r. 3. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis bränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 9., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Numuner 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Streuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Erideint täglich außer Montags. S Sindsdia 30. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrucie 28ort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig, jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1983. Volksbetrüger oder Idioten. II. Sonnabend, den 4. Januar 1913. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 1984. " Was Stegerwald mit diesen Worten sagen wollte, das So urteilten die Gewerkvereinsführer selber über die haben ja die Berliner" Roßmann und Hans in bindenden Versprechungen", von denen die Bergleute glauben den Wochen vorher in vielen Versammlungen sollen, es feien ,, Erfolge". erklärt. Nämlich die Saarbergleute seien zu schwach 2. Wie es mit dem bindenden" Lohnversprechen ausDaß die Gewerkvereinsleitung mindestens acht Tage vor organisiert, der Fiskus sei mächtiger, die Deffentlichkeit sei sieht, lehrt der hierauf bezügliche Bassus aus der authentischen der Abmurksungskonferenz nicht mehr die Absicht hatte, den gegen den Streit, die Mehrheit der Bergleute würde sich nicht Erklärung der Bergverwaltung im Bergmannsfreund": Streitbeschluß durchzuführen( wenn die Absicht zu fämpfen beteiligen. Also genau das, was die ,, Berliner" seit Beginn überhaupt bestand!), ergibt sich aus folgendem: Während der Streitbewegung" gesagt und geschrieben haben, das hat nämlich alle Gewerkvereinsredner in 20 Versammlungen am ihnen der superfluge Adam Stegerwald in der Ab26. noch mörderlich auf die Berliner Flaumacher" und auf murfsungskonferenz nach ge plappert! Stellte er die die berdächtigenden Sozialdemokraten" schimpften, den Fiskus Lage richtig dar, dann konnte es auch am 26. Dezember in als den größten Scharfmacher, die Erklärungen der Bergwerks- den Versammlungen nicht schwierig sein, den Arbeitern die verwaltung als vertrauensunwürdig bezeichneten, erschien in ,, veränderte Situation" begreiflich zu machen. Die Gewerkder Mittagsausgabe der Kölnischen Volkszeitung" vom vereinsführer waren dazu verpflichtet, sofern sie wußten, 27. Dezember ein aus Saarbrüden vom 27. Dezember was sie wollten, und Verantwortlichteitsgefühl datierter, sicher aber schon am 26. geschriebener Artifel, der besaßen. Aber in den Versammlungen waren es die Effert, das Abmurksen ankündigte! Es heißt in dem Artikel: Imbusche und die übrigen Stegerwaldgenossen, " 1 " " Der Bergmann, der die Dinge ernsthaft und ruhig ansieht, wie sie sind, muß sich sagen, daß ein Steigen des DurchschnittsIohnes um 14 Pf. innerhalb ztveier Monate immerhin eine Verbesserung ist, die man nicht totschweigen darf, und daß in der Tatfache dieser Verbesserung das Versprechen der Bergverwaltung, die Löhne allmählich steigern zu lassen, erfüllt worden ist. Es liegt das weitere Versprechen des Vorsitzenden der Bergwerksdirektion vor, die allmähliche Lohnsteigerung noch weiter fortzusetzen, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse sich günstig weiter entwickeln, wenn die Leistung der Belegschaft auf der Höhe bleibt und wenn die Be legschaft selbst feine Störungen hervorruft. Soweit die Verwaltung nunmehr übersehen kann, ist die erste Bedingung für die nächste Zeit als erfüllt anzusehen. Es ist deshalb jetzt Sache der Belegschaft, durch Hochhaltung der Leistung und Vermeidung von Stö rungen die beiden anderen Bedingungen zu erfüllen." " In einer mehrstündigen Unterredung, welche die Führer des die nochmals mit allem Nachdruck der Berliner FlauGewerkvereins christlicher Bergarbeiter, Reichstagsabgeordneter macherei" entgegentraten. Nach der Saarpost", dem Behrens und Heinrich Imbusch am Sonnabend, den 21. Dezember, M.- Gladbacher Organ, standen die Saarbergleute geschlossen mit dem Handelsminister Sydow hatten, wurde die Zufage ge- hinter dem Streifbeschluß", die ,, chriftliche Bezirksleitung" gab geben, daß der neuen Arbeitsordnung eine authentische Inter- Erklärungen im Namen der gewaltigen Mehrheit der SaarDas also nennt man in M.- Gladbach ein„ bindendes Verpretation folgen werde, welche jede Verschlechterung des bisherigen bergleute" ab; im Auftrage derselben Bezirksleitung gingen sprechen". Es ist dieselbe Zusicherung, nur mit anderen Worten Zustandes ausschließe. Es wurde ferner erklärt, daß die bindende zwei Ausschußmitglieder hin zur Bergwerksdirektion und ausgedrückt, wie sie der Bergwerksminister schon vor dem Zusage einer Lohnerhöhung erfolgen werde. fündigten für sämtliche 50 000 Saarbergleute! Also war das Streikbeschluß gegeben hat! Auch das hat der„ Berliner" In einer Unterredung, welche am Montag, den 23. Dezember, alles Lüge, alles Betrug der Oeffentlichkeit! Lüge war die Zentrumsabg. Stoßmann in den Versammlungen vorAbg. Bassermann auf der Bergwerksdirektion zu Saarbrücken hatte, Kündigungskomödie, Lüge war die Mitteilung, 35 000 Mann, getragen und damit Stimmung gegen den Streit gemacht. wurde diese Zusicherung des Handelsministers bestätigt und eine vornehmlich Untertagsarbeiter, hätten hätten sich alsbald mit Effert hat darauf erklärt, Koßmann solle sich schämen, daß er Erklärung abgegeben, welche wir in Nr. 1129 veröffentlichten. dem Streitbeschluß einverstanden erklärt, Lüge war den Ministerworten Glanben schenke. Heute kann Stoßmann, Ob diese Erklärung vom Handelsminister vorgeschrieben, ob sie als die Behauptung, außer ,, ein paar Berliner" ständen dessen Streifbruchandrohungen ihm noch angetreidet werden, offiziell anzusehen ist, läßt sich nicht sagen. Jedenfalls ist zu die Belegschaften hinter der Gewerkvereinsführung, Lüge fagen, er habe gesiegt. erwarten, daß die nächste Nummer des offiziellen Organs der war die in die Presse lancierte Mitteilung, nachdem so Mit einem Wort gesagt: Die prahlerischen KölnBergwerksdirektion, Der Bergmannsfreund", die Erklärungen der die nötige Beteiligung an dem Streit gesichert, seien die Vor M.- Gladbacher Gemertvereinsstrategen legen Bergwerksdirektion bringen wird. bedingungen sämtlich erfüllt", Lüge war es, den Bergleuten jetzt die Erklärungen der Bergwertsverwal Jedenfalls muß heute schon hervorgehoben werden, daß es noch am 26. Dezember zu versichern, wer die Ehrlichkeit des tung so, vertrauensvoll" aus wie die„ Berhauptsächlich den Bemühungen des Gewerkvereins christlicher Berg- Stampfentschlusses bezweifle, sei ein Verleumder. liner schon vor vierzehn Tagen. Die Berliner" Leute, der einzigen starken Organisation, gelungen ist, ein Gut- Lüge, Lüge, nichts als Lüge, wie wir auch die haben im Saarrevier die M.- Gladbacher vollständig besiegt! gegenkommen zu erzielen. Die Vertreter der Saarbergleute ra gif omödie an der Saar betrachten! Mit Was die Effert und Konsorten vor 14 Tagen als taube Nüffe werden darüber zu entscheiden haben, ob sie das Entgegentommen einem Rud wurde den schmählich betrogenen Arbeitern die verwarfen, die Koßmann und Konsorten aber schon als einjtals ausreichend ansehen. Die Entscheidung darüber fällt in einer Binde von den Augen geriffen, und da sahen sie vor sich die weilen zufriedenstellendes Zugeständnis" bezeichneten, das rekla Revierkonferenz, welche am Sonntag in Saarbrüden stattfindet. unvergleichlichen Gewerkschaftsstrategen", die sturmerprobten mieren heute die Stegerwald, Giesberts, Effert, Imbusch usw. Man darf erwarten, daß auch auf dieser Konferenz die weise Kämpfer", die staatsmännisch flugen" Giesberts, als einen großen Erfolg der„ fturmerprobten" GewerkvereinsMäßigung obfiegen wird. Unserer Meinung nach können die Stegerwald, Effert, Imbusch und Konsorten als führer, wie ihn bisher niemals eine Bergarbeiterbewegung Saarbergleute mit dem Erreichten sich einstweilen zufrieden geben. Frreführer der auf Erlösung aus ihrer Not hoffenden Ar- erzielen konnte". Man könnte sich wälzen vor Lachen über Sie sollten deshalb davon absehen, die Sache auf die Spike zu treiben." beiter. Und sie entsannen sich und schrien es in den Saal dieses Gankelspiel, wäre es nicht für die unglücklichen BergDieser Artikel stammt zweifellos aus dem Saarbrücker hinein, daß die mit ihrer überlegenden" gewerkschaftlichen leute ein Trauerspiel. Gewerkvereinssekretariat. In dem blinden Eifer, nur ja die Erfahrung stets prahlenden Generalschwadroneure doch auch Ein Trauerspiel ist es in zweifacher Hinsicht. Einmal ,, errungenen Erfolge" für den Gewerkverein allein ein- am 15. Dezember schon wußten, wie stark der Gewerk sind die Saarbergleute durch die volksbetrügerische oder idiozuheimsen, wird die Kaze aus dem Sack gelassen. Danach verein und wie stark der Fiskus sei. Damals sei der Streit fische Taktik" der Gewerkvereinsstrategen worüber noch hätten bereits am 21. Dezember Behrens und Imbusch beginn für den 2. Januar mit Zustimmung des Zentral Tatsächliches beigebracht werden soll- um die Verbesserung ihrer von dem Handelsminister die Zusage einer authentischen vorstandes des Gewerkvereins und auch des Zentralsekretariats Arbeitsordnung und Löhne gekommen; die bindenden VerInterpretation" der Arbeitsordnung und die bindende in Köln( Stegerwald) einstimmig beschlossen worden, obgleich sprechungen" sind von den praktischen Arbeitern richtig einZusage einer 2ohnerhöhung" erhalten und derzeit nur 7000 von 50 000 Saarbergleuten im Gewert geschäßt worden, als sie den vor ein paar Tagen nod) mit Bassermann, den die in höllischer Angst schwebenden verein organisiert waren, nun feien es 16 000 Organisierte ihrer Macht" groß prahlenden M.- Gladbacher GeneralGewerkvereinsgeneräle sich zum Beistand heranholten, hat am geworden und jetzt heißt es, für einen Streit seien feine Er- fchwadroneuren zuriefen: Padt Euch!" Dann aber hat 23. Dezember nochmals Zusicherungen bekommen. folgsmöglichkeiten gegeben. Packt Euch weg, hinaus das voltsbetrügerische oder idiotische Treiben der ,, christlichen War das, was die Stegerwald, Giesberts, mit Euch!" schrien die Betrogenen. Mit Flüchen auf Großflappen" der Gewerkschaftsbewegung im Saargebiet einen Imbusch, Effert und Konsorten der Revierkonferenz am die unvergleichlichen Gewerkvereins strategen Stoß verfekt, von dem sie sich lange nicht erholen wird. Man 29. Dezember über die„ errungenen Erfolge" erzählten, die verließen die Erbitterten den Saal. Sind die Ge muß es im Interesse der Gesundung der deutschen ArbeiterUeberzeugung der Redner, dann war es die Pflicht der wertvereinsführer, die ein solches Schauspiel bewegung begrüßen, wenn die durch und durch unGewerkvereinsführer, schon in den Versammlungen am 26. den inszeniert haben, Voltsbetrüger oder dioten? wahrhaftige M. Gladbacher GewerkvereinsBerglenten zu sagen, man werde oder könne sich mit dem Sind es Volksbetrüger oder Jdioten, die in der Köln. Volfs- ma che in ihrer Hochburg Saargebiet nun ganz zuErreichten" zufrieden geben! Aber man hat da die zeitung" vom 31. Dezember, Mittagausgabe, folgendes ver- fammenkracht. Die Berliner" erklären dent Arbeiter über die wirklichen Absichten der öffentlichen lassen: bollständigen Zusammenbruch der Christ. sturmerprobten Stämpfer" in der frechsten ,, Erleichtert wurde den Führern die Arbeit( Des Einseifens. I i chen" im Saargebiet nur noch als cine Weise belogen! Daher die furchtbare Er- D. N. d.„ V.") allerdings durch die Tatsache, daß durch die Frage furzer Zeit. Nach dem, was uns über die bitterung der in ihrem guten Glauben frivol Bewegung im Saarbergbau größere Erfolge Stimmung der Bergleute in den Saargebietsorten mit starken Gegetäuschten Arbeiterdelegierten. Man mußte erzielt wurden, als sie bisher jemals eine werfvereinsmitgliedschaften mitgeteilt wird, kann man hoffen, daß den Versammlungen erst recht flaren Wein über den Zweck Bergarbeiterbewegung erzielen konnte.(!) die Verseuchung der Arbeiterbewegung durch der Revierkonferenz einschütten, wenn es richtig wäre, was Die Beseitigung der hauptsächlichsten Berschlechterungen in der die M.- Gladbacher Lügenpest hier rapide Stegerwald in der Konferenz ausführte. Er sagte nämlich Arbeitsordnung, das bindende Versprechen einer Lohnerhöhung, ihrem Ende entgegengeht. Aber es ist vorerst keine nach der Kölnischen Zeitung": dazu der ideelle Erfolg, daß Regierung und Bergverwaltung die Aussicht vorhanden, daß darum die freien Gewerkschaften an Gewerkschaftsführer praktisch anerkannten, das sind Errungenschaften, der Saar erheblichen Zufluß erhalten. Das Treiben die nicht gering anzuschlagen find." der Gewertvereinsführer wird die ohnehin " " " J = " " " " „ Der Fiskus könne den Ausfall durch den Streik schon aushalten, denn er sei tein Privatunternehmer, der finanziell schwach gestellt sei, und den man daher zwiebeln und dem man die Volksbetrüger oder Idiot, das ist die Frage nach dem an der Saar sehr große Lauheit der Arbeiter Achtung vor der Organisation beibringen fönne. Die veränderte Urheber dieser Behauptungen. Die wichtigsten sind nämlich bedeutend verstärken. Viele der Besten haben Lage sei nicht durch die Schuid der Gewerkschaftsleiter entstanden. total erlogen. Hier sei deshalb ausdrücklich festgestellt: den Glauben an die Menschheit, das Ver-1905/07 babe die Gewerkschaft stark zugenommen, nach den Vor- 1. Es ist keine einzige Bestimmung in der von den trauen auf die gewerkschaftliche Selbstgängen im Ruhrrevier(!) und nach der Beitragserhöhung sei sie Gewerkvereinsführern als arbeiterschädigend, unter keinen hilfe verloren! Das ist die schlimmste Folge um die Hälfte zurückgegangen und dann immer weiter schwankend Umständen annehmbaren" Arbeitsordnung beseitigt worden! der volksbetrügerischen oder idiotischen Gewerkschafts-geweien, und mit einer folch schwankenden Stärke fönne man Ihre" humane" Auslegung ist den Vertretern der konkur taftit" der München- Gladbacher.. Jahrelang haben sie die leine Henderung im Lohnsystem und in anderen Fragen erkämpfen. rierenden M.- Gladbacher und Berliner" schon vor dem Bergleute mit Tamtam, Petitionen, Deputationen und Für den Streit seien heute teine Erfolgmöglichkeiten gegeben. Bon Streitbeschluß( 15. Dezember) vom Minister zugesichert worden. dergleichen hingehalten. Dann kam der Frühjahrsstreik im einer ganzen Anzahl Juspektionen habe man ja auch gehört, Der Berliner" Zentrumsabgeordnete to ß mann hat sofort Ruhrgebiet. Die Saarbergleute hofften, nun würde auch für daß die Mehrheit nicht für den Streit sei, und wenn von 50 000 dieses Zugeständnis" als einen Erfolg" afzeptiert, damit sie eingetreten. Statt dessen organisierten die ultramontanen Bergleuten nur 16 000 organisiert seien und man, wie heute gegen den Streit agitiert. Dagegen haben die M.- Gladbacher Gewerkvereinsknechte den Massenstreitbruch und nu hier an dem gegebenen Beispiel zu ersehen sei, sich nicht auf Effert, Imbusch, Steger und Genossen, vornehmlich bestätigt Stegerwald, was die M.- Gladbacher ftets be diese Zahl verlassen könne, dann wäre es ein Verbrechen, wenn Effert, die„ Berliner" verhöhnt wegen ihres Vertrauens zu ftritten haben, nämlich daß infolge jenes Massen die Gewerkschaftsführer den Streik am 2. Januar empfehlen dem Minister. Sogar noch am 28. Dezember veröffentlichten streifbruchs im Ruhrgebiet dem, christlichen" würden. Wenn die Saarbergleute einen Streit beginnen wollten, Zentrumsblätter eine Zuschrift des Gewerkvereinsvorstandes, Gemertverein im Saargebiet massenhaft dann müßten sie die Vorgwerksdirektion ins Unrecht fetzen tönnen. welche über die im Saargebiet üblichen„ bindenden Ver- Mitglieder davonliefen! Um diese und mehr Das tönnten sie aber in der jegigen Lage nicht. Ergebe fich aber sprechungen" folgendes Urteil fällte: wieder zu gewinnen, inszenierten die M.- Gladbacher die in vier bis fünf Wochen, daß das Versprechen des Handelsministers und der föniglichen Bergwerksdirektion nicht erfüllt werde, dann sete sich die Behörde vor der allgemeinen Deffentlichteit ins Unrecht, und dann habe man Aussicht auf Erfolg im Streit." " " " Es ist diesen( Saarbergleuten) im Verlauf der Jahre schon Streifbewegung" an der Saar, bewiesen sich dabei als Volksmanches versprochen worden, ohne daß sie praktisch davon etwas betrüger oder dioten und sehen nun ihr elendes merkten. Zwischen dem Handelsminister und den Saarbergleuten Schwindelgebäude zusammentra chen. Aber es stehen Taufende von Beamten, von denen viele im Auslegen von fließt auch manche Träne der betrogenen und geschädigten Bersprechungen große Meister sind." Saarbergleute. Die Balkankrlfe.. Die Botschafterkonfereuz. LoudlUl, 3. Januar.- Trotzdem über die Beratungen der Botschafterkonferenz diesnial keine offizielle Verlautbarung ausgegeben� worden ist, glaubt man zu wissen, daß die Zu- kunft des Staates Albanien und seiner Begrenzung ein- gehend besprochen wurde. Der„Standard" erklärt, aus guter -Quelle zu wissen, daß die Borschafter ein Kompromiß zu- stände bringen zu können glauben, demzufolge der Erfolg der Besprechungen nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Die Botschafter hatten gestern verschiedentlich Unterredungen mit einzelnen Friedensdelegierten und hegen die Hoffnung, heute nachmittag um 4 Uhr die Friedensdelegierten zur Annahme einer der drei folgenden Punkte zu veranlaffcn: erstens die Türkei gibt in der Frage von Adrianopel rrach, zweitens die Allnerten schließen einen Frieden und erledigen alle übrigen Fragen. Drittens die Türkei nimmt ein Kompromiß an, das die Erledigung sämtlicher Fragen bezweckt. Die Ansicht der offiziellen diplomatischen Kreise geht dahin, daß Anstrengungen gemacht werden müssen, um den Erfolg der Friedensverhandlungen nicht mehr in Frage zu stellen. Die Friedcusaussichten. London, 3. Januar. Die„Times" schreiben: Alle Welt weiß, daß keiner der Streitpunkte, an denen die ganze Balkanfrage überreich ist, einen europäischen Krieg wert ist, während die Türkei und die Verbündeten sich darüber'klar sind, daß durch einen erneuten Kampf nichts zu g e iv i n n e n ist,>vas nicht durch einen gcschäft- lichen Abschluß erreicht werden könnte. Niemand will kämpfe», und deshalb sind wir überzeugt, daß niemand kämpfen wird, falls nicht ein sehr unglücklicher Zwischenfall eintritt, oder ein sehr grober Fehler beganzen wird. Die großen Worte, die Dr. Danew gestern gebraucht haben soll, werden diese Aussichten nicht stören. Er weiß ganz genau, daß die Türken die vollständigen Bedingungen der Verbündeten nicht annehmen können oder werden, ebenso wie Reschid Pascha weiß, daß die Verbündeten die türkischen Gegenvorschläge nicht so, wie sie dastehen, akzeptieren können. Neue türkische Instruktionen. Konstantinoprl, 2. Januar. Der Ministerrat, der um 2 Uhr nachmittags zusammentrat und 7 Uhr abends noch andauerte, nahm die gestrigen Verhandlungen der Friedenskonferenz zur Kenntnis und beschloß, den ottoma- nischen Bevollmächtigten neue Instruktionen zu über- Mitteln. Es heißt, die Pforte bestehe noch immer auf dem Besitz des Wilajets Adrianopel bis Zanti und stimme einer Grenzberichtigung zu. der nicht der Charakter von Gebietsabtretungen anhafte. Die Pforte be- stehe weiter auch auf dem Besitz der Inseln des Archipels und willige ein, die Entscheidung der Mächte betreffend K r e t a und die Gebiete westlich des Adrianopeler Wilajets gemäß den allgemeinen Interessen anzunehmen. Eine matzgebende Persönlichkeit im Ministerium des Aenßern erklärte, daß die Verhandlungen sich auf dem besten Wege zum Frieden befänden, ohne daß man irgendeine be- stimmte Erklärung abgeben kämm.— Alle türkischen Abend- dlätter legen großen Optimismus an den Tag und glauben, daß der Friede binnen zehn Tagen gewiß geschlossen fein werde. Die Presse bearbeitet die öffentliche Meinung dahin, daß es ein großer Erfolg wäre. Adrianopel zu retten. Von der Friedenskouserenz. London, 3. Januar. Die türkischen Frtedensdekegierten teilten heute mittag den Vertretern der Balkanstaaten mit, daß sie aus Konstantinopel neue Instruktionen erhalten hätten, es fei ihnen jedoch nicht möglich, diese bis 4 Uhr nachmittags zu dechiffrieren, und sie ersuchten daher darum, den auf vier Uhr festgesetzten Konfsrenzbeginn auf 6 Uhr abends zu ver- schieben. Die Delegierten der Balkanstaaten waren hiermit auch einverstanden, sie traten jedoch um 5 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen, um gemeinsam sich über verschiedene Fragen zu beraten. Man hofft, daß die von Konstantin opel aus eingetroffenen Instruktionen eine genaue Entscheidung über die Frage von Adrianopel bringen. Großsprechereien. Konstantinopel, 2. Januar. Der Minister des Aeußern erklärte heut« abend auf der Pforte,«die Pforte habe ihren Dele- gierten in London neue präzise Instruktionen gesandt, die ihnen gestatteten, die Delegierten des Balkanbuiides wissen zu lassen, daß die Pforte keine Insel des Aegäischen MeereS abtreten könne, daß sie dagegen geneigt sei, einige Rektifikationen der Grenze des Wilajets Adrianopel vorzunehmen, das aber voll- kommen der Türkei verbleiben müsse. Weiter führte der Minister aus, daß jetzt ein größerer Schritt zum Frieden getan sei. wenn auch zunächst nur eine Einigung über das Schicksal Albaniens und Mazedoniens vorhanden sei, die unter der Suzerä- niiät des Sultans blieben. Pon einem gesicherten Frieden zu sprechen, gehe aber zu weit, da die Türkei betreffend Adrianopel unerbittlich sei und unbedingt den Krieg Wiederbeginnen werde, falls diese Stadt nicht der Türkei belassen werde. Bisher seien nur territoriale Fragen be- handelt worden, aber auch die andern, wie beispielsweise die der Triie Publique, verlangten noch eine ernste Diskussion, Keine Ministerkrise. Konstantinopel, 8. Januar. Die seit«inigen Tagen umlaufenden Gerüchte über eine bevorstehende Ministe rkri sis oder über Meinungsverschiedenheiten im Schöße deS Kabinetts werde» offiziell d e ni e n t i« r t. Au§ jungtürkischen Kreisen verlautet, daß das Komitee vor dem Friedensschlüsse nichts unternehmen werde. Uebergabe von ChioS. Loudo», 3. Januar. Die griechische Gesandtschaft hat ein Telegramm aus Athen erhalten, daß die auS zweitausend Mann bestehende türkische Besatzung der Insel ChioS sich ergeben habe. Der serdisch-italiemsche Zwischenfall. Rom, 3. Januar. Die„Agenzia Stefani" meldet auS Belgrad: Die serbische Regierung hat drm italienischen Geschäfts- träger die Bersicheruna gegeben, daß sie dem Kommandanten von D u r a z z o die Justruttion iibersandt habe, die Rücksicht zu be- obachten, die den Rechten eine« Konsuls zukommt. VIe lionflszlerte iozialdcmoltratlfche SumadeSlaratioD. Man schreibt uns aus Petersburg: Während der Debatte über die Regierungsdeklaration in Ver Dusia verlas Genosse Malinowsktz eine Erklärung der fozialdemo- kratischen �rattiou, die nach einer vernichtenden Kritik der inneren und- äußeren Politik des Zarismus die grundsätzliche Stellung- nähme der- Fraktion zu allen auf der Tagesordnung stehenden poli- tischen und sozialen Fragen foruiulicrt.' Diese programmatische Kundgebung der sozialdemokratischen Fraktion, die angesichts der eminent wichtigen Rolle der Fraktion im politischen Leben Ruß- lands wie bei dem Wiederaufbau der sozialdemokratischen Arbeiterpartei von enormer Bedeutung ist, wurde von den Pretzkosaken der Regierung kurzerhand konfisziert, trotzdem die Reden in der Duma selbst nach russischem Gesetz immun sind und von den amt- lichen Stellen publiziert werden müssen. Die beiden sozialdemokratischen Tagesblätter„Luis ch" sFackels und„P r a w d a"(Wahr- heit) find wegen Wiedergabe dieser Deklaration konfisziert, und die Redaktcure dieser Blätter wegen angeblichen Verstoßes gegen den berüchtigten„Umsturzparagraphen" 129 zur gerichtlichen Ver- anlwortung gezogen worden. Die feige liberale Presse hat sich dar- auf beschränkt, nur einige Zeilen aus der sozialdemokratischen Deklaration wicderzugedeii. Es gilt nun, allen Verfolgungen der Regieruug zun: Trotz, der sozialdemokratischen Deklaration eine möglichst unisassende Verbreitung zu geben. Möge die sozialdemo- kratisch� Presse des Auslandes durch möglichst ausführliche Wieder» gäbe dieses historisch wie politisch wichtigen Dokumentes die Er- oPzinslosigkeit des Regierungsattentates auf die Redefreiheit der sozialdemokratischen Dumaabgcordnetcn dartun. Der Wortlaut der Erklärung lautet wie folgt: „Auf der Tribüne der 4. Reichsduma auftretend, erklärt die sozialdemokratische Fraktion, daß ihre Tätigkeit untrennbar ver- knüpft sein wird mit der Tätigkeit der sozialdemokratische» Frak- tionen der vorhergehenden Dumen. Die Sozialdemokratie Ruß- lands tritt als Bestandteil der internationalen Armee des sozial- demokratischen Proletariats auf. Die Verschärfung der Klassen- oegeusätze in der heutigen Gesellschaft führt zu einer Verstärkung des Klassenkampfes in ihr; immer häufiger werden die Zusammen- stoße der Totengräber der modernen Gesellschaft, der Lohnarbeiter- klage, mit den jetzige» Herren der Situation, der Kapitalisten- klasse. Immer umfassender, heftiger, gewaltiger wird dieser Kampf. in dem dem Proletariat der Sieg winkt und die Stunde des end- gültigen Sieges immer näher rückt. Unsere Vorgänger in allen drei Dumen kämpften energisch gegen de» Militarismus. Im vollen Einverständnis mit ihnen und der sozialistischen Jntcrnatio- nale protestiere» wir nun angesichts des Kriegtseuers am Balkan, im Namen des Proletariats Rußlands mit aller Energie gegen die Versuche der herrschenden reattionären und liberalen Klassen, Rußland unter irgendeinem Vorwand in den Krieg hineinzu- ziehen. Wir schließen uns dem sozialistischen Kongreß in Basel an und erklären mit ihm Krieg dem Kriege. Die sozialdemokratische Fraktion sympathisiert mit den Bestrebungen der Balkanvölker, sich von der Vormundschaft der Großmächte zu befreien, deren Herr- schende Klassen aus eigennützigen Zwecken bestrebt find, die kultu- relle, wirtschaftliche und politische Rückständigieit uno Zerstückelung der Balkanvölker zu verewigen. Zu gleicher Zeit jedoch lehnen wir im Verein mit den Sozialisten des Balkans voll Entrüstung die dynastische Jnteressenpolitik der Balkanreaktionäre ab, die das historisch notwendige Werk der Wiedergeburt des Balkans mit einem Blutbad verknüpfen. Dieser Weg kann nur die Widerstands- kraft der Volksmassen am Balkan schwächen und zu einer noch größeren Entfaltung des Militarismus führen, der in den Händen der herrschenden Klassen aller Länder zur Verstärkung der Aus- beutung und Bedrückung der arbeitenden Massen beiträgt. Wir begrüßen die Bestrebungen der Proletarier in allen Balkanstaaten. dem Blutbad ein Ende zu setzen und die Balkanfrage durch Schaffung einer föderativen demokratischen Balkanrcpublik zu lösen, uno erklären zugleich, daß es weder am Balkan, noch in Persien oder im fernen Osten für die arbeiten- den Klassen Rußlands Interessen gibt, die eine bewaffnete Einmischung rechtfertigen könnten. Wir protestieren deshalb gegen die Raubpolitik der russischen Regie- rpng und erklären, daß alle äußeren Abenteuer und die mit, ihnen verknüpfte Verstärkung dxs Militarismus nur den Nuinmnd die Unterdrückung der Völker Rußlands verschärfen und die Verwirk- lichung der nach 1903 ungelöst gebliebenen Aufgaben der politischen Befreiung des Landes hindern kann. Diese Aufgaben sind noch dringender und unaufschiebbarer geworden nach der fünfjährigen Existenz der dritten Duma, in der die herrschende Bureaukratie, als die Vertreterin der parasitären Elemente und der agrarischen und kapitalistischen Gruppen, dank dem Staatsstreich vom 16. Juni folgsame Mitarbeiter in der Dumamehrheit gefunden und mit ihr zugleich den Ruin und die Rechtlosigkeit des Volkes verstärkt hat. Die Agrarpolitik der Bureaukratie und der Mehrheit der dritten Duma hat die Landarmut der Bauernmassen und ihre ständische Abhängigkeit nur noch verschärst und Vernichtung und Anarchie in das russische Dorf hineingetragen. Die Finanz- Politik ist nach wie vor auf indirekten Steuern, auf dem „Schnapsbudget" aufgebaut, und führt in verstärktem Maße dahin, daß die herrschenden Gruppen sich die Taschen füllen, und daß mehr als drei Milliarden für unproduktive Zwecke verausgabt werden. Die gesamte Wirtschaftspolitik hat sich in ein kolossales Hemmnis für die Entwicklung der Produktivkraft deS Landes ver- wandelt. Die steigende Teuerung lastet mit schwerem Druck auf der Masse der städtischen Bevölkerung. Die Regierung, unterstützt von der Mehrheit der dritten Duma, hat einerseits durch die Unter- drückung jeder Selbsttätigkeit die Kräfte der Bevölkerung im Kamps gegen diesen Notstand paralysiert, und andererseits den Druck der Teuerung durch den Schutz der kapitalistischen Organisationen, die die Ausbeutung der Konsumenten verstärken, noch mehr verschärft. Die Arbeiterklasse sah sich einer endlosen Kette von Verfolgungen ausgesetzt, die sich gegen ihre politischen, gewerkschaftlichen und ge- noflenschaftlichcn Organisationen richteten, während die Kampf- organisationen des Großkapitals sich vollster Bewegungsfreiheit erfreuten. Die durch den Druck der Arbeiterbewegung entrissene Ancrkeu- nung der Arbeiterversickierung ist von der dritten Duma in einer Form verwirklicht worden, die, ohne die gegenwärtige Lage der Arbeitermasse zu verbessern, in vielen Beziehungen gegenüber der bestehenden Unfallversicherung und ärztlichen Arbeiterhilfe einen Rückschritt bedeutet. Auf dem Gebiete des allgemeinen Staatslebens schreitet die triumphierende Reaktion, nachdem die Mehrheit der dritten Duma den Staatsstreich vom 16. Juni 1907 begrüßt, aus demselben Wege immer weiter. Nach dem großen Staatsstreich folgte eine Reihe kleiner: die Auflösung der Duma auf die Dauer von drei Tagen, die„Erläuterung" zahlreicher, namentlich jüdischer Wähler, die endlose Kette von Fälschungen bei de» Wahlen für die vierte Duma, die Senatserläuterung, die selbst die Redefreiheit i» der Duma zu beseitigen versucht. Das System der p o l i t i- scheu Provokation ist nach wie vor eine der wichtiasten Grundlagen der Regierungspolitik. Eine der verbrecherischsten Handlungen der Provokation war die Verschwörung gegen die sozialdeu: akratische Fraktion der zweiten Duma, dazu bestimmt, den Staatsstreich vom 16. Juni vorzu- bereite». Die von diesem Staatsstreich geborene dritte Duma hat natürlich diesen Akt der Negierungsprovokatioii für gut befunden. Tie WilNür der zentralen und örtliche« Behörden. übersteigt jetzt alles, was Rußland sogar vor 1992 zu spüren gehabt hat. I» den überfüllten Gefängnissen werden die politischen Gesänge- n« n der Reaktion solchen Martern und Folterungen, solchen Akten einer barbarischen Rachsucht unterworfen, die i» der vorkonstitu- tionelle« Zeil undenkbar gewesen wären. Wir sahen solche Ber- brechen der Regierung, wie den Massenmord der Lena- arbeitet, im Interesse der unersättlichen Profitgier ihrer Aus- beuter. Und dieses grenzenlose Bacchanal der Willkür und der Gewalt fand stets die Zustunmung der Mehrheit der dritten Duma. Dieselbe Mehrheit hat das System der Bö l k e rv e r h e tz u n g zu seiner Entfaltung gebracht, um mit den Völkerschaften selbst leichter fertig zu werden. Eine besonders ungeheuerliche Form nahm die Hetz« gegen das jüdisch« Volk an; man griff sogar zu dem Versuch, die Legeunde des finsteren Mittelalter« aufleben zu lassen. indem man die Ritualmordlegende wieder i» Umlauf setzte. Alle OrHane der Gewalt, selbst die Gerichte mit inbegriffen, stellten sich In de" Dienst dieser Hetze. B l Die dritte Duma hat der Regierung auch darin beigestanden, die finnische Verfassung zu zerstören und die Grenzmarken gewaltsam zu rusfifizieren, was hinsichtlich Polens in der Ab- grenzung des Eholm-Gebietcö am grellsten zum Ausdruck gelangt ist. Auf die dritte Duma gestützt, ist das barbarische..Sjzstxin.des Kultusministers Kasso zur Entfaltung gelangt, der die Hochschul- zerstört und die Mittet- und Volksschule zu Kasernen verwandelt hat. Endlich hat sich die Polizei wie nie zuvor auf die Presse, namentlich aus die Arbeiterpresse gestürzt. Diese zerstörerische, volksfeindlich Politik lastet nun wie eine tote Schlinge auf uusc- rem Halse. Rußland würde der Zersetzung und der Vernichtung entgegengehen, wenn nicht die Bewegung der lebendigen Kräfte des Volkes die Atmosphäre der gesellschaftlichen Reaktion zerstreuen würde. Die Massenstreiks gegen die Lenametzelei und die Todes- urteile, die Proteste der Arbeiter gegen die Verhetzung der nicht- russischen Volksstämme' und gegen oie Politik der kriegerischen Abentuer, die Streiks am 1. Mai und der Kampf der Arbeiter für die Freiheit ihrer Organisationen— dies alles legt Zeugnis davon ab, daß die Welle der Arbeiterbewegung im Steigen begriffen ist, daß die Zeit näher rückt, wo die Arbeiterklasse an der Spitze einer neuen Freihcitsbewegungder Volks- masse n für die volle Demokratisierung de S S t a a ts l c b e n S eintreten wird. Einerseits gestützt aus die ereignisschwangere innere Lage, die durch die Herrschaft einer junkerlich-plutotratischen Clique geschaffen ist, andererseits— auf die steigende Welle der Arbeiterbewegung, wird die sozialdemokratische Fraktion der vierten Duma, von dem sozialoemokratische» Programm ausgehend, ihre Schritte mit den von der Bewegung der Arbeiterinassen in den Vordergrund gerückten Aufgaben in Einklang zu bringen suchen. Im Interesse der von uns vertretenen Arbeiterklaffe werden wir für die Einführung des Achtstundentages, für exne umfassende Arbeitergesetzgebuna und staatliche Versicherung der Arbeiter vor Krankheit, Unfälle, Invalidität, Alter, Arbeits- losigkeit, wie auch für die Mutterschaftsversicherung aller Katego- rien der Arbeitenden auf Kosten des Staates und der Unternehmer mit der Garantie der vollsten Selbstverwaltung der Versicherten eintreten. Diese Forderungen erhebend, wird die sozialdemokra- tische Fraktion ,n fester Ueberzeugung ihres Rechtes auftreten, vor allem im Namen der vielen Millionen der Arbeiter zu sprechen, die, sich über alle polizeilichen Schranken hinwegsetzend, in alle Dumen unabänderlich sozialdemokratische Abgeordnete entsandt haben. Dann aber geben uns die Wahlen für die vierte Duma das vollste Recht zu erklären, daß die Sozialdemokratie, in der Diiina zwar nur durch eine kleine Fraktion vertreten, im Lande selbst die be- deutendste Macht darstellt, die der bestehenden Ordnung feindlich gegenübersteht, denn für die Sozialdemokraten hat ungeachtet der ungünstigsten äußeren Umstände eine steigende Anzahl der städti- scheu.Wähler gestimmt. Auf die Sozialdemokratie fetzen die be- drückten. Völkerschaften ihre Hoffnungen; endlich gehören ihr zweifellos die Sympathien der ungeheueren Mehrheit aller Per- sonen. die von einem mißgestalteten Wahlgesetz von den Wahlurnen ferngehalten werden. Die Verteidigung aller demokratischen Schick,- tcn der Bevölkerung fällt der Partei der Arbeiterklasse auch deshalb zu, weil das liberale Bürgertum in Rußland unzuverlässig und von einem antidemokratischen Geiste erfüllt ist. Das organische Band mit der Arbeiterklasse, das an der Spitze aller demokratischen Schichten steht, anerkennend und aufrechterhaltend, wird die. sozial- demokratische Fraktion in ihrer Dumaarbeit bestrebt sein, die organisierte Selbsttätigkeit der Massen aufrecht zu erhalten und auf eine breitere Basis zu stellen. Wir schrecken weder vor der Koni pliziertheit noch vor der Schwierigkeit der vor uns stehenden Aus- gaben zurück. Die unabweisbaren Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung sprechen für-usts. Von ihnen ausgehend, haben wir die revolutionäre Bewegung von 1993 vorausgesehen, und in der Periode der Konterrevolution die jetzt bereits begonnenen neuen Aktionen der Arbeiterklasse für die nächsten Forderungen und das Endziel der. Sozialdeinolratie, Rußlands-, vrophezeit. Diese, stzste Sicherheit gibt uns den Mut, auch in der vierten Duma für die terbeisvhrung des Augenblicks zu arbeiten, wo eine vom ganzen olke erwählte konstituierende Versammlung mit der vollsten Demokratisierung des Staatslebens beginnen, und damit der Arbeiterklasse den Weg freimachen wird für den Kampf um die Befreiung aus den Ketten der Lohnsklaverei, für den Kampf um den Sozialismus."_ politilchc Cfebcrficht. Berlin, den 3. Januar 1318. Weg mit Bassermann! Es 5at Sern nationalliberalen Parteiführer Vassermann nichts genutzt� daß er jüngst in dem Bestreben, die Gegensätze in der nationalliberalen.Partei zu beschwichtigen, in der „Köln. Ztg." die Führer des Altnationalliberalen Reichsverbandes als staatsmännische Genies Pepriesen und den „radikalen" Pomniern erklärt Hat.�die Politik des Nationalliberalismus könne nicht gut von Stettin aus bestimmt wer- den. Die Dirigenten des rechten Flügels sehen in diesem Lavieren Bassermanns lediglich ein Zeichen seiner Schwäche und gehen um so rücksichtsloser zur Offensive über. Die „Hamburger Nachrichten" erkläre» sogar. unumwunden. Bassermanns Artikel in der Köln. Ztg." sei nichts weiter als leeres Geschwätz, und sie fordern den zum 9. Februar zusammenberufenen nationalliberalen Zentralvorstand, den sogenannten„großen Rat", auf, aus der ganzen Sachlage mit aller Strenge die Konsequenzen zu ziehen, das heißt. Basser mann kaltzustellen. � „Mit halben Maßregeln," so läßt sich das Blatt aus nationalliberalen Kreise>i schreiben. „mit jener Hauspolitik der Vertuschung oder uebenleisterung um jeden Preis ist unserer Partei in ihrem jetzigen Zustand nicht mehr zu helfen.„Biegen oder brechen heißt die unausgesprochene Parole der Stunde: entweder beugen sich die abwegigen Parteiclemente unter die bewährten politischen Tradi- tionen Rudolph von Bennigsens oder sie werden, so hoch sie hinauf reichen iq ö g e n. endlich gezwungen, die Kon- sequenzen zu ziehen. Wir glauben versichern zu können, daß diese Auffassung von einem größeren Teil der Partei geteilt wird, als die nächstinteressiertcn Stellen wahr haben wollen. Abg. Basier- mann hat eines Tages die Entdeckung gemacht und trägt sie uns in deni vorerwähnten Artikel der„Köln. Ztg." abermals vor. „weitaus der überwiegende Teil der Nationalliberalen Partei stehe weder aus dem rechten noch auf dem linken Flügel." Tos ist, je nach dem Standpunkt des Beschauers, richtig oder falsch. Vom Standpunkt des Abg. Vassermann. welcher die.Selbst- täuschuug nicht aufgeben mag. als stehe er in der Mitte,, ist' es unrichtig. Denn volle zwei Drittel des Zentral- Vorstandes(der ja ein viel zuverlässigerer Gradmesser d-- nationalliberalen Parteiwillens ist, als etwa der Parteitag, st"ehe" erklärtermaßen rechts von dem derzeiti» � Parteiführer, w elche r f ur seine Person mit de>" letzten Drittel den linken Flügel dar stellt. Den klassischen Beweis dafür liefert die kürzlich hier gegebene Darstellung eines Zentralvorstandsmitgliedes, wonach sich bei der berühmten Abstimmung über die jungliberale Präponderanz Ab- geordneten Basserinaun mit dem MinderheitSdrittel für die Auf- rcchterhaltung, die Zweidrittelmehrheit des ZentralvorstandcS aber für die Beseitigung aussprach.... Es scheint wenig wahrscheinlich, daß der Zentralvorsland sich damit zufrieden geben kann, wenn Herr Bassermann jetzt, nach- dem seine früheren Hommerschen Günstlinge mit dem inszenierten Krakeel den Nationalliberalismus bor aller Welt bloßgestellt, in der.Köln. Ztg." erklär�, die Politik der Partei Zum Präsidenten der württembergischen Ersten Kammer fönne nicht wohl von Stettin aus gemacht werden. Man wird Grundrechte aller Barlamentsmitglieder darf nicht gerüttelt wer- jarbeiterföderation gestellte Resolution hingewiesen, in der verlangt an der Tatsache nicht gut vorübergehen können, daß der Abgeord- den, soll der ganze Parlamentarismus nicht zur Farce werden. wird, daß sich die Jahreskonferenz der Arbeiterpartei mit den polinete Bassermann moralisch und indirekt mitschuldig ist an diesem Wenn der Artikel Labands den Zwed hat, auf Gefahren aufmert- tischen Fragen befassen und dem Gewerkschaftstongreß die Behand parteischädigenden Vorgang, ja, daß der ganze Zwischenfall unter- sant zu machen, die in fünftiger Zeit dem Parlamentarismus lung gewerkschaftlicher Fragen überlassen soll. Wie notwendig ein blieben wäre, wenn man den Pommern von Anbeginn flar ge- drohen, so wird freilich auch er einen guten Zweck erfüllen solcher Beschluß ist, geht aus der Tagesordnung selbst hervor, in macht hätte, daß die" Politik der Partei nicht wohl von Stettin der Refolutionen über Reichspolitik und auswärtige Politik neben aus bestimmt werden könne." Jedenfalls erhellt aus alledem Anträgen zu finden sind, in denen gewisse, von den Londoner wiederum, wie wenig der Abg. Baffermann die erste Droschtenkutschern zu zahlende Gebühren verurteilt werden. AusVoraussetzung eines Parteiführers erfüllt, fallend ist ein Antrag des Parteivorstandes über die Disziplin der. über den verschiedenen Richtungen der Partei ist nun doch der katholische Fürst zu Hohenlohe- Bartenstein bom Parlamentarier. Eine Reihe Arbeitervertreter, die dem Namen König wieder ernannt worden. Es ist also dem Ministerpräsidenten zu stehen und sie durch eigene zurückhaltung zu einer Phalang von Weizsäcker nicht gelungen, den Herrn zugunsten eines Zentrumse nach der Arbeiterpartei angehören, aber innerlich wie äußerlich mit zuſammen zu ſchweißen, welche das Vertrauen der anderen natio- präsidenten in der Zweiten Kammer durch einen protestantischen der liberalen Partei berwachsen sind, scheren sich nicht im geringsten nalen Parteien besitzt." Oberhauspräsidenten zu ersehen. Die Frage gewinnt deshalb er um die Beschlüsse ihrer Fraktionsgenossen und gehen ihre eigenen Und nachdem dann nochmals die Politik Bassermanns höhtes Interesse, 85 die fonfervativen Bauernbündler dazu bei Wege. Diese Personen sollen nun in Zukunft dadurch zur Rechen. als eine Deſertion zur demokratischen Interessengemeinschaft tragen verden, einen Sentrumsmann an die Spige der Zweiten schaft gezogen werden, daß ihnen zeitweilig oder auf immer die Whips" entzogen werden, das heißt, daß sie von den Beratungen und als Verrat der großen" nationalliberalen Ueberliefe- stammer zu stellen. und dem Leben der parlamentarischen Fraktion ausgeschlossen rung charakterisiert worden ist, ergeht zum Schluß an den Die Effener Handelskammer für das Wettrüsten. werden. nationalliberalen Zentralvorstand die Aufforderung: In Essen, dem Königreich der Firma Krupp- Bohlen, sind die Möge der nationalliberale Sentralbor Jnteressen der Kanonen- und Panzerplattenproduktion ausschlag stand die ganze Wucht seiner Verantwor- gebend. Kein Wunder deshalb, daß in dem Bericht der Essener tung fühlen und die flare Antwort finden, Sandelskammer auch der Standpunkt der Kanonen- und Panzer welche die Lage von ihm fordert." Nationalliberal- freisinniges Bündnis zu den Landtagswahlen. Nach einer Meldung der„ Ostpreußischen Zeitung" hat die ost preußische nationalliberale Gesamtpartei mit der freifinnigen Partei ein Wahlbündnis abgeschlossen für die kommenden Landtagswahlen. Früher hatten die Nationalliberalen Abkommen mit den Konser vativen getroffen. Die Hauptdebatte wird wohl über die von der parlamentarischen Frattion befolgten Politik geführt werden. Zu diesem Thema ist ein Antrag gestellt worden, ber die Untätigkeit der Fraktion in Arbeiterangelegenheiten verurteilt. Im Anschluß daran folgen soci plattenfirma zum Ausdruck kommt. Heißt es doch in dem Bericht: lange Zusatzanträge. Der erste Zusapantrag verlangt, daß sich die Das deutsche Wirtschaftsleben könne nur im Falle der Auf- Arbeiterpartei cin Programm zulegen soll, damit man die Arbeiter. rechterhaltung des Friedens vor schweren Erschütterungen berschont bleiben, und in diesem Zusammenhang seien die Ereignisse partei deutlicher von der liberalen Partei unterscheiden könne. Der des verflossenen Jahres auf politischem Gebiete eine ernste Mahnung zweite besagt, daß sich eine Arbeiterpartei im Parlament nur um für das deutsche Volt, in der Vervollkommnung von Heer und die Interessen der Arbeiterklasse zu kümmern habe und nicht darum, Flotte trog der großen damit verbundenen Lasten nicht zu erlahmen. ob die eine oder die andere der bürgerlichen Parteien am Ruder Diese Lasten feien als Versicherungsprämien aufzufassen, die nur gehalten wird; keine Regierung dürfe dauernd unterstützt werden, geringfügig feien gegenüber dem, was für die gesamte Volkswirt- die sich nicht verpflichte, gewiffe aufgezählte Forderungen zu be chaft und nicht zum wenigsten auch für den Arbeiter besonders willigen; als erste Forderung wird die vollständige Aufhebung des im Falle eines unglüdlichen Strieges auf dem Spiele steht. Man Osborneurteils angeführt. Eine weitere Refolution fordert ben müsse sich darüber flar werden, daß in solchem Falle mit vielem Ausschluß aller Parlamentarier oder Beamten aus der Partet, die andern auch der ganze stolze soziale Bau zusammenbrechen von einer der kapitalistischen Parteien einen bezahlten Bosten an nehmen. Um die Zeit, zu der die Jahreskonferenz der Labour Parth tagen wird, wird auch die Wahlrechtsvorlage im Parlament beraten werden. Zu dieser Vorlage sind von der Women's Labour League", der J. L. P. und der Fabischen Gesellschaft Anträge gestellt worden, in denen die parlamentarische Fraktion beauftragt wird, gegen die Vorlage zu stimmen, follte es nicht gelingen, ein FrauenStimmrechtsamendement zur Annahme zu bringen. Ein Abände rungsantrag verurteilt jedoch diese Politik. Rußland. würde." Der Streit im Zentrum. Neichsverfassung und Budgetverweigerung. Der bekannte Straßburger Staatsrechtslehrer Prof. Laband. scheint seine Wissenschaft völlig in den Dienst der Reaktion stellen Daß bei einem fortdauernden forcierten Wettrüsten, wie es die zu wollen. Es gehört zu den unbestrittenen Rechten der Parla- Effener Handelstammer propagiert, der soziale Bau" der Firma mente, das Budget zu verweigern und dadurch eine mit der Barla- Krupp nicht zufammenbricht, dafür ist allerdings gesorgt. Denn mentsmehrheit im Widerspruch stehende Regierung zu zwingen, nicht genug damit, daß ihr dann die deutsche Regierung durch ihre entweder den Wünschen der Parlamentsmehrheit Rechnung zu Kanonen- und Panzerschiffsaufträge ihren jährlichen 20- Millionen tragen, oder abzutreten und einer anderen Regierung Platz zu Reingewinn sichert, sondern auch die Lieferungen der patriotischen machen. Das Anwachsen der Sozialdemokratie in den Bundes- Stanonenfirma an die Auslandsmächte erhöhen dann den staaten hat nun die Möglichkeit nahegerückt, daß in dem einen oder Gewinnst! anderen Bundesstaate das Budget abgelehnt werden könnte, wenn fich die Regierungen nicht bequemen, den Forderungen der SozialDie politischen Massenstreiks und die Unternehmer. demokratie Rechnung zu tragen. Derselbe Professor Laband nun, Die antibachemitische Kölner Korrespondenz" schreibt in ihrer Die gewaltigen Massenstreits im verfloffenen Jahre haben im der in Schwarzburg- Rudolstadt der sozialdemokratischen Landtags- Nummer vom 2. Januar u. a.: Rommt es fonstwo in demokrati mehrheit gegenüber als rettender Engel des Ministers von der fchen Organisationen zu Streitigkeiten, so spricht man sich vor einem Lager der Unternehmer außerordentliche Besorgnisse wachgerufen Rede auftrat, hat nun ein Mittel gefunden, der Gefahr sozialdemo- geordneten Schiedsgericht zu gleichen Teilen gründlich aus und sucht Die industrielle Prosperität und die gestiegene Widerstandstraft der kratischer Budgetverweigerungen zu begegnen. In der Neujahrs- auf diesem einzig gangbaren Wege den Zwist beizulegen. Das gibts Arbeiter hindert sie zwar daran, zu dem beliebten Mittel der vorher. nummer der Deutschen Juristenzeitung" veröffentlicht er eine im 8entrum nicht. Hier herricht eine Sandvoll brugehenden Jahre, den Massenaussperrungen der Arbeiter, ihre Zuflucht staatsrechtliche Abhandlung über„ Das Neich und die Landeshaus- taler Clemente, und ihre Herrschaft üben sie mit zwei zu nehmen. Judessen rüsten sie auch jetzt mit aller Macht, um der haltsetats der Bundesstaaten". Er setzt in dem Artikel auseinander, Mitteln: Terrorisierung der Gegner und Jrre politischen Streitbewegung Einhalt zu gebieten. Auf einer fürzlich daß das Reich um deswillen großes Interesse an den Budgets der führung der Massen. Tritt jemand gegen die Kölner Rich stattgefundenen Sigung des Moskauer Fabrikantenverbandes wurde Bundesstaaten habe, weil nach dem Grundprinzip des tung auf, so wird er so lange niedergetnüttelt, bis er festgestellt, daß die politischen Massenstreits in den ersten zehn Monaten Verfassungsbaues des Deutschen Reiches die schemtot ist. Dem fatholischen Bolte aber berbirgt man forgfältig, des Jahres 1912 girla 400 000 Arbeiter umfaßt hat. In der Hälfte aller Fabrilen des Moskauer Nayons sind nach dem legten politischen Einzelstaaten die Reichsgeseße auszuführen um was es fich handelt." haben, und zwar auf eigene Kosten". Dem Reich stehe Weiter teilt die Kölner Korrespondena" mit, daß sich wieder Streit im November verschiedene Strafen und Maßregelungen vor. die Beaufsichtigung über die Ausführung der Reichsgefeße zu. einmal eine von den ganz intimen Konferenzen, die der brabe genommen worden. Das Konfeil des Fabrikantenverbandes empfahl Wenn in einem Bundesstaate die Reichsgefehe nicht ordnungsgemäß Augustinusverein( die Organisation der Bentrumspresse) von Zeit zu biefe Maßregelungen auch fernerhin anzuwenden. Ueber weitere ausgeführt, würden oder infolge der Ablehnung des Etats nicht Beit zusammentrommelt," mit der Kölner Korrespondeng" befaßt Schritte jedoch soll eine Unternehmerfonferenz in Petersburg endausgeführt werden fömiten, z. B. wenn die Ausgaben für die dazu hätte. Die einen feien für offenen Stamp die anderen für die gültig entscheiden. nötigen Beamten oder Einrichtungen gestrichen würden, dann habe Politik des Ignorierens gewesen. das Reich das Recht, einzuschreiten. Es n Frivole Hehe. Aus der Partei. Zum preußischen Parteitag. Zu den Heßern, die durch die Aufftachelung nationaler Instinkte den Frieden stören, gehört auch die Rheinisch- Westfälische Zeitung". Das Blatt unterhält zur Großindustrie, speziell zur Kanonenfabrik Das Empfangsbureau für die Delegierten befindet sich im Strupp enge Beziehungen. Daß den Kriegsmaterialienlieferanten Ge toertschaftshause, Engelufer 15, Saal 2. Legitimations- und Wohnungsfarten fönnen daselbst vom mit einem Kriege geschäftlich gedient sei, weiß man. Das ist für die friebliche Bevölkerung aber noch kein Grund, die zu Konflitten Sonntag, den 5. Januar 1918, in den Shinden von treibenden Intrigen und Hebereien geduldig hinzunehmen. Die 9 Uhr morgens bis 11 Uhr abends in Empfang an berbrecherischen Wahnwiz grenzende Heberei feiert in der Neu- genommen werden. jahrsnummer des genannten Blattes eine wüste Orgie. Es heißt Zu den am Montag, den 6. Januar, morgens dort zum Beispiel: „ Es ist gefährlichster Selbstbetrug, aus der heutigen Geneigt 9 Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal 4) beginnenden Verhandheit zur friedlichen Schlichtung der Baltan- Schwierigkeiten auf lungen haben die Mitglieder der Partet und Gewerkschaften einen friedlichen Ausgleich des großen Gegensatzes zwischen gegen Vorzeigung ihrer Mitgliedsbücher freien Zutritt. England und uns zu schließen. England hat sich in drei Jahr Gastkarten zum Preise von 50 Pf. für die Halbtagskarte hunderten in Ueberwindung der Niederlande, Spaniens und sind vor Beginn und während der Verhandlungen gleichfalls Frankreiche eine überragende Monopolstellung errungen. Deut. im Gewerkschaftshause erhältlich. Eugen Ernst, Berlin SW. 68, Lindenstr. 8 scher Handel und Industrie bedrohen diese Monopolstellung mit Gesuche um 8utrittstarten für Presseber. jeder Million Menschen, die Jahr für Jahr unserem Voltsförper treter sind an zuwachsen und nicht verhungern wollen, immer mehr. Entweder geben die Engländer friedlich den Weg frei, damit wir uns größeren Nahrungsspielraum sichern; oder das Schwert zu richten. muß zwischen ihnen und uns entscheiden. Wer die Flottenpolitit Englands überschaut und die vom Mutterland angefachte großartige Bewegung der Kolonien für die Stärkung der Reichsflotte beobachtet, dem kann nicht unklar bleiben, wie in Zukunft die Würfel fallen werden." Die Möglichkeit des Einschreitens sei gegeben durch Artikel 10 der Reichsverfassung, der jenen Bundesstaaten, die ihre verfassungsmäßigen Bundespflichten nicht erfüllen, die Eretution durch das Reich androhen. Wörtlich führt dann Laband aus: ie aber ist die Eretution in einem solchen Falle zu voll. streden? Die Reichsverfassung sagt darüber nichts, als daß die Gretution vom Staiser au vollstreden ist. Dem Kaiser ist es also vollkommen überlassen, diejenigen Mittel und Wege zu wählen, welche ihm nach Lage des Falles geeignet fcheinen. Er kann also auch die Vollstreďung in der Weise vornehmen, daß er den Landesherrn oder Minister des betreffenden Bundesstaats damit beauftragt und ihn ermäch tigt, die gefeßlich begründeten Ginnahmen zu erheben und die auf Gesez beruhenden oder jonst unentbehrlichen Ausgaben zu leisten. Alsdann hat die Regierung alle Rechtsbefugnisse, welche ihr durch den taiserlichen Auftrag eingeräumt sind, ohne an die Schranten des Landesrechts gebunden zu sein... ist richtig, daß die ursprüngliche Tendenz des Art. 19 dahin ging, die Unterordnung der Bundesstaaten unter die neu errichtete Bundesgewalt zu sichern, und daher gegen reichsfeindliche Bestrebungen der Regierungen gerichtet war. Diese Sorge hat sich als unbegründet erwiesen; alle Bundesmitglieder ohne Ausnahme haben zu allen Zeiten ihre Berufspflichten treu und vollständig erfüllt, und der Gedanke an eine Bundeseretution ist überhaupt noch niemals aufgetaucht. Aber das Auftommen und der wachsende Ginfluß einer der bestehen. Wenn wir von solcher Ausgeburt eines überhigten Gemüts den Rechtsordnung feindlich gegenüberstehen den Partei begründen die Gefahr, daß das Recht Notiz nehmen, dann nicht, weil die Anschauungen im deutschen der Mitwirkung des Landtags an der Feststel. Boffe irgendwelchen größeren Resonanzboden hätten, sondern ledigIung des Etats mißbraucht wird, um ein der Majo- lich um die Absicht des Artikels festzunageln. Der Rheinisch- West rität mißliebiges Ministerium zu stürzen, und das durch Obfälischen Zeitung ist sehr wohl bekannt, daß die Säbelraßler nur struktion, absichtlich herbeigeführte Beschlußunfähigkeit oder eine leine Zunft bilden, deren Mitglieder meistens persönliche Interessen bertreten; man hofft jedoch, durch dergleichen Hezereien Verweigerung der Mittel für unentbehrliche Amtsstellen, das Zu- in England bei den dortigen Gleichgesinnten und Gleichinteressierten standekommen der Etatsgefeße in den Bundesstaten ein rechts ein Edo auszulösen. Und man rechnet darauf, daß sich dieses Echo begründetes Intereffe hat, und daß die Regierungen der banu hier wieder für Panzerplattenforderungen fruttizieren läßt. Bundesstaaten ihren Landtagen nicht böllig schußlos gegenüberstehen, wenn dieselben von ihren Befugniffen einen rechtswidrigen Gebrauch machen. Der Satz der Einleitung der Reichsverfassung, daß der Bund geschlossen sei, zum Schuße des Bundesgebietes und des innerhalb des felben gültigen Rechtes, sowie zur Pflege der Wohlfahrt des deutschen Voltes", findet auch Anwendung, wenn das gültige Recht oder die Wohlfahrt des deutschen Bolles von dem Landtag eines Bundesstaates berlebt wird." " Oefterreich- Ungarn. Der Kampf der ungarischen Sozialdemokratie gegen die Wahlentrechtung. Die Parteileitung Preußens. Bon der Parteipresse. Der Landtagsabgeordnete Genosse Albert Roßhaupter, bis bor furgent Redakteur der Süddeutschen Eisenbahnerzeitung", welchen Boften er infolge der bekannten Streit verzichterklärung der Hauptvorstandschaft des Süddeutschen Eisenbahnerverbandes niedergelegt hat, ist von Nürnberg nach Augs. burg übergefiedelt und in die politische Redaktion der Schwäbischen Volkszeitung" eingetreten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Siebzehn Preßprosesse in einem Monat. In dem legten Monat des Jahres 1912 sind, wie im November vorher, fiebzehn Preßprozesse gegen fozialdemokratische Zeitungen bekannt geworden. Fünf Angeklagte wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, ein Genosse sogar zweimal zu je bier Monaten, drei wurden freigesprochen, gegen die anderen zehn Befchuldigten famen Geldstrafen in Anwendung. Insgesamt wurden im genannten Monat au Strafen verhängt: 17 Monate Gefängnis und 1240 M. Geldstrafen. Die niedrigste Geldstrafe war 20 M., die höchste 250. Jugendbewegung. Arbeiter- Jugend. Budapest, 3. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts".) Der Parteivorstand der Sozialdemokratic Bom April 1912 bis Ende Dezember gab es fonach 128 Prehat in der heutigen Sigung die Einberufung eines außer- prozesse mit drei Jahren einem Monat Gefängnis Dem Professor Laband scheint danach selbst der Gebante ge- ordentlichen Kongresses für den 26. Januar d. J. beschlossen. und 14800 m. Geldstrafe. kommen zu sein, daß er wegen seines gerade in diesem Moment Die Parteiorgane bringen bereits den Aufruf dazu. Des höchst auffälligen Artikels angegriffen werden könnte. Er sucht weiteren wird in diesen Tagen die Parteileitung, bereint mit deshalb seine Ausführungen dadurch gewissermaßen abzuschwächen, dem Gewerkschaftsrat, eine Vertrauensmännerfonferenz eindaß er meint, man werde ihm den Vorwurf machen, eine Doktor- berufen, in welcher die Frage eines Generalstreiks für die Zeit frage ohne praktisches Interesse behandelt zu haben. Er wünsche der Beratung des Wahlrechts Entwurfs besprochen wird. Die nur, daß dieser Vorwurf fich immer als begründet erweisen möchte. Artion gegen das Wahlrecht beginnt bereits am 12. Januar; Dieser schwächliche Vorbehalt wäscht den anderen und sehr be- an diesem Tage sollen im ganzen Lande, in den Städten Jahrganges heben wir hervor: Das wahre Gesicht der bürgerlichen gründeten Vorwurf nicht von ihm ab, den Versuch unternommen wie auch in den Gemeinden, in denen die Partet Organisa. bürgertumbe). Der Blutkreislauf. Von A. Lipfchliz( Mit Abzu haben, mit Hilfe staatsrechtlicher Konstruktionen die bundes- tionen hat, Voltsversammlungen gegen den Wahlgefehentwurf staatlichen Barlamente um ihre Rechte zu prellen. Gin Staats: abgehalten werden. rechtslehrer und ein Stommentator des Staatsrechts sollte am allermenigsten eine Unterscheidung zwischen befugtem und unbefugtem Gebrauch parlamentarischer Rechte versuchen. Die Rechte der Landtage sind verfassungsmäßig festgelegt und die Abgeordneten sind niemandem Rechenschaft schuldig über die Ausübung ihres Abgeordnetenmandats. Wenn sie es für notwendig halten, einen Etat abzulehnen, so ist das eine befugte Handlung, die sich im Rahmen ber verfassungsmäßigen Rechte der Abgeordneten hält. An diesem England. Aus dem Inhalt der foeben erschienenen Nummer 1 des fünften Jugendpflege. Bom Reichstag. Wie er gewählt wird( 3ur Staatsbildungen). Von meiner ersten Wanderfahrt. Von Richard Biefenthal. Pfadfinder und Schundliteratur. Von P. Böttcher. Bon unferen österreichischen Stameraben. Von Anton Jenschil.- Die Gegner an der Arbeit. Vom Kriegsschauplatz usw. 3ur 13. Jahreskonferenz der Labour Party. Beilage: Jus neue Jahr hinein. Zeichnung von G. WinkelLoudon, 2. Januar.( Eig. Ber.) Aus der soeben veröffent- mann. Die Ausbesserung der Hanna Quinlan. Australische Erzählung von Edward Dyson. Lessing. Von E. Hoernle. lichten endgültigen Tagesordnung der 18. Jahreskonferenz der eng Sembrandt der Boltsbarsteller. Von Wilhelm Haufenstein( Mit AGlischen Labour Party, die am 29. Januar in London stattfinden bildungen). Etwas über Mufitpflege. Von A. Duift. wird, ist zu entnehmen, daß die Berhandlungen manche interessante stalender. Bon Otto Koenig. Der Lehrlingsstollen. Debatten hervorrufen werden. Bunächst sei auf eine von der Berg- 1. Bromme. Die Gedanken. Gedicht von Ludwig Pfau. Wom Von Gewerkschaftliches. " M Die Der Streit der Londoner Autochauffeure dauert an. Am Donners tag find mehr als 6500 Wagen in den Garagen geblieben. Zahl der Streikenden beläuft sich jetzt auf 11 000. Ein Ende des Streits ist vorläufig noch nicht abzusehen. Die Giftigkeit des Methylalkohols. Differenzen im Saarrevier. der Ueberzeugung war, baß sich der Arzt getrrt haben müsse und Auf der Grube Velsen sind gestern früh von den 460 Berg- sich im Blatt wohl vergriffen habe, denen B. erhielt in der letzten fünfzigjähriges Jubiläum eines Gewerkschafts- Teuten der Frühschicht 300 nicht angefahren. Die Arbeitsniederlegung 3eit nur 15 Broz. Um aber auch den Interessen des Klägers gerecht blattes. ist auf die Maßregelung der Sicherheitsmänner dieser Grube zurüd 34 werden, wurde die Untersuchung durch den Gerichtsarzt angezuführen. Diese hatten am 18. Dezember für die ganze Belegschaft ordnet und vom Arzt der Beklagten Bescheid eingeholt. Allzu Bor wenigen Wochen konnte der Berliner Gauverein und sich selbst gekündigt. Die Kündigung für sie selbst war an,, individuell" scheint danach der Kläger nicht behandelt worden zu des Verbandes Deutscher Buchdrucker sein fünfzigjähriges Be- genommen, für die übrige Belegschaft aber als rechtsungültig zurüd- sein, denn sonst wäre der Irrtum in der Regiftratur des rates stehen feiern. Das Verbandsorgan des Buchdruckerverbandes, gewiefen worden. Bei der vorgeftrigen Anfahrt zur Mittagsschicht nicht denkbar, oder wollte man nur im Herabsehungseifer der Bestehen feiern. Das Verbandsorgan des Buchdruckerverbandes, wurde den Sicherheitsmännern gesagt, daß sie nicht anfahren könnten, rufsgenossenschaft den guten Willen zeigen? Der Korrespondent", folgt jetzt in der Reihe der fünfzig bevor ihre Kündigung zurückgezogen sei. Sie verweigerten die Zujährigen Jubilare. Am 1. Januar 1863 erschien als Eigen- rücknahme auf Grund einer Zusage, die der Vorsitzende der Bergtum des Leipziger Vereins eine Wochenschrift für Deutschlands werksdirektion dem Abgeordneten Giesberts gegeben hatte. Am An das furchtbare Sterben im Obdachlosenashl in der FröbelBuchdrucker und Schriftgießer mit dem Titel„ Korrespon- Nachmitttag sind auf der Grube von 477 Mann 108 angefahren. straße während der Weihnachtsfeiertage, des vorigen Jahres, das dent". Richard Härtel, der erste Präsident des 1866 ge- Ein ähnlicher Vorfall trug sich an anderer Stelle zu. Auf der alle Gemüter tief erschütterte, namentlich solange man seine lirs gründeten Deutschen Buchdruckerverbandes, war gleichzeitig Fettkohlengrube der Bergwerksinspektion Luisenthal ist gestern bei der fache noch nicht kannte, erinnert eine Abhandlung des Professors Redakteur dieses Verbandsorgans. Die Vorfahren des„ Storre- Mittagsschicht nur der fleinere Teil der Belegschaft angefahren. Dr. Schmiedeberg in Straßburg in den„ Therapeutischen Monatsspondent" reichen bis zum Jahre 1766 zurück und zivar wurde Zwei Sicherheitsmänner dieser Grube hatten die Kündigung zurück- heften" über die Giftigkeit des Methylalkohols. Obwohl die Schnapsfabrikanten jest wohl etwas vorsichtiger gezogen und für gestern nachmittag die Fahrschicht angemeldet. in jenem Jahre durch den Faktor Schwarz in Hamburg eine Siermit hatte sich, wie das Wolffiche Telegraphenbureau meldet, die fein werden bei Herstellung ihrer verschiedenen Schnapsforten, auch Zeitschrift betitelt„ Der Buchdrucker" herausgegeben. Nach acht Betriebsleitung einverstanden erklärt, was einem Sicherheitsmann bei den Arbeitern der Schnapsgenuß sich sehr vermindert hat, so Jahren wurde von Schwarz eine Neuauflage herausgegeben, ein auf seine Frage angeblich auch noch vom zuständigen Bergwerks- find es gerade die Aermiten der Armen, die sich in ihrem elenden Zeichen, daß das Bedürfnis für eine Fachzeitung vorhanden inspektor bestätigt worden sein soll. Tropdem fuhren die beiden Sinschleppen und Durchhungern durchs Leben noch nicht aus den war. Zu halten war diese Zeitschrift jedoch nicht. Später Sicherheitsmänner nicht an. Ein Grund hierfür wurde von niemand lauen des Schnapsteufels haben befreien fönnen. Deshalb wollen unternahm der Buchdruckereibefizer Billig in Mittweida im angegeben; Forderungen sind nicht gestellt worden. Die Sache wir die Resultate der Untersuchungen Schmiedebergs hier mitSahre 1846 den Versuch, mit der Typographia" den Buch- scheint recht unaufgeklärt. teilen. brudern ein Blatt zu schaffen, das im Gegensaß zu seinen Ausland. Schmiedeberg erklärt zunächst, daß die Giftigkeit des Methylalkohols eine relative und im rohen Holzgeist dadurch komplizierte Vorläufern offensichtlich dem Gehilfenstandpunft mehr zuneigte. ist, als dieser noch eine Menge verschiedener durch die trosene Der inzwischen im Mai 1848 auf den Plan getretene GutenDestillation des Holzes entstehender, mehr oder weniger giftiger berg" erschwerte der" Typographia" aber das Dasein, so daß brenzlicher( empyreumatischer) Stoffe enthalten kann. Meinen auch dieses Blatt einging. Der Gutenberg" brachte es in Methylalkohol habe er selbst und ebenso einige seiner Bekannten seinem fast fünfjährigen Bestehen zur Bedeutung eines wirkFolgen des Tripoliskrieges für Italien. in Mengen von 15 bis 60 Gramm ohne bemerkenswerten Schaden lichen Gehilfenblattes, er konnte bis zu den Augusttagen 1848 getrunten; aber auch er wie feine Bekannten haben danach einen 2000 Abonnenten aufweisen. Der Tripolisraub ist für seine Organisatoren glücklich vollendet. Brennenden Geschmad im Munde und ein breennendes Gefühl in Doch auch diesem dritten Der aus Armeelieferanten und Aktionären der Römischen Bant ge- der Magengegend gehabt sowie Brechneigung und Speicheffluß. Buchdruckerorgan stellten sich enorme Schwierigkeiten ent- bildete militärisch- tapitaltstische Stlüngel hat Millionengewinne ein- Bei mehreren seiner Bekannten verursachte der Methylalkohol auch gegen, denen denen es schließlich erlag. Die polizeilichen geheimst, das arbeitende Volt aber leidet unter einer steigenden wirkliches Erbvechjen. Aber von der allgemein belebenden und Berfolgungen, die Bedrückungen durch die Prinzipale, Arbeitslosigkeit. Sie hat in kurzen Wochen derart zugenommen, daß reizenden noch von der berauschenden Wirkung des gewöhnlichen δας neue preußische Preßgeseh und der Rückschlag die italienischen Gewerkschaften eine Abordnung zu dem Minister der Aethylalkohols fonnte er nichts bemerken. Verstärkt wurde die der verunglückten Tarifaktion vom August 1848 brachten öffentlichen Arbeiten sandten, damit er Maßregeln gegen das tag- Wirkung, wie auch Versuche an Hunden zeigten, wenn solche Dosen den Gutenberg" schließlich auf 600 auf 600 Bezieher täglich schlimmer werdende Uebel einleite. Die Gewerkschaften haben in kürzeren Fristen einige Zeit öfter gegeben wurden. Während herunter; mit Ende 1852 stellte er sein Erscheinen ein. fehlen lassen. Allerdings bisher ohne Erfolg. Die Regierung hielt alkohol erhielten, in wenigen Wochen eingingen, hatten sie keinen es an Hinweisen auf die steigende Zahl der Arbeitslosen nicht Hunde, die jeden dritten Tag 15 bis 20 Rubitzentimeter MethylEin im Jahre 1852 gegründetes neues Blatt, das etwa fie allem Anschein nach für das Produkt ängstlicher Schwarzmalerei. wesentlichen Schaden, wenn sie alle acht oder 14 Tage eine solche 700 Abonnenten zählte, mußte ebenfalls sein Erscheinen im Vor einiger Zeit veröffentlichten die Gewerkschaften das Er- Dosis erhielten; sie nahmen dabei auch an Gewicht zu. Jahre 1857 einstellen. gebnis einer Arbeitslosenenquete, wodurch dargetan wurde, daß Bei den Sektionen solcher eingegangener Hunde fand Schmiede Die Leipziger Buchdrucker beschlossen am 24. März 1862, in einigen mittelitalienischen Provinzen breite Arbeiterschichten nicht berg neben etwas Methylalkohol noch deutliche Mengen Ameiseneinen Ausschuß für das zu gründende Journal einzusetzen. mehr als 200 Tage im Jahre arbeiten. Gegenwärtig wird noch fäure im Magen, und er nimmt an, daß auch bei Menschen der Die materiellen Mittel wurden dazu aufgebracht durch nicht einmal dieser Grad der Beschäftigung erreicht. Seit der Ver: Methylalkohol oft nicht vollständig zu Kohlensäure, sondern zum 200 Anteilscheine zu 15 Neugroschen, die allmählich durch Aus- öffentlichung der Enquete hat sich die Arbeitslosigkeit auch auf Teil nur zu Ameisensäure verbrannt oder oghbiert wird, die wohl Losung zur Rückzahlung gelangten. andere Orte in Oberitalien ausgedehnt. In der unteren Romagna bei gefunden, gut genährten Menschen durch das bei der VerEs mußte auch müssen die Arbeiter, besonders die Tagelöhner, im Herbst und dauung der Giweißstoffe der Nahrung sich von diesen abspaltende eine Staution von 500 Taler bei der Regierung ge- winter monatelang aussehen und in der Provinz Ravenna bei Ammoniat vollständig neutralisiert werden kann, so daß die Alkawerden, die später auf 800 Taler erhöht wurde. spielsweise beträgt die Durchschnittsarbeitszeit im Jahre nur 100 lität des Blutes teine Ginbuße erleidet. Dagegen ist es wahrscheins erste Nummer dieses neuen Blattes erfreute bis 130 Tage. Dort wurden unter der Feldarbeiterschaft 16 000 Be- lich, daß sich bei schlecht genährten und durch Trunksucht oder andere sich allgemein beliebter Aufnahme, Aufnahme, selbst im Aus- schäftigungslose, und unter den Handwerkern( Zimmerleuten, Umstände heruntergekommenen Menschen diese Neutralisation der lande. Unter Härtels Leitung, der 37 Jahre lang am Schmieden und Maurern) 4000 gezählt. entstandenen Ameisensäure auf Kosten der Alkalität des Blutes Sorrespondent" wirkte, entwickelte sich der Sorrespondent" In der Provinz Bologna steht die Sache noch schlimmer. Nach vollzieht, indem bei geringer Eiweißkost das gebildete Ammoniat zu dem allseitig anerkannt vortrefflichen Gewerkschaftsblatt, 20 237 Arbeitern 7031, und von den 18 982 Arbeiterinnen 7978 in und es vor einer Acidose( Säuerung) zu schüßen; worauf dann die einer Umfrage, die sich auf 42 Landbezirke erstreckte, waren von den nicht mehr ausreicht, um dem Blut seine Altalität zu erhalten das besonders den Gedanken der Tarifverträge mit Geschick ben ersten neun Monaten des Jahres ohne Beschäftigung und noch betreffenden Personen unter Erscheinungen einer akuten Berund Tatkraft vertrat. Der Korrespondent", der heute ist eine Wandlung zum Bestern nicht abzusehen. Durch die Arbeits- giftung zugrunde gehen. Ob dadurch auch die Sehstörungen vers wöchentlich dreimal erscheint, hat eine Abonnentenzahl von Lofigkeit haben diese Arbeiter im Jahresdurchschnitt den Monat nicht ursacht werden, ist noch näher zu untersuchen. Solche Zustände 49 300. Da dieses Gewerkschaftsblatt nicht obligatorisch für mehr als 11-22 m. verdienen fönnen. laffen sich mit Krankheiten vergleichen, in denen auch ohne besondere die Mitglieder eingeführt ist, so liefert seine Auflage zu den In der Provinz Mantua find 10000 Tagelöhner ohne Arbeit. Veranlassungen, z. B. bei Zuderruhr( Diabetes) ein gewisser im Buchdruckerverband organisierten rund 65 000 Buchdruckern Hier wird als Teilursache der Krisis die Umwandlung des Pacht- Grad von Acidose des Blutes eintritt, durch welche der Mensch auch deinen Beweis dafür, daß das Blatt sich in den Streifen der systems und die Einführung neuer Maschinen in die Fabriken ge- schnell zugrunde geht. Buchdrucker großen Eingang verschafft hat. Zu seinem Ehren der Textil- und Bauindustrie durch den Krieg. In den sonst Richtigkeit dieser Ansicht Schmiedebergs zu erhärten. Jedenfalls Dazu kommt noch als Hauptursache die Zahmlegung tage gratulieren ihm nicht nur die Buchdrucker, sondern auch so rührigen Industrieſtädten Dberitaliens wie Mailand, Turin und wird auch durch ihn festgestellt, daß schlecht genährte, im Leben die gesamten gewerkschaftlich organisierten Arbeiter. anderen Orten ist der Geschäftsgang flau. Zurzeit sind in Mailand Schiffbruch erlittene, durch Trunksucht oder andere Ursachen hers allein 40 000 Arbeitslose und in den ländlichen Distrikten seiner untergekommene Menschen der Giftwirkung des Methylalkohols nächsten Umgebung 20 000. In der Provinz Venedig wird die weit eher und mehr wie der des gewöhnlichen Alkohols erliegen, industrielle Reserbearmee auf 30 000 Mann geschätzt. als gut genährte, gesunde Personen. stellt Die Berlin und Umgegend. Achtung, Metallarbeiter! Der Betrieb von Fallsohn, Ritterstraße, ist nach wie vor gesperrt und bitten wir, alle Arbeitsangebote der Firma streng zurückzuweisen. Die Ortsverwaltung. Bosenberg ist es in der Glühlampenabteilung zu ernſten DiffeAchtung, Glasbläser und Bläserinnen! Bei der Firma Baul renzen gekommen. Die Firma hat für alle Branchen Abzüge bis zu 40 Broz. gemacht. Da die Verhandlungen erfolglos waren, wurde die Arbeit eingestellt. Alle Glasbläser und Bläserinnen werden ersucht, dieses streng zu beachten und bis zur Erledigung der Differenz dort keine Arbeit anzunehmen. Zentralverband der Glasarbeiter. Deutsches Reich. Der Deutsche Technikerverband verzichtet auf das Streifrecht! nannt. Die Abordnung der Gewerkschaften hat die Regierung auf den großen Ernst der Situation aufmerksam gemacht und Mittel zu ihrer Ueberwindung vorgeschlagen. Eine große Zahl öffentlicher Arbeiten, die in Zeiten der Proiperität liegen geblieben sind, harrt jetzt zu beginnen, um den Arbeitslosen Arbeit und Brot zu geben. der Erledigung, und die Gewerkschaften ersuchen die Regierung, fie Soziales. § 63 5.G.B. Es muß weiteren Untersuchungen vorbehalten bleiben, die Die gefüllte Kompottschüffel"." Wie schwer es den Invaliden ist, in den„ Genuß der Juma lidenrente zu kommen, beweist die Statistik über die Rentenempfänger in Ostpreußen. Am Schluß des Jahres 1911 betrug in dieser Provinz die Zahl der Rentenempfänger 46 698. Von den in Jahre 1911 eingegangenen 9306 Anträgen auf Bewilligung der Invalidenrente hatten nur 4785 Erfolg. Also nur der Hälfte mer cs gelungen, die Invalidenrente zu bekommen. In einer Provinz wurden in einem Jahre 4521 Invaliden abgewiesen. Da sieht mans wie glänzend in unserem Vaterlande für die Notleidenden und Schwachen gesorgt" wird. Altersrentenempfänger waren 1911 in Ostpreußen 3548. Von den im Jahre 1911 eingegangenen 438 Anträgen auf Gewährung von Mtersrenten wurde 237 stattgegeben, 200 über 70 Jahre alte Personen wurden also abgewiesen. So sieht in der Wirklichkeit die gefüllte Kompottschüssel der alten und invaliden Arbeiter aus. Letzte Nachrichten. Das Ultimatum. 1. Ein Prinzipal, der die gesamten Krankenkassenbeiträge zahlt, crachtete sich für berechtigt, das Gehalt um das Krankengeld, das der Gehilfe während der Krankheit bezog, zu kürzen. Die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts verurteilte mit Recht den beklagten Brinzipal zur Auszahlung der einbehaltenen Beträge. In der BeDer preußische Minister für Handel und öffentliche Arbeiten gründung heißt es: Die Vorschrift, daß das Krantengeld nicht an Sydow hatte durch Erlaß den auf Privatdienstvertrag angestellten gerechnet werden darf, ist nach§ 63 des Handesgesetzbuchs eine Eisenbahntechnikern die Mitgliedschaft im Bunde der technisch- zwingende. Sie kann durch Parteivereinbarung nicht aufgehoben industriellen Beamten und im Deutichen Technikerverbande verboten. werden. Die Frage, ob und welchen Teil der Chef zahlt, ist ganz Der Deutsche Technikerverband richtete daraufhin an den Eisenbahn- belanglos. Uebrigens ist auch das Verlangen, das ganze Krankengeld zur Verrechnung zu bringen, schon deshalb unbegründet, weil minister eine Eingabe, in der geltend gemacht wurde, daß nach der ber Chef ein Drittel ohne weiteres hätte zahlen müssen. Tatsächlich neuen Sagung des Verbandes für die in den Betrieben der stellt die Bezahlung der Kassenbeiträge durch den Prinzipal ledig- London, 3. Januar.( W. T. B.) In der heutigen Gemeinde oder des Staates beschäftigten technischen Beamten und lich eine Erhöhung des Gehalts dar, die ebensowenig Wirkung haben Sigung der Friedenskonferenz überreichten die Delegierten Angestellten auf gemeinsame Kündigung und Arbeits- fann, als es z. B. die Uebernahme der Zahlung der ganzen Kosten der Verbündeten ein dreifaches Ultimatum benieberlegung ausdrücklich Verzicht geleistet werdet der Invalidenversicherung wäre. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat daraufhin, der 2. Vor derselben Kammer gelangte eine Klage eines Hand- treffend Adrianopel, Kreta und die Aegäischen Jufeln. Sie " Deutschen Techniker- Korrespondenz" zufolge, den fgl. Eisenbahn- lungsgehilfen zur Entscheidung. Der Kläger hatte sich dadurch eine gaben gleichzeitig zu verstehen, daß sie die Verhand. Direktionen mitgeteilt, daß für ihn fein Anlaß mehr vorläge, den traumatische Neurose" zugezogen, daß er mit einem Batet in Iungen abbrechen würden, falls sie nicht bis Montag der Hand auf einen schon in Fahrt befindlichen Stadtbahnzug nachmitag 4 Uhr eine klare und zufriedenstellende Antwort Angehörigen der Staatseisenbahnverwaltung die Mitgliedschaft im springen wollte und dabei vom Trittbrett herunter fiel. Ansprüche erhalten. Die Türken schlugen vor, daß sie ihre Antwort gegenüber dem Eisenbahnfiskus hatte der Kläger wegen des Unfalls morgen nachmittag 4 Uhr geben würden. Dieser Vorschlag nicht geltend gemacht, dagegen berlangte er von seinem Prinzipal wurde von den Delegierten der Verbündeten angenommen. Die Aussperrung in der Uniongießerei zu Königsberg dauert nun Schadloshaltung während seiner Krankheitszeit. Er schon elf Wochen und noch steht die Arbeiterschaft ebenso ungebeugt Das Kaufmannsgericht fam zur Abweisung der Klage, weil es wird als ein Anzeichen dafür aufgefaßt, daß die Türken einen Bruch für unvermeidlich anschen. da wie in den ersten Tagen des Kampfes. Dieser Tage hat eine in dem Unfall des Gehilfen kein unverschuldetes Unglück im Sinne geheime Abstimmung über eine etwaige Beendigung des Kampfes des§ 63 des Handelsgesetzbuchs erblickte. Daß das Aufspringen Die Konferenz wurde dann um 7 Uhr 40 Minuten auf oder über seine Fortführung stattgefunden. 722 Stimmen haben für auf einen fahrenden Bug ein grobes Verschulden darstellt, ist morgen nachmittag 4 1hr vertagt.+ die Fortsegung gestimmt und nur fünf Stimmen sind ständig vom Reichsgericht angenommen worden, heißt es in der für Arbeitsaufnahme abgegeben worden. Das ist ein Begründung. Ebensowenig aber wie die Eisenbahnverwaltung auf Resultat, welches den Beweis liefert, daß die Scharfmacher der Metall- Grund des Haftpflichtgesetzes dem Kläger ersatzpflichtig wäre, tann industrie noch lange nicht ihren Fuß auf den Nacken der Unionarbeiter es auch auf Grund der Bestimmung des§ 63 der Pringipal sein. sezen tönnen. Inzwischen versucht die Direktion neue Hingebrüder anzuwerben, mit denen sie aber nicht viel anfangen kann. Deutschen Technikerverbande zu untersagen. Als Die Flucht aus der ungarischen Regierungspartei. Budapest, 3. Januar.( W. T. B.) Nachdem bereits drei Mitglieder der Regierungspartei ihren Austritt aus der Partei erklärt haben, weil ihnen die von der Regierung geplante Ein Vertrauensarzt in Unfallsachen. Ausdehnung des Wahlrechts nicht weit genug Zur Aufklärung eines ärztlichen Irrtums, der eine schablonen- geht, haben jetzt auch der frühere Präsident des AbgeordnetenAussperrung in der Memeler Holzindustrie. hafte Behandlung vermuten ließe, wurde eine Berufungsjache des hauses Navay und drei weitere Abgeordnete ihren Austritt aus Der im Mai 1911 nach der Aussperrung in der Memeler Holz- Arbeiters August Bilda aus Elslaake von dem Oberversicherungs: der Regierungspartei aus demselben Grunde angemeldet. industrie abgeschlossene Arbeits- und Tarifvertrag wurde am 1. No- amt pertagt. B. ist ein Invalide des Müllereigewerbes. vember 1912 von dem Memeler Arbeitgeberverband zum 31. Dezember Müllergeselle stürzte er am 3. März 1900 in den Fahrstuhlschacht Die Bewegung im Saarrepier. 1912 gefündigt. Die während der Kündigungsfrist zwischen den einer Dampfmühle und zerriß sich dabei die Stopfhaut am Scheitel Saarbrüden, 3. Januar.( W. T. B.) In Geislautern Bertretern der Organisationen der Arbeiter und den einzelnen Arbeit- und die Mundwinkel, ferner erlitt er beim Sturz Hand- und gebern gepflogenen Verhandlungen haben zu keinem befriedigenden Daumenverlegungen. B. erhielt die Unfallrente, die immer mehr am mlungen statt, in welchen mehrere christliche Gewerkschaftsund Obervölklingen fanden heute Bergarbeiterver Ergebnis geführt. Die Arbeitgeber erklärten in der letzten, am vermindert wurde und zulegt auf 15 Proz. bemessen war. 30. Dezember stattgefundenen Sigung, sämtliche Betriebe am Es wurde einstimmig beschlossen, In der Zwischenzeit gab B. seine Profession auf und wurde führer sprachen. 1. Januar schließen zu wollen, falls das Angebot der Unternehmer landwirtschaftlicher Arbeiter. Als solcher mußte er nun auch der wegen der Vorgänge auf der Grube„ Belsen" benicht angenommen und der Vertrag abgeschlossen werde. Von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zugewiesen werden. Um züglich der Sicherheitsmänner in den Streit zu Aussperrung, die am Donnerstag tatsächlich vorgenommen wurde, zu wissen, welcher Rentenanteil für B. gerechtfertigt sei, veranlaßte treten. Die Bewegung geht allem Anschein nach von den Bergwerden fast sämtliche Schueidemühlen von Memel und Umgebung die Berufsgenossenschaft eine Untersuchung durch den Vertrauens leuten der Grube„ Velsen" aus, welche die Bergarbeiter der be. sowie die beiden Schälfabriken mit etwa 1500 Arbeitern und Arbei arzt Dr. Gottschalk, der zu dem merkwürdigen Ergebnis tam, daß terinnen betroffen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen allerorts werden die Rente B. von 35 auf 20 Broz. herabgefest werden solle. B. nachbarten Gruben für eine Solidaritätserklärung zu gewinnen ersucht, den Zuzug von Arbeitskräften nach Memel streng zu ver- wäre ja damit sehr zufrieden gewesen, anders aber die Berufs- suchen. Es kommen sämtliche Gruben der Berginspektionen 2 und genossenschaft, und ihr trat auch das Oberversicherungsamt bei, das 12 in Betracht. Berantw. Redalt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: Tb. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl. meiden. Nr. 3. 30. Jahrgang. " 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. Januar 1913. Der Oberzenior in Ulm. " Gerichts- Zeitung. Raffinierte Wahlfälschung. Tuste sofort aus den Reservefonds gedeckt werden, so würden diese von 5 auf 3 Proz. der Einlagebestände sinken. Um das zu verhin gern, soll die Abschreibung der Verluste auf 3 Jahre verteilt werden. Die Redaktion der in Ulm erscheinenden Donau- Wacht" Der Staat will diese Erleichterung zugleich benußen, um die Kassen regt sich darüber auf, daß der Vorwärts" seine Berichte aus zur vermehrten Griverbung von Staalspapieren zu zwingen. Dem Reichsgericht unterlag am Donnerstag eine raffinierte Württemberg wieder mit dem leidlichen Parteistreit vermenge". Solche Gemütserleichterung wäre ja ihr gutes Recht; eine beispielAnspannung der Reichsbank. Wahlfälschung zur Beurteilung, bei der die Frage, ob cine loſe Anmazung ist es dagegen, daß das Blatt dem Vorwärts" vor- ziehung von Bargeld aus den Spar- und Depositenfassen infolge Nach§ 108 Str.-G.-B. wird wegen Wahlfälschung bestraft, Die allgemeine Stockung des Kreditverkehrs und die Zurück- strafbare Wahlfälschung vorliegt nicht bedentenfrei ist. fchreiben will, wen er mit der Berichterstattung über die württem- des Balkankrieges haben Ultimo Dezember zu einer erheblichen wer ein unrichtiges Ergebnis der Wahlhandlung vorfäßlich bergischen Vorgänge betrauen foll. Daß ihm Person und Bericht- Inanspruchnahme der Deutschen Reichsbank geführt. Der Bestand herbeiführt oder das Ergebnis verfälscht." Auf Grund dieser erstattung unseres Korrespondenten Westmeher nicht gefallen, können der Reichsbank an ihr übergebenen Wechseln ist ein außerordent- Vorschrift ist am 24. August 1912 vom Landgericht Karls. wir bei seinem parteipolitischen Standpunkt durchaus begreifen. lich hoher; er betrug 2031 Millionen Mark( gegen 1793 Millionen ruhe der Krankenkassenrechner Stefan Schweikert zu Was soll man aber dazu sagen, daß das Ulmer Blatt im Jahre 1911 und 1493 Millionen im Jahre 1907). Eine ent- 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. In dem dem Vorwärts" Vorwürfe darüber macht, daß er nicht den sprechende Höhe hat der von der Reichsbank bewilligte Kredit, der Orte Wiesental war Gemeindevertreterwahl, für Rotenumlauf, erreicht; er beträgt 2519 Millionen( gegen 2251 Genossen Keil, der dem Vorwärts" gelegentlich einige wenigen millionen im Jahre 1911 und 1885 Millionen im Jahre 1907). Die welche sowohl die Zentrums- und bereinigte Bürgerpartei" als Situationsberichte aus Bürttemberg geschickt hatte, zum regel Deckung des Notenumlaufes durch Metall usw. ist dadurch geringer auch die reine Zentrumspartei" Listen aufgestellt hatte. Der mäßigen Storrefpondenten bestallt hat, sondern feinen alten Kor- geworden. Die für ungedeckte Noten vorgesehene Steuer infolge- Angeklagte, Anhänger der legteren, ließ eine größere Anzahl respondenten West meher beibehielt. Die Redaktion des„ Vor- dessen gestiegen. Die Steuerpflicht betrug am 31. Dezember 704 Wahlzettel der Gegenpartei, jedoch mit zwei nicht sogleich wärts" teilte das dem Genoffen Keil ganz loyal mit den Worten Millionen( gegen 452 Millionen am Ende des Jahres 1911). Der bemerkbaren Aenderungen drucken, sie heimlich und bei Nacht mit: Da unser alter Korrespondent seine Tätigkeit für uns wieder Gesamtstatus ist damit um 252 Millionen ungünstiger als im Vor- folchen Wählern ins Haus schmuggeln, die als Anhänger der aufgenommen hat, werden Sie es verständlich finden, daß wir auf jahre. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die in diesem Jahre betreffenden Partei ihm bekannt waren. Er erreichte seine Ihre Mitarbeiterschaft für württembergische Angelegenheiten eingereichten Wechsel längere Rückzahlungsfristen vorsehen. Ein Absicht, denn 16 solcher Stimmzettel, die unbesehen in die verzichten müssen." Nicht genug damit, daß die„ Donau- Wacht" diese liche Anspannung der Reichsbank wird länger anhalten, auch wenn Wahlurne gelegt waren, wurden für ungültig erklärt. Das Stelle unferes Privatbriefes an den Genossen Keil abbrudt: die Balkanwirren nicht zu noch größerer Geldversteifung führen Wahlergebnis wurde dadurch allerdings nicht geändert. In fie twirft auch nach allerlei gepfefferten Liebenswürdigkeiten an die würden. seiner Revision machte der Angeklagte geltend, daß der Adresse Weſtmeyers die originelle Frage auf: § 108 auf seine Tat nicht anzuwenden set, weil dieser mur von der eigentlichen Wahlhandlung spreche, seine Handlung aber lediglich sich auf die Vorbereitungen zur Wahl beziche. " " " Kaffeevalorisation. Milchkrieg. Der Reichsanwalt war der Ansicht, daß§ 108 überhaupt denjenigen treffen wolle, der das Rechtsgut der Wähler, ihren Willen zum Ausdruck zu bringen, verlegt. Er beantragte die Verwerfung der Revision. Das Reichsgericht ver tagte die Entscheidung auf den 23. Januar. Betrügereien gegen Heimarbeiterinnen. Betrügereien zum Schaden des Deutschen Theaters" und der für dieses beschäftigten Heimarbeiterinnen, ferner Diebstahl, Bc. leidigung und versuchte Verleitung zum Meineide wurden dem Zu schneider Raphael Barth zur Last gelegt, der sich deshalb gestern vor der 1. Straftammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsrats Grodtke zu verantworten hatte. Warum muß sie das? Wer tann sie zu einer solchen Handlung zwingen, wer gibt hier Vorschriften, über Der von den Plantagenbefizern und dem Staate Brasilien mit deren unheilvolle Wirkungen man sich nach den Erfahrungen des Hilfe des Großkapitals gebildete Kaffectruſt unterhält in New York Letzten Jahres feinen Augenblick im Zweifel sein durfte? Es wäre ein Lager von Kaffee. Die nordamerikanische Regierung beschlagnicht uninteressant, tvenn einmal der Parteivorstand und nahmte im Früjahr vorigen Jahres plöglich dieses Lager und erhob die Prepkommission des Vorwärts" der Untersuchung auf Grund des Antitrustgesetzes Klage gegen den Trust. Diese Andieser Frage näher treten würden. Auf jeden Fall ist es aber flage, die gegen die bereits 1906 ins Leben gerufene Valorisation in in fachlicher Hinsicht aufs tiefste zu bedauern, daß der„ Vorwärts" Szene gefeßt wurde, hatte offenbar einen anderen Zweck. Die Verdie speziell in der Göppinger Angelegenheit gesammelten Erfah einigten Staaten wollten auf Brasilien einen Druck ausüben, um es rungen plötzlich völlig in den Wind schlägt und damit zu seinem zu bestimmten handelspolitischen Zugeständnissen zu zivingen. Nach- Man darf auf die Entscheidung gespannt sein. Erfolgt Teil wieder zur Beruneinigung der württembergischen Partei- dem dies geschehen, ist eine Verständigung" zwischen beiden Staa- Verurteilung, so ist damit auch ausgesprochen, daß bei Proporz genossen beiträgt." ten über die Staffeevalorisation erzielt worden. Das leberein wahlen jene Verbreitungen solcher Stimmzettel, die von den Wir wollen die Wißbegierde der„ Donau- Wacht" gern be- kommen sieht den Verkauf der 920 000 Sad valorisierten Staffees friedigen. Nichts als der journalistische Anstand ihrem alten vor, die in New York lagern. Sie werden nach und nach auf den von einer Partei beschlossenen abweichen, denen aber der AnMarkt gebracht werden. Sobald die letzten verkauft sind, wird schein gegeben wird, als entsprächen sie dem Willen der Storreſpondenten gegenüber und die lleberzeugung, daß Weſtmeher Generalstaatsanwalt Widersham die von der Regierung ange- Partei, nicht nur verächtliche Manipulationen sind, sondern ihr bisher im ganzen durchaus gute Dienste geleistet hat, strengte Klage gegen den Kaffeetrust zurückziehen. Für immer auch mit Gefängnis bis zu zwei Jahren und mit Ehrverlust zwingt" die Redaktion des Vortärts" dazu, Westmeher nicht ein- verden natürlich auch ohne dieses llebereinkommen die Vorräte bedroht werden. fach zugunsten eines anderen Genossen abzusägen, der niemals nicht in New York lagern. Die Vorschrift, sie nach und nach auf ihr württembergischer Berichterstatter gewesen ist, dem gegenüber für den Markt zu bringen, bedeutet also nichts als das Einverständnis sie also nicht die geringsten Verpflichtungen bestanden! Zu der mit der künstlichen Verringerung des Angebots zum Zwecke der reizenden Denunziation der Donau- Wacht" an die Aufsichts- Breistreibung. instanzen des Vorwärts" wollen wir nichts als das eine bemerken: Nach solchen Leistungen der Gegner Westmeŋers In München ist seit einigen Tagen wieder einmal ein heftiger begreifen wir allerdings, warum der Kampf Milchfrieg entbrannt. Bisher wurde die Milch in den Winterder Richtungen in Württemberg häufig einen fo monaten zu 16% und in den Sommermonaten zu 16 Pf. an die persönlichen Charakter annehmen mußte! Milchgroßhändler geliefert, die mit einem Rußen von 2% bezio. 2 Besonders hübsch aber macht es sich, daß ausgerechnet die Pfennig an Kleinhändler weiter lieferten, so daß der Konsument Donau- Wacht" in ihrer folgenden Nummer das Eingreifen der den Liter mit 22 bezw. 21 Pf.( Bassinwagen) bezahlen mußte. Nun Breßlommission einem anderen Parteiblatt, nämlich der Göppinger Groffisten durch die vermittelnde Tätigkeit der Regierung ein Ver wurde beim letzten Milchkrieg zwischen den Milchbauern und den Boltsz ang gegenüba, dem schärfsten Zadel unterwirft. Das trag geschlossen, der mit dem 1. Januar 1913 abgelaufen ist. Die Ulmer Parteiorgan, das offenbar solche Enthüllungen über interne Milchproduzenten haben jetzt unter Führung des christlichen ZenRedaktionsangelegenheiten anderer Parteiblätter liebt, behauptet trumsbauern Eichner- Jaßberg eine große Versammlung einberufen, nämlich, ein Artikel Weſtmeyers in der Göppinger Volkszeitung" fei in der beschlossen wurde, zu dem bisherigen Preise nicht mehr zu diesem Blatte erst durch einen Beschluß der Göppinger Preß- liefern, sondern einen Einheitspreis von 18 Pf. für das ganze Jahr tommission aufgezangen worden und zwar, wie das Ulmer Blatt zu fordern. Die christlichen Bauern streben dahin, den Milchpreis in feiner parteigenössisch- liebenswürdigen Weise unterstellt, lediglich, so weit hinaufzutreiben, daß er dem Bierpreis gleichkommt. In um dem persönlichen Bedürfnis des Genossen Kinkel zu ab 1. Januar über München die Sperre zu verhän Der Milchbauernversammlung wurde nun am Montag beschlossen, dienen". In der gegenwärtigen Situation sei das wohl das gen. Schon der erste Tag des Boykotts war ein Fiasto der Herren tollste, was gefchehen konnte". Produzenten. Von den täglich nach München kommenden 80 000 Litern Milch wurden am Neujahrstag trotz der Sperre rund 50 000 Donau- Riter nach München geliefert. Da zudem einerseits größere Milchborrate in der Stadt vorhanden sind, andererseits durch die städtische Lebensmittelkommission mit dem Allgäu bedeutende Lieferungsverträge abgeschlossen wurden, darf der Boykott schon im Anfang als gescheitert betrachtet werden. " Just das gleiche möchten wir von der ganzen partei polemischen Senfationsmacherei der Wacht" sagen! Aus Industrie und Handel. Kursverlufte von Sparkassen. Durch die Kursstürze infolge des Balkantrieges sind die Sparfaffen arg betroffen worden. In Oesterreich erivägt man deshalb den Plan, den Sparkassen besondere Erleichterungen bei der Bilanzaufstellung zu gewähren. Die Kursverluste der österreichischen Spartaffen werden auf 90 Millionen Kronen tagiert. Würden diese VerKleines feuilleton. Der Ehering. In meiner Sturm- und Drangzeit bestellte ich mir zwei wertvolle Goldringe. Ich ließ sie zu ciner Zeit anfertigen, als mir der eigene Herd begehrenswert schien und ich noch hoffte, an solch traulicher Stätte Riesenkräfte für den Kampf ums Dasein aicu zu schüren. Mein Selbstbewußtsein ist seither feineswegs geschwunden, nur wurden die Riesenträfte von häuslicher Gewitterstimmung und gesegneten Umständen sehr stark in Anspruch geUnd was sonst an Kräften zur Verfügung war, crforderte der Tagestampf. Den einen der Ringe steckte ich meiner Auserwählten an den Finger, den anderen nahm ich selbst. Damals habe ich schon die Möglichkeiten erwogen, im Falle von Verlegenheiten mich dieses Ringes entäußern zu können. Und nur zu bald mußte ich die Goldringe durch Surrogate ersehen. nommen. Der Angeklagte war erster Zuschneider am Deutschen Theater". Als solcher hatte er die Kostüme für den Theatergebrauch zu zuschneiden und in den Ateliers des Theaters anfertigen zu lassen. Bei großen Ausstattungen durfte er Arbeit nach erßerhalb an er ließ die Stoffe einkaufen, soviel er für nötig hielt und schnit Heimarbeiter vergeben. Seine Stellung war eine sehr selbständige; den Arbeitern die Stoffe nach seinem Ermessen zu, ohne irgendwie dabei kontrolliert zu werden. Er hatte auch die Auslohnung der von ihm angenommenen Heimarbeiter zu bewirken. Da feine Stellung gefährdet schien, weil er verdächtig war, während der Tätigkeit in Baris Schmiergelder genommen zu haben, so scheint er auf den Gedanken gekommen eu sein, sich noch vor Toresschluß auf unrechtmäßige Weise zu bereichern. Ihm wurde vorgeworfen, daß er in mehr Geld zur Lohnzahlung habe überweisen laſſen, als er an die mehreren Fällen die Lohnlisten für Heimarbeiter falsch geführt, sich betreffenden Heimarbeiter auszuzahlen hatte, und daß er das überfchießende Gld in die eigene Tasche geſtedt habe. Der geklagte bestritt, sich in dieser Beziehung schuldig gemacht zu haben und behauptete, daß er die zu viel erhaltenen Be träge wieder im Interesse des Theaters verwendet habe. Ebenso bestritt er die Anschuldigung, nach und nach aus den Vorräten des Theaterateliers Goldbrokat- und andere Stoffe im Werte von 557 Mark entivendet zu haben. Als er angezeigt und entlassen war, hat er den Kaufmann Gesabky, den er fälschlich für den Urheber Steigerung der Eisenproduktion. Nach einer Zusammenstellung seiner Entlassung hielt, durch grobe Schimpftvorte beleidigt. Schlich im Standard" betrug die Roheisenproduktion der Vereinigten lich hat er die Frau, die die Anzeige gegen ihn erstattet hatte, aufStaaten im Jahre 1912 29 Millionen Tonnen gegen 23,65 Millionen gesucht und soll ihr dabei einiges in den Mund gelegt haben, was Tonnen im Vorjahre, in Deutschland 17,75 Millionen gegen 15,65 fie auf Befragen aussagen solle, um ihn nicht unglücklich zu machen. Millionen Tonnen im Vorjahre und in England 9,1 Millionen Der Angeklagte bestritt auch in diesem Punkte jede Schuld und be gegen 9,718 Millionen Tonnen im Vorjahre. hauptete, daß er allerdings die Frau gebeten habe, ihn nicht un leiher in Berlin- W weil er höher beleiht als die königliche Pfandleihe und ringe mit dem Leben hinterher um die Summe, die mich wieder im Besiz meiner Ringe sept. Wann werde ich sie einmal nicht mehr fort zu geben brauchen? " Notizen. " Vorträge. Der französische Dichter Jean Richepin wird in der 6. Soiree des Journal d'Allemagne" am 7. Januar G. M. in der Hochschule für Musik einen Vortrag halten, sowie aus seinen Kunsterziehung. Im Lichthof des Kunstgewerbes Gedichten rezitieren. museums und in den vorderen Ausstellungsräumen bekommen- Theater chronit. In den Billettabteilungen beider wir zu sehen, was den Schülern der Lehranstalt beigebracht Schiller- Theater findet jetzt die Ausgabe der Abonnements wird. Am interessantesten sind die Arbeiten der Vorschul- statt. Es sind für dieses Quartal in Aussicht genommen: Ilriel lassen. Jedes Blatt zeigt, daß diese Jugend wirklich sehen und Acosta von Guglow," Cyrano von Bergerac" von Rostand, Gyges nicht nur geschmackvoll nachempfinden lernt. Daran entscheidet sich und sein Ring" von Hebbel, Klein Dorryt" von Schönthan, Der eigentlich alles. Wir haben uns einige Zeit hindurch, vielleicht noch Andere" von Paul Lindau, Geographie und Liebe" von Björnson, gestern leicht geirrt; als wir nämlich glaubten, es sei genug und und für die Faschingszeit die Salingrésche Posse Die Reise durch geradezu Erlösung, wenn die Kinder nach der Art der Impressionisten Berlin in 80 Stunden". das Sehen lernten. Und gewiß, es hat vieles für sich dieses Anreizen der jungen Augen, die Welt zu durchfliegen und sich an ihr zu belustigen. Theaterherrentum. Herr Hülfen hat gelegentlich seines Indessen, wer ein Künstler oder auch nur ein tüchtiger Handwerker Intendantenjubiläums auch über das Verhältnis der Theaterherren werden will, muß nicht nur gern und mit Vergnügen sehen, er muß zu ihren Angestellten geredet. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender Die erste Zeit tat man das schon der Leute wegen. Man wollte vor allem richtig sehen können. Und das eben soll durch diesen des Bühnenvereins, der sich gern scharfmacherisch gebärdet. Seine nicht andern Einblick geben, unter welch traurigen Bedingungen Unterricht der Vorschule erreicht werden. Es ist ein strenger Drill, Exzellenz hat die Naivität, zu glauben, die Theaterleute würden sich das Menschenrecht, das Recht auf Liebe, crkauft war. dem hier die Augen sich unterwerfen müssen; es handelt sich um mit dem Theaterpafchatum aussöhnen, um dafür gelegentlich huldDie teuren Ringe ruhten derweil beim Pfandleiher. Ließen die ein Einererzieren der Hände. Es bedarf keiner Frage, daß solche bollit gewährte Gnaden einzutauschen. Er drückte das so aus: Die Beiten es irgend zu, wurde das Pfand eingelöst. So sind sie hin Graktheit dem Mann, der später die Wertzeichnung eines Stubles Herstellung des Friedens in der deutschen Bühnenwelt sei ja nun und her gewandert, haben Freud und Leid stillschweigend erlebt. oder die Perspektive eines Raumes zu liefern haben wird, außer- in erreichbare Nähe gerückt, da die meisten wohlgesinnten Mitglieder Haben oft zu gegebener Zeit sich in Erinnerung zu bringen ver- ordentlich nügen muß. Es ist gewiß, daß es dem, der der Bühnengenossenschaft ihren Austritt aus der Genossenschaft bemocht, wenn es Zeit war, den Schein zu prolongieren oder der fväter einmal die Gewichtsverhältnisse eines Gitters oder die schlossen hätten. Wunsch des Einlösens allzu lebhaft bestand. Dennoch scheint es Maße eines Zimmers festzustellen hat, außerordentlich ni. 40 Austrittserklärungen aus der Bühnengenossenschaft erfolgt. Es nützt, EN täuscht sich gehörig: seit dem 6. Dezember 1912 sind zirla fast, als sei die Zeit des Ringens mit dem Leben auch an diesen wenn er sich heute übt, die minimalſten Werte genau goldenen Ringen nicht spurlos vorübergegangen. zu wiegen und anzuwenden. Und es ist gewiß nur zu begrüßen, bleiben noch- zirka 13 000 Mitglieder. Das leztemal, als ich den meinen vom Versazamt holte und zu wenn die Hände, die später einmal flink arbeiten folien, heute gründ-- Prof. Nich. Weltrich, der Verfasser einer umfassenden Hause mit besonderer Zärtlichkeit vom Finger streifte, gewahrte lich massiert werden. Um folcherlei handelt es sich bei den Vor- Schillerbiographie, ist im 68. Lebensjahre in München gestorben. ich an ihm Kanten und Furchen, Spuren der Arbeit, die in dem bereitungsfurfen. Das Ergebnis läßt sich schon an den Arbeiten weichen Metall sich eingeprägt. Also auch das Gold, das zu diesem der eigentlichen Fachschule nachspüren. Was hier aus den Klassen- Im Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, Ring verwandt wurde, vermag den Härten des Lebens nicht stand- Baul, Orlit, Weiß, Grenander, Böhland und Löpler zu sehen ist, werden im Januar, Februar und März d. J., Sonntags von 10% zuhalten. Wie will man das vom Menschen erwarten? zeigt, daß den Schülern die Wirklichkeit des Lebens möglichst nahe bis 12 Uhr wieder Vorträge und Führungen mit Lichtbildern und Oft habe ich mir vorgenommen, ihn nicht mehr von mir zu gerückt wird. Die Lehrer scheuen sich nicht, den Schülern Anteil Demonstrationen abgehalten werden, darunter im Januar folgende: geben. Lieber zu entbehren, das äußerste zu ertragen. Umsonst! an ihrer eigenen Arbeit werden zu lassen. So hat Paul 12. Januar Prof. Stremme: Erdgeschichte und Geologie von Es ist mir, als fei mein Leben um die Summe zweier goldener durch einige Schüler einen ganzen Raum für das neue Kammer- Deutschland, I. Teil. Prof. Belowsky: Gold, Silber, Kupfer. Ringe zurückgeblieben. gericht entwerfen und unter deren Aufsicht ausführen zu laffen. So 19. Januar Prof. Stremme: Erdgeschichte und Geologie von Um diese Summe, die so klein ist, aber lezten Endes genügte, forgen Drlik und Döpler dafür, daß ihren Schülern die Teilnahme Deutschland, II. Teil. Dr. Aulmann: Giftschlangen. 26. Januar das Lebensschiff widder flott zu machen, um diese Summe find an Wettbewerben um Platate, Buchausstattungen und andere Flächen- Prof. Belowsky: Eisenerze. Prof. Stremme: Die Riefenjaurier Millionen zu kurz gekommen! Das geht wie ein Zug durch das fünfte möglich wird... Solche Anerkennung darf allerdings darüber von Deutsch- Ostafrika. Dr. Aulmann: Deutsche Süftenfauna. Leben des Proletariers, daß er nur von der Hand in den Mund nicht hinwegtäuschen, daß die Schule in ihrer Ganzheit ein wenig Starten find zu jedem Vortrag für 30 Pf. beim Pförtner des Museums hat, und meist das nicht einmal! allzu schnell und allzu sehr die Schwenkung mitmacht, die den zu kaufen. Bereine können besondere Führungen für 20 Pf. pro Wie schon so oft, werde ich auch diesmal mich wieder von ihm Direktor Paul aus einem Pionier der Modernen zu einem gefchmad. Berson bei einer Mindestbeteiligung von 25 Personen nach vorheriger trennen müssen. Ich gehe dann wieder zu dem wohlbeleibten Pfand. vollen Pfleger des Stiles werden ließ. R. Br. Anmeldung beim Verwaltungsdirektor des Museums erhalten. glücklich zu machen, jedoch nur in dem Sinne, daß sie die teine| Stern, Ser gleichfalls vorgezogen hat, Berlin zu verlassen, die Haupt-| Wahrheit sagen solle. Staatsanwalt Schwemann hielt auf Grund der Beweisauf nahme die Schuld des Angeklagten in jedem Punkte für erwiesen und beantragte eine Gesamtstrafe von 1 Jahr 8 Monaten Zucht haus. Das Gericht sprach den Angeklagten von der Verleitung zum Meineide frei und verurteilte ihn im übrigen zu 6 Monaten Gefängnis unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. Der Angeklagte wurde aus der Haft entlasjen. Gegen Reklamebilder. Auf Grund des Gefeßes zum Schutze landschaftlich hervorragender Gegenden hat der Regierungspräsident zu Frankfurt a. D. unter dem 28. März 1912 eine Polizeiverordnung erlassen, durch die er für gewisse Strecken der Ostbahn unter anderem anordnet, daß in einer Entfernung von weniger als 300 Meter vom Bahnkörper Reflameschilder, die das Landschaftsbild beeinträchtigen, nicht angebracht werden dürfen. Gegen die Verordnung sollte sich der Landwirt Schulz vergangen haben. Er hatte innerhalb der angegebenen Entfernung vom Bahndamm auf seinem Grundstück ein sehr großes Reklameschild auf Pfählen stehen. Er bestritt, strafbar zu sein, da er nicht die Reklame errichtet habe, sondern die Reklamefirma Funk, an die er das fragliche Stückchen Land verpachtet habe. Angeklagter wurde auch von der Straffammer Landsberg a. W. freigesprochen, weil die Verordnung sich nach ihrem Inhalt nur gegen den unmittelbaren Eigentümer der Reklame, nicht gegen den Berpächter des Grund und Bodens richte. Das Kammergericht hob dieser Tage auf die Revision der Staatsanwaltschaft die Vorentscheidung auf und verivies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurück. Begründend wurde ausgeführt: Das Landgericht irre, wenn es annehme, der Verpächter des Grund und Bodens sei nicht haftbar für die Uebertretung der Verordnung. Der Verpächter sei ebenfalls haftbar, wenn er der Täter oder Mittäter sei. Er sei aber ein geduldet und ja das Grundstück überhaupt zu dem Zwede an die Reklamefirma Funk vermietet habe. Das Landgericht müsse sich nochmal mit der Sache beschäftigen. Es müsse bei der neuen Verhandlung auch nachprüfen, ob die Voraussetzungen für die Gültigfeit der Verordnung gegeben seien. Nach der Auffassung des Rammergerichts genüge es nicht, daß der Regierungspräsident eine Gegend für landschaftlich hervorragend ansehe, um die Verordnung für die Gegend als rechtsverbindlich erscheinen zu lassen. Es sei vielmehr Sache des Richters, nachzuprüfen, ob es sich wirklich um eine landschaftlich hervorragende Gegend handele Täter, da er die Aufstellung der Reklame auf seinem Grundſtüd „ Schwindelbankier". " Zentralverband der Lederarbeiter. Filiale Berlin I. 134/1 Sonntag, den 5. Januar, vormittags 10 Uhr, Prinzenallee 33: Versammlung. Tagesordnung: 1. Verbandsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. ftüße des Sattlerschen Betriebes. Der Angeklagte Marcell Stern, der eine sehr umfassende Animiertätigkeit im Merkur" entwickelt haben soll, wird gleichfalls gesucht und von Wien wegen Betruges verfolgt. Farago hat nach seinem Austritt aus dem Sattlerschen Betriebe selbst einen bucketshop begründet und wird deswegen steckbrieflich verfolgt. Der Angeklagte Bruchhorst war seinerzeit erster Buchhalter im Merkur" und stellvertretender Direktor", Tonn hat die ganze Gründung mitgemacht, Marquardt war früher im Bankgeschäft F. W. Krause u. Co. tätig und hat sich dort Ünterschlagungen zuschulden kommen lassen; in seinen Händen soll die ganze Geschäftsleitung der„ Merkur- Bant" gelegen haben. Heinide war zusammen mit Bidenbach Mitbegründer des„ Merkur", die übrigen Angeklagten waren Reisende für Sattler. Staatsant. Schwickerath, der die riesige Anklage vertritt, macht ihnen allen zum Vorwurf, daß sie in voller Kenntnis der von der Anklagebehörde als betrügerisch angesehenen Geschäftspraktiken des Verwaltungsstelle Berlin. C. 54, finienftr. 83-85. Sattler die Sache mitgemacht, den bucketshop- Betrieb der„ Merfur- Bant" sowie der sogenannten Zweiggeschäfte als reellen Bankbetrieb hingestellt, Gewinnchancen und angebliche Informationen borgespiegelt und unerfahrene bezw. leichtsinnige Leute zu Börsenspekulationen verleitet haben. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Kassierer: Amt Norden 185. Arbeitsnachweis: Amt Norden 1239, 9714, Verwaltung: Telephon: Amt Norden 1987. Montag, den 6. Januar 1913, abends 6% Uhr: Verfammlung in Charlottenburg arbeitenden Klempner im Volkshaus, Charlottenburg, Rosinenstr. 3. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Da wichtige Fragen erörtert werden, ist das Erscheinen aller, ins. besondere derjenigen Kollegen, die bei Klempnermeistern beschäftigt sind, notwendig. In dem Anklagepunkt des Konkursbergehens wird behauptet, Sattler habe sich eines allzu großen Aufwandes schuldig gemacht. In furzer Zeit foul Sattler Unsummen für toftbare Strümpfe, für sämtlicher Leibwäsche, für Anzüge, Schmucksachen, Vergnügungsreisen, Unterhalt, für sein Automobil und seine Pferdeequipage, ferner für Bechen im Lindenkasino und Kneipereien in Weinrestaurants usw. verbraucht haben. Es soll berechnet worden sein, daß er in der furzen Zeit seiner Bankiertätigteit über 200 000. zu Privatzwecken verausgabt hat. Interessant ist, daß Sattler in Gemeinschaft mit Pickenbach eine nur in einer Nummer erschienene Zeitschrift Der Leuchtturm" herausgab und für diese Nummer einen Artikel Der Schwindelbankier" geschrieben und veröffentdung stand, betrug 250. Da außer dem umfangreichen allgemeinen Teil der Anklage girta 120 Einzelgeschäfte mit Kunden erörtert werden müssen, so ist schon durch diese Tatsache die ungewöhnlich lange Dauer des Prozesses begründet. Da eine Hilfskammer für die Dauer dieses Prozesses nicht gebildet ist und somit die 10. Straffammer auch noch die laufenden Sachen zu erledigen hat, wird der Prozeß Sattler immer nur an drei Tagen der Woche verhandelt werden. Wir werden über den Ausgang des Prozesses berichten. 110/4 licht hatte. Die Zahl der Kunden, mit denen Sattler in Verbin Achtung! Vertrauensleute! Achtung! Briefkaften der Redaktion. Die furistische Sprechstunde finbet 2inden ftraße 69, born bier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 7% Uhr abends, Sonnabends, Dem am nächsten Dienstag vor der 10. Straffammer unter Borfiz des Landgerichtsdirektors Günther beginnenden Prozeß gegen Sattler und Genoffen wird eine Dauer prophezeit, die die jenige des feligen Bommernbankprozesses noch in Schatten stellen dürfte. Die Anflage gegen Otto Sattler beschuldigt diesen des vollendeten und versuchten Betruges, der Kommissionär- Untreue, der gewerbsmäßige Verleitung zum Börsenspiel, der Erpreffung und des Erpressungsversuches, darin bestehend, daß er Kunden zwingen wollte, nicht schuldige Geldbeträge auf Grund der Drohung, Mitteilungen an die vorgesetzte Dienstbehörde zu erstatten, ihm zustimmungen des Mietsvertrages find maßgebend. Ohne Einsichtnahme in zahlen, ferner des Konkursvergehens, der Urkundenfälschung und des Steuervergehens. Außer Sattler sind 16 Personen ehemalige Angestellte bezt. Mitbegründer der„ Merkur- Bank" an geflagt. Es sind dies: 1. Kaufmann Baul Bruchhorst, 2. Kaufmann May Tonn, 3. Willi Marquardt, 4. Willibald Heinicke, 5. Leo Hermann Hirsch, 6. May Bollad, 7. Paul Stern, 8. Marcell Stern, 9. Arthur Kalmann, 10. Alexander Justusz, 11. Georg Bauderer, 12. May Groß, 13. Simeon Bernstein, 14. Martin Farago, 15. Mar von Ameronge, 16. Wilhelm Pickenbach. von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt ist, verden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. H. M. 64. Ja. Spind 1. 1. Nein. 2. Die Auszahlung kann auch anderweit erfolgen. Jedoch muß beim Grundbuchamt die Löschung beantragt werden. Auf Grund einer löschungsfäbigen Quittung, die vom G. 5. 67. Ja, sofern sich dartun läßt, daß Sie erst jest bestimmte Gläubiger auszustellen und notariell oder gerichtlich zu beglaubigen ist. Kenntnis von dem Grund bekommen haben. P. M. 40. Die Bedenselben lassen sich Ihre Fragen daher niat beantworten.- D. 22. 1. In solchen Fällen fann der ganze Lohn beschlagnahmt werden. 2. Sofern der Borschuß vor Zustellung des Pfändungsbeschlusses gewährt ist, fann er zunächst gefürzt werden. 3. Sofern der Anwalt Ihnen beigeordnet ist, brauchen Sie nichts zu bezahlen und können auch Herausgabe der Schriftstüde berder Restkosten ablehnen. Eine Urteils ausfertigung erhalten Sie selber auf langen. Andernfalls tann der Anwalt die Herausgabe bis zur Bezahlung Antrag bei Gericht. 5. 5 Jahre. E. B. 73. Wenden Sie sich an den Borstand des sozialdemokratischen Wahlvereins für den sechsten Berliner Reichstagswahlkreis, Neue Hochstr. 43. 5. S. 35. 1. Ja. 2. 25 ẞf. Von den Angeklagten werden fünf nicht im Anklageraum er M. G. 103. Teilen Sie die Angelegenheit dem Vorstand Shres Verscheinen. Pollad, eine der Hauptträfte Sattlers im Betriebe der bandes mit, unseres Erachtens liegt Maßregelung vor. F. E. 7. Ja. " Merfur", der als Anerkennung für seine Tätigkeit seinerzeit von fiehlt sich aber zum Zwede der Aufrechterhaltung der Rechte aus der InR. 23. 69. 1. Dem Angestelltenversicherungsgesetz. 2. Nein. Es emp Sattler ein Zigarettenetui mit Brillanten und eine Uhrtette mit validenversicherung die Weiterverficherung. Wittenau 8. Die Höhe des Berlen zum Geschenk erhalten ist, ist Berlin untreu geworden. Er Berdienstes ist nicht ausschlaggebend. Es tommt in der Regel darauf an, soll zurzeit zusammen mit dem Angeklagten Bernstein in Wien in welchem Umfange der Arzt Erwerbsunfähigkeit für vorliegend erachtet. einen florierenden bucketshop betreiben. Neben Pollack war Paul 2. Ohne Angabe der Höhe Ihres Verdienstes nicht zu beantworten. Millionen gebrauchen gegen Husten das von der Generalversammlung beschloffene FlugIn der Nr. 1 der Metallarbeiter- Zeitung" liegt blatt wegen der Hauskassierung bei. Wir ersuchen die Vertrauensleute und Mitglieder, davon Kenntnis zu nehmen und dafür zu sorgen, daß jedes Mitglied ein Flugblatt erhält. Die Ortsverwaltung. Kaiser's Caramellen 3 Tannen' 6100 notariell beglaubigte Zeugnisse von Aerzten und Privaten verbürgen den sicheren Erfolg. 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Die Beerdigung findet Sonne tag, nachmittags 4 Uhr, bon der Leichenhalle in Marzahn aus statt. Bug fährt 3.20 Uhr. Rege Beteiligung erwartet 14/1 Die Bezirksleitung. Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Weißenfee. Am Donnerstag, den 2. Januar, starb unser Mitglied, der Isolierer Wilhelm Teichert im 47. Lebensjahre an Lungen: entzündung. 18/1 Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. d. M., nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in der Nöldestraße aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltung Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß am 31. Dezember nach längerer Strantheit unser altes, treues Mitglied, der Gipsbildhauer Oskar Meißner im Alter von 59 Jahren ver storben ist. Sein Andenken in Ehren! Die Beerdigung findet heute, Sonnabend, den 4. Januar, nachmittags 3, Uhr, auf dem Luisen Friedhof in der Bergmannstr. statt. Um Beteiligung ersucht 20/1 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Yerhand. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Stollege, der Hausdiener Peter Bujala am 1. d. Mts. im Alter von 50 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. d. M., nach mittags 2, Uhr, von der Leichen. halle des neuen Jakobi Kirch hofes au statt. 61/1 Die Bezirksverwaltung. Verband der Buch- und Steindruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am 1. d. M. verstarb nach schwerem Leiden unser Mitglied Max Reuter im Alter von 31 Jahren. Danksagung. Das größte Abonnementshaus feinster Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Für die vielen Beweise herzlicher Herren- Moden J. Stock& Co. verkauft seine Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage allen Freunden, Berwandten, Bekannten sowie dem Bern Chef und den Kollegen der Sirna Garmshausen und dem Angler berein Obersprce meinen herzlichsten Dant. 55A Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Anna Borowski. Monats- Garderobe direkt an Private. Anzüge und Paletots von 10 M. an. | Friedrichstr. 108, Eing. Johannisstr., vis- a- vis der Karlstr. VERA 3 PfgCigarette Joseli Salamanderstiefel stellen Sie zufrieden. Fordern Sie Musterbuch. V MARKE NDER LAMA Einheitspreis Einheitspreis 1250 für Damen u. Herren M. Luxus- Ausführung. M. 16.50 163 Salamander Schuhges. m. b. H, Berlin Zentrale: W 8, Friedrichstrasse 182 1. W8 Friedrichstrasse 182 10. W Martin- Luther- Strasse 2 2. SW Friedrichstrasse 221 11. NO Gr. Frankfurter Str. 102 S Oranienstrasse 42 13. NW Turmstrasse 9 14. Charl., Wilmersdorfer Str. 126 15. Steglitz, Schloss- Strasse 20 3. SW Friedrichstrasse 204 12. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. 5. Mts., nach mittags 12 Uhr, auf dem alten Sophien Kirchhof, Freien walder Straße statt. Die Ortsverwaltung. 4. N Friedrichstr. 118/19 5. C Königstrasse 47 6. W Potsdamer Strasse 5 7. C Rosenthaler Tor 27/1 8. W Tauentzienstrasse 15 9. N Badstrasse 20 Deutscher Metallarbeiter- Yerband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Helfer Herm. Laudien Reichenberger Str. 157, am 31. Dezember an Herzleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 4. Januar, nachmittags 34, Uhr, von der Leichen alle des Thomas- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 110/5 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, das mein leber Mann, unser herzensguter Bater, Großouter und Schwiegers bater, Onkel und Schwager, der Arbeiter August Braun am 1. Jan. plöglich verschieden ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Witwe Marie Braun geb. Günther nebst Kindern. 19125 Die Beerdigung findet Sonnabend, den 4. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofs in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. 16. Friedenau, Rheinstrasse 1-3 17. Spandau, Breite Strasse 30 18. Potsdam, Nauener Strasse 24 WESTMANN M. Mohren/ tr.372 Gr.Frankfurter/ r115. nventur Abt. 1: 8 Abteilung II: Abteilung III: Abteilung IV: 18 39 M. .50 früher bis 29.- früher bis 72.- früher bis 94.- früher bis 140.Ulster Abendmäntel Plüschmäntel Pelzjacketts Kostüme Kostüme Phant.- onfektion Plüsch Konfektion Kleider Samimäntell Gesellschaftskleid Kostüme Elegante Modelle bis zu 60% ermässigt! Der Verkauf während der Inventur beginnt schon 8%, Uhr morgens. Sonntags geöffnet von 12-2 Uhr! விதிப் A NuTaberg Grenadierstraße 37, Hof geradezu, 1 Treppe. Lehrplan für das 1. Quartal 1913. Sonntag: Nationalökonomie.( Bank-, Börsen- und Verkehrswesen). Das Wesen und die Entwickelungstendenzen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Die Akkumulation, Zentralisation und Das Finanzkapital. Die Konzentration des Kapitals. Banken. Begriff und Geschichte der Börse.- Ihre kapitalistische Notwendigkeit, ihre Einteilung und Organisation. Die börsenmäßigen Handelsgeschäfte, die Börsen- Termingeschäfte. Der Weltverkehr. Vortragender: Max Grunwald. Sonntag: Rednerschule( mit mündlichen und schriftlichen Üebungen). eGyo Die Technik und DisDer Ausdruck in Wort und Schrift. position der Rede und des schriftlichen Berichts. Hilfsmittel der öffentlichen Tätigkeit: die Registratur, die Handbibliothek, das Vereins- und Versammlungswesen, die Geschäftsordnung und anderes.- Praktische Uebungen über bestimmte Fragen aktueller Wirtschaftspolitik. Vortragender: Max Grunwald. Montag: Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismus( II. Teil. Fortsetzung des im vorigen Quartal abgehaltenen Kursus). Die Forderungen des Sozialismus. Stellung des Sozialismus zu den Verfassungsfragen. Desgleichen zum Militärwesen. Sozialismus und Frauenfrage. Erklärung der Religion zur Privatsache. Sozialismus und Schule. Sozialistische Steuerpolitik. Vortragender: Julian Borchardt. Der Inhalt des ersten Teils wird zu Anfang kurz wiederholt, so daß sich auch neue Hörer beteiligen können. Dienstag: Fortschrittskursus im Gewerkschafts. wesen.( II. Teil.) Vortragender: Emil Dittmer. Dieser Kursus findet im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, vorn 2 Treppen rechts, Zimmer 27( Transportarbeiter- Verband), statt. Mitglieder, die gewillt sind, an diesem Kursus teilzunehmen, müssen mindestens ein Jahr Mitglied der Schule sein und einen Kursus im Gewerkschaftswesen besucht haben. Meldungen sind bis zum 8. Januar 1913 an den Vorsitzenden H. Lammé, Lichtenberg, Rittergutstr. 25 I, einzureichen. Dienstag: Naturerkenntnis. Grundlage und Aeußerungen des Das Leben auf der Erde. Lebens. Tier und Pflanze. Die Abhängigkeit der Lebewesen von den Einwirkungen der Umwelt.- Die Entwickelungsgeschichte und ihre Hilfswissenschaften. Darwinismus und Marxismus. Vortragende: Käte Duncker. Mittwoch: Geschichte.( Preußische Geschichte und Verfassung.) Entstehung und Wesen des preußischen Staates. Fürsten und Junker. Preußen im Beginne des 19. Jahrhunderts. Jena und die Befreiungskriege.- Die Zeit der Reaktion. Die revolutionäre Bewegung in der vormärzlichen Zeit. Die Revolution von 1848. Die Konterrevolution. Die Ent stehung der preußischen Verfassung. Die Zeit der Reaktion. Reichsverfassung und preußische Verfassung. Verwaltung und preußische Politik. neue Preußen. Vortragender: Konrad Hänisch -U Preußische Der Kampf um das Freitag: Gewerkschaftswesen.( Sozialpolitik der Gewerkschaften.) 1. Zur Einführung: Was ist Sozialpolitik? Die sozialpolitischen Aufgaben von Staat und Gemeinde. 2. Sozialpolitik der deutschen Gewerkschaften. 3. ErwerbslosenUnterstützung! 4. und 5. Arbeitsnachweis und Stellenvermittlergesetz. 6. und 7. Lohnkampf und Tarifverträge. 8. Gewerkschaftlich- genossenschaftliche Volksfürsorge. 9. Gewerkschaften und Genossenschaft. 10. Das Koalitionsrecht. Vortragender: Emil Dittmer. Sonnabend: Geschichte der deutschen Sozial demokratie( I). 1. Das Einigungsprogramm und seine Kritik. Die organisatorischen Fortschritte. Das 2. Die Attentatshetze. Sozialistengesetz und die Zertrümmerungsarbeit der Polizei. Die Gründung des„ Sozialdemokrat". 8. Die Auseinander setzung mit Most und Hasselmann. 4. Wahlerfolge. Sozialreformatorische Lockversuche. 5. Ein letzter Unterdrückungsversuch: Streikerlaß, Expatriierungsvorlage. 6. Ende des Sozialistengesetzes. Rückblick auf die zwölf Jahre unterm Ausnahmerecht.- Die Wahl 1890. 7. Taktische Differenzen in der Ausnahmegesetzzeit. Die Bewegung der„ Jungen". 8. Die Erneuerung der Organisation und des Programms. Stellung der Partei zu den Genossenschaften und Gewerkschaften. 9. Die neue Internationale. Der Siegeszug der Partei in den neunziger Jahren. Der Revisionismus und die daraus erwachsenen Streitfragen. demokratie in den letzten zwölf Jahren. Vortre ender: Emil Eichhorn. 10. Die deutsche Sozial6/17 Unterrichtsbeginn: Sonntag, den 12. Januar, vormittags 9 Uhr: Nationalökonomie; 11%, Uhr: Rednerschule. Montag, den 13. Januar: Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismus. Dienstag, den 14. Januar: Naturerkenntnis. Dienstag, den 14. Januar: Fortschrittskursus im Gewerkschaftswesen; im Gewerkschaftshaus, Zimmer 27. Mittwoch, den 15. Januar: Geschichte. Freitag, den 17. Januar: Gewerkschaftswesen. Sonnabend, den 18. Januar: Geschichte der deutschen Sozialdemokratie( II. Teil). Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende resp. Sonntag vormittage. Abends Beginn pünktlich 8, Uhr, Ende 10 Uhr. Sonntag vormittags Beginn 9 Uhr resp. 11, Uhr; Schluß 10% resp. 1, Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an den Unterrichtsabenden von 7-8 Uhr, Sonntags von 10%, bis 11 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Grenadier. straße 37, Hof geradezu 1 Treppe, und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstraße 42; Vogel, Lortzingstr. 37; W. Kaczorowski, Ravenéstraße 6; Horsch, Engelufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Lichtenberg- Berlin, Rittergutstr. 25 1, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 56, zu richten. Der Vorstand. Nur seinem hervorragend feinen Geschmack verdankt der Kapitän- Kantabak ben guten Ruf, den er unstreitig besikt. Machen Sie einen Versuch mit dem echten Kapitän Rantabak und Sie werden von feiner Güte überzeugt sein. Verkaufsstellen, wo auch die fl. Rautabakobsen gratis ver abfolgt werden, weist gern nach: 52982* C. 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Bedürftigkeit unentgeltlich, sonst aber gegen Zahlung gewährt Alles andere sei eine lahme Politik, die, soweit der Zwed werden soll. verband in Frage komme, weder für jekt noch für später Mit Recht hebt Simon hervor, daß die Schulpflicht durch mit seinen Aufgaben übereinstimme, die beabsichtigten Vorteile eine umfassende Schulkinderfürsorge ergänzt nicht sichere und dazu führen müsse, die Ernsthaftigkeit der fordert Helene Simon in einer Broschüre Die Schulwerden nug. Sie hat ihrer Arbeit als leitenden Gedanken das Zweckverbandsorgane in Frage zu stellen. Der obigen Ansicht hat bereits Herr Dernburg in einem speisung in Groß- Berlin", die in den Schriften der Ge- Wort vorgesetzt: Wie jeder öffentlichen Pflicht ein öffentliches sellschaft für soziale Reform" als Heft 8 des 4. Bandes erschienen Recht entspricht, so muß der Schulpflicht ein Schülerrecht ent- Artikel der„ Bossischen Zeitung" Ausdruck gegeben. ist. Ein bißchen spät hatte die Gesellschaft für soziale Reform" sprechen." Und sie fordert, daß dieses Recht sich nicht in der GeAts Assistenzärztin beim Kaiser- und Kaiseria Friedrichihr Augenmerk auch auf die Not der hungernden Schulkinder ge- not des Schulfindes gilt ihr als„ die erste, die unerläßlichste Vor- Kinderkrankenhause hat der Magistrat ein Fräulein Dr. med. gewährung von Unterricht erschöpfe. Die Beseitigung der Nahrungsrichtet und emen Unterausschuß für die Sajutspeisungsfrage eingesetzt, der seine Arbeit im Winter 1911/12 mit einer Umfrage auslegung geistiger Spannfähigkeit und sittlicher Höherentwicklung." Klara Zimman gewählt. In welchem Umfange sie zur Lösung dieser Aufgabe die Geüber die Lage der Schulspeisung in Groß- Berlin begann. Helene Die Errichtung eines städtischen Wohnungsamtes Simon hat in dieser Broschüre die Ergebnisse der Umfrage zu meinde heranziehen will, das wird aus der Broschüre nicht so hat der Magistrat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen und sammengestellt im auf ganz klar. Anscheinend will sie länglichkeit der bisherigen Schulspeisungseinrichtungen Groß- daß mindestens bei der Ausführung die freie Liebestätigkeit nicht zu diesem Zwecke dem Entwurfe städtischen Wohnungspflege zugestimmt. Berlins eine Reihe von Vorschlägen zur weiteren Ausgestaltung ausgeschaltet werden soll und die Gemeinde vor allem die Mittel herzugeben hat. Der bornierten Rückständigkeit, die in den meisten Gemeindevertretungen herrscht, werden selbst die Simonschen Forderungen bei all ihrer Bescheidenheit schon zu weitgehend" ergemacht. Die befragten Gemeinden haben, soweit sie überhaupt ant. worteten, sich oft recht ungenau und unvollständig geäußert und manchmal sich offenbar mit ganz oberflächlichen Ermittelungen begnügt. Von einem klären Gesamtbild, das sich aus der Zusammenstellung der Antworten ergäbe, kann keine Rede sein. Aber das eine tritt allerdings deutlich und klar genug hervor, daß die Fürforge für die hungernden Schultinder, wie sie in sheinen. der Organisation einer Wir hatten erst fürzlich nachgewiesen, daß von der sozialdemokratischen Fraktion der Stadtverordnetenversammlung seit Jahren die städtische Wohnungsaufsicht und in Verbindung damit ein Nachweis für kleinere Wohnungen verlangt wurde, daß aber die Jnangriffnahme einer solchen Aufsicht und Inspektion vom Magistrat auf die lange Bank geschoben wurde. Es wird zunächst Inhalt und Wortlaut des Magistrats. beschlusses abzuwarten sein, bevor wir uns ein Urteil über Kreise Beeskow- Storkow- Teltow- Berlin- Wilmersdorf findet neben vielen anderen deutschen Städten über ein WohEine allgemeine Flugblattverbreitung zur Landtagswahl den Wert der zu schaffenden Organisation bilden können. Bekanntlich verfügt unsere Nachbarstadt Charlottenburg morgen Sonntag früh statt. N den Ergebnissen dieser Umfrage sich zeigt, ein höchst unbeim friedigendes Bild bietet. Bon 38 Gemeinden( Berlin nebst näheren Vororten), die befragt wurden, antworteten 33. Für die Zusammenfassung der Antworten sind 29 Gemeinden berücksichtigt worden, deren Angaben fich in die zahlenmäkige Darstellung einfügen ließen. Ueber Ginrichtungen zur Schulspeisung konnten nur 18 Gemeinden berichten, und nur 15 davon gaben auch die Zahl der gespeisten Schulfinder an. Simon berechnet für die 29 Gemeinden die Einwohnerzahl bie 29 auf 3 532 638, für 26 davon die Zahl aller Schulkinder auf 366 020, für 15 davon die Zahl der gespeisten Schulkinder auf 10 637. Natürlich lassen diese Zahlen sich nicht miteinander vergleichen. Partei- Angelegenheiten. Versicherung gegen Juvalidität und Alter. Die Genossen der in Betracht kommenden Orte treffen sich nungsamt. zu dieser nötigen Arbeit an folgenden Stellen: Wilmersdorf- Halensee: 8 Uhr in den Bezirkslokalen. Treptow- Baumschulenweg: 8%, Uhr in den Bezirkslokalen. Tempelhof: 8 Uhr an den bekannten Stellen. Lichterfelde: 8 Uhr in deu Bezirkslokalen. Briz- Budow: 8 Uhr an den bekannten Stellen. Materialiter bei der Landesversicherungsanstalt Berlin nicht auf. ausgabe bei Tripke. Adlershof: 8 Uhr im Jugendheim, Bismardstraße 11. Grünau: 8 Uhr. Materialausgabe bei Herzog, Friedrich straße 3. 3offen: 8 Uhr bei Scherler( früher Kurzner). berbreitung vom Restaurant Waldfater"( Jnb. Doetsch). Schmargendorf. Am Sonntag früb 7 Uhr Flugblatt Barnemünder Str. 15, aus. Um pünfiliches Ericheinen wird gebeten. heute Sonnabend abends 81%, Uhr bei Megger, Gürtelſtr. 40; GroßLichtenberg. Die Genoffen zur Landagitation treffen sich Schönebeck und Zerpenichleuse pünktlich um 8 Uhr. Frühstück wurde in der Schule teils vor Beginn des Unterrichts, teils erst in der großen Pause gereicht. Die Umfrage ergab 1459 Kinder, die vor dem Unterricht, und 1036, die in der Pauſe ein Frühstück erhielten, das sind zusammen 2495 Kinder in 11 beteiligten Gemeinden. Hierbei ist abgesehen von Neukölln, das nur die Portionenzahl nannte, und von Berlin, das genaue Angaben über das Frühstück nicht machte. Zählt man dazu aus Berlin noch 1805 Kinder, über die eine diesbezügliche Angabe vorliegt, so find's im ganzen 4300 in 12 Gemeinden. Simon schäzt für Groß- Berlin Friedrichsfelde. Mittwoch, den 8. d. M., abends 81%, Uhr: Mitüberhaupt die Summe der mit Schulfrühstück unterstüßten Kinder gliederversammlung bei Bausdorf, Berliner Str. 18. Tagesordnung: im günstigsten Fall auf 5500. Ueber Gewährung von Mittag- 1 Handelspolitik; Referent Genosse Schwent. 2. Vereinsangelegenbrot wurde aus den 10 hier beteiligten Gemeinden wieder ohne Neukölln, das nur die Portionenzahl nannte, aber hier mit Grünau. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet Berlin für 6336 Kinder berichtet. Nebenbei bemerkt: die an- nicht am Mittwoch, den 8., sondern erst am 15. Januar statt. gegebenen Zahlen sind niemals Durchschnitte, sondern immer die Schenkendorf bei Königs- Wusterhausen. Am Sonnabend, den Höchstzahlen, die in den Monaten des größten Bedürfnisses er- 4. Januar, abends 8 Uhr. bet Otto Baetsch: Mitgliederversammlung mittelt wurden. Simon faßt die Zahlen für Frühstück und für des Wahlvereins. Tagesordnung u. a.: Stellungnahme zur Landtags Mittagbrot zusammen und weist gegenüber der sich so ergebenden Erfazwahl.. Gesamtzahl von höchstens 12000 in der Schule ge= speisten Kindern darauf hin, daß in Wien, das ja kleiner als Berlin und sehr viel kleiner als Groß- Berlin ist, 17 000 Kinder in der Schule ein Mittagbrot erhalten. heiten. Bernau. Sonntag, den 5. Januar, nachmittags 1%, Uhr: Mit gliederversammlung bei Franz Salzmann. Tagesordnung: Vortrag Des Genoffen Zimmermann- starlsborst:" Sozialisierung der Gefell schaft". Außerdem wichtige Angelegenheiten. Die Versammlung fängt pünktlich an. Berliner Nachrichten. Drohende Bierpreiserhöhung. Der Vorstand der Landesversicherungsanstalt Berlin ersucht uns um Aufnahme folgender Bekanntmachung: Mit dem Infrafttreten des neuen Versicherungsgefeges für Angestellte hört: für Angestellte die bisherige Versicherung gegen Invalidität und gestellte mit einem Jahresarbeitsverdienst bis 2000 m. gehören also beiden Versicherungen an. Die Arbeitgeber find verpflichtet, die Beitragsmarten in derselben Höhe wie bisher zu verwenden. Die freiwillig Versicherten fönnen die freiwillige Ver ficherung neben der Angestelltenversicherung fortfegen. Es wird ihnen dringend geraten, darauf zu achten, daß die Anwartschaften ( Menten, Hinterbliebenenfürsorge) werden trotz der Leistungen aus nicht erlöfchen. Die Leistungen aus der Invalidenversicherung der Angestelltenversicherung voll gewährt". madung wieder, obwohl wir bereits früher in diesem Blatte auf Der Wichtigkeit der Sache halber geben wir diese Bekannte die Notwendigkeit der Versicherung hingewiesen haben. Ein Fahrstuhlunfall in dem neuen Sarottibetriebe in Tempelhof rief am Donnerstag eine starke Banik unter dem Personal hervor. In diesem Betriebe liegt die Kantine oben unter dem Dache und das Perfonal muß, um seine Mahlzeiten dort einzunehmen, mit dem Fahrstuhl hinaufbefördert werden. Bei der Abfahrt eines mit 46 Personen besetzten Fahrstuhls stürzte plöglich das große Seilrad in die Tiefe. Der Fabrstuhl durchschlug in seinem oberen Teile das Dach. Da aber die Sicherung standhielt, so wurde die Gefahr des Sinunterfausens des Fahrstuhles in die Tiefe verhütet. Immerhin brach unter den Frauen eine große Panit aus; viele schrien, andere wurden ohnmächtig. Wie es heißt, soll an höherer Stelle bereits Meldung von dem defekten Rade erstattet worden sein, es soll auch bestimmt worden sein, daß mit dem Fahrstuhl nicht befördert werden dürfte. Wenn das der Fall ist, so wäre es noch unber antivortlicher, wenn Menschen mit diesem verhängnisvollen Fahr stuhl transportiert wurden. Dag in Groß- Berlin nur ein Teil der tatsächDaß lich bedürftigen Kinder berüdsichtigt wird, gilt den Sachkennern als zweifellos. Eine Betrachtung der einzelnen Gemeinden läßt erkennen, daß in manchen die Leistungen der Schuls speisung, soweit sie eine solche überhaupt schon haben, ganz besonders Der Zuchthäusler als Kapellmeister. Bei einer ungewöhnlichen arg hinter dem Bedürfnis zurüdbleiben. Simon hebt hervor, daß in Der Verein der Brauereien Berline und der Umgegend der von der Berliner Kriminalpolizei schon seit langem gesucht Tätigkeit fonnte gestern durch Zufall ein Einbrecher überrascht werden, Charlottenburg, wo die Gesamtzahl der Gemeindeschul hat in seiner letzten Sigung folgenden Beschluß gefaßt: wurde. Es handelt sich um einen berüchtigten Einbrecher Neusch, finder sich auf rund 25 400 belief, 212 000 Frühstücksportionen und Die dem Verein der Brauereien Bertine und der Umgegend der früher das Haupt einer zwanzigtöpfigen Verbrecherbande war, 182 900 Mittagsportionen ausgeteilt wurden. Dagegen habe Neu- angefchloffenen Brauereien haben in ihrer heutigen Sigung ein die der Kriminalpolizei viel zu schaffen machte. Steusch erhielt da tölln bei einer Gesamtzahl von 33 500 Gemeindeschulkindern stimmig beschlossen, für den Fall, daß die vom Berliner Magistrat mals sieben Jahre Zuchthaus. Nachdem er fürzlich diese Strafe ver über Verteilung von nur 54 700 Frühstücks- und 40.900 Mittagsbeantragte Biersteuer in höherem Betrage als 20 Pf. für den büßt hatte, brach er in ein Café ein und erbeutete 400 m. bares Geld. portionen berichtet. Nachdenklich stimmt uns auch, daß z. B. ein Heftoliter untergärigen Bieres zur Einführung gelangt, die be- Nachdem er sich neu eingekleidet hatte, wollte er wieder einmal den Ort wie Lichtenberg bei damals 11.984 Schulkindern nur stehenden Bierpreise unverzüglich in angemessenem Betrage zu ertavalier spielen. Die Gesellschaft dazu fand er in einem Café am 200 Kindern eine Schulspeisung gewährte, oder daß in Oberhöhen und dabei auch einen Ausgleich für die enorinen Pro- Wedding, in dem eine Damen- und eine Herrenkapelle zu spielen duktionsverteuerungen in den letzten Jahren herbeizuführen." schönemeide mit einer fast ausschließlich proletarischen BeInzwischen sind auch die dem Verein nicht angeschlossenen bölferung bei 4000 Schulkindern nur 79 der Schulspeisung bedürf- Brauereien Groß- Berlins, sowie die Vertreter der auswärtigen tige Kinder herausgefunden worden sind. Der Begriff" Be Brauereien diesem Beschlusse beigetreten; er ist heute in einer dürftigkeit" wird eben in der einen Gemeinde gemeinsamen Sigung den Vertretern der Gastwirtsverbände meiter, in der anderen enger gefaßt. Man kann nur zur Kenntnis gebracht worden. dem zustimmen, was Simon über die beobachteten Ungleichheiten sagt: Je größer im Verhältnis zur Einwohner- eventuelle Biersteuer würde au teiner Verteuerung des Bieres Wir haben entgegen der Annahme des Magistrats, eine zahl das Schülerheer, je proletarischer die Beführen, sofort nach Bekanntwerden der magistratlichen Steuer bölferung, ie stärker das Bedürfnis, um fo ge- projekte der Meinung Ausdruck gegeben, daß eine Biersteuer ringer die Fürsorge." In manchen Gemeinden, für die man lediglich auf die Konsumenten abgewälzt werden würde, da gleichfalls ein nicht geringes Bedürfnis vorausjeßen muß, fehlte die Gastwirte unmöglich in der Lage sind, noch höhere Lasten es jogar noch an jeglicher Schulspeisung. So hatte Rosenthal übernehmen zu können. Und die Brauereien sind nicht gewillt, mit 960 Voltsschulkindern geantwortet, daß ein Anlaß zur Er die Biersteuer selber zu tragen. Mit seinem Projekt der greifung besonderer Maßregeln nicht vorliegt". Wittenau mit Bierbesteuerung begibt sich der Magistrat unter die Genuß 1300 Schultindern war der Frage bisher nicht näher getreten". mittelverteuerer; es dürfte interessant sein, zu hören, welche Tegel mit 2500, Groß- Lichterfelde mit 3573, Pankow Stellung die kommunalfreifinnige Mehrheit im Rathause zu mit 5681 und noch manche andere Borortgemeinde glaubten gleichfalls dem Magistratsprojekt einnehmen wird. noch teine Schulspeisung nötig zu haben. Auch Berlin steht tläglich da, wenn man es z. B. mit Charlottenburg vergleicht. Spandauer Waldverkauf und Zweckverband. Charlottenburg gab täglich 700-750 Schulkindern Mittagbrot. Die Geschäftsstelle des Propaganda- Ausschusses Für Hicran gemeffen müßte Berlin, das durchschnittlich nur Groß- Berlin" versendet eine Erklärung, in der die am nächsten 3627 und im Höchstfall 4746 Schulkindern eine Montag, den 6. d. M., in der Vollversammlung der Vertreter Mittagspeisung gewährte, nach Simons Annahme täglich des Groß- Berliner Zweckverbandes zur Verhandlung stehende mindestens 7000 Mittagsportionen geben. pflegt. Der Einbrecher war bald in der besten Stimmung. Er sparte nicht mit dem Gelde, gab zunächst den Gästen und dann auch beiden Kapellen, was sie nur trinken wollten. Dafür durfte er feine muſi talischen Talente zeigen und den Tattstock schwingen. Bald dirigierte er die Damen, bald die Herrenkapelle. Zu seinem Unglück befand sich unter den Gästen auch ein Kriminalbeamter, dem diefes überKapellmeister" mit seinem Namen ansprach, tat dieser scheinbar mütige Gebaren auffiel. Er fah fich den Mann genauer an und erkannte ihn bald als den Einbrecher Reusch wieder. Als er den fehr erstaunt und erklärte, daß er nicht Reusch, sondern Schulze heiße. Der Beamte aber ließ fich nicht täuschen und brachte den Einbrecher nach der Polizeiwache. Hier ergab sich dann bald, daß man in Reusch den gesuchten Einbrecher aus der Admiralstraße in Händen hatte. Eine blutige Familientragödie hat sich am Donnerstagabend in dem Haufe Lychener Straße 18 abgespielt. Dort wohnte feit einem halben Jahr die 26jährige Frau Margarethe Schelide, die ihren Mann verlassen hatte. Dieser hatte seine Frau des öfteren mißhandelt, sodaß diese eines Tages ihren Gatten verließ und in dem oben erwähnten Hause eine Zipeizimmer- Wohnung bezog. Der verlassene Mann hatte seine Frau schriftlich wiederholt gebeten, zu ihm zurückzukehren. Doch vermochten weder diese Schreiben noch die Vermittelung der Mutter des Arbeiters den Entschluß der jungen Frau abzuändern. Nunmehr suchte Schelice seine Frau persönlich zu sprechen und postierte sich vor dem Wohnhause seiner Vorlage betreffend die Spandauer Waldverkäufe als durchaus un Gattin. Donnerstagabend begab sich der Mann vor die Wohnung Die Verfasserin der Broschüre kommt zu dem leider sehr zu- befriedigend bezeichnet wird: sie stelle eine unzulässige Vertagung seiner Frau und bat um Einlaß, da er sich mit ihr einmal gründlich treffenden Schluß, daß in Groß- Berlin für die Schulspeisung noch einer als dringlich anerkannten Frage dar, wahre die Inter- aussprechen wolle. Zwischen den Gatten kam es im Laufe der Verunendrich viel zu tun bleibt und die Zahl der gespeisten effen der Allgemeinheit in feiner Weise und erfülle teine der handlungen zu einem erregten Auftritte und schließlich herrschte Kinder nicht entfernt dem Umfang der Bedürftigkeit entspricht. berechtigten Forderungen, die in dieser Sache in der Presse Frau Sch. ihren Mann an, die Wohnung zu verlassen. Dieser gerict Sie bemängelt auch manches andere, z. B. die Art, wie die Schul- und in den öffentlichen Versammlungen nachdrücklich erhoben darüber in so große Erregung, daß er einen Revolver Herborzog und speisung ausчeführt wird, und das Verfahren zur Ermittelung der worden sind. Die Antwort auf die Frage, warum ein der auf die Frau vier Schüsse abfeuerte, durch welche sie an der Lunge für die Speisung in Betracht kommenden Schüler. Zur Ausge- artig unbefriedigendes Abkommen vorgeschlagen werde, fei in der sehr schwer verletzt wurde. Nach der Tat padte den Ehemann die staltung der julspeisung in Groß- Berlin, zu ihrer Erweiterung Besorgnis des Zweckverbandes zu suchen, durch Bewilligung von Reue. Er hofte einen in der Nähe wohnenden Arzt herbei, sorgte und Berallgemeinerung macht Simon den Vorschlag, einen aus Breifen an Spandau die Verhandlungen über den fistalischen für die Ueberführung der Verwundeten in das Krankenhaus und Vertretern der verschiedenen Schulbehörden zusammengesetzten Waldbesitz zu erschweren und die Stadt Spandau hege stellte sich dann freiwillig dem nächsten Polizeirevier. Die VerGroß- Berliner Gesamtausschuß für Schulden Wunsch, sich die übrigens höchst zweifelhafte Möglichkeit letzung der Frau Sch. find zwar fr schwer, doch offen die pflege" zu schaffen, der allgemeine Bestimmungen über Ein- eines gewinnbringenden Geschäftes nicht aus der Hand Aerzte, die Bedauernswerte am Leben erhalten zu tönn. führung und ausbau der Solspeisung zu ezlaffen und dauernde nehmen zu lassen. Beides seien keine Gesichtspunkte in Oberaufsicht über die einzelnen Gemeinden zu führen hätte. Einsteiner Lebensfrage Groß- Berlins, wie sie die Sicherung des In Pankow erhängt aufgefunden wurde gestern ein noch un weilen aber müsse in den einzelnen Gemeinden selber der Hebel Wald- und Wiesengürtels und die Erhaltung der landschaft bekannter Mann, der seinem Aeußeren nach dem Arbeiterstande an angesetzt werden. Helene Simon stellt ein Mindestprogramm auf, lichen Schönheit der Havelufer darstellt. Die natürliche gehört zu haben scheint. Der Tote ist ungefähr 40 bis 45 Jahre in dem sie unter anderm fordert, daß für nachgewiesener- Lösung der Schwierigkeiten liege darin, daß seitens des Zweck einen grauen, geftugten Schnurrbart und ein schmales, längliches alt, 1,64 Meter groß und schlank, hat graues, furzgeschnittenes Haar, maßen durch Nahrungsnot beeinträchtigte in- verbandes der Stadt Spandau die bindendegusage ge- Gesicht und trug ein braunes Jadett mit schwarzen Horulnöpfen, ber die Teilnahme an den Schulmahlzeiten obli- macht werde, den Stadtwald zu denselben Be- eine dunkle Hofe und Weste, ein weißes Hemd mit blauen Streifen gatorisch sein soll, auf Antrag einer Schulspeisungskommission dingungen zu erwerben, wie sie für gleichgeartete und einen blauen Schlapphut mit einem schwarzen Band. Hundeschlächter scheinen in Moabit ihr Handwerk zu treiben. Bollständig ausgeräumt wurde in der vergangenen Nacht der in dieser Angelegenheit erhobenten Angriffe. In der anschließenden Auf diese Annahme läßt ein Fund schließen, den man dort auf Goldwaren und Uhrenladen von Rudolph aus der Bergstraße 132. Debatte tam es zu erregten Auseinanderschungen, daß der Voroffener Straße machte. An der Ede der Spener- und Lüneburger Das Geschäft war erst fürzlich neu eingerichtet worden. Einbrecher fibende sich genötigt sah, dem Gemeindevertreter N. Krüger das Straße fanden die Angestellten eines dort befindlichen Kolonial öffneten in der vergangenen Nacht mit Gewalt eine Tür am Hof, Wort zu entziehen. Auf die vom Gemeindevertreter R. Brülfe warengeschäfts vor dem Schaufenster auf dem Bürgersteig einen gelangten so in die Speisekammer der zum Laden gehörigen Wohn- an den Vorsitzenden gerichtete Frage, warum die Möllenstraße: vor Sad liegen, der die Leichen zweier Tedel enthielt, während der räume und von dort weiter in die Geschäftsräume. Ohne daß dem Lehngut Herzfelde anstatt, wie beschlossen, 4 Meter, 8 Meter breit Kadaver eines dritten Hundes, eines Wolfspizes, daneben lag. Allen jemand etwas von ihnen bemerkte, verschwanden sie mit dem ganzen gepflastert worden sei, wurde die Antwort erteilt, daß hier ein Tieren war die Kehle durchschnitten. Einem Tedel war der Bauch Vorrat, der aus Goldfachen und Uhren im Werte von 5000 Mart 3rrtum vorliege. Es soll aber für allmähliche einheitliche Pflaste= aufgeschlitt und das Eingeweide herausgenommen worden. Wie bestand. rung Sorge getragen werden. der Sad mit den Hundeleichen dorthin gekommen ist, weiß niemand. Wahrscheinlich sind Hundeschlächter bei der Arbeit überrascht worden. Wittenau. Um nicht überführt zu werden, haben diese dann die Tiere dorthin geworfen. Die Finder benachrichtigten die Polizei, die sie wegfchaffen ließ. Die Befizer der Hunde konnten bisher noch nicht er mittelt werden. Schöneberg. In dem städtischen Seefischverkauf, Feurigstraße 4, hat die Das Opfer einer verhängnisvollen Verwechselung ist der Beteran städtische Verwaltung ein gemeinnüßiges Unternehmen geschaffen, Frost geworden. Der alte Mann war vor einigen Tagen ertranft welches den Zwed verfolgt, der minderbemittelten Bevölkerung einen und der Arzt hatte ihm eine Medizin verordnet. Als in der F. billigen Seefisch zu liefern. Um nun das Interesse der Hausfrauen Nacht Schmerzen hatte, wollte er Arznei einnehmen, vergriff sich aber anzuregen und sie mit den verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten in der Dunkelheit in der Flasche und trant Salmial. Obwohl bald Jm Apollotheater wurde am Donnerstag ein Singspiel: ber Seefische bekannt zu machen, hält die Stadt zusammen mit dem ärztliche Hilfe zur Stelle war, ist der Veteran an den Folgen der Brüderlein fein" von Julius Wilhelm aufgeführt, zu dem Deutschen Seefischereiverein von Zeit zu Zeit unentgeltliche Seefisch Verwechselung verstorben. Leo Fall, der in nächster Zeit bei ber bevorstehenden Umwandlung fochturfe ab. Diese Einrichtung hat fich gut bewährt. Eine große des Apollotheaters in eine Operettenbühne ständiger Hauskomponist Bahl von Teilnehmerinnen hat fich bereits zum zweitenmal angefein wird, die Musik geschrieben hat. Das mit einem föstlichen meldet. Der nächste unentgeltliche Fischfochfurfus findet statt am Eingegangene Druckfchriften. Melodienfchas verfehene erfchen zeigt uns den alten Domlapell Donnerstag, dem 9. Januar d. J., nachmittags 6 Uhr, in der Koch-" Der Kampf". Sozialdemokratische Wochenschrift. Jahrg. VI. Heft 4. meister Josef Drechsler, den Verfasser von Brüderlein fein", in füche der 15. Gemeindeschule, 3 Treppen, Tempelhofer Weg. An- Wien. Start Renner: Defterreich und die Südflawen. Gustav Edstein feinen alten Tagen mit feiner Ehehälfte alte Erinnerungen an seinem meldungen hierzu in der städtischen Seefischhalle Feurigstraße 4 oder( Berlin): Die Demokratie und der Krieg gegen den Saren. Sugo 40. Hochzeitstage austauschend. In einem Traum ersteht vor uns beim Magistrat Berlin- Schöneberg. Schulz: Lehren des Balkankrieges. Franz Betschef: Das Kampfjahr bas junge Ehepaar, wie es sich am Hochzeitstage gab. Mit großem 1913. August Winnig( Hamburg): Deutsche Arbeitskämpfe im Jahre 1913. Geschid arbeiteten die Darsteller, Herr Erich Deutsch- Haupt und die 2. Wladimiroff( Baris): Die foziale Schichtung der Nationalitäten Damen Mizzi, Barla und Jda Rucza alle die Feinheiten des start Rußlands. Matthias Eldersch: Aerzteorganisationen und Krankenlassen. fentimentalen Einakters heraus und errangen ganz wie bei der vor Der Juhaber des Kaiserhof" hat an den Borfizenden des Siegmund Kaff Siegmund Kaff: Die Konsumbereine und das Genossenschaftsgefeh. einigen Jahren in den Kammerspielen des Deutschen Theaters be- Wahlvereins ein Schreiben gefandt, worin derselbe erklärt, daß er Julius Schmiedet( Triest): Desterreichische Gewerbeinspektion. reits erfolgten Aufführung den Dank des Publikums, wobei ein in Zukunft fein Lokal der Sozialdemokratie nicht mehr zur Ber- Luitpold Sterft: Von Adolf Glasbrenner. recht nettes Balzerduett besonderen Beifall fand. Die Darsteller fügung stelle. In einer Besprechung mit den örtlichen Funktionären und der Stomponist, der persönlich dirigierte, wurden wiederholt ge- erklärte derfelbe, sich in Zukunft von dem Kriegervereine sowie rufen. Unter den einzelnen Spezialitätennummern, die das Mufil- sonstigen nationalen Barteien ernähren zu laffen. Herr Kaufholz, werfchen umrahmen, befinden sich recht bemerkenswerte Leistungen. fo heißt der Inhaber des Lokals, ließ int hiesigen Lokalblatt folgendes Als vorzügliche Instrumentalfünstler stellten sich die Doly Childs Inferat erscheinen: bor, als moderne Tanzkünstlerin produziert sich Melia, während die französischen Duettisten Darlus Jana leichte Chansons darboten. Jm„ Glou" haben mit Beginn des neuen Jahres die Tegernfeet und Zillertaler Sänger, Schuhplattler und Jodler ihren Einzug gehalten. Vorort- Nachrichten. Wilmersdorf. Lichterfelde. G. Kaufholz. Der Borstand des Wahlvereins ersucht nunmehr die Arbeiter schaft von Lichterfelde und Umgegend, dieses Sofal stritte au meiden. Hohen- Schönhausen. Joseph Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 5. Januar, bormittags 9 Uhr, Bappel- Allee 15/17, Neuköln:„ dealpassage" und Tegel: Schlieperstraße 30: Freireligiöie Borlesung. Dr. H. Hasse:„ Die Lehren vom Bucher in der religiösen Moral". Bormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Straße 6: Vortrag von Herrn Damen und Herren als Gäste sehr willkommen. bis mittel mittel Da mein Lotal sozialdemokratischen Organisationen nicht mehr zur Verfügung gestellt wird, empfehle ich meine Lokalitäten besonders den hiesigen nationalen und sonstigen Berdes tönigl. Polizeipräsidiums. 100 Kilogramm Beizen, gute Sorte Marktpreise von Berlin am 2. Januar 1913, nach Ermittelungen einen zur gefälligen Benugung. geringe Hoggen, gute Sorte geringe ( ab Bahn). Futttergerste, gute Sorte 17,40-18,00 mittel 16,70-17,30, geringe 16,00-16.60. afer, gute Sorte 18,80-20,40, mittel 17,10-18,70( frei Magen und ab Bahn). artthallenpreise. 100 Stilogr. Erbfen, gelbe, zum Kochen 30,00-50,00. Speijebohnen, weiße, 36,00-50,00 Linfen 35,00-60,00. Kartoffeln( Stleinbdl.) 5,00-8,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Steule 1,70-2.40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,40-1,80. Schweinefleisch 1,60-2.20. 1.40-3,60. echte 1,40-2,60. Kalbfletic 1,40-2,40. Hammelfleisch 1,50-2,40. Butter 2,40-3,00 60 Stüd Gier 4,80 7,20. 1 Kilogramm Starpfen 1,40-2,40. Male 1,60-3,20. Bander Barsche 1,00-2,40. Gleie 1,60-8,20. Bleie 0,80-1,40. 60 Stüd Streble 3,00-24.00. Stationen Witterungsübersicht vom 3. Januar 1913. Barometer Stand mm Wind cichtung Windstärke Better Temp. n.. 5° C. 4°. Stationen Barometer Stand mm ind richttaig Windstarte Wetter Temp, n. G. Russisches Fleisch wird vom heutigen 4. Januar ab durch die Gemeinde zum Verkauf gelangen. Zu diesem Zweck ist ein in der Der Wahlverein hielt im Vittoriagarten" feine General Die Verkaufszeit währt täglich von 8-12 Uhr vormittags und von Berliner Straße Nr. 6 gelegener Schlächterlaben gemietet worden. bersammlung ab. Dem mit großen Beifall aufgenommenen 5-8 1hr nachmittags. Die von der Gemeinde beschlossenen Bortrage Des Stadtverordneten Thurow Neukölln über: Teuerungsmaßnahmen haben unter den hiesigen Schlächtermeistern „ Die Landtagswahlen" folgte eine lebhafte Erörterung, in große Erregung hervorgerufen. Mit Veröffentlichungen in den beiden der die Genossen Breitscheid, Gladigow, Schröder und Ortsblättern versuchen sie den Eindruck zu erwecken, als wenn ihnen Harder über die Stellung der Partei zu der Landtagserjazwahl durch die Kritik der sozialdemokratischen Vertreter bitteres Uurecht in Teltow- Beeskow- Wilmersdorf und weiter über die Aufgaben Spracher, die der preußische Landesparteitag hinsichtlich der allge- man aber vorsichtig aus dem Wege. geschehen wäre. Den fachlichen Gründen diefer Kritik gebt Dafür müssen die meinen Wahlen zum Landtage zu erfüllen hat. Allgemein herrschte beruflichen Eigenschaften unserer Genossen herhalten, um den profitdie Ansicht vor, daß der Fortschrittspartei ohne sichere Gegenleistung füchtigen Standpunkt der Herren Schlächtermeister zu verschleiern. teine Hilfe gewährleistet werden dürfe. Den Genossen Thiele und Siebenwirt wird es arg verdacht, daß fie Swinemde. 767 Still als Inhaber von Schweinemästereien ihre Schweine nicht billiger Hamburg 766 DSD verkaufen als ihnen dafür geboten wird. Dem Genoffen Reyher Berlin als Restaurateur wird die Berechtigung zur Kritik abgesprochen, Frantf. a. 765 Still weil Restaurateure die liefernden Fleischermeister zu hohen Rechen München 7675 2Nebel-4 Paris anhalten, und weil der Genosse Obermeyer ein Schloffer ist, fönne Wien derfelbe überhaupt nicht in dieser Angelegenheit mitreden. Daß die Wetterprognose für Sonnabend, den 4. Januar 1913. Herren Fleischermeister für diese Beweisführung felbft fein rechtes Beitweise aufflarend, vorwiegend nebelig oder wollig, anfangs etwas Butrauen besigen, beweist am besten die verschiedentliche Herabsetzung fälter, später wieder mild, bei mäßigen füdöstlichen Binden; keine erheb der Fleischpreise. Dem Fletschermeister Möhring, welcher die Ge- lichen Niederschläge. Kuchdem der Kassierer Goddäns die Abrechnungen verlejen, beschloß die Versammlung auf Antrag des Vorsitzenden, daß dem Borstande die Aufgaben des Wahlausschusses bei der Landtagserfaz wahl zu übertragen find. Eine längere Erörterung rief die vom Genossen Herzog angeregte Frage hervor, ob der Wunsch eines früheren Mitgliedes, feine Austrittserklärung als ungeschehen zu betrachten, erfüllt werden fönne. Die Versammlung schloß sich der Ansicht des Vorsitzenden an, daß der Erfüllung dieses Wunsches das Parteistatut im Wege stehe; im übrigen wurde der Wiedereintritt gutgeheißen. Neukölln. Im Rathause vom Tode überrascht wurde gestern morgen der 62 Jahre alte Vollziehungsbeamte Robert Born, der feit 21 Jahren im Dienste der Gemeinde stand. Als der noch sehr rüftige B., der sich erst vor einem Vierteljahr zum zweiten Mal verheiratet hatte, zur gewohnten Zeit das Dienstzimmer im Rathause betrat, brach er, bom Herzschlag betroffen, zusammen und verschied auf der Stelle. Unvorsichtiges Umgehen mit einer Schußwaffe hat vorgestern wieder einmal Unheil angerichtet. Ein 20 Jahre alter Erich W. aus der Bergstraße zeigte auf offener Straße, vor dem Hause Berliner Straße 98, einem Bekannten feine Pistole, die er angeblich geschenkt bekommen hatte. Hierbei ging ein Schuß los und traf ihn felbft und die Frau des Polizeisergeanten S. aus Groß- Lichterfelde, die gerade vorüberging. W. wurde am Zeigefinger der linken Hand, Frau. am linken Oberarm getroffen. Die Frau wurde ziemlich schwer verwundet und mußte nach der Hilfswache gebracht werden, wo auch W. verbunden wurde. 767 SD 7679 moltig mollent 2bededt. 3balb bd. # 6 Dunft 4 Haparanda 754 Still 3 Betersburg 754 23 2 bededt 4 Scilly 75528 bededt 4 Aberdeen 752GSD 4 Regen 762 SSW 1 Nebel 1Nebel Berliner Betterbureau. Wasserstands- Nachrichten legenheit zur Eröffnung eines Geschäfts benutzt und billiger liefern will, wird angefündigt, daß ihm die Fenster eingeworfen werden. Was den sozialdemokratischen Vertretern sonst noch in den Mund gelegt wird, ist so albern, daß es überflüssig ist, darauf einzugehen. der Landesanstalt für Gewässeriunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Herzfelde. Wasserstand Bregelterburg Beichiel, Thorn Dber, Ratibor am feit 2.1. 1.1. cm cm³) 405+6 137 0 242+18 Bafferstand Saale, Grochlig avel, Spandau) Rathenow) Spree, Spremberg) Beestow Befer, Münden (*= 1+ 1+ 1 8 7 7 8 87 20 ant 21. 1.1. cm 234-20 90+6 86 214 14 215+8 218-2 98 18 111 300 -2 424 135 0 Rhein, Marimiliansau 434 64 0 304 135-17 Röln 377 34 -20 Nedar, Heilbronn 1274-2 849+9 Main, Hanau 268 281 +11 Mosel, Trier 161 Fall. ) Interpegel. In der lekten Gemeindevertretersizung wurde zunächst die Auf nahne eines neuen Darlehens von der Landesversicherungsanstalt Memel, Tilfit der Provinz Brandenburg in Höhe von 35 000. beschlossen. Zu dem Antrage betr. Erlaß eines Ortsstatuts über die Reinigung öffentlicher Wege wurde beschloffen, daß bis auf weiteres für die Reinigung der Straßen, Streuen bei Glatteis usw. die Gemeinde aufzukommen hat. 146 Die von der Gemeinde Neuzittau borgeschlagene Abfindungssumme für die Umgemeindung der hiesigen, im Heidebistrikt I liegenden Enklaven in den bortigen Gemeindeverband erschien der Gemeindevertretung zu niedrig. Es wurde beschlossen, bei dent geforderten Betrage zu beharren. Sodann wurde vom Vorsitzenden der Stand der bereits bekannten Drehofenangelegenheit zur Kenntnis gebracht. Darauf verteidigte er sich gegen die von verschiedenen Seiten gegen ihn wegen seines Verhaltens B Stroffen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Nee, Bordamm EIbe, Reitmeriz Dresden Barby Magdeburg + bedeutet Wuchs, Minden Kaub -16 Bis 20% unter Selbstkostenpreis haben wir unsere Preise ermässigt! Während unseres Inventur- Ausverkauts vom 4. bis zum 18. 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Morgen und folgende Tage: Die Frau Präsidentin. Luisen- Theater. Sonnabendnachm. 4 Uhr:( Sinderborstellung.) Premiere: Der Sandmann tommt. Abends 8 Uhr: Berlin- HamburgNew York. Sonntagnachm. 3 1hr: Raffles. Abends 8 Uhr: Berlin- HamburgNew York. Montagabend 8 Uhr: Berlin- Ham. burg New York. DOSE= THEATED Große Frankfurter Str. 132. Täglich 8 Uhr: Die Sünden der oberen Zehntausend. Sonnabend 4 Uhr: Aschenbrödel. Sonntag 3 Uhr: Kabale und Liebe. Sonntagabb. 8 Uhr: Die Sünden der oberen Zehntausend. Metropol- Theater Herrnfeld. Die Alpenbrüder. Büften Chauffeur- ins Metropol! moral. Cafino. Am grünen Strand der Große Jahresrevue mit Gesang und Spree. Wintergarten. Spezialitäten. Apollo. Svezialitäten. Reichshallen. Bei Batern. Anfang 8 Uhr. Friedr. Wilh. Schauspielhaus. Der Baungaft. Luftspielhaus. Braf Bepi. Walhalla. Goldener Leichtsinn. Folies Caprice. In Sagen Stagenstein. Die Doppelfirma. Die Tochter der Braut. Anfang 8, Ubr. Neues Voitstheater. Helden. Anfang 10 Uhr. 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Den Beweis dafür, daß die Neligión sich auch als Handelsobjekt für wirtschaftlich gefährdete Leute eignet, erbringt in glänzender Weise ein Herr Ewald Marheim in Schmiedefeld i. Th. Dieser Herr versendet als Mandant eines Herrn Müller" an Angehörige der katholischen Kirche gedrudte Formulare, in denen er um Abnahme ungebeten zugesandter Bleistifte ersucht. Um seinem Verlangen einen größeren Nachdruck zu verleihen, sagt er in seinem Anschreiben: Noch ein Bankbetrüger. Die Grundkreditbank in Königsberg i. Pr. ist durch Veruntreuungen eines faft fünfzehn Jahre bei ihr tätig gewesenen Kassierers und Profuristen um ungefähr 60000 Marf gefchädigt. Der Kassierer hat Wertpapiere bei Königsberger Bankinstituten verpfändet und mit dem Erlöse Börsenspekulationen be trieben. Die Bant hat die lombardierten Wertpapiere sofort zurück gezogen, so daß dem Kundenkreis der Bank durch diesen Vertrauensbruch des Angestellten Verluste nicht erwachsen. * 4. Januar 1913. fortigen Tod zur Folge hatte. Als die 12jährige Tochter, durch die Schüsse geweckt, in das Schlafzimmer der Eltern cilte, fand sie dieſe tot vor. Die furchtbare Tat Edeys ist das lezte Kapitel einer Liebestragödie, die im Herbst des vorigen Jahres ihren Anfang nahm und bereits damals großes Aufsehen unter der New Yorker Gesellschaft hervorrief. Um die damalige Zeit verliebte sich Edey in die Frau eines Freundes und zahlte diesem die Summe von 30 000 Dollar, damit er ihm seine Frau abtrete und dafür die Frau Edeys beirate. Beide Freunde hatten die Scheidungen bereits eingeleitet, um die Frauen wechseln zu tönnen. Nun hat Affäre einen so gefunden. weiß man nicht, Edeh furchtbaren Aim Raufbeuren( Schwaben) ist bas Banthous 3. Ger. Bisher weft mot miest, was even, zu der fundiberen 2 at beranlaht Selbstmord oder Unglücksfall? Kleine Notizen. Todessturz eines Rittmeisters. In der Reitbahn feiner Schwadron stürzte am Freitag Rittmeister Kurt v. Rabenau vom Thüringischen Husarenregiment Nr. 12 in Torgau so unglüdlich mit seinem Pferde über ein Hindernis, daß er unter das Pferd zu liegen fam und von diesem durch Hufschläge getötet wurde. Unglückliche Liebe. In einer Kellerwohnung am Stadtteich in In Kaufbeuren( Schwaben) ist das Bankhaus J. Ger- hat. Miß Edeh war die Tochter eines armen Fischers und wegen Hierzu fei bemerkt, daß ich selbst ein Glaubenshauser mit 2 Millionen Mart Fehlbetrag zu ihrer außerordentlichen Schönheit in New York sehr bekannt. genosse der römisch- katholischen Kirche bin und fammengebrochen. Zahlreiche Kleine Geschäftsleute und im Dom zu Wetzlar getauft wurde, welcher Umstand mich nach Bauern, vor allem aber fatholische Vereine und Kirchenstiftungen 2991192 lleberzeugung meines Herzens dazu bewegt, ohne jede Bezahlung mich in dieser Sache zu verwenden, insbesondere dieser Stift verlieren ihr dort angelegtes Vermögen, Hunderte von selbst in Nürnberg von fast nur fatholischen Arbeitern fatholischen Arbeitern ihre Spargroschen. Gerhergestellt und auch von einem fatholischen Lieferanten hauser war ein cifriger Parteigänger des Zentrums. Er soll geliefert wird, mithin unterstützen Sie nicht nur Herrn Müllers flüchtig sein. Unternehmen, sondern auch quasi unsere Glaubensgenossen in Bayern durch Arbeit und Verdienst. Im Intereſſe unferes so weitverbreiteten Glaubens würde es von großem Nachteil sein, wenn diese Angelegenheit an die Aus dem Finowfanal an der Kläranlage bei Eberswalde Deffentlichteit gelangen würde, und es könnte der wurden Donnerstagfrüh die Leichen zweier jungen Dienst- Hamburg hat der zwanzigjährige Sohn Emil des Fruchthändlers Fall sein, daß man neue Anhänger unseres Glaubens schwer mädchen gelandet. Beide befanden sich im Sonntagsstaate. Remmert feine Braut, die neunzehnjährige Luise Müller bekommt. Nach Rücksprache mit Herrn Müller ist dieser gern Es tann als feststehend angesehen werden, daß es sich um einen bereit, falls die außenstehenden Stifte von den Herren Unfall handelt, da die Bollwerkanlage hier ohne jede Schuß Katholiken abgenommen und bezahlt werden, auf meine Ber- vorrichtung ist und ein Ausgleiten sehr leicht die ernſteſten anlaffung hin mit seiner Familie zum fatholischen Glauben überzutreten, und möchte ich Sie höflichst Folgen haben kann. Es ist anzunehmen, daß das eine de Mädchen bitten, mich bei diefem edlen Errettungswert zu unter- ausgeglitten ist, und im Gleiten das andere, in der Absicht sich festAus dem Umstand, daß stüßen, und diese Angelegenheit im Sinne meines beiliegenden zuhalten, mit in den Kanal gezogen hat. Briefes zu erledigen. Hauptsächlich ist mir daran gelegen, zu die Mädchen geäußert haben sollen, daß sie nicht wiederkehren würden, vermeiden, daß diese Außenstandsliste womöglich von den wird allerdings auch auf Selbstmord geschlossen, doch fehlen dafür Gläubigern den betreffenden Herren Bischöfen vorgelegt wird, alle weiteren Anhaltspunkte. und möchte ich Sie höflichst bitten, mich bei dieser Sache mit zu unterstützen, insbesondere Sie dadurch nicht nur einen blinden Familienvater vom irdischen Unglück erretten, sondern ihm auch noch das himmlische Glüd unseres heiligen Satholizismus verleihen können." In widerlicherer Weise ist wohl noch niemals Religion und Geschäft verquickt worden, als es von diesem„ Glaubensgenossen der römisch- katholischen Kirche" geschicht. Absturz zweier Militärflieger. In der sächsischen Ortschaft und dann sich selbst erschossen. hängt aufgefunden. Neben ihm mit einer Schußwunde die Gersdorf wurde der 26 Jahre alte Knecht oebner er Leiche der 16 Jahre alten Tochter feines Dienst herrn, des Gutsbesitzers Reibetanz. Es scheint ein Liebesbrama borzuliegen. Folgenschweres Brandunglüd. Am Freitagmorgen brach in Hamburg im Hause Heinestr. 32 Feuer aus, das das Treppenhaus des Gebäudes vollständig zerstörte. Die Feuerwehr fand bei den Rettungsarbeiten in der ersten Etage einen Mann, zwei Frauen und ein Kind vor, die in hoffnungslosem Zustande ins KrankenKrise in der französischen Sardinenfischerei. haus gebracht wurden. Einen für die französische Sardinenfischerei recht folgenschiveren Brand einer Erdgasquelle. Durch Explosion eines BenzinBeschluß wollen auf Veranlassung eines Unternehmersyndikats 116 behälters ist in der Siebenbürger Ortschaft Schemmert ein ErdAcht Arbeiter bretonische Fischlonservenfabriken durchführen. Sie beabsichtigen die gas brunnen in Brand geraten. dauernde Schließung ihrer Unternehmungen, wurden dabei schwer verlegt, die Löschung des Brandes weil die Erträgnisse des Sardinenfanges an der bretonischen Küste dürfte erst in etwa acht Tagen erfolgen. von Jahr zu Jahr zurückgehen. Die Fabriken sind bereits ge= schlossen worden. Durch die Schließung werden etwa 50 000 in der Stonfervenindustrie beschäftigte Personen brotlos. Liebestragödie eines Bankiers. Einen recht unglüdlichen Ausgang nahm am Freitag vormittag ein Probeflug, den zwei Militärflieger, die Unteroffiziere Martgraf und Müller, zur Ablegung ihrer Feldpilotenprüfung unternahmen. Die Beiden hatten einen Flug von Leipzig nach Halle und zurüd zu absolvieren. Beim Rüdfluge stürzten sie mit ihrem Großes Aufsehen erregt in New York die Liebestragödie des Apparat in der Nähe des Flugplazes Lindenthal plöglich in einen früheres Börsenmallers und Bankiers Henry Edey, der in Zannenwald ab. Der Apparat wurde vollständig zer- feinem Wohnhause in Belfort gestern seine Frauerschoß und trümmert, die beiden Flieger schwer verlegt. sich dann selbst eine Kugel in den Kopf jagte, die den sol neben Arbeiter Notiz- Kalender 1913 Zöpfe wirklich reelle Ware, nur echte Menschenhaare, in größter Auswahl. Vorzeiger dieser Annonce 10%, Rabatt. Zöpfe- Fabrik, Gebunden 50g Otto F. Kafka, zeutollat, Gefix. 3. Leihhaus Apollo Apollo- eater Friedrichstr. 215 sitoja Gegen Vorzeigung diefer Annonce 10% Rabatt. 1. an Gegr. 1898. Telephon Neukölln 550. Kaufen Sie von Kavalieren getragene Jackettanzüge, Rockanzüge, Paletots, Ulster( auch auf Seide gearbeitet), Goldsachen, Uhren, Ketten, Ringe, enorm billig. Sonntags geöffnet. Friedrichstraße 215, an der Kochstraße. 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