Nr. 269. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel- is jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boit Zeitungs- Breisliste = Vorwärts für 1893 unter Nr. 6703. 33010. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferare für die nächste Nummer müssen bis 4 Ubr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Gonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. onu gidreu eumeitas sid sis Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 00 one su dan sibidblso ads? wodnd somit d Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. ania ialada Die Gefahren 119110 said der Tabak- Fabrikatssteuer. aid#spo $ 119 rigure sid Mittwoch, den 15. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Verheerungen an, als die Guillotine, die vor hundert in Hamburg. Jahren auf dem Grève Platz zu Paris ihre blutige Ernte hielt. Ende 1892 zählten die 4587 Betriebe der Tabak10-30 M. mit zuger. Rohmaterial " " Bremen u. Umgebung 10-24 ohne Westfalen. " " 612-12 " Süddeutschland ( Baden u. s. w.) 4 • Sachsen 8 6-12 mit " • ohne # " Schlesien 5-10 • " mit d Der Schutz der nationalen Arbeit hat ein doppeltes Berufsgenossenschaft 106 998 versicherungspflichtige PerGesicht. Er verschlechtert für die breite Masse der Ver- sonen. Dazu kommen die Behntausende nichtversicherungsbraucher die Daseinsbedingungen, indem er die Preise der Pflichtigen Heimarbeiter. Nach fachkundiger Schäßung sind im Tabakgewerbe 160 000 Arbeiter thätig; davon entfallen Durchschnittlich fertigt ein Roller etwa 8000 Stück im nothwendigen Lebensmittel durch Zölle und Aufwandstenern 10 000 auf die Herstellung von Kautabat, Schnupftabat, Monat. In den obigen Lohnfäßen sind die Kosten für das tünstlich vertheuert und einer kleinen Gruppe großer Unterkünstlich vertheuert und einer kleinen Gruppe großer Unter- Rauchtabat und Zigaretten, 150 000 auf die Zigarren- Wickelmachen mit inbegriffen, in den Lohnbetrag müssen nehmer und nothleidender Klassengenossen des Herrn sich also zwei Personen, etwa im Verhältniß von 1: 2 v. Meyerinck ungezählte Liebesgaben in den Schooß wirft. verfertigung. Gegen die Zigarrenindustrie richtet sich in erster Reihe theilen. Im Laufe der letzten Jahre haben sich die LohnDoch nicht genug damit! Der Schuß der nationalen die neue Tabal- Fabrikatsteuer, die Arbeiter dieses Gewerbes verhältnisse aber durchgehend noch verschlimmert. Arbeit richtet sich mit derselben sittlichen Wucht praktischen werden davon vor allem betroffen. Die Reichsregierung Der Lebensmaßstab der Zigarrenarbeiter ist stetig geChristenthums auch gegen die Produzenten, will sagen gegen die Arbeitergruppen, die unter dem Banne des Zoll- und Schätzt den Rückgang des Tabakverbrauchs nach Durchsunken seit dem Beginn der Schutzzollperiode im Jahre 1879. führung der Fabrikatsteuer auf 29 pCt. Mit Recht be- Damals wurden Tabaksteuer und Tabakzoll auf das ärgste Steuerschutzes zu schaffen verurtheilt sind. Herr Miquel, zeichnen die Sachkenner diese Schäßung als zu niedrig ge- erhöht. Der Zoll stieg von 24 auf 85 M. für den Doppelder weiland Kommunist und Atheist, hat sich viel zu griffen. Die Abnahme des Verbrauchs bedeutet eine grund- zentner; die 1879 eingeführte Gewichtssteuer belief rasch zur lichten Höhe gläubig- kapitalistischer Gesinnungsfürzende tüchtigkeit emporgeläutert, um nicht den Geiſt dieser Politik volle Berengung des Nahrungsspielraumes für die Arbeiter- Folge der Zollpolitik war eine erhebliche Abnahme des tüchtigkeit emporgeläutert, um nicht den Geist dieser Politik stürzende Umwälzung des Arbeitsmarktes, eine verhängniß sich auf 45 M. für den Doppelzentner. Die natürliche in seinen Steuerplänen zum lebendigsten Ausdruck zu bringen. Ohne Uebertreibung darf man sogar sagen, daß noch schaft, einen erschreckenden Rückgang der Lebenshaltung Konsums. Damit ging Hand in Hand der Verfall der Tabakarbeiterzustände. Im Erntejahre 1872/73 entfiel bei niemals die Eigenart der preußisch- deutschen Staatsweisheit, dieses Berufs. Die Abnahme der Arbeitsgelegenheit schleudert an die einer Volkszahl von 41 330 000 Personen auf den Kopf der die zu Ehren und zum Nutzen des Heerwesens und der Be- fünfzigtausend Zigarrenarbeiter außer Brot. Hinter diesen Bevölkerung ein Tabakverbrauch von 2,3 Kilogramm, felbft sigenden alle Glieder des werkthätigen Voltes gleich mäßig scheert, so scharf zu Tage getreten ist, wie in den fünfzigtausend aber stehen weit mehr als hunderttausend 1874/75, in den Beiten der furchtbaren, durch den krach Angehörige, die auf den Erwerb des Arbeiters angewiesen eingeleiteten Krisis ergiebt sich ein Durchschnittsverbrauch das bisherige Syſtem der Auspowerung krönenden Plänen sind. Die Bigarrenindustrie bildet ferner für einen großen von 1,6 Kilogramm. Im Jahre 1891/92 aber, nachdem des Briefschreibers von Göttingen. Wenn bisher das Volk geschoren worden ist, so ver- flucht. Bahlreiche Strüppel, schwächliche, zu anderer Thätig auf 43 966 000 Stöpfe gestiegen ist, beträgt der jährliche Bruchtheil der darin Beschäftigten die letzte, die einzige Zu- die Volkszahl und mit ihr auch die Zahl der Verbraucher feinert, steigert, treibt bis zur äußersten Wirkung keit nicht taugliche Personen finden hier ihr Brot, färglich Tabakkonsum auf den Kopf nur 1,5 Kilogramm. Heute, Herr Miquel die bisherige Sozialreform von Oben. Sein Tabak- Fabrikatsteuer- Entwurf schlägt nicht blos die zwar, aber doch ihr Brot. Konsumenten aufs Haupt, die neun Zehntel aller Zigarren Raubt ihnen die Tabak- Fabrikatsteuer dies Asyl, so Krisis leben, heute, da Herr Miquel dem Tabat noch mehr verbrauchen, die kleinen Leute, für deren Wohlergehen das bleibt für ungezählte Mengen die Landstraße, die Arbeiter- zur Ader lassen will, wird ein fernerer Rückgang des Tabakkonsums für eine ganze Arbeitergruppe zum Todesurtheil. Herz der Regierung pocht, er führt auch Zehntausende von kolonie, das Buchthaus, das Bordell. Was soll aus den Was kümmert es die Herren am grünen Tisch, die hilflosen, aufs Pflaster geworfenen, pfenniglosen armen geheimen und wirklichen geheimen Steuerkünstler, daß die Teufeln werden, was aus den Krüppeln, was aus den Tabaktarbeiter dank den engen, schlecht gelüfteten ArbeitsArbeiterinnen, die ein so großes Kontingent zur Zigarren- räumen, dank der sitzenden Lebensweise, dank dem schädindustrie stellen? lichen Staub und Dunst, der bei der Tabakverarbeitung herrscht, dank der Unterernährung zu den gesundheitlich und wirthschaftlich am jämmerlichsten gestellten Gewerben gehören? Tabatarbeitern ins Verderben. Als der Konvent nach dem Sturze der Jakobiner, ein Werkzeug des weißen Schreckens, das Verzeichniß der Getöpften veröffentlichte, zählte er deren zweitausend auf. Und wären es auch, wie der gallige Royalist Abbé Montgaillard behauptet, ihrer viertausend gewesen, der Zusammenbruch des feudalen Wesens, der Sieg des dritten Standes wären nicht zu theuer erkauft worden. Und Meister Samson, der Scharfrichter der großen Revolution, arbeitete schnell, das gleißende, schneidige Instrument des Dr. Guillotin erlaubte ein abgekürztes, ein summarisches Verfahren. Unsere Steuerpolitik versteht nicht nur Millionäre zu züchten, sie züchtet auch ungezählte Massen Bettler. Wollte man die Miquelsche Steuerreform allegorisch darstellen, man müßte rechts den feuerfesten Geldschrank, links den Bettelsack und inmitten die Pickelhaube setzen im Heiligenschein. da wir unter dem Banne einer schleichenden, chronischen Was ficht es die Herren an, die das ganze unsägliche Glend der auf die Straße Geworfenen in die liebliche Ziffer: 29 pet. Rückgang des Konsums umrechnen, daß die GeHerr Miquel drängt aber nicht blos Zehntausende und werbekrankheit der Tabakarbeiter die Lungenschwindsucht abermals Zehntausende in die hungernden Schaaren der ist, die fie im Alter von 20 bis 30 Jahren Wie anders bei unserem Samson II., bei der im industriellen Reservearmee. dahinrafft? Was aus Juraschek Die Lage der Bigarren mitleidslos der Dienste Molochs stehenden Wirthschaftspolitik, die den arbeiter überhaupt wird von Grund aus verschlechtert, österreichischen Krankenkassen Statistik mittheilt, daß die Armen nimmt, um die Reichen zu bereichern, die die Bayonnette Lohn drückerei und Schmugkonkurrenz steigern sich noch mehr Tabatarbeiter mit die höchste Sterblichkeit( 14,08 vom des Klassenstaats höher bewerthet, als das Martyrium des als früher, die Hungerlöhne dieses Erwerbszweiges finken Tausend) und den größten Antheil an den Todesfällen werkthätigen Boltes, die für rauchloses Pulver und flein- noch tiefer. Fabritarbeiter und Hausindustrielle der durch Lungenschwindsucht und Skrophulose haben( 8,2 vom falibrige Gewehre den letzten Pfennig des Proletariats in Bigarrenindustrie stehen unter dem harten Drucke der un- Tausend), wird durch die deutschen Erfahrungen vollauf die Lüfte pufft! rid günstigsten Arbeitsbedingungen. Der Lohnsatz- die Löhne bestätigt. Die Kinder der Zigarrenarbeiter tragen schon den Das trockene Fallbeil des wirthschaftlichen Ruins, der sind Affordlöhne, dem Roller für je 1000 Bigarren aus Keim frühen Todes in sich: während die durchschnittliche Arbeitslosigkeit, des Hungers, richtet andere, furchtbarere bezahlt betrug für das Tausend: Kindersterblichkeit in Baden 31,7 pet. betrug, stieg sie für Nachdruck verboten.] Feuilleton. Skizzen [ 8 möge sie selbst der Tod auf dem neuen Lebenswege er warten nichts kann sie abschrecken und abhalten. * * dung zu denken, wäre verbrecherisch das würde den großen Moment der sozialen Revolution hinausschieben. Dieser Optimismus des enthusiastischen Mädchens wurde allmälig zu einer firen Jdee, gegen welche alle Wider- Hell erleuchtet waren die Fenster in allen Stockwerken reden machtlos waren. Derjenige, der ihr widersprach, einer großen russischen Fabrik. Aus dem Schlot stieg der wurde ihr Feind aus seinen seinen Beweisen glaubte schwarze Rauch empor. Die Arbeit war im besten Buge, aus der sozialistischen Bewegung fie die Sprache der Bourgeoisie und den Wunsch die Maschinen dröhnen; es riecht nach Del und nach dem #ourdan d in Rußland. ( Aus dem Russischen übersetzt.) jai Xenia dachte an Rußland, und wie nah schien ihr die foziale Revolution zu sein. Das Volk ist stärker als das Militär, dachte fie, es braucht nur sich einmüthig zu erheben, und es wird es sicher thun, sobald es nur das Geheimniß seines Elendes tennt. Das Volk war immer bereit, für seine Intereffen zu kämpfen. eines Kulturmenschen herauszuhören, der seine Herrschaft Staube der Hanffasern. über das Volk zu verlängern wünschte. Der Opponent Angestrengt arbeiten die lebendigen Maschinen, sich den stieß bei Xenia auf einen so starken Glauben an die Bereit- Bewegungen der Räder, Trommeln und Rollen anpassend. schaft des russischen Volkes zur Revolution, auf einen Die Arbeiter schweigen bei ihrer unbezahlten Arbeit; die solchen fanatischen Idealismus, daß er den Kampf mit ihr Maschinen dröhnen zum Ruhme ihres Zaren aufgeben mußte. Die fühle Ueberlegung kann den Kampf Kapitals. mit einem leidenschaftlichen Glauben nicht führen, nur das Leben selbst kann mit diesem rechnen. Was nügen diese Gespräche! Ihr werdet die Thaten sehen!" damit beendete Xenia die Gespräche. Jeder denkende Mensch schwieg aus Erstaunen vor Xenia erinnerte sich an Stenka Rasin, ein Pugatschow, dieser Energie des russischen Mädchens, vor ihrer unwider an die Empörung der Bauern in der letzten Zeit der Leib- ruflichen Bereitschaft zur That, vor ihrem Enthusiasmus. eigenschaft, an alle diese kleinen Aufstände, die mit schwachen Kräften unternommen worden waren. des An einem der Webstühle arbeitet ein junges Mädchen. Nicht die Noth hat sie an den Webstuhl gestellt; sie verließ ihre vornehme Familie, um Tagelöhnerin zu werden; diese Arbeiterin ist die Generalstochter Xenia. Sie ist sehr ermüdet; in ihren Ohren saust es, und sie athmet schier in der ungewohnten Fabriksluft. Sie ist von zarter Konstitution, und sie könnte die Arbeit nicht leisten, wenn sie Und so reiste Xenia mit einigen ihrer Freundinnen und arbeiten müßte, um nicht zu verhungern wie die sie einigen jungen Männern nach Rußland, alle erfüllt von umgebenden Arbeiter; aber sie befißt eine Seelenstärke, die Das russische Volk, dachte sie weiter, ist eine groß dem Verlangen, das Volk zu erwecken. Sie beschlossen als ihren Muskeln die nöthige Spannung verleiht. Xenia steht artige Pulvermine, welche die herrschenden Zustände in die Arbeiter in die Fabriken einzutreten und dort für den mit frohem Muth und erwartet den Pfiff der DampfLuft sprengen wird. Es ist nur ein Funke nöthig. Und Sozialismus Propaganda zu machen. Sie dachten mit pfeife- welcher den Schluß der Arbeit anzeigt. Aber bald, nach einem oder zwei Jahren wird in Ruß- Begeisterung daran, mit welchem Entzücken sie, nachdem sie Xenia ruht sich nicht nach der Arbeit aus und sie denkt land die soziale Revolution aufflackern und wird sich über die Kleidung der Arbeiter angelegt haben würden, sich den nicht daran, wie wohlthuend es ist, nach einem Mühen derselben unterziehen werden. Ein Schwanken, ein arbeitsvollen Tage sich auf das Bett zu legen und ganz Europa ausbreiten. hin, sondern Xenia wollte ihr Studium nicht beenden. Weshalb weifeln existirte bei ihnen nicht; ihre Liebe zum Volke einzuschlafen. Sie legt sich nicht auch warten, wenn die Pflicht ihr gebietet, sofort dem Volke war eine lebendige: fie dachten nicht an die Last und will versuchen, ihren Liebhaber zu wecken. zu helfen. Sie hatte sich schon das angeeignet, was das Schwere der Arbeit. Mögen die zarten Nerven leiden, Endlich ertönte ein langer Pfiff- der vierzehnstündige Bolt zu erlernen hat, an die Beendigung ihrer eigenen Bil- Imöge die Krankheit sich in die schwache Brust einschleichen, Arbeitstag war vollendet. Die Maschinen standen still, die waren. 4 die Zigarrenarbeiter- Kinder auf 48 pCt. Unter den und nun ihrer schmerzlichen Ueberraschung Ausdruck geben, sich entferntesten von der Bedeutung ist, wie die deutsche 96 760 Bigarrenarbeitern der Berufszählung von 1882 gab als Polizeibeschüßer einzelner übermüthiger Landbesitzer und Sozialdemokratie für Deutschland. Die Kölnische Boltses mur 4657, also nicht 5 pCt., die über 50 Jahre alt Bauernschinder zu finden, gegenüber einem Elend der Gequälten Beitung" als leitendes Organ der Partei, die uns hente und Ausgebeuteten, das unbeschreiblich ist. am meisten zu fürchten hat, hat allen Anlaß zu wünschen, wir die daß wir andere Bahnen einschlagen, daß wir schweizerische Taktik akzeptiren. Diese Freude wird ihr aber von nije man dem innerhalb der deutschen Sozialdemokratie bereitet werden. Wir sind und bleiben die Partei des Klassenkampfes und sind taub für alle Lockrufe falscher Freunde. Doch Moloch braucht hundert Millionen. Mag jeder Groschen auch Blut schwißen, das Blut der rücksichtslos Geopferten, Moloch ist Gott und Herr Miquel ist sein Prophet. Rastlos wirkt die trockene Guillotine, fünfzigtausend, sechzigtausend, hundertundfünfzigtausend sinken in den Staub. Soll nicht Samson II. deshalb ein Viktoriaschießen ehren? Und ein Tedeum, mit Orgelton und Glockenklang? Die Zustände in Sizilien") 111. Noch haben die Maßnahmen des Herrn Sensales zur Unter drückung der sozialistischen Organisationen auf Sizilien ihr Losungswort nicht empfangen, noch begnügt sich das Heer der auf die Insel geschickten Carabinieri mit Plänkeleien, mit Vorpostengefechten; aber die Richtung, in der die Regierung vorPolitische Ueberlicht. Berlin, ben 14. November. Das österreichische Abgeordnetenhaus ist für den 23. November wieder zusammenberufen. Der Bundesrath genehmigte in seiner heutigen Sißung sämmtliche Etats und ertheilte den Gefehentwürfer. betreffend die Feststellung des Reichshaushalts- Etats für 1894/95 und betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres der Ma- foll vom Ministerium Windischgrät nach der Meldung eines Die Aufhebung des Prager Ausnahmezustandes rine u. f. w. sowie dem Handelsvertrage mit Rumänien seine soll vom Ministerium Windischgräß nach der Meldung eines Wiener Blattes erwogen werden. Wir glauben, daß es Zustimmung. Vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für Wiener Blattes erwogen werden. Wir glauben, daß es Zoll- und Steuerwesen, für Rechnungswesen und für die sich hierbei lediglich um Stimmungsmacherei handelt und Verfassung, sowie die vereinigten Ausschüsse für Zoll- und daß diesem Gerüchte kein Glaube beizumeffen ist. Steuerwesen, für Handel und Verkehr und für Rechnungswesen Sigungen. Aus Wien wird uns in einem Privatbrief geschrieben: Wir haben jetzt hier in Desterreich ein politisches Leben, wie nie vorher. Alle Geister sind geweckt. Das Proletariat reift auch hier seiner Aufgabe entgegen. Dieses KoalitionsMinisterium diskreditirt den Liberalismus vollständig, und so fällt denn alles, was momentan zu Besorgnissen Anlaß geben könnte, zu gunsten der ſich immer feſter organifirenden Sozialdemokratie aus. die zweite Liste der Sammlungen mit 720 Franken. Es verdient als Gegen die Tabak Fabrikatstener. Der Verein Wir haben sehr geschickte nnd fühne Agitatoren. Ob ein für Deutschland beschämendes Beispiel von Mannesmuth der Bigarren und Tabatfabrikanten in wir auch Barlamentarier und Staatsmänner haben-italienischer Gelehrten hervorgehoben zu werden, daß in dieser Berlin und Umgegend hat folgende Resolution das muß die Zukunft lehren. Jedenfalls- das bezweifle Geſchichte an der Mailänder, Atabemie Dr. Ettore, Ciccotti berz gefaßt: 20 thouich nicht- wird die österreichische Sozialdemokratie finden, Zwei neue Unter- Staatssekretärstellen, eine für zugehen gedenkt, ist unverkennbar. Im Vorgefühl der Gefahren das Reichs- Postamt und eine für das Reichs- Schazamt und Leiden, die dem gequälten, zum Sozialismus erwachten werden im Reichsetat für 1894/95 gefordert. Man über Volte Siziliens durch die brutalen Maßnahmen der Regierung lastet bei uns stets die niedrigen Beamten und entlastet die Iungen zur Unterstügung veranstaltet. So veröffentlicht Mailand drohen, hat die Partet der Arbeiter überall in Italien Samm- Höchsten. Das nennt man Sozialpolitik. und entlastet die vollem u. Professor zeichnet steht. Andere 3000 Franken sind dem Fascio von Palermo aus den verschiedenen Provinzen Italiens zugegangen. Ver hastungen von Präsidenten einzelner Fasci werden bereits gemeldet aus Graclea, aus Caltabellotta, aus Gimminna, aus rod Milocca, alle in den Provinzen Girgenti und Palermo, in einem Falle wurden bereits am folgenden Tage die Verhafteten von würde, Dem Wiener Profeffor der Degeneration, Herrn von Tauregg, ist aus Anlaß unserer Notiz in der Nummer vom 2. November-- ein Brief übersandt worden, den wir, da er vielleicht nicht an die richtige Adresse gelangt ist, nachstehend zum Abdruck bringen, damit er ja nicht fcinen Beruf verfehlt: Berlin, 6. Nov. 93. In Erwägung, daß was sie braucht. 1. die geplante Tabal- Fabrikatsteuer ca. 150 pCt. von dem Werthe des konsumirten Rohtabaks beträgt, die fertigen Eine kleine Ministerkrise steht in Ungarn bevor. Fabrikate mit 35 pt. belasten und infolge dessen den Graf Czafy, der bisherige Kultusminister und Verfechter 2. die zur Durchführung der Fabrikatsteuer nothwendige Kon- Ideen zum Siege famen. Konsum um mindestens 331/3 pCt. reduziren würde, des Zivil- Gesezentwurfs, soll zurücktreten, obgleich seine Es handelt sich hier um ein dem ordentlichen Gerichte freigesprochen und in Milocca beadtation mit sich bringt, welche die Einstellung besonders Niederlage in der Sache ein Zugeständniß in der Personentrolle eine Beschränkung des Handels und der Fabri- landesübliches Bugeständniß an die Krone, der für ihre freiten die Frauen und Töchter der Verhafteten unter dem Jubel der kleinen Betriebe zur Folge haben muß, des Volkes die Gefangenen aus der Polizeikaferne, ohne ernsten Widerstand zu finden. 3. diese Einschränkungen der Betriebe und des Konsums frage gemacht wird. Als Nachfolger wird der blutjunge Freilich wurden am folgenden Morgen die Befreier, 40 Frauen und Mädchen auf telegraphischen etwa 50 000 Arbeiter brotlos machen und gleichzeitig eine Graf Julius Andrassy genannt, der als einziges Verdienst Befehl von Senfales verhaftet. Es zeigt dieser Vorgang, was große Anzahl jetzt selbständiger Existenzen vernichten aufzuweisen hat, daß er der Sohn seines gleichnamigen Vaters ist. bereits in einem früheren Bericht betont wurde, wie sehr die sozialistische Bewegung auch die Frauen in Sizilien ergriffen erträge und gleichzeitig eine Vermehrung der Armenlast 4. dadurch den Kommunen eine Verminderung der Steuerhat. Mitten in diesen Vorbereitungen zur Unterdrückung, der erwachsen würde, spricht der Verein die bestimmte Er Fasci werden von überall her Neugründungen von Fasci gewartung aus, daß alle Reichstagsmitglieder gegen die gemeldet, so aus dem Landbezirk Santa Ninfa, wo die Tagelöhner, replante Tabat- Fabrikatsteuer und ebenso gegen jede andere wie auf der Versammlung festgestellt wurde, für fünfzehnstündige Arbeit 50 Pfennige Tagelohn erhalten. Es wurde von dem Form der Mehrbelastung des Tabats stimmen werden. Präsidenten offen die Erklärung ausgesprochen: Im Angesicht Der Vorstand des Deutschen Tabakvereins der Unterdrückungsmaßregeln der Regierung gründen wir diesen hat in der heute im Architektenhause tagenden äußerst neuen Fascio, da wir in diesen Arbeiterbünden das ein- zahlreich besuchten Versammlung sein Befremden darüber zige Mittel erkennen, uns aus den thierischen Zuständen ansgesprochen, daß der Entwurf der Tabakfabrikatsteuer zu befreien, in denen uns ein forruptes Regiment bisher noch immer nicht veröffentlicht worden ist und beschlossen, gehalten hat. Natürlich macht jetzt, wo die Polizeihilfe für die fobald die Veröffentlichung erfolgt, das Projekt paragraphen Bourg eoisie naht, auch die Kirche gegen die aufwachenden Arweise auf das Eingehendste zu beleuchten, und zwar nicht beiter und Bauern mobil. Im Bezirk Sutera ward letzten Sonntag von allen Ranzeln gepredigt und besonders den Frauen ein- nur vom tabaktechnischen und tabakwirthschaftlichen Standgeschärft, daß alle Mitglieder eines Fascio mit dem Kirchen- punkte aus, sondern auch in bezug auf die täglichen banne bedroht feien, und daß kein Familienmitglied eines An- Wirkungen, welche das neue Gesetz auf die anderen Handelshängers der Fasci die heiligen Satramente empfangen würde. und Industriezweige ausüben wird.d straig Der Vorstand des Fasci von Sutera erklärte auf diese Heraus olim que forderung, daß sie und ihre Familien sich für diesen Ausfall mit unserem Glauben an das heil des Sozialismus"( nella nostra santa fede socialista") trösten wollen. Die Berliner Stadtverordnetenwahlen haben von Neuem Zeugniß von dem steten Anwachsen der Sozialdemokratie in der Hauptstadt abgelegt. Wiewohl die Wahl offene Stimmenabgabe erfordert, und hierdurch nachUeber die Besitzverhältnisse des Bodens von Sizilien giebt folgende weislich Tausende sich behindert fühlten, ihre Stimme dem Thatsache Aufschluß, die als typisch für einen sehr großen Theil der sozialdemokratischen Genossen zu geben, wiewohl nur 26,37 Insel betrachtet werden kann: In dem Bezirk Siculiana, einer Nachbarregion von Girgenti ist alleiniger Besitzer des gesammten pt. der Wahlberechtigten ihr Wahlrecht ausgeübt haben, Territoriums der Baron Aniello, ein vielfacher Millionär. Er wiewohl endlich in nicht weniger als 8 von den 16 Wahlwohnt in einem befestigten Schloffe, ganz wie die Raubritter bezirken nur Hausbesitzer gewählt werden konnten, ist es des Mittelalters; er geht nur aus, begleitet von zwölf Schwer- den Genosser. dennoch gelungen, in sechs Bezirken bereits bewaffneten( vom Bolte wird diese Leibgarde die bravi" geim ersten Wahlgang den Sieg zu erringen und in zwei nannt) in Uniform, die mit seinem Baronswappen geziert ist. Bezirken, es zu nicht aussichtslosen Stichwahlen zu bringen. Der Eingang in fein Schloß ist durch dicke Eisengitter, die von Die Sozialdemokratie Berlins hat also wiederum einen neuen oben herabgelassen werden, geschützt, und durch die Thüre des glänzenden Sieg errungen. zweiten Innengitters fann nur eine einzelne Person eintreten. Hochwohlgeborener Herr! " Hochgeehrter Herr Professor von Tauregg! In der sozialistischen Zeitung Borwärts" hier ist in einem Kleinen Artikel ein Vortrag von Ihnen besprochen, in welchem Sie behaupten, es sammelten sich stets eine Masse degenerirte, heruntergekommene Existenzen, welche jederzeit bereit wären, in blutigen Ausschreitungen die gesellschaftliche Ordnung zu stürzen. Ob Sie, hochgeehrter Herr, die Entgegnung des Blattes felbst lesen werden, bezweifle ich, aber vielleicht ist es von Interesse für Sie, etwas davon zu erfahren. Das Blatt gesteht diese Degeneration zu, behauptet aber, sie sei feine natürliche, sondern läge im Klassenstaat begründet, wäre also fünftlich erzeugt, unfreiwillig. Die Degenerirung würde mit dem sozialen Glend verschwinden; es müsse mithin das falsche, unmenschliche Prinzip, der jetzige Klassenstaat", beseitigt werden, nicht aber die Produkte des falschen Prinzips. Ob Sie das sozialistische ABC schon fennen und sich in Ihren schlummerfreien Stunden damit beschäftigt haben, bezweifelt das Blatt, sonst würden Sie, wie jeder Mensch mit einem warmen Herzen, wenn auch nicht Sozialist, so doch soz. Jdeologe geworden sein, wie Professor Jari in Bologna, ein Kollege von Ihnen, und mehr Logit vor allem entwickelt & ed piatra haben. liegen- 2 Andere Besizer von weit ausgedehnten Liegenschaften leben gar Aus den Ferienkolonien. In dem in Rottbus liegennicht daheim, sondern in den großen Städten Rom, Neapel oder den 52. Regimente haben sich innerhalb dreier Wochen drei, gar in Paris und lassen sich von ihren Verwaltern, die den gar in Paris und lassen sich von ihren Verwaltern, die den Ackerbau an Miether, Aftermiether und Unter- Aftermiether ver- in der letzten Woche allein zwei Rekruten durch Erhängen geben, jährlich die herausgepreßten Einkünfte des Landes entleibt. D, welche Lust Soldat zu sein! zuwenden. Kein Wunder, daß bei solchen 3nständen selbst Konservativer Boykott. Es lebe der Boykott. So viele Borgesetzte und Offiziere der in einzelne Landbezirke gefendete Karabinieri das tief beschäinende ihrer Mission zu empfinden anfangen. Römische Zeitungen veröffentlichen Briefe von Soldaten und Offizieren, die glaubten, gegen Briganten ausgefendet zu sein, *) Fortsetzung der Leitartikel in den Nummern vom 31. Dr tober und 2. November. Fenster der Fabrit wurden dunkel, und die Arbeiter gingen zur Ruhe. rufen jetzt auch die nothleidenden Agrarier. Herr Rose, ein Gnesener Brauereibefizer, war aus den Urwahlen als Wahlmann hervorgegangen und bei der Hauptwahl erlaubte er sich, seiner vorher ausgesprochenen Ueberzeugung getreu, feine Stimme nicht für den alleinigen Kandidaten aller Deutschen", den Rittergutsbefizer Wendorff, Mitglied des Bundes der Landwirthe, abzugeben, sondern für den liberalen Landgerichts- Präsidenten Jänisch zu stimmen. Der Gnesener Landwirthschaftliche Verein begeht nun nächstens ein Wintervergnügen und macht in der Anzeige seinen Mitgliedern bekannt, daß der Vorstand beschlossen habe, bei dem Vergnügen tein Rose- Bier" verschänken zu lassen. Dieser Boykott wird sicherlich für seine Urheber von feinen bösen Folgen begleitet sein. die In der Kaserne, in der die lebigen Arbeiter wohnen, bereiten sich diese zum Schlafengehen vor; ein derbes Wort ertönt bald hier, bald dort, ein Schimpfwort entschlüpft dem Munde eines ermüdeten und geärgerten Arbeiters; es xiecht nach schlechtem Tabak, das Licht zweier Laternen mit Schullehrerelend in in Mecklenburg. Wie schmutzigen Gläsern vermag die Finsterniß nicht zu erhellen, Mecklenburgische Schulzeitung" mittheilt, ist am 14. Oktober sondern verwandelt dieselbe in eine unerträgliche Dämmerung; dieses Jahres in Mecklenburg ein ritterschaftlicher Lehrer irgend ein von der Tagesarbeit Ermüdeter schnarcht schon. nach 42jähriger Dienstzeit mit einer jährlichen Die Thür öffnet sich unter lautem Kreischen der ver- Pension von 150 M., sage und schreibe: Einhundertfünfzig rosteten Thürangeln. Mart, zur Ruhe gesetzt worden! „ Bist Du es, Mitucha?" fragt Jemand auf den Pritschen. all Der kommunistische Aufstand sei doch auch von Leuten mitgemacht worden, die nicht in Ihrem Sinne Degenerirte waren, sondern nur in blinder Wuth, wie alle anderen Menschen ebenfalls, ihre Feinde zu vernichten trachteten. Das Lebensprinzip des des jetzigen Klassenstaates ift das einfache nackte geistige Faustrecht", die Herrschaft der Klugen und Energischen über den Energielosen, den Bequemen und nicht nur Herrschaft, sondern rücksichtsloseste, unverschämtefte, blutigite Ausbeutung, ein langfames Butode Quälen mittels schlechter Nahrung, Wohnung u. dgl. Die Energielosen sind jedoch so geschaffen und die meisten Menschen find so, man kann sie doch deshalb nicht ausrotten wollen. d Die Sozialdemokretie strebt einen andern Staat an, in welchem auch für diese Menschen gesorgt und Play und Arbeit für jeden zu haben sein wird, was jest nicht der Fall ist, und zwar durch Abschaffung der Maschinen- Arbeit und der zu langen Arbeitszeit, um mehr Händen Arbeit zu geben- jetzt arbeiten 2/3 überangestrengt, 1/3 degenerirt. Da ein solches Gemeinwesen mit dem jetzigen Klassenstaat in feindseligem Widerspruch steht, so ist es das Bestreben der Sozialisten, denselben zu zerstören. Der Klaffenstaat ist in den Händen und unter der Herrschaft der Bourgeoisie. Die ganze Intelligenz des Landes steht in derem Solde, die Geistlichkeit, der Verwaltungs- Apparat, oder find von ihnen abhängig. Alle sammeln in ihren Taschen den gestohlenen Arbeitslohn, den Produzenten nur einen Theil desselben ausfolgend. Die Thätigkeit des Landmannes, des Handwerkes 2c. ist die Basis des Staates, drum muß fie obenan stehen, aber nicht die Thätigkeit der Intelligens, die überflüssiger Plunder ist; bie ein Schuhmacher ist nöthiger und nützlicher als 10 Geheimräthe; die ganze Intelligenz, Künste und Wissenschaften, dienen nur dem Bourgeois. Wenn es nun Leute giebt, die solchen Unsinn hassen, mit Zur Diskussion über die Gewerkschaften ergreift Gewalt die Schlinge zerreißen wollen, welche sie erwürgt und Den Teufel auch, Mitucha!" ruft ein anderer Arbeiter wieder einmal die„ Kölnische Volks- Zeitung" das Wort, erdrückt, so sind sie nach Ihrer Ansicht: Degenerirte. Diese Logit ist verblüffend, nicht wahr? rg rojulousft sintof aus, es ist irgend ein Mädchen, Ihr Brüder." fie erinnert an ihren schon einmal gegebenen Rath, daß Jt off o " So, ho, ho", lachten einige laut auf. wir uns an der Taktik der schweizer Genossen ein Beispiel mit besonderer Hochachtung doHomo sapiens degeneratus. Schweigend, mit niedergeschlagenen Augen ging Xenia nehmen sollen. Wenn wir es auch prinzipiell vermeiden, Homo sapiens d. h. der wissende oder weise Mensch bis in die Mitte des Schlafraumes der Arbeiter. Sie ließ uns in die internen Angelegenheiten der sozialdemokratischen sich nicht verwirren durch das grobe, zynische Lachen, mit Parteien des Auslandes zu mischen, so sei doch diesmal ist der schmeichelhafte wissenschaftliche" Name, den der welchem sie empfangen wurde. Sie vergaß alles, außer ihre ausnahmsweise der guten Beratherin in Köln auf diesen Mensch auf lateinisch in der Naturwissenschaft führt. Und homo sapiens degeneratus heißt wörtlich entarteter, Mission. Sie blieb unter dem Kreuzfeuer der Blicke der Punkt geantwortet. Arbeiter stehen, und ihre weiche, leicht zitternde Stimme Weil die deutsche Sozialdemokratie eine Partei des wissender oder weiser Menschein Titel, den Herr ertönte in der Kaserne. Klaffenkampfes stets war und bleiben wird, deshalb war von Tauregg sich hinter die Ohren, oder auch auf die Stirn Ich bin gekommen, um mich mit Euch darüber zu fie stets die einzige Vertreterin des deutschen Proletariats, schreiben möge! unterhalten, weshalb es Euch so schlecht geht im Leben." deshalb wurde sie die stärkste Partei im Deutschen Reiche Vom Anti- Dreibund faselt die„ National- Beitung". Ungewöhnlich war die Stimme des Mädchens, un- und ist gefürchtet bei Bourgeoisie und Regierung. Der Anti- Dreibund" soll sein: Rußland, Frankreich und gewöhnliche Worte sprach sie aus, und die Gedanken der Die schweizer Sozialdemokratie, die von der Kölnischen der Papft. Schon vor mehr als Jahresfrist verspotteten Arbeiter nahmen plöglich eine andere Richtung ein; voller Bolts Beitung" wegen ihrer Taktik, insbesondere wegen wir diese Ausgeburt der höheren Kannegießerei. Aber die Verwunderung blickten sie schweigend von ihren Pritschen ihrer Intimität mit den ultramontanen Herren Decurtius, Kannegießer werden nicht alle. aus den wunderbaren Gast an, nur die Schnarchlaute des B. Beck 2c., sowie mit jedem anderen in Sozialreform eingeschlafenen Arbeiters ertönten im Hintergrunde bald machenden bürgerlichen Politiker gerühmt wird, ist leider Die Franzosen haben in Afrika zur Abwechselung stärker, bald schwächer. ir eine sehr schwache Partei, die weder für das schweizerische einmal Glück. Auch die letzte Hauptstadt des Königs von dego( Fortsetzung folgt.) bilan@ Proletariat, noch für das schweizerische Volk auch nur im Dahomey ist ihnen in die Hände gefallen, und es heißt, somalle var paid" disa Qungian C Jiff on Tren 9 " 19000 19 die meisten Negerstämme kiätten sich unterworfen. Nach einer Notiz soll der König selbst um Frieden gebeten haben. Sind diese Nachrichten auch vielleicht etwas übertrieben, so scheint es doch gewiß, daß die Lage der Franzosen in Dahomey entschieden eine bessere geworden ist. Um so schlimmere Nachrichten kommen aus Asien. Tonkin, das Schmerzenskind der französischen Kolonialpolitik, ist wieder einmal in Hellem Aufstand, nachdem kaum die„Beruhigung" des Landes angezeigt war. Den Anlaß sollen Frohn- arbeiten(an Wegen ec.) gegeben haben, die den Ein- geborenen aufgelegt wurden. Gefährlicher noch als der Aufstand ist die Cholera, welche in dieser Unglückskolonie niemals erlischt und schon mindestens 100 000 Franzosen hinweggerafft hat.— � Deutsch-französischer Grenzkrieg. Mit dem deutsch- russischen Grenzkricge, der seit gut zwei Mcnschenalteru unverdrossen fortgesetzt wird und die Annehmlichkeiten der vom„Erbfreund" in Szene gesetzten Grenzsperre noch er- heblich vermehrt, hatte das„neugeborene Deutschland" nicht genug, es mußte auch noch einen deutsch- französischen Grenzkrieg mit dem„Erbfeind" organisiren und unterhalten. Es sind hier allerdings keine Soldaten, die auf einander schießen, sondern Förster, Wildwächter und Steuerbeamte. Für die Bismarck'sehe Staatsmannskunst hatte das den Vortheil, daß man gelegentlich einen Schnäbele fangen konnte und immer einen hübschen casuo belli— Kriegsfall und Kriegsgrund sparat hatte. Bismarck ist in den Orkus versunken, allein sein Nach- solgcr hat als konservativer Mann anch auf diesem Gebiete den alten Kurs konservirt, und neulich wurden wieder einmal zwei französische Wilddiebe, Mutter und Sohn, von einem deutschen Förster erschossen. Natürlich, wie dieser bethenert, aus Nothwehr, was jedoch ebenso natürlich von den Franzosen bestritten wird; und nicht ohne eine gewisse Wahrscheinlichkeit, denn daß zwei geübte Wilddiebe, als welche die erschossenen geschildert werdeu, sich gemüthlich einer nach dem anderen von einem Mann todtschießen lassen, das klingt sicher nicht sehr glaublich. Genug, sie sind todt, und die Sache macht viel böses Blut in Frank- reich. Ter„Straßburger Post" wird nun von einem„süddeutschen Oberförster" geschrieben: „Muß denn die Jägerei bis haarscharf an den Grenzen durchaus und unter allen Umständen sein? In der ganzen Welt schießt man sonst an Grenzen, über welche hinaus man zu keinem anständigen nachbarlichen Verhältniß gelangen kann, alles ab. Warum geschieht dies nicht an jener Grenze, die sür den Schmuggel uno die Wilderei so außer- ordentlich geeignet, also bei einigermaßen erfolgreicher Jagd- hege nothwendig die Wilderei hegend ist?" Da es ein Regierungblatt ist, das diesen sehr ver- nünftigen Vorschlag macht, so wollen wir hoffen, daß die Regierung, die ja nicht mehr auf Schnäbele-Fälle Jagd niacht, m,t den Bismarck'schen Praktiken bricht und dem guten Rath folgt.— Ter englische Kohlenstreik im Unterhaus. Ein Telegramm aus Londen besagt: Montag, 13. November. Unterhaus. Im Verlaufe der Sitzung erllärte der Premierminister Gladstone, die Re- aiening verfolge mit peinlicher Aufmerksamkeit die lange Dauer des Kohlen st reiks und glaube, die Bewegung sei jetzt an einem Punkte angelangt, wo weitere Ber- »n i l t e l u n g s s chsri tte mit Aussicht auf Erfolg n n t e r n o m m e n m e r d e n könnten. Er habe daher an die betreffenden Organisationen der Grubenbesitzer und Berg- lenke Briefe gerichtet, in denen er hervorgehoben habe, daß für beide Parteien eine weitere gemeinsame Erörterung unter dem Vorsitz eines Ministers von Vortheil sein dürfte. Lord Rosebery habe diese Aufgabe übernommen und beide Parteien aufgefordert, Vertreter zu einer sofort zu beginnenden Konferenz zu entsenden. Lord Rosebery trete nicht als Schiedsrichter auf, sondern werde sich darauf beschränken, seine guten Dien st e anzubieten, damit beide Parteien zu einer friedlichen Lösung der strittigen Fragen gelangten. Gladstone sprach schließlich die Hoffnung aus, daß die Ver« Hältnisse den Schritt der Regierung rechtfertigten. Es ist bekanntlich nicht das erste Mal, daß die Regie- tung zu vermitteln sucht. Freilich die Zeit ist jetzt günstiger. Leider genießt aber das Ministerium Gladstone nur eines geringen Vertrauens unter den Arbeitern, die nicht ver- gessen können, daß die„liberale" Regierung es war, die den Grubenbesitzern Polizei und Militär zur Verfügung stellte und daß es ein Mitglied der liberalen Regierung war— Herr Asquith, der die Metzelei von Featherstone veranstaltete. Wolff's Depeschenburean meldet ferner: Manchester, 14. November. Eine heute Nachmittag stattgehabte Konferenz des Bundes der Bergarbeiter nahm eine Resolution an. den Vorschlag des Premierministers Gladstone behuss einer Vermittlung zu akzeptiren. Ein probates Mittel gegen den Hunger haben die Londoner wohlhabenden Frauen entdeckt. In der vorigen Woche haben sie eine große Versainmlung abgehalten, um ihre Sympathien den hungernden Frauen und Kindern in den Minendistrikten auszudrücken. Das ist alles, was man verlangen kann. Und hoffentlich sind die Hungernden anch dankbar und bescheiden genug, sich mit der Sympathie zu sättigen. Oder sollten sie gar so unvernünftig sein, reellere Dinge zur Stillung ihres Hungers zu verlangen?— Wozu die Anarchisten gut sind. Welche Dienste sie soeben der spanischen Regierung erzeigt haben, wurde schon auseinandergesetzt. Aber die Herren haben sich noch in viel weiteren Kreisen nützlich gemacht. So meldet jetzt ein Telegramm aus Bern: „Ter frühere Regierungspräsident des Kantons Zürich, bespricht in einem schweizerischen Blatte die jüngsten Anar- chisten- Attentate in Barcelona. In diesem Artikel heißt es, daß bei einer Wiederholung dieser Ver- brechen die Mächte gezwungen sein würden, durch internationale Abmachung gegen die Anarchisten energisch vorzugehen." An der Wiederholung wird es nicht fehlen. Herr Windischgrätz junior und andere brauchen die anarchistische tilse mindestens eben so sehr, wie die bankrute spanische egierung. Und so wird uns denn gelegentlich ein hübsches internationales Anarchistengesctz vorgelegt werden, das der internationalen Polizei von ihren anarchistischen Freunden apportirt»vorden ist. Uebrigens wird heute aus Madrid telegraphirt, der Belagerungszustand sei blos in Barcelona proklamirt und niemand denke daran, das Standrecht in ganz Spanien ein- zuführen. Die Botschaft hören wir wohl, jedoch uns fehlt der Glaube.— Korruption in Serbien. In Belgrad wird nächstens ein Aufsehen erregender Prozeß stattfinden, hohen Staats- beamtcn ist man auf die Spur gekommen> daß sie mit Skempelfälschungen den Staat um mehr als eine Million Franks(800 000 M.) geschädigt haben.— Z>srkeinsckrirhkerr. Der Parteitag für den Wahlkreis Hanau-Gelnhansen fand am 12. November in Hanau statt. Beschickt war der- selbe von 23 Delegirten,»velche 25 Ortschaften vertraten. Die Berichte der einzelnen Delegirten lassen sich kurz dahin zusammen- fassen, daß in allen, auch den kleinsten Ortschaften, Versuche ge- macht worden sind, Wahlvereine zu gründen, daß aber dieselben schiver zu leiden haben durch die zudringlichen Aufmerksainkeiten seitens der Polizei-Organe. Auch haben die meisten Genossen noch sehr mit der Lokalnoth zu rechnen, da ihnen fast überall die Säle veriveigert werden. Genosse D a ß b a ch- Hanau erstattete den Kassmbericht, welcher ergab, daß seit dem I. November 1892 bis 31. Oktober 1893 die Einnahmen 1273,56 M. betragen hatten, denen 1207,24 M. Ausgabe gegenüberstehen. Außerdem sind zur Reichstagswahl eingegangen 2354,63 M., ausgegeben 2319,29 M. Der Kassenbestand beträgt 842,77 M.— Genosse Daßbach- Hanau wurde als Kreis- Vertrauensmann gewählt. Ein Antrag, dahin zu wirken, daß die Wablvereine sich auflösen und die Agitation nur durch die Vertrauensleute betrieben»vcrden solle, wurde ab- gelehnt. Die Agitation des Kreises soll künftig durch den Kreis- Vertrauensmann geleitet werden, in jedem Orte soll ein Ber- trauensmann gewählt werden. Der nächste Parteitag des Kreises soll in Orb stattfinden. Hierauf wird der Parteilag mit einem Hoch aus die internationale Sozialdemokratie geschlossen. Mainz, 12. November. In öffentlicher Parteiveiffammlung »vurde nach einem Berichte über den Kölner Parteitag durch den Genoffen Joest an Stelle des langjährigen Vertrauensmannes Genoffen Konrad, der bestimmt ablehnte, Genosse Joseph Lukas zum Vertrauensmann und Genosse Bernhard Wollstadt zu dessen Stellvertreter ernannt. »» Eine große von IZOV Personen besuchte Volksvers am m l u n g, welche am 12. November er. in D r e s d e n stattfand, nahm nach einem Referat des Genossen Kaden eine Resolution an, die sich gegen die Mehrbelastung des Volkes durch die Tabak-Fabrikatsteuer aussprach. Die Parteigenossen von Frankfurt a. M. nahmen, nach- dem sie den Bericht der Delegirten vom KölnerParteitag entgegengenommen, nach längerer Debatte eine Resolution an, durch welche sie sich mit den Beschlüssen des Parteitages ein- verstanden erklärten. Mit etwas geringerer Majorität� wurde der zweite Theil der Resolution angenommen, welcher die Haltung des Parteitages gegenüber der Geiverkschaftsbewegung gut hieß. Polizeiliches, Gerichtliches«. — Hinsichtlich der P r e ß b e l e i d i g u N g en hat das Reichsgericht entschieden, daß einem Zeitungsredaklenr, der in der Wahrnehmung seiner persönlichen berechtigten Interessen gegen einen vermeintlichen unbefugten Angriff ehrverletzende Veröffentlichungen gegen einen Beamten gerichtet hat,. der Schutz des§ 193 des Strafgesetzbuches, Wahrnehmung berechtigter Interessen, zusteht, selbst wenn er annehmen konnte, daß er durch Beschwerde bei der vorgesetzten Dienstbehörde gleichfalls Genug- thuung erlangen würde. — Sitzenbleiben beiHochs istkeineMajestäts- beleidigung. So entschied die Strafkammer in Mühl» hausen. Unserm Magdeburger Bruderorgan geht darüber aus Mühlhausen folgendes zu: Bei einer Wählerversammlung in Treffurt waren 5 Personen, die hier vor der Strafkammer standen, beim Ausbringen eines Hochs auf den Kaiser sitzen geblieben. Sie waren deshalb wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Der als Zeuge vernommene Bürgermeister und der Gendarni von Treffurt mächten un- bestiminte Aussagen. Der eine Angeklagte sagte aus, daß er schiverhörig sei und gar nicht geivußt habe, um»vas es sich beim Aufsiehen der Anwesenden gehandelt habe. Das Gericht sprach die Angeklagten q>U der Begründung frei, daß, wenn auch einige von ihnen sitzen geblieben seien, dieses Sitzenbleiben allein noch keine Majestätsbeleidigung sei. Es müßten erst außer dem Sitzenbleiben noch Nebenumstände hinzutreten, wie Aeußerungen oder Handlungen der.Betreffenden, die eine Majestätsbeleidigung ergeben. Wir möchten durch Veröffentlichung obiger Gerichtsentscheidung unsere Leser durchaus nicht dazu veranlassen, weniger Borsicht zu gebrauchen, denn dieser übrigens vernünftigen Anschauung, die in obigem Entscheid niedergelegt, dürfte sich darum noch lange nicht jeder Gerichtshof anschließen. Wir können hier nur dieselbe Ansicht wiederholen, die im „Vorwärts" schon mehrfach zur Geltung gekommen. Eine Gesell- schast, in der die eine Klasse, weil sie die Macht hat, die andere zwingen kann, Handlungen zu begehen, oder durch äußerliche Zeichen(Aufstehe») ihr Einverständniß mit solchen zu heucheln, ohne daß diese damit einverstanden, kann nichts anderes verlangen und erwarten, als daß sie von der unterdrückten Klasse belogen wird, daß dieselbe solange heuchelt, bis sie die Macht hat, den ausoktroyirten Zwang abzuschütteln. Soziale AevevNrhf. Aufruf an alle in der Filzschuhbranche be- schästigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Kollegen, abermals stehen wir am Beginn eines neuen Jahres, und so sollen wir, wie im alten Jahr, die Erfolge, welche wir durch unsere starke Organisation errungen haben, im neuen Jahre zu verstärken suchen. Einzig und allein aw der Kollegenschaft liegt es, wenn sich die Organisation nicht so entwickelt wie es erforderlich ist. Kollegen! Ihr seht wie die Fabrikanten flch die- jenigen Kollegen zu nutze zu machen suchen, die der Organi- sation fern stehen. Diese Kollegen sind Pessimisten, wir müssen auf sie einwirken, daß sie anderen Sinnes werden. Kollegen, Ihr wißt, daß auch bei uns die Krise vor der Thür steht. und daß die Fabrikanten versuchen, uns das Wenige zu entreißen, was wir durch unsere Organisalion errungen haben. Kollegen, führt Ihr ein menschenwürdiges Dasein? Be- trachtet die sanitären Verhältnisse in Euren Werkstellen, die brutale BeHandlungsweise einzelner Fabrikanten! Dies» Ucbelstände sollten doch auch den Indifferentesten zum Bewußt- sein kommen. Sie sollen sich alle um das Banner der Organi- sation schaaren, denn nur durch dieselbe sind diese Mißstände zu beseitigen. Schaart Euch alle um Eure Organisation. Suche ein jeder eiii tüchtiger Kämpfer zu werden, damit die Fabrikanten einschen, daß Ihr Euch nicht länger auf ein besseres Jenseits vertrösten läßt. An Euch Kollegen, die Ihr organisirt seid, richten wir dem Mahnruf, rüttelt die Säumigen auf, scheut keine Mühe, versucht es, ihnen klar zu machen, daß sie nur durch die Organisation Besserung ihrer Lage zu erwarten haben, darum erscheint Mann sür Mann am Montag, den 27. November, Abends 3 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 83, denn unser Motto ist: Einer sür Alle und Alle sür Einen! Mit kollegialischem Brudergruß und Handschlag Der Vorstand des Vereins der Filzschuh-Arbeiter Berlins und Umgezend., I.A.: Albert Jaensch, 1. Vorsitzend», Demminnstr. 1. Zur Lage der Handlungsgehilfe». Die„Münch. Post" weist an der Hand des Jahresberichtes der Orts-Krankenkasse für kaufmännische Angestellte von München nach, daß die Lage der Handlungsgehilfen auch an der Isar eine sehr ge- drückte ist. Die Orts-Krankenkaffe hat von 1888—1892 an Mitgliedern um 39,3 pCt. zugenommen. In demselben Zeitraum stieg die Zahl der kassenärztlich Behandelten von 3423 auf 6944, was einen Zuwachs von 134,6 pCt. bedeutet. Im Prozentsatz zu der Mitgliederzahl der betreffenden Jahre beträgt die Zahl der kassenärztlich Behandelten 1883— 67,4 pCt. und 1892— 118,16 pCt. Das Ueberwiegen der Erkrankungen über die Mitgliederzahl ist nach der Meinung der„Münchener Post" eine Folge des Um- standes, daß die Mitglieder im Laufe der Jahre mehr und mehr gelernt haben, ihre Kasse in Anspruch zu nehmen. Trotzdem bleibt ein Wachskhum der Erkrankungen gegen früher. Diese sind die Folgen der im Handelsgewerbe üblichen 14— 16stündigen Arbeitszeit, sowie der schlechten Bezahlung hauptsächlich der jungen und der weiblichen Arbeitskräfte. Die lange Arbeitszeit in geschlossenem Räume, in staubiger Atmosphäre, wenig und schleckte Nahrung müssen dahin führen, daß ein großer Theil der Mitglieder krank, arbeitsunfähig ist. Die weiblichen Angestellten nehmen dabei die höchste Ziffer ein, wie folgende Tabelle zeigt: Als arbeitsunfähig erkrankten 1883: 905 und 1892: 2200. An diesen Summen partizipiren im Prozensatz zu der Zahl der Mitglieder: Mitglieder: 1883: 1392: Männlich erwachsen 5,99 11,36 Weiblich, 7.16 12,44 Männlich unter 16 Jahr und Lehrl. 2,75 3,9 Weiblich 1,91 3,26 Ein sehr trauriges Kapitel im Leben des Handlungsgehilfen verräth uns die Statistik der Todesfälle. 1892 verlor die Orts- Krankenkasse 35 Mitglieder durch den Tod, wovon allein 54,29 pCt. an Lungenleiden und 3,57 pCt. durch Selbstmord endeten, während alle anderen Todesursachen nur 37,14 pCt. ausmachen. Die Krankheitsfälle vertheilten sich auf folgende Alters- stufen: unter 16—20 21-25 26-30 30-35 16 Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr 1888... 8,07 5,72 4,13 2,14 2,73 1392... 2,65 11,46 8,49 4,26 4,06 Den höchsten Prozentsatz liefern die 16—25 jährigen, während von der Altersklasse von 31 bis 75 Jahren nur etwa die Hälfte der Klaffe von 21 bis 25 Jahren erkrankt. Und angesichts dieser traurigen Thatsachen sträuben sich die Unternehmer mit aller Gewalt gegen jedwede Verkürzung der Arbeitszeit. Eine Versammlung von Hansindustriellen, sogenannten Heimarbeitern, in Mainz, beschloß eine Eingabe an das Kreisamt zu machen und dasselbe aufzufordern, die Zurückgabe der den Haus- industriellen seit dem 1. Januar 1891 ungesetzlich abgenommenen Beiträge zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung zu ver- fügen, da nach§ 2 des Gesetzes über die Alters- und Jnvali- ditätsverstcherung die Heimarbeiter von den Wirkungen dieses Gesetzes ausgeschlossen sind. Auch in Breslau hat eine große Versammlung von Tabaksinteressenten und Konsumenten stattgefunden, welche eine Protestresolution gegen die geplante Tabaksteuer annahm. Die streikende» Drechsler i» Plaue» fordern ihre Berufs« genossen ans, den Zuzug dauernd fern zu halten. Der Sieg werde alsdann in kürzester Zeit errungen sein, da die betreffende Fabrik nur mit einigen wenigen, ganz unzureichenden Kräften arbeitet. Zur Sonntagsruhe. Ein erwähnenswerthss Urtheil fällte das Schössengericht in München. Es sprach einen Bäckerei- besitzer frei, der eines seiner Lehrmädchen in der gesetzlich freien Sonntagszeit von 3—10 Uhr Vormittags mit Anordnung der Ladenauslage beschäftigt hatte und geltend mächte, daß das nicht zum Verkauf, sondern zur Fabrikation gehöre. Wenn die höheren Instanzen dieses Urtheil bestätigen sollten, wäre vorerst die beste Gelegenheit zur Umgehung der Sonntagsruhe zum Schaden des Ladenpersonals und in direktem Widerspruch mit dem Zwecke des Gesetzes geschaffen. Kapitalistische und proletarische Entlohnung. Darüber bringt die„Münch. Post" folgenden interessanten Beitrag: Der Pariser„Figaro", das Organ der Pflastertreter und Lebemänner des Boulevards, berechnet den durch den Streik im Pas de Calais einer einzigen Kompagnie, der von Lens, verursachten Schaden auf 990 000 Frks., darunter 600 000 Frks. entgangener Gewinn aus der nicht geförderten Kohle. Wenn die Arbeit nicht unter- krochen worden iväre, so hätten die Arbeiter während der 42 Tage des Streiks 42 Mal 3000 Donnen, d. i. 336 000 Tonnen Kohle, gefördert, was einem Gewinn von 672 000 Frks.(2 Frks. k Tonne) entspricht. Der offenbar im Namen der so schwer ge« schädigten Ausbeuterkompagnie sprechende„Figaro" setzt das Rechenexempel nicht bis zum Ende fort. Wenn man nämlich etwas weiter rechnet, ergiebt sich folgende?: Der Jahresgewtnn der Kompagnie von Lens ergiebt nach den Angaben des„Figaro" die Summe von 4 800 000 Frks. Die 3000 Aktien der Gesell- schast sollen sich in 300 Händen befinden, sodaß aust jeden Aktionär ein Jahresgewinn von 16 000 Frks. entfällt. Die Ar- beiter, über und unter Tage, der Kompagnie, erhalten nur einen Durchschnittslohn von 1411 Frks. resp. nach Abzug üitfreiw.llliger Arbeitslosigkeit, Krankheit w. von 1272 Frks. Jeder der 300 Aktionäre erhält also täglich 43,83 Frks., jeder Arbeiter 3,48 Frks. von dem Ertrage der Gruben. So entlohnt der Kapitalismus diejenigen, die arbeiten, und diejenigen, die andere für sich arbeiten lassen. Städtischer Arbeitsnachweis i« Mainz. Mit dieser Frage hat sich nun auch auf Ersuchen der Mainzer Bürger- meisterei die dortige Handelskammer beschäftigt. Die Kammer beschloß, die Einrichtung prinzipiell zu befürworten, sich aber dagegen auszusprechen, daß die Leitung der Arbeitsnachweis- Stelle einem Arbeiter übertragen würde; nöthig sei hierfür ein durchaus unabhängiger Mann, am besten ein städtischer Beamter. Die vom Gewcrkschaftskartell zur Mitwirkung vorgeschlagene Kommission sei nicht nothwendig; die ihr zugedachten Aufgaben, als statistische Erhebungen über Arbeitslöhne, Krankheits- und Wohnungsverhältnisse, feien keineswegs für diese Kommisston ge- eignet. Sie sei mangels gesetzlicher Grundlage nicht im stände, sich zuverlässiges Material über diese Dinge zu verschaffen. Dagegen sei bezüglich der Krankenverhältnisse die Orts- Krankenkasse, hinsichtlich der Wohnungsverhältnisse die Bürgermeisterei in der Lage, statistisches Material zu liefern, soweit solches überhaupt zu beschaffen und betreff? der Arbeitslosigkeit habe ja die Arbeitsnachweise-Stelle eo ipso das erreichbare Material in Händen. Wir glauben der Handelskammer gern, daß sie Arbeitern irgend welche Befugnisse nicht einzuräumen gedenkt. Und die statistischen Erhebungen über Krankheiten, Wohnungsverhältnisse«., sie mögen im Interesse des herrschenden Geldsacks auch besser unterbleiben. Was brauchen die Handelskammerräthe zu wissen, wie die Arbeiter wohnen; lassen wir über deren Verhältnisse den Mantel der christlichen Liebe gedeckt, wie es bisher gewesen. Wenn sich aber einmal Statistiken nicht mehr umgehen lassen, dann sollen sie wenigstens von bureaukratischen Geheimde- und onstigen Rathen durchgeführt werden, von denen man von vorn jerein weiß, daß so sehr viel nicht dabei herauskommt. Aber bei Leibe den Arbeitern keinen Antheil zubilligen an der Verwal- tung ihrer eigenen Angelegenheiten. Der„Brandenburger Zeitung" wird aus Maris eill» mitgetheilt, daß der dortige Tramway. streik beendet sei. Für den Inhalt des Inferate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 15. November. Opernhaus. Der Barbier Don Sevilla. Cavalleria rusticana ( Bauern- Ehre). Adolph Ernst- Theater.[.. Am Mittwoch fällt die Borstellung aus. Der Billet- Vorverkauf zu den nächstfolgenden Tagen findet ununterbrochen von Vormittags 10 Uhr ab an der Theaterkaffe statt. Donnerstag, den 16. November: Charley's Tante. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Mittwoch, den 15. November: Zumn 9. Male: Schauspielhaus. Die Ahrenshooper. Die eiserne Jungfrau. Hannele Sonntag: Nachmittags- Vorstellung. Berliner Vollblut. Zimmerer. 00:00 Den Mitgliedern zur, Nachricht, daß unser Mitglied, der Schmied Leopold Thierberg, Orts- Krankenkasse Ortskrankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter des zu Berlin. Töpfergewerbes Generalversammlung zu Berlin. derVertreter derkaffenmitglieder und der Arbeitgeber, Borsigstr. 8 wohnhaft, am 11. d. Mis. Donnerstag, den 23. November, am Donnerstag, den 23. November, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des = Abends 6 Uhr: General- Versammlung Elisabeth- Kirchhofs, Prinzen im großen Saale des Herrn Alb. Keller, Allee, statt. 366/16 Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Bezirk II. Danksagung. Abends 7/2 Uhr, in Bolt' Salon, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Beschlußfassung, ob geschlechtsBergstraße 68. franke Mitglieder ohne Ausnahme dem Tagesordnung: 1. Neuwahl der ausscheidenden Delegirten der Arbeit Krankenhauſe überwiesen werden sollen. 2. Streichung des im§ 7 des geber resp. der Arbeitnehmer. 2. Rassen- Originalstatuts vom Bezirksausschuß bericht. 3. Vorlesung und Beschluß Allen Genossen. Freunden und Be- faffung des Erlasses des Ministers des hinzugefügten Sages über die Auffannten meines lieben Mannes meinen Innern vom 6. April 1893. 4. Annahme nicht versicherungspflichtiger herzlichsten Dank für die innige Theil träge. 5. Verschiedenes. Nach§ 47 Personen, da dieser Saz bereits im Manerblümchen. Orchester- und Parquet Loge 2 M., nahme bei der Beerdigung desselben. des Statute. 1. Rang- Loge 1,50 M., Parquet- Fauteuil Insbesondere den Genossen des 4. Wahl1 M., 1. Rang- Fauteuil 1 M., 1. Parquet kreises, dem Lese- und Diskutirflub Gustav Erbe, 1. Borsitzender, Spandau, 1 M., 2. Parquet 70 Pf., 1. Rang Sperr- Süd- Ost" sowie dem Vorstand der sig 80, 60 und 40 Pf., Stehplay 30 Pf. Freien Hilfskaffe der Tischler, Verwaltungsstelle H, für die rege Betheiligung und herrlichen Kranzspenden. Deutsches Theater. Die Journalisten. Berliner Theater. Jenseits von Gut und Böse. Leffing- Thenter. Friedrich- Willhelmstädt. Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Wallner- Theater. Elite- Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jung frau.. Adolph Ernst- Theater. Keine Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Aleranderplah- Theater. Zimmermanns Lene. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: Berlin bei: Nacht. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Theater Unter den Linden. Gänferichs. Sataniel. M Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. 1 Hochkom. Burleske von Oscar Wagner. Parodie!. Ulk! Humor Apollo Theater. Spezialitäten Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Eugen Brudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Berlin bei Nacht. Posse in zwei Aften von Anton Anno. Regie: Hugo Hummel. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 19. November, Nachmittags 3 Uhr: Voltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Atten von Shakespeare. Regie: Max Samst. Wallner- Theater. Nur diesen Monat Gastspiel- Enclus des Eden- Theaters 8) Direktion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Mittwoch: 2 Montre- Vorstellungen 2 um 4 und 72 Uhr. Nachmittags 4 Uhr nur diese eine Familien, Schüler- u. KinderFestvorstellung. Ganz herabgefeßte Preise, u. anderem: 1.Parquet, 1. Rang- Loge u. Balton 1 M., 2. Rang- Loge und Balkon 50 Pf.. Gallerie 25 Pf. u. 1. w. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sount. 61/2 Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendir. New! Hierauf: Neu! Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Wochentags 72 Uhr. Anfang:{ Sonntags 52 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Wittwe Johanna Lehmann. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. 166b Der Vorstand. Gr. Wall in der Havel. Rudolph Bahlke, Schriftführer, = Madaistr. 9. Orts Kranken- Kasse der Drechsler 2c. General- Versammlung der Vertreter § 5 des Statuts enthalten ist. 3. Wahl des Rendanten Stellver treters. GWIT 4. Antrag des Vorstandes auf Anstellung des fünften Kassirers. 5. Wahl der Kassirer. 6. Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern seitens der Vertreter der Kassenmit glieder.( 5 auf 2 Jahre und 1 auf 1 Jahr.) 7. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern feitens der Vertreter der Arbeitgeber. 8. Wahl von 3 Revisoren zur PrüJeden Sonntag und Donnerstag: am Sonntag, 19. Nov., Vorm. 10 Uhr, fung der Jahresrechnung. Stettiner Sänger. Anfang Alte Jakobstr. 48a. Tages- Ordnung: 9. Die bevorstehende Delegirtenwahl Um pünktliches Erscheinen ersucht. Der Vorstand. Ersatzwahl des Vorstandes( 1 Arbeit- 170b geber und 2 Arbeitnehmer). Um om 11 Uhr: Zweite Versammlung. 1. Tages- Ordnung: Für Gewerkspatientinnen 8 Uhr. Raffenbericht. 2. Wahl eines bisher frühmorgens in meiner PrivatRechnungs Ausschusses pro 1893. Zum Schluß: 3. Statutenänderung 8 17. 4. Be- Franenklinik, Louisen- Ufer 17, abEin gestörtes fchlußfassung über den Vertrag der gehaltenen Sprechstunden auf die Rendezvous. freien Arztwahl. Komisches Ensemble. Entree 50 Pf. Mittagszeit von 12 bis 2 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr, dverlegt. Freie Arztwahl. Poliklinik wöchentl. 12 bis 1 Uhr. 1106b Der Vorstand. H. Deininger, Vors. Die Beleidigung gegen Frau Knüppel Im Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Blafate.) nehme ich hiermit zurück. Hahnel. 545 Freitag, den 17. November: Soiree in Der Victoria- Brauerei. Achtung! Dr. Bunge. Achtung! Präuscher's MUSEUM Gr. Volksversammlung anatomisches Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße Viel Neues, am Mittwoch, den 15. d. M., Abends 8 Uhr, darunter der im großen Saale des Herrn Joël, Andreasstr. Nr. 21. Schußkanal der Kugeln des be Tages Ordnung: 1. Bericht der Frauen Agitationskommission. 2. Neuwahl der Komgehend durchfünf Körper mission. 3. Vortrag des Genoffen Dr. Bruno Schoenlank über Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. ratweil'sche Bierhallen Castan's G Kommandantenstr.77-79. Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert. Soiréen der Leipziger Sänger vom Krykall- Palat. Anf. Wochent. 71 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf.. Panopticum. Neue Gruppe: Unverhoffter Befudh in Castan's Atelier. ,, Die Ursachen der Prostitution". 4. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Frauen- Agitationskommission. 412/14 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Am Donnerstag, den 16. November 1893, Abends 82 Uhr, im ,, Märkischen Hof, Admiralstraße 18c: Branchen- Versammlung aller in der Lampenbranche beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen O. Näther über:" Der Parteitag zu Köln und die Gewerkschaftsbewegung. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 231/4 Der Vorland. Anerkannt gute Küche. Bentral- Kranken- u. Sterbekasse Berein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenoſſen Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Auftreten des hervorragendsten Sensations- Zauberers der Gegenwart MorigDir. B. Schenk. Animelas Wunderampel. Trompeter Play. PassagePanopticum. Nur noch kurze 峰 Zeit: Der blaue Maun. Die Afendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Etablissement moriz Buggenhagen. der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin G. Sonnabend, den 18. November: Familien- Kränzchen in Buss' Ball- Salon, Große Frankfurterstr. 85. ( Filiale Berlin). Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 16. November 1893, Abends präzise 8 Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstraße Nr. 38. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über:„ Das moderne RaubritterVeranstaltet von Mitgliedern der Rasse thum". 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. zur Unterſtühung HF ausgesteuerter Kranfer. 30/5 Billets find in allen Zahlstellen sowie 210/11 bei folgenden Mitgliedern zu haben: F. Hartung, Sangeftr. 66 II; E. Röhn, Lichtenbergerstr. 15 part.; A. Columbus, Fruchtstr. 60 II. Zu reger Betheiligung adet ein Das Comité. Boltz' Festsäle, vorm. Feuerstein, S. Alte Jakobstraße 75. Gr. u. Il. Säle zu Festlicht. u. Vers. # Roulante Bed. T. A. I, 1082.[ 24006* Platz. von Säkkingen. Infernable Wäsche. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste erwünscht. But Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Die Verwaltung. Maler. Am Mittwoch, den 15. November, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Welle, Notiztraße Nr. 50: Mitglieder- Versammlung der Filiale VII SW. Tagesordnung: 1. Diskussion über die Schippel'schen Artikel im Vereinsanzeiger". 2. Berschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 442/4 Schenk contra Bosco. Der schwer. Frühstücks- u. Mittagstid. Schmiedel's Festsäle, Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer bende Kopf. Bacchusfest. Reise durch das Unmögliche( Großart. Potpourri). Abdul- Al- Hakk- Hamid- Mysterie ,, Die Metamorphose im Bagno". Luftwandlerin Im Reiche der Schatten. Miss Edith. Hochkom. Spezialit. Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Geister- Concert. Fata morgana. Schönheits- Galerie. Riesenhaupt. Der Diamanten- Palast, Hydraulische Feerie, Wasserfälle, Eis. regen, dekorative Transformationen. Galerie lebender Bilder von 30 Damen. Unter Anderem das Pracht- Tableang: Die Schlacht der Amazonen. Abends Parquet 2 M. u. s. w. Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. 306 115 Säle( Bühne) zu Festlichkeiten u. Bersamml. Amt 1 7421. H. Ebert. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag: in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerje, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- Preisringer. Sbargulap, indischer Jongleur. Brother Baretti, KopfEquilibrist. Frls. Glaser, Duet tiftinnen. Herren Cordes und Zierath, Gesangs Humoristen. Fratelli Bozza, italien. musikal. Steinsetzer. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. 20 Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle Berlins und Umgegend. zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Am Donnerstag, den 16. November d. J., Abends 8 Uhr, in Wwe E. Schmiedel. Zahn- Arzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22. [ 118b Brochnow's Salon, Sebastianstraße Nr. 39: Derlammlung. Tagesordnung: 逸 Spr. 8-7 Uhr. Theilzahlung. fimus". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Fragefaften. Gäſte 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Jdealismus und Materias Brückgesetzte, wenig fehlerhafte haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Teppiche!! Portièren!! Gardinen!! Steppdecken!! fauft man am 5143L* billigsten in der Fabrik von Emil Lefèvre, Berlin S., Oranienstraße 158. Illustrirter Pracht- Katalog!! ( ca. 200 Seiten start), umsonst. Der Vorstand. Den Kollegen hiermit zur Kenntniß, daß die zum Sonnabend oder Sonntag Abend geplante Versammlung Umstände halber noch nicht stattfinden tann. 381/16 C. Blaurock. Freie Vereinig. der Graveure u. Ciseleure. Sonnabend, den 18. November 1893, im Konzerthanse ,, Sanssouci", Kottbuserstraße Nr. 4a: Gr. Winter- Fest zum Besten der Unterstützungskasse, ove bestehend in Konzert, Gesang, Theater etc., unter Mitwirkung des Gefangvereins ,, Borax"( Mitglied des AS.-B.). U. A. Aufführung des preisgekrönten Festspiels„ Empor zum Licht", dargestellt von Mitgliedern des National- Theaters". Eintrittspreis 30 f., Herren, welche am Tanz " theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets find bei den Kollegen Thurow, Grüner 28eg 39: Barth, Simeonſtr. 2; Alt, Fürſtenſtr. 4; Michau, Lübbenerstraße 22; Rohrbeck, 2. Um rege Betheiligung bittet Verantwortlicher Redakteur: Nobert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 168/14 Der Vorstand. Hierzu eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 269. bazed doo Lokales. Mittwoch, den 15. November 1893. einen tagen an " 10. Jahrg. am Eingang verspricht. Dies ist nun leider nicht der Fall und unter 21 Jahren, so weit sie die Botendienste besorgen, den Einnamentlich der Tag, an dem der Arbeiter, wenn's ihm gut geht, tritt in das Börsengebäude zu verbieten. Dadurch sind ca. 40 sich einzig ein freies Stündchen gönnen kann, der Sonntag, wird dieser Angestellten brotlos geworden, da sie fast nur für die Nachtlänge von der Stadtverordneten- Wahl. Als Ran- von den Inhabern mancher Freifonzert- Lokale in geradezu un- Thätigkeit an der Börse engagirt waren. Als Grund für diese didat der konservativ- liberalen Parteien kandidirte im 37. Wahl- verschämter Weise zum Schröpfen benutzt. Der Befißer eines be- Aussperrung wurde angegeben, daß minorenne Personen vom bezirk der Fabrikbesizer Weigert, welcher augenscheinlich, von fannten Konzertlokals im Herzen der Stadt, der sich Wochen- Börsenbesuch" ausgeschlossen seien. Unter" Börsenbesuch" vers allen Reaktionären auf den Schild erhoben, glaubte, das Mandat tags freut, wenn überhaupt Gäſte bei ihm kommen, läßt am steht aber jeder Kaufmann das Handeln und die Thätigkrit„ im bereits in der Tasche zu haben. Um aber ganz sicher zu gehen, Sonntag trotz aller Anfündigungen Freikonzert Freikonzert sein Markt". Daß nun ein Zusammenhang zwischen der Thätigkeit LaufBörsenbesuchers" und dem wurden alle möglichen Mittelchen ersonnen und zur Anwendung und fordert von dem ihn besuchenden Arbeiterpublikum das für des Börseaners oder gebracht, um Stimmen zu fangen. So wurden z. B. Stimm Kunstgenuß zweifelhafter Art gewiß nicht gering jungendienst der jett brotlos Gewordenen besteht, das zettel verschiedenen Inhalts vertheilt. Der eine lautete: Wählt nennende Entree von 40 Pfennigen à Person. heraus zu finden ist dem Scharfsinn des Börsen- Kom den wahren Volksvertreter Otto Weigert". Der andere lautete: Dies ist einfach eine Spekulation auf die Zwangs missariats der Berliner Fondsbörse vorbehalten geblieben. die nur den Sonntag zum " Wählt den wirklichen Arbeiterfreund Otto Weigert". Unsere Tage der Arbeiterbevölkerung, Wenn diese Maßregel des Ausschlusses für die bezur Bertheilung gelangten Stimmzettel hatten dagegen folgenden Genießen hat und daher das Hauptkontingent der Besucher der theiligten Familien jetzt, wo der Winter vor der Thür steht, Inhalt:„ Der Kandidat der sozialdemokratisch en artiger Vergnügungslokale bildet. Denselben sogenannten Genuß, doppelt schwer und drückend wirkt, so ist dies den Herren da Partei für den 37. Kommunal. Wahlbezirt ist der Sch an t- den diese Wirthe ihren Gästen des Wochentags umsonst bieten, oben, die keine Nahrungssorgen kennen, sehr gleichgiltig, sie wirth Franz Gleinert, Müllerstraße 174( Ece belegen sie am Sonntag, wo der Arbeiter kommt, mit einer der glauben, etwas für das Ansehen der Börse gethan zu haben, Fennstraße)." Man erfieht hieraus wieder, daß unsere Partei artig hohen Steuer, daß nur der, der sich pekuniär anstrengt, sie wenn sie durch ihre Willfür ein halbes Hundert redlich arbeitender frei und offen mit der Wahrheit kämpft, während die Gegner sich leisten kann. Solcher Ausbeutung sollte der Arbeiter fräftig junger Leute brotlos machen. Sobald es sich darum handeln unter falscher Flagge fegeln. Bu Agitationszwecken für Herrn entgegentreten und den auf Sonntagsgroschen versessenen Wirthen würde, die Börse von den zahllosen Bummlern und Spielern einfach sagen, wenn Ihr uns nicht unter denselben Bedingungen, es giebt unter diesen auch minorenne Börsenbesucher" die Weigert dienten auch die' Plakatträger, welche auf Brust und wie für Wochentagsgäste haben wollt, dann verzichten wir über Gott und der Welt Geld schuldig sind, zu reinigen, dann würde Rücken große Platate trugen, mit der Aufschrift versehen: Wählt Otto Weigert". Vor dem Wahllokal in der Bernauer- haupt auf Euer Lokal. man es sicher damit nicht so eilig haben. traße hatte ein derartiger Plakatträger es sich bequem gemacht, sah auch garnicht so sehr verlegen zu sein. Manche Wirthe, die von Hagelberg, Marienstr. 19/21, ist ein Raub der Flammen Wie wir gefunden haben, braucht die Arbeiterschaft um Er: Großfeuer in der Marienstraße. Die Luxuspapierfabrit die beiden Plakate abgeschnallt und über den Zaun des Vorgartens gehängt. So waren sie auch zu sehen, was sollte er sich weniger plump spekuliren, bieten dem Arbeiter an Sonn- geworden. Als heute Morgen um 8 Uhr die Feuerwehr alardamit schleppen? Doch das Unglück reitet schnell. Wie ein Wochentagen mirt wurde, stand bereits das große fünfstöckige Fabridgebäude Ungewitter tam Herr Lehrer Schwarz in einer Droschke an- denselben Bedingungen, und auch für wirkliche Volkskonzerte in Flammen, und konnte sich die Thätigkeit der in brei Zügen gesaust und fanzelte den Armen ob seiner Pflichtvergessenheit ge- scheint fich allmälig die Bahn zu ebnen. Vor und liegt ein mit fieben Schläuchen nebst drei Dampfsprigen arbeitenden Feuergefauft und fanzelte den Armen ob seiner Pflichtvergessenheit gehörig ab, ihm mit Entziehung der Arbeit drohend. Was blieb dem Prospekt, den die Freie Bereinigung der Zivilberufsmusiker Berlins wehr nur noch auf die Erhaltung der Nebengebäude und des von armen Schlucker anderes übrig, als seine Laft wieder auf sich zu Genuß einer guten Mufit hingeben zu können, hat die Freie Regiments zu Fuß beschränken. Vom Fabrikgebäude selbst stehen versendet. Um dem Arbeiter Gelegenheit zu geben, sich dem der Karlstraße aus angrenzenden Ererzierhauses des 2. Garde nehmen und für Herrn Weigert weiter zu agitiren? Nun, Bereinigung" beschlossen, für die Wintersaison 1893/94 eine alle Machenschaften der Gegner hatten nur den Erfolg, daß der Reihe von Abonnements- Konzerten einzuführen, die dem Arbeiter nur noch die Umfaffungsmauern. Das Fabrikpersonal konnte sich wirkliche Arbeiterfreund", der wahre Voltsvertreter" Otto Weigert glänzend durchgefallen ist. Recht sonderbar muß auch für ein Billiges zugänglich gemacht werden sollen. für ein Billiges zugänglich gemacht werden sollen. Die Ver- nur mit genauer Noth retten. Der Schaden ist bei dem gerade der Umstand berühren, daß im Wahllokale des 41. Bezirtes einigung verspricht, diese Konzerte, deren allmonatlich ein bis jetzt zur Weihnachtszeit dort lagernden Papiervorräthe ein ganz Pantstr. 7-8( Turnhalle) von dem Wahlvorstande beharrlich die zwei stattfinden sollen, in jeder Beziehung künstlerisch vollendet Lampen- Explosion zu Grunde liegen soll, die Arbeitslosigkeit vieler enormer, außerdem dürfte der Brand, dessen Entstehung eine vorgelegten Stenerquittungen als Legitimation nicht anerkannt zur Ausführung zu bringen und in ihnen nur die bessere klassische Hunderte nach sich ziehen. Da die Papiervorräthe noch fortwurden, bis zu Mittag erst es dem Stadtverordneten Bogtherr und moderne Musik zu pflegen unter selbstverständlicher Fern- während brennen und glimmen und eine ungeheure Gluth entgelang, die nöthige Aufklärung zu schaffen. Trotz alledem hat baltung aller Musikstücke, die das heutige System mit ihren wickeln, werden die Löschversuche und die Aufräumungsarbeiten aber Bogtherr doch einen glänzenden Sieg errungen als Kandidat Kriegsbespoten verhimmeln. der sozialdemokratischen Partei. Es sind zunächst für diese Saison 8 Konzerte in Aussicht sich vermuthlich bis in die späten Abendstunden ausdehnen. genommen, welche vertheilt werden in Gesellschafts, Walzer, Der Heißhunger nach billigen Arbeitskräften kann Ausgezeichnet informirt war am Dienstag Morgen die Symphonie- und Solisten- Ronzerte. Das Orchester wird 60 Mann nicht gestillt werden! Der Verein für Befferung der Straf " Staatsbürger- Zeitung" über den Ausfall der am Montag voll- start sein. Der Abonnementsbetrag ist möglichst niedrig und be- gefangenen" hat in den letzten Wochen so viel Gesuche um zogenen Stadtverordneten- Wahlen. Während alle Berliner trägt für 4 Konzerte 50 Pf. Dabei ist die jedenfalls wohl- ueberlassung von Arbeitskräften erhalten, daß nur etwa die Morgenblätter das schon um 91/2 Uhr Abends vollständig be- löbliche Einrichtung getroffen worden, daß es jedem überlassen Hälfte derselben berücksichtigt werden konnte. In die letzten fannt gewordene Resultat brachten, glänzte der Ahlwardt- bleiben soll, seine Billets nach Belieben zu verwenden, so daß Bochen fiel nämlich der landwirthschaftliche Ziehtermin für Moniteur mit einem einzigen Resultat und merkwürdigerweise niemand daran gebunden ist, bestimmte Konzerte zu besuchen, er Mecklenburg, die Priegniß, die Uckermark und das Oderbruch, mit dem des dritten Wahlbezirks, in dem der Bürgerparteiler vielmehr von den in Aussicht genommenen 8 Konzerten und zahlreiche Landwirthe, namentlich auch Großgrundbesitzer, Dr. Henfig es nothdürftig zu einer Stichwahl brachte. Wahr beliebig 4 Ronzerte besuchen darf. scheinlich war die Redaktion der Staatsbürger- Beitung" so wendung einer Abonnementstarte als Familienbillet bis 4 Per das seit dem 10. Ottober 377 Strafentlassene als landwirthAuch ist die Wer hatten sich an das Arbeitsnachweise- Bureau des Vereins gewendet, zeitig ausgerückt, um das Wahl- Siegesfest der Antisemiten nicht sonen statthaft. Zur Lokalfrage sind den Wohnungsverhältnissenschaftliche Arbeiter, und zwar zumeist als sogenannte Hofjänger, zu versäumen. der Arbeiterschaft Rechnung tragend größere Konzertlokale in den in die unter„ Arbeitsnoth" leidenden Landestheile geschickt hat. verschiedenen Stadttheilen in Aussicht genommen, so die Konkordia: Die Unglücklichen haben in diesen Gegenden bekanntlich unter Festfäle( Andreasstraße), Germania Prachtfäle( Chauffeestraße), Lohn- und Arbeitsbedingungen zu frohnden, die selbst den Lips'sche Brauerei( Königsthor), Konzerthaus ( Rottbuserstraße) u. s. w. Ronzerthaus Sanssouci arbeitslos gewordenen Arbeiter in der Großstadt die Sehnsucht nach solchem Brot verleiden. Die Großgrundbesiger sind daher Grunde lieber, weil sie, meistens moralisch gebrochen, noch auf Strafgefangene versessen und nehmen diese schon aus dem gefügiger sind, als die in hellen Haufen davongehenden sog. freien Landarbeiter. Freilich stellen auch die entlassenen Straf gefangenen bald genug Betrachtungen darüber an, ob es in Plößensee denn doch nicht noch etwas angenehmer zu leben sei, als im gelobten Lande Mecklenburg. " Gewerbegerichtliches. Vertretungsvollmachten bei Klage Objetten von über 150 m. find bekanntlich stempelpflichtig. Nach einer Verfügung unterliegen aber auch alle anderen Vollmachten, ganz gleich, ob das Streitobjekt nur einige oder 100 m. beträgt, Der Stempelpflicht, sofern das Objekt in der Vollmacht nicht deutlich angegeben ist. Jeder Arbeiter, der sich in Gewerbegerichtssachen vertreten läßt, möge sich hiernach richten; jede Mart wird ja heute so sehr schwer erworben und spielt im Haushalts- Budget der Arbeiter eine große Rolle. Frei- Konzert. Diese Ankündigung an den Pforten unserer weltstädtischen Restaurationslokale ist bekanntlich im stande, manchen Wanderer, der sonst mit trodener Rehle seines Weges fürbaß gegangen wäre, auf der Stelle zu bannen. Ob allein oder in Gesellschaft einer besseren Hälfte, läßt man sich gar zu leicht verlocken, den einschmeichelnden Tönen des HampelmannWalzers oder gar der Cavalleria rusticana zu folgen, und ein mal am Biertisch plazirt, bietet das Programm der interessanten Piecen so mancherlei, daß man, seine Alltagssorgen vergessend, es auch vielleicht auf ein Glas Bier mehr oder weniger nicht ankommen läßt. Die Einrichtung des Frei Konzerts wäre nun für uns in der Kunst der Töne bescheiden genießende Leute recht hübsch, wenn man der Wirth auch immer hielte, was er draußen nur halbwegs, was sie in diesem Prospekt verspricht, so wird Hält die Freie Vereinigung der Zivil Berufsmusiker auch die Arbeiterschaft Berlins nach unserem Dafürhalten recht bald auf den zweifelhaften Genuß sogenannter und wirklicher Freitonzerte verzichten lernen. Nur her mit dem Guten, zu schäßen wissen wir's schon! von Jahren seitens vieler Firmen junge Leute im Alter von An der Berliner Fondsbörse wurden seit einer Reihe 16 bis 20 Jahren damit beschäftigt, daß sie von den einzelnen hinter dem Polizeipräsidium, Stadtbahnbögen Nr. 100, 101 and 102 Palliativmittel. Die große Wärmehalle am Alexanderplatz, Börsentischen die abzusendenden Telegramme nach dem im Börsen wird am 15. November wieder eröffnet. Durch den neu hinzugebäude befindlichen Telegraphenbureau besorgten und von dort getretenen Bogen Nr. 100 find 500 Sitzplätze mehr gewonnen. die eingehenden Depeschen für ihre Firmen abholten. Diese Wie im vorigen Winter werden dort eine Tasse Kaffee mit Dilch jungen Leute sind fast ausnahmslos Söhne unbemittelter Eltern, und Zucker, eine Tasse Milch, zwei Schrippen und eine bestrichene Sie im Kampfe um Berdienst ihrer Kinder rechnen müssen. das tägliche Brot sehr mit dem Stulle Schwarzbrot zu je 5 Pf. und ein Napf Suppe mit Stulle Nachdem die für 10 Pf., gegen Marken, die an der Kaffe zu haben sind, jungen Männer Jahr aus Jahr ein unbeanstandet in während eines ganzen Tages verabfolgt. Die Halle ist geöffnet diesen Stellungen thätig gewesen waren, gefiel es plöglich von Morgens 8 bis Abends 7 Uhr. Alte warme Kleidungsam Sonnabend, den 11. November, dem Börsenkommissariat ohne stücke, Schuhzeug u. f. w. werden dort mit Dant angenommen. irgend eine vorherige Ankündigung sämmtlichen jungen Leuten Der Verein für Kinder- Volkstüchen beginnt seine Thätigkeit Lassalle's Reden und Schriften. tungen zu den einzelnen Arbeiten Raffalle's nicht in etwas die weg ſchon in die ſozialdemokratische Agitation gehören. G3 find IT. Die Grandfäße, die Bernstein bei seiner Thätigkeit als Herausgeber befolgt hat, find durchaus zu billigen. Auf das was die alexandrinischen Kleinkrämer der Bourgeoisgelahrtheit „ tertkritischen Apparat" und" philologische Afribie" nennen, hat er mit gutem Recht verzichtet. Gewiß nicht nur deshalb, weil die Ausgabe in erster Reihe für Arbeiter bestimmt ist, son dern auch weil diese übertriebene Formkrämerei zu den unvertennbarsten Zeichen unheilbarer Altersschwäche gehört und somit awar der bürgerlichen Wissenschaft vortrefflich, der sozialistischen Wissenschaft aber feineswegs zu Gesichte steht. Hier und da mag die Tertrevision noch der nach bessernden Hand bedürfen; in allem Wesentlichen haben die deutschen Arbeiter ihren unverfälschten Lassalle wieder. nicht immer erschöpfende Auffassung der allgemeinen Einleitung fünf Stücke: das Arbeiterprogramm und die vier Bertheidigungsnachwirten sollte, aber er hat mit glücklichem Takte die Rolle des Schulmeisters vermieden und die Unterschiede zwischen den Gedankenkreisen Lassalle's und des heutigen Sozialismus nur an wesentlichen Gesichtspunkten und auch hier zwar mit der nöthigen Klarheit, aber auch mit derjenigen Kürze angedeutet, die mehr das eigene Denken des Lesers fördert, als ihn auf die Worte irgend eines Meisters schwören lehrt. Wenn diese Methode Bernstein's alles Lob verdient, so ist es überflüssig, erst zu sagen, daß sich gegen seine prinzipielle Auffassung nirgend etwass ein wenden läßt. reden und Schriften in dem Kriminalprozeß, den der jetzige preußische Justizminister und damalige Staatsanwalt v. Schelling wegen des Arbeiterprogramms gegen Lassalle angestrengt hatte. Wit Recht sieht Bernstein in dem Arbeiterprogramm und den beiden Wertheidigungsreden vor dem Stadt und Kammergericht die reifste geistige Frucht von Lassalle's Agitation. Auf einer durchschnittlich wohl etwas tieferen, theilweise selbst einer viel tieferen Stufe steht die vierte Gruppe, die im engeren Sinne des Worts Agitationsschriften und Reden für den Allgemeinen de utschen Arbeiterverein, vom Antwortschreiben bis zur Ronsdorfer Rede; den meisten dieser Schriften merkt man es dochy an, wie fpärlich dem gewaltigen Agitator die Muße sur literarischen Ausreifung seiner Gedanken gegeben war, wie oft ihm auch die drängenden Bedürfnisse des Kampfes das Konzept verschoben. Aber noch einmal flammt dann Lassalle's( Menius hell auf im Bastiat Schulze", feiner ökonomischen Hauptarbeit, die mit ihren Anneren die vierte Gruppe bildet. N Das Gleiche gilt von der Disposition seiner Ausgabe. Er theilt die Reden und Schriften Laffalles in fünf große Gruppen: zunächst solche, die vor die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins fallen, die Affisen- Rede von 1849, die Broschüre über den Krieg von 1859, die Reden und Schriften über Fichte und Lessing, und dann die Vorträge über Verfassungswesen, durch die Lassalle die bürgerliche Opposition der Konfliktsjahre zu einem gründlichen Tanze mit dem Absolutismus und Feudalis Als Anhang folgt die fünfte und letzte Gruppe: Reden mus auszustacheln suchte. Bekanntlich vergebens, und wir möchten und Schriften, die feinen eigentlich sozialistischen Inhalt haben: hier noch einschaltend bemerken, daß Bernsteins Urtheil über den die Kassettenrede von 1848, das Trauerspiel Franz von Sidingen, Bruch Lassalle's mit den Fortschrittlern und die furchtbare das Pamphlet gegen Julian Schmidt und Auszüge aus Lassalle's Heftigkeit, weil er die Geißel auf ihrem Rücken tanzen ließ, auch theoretischer Hauptleistung, dem System der erworbenen Rechte. wohl einer gewiffen Ergänzung bedarf. Wenn Bernstein es Das Pamphlet gegen Julian Schmidt schätzen wir höher als scharf tadelt, daß Lassalle die um die nerfassungsmäßigen Bernstein, obgleich wir ihm zugeben, daß es manches Gesuchte Rechte der Voltsvertretung fämpfenden Parteien, unter und Unbillige enthält. Aber diefer Vorwurf trifft auch Lessing's denen sich Männer wie Johann Jacoby, Waldeck, Ziegler 2c. Schriften gegen Klotz und die Klozianer, Goethe's und Schiller's befanden, einfach als eine Klique bezeichnet" habe, so enien, Platen's und Heine's literarische Satiren, und wir übersieht er, daß Ziegler über diese Klique" wo möglich noch stellen Lassalle's Pamphlet, sowohl was die historische Beheftiger schalt als Lassalle, und daß sogar Waldeck, dem bei rechtigung als was die sittliche- natürlich nicht im spießbürger seinem starten Selbstbewußtsein solche Geständnisse sehr schwer lichen Sinne fittliche Nothwendigkeit anbetrifft, allerdings ankamen, später lebhaft bedauerte, daß man in lächerlichem neben jene flassischen Streitschriften der deutschen Literatur. Bourgeoisdünkel den Herrn Lassalle" so schnöde behandelt habe, Um so uneingeschränkter fönnen wir die Auszüge aus dem so übersieht er auch, daß im Sommer von 1865, allerdings erst ein System der Erworbenen Rechte loben. Da hat Bernstein einen Jahr nach Laffalle's Tode, aber doch auch schon ein Jahr vor Kernschuß gethan. Wir stimmen ihm darin zu, daß die wissenKöniggräß, demokratische Blätter, wie die Rheinische Zeitung" schaftlichen Ergebnisse von Lassalle's theoretischem Hauptin Köln und die Reform" in Berlin trocken erklärten:„ Wir wert noch einmal bedeutsame, praktische Aufgaben zu sind der feierlichen Proteste nun gerade satt. Die Rederei und lösen haben werden, aber auch davon abgesehen: daß Resolutionsfasserei bewegt in ganz Deutschland auch nicht ein Bernstein in nicht leichter Gedankenarbeit, durch vortreffliche dürres Blättchen," und daß selbst fortschrittliche Organe, wie die Auswahl der einzelnen Theile und ihre lichtvolle Verbindung Breslauer Zeitung" und die Elberfelder Zeitung" über die endlich Laffalle's Hauptwert dem Verständniß der Arbeiterklasse Phrafendrescher" spotteten, die in der Regel noch nicht wissen, nahe gebracht hat, verdient die wärmste Anerkennung. was fie fagen werden, wenn sie dröhnenden Schrittes die geliebte Rednerbühne besteigen". Und wahrlich! fie dürfen stolz sein auf diesen Besitz, auf diesen Schatz von funkelnden Edelsteinen, auf dies Rüsthaus voll glänzender und scharfer Waffen. Wenn man sich in Lassalle's Reden und Schriften vertieft, die zumeist doch in dem stürmischen Rampfe von anderthalb Jahren und sozusagen nebenbei entstanden sind, dann staunt man immer wieder über die Beweglichkeit und unerschöpflichkeit dieses Geistes, über die Fülle seiner Renntnisse und die meisterhafte Dialektit in ihrer Verwerthung, über die Rühnheit seiner Angriffe und die schnelle Entschlossen heit, womit er jeden bedrohten Punkt sofort zu decken wußte. Daß es dabei auch wohl einmal menschlich, allzu menschlich herging, wer wollte es leugnen? Aber wer hat denn auch je einen großen Borkämpfer freier Menschheit aus dem Kampfe zurückkehren sehen, blant wie eine Puppe des Paradeplatzes, ohne Risse und Schrammen und Wunden, ohne den Schweiß und Staub des Schlachtfeldes? Schwiegen die Menschen jemals von Laffalle, so würden sich diese Blätter als stummberedte Zeugen für ihn erheben. Wer so zu kämpfen und zu ringen, wer so zu tragen und zu troßen, wer so zu arbeiten und zu denten gewußt hat, der braucht vor niemandem zurückzutreten, weder was das Wollen, noch was das Vollbringen anbetrifft. Deshalb hat sich der seine und sichere Klaffeninstinkt des deutschen Proletariats auch niemals an Lassalle irre machen lassen. Diese berechtigte Empfindung würde erst dann in einen unberechtigten Heroenfultus umschlagen, wenn die Arbeiter die geistige Erbschaft Lassalle's unbesehen annehmen wollten. Davon ist bekanntlich aber gar feine Rede, und auch die neue Ausgabe Don Lassalle's Reden und Schriften wird in dieser Beziehung feinen Rückschlag hervorrufen, so sehr sie die Freude an dem Menschen und das Verständniß für den Denker Lassalle erhöhen Die zweite Bruppe stellt Bernstein dann aus denjenigen Reden wird. Das weiß auch Bernstein. Er ist ein au flarer und fon- und Schriften zusammen, die zeitlich theilweise auch noch vor den fequenter Schriftsteller, als daß in den Einleitungen und Anmer- Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein fallen, aber gedanklich durch " " Stur um eine einzige fleine Korrektur möchten wir Bernstein bei einer neuen Auflage bitten. In der Einleitung dieses Abschnitts sagt er, Adolf Wagner habe in seiner Grundlegung der Volkswirthschaft" die Quintessenz der Lassalle'schen Deduktion zur Basis einer nationalökonomischen Theorie der Enteignung" oder Morgen, am 15. November, im Norden Stralsunderstr. 68, und shindert ja nichts, die 2. Klasse zu benutzen. Wollen sie die alle Beweisanträge ab mit der Begründung, daß es im Zentrum Klosterstr. 99. In jeder Anstalt sollen mehrere 3. Klasse benutzen, so soll von diesen Pomadenhengsten und ganz gleichgiltig sei, sei, ob der heilige Rock echt hundert Kinder mittags unentgeltlich gespeist werden, die, wegen Schmintdamen zwar nicht verlangt werden, daß sie sich zuvor unecht sei, denn zweifellos fei dessen Verehrung eine Krankheit oder Arbeitslosigkeit der Eltern, tagsüber fein warmes von ihrem unfauberen, die Geruchs- und Gehorgane der Mit- Einrichtung der katholischen Kirche. Staatsanwalt Fiedler Effen erhalten können. Nähere Mittheilungen hierüber werden reisenden verlegendem Zubehör reinigen was bliebe denn dann hielt die Beschimpfung für so grober Natur, daß er gegen den im Bureau des Vereins, Alte Jakobstr. 57/59 1, gemacht. auch von ihnen übrig?- aber, daß sie sich darüber beklagen, Angeklagten eine Gefängnißstrafe von drei Monaten beantragte. Gewiß sind diese Hilfsmittel in guter Absicht angewendet, daß Arbeiter nicht in Giggerlanzügen und mit Giggerlbäumen, Der Vertheidiger wies darauf hin, daß der Angeklagte, der einen aber werden sie sich im kommenden Winter nicht wieder ebenso sondern im Arbeitsanzug mit ihrem Werkzeug fahren, ja, daß sie atheistischen Standpunkt vertrete, wohl berechtigt gewesen sei, in unzulänglich erweisen, wie vorher? Ausnahmebestimmungen gegen Arbeiter fordern, geht denn doch seinem Sinne aufklärend zu wirken. Es sei doch notorisch, daß weit selbst über das Maß der Unverschämtheit hinaus, das man angebliche Theile des heiligen Rockes in Moskau, Petersburg bei Bummlern des Schlages der Leser des" Fremdenblatts" ge- und noch anderen Städten aufbewahrt würden und eines dieser wohnt ist. bia di un sie abrupt Kleidungsstücke könne doch nur echt sein. Außerdem falle mildernd ins Gewicht, daß der Angeklagte nicht der Ver fasser des inkriminirten Artikels sei, sondern nur die Verantwortung dafür übernommen habe. Ohne Kommentar müssen wir leider folgende Notiz lassen, die jetzt die Runde durch die bürgerlichen Blätter macht: Die Kirchenbesuche der kaiserlichen Familie finden nach einer Nach richt der Allgem. evang.- lutherischen Kirchen- 3tg." auf Befehl Die Stadt Berlin pleite geworden? Bei der Baudes Kaisers, wenn irgend möglich, unter militärischer Ab- inspektion X ist u. a. am 11. November 1893 ein Arbeiter, der Sperrung statt. Wie schon früher den Residenzgarnisonen, so gegen täglich 2,10 m. 134 Jahre lang im städtischen Dienst als Der Borsigende, Landgerichts- Direktor Schmidt, verkündete ift neuerdings auch den Truppentheilen in der Provinz die Ordre Chauffee- Arbeiter fungirte, ohne Kündigung entlassen. Als er sich das Urtheil dahin, daß der Angeklagte zu einem Monat zugegangen, bei Anwesenheit kaiserlicher Familienmitglieder in erfundigte, weshalb er entlassen sei, ward ihm die Antwort zu Gefängniß zu verurtheilen sei. Die Beschimpfung sei zwar der Kirche alle Pläge mit Truppen zu befeßen, von wo aus jene Theil: weil tein Geld da ist. Der für 9 Tage bereits eine sehr gröbliche, aber es sei bei der Strafabmessung be= gefehen werden tönnen. Das Gebot der Truppenabsperrung rückständige Lohn wurde ihm mit der Begründung noch nicht rücksichtigt worden, daß die Tendens der von dem Angeklagten gilt auch für fonstige gottesdienstliche Feierlichkeiten, Grundstein- ausgezahlt: weil fein Geld da ist gezahlt würde nur herausgegebenen Zeitschrift im trassen Widerspruch zu den legungen u. f. w. am Zahlungstage"! Ein nettes Zeichen der Arbeiter- Gazungen der katholischen Kirche stehe und daß die Frage in freundlichkeit unserer städtischen Verwaltung. Gie Krähwinkel- Berlin. Die Brücke war aufgezogen!" ver Betreff der Echtheit des heiligen Rockes selbst die Gelehrten viellangt Millionen aus dem allgemeinen Steuersäckel für fach beschäftigt habe. 13 Tautete früher im alten Berlin oft die Entschuldigung, wenn Geschenke, Frühstücke u. s. m. und hat angeblich nicht einmal jemand zu spät in der Schule oder„ auf Arbeit" erschien. Aber soviel Geld in der Kaffe, um die lumpigen Mark rückständigen Hat ein Zeitungs- Redakteur in der Wahrnehmung nicht nur früher, auch jetzt noch herrschen in Berlin recht alter Lohns eines Arbeiters zu bezahlen! Welche Fürsorge für Arbeiter, seiner persönlichen berechtigten Interessen thümliche Zustände und man kann sich in die Beiten des alten dieselben jetzt wegen Mangel an Geld" inmitten des Winters gegen einen vermeintlichen unbefugten Angriff, ehrverletzende Ritterthums mit ihren aufziehbaren Brücken versett glauben, zu entlassen! Giner der entlassenen Arbeiter will auf Bahlung Beröffentlichungen gegen einen Beamten gerichtet, so steht wenn man, wozu oft Gelegenheit ist, durch die Grünstraße zu bes verdienten Lohnes, auf Schadenersatz wegen Entlassung ohne ihm, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, IV. Straffenats, vom sehen hat und kurz vor der Brücke die Beobachtung machen muß, Einhaltung der Kündigungsfrist und auf Herausgabe seines 2. Juni 1893, der Schutz des§ 193 des Strafgesetzbuchs( ehrdaß zu beiden Seiten eine immer zahlreicher werdenden Menschen- Krankenkassenbuches Flagen. Zuständig wäre an sich das Ge- verlegende Aeußerungen zur Wahrnehmung berechtigter Intermenge sich ansammelt. Was giebts hier? Die Brücke ist auf- werbegericht, nur könnte, da der Vorsigende als Magistrats essen sind nur insofern strafbar, als das Vorhandensein einer Wer Beleidigung aus der Form der Aeußerung oder aus den Umund zu warten, bis die Brücke durch Herablassen wieder an seine Stelle zu treten hätte, ist nicht leicht zu entständen, unter welchen sie geschah, hervorgeht") zu, selbst wenn passirbar ist. Wie lange noch wird man sich im Herzen von scheiden. Der Gesetzgeber hat bei Erlaß seines Ge- er annehmen konnte, daß er durch Beschwerde bei der vor= Berlin, der Hauptstadt des Deutsches Reiches, der Stadt des werbegerichtsgesetzes wohl nicht angenommen, daß eine Stadt gese ten Dienstbehörde gleichfalls Genugthuung erlangen Verkehrs, in dessen Zeitalter mir bekanntlich leben, plötzlich nach gemeinde selbst sich ihrer ihr als Unternehmer obliegenden Ver- würde.at Krähwinkel versett glauben können? Die Reinigung der pflichtung entziehen würde. Was bei anderen Kommunen unöffentlichen Bedürfnißanstalten wird zu einer Zeit vorgenommen, möglich was will das sagen für eine Stadt wie Berlin? Es an welcher der Verkehr gerade am stärksten ist, und der Verkehr ist höchste Zeit, daß endlich einmal ein Mitglied der Arbeiterwird durch aufgezogene Brücken gewaltsam unterbrochen. partei in die Baudeputation kommt, damit dem in der Bauverwaltung herrschenden gemeingefährlichen Bauschlendrian energisch auf dem Leib gerückt werde. -Zur Warnung für Eltern. Ein frecher Gauner hat am Dienstag Vormittag eine arme Arbeiterfamilie um die paar Mark gebracht, die zu ihrem Durchkommen für die laufende Woche dienen sollte. Nach dem in der Adalbertstraße 94 befindlichen Bureau der Allgemeinen Ortskaffe gewerblicher Arbeiter und Urbeiterinnen war am Dienstag Morgen ein neunjähriges Kind von seinen Eltern geschickt worden, um das fällige Krankengeld für den Vater zu erheben. Nachdem ihm die entsprechende Summe ausgezahlt war, zählte das Mädchen aus irgend einem Grunde das Geld auf der Treppe nach. Während es die Geld: ftücke vor sich ausbreitete, tam nach seiner Beschreibung ein Mann mit einer Mappe unter dem Arm herauf und redete ihm zu, die Treppe wieder mit heraufzukommen, da der empfangene Geldbetrag zu niedrig sei. Das Kind folgte dem Mann, ließ sich das Geld von ihm abnehmen und wartete natürlich ver geblich auf dessen Wiederkommen. Auf irgend eine Weise hatte der Gauner sich davon gemacht. Den Eltern möge dieser Fall zur Warnung dienen, ihren Kindern Vorsicht einzuschärfen. Das ewig Eine. Die Nr. 46 des Sozialist" ist am Montag ebenfabs tonfiszirt worden. Gefunden wurden 18 Gremplare. Angeblich soll der Artikel" Die Todten des 11. November an die Lebenden" inkriminirt sein. D Preß freiheit! 47 Karl Paasch, welcher vor einiger Zeit aus der städtischen Anstalt Herzberge nach einer Nerven- Klinik übergeführt worden ist, läßt wieder einmal etwas von sich hören. Er läßt augen blicklich in vielen Taufenden Exemplaren Flugblätter vertheilen, welche die Ueberschrift Aus dem Irrenhause" tragen und die Vertheidiger Paasch's, Dr. Ivers und Dr. Hertwig, sowie einen Arzt heftig angreifen. " Ein merkwürdiges Bittgesuch unterbreitete die Berliner Stadtmission vorgestern einem Wohlthätigkeitsverein, dessen Mit glieder sich namentlich aus den Kreisen der Rechtspflege und des Strafvollzugs rekrutiren. Der Verein sollte einem wegen Verleitung zum Meineid und anderer schwerer Verbrechen bestraften Manne die Mittel gewähren, sich als Winkelkonsulent" hier niederzulassen. Der Mann wird zweifellos in seinem Fach Tüchtiges leisten. " Bourgeoisfrechheit. Die lehte Nummer des für Sports, Mode-, Schminke- und Rowdiefreunde erscheinenden Berliner Mit 1259 M. ist der Komptorist Arthur Koblih, der bei Fremdenblattes" enthält eine längere Klage darüber, daß auf der einem Klempnermeister in der Kanonierstraße in Stellung war, Stadt- und Ringbahn die unerhörte Unfitte" bestehe, daß Ar durchgegangen. Er sollte das Geld auf der Post einliefern, was beiter, Handwerker u. dgl."" Handwerkszeug, sonstige Arbeits- er indeß nicht gethan hat. Seinem Prinzipal hatte er angegeben, utensilien, Holzabfälle, Säcke u. f. w.", auch wenn sie schmuhig, daß er in der Niederwallstraße wohne, während er thatsächlich mit sich führen und rücksichtslos auf die Bänke legen". Das bei seinen Eltern in Weißensee wohnte. " Fremdenblatt" erbittet Hilfe von der Eisenbahnverwaltung und schließt mit folgender Betrachtung: Alles in Leinwandnepper treiben in der Stadt und der Umgegend allem aber beweist auch dies wieder, daß es end wieder ihr betrügerisches Gewerbe. Diesmal muß es eine ganze lich an der Zeit wäre, die Arbeiter unter Bande sein. Hauptsächlich handeln dieselben mit prächtig aus sich zu lassen, die Arbeiterschaaren mit Arbeiterzügen" zu befehenden Handtüchern, welche sie zu so spottbilligen Preisen aus fördern". Die Eigenthümer und Leser des Fremdenblattes" bieten, daß von rechts wegen jede Hausfrau schon darüber stußig werden sollte. Man hüte sich also vor einem Reinfall. " 31 03 straße hatte an einem Sonntage während des vormittäglichen Der Inhaber einer Weinhandlung in der PotsdamerGottesdienstes sein Schaufenster, in dem leere, aber mit Etiketten erging gegen ihn ein Strafbefehl. Nachdem er dagegen auf versehene Flaschen standen, nicht verhängt. Aus diesem Anlaß richterliche Entscheidung angetragen, wurde er von dem Schöffen= gericht freigesprochen, von der Straffammer jedoch verurtheilt. Die gegen dieses Urtheil eingelegte Revision wies heute der Straffenat des Rammergerichts mit der Begründung zurück, daß der Angeklagte während der fraglichen Zeit verbotswidrig den öffentlichen Gewerbeverkehr beabsichtigt habe, da er das Publikum zur Bestellung der den Etiketten entsprechenden Weine habe auffordern wollen. riis agidan sid " " ge= Eine große Mordgeschichte. Ein unerwartetes Resultat Ale Simulant ist der 17jährige Bursche Michael Wawro- haben die Maßnahmen der Charlottenburger Polizei gegen die cziniat erkannt worden. Er hatte angezeigt, daß er am 29. Sept. vermeintlichen Anarchisten in Charlottenburg gezeitigt. Zu Anum 6 Uhr Morgens auf dem Wege von Schönweide nach Berlin fang dieses Jahres ging die Nachricht durch die Presse, daß es von zwei jungen Leuten überfallen sei, wobei ihm ein Taschen- der Charlottenburger Kriminalpolizei gelungen sei, eine tuch in den Mund gedrückt sei und man ihn in den Arm geheime anarchistische Gesellschaft" zu ermitteln. stochen habe. Er sei der Baarschaft von 15 M. beraubt worden. Diese Gesellschaft" bestand aus dem recht harmlosen Lese- und Die Kriminalpolizei verhielt sich der Darstellung von dem Raub- Diskutirklub" Mehr Licht!", deffen Hauptredner und Leiter heute anfall gegenüber sehr mißtrauisch; da W. aber eine Stichwunde por der 2. Straffammer am Landgericht Il standen. Es waren dies der am Arm hatte, so wurde der Sache näher getreten und der Ver- Zeitungsspediteur Karl Pirch, Schuhmacher Reinhardt Euler letzte in ein Krankenhaus gebracht, nachdem er aus dem Verbrecher- und Schuhmacher Karl Gerz, die Glasarbeiter Gustav album die beiden Räuber erkannt hatte. Es stellte sich aber die eupoldt und Gustav Witt und endlich der Tanzlehrer Unschuld Beider gleich heraus, da sie sich in Saft befanden und Georg Wendisch. Was die polizeilichen Haussuchungen, die man ermittelte auch, daß W. sich eine Zeit lang arbeitslos umber- Berhaftungen und ein mehr als halbjähriges Untersuchungsgetrieben hatte. Bezüglich der 15 M. gab er an, das Geld von verfahren zutage gefördert hat, verdichtete sich im Eröffnungs seiner Mutter aus Ostrowo als Geburtstagsgeschenk erhalten zu beschlusse über das Hauptverfahren in der gegen Pirch, haben. Dies ist erweislich falsch; die Mutter hat ihm im vorigen Euler, Leupoldt Leupoldt und Gerh gerichteten Beschuldigung, Winter nur 3 M. geschickt. Nun wollte der Bursche das Geld gegen§ 12 des Vereinsgesetzes dadurch verstoßenzu anonym aus Ostrowo zugefchickt erhalten haben. Es unterliegt haben, daß sie als Unternehmer" bei Cinberufung von sonach wohl keinem Zweifel, daß der Ueberfall erdichtet ist, und Versammlungen fungirten, in denen öffentliche Angelegenheiten die Verlegungen aus einer Schlägerei herrühren. Damit erörtert wurden, oder erörtert werden sollten, ohne daß diese Ver wäre allerdings nicht aufgeklärt, warum W. die Anzeige er sammlungen polizeilich angemeldet waren. Euler, Witt und stattet hat. Luodit im Wendisch sollten sich der Veranstaltung einer öffentlichen Lotterie ohne polizeiliche Genehmigung schuldig gemacht haben und endlich war Guler bei welchem gelegentlich der Haussuchung ein 2003 der Gothaer Staatslotterie gefunden worden war wegen Spielens in einer ausländischen Lotterie angeklagt. Letzterer Punkt der Anklage schied bei der Beweisaufnahme ohne weiteres aus, weil Guler diese Uebertretung rückhaltslos eingestand. Die Veranstaltung einer öffentlichen Lotterie schrumpft auf einen Scherz zusammen. Der Klub Mehr Licht!" hatte in Gemeinschaft mit dem damals noch nicht aufgelösten gleichartigen Klub„ Maiwuchs" ein Vergnügen veranstaltet und dabei Scherzartikel wie ſaure Gurken, Bücklinge, Schnupftabaksdosen 2c. zur Verloosung gebracht. In dieser Beziehung erfolgte denn auch gänzliche Freisprechung. Der Schwerpunkt der Beweisaufnahme lag naturgemäß in der Thätigkeit des Klubs. Dem Gerichtshofe lag ein langes Verzeichniß der Schriften vor, welche als„ Bibliothet" des Klubs polizeilich beschlagnahmt worden sind. Darin bes fanden sich zwar durchweg sozialistische und nationalökonomische, dagegen feine anarchistischen Schriften. Die Angeklagten be haupteten zunächst, daß der Klub im Dezember 1891 polizeilich angemeldet worden und seitdem vielfach polizeilich überwacht worden sei. Diese Behauptung wurde voll und ganz erwiesen. Die Angeklagten behaupteten ferner, daß niemals öffentliche Angelegenheiten erörtert worden seien. Man habe Vorlesungen aus Büchern und Schriften gehalten und das Vorgelesene alsdann aus dem Gedächtnisse reproduzirt, ohne daß eine eigene Meinung dabei zur Geltung gebracht worden fei. Es habe sich nur um schulmäßige Belehrung und Stärkung des Gedächtniffes ge= handelt. Der Zeuge Polizeilieutenant Mundt hat zwar gefunden, daß der Zweck des Klubs die Ausbildung von Agitatoren fei, behauptet aber, daß der Klub anarchistische Zwecke verfolge. Als die Spaltung in der sozialistischen Partei stattfand, fei der Klub sofort zu den ,, Unabhängigen" übergegangen. Das wichtigste Moment, mit welchem die Anklage stehen oder fallen mußte, konnte seitens der drei geladenen Polizeibeamten nicht aufgeklärt werden. Für den Gerichtshof wäre es die Hauptaufgabe gewesen, die Thätigkeit des Klubs zu prüfen, wenn der Nachweis geführt werden konnte, daß die Angeklagten noch innerhalb der Verjährungsfrist als Versammlungs Unternehmer" thätig gewesen sind. Die erste richterliche Handlung ist am 18. Januar d. J. erfolgt, die Verjährungsfrist reicht bis zum 18. Oktober v. J. zurück. Daß die Angeklagten noch nach dem 18. Oftober thätig gewesen sind, ließ sich nicht feststellen, sie wurden daher aus Gründen der Ver jährung fämmtlich freigesprochen und nur Euler wurde wegen Spielens in einer ausländischen Lotterie mit drei Mark Geldstrafe bestraft. " Aus Oranienburg. Nicht weniger als 23 Brände find im Laufe des Sommers in Oranienburg vorgekommen. Auf die Ergreifung der bis jetzt unentdeckt gebliebenen Brandstifter hat die Oranienburger Polizeiverwaltung 500 m., der Kreisausschuß des Kreises Nieder- Barnim 250 M. und die Direktion des Münchener Brauhauses 300 M. ausgesetzt. genommen. Bernstein zitirt für diese Ansicht Wagner's Borwort Charlottenburg wird bald seinen fünften Bahnhof er zum Briefwechsel Lassalle- Rodbertus, und freilich steht es hier so balten. Außer den Bahnhöfen Westend, Charlottenburg, Boolo geschrieben, wie er zitirt. Aber Bernstein hat übersehen, daß gischer Garten und Thiergarten wird noch ein neuer Bahnhof Wagner der Hauptmatador jenes glorreichen Staatssozialismus der Stadt- und Ringbahn da errichtet, wo die Geleise der Ring: ist, der die Worte von den großen wissenschaftlichen Sozialisten bahn, der Hamburger und Lehrter Bahn in der Nähe des borgt, um sie ihres Inhalts zu entledigen und ihre leere Hülle Schloßgartens den Tegeler Weg und die Spree überschreiten. dann zur befferen Begautelung der Bolksmaffen zu benußen. Der Bahnhof wird, der„ Boff. 3tg." zufolge Schleuse" heißen Jm vorliegenden Falle liegt die Sache so, daß Lassalle sein und ist so weit fertig, daß seine Eröffnung, zum 1. Januar 1894 Riesenwerk menschlichen Fleißes" vollbrachte, weil die Gesetz zu erwarten steht. geber fich meist durch politische und Billigteits" rücksichten" über eine flare Bestimmung der Theorie der Grworbenen Rechte hinweggeholfen haben, während Wagner fiebe Grundlegung 1, 717 ff. zwar in den Noten Laffalle's Wert trefflich" u. f. w. nennt, aber im Texte lehrt, cuch wo fein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung für entzogene Rechte vor liege, fönne und werde es häufig der Billigkeit und der Politit entsprechen, eine Entschädigung zu geben". Wagner ührt die Frage wortwörtlich auf den alten, tonfusen, den InterPolizeibericht. Am 13. d. M. Morgens wurde in einer ffen der befizenden und herrschenden Klassen entsprechenden Fensternische des Bahnhofs Börse die Leiche eines etwa fünfzig Stand zurück, aus dem Lassalle sie endlich mit folossaler Geistes. Jahre alten, anscheinend am Herzschlage verstorbenen Mannes Vor dem Hause Schüßenstr. 26 wurde Voranstrengung gebracht hatte, und dann spielt er sich im Vor- aufgefunden. worte des Briefwechsels Lassalle- Rodbertus als Lassalle's Beistes: mittags ein Arbeiter durch einen Bierwagen überfahren und an erben auf! Da loben wir uns noch den nationalliberalen Juristen beiden Beinen so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach und Manchestermann Lefse, der in der Sigung des preußischen der Charitee erforderlich wurde. Im Laufe des Tages fanden Abgeordnetenhauses vom 21. Januar 1869 in viel ehrlicherer fieben Brände statt. und würdigerer Weise Lassalle's Dialektik benutzte, um die feudalen Ehevorrechte des preußischen Landrechts zu stürzen. Wir wissen nicht, ob die unsterbliche Grundlegung" schon über den Kanal gedrungen ist, aber wenn Bernstein einmal die ,, nationalökonomische Theorie der Enteignung" darin nachschlagen fann, fo wird sich ihm sicherlich bei Lesung der Lassalle'schen Noten und des Wagner'schen Textes das feltsame Bild auf drängen aus einem prachtvollen öwenfell hervorguckend ein graus und langes Dhr, daß im Luftzuge höherer Regionen ängst lich hin und herwackelt. " dell alpa Gerichts- Beitung. Aus dem Mittelalter. Wegen Beschimpfung einer Einrichtung der katholischen Kirche hatte sich gestern der Herausgeber Ein Kriminalschuhmann a. D. Eine sonderbare Geder Wochenschrift Lichtstrahlen", Wilhelm Harnisch, vor der schichte beschäftigte gestern die 133. Abtheilung des Schöffenersten Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. In der gerichts. Aus der Untersuchungshaft wurde der frühere KriminalMärznummer der genannten Zeitschrift erschien ein Artikel, der schußmann Gustav Märder vorgeführt, welcher beschuldigt Und somit sei die neue Gesammtausgabe von Laffalle's heftige Angriffe gegen die Verehrung des heiligen Roces zu war, eine unerhörte Ausschreitung begangen zu haben. Märcker Reden und Schriften den Lesern dringlichst empfohlen. Sie darf Trier enthielt. Der Artikel begann mit der Bemerkung, daß die ist wegen Betrugs zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt in feiner Arbeiter- Bibliothek fehlen, und auch jeder einzelne Ar- heilige Lumpenausstellung und die Wunderwirkung des alten worden. Er wurde infolge dessen aus seinem Amte entlassen. helter, in deffen Kräften es irgend liegt, sollte dieses geistige Trödels noch in aller Gedächtniß sein dürften und hieran knüpften Nach Verbüßung der Strafe hat er einem Privat- DetektivSchattäftlein seiner Klasse zu erwerben suchen. Die Verlags- fich Ausführungen, die in ähnlicher Tonart gehalten waren. Institut Dienste geleistet. Wegen der jetzt vorliegenden yandlung hat dafür gesorgt. daß es auch außerlich, tros des im Der Angeklagte ließ durch seinen Vertheidiger, Rechtsanwalt Strafthat hat Märcker erft frät zur Verantwortung Rerhältnisse zum Umfange wohlfeilen Breises, gar sauber und Berg, einen Beweisantrag ftellen, woraus hervorgeben solle, daß gezogen werden können. Bei Feststellung seiner Persön stattlich sich darstellt. Den ersten Band schmückt ein Bild Lassalle's, der heilige Rock zu Trier als echt" nicht bezeichnet werden lichkeit gab er eine falsche Wohnung an; erst nach ein Stahlstich nach der Büste von Reinhold Begas. Die Büste könne, daß das betreffende Kleidungsstück nicht, wie fatholischer- längerer Zeit ermittelte in Charlottenburg. selbst, ebenso eine Kreidezeichnung, zu. der Lassalle dem damaligen feits behauptet werde, schon seit dem Jahre 327, sondern erst im Er wurde verhaftet und sollte in's Untersuchungsgefängnis Maler und jetzigen Echriftsteller Ludwig Pietsch geseffen hat, be- Jahre 1120 dem Dom zu Trier einverleibt worden sei und daß gebracht werden. Unterwegs entsprang er seinem Transporteur. findet sich in unserem Besitze und beides wird später ins Partei die Urkunde, welche die erftere Jahreszahl bescheinige, Als man seiner nach längerer Zeit wieder habhaft wurde, verArchiv übergehen. F. Mehring. demnach gefälscht sein müsse. Der Gerichtshof lehnte suchte er es mit dem alten Verbrechertuiff, den wilden Mann small cum merudisi sd and all man ibn t An de Im Zermine trat der Jun zu spielen. Er gab dies bald wieder auf und geberdete sich im Wahlresultats versammelt. Genosse Jo st verlas die Stimmen Pankow. Am Sonntag, den 12. November, fand hier in geftrigen Termine vernünftig. Als Hauptbelastungszeugin trat ziffern und mit Beifall gaben die Versammelten ihrer Freude Nordstern" eine große sozialdemokratische Volks ein Fräulein B., die Schwester eines hiesigen Rechtsanwalts, auf, über die neuen Siege Ausdruck. Die beiden Kandidaten Gumpel versammlung statt, Der bisherige Vertrauensmann, Genosse welche folgende Darstellung von dem Vorfalle gab, der und Wagner dankten den Genossen für ihre Thätigkeit bei der Rot, erstattete seinen Bericht und wurde demselben auf Antrag der Anklage zu Grunde lag: Am Nachmittage des Wahl und ermahnten sie, träftig bei der Stichwahl im 29. Be der Revisoren die Entlastung ertheilt. Zur Vertrauens 13. Januar d. J. sei sie nach Besorgung einiger Geschäfte auf girt und desgleichen das nächste Mal bei der Stadtverordneten- person für das Jahr 1893/94 wurde Genoffe Karl Hoff= dem Heimwege begriffen gewesen. Als sie den Kreuzungspunkt Wahl dafür zu sorgen, daß die Zahl unserer Siege weiter ver- mann gewählt, welcher hierauf alle Genossen ersucht, ihn in der Friedrichstraße und der Französischenstraße erreicht hatte, be- mehrt wird. Genosse Wagner hob die Bedeutung der bei der seinem Amt unterstüßen zu wollen. Als Revisoren des gegnete ihr der ihr völlig unbekannte Angeklagte. Im Begriff, Wahl erreichten Stimmenzahl hervor, die erfreulich sei, wenn Vertrauensmannes wurden gewählt die Genossen Frei wald demſelben auszuweichen, sei ihr etwas Entsehliches geschehen. man bedenke, daß sie unter einem Wahlſyſtem erzielt worden, und Albert Sonntag. In seinem Bericht der LokalDer Angeklagte versette ihr im Vorbeigehen mit der geballten welches die Hungerpeitsche zum Exekutor des Gesetzes macht. tommission hebt Genosse Grünberg hervor, daß uns, Faust einen Schlag ins Gesicht. Er ging weiter, ohne ein Wort Redner schlug folgende Resolution vor, die einstimmige An- während wir noch vor zwei Jahren genöthigt waren, unsere Verzu sprechen. Als sie sich von dem Schreck erholt hatte, folgte nahme fand: sammlungen in Niederschönhausen abzuhalten, jetzt in Pankow fie dem Attentäter, der ohne dem te fich v feine Schritte zu beschleunigen, Die Versammlung erklärt, daß das Resultat der heutigen allein sechs geeignete Versammlungslokale zur Verfügung stehen. nach den Linden zu weiter ging. An der Behrenstraße Wahlen infolge des Druckes, welcher durch die öffentliche Stimm- Als Lokalfommission für Pankow und Umgegend wurden gewählt fand sie einen Schuhmann, dem sie den Vorfall mit abgabe auf alle wirthschaftlich abhängigen Wähler ausgeübt die Genossen Koh und Karl Bartsch in Pankow theilte und den sie um die Verhaftung des Angeklagten ersuchte. wird, nicht der wirkliche Ausdruck der Volksmeinung ist, und und Rißmann in Nieder- Schönhausen. Nach diesem geschäftDer Beamte that seine Schuldigkeit, er forderte den Angeklagten giebt ihrem gerechten Unwillen dahin Ausdruck, bei jeder Ge- lichen Theil erstattete Genoffe Bilz als Mitglied des Kölner wie auch die Beugin auf, ihm zur Wache zu folgen. Der legenheit Protest gegen die öffentliche Stimmabgabe und das Parteitages Bericht über die Verhandlungen des Parteitages und Letteren fiel es auf, daß der Schuhmann und der Sistirte sich Dreitlassen- Wahlsystem zu erheben." über seine Thätigkeit auf demfelben. Als nicht allgemein be unterwegs lebhaft und leise unterhielten. Dann habe der Nachdem noch auf die am nächsten Freitag stattfindende öffent fannt theilte er mit, daß der Parteitag in Köln, um ein Haar" Schuhmann sich an sie mit den Worten gewendet: Hören Sie liche Parteiversammlung aufmerksam gemacht worden war, er fein Lofal gehabt hätte, wegen mangelnder Konzession, welche erst mal, Fräulein, der Herr behauptet, daß er Kriminalbeamter ist, folgte der Schluß der Versammlung. am Abend vorher um 6 Uhr anlangte. Zur Sache bedauert wollen Sie sich nicht lieber mit ihm vertragen? berm Redner, daß verschiedene von ihm für gut gehaltene Anträge beSie müssen sonst mit zur Wach e." Die Beugin sei Die Genossen des 37. Bezirks waren in überaus großer treffend die Presse, die Zustimmung des Parteitages nicht geSie müssen sonst mit zur Wach e." Die Beugin fei Bahl zusammen gekommen, um das Resultat entgegen zu nehmen. funden haben. Redner schließt seine 1/2 stündigen Ausführungen über diese Zumuthung aufs höchste erstaunt gewesen, Die gehobene Stimmung gerade in diesem Bezirke war erklärund habe sie aufs Entschiedenste zurückgewiesen. Auf der Wache lich, da das vereinigte Bürgerthum seine ganze Kraft darauf möglich ist, sich gewertschaftlich zu organisiren, er forderte mit der Aufforderung an alle Genossen, welchen es habe Märcker sich wiederum als Kriminalbeamter ausgegeben. Irgend eine Erklärung für seine That, die er nicht leugnete, tonzentrirt hatte, un die Wahl des bekannten Herrn Weigert aber auch die gewerkschaftlich organisirten Maurer, Töpfer u. s. w. habe der Angeklagte nicht abgegeben. Im Termine trat der Kandidaten der Liberalen ins Beug gelegt haben, weil diese verein" anzuschließen. durchzusetzen. Die Konservativen sollen sich deshalb für den auf, sich der hiesigen politischen Organisation, dem Arbeiter Angeklagte mit einem ganz neuen Giniband hervor. Er be- In der Besprechung meint Genoffe hauptete, daß er auf dem vom Schnee glatt gewordenen Bürger- ihnen bei der nächsten Kirchenwahl freie Hand lassen wollen. Schockel, wir müssen mehr praktische Leute auf die künftigen steig ausgerutscht sei, in dem Bestreben, sich zu halten, eine un- sprachen und Genoffe Gleinert, der das Schlußwort nahm, Literaten, wie auf dem legten Parteitag, den praktischen Sozia Die Genossen Thierbach und näther hielten zündende An- Kongresse entsenden. Seiner Ansicht nach tönnten ein Drittel willkürliche seitliche Bewegung mit der Hand gemacht und wies unter donnerndem Beifall auf das infame Treiben ber lismus nicht vertreten( vielleicht mehr den wissenschaftlichen). dabei dem Fräulein B. ins Gesicht gekommen sei. Diese Gegner hin, die ihn als Tischler erst brotlos gemacht und sich Redner findet es unerfindlich, daß Genosse Schippel, den man Darstellung fand durch die Beweisaufnahme keine Untermun heuchlerischer Weise über die Budiker- Kandidaturen entrüften. lange vorher in Kenntniß gefegt habe, daß er das Referat über stügung, die Schuld des Angeklagten wurde vielmehr er mit der Mahnung, diesen glänzenden Sieg zur Werbung neuer die Gewerkschaftsfrage übernehmen solle, dasselbe abgelehnt hat. wiesen. Der Staatsanwalt beantragte wegen der Körperver letzung sechs Wochen Gefängniß, wegen der falschen Angabe seiner Kämpfer zu benutzen, schloß der Vorsitzende Kiesel die animirte Genosse Freiwald führt an, daß Genossen, wie Bebel, die den Versammlung. Personalien 3 Tage Haft. Der Gerichtshof ging weit über das übrigen Genossen immer und immer wieder zurufen: beantragte Strafmaß hinaus. Bei der Rohheit und dem Ueber- Die Wähler des 41. Kommunal Wahlbezirks, welche Organisirt Euch!", in erster Linie die unbedingte Pflicht muth, den die That des Angeklagten kennzeichneten sei das er sich am 13. d. M. Abends sehr zahlreich im Lokale Müllerstr. 7 haben, sich selbst zu organisiren. Indem er den tannte Strafmaß von sechs Monaten Gefängniß fast zusammengefunden hatten, um das Wahlresultat zu hören, nahmen Dr. Heimann anführt, ruft er: Nieder mit solchen Leuten! noch als zu gering zu erachten. Die für die Uebertretung er die Kunde von dem glänzenden Siege ihres Kandidaten Vogt Genosse Bilz führt in seinem Schlußwort an, daß Dr. Heimann tannte 3 tägige Haftstrafe sei durch die erlittene Untersuchungs- herr mit einem Jubeliturm entgegen. Die freudig erregte nicht einmal politisch organisirt ist. Er spricht sich im Uebrigen haft für verbüßt zu erachten. Ist der Schutzmann wegen feiner Stimmung wurde noch erhöht durch die guten Nachrichten aus auch dafür aus, daß in Zukunft nicht Literaten, sondern praktische merkwürdigen Zumuthung zur Verantwortung gezogen worden? anderen Bezirken. Vogtherr nahm Gelegenheit, in einem Leute in die Parteitage geschickt werden mögen. Genosse Hoffwirkungsvollen Vortrage die Bedeutung des errungenen Sieges mann macht auf das am Todtenfest- Sonntag bei Sello in der zu veranschaulichen. Er erinnerte daran, daß, als vor vier Berlinerstraße stattfindende Konzert aufmerksam. Der Vorsitzende Jahren zum ersten Male der 41. Kommunal- Wahlbezirk von der macht die Genossen auf die demnächst bei Sello stattfindende Sozialdemokratie, wenn auch nur mit geringer Stimmenmehrheit, Versammlung mit der Tagesordnung: Darwinismus und Sozia erobert wurde, der damalige Sieg um so bedeutungsvoller war, lismus, Referent Genosse Wächter, aufmertfam; er fordert Die Genossen des ersten Berliner Reichstags- Wahl- als er unter der Herrschaft des Schandgesetzes erfochten wurde, die Genossen auf, den neugewählten Vertrauensmann mit allen nkreises hatten sich am Abend des Wahltages, am 13. November, wo jeder Sozialdemokrat seine wirthschaftliche Gristenz auf's Kräften zu unterstützen und schließt die Versammlung mit dem nkreises hatten sich am Abend des Wahltages, am 13. November, Spiel fette. Gerade die freifinnige Partei, so liberal sie sich Ruf: Thue ein jeder seine Pflicht! recht zahlreich bei Röllig zu einer öffentlichen Versammlung eingefunden. Braufenden Beifall rief die Bekanntgabe von weiteren auch immer ge berde, sei doch, wo es ſich darum handle, denialement Gegner wirthschaftlich zu ruiniren, die reaktionärste, mittwoch, den 15. November, Abends 9 ühr, im Vereinslotal Harmonte", Sozialdemokratischer Vegetarier- Verein. Hauptversammlung am Srei Siegen zu den drei Wiedereroberungen unsererseits, sowie brutalste, blutdürftigste Partei!( Stürmische Bu- Brüderstr. 102. Rednerschule. Referat und Diskussion über: Sozialdemokratie, der Kunde von zwei Stichwahlen hervor. In seiner kurzen Ansprache erklärte Genosse Täterow, daß wir mit dem Resultat ftimmung.) Sie sei es auch, welche die Verlängerung des Religion und Begetarismus. ( Sehr richtig! Pfui!) Achtung, Korbmacher! Die Versammlung betreffs ber ausgesperrten der Wahl sehr zufrieden sein können, er betonte besonders den Sozialifiengesetzes ermöglicht habe. Adalbertstr. 21, statt.- Gleichzeitig quittiren wir die zur Unterstübung der guten Anfang im ersten und vierten Bezirk, da in diesen beiden Mit dem Falle des Sozialistengesetzes habe die freisinnige Partei Kollegen findet nicht Mittwoch, sondern Montag, den 20. November, bei Roll, bisher noch kein sozialdemokratischer Kandidat aufgestellt worden immer mehr angefangen aufzuhören.( Große Heiterkeit.) Die fet. Genoffe Timm führte aus, daß das Ergebniß der Wahl diesjährigen Reichstagswahlen, die Geldfacks-( Landtags-) wahlen ein lautes, bitter- ernstes Wort der Noth und Armuth bedeute. und die Berliner Stadtverordnetenwahlen hätten den sichtbarsten Zu diesem elenden Wahlsystem fügt Redner eine kleine charakteristische Beweis dafür erbracht.( Sehr richtig.) Gine Schande wäre es Ilustration hinzu, welche sich in einem Wahlbureau des dritten Be- aber auch gewesen, wenn im Wedding- Stadttheil, dieser Hochwelcher zirks abgespielt. Ein junger Mann betritt das Wahllokal, giebt burg des sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises, Wohnung, Name und Stand an, doch wie er öffentlich den Namen wiederum eine Hochburg der Sozialdemokratie Deutschlands sei, seines Kandidaten nennen soll, macht er eilig fehrt und ist im ein ganz gewöhnlicher landläufiger Freisinniger gewählt worden Nu hinaus. Der Bonentarif", Berein für Eisenbahn- Reform, veranstaltet am eine gehen. Er glaubte die Wahl sei gleich der Reichstagswahl wäre.( Braufende Zustimmung.) Der erfochtene Sieg sei nicht nur ein Sieg, sondern ein glänzender Sieg, errungen über die Donnerstag, den 16. d. Mts., Abends, 8% Uhr, im Restaurant Th. Bolz, Alte fo Herr Liebner, ein Freisinniger giebt zu, daß wir ein vereinigten gegnerischen Parteien.( Bravo.) Deshalb dürften Jakobstr. 75, eine Vereinsversammlung, in der Herr Rechtsanwalt Dr. Recht haben uns des errungenen Sieges zu freuen, betont betreffs mals!) Diefer Sieg müsse der Ansporn sein zu immer neuen und aber die Hände nicht in den Schooß gelegt werden.( Nie! Nie- Alexander- Rat einen Vortrag über„ Eisenbahnretsen in Nordameria" vieler Punkte mit uns und durchaus nicht mit allem Thun der größeren Siegen, bis einst der Sieg errungen sei, der die Welt freisinnigen Führer einverstanden zu sein, hebt aber ausdrücklich bezwinge.( Donnernder Beifall.) Bur Feier des Tages trug der hervor, nicht Sozialdemokrat zu sein. Gefangverein„ Nordwacht" hierauf mehrere Lieder vor und klang die Feststimmung schließlich aus in jubelnden Hochs auf die Sozialdemokratie. mild ni att sid, dobriodrou gil grudnottolindo do Versammlungen. 79d Die Genossen Täterow, Beuka und Gerhard weisen die unhaltbaren Angriffspunkte und Behauptungen des Herrn Liebner ganz energisch zurück. Der Vorsitzende Timm stellt ihm anheim, in einer demnächstigen Versammlung seine angebotenen Beweise vorzubringen. In dem erhebenden Gefühl, voll und nicht zwecklos ihre Pflicht und Schuldigkeit gethan zu haben, traten die Anwesenden ihren Heimweg an. Ausgesperrten eingegangen Gelder. Bon den Weißgerbern Berlins 25 M. und vom Gesangverein Norbwacht" 22 M. Besten Dant. gliedern zur Nachricht, daß umstände halber bie Gigung am Mittwoch, ben 15. November, im Kommandanten- Garten, Kommandantenſtr. 10-11, ausfällt, dafür am Sonnabend, den 18. November, Abends 8 Uhr, in th. Woly' Festfälen, Alte Jakobstr. 75, gemüthltches Beisammensein mit Tanz.( Näheres in der Annonce in der Freitagsnummer. Landsleute und Gäste willtomanen. Naturheil- Verein 2. Mittwoch, den 15. d. M., Abends 8 Uhr, RomLandsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Den Mitmandantenstr. 20( Arminhallen), Vortrag des Herrn Dr. med. Letchert über Herzfrankheiten. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nordſtraße, Bögow's Brauerei. Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Oft- Schule, Straße 133: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Martusstr. 31: Unterricht in logit. Südo fee). Wet allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, tm caufe des Semeſters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Fri Ließte, Schwebterstr. 33. Heine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jed. Monats, Ab. 8½ Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bet Saferland, Bellermannstr. 87. Get ch bett, Abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Seine, Nirdorf Otto Reimer, bei Abends 8 Uhr, Prinz- Handjernstr. 60, parterre. A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. Beige, Triftstraße 1. Ginigtett, Abends 8% Uhr, bet Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. a Tr. stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. UebungsBiledesfreiheit 1, ambr. 21-23, Bogomi Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser mutte, in Deut 1 che et de, Grüner meg so bel edger. Silaritas, Hochstraße 32 a, bei Echo 1 Pantow, - Schulzestr. 27. Gefangverein der Stein meten, Flemmingftr. 6 bei Mann. yra 1, Raupachstr. 6, bet Stachel.- hand in hand 1, Reichenberger Der Fachverein der Bilderrahmenmacher Berlins und straße 16 bei Päpoldt. Schneeglock chen 2, Potsdam, BrandenburgerUmgegend sieht sich durch die auf dem Parteitag zu Köln ge- indowerstr. 26.-Rütt It, Friebenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, FriedrichsRommunikation 16, 16, bet Glaſer.-Unverbroffen, abends 8 Uhr, bet Sachs, faßten Beschlüsse zu folgender Kundgebung veranlaßt: Bhagen, Rundtheil, b. Lerche.- 2orbeertrans, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Die Gewerkschaftsbewegung ist, war und bleibt die Schule Südost 1. Köpnickerstr. 191, Restaurant. Rothe Nelte, Schöneberg, GolzWeins Sie bildet ihre Mitglieder und straße 48, bet Siegeler. Gefangverein ber upferfchmiede, Straße 11 bei Feind. Concordia". Gitschinerstraße 55 bet festigt dieselben im Kampfe gegen das Kapital, zugleich die Mög- Saase. " Deutscher Männerfang", Belforterstraße Nr. 15, bet lichkeit bietend, die soziale Lage derselben vor vollständiger Schneider. Gefangverein Frethettstlänge, Alte Jatobftr. 68.- un Knechtung und Verelendung zu schüßen. Der Verein betrachtet perzagt i Manteuffelstraie bet Nowack.- Gefangverein orbeertranz 2. es daher als unbedingte Pflicht eines jeden überzeugten und auf bei Haupt, Müncheberger Chauffee.- Gänger chor der Maler, StallGesangverein& iedeslust in Fürstenwalde geklärten Arbeiters, seiner Gewerkschaft anzugehören und dieselbe schreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser nach besten Kräften zu unterstützen. Allee 46 bet Busse. Gefangverein Hoffnung 3", Brandenburg a. H. Der Berein isſt ferner der Ueberzeugung, daß Wilhelmsdorferstraße Rest. Concordia. unsere heutigen Blumenstr. 38 bet Sente. Gesangverein Mo a bit, Waldstr. 52 bei Gohr. Gesangverein Sangesblüthen deutschen Vereinsgeſeße nicht so beschaſſen ſind, daß große Ver- Männergesangverein& te beri uit, Fichteftr. 29 bei St. Kröfche. Gesangverein zu gedeihlicher leichheit", Pappel- Alee 3-4 A. Gefangverein Fretheit stränge 2 " Die Arbeiter Bildungsschule( Süd- Ost) hielt am 5. cr. in den Arminhallen eine gutbesuchte Versammlung ab. Fräul. Wabniz referirte über das Thema: Die Stadt des Lichts." Dem Vortrage, welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde, folgte eine sehr lebhafte Debatte. Zu Verschiedenem wurde die Im dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis erfolgte die Verlegung der Unterrichtsstunden in Unter- Deutsch von Dienstags Bekanntgabe des Resultats der Stadtverordneten- Wahlen am auf Montags bekannt gemacht. Das nachfolgende Tanzkränzchen 13. November, Abends 9 Uhr, in einer öffentlichen Bolte bielt die Bersammelten bis nach Mitternacht zuſammen. Die verfammlung bei Buggenhagen ai Morißplah. Der im 16. Me- nächste Versammlung findet am 10. Dezember in demselben zirk neugewählte Stadtverordnete Tolksdorf dankte seinen Lokale statt. Wählern für das Vertrauen, welches sie in ihn gesetzt haben und dessen er sich nach besten Kräften würdig zu erweisen verspreche. Die Ovation bei Verkündigung feines Wahlfieges nehme er nicht für seine Person in Anspruch, sie gelte der Sache, für die wir alle einzutreten jeder Beit bereit fein müssen( Lebhafter Beifall). Genosse Riesop betrachtete das Resultat der Wahl für die politische Bewegung. als einen Sieg auf der ganzen Linie. Wenngleich auch nicht alle Bezirke erobert seien, so lege doch der bedeutende Stimmenzuwachs, den unsere Kandidaten selbst in den für uns un günstigen Wahlbezirken erhalten haben, Zeugniß dafür ab, daß diese in späteren Jahren troß dieses elenden Wahlsystems eben falls für uns gewonnen werden. Nachdem sich noch einige Genossen in ähnlichem Sinne geäußert hatten, erfolgte mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie der Schluß der gutbesuchten Verfammlung. lung, in welcher das Wahlresultat verkündet wurde, in sowie auf dem Lande. Daß aber eine gut organisirte EinzelHoffmann's Feſtſälen, Oranienſtraße, statt. Unter großem Jubel gambe it, bie soziale Lage ihrer Mitglieder zu heben. gewertschaft, wenn steckt, sehr wohl im nahmen die hier versammelten Genossen und Genossinnen von Ferner sieht sich der Verein veranlaßt, dem Genossen Legien den Erfolgen des Tages Kenntniß. Der neugewählte Vertreter für seine energische Vertretung der Gewerkschaftsinteressen seine 2ämmerlicht, Doppel- Quartett, Sandsberger Allee 152 bet seraufe. des Bezirks Parlament, Gottfried benim städtischen Premiere, Anerkennung auszusprechen, zugleich aber bedauernd, daß die traße 436 bei Catena. Gemifater Spor Bebbin's, müllerſtraße 7 bet fich verpflichtete, bei seiner Thätigkeit als Stadtverordneter wurden und hofft, daß in Zukunft allen Genossen der Ausspruch schmidt. Debatten in Köln so sehr auf das persönliche Gebiet gezogen Reichert.-„ Glühlicht"( gem. Chor), Berlebergerstr. 28, bei HermerOranienstraße 190 bei Ratsch. 2yra 3, Brig, Werderstraße 15. Für den 13. Kommunal- 2ab1bezirk fand die Verſamme auch besonders der Fall in großtapitalinifigen und Staatsbetrieben,& pra of bride heroestivalio bigger defanguerein prcibelt ettenge er " Arbeitergefangverein von Bris in Brig, Bürgerstr. 4 bet Dorn.- Junge iche, Reinickendorf, Geſellſchaftsstr. 11 bei Hartmann. Georginta, Manteuffelstraße 45 bet Liewald. Ginig, Straußbergerstr. 8 bei Birt. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bet Greinert. Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bei Saprolatis. 2, Falckensteinstr. 7 Felsenburg, Roppen Band der geselligen Arbeitervereine Berlins and Umgegend.( Bu Mittwoch: Pollack- klub u stige Brüder, Manteuffelstr, 46 bei Liewald. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Theaterverein feine Ausführungen mit einem Hoch auf die völkerbefreiende vor Augen stehen möge, der mit einer kleinen Menderung lautet: schriften find zu richten an B. Senter, Bergmannstraße 14 of 2 r.) Proletarier seid einig, einig, einig! Sozialdemokratie, in das die Versammelten begeistert einstimmten. Nachdem Genosse Da stig aufgefordert hatte, den Kampf gegen In Charlottenburg tagte am 12. November cr. eine gut- Rauchftub tferne Pfeife, Zriftir. 1 bet Coffmann- Sumodie bürgerliche Gesellschaft nie ruhen zu lassen, brachte Genosse besuchte öffentliche Versammlung aller in Holzbearbeitungsfabriken risif der auflub Görlizerstraße 42 bei Bicht. Geselliger Musikverein Fr. Zubeil den Wunsch zum Ausdruck, die Genossen des und auf Holzpläßen beschäftigten Arbeiter. Genosse Timmerein Brüderlich fett Georgenfirchstraße 66 bet Müller. Pautenschwengel Annenstraße 16 bet Ehrenberg. Verein Rhetorit 4. Wahlkreises möchten sich recht zahlreich den sozialdemokratischen hielt den aufmerksam Zuhörenden einen belehrenden, aufrütteln- Naunynftr. 86 bei Zubeil Abends 8% Uhr. Geselliger Berein Hoffnung Wahlkomitees bei den Stichwahlen im 9. und 29. Bezirk zur den Vortrag über: Die Preisfechter der modernen Arbeiter- Sebuserstraße 5 bet Nemiz( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgesinnter Verfügung stellen. Die Marseillaise singend, verließen hierauf bewegung". Redner betonte hauptsächlich die Macht der Organi- Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Proletariat, Naunynstr. 83 bei Röhn. Bergnügungsverein Amor II, die Anwesenden den Saal. sation, sowie, daß die organisirte Arbeiterschaft es sei, die fäm- Prinzen- Allee 10 bet Bergemann. Touristentlub Freth ett unb Wohl Eine gutbesuchte Versammlung tagte am Montag, den Pfend und bahnbrechend auf den verschiedensten Gebieten energisch ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei Wegenberg. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein 18. d. M., zur Verkündigung des Wahlresultats der Kommunal- tetig und unaufhaltsam vorwärts schreite. Der Kollege Stein nospe, abends 9 Ubr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- lianceſtraße. wahlen in Joel's Saal. Unter großem Jubel der Anwesenden Regie der Arbeiter hervor. Kollege Hensel, tritt der Auffassung bei Mebelin. hebt die Nothwendigkeit eines ständigen Arbeitsnachweises unter Musikverein vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 Männer- Gefangverein albta pelle 2, Abends 9 Uhr, wurde das Resultat des 23. Bezirks verlesen. Der 22. Bezirk Stein's entgegen, daß, um zur Erkenntniß der wirthschaftlichen Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Restaurant Rayfer, Staligerstr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciofa, ist noch einmal den Freisinnigen zugefallen. Mit der Groberung Lage zu kommen, dieselbe noch schlechter werden müsse. Nach Tegelerstraßen- Ece. dieses Bezirkes, was hoffentlich bei der nächsten Wahl geschieht, dem zum Kapitel schlechte Löhne" von einem Genossen die Turnverein Soffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manwürde auch der letzte Kommunal- Wahlbezirk des Ostens in der 3. Abtheilung durch einen Sozialdemokraten vertreten sein. Nach Stelle aus dem Bomärts"" sitivt morben, Laut welcher fit abend 9-11 Uhr abends bet Rabe, Beugboffe,& Turnverein Gesund dem noch die Resultate der übrigen Bezirke bekannt gegeben werde, welches allgemeines Staunen und gerechte Entrüstung in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. zu flechten pro halbes Dußend 75 Pfennig gezahlt brunnen. Die 2.2 Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends Seraftturnverein Berolina, wurden, wollte der Jubel kein Ende nehmen. Mit einem Hoch hervorrief, appellirte der Referent in seinem Schlußwort an die Abends uhr nebungsstunde bet Faustmann, Reichenbergerstraße 78, auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie wurde die wurde die anwesenden Frauen, energisch für die Erweiterung ihrer Rechte ftraße 154, Lokal Kontordia. Athletenverein Atlas, Abends Uhr, Uebungsstunde, Brunnen Bersammlung um 11 Uhr geschlossen. pasideslied JOE. einzutreten. Zum Schluß ließ der Vorsitzende Hensel die Auf- Theater- und Vergnügungs- Berein Humanitas Abends 9 Uhr bet Im fünften Wahlkreise hatten sich die Genossen in der forderung ergeben, sich auch an den nächsten Versammlungen Reed, Lothringerfir. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, Bühnenverband Dt bello, Abends 9 Uhr, Böhow'schen Brauerei zur Entgegennahme der Mittheilung des recht rege zu betheiligen. Restaurant Bothrt ngerstraße 101.- Theater und desetlub Morgenroth, 25813010 9. Straftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn bet Schuls, Beteranenftr. 18. 8.We impien mit nou pohon basisvalt erindit re biltzouis görschenstr. 3. Gäste willkommen. jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Dieke, Lothringerfir. Nr. 67. zu wecken, ließ die Ventilatoren, um Luftzug zu vermeiden, dann ins Wasser geworfen. Man fand, daß wahrscheinlich durch Theaterverein æer res tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bet Güzlaff, Groß- verstopfen und die Pumpen in Thätigkeit sehen. Schreckerfüllt Selbstentzündung einige Ballen Bettfedern in Brand gerather Gefelliger Bergnügungsverein Regia, abends 9 Uhr, im Restaurant tamen die Reisenden an Deck gestürzt, und während es dem und daß bedeutende Mengen Stärke, Spielwaaren, Musik Commer, Grünstraße 21. Kreuzfidel, bei Gumitch, Reichenberger: Kapitän gelang, die Kajüten- Reisenden zu beruhigen, schrien und instrumente und eine Anzahl gefüllter Bierfässer dem verStraße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristen verein Frei Weg", Abend flagten die Zwischendeckler wild durcheinander, und es bedurfte heerenden Glement zum Opfer gefallen waren. Der übrige 9 Uhr bei Siedlukad, Manteuffelstraße 86. Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge", Abends des ernsten Zuredens des Kapitans. Um noch weiter zur Be- Theil der Reise verlief ohne weitere Unfälle. Kapitän Kämpff, Don 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof ruhigung beizutragen, ließ der Kapitän die Rettungsboote in Be- der nebst seinen Offizieren und Mannschaften nach dem Großgörschenstraße. Bitherklub Alpenglöckchen Edelweiß. Uebungsabend, Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler reitschaft sehen. Die Mannschaft hatte sich inzwischen als Feuer- übereinstimmenden Urtheil der Reisenden das höchste Lob für ivillkommen. Berein Wohlgemuth jeden Mittwoc) 9% Uhr Sigung brigade gebildet, und bald ergossen sich, nachdem man vergeblich feine Umsicht, Ruhe und Thätigkeit verdient, ist ein geborener mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. versucht hatte, die Flammen durch eingepumpten Dampf zu er Mecklenburger. Rauchtlub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchklub Rothe Melte, bei Steuer, Weinstr. 22. Sumoristischer sticken, von den Pumpen getrieben, mächtige Wasserstrahlen nach Raucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerfir. 42. Rauch flub jenem Theile des Schiffes, in welchem man den Flammenherd Sanssouci, Boechstraße 51. Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr vermuthete. Ein Offizier versuchte mit einer Anzahl Matrosen in bei Späth, Weinstr. 28.- Rauchtlub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei den untern Theil des Schiffes zu dringen, allein die dichten RauchSchlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bei Bittler, Mariannenstr. 43. ( Wolff's Telegraphen- Bureaut.) Nauchklub Goldene Quast e", Abends 9 Uhr wolken trieben sie bei jedem Versuch zurück. Kapitän Kämpff ließ bet Muß, Jostystraße 8. Rauchtlub" Schofes Werte, Röpenicker- nun Löcher in das Deck schlagen, um das Feuer im Zwischendeck Madrid, 14. November. Wie aus Melilla gemeldet wird, straße 121a bei Schöbel. Bauchklub Borwärts Güb- ft" beffer bekämpfen zu können; aber man mußte die Löcher wieder zu hielten die elektrischen Scheinwerfer des Forts Cabras und des Waldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifenbrüder Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Rauchtlub stopfen, da durch Luftzug die Flammen noch mehr angefacht wurden Kreuzers Benadito" während der letzten Nacht die Kabylen in Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchklub und dichte Rauchwolken hervordrangen. Ein Versuch, durch den Furcht und ermöglichten es der Artillerie, die Duars zu " = 1 Lustige Brüder Abends, 8% Uhr Pücklerstr. 61. bei Faulhaber. Rauchklub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Altdeutscher auch klub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5. Rauchklub Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. Rauchflub Rothe Fahne", Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppe Inerstr. 44, Restaurant zur Taubenbörse. beatfulb Treff, Abends 8% 11hr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. German American Club. 9 o'clock Restaurant Belvedere, An der Jannowitz- Brücke. Topic: The difference between German and American Life by own experience. Ladies and Gentleman are invited. English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are welcome. Depeschen. au gelanacht vom Oberdeck aus an die eigentliche Brandstätte| bombardiren. Zahlreiche Kabylen wurden getödtet. blieb erfolglos. Endlich graute der Tag. Man fand, Madrid, 14. November. Das Gerücht von der beabsichtigten daß das Feuer weiter nach vorn dringe, und nahm die Teppiche Aufhebung derjenigen Verfassungsartikel, welche die Freiheit der im Salon auf. Dieselben wurden mit Seewasser durchnäßt, Bürger garantiren, wird hier als völlig unbegründet beum mit ihnen, wenn nöthig, aufschlagende Flammen zu bezeichnet. Der Belagerungszustand ist nur über Barcelona vertämpfen. Alle Anstrengungen, um das Feuer zu beschränken, hängt worden. blieben vergeblich, und als einer der Offiziere am Montag London, 14. November. Nach einer Meldung der„ Times" ( 23. Oktober), Nachmittags, dem Kapitän meldete, daß die Stahl aus Prätoria bedarf die Konvention, betreffend die Abtretung platten an der Steuerbordseite des Schiffes heiß würden, des Swazilandes an Transvaal nur noch der formellen Zuda zeigte selbst Kapitän Kämpff eine besorgte Miene, ſtimmung der Bewohner des Swazilandes. Denn er wußte, daß, wenn die Platten sich zu sehr er ( Deveichen des Bureau Herold.) bitten, sie expandiren und die Nieten losreißen, die Verbindungs- London, 14. November. Seitens der Regierung werden nach stellen sich trennen würden und dem Eindringen des Wassers der gestrigen Beschlußfassung im Ministerrathe nunmehr Schritte von der Seite des Echiffes kein Einhalt mehr geboten werden zur Beseitigung der Lohndifferenzen im Kohlengewerbe untertönnte. Die Feuerbrigade wurde sofort angewiesen, die Platten nommen, so daß der Kohlenstreit voraussichtlich bald beendigt sein unter allen Umständen kühl zu halten. Man brachte zu diesem wird. Zweck Wasser aus der See an Deck und ließ es an der Seite uber Die Platten hinweglaufen. Am 24. Oktober, Vormittags, fam Biertägiger Schiffsbrand. Der Dampfer„ Gellert" von Kapitän Kämpff zu dem Entschluß, zu heroischen Maßnahmen zu der Hamburg Amerikanischen Packetfahrt Gesellschaft hatte am greifen. Er rief die Mannschaft zusammen, und unter seiner 16. Oktober Hamburg mit 40 Kajüten und 221 3wischendeds- persönlichen Leitung wurde die Hauptluke aufgerissen und aus Reifenden und einer gemischten Ladung verlassen. Wie die einer Anzahl von Schläuchen mächtige Wasserstrahlen hinabgegossen. New- Yorker Staatszeitung" berichtet, verliefen die ersten Tage Mit Todesverachtung begaben sich nacheinander die Mannschaften der Fahrt rühig. In der Nacht vom 21. Oktober gegen 12 Uhr in kleinen Abtheilungen hinab und gingen nunmehr dem Flammenstand Kapitän Kämpff auf der Kommandobrücke, als ihm ein herd direkt zu Leibe. Nur wenige Minuten konnten es die Leute Matrose sich mit der Meldung näherte, daß im Achtertheil des in dem unteren Raum aushalten und wurden immer wieder Schiffes dichter Rauch durch die Ventilatoren, welche das abgelöst. Endlich, am 24. Oftober Abends, konnte der Kapitän Zwischendeck mit frischer Luft versehen, dringe. Kapitän den Reisenden mittheilen, daß das Feuer unter Kontrolle und Kämpff gab das Stommando: Alle Mann an Deck!" die Gefahr beseitigt sei. Am 25. Oktober früh wurde der Theil deren Gehilfen an, die Reisenden der Ladung, der in Brand gerathen war, an Deck geschafft und [ 545 M] Vermischkes: " = Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und ist durch uns zu beziehen: Bilderbuch für große und kleine Kinder für das Jahr 1893. Preis 75 Pfennigt. B Inhalt: Der hoffnungsvolle Enkel. Ge-| Das Dromedar. malt von G. Jauß. Farbiger Die Puppe. Gedicht. Holzschnitt. Den Alten und den Jungen. Gedicht. Am Scheidewege. Einleitung. Der Löwe. Däumling und Krieger. Gedicht. Hüben und Drüben. Erzäh lung. Ums tägliche Brot. Gedicht. Die verfolgte Wahrheit. Gin Märchen. Wiedergefunden. Eine Erzählung aus Hamburg. Die böse Hexe. Ein Märchen. Das Geheimniss der Acht. Gedicht. Der reiche Peter und der arme Klaus. Ein Märchen. 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