Nr. 8. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis vränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 30. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsimd Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Snseraie für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 1983. Das Volk foll weiter hungern! Die vom Reichstag eingesetzte Kommission zur Beratung des Gesezentwurfs betreffend„ vorübergehende() Zollerleichterung bei der Fleischeinfuhr" hat am Donnerstagvormittag mit ihren Beratungen begonnen. Der der Beratung zugrunde liegende Gesetzentwurf enthält nur diesen einen Paragraphen: wird." Freitag, den 10. Januar 1913. Die Kommission wolle beschließen: Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984. Und Berlin? Der Metropole des deutschen Vater1. a) den einzigen Artikel der Vorlage als§ 1 zu bezeichnen landes find die Einfuhrerleichterungen zunächst nur und( unter Voraussetzung der Annahme von b dieses Antrages) bis zum 31. März 1913 eingeräumt. Es hängt von der in Zeile 2 an Stelle von 1914" zu fegen 1913", b) folgenden Gnade des Landwirtschaftsministers v. Schorlemer ab, ob Abfaz dem so gestalteten§ 1 hinzuzufügen: Vom 1. April 1913 " ab wird der Bundesrat ermächtigt, allgemein die 8ölle für Berlin viele Zehntausende unnütz ausgibt oder nicht, ob die Schlachtvich und Fleisch, sowie für Jungvieh, Magervieh und Einwohner Groß- Berlins weiter darben sollen wie bisher Zuchtvieh ganz oder teilweise außer Hebung zu setzen. oder vom 1. April 1913 an den Hungerriemen noch enger schnallen müssen. 2. Folgenden§ 2 zu beschließen:§ 2. Vom 1. April 1913 ab werden die Bölle auf Futtergerste, Mais, Futterbohnen, Futtererbsen und Lupinen außer Hebung gesett. Am Freitag sett die Kommission ihre Beratungen fort. Plusmacherei vor dem Reichstage. werden. Der Bundesrat wird ermächtigt, für die Zeit bis zum Bemerkenswert waren die Ausführungen des Abg. Fisch31. März 1914 mit Wirkung vom 1. Oftober 1912 ab an Ge- bed, der bekanntlich Berliner Stadtrat ist, insofern, meinden, die frisches, auch gefrorenes Fleisch von Vich aus dem als er sich auf den ödesten Manchester standpuntt Auslande für eigene Rechnung einführen und unter Einhaltung stellte und gegen die Fleischversorgung durch die Städte und die fistalische Blusmacherei der preußischen Eisenbahnverwaltung Die Schädigung der Reichsinteressen durch die Rückständigkeit der vom Bundesrat vorzuschreibenden Bedingungen zu angemessenen eiferte. Das sei nicht Aufgabe der Stadtverwaltung, viel- und die fiskalische Plusmacherei der preußischen Eisenbahnverwaltung ist im Laufe der Zeit zu einer Landplage geworden; in der Frage Preifen an die Verbraucher abgeben, den nach Nr. 108 des Zoll- mehr ein Eingriff in die Gewerbefreiheit. Man fah geradezu, ist im Laufe der Zeit zu einer Landplage geworden; in der Frage Boll- mehr des Wagenmangels hat sie solche unerhörten und in mannig tarifs erhobenen Eingangszoll bis auf einen Betrag zu erstatten, der fich ergibt, wenn anstatt der Rollsäge von 38 ober 27. M. wie Herr Fischbeck nach den Fleiſchermeistern schielte und um facher Weise drückenden Formen angenommen, daß selbst auf der der Zollfag von 18 M. für den Doppelzentner zugrunde gelegt gut Wetter bat. So interessant die Ausführungen verschiedener Redner wünschte in der Donnerstagssigung des Reichstags doch selbst der So interessant die Ausführungen verschiedener Redner rechten Seite des Hauses leise Worte des Unmuts gewagt werden. Durch dieses Gesetz sollen die bescheidenen Maßnahmen, auch gewesen sind, ist es nicht angängig, hier näher darauf Jung- Altnationalliberale Böttger eine Stärkung der Stellung des die die Verbündeten Regierungen notgedrungen bereits ge einzugehen, dazu fehlt es an Raum. Einige Fragen aber, Jung- Altnationalliberale Böttger eine Stärkung der Stellung des die die Verbündeten Regierungen notgedrungen bereits ge Reichseisenbahnamis gegenüber Preußen. Freilich gab er nur den troffen haben, nachträglich sanktioniert werden. Es ist selbst die Gen. Wurm in so bestimmter Form an die Regierungs- Drud ber Sorgen weiter, den seine politischen Auftraggeber, die verständlich, daß die sozialdemokratische Fraktion mit den boll- vertreter gestellt hatte, daß Antwort darauf gegeben werden Stapitalisten des Ruhrreviers, durch die Wagennot vorübergehend fonimen ungenügenden Maßnahmen sich nicht zufrieden geben müßte, sollen aber doch mit Rücksicht auf sehr charakteristische empfunden haben. Die Kapitalisten haben aber immerhin noch die konnte, daß sie vielmehr weitergehende Anträge in der Vorgänge in der Berliner Stadtverwaltung noch knapp anKommission stellte. Sie beantragte schon Anfang Dezember: geführt werden. Genosse Wurm wies nach, wie der§ 12, versäumten Profite in verstärktem Maße einsaden können, während den einzigen Artikel des Gesetzes als§ 1 zu bezeichnen und abgesehen von seiner sonstigen Schädlichkeit, auch die Stadt den Arbeitern die entgangenen Arbeitslöhne von niemandem ersetzt ( unter Voraussetzung der Annahme der weiteren Anträge) Berlin direkt gehindert habe, die Preise für Fleisch noch weiter Genosse Dittmann hatte deshalb durchaus recht, wenn er herabzudrücken. Der§ 12 schreibt vor, daß das Fleisch mit dem wert- der Vermutung Ausdruck verlich, daß eine Wiederholung des einstmals den Termin wie folgt abzuändern: losen Stram( Eingeweide zc.) eingeführt werden muß. Das bedeutete für die Zeit bis 31. Dezember 1912 mit Wirkung" usw. Weiter beantragte sie folgenden für Berlin, das bisher 1943000 Kilogramm Fleisch aus Rußland abgelehnten fozialdemokratischen Antrages auf llebernahme des gesamten Eisenbahnwefens auf das Reich heute mehr § 2. Vom 1. Januar 1918 ab bis zum Ablauf der eingeführt hat, eine Verteuerung um 43000 Mart. Nun Berständnis im Reichstag finden würde als früher. Jedenfalls wirb Handelsverträge, wird der Bundesrat ermächtigt, an aber das für Berlin im Augenblid wichtigste bie sozialdemokratische Fraktion zu geeigneter Zeit und bei geeigneter Gemeinden, Konsumgenossenschaften und andere in der Fleischfrage: während der Bundesrat Gelegenheit die Probe auf das Exempel machen, ob die bürgerlichen gemeinnügige Unternehmungen, die aus dem Aus- ermächtigt wird, die in dem oben zitierten Gesek gewähr Gelegenheit die Probe auf das Erempel machen, ob die bürgerlichen. Parteien inzwischen hinzugelernt haben. land Vieh oder Fleisch einführen und unter Einhaltung der bom leisteten Vergünstigungen bis 1914 zu gewähren, Unser Redner verstand es im übrigen, in eindrucksvoller Weise Bundesrat vorgeschriebenen Bedingungen zu angemessenen Preisen hängt es von den einzelnen Bundesstaaten ab, wie dem ausgiebig behandelten Gegenstande noch einige neue und inter an die Verbraucher abgeben, den Eingangszoll zu erstatten. lange sie ihrerseits von den Vergünstigungen Gebrauch effante Seiten abzugewinnen. Er wies ans den einstigen Debatten Um die Einfuhr von überseeischem Fleisch und Schlacht machen, mit anderen Worten: wie viel früher sie den über die Verstaatlichung der Eisenbahnen nach, daß sich der preußische vich aus dem Auslande zu ermöglichen, haben die sozial Städten die Zufuhr billigeren Fleisches aus dem Auslande Staat damals mit Nachdruck gegen die privatkapitalistische Profit demokratischen Kommiffionsmitglieder weiter beantragt: schon unmöglich machen wollen! Für Berlin 1. den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, unverzüglich einen zuständig ist da der preußische Landwirtschaftsminister fucht im Eisenbahnwesen gewandt und damit die Notwendig feit der Verstaatlichung begründet hatte. Heute aber macht Gefeßentwurf vorzulegen, durch den( unter Aufhebung von§ 12 von Schorlemer! ist die Vergünstigung beispielsweise sich der preußische Staat der tiefen Günde in noch viel des Fleischbeschaugesetzes) die Einfuhr von frischem und ge- nur bis zum 31. März 1913 bewilligt. Die städtischlimmerem Maße schuldig: Das müsse für den Kanzler des Deutfrorenem Fleisch aller Art ohne anhängende innere Organe aus schen Körperschaften haben deshalb in einer Eingabe fchen Reiches ein dringender Grund sein, den preußischen Minister dem Auslande gestattet wird; an die Regierung um Verlängerung des Termins präsidenten, mit dem er in Personalunion eng verbunden ist, wegen 2. den Herrn Neichskanzler zu ersuchen, bei den Verbündeten Regierungen dahin zu wirken, daß fie die Ende September d. 3. ersucht. Es ist für Berlin von der größten Wichtigkeit, so weißachtung staatsrechtlicher Bestimmungen zur Rechenschaft zu ziehen. von ihnen beschlossenen Erleichterungen der Biche infuhr da ſchnell als möglich zu wissen, wie die Regierung sich zu dem Genoffe Dittmann zeigte ferner durch einen übersichtlichen und überhin erweitern, daß die Einfuhr lebenden Rindviehs und lebender Ersuchen der städtischen Körpenschaften stellt. Selbstverzeugenden Indizienbeweis die militärpolitischen Ur Schweine aus den Niederlanden, aus Dänemark und Schweden ständlich sind die für die Fleischeinfuhr getroffenen und fachen des Wagenmangels auf: er wies nach, daß die ( unter Wegfall der Quarantäne), Frankreich, Defterreich- Ungarn, eventuell noch zu treffenden Einrichtungen mit umfang militaristischen Sorgen der Regierung, die geheimen Vorbereitungen Rußland, Kanada und Argentinien nach Schlachthöfen mit Bahn- reichen Vorbereitungen und Kosten verknüpft. Die agrarische auf etwaige friegerische Berwicklungen in den verfloffenen Monaten anschluß und unter der Bedingung gestattet wird, daß das ein Deutsche Tagesztg.", so führte Wurm aus, habe ja freilich schon ihre Schatten auf den Eisenbanverkehr geworfen hatten. geführte Bieh innerhalb vier Tagen nach Eintreffen geschlachtet bittiert, was die Regierung antworten solle, aber die ReDer Reichstag hatte sich sodann mit einer absonderlichen Plus werden muß; Städte. " 3. für den Fall der ablehnung der Anträge den Herrn gierung müffe wissen, daß die Argumente des Agrarierblattes macherei in eigenen Angelegenheiten zu beschäftigen. Die Wahl. Reichstanzler zu erfuchen, bei den Verbündeten Regierungen babin falsch find, müsse wissen, daß trotz der eingeräumten Einfuhr- prüfungstommission legte dem Plenum eine von ihr ein zu wirken, daß allgemein die Einfuhr von frischem Fleisch und erleichterungen feinerlei Unzuträglichkeiten für den deutschen stimmig angenommene Resolution vor, durch die die Regierung aufSchlachtvich in derselben Weise zugelassen werde wie für die großen Viehbestand sich ergeben hätten. Es dürfe sich feineswegs gefordert wird, dem Wahlkommissar des Kreises um Einschränkungen der borübergehenden Erleichterungen we eine Rüge zu erteilen, weil er sich bei der Wahl im Diese Anträge sind in jeder Beziehung geeignet, der Fleisch- handeln, sondern um eine Erweiterung derselben eine Erweiterung derselben im Januar 1912 unerhörte Verstöße gegen das Wahlteuerung nach Möglichkeit zu begegnen. Das wiesen in der General. Sinne der sozialdemokratischen Anträge. Er bestehe da gesez hat zu schulden kommen lassen. Es handelt sich dabei um debatte die Abgg. Moltenbuhr und Wurm in über- rauf, eine Antwort zu bekommen über die für Berlin mit die Wahl des freitonservativen Herrn v. Salem, der durch ein Bese hat zu schulden kommen lassen. Es handelt sich dabei um zeugender Weise nach. Aber die Vertreter der alten Zoll- feinen 3-3 Millionen Einwohnern brennende Frage: Sollen tühnes Additionsmanöver des Wahlkommissars gegen den Polen wuchermehrheit wollen oder dürfen sich nicht überzeugen der Reichshauptstadt die selbst nach den Vorschlägen der b. Saß- Jaworski als angeblicher Reichstagsabgeordneter proklamiert lassen: sie haben bestimmte Interessen wahrzunehmen und Reichsregierung bis 1914 zugestandenen Erleichterungen nur worden ist. Der Landrat v. Halem, der übrigens kein Sprößling 3ivar agrarische Interessen. Es sprachen zwar von den bis zum 31. März 1913 gewährt werden? eines oftelbischen Junkers ist, wie Name und Art leicht fälschlich vers Stonservativen, den Nationalliberalen und Zentrumschriften Dem Unterstaatssekretär Richter waren diese Fragen muten laffen, sondern der Sohn eines Buchhändlers in Bremen, verschiedene Redner, aber ihre Reden glichen einander wie offenbar sehr unbequem. Die Anträge der Stadt Berlin feien hatte vor der sicheren Kassierung seines Mandats durch den Neichsein Ei dem andern. Der preußische Abg. Arnstadt sang doch kaum eingelaufen; er könne also nicht wissen, ob der tag freiwillig sein Mandat niedergelegt. Mit affenartiger Gedas falsche Lied von der Interessengemeinschaft der Kleinen preußische Landwirtschaftsminister schon eine Entscheidung geschwindigkeit wurde in der Weihnachtszeit die Nachwahl angesetzt, und Großen in der Landwirtschaft und der bayerische Sollege troffen habe!! Voraus fegung zu einer Entscheidung im durch die der Herr dann dant den alten Wählerlisten gewählt Wallenbrüd spielte sich als ein( freilich nicht brillanter) Sinne der Wünsche Berlins sei seiner Anschauung nach die worden ist bis der Reichstag auch diese zweite Wahl kassiert. Sefundant auf. Nach dem Diktum dieses landwirtschaft zu vorige Annahme des vorliegenden Gesez- Der Pole v. 2 aszewosti führte dem Reichstage die Ungefeg lichen Sachverständigen haben wir überhaupt keine Futter- entwurfes!( Das heißt also: friß. Vogel, oder stirb!) lichkeiten vor, die bei der Januarwahl im vorigen Jahre vorgekommen mittelzölle! Dann framte Herr Richter alle Bedenken aus, die jemals find. Es blieb aber unseren Genoffen Stadthagen vorbehalten, Der nationalliberale Abgeordnete Dr. Böttcher, che von Agrariern gegen die Einfuhr von Vieh und Fleisch aus in einer außerordentlich wirksamen Rede, die von leidenschaftlichem dem jungliberaler Sturm- und Dranggeselle, feierte unsere gesonnen worden sind! Noch sei zwar keine ein- Borne über die schmachvollen Gesegesverletzungen staatserhaltender" Wirtschaftspolitik", d. h. die Zölle auf Lebensmittel, Futter- geschleppte Seuche auf Grund der Erleichterungen Gesezeshüter durchglüht war, die richtigen Schlüsse zu ziehen. mittel usw. und wies mit erheblicher Entrüstung die sozial- nachgewiefen worden, aber er weiß, was noch kommen die Auflagebant gehören Staatsbeamte, die sich gegen das Gefeß demokratischen und fortschrittlichen Anträge ab. auflehnen, und zwar nicht durch offene und ehrliche Bekämpfung Für die Zentrumsmänner führte der Abg. Giesberts Herr Richter rief dann das Reichsgesundheitsamt als ungenügender Gefeße, wie es die Sozialdemokraten tun, sondern das Wort, der seinem Aerger über die Oberbürgermeister Stronzeugen an, um den Agrariern, die das neue Viehseuchen- durch Umgebung oder Bruch von Gesegesbestimmungen, zu deren Ausdrud gab, weil sie ihre Aufgabe in der Hauptsache er gefek mit seinen Präventivmaßnahmen genau fennen, zu wahrung gerade sie berufen find! Man fah verlegene Gefichter auf schöpft sähen, wenn sie Vergnügungshallen gebaut hätten und sagen, daß sie keine Angst für die Zukunft zu haben brauchen: der rechten Seite des Hauses, daß wieder einmal ein Sozialden: oim übrigen sich der Repräsentation widmen oder im Herren- wenn die Fleischzufuhr aus Rußland anhalte, dann würde frat berufene Gefezeswächter zur Aufrechterhaltung der Geseze aufhauſe ſizen tönnten. Die Sorge um des Volkes Not über schließlich Bich aus Sibirien nach den deutschen Grenzen fordern mußte, diefelben Herren, die harmlose llebertretungen der ließen sie den Armenkommissionen. Das sind beileibe teine transportiert werden und dann sei es nicht unmöglich, daß Gefeße, wenn sie von Arbeitern und politischen Gegnern verübt demagogischen Redensarten um Gottes Willen, dergleichen wir die Rinderpest ins Land befämen! Schlimmer ist mit werden, stets mit unerbittlicher Strenge ahnden. ist bei Herrn Giesberts ausgeschlossen. Nein, ihm ist's Gespenstern von der Regierung kaum jemals zuvor gearbeitet Zur Szene wurde das Tribunal, als der Vizepräsident Baasche wirklich ernst mit der Beschaffung billigeren Fleisches, deshalb worden. fann! Auf zum Opfer eines sonderbaren akustischen Fehlers des Sigungsfaales bekämpfte er die sozialdemokratischen Anträge in ent- Aus ähnlichen Bedenken heraus sei die Regierung gegen wurde; er hatte hinter Stadthagen etwas anderes gehört, als Stadtschiedenster Weise und ereiferte sich ganz besonders gegen die die Aufhebung des§ 12. Ganz offen wies dann auch der hagen nach vorn gesprochen hatte. Er rief Stadthagen zur Ordnung, berlangte Aufhebung des vielerörterten, der Regierung be- Regierungsvertreter wieder auf die wirtschaftlichen Momente" als dieser sich gegen die Beamten wandte, die zu Auflehnern gegen Lanntlich von der Zöllnermehrheit aufgezwungenen hin das Fleisch tönnte also zu billig, und damit die die Gefeße geworden. Aber Stadthagen ließ sich natürlich nicht § 12 des Fleischbeschaugeſehes. Landwirtschaft geschädigt werden. Bis 1914 so schloß aus dem Konzept bringen. Die Fortschrittliche Boltspartei ließ durch die Abgg. Richter fönnen Ausnahmebestimmungen in Kraft bleiben, Fischbeck und Koch folgende Anträge begründen: bis dahin könne man weiter reden! Den vergeblichen Versuch, einen Mohren weiß zu waschen, machte Herr v. Dergen von der freikonservativen Partei. Aller dings gab auch dieser alte Parlamentarier feinem jungen Partei-| Gefahr seint. Und jedenfalls würde die Besetzung irgend einer| Nasim Pascha war von dem Minister des Aeußern Noradungenossen Halem in aller Deffentlichkeit eine fchallende Ohrfeige durch der Aegäischen Inseln durch eine westeuropäische Großmacht ghian begleitet. Die türkischen Minister verlangten die Bedie offene Erklärung, daß er, wenn er unter den Bedingungen wie oder durch Rußland die Rüstungen zur See noch mehr bewilligung der Verproviantierung Adrianopels, Halem als gewählt proklamiert worden wäre, sein Mandat im schleunigen, weil alle Großmächte in zunehmendem Maße ein worauf Sawoff antwortete, diese Frage sei durch das WaffenReichstage nicht ausgeübt hätte. Interesse daran haben, daß nicht eine Seemacht im östlichen stillstandsprotokoll geregelt. Auch die Frage des Besizes Bei der Abstimmung über die Resolution verließ Herr v. Dergen Mittelmeer und an der anatolischen und syrischen Küste die Adrianopels wurde von den türkischen Ministern aufgemit einigen feiner Fraktionsgenossen den Saal, so daß er nicht herrschende wird. Italien hat während des Krieges mit der worfen. Samoff erklärte dazu, daß diese Angelegenheit in die gegen das einstimmige Votum der Wahlprüfungskommission und Türkei eine Anzahl der Inseln besetzt. Diese Offupation hat Kompetenz der Friedensdelgierten in London falle. auch nicht für den sonderbaren Reichstagsabgeordneten Halem zu anfangs bei den Bewohnern große Freude ausgelöst, die sich stimmen brauchte. Die Herren v. Liebert, der Reichsverbandsgeneral, aber sehr bald in Unzufriedenheit verwandelte, als Italien Prochaska. Arendt und Warmuth dagegen blieben im Saal und stimmten als die fofortige Vereinigung der oftupierten Inseln mit die Konsuln Prochaska und Tahy die amtliche Weisung erWien, 9. Januar. Wie die Neue Freie Presse" erfährt, haben einzige Abgeordnete gegen das sonst einstimmige Votum des Griechenland nicht dulden wollte. Und als der Friedens halten, sich wieder auf ihre Posten in Prizrend und Neichstags. schluß bon Duchy( 18. Oktober 1912) kam, wurde es den BeDen Schluß der Donnerstagsitzung bildete der Beginn der Bewohnern klar, daß Italien fie völlig im Stiche gelaffen hätte: Mitrowiza zu begeben. Dort sollen ihnen die von Serbien ratung über die Dentschrift über die Beamtenorganis der Friedensvertrag bestimmte die Rückgabe der Inseln an verlangten und zugestandenen Ehrenbezeigungen cr sation im Reichs post- und Telegraphenwesen. Ge die Pforte, sobald diese ihrerseits ihre Truppen aus den wiesen werden Es fam nur der Redner unserer Fraktion, Genosse Ebert, zu Wort. nordafrikanischen Provinzen zurückgezogen hätte. Italien In einer Rede, die sachliche Klarheit und Schlagkraft der Argumente konnte schwerlich anders handeln der bleibenden Besetzung Die Aufnahme der fozialdemokratischen mit wohltuender Kürze in Einklang zu bringen wußte, führte Ebert einer oder mehrerer Inseln durch Italien würden die übrigen den Nachweis, daß trotz der pomphaften Denkschrift in der Organi- Mächte nicht ihre Zustimmung erteilt haben und es war auch fation des Beamtenkörpers der Reichspost alles beim alten bleiben nicht möglich, die Inseln an Griechenland auszuliefern, weil joll. Die Dentschrift läßt sich lediglich von dem Gedanken leiten: Italien gerade nicht in den Balkankrieg mit einbezogen wie schränkt man am wirksamsten die Personalwerden wollte. ausgaben zugunsten des Reichssädels ein? Die Hoffnung der Beamten, besonders der Unterbeamten, daß durch eine neue Personalorganisation einigermaßen wieder gut gemacht werden würde, was bei der Besoldungsreform an ihnen gesündigt worden ist, erfährt durch die Denkschrift eine bittere Enttäuschung. Am schlimmsten steht es um die Unterbeamten, denen jede Aussicht auf Aufsteigen in höhere Stellungen, jedes wirkliche Vorwärtskommen völlig abgeschnitten ist. Ebert zeigte dies durch einige wenige, aber sehr beweisträftige Zahlen. Freilich wird die elende Lage der männlichen Unterbeamten fast noch überboten durch die Lohnverhältnisse, die man den 20 000 Postgehilfinnen zumutet. Unter der lebhaften Zustimmung unserer Fraktion brandmarkte Ebert die unerhörte Ausnutzung der weiblichen Hilfskräfte, denen teilweise zugemutet wird, mit 50-60 M. monatlich ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Postverwaltung ist eben jedes sozialen Verständnisses bar, ihr einziger Lebenszweck ist Plus macherei! Am Freitag geht die Beratung über die Dentschrift weiter. Außerdem steht die Konkurrenstlaufel auf der Tagesordnung. Während des Balfankrieges haben die Griechen, deren Marine das Aegäische Meer beherrscht, nicht nur den Anschluß Stretas an Griechenland zustande gebracht, sondern auch mehrere Inseln offupiert. Griechenland hat sich sogar dem Waffenstillstand im November nicht angeschlossen, weil es unter anderem auch Gelegenheit haben wollte, diese Okfu pation, besonders der großen Inseln Chios und Lesbos weiter fortzuführen. Bekanntlich ist die Forderung der Balfanverbündeten nun ganz einfach die, daß sämtliche bisher ottomanische Inseln an Griechenland abgetreten werden sollen. In der Hauptsache betrifft die Forderung die 24 größten Inseln, die die türkische Inselproving", sowie 10 Bistümer des Patriarchats zu Konstantinopel bildeten, und die zusammen eine Bevölkerung von rund 470 000 hellenischen Einwohnern, nebst ungefähr 24 650 Mohammedanern und etwa 4200 Juden zählen. Erwähnung verdient noch, daß die mohammedanische Bevölkerung bloß auf Lesbos zahlreich ist. Dem Anschein nach liegt die Sache also ganz einfach: alle bisher ottomanischen Inseln könnten dem Willen der Bewohner gemäß sich einfach dem hellenischen Königreich angliedern, gerade wie dies jest zweifelsohne mit Kreta der Die Zukunft der Aegäifchen Tnfeln. all ſein wird. Näher betrachtet kommen jedoch sehr ernsthafte Bedenken, Zu den schivierigsten Fragen, die der Balfankrieg aufs die sich dieser Angliederung widersetzen. Die östlichen Inseln neue aufgerollt hat, gehört die nach der Zukunft der Inseln sind kleinasiatische Küsteninseln, die geographisch und historisch im Aegäischen Meere, die bisher der türkischen Herrschaft oder immer zu Kleinasien gehörten. Sie bilden ethnographisch wenigstens der Oberhoheit der Pforte unterworfen waren. und national die Vorposten des Hellenismus und seine VerFür die hier in Betracht kommenden Fragen denn bindung mit den zerstreuten griechischen Bevölkerungselecs gibt deren fast so viele, wie man größere Inseln zählt menten auf der westlichen Küste Kleinasiens. Würden die gilt fast noch mehr wie für die der Balkanhalbinseln, daß sie östlichen Inseln von Kleinasien getrennt, so würde dadurch die bloß auf eine Weise eine dauernde und endgültige Lösung Lage der hellenischen Bevölkerung auf dem Festlande, die sich finden könnten, dem Entwurf unserer Balkangenossen und nach der Meinung der besten Kenner der Verhältnisse in diesen des Manifestes von Basel gemäß, indem nämlich alle Teile Gegenden schon jetzt sehr schwierig gestaltet hat, noch bedieser Länder sich in einer föderativen Republik mit größter deutend schlechter gestalten. Kurz: ein französischer Gelehrter, Autonomie der Zeile zusammenschließen würden. Denn wenn A. Reinach, der vor kurzem eine ausgezeichnete Studie über die Balkanhalbinsel im allgenteinen ein Uebergangsland die Frage der griechischen Inseln veröffentlichte, kommt, nachzwischen Europa und Kleinasien bildet, das feine trennende, dem er das Problem von allen Seiten, geographisch, historisch, sondern vor allem eine einigende Rolle zu erfüllen bestimmt ökonomisch und ethnisch beleuchtet hat, zu dem Schlusse, daß ist, so gilt dies in doppeltem Maße für die Inseln des die einzige vernünftige und befriedigende Lösung der InselAegäischen Meeres, besonders für die östlichen, jenseits von frage die sei, daß das bisherige Infelwilajet in eine autonome Stampalia, der westlichen der bisherigen oftomanischen Provinz unter türkischer Oberherrschaft und mit einem christInseln. lichen Gouverneur verwandelt wird. Alle anderen Lösungen, auch die Angliederung aller Inseln an Griechenland werden, gerade wie auf dem Festlande der Balkanhalbinsel, in der 3ukunft neue Schwierigkeiten, neue Reibungen, neue Kriegsgefahren und neue Rüstungen zur Folge haben. Und so ersehen wir, daß auch bei diesem Unterteil der Frage des nahen Orients die Lösung unserer Balfangenossen und des internationalen Manifestes von Basel die einzig mögliche ist, die einzige, die wirklich den Frieden bringen würde. Im heutigen Zeitalter des Imperialismus und der riesenhaften Flottenrüstungen liegt ihre Bedeutung hauptfächlich auf internationalem Gebiet. Die soeben genannte Insel Stampalia bietet hierfür sofort ein gutes Beispiel. Denn diese Insel breitet sich im Norden sowie im Süden in zivci derartig tiefe und geschüßte Reeden aus, daß bereits während des russisch- türkischen Krieges von 1877-78 bei der englischen Admiralität der Gedanke auffam, sie zu beseßen. Ein Rapport an die britische Admiralität aus der Zeit bezeugte, daß die Insel die beste maritime Basis sei, die man im Aegäischen Meere befeßen könnte. England hat sich befauntermaßen nach dem russisch- türkischen Striege anderswo entschädigt". Es offupierte Cyprus, dessen Bevölkerung fich feit einiger Zeit in der größten Aufregung gegen die englische Herrschaft befindet. Die Vermittlungsaktion. Köln, 9. Januar.( P. C.) Die Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Die Botschafter der Mächte dürften sich heute im Besitz der Anweisungen befinden, die ihnen ihre Regierung für die Ausarbeitung der der Pforte zu übereichenden Rollettivnote haben zugehen lassen. Die gemeinschaftliche Redigierung dieser Kollektivnote wird sofort in Angriff genommen. Sollten die Arbeiten heute abgeschloffen werden können, so würde die Vermutung des Temps" sich erfüllen fönnen, daß die Kollektivnote Ende dieser Woche, vielleicht morgen, der Türkei überreicht wird. Das Schicksal Adrianopels. Der Standpunkt Serbiens. Stichwahltaktik. Während sich die offiziellen Freisinnsorgane einstweiten noch in Schweigen hüllen, liegt das Urteil einiger anderer liberaler Blätter bereits vor. So schreibt das Berliner Tageblatt": „ Der preußische Parteitag der Sozialdemokratie hat heute vormittag nach langen und gründlichen Debatten die von der Landeskommission vorgelegte Resolution über den Wahlrechtskampf in Preußen einstimmig angenommen. Das war nach Lage der Dinge nicht anders zu erwarten. Aber es wäre ungerecht, nicht anerkennen zu wollen, daß auch die Vertreter einer dem Liberalismus freundlicheren Taftif ausgiebig zu Worte gekommen sind, und man wird besonders den Delegierten Bernstein und Landsberg- Magdeburg attestieren dürfen, daß sie ihre Auffassung sehr geschickt vertreten haben. Fast könnte man sich der etwas kezerischen Meinung zuneigen, daß hier zu viel Lärm um einen Eierkuchen vollführt worden sei. Denn so oder so: Auf die Zusammensetzung des kommenden Dreiflaffenlandtages wird man auch mit der geschicktesten Resolution und mit der entschiedensten Agitation nicht viel ausrichten fönnen. Solange das Dreiklassenwahlrecht in Preußen besteht, spielen die Konservativen und Klerikalen mit verzinkten Karten. Kein Wunder, wenn sie unter allen Umständen gewinnen. Das gilt nicht bloß für die sozialdemokratische Partei, die sich selbst in ihren kühnsten Träumen nicht zu mehr als zwei Duhend Mandaten versteigt zwei Dutzend Mandaten unter 343, während sie bei den Reichstagswahlen annähernd ein Drittel sämtlicher preußischen Wähler auf ihrer Seite hatte! Ganz ähnlich verhält es sich mit der Vertretung des liberalen Bürgertums im Abgeordnetenhause. Die Frage ist höchstens, ob der Fortschritt von drei auf vier, im allergünstigsten Falle auf fünf Dußend Abgeordnete steigt. Es galt bei früheren Wahlen schon als ein Erfolg, daß die konservativen Parteien nicht gerade für fich die Mehrheit im Abgeordnetenhause erlangten. Auch bei den bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhause wird es sich wieder darum drehen, daß die Konservativen nicht aus sich heraus der preußischen Monarchie ihre Gesetze diktieren können. Aber an eine Erschütterung der blau- schwarzen Mehrheit ist selbst im günstigsten Falle auch diesmal nicht zu denken. Die kompakte reaktionäre Mehrheit wird wiederkehren. Nicht ums Ganze" geht es, wie das letztemal bei den Reichstagswahlen, sondern nur um Nuancen.. Es gibt wohl auch nach sozialdemokratischer Auffassung einige Gegenwartsforderungen, die in Preußen verwirklicht werden könnten. Da ist die Hebung der allgemeinen Volksschule und ihre Befreiung von dem heute auf ihr lastenden Druck des Klerikalismus beider Konfessionen. Da ist die immer wieder verheißene und immer wieder hinausgeschobene Reform der inneren Verwaltung und die Stärkung der Selbstverwaltung. Es kommt dazu, daß, wenn auch nicht in dem Wortlaut der Resolution, die heute auf dem sozialdemokratischen Preußentage angenommen worden ist, so doch in den Aeußerungen einzelner Vertreter sich die scheinbare Kluft zwischen Fortschritt und Sozialdemokratie nicht unerheblich vermindert hat. Selbst Herr Hirsch hat zugegeben, daß die Fortschrittliche Volkspartei in den letzten Jahren in der Wahlrechtsfrage eine entschlossenere Haltung gezeigt habe. Er hatte auch ganz recht mit seiner Bea merkung, daß, wenn die Fortschrittler den Reaktionär wählten, nicht die Sozialdemokratie, sondern der Fortschritt die Reaktion stärke. Worauf es schließlich ankommt, das ist, daß bei den kommenden Landtagswahlen zwischen Fortschritt und Sozials demokratie Gegenseitigkeit geübt wird. Dafür sind wir von Anfang an eingetreten, und wir können nur wiederholen, daß uns hier der Schlüssel zu einer Verstärkung der Linken bei den kommenden Landtagswahlen zu liegen scheint. Daß die jetzt vom Preußentage angenommene Resolution einem tattischen Zusammengehen zwischen Fortschrittlern und Sozialdemokraten nicht durchweg günstig sei, das haben wir wiederholt ausgeführt, und wir brauchen es nicht zu wiederholen. Aber man darf auch nicht so weit gehen, zu behaupten, daß sie eine solche taktische Verständigung geradeswegs verhindert. Es kommt noch mehr als auf eine theoretische Res solution auf ihre praktische Anwendung an. So viel wir sehen, foll durch die angenommene Resolution nicht ausgeschlossen werden, daß auch Ausnahmen zugelassen werden, wo ihre strikte Durchführung sich als unmöglich erweist. Notwendig ist dabei, daß auch der Fortschritt der Sozialdemokratie gegenüber Ent. gegenkommen zeigt. Man darf erwarten, daß der Wille dazu, der zweifellos vorhanden ist, sich auch in entsprechenden Taten äußert. Geschieht es, dann wird zwar noch keine Garantie für einen neuen Surs in Preußen geschaffen sein das ist unter dem geltenden Dreiflassenwahlrecht ausgeschlossen aber man wird auf eine Phalang rechnen können, die stärker und entschlossener als bisher dent Dreiklassenwahlrecht zu Leibe geht und seine Beseitigung auch gegen den Willen, der heute noch in Preußen allmächtigen reaktionären Sträfte erzwingt." Stampalia ist nun nicht der einzige strategische Bunft ersten Ranges in diesem Meere, die durch die wirtschaftliche und politische Entwicklung immer mehr in den Mittelpunkt des Kampfes zwischen den großen Kapitalsmächten hineingezogen werden. Dasselbe gilt auch für andere Inseln, wie 3. B. für Mytilene( Lesbos), eine der größten und frucht barsten, sowie für die berühmte Sudabay an der Küste Kretas. Auch die Geschichte der Neuzeit liefert fräftige Beweise London, 8. Januar. Dem Reuterschen Bureau wird aus für die außerordentliche Bedeutung, die die Besetzung eines on stantinopel gemeldet: Nach den lezten Mitteilungen oder mehrerer Punkte in dem Archipel für eine Weltmacht hat England den Mächten einen Vorschlag gemacht, nad) im Konfliktsfalle erhalten könnte. Im russisch- türkischen dem Adrianopel der Türkei erhalten bleiben soll unter Striege von 1770 wurde eine russische Flotte unter den der Voraussetzung, daß die Festungswerte gefchleift Brüdern Orloff von Katharina II. ins Mittelmeer gesandt, und verschiedene weitere Beschränkungen wirtschaftlicher Art um die Türkei auch im Rücken anzugreifen. Die Ruffen be- auferlegt werden. Der Vorschlag hat gute Aussicht auf Anmächtigten sich des größten Teils des Archipels von Lemnos nahme bis Piara. Ihr Hauptquartier befand sich auf Paros. Die ottomanische Flotte wurde vor Tichesme, gegenüber Chios, vernichtet. Kurz: die Russen waren zeitweilig die Herrscher bien beschlossen habe, sofort nach der Unterzeichnung des Paris, 9. Januar. Zu der Reutermeldung, daß Ser. im Aegäischen Meere. Damals war die englische Weltherrschaft Friedens die Truppen von der adriatischen Küste zurückzuinfolge des Aufstandes der amerikanischen Kolonien dermaßen erschüttert, daß man bereits mit dem Untergang des britischen ziehen, erklärte der serbische Delegierte Now a fowiti d Reiches rechnete. Ebenso gewiß erschien den europäischen dem Sonderberichterstatter des„ Matin" unter anderem: Wir Publikum damals der Untergang der ottomanischen Herr haben diese Gebiete unter großen Opfern an Gut und Blut schaft. Und hätte die Unzufriedenheit der griechischen Inseln besetzt. Da aber die Mächte erklärt haben, daß sie ein autoinfolge der russischen Mißwirtschaft, die Unfähigkeit der nomes Albanien wünschen und nicht wollen, daß Serbien in russischen Befehlshaber, sowie die Anstrengungen der franzö- den Territorialbesig eines adriatischen Hafens gelange, so Wir möchten zu dieser im übrigen ganz verständigen Auffischen Diplomatie nicht den Schiffbruch des Unternehmens haben wir uns loyal gefügt. Wir haben gleichzeitig be faffung nur bemerken, daß doch für die Entklerikalisierung verursacht, dann wären tatsächlich die Folgen des russischen weisen wollen, daß wir in guten Beziehungen zu unserem der Volksschule und die Reform der inneren Verwaltung Coups nicht zu übersehen gewesen. Ein allgemeiner griechi- mächtigen Nachbar Desterreich- Ungarn leben wollen. Wir genau dasselbe gilt, was das„ Berliner Tageblatt" für die scher Aufstand und die Besetzung der kleinasiatischen Westfuiste werden demnach nicht bloß die adriatische Küste, sondern auch Wahlrechtsfrage selbst hervorhebt: daß nämlich auch hier die hätten bereits damals Rußland den Zugang zum freien alle westlich der Seen und des Dringelegenen reaktionäre Mehrheit, zu der hier auch die Natio Mieere, zum Mittelmeer verschaffen können. Diese historische Gebiete räumen, weil diefe dem künftigen Albanien nalliberalen gehören, einstweilen alle Trümpfe in der Hand Reminiszenz wird aber jedenfalls auch für England eine War- angehören. Aber gleichzeitig erklären wir laut, daß die von hat. Eine wirkliche Hebung der Volksschule und eine Reform nung sein, sich einer Festsetzung Rußlands im Aegäischen Meere unseren Truppen östlich des Drin besetzten Punkte wie z. B. der Verwaltung nach anderen Grundsäken als bestenfalls fräftig entgegen zu stellen. Denn diese würde jedenfalls ein Dibra, Prizrend usw. Serbien verbleiben denen des Herrn v. Jedlig ist erst denkbar bei einem bedeutender Schritt sein in der Richtung der Beherrschung sollen. Wir zweifeln nicht daran, daß die Mächte unseren wesentlich umgestalteten Bahlrecht! Anatoliens, die, wie bekannt, noch immer auf dem russischen Standpunkt und unsere gerechte und loyale Politik unterProgramm steht. stüßen werden. So kann also die Zukunft der Aegäischen Inseln von entDie bulgarisch- türkische Besprechung. scheidender Bedeutung für die Frage der Oberherrschaft in Sofia, 9. Januar. Da der türkische Kriegsminister Borderasien werden, denn die russische Herrschaft im west- nasim Bascha um eine Unterredung mit General lichen Anatolien würde auch für die britische Weltmacht eine a woff gebeten hatte, begab sich dieser nach Bagtschekoij. Die Morgenpost" bedauert natürlich gleichfalls, daß die Sozialdemokraten es abgelehnt haben, auf selbständiges Vorgehen bei den Urwahlen zugunsten des Liberalismus zu verzichten. Immerhin gibt sie ihrer Meinung dahin Ausdruck: „ Gefündigt wird gemeinhin innerhalb und außerhalb Ilions, und über den alten Aberglauben der immer noch nicht ganz ausgestorbenen älteren Freisinnsschule, daß die Sozial- sich damit einverstanden, daß die zu vereidigenden Fraktions-| Bataillonen gebildeten sogenannten Kleinen Regimenter auf drei demokraten sozusagen die natürliche Pflicht haben, die Frei- mitglieder den Eid am zweiten Sizungstage leisten.( Bei der Er- Bataillone gebracht werden usw. usw. Württembergischer Staatshaushalt. " " Oefterreich- Ungarn. Die innere politische Lage ist nach Herrn Dertel unhaltbar. Er finnigen herauszuhauen, sind gar keine Worte zu verlieren. öffnung wird der Eid in die Hände des Königs, am zweiten Vom Profit raucht der Schornstein, und um schöner Freisinns. Sigungstage in die Hände des Alterspräsidenten abgelegt.) zieht deshalb einen ehrlichen Krieg einem stinkigen Frieden vor. Etel empfinde er vor den Liberalen und augen willen, selbst wenn sie weniger reaktionär umflort find, Alterspräsident der Zweiten Kammer ist Genosse Tauscher. Nationalliberalen, besonders aber vor den Sozialdemo als etwa Eickhoffs und Schepps Augen, braucht sich die Sozialfraten. Wenn er als zu der Zeit, demokratie kein Bein auszureißen. Es ist ihr nicht zu verdenken, der Sozialdemokrat den Kaifer im Reichstage beschimpft wenn sie nicht unbelohnt die fortschrittlichen Kastanien aus dem Dem württembergischen Landtage ist heute nach seiner Eröffnung Scheidemann Kanzler getvefen tväre, bann wäre er nicht Wahlfeuer holen will und einen baren Ueberschuß an Mandaten der neue Hauptfinanzetat zugegangen. Der Finanzminister hätte, dem Reichstage gelaufen, sondern hätte Scheidein die eigene Tasche zu stecken wünscht. Wir unsererseits haben bezeichnet den Abschluß des Etats nicht als ungünstig, da es sich aus Der Regic ungezählte Male hervorgehoben, wie unbillig es ist, von der habe ermöglichen lassen, trotz der erheblichen Mehrforderungen das mann gefagt, was diesem Menschen gebühre. In den Grundsägen Sozialdemokratie eine Ausnahme von dein Naturgesch zu ver- Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen herzustellen. Bor- rung stellte er folgende 8ensur aus: Ausführung langen, daß einem das Hemd näher fist als der Rod. Wir aussetzung fei hierbei allerdings, daß in der wirtschaftlichen Lage gut, bisweilen borzüglich", in der haben stets und nicht ganz ohne Erfolg den Freisinnigen eine Verschlechterung nicht eintritt. Der Staatsbedarf beträgt für mangelhaft, zum Teil schlecht". Wiederholt habe die zugeredet, den berechtigten Mandatsanspruch der Sozialdemo- 1913 118 828 521., für 1914 121 692 658 M. Gegen den Etats- Regierung gegen ihre eigenen Grundsäze gehandelt, namentlich was tratie anzuerkennen; wir haben stets den Grundsah Leistung fag von 1912 ist das ein Mehr von 7,5 bezw. 10,2 Millionen. Die die Behandlung der Sozialdemokratie und den Schutz der Arbeitsum Gegenleistung" verteidigt; wir haben nicht weniger scharf Einnahmen sind veranschlagt für 1913 auf 119 059 073 M., für willigen anbetreffe. Auch bei der Besik und Erbschafts. als der Abg. Hirsch die Aengstlichkeit einerseits, die Anmaßung 1914 auf 122 018 620 M., wovon 63,1 bezw. 64 Millionen auf die steuer habe die Regierung gegen ihre eigenen Grundsätze geandererseits in den Freisinnskreisen bekämpft; wir haben auch Landessteuern fallen. Die Steigerung der Einnahmen wurde ins- handelt. Mit einem Hinweis auf die Jahrhundertfeier wurde die stets die Fortschrittler aufgefordert, bei der Auswahl der Wahl- besondere durch Einstellung höherer Erträge bei den Ver- Versammlung geschlossen. männer auf Charakterfestigkeit und Unabhängigkeit zu achten. tehrsanstalten und bei den direkten Steuern erAber wir haben auch stets vor einer Ueberspannung des an sich reicht. Im ganzen ergibt sich ein Ueberschuß von 230 552 M. für vollkommen richtigen Gegenseitigkeitsprinzips gewarnt." 1913 und von 325 962. für 1914. Es müssen aber für außer- Zum Wahlrechtskampf der ungarischen Arbeiterschaft. Nach ihrer Gewohnheit überaus dummes Zeug produ- ordentliche Bedürfnisse der Verkehrsanstalten und für die LandesBudapest, 9. Januar.( Privattelegramm des ziert dagegen die Germania": Wasserversorgung Anleihen im Gesamtbetrage von Vorwärts".) Eine Vertrauensmännerkonferenz der Der sozialdemokratische Preußentag" ist heute zu Ende 42 Millionen ausgegeben werden, die mit ie hauptstädtischen politischen und gewerkschaftlichen Organi gegangen, nachdem die Resolution der Landeskommiffion be- 21 Millionen auf die beiden Jahre 1913 und 1914 verteilt werden fationen beschloß einstimmig, dem außerordentlichen Parteizüglich der Taktik bei den Landtagswahlen unverändert an- sollen. fongreß eine Resolution vorzulegen, die den allgemeinen genommen war, freilich erst, nachdem der Abg. Hirsch erklärt Streik während der Verhandlung der Wahlreform im Reichshatte, daß die Resolution in der Schärfe nicht gemeint sei, wie tage fordert. Die Budapester Parteiorgane bringen an der sie von den„ Genossen" Bernstein und anderen aufgefaßt wurde, schließt mit 7 583 622 20. ab und weist damit gegen das Vorjahr Spitze des Blattes einen Aufruf an die gesamte Arbeiterschaft, so daß der Landeskommission„ eine gewisse Bewegungsfreiheit" ein Mehr von zwei Millionen auf, die durch Verkauf von Staats- durch den der allgemeine Streif nicht nur für die Hauptgegeben sei. Die Resolution ist demnach lediglich ein Stautschut. cigentum und die Höheransehung von Steuererträgen gededt städtischen Arbeiter, sondern für die gesamte Arbeiterschaft fabrikat, auf das die sozialdemokratische Partei, die sonst auf werden. Der Dispositionsfonds des Reichsstatthalters ist um 30 000 des ganzen Landes für notwendig erklärt wird. Die Arbeiterthre Grundsäße und auf ihre Disziplin so sehr zu pochen weiß, Mark getürzt. Der kaiserliche Gnadenfonds bleibt mit 100 000. fchaft wird aufgefordert, die Agitation sofort zu beginnen und nicht gerade stolz sein kann. Die ganze Taktik der preußischen unverändert. Um die Repräsentationskosten des Statthalters, die für den Streik einen Sparpfennig zurückzulegen, da der Sozialdemokratie löst sich danach in einen Wahlfuhhandel mit nach dem Beschluß des Landtags von 200 000 auf 100 000 M. redu- Streit voraussichtlich längere Zeit dauern werde. den Freifinnigen und den Nationalliberalen auf; es wurde auch ziert werden sollten, wird sich wieder ein Kampf entspinnen, da die die Resolution der„ Genossen" aus Schleswig- Holstein abgelehnt, Regierung diese Position ungekürzt gelassen hat. welche die Unterstützung der Nationalliberalen ausschließen und gegenüber den Freisinnigen besondere Kautelen verlangen wollte. Der Wortlaut der Resolution hat daher gar keinen Wert, er ist Gegen die Wahl des Genossen Dr. Ostar Cohn in Nordnur Sand in die Augen der unentwegten„ Genossen", in Wirkshausen ist bekanntlich ein Protest eingelaufen, in dem u. a. auch lichkeit aber nur ein Schritt auf dem Wege zum rosaroten Groß- darin amtliche Wahlbeeinflussung erblickt wurde, daß der Hauptmann blod in Preußen." eines Kriegervereins erflärt hätte, wenn Cohn gewählt wird, erhält der Verein das erfehnte Fahnenband, sonst aber nicht. In einem jegt beim Reichstage eingelaufenen Nachtrag zum Wahlprotest wird nun behauptet, das Versprechen sei erfüllt, im September fei das Fahnenband von der Behörde dem Striegerverein verliehen worden. Politische Ueberlicht. Berlin, den 9. Januar 1913. Wertlose Ableugnungen. Der elsa- lothringische Etat für 1913 Das Fahnenband. Millionen- Geschenke! Wie es scheint, fürchtet man felbst in den Regierungsfreisen eine schlechte Wirkung der allzu früh von der Post" ausgeplauderten Heeresvermehrungspläne und bemüht sich Zu den Wunderlichkeiten der preußischen Steuerpolitik gehört daher, die Angaben der Post" als nicht ganz zuverlässig und die nach der Produktion berechnete Bergwerkssteuer. Diese Steuer als übertrieben hinzustellen. Das Hirsch Bureau erklärte wurde im Jahre 1905 außer Hebung gefeßt. Der Staat verzichtete, noch gestern in vorgerüdter Abendstunde die Meldung für dem Drängen der Grubenbefizer nachgebend, auf die Einnahme. unrichtig. Und ferner konnte am Donnerstag der Berliner Aber es erfolgte leine Aufhebung der Steuer, sie blieb aljo rechtsLokalanzeiger" in seiner Morgenausgabe schreiben: Auf dem gleichen Ton ist ein offiziöses Berliner Telegramm der Köln. 3tg." gestimmt. Auch hier wird versichert, die Angaben der Bost" seien verfrüht, in mehreren Punkten wahrscheinlich auch übertrieben. Um den Eindruck, den eine neue Militärvorlage gerade im gegenwärtigen Moment hervorrufen muß, in etwas abzuschwächen, versichert weiter die Kölnische Zeitung": Am Mittwoch fand in Budapest eine Arbeitslosenversammlung statt, an der nahezu 10 000 Menschen teilnahmen. Die Versammlung demonstrierte auch gegen das geplante Wahlrecht, da ein Paragraph in diesem Gesetz die Arbeitslosen entrechtet. Die Nepszawa" sollte sich am Mittwoch vor dem Geschworenengericht wegen mehrerer Artikel verantworten, in denen Tisza und Lukacz.scharf angegriffen wurden. Da die legten Preßprozesse, insbesondere der Prozeß Julius Kovacz, mit einem Freispruch endeten, lehnte es die Staatsanwaltschaft ab, die Preßprozesse vor den Geschworenen zu verhandeln und zog in letter Minute die Anklagen gegen die ,, Nepszawa" zurück. Aus Industrie und Handel. Deutschlands Roheisenproduktion. Jahr 1891 Weltproduktion 25,801 1901 40,804 1909 65,188 1910 66,200 1911 63,550 Deutsche Erzeugung in 1000 Tonnen 4,641 7,880 12,293 14,704 15,557 Prozentualer Anteil Deutschlands 17,9 19,3 18,8 22,3 24,5 Die beiden größten Eifenproduzenten der Erde, die Union und Deutschland, liefern dem Weltmarkt weit mehr als die Hälfte des gesamten Roheisenbedarfs. Fast bis auf die Hälfte der Roheisenerzeugung fommt man auch, wenn man die Produktion Deutschwirksam. Manche Leute meinen, das sei geschehen, um damit das lands, Englands und Frankreichs zusammenfaßt. Wie man aber " Soweit wir unterrichtet sind, dürften die Mitteilungen Recht des Staates an den Bodenschätzen zum Ausdruck zu bringen. auch die Ziffernreihe betrachtet, immer ist das Ergebnis, daß der verfrüht sein. Daß ein Ergänzungsetat mit Forderungen zur Aber nicht aus staatsrechtlichen Erwägungen ist die Aufhebung der verhältnismäßige Anteil Deutschlands an der Eisengewinnung der Ausfüllung organisatorischer Lüden des Heerwesens tommen Steuer unterblieben, sondern aus Rücksicht auf ein paar Privat Welt sehr fräftig wächst. Eine Entwicklung in diesem Sinn läßt sich foll, ist bekannt. Dagegen ist es unzutreffend, daß dieser Nach personen. Aus bormärzlichen Zeiten haben sich haben sich nämlich nun schon durch zwei Jahrzehnte hin verfolgen: tragsetat in feinen Einzelheiten schon feststehen soll. Man wird bei uns standesherrliche Privilegien der ehemaligen Reichsdaher gut tun, abzuwarten, zu welcher endgültigen Gestaltung unmittelbaren" erhalten. Indem der Staat nur die Steuerdes Nachtragsetats die noch nicht abgeschlossenen Vorarbeiten erhebung aussette, blieb das Erhebungsrecht für einige Standesführen weiten." herren bestehen. Es kommen Hauptsächlich zwei Regalherren in Be tracht: in Westfalen der flerifale Herzog von Arenberg, in Schlesien Graf Tiele- Windler. Diese Herren erheben die Bergwerkssteuern, auf die der Staat großmütig verzichtete, lustig weiter. Und da der Bergbau in stetiger Ausdehnung begriffen ist, steigt auch der Steuer- Die deutsche Hochofenproduktion hat im Jahre 1912 einen fräftigen betrag von Jahr zu Jahr. Dem Herzog von Arenberg erbrachte fie Schritt in der Weltwirtschaft vorwärts getan. Nach den jüngst im Jahre 1866 erst 379 M., im Jahre 1911 jedoch 1480 950 M. publizierten Nachweisen wuchs die Eisenerzeugung in den deutschen In wenigen Jahren wird sie dem Herzoge mindestens 3 Millionen Hochöfen einschließlich Luxemburgs im Jahre 1912 auf 17 852 571 Mart jährlich in den Schoß werfen, denn gerade in feiner" Graf- Tonnen; das bedeutet gegen das vorjährige Resultat eine Steigerung schaft Redlinghausen findet die stärkste Ausdehnung des west- um 14,7 Prog. Unter diesen Umständen gewinnt die Frage an Interesse, wie die britische Eisengewinnung, vor allem fälischen Bergbaues statt. Seit 1866 hat die herzogliche Familie auch, wie die Produktion der Vereinigten Staaten in der jüngsten auch, wie die Produktion der Vereinigten Staaten in der jüngsten aus den Bergwerksregalen bereits 17 Millionen Mart Vergangenheit sich entwickelt hat. Der Anteil Großbritanniens und geschluckt. Eine besondere Jronie liegt darin, daß der Staat, der der Vereinigten Staaten an der Weltproduktion stellte sich jeweilig tun haben." selber feine Bergwerkssteuer erhebt, als Bergbautieibender an die auf folgende Prozentsätze: Einen eigentlichen Wert haben jedoch alle diese Be- privaten Regalherren Steuern bezahlen muß. Die Gesamtsteuer streitungen nicht. Es kann kaum mehr daran gezweifelt für die Arenberge und der Anteil des Fiskus daran betrug in den werden, daß die Regierung schon in nächster Zeit eine Heeres- letzten drei Jahren: borlage im Reichstage einbringen wird, die im wesentlichen den Angaben der" Post" entspricht. Ein neuer großer Aderlaf beginnt. Der Jubel der von den Gewehr-, Munitionsund Kanonenlieferanten ausgehaltenen Presse zeigt deutlich, Für anständige Löhne langt angeblich die Betriebseinnahme daß diese Herren die Mitteilungen der„ Post" für richtig nicht, wohl aber für Millionengeschenke an ganz überflüssige Herzöge. halten und auf neue Riesenprofite rechnen. " Jedenfalls möchten wir schon jetzt der Ansicht entgegen. treten, als ob augenblickliche Bedürfnisse der auswärtigen Politit neue militärische Forderungen nötig machten. Mit der gegen wärtigen politischen Situation würden die Aenderungen und organisatorischen Verbesserungen, die in Frage stehen, nichts zu 1910 1911 " " " 1909 Fistus: 124 397 M. Gesamtsteuer: 1 373 429 M. 156 547 1427 005 190 188 1/480 950 " " Eine sozialdemokratische Gegenbewegung in der Jesuitenfrage", Die Eröffnung des württembergischen Landtages. Der Landtag ist heute vom Stönig mit einer Thronrede Die" Post" und ähnlich einige andere bürgerlichen Blätter cröffnet worden. Diese stellt zunächst den wohlgeordneten Zustand bringen in Anknüpfung an eine am 5. Januar in Köln abgehaltene Versammlung, in der die Reichstagsabgeordneten ofrichter und 1891 • . 1901 1906 • 1910 1911 • Groß Vereinigte britannien Staaten 29,2 32,6 19,7 39,5 15,9 39,4 15,4 41,9 15,7 37,8 Also Großbritanniens Hochofenindustrie verliert in der Mitte der neunziger Jahre mußte England den zweiten Play an Deutschland abgeben und hat ihn zweifellos für immer verloren. internationalen Wirtschaft fast unaufhörlich an Bedeutung; schon Reichsbauk. Der englische Außenhandel im Jahre 1912. Der letzte Ausweis der Deutschen Reichsbank vom 7. Januar der Finanzen fest. Die Ausgaben für kulturelle und Wohlfahrts& rdmann über die Jefuitenfrage redeten, die Mitteilung, daß die zeigt zwar gegen Ende Dezember eine erhebliche Besserung des zvede sind unablässig gestiegen. Durch die erfreuliche Weiterent- rheinische Sozialdemokratie eine Gegenbewegung gegen die Auf- noch immer erheblich stärker belastet. Die Steuerpflicht der( unKontos, aber gegen den Anfang des Vorjahres ist die Reichsbank widelung des Verkehrs werden wieder bedeutende Aufwendungen hebung des Jefuitengejeges plane. Die Mitteilung ist un= verursacht. Als eine der vornehmsten Aufgaben bezeichnet die richtig. Beide Redner haben sich in entschiedener Weise für die gedeckten) Noten betrug 558 Millionen gegen 339 Millionen im Jahre Thronrede die planmäßige Fürsorge für alle 3weige des Aufhebung des Jefuitengefeges ausgesprochen und die 1912. Der Betrag der angegebenen Noten steht um 228 Millionen Unterrichts. Sie fündigt weiter an die Anpassung des Körper- Versammlung hat einstimmig eine Reiolution angenommen, in der höher als Anfang Januar 1912. schafts- Beamten- Pensionsgesetzes an das staatliche Beamtenrecht, es heißt:„ Die Sozialdemokratie wird getreu ihrer Tradition und berbunden mit der Unfallfürsorge für die im Dienst verunglückten ihrer Gegnerichaft gegen alle Ausnahmegejeze felbstverständlich auch Körperschaftsbeamten, ferner eine Erweiterung des Besteuerungs in Zukunft für die völlige Aufhebung des Jesuitengefeges eintreten." rechtes der Gemeinden, eine neue Wegeordnung, eine neue Ordnung der Gebäude- Brandversicherung und die Einführung eines Rechnungshofes. Zum Schluß spricht die Thronrede den Wunsch aus, daß unter den Segnungen des Friedens, der allein die Stärke der Nation erhalten könne, auch die Zukunft dem Volte in allen seinen Teilen Glück und Gedeihen bringen möge. Ferner teilt das sozialdemokratische Pressebureau mit: Dic fozialdemokratische Die Redner haben sich nur gegen die jeßige Behandlung der Frage durch das Zentrum gewandt und in diesem Sinne redet die Resolution von einer aus listiger Berechnung hervorgegangenen Mache". Die Gesamtsumme des englischen Imports und Exports im Jahre 1912 stellt einen Rekord dar. Zum ersten Male erreichte der Import 700 Millionen Pfund Sterling, d. h. ungefähr 14 Milliarden art. Der Gesamtimport betrug im Jahre 1911 680 Millionen Pfund Sterling, im Jahre 1912 745 Millionen, er hatte also einen Zuwachs von 65 Millionen zu verzeichnen. Der Erport erreichte im Die Parade der schlesischen Landwirtsbündler Jahre 1911 die Summe von 454 Mill., im Jahre 1912 487 Will., wurde am Montag und Dienstag in Breslau durch den stellver- die Zunahme betrug 33 Millionen Pfund Sterling. Während der tretenden Bundesvorsitzenden, den schlesischen Ober- Agrarier Aus Export von Fabritaten um 23 Millionen Pfund zunahm, erhöhte sich Landtagsfraktion dem Winkel im Beisein von dem Redakteur und Dichter Dertel gleichzeitig auch die Einfuhr, an der Deutschland hervorragend beteiligt ist, um nahezu 20 Millionen Pfund Sterling. Wenn trotzWürttembergs hat sich konstituiert. Nachdem der bisherige Vor- und den übrigen Provinzial- Häuptlingen abgenommen. Von den dem, so schreibt der„ Globe", jährlich ungefähr 250 000 Engländer, fizende Tauscher wegen seines unsicheren Gesundheitszustandes übrigen Ober- Agrariern war niemand anwesend. Selbst Sehbehauptfächlich aus den arbeitenden Klaffen, auswandern, so muß im gebeten hatte, von seiner Wiederwahl abzusehen, wurde der bis brand fehlte. Dafür ging Dertel, der bekanntlich vorläufig noch fiskalischen System Englands manches nicht in Ordnung sein. Die herige zweite Vorsitzende, Genosse Keil, zum ersten, Genosse Dr. den schlesischen Wahlkreis Brieg- Namslau im Reichstag vertritt, mit Löhne fallen tatiächlich, und die„ Daily News" behaupten, daß der Lindemann zum zweiten Vorsitzenden und Genosse Heymann zum der äußeren und inneren Politik der Regierung und den linksstehen- Arbeiter in England heute schlechter daran ist, als vor neun Jahren. Schriftführer gewählt. den Parteien scharf ins Zeug". Mit beißendem Spott wurde von Der Lebensunterhalt ist so teuer geworden, daß die scheinbare VerZur Frage der Beteiligung an der Eröffnung der Golg von ihm übergoffen, weil er in einem„ jüdischen" befferung der Löhne dadurch illuforisch wird. Der englische Arbeiter des Landtages wurde folgender Beschluß gefaßt: Die Wiener Blatt die türkische Armee gelobt hat. Dem Nachfolger des hat keinen Vorteil von der Verbesserung der Handelsbilanzen. Frattion beteiligt sich an der Sizung zur Eröffnung des Landtags Herrn von Riderlen- Waechter wünschte Herr Dertel einen harten Stopf Elektrifierung amerikanischer Bahnen. Auch in Nordamerika beals einem in der Verfassung vorgeschriebenen staatsrechtlichen Att. und etwas von der Bismarcschen Gewaltpolitik. Aus dem Balkan- ginnt man, den elektrischen Betrieb für Eisenbahnen einzuführen. Der Tradition der Partei und der Absicht der Fraktion entsprechend frieg hat er das eine gelernt, daß das deutsche Als eine der ersten Gesellschaften will die Chicago, Milwaukee and wird sie sich an der von den Mitgliedern der Ersten und den Boll wehrhaft bleiben muß, also rüsten muß. Deshalb forderte S. Paul Railway Co. auf 450 Meilen ihres Befiges den elektrischen bürgerlichen Parteien der Zweiten Sammer veranlaßten moner nicht nur für jedes Regiment, eine Maschinen- Strom verwenden, und zwar auf der Hauptstrede Chicago- Milergischen Huldigung nicht beteiligen. Sie erklärt gewehr Abteilung, sondern auch, daß die aus den vierten wantee- Boupetfound. Gewerkschaftliches. unfererseits teine Antwort der Firma erfolgte, am 26. Oftober die] Arbeit nieder. Ausland. Der Streit der Londoner Tarameterführer. Wenn auch zugestanden wird, daß die Chefs durch Arbeiten Der Einfluß des Krieges auf die start in Anspruch genommen sind, so müßte doch die Zeit zur InLondon, 7. Januar 1913.( Eig. Ber.) Der Kampf der TagaGewerkschaftsbewegung. formation bei einer so wichtigen Frage unbedingt übrig sein. Das meterführer dauert unverändert fort und ein frühzeitiges Ende ist hatten auch die Gehilfen erwartet, da bisher alle Differenzen, die nicht vorauszusehen. Gegen 12 000 Arbeiter, die Hälfte davon Das Internationale Sekretariat der gewerkschaftlichen ia in feinem Betriebe ausbleiben, durch eine Aussprache erledigt Hilfsarbeiter, wie Wagenpuzer usw., ferner Mechaniker, sind direkt Randeszentralen hat soeben durch den Genossen Legien wurden. Die Arbeiten werden von Kleinmeistern fertiggestellt, über von dem Streit betroffen, der auch indirett anderen Berufen seine einen Aufruf zur Unterstützung der Gewerkschaften in Serbienie Herr Gallasch sonst nicht gerade liebenswürdig urteilte. Gr Wirkung fühlbar macht. Streifbrecher gibt es sehr wenige. Die und Bulgarien erlassen, damit diesen ermöglicht wird weiter scheint auch an den Arbeiten keine große Freude zu haben, denn Arbeiter sind gut organisiert und werden von den arbeitenden nach seinen eigenen Worten war es ein fürchterlicher Mist" und Kollegen, die ihre eigenen Wagen befizen oder für kleinere Firmen zu bestehen, ihre Gewerkschaftshäuser, ihre Presse zu erhalten floßig teuer". Vielleicht weiß er jetzt eingearbeitete und füchtige arbeiten, die dem Verband der Arbeitgeber nicht angeschlossen sind, und ferner die vom Kriege hart betroffenen Familien der Gehilfen zu schäßen und werden wir daher den Streif solange fort- virtsam unterstützt. Die selbständigen Tarameterführer zahlen Mitglieder zu unterstüßen. In seiner Begründung des Unter- feßen, bis eine befriedigende Lösung erreicht ist. Im Streit stehen täglich 2 Schilling in die Streitkasse und erlauben den streifenden stügungsgesuches weist der Genosse Pawlowitsch noch 21 Kollegen; 7 Kollegen, die erst kurze Zeit bei der Firma Kollegen, nachdem sie selbst genug verdient haben, den bisher Belgrad darauf hin, daß die Arbeit vieler Jahre verloren sein arbeiteten, sind anderweitig in Arbeit getreten. Leider haben sich üblichen Bedingungen ihre Wagen auszufahren, damit wenigstens wird, wenn feine Hilfe kommit. Ungeheure Anforderungen doch einige Bildhauer gefunden, die bei dem Bildhauer West ein Teil der Streifenden etwas verdienen kann und die Streittaffe werden gerade jetzt an die Gewerkschaften gestellt, während phahr, Bülowstr. 56, Streitarbeit anfertigen. Es sind dies die nicht in Anspruch zu nehmen braucht. Gehilfen Fengler, Kochorz, üzenburger, Rochow, ihre Einnahmequellen vollständig versiegt sind. Der Genosse Reiche It und wittten, außerdem noch einige Kleinmeister. Dimitroff, der Sekretär einer bulgarischen Zentrale, berichtet des längeren über die Wirkungen des Krieges. Seine Zentralverein der Bildhauer. Verwaltung Berlin. Ausführungen sind für alle Arbeiter lehrreich und feien in reifel, NW., Waldstraße 39, seinen Arbeiterinnen zumutete, Achtung, Tabalarbeiter! Da der Bigarrenfabrikant Born Ueberseßung hier wiedergegeben: Zu meinem großen Bedauern kann ich wegen der strengen billiger zu arbeiten als es ber geltende Tarif besagt, so ist seitens Zensur, die sich auch auf die Privatkorrespondenz ausdehnt, Arbeiterinnen lehnten die Zumutung ab und wurden darauf entdes Herrn Bornkessel der Tarif durchbrochen worden. Die meinen Genossen im Ausland nicht mit jenen Details dienen, lassen. Der Betrieb von Borntefiel ist gesperrt. die nötig wären, um ein völlig klares Bild über unsere Lage zu geben. Deshalb kann ich auch noch nicht über die Folgen schreiben, die der Krieg den fämpfenden Proletariern auf dem Balfan möglicherweise bringt. Der Zigarrenfabrikant flug, Reinidendorfer Straße 71 I, hat den geltenden Lohntarif ebenfalls durchbrochen. Der Betrieb ist gleichfalls gesperrt. Arbeiter, Raucher! Kauft nur dort euren Bedarf an Bigarren ein, wo das grüne Plakat, unterschrieben Alwin Schulze, vorhanden ist. lebt Solidarität! Der Vertrauensmann der Tabalarbeiter. Deutfches Reich. Am 30. September wurde die Mobilisierung angeordnet und am 18. Oftober begann der Krieg gegen die Türkei. Wer gedient hatte und noch feine 46 Jahre alt war, mußte sofort ausrücken. Auch jene Refruten wurden einberufen, die sich sonst erst im nächsten Jahre hätten stellen müssen. Vom männlichen Geschlecht wurden zur Militärdienstleistung nur jene nicht einberufen, die Tarifverhandlungen im Malergewerbe. unter 18 Jahren oder zu alt zum Arbeiten waren. Die An- Nachdem am ersten Verhandlungstage die Forderungen beider gestellten und Arbeiter der Post, Telegraphen und Telephon- feits ausgetauscht worden waren, von denen die der Unternehmer anstalten, der Eisenbahnen und einiger Bergwerke wurden mili- wesentliche Verschlechterungen gegenüber den jezigen Bestimmungen des Reichstarifvertrages enthalten und der Gehilfenorganisation tarisiert, damit sie zur Arbeit gezwungen werden konnten. das Recht eingeräumt wird, mit anderen Unternehmerorganisationen Seit Beginn der Mobilisierung schon ruht jede Produktion. forporativ besondere Verträge abzuschließen, forderten die Gehilfen Nur für die Bedürfnisse der Armee wird noch gearbeitet. Sämt- am Donnerstag eine bestimmte Erklärung über die Stellung des liche Schneider, Schuhmacher, Tischler und Schmiede, die nicht Arbeitgeberverbandes zur Erhöhung der Löhne und der Verkürzung eingezogen sind, sowie auch Arbeiterinnen(!) sind verpflichtet, der Arbeitszeit. Die Erklärung, welche die Unternehmer gleich nach in den Werkstätten der Armeclieferungsfommissionen ohne Be- Eröffnung der Sizung abgaben, lautet: zahlung, nur für die Kost, zu arbeiten... In verschiedenen Städten wurden die Lofalitäten der Arbeiterorganisationen ganz einfach in Werkstätten für Militärbehörden, in Magazine und Lazarette umgewandelt. .. Bugleich mit dem Mobilisierungsbefehl wurde im ganzen Rande der Belagerungszustand und die strengste Zensur über Bresse und Privatkorrespondenz(!) angeordnet. Alle Versammlungen wurden verboten, unsere Partei- und Gewerkschaftsblätter von der Behörde suspendiert, damit ja nicht die von den Bürgerlichen gemachte patriotische" Stimmung getrübt werde. Unter solchen Umständen ist die alte Tätigkeit unserer Gewerkschaften böllig unterbunden. Sie können ihren Aufgaben um so weniger gerecht werden, als von ben 10 000 Mitgliedern der freien Gewerkschaften höchstens 500 mit Ausnahme der Postusw. Angestellten zu Hause geblieben sind, und die sind arbeits- und verdienstlos. www Den Gewerkschaften fällt jetzt die Aufgabe zu, die Organi fierten zu unterstützen sowie jene, deren Männer und Söhne auf Das Schlachtfeld gesandt wurden. Unbeschreiblich sind die Ver zweiflung, das Elend, in dem unsere Arbeiter und ihre Familien icht dahinleben. Dabei wird ihr Los immer härter, sowohl durch die außerordentliche Teuerung aller Lebensmittel wie auch durch den unerbittlichen Winter. Nur einige Angaben, um darzutun, in welch unmenschlicher Art man die Arbeiterfamilien plündert, während ihre Ernährer auf dem Schlachtfelde die Geschäfte der Prozentpatrioten besorgen und ihr Blut vergießen müssen: Ein Sad Mehl, der vor der Mobilisierung für 20 Fr. ( für 75 Kilo) verkauft wurde, tostet heute 35 und 40 Fr. In gleichem Maße stiegen die Preise aller anderen Bedürfnisse. In einzelnen Gemeindevertretungen ist es durch die Intervention der sozialistischen Mitglieder gelungen, einige Geldunterstützungen für die notleidenden Familien zu erwirken. So wurden in Sofia 50 000, in Varna 50 000, in Plobdib 30 000 Fr. bc= willigt. Natürlich sind solche Unterstübungen völlig ungenügend, schon weil der größte Teil davon gar nicht zu jenen gelangt, für welche das Geld bewilligt wurde. Die Gewerkschaften sind daher gezivungen, jene Mitglieder und Familien von Mitgliedern selbst zu unterstüßen, denen die Gemeinde eine Unterstüßung verweigerte. Insgesamt besaßen die Gewerkschaften 30 000 Fr. Das aber war zur Linderung der Not taum mehr wie ein Tropfen. Ohne Beihilfe der Genossen im Auslande sind wir daher außerstande, unsere Aufgabe weiter zu erfüllen. Die Notwendigkeit, Geldmittel zu diesen Ziveden zu beschaffen, wird täglich größer, schon darum, weil man auf dem Schlachtfelde Hunderte von solchen Verwundeten aufliest, die Mitglieder unserer Gewerkschaften sind und für die wir etwas tun müssen. Die ärztliche Hilfe, mit der sie bedacht werden, ist Wie der Kampf enden wird, ist schwer vorauszusagen. Das Bublifum fühlt die Abwesenheit der 6000 Tarameter faum; es stehen ihm zu viele andere Beförderungsmittel zur Verfügung. Es ist heute ganz klar, daß es in London zu viel Tarameterdroschten anderen englischen Großstädten die tägliche Bruttoeinnahme eines gibt. Das geht auch aus den Angaben hervor, daß in manchen Tarameters doppelt so hoch ist als in London. Dieser Punkt spielt die Schuld auf die andere wälzen möchte. Es zeigen sich heute die zweifelsohne eine große Rolle in dem Streit, in dem jede Partei Resultate des Gründungsfiebers, das eine Tarametergesellschaft nach der anderen entstehen ließ und den Markt zu Nutzen und Frommen der Gründer mit Fahrzeugen überschwemmie. Manche versichern auch, daß bei dieser Ueberschwemmung des Marktes dic Absicht mitspielte, durch eine Einschränkung der Erwerbsmöglichfeit die kleinen Befizer von der Straße zu verdrängen. Tatsache ist, daß faum eine der größeren Gesellschaften Dividende zahlt. Das ist natürlich fein Grund, weshalb ihre Arbeiter umsonst arbeiten sollen; es wäre vielmehr ein zwingender Grund für die Gesellschaften, eine Sanierung ihrer Finanzen vorzunehmen. Aber es liefert den Unternehmern doch die plausibel klingende Ausrede, daß sie die Preissteigerung des Benzins nicht tragen fönnen. Auf der anderen Seite versichern die Benzinlieferanten, daß der Preis des Benzins wegen des ungeheuer gestiegenen Bedarfs in die Höhe gegangen sei, was natürlich nur eine kapitalistische Beschönigung Benzins wegen des ungeheuer gestiegenen Bedarfs in die Höhe geder Operationen des Benzinmonopols ist. Der Preis des Benzins ist seit dem Abschluß des Vertrages zwischen den Tagameterführern und den Tarametergesellschaften um nicht weniger als 63 Proz. ge= finden sich Vorschläge über die Verwendung anderer Brennstoffe Unter den Anregungen zur Lösung der schwierigen Frage und die Ausdehnung des Eigentümersystems. Die„ Times" kommen heute darauf zu sprechen, daß die Zahl der Tagameterführer, die ihre eigenen Wagen befizen, immer mehr wachse. Augenblicklich gibt es gegen 2000. Sie benußen die Gelegenheit zu einem der periodisch wiederkehrenden biffigen Ausfälle gegen Karl Marg, dessen Theorien durch diese Erscheinung über den Haufen geworfen werden sollen. Sie vergessen jedoch, darauf hinzuweiß, daß die auf der Grundlage des Genossenschaftssystems oder des Abzahlungssystems entstehenden Einzeleigentümer nur deshalb florieren fönnen, weil die großen Gesellschaften finanziell faul find, speil die Gründer die Sahne schon im voraus abgeschöpft haben, und daß sich auf den stiegen. Wir haben die Forderungen der Arbeitnehmer geprüft und sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß auf die Lohnforderungen des freien Verbandes wegen der enormen Höhe( teilweise bis zu 40 Proz.) ein Angebot nicht gemacht werden kann. Wenngleich die Forderungen des christlichen und Hirsch Dunderschen Verbandes mäßiger sind, so wird in denselben die gegenwärtige wirtschaftliche Lage des Malergewerbes völlig verkannt, so daß sie die Grundlage für eine Verhandlung ebenfalls nicht bilden können. Es kommt hinzu, daß uns die Lohnforderungen erst am 8. Januar bei Beginn der Verhandlungen zur Kenntnis gelangt, unsere Mitglieder im Lande auf die Forderungen nicht vorbereitet und die Preisangebote für den größten Trümmern der jetzigen Gebilde höchstwahrscheinlich das alleinTeil des folgenden Geschäftsjahres bereits abgegeben sind. Ber- herrschende Monopol aufbauen wird. Und dann, was nutt den tragsmäßig hätten die Forderungen uns bereits am 15. August Ginzelbefizern ihre Selbständigkeit, wenn ihnen das Finanzkapital zur Kenntnis gebracht werden müssen; wir können unseren Mit jederzeit in Gestalt des Benzinmonopols den Daumen auf die Kehle gliedern erst die Lohnforderungen vorlegen, wenn der endgültige setzen kann? Wortlaut des Vertragsschemas feststeht, um so mehr, weil in den vorliegenden Anträgen eine Reihe weiterer schieriviegender finanzieller Belastungen der Arbeitgeber gefordert werden. Eine Verkürzung der Arbeitszeit müssen wir gegenwärtig ablehnen, weil der dadurch hervorgerufene Lohnausfall für die Arbeitnehmer so groß wäre, daß nur durch eine bedeutende Lohnerhöhung ein Ausgleich geschaffen würde. Im Baugewerbe find zum Teil bedeutend längere Arbeitszeiten; wir können deshalb unseren Mitgliedern, die zum größten Teil in engster Fühlung mit dem Baugewerbe arbeiten, erst dann eine Verkürzung empfehlen, wenn dasselbe eine einheitliche Arbeitszeitverkürzung eingeführt hat." Nach eingehender Beratung beantworteten die Vertreter der Gehilfenorganisationen diese Erklärung wie folgt: Aus der Frauenbewegung. Das politische Recht der Frauen. Der§ 30 des österreichischen Vereinsgesetzes, der Ausländer, Minderjährige und Frauenspersonen" von der Mitgliedschaft in politischen Vereinen ausschließt, soll endlich fallen. " In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember hat das Abgeordnetenhaus die Novelle zum Vereinsgesetz angenommen, die den Ausschluß der Frauen von politischen Vereinen nicht mehr kennt. Mit einer großen Demonstationsversammlung der Wiener Genofsinnen im April 1911 segte der Kampf gegen den§ 30 ein, der in Bersamm lungen und im Parlament von der Sozialdemokratie lebhaft fortIm Verlauf der parlamentarischen Kampagne „ Aus der Erklärung der Arbeitgeber entnehmen wir, daß sie geführt wurde. den Forderungen der Arbeitnehmerorganisationen auf. Erhöhung erklärte ein deutschradikaler" Abgeordneter, daß ihm die Frauen die schredlichste aller Betvegungen if der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeiten vollständig ablehnend bewegung das Abgeordnetenhaus die Gleichstellung gegenüberstehen. Die von den Arbeitgebern angeführten Gründe Dennoch beschloßz Frauen durchzuführen. Das geschah im Frühjahr fönnen uns von der Forderung auf Lohnerhöhung und Arbeits- der fnapp bor der Auflösung des Parlaments. Also zeitverkürzung nicht abbringen, vielmehr haben wir die Ueber- 1911, zeugung, daß die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse blieben die Frauenspersonen" auch weiter von den politischen geradezu auf eine Verbesserung der Lebenslage der Arbeitnehmer Vereinen ausgeschlossen. Im neugewählten Parlament unterbreitete im Malergewerbe drängen. Der Einwand der Arbeitgeber, daß die Regierung eine Novelle zum Vereinsgesetz; neben manchen Bes die Forderungen bereits am 15. August 1912 von den Arbeitstimmungen, gegen die die sozialdemokratischen Abgeordneten nehmerorganisationen ihnen hätten eingereicht sein müssen, ist tämpften, enthielt sie die Gleichberechtigung der Frauen. tariflich unbegründet. Zur Erfüllung der im§ 12 des N.T.V. Freilich ist es im allgemeinen schlimm genug, daß erst Einund. enthaltenen Bedingungen waren wir jederzeit bereit und haben 3 wanzigjährige dürfen politischen Vereinen angehören. Das dies auch durch Schreiben Anfang November dem Arbeitgeber- trifft die männlichen Staatsbürger ebenso wie die weiblichen. Der Fortverband zur Kenntnis gebracht. Der Erklärung der Arbeitgeber, schritt, den die Regierungsnovelle bringt, besteht also vor allem darin, daß daß sie die Forderungen der Arbeitnehmer auf Lohnerhöhung und die Frauen nicht mehr schlechter behandelt, nicht mehr minderer geDarin hat die Forderung der Arbeitszeitverkürzung ihren Mitgliedern erst unterbreiten fönnen, wertet werden, als die Männer. wenn das Vertragsmuster endgültig feststeht, entnehmen wir, daß sozialdemokratischen Frauen einen Sieg errungen. Wenn der Parteifie keine Vollmacht besitzen, über diese Fragen zu verhandeln. tag so beschlossen haben wird, werden nun die Genoffinnen den Wir betrachten die Festsetzung der zukünftigen Höhe der Löhne felben politischen Vereinen angehören fönnen, wie die Genoffen. Die und der Dauer der Arbeitszeiten als so wesentliche Bestandteile Genoffinnen werden das neue Recht natürlich genau so ausnüzen, des gesamten Vertrages, daß sie nur im Zusammenhang mit den wie die Genoffen: zum Kampf gegen alle anderen sozialen und politischen Bischränkungen und zum verschärften Kampf um das übrigen Bestimmungen geregelt werden kann." Damit waren die Verhandlungen in ein fritisches Stadium Frauenwahlrecht. Das Herrenhaus hat noch zu sprechen. Da die anges gelangt. Die Gehilfenvertreter betonten mit Nachdruck, daß ihnen mit einem leeren Tariffcheme nicht gedient sei, wenn nicht zu- nommene Novelle eine Regierungsvorlage ist, dürfte auch diese zur gleich im Zusammenhang damit auch über die wichtigsten Tarif Bevormundung der vom Bolle gewählten Abgeordneten vorhandene fragen, die Fragen der Lohnhöhe und der Dauer der Arbeitszeit Körperschaft gegen die Gleichberechtigung der Frauen keine Einabschließend verhandelt würde. Sie hielten jedes weitere Ber- wendung erheben. handeln für untunlich, wenn nicht mindestens ein Angebot der Untrnehmer über diese Forderungen gemacht werde. Nach langen Auseinandersetzungen gaben die Unternehmer ihren strikte ablehnenden Standpunkt auf und erklärten sich bereit, über tarifliche Die Türkei will nicht nachgeben. Lohnerhöhungen zu verhandeln und ihren Mitgliedern solche zu Konstantinopel, 9. Januar.( Meldung des Wiener t. I. empfehlen. Auch wollen sie für einzelne Orte über Arbeitszeitberfürzung verhandeln und deren Notwendigkeit prüfen. Ferner Telegraphenkorrespondenzbureaus.) Die Pforte hat an ihre sollen, dem Antrage der Gehilfenvertreter entsprechend, nunmehr Botschafter im Auslande eine Zirkularnote gerichtet, worin Solzbildhauer! Der Streit der Bildhauer bei der Firma die Verhandlungen über Löhne und Arbeitszeit gleichzeitig und im diese verständigt werden, daß, falls die Balkandelegierten nicht Aimbel u. Friedrichsen währt nun schon über 10 Wochen, trosdem ist ein Ende desselben heute noch nicht abzusehen. Es zusammenhang mit den übrigen Tarifbestimmungen verhandelt bis Ende der Woche die Friedensvorschläge der Türkei an nehmen, die ottomanischen Delegierten unverzüglich aufgefor. handelt sich um die Forderung der Gehilfen, den Werkführer Hiermit waren die Barteien einverstanden. Die Verhand- dert werden würden, nad) Konstantinopel zurückzukehren. Die Gallasch von der Leitung der Bildhauerwerkstatt zu entheben, lungen wurden auf Freitag vertagt. da seine Art der Kritif sowie seine persönlichen Eigenschaften und Pforte sei feit entschlossen, ihren Standpunkt hinsichtlich Adriadie ganz besonders schroffe Behandlung ihn nach den bisherigen Grnopels und der Inseln aufrechtzuerhalten, weil die Sugeständfahrungen durchaus nicht zu einem Werfführer qualifizieren, noch Die chriftliche Arbeitswilligenvermittelung geht weiter. nisse bereits die äußerste Grenze erreicht hätten. Lazu in einem Hause, das als eins der besten in Deutschland be- Bei der Firma Bonzelet in Hilden bei Düsseldorf, wo die Mitzeichnet werden muß. Bereits vor zirfa 8 Jahren, turze Zeit nach glieder des deutschen Metallarbeiterverbandes im Streit stehen, sind Das Eingreifen der Botschafterkonferenz. Sem Antritt seines Bostens, begannen Differenzen, die nach 8 Ausgesperrte aus Menden i. W. in Arbeit getreten. Es ist nach- Konstantinopel, 9. Januar.( W. T. B.) Die Botschafter der 14tägigem Streit durch Verhandlungen beigelegt wurden und sich gewiesen, daß die Leute vom christlichen Metallarbeiterverband als Großmächte find heute zu einer Besprechung zusammengetreten, seitdem ständig wiederholt haben, so daß die dort beschäftigten Arbeitswillige vermittelt worden sind. Der zweite Lokalbeamte der die sich mit der beabsichtigten Mitteilung an die Pforte 28 Kollegen Ditte Ottober der Firma durch die Organisation die Christlichen in Düsseldorf, Groß, hat die Leute persönlich unter dem beschäftigte und harmonisch verlaufen ist. Ueber das Resultat wird obengenannte Forderung unterbreiteten, gleichzeitig um cine per- Schutz von Polizisten und Gendarmen nach dem bestreitten Betrieb sönliche Aussprache über die Differenzen ersuchend. Aus dem erst gebracht. Die Mendener Ausgesperrten, die nach Stuttgart geschickt Stillschweigen beobachtet. nach mehreren Tagen einlaufenden Schreiben der Firma war zu worden waren, haben, mit einer Ausnahme, die Arbeit in der Ein schwerer Unfall bei Schießübungen. entnehmen, daß die Chefs über die eigentlichen Ursachen im un- Sanitaria" niedergelegt, als sie sich davon überzeugt hatten, daß fíaren waren; gleichzeitig war bemerkt, daß Verhandlungen in den sie Streifbruch begehen sollten. Den einen, der in der„ Sanitaria" Southend, 9. Januar.( W. T. B.) Bei Bersuchen, die am nächsten Tagen nicht möglich seien, da die Chefs dringend verreisen blicb, nannten sie Judas und Verräter. Auf dem Bureau des Nachmittag in Shoeburyneß mit einem großtalibrigen Geschüß bormüßten. Die Kollegen sahen hierin die Absicht, die Verhandlungen deutschen Metallarbeiterverbandes in Stuttgart, wo man ihnen eine genommen wurden, ereignete sich ein Unfall, bei dem ein Kanonier solange hinauszuschieben, bis die dringendsten Arbeiten fertig- Unterstüßung für die Rüdreise gab, erklärten sie, sie hätten nichts getötet und der Hauptmann Dreher jolie zwei Kanoniere schwer I verletzt wurden. gestellt wären und legten daher, als auf ein neues Schreiben davon gewußt, daß in der„ Sanitaria" Streit jei. absolut ungenügeno. Mag der gegenwärtige Krieg enden wie er will, so viel ist jedenfalls sicher, daß unsere Arbeiterbewegung eine außerordentliche Erschütterung erleben und große Opfer bringen muß. In diesen schweren Zeiten und in den über uns kommenden noch schwereren Tagen haben wir nur den einen Troft und die Hoffnung, daß wir auf die mächtige Unterstützung des internationalen Proletariats rechnen dürfen." Berlin und Umgegend. werden. Letzte Nachrichten. Verantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 8. 30. Jahrgang. Quittung. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jm Monat Dezember gingen bei dem Unterzeichneten fol gende Parteibeiträge ein: 0 In der November- Quittung muß es unterm 5. statt 8. fchlesw. Holft. Kr. a tonto I. Qu. 2200,- heißen: 6. schlesw.- holst. Kr. Freitag, 10. Januar 1913. von der Eisenbahnverwaltung nicht verlangen, daß fie übermäßige versucht! Nun, möge man doch jetzt die Schuldigen zur Wagen vorrätig hält, die nur selten gebraucht werden, wenn etwa Verantwortung ziehen, die die Bergarbeiter zum Feiern die Wasserstraßen versagen und den Eisenbahnen starke Transporte gezwungen haben.( Sehr wahr bei den Sozialdemokraten.) zubringen. Was den Eisenbahnern in den letzten Monaten zugemutet worden die reine Menschenschinderei. Marionette. auch Abg. Mumm( Wirtsch. Vgg.): Auch die Sozialdemokraten müssen ist, das ist anerkennen, daß in dieser Frage die Interessen von Arbeitgebern und 3. Berlin Machetes 10,-; Stettin f. Binnenschiff. 118.20; Arbeitnehmern zufammenfallen. Uebrigens hat man diefelbe KalaDie Bergwerkszeitung" schrieb am 20. November: Das Eisen 4. Meiningen I 1. Qu. 125,70; 5. Hanau- Gelnhausen 1. Du mität schon 1907 gehabt, aber aus den damaligen Erfahrungen leider bahnpersonal ist überangestrengt, die Leute, die aus dem geregelten 1811,20; 6. Köln Reg. 23. 20,-; Höchft- Ufingen a fonto 1000,- nichts gelernt. Der Wagenmangel besteht nicht nur im Ruhrrevier, Dienst heraus und in ungewisse Arbeitszeit hineinkommen, er7. Württemberg f. 11 Kr. 1. Qu.( Cannstatt 1274,79; Böblingen sondern bitteren Herzens wird schon so mancher von Ihnen auch den halten nichts Besonderes für die erhöhte Arbeit, denn die in 278,16; Eglingen 718.07; Calto 167,08; Balingen 226,38; Crails- Wagenmangel bei der Großen Berliner Straßenbahn Aussicht genommenen Prämien werden nur an einen Teil der Leute heim 11,52; Aalen 39 08; Ulm 361,09; Blaubeuren 29 26; Biberach Gefellihaft empfunden haben.( Heiterfeit.) fommen, außerdem fönnen vorübergehende Belohnungen in einer 33,68; Hechingen 4. Du. 3,54; 1. Qu. 7,28) Sa. 3144.93; 9. Präsident des Reichseifenbahnamts Wackerzapp betont gegenüber solchen Zeit dauernder Mehrarbeit nichts helfen. Die Leute sollen Berlin Kranzüberschuß v. d. Koll. d. Fa. Westendarp u. Pieper 7,30; dem Abg. Bell u. a. nochmals, daß die gewaltige Steigerung des auch geärgert sein über die Handhabung des Koalitions. 10. Faltenberg D/ S 2. 3,-; 11. Bez. Oberfchlesien Eisenbahnverkehrs auch von den Interessenten nicht vorausgesehen rechts und die Folge soll eben eine paffive Resistenz des f. 9 Kr. 1. Qu.( Kreuzburg- Rosenberg 5,76; Oppeln 12.24; ſei. Auch die Vertretungen von Handel und Industrie hätten ihre Bersonale fein.( ört hört! bei den Sozialdemokraten.) 3 Cofel Großftreblitz 9,36; Gleiwiz Lubliniz 30,30; Beuthen nachträglich bekundete bessere Voraussicht seinerzeit nicht befundet. halte es nur für möglich, daß eine paffive Resistenz spontan und Tarnowig 106.62; Stattowig- Babrze 84,98; Pleß- Rybnid 9,- Die große Wagenkalamität habe ich durchaus zugegeben, aber bei sporadisch vorgekommen ist, nicht aber als allgemeine Erscheinung. Ratibor 24,-; Leobfchiz 6,96) a. 289,17 Bez. Oberschlesien f. objektiver Prüfung der Ursachen kann ich nach wie vor die Schuld Das eben zitierte Unternehmerorgan hat der Eisenbanverwaltung Binnenschiff. 35,55; 13. Borna, 14. fächf. Str. a tonto 250,-; daran nicht der preußischen Eisenbahnverwaltung beimessen. wohl nur einen Schreck einjagen und sie zur Abhilfe zwingen 14. C.. hd 30,-; v. Stoll. d. Kunstichlosserei Wille, Neukölln wollen. Aber ich frage: mer hätte den Eisenbahnern das 4,30; 16. Salzwedel- Gardelegen, 1. Qu. 401,65; HalberstadtAbg. Dittmann( Soz.): moralische Recht absprechen wollen, wenn sie wirklich zur paffiven Dichersleben, 1. Qu. 589,11; 12. fächi. Str. a tonto 1000,-; Die gestrige Beantwortung der Interpellation durch den Resistenz übergegangen wären?( Sehr richtig! bei den Sozial17. Bez. Görlig f. 6 Kr., 1. Du.( Grünberg 106,38; Gagan 183,68; Präsidenten des Reichseisenbahnamts war eine glatte eine glatte und demokraten.) Binzlau 122,28; 2öwenberg 15,32; Görlig 536,74; Rothenburg bedingungslose a pitulation bor der preußischen Allerdings sollte dieser Hinweis auf eine angebliche passive 161,89) Sa. 1076,24; Berlin Dr. 2. A. 100,-; 18. Berlin Eisenbahnverwaltung. Gie hörte fich ant, als Resistenz vielleicht nur ablenken von einer der wirklichen Ursachen R.... 87 3,-; Guft. Lehmann d. König 10,-; fei fie vom preußischen Eisenbahnminister diftiert. Der bes Wagenmangels. Man spricht ja auch hier nicht davon. Die 20. Dresden f. Binnenschiff. 10,-; 24. Bern P. preußische Partikularismus hätte meines Erachtens auch 50,-; 30. Anabe 3,-; Luft 5,-; 31. Meste- Schlachten- einem preußischen Minister gestern hier nicht unverblümter berborage meines Parteigenoffen tönig, inwieweit es richtig fei, fee 20,-; Oldenburg III, Delmenhorst 85,-; Berlin A. B. 50,-; gekehrt werden fönnen, als es hier von dem Vertreter eines Reichsvorbereitende Maßnahmen zur eventuellen Mobilmachung H. H. 50,-; Hamburg 1 2. Qu. 4000,-; Hamburg II 2. Qu. amts gefchehen ist. Wenn Herr Waderzapp die Kompetenz des 5000,- Sambung III 2. Qu. 20 000,- Hennig, Argentinien Reichstags zu einer eingehenden Erörterung der preußischen Eisen- fchuld an der Verkehrsmifere gehabt haben, ist von Geheimrat Waderzapp 5,-%; B Gr.- Berlin a fonto f. 8 Kr. 15 000,-. Darunter: bahnverhältnisse zu bezweifeln versucht hat, so erinnere ich ihn völlig unbeantwortet gelassen worden, und der Abg. Schwabach Alexander F. 6,-, Röner d. Marth 5.-, Honorar F. 3,-, daran, welch weitgehende Konsequenzen für das Reich Bismard in glaubte, diese Vermutung damit widerlegen zu fönnen, daß er sagte, Sparv. Vorwärts, Amerif. Auft. 6. Post, Reinidendorferstr. 14,73, den 70er Jahren aus den Bestimmungen der Reichsverfassung über es habe nur ein Mangel an offenen Wagen bestanden, zur Mobilisierung Strappe d. Stindt 2,50, Ref: Bernstein, 3. Abt. 6.-, Damenmäntel- das Reichseisenbahnwesen hergeleitet hat. Heute, nach vierzig brauche man aber gedeckte. Das ist nun gar kein Beweis, denn im MobilGeich. v. Arthur Simon 5,-, Bleifteg 1,-, öppner 2,-, B. einem Jahren, hat der Reichstag um so weniger Anlaß, sich einen Maultorb machungsfall wird man die Truppen nicht nur in gedeckten Wagen beför Desterreicher z. Wahlfonds 5,-, Rug d. Goffe 10,-, A. B. Mister anlegen zu laffen.( Sehr richtig!) Ich erhebe namens meiner dern. An den abgestrittenen Gerüchten ist doch mehr daran, als 1, Abteilung 26 4,80 mt. Gutenberg 27,60. Fraktion scharfsten Widerspruch gegen den Versuch, den man zugeben will. Wir Sozialdemokraten tun alles, um Reichstag herabwürdigen zu wollen zu einer preußischen einer Kriegspanit im Lande entgegenzuwirken, aber wir würden uns ben fachlichen Inhalt der Rebe des Herrn Waderzapp trifft das zu, Bolitik mitmachen und verschweigen, daß die friegsschwangere ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Auf am Volk verfündigen, wollten wir die bürgerliche Vogel- Strauß was die Rheinisch- Westfälische Zeitung" vom 15. November v. 3. Situation der legten Monate die schweren Schädigungen durch über frühere Miniftererflärungen in diefer Sache schrieb:„ Es ist die Verkehrsstodung mindestens mitberschuldet hat. bisher noch immer so gewesen: wenn der Minister im bürgerliche Breffe, so das Berliner Tageblatt" und die von Fus Reichstag interpelliert worden ist, hat er mit großen Zahlen angel gegründete Westdeutsche Volkszeitung" in Hagen haben diefen paradiert, hat sich anscheinend reingewaschen, und es ist alles Vermutungen Raum gegeben und das legtgenannte Blatt hat auch beim, alten geblieben." Beides haben wir gestern auch wieder die Nachricht verzeichnet, daß man bestrebt sei, die Hauptgehört. Das Argument, daß die Verkehrssteigerung nicht voraus- streden, die nach der franzöfifchen Grenze führen, zusehen war, ist schon gestern genügend zurückgewiefen worden. Das von Güterzügen freizuhalten, damit im Fall einer Mobilhat schon Herr Budde vor sieben Jahren gebraucht, mit solch ab- machung die Truppentransporte nach der Grenze rasch und unEin Blick auf die internationale Lage gebrauchten Ladenhütern follte man uns nicht mehr fommen. Auch gehindert erfolgen können. ist es objektiv unwahr, daß die Stalamität so plöglich und unber- rechtfertigt diefe Meinung.( Lebhafte Zustimmung bei den Soziale mutet hereingebrochen sei, daß man feine Vorsichtsmaßregeln habe demokraten.) Deutschland war und ist in Gefahr, von seinem Dreitreffen fönnen. Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" hat in zwei bundsgenossen Desterreich Kriegswirren hinein Leitartikeln vom 18. und 30. Juli fchon vom kommenden Wagen gezogen zu werden. Warum geben die bürgerlichen Barteien mangel gesprochen. Die Deutsche Bergwerkszeitung" in Effen schrieb und die Regierung nicht zu, daß es von dem militaristischen Standam 30. August: Wenn man sieht, daß in der verflossenen Woche an punkt der Regierung aus ihre Pflicht ist, alles für die Mobilmachung einent Tage schon über 1000 Wagen gefehlt haben, so ist das ein vorzubereiten? 1904 bat der damalige Präfident des Reichsfehr bedauerliches Reichen." Dabei behauptete Herr v. Breiten eisenbahnamtes, Schulz, hier erflärt, daß sich der vornehmste Bach noch im November, daß bis Anfang Oktober die Wagen Teil der Tätigkeit diefes Amtes pöllig der Deffentliche geftellung geradezu glänzend getvefen fei. thört! hört!) Als über feit entziehe, nämlich seine unablässige Sorge dafür, daß die Die Besprechung der Interpellation der Abbg Albrecht u. Gen. Die schweren Schäben überall in der Deffentlichkeit geflagt wurde, deutschen Eisenbahnverwaltungen jederzeit in der Lage find, den an ( Soz.) über den meinte der Minister im Landtag: Ruhe sei die erste Bürgerpflicht. fie geftellten militärischen Anforderungen zu entsprechen. Diese Das war sogar der freilonservativen Bo ft" zu viel. Sie Aufgabe scheint das Reichseisenbahnamt völlig davon abzuhalten, fich brachte unter dem 20. November einen ganz revolutionär flingenden um die Abwickelung des übrigen Verkehrs durch die deutschen Eisenbahnen zu kümmern. Bedenkt man denn nicht, daß eine solche Ber Artifel, worin es hieß: Die nötige Ruhe bewahren ist schön gesagt, aber ob die be- stopfung des ganzen linksniederrheinischen Industriereviers, wie fie treffenden Streise und insbesondere die Arbeiter, wenn es so im Herbst bestand, gerade auch die militärische Inanspruchnahme der weiter geht, die Rube behalten, möchte man sehr bezweifeln. Babnen ungemein erschweren muß? Die Regierung hätte damals ( hört! hört!) Glaubt der Herr Minister, die Arbeiter ließen sich von ihrem militärischen Machtstandpunkt aus eine Gewaltmaßnahme mit dem schönen Wort„ Ruhe" abspeisen, wenn sie einige Tage treffen müssen, und diese Gewaltmaßnahme war offenbar die vier vor Weihnachten mit einem 2ohnausfall von ein Viertel tägige Verkehrssperre am Niederrhein. Ohne den bis ein Drittel des Monatsverdienst es nach Hause militärischen Grund würde man die Entwirrung der Verkehrsgeben müssen! Bezahlt der Herr Minister mit dem schönen Wort falamität jedenfalls auf weniger radifalem Wege berfucht haben, Ruhe" den Arbeitern das Fleisch und das Brot, das fie in auf einem Wege, der den gesamten Handel und Verkehr nicht so folge diefer Lohnausfälle nicht bezahlen können." außerordentlich geschädigt hätte.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) a tonto I. Qu. 2200,-. Berlin, den 8. Januar 1913. Für den Parteivorstand: Otto Braun, Lindenstr. 3. Wir haben unter Nr. 7918, A. Gerisch, F. Ebert, O. Braun, Berlin, Linde 3, beim Bostschecamt Berlin ein Postschedtonto und ersuchen daher dringend, alle Geldsendungen mittels Bahltarte auf unser Boftfchedionto zu bewirten. Es tönnen darauf an jedem Postschalter Beträge bis 10 000 2. portofrei für uns eingezahlt werden. Zahlfarten mit eingebrudter Adresse senden wir auf Wunsch zu, Reichstag. 86. Gigung. Donnerstag, den 9. Januar 1913, nagmittag1hronne an opt Am Bundesratstisch: Wadera app. wird fortgesetzt. Wagenmangel q Abg. Frbr. v. Gamp( Rp.): Die Hauptursache der Kalamität war nicht ein Mangel an Wagen, sondern sie lag in den baulichen Berhältniffen einiger Bahnhöfe, die freilich nicht von vornherein ungenügend ausgebaut waren, die aber den gesteigerten Bedürfnissen nicht mehr genügen. Der Eisenbahnverwaltung fann man daher keine besonderen Borivürfe machen, da ja zu baulichen Veränderungen und zur Durchführung eines Bauprogramms eine Reihe von Jahren gehören. Als die ersten Zeichen der Kalamität sich zeigten, hätten fofort die Bestimmungen über die Sonntagsruhe außer Straft gefegt werden müssen, nicht erst später. Man könnte die Transporte, z. B. Die Kohlenlieferungen für die Landwirtschaft, auf das Jahr verteilen, wenn man den Landwirten für die zu früh, schon im Sommer, bezogenen Kohlen, eine angemessene Zahlungsfrist gewähren würde. In ähnlicher Weife tönnte noch manches zur gleichmäßigen Verteilung der Transporte über das ganze Jahr geschehen. Man kann Kleines feuilleton. Der Rhythmus des Lebemanns. Wenn der Großstädter sein Selbstbewußtsein wärmen will, spricht er von seiner„ Abgehetzt. heit". Me Berkehrsschilderungen und Stimmungsbilder sind voll babon, und der Leser glaubt es zu seiner Genugtuung. Wahr ist es freilich nicht. Die Leute, denen außerhalb der Arbeitszeit acht bis zehn Stunden ihres wachen Tages zur Verfügung stehen, find alles andere als geheht; sie sind nur ungeduldig. Dennoch hat die Epoche eine Leidenschaft hervorgebracht, die in der Tat der Sage von der Abgehektheit recht zu geben scheint: die Leidenschaft der Schnellebigkeit. Genauer betrachtet aber ergibt sich, daß diese Bassion mit Beitmangel und Zeitgewinn gar nichts zu tun hat: sie ist vollkommen selbständig und sich selbst genug. Ihr Symbol aber ist das Auto.. " " in Das hätte auch im Vorwärts" nicht treffender gefagt Wie diefe gewaltige viertägige Verkehrssperrung, so steht zweifelwerden können. Man sieht, selbst Scharfmacher tönnen revolutionär fein, wenn ihr Profit bedroht ist! Wilhelm II. bat einmal erklärt: los auch der Wagenmangel im Zusammenhang mit der KriegsSchwere Strafe dem, der andere an freiwilliger Arbeit zu hindern bereitschaft. Es freuzten sich eben die Ansprüche des WirtEin Preis von 10 Millionen. Ein findiger Vertreter der über die wissenschaftlichen Resultate find freilich noch zu kurz und latonisch, um bereits endgültig gewürdigt werden zu können. So- chemischen Technologie wird vielleicht bald Gelegenheit erhalten, biel scheint aber sicher zu sein, daß Filchner trob der Kürze der fich mit einem Schlage zum mehrfachen Millionär zu machen. Ein Beit recht vom Glüd begünstigt gewesen ist. Er hat unter 76 Grad Mitglied des Senats der Republik Chile hat nämlich den Antrag 35 Minuten südlicher Breite und 30 Grad westlicher Länge Land gestellt, einen Preis in der Höhe von 10 Millionen Mart für die entdeckt, das er Bring- Regent- Luitpold- Land getauft hat, und zwar Erfindung eines Verfahrens auszusehen, mit dessen Hilfe man Land von sehr bedeutender Ausdehnung. Erstreckt es sich doch, wie aus der sogenannten Caliche und ihren Rückständen den Salpeter getabelt wird, südwärts über rund 12 Breitengrade bis zu 79 Grad. herausziehen könnte. Die einzigartigen Salpeterlager in Chile, Filchner drang also 400 kilometer weiter füdlich in der Weddelsee deren Ausbeutung die Haupteinnahmequelle für den Staat bildet. bor als feine Vorgänger. Noch interessanter ist beinahe der Nach gehen einer Erschöpfung entgegen, die zwar noch nicht so nahe vor weis einer diesem Kontinent vorgelagerten Gisbarriere, die Filch- der Tür steht, wie es schon oft vorausgesagt worden ist, aber doch ner Staiser- Wilhelm- Land genannt hat. Wie das im Weddelmeer pohl spätestens in weiteren 50 Jahren eintreten wird. Die Ausvon Filchner neuentdeckte Festland dem auf der entgegengesetzten sichten würden sich bedeutend verbessern, wenn es gelänge, auch die Seite des Südpols liegenden Viktoria- Land entspricht, so fehlt auch unreineren Schichten, die neben salpetersaurem Natron eine auf der westlichen Seite der Antarktis nicht die Eisbarriere, wie größere Menge von Kochsalz und unlöslichen Stoffen enthalten fie in Ostantartika in der berühmten Roßbarriere vorhanden ist. und deshalb bisher kaum verivertbar gewesen sind, derart zu be Aus dem Prozeß gegen den Schwindelbankier Sattler hören Stapitän Roß war an ihr im Februar 1842 bis zu 78 Grad 10 Min. handeln, daß ohne zu große Kosten der Salpeter daraus gewonnen wir einiges über die Privatausgaben des Angeklagten. Sie unter- füblicher Breite vorgedrungen; die Eisbarriere feste feinem wei werden könnte. Der Wichtigkeit der Aufgabe entsprechend find scheiden sich weder durch ihre Höhe noch durch ihre sonstige Art teren Vorrücken jedoch Schranken, und es dauerte sechs volle Jahr schon vjele Versuche nach dieser Richtung angestellt worden, die zehnte, bevor es wieder einem Forscher, Forscher, dem Norweger aber noch immer nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt ben dem, was zu allen Zeiten leichthändige Stabaliere unter die Borchgrevink, gelang, noch weiter nach Süden vorzubringen. haben. Für die Lösung des Problems einen Preis von 10 MilReute gebracht haben. Dreifache Wohnung, Perlenkolliers, diamantenbesetzte Spazierstöde, imposante Schneiderrechnungen: Borchgrevink war auch der erste, der um die Jahrhundertwende lionen Mark auszusehen, bedeutet eine starke Verlodung, aber diese das alles ist beim verwandten Schlage von jeher üblich gewefen. Die Roßbarriere erstieg und auf ihr einige Meilen weit vororang. Maßnahme wäre durchaus gerechtfertigt, beträgt doch der Wert des Nur eins ist neu und des Bemerkens wert: Sattler hat in furzer Der Charakter der Barriere war dent norwegischen Südpolar in einem Jahr in Chile gewonnenen Salpeters rund 300 MilFrift 50 000 M. an Strafen für überschnelles Automobilfahren forscher freilich noch nicht bekannt; Shadleton erst spottete der un- lionen Mark ohne die Nebenerzeugnisse dieses Bergbaues. gezahlt. Darin, vielleicht nur darin, haben die modernen Frei- geheuren Mühen, die die Roßbarriere dem weiteren Vordringen beuter etwas, das sie von ihren Vorgängern unterscheidet. Diese entgegenseite, und kam bis auf das eisbedeckte Hochland, das den Ausmünzer des Nichts, diese Schatzgräber in der leeren Luft ver- Südpol umgibt. Hätte nicht Mangel an Nahrungsmitteln feinem stehen vom Geldausgeben im Grunde so wenig wie vom Geld. weiteren Vormarsch ein Ziel gefeßt, so hätte schon er sicherlich den erverb. Sie können sich weder breitspurig einrichten wie der Pol erreicht. So blieb diese Trophäe dem Norweger Roald Corinth- Ausstellung, die von Baul Cassirer in den Ausstellungszähe, nüchterne Geldmacher, noch reicht ihre Phantasie zur Lebens- Amundsen vorbehalten, und er war es auch, der das Rätsel der räumen der Sezeifion veranstaltet wird, fommt Mittwoch, den führung des echten Verschwenders von einem Schönheitskult Roßbarriere völlig enthüllte. Wir wissen jekt, daß sich diese 15. Januar zur Eröffnung. Man wird ungefähr 250 Werte zu fehen schon ganz zu schweigen. Dafür aber haben sie das Automobil. Barriere von festem Kerneis, das hoch mit Schnee bedeckt ist, 700 bekommen, darunter Bilder, die feit Jahren im Besiz von Museen und Die Schnelligkeit. Es war ein Zeichen von Tiefblid, als Otto Kilometer weit erstreckt, daß sie gleichfalls Hunderte von Kilo- Privatsammlern find. Dazu kommen die neuesten Arbeiten Corinths Bierbaum in feinem Roman Pring Kudud" den verkommenden metern weit nach Süden reicht, wo sie unmittelbar an das zirkum- und einige ältere noch nicht bekannte Bilder. - Vorträge. Der erste wissenschaftliche Abend der Hum Helden feinen Rejt an Lebensgefühl in Rennwagenfahrten aus- polare Hochland anstößt. Es handelt sich also um eine riesenhafte rasen ließ. In der Tat ist das Auto die Sehnsucht und die Ver- fchwimmende Eistafel von der Größe eines ausgedehnten Landes. boldt- Akademie findet am Sonnabend, 8 Uhr abends, in der führung aller derer, denen zum Reichtumsammeln die Straft und In Westantarktika, wo Fildner jetzt in der Weddelsee eine Aula, Georgenstr. 30/81, statt. Dr. Adolf Heilborn spricht über gum Reichtumberwerten die Kultur fehlt. Sie haben es eilig und gleiche Barriere entdeckt hat, scheinen diese Verhältnisse ebenfalls das Thema„ Unsere heutige Kenntnis vom Ursprung des Menschen". Theaterchronit. Jm Theater am Rollendorfe haffen darum die Lebensgüter, die Zeit brauchen. Sie haffen den borzuherrschen. Als die Landung auf der Barriere durchgeführt Raum, für dessen wohltätige Einschränkung fie keinen Sinn haben. wurde, sprengte nämlich eine Springflut mehrere Quadratkilo- play wird Sonntag nachmittag 3% Ihr bei kleinen Preisen Halbes Sie möchten an vielen Orten zugleich fein: ihr Schnelligkeits- Bord gerettet, das Schiff, kam dann Anfang März in eine Drift. meter ab; und die Station wurde mitgerissen. Diese wurde an Republikanische Staateforgen. Die Regierung rausch wird ihnen gefährlicher als den Abenteurern älterer Zeiten Man wird also beinahe annehmen können, daß auch dieses neu- der neuen Republik China geht mit ihren Reformen gar ernstlich eine anspruchsvolle Geliebte. In dieser Passion und in dem entbedte Kaiser- Wilhelm- Land, das demnach gar kein Land, son- vor. Staum ist die Kleidung reglementiert, so tommen auch schon Wunſche, gut angezogen au feu, erschöpft sich, was ihre innere bern nur eine riesige Gismasse ist, eine sehr bedeutende Ausochnung die Orden an die Reibe. Ein neuer„ Orden der blühenden ReisDürftigkeit unter Lebensgenuß. versteht. besitzt, und sich im Süden an einem bisher noch nicht bekannten ähre" wurde gestiftet für gewerbliche und wissenschaftliche Verdienste. Was hat Filchuer erreicht? Ueberraschend schnell ist Filchner, Bunft dem antarktischen Kontinent vorlagert. In Jahresfrist wird Es gibt davon viele Klaffen( 91) und mannigfache närrische Arten Der Leiter der Deutschen Antarktischen Expedition, aus dem füd- Filchner mit einem neuen Kapitän und ausgeruhten Mannschaften der Anlegung( wie bei uns im jungen Europa, dessen Torheiten China lichen Eismeer nach Buenos Aires zurückgekehrt. Die Nachrichten wiederum nach Süden vordringen. nachahmi). Notizen. Das Lebenswert von Bovis Corinth. Die Jugend" aufgeführt. fchaftslebens und des Militarismus. Ein Ausgleich zwischen ihren widerstrebenden Ansprüchen ist nur möglich, wenn die Eisenbahn verwaltung ihnen vorausschauend Rechnung trägt. Daran aber hat Es folgt die Beratung einer Resolution der Wahlprüfungs- I der Resolution dafür sorgen, daß solche Dinge in Zukunft vermiedcu fommission zur werden.( Bravo!) Wahl in Schwetz. Abg. Neumann- Hofer( Bp.): Jeder anständige Deutiche muß es vollständig gefehlt. Nicht einmal die Ansprüche des Wirtschafts- Die Kommission ersucht in dieser Resolution den Reichstanzler, Empörung über diese Vorgänge empfinden. Solche Dinge Lebens sah sie vorher, und das Zusammentreffen mit den erhöhten den Wahlkommissar in Schwetz auf das Ungefeglice seiner werden wir hoffentlich nie wieder erleben.( Abg. Kopf: Gehen militärischen Anforderungen führte daher zu einem vollstän- Handlungsweise hinzuweisen.( Der Kommiffar bat bei Sie nach Hinterpommern!) Gerade die besondere Pflicht eines digen Zusammenbruch. Diese erhöhten militärischen An der Feststellung des Gesamtresultats eigenmächtig Berichtigungen vor- Wahlleiters ist es, für die Einhaltung des Gesetzes zu forgen. Der forderungen können aber feineswegs eine Entschuldigung für genommen, wodurch erreicht wurde, daß der Pole nicht für gewählt Reichstag hätte in der Tat das Recht, noch jetzt Herrn v. Sazden Eisenbahnminister bilden. Die Regierung und die bürger- erklärt, sondern eine Stichwahl angeordnet wurde, in der der Jaworski als den rechtmäßig gewählten Kandidaten zu proflamieren. lichen Parteien wollen offensichtlich die militärische Seite der Neichsparteiler v. Salem fiegte.) Diese Frage wird bei der Prüfung der neuen Wahl zu erörtern Frage nicht berühren, offenbar um den Militarismus Ministerialdirektor Lewald: Bereits vor Jahresfrist hat der sein. Der Regierung erwächst die Pflicht, dafür zu sorgen, daß nur nicht unpopulär zu machen. Um so mehr haben wir die preußische Minister des Innern dem Wahlkommissar in Schwetz er- Leute zu Wahlkommissaren ernannt werden, bei denen solche Dinge Aufgabe, darauf hinzuweisen, wie schon die bloße Möglichkeit eines öffnet, daß sein Vorgehen weder durch das Gefez noch ausgeschlossen sind.( Bravo! links.) Kriegsausbruches unserem Wirtschaftsleben die schwersten Wunden durch das Reglement begründet sei. Es ist also bereits Vizepräsident Dr. Paasche: Nach dem amtlichen Stenogramm fchlägt. Das muß namentlich die Bergarbeiter aufklären, daß im Sinne dieser Resolution gehandelt worden. hat der Abg. Stadthagen vorher gefagt: So geht es einfach sie die Weihnachtsbescherung dieses Jahres dem organisierten Abg. Dr. v. Laszewski( Pole): Die Wahl in Schwes gibt schon nicht weiter. Es ist notwendig, daß wir von der linken Seite eins Massenmord verdanken und die Entschlossenheit, für die Er seit vielen Jahren der Wahlprüfungskommission Arbeit. Es handelt mal darauf hinweisen, es geht nicht so weiter, daß das Gesetz mit Haltung des Friedens einzustehen, muß um so mehr wachsen.( 3u fich bei dem Vorgehen des Wahlkommissars um einen Eingriff in Füßen getreten wird. Es ist notwendig, daß gesetzliche Ordnung stimmung bei den Sozialdemokraten.) Die bürgerlichen Parteien die Rechte des Parlaments, denn nur der Reichstag hat barüber hier hineinkommt, daß diese Auflehner gegen die öffentliche Ordfind über diesen Grund des Wagenmangels wohl auf den Geheim- zu entscheiden, welche Stimmen gültig oder ungültig sind.( Sehr nung, daß diese Auflehner gegen das Strafgefeß sich dahinter verfonferenzen in Westfalen unterrichtet worden, sonst wären längst hier richtig!) Es handelt sich auch nicht etwa um einen Rechenfehler, schanzen, daß sie Beamte sind. Er mirft also nicht speziellen Bes im Reichstag mindestens von den Nationalliberalen Anfragen ein sondern um ein beabsichtigtes parteiisches Borgehen des Wahl- amten Auflehnung gegen das Gesetz vor.( Lebhafte Zurufe bei deu gelaufen, ob die Kriegsbereitschaft in allen Punkten vorhanden ist. kommissars zum Nachteil der Polen.( Sehr richtig! links.) Redner Sozialdemokraten.) Ich halte meinen Ordnungsruf daher durchaus ( Sehr wahr bei den Sozialdemokraten.) Nun sind hier wieder vom Regierungstisch Versprechungen schluß an ein lärmendes Siegesfest der Hatatisten abge- eine von langer Hand vorbereitete Wahlmogelei. bespricht ausführlich die Wahltrawalle in Schweiz, die sich im An- aufrecht. Abg. v. Trampczynski( Bole): Es handelt sich hier einfach um gemacht worden, es sollen umfassende Maßnahmen getroffen werden, spielt haben. um eine Wiederkehr folcher Stalamität zu vermeiden, Preußen will Bizepräsident Dove bittet nicht zu ausführlich auf dieses Sieges. Serr v. Saß- Jaworski ist zweifellos im ersten Wahlgange gewählt, fofort 60 Millionen verivenden für neue Gleise, neues Personal, feſt einzugehen, da dies der Wahlkommissar doch nicht hätte ver- er wäre ohne die Massentaiſierung von Stimmen auch in der Stichs neues Fahrtmaterial. Die Botschaft bör ich wohl, allein mir fehlt hindern können.( Große Heiterkeit.) wahl gewählt; furz, er ist zweimal gewählt, und das Erder Glaube.. Anfangs wird wohl etwas geschehen, aber sehr bald Abg. Dr. v. Laszewski: Nachdem die Wahlvorstände in den gebnis ist, daß Herr v. Halem hier fist. Warum hat denn im geht das alte Lied wieder los. Man muß das lebel an der Wurzel einzelnen Bezirken die abgegebenen Stimmen für gültig erklärt hatten, Schweger Krawallprozeß der Kreissyndikus die Aussage darüber anfaffen, und das preußische Eisenbahnwesen davon heilen, daß es durfte der Wahlkommissar teine Stimmen mehr für ungültig er berweigert und zwar infolge Richterteilung der Aussageden Finanzen zur Ausbeutung überliefert wird. flären.( Lebhafte Zustimmung.) Das kann dann nur noch der Reichstag genehmigung durch den Landrat v. Halem, was er mit den Hunderte von Millionen werden in Preußen aus dem Verkehr her- selbst. Auch das Verhalten des Wahlkommissars bei der Stich wahi Wahlvorstehern verhandelt hat? Es wäre Anstandspflicht des ausgepreßt, nicht etwa um die unteren Steuerstufen freizulassen, war nicht einwandsfrei. Der Gegenkandidat hieß Saß- Jaworski. Herrn v. Halem gewesen, hier Aufklärung zu schaffen. Wäre die sondern um die Junker und die Reichen möglichst zu Bettel, auf denen Saß nur mit einem" geschrieben war, Neuwahl in Schwetz nach unserer heutigen Debatte gewesen, der fchonen. Nicht die Bedürfnisse des Verkehrs, sondern die wurden kassiert, obwohl doch nicht zweifelhaft war, wen die Wähler Landrat hätte niemals mehr als Kandidat auftreten können. Wir meinten. Das ist in 24 Wahlbezirlen gefchehen.( hört! verlangen das Eingreifen der Staatsanwaltschaft. ist der Zwved der preußischen Eisenbahnverwaltung. Würden in den hört! links.) Bei der Hauptwahl aber waren alle diese Stimmen Freilich ist sie auch nicht eingeschritten, als mir seinerzeit 294 Stimmen legten Jahren nur je 50 Millionen Mart mehr für Bahnanlagen Es waren eben zwischen den Haupt- und Stichwahlen bestimmte für gültig erklärt worden.( hört! hört! links und im Zentrum.) abgemogelt wurden.. Damit schließt die Debatte. und Betriebsmaterial ausgegeben worden sein, so wäre die gange Anweisungen vom Landratsamt in Schweg ergangen.( Hört! Abg. v. Derzen( Rp.) stellt in persönlicher Bemerkung gegenüber Kalamität vermieden worden, und trotzdem hätten noch Hunderte hört!) Das ist in dem Krawallprozeß zur Sprache gekommen und dem Vorredner fest, daß er bei der ersten Verhandlung der Schwetzer von Millionen als lleberschüsse für die allgemeinen Finanzen ein Gerichtsassessor, der als Zeuge vernommen wurde, hat gefagt, Affäre nur gefagt, er würde, wenn er unter ſolchen Umständen ge abgeführt werden können, obwohl sie überhaupt nicht in die er trage Bedenten darüber auszusagen, es handele sich um dienst wählt wäre, lieber nicht im Reichstag sizen.( Hört! Bei der Uebernahme der liche Angelegenheiten.( hört! hört! links und im Zentrum.) hört! links.) Eisenbahn durch den Staat wurde vom damaligen Minister Bon einem anderen Zeugen wurde aber befundet, daß das Die Resolution der Kommission wird gegen die Reichss Maybach sehr dringend betont, daß die Eisenbahnen nicht Landratsamt angeordnet habe, alle Stimmen partei angenommen. Finanzzweden diene it follten, sondern dem mit Sas Jaworski" für ungültig zu erklären.( Stürmisches Es folgt die Beratung einer Berfehr. Seine damaligen Aussprüche bilden die ber= Hört! hört! links und nichtendste Kritik der gegenwärtigen preußischen Eisenbahnpolitik, Schwek haben nicht nur die Empörung der Polen, sondern auch im Zentrum.) Die Vorgänge in Deutschrift über die Beamtenorganisation der Reichs- Post- und und ich empfehle fie dem Minister Breitenbach, damit er sie ein der Deutschen hervorgerufen.( Sehr richtig! im Zentrum.) In Darin ist die Stärke des Postbeamtenheeres im Jahre 1910 auf Telegraphenverwaltung. gerahmt über feinen Schreibtisch hängt. Aber was ist aus den einer deutschen Zeitung hieß es, daß in Schweg die Stimmen nicht 209 589 angegeben; es wird weiter über Löhne, Beförderung und Versprechungen geworden. Die Geschichte der preuzischen Eisenbahn- gezählt, sondern gewogen werden, und daß unterliegt, wer Arbeitsleistung Auskunft erteilt. verwaltung ist voll von den Scherben gebrochener Versprechungen. Die meisten Stimmen erhält.( Heiterkeit.) Als der Finanzminister Miquel von Herrn Gothein einmal an Schluß eines Gedichtes heißt es: die bei der liebernahme der Eisenbahnen gegebenen Versprechungen Schluß eines Gedichtes heißt es: erinnert wurde, sagte er, das hätten die Abgeordneten nicht glauben sollen, er wenigstens hätte es nicht geglaubt. ( Heiterkeit.) Zum Schaden fügte er noch den Spott. Wir werden gut tun, an diese Miquelschen Worte angesichts der jest wieder von der Regierung gegebenen Versprechungen zu denken.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Erzielung hoher Ueberschüsse " Und am Abg. Ebert( S02.): Als der Reichstag feinerzeit die Denkschrift über eine Reorgani fation des Beamtenkörpers bei der Reichspost wünschte, ging er zwar die eine geringe von der Voraussetzung aus, daß Arbeiten, Und wenn's zu einer Nachwahl kommt, Siegt in Schwetz wieder der Schwindel!" Auch bei der letzten Nachwahl in Schweh sind wieder arge Berſtöße vorgekommen. Ein deutscher Wahlaufruf schließt mit den Qualifikation verlangen, Beamten mit niedrigerem Gehalt übertragen orten:" Es gilt nicht die Gerechtigkeit, sondern den werden, er hat aber dabei auch den Vorbehalt gemacht, daß die Sieg der Deutschen herbeizuführen."( Laute Pfuirufe bei Intereffen der vorhandenen Beamten bei der Regelung im vollen Auch Herr v. Rheinbaben hat als Finanzminister eine den Bolen.) Die Vorgänge in Schwez rechtfertigen ein Einpricht dem nicht. Eine Neuorganisation der Personalverhältnisse gewürdigt werden sollen. Die vorgelegte Denkschrift ent gang berfehrte Eisenbahnpolitik getrieben. Ich erinnere greifen der Staatsanwaltschaft.( Beifall bei den bei der Post soll danach überhaupt nicht vorgenommen an die schweren Angriffe, die gegen ihn im Herrenhause von Herrn Polen.) b. Gwinner gerichtet wurden, durch die er gewissermaßen von Abg. v. Derken( Rpt.), Zweifellos hat nicht der Wahlkommiffar werden, weil die von 1900 sich bewährt habe. Ihr leitender Ge feinem Posten herunterblamiert wurde. Herr v. Gwinner wies sondern der einzelne Wahlvorstand das Recht, Stimmen für ungültig danke ist ausschließlich der finanzielle Effekt für die Reichspoſtverwaltung. Untere und mittlere Beamte, die gehofft hatten, nach, daß dem Freiherrn v. Rheinbaben ständig das Malheur passiert zu erklären. Das hat der Kommissar auch nicht getan, er hat nur daß bei dieser Personalordnung zum Teil das wieder gut gemacht fei, Hochkonjunkturen und Strifen zu verwechseln und demgemäß rechnerisch eine Berichtigung eintreten lassen. immer faliche Dispositionen zu treffen. Im Januar 1907( Schallende Heiterkeit links.) Ihr Lachen zeigt nicht gerade parla- werden könnte, was bei der Besoldungsordnung an ihnen gefündigt war, find also durch die Denkschrift enttäuscht worden. Man hatte er gesagt, daß die Aussichten günstig seien, dabei war 1907 mentarisches 3artgefühl.( Erneute große Seiterkeit links.) bätte den Wünschen des Personals auf Verbesserung der so oft bee das schlimmste Strijenjahr. Wie Herr v. Gwinner mit deutlicher Der Kommissar hätte bemerken sollen, die Stimmen sind für ungültig sprochenen schlechten Beförderungsverhältniffe Rechnung tragen Anspielung sagte:„ Wer vom Geschäft etwas verstand", hatte zu erklären, aber er hätte das Resultat anders feſtſtellen müſſen. müſſen. Trozdem hätte man noch erhebliche Ersparnisse machen Anfang 1907 die Segel eingerafft. 1910 ging es dann umgekehrt. Der Reichstag hätte allerdings unbedingt die beiden Stimmen tönnen. Die Unterbeamten kommen auch in diesem Falle wieder es wäre Daher kommt es," sagte Herr v. Gwinner, daß wir sehr häufig tassiert, also doch zur Nachwahl gefommen. am schlechtesten weg. Bei den Personalreformen von 1900 und unsere Bestellungen für die Eisenbahnen, die sich auf Hunderte von Uebrigens haben mehrere polnische Beisiger gegen das Vor- 1908 waren fie leer ausgegangen, weil man 1899 die sogenannten Millionen beziffern, zu den teuersten Preisen machen und gehen des Wahlkommissars feinen Widerspruch erhoben. die Industrie nicht beschäftigen, wenn sie dringender Beschäftigung bört 1) Ich bedaure das Vorgehen des Wahlfommiffare, vornherein gegen diese Neueinrichtung und die Erfahrung hat uns gehobenen Stellen für sie geschaffen hatte. Wir waren von bedarf." Es mag ja sein, daß Herr Lenze etwas mehr von Finanz- aber mala fide( mit böser Absicht) hat er nicht gehandelt. Was nun recht gegeben. Das System bedeutet lediglich einen Vorteil für verpolitit versteht als Freiherr v. Rheinbaben, aber in bezug auf das die Stichwahl anlangt, so war zweifellos die Staffierung der Zettel hältnismäßig wenig Begünstigte. Die Eisenbahnwesen sieht auch er feine Aufgabe darin, möglichst mit einem" 3" unberechtigt. Auch wir wünschen nicht, daß viel Ueberschüsse für allgemeine Bedarfszwede herauszuwirtschaften. einer von uns unberechtigt hier im Hause sigt. Die Resolution ist Das steht. überflüssig, da die Beamten nicht mala fide gehandelt haben und auch schon reftifiziert worden sind.( Bravo! rechts.) " = Abg. Stadthagen( Soz.): ( Sört! zu Unzufriedenheit in den Kreisen der Unterbeamten über diese Einrichtung ist heute allgemein. Das Arbeitsgebiet der gehobenen Unterbeamten muß mehr erweitert werden. Jedem im schärfften Widerspruch mit der Reichsverfassung. fähigen Beamten muß ermöglicht werden, sich empor Der Artifel 43 sagt flar und deutlich: Das Reich hat dafür Sorge arbeiten, die besonders befähigten müssen freie Bahn erhalten, um zu tragen, daß die Eisenbahnverwaltung die Bahnen jederzeit mit Ich halte die Resolution durchaus nicht für überflüffig. fich auch über die Grenze ihrer Klasse bis zu den höchsten Stellen Betriebsmaterial so ausrüstet, wie es das Verkehrsbedürfnis erheischt also das Verkehrsbedürfnis, nicht die preußische Plusmacherei für den Für die Herren in Schweß scheint doch eine recht nachdrückliche Be- der Postkarriere eventuell emporzuarbeiten. Den Einwand der un lehrung am Blaze zu sein. Gegen folche Korrekturen des Wahl- genügenden Vorbildung können wir nicht gelten lassen. Die englische allgemeinen Staatsfädel. Nach der Verfassung müssen die Einnahmen ergebnisses, die nahe an das Strafbare grenzen, muß Postverwaltung gibt jährlich 40 000 m. allein für Unterrichts. aus dem Verkehr im Interesse des Verkehrs Verwendung finden auf das energischste vorgegangen werden. Gegen den Wahlkommissar turse ihrer Beamten aus. Bei uns geschieht derartiges überhaupt fotpie im Interesse der Angestellten und Arbeiter. Ergeben tann zweifellos wegen Wahlfälschung vorgegangen werden. nicht. Die Tätigkeit der Geldbriefträger z. B. erfordert ein ers fich dann noch Ueberschüsse, so sind die Tarife herabzusehen. Die Unterlassung des Schüttelns der Urne durch Wahlvorsteher ist hebliches Maß von Sorgfalt und Gewandheit. Warum sollen solche Gerade das ist der mächtigste Hebel des Verkehrs. Leider scheint Nichtausübung eines öffentlichen Amtes. Der Wahlkommissar hat Leute nicht auch in der Lage sein, Schalterdienste zu verrichten man in Preußen die bisherige Eisenbahnpolitik verewigen zu wollen. lediglich das Recht, zusammenzurechnen, aber nicht die ungültigkeits- Bei der Eisenbahn können Unterbeamte zum Telegraphendienst Ja man will nach einer Erklärung des Abg. Hirsch Essen in der erklärung von Hunderten Stimmen anzuregen. Der Reichstag müßte verwandt werden, warum nicht auch bei der Post. Wenn gehobene Steuerfommission die Ueberschüsse der Eisenbahn noch stärker für auf Grund des Artikels 27 der Verfassung Herrn v. Saß- Jaworski luterbeamte mittlere Beamte vertreten fönnen, müssen sie auch allgemeine Staatszivede verwenden, um die Steuerzuschläge ganz als gewählten Abgeordneten erflären- alles was dauernd deren Stellen einnehmen können.( Sehr richtig!) Von 80 000 oder teilweise aufheben zu fönnen. Es ist höchste Zeit, dieser feit der Wahl v. Saz- Jaworstis am 12. Januar 1912 geschehen ist, etatsmäßigen Unterbeamten stehen heute nur 17000 in gehobenen Politit von Reichs wegen einen Riegel vorzuschieben. Zumal auch die neueste angebliche Wahl v. Halems ist als auf Wahl- Stellen. Hat ein Beamter die Prüfung abgelegt, io muß er jahrelang einer daß die Eisenbahnen vor waltigen technischen Revolution, vor der Elektrisierung, ben Sozialdemokraten und Polen.) Die Befuche des fandidierenden Beamte erst nach 25jähriger Dienstzeit zur Prüfung zugelassen. Zu waltigen technischen Revolution, vor der Elektrisierung, fälschung beruhend ungültig und nichtig.( Lebhafte Zustimmung bei anf die Einstellung in eine etatsmäßige Stelle warten. Manchmal werden erfordern wird. Wer wirklich stehen, die große Mitteln für eine großzügige Entwidelung des Verkehrswesens ist, muß dafür Landrats und ſeine Instruktionen bei den Wahlvorstehern sind die folchem Alter fällt es ihnen natürlich schwer, sich in neue Dienstintellektuelle Veranlassung dieser Gefeßwidrigkeiten. Da aber hat der verhältnisse hineinzufinden. Man fönnte faft auf die Vermutung forgen, daß die Macht der Junker in Preußen gebrochen wird, das Reichskanzler die unerlägliche Pflicht, das nötige und zwar hier das kommen, daß hier ein System, eine gewisse Absicht vorliegt. heißt, daß das Dreillaisenwahlrecht beseitigt wird. Bei Eingreifen des Staatsanwalts zu veranlassen.( Stürmische Die Bezahlung der Unterbeamten ist heute geradezu den kommenden Landtagswahlen wird dazu Gelegenheit sein. Erst Zustimmung b. d. Sozialdemokraten.) Der Reichskanzler muß sich an iämmerlich. Gehobene Stellen werden nicht viel besser bezahlt, wenn es gelingt, Preußen in einen modernen Verfassungsstaat um das Reichsjuftizamt wenden und das Reichsjustizamt muß die Staats- zumal die wenigsten ihr Endgehalt erreichen. zuwandeln, in dem sich der Wille des Volkes durchießen kann, wird anwaltschaft anweisen, das Erforderliche zu tun. Die Beamten in auch der preußische Partitularismus im Eisenbahnwesen zu über- Schwez dürfen sich nicht gegen das Gesetz auflehnen. winden sein und dann werden wir auch dazu kommen, das gesamte Eisenbahnwesen in Deutschland unter die einheitliche Leitung des Reiches zu stellen. wenn man bedenkt, fie lehnen sich gegen das Gesetz auf. Die wesentlichste Reuerung ist die Eröffnung der Postlaufbahn für Frauen. Wir fordern bei gleichen Leistungen gleiche Löhne für Mann und Frau( Sehr richtig! bei den Sozial demokraten), damit sie nicht zu Lohndrückerinnen oder Konkurren tinnen werden. Nun aber beginnt man namentlich bei den Postämtern II. Atlaſſe zahlreiche männliche Beamte durch Frauen zu erfegen. Und wie das geschehen soll, das muß großes Aufsehen erregen. Man will alle nachgeordneten Beamten der Bostämter III. Staffe unter Ersparung von 2,2 Millionen Mark durch Ge bilfinnen mit 750 Mark Bergütung pro Jahr ersetzen.( hört! hört! links.) Hier handelt es sich um eine unerhörte Lohndrückerei und Ausbeutung weiblicher Arbeitskräfte, hafte zurufe bei den Sozialdemokraten), da muß der Reichstag darauf dringen, daß wenigstens die elementariten sozialen Pflichten nicht ganz vom Fistalismus verschlungen werden. ( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Vizepräsident Baasche: Das dürfen Sie nicht sagen. Abg. Stadthagen: Auch den Beamten gegenüber bleibt bei mir Schon vor Jahren haben wir hier Resolutionen beantragt, die Logil Logit und Recht Recht. Vizepräsident Baasche: Das ist Ihre Auffaffung. Ich kann die Vereinheitlichung der deutschen Bahnen und ihre Leitung durch das Reich verlangen. Man erwiderte, daß dies nicht dulden, daß Sie von den preußischen Beamten generell sagen, nicht weit genug gehe und die Eigentumsfrage unlösbar sei. Im Abg. Stadthagen: Das ist mir auch gar nicht ein Borjahre aber hat Präsident Waderzapp fie als durchaus lösbar erklärt und nach früheren Erklärungen der Liberalen gefallen. Ich bedauere, wenn die Akustik hier so schlecht sein mügte mit uns eine Mehrheit des Reichstags für ein Reichs- follte, daß man nach hinten nicht versteht, was ich nach vorn fage. Stonsequenz in Stampf gegen den preußischen Verkehrsfisfalismus. borgehen und wenn sie das gauze Landratsamt ausheben müßte. wie sie selbst in privatkapitalistischen Betrieben faum vorkommt( Leb eisenbahngefoz und Reichseisenbahnen vorhanden sein. Zeigen Sie( Seiterkeit.) Ohne Ansehen der Person muß die Staatsanwaltschaft Wir sind, wi. in allen Fragen der Kultur und des Fortschritts,( Sehr gut! links.) Die Konservativen verwahren sich gegen ein solches Vorbereit, auch hier voranzugehen.( Lebhafter Beifall bei den Sozial- gehen ich fonstatiere das!( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Sozial- gehen Abg. Dr. Böttcher( natl.) schildert zahlenmäßig die durch den Die Herren, die immer die Anwendung des Gesetzes fordern, follen Wagenmangel hervorgerufenen Schädigungen der rheinischen rheinischen es erst mal bei ihren Freunden anwenden, namentlich hier, wo Auch das Los der mittleren Beamten ist nicht das beste. qualifizierte Wahl- und Urkundenfälschung Die feste Anstellung der Diätare geht sehr langsam vor sich, die Industrie. Präsident Wackerzapp: Gegenüber den Ausführungen des Ab- vorliegt, die mit Ehrverlust die Schnldigen bedroht. Der Reichstag Affiftentenstelle ist immer mehr die Endstation, es gibt doppelt fogeordneten Dittmann habe ich zu erklären, daß die Verkehrs- wird sich bei Prüfung der neuesten Wahl" v. Halems feines Rechts, viel Anfangs als Endstellen und Tausende vorläufig Angestellter todungen im Ruhrrevier weder in der Ursache noch in der Wirkung zu prüfen, wer am 12. Januar 1912 gewählt wurde, zu erinnern warten auf das Definitivum. mit der politischen Lage irgend etwas zu tun haben. haben. Heute fann er nicht mehr tun, als die Resolution annehmen, Ersparungen, die man überall an den unteren Beamten machen Diese Behauptung ist vollständig aus der Luft gegriffen. Die Stö- worum ich Sie dringend bitte, damit die Ahndung der geichehenen will, scheinen nun aber sehr wohl im höheren Dienst möglich. rungen haben lediglich in der Zu- und Abfuhr der Güterzüge ihre Gesetzverletzungen an den schuldigen Beamten erfolgt.( Lebhafter Man nimmt aber nur Rücksicht auf die Bedürfnisse des ReichsschayBeifall bei den Sozialdemokraten und Volen.) amts, in feiner Weise ist von einer fozialen Fürsorge für die BeUrfachen. Damit fliegt die Debatte. Abg. Dr. Pfleger( 3.): Es liegt wohl nur eine Fahrlässig amten die Rede. Das ist um so verwerflicher, als die ReichspostDie Wahlen der Abgg. Schwabach( natl.) und Dr. Berr( 3) feit der Beamten vor. Immerhin hätte das Reichsamt des Junern verwaltung in dem diesjährigen Etat einen Ueberfuß von werden für gültig erklärt. schärfer vorgehen sollen. Wir wollen durch einstimmige Annahme 118 Millionen Mart aufweist. Diese Ueberschußpolitik, bie nur demokraten.) " aus der Steuerfeu der Befigenden entspringt, haben gestellt wird. Bisher wurde sie im Gerder Filialgeschäft der Leip- sozialdemokratische Fraktion, als einem der erstmöglichen und der wir stets auf das entschiedenste bekämpft. Wir beantragen daher, siger Parteidruderei gedruckt. Zeptere erscheint im Verlage der Fraktion zugänglichen Mittel, ihren Mitgliedern den Vorschlag, die Denkschrift der Budgetkommission zu überweisen; dort Parteileitung des Sondershauser Wahlkreises und wird in der sowohl der" Prawda" wie dem Lutsch" als Mitarbeiter ihre Unter muß ein Weg gefunden werden, wie man trotz der notwendigen Er- Erfurter Parteidruckerei hergestellt. Dafür ist die als Kopfblatt schriften zu geben." Fast sämtliche Mitglieder der Fraktion haben sparnisse auch den sozialpolitischen Aufgaben gerecht wird.( Beifall der Tribüne" erschienene" Thüringen", die früher für den 1. und dieser Aufforderung bereits Folge geleistet. Von den beiden gebei den Sozialdemokraten.) 2. weimarischen und für den Sondershauser Reichstagswahlkreis nannten Blättern hat sich die" Prawda" zunächst noch nicht geerschien, eingegangen. äußert. Die Redaktion des Lutsch" aber schreibt, sie wisse zwar wohl, daß es auf dem Wege zur Einigung noch viele Hindernisse ber Fraktion als ein Zeichen, daß die Meinungsverschiedenheiten zu überwinden gebe, sie begrüße aber die prinzipielle Erklärung die gemeinsame praktische Arbeit nicht hindern können und sollen, und daß eine solche gemeinsame Arbeit auch in einem gemeinsamen Blatte möglich wäre. Hierauf berta gt sich das Haus. Nächste Sigung: Freitag 1 Uhr pünktlich.( Kleine Anfragen, Fortiezung der Beratung der Denkschrift, Konkurrenzklausel, gerichte.) Schluß 6 1hr. Parlamentarisches. Reichstagsnachwahl in Aussicht. Jugend- selbstverständlich keine Rede davon sein könne, daß er der Vorwärts" Genosse Keil sendet uns eine Erklärung, in der er betont, daß Redaktion zumutet, zu seinen Gunsten Westmeyer als württem bergischen Korrespondenten abzufägen. Um nicht in den Verdacht zu kommen, als habe er die von Weſtmeyer verfaßten Notizen über landespolitische Fragen für den Vorwärts" gefchrieben, habe er feinem Freundeskreise mitgeteilt, daß der Vorwärts" auf feine Berichterstattung über württembergische Angelegenheiten verzichtet habe. Die Wahlprüfungskommission des Reichstages erklärte am Donnerstag die Wahl des feiner Fraktion angehörigen, ehemals nationalliberalen Abg. Dr. Beder Sprendlingen, der in AlzeyBingen gegen den freifinnigen Pfarrer Korell gewählt ist, mit 9 gegen 5 Stimmen für ungültig. Tritt der Reichstag diesem Befluffe bei, so wird in Alzey- Bingen eine Nachwahl stattzufinden haben. Bei der Hauptwahl im Jahre 1912 entfielen Stimmen auf Dr. Beder( natl.) 10 848, auf Storell( Bp.) 9372, auf Adelung ( S03.) 2315. Dann prüfte die Kommission die Wahl des Konservativen Abg. Siebenbürger, der im Wahlkreis Naugard- Regenwalde im ersten Wahlgang mit 12 111 Stimmen gewählt wurde. Auf den nationalliberalen Kandidaten entfielen 4733, auf den SozialdemoIraten 1777 Stimmen. Bon nationalliberaler Seite wurde Protest erhoben, weil die Wahl nach konservativer Manier gemacht worden iſt. Als Wahlurnen dienten Pappschachteln, Suppen schüsseln und Zigarrenfisten. Die Wahlzelle bestand in einem Falle aus einem Lattenverschlag, durch den man jeden Wähler beobachten konnte; in einem anderen Falle hatte man einen Bettschirm verwendet; oben an der Dede war ein Spiegel angebracht. Freibier ist in Mengen gespendet worden. Die Prüfung der Wahl wird in der nächsten Sigung fortgesetzt. Aus der Partei. Von der Parteipreffe. Die ,, Donau- Wacht" ergeht sich erneut in Stilübungen gegen den Vorwärts", die nur beweisen, daß sie unsere Notiz„ Der Oberzenfor in lim" entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen will. Wir glauben, auch im eigensten Interesse der Donau- Wacht" felbst, am besten zu tun, wenn wir unsere Leser mit dem Gerede des Blattes nicht weiter behelligen. der Stadtverordnetensizung zu Harzgerode wurde der Genosse Ein Sozialdemokrat als erster Stadtverordnetenvorsteher. In Liebe zum Stadtberordnetenvorsteher gewählt. Die sosialdemokratische Dumafraktion und die Breffe. Eine der wichtigsten Errungenschaften des verflossenen Jahres in Rußland bildet es, daß die Sozialdemokratie in der Tagespreise festen Fuß gefaßt hat. Unter unjäglichen Mühen und Opfern haben die Petersburger Arbeiter es erreicht, daß an Stelle der früheren Monate und Wochenschriften, die bald unter dem einen oder dem anderen Namen erschienen, gegenwärtig zwei sozial- Deist zum stellvertretenden Vorsteher. Die Stadtverordneten von Dessau wählten den Genossen demokratische Tageszeitungen:„ Prawda"( Wahrheit) und„ Lutsch" ( Fadel) in Petersburg erscheinen. Diese Blätter tragen aber Bei der Stadtverordnetenwahl in Rathenow wurde das zur keineswegs einen lokalen Charakter, sondern werden in Tausenden Wahl stehende Mandat von unserem Genossen Friesede bc= von Exemplaren im ganzen Reiche vertrieben. hauptet. Der Wahlkampf wurde mit noch nicht dagewefener Heftigkeit geführt. demokratischen Arbeiterpresse in Rußland ist, daß die Kräfte und Das einzig Uncrfreuliche bei dieser Entwickelung der sozial Mittel für zwei Organe aufgewendet werden müssen, von denen das eine Prawda") die sogenannte Bolschewistische" und das andere( Lutsch") vorwiegend die Menschewistische" Richtung vertritt. Mag die Gründung zweier besonderer Blätter angesichts des Richtungstampfes in der russischen Sozialdemokratic historisch berechtigt und erklärlich sein, so führt sie in der Praris doch zu einer Verzettelung der Kräfte und zu manchen anderen Schwierig feiten. Die negativen Seiten dieses Zustandes haben die sozialdemo fratische Dumafraktion, die, obgleich aus den Vertretern verschie dener Richtungen bestehend, die Einheit der Sozialdemokratie Rußlands verkörpert, alcich nach ihrer Konstituierung veranlaßt, einen Weg zur gegenseitigen Verständigung anzubahnen. In ihrer Die Thüringer Parteipreffe hat mit Neujahr einige Sihung vont 28. Dezember hat die Fraktion folgenden Beschluß Aenderungen erfahren. Es erscheinen jest im Agitationsbezirt angenommen: Mit Rücksicht darauf, daß die Einigkeit der SozialThüringen, dem 12 Reichstagswahlkreise der thüringischen Klein- demokratie dringend notwendig ist, spricht die sozialdemokratische staaten angehören, 10 Parteizeitungen. Mit Neujahr sind hinzu- Fraktion der vierten Duma, als einige Körperschaft, den dringen gefommen als neue Unternehmungen die„ Eisenacher Volks- den Wunsch aus, daß an Stelle der beiden bestehenden Organe zeitung" und die Bolkszeitung für Schwarzburg- Sondershausen". der Arbeiterpresse ein Organ ins Leben gerufen werde. Erstere ist ein Kopfblatt( mit selbständiger Lokalredaktion in Gise- diesem dringenden Wunsche der Einigkeit der Sozialdemokratie und nach) der als weimarisches Landesorgan erscheinenden Weima- der Vereinigung beider bestehenden Organe der Arbeiterpresse in rischen Volkszeitung", die jetzt in Jena in eigener Druderei her- cin für die Arbeiterklasse maßgebendes Organ ausgehend, macht die 17 Von Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Aus den Gefilden Schlesiens. Die Parteiorganisation und die Parteipresse im niederschlesischen Bergarbeiterkreis Waldenburg hat im verflossenen Jahre an gerichtlichen Strafen 4 Monate 7 Wochen Gefängnis und 1460 M. Geldstrafe zu verzeichnen. Von diesen Strafen entfallen auf das feit fünfviertel Jahr bestehende Parteiorgan, die Schlesische Bergwacht", 3 Monate Gefängnis und 1085 M. Geldstrafe. Marktpreise von Berlin am 8. Januar 1913, nach Ermittelungen des fönigl. Polizeipräsidiums. 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 19,78 17,26-17,30, mittel 17,18-17.22, geringe 17,10-17,14( ab Bahn). Futterbis 19,80, mittel 19,74-19,76, geringe 19,70-19.72. Roggen, gute Sorte gerfte, gute Sorte 17,40-18,00, mittel 16,70-17,30, geringe 16,00-16,60. hafer, gute Sorte 18,80-20,30, mittel 17,30-18,70( frei Wagen und ab Bahn). Martthallenpreife. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 30,00-50,00. Speisebohnen, weiße, 36,00-50,00. Linsen 35,00-60,00. Startoffeln( Steinhdl.) 5,00-8,00. 1 Stilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70-2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,40-1,80. Schweinefleisch 1,60-2,20. Gier 4,80-7,20. 1 Kilogramm Starpien 1,40-2,40. Male 1,60-3,20. Bander Stalbfleisch 1,40-2,40. Hammelfleisch 150-2,40. Butter 2,40-3,00. 60 Stüd 1,40-3,60. Sechte 1,60-2,60. Barfche 1,00-2,40. Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stüd Streble 3,25-24.00. Ich lasse mich durch das ähnliche Aussehen von gebrannter Gerste nicht täuschen, sondmen werlange immer Kathreiners Malzkaffen. der mir viel besser schmeckt... ولان درد über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f.d. 1. Berl. Reichstagswahlkreis. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Genoffe Karl Haase am 8. Januar plößlich verstorben ist. ant Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 11. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt. Um rege Beteiligung bittet 204/1 Der Vorstand. Verhand der Schneider u. Schneiderinnen. Den Mitgliedern geben wir hiermit bekannt, daß der Kollege Karl Haase ant 8. Januar im Alter von 49 Jahren verstorben ist. Der Verstorbene war eines der ältesten Mitglieder der Berliner Filiale und hat an der Förderung derfelben fiets regen Anteil genommen. Er gehörte in früheren Jahren wiederholt abwechselnd der Ortsverwaltung oder der Stommission an, bis er bei der llebersiedelung des Hauptvor standes nach Berlin von der Berliner Mitgliedschaft in den Borstand gewählt wurde. Wieder holt bat die Berliner Mitgliedfchaft den Verstorbenen zu den Berbandstagen delegiert. Alle, die ihn fannten, haben feinen aufrichtigen und ehrlichen Charakter zu schäßen gewußt. Wir werden fein Andenken stets in Ehren halten. am Die Beerdigung findet Sonnabend, den 11. Januar, nachmittags 2 Uhr, bon der Halle des Zentralfriedhofes in Friedrichs. felbe aus statt. 162/8 Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Wanderverein Berlin Verein zur Förderung des Wandersports unter den organisierten Parteigenossen Gross- Berlins. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, den Mitgliedern mitzuteilen, dass unser lieber Wandergenosse Karl Haase 1/1 am 8. Januar durch den Tod aus unseren Reihen geschieden ist. Wir verlieren in dem Verstorbenen einen lieben Kameraden, einen eifrigen Förderer unseres Vereins. Durch seinen geraden Charakter hat er es verstanden, sich die Liebe und Achtung sämtlicher Mitglieder zu erwerben und werden wir ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 11 Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt und bitten wir unsere Mitglieder, unserem Genossen das letzte Geleit zu geben. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Petersburger Viertel. Bez 353 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schriftfczer Artur Krüger Edertstraße 4 geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 11. Jan, nach: mittags 1%, lhr, von der Leichen. halle des Georgen- Kirchbofes, Landsberger Allee, aus statt. • Der Vorstand. Verband der Buch- und Steindruckerei- Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am Dienstag, den 7. Januar. verstarb nach langer Strankheit unser Mitglied 27/2 Ernst Retzlaff. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 11. Januar, nachmittags 2%, Uhr, von der Leichenballe des Krankenhauses Am Friedrichshain aus auf dem Bartholomäus- Kirchhof in Weißenfee, Faltenberger Straße, statt. Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Am Dienstag verstarb unser Genosse, der Schrijtjeter Karl Kleinfeldt Streliger Str. 7, Bezirk 608. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag. nachmittag 3 1hr, von der alle des alten SophienKirchhofes, Eingang Bergstraße, aus statt. 224/7 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Nachruf. Am 6. d. Mis. verstarb unser Genoffe, der Werkzeugmacher Hermann Kupfer Nazarethkirchstr. 44. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand am 9. Jain Döbeln( Königreich 224/6 nuat Sachsen) statt. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unfer guter Bater, Großvater, Dntel und Schwager, der Bäder Hugo Nitzschke sen. am am 8. Januar janit entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 11. Januar, nachmittags 4 libr. von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 220 Um stilles Beileid bittet Im Namen der Hinterbliebenen: Hugo Nitschke jr. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am 8. b. Mts., verstarb unser Genoffe, der Bäder Hugo Nitzschke sen. Kastanienallee 21, Bezirk 530. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des städtischen Friedhoses in Friedrichsfelde aus stalt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 224/8 Nach furzem Kranfenlager verschied am 8. d. M. unser langjähriges Vorstandsmitglied, Herr Hugo Nitzschke. Wir betrauern in dem Dabin gefchiedenen einen in jeder pin266/5 sicht humanen Herrn. Ehre seinem Andenken! Die Beamten der Orts- Krankenkasse für das Bäcker- und Konditor- Gewerbe. Sage allen Freunden und Befannten, sowie den Kollegen der Firma Mar Haffe, den Mitgliedern des Deutschen Wietallarbeiter- Berbandes, und den Mietern des Hauses Wiesenstr. 31 herzlichen Dank für die innige Teilnahme. Wwe. Reißner nebit Kindern. 127 Zentralverband der Bäcker und Konditoren. Sierdurch unseren Mitgliedern zur Kenntnis, daß am 8. d. Mts. unser langjähriges Mitglied, der Bäder Hugo Nitzschke im Alter von 73 Jahren verftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 11. d. Wits., nachm 34 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung erwartet 40/1 Die Verwaltung. Verband der Schneider, Schneiderinnen u.Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin III. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, die Näherin Kollegin Martha Kramer Firma Gebr. Borchardt am 8. Januar im Alter von 46 Jahren verstorben ist. am Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 11. Jan., nachmittags 22 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Ilm recht rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Adolf Schulz Treptow, Harzer Str. 118, im Alter von 51 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet bente, Freitag, den 10. Januar, nachmittags 3, 1hr, auf dem Neuen Treptower Gemeindefriedhof in der Kiefholzstraße statt Um rege Beteiligung ersucht 77/10 Die Ortsverwaltung. Turnverein„ Fichte". Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der Zurngenosse Ludwig Krolewski ( Mitglied der 1. Männerabt.) am Mittwoch, den 8. Januar, itach langer Krankheit verstorben ist. 16 Jahre war er cin treues Mitglied des Vereins. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 32 Uhr, von der Reichenhalle der Frei religiösen Gemeinde, Pappelallee 15/17, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 186/1 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Willi Balla gestorben ist. Ehre feinem Andenken! 110/10 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Zeilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Ber wandten und Bekannten, besonders der Löwen Brauerei Abteilung 2, dem sechsten Wahlkreis und dem Berbanbe meinen besten Dank. Wwe. Döhling nebst Kindern. Danksagung. +27 Für die überaus zahlreichen Be weise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manues und guten Vaters Paul Hartmann sage ich hiermit allen Beteiligten 222 mcinen aufrichtigen Dank. Frau Helene Hartmann. A.Wertheim am Bahnhof Leipziger Str. 126-30 132-37 König- Str. Alexander- Plats G. m. b. H. Rosenthaler Strasse Oranien- Strasse Lebensmittel- Verkauf Soweit vorhanden. Inseriertes Obst, Gemüse, Gänsefleisch, Wild und Fische können nicht zugesandt werden. Fleischwaren Rotwurst...... Pfd. 55, 85 Pr. Jagdwurst... Pfd. 1.05 Landleberwurst...... Pid. 1.00 Feine Leberwurst... Pfund 1.15 Pasteten- Leberwurst Pfund 1.25 Bauernmettwurst... Pfund 1.25 Pfund 1.30 Teewurst Zervelat- u. Salamiwurst Pra.1.30 schwer.. Pfund Schinkenspeck Pd. Pid. in Stücken von 1.20 Rollschinken ca. 5-8 Pfund 1.50 Gänsebrust in ganzen 1.55,2.10 Jäger- Salat.. Dose 55 Pf. Delikatess- Würstchen 6 Paar u. halb.Stck.Pfd. O .1.85 in Dosen 95 Pf., 12 Paar Ochsen- Zungen tafelfertig. in Dosen von 2-3 Pfd. netto eingewogen, Pfd. 2.60 Fleisch ohne Schmorfleischpra. 90P, 1.00 Roastbeef Pa. 1.00, Koch.1.40 Brust u. Fehlrippe 75,85 PE. Kammu.Querrippe 70,80 PL. ausgelassen 65 Pf. Talg Pfd. 55, Pfund Frisch. Schinken. Ganz. 90 Pf. Pfd. Kakao, Schokolade, Tee Rückenfett... Pid. 75 Pl. Pfund Deutscher Kakao Pfd. 60 Pf., 1.00 Deutsch. Kakao 1 Paket 1.40, 170 Haushalt- Schokolade Pfund 70, 95 Pt. Vanille- Schokolade 1.20, 1.30 Souchong- Melange Paket ca. 1.30 Paket ca. 65 Pf. 1 Plund Souchong- Melange fund Souchong- Melange II III IV V 1.90 2.30 2.80 3.40 4.20 Kongo- Melange Pra. 2.60, Pecco- Melange Pfund 4.80 Ceylon- Melange Backobst Gem. Backobst Pra. 28, 40, 50 PL. Kalif.Pflaumen Pfd. 22, 30, 34 Pt. Entsteinte Pflaumenera50, 60 PL. Kalif. Birnen Pfd. 42, 55, 65 Pf. .. Pfund 3.40 Kalif.Aprikosen Pfd. 45,65, 80 Pf. Kaliforn. Pfirsiche Pfd. 40, 52 Pt. Amerik. Ringäpfel Pra. 30, 42 Pf. Italienische Prünellen Pra. 80 Pf. Bourbon- Vanille Grass Stangen 40, 75, 1.15 Dr. Simmel Spezial- Arzt für Haut- und Harnleiden. dicht am 3 Hört! Hört! Regenschirme Lederne Handtaschen bon 2.50 an bon 3.50 an. Kein Laden, Fabrikniederlage. Alexandrinenstr. 121, 1 Tr. A. Möhle, Nähe Hallesches Tor. * Liesen Bug Pfd. Pfd. 70 Pf. Pökelzunge Pfund 1.20 Kalbskamm. B 85,90 PE. Kalbsbrust 85 pr., Spitze 1.00 Wild Wein inkl. Moselwein Obermoseler... / 1 ... Flasche 65 P Wormeldinger. Flasche 75 Pf. 1911 Wellensteiner.%, FL. 82 Pf. 1911 Langsurer. Flasche 1.05 1911 Bullayer Flasche 1.15 1911 Senheimer. Flasche 1.25 1911 Enkircher./ Flasche 1.35 1906 Trabacher Schlossbg.1.90 1905 Wehlener Sonnenuhr 2.20 Rheinwein Rhein- Hessen- Gau- Pfalz. %, 1911 Maikammerer FL. 70 Pf. 1911 Weinheimer, Flasche 85 Pf. 1908 Bodenheimer.., FL. 1.00 1907 Nackenheimer FL. 1.15 1911 Gutenberger Lay 1.30 1909 Rüdesheimer FL 1.40 1909 Mittelheimer Honigsberg 1.60 1905 Johannisberger 1.70 1907 Geisenheimer Berg 1.90 1909 Marcobrunner. FL. 2.15 Westfälischer Jagdkorn krug 2.50 Hirschwild u. Wildschwein Keule Rücken Blatt Ragout Pfd. 1.00 0.90 0.70 0.30 Rehkeulen.. 5.50 bis 8.00 Rehblätter... 1.75 bis 610 Liter 1.00, Liter- 1,80 Berlin SO. 16,1 H.& P. Uder, Engel- afer 5. Tabak- Großhandlung und Tabaktabrik. Rauch-, Kau-, Schnupitabake, Zigarren, Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. zu Originalpreisen. Amt 4, 3014. Prinzenstr. 41, Moritzplatz Borwärtslejern 5 Bros. Rabatt. Sämtliche be- Zigaretten 10-2.5-7. 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Zunächst ist die Reutonstituierung der Versammlung für das Jahr 1913 zu vollziehen. Borsteher Michelet eröffnet die Sigung mit einem freund lichen Neujahrsgruß an die Kollegen und mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser, in das die Versammelten lebhaft einstimmen. Die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion betreten erst nach dem Staiserhoch den Sißungssaal. Sierauf gibt der Vorsteher den Vorsitz an seinen Stellvertreter Cassel ab. Stadtv. Bracke( N. 2.) spricht als Senior der Versammlung bem abtretenden Bureau, insbesondere aber dem troß seiner 78 Jahre noch so jugendlich frischen Vorsteher Michelet den Dank für die Geschäftsführung im verflossenen Jahre aus. Freitag, 10. Januar 1913. Den Magistratsantrag, dem Frauenverein gegen den Alkoholis- I der Kontrolle steht auch nicht dem einzelnen Stadtverordneten, son mus die Aufstellung einer Erfrischungshalle vor dem dern der Versammlung als solcher zu. Recherchen kann man nicht Bahnhof Friedrichstraße auf der Schußinsel in der auf Grund einer solchen Karte, fondern bloß frafts Auftrags der eorgenstraße widerruflich zu gestatten, hat der eingesezte Aus- Bersammlung vornehmen. Wir brauchen aber den Magistrat nicht schuß mit 8 gegen 5 Stimmen abzulehnen empfohlen. Den zu behelligen, wir brauchen sie uns nur vom Vorsteher ausstellen Bericht über die Ausschußberatung erstattet Stadtv. Reimann zu lassen; das beantrage ich hiermit. ( A. L.). Stadiv. Hoffmann: Nach der Erklärung des Vorstehers können Stadtrat Berndt: Es handelt sich hier um ein gemeinnüßiges wir ja damit auch zufrieden sein. Herr Galland meinte, hundert Unternehmen zur Wohfahrt der Bevölkerung. Solche Bestrebungen Jahre sei es so gegangen; aber Herr Galland, es ist ja auch beinahe verdienen tatkräftigste Förderung. Die Stadt hat dem gleichen hundert Jahre ohne Eie als Stadtverordneter gegangen!( Stür Verein bereits 1910 einen Raum auf dem Spreewaldplay zur Ver- mische Heiterkeit.) fügung gestellt. Die Rechenschaftsberichte des Vereins sind durchaus einivandsfrei. Die Bedenken der Ausschußmehrheit gegen den vorgeschlagenen Platz werden vom Magistrat nicht geteilt, auch nicht in ästhetischer Beziehung. Der Zeitpunkt, wo das Häuschen wieder entfernt werden muß, weil der Bahnhof erweitert wird, liegt noch sehr fern. Stadtv. Dr. Knauer( N. L.) tritt namens der Mehrheit seiner Fraktion für die Genehmigung ein. Von einer Verschandelung der Gegend durch das Häuschen könne nicht die Rede sein. Für eine Erfrischungshalle dieser Art sei gerade an der geplanten Stelle cin sehr starkes Bedürfnis. hat das Verlangen nach einer Legitimationsfarte nicht. Stadtv. Galland: Einen wirklichen, tatsächlich berechtigten Kern der Grundeigentumsdeputation und in seiner Eigenschaft als Stadtv. Ewald( Soz.) führt einen Fall an, wo er als Mitglied Kurator eines städtischen Gebäudes bei einem Arbeiter ganz er= heblich angelaufen sei, weil er eine solche Legitimation nicht hatte. Vorsteher Michelet erklärt nunmehr offiziell, den Mitgliedern eine solche Legitimation ausstellen zu wollen Der Antrag wird darauf zurückgezogen. Vorsteher- Stellvertreter Gaffel erwidert namens des bisherigen gistratsvertreters ersuche ich Sie um Ablehnung der Vorlage. Ich wünschen. Der Stadtverordnete im Dienste einer Großstadt hat Vorstandes. Hierauf schreitet die Versammlung zur Neuwahl des Vorstehers. Die Wahl erfolgt durch Namensaufruf und Stimmzettel. Das Ergebnis ist die Wiederwahl des Vorstehers Michelet mit 97 von 106 Stimmen; ungültig sind 6, zersplittert 3 Stimmen. Stadtv. Michelet( den Vorsitz übernehmend): Sie haben mir neuem die Ehre erwiesen, mich zu Ihrem Vorsteher zu wählen. Ich werde mich möglichst bemühen, mich dieser Ehre vürdig zu zeigen. Im Vertrauen auf Ihre Nachsicht und Unterstübung nehme ich das Amt an.( Beifall.) von Den zweiten Antrag begründet ebenfalls Stadtv. Hoffmann: Eine ganze Reihe Städte haben bereits die Einrichtung, die wir hier für uns und für die Magistratsmitglieder ohnehin viel Zeitverlust und viel Geldopfer zu bringen. Die eben beschlossene Legitimationstarte könnte einfach auch für die Straßens bahnen in Geltung gesetzt werden. Stadtv. Wengels( Soz.): Trok der schönen Rede des Ma habe Ihnen vor längerer Zeit auseinandergesetzt, wie die Gesellschaft mit ihren Angestellten verfährt.( Rufe: Ahal) Ja, das kommen haben, war zu ersehen, daß die Angestellten sehr geringe scheint Sie nicht zu interessieren. Aus den Berichten, die wir beGehälter bekommen; über die Arbeitszeit steht nichts darin. Ich Frage schon in ihrer nächsten Sibung beschäftigen. Neuerdings soll Stadtrat Dr. Preuß: Die Verkehrsdeputation wird sich mit der habe die Verhältnisse persönlich untersucht; die Angestellten be- nun aber der Düsseldorfer Bezirksausschuß auf Grund des Kleinkommen 70 M. monatlich mit Abzügen und haben Arbeitszeit bis bahngesezes und der Städteordnung die Erteilung solcher Freitarten zu 15% Stunden täglich. Wenn in den Berichten gesagt wird, es als unzulässig erklärt haben. Auf Erkundigung habe ich erfahren, gebe Gehälter bis zu 120 und 130 M., so haben diese Säße nur daß dies betreffs der Stadt Mühlheim tatsächlich geschehen ist. Dann einzelne von mehreren hundert Angestellten. Wenn eine Gesell- würde erst eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts abzuschaft, die in Wohlfahrt macht, ihren Arbeitern so erbärmliche Löhne warten sein. Die Beschlußfassung über den Antrag wäre daher mit folcher langen Arbeitszeit gibt, dann sind auch Sie verpflichtet, wohl zunächst zu vertagen. Stadtb Bruns( Soz.): Im Auftrage meiner Freunde schlage Kampf gegen den Alkohol, den wir ja alle wollen, zwingt die andere durchaus abweichenden Rechtsauffassung Ausdruck, daß in der Ge unter diesen Umständen auf einen Wandel hinzuwirken. Der Stadtv. Gaffel tritt der letzteren Anregung bei, gibt aber seiner ich den Kollegen Heimann vor. Ich darf auch in diesem Jahre Seite zu großen Opfern. Die kleinen Gash und Schankwirte müssen währung von Freikarten eine Besoldung der Stadtverordneten ab= bei dieser Gelegenheit wiederholen, daß sich dieser Vorschlag nicht darunter leiden; ein großer Teil von diesen kann nicht einmal mehr folut nicht zu erblicken fei. gegen die Geschäftsführung und gegen die Person des Stadtv. Miete zahlen.( Wachsende Unruhe in der Mehrheit.) Caffel richtet; ich darf im Gegenteil aussprechen, daß wir mit darf es nicht gehen, daß man auf der einen Seite Wohltätigkeit Soweit Stadt. Ladewig spricht sich in demselben Sinne aus. feiner Geschäftsführung durchaus zufrieden sind. Ich wiederhole übt und andererseits die Angestellten der größten Ausbeutung überaber auch, daß meine Freunde den parlamentarischen Anspruch er- liefert. Wir wollen nicht, daß in Berlin ostelbische Zustände einheben zu müssen glauben, daß wir die zweite Stelle im Vorstand geführt werden von einer Gesellschaft, die sich als Wohlfahrtsgefellfchaft gibt. Unsere Wünsche sind doch nicht unerfüllbar; wir sind im Gegenteil sehr bescheiden, wie immer.( Heiterkeit.) Ift die Ge sellschaft schlecht gestellt, so mag sie um eine höhere Subvention bei einnehmen. Wahl des Vorsteher- Stellvertreters. Stadtv. Mommien( Fr. Fr.): Auch wir sind mit der Geschäftsführung des Kollegen Caffel durchaus zufrieden und schlagen ihn deshalb zur Wiederwahl vor. Stadtv. Caffel wird mit 87 Stimmen wiedergewählt; 81 Stimmen erhält Stadtv. Heimann( Soz.); 2 Zettel sind weiß. Stadtv. Cassel nimmt mit Dank die Wahl an. Durch Zuruf wählt die Versammlung die bisherigen Bei fiber Geride( Fr. Fr.), Liebenow( A. L.), Frid( N. L.) und Bruns( Soz.), sowie die Beisiger- Stellvertreter Alt( A. 2.), Brade( N. 2.), Schulze( A. 2.), Pfannkuch( Soz.) einstimmig wieder. uns einkommen. Borrebners erstaunt. Mit einer Subvention könne der Verein Stadtv. Goeroldt( Fr. Fr.) ist über die Stellungnahme des nichts anfangen; er müsse für seine Ziele Propaganda machen, und das fönne er nur an Mittelpunkten des Verkehrs. Der Plaz an der Georgenstraße sei auch gar kein Schmudplak. Die Freie Fraktion würde für die Vorlage stimmen. dem Standpunkt, daß es nicht gerechtfertigt ist, den StadtverordStadtv. Mommsen: Meine Freunde stehen fast einstimmig auf neten Freifarten zu gewähren. Unsere Abonnements auf der Großen Berliner Straßenbahn" dienen ausschließlich dem Berfehr zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplaß des Betreffenden in der Gemeinde. Stadtv. Hoffmann: Man kann hier doch nicht von Willkürlichfeit, nicht von der Verschaffung eines Vorteils reden. Da müssen Arbeitern gerecht werden wollen, fast täglich in der ganzen Stadt wir ganz entschieden protestieren. Wir müssen, wenn wir unseren herumkutschieren. Gher noch könnte gegen die Starte für die„ Große", als gegen die Karte für die städtischen Bahnen, die doch eine städtische Einrichtung sind, Einwendungen erhoben werden. Den Standpunkt des Herrn Mommsen weisen wir so lange zurüd, bis jeder von uns ein eigenes Auto hat.( Heiterkeit.) hier tatsächlich keine Rede. Ob die Kosten groß oder klein find, Stadtv. Gaffel: Von der Befriedigung privater Bedürfnisse ist die ersetzt werden sollen, darauf fann es nicht ankommen. Wir treten doch auch dafür ein, daß den Abgeordneten freie Fahrt auf Eisenbahnen gewährt wird. Die überwiegende Mehrheit meiner Fraktion ist für die Annahme des Antrages gewesen. Jest muß natürlich dem Vertagungsantrag stattgegeben werden. Es wird so beschlossen. Stadt gehörige, im Gutsbezirk Dosenthal belegene Fläche von An die Kirchengemeinde Rosenthal foll eine der 0,6 hektar zum Preise von 24 000 m. pro Hektar zur Vergrößerung des Friedhofs verkauft werden. Die Parzelle liegt direkt am Bahnhof der Industriebahn Tegel- Friedrichsfelde. Stadtv. Hoffmann bemängelt verschiedene der Bedingungen, unter denen der Verkauf erfolgen soll. Ganz besonders bedenklich sei die Klausel, daß die Parzelle bei späterem Bau des zweiten Gleises der Bahn wieder abgetreten werden solle; die Gemeinde brauche bloß Gräber dort anzulegen, um auf 40 Jahre die Zurückgabe zu verhindern. Stadtrat Alberti tritt diesen Bedenken entgegen. lage mit diesem Passus anzunehmen. Verträge schließe man so Stadtv. Hoffmann warnt dringend die Versammlung, die Vorab, daß sie für alle Teile gültig sind. Gebe man die Fläche ohne Einschränkung fort, so könne man nicht hindern, daß die Friedhofs: beerdigen. bewaltung schon am nächsten Tage anfange, auf dieser Fläche zu Der Antrag auf Ausschußberatung wird angenommen Zur Kenntnisnahme vorgelegt ist die Uebersicht über die vember 1912. Klassenfrequenz in den Gemeindeschulen am 1. NoStadtv. Zubeil( Soz.): Es ist das Bestreben der Stadtverwallung wie der Parkdeputation seit Jahren, alle kleinen Plätze so Nach Abschluß der Vorstandswahl erfolgt die feierliche Einfüh- weit irgend möglich mit Baum- und Schmudanlagen zu versehen. rung und Verpflichtung des neuen befoldeten Stadtrats Häuschen wie das hier beantragte, tragen zur Verschönerung solcher Doflein durch den Oberbürgermeister Wermuth. Das neue Anlagen wahrhaftig nicht bei. Was Wengels über die Arbeitszeit Magistratsmitglied wird darauf auch vom Stadtberdneten- und Entlohnung der Angestellten des Vereins mitgeteilt hat, entVorsteher mit warmen Worten willkommen geheißen. spricht Wort für Wort strifte der Wahrheit. Die Angestellte auf Für die ordentlichen Sizungen wird auch für dieses Jahr der dem Spreewaldplak hat den Tag über kaum zehn Minuten zum Donnerstag bestimmt; ebenso Beginn wie bisher um 5 Uhr. Ausruhen. Von den 120-130 M. muß sich die Angestellte ihre Die bestehenden ständigen Ausschüsse werden be- Silfskräfte halten und bezahlen. Wir können doch nicht kulturelle tätigt, ebenso die 1912 eingesetzten Ausschüsse und gemischten Bestrebungen unterstützen, die durch solche Ausbeutung wieder zu Deputationen, die ihren Auftrag noch nicht erledigt haben. nichte gemacht werden. Nur wenn der Magistrat eine UnterDem Verein" Neue Freie Volfsbühne" toill der suchung der Arbeits- und Lohnverhältnisse zusagt und die SubMagistrat zur Förderung der Errichtung des geplanten eigenen vention eventl. zu erhöhen bereit ist, so würden wir für die VorTheatergebäudes am Bülowplak im chemaligen lage stimmen fönnen. Echeunenviertel eine Hypothek von 2 Millionen Mark gewähren. Stadtv. Sonnenfeld( A. L.): Die nach der Meinung einzelner Stadtv. Ladewig( N. 2.): Wir haben diese Vorlage mit großer unzulängliche Stulang der Gesellschaft kann doch kein Grund für Freude begrüßt und sind dem Magistrat sehr dankbar, daß er durch die Ablehnung sein. Wie soll sich der Magistrat zur KontrollGewährung von städtischen Mitteln die Ausführung des Gedankens instanz einer solchen Unternehmung aufwerfen? Eventl. hat ja cines eigenen Gebäudes für die so verdienstlich wirkende Neue die Polizei schon das Recht des Eingreifens. An der Lage der Freie Volfsbühne" fördert, so daß diese nicht mehr auf die Gast- Angestellten wird doch durch die Ablehnung der Vorlage nichts gefreundschaft anderer Theater angewiesen ist. Ein Risiko läuft die ändert. Stadtv. Zubeil: Wir halten dafür, daß in diesem Falle die Stadt, soweit ich die Situation übersehe, nicht. Weniger gefällt mir der gleichzeitige Vorschlag einer weiteren Fristgewährung an die Kulturtat der Aufbesserung der Arbeiterverhältnisse gleichen Schritt Herren, die uns seinerzeit das Scheunenviertel abgekauft haben. halten muß mit der Stulturtat der Bekämpfung des Alkohols. Stadtv. Mommsen: Wenn wir bei jeder noch so kleinen Vorlage Wird ein Ausschuß beschlossen, so wird ja diese Frage noch näher alle dieje gragen aufiverfen, fönnen wir die städtischen Geschäfte geprüft werden. Stadtv. Dyhrenfurth( Fr. Fr.): Wir sind in diesem Spezial- überhaupt nicht führen. falle für die Gewährung einer städtischen Hypothet, halten aber Der Ausschußantrag wird abgelehnt, die Vorlage ange= die Vorlage in einigen Punkten noch der Klärung für bedürftig nommen. Das aus Anlaß des Baues des Osthafens nötig gewordene und beantragen Ausschußberatung. Stadtv. Caffel: Wir haben die Sache in der Fraktion noch tenberg hat mit einigen mehr redaktionellen Modifikationen Abkommen mit der Stadtgemeinde Berlin- Lich| nicht beraten tönnen. Wir haben wie der Vorredner Interesse an die Zustimmung des niedergefeßten Sonderausschusses gefunden, der Beschleunigung der Bebauung des Scheunenviertels. Ueber für den Stadtv. Hahn( A. L.) referiert. Einzelheiten der Vorlage bestehen aber unzweifelhaft große Die Versammlung beschließt ohne Diskussion nach den AusMeinungsverschiedenheiten, wir sind deshalb für Ausschuß- schußanträgen. Auf dem von der Stadt angekauften Teile des Grerzier Stadtv. Wurm( Soz.): Auch wir begrüßen die Vorlage als plates an der Schönhauser Allee follen Spielplätze ersten Schritt auf einem neuen Wege. Aber gerade weil diefer angelegt werden. Der Magistrat sucht dazu die extraordinäre BeSchritt etwas zu zögernd vorgenommen wird und zu unsicher taſtet, willigung von 200 000 9. nach, wovon 120 000 M. in den Etat haben wir unsererseits auch Ausschußberatung gewünscht. Rein für 1918, 80 000. in den für 1914 eingestellt werden sollen. vom Standpunkt des Grundstücksbesikers läßt sich die Frage nicht Die Bersammlung stimmt zu. beurteilen. Gewiß haben wir darauf zu achten, daß das Tercain Der Bierte Internationale Kongreß für Phy- Mindestverbrauchs von 300 kubikmeter jährlich auch praktisch aufgeschlossen wird; wir halten auch ein Theater fiotherapie tagt bom 26. bis 30. März d. J. im Reichstagsdaselbst für eine ganz nübliche Sache, wenn wir uns auch einen gebäude. Er wird zirka 1000 Teilnehmer zählen. In den Fest- für die Abnehmer von Gas durch Automatgasmesser soll wieder großen Einfluß auf die Bebauung usw. davon nicht verfprechen. räumen des Rathauses soll ihm ein Empfang dargeboten und da- eingeführt werden. Uns interessiert in erster Linie der Umstand, daß die Stadt sich für ein Betrag von 8000 M. bereitgestellt werden. Die Versammbereit erklärt, einem Seunstinstitut entgegenzukommen. Es wird lung gibt ihre Zustimmung. hier aber nur ein Schrittchen getan. Mehrere Berliner Vororte haben längst eigene Stadttheater, von den Provinzhauptstädten ganz abgesehen; da muß doch auch die Frage erwogen werden: warunt follen wir nicht in Berlin ein eigenes Theater haben? Wenn Berlin nicht selbst ein Aunstinstitut übernehmen will, ließe sich dann nicht Ivenigstens ein städtisches Gebäude errichten, das den Bühnen zur Verfügung gestellt würde? Es ließe sich dabei auch das Bedürfnis nach einem großen Konzertsaal erwägen. Die Neue Freie Volks. bühne" und auch die Freie Volfsbühne" nehmen die künstlerischen Interessen der ärmeren Klassen, des teinen Wannes, wahr; da Stadtv. Hoffmann( Soz.): Wir müssen unserer Verwunderung iväre die Frage der Bewilligung einer städtischen Subvention zu Ausdruck geben, daß ein solcher Antrag wie der erste noch noterörtern. Von einer Rentabilitätsberechnung im einzelnen ist uns wendig ist. Wir haben keine Ausweise für die Armendirektion bisher auch nichts vorgelegt worden. Was finge die Stadt mit dem und für die Grundeigentumsdeputation, auch nicht für die StadtTheater selbst an, wenn die Zinsen nicht mehr gezahlt würden? verordneten als Personen. Sehr oft kann man dadurch in die Die Prüfung in einem Ausschusse kann erfolgen, ohne daß die Sache eigentümlichsten Situationen tommen, namentlich bei Recherchen; selbst dadurch verschleppt wird. die Akten sind da keinesfalls ein geeigneter Ausweis. Charlotten burg und andere Städte haben diesen Ausweis längst. In einer Stadt wie Berlin kann der Stadtverordnete nicht einmal in seinem Bezirk bekannt sein, denn die Einwohner wechseln zu oft. Unsere Magistratsmitglieder besiken, soviel ich weiß, eine solche Karte auch noch nicht; es wäre ein Aufwaschen, wenn für beide zugleich ein solcher Ausiveis geliefert wird. beratung. Stadtv. Caffel: In der Vorlage handelt es sich in keiner Weise um Uebernahme von Theatern oder um Subventionierung, sondern bloß um ein Darlehen. Handelte es sich unt etwas anderes, so würden meine Freunde dagegen sein.( Bustimmung.) Wer baldige Annahme der Vorlage wünscht, täte gut, solche weiteren Pläne nicht damit in Verbindung zu bringen. Stadtv. Mommfen: Herr Wurm hat der Vorlage mit feiner Rede einen arg schlechten Dienst geleistet. Uns bewegen nur die Vertragsabänderungen mit den Eigentümern des Scheunenviertels zu dem Antrag auf Ausschußberatung. Ueber eigene städtische Theater, Stonzertsale usw. sind hier die verschiedensten Meinungen bertreten. Damit darf man den Ausschuß nicht bepaden. Die Vorlage geht an einen Ausschuß. richtet: 3wei weitere Anträge Arons( Soz.) sind darauf ge1. den Magistrat zu ersuchen, den Mitgliedern der Versammlung einen Ausweis über ihre amtliche Eigen schaft zur Benußung bei Recherchen u. dgl. auszustellen; 2. den Magistrat zu ersuchen, den Mitgliedern der Versammlung und des Magistrats freie Fahrt auf allen Linien der städtischen Straßenbahnen zu gevähren. Vorsteher Michelet zeigt den Ausweis, wie er in Charlottenburg ausgestellt wird, der Versammlung vor und erklärt seine Bereitwilligkeit, die Sache eventuell ebenso zu handhaben. Stadtv. Galland( A. L.): Hundert Jahre ist es ohne solche Sarte gegangen.( Heiterkeit.) Aber an und für sich habe ich ja nichts dagegen. Herr Hoffmann wirft zipeierlei durcheinander; als Mitglied einer Deputation ist man Magistratsbeamter. Das Recht Stadtv. Knauer( N. 2.): Es ist erfreulich für uns, konstatieren zu können, daß die Zahl der fliegenden Klaffen weiter abgenommen hat; ebenso erfreulich auch, daß die Zahl der Mietsschulen im einige Schulen im Zentrum der Stadt wiederum vor der Frage der Sinken begriffen ist. Bedauerlich dagegen ist die Tatsache, daß Auflösung stehen, obwohl einige Klaffen einen kleinen Zuwachs der. & requenz aufzuweisen haben. Stadtv. Dr. Weyl( Soz.): Da uns die Uebersicht über die Frequenz crst Montag abend bezw. Dienstag früh zugegangen ist, beantragen wir Vertagung dieser Beratung. Die Versammlung beschließt demgemäß. Die 1910 aufgehobene Vorschrift über die Festsetzung eines Stadtv. Hinge( Soz.): Es ist sehr merkwürdig, daß das, was vor zwei Jahren beseitigt wurde, jezt auf Antrag des Magistrats wieder aufgenommen werden soll. Damals hat der Magistrat darauf hingewiesen, daß der Ausfall ein sehr minimaler sein werde. Das Mindestquantum ist auch in der Tat so gering, daß es nur felten unterschritten wird. Für die Verbraucher, welche nicht 25 Rubikmeter monatlich verbrauchen, wird es große Scherereien geben; es sind hauptsächlich die ärmsten Leute, denen der Magistrat durch seinen Antrag zugleich einen Vorwurf macht. Außerdem werden bei Münzgasmeffern ohnehin zirka 2,6 Pf. pro Rubikmeter mehr erhoben. Zu einer Aenderung liegt gar kein Grund vor; gerade weil die vielen Scherereien aufgehört haben, ist die Zahi der Münzgasverbraucher so gestiegen; ihre Anzahl beträgt jetzt ungefähr 115 000. Wir bitten, es bei dem bisherigen Verfahren zu belaffen. Stadtrat Benzky: Damals betrug der Jahresdurchschnitt über 500 Stubikmeter, das war für die Verwaltung immerhin noch ganz vorteilhaft. Es hat sich jedoch seit 1910 herausgestellt, daß manche Aonehmer gar keinen Verbrauch entwickeln. Der vorgeschriebene Mindestverrbauch ist kein unbilliges Verlangen; wenn hier nicht bald ein Riegel vorgeschoben wird, wird der Mißbrauch noch größer werden. Stadtv. Zylics( A. 2.): Ich halte es für ratsam, nicht so radia fal vorzugehen. Wer nur Stube und Küche oder zwei Stuben und Küche hat, fann nicht 300 Stubikmeter verbrauchen. Prüfen wir die Sache in einem Ausschuß! Stadtv. Jacobi( A. 2.): Die ganze Automaten- Einrichtung ist unrentabel, wenn wir den Magistratsantrag nicht annehmen. Früher brauchte man nicht so sehr darauf zu sehen, aber jetzt geht es mit den Einnahmen rückwärts, und tatsächlich wird mit der Einrichtung Unfug getrieben. Manche Damen haben sich den Auto gchen. Die Vorlage geht an einen Ausschuß. Meine Herren Geschworenen! Es ist hier dem Zeugen Erdmann nachgesagt worden, er wäre als Polizeispiel tätig gewesen. dem man in jeder Beziehung glauben kann. Es ist meines GrIch stehe nicht an zu erklären, daß Erdmann ein Ehrenmann ist, achtens durchaus nicht unehrenhaft, wenn jemand der Polizei Hilfsdienste leistet. Ja, gerade der Umstand, daß Erdmann diese Dienste der Polizei geleistet hat, spricht nicht gegen ,, fondern eher für ſeine Ehrenhaftigkeit." maten stellen laffen, lediglich um sich morgens und abends die Haare| Die Aussagen anderer Shüler über die Zahl der Siebe gingen| Notiz. Anders Ser Staatsanwalt. Dieser fühlte sich berufen, das zu brennen.( Buruf: Woher weißt Du! Große Heiterkeit.) auseinander. Zwei von ihnen wollen mitgezählt haben. Einer unsaubere Gewerbe der Polizeispiel noch mit folgenden, mit er. Stadtv. Hinge: Wir haben Bureaus mit Gasmessern, wo für von diesen rechnete 60 Hiebe im ganzen heraus. Ein anderer 30. hobener Stimme gesprochenen Worten zu beschönigen: ganze 60 Bf. monatlich Gas konsumiert wird. Daß Hunderttausende Ein Schüler sagte, es feien 30 schwere und leichte Hiebe gewesen. verloren gehen, ist eine ganz unbewiesene Behauptung. Für Münz- Giner wollte 10 schwere Hiebe erkannt haben. gas nehmen wir jährlich 5 Millionen ein. Um Genaueres über den zahlenmäßigen Ausfall zu hören, sollten wir in einen Ausschuß ließen, stellte unter anderem starte blutrünftige Streifen über dem Dr. Lindemann, von dem die Eltern den Knaben untersuchen linken Schulterblatt fest. Auf dem Gesäß fand er 12 Striemen. Gine fernere Vorlage bezweckt, die Gemeindebeschlüsse von Sein Gutachten ging dahin, daß auf Grund der gefundenen Merk1897/98 und 1900 betr. die bei Unfällen städtischer Ar- male angenommen werden müsse, daß der Knabe äußerst andauernd beiter zu gewährenden Unterstützungen mit der Reichs- und heftig gezüchtigt worden sei. Wenn man die Schläge in ihrer bersicherungsordnung in Uebereinstimmung zu bringen. Gesamtheit nehme, dann komme man zu dem Resultat, daß sie eine Die Vorlage gelangt ohne Diskussion zur Annahme. Für die Vorlage betr. die Errichtung von Bauten und den Schädigung in physischer und psychischer Beziehung hätten herbei Bau eines Anschlußgleises auf den städtischen Gütern führen können. im Etatsjahr 1913 wird die Einseßung eines Ausschusses beschlossen. Hierauf steht zur Beratung die Magistratsvorlage wegen Aufhebung des Braumalzsteuerzuschlags und Einführung einer Biersteuer und einer Steuer für Kinematographen theater, Spezialitätentheater, und 3irtus borsbellungen und Tanzlustbarkeiten. Mit Rücksicht darauf, daß es bereits 9 Uhr geworden ist, beschließt die Versammlung die Absetzung des Gegenstandes von der heutigen Tagesordnung. Nach Erledigung einiger weiterer Vorlagen von untergeordneter Bedeutung, schließt die Sigung gegen 410 Uhr. Erffa übertrumpft! Der Schularzt, der erst zehn Tage später den Knaben unter fuchte, fand noch eine talergroße grünliche Verfärbung des Hauptschulterblattes. Eine Ueberschreitung der zulässigen Züchtigung nahm er insofern an, als die Schläge Stellen trafen, die für Schläge nicht geeignet sind. Bevor es zur Verhandlung vor dem Strafrichter kam, erhob das Provinzial- Schulkollegium zugunsten des Lehrers den Konflikt, indem es Einstellung des Verfahrens beantragte. Es nahm an, daß der Lehrer in pädagogischer Hinsicht allerdings zuweit gegangen sei. Dafür sei er auch mit einer Ordnungsstrafe von 20 M. bedacht worden. Eine Ueberschreitung der Amtsbefugnisse könnte aber nicht angenommen werden, weil eine Gesundheitsschädigung nicht hätte eintreten können und unstreitig ja auch nicht eingetreten sei. Eine Anklage wegen Mordes Die Breslauer Polizei fann auf diese Rechtfertigung der Polizeispitzel stolz sein. Erst vor wenigen Wochen wurde ein solcher ,, Ehrenmann" vom Breslauer Schwurgericht wegen Raubmordes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Und die Kosten für diese staatsanwaltlichen Ehrenmänner" bezahlen die Steuerzahler. 17 Aus aller Welt. Dreifacher Mord in der Mark. Den Namen des Knechtes, der aus rotosch in stammen soll, 80 000 Mark veruntreut. Der mysteriöse Leichenfund auf einem Gute bei Ringen. walde, über den wir in unserer gestrigen Nummer berichteten, hat eine furchtbare Aufklärung gefunden. Die beim Aufräumen einer niedergebrannten Strohmiete aufgefundenen halbverkohlten Leichname find als die des Steuererhebers und Guts befizers Ralis und feiner Frau aus Ortwig festDas Oberverwaltungsgericht erklärte jedoch dieser Tage den gestellt worden. Die Nachforschungen auf dem Besitztum des Kalig Welche Machtbefugnisse sich mancher Gemeindevorsteher anmaßt, erhellt eine Gerichtsverhandlung, die am Dienstag, den Konflikt für unbegründet und entschied demgemäß, daß dem Straf- führten zur Auffindung eines dritten Leichnams, eines Dienstverfahren fein Fortgang zu geben sei. Es wurde, ausgeführt: Durch mädchens. Die drei sind von einem polnischen Knechte, 7. Januar, vor dem Amtsgericht in Potsdam stattfand. die preußische Kabinettsorder vom 14. Mai 1825 sei das Büchti- der seit 14 Tagen auf dem Gute beschäftigt war, ermordet Angeklagt war der Gemeindevertreter Genosse Möllendorf aus Schenkendorf bei Großbeeren( Kreis Teltow) wegen Hausfriedens- gungsrecht der Lehrer dahin eingeschränkt, daß es nicht bis zu einer worden. Die beiden Kinder des ermordeten Ehepaares wurden Mißhandlung ausgedehnt werden dürfe, die der Gesundheit des in ihrem Schlafzimmer le bend angetroffen. Sie waren von bruch. Der Gemeindevorsteher Eichelbaum hatte den Strafantrag Kindes auch nur im entferntesten schädlich werden könne. Hier dem Mörder verschont worden, jedoch hatte er sie durch Drohungen gestellt. Der Sachverhalt war folgender: In einer Sizung der Ge- habe nun zwar eine direkte Schädigung nicht stattgefunden. Aber eingeschüchtert, damit sie nicht um Hilfe riefen. nach der ganzen Art sei die Züchtigung hier eine solche gewesen, Wie die gerichtliche Untersuchung und die Vernehmung der meindevertretung sollten die Ergänzungswahlen zum Steueraus- daß eine Gesundheitsschädigung nicht ausgeschlossen war. Darum Kinder ergab, hat der Knecht zuerst den Besizer im Stall er schuß vorgenommen werden. Bevor diese vorgenommen wurden, liege eine Ueberschreitung der Amtsbefugnisse vor. Das Straf- fchlagen, dann ist er in die Schlafftube der Eheleute eingedrungen erbat der Angeklagte das Wort zur Geschäftsordnung. Dies wurde verfahren habe also seinen Fortgang zu nehmen. und hat die Frau im Bett ermordet. Um seine Bluttat ihm vom Gemeindevorsteher nicht erteilt. Als er sich nochmals zur Die durch die Anschauung des Provinzial- Schulfollegiums be- einige Zeit zu verdeden, erschlug er später noch das Dienst Geschäftsordnung meldete, erklärte ihm der Gemeindevorsteher; günstigte Prügelfreiheit wird also selbst dem Oberverwaltungs- mädchen in einem abfeits gelegenen Verschlage. daß er den Mund halten solle. Dagegen protestierte M. und erDie Leichen des Gutsbesizers und seiner Frau schleppte er nach der gericht zu bunt. klärte, daß er das nicht brauche. Der Gemeindevorsteher forderte in der Nähe des Gutshofes stehenden Strohmiete und steckte diese ihn daraufhin auf, den Raum, in dem die Gemeindevertretung an. In der Wohnung der Ermordeten sind die verschiedenen Schränke, tagte, zu verlassen. Dieser Aufforderung kam M. nicht nach. Da- beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I unter darunter ein Geldschrank, erbrochen und beraubt worden. mit sollte das Delift des Hausfriedensbruchs gegeben sein. Eichel- Vorsitz des Landgerichtsdirektors Schmidt. Aus der Untersuchungsbaum machte von dem Vorfall dem Landratsamt Mitteilung. Er haft wurde der 29jährige Arbeiter Artur Haad vorgeführt. Er fennt man nicht, da er bei seinem Dienstantritt feinerlei erhielt zur Antwort: Es war Jhr gutes Recht, den M. wegen ist beschuldigt, am 12. November v. J. feine Ehefrau erfchoffen zu Papiere bei sich hatte. Es wird vermutet, daß der Mörder in feiner Widersetzlichkeit zum Verlassen des Versammlungsraumes haben, und zwar soll er, wie die Anklage annimmt, die Tat mit Gemeinschaft mit mehreren Komplicen gehandelt hat, denn die Kinder aufzufordern. Er hat sich zweifellos des Hausfriedensbruchs schul- voller Ueberlegung ausgeführt haben. Als Offizialverteidiger ist fagten bei ihrer Vernehmung aus, daß sie im Nebenzimmer die dig gemacht. Dadurch, daß Sie die Abhaltung der Sigung der dem Angeklagten der Rechtsanwalt Martin Kantorowicz vom Ge- Stimmen von drei oder vier verschiedenen Personen gehört hätten. Wie ein Telegramm des Wolffschen Telegraphen- Bureaus Gemeindevertretung in Ihrer Privatwohnung gestattet haben, richt gestellt worden. Die Anklage wird vom Staatsanwalt Dr. Rosenfeld vertreten. haben Sie sich Ihres Hausrechtes nicht begeben." Es wurde ihm Die Verhandlung entrollte ein Bild einer unglüdlichen Ghe, aus Wriezen meldet, ist am Donnerstagnachmittag um 5 Uhr weiter noch mitgeteilt, daß ein Ortsstatut gegen die Mitglieder der deren Zerrüttung nach Angaben der Antlage auf eine gewisse Ar- in dem Dorfe Graben bei Grozneuendorf in der Nähe von Gemeindevertretung wegen ordnungswidrigen Benehmens auf beitsscheu des Angeklagten zurüdzuführen ist. Der Angeklagte hatte Briezen der Knecht des Bauernhofbesizers und Steuererhebers Ausschluß aus der Versammlung auf gewiffe Zeit nicht besteht. seine Frau, die schon ein älteres voreheliches Kind hat, am 8. Mai Fris Calies ergriffen worden, der diesen, dessen Ehefrau und das Diese Antwort ist um so ungeheuerlicher, als die Beweisaufnahme 1911 geheiratet. Die Ehe war von Anfang an nicht glüdlich, da der Dienstmädchen des Ehepaars, Anna Philipp, in Ortwig ermordet ergab, daß von einem ordnungswidrigen Benehmen" überhaupt Angeklagte, der schon am Hochzeitstage arbeitslos war, sich auch in and dann die Flucht ergriffen hatte. Der Mörder heißt Heinrigh die Rede gar nicht sein konnte. Vielmehr wurde durch die Zeugen- der Folgezeit überhaupt keine Mühe gab, sich Arbeit zu verschaffen. und nennt sich auch Otto Schöne. bernehmung festgestellt, daß, obgleich der Beklagte bis zum Schluß Die Frau war deshalb gezwungen, ihre bisherige Arbeit als Näherin bei einer Damenkonfektionsfirma in der Kronenstraße beizubehalten, der Sigung im Versammlungsraum verblieb, diese ohne Störung bei der fie pro Woche zirka 30 M. verdiente. Von diesem Verdienst ihren Verlauf nahm und ruhig zu Ende geführt wurde. mußte fie längere Zeit hindurch den Unterhalt bestreiten. Ihren Ein Opfer verfehlter Spekulationen ist der Bankdirektor dit Auf Grund der Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt Arbeitskollegen, bei denen sie als einfache, stille und fleißige Frau Müller aus Schlettstadt geworden. Müller, der Vorsteher selbst die Freisprechung. Zur Sache selbst führte Rechtsanwalt in großer Achtung stand, gegenüber beklagte sie sich häufig über die der Schlettstadter Filiale der Allgemeinen Elsässischen BantgefellHeinemann als Vertreter des Beklagten noch an, daß dem Ge- Arbeitsfaulheit ihres Mannes, der ihr die ganze Sorge für den schaft" ist, wurde nach einer Revision der Bücher verhaftet, da meindevorsteher überhaupt das Recht bestritten werden muß, straf- Unterhalt überlasse. Einige Monate nach der Hochzeit beklagte fie antragsberechtigt zu sein. Die Sißung fand in einer Wirtschaft fich auch häufig darüber, daß sie von ihrem Mann außerdem auch nach vorläufiger Schäßung ein Fehlbetrag von 80 000 mart noch mißhandelt werde. Als sie eines Tages von einem Ausfluge festgestellt wurde. Müller führte ein einfaches und bescheidenes statt und war von der Besitzerin für die Zwede zur Verfügung heimfehrte, jab sie au ihrem Schreden, daß ihr Mann während Leben und hat sich durch seine Spielleidenschaft ruiniert. Nachdem gestellt. Berechtigt zum Strafantrag ist nur der Träger des Haus- ihrer Abwesenheit die sämtlichen Möbel, troßdem fie auf Abzahlung er durch unglückliche Spekulationen sein eigenes Vermögen verloren. rechts selbst, also in erster Linie der Eigentümer, eventuell der entnommen waren, verkauft hatte. Auf ihre Bitten gab ihr ihr hatte, vergriff er sich an den ihm anvertrauten Geldern. Die KundMieter. Ein Mietsverhältnis war aber nicht vorliegend, da der Mann von dem Erlöse die Summe von 120 M., die sie sofort an den schaft der Bank erleidet keinen Schaden, da die Gesellschaft die VerRaum nur zur Verfügung gestellt war. Wegen Mangel eines geschädigten Möbelhändler zahlte. Dieser Vorfall hatte zur Folge, lufte deat. Mietsverhältnisses könne also nur die Eigentümerin als straf- daß die Frau zu ihren Eltern, dem Schuhmachermeister Böhmisch antragsberechtigt gelten, selbst wenn der Gemeindevorsteher das zog, der mit seiner schon betagten Ehefrau in der Schöneberger Als sich der Angeklagte auch hier mißliebig Der 16% jährige Kaufmannslehrling Bezoldt in Blauen Hausrecht gehabt hätte. Im übrigen sei der Raum nicht dem Straße 24 wohnte. machte, wurde ihm von seinen Schwiegereltern das Haus verboten. im Vogtland, der seinen 16 jährigen Lehrkollegen Kurt Gade Gemeindevorsteher persönlich, sondern der Gemeindevertretung zur Der Angeflagte selbst behauptete von Anfang an, daß die Schuld Berfügung gestellt worden. Die Gemeindevertreter seien also Mit- an der Berrüttung seiner Ehe nicht ihm, sondern seiner Schwieger- ermordet und ihn eines Betrages von 650 M., ben Gabe für berechtigte an dem Raume gewesen. Eichelbaum hatte kein Recht auf mutter beizumessen sei, die unter Anwendung aller möglichen üblen feinen Chef von der Post geholt hatte, beraubte, hat jezt ein um Bezoldt ist seinem ausschließliche Geltung seines Willens in dem fraglichen Raum. Mittel seine Frau gegen ihn aufgehezt habe. Die Anflage be- fassendes Geständnis abgelegt. Der Angeklagte konnte sich so wenig eines Hausfriedensbruchs hauptet dagegen, daß der Angeklagte, auch nachdem seine Frau schon Lehrkollegen am Vormittag des 4. Januar gefolgt, hat ihn mit dem schuldig machen, wie dies ein Miteigentümer tut, der auf Beschluß bei ihren Eltern wohnte, wiederholt versucht habe, von ihr Geld zu Gelde nach dem Keller seiner Wohnung gelodt und mit einem verder Mehrheit der anderen Miteigentümer den gemeinschaftlichen erlangen. Er soll ihr wiederholt, wenn sie von ihrer Arbeitsstätte borgen gehaltenen Beil erschlagen. Darauf nahm der junge Raum nicht verläßt. Angeklagter weilte kraft eigenen Rechts in dem tam, auf der Straße aufgelauert haben und ihr einmal sogar auf Mörder den Toten und legte ihn in eine Kiste, die er mit einem Raum, damit entfällt der Hausfriedensbruch. Solcher liege auch dem Dönhoffplatze die Handtasche weggerissen haben, in der er Geld Sad Kartoffeln füllte. Das Geld verstedte er einstweilen in einem vermutete. Da der Angeklagte mit immer stärker werdenden deshalb keineswegs vor, weil dem Angeklagten das Bewußtsein Drohungen verlangte, seine Frau solle wieder mit ihm zusammenfehlte, widerrechtlich in dem Raum zu verweilen. Das Vorgehen ziehen, kaufte sie sich aus Angst vor den Drohungen einen Revolver, Der jugendliche Mörder war, wie unser Zwidauer Parteides Gemeindevorstehers erinnere an die Forderung des ehemaligen der ihr jedoch später von ihrem Bruder wieder abgenommen wurde. blatt mitteilt, eifriges Mitglied der bürgerlichen Abgeordneten von Oldenburg- Januschau. Dieser verlangte einen Als dem Angeklagten dies erzählt wurde, soll er, wie behauptet Jugendbewegung und bekleidete dort Ehrenposten. Er soll Leutnant und 10 Mann zur Wiederherstellung der„ Ordnung". wird, geäußert haben, daß sie alle tommen fönnten, sie würden dann beim Jungdeutschlandbund der beste Schüße gewesen sein und Eichelbaum habe das Verfahren noch vereinfacht und in die Tat eben alle etwas abkriegen. Am 10. November ließ sich die Frau von auch die Kassengeschäfte mit erledigt haben. Hierbei hat er Verden Bitten des Angeklagten erweichen und besuchte in Begleitung umgesetzt. Nach parlamentarischem Brauch mußte dem Beklagten bere Stines mit ihm en Birtus. Auf feine drängenden Bitten untreuungen begangen und deshalb ist bei ihm der Plan herandas Wort zur Geschäftsordnung erteilt werden. Es würde zu einem hin erklärte sie sich auch bereit, wieder mit ihm zusammenzuziehen. gereift, fich auf andere Weise Geld zu beschaffen. Schon vor kurzem Zustande völliger Rechtsunsicherheit führen, wenn ein gewählter Am nächsten Tage wurde ihr diese Zusage jedoch wieder leid. Sie fand er ein Portemonnaie mit dem Inhalte von 40 M., die er in Vertreter der Bürgerschaft dadurch, daß er das Wort zur Geschäfts- schrieb an ihren Mann einen Brief, in dem sie ihm erklärte, daß es seinem Interesse verwendete. Außerdem soll er noch ein eifriger ordnung verlangt, aus dem Sizungsraum verwiesen werden ihr unmöglich sei, nochmals mit ihm zusammenzuleben. Als der Leser der Nic- Carter- Geschichten gewesen sein. In dem Erschlakönnte und an der Ausübung seiner Rechte verhindert würde. Angeklagte diesen Brief erhielt, kaufte er sich in einem Waffen- genen aber verliert die Arbeiterjugend ein strebsames MitDas Gericht folgte den Ausführungen des Verteidigers. Es geschäft an der Spanbauer Brüde einen Revolver, den er fofort glied, der seiner Uneigennüßigkeit wegen von allen sehr geachtet von dem Verkäufer mit scharfen Patronen laden ließ. Sodann wurde. sprach den Angeklagten frei. schrieb er an seine Mutter und an seine Schwiegereltern Läge der Fall umgekehrt, daß der Mörder der freien Jugendschiedsbriefe, in denen er bat, neben seiner Frau beerdigt zu werden. Mit diesen Briefen in der Tasche erschien er am Abend des bewegung angehört hätte, dann würde die bürgerliche Presse 12. November in der Wohnung seiner Schwiegereltern. Es kam sicherlich ein furchtbares Geheul über die„ Verrohung der arbeitenden hier zwischen den Schwiegereltern und der Frau und ihm selbst zu Jugend durch die freie Jugendbewegung" anstimmen. So aber geht Wie ein Volfsschullehrer rechnen lehrt. einem erregten Wortwechsel. Als die Frau bemerkte, daß er immer fie schweigend über die Tatsache hinweg. frampfhaft die rechte Hand in der Jadettasche hielt, wurde sie plößGegen den Berliner Volksschullehrer Arnold Wenzlaw hatte auf lich von einer dunklen Ahnung gepackt und lief hilferufend aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft das Landgericht das Strafverfahren| Zimmer. Ehe der Angeklagte daran gehindert werden konnte, lief Schweres Eisenbahnunglück. Bei der Einfahrt eines Güterzuges wegen Körperverletzung unter Außerachtlassung der Aufmerksamkeit, er hinterher und gab auf seine in einer Ede kauernde Frau drei in den Bahnhof Prenzlau entgleifte Donnerstagmorgen ein zu der er vermöge seines Berufs vepflichtet sei, eingeleitet. Er stehe Schüsse ab, welche die Frau sofort töteten, da eine Augel, wie die Gepäckwagen und stürzte um. Dabei wurde der Backer Sahn in Verdacht, am 20. März 1911 durch Schläge mit einem Rohrstod Obduktion ergab, die große Schlagader durchbohrt hatte. Der An- aus Bafewalt getötet. Ein Hilfs bremser erlitt eine Die Körperverlegung des Schülers D. verursacht zu haben. Der getlagte richtete die Waffe dann gegen fich selbst, verlegte sich aber ich were Quetschung des rechten Fußes. Snabe war gezüchtigt worden, weil er in der Rechenstunde eine nur unbedeutend an der linken Schläfe. borgesprochene Rechenaufgabe nicht nachsprechen konnte. Der Lehrer selber erklärte: Der Schüler habe den Sah, obwohl er ihn ihm habe zehn- bis zwölfmal vorsprechen lassen beziehungsweise selber vorgesprochen habe, nicht richtig nachgesprochen. Er habe angenommen, der Schüler handle aus Trok so. Er habe ihm des halb zunächst drei Schläge über das Gefäß gegeben, indem er ihn über einen Stuhl legte. Als der Junge den Sah dann nicht nachsprach, habe er ihn über die Bank gelegt und zwei weitere Schläge verabreicht. Und schließlich habe er dem Jungen, der sich bücken mußte, drei weitere Schläge gegeben. Inzwischen habe er ihn nur „ angetippit", nicht aber geschlagen. Der Junge habe schließlich den Satz dreimal hintereinander richtig auffagen tönnen, woraus fich ergäbe, daß er es vorher nur nicht gewollt habe, Gerichts- Zeitung. AbVom Rechtsanwalt Martin Kantorowicz wird der Beweis dafür angetreten, daß der Angeklagte die Tat in einem Zustande furcht barster Aufregung begangen habe, die durch die fortgesetten Schi fanen seiner Schwiegermutter herbeigeführt worden sei. Für die Verhandlung sind zwei Sigungstage angefeßt worden. Ueber den Ausgang der Verhandlung, die bislang durch Vernehmung des Angeflagien ausgefüllt wurde, werden wir berichten. Die Ehrenmänner bes Staatsanwalts. Kohlhaufen. Ein jugendlicher Raubmörder. Kleine Notizen. Seine patriotische Begeisterung schwer büßen muß ein Knecht aus dem Dorfe Porogell bei Brieg in Schlesien. Er nahm den Säbel eines auf Urlaub befindlichen Soldaten und wollte damit feine militärischen Kenntnisse als ehemaliger Soldat beweisen. Dabei schlug er an die über ihm hangende Spirituslampe, deren Inhalt sich über ihn und einen in der Nähe stehenden Gaffer ergoß. Beide glichen fofort Feuersäulen und erlitten fo schwere Brandwunden, daß an ihrem aufkommen gezweifelt wird. In der Grube verschüttet. Auf dem Schacht 8 ber pfälzischen Bei einem am Mittwoch vor dem Breslauer Schwurgericht ver- Gruberantenbola wurden drei Bergleute und ein Bergführer durch herabfallendes Gestein verschüttet. Ein 27jähriger ver handelten Revolverattentat wurde einem als Zeugen vernommenen heirateter Bergmann wurde nach längerer schwerer Arbeit als Kellner Namens Erdmann von einem anderen Zeugen zum Bor- Peiche geborgen. Die drei anderen wurden an Brust und wurf gmacht, daß er Spitzeldienste bei der Breslauer Polizei ver- Beinen Lebensgefährlich verlegt in das Knappschaftsrichte. Der Gerichtshof nahm davon, vielleicht mit Absicht, gar teine Tazarett gebracht. 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Eintrittskarten sind bei den Vertrauensleuten zu haben. Neue Welt Arnold Scholz Täglich Hasenheide 108/114 Bockbierfest in den bayrischen Alpen 5 Kapellen. 30 bayerische Mad'l. Wochentags Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntags 4 Uhr. 99 Sonntags 50 Pf. Urania Zirkus Busch. Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. Abends 8 Uhr: Baron v. Binder- Krieglstein: Zwischen Kreuz und Halbmond. Zirkus Albert Schumann. Heute Freitag, 10 Januar, abends 7, Uhr: Große Gala- Vorstellung. Neu! Mons. Cäsario Neu! mit seiner wilden Raubtiergruppe, bestehend aus Löwen und Tiger. Das Tagesgespräch v. Berlin. Zum Schluß: Das herrliche Ausstattungsstück Der unsichtbare Mensch. 4 Bilder aus Indien. errnfeld H Theater Sämtliche Herrnfeld- Schlager übertroffen! Wüstenmoral Die Alpenbrüder von Heute Freitag, 10. Januar, abends 7, Uhr: Ganz Berlin spricht nur noch Mac Norton, gen. Das menschliche Aquarium! Der Aeroplan im Zirkus ( Ein Affe als Aviatiker!!) sowie das glänzende Januar- Progr. 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II), Chauffeeftr. 64 Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefftraße 24 Vororte: Neukölln: Hoppes feftfäle, Hermannstraße 49 Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenstraße 3 Boekers Gesellschaftshaus, Weberstraße 17 Schöneberg: Nene Rathausfäle( Juh. Ebrecht), Elysium, Landsberger Allee 40 Meininger Straße 8 Prachtsäle des Oftens, Frankfurter Allee 150 Wilmersdorf: Viktoriagarten, Wilhelmsaue Comeniusfäle, Memeler Straße 67 Verwaltungsstelle Berlin. Verwaltung: C. 54, Linienftr. 83-85. Kassierer: Arbeitsnachweis: Telephon: Amt Norden 1987. Amt Norden 185. Amt Norden 1239, 9714. Sonntag, den 12. Januar 1913, von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags findet die Urabstimmung über die Hauskaffierung in Berlin in folgenden Lokalen statt: Kaczerowskis Restaurant, Ravenéstr. 6. Schwedlers Restaurant, Ackerstr. 123. Obiglos Festsäle, Schwedter Str. 23/25, Gliesches Restaurant, Kopenhagener Str. 74. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Voigts Theater, Badstr. 58. Frankes Festsäle, Badstr. 19. Nebels Restaurant, Maxstr. 13 b. Funkes Festsäle, Triftstr. 63. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Lichtenberg: Schwarz. Adler, Frankfurter Chauffee 5 Patzenhofer- Brauerei, Turmstr. 25/26. Pankow:„ Zum Kurfürften", Berliner Straße 102 Wiemers Festsäle, Bülowstr. 58. Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16/23 Reinickendorf- Oft und-West: Schüßenhaus, Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Prater- Theater, Kastanienallee 7/9 Borgmann, Andreasstraße 21 Kastanienwäldchen( Juhaber Walter), Badftr. 16 Ober- Schöneweide: Wilhelminenhof Pharusfäle, Müllerstraße 142 Residenzstraße 1/2 Weißensee: Schloß Weißensee. Tagesordnung: Fröhlichs Restaurant, Muskauer Str. 1. Eickes Restaurant, Schönleinstr. 6. Schünemanns Restaurant, Alte Jakobstr. 144. Stralau- Rummelsburg, Blume, Ait Boxhagen 56. Lichtenberg, Ertelt, Pfarrstr. 74. ,, Die Fleischteuerung durch den Kommunalfreifinn Comenius- Säle, Memeler Str. 67. und den schwarzblauen Block." Referenten: Otto Braun, Eugen Brückner, Dr. Oskar Cohn, Paul Dupont, Wilhelm Düwell, ferdinand Ewald, Max Grunwald, Theodor Glocke, Karl Detzfchold, Adolf Hoffmann, Marie Juchacz, Dr. Karl Liebknecht, Karl Leid, Wilhelm Pätzel, Dugo Poetzfch, Adolf Ritter, Dr. Kurt Rofenfeld, Dr. R. Silberstein, Heinrich Ströbel, Emanuel Wurm, Mathilde Wurm, Dr. Dermann Weyl, Klara Kleyl, Hans Weber, Luife Zietz, fritz Zubeil. Wir fordern die gesamte werftätige Bevölkerung, Arbeiter und Handwerker, Gewerbetreibende und Beamte auf, zahlreich in den Versammlungen zu erscheinen. Achtung! Ortskrankenkasse der Arbeiter- RadfahrerBund Solidarität. Ortsgruppe Berlin. Tischler Spandaut. Der Protestversammlungen Freitag, den 17. Januar 1913, wegen fallen am Sonntag, den 12. Januar, sämtliche Touren aus. abends 8 ihr, bci Dert, Kurstr. 21: Generál- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Disfussion. 3. Wahl einer Rechnungsprüfungsfommission. 4. Berschiedenes. 266/7 Der Vorstand. Karl Marzilger, Borsigender. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20° Prg. InventurDie Einberufer. J. A.: Eugen Ernst, Liesenstr. 16. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Einsetzer. Boecker, Weberstr. 17. Rott, Straßmannstr. 29, Neukölln, Bartsch, Hermannstr. 49. 99 Zibell, Elbestr. 8. 99 Iden, Harzer Str. 88. Rückheim, Bergstr. 97. Bahnhofstr. 44. Tempelhof, Wilhelmsgarten, Berliner Str. 9. Charlottenburg, Volkshaus, Rosinenstr. 3. Köpenick- Friedrichshagen, Lehmann, Köpenick, Steglitz, Clement, Düppelstr. 7. Ober- Schöneweide, Warnicke, WilhelminenhofAdlershof, Restel, Friedenstr. 14. Wildau, Kordaneck, wildaner Hof. Weißensee, Peukert, Berliner Allee 251. Tegel, Heinicke, Brunowstr. 23. straße 18. Schillingstraße, Ecke 10/2 Sonntag, den 12. Januar 1913, vormittags 10 uhr, Reinickendorf, Glende, Anguste. Victoria. Alles. Räumungs- Verkauf Ulster- Anzüge, Winterpaletots, Fracks, Smokings, Gehr.- Anzüge jetzt 20-60 M. 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Januar, mittags 1 Uhr, im Gewerks schaftshaus, Engelufer 15, Saal 1: Konferenz der Billetts sind im Verkehrslokal bei M. Otto, Markusitraße 47, zu haben. Lagerhalter der Provinz Brandenburg. Kommission. Sonnabend, 25. Jaunar 1913, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Operetten- Vorstellung ( Leitung Direktor E. Alexander.) Erstklassige Darstellung. Glänzende Ausstattung. Große Rofinen. B Große Operette mit Gesang und Tanz in 3 Aften( 4 Bilder) von Rud. Bernauer und Rudolf Schanzer. Musik von Willi Bredschneider und Walter Kollo. Die Tänze sind nach den Arrangements des Berliner Theaters einstudiert. Nach der Vorstellung: Ball bis 6 Uhr morgens. Beginn 9 Uhr. Saalöffnung 7 Uhr. Eintritt 60 Pf. Das Rauchen ist während der Vorstellung nicht gestattet. Das Komitee. 77/9 Das größte Abonnementshaus feinster 35 Herren- Moden J. Stock& Co. verkauft seine Monats- Garderobe direkt an Private. Anzüge und Paletots von 10 M. an. Friedrichstr. 108, Eing. Johannisstr., vis- a- vis der Karlstr. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW Nr. 8. 30. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Freitag, 10. Januar 1913. Heute abend Flugblattverbreitung von den bekannten Stellen. im Fürforgeerziehung und Kinderhort. in Restaurant" Fürstenhof"( D. Adermann): Versammlung des höherer Jahresmiete bis 2000 W. Jahresmiete. Bei mehr als Berliner Nachrichten. Die Stadverordnetenversammlung begann gestern die erste Sigung des neuen Jahres mit dem üblichen Raiserhoch, das dem Berliner Stadtfreifinn als un entbehrlich gilt. Auch bei Aftervermietungen an sogenannte Chambregarnisten ist die Mietssteuer zu zahlen, falls die Jahresmiete für das Zimmer 360 M. übersteigt. Der Mietspreis für die im Zimmer befindlichen Möbel kann in Abrechnung gebracht werden. Ist zum Beispiel für ein gut einbart, so beträgt der Jahresmietswert für die Einrichtung ausgestattetes Zimmer eine Jahresmiete von 400 M. bermindestens 40 m; eine Stempelsteuer wäre also in cinem folchen Falle nicht zu zahlen. Wannsee. Morgen Sonnabend, den 11. d. M., abends 8 Uhr, 1125 M. bis 1250 M. 5 W., steigend um je 50 Pf. bei 125 M. Wahlvereins. 2000 m. bis zu 3000 M. Jahresmiete beträgt der Steuersatz Bohnsdorf und Umgegend. Am Sonntag, 12. Januar, abends 5 Broz. usw. bewegung. Der Steuersatz ermäßigt sich um die Hälfte, pünktlich 6 Uhr, im Lokale des Herrn Bakofzer( Villa Stahl): wenn die Mietsräume für gewerbliche oder berufliche Zwede Die Freunde des staatlichen Fürsorgeregiments haben beson- Feuerbestattungsverein spricht über die Feuerbestattung und Er- bestimmt sind. Wissenschaftlicher Vortrag. Herr Direktor Pauli vom Berliner ders in neuerer Zeit gewaltige Anstrengungen gemacht, um sich in flärung des Modells eines modernen Krematoriums. Außerdem Handelt es sich zum Teil um solche, zum andern Teil um möglichst helle Beleuchtung zu stellen und die im Bolle so leicht nicht werden noch andere, die Feuerbestattung betreffende Gegenstände Wohnräume, so muß der Vermieter in dem Verzeichnis, zu tilgende Schande von Mieltschin und anderer Erziehungshöllen im Bersammlungssaal ausgestellt. welches dieser der Zollbehörde einzureichen hat, eine ent auszulöschen. In Wort und Bild wird es der Welt geflissentlich Bernau. Sonntag, den 12. Januar, besichtigt der Wahlberein sprechende Trennung des Mietszinses vornehmen. Unterläßt verkündet, wie vorzüglich und vergnüglich es doch unsere Tausende die Lichtenberger Konfumwerke. Treffpunkt 8.45 Uhr vormittags am er dies, so kann er die infolgedessen zu zahlende erhöhte von Fürsorgezöglingen in ihren Zwangspensionaten haben. Nach Bahnhof Bernau. Karte ist zu lösen bis Frankfurter Allee. Mietssteuer nicht vom Mieter erstattet verlangen. diesen Schilderungen muß es eine wahre Wonne bereiten, der 3rangsfürsorge überwiesen und für das ganze Leben staatspolizeilich abgestempelt zu werden. Zur rechten Zeit tommt wieder mal eine warnende Stimme von einer Geile, die gewig nicht staatsgegnerischer Tendenzen bezichtigt werden kann: von der KinderHortbewegung. Der soeben erschienene Jahresbericht des jest 34 Sorte umfassenden: Berliner Hauptver eins Kinderhort sagt es rundheraus, daß die Not, die auch die Mutter zwingt, das Haus zum Zwecke des Geldverdienens zu berlassen, unsere Fürsorgezöglinge macht. In der Auflösung der Die Wahl des Vorstandes ergab die bisherige BuFamilie durch die Umwandlung des Agrarstaates in den Industrie- sammensetzung, weil wieder die freisinnige Mehrheit den von Gasfachkurse. Die Deputation für die städtischen Fache und staat und in der dadurch verminderten Erziehung liege der Haupt- der sozialdemokratischen Fraktion als der zweitstärksten er- Fortbildungsschulen hat in ihrer geftrigen unter Vorsitz des Geheimgrund für ble wachsende Kriminalität der Jugendlichen. Hier müsse hobenen Anspruch auf den Bosten des Vorsitzendenstellver rats Michaelis stattgefundenen Sizung beschlossen, dem Antrag der der Hebel zuerst angesetzt werden, wenn man eine Verminderung treters nicht anerkannte. Im Vorstand sind, wie bisher, unter Direktion der städtischen Gaswerte auf Einrichtung von Gasfach der Fürsorgezöglinge und der Kriminellen im jugendlichen Alter den Beisigern Genosse Bruns, unter den Beisigerstellver- tursen an den Handwerschulen stattzugeben und vom 1. April d. J. ab an der 2. Handwerkerschule folche Sturfe einzurichten. Zu diesen herbeiführen wolle. Es müsse dafür gesorgt werden, daß die Mutter tretern Genosse Pfannkuch. ihre Erzichungspflicht ausüben kann. Am wirkungsvollsten wäre es Das neue Mitglied des Magistratskollegiums, der zum Rurfen sollen nicht nur die Arbeiter der städtischen Gaswerke, sondern ja, wenn die Familien so unterstützt werden könnten, daß die Mutter Stadtrat für Berlin gewählte Rudolstädter Oberbürger- auch die in der einschlägigen Privatindustrie beschäftigten Arbeiter zugelassen werden. im Hause bleiben tann; aber eine solche Summe würde keine Ge. meister Doflein, wurde gestern eingeführt. meinde für diesen 3wed flüssig machen können, so heißt es im Be- Die Tagesordnung war so reichlich, daß ihr Hauptstück, Eine Familientragödie wird aus der Greifswalder Straße ges richt. Datum müßten die Institutionen, die einen Ersatz der der Entwurf einer Steuerordnung zur Besteuerung des meldet. Dort wohnte in dem Hause Nr. 158 mit feiner 27 Jahre Familienerziehung bieten, wie also auch die Kinderhorte, so ver- Bieres und der Kinematographenbor- alten Frau Berta, geborenen Schulze, und seinem ein Jahr alten mehrt werden, daß alle Kinder, die im Hause keine Aufsicht und Er- stellungen usw., abgesetzt werden mußte. Söhnchen Herbert der Maler Sasse, der schon lange lungenfrank war ziehung finden, aufgenommen werden können. Verhüten sei besser Der Magistratsantrag, der„ Ne uen Freien Volks- und vor drei Wochen starb. Schon bei Lebzeiten ihres franken Mannes ala Heile.. und ohne Frage auch billiger. Die Gesamtkosten der bühne" zum Bau des von ihr im Scheunenviertel" ge- batte die Frau wiederholt geäußert, daß auch sie mit ihrem Kinde Fürsorgeerziehung beliefen sich auf über elf Millionen Mart. planten Theaters eine Sypothet von zwei Millionen aus dem Leben scheiden werde, wenn ihr Mann sterben sollte. Nach Würde davon nur die Hälfte für vorbeugende, die Zwangsfür- Mark zu geben, soll in einem Ausschuß vorberaten werden. feinem Tode wiederholte sie diese Selbstmordgedanken. Sie fonnte forge ausschaltende Zwecke verwendet," sagt der Bericht, so könnten Genoffe Wurm begrüßte diesen ersten Schritt auf einem den Gram über den Berlust des Mannes nicht verwinden. Zu Ane rund 170 000 Kinder in Kinderhorten untergebracht werden." Das neuen Wege, den der Magistrat tun will, Er forderte, noch fang dieses Monats teilte sie dem Hauswirt mit, daß sie ihre Ministerium des Innern sendet zwar seine Fürsorgezahlen weiter zu gehen und aus Stadtmitteln ein eige- Wohnung aufgeben wollte. Als nun gestern mittag die Verwalters mahnend in die Welt, aber es hat, wie dem Hauptverein auf ein nes Theater zu schaffen oder mindestens ein eigenes frau die aus Stube und Küche bestehende Wohnung im Duers Unterstützungsgejuch mitgeteilt wurde, für vorbeugende Maßregeln, Theatergebäude, das dann von Vereinen, z. B. der Freien gebäude einem Mietsluftigen zeigen wollte, fand sie teinen Einlaß. für die Kinderhorte und ähnliche Einrichtungen, keinen Pfennig Volfsbühne", gemietet werden könnte. Auf diese Anregung Nichts Gutes ahnend, ließ sie öffnen und fand nun beide Räume zur Verfügung. Dabei steht es fest, daß 50 Proz. aller Kinder, antiwortete Stadtverodneter Cassel, daß sie einige seiner mit Gas angefüllt. Auf einem Stuhl neben dem Kochherd, dessen über die die Fürsorgeerziehung verhängt werden mußte, ohrie Freunde stuzzig machen könnte. Das ist glaubhaft; denn Hahn geöffnet war, faß Frau Saffe. Das Kind lag in seinem richtige Häuslichkeit waren. Man suche neuerdings so betont wenn der Kommune höhere Aufgaben gestellt werden sollen, Wagen. Beide waren tot. Ein Arzt, der schleunigst gerufen wurde, Der Jahresbericht weiter in der zu milden Bestrafung von Ver- machen die echten Freisinnigen nicht gern mit stellte feft; daß beide schon vorgestern gestorben waren. Die Leichen gehen durch die Jugendgerichte die Ursache des Anwachsens der Ein heftiger Streit entbrannte wieder um den Magi- wurden beschlagnahwt. Rtiminalität unter den Jugendlichen. Sicherlich ohne Grund. Es ftratsantrag, einem Frauenverein zur Bekämpfung des Alto- Sier kommt niemand durch! Wie Buchstäblich Bolizeibeamte müsse sogar bedauert werden, daß gerade schulpflichtige Kinder in holismus die Aufstellung eines Milchhauschen 3 am bei Absperrungen ihrer Pflicht genügen, niemanden durch die Abviel höherem Maße wie im Vorjahre bestraft worden sind. Des Bahnhof Friedrichstraße" zu gestatten. Der Ausschuß fperrungskette hindurch zu laffen, beweist ein Borfall, der fich am halb habe der Verein beschlossen, in die Horte auch solche Kinder empfahl aus Verkehrsrücksichten, die Zustimmung zu versagen. Mittwoch in der Scharnhorststraße ereignete. Dort war aus Anlas aufzunehmen, die schuldig geworden sind, weil der notwendige er. Die sozialdemokratische Fraktion riet, den Verein abzuweisen, der Beerdigung des Grafen Schlieffen die Scharnhorststraße bis zur zichliche Einfluß des Elternhauses fehlte, von denen man also nicht weil er, wie Genosse Wengels aufs neue darlegte und auch Stesselstraße abgesperrt. Während dieser Absperrung wollte eine annehmen könne, daß sie die moralisch gesunden Kinder schädigen. Genoffe 3ubeil bestätigte, seine Angestellten mit unau- in Kindesnöten befindlichen Frau zu holen. Aber die Schuyleute ältere Frau durch die Schutzmannsfette, um eine Hebamme zu einer Das ist alles ganz schön und gut, manches sogar sehr richtig, Iänglichen Löhnen abspeist und ihnen eine über weigerten den Durchloß mit den Worten, da könnte ja jeder kommen. aber es bringt doch nicht die Tatsache aus der Welt, daß die private mäßige Arbeitszeit aufzwingt. Troß diesen leider nur Die Frau mußte den Umweg durch die Kesselstraße, Chauffeestraße, Berliner Stinderhortbewegung so ziemlich am Ende ihrer Leistunge zu begründeten Bedenken fand sich schließlich eine Mehrheit Bohenstraße machen. Die Hebamme mußte sich erst legitimieren. fähigkeit angelangt ist und daß sie knapp den zehnten Teil dessen zusammen, die dem Magistratsantrag zustimmte. Durch diese Verzögerung kam die Hebamme zu einer Beit an, als leistet, was sie leisten möchte und müßte. In die 34 Horte wurden Ein Antrag der sozialdemokratischen Graf das Kind schon da war. Wie leicht hätte die in Kindesnöten be 1627 Kinder aufgenommen. Rechnet man die Kinderhorte anderer tion forderte für die Stadtverordneten Regi- findliche Frau durch die Verzögerung ihr Leben verlieren können. Berliner Vereinigungen hinzu, so kommen vielleicht 3000 Rinder timationen, die bei Recherchen benutzt werden können. Zu dem Leichenfund in Lichtenberg, über den wir gestern bezusammen. In Groß- Berlin haben wir aber nach einer der Richtig Genoffe Soffmann wies die Notwendigkeit und Unent- richteten, wird uns mitgeteilt, daß es jetzt gelungen is, die Persön feit sicher sehr nahe kommenden Schäßung 25-30 000 aufsichtslose behrlichkeit solcher Legitimationen nach, und Genosse Ewald lichkeit des Toten festzustellen. Es handelt sich um den 68 Jahre Kinder! Die Einnahme des Hauptvereins Kinderhort betrug nur unterstützte seine Ausführungen durch Mitteilung eines Er- alten Kutscher und Kriegsinvaliden August Scheling aus der Pappel32 000 M., wovon allein 18 000 M. auf die Beihilfe der Stadt ent- lebnisses. Legitimationen auszustellen, sagte der Borsteher allee 82. Der Mann war nach einem Schädel ruch, den er sich vor fallen. Der Jahresbericht beklagt, daß die Großindustrie, die die Michelet zu, so daß der Antrag als erledigt zurückgezogen einiger Zeit bei einem Sturz von einem Wagen zuzog, etwas Mutter aus dem Hause nimmt und in erster Linie die Notwendig werden konnte. geistesschwach. Während sich seine Frau wegen eines Oberfeit zur Einrichtung von Horten schafft, also auch zur Vermehrung Gegen einen anderen Antrag der sozialdemo- fchenkelbruchs zurzeit im Krankenhause befindet, verließ er der Kriminalität unter den Jugendlichen beiträgt, nichts Außer fratischen Fraktion, der für die Stadtver am vergangenen Freitag die Wohnung und fehrte nicht gewöhnliches für die Hortbewegung tut. Die Stadt Berlin, der ordneten Freifahrkarten der städtischen wieder in diese zuriid. Wahrscheinlich ist er seit diefer Staat Preußen müssen erhebliche Mittel aufwenden zu helfen. Straßenbahnen forderte und vom Genossen off- geit plantos umbergeirrt. Die vorläufige Besichtigung der Leiche Mit Recht sagt der Bericht, daß solche vorbeugende Maßnahmen mann begründet wurde, äußerte Stadtrat Preuß durch den Streisarzt Dr. Mann hat ergeben, daß Scheling allem die wirkungsvollsten sind. Wichtiger aber als alle folche Hilfe ist juristische Bedenken. Die Beschlußfassung wurde vertagt, Anschein nach eines natürlichen Todes gestorben ist. Wenigstens vor allem die Beseitigung der wirtschaftlichen Ursachen, die all die weil erst Klärung abgewartet werden soll. hat er feine Anhaltspunkte vorgefunden, die auf einen geipaltjament Not und das Elend zur Folge haben, die zur Vernachlässigung der Wie eine Kommune ihre Aufgaben nicht auffaffen soll, Tod schließen lassen. Die dreiedige stopfwunde hat der Mann sich Kinder führen müssen. lehrt der Magistratsantrag, für Gasautomaten einen wohl beim Fallen zugezogen. Töflich war sie jedenfalls nicht. Daß Mindest verbrauch von 300 kubikmetern pro das Messer aufgeklappt und blutbefleckt neben ihm lag, erklärt sich Jahr vorzuschreiben und etwaigen Minderverbrauch mit drei wohl daraus, daß er sich ein Stück Stautabat, das man ebenfalls Bfennig pro Rubikmeter in Rechnung zu stellen. Gegen dieses untveit der Zeiche noch fand, abschneiden wollte, als er von einem Verfahren, das die unbemittelte Bevölferung wie eine Be Blutsturz befallen wurde, an dessen Folgen er dann starb, weil er strafung für zu geringen Gasverbrau dy treffen ohne jede Hilfe war. Die Obduktion der Leiche, die wahrscheinlich würde, wandte fich sehr nachdrücklich Genosse Hinge. Die eine Bestätigung dieser Feststellungen bringen wird, findet morgen statt. in der Vorlage des Magistrats zum Ausdruck gebrachte Anficht, daß es einen„ Mißbrauch" bedeute, Gasautomaten zu benußen und nur wenig Gas zu verbrennen, wurde von Stadtrat Venzky verteidigt. Stadtverordneter Jacobi behauptete, In Groß- Lichterfelde hat der Besiger des Lokals Kaiferhof, die Gaswerke müßten Geld zugeben, wenn sie nicht diesen Herr Kaufholtz, feine Unterschrift zurückgezogen. Das Lokal ist Mindestverbrauch forderten. In einem Ausschuß wird der ebenfalls von der Lifte zu streichen. Magistrat genötigt werden, sich noch näher darüber zu äußern. Die Lokalfommission. Partei- Angelegenbeiten. Zur Lokalliste. Die Kammerjäle, Teltower Str. 1-4, Ecke Bellealliancestraße, find für organisierte Arbeiter nach wie vor gesperrt. In Marigrafpieske hat das Lokal Batzenhofer Bierhallen" den Befizer gewechselt; der neue Inhaber verweigert uns sein Lokal. Dasselbe ist von der Liste zu streichen. Neukölln. Den Teilnehmern des Kursus„ Nedeübungen" zur Kenntnis, daß die erste Stunde nach den Weihnachtsferien am Sonntag, den 12. Januar, vormittags 9%, Uhr, im Zolal bon Bartsch, Hermannstr. 49, stattfindet. " Mietsstempel. H I Selbstmord eines Blinden. Auf der Toilette des Bahnhofes Börse erschoß sich am Donnerstag nachmittag der 50 jährige Rentenempfänger Louis Guſtin aus der Türkenstr. 24. G., der früher städtischer Fleischbeschauer war, erkrankte vor längerer Zeit an einem schweren Augenleiden, das zu feiner völligen Erblindung führte. Dieses Mißgeschick scheint den Bedauernswerten nun die Waffe in die Hand gedrückt zu haben. Bor den Augen seiner Frau erschossen hat sich der 40 Jahre alte Arbeiter Julius Henfel aus der Borsigstr. 25. Der Mann war feit Mietsverträge, in denen die Jahresmiete 360 M. über Jahren schwer frant und nervenleidend. Nachdem er zulegt wieder teigt, unterliegen der Stempelpflicht. Auch mündliche Miets acht Wochen im Krankenhaus gewesen war, sollte er jest in die Heil stätte Belig kommen. berträge unterliegen diefer Mietssteuer. Die Behörde zieht mehr, griff in der Verzweiflung zum Revolver und schoß sich im Er selbst hoffte jedoch auf keine Befferung Am Montag, den 13. Januar, abends 8 Uhr, beginnt im gleichen die Mietssteuer vom Vermieter cin; der Mieter hat eine Bette liegend eine Stugel in den Kopf in dem Augenblid, als feine Lokal der Vortragsfurfus( 6 Abende) des Genossen Rühle: Die Ersaßpflicht nur dann, wenn sie mit dem Vermieter vereinbart Frau von einem Ausgang zurüdtehrte und das Zimmer betrat. Die Sozialdemokratie, was sie ist und was sie will." Starten a 30 Pf. ist. Sahlbar ist der ietsstempel im Januar eines Kalender Frau ließ ihn sofort nach der Klinik bringen. Der Unglüdliche ersind bei Beginn des Kursus am Eingang des Saales zu haben. jahres für das voraufgegangene Stalenderjahr oder, wenn das lag aber dort gestern seiner Verlegung. Hensel hinterläßt seine Frau Der Bildungsausschuß. Mietsverhältnis noch nicht ein Jahr angedauert hat, für den mit zwei Kindern von 11 und 14 Jahren. Karlshorst. Heute Freitag, abends 81% Uhr, im Fürftenbad". abgelaufenen Teil des Stalenderjahres. Inh. Bartels: Deffentliche Versammlung. 1. Die Mißstände beim Aus dem Untersuchungsgefängnis entwichen ist das Haupt einer Die Mietssteuer wird auf 50 Pf. Beträge nach oben ab- Stollidiebesbande, die die Kriminalpolizei vorgestern verhaftet hat, Berkauf des ruififchen Fleisches." Referent: Genosse Paul Bergmanit. 2. Distuifion. Die Gemeindevertreter und die Schlächter Jahresmiete von mehr als 360 bis zu 400. 2. 50 Pf., bei Straße. In der letzten Zeit wurden viele Geschäftswagen von gerundet. Sie beträgt für das Kalenderjahr: Bei einer der 32 Jahre alte Arbeiter" Robert Lange aus der Rüdersdorfer meister find brieflich zu dieser Versammlung eingeladen. Tempelhof. Heute Freitag, abends 8 Uhr, im Wilhelms- einer Jahresmiete von mehr als 400 bis zu 500 M. 1 M., Dampfwäschereien von der Straße weg bestohlen, der oft garten, Berliner Str. 9, Rurfusabend: Die Technit der Landtags- bei einer Jahresmiete von mehr als 500 bis zu 666 m. wertvollen Ladung beraubt und dann irgendwo stehen gelassen. Es wahlen". 2 M., bei einer Jahresmiete von mehr als 666%, bis 8881. ftellte sich heraus, daß Lange mit noch drei Komplizen die Diebstähle ausführte. Als die Verhafteten borgestern dem Untersuchungs Lichtenrade. Der Zahlabend am Sonnabend, den 11. Jamiar, 2,50 M., bei einer Jahresmiete von mehr als 833% 2. bis richter zu einem Verhör vorgeführt wurden, spielte Lange dreift den fällt diesmal besonderer Umstände wegen aus. Dafür findet eine 1000 M. 3 M., bei einer Jahresmiete von mehr als 1000 M. Gefängnisbeamten und brachte es fo fertig, ins Freie zu gelangen Mitgliederversammlung am 25. Januar statt. bis 1125 M. 4,50 M., bei einer Jahresmiete von mehr als lund zu entkommen. Bis jetzt ist er noch nicht wieder ergriffen. U Ein dreiftes Diebesstückchen leistete sich ein Spizbube auf dem an der Verkauf des russischen Fleisches in beiden Ortsteilen durch sein Schreiben des Landrats verlesen, in welchem gewünscht wird, Güterbahnhof Frankfurter Allee. Er erbrach dort einen verschloffenen die Konfumgenossenschaft erfolgen; zu diesem Zwed werden von der daß die Errichtung von Wohnhäusern fortan an ungepflasterten Eisenbahnwagen, stahl daraus 32 Sad Hafer im Werte von 500 W. Konsumgenossenschaft geeignete Läden gemietet. Wäre die Gemeinde- Straßen unterbleiben solle, da sonst Unzuträglichkeiten entstehen und lud fie auf einen mitgebrachten Plattenwagen, der mit einem vertreterjigung, als sie sich mit dem Vertrieb des russischen Fleisches fönnten. Durch das zu weite Auseinanderliegen von Häusern dunklen und einem hellen Pferde bespannt war. Erst als er mit der beschäftigte, dem Vorschlage unserer Genossen, den Verkauf in eigene würden der Gemeinde, sei es durch die schwierigere Beleuchtung, Ladung verschwunden war, wurde der freche Diebstahl entdeckt. Regie zu übernehmen, gefolgt, so hätte sie dem Gemeindevorstand den Wachdienst, das Schulwesen usw. auch große Kosten erwachsen. Ein Sechstage- Rennen das sechste hat am Abend des viel Arbeit erspart. Die ganze Sache sollte jedoch keinerlei Unkosten Der Gemeindevorsteher schlug vor, in Zukunft Anliegern unge 8. Januar in den Ausstellungshallen am 300 feinen Anfang ge- verursachen, zudem wollte man die Fleischermeister nicht schädigen. pflasterter Straßen nur dann die Bauerlaubnis zu erteilen, wenn nommen. Wie fast alle feine Borgänger hattte es eine immerquidliche Bei Dingen, die zur Bekämpfung der aufstrebenden Arbeiterbewegung dieselben die Pflasterfosten der Gemeinde als Sicherheitshypothet Vorgeschichte, die diesmal um die Person von W. Rütt ging, des dienen, werden solche Rücksichten nicht geübt. hinterlegen. Auf diese Weise wäre die Gemeinde, sobald çin Bes gegenwärtig besten Fahrers auf diesem Gebiete. Wegen angeblich Pankow. dürfnis für Straßenpflasterung vorhanden, in der Lage, den Anzu hoher Ansprüche Rütts werden die Berliner Sechstage- Enthusiasten forderungen gerecht zu werden. Genosse Duckwit verwies hierbei auf das Vergnügen verzichten müssen, den sogenannten Sechstage- bgcoronetenwahlen zum Kreistag des Streifes erteilt werde, sobald der Bebauungsplan feſtgeſetzt sei. Bon dent Die Gemeindevertretung vollzog am Dienstag zunächst die auf die Nachbargemeinde Zepernick, in der die Bauerlaubnis jedent Tönig" fahren zu sehen. Durch dessen Fernbleiben vom Start ers höhen sich die Siegesaussichten der anderen Fahrer. 14 Baare treten Niederbarnim. Samtliche Size fielen den Bürgerlichen zu. Lezze Vorschlag des Gemeindevorstehers verspreche sich Redner nicht viel. diesmal in die Schranken, Vertreter der alten und der neuen Welt. tere hatten es nicht über sich bringen können, von den zu besehen- Die Umsatzsteuer wurde wie vorher mit 1 Proz. Zuschlag ange Die Teilnehmerliste ist folgende: Arend- Bader, Carapezzi- Althoff, den sechs Mandaten auch unseren Genossen eine Vertretung zu- nommen. Clark- Hill, Grenda- Phe, Hoffmann- Finn, Huybrechts- Bandevelde, zugestehen. Die hierauf vorgenommene Wahl eines be Spandau. Janke- Demle, Nettelbed- Nudel, Peter Aberger, Saldow- Lorenz, foldeten Schöffen fiel einstimmig auf den bisherigen GeStabe- Batuke, Stellbrint- Rosellen, Schwere Beschuldigungen gegen den Polizeikommiffar Marg Stol- Miquel, gander- Ehlert. meindeassessor Dr. Müller, Dann stimmte die Vertretung als Unter diesen haben Stol, Clark, Hill, Grenda, Bye schon mehrfach Amtsausschuß dem Erlaß einer Polizeiverordnung hatte der frühere Polizeibeamte Dziedo in wiederholten Schreiben in New York, der Geburtsstätte dieser langen Nennen, mit Erfolg zu, welche den Verkauf von Speiseeis und durch Eis gekühlten Ge- an die tgl. Regierung in Potsdam und die hiesige Polizeiverwaltung gefahren, und dürften diese Fahrer den Endkampf bestreiten. Die tränten( Bier, Limonaden, Selter- und andere Mineralwäffer usw.) erhoben. In einer Beleidigungsflage gegen D., welche im ver deutschen Fahrer sehen in Saldor- Lorenz ihre beste Mannschaft. an Kinder unter 14 Jahren und Schüler und Schülerinnen auf gangenen Sommer vor dem hiesigen Schöffengericht stattfand, hielt Sonst find noch mehrere Neulinge im Remen, die erst den Beweis öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen zu sofortigem Genuß derselbe sämtliche Beschuldigungen aufrecht und sein Verteidiger ihrer Leistungsfähigkeit erbringen sollen. verbietet. Ferner dürfen diese Genußmittel auf den von Kindern stellte beim Gericht den Antrag, weitere Zeugen zu laden, da sein Am Eröffnungsabend hatte die Halle einen guten Besuch. Vor sowie Schülern und Schülerinnen besuchten Spielplätzen während Mandant den Wahrheitsbeweis für die Beschuldigungen erbringen Das Gericht gab auch dem Antrage statt und vertagte den Beginn der Rennen legten die Fahrer noch einige Proberunden zu der Dauer der Bewegungsspiele sowie in der Nähe der Schul- werde. rüd. Um 12 Uhr, nach erfolgter Vorstellung der Paare, frachte der grundstücke während der Zeit von einer halben Stunde vor Beginn Termin. Ein neuer Termin mußte vergangene Woche ebenfalls ver Die tagt werden, da der Amtsanwalt plöglich erkrankt war. Jeht ver Startschuß und das Rennen begann, das während der nächsten und nach Schluß des Unterrichts nicht feilgehalten werden. 144 Stunden in ununterbrochener Folge vor sich geben foll. Die fich nun anschließende Gemeindevertretersizung er öffentlicht D. eine Erklärung, worin er mit Bedauern die Anerste Stunde ergab ein Resultat von 39,600 Kilometern. Bis zur flärte sich zunächst damit einverstanden, daß den jetzt vorhandenen schuldigungen zurücknimmt, da sie haltlos sind. 6. Stunde wurden 218,700 Kilometer gefahren und waren noch alle beiden befoldeten Schöffen die Amtsbezeichnungen Beigcord- Nowawes. Baare ohne Verlust im Nennen. Wir werden am Schluß der Ver- neter"( Stadtrat a. D. Stawiß) und Syndikus"( Assessor Dr. anstaltung eine furze Uebersicht über den Verlauf geben. Müller) beigelegt werden. Um dem durch die vor zwei Jahren Bosamentierwarenhändler vom Wochenmartt herbeigeführten cmpdurch Gemeindebeschluß erfolgte Verdrängung der Woll- und findlichen Einnahmeverlust an Marktstandgeldern in etwas abzuhelfen, beschloß die Vertretung eine Erweiterung des Marktes. Nach Grledigung einer Reihe weniger interessierender Gegenstände folgte der öffentlichen eine geheime Sigung. Mühlenbed. Bermißt wird seit dem 3. Januar d. J. die 20jährige Frida irgend ein Unglücksfall zugestoßen sei. Diejenigen Personen, die über den Verbleib der Obengenannten Angaben machen können, werden gebeten, ihre Adresse an die Eltern: Mallon, Beusselstr. 28, abzugeben. Unkosten werden gern vergütet. Mallon, Beuffelstr. 28. Die betrübten Eltern vermuten, daß ihr Vorort- Nachrichten. Wilmersdorf- Halensee. Ein dreister Diebstahl wurde am Mittwochvormittag bei dem einem unbewachten Augenblick in die Wohnung des Gastwirts ein Gastwirt Wittwer in der Kirchstraße verübt. Der Dieb drang in Der Verdacht und entwendete aus einem Schrank etwa 300 m. richtete sich sofort auf den turz vorher in der Gastwirtschaft ans wesend geweſenen arbeitslosen Zimmererer F., der auch im Laufe des Nachmittags von der Polizei ermittelt und festgenommen wurde. Bernau. Tot aufgefunden wurde vorgestern früh auf der Straße nach Ueber das Thema: Die Sozialisierung der Gesellschaft" referierte Schönwalde an der Dammsmühler Wegekreuzung, der in der hiesigen in der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins Genoffe Arndschen Ziegelei beschäftigte Arbeiter Julius Schulz aus Schön- Zimmermann- Starlshorst. Dem interessanten Bortrage folgte eine walde. Um Mitternacht hörten die auf dem Bahnhof Schönwalde lebhafte Diskussion. Alsdann teilte Genosse Schneider mit, daß in fich befindenden Leute Hilferufe, die jedenfalls mit dem Vorfall in diefem Monat eine Agitation zur Gewinnung neuer WahlvereinsVerbindung zu bringen sind. Db hier ein Unglücksfall oder ein mitglieder stattfindet. Er ermahnte die Genossen, ihre ganze Kraft Verbrechen vorliegt, muß erst die Untersuchung ergeben. Befremden dieser Agitation zur Verfügung zu stellen, damit dieselbe von Erfolg erregte es, daß die Leiche nicht früher als gestern nachmittag gegen getrönt sei. Berichtet wurde noch, daß Röntgental organisatorisch fich auf eigene Füße gestellt habe und dadurch aus dem Wahlverein 87 Mitglieder übergetreten seien. Diesem Abgang ständen 50 Neuaufnahmen gegenüber. Die Stadtverordnetenversammlung wies in der am Mittwoch abgehaltenen ersten Sigung des neuen Jahres ein stark verändertes Bild auf. Die Mitgliederzahl der Körperschaft war von 48 auf 60 vermehrt worden; eine Anzahl Ersakwahlen hatten ebenfalls neue Männer gebracht, sodaß die Versammlung jetzt zur Hälfte aus 3 Uhr weggeschafft werden durfte. Neulingen besteht. Bei der Besetzung des Bureaus wurde der frühere Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Koch einstimmig wieder Nieder- Schönhausen. gewählt; die Wahl des Stellvertreters fiel auf das Mitglied der Fortschrittlichen Fraktion Dr. Edel, zu Beijißern wurden die Mitglieder der großen Fraktion" Dr. Helmfe und Dr. Hesse und zu deren Stellvertretern die Stadtverordneten Dertler und Bu Lwer bestimmt. Endlich wählte man durch Zuruf 15 Mit glieder in den Wahlausschuß, der über die Besehung der Deputationen und Ausschüsse Vorschläge zu machen hat. A In der letzten Gemeindevertretersizung wurden die Herren Bürgermeister Abraham und August Kuhlmann zu Kreistagsabgeordneten gewählt. Die Amtsperiode des Herrn Sörger als Schöffe läuft nächsten Monat ab, die Vertretung wählte ihn für dieses Amt wieder. Vom Landrat lag ein Schreiben vor, worin mitgeteilt wird, daß der Antrag auf Errichtung eines Hypothekenamtes noch zurückgehalten werde. Die Regierung beabsichtige diese Frage für Groß- Berlin einheitlich zu regeln. Die Ver- rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. tretung nahm von diesem Schreiben Kenntnis, jedoch soll der Landrat ersucht werden, den Antrag trotzdem der Regierung zu überweisen. Der Errichtung neuer Lehrstellen an den Gemeindeschulen für 1913 wurde zugestimmt. Infolge vorgeschrittener Zeit wurden die übrigen Punkte von der Tagesordnung abgesetzt. Sigungstage von Stadt- und Gemeindevertretungen. Bernau. Heute Freitag, abends 7 Uhr, im Rathaus: Stadt verordnetenversammlung. jekt ab einem neuen Beschluß zufolge jeden zweiten Freitag im Monat Eichwalde( Kreis Tellow). Die Gemeinderatsfizungen finden von abends 6%, Uhr im Rathaus, Grünauer Straße, státt. Diese Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be Eingegangene Druckfchriften. Eine Bon der Neuen Zeit ist soeben das 15. Heft des 31. Jahrgangs erfchienen. Aus dem Inhalt des Heftes beben wir hervor: Das neue Agrarprogramm der Sozialdemokratie Amerifas. Bon W. E. Walling. Eine Revolution in der Spigenindustrie. Von Hermann Jäckel. Die Aufgaben der Der Verein Jugendheim hält am Sonnabend, den 11. Januar, Enzyklopädie des Sozialismus. Von G. Stickloff. Von Dr. Georg Wagner abends 8 Uhr, im Restaurant Roczyli, Bankow, Kreuzstr. 3/4, populären und medizinischen Literatur. ( Hanau a. M.) Nene Literatur über die jugendlichen Arbeiter. Bon fleiner Saal, feine diesjährige Generalversammlung ab. Tages- Adolf Braun. Literarische Rundschau: Hugo Ribbert, Professor in Boun, ordnung: 1. Vortrag des Herrn Kubig- Pankow. 2. Geschäftsbericht. Die Bedeutung der Krankheiten für die Entwickelung der Menschheit. Bon 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und Lipschütz. Notizen: Statistisches aus Bosnien und der Herzegowina. pünktlich zu erscheinen. Bon-n. Die Steigerung der Preise der Nahrungsmittel. Die ökonomische Rüdständigkeit Frankreichs. Der erste Gegenstand der eigentlichen Verhandlungen bestand in einem Antrag der großen Frattion, wonach der Magistrat crjucht werden soll, an dem Joachim- Friedrich- Gymnasium, das früher als tönigliches Joachimsthalsches Gymnasium ohne Vorschule bestand, nach der jetzt erfolgten Uebernahme durch die Stadt eine dritte Borschulklasse zu errichten. Ueber den Unfug des Vorschulwesens sind sich weit über radikale Kreise hinaus geachtete Bädagogen cinig; an eine Beseitigung dieser der Entwidlung des Boltsschul. Pankow- Niederschönhausen. wesens hinderlichen Einrichtung war nach dem neuerdings von Berlin und Charlottenburg gegebenen bösen Beispiel natürlich auch in Wilmersdorf nicht zu denken. Der Stadtverordnete Taub stummenlehrer Bulwer erklärte sich als Fachmann gegen den Antrag, und auch der Stadtverordnete Schröder( Soz) führte an, daß es dem Gemeinwesen nüßen werde, wenn der Magistrat endlich mit den übrigen Groß- Berliner Stadtbehörden gegen das Vorschulwesen Stellung nähme. Schritte nach dieser Richtung hin Steglik- Friedenau. möchten schwierig sein; aber vielleicht fönnte bei ciner solchen Der Lehrabend für Jugendliche im Alter von 18-21 Jahren Reform der von dem Stadtverordneten Leidig gegründete Bürger- findet heute wegen der Voltsversammlung im Albrechtshof" in bund die Magistrate unterstügen. Der von diesem Bund ange Stegliß nicht statt. fündigte Kampf gegen die Sozialdemokratie werde nach Am nächsten Dienstag beginnt bei Schelhaje, Steglig, Ahorn aller bisherigen Erfahrung doch mit erheblichen Mißerfolgen enden; straße, der auf vier Abende berechnete Vortragsturjus des Genossen und daher sei es für die neue Organisation am Ende zweckmäßiger, E. Däumig über: Deutsche Literaturgeschichte des 19. und 20. Jahrwenn sie auf anderem Boden Lorbeeren zu pflücken suche. Ein hunderts." Eintrittskarten sind im Vortragslokale zum Preise von neues Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, der Vorschul- 40 Pf. zu haben. lehrer udel, führte sich durch ein Loblied auf die Vorschulen cin und polemisierte gegen seinen Kollegen Bulwer. Die Mehrheit gab sich schließlich mit einer Erklärung des Oberbürgermeisters Habermann zufrieden, wonach am Joachim- Friedrich- Gymnasium eine Vorschulklasse errichtet werden soll, wenn zwanzig Anmeldungen von Schülern vorliegen. Herzfelde. " Spurlos verschwunden ist seit dem Silvesterabend der Gastwirt Adolf Stephan, Inhaber des Restaurants" Zum Kaiserhof". Hauptstraße 37. 23ie berlantet, hat St. wegen finanzieller Schwierigkeiten den Ort verlassen. Den Betrieb und die Zahlungen cingestellt hat die Ziegeleifirma Heinrich Hasenjäger in der Möllendorffstraße, hier selbst. Eine e trächtliche Anzahl hiesiger Gewerbetreibender sollen bei dem Zu sammenbruch in Mitleidenschaft gezogen sein. Eichwalde. Sierauf beschloß die Versammlung auf Antrag cines von ihr eingefeßten Ausschusses, den Magistrat zu ersuchen, daß er bei der Polizeiverwaltung beantragen möge, die Verwendung von Granitoid, oder anderen Kunst steinplatten bei der Pflasterung von Bürgersteigen zu gestatten. Der Oberbürgermeister versprach, im Sinne des Beschlusses handeln zu wollen. Eine Magistrate borlage, wonach die Zahl der Mitglieder der städtischen Verwaltunge deputationen im Verhältnis zur Vermehrung der Zahl der Stadtberordneten erhöht werden soll, wurde dem Wahlausschuß überwiesen. Dasselbe Schicksal hatte ein Antrag der großen Frattion, wonach ebenso bezüglich der von der Stadtverordnetenversammlung Hohen- Neuendorf. eingesetzten Ausschüsse verfahren werden soll. Neukölln. Beim Spielen tödlich verunglückt ist vorgestern abend die neuns jährige Tochter des Portiers Boetter, Stuttgarter Straße 47. Die Seleine stand auf einem Sandkasten, welcher von der Straßenreinigung an der Ede der Rosegger und Stuttgarter Straße auf gestellt ist und vergnügte sich mit anderen Kindern. Sie achtete hierbei nicht auf das Rahen eines Wagens, sondern sprang furz vor demselben auf den Straßendamm. Da der Kuticher die Pferde nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen konnte, gingen dem Kinde die Wagenräder über den Kopf hinweg. In hoffnungsLosem Zustande wurde die Verunglüdte in die in nächster Nähe belegene Wohnung ihrer Eltern geschafft, wofelbft fie nach furzer Zeit verstarb. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch. bandlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,23 M. pro Quartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heit fojtét 25 Bi. Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen, ist uns joeben Nr. 8 des 23. Sahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Kämpfend voran.!- Bezirks- Frauen tonferenzen. I. Von Luise Ziek. Gegen die Frauenverblödung im Kino. Bon Roland. Die Zeglilarbeiterelend. Von Helene Brandenburg. Genossinnen der Vereinigten Staaten von Nordamerika an die Genoffinmen aller Lander. Bon Meta 2. Stern. Aus der Bewegung. Die Gleichheit erscheint alle 14 Tage einmal. Breis der Nummer 10 Pi, durch die Bost bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Streuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 Bom Wahren Jacob" ist socben die zweite Nummer des 30. Jahr. ganges 12 Seiten start erschienen und bringt ein gutes Bild von der ver. storbenen Romanschriftstellerin Minna Sanisty. " Der Preis der Nummer ist 10 Bf. Probenummern sind jederzeit durch den Berlag von J. H. W. Dich Nachs. G. m. 6. 8. in Stuttgart, sowie von allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. Arbeiter Wanderverein„ Berlin". Die Vereinstour fällt am Sonntag aus. Im übrigen siehe Injerat vom heutigen Tage. Die Landtags- Urwählerlisten liegen nur noch heute Freitag, Denticher Arbeiter Abstinentenband. Deffentliche Versammlung den 10. Januar, im Gemeindebureau, Grünauer Straße, Zimmer 3, am Freitag, den 10. Januar, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel während der Dienststunden öffentlich aus. Einsprüche sind dort soufer 15, Saal 5. Vortrag des Genossen Petrich: Entwickelung der Grunds besitzverhältnisse in der Mark Brandenburg. Diskussion. Gäste willkommen. fort zu Protokoll zu geben. Witterungsübersicht vom 9. Januar 1913. Stationen München Wien Barometer stand mm 774'D Q118 Bun Windstärke Wetter 955 OP Temp. n. G. 60= 1097. Stationen Barometer Stand mm Qu richtzig Windstärke Better 2 bedeckt Betersburg 778 AND 1 Schnee Scilly Aberdeen 752 SSD 760 SSD 46alb bd. 56edeďt 1 Haparanda 777 0 3 bedeckt -1 3 bedcat 1 771 30 773DSD 2Nebel -5 Paris 2 bedeckt Kemp. n. C. ONELL 16° C= 4° R. 10 7 764 SSD 2 geiter 6 Wetterprognose für Freitag, den 10. Januar 1913. Troden und vielfach heiter, etwas tälter bei ziemlisch scharfen nord. Berliner Betterbureau. Wafferstands- Nachrichten Aus der Gemeindevertretung. Zunächst teilte der Vorsteher mit, daß der Ort Hohenneuendorf vom nächsten Jahre ab einen eigenen Voreinschäßungsbezirk bildet. Der Erlaß eines Nachtrages zur Umsatzsteuerordnung wurde gegen die Stimme unseres Vertreters beschlossen. Ein Ortsstatut, welches die Anstellungs-, Befoldungs- und Pensionsverhältnisse der Gemeindebeamten regelt, wurde gegen die Stimmen des Sozialdemokraten und des Ver- Swinemde. 776 SD 5 wolfig treters Handke angenommen. Eine recht lebhafie Debatte rief die Hamburg 773DSD 4, bedeckt Beratung einer Besoldungsordnung hervor. Hier zeigten sich oie Berlin bürgerlichen Herren wieder einmal in der ihnen eigenen Art, in- grant. a. 770 SD dem sie bestrebt waren, die Besoldungsverhältnisse der unteren Beamten wie Gemeindediener, Schuldiener und Nachtwächter, die schon nach dem Entwurf nicht als besonders glänzende zu bezeichnen waren, erheblich zu verschlechtern; das gelang ihnen bei dieser östlichen Winden. Zusammensetzung des Dorfparlaments aud) mühelos. Die Kosten der Beleuchtung für 180 Laternen belaufen sich auf rund 6500 M. Gegen die Stimme unseres Genossen wurde ferner die Einrichtung einer ersten Klasse der Mittelstufe an der Mittelschule und die Anstellung dreier Lehrkräfte an dieser Schule beschlossen. Für die der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Einrichtung einer Diafonissenstation im Orte wurden 600 m. widerruflich und unter der Bedingung, daß der Gemeindevertretung das Recht der Kontrolle über die Station vorbehalten bleibt sowie daß bei der Pflege die ärmere Bevölkerung zuerit be- Memel, Lilit rüdsichtigt wird, bewilligt. Zum Schluß berichtete Herr Gottheiner Bregel, Justerburg Weidfel. Thorn über den Einsturz des Südgiebels vom Maschinenhause des Wasser- ber, Ratibor werksneubaues. Er betonte, daß es sich wohl nicht mit Sicherheit feststellen lassen werde, auf weißen Seite das Verschulden liegt. Nachdem die Schlächtermeister in Friedrichsfelde feit längerer Die Sache wäre aber für die Gemeinde insofern erledigt, als die Barthe, Schrimm Landsberg Zeit den Verkauf des russischen Fleisches eingestellt, haben jetzt auch beiden an dem Bau beteiligten Firmen, die Eisenkonstruktionsderen Kollegen in dem zur Gemeinde gehörigen Ortsteil Karlshorst firma H. Goffen und Architekt und Bauunternehmer H. Daut- Nete, Bordamm den Vertrieb des Fleisches eingestellt. Möglich ist, daß die unan- Sohenneuendorf jid bereit ertlärt hätten, die Kosten gemeinschaft. genehme Entdeckung bei ihrem Kollegen G., welcher nach tierärztlich zu tragen. ficher Feststellung verdorbenes deutsches Fleisch als russisches Fleisch berlaufte, maßgebend für deren Entschließung gewesen ist. Durch Verhandlung des Gemeindevorstandes mit dem Borstande der Ston fumgenossenschaft Berlins und Umgegend soll nun vom 13. Januar Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp Neukölln. Für den Mit der Wechselfalle versuchten gestern awei schon mehrfach mit Zuchthaus vorbestrafte Verbrecher zu arbeiten", wurden aber dabei abgefaßt und von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. In der Friedelstraße besuchten sie ein Geschäft nach dem anderen, um den Geschäftsleuten oder Verkäufern mit einem Zwanzigmartstück die Falle zu stellen. Sie hatten den Trick aber so wenig geübt, daß er ihnen Mit der Entschuldigung, daß ein bedauerliches nirgendwo gelang. Bersehen vorliege, entfernten sie sich dann, um im Nachbarhaus den felben Schwindel in Szene zu setzen. Schließlich fiel dies einem Geschäftsmann doch auf und er benachrichtigte die Kriminalpolizei. Diese nahm die beiden Schwindler fest. Friedrichsfelde. Schönow( Kreis Niederbarnim). Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer Testen Sihung zunächst mit der Bebauungsfrage. Vom Gemeindevorsteher wurde Inseratenteil verantw.: 2h. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Wasserstand Stroffen Frankfurt Ibe, eitmerik Dresden am feit 8.1. 7.1. cm cm) 316-30 455) 0 240-14 148 Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow³) 10 Spice, Spremberg?) Beeskow Befer, Münden 213. 216 1244) -8 -6 114 41 55 -62 265 -16 -18 Minden am 81. 7.1. cm cm) 156 96 94 99 111 236 242 Rhein, Maximiliansan 377 Kaub Köln Nedar, heilbronn Main, Hanau Mosel, Trier 215 256 95 193 126 ཚོ ཤ ༠༤༤༑༤ ཤོ ༑༑ ཤཥ Barky Magdeburg 212 1)+ bedeutet Wuchs, Fall.) Unterpegel.). Schwaches Grund. eistreiben. Eisbewegung. Buchdruderet u. Ve clagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW