. In unserer Zeit des in Berln zu bieten wagt. gesellschaft auf Attien, die zwecks Wappenvergolderung Realismus und des Darwinismus ist es ein Wagniß, mystisch- Wir bedauerten die Schauspieler, die Mühe und Fleiß diesem und stilgerechter Ausbeutung des Werkenthin'schen Reich- romantisch verarbeiteten biblischen Stoff einem blasirten groß- todtgeboren Kinde widmeten. Wir begreifen, daß die schauspielethums unter der Direktion einer altadeligen Ball- städtischen Publikum zu bieten. Uns fehlt die Naivität, zu rischen Leistungen nicht befriedigen konnten, denn es ist ja be mutter zuerst mit bester Aussicht auf Erfolg operirt, um dann an glauben, daß der Sohn des ersten Menschen über die größten greiflich, daß das Urtheil des Publikums nicht streng scheiden dem festen Bürgerfinn des alten Chefs der Firma gar elendiglich Probleme des Menschendafeins philosophiren könne, wir haben das fonnte zwischen Fehlern des Dichters und der Schauspieler. Schiffbrnch zu leiden, auch diese Gesellschaft, die nach allehr- Gefühl, daß es unmöglich ist, daß in jenem Entwicklungsstadium der Kainz verschwendete seine Kraft an den Thronfolger, Herr würdiger Sitte fich die beste nennt, ist auf der Bühne wirklich Menschheit die Frage der Geschwisterehe erörtert werden kann, Pittscher spielte den König von Thule befriedigend. Auch der schon mindestens einmal gesehen worden. Der Autor kennt seinen wir fühlen mit einem Worte ununterbrochen den Anachronismus, Neffe des Königs( Nissen) und der jugendliche Intriguant Roderich durch und durch, wie die tonsequente Durchführung uns fehlt die Naivetät, von der Bühne den Byron'schen Kain zu( Pohl) thaten das möglichste, um das Stück zu retten. Es gedes schon in der ersten Szene tlar und deutlich dargelegten hören, wir können ihn verstehen, wenn wir ihn lesen, nicht aber lang ihnen aber nicht. Wohl gab es Beifall, doch das Zischen Gedankens schlagend lehrte. Alles erfüllt sich aufs herr- von der Bühne tragirt. Und dies, obgleich sich der Regisseur die war dabei so stark, daß Herr Hopfen es sich hätte ersparen lichste; die schlechten Menschen, die es wagten, an den allergrößte Mühe gegeben hatten. Die Dekorationen waren tönnen, vor dem Publikum zu erscheinen. als Gegenkandidat gegenübergestellt der Fabrikbefizer Weigert, Nährwerth hat. Einen Einfluß auf die Steigerung des schien. Eine Mundharmonika, die an seiner Seite lag, schien ihm für welchen die Reflametrommel in gewaltiger Weise geführt Konsums desselben hat ohne Zweifel auch die gewerb entfallen zu sein. Als Vorübergehende ihn aufrütteln wollten, worden war, und zwar als Kandidat der vereinigten gegnerischen lich schlechte Beit, welche den wenig Bemittelten zwingt, stellte sich heraus, daß man es mit einem Todten zu thun hatte. Parteien, wie aus folgendem Wahlaufrufe hervorgeht: auf wohlfeilen Preis des Fleisches zu sehen." Ebenso Bei ihm fand man nur wenige Pfennige, die er sich wahrschein" Wahl verbreitet 2c. 2c. d Achtung! Ein Budiker soll den anderen ablösen, die goldene sagt Dr. Hartwig, der Direktor der städtischen Fleischschau, lich durch Musikmachen auf Höfen erworben hatte. Nach vorAmtstette tragen und unseren Stadttheil vertreten. Herr Bu- in dem über diese erstatteten besonderen Bericht: Die geringe gefundenen Papieren dürfte es sich um einen Drehorgelspieler diker Gnadt und Herr Budiker Gleinert aus der Müllerstraße Zunahme der Schlachtungen von Rindern und Kälbern ist für handeln, der das Geld zum Miethen eines Leterkastens nicht foll kommen. So befehlen es die Herren Sozialdemokraten! den Konsum nicht allzuhoch anzuschlagen, weil im Allgemeinen mehr zusammenbringen konnte, zu dem vorgefundenen Instrument Wähler! Laßt Euch das nicht gefallen. Wählt Montag Mann die Qualität der hier auf den Markt gebrachten Rinder in den gegriffen, mangel? einer Schlafstelle auf der Straße NachtGuch eben die für Mann Otto Weigert. Das Wahlfomitee unseres Bezitts Ingervative 18 a b I- lebten Jahren stets geringer geworden ist und es dadurch quartier gesucht hat und dabei in der kalten Nacht vom Tode jedem konser zweifelhaft erscheint, ob durch die größere Zahl der geschlachteten ereilt wurde. vativen Wähler die Pflicht auf, seine Stimme Rinder in der That eine größere nennenswerthe Menge Fleisch Nothstand und dergleichen giebt es nach philiströser SchönHerrn Weigert zu geben. Das Wahlkomitee. gewonnen worden ist, als sie in früheren Jahren von einer gefärberei bekanntlich nicht und auch der Mundharmonifaspieler Für diesen Mischmasch- Kandidaten war, wie gesagt, ein ringeren Anzahl, aber beffer genährten Thieren erhalten würde." wird wahrscheinlich aus Uebermuth verhungert sein. Er hätte großartiger Wahlapparat in Bewegung gefeßt worden. Zwölf Der Verzicht auf das theurere Fleisch zeigt sich noch in manchen ja auch arbeiten tönnen. D, diese satte zahlungsfähige Moral! Droschten erster Güte à 15 Mark pro Tag waren in anderen Erscheinungen. Der Hausburg'sche Bericht hebt die bes Dienst gestellt und jagten die Komiteemitglieder in ihnen deutenden Eingänge an Salafleisch von außerhalb hervor und unter zahlreicher Betheiligung der Parteigenoffen des 4. Berliner Der Gelbgießer Karl Lehmann wurde am Sonntag den Wahlbezirk ab; vor allen vier Wahllokalen, unter fagt, diese seien für die Ernährung des arbeitenden Berlins denen nur eine städtische Turnhalle in der Putbuserstraße sich nicht unwichtig und auf die Preisbildung geringer Fleisch- Reichstags- Wahlkreises und seiner Kollegen zur lezten Ruhe gebefand, patrouillirten Platatträger mit großen gelben Plakaten qualitäten am hiesigen Fleischmarkt nicht einflußlos." Der Ber. bettet. Um 2 Uhr fegte sich der imposante Leichenzug vom auf Brust und Rücken à la Wohnungszeitung, des Inhalts: brauch von 7117 Stück Pferden= 1601 825 Kilogramm Trauerhause, Oppelnerstr. 15, aus nach dem Emmaus- Kirchhofe Wählt Otto Weigert!" auf und ab; schon von früh an war Pferdefleisch zur menschlichen Nahrung dürfte ebenfalls in Britz in Bewegung. Die Parteigenossen des( 4. Wahlkreises Der Schlepperdienst in Funktion, wurden Aufforderungen zur aus dem billigeren Preise zu erklären sein. Weiter ist auch der resp. die Vertrauenspersonen, die örtliche Verwaltung Berlin H Demgegenüber arbeitete mit gewohnter Begehr nach dem gefochten und als Nahrungsmittel für 85 bis der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer a Präzision in aller Stille die Wahlmaschinerie unserer Partei, 40 Pfennig pro Pfund verkauften Fleisch franker Thiere gewerblichen Arbeiter, sowie feine Kollegen und Familienwelcher Hilfskräfte in überausreichender Zahl zur Verfügung dem Bericht zufolge wieder sehr start" gewesen. An Angehörigen hatten dem nach langen, schweren Leiden an einer standen, die aus Prinzip ihre Schuldigkeit thaten, während die dieser Stelle des Berichtes tritt ein auffälliges Bestreben, Hirnhaut- Entzündung im jugendlichen Alter von 27 Jahren verGegner mit bezahlten unintereffirten Kräften arbeiteten. Den unangenehmen Eindruck des Verkaufes dieses Fleisches storbenen Genossen prächtige Kränze mit rothen Schleifen, entDie Wahlbetheiligung in diesem Bezirke war un möglichst abzuschwächen, deutlich hervor. Dasselbe Bestreben sprechende Widmungen enthaltend, gespendet. Der Verstorbene gemein lebhafte. G3 Trotz der fieberhaften Anstrengungen der macht sich auch in dem Hartwig'schen Bericht bemerkbar. Gs hinterläßt Frau und Kinder. Das Andenken an den treuen, Gegner, trotz der Gefahr, die aus der Aehnlichkeit der Namen heißt da:" In einer Zeit und unter Verhältnissen, wo das braven Mitkämpfer für die Sache des Proletariats werden ſeine der beiden Kandidaten, Gleinert und Weigert, für uns erwuchs, Fleisch einen so hohen Werth wie jetzt hat, ist es in national- Genossen stets in Ehren halten. trotz der Schwierigkeiten, die bereitet wurden, wenn Wähler ökonomischer Hinsicht von besonderer Wichtigkeit, von demselben anstatt Gleinert Kleinert wählten, wie gesagt, trotzdem blieb so viel als möglich für Nahrungszwecke zu erhalten." Die kunde, die sich am Sonnabend gegen 4 Uhr Nachmittags in Zwei Arbeiter verschüttet! Das war die Schreckensunser Kandidat bereits in den frühen Vormittagsstunden, wo Summe des durch Kochen für den Konsum gewonnenen Fleisches Schöneberg verbreitete. In der Tempelhoferstraße, in dem Theil, Arbeiter doch kaum Beit zum Wählen haben, bereits im Vor wird auf 175 599 Kilogramm berechnet, wovon nach Abzug des welcher zwischen den Bahnkörpern der Ring- und der Potsdamer sprunge und konnte fich rühmen, sogar einen Rentier und zwei zur Schmalzbereitung dienenden Fettes der Schweine rund Bahn gelegen ist, stehen erst einzelne Wohnhäuser, für die jetzt Eisenbahn- Beamte zu seinen Wählern zu zählen. Ein Zeichen 95 000 Kilogramm auf das eigentliche Fleisch kommen. Es wird eine die Kanalisation angelegt wird. Zu diesem Zweck war dicht an der Zeit! noch bessere Ausnutzung des Fleisches beschlagnahmter Thiere an der Häuserreihe ein 4 Meter tiefer Graben aufgeworfen und der Im 41. Wahlbezirk stand unserem Kandidaten Vogtherr gestrebt, und man hofft, daß die noch ausstehende Gnt- lose, schlüpfrige Sand in der sehr engen Straße auf einer Seite der freisinnige Kaufmann Mint gegenüber. Die Konservativen scheidung der Behörden bejahend ausfallen werde, natürlich hatten von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten Abstand wieder nur in nationalökonomischer Hinsicht." Diese Heraus zwei Arbeiter an einer Stelle noch ein tieferes Loch gegraben zu einem hohen Walle aufgestapelt. In dem Graben war durch genommen, indem ihnen jedenfalls auch der freisinnige Kandidat tehrung des nationalökonomischen Gesichtspunktes durch den worden, um eine Abwässerung anzulegen, hier arbeiteten der genügte. Galt es doch auch hier, gegen den gemeinsamen Berliner Magistrat wirkt etwas befremdend. Man ist dergleichen Rohrleger Pluschte und ein Genosse, dessen Name nicht ermittelt Feind, den Sozialdemokraten, anzutämpfen! Wenn auch von ihm nicht gewöhnt. Ist es nicht in national- ökonomischer werden konnte. Plötzlich stürzte die aufgeworfene Erde sammt hier die Parteien sich hart bekämpften, so trat doch Hinsicht" noch viel wichtiger, von der Gesundheit und der Arbeits- den zur Absteifung angebrachten Bohlen auf eine Länge von Der Wahlkampf äußerlich weniger in die Erscheinung. fraft der Bevölkerung, und zwar der gesammten Bevölkerung, 5 Metern ein und begrub Pluschke, der sich gerade in ge Das allgemeine Interesse an der Wahl bekundete sich auch hier so viel als möglich zum Nutzen der Gesellschaft zu erhalten? bückter Stellung befand, vollständig unter sich, während an der regen Wahlbetheiligung. Wenn auch in den Vormittags Hat das nicht einen höheren Werth als 175 000 Kilogramm der Genosse nur leichte Verlegungen stunden die bürgerlichen Parteien ihre Mannen antreten ließen, Fleisch? Warum will die städtische Verwaltung nichts von den An- durch herabstürzende Steine und Bohlen davontrug. Auf das an den Händen so hielten doch unsere Genossen mit diesen munter Schritt, so regungen und Anträgen der sozialdemokratischen Stadtverord- Hilfegefchrei der Arbeiter eilten in der Nähe beschäftigte Straßendaß sich Die ersteren feiner großen Erfolge rühmen neten wissen, die darauf abzielen, die Lage der Arbeiter bevölke- feger herbei, die mit Hilfe der Kanalisationsarbeiter sich sofort tonnten. Das Gleichgewicht wurde in den Mittagsstunden rung zu bessern? Warum nicht? Weil das der bürgerlichen an die Befreiung der Berschütteten machten. Inzwischen war wiederhergestellt und die Hauptschlacht in den Abendstunden Klasse nichts einbringt, und weil es den Stadtfäckel nicht füllen auch die Ortspolizei benachrichtigt, die sofort an die Feuerwache geschlagen. Das Hauptquartier hatten unsere Genoffen bei hilft, wenn Gesundheit und Arbeitskraft der Arbeiter und ihrer an der Zwölfapostelkirche telephonirte und von dort Hilfe erbat. Engel, Antonstraße, aufgeschlagen, während für den 37. Bezirk die städtischen Schulen besuchenden Kinder gefördert werden. Bald fam der 12. Zug der Feuerwehr zur Stelle und mit seiner dasselbe sich bei Gnadt, Swinemünderstraße 120, befand. Der Profit, der direkt in Hunderttausenden und Millionen anzu- Hilfe hatte man noch drei Stunden zu thun, ehe man zu dem Für den 36. Bezirk war das Hauptquartier bei Ruhlmey, gebende Gewinn, ist der einzige Gesichtspunkt, von dem aus die unglücklichen gelangte, der vollständig zerquetscht war und bei Schönhauser Allee 28, aufgeschlagen und wurde von hier aus Maßnahmen der städtischen Verwaltung richtig beurtheilt werden dem alle Wiederbelebungsversuche durch die Samariter sowie der Wahlkampf in dem ausgedehnten Bezirke geleitet. Hier können. Wenn der gering ist, dann giebt man auch zu, daß die einen sofort herbeigerufenen Arzt erfolglos blieben. Wie seicht standen unserem Kandidaten Gieshoit zwei Kandidaten wirthschaftliche Lage ungünstig ist, daß die Kaufkraft der Bevöl- der Sandboden an jener Stelle der Straße ist, sah man, als der gegenüber und zwar Redakteur Goldschmidt( Freisinn), der ferung, vor allem der in Berlin wegen ihrer großen Zahl mit Wasserwagen der Feuerwehr zurückfahren wollte und zu d dieſem fich indessen feiner allgemeinen Beliebtheit bei seinen Gesinnungs- den Ausschlag gebenden Arbeiterbevölkerung gesunken ist. Bwed umbiegen mußte; er sant bei diefer Gelegenheit bis an genoffen erfreute, und Professor Bellermann( Bürger- Wird dann gefordert, daß für die unter der wirthschaft die Achsen in den leichten Boden. Der Verunglückte soll etwa partei). Auch hier war von einer marttschreierischen Wahl- lichen Ungunst besonders leidende Arbeiterbevölkerung etwas 30 Jahre alt und Familienvater fein. agitation Abstand genommen worden; desto eifriger wurde aber geschehe, dann wird die Nothlage mit einem Wale wieder abim Stillen gearbeitet. Da dieser Wahlbezirk neu erobert wer- gestritten. Aber im Grunde genommen ist das nicht inkonsequent, Bei einem Dienstmädchen eingebrochen sind Diebe in den sollte, so erweckte der Kampf hierselbst ganz besonderes sondern gerade durchaus konsequent. Eine Verwaltung, die einer der letzten Nächte an der Ecke der Cavry- und SchlesischenInteresse. Und eine Freude war es, zu sehen, wie unsere den Profit als ihre Richtschnur ansteht und darin bei der Straße. Sie haben dabei aus der im Entresol belegenen SchlafTruppen sich schlugen. Zwischen 11 und 12 Uhr Vormittags, also Bourgeouis- Mehrheit der Stadtverordneten Unterstügung findet, fammer der unverehelichten Bertha Liebe 35 m. baares Geld in einer für Arbeiter durchaus ungünstigen Zeit, waren die Gegner darf wohl von einem Nothstand sprechen, wenn er ihr die Ein- und die sämmtlichen Kleidungsstücke entwendet. Gin vorgefun uns nur um einige dreißig Stimmen voraus, so daß mit froher nahmen vermindert, aber sie darf ihn uicht als groß genug an- denes Sparkassenbuch haben sie zurückgelassen, weil sie dadurch Zuversicht den Mittag und Abendstunden entgegengesehen wer- erkennen, wenn er ihr die Ausgaben zu vermehren droht. Und entdeckt werden zu können fürchteten. den tonnte, in welchen das Haupttontingent der sozialdemo. Das kann sogar in ganz gutem Glauben geschehen, der dann fratischen Wähler erst erscheint. Und diesem Umstande wurde freilich mit einer großartigen Verblendung gepaart sein müßte. erfreulicher Weise allenthalben Rechnung getragen. Jeder, der es nur ermöglichen konnte und Opfer an Zeit und Verdienst Vom Ahlwardt. Das preußische Staatsministerium hat, wurden nicht gescheut übte sein Wahlrecht bereits in den wie die„ Boff. 3tg." meldet, in seiner legten Sigung das DisTagesstunden aus, um für die Abendwähler Plaz zu schaffen. ziplinar- Erkenntniß des Brandenburgischen Provinzial- SchulBefremdlicher Weise herrschte wieder über den Schluß des Wahl- follegiums, durch das der Rektor Ahlwardt seines Amtes entsetzt attes bei einzelnen Wahlvorstehern Meinungsverschiedenheiten. wird, lediglich bestätigt. Ahlwardt war seit dem Jahre 1889 Das Fazit des Wahlkampfes ist, daß die Genossen des 6. Wahl- suspendirt, und während dieser vier Jahre hat die Stadt Berlin fresses bewiesen haben, daß sie die Bedeutung der Kommunal- ihm den halben Gehalt zahlen müssen. wahlen voll und ganz erfaßt haben. Lokales. Der große Brand in der Zentral Markthalle hat die Aachener und Münchener Feuerversicherungs- Gesellschaft zur Zahlung einer Gesammt- Entschädigungssumme von 190 696 M. ver anlaßt. Für verbrannte Waaren waren 182 079 M. zu zahlen. Diese Summe wurde an die Interessenten in mehr als 460 verschiedenen Posten ausgezahlt. Den höchsten Betrag erhielt ein städtischer Verkaufsvermittler für sich und feine Kommittenten mit 37 500 M. Die Versicherungs Gesellschaft hat seit dem Brande ihre Bedingungen für Versicherungen in den Markthallen wesentlich erhöht. = Der vor einigen Tagen wegen Aufreizung zum Klassenhak in Untersuchungshaft genommene Redakteur des„ Sozialisi", Exmittirt! Aus der besten der Welten wird der„ BoltsArthur Ellendt, ist auf Beschwerde seines Anwaltes, Rechtsanwalt Beitung berichtet: Großer Jammer herrschte heute früh in einem Bieber, heute aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die startbevölkerten Haufe der Swinemünderstraße. Das Haus hat Staatsanwaltschaft ist der Ansicht beigetreten, daß Fluchtverdacht bei dem letzten Quartalsschluß durch das Ableben des alten nicht vorliege. Hauswirths, der gegen die fäumigen Miethezahler große Milde Ein freifinniges Denunziantenstücklein wurde am Montag walten ließ, einen Besigwechsel erfahren. Die neuen Wirthe und bei der Stadtverordneten Wahl im sechsten Bezirke verübt. Gleich In jeder Markthalle ist seit einiger Zeit zur Hilfeleistung Erben des gutmüthigen Testators, weitläufige Verwandte des zu Anfang der Wahl hatte ein freifinniger Stadtverordneter bei Unglücksfällen und plöglichen Erkankungen eine Sanitäts- Verstorbenen, waren anderer Sinnesart. Sie gingen gegen alle herausgefunden, daß auf einem von der Bürgerpartei" aus- tube eingerichtet und in jeder Halle befinden sich unter den Miethsrestanten mit großer Strenge vor, ließen durch einen Wie nothwendig diese Gin- Gerichtsvollzieher die gesammten Mobilien der armen Leute für Dr. Baillen stand, der Drucker nicht angegeben war. Auf eine richtung ist, geht daraus hervor, daß im letzten Jahre die Hilfe die Miethsschulden retiniren und strengten durch einen Rechtsanwalt Anzeige des braven Freisinnsmannes wurden die betreffenden der Markthallen- Samariter in 256 Fällen in Anspruch ge- unnachsichtlich Räumungsklagen an. Nachdem die gestrengen Herren Bettel dem Vertheiler von einem Schuhmann abgenommen! nommen ist. gegen elf Miethsparteien objiegende gerichtliche Erkenntnisse erDem Preßgesetz hätte der, unentwegte Freisinnsheld( Plüschke heißt er und wohnt in der Schwerinstraße) somit den erforderlichen Tribut feines peinlichen Rechtsgefühls dargebracht wahrscheinlich wird er bei seiner Denunziation auch echt frei finnigen Intentionen gefolgt seien. Das Sprüchlein, das sich unseren Parteigenoffen beim Lesen dieser Zeilen aus den Lippen drängt, brauchen wir an dieser Stelle nicht zu nennen; vieltausendfach wird es dem Denungtanten morgen in die Ohrent flingen. und Auf der Berlin- Hamburger Eisenbahn wurde am Frei- ftritten hatten, fand heute früh die Massen- Ermission statt. tag Mittag bei Bude Nr. 61 in der Nähe von Paulinenaue Erbarmungslos wurden jene elf Miethsparten, Männer, Weiber durch den von Hamburg kommenden Schnellzug der Bahn- und Kinder, aus ihren Wohnungen vertriebeu, wärter Drewicke überfahren und sofort getödtet. Drewicke, an und daß es bei dieser Prozedur zu herzzerreißendez Szenen tam, dessen Bude furz vorher ein Güterzug vorbeigefahren, läßt sich denken. Ein Theil der Obdach- und Besiklofen hat bei beobachtete denselben, kam aber dabei dem zweiten zu nahe und mitleidigen Arbeiterfamilien in der Nachbarschaft ein vorläufiges wurde vom Schnellzug erfaßt und bis zur Unkenntlichkeit zer- Unterkommen gefunden, der andere Theil zog auf die talte Straße malt. Der Schnellzug hielt infolge des Unglücks ausnahmsweise hinaus( ein Bild grenzenlosen Elends und Jammers), um viel in Paulinenque. leicht mit ihren Kindern Aufnahme im städtischen Obdach an der Prenzlauer Allee zu erbitten. Um sich die wenigen Habseligkeiten der ermittirten Familien zu sichern, haben die Hausbesitzer durch einen Schlosser vor den Wohnungsthüren starte Vorlege= Nothstand und Fleischverbrauch. Der Berliner Magistrat veröffentlicht den durch Direktor Hausburg erstatteten Bericht Schlafstellen- Annehmlichkeiten. Durch heftiges Saufen über die Verwaltung des städtischen Bieh= und Trommeln im linken Ohr erwachte in der verwichenen Nacht Schlachthofes für 1892/93. Der Bericht beginnt:„ Auch die Arbeiterin Ida Grunwald in ihrer Schlafstelle, Naunyn- ichlösser anbringen lassen! das Ergebniß des Berichtsjahres 1892/98 ist, gleich demjenigen Straße 22. Fast außer sich vor Schmerz, eilte sie nach der Die wackeren Erben thaten bekanntlich, was Rechtens ist. feiner beiden Borgänger, im Verhältniß zu den früheren Jahren Sanitätswache in der Adalbertstraße, um ärztliche Hilfe in UnAls der Heilgehilfe Heise durch einen die grauenhaften Szenen, die sich bei ein günstiges nicht zu nennen der Ermission Unlust war die dauernde, spruch zu nehmen. ihre staatserhaltenden Herzen gewiß selten unterbrochene Tendenz des Marktes. Alle Momente, deren Spiegel das Innere des Ohres beleuchtete, bemerkte er ein Thier abspielten, werden des Bichhandels eingehend gedacht worden ist, fehrten im Schwabe hervor, die dem schlafenden Mädchen in das Ohr gedoch noch ein Sümmchen herauskommen wird, mag den Herren, im vorjährigen Berichte als Hindernisse einer Entwickelung darin. Mit einer Pinzette holte er bald darauf eine lebende nicht irritirt haben und in der angenehmen Erwartung, daß bei der Geschichte nach Abzug der Gerichts- und Rechtsanwaltskosten verstärkten Maße wieder. 2112 solche Hinderniffe werden trochen war. unbeschadet ihres guten Gewissens, das Sonntagsnachmittagsdann unter anderen genannt: schwankendes Kaufbedürfniß, Unsere Hansagrarier. Eigenartige Vermuthungen müffen schläfchen diesmal ganz besonders gut bekommen sein. Daß also welches häufig große Marktüberstände zur Folge hatte, sinkende beim hiesigen Magistrat in bezug auf manche Hausbesitzer ent- arme Familien durch Leute, die es höchstwahrscheinlich nicht Kauftraft des gewerblichen Mittel- und des Arbeiterstandes." standen sein. Die Hauseigenthümer sind ersucht worden, der nöthig haben, um die letzten, paar Habfeligkeiten gebracht worden Mit diesem Ergebnis scheint die( bereits vor einiger Zeit von Stadtbehörde eine Zusammenstellung ihrer Miether mit der ind, und daß die natürlich in aller Form Rechtens erfolgte einem bürgerlichen Blatte zur Beruhigung seiner Lefer mit besonderen Angabe binnen drei Tagen einzusenden, ob bezw. Grmission fogar eine Szene auf offener Straße hervorgerufen getheilte) Thatsache im Widerspruch zu stehen, daß der schätzungs- inwieweit die Miether zur Haus- und Gebäudesteuer seitens der hat, ist zwar widerlich, aber, du lieber Himmel, warum sind die weise berechnete Fleischverbrauch der Berliner Bevölkerung von pro Kopf 703/10 Kilogramm in 1891/92 auf 72 Kilogramm für Vermiether herangezogen werden. Danach scheinen Hauswirthe Gepfändeten solche Lumpen? Ihnen geschah ja nur ihr Recht, 1892/93 gestiegen ist. Aber dieser Steigerung der Menge, welche solche Abgaben beim Vermiether zu erheben, ohne sie als Ertrag und Gerechtigkeit soll bestehen, wenn auch die Welt darob zu des Grundstücks anzugeben. In diesem Punkte erblickt aber der Grunde ginge. Und die heutige Welt des Kapitalismus wird übrigens immer noch hinter der von 1890/91( 735/10 Kilogramm) Magistrat eine Steuerhinterziehung und will deswegen auch an ihrer Gerechtigkeit" zu Grunde gehen. zurückbleibt, stand eine weitere Minderung der Güte des wiffen, feit wie langer Beit folche Sonderabgaben von den Fleisches, wenigstens des Rindfleisches gegenüber. Der Bericht Miethern vereinnahmt worden sind. Das Ergebniß diefer behörd burger Hof, Invalidenstr. 118, abspielte, und bei den die unver Zu der Liebestragödie, die sich am 3. v. M. im Oranien sagt:" Auch im Berichtsjahr zeigte der Rindermarkt, wie früher, lichen Feststellungen dürfte interessant sein. Ob der Magistrat burger Hof, Invalidenstr. 118, abspielte, und bei den die unvereine übergroße Anzahl Thiere, welche wegen ihres dürftigen diesen Sturmlauf gegen die besten Stüßen der Stadt vollenden ehelichte Luise Proch durch den Bantinenmacher Friedrich Futterzustandes nicht auf einen Schlachtviehmarkt zu gehören wird? Quißer mit ihrem Ginverständniß erschossen wurde, wird bescheinen. Dies erflärt sich..... theilweise auch durch das richtet, daß Quikow infolge des Schusses, den er sich selbst in geringe Verständniß vieler Berliner Hausfrauen von der Fleisch- Bei uns verhungert niemand! Ein Bild großstädtischen den Kopf beibrachte, nahezu erblindet ist. Die Sehkraft des qualität und von dem wirthschaftlich schlechten Geschäft, welches Glends, so schreibt ein Berichterstatter, bot sich heut Morgen am rechten uges ist völlig erloschen, und auf dem linken Auge ſieht sie bei der Verwendung geringwerthigen Fleisches machen, da Bahnhof Börse. Dort saß in einer Fensternische am Zwirner nur einen schwachen Schein. Nach seiner Entlassung aus dem dasselbe wegen seines höheren Wassergehaltes auch geringeren graben zusammengetauert ein ältlicher Mann, der zu schlafen Krankenhause, wo noch Versuche angestellt werden, das linke 1949 Auge bei der geringen Sebkraft zu erhalten, wird er als ein fast blinder Mann die Anklagebant betreten müssen. Ein Aft nichtswürdiger Rohheit ist in der Nacht zum letzten Montag in einer Droschte verübt worden. Etwa um zwölf Uhr bestieg ein junger Mann am Morigplatz vor dem Wiener Café die Droschte zweiter Klasse 5102, die dem Fuhr herrn Kurth gehört und von dem Kutscher Hugo Korblik geführt wurde. Als Endziel der Fahrt gab er die Ede der Linien- und Buro. Als Rofenthalerstraße an. Bei Beendigung der Fahrt fiel dem Kutscher auf, daß sein Fahrgast nicht ausstieg; er Teuchtete das Innere des Wagens ab und stellte fest, daß der junge Mann unterwegs unbemerkt die Drofchte verlassen hatte, nachdem er Size, Rücklehnen und Verdeck durch 35 Messerschnitte zerfetzt hatte. In gleicher Weise hatte vor etwa vier Monaten ein Mann seiner Zerstörungswuth in einer anderen gleichfalls dem genannten Fuhrherrn gehörigen Droschke Ausdruck gegeben, so daß die Vermuthang besteht, daß es sich um Racheakte gegen den Befizer handelt. 110 gegen richterliche Entscheidung beantragt. Die Eltern der jungen Für den 36. Kommunal- Wahlbezirk tagte eine Wähler. Dame wohnten in einem Hause der Kaiserin Augustastraße und versammlung bei Fröhlich, Schönhauser Allee 162. Auch diefer hatten ihre Wohnung am 1. Juli zum 1. Oktober gekündigt. Saal war vollbesetzt und folgten die Anwesenden mit Intereffe Nach der Anzeige des Hauswirths, Regierungsraths v. Dechand, dem Referate des Kandidaten Gies hoit. Auch hier einigte foll Fräulein L. am 4. Juli Abends nach 10% Uhr Klavier ge man sich in dem Versprechen, alle Kräfte anguspannen, um den spielt und gesungen und dadurch die Nachtruhe des Wirthes ge- 36. Bezirk für die Sozialdemokratie zu erobern. tört haben. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß Fräulein 2. an jenem Abend in Gegenwart ihrer Eltern Bart" eine öffentliche Wählerversammlung statt, welche den Saal Für den 41. Kommunal- Wahlbezirk fand im„ Wedding2. an und ihres Bräutigams musigirt und schmelzende Lieder gesungen habe. Daß lettere ruhejtörender Art nicht waren, ging bis auf den letzten Platz gefüllt hatte. Es hielt hier der Kandidat aus der Darstellung des Stubenmädchens hervor, welches ver- und bisherige Vertreter des Bezirks, Genosse Vogtherr, einen sicherte, beim Klang der Lieder selig eingeschlafen zu sein. Rechts- zündenden Vortrag und gelangte die Versammlung nach einer anwalt Dr. Bont nahm es als das gute Recht eines Miethers Diskussion, in welcher Gegner nicht das Wort nahmen, zur einin einem herrschaftlichen Hause( nur in einem herrschaft- stimmigen Annahme einer Resolution, in welcher die bestimmte lichen Hause?) in Anspruch, bis furz nach 10 Uhr noch zu Absicht bekundet wurde, dafür Sorge zu tragen, daß Bogtherr musiciren. Da weder in subjektiver noch objektiver Beziehung auch fernerhin den 41. Wahlbezirk im rothen Hause vertrete auch nur ein Moment darauf hindeute, daß hier in böswilliger Absicht musizirt worden sei, um etwa den Hauswirth zu ärgern, das Klavierspiel auch durchaus nicht in übertriebener Weise stattgefunden habe, so sei das Stafmandat zu Unrecht erlassen. Das Schöffengericht war derselben Meinung und erkannte auf Freisprechung. " den 14. November, Abends 9 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Verein Berliner Hausdiener. Mitgliederversammlung am Dienstag, Jatobitr. 87. Gauverein Berliner Bildhauer. Versammlung am Dienstag, den Geschäftliches. Todt aufgefunden. Gestern früh wurde durch eine heimkehrende Schauspielerin auf dem Husflur Alexanderstraße 9 der 14. Movember, Abends 8% Uhr, bet Ehrenberg, Annenftr. 16. Lagesordnung 25 Jahre alte Handlungsgehilfe Bernhard Wolff, der in der Photographer un und deren Hilfsarbeiter. Große öffentliche BersammGlashandlung von Hartmann u. Schulze Stellung hatte, todt lung am Dienstag, den 14. November, Abends 8 Uhr, im Neuen Klubhause, aufgefunden. Wolff wohnte in diesem Hause. Ferner wurde am Vor dem Schöffengericht in Moabit wurde dieser Tage Kommandantenstr. 72. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Friz Hansen der 43 Jahre affe Buchbinder Bernhard ballmann tot auftretung der Vorschriften über die Sonntagsruhe bandelte, ben edute, sureflione ad finertial's til berib, me 13 og 10% torte pombens. Sonntag früh gegen 9 Uhr in feiner Wohnung, Sophienstr. 14, in der Anklagefache Leß und Genossen, wobei es sich um Ueber- über:" Die Lage unferes Berufs und die Nothwendigkeit der Organisation." Arbeiter- Bildungsschule. Abend von 8%-10% Uhr. Nordihr Vorleben vor- ft- Schule, Markusstraße 31: Unterricht in: Deutsch( unt.). Südost gefunden. Allem Anschein nach ist der Tod durch Ersticken Angeklagten Weißenfeeer Raufleuten erfolgt. Diablo gehalten. Einer dieser Angeklagten, der Inhaber eines Kon- Schule, Reichenbergerstraße 133. Unterricht in: Mathematit. Bei allen Unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jetzt, fettionsgeschäfts wurde, wie die Polemische Korrespondenz" im Laufe des Semesters, eintreten. In Für einen enffischen Deserteur wurde Ende vorigen mittheilt, vom vorsitzenden Richter ohne ersichtlichen Grund- Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Aenderungen im VereinsMonats ein Mann gehalten, welcher, auf dem Trittbrett eines denn es handelte sich, wie gesagt, nur um die Uebertretung einer falender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abds. 9 Uhr, neuer Freundschaft Güterwagens liegend, von Berlin auf einem Zuge mitgefahren einfachen Polizeivorschrift in war, ohne im Beſiße eines Fahrscheines zu sein. Nach seiner in merisam gemacht, if öffentlicher Sigung darauf auf bet Oswald Berliner, Brunnenjir. 114. Ditlinder- Freundi afil or 20 Jahren wegen eines Gigen- Sauermann. Schildhorn, Usedomstr. 33 bei Miette. Allegro, Grtner erfolgten Verhaftung und Ablieferung in das Gerichts- thumsvergehens. das aber nicht im geringsten Busammenhange rangelfir, 141, bei Schmidt.- Alpenglo de, Grüner Weg 29, bet Saeger.Bruderherz, Andreasfir. 26 bei Wilfe- Ihn'scher Humor, Straußgefängniß zu Alt- Landsberg ergab sich hier durch den Dolmetscher, mit der Anklage stand, vorbestraft sei. Diese Eröffnung brachte bergerſtraße s bei Birf. unverzagt 2, Moabit, Jagowstr. 20 bei Linte.. daß der Mann kein Flüchtling, sondern aus Amerika herüber den Mann natürlich in völlige Bestürzung und rief auch unter Waldtapelle, Steichenbergerstr. 19 bei Roscher. Arbeiter: Mat= bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Gängertette, Rottbuser gekommen ist, um in Rußland ſeiner Militärpflicht zu genügen. ben Mitangeklagten, die ihren Genoſſen bisher als einien acht: Damm 74 bei 21. Silte, er das Opfer eines Gauners geworden, baren Mann kannten und schäßten, sowie unter den Zuhörern, alte sinde, Reichenbergerstraße 39 bet Fürstenau. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7-8 bet winter. welcher ihm sein lehtes Geld zur Beschaffung einer Fahrkarte unter denen sich eine große Anzahl Weißenseeer befanden, unnach Rußland abgeschwindelt hat. Aus diesem Grunde ließ gewöhnliches Erstaunen hervor. Die Verhandlung endete mit Weinstraße eftaurant Zur Erholung bei W. Friefecte.das Schöffengericht zu Alt- Landsberg Gnade für Recht ergehen Freisprechung der Angeklagten; nichtsbestoweniger ist der Er wird and sprach den wegen Fahrgeldhinterziehung angeklagten bezeichnete Konfektionär ein halb ruinirter Mann. Fremden frei. Weißensee verlassen, weil er durch die ganz unmotivirte Enthüllung dort unmöglich geworden ist. Gå Bug Zu dem Eisenbahnunfalle in Charlottenburg wird uns noch mitgetheilt, daß die eingeleitete Untersuchung den Zusammenstoß der beiden Züge auf eine falsche Signalstellung zurückführt. Seit ca. einem halben Jahre ist in einer Entfernung von etwa 200 Schritten östlich von der Bahnhofshalle D. ein optischer Telegraph aufgestellt, der die Bezeichnung„ Otm" führt. Der Bug 1828, welcher in den Südringzug hineinfuhr, hatte durch Tiefen Telegraphen freie Ginfahrt erhalten. Wahrscheinlich ist nun, daß dieses Signal, nachdem der Südringzug eingefahren war, nicht auf das Halzezeichen zurückgestellt wurde, mithin dem nachfolgenden Zuge 1328 freie Einfahrt gewährte. Des dichten Nebels wegen konnte der Maschinenführer dieses Zuges den Südringtrain nicht gleich bemerken und der Buſammenstoß erolgte. Die Bevölkerung der Stadt Berlin betrug am 28. Of tober 1 680 227 Seelen, fie hat sich also in der Woche vom 22. bis zum 28. Oktober um 2149 vermehrt.iso Es ist, so unangenehm diese Erinnerung den Kaufmann trifft, immerhin gut, daß auch das ehrbare Bürgerthum einmal mit der Nafe auf die Schäden und Auswüchse ur er Strafrechtspflege gestoßen wird. So lange es nicht selber betroffen wird, geht es achtlos an derartigen Auswüchsen und Schäden vorüber. go2Versammlungen. bei Werner. Straße 7. aue zuschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an 3. Sentel, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Bergmannstraße 14, of 2 Tr. Dienstag. Stattlub Kreuz Solo bei Ratte, Andreasstr. 18. Louisenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei Möhring, Admiralfir. 18c. bahnstraße 6. Musikverein Hoffnung, bei Dreßler, EisenGeselliger Musikdilettanten Verein Münstermann, bet Borwärts 4 Einigkeit 2 11 bei Feind. Gefangverein der Böttcher Steineiche Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bei Wilhelm Nölte. fraße 191 bei Boge. Silaria, Frankfurterstr. 30 bet haberecht. Wiederhall, köpenickerBorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 bei Momber. Gesangverein Rothe Mette 2, bei Rabe, Ruppiner- und Echönholzerstraßen Gce. Schneeglöckchen 1, Nirdorf, KarlsgartenStraße bei Hilpert. rt. Geſangverein Gintract, Nieder- Schönweide, Restaurant Sing. Mohr'sches Doppelquartett, Neue Königstr. 73 bei bahn. Gejangverein Fro 5 finn in Stralau, Gräft. Retschach ſche Brauerei. griedrichshagen, Blant's Restaurant.- Gp heu, Aderſtr. 128 bet time.--Deutsche Liedertafel, Grüner Weg 29 bet Säger.Gangergruß, Gefangverein ,, cho 2" 9 Uhr abends Uebungsstunde bei Reimann, Alte Schönhauſerstr.42. Gesangverein Gerechtigkeit Westen, Bülowftr. 56 Gesang und Theaterverein, Acacte"( gemisch. Chor). Beughofftr. 8 bet Behlendorf. Arbetter- Gesangverein Fretheit 2, Adlershof, Restaurant Kuhle. Fretes Lied 1, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstraße 11 bet Heinecke. Wacht auf Wörther- und Rytestraßen- Ecke bet SHA1C Station 16. Schmidt. Suftige Sänger in Potsdam, Brandenburger Kommuni Blumentefe, Sebastianstr. 3, bei Meter. Freiheit 3 Bernau, im Schüßenhaus. Freie Gloden, Mariannenstraße 31-32 bet Doberstein.- Senefelder, Landsbergerstr. 31 bet Seehaufen. Echo 3 Behlendorf, Karlstraße bet Regler. Reichard. Nordstern", Müllerstr. 7 bet Auch im 9. Kommunal- Wahlbezirk hielten unsere Ge- bei Hermann Sonntag. Männergesangverein Wach Auf Pantow, Wollantstr. 115 Männergefangverein Eichen trans", Brenzlau, noffen sozusagen in letter Stunde vor der Wahl eine Wähler im Katsergarten. Männergesangverein Rottbuser Harmonte", Vortrage eine glänzende Kritik der freisinnigen" Majorität der Siemensftr. 17 bei 2. Biet.- Männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee versammlung ab. Genosse Friz 3ubeil gab in längerem Gräfeftraße 8 bei Schonheim. Weddinger Harmonie, MüllerGejangverein ber Klempner un Berufsgenossen Berliner Stadtverordneten Bersammlung, sowie der städtischen bet Ferd. Krause. Harmonie Rigdorf, Bergstr. 120 bet Bartha( Deutsches Verwaltung. Lebhafter Beifall folgte seinen Ausführungen. Wirthshaus). Seimathtlänge, Köpenid, Rosenstraße bei Troppenz.Almenrausch, Manteuffelstraße 9 bei Nowac. Polizeibericht. Am 11. d. M. Vormittags wurde an der Der Kandidat des Bezirks, Genosse Kizing, nahm hierauf Naunynstr. 43 bet Fröhlich.- Arion, Wittenberge, Thurmfir. 28, BentralSängerfreiheit Ecke der Alten Leipziger- und Oberwasserstraße ein Schloffer von Gelegenheit, die, wie er fagte, einer Bauernfängerei halle.- Liedesfreiheit 2, Strausberg, Wilhelmstraße, Weber's Kaffeeeinem Pferde derartig gegen den Unterleib geschlagen, daß er ähnlich sehende Praxis der Freisinnigen zu beleuchten. baus. Fin Er verlas ein Flugblatt des freisinnigen Kandidaten, des Nechtsder Charitee gebracht werden mußte. In der Camphausenstraße, Ecke der Hafenhaide, verunglückte eine anwalts und Redakteurs( Berliner Zeitung) Hans Unſtein, in Frau, indem sie beim Abspringen von einem fahrenden Pferde- welchem diefer als Forderungen seines Programms folche aufbahnwagen hinstürzte und sich schwere Verlegungen am Sinter- stellt, die, weil von sozialdemokratischer Seite tommend, stets von topfe zuzog. Nachmittags brach ein auf dem Dache des den Freisinnigen im rothen Haufe abgelehnt wurden. Nach einem Börsengebäudes beschäftigter Telephonarbeiter durch ein Glas- begeisternden Schlußwort des Referenten verpflichteten sich die dach und stürzte etwa 8 Meter tief ins Innere des Hauses. Er Versammelten in einer diesem zustimmenden Resolution, bis zum erlitt außer mehrfachen Schnittwunden eine Verstauchung der letzten Moment für die Wahl des Genossen Kizing energisch zu Wirbelsäule. Abends wurde in der Hafenhaide ein 11 Jahre alter agitiren. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Reßner, Annenstraße 16.- Musikverein Knabe durch einen Eiswagen überfahren und innerlich schwer Im 22. und 23. Kommunal- Wahlbezirk referinte Clost. Norb 8% 11 br, Briezenerfir. 6, bet Genote. verlegt. Im Laufe des Tages erhängten sich ein Schmied auf verordneter Stadthagen. Redner legte den aufmerksam Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von dem Boden des von ihm in der Borsigstraße bewohnten Hauses hörenden in seinem packenden, mit dem lebhafteſten Beifall auf- 83-10% Uhr in der Zumballe bes geffing- Gymnasiums, Bantiaße 9–10. und ein We ein Weber in seiner Wohnung in der Friedrichsberger- genommenen Vortrage über„ Die bevorstehenden Stadtverordneten- Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Straße. Am 12. d. M. Abends explodirte auf dem Treppenflur wahlen" noch einmal die Nothwendigkeit klar, wirkliche Arbeiter- Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. des Hauses Ritterstr. 19 ein von unbekannter Hand dorthin ge- vertreter in der Kommunalverwaltung zu haben. Indem Redner Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Sumor, Abends 9 Uhr, Köpnicer straße 158 bei Buchs. brachter Feuerwerkskörper mit fanonenschußähnlichem Knall, so die echt freifinnige Volksvertretung gebührend beleuchtet, richtete daß dadurch ein großer Auslauf entstand. Theaterverein Bultania bet Täger, Beim Abspringen er zum Schluß einen aufrüttelnden Appell an alle Anwesenden, Gartenstraße 18-14. Theaterverein Bultanta 2 Abends 9% Uhr Acervon einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen fiel vor am Wahltage Mann für Mann an die Wahlurne zu treten, die Straße 144 Borstädtisches Kasino. Theaterverein Freundestreis", dem Haufe Große Frankfurterstr. 88 ein Mann zur Erde und Säumigen herbeizuholen, damit keiner seine Pflicht versäume, Wergnügungsverant Stazore, Solmsfir. 1. Bergnügungsverein micitia, 8% Uhr, bet Schönnagel, Barnimftr. 47. , bet Schönnag erlitt eine bedeutende Verlegung an der Schulter. Am 11. und und seine Stimme abgebe für einen wirklichen Vertreter der Bergnügungsverein Nordwacht, abends 9 Uhr, im Lotale Fennbräu12. d. M. fanden fünf unbedeutende Brände statt. Außerdem Arbeiter, für einen Sozialdemokraten.( Stürmisches Bravo.) Restaurant, Fennstraße Nr. 21. Gefelliger Berein Brüderfchaft, im wurde die Feuerwehr am 11. d. M. zur Hilfeleistung nach Hierna ch hielten die beiden für diese Bezirke aufgestellten Kandi- Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Gigung. Reft. Deutscher Reichsabler, Beuffelstr. 9. Bergnügungsverein Saturn alta. Echöneberg gerufen, wo in der Tempelhoferstraße ein zu baten, Genosse Wilte und Genosse Dupont furze, fernige bends Bergnügungsverein Fidelto, 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranien Ranalisationszwecken ausgehobener Schacht eingestürzt war und Ansprachen, genau ihren Standpunkt zu den verschiedenen An- ftraße 21.- Gefelliger Berein Mehr Sicht", Abends 9 Uhr, lebhafter Zustimmung präziſiren atom Gefeufiger Arbeiterverein Soffnung. Bereingtotal bei Stiefeliger Beretin Große Frankfurterstr. 133 bet Golds. Touristenklub Wanderzwei Arbeiter verschüttet hatte. Giner von ihnen konnte noch trägen und Fragen 21lebend herausgezogen werden, der andere war todt. und Schönhauser- Allee- Ede. einigen Ausführungen der Genossen Schneider und und der Frau Reimann erfolgte nach Aufforderung, am Tage straße 48. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. Der Wahl Zeber feine Schu der Wahl Jeder seine Schuldigkeit zu thun, Schluß der gutbesuchten gnügungsverein una. Sigung bei Saberecht, Große Frankfurterstraße 30, Regina Sigung mit Damen Oranienstr. 153 bet Schönwalder. Versammlung. Fidelitas. Männerchor Waldesrausch eb im Restaurant Hohen zollern", Seydelstraße. im Restaurant Broz, Annenste, 9. Bergnügungsverein Berolina Abends 9 Ahr Gefangverein, Apollo", gemischter stunde bet Gründel, Dresdenerstr. 116. Chor, Uebungsstunde jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schulte, Beuthstr. 19. Arbeiter- Bitherverein Ginigteit, Abends 8 Uhr Uebungs Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Rauchklub Dämmerwolte, Böckhstr. 51.- Rauchflub Bruberbund, Abends 9 Uhr, bet Stabernack, 092 sha Gerichts- Beitung. witte, Sochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, TempelTheaterverein Frete Kunst, Blumenstraße Nr. 48 bet went, 8% Uhr. Schützenverein Freitugel, étaligerstr. 34 bet pente. hofer Ufer. Theater- Gesellschaft 2iberte, Kottbuser Damm 103 bei Meier. sicolay, Glisabethkirchstr. 14. Privattheaterverein Grescendo, Abends, bet Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. Wer Jm 29. Bezirk sprach vor einer gut besuchten öffentlichen Eine an dem Material der Stadtbahn begangene didat unserer Partei, Genosse Herman Gumpel. Derselbe kritisirte Kommunalwähler- Versammlung im Paster'schen Saale der KanSachbeschädigung führte gestern den Arbeiter 21 ch terfeld die von der freisinnigen Majorität im rothen Hause ausgeübte vor die 133. Abtheilung des Schöffengerichts. Als der An- Thätigkeit und zeigte, wie sehr diese stets darauf gerichtet ist, asgeklagte vor etwa 4 Wochen die Stadtbahn benutzte, zerschnitt er dem Kapit al Vortheile zuzuwenden, und welchen Widerstand püdlerstr. 49.- Rauchttub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant aus reinem Uebermuth das Netz, welches zur Aufnahme des Gepäcks dient. Ein anderer Fahrgast erstattete Anzeige, andererseits die Herren allen von den Sozialdemokraten be- zum Beitgeist, Bernauerfir. 12. Rauchflub Unverzagt bei G. Ruppin, worauf der Angeklagte fofort verhaftet wurde. Der Vorsitzende meldeten sich Gegner nicht zum Worte. Diejenigen Anwesenden, abends 9 Uhr bet Achsel, köpeniderstraße 161. antragten Verbesserungen entgegenfeßen. In der Diskussion Blumenstraße 49. Rauchklub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Kohn, Wrangelstraße Nr. 186. Rauchtlub Gemüthlichteit 2, des Schöffengerichts war bei der Strafkammer vorstellig geworden, welche sprachen, betonten die Nothwendigkeit, Sozialdemokraten Abends 9 Uhr bet Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchflub Blaue Luft, ob nicht der erschwerende Umstand vorliege, daß der Angeklagte in das rothe Haus zu wählen, und die Versammlung stimmte bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchtlub Abguß, 8% Uhr, einen dem öffentlichen Nutzen dienenden Gegenstand zerstört habe schließlich einhellig einer Resolution zu, in welcher sie sich uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeiſt. Rauch klub Abguß 1. Abends 8 Uhr bei Rauchtlub Grüne Quast e", Abends und ob nicht deshalb die Sache vor die Straffammer anstatt vor verpflichtete, kräftig für die Wahl des Genossen Gumpel ein- rabo Abends 8% ihr bei Gayer, Balliſadenstraße Nr. 66-67. Rauchklub Eldo= das Schöffengericht gehöre. Die Straffammer hatte sich in Rauche zutreten. fo flub Tabats blüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 19. Rauch Letzterem Sinne entschieden. Der Angeklagte hat vier Wochen zutreten. flub Columbus, Abends 8 Uhr, bet A. Utte, Oppelnerftr. 23. Stattlub in Untersuchungshaft zubringen müssen und wurde deshalb die Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Laufigerstr. 60. Statklub Roth= ihm auferlegte vierzehntägige Gefängnißstrafe für verbüßt erJunge Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielabend alle dienstage von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bei Herrn Serrath. achtet. = Jm 31. Bezirk sprach in Schreiber's August Garten der Kandidat für diesen Wahlbezirk, Genosse Wagner. Eingehend schilderte Redner die Mißstände der Verwaltung, wie sie sich Der ehemalige Direktor der„ Neuen Welt" in der Berlin unter der freisinnigen Herrschaft im rothen Hause gefallen Hafenhaide, Forbée, der kürzlich hier verhaftet wurde, nach- lassen muß, und forderte die Wähler auf, bei der Wahl für den Dem er längere Zeit verschwunden war, ist jetzt in das Unter- Sozialdemokraten einzutreten. In der Diskussion nahm auf Ersuchungsgefängniß abgeführt und das Verfahren wegen befuchen zuerst Herr Prezel, ber Kandidat der Bürgerpartei, trügerischen Bantrotts eingeleitet worden. Er hat die Rechts- das Wort. Derselbe resumirte sich dahin, daß er einem Arbeiteranwälte Dr. Gotthelf und Dr. Fränkel za Vertheidigern ge- hätte, gewählt zu werden; das sei aber nicht der Fall. Noch fandidaten nicht entgegentreten würde, wenn ein solcher Aussicht wählt. logr ein zweiter Antisemit sprach für die Bürgerpartei und that Eine originelle Rechtsfrage sollte diese Tage der Ent gleichfalls so, als ob seine Partei die arbeiterfreundlichen Anscheidung des Zivilgerichts unterbreitet werden. Ein Lebens träge, die in der Stadtverordneten- Bersammlung, von den Sozialüberdrüffiger hatte sich in seiner Wohnung erhängt. Durch das demokraten beantragt, sämmtlich unterstützt habe. Genosse Gewimmere und Gestöhne des freiwilligen Zobeskandidaten Wagner beleuchtete das Christenthum des Herrn Prezel, der er wurden Hausbewohner angelockt, welche fühn entschlossen die tlärt hatte, daß er für Kirchen die Gelder stets bewilligen verschlossene Thür sprengten, in die Wohnung drangen und den werde; das wahre Christenthum lehre Nächstenliebe, die fordere, Selbstmörder noch im legten Moment abschnitten. Bei dem daß Noth, wo sie vorhanden ist, vor Allem gelindert werde und Rettungswert war die Wohnungsthür arg beschädigt worden nicht die Nothleidenden statt dessen in den Kirchen auf das und mußte reparirt werden. Der Hauswirth verlangte die Jenseits vertröstet werden. Er hielt ferner Herrn Prezel den Kosten von dem Miether, biefer aber weigerte sich au zahlen, Stimmenfang vor, den er für sich durch die als vertraulich" indem er behauptete, daß er zur Beschädigung der Thür feine vielen Wählern zugestellte Boftfarte hat treiben lassen, auf welcher Veranlaffung gegeben, auch feinen Vortheil davon gehabt habe, um Abgabe des Versprechens, um eine bestimmte Tageszeit für da ihm sein Leben gar nichts werth ſei. Es tam deshalb aur Herrn Brezel ftimmen zu wollen, erfucht wird. Den damit ausKlage, dem Amtsrichter glückte es aber schließlich, einen Ver- geübten Druck auf abhängige Wähler wollte Herr Prekel nicht gleich herbeizuführen. zugeben, er erklärte das Manöver als eine unschuldige Sache, dazu bestimmt, die Kontrolle der Wähler zu erleichtern. Die Bersammlung erklärte sich schließlich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Wegen zu ausgedehnten Klavierspielen, welches als grober Unfug angesehen werden sollte, hatte Fräulein Hildegard 2. ein Strafmandat über M. erhalten und bier. anton putoa streç gels de si Nawrod Markusstraße 23. nobno 1200 Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Demonstrationen vor dem Ministerium und dem Rathhause in Brüffel, 13. November. Von den Arbeitslosen sind große Aussicht genommen. New- York, 18. November. Aus Mexiko wird gemeldet, daß 50 bewaffnete Tomachi- Indianer plöglich in die Stadt Palomas einritten, Zollbeamte niedermachten und die Bewohner ausplünderten. Nachdem sie alles Erreichbare und Transportable geraubt, eilten die Tomachis dem nahen Gebirge qu. Bis jetzt hat man ihrer noch nicht habhaft werden tönnen. 10 best Briefkaffen Briefkaffen der Redaktion. K. V. Wie uns ein Genosse mittheilt, wird vom Dampffeffel- Revisions- Verein Berlin, Flemmingstraße 5 eine Seizerfchule geleitet. Die Vortragsturse, welche nur im Winter Halbjahr abgehalten werden, haben aber bereits am 15. Oftober begonnen. A. K. Ein Gastwirth ist Getränke darzureichen nicht verpflichtet: in der Art der Weigerung, nicht in diefer selbst, tann eine Beleidigung gefunden werden. Sattler Rixdorfs! Herrn Niesegk in Rixdorf, Beraktraße Nr. 129: Oeffentliche Sattler- Versammlung. Tages- Ordnung: Generalversammlung Orts- Krankenkasse Vollständiger Ausverkauf! Leipzigerstr. 91, 1 Treppe, nur bis Am Mittwoch, den 15. November, Abends 8½½ Uhr, im Lokale des des Zimmerer- Gewerbes. 15. Dezember. Jaquets reich garnirt 7,00 M., Jaquets in großartigster Donnerstag, den 23. November, Ausführung 12,50 Mark. Seiden Abends 8 Uhr: plüsch Jaquets bisher 60,00 Mart, jetzt 28,00 Mart, lange Winterpaletots sonst 30,00., jest 10,00 M., Capes in herrlicher Ausführung früher 30,00 m. jest 12,50 m. Wintervisites mit Pelz und Federbesatz sonst 25,00 M., jest 7,00 m., Hunderte Straßen- und Abendräder in allen Farben bisheriger Preis 80 M., jett 20-36 m., 200 Regenmäntel 4,50 nur Leipzigerstr. 91, 1 Treppe. 1. Unfere Lage. Referent Kollege Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Er-( Vertreter der Arbeitnehmer) richtung einer Verwaltungsstelle des Verbandes der Sattler und Tapezirer. im Lokale von Seefeldt, Grenadierstr. 33. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen und in Kollegenkreisen auf den Besuch der Versammlung hinzuwirken. Der Einberufer. Achtung, Töpfer! Die zu heute Abend im Königstädtischen Kasino anberaumte VersammTagesordnung: 1. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern. 2. Wahl des Prüfungs Ausschusses. 3. Verschiedenes. Sonntag, den 26. November, Vormittags 10 Uhr, im Lofale von Seefeldt, Grenadierstr. 33, 50902* G. Brochnow's Festsäle 39. Sebastianstraße 39. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Sonnabend großer Ball. Empfehle meine Säle zu allen Fentlichkeiten u. Versammlungen. 46752 Schiffsbillets für Reisende von allen Hafenplähen im Reisebureau von 46992* Theodor Reiner& Co., Ecke Invalidenstraße. lung fann polizeilicher Einwendungen wegen daselbst nicht stattfinden, dieselbe eriammlung der Arbeitgeber, Somöopath Arzt Dr. Hösch, Linien- Play vor dem Neuen Thor 3( Laden), findet nun vielmehr in Nieft's Salon, Weberstr. 17, Abends präz 6 Uhr, statt. [ 825/17] Der Vorstand. J. A.: R. Topf, Gipsstr. 3. Heute, Dienstag, Abends 81/2 Uhr, bei Gratweil, Kommandantenstr. 77: Grosse Versammlung mit freier Debatte. ,, Der gefährlichste Feind der Gewerkschaftssache" Der Vorstand des Deutschen Bundes für Bodenbesitz- Reform. 158b Donnerstag, den 16. November 1893, Abends 8½ Uhr, im Lokal des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstraße 48 a: Ordentliche General- Versammlung welche Beiträge aus eigenen Mitteln Leiften. Tagesordnung: Wahl von 38 Vertretern zur General Versammlung pro 1894. In demselben Lokale und zu der felben Zeit( findet eine Versammlung der KassenMitglieder( Arbeitnehmer) mit folgender Tagesordnung ftatt: zur General- Versammlung pro 1894. 2. Be straße 149, 8-10, 5 bis 7, Sonntags 8-10 Uhr. Die be ste und billigste DamenmäntelFabrik Berlinerstr. 76, 1 Treppe, in Charlottenburg, vertauft Estimo- Jaquets 5-71/ 2 M., PlüschJaquets 15 M., Regenmäntel 31/2 bis 71/2 M., Capes 71/2 M., PlüschJaquets und Damassé- Capes von 30 M. an. 5044L* 1. Bahl von 78 Vertretern Detailverkauf sämmtl. Sorten der Delegirten der Orts- Krankenkasse der Maler.heid des errn Ober- Präsidenten auf Tagesordnung: 1. eines Bureaubeamten. 3. AuBeschluß der General- Versammlung vom 13. Juli 1893. Roh- Tabak Aug. Krause, Wienerstr. 13. 51082* Blumengeschäft und Kranzbinderei, Vereinskränze mit Widmung billigst. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. O Streng reelle Bedienung, billigte Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. trag der Krantenbesucher. 4. Ergänzungswahl der Krantenbesucher. 6. Ber- ſelbe am Gingange den Kontroleuren Rud. Völcker& Sohn, Oranienburgerstr. 2. schiedenes. 144b vorzulegen. 146b Der Verftand: H. Wentker, Vorfigender, Memelerstr. 61. Der Vorstand. Plötz, Höchstestr. 51. Hierdurch zur Kenntnißnahme, daß der zweite Nachtrag des Statuts vom 31. August 1893 durch den Bezirksausschuß genehmigt worden ist. Allgemeiner Hilfsarbeiterund Arbeiterinnenverein Berlins und Umgeg. Mittwoch, den 15. November, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße Nr. 33: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: Das moderne Raubritterthum. 2. Diskussion. 8. Vereinssachen. 4. Verschiedenes. Wir ersuchen unsere Mitglieder dringend, mehr wie bisher in unseren Mitgliederversammlungen zu erscheinen. Gäfte haben Zutritt. Auch werden in unseren Versammlungen neue Mitglieder aufgenommen. 161/1 Der Vorstand. Am Sonnabend, den 25. November, in den GermaniaPrachtfälen, Chauffeestr. 103, Ecke der Invalidenstraße, große Feier unferes 4. Stiftungsfestes unter Mitwirkung der Theatergesellschaft ,, Vorwärts", dieselbe erzielte überall, zuletzt auf den Kommers zu Ehren des Genossen Engels in Berlin großen Beifall. Feftrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Wilhelm Liebhnecht. Nach dem Theater großes Tanzkränzchen. Die Musik Orts- Krankenkasse d. Mechaniker, Optiker mittwoch( Buktag), d. 22. Novbr., u. verwandt. Gewerbe. Vormittags 9-11 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Wahl- Versammlung jämmtlicher großjährigen Kassenmitglieder behufs Erfahwahl von 113 Vertretern zur Generalversammlung. Mitglieds buch legitimirt. GARN 50 Dignowity's Garn ronen Garn ist das beste Nähgarn! 5058L* Königlichen Amts D. Rechtsburcaulrichtersa.. Alte Jakobstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags. 5 11 49228* 2 Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8 Langestr. 26, Falkensteinstr. 28 Empfehle mein Geschäft in friscaen Kränzen. 3528 L Sophastoff- Reste. Robert Meyer, Daſelbſt von 11-12 Uhr Vormittags Teppiche m. Farbenfehlern. Wahlversammlung d. Arbeitgeber zur Ersaywahl von 6 Vertretern zur Gardinen von 30 Pf. per meter meiden, bitte ich meine Freunde und Generalversammlung. Berlin, den 13. November 1893. Der Vorstand. 160b Als anerkannt reelle und thatsächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Läuferstoffe, Tischdecken, Pferdedecken von 2,- M. an offerirt G. Littmann, 5096L Landsbergerür. 97, part. redits. wird Douber Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Herren, Gold, Silber-, Darmſeiten und zwar für Violinen, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets à 30 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Stellen, beim Romitee, sowie in oben angegebener Versammlung zu haben. Das Bergnügungskomitee wird ersucht, in dieser Versammlung zu er scheinen. Um gütige Unterstüßung durch die Genossen und Genosfinnen bittet Das Komitee. J. A.: Wilh. Arndt, Rolbergerstr. 28-29. Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt fich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter 37 Admiral- Straße 37 Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 15. November, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: Branchen- Versammlung der Mechaniker und Berufsgenossen. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Borchardt über das Thema: Wer ist Sozialist"? 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbands angelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und speziell pünktliches Erscheinen ersucht 231/3 Der Vorland. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Benthstr. 2. Soeben ist erschienen und empfehlen wir zur Anschaffung: Ferd. Lassalle's Reden und Schriffen. Band III.( Schlußband) unferer neuen Gesammt- Ausgabe. Herausgegeben von Eduard Bernstein, London. [ 443/2 Mit einer fritisch- biographischen Einleitung:& assalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", sowie mit Vorbemerkungen und fritischen Nedensarten versehen. Der erste Band enthält das Stahlstich- Porträt Lassalle's. Das ganze Werk liegt nunmehr komplet vor und ist zu beziehen: Band I.: geheftet Mk. 2,50; in Leinen gebunden Mk. 3, in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band II.: geh. Mk. 4,-; in Leinen gebunden 4,50 -in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) 5,50 Band III.: gel). Mk. 3,50; in Leinen gebunden 4, -- in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt RohtabakHandlung Brunnenstr. 185. Heinr. Franck, lung 6a Färberei Endesunterzeichneter emfiehlt sich Lieferung aller vorkommender Violin Cello, Contrebaß, Zithern, Harfen u. f. w. und sichert unter Garantie gute reelle Waare zu. Mit Mustersendung stehe gern zu Diensten. Achtungsvoll Oscar Schuster( Schöneck), Saitenmacher. 51072* 9012 Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu verGenossen, genau auf meine Adresse zu achten. Grünauerstr. 25 find recht freundl. fleine Wohnungen preiswerth zu verm. Paulstr. 31, Vormitt. Rechtsbureau bis 2; MendelssohnRach Rechach bei billigſter Bestrasse 14. Nachm. bis 8. Praktischer und zuverlässige in rechnung. 856 Topolinski, langjähriger Rechtsanw. Bureauvorsteher. * Zitherunterricht Sebastianstr. 10, I r. Zahn- Arzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22.[ 118b Kanarien- Edelroller, vielf. Spr. 8-7 Uhr. Theilzahlung. hoch prämiirt, versend. nach allerwärts g. Nachn. f. M. 6 Von der Invalidenstr. 145( Raffeebis 15 p. St. u. Garantie f. Lokal) bis Stettiner Bahnhof sind von Werth u. leb. Ankunft laut einem Arbeiter am 13. November, 427M Morgens von 6-7 Uhr, 40,50 M., die Preisliste. Ernst Kühnel, Copitz( Elbe). ganze Baarschaft, in einem braunschwarzen Portemonnaies verloren geMuschel- Kleiderspind sofort spottbillig gangen. Der ehrliche Finder wolle es Tischlerei Oranienstr. 153, III. 151b gütigit an die Exped. d. Bl. gegen 10 M. Belohnung abgeben. 154b Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Sof part., vis- à- vis d. Andreasplatz Schweinefleisch on 50, 55, 60 Pf. größtes Lager Berlins. MusterKinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Ainderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Jamaica- Rum, à Pfd. Schweinetöpfe m. Gisbein 25, 30 Pf. Rind, Hammel, Kalbfleisch die billigst. Tagespreife, dickes Rückenfett 50 Pf. 59/21 Auguststr. 50a. Geschäfts- Eröffnung. Habe Schillingstr. 27 ein Kohlen. geschäft eröffnet und empfehle dasFriedr. Lehmann. Vereinszimmer( 50 Personen) mit Biano, einige Tage frei, Kleine Markusstraße 10. echt u saç. Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. felbe den Genossen bestens. on 1526 441M Eugen Neumann& Co., Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. und chemische Waschanstalt R. Knapp, Morißstraße 10, färbt zu den billigsten Preisen in allen Farben Damenkleider, Mäntel, HerrenUeberzieher, Röcke, ganz od. getrennt, Bettdecken à Stück 1,25 M. Sämmtl. Herren und Damengarderobe, sowie Möbelstoffe jeder Art werden chemisch gereinigt. Herren- Anzüge reinigen und bügeln 2,50 Mt. 4, 99 " 15 99 5, oder auch in 50 Lieferungen à 20 Pfennige. Jede Buchhandlung, sowie Kolporteure und ZeitungsTex Wiederverkäufer erhalten Rabatt. spediteure nehmen Bestellungen entgegen. Junker& Ruh- Öfen die beliebtesten Dauerbrenner mit Mica- Fenstern und Wärme- Circulation, welche alle übrigen Öfen durch die exacteste Ausführung und die feinste Regulirbarkeit Ubertreffen, in den verschiedensten Grössen u. Formen, auch als Mantelöfen, bei Junker& Ruh, Eisengiesserei in Karlsruhe, Baden. Grosse Kohlenersparniss. Staubfreies Entfernen von Asche u. Schlacken. Sichtbares u. mühelos zu überwachendes Feuer. Fussbodenwärme. Vortreffliche Ventilation. Kein Erglühen äusserer Theile möglich. Starke Wasserverdunstung, daher feuchte und gesunde Zimmerluft. Grösste Reinlichkeit. Ueber 50,000 Stück im Gebrauch Preislisten und Zeugnisse gratis und franco. in Berlin NW., 49742* 4800L* 2759b Kl. Wohn. 150 bis 210 M. Wilhelmshavenerstr. 16.[ 114b Nordwesten. Arbeitsmarkt. Goldleisten. Tüchtige Farbigmacher finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäftigung 1476 Röpniderstr. 109a. 148b Goldleisten. Tücht. Belegerinnen u. Bergolderinnen finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäftigung. Röpnickerstr. 109a. Frankfurt a./Main."[51392* Zuschneider perfekt für Lager u. Maaß für besseres Herren- Garderobengeschäft( détail) per Januar gesucht. Schweizer, Zeil 32. Einen tüchtigen Rahmenmacher, welcher selbständig arbeiten fann, ber langt Albert Spiesicke, Goldleisten fabrit, Dresdenerstr. 38. Tücht. Berichterstatter, ev. 2. Redakteur, ausgestattet mit sämmtl. Dazu erforderlichen Kenntnissen, sucht Stell. an e. proving. Parteiblatte zu übern. Näheres durch 155b Fabrik- Niederlage: E. Vogtherr Stephanstr. 27a. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. H. Pistorius, Braunschweig. 2. Beilage zum„Vorlviirts" Berliner Volksblatt. Ur. 368. Dienstag, den 14. November 1893. 19. Jahrg. Soziale UelterNelxl. Achtung, Hilfsarbeiter im Haudelsgewerbe! �ch lahrelaugem Bemühen ist es dem Verbände der Es- schaflediener. Packer und Berufsgenossen gelungen, die Reichs- rcglsrung von der Nolhwendigkeit einer Regelung unserer Ar- beitsverhaltnisse zu überzeugen. Auf wiederholtes Drängen ist dem Verbandsvorstande von der Reichskommission für Arbeiterstatistik ein Fragebogen zur Beantwortung übergeben worden. Die darin enthaltenen Fragen sind nun nicht allein zu beantworten, sondern die Antworten zu begründen und mit thatsächlichem Beweismaterial zu belegen. Zu diesem Zweck findet am Dienstag, den 14. d. M. Abends 9 Uhr, bei Gründer, Köpnickerstr. 100,«ine große Versammlung aller Haus- und Geschäslsdiener, Packer und Berufsgenossen statt. Tagesordnung: 1. Was antworten wir dem Herrn Minister? 8. Berichterstattung der Kommission zur Beantwortung der Frage- bogen. Kollegen! Es ist Eure Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen, wenn Ihr nicht wollt, daß solche menschenunwürdige Zustände, wie sie stellenweise in unserem Berufe in anbetracht der langen Arbeitsdauer, Lohnverhältnisse, Packräume u. s. w. herrschen, weiter bestehen sollen. Der Vorstand des Verbandes der Geschäftsdiener» Packer und Verussgenossen. I. A.: Karl Brinschke, Reanderstr. 33. Die Feilenhauer werden gewarnt, den Versprechungen des Feilenhauermeisters Beier in Bukare st zu folgen, da über genannte Werlstätte die Sperre verhängt ist. Staatöbahn und Arbeiterentlassnngen. Ueber obiges' in unserer Presse bereits als stehend bekanntes Thema schreibt unser Bielefelder Bruderorgan vom II. November einen längeren Artikel, dem wir folgendes entnehmen: Auf hiesigem Bahnhof spielte sich heute eine aufregende Szene ab, hervor- gerufen durch die Kündigung von neun alten Streckenarbeitern. Die vom Bahnmeister entlassenen Arbeiter waren zum Theil 20— Lö Jahre, der eine sogar 33 Jahre lang im Dienste der Bahn thätig gewesen. Der Grund der Entlastung war nicht etwa Nachlässigkiit im Dienst oder Unbotmäßigkeit gegen ihre Vorgesetzten— das hätten die alten in Subordination erzogenen, im gefährlichen Bahndienst Ergrauten niemals gewagt, nein, es ist hier wiederum die bekannte, seit langem bei unseren Eisenbahnen übliche kleinliche Knickerei. Ueberall soll gespart werden, die Beamtenzahl wird ver- ringert, der Lohn gekürzt, damit der Eisenbahnstskus Ueberschüsse mache für den Militärmoloch. Was dem geschilderten Vorfall gerade einen so widerlichen Stempel aufgedrückt, das ist der Umstand, daß von den 2ö Streckenarbeitern die 9 ältesten herausgesucht würden und ihnen gekündigt wurde.„Diesen alte» Veteranen", so schreibt nun unser Bielefelder Bruderorgan weiter,„rannen die Thränen von den Backen, als sie ihr furchtbares Urtheil entgegennehmen mußten; denn daß sie jetzt einer traurigen, elenden Zukunft entgegengehen. daß weiß sicher auch die Staatsbahn- Verwaltung, das braucht nicht lange ausgeführt zu werden. Oder kann die Bahnverwaltung vielleicht diesen alten Männern neue Arbeit in einem Staats- oder Privatbetriebe nachweisen?„Wir haben ja die Altersversicherung!" ruft vielleicht ein Verherrlicher unserer Heuligen wirthschaftlichen Zustände aus. Jawohl, ivir haben die Altersversicherung. Aber ist es nicht blutiger Hohn, wenn die Staatsregierung auf der einen Seite für 70 Jahre alt gewordene Arbeiter eine Altersversicherung durch den Reichstag annehmen läßt, sich dabei gegen alle Anträge sperrt, welche darauf ausgingen, den Beginn der Altersrente von 70 aus LS Jahre herabzusetzen, und wenn aus der anderen Seite ein Organ derselben Staatsregierung LS- und 68jährige Arbeiter aus ibrein Betriebe entläßt, nicht etwa deshalb entläßt, weil diese Arbeiter sich einer Pflichtvergessenheit schuldig gemacht hätten, sondern lediglich deshalb, weil aus dem Staatsbahnbetriebe mehr Geld als bisher herausgeschlagen werden soll." Entscheidungen deS ReichS-VersicherungsamtS. Die Entschädigungsforderung eines Pferdejungen, der bei einer von seinem Dienstherrn theilS auf eigenem, theils auf gepachtetem Grund und Boden veranstalteten Treibjagd den Hund eines der LassaUe's Reden und Schriften. Ferdinand Lafsalle's Reden und Schriften. Neue Gesammtausgabe. Herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands von Eduard Bernstein. Vollständig in 3 Bänden. Zu de ziehen in SO Lieferungen& 20 Pfennig. Berlin, Verlag des „Vorwärts". l. Die neue Gesammtausgabe der Reden und Schriften Lafsalle's, die Eduard Bernstein im Auftrage des sozialdenio- kratischen Parteivorstandes veranstaltet hat, liegt nunmehr voll- ständig vor. Es sind drei stattliche Bände, noch dazu ohne die Auszüge aus Lafsalle's Briefwechsel, deren Herausgabe anfangs mit geplant war, aber zunächst an äußeren Hindernissen ge- scheitert ist. Sie werden hoffentlich bald in einem Supplement- band« erscheinen. Einstweilen braucht man diese Lücke nicht be- fonders zu beklagen. Was uns die neue Gesammtausgabe bietet, tst so überaus reich, so vortrefflich nach Form und Inhalt, daß wir mit seiner geistigen Assimilirung einstweilen eine ebenso genuh- wie lehrreiche Beschäftigung haben; wir brauchen nicht allzu heißhungrig nach neuen Spenden zu fein, die Lassallc's geistiges Bild wohl noch abrunden und etwa mit diesem Blick oder jener Falte beleben, aber in seinen Grund- zügen kaum mehr verändern werden. Die Aufgabe des Herausgebers war dankbar, aber auch dornig. Er hatte weit mehr zu leisten, als die Reden und Schriften Lafsalle's in ihrem ursprünglichen, durch die zahllosen Nachdrucke vielfach verdorbenen Texte wieder herzustellen. Sollte die Ausgabe der Partei würdig sein, so durfte er der Person und Politik Lafsalle's nicht zu nahe treten, ohne doch den Ab- stand zu verwischen, der Lafsalle's Anschauungen und Auffassungen von dem heutigen Sozialismus trennt, einen Abstand, der sich auS einem dreißigjährigen unerniüdlichen Vormarsche des klaffen- bewußien Proletariats' ergeben mußte und thatsächlich ergeben hat. Bernslein durfte weder das, was wir heute in Lafsalle's Wirken als verfehlt erkennen, mit der Ruthe des Schulmeisters strafen, noch auch durfte er darüber hinweggleiten mit dem gemüthlichen Philistertroste' Er war«in Mann, nehmt alles nur in allem! Die Aufgabe, die ihm gestellt war, erforderte ebenso sehr Fleiß, Scharssinn, Wissen, wie ein historisch ge- schultes Auge,«in fein abwägendes Gesühl für Gerechtigkeit und namentlich auch viel Takt. Wir bedauern nun, an dieser Stelle dem Herausgeber nicht da? Lob, das er thatsächltch verdient hat, so unverblümt auS- sprechen zu können, wie es an und für sich angezeigt wäre. Aber wir dürfen unbekümmert um Mißdeutungen die Thatsache fest» Jagdtheilnehmer geführt und sich dabei den linken Fuß erfroren- hatte, ist für begründet erachtet worden, da die Jagd nach Lage des Falles als ein Nebenbetrieb der Landwirth s ch a f t angesehen werden mußte, und das Erfrieren des Fußes in einem verhältnißmäßig kurzen, der Dauer nach den Begriff des Unfalls noch nicht ausschließenden Zeitraum erfolgt war. Ein Hofmeister, der von seinem Dienstherrn beauftragt worden war, bei Forstrevisionen auch die Jagd auszuüben, hatte sich bei einem dienstlichen Gange durch den Forst tnfolge eines Sturzes eine Hüftverletzung zugezogen, al s er einen angeschossenen Hasen über einen Bergabhang verfolgen wollte; sein Ent- schädigungsanspruch ist anerkannt worden, da er zur Zeit des Unfalls mit einer Revision des seinem Arbeitgeber gehörenden Holztheils beschäftigt war, und die Verbindung seiner Thäligkeil mit dem Betriebe selbst durch die Verfolgung des angeschossenen Wildes noch nicht als gelöst erscheinen konnte. Zum NnfallversicherungS- Gesetz. Eine durchgreifende Aenderung des gelben Formulars für die durch das Unfallverstche- rungs-Gesetz vorgeschriebenen Unfallanzeigen wird vom Reichs- Versicherungsamt seit längerer Zeit vorbereitet. Durch Rund- schreiben vom L. d. Mts. hat das Amt einen auf grund von Berichten der Berufsgenvsseuschaften und unter Berücksichtigung der eingegangenen Gutachten mehrerer Orts-Polizeibehörden aus- gearbeiteten Entwurf den unterstellten Berufsgenofsenschaften zu letzter Aeußerung übersandt. Die endgiltige Fesistellnng ist in nächster Zeit zu erwarten. Der Gegenstand ist insofern wichtig, als die Unfallanzeige die Grundlage der gesammten Schaden- regulirung bildet. In dem Rundschreiben betont das Reichs- VerstcherungSamt, daß es bei der Ausstellung des neuen Formular- Entwurfs von dem doppelten Be- streben geleitet worden sei, einerseits die zur Erstattung der Unfallanzeige verpflichteten Betriebsunternehmer nur zur Beantwortung folcher Fragen zu verpflichten, die sie ohne zeit- raubende Ermittelungen innerhalb der gesetzlichen Anzeigefrist auch wirklich in sachgemäßer Weise zu beantivorten in der Lage sind, andererseits durch eine genauere Fragestellung gleich beim Beginn des Verfahrens ans eine möglichst erschöpfende Klar- stellung des Thalbeslandes hnizuwirken. Der Aufwand an Zeit und Mühe, die hierdurch für die Betriebsunlernehmer im einzelnen Falle hier und da entstehen mag, werde reichlich durch den Fort- fall des sich häufenden Aufwandes an Arbeit und damit an Kosten aufgewogen werden, welcher der Berufsgenoffenschaft als G esammitheil durch die Nachholung der zur rechten Zeit ver- absäumten und häufig nur bald nach dem Unfall überhaupt mög- liehen Feststellungen entstehe. Es ist anzunehmen, daß das neue Formular wesentlich dazu beitragen wird, Verzögerungen in der Rentenfestsetzung zu vermeiden. In den sämmtliche» 04 Krankenkassen Berlins kamen im Laufe des Berichtsiahres 103 SIS Erkrankungsfälle mit 2 940 301 Krankyeitslagen und 3308 Sterbefällen vor. Von 100 Mitgliedern des männlichen Geschlechts erkrankten 3S,0 und starben 1,2, von 100 weiblichen 33,5 und 0,7. Auf 100 Erkrankungen kamen bei den Männern 3,3, bei den Frauen 2,2 Todesfälle. Aus ein Mitglied kamen 9.2, auf eine Er- krankung durchschnittlich 26,2 Krankheitstage bei den Männern und 10,0 und 29,8 bei den Frauen. Die Erkrankungen waren — abgesehen von gewissen Kasseneinrichtungen mit sehr geringer Mitgliedcrzahl— besonders häufig bei den Mitgliedern der Be- triebskaffen der Großen und der Neuen Berliner Pferdebahn-Gesellschast, wo von 100 Mitgliedern 81,1 beziehungsweise 73,1 erkrankten, besonders lang- wierig bei den männlichen Tabaksabrik-Arbeitern und Strumpf- Wirkern mit 43,9 und 42,8 Krankheitstagen auf eine Erkrankung. Die Einnähmet, im Jahre 1892 bcliefen sich bei sämmtlichen Kasseneinrichtungen zusammen auf 7 243 712 M., davon waren 6 319102 M. oder 83,3 pCt. Beiträge, 139 583 M. Eintritts- gelder und 192 216 M. baarer Kassenbestand am Anfang des Jahres. Auf ein Mitglied kamen durchschnittlich 20,17 M. an Beiträgen. Die gesammten Ausgaben betrugen 7 247 012 M.; darunter waren 632 937 M. für ärztliche Behandlung, 1 032 799 M. für Arznei und sonstige Heilmittel, 3 043 463 M. Krankengelder an Mitglieder, 101 262 M. Krankengelder an Angehörige der Mitglieder, 72,937 M. Unterstützungen an Wöchnerinnen, 240 090 M. Sterbegelder, 1 079 171 M. Kur- und Verpfleguligekosten an Krankenanstalten, 377 206 M. persönliche und 124 26ö M. sächliche Verwaltungskosten. stellen, daß Bernstein durch diese neue Ausgabe von Laffalle's Reden und Schriften die bürgerliche Lassalle-Legende mit einem kräftigen Schlage vernichtet hat. Wir nehmen selbst die paar bürgerlichen Schriften über Lassalle nicht aus, die an sich alle Achlung verdienen, wie die bekannte Studie von Brandes. In der elf Bogen starken Einleitung über„Lassall« und seine Be- deutung in der Geschichte der Sozialdemokratie" hat Bernstein eine Reihe von Streitpunkten, die bisher Lafsalle's Charakter- bild zum Spielball für Gunst und Haß der Parteien machten, so klargestellt, daß darüber kein ernsthafter Streit mehr möglich ist, unbeschadet dessen, daß die bürgerliche Presse, die in Fragen der Wissenschaft ja überhaupt nicht mehr mitzählt, mit den abgelhanen Märchen weiter krebsen wird. Wir heben beispielsweise die schöneund an neuen Ausschlüssen reiche Untersuchung über Lassalle'? Stellung in der europäischen Krisis von 1829 hervor. Diese Einleituna Bernstein's ist der erste, bedeutende Schritt zur geschichtswissen- schafllichen Würdigung dessen, was Lassalle gedacht, gesagt und gethan hat. Der erste bedeutende Schritt, womit freilich schon angedeutet ist, daß noch andere Schritte zu thun sind. Und in der That sind wir der Ansicht, daß sich gegen manche und auch nicht blas unwesentliche Partien dieser an sich vortrefflichen Arbeit triftige Einwände erheben lassen. Einwände allerdings, die in dem engen Rahmen einer Zeitungskritik schwer zu begründen sind, da sie sich nicht sowohl gegen thatsächliche Einzelheiten richten. in deren Erörterung Bernstein durchaus gewissenhaft verfährt, als gegen seine gesammtgeschichtliche Auffassung, gegen den Geist seiner Darstellung, ja theilweise auch nur gegen ihren Ton, der hier eben auch mitunter die Musik macht. Sehr Weniges und verhältnißmäßig Beiläufiges verdient entschiedenen Tadel, so auf Seite 63 die erste Anmerkung, die Bernstein bei einer neuen Auflage gewiß streichen wird. Bei den meisten Be- denken, die wir gellend machen möchten, könnte uns Bernstein erwidern: Ja, das habe ich ja ausdrücklich berücksichtigt. Und wir müßten ihm dann antworten: Freilich wohl, aber nicht genau so, wie es in den historischen Zusammenhang gehört oder nicht ganz mit der richtigen Betonung oder in einer Form, dir den Inhalt mehr oder weniger beeinträchtigt. Doch damit wir nicht blos ins Blaue hinein getadelt zu haben scheinen, wollen wir wenigstens an einem besonders wich- tigen Punkte darlegen, was wir gegen Bernstein einzuwenden haben. Es handelt sich um die Produktiv-Assoziationen mit Staatshilfe. Lassalle hat diesen Borschlag, wie namentlich auch aus seinen Briefen an Rodbertus hervorgeht, in dem guten, sei es auch irrigen Glauben gemacht, daß darin der Gedankenkeim enthalten sei,«us dem sich die sozialistische Gesellschaft uuaus- haltsam entwickeln müsse, und das erkennt auch Bernstein voll- kommen an. Aber, so meint Bernstein weiter, dieser gute Zum Elend in den Ziegeleien. Man schreibt uns: Bei und in dem Dorfe M a r t e n t h a l an der in e ck l e n- b u r g i s ch e n Grenze, von wo die Steine auf dem Wasserwege nach Berlin gebracht werden, liegen Ziegeleien, aus die ich Ihre Aufmerksamkeit lenken muß. Der ortsübliche Tagelohn beträgt 2 M. Gearbeitet wird von Montag früh bis Sonnabend Mittag, also SVe Tage, so daß die im Tagelohn Stehenden auf 1t M. Wochenlohn kommen. Die Akkordarbeiter, und das sind die meisten, kommen auf 17 bis 22 M. Die Frauen und Mädchen, deren jedoch nur wenige da sind, nicht ganz 10 auf 100 männliche Arbeiter, kommen nur auf 6—8 M. Wochenlohn. Das Schlimmste an den Verhältnissen ist das herrschende halbe Trucksystem, da der Ziegelmeister oder vielmehr dessen Frau alle Lebensbedürfnisse hält, und es ganz selbstverständlich ist, daß die Arbeiter alles dort entnehmen; dabei bekommen sie, ivie ich an dem Bier beobachten konnte, für 0,1V M. ein«nt- schieden kleineres Quantum als anderwärts. Die sozialistischen Ideen scheinen bei der dortigen Arbeiter- schafl noch gar keinen Eingang gefunden zu haben; bei den Bauern wahrscheinlich noch»veniger. Denn von den letzteren ist ein ganz Theil reich geworden, weil sie ihren Ackerboden plötzlich als Ziegelboden(Thonboden) verkaufen konnten, wobei er um den S— 8fachen Betrag im Werths stieg. Unsere Agitatoren werden gut thun, sich i Marienthal einmal anzusehen! EntbehruugSlöhne. AchtzehnProzentDividend« erhielten die armen Aktionire der Dresdener Waldschlößchen� Brauerei für ihre mühselige Thätigkeit, die sie im Jahre 1892/93 geleistet. Ein noch besseres Geschäft scheint die„Aktiengesellschaft für Kartonnagen-Jndustrie" in Dresden zu sein. Mit einem Aktienkapital von I 200 000 M. vor fünf Jahren begründet, hat die Gesellschaft in dieser Zeit Abschreibungen im Gesammt- betrage von 770 000 M. vorgenommen, dem Reservefonds 83 938 M. zugeschrieben, verfügt heut über W» Million flüssiger Mittel und zahlt alljährlich, wie auch dieses Jahr, 20 Prozent Dividende an die Aktionäre. Und die Arbeiter? Etwas vom Theilen. Ein beiterin in einer Fabrik Augsburgs Namens folgenden Wortlaut: 7 Arbeitstage k 1,50 ab für Krankenkasse „„ Jnv.» u. Altersvers. Strafe 1 Wochenlohn für«ine Ar- hat unter Weglassung des -.13 -.10 10.50 2.23 9.23 Netto: M. 1,27 Also für 7 Arbeitstage erhielt dir Arbeiterin 1 M. 27 Pf., das ist pro Tag 18 Ps. Werden nun die Opfer solcher Ausbeutung auf dem Weg des Lasters getrieben, um ihr kümmerliches Leben zu fristen, zur Pro- slilution oder zum Diebstahl, so macht das nichts, es sind doch die Sozialdemokraten, welche Familie und Eigenthmn zerstören. Harmonieduselei. Der Hamburger Verein für Handlungs- kommis, welchem außer 32 000 Handlungsgehilfen auch 2000 Prinzipale und SOOV Lehrlinge angehören, yat in Beantwortung der Anfrage des Reichskanzlers über die Verhältntffe tn den Ladengeschästen in bezug auf die wünschenswerlhe Arbeitsdauer der Angestellten in Ladengeschäften, wie verlautet, recht be- zeichnende Vorschläge gemacht. Nach diesen soll zwar nicht die bestimmte Anzahl von Stunden für die tägliche Offenhaltung der Läden, wohl aber der täglich« Geschästsschluß am Abend gesetzlich festgelegt werden und zwar auf 3 Uhr Abends mit Ausnahme der Bäckerläden, Milchhandlunaen und Zigarrengeschäste, sowie der Sonnabende und der Tage vor Festen. Nach dieser Zeit soll kein Gehilfe oder Lehrling mehr mit geschäftlichen Arbeiten beschäftigt werden dürfen. Diese Bestimmung hätte gleichmäßig für das ganze Reich in Kraft zu treten, nur die Festsetzung des Schluffcs der Zigarrengeschäfte wäre den Ortsbehörden zu überlassen. Auch Ausnahmen für die Weihnächtszeit werden zugestanden. Nur im Falle der Ab- lehnung dieser Vorschläge erachtet der Verein eine gesetzliche Be- schränkung der Arbeitszeit für Gehilfen und Lehrlinge in Laden- geschästen auf 12—14 Stunden täglich für wünschenswerth, wo- bei den Lehrlingen unter 16 Jahren wöchentlich mindestens vier Glaube reiche zur Rechtfertigung Lafsalle's nicht aus. Er, der in einem Aufsatze über Franz von Sickingen so trefflich dar- gelegt habe, welche Gefahr barm liege,„die wahren und letzten Zwecke der Bewegung anderen(und beiläufig eben dadurch häufig sogar sich selbst) geheim zu halten", der in diesem Geheimhalten eine „sittliche Schuld" erblickt habe, die Sickingen's Untergang her- beiführen mußte, den Ausfluß eines Mangels an Zutrauen in die Macht der von ihm vertretenen Idee, ein„Abweichen von seinem Prinzip", ein„halbes Gebrochensein"— er gerade hätte sich zuletzt darauf verlegen dürfen, die Bewegung auf ein Mittel, statt auf den wirklichen Zweck zuzuspitzen. Es entschuldige ihn auch nicht, daß die Massen für diesen Zweck noch nicht zu ge« Winnen gewesen seien.„Waren die Massen noch nicht für das wirkliche Ziel der Bewegung zu intercssiren, so war dieselbe über» Haupt verfrüht, und dann konnte auch daS Mittel, selbst wenn erlangt, mchl zum Ziele führen... War aber die Arbeiterschaft entwickelt genug, das Ziel der Bewegung zu begreifen, dann mußte dasselbe auch offen ausgesprochen werden." Diese Argu- mcntation scheint uns gänzlich neben daS Ziel zu treffen und auch über den vorliegenden Fall hinaus sehr bedenkliche Kon- sequenzen zu enthalten. Der Unterschied zwischen Sickingen und Laffalle bestand eben darin, daß Sickingen seinen Zweck überhaupt verschleierte und Mittel wählte, die gar nicht auf dem Wege seines Zwecks lagen, während Lassalle— doch lassen wir ihn selbst sprechen. Im „Bastiat-Schulze"— in der vorliegenden Ausgabe Bd. 3 S. 220 — nennt er die Produktiv-Assoziationen mit Staatshilfe„keines- wegs die Lösung der sozialen Frage", sondern nur das„mildeste Uebergangsmittel", sagt dann aber, sie seien„das organische, unaufhaltsam zu aller weiteren Entwickelung treibende und sie aus sich selbst entfaltende Senskorn hierzu" und fügt in einer Anmerkung hinzu:„Eine t h e or e t i s ch e Leistung und eine praktische Agitation haben in einer Hinsicht ein ganz entgegengesetztes Gesetz. Eine theoretische Leistung ist um so besser, je vollständiger sie alle, auch die letzten und entferntesten Konsequenzen des in ihr entwickelten Prinzips zieht. Eine praktische Agitation umgekehrt ist um so mächtiger, je mehr sie sich auf den ersten Punkt konzentrirt, aus dem dann alles Weitere folgt. Nur muß es eben ein solcher Punkt sein, der bereits alle weiteren Konsequenzen in sich trägt, und aus welchem sie sich mit organischer Nothwendigkeit entwickeln müssen." Für einen solchen Punkt hielt Lassalle die Produktiv- Assoziationen mit Staatshilfe und indem er seine Agitation zunächst aus sie konzentrirte, lud er ebenso wenig ein«„sittliche Schuld" auf sich, als Marx auf sich lud, indem er dem Programm der Internationalen Arbeiter-Assoziation eine so weite Fassung gab, daß gleichermaßen englische Trabes- Unioniften, französische Proudhoniften und deutsche Lnffalleaner Stunden zur kaufmännischen Ausbildung bezw. Fortbildung frei-| wurden, betrug 102 006, die Ausfuhr 41 873. Dies bedeutet ein| machen und sich nur auf eigene Kraft verlassen, niemals aber zugeben wären. Es geht doch nichts über die Intereffen- Mehr von 12 855 und 6 964 gegen den gleichen Monat im Vor- auf die alleinseligmachende Kirche, die da Staat heißt. Massini gemeinschaft" zwischen Unternehmer und Arbeiter! jabre. In den 9 Monaten d. Jahres, endend mit dem will die von Werner angeregte Sache, betreffend die GewerkEin kapitalistisches Muster- Institut muß wohl die Bell Export auf 345 354 Ballen. 30. September, belief fich der Import auf 1775 495 Ballen, der schaftsdebatte auf dem Parteitag, vor einem anderen Forum be sprechen. Von 12 Mill. Wählern haben bei der letzten Reichstage stoff- Fabrit Waldhof sein. Diese wird im laufenden Jahre Wahl nur 9 Mill. und von diesen nur 1/2 Mill. sozialdemokratisch mindestens 20 pCt. Dividende vertheilen und das ist doch leber den riesigen Umfang der englischen Fischerei unstreitig die Hauptfache. Die Löhne aber für die Arbeiter sind geben uns folgende Zahlen Aufschluß: Im Monat September gewählt, mithin sei noch viel zu agitiren. Aufgabe aller Gewertschaften müsse sein die Einführung der Arbeitslosen- Unterstügung. derartig, daß diese sich danach drängen( was allerdings zu verwurden an englischer Küfte im Ganzen( ausgenommen Schell. Redner fordert zum Anschluß an den Verband auf. Ph. Schmitt urtheilen ist) Ueberitunden zu machen, weil sie sonst nicht das fifch) 727 731 Bentner, also 47 988 3entner Fische mehr gelandet hielt ebenfalls die gewerkschaftliche Organisation als erste NothNöthige verdienen zur Ernährung von Frau und Kindern. In als im September 1892. Seit Beginn des Jahres sind mehr der Sellstoff- Fabrik ist auch eine ununterbrochene 24stündige Ardenn 41/2 Millionen Zentner Fische in englischen Häfen aus- barin vollkommen einig. Die Organisation der Buchdrucker müffe auswendigkeit für jeden Arbeiter. Er sei mit Schippel und Werner beitszeit keine Seltenheit. Chemnitz. Die Sächsische Webstuhl- Fabrik, vorm. L. Schönherr, in Chemnih, vertheilt an ihre Aktionäre 11 pCt. Dividende. Die diesjährigen Dividenden- Ergebnisse zeigen wiederum, daß für Aktienbesizer noch fein Nothstand besteht. Wien. Der Gerberstreit ist noch nicht beendet. Er ist übrigens nicht wie die Tagesblätter behaupteten ein Angriffs, sondern, wie die Wiener Arbeiter- 3tg." vom Freitag nachweist, ein Abwehrstreik." Die Gerber Wiens waren bisher noch gar nicht organisirt und mußten dies bitter empfinden, indeni ihnen eine geradezu viehische Behandlung seitens der Unternehmer zu theil wurde. Streik in Oesterreich. Wien. 160 Mann Rohr drechsler stehen im Streit. Am 28. Oktober wurde die Arbeit niedergelegt und in fünf Werkstätten sind bis heute bereits die aufgestellten Forderungen bewilligt. Die Aussichten sind sehr günstig. Die Arbeiter werden ausharren, so lange es nothwenig ift. Die Organisation ist sorgfältig ausgebaut, daher es möglich ist, allen Intriguen er Arbeitgeber gegenüber Stand zu halten. Zuzug ist fernzuhalten. geschifft worden. man Sed di Versammlungen: in 0 " Es daß wieder so start werden, wie in den 80er Jahren. Ein trauriges Bild böte es, wenn die Gründung des Gutenberg- Bereins" zu stande käme und dann am Ende des 19. Jahrhunderts Arbeiter gegen Arbeiter kämpfen würden, statt alle einig aufzugehen im Verband, in der modernen Arbeiterbewegung, in der Sozialdemokratie, in Rampfe gegen das Kapital. In Bayern find in den Jahren 1880 bis 1891 durch Organisation" sprach Reichstags- Abgeordneter May Schip- wesens. Im übrigen vertrat er Werner's Ansichten. Im Ueber die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Löhr polemisirte gegen Massini inbetreff des Unterſtüßungsschnittlich jährlich 1333 landwirthschaftliche Anwesen im Zwangswege versteigert worden. Im Jahre 1892 einer öffentlichen Versammlung der Buchdrucker und Buch- meint habe, wenn er( Schippel) auf dem Parteitage das Referat pel am 12. November im großen Saale der Bockbrauerei in Schlußwort wandte sich Schippel gegen Werner, der gefamen 883, also 450 weniger unter den Hammer. Von diesen Druckerei- Hilfsarbeiter. Der Redner führte ungefähr aus: In in der Gewerkschaftsfrage gehalten hätte, wäre ein anderes Re883 Grundstücken gehörten 690 dem kleinen Grundbesitz( bis zu einer Zeit der Krise können durch die Gewerkschafts- Organisationen fultat erzielt worden. Er stelle fest, daß die vom Parteitag an10 Hektar Größe), 191 den mittlern( 10-100 Heftar), 2 dem nie die Erfolge erreicht werden, wie in einer Zeit des wirth: genommene Resolution zu Punkt 6 der Tagesordnung auch seine Großgrundbesitz( über 100 Seftar) an, oder in Prozenten aus: fchaftlichen Aufschwungs. Werfen wir einen Blick auf die Unter- unterschrift trug. Mehr als in derselben steht, konnte die Partei gedrückt: 78,1, 21,7, 0,2. Jm zwölfjährigen Durchschnitt von nehmer. Von den Gegnern soll man lernen. Aus deren Ver- als solche unmöglich thun; was vernünftiger Weise ge 1880-1891 war das Verhältniß 80,06, 19,7, 0,2 pet. Diese halten ist zu ersehen, welchen Werth sie den Arbeiter- Organisationen fordert werden Ziffern zeigen, daß es auch im Eldorado der Bauern, eben in beimessen. Mit allen wirthschaftlichen und politischen Mitteln, fei tann, ist auch in ihr enthalten. Ba Bayern, um die Existenz der Kleinen nicht besser bestellt ist, als ein Fehler der Gewerkschafts Organisationen, von den Behörden in nicht geringem Maße anderswo, also so unsicher wie möglich. Und anders kann es stüßt, unter- fie verlangen, die die politische Partei folle ihre Arbeit arbeiten sie gegen die auch nicht sein in einer Gesellschaftsordnung, von der zu und nicht Arbeiter Vereinigungen. besorgen. Das ist ihre eigene Sache. Die Parteiführer refp. nur bei uns treffender als je von einer früheren das Wort gilt: Wer da hat, in anderen Ländern und zu allen Zeiten war es ihr Bestreben, schaftspresse, halten Vorträge in gewerkschaftlichen Versammund nur heut, sondern auch Reichstags- Abgeordnete schreiben Leitartikel für die Gewerkdem wird gegeben, wer aber nichts hat, dem wird auch das die Arbeiter niederzuhalten. In England wurden zu Anfang lungen und stehen in jeder Weise mit Rath bei, was sollen Wenige genommen, das er hat. dieses Jahrhunderts drakonische Geseze gegen die Koalition der sie noch thun? Wenn es nicht vorwärts geht, so ist es durchaus Die Bleicher und Bleicherinnen Wiens. Zirka 200 Ar- Arbeiter, die auf Verkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung des nicht die Schuld der politischen Partei. Selbst Hand angelegt Die Bleicher und Bleicherinnen Wiens. Zirka 200 Arbeiter und Arbeiterinnen, haben ihre Wünsche den Unternehmern 2ohnes gerichtet waren, geschaffen. Deportation nach Australien an den Pflug, dann wird auch die Ernte aufgehen.( Bravo.) auf lange Jahre, oft für immer, war die harte Strafe für Arunterbreitet. Sie fordern: Einen Mininallohn von 12 s. pro Woche für Männer. beiter, die sich etwa anmaßten, gemeinsam den Kampf gegen das hin und her und habe die Resolution des Parteitages nur zum 2. Einen Aufschlag von 1 fl. pro Woche für die weiblichen Ar- Rapital zu führen. Erst 1859 sah man in England ein, daß es Theil verlesen und das, was ihm daran nicht gefiel, weggelassen. beiter zu ihrem bisherigen Wochenverdienste. 3. Eine zehn- angesichts der Entwicklung der Produktionsweise unmöglich war, hm antwortete Schippel sofort durch Verlejung von A bis 3 stündige Arbeitszeit. und zwar von 7 Uhr Früh bis 6 Uhr Arbeiter ihre, in manchen Punkten auch noch beschränkte Koalitions Resolution Kloß- Grillenberger", die der Parteitag in Halle diese Gesetze aufrecht zu erhalten. Seit dieser Zeit haben die englischen sowohl dieser, als auch der in derselben angezogenen Abends mit einer Stunde Mittagspause. Ueberstunden sind möglichst zu vermeiden und nur im unabweisbaren sind möglichst zu vermeiden und nur im unabweisbaren freiheit. In Frankreich zeigt sich uns dasselbe Bild. Bald nach angenommen hatte. Daraus ergebe sich, daß jedem ParteiFalle, bei dringender, unaufschiebbarer Arbeit zu machen. Die sogenannten Verschwörungsgesetze, die ihre Spitze nur gegen Gewerkschaft anzuschließen. Falle, bei dringender, unausschiebbarer Arbeit zu machen. Ausbruch der großen Revolution schuf das honette Bürgerthum genoffen zur Pflicht gemacht ist, sich der Organisation feiner 4. Für jede Ueberstunde iſt nebst dem gewöhnlichen die Vereinigungen der Arbeiter richteten. Es werde gewissermaßen ein Lohn ein 50 prozentiger Zuschlag zu bezahlen. 5. Jeder FeierBald nach Nieder moralischer Druck ausgeübt. Den Vorwurf von Werner weise er tag muß bezahlt werden, wenn auch nicht gearbeitet wird. werfung der Kommune 1870 begann sofort wieder der Kampf entschieden zurück, derselbe hätte besser gethan, die Wahrheit zu Sobald gearbeitet wird, ist bis 2 Uhr Mittag ein ganzer Tag. gegen die Arbeiter- Organisationen, die sich in den mittleren fagen.( Lebhafte Bustimmung.) Der Vorsitzende Faber erLohn zu bezahlen, jede weitere Stunde nach 2 Uhr muß als Jahrzehnten gewiffe Rechte erworben hatten, auf grund der aus- fuchte alle Kollegen, die trefflichen Ausführungen des Genossen Ueberstunde gerechnet werden. 6. Von seiten der Vorgesetzten, gegrabenen Verschwörungsgesetze. In Preußen- Deutschland schuf Schippel zu beherzigen. Von der Abfaffung einer Resolution sowie Vorarbeiter wird eine anständige und menschenwürdige man in den 40er Jahren dieselben Geseze. Inzwischen haben habe man Abstand genommen. Jeder einzelne habe die Pflicht, Behandlung aller Arbeiter gefordert. 7. Der 1. Mai ist als sich die Zeiten insofern geändert, daß der heut gegründete ein Agitator zu werden und dem Verbande neue Anhänger zuGutenbergbund", der sich gegen den Verband der Buchdrucker" zuführen. Feiertag zu betrachten und muß auch bezahlt werden. 8. Diese richtet, jetzt von derselben Behörde unter ihre Fittige genommen verordneten- Wahl aufgefordert worden war, erfolgte gegen Nachdem noch zur Hilfeleistung bei der StadtVereinbarungen sind in eine Arbeitsordnung, welche nach vor wird. Seit den 60er Jahren haben wir in Preußen- Deutschland 2/2 Uhr mit einem brausenden Hoch auf den Verband der heriger Genehmigung der Gewerbebehörde im Fabrikraum nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung angebracht sein muß, einen immerwährenden Kampf der Behörden und Unternehmer- Schluß der von etiva 1800 Personen besuchten Versammlung. aufzunehmen. 10. Von den Mitgliedern des Lohnkomitees darf vereinigungen gegen die Arbeiterorganisationen, der unter dem vor Ablauf von 6 Monaten niemand entlassen werden. Sollten Ausnahmegefeb mit rücksichtsloser Schärfe geführt, dennoch nicht Die Bauarbeiter versammelten sich am vorigen Sonntag feinen Zweck, ihre gänzliche Vernichtung, erreichte. Das beweist im Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstr. 85. die Herren Arbeitgeber die hier gestellten Forderungen bis Sonn mehr als alles andere, welchen Werth die Organisation Kollege Gaßmann sprach über die Thätigkeit des Gewerbeabend, den 11. November, nicht bewilligen, erklären sämmtliche als alles melden ser be Serichs- erwähnte, mit Bebauern, daß sich viele Arbeiter Arbeiter und Arbeiterinnen die Arbeit in so lange nicht mehr Das Kapital schreibt die Arbeitsbedingungen vor, jeder Vortheil ihrer Rechte und Pflichten nicht bewußt sind, wenn auch, wie aufzunehmen, bis diese Forderungen durchgeführt werden. für die Arbeiter muß ihm erst abgerungen werden. Der Einzelne ein Assessor neulich bemerkte, die Unfenntniß einschlägiger Bemuß sich jede unwürdige Behandlung, jeden noch so geringen ftimmungen auf feiten der Arbeitgeber eine größere fei. SchließLohn bieten lassen. Die Arbeitsbedingungen besser gestellter lich fordert der Redner die Kollegen auf, die Beisitzer um Rath Arbeiter, zu denen auch die Buchdrucker gehören, sind nur durch anzugehen, falls sie dessen bedürfen. Nachdem in der Debatte die wirthschaftlichen Kämpfe ihrer Organisation erreicht worden. mehrere Redner gesprochen und Kollege Wallenthin seine Lokalzuschläge, Abschaffung der Sonntagsarbeit, Berkürzung der Erfahrungen als Peifizer zum besten gegeben, folgte der RassenArbeitszeit 2c. alles dies verdanken die Buchdrucker ihrem Ver- cericht vom 2. Quartal, der Bestand beträgt 93,78 M. A13 band.( Sehr richtig) Tie Buchdrucker haben ihre Hoffnungen Revisor wird Kollege Krüger nachgewählt und auf Antrag Gaßnur auf diese Organisation zu sehen und alles zu verhindern, was mann beschlossen, eine nochmalige Revision vornehmen zu laſſen. einen Keil in ihre Bewegung hineintreiben fönnte.( Stürmischer Bei- Die Wahl eines 2. Echriftführers wird vertagt und Kollege fall.) Man sagt: der rein wirthschaftliche Kampf führe nicht zum Teich als Bahlstellen- Inhaber für den Norden nach längerer Biele, die politische Bewegung müsse voll ausgenügt werden. Er Debatte von der Versammlung bestätigt. Nachdem noch bekannt meine, auch die Gewerkschaftsbewegung dürfe nicht vernachlässigt gegeben, daß die nächste Versammlung des Vereins im Südwerden. Redner erinnert an den Streit der Laffalleaner mit weiten am 10. Dezember stattfindet, wird die Versammlung gedem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. Mit dem wirthschaft- schlossen. lichen Aufschwunge in den 70er Jahren traten dann doch eine ganze Reihe Lassalleaner an die Spiße der Gewerkschaftsbewegung, In der letzten Generalversammlung des Arbeiter die trotz der Beschlüsse dagegen, schnell emporwuchs. Die Gründer vereins für Rummelsburg und Umgegend erperiode brachte den deutschen Gewerkschaften eine kurze Blüthe- stattete der Kassirer den Kassenbericht vom letzten Quartal. Demzeit, der die hereinbrechende Krise nur zu bald ein Ende machte. nach betrug die Einnahme 279,67 M., die Ausgabe 181,90 M.; Kaum hatte sie sich etwas erholt ,, da traf sie ein neuer Schlag mithin bleibt Bestand 97,57 M. Die Abrechnung von der das Sozialistengeset. Die meisten Organisationen, selbst Lassallefeier und vom Stiftungsfest ergab einen Ueberschuß von Krankenkassen der Arbeiter wurden aufgelöst. Doch bei 29,35 m. Sodann erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht Anfang günstiger Geschäftszeit der 80er Jahre, schien die Gewerkschaftsbewegung wieder an er des Vorstandes. Ans demselben ist hervorzuheben, daß im verder Ober- flossenen Jahre 14 Vereinssitungen und 17 Vorstandssitzungen fläche. 63 famen die vielen Streiks, die zum Theil stattgefunden haben, 400 M. von den Ueberschüssen sind dem verloren gingen. Nach Aufhebung des Sozialistengefeges trat Vertrauensmann überwiesen, die Mitgliederzahl hat sich be die politische Organisation wieder ins Bordertreffen. Gleichzeitig deutend vermehrt. Der Bibliothekar hob in feinem Bericht mit war aber auch die wirthschaftliche Krise auf allen Gebieten in Bedauern hervor, daß die Bibliothek nicht in dem Maße wie es erwartet wurde. vollem Austurm und hatte für die Gewerkschaften zahlreiche benutzt wird, Die Zahl der in sie eintreten konnten, oder Liebknecht, indem er 1866 das Verluste an der Zahl der Mitglieder zur Folge; hinzu kam noch Bücher beträgt 70, der Werth derselben 133 M. 80 Pf. Chemnißer Programm unterschrieb, oder die heutige Sozialdemos der Formenstreit, der viele Arbeiter vom Beitritt abhält und so In den Vorstand wurden gewählt: Zum Vorsigenden Genosse fratie, indem sie die Landarbeiter über ihre Klasseninteressen auf ist die momentan bestehende Mißstimmung erklärlich und hat die Echeib, zum Kassirer Weigel, zum Schriftführer Ritter, zu Beizuklären sucht. Wollte sie so lange warten, bis unfere oftelbischen Meinung auftommen lassen, die politische Parteileitung fei daran fitzern Gehrisch, Franz und Binger. Zu Hilfspersonen Brams Tagelöhner aus sich heraus das Kommunistische Manifest beschuld. Auch die politische Partei leidet unter der gegenwärtigen fchiffer, Krumm und Deutschmann. Zu Revisoren G. Schimidt, greifen", dann wäre die sozialistische Landagitation noch am wirthschaftlichen Mifère. Trotz der ungünstigen Verhältnisse J. Schmidt und Kaufhold und zum Bibliothekar Genosse Rosenjüngsten Tage verftüht". Nicht nur milder, sondern namentlich haben sich verschiedene Gewerkschaften doch stark erhalten, so auch franz. Nachdem noch zum Weihnachts- Vergnügen ein Komitee, auch gerechter als Bernstein urtheilt Robbertus über Laffalle, die Buchdrucker, und sie haben alle Kräfte anzuspannen, damit bestehend aus den Genossen Dehlting, Krüger, Strinke, Gehrisch, wenn er sagt, es werfe nicht den geringsten Schatten auf Lassalle's es ihnen gelingt, die kommenden Kämpje abzuschlagen. Diese Schmidt I, Schmidt II und Unverfähr gewählt, machte der VorCharakter, wenn es einen esoterischen und exoterischen Lassalle" stehen ihnen unmittelbar bevor. Sie haben die Pflicht, sigende darauf aufmerksam, daß die Genossen in ihrem Begegeben habe. Praktische Weltfragen wie die soziale müssen einig dazustehen gegen die Unternehmer, gegen Bestreben für den Verein zu wirken nicht erlahmen mögen, sondern immer zugleich esoterisch und exoterisch behandelt werden. hörden; dann mag lommen was will, an der Organisation fortgesetzt für die Verbreitung unserer Ideen Sorge tragen. Ruc das dürftige Licht, das der Liberalismus auf der Arbeiter wird und muß alles scheitern.( Lebhafter Beifall.) Staatsmaginien dieser Art ausgestrahlt hat, hat diesen In der Diskussion nahm zunächst Wilhelm Werner das Wort. Sah anzufechten vermocht." Nur im Kampfe um ibre Gr ging auf die Gewertschaftsdebatte" des Kölner Parteitages Emanzipation fönnen die arbeitenden Klassen ein volles ein. Troß der Gefahr, daß auch ihm der anwesende Abgeord- Briefkaffen der Redaktion. Verständniß für das letzte Ziel dieses Kampfes gewinnen, nur nete Auer, wenn ihm das Fell jucke, dasselbe streichen würde Zur Notiz. Nachdem mir von der Redaktion des Vors im Waffer fönnen fie schwimmen lernen, und wenn anders Laffalle( Unterbrechung. Rufe: Zur Sache!) bezeichne er die dort geüberzeugt war, daß die Produktiv- Assoziationen mit Staatsbilfe fallenen sonderbaren Redeblüthen als ungehörig. In den Auswärts" mitgetheilt wurde, daß außer dem in der Sonntags das Senstorn der sozialistischen Gesellschaft seien, so läßt sich führungen Schippel's und dem Standpunkt der Mitglieder des Nummer veröffentlichten Artikel über die Gewerkschaftsfrage vou von dieser Seite her gegen seine Agitation weder moralisch noch Parteivorstandes beständen Widersprüche. Nach Bebel müßte einem ihrer füddeutschen Mitarbeiter noch ein zweiter Artikel politisch etwas einwenden. man den Gewerkschaftsboden verlassen und sich lediglich auf den vom Genossen v. Elm znr Veröffentlichung tommt, werde ich, An der Grörterung dieses einen Punktes wollen wir uns politischen stellen, das beweisen seine Ausfälle gegen einige um mir die Zeit und dem Vorwärts" den Raum zu ersparen, genügen lassen; von der Begründung anderer Differenzpunkte Besucher des Frankfurter Hochstift- Kongresses. Schippel da auf beide Artikel zugleich antworten. A. Bebel sehen wir ab, nicht nur aus Rücksicht auf den Raum, sondern gegen habe bewiesen, daß nur durch wirthschaftliche Kämpfe auch weil wir nicht den falschen Schein hervorrufen möchten, als der Arbeiter fich feine Lage beffern fönne. Es sei eine Un$. B. 30. 1. Ein Darlehen erlischt feineswegs mit der läge der Schwerpunkt von Bernstein's Arbeit in diefen Schwächen, möglichkeit, daß Gefeße geschaffen würden, die für den Arbeiter Tode des Gläubigers, sondern geht auf beffen Erben über. die eben doch nur der Schatten von dem Lichte sind, das er über zum Vortheil und für den Unternehmer zum Nachtheil ausfallen. 2. Vom Tage der Giltigkeit ab, wenn die Giltigkeit eingetreten, Lassalle verbreitet hat. Bei einer gründlichen britischen Gr( Der Vorsitzende Faber rust den Redner zur Sache). läßt sich ohne nähere Darlegung nicht angeben. Qink sid örterung einer viel umstrittenen historischen Erscheinung Werner fährt fort: Da ihm nicht gestattet ist, auf politisches 100. Mit einer Klage würden Sie schwerlich durchdringen. pflegt ja unausbleiblich die negative Seite etwas schärfer Gebiet einzugehen, so tomme er auf den Parteitag zurück. Er F. H. Ein Darlehn verjährt nicht. herauszukommen als die positive. Vielleicht niemand hätte will beweisen, daß nur Neid über das Rivalisiren der Gemert- A. B. Ehebruch ist nur auf Antrag des verlegten Gatten die Sache besser gemacht als Bernstein und jeden schaftsbewegung mit der politischen Partei die Haltung Auer's und nur dann strafbar, wenn wegen des Ehebruchs die Ehe gefalle wir nicht; eine Arbeit, wie Bernstein sie geliefert und des Parteivorstandes bestimmt. Das Ganze fei Rouliffen- trennt ist. Verführung eines noch nicht 16 Jahre alten, un hat, war unbedingt nothwendig, und es würde lebhaft zu befchieberei gewesen. Der Ausspruch Auer's: vom Fell streichen, bescholtenen weiblichen Kindes ist auf Antrag strafbar. flagen sein, wenn die Verstimmung, die dieses oder jenes allzu beweist, wie weit der politische Terrorismus getrieben wird. W. K. Wenden Sie sich an das Schöffengericht mit dem fönne nur von den bittere Urtheil Bernstein's nach unserer Kenntniß der Dinge in Der Klassenkampf Gewerkschaften Antrage, die Ihnen vom Gegner zu erstattenden Lasten festmanchen Arbeiterfreisen erwedt hat, zu irrthümlichen Schlüffen und auf wirthschaftlichem Gebiet geführt werden; die zusehen. Auf grund des dann ergehenden Beschlusses tönnen über den Werth seiner Abhandlung führen würde. Auf dem Gewerkschaften seien bestimmt, die Pfeiler der späteren Sie Pfändung u. s. w. vornehmen. Grunde, den Bernstein gelegt hat, läßt sich seine Auffassung, Produktionsgruppen zu bilden und zwar ohne Dekrete und ohne F. A. Allerdings bestimmt§ 77 der noch jetzt giltigen soweit sie mehr oder weniger einseitig ist, leicht ergänzen, und Konvente. Der Staat kann den Arbeitern nichts geben, ganz Gesinde- Ordnung vom 8. November 1810: reizt das Gefinde die das Beste dazu thut die fleißige Arbeit, die er der reinen und gleich, ob er nun monarchische oder sozialdemokratische Spize Herrschaft durch ungebührliches Betragen zum Born und wird unverstümmelten Wiederherstellung des Laffalle'schen Tertes ge- habe. Die Behörden seien nur die Handlanger der jeweiligen von ihr mit Scheltworten oder mit geringen Thätlichkeiten beGewalthaber. Auch er rathe zum Schluß, mit allen Mitteln handelt, so kann es dafür teine gerichtliche Genugthuung widmet hat. Hierüber noch Einiges in einem zweiten Artikel. F. Mehring. gegen die Neugründung des Gutenberg- Vereins" Front zu fordern. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW. Beuthitraße 2. In Schwechat haben 150 Arbeiter der SeidenwaarenDruckfabrik von Fröhlich die Arbeit niedergelegt. Am 31. Oktober wurde den Arbeitern eröffnet, daß für die Arbeit eines zur Jetzt zeit sehr gangbaren Artikels eine 20 prozentige Lohnreduktion fich nöthig mache. Die Arbeiter gingen darauf nicht ein, sondern erflärten, am 2. November die Arbeit einzustellen. Jaffy. Die Gelbgießer in Jassy haben die Arbeit eingestellt. Zuzug ist fernzuhalten. Statistisches aus England. Die Zahl der Baumwollen ballen, welche im Monat September in England eingeführt " 9 " -PE d jod