931 Nr. 270. erscheint täglich außer Montags. reis pränumerando: Biertel ährlich 3,30 Mart, monatlich 10 mt, wöchentlich 28 Big. fret n's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags: Nummer mit Auftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 30 Mt.pro Quartal. Unter freuz and: Deutschland u. DefterreichIngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Ginger:. n der Poft Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. 14 video lasha olla 19 to Mittelmee dat in 10. Jahrg. Vorwärts 2181 ro Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder derey Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächte Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Ervedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Feitragen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Ternspredjer: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. thor dsini di 16 10 20 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 16. November 1893. Der Reichstag. 0 : = einzelnen Gruppen kommen, so vom Zentrum, den Agrariern, den Elsässern und unseren Parteigenossent. 331153557 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Miquel als Konkursverwalter. " In erster Linie werden den Reichstag die Handels- d verträge mit kleineren Staaten beschäftigen, später wird Heute tritt der Reichstag zu einer langen und folgen der deutsch russische Handelsvertrag folgen, der uns die schweren Seſſion zusammen. Es wird ihm die Rechnung Agrarier im Gegensaße zu der Reichsregierung zeigen wird. für die Militärvorlage vorgelegt werden. Was der Ma Wahrscheinlich werden sie aber erst Gelegenheit haben, sich jorität des Volkes gegen ihren tlar ausgesprochenen Willen als Oppositionelle zu produziren, nachdem sie die schweren Eine Bankrotterklärung für das Deutsche Reich, nicht durch die Majorität des Reichstages an Blutsteuer auf Volkslasten bewilligt haben. Bei den Debatten über den mehr und nicht weniger, ist die an anderer Stelle dieses gebürdet wurde, das soll nunmehr nicht das ganze Volk in Etat wird die Kritik über unsere Sozial- und Kolonial Blattes schon veröffentlichte Denkschrift Miquel's über seine Geld zahlen, sondern als Last soll es auf die Schultern politik einzusetzen haben, die Behandlung der Staats- neue Finanzreform". Natürlich sind die Ansichten über einzelner, ohnedies schon schwer belasteter Schichten des bediensteten wird wiederum erörtert werden müssen. Die Kritik den Augenblick, in welchem ein großes Geschäft wie die Boltes gelegt werden. Wir denken dabei an die Tabak- der Arbeiterversicherung wird anläßlich der Vorlage über die Reichsfinanzverwaltung bankrott ist, je nach der Stellung Fabrikat und Weinsteuer. Von ganz geringen Ausnahmen Reform des Unfallversicherungs- Gesetzes einsetzen. Von den des Beurtheilers verschieden. Für große Gemeinwesen giebt abgesehen haben sich alle Schichten des Volkes in ent- vielen anderen Regierungsvorlagen erwähnen wir das es kein Konkursgesetz, das die Anmeldung der Pleite vorschiedenster Weise gegen diese zwei Steuerprojekte aus- Seuchengeset, das Gesetz über die Abzahlungsgeschäfte, das schreibt, und wer das Volk für die große Heerde hält, die gesprochen. Unterstützungswohnsiz Gesetz, das Gesetz über die Waaren- beliebig für Steuerzwecke ausgepreßt werden kann, wie es Wird der Reichstag diesmal die Meinung des deutschen bezeichnungen, über die Verwendung der Gelder des Miquel thut, der wird noch an die Möglichkeit eines fröhlichen Boltes widerspiegeln? Diese Frage stellen sich heute Reichs- Invalidenfonds. Ob die famose lex Heinze wieder Weiterwirthschaftens glauben, wenn andere in besagtem WeiterMillionen Deutscher. den Reichstag beschäftigen wird, ist noch nicht bekannt. Die wirthschaften längst ein sträfliches Verfahren erblicken. Wer die Abstimmung über die Militärvorlage sich ins Pläne des Herrn von Berlepsch über die Organisation des Miquel und die Kreise, denen er dient, wollen auch gar Gedächtniß rust, wer die Zahlen der Reichstags Statistik Handwerks dürften wohl nicht einmal zu einem Gesetz- nicht belehrt sein. Desto dankbarer ist es für uns, ihnen zu deuten versteht, wird diese Frage pessimistisch beantworten. entwurfe heranreifen. thre Bankrotteurthätigkeit an der Hand ihrer eigenen Einzig von der Sozialdemokratie ist das deutsche Volk ganz Wie dem auch sein mag, so sind dem Reichstage Aeußerungen Schritt für Schritt nachzuweisen. Und überzeugt, daß diese seine Interessen mit Entschiedenheit große, schwere und sehr viel Zeit erfordernde Aufgaben ge- die erwähnte Denkschrift" bietet hierzu prachtvollen Stoff. nach wie vor vertreten wird. Wohl ist die Freifinnige ftellt worden. Hierzu werden noch zahlreiche Anträge der Sie fonstatirt: trotzdem das Reich schon 1878/79 nicht Volkspartei auch eine Gegnerin der Steuerprojekte, aber weniger als 277 Mill. Mark ordentliche eigene Einnahmen das Volk hat, dies beweisen die letzten Wahlen, zu dieser hatte, trotzdem durch die weitere Erhöhung der indirekten Partei alles Vertrauen verloren. Und das Zentrum mit Es ist nicht möglich, daß der Reichstag diese Gesetz- Steuern im Jahre 1879, die Miquel Reform" nennt," nur" seiner schwankenden Haltung flößt dem Volte erst recht kein entwürfe in einer Session bis Pfingsten erledigt, wir werden 130 Millionen neuer Einnahmen geschaffen wurden und trotzdem Vertrauen ein. Wenn die Zentrums Abgeordneten für ein langes Parlament haben und wenig Freude an dem daneben bis in die Milliarden geborgt wurde durch Reichs5 Jahre gewählt sind, dann pfeifen sie auf die Wünsche selben erleben. Anleihen, ist im Reiche mit den Ausgaben, namentlich für des Volkes, dann machen sie machen sie ihre eigene Bolitik Das deutsche Volt wird Gelegenheit haben, die Militärzwecke, doch so liderlich gewirthschaftet worden, daß und nicht die ihrer Wähler. Die Sonderwünsche Interessenkämpfe der bürgerlichen Parteien und gleichzeitig der mächtigste europäische Staat" in der Folge bei den der Bentrumspartei können jetzt Leicht im ihre Boltsfeindlichkeit zu studiren. Es wird aus den Ver- Einzelstaaten fechten gehen und sein Manto durch eine preußischen Landtage befriedigt werden, daß sie die Ge- handlungen des Reichstags erschen, daß die bürgerlichen Steigerung der Matrikularbeiträge dieser Einzelstaaten legenheit voll ansnußen werden, im Reichstage der Regie- Parteien trotz aller ihrer Differenzen einig sind in der decken müßte. Der Zweck der Reform von 1879," jener rung gefällig zu sein, um im preußischen Landtage desto Wahrung der Interessen der Bourgeoisie, es wird sehen, Riesenschröpfung des deutschen Volkes durch Bismarck, sicherer das Wohlwollen der Regierung für sich zu haben. daß einzig die Vertreter der Sozialdemokratie die Interessen würde nicht mehr erreicht werden." Das ist das simple Man täusche sich nicht über den Einfluß der Volksstimmung der Arbeiterklasse und damit der breiten Volksschichten zu Eingeständniß der Denkschrift. Die Einzelstaaten aber auf die Abstimmungen im Reichstage zu einer Zeit, wo der wahren verstehen. Bliss ,, würden einer solchen Anforderung nicht mehr mit ihren Wähler so machtlos auf den Abgeordneten ist, wie zu Anfang Die Aufgabe der sozialdemokratischen Abgeordneten regelmäßigen Einnahmen genügen können und sich zu einer der Legislaturperiode. Die Mandate sind gesichert und das wird es im kommenden Reichstage sein, das klassenbewußte fortgesetzten Anleihewirthschaft gezwungen sehen." ist die Hauptsache, an eine Auflösung ist nicht zu denken. Proletariat auch im Reichstage bei jeder Gelegenheit zu ver- Also Borg hier, Borg dort, mit anderen Worten Denn die Reichsregierung wird es, selbst im ganz unwahr- treten. Bankrott, das ist das Ergebniß der 20jährigen Finanz( cheinlichen Falle, daß der Reichstag die Steuerprojekte ablehnt, Je entschiedener, je rückhaltloser dies geschehen wird, wirthschaft der besitzenden Klassen im großen" Deutschen nicht wagen, die über die Steuervorlagen und die anderen desto größer wird die Uebereinstimmung zwischen den sozial- Reiche. Und das Mittelchen, welches Miquel bringt? Regierungsprojekte erbitterten Wähler nochmals an die demokratischen Wählern und ihren Abgeordneten sein. Wir Eine Herstellung stabilerer Finanzverhältnisse des Reiches Urne zu rufen, denn ein starker Ruck nach links wäre die Folge. sind überzeugt, daß sich die sozialdemokratische Fraktion auch und der Einzelstaaten in einer wenigstens für bestimmte Cool Stehen auch die Steuervorlagen mit Recht im Vorder- diesmal des Vertrauens der deutschen Arbeiterklasse würdig Perioden geordneten finanziellen Auseinandersetzung beider grunde der Diskussion, so wäre es weit gefehlt, den anderen zeigen wird. Staatskörper, in der verfassungsmäßigen Festlegung der Bescheerungen der Reichsregierung nicht große Bedeutung Verantwortlichkeit des Reiches für seine eigenen staatlichen beizulegen. Aufgaben und Ausgaben." Das heißt in verständliches pagod ſo Feuilleton. Nachbruck verboten.] foto p Skizzen aus der sozialistischen Bewegung in Rußland. Sad nile aufzufangen. Frgend jemand stößt den Schlafenden in die Seite und rief: old, Schnarche nicht, Du Teufel!" d " Es ist gut, wir werden sie durchlesen." is Also bis morgen," sagte Xenia und ging fort. Nicht einer sagte ihr irgendwelche Zweideutigkeiten, Kenia's Rede rührte die Herzen der Arbeiter das einige riefen ihr nach: war das erste Mal, daß sie ihre Liebe zum Volfe bezeugen Auf Wiedersehen." erdi k konnte den is mit unbeschreiblichem Triumphe, ermüdet sowohl von Leidenschaft sich in ihrer Stimme ausdrückte. Die Wangen der Tagesarbeit als auch von den neuen Eindrücken, legte und sie muß Geliebten rühren, da so viel " des Mädchens rötheten ſich; das Tuch von ihrem Kopfe fich denia in ihr Bett mit dem augenehmen Bewußtsein, verrückte sich ein wenig, wodurch ihr schönes Haar daß das Volk sie verstanden hat, und ihr Gefühl sie nicht sichtbar wurde. Ab und zu hob sie ihre hübsche getäuscht hatte. von der Hand, die der harten Arbeit Schwielen er halten hatte, und kommentirte ihre Rede mit einer energischen Geste. Als Xenia aufhörte zu sprechen, blieben ihre Zuhörer stumm: Die Leute fanden vor Verwunderung im ersten Momente keine Worte. ( Aus dem Russischen übersetzt.) Xenia sprach mit großem Eifer. Lange und viel hatte sie darüber nachgedacht, was sie zum ersten Male den Ar- Es war ein originelles und rührendes Bild: in der beitern sagen würde; sie entwarf ein Programm, schrieb Mitte die Figur eines hübschen, adligen Mädchens in der ihre Nede auf und verbesserte oft die Phrasen, welche ihr Tracht des einfachen Volkes mit dem erregten Gefichte für die Arbeiter unverständlich erschienen. Ueber den einer Prophetin, und rundherum die halbbekleideten ArFabrikhof gehend, wiederholte sie in Gedanken das, was sie beiter, gebannt durch ihre Schönheit, ihr mit schweigender den Arbeitern sagen wollte. Aber kaum hatte sich die Thür Aufmerksamkeit zuhörend. hinter Xenia geschlossen, so vergaß sie vollkommen ihre vorbereitete Rede, und sie fürchtete, daß sie sich verwirren und nicht wissen würde, was sie sagen sollte. Ihre Stimme flang zuerst schüchtern, aber die stille Aufmerksamkeit, und die ungewöhnliche Wichtigkeit des Augenblickes gaben ihr neuen Muth; die Liebe zu ihrem Liebling, den sie von Angesicht zu Angesicht sah, ließ ihr Herz höher schlagen, und ein voller Blutstrom regte ihr Gehirn an; sie sprach immer geläufiger und geläufiger, und nicht die Phrasen, die sie gelernt hatte, entschlüpften ihrem Munde, sondern andere, viel kräftigere und lebhaftere. Sie war hoch erfreut, daß sie so gut sprechen konnte. Es näherten sich ihr zwei Arbeiter; nach diesen kamen noch andere, und so bildete sich um das Mädchen herum eine dichte Gruppe. Alle sehen sie an, aber schon anders, als bei ihrem Eintritt. Die Augen der Arbeiter brücken Berwunderung aus, ein rothhaariger Riese hörte sie mit offenem Munde an; alle bemühen sich, jedes ihrer Worte " Wenn ich Euch im Schlafen nicht störe, so werde ich öfters zu Euch kommen, am Tage habe ich keine Beit," sagte Xenia. Nur kurz war die Thätigkeit Xenias. Es gelang ihr und ihren Freundinnen, sich kaum zwei Monate lang in der Fabrik zu halten. Irgend jemand erzählte von ver tleideten adligen Fräuleins, irgend jemand hörte es, und irgend jemand denunzirte es. Und so liegt Xenia jezt auf einem schmalen Bett im Gefängniß, vor ihr eine eiserne Thür, hinter ihr ein Fenster mit Eisengittern, über ihr eine gewölbte Decke. Bedrückend waren die gleichmäßigen im Gefängnisse verbrachten Tage, Wochen und Monate. Ein volles Jahr war vergangen, und das Zweite neigt sich seinem Ende zu, Xenia aber befindet sich immer noch in ihrer Zelle. Alle Qualen des Gefängnisses versuchten ihre Kraft an ihr; die " Erweise uns den Gefallen," sagte in ernstem Tone ein Langeweile ergriff sie, konnte sie aber nicht überwinden; Arbeiter von hohem Wuchs und mit breiter Stirn. tausend Gedanken quälten fie in den schlafXenia's Herz wurde angenehm berührt durch diese losen Nächten und bemühten sich, sie zur Verzweiflung Worte. zu bringen. Zwei Mal lockte der Frühling das " Aber nun," fuhr sie fort, hinterlasse ich Euch ein junge Mädchen, er ließ die Maisonne in ihre Buch, in welchem beschrieben wird die schlaue Mechanik", Belle scheinen und erzählte ihr von der Pracht des Waldes, durch welche die reichen Leute die Arbeiter bethören. Left wo die Maiglöckchen, sich langsam wiegend, ihren Duft auses durch, ich komme morgen wieder, und dann wollen wir den Inhalt des Buches besprechen". Sie zog aus ihrer Tasche einige Bücher heraus. Derselbe Arbeiter, der sie aufgefordert hatte, wiederzu kommen, nahm die Bücher und sagte: ich dies strömten. Die Gefängnißluft griff Xenia's Lunge an, und die Verhöre der Gendarmerie- Offiziere und des Staatsanwalts zerrütteten ihre Nerven. Zulegt verlor ihr Körper die Widerstandskraft, sie wurde krant. Alle diese Prüfungen des Gefängnisses quälten sie und ließen sie Eine Versammlung der zur Gruppe der Elfäfier ge hörigen Reichstags- Abgeordneten wurde von allen Parteigenoffen besucht; die Verhandlungen gelangten nicht an die Deffentlichkeit. Es verlautet, daß dem Reichstage ein Antrag betreffend Aufhebung der Ausnahmebestimmungen für ElsaßLothringen zugehen werde. Ein etwaiger Anschluß der Elfäffer an die altdeutsche Partei wird in einer nochmaligen Versammlung besprochen werden. Politische Leberlicht. ffet worden. In derselben wird betont, daß der Friede Deutsch übersetzt: kein Eingriff in die unverantwortliche Aus- 1 klärt. So ist und bleibt alles bankrott, was in der Denkgabewirthschaft des Deutschen Reichs, sondern nur eine schrift behandelt wird: Die Wirthschaft des Deutschen etwas veränderte Vertheilung der Riesensummen, welche Reichs und das System, nach welchem die neuen Steuern dem deutschen Volfe abgeschröpft werden. Die Einzel- aufgelegt werden sollen, und den merkwürdigen Stolz, staaten sollen feste Beträge aus dem unerschöpf- solche Dinge mit seinem Namen zu decken, hat Miquel als lichen Reichssäckel zugesichert erhalten und auch nur Konkursverwalter. nach Maßgabe dieser Summen ihrerseits Matrikularbeiträge zahlen. Dann werden sie hübsch an der Kette bleiben und sich keine störenden Einreden gegen die Mißwirthschaft im Reich erlauben. Desto ungenirter kann infolge dessen im Reich fortgewurstelt werden. Auf welche Weise, das sagt die Denkschrift ebenfalls mit famoser Offenherzigkeit. Berlin, ben 15. November. Energischer wie je soll sich das Reich auf die Pflege schon jetzt aufgegeben, an sie ist wohl ernstlich gar nie ge Die Reichsfinanzreform" ist von ihren Urhebern des in betiſcher wie Steuersystems werfen. Natürlich wer die Riesenschröpfung von 1879 als„ Reform" bezeichnet, dacht worden, man benützte sie wohl nur als Schlagwort der muß ordentlich stolz darauf sein, in den Bismarck'schen für die offiziöse Presse, denn das erhoffte Erträgniß aus Pfaden weiter zu wandeln und durch Verbrauchsabgaben, ben geforderten Steuern bleibt weit hinter der Summe die große Masse aufs Unbarmherzigste weiter zu belasten, zurück, die für die Jnangriffnahme der Reichsfinanzreform wohl wissend, daß die oberen Zehntausend von den neuen erforderlich waren. Lasten kaum berührt werden. Miquel wirft sogar einen bedauernden Blick darauf zurück, daß die Verfassung des deutschen Boll und Handelsvereins der Ausbildung indirekter Steuern nicht günstig war". Es wurmt den alten Kommunisten gewissermaßen heute noch, daß mit dem ungerechten aller Stenersysteme in Breußen- Deutschland nicht schon viel, viel früher begonnen worden ist. Für die Zwischenzeit bis heute hat es ihm nach der Denkschrift wenigstens wohlgethan, daß die Einzelstaaten ihre direkten Steuern erleichtert" haben, angeblich zur Der Gesammtertrag, welcher von den vorgeschlagenen Entlastung der unbemittelten Volksklassen". Seit wann Steuern erwartet wird, beläuft sich hiernach auf etwas über dient aber eine Ermäßigung direkter Steuern zur 94 Millionen, erreicht also noch nicht einmal ganz den zur Entlastung" des Volkes? Sie nügt allemal den oberen Deckung der Kosten der Militärvorlage und eines festen Behntausend hundertmal mehr, als der großen Maffe, die Reichszuschusses von 40 Millionen Mark erforderlichen gar keine erheblichen direkten Steuern zahlen kann, weshalb Betrag. side and andra sinn 8 man sie ja gerade durch die Verbrauchsabgaben tribute Wie hoch die Mehrkosten für die Militär- Vorlage pflichtig zu machen sucht. Hier schlägt der Miquel als im neuen Etats- Entwurf von 1894/95 in Anfag gebracht Der von der Reichsfinanz- Verwaltung vorgesehene Ertrag der vorgeschlagenen Steuern stellt nämlich sich folgendermaßen: Zabatsfabrikatsteuer. Weinsteuer. Börsensteuer Lotteriestempel. Quittungsstempel. Check c. Stempel · Fracht und Ladebriefsteuer 45 Millionen Mark 17 11 5,4 6-7 0,5-0,8" 8-9 " " " Der fächsische Landtag ist mit einer Thronrede ernicht gefährdet ist. Ueber die Finanzlage findet sich folgender Absah: Wenn die Lage der Staatsfinanzen gegen bisher eine meniger günstige geworden ist, so liegt der Grund hieran, abgesehen von dem Rückgange der Erträgnisse in einzelnen Staatsbetrieben, in der Hauptsache in der Verfettung der Finanzwirthschaft des Reiches mit der der einzeinen Bundesstaaten und den dadurch für lettere herbeigeführten Schwankungen in ihren Staatshaushalten. Da die längere Beibehaltung dieses Verhältnisses von den Bundesregierungen allseitig als unhaltbar erkannt und eine baldige Reform der Reichs- Finanzverwaltung als dringend nöthig erachtet worden ist, so fäßt sich erhoffen, daß die darauf gerichteten gemeinsamen Bestrebungen in nicht zu langer Zeit von Erfolg begleitet sein und damit auch die gegenwärtig schwer empfundenen Störungen in unserem Staatshaushalt werden beseitigt werden. Ungeachtet der Ungunst der Finanzlage hat sich indeß noch die Möglichkeit ergeben, ohne eine Erhöhung der Steuern das Gleichgewicht in demselben herbeizuführen. Dabei ist es aber unthunlich gewesen, die Ueberweisung eines Theiles der Einnahme aus der Grundsteuer an die Schulverbände fernerhin aufrecht zu erhalten. Uni aber er die wenig leistungsfähigen und wirklich bedürftigen Schulgemeinden für diesen Ausfall der Einnahmen einigermaßen entschädigen zu fönnen, wird die Regierung eine Erhöhung der Etatsumme zu Beihilfen an unvermögende Schulgemeinden bei Ausbringung des Schulbedarfs vorschlagen. reformer ins Geficht. Die preußische Preußischen Stener sind, ist noch nicht bekannt geworden. Der Hamburger als daß in Sachsen nun noch mehr als früher auf sollte In Kürze zusammengefaßt, heißt dies nichts anderes, an: Kosten der Schule zu gunsten des Militarismus gespart für 1894/95 mit einer Mehrforderung von 37 Millionen Mark Die Angabe, daß das Ordinarium des Militär- Etats werden soll. Von neuen gesetzgeberischen Aufgaben ist in der Thron abschließe, ist nicht ausreichend. In dem Etat des laufenden rede fast garnicht die Rede, lediglich ein Gesehentwurf über Jahres find die Mehrkosten der Heeresvermehrung nur für die gerichtliche Aburtheilung über die Entwendung von das zweite Halbjahr mit 22 Millionen in Ansatz gebracht. Nach den seiner Zeit dem Reichstage gemachten Mit Feld- und Gartenfrüchten und einige unwesentliche Eisentheilungen sollen die Gesammtkosten für das erste Jahr nur bahnvorlagen werden angekündigt. also der Militär- Etat im ersten Halbjahr des nächsten Etats44,8 Millionen betragen. Um die Hälfte dieses Betrages würde doch die direkten Steuern angeblich zur Heranziehung der Vermögenden ausbilden; jetzt spricht aber Miquel bei der Reichs Finanzreform von einer Erleichterung direkter Steuern" in den Einzelstaaten, die angeblich nicht wieder rückgängig gemacht werden dürfe. werden dürfe. Man sieht: die Wahl der Argumente macht einem Miquel feine Qual! Schließlich rückt die Deutschrift brutal mit dem Steuerprinzip der Miquel'schen Reichs ganz Finanzreform heraus: der geeignete Weg zur Ergänzungsjahres( 1. April bis 30. September 1894) steigen; welcher der Einnahmen des Reichshaushalts liegt... nur in der Einführung beweglicher Steuern in der Form von Zu schlägen zu den Verbrauchsabgaben." Und was läßt die Zuschläge zu den Verbrauchsabgaben als neue Reichssteuern als so geeignet" erscheinen? Man höre und staune: der Umstand, daß sie keine störende Wirkung" auf den Handelsverkehr" ausüben. Das Profitmachen " Theil des Postens von 10,6 Millionen Mark für das zweite Halbjahr( 1. Oktober 1894 bis 81. März 1895) erforderlich ist, entzieht sich noch der Beurtheilung. In der Begründung der Borlage war bemerkt, daß dieser Rest, der zur Deckung der Ausgaben für das Zugehen des Manquements, Uebungen des vermehrten Beurlaubtenstandes, Erweiterung der KadettenAnstalten und der Unteroffizierschulen, Bermehrung der Chargen bei den Spezialwaffen, vorbehalten ist, erst im Laufe бли Zum Fall Gradnauer. Das eine ber beiden amtlichen Organe der fäch fischen Regierung, das Dresdener Journal", sucht das Vorgehen gegen Gradnaner wie folgt zu beschönigen: med god C Die Verhaftung des Dr. Gradnauer und dessen später er folgte Wiederentlassung ohne Verurtheilung beschäftigt einzelne Zeitungen sehr lebhaft. Diese Zeitungen tnüpfen an die Erzählung des Falles Betrachtungen über die Militärgerichtsbarkeit, wünschen Aufklärung über die Berechtigung der Jahre zur Anforderung gelangen werde. Auf keinen Fauler Militärbehörden zur Untersuchung 2c., so daß die Leser ist anzunehmen, daß der gesammte Mehrbedarf infolge der war, schon im nächsten Jahre gefordert wird. Abgesehen von der Erhöhung des Pensionsfonds könnte die Mehrforderung für das ganze nächste Etatsjahr eher unter als über 50 Millionen Mart betragen." im Handelsverkehr" ist das einzige Ding, auf welches Miquel bei der Einführung neuer Verbrauchsabgaben in seiner DentHeeresvermehrung, die auf 54,2 Millionen Mark berechnet schrift Werth legen zu müssen glaubt. Wenn der" Handelsverkehr nicht gestört wird, dann ist alles gut. Auf die Seufzer der Millionen deutscher Arbeiter, die nicht wissen, wie fie die geringste Mehrausgabe erschwingen sollen, pfeift der übersehen wird, nur diese Mehrkosten in Betracht, während Für den nächstjährigen Etat kommen, was vielfach Reichs- Finanzkünstler. Ob Hunderttausende von Arbeiter familien den Hungerriemen noch etwas stärker auziehen bleibt. Diese kann gegebenen Falles erst mit dem Etatser von der sogenannten Reichs Finanzreform unberührt müssen, ist ihm völlig gleichgiltig. Der Handelsverkehr", das heißt der Schacher im großen mit den unentbehrlichsten jahr 1895/96 in Kraft treten, da ja an eine Erledigung Berbrauchsartikeln, er wird nicht gestört" durch das neue dieser Reform und der damit in Verbindung stehenden Stenersystem, und das muß als staatsmännische Rücksicht Steuergesetze vor dem 1. April nächsten Jahres nicht zu genügen. Es muß auch dann genügen, wenn es ein paar Zeilen davon in der Denkschrift heißt, daß wir uns gerade jetzt, wo die Mehrbelastung des gewöhnlichsten Lebensbedarfs eintreten foll, in einer rückläufigen Periode, in Beiten sinken den Verkehrs" befinden. Auch die zugestandene Nothlage großer Boltsschichten kann einen Miquel nicht abhalten, neue Verbrauchssteuern einzuführen. Dieser Bynismus ift des anderen würdig, der das Fortwursteln in der alten Verschwendungswirthschaft und eine rein äußerliche, anderweite Vertheilung der Unkosten dafür als die höchste Reformweisheit" des Augenblicks eraltern, aber die Energie ihrer Seele konnten sie nicht schwächen. Worin liegt das Geheimniß dieser Seelenstärte? denken ist.-fei gegen die gefeßlichen Bestimmungen verfahren worden. Die Sache liegt jedoch ziemlich einfach. Dr. Gradnauer war als Unteroffizier des Beurlaubtenstandes zu einer Nebung in Zittau eingezogen. Nach feiner Entlassung von berselben stellte er über sein Verhalten als Soldat die Be= hauptung auf sie bung getrieben zu haben, ein Bergehen, welches sozialdemokratische Agi= tation bei der Truppe während seiner Einihn auf grund des bestehenden Militär- Strafgesezes straffällig machte. Das betreffende Militärgericht leitete infolge dessen in Ausübung der ihm obliegenden Pflichten und als ausschließlich zuständige Gerichtsbehörde die Untersuchung ein. Nachdem bet biefer Untersuchung sich herausgestellt, daß die Selbstbeschuldigungen des Dr. Gradnauer unrichtig waren, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Durch das Verfahren des Dr. Gradnauer ist erzielt worden, daß viel Von ihm gesprochen worden ist, und sonst wohlgesinnte Beitungen haben wesentlich dazu beigetragen. Bu einem Angriff gegen die Militärgerichtsbarkeit ist die Angelegenheit aber gar nicht geeignet, denn in einem ähnlichen Falle würde auch bei der außer militärischen Gerichtsbarkeit die Unter suchung haben eingeleitet werden müssen, fobald begründeter Verdacht zu dem Vorhandensein einer strafrechtlich bedrohten Handlung vorlag." Ganz auf dem Holzwvege ist die Norddeutsche Allgemeine Beitung", die, mit bezug auf die a batssteuer uns das Beispiel der schweizerischen Sozialdemokraten vorhält, die sogar für das Tabat3monopol einzutreten bereit sei. Die Schweizer Eidgenossenschaft und das Deutsche Reich sind eben zwei ganz verschiedene Dinge. In der Schweiz kann die Regierung die Einkünfte des Staats nicht gegen das Volk verwenden in Deutschland käme der Ertrag der Tabakssteuer dem Militarismus und anderen volksfeindlichen Einrichtungen zu gute. Einem Ungeschickter zu schreiben, war unmöglich. Und so bureaukratisch polizeilichen Militärstaat muß die Sozial- ungeschickt zu schreiben ist dem Verfasser blos dadurch möggewähren kann und unter Umständen zu gewähren nicht verstehen kann. demokratie verweigern, was sie einem demokratischen Staat lich geworden, daß er auch nicht lesen, d. h. Gelesenes - Die Notiz, Die Notiz, durch welche verpflichtet ist. Am besten erklärt sich das durch einen Vergleich. Gradnauer sich selber sozialdemokratischer Agitation im Man stelle sich einen altrömischen Zirkus vor, alls Dienst bezichtigt" haben foll, ist die nämliche Gegen die Handwerkerpolitik des Herrn von gefüllt mit blutgierigen Zuschauern. In der Arena be- Berlepsch sprach sich auch der Gautag der Schwarzwälder Verhaftung mittheilten. In dieser Notiz eine SelbstNotiz die wir unseren Lesern gleich nach seiner findet sich ein Christenmädchen. Sie hat ein abgehärmtes Gewerbevereine aus. Sämmtliche Beurtheiler des Berlepsch Geficht. Das Gefängniß hat ihre Kräfte erschöpft, fie hat schen Gesetzentwurfes stimmen in Nord und Süd, Ost und beschuldigung" d. h. das Geständniß der Begehung die ganze Stufenleiter der Prüfungen durchgemacht; in West des Deutschen Reiches in der Verurtheilung dieser ständige Abwesenheit aller juristischen Begriffe und ein vollstrafbarer Handlungen zu erblicken, dazu gehört eine vollwenigen Augenblicken erwartet sie die letzten Qualen und Handwerkerreform überein. ständiges Nichtverstehen des Gedruckten oder Geschriebenen. den Tod. Vor ihren Augen befindet sich eine Thür, auf ein Signal wird diese geöffnet und aus ihr stürzen ein wird heute im Berliner Tageblatt" beleitartikelt. Die Berufung gegen Urtheile der Straffammern Hätte ein Zivilrichter auf grund jener Notiz eine VerEs haftung vornehmen laffen, so würde ihm, auch bei dem Tiger und ein hungriger Bär hervor, die sich mit Geheul auf handelt sich um die Frage, ob die Berufung an besondere heutigen Stand unserer Rechtspflege, ein tüchtiger Rüffel das Mädchen werfen und sie zerfleischen. Aber in den Augen des Mädchens ist keine Furcht, sondern nur das Feuer einer Berufskammern der Landgerichte selbst oder an das Ober- ertheilt, und die Verhaftung fofort rückgängig gemacht ungebeugten Kraft zu sehen. Aber welche schrecklichen Ge- Landesgericht gehen soll. Für das erstere soll nach dem worden sein. " Bublifum" sein. Im anderen Fall Tageblatt" das danken, außer denen an den Tod, mußten nicht scheinbar spricht eine Stimme aus dem Tageblatts Publikum folgende Staatsbürger in Haft nehmen und drei Wochen lang seiner Daß die Militärbehörde auf solchen Grund hin einen das Mädchen bedrücken. Ihre Gemeinde war klein und das Mädchen bedrücken. Ihre Gemeinde war klein und wurde fortwährend zerstört; trotzdem es so wenig Christen Befürchtung aus:" Ich fürchte, daß es bald heißen wird, Freiheit berauben konnte, das ist es gerade, was die öffenttrotzdem es so wenig Christen „ Ein liche Meinung in Harnisch gebracht hat. Freilich, von gab, war doch die ganze Kraft Roms darauf gerichtet, die Berufung ist blos für die Reichen." diefe zu vernichten. Aber die Märtyrerin hat den festen armer Mann", der in einem Winkel der Proving Gradnauer ist viel gesprochen worden, und das scheint der Glauben, daß die christliche Lehre nicht vernichtet werden kommen oder gar mit einem Anwalt bei demselben sich Angenehmes, als ein Pflaster auf Gradnauer's Wunden zu bewohne, habe kein Geld um zum Ober- Landesgericht zu Vertheidiger der Militärjuftig als etwas außerordentlich kann, daß dieselbe im Gegentheil die ganze Welt erobern wird. Sie glaubt mit Leidenschaft daran, mündlich zu besprechen. trachten. Der Schreiber irrt aber, nicht von Gradnauer, ausWenn nicht überhaupt noch eine kleine Anzahl von genommen als Opfer, ist viel gesprochen worden, wohl aber und das Bewußtsein, daß sie auch einer dieser Rechtsanwälten existirte, die sich etwas Rechtsbewußtsein von der Militärjustiz. Und was von ihr gesprochen ward, Steine ist, aus welchen der Tempel der Christen heit der ganzen Welt erbaut werden wird, verleiht gewahrt hätten, wäre der„ arme Mann", von dem das ist ihr sicherlich nicht schmeichelhaft und angenehm. Und Tageblatt" spricht, in derselben Lage, ob die Berufung bei wir werden fortfahren von dem" Fall Gradnauer" zu ihr übernatürliche Kräfte. Und deshalb blickt sie ohne einer Berufungskammer des Landgerichts oder beim Ober- sprechen, und im Reichstag wird von ihm gesprochen werden, Furcht auf diese Thür, aus der ihre letzten Henker hervor- Landesgericht selbst angebracht würde. Jedenfalls würden denn was Gradnauer geschehen ist, kann jedem von uns, Derselbe leidenschaftliche Glaube an den Sieg des die Rechts- Koryphäen, die seit einiger Zeit ganze Monate der einmal Soldat war, passiren, fann ihm passiren, Jahre Sozialismus erhält auch Xenia's Kraft. Sie weiß, daß ihre ihrer Thätigkeit den gemeinsten Spizbuben und den an lang nachdem er Soldat gewesen. rüchigsten Persönlichkeiten der Börse widmen, vorausgesezt daß Bartei noch eine fleine ist, daß man fast alle in das Gebiese Das find monftröfe Zustände, das ist die absolute fängniß gebracht hat; von Anfang an wurden ihre Be- diese sie gut, sehr gut zahlen- obwohl sie wissen, daß die Rechtlosigkeit aller derer, die jemals von der eisernen Faust strebungen zerstört. Auch das Volk war nicht so geartet, Tausende, welche sie als Bezahlung erhalten, aus erstohlenem des Militarismns gepadt worden sind. Und die schlimmste und erschwindeltem Gelde genommen sind fich für die Rechtlosigkeit, die sich denken läßt: Rechtlosigkeit vor wie sie es sich in ihrer blühenden Phantaste vorgestellt Interessen des„ armen Mannes", der nicht, oder nur nach Richtern, die auf einem anderen Boden, als dem des ge= hatte es war keine Pulvermine, die nur auf den zündenden Funken wartete, es glich vielmehr feuchten, aus. gesetzlichem Maßstab zahlen kann, in keinem Falle sehr er meinen Rechts stehen und stehen müssen. einander geworfenen Holzscheiten und viel, viel Arbeit wärmen. Für den" armen Mann" braucht sich das„ olle mußte es fosten, sie zu sammeln und sie zu befähigen, mit ehrliche"" Tageblatt" nicht ins Beug zu legen. einer solchen Gewalt aufzuflammen, daß die ganze Bour geoisie dadurch vernichtet würde. treten werben. ( Fortsetzung folgt.) Konferenz der parlamentarischen Gruppe der Elfäffer". Aus Straßburg wird heute dem Depeschenbureau Herold telegraphirt: Fort mit solchen Zuständen! Fort mit der Militärjustiz! Fort mit dem Militarismus! Börsenraub. Was wir der Berliner Börse ver danken, geht aus einer Tabelle der interessantesten erotischen Werthe", deren Einführung die Berliner Börse unternommen hat, hervor, welche die Leipziger Zeitung" zusammengestellt hat und die wir nachstehend nan Anleibe folgen lassen: Ursprünglich Werth am 68,30 Preis gezahlter 4. November Portug. Obligationen von 1889. Portug. Anleihe v. 1888-1889 101,00 1898 26,70 95,00 26,70 Portug. Obligationen von 1886 93,50 26,70 66,80 Griechische Anleihe von 1890. Buenos Ayres- Prioritäten 1890 92,60 88,50 31,10 33,00 Aeußere Argentinische Anleihe Innere Argentinische Anleihe. 190,00 85,50 189,10 38,50 Griech. Anleihe von 1881-1884 Griechische Konsol. Goldrente. Argentinische Goldanleihe Griechische Mon.- Anleihe 82,00 71,12 90,00 77,25 27,10 47,10 37,20 Lissaboner Stadt- Obligationen Buenos- Ayres- Stadt- Prioritäten. der Welche Revolution der Anschauungen in England, dem ermahnen, sich nicht provoziren zu lassen, indem Klassischen Land des freien Arbeitsvertrages und der Nicht- Tag für die österreichischen Arbeiter noch nicht gekommen einmischung des Staats in das Arbeitsverhältniß." Die fei, an dem sie den Sieg erwarten tönnten. Der Vorwärts" Verlust Noth ist eine gute Lehrmeisterin, und der große Kohlen möge dann den Tag angeben, an welchem der Sieg zu erwarten ſei. streit war eine gewaltige Lehre. Er hat nicht blos die gemacht, daß der Referent in Ermangelung der Anarchisten und Auf die Anwesenden haben diese Ausführungen den Eindruck 74,50 Rohlenbarone auf die Kniee gebracht, sondern die gesammte Unabhängigen, deren wir uns so ziemlich entledigt haben, einen englische Bourgeoisie. Sie hat einsehen müssen, daß das Prole- überflüssigen Streit vom Zaun habe brechen wollen. Dem Ge61,50 tariat, wenn auch noch nicht im Besiz der politischen Macht, doch nossen Schumacher wurde scharf entgegengetreten; und der Artikel, 55,50 durch seine gewerkschaftliche Klassenorganisation wirth- der vorgelesen wurde, fand schließlich volle Anerkennung. 54,10 schaftlich bereits zu einer so großen Macht gelangt ist, daß Genoffe Schumacher scheint den Unterschied zwischen„ feig" 47,00 es thatsächlich die Industrie des Landes lahm legen und und vernünftig noch nicht zu kennen. Sich in die Gewalt eines 35,10 146,90 bewirken kann, daß alle Räder still stehn". Der Handels. überlegenen Gegners zu geben, ist nicht muthig, sondern blöd= 44,12 minister Mundella, hinter den sich die Herren Gruben- die sicher nicht zurückhalten, wenn eine Aussicht auf Sieg ist. sinnig. Der Artikel ist von Männern veranlaßt und geschrieben, 42,00 besitzer und sonstige Großproßen versteckt halten, schilderte und wir haben keinen Zweifel, daß auch diejenigen unserer 40,05 in dem Ministerrath, welcher den Interventionsbeschluß österreichischen Genossen, die jetzt dem Gefühle berechtigten Bornes Meganische Anleihe von 18001998,00, 161,20 228,80 faßte, die verzweifelte Lage, in welche die ganze englische mehr folgen als der fühlberechnenden Ueberlegung, sehr balz als bald 58,70 27,80 Industrie durch den Kohlenstrett gebracht worden ist; er einsehen, daß wir mit unserem Rath Recht hatten.( Red. des führte aus, daß die englische Industrie, wenn der Streit Vorwärts".) 20,75 nicht bald geſchlichtet werde, vollständig ins Stocken obtenfiite der Partei. In Schwedt a. D. verstarben Mexikanische Staats- Anleihe 77,50, 19161,10 116,20 gerathen müsse, und nicht blos dauernder Ruin, sondern Die vielen Millionen, die das deutsche Volk dank der auch ein bedeutender Ausfall in den Reichsfinanzen zu be- die Genossen Maurer Wilh. Gebel und der Bigarrenmacher weitsichtigen" Unternehmungskraft der Berliner Börse bis fürchten sei. Das gab den Ausschlag. jezt an diesen Papieren eingebüßt hat, lassen sich nach der obigen Tabelle recht leicht feſtſtellen obigen Tabelle recht leicht feststellen. Von diesem Verluste lische Bourgeoisie befindet, das erhellt aus nachstehendem diesem Verluste lischen welch kazenjämmerlicher Stimmung sich die eng ist ein großer Theil in den Händen der Bankhäuser" und Situationsbericht aus London erhellt aus nachstehendem Spekulanten hängen geblieben. Eine kleine nichtproduzirende veröffentlichen: Minderheit des Volkes hat sich damit auf Kosten der Rentner, Sparer und Pensionäre bereichert Chilenische Anleihe Portugiesische Tabak- Anleihe " 86,00 101,75 80,25 86,25 119 Carl Pahl. bait eng- bnie # den die kapitalistischen Blätter den die Blätter Soziale Ueberlicht. Die Färber, Dekateure, Appreteure und Berufs. London, 13. November. In den Industrie- und gen offen, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Handelskreisen Englands ist man mit der geschäftlichen hielten am 12. d. M. eine gutbesuchte Versammlung ab, in der Physiognomie des laufenden Jahres sehr wenig zu- Genosse Mäther über: Zweck und Nugen der Drganisation sprach: frieden. Allgemein beklagt wird die zunehmende Unftetigkeit An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Stiehler, Läpple, und Unübersichtlichkeit der geschäftlichen Verbindungen, der Braun, Nather, Gräber. Sodann wurden in den provisorischen manget an ghattraft und Unternehmungs: Borstand gewählt: Hengel und Athmann als Borſizende, Stiehler des Landes, berauben ihn feiner WiderstandsGebiet 22 ,, Im Auftrage: Freund." Die innere Geschichte der, außer Hebung gefeßten" Bergwerksabgabe, die der Botwärts in jener Gonntagsutama bargeſtellt hat, war von dem bürgerlichen Zeitungsgeschwister bis zum geist seitens der Arbeitgeber, an Arbeitsluft und und Bunzel als Schriftführer, Sachweh und Kramm als Kassirer. festen Eingreifen des Vorwärts" mit guter Absicht todtArbeitsleistung der Arbeiter. Die fortwährenden Achtung, Töpfer! Die Sperre bei der Hennigsdorfer geschwiegen worden. Nun wir der Kage die Schelle ane schwächen ben wirthschaftlichen Organismus Kollegen gegenstandslos geworden und daher aufgehoben. Streiks, die Schürung des Klassenhasses Firma ist infolge mangelhafter Beachtung seitens der dort arbeitenden gehängt haben, fängt es bei den Liberalen, wie wir es Der Vorstands vorausgejagt haben, zu läuten an. Als erster Glöckner be fähigkeit gegen den ausländischen Wettbewerb des Allgemeinen Vereins der Töpfer. felbſtverſtändlich ohne derer zu gedenken, die es geweckt und in den Wege ernſteamtoumurt das Berliner Tageblatt" sein nachträgliches Werk, und legen einem Wiederaufschwunge des Erwerbslebens die Stuckateure Schönebergs! Kollegen! Wir richten an Euch größten Schwierigkeiten in den Weg. Dazu kommt noch der ein ernstes Mahnwort in betreff unserer Organisation. Die ausgerüttelt haben. Vielleicht werden nun auch die Frank- meitere Rückgang des Silbers infolge der währungspolitischen schlechte Baukonjunktur zeitigt immer mehr die Arbeitslosigkeit Dazu furter Beitung", die es allen anderen Kapitalistenblättern Maßregeln in den Bereinigten Staaten und Indien, endlich in unseren Reihen und nährt den Indifferentismus; damit aber in der anmuthigen Insektentaktit des Todtstellens gleichdie immer noch pretäre Lage auf internationalem politischen unsere Organisation nicht machtlos wird, müssen wir Mittel und gethan hat, vielleicht gar die fittenstrenge Tante Voß, die fich über die heutige Verderbniß soust so schön entrüstet, beitsluft und Arbeitsleistung seitens der Arbeiter" betrifft, mittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Jakob, Grunewaldstr. 110, Was das Gerede vom zunehmenden Mangel an Arlichen Versammlung findet am Sonntag, den 19. November, BorWege finden, uns dagegen zu schüßen. Laut Beschluß der öffentetwa auch Herr Eugen Richter's" Freifinnige Zeitung" ihre so ist das eine unverschämte Lüge, die durch die eine öffentliche Wanderversammlung der Stuckateure statt. Wir Stimme wiederfinden. Statistik widerlegt wird, indem diese eine st et 3 richten an alle Kollegen die Bitte, recht rege au agitiren, um Die Wahlrechts- Bewegung läßt sich in Dester wachsende Arbeitsleistung feststellt. Was aber einen recht zahlreichen Besuch zu erzielen, damit wir im stande reich ebenso wenig zurückdämmen, wie in Belgien. im allgemeinen über die geschäftliche Lage und über die find, gemeinsame Schritte zweckentsprechend zu berathen. Die Herr Windischgrät will die alte Wahlgesetz- Vorlage zurück- Herren Arbeitgeber gesagt ist, entspricht so ziemlich der Tagesordnung wird in der Freitagsnummer des Vorwärts" bekannt gemacht. ziehen und eine neue einbringen. Natürlich keine bessere. Wahrheit, wenn es auch noch bei weitem nicht die ganze Judeß das schadet nichts. Die Wünsche der Windischgräg Wahrheit ist. Die Vertrauensleute von Berlin und Die WerCharlottenburg und Konsorten sind kein ehernes Gesez, und mächtigere und Die ganze Wahrheit ist: Die Bourgeoisie ist an dem J. A.: 2. Kleinert, Berlin, Bülowstr. 40. gefcheidtere Menschen als die Windischgrät und Konsorten Ende ihres Lateins, sie kann die einfachsten wirthschaftlichen grä mächtigere und haben sich der Logik der Thatsachen unterwerfen müssen. Funktionen nicht mehr vollbringen, d. h. mit anderen Delegirten der Allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter Achtung. Die außerordentliche Generalversammlung der mit Worten: sie kann die menschliche Gesellschaft und Arbeiterinnen findet am Sonntag, den 19. November, Vornicht mehr mit den nöthigen Produkten vermittags 10% Uhr, bei Haase, Gr. Frankfurterstr. 117, statt. An sorgen. da adil alle Delegirten ergeht das bringende Ersuchen, da die TagesUnd in ihrer Noth muß die stolze englische Bour- ordnung eine wichtige ist, für einen recht zahlreichen Besuch au geoisie den. sonst so verhaßten Staat" um Hilfe an agitiren, um so bie bis jetzt errungenen Vortheile weiter ausbig für et rufen. it so bauen zu können. Pflicht eines jeden ist es, zu erscheinen. A. Härtel, Adalbertstr. 98. die Gekretäre des Frauen Emanzipations Veroins ein Frauen- Stimmrecht in England. Gladstone hat an Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Rollegen!! Am Mittwoch, den 22. November, Schreiben gerichtet, in welchem er anzeigt, daß von feiten Bußtag, Abends 6 Uhr, findet bei Gründer, Köpnickersir. 100, der Regierung ein Amendement zur Gemeinderaths- Bill eine öffentliche Versammlung statt, um gegen den Beschluß, den eingebracht wird, um vollständig klar zu machen, daß weder der Ausschuß für Gutachten 2c. des Berliner um Geschlecht noch Heirath ein Hinderniß zur Kandidatur für Gewerbegericht 3" und die Weltesten der Berden Gemeinderath bilden sollen. dooiner Raufmannschaft" betreffs der Sonntagsarbeit ge1901 Die österreichische Wahlreform- Vorlage. Das mit den konservativen Elementen des nenen österreichischen Ministeriums in Fühlung stehende ultramontane Vater land" theilt mit, daß die Taaffe'sche Wahlreform Vorlage von der neuen Regierung zurückgezogen werden wird. Das ist selbstverständlich, da die Parteiverbindung das Ministerium Windischgrät stützt, das Taaffe'sche Ministerium wegen der Wahlrechts- Vorlage gestürzt hat. Es wird übrigens von allen Seiten zugestanden, daß eine nene Wahlrechts- Vorlage, freilich kaum vor Neujahr, das österreichische Abgeordneten tans beschäftigen wird. Betreffs des Inhalte der selben steht nur eines unzweifelhaft fest, daß sie die Arbeiter noch weniger befriedigen wird als das Taaffe'sche Machwerk. e fit au demie " Ironie des Schicksals. Zur Abwehr antisemitischer faßt hat, zu protestiren. Der Antrag des Ausschusses lautet: Aufeindungen" leitartikelt der Stöcker im Reichsboten".-blo Gine parlamentarische Koalition der kleinen slavischen Gruppen im österreichischen Parlamente gegen das Kabinet Windischgräh wird von den Jungezechen ans gestrebt. Die mährischen Jungczechen veröffentlichen in threm Organ„ Orlice" eine Erklärung, in welcher sie eine Parlamentarisches. entschiedene Opposition gegen das neue Ministerium ankündigen. " : Den Herrn Polizeipräsidenten von Berlin zu ersuchen, die Ausführungsbestimmungen über die Sonntagsruhe dahin zu ändern, daß am ersten Weihnachtsfeiertag, Neujahrstag, versten Osterfeiertag und ersten Pfingstfeiertag die Verkaufsläden von 7 bis 10 Uhr Vormittags und von 12 bis 8 Uhr Nachmittags cae geöffnet sein dürfen und daß die allgemeine Ruhe, abgesehen von Ruhr den bisher bestimmten Ausnahmen, am zweiten Feiertag eintritt." Die Welteften der Berliner Raufmannschaft haben, nachdem Die erfte Reichstags Sigung findet morgen fie der Berliner Polizeipräsident aufgefordert hat, ein Gutachten Donnerstag um 2 Uhr statt. Nach dem Namensaufruf über die Regelung der Arbeitszeit im Handelsgewerbe abzugeben, Erweiterung der Bundessouveränetät in der und nach der Bureauwahl, die wohl glatt verlaufen wird, folgendes beschlossen: Schweiz. Der Bundesrath beantragt bei der Bundesver- werden die ersten Sizungen den Handelsverträgen gewidmet Für Sonntag, den 10, und Sonntag, den 17. Dezember, die sammlung die Revision der Bundesverfassung im Sinne fein. Die Etatsberathung dürfte voraussichtlich erst nach mittags und von 2 bis 10 Uhr Nachmittags auf grund des Gestattung einer 10ftündigen Arbeitszeit, von 8 bis 10 Uhr Voreiner Erweiterung der Oberaufsicht des Bundes über die dem Bußtag, also Donnerstag, den 23. d. M., beginnen.§ 105b Abs. 2 der Gewerbe Ordnung zu empfehlen, und zwar Wasserbau- und Forstpolizei auf die ganze Schweiz, die sich für alle Handels- und Gewerbebetriebe mit offenen Läden. Für Ge bisher nur auf das Hochgebirge erstreckte. ewerbe, deren Ausübung an Sonn- und Festtagen zur Befriedi gung der in diesen Tagen besonders hervortretenden( 3) BeDie französische Kammer ist heute zusammen getreten. Zum Präsidenten gewählt wurde Cafimir Berier mit 295 Stimmen gegen 195, die auf Brisson fielen. Aus dem Stimmenverhältniß läßt sich nichts schließen, als daß die überwiegende Mehrheit antisozialistisch ist. Unseren Genossen wird es an Arbeit und Kämpfen nicht fehlen. Ein Sozialistentödter schlimmster Art ist der berichtigte Lozé von Paris, der im vorigen Sommer bei dem Versuch eine Emeute hervorzurufen und dem Pariser Proletariat einen Aderlaß beizubringen- Schiffbruch litt und seines Amtes als Polizeipräfett entsetzt werden mußte. Jetzt hat die französische Regierung den Mann für seine Berbrechen am Proletariat würdig belohnt sie hat ihn zum französischen Gesandten in Wien ernannt. Dort zum französischen Gesandten in Wien ernannt. Dort bei Windischgrät ist Lozé am richtigen Plaz. Die franArbeiterorganisationen dieser Tage durch den bekannten Zufall den Sozialisten in die Hände fiel und von der Petite République" veröffentlicht ward, hat aber in nicht mißzuverstehender Weise gezeigt, was von ihrem demotratischen Radikalismus zu halten ist und was namentlich die Arbeiter von ihr zu erwarten haben. rely nbait Parteinachrichten. Achtung! Die Chemnitzer Parteigenossen erklärten sich mit der Saltung ihrer Vertreter auf dem Kölner Parteitag und mit den dort gefaßten Beschlüssen einverstanden. dürfnisse der Bevölkerung erforderlich ist, beſchloß das Kollegium eine zwölfftündige Arbeitszeit, und zwar von 8 bis 10 Uhr BorDer Lohgerber Emil Horn aus Emmerich a. Shein wird dagegen wurde die kundgegebene Absicht des Polizeipräsidenten mittags und von 12 bis 10 Uhr Nachmittags zu befürworten, ersucht, feine derzeitige Adresse an die Redaktion des Vor- am ersten Weihnachts Feiertage nicht arbeiten zu lassen, für wärts" einzusenden. Parteigenossen, denen der Aufenthalt des gutgeheißen. E. Horn bekannt ist, werden ersucht, denselben auf diese Auf- Kollegen! Wie Sie aus den Beschlüffen der beiden Körperforderung aufmerksam zu machen. bischen erzungene Sonntagsruhe nehmen, beide Anträge sind für uns un annehmbar, denn unsere Arbeitszeit würde dann nicht 10 und 12 Stunden, sondern 18 und 20 Stunden dauern, ja es kommt vor, das unsere Kollegen, welche die gekaufte Waare an Private bis in die späte Nacht abzuliefern haben, vom Wächter eingeschlossen werden. Statt daß nun der Ausschuß 2c., dessen Majorität doch aus Sozialdemokraten besteht, dafür eintreten follte, um die Sonntagsarbeit gänzlich abzuschaffen, tritt er für einen Beschluß ein, dem jeder Arbeitgeber mit freudigem Herzen zustimmen kann, darum Kollegen, erscheint alle Mann am Mitt woch, den 22. November, in dieser Versammlung. porn anb Karl Alboldt, Vertrauensmann der Haus- und Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen Genosse Manfred Wittich, Redakteur des Leipziger Wähler", wurde wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Dr. Hans Blum zu 500 M. Geldstrafe eventl. 50 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die Buerkennung von 500 M. Buße, die Herr Blum beantragt hatte, lehnte das Gericht ab, weil der Nachweis eines Gemeinderathswahlen in Stuttgart. Der Frankfurter Beitung" wird aus Stuttgart unterm 13. November geschrieben: Gemeinderathswahl gesondert von allen Parteien vorzugehen. Die Sozialdemokraten beschlossen bei der bevorstehenden Skandal über Skandal in Italien. In Unter Dürrbach( Bayern) errangen, wie der UnterDer Chef fränkischen Boltstribüne" mitgetheilt wird, bei der am 12. Noredakteur eines ministeriellen Blattes, des Popolo November stattgefundenen Gemeindewahl die Sozialdemokraten den mano"( Römisches Volt) ist wegen Betrugs verhaftet. Er Sieg. Also eine neue Bresche auf dem Lande. dachte, was dem Chef recht ist, ist dem Diener billig wie der Herr, so der Knecht". * Berlins. Briefkaffen der Redaktion. A.. Anträge auf Patentertheilung sind an das Patentamt zu richten. Bei der Anmeldung sind 20 W. einzuzahlen. Bis entschieden ist, ob ein Patent zu ertheilen ist, vergehen etwa 3 Monate. Das Patent schütt vor Nachahmung durch Dritte hindurch. ist von Bahlung einer Jahresgebühr Große Demonſtrationen Stanen die Arbeitslosen in Brüſſel. Die Dauer des Patentes binbird. Die patentbauer 502 Sie haben solche vor dem Ministerium und dem Rathhause in Aussicht genommen. agit? Sozialistischer Sieg in Italien. Bei den Gemeindewahlen in in Imola ging bie ganze sozialistische Liste mit einer Mehrheit von 300 Stimmen glatt durch. Die Vermittlung der englischen Regierung im großen Kohlenstreit ist von beiden Theilen bereits angenommen, und die Presse aller Parteien erwartet mit Bestimmtheit die Beilegung des Konflikts. Banlis D. K., Steindruck. Ja. R. N. 1110. Hat die Betreffende mit anderen während der Empfängnißzeit Umgang gehabt, so steht weder ihr noch dem Kinde ein Anspruch auf Alimente zu. London, den 13. November. Am 11. November hielt Genosse Schumacher im Kommunistischen Arbeiter- Bildungsverein W. H. Besten Dant. Wir hatten erwähnt, daß in mehreren 49 Tottenham Street London einen Vortrag über: Die Wahl- Fällen Leute als reichstreue" und als„ freifinnige Wehlmänner Vorwärts" vom 7. November den Artikel:„ Die neue Aera Schlächtermeister) das mit Bewilligung des Betreffenden geschehen bewegung in Desterreich"; am Schluſſe zitirte er aus dem aufgestellt sind. Ob in dem von Ihnen erwähnten Fale( Jähnert, indischgräb in Desterreich" und verstieg sich hierbei zu einem ist, können wir nicht wissen. Es sind auch eine Anzahl Sozialsehr scharfen Angriff auf den Vorwärts". Redner führte aus, demokraten ohne deren Erlaubniß als Wahlmänner von dem Idaß es feig sei vom Vorwärts", die österreichischen Genossen zu freisinnig- reichstreuen Mischmasch aufgefteilt. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 16. November. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Donnerstag, den 16. November: Zum 10. Male: Die eiserne Jungfrau. Sonntag: Nachmittags- Vorstellung. Berliner Vollblut. Orchester- und Parquet- Loge 2 M., 1. Rang- Loge 1,50 M., Parquet Fauteuil 1 M., 1. Rang- Fauteuil 1 M... 1. Barquet 1 1 M., 2. Parquet 70 Pf., 1. Rang Sperr Schauspielhaus. Don Carlos, Infit 80, 60 und 40 Pf., Stehplay 30 Pf. fant von Spanien. Deutsches Theater. Kain. Die Mitschuldigen. Berliner Theater. Jenseits von Gut und Böse. American- Theater. Circus G. Schumann. Friedrich Karl- Ufer. Vorläufige Anzeige! Einem hochgeehrten Publikum der Haupt- und Residenzstadt Berlin beehre ich mich ganz ergebenst anzuzeigen, daß ich mit meiner Gesellschaft, welche Partei- Versammlungen. Freitag, den 17. November, Abends aus Künstlern und Künstlerinnen 8 Uhr, finden in allen 6 Wahlkreisen Ver1. Ranges besteht, von Kopenhagen via Lübeck fommend, in den sammlungen der Parteigenossen statt. nächsten Tagen in meinem eigenen, nen renovirten und auf's Elegantefte eingerichteten Circus am Friedrich Karl- Ufer einen Cyclus von Borstellungen in der höheren ReitNeu! Zwerchfellerschütternd! Neu! kunst, Original- Pferdedresfur und Lesing- Theater. Mauerblümchen. Die Gründung Noms Friedrich- Wilhelmnädi.Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. System Ribadier. Wallner- Theater. Elite- Vorstellung. Neues Theater. Jugend. in der Möckernstraße, oder: Die Rache Central- Theater. Die eiserne Jung- s frau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die sieben Raben. Aleranderplah- Theater. Fedora. des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Gymnastik eröffnen verde. Da die Künstler inkler und Spezialitäten, welche ich für diese Wintersaison engagirt habe, absolut nen für Berlin find, und ich namentlich auch Ballet und Pantomimen in großartiger Ausstattung bieten werde, so hoffe ich, daß die hochgeehrten Bewohner der Haupt- und Residenzkadt mir und meiner Gesellschaft auch in dieser Saison das gütige Wohlwollen nicht versagen werden, welches sie mir in National- Theater. Lehmann auf Auftr. sämmtl. Spezialitäten. früheren Jahren gefchenkt haben. der Weltausstellung in Chicago. Borher: Berlin bei Nacht. Theater Unter den Linden. Die Gondoliere. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. ss Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Große Ausstattungsposse mit Gesang von Eugen und Tanz in 5 2 Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Sainst, mbil Vorher: *** Berlin bei Nacht. Posse in zwei Aften von Anton Anno. Regie: Hugo Hummel. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonntag, den 19. November, Nach mittags 3 Uhr: Voltsvorstellung zu be deutend ermäßigten Preisen: Othello, der Molir von Venedig. Trauerspiel in 5 Aften von Shakespeare. Regie: Max Samst. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pafi.) Miss Nessi, die schönste Taubenkönigin der Welt tritt Abends 91/2 Uhr auf. Abends 9 Uhr: Der naturkomische Bendir. Neu! Hierauf: Men! Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Anfang: Sonntage 5½½ Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree Wochentags 15 Pf. R. Winkler. P Mit vorzüglicher Hochachtung ergebent G. Schumann, Direktor. Die Eröffnungs- Vorstellung wird 197 Für den 1. Kreis: Norbert's Salon, Beuthstraße Nr. 22. Für den 2. Kreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Für den 3. Kreis: Brochnow's Salon, Sebastianstraße 39. Für den 4. Kreis: Concordia- Festsäle, Andreasstraße 64. Für den 5. Kreis: Brauerei Bötzow, Prenzlauer Thor. tad Für den 6. Kreis: mod durch Plakate und Annoncen naber be- Norddeutsche Brauerei, Chausseestraße 58. fannt gegeben. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht und Abrechnung der Vertrauenspersonen. Passage- 2. Neuwahl der Vertrauenspersonen, sowie der Breß- und Lokal- Kommissionsmitglieder. 3. Bericht der Delegirten Panopticum. vom Parteitage in Köln. 4. Diskussion. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. ratweil'sche Castan's Bierhallen Panopticum. Bierhallen Kommandantenstr.77-79.1 Täglich von 5 Uhr ab: Grosses Frei- Concert Soiréen der Leipziger Säuger vom Kryftall- Palast. Anf. Wochent. 72 Uhr. Entree 15 Pf., reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Adolph Ernst- Theater. Programm unentgeltlich. Carl Koch. Charley's Taute. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Nur diesen Monat Gastspiel- Cyclus des! 1907 Eden- Theaters Direttion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Hente, Donnerstag 7½ Uhr: Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- KraftProdukt. m. 2 Pferden. Sbargulap, indisch. Jongleur. Brother Baretti, Kopf auf Kopf- Equilibristen. Srn.Cordes, Gesangs- Humoristen. Mr. Edgar Jones, mufit. Clown. Emmy Hoffmann's Flora- Truppe, 6 Damien. Clara Birkholz, KostümSoubrette. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bi. A. Zimmermann. High- life- Vorstellung. Mori Sensat. Programm. 20 Nummern. 5 Attractionen. Auftreten des hervorragendsten Sensations- Zauberers der Gegenwart Dir. B. Schenk. Animelas Wunderampel. Trompeter von Säkkingen. Infernable Wäsche. Schenk contra Bosco. Der schwebende Kopf. Bacchusfest. Reise durch das Unmögliche( Großart. Potpourri). Abdul- Al- Hakk- Hamid- Mysterie ,, Die Metamorphose im Bagno". Luftwandlerin Miss Edith. Im Reiche der Schatten. Hochtom. Spezialit. Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Geister- Concert. Fata morgana. Schönheits- Galerie. Riesenhaupt. m Der Diamanten- Palast, Hydraulische Feerie, Wasserfälle, Eisregen, deforative Transformationen. Galerie lebender Bilder von 30 Damen. Unter Anderem das Pracht Tableaux: Die Schlacht der Amazonen. Parquet 2 M. u. f. 1. Sonntag: 2 Monstre- Vorstellungen um 4 u. 71/2 Uhr. Nachmittags fleine Preise. Billets schon jetzt an der Kaffe. Play. Etablissement sjaid Moritz Bas Buggenhagen. Plas. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifdy. Spezial Ausschank von Pahenhofer. Gr. u. Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger. Anfang 8. Uhr. Neue Gruppe: Unverhoffter Besuch in Castan's Atelier. Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße darunter Schußkanal Kugeln des Viel Neues, anal ber deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. In Anbetracht der langen und wichtigen Tagesordnung werden die Versammlungen pünktlich eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Fachverein der Klempner. Todes- Anzeige. Am 12. d. M. verstarb, 22 Jahre alt, unser Mitglied, der Klempnergefelle Paul Raschke. 847/19 Die Vertrauenspersonen. Todes- Anzeige. Den werthen Genossen u. Kameraden die traurige Mittheilung, daß meine Frau am 14. d3., Morgens 3/2 Uhr, nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 17. ds., von der Leichenhalle des Die Beerdigung findet am 16. d. M., Schöneberger neuen Kirchhofes aus statt. Die trauernde Familie Aug. Sachs, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichen- Zimmerer, Hauptstr. 188, Schöneberg. halle des St. Georgen Kirchhofes in Wilhelmsberg aus, statt. Ehre Gore feinem Andenken 187/14 Der Vorstand. Lodes- Anzeige. Den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises die trarige Nachricht, daß der Genosse Paul Raschke im Krankenhause am Urban am 12. d. M. nach furzem, schweren Leiden verstorben ist. 350/7 Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, Nachmittags 8 Uhr, von der Leichenhalle des Sankt Georgen- Kirchhofes in Wilhelms. berg statt. Um zahlreiche BeWarnung.theiligung wird gebeten. Hiermit erkläre ich, daß ich für die Schulden meines Sohnes Arthur nicht auftomme. C. Schmolling. Arbeiter- Sängerbund. Die Vertrauenspersonen. Allen Kollegen u. Genossen zur Nachricht, daß unser Kollege, der Klempner Paul Raschke, Da der Ausschuß am 12. d. unfern am 12. d. nach furzem, aber schwerem Antrag, betr. Schlichtung unserer An- Leiden verstorben ist. Die Beerdigung gelegenheit durch Schiedsgericht oder findet am Donnerstag, den 16. d. M., Generalversammlung, abgelehnt hat, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenerklären wir unsern Austritt aus dem balle des St. Georgen- Kirchhofes in Bund. 1826 Wilhelmsberg aus statt. Suchsdorf'scher Männerchor. Um recht zahlreiche Betheiligung bitten Gleichzeitig laden wir selbständig die Kollegen der Firma denkende Genoffen zum Beitritt in H. Kleinschewsky. unseren Verein ein. Uebungsstunde: Montags Abends 9 Uhr bei Hahn, Neue Königstr. 73. Drts- Krankenkasse Der Gürtler. Bu der am Sonntag, den 19. November, Vormittags 10 Uhr, Adalbertstr. 21 bei Roll stattfindenden General- Versammlung werden die Herren Delegirten ergebenst eingeladen. Tages Ordnung: 1. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres. 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. Der Vorstand. 188b G. Kneiff, Borjihender. Nach Schluß dieser Versammlung: General- Versammlung für die Zum Schluß: Mitglieder der Invalidenkaffe Ein gestörtes Rendezvous. Romisches Ensemble. Entree 50 Pf. Im Vorverlauf 40 Bf.( Siehe Plakate.) Freitag, den 17. November: Soiree in der Victoria- Brauerei. der Gürtler. Tages- Ordnung: 1. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres.d 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. Der Vorstand. 189b G. Kneiff, Vorsitzender. 1776 Sozialdemokrat. Wahlverein im vierten Berliner ReichstagsWahlkreise. 877/13 Den Mitgliedern hiermit die traurige Nachricht, daß am 12. d. M. nach kurzem, schwerem Leiden, unser Genosse, d. Klempner Paul Raschke im Krankenhause am Urban verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus, statt, Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Ehre seinem Andenken! Todes- Anzeige. Am 14. b. M. verstarb nach langen, schweren Leiden unser lieber Vater und Großvater, der Buchbinder Theodor Herschleb im Alter von 70 Jahren an Herzleiden. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. d. M., Borm. 10/2 Uhr, von der Leichenhalle d. Neuen Luifen- Kirchhofs, 1876 Hermannstraße, aus statt. Verband deutscher Goldund Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen ( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Goldarbeiter A. Döring, nach dreijährigem Stranfenlager am 13. November von seinen Leiden erlöst worden ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. d., Nachin. 31/2 Uhr, auf dem neuen Jakobi- Begräbnißplaz ( Hermannstraße) aus statt. Um recht rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 185/3 Verein d. technischen Personals der deutschen Bühnen. Sonnabend, den 18. d., Ab. 11 1hr, 1866* Annenstr. 16: Ausserordentliche Versammlung. Hierzu ladet ergebenst ein Der Vorstand. Weißbierbrauerei Albert Bier, begründet 1792, Berlin C2, Stralauerstrasse 3-6, Fernsprecher: Amt V, 1056, empfiehlt feinstes Tafel- Weißbier, Brauerei- Abzug. 30 halbe oder 15 ganze Literflaschen für 3 Mart. Eigene Ausschanklokale: 1) Stralauerstr. 3-6, Defonom 50332* W. Witte, Lese- u. Diskutirklub Süd- Ost. 2) Friedrichstr. 88, Ede RosmaTodes- Anzeige. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am 12. d. M. unser treues Mit199/15 slied, der Klempner Paul Raschke verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen Kirchhofes in Wilhelmsberg aus, statt, und erwarten wir möglichst zahlreiche Be theiligung. 1 391700 rinstr., Defonom F. Kowalk. 3) Weinmeisterftr. 18, Restaurant Pickenbach, Det. J. Brockmann. Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. 305 5 Säle( Bühne) zu Festlichkeiten u. Versamml. Amt I 7421. H. Ebert. Vereinszimmer m. Pianino FriedenDer Vorstand.straße 74.alje sid Sadu 27776 Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 270. Tokales: Parteigenossen Berlins! Donnerstag, den 16. November 1893. Am Donnerstag, den 23. November, finden in allen sechs Wahlkreisen Volksversammlungen statt. Die Gewerkschaften und sonstigen Arbeitervereine werden gebeten, dies bei Einberufungen von Versammlungen zu berücksichtigen. Die Tagesordnung wird in nächster Woche noch näher bekannt gegeben. Die Vertrauenspersonen. woch ihre für den Stadtv. Wenzel ging infolge einer Ueber-| rumpelung der Wadelstrümpfler Assessor a. D. Mommsen hervor; nach voltsparteilicher Schablone hätte Dr. Otto Hermes gewählt werden sollen. M Leben. " " 10. Jahrg. hat damit gewissermaßen die Weihe empfangen als Staatseisen- Paradepferde, die man vorzuführen pflegt, wenn es gilt zu zeigen, bahn- Arbeiter. Nun darf er täglich 10 Stunden arbeiten zu was die bürgerliche Klaffe für die geistige Hebung desjenigen einem Tagelohn von 2,50 M., bei Ginbehaltung des ersten Theiles des Volkes thut, den sie selbst das niedere Volk" Wochenlohnes und vierzehntägiger Lohnzahlung. Allerdings ist nennt. Die bürgerliche Klasse hat aber recht wenig Grund, mit dienst etwa um die Hälfte erhöht, dafür muß der Arbeiter aber klärung des„ niederen" Voltes anstrebte, so trüge fie damit doch es Brauch, daß in Afford gearbeitet wird, wodurch sich der Ver- dieser Großthat" zu prahlen. Selbst wenn sie wahrhafte Aufauch wie man zu fagen pflegt gehörig schuften! Es besteht nur eine alte und schwere Schuld ab. Sie hat ja die Unbildung nämlich das Kolonnensystem. Auf je vier Arbeiter kommt ein der arbeitenden Klasse lange genug allen Aufklärungsversuchen treiber-, welcher einen erhöhten Lohnfat erhält und für ein fervativen gesucht, weil sie selber dabei profitirte. Kolonnenführer oder Vorarbeiter- die Arbeiter nennen ihn An- gegenüber unter ihre schüßenden Fittiche genommen und zu kongehöriges Arbeitspenfum Sorge trägt. Auf diese Posten gelangen Aber der aufgeklärtere Theil der Arbeiterklasse will hübsch strebsame Leute, bevorzugt militärische, welchen daran an den reinen Joealismus" solcher und ähnlicher BeZu den Stadtverordneten- Wahlen. Kleiner und großer gelegen ist, dereinst noch ein höheres und besseres Pöstchen zu erstrebungen" nicht recht glauben. Er will nicht daran Geldfack haben am Dienstag und Mittwoch gewählt. Der Aus: halten, was natürlich das Arbeitsverhältniß noch an Annehm glauben, eben weil die Unwissenheit des„ niederen" Volfes fall dieser Wahlen stand im voraus bombenfest; die etwa von lichkeit gewinnen läßt. Die Zugehörigkeit zu Arbeiter- den Befißenden so lange die Herrschaft gesichert hat und weil fonservativer Seite gemachte Opposition war so gegenstandslos, vereinigungen gewerkschaftlicher wie politischer Natur wird selbst nicht anzunehmen ist, daß die bürgerliche Klasse sich dieses daß sie auf die Gestaltung des Wahlresultats sowohl wie auf verständlich von niemandem verlangt; daher kommt es auch, daß Schutzes freiwillig begeben wird.. den„ Wahlkampf" im Froschteich an sich ohne jeglichen Einfluß sation stehen, sich um nichts bekümmern, versumpfen und mit der alle diese Arbeiter fast ausnahmslos außerhalb jeder OrganiDie Volksbildung" ist für die bürgerliche Klasse im blieb. Von den 16 Stadtverordneten, die die zweite Abtheilung Beit„ Eisenbahner" werden! Es wäre wahrlich an der Zeit, günstigsten Falle nur ein schönes Wort und bleibt nur ein zu wählen hatte, sind 13 alte Bekannte im rothen Hause; neu- daß auch diese Staatsarbeiter zum Bewußtsein ihrer Klaffen schönes Wort. Könnte das Wort zur That werden,- es gewählt ist Dr. Langerhans, der ein Doppelmandat erhielt, sowie Der Rentner Mühlberger. Die erste Abtheilung wählte am Mittage tamen und theilnehmen am öffentlichen und politischen würde keine gute That und teine, die dem Proletariat nütt. Die Volksbildung", welche die bürgerliche Klasse dem 14 bisherigen Vertreter sämmtlich wieder. Aus einer arbeitenden Wolfe geben kann und will, ist ein sehr gefährliches GeArbeiter- Bildungsschule Südost. Der Unterricht in der schenk. Die Volksbildungs- Vereine" bürgerlicher Tendenz gleichen Gesezeskunde fällt am Freitag, den 17. d. aus, weil an dem hölzernen Roß, das die Danaer, nachdem sie 10 Jahre vergebdiesem Tage über den Kölner Parteitag Bericht erstattet wird. lich um Troja gekämpft hatten, scheinbar abziehend zurückließen, Die nächste Unterrichtsstunde findet am Freitag, den 28. d., und dem ein angeblicher Ueberläufer eine besonders schützende Die drei Stadtverordneten- Stichwahlen im 3., 9. und Abends 1/29 Uhr statt, wo noch Theilnehmer Aufnahme finden. Kraft nachrühmen mußte. Bekanntlich rissen die Trojaner eine 29. Kommunal- Wahlbezirk, welche am Montag in der dritten Ab- Zur Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Am 11. No: Lücke in ihre festen Mauern, um das ihnen angepriesene riesige theilung nothwendig geworden, sind auf den 1. Dezember an- vember empfing der Regierungsrath Messerschmidt den Vor: Roß, für das die gewöhnlichen Thore zu flein waren, in die beraumt worden. Stadt schaffen zu können, die dann bei Nacht von der im ſizenden der Freien Vereinigung der Kaufleute, um dessen resp. Rosse verborgenen feindlichen Schaar überfallen und dem UnterDie Stadtverordneten Wahlen sind in der tönig- Sonntagen im Monat Dezember zu hören. Diese Auskunft, Recht als eine grandiose Dummheit, die in der Sage und Gedie Ansicht des Vereins über das Offenhalten der Läden an den Diese Auskunft, gange überliefert wurde. Das Verhalten der Trojaner gilt mit lichen Eisenbahn Hauptwerkstatt( Schlesischer welche sich mit einem schriftlichen Gutachten, das von der Recht als eine grandiose Dummheit, die in der Sage und GeBahnhof) gänzlich unberücksichtigt geblieben. Die etwa tausend Freien Vereinigung am 13. November eingereicht wurde, deckt, schichte aller Zeiten nicht leicht ihres Gleichen findet. Bildet sich dortfelbst beschäftigten Arbeiter haben regelrecht bis Abends gipfelte darin, daß, wenn überhaupt von einer Ausdehnung der die bürgerliche Klasse ein, das sozialdemokratisch gesinnte Pro6 1hr arbeiten müssen, sodaß viele, die weit entfernt von der Arbeitszeit die Rede sein könne, diese sich nur auf Ladengeschäfte Mauern, die nun schon so lange jedem Ansturm getrost haben, letariat werde dieselbe Dummheit begehen und seine festgefügten Arbeitsstätte wohnen und auch über Mittag dort bleiben müssen, erstrecken solle und nicht generell auf Geschäfte überhaupt, da im verblendet einreißen, um die Danaergeschenke geriebener Gegner nicht in der Lage waren, ihr Wahlrecht auszuüben. Es muß vorigen Jahre eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Engrosdas um so mehr auffallen, als bei den vorangegangenen Landtagsgeschäften die günstige Gelegenheit benutzte, um auch ihrem zu sich hereinzuschaffen? wahlen eine ganz andere Praxis geübt worden ist. die Arbeiter von oben herab, durch die Werkstattsmeister. Der Kaufleute ist der Meinung, daß ein Da wurden Personal die Sonntagsruhe zu entziehen. Die Freie Vereinigung für Verbreitung von Wolfsbildung" in der That mit Vorsicht Als Beweis dafür, daß die Bestrebungen der Gesellschaft angehalten, zu wählen, natürlich im Sinne der blauesten für ein längeres Offenhalten der Läden an feinem Gonn aufgenommen werden müssen, fann eine Bemerkung dienen, Reaktion. Gin jeder Arbeiter sollte wählen gehen, auch tage vorliege, auch nicht an sogenannten„ goldenen", wie die welche einmal dem„ Berliner Tageblatt" entschlüpft ist. Das er feine amtliche Wählerkarte zugestellt erhalten Erfahrungen des vorigen Jahres gelehrt haben. Dies Entgegen. Blatt schrieb am 15. Mai 1891 aus Anlaß der 91 er Generalbätte. Ja, zu diesem Zwecke wurde sogar ein halber Arbeitstag kommen sei nur eine Prämie auf die Nachläffigkeit und den versammlung der„ Gesellschaft für Verbreitung von Volksfrei gegeben und wer thatsächlich gewählt haben würde, der sollte Echlendrian Einzelner, unter dem aber die ganze Gehilfenschaft bildung" über die beabsichtigte Ausdehnung der Bildungsvereine" den halben Tag in Tagelohn( pro Tag 2,50 M.) ausbezahlt erzu leiden habe. Troßdem trägt sie den Verhältnissen, wie sie auf die ländliche Bevölkerung: Auch in politischer Beziehung ist halten, während sonst Atfordlohn( pro Tag 3,75 M.) gewährt einmal bestehen, insoweit Rechnung, als sie sich am" goldenen die größere Heranziehung der ländlichen Bevölkerung zur Mitarbeit wird. Da war denn allerdings die gestellte Frage am Plage, Sonntag, den 24. Dezember, für ein Offenhalten der Läden bis an den materiellen und ideellen Kulturaufgaben nothwendig. Die ob denn die Arbeiter eine Bescheinigung darüber erbringen 6 Uhr Abends ausspricht. Am ersten Weihnachtsfeiertage könne sozialistische und antisemitische Agitation wendet sich jetzt dem Lande follten, daß sie gewählt haben? Nun, etwas Aehnliches wurde eine Ausnahme für diejenigen Läden gemacht werden, welche mit zu und findet einen guten Boden, weil die Bevölkerung im allgemeinen allerdings von den Arbeitern gefordert, denn am verfloffenen Lebensmitteln handeln, diese könnten bis 10 Uhr Vormittags ungerüstet den Agitatoren gegenübersteht. Die beginnende Be einen Revers unterschreiben, daß er gewählt habe. Nur in diesem Falle sein, da Bigarren ein so großer Geschenkartikel seien, daß jeder vornherein ihre Aufgabe von der rechten Seite zu fassen und Aufmerksamkeit und Unterſtüßung in weiteren Kreiſen, um vo würde der halbe Arbeitstag vergütet werden. Und was thaten die Ar- damit versehen sein könne. Am zweiten Feiertage sowie, Sonntag, beiter? Sie gingen und unterschrieben, was von ihnen verlangt wurde, den 31. Dezember, liege nach keiner Richtung irgend welche Ver- mit Erfolg durchzuführen. Jedenfalls wird es der Geſellſchaft wie sie überhaupt alles widerstandslos über sich ergehen lassen, anlassung vor, über die schon gesetzlich gewährleisteten 5 Stunden für Verbreitung von Volksbildung nicht ohne weiteres möglich für Verbreitung von Voltsbildung nicht ohne weiteres möglich was die Verwaltung von ihnen fordert. Und warum? Nun, hinauszugehen. der Arbeiter, der sich„ mißliebig" machen würde, der würde der Freien Vereinigung der Kaufleute in Schmiedel's Festfälen, Unifange zu übernehmen, wenn ihr nicht von anderer Seite Heute, Donnerstag, findet eine Versammlung sein, die Arbeit neben ihren bisherigen Aufgaben in weiterem bald vertrieben aus dem Paradiese der Staatswerkstätte. Und Alte Jakobstr. 32, statt, in welcher dieses Thema zur Diskussion thatkräftige Unterstüßung gewährt wird." So das„ Berliner es ist doch so schön in der königlichen Eisenbahn- Hauptwerkstätte! steht, und ist es Pflicht jedes Handlungsgehilfen, dort zu er- Tageblatt", daß der Gesellschaft seit längerer Zeit nahe steht Nicht jedem ist es vergönnt, dort hinein zu gelangen, nur wenige fcheinen. und über die Absichten derselben gut unterrichtet sein konnte. find auserwählt. Alle möglichen Papiere und Führungsatteste Möglich, daß der Standpunkt des Berliner Tageblatt" nicht müssen über die Reinheit seiner Person und die Lauterkeit seines Die Gesellschaft für Verbreitung von Volks von allen Mitgliedern der Gesellschaft getheilt wird. Aber sie Charakters genaueste Auskunft geben, diefelben wandern zu bildung" hat in diesen Tagen ihre 23. Generalversammlung in werden sich nach dem Obigen nicht wundern dürfen, wenn er bei vörderst von Pontius zu Pilatus, ehe der Betreffende die Zu- Berlin abgehalten. Der Vorsitzende, Abg. Rickert, hat( nach allen vermuthet wird. Selbst das Mildeste von dem, was die schickung bekommt, daß er angenommen sei und anfangen dem uns vorliegenden Bericht) in seiner Eröffnungsansprache Gesellschaft eingestandenermaßen anstrebt, die„ Aussöhnung der fönne, sofern der Arzt ihn für tauglich befinde. Hat der wieder einmal die Nothwendigkeit der nachhaltigen Unter- Stände", ist von der Arbeiterklasse zu bekämpfen. Die Arbeiter betreffende Arbeiter so Scylla und Charybdis glücklich passirt, stügung rein idealer Bestrebungen, wie sie die Gesellschaft ver- tlaffe will teine Aussöhnung", bei der doch nur sie den so wird er erst noch von Herrn Direktor Garbe ins Gebet folge," betont. Kürzeren zöge, tein sogenanntes Ueberbrücken der Klust zwischen genommen, einem gar frommen Herrn, welcher auf die heutige Die„ Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" ist von Arm und Reich, das nur den Reichen zu gute fäme. Sie will göttliche Weltordnung schwört und ein abgefagter Feind aller bürgerlichen Elementen begründet und bis auf den heutigen nicht, daß die große Wunde am Körper der Gesellschaft, die nur Sozialdemokraten ist. Hier erhält der Arbeiter eine eindringliche Tag von bürgerlichen Elementen, unter denen der rechte Flügel durch eine vollständige Wiedergeburt des Körpers geheilt werden Verwarnung vor diesen Erzschelmen, den Sozialdemokraten, und des" Freisinus" dominirt, geleitet worden. Sie ist eines der kann, durch bloße Quacksalbereien geschlossen wird. wenn Theater. Gerhard Hauptmann's Hannele". Bedürfniß " " schlechter veranschaulichen, er kann diese Geschlechter in das Be- biblischen Kinderglaubens, der Märchenwelt, in die sich Kinder reich seiner Kunst ziehen, wie es die Besten der Armeleut- zu flüchten pflegen, denen kein Sonnenstrahl auf Erden gegönnt Maler" gethan haben, er tann ein Tröster, ein zorniger ist. Denn die Sehnsucht nach Glück ist so gewaltig in ihrer Mahner im Kampfe sein, aber er fann einer gährenden Brust! Hannele hat einen bösen Stiefvater. Er ist ihr Peiniger. Bewegung nicht vorschreiben: Hier nimm deinen Weg! er tann Kalte Kartoffeln find ihre tägliche Kost und Wuthausbrüche des auf lehrhafte Weise eine ans Licht drängende Anschauung nicht betrunkenen Vaters die Beigabe dazu. So wird das Kind weltzur Reife bringen. scheu und beklommen; und ihre trostlose Einsamkeit bevölkert Eine Bühnendichtung in zwei Aften. Um 14: November im Schauspielhause zum ersten Male aufgeführt. Bei Gelegenheit der Weber- Aufführung in Berlin hat man Herrn Hauptmann in England den sozialistischen Goethe ge Wenn man die Grenzen seiner Kraft bedächte, man würde ihre Phantasie mit luftigen Gestalten. Ihrer Erziehung nach nannt." So leitet die englische Zeitschrift" Spectator"( Der im allgemeinen viel weniger mit dem Dichter und Künstler beherrscht die biblische Legende vornehmlich ihre EinbildungsZuschauer) eine Studie über Gerhard Hauptmann ein. Die eng- hadern, als es geschieht. Das Beste, was er gab, hat Gerhard kraft. zum Mystizismus steigert sich dies Innenlische Wochenschrift nennt dieses Urtheil unberechtigt; weil in Hauptmann aus den Anregungen, die auf ihn vom Sozialismus leben, als das Mädchen heranwächst und die gefährliche den Webern zum Beispiel die Ursachen des Sozialismus wohl im umfassendsten Sinne ausströmten, gewonnen. Ob er sich dazu Uebergangszeit naht, in der das Kind zur Jungfrau sich enttreu dargestellt würden, weil sich aber nirgends eine Ansicht bekennt oder nicht, ist an sich gleichgiltig. Nun tritt Gerhard wickelt. Was ihr noch Halt gab, war die Mutter. Die aber über die sozialistische Lehre an sich, weder mittelbar noch un- Hauptmann mit einer neuen Dichtung, eben mit„ Hannele starb und in Hannele's frampfhaft erregtes Gemüth zieht die mittelbar fände." Mattern's Himmelfahrt" auf, die nicht Wenige befremden mag. Todessehnsucht ein. Wieder hat sie der Vater gefoltert und Ich meine, mit solchen Bergleichen hat es immer eine üble 2us fomischer Aengstlichkeit, um ja nicht den Anschein zu er- blutrünstig geschlagen und Hannele geht ins Wasser. Sie wird Bewandtniß. Für einen sozialistischen Goethe tann die wecken, als profanire man das kirchlich Geheiligte, mußte das aus dem Teich gezogen, aber die Erschöpfte verfällt in FieberZeit unmöglich noch gekommen sein. Nichts ist thörichter, als Wort Himmelfahrt den Hoftheatern zu Liebe gestrichen werden. phantasien. Die wilden und seligen Träume bilden nun den das Wort vom Dichter als einem lehrhaften Propheten, der der Also heißt die Bühnendichtung jetzt einfach Hannele. Weil sich Inhalt der Dichtung, in ihnen zieht das ganze Seelenleben des Menschheit neue Bahnen zu weisen im stande sei zu den Ge- in ihr Kirchlich- christliches bis zu mystischer Verzückung offenbart, Kindes vorüber. An feinsten Zügen reich ist diese wehmüthige danken- Baumeistern, die aus der Erkenntniß der Mängel ihrer könnte man nun leicht zu dem Glauben veranlaßt werden, Elegie. Die ihr je ein freundlich Wort geschenkt haben im Leben, Zeit nach vollkommeneren Bielen ſtreben, zählen die Dichter Gerhard Hauptmann sei ein Abtrünniger; und er, der noch neulich die werden zu Heiligen in ihren Visionen. In findlich- jungnicht; und auch zu den Thatenmenschen zählen sie nicht direkt, im Biberpelz" den Herrschenden manchen Peitschenhieb versett fräulicher Weise erscheint ihr ihr Lehrer wie der himmlische die mit energischer Willensentfaltung eine Umwälzung verbreiten hatte, bete nun, wie ein Frommbekehrter:" Ich habe gesündigt" Bräutigam, die Diakonissin, die sie pflegt, wie die verstorbene helfen. Es ist lächerlich zu behaupten, wie es manche Kultur- und sei mit heißem Bemühen daran, in den Geruch der Heilig Mutter. Sie träumt, der Todesengel habe das Schwert über sie historiker thun, Beaumarchais habe mit seinem" Figaro" mehr feit zu kommen. Mit einem Wort: Der Stürmer in den Webern gestreckt und nun tauchen die Erscheinungen aus der engen zum Ausbruch der französischen Revolution gethan, als ein habe ein tindisches Weihnachtsmärchen erzählt. Ich glaube, irdischen Welt, in der sie gelebt hat, auf. Die Schulkinder Dußend Denter, die den Zusammenbruch der feudalen und den nichts wäre ungerechter, als solches Urtheil. Man muß sich nur fommen und singen Trauerlieder, die Ortsbewohner rufen ihrem Aufbau einer neuen Gesellschaft deutlich voraussahen. Nein, bemühen, den Dichter von seinem Gebilde auseinanderzuhalten. Water Mörder!" zu, sie selbst liegt wie eine Prinzessin in der die satirischen Worte im" Figoro" fonnten vom Dichter erji So wesentlich verschieden Hannele von den Webern sein mag, Todtenbahre und Engel entführen sie nach dem Himmel. Das ausgesprochen werden und ihr Publikum erst dann befeuern, als ein gemeinsames geistiges Band umschlingt die beiden Dichtungen, ist der letzte Moment extatischer Verzückung. Der Traum ist zu die ausgestreute Saat von Ideen längst auf befruchteten Boden eine wie die andere offenbart die Grundstimmung in Haupt- Ende. Das arme Hannele ist verschieden. gefallen war und die Schöpfer der neuen Ordnung ringsum fast mann's gesammtem Schaffen: Das ist das Erbarmen, das Wer eine frömmelnde Tendenz, oder romantischen Mystizisnrus fchon alle geistige Macht um sich vereinigt hatten. tiefinnerliche Mitleid mit der gemarterten Kreatur. in diefer Dichtung erkennen will, der irit, wie meine persönliche Dichter und Künstler leben in der Welt finnlicher An dramatischer Wucht, an umfassender Weite und Kühn- Ueberzeugung ist. Wie es in der Seele eines gefolterten Kindes, Anschauung. Man soll ihnen tein Amt aufdrängen wollen, zu heit sind die Weber für mich dem lyrisch- empfindsamen„ Hannele" wie Hannele, aussieht, darauf kommt es dem Dichter an; und dem sie ihrer Natur nach nicht berufen sind. Wenn jung auf weit überlegen, die innerliche Seele, die beide Dichtungen durch- am allerwenigsten will er lehren, daß die Gläubigkeit einem getauchende Jdeale einen Eroberungszug durch die Welt antreten, zittert, die eine Dichtung aufregend und erschütternd, die andere folterten Menschenfind noch in der Todesstunde selige Hoffnungen so wird sich immer eine Dichterschaar finden, die, schmiegsamer rührsam und elegisch, ist dieselbe. Des Dichters Blick fällt auf die einflößt. Freilich geht der Dichter über die strenge Naturbeobach Empfindung voll, daraus Anregungen schöpft und selbst eine Aermsten der Armen und ihre Noth; und diese Noth warmherzig tung hinaus. Das hervorragend lyrische Wesen der Dichtung hat Grundstimmung für ihr gesammtes Wirken empfängt, aber eine zu veranschaulichen, ist für Gerhard Hauptmann ein Seelenbedürfniß. ihn zu einer Tattit in der Sprache der visionären Engel verentscheidende Stimme darüber, was werden soll, maßt sie Bei der Schilderung der Noth in den Webern wird ein großes führt, die über das Geistesleben Hannele's weit hinausreicht. Ich sich nicht an. In der Zeit, nicht über ihr steht der ausübende Weltbild aufgerollt, im" Hannele" ein kleines, erbarmungs- weiß nur nicht, wie der Dichter das Wunderbare der Erschei Künstler; er ist niemals, was Marquis Bosa von sich sagt, ein würdiges Menschenschicksal enthüllt. Der Unterschied in diesen nungen hätte anders glaubhaft ausdrücken können. Bürger derer, die da kommen werden. In den Kampf gestellt, Stoffen bedingt die anders geartete Behandlung. Zarter und Die Darstellung im Schauspielhause war, wenn man die der zwischen einer neuen und einer alten Welt gefochten wird, intimer ist des Dichters Weise geworden. Hannele Mattern ist Schwierigkeiten bedenkt, die solche überzarte seelische Schilderung fann er in lebendiger Anschaulichkeit darthun, daß die alte Welt eines jener unglücklichen Wesen, deren Erdenwallen Jammer und für das Theater bedeutet, aller Ehren werth. Insbesondere in allen ihren Fugen fracht, wie es Jbsen in seinen sozial Trübsal ist. Noch ehe sich ihre Augen für immer schließen, wandte Frl. Konrad( Hannele) großen Kunstverstand auf. Das rübsale ein fritischen Dramen thut, er fann mit inbrünstigem Mitgefühl erlebt sie ein letztes, höchstes Glück, aber die Luft der Aermsten Publikum blieb seiner Mehrheit nach ergriffen im Bann der Leiden und Sehnsucht junger, nach der Höhe strebender Geist nur ein Traumgesicht, gewoben aus Erscheinungen ihres Dichtung. Alpha. oben die Intereffen der Geldproben respektirt werden. # 1 " 18 als Vertreter eines verübt haben. " Der Vertreter des Am M. andern und 100 Unsere Hausagrarier sind ängstlich, daß sie ihren Rachen noch fort. Bis Mittwoch früh 5 Uhr, um welche Zeit die Lösch beiter eine dem Beklagten die Berufung sichernde Summe ein nicht voll friegen. Sie haben irgendwo läuten hören, daß Gelder mannschaften abgelöst wurden, brannte es noch beständig unter flagte, sei diesen ihr Recht nicht beschränkt worden, ihre Forde aus der Alters- und Invaliditätsversicherung gegen 3/2 pet. den aufgehäuften Schutthaufen, so daß mehrere Handdrucksprigen rungen selbstständig geltend zu machen. Da nun auch heute noch Zinsen zum Bau von sog. Arbeiterwohnungen hergegeben werden unausgesetzt Wasser geben mußten. Gestern Vormittag war die das Gericht die Gründe als stichhaltig betrachte, welcher im sollen und verlangen nun vom Reichsamt des Innern, als der Feuerwehr noch mit elf Fahrzeugen zur Stelle. Der Zustand Sommer zur Verurtheilung der Beklagten führten, feien ihrem obersten Verwaltungsinstanz kategorisch Aufklärung über diesen der unverehelichten Arbeiterin Jantsch, die bei dem Feuer schwere Antrage gemäß den Klägern 13,75 M. und 6 M. VersäumnißEingriff in die geheiligten Vorrechte des Privatprofits. Ueber Brandwunden davongetragen, soll sich ganz bedeutend ver- fosten und 16,50 M. und 3 M. Versäumnißkoſten zuzubilligen. unfere Stellung zu Arbeiterwohnungen und dergleichen brauchen schlimmert haben. wir unsere Leser hier nicht erst zu unterrichten, aber einen geGewerbegericht. Rammer VIII. Sigung vom 11. NoDie gestern von uns der Oeffentlichkeit zugänglich ge. vember. Vorsitzender: Assessor Freund. Der Buchbinder hörigen Fußtritt gönnen wir unseren prozigen Hauspafchas bei machte Bourgeoisfrechheit" des„ Berliner Fremden- Beholz verlangt vom Kartonfabrikanten Streubel 13 Dr. dieser Gelegenheit dennoch. Freilich weiß man ja, wie ängstlichblatts wird von diesem Blatte zu beschönigen versucht. Es rückständigen Lohn und im Auftrage feiner Frau weitere 11 M. meint, nicht im Interesse der Pomadenhengste und Schmink- Der Kläger wird durch den Kartonarbeiter Greifenberg, der BeEin grelles Schlaglicht auf das Arbeitsverhältniß der damen, die Geld genug haben, um zweiter Klasse fahren zu können, flagte durch den Fabrikanten Quiel vertreten. Der Beklagte Hausdiener, wie es sich gewiß fein Gewerbegehilfe gefallen fondern im Interesse des kleinen Kommis, der Nähterin, vieler hatte die Frau Beholz in Dresden als Kartonarbeiterin am laffen würde, wirft folgendes als wahr verbürgtes Geschebnis: Redakteure und tausend kleiner Leute", sei es vollberech- 11. September engagirt und ihr einen Reisevorschuß gegeben. Eines Hausdieners Frau liegt im Sterben, er bittet den Chef, tigt, eine Ausnahmebestimmung einzuführen und für die Am 18. trat sie in Berlin in feine Wertstelle ein, ihr Mann nach Hause gehen zu dürfen. Die Bitte wird ihm abgeschlagen. Arbeiter, deren Kleidung die anderer Leute be- ebenfalls. Dieser bekam 6 M. Vorschuß. Die Rückerstattung Sie müssen mit Waare nach Charlottenburg, das ist wichtiger", fledt, Extra- Abtheilungen einzuführen". Der Kleine Kommis, der Vorschüsse sollte nach der von Streubel mit den Beholz'schen war die Antwort des Chefs. Der Hausdiener geht nach die Nähterin, viele Redakteure und tausend Kleine Leute" haben Eheleuten getroffene Verabredung in fleinen Raten erfolgen. Charlottenburg, während dessen stirbt seine Frau ohne ihren bislang in Waggons 3. Klasse in und um Berlin nur die Wahr: Am 5. Oktober Vormittags ließ Streubel fich einen Revers von Wann nochmals gefehen zu haben. Als dieser zurückkommt und nehmung zumachen Gelegenheit gehabt, daß der Arbeiter, Arbeiter, beiden unterschreiben, wonach eine Kündigung im Geschäft nicht Nachricht von ihrem Ableben erhält, bittet er den Chef noch wie sie selbst es sind, ist und daß er tros angestrengter stattfinde. Am Nachmittag wurde Herr Beholz aufgefordert, mals, nach Hause gehen zu dürfen, um die nothwendigen Schritte Arbeit, Uebermüdung und unsauberem Arbeitstittel in fich nach anderer Arbeit umzusehen. zur Beerdigung einzuleiten. Das tönnen Sie morgen früh allem, was Anstand betrifft, Leuten vom Schlage der Tage, Vormittags um 11 Uhr verließ Beholz die Arbeit, machen, heut habe ich noch viel Arbeit für Sie," war die Ant gestern gekennzeichneten Leser des Berl. Fremdenbl." unendlich um sich, wie sein Vertreter im Termin behauptete, wort. Der Hausdiener gehorchte. Am Tage der Beerdigung überlegen ist. Betreffs der Unverschämtheiten, denen„ Nätherinnen, Arbeit zu suchen. Sein verdienter Lohn, 13 Mart, bittet der Hausdiener den Kaufmann, um 11 Uhr Vormittags auch fleine Kommis" von derartigen Leuten ausgesetzt sind ge wurde ihm einbehalten. Am folgenden Tage, einen Sonnabend nach Hause gehen zu dürfen. Was antwortet jetzt der Profit nüge die Erinnerung, daß die von der vornehmen Welt" be- wurde von Streubel der Frau Scholz nahe gelegt, ihre Stellung wütherich? Wenn Sie um 2 Uhr gehen die Beerdigung mußten Abendzüge sittenpolizeilich überwacht werden müssen. bei ihm aufzugeben nach seiner Aussage, weil er befürchtete, war um 3 Uhr angesetzt tommen Sie auch noch zur rechten Vielleicht hängen wir nächstens wieder einmal ein Artitelchen sie würde eines Tages nicht wiederkommen und er den nach Zeit und können um 4 Uhr zurück fein. Sie werden doch nicht solcher Bourgeoisblätter niedriger- Ehre auch, wem Ehre nicht Abzug jener 13 M. verbleibenden Vorschußrest verlien; auch ihren etwa nach der Beerdigung eine Festlichkeit feiern wollen?" Der gebührt. Lohn behielt er deshalb ein. Als die arme Frau begreiflicher Hausdiener fügte sich dem Willen seines Herrn", und wie er mit Thränen im Auge versicherte Weise in Klagen darüber ausbrach, daß sie ja nun nicht wisse, Man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Vor wovon sie leben solle, verfprach ihr der vorsichtige Arbeitgeber er mußte es, um seine Stelle nicht zu verlieren und seine Schulden abzahlen zu können, etwa vierzehn Tagen kehrte in das Hotel Merkur, Friedrichstr. 99, 4 M., wenn sie ihm ihr Ehrenwort gebe, daß sie solange bei die im reichen Maße infolge früherer langer Arbeitslosigkeit, eine aus Mann, Frau und drei Kindern bestehende Familie ein, ihm arbeiten wolle, bis von dem nun täglich zu zahlenden Lohn zurückerstattet ſowie infolge der Krankheit und des Lodes feiner Frau vor der gegenwärtig bertſchenden flauen zeit recht erfreut. Der in fleinen Raten ber ganze Borschuß ihm usitate bedrängte ging darauf ein, Um den bedauernswerthen Mann nicht außer Brot zu Mann machte den unverkennbaren Eindruck der Wohlhabenheit, am Montag auf Veranlassung ihres Mannes die Ar bringen, müssen wir leider darauf verzichten, seinen Namen nannte sich Ingenieur Karl Triebe aus Dranienburg, der beit doch auf. Klägers begründete zu veröffentlichen. Aus dem gleichen Grunde ist es uns selbst= bedeutenden Hauses mit der ganzen die Klage damit, daß die Abmachung betreffs der fleinen Ratenredend auch unmöglich, den Patron, der über ihn als Herr ge und fich jetzt eine Zeitlang in der deutschen Reichshaupt einem Male abzuziehen. Der Lohn müsse den Scholz'schen Ghe Familie die Weltausstellung in Chicago besucht habe zahlungen den Beklagten nicht berechtigt hätte, den Vorschuß mit bietet, der Berachtung aller anständigen Menschen preiszugeben. stadt aufzuhalten gedente. Alles wäre auch ganz glatt verlaufen, leuten ausgezahlt werden; den Vorschuß würden diefelben, wie Ueberfluß an Arbeitskräften überall. Anläßlich der wenn nicht der Wirth mit der Rechnung gekommen wäre. Als abgemacht, in fleinen Raten Herrn Streubel zurückerstatten. Bon Nenerrichtung von Telephonstationen sind an das Hof- Poftamt nun der angebliche Triebe Ausflüchte machte, suchte der Gasthofs- diesem behauptet Greifenberg, er habe sich aus Dresden die Leute unzählige Gesuche um Anstellung, besonders seitens weiblicher besitzer ihn durch die Aeußerung zur Zahlung zu veranlassen, daß er bezw. die Frau geholt, um recht wenig Lohn zahlen zu brauchen; Bewerber gerichtet worden. Die Antworten lauten aber dahin, fouft eins von den Kindern als Geißel zurückbehalten werde. die Berliner Arbeitsträfte seien theurer wie die Dresdener. Die daß Reflektantinnen bereits in solcher Masse vorgemerkt seien, Die Unvorsichtigkeit dieser Kundgebung sollte bald klar zu Tage Frau habe das kennzeichne des Beklagten Gesetzeskenntniß daß der Bedarf auf lange Zeit hinaus vollständig gedeckt wäre. treten. Der Familienvater entfernte sich unter dem Vorgeben, mehrere Nächte durcharbeiten müssen; in einem Tage und einer Nacht, Der Militärstaat. Heute, Donnerstag, Mittag 12 Uhr von seinem Bruder Geld holen zu wollen, kehrte aber überhaupt in annähernd 24 Stunden also, hätte sie, sage und schreibe- 2,10 m. werden der Lustgarten, die Schloßbrücke und die Kaiser Wilhelms: nicht zurück und überließ dem verblüfften Wirth die ganze Familie verdient. Uebrigens hätte der Beklagte auch nicht das Recht gehabt, brücke für jeglichen Verkehr abgesperrt werden. Warum? Die als Pfand. Wie verlautet, hat die Familie auch noch andere den Buchbinder Beholz für die Vorschußleistung an Frau Beholz Gasthofsbesitzer in derselben Weise geprellt. Der Name war haftbar zu machen. Lettere Ausführung erkannte der Gerichtshof Refrutenvereidigung soll im Lustgarten erfolgen.mad natürlich falsch angegeben: es soll eine Familie Engel sein, die als richtig an, war aber der Meinung, daß die Einbehaltung Die städtischen Volksbibliotheken geben den fürzlich an in Charlottenburg zuletzt gewohnt hat. des Lohnes der Frau als Kompensation des Vorschusses berechtigt dieser Stelle besprochenen Jugendbibliotheken der Gemeindeschulen Ums Nachtquartier. A13 Mittwoch Morgen der Kauf- gewesen sei, weil dieselbe erwiesenermaßen selbst die Arbeit ver in bezug auf die Dürftigkeit ihres Bücherbestandes, worauf wir mann Wenig, Kleiststr. 22, seinen Delikateswaarenladen öffnete, laffen habe, und das Geld, wie beabsichtigt, vom Lohn nicht abebenfalls schon mehrfach hingewiesen haben, nichts nach. Auch fand er in einem Nebenzimmer einen jungen Mann auf dem gezogen werden konnte. Er verurtheilte deshalb den Beklagten fie enthalten neben recht wenig Gutem eine Menge werthlofen Schund, den kein nach wirklicher Belehrung trachtender Arbeiter Sopha schlafend. Auf dem Tisch standen mehrere Bierflaschen, nur zur Zahlung von 11 M. an den Buchbinder Beholz. Diesem lagen angeschnittene Würste und Schinken und ein Bund waren mit Rücksicht auf feinen Vorschuß von 6 M. bereits wird lesen wollen. Die Kommiſſion für die Verwaltung der Dietriche. Die Ladenkasse war erbrochen und ihres Inhalts be- während seiner Thätigkeit beim Beklagten 4 M. abgezogen worden. Boltsbibliotheken behauptet, das selber endlich eingesehen zu haben; raubt, mehrere Packete, Delikatessen enthaltend, standen zu Die fehlenden 2 M. sind demnach durch das Gericht vom einfie erklärt in ihrem Verwaltungsbericht für das Jahr 1892/98, fle fel darauf bedacht, die Bibliotheken von den in ihnen auf fammengepackt auf dem Ladentisch. W. ließ den Eindringling getlagten Lohn in Abrechnung gebracht worden. Ein- one gehäuften veralteten und werthlofen Werken zu befreien." Diese ruhig ausschlafen, bis ein Schuhmann erschien, welcher den EinBefreiungsarbeit" geht aber recht langsam von statten. will lediglich, um eine Schlafstelle zu gewinnen, den Einbruch und Hehlerbande, deren Häupter fünf Monate lang in UnterFünf Monate unschuldig in Untersuchungshaft! Ein brecher mitnahm. Der Berhaftete, ein Schloffergeselle Müller, Mißgriff der Kriminalpolizei führte eine angebliche DiebesJm Berichtsjahre find sind nur drei Bibliotheken neu altsgestattet" worden, und der auf Neuausstattung" verwandte suchungshaft gesessen haben, vor die erste Straftammer am Landaußerordentliche Zuschuß betrug nur 4699 M. Für solche Dinge Einen Ueberfall haben fürzlich mehrere Strolche auf einen gericht 11. Unter der Anklage des Bandendiebstahls standen der scheint eben fein Geld im Stadtfäckel zu fein, wie ja auch der Berliner Bierfutscher in der Wuhlhaide ausgeführt. Der Letztere Bigarrentistenmacher Dstar Schneider und die Zigarrenordentliche Zuschuß aus Gemeindemitteln für alle 27 Bibliotheken fuhr am Abend, von Köpenick tommend, die Rummelsburger macher Paul Kempe und Johann Bart, unter der Anklage zusammen nur 24 300 m. betragen hat. Nach welchen Gesichts- Chaussee entlang, als sich plötzlich mehrere Männer auf den der Heblerei Frau und Tochter des ersten Angeklagten, Frau punkten die„ Nenausstattung" erfolgt, lehrt der neue Katalog Wagen schwangen und unter Drohungen von dem Kutscher die Julie Schneider, geb. Kauschinsky, und Anna Schneider. der einen der oben erwähnten drei Bibliotheken, der 24. nämlich. Baarschaft forderten. Da der Bierfahrer den vier Männern In Weißensee wurden in der ersten Hälfte d. J. zahlreiche EinbruchsDer Katalog umfaßt 1667 Nummern; davon kommen nur 51 gegenüber wehrlos war, händigte er ihnen sein Portemonnaie diebstähle verübt. Die Berliner Kriminalpolizei, deren Kompetenz beauf die Abtheilung Staats- und Rechtswissenschaft" und unter ein, in welchem sich nur wenige Mark befanden, und wurde kanntlich auch auf die Vororte ausgedehnt ist( wenn auch ohne Diefen 51 nur 6 auf die Unterabtheilung Volkswirthschaftslebre dann auch nicht weiter belästigt, obwohl er noch eine große praktischen Erfolg), glaubte in Schneider, Kempe und Bach die und Statistik". Es ist also bei der Menausstattung" dieser Summe Geldes im Stiefelschaft aufbewahrt hatte. Die Wege- Einbrecher ermittelt zu haben. Bei einer Haussuchung fand man Bibliothek den Bedürfnissen der aufgeklärteren Arbeiter wieder lagerer fuhren noch kurz bis vor Nummelsburg mit, um sich, in Schneider's Wohnung„ Goldsachen", die an einer, bei Kempe nicht in gebührender Weise Rechnung getragen worden. Dabei begünftigt von dem Dunkel der Nacht, seitwärts in die Büsche Bigarren fech3 Stück, die an einer anderen Stelle gestohlen liegt die 24. Bibliothek Reichenbergerstraße 44/45, also mitten zu schlagen. sein sollten. Bei Bach wurde eine Wachstuchdecke gefunden, in einem fast ausschließlich von Arbeitern bewohnten In der Hauptverhandlung Stadttheil. Wenn die Verwaltung der Voltsbibliotheken bieje morgen durch einen Schuhmann im Thiergarten nahe dem ergab sich, daß die Decke der Mutter des Bach ge Au einem Baum hängend aufgefunden wurde Dienstag die auch gestohlen sein sollte. so weiter neu ausstattet", wenn die Zahl der Leser und der ausgeliehenen Bände immer Schloffe Bellevue die Leiche einer etwa 50 Jahre alten Frau. hörte. Die Zigarren des Kempe entpuppten sich als die Rauchzigarren, die jeder Zigarrenmacher von seinem Prinzipal weiter heruntergeht. Die Arbeiterbevölkerung Berlins fucht sich, soweit ihr Lefebedürfniß über bloße Unterhaltungsliteratur als gewickelt, die Enden an dem Ast eines Baumes feftgeknotet erhielt und Kempe hatte erwiesenermaßen bei einem der angeblich Bestohlenen gearbeitet. Die bei Schneider gefundenen Goldhinausgeht, ihre Lektüre längst an anderer Stelle, und das kann und sich dann durch Niedersetzen erdrosselt. Wer die Toote ist, fachen" lagen ebenfalls dem Gerichtshofe vor, doch überzeugten hat Mangels jeglichen Anhalts noch nicht festgestellt werden uns und jedem Freunde der Verbreitung wahrer Volksbildung könne. Sie hat dunkles Haar und war mit einem braunen Rock ſich die Richter ſelbſt, daß dies keine Goldsachen, sondern vermur lieb sein. Die 27 städtischen Makulaturmagazine, die sich und einem blau und roth gestreiften Mieder bekleidet. goldete Bijouteriesachen seien; während den Bestohlenen thatstols Volts bibliotheken" nennen, haben sich diesen Namen erst fächlich Goldsachen abhanden gekommen sind. Von den ge= noch zu verdienen. Aber dazu bedürfte es einer gründlicheren Ein Vorgang von gemeiner Brutalität ereignete sich fadenen 29 Zeugen fonnte fein einziger die AnAufräumung unter den alten Scharteten, als sie von einer bürger- Mittwoch Vormittag vor der Marienkirche in der Kaiser Wilhelm get lagten mit Sicherheit belasten; die beschlaglich gesinnten Verwaltung zu erwarten ist. straße. Hier fuhren um 10/2 Uhr zwei Schlächter auf einem nahmten Sachen konnten die Bestohlenen nicht als ihr Religiöser Wahnsinn. Eine entsetzliche Selbstverstümme- agen in rafender Schnelligkeit durch die Straße. Wenige Eigenthum refognosziren, nur die beiden Kriminallung aus religiöfem Wahnsinn hat sich am Sonntag Abend die Schritte vor dem Wagen ging der Hausdiener Krüger, der in beamten, welche die Recherchen geleitet haben, behaupteten, lung aus religiöfem Wahnsinn hat sich am Sonntag Abend die einem Geschäft der Königstraße angestellt ist. Ghe er sich noch die Angeklagten seien die Thäter, beweisen tonnten sie das bei dem Handelsmann Schneider an der Königs Chauffee dienende unverehelichte Marie Trawinsky aus Guesen beigebracht. in Sicherheit bringen konnte, wurde er von den wild dahin auch nicht. Das junge Mädchen, welches außergewöhnlich religiös veranlagt stürmenden Pferden zu Boden gerissen und Vorder- und Hinterist und für sogen. Betversammlungen schwärmte, besuchte, so be- räder gingen ihm über beide Beine. Die frechen Buben aber richtet die Staatsb. 8tg.", seit einiger Zeit hinter dem Rücken ihrer fuhren johlend von dannen, durch Geberden andeutend, daß dem richtet die Staatsb. 8tg.", feit einiger Zeit hinter dem Rücken ihrer Berunglückten ganz recht geschehen sei. Hoffentlich tragen dieſe Herrschaft Abends die sogen. Hallelujaverfaminlangen der Heilearmee au der Prenzlauer Chauffee, für welche sie schließlich der Zeilen dazu bei, die Thäter zu ermitteln und der verdienten Beuk artig schwärmte, daß sie die Wirthschaft vernachläffigte und alles rafung entgegenzuführen. um sich her vergaß, so daß sie schon wiederholt ernste Rügen be- Polizeibericht. Am 12. d. M. Vormittags wurde ein tommen hatte. Am Sonntag Abend hatte nun das Mädchen wieder- Mädchen in feinem Schlafzimmer in der Lüneburgeritr. 27 burch um jene Versammlung besucht und einen derartigen Eindruck Leuchtgas betänbt aufgefunden und nach dem Krankenhause von derselben mit nach Hause genommen, daß sie vollständig Moabit gebracht, wo es in der Nacht zum 13. d. M. starb. wire war und in einem sort phantasirte. In ihrer firen Idee, Am 14. 5. M. Nachmittags schoß sich ein Arbeiter in seiner Gin Chedrama, welches ursprünglich zu einem Verfahren fie hielt sich nämlich für eine Braut Chrifti, beging fie nun die Wohnung, in der Steinmeßstraße, mit einem Revolver eine Kugel wegen versuchten Gattenmordes Veranlassung gegeben hat, schließ tollsten Dinge, sie entfleidete sich den Oberkörper und unterwarf in die Brust. Er wurde noch lebend nach dem Elisabeth- lich aber nur zu einer Auflage wegen Körperverlegung mittelst denselben einem entseglichen Martyrium, indem sie sich mit Krankenhause gebracht. der Luruspapierfabrit von einer Schußwaffe führte, beschäftigte gestern die 4. Strafkammer einem glühend gemachten Feuerhaken befstrich und brannte. Aber Ed. Hagelberg, Marienftr. 21, brach Morgens Feuer aus, das des Landgerichts I. Aus der Untersuchungshaft wurde die im damit noch nicht genug. Das wahnsinnige Mädchen hackte sich sich schnell über sämmtliche Stockwerke ausbreitete und auch den Jahre 1859 geborene Restaurateurs- Chefrau Louise Resner auch noch von ihrer linken Hand den Beigefinger ab und sie Dachstuhl ergriff. Zwei Arbeiterinnen erlitten Brandwunden im vorgeführt. Sie ist seit neun Jahren verheirathet und Mutter hätte biefe Marterprozedur, um, wie sie sagte, schnell zur Jesu Gesicht und wurden nach der Charitee gebracht. Außerdem von fünf Kindern. Nach der Anklage ist die Ehe eine sehr zu kommen, noch weiter ausgeführt, wenn nicht die Herrschaft fanden im Laufe des Tages fünf kleine Brände statt. unglückliche gewesen, gegenseitige wörtliche und thätliche Beleidigun hinzugekommen wäre. Auf Anordnung eines schnell herbei gen waren an der Tagesordnung. Die Angeschuldigte gab zu, geholten Arztes wurde nun die Unglückliche schleunigst nach dem daß fie ihrem Manne die eheliche Treue nicht bewahrt habe, Strankenhause geschafft. Leider ist aber wenig Hoffnung vordeffelben Vergehens habe sich aber auch ihr Mann schuldig gehanden, sie am Leben zu erhalten. macht. Im Dezember v. J. war das unglückliche Verhältniß auf den Höhepunkt gediehen. Von beiden Seiten war die Einem armen Drehorgelspieler ist am 5. d. M., Abends Gewerbegericht. Rammer III. Vorsitzender: Assessor Scheidungstlage eingeleitet worden, von beiden Seiten wurde zwischen 5 und 6 Uhr, vor dem Hause Linienstraßen- und Kleine Guno. Sigung vom 14. November. Interessante Ent. hierzu Material gesammelt. Am Morgen des 14. Dezember v. J. Aleranderstraßen- Ece feine Drehorgel gestohlen worden. Das Inftrument trug den Namen Holl Nr. 20. Wer Auskunft über cheidung. Gegen die Baufirma Klempfe und Ulrich flagte batte fich die Angeklagte in früher Morgenstunde vom Hause den Verbleib der Drehorgel geben fann, wird gebeten, Herrn größeren Summe, die unter die Rolonnenmitglieder, welche fich den sie zur geheimen Ueberwachung ihres Ehemannes angenommen feiner Zeit der Solonenführer Thorack auf Zahlung einer entfernt, um Nachrichten von einem Detektivbeamten einzuholen, A. Buchwald, Landwehrstraße 32, Mittheilung zu machen. an ihn hielten, bei obsiegendem Urtheil zu vertheilen war. hatte. Als sie zurückkehrte, wurde sie von ihrem Manne mit Einem anderen armen Treborgelspieler ist am 13. d. M. ein Die beklagte Firma wurde verurtheilt, legte aber bei Hinter Vorwürfen empfangen, daß sie ihre häuslichen und haariges Portemonnaie mit 30 M. in Gold und einem Ringe legung der Klagesumme sofort Berufung ein. Die Steinträger mütterlichen Pflichten vernachlässige. Wie der Zeuge Keßner bererloren gegangen. Das Geld war ihm vom Leihamt für einige Buckow und Walter hatten jetzt, nachdem einige Mo- hauptete, hat seine Ehefrau im die gemeinsten Schimpfworte ins Habfeligkeiten gegeben worden, die er versetzt hatte. Der ehrliche nate vergangen sind, feine Lust mehr, länger auf die Gesicht geschleudert. Da habe er sich hinreißen lassen, seiner Finder wird gebeten, den Fund gegen gute Belohnung in der Entscheidung der Berufungsinstanz ชิน warten und Frau eine Ohrfeige zu geben. Diese habe nun einen Revolver, Expedition der Vorwärts" abzugeben. aded marsipaand wandten sich an das Gewerbegericht, indem sie auf Zahlung den sie seit Jahren in ihrer Kleidertasche bei sich geführt habe, Die Aufräumungs- und Ablöscharbeiten auf der Brand- ihres Theils der hinterlegten Summe flagten. Das Gericht hervorgezogen und mit den Worten:" Sund, jetzt schieße ich ftätte der agelberg'schen Fabrit in der Marienstraße dauern urtheilte: Dadurch, daß Thorack als Bevollmächtiater der Ars Dich!" auf ihn angelegt. Er habe es vorgezogen, in ein " " Die Selbstmörderin hatte sich eine Zuckerschnur sechsmal um den nadied Gerichts- Beitung. geklagten frei. Der Gerichthof sprach daher sämmtliche AnWird den unschuldig inhaftirt gewesenen Leuten irgendwelche Entschädigung zu theil Nicht für die ausgestandenen Eeelenqualen, denn diese sind nicht mit Gold aufzuwiegen, wohl aber für petuniäre Nachtheile, die sie betroffen haben! Nein! Für unschuldig verurtheilte Juhaftirte hat der preußische Militärstaat bisher noch ebensowenig übrig gehabt, wie für manche anderen humanitären Zwecke, die in einem Kulturstaat selbst. verständlich sind. Aber bei alledem die Kulturaufgaben leiden ja nicht unter dem ungeheuren Druck des Militarismus. anderes Zimmer zu flüchten und die Thür zuzuhalten. Bei Zeitmangel vor und hierin liege mit der beste Beweis für die Noth- 1, Wie stellt sich die Bartei zur Gewerkschaftsbewegung?" wird vor fein em früheren Gewerbe als Schlächter habe er einen wendigkeit des Vorgehens des Berbandes. Nach jahrelanger mühe- aussichtlich Genoffe Legien übernehmen. Auf Antrag des Genoffen Arm verloren und fei dadurch in feiner Kraftvoller Arbe it ist dem Verbande gelungen, die Reichsregierung endlich Bannicke wurde eine Kommission, bestehend aus August Böttcher, anwendung gehemmt. Die Angeklagte habe die Thür von der dringenden Nothwendigkeit der gesetzlichen Regelung der Winkler, Carl Freese, Otto Parlik, Refatsch gewählt. Die soweit zu öffnen vermocht, daß sie den Revolver durch den Spalt Arbeitsverhältnisse auch der Hilfsarbeiter im Handelsgewerbe zu Kommission soll das nöthige zur Vorbereitung der Versammlung ftecken fonnte, fie habe abgedrückt und das Geschoß sei: ihm überzeugen. Auf wiederholtes Drängen ist dem Verbandsvorstand besorgen. Versammlungen. auf die " fernen 267 1, Woche 2. Kollegen Kinder 2912099 M. 275 4119,30 1898,40 3. " 4. 113 60 67 1650,90 Gesammt 560 85 476 907,90 8576,50 Geschichte( alt). 1 " Donnerstag. Dieggen, 40, Sozialistischer Lese- und Distuttrtlub Abends 1 " ftraße 80. Gesangverein der Studa teure Berlins und Umgegend, Seydelstr. 30 bet Vorwärts 2 Schönhauser Allee 28 bei Ruhlmey. Lyra 2, CharPreußer. Arbetter- Geſangverein& p and a u dynauftraße Refaurant Riefers. tottenburg, Wallstraße 54. Felsenfeft( Gemischter Chor), Badftr. 12, Victoriagarten. Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 bet Glodenrein( gemischter Chor) Raftanien- Allee 95/96. Seehausen. Steinnette, Röslinerstr. 17. Sängerrunde, kottbuserstr. 6 bet " 48 Freundes Eintracht 2, in den Oberschenkel gedrungen. Er habe 14 Tage im Kranten- ein( vom Vorwärts" schon veröffentlicher) Fragebogen zur Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Nord. hause zugebracht. Diese Darstellung des Zeugen Keßner wurde Beantwortung übersandt worden. Der Minister wünschte schule, Müllerstr. 1790; Unterricht in Deutsch( unt.) st- Schule, von der Angeklagten als unwahr bezeichnet. Nachdem sie von die Befragung der Hilfsarbeiter im Handelsgewerbe inner- Martusfir. 31: Unterricht in Gefundheitslehre. Súd o fi Schule, Meichenihrem Manne eine Ohrfeige erhalten, daß ihr Hören und Sehen halb einer Versammlung. Die zu diesem Zweck am bergerfir. 153: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und vergangen war und ihre Wange noch nach acht Tagen eine 7. November einberufene Versammlung fonnte eingetretener Bei allen Unterrichtsfächern können Schüler und S Schülerinnen auch jetzt, einzige blutüberlaufene Stelle bildete, sei sie zu ihrem Bette Hindernisse wegen nicht stattfinden; die Zwischenzeit war seitens im Laufe des Gemesters, eintreten. geeilt wo fie unter dem Reilliffen einen Revolver der in einer früheren Bersammlung gewählten Zwölfer- Kommission bet feat. Diskutirhlubs. Baugelt, abends& upt, Bovenſir. So, bef verborgen hatte. Ob sie dann auf ihren Mann ge- gehörig ausgenugt worden. Wie schon mitgetheilt, find aller- Gieshott. Süd Oft, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. schossen, wisse sie nicht, denn die Aufregung habe ihr dings nur etwa dreißig schriftliche Antworten aus Kollegen Klub der Freunde" bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. jede Ueberlegung geraubt, so wie ihr auch das Gr- freisen eingegangen. Diese Kollegen gehören zum Theil zu den basenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg innerungsvermögen an jenen Vorgang abhanden gekommen sei. verhältnißmäßig noch am günstigsten gestellten, trotzdem decken 8 ühr, Reichenbergerfir. 157, Sigung.- Diskutirklub 8e it get ft" jeben Die Beweisaufnahme beschränkte sich auf die Vernehmung ihre Angaben schauderhafte Zustände auf. Der Minister legt Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Tbenbs reniger Zeugen. G3 tamen traurige Dinge in betreff des Werth darauf, daß ein möglichst großer Meinungsaustausch statt- 8½ Uhr. Brüderlich feit" Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Wernau, Rosenstr. 30.- Distutirklub, Gleichheit"( Weißenfee) bei Juzi, LanghansZusammenlebens der Eheleute Keßner zur Sprache. Dem Ghe- findet und als Begründung der Antwort beigefügt wird. Außer und Wilhelmstraßen- Ecte, Abends 8½ Uhr. mann Keßner ist das Erziehungsrecht über seine Kinder entzogen dem ist eine persönliche Befragung etlicher Kollegen durch den Bereinstatender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Alle Menderungen im worden. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte Minister nicht ausgeschlossen, sondern sehr wahrscheinlich. Dazu Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. eine Gefängnißstrafe von fünf Monaten, während gehören aber Leute, die ohne Furcht vor den anwesenden Arbeit- St. Urban, Annenstr. 9, bei Broß. Kornblume, Blumenfir. 54, bei die Vertheidiger, Rechtsanwälte Friedmann und Kalinowsky, für gebern, die doch wohl selbstverständlich nicht aus ein und dem- Wuttte.- Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bei Werner. Brezelfchluß, Freisprechung plaidirten. Das Urtheil lautete auf neun felben Betrieb entnommen werden können, die Verhältnisse so Annenftr. 16, bet Ehrenberg.- 23 et Be of e. Reinickendorf, Seeschlöschen bei Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.. Monate Gefängniß, wovon drei Monate durch die er: darlegen, wie sie in Wirklichkeit sind. Der Redner besprach Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ecke bei Schulz. tene Untersuchungshaft in Abrechnung gebracht wurden. Dann eingehend Bunkte des Fragebogens. Bei& mig tett( Gurmader), papper- lee 3/4, 1.37. seinbart; Beantwortung " Tulette des gempel, b. gr.- ɓarmonie, Forderungen der Tempelhof, Dorffir. 10, bei Gerth. Oft- und Westpreußischer Männers Gesangverein, Neue Königstr. 73, bet Hahn Edelweiß 2, Potsdam Handels- Hilfsarbeiter an die Gesetzgebung präzisirt beigefügt Brandenburger Kommunikation 16 bet Glaser. Borar, Grünauerstr. 16 werden. Hierzu gehören: gänzliches Berbot der Beschäftigung von bet Drüggemüller.- Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. Kindern unter 14 Jahren; Fortbildungsschulen für jugendliche Armonie, Fichtestraße 29, bet frösche. Butunjt& Belten, bei 28. Grunow. Kreuzberger Har Morgengrauen,( Bäder), beiter von 14-18 Jahren; die Stellung der Handelshilfsarbeiter unter-5 Uhr Nachm, Gipsfir. 3 bei Pyrteck. Steinfeger Sängerchor Die Genoffen des 36. Kommunal- Wahlbezirks hatten die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung; aus den eigenen astanien Allee Mr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, ReichenbergerLiedertafel Westend, Blumenthal sich zu der Versammlung am 13. November, Abends, im Restaurant Reihen gewählte Handelsinspektoren u. s. w. Der Minister habe aber Brandt. ftraße 5 Behrendt. Kuhlmen recht zahlreich eingefunden. Zunächst theilte der Vor- auf erfolgte persönliche Rücksprache hin die Frist auf 8 Tage Borwärts 9, Charlottenburg, BismardAbendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. fizende das Resultat der Wahl im 36. Bezirk mit, sowie die verlängert und er ersuche zum Schluß alle Anwesenden, in dieser Resultate der übrigen Bezirke, die genommen wurden. In der Diskussion nahm zunächst Zeit noch die regste Agitation zur umgehenden Beantwortung zunächst der und Einsendung der Fragebogen an das Verbandsbureau entneugewählte Stadtverordnete Genosse Gieshoit das Wort, derselbe falten zu wollen. Namens der Kommission verlas hierauf Kollege erklärte, daß er bei der Durchsicht der Wählerlisten faum auf Dreher woran sich eine lebhafte Diskussion anschloß. Jm Braun.- Frohsinn 2, Friedrichsberg- Lichtenberg, Frantfurter Chaussee einen Sieg gehofft hat, mit Rücksicht darauf, daß im 36. Bezirk Begründung, einige bisher zusammengestellte Antworten und deren ein beträchtlicher Theil Beamter ihren Wohnsitz hat, um so mehr allgemeinen, namentlich in Konsektionsgeschäften, herrscht bei bet müller. Treu und est, Lebuferstr. 5 bet Nemiz. Brüder= freue er sich, daß seine Annahme fich als irrig erwiesen hat ihnen englische Tischzeit, d. h. etwa 1/2 Stunde Mittagspause, fast Stallschreiberstraße 20"" um eichenen Stab". Im übrigen erflärte er, wie er unter dem Sozialistengeset sich dafür ist aber die Arbeitszeit vom Morgengrauen bis in die Neu- Glienicke, Rubowerstraße bet Hasdorf. treue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bet Seehausen. Fris" Naunynste. 86, bet icht gescheut hat, für die Prinzipien der Sozialdemokratie ein: späte Nacht. Das Packen der Waaren erfolgt in dumpfigen Friz Bubeil. Waldesgrün( gem. Chor) Böchftr. 8 bet A. Moewes. utreten, so wird er auch mit voller Kraft als Vertreter des Kellerräumen, Höfen oder im zugigen Hausflur; bet wite.- Feldblume Lübbenerftr. 30 Arbeiter- Gesangverein Oranienburger Worstadt, Hochstraße 32a arbeitenden Bolts im rothen Hause für die Interessen der Arbeiter Rheumatismus, Magenkatarrh, Schwindsucht sind die Folge 2ibertee 1, Cuvryftraße 24, bei Thielsch. 30 bet Wilhelm Meyer. Flöter'scher Gefang= intreten. H ibrer angeſtrengten Thätigkeit und unregelmäßigen Ernährungs- per ein, Koppenfer, 48e bei Lorenz- Eintracht 3, Eberswalde, EiſenIn der Versammlung der Maurer Berlins berichtete weise. Folgende fleine Blüthenlese der vorgeführten Mißstände bahnstraße 77 bei Düball. Morgenroth 4 in Köpenick, Müggelheimerstr. 4 bet Held.- Edelam vergangenen Sonntag Genoffe Reßler über die Gewerkschafts- mag genügen: Louis Markus, Fächerfabrik, Sebastianstr. 8, weiß 1 131. Melchiorstr. 15 bei Stehmann. der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. frage auf dem Kölner Parteitag. Redner ging zunächst auf die zahlt feinem 17 jährigen Laufburschen bei 15 stündiger täglicher geschichtliche Entwickelung der Gewerkschaften ein und legte dar, Arbeitszeit 10 M. Wochenlohn; bei Karl Cohn, Kloster- le Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Sentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder wie zwar in andern Ländern des Vereinsivesen so gut entwickelt straße 21, benußen ca. 100 Arbeiter nur drei Klosets; bei bund, Andreasstr. 3 bei Noll. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Musikverein Osiris, Adalbert Straße 21. Verein Grüne fei, daß die Gewerkschaftsbewegung mit der politischen Bewegung Salinger und Littmann, Lindenitr. 53, ist für etwa Berzusammengehen könne, wie aber in Deutschland infolge der trost 50 Arbeiter nur ein Klofet und ein Pissoir vorhanden, die Eiche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Raporte. gnügungsverein Jugendlust, Ohmgaffe 2 bet Krebs. Rauchklub losen Vereinsgefeßgebung eine Berbindung von Gewerkschafts- daraus entspringenden Unzuträglichkeiten sind den Chefs wohl- sur un blue Rauchklub Dezimalwaage, Rauchtlub Erholung, Wienerstr. 18 bet bestrebungen mit der politischen Bewegung ausgeschloffen sei. bekannt, Abhilfe erfolgt trotzdem nicht. Mit der Aufforderung, krautstraße 86 bei Infinger. Nun ist aber schon auf grund der geschichtlichen Entwickelung den Kommissionsbeschlüssen durch umgehende Einsendung weiteren Driesener. Gelang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männerdas Gefühl der gewerkschaftlichen Zusammengehörigkeit unter den Materials den gehörigen Nachdruck zu verleihen, sowie bestrebt Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet kind, Wrangelftr. 91. Arbeitervereins für Arbeitern mächtig entwickelt und diese Thatsache darf nicht außer zu sein, jederzeit dem Verband neue Anhänger zuzuführen, schloß Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Uce Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abend; Berücksichtigung bleiben, jede Organisation wird sich daher der Vorsitzende Kuhntte gegen 1 Uhr die Versammlung. Männer Gesangverein bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. 08. aufbauen müssen auf dem gewerkschaftlichen Zusammenhalt der Der Verein zur ng der gewerblichen Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Arbeiter, dennoch müssen sie bedenken, daß Alles was den Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen bei Knapp, Kastanien- Allee 95/ 96.ht Gefangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr Staat berührt, was an ben Staat„ trast" fofort als„ politisch" hielt am 14. November eine Mitgliederversammlung ab, in der Theaterverein Fideler Geist 2, Abends 9 Uhr, im Märkischen angesehen wird. Dadurch sind unsere Gewerkschaftsbewegungen folgender eingehender Bericht über die gesammte Streitunter- Sof, Admiralfir, 18.- Theater- Verein„ BuItania 2" 9 Úhr, Vorstädtisches sehr erschwert und deshalb können die Gewerkschaften nur stügung erstattet wurde: 101 Kasino, Ackerstr. 144. Theaterverein Freundestrets 9 Uhr im Restausparant Bräuer, Solmsstr. 47.- Theaterverein Grescendo bei Maißner, wirksam und nüßlich sein, wenn sie sich auf die Aufgaben be Gartenstr. 162. Theaterverein Maiglödchen, Englischer Hof, Neue schränken, die sie wirklich lösen fönnen. Der Kampf mit dem Roßstr. 3. Kapitalismus wird im Laufe der Zeit mit der zunehmenden Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Restaurant Behmann Macht des Kapitals immer schwerer und er fann nur vann erfolgNaunynstr. 44.- Verein ehemaliger 22. Gemeindes chüler, puntt 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends reich fein wenn der Krieg dagegen im Kleinen, im Ein8% Uhr, bet Selterhoff, Antonftr. 5.- Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, zelnen geführt wird. Sobald man versucht, dem Kapital Abends im Reſtaurant Göz, Oranienstr. 153. Gesangverein Proletariat Möwes, Böchstr. 8. große Schlachten anzubieten, ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. anzubieten, so wird man, wie die Geselliger Verein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr Erfahrung zeigt, immer im Nachtheil sein. Die Erfolge, die wir An Prozenten wurden abgeführt 2649,90 M. Geliehen zum bei Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Geselliger trot unserer miserablen Organisationen bisher erzielt haben, Streit war die Summe von 3000 m., wovon 500 m. bereits zu- Berein üniverfum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichtett und Klub find nicht zu unterschäßen. Die Gewerkschaftsbewegung ist eine rückerstattet find, bleiben mithin noch 2500 M. Eingetragen im Bumor, Abends 9% ühr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beiſammenſein mit, Hilfstruppe der gesammten großen Arbeiterbewegung, das er greitenbet betrachten find, während die anderen 22 arbeits- abends 8-11 uhr, Ware Sommerfion, abends 8 16 ist noch 35 Kollegen, von denen nur 13 als Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein angesfreunde, auf dem Parteitag zum Ausdruck gekommen und Die alten Moabiter" jeden Donnerstag Uhr und jeden fuche ich Sie, sich mit der Resolution des Parteitages einverstanden los waren. Es wurde aus diesem Grunde beschlossen, den gerade Donnerstag nach dem 15. 9. mts. mit Damen bei Schirmer, Embenerfir. 47. zu erklären. nicht sehr günstig verlaufenen Streit zu beenden, den noch wegen Geselliger Verein Sertha", Donnerstag, Sigung bei Tauchert, WaldemarIn der Diskussion nimmt Kollege Blauroc das Wort im Rohndifferenzen Ausständigen auch ferner Unterstützung zu ge- Donnerstag von 9 Uhr abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.straße 16, Abends 9 Uhr. Berein Wanderflub"( Morden), Sigung jeden Sinne des Referats. Nachdem noch Genosse Graß hervorgehoben währen und die Abführung der Prozente so lange fortarbesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bet Nebelin, Sangestraße 108. bis die wahrt wissen will, beschließt die Versammlung, wegen vorgerückter sehr ausführlicher Vortrag des Genossen Keßler über: Zeit die Diskussion über den Parteitag zu vertagen. Kölner Parteitag und die Gewerkschaftsbewegung". An der Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Rohr, Naunyn Rauchtlub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant Zweiter Gegenstand ist: Das Solidaritätsgefühl Diskussion betheiligten sich einige Kollegen, die in der Haupt- a. Gaspar, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr Maurer Berlins. Referent Blauro ct: Wir fache mit dem Referat einverstanden waren. Bum Schluß wurde Restaurant Buder Gräfeftraße 18.-Rauchklub Kernfpige, Abends hatten vom Bund der Maurerpoliere einen eingeschriebenen Brief semitgetheilt, daß unsere Sache in der Rathenower Firma subr, bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Rauchbafcha, Ohneftrett, erhalten, uns wegen unserer Angriffe zu verantworten. Ich bin sehr ungünstig steht, woran eine Menge Streitbrecher, die sich abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchflub hingegangen, troydem der Bund in einem boykottirten Lokal angefunden haben, schuld sind. Süd West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet Flick. Nauchklub Brüder= lich feit, von 9 bis 11 Uhr bet Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch= tagte. Die Distussion zeigte, daß die Herren sich vollständig von uns abgewandt haben, sie wollen teine Solidarität mit uns. In jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bet Eine gutbesuchte Bügler- und Mäutelnäherinnen- tiub Nordstern Rauchtlub Su= Uhr, im Restaurant Krause, Gitschinerstr. 93. Nauch ber Martenfrage legten die Herren eine besonders schlechte Ge- Die Beaming tagte am 14. November in Nagel's Feſtjälen. matra, Mbenos sy pr, in Benalla Petabria, bera, sinnung an den Tag. Einer sagte: wenn heute ein Maurer bei Die Versammlung hatte den Zweck, den Büglern, welche in tub Fidelia Abends 8% Uhr im Restaurant Seine, Gisenbahnstr. 28. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ulrich, Wrangelfir. 84. State mir Arbeit verlangt, der drei Monate arbeitslos gewesen diesem Frühjahr im Norden eine eigene Kleine Vereinigung geftub Rüd warts, Abends 8% uhr bei Arndt Baúisadenſtr. 47.- Stats tit, und er wünscht Vorschuß, ich würde ihm keinen gründet, das Unhaltbare solcher fleinen Organisationchen flar- tiub Gorbischer noten Abends 9 Uhr, bet Schilling. Schießtlub ell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwebterstr. 23. Pfennig geben und wenn er verhungert! Dieser zumachen, und ihnen nahezulegen, daß sie sich, um Ersprießliches erringen zu können, der bestehenden großen Organisation anzu- Tambour- Verein Ginigtett bei Haupt, Staligerstr. 102. Um Uhr anderen Polier wiederholt. Sie sehen, das Menschlichkeitsgefühl ist bei der Gesellschaft ganz in ihrem Vortrage über:" Die Lage der Bügler, Stepper und schließen haben. Die Kollegin Frau Reimann legte deshalb nebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. geschwunden. Uebrigens zeigte sich in der ganzen Debatte unter Den Herren eine auffallende Geistes armuth. Zum Schluß ver näherinnen und Zwischenmeistern tlar, und folgerte daraus, daß Mäntelnäherinnen", die Stellung der Bügler zu den Mäntelsuchte man eine Resolution zusammenzustoppeln, um dem Solidaritätsgefühl einen gewissen Ausdruck zu geben, aber die die Bügler fich nothwendig dem Verbande deutscher Schneider, Theodor Wachtel, der berühmte Tenor, ist am 14. Mos Herren konnten teinen fiaren Satz zu stande bringen und der Schneiderinnen und verwandter Berufsgenossen anzuschließen haben. Kollege 3ihmann, Bügler, hält es für eine Sache vember in Frankfurt gestorben. Wachtel wurde am 10. März Inhalt war auch nur Flickarbeit. Nachdem noch Genosse Legeler eindringlich ernsten Erwägens und reiflicher Ueberlegung, sich dem Verbanbe 1823 zu Hamburg als der Sohn eines Droschtenbesitzers geboren, ermahnt fich hatte, fo viel wie möglich zu organisiren, und dadurch die Maurer anzuschließen, will jedoch in diesem Falle den Arbeitsnachweis führte nach dem frühen Tode des Vaters das Geschäft desselben Berlins auch gegen den Bund der Poliere kampffähig zu machen, für die Bügler des Nordens in deren Händen belassen. Kollege mit seiner Mutter mehrere Jahre fort und widmete sich dann Timm weist auf die Kongreßbeschlüsse hin, nach auf den Rath von Kennern, die ihn bei der Arbeit hatten fingen wurde eine Resolution angenommen, in der die Versammeiner Bersplitterung durch Gründung von hören, zwei Jahre lang einem ernsten Gesangsstudium unter lung sich mit dem Verhalten des Genossen Blaurock in der welchen Wenn Leitung der Hamburger Gesanglehrerin Fräulein Grandjean. Bersammlung des Bundes der Manrerpoliere einverstanden erklärt. allerlei Vereinchen energisch entgegenzutreten fei. Die Bersammlung hält ihre früher gefaßten Beschlüsse vollständig die Bügler an der Reiseunterstützung, weil sie diefelben nach Wachtel begann feine theatralische Laufbahn in Würzburg und aufrecht, sie verdammt das Verhalten des Poliers Breitke, welcher Lage der Verhältnisse nie beanspruchen könnten, Anstoß nehmen, ging von da nach Darmstadt, später nach Hannover, Kaffel, dann beweisen sie nur den Mangel an Solidaritätsgefühl. Wien und endlich nach Berlin. Zwischen den beiden letzten Maurern, die um Arbeit angesprochen hatten, Worte entgegen 8ange( Bügler) führt zur Illustration der Zwischenmeister Engagements liegt ein Zeitraum von sechs Jahren, in dem er schleuderte, die sich anständigerweise nicht wiedergeben laffen. Am Sonnabend, den 18. November, wird Genosse Hoffmann folgenden Fall an: Gin Meister sucht einen Bügler für 24 W. bei der Italienischen Oper des Conventgarden- Theaters in feinen Vortrag über Die zehn Gebote halten. Daran schließt sich Wochenlohn. Am Schluß der Woche erhält der Arbeiter, nach London eine Zugkraft ersten Ranges war. 1871 durchzog er ein dem er noch eigene Muster und Schnitte mitgebracht, 3 Mart. Jahr lang die Vereinigten Saaten; 1875 dehnte er diese Tour gemüthliches Beisammensein. Näheres durch Inserat. Folgende Resolution wurde hierauf einstimmig angenommen: bis San Francisco aus, in allen Städten mit Gold und Ehren In einer Versammlung der Sattler und Tape Die heutige Versammlung verpflichtet die Arbeiter und Ar- überschüttet. 2. verdankte seinen Weltruf als Sänger feineswegs sich bie Nothwendigkeit der Gewerkschaftsbewegung. Der Redner behufs Erzielung befferer Verhältnisse der bestehenden Organi- lerischen Dekonomie in der Verwerthung derselben, welche ihn fritifirt eingehend die Behandlung dieser Frage auf dem Parteissation, dem Verbande deutscher Echneider, Schneiderinnen und noch an der Schwelle des Greifenalters in den Stand segte, bas tag und bedauert, daß sie nicht zur allgemeinen Bufriedenheit verwandter Berufsgenossen anzuschließen." Sodann wurden die Publikum durch seine Leistungen zu begeistern. Großfener. Turin, 14. November. Gestern Nacht brach erledigt ist. In der Diskussion nahmen die Kollegen Pfeffer, jenigen Arbeiterinnen, die im März dieses Jahres bei Moyda Blum, Hausner, Schulz und andere im Sinne des Referenten gearbeitet haben, aufgefordert, ihre Adresse an Frau Reimann, in dem gegenüber dem Ausgange des Eisenbahn- Tunnels von Wrangelstraße 91, 4 Tr.. abzugeben. Das Stiftungsfest findet Fréjus( Station der Toulon Nizza- Bahn) gelegenen, 600 Meter Das am Sonntag, den 19. November, in der Berliner Ressource, vom Bahnhofe entfernten Militärbaracken Bau Feuer aus. Die organisirten Hausdiener, Packer, Wein- Kommandantenstr. 57, statt. Alle Unregelmäßigkeiten bei Bu- Das Gebäude enthält einen bedeutenden Vorrath von Kriegsteller, Speditionsarbeiter und Berufsstellung der Fachzeitung bittet man an das Bureau: J. Timm, munition und Lebensmitteln. Das Feuer, dessen Bewältigung genossen Berlins hielten am 14. November eine Ver- Schüßenstraße 18/19, zu melden. sich als unmöglich erwiesen hat, dauert fort. Da in sammlung ab. Die Tagesordnung war: Was antworten wir bem Gebäude zwei Tonnen Explosivstoffe lagern, ist die Gefahr dem Minister auf die uns übersendeten Fragebogen betreffend Rigdorf. Am Sonntag, den 12. November, fand hier eine einer Explosion drohend. Die Brandstätte wird daher von der der gesetzlichen Regelung unserer Arbeitsverhältnisse?" Das öffentliche Versammlung aller Gewerkschaftsvorstände resp. deren Eisenbahn aus eifrig beobachtet. Die Offiziere des technischen Referat hatte Kollege Dem. Grauer übernommen. Derselbe Stellvertreter statt. Die Versammlung war von 18 Gewerkschaften Korps sind der Ansicht, daß die Explosion heute Nacht eintreten bedauerte zunächst die große Interessenlosigkeit der Kollegen an beschickt. Es wurde in der Zusammenkunft beschlossen, innerhalb werde, aber keine ernsten Folgen haben würde. Die Ursache des dieser so hochwichtigen Frage. Nur etwa 30 Kollegen haben 8 Wochen eine große öffentliche Gewerkschaftsversammlung ein- Feuers ist unbekannt; der Schaden beläuft sich auf über 100000 r., sich schriftlich zu dem Fragebogen geäußert, alle anderen schützten zuberufen. Das Referat in dieser Versammlung über das Thema Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Gedanke wurde Don einem das Wort. 2 zu " Der hauserfir. 42. straße 78. aid Dermilchtes. Berein Cholera. Lemberg, 13. November. In Galizien find! 2 da in den letzten 48 Stunden 12 neue Erkrankungen und 10 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Sechs Cholerakranke sind genesen. Konstantinope I, 12. November. Von Freitag bis Sonnabend früh sind hier insgesammt 23 Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Die Zahl der Todesfälle ist noch nicht festgestellt. In Pera ist eine Person an Cholera erkrankt, in der Vorstadt Hastioi sind 16 Personen erfrantt und 4 gestorben. Eingelaufene Druckschriften. = Wahrheit und Verleumdung in der Stotter Heilkunde. Von Rudolf Denhardt. Berlin. Verlag Hugo Steiniz. Die Kucipp Kur. Die Wassertur des Pfarrers Kneipp. Von Dr. M. Birnbaum. Preis 2 M. Humoristische Original Vorträge und Couplets. Von Ostar Klein. Verlag Hugo Steiniz. Preis 3 M. Die schwierigsten Sachen. Soziales Couplet von Richard Heise. Mit Klavierbegleitung. Verlag R. Heise. Berlin N. Preis 50 Pfennige. Ter freie Sänger. Lieder für vierstimmigen Männerchor. Herausgegeben von Karl Gramm. Stuttgart. Verlag von J. H. W. Diet. Der Wahre Jakob( Nr. 191) ist reich illustrirt erschienen. Depeschen. 0 Briefkaffen der Redaktion. A. B. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor: ein Testament verfügt über den gesammten Nachlaß. Bringen Sie dasselbe mit. ( Wolff's Telegraphen Bureau.) Hannover, 15. November. Heute begann vor der Straf: fanmer des hiesigen Landgerichts ein Nachspiel zu dem großen Spieler- und Wucherer- Prozeß. Es sind des gewerbs- und und sodann der Versuch durch Pfändung zum Gelde zu kommen. H. Tich., Nixdorf. Es bleibt Ihnen nur der Klageweg gewohnheitsmäßigen Wuchers angeklagt: Rentier Krain und Trägt Schuldnerin ihr Geld bei sich, so hindert dieser Umstand Frau Guhl aus Berlin, die Agenten Holmann und Hirsch und die die körperliche Durchsuchung und Pfändung nicht. Wittwe Schwieger aus Hannover. Den Vorsitz des Gerichts- Scholfe. Hat der Betreffende 1892 zu zahlen versprochen hofes führts wiederum Landgerichts- Direktor Heinroth, die oder die Forderung anerkannt, oder hat er zum Gewerbe die Staatsanwaltschaft vertritt Gerichtsassessor Seel. Den An- Möbel entnommen, so liegt Verjährung nicht vor, geklagten steht eine Reihe von Vertheidigern zur Seite. F. F. Weitere Bestimmungen als die, daß die unentbehrvon Hinter- Indien de Lanessan stellt die Nachricht der englischen nicht: es ist bei Ihnen leider mit Recht gepfändet. Paris, 15. November. Eine Depesche des Generalgouverneurs lichsten Gegenstände nicht gepfändet werden können, existiren Blätter in Abrede, daß mehrere Laosleute, welche die Arbeit am oberen Mekong verweigerten, erschossen worden seien. Die Laos- aber nichts schaden, um eine Aenderung der gewerbegesetzlichen, M. G. Eine Petition würde zwar nicht viel erreichen, leute seien sehr zufrieden mit der französichen Oftupation. Jm Palais Bourbon fanden heute Nachmittag verschiedene von der sozialdemokratischen Fraktion seinerzeit bekämpften BeVersammlungen von Deputirten statt, um parlamentarische Stimmung herbeizuführen, die zur Folge hat, daß Schuhmacher, die alte Stiefel faufen, repariren und weiterverkaufen, als Gruppen zu bilden. Insbesondere hat die frühere landwirthfchaftliche Gruppe unter dem Vorsitz Méline's ihre Rekonstituirung Trödler erachtet und zur Führung eines Trödelbuches 2c. verbeschlossen. pflichtet sind. Fürth, Zick. Vorsitzender des Textilarbeiter Verbandes ( Filiale Berlin) ist Julius Janz, Königsbergerstr. 33. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und empfehlen wir zur Anschaffung: Ferd. Lassalle's Reden und Schriften. Band III.( Schlußband) unserer neuen Gesammt- Ausgabe. Herausgegeben von Eduard Bernstein, London. [ 443,2 Mit einer fritisch- biographischen Einleitung:„ Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", sowie mit Vorbemerkungen und kritischen Randnoten versehen. Der erste Band enthält das Stahlstich- Porträt Lassalle's. Das ganze Werk liegt nunmehr komplet vor und ist zu beziehen: Band I.: geheftet Mk. 2,50; in Leinen gebunden Mk. 3, in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) 4, Band II.: geh. Mk. 4,-; in Leinen gebunden 4,50 5,50 in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band III.: geh. Mk. 3,50; in Leinen gebunden 4, -in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) -99 99 99 99 99 5, oder auch in 50 Lieferungen à 20 Pfennige. Jede Buchhandlung, sowie Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Freitag, den 17. ds. Mts., Nachmittags 5 Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser Allee Nr. 28. Tages Ordnung: V 1. Wissenschaftlicher Vortrag. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Da am Freitag in fämmtlichen Berliner Reichstagswahlkreisen die Parteiversammlungen stattfinden, wird die Versammlung pünktlich eröffnet. 164/2 Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. 3603L* Grosse Berliner Schneider- Akademie. Berlin C., Rothes Schloß r. 1. Größte und einzige Fachschule, welche nach der verbesserten und vervollkommneten Methode des verstorbenen Herrn Direktors Kuhn unterrichtet. Garantie für gründlichste theoretische und besonders praktische Ausbildung in Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Unentgeltlicher Stellennachweis. Prospekte gratis. Empfehlenswerth: Lehrbuch zum Selbstunterricht in der gesammten Damenschneiderei. Man beachte genau unsere Firma und Hausnummer 1. Die Direktion. Echt Stonsdorfer Likör à Liter 1,20, 5 Liter 5,50, 10 Liter 10,-, 50 Liter 47,50, 100 Liter 90,-. 440M Eugen Neumann& Co. Gesangverein Liedesfreiheit I. Mitglied des A.-S.-B. 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GeWerkschasts-Kemeguug und Sozialdemokratie.� Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Genosse August Bebel in Sir. 262 des„Vorworts" einen Artikel, durch welchen derselbe bedauerlicher Weise die Meinung bestätigt, welche bezüglich der Eiellungnahme Vebel's zur Gewerkschafis-Bewegung bei einem nicht geringen Theil der Parteigenossen schon seit längerer Zeit vorhanden ist. Die wiederholten Versicherungen Bebel's in der Einleitung seines Artikels, er sei kein Gegner der Gewerkschaften, mich nicht nur ein halber Freund derselben— stehen in direktem Gegensatz zu seinen späteren Ausführungen, durch welche er der Gcwerkschafts-Bewegung für die Gestaltung der Dinge in Deutsch- land aber auch jede Bedeutung abspricht. Wer die Anschauungen Bebel's theilt, der kann nicht mit Ueberzeugung für die Förderung der Gewerkschafts-Bewegung wirken— denn—„nur was wir selber glauben, glaubt man uns." Was um alles in der Welt k ö n n e n dann die Gewerk- schaften in Teutschland den Arbeitern nützen, wenn diese selbst organisationsunfähig, und die von ihnen eventuell gebildeten von vornherein schon den Todeskeim in sich tragenden Organisationen doch bald der Uebermacht des Kapitals weichen müssen? Wes- halb denn noch diese unnütze gewerkschaftliche Vereinsspielerei, wenn durch politische Thäligkeit das Alles so leicht zu erreichen ist. was den Arbeitern durch den wirthschaftlichen Kampf zu erringen sük alle Zeiten versagt sein soll? Wenn das richtig ist, was Genosse Bebel als unumstößlich in seinem Artikel hinstellt, dann wäre es ja geradezu ein Verbrechen an der Arbeitersache, nun noch länger gewerkschaftlich organisiren zu wollen. Genosse Bebel stellt r3 in Frage, ob die Fortsetzung der Erörterungen über die Gewerkschaftsbewegung derselben besonders förderlich sein wird. � Und er hat Recht mit dieser Frage, denn in einer Agitationsschrift für die Gewerkschaftsbewegung sind seine Aus� führnngen nicht zu verwenden, ebensowenig wie jemand mit solchen Ansichten den Arbeitern im wirthschaftlichen Kampfe jemals ein Führer sein kann. Wer von vornherein diesen Kampf für aussichtslos hält, der kann die geschlossenen Reihen der Kämpfenden nur wankend machen— zum Sieg gehört auch der Glaube an den Sieg— und diesen ist der Genosse Bebel ja eifrigst bestrebt, den gewerkschaftlich organisirten Arbeitern zu nehmen. Die deutschen Arbeiter werden nun— trotz Bebel— weiter organisiren— weiter kämpfen— manchmal unter liegen, aber ebenso häufig siegen— und gerade so wie die englischen Arbeiter i m Kampf den Kampf �rnen; die pessimistischen Anschauungen Bebel's können wohl Einzelne in ihrem Wirken beeinflussen— auf die Massen bleiben dieselben absolut wirkungslos— diese werden immer, ihrem natürlichen Instinkt folgend, als wirksames Mittel gegen den auf ihnen lastenden Druck zur Arbeitseinstellung greifen, je plan- mäßiger dieses aber geschieht, desto häusiger werden Erfolge zu verzeichnen sein und deshalb muß organifirt werden. Aus ökonomischen Ursachen können sich weite Schichten der deutschen Arbeiter der Organisation nicht anschließen— de hauptet Bebel— ich bestreite, daß das in dem Maße der Fall ist, wie er annimmt— aber selbst angenommen dem sei so— so wird doch der Anschluß aller derer, d i e dazu in der Lage sind, und der durch die Organisation bewirkte Erfolg, auch denen zu gute kommen, die bislang zu arm waren, sich an der Be- wegung betheiligen zu können und sie dadurch in die Möglichkeit versetzen, sich ebenfalls anzuschließen. „Alle in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter können sich den Gewerkschaften nicht anschließen— behauptet Genosse Bebel. Warum? weil in Deutschland die Gewerkschaften infolge ihrer Schwäche keine» Einfluß auf den Staat haben. Der Staat wird den jeweiligen Machtverhältnissen gerade so Rechnung trag.n, wie jeder kapitalistische Privatunternehmer und auch bei Fest- setzuug der Löhne für seine Arbeiter die von den organisirt.n Arbeitern in der Branche erkämpften Löhne zur Richtschnur nehmen müssen. Wie fruchtbar wäre also die Perspektive, welche Genosse Bebel der ungeheuren Zahl der in staatlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter stellt, wenn nun auch ihre bei Privat- nntcrnehmern beschäftigten Kollegen muthlos die Organisation fallen ließen. Bebel sagt: Gewerkschaftsverbände sind im Saargebiet u n- möglich und giebt dadurch den Bergarbeitern indirekt den Rath, sich willenlos dem Druck der Kapitalisten zu unterwerfen. Glaubt Bebel etwa, daß in anderen Ländern die Kapitalisten so humane Menschenfreunde sind und die Organisationen der Ar- beiter begünstigt haben, anstatt sie zu unterdrücken und daß diese nur deshalb so stark und mächtig wurden? Das Kapital hat noch niemals ein Herz bewiesen und ist immer nur der zivingenden Nolhwendigkeit gewichen � wenn der Druck des Staates oder der Privatunternehmer in Deutsch- land ein so mächtiger ist, daß sich die davon betroffenen Arbeiter öffentlich an keiner Organisation betheiligen können, so bleibt ihnen nur das eine Mittel, was in anderen Ländern die Arbeiter unter gleichen Verhältnissen auch angewandt haben und noch an- wenden, nämlich— daß sie sich geheim organisiren. Meint Bebel etwa, die deutschen Arbeiter hätten nicht das Zeug dazu? Nach meiner Meinung handelt es sich nur darum— die Organisation, so weit wie dieselbe öffentlich möglich ist, zu stärken und zu kräftigen— der nicht öffentliche Beilritt der noch Uebrigen wird dann unschwer zu bewerkstelligen sein. „Aus tausend und einem Grunde kann"— nach Bebel— „Deutschland»ine Gwerkschaftsorganisation, wie sie die englischen Arbeiter besitzen, niemals bekommen. Würde Bebel uns von diesen vielen Gründen nur wenige genannt haben, so könnten wir dieselben auf ihre Stichhaltigkeit prüfen. Bebel bezweifelt, daß die deutschen Bergarbeiter die gleiche Organisations. f ä h i g k e i t wie ihre englischen Kollege» besitzen.— Tie Gründe blieb er uns auch hier schuldig. Für ihn ist das eine offen- lundige Thalsache, über die er kein Wort zu verlieren braucht. Eine offenkundige Thalsache ist für mich— soweit die ökonomische Entwickelung', der beide» Länder in Frage kommt— nur, daß Teutschland gegenüber England um gut ein Menschen- alter zurück ist, und daß demzufolge auch die wirthschastliche Be- wegnng der Arbeiter in Deutschland heute nicht soweit entwickelt sein kann, wie in England. Aus den Ausführungen Bebel's tritt wieder einmal der Gedanke von einer baldigen Verwirk- lichung unserer Ziele speziell in Deutschland hervor— auf mich haben die Prophezeiungen Bebel's nun noch niemals überzeugend gewirkt. „Das Wirken einer größeren Arbeiteranzahl zur selben Zeit in demselben Räume, zur Produktion derselben Waarensorle, unter dem Kommando desselben Kapitalisten, bildet"— nach Marx— „historisch und begrifflich den Ausgangpunkl der kapitalistischen Produktion." Von diesem Ausgangspunkt sind wir in Deutschland denn doch noch ziemlich entfernt angesichts der großen Ausdehnung, welche in Deutschland noch die Kleinindustrie und die kapitalistische Vorstehende Einsendung und weitere uns vorliegende werden im„Vorwärts" publizirt unter dem Vorbehalte der Redaktion, daß st, den Einsendern die Lerantwortung für ihre Ausführungen überläßt. Privatwirthschaft hat. Alle unsere Wahlsiege werden mein Ur- theil nicht erschüttern; der alle Kräfte lähmende Militarismus wird in Deutschland und zwar bald zusammenbrechen— aber damit noch nicht das kapitalistische System. Und weil dies meine feste Ueberzeugung ist, deshalb hat für mich der wirthschast- liche Kampf auch eine weit größere Bedeutung, als für Bebel— ich halte denselben für nothwendig— nicht nur weil derselbe den Arbeitern aufgezwungen wird— sondern auch grundsätzlich, um die kapitalistische Entwickelung zu be- schleunigen. Niederlagen der Arbeiter irritiren mich nicht — sie wirken immerhin noch, wie Albert Lange sagt, wie der Sturm auf eine Festung, der doch schließlich auch die Widerstands- kraft der Belagerten schwächt. Auch die Erringung politischen Einflusses ist für mich eng mit der Arbeiterorganisation verknüpft. Man wird doch wohl nicht bestreiten wollen, daß— trotzdem die englischen Arbeiter keine selbständige politische Partei bilden, ihr Einfluß auf die Gesetzgebung ein weit größerer ist, als wie wir denselben in Deutschland trotz unserer starken po- litischen Partei besitzen. Unsere ganze Sozialreform, deren Werth Bebel plötzlich so hoch anschlägt, daß er glaubt, die Wirk- samkeit derselben könne den Gewerkschaften den Wind aus den Segeln nehmen, ist denn doch bis jetzt noch traurigste Stümperei — für ein einziges freiheitliches Vereinsgesetz, durch welches den Arbeiterorganisationen das Recht der unumschränkten Zentrali- sation in ganz Deutschland eingeräumt würde, würde ich leichten Herzens den ganzen Rummel von sogenannten Arbeiterschutz- gesehen eintauschen. Wir haben in unserer Presse, in unseren Versammlungen diese gepriesene Sozialreform so oft auf ihren winzigen Werth zurückgeführt, daß es auf mich nun geradezu komisch wirkt, wenn man plötzlich entdeckt hat, dadurch könnten eventuell Aufgaben der Gewerkschaften erfüllt scheinen. Den veränderte» Verhältnissen müssen sich die Gewerkschaften anpassen und sie können auch auf dem Gebiete des Unterstützungsivesens heute noch Bedeutendes leisten. Das ist nebenbei bemerkt ein Kapitel, welches verdient, in den Gewerkschaften einmal eingehend erörtert zu werden, gerade weil die Gewährung einer Unlerstützuug in bestimmten Norhiällen wesentlich zur Heranziehung und Erhaltung von Mitgliedern beiträgt; die Hauptaufgabe der Gewerkschaften liegt aber doch auf einem anderen Gebiet. Sie sollen Kampses-Organi- sä t i o n e n sein zur Errinaung höherer Löhne, verkürzter Arbeitszeit u. s. w., kurz zur Verbesserung der Lebenshaltung der Arbeiter. Ohne starke wirthschastliche Organisationen und damit ver- bundener wirthschaftlicher Macht wird die Arbeiterklasse auch politisch ohne nachhaltigen Einfluß sein. Papierene Gesetze, sind noch lange keine wirklichen Gesetze. Mögen die Gesetzgeber beim Erlaß der Gesetze selbst das größte Wohlwollen für die Arbeiter empfunden haben, in der Wirklichkeit gestalten sich die Dinge ganz anders; will man dafür«inen kleinen Beweis, so braucht man nur die rigorosen Bestimmungen der von den Kapitalisten den Arbeitern aufgezwungenen Arbeitsordnungen einmal zu studiren. Unsere ganze politische Thätigkeit für die Arbeiter ist pro niMlo, wenn wir dieselben nicht gleichzeitig wirthschaftlich organisiren. Nicht vor einer Ueberschätzung der Gewerkschaftsbewegung in Teutschland ist zu warnen, wohl aber vor einer U n t e r s ch ä tz u n g derselben, da durch diese in hohem Maße die Möglichkeit einer Existenzverbesserung für viele Taufende gefährdet erscheint. � Den Hungernden Brot in de» Schrank zu schaffen, hilft unS keine politische Glorie, deren sonst auch jeder überzeugte Gewerk- 'chastler aus begeistertem Herzen sich freut. Hamburg, den S. November 1893. A. von Elm. Gewerkschaftsbewegung eine Utopie. Sache der politischen Parter sei es, die gesetzlichen Hemmnisse zu entfernen, auf politischem Gebiete müsse der Kampf für das Koalitionsrecht ge- führt werden, ehe die Frage der Bernfsvereine für die Land- arbeiter praktisch werde. Aehnliche Erwägungen gälten für die im Staats- und Reichsdienst beschäftigten Arbeiter und Unter» beamten, z. B. für die deutschen Eisenbahnarbeiter, deren Durch- schnittszahl sich 1891/32 insgesammt auf 265 651 belaufen habe, für die Postunterbeamten u. f. w. Auch auf den Einfluß der wirthschaftspolitischen Gesetz- gebung machte ich aufmerksam. Gelinge es, eine Organisation des Handwerks nach dem Rezept des Herrn v. Berlepsch oder nach einem ähnlichen Muster durchzuführen, so ergebe sich für eine große Zahl der aufgeklärten deutschen Arbeiter die Zwangslage einer Zwangsorganifation. Es werfe sich dann die Frage auf, ob nicht die Arbeiter so gut wie die österreichischen Genossen sich derartiger Verbände bedienen müßten, um für ihre Interessen zu wirken. In Oesterreich habe diese Organisation tinter dem Ausnahmegesetze das Rückgrat der Bewegung gebildet. Daß in Deutschland die Arbeiterschaft in den Ortskrankenkassen Einfluß zu gewinnen versuche, sei ein beachtenswerthes Analogon. So nothwendig die Theilnahme an den Gewerkschaften für die organisarionsfähigen Arbeiter ist, und ich habe stets für die Förderung der wirthschaftlichen Kampfverbände aus das ent- schiedensie gewirkt, so muß man denn doch immer wieder auf die hartnäckigen Dinger von Thatsachen hinweisen und nicht über einer vorgefaßten Ansicht die rauhe Wirklichkeit, die niemals mit sich spaßen läßt, vergessen. Die Arbeitergruppen, die sich in wirkungsvollen Verbänden großen Stils zusammenfassen lassen, werden immer nur einen gewissen, hoffentlich stetig wachsenden Bruchtheil der Arbeiter- schaft in sich schließen, sie werden die Elitetruppen der Arbeiter- 'lasse bilde». Je tiefer unsere Wirthschaftsweise durch die Kar- tellirung der Grobgewerbe umgewälzt wird, um so nöthiger und ebensfähiger werden als Gegenpol der Unternehmerverbände die Arbeitcrverbände aus hoher Stufenleiter. Aber es wäre schlimm, wollte man vergessen, daß die Sozial- demokratie das gesammte klassenbewußte Proletariat der Hand- arbeit und der Kopfarbeit vertritt, nicht aber ausschließlich die Partei ist der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter. BrunoSchoenlank. Berlin, den 14. November 1893. Zur Gcmerkschasts Dlskusswn. Ein in der letzten Ausgabe des Korrespondenzblattes der Gcncralkommission der Gewerkschaften Deutschlands veröffent- lichter Artikel: Die Gewerkschaftsdebatte auf dem Kölner Parteitag veranlaßt mich zu einer kurzen Darlegung. Das Korrespondenzblatt wendet sich auch gegen einige von mir z'-erst in der Debatte hervorgehobene Gesichtspunkte und sagt unter anderem: „Gegen diese Resolution(Resolution Arons) wurden eine Reihe Einwendungen erhoben. Besonders wurde darauf hinge- wiesen, daß viele Parteigenossen wegen ihrer erbärmlichen wirth- chaftlichen Lage nicht im stände wären, den Verpflichtungen, die die Gewerkschaft ihren Mitgliedern auferlegt, nachkommen zu können. Andererseits könnten die Landarbeiter in Preußen, soweit le Parteigenossen sind, nicht in die Gewerkschaften eintreten, oder solche bilden, weil ihnen das �oalilionsrecht fehlt..... Diese Einwendungen wurden genügend zurückgewiesen und dar- ;elhan, daß solche Befürchtungen keineswegs Platz zu greifen »rauchten. Die Laudarbeiter, soweit sie Parteigenossen sind, werden durch die Verpflichtung, sich auch gewerkschaftlich zu organisiren, nur angespornt werden, energisch gegen die Be- schränkung ihrer Koalitionsfreiheit Front zu machen.... Wo aber die Lage der Arbeiter eine so traurige ist, daß die geringen Beiträge für die G.werkschaften kaum ausgebracht werden können, wäre-s doppelt nothwendig, den Gemeinsinn durch Hinzuziehung dieser Kreije zur Organisatlvn zu wecken." Um einer falschen Deutung meiner Darlegungen vorzubeugen, ,ci Folgendes bemerkt. In meiner Rede hatte ich mit aller Snlschiedenheit die Rothwendigkeit der wirthschaftlichen Organi- 'ation hervorgehoben, zugleich aber in einer Kritik des Arons- che» Vorschlages die thatsächlichen Hindernisse dargelegt, die be- stimmte große, nach Millionen zählende Arbeitergruppen ver- hindern, sich zu Gewertschaften zusammenzuschließen. Die Hans- industriellen in einer Reihe von Gewerben und Bezirken, die Landarbeiter, die im Dienste non Staat und Reich beschäftigten Arbeiter keunzeicknele ich als solche Gewerksgrnppen, für die eine Pflicht zum Anschlüsse an e»ne Organisation kraft der wirth- chaftlichen und sozialen Verhältmsse. worunter sie stünden, nicht ausgesprochen werden könnte. 'Die Hausindustriellen seien dank der dezentralisirenden, sie vereinzelnden und zersplitternden Betriebsform und dank ihrem unsäglich schlechten, sich stets an der Hungergrenze bewegenden Lebensmaßstabe zu Hunderttausenden nicht organisalionsfähig. Zerstreut über weite Gebiete, gedrückt durch die furchtbare Nolh eien sie von Haus aus nicht im stände, eine leistungsfähige Ver- einigung zu schaffen. Die Weber im Eulengebirge, die Spiel- waarenmachcr im Meininger Oberland u. a. m. hätten als einzige Waffe die politische Bewegung, und die Erfahrung b«, den Wahlen habe gelehrt, daß die Heimarbeiter-Äezirke ihre wirthschaftspolitische Einsicht glänzend zu bekunden wüßten. Die Landarbeiterschaft, die der Zahl nach bedeutendste Schicht— habe doch die Durchschnittszahl der in den land- wirthschaftlichen Berussgenossenschaflen Bersicherten für das Jahr 1891 12 239 415 Personen betragen— scheide schon deshalb aus, weil für sie in gan, Deutschland, nicht, wie das Korrespondenz- blatt schreibt, in Preußen, das gesetzlich festgelegte Koalitions- verbot bestehe. So lange nicht die feudale Einrichtung der Gestnde-Ordnungen und das Koalitionsverbot beseitigt wären, sei die Forderung des Anschlusses der Landarbeiter an Vi» Sszisle Filialen-Auflösung deS Metallarbeiter- Verbandes. Nachdem die Polizei die Filiale Bern bürg des deutschen Metallarbeiter-Verbandes aufgelöst hatte, zog es die Filiale Dessau vor, der Polizei zuvor zu kommen und sich aufzulösen. Man wählte in einer öffentlichen Versammlung einen Ver- trauensmann, der nun die Geschäsle des Verbandes für Dessau leiten wird. Kommunaler ArbeitSnachlveiS. Mit der Einführung eines städtischen Arbeitsnachweises hat sich nun auch die Stadt- verordneten-Versammlung in Posen besaßt. Moderne Kultur. Dienstag Mittag wurde in Hannover die Waschfrau Wittwe R. von einem Schutzmann von der Wasch- wanne weg verhaftet--, weil sie zwölf Mark Strafe sür Schulversäumniß eines ihrer sechs Kinder nicht be- zahlt hatte. Zwölf Mark Strafe oder sechs Tage Haft hatte das Erkenntniß gelautet! Die arme Waschfrau, die froh ist, wenn sie in einer Woche zwölf Mark sich mühselig erarbeitet, und die s e ch s K i n d e r besitzt, von denen sie fünf im Alter von 7—14 Jahren ernähren muß, bat flehentlich, sie doch nicht zu verhaften, ihre Kinder seien ja sonst ohne jede Pflege! Der Polizeibeamte fühlte zwar Mitleid mit der armen Frau, mußte sie aber, dem erhaltenen Befehl entsprechend, nach dem Gefängniß abführen. Tann aber ging er zum Armenvorsteher des Bezirks und theilte ihm mit, daß die Kinder der verhafteten Frau für die Nacht unversorgt wären. Der Armenvorsteher erklärte jedoch, daß heute nichts mehr zu machen wäre, da jetzt— es war 3 Uhr Nachmittags— das Armenbureau bereits geschloffen sei. Nachbarn der Frau R. erfuhren das Un- glaubliche; sie eilten nach der Polüeidirektion, um dort die 12 M. Strafe für Frau R. zu zahlen. Aber der Rendant war nicht mehr anwesend; es hieß, er käme Abends noch einmal wieder. Die Nachbarn schickten auch Abends wieder dorthin— aber der Rendant war nicht gekommen. Sie schickten nun in dessen Wohnung, aber ohne Erfolg.— So blieb die Frau R. über Nacht im Gefängniß und ihre fünf Kinder hatten keinen Schutz. Inzwischen hatte sich auch die Familie, bei der die Wittwe R. gewaschen hatte, erboten, die 12 M. Strafe für Frau R. zu er- legen und am Mittwoch Morgen konnten sie eingezahlt werden. Nun endlich kam die Frau aus dem Gesäugniß und die Kinder hatten ihre Mutter wieder!— Wahrlich, unsere herrliche Kultur kann nicht schöner gekennzeichnet werden als durch diesen Vorgang! Tie Protestbewegung gegen die Tabak-Fabri?atste«er. Man schreibt der Berliner„Volks-Zeitung" aus Bremen: „Der gesammten hiesigen Geschäftswelt brennt die Tabak- steuerfrage auf den Nägeln, und sie protestirt in energischer Weise gegen die Einführung der Tabak-Fabrikatsteuer. In der vorigen Woche hat eine gemeinsame Versammlung der Wahl- vereme stattgefunden, am Sonnabend hat der Kaufmanns-Kon- vcnt getagt, und in beiden Versammlungen ist nach sehr aus- führlichen Reden von Fachmännern, in denen die Nachtheile der neuen Steuer im allgemeinen und speziell für Bremen nach- gewiesen worden sind, eine Resolution beschlossen worden, durch welche man die drohende Gefahr abzuwenden hofft. Leider hat aber in beide» Versammlungen ein Redner gefehlt, welcher den Tausenden, die versammelt waren, ins Gedächtniß zurückgerufen hätte, daß man ihnen alles, was jetzt geschieht, vor sechs Monaten, als es sich um die Wahl eines Neickslags-Abgeordneten Handelle, vorausgesagt hat, und daß sie selbst, indem sie einen Abgeordneten gewählt habm, der freudigen Herzens der Militär- vorläge zugestimmt hat, ihren Theil der Schuld an dem tragen, was jetzt geschieht. Dabei sind die Herren nicht einmal von ihrem politischen Unverstand kurirt: wenn heute eine Neuwahl stattfände, würde der größte Theil derjenigen, die so laut gegen ein Steuer protestiren, welche Bremen ruinirt, wieder für Herrn Fcese stimmen, obwohl bei der neuen Steuer, die der Vertreter Bremens durch sein Votum im Reichstage mit- verschuldet hat, der Ruin Bremens als Handelsstadt ersten Ranges gewiß ist." Weitere Protestversammlungen gegen die Tabakfabrikatsteuer haben stattgefunden in Oldenburg, dem Wahlkreis des liberalen Abgeordneten Enneccerus.— In Hanau beschloß sogar der Stadtrath eine eingehend motivirte Petition an den Reichstag abgehen zu lassen.— In Pinaeberg, wo Genosse Molkenbuhr, und in Heide(Holstein), wo Genosse v. Elm gegen die Tabaksteuer gesprochen, wurden ebenfalls Resolutionen gegen dieselbe angenommen. Der von uns schon mehrfach erwähnte Kongreß der lichen auf die Möglichkeit einer ausgiebigen Lüftung und ange- vom 1. Juli bis 30. September intl. des Bestandes vom vorigen Tabafarbeiter Deutschlands, welcher in den hiesigen Kon- messenen Beheizung, sowie auf die" Beleuchtung" richten. Im Quartal 18 051,58 M., die Ausgaben 8386,70 M., so daß ein kordia- Festsälen in den Tagen vom 19. bis intl. 25. No- weiteren aber fommen von sanitären Gesichtspunkten aber auch Kassenbestand von 4664,88 m. verblieb. Nachdem die Revisoren vember stattfinden wird, hat in den betheiligten Arbeiterkreisen die sonstigen zur Wohnung gehörigen Hausräume und Einrich- berichtet hatten, daß sie Kasse und Bücher in Ordnung befunden großen Anklang gefunden und eine Beschickung aus allen Gauen tungen in Betracht, von denen insbesondere die Wasserversorgung haben, wurde der Rendant entlastet. Deutschlands steht in Aussicht. Bis jetzt, heute Mittag, sind und Hausentwässerung, die Lage und Beschaffenheit der Aborte 181 Delegirte bei dem Kongreß- Bureau angemeldet. Da nun und die Beseitigung der Abfall- und Fäkalstoffe der Beachtung eine Reihe von Städten und Orten ihre bereits gewählten empfohlen werden. Delegirten noch nicht gemeldet und eine andere Zahl von Orten ihre Delegirten erst im Laufe dieser Woche wählt, so ist mit Eicherheit anzunehmen, daß die Zahl der Delegirten 200 und mehr betragen wird, trotz des ungünstigen Umstandes, daß der Kongreß in legter Stunde um 8 Tage vorverlegt werden mußte. Im Anschluß hieran theilen wir noch die bereits festgesette Tagesordnung des Kongresses mit: sid sds P Die Friseur- und Verrückenmacher- Innung des Kreises Gelsenkirchen hat den Beschluß gefaßt, ihre Geschäfte des Sonntags um 4 Uhr zu schließen. Ist dies auch nicht viel, so ist es doch ein Kleiner Fortschritt. Ja isd! Ueber die Frequenz des Arbeitsnachweises berichtete Rollege Pegold. Vom 1. April bis 30. September ließen sich insgesammt 1937 Metallarbeiter gegen 2216 im voraufgegangenen Winterhalbjahr als arbeitslos eintragen und zwar: unorganisirt waren 68= ca. 10 pCt. 20=> 676 Klempner. 186 Rohrleger 100 403 Schloffer 159 Dreher 137 Gürtler 48 Drücker 54 Mechaniker 49 Former 40 Schleifer -Helfer 85 sonstige Arbeiter 10 " 28= 28 67 191" 18 16 " 12 " " 16 32 " 26 " 5= 10=> 10 20 " " 8 2003 " 31 36" Verlangt wurden in demselben Zeitraum insgesammt 1202 Personen gegen 884 in voraufgegangenen Winterhalbjahr, was einer Steigerung von 80 pt. gleichkommt. Verlangt wurden Das Ueberangebot Gegen im Winterim Einzelnen: 962 4dbetrug zirka: 519 Klempnerupnograda 24 pet. D 111 Rohrlegere# 40 78 Rohrlegerhelfer 173 Schloffer 57 45 Dreher halbjahr: 38 pet.d 279 750 s Arbeiterentlaffungen. Wie der Norddeutschen Volks Sonntag Abend 6 Uhr: Vorversammlung, Koustituirung des Deutschen Lloyd ca. 25 Mann aus verschiedenen Branchen wegen stimme" mitgetheilt wird, sind am Sonnabend auf dem NordKongresses, Festsetzung der Geschäfts- und der Tagesordnung, Mangel an Arbeit entlassen worden. Schöne Aussichten für den Wahl einer Mandatsprüfungs- Kommission. Montag, 20. No- Mangel an Arbeit entlassen worden. Schöne Aussichten für den vember, und folgende Tage: 1. Die Tabak Fabrikatsteuer resp. die geplante Mehrbelastung des Tabaks. 2. Der nothwendige Hufalfrenten sind nach den neuesten Rekursentscheidungen Ausbau der Organisation, veranlaßt durch a) die Zuchthaus des Reichs- Versicherungsamtes unter anderem zugebilligt einem Arbeit, b) die Hausarbeit, c) die Frauen und Kinderarbeit, Chaussee- Arbeiter, der anf dem Wege zu seiner auf einer d) die Verlegung der Fabriken nach dem flachen Lande, e) die Chauffee- Neubau- Etrecke belegenen Arbeitsstelle durch AusSchund- und Schleuder- Bazare. 3. Die bundesräthlichen Begleiten bei Glatteis auf der Chauffee, ant welche die stimmungen und das Fabrikinspektorat. neue Chauffee seitlich sich anschließen sollte, einen ArmDie Zahl der Lehrlinge betrug 6880 oder 29 pet. aller bruch erlitten hatte, und zwar aus dem Grunde, weil er Silfspersonen, die Zahl der Gehilfen betrug 16 845. Weibliche bereits in den örtlichen Bereich des Betriebes eingetreten Lehrlinge wurden gezählt 1884 oder 27 pet. sämmtlicher Lehr war. Ebenso einem Mühlknecht, welcher beim Berlassen der linge. 15 pet. der männlichen und 11,70 pet. der weiblichen mit der Mühle verbundenen und von einer Transmission der= Lehrlinge zahlten Lehrgeld. Die Lehrzeit für Lehrlinge beträgt felben durchzogenen Wohnstube feines Dienstherrn, in welcher er meist über 2 Jahre, in 40 pet. der befragten Geschäfte jogar über gevespert hatte, behufs Rüdkehr zur Arbeit verunglückte, aus 3 Jahre, für Lehrmädchen meist ein Jahr, nur in einen Vierte! dem Grunde, weil die Arbeiter, sofern sie innerhalb des Gefahrender Fälle mehr als 2 Jahre. bereiches des Betriebes sich bewegen, regelmäßig auch während Die Kündigungsfristen der meisten Betriebe( 63 Prozent) der Arbeitspausen gegen die aus dem Betriebe entstehenden Unist noch eine fechswöchentliche im Sinne des Artikels 61 fälle versichert sind; ferner einem Viehwärter, der in der Hausdes Handelsgesetzbuches. Ungleiche Kündigungsfristen für Prin- flur des landwirthschaftlichen Hauptgebäudes einen Unfall erlitt, sipale und Angestellte bestanden noch in 0,5 pet. der Betriebe. als er Morgens zum Füttern des Viehes in den Stall sich begeben Koft und Wohnung zusammen gewähren 61,4 pt. der Ge- wollte, da er sich dabei bereits innerhalb des örtlichen Bereiches schäfte ihren Hilfspersonen und zwar an 45,1 pt. der männ- der Betriebsstätte befand, und der Gang, bei welchem er ver- frage nach denselben um 33 pet. gegen 60 pet. im vorauf Das Angebot der Arbeitskräfte überstieg demnach die Nach lichen, 34,3 pot. der weiblichen Gehilfen und an 65,6 pCt. der unglückte, unmittelbar den Zwecken des Betriebes diente, Lehrlinge und an 26,8 pet. der Lehrmädchen. Nur ein geringer endlich den Hinterbliebenen eines landwirthschaftlichen Arbeiters, 1202 Stellen 887 gleich 73 pCt. gegangenen Winterhalbjahr. Besetzt wurden von den eingegangenen Theil der Betriebe gewährt ausschließlich Kost( 3,9 pet.) oder welcher durch einen Sturz beim Hinaufsteigen zu dem als Schlaf Von den 1937 arbeitsuchenden Kollegen konnten demnach lediglich Wohnung( 2,2 pCt.). Nachweislich ist eine übermäßig ftelle ihm angewiesenen Heuboden getödtet wurde, da es offenbar 46 pet. Arbeit nachgewiefen erhalten, während 54 pt. keine lange Arbeitszeit bei mangelhaft geordneten Ruhepausen für im Interesse des landwirthschaftlichen Betriebes lag, wenn die Arbeit erhalten konnten. Lehrlinge meist bei solchen Geschäftsinhabern anzutreffen, welche Arbeiter auf dem Gehöste selbst übernachteten, um die Arbeit ihre Lehrlinge bei sich in Kost und Wohnung haben. möglichst früh beginnen und möglichst lange fortfegen zu fönnen. Neunstündige Arbeitszeit. Die Leipziger Steinfeger Dividenden. Die Brauereigesellschaft Sinner in Karlsruhe beschlossen in einer Versammlung, im nächsten Frühjahr in eine hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Reingewinn von Bewegung zur Erringung der neunstündigen Arbeitszeit ein- 552 090,86 W. erzielt. Davon erhalten die Aktionäre 300 000 m. zutreten. als 15proz. Dividende, für Tantièmen und Honorare werden 90 531 m. vertheilt". Und trotzdem ist die Sozialdemokratie zu bekämpfen wegen der von ihr geplanten Theilerei. Die Ludwigsburger Attienbrauerei vertheilt wie im Vorjahre eine Dividende von 81 pet. 50 M. pro Attie. Dem Herrn Richter ins Stammbuch empfehlen wir folgende Notiz: Ju Zwangserziehung wurden nach) amtlicher Nachweisung im Etatsjahre 1891/92 in Preußen 1600 ver wahrlosie Kinder gebracht. Seit dem Jukrafttreten des Gesetzes vom 19. März 1878 find 20 080 verwahrloste Kinder der Zwangs erziehung übergeben worden. Wird denn für diese Verwahrloften" auch eine Wärterin bereit sein, sie nöthigenfalls, fobald sie sich ausgestrampelt", zu bedecken? Der Gerberstreik in Wien ist nach Angabe der Sächs. Arbeiter Beitung" beendet. Die Arbeitszeit ist auf 10 Stunden festgesetzt, die Sonntagsarbeit ist gänzlich aufgehoben. An Feiertagen wird, wenn bis Mittags gearbeitet wird, der volle Tage: John bezahlt. Noch eine Werkstätte in Azgersdorf verharrt im Streif. Bewahrheitet sich diese Nachricht, was wir hoffen, so haben die Wiener Gerber einen nicht unbedeutenden Sieg davongetragen. = Mac Kinley- Bill. Dieses Gesetz, welches von den nord: amerikaniichen Schutzöllnern dem Volke als die Rettung Amerikas angepriesen wurde, beginnt, wie jedes Gesetz, welches zum Schuß der nationalen Arbeit" gemacht, seine ver Arbeiter selbst. Aus Meerane( Sachsen) wird hierzu geheerende Wirkung auch fühlbar zu machen für die amerikanischen fchrieben: mann " " 46 Mechaniker danip 46 82 71 asd diroldis 81, sest 15 71" 59 Gürtleri 5718 22 " " 51 28 minus 46 Gad " 20 67 34 sonstige Arbeiter 28 Former 60 43 65" 82" 61 Drücker 48 Schleifer erhielten, 1602 Wochen arbeitslos und zwar: Insgesammt waren die 887 Metallarbeiter, ehe sie Arbeit Bis zu 1 Woche 514 Kollegen st 180 1910 2 Wochen 3 71 jeansu igarot amb id 52 stara od" " 6 38 " 8 19 " " a 3 Monaten 12 #dard pat onden 5 1 Ueber den Stand der Bibliothek berichtete Rollege Mücke. Dieselbe besteht zur Zeit aus 840 Bänden, von denen 714 aus geliehen wurden. Gerügt wurde, daß die Kollegen verschiedentlich bei Wohnungsveränderungen dieses nicht angeben, so daß es der Rommission mitunter schwer fällt, ausgeliehene Bücher zurück zu erlangen. A13 Zum 2. Punkt der Tagesordnung, Antrag auf Entschädigung des 1. Vorsitzenden, wurde beschlossen, demselben eine monatliche Kinley- Bill nach Nordamerika locken ließen, find in schlimmer Die sächsischen Weber, die sich nach Einführung der Mac Vergütung von 30 M. zu gewähren. Lage. Einer schreibt:„ Am 5. August haben alle Fabriken der wurde Kollege Neumann zum 1. Vorsitzenden, Kollege Aßmuß Hierauf fanden Ersazwahlen zum Vorstand statt, und zwar New- England- Staaten, mit Ausnahme einiger, die nur weißes zum 2. Borjizenden, Kollege Stümper zum Kassirer( F. Westen), Beug verfertigen, zugemacht. Bedenke, die Fahriken, wo ich Rollege Beer zum Kassirer( F. Süden), und die Kollegen Weinert arbeitete, beschäftigen an 2600 Arbeiter. Eine andere Fabrit und Götsch zu Schriftführern gewählt. Kollege Heine wurde als Die Untersuchung der Verhältnisse im Handelsgewerbe bat 10 000 Stühle, und 5000 Arbeiter famen außer Beschäftigung. Revisor gewählt. Die Kollegen Müller( Schloffer), Schulze seitens der Reichskommission ist beendet und es werden jetzt In mehreren Städten im Staate Massachusets ist es derselbe( Dreher), Kloß( Drahtarbeiter) und Lange( Kernmacher) wurden Zahlen bekannt, welche die Kommission aus dem gesammelten Fall. Kurz bis zum 26. Auguft standen 40 000 Stühle und von der Generalversammlung als Beisitzer im Vorstand bestätigt. Material gewonnen. Die Erhebungen erstreckten sich auf 374 und 3 500 000 Spindeln nur in den New- England- Staaten allein. Als Mitglieder für die Bibliothekkommission gingen die Kollegen Ortschaften; 8235 Fragebogen hatte die Komunission zur Ver- Mehrere Fabriken haben zwar wieder angefangen, aber mit einem Czechowsky, Dolz und Brekow aus der Wahl hervor. arbeitung. Ueber 4 Punkte hat die Untersuchung hauptsächlich ohnabbruch von 8-15 pt." Betreffs des Streits bei der Firma Willing u. Violet wurde Aufklärung gebracht, nämlich über die Dauer der Arbeitszeit, das Lehrlingswesen, die Kündigungsverhältnisse, Rost Amerikanische und deutsche Arbeitslöhue. Giner Notiz, berichtet, daß noch 11 Kollegen zu unterstüßen seien, die Fabrik Wohnung der Arbeitnehmer bei den Prinzipalen. Dieses Er- welche der Deutsche Müller" dem amerikanischen Roller Mill" fei durch indifferente Kollegen ziemlich voll besetzt. Es wurde gebniß ſtamme von Erhebungen über mindeſtenn 10 pCt. der entlehnt hat, entnehmen wir, daß ein amerikanischer Konsul der demzufolge der Streif für beendet erklärt, von einer Sperre über Vereinigten Staaten für die Mühlenarbeiter in Deutschland betr. Fabrik wurde Abstand genommen, da die Kollegen von der geschäfte( mit Ausnahme der Bäckereien und Konditoreien, die Staaten dagegen beträgt der Durchschnittslohn der Mühlen eine Ausgabe von 7252,65 M. verursacht. einer Befriedigung der täglichen Bedürfnisse dienenden Laden- 608 M. als Durchschnittslohn ermittelt hat. In den Vereinigten artigen Beschlüssen doch keine Kenntniß nehmen. Der Streit selbst hat während seiner Dauer dem Verband bekanntlich einer besonderen Enquete unterworfen sind). Ueber die Arbeitszeit hat die Enquete folgendes ergeben: merkt der Konsularbericht mit Recht, daß die deutschen Mühlenarbeiter bei 10 stündiger Arbeitszeit jährlich 2400 M. Dabei be- eine Ausgabe von 7252,65 m. verursacht. Ein Antrag Berger- Neumann auf Aufhebung der Fach In nahezu der Hälfte der Geschäfte( 45,5 pCt.) ist eine me barbeiter 2/ 3-3/ 4 ihres Lohnes für Nahrung ausgeben müssen, während commission, fand dahin seine Erledigung, daß man beschloß, die als 14ftündige Arbeitszeit als die Regel angegeben; 540 Geber amerikanische Müller nur 1½s feines Lohnes für diesen Zweck ver- selbe aufzulösen;§ 7 Abs. b des Statuts kommt also demzufolge Der Schluß wendet und dabei bedeutend beffer lebt als sein deutscher Kollege. in Wegfall. Dem Rendanten wurden 40 M. Mankogelder be des Ladens fällt bei 38,8 pet. auf Abends nach 9 Uhr, Hofrath Ackermann in Dresden, also gewiß kein Sozialdemokrat, willigt. Der vom Kollegen Füllborn nachgesuchte Rechtsschutz, bei 3,9 pCt. auf Nachts zwischen 10-11 Uhr, bei 0,2 pt. behauptet, daß ein deutscher Arbeiter unter den heutigen Ver- welcher ihm vom Vorstand gewährt, wurde auch von der Generalfogar nach 11 Uhr. Nur von äußerst wenigen Geschäften hältnissen mindestens 900 Mark jährlich als Griftenzminimum versammlung bewilligt. wurden Pausen während der Arbeit als bestehend an braucht, d. h. um die verbrauchten Arbeitskräfte durch eine entgegeben. In bezug auf die Länge der Arbeitszeit befänden sprechende Nahrung nothdürftig zu ersetzen, um seinen Pflichten Herrn Jutisch eine öffentliche Versammlung der Tabakarbeiter, in Schwerin. Hier tagte am 12. November im Lokale bes fich im ungünstigsten Verhältnisse die männlichen Lehr gegen Familie, Staat und Gemeinde einigermaßen nachkommen der auch die hiesigen Fabrikanten anwesend waren. linge( in 83,9 mit pCt. der befragten Geschäfte über 15 Stunden, in 8 pet. der Geschäfte mit über 16 Stunden Mun meldet ein amtlicher, ein Konsular- Bericht, daß der Durch erledigte sich seiner Aufgabe in glänzender Weise, und wurde zu können, muß der deutsche Arbeiter diese Summe verdienen. Referent war Kollege May Kiesel- Berlin erschienen. Derselbe Arbeitszeit; ihnen folgten die männlichen Gehilfen mit über schnittslohn einer ganzen Arbeiterkategorie Deutschlands mit folgende Resolution einstimmig angenommen. Resolution: Die 15stündiger Arbeitszeit unter Abrechnung der Pausen in 25,8 pet. girfa 100 000 Angehörigen jährlich nur 608 m. beträgt, also heute in Schwerin a. M. tagende öffentliche Versammlung der der Geschäfte und über 15stündiger Arbeitszeit unter Einrechnung ser Paufen in 28,9 pGt. der Geschäfte. In besserer Lage be- noch ziemlich 300 m. hinter dem vom Hofrath Acer Tabalarbeiter und Arbeiterinnen erklärt sich mit den Ausfühfinden sich die weiblichen Gehilfen, welche nur in 12,4 pt. der bleibt. Das am Existenzminimum Fehlende bedeutet unsägliches protestirt energisch gegen die geplante Fabrikatsteuer, sowie gegen als Existenzminimum festgestellten Betrage zurück rungen des Referenten Kollegen Kiefel- Berlin einverstanden und Betriebe eine Arbeitszeit von mehr als 15 Stunden und in Glend, Noth und Entbehrung in den Kreisen der Mühlenarbeiter, jede höhere Belastung des Tabaks und gegen alle indirekten 1,5 pGt. der Betriebe eine Arbeitszeit von mehr als 16 Stunden besonders der verheiratheten. Und angesichts der Thatsache, daß Steuern, da dieselben nur denjenigen Theil der Bevölkerung haben. Die türzeste Arbeitszeit bestehe für Lehrmädchen, die nur der amerikanische Müller beinahe viermal so viel jährlich ver- treffen, welcher infolge seiner sozialen Verhältnisse dieselbe am in 7 pCt. der Betriebe mehr als 15 Stunden und gar nur in dient als der deutsche bei viel längerer Arbeitszeit, angesichts wenigsten zu tragen in der Lage ist. Die Versammlung ist daher 0,4 pct. der Betriebe mehr als 16 Stunden betrage. der ferneren Thatsache, daß der deutsche Mühlenarbeiterstand der Ansicht, der Regierung zu empfehlen, dem Reichstage eine Die billigste Arbeitskraft, noch billiger als Frauen- infolge der langen Arbeitszeit und der geringen Löhne immer allgemeine progressive Einkommensteuer vorzuschlagen. Zu dem und Kinderarbeit, mehr degenerirt, langfam verkommt und verhungert, wagte es am 19. November stattfindenden Kongreß wurde der Kollege ift die der Gefangenen, Rorrettionshäusler 2C. Das geht fürzlich ein Mühlenbefizer- Verband beim preußischen Minister Gustav Detschlag gewählt. In feinem Schlußwort legte der wiederum aus folgendem Beispiele hervor, welches wir dem„ Prodes Innern gegen die Einführung der Sonntagsruhe für das Referent den Anwesenden die Nothwendigkeit der Organisation letarier" entnehmen. Diesem Blatte theilt ein Schmied" mit, Mühlengewerbe zu petitioniren, weil sonst der jetzige Lohn dar. Die Kollegen Schwerins versprachen das bisher versäumte daß er während 18 Monaten, die er in Korrektionshause zu finken würde! nachzuholen. Schweidnih verbringen mußte, für eine dortige Fabrik Tag für Tag zu arbeiten hatte für den geringen Betrag von 6 Pf. öffentliche Versammlung der in Holz= pro Stunde, außerdem gab der Fabrikant nur noch 50 Pf. pro bearbeitungs- Fabriten und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Woche, wofür dem Arbeiter kleinere Bedarfsartikel gekauft wurden. Für ein Trinkgeld von 6 Pf. pro Stunde fann freilich ein freier Deutschlands fand am 12. November im Lokale Bergstr. 12 Arbeiter nicht arbeiten. Kein Wunder, daß ein freier Arbeiter statt. Kollege Hoffmann gab in einem eingehenden Bericht eine Uebersicht über die halbjährliche Thätigkeit der Agitationsfeine Beschäftigung mehr findet, fein Wunder auch, daß„ Landstreicherei und Vagabondage" mehr und mehr überhand nehmen. Die Filiale des Textilarbeiter Verbandes tagte am fommission. Der Kassirer Kollege Krohn verlas hierauf die Zum zweiten Der Arbeitslose muß betteln oder gar stehlen; kommt er dann 4. d. M. Genosse Adler referirte über das Thema: Der Zweck Abrechnung und Zimpel den Spezialbericht. eine ing Gefängniß oder Korrektionshaus, erst dann findet er Arbeit, der Gewerkschaftsbewegung." Redner entledigte sich seiner Auf- Punkte: Neuwahl der Kommission, entspann sich die er freilich für ein Trinkgeld hinschenken muß. So züchtet die gabe zur allgemeinen Zufriedenheit der Versammlung. In der lange Diskussion, die mit Annahme folgenden Antrages endete: bürgerliche Gesellschaft in ihrer Kurzsichtigteit fyftematisch die Diskussion sprach Kollege Steinige im Sinne des Referenten. Anflatt der alten Kommission wird das VertrauensmännerUebel selbst, die sie auf der andern Seite bekämpft. Die Kostenberechnung vom dritten Quartal weist eine Ginnahme System eingeführt und wählt die heutige Bersammlung zwei von 973,42 M. und eine Ausgabe von 403,73 m. auf, mithin Vertrauensmänner und einen Stellvertreter." Als gewählt gingen Wohnungsinspektion in Heffen. In einer Anweisung einen Bestand von 569,69 M. Die Kollegen Tesch und Mogwith hervor: Die Kollegen Alb. Fischer, Hennigsdorferstr. 24; Stein, welche die Abtheilung für öffentliche Gesundheitspflege" an die werden zur Verstärkung einer Kommission gewählt, die die Auf- Friedensir. 80 und Hoffmann als Stellvertreter Falkensteinstr. S. Kreis- Gesundheitsämter ergehen läßt, wird die schärfere Ueber- gabe hat, die Lohnverhältnisse in der Hausweberei zu unter- Dann erstattete der Delegirte Kollege Stein Bericht über die wachung der Miethswohnungen, namentlich der den Arbeitern fuchen. Dem Kollegen Heyder werden von der Versammlung Berliner Gewerkschaftskommission. Redner bespricht die Angevon seiten der Arbeitgeber angewiesenen Schlafräume empfohlen. 25 M. Extra- Unterstützung bewilligt. Sodann beantragt Kollege legenheit Lubasch und empfiehlt die Bestrebungen der Bäcker beDie obere Medizinalbehörde empfiehlt hierbei den Gesundheits- Hübsch, den französischen Bergarbeitern 20 M. zu überweisen. treffend die Einführung der Kontrollmarke zu unterſtüßen. Durch beamten die Lehren einer rationellen Wohnungshygiene zu Rathe Auf Antrag des Kollegen Kirschberg wird diese Summe auf Annahme einer Resolution, die vom Kollegen Hoffmann gestellt zu ziehen. Neben den anderweitiger technischer Begutachtung 50 M. erhöht. ist, spricht die Versammlung ihre Zustimmung zu den Beschlüssen Der Gewerkschaftskommission aus. Im Verschiedenen wurde von unterliegenden Untersuchungen über den fubischen Inhalt der Räume, über das Verhältniß zwischen Länge, Breite und Höhe Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten seiten des Bandsägenschneider Rob. Wolf eine Beschuldigung der Gelasse, über ihre Verbindung mit benachbarten Räumen, Arbeiter Berlins und Imgegend. In der ordentlichen gegen den Kollegen A. Fischer ausgesprochen. Um diese Beüber die Beschaffenheit der Baumaterialien und der Wände, des Generalversammlung vom 6. November erstattete der Rendant schuldigung zu untersuchen, wurde ein Schiedsgericht von 6 Mit Fußbodens und der Decke, soll sich die Untersuchung im wefent- den vierteljährlichen Kassenbericht. Die Einnahmen betrugen gliedern ernannt. P Versammlungen. " 1 Eine Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.