Nr. 4. 30. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis bränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 fg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Bort 20 Pfg.( zuläffig 2 fettgedrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Bfg. 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Nicht einmal Demokratie in der Gesez gebung bedeutet ein solches Wahlrecht, wenn, wie in Preußen, noch eine Erste Kammer( Herrenhaus) und ein Monarch als gleich berechtigte höchst undemokratische Gesetzgebungsfaktoren neben dem Abgeordnetenhaus stehen. stehen. Die Verwaltung aber ist ein Ding an sich", für sich außer, neben der Gesetzgebung. In pseudokonstitutionellen Ländern, wie Preußen und - Zum vierten Male tritt am Montag der Parteitag der empfindlichen Machthaber Preußens erreicht werden soll. Das preußischen Sozialdemokratie zusammen. Die Verhältnisse ist eine recht alte Weisheit, aber es gibt nun einmal feine haben es gefügt, daß sich die Vertretung der preußischen Partei Weisheit neueren Datums, die unbestrittener wäre. seit dem Jahre 1904, wo der erste preußische Parteitag stattDas Tröstliche aber dabei ist, daß unsere Kundgebungen Deutschland, kann das Barlament auf die Verwaltung nur einwirken fand, alle 3 Jahre zusammengefunden hat. Der erste preußi- in der Tat auch noch einer erheblichen Steigerung fähig find. durch das verfassungsmäßige Budgetrecht und durch die rednerische sche Parteitag fand im Dezember 1904 statt, ihm folgte im So aufrüttelnd und aufwühlend die preußische Wahlrechts- Kritik; die letztere ist durch ihre außerparlamentarischen Wirkungen November 1907 der zweite und im Januar 1910 der dritte bewegung in der Vergangenheit auch gewesen ist: darin hat ja zuweilen unbequem für die Regierung; das Budgetrecht ein Parteitag, dem nunmehr am 6. Januar 1913 die vierte Genosse Quard unzweifelhaft recht, wenn er in einem Partei- Schivert aus Bappe, wenn es nicht im Willen zur BudgetZagung der preußischen Sozialdemokratie folgen soll. Wenn tagsartikel in der Neuen Zeit" auseinandersetzt, daß trotz streichlüftlinge, wenn nicht die genügende respektable außer verweigerung ausgeübt wird: und ein Kinderspott für Staatsdas 1907 geschaffene Statut der preußischen Landesorgani- alledem den Volks- und Wählermassen auch heute noch lange parlamentarische Macht hinter der der verweigernden Mehrheit sation vorsah, daß die Tagung der Sozialdemokratie nicht eindringlich genug zum Bewußtsein gekommen sei, was schlagbereit steht. Aber alle Trümpfe der bereiten MachtPreußens alle zwei Jahre statfinden sollte, der Zusammentritt eigentlich für sie das reaktionäre Regiment der preußischen mittel des Staates find in den Händen der Verwaltung, zu ihrem in Wirklichkeit aber alle drei Jahre erfolgte, so beweist das Dreiklaffenmänner bedeutet. Erst wenn die Massen des Winke Erst wenn die Massen des Winke so lang es nicht in allen Fugen und Angeln der Verwalnicht etwa, daß die Tätigkeit der preußischen Landesorgani- preußischen Volkes begriffen hätten, welche ebensinter- Trümpfe in den Händen einer Barlamentsmehrheit. Die Konflittstungsdisziplin fracht; und formell wenigstens ist keiner dieser sation eine lässige gewesen wäre, vielmehr, daß die Partei- essen matrieller und ideeller Art für sie in Preußen auf dem arbeit in Preußen seither so glatt und wirksam vonstatten Spiel ständen, erst wenn sie beispielsweise die ganze Niedergegangen ist, daß ein häufigeres Zusammentreten der obersten tracht der Volksverdummungsmethoden erkannt hätten, wie Parteiiustanz für Preußen nicht notwendig erschien. Hinzu sie in der Schule und in der Fortbildungsschule betrieben kommt, daß Preußen ein so einheitliches Wirtschaftsgebiet werden, erst dann würden sie auch dem Kampf um das gleiche darstellt und daß der Druck der preußischen Reaktion so ein- Wahlrecht für Preußen jene alle Widerstände niederwerfende mütig als brutalfte Brüsfierung empfunden wurde, daß Stoßkraft verleihen, die zum Niederrennen der festgefügten In Preußen regiert nicht, wie in wirklich parlamentarische innerhalb der preußischen Sozialdemokratie, in Fragen der reaktionären Schuhwälle Preußens unentbehrlich sei. demokratischen Ländern, das Parlament die Verwaltung, sondern preußischen Landespolitik wenigstens, bisher keinerlei Mei- In der Tat, auf die Eroberung des gleichen Wahlrechts die Verwaltung das Parlament; nicht nur im Sinne ihrer größeren Macht, wie im Deutschen Reiche; der Breußische Landtag, Abs nungsverschiedenheiten zutage zu treten vermochten, die einer für Preußen darf erst dann gerechnet werden, wenn die Mehr- geordnetenhaus und Herrenhaus, sind im wesentlichen nur ein Auslegten Entscheidung durch einen Parteitag bedurft hätten. heit des preußischen Volkes fampfentschloffen hinter Schuß der preußischen Verwaltung, die wiederum im wesentlichen Der preußische Parteitag, der ant nächsten Montag zu- dieser Forderung steht! Solange dies nicht der Fall ist, muß nur ein Ausschuß der in Preußen herrschenden Kasten und fammentritt, wird deshalb auch diesmal eine schlichte Tagung die entrechtete Maffe jederzeit gewärtigen, bestenfalls durch Klaffen ist. Es gibt bureaukratische Verwaltung und Selbstverwaltung. Die der Arbeit sein. Dramatisch bewegte Szenen wird es schwer- eine Flickreform jämmerlichster Art um ihr Erstgeburtrecht Blüte der bureaukratischen Verwaltung ist die staatliche Zentralverlich geben, und die bürgerlichen Journalisten, die auf Sen- betrogen zu werden. Denn daß auch die Vertreter des Li- waltung; sie, die Ministerien und ihr ganzer Troß, sind Geschöpfe sation spekulieren, werden kaum auf ihre Rechnung kommen. beralismus, auch des Freisinns, mit Wonne bereit sind, sich aus erster Hand des reinen Gottesgnadentums, unbeschmutzt von Selbst diejenige Frage, die noch am ersten den Austrag die Parlamentverhandlungen der letzten Jahre hinlänglich Wort„ Städteordnung" durch ein armseliges Kompromiß abspeisen zu laffen, haben ja irdischem Staub demokratischer Einflüsse. Auch Selbstverwaltung hat Preußen Schon 100 Jahre und das eine bon Meinungsdifferenzen hervorrufen könnte, die Frage der läßt läßt ja unsere unentwegten Fortdargetan! Taktik zu den bevorstehenden Landtagswahlen, dürfte kaum schritts" philister mit den Zungen schnalzen. Selbstverwaltung Aber der vierte Parteitag der preußischen Sozialdemo- mit dem kommunalen Dreiflassenwahlrecht und mit der ewigen " periode hat hier die Schleier der parlamentarischen Phantastik zerrissen; und so oft die Militärgewalt mit rauber Hend gegen Barlamente eingriff, zeigte sich, daß auch der Parlamentarismus an dem Wesen der politisch- sozialen Stämpfe nichts geändert hat, daß fie nach wie vor sind: Kämpfe um die Macht, geführt von Macht gegen Macht. Preußens Pseudokonstitutionalismus offenbart sich aber noch in einem, und das ist erst der Stern: zu allzu weitläufigen oder gar erregten Auseinanderjegungen fratie soll ja gerade der Aufgabe dienen, den proletarischen Kontrolliererei und Reglementiererei, doch wahrlich um aus der Haut führen. Denn die Delegierten, die im praktischen Parteileben stehen, wissen nur zu genau, wie sie den Liberalismus Boltsmassen Preußens die ungeheure Wichtigkeit der gesetz- zu fahren. Aber die Sprache ist geduldig. So haben wir Selbsteinzuschätzen haben. Sie wissen, daß es eine unglaubliche geberischen Kompetenzen des preußischen Landtages eindring- Auch in den Kreisen und den Provinzen: die Kreisausschüsse und einzuschätzen haben. Sie wissen, daß es eine unglaubliche licher noch als bisher zum Bewußtsein zu bringen. Dazu Kreistage; die Provinziallandtage und all das Zeug, das man nur Naivität wäre, von einer Verstärkung freisinniger oder gar dienen sollen speziell auch die Referate, die auf die Tages- zu nennen braucht, um zu wissen, daß gegen diese Selb nationalliberaler Elemente eine beschleunigte Lösung des preußischen Wahlrechtsproblems erhoffen zu wollen. Sicher- ordnung des vierten Preußentages" gesezt worden sind. Der verwaltungskörper selbst der Preußische Landtag nod lich ist uns ein Freisinniger lieber als ein Junker, aber schon tion wird den Delegierten Gelegenheit geben, zu den von sich und ihrer Auftraggeber mit einem leisen Einschlag von d Bericht über die Tätigkeit der Landtagsfraf- radikal- demokratische Körperschaft ist. Diese Selbstverwaltu Kreise und Provinzen, eine Selbstverwaltung der Bureaukrati bei dem Gegeneinanderabwägen von Nationalliberalen und Ultramontanen zeigen sich Schwierigkeiten. Da ist es das dem Redner der Fraktion vorgetragenen Tatsachen aus ihrer verwässerter Selbstverwaltung des preußischen Städteortungs einzig Bernünftige, daß das klassenbewußte Proletariat eigenen Erfahrung reiches Material zu dem traurigen Ka- talibers, ist natürlich der verhätschelte Liebling der Pappenheime Preußens zunächst einmal bei den Urwahlen unter energischer pitel der preußischen Politik beizusteuern. Das Referat des und Zedlize. Wen könnte es Wunder nehmen? Aber mit Berlaub wer will sich wundern, wenn es nfereinem auweilen ankommt, Betreibung der Agitation und der Organisation möglichst Genossen Reinert über die Sozialpolitik im preußi- diesen wirren Sput mit der Narrenpritsche hinweg zu pritschen? schen Landtage wird eine besondere Illustration zu der viele sozialdemokratische Wahlmänner durchzubringen sucht. Art liefern, wie das Dreiklassenparlament jede Möglichkeit faum ein geringer Steim demokratischer Kontrolle der Verwaltung. Nirgends Demokratie in der Zusammensetzung der Verwaltung; Beweist dann der entschiedene" Liberalismus politisches.erständnis genug für ein wahltaktisches Zusammengehen für benutzt, um der vom Reichstag beschlossenen Sozialpolitik Aber auch kein geordneter Rechtsschuß des einzelnen gegen die Berdie Abgeordnetenwahlen, so steht einer Waffenbrüderschaft Bremsen anzulegen. Und die Darlegungen des Genoffen waltung, durch dessen Medium vielleicht eine gewiffe Rontrolle Georg Schmidt über die Landarbeiterfrage in werden könnte. der Verwaltung im Intereffe der Allgemeinheit verwirklicht von Sozialdemokratie und Freisinn- unter Voraussetzung Breußen werden die vielen Hunderttausende preußischer erträgliche Zustände zu beklagen. Hier sind vielfach geradezu grauenhafte, 11 Ein Beispiel: der völlig ja nicht das geringste im Wege. Landproletarier zur Erkenntnis bringen helfen, daß es auch unbegrenzte Despotismus der Schulauffichtsbehörden ohne Sicherlich wird, wie schon auf den voraufgegangenen für sie wie für alle anderen arbeitenden Schichten innerhalb geordnete Rechtskontrolle mit diskretionären Machtbefugnissen von Parteitagen, auch diesmal die Eroberung des gleichen Wahl- Preußens wie des Deutschen Reiches nur eine einzige ehrliche ungeheuerlicher Tragweite versehen, auf die Entscheidungen der rechts im Brennpunkt aller Erwägungen und Erörterungen Sachwalterin ihrer Interessen gibt: die Sozialdemokratie! stehen. Aber ebenso klar ist auch allen Kennern der preußi- Deshalb wird denn auch die schlichte, sachliche, dabei aber schen Verhältnisse, daß das gleiche Wahlrecht nicht durch eine von unbeugsamer Energie getragene Arbeit des noch so raffiniert ausgetüftelte oder noch so phantastisch vierten Parteitages der preußischen Sozialdemokratie reichere großzügige" Wahltaktik erobert werden kann, sondern nur Früchte tragen, als irgendein sensationelles Schauspiel. Denn durch den immer unwiderstehlicheren Druck der preußischen während alle Sensationen schließlich resultatlos verpuffen, Wähler und Volksmassen. wird die Agitation und Organisation der Sozialdemokratie Schon in der Vergangenheit hat es ja das sozialistische im Proletariate Preußens immer festere Wurzeln schlagen Proletariat Preußens an Demonstrationen der imponierend- und die Volksmassen zu immer freudigerer Kampfentschlossen sten und eindringlichsten Art nicht fehlen lassen. Aber die heit für die ihnen so schnöde vorenthaltenen Rechte erziehen. Aktionen, die das preußische Proletariat bisher in Anwen- Ergeht dann der Aufruf zum legten ernstlich sten dung gebracht hat, müssen wiederholt, müssen gesteigert Kampfe um das gleiche Wahlrecht, so werden die werden, wenn der beabsichtigte Eindruck auf die überaus un- preußischen Wahlrechtsheloten ihren Mann stehen! gegenseitiger Unterstützung ordentlichen Gerichte pfeifend. Das ist die preußische Verwaltung al fresco. Das Ausmalen ins einzelne wäre wohl fast noch reizvoller. Hier fehlt der Raum. Das Proletariat kennt auch all das. Sind ihm dech all die Reistungen der preußischen Verwaltung, der preußischen Polizeiwirtschaft auf die Haut gebrannt. „ Die Kultur, die alle Welt beledt, hat auch auf Breußen sich er Soll das ewig so bleiben? Nein, griesgrämige Peffimiften! strect!" Wie fönnte Preußen unmodern" bleiben, da es doch ge fegnet ist mit der Partei des„ konservativen Fortschritts", mi der aus dem Viermillionenwahlsieg der Sozialdemokrat freifonservativen Partei, mit einem Freiherrn Oftabio b hat. Wer hätte nicht fingen und sagen gehört von seir Redentat, da er auszog, die Kreis- und Provinzial au reformieren durch- Gewährung des Vertret Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Aber noch andere Hilfe naht den Fortschrittsf fieben verschloffenen Türen fißt seit nun wohl fie weiß es noch eine Immediatkommission preußischen Verwaltungsreform, und sicher ein Kämpe gehört zu ihr. Eine Schimäre oder sah sie noch. SchlveigegeBot. Nicht sieben Worte noch hörten wir ans den siebenfach gesiebten Mündern der Auserlesenen. Kommt etwas heraus außer Verminderung des Schreibwerls und ähnlichen staatshämorrhoidalen Knackereien? Und wann? Wir schwören: In Ewigleit nichls, wenn den Perücken nicht ein wenig Sturm um die Ohren geblasen wird. Alles, was uns diese löbliche Verwaltungsreform bisher beschert hat, waren Knüppel zwischen die Beine für jede noch so bitter notwendige Einzelreform in der Verwaltung. Vertröstung aus den— Kellerwechsel des großen umfassenden Werkes, dessen allgemeinste Umrisse noch nicht einmal angedeutet sind., Begueme Ausflüchte— die die Sozialdemokratie den offenen und verkappten Reaktionären, Nutznießern des heutigen Verwaltungsabsolutismus unermüdlich aus der Hand schlagen muß. Für das preußische Volk gibt es nur eine Verwaltungsreform: das ist die Demokratisierung der Verwaltung in bezug auf Zu- sammensctzung der Verwaltungskörper und in bezug auf die Kontrolle ihrer Tätigkeit. Sie brennt dem preußischen Volke auf den Nägeln— gleich der Wahlrechtsreform, mit der sie untrennbar zusaminengehört. Auch ihr gilt unser rücksichtsloser Kampf. Die Krife in den Friedensverhandlungen. Die Verhandlungen der Friedenskonferenz sind nun in jenes kritische Stadium gelangt, auf das man von Anfang an gefaßt sein mußte. Die türkischen Delegierten schlugen, wie bereits gemeldet, in der Freitagsitzung der Friedenskonferenz eine neue Grenze vor, die nahe bei Adrianopel beginnen sollte, aber Adrianopel der Türkei ließ, der auch alle Inseln des Aegäischen Meeres verbleiben sollten. Nur auf ihre Rechte auf Kreta wollten die Türken zugunsten der Großmächte, aber nicht zugunsten Griechenlands verzichten. Auf dieses Anerbieten antworteten die Verbündeten mit folgenden! Ulti- niatum: »Die Delegierten der Verbündeten ersehen mit Bedauern, daß die türkischen Delegierten die. Resultate des Krieges nicht berück- sichtigen. Sie würden deshalb berechtigt fein, die VerHand- lungen abzubrechen. Um jedoch einen neuen Beweis ihres versöhnlichen Geistes zu geben, ersuchen sie die türkischen Delegier- ten, in einer Sitzung am Montag, um 4 Uhr nachmittags, neue Vorschläge zu machen, welche folgendes enthalten: 1. Verzicht der türkischen Rechte auf Kreta. 2. Abtretung der Aegäischen Inseln. 3. Je st legung einer Grenze für das Wilajet Adrianopel, welche die Stadt Adrianopel den Verbündeten überläßt. Falls dies nicht geschehe, würden die Verhandlungen als a b- gebrochen betrachtet werden." Nun geschah etlvas Merkwürdiges. Die türkischen Dele- gierten, die bisher nicht genug Verzögerungen schaffen konnten, erklärten plötzlich, schon am Sonnabend antworten zu wollen. Man mußte erwarten, daß diese Bereitwilligkeit zugleich die Entschlossenheit zur Abweisung des Ultimatums bedeutete, und in der Tat meldete im Laufe des Sonnabend- nachmittags das Neutersche Bureau, daß die Türken ent- schloffen seien, eine Abtretung Adrianopels oder einer Insel des Aegäischen Meeres unbedingt abzu- lehnen, koste es, was es wolle. Der Abbruch der Friedeusverhandluugen sei demnach sicher. Es ist anders gekommen. R e s ch i d Pascha ist mit dem serbischen Bevollmächtigten Nowakowitsch, der heute den Vorsitz führen sollte, im letzten Augenblick übereinge- kommen, die nächste Sitzung der Konferenz auf Montag nachmittag, 4 Uhr, zu verschieben. Bis dahin wollen die türkischein Delegierten neue In- st r u k t i o n e n einholen. Man darf in dieser Verschiebung sicherlich ein günstiges Symptom erblicken und annehmen, daß die Aenderung in der Haltung der türkischen Delegierten auf einen Druck der Groß- mächte zurückzuführen ist. Am Sonnabendvormittag hat ja auch die Botschafterkonferenz getagt, und man weiß, daß die Großmächte auch in Konstantinopel zur Nachgiebigkeit, zum Verzicht auf Adrianopel, geraten haben. Die Hauptschwierig. :it bildet mach wie vor Adrianopel, während die anderen i, falls diese entschieden wäre, sich unschwer durch Kom- sse erledigen ließen. un ist nicht zu verkennen, daß die Wiederaufnahme deS stamp'es von niemandem gewünscht wird. Sie bedeutete für die Großmächte den Beginn von Verwicklungen, die sie nicht bchecrsäjen können, deren blutige Entscheidung herbeizuführen sie jetzt aus verschiedenen Gründen nicht wagen wollen. Die Türkei ist, ganz abgesehen von den schweren Nieder- lagen, finanziell schon jetzt ruiniert, und in den Balkan- staaten macht sich die Depression nach den fürchterlichen Kriegsopfern unverkennbar geltend. Aber sowohl in der Türkei wie in den Balkanstaaten scheuen die Regie- rungen schon angesichts der Stimmung in den Armeen vor einem ungünstigen Friedensschluß zurück. Deshalb hoffen wohl beide Teile auf einen sanften Druck von außen, auf die Intervention der Mächte, vor deren Spruch sie sich beugen könnten. Aber zu einer solchen Intervention gehört die Einigkeit der Mächte, und die entscheidende Frage ist, ob sie ihre Rivalitäten überwinden und einmütig werden auftreten können. Es kommt hinzu, daß Rumänien den jetzigen kriti- scheu Zeitpunkt benutzt, um seine„Kompensationen bei Bul- garten durchzusetzen, und auf diese bulgarisch-rumänische Aus- einandersetzuug bauen die Türken ebenfalls Hoffnungen, die sich freilich nicht zu erfüllen brauchen. Daß die Situation aber noch immer ernst ist, beweist die t der österreichischen und russischen Mobilisation. Dementis haben zwischen Rußland und Oester- Hungen über die Demobilisierung stattgefunden, t gescheitert sind, daß Oesterreich in eine Rück- der militärischen Maßnahmen erst willigen ? serbische Regierung offiziell erklärt hat, die erungen Oesterreichs anzuerkennen. Dabei sten dieser Politik bereits weit e i n e h a l b e o n e n. eine fürchterliche Rechnung für das rlichen Steuerdruck seufzende Land. Die Forderungen Rumäniens. � Paris, 4. Januar. Ter rumänische Minister des Innern Take Jonescu erklärte dem Londoner Sonderbericht- erstatter des„Matin" unter anderem: Die Behauptung, daß Rumänien eine Art Trinkgeld von Bulgarien verlange, ist unbegründet. Wir fordern eine für uns in eographischer und strategischer Hinsicht wichtige Grenz- e r i ch t i g u n g: denn der Balkankrieg fügte uns einen offenkundigen Verlust zu. In Mazedonien leben 40(3 000 Rumänien, die bisher ihre Nationalität bewahren konnten, jedoch unter dem neuen Regime im bulgarischen, oriechisckien oder serbischen Volk aufgehen werden. Diese 400 lXXi Rumänen gehen also für uns verloren. Aber auch in politischer Be- ziehung ist unsere Forderung gerechtfertigt: denn wir hatten den Krieg verhindern können. Tank unserer Neutralität konnten die Balkanstaaten ihr Gebiet durch die Länder der europäischen Türkei vergrößern. Auf die Frage des Jnter- Viewers, ob Rumänien, falls seine Forderung abgelehnt werden sollte, den Krieg erklären würde, antwortete Take Jonescu, ein Krieg zwischen Rumänien und Bulgarien würde gewiß einen allgemeinen Konflikt nach sich ziehen. Sprechen wir aber nicht von so schlimmen Eventualitäten. Hoffen wir, daß Bulgarien, das gleich uns möglichst enge bulgarisch-rumänische Beziehungen anstrebt, unsere Wünsche günstiger auffassen wird als bisher. Einem Vertreter des Reuterschen Bureaus erklärte der Minister: Bis jetzt sind wir neutral geblieben und haben Opfer gebracht, um den Frieden zu erhalten. Ich kann Ihnen jedoch nicht sagen, welche Haltung Rumänien morgen ein- nehmen wird, weil ich es selbst nicht weiß. Die Gerüchte von einer Mobilisierung Rumäniens sind unsinnig. Wir werden die Mobilisierung niemals als Bluff oder Drohung benutzen. Unsere Mobilisierung geht sehr schnell vor sich und auf ihre Ankündigung würde fast unverzüglich der Krieg folgen. Es ist wahr, daß unsere Armee letzthin zahlreiche gewöhnliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat, doch diese nur soweit, als die Klugheit fordert. Dies stellt keineswegs eine Mobilisierung dar. Ich hoffe nicht nur, sondern ich glaube auch, daß ein Krieg vermieden werden wird, obwohl sehr schwierige Fragen, wie die Frage der Grenzen Albaniens, noch zu erledigen sind. Jonescu lehnte es ab, sich über die Ausdehnung des von Bulgarien beanspruchten Gebietes zu äußern. Rumänisch-bulgarische Verhandlungen. London, 4. Januar. Take Jonescu hatte gestern eine Unterredung mit Dr. Danew, die, wie der„Temps" erfährt, nicht ganz ergebnislos war. Bulgarien ist auf Rußlands Vorschläge bereit, in eine minimale Grenz- abweichung der Linie Silistria— Schwarzes Meer ein- zuwilligen. Rumänien verlangt aber die ganze bulgarische Dobrutscha. Nach dem genannten Blatte ist diese Forderung nicht ernsthaft gemeint. Die Jnsel-Frage. London, 4. Januar. Wie das Reutersche Bureau er- fährt, wird Griechenland, falls die Großmächte wegen der Besetzung der Aegäischen Inseln in un- mittelbarer Nähe der Dardanellen oder an der asiatischen Küste von feiten Griechenlands gewisse Vor- behalte machen sollten, kein Bedenken tragen, sich zu ver- Pflichten, daß die Inseln nichtalsBasis militari- scher Operationen gegen die Türkei gebraucht werden sollen. Wirkungen der österreichischen Mobilisierung. Innsbruck, 4. Januar.(Privattelegramm des „V o r w ä r t s".) Ihr Korrespondent hatte heute Gelegen- heit, Einsicht in ein amtliches Aktenstück zu nehmen, in dem die Einstellung aller öffentlichen Bauten und Eisenbahn- investionen sowie die Entlassung aller nicht dauernd an- gestellten Ingenieure angeordnet wird. Die Verordnung, die gleichlautend auch an die anderen Regierungsstellen er- lassen wurde, bedeutet einen außerordentlich empfindlichen Schlag für die Industrie, für die die Staatsaufträge von großer Bedeutung sind. Sie ist natürlich eine Folge des Umstandes, daß alle irgendwie verfügbaren Gelder durch die Mobilisierungskosten beansprucht werden. politische GeberficKt. Berlin, den 4. Januar 1913. „Berliner" und„Miinchen-Gladbacher". Der alte Streit zwischen den Berliner Fachvereinlern und den christlichen Gewerkvereinen ist durch den verunglückten Bergarbeiterstreik im Saarrevier neu entfacht worden— trotz aller Friedensbesehle der letzten Enzyklika des Papstes. Die' christlichen Gewerkschaftsführer schimpfen über die ver- räterischen Intrigen der„Berliner", und die„Berliner" be- zichtigen die„Christlichen" des Zuwiderhandelns gegen die päpstliche Enzyklika und der bewußten Schädigung der katholischen Arbeiterbewegung. Wie weit der Haß zwischen den beiden katholischen Organisationen bereits gediehen ist, zeigt folgende vom Organ der„Berliner" veröffentlichte Erklärung von 33 als Vorsitzende katholischer Arbeitervereine fungierenden Geistlichen des Saarreviers: „Die heute(30. Dezember) zur Präsideskonferenz der katho- tischen Arbeitervereine(Sitz Berlin) erschienenen Geistlichen des Saarreviers haben beschlossen: 1. Sie protestieren gegen die in jüngster Zeit in zahlreichen Versammlungen von Agitatoren de? Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter vorgebrachte Unwahrheit, daß der katho- tische KlernS einer Erhöhung deS Lohnes der Bergarbeiter entgegen sei. 2. Sie erheben Protest gegen die infolge der genannten unwahren Verdächtigung laut gewordenen Schmähungen und Verunglimpfungen katholischer Geistlicher, welche in wohlmeinender Liebe zu den Arbeitern vom Streik abgeraten haben, weil sie überzeugt sind, daß �derselbe unter den jetzt ob- waltenden Verhältnissen nicht eine Besserung, sondern eine Ver- schlechterung der Lage der Arbeiter herbeiführen muß. 3. Sie protestieren gegen die einseitige Berichterstattung gewisser katholischer Zeitungen, insbesondere der„Köl- nischen Volkszeitung",„Augsburger Postztg." und anderer über die Streikbewegung im Saarrevier. Dadurch ist die öffentliche Meinung irregeführt und eine Schädigung der katholischen Arbeiterorganisation, dienachdenWeisungen des Heiligen Vaters überall unter st ützt und ge- fördert werden muß, versucht worden. 4. Die Präsides erklären, daß die Stellungnahme der katho- listen Arbeiterorganisation auj dem Delegiertentag in Malstatt vom Ib. Dezember b. F.'(gegen einen Streik. D. R.)' durch den bisherigen Verlauf der Ereignisse vollkommen gerechtfertigt worden ist. Sie sind entschlossen, auch in Zukunft allezeit unge- achtet aller Verdächtigungen für die Rechte und das Wohl deS Arbeiterstandes gemäß den katholischen Grund» fätzen fest und entschieden einzutreten." Noch sind keine zwei Monate seit dem mit zeremonieller Verkündung der„friedenstiftenden" Enzyklika des Papstes Pius X. durch die Fuldaer Bischofskonferenz verflossen und schärfer als jemals tobt der Kampf zwischen den„Berlinern" und den„München-Gladbachern". Ter Papst als Konkurrent des Wassers von Lonrdes. Klerikale Blätter haben schon verschiedentlich berichtet, daß der Papst Pius X. mit übernatürlichen Kräfien begabt sein soll. Bor einiger Zeit soll er sogar frei im Zimmer„geschwebt" haben, wie früher nach einer frommen islamitischen Legende der schwarze Stein Abrahams in der Kaaba von Mekka. Nun wird berichtet, daß der Papst auch wundertätig ist und durch bloßes Handauflegen Kranke zu heilen vermag, und zwar soll diese Heilkraft in letzter Zeit be- trächllich gewachsen sein. So weiß„Das katholische Deutschland" sNummer vom 29. Dezember) gar wundersame„Heilungen" zu melden, die jüngst wieder der Papst vollzogen haben soll. Wir registrieren einige Fälle, um den Ruhm Pius' X. auch in unsere Leserkreise dringen zu lassen. „Ein zehnjähriges Kind, der Sohn einer angesehenen, gut katholischen amerikanischen Familie, die zurzeit in Rom lebt, er- krankte an einem schweren Nierenleiden. Ein Kapuziner, der das Vertrauen dieser Familie besitzt und beim Papst in großem An- sehen steht, führte den Knaben in den Vatikan und stellte ihn dem Hl. Vater vor mit den Worten:„Hl. Vater, segnen Sie dieses Kind, damit der Himmel es wieder gesunden lasse!" Pius legte dem Kranken die Hand auf und sprach:„Ja. unser Heiland macht Dich wieder gesund I" Und wirklich, gelegentlich eines Besuches, den der Pater zwei oder drei Tage später der Familie wieder abstalten wollte, lief der Knabe gesund und munter ihm entgegen: zwei Aerzte konnten nur mehr seine völlige Gesund- heit feststellen." „In Rom lebte seit einer Reihe von Jahren ein Prälat, der gelähmt und am Gebrauch des linken Armes und FußeS vollständig gehindert war. Mannigfache Inanspruchnahme der ärzt- lichen Hilfe hatte den Erfolg, daß er diese Glieder wieder in etwas bewegen konnte: doch von einem ungehinderten Gebrauch derselben konnte keine Rede sein. In diesem Zustande ließ er sich in den Valikan bringen und durch den Segen des Hl. Vaters erhielt er sofort die gewünschte Gesundheit." Ferner sind zwei Ordensschwestern geheilt worden. Eine litt an Lungenschwindsucht, die andere an einem Magen- und Darmleiden, beide aber waren todkrank und mußten auf einer Tragbahre zum Papste getragen werden. Dieser segnete sie und siehe da, die Magen- und Darmleidende entfernte sich frisch und munter aus dem Batikan und entwickelte einen Riesenappetit. Und bei der Lungen- schwindsüchtigen ließ sich nach dem hl. Segen eine„bedeutende Ver« Minderung der Bazillen" feststellen(wörtlich). Als sie nach Florenz zurückkam, waren aber auch diese letzten Bazillen vollständig auL- gerissen. Wie lange wird eS noch dauern und der geistig und körperlich kranke Menschenstrom aus aller Welt ergießt sich nach Rom zuin unfehlbaren, übernatürlichen, wundertätigen Papst Pius X. Nur eine Krankheit wird der Papst wohl nicht heilen können: die komplette Berrücklheit in manchen frommen Redaktionsstuben._ „Siehste die Lumpen!" Mit dieser etwas saftigen Bezeichnung ist nach dem Geständnis schlesischer Zentrumsblälter die Z e n t r u m s s r a k t i o n in den Kreisen der eigenen Parteigenossen belegt worden. Die peinliche Enthüllung, welche die„Reißer Ztg." in ihrer Neujahrsnummer macht, geschieht nur notgedrungen im Verlaufe eines neuen Zanks, der zwischen den schlesischen Zentrumsblältern aus nationalen Gründen aus- gebrochen ist. Als Kampforgan gegen die nationalpolnische Partei hat sich das Zentrum in Oberschlesien ein neueS Blatt in polnischer Sprache zugelegt, den„Tygodnik Katolicki". Die erbeblichen Aufwendungen rentieren sich aber schlecht, denn der neue Kampfesbruder schreibt mehr für die Polen und gegen das Zentrum, als umgekehrt. Als diese Treulosigkeit von den Breslauer und Reißer Zentrumsblättern gerügt und als„Verrat" und „Doppelzüngigkeit" gebrandmarkt wurde, stellte sich das führende Zentrumsorgan Oberschlefiens. der„Oberschles. Kurier" auf die Seite der Polen und verlangte nun ebenfalls„etwas mehr Ehrlich- keit" statt der„gehörigen Portion Gehässigkeit", welche die Bruder- organe in Breslau und Neiße verzapfen. Dem Neißer Blatte wurde von seiner klerikalen Freundin der Vorwurf„seniler Nach- beterei" gemacht. Darauf antwortet dieses Organ: „Senil? Nun, die„Neißer Zeitung" befindet sich im 40. Lebens- jähre. Jünger wird sie nicht. Das überläßt sie den Herrschasten, welche die Versammlungen des katholischen Männervereins in Katlowitz mit dem Stichworte verlassen:„Sieh sie die Lumpen!" und es verstehen, sich trotz dieser feinen Be» Zeichnung der Zentrumsfraktion olS Triarier derselben aufspielen." Soweit die treukatbolische„Neißer Zetiung", ein Zentrumsblatt ohne Furcht und Tadel! Die Zcntrumsfraktion wird wenig erbaut von dieser Charakterisierung durch die eigenen Parteigenossen sein. Die militärische Jahrhundertfeier in Preuße«. Nachdem die nötigen Vorberatungen getroffen, soll demnächst die preußische Nationalbegeisterung offiziell beginnen. Auf Befehl des Kaisers wird am 10. d. Mts. in allen militärischen Standorten Preußens eine große militärische Jahrhundertfeier stattfinden. In Berlin wird der Kaiser persönlich die Feier abhalten, während er in Breslau durch Prinz Eitel Friedrich vertreten sein wird. Die Feier wird aus dem Niederlegen von Kränzen an den Denkmälern, Fest- gottesdrensten und großen Paraden des Militärs und der Krieger» vereine bestehen._ Amtliche Zeitungspropaganda. Um der neuen„Bayerischen Staatszeirung" schnell auf die Beine zu helfen, entwickeln die bayerischen Behörden einen geradezu fieber- haften Eifer. So bat ein schwäbisches Bezirksamt(LandratSamt) an die Gemeindeverwaltungen einen Erlaß gerichtet, in welchem fie auf- gefordert werden, sofort darüber Anzeige zu erstatter. ob die A b o n n e m e n t s b e st e l l u n g auf die„Bayerische Staatszeitung" vollzogen sei. Wörtlich heißt es in diesem Erlaß: „Wenn diese Anzeige bis morgen nachmittags 4 Uhr auf schriftlichem Wege nicht mehr in den dieSamtlichen Einlauf gelangen kann, muß zur Anzeigeerstattung ein Extrabote oder das Telephon oder der Telegraph benutzt werden." Wie man hieraus entnehmen kann, ist die bayerische Staats- regierung redlich bemüht, das Zeitungsunternehmen in den Besitz der versprochenen 13 000 Zwangsabonnenten zu setzen. Leider be- reitet das neue Regicrungsorgan, nach der großartigen Reklame, die Herr Frick mit seinem Programmenlwurf dafür gemacht hat, allen Beziehern eine große Enttäuschung, denn an Dürftig» kje i t des Inhalts unterscheidet es sich von den RegierungS« organe» anderer hoher Bundesstaaten nicht um em Jota. Wer tragt die Schuld? Am heiligen Abend verunglückten auf dem Kaliwerle A d o l f s g l ü ck bei Lindwedel(Provinz Hannover) durch eine Ex- plosion schlagender Wetter fünf Bergleute. Die bürgerliche Presse schob die Schuld an diesem bedauerlichen Unglück auf die Un- Vorsichtigkeit der getöteten Bergarbeiter, die mit offenen Lampen in den Schacht gefahren seien, ohne sich vorher zu überzeugen, ob die Grube gasfrei war. Gegenüber diesen offenkundigen Versuchen, die Bergwerksvcrwaltung von der Schuld an dem Tode der .—.f Bergleute reinzuwaschen, veröffentlicht der„V o IIS w ill e* in Hannover eine Zuschrift vom Bergarbeilervcrband, aus der hervor» geht, daff die eigentlich Schuldigen ganz wo anders zu suchen sind. Die Zuschrift weist zunächst darauf hin, daß nach dem Schießen am Nachmittag in der WeihnachtSstimmung kein Arbeiter mehr in den Schacht steigen wollte. Als dann aber der Werksinspektor erschien, ordnete der Steiger an, daß noch einmal eingefahren werde. Fünf Mann, einschließlich des Steigers, stiegen in den Kübel und die Todesfahrt begann. Nach einigen Minuten hörte man einen dumpfen Knall und das Unglück war geschehen. Dann stellt die Zuschrift fest, daß die einfahrenden Arbeiter gar keine anderen Lampen als die vom Werk ge- lieferten offenen Lampen zur Verfügung hatten. Wohl waren Sichcrheitslampen vorhanden, aber nicht in genügender Zahl; zudem waren die vorhandenen Sicherheitslampen in gebrauchsunfähigem Zustande. Daß eS so war, geht auch daraus hervor, daß erst nach dem Unglück brauchbare Sicher- heitslampen angeschafft worden find. Die Schuld liegt also nicht so sehr bei den Arbeitern, als vielmehr bei der Werks- Verwaltung. Daß fünf Mann in dem Kübel gefahren sind, ist allerdings eine Uebertretung der Bergpolizeivorschriften, aber das erklärt das Unglück nicht. Wären der Vorschrift gemäß nur drei Mann gefahren, würde die Explosion zweifellos ebenfalls erfolgt fein. Die Uebertretung berührt das Unglück also nur insofern, als zwei Mann mehr getötet worden sind. Die Schuld der Werksverwaltung ist aber noch viel schwer- wiegender, weil der augenblicklichen Abteufschicht des Schachtes schon fortgesetzt Gase entströmt sind. Infolge dieser Gas- ausströmungen sind wiederholt Leute im Schacht umgefallen. Die Arbeiter haben deshalb bisher stets die Vorsicht geübt, zunächst Lampen in den Schacht zu lassen, um zu sehen, ob man herunterfahren könne, nur an dem Unglücks- abend unterblieb diese Vorsichtsmaßregel, deren Befolgung zudem Aufgabe der zuständigen Aufsichtsperson und nicht der Bergleute ist (Z 64 der Bergpolizeiverordnung). Ferner ist es schon früher vorgekommen, daß die ausströmenden Gase sich entzündet haben. Es waren also genügend Anzeichen für die Gefahr einer Explosion der ausgetretenen Gase vorhanden. Warum hat also das Werk nicht läng st vorher brauchbare SicherheitSlampen in ausreichender Zahl angeschafft? So zeigt sich auch bei diesem Unglück, daß die Behauptung der bürgerlichen Presse, die Arbeiter trügen die Schuld, unbegründet ist. Wo die wirklichen Schuldigen zu suchen find, kann nach den obigen Darlegungen nicht zweifelhaft sein. Konservativer Boykott. Nachdem die„Liegmtzer Volkszeitung" das geheime Boykott- zirkulär des konservativen Redakteurs O u a d t ans Licht der Oeffent- lichkeit gezogen hat, vollzieht sich bei den Herren Konservativen das alte Dementierspiel. Sie erlassen eine„Berichtigung", in der sie erklären: „Die Herausgabe eines Verzeichnisses von Geschäftstreibenden ist nicht von dem Bor stände des konservativen Verein« der- anlaßt und darf darum nicht als eine offizielle Maß- nähme desselben bezeichnet werden." So war es auch bei der Löwenberger IvOO-Mark-Berichtigung. Schlauerweise hatten sich dort nicht die Vorstandsmitglieder selbst zum sozialdemokratischen Vertrauensmann bemüht. Das über- ließ man anderen, die man dann nachher abschütteln konnte. Leider hat aber dici'esmal Herr Quadt in dem„streng vertraulichen" Zirkular geschrieben: „Aus- Veranlassung des„Konservativen Ver- eins", des„Bundes der Landwirte" und der„Orts- gruppe Liegnitz des deutschen Mittelstandes" gebe ich nun das vor- liegende Verzeichnis empfehlenswerter, rechtsstehender Kaufleute und Handwerker heraus." Diesmal sitzt also der Fuchs in der Falle. Oeltcmfcb-CItigani. Ein neues österreichisches Bereiusgesetz. Das neue vom Abgeordnetenhaus angenommene Vereinsgesetz beseitigt das seit 1862 bestehende Verbot der Verbindung politischer Vereine, daS Verbot der Zugehörigkeit von„Frauenspersonen" und Ausländern. Es soll bloß den Behörden daS Recht zustehen, fall- weise die Mitgliedschaft von Ausländern und Jugendlichen lunter einundzwanzig Jahren) zv untersagen, jedoch können Jugendliche auS Vereinen zur Wahrung von Standes- und Berufs- interessen ihrer Mitglieder nicht ausgeschlossen werden. Die Auf« lösungs- und NichtgenehmiguugsbefugniS wird auf Gesetz- Widrigkeiten beschränkt, bei politischen Vereinen kann sie aber auch eintreten, wenn die Vereine überwiegend.auS Ausländern be- stehen oder mit ausländischen Vereinen im Vcrbandsverhältnis stehen. Politische Bereine müssen auf Verlangen ihre Mitglieder anzeigen! Die Reform geht auf einen sozialdemokratischen Antrag zurück, aber wie man sieht, ist von seinem Geist in dem neuen Gesetz kaum noch viel zu merken. Dieser Reform wird das Herren- haus schon zustimmen. Dollancl. Die Militarisierung der Niederlande. Genosse V liegen zeigt im„Peuple", wie der Militarismus auch die Niederlande erobert. Der holländische H e e r e s e t a t ist von ISM bis 1613 von 27,32 auf 33,36 Millionen Gulden(zu 1,70 M.) gestiegen. Der Flottenetat blieb zwar für Holland 26 Mil- lionen, jedoch stieg der von den armen Bewohnern der Kolonien zu tragende Etat von 17,7 auf 26 Millionen: zusammen eine Stei- gerung von 16S,4 auf 133,9 Millionen Mark. Hat so der schwarz- blaue Block an der Regierung seine frühere Abneigung gegen stei- geni>e Heereslasten aufgegeben, so ist die Belastung mit persönlicher Dienstpflicht noch stärker gewachsen. 1961 wurde unter der liberalen Regierung das Jahreskontingent von 11 666 auf 17 666 erhöht, dafür aber die Dienstzeit in Infanterie und Futzartillerie von 17 Monaten auf 8� für drei, 4 Monate für ein Viertel der Leute herabgesetzt. Die Viermonate-Dienstzeit wurde von den hohen Offizieren bekämpft und„sabotiert". Man hat sie beseitigt. Die Dienstzeit dauert jetzt für Infanterie(außer einem kleinen Teil mit 6K Monaten) und Festungsartillerie 8� Monate und zwei Uebungen zu 4 Wochen, Artillerie zu Fuß 13 Monate, berittene Truppen 2 Jahre. Dazu aber wurde 1911 das Jahres- kontingent auf 23666 erhöht. Ferner vermehrte man die Offiziere und Unteroffiziere, deren Stellung durch günstigere Pension-(Aus- gäbe für Offiziere 866 666 Gulden) und Militäranwärterbedin- guygen aufgebessert wurde. Schließlich müssen SL66---4S06 aus- 'gekoste Leuke jährlich noch 4 Monake länger dienen. Alle Forde- rungen unserer Genossen auf Annäherung an das Volkswehrshstem werden(wohl nicht ganz ohne Einwirkung des deutschen Prinzen, der als Gatte der Königin beschäftigt wird) abgewiesen, ja die möglichste Annäherung an die Paradeleistungen langdienendcr Heere erstrebt. Spanien. Die Abdankung der konservativen Partei. lieber die Vorgänge, die zum Rückzug Mau ras und feiner Gesinnungsgenossen vom politischen Schauplatz geführt haben, be- richtet der spanische Genosse Fabra Ribas in der„Humanite". Er betont, daß es sich um eine neue Niederlage der Mör- der Ferrers handelt, nicht jedoch um einen eigentlichen Sieg der Liberalen. Maura und La C i e r v a waren die Leiter der klerikalen Regierung im Jahre 1969, als der Aufstand in B a r c e- l o n a Anlaß zu einer wilden Orgie der Reaktion gab. La Cierva stellte sich die Aufgabe, die Aufständischen von Barcelona so zu züchtigen,„daß man bis ins vierte Geschlecht daran denken soll". Man weiß, wie das mit Hilfe der Militärjustiz gelang, wie die Kerker von Montjuich, die Gefangenenmarter, die Ermordung Ferrers usw. die Empörung ganz Europas wachriefen. Gestützt durch die öffentliche Meinung aller zivilisierten Länder, erhoben sich alle liberalen, republikanischen und sozialistischen Elemente gegen das Kabinett, das schließlich zusammenbrach. Der Kern dieser Bewegung war das republikanisch-sozialistische Bündnis, das in seinem ersten Aufruf erklärte, die Mörder Ferrcrs müßten für immer vom Schauplatz verschwinden, dürften nie wieder an die Regierung kommen. Trotzdem versuchten die reaktionären Führer in den folgenden Jahren während Canalejas Regierung mehrfach, wieder an die Macht zu kommen. Der König würde sie nur zu gerne wieder berufen haben, getraute sich aber nicht, die Volksempörung so gröb- lich herauszufordern. Nun, als Canalejas der Waffe eines Wirr- kopfes zum Opfer gefallen war, glaubten sie ihre Zeit gekommen. Ihr führendes Blatt,„La Epoca", hat entschieden erklärt, zu Beginn dieses Jahres würden die Konservativen wieder herrschen; ein an- dereS Blatt brachte sogar schon die Regierungsliste mit Maura als Chef und La Cierva als Minister des Innern. Immer aufs neue erklärte man die Politik der Liberalen für eine Gefahr- für die Monarchie, Alfons XIII. für einen Gefangenen der Republikaner und Sozialisten. Doch würde der tapfere König deren Drohungen keinen Augenblick länger dulden. Aber die Presse dieser Parteien erklärte bestimmt, man würde eine solche Regierung niemals dul° den. Und der tapfere König fand es nützlicher, keine neue Volks- bewegung zu entfesseln. Er beließ den liberalen Grafen Roananones an der Regierung, und nahezu hundert konservative Exminister, Senatoren und Abgeordnete haben ihren Rücktritt vom Parlament und vom politischen Leben erklärt. Die Liberalen, die nun nach rechts hin unangefochten das Terrain beherrschen, sind aber weder eine einheitliche noch überhaupt eine Partei von klarem politischen Wollen.„Ohne eigene Politik und von Spaltungen bedroht," sagt Ribas,„wird die liberale Partei sich nicht lange an der Macht halten können/ Was wird dann kommen? Es handelt sich in Spanien nicht mehr um eine Krise der Parteien, sondern des Rcgierungs- systems. Im Grunde ist es schade, daß der König nicht Herrn Maura berufen hat. Er hätte damit alle Brücken abgebrochen." Norwegen. Ein Kongreß der sozialdemokratischen Jugend. Christiania. 2. Januar.(Eig. Ber.) Der sozialdemokratische Jugendverband Norwegens hat soeben einen Kongreß abgehalten, auf welchem 31 Vereine mit 3666 Mitgliedern vertreten waren. Ebenso hatten die Landesorganisation der Gewerkschaften und der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Vertreter gesandt. Der Kongreß beschäftigte sich u. a. mit der Trennung der Kirche vom Staate, dem politischen Massenstreik und der Militärfrage. Hin- sichtlich derTrennungderKirchevomStaate wurde ver- langt, daß die Partei diese Forderung wieder ins Parteiprogramm aufnehmen soll, die sie aus opportunistischen Gründen seinerzeit gestrichen hatte. Der Hauptgrund war die Auffassung, daß die Staatskirche dem Sektenwesen entgegenwirke und daher vorzu- ziehen sei. Die organisierte Jugend teilt diese Auffassung nicht und fordert nun die Wiederaufnahme jener alten Forderung ins Parteiprogramm. Die Behandlung der Frage des politischen Massen- st r e iks führte zur Annahme einer Resolution, die den Jugend- bereinen das Studium der Frage anheimgibt und den Verbands- vorstand beauftragt, eine orientierende Broschüre herauszugeben. Auch werden die Gewerkschaften ersucht, sich mit der Frage zu be- schäftigen. In der Militärfrage stellte sich der Kongreß auf einen rein verteidigungsnihilistischen Standpunkt; er sprach sich für den Militärstreik aus und forderte Parteipresse und Parlannentsfraktion auf, jeder militärischen Gesetzgebung entgegenzuwirken. Zum Redakteur des in einer Auflage von 3666 Exemplaren er- scheinenden Organs,„Klassekampen", wurde Eug. Olaussen wieder- gewählt. In die Verbandsleitung wurde u. a. der Verfechter des Syndikalismus Genosse Tranmäl gewählt, womit natürlich keine Anerkennung syndikalistischer Anschauungen durch den Kongreß er- folgt ist. Hfriha. Wie sich der Klerikalismns in Libyen breit macht. Rom, den 2. Januar.(Eig. Ber.) Der derzeitige Gouverneur von Tripolis, General Ciancio, scheint eine eigenartige Vor- stellung von seinen Befugnissen und von den Rechtsverhältnissen der Kolonie zu haben. In Italien gibt eS weder für den Zivil- noch für den Militärbeamten einen Zwang zur Beteiligung an dem Gottesdienst: noch weniger gibt es natürlich den obligatorischen sonntäglichen Kirchenbesuch, dem sich die Soldaten vieler anderen Länder unterwerfen müssen. Um so mehr befremdet eS, daß der General Ciancio am Borabend vor Weihnachten allen Zivil- und Militärbeamten ein Rundschreiben zugehen ließ, worin mitgeteilt wurde, daß der Gouverneur der Weihnachtsmesie bei- wohnen werde und eS seinem Wunsche entspräche, wenn die Be- amten und Offiziere mit ihren Untergebenen bei der Zeremonie zu- gegen wären. Ein derartiges Zirkular kommt ungefähr einem dienst- lichen Befehl gleich. Hat man vielleicht dämm Libyen erobert, um hier die Italiener zwangsweise zum Christentum zu bekehren? Eue der Partei» Eine klerikale Lüge. Rom, 2. Januar.(Eig. Ber.) Es ist eine alte Erfahrung, daß die Klerikalen nicht einmal vor einer Leichenschändung zurückichrccken, wenn sie meinen, daß sie die Macht der Kirche und des Glaubens in günstiges Licht setzen kann. Daß man es aber wagen würde. Andrea Costa wenige Jahre noch seinem Tode in den Verdacht zu bringen, im Frieden mit der Kirche gestorben zu sein, überschreitet doch das normale Kaliber klerikaler Verleumdung. Die„Unitä Cattolica" von Florenz, eine in vatikanischen Kressen angesehene, den Jesuiten nahestehende Zeitung, veröffentlichte in ihrer Nummer vom 27. Dezember eine mit Einzelheiten ausgeschmückte Notiz, der» zufolge unser Genosse wenige Tage bor seinem Tode einem „würdigen Prälaten" gebeichtet und von ihm die Sterbesakramente empfangen hätte. Der„würdige Prälat" verbirgt keusch seinen Namen. Dieser Mitteilung gegenüber schreibt Costas Witwe im „Avanti", daß sie in deii letzten Wochen seiner Krankheit nie das Zimmer ihres Mannes verlassen habe und mit absoluter Bestimmt- heit behaupten könne, daß kein Priester an sein Bett gekommen sei. Der durchaus kirchengläubige Bruder der Frau bestätigt diese Au- gäbe. Trotzdem wird natürlich die„Unitä Cattolica" ihre Lüge nicht widerrufen. Jugenddewegiing. Eine Staatsaktion. Sechs Mitglieder des BreSlauer Jugendausschusses hatten sich an, Freitag vor dem Richter zu verantworten. Ihnen wurde zur Last gelegt, eine nicht behördlich genehmigte„Ausspielung" ver- anstaltet zu haben. Auf einem Jugendfest hatte nämlich eine Per- losung von Büchern stattgefunden. Zu der Aktion waren außer den Angeklagten ein Polizeikommissar, ein Musikdirektor, ein Gastwirt, ein Redakteur und zwei Gewerkschaftsleiter als Zeugen, außerdem eine elfmonatige Untersuchung nötig. Das Verbrechen wurde an einein der Angeklagten mit 6 M. Geldstrafe geahndet. Soziales* Zunehmende Sterblichkeit. Im Jahre 1911 hat die Zahl der Gestorbenen in bcmerkcns- werter Weise zugenommen. Die amtlichen Beurteiler der Er- scheinung führen das auf den heißen Sommer des Jahres zurück. Er allein soll für die beängstigend zugenommene Säuglingssterb- lichkeit verantwortlich sein. Daß die Teuerung mit ihren ver- wüstenden Folgen auch eine größere Sterblichkeit herbeigeführt haben könnte, das scheint man gar nicht in den Kreis der Bctrach- tung gezogen zu haben. Damit übersah man eine Ursache der ge- steigerten Menschenvcrnichtung. Das beweist schon die Tatsache, daß auch die höheren Altersstufen an der Sterblichkeitszunahme beteiligt sind. Auch die Krankenkassenstatistik, die keine Säuglinge umfaßt, erhärtet eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der arbeitenden Bevölkerung. Ueber die Sterblichkeit im Jahre 1911 macht die„Statistische Korrespondenz" folgende Angaben: Es starben 1911 im ganzen 696 834 Personen, davon männliche 361 386, weibliche 333 474, im Vorjahre 637 982, davon männliche 329 931 und weibliche 368 631. Außerdem kamen 1911 standesamt- lich zur Meldung 35 874 Totgeborene(26 166 männliche und 13 774 weibliche), während 1911 37 166(26 771 männlickle, 16 393 weib» liche), gemeldet wurden. Berechnet man, ohne Einschluß der Tot» geburten, die Sterbeziffer auf 166(am 1. Juli 1911) lebende Per- sonen, so stellt sich diese für die Bevölkerung überhaupt auf 17,2 (1916 auf 16,1). Insgesamt starben im Jahre 1911 58 872 Per- sonen mehr als in dem vorausgegangenen Jahre. Beim Zurück- verfolgen der Sterbeziffer bis 1873 zeigt sich, daß sie mit 26,3 im Jahre 1373 am höchsten war. Mit Schwankungen in den ein- zelncn Jahren trat dann ein Rückgang ein, und zwar für die männliche Bevölkerung von 28,1 im Jahre 1875 bis auf 18,1 im Jahre 1911(im Jahre 1916 sogar auf 16,1), für die weibliche Be- völkerung von 24,6 im Jahre 1873 bis auf 16,4 im Jahre 1911 (im Jahre 916 auf 15,4). Eine Berechnung der Sterbeziffer für die einzelnen Altersklassen, getrennt nach Geschlechtern, ergibt da? folgende Bild, wobei die Zahl der Gestorbenen auf je 1666 der am 1. Juli in der Gruppe Lebenden eingestellt worden ist- Es starben aus der Arbeiterklasse Zwar hat, wie die Zahlen ergeben, besonders die Säuglings» sterblichkeit zugenommen. Das ist aber zweifellos, wenigstens zum Teil, auch eine Folge der Erschwerung der Lebenshaltung durch die furchtbare Teuerung. Außerdem zeigt sich, daß auch in höheren Altersstufen die Sterblichkeit nicht unbeträchtlich gestiegen ist. Dabei muß noch berücksichtigt werden, daß das Jahr 1911 noch nicht das des höchsten Preisstandes war. Das Jahr 1912 wird, als Resultat der vielgerühmten nationalen Wirtschaftspolitik, jedenfalls mit einer weiteren Steigerung der Erkrankungs- und Sterbeziffern in der Statistik herausragen. VermSgcnsstcucrzensiten in Preußen. Eine sogenannte Ergäiizungssteuer erfaßt in Preußen die Ver» mögen von über 6666 M., das heißt, soweit sie nicht verheimlicht werden. Befreit von einer Steuer sind übrigens auch die Besitzer von Vermögen bis 26 666 M., sofern sie kein Einkommen nach der unterste» Steuerstufe— bis 966 M.— versteuern. Wie nun die Steuerstatistik ausweist, ist die Zahl der Ergänzungssteuerpflichtigen ziemlich stark gestiegen. Die nachfolgende Zusammenstellung läßt das erlenuen. Pro 1666 der Bevölkerung ergaben sich: Zensiten, ausschließlich Angehörige Ernkommen st euer stufe überhaupt bis 966 M."ber�MV 1896.,. 37,2 0,5 28,6' 8,7 1911... 44,4 0,7 30,8 12,8 Zensiten, mit Angehörige» zusammen 1896... 139,7 1.2 163.4 30.1 1911... 139,7 2.3 116,8 42,1 Die Bewegung in der Zahl der Zensiten ergibt einen ständigen Zuwachs der Besitzenden, am allerftärksten und obne Unterbrechung hat sich der Zuwachs auf dem Lande vollzogen. Stellt man Stadt und Land nach den Ergebnissen von 1896 und 1911 gegenüber, dann ergeben sich folgende Resultate. In der Steuerstufe von 906 bis 3666 M. waren pro Tausend der Bevölkerung 1896 in den Städten 24,9 Zensiten, im Jahre 1911 nur noch 22,5. Auf dem Lande da» gegen hob sich die Zahl solcher Zensiten von 36,1 auf 38,4. Noch günstiger war die Entwickelung, sofern man die Einkommen von über 3666 M. in Betracht zieht. Zu dieser Gruppe gehörten zu den Ergänzungssteuerzensiten in den Städten pro Tausend der Bevöike» rung im Jahre 1896 16, im Jahre 1912 19,7. Das ergibt eine Zunahme um 23 Prozent. Aus dem Lande jedoch stieg die Zahl der hier in Betracht kommenden Zensiten von 3,7 auf 8,6 oder um fast 76 Prozent. Alls dieser Zusammenstellung ist zu erkennen, daß an der Vermögensbildung vorwiegend die größereu Einkommen beteiligt sind. Der Großgrundbesitz, die Grundrentenschlucker und die Beherrscher deS in der gewerblichen Gütererzeugung und bei sonstigen Erwerbsanlagen investierten Kapitals heimsen den aus ge» steigerter Ausbeutung der Arbeitskraft und der Schröpfung der Konsumeilten erpreßten Reichtum ein. Die große Masse kommt trotz der riesenhaft gesteigerten Gütererzeugung und trotz glänzender Ernten aus den Niederungen der sozialen und wirtschaftlichen Not nicht heraus. Als Beitrag zu dem aktuellen Thema über den Ge- burtcnrückgang mag noch erlvähnt werden, daß die Kopfzahl der Familien der Ergänzungssteuerzensiten im Durchschnitt von 3753 auf 3639 zurückgegangen ist. Die Besitzenden wollen die auf» gespeicherten Vermögen beim Ecbgang nicht in so viele Teile zer» fallen lajjew �Siche auch L. Beilage.), Gewerkschaftliches. Gewerkschaftliche Arbeit im Jahre 1912. Es ist doch eine große Rüdsichtslosigkeit, die man glaubt, fich I des chriftlichen Metallarbeiterverbandes bereits feit 14 Tagen den Arbeitern gegenüber erlauben zu können. Denn Mangel an wußte, daß Arbeitswillige von Menden kommen und daß er sich bes Dispositionsfähigkeit wird man doch nicht als Ursache des Erlasses mühte, ihnen Wohnungen zu besorgen. Ein neuer Beweis, daß die ansehen dürfen. Arbeitswilligenvermittelung der Christlichen wohl vorbereitet war. Dekateurbrauche! In der Dekaturanstalt M. Heefe Nachfolger, Stralauer Straße 3-6, legten am 8. Januar die organisierten Arbeiter vegen Differenzen die Arbeit nieder. Da eine Einigung nicht erzielt wurde, erhielten am 4. Januar alle ihre Entlassung. Kollegen werden ersucht, sich solidarisch zu erklären. Die Branchenleitung. 1653 Deutsches Reich. Der Anschluß des Bildhauerverbandes an den Holzarbeiterverband Die Aus Induftrie und Handel. Kohlensyndikat und Fiskus. Diesen Wunsch können wir nach den im Berichtsjahre hervor= getretenen Differenzen zwischen Staats- und Privatbergbau an dieser Stelle nur verstärkt wiederholen. Auf die Meinungsverschiedenheiten im einzelnen einzugehen, halten wir an dieser Stelle und im jezigen Stadium nicht für angezeigt. Wir betonen aber wiederholt, daß die Erneuerung des Syndikats nicht etma nur im Interesse des Privatbergbaus, sondern ebensosehr im bor allen Dingen Interesse des staatlichen Bergbaus und unseres Gesamtgedeihens liegt, und daß es deswegen für den Staat dringend geboten erscheint, das Wiederzustandekommen zu erleichtern, nicht aber diesem Wiederzustandekommen Hindernisse in den Weg zu legen. In einem Rückblick auf das Jahr 1912 bespricht das ,, Correspondenzblatt der Gewerkschaften Deutschlands" die wirtschaftlichen, gewerkschaftlichen und sozialpolitischen Erfolge des vergangenen Jahres, die bei den Arbeitern nicht volle Befriedigung auslösen fonnten. Obwohl es im allDer Jahresbericht der Handelskammer für die Kreise Essen gemeinen als eines der günstigsten Wirtschaftsjahre angeund Mühlheim- Ruhr reibt in seinem allgemeinen Teil in recht sprochen werden darf, trat Minderbeschäftigung und verderber Form der Regierung allerlei Gutachten, Ansichten und mehrter Andrang am Arbeitsmarkte doch in schärferem Maße Wünsche" unter die Nase. Besonderes Interesse verdienen seine als im Vorjahre ein. Nicht die Kriegsgefahr, sondern innere Ausführungen über die Stellung des Fiskus zum Rheinisch- WestUrsachen beeinflußten diesen ungünstigen Wirtschaftsstand. fälischen Kohlensyndikat. Für die Handelskammer hindern ShndiDie Nachwirkungen der schlechten Ernte des Vorjahres und die ist in einer Urabstimmung der Mitglieder des Bildhauerverbandes fate maglosen Preissturz und vernichtenden Konkurrenzkampf". gesteigerte Fleischnot verschuldeten das ungünstige Bild auf abgelehnt worden. Von den abgegebenen Stimmen waren Es sei daher Pflicht des Staates, die Erneuerung des Kohlendem Wirtschaftsmarkte des Jahres 1912. 52 Proz. für und 1518= 47,8 Proz. gegen den Anschluß. syndikats auf alle Weise zu fördern. Ueber den Rücktritt des Fiskus Die Zahl der Beschäftigten hob sich nicht in gleichem Die einfache Mehrheit wäre somit für den Anschluß gewesen. Da vom Syndikat ist die Kammer recht ungehalten: „ Wir haben der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Staat, Maße wie im Vorjahre über die Beschäftigungsziffer vom aber die Generalversammlung des Verbandes eine ZweidrittelmehrJahresschlusse, sondern sie blieb bis um 2,2 Proz. zurück und heit forderte, ist die Verschmelzung mit dem Holzarbeiterverband auch nachdem er sich von der Notwendigkeit eines Zusammengehens bei diesmal abgewiesen worden. Die Beteiligung an der Urabstimmung der Neubildung des Kohlensyndikats habe überzeugen lassen, auch der Andrang der Arbeitsuchenden war durchweg höher als im war gegenüber der Abstimmung im Jahre 1909 eine erheblich seinerseits nach besten Kräften dazu mitwirken werde, daß das geVorjahre und ging erst vom September an stark zurück. größere. Damals beteiligten sich 72,6 Proz. der Mitglieder, diesmal stedte Ziel baldigst erreicht wird. Die Steigerung der Lebensmittelpreise betrug für eine 85,5 Proz. Die Zahl der Stimmen gegen den Anschluß an den vierköpfige Arbeiterfamilie im Durchschnitt 2,01 Mt. pro Holzarbeiterverband ist von 1536 im Jahre 1909 auf 1518 diesmal Woche mehr, als in gleichen Monaten des Vorjahres. zurückgegangen, während die Zahl der Stimmen für den Anschluß Bei dieser unbefriedigenden Wirtschaftslage wird es er- bon 1142 auf 1658 gestiegen ist. flärlich, wenn die Weiterentwickelung der deutschen Gewerfschaften nicht alle Erwartungen erfüllt. Die Lohnkämpfe Der Uebertritt des Lagerhalterverbandes zu dem HandlungsDie Lagerhalterzeigten einen auffallenden Rüdgang. Die Mitglieder- gehilfenverband ist mit Jahresschluß erfolgt. Beitung" erscheint ab 1. Januar im Verlage des Handlungsgehilfenzunahme hielt sich in engeren Grenzen als in den Vor- berbandes vierzehntäglich unter dem Titel„ Der Filialleiter". Der Verjahren. Nach vorliegenden Abrechnungsziffern des dritten band hat seinen Sitz in Berlin. Quartals von 30 Verbänden, ergänzt durch die SchäzungsDer Anschluß des Schiffszimmererverbandes an einen der beziffern der Arbeitslosenstatistik des Reichsarbeitsblattes" vom Ende September von 21 Verbänden, konnte die Mit Konferenz, an der die Vorstände der Schiffszimmerer, Metallarbeiter stehenden größeren Verbände war Gegenstand der Beratung in einer gliederzahl gegenüber dem dritten Quartal des Jahres 1911 und Holzarbeiter teilnahmen. Eine Generalversammlung des Schiffs ungefähr festgestellt werden. Diese 51 Organisationen( ein- zimmererverbandes hatte seinerzeit den Vorstand beauftragt, mit den schließlich der Verbände der Hausangestellten und der Land Metallarbeitern und Holzarbeitern Rücksprache in der Verschmelzungsarbeiter) zählten am 30. September 1912 insgesamt 2595 650 Mitglieder, gegenüber 2 394 894 Mitgliedern am Ende des dritten Quartals 1911. Es ergibt sich daraus eine Zunahme von 200 756 Mitgliedern oder 8,38 Proz. Im Vorjahre hatte die Zunahme 309 020 oder 12,90 Prez. betragen. Nimmt man die Zuwachsquote von 8,38 Proz. auch für die Jahresschlußziffern an, so darf man mit einer Mitgliederzunahme von 202 918 Mitgliedern und einer erreichten Mitgliederzahl von 2 624 376 oder rund 25 Millionen rechnen. Das„ Correspondenzblatt" meint:" Wenn dieser Fortschritt auch nicht völlig befriedigend sein darf, so darf doch die wenig günstige Gesamtlage des Berichtsjahres nicht unberücksichtigt bleiben, die viele Organisationen auf die Erhaltung des Statusquo beschränkt und größere Erfolge erschwert. Doch 41 Verbände hatten cinen Mitgliederzuwachs und nur 10 einen Rüdgang. Transportarbeiter und Metallarbeiter stehen mit rund 35 000 Mitgliederzunahme an erster Stelle, dann folgen die Bauarbeiter mit rund 27 000, Fabrikarbeiter mit 20 000, Solzarbeiter mit 14 000 und Zertilarbeiter mit 13 000. Die Verbände, die einen Rückgang aufweisen, haben auch nur insgesamt 4240 Mitglieder oder 1,19 Proz. verloren. Starke Zunahme war ebenso ausgeschlossen wie starke Abnahme." " Die organisatorische Konzentrationsbewegung in den Gewerkschaften, die vielfach im Berichtsjahre zu Zusammenschlüssen einzelner Verbände führte, hat in Unternehmerfreisen das gleiche Bestreben hervorgerufen. Die Gewerkschaften wurden durch diese Zaktit der Unternehmer, die Kampfbafis zu erweitern, dazu gedrängt, ebenfalls ihre Kampfmittel zu verbessern. Seit dem Dresdener Gewerkschaftskongreß sind Erwägungen im Gange, die freiwillige Streitbeihilfe für außerordentliche Rämpfe in eine obligatorische Streitunterſtüßung auf dem Wege des Umlagever. fahrens umzuwandeln. Bis zum nächsten Kongreß wird dieser Plan zur Entscheidung reif sein. Von den Lohnkämpfen ragt der der Ruhrbergarbeiter besonders hervor. Nur in der Porzellanindustrie, im Schneidergewerbe und in der Metallindustrie fanden Kämpfe größeren Umfanges statt. Das„ Correspondenzblatt" meint mit Bezug auf den Ruhrbergarbeiterstreif, daß, so wenig das Gebiet der eigenen Gewerkschaftsorganisation verkümmert werden darf, so müßte doch in Voraussicht längerer und umfangreicher Streits für eine ausreichende Rückendeckung der Arbeitermassen Vorsorge getroffen werden, damit ihre Widerstandsfraft nicht ins Wanken gerät, wenn es gilt, auszuharren. Damit könnten auch die Gewerkschaftsleiter mit größerer Zubersicht die Verantwortung für die Weiterführung solcher Kämpfe übernehmen. ist bezüglich des Zusammengehens mit dem Privatbergbau, sich mit Ferner wird die Bergverwaltung, wenn es ihr wirklich ernst dem Gedanken vertraut machen müssen, daß ein dauerndes, innerlich gesundes Abkommen nur auf einer gleichmäßigen Verteilung einerseits der Rechte und andererseits der Pflichten und der Verfrage zu nehmen. Die Konferenz kam zu dem Ergebnis, daß der antwortung beruhen kann. Ob dieser Gesichtspunkt bei den bisVorstand des Schiffszimmererverbandes erklärte, nach Lage der herigen Verhandlungen, die zu dem bedauerlicherweise inzwischen Dinge nur den geschlossenen Anschluß des Verbandes an den Holz- wieder aufgelösten Provisorium geführt hatten, immer genügend arbeiterverband empfehlen zu können, weil die meisten seiner Mit- fest im Auge behalten ist, will uns nicht unzweifelhaft erscheinen." glieder nur in Holz arbeiten und weil aus taktischen Gründen eine Spaltung in Holz- und Metallarbeitern bei den Schiffszimmerern nicht erwünscht ist. Maßregelungen im Saarrevier. Nach den öffiziösen Darstellungen war es reinveg underständlich, daß auf zwei Gruben im Saarrevier die Bergleute nicht anfuhren. Nun stellt sich heraus, daß die Leute die Maßregelung von Kameraden abwehren wollten, welche in ihrem Auftrage die Kündigung eingereicht hatten. ( Siehe auch 2. Beilage.) Letzte Nachrichten. Eine drohende Erklärung. London, 4. Januar.( W. T. B.) Die Delegierten der Ballanstaaten haben dem Reuterschen Bureau offiziell mitgeteilt, daß, wenn die Türken, welche Vorschläge sie sonst auch machen mögen, am Montag nicht alle Forderungen des Ultimatums der Berbündeten erfüllen, die Verbündeten die Verhand Iungen abbrechen werden, und daß vier Tage danach, entsprechend den Bestimmungen des Waffenstillstandes, die Feindseligkeiten auf der ganzen Linie wieder aufgenommen werden, eine etwaige türkische Anregung, die Angelegenheiten den Mächten zu überlassen, wird als eine nur die Türkei angehende Frage an gesehen werden, mit der die Verbündeten nichts zu tun haben. Der„ Kölnischen Volkszeitung" wird geschrieben: " Nachdem Geheimrat Fuchs der Königlichen Bergwerfsdirektion den Abgg. Giesb.rts und Imbusch am 30. De zember erklärt hatte, daß aus Anlaß der jetzigen Streitbewegung feinerlei Maßregelungen erfolgen sollten, wurden am Donnerstag die Arbeiterausschußmitglieder der Inspektionen Gerhardt und Velsen entiassen. Als sie sich zur Anfuhr melbeten, wurde ihnen der Abkehrschein eingehändigt. Als die Bezirksleitung des christlichen Gewerkvereins sich an die Bergwerksdirektion wandte, erklärte Geheimrat Fuchs, die Leute Die Türkei beharrt auf ihren Forderungen. fönnten wieder anfahren. Wie jedoch aus den Aeußerungen des Konstantinopel, 4. Januar.( W. Z. B.) Der MinisterBorsitzenden der Inspektion 2, Bergrat Stutt, herborging, sollen die Arbeiterausschußmitglieder ihres rat, der das Ultimatum der Balkandelegierten beriet, dauerte Vertrauensamtes enthoben werden, weil sie infolge von 10 Uhr vormittags bis 42 Uhr nachmittags. Die der ausgesprochenen Kündigung als aus der Belegschaft Sigung gestaltete sich sehr bewegt. Der Ministerrat spaltete ausgeschieden zu betrachten seien und ihre Weiterbe- sich dann in zwei Gruppen, die eine, an deren Spitze der schäftigung als die Aufnahme eines neuen Arbeitsverhältnisses angefehen werden müsse. Unter den Ent- Großwesier steht, setzte die Beratung über die Friedensfragen laffenen befindet sich auch der Ministerdelegierte Weyand. Die Belegschaftsmitglieder der genannten Inspektionen haben sich mit ihren Ausschußmitgliedern solidarisch erklärt und Freitag auf Grube Velsen die Anfahrt verweigert. Von den 460 Belegschaftsmitgliedern dieser Grube find Freitagmorgen 300 nicht angefahren." Diese Darstellung flingt weit plausibler, als die der offiziösen Depeschenbureaus, wonach die Grubenverwaltungen engelrein, die Sicherheitsmänner aber böswillige Strafeeler sein sollten, die ohne jeden Anlaß ihre Kameraden in den Streik hezten. Jezt meldet Wolffs Telegraphenbureau: fort, die zweite, welche aus dem Marine-, dem Finanz-, dent Kriegsminister und dem Unterstaatssekretär im Großwesierat besteht, beschäftigte sich mit der Frage der Flottenaktion. Einige Marinelieferanten nahmen an dieser Beratung teil. Gegen 4 Uhr nachmittags telegraphierte das Ministerium des Aeußeren den Bevollmächtigten in London die neuen Instruktionen, die bejagen, die Pforte halte an dem Besite der Archipelinseln und an der für das Wilajet Adrianopel festgesetzten Saarbrüden, 4. Januar. Die Sicherheitsmänner der Fett- Grenze fest. Man ist der Ansicht, daß die Entscheidung fohlengrube Luisenthal sprachen heute nachmittag bei der Berg- des Ministerrats den Abbruch der Friedensverdirektion vor und baten um Aufklärung über die Frage der handlungen bedeutet. Doch wird der Ministerrat sich von Fortdauer ihres Amtes als Sicherheitsmänner. Die Fortdauer neuem versammeln, um die Antwort der Balkandelegierten ihres Amtes wurde ihnen zugesagt. Auf Anfrage er zur Kenntnis zu nehmen. flärte man ihnen weiter, daß das Feiern an den zwei Tagen nicht als Störung im Sinne des Lohnerhöhungsversprechens des Vorsitzenden angesehen werden solle. Selbstverständliche Voraussetzung sei das vollzählige Anfahren der Belegschaft am Dienstag, den 7. Januar. Die Sicherheitsmänner erklärten sich mit vorstehendem einverstanden und versprachen, sich zu beinihen, daß die Belegschaft Dienstag vollzählig anfährt. Damit ist die Maßregelungsabsicht zugegeben. Mit ihrer ersten Darstellung haben also die Offiziösen die Welt zu täuschen versucht. Wenn die Versprechungen der Bergwerksdirektion weiter in derselben Weise gehalten werden sollten, können sich die Saarbergleute noch auf Ueberraschungen gefaßt machen! Nach Erwähnung des für die Arbeiterbewegung vorteilhaften Zusammenwirkens von Gewerkschaften und Genossenschaften, das zur Gründung der Volksfürsorge" führte, des schönen Wahlerfolges der sozialdemokratischen Partei und des Stampfes um ein verbessertes preußisches Wahlrecht, weist das " Correspondenzblatt" auf den gegen die internationale Kriegs gefahr in Basel abgehaltenen Friedensdemonstrationskongreß bin. Es resumiert, daß das Jahr 1913 wahrscheinlich ein Kampfjahr in mehr als einer Hinsicht werden wird. Noch wissen wir nicht, welche Komplikationen der Balkankrieg nach sich ziehen wird. Aber auf wirtschaftlichem wie auf politischem Wie der Streik der christlichen Metallarbeiter in Menden Gebiete ständen große und schwere Kämpfe in Aussicht, und die Arbeiter täten gut, ihre Organisationen nach beiden Richtungen hin so zu stärken, daß diese dem Anprall in jedem Augenblick gewachsen seien. Die deutsche Arbeiterschaft aber wird diesen Kämpfen mit gewohnter Zuversicht entgegensehen und keinerlei Anstrengungen scheuen, um neue Erfolge den früheren anzuschließen. Berlin und Umgegend. Rücksichtslosigkeit! In der Hauptbetriebswerkstatt der Großen Berliner Straßenbahn ist folgender Anschlag am schwarzen Brett erfolgt: finden. Bekanntmachung. geführt wird. Obwohl unser Lüdenscheider Parteiblatt bereits am Dienstag festgestellt hatte, daß christlich organisierte Metallarbeiter aus menden nach Stuttgart geschickt worden sind, um dort streiken den Mitgliedern des Deutschen Metallarbeiterverbandes in den Müden zu fallen, brachte es am Donnerstag der christliche Gewerkfchaftsangestellte Steinader fertig, in einer Versammlung der Ausgesperrten, und Streikenden den Leuten vorzuflunkern, daß in Stuttgart- Ludwigsburg tein Streit sei. Der Deutsche MetallKeine Intervention der Mächte. Belgrad, 4. Januar.( P. C.) Nach einer aus den Kreisen der Balkandelegierten dem serbischen Blatte Piditica" zugegangenen Nachricht wäre eine Intervention der europäischen Mächte nach Abbruch der Friedensverhandlungen ausgeschlossen. Deshalb seien die diplomatischen Vertreter der Großmächte bestrebt, den Abbruch der Verhandlungen zu verhindern. Kampf der türkischen mit der griechischen Flotte. Konstantinopel, 4. Januar.( W. Z. B.) Die türkische Flotte ist um 9 Uhr früh aus den Dardanellen ausgelaufen und befindet sich seit 10% Uhr im Stampfe mit der griechischen Flotte. Die Minister verließen die Pforte frühzeitig; der Großivefter begab sich fofort nach Hause, wodurch Anlaß zu Gerüchten von seiner Demission gegeben wurde. Diese Gerüchte werden an zuständiger Stelle dementiert mit dem Hinweis, daß der Großwester sich vorzeitig nach Hause begeben habe, weil er an einer leichten Influenza erkrankt ist. Desterreich- Ungarns finanzielle Kriegsbereitschaft. arbeiterverband behaupte nur, daß dort gestreift werde, weil seine Wien, 4. Januar.( W. T. B.) Heute fand unter dem Vorsitz Mitglieder mit den Christlichen nicht zusammen arbeiten wollten. des Ministers des Aeußern Grafen Berchtold eine gemeinsame Diese Behauptung Steinaders ist um so dreifter, als der christ- Ministerkonferenz statt. Die Konferenz befaßte sich mit der Frage liche Bezirksleiter Sirtfieffer selbst zugegeben hat, daß der christ- der Dedung und Verrechnung der militärischen liche Metallarbeiterverband weiß, in Stuttgart- Ludwigsburg würde Ausgaben, die mit der außerordentlichen poligestreift. Die Verwaltungsstelle Iserlohn des Deutschen Metallarbeiterverbandes, zu der Menden gehört, hatte eines ihrer dortigen tischen Lage im Zusammenhang stehen. Der Kriegsminister Die Lohnzahlung für den Monat Dezember kann der kürzeren Mitglieder am Montag telegraphisch beauftragt, den Christlichen mit- gab in der Konferenz detaillierte Aufklärungen über die Ausführung Abrechnungszeit wegen anstatt am 4., erst am 6. Januar statt- zuteilen, daß in Stuttgart- Ludwigsburg gestreift werde und daß des- der mit Zustimmung der beiden Regierungen getroffenen Maßhalb Zuzug fernzuhalten sei. Nachdem das betreffende Mitglied des nahmen. Die Höhe der einschlägigen Auslagen wurde von der Berlin, den 2. Januar 1913. Metallarbeiterverbandes auf dem christlichen Verbandsbureau in Konferenz ziffernmäßig festgesetzt. Menden seinen Auftrag ausgeführt hatte, erklärte ihm der gerade anwesende christliche Bezirksleiter irtfieffer in Gegenwart von Beilegung des Streits im Saarrevier. Es scheint, daß die Herren, die diese Anordnung getroffen Beugen:" Wir wissen, daß dort Streik ist!" Und jetzt behauptet Saarbrüden, 4. Januar.( B. H.) Auf der Grube„ Belsen" haben, vom praktischen Leben des Arbeiters nichts wissen, sonst Steinader das Gegenteil. würden sie die Arbeiter nicht zwei Tage länger auf ihren 2ohn bereits wieder. Donnerstag fanden Verhandlungen mit der Firma worden. Menden sind zurzeit 1300 Arbeiter ausgesperrt, 1600 arbeiten sind die Sicherheitsmänner nochmals bei der Direktion vorstellig ge. Sie nahmen ihre Kündigung vont 18. Dezember 1912 warien lassen, was diese nicht können, ohne in Verlegenheit zu ge-. möle, bei der der Kampf entstand, statt. lleber das Er- zurück und stellten die Wiedereinfahrt der Belegschaft für Montag, raten. Vermutlich glauben die Herren, die Arbeiter der Großen gebnis der Verhandlungen ist noch nichts bekannt. den 6. Januar, in Aussicht. Der Bergdirektor fagte zu, daß den Berliner feien alle in der Position der Aktionäre dieser Gesellschaft, zur Arbeitswilligenbermittelung des christ- Ausständigen keinerlei Schwierigkeiten gemacht werden sollen. Der denen es allerdings nichts ausmacht, wenn sie ihre gute Dividende lichen Metallarbeiterverbandes in Stuttgart- Teilausstand auf den Saargruben ist damit als beigelegt an be zwei Tage später erhalten. Ludwigsburg ist festgestellt, daß der dortige Vertrauensmann trachten. Hauptwerkstatt Schulz. Berantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil berantw.: b. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen Nr. 4. 30. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 5. Janar 1913. Aus dem Sündenregiſter des Dreiklaffenparlaments. Aus dem Bericht der preußischen Landtags- boll verdiente in der Etatdebatte eine ausgiebige Rolle. Statt fraktion über die Sessionen 1910, 1911 und 1912, der der frevelhaft verweigerten Volksrechte Jugendverbummung, groß126 Seiten stark dem Parteitag der preußischen Sozialdemo- zügigste Sozialistenbekämpfung unter mißbräuchlicher Verwendung fratie vorliegt, geben wir zur Beleuchtung der volksver- staatlicher Steuermillionen, das war die Signatur der preußischen Politik anno 1911! höhnenden Reaktionstaten des Dreiklassenparlaments einige Stichproben wieder. Die Verfchwörung gegen die Wahlreform. | " Ich hoffe, daß es dadurch der Staatsregierung gelingen wird, wieder die Anforderungen an die Qualität der Schuhleute zu stellen, die sie in der Vergangenheit stets und bis in die neueste Beit hinein an sie gestellt hat. Diese Qualität hat diese Schutztruppe(!) zu einem so ausgezeichneten Material gemacht, und sie hat sich bis in die neueste Zeit hinein so ausgezeichnet bewährt, daß ich von meinen Freunden ausdrücklich beauftragt bin, hier hervorzuheben, da sie die Beweise ihrer Pflichttreue gegeben hat, die wir von ihnen erhofft haben...." Daneben hatte diese Politik der reaktionären Sammlung und Sozialistenhaz noch einen anderen Schlachtruf Moabit! Man erinnert sich ja noch genau der verzweifelten Anstrengungen, die unsere gesamte Scharfmacherpresse, die blauschwarze wie die Beim Zusammentritt des Hauses im Januar 1910 zitterte noch nationalliberale, gemacht hatte, um die Moabiter Polizeitaten in Die Erregung über die Kämpfe um die Reichsfinanzreform nach. eine„ revolutionäre Vorübung" des Berliner Proletariats umzuDeshalb war es nur zu begreiflich, daß der konservative Wortführer, lügen, um mittels dieses schaurigen Popanzes dann gesetzgeberische Herr v. Pappenheim, sofort der Regierung auf den Leib rüdte, weil Scharfmachertaten und Angst und Hurra- Wahlen zustande zu fie der„ Berhekung" der Bevölkerung nicht energisch genug durch bringen! Was der Scharfmacherpresse trok der tobsüchtigsten aufklärende Tätigkeit zur Beruhigung unseres Erwerbslebens" Raserei nicht gelungen, das sollte nun nach Möglichkeit durch die entgegengetreten fei. Und wie hier das Junkertum sein Programm parlamentarische Heze erreicht werden. Und wieder war es Herr der Regierung zur Pflicht machte, so auch in der Frage der Wahl- v. Pappenheim, der zu dem großen Horridoh zuerst ins Horn stieß. reform, die die Thronrede ja endlich in nahe Aussicht gestellt hatte. Er konnte die im Etat ausgeworfenen Dienstprämien für Schuß Hier halte, erklärte der konservative Redner, seine Partei an ihrer leute in Höhe von 160 000 M. nicht begrüßen, ohne folgendes Avis völlig ablehnenden Stellung fest:„ Die Erfahrungen des letzten für die Regierung, zugleich eine Kriegserklärung an das Volt, erJahres haben uns lediglich in dieser Stellungnahme gekräftigt." gehen zu lassen. Der freitonservative Redner, Freiherr von Zedlis, gab seiner Wahlrechtsgegnerschaft nicht minder deutlich Ausdruck als Herrv. Pappenheim. Wenn die Regierung, wie es scheine, an dem Dreitlassenwahlsystem festhalten wolle, so stehe das völlig im Einklang mit der Thronrede vom Jahre 1908! Seine Partei werde die Vorlage abavarten und dann zu ihr Stellung nehmen:„ Wir werden diese Stellung nehmen nach unserem patriotischen Pflichtbewußtsein und werden uns in dieser Stellungnahme auch nicht beirren lassen durch große Worte oder durch Straßendemonstrationen und ähnliche Dinge...." Daß dieser Oberscharfmacher die Gelegenheit zu Aufreizungen gegen die Sozialdemokratie nicht vorübergehen ließ, bersteht sich von selbst. Er forderte die entschiedenste Abwehr gegen sozialdemokratische und polnische Bestrebungen" und erwartete, daß Die Regierung mit voller Kraft die Politik der Abwehr gegen die Sozialdemokratie" verfolge. Herr Friedberg, der für die Nationalliberalen das Wort ergriff, glaubte sein diplomatisches Genie damit zu beweisen, daß er über die Frage der Wahlreform mit ein paar nichtssagenden Worten hinwegglitt. Dagegen hielt es der Herr, der bei jeder Gelegenheit zu verstehen gibt, daß man ihr für einen großen Staatsmann zu halten habe, für wirklich notwendig, sich gegen den Gedanken eines Großblocks in Preußen zu verwahren! Im übrigen nahm er den ihm von dem konservativen Redner hingeworfenen Brocken der Finanzreform mit förmlicher Gier auf, um des langen und breiten die verwerfliche Steuerpolitik des schwarzblauen Blocks zu brandmarken und die selbstlosen und edlen Absichten der nationalliberalen Steuerschacherer zu berherrlichen. als der private Bergbau auch. Der staatliche Bergbau habe, so wurde in der Kommission ausgeführt, bei feirer Betriebsführung das Postulat der Wirtschaftlichkeit an die Spike zu stellen. Er sei weder eine Wohltätigkeitsanstalt für Arbeiter, noch eine Verforgungsanstalt für Beamte, sondern er sei lediglich ein Erwerbsbetrieb, dessen Ziel darin bestehe, an seinem Teil die von der heimischen Wirtschaftstätigkeit benötiç den Bodenschäze unter möglichst billigen Gestehungskosten zu gewinnen und die ge= wonnenen Ergebnisse möglichst günstig ab zusehen." Und im Anschluß an diese Auffassung der Kommission, die auf das Kaiserwort von den staatlichen Musterbetrieben" allerdings wie die Faust aufs Auge paßt, erbe b dann Herr Hirsch- Effen die einzelnen Forderungen. Nämlich er stens die Beseitigung der Gleichmacherei" im Lohnsystem und energischere Abstufung der Löhne nach der Einzelleistung, auch wenn dadurch der Abschluß von Tarifverträgen unmöglich gemacht werde! Die mittleren Beamten seien fünftig nicht mehr als Beamte fet anzustellen, damit man sie mehr in der Hand habe und, das war, der Sinn, noch rücksichtsloser als Antreiber der Arbeiter benußen könne. Um dagegen dem starken Wechsel der höheren Beamtim, der Werksdirektoren, vorzubeugen und sie mehr an der P1: oduktionssteigerung zu interessieren, empfahl der Herr Berichterstatter höhere Gehälter und außerdem Tantiemen! Ferner müsse, um die Disziplin zu stärken, die Autorität der Lokalinstanzen er höht werden, namentlich müsse das Beschwerderecht beim Werksdi rettor seine äußerste Grenze finden! Und schließlich müsse der preußische Bergfiskus dem rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat. beitreten! Die Plusmacherquetfche im Eisenbahnbetrieb. Herr v. Pappenheim, der konservative Redner, stimmte den Darlegungen des nationalliberalen Sachwalters der Bergherreninteressen in allen Punkten zu. Da in Preußen auf 370 Millionen direkter Steuern 344 Millionen Betriebsüberschüsse fielen, müsse Braucht noch besonders betont zu werden, daß auch Herr man die Steuerkraft( der Besize nden!) nach Möglichkeit durch v. 3edlig in die Kerbe des Pappenheimers hieb? Dieser Biedere weitere Steigerung der Ueberschüsse schonen. In der Arbeitersuchte den Redner des Junkertums sogar noch zu übertrumpfen, politik sei man bisher doch wohl zu weit gegangen. Vergebens erindem er wörtlich behauptete:„ durch die Feststellungen des Straf- klärte der Regierungsvertreter, Berghauptmann v. Velsen, die gerichts ist zweifelsfrei festgestellt, daß die Sozialdemokratie zwar Rohnpolitik sei auf keinen Fall schuld an der Verringerung der nicht die Mitschuld, aber die Hauptschuld an den Vorgängen in Ueberschüsse, ebensowenig wie der Beamtencharakter der mittleren Moabit trägt." Rimmt es da noch wunder, daß dieser Heros der Beamten. Am Rückgang der Förderung trüge nicht eine niedrige Skrupellosigkeit nicht nur das Verfahren des Gerichts bemäkelte Leistung pro Kopf des Arbeite re die Schuld, sondern einzig die und die Zeugen der Verteidigung schlankweg des Meineides bezich- ungunst der natürlichen Abbautverhältnisse:„ wer behauptet, daß tigte, sondern schließlich auch als Mittel zur Abstellung der Be- die Saarbrücker mit ihren festen, unreinen Kohlen und den schweren schwerden gegen die Polizei empfahl, künftig schon im Anfang" Gesteinsbänten mitten in den Flözen genau so billig zu gewinnen mit voller Kraft und voller Energie" zuzugreifen?! Dagegen ver- wären, wie die westfälische Kohle im allgemeinen, meine Herren, dient besonders festgenagelt zu werden, daß auch der Redner der dem sage ich ganz klipp und klar: das verstehen Sie nicht". Das Nationalliberalen, Herr Dr. Friedberg, die Erklärung abgab, daß in verschlug alles nichts! Die Resolution der Kommission, die sich mit Moabit die Polizei unter schwierigen Verhältnissen im großen und dem vom Berichterstatter vorgetragenen grundsätzlichen Standpunkt ganzen ihre Pflicht getan" habe. Und mit den gerichtlich fest völlig deckte, wurde vom Hause angenommen! gestellten ungeheuerlichen Polizeiausschreitungen in Moabit fand Das war nun ein gefundenes Fressen für den greisen Ben- fidh feine nationalliberale Scharfmacherjeele mit leichtem Achseltrumsdemagogen Herold. Viel ausführlicher noch als Herr Fried- zuden ab:" Ich halte es für unvermeidlich, daß bei solchen Geberg ging er auf die weitschichtige Materie der Finanzreform ein, legenheiten Mißgriffe vorkommen." Welche Riesensummen des Eisenbahnüberschusses bisher für in der ganz unverkennbaren Absicht, eine wohlvorbereitete Agita- Sonnten noch irgendwie Zweifel obwalten, wes Geistes Kind allgemeine Staatszwede verbraucht worden sind, illustrierte der tionsrede zur Beschönigung der blauschwarzen Steuerausplünderung der neue Polizeiminister v. Dallwis sei, so wurden sie auf dessen sozialdemokratische Redner durch folgende Zahlen: Die Eisenbahnins Stenogramm und unter die Zentrumswählermassen zu bringen. Entgegnung auf die sozialdemokratischen Darlegungen ein für alle- fchulden betragen zurzeit 7050 Millionen. Die Ueberschüsse haben Aber diese Ablenkung von den aktuellen Fragen der preußischen mal gelöst. Denn eine provozierendere, kleinlicheren und bruta- allein in dem Zeitraum von 1899-1911 7549 Millionen betragen. Politik, von der wichtigsten aller Fragen, der Wahlreform, genügte leren Polizeigeist atmende Rede als diese in den höchsten Fistel- Gin Betrag in der Höhe der gesamten Schulden ist also bereits als den pfiffigen Zentrumsfuchse noch nicht. Mit Behagen versentte tönen hinaustrompeteten Drohungen hat selbst das preußische Drei- Ueberschuß in den Staatshaushaltsetat gekommen. Stalt diese er sich vielmehr auch in die Frage, ob die Geistlichkeit in aus- klaffenhaus schwerlich schon gehört. Wer trug nach seiner Ansicht Plusmacherwirtschaft ins Unendliche fortzusehen, sollte man doch reichendem Maße Einfluß auf die Schule ausübe, ob der geistliche die Schuld an den traurigen Ereignissen? Die Sozialdemokratie endlich auch einmal daran denken, daß das Eisenbahnwesen in erster Schulinspektor pädagogisch nicht ebenso tüchtig sei wie ein fachlich durch ihre„ jahraus jahrein geübte Berhebung" einerseits gegen Linie den Verkehrsinteressen zu dienen hat. Diese Verkehrsinterausgebildeter, ob die Verminderung der geistlichen Lokalschul- die Polizei, andererseits gegen die lieben Kinder eines einsichts- essen, namentlich die des unbemittelten reisenden Publikums, werinspektoren nicht eine bedrohlich rasche sei fura, inszenierte er eine losen Unternehmertums, die„ Arbeitswilligen". Solche Verhegung den aber in keiner Weise berücksichtigt. Auf die Wünsche des Geldsogenannte Kultur"-Debatte, eines jener Scheingefechte, bei denen müsse naturgemäß bei größeren Streits zu gesetzwidrigen Vor- sacs wird natürlich hier wie überall ungebührliche Rücksicht geim Breußenparlament in grotester Ueberhitung Schwarze und fällen," Ausschreitungen und Aften der Brutalität und Roheit nommen. Es ist allbekannt, daß sich die 1. Klasse bei weitem nicht Nationalliberale gegeneinander anzurennen pflegen. Die Wahl- führen, wie wir sie leider in Moabit zu beklagen hatten". Bei dem bezahlt macht, und doch sind Bestrebungen im Gange, den Fahrrechtsfrage ließ Herr Herold dabei völlig unter den Tisch fallen! Proletariate, beileibe nicht bei der Schußtruppe" des Herrn preis für diese Klasse herabzusehen! Ist es ferner nicht eine gröbUnd das war, wie ja die nächsten Monate bewiesen, nicht befremd- v. Pappenheim, der Polizei! Denn der gegenüber erklärte es der liche Rücksichtslosigkeit gegen die breite Masse des Volkes, daß noch licher Zufall, sondern wohlerwogene Absicht. Das ganze Aufrühren Minister für seine Ehrenpflicht", ihre Pflichttreue öffentlich immer 20 Proz. der Schnellzüge nur die 1. und 2. Wagenklasse des Finanzreformstreites sollte ja nur der noch innigeren Ver- anzuerkennen," um schließlich mit der Drohung zu schließen, daß führen? Der Eisenbahnminister ist gar noch stolz darauf, daß nicht schweißung des blauschwarzen Bloces dienen, und die wüste Stultur- darüber wolle er keinen Zweifel lassen neue Ausschreitungen weniger als 80 Proz. der Schnellzüge auch von den Reisenden der tampfpauferei hatte feinen anderen Zweck, als die religiös fana- mit entsprechender Energie und Rücksichtslosigkeit unterdrückt 3. Klasse benutzt werden können und hat zu erkennen gegeben, daß tifierten Zentrumswähler über das unsägliche Bubenstück hinweg werden würden". er dieses Verhältnis für ein geradezu ideales, kaum noch zu beffernzutäuschen, das das Zentrum mit den Konservativen in der WahlDas amtliche Stenogramm vermerkt hierzu:" Rebhafter Bei- des halte. Im Interesse der Mehrheit des reisenden Publikums ijt rechtsfrage gegen das entrechtete Volt, gegen die eigenen Zentrums- fall rechts, im Zentrum und links. Zischen bei den Sozialdemo- aber unbedingt zu verlangen, daß überhaupt kein Schnellzug ohne proletarier berübte. traten. Grneuter Beifall." 3. Klasse verkehrt. Ja, auch die proletarischen Reisenden der 4. Klasse haben den begründeten Anspruch darauf, so rasch befördert zu werden, wie das übrige Publikum. Denn die 4. Klasse wirft erhebliche Betriebsüberschüsse ab, was von der 2. Klasse kaum, von der 1. aber ganz sicher nicht behauptet werden kann. innerhalb der letzten 10 Jahre die Einnahmen für den Personenkilometer von 2,63 auf 2,32 M. Herabgegangen sind, so sind es doch nach wie vor die 3. und 4. Klasse, die erhebliche Ueberschüsse ab= werfen. Die Frequenz der verschiedenen Klassen stellt sich folgendermaßen; Und Herr Herold tonnte sich schmunzelnd die Hände reiben: seine Tattit hatte glänzenden Erfolg. Der zweite nationalliberale Redner, Schmieding, schlug sich hartnädig nicht nur mit den finanzpolitischen Bauernfängereien des Zentrumsredners herum, sondern folgte ihm auch in das Dorngestrüpp der konfessionellen Eifersüchteleien. Der konservative Redner der zweiten Serie( und vierten Garnitur) aber, Herr v. Arnim- Züsedom, sekundierte im Voreifer der konservativ- kleritalen Komplicenschaft zur Verschandelung der Wahlreform eifrigst Herrn Herold, indem er die geistliche Boltsschulinspektion, wie den Einfluß der Kirche auf die Schule überhaupt gesichert zu sehen wünschte. Und um sich einen besonders guten Abgang zu sichern, forderte dieser Redner zum Schluffe noch verschärften Terror gegen die Eisenbahner, brutalite Unterdrückung aller selbständigen Organisationen des in Staatsbetrieben beschäftigten Personals. Wie man den Staatsfklaven den Brotkorb höher hängte! 1. Klaffe. 2. " 3. " • · 4. " 1899 1909 Personen 1,9 Millionen 1,6 Millionen 54,4 100,0 270,8 456,5 219,4 470,2 " " " " " " Wenn Zu- oder Abnahme Proz. 15,8 82,0 68,6 Berichterstatter war in diesem Jahre( Seffion 1911) der nationalliberale Abgeordnete Hirsch- Essen, der Syndibus der Essener Handelskammer, der gleich dem freifonservativen Bericht erstatter des Vorjahres die Situation grau in grau malte. Trok aller Ginwendungen gegen das Unsinnige und Irreführende einer solchen Berechnung behauptete er, daß der Ueberschuß, der pro Kopf der Belegschaft 1890 433 M. und 1900 gar 647 M. betragen habe, 1909 auf 166 M. zurückgegangen sei. Aber auch bei Berücksichtigung der Kosten für Neuanlagen habe 1909 der Ueberschuß pro Stopf" nur" 408 M.( doch eine ganz hübsche Mehrwertrate!) betragen, gegen 725 M. im Jahre 1900. Und das zechenkapitalistische Auch die Reden der beiden Freisinnigen Wiemer und Pachnide Herz dieses nationalliberalen Abgeordneten enthüllte sich vollends, +114,0 folgten den nationalliberalen Pfaden. Ihre polemischen Ausein- als er darüber flagte, daß auch im Privatbergbau ein starkes An- In der 1. und 2. Klasse zusammen wurden also nur 102 Milandersetzungen mit dem blauſchwarzen Block über die Reichsfinanz- wachsen der sozialen Lasten, der Materialienkoſten und ein Rück- lionen Personen befördert gegenüber 925 Millionen in der 3. und jowohl in der Sache wie im Ton faum von den nationalliberalen Zendenzmache dieser Aufrechnung kennzeichnete der Zentrums ficht genommen, als auf die Milliarde, die in den beiden niedrigreform und das Verhältnis von Schule und Kirche unterschieden sich gang der Leistungen pro Stopf zu beobachten sei! Die plumpe 4. Klaffe, und trotzdem wurde auf die 100 Millionen mehr RüdReden. Zu allem Ueberfluß verteidigte Herr Bachnide auch noch abgeordnete Imbusch durch einige drastische Tatsachen. Wie könne sten Klassen befördert wurde. die Paarung von„ Karpfen und Kaninchen". Der Bülowblock sei man vom Rückgang der Förderung pro Kopf zu sprechen wagen, Es ist also dringend notwendig, daß auch die halbe Milliarde, teine„ Wahnidee", vielmehr der Versuch" gewesen, liberalen wenn man berücksichtige, daß an der Saar im Jahre 1887 noch die in der vierten Klasse reist, die Gelegenheit erhält, Schnellzüge Ideen nach Möglichkeit Eingang in die Gesetzgebung zu ver- 70,6 Proz. der Gesamtbelegschaft Hauerarbeit verrichtet hätten, zu benutzen, zumal die Zahl der Reisenden vierter Klasse, die größere schaffen". Schon vier Versuche- so zählte Herr Pachnide lehr- dagegen 1909 nur och 48,2 Proz. Die Einzelleistung der mit Strecken zurücklegen, außerordentlich groß ist. Denn das Wort„ Zeit reich an den Fingern auf seien gemacht worden und wenn es Kohlengewinnung beschäftigten Arbeiter sei also gerade im Gegen- ist Geld" trifft auch auf den Arbeiter zu. Am vernünftigsten nach diesem Fortschrittemann ginge, würde der Freisinn auch vor teil gestiegen, und zwar im Saarrevier von 1,224 Tonnen im Jahre wäre es, die vierte Klasse völlig abzuschaffen, ebenso wie die erste dem fünften nicht zurückschrecken! Auch in der Wahlrechtsfrage 1887 auf 1,369 Tonnen im Jahre 1895 und 1,570 Tonnen im Klaffe, die nur 16 Millionen Einnahme bringt gegenüber 423 Milzeigte sich Herr Pachnide als ungewöhnlich bescheidener Kompro Jahre 1909. Dieser gestiegenen Förderungsziffer stehe die schlechte lionen, die von der dritten und vierten Klasse aufgebracht werden. migler: Will man das Reichstagswahlrecht auf Preußen, das nach Lage der Bergarbeiter gegenüber, die gerade im Saarrevier in er- Warum Preußen nicht schon längst auf die Bedürfnisse der breiten seiner sozialen Struktur dem Reiche gleichsteht, durchaus nicht über- schreckendem Maße zur Schuldenmacherei gezwungen worden seien. Schichten des Publikums mehr Rücksicht genommen hat, erhellt tragen, dann ist von unserem Standpunkte das mindeste, daß man Der sozialdemokratische Redner ging vollends in einer dreistündigen freilich aus dem derzeitigen schönen Ausspruch des Abg. Limburgdie geheime Wahl einführt." Rede dem ganzen Scharfmacherschwindet energisch zu Leibe. Von Stirum, daß es nicht im politischen Interesse liege, die Reiselust einer Lohnerhöhung fönne gar keine Rede sein, denn das Mehr an noch mehr zu fördern, denn die Einführung niedrigerer Tarife entLöhnen von 1,3 Millionen Mark sei ja lediglich durch die Steige- halte eine große soziale Gefahr. Diesen junterlichen GesichtsAls im nächsten Jahre abermals die Generabdebatte des Etats rung des Betriebes verursacht. Dagegen habe man die Kohlen- punkten trägt noch heute die ganze Eisenbahnpolitik des Verkehrs. auf der Tagesordnung stand, da war der„ Wahlrechtswechselbalg" preise im Etat überaus niedrig angeseht, wahrscheinlich um die ministers Rechnung. im Orkus verschwunden, war die Wahlreform selbst fürs erste ein- Ueberschüsse recht gering erscheinen zu lassen und der Heße der aesargt. Die Regierung selbst erwähnte diese wichtigste Frage der Scharfmacher gegen die Bergarbeiter Wasser auf die Mühle zu segenwart" in wer Thronrede mit keiner Silbe mehr, und der Mi- liefern. Das ganze Treiben laufe offensichtlich auf eine ſhitenister des Innern v. Dallwitz entgegnete auf Anbohrungen fühl bis matische herabseßung des staatlichen Bergbetriebs und dessen ans Herz hinan, daß die Regierung doch keinen Zweifel darüber ge- unterwerfung unter die Grundsäge der skrupellosesten Bergherrenlassen habe, wie weit sie in der Abänderung des bestehenden Wahl- politik hinaus. rechts zu gehen entschlossen sei. Ihre Absichten hätten auf keiner Wie richtig diese Kennzeichnung war, zeigte sich bei der spä Seite des Hauses Gegenliebe gefunden, und damit sei die Sache teren Besprechung des Berichts der oben erwähnten Untereinstweilen abgetan. Denn eine neue Wahlrechtsvorlage würde kommission. Stonnte doch der unvermeidliche Herr Hirsch- Essen unter den unveränderten Zuständen des Hauses zweifellos den als Berichterstatter konstatieren: gleichen Mißerfolg gehabt haben. Moabit. War in der Thronrede tein Wort vom Wahlrecht enthalten, so dafür die Ankündigung einer Millionenunterstützung für die jogenannte Jugendpflege! Und diese Jugendpflege spielte denn auch wie sie es als sprechend. ftes Zeugnis reaktionärer Widerstandstraft, ja Angriffslust auch Aber, fuhr der Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion fork, auch das Heer der Beamten und Arbeiter verdient wohl bei einem Reinüberschuß von mehr als einer Viertelmilliarde eine liebevollere Berücksichtigung. Nicht weniger als 506 407 Personen umfaßte 1911 die Riefenarmee der Eisenbahnverwaltung, nämlich 180 775 Beamte und 325 632 Hilfsbedienstete und Arbeiter. Die letteren Kategorien sucht man über ihre schlechte Entlohnung damit hinwegzutrösten, daß ihnen ja der Aufstieg zum Beamtenverhältnis offen stehe. Nach den Angaben des Ministers selbst aber beträgt die Zahl der ins Beamtenverhältnis Aufrückenden jährlich nur 6000, so daß für die Budgetkommission wie Unterkommission haben sich dann ungeheure Mehrzahl der mehr als 300 000 Silfsbediensteten und aber über die feststellung der tatsächlichen Verhältnisse hinaus Arbeiter der Beamtenposten ewig eine Fata Morgana bleibt. Dagrundsätzlich auf den Standpunkt gestellt, daß der staatliche Berg- bei sind die Gehälter der Unterbeamten ebenso ungenügend, wie bau lediglich deshalb, weil er staatlich ist, teine anderen fozial. die Löhne der Arbeiter, die häufig noch unter dem ortsüblichen politischen und volkswirtschaftlichen Aufgaben su erfüllen hat Tegelohn stehen! Und bei 252 Willionen Reinüberschuß sind 1911 füg Lohnaufbesserungen ganze 2 700 000 M. angesetzt! Im ein. meinen zeig�� dann der sozialdemokratische Redner an der Hand der Lohn- und �Arbeitsverhältnisse der Eisenbahnproletarier, dak auch der preußische EisenbahnbÄrieb nichts weniger als ein staatlicher Musterbetrieb.ist. sondern gleich dem fiskalischen Bergbetrieb nur ein kapitalistisches Unternehmen zur Herausquetschung von mög- lichst viel Reingewinn. Dabei werden noch auf die Spczialwünsche der Agrarier alle möglichen Rücksichten genommen. Ist doch aus- drücklich festgelegt, daß die Einstellung landwirtschaftlicher Ar- bcitcr tunlichst vermieden werden soll! Dafür sollen lieber aus- ländische Arbeiter eingestellt.werden! Also die Ausländer gelten bei der Eisenbahnverwaltung mehr, als die einheimischen Land- arbeiter. die.man von der Fuchtel der Agrarier nicht durch den Dtaaisbetrieb befreien will.— lieber die Arbeiter im Eisenbahn- betrieb selbst aber saMingt da'an freilich die Verwaltung nach echt junkerlichem Borbild die Jucht el des Terrors, indem sie ihnen nicht nur bei Strafe sofortiger Entlassung verbietet, sich einer selb- ständigen Gewerkschaft Sorganisation anzuschließen, sondern sich so- gar herausnimmt, ihnun und ihren Frauen den Beitritt zu Kon- sumvercinen zu verwehre». Der Minister o. Br.iitenbach bekannte sich in seiner Entgegnung denn auch uneingeschränkt zu dem gesetz- und verfassungswidrigen Regime des Terrors, litte soziale Fürsorge des Eisenbahnfiskus ober suchte er dadurch herauszustreichen, daß die Gehälter der Eisenbahnbeamten seit t.tlO? eine Steigerung von 22 Proz., die Löhne der Eisenbahnarbei.wr sogar eine Steigerung von 29 Proz. erfahren hätten. Als ob diese Steigerung nicht von der allge- meinen Lebenshaltung wie �er radikal aufgefressen worden wäre! Und zudem: wie erbärmlich waren früher die Löhne der Eisenbahn- arbeiter, wenn der Minister in seiner Entgegnung damit prahlte, daß ein Gehalt erhielten von mehr als 1 800 M... � 7 600 Arbeiter---- 2,6 Proz. 1 600—1 800„.*„ 37 000„--- 12,8, 1 200-1 500„... 86 000„-- 29,3„ Nach des Ministers eigeneil Angaben hatten also immer noch 66 Proz. aller Eisenbahnarbeits r ein Einkommen von weniger als 1200 M. im Jahre! Es gel)«rt sehr viel sozialpolitische Bescheiden- heit und um so mehr junkerltcki-kapitalistische Unbescheidenheit da- zu, solche Löhne auch nur«als einigermaßen angemessen zu bezeichnen! für Khlkn-vfiediV'1 gegen das Rncbombt. Die Beratung des Justizetats in der Session 1911 gab dem sozialdemokratischen Redner Gelegenheit, das, was von sozialdemo- kratischer Seite im Jahre zuvor in großen Zügen ausgeführt wor- den war, noch durch eine Fülle von Einzelmaterial zu ergänzen. So wies er nach, wie sich die Klassenjustiz auch in der Auswahl der Schöffen und Geschworenen bekundet. Nicht jeder ist ja zum Amte eines Laienrichters besähigt, sondern da wird die Urliste in der sorgfältigsteu Weise gesiebt, und ist sie schon gesiebt für die Schöffen, so ist sie dreimal gesiebt für die Geschworenen. Dazu werden mög- lichst nur Vertreter aus den besser sitmcrten Ständen akzeptiert. Nach dem Vorgang süddeutscher Staaten sei ja neuerdings auch in Preußen eine kleine Aenderung wenigstens i» Aussicht genommen. Aber auch nur für die Schöffen. Die Geschworenen setzten sich nach wie vor aus den befitzenden Schichten zusammen.„Betrachten Sie doch nur eiumal die Zusammensetzung des Schwurgerichts, das über die„Moabitee Rädelsführer" zu befinden gehabt hat. In diesem Schwurgericht saß nicht ein einziger Arbeiter, nicht ein ein- ziger Angehöriger, möchte ich sagen, des sogenannten kleinen Mittel- siandes. es waren fast ausschließlich'.lngehörige der oberen Stände, und zwar vor allem aus dem Unternehmertum, also aus denjenigen Kreisen, die von vornherein bei diesem Konflikt sozialen Charakters, um den es sich handelte, nach ihrer ganzen Klassenlage nur mit sehr xroßer Selbstüberwindung sich das Maß von Objektivität ver- schassen und sichern konnten, das zu einer halbwegs unparteiischen Rechtsprechung notwendig ist." Der Redner behandelte dann den Moabiter und Wedding- Prozeh mit seinen Seltsamkeiten. So wurde von der Staats- anwaltsthaft ein Zeuge vorgeführt, der von vornherein den Ein- druck cchics Polizeispitzels machte. Dieser Kronzeuge der Polizei sollt? wahrend der Zeit des Prozesses eine einjährige Gefängnis- strafc antrete», die er sich wegen schweren Rückfalldiebstahls Auge- zogen hatte. Er bestimmte jedoch den Kriminalkommissar Kühn, für ihn Aufschub des Strafantritts zu erwirken. Dieser Kriminal- kommissar gab ihm nämlich ein an die Staatsanwaltschaft gerich- tetes Schriftstück, in dem ihm bescheinigt wurde, daß er Zeuge im Wcdding-isirozoß sei und daß es nn Interesse der Anklage liege, wenn er nicht aus der Haft vargeführt werde. Und die Staats- anwaltschaft willigte dann auch sofort in den Strafaufschub ein! „Also man stelle sich vor: dieser schwere Verbrecher ist zu einer Stütze des Staates geworden in dem Augenblick, wo er als Zeuge gegen die verHahte Sozialdemokratie auftritt.... Diesem Manne gibt der Kriminalkommissar ein amtliches Schriftstück mit diesem Inhalt, gibt es ihm persönlich in die Hand, benutzt ihn als amt- lichcn Boten, und die Staatsanwaltschaft geht daraus ein." Frei- lich, in dem Schreiben an die Staatsanwaltschaft befand sich am Schlüsse auch die Wendung:„Schreiber(so hieß der Kronzeuge) ist auch sonst für die Polizei tätig." Schärfste Verwahrung legte der sozialdemokratische Redner gegen die Forderung ein, eine Beschränkung der Beweisaufnahme durch Aenderung des Z 224 Abs. 1 der Strafprozeßordnung vorzu- nehmen. Diese Bestimmung sei der Grund- und Eckpfeiler jeder wahren, objektiven Justiz. Besonder» frivol aber sei es, aus dem Verlauf des Moabiter Prozesses die Notwendigkeü einer solchen Beschränkung der Beweisausnahme zu folgern. Habe sich doch das Gericht entgegen seiner ursprünglichen Auffassung zu umfassende- rcn Beweiserhebungen drängen lassen. Auch ergebe sein Urteil deutlich, daß es ohne diese Beweiserhebungen niemals zu der Fest- ftelluug habe kommen können, daß polizeiliche Uebergriffe nicht nur vereinzelt, sonder» in einer größeren Zahl von Fällen vorgekommen sind. Aber das sei es ja gerade, was man verhindern wolle! Wenn nun die reaktionären Parteien aus Abneigung gegen einwandfreie Feststellung der ihnen unbequemen Wahrheit auf eine Beschrän- kung der Beweisaufnahme drängten, so sei das ja verständlich. Unser Junker- und Scharfmachertum sehne sich nach einer summa- rischen Justiz, besonders für politische Prozesse, nach einer Art standrechtlichen Verfahrens.„Als ganz besonders traurig möchte ich es aber bezeichnen, daß die Inkarnation der preußischen Justiz, der Herr Justizministcr, soweit gegangen ist. hier in diesem Hause die reaktionären Parteien aufzurufen.... gegen ihre eigenen Reichs- tagSfraktionen. so daß man die in Preußen aufgestapelte verschärfte. qualifizierte Reaktion nunmehr auch zur Reaktion im Reiche noch nutzbringender verwenden könne, als es bisher bereits der Fall war..... Es dürste ein in der Geschichte der preußischen Justiz bisher geradezu unerhörter Fall sein, daß nicht, wie es in diesem Hause allerdings schon öfter vorgekommen ist. von Vertretern Ihrer Parteien scharf gemacht worden ist gegen das Reich, sondern daß ein so autoritativer Vertreter der preußischen Regierung, daß der Leiter der preußischen Justiz Sie mobil macht und alle reaktionären Kräfte zu entfesseln sucht gegen unsere Reichsregierung." Beson- ders auffallend sei es dabei, daß der Justizmimster nach seinen so scharfen Worten über den 8 244 nicht wenigstens auch ein paar Worte der Anerkennung für die Moabiter Richter, wenigstens der Abwehr gegen die unerhörte» Angriffe des Frhrn. v. Zedlitz ge- sundeu habe, die doch gleichzeitig Angriffe gegen das Gericht ge- Wesen seien. Aber der Justizmimster sei hier eben wieder einmal als Min'ster gegen die Justiz aufgetreten. Oer von den 8cbwarz-ßlauen nledergebetzte Mnister. Die Beratung des Ministeriums des Innern begann in der Session 1910 mit einer Episode, die bewies, wie unser Junkertum mit Ministern umzuspringen pflegt, die ihnen nicht passen. Als Rudiment der Bülowschen Blockära war in Preußen der Minister des Innern v. Moltkc zurückgeblieben, der sich zwar in seiner Amts- tätigkeit kaum irgendwie von einem borussischen Durchschnitts- polizeimlnister unterschieden hatte, dem jedoch von der allezeit illusionsfrohen liberalen Presse bei seinem Amtsantritt im Jahre 1907 liberalisiercnde Tendenzen nachgesagt worden waren. Schon in der Session 1909 war Moltke von Herrn v. Heydebrand kräftig angehaucht worden, weil er sich unterstanden hatte, den Regierungs- Präsidenten zu beurlauben, der das Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister von Husum, Schücking, eröffnet hatte. Der konser- vative Führer hatte sich jede Uebertragumg des Blockgedankens auf Preußen ernstlichst verbeten. Der gerüffelte Minister stammelte denn auch schleunigst einige demütige Entschuldigungen: er betone ausdrücklich, daß die Beurlaubung des Regierungspräsidenten in keinem Zusammenhang mit der Afäre Schücking stehe. Und um die Junker vollends mit sich auszusöhnen, mimte der Minister dann um so eifriger den starken Man» gegenüber den Polen, Dänen und vor allen Dingen den Sozialdemokraten. Als aber der blauschwarze Block durch die Steuerreform den Bülow-Block und damit den Kanzler selbst in die Luft gesprengt hatte, da hatte auch Moltkes Stündlein geschlagen. Eine kleine lite- rarische Unbesonnenheit mußte dazu dienen, ihm das Genick zu brechen. Der preußische Polizeiminister war so leichtfertig gewesen, einer in Bülow- und Blockverherrlichung machenden Broschüre von Germanicus in der offiziösen„Berliner Eorrespondenz" eine Höf liche Besprechung widmen zu lassen, die zugleich das Kapital verbrechen beging, dem Zentrum ziemlich derb auf die Hühner� äugen zu treten. Der schwerfällige Minister hatte nicht rasch genug umzulernen vermocht, er hatte nicht begriffen, daß das, was 1907 bis 1909 amtliche Pflicht und Regierungsprinzip war, seit der Wiederbereinigung der Konservativen mit dem Zentrum als schwerstes Staatsverbrechen galt! Der Zentrumsredner Bell schnellte die ersten Pfeile ab. Er brachte Zitat um Zitat aus der Broschüre, die sich gegen den „Krummstab". die„Romkirche", das„Kuttenregiment,, richtete. Aber nicht nur das Zentrum war in dieser offiziell belobigten Broschüre heftig angegriffen worden, sondern auch von dem ehe- maltgen Kultusminister Studt war gesagt worden, daß er die „schwerste Stütze des ultramontanen Systems" und„das Prototyp eines Minister, wie er nicht sein soll" gewesen sei. Er. Herr Bell, wolle sich in der Kritik jede erdenkliche Zurückhaltung auferlegen und nur feststellen,„daß in einem vom Ministerium des Innern in einem amtlichen Blatte warm zur weitesten Verbreitung emp- fohlenen Bücke die unerhörtesten Beschimpfungen gegen die katho- tische Kirche und die Zentrumspartet enthalten sind, daß die Schrift ferner einen schmählichen Angriff gegen einen früheren Minister- kollegen des Herrn Ministers des Innern enthält und daß auf den Sturz de? Staatssekretärs des Reichsmarineamts, v. Tirpitz, hin« gearbeitet ivird." Natürlich suchte sich Herr v. Moltke sofort zu entschuldigen. Das Buch sei ihm zugeschickt worden, er habe eS auch größtenteils durchgelesen, er habe darin„ein gewisses reizvolles und lehrreiches Behandeln von Tagesfragen" gefunden, es trotzdem aber abgelehnt, das Buch den nachgeordneten Behörden zu empfehlen. Er habe es vielmehr nur in der„Berliner Eorrespondenz" kurz erwähnen lassen, und zwar auch nicht, ohne auf seine Irrtümer hinzuweisen. Kaum hatte sich der Minister wieder gesetzt, da erhob sich Herr v. Papepnhelm, um das lebhafteste Bedauern darüber auszusprechen, daß der Minister„die ganze Sache nicht schärfer mißbilligt und den Verfasser nicht energischer von den Rockschößen abgeschüttelt habe". Und obwohl der Minister sich selbst als den Schuldigen bekannte, übergoß der konservative Führer die„nachgeordnete Stelle", die den Minister so bös hineingelegt, mit beißendem Spott. Aber waren chon die Worte für Herrn v. Moltke überaus verletzend, so waren es erst recht der brutal polternde Ton und die ausgesucht be- leidigende Gebärde des ohnehin rauhbeinigen �unkerhäuptlings. Sprach doch der Herr v. Pappenheim mit dem Minister, als ob ein Schulmeister einen dummen Buben abrüffele, ja noch mehr: als ob ein cholerischer Junker im vornehmsten Rock seinen Burschen an- chnauze. Und seine groben Worte bekräftigte der konservative Redner durch dröhnende Faustschläge auf das Pult. Jedermann wußte, daß v. Moltke nun die längste Zeit amtiert hatte. Der Minister saß denn auch während dieser Abkanzlung bleich und mit steinerner Miene auf seinem Platze. Er machte schon gar keinen Versuch der Abwehr mehr, er wußte, daß es ja doch vergeblich war! Die stärkste Partei im Lande, die Sozialdemokratie, täglich und tündlich amtlich zu bekämpfen und zu beschimpfen— das ist die Pflicht der preußischen Regierungshandlanger; wehe aber dem Minister, der die leiseste Sympathie für eine Schrift verrät, die auch nur den schwarzen Schützlingen des Junkertums zunahe tritt! Kulturhampfpauberet und Sei-villenskiiebelung. Die allgemeine Kultusdebatte des Jahres 1911 stand im Zeichen euer famosen Kulturkampfpaukerei, die durch den Antimodrrnisten- eid entfesselt worden, war. Die Kurie hatte durch das Motuproprio von 1910, um den schon in der Encyklika paScendi von 1907 verfem- ten„Irrtümern" in den Reihen des Klerus zu begegnen, von allen Geistlichen, Beichtvätern, Pfarrern und kirchlichen Beamten einen Eid der Rechtgläubigkeit verlangt. Soweit wurde das von allen Parteien als interne Angelegenheit der katholischen Kirche betrachtet. Aber der Eid sollte auch von den katholischen Theologicprofefloren an den deutschen Universitäten und den geistlichen Oberlehrern der höheren Lehranstalten verlangt worden sein. Und da die Wissen- Schaft nach der Phraseologie unseres Liberalismus doch„frei" und „voraussetzungsloS" zu sein hat, entbrannten namentlich die Ratio- nalliberalen in echtem Kulturzorn. Nachdem der Sturm wochenlang im deutschen Blätterwald gerast hatte, kam eS denn auch im Preußen- Parlament zur großen kulturretterischen Aktton. Ein überaus sel- teuer, fast nie gesehener Gast, der Ministerpräsident V. Bethmann Hollweg, hatte sich in höchsteigener Person eingefunden. �Er holte denn auch mit welthistorischer Geste aus, um echt bethmännisch in den kleinlichsten QuiSquilien stecken zu bleiben. Man habe verlangt. daß die katholischen Fakultäten an den Universitäten aufgehoben würden, weil durch die Bindung der Professoren durch den Anti- modernisteneid die katholische Theologie den Charakter der Wissen- chaft verliere. An ein solches Vorgehen denke er nicht. Sei doch sie katholische Theologie ausschließlich Sache der katholischen Kirche elbst. Etwas anderes sei es bei dem weltlichen Unterricht an den Gymnasien. Da habe man vorgeschlagen, den durch den Antimoder- nisteneid gebundenen Lehrern den Unterricht im Drutschen und in der Geschichte zu entziehen. Das lasse sich hören, wogegen man sol- chen Lehrern aber nach wie vor den Unterricht in der Mathematik, im Griechischen und Lateinischen, vielleicht auch in griechischer, römi cher und assyrischer Geschichte überlassen könne. Vorläufig jedoch jabe überhaupt nichts zu geschehen, denn auch die erwähnten Maß- nahmen könnten erst dann in Frage kommen,„wenn eine zwingende Notwendigkeit dafür worläge". Ebenso wenig könne von einer Auf» Hebung der Gesandtschaft beim Vatikan die Rede sein. Nach dieser mehr als friedfertigen Rede des Ministerpräsidenten, und nachdem schon vorher auch der allmächtige Herr v. Heydebrand schützend seine Hände über Zentrum und Anti modernisteneid ge- breitet, bedeutete das Furioso des Nationalliberalen Campe nur noch ein bißchen Theaterdonner, von den Belanglosigkeiten des Fort- schrittlers Funck vollends zu schweigen. Der sozialdemokratische Redner konstatierte denn auch, daß die große Mtion kläglich ver- pufft sei. Man habe ein Schlafpülverchen in.die„kochende Volks- seele" geschüttet, das sei alles gewesen. Es werde deshalb ruhig fortgewurstelt werden, bis Preußen von Rom wieder einmal einen Nasenstüber erhalte. Das werde wohl nicht allzu lange dauern, denn die Kurie wisse, daß die preußischen Diplomaten vor allen Dingen eine Eigenschaft besitzen, die bekannte Rhinozeroshaut. Warum aber sei dieser ganze Kampf trotz des nationalliberalen Lärms nur ein Scheinkampf gewesen? Weil es den National- liberalen mit ihrem Eintreten für die freie Wissenschaft ja selbst kein Ernst sei. Man wolle nur die Universitäten und die höheren Schulen vor der sakrosankten Geistesknebelung schützen; die Bolls- massen in den Boltsschulen sollten den kirchlichen Kncbelungs- gelüsten schutzlos ausgeliefert bleiben. Ein wirklicher Kulturkampf könne nur durch Befreiung der Schule von der Kirche, durch Tren- nung von Staat und Kirche geführt werden. Aber Licht und Luft gönne unser Liberalismus nur den oberen Zehntausend; der großen, breiten Masse des Volkes dagegen mittelalterliche Geistesnacht. Und wenn man der katholischen Theologie den Charakter der Wissen« schaft abspreche: ja, sei denn nicht die ganze Theologie, auch die pro- testantische, trotz oder auch wegen ihrer scholastischen Textkritik und mit ihrer Ignorierung modern wissenschaftlicher Forschungs- Methoden, durch und durch unwissenschaftlich? Immerhin seien bei der protestantischen Theologie die Dogmen arg ins Wanken geratene Habe doch Prof. Harnack erklärt, daß es keine brennendere Aufgabe gäbe, als das sogenannte apostolische Glaubensbekenntnis für den kirchlichen Gebrauch zu beseitigen. Aber diese liberale Theologie sei nur für die Professoren— dem Volke solle die Religion erhalten werden. Die Lehrer namentlich zwinge man zur krassesten Heuchc- lei. Sei doch erst vor kurzem der Magdeburger Lehrer Schabon seines Amtes enthoben worden, weil er seinen Austritt aus der Landeskirche erklärt hatte! Die Sorge um die wissenschaftliche Freiheit der Universitätslehrer und die Knebelung der Gewissens« freiheit der Volksschullehrer sei doch ein ganz lächerlicher Wider- spruch. Aber er habe schon seinen guten Sinn: dem Volke soll der orthodoxe Glaube erhalten, die Volksschule soll der Kirche ausgelic- fert werden, die Volksschüler sollen in Unwissenheit und Abhängig« kcit erhalten bleiben! Die Nationalliberalen seien es ja selbst ge- wesen, die die Schule der Kirche ausgeliefert hätten. Und respektiere unser Liberalismus vielleicht die Freiheit der Wissenschaft, soweit sozialistische Anschauungen und Dozenten in Frage»mnen? Der Redner schloß mit einem Appell an den Liberalismus, mit» zutun im Kampfe um ein freies Wahlrecht, durch das allein der junkerlich-klerikale Antikulturblock zertrümmert werden könne, mit« zutun bei der Trennung von Kirche und Staat, von Schule und Kirche. Geschehe das nicht, so würde die Sozialdemokratie mit der Unkultur allein fertig werben:„Wir Sozialdemokraten werden dann die Kristallisationsachse für den großen Kulturblock bilden und dieser Kulturblock wird sich unaufhaltsam vorwärts schieben, und wenn Sie nicht mittun wollen, wird er zermalmend auch über Sie hinweggehen." 42065 Mrk CagcdeinbUnfte zu wenig! Der Gesetzentwurf verlangte eine Erhöhung der Zivilliste von 15 719 296 auf künftig 19 219 296 M. Und wenn schon Blätter wie die„Vossische Zeitung" und die„Kölnische Volkszeitung" unker dem Hinweis auf die„prunkvolle Hofhaltung", die„recht kostspielige kaiserliche Sommerfrische auf Korfu" und anderes mehr die neue Forderung von dreieinhalb Millionen absonderlich und wenig ge- rechtfertigt fanden, so kam noch ein anderes hinzu, um die Regie- rungsforderung im eigenartigsten Lichte zu zeigen: der Umstand nämlich, daß kaum acht Tage vorher die Wahlrechtsborlage in den Orkus versenkt worden war! Unser Redner bemerkt« darüber:„Nun sage ich ganz ehrlich, daß nicht nur wir Sozialdemokraten, sondern wohl die große Mehrheit de? preußischen Volkes von dieser Regie- rung, von demselben Ministerpräsidenten, der es nicht einmal fertig- gebracht hak. dem Volke auch nur ein„organisch fortentwickeltes Wahlrecht", das die Krone„als die nsichtigfte Aufgabe der Gegen- wart" bezeichnet hat) durchzusetzen, nicht hätte erwarten können, daß ein solches Ministerium es wagt, kaum acht Tage nach der Berscharrung dieser Wahlrechtsmihgeburt demselben Volke, dem man ein erweitertes MitbestimumngSrecht nicht geben kann und nicht geben will, diese geradezu ungeheurrlickw Zumutung zu stellen." Die 16?�. Millionen seien schon überreichlich hoch, zumal doch vor nicht allzu langer Zeik Herr v. Bethmann Hollweg den Arbeiter- Vertretern gegenüber erklärt hätte, daß„die vier Grundpfeiler, die den deutschen Arbeitern eine glückliche Zukunft sicherten, Fleiß, Gottesfurcht, Nüchternheit und Zufriedenheit seien! Die Stellung der Sozialdemokratie zur Monarchie richte sich natürlich nicht nach der Kostenfrage, aber eS sei doch immerhin bemerkenswert, daß sich der König von England mit 10 860 000 M.„begnügen" müsse und der Präsident der französischen Republik inklusive Reise- und Re- Präsentationskosten nur Ifti Millionen Frank erhalte! Wenn nun behauptet werde, daß die Krone einen Anspruch auf die Erhöhung der Zivilliste habe, weil die im Jahre 1820 von ihr an den Staat abgetretenen Einkünfte au» den Domänen und Forsten heute einen viel höheren Ertrag abwürfen als damals, so sei dem» gegüber festzustellen, daß die damals als Entschädigung festgesetzte Summe von 7 719 276 M. eine mehr als ausreichende Gegenleistung gewesen sei, zumal die Forsten und Domänen staatsrechtlich niemals als das Privateigentum der Krone hätten angesehen werden können, und außevdem ja auch bei der Abtretung im Jahre 1820 vom Staate 180 Millionen Mark Schulden übernommen worden seien. Oben- drein aber sei inzwischen die Zivilliste durch drei Aufbesserungen in den Jahren 1869, 1868 und 1889 um 8 Millionen Mark erhöht wor- den. Auch sei doch die Zivilliste von 16% Millionen ja nicht die einzige Einkommensquelle der Krone. Ihr gehörten doch auch 160000 Morgen Wald, 90 Herrschaften, Rittergüter, Pachtgüter und Vor- werke! Die Millioneneinkünfte aus diesem riesenhaften Grund- besitz seien gerade durch die Zollwucherpolitik enorm gesteigert wor- den, während der Masse de? Volkes durch die allgemeine Lebens- mittelverteuerung die schwersten Entbehrungen auferlegt würden. Wenn auch die Krone eine Anzahl von Schlössern und ein Heer von Beamten unterhalte, wenn sie auch diverse Hoftheater subventioniere — leider nicht immer zum Segen der Kunst—, so ergebe doch auch die Zivilliste allein eine Tageseinnahme von 43 065 M.I Für die hungernden Kriegsveteranen habe man kein Geld, den elendest bezahlten preußischen Staatsarbeitern habe man die paar Pfennige Lohnzulage, die die Sozialdemokraten beantragt, verweigert, und hier wolle man 3%. Millionen im Handumdrehen bewilligem Den bürgerlichen Parteien wäre es am liebsten gewesen, wenn sie die unerquickliche Geschichte mit einem Male, wie das ja auch ursprünglich von ihnen geplant war, losgeworden wären. Aber die Erregung der Oeffentlichkeit und die sozialdemokratische Kritik zwan- gen sie, pro forma den Gesetzentwurf einer Kommission zu über- weisen. Diese KomissionSberawng war natürlich nur eine Kl»nöd»e, denn am 7. Juni beschloß da» Haus die Verweisung an die Kom- Mission, und bereits am 9. Juni, nach keine vollen 43 Stunden später, wurde der Gesetzentwurf im Plenum in zweiter und dritter Lesung angenommen! Und für die Erhöhung der ZiviUlste stimm- ten nicht nur die Konservativen der beiden Schattiettlngen, Zentrum und Natwnalliberale. sondern auch Freisinn und Polen. Mocben-Spielplan der ßerllner Cbeater. Könlgl. Opernhaus. Sonntag- TnnnbSuser. Montag-»ajajzi. Cavalleria rusticana. Dienstag: Die Maienkonigin Barbier von Bagdad. Mittwoch: Violelta Donnerstag: Die Zaube, flöte. Freitag: Carmen. Sonnabend: Lllbengrtn. tAns..7 Uhr.) Sonntag: Alba. Mon» tag: m �»M ........., i,üt}eny tr*".\ ' llftiial'Ü2AaBtm»ffiaii»'a�0"nt,a3:®ec Austauschlcutnant. Montag i Ein Wafsenoana DerÄuSIauschleutnant. Mittwoch: Julius Cäsar. Donmrstaa„.�v�önig Frettaa: Der Austauschleutnant. Sonn- abend"WallenslelnS Tod. Sonntag: Kolberg. Montag: 1812.(Ansang '1', Neu-s«�.»».Theater<«roll>. Anna Pawlowa-Ballett.(Ansang 8 Ubr i' �?.?ltoa Sonnabend und Montag keine Borstellung. Ove'rndans. Sonntagnachmiltag 3 Uhr: Fidelio. Abends: Ober«, Montag' F'aaros Hochjeit. Dienstag bis Freitag: Oberon. Wictand der Schmied.(Ansang 7 Uhr.) c-onntag: Oberon. Montoo- Wicwnd der Schmied. lAnsang 7 Uhr.)(Ansang 8 Uhr.) Sonnlag: Der blaue Bogel. Montag: Don Dienstag: König Heinrich IV., 1. Teil. Mittwoch und DonnerS» ioo Der blaue Bogel. Freitag: König Heinrich IV.. 2. Teil Sonnabend und gonmag: Der blaue Bogel. Montag: Romeo und Julia.(An- 'an3«nmuu-rWeIc. Sonntag: Florenza. Montag und Dienstag: Mein -ireund Teddy. Mittwoch: Florenza. Donnerstag und Freitag: Mein freund Teddy.. Sonnabend: Florenza. Sonntag und Montag: Mem freund Teddy.(Anfang 8 Uhr.) Leifing- Tlieaier. Sonntag: Rose Bernd. Montag: Rosenmomag. Dienstag: RoSmerSholm.(Ansang 7st, Uhr.) Mittwoch: Der Biberpelz. Donnerstag: Gabriel Schillings Flucht. Freitag: Ros- Bernd. Sonn- abend: Gabriel Schillings Flucht. Sonntag: Rose Bernd. Montag: Hedda Gabler.(Ansang 3 Uhr.)«.«„ Berliner Theater. Sonntagnachmiltag 8 Aßk: Große Rosinen. Allabendlich: Filmzauber.(Antang 8 Uhr.)„„... Kleines Theater. Sonntagnachmiltag S Uhr: Und da» Licht Ichemet in der Finsternis. Allabendlich: Prosessor Bernhardt.(Ansang 8 Uhr.) Schiller- Theater 0. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Konzert. Abends: Die Schmetterlingsschlacht. Montag: König Lear. Dienstag: Jm weißen Rößl. Mittwoch: Die Geschwister. Elga. Donnerstag und Freitag: Die Schmetterlingsschlacht. Sonnabend: Der Talisman. Sonntag: Die Geschwister. Elga. Montag: Die Schmetterlingsschlacht.( Anfang 8 Uhr). Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: # Aus aller Welt. zu stecken. Dafür aber füle er das Stubert mit weniger kostbaren Bapierschnitzeln. Der plumpe Schwindel wurde bei der Ankunft in Berlin entdeckt. Die angestellten Ermittelungen ergaben bald, daß es sich nicht um eine nachträgliche Beraubung des Wertbriefes handelt, sondern um einen vor der Absendung verübten Betrug. Podolski wurde nach seiner Vernehmung, in der er den Schwindel zugab, sich aber auf den Geistestranten herausspielte, in Haft genommen. Schwerer Grubenunfall in Westfalen. Durch niedergehendes Gestein hat sich auf der Zeche Ein Seelenverkäufer als poftdampfer. Mit welch verbrecherischer Gewissenlosigkeit einzelne Reeder das Die Jüdin von Toledo. Abends: Wolkenkraker. Montag: Die Schmetter- Leben der Schiffspaffagiere aufs Spiel seben, um ihren Profit zu lingsschlacht. Dienstag: Wolfentrager. Mittwoch: Die Schmetterlings- mehren, lehrt das Schicksal des französischen Postdampfers schlacht. Donnerstag: Bolfenkrager. Freitag: Die Kinder der Exzellenz. St. Augustin", der dieser Tage an der afrikanischen Küste in Sonnabend und Sonntag: Die Schmetterlingsschlacht. Montag: Wolken frazer.( Anfang 8 Uhr.) der Nähe von Bona untergegangen ist. Wenn man den AnFriedrich Wilhelmstädt. Schauspielhaus. Sonntagnachmittag lagen der Passagiere und des Personals Glauben schenken darf, so 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Alabendlich: Der Zaungast.( Anfang 8, Uhr.) war der Postdampfer ein Seelenverkäufer reinsten Wassers und ist Theater in der Königgräger Straße. Sonntag: Die fünf Frankfurter. Montag: Hedda Gabler. Dienstag und Mittwoch: Die fünf es nur einem glücklichen Umstande zu verdanken, daß die Schiff„ Erin" bei Castrop ein schweres Grubenunglück zugetragen. Frantjurter. Donnerstag: Herodes und Mariamne.( Anf. 7, Uhr.) Freitag brüchigen noch rechtzeitig von dem englischen Dampfer" Tyria" auf- In einem Revier waren fünf Arbeiter mit der Aufmauerung bis Sonntag: Die fünf Frantjurter. Montag: Hedda Gabler.( Anfang genommen wurden. Die Schiffbrüchigen haben, wie ein Tele- eines Bruches beschäftigt; plöglich lösten sich größere GebirgsTrianon- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der selige Toupinel. gramm aus Algier meldet, eine Beschwerdeschrift über den massen und begruben die fünf Arbeiter. Einer Zustand des verloren gegangenen Dampfers verfaßt und dem Han- war sofort tot, die vier anderen wurden in schwer delsgericht in Bona überreicht. In dem Bericht heben die Anfläger verlegtem Zustande ins Krankenhaus gebracht. hervor: daß der im Jahre 1880 erbaute Postdampfer schon seit langer Beit nicht mehr feetüchtig gewesen sei. Auf mehreren früheren Fahrten sei wiederholt festgestellt worden, daß Am Freitagnachmittag wurde auf dem Habsheimer Flugplatz Wasser in das Schiff eingedrungen sei. Ein Maschinist von dem Flieger& aller auf einem Aviatit- Doppeldecker( Militärtyp) erklärte, daß er und seine Kameraden vergeblich das Leck zu ver- ein neuer Weltrekord erzielt. Faller flog mit fünf Baisastopfen versucht hätten, da das Eisenblech vollständig vom gieren eine Stunde sechs Minuten und fünf SeRost zerfressen gewesen sei. Der alte Reford wurde von Leutnant v. Gorissen mit 23 Minuten gehalten. Das Gesamtgewicht der sechs Personen betrug bemerkenswerter, als er auf einem Apparat mit einer Spannweite ohne Betriebsstoffe. Der neue Rekord ist um so von nur 16,80 Meter ausgeführt wurde. 8 Uhr.) Allabendlich: Die Erste Die Beste.( Anfang 8 Uhr.) Neues Volts: Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lore. Die Spieler. Der Kammersänger. Abends: Helden. Montag und Donnerstag: Die Doppelgängerfomödie. Dienstag und Freitag: Michael Kramer. Mitt woch: Mutter Landstraße. Sonnabend: Helden.( Anfang 8, Uhr.) Thalia Theater. Allabendlich: Puppchen.( Anfang 8 Uhr.) Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: So'n Bindhund. Abends und Montag: Graf Pepi. Von Dienstag ab allabendlich: Majolika. Komödienhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der rote Leutnant. Aαabendlich: Die Generalsede.( Anfang 8 Uhr.) Residenz- Theater. Allabendlich: Die Frau Präsidentin.( Anfang ( Anfang 8 Uhr.) 8 Uhr.) tunden. Ein Rekordflug mit fünf Passagieren. Das wird natürlich nicht hindern, daß das Seeamt an dem 419 Kilogramm Deutsches Schauspielhaus. Sonntag: Der gutsigende Frad. Mon- Bustand des Seelenverkäufers keinen Fehl findet und mit der Phrase der höheren Gewalt" das Unglück begründet. tag: Gläubiger. Mit dem Feuer spielen. Dienstag 7 Uhr: Der gute Ruf. Allabendlich: Der gute Ruf.( Anfang 8 Uhr.) Theater am Nollendorfplatz. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Schnee wittchen. Allabendlich: Die schöne Helena.( Anfang 8 Uhr.) Casino- Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Die verhängnisvollc Karte. Allabendlich: Am grünen Strand der Spree.( Anfang 8 Uhr.) Montis Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der fidele Bauer. Abends bis Freitag: Der Frauenfreffer. Sonnabend 7, Uhr: Der heilige Antonius. Sonntag und Montag: Der heilige Antonius. ( Anfang 8 Uhr.) 4 Kurfürsten- Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischük. Alabendlich: Der Kuhreigen.( Anfang 8 Uhr.) Rose Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Stabale und Liebe. Abends und Montag: Die Sünden der oberen Zehntausend. Dienstag: Der große Unbekannte. Mittwoch: Die Sünden der oberen Zehntausend. Donnerstag: Der große Unbekannte. Freitag: Die Sünden der oberen Zehntausend. Gonnabend und Sonntag: Mein Zeopold. Montag: Die Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Raffles. Alabendlich: Berlin- Hamburg- New York.( Anfang 8 Uhr.) Sünden der oberen Zehntausend.( Anjang 8 Uhr.) = Herrnfeld Theater. Allabendlich: Wüstenmoral. Die Alpenbrüder. ( Anfang 8 Uhr.) Urania Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Aufs Matterhorn! Abends, Montag und Dienstag: Baris und die Königsschlösser von Ber. failles. Mittwoch: Zwischen Kreuz und Halbmond. Donnerstag: Paris und die Königsschlösser von Versailles. Freitag und Sonnabend: Zwischen Streuz und Halbmond. Sonntag: Paris und die Königsschlösser von Verfailles. Montag: Unbestimmt.( Anfang 8 Uhr.) Admiralspalast. Eisballett: Flirt in St. Morik.( Anfang 10 Uhr.) Reichshallen Theater. Allabendlich: Bei Batern.( Anfang 8 Uhr. Sonntags 7%, Uhr.) Zirkus Busch. Sonntagnachmittag 3%, und allabendlich 7%, Uhr: Galavorstellung. Au Orkanartige Stürme in Nordamerika. Ein Prozeß mit 280 Angeklagten. Aus Washington eintreffende Meldungen berichten über furchtDas Mostauer Bezirksgericht fällte gestern das Urteil in bare Stürme, die am Freitag weite Gebiete in Nordamerika heim- einem Prozeß gegen 280 Juden, die beschuldigt waren, sich durch gesucht haben. Im Nordwesten des Landes haben llebersch we m- Bestechung gefälschte Zeugnisse über Vorarbeiten zum Zahnarzts mungen die telegraphischen Verbindungen unterbrochen und die examen verschafft zu haben, um dadurch das Recht zu erlangen, Züge aufgehalten. Im mittleren Westen hat ein heftiger Sturm die außerhalb der Ansiedlungszone zu wohnen. 79 AnTelegraphendrähte zwischen Chicago und Pittsburg zerstört. In geklagte wurden freigesprochen, die übrigen zu einjähriger Philadelphia deckte der Wind das Dach einer Fabrit ab, wobei Serterhaft verurteilt. Für die Mehrzahl der Verurteilten will das Gericht beim Saifer um Strafmilderung bitten. Neun Aerzte biele Fabrikmädchen verlegt wurden. Ein sehr und Beamte wurden zu Kerkerhaft von ein bis drei Jahren verschwerer Sturm hat die ganze atlantische Küste südlich der Chesa urteilt. Die Bestechungen sind ein Ausfluß des forrupten zaristischen peake Bay und des Meeres zwischen Florida und Westindien heim- Systems, das den jüdischen Bürgern nur unter ganz bestimmten gesucht. Nach den bisher vorliegenden Berichten wurde ungeheue- Voraussetzungen das Wohnen in allen Landesteilen gestattet. rer Schaden angerichtet. Die Störung der Verbindungen hat das Eintreffen bestimmter Nachrichten verzögert. Im Hafen von New York ist durch den Orkan der Wasserstand um 2½ Fuß unter den Normalstand gesunken. Die Aus- und Einfahrt der Schiffe ist dadurch erheblich erschwert. ge= Kleine Notizen. Schwerer Betriebsunfall. Bei Neermond( Rheinland) stießen zwei Güterzüge mit solcher Wucht zusammen, daß mehrere Wagen bollständig zertrümmert wurden. Zwei Eisenbahnbeamte erlitten bei dem Unfall den Tod. Leider haben die Stürme auch zu einer schweren Dampfer- Drei Personen erschossen. In einem Walde bei Lehndorf in katastrophe geführt. In der Chesapeake Bay ist am Freitag- der Nähe von Braunschweig wurden am Sonnabendmorgen die abend der Dampfer H. Luckenbach" dem Namen nach ein Leichen von zwei Männern und einer Frau erschossen deutsches Schiff gesunken. An Bord befanden sich der aufgefunden. Die Vermutung, daß es sich bei den männlichen Sapitän, seine Frau und 21 Seeleute. Mann, Leichen um die beiden Braunschweiger Bankdefraudanten handelt, hat fich nicht bestätigt. Die Toten find zwei Arbeiter von etwa 25 unter ihnen der zweite Offizier, wurden aus der Tatelage und ein Mädchen von 23 Jahren. Die Toten scheinen die Be rettet, in der sie sich sechs Stunden lang in einem furcht- teiligten eines Liebes dramas zu fein. baren Sturme festgehalten hatten. Die übrigen waren, von Durch Kohlengase erstickt. In Haydenhof( Prob. Bommern) Kälte erstarrt, einer nach dem anderen ins Meer fand man am Sonnabend die siebentöpfige Familie des Arbeiters Oldenberg besinnungslos auf. Der herbeigeeilte Arzt gestürzt. fonnte fünf Personen ins Leben zurückrufen, während ein jüngeres Ter Wertbrief" aus Prenzlau. 00 Kind und der 19jährige Sohn, ein Stredenarbeiters, Auf eine recht plumpe Weise hat der Direktor Podolski der bereits tot waren. Das Unglüd ist durch zu frühes A. Gasmesserfabrik Ebeling u. Co. in Prenzlau seine schwierigen Schließen des Ofens entstanden. finanziellen Verhältnisse aufzubeffern versucht. Der Herr Direktor Brande in der Heinestraße in Hamburg schwerverletzten Weitere Todesopfer des Hamburger Brandes. Die drei bei dem schichte dieser Tage an die Deutsche Hypothekenbank in Berlin Personen, ein Mann, ein junges Mädchen und ein vierjähriger Folies Caprice. Allabendlich: In Sachen stagenstein. Die Doppel- einen Geldbrief im Werte von 70 000 Mart, vergaß jedoch senabe, find am Sonnabend im Krankenhauſe ihren Berbei der Absendung die entsprechenden Werte in den Briefumschlag te tungen erlegen. Zirkus Schumann. Sonntagnachmittag 3½ Uhr und allabendlich 74, Uhr: Galavorstellung. Metropol Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lata Toto. abendlich: Chauffeur ins Metropol!( Anfang 8 Uhr.) Theater Groß- Berlin. Allabendlich: Das Fürstenkind.( Anfang 8 Uhr, Dienstag 7 Uhr.) Wintergarten. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Spezialitäten. abenblich 8 Übr: Spezialitäten. Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. abendlich 8 Uhr: Brüderlein fein und Spezialitäten. Königstadt- Kafino. Täglich: Spezialitäten.( Anfang 8 Uhr.) Passage Theater. Allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. firma. Die Tochter der Braut.( Anfang 8 Bis 20. Januar Uhr.) Au 1918 19182096173 Acibus Inventur- Verkauf 8 nielusze zu außerordentlich billigen Preisen Ein Posten KnabenEin großer Posten aus guten u. haltbaren Stoffen gefertigte Herren- Anzüge, Ulster, Paletots Wasch- Anzüge zu den Serienpreisen bis 5.50....... jetzt 1.75 6.50 bis 10 50... jetzt 3.75 zu den Serienpreisen M. 25.- 28.- 32.- 36.- 39.- 42.- 45.- 48.- 54.jetzt zum Einheitspreise M. 60.- 68.- 75.18.00 28.00 38.00 48.00 Knaben- u. Jünglings- Anzüge u.Ulster zu den Serienpreisen M 8-10.- 12.- 13-16-19- 21-25-28.- 30.- 34-38.- 42-46-50.jetzt zum Einheitspreise M. 5.co 10.00 15.00 25.00 35.00 Zu ebenfalls bedeutend herabgesetzten Preisen: Westen, Beinkleider, Lodenjoppen, Pelze u. Pelzjoppen Aenderungen zum Selbstkostenpreis Leineweber Roßstraße 34 Berlin C. Köllnischer Fischmarkt 4.5-6 Fischerstraße 1 Berantwortlicher Rebakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. 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Küchenhandtücher grau ReinDtz. leinen, gesäumt und gebändert, 5.50 Grösse ca. 48/110 cm... breit • Mtr. Reinwollener Voile mit Bordüre, ca. 110 cm 1.25 Kostümstoffe ausserordentliche Gelegenheit, 1.75 130 cm Rein- Kleider- Messaline gute Qual, ca. 3.90 seidene 90 cm br., Mtr. Qualität, in modernen 5.25 Satin- Grenadine farben, ca. 105 cm br., Mtr. Bedruckter Satinflanell..... Mtr. 48 Pf. Elsasser Wollmusselin bedruckt 65 u. 90 Pf. Mtr. Damen- Hemden, BeinEin Posten Garnituren: kleider u. Nacht- Hemden zum Teil angestaubt, im Preise bedeutend ermässigt. Kleiderstoffe Reinwollene Krepons ca. 70 cm breit Mtr. 0.55 Blusenstoffe reine Wolle 0.95 gestreift. Mtr. Wollbatist in modern. Farben. 1.25 ca. 105 cm br., Mtr. Qualität, ca. 110 cm 1.65 Popeline reine Wolle, gute breit. Mtr. Kostümstoffe in Kammgarn und Cheviot. 3.25 ca. 130 cm breit. Diagonaltuch besonders moderne Farben Mtr. feine Ware, 2.80 Mtr. Seidenstoffe Reinseid. Messalinestreifen Mtr. 0.95 Gestreift. Taffet... 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Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Sonntag, 5. Januar 1913. Trari Trara! Susch, Susch, Puff, Puff! Bald hier, bald da! Trog Jagow und Verkehrsukasen Das Hofauto durchrast die Straßen. Der Schußmann salutieret stramm, Die Menge flüchtet von dem Damm. Trari Trara! Kleines feuilleton. Trari Trara! Susch, Busch, Puff, Puff! Bald hier, bald da! Ein armer Teufel stürzt beim Eilen, Das Sofauto kann nicht verweilen. Ein Stoß ein Krachen und ein Schrei, Und weiter geht die Raserei. Trari dem Trara! Trari Trara! Susch, Susch, Puff, Puff! Bald hier, bald da! Beitungsmeldung: Der Soldat X, der von dem Autoüberfahren wurde, ist seinen Verlegungen mobil des Prinzen erlegen. X. befand sich auf Weihnachtsurlaub bei seinen Eltern und war in Zivil ausgegangen. Die Menschen drängen um den Armen, Der Schußmann kennet kein Erbarmen. Er macht voll Ernst sein Protokoll: „ Ein Hofauto! Den Kerl, den soll..." Trari Trara! R. Br. Trari Trara! Susch, Susch, Puff, Puff! Bald hier, bald da! Ein fader Stußer näselt leise: 11 Was murrt die Bande hier im Kreise? Ist's doch' ne Ehre comme il faut 3u kommen unters Sofauto!" Trari Trara! da großes modernes Voltstheater mit möglichst wenig Rängen zu intereffieren ihn hier wesentlich nur als Typen bestimmter Richtungen schaffen. Man mußte auf die längst veraltete Form des höfischen der Lebensauffassung, die sie in plastischer Weise zum Ausdruck Rangtheaters zurüdgreifen und durfte nicht versuchen, dem Hause bringen sollen. Der finnenfroh- ungläubige, wissens- und schönheitseine Form zu geben, die unserem sozialen Empfinden befferen Aus- durstige Geist der Renaissance am Hof des Lorenzo Medici, des brud hätte geben können. Es werden also, da nur wenige Vor- großen Künstler- und Humaniſtenfreundes, gibt der Dichtung den Das Theater des Imperialismus. Die architektonische Form schläge, wie der von Otto March, mit drei Rängen auskommen, Hintergrund. In diesem historisch bestimmten Kolorit, das er mit st der Ausdruck für die wirtschaftliche Macht und die politische auch im vierten Stockwert Menschen schwitzen müssen, und werden Meisterschaft beherrscht, entwirft er ein in vielen Zügen Gewalt, die das Bauwerk befahlen und die es nußen werden. überlegen können, ob die Zugänge zu solcher Bequemlichkeit nicht in laffisch prägnantes Gemälde der Schöngeisterei; jener SinnesSelten wurde dies so augenscheinlich wie durch die Pläne für das eine Rattenfalle führten. Diese zugänge zu den höheren Rängen art, die, losgelöst von jedem autoritären Vorurteile, aber neue önigliche Opernhaus. All der Kampf, den wir nun seit wurden von feinem der Bewerber einwandfrei gelöst. Es geht auch von jedem Lebensernst, spielerisch alle Verhältnisse rein nach langer Zeit, teils zu unserer Erbitterung, teils zu unserer Gr- doch nicht an, daß die Treppen bis auf 40 Meter und mehr von den Maßstäben ästhetischen Gefallens wertet. Hierin, in dieser dialogischen heiterung, an uns vorüber ziehen sehen, wäre unmöglich, wenn Sigen entfernt sind, um dann etwa 20 Meter abwärts zu führen. Schilderung liegt des Dramas Kraft und Stärke; seine Schwäche Klarheit darüber herrschte: für wen denn eigentlich dies Opern- Es würde sonst notwendig werden, daß die Lebensversicherungen ist, daß es zu feiner Handlung, feiner Entwickelung fortschreitet. theater gebaut werden soll. Dann gäbe es auch nicht die Hälfte den Besuch dieses Opernhauses nur auf eigenes Risiko ihrer Kunden Zwar geht des Dichters Absicht auf die Herausarbeitung eines der Schwierigkeiten bei der Grundrißgestaltung; dann wären nicht gestatten. Um einiges besser ist die Feuersicherheit des ganzen mächtigen Kontrastes. Der Welt der Freude und des angenehmen Forderungen zu erfüllen, die von vornherein die Schaffung eines Hauses wenigstens dadurch geworden, daß die vier Höfe, die auf Echeins stellt er die düstere welthistorische Gestalt des Dominikanereinheitlichen, großzügigen und den Geist der Zeit erfüllenden Bau- der ministeriellen Vorstizze mitten im Fleisch des Baues saßen, von mönchs Savonarola gegenüber, der mit glühend leidenschaftlicher merfes unmöglich machen. So aber, vom König gewollt und vom dem einen und dem anderen der Wettbewerbler( so besonders von Beredtsamkeit das Florentiner Bolt bis in die Tiefen aufVolke bezahlt, wird dieses Haus ein Zwitter bleiben. Und die Seel und auch von Brurein) aufgeschlikt wurden. Es bliebe zu wühlte, ein Reich christlicher Einfachheit, Reinheit und Freiheit Architekten, die sich darum mühen, müssen in einem Meister sein: erwägen, ob dieses Prinzip der Dezentralisation nicht auszubilden verkündete und wenige Jahre nach Lorenzos Tod dem im Schließen von Kompromissen. Das gilt zunächst für das eigent- und durchzuführen wäre. Was natürlich nur gemacht werden Henter als Reger überliefert wurde. Das Bildnis dieses lich Architektonische; der König liebt nichts anderes als die preußisch fönnte, wenn der ganze Bau nach der Masse statt nach dem geheimnisvollen Fremden spiegelt sich in den Gesprächen gedeutete Antike oder einen borussischen Barod. Daher dürfte es Imperialismus orientiert wäre. Dann würde sich auch am ehesten der Aestheten wieder, in den vielfältigsten, die Erwartung bis zum fommen, daß der Wettbewerb, der nach dem Fiasto des mini- für die Gestaltung des Blazes zwischen Reichstagsgebäude Höchsten spannenden Reflegen. Aber als der Dichter ihn endlich selbst steriellen Entwurfes ausgeschrieben wurde und der mun( im Kon- und Opernhaus eine Lösung finden lassen. erscheinen, dem sterbenden Lorenzo gegenübertreten läßt, bersagt die ferensiaal des Anhalter Bahnhofes) ausgestellt ist, den Eindruck Kraft. Er holt aus der Begegnung der beiden Männer mur eine erschreckender Impotenz macht. G3 haben die Künstler ihrer Reklame- Zeitschriften. Die Sache tommt in Aufnahme. Nacheigenen Persönlichkeit die Flügel beschnitten, damit der preußische bortige Zeitschrift einfach zu Reklamezwecken angekauft hat, stellt einernde psychologische Konstruktion heraus. Dieser Mensch enthüllt vor einigen Jahren eine Staffeefirma in Bremen eine ertüftelte Ueberraschung, eine Savonarolas Wesen jämmerlich verAar ihnen nicht die Federn rupfe. „ Wie hätt' ich keinen Ehrgeiz wahlverwandte Natur. gestaltung. Es soll nach dem Programm des Hofmarschalls sozu Namen bei, so gründet eine Braunschweiger Rechenmaschinenfabrit fein. Nuhm muß es mir bringen." Es zeigt sich, daß er die Menge Noch viel schlimmere Folgen brachte der Kampf um die Raum- fich jest ein Braunschweiger Unternehmen von ähnlicher Art ein. Be- fich plötzlich als eine seinem Gegner im Ehrgeiz und im Machttrieb hielt jene Bremer Zeitschrift schandenhalber ihren alten harmlofen ich litt? Ehrgeiz spricht: Das Leiden darf nicht umsonst gewesen fagen ein Luftschloß in das Theater hineingeschachtelt werden. Wie furzerhand eine Monatsschrift, die sie nach ihren eigenen Initialen, ebenso und aus den gleichen Gründen wie Lorenzo verachtet. Und das gemacht werden kann, ohne den Organismus des Hauses zu die Braunschweiger G- N- C- Monatsschrift" nennt. Im Einführungs- all fein Ringen gilt zulegt dem Streben, Herr von Florenz zu zersprengen, darüber zerbrachen sich unsere besten Grundrißwort beißt es faltblütig: konstrukteure die Köpfe. S. M. will, daß ihm im ersten Rang eine werden. Auch wenn was ich nicht glaube eine folche ganze Reihe von Salons, Borzimmern und sonstigen Gelaffen zur Rechenmaschinen herstellen! Was haben wir zu sagen? Nur das eine, daß wir die besten Deutung von Savonarolas Charakter sich durch geschichtliche Belege Und der neue Weg? Wir wollen Verfügung stehe, und zwar auf der linken Seite. Er will außerdem unsere geschäftlichen Nachrichten so fura wie möglich in einem Buche Weltanschauungen einer geistreich fchillernden, im Grunde leeren fügen ließe, wäre ein dramatischer Ausgang, der den Konflikt der einige Broszeniumslogen und eine große, für 80 Menschen be= stimmte Mittelloge, an die sich ein Salon von bedeutenden Ab- anhängen, daß jedem Leser, wie wir hoffen, warm macht. Jit uns Paradorie zuliebe, die Spize abbricht, darum nicht weniger verfehlt. Wir wollen es das gelungen, dann schneiden wir unsere Pfeifen. messungen anzuschließen hat. Und dann: dieser Salon, der in der madjen, wie jener erfolgreiche Geschäftsreisende, der seinen Kundenheit, ihrer Schamlosigkeit und grausamen Tide zugleich als ein Donna Fiore, Lorenzos Geliebte, die in ihrer pomphaften SchönMitte des ersten Ranges disponiert ist, soll mit den Räumen der auf das angenehmite über alles mögliche unterhält, um ihm Symbol der Stadt Florenz gedacht ist, bleibt in einem höchst un linten Seite würdig, direkt und absolut abschließbar verbunden ſein. Auf deutsch: es müſſen die Zugänge zur linken Seite des dann zum Schlusse nur so nebenbei den schönsten Auftrag abzustimmten Dunkel. Wit um so größerer Freiheit ist Lorenzos Sohn und ersten Ranges an irgendeiner Stelle abgeschnürt, durchstoßen und nehmen, gesperrt werden. Es wird außerdem der Mittelsalon als ein Bei folchen offenen Reklamezeitschriften weiß man wenigstens im spätere Bapst, der siebzehnjährige Giovanni, in der blasierten Hobiger frembkörper auch die rechte Seite bedrängen. Das ist die Gegensatz zu den zahlreicheren versteckten, woran man ist. Der Frühreife ſeines Epikuräertums und der um ihn gruppierte Streis Situation. Man kann seinen Spaß daran haben, zu sehen, wie Rapitalismus wirft fein Mäntelchen ab und steht nackt vor einem brüche von Savonarolas zermalmendem Prophetenzorn als ganz von Humanisten und Künstlern gezeichnet. Man goutiert die Ausdie Architekten krebsten und frabbelten, solcher Vergewaltigung der ist mir recht. Geht es mit unehrlichen Mäßchen nicht mehr, jo ver willkommener Wechsel. Man ist so tolerant geworden, daß man vergnügt grinsend: So bin ich! Ich mache alles, und jedes Mittel besonders pikante Sensationen, bewundert sein Talent. Das ist schlichtesten Baubernunft nach Möglichkeit zu entgehen. Es gibt da fuche ich es eben mal mit der Ehrlichkeit. Auch die kann ein gutes fogar die Sittenprediger nach fünstlerischen Gesichtspunkten zu hodhit tomische Untertunnelungen und Umgehungen. Eine Satire Geschäft sein. auf die Unredlichkeit einer Gesellschaft, die durch die Anwesenheit schäßen weiß. Der Majestäten fich sehr geehrt fühlt, die aber zugleich durch das Theater. Die Aufführung ließ in manchen Nebenrollen zu wünschen übrig. Beremoniell jenseits der Mauer zu bleiben hat. Die Not war Eine angenehme Ueberraschung bot der noch unbekannte junge groß; am chesten überwunden wurde sie noch von jenen, die kurz Kammerspiele: Fiorenza" von Thomas Mann. Schauspieler Wilhelm Bendow; er traf den Spötterton des und bündig der hösischen Repräsentation ein eigenes Geschoß, ja Thomas Mann, den sein Schicksale und Verfall einer reichen bürger- gründlich abgebrühten, verwöhnten Wunderlindes Giovanni vereinen ganzen Rang einräumten. Welch wunderliche Saritatur: lichen Familie mit scharfer naturalistischer Beobachtung darstellender blüffend gut. Aus der prinzlichen Umgebung traten August im Haufe der mordernen Künste eine Quarantänestation imperia Roman Die Buddenbrooke" zuerst berühmt machten, bewegt sich in Mombers prahlhansiger Aldobrandino und Rothausers patheti listischer Phantastit. Dieses wäre der eine Streich. diesem feinem einzigen, bereits vor Jahren veröffentlichten scher Platonifer Angelo Poliziano marfanter hervor. Mary Der andere wird durch ihn bedingt: die Unmöglichkeit, ein Drama auf Bahnen stilisierender Gedankenkunft. Die Personen Dietrich pofierte eine undankbare Aufgabe- die rätselvolle " ... Intereffante Kriminalprozeffe. Aus der Frauenbewegung. Zum sozialistischen Frauentag 1 Talsperren, die zur Speisung des Rhein- Hannover- Kanals errichtet wurden. In Aussicht genommen sind Wasserkraftanlagen im EderVon dem von Hugo Friedländer unter dem Titel„ Kriminal- tal bei Hemfurth, in der Diemeltalsperre bei Helminghausen, an prozesse von dem Zusammenfluß der Fulda und Werra sowie die Schaffung fulturhistorischer Bedeutung" herausgegebenen Sammelwert ist soeben der achte Band( Verlag Hermann Bars- landzentralen. Beabsichtigt ist, 19 Kreise in den Provinzen Han- an die Genoffinnen aller Länder folgenden Aufruf: eines Wehres bei Münden zur Errichtung von staatlichen UeberDie Genossinnen der Vereinigten Staaten von Amerika richten dorf, Preis broschiert 3 M.) erschienen. Dieser Band enthält eine Reihe interessanter Kriminalprozesse. lagen mit elektrischer Straft zu versorgen. Im ganzen werden den Genossinnen aller Länder ihren solidarischen Gruß. Sie nover, Hessen- Nassau und im Fürstentum Waldeck durch diese AnDie sozialistischen Frauen der Vereinigten Staaten entbieten Neben der Wiedergabe anderer älterer Verhandlungen interessieren 41 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden können. Die Anlagebesonders drei Prozesse, die die Politik, und ein Prozeß, der das fosten werden auf 9 Millionen Mark veranschlagt. Zur Begrün- wissen, daß ein gemeinsames Ziel und Streben fie alle feſt miteinsoziale Gebiet streift. In das Gebiet der Politik fällt die Wieder- bung wird u. a. ausgeführt, daß die Verpachtung an einen Privat- ander verknüpft, und glauben darum zuversichtlich, daß ihr Aufruf gabe der Anklage gegen den Professor Dr. Theodor Mommsen wegen unternehmer im Interesse der Kanalschiffahrtsbedürfnisse nicht zu einer gemeinsamen Kundgebung nicht unbeachtet bleiben wird. Bismarckbeleidigung, der Prozeß Stöcker- Bäcker und der Gr- tunlich sei. Vom Standpunkt der Konsumenten und der fiskalischen einigten Staaten zum ersten Male einen nationalen FrauenVor fünf Jahren veranstalteten die Sozialisten in den Verpressungsprozeß gegen die Redakteure des„ Unabhängigen". Wie Einnahmen aus ist immer die eigene Regie des Staates einem in ähnlicher Weise in Fürsorgeanstalten von der Sorte Blohmesche Privatunternehmen vorzuziehen. Für die geplante Elettrisierung tag. Der Zweck dieser Veranstaltung war: Wildnis und Mieltschin frömmelnde Heuchelei und jeder Menschlich der Berliner Stadt- und Vorortbahnen trifft das in besonderem feit hohnsprechende Brutalität ihr Wesen in„ Besserungsanstalten" Maße zu, obgleich die Regierung hier unnötigerweise die Erzeugung treiben, zeigt die Grinnerung an den gegen den Genossen Hofrichter der notwendigen Kraft Privatwerken überlassen will. wegen Schilderung von Vorkommnissen in der Provinzialarbeitsanstalt zu Brauweiler angestrengtem Beleidigungsprozeß. Frauenfrage. Erstens: Propaganda für das Frauenstimmrecht. Zweitens: Erläuterung des sozialistischen Standpunktes in der Drittens: Sozialistische Agitation in weiteren Kreisen der weiblichen Bevölkerung. Wer von Bankkonkursen profitiert. Die Idee fand allgemeinen Beifall, und schon das erstemal Die Zahlungseinstellungen der Bankhäuser Josef Gerhauser wurden im ganzen Lande gut besuchte, anregende Versammlungen und Frey u. Schäfer in Kaufbeuren, die zum größeren Teil durch abgehalten. Seitdem ist der letzte Sonntag im Februar der jähr= verfehlte Spekulation, zum kleineren durch die verstärkten Gut- liche Frauentag in der nordamerikanischen Union gewesen. In habenabhebungen aus Kriegsfurcht verursacht worden sind, haben jedem Jahre werden an diesem Tage von den Neuenglandſtaaten sofort eine größere Provinzbank auf den Plan gerufen. In dieser bis an die Küste des Stillen Ozeans, von der kanadischen Grenze Woche noch wird die Bayerische Handelsbank( München) bis an den Golf von Mexiko sozialistische Frauenversammlungen in Kaufbeuren eine Zweigniederlassung gründen. Die Bayerische abgehalten. So zahlreich sind diese Versammlungen, daß kaum Handelsbank( Aktenkapital 44,5 Millionen Mark) betreibt seit 1905 genug Rednerinnen und Redner vorhanden sind, um alle Ansprüche eine starke Ausdehnungstätigkeit. Sie hat in dieſen Jahren eine zu befriedigen. Dabei werden stets Tausende von sozialistischen große Reihe von kleinen Bankhäusern aufgenommen und zahlreiche Flugschriften verteilt und Tausende von Exemplaren sozialistischer 3weigniederlassungen gegründet. Sie treibt vornehmlich das Beitungen verkauft, die an diesem Tage gewöhnlich eine besondere Hypothekengeschäft. Die Pfandbriefe wurden in Bayern zur An- Agitationsnummer herausgeben. So erfolgreich ist unser nationaler legung von Mündelgeldern für geeignet erklärt. Frauentag, daß wir den Genossinnen aller Länder nur dringend raten können, unserem Beispiel zu folgen. Erhöhung der Postkartenpreise. Der weltberühmte Professor Dr. Theodor Mommsen hatte am 24. September 1981 in einer zu Tempelhof bei Berlin abgehaltenen liberalen Wählerversammlung eine Rede gehalten, in der er unter anderem geäußert hatte:„ Es gilt jetzt, daß alle liberalen Parteien fest zusammen stehen gegen die Propheten der neuen Wirtschaftspolitik, die eine Politik der gemeinsten Interessen, warum soll ich es nicht sagen, eine Politik des Schwindels ist. Ja, meine Herren, es ist und bleibt dies eine Schwindelpolitik, gleichviel, ob sie von einem hoch oder niedrig gestellten Mann in die Hand genommen wird." Bismarck fühlte sich hierdurch beleidigt und stellte Strafantrag. Die Anklage verirat der jebige Senatspräsident beim Reichsgericht Dr. Menge. Das Landgericht II kam zu einer Freisprechung, da der Angeklagte nach seiner Versicherung den Fürsten Bismard nicht gemeint habe und auch nicht das Bewußtsein gehabt habe, die Zuhörer fönnten seine Worte auf den Fürsten Bismarck beziehen. Der II. Straffenat des Reichsgerichts, unter Vorsitz des allen Wünschen von oben sehr geneigten Senatspräsidenten Drenkmann( später Kammergerichtspräsident, vor einigen Jahren ver- Schon seit längerer Zeit schweben Verhandlungen über die storben), hob das Urteil auf. Es meinte, unter den Propheten der Verlängerung der Bromsilbertonvention, die für die neuen Wirtschaftspolitik könnte nur die Regierung gemeint sein, Industrie der Bromsilberpostkarten( Künstlerpostkarten, photograBismarck sei also, wenn auch nicht direkt, so doch als Glied der Re- phische Reproduktionen) von großer Bedeutung ist. Die Innehaltung gierung beleidigt. Die neue Verhandlung fand am 9. Januar 1883 der Konventionsbedingungen war schwer zu überwachen und Vervor der 4. Straffammer des Landgerichts Berlin I statt. Es erstöße kamen daher trob hoher Strafandrohungen sehr häufig vor. folgte wiederum Freisprechung. Die Begründung ging dahin, daß An diesen Schwierigkeiten wäre die Konvention fast gescheitert. der Angriff nur einem System, aber nicht Personen gegolten habe, Jetzt hat man eine Verständigung auf der Grundlage neuer daß dem Angeklagten jedenfalls das Bewußtsein gefehlt habe, daß Preiserhöhungen erzielt. Die Bromsilberkonvention hat im die Ausdrücke auf Personen, insbesondere auf den Reichskanzler Einverständnis mit dem Verband Deutscher Postkarten- Grossisten bezogen werden könnten. Die Freisprechung erlangte Rechtskraft. und der Vereinigung Mitteldeutscher Schreibwaren- Großhändler Der Prozeß Stöcker- Bäcker, der im Juni 1885 die 2. Straf die Detailpreise für 100 Stück Bromfilberpostkarten um 1 M. pro fammer des Landgerichts Berlin I beschäftigte, bringt u. a. wieder 100 Starten erhöht. Die Preise sind festgelegt auf 5,50 M. für die gerichtliche Feststellung in Erinnerung, daß Hödel und Nobiling schwarz matt, 8 M. für matt foloriert, 6 M. für braun, 9 M. für Mitglieder der christlich- sozialen Partei waren, und daß der Hof- hraun foloriert. Die Mitglieder der genannten Verbände haben prediger Stöcker der Wahrheit zuwider in dem Prozeß, den die Ge- sich verpflichtet, die Einhaltung der Detailpreise zu überwachen und nossen Tubauer, Gördi und Erald gegen Berndt angestrengt hatten, bei Verfehlungen hiergegen vorzugehen. Alle Lieferungen erfolgen vor dem Schöffengericht am 24. Januar 1885 erklärt hatte: ich unter der Bedingung, daß die festgesekten Detailpreise in allen sche Herrn Ewald hier zum ersten Male". Fällen eingehalten werden. Jm Juni 1883 beschäftigte der Prozeß gegen den„ Unabhängigen", ein Erpresser- und Revolverblatt ersten Ranges, mehrere Tage lang die 1. Straffammer zu Berlin. Sie endete mit Verurteilung der Angeklagten Grünewald zu 6 Jahren, Moser zu 4% Jahren, Sponholz zu 4 Jahren und Lodomez zu 1 Jahr Gefängnis. Der Schilderung dieses Prozesses schickt der Verfasser noch mehrere Erinnerungen an Revolverblätter voraus. Der achte Band fann als ein nicht uninteressanter Beitrag zur Kulturschilderung betrachtet werden. Hus Induftrie und Handel. Ein staatliches Kraftwerk. Endlich einmal hat sich die preußische Regierung entschlossen, ein eigenes Elektrizitätswerk zu errichten. Nach einem dem Landtage zugegangenen Gesezentwurf will die Regierung durch Ausbau von Wasserkräften im oberen Quellgebiet der Weser Elektrizitätsanlagen ſchaffen. Die Kraft entsteht durch Ausnutzung der Fiore in Störperhaltung und Klangfarbe des Organs ganz nach den Angaben des Dichters. Ausgezeichnet war Wegner als Lorenzo, Savonarola fam in der Darstellung des Herrn Koerner umfo übler weg. Der Beifall flang nicht eben start. Humor und Satire. dt. Die neue Seidenbandkonvention, der sämtliche bergisch- rheinischen und die auf deutschem Boden fabrizierenden Baseler Bandfabrikanten angehören, tritt am 6. Januar in Kraft. Die Konvention regelt auf Grund einheitlicher Kalkulationsbasis die Preise für sämtliche Seidenbänder einschließlich Hutbänder mit Ausnahme einiger Spezialartikel. Die Geschäftsstelle befindet sich in Düsseldorf. Soziales. Scharfmacherische Benfur. seinen Zorn überfließen. Auf der letzten Internationalen Konferenz Sozialistischer Frauen in Kopenhagen ging von Genossin Klara Zetkin die Anregung aus, das zu tun und in allen Ländern jedes Jahr einen sozialistischen Frauentag abzuhalten. Das wurde denn auch beschlossen. Es haben in Deutschland, Desterreich, der Schweiz, Holland, Dänemark ähnliche Veranstaltungen stattgefunden, aber sie waren insofern keine einheitlichen, als sie nicht in allen diesen Ländern am gleichen Tage abgehalten wurden. Dadurch wurde der internationale Charakter der Demonstration beeinträchtigt. Die sozialistischen Frauen der Vereinigten Staaten fordern nun hiermit die Genossinnen aller Länder auf, alljährlich am lebten Sonntag im Februar einen internationalen sozialistischen Frauentag zu veranstalten. An ein und demselben Lage sollen die Sozialisten aller Länder die Frauen als gleichberechtigte Kampfgenossinnen ehren und sollen für die politische Befreiung des weiblichen Geschlechts demonstrieren, und das im Zusammenhang mit dem Kampfe um wirtschaftliche Befreiung. Wir hegen die Ueberzeugung, daß der Frauentag als internationaler sozialistischer Feiertag im Laufe der Zeit eine ähnliche Bedeutung erlangen wird wie der erste Mai, und daß er vielleicht noch in späteren Zeiten den Proletarierinnen aller Länder ein Gedenktag ihrer Befreiung sein wird. Im Auftrag des nationalen Frauenkomitees der" Socialist Party": Meta 2. Stern, ausländische Korrespondentin. Die Stellung der Sozialdemokratie Deutschlands zu diesem Vorschlag präzisiert Genossin Zetkin in der letzten Nummer der " Gleichheit" dahin: Wir stimmen mit den Genossinnen der Vereinigten Staaten ganz in der Ueberzeugung überein, daß der sozialistische Frauentag den internationalen Charakter der proletarischen Frauenbewegung stark und rein zum Ausdruck bringen muß. Wer vermöchte die zündende Kraft des internationalen sozialistischen Gea dankens, der internationalen Willenstundgebung zu unterschätzen, während noch die Wirkung der gewaltigen Friedensdemonstration des internationalen Sozialismus zu Basel belebend durch die proleDie Scharfmacher betrachten die Krantenfassen längst als ein tarischen Massen aller Länder flutet? Es ist auch kein Zweifel, Mittel, die Abhängigkeit der Arbeiter zu erhöhen. Darum ist da ein einheitliches Datum des Frauentags in allen Staaten den ihnen die Selbstverwaltung ein Greuel und die Stassenzersplitterung internationalen Charakter unserer Bewegung und ihrer Forde= ein Grundfah. Sie sind daher erbost, daß das Ministerium bei rungen unterstreichen würde. Die Genoffinnen in Europa haben der Durchführung der Reichsversicherungsordnung nicht ganz be- diese Einheitlichkeit stets als ein Ziel betrachtet, aufs innigste zu dingungslos nach ihren Wünschen Gesetze und Algemeininteressen wünschen. Soweit es irgend möglich war, haben sie ihre Kundtillfürlich knebelt. In der" Post"( Nr. 3) läßt jemand barob gebung an ein und demselben Tage veranstaltet. So demonstrierten im letzten Jahre die Genossinnen in Deutschland, Desterreich Er mokiert sich darüber, daß eine und Holland an dem gleichen Datum. Es find bereits Verhand Stelle im Ministerium" nicht genügend auf die Gründung von lungen im Gange, daß 1913 die sozialistische Frauenfundgebung Landkrankenkassen hinwirke. Sein Zorn ist weiter entfacht, weil möglichst auf den nämlichen Tag fällt. jene Stelle" zur Ermittelung der Mindestzahl der Mitglieder von Allein auch heute noch sind betreffs des Datums und der festen Betriebskrankenkassen nur die Pflichtmitglieder gezählt wissen will. Bindung die Zweckmäßigkeitsgründe maßgebend, die in Kopenhagen Schürzenpolizei. Nach einer alten Berliner Sitte zeigt Empört ist er weiter, daß ein Erlaß des Ministeriums vorschreibt, davon absehen ließen, ein für allemal einen einheitlchen und beein mit einer Schlächterschürze bedeckter Stuhl vor einem Fleischer- die Zahl der Mitglieder der allgemeinen Orts- oder Landkranken- stimmten Tag für die Demonstration festzulegen. Soll diese von laden an, daß in ihm frische Blut- und Leberwurst zu haben ist. tassen in der Regel dürfe durch die Zulassung von besonderen der ganzen und freudig eingesetzten Kraft der politisch und gewerkDie neue Berliner Straßenordnung verbietet dieses Zeichen und ersetzt Ortstassen nicht unter 1000 hinabgebrüdt werden. Der Artikler schaftlich organisierten Proletarier getragen werden, foll sie die breitesten Massen umfassen und ihnen aus dem Geiste des interHerr von Jagow war zu dieser Maßregel aus hochpolitischen empfindet es als Ausdruck eines Zentralisations- Fanatismus", nationalen Sozialismus heraus die Forderung der politischen Gründen gezwungen. Der Stuhl würde an den päpstlichen Stuhl daß jener Erlaß verlangt, daß die Leistungsfähigkeit nur an- Gleichberechtigung, der bollen sozialen und menschlichen Befreiung erinnert haben, eine Erinnerung, die in den jezigen kritischen Zeiten genommen werden soll, wenn die Kassen in den letzten Jahren des weiblichen Geschlechts zu eigen werden lassen: so müssen die vermieden werden muß. Blutwurst erinnert an Blutdurft und Blut- bei normalen Beiträgen normale Leistungen gewährt und auch zuständigen Organisationen in den einzelnen Ländern Bewegungsdurst an die Sozialdemokratie; eine Verherrlichung der letzteren ist ihrer Verpflichtung, die Rücklage aufzufüllen, nachgekommen find, freiheit bei der Festsetzung des Datums haben. Die sozialistische aber selbstverständlich unzulässig. Die Schürze endlich erinnert an es sei denn, daß besondere Umstände eine andere Beurteilung Frauenbewegung ist gerade in den Ländern, wo sie die stärkste Entden Unterrock und der Unterrock an die Politik, die bekanntlich den widlung aufweist in Deutschland und Desterreich-, der allrechtfertigen". Charakter verdirbt; es ist aber die Aufgabe der Polizei, von den gemeinen sozialistischen Bewegung so fest eingegliedert, so intensiv Untertanen alles fernzuhalten, was ihren Charakter verderben jedes Jahres nur unter Berücksichtigung der allgemeinen Situation an allen ihren Arbeiten und Kämpfen beteiligt, daß das Datum tönnte. und ihrer Aufgaben für die Genoffinnen und Genossen gewählt werden kann. In der Folge wird die äußere internationale Einheitlichkeit der Frauentage leider nicht immer zu erzielen ſein. Gerade aber, weil dem so ist, müssen die Genossinen aller Länder um so ernster bestrebt sein, die innere internationale Einheitlichfeit der Kundgebung festzuhalten. Der Frauentag muß es den Massen ins Bewußtsein hämmern, daß die sozialistischen Proletarier aller Länder, ohne Unterschied des Geschlechts, mit den Forderungen des Frauentags einer Erkenntnis und eines Willens find. es durch ein weißes Fähnchen. Eine Instruktionsstunde. Feldwebel: Wozu haben wir die allgemeine Wehrpflicht?- Rekrut: Damit wir alle unser Bater land verteidigen sollen.- Feldwebel: Nein! Aber ich will es Euch fagen: 1. damit Ihr alle zunächst einmal das Maul halten lernt; denn draußen habt Ihr doch immer die große Klappe; 2. damit Ihr einmal ordentlich arbeiten lernt; denn draußen habt 3hr doch immer nur gestreift und in den Kneipen rumtrafeelt; Vaterlandes herangezogen werden. („ Jugend.") 3. damit auch die Drückeberger vom Zivil zum Schuße des Auch eine kurze Anfrage. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird der Abg. Liebert( Rp.) bei nächster Gelegenheit die Anfrage an den Reichskanzler richten: Wann werde ich Staatssekretär des Aeußern? A Notizen. Jeder vernünftige, nicht rüdständig verbohrte Mensch wird solche Vorschriften als selbstverständlich betrachten. Der Zensor des Ministeriums hat jedoch noch weitere Ursache, unzufrieden zu sein. Er spricht den Verdacht aus, die bewußte Stelle habe durch geheime Erlaffe" an die Regierungspräsidenten und Landräte eine Einwirkung zu Gunsten großer, leistungsfähiger Orts- oder Krankenkassen ausgeübt.macht dabei„ jener Stelle" den Vorwurf der Rechtsbeugung und des Versuches, die Krankenkassen zu " überrumpeln". Mit der Kritik begnügt sich der" Postmann" natürlich nicht, er draht quch. Mit einem Nasenstüber für den Herrn Minister bemert er, es dürfte aber die höchste Zeit sein, jene Stelle nicht mehr so frei und selbständig schalten und walten zu lassen. Im anderen Falle könnten sich doch demnächst für die Staatsregierung recht unliebsame Folgen ergeben!" Die Erfolge der Frauen bei den Londoner Munizipalwahlen find bemerkenswert. In 11 Bezirken wurden nach der„ Gleichheit" Der Zenfor der Regierung gibt aber auch bekannt, daß es zusammen 22 Frauen als Gemeindevertreter gewählt. 8 der Gesich bei der Abrüffelung nicht um eine leere Demonstration wählten zählen zu den Gemäßigten", 7 zu den Fortschrittlern" handele. Der Minister hat zur Kenntnis zu nehmen, daß es und 5 zu der Arbeiterpartei". Unter diesen letzteren befinden - Vorträge im Institut für Meerestunde. Mon- außerhalb des Ministeriums stärkere Einflüsse" gibt, denen er sich 5 Führerinnen der sozialistischen Liga für die Interessen der Genoffinnen Bentham, tag Dr. H. Spethmann: Eine Wanderung von Skagen bis Memel; ich wohl oder übel beugen müsse. Mit Bezug auf den Vorwurt, Phillips, Walters, Turnball und Williams. Zwei andere be= Dienstag, Stapitänleutnant Schlenzka: Reise S. M. S. Möwe" nach die Gründung von Landkrankenkassen nicht genügend zu fördern, tannte Mitglieder der„ Liga" sind leider unterlegen, ebenso andere Deutsch Südwestafrika; Freitag, Dr. A. Wolfenhauer: Aus der schreibt der starke Mann" wörtlich: Genossinnen, unter ihnen eine Kandidatin der Britischen SozialiFrühzeit von Kompaß und Seekarte. stischen Partei, Frau Scurr, die seit langem innerhalb ihres Munizipalbezirks wertvolle soziale Arbeit zur Linderung des Maffenelends leistet. Eines besonderen Erfolgs darf sich die Liga" auch insofern rühmen, als Genossin Williams in ihrem Bezirk Swansea als Bürgermeisterin amtieren wird. Es iſt 30 Jahre her, Dienstherrschaft der nämlichen Gemeinde den Kampf mit dem eben aufnehmen mußte. Was sie geworden ist, verdankt sie der daß Genoffin Williams als zehnjähriges Proletarierkind bei einer Arbeiterbewegung und ihrem eigenen rastløsen Streben. Es ist ein Etüd proletarischer Geschichte, das sich in diesem Lebensschicksal zeigt. Borlesungen über Völterkunde hält Dr. A. Eichhorn vom kgl. Museum für Völkerkunde für die Humboldt- Alademie. Die Vorträge werden mit Lichtbildern und Museumsbesuchen er6. Januar. Inzwischen haben sich aber erfreulicherweise noch stärkere Einflüsse geltend gemacht, so daß in dieser Beziehung eine teilweise Wandlung eingetreten ist." Die Mitteilung, daß sich das Ministerium stärkeren Einläutert. Lehrstätte Georgenstr. 30/31, Montags 8-9. Beginn am flüssen" unterwerfen muß, ist immerhin sehr interessant, wenn Berliner Feuerwehr ist der sogenannte Fontana- Wassermast, der, gerade nicht sehr verbreitet war. Nach der öffentlichen Abrüffelung Wassermaste. Gine wichtige technische Neuerung bei der auch bisher schon der Glaube an die Unabhängigkeit der Minister aus vier Stahlbändern zusammengefügt, bis zu einer Söhe von des Ministers in der" Post" darf man wohl erwarten, daß das 16 Metern emporgefurbelt werden kann. Der Mastkopf nimmt dabei ganze Ministerium ohne zu mucken nach dem Kommando der fofort einen Schlauch mit einem drehbaren Strahlrohr mit in die Scharfmacher einschwenkt. Es ist gut, daß die Arbeiter auf diese Höhe, so daß von der Spize des Mastes aus ein Wasserstrahl nach Weise erfahren, wer in Preußen- Deutschland regiert. allen Nichtungen entjendet werden kann. Namentlich bei eingestürzten Nach Ansicht der" Post" ist also die Regierung dazu da, dafür oder sonstwie unpassierbaren Treppenhäusern ist der Wassermast von zu sorgen, daß die direkte Reichseinkommensteuer nicht zugunsten Lankwik. Montag, d. 6., abbs. 81%, Uhr, bei Schulz, Kurfürsten großem Vorteil. Der erste Dampfer für Fischereizwede wurde der Arbeiter und einer möglichst sparsamen Verwaltung durch Zenim Jahre 1884 von einem Geestemünder Fischhändler in Dienst ge- tralisierung der Kassen, sondern zur Anstellung möglichst vieler stellt; mittlerweile find annähernd 250 solcher Fahrzeuge in Deutsch- Kaffenbeamten verwendet werden und die preußische Bureaukratic land gebaut worden. beugt sich diesem Wunsch der Scharfmacher. Leseabende. straße 37. Vortrag des Genossen Dr. Schütte. vom 6. bis 12. Januar Inventur- Verkauf Ermässigung 30-50% Damen- Konfektion fr. Preis M. 38.Ein Post. Dam.- Kostüme jetzt M 14.50 fr. Preis M 19.Ein Post. Damen- Mäntel jetzt M. 5.50 45.- 55. 2619.65.usw. 32377.50 fr. Preis M 28. 32.- 37.- 47.Ein Post. Abendmäntel jetzt M. 14.50 19.- 26. usw. 55.usw. fr. Preis M. 7.50 10.50 14.50 19.Ein Post. elegante Röcke Jetzt M. 1.90 3.50 5.50 usw. • fr Preis M. 32.- 38 45.- 55.65.Ein Post. Franz. Kleider jetzt M. 10.50 14.50 19.- usw. 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J. von der Scharfmacherpresse auch die fromme Germania" war dabei die Nachricht verbreitet, in einer Fabrit in Erfurt sei ein Arbeiter, weil er aus dem sozialdemokratischen Verbande ausgeschieden" sei, von seinen Mitarbeitern in gehässigster Weise belästigt worden, Plakate gemeinsten Inhalts, die den Mann verächtlich machten, jeien ausgehängt worden, sein Arbeitszeug fei ruiniert und sogar sein Tabat mit Sprengpulver vermischt worden, wodurch nicht nur das Leben des Arbeiters, sondern auch die Sicherheit der Fabrik bedroht wurde. Schließlich wurde gesagt, daß man einen der Uebeltäter erwischt habe und gerichtliche Bestrafung in Aussicht stehe. 11 Sonntag, 5. Jannar 1913. Die Scharfmacherpresse wird mit diesem Terrorismus".| mobilunglück. Der Angeklagte, welcher einen großen Mercedes. Prozeß wohl kaum gute Geschäfte machen. wagen lenkte, wollte noch vor einem vom Kurfürstendamm her die Wielandstraße kommenden anderen Privatauto über die Straßenfreuzung hinwegkommen. Er sowohl wie der Lenker des anderen Der„ Evangelisch- Kirchliche Anzeiger" als Angeklagter. Wagens, der Chauffeur Noack, hatten jedoch die Entfernung falfch Aus den Kämpfen um Pfarrer Traub ist eine Privatflage er- tagiert, so daß beide Wagen mit einem straßenweit hörbaren Krach standen, die gestern vor der 147. Abteilung des Schöffengerichts zusammenprallten. Die Wucht dieses Anpralls war so start, daß Berlin- Mitte unter Vorsiz des Amisrichters Wachler zur Verhand der eine viele Zentner schwere Wagen erit in einem großen Bogen lung anstand. Privatkläger ist Professor D. Baumgarten- Kiel gegen die Bordschwelle geschleudert wurde, dort abprallte und mehrunter Beistand des Rechtsanwalts Dr. Kraemer, angeklagt ist der mals in einem großen Bogen um die Straßenede herumgeschleudert verantwortliche Redakteur des„ Evangelisch- Kirchlichen Anzeigers", wurde. Superintendent a. D. Th. Brandin, der von Justizrat Heimbach Hirschberg wurde von dem Wagen erfaßt, zu Boden geschleudert Der zufällig des Weges kommende Kaufmann Louis verteidigt wird. und buchstäblich zerquetscht. Der Chauffeur Noad wurde kürzlich von der Straffammer zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Da sich damals herausstellte, daß die Hauptschuld den jetzigen Angeklagten Killermann traf, wurde auch gegen ihn Anklage erhoben. Das Urteil gegen St. lautete auf 3 Monate Gefängnis. Leichter Verdienst. Wie leicht interessierte Personen ohne Tätigkeit in Afrifa Geld verdienen, zeigt ein am Freitag vor dem Reichsgericht ver. handelter Prozej. Nach dem Traub- Prozeß hatte Prof. D. Baumgarten in einer Veröffentlichung in 5 Punkten des Urteils gegen Traub den Oberfirchenrat zu Berlin unwahrer Behauptungen beschuldigt. Darauf erschienen in den Nummern 39 bis 41 des„ Ev.-K. Anz." drei Artitel unter der Ueberschrift:„ Nachklänge zum Prozeß Traub", welche die Grundlage der Beleidigungsflage bilden. In den Am Freitag hatte sich nun das Schöffengericht Artikeln heißt es u. a.:" Professor Baumgarten fängt eine überaus tlägliche Rolle an zu spielen Seine törichte Verdächtigung des Erfurt mit dem schrecklichen Fall zu beschäftigen, und was Oberkirchen rats ist in ihrer völligen haltlosigkeit klar und einwandfam dabei heraus? Allerdings hatte ein Arbeiter den Mälzer frei nachgewiesen Er wird wissen, wie man einen solchen Die Deutsche Kolonialgesellschaft für Deutsch- Südwestafrika in Karl Kneisel in der Malzfabrik von Eisenberg in Erfurt- Menschen nennt, der jemand andere Beweggründe unterschiebt, als Berlin hat die Lüderizbuchtgesellschaft S. u. Go. G. m. b. S. mit Nord durch Plakate, die dumme Redensarten und unschöne dieser angibt und zugibt. Baumgarten kann nicht verlangen, daß der Wahrnehmung ihrer Interessen in Südwestafrika vom Ausdrüde enthielten, gehänselt, aber nicht aus Aerger darüber, man seinen Halluzinationen folgt... Baumgarten glaubt, die 25. Breitengrad bis zum Oranjefluß beauftragt. Durch besondere daß Kneisel aus dem Verbande ausgetreten war, sondern als Wege Traubs in der Aufstellung leichtfertiger und unwahrer Be- Schriftstücke hat sie dem Geschäftsführer der Lüderitzbuchtgesell Erwiderung auf die ihm von Kneisel wider- hauptungen nachwandeln zu müssen. Als ob unwahrheiten da: schaft und später, für die Zeit dessen Abwesenheit, dem stellverfahrenen Kränfungen. Sneisel bezeichnete das als durch, daß fie faustdick aufgetragen werden, wahrer werden! Bei tretenden Geschäftsführer für alle von ihrem Verwaltungsrat geder Masse macht man damit Gindrud, bei den Wissenden macht man nehmigten Zandverkäufe und Landverpachtungen eine Brovision freche Lüge", mußte sich dafür aber vom Vorsitzenden sich lächerlich. Er. verschweigt, er zitiert falsch, er behauptet, was von 10 Broz. der Bareingänge versprochen. Ende 1906 hat die zurechtweisen lassen. Auf die Frage des Amtsanwalts an die Behörde gar nicht gesagt hat, furz, alle feine Behauptungen find Solonialgesellschaft an die Lüderitzbuchtgesellschaft ein Grundstüc Aneisel, ob er über den Angeklagten oder dessen Familie be- unwahr. Alle fünf Punkte sind seine eigenen Unwahrheiten. So in Südwestafrika zum Preise von 96 000 m. verfauft; 36 000 M. leidigende Ausdrücke gebraucht habe, konnte sich der Zeuge jchen die von Baumgarten mit so großer Emphase in die Welt wurden bar gezahlt, 60 000 M. wurden als Stammeinlage der Stneisel ,, auf nichts mehr besinnen". Dem Verbande hineinposaunten unwahrheiten aus! Der giftige Pfeil, der dem Kolonialgesellschaft bei der Lüderitzbuchtgesellschaft aufgerechnet. habe er angehört, weil er dazu aufgefordert worden sei. Bogen entschnellt, kehrt sich gegen den leichtfertigen Schüßen. G3 Anfang 1909 faufte die Lüderitzbuchtgesellschaft ein weiteres Grund. Daß aber der„ beleidigte" Sneisel durchaus nicht zart be- it traurig, wie der blinde Eifer und fanatischer Haß gegen die stück von der Kolonialgesellschaft für den bar gezahlten Preis von saitet ist, geht aus den Bekundungen des Angeklagten Behörde den Charakter verdirbt usw. usw." Der Artikel enthält 16 866 M. Der stellvertretende Geschäftsführer der Lüderitzbuchtdann auch Angriffe gegen Jatho und Harnack sowie gegen die gesellschaft, während dessen Geschäftsführung die Verkäufe erhervor. Als in dessen Familie einige Typhusfälle vor liberale Presse. folgten, verlangt von beiden Verkäufen die zugesicherte Provision tamen, sagte er zu den Kollegen, man brauche sich nicht zu Nach sehr lang ausgedehnten Ausführungen der Parteien und von 10 Proz wundern, wenn in der Familie des D.( des Angeklagten) die ihrer Vertreter erkannte das Gericht dem Antrage des flägerischen Während das Landgericht Berlin die Klage abwies, hat das Maul- und Klauenseuche ausbreche, denn der hole sich sein Vertreters entsprechend auf Verurteilung zu 500 M. Geldstrafe und Kammergericht die Beklagte zur Zahlung der beanspruchten 11 286 Fleisch von der Freibant. Das ist, wie der An- auf Publikationsbefugnis. Die Beleidigungen, hieß es in der Be- Mark verurteilt. Zur Begründung seiner Entscheidung führt das getlagte vor Gericht erklärte, wegen des geringen Verdienstes gründung, sind nach Ansicht des Gerichts außerordentlich schwer, Stammergericht aus: Da die Parteien darüber einig sind, daß allerdings der Fall gewesen, und deshalb habe er sich durch und da sie nicht bewiesen sind, so finde§ 185 und§ 186 Anwendung. der Kläger die Provision auch für Verkäufe erhalten sollte, bei Der Schutz des§ 193 sei dem Angeklagten verjagt, denn er habe denen er eine vermittelnde Tätigkeit nicht aufgewendet hat, ist der die Verhöhnung Kneisels erst recht gekränkt gefühlt. Aneisel weder als Redakteur noch als Geistlicher mehr Recht wie jeder Alageanspruch schlüssig begründet. Der Auffassung der Beklagten, habe fortwährend über die niedrigen Löhne bei der Firma undere, um die Interessen der Kirche wahrzunehmen. Außerdem daß die Tilgung der 60 000 M. aus dem ersten Kauf durch VerEisenberg geklagt und die Fabrik eine Knochenmühle genannt. sei die Absicht der Beleidigung deutlich erkennbar. Aber anderer- rechnung auf die Stammeinlage der Beklagten nicht als BarAuf alle die Vorhaltungen wußte der Kronzeuge Kneiselseits habe der Gerichtshof dem Angeklagten ohne weiteres den guten zahlung aufzufassen sei, ist nicht beizutreten. Ein Grundsaz, daß nichts zu erwidern. Von Beschädigungen der Kleider, Ver- Glauben zugesprochen und erwogen, daß er in Erregung gehandelt es gegen die guten Sitten verstoße, wenn der Geschäftsführer einer mischung des Tabaks mit Pulver war in der Verhandlung habe. G. m. b. H. für Abschlüsse mit dieser Gesellschaft sich Provision. kaum die Rede. Jedenfalls war wegen dieser schweren Ver ausbedingt, ist in dieser Allgemeinheit nicht anzuerkennen. Nach dem Wortlaut und dem Sinn des Vertrages ist anzunehmen, daß gehen sonderbarerweise tein Strafantrag gestellt, sondern nur Der Zusammenstoß zweier Automobile an einer Straßen auch für solche Verkäufe Provision gezahlt werden sollte. Der wegen der mehr albernen, als ernst zu nehmenden Hänselei. Trogdem beantragte der Amtsanwalt zwei Monate freuzung, welcher den Tod eines Menschen verursacht hatte, be- Kläger war verpflichtet, seine Tätigkeit der Beklagten zu widmen. Gefängnis mit der Begründung, die Arbeits- Wegen fahrlässiger Tötung war der Kraftwagenführer Georg pachtungen zugesagt wurde, hatte dies den Zweck, ihn zu möglichst gestern die zweite Strafkammer des Landgerichts III. Wenn ihm noch eine besondere Vergütung für Verkäufe und Verwilligen müßten gegen den Terrorismus Killermann angeflagt. zahlreichen Verkäufen anzuspornen. der organisierten Arbeiter geschützt werden. Am frühen Morgen des 13. September 1911 ereignete sich an Das Urteil lautete auf einen Monat Gefängnis. der Ecke der Mommsen- und Wielandstraße ein schweres AutoDurch ein Auto zerquetscht. Die Revision der Kolonialgesellschaft gegen das recht bedenk liche Urteil wurde vom Reichsgericht zurückgewiesen. lachdruck verboten In dieser Woche vom 6-13 Jan Ausverkauf der Nach Aurbendera ca 1Million Markenden Lagerbe unserer stände erfolgt unser nventurAusverkauf mit teilweise enormer Preisherabsetzung Anzüge farbig Jackett- Anzüge Cheviot in vielen Mustern: 1375 Jackett- Anzüge braun oder grauer Cheviot mit feinen 1750 Streifen Jackett- Anzüge braun, oliv u grau Cheviot, nach eng lischer Art gemustert. Jackett- Anzüge Che2150 viot und Kammgarnarten in 3200 den neuesten Mustern. Rock- Anzüge 3650 garnart, dunkel gemustert. Oberhemden Anzüge marengo, blau Jackett- Anzüge schwarz Cheviot.... Jackett- Anzüge marengo Cheviot. 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Abends 8 Uhr: Neues Bolls- Theater: Helden. Abends 8 Uhr: Neues Volts- Theater: Montag und Donnerstag: Die Doppelgängerfomödie. Dienstag und Freitag: Michael Kramer. Mittwoch: Mutter Landstraße. Sonnabend: Helden. Schiller- Theater 0.allnerSonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Konzert. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Montag, abends 8 Uhr: König Lear. Dienstag, abends 8 Uhr: Im weißen Rößl. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Sonntag, abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. Montag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Dienstag, abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. 8 Berliner Theater. Großer Lichtbildervortrag. Ueber Frankfurt ins Sternberger Land. Die Schwindsucht der Arbeiter. ( Mit Lichtbildern.) Eintritt 30 Pf. Garderobe frei. Das Verzeichnis der natur- Malerische Reise durch das Pleiske- Griesel- Eilangtal; die Landschaften um Nachdem: Gemütliches Beisammensein und Tanz. ZOO LOGISCHER GARTEN Heute am 1. 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Nachmittags 3, Uhr: Unter Gorillas" Abends 7, Uhr: ,, Sevilla" Folies Caprice. Die Novitäten: In Sachen Katzenstein. Die Doppelfirma. Die Tochter der Braut. Herrnfeld Das Tollste, Zirkus Albert Schumann. Heute, Sonntag: 2 große Vorstellungen. Nachm. 3, u. abends 7, Uhr. In beiden Vorellungen: ohne Kürzung! Der unsichtbare Mensch. 4 Bilder aus Indien. Debüt! Debüt! 5 Riesenlöw.u. I beng.Königstig. Die verwegenste Raubtierdressur, vorgeführt von Mons. Cäsario. Miß Belloni mit ihren dressierten Papageien. Herrn Alb. Carrés neueste Schul- u. Freiheitsdressuren. Neu! Sensationspiece. Neu! Löwe auf Elefant. Nachmittags hat jeder Erwachsene 1 Kind frei auf allen Sitzplätzen. Blüthnersaal. Konzert des Bithner- Orchesters. Dir.: Hofkapellm. E. v. Strauss. Sol: Jaeger( Klav.), Lambinon ( Viol), Möbus( Flöte), Zeelander ( Cello). Entree 75 Pf. Anfang 7 Uhr. Theater Königstadt- Casino. Ecke Holzmarkt- u. Alexanderstraße. 1 Minute v. Bahnh. Jannowißbrüde Tägl. abbs. 1,8, Sonnt 1,6 Uhr: Einer Mutter Sohn.' Volksstück in 1 Aft und das Jed. 1. u. 16.: Programmwechsel. was je auf einer Possenbühne ropezialitätenprogramm dargestellt wurde. Wüstenmoral Die Alpenbrider mit Anton und Donat Herrufeld in den Hauptrollen. Anf. 8 Uhr. Borbert. 11-2( Theaterk.) Admiralspalast Heute 2 Vorstellungen, nachmittags u. abends. Das neue, m. durchschlagendem Erfolg aufgeführte Eishallett Flirt in St. Moritz. In der Hauptrolle: Charlotte. Beg. d. Nachm.- Vorst.( z. halb. Preis) um 4%, U., Schluß 7 U. Beginn der Abend- Vorst. um 9 Uhr. Einlaß ab 7 Uhr. Ab 10% Uhr halbe Preise. Erstkl. Küche, Wein-, Bier- Abt. Alhambra Wallner- Theater- Straße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball. Großes Drchester. Anfang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. Konkordia- Festsäle. Jnh.: M. Wendt und A. Schütze. Andreasstr. 64. Jeoen Sonntag: Militär- Streich- Konzert und die beliebten Hoffmanns Sänger. Jede Woche neues Brogramm. 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Diese Kurse beginnen sämtlich abends pünktlich 8, Uhr. Bezirk Köpenick, Bahnhofftr. 44 bei Lehmann: Sonntag, 12. Januar, vor mittags 10 Uhr. Das Kursusgeld beträgt 3 Mart, für Teilnehmer unter 18 Jahren 1,50 Mart. Lehrbuch und Schreibhefte werden gratis geliefert. Ferner finden in allen Bezirken Fortschrittskurse ftatt. Debatte und Schnellschreibkurse werden in der Kaiserstr. 25( Bur Normaluhr) abgehalten. Für Interessenten wird in den Bezirken Auskunft erteilt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 287/2 J. A.: Oskar Slayer, 1. Vorsitzender, Berlin- Tempelhof, Kaiserin- Augusta- Str. 70. kaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins. ( E. H. Nr. 27.) Sonntag, den 2. Februar 1913, nachmittags 4 Uhr, in Wiltes Festsälen: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: Umwandlung unserer Staffe in eine Zuschußkaffe. Vorlage, Beratung und Beschlußfassung über die neue Saßung. Quittungsouch legitimiert! Der Vorstand. 19105 J. A.: F. Lutz, Waterloo- Ufer 9. Kranken-, Sterbe- u. Zuschußkasse für männl. Personen aller Berufe zu Groß- Berlin ( fr. Kr.- Kasse d. Hutmacherges. E.H.67). Donnerstag, den 6. Februar cr., abends 82 Uhr, Gr. Hamburger Str. 18/19: Mitgliederversammlung Tagesordnung: bericht. 3. a) Wahl des Vorstandes, 1. Kassenbericht. 2. Vorstands b) Wahl des Ausschusses, c) der Stranfentontrolleure, d) des Schieds gerichts. 4. Verschiedenes. 19416 Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Borsigende: L. Georgelowitz. Geffentliche politische Versammlungen. Oeffentliche Verfammlungen Am Montag, den 13. Jannar, abends 8%, Uhr, im Marinehaus", Brandenburger Ufer( An der Baisenbrüde) und am Dienstag, den 14. Januar, abends 8%, Uhr, In dem Moabiter Gesellschaftshaus", Wiclefftr. 24. Referenten in beiden Versammlungen: fortschrittlicher Erfahrungen) 1. Prof. Dr. R. Broda, Paris:( bom Snſtitut für den Austausch Konfeffioneller Religions- oder Weltlicher Moralunterricht? gen 55/ 1* ( Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.) 2. Landtagsabgeordneter Adolf Hoffmann: Die Moral des Religionsunterrichts. in Breusen. Heines Werke 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Deutscher Bauarbeiter- Verband Verband der Sattler und Portefeuiller. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Sonntag, den 5. Januar d. J., vormittags 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 58/59. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Ausschlußanträge, Verschiedenes. Recht zahlreichen Besuch erwartet Die örtliche Verwaltung. Sektion der Staaker. Den Mitgliedern teilen wir hierdurch mit, daß die im Grundstein" für Sonntag, den 12. Jannar d. J., angezeigte Bersammlung umständehalber nicht stattfindet. Dieselbe findet vielmehr am Mittwoch, den 15. Januar d. J., abends 7 Uhr, bei Jannascht, Jufelstraße 10, statt. 140/ 1* Die Gruppenleitung. Ortsverwaltung Berlin. Branchen- Versammlungen Portefeuilles- und Reiseartikelbranche: Montag, ben 6. Januar, bei Graumann, Naunynstraße 27. achtſälen Mit Berlin, Blumenftr. 10. abends 8 Uhr, Militär- Branche: Montag, den 6. Januar, abends 6 Uhr, in den Linoleumleger u. Teppichnäher: Montag, den 6. Jamuar, bei Weihnacht, Grünstr. 21. abends 8 Uhr, Wagen- Branche: Donnerstag, den 9. Januar, abends 8%, Uhr, im 156/2 Gewerkschaftshause, Engelufer 15. Zahlreichen Besuch dieser Versammlungen erwarten Die Branchenleitungen. Siegels Festsäle Große Frankfurter Straße 30. 2 Kegelbahnen Theaterbühne. Saal, 200 Personen fassend, Sonnabend, 1. März, frei geworden. 5176L* Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Morgen Montag, den 6. Januar 1913, abends 8½ Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen der Bezirke und Branchen. Tagesordnung: 1. Bericht des Obmannes. 2. Bericht der Werkstatt- Vertrauensleute. 3. Verbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch und Vertrauensmännerkarte legitimiert. Versammlungslokale: Tischler. Südwesten u. Westen: in Sabels Brauerei, Bergmannstr. 5/7. Süden: bei Gliefing, Waffertorstr. 68. Südosten I u. II: im Lotal Südost, Waldemarstr. 75. Osten I: bei Kluge, Langeftr. 58. Osten II: bei Huth, Warschauer Str. 61. Osten III: bei Bergmann, Borhagener Str. 26. Oestliche Vororte: bei. Schulz, Lichtenberg, Kronprinzen ftraße 47, Ede Scharnweberstraße. Nordosten: bei Mertmann, Gr. Frankfurter Str. 16. Jede Sargtischlerei muß einen Bertrauensmann nach dieser Ber fammlung senden. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bel Obiglo, Schwedter Straße 23. Wedding und Moabit: bei Kaczarowski, Ravenéstr. 6. Weißensee: im Prälaten, Lehderstr. 122. Abends 5%, Uhr. Neukölln: im Ideal- Kasino, Weichselstr. 8. Schöneberg: um 5%, Uhr bei Kuschte, Meininger Str. 8. Charlottenburg: bei Friedrich Schulze, Ballstr. 90. 012-377/ 4 Einfetzer im Gewerkschaftshause, Engelufer 14/15, Saal 9. Modelltischler abends 8 Uhr bei Waldt, Pflugstr. 5. Stellmacher bei Hummel, Sophtenstr. 5. Kiften- und Koffermacher. Die Versammlung fällt ans. Korbmacher bei Krause, Mustauer Str. 20. Bürftenmacher bei Breuk, Holzmarktstr. 65. Kammacher bei Preuß, Holzmarktstr. 65. Perlmutt-, Horn- u. Steinnußarbeiter um 6 uhr bei Ernst Thomas, Melchiorstr. 5. Klavierarbeiter abends 8 Uhr im Gewerkschaftshause, Engelufer 14, Bimmer 4( Arbeitslosenjaah). Küchenmöbelbranche bei Rnörig, An der Stralauer Brüde 3 Bilderrahmenmacher um 6 Uhr bei Wählisch, Stalizerstr. 22. Bautischler. Bezirk 1: Südwesten, Süden, Südosten bei Grashoff, Bodenleger im Gewerkschaftshause, Engelufer 14/15, Saal 2, 8 Uhr. Admiralstraße 18 c. Bezirk 2: Osten bei Bratner, Weidenweg 85. Kopenhagener Str. 74. Bezirk 3: Norden und nördliche Vororte bei Glieiche, Bezirk 4: Gesundbrunnen, Wedding und Moabit bei Sachse, Lindower Straße 26. Bezirk 5: Neukölln: bei Schenk, Rosenstr. 24. Möbel- u. Stublpolierer fowie Magazínarbeiter Osten: bei Boeter, Beberstr. 17. Südosten: im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Norden: bei Günther, Brunnenstr. 96. Marchinenarbeiter in den Prachtfälen Alt- Berlin, Blumentr. 10. Drechfler, Creppengeländer- und Luxusmöbelbranche. Norden bei Döhling, Brunnenstr. 79. Osten bei Nofin, Gubener Str. 19. Südosten und Südwesten bei Persike, Ritterstr. 123. Schirmmacher abends 8 Uhr bei Hermel, Holzmarktstr. 21. Vergolder abends 8%, Uhr bei Sermel, Holzmartiſtr. 21. Tagesordnung: 1. Diskussion über unsere Tarifvertragsbestimmungen. 2. Vorschläge zur Wahl der Branchenkommission und der Delegierten zur Generalversammlung. Dienstag, den 7. Januar: Ladeneinrichtungs- und Kontormöbel- Branche abends 8%, Uhr in Hermels Vereinshaus, Holzmarktstr. 21. Donnerstag, den 9. Januar: Jaloufiearbeiter abends 8%, Uhr bei Walter, Adalbertstr. 62. Eintrittspreis 10 Pf. Erfahrungen in Frankreich. Der Einberufer: A. Harndt, Bappel- Allee 15-17. 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Januar cr., erschienene Anzeige bemerken wir, daß der Barrabatt von 10 Proz. auf sämtliche gegeben wird. Winter- Artikel( nicht Lederartikel schlechthinkel) Conrad Tack& Cie. Akt.- Ges. Schuhfabrik, Burg b. Magdeb. Tadellos 1M. Pwöchentliche Teilzahlung liefere elegante Herren- Moden fertig und nach Mass. Garantie für tadellosen Sitz und feinste Verarbeitung, J. Kurzberg Mass- Schneiderei Rosenthaler Strasse 36, 1, am Hackeschen Markt Frankfurter Allee 104, part., Ecke Friedenstrasse Reinickendorfer Strasse 4, am Weddingplatz INVENTUR- VERKAUF Restbestände und andere Gelegenheitsposten kommen enorm billig zum Verkauf Kleiderstoffe Blaugrüne Schotten ca. 110 cm breit Mtr. 95 Pf. Reinwoll. Blusenstoffe elegante Qualit., aparte Streifen, Mtr. 95 pt. Reinwoll. Foulé mit eleg. best. Bordüre Mtr. 125 Reinwoll. Kaschmir ca. 110 cm breit, eleg. 175 Qual ,, in vielen Farb. Mtr. 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Co., Berlin SW 9. 4 mmm. 4. geilöde ises.FöMölts" geiliner Wlksdlött. Mtttmch. den Der verfeinerte Gaumen der oberen Schichten. Wenn von der Not des Äolkes die Rede ist. kann man hier und da die verschiedensten Vorschläge hören, in welcher Weise die arme Bevölkerung ihre Ernährung einrichten sollte. Im Geben von guten Ratschlägen sind unsere besitzenden Klassen schnell bei der Hand; mögen diese Vorschläge auch noch so unausführbar sein. Sie selber aber halten darauf, dag ihre Ernährungsart sich immer mehr verfeinert. Und die Küchenchefs der großen Hotels haben alle Mühe aufzuwenden, um die verfeinerten Gaumen der Angehörigen der besitzenden Klassen zu befriedigen. In welcher Weise Wohl- leben und raffinierter Lebensgenuß in diesen Kreisen Eingang findet, dafür liefert ein Artikel im„Berliner Tageblatt" vom Mitt- woch einen Beitrag, der sich betitelt:„Wandlungen im kulinarischen Geschmack der Berliner", und der vom Küchendirektor des Hotels „Esplanade" in Berlin verfaßt ist. Es heißt darin eingangs, die Tage der Schwärmerei für chinc- fische oder persische Lekerbissen seien vorüber:„Heute kehren„wir" vielmehr wieder völlig zur klassischen französischen Küche zurück.. Es werden nun einige Kochrezepte aufgeführt, die selbst einen Schlemmer und Ucbersättigten noch reizen müssen. So sei einer der„Schlager der diesjährigen Herbstsaison" die nach einem Rezept, das im Britischen Museum aufgefunden wurde, wicdererweckte alte „Dodine de Canard". Und weiter:„Es dürfte nicht uninteressant sein, in flüchtigen Umrissen sich ihre Herstellung zu vergegen- wältigen. Rouennaiser Enten werden 18 bis 20 Minuten ge- braten, das Fleisch dann abgelöst, geschnitten und auf Platten ge- löst. Das Knochengerüst wird zerstoßen und in Butter aufgebraten, um den Fond herauszuziehen, der dann mit gutem Burgunder ver- arbeitet wird. Dazu Champignons und Trüffeln. Das Ganze wird mit Nudeln serviert und hat mit Recht den größten Anklang gefunden. Hier ist alles gute alte Schule, von der Feinheit und Abgewogenheit, wie sie nun einmal die klassische französische Koch- iunst kennzeichnet." Fein, nicht wahr, Ihr dummen Arbeiterfrauen, die Ihr nach einem Ausspruch des Landwirtschaftsministers nur Fleisch kochen könnt! Guckt Euch auch noch die folgenden Rezepte an und lernt, wie man ohne Fleisch derartige Leckerbissen herstellen kann. Es heißt da weiter:„So hatten wir auch in der letzten Saison zwei »Neuheiten", die neben der„Dodine de Canard" geradezu die Marke der Saison bilden. Da ist zunächst die vielgenannte„Tim- bale Jean Richcpin", die nach dem Ehrenvorsitzenden der vor zwei Jahren gegründeten„Ligue des Gourmands", des Mitgliedes der französischen Akademie Richepin, benannt ist. Sie besteht— ganz flüchtig beschrieben— aus Seezungenfilets, die farciert sind von Seezungenfarce, mit Trüffeln vermischt und im Fischfond mit Weißwein gekocht werden. Die Garnitur besteht aus Ravioli(die man vielleicht als ähnlich den württembergischen Maultaschen be- zeichnen darf), Krebsschwänzen und Trüffeln, begossen mit Krebs- sahnensauce. In süßen Speisen endlich waren„Fraises Sarah Bernhardt"(Erdbeeren, mit Cura�ao übergössen, auf Ananaseis, Erdbeerpüre, CrSme d'Jssigny) das letzte."— Es wird dann noch festgestellt(bedauernd), daß in Berlin die Gourmands(Feinschmecker) weit weniger zahlreich vertreten seien als in Paris.—„Und wenn auch einzelne vornehme Privathaus- Haltungen— genannt sei nur die des bayerischen Gesandten von Lerchenfeld, dessen Küche geradezu berühmt ist— sich die Pflege eines wirklich klassischen kulinarischen Geschmacks ange- legen sein lassen, so fehlt uns für eine großzügige allgemeine kuli- «arische Kultur noch immer Geld, und vor allem w o h l— Zeit. Gleichwohl zeigt sich auch hier ein geradezu erstaun- licher Aufschwung. Um nur ein besonders aktuelles Beispiel anzuführen: welches glänzende Bild bieten heute die Weihnachts- und Silvesterfeiern unserer Gesellschaft, die sich nach Londoner und Pariser Vorbild mehr und mehr in einigen bevorzugten Hotels ent- wickeln. Ein sprechender Beweis dafür ist die stete Steigerung der Preise für das Gedeck zu diesen Veranstaltungen.. Während noch vor fünf bis acht Jahren durchschnittlich sechs Mark für das trockene Gedeck gezahlt wurden, stieg in diesem Jahre zum ersten Male der Preis bei unS auf fünfundzwanzig Mark." Lassen wir zum Schlüsse noch das Silvestermenü, �»as im Hotel „Esplanade" in Berlin gegeben wurde, folgen, um den Haus- fraucn der unteren Schichten Gelegenheit zu einem Vergleich zwischen diesem und ihrem eigenen Silvestermenü zu bieten: Caviar und Austern(Schlemmerschnittcn). Echte Schildkrötensuppe in Tassen. Seezungenschnitten. Amerikanisch. Pilaw-Reis. Tournedos Esplanade. Frische grüne Spargelspitzen. Stratzburger Gänseleber in Aspic. Getrüffelte Poularde. Brüsseler Salat. Nizzaer Mandarinen mit Eis. Feines Gebäck. Käsestangen. Berliner Pfannkuchen. So sieht's im Leben jener Kreise aus. die nicht genug reden können über die Begehrlichkeit der Arbeiter und die es über sich bringen, wegen einiger Pfennige Lohnerhöhung mit allen Gewalt- Mitteln vorzugehen und Niesenauspcrrungen zu inszenieren, un- bekümmert darum, ob Hunderttausende armer Kinder und Frauen dem Hunder und Elend überantwortet werden. All die vielen aber, die heute noch den Reihen ihrer kämpfenden Klassengenossen fernstehen, mögen durch dieses Beispiel einsehen, wie notwendig es ist. den Kampf mit vereinten Kräften zu führen, um eine Gesell- schaftsordnung wie die heutige zu stürzen und an ihre Stelle ein System zu se?en. wo nicht mehm der faule Bauch verschlemmen � wird, was fleißige Hände erzeugen! Partei- EtogekgenKeiteii. Zur Lvkalliste. Maricndirf. Das Lokal„Marienhöhe' hat den Besitzer ge» wechselt. Der jetzige Inhaber Herr A. Hanel stellt sein Lokal nach wie vor zur Berfliguiig. Weiter teilen wir mit, daß auch„Herolds Festsäle", Chausseestr. 283. zu allen Veranstaltungen zur Verfügung stehen. 8» Januar: Zahlabend In Dienstwrf steht uns daS Lokal»Zum Scharmützelsee" am Scharmützelsee, Inhaber G. Grzyb, zu allen Veranstaltungen zur Verfügung._ Die Lokalkommission. Lichtcrfelde. Da der Inhaber des„Kaiserhof", Herr Kaufboltz, sein Lokal für die arbeitende Bevölkerung gesperrt hat, findet der gemeinschaftliche Zahlabend des 1., 2. und 3. Bezirks bei Herrn F. Schiller. Ferdinandstr. 15, statt. Der Vorstand. Friedenau. Heute Sonntag von 8 Uhr vormittags an Flug- blattverbreitung von den Bezirkslokalen aus. Steglitz. Heute Sonntag, vormittags 8 Uhr: Flugblattver- breitung von allen Bezirken aus. Material bei Clement, Düppel- straße. Tempclhof. Am Dienstag, den 7. d. Mts., abends S'/a Uhr, beginnt im Wilhelmsgarten, Berliner Str. S, der KuriuS über:„Die Technik des Landtagswahlgesetzes". Referent: Genosse Oskar Ewald. Martendorf. Heute, 8 Uhr morgenS: Flugblattverbreitung von den Bezirkslokalen aus. Nicderschöncweide. Heute Sonntag: Flugblattverbreitung von den Bezirkslokalen aus. Eichwalde-Schmöckwitz. Mittwoch, den 8. Januar, abends S1/- Uhr, im Restaurant E. Wille, ordentliche Generalversammlung des Wahl- Vereins. Tagesordnung: Geschäfts- und Kassenbericht. Vortrag. Die Bibliothek befindet sich beim Genossen Mathes, Kaiser- Friedrich-Straße 1. Geöffnet Donnerstags von 7— L Uhr abends. Nowawes. Mittwoch, den 8. Januar, abends BlL Uhr, im Lokal von Ernst Schmidt, Wilhelmstr. 41/43, großer Saal, Ver- fammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Deutschlands größter Bundesstaat(Preußen). Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Otto Büchner. 2. Geschäftliches. 3. Stellungnahme zur Landtags- ersatzwahl. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Bernau. Infolge der heute nachmittag 2 Uhr stattfindenden Beerdigung des Sohnes des Genossen Jirke, wozu rege Beteiligung erwünscht ist, findet die Mitgliederversammlung nach dem Begräbnis bei Richard Wünsche, Kaiser- und Chausseestraßenecke, statt. Berliner j�acbricdten. Die geplante kommunale Biersteiler des Berliner Magistrats hat zu einem Bruch zwischen den Gastwirten und den Brauern geführt. Freitag fand eine Versamnilung der Vertreter der Gastwirteorganisationen Groß Berlins und der Brauereien im Saale des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller in der Jägerstraße statt, wo es zu starken Differenzen kam, weil die Brauereien beschlossen haben, im Falle der Einführung einer Viersteuer über 20 Pf. pro Hektoliter den Bierpreis nicht allein um den Betrag der Steuer, sondern noch um etwas mehr zu erhöhen. Die Vertreter des Gastwirteorganisationen erklärten, daß sie eine Erhöhung des Bierpreises nicht tragen können und wollen und deshalb die gemeinschaftlichen Be- ratungen mit den Brauern abbrechen müssen. Sie wollen nun ihre eigenen Wege gehen und durch eine Denkschrift an die Stadtverordneten wie durch große Protestversammlungen die Steuer abzuwenden suchen. In der Versammlung des „Vereins der Berliner Gastwirte", die im Lehrervereinshause am Alexanderplatz stattfand, berichtete Verbandspräsident A. Ringel über die stattgehabteu Konserenzen in der Bier- frage, und der Verein stimmte nach einer lebhaften Debatte dem Beschlüsse der Gastwirtevertreter zu. Die Gastwirte tun gut daran, diesmal ihre eigenen Wege zu gehen und nicht den Vraukapitalisten die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Es zeigt sich ganz klar, daß die Brauereien die Steuer benutzen möchten, um noch ein Extra- profitchen zu machen, und die Gastwirte sollten gut genug sein. dabei den Prellbock zu spielen. Die Sympathie des Publikums dürfte im vorliegenden Falle auf der Seite der Gastwirfe sein, die heute schon zum größten Teile keine Seide mehr spinnen. Im übrigen sei bemerkt, daß die Steuervorlagcn des Magistrats gestern der Stadtverordnetenversammlung zur Be- ratung und Beschlußfassung zugegangen sind. Wie wir hören, haben die Stadtverordneten keine Neigung, die umfangreichen Stcuerprojekte bereits am kommenden Donnerstag zu ver- bandeln. Die Angelegenheit wird am Donnerstag von der Tagesordnung abgesetzt werden, um Gelegenheit zu ein- gehcndercm Studium zu finden, und wird am Donnerstag über acht Tage verhandelt werden. Das BolkSkunsthaus der Neuen Freien Volksbühne. Der Magistrat Berlin hat vorbehaltlich der Zustimmung der Berliner Stadtverordnetenversammlung beschlossen, der Neuen Freien Volksbühne eine erste Hypothek von zwei Millionen Mark für die Bebauung des 4565 Quadratmeter großen mittleren Teils des Scheunenviertels mit einem Theater zu bewilligen. Das Theater soll 2000 Plätze umfassen und mit der Front nach dem Bülow-Platz errichtet worden. Das Unternehmen erfordert etwa 5 Millionen Mark. Die Kosten des Baues, der vom Diplomingenieur Oskar Kaufmann entworfen ist, sollen sich allein auf 4,3 Millionen Mark belaufen. Hinler der 1. Hypothek von 2 Millionen Mark, die mit i'lx Pcoz. verzinst werden soll, wird eine Amortisalions- Hypothek von 500 000 Mark und danach das zu amorti« sierende Restkaufgeld von 1 Million Mark folgen. Der Verein hofft einen jährlichen Ueberschuß von etwa 10 000 Mark zu erzielen. Er hat sich verpflichtet, jährlich mindestens zehn Nach- mittagSvorstellungen für Berliner Gemeindeschüler mit Eintrittspreisen von 60 Pf. zu veranstalten. Der Magistrat beabsichttgt, die Hypothek auS Anleihemitteln zu entnehmen und hat die Beleihung im öffentlichen Interesse beschlossen, einmal um die Bebauung des Scheunenviertels zu beschleunigen, dann auch um die Aufführung von dramatischen Werken zu billigen Preisen zu sördem. Mit dem Bau des Theaters soll eventuell sofort begonnen werden. Die Polizeibehörde hat das Projekt bereits in feinen Einzelheiten ge- prüft und nach Abänderung einiger nebensächlicher Konstruktionen usw. genehmigt. Es sind Ausgänge nach mehreren Seiten, u. a. auch nach der Linieustraße vorgesehen. Der Haupteingang befindet sich natürlich am Bülowplatz._ Das städtische WohmingSamt soll einer Deputation unterstellt werden, die bereits am 1. April inS Leben treten soll, während daS WohnlingSamt erst am 1. Oktober nach Erledigung der nötigen Vorarbeiten eingerichtet Ivird und seine Arbeiten ausnimmt. Die Kosten werden bei völliger Ausgestaltung, abgesehen von Miete und dergleichen, rund 100 000 M. betragen. Für daS Jahr 1913 soll ein Pauschbetrag von 90 000 M. in den Erat eingestellt werden. Der Stadtverordnetenversammlung wird in nächster Zeit eine entsprechende Vorlage zugehen. in Groß-Berlin. Ihr fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Swdtverordnete können heute der Stadtverordnetenvorsteher Herr Michelet, dessen Stellvertreter Herr Cassel und der Baurat Herr Kyllmann feiern. Die Stadtverordneten werden den Jubilaren heute Adressen über- reichen. Die„Heidckrautbahn" Reinickendorf-Groß-Schönebeck-Liebenwalde wird am 1. April d. I. einen neuen Betrieb erhalten. Die Eisenbahn- bau-Gesellschaft G. m. b. H. Ercker u. Co., deren Vertrag am 31. März d. I. abläuft, gibt im Einvernehmen mit dem Kreise Niederbarnim und den beteiligten Gemeinden den Betrieb an diese ab. Die Gesellschaft wird aber der Bahn, an der sie bekanntlich mitinteressiert ist und an der sie großen Grundbesitz erworben hat, auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine Verstaat- lichung ist vorläufig ausgeschlossen. Eine Weiterfährung nach Zehdenick und Templrn ist eine„Lebensfrage", die aber leider noch in keiner Weise entschieden ist. Der Finanzminister und daS Eisenbahnministerium haben bisher kein besonderes Interesse für diese Angelegenheit bekundet. Alle Eingaben, Audienzen und Vor» stellungen baben keinen Erfolg gehabt. Verstimmung herrscht über diese Verschleppungspolitik in allen beteiligten Kreisen, besonders in Liebenwalde und Groß-Schönebeck, im Kreise Niederbarnim und den mit Kapital beteiligten Gemeinden. Die Abweisung der Aufnahme eines schwerkranken Kindes im Kinderkrankcnhause hat gestern auch die Krankenhausdeputation bc- schästigt. Das Nachrichtenamt des Magistrats teilt über die Sitzimg folgendes mit: „In der Sitzung der Krankcnhausdeputation wurde der durch die Presse besprochene Fall«der Abweisung eines diphtherieikranken Kindes aus Stettin im Kaiser- und Kaiserin-Friodrich-Kinder- trankenhaus am zweiten Weihnachtsfeiertage zum Gegenstand der Verhandlung gemacht. Es ist festgestellt worden, daß die Zusage zur Aufnahme des Kindes den geltenden Vorschriften zuwider von einer nicht zuständigen Dienstperson in der Annahme gegeben ist, das Kind wohne in Berlin. Die Zcntralmeldestelle- des Magistrats(Bettennachweis) war nicht beteiligt. Nachdem einmal unzulässigerweise die Zusage erteilt war, das Kind auf- zunehmen, hätte die Aufnahme, auch ivenn dringende Gefahr zu verneinen war, dann erfolgen sollen, wenn der Fall der Krankenhauspflege überhaupt bedurft hätte. Das letztere, nicht etwa nur das Vorliegen von Lebensgefahr ist mit Rücksich-ti darauf verneint worden, daß die Möglichkeit der Isolierung vor- Händen war und der Weitertransport nicht für gesundheitsschädi- gend gehalten wurde. Die Deputation hat gleichwohl ihre auch schon früher vertretene Auffassung erneut zum Ausdruck gebracht, Idaß bei der Entscheidung von Fällen, wie dem vorliegenden, mit möglichster Schonung zu verfahren sei und, wenn die Zusage der Aufnahme"einmal gemacht ist, die Konsequenz daraus gezogen und die Aufnahme veranlaßt werde." Nach der von interessierter Seite gegebenen Darstellung war eine Isolierung des Kindes nicht möglich. Die ärztliche Leitung des Kinderkrankenhauses konnte- übrigens bei Abweisung des Kindes gar nicht wissen, ob eine Isolierung möglich war, und deshalb er- scheint diese Begründung recht weit hergeholt. Wie steht es aber mit der auf der Straße vorgenommenen ärztlichen Untersuchung des kranken Kindes; da dieser Behauptung nicht widersprochen wird, so darf man wohl annehmen, daß sie richtig ist?, Achtung, der„Herr Kollege" kommt! In einer Bauschlosserei erschien während der Arbeitszeit ein Herr, der von den„Herren Kollegen" Bestellungen auf ein Buch: „Praxis des modernen Maschinenbaues"«ntgegew! nehmen wollte. Einen der Gehilfen fragte er:„Sie sind doch M i t- glied des Deutschen Metallarbeiterverbandes?" und er sprach dann von der„Ortsvevwaltung des Deutschen Metall- urbeiterverbandes", so daß ein Unkundiger vielleicht angenommen hätte, einen Beauftragten des Verbandes vor sich zu haben. Der Gehilfe aber sagte sich, daß der Verband keine» umherschicken werde. der mit Büchern hausieren solle, und sein Mißtrauen wurde von vornherein auch schon durch die wunderliche Anrede„He r r Kollege" geweckt. Er wies den Bücherreisenden ab, wollte aber nichts da- gegen haben, daß er in der Frühstücks- oder Mittagspaus« wieder- kommen oder auch sich mal in der Wohnung des Gehilfen einfinde, um die Unterhaltung fortzusetzen. Der Reisende fragte nach Name und Wohnung, bat dann, beides aufzuschreiben, und hielt zu diesem Zweck einen Zettel hin. Als der Gehilfe auf dem Zettel dos Wort „Bestellschein" bemerkte und den. Reisenden darauf hinwies, antwortete der: es handle sich ja nicht um eine Bestellung, sondern nur um eine Angabe zur Information. Der Gehilfe schrieb nichts auf, brach die Unterredung kurz ab und glaubte, dem Reisenden deutlich genug erklärt zu haben, daß er das Buch nicht bestellen wolle. Uni so mehr war er erstaunt, als am nächsten Tage eine Postkarte von„Edmund Herrmann, Verlagsbuchhandlung, Berlin 0. 17, Fruchtstr. 51", bei ihm einlief, die so lautete: Berlin. Datum des Poststempels. P. P.! Hiermit bestätige bestens dankend den Empfang Ihres, durch meinen Vertreter Skroch erhaltenen Auftrages auf ein Exemplar„Praxis des modernen Maschinenbaues". Sic er- halten das betr. Werk, wie vereinbart, am 13. 1. 13 unter Nach- nähme von 2 M.— Pf. per Pakctfahrt zugestellt. Hochachtungsvoll Edmund Hcrrmann. Der Gehilf« schrieb nach einigen Tagen an die VerlagSbuchhanL- lung, er habe nichts bestellt. Sechs Tage später hatte er noch immer keine Antwort: aber vielleicht erfahren wir bald, daß ihm inzwischen eine solche zugegangen ist. Der Gehilfe sagt uns, daß er, weder schriftlich noch mündlich etwas bestellt habe, und diese Versicherung wird durch Zeugenaussage unterstützt. Hiernach müssen wir annehmen, daß der„H e r r Kollege" i h n a r g m i ß- verstanden hat. Mögen andere daraus eine Lehre ziehen. Samariter auf der Straße. Am Freitagmittag in der Zeit zwischen 1— 2 Uhr stürzte an der Ecke der König- und Gollnow- stratze ein älterer Mann an epilepttschen Krämpfen zusammen und schlug mit dem Gesicht auf das Pflaster. Einige Angestellte der Ortskrankenkasse der Hutmacher eilten zu HiLfe und brachten den halb Bewußtlosen in einen Hausflur. Ein des Weges kommender Arbcitersamariier gab sich redliche Mühe mit dem Hilflosen. Polizei war lange Zeit nicht zu erblicken. Ms zufällig ein Schutzmann daher kam, verlangte er. sehr einfach, daß einer der Helfer eine Droschke holen sollte, was eigentlich sein« Aufgabe war. Und als auf besonderen Anruf später ein anderer Schutzmann erschien, war das erste, daß er sein Notizbuch herausnahm und erst die Angabe der Personalien des Verunglückten von diesem selber haben wollte. Die Art der Fragen an den noch nicht ganz zu sich gekommenen Mann waren derart, daß die Augenzeugen sich über diese Jnqui- sition sehr aufregten. Der hilfclcistende Arbeitersamariter, der nach der Unfallstation mitfahren wollte, wurde zurückgewiesen. Un- willen rief die Mitteilung hervor, daß der an der Ecke der Gollnow- und Königstraße wohnende Restaurateur Küstner die Hergabe eines Glases Wasser zum Zwecke der Labung des verunglückten Mannes verweigert haben soll. Eine recht eigenartige Praxis bei der Auszahlung an Renten- empfänger scheint das für die Auszahlungsstelle in der Riebeck- brauerei, Frankfurter Allee 53, in Betracht kommende Postamt O 34, Petersburger Straße 89, anwenden. DaS geht auS einer Zuschrift eines Rentenempfängers hervor, der wir folgendes entnehmen:»Als = Wahlvereinigung gewählten Stadtverordneten find politisch„ neutral und pendeln hin und her. ich am 2. Januar um 10 Uhr in der Riebeckbrauerei erschien, um Vorort- Nachrichten. meine Rente abzuholen, fand ich den Hof voller Rentenempfänger. Um 11 Uhr, bis zu welcher Zeit ich selbst dort warten mußte, dürfte die Zahl der Wartenden etwa 300 betragen haben. Vor der Nehmt Einsicht in die Landtagswählerliste! Die Erhöhung der Straßenbahntarife wird in nächster Zeit Eingangstür zu der zum Saal führenden Treppe standen 2 Bostbeamte, Zur Landtagswahl im Kreise Beestow Stortow. wieder der Stadtverordnetenversammlung zur Genehmigung vors die den im Hofe Harrenden den Eintritt untersagten. Unter den Renten- Teltow Berlin- Wilmersdorf liegen die Wähler- gelegt werden, trotzdem dieselbe erst kürzlich die vom Magistrat be empfängern rief die Zumutung, fie im Hofe so lange warten zu listen am 8., 9. und 10. Januar zur Einsicht öffentlich sich der Etatsausschuß mit dem vom Straßenbahndirektor beantragten antragten Fahrpreiserhöhungen abgelehnt hat. Am Montag wird laffen, großen Unwillen hervor, um so mehr, als bereits abgefertigte aus. Pflicht jedes Wahlberechtigten ist es, sich zu vergewissern, Bonentarif von 10 bis 40 f. zu beschäftigen haben. Bisher fostet Rentenempfänger auf Befragen mitteilten, daß der Auszahlungsiaal ob sein Name auch in der Liste vermerkt ist. Wer nicht in die weiteste Umsteigestrecke 15 Bf., jede einfache Strede 10 f. Teer sei. Obwohl vielen alten gebrechlichen Leuten das lange Stehen der Liste steht, darf nicht wählen. Die Wählerlisten liegen in unsere Genossen werden im Interesse der Arbeiterschaft jeder Erzur Qual wurde, beharrten die Beamten auf ihrer Abweisung. Der Unwille der Wartenden stieg mit der Zeit so, daß nach dem Eingang nachstehenden Orten wie folgt aus: höhung der Fahrpreise den schärfsten Widerstand entgegensetzen. gedrängt und die beiden Postbeamten zur Seite geschoben wurden. Wilmersdorf- Haleusee. Im städtischen Wahlbureau, LauenEin erschütterndes Familiendrama, dem zwei Menschenleben zum Nunmehr stellte es sich heraus, daß die zur Treppe führende Flügel- burger Str. 11, von 8 Uhr früh bis 7 Uhr abends. Opfer gefallen sind, hat sich vorgestern in einem Hause der Weißentür nur zur Hälfte geöffnet war; dadurch entstand ein furchtbares Nowawes. In den Bureauräumen, Ziethenstr. 1, parterre burger Straße abgespielt. Um 3 Uhr nachmittags erschien die im Gedränge, aus dem Schmerzensrufe der Krüppel ertönten. Eine alte rechts. Frau wurde so stark gedrückt, daß sie laut schreiend und halb ohnHofgebäude wohnhafte Ehefrau Nowotny in sehr aufgeregtem ZuAlt- Glienicke. Im Gemeindebureau. Für diejenigen, die stand bei einer Nachbarin und bat sie, doch einmal schnell nach ihrer mächtig die Treppe hinaufgeführt werden mußte. Als ich im großen verhindert sind, haben sich zur Einsicht in die Liste folgende Wohnung zu kommen, wenn sie ihren fleinen Sohn Alfred noch Saale angelangt war, bestätigte es sich, daß derfelbe leer war. Die Genossen bereit erklärt: Mar Winkelmann, Lagerhalter, lebend sehen wolle. Die Nachbarin folgte auch sogleich und fand Saale angelangt war, beſtätigte es sich, baß berfelbe leer ware so lange Zeit auf die Geduldsprobe gestellten Rentenempfänger machten nun auch den Beamten gegenüber von ihrem Unwillen Stonſumverkaufsstelle; Ferd. Nietner, Friseur, Köpenicker das kleine, ungefähr sieben Monate alte Kind der Frau Nowotny über die Rücksichtslosigkeit kein Sehl. Und als die in dem Gedränge Straße 19; Otto Henschel, Gastwirt, Grünauer Str. 29; in bewußtlosem Zustande auf einem Bette liegend bor; zu Schaden gekommene Frau weinend an den Schalter trat, um ihr Ehrlich, Schuhmachermeister, Köpenicker Str. 38; Rich. Gieseler, dem armen Wesen war, wie man wahrnehmen fonnte, Geld zu holen, und sich bei dem Beamten beschwerte, erhielt sie von Schuhmachermeister, Grünauer Str. 52; Gottl. Schäfer, Gast- Lysol eingeflößt worden. Frau B. bemühte sich nun um Semfelben den wohlweisen Rat, die Leute feststellen zu lassen, die sie wirt, Schirnerstraße. das Kind und verabreichte ihm als Gegenmittel Milch; gedrückt hätten." Adlershof. Bon 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags währenddessen verließ Frau Nowotny die Stube und schloß sich in Soweit die Zufchrift. Wir haben es bereits früher mißbilligt im Gemeindeamt 2, Posadowskystr. 1, Zimmer 3. Ferner die Küche ein, wo sie fast eine volle Flasche Lysol trank und dann wenn die Postbehörde in geschlossenen Räumen lahme und schwache haben sich die Genossen Wilh. Baschin, Mezer Str. 1, Karl bewußtlos zusammenbrach. Nunmehr wurde die Frau des HausRentenempfänger bei der Auszahlung ihrer Rente über Gebühr lange warten ließ. Hier aber wird jenen Inglücklichen zugemutet. Bietscht, Sedanstr. 25-26, A. Beck, Bismarckſtr. 11( Laden eigentümers von dem Vorfall in Stenntnis gesetzt; fie rief schnell stundenlang bei naẞkaltem Wetter auf dem Hofe zu stehen, derweil der Konsumgenossenschaft), Paul Töpfer, Helbigstr. 31, Rich. einen Arzt aus der Nachbarschaft herbei, der die geeigneten Mittel ein für die Auszahlung bestimmter großer Staum völlig leer steht. Kaul, Bismarckstr. 16, Gust. Tempel, Kronprinzenstr. 46, Joh. an Mutter und Kind anwendete; seine Bemühungen waren aber Nicht die in eine erbitterte Stimmung versetzten Wartenden trifft Feyerstein, Bismarckstr. 28, Reichardt, Oppenstr. 56 und Emil vergebens; die Vergifteten erlangten das Bewußtsein nicht wieder. die Schuld, daß bei dem Drängen in das Auszahlungslokal sich Neumann, Megerstr. 5, born II, bereit erklärt, für berhinderte Sie wurden infolgedessen nach dem städtischen Krankenhause geschafft, solche Szenen abspielten, sondern diejenigen Beamten, die anscheinend Wähler die Einsicht in die Listen zu übernehmen. ohne jeden stichhaltigen Grund hunderte kranker und schwacher Leute wo beide im Laufe der Nacht gestorben sind. stundenlang auf dem Hofe warten ließen. Rentenempfänger sind, das sollte sich auch die Postbehörde immer wieder vergegenwärtigen, teine Almosenempfänger und Bettler, sondern Menschen, die auf Grund erworbener Nechte ihre Unterstügungen abheben. Vorgänge der eben geschilderten Art sollten unter allen Umständen vermieden werden. Todessturz einer Greisin. In der Tischlerfamilie Henze in der Brunnenstr. 83 lebte seit Jahren eine jetzt 70 Jahre alte Dorothee Neimann, eine Tante der Hausfrau. Diese Greisin, die taubstumm war, half noch fleißig in der Wirtschaft, weil sie trotz ihrer Jahre immer noch rustig war. Gestern vormittag wischte sie in der im erften Stock des Quergebäudes liegenden Wohnung Staub. Als sie nun das Staubtuch zum Fenster hinaus ausschüttelte, neigte sie sich zu weit hinüber, verlor das Gleichgewicht und fiel auf den gepflasterten Hof hinab. Gegenüber wohnende Leute, die das Unglück sahen, eilten gleich zu Hilfe und sorgten auch für einen Arzt. Dieser tonnte aber nur noch den Tod feststellen. der Dienststunden von 8 bis 3 Uhr. Benthen. Im Gemeindeante, Kurfürstenstr. 1a, während Zur Einsichtnahme in die Liste versehe sich jeder mit Legitimation, als solche gilt der Steuerzettel. Neukölln. Städtischer Seefischverkauf. Der Magistrat eröffnet am Diens tag, den 7. b. Mts., im Hause Münchener Str. 2, eine städtische Verkaufsstelle für frische an den Häfen angekaufte Seefische. Verfaufstage: jeden Dienstag und Donnerstag von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags und 4-7 Uhr nachmittags. Die jeweiligen Verkaufspreise werden an den Anschlagssäulen und durch Aushang im Verkaufslokal bekannt gemacht. Sie decken sich mit den von Berlin für den dortigen städtischen Seefischverkauf festgesetzten Preisen. Der bisherige, unter Kontrolle des Magistrats stehende, Verkauf in der Privatmarkthalle, Bergstr. 5, ist aufgehoben. Charlottenburg. Sigungstage von Stadt- und Gemeindevertretungen. Hohen- Neuendorf. Montag, den 6. Januar, nachmittags 6 Uhr, im Sizungssaal Berliner Str. 48/49. Nieder- Schönhaufen. Dienstag, den 7. Januar, abends 6 Uhr, im Bankow. Dienstag, den 7. Januar, nachmittags 52 Uhr, im Rathause, Breitestr. 25/26. Rathaus. Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Jugendveranstaltungen. Schöneberg. Heute Sonntag, den 5. Januar: Ausflug nach geblendorf. Dortselbst am Nachmittag von 3 Uhr ab im Lofal zur Rennbahn", Alsenstr. 56: Gemütliches Beisammensein mit darauffolgendem Tanz. Treffpunkt früh 8 Uhr am Bahnhof Schöneberg, für Nachzügler nachmittags 1%, Uhr Bahnhof Ebersstraße und 2 Uhr Bahnhof Friedenau. 82 Uhr. Arbeiter Samariterbund, Kreis Brandenburg. Durch einen Sturz aus dem vierten Stocktvert nahm sich der Lehrabend haben in dieser Woche: 52 Jahre alte Polizeiwachtmeister a. D. Plath, in dem Eckhaus Berlin. 1. Abteilung am Montag, abends 81%, Uhr, Rittterstr. 75. Ein widerspenstiger Fahrkartenautomat auf dem Nordbahnhof Wissmann- und Karlsgartenstraße wohnhaft, das Leben. Schöneberg. Am Donnerstag bei Haendel, Borbergstr. 9, abends Der Banfom hat die unangenehme Eigenschaft, gerade dann zu versagen, wann soll schon seit längerer Zeit sehr schwer an Rheumatismus Lichtenberg. wenn man eilig eine Fahrkarte haben will. Das hatte für Leute, gelitten und Selbstmordgedanken geäußert haben. Gestern stürzte er straße 60, abends 8%, Uhr. Am Donnerstag bei Pidenhagen, Scharnweber. die am Silvester den letzten Zug um 12.17 Uhr benuizen wollten, die sich aus einem Fenster seiner Wohnung auf den Bürgersteig hinab. Spandau. Am Mittwoch bei Pecziles, Pichelsdorfer Straße 5, Unannehmlichkeit, den Zug zu versäumen, weil auch der Fahrkarten- Er brach sich hierbei das Rückgrat und blieb auf der Stelle tot abends 8½ Uhr. schaffner trotz Versicherung, auf der Ankunftsstation eine Starte nach- liegen. Mariendorf. Am Montag bei Löwenhagen, Chausseestr. 27, abends lösen zu wollen, den Zutritt zum Bahnsteig verwehrte, die Zeit zum 812 Uhr. Wege nach dem Fahrkartenschalter aber zu kurz war. Es sollte doch Nowawes. Am Freitag in der Fortbildungsschule, abends 8 Uhr. durch ständige Kontrolle der Fahrkartenautomaten dafür gesorgt Schöneweide. Am Montag bei Schulz, Siemensstr. 12, abends Elternverein für freie Erziehung. Am Sonntag, den 12. Ja- 8 Uhr. weden, daß diese dauernd in Ordnung sind, sonst entsteht viel Aerger nuar findet im Volkshaus in der Rosinenstraße 3( Großer Saal) Friedrichshagen. Am Donnerstag, Friedrichstr. 60, 2. Hof, und Verdruß. eine Märchenaufführung bon 55 Kindern der Mit- abends 8 Uhr. Der Märchenbrunnen oder Lügen- Wilhelmsruh. Am Donnerstag bei Bienwald, Reinidendorf- Dit, Todessturz von einem Straßenbahnwagen. Ein schwerer Straßen- glieder über: bahnunfall ereignete fich Sonnabendabend furz vor 7 Uhr in Friedrichs- mäulchen und Wahrheitsmündchen", Märchenspiel in 2 Akten und Provinzstraße 92, abends 8%, Uhr. felde. Als dort der Postschaffner Otto Nidel aus der Berliner Bildern von Berthold Schröder statt. Saalöffnung 3 Uhr, Anfang Straße 91 zu Friedrichsfelde einen Straßenbahnwagen der Linie 77 4 Uhr. Eintritt für Erwachsene 30 Pf., für Kinder 10 Pf. Billetts während der Fahrt verlassen wollte, glitt er aus und stürzte zu Boden. find zu haben bei Viermann, Kaiserin- Augusta- Allee 91; Friese, Er fiel so unglücklich, daß er mit dem Stopf heftig auf das Straßen- Neue Chriftstr. 7; Gräb, Spreestr. 56;" Vorwärts"-Expedition, pflaster aufschlug. Er blieb besinnungslos liegen und starb nach Sesenheimerstr. 1; Konsumniederlage, Wallstr. 23, und im Volfswenigen Minuten, noch bevor ärztliche Hilfe zur Stelle war. Die haus, Rosinenstr. 3( Stehbierhalle). Leiche wurde polizeilich beschlagnahint und nach dem Schauhause ge- Weißensee. bracht. Nickel war verheiratet und Familienvater. Der Wintergarten brachte am Freitagabend sein Januarprogramm zur Darstellung eine Reihe neuer Attraktionen, unter denen ganz besonders die Bros Wynne mit ihren akrobatischen Leistungen herborragten. Unfehlbare Sicherheit und einfache Eleganz lassen die unglaublichsten Leistungen als leichtes Spiel ericheinen. Ebenbürtig war der fomische Radfahratt von Bowden und Garden. Die japanische Sängerin Sumito brachte liebliche Melodien mit findlicher Grazie zum Vortrage, wenn es- japanische Melodien waren, die der japanische stapelmeister Takaori dirigierte. Auf dem Gebiete der Tierdressur schlug der Wunderpapagei Lore alle Stonfurrenz, Er fang und sprach mit wunderbarer Deutlichkeit und gab so sicher seine Antworten, daß der„ tluge Hans" sich beschämt verstecken muß. Die Sunshine Giels" riefen mit ihren graziösen Tänzen, lieblichen Gruppen und hübschen Beinen das unzweideutige Entzücken der jungen und alten Lebewelt hervor. Großer Dachstuhlbrand in Moabit. Durch mehrfachen Alarm wurde die Feuerwehr gestern vormittag kurz vor 10 Uhr nach dem Hansaufer 8 in Moabit gerufen. Als die Züge anrückten, stand der Dachstuhl des großen Eckhauses sowohl an der Front des Haniaufers, vie auch an der Front der Wullenweberstraße in hellen Flamunen. Es wurden sofort mehrere Schlauchleitungen ausgelegt und bald erfolgte ein Löschangriff von allen Seiten. Die Arbeiten wurden aber durch eine starke Rauchentwickelung sehr erschwert. Erst nach etwa einstündigem Wassergeben fonnte die Gefahr als beseitigt gelten. Der Dachstuhl ist größtenteils zerstört worden. Ueber die Ursache des Feuers war nichts mehr, festzustellen, da der Brand schon zu weit vorgeschritten war, als man ihn bemerkte. Arbeiter- Bildungsschule. Heute abend 7 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. med. S. Druder:" Die Schwindsucht des Arbeiters" ( mit Lichtbildern) in den Arminhallen", Kommandantenstr. 58/59. Ueber einen großen Wagen muß Mac Norton verfügen, der sich zurzeit im 8irtus Busch produziert. Der Mann bringt es fertig, hintereinander 50 Glas Bier in seinen Magen zu gießen, wobei er versicherte, die drei- oder auch vierfache Menge zu bertilgen; er wolle aber die Geduld der Zuschauer nicht länger in Anspruch nehmen. Mac Norton gab das braune Getränk vor aller Augen auch wieder von sich, indem er es in entsprechenden Zwischen räumen wie ein Springbrunnen in teils schwachen, teils starten Strömen aus sich heraussprudelte. Dann führte der Mann ein großes Quantum Wasser seinem Magen zu und verschluckte eine große Anzahl Fische und Frösche, die er nach einiger Zeit wieder zum Vorschein brachte. Um den Magen mag den Herrn mancher Magenkranke beneiden! Einen empfindlichen Verlust erlitt am Freitagabend eine Dame, der auf dem Wege vom Potsdamer Plaz bis Südende, Stephanstraße 14, ihre schwarzlederne Handtasche mit über dreihundert Mark Inhalt abhanden kam. Die Dame befand sich im letzten Wagen des Vorortzuges nach Groß- Lichterfelde- Dst, der 8.45 Uhr den Potsdamer Bahnhof verläßt und war am Billettschalter noch im Besitz der Tasche. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Tasche gegen Belohnung abzugeben an E. Arndt, Südende, Stephanstraße 14, Gartenhaus 3 Treppen. Gefunden wurde in der Dreibundstraße am Tempelhofer Felde eine neue Joppe., Dem Anschein nach gehört fie einem Arbeiter. Abzuholen ist dieselbe Steglis, Hubertusstraße 5, Seitenflügel IV rechts. Wetterprognose für Sonntag, den 5. Januar 1913. Meist trocken und vielfach heiter, ein wenig fälter bei ziemlich schwachen Berliner Wetterbureau. Wafferstand Wasserstands- Nachrichten am feit 3.1. 2.1. cm cm³) 413+8 134-3 262+20 200 14 224+9 218 0 Wasserstand Saale, Grochlik am 3.1. cm cm³) 220 92 86 Havel, Spandau) Rathenow³) Spree, Spremberg) 100 Beeskow Marktpreise von Berlin am 3. Januar 1913, nach Ermittelungen des fönigl. Polizeipräfidiums. 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 19,72 bis 19,80, mittel 19,56-19,64, geringe 19,40-19,48. Roggen, gute Sorte 16,98-17,00; mittel 16,94-16 96, geringe 16,90-16,92( ab Bahn). Futttergerste, gute Sorte 17,40-18,00, mittel 16,70-17,30, geringe 16,00-16,60. Hafer, gute Sorte 18,80-20,30, mittel 17,20-18,70( frei Wagen und ab Bahn). Martthallenpreise. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen Linien 35,00-60,00. Die Wahl des Genossen Schlemminger zum Kreistagsabgeord: 30,00-50,00. Speisebohnen, weiße, 36,00-50,00. neten hat dem G. m. b. H.- Organ die ganze Feiertagsstimmung ver- Startoffeln( Kleinhdl.) 5,00-8,00. 1 Stilogramm Rindfleisch, von der Steule dorben. Das Blättchen erzählt, daß bisher in einem preußischen stalbfleisch 1,40-2,40. Hammelfleisch 1,50-2,40. Butter 2,40-3,00. 60 Stüd 1,70-2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,40-1,80. Schweinefleisch 1,60-2,20. Kreistag noch kein offen erflärter Sozialdemokrat gesessen habe. Gier 4,80-7,20. 1 Kilogramm Karpien 1,40-2,40. Male 1,60-3,20. Sander Leute dieser politischen Richtung haben bisher noch keinen Sib in 1,40-3,60. Hechte 1,40-2,60. Barsche 1,00-2,40. Schlete 1,60-3,20. den preußischen Kreistagen gefunden. Sollten wir uns aber dennoch Bleie 0,80-1,40. 60 Stüd Streble 3,00-24,00. irren, so würden wir dies als ein tief beklagenswertes Zeichen der Beit erachten müssen. Gobiel jedoch steht fest, für den Niederbarnimer Kreis ist die Wahl eines ausgesprochenen Sozialdemo fraten das ist der offizielle Name, mit welchem sich diese politische südöstlichen Winden. Partei bezeichnet ein Novum." Dem Blättchen scheint nicht bekannt zu sein, daß Weißensee früher bereits durch den Genossen Schmuß im Kreistage vertreten war, der damals aus einer Stichwahl mit dem bekannten Dr. Pape als Sieger hervorging. Und der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau wer hob unseren Genossen damals auf den Schild? Herr Konih und seine Anhänger, die früheren Feinde Dr. Papes und die jebigen Freunde des G. m. b. H.- Organs. Jetzt ist das Lamento groß, daß Herr Konig glatt durchgefallen ist und daß acht Herren der fortschrittlichen Fraktion unseren Genossen gewählt haben. Wei- Memel, Tilfit ter sei daran erinnert, daß auch Lichtenberg durch den Sozial- eich fel, Thorn Bregel, Insterburg demokraten Grauer bereits im Niederbarnimer Kreistag vertreten Dder, Ratibor war. Und dem Teltower Kreistag gehörte vor einer Reihe von Stroffen Jahren bereits ein Köpenider Sozialdemokrat an. Wie orientiert das Blatt ist, zeigt, daß es den Genossen Schlemminger dem Stande Barthe, Schrimm der Gastwirte zurechnet; ein Blick ins Adreßbuch hätte etwas anderes festgestellt. Das Blatt leistet sich zum Ueberfluß noch folgende dumme Denunziation: Wie wird der Herr Landrat eine solche Wahl aufnehmen? Wie die Regierung? Wie der Herr Minister des Innern? Wird für diese Aufsichtsinstanzen ein Grund vorliegen, die Wahl eines Sozialdemokraten für den Kreistag zu beanstanden? Denn eine solche Wahl ist nicht gleich der Wahl zu den Barlamenten. Hier wählt das Volk, für den Kreistag die Gemeindevertretung und diese ist als Gemeindekörperschaft der Auf fichtsbehörde unterstellt. Sollte es noch nicht geschehen sein, so dürfte es sich wirklich empfehlen, diese Konkurrenz mit Rotstrich beffer wohl Blauftrich versehen den angeführten Aufsichtsinstanzen zuzustellen; das Ordensfest naht und man weiß nicht, wie es tommen kann." Weiter zerbricht sich der neugierige Verfasser des Artikels den Kopf, was nun der Sozialdemokrat" im Kreistage wohl beginnen wird. Ob er Gelegenheit finden wird, für seine Parteigrundsäße Propaganda zu machen, oder ob er sich in Schweigen hüllen und mit der beschaulichen Ehre begnügen wird, Mitglied des Kreistages zu sein. Vielleicht erkundigt sich das G. m. b. S.Organ bei dem ihm nahestehenden Herrn Konig einmal, was im Kreistag Positives zu leisten ist, denn er muß es doch als„ chemaliger jahrelang bewährter Streistagsabgeordneter" wissen, nimmt das Blatt noch zur Kenntnis, daß der auf gleich reaktionärer Wahlordnung gewählte Provinziallandtag mit sozialdemokratischen Abgeordneten durchsetzt ist. Spandan. Vielleicht Eine liberale Fraktion im Stadtparlament. Bisher bestand hier nur die sozialdemokratische Fraktion. Die bürgerlichen Stadtperordneten hielten ihre Borbesprechungen unter dem Namen„ Freie Vereinigung" ab, welche aber von einer großen Anzahl von Stadtverordneten gemieden wurden. Freitagabend ist nun eine„ Liberale Fraktion" der Stadtverordneten gegründet worden, welcher gleich) 20 Stadtverordnete beitraten. In den Vorstand wurden gewählt die Stadtverordneten Berlin, Prager, Schreiber und Weber. Die Liberale Fraktion" würde also mit unseren 4 Stadtverordneten gerade die Hälfte der Sige innehaben. Die 1911 von der Kommunalen " " Frankfurt Landsberg Nezze, Bordamm Ibe, Zeitmeriz " " Dresden Barby Magdeburg 146 0 132-3 62-2 117-18 13-21 350+1 286+5 ¹)+ bedeutet Buchs, Befer, Münden Minden 111 284 404 Rhein, Maximilians au 420 Kaub Köln Nedar, Heilbronn Main, Hanau Mosel, Trier -Fall.) Unterpegel. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am 3. d. Mts. verstarb unser Genosse, der Dreher Paul Hartmann Swinemünder Str. 53, Bez. 602. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 7. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. Am 3. d. Mts. verstarb unser Genosse, der Zimmerer Leopold Döhling Hochstr. 2, Bezirk 801a. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Januar, nachmittag 2 Uhr, von der Halle des Dankes- Kirchhofes, Reinidendorf- West, Blanteftraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. སྦྱོ ༑༡༠༠༠-༠ ༑༑༑ 283 349 120 250 151 -10 Buchhandlung Vorwärts SW. 68, Lindenstr. 69 ( Laden). Bu empfehlen ist: 246/8 Der Kleingarten, feine Anlage, Einteilung und Bewirtschaftung von Max Hesdörffer. Preis brosch. 60 f. Praktisches Taschenbuch für Gartenfreunde. Ein Ratgeber für die Pflege und sachgemäße Bewirtschaftung des häuslichen Bier-, Gemüses nnd Obstgartens. Bon Max Hesdörffer. Mit 137 Zertabbildungen. Preis geb. 3,50 M. PEEK& CLOPPENBURG Gertraudtenstraße 25-26-27- BERLIN Roßstraße 1- la- 2 ☐ □ Montag, 6. Januar bis Montag, 20. Januar lotsle Inventur- Verkauf zu vorteilhaften, niedrigen Preisen. Zum Verkauf kommen fast nur tadellose Restbestände in besseren Qualitäten, welche trotzdem billig verkauft werden! werden! Besonderes Angebot in Knaben- und Jünglings- Anzügen in besserer Ausrüstung. Herren- Sakko- Anzüge in modernen Farben und neuester Machart, außerordentlich preiswert. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Petershagen. Am 31. Dezember 1912 ber= schied unser Mitglied R. Heibel Petershagen. Als einer von den Alten, wer den wir ihn in bleibender Er innerung behalten. 240/2 Die Einäfcferung findet am Montag, den 6. d. Mts., nachm. 41, Uhr, in Berlin im städt. Rres matorium, Gerichtstr. 37/38, statt. Die Genossen des Bezirkes werden ersuit, soweit möglich. sich an der Trauerfeier zu bes teiligen. Die Bezirksleitung. Verhand d. Brauerei- u. Mühlenarbeiter u. verw. Berufsgenossen. Ortsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 3. Januar er. der Stollege Zimmerer Leopold Döhling ( Löwenbrauerei Abt. II) an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 6. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des DantesStirchhofes in Reinidendorf, Blantestraße 12, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 42/1 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und guter Bater Leopold Döhling am Freitag verstorben ist. am Die Beerdigung findet Montag den 6. Januar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Dantes Kirchhof in Reinickendorf statt. 27 Die trauernden Hinterbliebenen. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Paul Hille Waffertorstr. 7, am 31. Dezember an Lungenleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Januar, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Gemeindefriedhofes in Neukölln aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Dreher Paul Hartmann Stinemünder Straße 53, am 3. Januar an Herzleiden. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. Januar, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. am Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung wird erwartet 110/6 Die Ortsverwaltung. Am 2. Januar starb nach furzemn Strantenlager im 52. Lebensjahre unser lieber Kollege, der Schrift feger 1950b Danksagung. Für die große Beteiligung bei der Einäscherung unseres lieben Sohnes Erwin Löschée Andreas Romciky. fagen wir allen Freunden und BeDie Beerdigung findet am Dienstag, den 7., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Mathias- Kirchhofes, MarienhöheSüdende aus statt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Verbandskollegen der Firma August Scherl. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Wilhelm Hörnicke am 2. d. Mts. im Alter von 47 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. d. M., nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Lichtenberger GemeindeFriedhofes in Marzahn aus statt. 61/2 Die Bezirksverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Möbel. polierer Otto Blocksdorf am 1. Januar gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. Januar, nachmittags 3 11hr, von der Leichenhalle des neuen Jacobi- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße aus statt. 77/5 Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Verwaltung Berlin. Nachruf. Am Mittwoch, den 1. Januar, verstarb unser Mitglied August Braun. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 56/1 Für die vielen Kranzspenden und herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters Franz Jaehnke sagen wir allen Verwandten, Freunden und Genoffen des Wahlvereins Neukölln, dem Verband der freien Gastwirte Deutschlands, Ortsverwaltung Neukölln, sowie den Kollegen des Deutschen Metallarbeiterverbandes Berlin unfern herzlichsten Dant. Elisabeth Jaehnke 83A nebst Kindern. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Marie Lange geb. Weidner sage ich hiermit allen Beteiligten meinen aufrichtigsten Dank. 1920b Otto Lange und Sohn. kannten sowie dem Deutschen Metallarbeiter- Verband, dem 6. Berliner Wahlverein, besonders den Kollegen der A. E.-G., Abt. G. F. 8, unseren 2721 herzlichsten Dant. Die trauernden Eltern und Geschwister. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teil nahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Vaters, des Reisenden Otto Wille sagen den herzlichsten Dant, die Wwe. Hedwig Wille nebst Kinderu. Ich habe mein Ambulatorium für Hals, Nasen, Ohrenfranke bon Charl, Spandauer Straße 34, nach NW., Turmstraße 61, Ede Beuffelitraße, verlegt. Kassensprechst.: außer Mittw. u. Freit., 6-7, außer Donn. u. Sonnab., Sonnt. 10-11. Poliklinik: 1-2, außer Mittw. u. Freit. 12-1, 4/17 Dr. J. Lachmann, Hals-, Nafen, Dbrenarzt. Schwarze Kleidung Fertig am Lager: 50 60 80.70, Gehrock- Anzüge 30, 40, 36 Smoking- Anzüge 60, 30, 40 M Frack- Anzüge 65: 68: 40 M. 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Co., Berlin SW Nr. 4. 30. Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 5. Januar 1913. Briefkasten der Redaktion. zu Berlin, Kaiser- Wilhelm- Str. 18a oder den Zentralverband der Handlungs- fügung stehen. Ist eine solche Zeit nicht festgesezt, kommen die Stunden gehilfen, Münzstr. 20. 2. Sofern nachgewiesen werden kann, daß das von 10 bis 6 Uhr in Frage. B. 63. Läßt sich eine erhebliche Störung Mädchen überwiegend mit Arbeiten beschäftigt wird, welche mit ihrem Aus- und damit verbundene Gesundheitsgefährdung nachweisen, so tönnen Sie Die juristische Sprechstunde findet Linden strake 69, vorn vier Treppen bildungszwede in feinem Zusammenhange stehen, so ist eine selage auf auf Bertragslösung flagen. R. B. 16. Während der Zeit Ihres Auf Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, Lösung des Lehrvertrages beim Kaufmannsgericht aussichtsvoll. enthalts im Krankenhause ist die Beschlagnahme der Invalidenrente durch bon 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage 2. E. 52. 1. Nein, Sie müßten zunächst Ihrerseits ein Sühneverfahren die Armenverwaltung zu erwarten. W. N., Schillerstraße. Der ift ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort einleiten. 2. In der Regel ja. 3. Bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk Eigentümer ist dazu berechtigt. E. M. 83. So lange Vermögen wird nicht erteilt. Anfragen, deuen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, der Schuldner seinen Wohnsiz hat. Handelt es sich um eine Forderung aus vorhanden und so lange Sie unverheiratet find, erscheint eine Unterserben nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor dem Arbeitsverhältnis, so ist das Gewerbegericht zuständig. Die Kosten fügung für Ihre Mutter nicht erreichbar. Nach erfolgter Berheiratung M. B. 500. 1. An den Besizer des Sparkassenbuches kann die Aus- fallen dem unterliegenden Teil zur Last. Der Gerichtskostenvorschuß, den kann Ihre Mutter bei dem Armenvorsteher einen Antrag auf Unter zahlung erfolgen. Die Pfändung des der Frau gehörigen Guthabens wegen das Amtsgericht einzufordern berechtigt ist, beträgt 1,50 M. W. G., stügung stellen. Der Nachlaß haftet für die geleisteten Unterstübungen. Schulden des Mannes ist nicht zulässig. 2. Die Firma ist flageberechtigt. Lichtenberg. Nach Ihrer Darstellung nein. 80. M. 1. Wenn ein m. B. 500. 1. Ja. 2. Der Vermieter kann intervenieren, d. h. den M. 2. 1537. Die Bewilligung des Wahlrechts beeinträchtigt keinerlei Minderwert nachweisbar ist, ja. 2. Nein. G. 23. 100. Nein. Gläubiger zur Freigabe auffordern. Dieser Aufforderung muß eine eides Wahlrecht. Spandau 1913. 1. Das Testament kann in der Wohnung A. 10. 1. Ja. 2. Die notwendigen Sachen nein. 3. In der Regel einen stattliche Versicherung eines dritten zum Zwede der Glaubhaftmachung der C. H. Z. Die aufbewahrt werden, muß aber unverzüglich nach dem Tode des einen Teils Tag vor dem Versteigerungstermin. Eine Teilzahlung hindert nicht die Identität und des Eigentumsrechts beigefügt werden. dem Amtsgericht, in dessen Bezirk der Verstorbene seinen letzten Wohnsiz Abholung. Elisabeth 36. Ja, sofern die Frau im Besiz der Sachen Lohnbeschlagnahme ist begründet, sofern die Steuer nicht länger als 1 Jahr gehabt hat, eingereicht werden. 2. Rein. 3. Ja. M. 50. 1. Die Ab- geblieben ist. Dieselbe tann jedoch vor Ablauf eines Monats nach dem fällig. Ist fie so lange Zeit fällig, so reichen Sie Beschwerde bei der A.. 14. 1. Ja. 2. Geldstrafe machung ist rechtsverbindlich. 2. Berlin- Mitte ist zuständig, sofern Berlin Lode des Mannes den Versicherungsvertrag auftündigen. H. R. Nein. Steuerdeputation des Magistrats ein. als Erfüllungsort oder als Gerichtsstand vereinbart ist. 3. Ja. P. B. 99. Wenn das Gericht Ihre Behauptung als erwiesen erachtet, bis zu 150 M. Berger, Lichtenberg. Die Ihnen erteilte Auskunft .. 100. Sofern kein Verschulden nachweisbar ist, nein. so liegt ein Scheidungsgrund vor. Wird der Mann für allein schuldig er ist zutreffend. M. 21. Wir halten den Standpunkt des Berwalters 5. G. 80. Das läßt sich jetzt noch nicht sagen. T. 28 und flärt, so verbleiben Ihnen sämtliche Kinder. Der Mann bleibt unter für unbegründet, wir raten, beim Amtsgericht unter Abgabe einer eides. B. B. 100. Es besteht keine Gefahr. 2000 Gerichtstraße. Nein. haltungspflichtig. 2. 7. A. 1. Wenn auch im Mietsvertrage keine ent- stattlichen Versicherung über die von Ihnen behaupteten Tatsachen einen K. 100. Fordern Sie von der Gegenpartei Erstattung der Kosten sprechende Verpflichtung für Sie enthalten ist, so sind Sie nicht zahlungs- Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung zu stellen. Es ist ratsam, unter Sehung einer Frist. Verstreicht die Frist erfolglos, so beantragen pflichtig. 2. Pro Kalenderjahr 2 M. 5. 2. Der Stempelbetrag ist sich vorher noch mit dem Eigentümer selber in Verbindung zu sehen und A. 5. 77. 1. Es Sie beim Gericht die Festsetzung. A. N. Falls Sie ursprüngliche Ab- richtig berechnet. Eine Zahlungspflicht für Sie besteht nur dann, wenn sie für den Streitfall auch einen Anwalt zu bestellen. machung beweisbar ist, halten wir einen Prozeß für Sie für aussichtsvoll. im Vertrage vorgesehen ist. P. H. 19. An das Regimentskommando hastet der jeweilige Eigentümer.. 2. Nein. 3. Nach Ihrer Darstellung ja. 2. D. 99. 1. Im Laufe des 28. ohne Rücksicht auf eine bestimmte unter Beifügung Ihres Zeugnisses. O. K. Pankow. Der Eigentümer, Jedenfalls scheint eine strafbare Handlung vorzuliegen. Tageszeit. 2. und 3. Je nach Bedarf in der Zeit zwischen 10 und 6 Uhr. sofern nicht im Vertrage für Sie eine Verpflichtung festgesezt C. 3. 148. Jm Prozeßfall würden Sie voraussichtlich unterliegen. 4. Ja. O. M. 34. Die Sachlage erscheint recht zweifelhaft. Wir ist. H. D. Schöneberg. Das Befahren ist nur zulässig W. K. Hamm. 1. Geburtsurkunde und Militärpaß. 2. Nein. fönnen schon mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit des Interesses nicht auf Grund eines bon der Polizei ausgestellten Erlaubnisscheins. Trauzeuge fann auch aus einem anderen Drt sein. 4. Die Bestellung des raten, einen Prozeß zu führen. N. 7. Wiederholen Sie die Anfrage R. R. 20. Wir halten den Empfänger der Kündigung für verpflichtet, Aufgebots muß bei einem der Standesämter, in dem die Brautleute ihren F. R. 111. 1. Nein. 2. Zu erfragen beim und geben Sie noch an, wie hoch der Mietswert derjenigen Räume ist, eine entsprechende Mitteilung zu machen, andernfalls er eventuell schaden- Wohnfis haben, erfolgen. C. G. 38. 1. u. 2. Ja. welche Sie zu gewerblichen Zweden benügen. M. M. 10. Während der im Verband der Schneider, Sebastianstr. 37/38. .. 98. Nein. ersatzpflichtig gemacht werden könnte. Vertrage festgesezten Zeit muß die Wohnung zur Besichtigung zur Ver- 2. u. 3. Einmal. . D. 77. 1. 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