Nr. 10. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis bränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monall. 1,10 ML., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Somitags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage ,, Die Neue Belt" 10 Bfg. Post, Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 30. Jahrg. Die Infertions Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Soloncl geile oder deren Raum 60 Big.. für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Borte über 15 Buch staben zählen für groei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Arbeiter und Arbeiterinnen! Sonntag, den 12. Januar 1913. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984. treter des Großhandels und der Industrie den Agrariern fein Baroli zu bieten wagen. sultat nach Jahresfrist: 61 850 Stüd weniger! Das ist übri gens kein Wunder. Wo sollen denn die in elenden Wohnungen hausenden Arbeiter Kaninchenzucht treiben? Auf dem Blumen- Es ist die alte Geschichte: der Kapitalismus in der Stadt brett? Jm Kohlenfasten oder in Zigarrenfisten? Die einfältigen und auf dem Lande ist sich einig in der Vertretung fa piZwischen Kriegsgefahr und Teuerung ist Eure Behauptungen von der Interessengemeinschaft der großen und tatistischer Intereffen. Notwendiger denn je zuvor iſt fleinen Landwirte wies Schmitt mit einigen träftigen Bemerkungen deshalb die Aufklärungsarbeit in den Kreisen der Arbeiter Sorge geteilt! Die Furcht vor dem Kriege lastet ab, während er in bezug auf die notorisch feststehende Unterernäh- und Kleinbauern, der kleinen Geschäftsleute und Beamten auf dem Wirtschaftsleben und verändert den Be- rung breiter Volksschichten auf die vorliegenden amtlichen Materi- gegenüber dem Kapitalismus haben sie proletarische alien verwies. Da in einer der Kommission zugegangenen fleischer- nteressen zu vertreten. Solange große Massen dieser Volfsschäftigungsgrad der Industrie, vermindert Eure meisterlichen Zuschrift die schwersten Vorwürfe gegen Berliner schichten kapitalistischen Parteien nachlaufen in VerArbeitsgelegenheit gerade zur Winterszeit, die Warenhäuser erhoben worden waren, hatte Schmitt Veranlassung fennung ihrer eigenen Interessen und des Charakters der sie genommen, sich in einem der bedeutendsten Warenhäuser persön- täuschenden Parteien, solange brauchen die Agrarier nichts ohnehin vermehrte Arbeitslosigkeit bedeutet. lich zu informieren. Er hat nicht nur die Fleischwaren selbst in für ihre politische Macht zu fürchten. Diese Zeit haben die unersättlichen Augenschein genommen, sondern auch die Bücher usw. gewissenhaft Eine Partei nur gibt es, die die Interessen der wert. Agrarier zu einem neuen Vorstoß benutzt und geprüft. Und auf Grund dieser Prüfungen fonnte er feststellen, tätigen Bevölkerung vertritt, die sozialdemokra daß alle Vorwürfe der Interessenten glatt erfunden, durchweg un- tische, schon haben sie die Regierung auf die Knie ge- wahr waren! Dem thüringischen Agrarier Arnstadt, der seine Sprüchlein ztvungen. Jene geringen Zollerleichterungen, die zum zweiten, dritten und vierten Male hersagte, erwiderte Genosse den Großstädten gewährt worden sind, sollen nur wurm in famoser Weise. Gegenüber dem Grafen Kanis, der Vor der Intervention. bis zum 1. April in Geltung bleiben, ja die Ge- rung hingewiesen hatte, stellte unser Genosse fest, daß wir die Note der Mächte in Konstantinopel in Aussicht. Sie wird auf die uns Sozialdemokraten wohlbekannte internationale Teue- Für Montag steht die leberreichung der gemeinsamen fahr besteht, daß sie noch früher beseitigt werden. teuren Welthandelspreise plus der Steigerungen zahlen müssen, die Ueberzeugung ausdrüden, daß ein weiterer Widerstand Und auch die städtischen Schlächtermeister die wir den agrarischen Zöllen, Grenzsperren usw. zu danken haben, der Pforte gegen die Hauptforderungen der Balkanmächte allen den Maßnahmen, gegen die wir auf das energischste an- nicht im türkischen Interesse liege und daß insbesondere einflußreiche Wähler unter dem Dreiklassenwahl- tämpfen. Gerade diese Agrargefeße sind es ja auch, die den Vieh- Adrianopel abgetreten werden müsse, um den abzurecht, laufen Sturm gegen die städtische Fleisch- fommissionären die preistreibende Tätigkeit erheblich erleichtern. schließenden Frieden zu einem dauernden zu machen. Ob auch Warnt beleuchtete dann die albernen Behauptungen über den bei den Balkanmächten ein ähnlicher Schritt unternommen versorgung. Nußen, den auch die kleinsten Bauern haben sollen von den Zöllen, in werden wird, ist zweifelhaft. Deshalb müßt Ihr Alle, die Ihr unter der recht eindringlicher Weise. Selbstverständlich bekommt auch der Sind also die Mächte über die Frage der Abtretung von kleinste Bauer, der nur eine Kleinigkeit zum Verkauf bringt, in Adrianopel einig, so scheint dies in anderen Fragen nicht der Teuerung schwere Not leidet, heute in die Ver- folge der Zölle einen höheren Preis. Aber die Zölle haben die un- Fall zu sein. Von den Aegäischen Inseln ist in der Note nicht sammlungen kommen! angenehme Eigenschaft, daß sie nicht nur verteuern, was der Bauer die Rede und man darf annehmen, daß hier ein Gegensatz Es gilt Protest zu erheben gegen den agra- berkauft, sondern auch das, was er ein kaufen muß! Und da zwischen den Mächten der Tripelentente und des Dreibundes der Zukauf an Lebens- und Futtermitteln, sowie notwendigen Ge- besteht. Während Frankreich für die Abtretung aller Inseln rischen Uebermut, es gilt die städtische Fleisch- brauchsgegenständen für den Kleinbauern viel größer ist als fein an Griechenland eintritt, schlägt Stalien vor, daß Griechenversorgung zu verteidigen, es gilt einzutreten für Berkauf, so ist auch er den Großgrundbesizern genau so tribut land die Inseln räumen solle. Diese würden dann eine von pflichtig, wie die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung. In ein- den Großmächten festgesezte Autonomie unter der Souveränt energischere und wirksamere Maßregeln zur Linde- gehender Weise schilderte Wurm dann das vielerörterte Angebot tät der Türkei erhalten. Es sollen danach nicht nur die der des Pommerschen Verbandes an die Stadt Berlin. Die Berliner Kleinasiatischen Küste unmittelbar vorgelagerten Inseln rung der Not! Stadtverwaltung würde geradezu gewiffenlos handeln, wenn sie das Mytilene, Chios, Rhodos, und Kos, sondern auch die am Dargemachte Angebot akzeptiere. Zum Schluß verlangte unser Ge- danelleneingang gelegenen Somothrake, Imbros, Tenedos und Erscheint in Massen in unseren Versammlungen! nosse Auskunft von der Regierung über die tags zuvor an die Wand gemalte, der deutschen Viehzucht angeblich drohende Beulenpest infolge des Nachschubs sibirischen Viehs nach Westen", wenn fernerhin aus Rußland große Mengen Fleisches nach Deutschland eingeführt würden. Davon könne unter gar keinen Umständen die Rede sein. Diese Auslaffungen des Regierungsvertreters erscheinen Lemnos der Türkei verbleiben. Der italienische Vorschlag ist offenbar von der Absicht diftiert, die künftige griechische Seegeltung möglichst einzuschränken; in manchen Kreisen wird auch der Verdacht laut, daß Italien selbst die eine oder die andere Insel behalten möchte. Zu diesem Gegensaz kommt dann noch der durch das Agrarisch ist Trumpf. Die Tenerungskommission des Reichstags hat am ebenso als eine Verbeugung vor den Agrariern, wie die weitere Vorgehen Rumäniens geschaffene. Rumänien sucht die Sonnabendmorgen ihre Beratungen fortgesezt und zum Ab- Erklärung, daß unter keinen Umständen über den 1. April 1914 fritische Situation zu benußen, um seine Kompenfationen" schluß gebracht. Das Ergebnis jei vorweg festgestellt: hinaus die jetzigen Vergünstigungen gewährt werden würden. Wie in Sicherheit zu bringen, mit anderen Worten Bulgarien fönne eine Regierung, die gar nicht vorauszusehen vermag, wie die einen Gebietsstreifen mit der wichtigen Donaufestung alle von den sozialdemokratischen und fortschrittlichen Mit- Berhältnisse sich entwideln werden, eine solche unerhörte Erklärung Silistria abzunehmen. Es droht, falls Bulgarien nicht nachgliedern der Kommission gestellten Anträge wurden abgeabgeben? gebe, einfach das strittige Gebiet zu besetzen. Dieses rumänilehnt, die Regierungsvorlage wurde schließlich Der Unterstaatssekretär Richter suchte die kritisierten Er- sche Vorgehen wird von Rußland, aber auch von Frankreich mit allen gegen die der konservativen Stimmen ange- flärungen in etwas harmloserer Weise erscheinen zu lassen, hatte und England verurteilt, während Oesterreich und DeutschDie auf sozialdemokratische Aufforderung hin schließlich damit aber wenig Glück. Nicht mehr Glück hatte Herr Giesland die rumänische Forderung begünstigen. Der rumäni Die auf sozialdemokratische Aufforderung hin schließlich bert3 mit dem Versuch, sein volksfreundliches Herz zu offenbaren. sche Ackerbauminister ist in Konstantinopel und es ist wahrfirierte, tags zuvor mündlich abgegebene Erflärung der Re- bert Aus der weiteren Debatte ist nur noch bemerkenswert die scheinlich, daß er dort über ein gemeinsames Vorgehen mit gierung jagt tatsächlich flipp und klar: vom 1. April 1914 ab bom Genossen Hoch eingeleitete Debatte über eine sozialdemo- der Türkei unterhandelt, falls Bulgarien in seinem Widerhören alle bisher gewährten Erleichterungen auf; wenn es fratische Resolution, die den Reichskanzler ersuchen will, die Verhältnisse gestatten, wird die Regierung schon vorbei den verbündeten Regierungen dahin zu wirken, daß, allge her Schluß machen! nom men. stand beharrt. dauern? Verstimmung in England. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß die mein die Einfuhr von frischem Fleisch und Schlachtvich in der Türkei den interessierten Mächten mit wenig Respekt beMit größerer Offenheit hätte die Regierung in der Tat selben Weise zugelassen werde, wie für die großen Städte". nicht bekunden können, daß sie auf das Stirnrunzeln der Er verivies auf die Erfahrungen der Stadt Sanau. Die gegnet und schon jest erklärt, daß ihr Schritt erfolglos Er verwies auf die Erfahrungen der Stadt Hanau. Die bleiben, Adrianopel nicht werde abgetreten werden. Was Agrarier hundertmal mehr achtet, wie auf den Notschrei der Fleischeinfuhr der Stadt Frankfurt übte für Hanau gar keine 2ir aber dann? Denn falls wirklich das Eingreifen der Mächte vielen Millionen, die durch die Agrargeseke zum Darben ge- fung aus. Als Hanau von Frankfurt ausländisches Fleisch bezog, vergeblich wäre, würde die Situation außerordentlich kritisch. zwungen sind. Die Berhandlungen begannen mit einer Wenn- und Aber- Rede fanten die Preise sofort. Nun aber verbot die preußische Re- und wird die Einigkeit der Mächte eine solche Strife übergierung der Stadt Hanau den Bezug ausländischen Fleisches aus des nationalliberalen Abgeordneten Kölsch, der für die Land- Frankfurt, weil die Vergünstigungen nur für große" Städte einwirte Zeit forderte, bis sie den gesamten Fleischbedarf allein decken geräumt worden seien! Deshalb sei die Annahme der Resolution können. Geduld empfahl er den Arbeitermassen, die billiges Fleisch dringend notwendig. London, 11. Januar. Das Neutersche Bureau erfährt verlangen. Von einer Unterernährung könne keine Rede sein! Obwohl die Sozialdemokraten auf Grund der Aussprache sich aus diplomatischen Kreisen, daß wachsende Miß stimDer Zentrumsagrarier Herold, einer der enragiertesten Zöllner, zu einigen Alenderungen der Resolution verstanden, wurde diese mung über die Lage herrsche. Es wird betont, daß wandte sich gegen den das Fleisch verteuernden Zwischenhandel. doch abgelehnt. Für sie stimmten nur die Sozialdemokraten, die dies nicht einer bestimmten Entwickelung zuzuschreiben ist, Das dirette Eingreifen der Städte habe die Preise auf Kosten des Fortschrittler und zwei Zentrumsabgeordnete. sondern zunächst der andauernden Unnachgiebigkeit Zwischenhandels gedrückt. Hier müsse weitergearbeitet werden, am Festgestellt sei, daß ein Vertreter des preußischen Landwirt der Türkei, ferner den Nachrichten aus Bukarest, die besten durch den Abschluß von Verträgen zwischen den Städten und schaftsministeriums erklärte, er wolle den zuständigen Referenten landwirtschaftlichen Organisationen.( Damit die Fleischermeister über den Hanauer Fall genau informieren und ihn bitten, noch ein- geben, die aus der rumänisch- bulgarischen Situation ent3 Besorgnissen vor Verwickelungen Anlaß ganz tot gemacht werden!" schrie der Fortschrittler Koch entsetzt mal in Erwägungen einzutreten". dazwischen.) Das jejige Notgesetz erscheine ihm sehr bedenklich, Alle sozialdemokratischen und fortschrittlichen Anträge wurden springen könnten. In der Zusammenkunft der weil es Zölle zurückvergüten will. Ihm wäre es lieber gewesen, sodann abgelehnt. Für den sozialdemokratischen Botschafter, die sich gestern hauptsächlich mit den in wenn davon gar keine Rede gewesen sei; besser wäre wohl eine Antrag, der die Beseitigung des§ 12 des Konstantinopel zu ergreifenden Maßnahmen befaßte, zeigt direkte Vergütung" an die Städte aus Reichsmitteln gewesen. Gd, lacht vich- und Fleischbeschaugesebes versich fortdauernd Uebereinstimmung. Im übrigen redete der schwarze Agrarier gegen alle Anträge zu langte, stimmten nicht einmal die Fortschrittler! sind von der Notwendigkeit durchdrungen, daß die Türkei Die Regierungsvorlage, durch die lediglich die wenigen Er- Adrianopel aufgeben müsse. leichterungen afzeptiert werden, die bisher schon in llebung sind, wurde sodann gegen die vier konservativen Stimmen angenommen. der Vorlage. Mit erdrüdendem Material fertigte unser Genoffe SchmittWürzburg die Redereien seiner schwarzblauen Landsleute in der Kommission, Mazinger und Weilnböd, ab. Die hatten allerlei unrichtige Angaben über die Viehzucht in Bayern gemacht. Und wie schauen die Tatsachen aus? In Bayern sind 1912 688 124 Stüd Schlachtvieh weniger gezählt worden als im Vorjahre! 171 313 Stück Rindvich, 255 332 D 261 479 " Schweine und Schafe Bulgarien und Rumänien. Alle Mächte Die Verhandlungen haben erneut erwiesen, daß der London, 11. Januar. Wie das Reutersche Bureau erReichstag eine kompakte agrarische Mehrheit hat, die nicht fährt, hatten der rumänische Minister Jonescu und der gewillt ist, auf den Notschrei des Volkes zu hören. Die Pro- rumänische Gesandte Misch u heute vormittag mit Sir Edfitinteressen der Großen in der Landwirtschaft zu schützen ward Grey eine 3usammenkunft im Auswärtigen und zu fördern ist das Leitmotiv der konservativen, national- Amt. liberalen und Zentrumsabgeordneten. Dabei gehen die Herr-| Bukarest, 11. Januar.( Meldung des Wiener K. R. schaften von dem Gesichtspunkte aus, daß eine Hand die Telegr.- Korresp.- Bureaus.) In hiesigen informierten Kreisen weniger wurden ermittelt. Von der baherischen Regierung war andere wäscht. Ohne Landwirtschaftszölle keine Industrie- ist man geneigt, in der amtlichen Mitteilung der bulgarischen den Arbeitern besonders die Kaninchenzucht empfohlen worden. Re- zölle das ist die Lösung des Rätsels, warum selbst die Ver- Regierung an Rumänien, daß Danew beauftragt sei, die unterbrochenen Verhandlungen mit dem Gesandten Mischu wieder aufzunehmen, das Zeichen einer gewissen Entspannung zu erblicken. Eine Erklärung des rumänischen Gesandten. der Sultane in Rossowe und Adrianopel nicht in den Händen des Feindes zu lassen, und bittet, die Regierung solchen Händen anzuvertrauen, die zur Fortsetzung des Krieges befähigt seien. Paris, 11. Januar. Der Vertreter des Depeschenbureau Herold Der Kampf um die Konkurrenzklaufel. glaubt es in den unbegründeten Klagen über die Zurückfehung bes hatte heute vormittag eine Unterredung mit dem hiesigen rumänihätte, müßte man zugeben, daß das Gesch unter Bethmann Hollweg zurückhaltend gehandhabt wird. Das Zentrum weiß natürlich selbst, daß seine Klagen ganz unberechtigt sind, aber die Wahlen stehen vor der Tür, da braucht es angesichts seiner fortgesetten Versündigung an dem Bolte eine zugkräftige Parole, und die Zentrums gefunden zu haben. Daß es im Grunde genommen ein schen Gesandten Lahovary. Dieser erklärte: Die von Minister Die Aussprache über den Entwurf zur Aenderung der aus den Reihen des Zentrums hervorgegangener Staatsmann", Jonescu aus London hier eingetroffenen Meldungen lauten§§ 74, 75 und des§ 76 des Handelsgesetzbuchs nahm am der bayerische Ministerpräsident Fehr. v. Hertling ist, der die ziemlich pessimistisch. Dr. Danew gibt immer nur aus: Sonnabend die ganze Sigung des Reichstags in Anspruch; Jesuitenfrage wieder aufgerollt hat, wollen wir bei dieser Gelegenweichende Antworten, er geht wie die Kaze um den heißen Brei fie dauerte 612 Stunden. Der Entwurf bezieht sich auf die heit unerörtert lassen. und will die Angelegenheit niemals von Grund aus besprechen. Konkurrenzklausel der Handlungsgehilfen Rumänien muß aber auf seinen Forderungen und Lehrlinge, also auf die Vereinbarungen, durch die liberalen Dr. Friedberg das Stichwort, seinem gepreßten Herzen Das Klagelied des Grafen Prasch ma war für den Nationalbestehen. Es ist bekannt, daß selbst bulgarische Politiker diese die Angestellten sich verpflichten, nach ihrem Austritt aus ihrer Luft zu machen und wieder einmal eine Kulturkampfrede zu halten. für vollständig berechtigt finden. Unsererseits sind alle Bor Stelle nicht in gewisse Konkurrenzgeschäfte einzutreten. Der Das macht sich nach außen recht nett, namentlich wenn man sich bereitungen getroffen und wir können unsere Armee Staatssekretär des Reichsjustizamts hatte sich am Tage vorher in demselben Atemzuge gegen ein radikales Wahlrecht und gegen jeden Tag auf den Kriegsfuß stellen. Dies weiß Bul- die Begründung des Entwurfes sehr leicht gemacht; er hatte jede Abschwächung oder gar Aufhebung des§ 12 des Fleischbeschaugarien ganz genau, und es will daher es zu keinem Konflikt kommen sich damit begnügt, die Gründe der Unternehmer gegen eine gefeges ausspricht. laffen, der aber unausbleiblich sein würde, wenn Bulgarien wirksame Bekämpfung der durch die Konkurrenzklausel ver immerwährend nur Ausflüchte machte. Die Grenzfrage muß ein ursachten Mißstände vorzutragen. für alle Mal geregelt werden, um etwaigen späteren Komplikationen vorzubeugen. Wir müssen auf Silistria bestehen, Rumänien hat während des Ballantrieges vollste Neutralität gewahrt, jebt ist aber der Augenblick gekommen, wo wir unsere Angelegenheiten mit Bulagrien erledigen müssen. Türkische Hoffnungen. Frankfurt a. M., 11. Januar. Der Frankfurter Zeitung" wird aus Konstantinopel telegraphiert: Der rumänische Entschluß, zur Sicherung seiner Grenzen heute oder morgen in Bulgarien einzumarschieren, wurde hier gestern spät abends durch diplomatische Depeschen bestätigt.(?) Da sowohl der erste Redner, Abg. Windler( f.), als auch Graf Prasch ma kurz die Bewegung der Ruhrbergleute gestreift Diesen Ausführungen trat Genosse Giebel als hatten, nahm der Handelsminister Sydow Veranlassung, eine erster Redner entgegen. Er setzte sich grundsäglich mit dem Darstellung der Bewegung zu geben, eine Darstellung, die recht Staatssekretär auseinander, indem er nachwies, daß jede drastisch die jammervolle Haltung der Führer der christlichen Konkurrenzklausel den Arbeiter oder Angestellten an seine Bergarbeiterorganisationen illustriert, die den Mund erst nicht voll Stelle fesselt, ihm den Uebertritt in eine günstigere Stelle aufs genug nehmen können und hinterher, ohne irgend etwas erreicht äußerste erschwert und so im Widerspruch steht mit einem zu haben, zum Rückzug blajen. Vielleicht hat der Minister nicht Grundrechte der jetzigen Ordnung", mit dem Rechte, seine so ganz Unrecht mit seiner Behauptung, daß es den Führern nur Arbeitskraft möglichst günstig zu verwerten. Und das tue darauf ankam, die Mitgliederzahl ihrer Verbände zu vermehren. man gerade denen an, die sich einzig und allein durch ihre Mögen die christlichorganisierten Bergarbeiter aus dieser DarArbeitskraft ihren Lebensunterhalt verschaffen können. Gegen stellung die Lehre ziehen, daß sie Vorteile einzig und allein im diese Vergewaltigung der Arbeiter und Angestellten bringe Busammenarbeiten mit den freiorganisierten Arbeitern erzielen Er erregte großes Aufsehen. Wenn auch erwartet wurde, daß der Entwurf nur ganz ungenügende Verbesse- tönnen. Ueber den Etat selbst wurde fast nichts gesagt angesichts der Ereignisse auf dem Balkan Rumänien nicht in Un- rungen. Für die Arbeiter und für diejenigen Angestellten, Montag: Fortjehung. tätigkeit beharren werde, so glaubte man doch, daß Rumänien die nicht Handlungsgehilfen sind, soll alles beim alten bleiben. durch diplomatische Verhandlungen eine Entschädigung zu er- Für die Handlungsgehilfen soll die wichtigste Verbesserung Die Einigkeit im nationalliberalen Lager. reichen suchen werde. die sein, daß die Unternehmer verpflichtet werden, ihren Der Geschäftsführer der Altnationalliberalen, Herr Fuhrmann, früheren Angestellten nach ihrem Austritt aus dem Geschäft hat jüngst erklärt, daß der vom„ Vorwärts" im Auszug wiedereine Entschädigung zu zahlen für die Zeit, in der die Kon- gegebene scharfe Angriff der„ Hamburger Nachrichten" gegen den furrenzflausel ihn in der Auswahl einer neuen Stelle be- nationalliberalen Parteiführer Bassermann nicht von der altschränkt. Genosse Giebel wies nach, daß diese Entschädigungs- nationalliberalen Gruppe ausgegangen, sondern eine Spezialleistung plicht in Wahrheit die Unternehmer so gut wie gar nicht be- des Hamburger Blattes fei. Dafür muß er sich von den Hamlastet, die Konkurrenzklauseln aber nach wie vor die Hand- burger Nachr." eine recht faftige Abfertigung gefallen lassen: lungsgehilfen an ihre Stelle fesselt. Dafür sollen die bisherigen Bestimmungen in manchen wichtigen Punkten sogar verschlechtert werden. Ein solcher Entwurf fei ganz ungenügend; notwendig sei vielmehr das unbedingte Verbot aller Konkurrenzklauseln. Sowohl der russische wie auch der österreichisch- ungarische Gesandte in Bukarest suchten vorgestern in Audienzen beim König Karol diesen von seinem Vorhaben des Einmarsches in Bulgarien abzubringen, da dies doch einen neuen Krieg bedeute. König Karol verharrt jedoch unerbittlich auf seinem Standpunkt. Ich tat alles," erwiderte er, um Bulgarien von der absoluten Notwendigkeit einer Verständigung zu überzeugen. Dann verpfändete ich mein Wort, daß ich noch drei Tage Zeit gewähren würde. Dies Wort darf nicht uneingelöst bleiben." Vor Skutari. Wirrniffe. Die bürgerlichen Parteien mußten unserem Redner darin Cetinje, 11. Januar. Amtlich wird gemeldet: Die türkischen zustimmen, daß der Entwurf nicht geeignet ist, die allgemein Truppen auf dem Tarabosch griffen gestern die Vorposten anerkannten Mißstände zu beseitigen. Trotzdem konnten sie der Südarmee an. Ihr Angriff wurde jedoch abgeschlagen. sich nicht der Forderung nach dem unbedingten Verbot der Das Gewehrfeuer und die Kanonade dauerte drei Stunden, ohne Konkurrenzflausel anschließen. Nur der Abgeordnete bei den montenegrinischen Truppen Schaden anzurichten. Die Behrens machte ein Ausnahme, das ist aber für seine Lage in Stutari muz berzweifelt fein. Täglich Stellung im entscheidenden Augenblick ohne jede Bedeutung. fommen Flüchtlinge bei uns an und erzählen, daß der Zustand in Die übrigen bürgerlichen Redner versprachen mit vielen der Stadt besonders für die Einwohner unerträglich ist. Worten, daß sie den Handlungsgehilfen so viel helfen möchten, wie es nur irgend möglich sei. Und dann stellten sie mehr oder weniger tiefsinnige Betrachtungen darüber an, auf welche Weise sie bei der Bekämpfung der Konkurrenzklausel auch das berechtigte Interesse" der Unternehmer wahren können. Gleich der erste Redner der bürgerlichen Parteien, Abgeordneter Trimborn, trat in der Rolle des Greises auf, der sich nicht zu helfen weiß. Er beklagte es mit beweglichen Worten, daß seine Partei noch immer nicht wisse, was in der Sache zu tun sei. Die vielen, vielen Jahre, in denen die Frage eingehend besprochen worden ist, habe seiner Partei noch immer nicht die nötige Klarheit gebracht. Aber jetzt, so rief er aus, werde seine Partei die Sache gründlich erwägen. Aus Konstantinopel schreibt uns Genosse Parvus: Alles geht durcheinander und wie auch die von der Friedens. Tonferenz angerichtete Konfusion sich lösen mag, so hat man doch hier den bestimmten Eindruck, daß die türkische Regierung abermals pupiert wurde. Als ein Fehler wird schen der Abschluß des Waffenstillstandes betrachtet. Man sagt: Nach allem, was seit dem Waffenstillstand bekannt geworden ist, war die Situation der bulgarischen Armee eine derartige, daß sie für längere Zeit weder bei Adrianopel noch bei Tschataldscha große Unternehmungen mehr hätte wagen dürfen. Also wäre auch ohne den Waffenſtill stand die Situation genau dieselbe wie jetzt. Die Armeen mußten Mit ähnlicher Vorsicht redeten auch die anderen ausruhen, neue Kräfte gesammelt werden. Es würde in den abge- bürgerlichen Herren: Dr. Thoma und Marquart von laufenen Wochen keine neue Entscheidungsschlacht bei Tschataldscha. den Nationalliberalen, Weinhausen und Waldstein fein neuer Sturm auf Adrianopet stattgefunden haben. Was hat also von den Fortschrittlern, v. Veit von den Konservativen usw. die Türkei durch den Waffenstillstand gewonnen? Nichts. Ja, Daher konnte ihnen der zweite sozialdemokratische Redner, wenn man während der Zeit Adrianopel hätte verproviantieren fönnen, wäre es anders gewesen. Aber das gerade war durch die Dr. Quard, mit Recht vorhalten, daß alle schönen VerBedingungen des Waffenstilstandes ausgeschlossen. Arianopel sprechungen, alles Herumflicken mit der Entschädigungswurde ausgehungert. Dagegen durften Proviantzüge Abrianopel pflicht usw. den Angestellten gar nichts helfe, während sie passieren, die für die bulgarische Armee bestimmt waren. Betrug! in der Stelle sind, an die sie die Konkurrenzklausel fesslet. Der Berrat!- so heißt es jekt nachträglich: wir haben die bulgarischen Titionsfreiheit verteidigen; jeder soziale Fortschritt werde ihm 10 bergewaltigte Angestellte könne nicht einmal seine KoaSoldaten satt gemacht, indessen die Vorräte von Adrianopel immer anehr zusammengeschmolzen sind. Noch schlimmer war die mora- aufs äußerste erschwert, solange die Konkurrenzklausel noch 0 Der vor kurzem unter obiger Ueberschrift uns aus nationalliberalen Streisen zugegangene Artikel hat in der deutschen Bresse Aufsehen erregt. Ein Beweis dafür, daß er ins Schwarze getroffen hat. In allen Parteilagern hat man sich mit ihm eingehend beschäftigt und je nach Bedarf tommentiert. Besonders hat ihn natürlich die nationalliberale Presse aufgegriffen und sogar die Parteioffiziösen haben Stellung genommen. Wir haben absichtlich die Wogen der Erregung sich erst verebben lassen, ehe wir von neuem auf diese aktuelle und für das Schicksal der nationalliberalen Partei so eminent Um wichtige Frage zurückommen. mit den Altnational liberalen zu beginnen, so hätte man eigentlich erwarten dürfen, daß sie den flaren, auf reinliche Entscheidung drängenden Ausführungen des Scheideweg Artikels ihre Zustimmung nicht versagen würden. Wenn das zum Teil nicht geschehen ist, so ist es unseres Erachtens nur ein neuer Beweis dafür, wie wenig 3ieltlarheit und Aktivität die Füh rung des rechten Flügels der Nationallibe= ralen besitzt. Der geschäftsführende Leiter der altnationalliberalen Gruppe, Herr Fuhrmann, hat sich sogar bemüßigt gefühlt, in einer Erklärung die Tendenz des uns aus national liberalen Kreisen zugegangenen Artikels zu mißbilligen, und hat Herrn Bassermann ein gutes Führungsattest ausgestellt. Wir begnügen uns damit, hiervon einfach Notiz zu nehmen. Es bestätigt nur, daß Herr Fuhrmann wohl selber nicht recht weiß, was er eigentlich will. Fürwahr, die Psychologie des gesamten rechten Flügels der Nationalliberalen ist feltsam. Bangt ihnen etwa bor der eigenen Courage? Allerdings wissen wir, daß Herr Fuhrmann durchaus nicht berechtigt ist, im Namen aller Altnationalliberalen zu sprechen, denn hinter ihm steht nur eine, allerdings mächtige Gruppe. Ein anderer Teil der Altnationallibe ralen ist dagegen mit ihm durchaus nicht übermäßig zufrieden. Immerhin können wir Herrn Fuhre mann aber die Anerkennung nicht versagen, daß er in seiner Entgegnung wenigstens die gute Form gewahrt hat. Das kann man leider nicht der Nationalliberalen Storrespondenz", dem amtlichen Organ der nationalliberalen Partei, nachrühmen. Dieje richtet gegen den in Frage stehenden Artikel„ Die Nationalliberalen am Scheidewege" einen Wuterguß, der nach Form und Inhalt das alte Wort bestätigt, daß, wer schimpft, Unrecht hat. Bugleich nimmt das Blatt seinen Kampf gegen Bassermann den Verhaltens" erklärt. lische Wirkung. Solange es feinen Waffenstillstand gab, erwartete möglich sei. Daher drehe sich der Kampf um das gänzliche wieder auf, den es des geheimen Einverständnisses mit den alle Welt von der angreifenden bulgarischen Armee große Aftionen. Verbot der Konkurrenzklausel. Zu dem Verbot fönnten sich Stettiner Rebellen" und ihres parteischädigen. die bürgerlichen die Bulgaren, ein Triumph für die Türken. Jeder Tag ohne Ent- sie nicht den Unternehmern weh tun wollen. Der Entwurf wurde schließlich einer Kommission von Aus dem bürgerlichen Preßsumpf. scheidung mußte die Stimmung in der bulgarischen Armee ver21 Mitgliedern überwiesen. schlechtern, sie unsicher und schwankend zu machen, während umgeBezeichnend ist es, daß bei der Verhandlung über diesen schiedenen Indistretionen benutzt hat, zu einer gewissen Beachtung Die Hamburger Nachrichten" find, seit Bismard sie zu ver fehrt, in der türkischen Armee mit jedem gewonnenen Tag die Zubersicht steigen mußte. Aber mit dem Abschluß des Waffenstill- ozialpolitischen Entwurf das Reichsamt des Innern durch gelangt. Der hohe Bezugspreis dieser Zeitung, 9,50 m. vierteljähr= standes wurde das alles hinfällig. Von da an war es ja selbstber: Abwesenheit glänzte. Die nächste Sigung findet Montag statt. Zur Verhand- besondere Verbreitung gerade in den zahlungsfähigsten Kreiſen habe. lich, mußte den Anschein erwecken, als ob das Blatt eine ganz ständlich, daß die bulgarische Armee nichts unternahm. Mehr noch, die Ausfälle der Adrianopler Garnison, die, wie seitdem bekannt lung kommt zunächst der Entwurf über die Jugendgerichte. In einer Privattlage, die der Verlag der„ Hamburger Nachrichten" wurde, die bulgarische Armee start beunruhigten, und die Schar- Als lezter Punkt steht auf der Tagesordnung die zweite Be- gegen einen Redakteur des„ Hamburger Fremdenblattes" ange ratung des Etats. Begonnen wird sie mit der Aussprache strengt hatte, wurden nun ganz erhauliche Sachen festgestellt. Nur über den Etat des Innern, also mit der großen sozialpoliti- der fleinste Teil der Abonnenter der„ Samburger Nachrichten" schen Debatte. müßel bei Tschatalbscha mußten aufhören. Politische Ueberficbt. Diese Betrachtungen lassen sich nicht ohne weiteres zurück weisen. Der Waffenstillstand wurde geschlossen, weil man den zahlt den Bezugspreis von 9,50 m. Verschiedene Vereine erhalten Frieden wollte. Gewiß, der Friede war und ist notwendig. Aber für ihre Mitglieder eine erhebliche Preisermäßigung. So bezahlen dann mußte man auch energisch handeln und auf den sofortigen Innungsmitglieder 5-7 M., Mitglieder des Alldeutschen Verbandes Friedensschluß bestehen. Statt dessen schlug die türkische Regiesowie der Offizier- und Kriegerverein 6,50 M. Die Hamburger rung selbst eine Verschleppungstaktit ein und glaubte, durch diplo Berlin, den 11. Januar 1913. Beamten zahlen gar nur 3 M, pro Quartal! Abonnements zu matische Aniffe und List das nachholen zu können, was die Armee Heil den Jesuiten! diesem Preise werden in einem Geschäftszimmer des Hamburger nicht zustande bringen fonnte. Sie hoffte auf einen europäischen Jeber, der, ohne die Tagesordnung zu kennen, am Sonnabend burger Nachrichten" hat einer unter 50 Abnehmern nur bier, Rathauses entgegengenommen. Von den Kolporteuren der„ HamKrieg, spekulierte schließlich auf den Zwist zwischen den Bulgaren and Griechen, und da die Gegenfäße hüben und drüben benn doch rede des Abg. Graf Prasch ma vom Zentrum mitangehört hat, Abnehmern nur sieben, die den vollen Bezugspreis bezahlen. auf der Tribüne des Abgeordnetenhauses gesessen und die Etats- ein anderer unter 550 Abnehmern nur 25, ein dritter unter 200 noch immer überwunden wurden, so steht sie jetzt da, wie der be- noch immer überwunden wurden, so steht sie jetzt da, wie der be- der konnte sich in eine Protestversammlung gegen das Jesuiten- Dieses Rabattsystem war in einem Bürgerverein zur Sprache ge= fannte Lohgerber, dem die Felle weggeschwommen sind. tommen, bas" Hamburger Fremdenblatt" brachte einen Bericht ober ber Krieg wieder entbrennt, die Tage des Kabinette Kia mitrums für die brennendste Frage der Gegenwart, die Wahlrechts- barüber und daraus entwickelte sich dann der Beleidigungsprozeß. Wie nun auch die Sache enden mag, ob Friede geschlossen wird, gesetz versett glauben. Stein Wort fand der Wortführer des Zen- Dieses Rabattsystem war in einem Bürgerverein zur Sprache ge Pascha find gezählt. Diese Staatsmänner der Hamidischen Aera frage, fein Wort für die Fleischteuerung, unter der das Volk jeufzt. Die vernommenen Sachverständigen bezeichneten das Geschäftshaben sich in einer Weise blamiert, daß sie nicht mehr auftommen fein Wort gegen die Steuerbelastung, die trotz der glänzenden gebaren des vornehmen Blattes als ein unlauteres. Weiter fönnen. Von allen Seiten wird ihnen die Gefolgschaft versagt. So Finanzen verewigt werden soll. Das Wohl der Jesuiten allein ist wurde festgestellt, daß eine große Zahl Behörden, Hotels und Bande hat neulich selbst die Zeitung Jldam", die das treueste Organ es, was ihm am Herzen liegt. Die Jesuiten sind nach ihm die Kiamils noch zurzeit der Komiteeherrschaft war, diesem in höflicher, edelsten, tüchtigsten und patriotischsten Leute, sie find es, die in gasthöfe in Mecklenburg, Hannover und Schleswig- Holstein das aber sehr klarer und entschiedener Form zugeredet, feinen Bosten samen Kampfe gegen die Sozialdemokratie zusammenzuführen. Serabfebung des Bezugspreises erfolgen darf, als flüssig be erster Linie berufen sind, die bürgerlichen Parteien zum gemeinMit einem Vergleich, der die Grenzen, innerhalb deren eine aufzugeben. Jekt fordert auch Lutfi Fitri, der bekannte Wortführer der früheren Oppofitionellen, mit aller Entschiedenheit Schon aus diesem Grunde müssen sie möglichst schnell in feierlichem zeichnet, endete die Verhandlung, die ein bezeichnendes Schlaglicht die Bildung eines Kabinetts der Jungen. Was die eventuelle Buge in Preußen eingeführt werden. Unsere Stellung zur auf die Gepflogenheiten eines ziemlich einflußreichen bürgerlichen Wiederaufnahme der Kriegsoperationen anbe- Jesuitenfrage ist bekannt. Als Gegner eines jeden Ausnahme- Blattes wirft. gesetzes sind wir natürlich auch Gegner des Jesuitengesetzes, wir trifft, so sind alle jungtürkischen Elemente dafür. Blatt völlig gratis erhalten. haben nichts gegen seine Aufhebung, wir fürchten die Jesuiten Bei der Präsidentenwahl in der württembergischen Gegen die Regierung. nicht, aber diese übertriebene Verherrlichung ist denn doch so unZweiten Kammer Konstantinopel, 11. Januar. Der frühere jungtürkische Depu- angebracht wie nur etwas. Ist denn wirklich die Pragis in hat die Linke keinen einzigen Siz erlangt. Sämtliche Poften des fierte Maguerie Haidar hat an den Sultan ein Telegramm ge- Preußen eine schärfere geworden als früher? Selbst wenn der Präsidiums. find an Konservative und Bentrumsparteiler gefallen. richtet, in welchem er erklärt, die Nation sei entschlossen, die Gräber! Kultusminister Trott zu Solz es nicht ausdrücklich versichert nachdem bereits der Präsidentenposten mit einem Konservativen besetzt worden ist, erfolgte heute vormittag die Wahl des ersten Bizepräsidenten der Zweiten Kammer. Es erhielten v. Kiene( 3.) und Liesching( Vp.) je 44 Stimmen. Da sich auch im ziveiten Wahlgang das Stimmenverhältnis nicht änderte, mußte das Los entscheiden, welches für v. Kiene entschied. Zum zweiten Bizepräsidenten der Zweiten Kammer wurde der Abgeordnete Perger von Perglas( t.- Bauernbund) mit 38 Stimmen gewählt. Dr. v. Hieber( natl.) erhielt 33 Stimmen. Ferner wurden 17 weiße Bettel abgegeben. Kein Parzellierungsgeseh. Am 6. Mai 1911 hat der Landwirtschaftsminister Freiherr b. Schorlemer im Haushaltsausschuß des preußischen Abgeord: netenhauses erklärt, daß die Regierung sich angelegentlich mit einem Barzellierungsgesetz für die polnischen Landesteile im Osten beschäftige und dieses Gesetz voraussichtlich schon in der nächst en Session dem Landtag vorgelegt werden könne. Und am 18. Juni hat Freiherr v. Schorlemer diese Erklärung vor dem Plenum des Abgeordnetenhauses wiederholt. Zum großen Schmerz der Hakatisten ist bisher die Vorlegung eines solchen Parzellierungsgesetzes nicht erfolgt. Um so mehr rechneten die„ vaterländischen" Herren darauf, daß in der laufenden Session das Gesetz an den Landtag gelangen werde. Wie jedoch die" Post" betrübt mitteilt, wird auch diesmal der Landtag noch nicht mit einem solchen Gesetzentwurf bedacht werden. Das Zedlipsche Blatt schreibt: Von besonderer und durchaus zuverlässige Seite geht uns die nachstehende Mitteilung zu, die sicherlich nicht verfehlen wird, bei allen Freunden einer stetigen und entschlossenen OstmartenPolitik lebhafte Verstimmung wachzurufen: " Das Barzellierungsgefeß für die Ostmark, das im Herbst des vergangenen Jahres die Unterschrift des Königs gefunden hat, und das nach wiederholter Erklärung des gegenwärtigen Landwirtschaftsministers unverzüglich nach Fertigstellung dem Landtage borgelegt werden sollte, wird wahrscheinlich doch nicht mehr in der gegenwärtigen Session eingebracht werden. Als Grund dafür wird an maßgebender Stelle geltend gemacht, daß das Abgeordnetenhaus noch so reichlich mit Arbeitsstoff versehen sei, daß an eine Erledigung des Parzellierungsgesebes im gegen wärtigen Tagungsabschnitt nicht mehr gedacht werden könne. Ferner sei auch die auswärtige Lage zurzeit nicht eine derartige, daß es angezeigt erscheinen fönne, mit einem neuen Kampfgeseb gegen die Polen an die Oeffentlichkeit zu treten." Agrarische Vorsorge. Die gegen die Ermäßigung. Das mag der Regierung und den blau-| Millerand die Absicht gehabt hätte, Sem Ministerpräsi schwarzen Lebensmittelwucherparteien den Mut eingeflößt haben, denten bei den Republikanern zu schaden, so hätte er nicht das Inkrafttreten der Steuerermäßigung immer weiter hinauszufchieben. anders Handeln können. Die radikale Lanterne" schreibt:" Mit allem Nachdruck muß nun aber die Preisgabe der höheren mille rand barf nicht einen Augenblid länger an Steuer verlangt werden. Infolge der Verbrauchszunahme ist nämlich, trotz der Herabsetzung der Steuer von 20 auf 14 M. und der der Spike der Armee der Republik bleiben. gleichzeitigen Ermäßigung der Zölle, die aus den Abgaben pro Kopf republikanischen Offiziere können einen Mann, der die Armee den der Bevölkerung sich ergebende Last gewachsen. Nach den Ausweisen Leuten der Generalstabspolitik von 1894 ausliefert, nicht zum Chef in den Vierteljahrsheften zur Statistik des Deutschen Reiches haben. Ministerpräsident Poincaré tann einen Minister nicht be ( 4. Heft 1912) betrug die Berbrausabgabe, einschließlich der gölle, halten, der die publikanische Politik der Regierung in so verpro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1885/86 bei der höheren Steuer räterischer Weise Lügen straft. Wenn die Kammer versammelt nur 1,65 M., im Jahre 1910/11 jedoch 2,66 M. Deninach ist die wäre, dann wäre Millerand sofort von der republikanischen Mehrheit berurteilt worden. Millerand möge seine Demission geben. Last um über 60 Prozent gestiegen. Die Brotzölle werden erhöht, hermetisch verschlossene Grenzen berwehren die Einfuhr von Wieh und Fleisch und der Ermäßigung der Zuckersteuer stellen die Volksfeinde hartnäckigen Widerstand entgegen. Das sind unerträgliche Zustände! der Buderſteuer stellen die Volksfeinde hartnädigen Widerstand entfrankreich. Die Präsidentenivahl. Seine Kabinettskollegen haben sich mit ihm nicht solidarisch erklärt. Der nationalistische Eclair" beglückwünscht Millerand dazu, daß er als ehemaliger Minister des Kabinetts WaldeckRousseau reumütig den Oberstleutnant Path de Elam rehabilitiert habe. Millerand flebt. Die Unruhen in Marokko. Paris, 11. Januar. Das in parlamentarischen Kreisen umParis, 9. Januar.( Eig. Ber.) Am 17. Januar tritt im Schloß von Versailles die Nationalversammlung laufende Gerücht von der Demission des Kriegsminizusammen, die zur Wahl des Präsidenten der Republik besters Millerand, die durch den Zwischenfall Dupaty de Elam rufen ist. Sie wird von den vereinigten beiden Kammern veranlaßt sei, bestätigt sich nicht. Millerand bleibt gebildet und stellt bei dieser Gelegenheit eine reine Wahl- Kriegsminister und ist bereit, alle notwendigen Erklärungen im förperschaft dar, d. h. sie hat kein Recht, irgend eine Barlament zu geben. Beratung zu pflegen, zum Unterschied von der zur Verfassungsrevision berufenen Nationalversammlung. Die Wahl Baris, 10. Januar. Da der Kaid Auflus und die Mas erfolgt mit absoluter Mehrheit, die Wahlgänge find also solange fortzusetzen, bis sich eine solche ergibt. Nötigen- halla Mulay Reschids, die der Kommandant Maffoutier in falls müßte daher die Versammlung vertagt werden. Die ihrer Attion gegen den aufrührerischen Kaid Gelulli unterstützen Abstimmung wird mit Namensaufruf auf der Tribüne vor- follte, errat begangen haben, so herrscht in der Gegend von genommen. Ihr Ergebnis wird von 36 ausgelosten fruta- ogador große Aufregung. toren festgestellt. Sofort nach der Verkündung der Ab- Mogador die notwendigen Streitkräfte zusammengezogen hat, soll ſtimmung wird das Sigungsprotokoll verlesen und die die Gegend bis zum Susgebiet vom Feinde säubern. Seine OpeSitung vom Präsidenten als solcher fungiert der Pra- rationen werden demnächst ihren Anfang nehmen. dent des Senats bezw. die Vizepräsidenten geschlossen. Erst nachher teilt der Ministerpräsident dem Erwählten seine Wahl in Gegenwart der Präsidenten beider Kammern offiziell mit. General Desperey, der in Spanien. Maturn bleibt. Madrid, 10. Januar. Auf das Ersuchen der Konservativen hat sich Maura entschlossen, den Verzicht auf sein Deputiertenmandat und auf die Führung der konservativen Barfai zurückzuziehen. Dänemark. Give diplomatische Aktion der deutschen Regierung. Kopenhagen, 9. Januar.( Cig. Ber.) Der deutsche Gesandte in Kopenhagen hat soeben eine Aktion bei der dänischen Regierung unternommes, um ein der deutschen Regierungsbureaukratie und den deutsch- chauvinistischen Heßeum in Nordschleswig mißliebiges Lesebuch der danischen Volksschulen auf den Inder gesezt zu sehen. Es handelt sich war ein von Prof. Asilh. Oestergaard herausgegebenes Buch:" Der Jugend Buch über anser Land", das vom dänischen Kultusministerium für die Volksschule empfohlen worden ist. Die deutschen Hezer gegen die nordschleswigschen Dänen nahmen An stoß an dem Buch, weil an einer Stelle der Kampf der dänischen Bauern in Nordschleswig um ihre Muttersprache und Kultur ver herrlicht wird. Besondere Bedingungen der Wählbarkeit werden vom Gesetz nicht gefordert. Die Verfassung von 1848 forderte, daß Wir sind für alles, nur nicht für billige land. der Präsident geborener Franzose fei, seine Staatsangehörigwirtschaftliche Produkte, das ist die Lebenss, Welt und feit nie unterbrochen habe und 30 Jahre alt sei. Heute geBortemonnaieauffassung unserer Junker und ihrer fonservativen nügt der Genuß der bürgerlichen und politischen Rechte. Barteien. Recht deutlich wird das, wenn die Einzelheiten des jetzt Eine Ausnahme wird nur durch das Gesez vom 14. August gerade in den Vordergrund gerückten Subventionsvertrages 1884 aufgestellt, das die Mitglieder der Familien, die Frankder deutschen Regierung mit dem Norddeutschen Lloyd" etwas gereich regiert haben, ausschließt. nauer betrachtet werden. Der Artikel 26 des Subventionsvertrages bestimmt nämlich bei Androhung einer erheblichen Buße für jede Die Nationalversammlung ist mindestens einen Monat einzelne Zuwiderhandlung und sogar der Unmöglichkeit einer Auf- vor dem gesetzlichen Erlöschen der Befugnisse des amtierenden hebung des ganzen Subventionsvertrages, daß die vom Staate fub- Präsidenten einzuberufen. ventionierten Linien des„ Norddeutschen Lloyd" feine billigen Der Präsident der Republik ernennt die Minister. Sein Landwirtschaftlichen Produkte nach Deutschland Tert verleiht ihm ausdrücklich dazu das Recht, aber es wird einführen dürfen. Seine Ursache hat dieser Artifel in einer aus dem Art. 3,§ 3 des Verfassungsgesetzes vom 25. Februar Resolution, die von den Schwarzen und den Blauen 1898 bei der 1875 abgeleitet, das ihm die Ernennung bezw. Abfebung aller damaligen Verlängerung des Subventionsvertrages mit dem„ Norddeutschen Lloyd" bis September 1914 im Reichstage eingebracht und Bibil- und Militärbehörden überträgt. Danach stünde ihm angenommen wurde. Das erhebende Dolument agrarischer Water- auch das Recht zu, die Minister abzusetzen. Tatsächlich ist landsliebe und zentrümlichen Wohlwollens lautet dahin, daß der aber das Ernennungsrecht sehr eingeschränkt. Der Präsident Reichstag beschließen möge: Die Reichsregierung hat sich in diesem Falle wiederum von den fann wohl Minister berufen, die nicht die Mehrheit in der Den Herrn Reichsfangler zu ersuchen, mit dem„ Norddeutschen Deputiertenkammer haben, aber er muß dann die Kammer tonfufen Schreihälsen beeinflussen lassen, die in ihrem chauvinistiLloyd" eine Vereinbarung dahin zu treffen, daß der Reichsfangler auflösen, wozu er der Zustimmung des Senats bedarf und schen Kretinismus alle Schandtaten gegen die terngesunden, ihre die Befugnis erhält, landwirtschaftliche Produkte, muß, wenn dieselbe oppofitionelle Mehrheit wiederkommit, Muttersprache und alte Suttur hochhaltende Bauernbevölkerung welche mit ber deutschen Landwirtschaft ton- offenbar Minister aus ihrer Mitte wählen. Der Präsident Nordschleswigs veranlaßt han; sie hat damit dem deutschen furrieren, von der Einfuhr durch die fub hat auch das sus pensive Betorecht in Gesetzgebungs Prestige im Auslande einen sechtest Dienst erwiesen. Die Tatbentionierten Dampfer nach deutschen, hollän dischen und belgischen Häfen auszuschließen. fragen, d. h. er kann, vor der Bromulgierung eines Gesetzes, facje, daß das dänische Kultusministerium durch das offizielle Tele. Der Artifel 26 geht noch weiter, er verlangt fogar, daß die durch eine mit Motiven versehene Botschaft von den beiden grammbureau am 8. d. M. seint Bedauern aussprechen ließ über Subventionsdampfer selbst in den niederländischen und bel- Kammern eine zweite Beratung verlangen, die nicht ver- einige ihm entgangene Stellen des Wuches, die Anlaß zu Mizdeutung hinsichtlich der Stellung der dänischen Regierung" geben gischen Anlaufshäfen den Proviant und ebenso die Stohle tunlichst weigert werden darf. aus deutschen Quellen beziehen, und so den deutschen Getreide- Tatsächlich hat in Frankreich das Parlament und in fönnen, ist nur ein schwacher Trost in dieser Blamage der deutschen händlern und Kohlenjunkern ihre Reverenz erweisen müssen. diesem die Deputiertenkammer das politische Uebergewicht. Chauvinisten. Denn nur um eine Wamage handelt es sich. In Bei der Erneuerung der Afrikafubvention für die deutsche Ost Der Präsident wird als ein repräsentatives Organ dem Buch ist nichts enthalten, was far Deutschland schädlich sein afrikalinie, die 1899/1900 erfolgte, wurde ebenso in einer Resolution des Volkswillens angesehen, wohl als ein Ebenbürtiger des tönnte, sofern die deutsche Politik in Wordschleswig überhaupt die der agrarische Wunsch, das heißt auf gut Deutsch Befehl ausgedrückt, Barlaments, aber doch als sein Bollzugsorgan. Das Auf- Wahrheit verträgt. wieder zu vereinbaren, daß landwirtschaftliche Produkte des Auslösungs- und das Vetoredit find tote Buchstaben geblieben und Das Buch stellt fest, daß die därischen Südjüten", die Nordlandes, welche mit denen der deutschen Landwirtschaft konkurrieren, feit 1877 bat fein Bräsident diese Rechte auszuüben gewagt. schleswiger, fämpfen für ihre Sprache, den Lebensnerb eines von der Einfuhr auszuschließen seien! Gegenüber den berechtigten Wünschen der sozialdemokratischen Auch ist die Bestimmung der politischen Unverantwortlichkeit Boltes, der sein allertreuestes Eigentum ist. Und sie kämpfen für Fraktion wie zum Beispiel bei der letzten Erneuerung der Sub des Staatschefs durchaus nicht eingehalten worden, da von das Recht, freie Männer und Frauen zu sein, die über ihr Eigenes ventionsverträge mit dem Norddeutschen Lloyd in erster Linie den sechs Präsidenten seit 1875 drei Mac Mahon, bestimmen und die wagen dürfen, ihre Nationalität zu bekennen." auf den Subventionsdampfern weiße Schiffsleute und nicht Grévy und Casimir Perier genötigt wurden, sich Es wird sodann eine Reihe von Vorfämpfern der dänischen farbige Schiffsmannschaft zu verwenden, hatte der Reichstag vor dem gefeßlichen Ablauf ihrer Mandate zurückzuziehen. Bewohner Nordschleswigs aufgezählt. Die den deutschen Prozentnatürlich taube Ohren. Das Wichtigste bleibt eben die Sorge um Wir sehen, daß diese Machtlosigkeit gar nicht durch die patrioten und der Reichsregierung mißtiebige Stelle, die darauf die Berteuerung der deutschen Nahrungsmittel. genug elastischen Verfassungsartikel bedingt ist. In einer folgt, lautet; Epoche, wo die Stimmung der breiten Maffen der besitzenden.... Und da ist eine dichte Schar südsütischer Jugend, die nach Klassen dem Parlamentarismus wenig günstig ist, könnte ein ihnen den Kampf aufgenommen hat. Sie strebt auf teils neuen Die Direktion des Lehrerseminars in Petershagen bei Minden energischer Präsident, dessen Persönlichkeit von nationalisti- Wegen vorwärts, und vieles von dem, daß sein Gepräge auf den hat in schlaflosen Nächten darüber nachgedacht, wie dem Zeitübel, ichen Strömungen getragen wird, entscheidend in die Politik Sinn der jungen Südjüten ausübt, und das ihren Willen stärkt, genannt Fleischteuerung, seine üble Einwirtung auf das LehrerBildungsinstitut genommen werden fönnte, und siehe da, es ist etwas des Staates eingreifen. Besonders auch in die auswärtige haben sie von der dänischen Volkshochschule mitgebracht. Es handelt sich nicht darum, ob Da nemark einmal einige recht Brattifches dabei hervorgekommen. Nach der Mindener Politif. Art. 8 des Gesetzes vom 16. Juli 1875 fagt:„ Der Beitung" ist den Softwirten, bei denen die Seminaristen und Bräfident der Republik verhandelt über die Verträge und Quadratmeilen Land zurücbekommt. Wäre es fremde Erde, dann Präparanden in Penfion find, von der Seminardirektion aufgegeben ratifiziert sie. Er gibt den Kammern davon Mitteilung, fo- bedeutete es nicht viel. Aber es sind unsere Landsleute, die von worden, den jungen Leuten das Frühstüc ohne Aufichnitt zu baldes die Interessen und die Sicherheit des fremdem Joche bedrückt werden; die täglich Anrecht und Verfolgung verabreichen und außerdem bei den Mahlzeiten die Fleischportion Staates gestatten." Die Geheimdiplomatie versteckt erleiden; die nicht ihre eigene Sprache su xechen und nicht ihre Es ist das probate Mittel des Bauern, der seinem Giel das sich so hinter die Unverantwortlichkeit des Präsidenten. Man eigenen Lieder fingen dürfen. Deshalb blidt man trotz allen bösen begreift, welche Wirkungen für den gesamten politischen Cha- Warnungen unabhängig von Stamlingsbanken und Dybbölbjerg Fressen abgewöhnen wollte. rakter der Republik eine Präsidentenwahl wie die bevor- dem Tage entgegen, an dem bei dem mächtigen Nachbarn im Süden stehende haben kann, die im Zeichen eines Zusammenbruchs Rechtsbewußtsein und freier Sinn start genug entwidelt sein wird, Recht und Gerechtigkeit gegen die dänischen Südjüten zu der radikalen Parlamentsmehrheit vor sich geht. üben." Also, nicht eine Loslösung Nordschleswig 3 von Deutschland Probatum est. " . Gin reaktionärer Streich Millerands. Wann kommt die Ermäßigung der Zuckersteuer? Der Zuder war von jeher ein beliebtes Steuerobjekt. Man ver folgte dabei den doppelten Zwed: einmal, den fistalischen Hunger zu befriedigen, dann auch, Mittel für die unsinnige Prämienwirt schaft zu erlangen. Fast ein Vierteljahrhundert lang, bis zum Jahre Paris, 11. Januar. In parlamentarischen Kreisen machte sich wird gefordert, sondern Rechtsbewußtsein und freier Sinn, die es 1903, betrug die Zuderverbrauchsabgabe 20 M. pro Doppelgentner heute auf die Nachricht hin, der aus der Dreyfusaffäre bekannte Deutschland ermöglichen sollen, die Dänen in Nordschleswig gerecht oder 10 Pfennige pro Pfund Zucker. Dann erfolgte, als Oberstleutnant Du Path de Clam solle wieder in die zu behandeln. Diese billige Forderung hat die deutsche Regierung Resultat der Abmachungen der an der Brüsseler Zuckertonvention Territorialarmee eingereiht werden, eine gewisse Gr- veranlaßt, ihren Gesandten in Kopenhagen zu bemühen. Es ist beteiligten Staaten, im Jahre 1903 eine Ermäßigung der Steuer regung bemerkbar. Daraufhin wurde abends eine Note aus- gewiß ein Staatsverbrechen, von der deutschen Bu reaukratie Rechtsauf 14 M. Als eine wohltätige Folge dieser Maßnahme war gegeben, in der erklärt wird, daß Kriegsminister. Messimy zur bewußtsein zu fordern; huldigt sie doch der Auffa ffung, daß Macht ein fofortiges startes Hinaufgehen des Zuckerverbrauches zu fonstatieren. Der Konjum, der im Jahre 1894/95 crit 11,87 ilo Beit der Angelegenheit von Agadir der Wiedereinstellung Du Paty bor Recht geht. Und noch mehr mußte ihr die Forderung einer gramm pro Kopf der Bevölkerung ergab, war 7 Jahre später um de Clams grundsätzlich zugestimmt habe unter der Vorausseßung, freien Gesinnung auf die Nerven fallen. In Preißen- Deutschland Stilogramım gestiegen. Nach der Ermäßigung der Steuer im daß Du Pain de Clam die falsche Anschuldigung, die er infolge seiner gilt halt der Bureaukratie die Knechtseligkeit als büz gerliche Tugend. Jahre 1903/04 zeigte sich ein plögliches Hinaufschnellen der Konsum- Verabschiedung gegen den Staatsrat gerichtet habe, zurückziehe. Wenn aber die deutsche Regierung auch gegenüber dem Auslande giffer auf 19,3 stilogramm der Bevölkerung. Das war im Jutereffe Du Baty de Clam habe seine lage darauf freiwillig zurüdge- in so unverhüllter Form die kleinliche Gesinnung ein ter engherzigen der gesundheitlichen Entwickelung des Bolles sehr zu begrüßen. zogen. Messimy erklärte nun, er habe Du Paty de Clam zwar ver- Bureaukratie an den Tag legt, überliefert sie sich dem Gelächter Seines hohen Nährgehaltes wegen müßte der Zuckerfonfum viel sprochen, ihn im Kriegsfalle wieder einzustellen, doch sei es ihm der freier denkenden Nachbarn. Uns scheint, man sollte auch für größer fein; fönnte noch außerordentlich gefteigert werden. In später weder opportun noch politisch richtig erschienen, bem Ansuchen den Gesandten in Kopenhagen eine bessere Beschäftigung haben, als England, das nur sehr wenig Rübenzucker produziert, ist der Konium des Oberstleutnants stattzugeben. die Zensur dänischer Schulbücher. von Zuder viel größer als in Deutschland. Wurde doch deutscher Buder früher mit Hilfe der Ausfuhrprämie so billig nach England Baris, 11. Januar. Das in der Kammer verbreitete Gerücht, geliefert, daß er dort um 50 und mehr Prozent billiger als im die Wiedereinstellung Path de Clams in die Landwehr sei eine VerProduktionsland Deutschland berkauft werden fonnte. Troß fügung des jeßigen Kriegsministers Millerand, bewahrheitet sich. der noch immer wirksamen Steuer von 14 M. ist der Verbrauch Die radikalen Deputierten find über die Verfügung Pefing, 11. Januar. Die russische Regierung bon Buder Langiam weiter gestiegen, bis auf 21,15 Kilogramm sehr entrüftet und werden fie in Form einer Interpellation hat China mitgeteilt, fie fähe keine Notwendigkeit, die aus pro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1910 11. Die außerordentlich in der Kammer zur Sprache bringen. Der radikale Evéne- dem Boreraufstand an Rußland zu leistenden Entschädi. geringe Produktion im nächsten Jahre ließ den Konjum wieder ment" jagt über Angelegenheit: Ministerpräsident gungen noch länger zu stunden, da China, trot zurückgehen. Es wurden pro Stopf nur noch 18,81 kilogramm ver- Boincaré bat erst gestern nachmittag von der Wiedereinstellung seiner Versicherung, über feine Mittel zu berfügen, gegenbraucht. Wir wären längst auf eine erheblich größere Verbrauchsmenge gekommen, wenn die bereits im Jahre 1908 befchloffene Bath de Clams Kenntnis erhalten, und hätte sich derselben gewiß wärtig bekanntlich große Summen für den Anfan'f von weitere Herabfegung der Budersteuer, von 14 auf 10 Mart, Geltung widerfest, wenn er vorher von dem Vorhaben des Kriegs- Waffen und für die Aufstellung und Bewegung von Truppen erlangt hätte.| Damals sträubten fich sogar die Freifinnigen ministers Millerand verständigt worden wäre. Wenn verwende. die Rußland. Gegen China Gewerkschaftliches. Der Deutsche Technikerverband und das Koalitionsrecht. Der Deutsche Techniker- Verband ist also rein äußerlich beurteilt eine gewerkschaftliche Organisation. Eine echte Gewerkschaft erkennt man daran, daß sie angebotene Kämpfe aufnimmt und bis zur letzten Konsequenz durchfämpft. Soziales. Zum Wohnungselend der Gärtnergehilfen. ihm auf die Zustände in dieser Gärtnerei bereits früher aufs merksam gemacht worden. Iralverbandes der Sandlungsgehilfen ist fristlos entlassen, meil er Unterschriften für eine Betition um Teuerungszulage im Betriebe gesammelt hat. Auf eine Beschwerde seinerseits an das Präsidium des Hansabundes hat Herr Nießer verfügt, daß ihnt, aber nur aus menschlicher Erwägung heraus, das Gehalt der„ Allgemeinen Deutschen Gärtnerzeitung" einen Artikel über Am 3. Januar hatten wir auf Grund einer Schilderung in Der Deutsche Techniker- Verband entwickelte sich scheinbar bis zum Ablauf des Kündigungstermins bewilligt und auch noch die Gehilfenwohnungen in der Gärtnerei von Joseph Kohout ge von einem reinen. Harmonieverband unter dem Drude der die ihm rechtmäßig zustehende Weihnachtsgratifitation gezahlt bracht. Der Amtsvorsteher von Nikolasjee teilt uns in boller An Verhältnisse immer mehr zu einer wirklichen Interessenver- würde. Der Hansabund hat natürlich absolut kein Recht, einen erkennung des Vorgehens des Allgemeinen Deutschen Gärtner. tretung der dort organisierten Techniker. Der letzte Ver- Angestellten fristlos zu entlassen, nur weil er für eine Teuerungs- vereins mit, daß die Gärtnerei Kohout nicht im Amts- und Ges bandstag in Köln dokumentierte diese Entwicklung zur Ge- zulage die übrigens dem Personal im Jahre vorher bewilligt meindebezirk Nikalassee, sondern im Amts- und Gemeindebezirk iverkschaft auch äußerlich dadurch, daß die Sagungen entworden war Unterschriften sammelt. Der Referent der Be- Zehlendorf liegt. Der Herr Amtsvorsteher in Zehlendorf sei von sprechend geändert wurden. triebsversammlung, Hirschfeld, gab den Angestellten des Sansabundes den Rat, sich zu organisieren, und zwar im Zentralverband der Handlungsgehilfen, denn nicht ein Harmonieberein, sondern die gewerkschaftliche Organisation ist in der Lage, die also an die falsche Adresse gerichtet. Weshalb sind der Amtsvorsteher Unser Appell an den Herrn Amtsvorsteher von Nikolassee war Intereffen der Angestellten zu vertreten. Nach dem Vortrage versuchten Herr Dr. Ehrlich, Redakteur des Hansabundes, und Herr Zehlendorf und der Landrat nicht gegen die von uns ges schilderten Mißstände cingeschritten? Tut das die neue Technikergewerkschaft? Wolff, Agitator des Hansabundes, das Verhalten des Herrn Bekanntlich hatte der Eisenbahnminister gegen den Bund Dr. Kleefeld mit deffen Temperament zu entschuldigen. Sie der technisch- industriellen Beamten und den Deutschen Tech bedauerten den Fall Macrinus, was sie jedoch nicht abhielt, eine niker- Verband mobil gemacht, da er nicht gestatten wollte, daß Vertrauensresolution für Herrn Dr. Kleefeld vorzuschlagen. Techniker, auch solche, die nur auf Grund eines Privatdienst Herr Wolff meinte, daß der Zentralverband an die Leitung des vertrages angestellt seien, das Staatsgebäude durch gemein- Hansabundes herantreten solle, die gewiß zu einer Verhandlung same Kündigung oder sogar durch gemeinsame Arbeitsnieder- bereit sei. Als jedoch der Versammlungsleiter erklärte, daß dieser Yegung erschüttern. Der Eisenbahnminister wollte also nicht weg im Einverständnis mit den Angestellten gegangen werden mehr und nicht weniger, als allen seinen Angestellten den solle, machten die genannten Herren Ausflüchte und meinten, daß Teil des Koalitionsrechtes rauben, olme den das ganze Koa- nach den im Referat angeblich gegen die Leitung des Hansabundes litionsrecht nur noch ein ungefährliches Spielzeug vorstellt. gerichteten persönlichen Angriffe davon nun nicht mehr die Rede Dieser Verfügung mußte der Kampf bis aufs Messer sein könne! Offenbar bekamen die Herren Angst vor ihrer eigenen folgen, und es war interessant, wie sich die in Frage fommen- Courage. Die Zumutung, in Gegenwart so eifriger Verteidiger der den Organisationen verhalten würden! Der Bund der tech- Leitung des Hansabundes eine Abstimmung über eine Vertrauensnisch- industriellen Beamten nahm den Kampf auf und der resolution für eben diefe Leitung vorzunehmen, wurde abgelehnt, Ledmifer- Verband, in dem über 10 000 Privatangestellte der weil man übereifrigen Kollegen nicht die Möglichkeit geben wollte, Behörde organisiert sind, wendete sich, wie wir schon mit- sei es auch nur unabsichtlich, der Leitung die Abstimmung des einteilten, an den Eisenbahnminister mit der Erklärung, daß zelnen Angestellten bekannt zu geben. Die Angestellten sehen aus durch eine Satzungsergänzung nunmehr für die Angestellten diesen vorbildlichen Arbeitsverhältnissen im Betriebe des Hansader Eisenbahn und der sonstigen Behörden auch für solche, bundes, was sie von diesem zu erwarten haben. Mögen sie, dem die auf Privatdienstvertrag angestellt sind nicht mehr das Rate des Referenten folgend, sich im Zentralverband der Handgemeinsame Kündigen usw., andy nicht mehr gemeinsame Ar- lungsgehilfen organisieren, um ihre Rechte besser als bisher zu beitsniederlegung in Frage kommt.. wahren. Offizielle Anerkennung für eine Ortskrankenkasse. Die Stadtverordnetenversammlung in Königsberg i. Pr. bc. schäftigte sich in ihrer lesten Sizung mit einem Antrage des Magistrats, von der Errichtung einer Landkrankenkasse für den klärte der Magistrat, daß die Geschäftsführung der Gemeinsamen Stadtkreis Königsberg Abstand zu nehmen. In der Vorlage erStadtkreis Königsberg Abstand zu nehmen. In der Vorlage erlärte der Magistrat, daß die Geschäftsführung der Gemeinsamen Ortskrankenkasse, welche die landtassenpflichtigen Personen aufnehmen solle, vollkommen einwandfrei sei. In der Diskussion wurde von einer Seite doch die Errichtung einer Landkrankenkasse berlangt. Darauf erklärte der Oberbürgermeister Körte, ein enragierter Feind der Sozialdemokratie:„ Es muß anerkannt werden, daß die Gemeinsame Ortskrankenkasse, was Güte der Berwaltung und Höhe der Leistungen anbetrifft, durchaus muster. gültig dasteht." Dies unumivundene Lob ist gegenüber der fortgesetzten Hebe gegen die Krankenkassen um so bemerkenswerter, als die Gemein same Ortskrankenkasse in Königsberg seit ihrer Gründung unter Leitung eines Vorstandes steht, dessen Mehrheit und dessen Vors fizzender Mitglieder der freien Gewerkschaften sind. Den weiteren Ausbau des Säuglingsschutzes. durch Schivangerenfürsorge haben in Nürnberger Gemeindefolle. Ausschuß zur Vorberatung überwiesen wurde. gium die Sozialdemokraten durch einen Antrag verlangt, der einem Es wurde auf die verheerenden Wirkungen hingewiesen, die durch die Berufstätigkeit schwangerer Frauen bis zur Niederkunft sowohl für die Schwange ren selbst, als auch für die Frucht hervorgerufen werden, und an geregt, bedürftigen Schwangeren sechs Wochen lang vor der Nieder funft eine Unterstüßung zu gewähren, die sie in den Stand setzt, die gewerbliche Tätigkeit einzustellen. Die Gründe des sozialdemo fratischen Antrags mußten vollauf anerkannt werden; zuerst wollte man eine Unterstützungskasse mit freiwilliger Mitgliedschaft errich ten, nachdem aber von unserer Seite dagegen eingewendet wurde, daß gerade diejenigen, die der Unterstützung am meisten bedürftig sind, dieser Kasse wegen Mangel an Mitteln nicht beitreten würden, wurde davon abgesehen und beschlossen, eine Summe in den Etat einzusehen, aus der bedürftige schwangere Frauen und Mädchen Unterstützungen von täglich 60 Pf. bis 1,50 M. erhalten sollen. Die gemacht, daß die Empfängerin die Arbeit niedergelegt hat. Die in Arbeiter, Raucher! Kauft nur dort Euren Bigarren- Nürnberg nicht beheimateten erhalten die Unterstützung erst nach bedarf ein, wo das grüne Plakat, unterschrieben Alwin einjährigem Aufenthalt in der Stadt. Weiter soll die Zentrale Schulze, vorhanden ist. für Säuglingsfürsorge in Bayern ersucht werden, dahin zu wirken, daß in die Voranschläge der Kreisgemeinden ebenfalls Beträge für die Schwangerenhilfe eingestellt werden; endlich wird an die bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie das Ersuchen gestellt, im Benehmen mit Wöchnerinnenheimen, Frauenfliniten 1. dergl. zu untersuchen, welchen Einfluß die gewerbliche Tätigkeit der Schwangeren auf die Zahl der Totgeburten ausübt. Selbstverständlich hat nun der Herr Minister nichts mehr gegen diese Organisation einzuwenden und er erlaubt" einige Fliesenlegerfirmen und Bauunternehmer, Arbeiten, die sie Achtung, Töpfer! Infolge des Fliesenlegerstreifs versuchen feinen Beamten und Angestellten das Verbleiben in dieser bisher immer Fliesenlegern resp. Fliesenlegerfirmen zweds Aus,, gewerkschaftlichen" Organisation. Ob auch die Achtung führung übergeben haben, Töpfermeistern bezw. Töpfern zu über vor der kampftüchtigen Organisation gestiegen ist, hat er tragen. Wir warnen daher unsere Kollegen nochmals, irgend leider nicht mitgeteilt. welche Fliesenarbeiten auszuführen, da diese als Streitarbeiten In der ersten Nummer der Deutschen Technikerzeitung" angesehen werden müssen. Wo es strittig sein kann, ob die Arbeiten dieses Jahres wird nun das Ergebnis des" Stampfes" mit- als direkte Fliesenleger- resp. Streifarbeiten anzusehen sind, ist es geteilt und im Anschluß dapan versucht, den Verbandsmit- notwendig, daß diese nicht in Angriff genommen werden, che die gliedern den Berzicht auf den wichtigsten Teil des Koalitions in Frage tommenden Instanzen darüber entschieden haben. rechtes für fast 50 Prozent des D. T.-B. schmackhaft zu Zentralverband der Töpfer Deutschlands, Filiale Groß- Berlin. machen. Dabei wird festgestellt, daß es wohl gegen, die guten Achtung! Tabakarbeiter! Gesperrt ist die Zigarrenfabrik von Sitten verstoße, durch Vertrag die Vereinigungsfreiheit zu Bornfeffet, NW., Waldstr. 39. Der Fabrikant stellte an seine Sitten verstoße, durch Vertrag die Vereinigungsfreiheit zu Arbeiterinnen die Zumutung, unter dem festgesetzten Tariflohn zu beseitigen, es jedoch nicht gegen die guten Sitten verstoße, arbeiten. Is Arbeitswillige fungiert bei Borntefiel eine Rollerin wenn nur eine teilweise Behränkung des Vereinsrechtes ver- namens Strastowsti aus Königsberg nebst einer Widel- Gewährung der Unterstüßung wird von dem Nachweis abhängig traglich festgelegt sei. Als Beweis dafür wird geschrieben, macherin. daß eine solche Beschränking denkbar ist und es wird z. B. niemanden einfallen, den Kusschluß der Streiks durch einen Tarifvertrag als gegen die guten Sitten verstoßend hinzustellen." Zunächst einmal, liegen die Verhältnisse bei den Eisenbahnangestellten vollibommen anders. Hier wurden die Arbeitsverhältnisse nicht durch einen für beide Teile gültigen Vertrag geregelt, sondern, es wurde den Angestellten einfach verboten, von ihrem garantierten Staatsbürgerrecht Gebrauch zu machen, ohne ihnen onich nur das geringste Aequivalent zu geben. Der Vergleich mit einem Zarifvertrag ist also ganz unzutreffend. Weiter schreibt die Deutsche Technikerzeitung": Wird man dent privaten Arbeitgeber gegenüber betonen müssen, daß eine solche Beschränkung des Rechts zur Erlangung besserer Lohn- und Arbeit bedingungen, gemeinsam zu fündigen, gegen die guten Sitten verstößt, so wird man andererseits dem Staat, der eine ganz andere Stellung als der private Arbeitgeber bat, zuerkennen müssen, daß er diejenigen Einschränkungen des Vereinigungsrechtes vos nehmen kann, die unbedingt notwendig sind, damit er die der Allgemeinheit gegenüber übernommenen Verpflichtungen erfülles: kann, damit er die seiner Leitung anvertrauten Anstalten mue Post und Eisenbahn so verwalten fann, daß keine Schädigung des Wirtschaftslebens eintritt, damit er dafür bürgen kann, da z die zur Landesverteidigung benötigten Einrichtungen jederzeit funktionieren. Aber nur soweit, als dieje Einschränkung unbedin jt erforderlich ist, wird man sie als nicht gegen die guten Sittes i verstoßend ansehen können. Es ist nur der Ausschluß des Rech is der gemeinsamen Kündigung so zu recht fertigen, nicht aber weitere Beschränkungen des Vereins- und Versammlungsrechts." Der Vertrauensmann der Tabalarbeiter. Deutsches Reich. Nach der Bergarbeiterbewegung im Saarrevier " Der Bergtnappe", Organ des christlichen Gewerkvereins der Bergarbeiter, schreibt in seiner letzten Nummer in einem Artikel, überschrieben:„ Der wirtschaftliche Friede im Saarrevier": Wünschenswert ist, daß die Bewegung auch an der staatlichen Bergiverksverwaltung nicht spurlos vorübergehe. Sie muß doch zu der Ueberzeugung gekommen sein, daß in ihren Betrieben nicht alles so war, wie es sein solte. Das geradezu erschreckende Mißtrauen der Arbeiter gegenüber der staatlichen Bergwerksberwaltung muß ausgeräumt werden, wenn gesunde Zustände eintreten sollen. Die Begleiterscheinungen der Bewegung haben auch gezeigt, daß an der Arbeiterschaft an der Saar noch viel Erziehungsarbeit zu leisten ist, die von der Gewerkschaftsbewegung allein nicht geleistet werden kann. Und diese Arbeit muz bald energisch aufgenommen werden. Die Sozialdemokratie steht auf dem Sprunge, einen Beutezug im Saarrevier zu versuchen." Das sagt der christliche Gewerkverein, der vorher in seinen Flugblättern duzende Male schrieb, daß man fein Vertrauen zu der Bergwerksdirektion haben könne. Vorderhand hat der Gewerkverein gerade alle Hände voll zu tun, das Mißtrauen seiner Mitglieder gegen die„ Großklappen" zu beseitigen. Jebt gellt nur noch der Ruf: Bergverwaltung hilf, die Sozialdemokratie kommt! Nicht umsonst ist diese Aufforderung an die BergiverksverDanach ist also der Staat berechtigt, allen in Staatsbeseitigen. Sie geht daran, dies zu tun, doch nicht dadurch, daß sie waltung gerichtet, das Mißtrauen unter den Arbeitern zu betrieben angestellten Beamten gleichgültig ob fest oder auf Sand in Hand mit den Chriftlichen zu arbeiten gedenkt, sondern Privatdienstvertrag das Koalitionsrecht illusorisch zu indem sie von diesen gelernt hat, wie man Arbeiter zersplittert. machen, und mit dieser Auffassung rechtfertigt der D. T.-B. Von allen Gruben im Saargebiet wird gemeldet, daß Beamte daran den Verzicht auf den integrierenden Bestandteil des Koa- find, gelbe Wertvereine zu gründen. Listen liegen auf, worin die litionsrechtes und glaubt gewerkschaftlich richtig gehandelt zu die Saarbergarbeiter, deren Vertrauen zum christlichen Gewert. Belegschaftsmitglieder zum Eintritt aufgefordert werden. Doch haben. lassen. So wird der gelbe Fischzug nicht von gutem Fang beberein dahingegangen ist, werden sich nicht von neuem einfangen gleitet sein. Eine sehr eigenartige gewerkschaftliche" Entwicklung! Berlin und Umgegend. Letzte Nachrichten. Der bulgarisch- rumänische Konflikt. Petersburg, 11. Jan. Der bulgarische Finanzminister Theodorom stattete dem russischen Minister Siafonow einen längeren Besuch ab. Die Unterhaltung beider Minister drehte sich insbesondere um die bulgarisch- rumänischen Beziehungen und um die von der Türkei geforderte Kriegsentschädigung. Hier will man wissen, daß Ssasonow dem bulgarischen Minister geraten habe, den rumänischen Forderungen gegenüber Entgegenkommen zu zeigen, doch soll Theoborow fich energisch geweigert haben, seiner Regierung die Befol gung dieses Ratschlages nahezulegen. Aggressives Vorgehen Rumäniens. Frankfurt a. M., 11. Januar.( P. C.) Einer Meldung der ,, Frankf. 3tg." aus Konstantinopel zufolge wird der rumänische Entschluß, aur marschieren, durch gestern spät abends hier eingelaufene diplomaSicherung der Grenzen heute oder morgen in Bulgarien einzu tische Depeschen bestätigt. Der Beschluß erregte großes Aufsehen. tische Depeschen bestätigt. Der Beschluß erregte großes Aufsehen. Wenn auch erwartet wurde, daß angesichts der Ereignisse auf dem Balkan Rumänien nicht in Untätigkeit verharren werde, so glaubte Entschädigung zu erreichen suchen werde. man doch, daß Rumänien durch diplomatische Verhandlungen eine Versuchter eiliger Ankauf eines Kriegsschiffes. Santiago de Chile, 11. Januar.( W. T. B.) Die Admiralität hat das Anerbieten einer europäischen Macht abgelehnt, den chile. nischen Dreadnought" Latorre", der gegenwärtig in England gebaut wird, anzukaufen. Echwerer Automobilunfall. Seit dem Kölner Verbandstage, der die Entwicklung zur Gewerkschaft äußerlich bestätigte, sind noch nicht allzubiel Monate vergangen und die Taten der neuen gewerkschaftlichen Organisation beste jen darin, daß sie den großen Kampf um Die städtischen Arbeiter in Nürnberg forderten im September die Angestelltenversicherung gemeinschaftlich Schulter an 1912 Umwandlung der bestehenden Teuerungszulage in eine Lohn Schulter mit den sceaktionären Harmonieverbänden gegen die gulage von täglich 30 Pf. und 2,50 M. John für Laternenanzünder modernen gewer schaftlichen Organisationen gekämpft hat die durchschnittlich jeden Tag resp. jede Nacht 10 Stunden Dienjt und nun hat sie gar für einen großen Teil ihrer Mitglieder haben, einjährige Zohnvorrüdungen von 10 Bf. refp. 5 Pf. täglid, auf das wichtig te Lebenselement einer gewerkschaftlichen Bezahlung der Ueberstunden, 9stündige Arbeitszeit und für durchgehende Schichten 8 Stunden. Diese bescheidenen Forderungen Organisation ber zichtet. Potsdam, 11. Januar.( W. T. B.) In Drewik bei Potsdam lehnte die bürgerliche Rathausmehrheit mit der Begründung ab, ereignete sich heute nachmittag an der Ede der Neuendorfer und daß kein Geld vorhanden sei. Es wurde ausgerechnet, daß hierzu Sternstraße ein schwerer Automobilunfall. Ein vom Jagdschloß über 600 000 m. jährlich nötig seien. In Wirklichkeit ist die be- Stern kommendes Potsdamer Automobil wollte gerade in die Neuennötigte Summe nur halb so hoch. Dabei machten die städtischendorfer Straße einbiegen, als die Steuerung versagte und das Betriebe im letzten Jahre einen Remüberschuß von 2848 698 M. Automobil gegen einen Baum geschleudert wurde. Hierbei stürzte Die Arbeiter delegierten ihre Ausschußmitglieder zum Ober- der Wagen um und wurde zertrümmert. Dem Chauffeur wurde Die Anr stellungsverhältnisse im Hansabunde. bürgermeister, um diesem die Forderungen nochmals zu unter der Brustkorb eingedrückt, während der Schlächtermeister Müller Der Bentre[ verband der Handlungsgehilfen hatte dieser Tage breiten. Der Oberbürgermeister verwies die Arbeiter auf die aus Kaputh eine große Kopfwunde davontrug. Der andere Fahrdie Angestellter des Hansabundes zu einer Betriebsbesprechung große Zahl der bei städtischen Betrieben Arbeitsuchenden und auf gast, Schlächtermeister Herrmann aus Potsdam, kam mit dem bloßen eingeladen, uni sich mit ihnen über die:„ Arbeitsverhältnisse im die rapide Lohnsteigerung der letzten Jahre. Diese rapide Lohn- Schreden davon. Dr. Crohme aus Nowawes und hiesige Krankensteigerung" bestand darin, daß die geradezu schandvoll schlechten pfleger waren sofort zur Stelle und leisteten die erste Hilfe. Betriebe des Hansabundes" zu unterhalten. und niedrigen Löhne auf das stete Drängen der Arbeiter und der Der Har sabund ist seinerzeit unter großem Tamtam ge- sozialdemokratischen Arbeitervertreter notdürftig aufgebessert Bergwerkskatastrophe. gründet worden, um angeblich die Interessen sowohl der Arbeit wurden. Vor einigen Jahren gab es noch Arbeitslöhne von 2,80 m. geber, wie auch der Arbeitnehmer zu vertreten. Wie er in Wirk- Zu der Behandlung der Lohnforderungen durch den Oberbürger- Gorsti Jwanowski wurden bei der Einfahrt durch Absturz eixes Jekaterinoslaw, 11. Januar.( P. C.) Auf den Gruben von lichkeit die Jutereffen der Arbeitnehmer vertritt, geht zu Genüge meister nahm eine Massenversammlung Stellung und beschloß, die aus seiner Stellungnahme in der Konkurrenzklauselfrage hervor. Forderungen sofort aufs neue an die städtischen Kollegier zu richten Förderkorbes 7 Personen getötet und 5 schwer verwundet. Nun sollte man aber meinen, daß im Betriebe des Hansabundes und für die Antwort den Termin auf die in 14 Tagen stattfindenden selbst vorb Idliche Zustände herrschen. In der Praxis ficht es aber Etatsberatungen festzusehen. Was im Falle einer neuerlichen London, 11. Januar.( B. T. B.) Durch starken Sturm ganz anders aus. Die Gehälter tann man höchstens utit sehr Ablehnung der Forderungen erfolgt, haben nicht die Arbeiter und ihre Organisationen, der Gemeindearbeiterverband, zu ver- und Schnee wird der Schiffs- und Güterverkehr, besonders im mäßig" ezeichnen. Außer den Herren der Geschäftsleitung beantworten, sondern die liberale Rathausmehrheit. Die Arbeiter, Norden Englands, stark behindert. Auch in zahlreichen Orten des tragen diefelben zirka 100 bis 150 M. monatlich. Wie es aber mit die jetzt eine starke Organisation befizen, wollen fich unter feinen Inlandes ist viel Schaden angerichtet worden. Eine Anzahl von der Personalbehandlung aussieht, zeigt zur Genüge der Fall Umständen von den liberalen Stadtvätern so wie früher abspeisen Sohlendampfern ist außerstande, mit ihrer Ladung Shields zu ber. Macrinus. Man hat diesen Herrn der Mitglied des Zen- lassen. laffen. Schneestürme in England. Beray tw. Redakt.: Alfred Wielepp, Reutölln. Injeratenteil verantw.: b. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen imo. so. mw. t KtilllKt des Jorroitts" Derlimr Pollisitlutt. Reichstag. 88. Sitzung. Sonnabend, den 11. Januar 1913, mittags 12 Uhr. Am Bundesratstische: Dr. L i s c o. Die erste Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Konkurrenzklausel wird fortgesetzt. Abg. Giebel lSoz.): Für die Regierung ist bei dieser wichtigen Arbeitnehmerfrage lediglich das Arbeitgcbcrinteresse ausschlaggebend gewesen. ES gehört wirllich Mut dazu, sich mit einer so kläglichen Vorlage vor die Angestellten und vor die Oeffentlichkeit zu wagen. Die Konkurrenzklausel wird auch in dieser Vorlage weiter gehegt und gepflegt und enthält genau dieselben Ungerechtigkeiten, die von der Regierung in der Begründung an dem bestehenden Znstand gerügt werden.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Man will den Pelz waschen, ohne ihn naß zu machen. Die schlimmen Folgen der Konkurrenzklausel sind in den letzten Jahren ungeheuer gestiegen. Man konnte ein ständiges Ansteigen der Konventionalstrafen beobachten. Ganze Branchen, die nur sehr wenig Verwandtes hatten, wurden für die Angestellten durch die Klausel gesperrt und ihr Geltungsbereich auch räumlich sehr erweitert. Dadurch befanden sich die Angestellten in vollständiger Abhängigkeit und Ohnmacht gegenüber dem Prinzipal. Ja, man scheute sich nicht, selbst ihr Ehrenwort für diese Zwecke zu verwenden. Neuer- dings find allerdings durch die Rechtsprechung solche Konkurrenz- klauseln für nichtig erklärt. Auch hierin bedeutet also die Vorlage keinen Fortschritt gegenüber denr Zustand, der bereits durch die Rechtsprechung geschaffen ist. In einem Falle begnügte man sich nicht damit, den Angestellten eine Konventional- strafe von 20 999 Mark aufzuerlegen, sondern erzwang von ihm noch die Beibringung der selbstschuldnerischen Bürg- schaft seiner Mutter.(Hört I hört!) Wenn derartige Mist- stände die Empörung in den Reihen der Angestellten lichterloh haben ausflammen lasten, mußte man mit ganz anderen Mastnahmen da- gegen vorgehen, als sie der schwächliche Versuch des vorliegenden Gesetzes vorsieht.(Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Man lästt die Konkurrenzklausel nach wie vor zu, um angeblich die Betriebsgeheimnisse und ähnliches zu schützen, von denen der Angestellte während seiner Tätigkeit Kennwis erhalten könnte. Wer aber den modernen Verkehr mit seiner aus- aiebigcn Verzweigung, seiner ausgiebigen Reklame kennt, weist, dast niemand mehr nötig hat, sich besondere GeschäftLkenntnisse durch einen Angestellten zu verschaffen, sondern dast Bezugsquellen- Verzeichnisse, Auskunfteien und dergleichen vollständig ausreichen, um die notwendigen Kenntnisse zur Aufmachung eines Konkurrenz- Unternehmens zu erlangen. Auch fällt es dem Prinzipal ja gar nicht ein, die Einrichtungen und Mastnahmen, die der Angestellte selbständig getroffen hat, von dem Augenblick ab nicht mehr zu verwenden, wo er den Betrieb verlästt. Wir können daher kein Bedürfnis für die Beibehaltung der Konkurrenzklausel anerkennen. In der Haupt- fache wird sie angewandt, um den Konkurrenzkampf der Unter- nehmer auf dem Rücken der Angestellten auszukämpfen(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Besonders seitens der Spezialgeschäste will man den Angestellten die Möglichkeit, sich selbständig zu machen, uehmen. Vielfach wird den Angestellten einfach die Verpflichtung »»s«rlegt. bei einer bestimmten Firma nicht in Stellung zu treten. So zwangen, als in Hamburg ein Warenhaus der Firma Tie tz errichtet werden sollte, die dortigen Geschäftsleute ihre Angestellten durch die Konkurrenzklausel, bei Tietz nicht einzutreten. Wo ist da mit einem Male das angeblich zu schützende Betriebsgeheimnis hergekommen? Auch die Warenhäuser unteremander benutzen in unerhörter Weise die Konkurrenzklausel, indem sie ihren Angestellten verbieten, bei einem anderen Warenhaus eine Stellung anzunehmen. Sonst klagt man über angeblich nicht genügende Branchenkenntnisse der An- gestellten und hier sperrt man selbst die Verwendungsmöglichkeit von Arbeitskrästen, die in der Tat über genügende Branchen- kenntnisse verfügen könnten. Die Klausel ist ein bequemes und kostenfreies Mittel für den Prinzipal, sich die Angestellten gefügig zu machen. Ein Unternehmer erklärte ganz offen: Ach, ich will ja den Angestellten gar nicht an den Betrieb fesseln, ich will mir nur Ruhe verschaffen vor den fortwährenden Wünschen nach Gehaltszulage.(Hört! hört!) Häufig wird die Klausel den Angestellten erst aufgezivungen nach Eintritt in das Geschäft, wenn sie eine begreifliche Scheu haben, gleich wieder auf Stellungssuche zu gehen. Wir werden in der Kommission alles tun, um ein glattes Verbot der Konkurrenzklausel zu erreichen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Regierung macht sich die Polemik gegen diese vollständig einmütige Forderung der Angestellten furchtbar leicht. Ohne Schatten eines Beweises behauptet man. das Verbot fei nicht durch- führbar. Nach Meinung der Regierung empfehle eS sich sogar uicht. die Gültigkeit der ielausel von einer bestimmten Höhe des GehaltS abhängig zu machen, denn jede Zahl, die man nennen könne, fei willkürlich. In Oesterreich ist es aber doch möglich geweien, für die Gehälter bis 400V Kronen die Konkurrenzklausel zu verbieten. Davon ist in der Begründung des Entwurfs mit keinem Wort die Rede. Das österreichische Gesetz dürfte dem Reichsjustizamt nicht unbekannt sein. Wir werden jedenfalls verlangen, dast über die Wirkung des österreichischen Gesetzes eingehendes Material von der Regierung vorgelegt wird. Durch die Vorlage wird an den Zu- ständen von heute kein Jota geändert. Ja. durch ver- schieden? Bestimmungen deS Entwurfs wird ein erhöhter Mistbrauch der Konkurrenzklausel, soweit er möglich ist, geradezu an den Haaren herbeigezogen. Der minimale Entschädigungssatz reicht wirtlich nicht au§, um rücksichtslose Arbeitgeber zu hindern, die Konkurrenzklausel anzuwenden. Dazu kommt,_ dast ein höheres Ge- halt, das der Angestellte erreicht, auf die Entschädigung angerechnet werden soll. Durch diese Bestimmung wird den Angestellten eine Steigerung ihres Einkommens unmöglich gemocht. Ich verstehe nicht, wie eine Regierung, die doch die Angestellten durch soziale Wassersuppen in den Reihen der bürgerlichen Parteien zu erhalten sucht, eine der- ortige politische Unmoral zulassen kann. Diese Bestimmung hilft gegen die Konkurrenzklausel etwa so. wie ein Strohhalm gegen das Eririnken� Nebenbei bemerkt bedeutet die vorgeschlagene Entschädi- gung gar keine schavloshaltung. Wenn ein Prinzipal ein derartig wichtiges Interesse hat, über die Dauer des Vertrages hinaus den Angestellten tn seiner wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit zu hindern. so must er auch den Angestellten mit dem vollen Betrage deS Gebaltes entschädigen.(Sehr richtig!)§ 75b bringt austerdem noch Ausnahmen, die wiederum bestätigen, dast mit dieiem Entwurf weder dem Mißbrauch gesteuert wird, noch eine Ein- schränkung der Zahl der Konkurrenzklauseln herbeigeführt werden kann. Die Entschädigung taut nämlich weg, wenn die Beschränkung nur für die Dauer eines �ahre» nach der Beendigung des Dienst- Verhältnisses oder nur für den Umkreis von 2 Kilometern vereinbart ist. In der ursprünglicher!-markige war 1 Kilometer gesagt, in den Ver- Handlungen zwischen der Regierung und den Unternehmerintcressenten sind zwei daraus geworden, auch ern Beweis für die soziale Ein- ficht der Siegierung. Die Beschrankung auf ein Jahr und die Fest- setzung eines Umkreises von« Kilometern reicht vollständig aus, namentlich im Detailhandel sämtliche Mistbräuche bestehen zu lassen. In den Kleinstädten umfastt der Radius von 2 Kilometern sämtliche Geschäfte derselben Art; aber auch in Berlin ziehen sich bestimmte Wirtschaftsgruppen innner mehr in einem bestimmten Gebiete zusammen, ich erinnere nur an das Konfcktions- viertel um den Hausvogteiplatz. So wird durch diese Be- stimmung von den Angestellten also direkt ein Ortsivcchsel verlangt. Wie schwer der besonders für den verheirateten Augestellten ist, sollte die Regieruug sich doch klar machen, wenn sie' bedenkt, dast der Privatangostellte keine Umzugskosten erhält. Auch sonst enthält der Entwurf noch ungeheure Ver- schlechterungen. Ich will nur auf eine hinweisen, die auch eine ganze ungeheure Empörung in den Kreisen der Angestellten ausgelöst hat. Es ist das die Bestimmung, dast man dem Prinzipal eine Wahl offen lassen will zwischen der Vertragsstrafe oder der Erfüllung des Vertrages. Es ist doch ganz klar, dast ein An- gestellter nicht eine Vertragsstrafe von vielen Taufenden zahlen kann, und so hat es der Unternehmer mit der Forderung der Erfüllung in der Gewalt, den Angestellten hinter schwedische Gar- dinen zu bringen, oder mit der Drohung der schwedischen Gardinen die Erfiillung des Vertrages zu erzwingen. Das ist eine mittelalterliche Barbarei, und ich verstehe es gar nicht, wie die Regierung es lvagen kann, eine solche Gesetzesvorlage an den deuffchcn Reichstag zu bringen. Präsident Kaempf: Sie dürfen der Regierung uicht Barbarei vorwerfen, ich rufe Sie zur O r d n u n g.(Zuruf bei den Sozial- demokraten: Der Entwurf ist aber barbarisch!) Abg. Giebel: Jedenfalls bedeutet die Bestimmung: entweder zahlen oder in Haft genommen werden. Etwas derartiges war bisher nach dem Handelsgesetzbuch nicht möglich, und das darf auch in Zukunft nicht möglich sein. Ein solches Wahlrecht für den Prinzipal darf der Reichstag nicht schaffen.(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Wir sehen, wie wenig soziale Einsicht für die Notlage der Angestellten bei der Ausstellung des Entwurfs die Negierung bekundet hat, und sogar gegen diese schwächlichen Versuche der Regierung ist daS Unternehmertum Sturm gelaufen. Will die Regierung die Mistbräuche bei der Konkurrenzklausel wirklich inhibieren, so bleibt nur das glatte Verbot der Klausel übrig. Gründe dagegen sind nicht vorhanden. DaS Verbot ist aber nicht nur für die H a n d l u n g s a n g e st e l l t e n notwendig, sondern auch für die technischen Angestellten und alle Arbeiter.(Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Gegen die technischen Angestellten wird die Konkurrenzklausel in noch grösterem Matze angewendet, als gegen die Handlungsgehilfen. Man spricht jetzt soviel von einem einheitlichen Angestelltenrecht. Der Reichstag hat alle Veranlassung, bei dieser Materie damit zu beginnen, und die Kommission wird gut tun. ein ganz allgemeines Verbot der Konkurrenzklausel herbeizuführen. Wie sehr die Klausel auch gegen Arbeiter angewendet wird, haben bei früheren Gelegenheiten meine Freunde Heine und Stadthagen ausgeführt. Der Entwurf bringt also keinen Fortschritt, er schlägt falsche Wege ein und ist deshalb ungeeignet, Mistbräuche zu beseitigen. Das ganze Gesetz gehört in das Gebiet der kleinen unwirksamen Geschenke, es ist auch ein Ausflust der Politik der weißen Salbe(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), welche die Regierung gleich fuderweise hat anfahren lassen, um sie gleicherweise an Angestellte und Arbeiter zu verteilen. Zufriedenheit erreicht die Regierung damit nicht: sie sollte sich nur einmal die Zeitungen der Handlungsgehilfen ansehen. Ich glaube nicht, dast die Herren Regierungsmänner sie sich hinter den Spiegel stecken werden. Wollte ich auch nur auszugsweise wiedergeben, was dort geschrieben ist, so würde ich wohl noch einmal mit dem Herrn Präsidenten in Konflikt kommen. Angestellte und Unternehmer werden mit zweierlei Mast gemessen. Die Unternehmer sind noch einmal über den Entwurf gehört worden, die Organisationen der An- gestellten nicht. Später freilich hat man sie zur Novemberkonferenz zusammenberufen und versucht, ihnen begreiflich zu machen, dast das völlige Verbot der Konkurrenzklausel nicht zu erreichen ist. Die Herren von der Regierung sollten lieber den Unternehmern Vor- träge halten, über die U n s i t t l i ch k e i t und V e r iv e r f l i ch- keit der Konkurrenzklausel.(Lebhaftes Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Gegen die Nichtanhörung der An- gestellten bei der Aufstellung des Entwurfes erhebe ich namens meiner politischen Freunde den allerschärfsten Protest, diese Nichtanhörung ist eine Versündigung gegen die Arbeiterintereffen. (Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Die Kommission, deren Einsetzung wir' in einer Stärke von 21 Mitgliedern beantragen, wird eine_ sehr gründliche Arbeit an dieser Vorlage vornehmen müssen. Soll aus ihr überhaupt ein reformerischer Fortschritt heraus- springen, so ist eine radikale Kur an Haupt und Gliedern notwendig. Wir werden versuchen, die Vorlage im Interesse der Angestellten so umzugestalten, dast den Wünschen der Angestellten Genüge geschieht. Wir wünschen nur, dast auch die Mehrheitsparteien sich daran beteiligen, nur dann wird es möglich sein, ein Gesetz zu schaffen, das wirklich Besserung gegenüber den ungeheueren Schädigungen der Konkurrenzklausel herbeiführt.(Leb- hafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Trimborne Ent- schädigung soll im ersten Jahr ein Viertel, im zweiten ein Drittel, im dritten Jahr die volle Höhe deS Gehaltes betragen. Wäre es nicht richtiger, die Skala umzukehren, da doch gerade im ersten Jahre die Beschränkung zufolge der Klausel besonders hart empsimden wird. Bedenklich scheint auch die Aufrechnung des neuen Gehaus auf die Entschädigung. Auch über die Ausnahme», die bei der Entschädigung zugelassen sind, ivird in der Kommission »och zu reden sein. Auch das Wahlrecht des Prinzipals zwischen der Erfüllung oder der Vertragsstrafe ist bedenklich und must in der Kommission noch gründlich erörtert werden.— Die Lehrlinge sollte man ganz auSschliesten, ihnen gegenüber sollte die Klausel nicht zulässig sein.— Wir werden in ernstliche Erwägungen eintreten, ob nicht doch ein Verbot der Konkurrenzllausel auszusprechen ist: wenn wir die Vorlage umgestalten, kann sie eine Gestalt an- nehmen, dast die Kommission doch vielleicht sagt: In die W o l f ö- schlucht(Heiterkeit.) Doch will ich nicht prophezeien.(Beifall im Zentrum.) Abg. Dr. Thoma(natl.): Wir begrüben die Vorlage weil sie uns Gelegenheit bietet, ein neues Stück soziale Arbeit zu leisten. Die Frage der Konkurrenzklausel hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ethische Bedeutung. Wir sind bereit den Interessen der hier in Frage kommenden Angestellten soweit wie irgend mvg- lich entgegenzukommen. Besser als dieses Stückwerk für eine einzelne Gruppe der Angestellten wäre allerdings eine einheitlicheRege- luug des gesamten sozialen Angestellten rechts. Es muß im Gesetz klar ausgebrochen werden, waS Rechtens ist. Ueberflüssiges must wegfallen, so z. B. die ausdrückliche Aufrecht- erhaltung deS§ 138 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Es ist ganz selbstverständlich, dast Rechtsgeschäfte, die gegen die guten Sitten verstoßen, nach wie vor ungültig sind. Weite Kreise sehen in dem ganzen Institut der Konventionalstrase überhaupt nur eine deutsche 5kleinlichkeit, über die man in anderen Länder» hinwegsieht. Ich persönlich bin nicht abgeneigt, mich dieser An- schauung anzuschließen. Jedenfalls verlangen wir eine großzügige Regelung der Materie in dem Sinne, dast man jede Kleinlichkeit herausläßt. Dazu rechnen wir zum Beispiel die sogenannte kleine Konkurrenzklausel des§ 75 b. Der Bindung der Klausel an eine bestimmte Gehaltsgrenze könnten wir zustimmen. Wenn die Regierung eine solche Regelung als schematisch bezeichnet, so wundert mich dieser Standpunkt in einer Zeit, wo wir zahlreiche Beispiele einer solchen Gehaltsgrenze in der Reichsgesetzgebung haben. Mit dem sozialdemokratischen Redner stimme ich darin durchaus überein: es must sür den Fall der Aus- bedingung einer Konventionalstrafe ganz ausgeschlossen sein, dast daneben oder wahlweise der Prinzipal auch noch berechtigt sein soll, die Erfiillung zu verlangen oder einen Schaden zu liquidieren, der über die Höhe der Konventionalstrafe hinausgeht.— Die Kommission möge auch die Vergleichung mit dem internationalen Recht nicht übersehen. Wir haben z. B. nichts gegen die Uebernahnie des Paragraphen aus dem neuen Schweizer Gesetz, das dem Prinzipal im einzelnen Falle die Beweislast auferlegt, welches denn seine gefährdeten Interessen find. Gelingt es, die von mir hervorgehobenen Hauptgesichtspunkte durch- zuflihren und außerdem noch manche Partien des Gesetzes in unser sonst so geliebtes Deutsch zu übertragen(Heiterkeit), damit eS den Beteiligten auch hinreichend verständlich ist, so werden wir einen wirk- lichen sozialen Fortschritt zu verzeichnen haben.(Bravo!) Abg v. Bcith(k.): Der Vorzug der Vorlage ist, daß sie die be« stehenden Mißstände klar zeichnet. Ob der Weg, den sie zur Be- seitigung dieser Miststände angibt, der richtige ist, ist eine andere Frage. Gegen eine völlige Beseitigung der Konkurrenzklausel haben wir Bedenken. Dast infolge der vorgesehenen Entschädigung viele Prinzipale von der Konkurrenzklausel abschen werden, wie das die Vorlage annimmt, halte ich sür eine zu optimistische Anschauung. Will man eine Gehaltsgrenze für die Konkurrenzklausel festsetzen, so müßte man mindestens auf 4000 bis 5000 M. gehen, von der Annahme ausgehend, dast Angestellte, die wirklich Betriebsgeheimnisse erfahren, höhere Gehälter verdienen. Als warme Freunde deS Mittelstandes hoffen wir, daß ein Werk zustande kommt, das die offenbaren Mist- stände, die vorhanden sind, abschafft und-zugleich die berechtigten Interessen der Prinzipale schützt.(Bravo! rechts.) Abg. Weinhausen(Vp.): Die Gehilfenschaft verlangt vollständig einmütig die Beseitigung der Konkurrenzklausel. Ob diese hier durchzusetzen ist, scheint mir trotz der theoretisch sehr warm gehaltenen Rede des Herrn Trimborn, noch sehr fraglich. Jedenfalls sind wir bereit, auch an ihrer Beschränkung mitzuarbeiten. Wir glauben, dast die Vorlage in der Kommisston so unigestaltet werden lvird, dast sie nachher einer glatten Beseitigung der Konkurrenzklausel ähnlich sieht wie ein Ei dem anderen. Die Schaffung einer GehaltLgrenze halten wir für geboten.— Auf dem Standpunkt„Alles oder Nichts" stehen wir nicht: wir sind bereit, an der Umgestaltung der Vorlage in der Kommission mitzuarbeiten; sie wird dann die Einleitung zu einer völligen Beseitigung der Kon- kurrenzklansel sein.(Bravo! bei den Freisinnigen.) Ich kann aber nicht schließen, ohne das Bedauern meiner Freunde darüber zum Ausdruck zu bringen, dast die Vorlage nicht auf die Gewerbebetriebe ausgedehnt ist. Gerade die technischen Angestellten bedürfen eines besonderen Schutzes, und wir werden in der Kommission jede Resolution unterstützen, die eine Vorlage auch für die technischen Angestellten fordert. Abg. Dombeck(Pole): Wir werden in erster Reihe für völlige Aushebung, in zweiter für möglichste Einschränkung der Konkiirrenz- klausel eintreten. Abg. Warmuth(Rp.): Die Vorlage wird den Wünschen der Handlungsgehilfen nicht in genügendem Mäste gerecht. Die Konkurrenzklausel muß auf Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse beschränkt werden, ferner darf sie bis zu einer gewissen Gehalts- grenze überhaupt nicht geduldet werden. Auch die Karenzzeit von drei Jahren, die der Entwurf vorsieht/ ist zu lang, sie dürste höchstens ein Jahr betragen. Auch in der Entschädigungsabstufung trifft der Entwurf nicht das richtige; gerade im Anfang wirst die Beschränkung durch die Klausel am schärfsten, und deshalb müßte in dieser Zeit die Entschädigung am größten sein. Wenn in diesen Richtungen die Kommission den Wünschen der Handelsangestellten entgegenkommt, wird etwas Brauchbares geschaffen werden, was auch den Interessen der Prinzipale nicht widerstreitet. Ich füge zum Schluß noch den Wunsch hinzu, dost uns bald auch ein Gesetz zur Regelung der Konkurrenzklausel bei den technischen Ange st eilten vorgelegt werde.(Bravo! rechts.) Abg. Behren»(Wirtsch. Vg.): Der vorliegende Entwurf löst die Frage nicht befriedigend; aber wir danken für seine Einbringung. er bildet eine Grundlage, damit wir das hinein schreiben, was wir wünschen, das ist vor allem die völlige Beseitigung der K o n bu r r e n z k l a u s e l. Wenn das Bestehen des kaufmännischen Mittelstandes von der Konkurrenzklausel abhinge, bestände der Mittel- stand schon heute nicht mehr; den Mittelstand müssen wir auf andere Weise schützen.(Sehr richtig! b. d. Wirtsch. Vg.) Eines müßte nicht nur völlig verboten, sondern sogar unter Strafe gestellt werden, das ist das Abschließen einer Konkurrenzklausel mit Minderjährigen. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird abgelehnt. Abg. Dr. Quarck(Soz.): Wer in der Kommission nicht für das völlige Verbot der Konlurrenzllausel eintritt, trägt dazu bei, daß die prekäre Lage der Angestellten bestehen bleibt. Es wird damit jeder soziale Fortschritt im Handelsgewerbe so gut wie unmöglich gemacht. Ich erinnere daran, daß der preußische Handelsminister die 5lolilurrenzklallsel mit dem Koalitionsrecht in Verbindung gebracht hat, sie soll auch angewendet werden, wenn ein Angestellter sich an einer dem Prinzipal unangenehmen Koalition beteiligt. Weiter will ich darauf hinweisen, daß die Schwierigleiten, die die Liberalen darin finden, dem Besteben der Konkurrenzllausel radikal entgegenzutreten, wirtschaftlich und sozial verständlich sind. Irr der Brust des Herrn Weinhausen leben zwei Seelen. Die Herren wollen den Handlungsgehilfen helfen, sie wollen es aber auch nicht mit den Liberalen verderben. Vor 50 Jahren hat Schulze- Delitzsch Lassalle gegenüber betont, die Freiheit der Entwickelung bestehe darin, daß jeder unbeeinflußt von den von der Natur in ihn gelegten Kräften den höchsten, ihm erreichbaren Gebrauch machen tonnen. Was ist heute von diesem Ideal übrig geblieben? Am schärfsten sehen wir die Konkurrenzllausel in der chemischen In« dustrie angewendet in einer Weise, die eine freie Entwickelung der Persönlichkeit nicht mehr zuläßt. Die Gegensätze zwischen den Unternehmern und den Gehilfen haben eine so scharfe Form an- genommen, daß Sie es nicht einmal fertig bringen, so drückende und an da? Unmoralische grenzende Fesseln zu beseitigen, wie die Konkurrenzllausel. Sie stehen hier vor einer Unmöglichkeit, die sich aus Ihrer gesamten Stellung ergibt, Sie können weder für das völlige Verbot der Konkurrenzllausel ein- treten, noch auch für das Verbot des Koalitionsrechts. Indem Sie die Konkurrenzllausel zugestehen, geben Sie die Entwicklung der freien Persönlichkeit preis vor den übermächtigen Kapitals- intereisen. Wir werden in der Kommission versuchen, das völlige Verbot der Konkurrenzllausel durchzusetzen. Ich werde mich freuen, wenn das Zentrum uns dabei helfen wird, wenn seine Mitglieder nicht nur vorsichtige, sondern auch energische Kämpfer sein werden. Von Ihrer und der Haltung der Liberalen wird es abhängen, ob es möglich sein wird, endlich die persönliche Freiheit der Angestellten sicher zu stellen, die Sie vor bv Jahren versprochen haben, und für die heute nur die Sozialdemokraten kämpfen. (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Marquardt(natl.): Unsere deutsche Volkswirtschaft wird durch die Konkurrenzllausel erheblich geschädigt. Ihre Not- wendigkeit stellt die gesamte Handlungsgehilfenschaft in Abrede. Die Begründung sagt, daß sie der Mehrzahl der Angestellten gegenüber entbehrlich ist. Da soll man um so weniger den ganzen Stand dauernd mit diesem Mißtrauen belasten. Die Konkurrenzklausel Ment heute einfach dem Zweck, der Konkurrenz kein ein- gearbeitetes Personal zukommen zu lassen.(Sehr richtig!) Der Entwurf genügt keineswegs den Ansprüchen der Hand- lungsgehilfenschaft, ganz abgesehen davon, daß er die Konkurrenz- klausel nicht sofort beseiligt. Die� Zulassung der Klage auf Erfüllung und auf den nicht gedeckten Schaden würde direkt eine Berschlech- t e r u n g des bestehenden Rechtszustandes für die Gehilfenschaft bedeuten.(Hört! hört!) Die GehaltSgrenze sollte auf 5000 9JJ. festgesetzt werden, die Konventionalstrafe sowie die Dauer der Konkurrenz- klausel muß herabgesetzt werden. Noch gar nicht berührt ist die ge- Heime Konkurrenzklausel, die auf Verabredung emeS Konzerns von Prinzipalen beruht und die Gehilfen in einer Weise bindet, die allerdings an Zeiten deS Mittelalters erinnert und in die Zeit der heutigen wirtschaftlichen Freiheit nicht hineinpatzt. Wir treten für das freie Recht aus Arbeit ein, das in dem RechtS- bewußtsein deS Volkes wurzelt.(Bravo I links. Zuruf rechts: Was sagt aber der Hansabund dazu?(Heiterkeit.s) Abg. Waldstein(Vp.): Herr Trimborn und andere sagen, man solle durch Verschärfung deS Gesetzes gegen den unlauteren Weit- bewerb einen Ersatz für das Fallenlassen der Konkurrenzklausel schaffen. Bor diesem Weg möchte ich eindringlich warnen, das könnte leicht zu einer gesetzlichen Konkurrenzklausel führen.(Sehr richtig I b. d. Vpt.)— Ich wäre froh wenn sich ein absolutes Verbot der Konkurrenzllausel durchführen ließe; ist es nicht der Fall, so werden wir den Entwurf doch in der Richtung darauf auszugestalten suchen. Herrn Quarck bemerke ich noch, daß wir Liberalen niemals, auch Schulze-Delitzsch nicht, die Vertragsfreiheit für einen undurchbrech- baren Grundsatz erklärt haben!(Bravo! b. d. Vpt.) Nach weiteren Bemerkungen des Abg. Trimborn(Z.) wird die Vorlage einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Hierauf vertagt sich das HauS. Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr.(Jugendgerichte. Etat des Reichsamts des Innern.) Schluß 8/46 Uhr._ Hbgeordmtenbaiiö. 10 9. Sitzung, Sonnabend, 11. Januar 1918, vormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: Lentze, v. Dallwitz, Sydow, v. Breitenbach, V. Trott zu Solz, Beseler. Die erste Lesung des Etats. Abg. Winckler(k.) stellt mit Befriedigung fest, daß die Regie- rung in einem Nachtragsetat die Mittel zur Beseitigung des Wagenmangels fordert. Wir haben den Minister der öffentlichen Arbeiten darin unterstützt, daß im Interesse des Eisenbahndienstes die Beamten und Angestellten auf manche Freiheit verzichten müssen; um so mehr werden wir ihn auch in der Besserstellung des Personals unterstützen. Der Redner bespricht dann im Sinne des Finanzministers die Wirtschaftslage und den unsinnigen Sturm aus die Sparkassen, den die Kriegsfurcht in manchen Gegenden hervorgerufen hat. Die Frage der Steuerzuschläge will der Redner heute nicht erörtern und behält seiner Partei die Freiheit der Entschließung vor. Der Zollschutz für Landwirtschaft und Industrie muß aufrecht bleiben im beiderseitigen Interesse. (Sehr wahr! rechts.) Wir bitten, die kleinen Amtsgerichte im Interesse des flachen Landes nicht zu vermindern. Die AuSdeh- uung der Jugendpflege auf das weibliche Geschlecht begrüßen wir. Ob die Unterstützungen an Beamte unseren Beschlüssen entsprechen und ob sie ausreichen, müssen wir in der Kommission prüfen. Bei der inneren Kolonisation dürfen die Ansiedler nicht zu teuer an- gesiedelt werden. Unser Kulturetat mit den gewaltigen Leistungen Preußens für die Schulen aller Gattungen kann sich sehen lassen. Wie ist der Klinikerstreik in Halle entschieden? Die deutschen Hochschulen sind in erster Linie für die deutschen Studenten da. Bon den viel zu vielen Ausländern mutz die gleiche Ausbildung verlangt werden wie von den Deutschen. Immerhin bedauern wir die Form der Studentenaktion— den Streik! Das Jahr 1913 erinnert uns an die große Zeit von hundert Jahren. Was haben unsere Vorfahren aus dem armen Preußen von damals gemacht! Damals herrschte aber auch Königstreue, Opferwilligkeit bis zum äußersten und Vaterlandsliebe im preutzi- schon Volk.(Bravo! rechts.) Jene große Zeit soll uns das Ge- wissen schärfen. Wir erfüllen mit unserer schlichten Arbeit in diesem hohen Hause mit der Regierung unsere Pflicht im Dienste des Vaterlandes.(Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Graf v. Praschma(Z.) beklagt den fast unersetzlichen Ber- lust, den das Reich durch den Tod Kiderlen-Waechters erlitten hat. Wir können nur wünschen, daß es seinem Nachfolger ebenso ge- lingen möge, einen Ausweg aus der schwierigen Lage zu sinden. (Bravo! im Zentrum.) Bei der Beratung der Enteignung pol- nischer Grundbesitzer, dieser verwerflichen Maßnahme, habe ,ch auf die Wirkung hingewiesen, die dies im Auslande haben könnte. Ich protestiere aber dagegen, daß ich eine Einmischung Oesterreichs angedroht hätte, die wir und auch sicher Oesterreich selbst nicht wünschen können. Die nichtswürdigen Insinuationen des Ver- einsl dessen Wirken immer mehr der Entzweiung im Osten unseres Vaterlandes dient, lvcisen wir nicht einmal zurück, das ist uns das nicht wert. Ter dort verlangte kalte Wasserstrahl gegen Oesterreich wird hoffentlich nach einer anderen Richtung gelenkt werden.(Lebhaftes Bravo! im Zentrum.) Der Nachtragsetat ist zum Teil auch für die Unterstützung von Beamten bestimmt. Wenn wir Teuerungszulagen wünschen, so sollen sie keineswegs ständige Gehaltserhöhungen werden. Die festen Grundsätze dafür werden wir in der Kom- Mission festzusetzen haben. Ob bei den öffentlichen Bauten und den Berliner Museumsbauten mit den Staatsgeldern genug vor- sichtig gewirtschaftet wurde, müssen wir noch untersuchen.— Der Redner wendet sich gegen den steigenden Luxus, die Verschwendung und Vergnügungssucht in allen Kreisen. Eine weniger bureau- kratische Behandlung der Arbeiterfragen bei der Eisenbahn und im Staatsbergbau könnte nicht schaden. Wo bleibt das Wohnungs- gcsetz?— Zur Kultur gehört aber auch die Bekämpfung der Un- sittlichkeit und die hocherfreuliche Jugendpflege des Staates, bei der aber die sittlich-religiöse Erziehung nicht vernachlässigt werden darf. Dem Sonntagsgottesdienst darf die Jugend nicht entzogen werden. Können wir nun mit gleicher Zuversicht auch in die Zukunft sehen? Wie steht es mit dem Glück, der Zufriedenheit, dem gegen- seitigen Verstehen im Volk? Da stelle ich an die Spitze die Jesuitenfrage, die bei unseren Wählern im Vordergrund des Interesses steht und tiefe Erregung im katholischen Volk hervorgerufen hat.(Zustim- mung im Zentrum: lauter Widerspruch bei den Nationalliberalen.) Der Schuldige soll der Freiherr v. Hertling sein. Ja, darf denn ein Katholik und früherer Zentrumsmann nicht mehr Minister werden?(Sehr wahr! im Zentrum.) Der Reichskanzler hat ja auch dem Erlaß der bayerischen Regierung die Schuld gegeben. Der Redner sucht nun in längeren Ausführungen nachzuweisen, daß der Hertlingsche Erlaß dem Jesuitengesetz nicht widersprochen habe, da das, was er gestattete, nicht verboten ist, zum Beispiel soziale Vorträge der Patres Jesuiten. Nicht der Erlaß, sondern das Pressegeschrei war reichsfeindlich. Ich wundere mich, daß man über unsere Mißtrauenserklärung im Reichstag erstaunt war. Wie kann man Vertrauen erwarten, wo man uns durch den Bundesratsbeschluß über die Jesuiten schärfstes Mißtrauen be- weist?(Sehr wahr! im Zentrum.) Sie beurteilen und regeln katholische Dinge nach Ihrer Auslegung— was würden Sie sagen, wenn evangelische Fragen von Katholiken geregelt würden nach ihren religiösen Anschauungen? Herr v. Kardorss wirft dem Papst vor, daß er kein Verständnis für deutsche Verhältnisse habe. So haben Sie doch erst selbst Verständnis für Ihre eigenen Lands- leute katholischen Glaubens!(Lebh. Zustimmung im Zentrum; Lachen bei den Nationalliberalen, was der Redner feststellt.) Daß der Bundesratsbeschluß eine Verschärfung ist. ist kein Zweifel,— wie wollen Sie etwas anderes der Polizei, den Gerichten und auch den liebenswürdigen Denunzianten klarmachen? Preußen wird nicht zugrunde gehen, wenn die 100 Jesuiten, die die deutsche Ordensprovinz disponibel hat, Deutschland überschwemmen wür- den.(Heiterkeit im Zentrum.) Der Redner erklärt dann, daß die Moral der Jesuiten die der ganzen katholischen Kirche sei(Abg. Hoff- mann: Hört! hört!) und polemisiert dann gegen die Vorwürfe, die u. a. vom Reichskanzler dem Jesuitenorden gemacht sind. Schließlich verweist er auf die Beliebtheit der Jesuiten in Holland, Belgien usw. und preist sich glücklich, ein Jesuitenschüler gewesen zu sein. Glauben Sie, daß wir es nicht empfunden hätten, wenn uns die Lehrer unduldsam und unpatriotisch machen wollen, wie Irregeleitete behaupten? Wir stehen dafür ein, daß in den Jesuiten nur ein Gefühl lebt und von ihnen gelehrt wird: Kirch- liche und staatliche Autorität! Aber es wurde uns auch gelehrt, daß wir vaterländisch nicht nur aus Pflicht, sondern auch mit Liebe sein müssen. Und diese Männer weisen Sie aus dem Vaterlande? Lernen Sie die Jesuiten erst kennen— alle Gegner, die das taten, sind bekehrt zurückgekommen.(Lebh. Beifall im Zentrum.) So- lange noch Umsturz und Unglaube nicht von Ausnahmegesetzen be- droht sind, solange dürften die Jesuiten nicht einmal dann aus- gewiesen sein, wenn sie die wären, als die man sie schildert. Man macht uns den Vorwurf, daß wir in dieser schweren Zeit zum Nachteil des Vaterlandes die Jesuitenfrage aufrollen. Nein, dazu haben wir zu viel jesuitische» Geist (Bravo! im Zentrum.— Große Heiterkeit.auf verschiedenen Seiten), denn die Jesuiten lehren, das Baterland über alles zu stellen. Statt nach dem sozialistischen Sieg bei den Reichstagswahlen von 1912 den Kampf aller bürgerlichen Parteien gegen die Sozial- demokratie zu eröffnen, stehen wir wieder so zueinander, daß die Sozialdemokratie den Nutzen davon bei den Landtagswahlen Hiben wird.(Abg. Hoffmann: Die Angst!) Das katholische Volk bittet Sie: Lasset die Geliebten wieder herein zum Wohl des Staates! (Beifall im Zentrum.) Wenn wir auch in vaterländischen Fragen nicht versagen werden, so mindern Sie doch unsere Begeisterung. Die katholische Kirche richtet ihren Hauptkampf gegen den Umsturz, darum sollten Sie, solange Sie noch die Macht haben, ihr die volle Freiheit geben, die sie nur anwenden wird im Kampf gegen den Ihnen(nach rechts) und uns gemeinsamen Gegner, in dem wir treu an Ihrer Seite stehen gegen den gemeinsamen Feind. Unser Vaterland kann solcher Kräfte nicht entbehren, um dem Volk die ihm schwindenden unersetzlichen Güter der Religion und Sittlichkeit zu erhalten. Die Verbindung der Schule mit der Kirche wird immer loser, und die schlimmste Seuche. Umsturz und Unglaube, ver- breitet sich immer mehr. Nicht mit liberaler, sondern mit christlich- konservativer Regierung werden Friede, Wohlfahrt. Zufriedenheit im Volk einziehen. Möge das Jahr 1913 in diesem Sinne unver- geßlich werden!(Lebhafter anhaltender Beifall im Zentrum.) Kultusminister Dr. v. Trott zu Solz: Die Aufhebung des Jesuiten- gesetzes gehört vor Reichstag und Bundesrat, darauf gehe ich nicht ein. Wohl aber gehört hierher die preußische Handhabung des Jesuiiengesetzes, und der preußische Anteil am Bundesratsbeschluß vom 28. November 1912. Uns wäre es viel lieber gewesen, wenn der Beschluß nicht notwendig geworden wäre. Mit der preußischen Praxis war man ganz zufrieden, Preußen wollte keinerlei Ver- schärfung, sondern nur eine Codifizierung. Eine authentische Interpretation des Bundesratsbeschlusses, die allen recht ist, er- scheint unmöglich. In Preußen bleibt es bei der jetzigen Praxis, die stillen Messen bleiben zugelassen, ebenso die Primizfeier, die Spendung der Sterbesakramente, wissenschaftliche Vorträge, die das religiöse Gebiet nicht streifen, kurz alle Tätigkeit, die sich nicht an die Menge der Gläubigen wendet und nicht gegen Andersgläubige wenden kann. Die Ausführung des Gesetzes durch die Landes- Polizeibehörden sichert auch eine ruhigere und zurückhaltendere Handhabung. Zu Klagen war in Preußen bisher kein Anlaß, und das soll auch so bleiben, denn das Gesetz soll nach wie vor ohne Kleinlichkeit angewendet werden.(Bravo! bei verschiedenen Par- teien.) Abg. Dr. Friedberg(natl.): Der Finanzminister ist in großer Verlegenheit, wenn er bei diesem Stand der Staatsfinanzen die Forterhebung der Steuerzuschläge zu rechtfertigen hat. Der Minister sagte, daß die gesamte Staatsschuld im jetzigen Tilgungs- tempo erst in 233 Jahren getilgt wäre. Ja, denken wir denn etwa daran, das gesamte Kapital den Staatsbahnen zurückzuzahlen?— Wir wünschen, daß die Eisenbahnen nicht zur Plusmacherei benutzt werden.— Der Redner spricht dann von der militärischen und finan- ßiellen Sicherheit und von der Notwendigkeit einer guten Diplo- matie, wobei auch er die Verdienste Kiderlen-Waechters um die Er- Haltung des Friedens bervorhebt.(Beifall.) Hält die Personalver- mehrung Schritt mit der Verkehrsvermehrung? Warum will der Minister noch immer nichts von der Moselkanalisierung wissen, wo sich doch alle großen Parteien für den Ausbau der Wasserstraßen ausgesprochen? Das preußische Wahlrecht in seiner jetzigen F»rm ist nicht ans- rechtzuerhalte«. Nicht ein radikales Wahlrecht darf eingeführt werden, sondern ein st a a t s m ä n n i s ch vor- aussehend eingerichtetes.(Sehr richtig! bei der Mehr- heit.) Die Stellungnahme der Konservativen und der Regierung ist verfehlt, die Regierung muß führen. Wir erwarten, daß ihre erste Tat in der neuen Legislaturperiode die Vorlage einer guten Reform sein wird.(Bravo! bei der Mehrheit.) Auch die Aenderung der Kreisordnung ist von großer Wichtigkeit. Eine Reform des Herrenhauses ist unerläßlich. Natürlich wollen wir es nicht, nach englischem Muster, in seinen Rechten beeinträchtigen und kalfftellen — aber ins Oberhaus gehört eine stärkere Vertretung von Industrie und Handel. Wir sind gegen Aufhebung oder Abschwächung des§ 12 des Fleischbeschaugesetzes und gegen das Hereinlassen ausländischen Ge- frierfleisches.(Bravo! bei den Nationalliberalen, rechts und in der Mitte.) Die Entvölkerung des platten Landes, namentlich dort, wo der Großgrundbesitz herrscht, macht eine intensive innere Kolonisation- nötig. Es darf nicht vorkommen, daß verkaufte Staatsdomänen wieder in den Besitz des Großgrundbesitzes gelangen. Wo bleibt das schon von Rheinbaben versprochene Fideikommiß- gesetz? Enteignen muß man die großen polnischen Fideikommisse, deren Besitzer dauernd im Ausland leben und mit der Scholle keineswegs verwachsen sind. Freilich mutz die Beschränkung der Enteignungsbefugnis auf 60 009 Hektar fallen. Die Angriffe des Grafen Praschma auf den Ostmarkenverein, der sich hier nicht verteidigen kann, scheinen mir wenig loyal.— Auch für Kinderhorte der noch nicht schulpflichtigen Kinder muß der Staat etwas tun.— Die Affäre der Berliner Museumsbauten zeigt einen zu schwerer Geldvergeudung führenden Widerstreit zwischen der Bauverwaltung und dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Von den Jesuiten war es ganz ruhig, bis Hertling diesen Zündstoff ins Volk warf. Die einmal vorhandene Empfindlichkeit des protestantischen Volkes muß einmal geschont werden.(Abg. Graf Praschma(Z.): Wenn sie berechtigt ist.) Diese Auffassung, Herr Graf Praschma, könnte zu Konsequenzen führen, die dem Staatswohl nicht nützlich wären, wenn jeder nur dem Gesetz folgen wollte, das er für berechtigt hält.(Lebhafte Zustimmung.) Jenes erste ultramontane Ministerium— lebhafter Widerspruch im Jen- trum— Graf Praschma: Bitte, lassen Sie diesen Ausdruck beiseite). also dieses erste Zentrumsministerium(Oho! im Zentrum) hat mit allen seinen Taten solche Ungeschicklichkeit bewiesen, daß Sie(zum Zentrum) sich lieber nicht mit ihm identifizieren sollten.(Sehr gut! links.) Der Redner polemisiert dann weiter gegen die JesuitenauS- führungen des Abg. Graf Praschma. Als er dabei sagt, daß die preußische Regierung doch wohl über die Absichten der Kirche und ihrer römischen Oberleitung orientiert sei, widerspricht das Zen- trum, worauf er sagt: Na, sie wird doch durch den Gesandten beim päpstlichen Stuhl unterrichtet, den Sie für so unentbehrlich halten! Die heutigen konservativen Beteuerungen des Grase» Praschma sind um so interessanter, wie auch erfreulicher, denn früher war �das Zentrum ultrademokratisch.(Heiterkeit im Zentrum, Lachen bei den Sozialdemokraten.) Der Redner schließt mit der Be- merkung.>dab die Ablehnung der Quotisierung(Beweglichmachung eines Teiles, je nach der Finanzlage) der Einkommensteuer durch die Regierung die Aufhebung der Steuerzuschläge zur Folge habe. Es gab einmal einen Bürgereid, daß man die Steuern gern zahle.(Große Heiterkeit.) Die Bürger müssen einsehen, daß Steuern sein müssen, aber vor Ueberbürdung mit Steuern müssen wir sie schützen.(Beifall bei den Nationalliberalen.) Handelsminister Sydow antwortet auf die Fragen der Wgg. Winckler und Graf Praschma wegen des Saarbergarbeiterstreiks. Die Aenderungen der Arbeitsordnung legte nur die längst geübte Praxis fest. Die Löhne sind erheblich über den Tiefstand von 1909 (3,96 M. pro Schicht) auf 4,21 M. im Spätherbst, bezw. von 4,25 M. auf 4,42 M. für Häuer und Gedingeschlepper. Im Oktober 1912 erfolgte eine weitere Steigerung. Die Häuer verdienten im Oktober 1912 zu 28,9 Proz. einen Gedingeverdienst von 5,50 M. Der Gswerkverein christlicher Arbeiter war zum Teil infolge Unstimmigkeiten zwischen katholischen und evangelischen Mitgliedern» tatsächlich in seiner Mitgliederzahl gesunken. Die Arbeiterausschüsse mit christlich-gewerkschaftlicher Mehrheit lehnten jede Verhanidlung über die Schlepperzeitbestimmung der Arbeitsordnung ab. Den» Wünschen»der Arbeitexausschüsse, die sich geäußert hatten, wurde nach Möglichkeit Rechnung getragen. Der Minister gibt dann der Agitation der christlichen„Saarpost" die Schuld an der Aufregung der Arbeiter. Am 11. Dezember war Reichstagsabgeordneter Coz- mann zu seiner Information bei mir, am 12. Dezember die drei Deputierten der Saarbergleut«. Ich legte, wie schon die Bergwerks- direktion, dar, daß es sich nur um«ine Kodifizierung der bestehenden Praxis handele und sagte Lohnerhöhung bei weiterer guter Kon- junitur zu. Dies wuvde auch an der Saar publiziert. Der christ» liche Gewerkverein nahm nun, da die Saardeputierten nicht zu- friedengestellt waren, die Sache in die Hand. Der Minister schildert dann die schon bekannte weitere Entwicklung'der Sache und sagt: Bei meinen Bemühungen um die Erhaltung des Friedens leitete mich in keiner Weise die Besorgnis, daß der Streik für die Bergwerksdirektion verloren gehen könnte, sondern'das menschliche Gefühl, das mich die Bergarbeiter vor solcher Sclbstschäoigung zurückhalten ließ. Schließlich gelang eL den Herren, die zum» Streik geraten hatten, am 28. Dezember nicht ohne Mühe, wieder abzublasen. Jedenfalls hatte der Gewerkverein 8— 9000 MitgliÄer gewonnen, was vielleicht die Hauptsache war.(Widerspruch bei den Zentrums- arbitern.) Mir hatte die Bergwerksdirektion jedenfalls schon vor Mitte Dezember gesagt, daß es nicht zum Streik kommen würde. Jedenfalls, das, was der Gewerkvcrein erreicht hat, war dasselbe. was ihm schon vor dem Streik zugesagt war. Das hätte er billiger haben können! Bureaukratisch ist nicht vorgegangen worden, im Gegeniteil, mit seltener Geduld und Güte. Ein dunkler Punkt ist noch da: die Ueberwachung der Er, süllung der Versprechungen der Bergwerksdirektion. Soweit die Arbeiter ihre Erfahrungen austauschen wollen, habe ich nichts da- gegen, aber wenn'das ein« Nebenregierung oder Agitationszentrale werden sollte>Abg. Jmbusch(Z-ft N«nU). dann würde ohne Rücksicht auf die Folgen mit Kündigungen vorgegangen werden. Hoffentlich wird jetzt dauernder Friede im Saarrevier, besonders im Interesse der Arbeiter!(Beifall.) Das Haus vertagt sich...... Montag, den 12. Januar, vormittags 10 Uhr: Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß?45 Uhr._ Bus der Partei. „Der Eröffnungsrummel des württembergischen Landtag?.- Unser StuttgarterParteiorgan widmet dem höfischen Eröffnungsspektakel, mit dem am 9. Januar der württembergische Landtag eröffnet wurde, einen Leitartikel. Nach der Schilderung der gottesdienstlichen Vorfeier, die dem eigentlichen höfifch-parla» mentarischen Eröffnungsakt voranging, schreibt die„S ch w ä b i s ch e Tagwacht": „Inzwischen hatte die Stadt gar de die Wache im Stände- Haus bezogen, und die Galerien des Halbmondsaals hatten sich w't zahlreichem Publikum gefüllt. Unten im Saale wurde der Prö- fidentenstuhl durch den Königsthron ersetzt! So wurde auch außer- lich noch scharf zum Ausdruck gebracht, daß nicht der Konig zum Volke kam. sondern daß die Volksvertreter der königlichen Gewalt unterworfen sind. Gegen 11 Uhr nahmen die Abgeordneten ihre Plätze ein. und in dem Rondell vor den Sitzen der Abgeordneten versammelten sich die Mitglieder der Ersten Kammer. Der Konig wurde am mittleren Portal von einer aus 12 Mitgliedern der beiden Kammern sich zusammensetzenden Abordnung empfangen und bri seinem Eintritt in de» Saal mit eisem Hoch begrützt! Dem Boltstribunen aus Eglingen, Oberbürgermeister Mülberger, war sie berufen ist. Uns schmerzt es, daß sie das zweite getan hat. Es die ehrenvolle Aufgabe zugefallen, das Kommando zum Königshoch darf zwischen den Abgeordneten und den Massen, die hinter ihnen zu geben. Rechts bom Thron nahmen die Prinzen des tgl. Hauses stehen, teine trennende Mauer errichtet werden. Die Abgeordneten Aufstellung, ebenso die Minister und andere, während das Gefolge müssen sich darüber klar sein, daß sie Vertrauensmänner der Massen des Königs sich links vom Thron gruppierte. Die erstmals neu find und daß in den Massen allein die Wurzel ihrer Kraft liegt." in die Ständeversammlung eingetretenen bürgerlichen Mitglieder Soweit unser Stuttgarter Bruderorgan. Natürlich ist das belegten den Ständeeid in die Hand des Königs ab. Die neugewählten fremdende Verhalten der Mehrheit unserer württembergischen fozialdemokratischen Abgeordneten fehlten. Nach der Vereidigung Landtagsfraktion auch bereits von der bürgerlichen Presse mit überreichte Ministerpräsident v. Weizsäder dem König die Thron allerlei Gloffen versehen worden. So schreibt die Württem rede, die dieser berlas. Nachdem der Landtag für eröffnet erklärt war, brachte Fürst Hohenlohe- Bartenstein noch ein Hoch auf den berger Zeitung", die zugleich in dem Farbenrausch des höfisch- standesherrlichen Eröffnungsattes schwelgt und nicht BegeiKönig aus, worauf dieser mit seinem Gefolge den Saal verließ. Die neu gewählten sozialdemokratischen Abgeordneten fehl- stertes genug von den goldstroßenden Waffenröcken, den Galauniten. Das heißt, die anderen sozialdemokratischen Abgeordneten formen der Standesherren, den hellroten Fräden der Malteserritter haben dem höfifchen Eröffnungsrummel beigewohnt! Nicht an und den violetten Soutanen der katholischen Würdenträger berichten wesend waren die Genossen Engelhardt, Hoschta, Sperka und West- kann, die der feierlichen Parlamentseröffnung Gepränge und GeUnsere Landtagsfraktion begründet ihre Stellung zur Gröff- präge verliehen, über die Teilnahme der Fraktionsmehrheit: nung des Landtages durch folgenden Beschluß: Die Fraktion beteiligt sich an der Sigung zur Eröffnung des Landtags als einem in der Verfassung vorgeschriebenen staatsrechtlichen Att. Der Tradition der Partei und der Absicht der Fraktion entsprechend, wird sie sich an der von den Mitgliedern der Ersten Kammer und den bürgerlichen Parteien der Zweiten Rammer veranlaßten monarchischen Huldigung nicht beteiligen. Sie erklärt sich damit einverstanden, daß die zu vereidigenden Fraktionsmitglieder ihren Eid am zweiten Sigungstage leisten." meher. Es war ein komischer Zufall, daß der erste Abgeordnete, der sich unten zeigte, ein Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion war, denen doch vom Stuttgarter Verein noch tags zuvor die Teilnahme an dem höfischen Akt, bei dem es natürlich ohne Königshoch nicht abgehen kann, aufs strengste verboten worden war. Nun, die meisten haben sich nicht darum gefümmert, es waren wenigstens 12 oder 13 da, die sogar beim Königshoch stehen blieben." 22 Knebelung der ungarischen Preffe. Unserem Budapester Parteiblatt wurde abermals, nach nur zweitägiger Unterbrechung, der Straßenverkauf wieder ver boten, angeblich wegen Verherrlichung des Kovacsschen Attentats auf den Tisza, in Wahrheit wegen Aufdeckung neuer toller Korruptionsaffären des Ministerpräsidenten Lukacz. Jugendbewegung. Jungdeutschlands Ertüchtigungsarbeit und Kriegsspielerei führt zu blindmütigen und lebensgefährlichen Knallereien, und die Jugendwehr züchtet Kadetten, die im Hauptmann von Köpenic ihr Jdeal erblicken. Wir gratulieren der nationalen" Jugendpflege zu ihren Erfolgen. Briefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet 2indenstraße 69, born bier Treppen - Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 72 Uhr abends, Sonnabends, von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Brieftaften bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Bahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnement quittung beigefügt ist, verden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. F. E. 10. 8. Falls eine Verschlimmerung gegenüber dem Zustand zur Zeit der Entziehung der Rente eingetreten ist, können Sie den Antrag auf Fortgewährung der Rente bei der Berufsgenossenschaft stellen. 77. 1. Bei der Gewerbedeputation, Stralauer Straße 3/6. 2. Sofort. 3. Nein. 4. Keine. F. W. 4055. 1. Nein. 2. Ja. R. Paul 90. 1. Die Firma hat Anspruch auf Schadenersatz und fann mit diesem Anspruch aufrechnen. Die Selage erscheint aussichtslos. 3. Wir halten Sie für befugt, im Falle der Entlassung, für 14 Lage Lohn zu beanspruchen. . K. 14. 1. Rein. 2. Es empfiehlt sich Beschwerde bei der Oberpoſtdirektion. G. M. 86. Sie selber fönnen nicht veranlagt werden, wohl aber Ihre Frau. G. K. 305. Nach Ihrer Darstellung haben Sie teine Verpflichtung zur Rückgabe. J. 2. 200. Es sind wiederholt A. R. 23. 7. Teilen Sie das Aktenzeichen Klagen geführt worden. mit und stellen Sie anheim, bei Gericht Anfrage zu halten. R. 13. Ihre Darstellung läßt nicht erkennen, ob der Attordarbeiter feinerzeit bei das erste der Fall, so liegt eine strafbare Handlung und auch Bahlung der 38 M. weitere Forderungen gestellt hat oder nicht. Sit eine Rüdzahlungspflicht unseres Erachtens nicht vor, andernfalls ja. 3. 10. 1. Eine Benachrichtigung an die Heimatbehörde erfolgt nicht. 2. 8,50 M. 3. Als rechtsrheinischer Bayer müßten Sie ein Chefähigkeitszeugnis haben, dessen Kosten zwischen 20 und 60 M. schwanken, je nach der 8.Größe der Heimatgemeinde. Falls Sie vorher die preußische Staats. jugehörigkeit erwerben, was tostenlos geschieht, so sparen Sie sich diese Rosten. Es müßte auf die bayerische Staatszugehörigkeit verzichtet werden. 4. Sofern der Vermieterin fein Verschulden nachgewiesen werden kann, nein. Ihre Darstellung ergibt nichts für ein Verschulden. R. S. 1. u. 2. Mein. 3. Selage beim Amtsgericht, in dessen Bezirk bie Herrschaft ihren Wohnsitz hat. R. R. 19. Reklamieren Sie sofort, Ihre Steuer pflicht war mit Ende Kalenderjahr 1912 erloschen. M. K. 33. Armen direttion, Mühlendamm 1. F. 1. Wenn Sie von der Aufgabe des Ge schäfts vor dem 1. Oktober der Gesellschaft Mitteilung gemacht haben, nein, $. R. 158. Sie unterliegen der Angestelltenversiche andernfalls ja. Die Beiträge hat zur Hälfte der Unternehmer, zur anderen ung. Hälfte der Angestellte zu zahlen. Der gesamte Beitrag macht 16,60 M. pro Monat aus, auf Ihre Hälfte entfallen also 8,30 M. monatlich. G. N. 63. 1. Nein. 2. und 3. Ja. 4. Sie tönnten das Pflichtteil Hälfte des gesetzlichen Erbteils fordern. 5. Das müssen wir Ihnen überlassen.. P. 11. Der Stempel ist richtig berechnet. 2. 2. 13. Nur den entsprechenden Anteil für die Zeit bis Ende Juli. 2. Unzulässig. F. R. 92. Die Klage Nur für die Zeit vom Einzuge ab. V. 2. 99. Ja. E. R. 199. Nein. erscheint durchführbar. Unsere Landtagsfraktion hat es vorgezogen, freiwillig dem Rummel beizuwohnen und den Willen und das Gefühl unserer deutschen Parteimehrheit zu verlegen. Mit Ueberlegung und Absicht: Denn der Tat gingen Beratung und Beschlußfassung voraus. Die Fraktion sagt, es handelt sich um einen in der Verfassung vorgeschriebenen Aft". Wir finden in der Verfassung keine Stelle, nach ber unsere Fraktion auch nur die geringste Verpflichtung hätte, an der von„ den bürgerlichen Parteien der Zweiten Kammer veran laßten monarchischen Huldigung" teilzunehmen. Weiß die Fraktion es anders, dann möge fie uns die Bestimmungen in der Verfassung Ein glänzendes Erziehungsresultat der Jugendwehr. nennen, durch die sie, zum Schuhe irgendwelcher proletarischen Rechte und Interessen, gezwungen war gegen die Grundsäße und Dieser Tage berichtete das Berl. Tagebl." aus Spandau: „ Gin Seitenstück zu dem Auftreten des Hauptmanns von die Tradition der republikanischen Sozialdemokratie zu handeln. Wir verstehen nicht recht die Bemerkung im Fraktions- Köpenick" bieten die Streiche, die von einem jungen Berliner in beschluß: es entspricht der Absicht der Fraktion, sich nicht an Seeoffiziersuniform in Spandau ausgeführt wurden. dem höfischen Klimbim zu beteiligen. Wir glaubten zunächst, unsere Der falsche Leutnant zur See" hielt wiederholt Soldaten an, die Fraktion wollte erst den oben geschilderten feierlichen Att mit ihn auf der Straße nicht vorschriftsmäßig grüßten, und nahm sie monarchistischer Dekoration und monarchischer Huldigung vorüber auf die Wache mit. In einem Fall brachte er einen auf Posten gehen lassen und dann den Sizungssaal des Landtages betreten. stehenden Gefreiten zur Wache, der nicht vor ihm präsentiert hatte, Wir haben uns aber geirrt, denn unsere Abgeordneten, mit Aus- als er vorüberging. Er ließ den Vorfall zur Bestrafung des nahme der genannten, haben dem ganzen Rummel mit Mannes protokollieren. Dann befahl er dem wachthabenden UnterHurra und Hoch beigewohnt und durch ihre Anwesenheit wenn offizier, ihm einen Mann mitzugeben, um ihn nach einer ihm unsie sich selbstverständlich auch passiv verhielten sanktioniert! Wozu bekannten Stadtgegend zu führen. Der Unteroffizier gab ihm den das geschehen ist, ist uns um so weniger verständlich, als ja die erwähnten Gefreiten als Führer mit. Dieser bat unterwegs den eigentlichen Funktionen des Landtages erst begannen, nachdem der" Seeoffizier", von einer Strafanzeige Abstand zu nehmen, damit Hof unter Hochrufen abgezogen war. Erst dann trat Genoffe er nicht die Gefreitenknöpfe verliere. Durch vieles Bitten ließ sich Lauscher als Alterspräsident auf, um die nächste Sizung auf der gestrenge Vorgesetzte" auch umstimmen und händigte dem Ge- der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt, vom Berliner Betterbureau den folgenden Tag zur Vornahme der Präsidentenwahl usw. anzu- freiten einen Bettel aus, der die Weisung enthelt, den Gefreiten beraumen. Und damit war überhaupt alles erledigt. Unsere Frat- nicht zu bestrafen. Dem wachthabenden Unteroffizier fiel es auf, tion hätte nichts, aber auch gar nichts verfäumt, wenn fie dem ganzen daß das Schriftstück brschiedene orthographische Fehler Eröffnungsrummel ferngeblieben wäre! Unsere Reichstagsfraktion aufwies. Daraufhin wurden nach dem angeblichen Offizier Nachforschungen angestellt, und am Silvesterabend, als er in Bibil" tut das übrigens regelmäßig. seine in Spandau wohnende Braut besuchte, wurde er verhaftet. Es wurde festgestellt, daß es sich um den 18½jährigen Schreiber Ernst Albrecht aus Berlin handelt, der in der Alten Leipziger Straße wohnt. Dort wurde die Geeoffiziersuni. form vorgefunden und beschlagnahmt. Wie fich bei der Vernehmung des Schreibers herausstellte, hat er feine militärischen Kenntnisse bei der Jugendwehr erworben." Die Jugendwehr kann stolz auf diesen hervorragend befähigten Bögling sein. Er hat gründlich begriffen, was sich alles dant der Autorität des Uniformrodes androhen läßt. Der unternehmungslustige Schreiberlehrling hat offenbar von den Jugendwehrhäuptlingen gelernt, wie man sich im Offiziersrock zu räuspern und zu spuden hat. Uns fehlt ferner jede Erklärung dafür, weshalb die Fraktion jest neuen Konfliktsstoff in das württembergische Parteileben hineingetragen hat. Die Parteigenossen im Reiche werden ebensowenig wie wir die neueste Eat unserer Fraktion verstehen und billigen. Wie sollen die württembergischen Parteiverhältnisse gefunden, wenn Parteigenossen auf vorgeschobenem Posten bewußt und fortgesetzt nicht nur dem ausgesprochenen Willen eines großen Teils der württembergischen Sozialdemokraten, sondern auch dem wiederholt betundeten Mehrheitswillen der deutschen Sozialdemokratie auwiderhandeln. Unsere Fraktion hatte zu wählen, ob sie die kapitalistische Gesellschaft, deren Geschäfte die bürgerliche Mehrheit im Parlament besorgt, vor den Stopf stoßen wollte, oder ihre eigenen Parteigenoffen, deren Klassenkampf auch im Parlament zu führen Wafferstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg eifel, Thorn Dber, Ratibor Strossen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Nete, Bordamm Ibe, Leitmeriz " Wafferstands- Nachrichten Beestow am feit 10. 1. 9.1. am ſeit cm cm³) 275)-18 243) 194 -30 -18 143-5 Wafferftand Saale, Grochitt Havel, Spandau Rathenow Spree, Spremberg) 98 10. 1. 9.1. cm cm³) 142 94 102 147 -9 110 204 -6 Befer, Münden 214 Minden 826 104 Rhein, Marimiliansau 364 41 Raub 199 41 Köln 232 -74 Nedar, Heilbronn 85 237-13 Main, Hanau 182 Mosel, Trier 116 Fall. ³) Unterpegel. Grundeis Dresden Barby Magdeburg 188-10 1)+ bedeutet Buchs, treiben. Nur noch 8 Tage! Ein Posten Wasch- u. WollWesten zu den Serienpreisen bis 4.00....... jetzt 1.50 Inventur- Verkauf zu sehr billigen Preisen. 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So wenig bedeutungsvoll sie an sich ist. so macht der Umstand, daff sie voraussichtlich von der ganzen internationalen Ausbeuterpresse ausgeschlachtet werden wird, es ratsam, das Wesent- liche daran kurz darzustellen, wobei wohl auch einiges Licht auf die Desorganisation fallen wird, die das Demagogentum, das sich in der französischen Gewerkschaftsbewegung lange genug breitmachen durfte, auf dem Gewissen hat. Der häsiliche Handel hat sich aus der, Affäre Bintz" entwickelt. Bmtz ist ein Trainsoldat, der im Jahre 1911 wegen Disziplinarvergehen bestraft wurde und zum Protest gegen die, wie er erklärte, ungerechte Verurteilung einen Hungerstreik unternahm. Man mutzte ihn nach einigen Tagen ins Hospital bringen, als er jedoch von dort ins Gefängnis zurückgebracht wurde, begann er die Nahrungsverweigerung aufs neue. Dies wiederholte sich noch mehrere Male, bis er im Dezember 1911 von einem Disziplinargericht zur Verschickung in die Strafkompagnien verurteilt wurde. Die„Guerre Sociale" und die»Bataille Syndicaliste" begannen nun eine heftige Kampagne, die sich wie ein Gegenstück zur Affäre R o u s f e t anlietz. Besonders leidenschaftliche Angriffe wurden gegen den Ehef des verurteilten Soldaten, den Major R o g n o n i gerichtet, und der Umstand, datz dieser Offizier Freimaurer und ein Freund des an der bekannten AuZkuiiflzetlelgcfchichte be- teiligten Generals P eigne ist. veranlahte die roya listische „Action Fran K e r st e n aus Adlershof und der 18 Jahre alte Arbeiter Franz S ch l i e w e n z. Ueber die Verhaftung der Mittäter des Knechtes Schöne fiterd- uns noch folgende Einzelheiten gemeldet: In einem kleinen Ho: in der Göll nowstraße erschienen vorgestern früh um B'A II drei junge Burschen und verlangten ein Zimmer mit drei Bette Sie sagten, daß sie von Müncheberg herkämen und auf der Arbeft suche seien. Am anderen Tage entfernten sie sich mit der Bemerkung, daß sie sich Beschäftigung suchen wollten. � Die Burschen suchten jedoch verschiedene Lokale auf. Einer von ihnen ging nach einer Schankwirtschaft am Grünen Weg, wo sie vor- her alle drei zusammen gewesen und sich umgekleidet hatten. Sie hatten sich in einem Kleiderladeit neue Ulster, Anzüge und Schlapphüte gekauft, sich in der Wirtschaft in der Toilette umgezogen und sthre alten Kleidungsstücke in einem Bündel zurück- gelassen. Dies war dem Wirt aufgefallen und er hatte seinen Verdacht der Polizei mitgeteilt. Bei seinem Eintritt in das Lokal wurde der Verdächtige von dort anwesenden Beamten verhaftet. Auf dem Polizeipräsidium bestritt er bei feiner Vernehmung zu- nächst seine Mittäterschaft an dem Ortwiger Verbrechen, legte später jedoch ein Geständnis ab, nur will er, sein Bruder und sein Freund an der Ermordung der drei Personen nicht beteiligt gewesen sein. Die anderen beiden Mittäter hatten in der Freitagnacht einen-' Abstecher nach dem Sechstagerennen gemacht. Als bücher für Kultur", usw., usw. schießen in die hohen Auflagen, es ist also offenbar Bedarf nach derartigem vorhanden. Jawohl, selbstverständlich, natürlich muß man trachten, der Kultur von außen herum beizukommen. Am besten durch die Aermellöcher eines Fracks oder Smokings. Es kommt ja alleö darauf an, in unserer Gesellschaft, daß einer gute Manieren habe und gut angekleidet herumgehe.„Gentleman" allerdings wird man daidurch noch keineswegs, wenn man es nicht in sich hat. Der Gentleman verachtet vielmehr den Kulturmissionar der ge- nannten Sorte, dieser aber sagt sich nicht mit Unrecht: unsere heutige Gesellschaft ist mit ihrer Kultur schon derartig beschaffen, daß der gutangekleidete Knote alle Vorteile aus seiner Seite hat gegen den schäbig angezogenen Gentleman.„Ein Gentleman" aber, dem Sinne getreu aus dem Englischen ins Deutsche Wersetzt, ist nicht etwa der, der einem„Edel manne" gleichschaut, nicht einmal ein Edelmann nach Maßgabe seiner Geburt, sondern einer, der eben edel denkt und edel handelt. Das Wort„gentle" mag einmal wohl „von vornehmer Geburt" bedeutet haben, heute hat der demokratische Geist Englands, der sich auch im Sprachgebrauch widerspiegelt, das Wort nach seiner seelischen Bedeutung zu umgebogen. Dem deui- scheu Kulturförderer war es vorbehalten, daraus ein Lügenwort zu machen und Gemeingut von Hoteldieben sowie allerhand mehr oder minder offenkundigem Gelichter, dem es aus begreiflichen Gründen.' daran gelegen sein muß, seine Zugehörigkeit zur vornehmen Welt deutlich zur Schau zu tragen. Um das Wort ist es wahrhafftg schade. Der englische Gentleman zeichnet sich heutigentages im Gegen- satz zum deutschen Usurpator seines Namens gerade durch eine sehr unauffällige, einfache, ja absichtlich unscheinbare Art des sich Kleidens, GeHabens und eine durchaus ungesetzmäßige Natürlichkeit im Umgang aus. Im Zeitalter Lloyd Georges, Keir Hardics und Tain Manns und der anderen tätigen Gentlemen des ältesten Kulturvolkes unserer Erde ist es dem englischen Gentleman gerade darum zu tun, seine Zugehörigkeit zur großen Masse des Volkes, wie innerlich, so auch äußerlich, kund zu geben. Nicht durch allerlei schwindelhafte Manöver. Finten urtd rückständige Äfsenpossen sich von dieser Menge vorteilhaft abzuheben zu trachten. Dieses An- paffungsbedürfnis muß nicht etwa grade als ein Beweis für die Angst vor der kommenden Umwälzung der Gesellschaftsform in England gelten, es beweist vielmehr, daß diese Umwälzung in den wahrhaft Wertvollen, den Gentlemen des Landes schon begonnen hat. Mit dieser Art von Edelleuten dürfen wir uns füglich ver- tragen. Keine Duldung aber gebührt'dem deutschen Zweimarl-— besser gesagt— Fünfpfenuig-Gentleman, dem nach gedruckter Gebrauchs- anwcisung frisch fabrizierten Weltmann, dem 5dultur— Hamlet, der heute erschüttert seinen Monolog„Frack oder Smoking?'das ist die Frage!" hält. Das Gefühl des Ekels überwiegt heute in jedem nachdenkenden Menschen gegen die Dirnenhaftigkeit der Menschen» forte, so sich den Namen„Gentleman" beizulegen erfrecht. Llnarcharsis Kall«. * Gerichts- Zeitung. Der Fleischkrawall auf dem Wedding, Aus polizeilicher Quelle. fie am Sonnabendmorgen in das Schanflotal am Grünen Weg wesen. Eine Frau Beier hat bemerkt, daß die beiden Mädchen| Mitte. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und gefährlicher tamen, wurden auch fie verhaftet. in der Tat auflachten und dann von Frau Herrmanns Begleiterin Rörperverlegung war der Kommerzienrat Erich Marbier angeklagt. verfolgt wurden, während Frau Herrmann rief: Lassen Sie sie Gines Nachts im August d. J. spielte sich an der AutodroschkenUeber das Plagwißer Verbrechen sei folgendes aus der Gr- doch laufen!" Als nachher die Schußleute kamen, habe Fräulein Haltestelle an der Ede der Friedrich- und Jägerstraße eine tolle innerung wieder aufgefrischt: In der Nacht zum Pfingstsonnabeno Garz zunächst sie, die Zeugin Beier, irrtümlich beschuldigt und Szene ab. Die dort mit ihren Fahrzeugen haltenden Kraftwagendes Jahres 1905 brannte die historische Mühle von ẞlagmit tm erst dann auf Frau Herrmann gewiesen. führer Boldt und Schulz bemerkten einen elegant gekleideten Herrn, Kreise Löwenberg in Schlesien mit dem Wohnhaus und den Wirtder in Begleitung einer„ Dame" auf eine der Autodroschken zuDer Amtsanwalt hielt sich an die Aussagen der Belastungs- steuerte. Einer der Chauffeure hatte schon die Wagentür geöffnet, schaftsgebäuden bis auf die Grundmauern nieder. Als man aufräumte, fand man unter den Trümmern die verkohlte Leiche Beginnen Garz und Jansen und beantragte gegen die Angeklagte als plößlich der Herr ausholte und der Dame eine laut knallende ihres Besizers, des Mühlenmeisters Snappe. Der alte 10 M. Geldstrafe. Daß gerade die Angaben dieser Zeuginnen nicht Ohrfeige versette. Die" Dame" schien jedoch gegen diese Art der Mann berbradyte seinen Lebensabend einsam auf seinem Grund- als zuverlässig anzusehen seien, hob der Verteidiger, Rechtsanwalt Betätigung zärtlicher Gefühle nichts einzuwenden zu haben, denn stück. Sofort war man der Ueberzeugung, daß das Anwesen und Th. Liebknecht, hervor. Es sei begreiflich, daß sie gerade damals sie machte ruhig kehrt und ging, als wenn nichts vorgefallen wäre, sein Besizer einem Brandstifter zum Opfer gefallen war. Es sich in erregter Stimmung befunden und in ihrer Beobachtung sich ihres Weges. Da der Herr, der sich später als ber jetzige Angeklagte gelang bald darauf, zwei Mittäter an dem Verbrechen zu er- geirrt hätten. Gegen sie spreche, daß ihre Darstellung durch die entpuppte, noch an dem Wagen stehen blieb, glaubte einer der mitteln. Es waren die Maurer Wilhelm und Reinhold anderen Zeuginnen widerlegt werde. Die Angeklagte sei frei- Chauffeure, daß M. nicht einsteigen wolle und rief seinem Kollegen Pietsch aus Schönborn bei Breslau, junge Burschen von 17 und zusprechen. Das Gericht kam zu einer Berurteilung, doch sah es einige hierauf bezügliche Worte zu. Ob der Angeklagte dies falsch 21 Jahren. Die beiden gestanden sofort nach ihrer Verhaftung, 5 M. Geldstrafe als ausreichend an. verstanden und irgendeine beleidigende Bemerkung herausgehört daß der Müllergeselle August Sternidel den alten Mühlenhatte, war nicht zu ergründen. Der Angeklagte stürzte sich plötzlich besizer erschlagen und beraubt und dann die Gebäude in wie ein angeschossener Eber auf den Chauffeur und schlug wie wild Brand gesteckt hatte, um die Spuren des Verbrechens zu verwischen. auf ihn ein. Der Angegriffene war so perplex, daß er die Flucht Sternicel wurde im Januar 1908 in Wernstedt verhaftet, entergriff, während der Angeklagte mit erhobenem Stod, immer unt Das Amtsgericht Berlin- Mitte( 149. Abteilung) hatte gestern die Droschte herum, hinter ihm herlief. Als der zweite Chauffeur wicy aber dem ihn festnehmenden Gendarmen durch einen Sprung gegen den Redakteur Hans Sartorius als Verantwortlichen des hinzutrat, erhielt er ebenfalls Schläge. Ebenso erging es dem aus dem Fenster. Auch einer zweiten Verhaftung auf freiem" Lokalanzeiger" sowie gegen die Journalisten Braam und Stein- Schußmann Brandt, der durch den Lärm angelockt, hinzukam. Der Felde entging er, indem er dem Gendarmen einen Stoß ver- berg eine Beleidigungsklage zu verhandeln. Kläger waren ein Kon- Angeklagte schlug sofort auf ihn ein. Es kam nun zu einer wüsten setzte und die Flucht ergriff. ditor Ligatsch und ein Arbeiter Boehme, über die der„ Lokalanzeiger" Razbalgerei, bei der der Angeklagte Bärenkräfte entwickelte und am 2. April 1912 die Mitteilung gebracht hatte, daß sie als schüttelte die ihn umdrängenden vier kräftigen Männer von sich ab. " Straßenräuber" festgenommen worden seien. Sie hätten, so las Erst nach großen Anstrengungen gelang es, den wie wild um sich man in jener Notis, einen Monteur Roschinsky auf offener Straße schlagenden W. zu überwältigen und in einer Droschke unterzuüberfallen und ihn seines Portemonnaies beraubt und seien dann bringen. Selbst hier noch schlug er mit Händen und Füßen um entflohen, der Kriminalpolizei aber sei es gelungen, sie mit Hilfe sich und versette einem der Beteiligten einen wuchtigen Fußtritt eines zurückgelassenen Hutes jetzt zu ermitteln. Daß Ligatsch und in das Gesicht. Auf der Polizeiwache kam es nochmals zu einer Boehme unter der Beschuldigung, jenen. Koschinsky überfallen und wüsten Szene, da der Angeklagte nochmals auf jeden, der in seine beraubt zu haben, festgenommen worden waren, war richtig. G3 Nähe kam, einschlug. tam aber nicht zur Erhebung einer Anklage gegen sie, weil sie schon Vor Gericht erklärt der Angeklagte, daß ihm die ganze Sache auf Grund des Ergebnisses der Voruntersuchung außer Verfolgung vollkommen unverständlich sei. Er habe sich am nächsten Tage an gesetzt werden mußten. Ligatsch und Boehme fühlten sich beleidigt durch jene Notiz, in der sie ohne weiteres wie zwei der Tat über- absolut nichts mehr erinnern können. Von der Verteidigung war führte Straßenräuber behandelt worden waren, und erhoben Be- Leppmann Bezug genommen zum Beweise dafür, daß der Angeauf das Gutachten der Gerichtsärzte Dr. Marx und Dr. Friz leidigungsklage gegen den„ Lokalanzeiger"-Redakteur Sartorius. flagte die Straftaten tatsächlich in einem Zustande geistiger VerAls dieser erklärte, die Notiz sei in der durch ihn veröffentlichen wirrtheit begangen habe. Der Sachverständige Dr. Reppmann. beForm von der Polizei selber ausgegeben und durch die polizei- tundete, daß der Angeklagte ein schwerer Neurastheniker sei, der, offiziöse Korrespondenz von Braam und Steinberg verbreitet worden, nachdem er sich längere Zeit des Alkoholgenusses enthalten habe, wurde die Klage auch auf Braam und Steinberg ausgedehnt. offenbar durch den plötzlichen übermäßigen Alkoholgenuß in einen das Verfahren, soweit Kläger Boehme in Frage kam, auf dessen§ 51 anzusehen sei. Der zweite Sachverständige Gerichtsarzt Dr. Gestern war vor Gericht nur Kläger Ligatsch erschienen, so daß Zustand verfallen sei, der als eine Bewußtlosigkeit im Sinne des Kosten eingestellt werden mußte. Dem Kläger Ligatsch schlug der Marg verneinte dagegen das Vorliegen des§ 51. Das Gericht Vorsitzende einen Vergleich vor. Ligatsch wies auf den schweren Schaden hin, den die Zeitungsnotiz ihm gebracht habe. Er sei von kam trotz des Gutachtens des ersten Sachverständigen zu einer Verseinen Arbeitskollegen in einer ihn kränkenden Weise behandelt urteilung des Angeklagten, da dieser nach den Bekundungen der worden, und die Firma, bei der er beschäftigt war, habe ihn ent- Beugen feinesfalls den Eindruck eines betrunkenen Menschen gelaffen. Zwar habe sie, nachdem er außer Verfolgung gesezt worden macht habe, sondern höchstens etwas angetrunken gewesen sei. Mit von drei Wochen eingebüßt. Der Angeklagte Steinberg führte aus, fannte das Gericht auf Geldstrafe und zwar auf 600 M. war, ihn wieder eingestellt, doch habe er immerhin den Arbeitslohn Rücksicht auf die Tatsache, daß es sich, wie beide Sachverständige bekundet haben, um einen schweren Neurastheniker handelt, erzu jener Zeit seien häufige Raubanfälle in dem betreffenden Stadtfeil Berlins vorgekommen. Das sei den Behörden ein Anlaß ge= wesen, das Publikum zu warnen. Daher seien dann sie, Braam und Steinberg, aufgefordert worden, etwas über diese Raubanfälle mann Karl Blad wegen versuchter Nötigung im Amte zu 3 Monaten zu veröffentlichen. Der Rechtsbeistand des Klägers, Rechtsanwalt Kurt Rosenfeld, erwiderte, daraus könne nicht für die Angeklagten Gefängnis verurteilt. Am 26. Juli 1912 stand der Angeklagte am der Schutz des§ 193( Wahrung berechtigter Interessen) hergeleitet Ruinenweg in Potsdam auf Wache, als die Fabrikarbeiterin W. werden. Das sei gegenüber der Presse ständige Rechtsprechung, die an ihm vorüberkam, die er bereits durch deren Freundin, mit der er selber übrigens bedauere. Gegen Steinbergs Behauptung, der er intime Beziehungen gepflogen hatte, tante. Er hielt die W. Sachverhalt sei so gewesen, wie er in der Notiz geschildert war, be an und fragte fie, ob sie denn nicht wisse, daß sie wegen gewerbs zog der Vorsitzende sich auf das Ergebnis der Untersuchung. Der mäßiger Unzucht ins Arbeitshaus gebracht werden solle und bereits Ueberfallene scheine, sagte er, doch eine Darstellung gegeben zu gesucht werde. Als die W. ihn bat, fie doch laufen zu lassen, erDer widerte er, er wolle sie gehen lassen, wenn sie ihm zu Willen sei, haben, die durch die Untersuchung nicht bestätigt wurde. läger wollte auf einen Vergleich eingehen, wenn ihm der Schaden wobei er ihr deutlich zu verstehen gab, daß sie sich ihm einmal hinersetzt und die Kosten erstattet würden. Angeklagter Sartorius ver- geben solle. Das Mädchen wäre auch bereit gewesen, den Wünschen langte den Nachweis, daß gerade der„ Lokalanzeiger" den Schaden des Angeklagten zu willfahren, wenn nicht ihr jeweiliger Zustand angerichtet habe. Die Notiz sei doch auch von anderen Zeitungen der Ausführung der Tat hinderlich gewesen wäre. Als sich der gebracht worden, und sie habe als zuverlässig gelten dürfen, da ja Angeklagte von der Wahrheit der Behauptung des Mädchens überdie Korrespondenz von Braam und Steinberg polizeioffiziös fei. zeugt hatte, ließ er von ihr ab. In dem Verhalten des Angeklagten Rechtsanwalt Rosenfeld verwies darauf, daß man auch gegenüber hat das Gericht ein versuchtes Vergehen gegen§ 339 St.-G.-B. erblickt. Denn der Angeklagte wollte die W., indem er ihr mit einer polizeioffiziöfen Nachrichten vorsichtig sein müsse. Festnahme, zu der er sogar verpflichtet war, drohte, bziv. indem er diese zu unterlassen versprach, zur Gewährung eines einmaligen intimen Verkehrs nötigen. Das Reichsgericht verwarf am Freitag die Revision des Schutzmannes. bei dem es am 24. Ofttober 1912 vormittags in der Schererstraße zu einer Demolierung des Fleischerladens von Morgenstern fam, hat einer Frau Herrmann eine Anklage wegen wörtlicher und tätlicher Beleidigung einer Morgensternschen Verkäuferin eingebracht. Am 24. Oktober, vormittags zwischen 11 und 12 Uhr, war Frau Herrmann mit einer ihr unbekannten Frau, die auf dem Heimweg aus der Markthalle sich ihr angeschlossen hatte, durch die Reinickendorfer Straße gegangen und soll hier über die Verfäuferin Fräulein Garz, die mit der Kassiererin Fräulein Jansen ihnen entgegenkam, gesagt haben:„ Das ist auch ein Luder von Morgenstern!" Frau Herrmann wird noch beschuldigt, Fräulein Garz auch am Arm festgehalten zu haben, und die unbekannte Frau soll dann dem Fräulein Garz die Haare gerauft und ihr einen Schlag ins Auge gegeben haben. Das ist die Darstellung der Berkäuferin Garz, die nach jenem Zusammentreffen mit den beiden Frauen sich drei Schuhleute herbeiholte, aber nur noch Frau Herrmann feststellen lassen konnte. Auf den von Fräulein Garz gestellten Strafantrag schritt die Staatsanwaltschaft ein, wobei sie ein öffentliches Interesse wohl deshalb als vorliegend erachtete, weil sie einen inneren Zusammenhang mit den gegen Morgenstern sich richtenden erregten Auftritten annahm. Vor dem Amtsgericht Berlin- Wedding( 13. Abteilung), wo gestern gegen Frau Herrmann verhandelt wurde, erklärte die Angetlagte, sie habe die ihr zur Last gelegte Aeußerung nicht getan, auch nicht Fräulein Garz am Arm festgehalten. Eben deshalb, weil sie sich nichts hatte zuschulden kommen lassen, sei sie nicht, wie ihre Begleiterin, vor den Schuhleuten geflohen. Sie habe das, als es ihr beim Herannahmen der Schuhleute von Straßenpaffanten geraten wurde, sehr bestimmt abgelehnt, aber sie sei dann allerdings, wie man es ihr vorausgesagt hatte, selber festgenommen worden. In ihrer Darstellung des Sachverhalts sagte die Angeklagte, die beiden Angestellten Morgensterns seien ihnen begegnet und hätten dabei aufgelacht, anscheinend darüber, daß bei jener Frau, die erst kürzlich ein Wochenbett überstanden hatte, die Milch durchgetreten war und die Kleidung genäßt hatte. Die Frau, die ohnedies etwas aufgeregt gewesen sei, habe ärgerlich mit einem Stück Kandiszucker nach Fräulein Garz geworfen und dabei gesagt:" Das waren welche von Morgenstern." In der Beweiserhebung hielt die Zeugin Klara Garz ihre Angabe mit großer Bestimmtheit aufrecht und sie erklärte es für unmöglich, daß sie fich geirrt habe. Davon, daß sie über die Frau gelacht habe, sei ihr nichts bewußt. Der Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Theodor Liebknecht, äußerte seine Verwunderung darüber, daß diese Zeugin, die aus Anlaß des Fleischkrawalles schon wiederholt in Prozessen als Zeugin aufgetreten sei, stets mit so großer Bestimmtheit die von ihr beschuldigten Personen wiederzuerkennen glaube. Unterstützt wurden ihre Angaben von der Kassiererin Fräulein Jansen. Dagegen bekundeten zwei Frauen, die hinter Frau HerrSchließlich kam ein Vergleich zustande, worauf die Klage zurückgezogen wurde. Die drei Angeklagten erklärten, die Ueberzeugung erlangt zu haben, daß Ligatsch in der Notiz zu Unrecht des Straßenraubes beschuldigt worden sei. Sie übernahmen die Gerichts- und Anwaltskosten und verpflichteten sich, an Ligatsch 100 M. Schadensersatzkosten zu zahlen. Unter Alkoholdruck".. Eine sogenannte betrunkene Geschichte" beschäftigte gestern in mann gegangen waren, Frau Herrmann sei ganz unbeteiligt ge- längerer Verhandlung die 136. Abteilung des Amtsgerichts BerlinKleines feuilleton. Mit dem D 0 Notizen. Der Schuhmann auf verbotenen Liebespfaden. Das Landgericht Potsdam hat am 23. Oktober v. J. den SchußAus aller Welt. freudenbäufer für die Marine. Dem Hamburger Echo" wird aus Wilhelmshaven ge schrieben:" Die Bürger der von Wilhelm II. besonders häufig bea ehrten Stadt Wilhelmshaven befinden sich seit einiger Zeit in bedie man nicht erlebt, haben ihren Beruf zum größeren Teil verfehlt. denklicher Aufregung. Gilt es doch, in der Stadt, der der deutiche Darum empfiehlt es sich, auf dem Jubilierungswege noch einen Schritt weiter zu gehen und die Jubiläen pränumerando zu feiern. Saifer unlängst erst das Coligny- Denkmal schenkte, einen lebAuf der Schule, wo durch den Unterricht der historische Sinn be- baften Abwehrkampf gegen die Errichtung eines Der Pariser Ringwall- Les fortifs", wie der Argot abkürzend sonders geweckt wird, muß die Feier der Jubiläen beginnen; Schüler Freudenhauses zu führen. Ein von Gewissensschmerzen fagt wird endlich fallen. Der Pariser Gemeinderat und der müssen ihre fünftigen fünfzigjährigen Jubiläen als Professoren, wenig geplagter Unternehmer Unternehmer hat bei der Polizeibehörde Generalrat des Seine- Departements haben die vom Finanzminister Difiziere, Generalintendanten usw. feiern. An einem solchen prä- die Erlaubnis zur Errichtung eines Logierhauses für und vom Seine- Präfekten ausgearbeitete Uebereinkunft angenommen. numerando- Jubiläum gratuliert der Direktor und das Lehrer- Prostituierte nachgesucht. Nun wäre ja an einem solchen Die Pariser Stadtbefestigung, aus einer Schanzmauer mit einem follegium dem pränumerando Jubilar in einem Festakt; selbstver- Wunsche nichts Besonderes, indes indes will breiten Graben bestehend, hat eine Länge von 33 Kilometern. Ihre der gute Mann Breite beträgt 130 Meter. Ein militärischer Wert kam ihr schon ständlich fällt an allen folden Jubeltagen der Unterricht aus. Aus diesen pränumerando- Jubiläen werden sich allmählich die aber auch einen Restaurationsbetrieb mit Damenbedienung einlange nicht zu. Ihre letzte Verwendung fand sie im Verteidigungs- Embryonal Jubiläen entwickeln, die vor der Geburt des Jubilars richten. Kurz, die Behörde soll die Konzessionierung eines ver lampf der Kommune gegen die Versailler Armee. gefeiert werden. Und wie nett wird es sein, wenn das zehnjährige steckten Bordells bewerkstelligen. Es flingt sonderbar; aber in Wachstum der Bevölkerung, die für das innerhalb der Lieschen mit seinen Freunden und Freundinnen das fünfzigjährige Wilhelmshaven besteht bereits seit Jahren ein solches öffentliches Ilmwallung gelegene Gebiet noch immer 25 000 Menschen Generalintendantenjubiläum des Sohnes feiern wird, den sie in Haus, dessen Betrieb wohl gegen die Bestimmungen des Strafim Jahresdurchschnitt beträgt, wurde ihre Eristenz สน ( Jugend") gefezbuches verstößt, aber doch stillschweigend geduldet wird. einem immer lästigeren Hindernis der Stadtentwickelung und einer etwaigen fünftigen Ehe gebären wird. namentlich auch des Verkehrs mit den Vororten. Wenn der SpazierMeint man doch, daß das regelmäßig längere Zeit abwesende Marinepersonal in Seestädten wie Wilhelmshaven Zutritt zu der gang auf den eintönigen Basteien manchem Bewohner der an öffentTheater gefällig! Ein Injerat im„ Neuen Weg" ver- gleichen Häusern haben müsse, anderenfalls Anfälle auf Frauen lichen Anlagen armen Stadtbezirke auch eine bescheidene Erholung gewährte, so war doch der Befestigungsgürtel mehr die Zuflucht des fündet: 3wei Berliner Theater( eines befindet sich in tristesten Großstadtelends, aber auch das Revier des gewalttätigen flottem Betrieb und das andere wird in bester Gegend neu gebaut) und Bürgerstöchter nichts Seltenes wären. Gegen die Errichtung Zuhältertums. Die„ fortifs" spielen nicht nur in der„ Apachen" unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Für die Unterpachten, weiterer Häuser, deren Genehmigung durch die Polizeibehörde bevorPoesie der Kabarettmache eine große Rolle, sondern sie sind oft die die Verzinsung und Instandhaltung des Hauses garantieren, stehen soll, wehren sich nun aber die in der Nähe der projektierten genug Schauplas grausamer Bluttaten gewesen. Ihr Verschwinden find bereits Reflektanten vorhanden. Kapitalkräftige Bewerber, die Häuser wohnenden Bürger. Aeußerlich aus moralischen Gründen, innerlich aber fürchten sie besonders einen Rückgang der Woh wird Baris jedenfalls zugute fommen, vor allem auch darum, weil über zirka 150 000 m. verfügen, wollen sich melden. Das eine Theater soll das Friedrich Wilhelmstädtische sein. nungsmieten. Eine große- Protestaftion ist eingeleitet. Der ein Teil des durch die Nasierung der Schanzen und die AusTschudis Nachfolger in der Leitung der staatlichen fromme Lizentiat Bohn aus Berlin wurde verschrieben und füllung des Grabens gewonnenen Gebiets zu öffentlichen Anlagen und Spielplätzen benutzt werden soll. Die Stadt Paris erwirbt die Be- bayerischen Galerien ist jetzt definitiv der Maler Prof. Stadler wetterte gegen das drohende angebliche Unzuchtsgespenst. festigung wie die angrenzende, 250 Meter breite Militärzone vom geworden. So weit eine Mitteilung der neuen ministeriellen bayes Spaßvogel machte den Vorschlag, eine alte Storvette, wie folche Staat für 100 Millionen Frant. Sie erwirbt das Recht, die Befizer rifchen Staatszeitung auf Allgemeinverständlichkeit Anspruch erheben der Zone innerhalb 38 Jahren zu expropriieren. Die Hälfte des fann, scheint er in einer nicht weiter zu definierenden Gemeinschaft eine Anzahl im Hafen abgetafelt liegen, als Freudenhaus einaus dem Verkauf der Grundstücke zu erzielenden Gewinnes fällt dem mit dem Konservator Dr. Braun die Geschäfte führen zu sollen. zurichten und diese dann jeweilig, wenn hoher Besuch anwesend, Ein kleiner Teil der Baugründe bleibt für Volks- Bemerkenswert ist, daß seit langem zum ersten Male wieder ein mit den Insassen in einen anderen Hafen zu fahren. Dieser Vorwohnungen reserviert. Die sozialistischen Gemeindevertreter haben Maler zum Galeriedirektor ernannt wurde, wovon man aus guten schlag erregte wohl großes Gelächter, er konnte aber in der Praxis feine Verwirklichung finden. In der neuesten Stadtverordnetenbergebens verfucht, seine Bergrößerung durchzusetzen. Das ganze Gründen abgekommen war. - Eine Rechtsschußstelle für 3enfurberfolgte figung beschäftigte sich auch unsere Kommunalverwaltung mit der Gebiet der Militärzone wird von der Berbauung freigehalten und für die öffentlichen Anlagen reserviert. An die Stelle der Mauer will der württembergische Goethebund ins Leben rufen. Künstler, allenthalben lebhaft diskutierten Frage. Das Ergebnis der mehraber wird ein Gitter treten, dessen Herstellung 8 Millionen kosten deren Werke von der Zeniur verfolgt werden, soll ideeller und Rüstringen liegende wird denn Paris hat ja immer noch die herrliche Einrichtung praktischer Schuß gewährt werden. Solche Beschwerden sind an das ftündigen Debatte war die Meinung, daß das benachbarte, auf Oldenburger das zweite Generalsekretariat deutscher Goethebünde, Stuttgart, Werfmershalde 11, der fommunalen Verzehrungssteuer. Bordell aufnehmen solle. Die Stadt zu richten. denkt aber gar nicht daran, Wilhelmshaven Auch Schnigler ist unter die Filmlieferanten gegangen. Rüstringen Da abzunehmen. fein anderer Ausweg Sein Drama" Liebelei" wird in Kopenhagen ins Filmische übersetzt, seinen was bekanntlich etwas fehr Anmutiges, Ausdrucksvolles und sich zeigt und man das stillschweigende Einverständnis mit der staatDer Graf Hülsen hat mit einem festlichen Alt sein zehn fehr Profitliches ist. Bei der Gelegenheit ſei nachgetragen, daß lichen Polizei fürchtet, ist jetzt wieder Herr Bohn aus Berlin jähriges Jubiläum als Generalintendant der Königlichen Schauspiele fürzlich die organisierten deutschen Bühnenschriftsteller ein Mitglied herbeigeholt worden, der das drohende Gespenst bannen foll wie strichen, weil es an ihrer hehren Mitarbeit an der Kultur des deutschen gefeiert. Es in denen er die Bedürfnisfrage verneint und die Gefahren der Es ist ein großer Fortschritt in der Kultur der Menschheit, daß Volkes( in Gestalt von Filmdramen) Kritik geübt hatte. Dieses einst Singuf Hunold in Hameln die Rattenplage. Er hält Vorträge, die Großväterfitte, nur alle fünfzig Jahre ein Jubiläum zu feiern, Mitglied bieß Julius Bab. einer modernen Auffassung Platz gemacht hat. Die Statistik lehrt, Schlossermage", die Poffe von Hans Hyan, deren Freudenhäuser in den grellsten Farben malt. So hat Wilhelmss daß die Wahrscheinlichkeit, ein zehnjähriges Jubiläum zu erleben, Aufführung verboten wurde, ist als Buch bei Desterheld u. Co., haben eben feine Sensation und sein Dilemma, aus dem sich kein Ausweg finden will. größer ist, als bei einem fünfzigjährigen Jubiläum. Und Jubiläen, Berlin, erschienen. Staat zu. Humor und Satire. Jubiläenreichtum. in Unrat Gebiet feinen Mauern Ein Schiffskatastrophen. | erlaffen, in der den Ausfähigen Verbrechen vorgeworfen werden, ohne| Rughaven, 11. Januar. Der Hamburger Schleppdampfer daß der geringste Beweis für diese Verbrechen vorliegt. Die Be Roland" kollidierte heute früh beim zweiten Elbfeuer- hörden gehen soweit, sich ihrer Taten noch zu rühmen. schiff mit dem dänischen Dampfer Arel". Der„ Roland" ist fofort gesunken. Der Kapitän und vier Mann wurden gerettet, fünf Mann ertranten. Der„ Arel" ist am Bug leicht beschädigt. 11 Kleine Notizen. Mit 16 000 Mark durchgebrannt. Der Posts chaffner. Christian Gruel aus Bergen auf Rügen ist seit Freitag von dort spurlos verschwunden. Eine Revision ergab das Fehlen bon 16000 Mart Posttassengeldern. Die Oberpostdirektion Stettin hat auf die Ergreifung des Flüchtigen eine Be lohnung von 500 Mart ausgesetzt. Aus dem Reiche der christlichen Duldsamkeit". In einem ostpreußischen Dorfe, in der Nähe des Kurischen Haffs, Noch ein Wartesaal für Adelige. Zu der Meldung der West Kiel, 11. Januar. Eine Folle vom Torpedoboot ist von den Einwohnern jeder dritte vom heiligen Geist erleuchtet fälischen Rundschau":" Der Wartesaal für Adelige" ist zu bemerken, ,, S 70" ist heute bei dem Versuch, ein bei Swinemünde an- und jeder vierte gehört zu einer besonderen religiöfen Sefte. Als daß auch in Gelnhausen bei Hanau ein Wartesaal erster Klaſſe getriebenes Torpedo zu bergen, mit drei Mann, dem Torpedo- fürzlich das ein Jahre alte sind einer altlutherischen Familie starb, existiert, der nur geöffnet wird, wenn einer der in der Nachbarschaft oberbootsmannsmaaten Großmann und den Matrosen entschied der Pfarrer des Drts, daß die Altlutherianer bei der Behausenden Isenburger Fürsten erscheint. Rademacher und Schipper, auf noch nicht aufgeklärte man mit der Leiche an das Kirchhofstor lam, war dieses ver- sind zwei Arbeiter verschüttet worden. Beide sind tot. erdigung des Kindes den Kirchhof nicht betreten sollten. Als Schwere Grubenunfälle. In dem Kohlenbergwerthöhl bei Esch Weise gesunken. Die Nachforschungen nach Boot und schlossen und vor ihm stand der hohe Kirchenrat, der die fündigen In den Gruben von Gorsko- Iwanowsky wurden bei der Leuten sind bisher ergebnislos geblieben. Leute nicht die geweihte Erde" betreten ließ. Die Leichenrede Einfahrt durch Absturz des Förderkorbs sieben Bera London, 11. Januar. Der holländische Schooner mußte deshalb vor dem Tor des Friedhofs gefonen getötet und fünf verwundet. ,, Aafiena"; von Bremen kommend, scheiterte gestern halten werden. Darauf entspann sich noch ein Wortkampf zwischen Eine lebende Fackel. In Köln übergoß ein Dienstmädchen, abend während eines Orfans bei Carnoustie, nahe den Altlutherianern und dem Kirchenrat, wobei auch recht unchrist- das wegen eines bei ihrer Herrschaft begangenen Diebstahls ver Dundee. Von den an Bord befindlichen vier Mannliche Worte fielen. haftet werden sollte, sich mit Petroleum und zündete wurde nur der Kapitän gerettet. die durchtränkten Kleider an. Das Mädchen wurde lebensgefährlich verlegt ins Krankenhaus gebracht. Teuerungsfrawalle in Nord- Spanien. Wie ein Telegramm aus Drenje meldet, brach infolge der durch Trockenheit verursachten Teuerung in Carballino ein Aufstand aus. Die Ginwohner bewarfen das Rathaus mit Steinen, drangen in die Weinkeller ein, plünderten die Getreidelager und zogen dann in die benachbarten Ortschaften, bei ihrem Durchzuge alles verwüst end. Militärische Verstärkungen sind erbeten London, 11. Januar. Der deutsche Dampfer, Heptomas" wurde, als er in Barry Roads vor Anker lag, heute vormittag im Nebel von einem Handelsschiff aus dem Bristolfanal angerannt. Der" Heptomas" sank, doch wurden alle Leute an Bord gerettet. Chinesische Barbareien. Nach langer Debatte öffnete der Kirchenrat die Tore des Kirch hofes und schied da die Lämmer von den Böcken. Wer als rein bebefunden wurde, ging durch das Tor ein, die Unreinen in diesem Falle die Altlutherianer wurden nach Hause gewiesen und durften an der Beerdigung des Kindes nicht teilnehmen. Sangund klanglos mußte das Kind von seinem Vater verscharrt werden. Inzwischen paßte der hohe Kirchenrat auf, daß nicht einer der Altlutherianer in die Nähe der Beerdigungsstätte fam. So wird die christliche Bruderliebe in der Praxis gehandhabt. Smarte Geschäftsleute. worden. Jn Shanghai eingetroffene Briefe der katholischen Mission aus Sizilianisches Brigantenleben. Bei Eraponi auf Sizilien überHaining( Provinz Kwangsi) schildern die grausame Tötung fielen vier mit Gewehren und Revolvern bewaffnete Banditen von 39 Aussäßigen auf Befehl der chinesischen ProvinzialAußergewöhnliches Aufsehen erregt in New York die Ver- etnen Eisenbahnzug mit 200 Paifagieren, den sie gebehörden. Die Ausfägigen lebten jahrelang im Walde, wenige Meilen haftung des Versicherungsagenten Gruez, des Hauptes des so- wurden vollständig ausgeplündert, worauf die Banditen waltsam zum Stehen gebracht hatten. Die sämtlichen Reisenden vom Weichbild der Stadt entfernt. Angesichts ihrer erbarmungs- genannten Brandstifter- Trusts. Seit längerer Zeit trieb in verbie Flucht ergriffen. Alle Nachforschungen nach ihnen waren bisher würdigen Verlassenheit suchten die katholischen Baters um die Er- schiedenen Teilen New Yorts eine Verbrecherbande ihr Unwesen, erfolglos. laubnis nach, auf eigene Kosten eine Zufluchtsstätte für sie zu er durch die die Bevölkerung in die größte Unruhe und Aufregung richten. Die Behörden schlugen dies zunächst ab, später erteilten sie verfezt wurde. Namentlich die Aermsten der Armen, die in kleinen Eingegangene Druckfchriften. scheinbar die Genehmigung, ließen aber auf dem Paradefeld vor der baufälligen Häusern wohnten, wurden häufig des Nachts durch Die Rechtsverhältnisse der land: und Forstwirtschaftlichen Stadt eine Grube graben, ihren Boden mit petroleum- Feueralarm aus dem Schlafe aufgeschreckt und Arbeiter Deutschlands. Dargestellt von F. Faak. 121 Seiten. getränktem Holz bedecken und, nachdem sie das Holz an- fonnten meistens nur das nadte Leben retten. Die Bande formen und Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft. G. Schmidt. 89 Seiten. Deutscher Landarbeiterverband, Berlin, Michaelgezündet hatten, die ahnungslosen Aussäßigen mit ließ durch Helfershelfer baradenartige, alte Häuser ankaufen und sie firchplak 1.- Krankheit und soziale Lage. 3. Lieferung 4 M. Heraus Bajonett in die Grube hineintreiben, wo sie in Gegen- gegen Feuersgefahr sehr hoch versichern. Bald darauf wurden gegeben von Professor Dr. M. Mosse und Dr. med. G. Tugendreich. wart einer großen Menge in den Flammen umkamen. Außerdem die betreffenden Häuser in Brand gesteckt, und die Verbrecher strichen Lehmanns Verlag in Münchest. Die Tat. Heft 10. 80 f. E. Diederichs in Jena. wurden Belohnungen für die Entdeckung noch anderer Ausfägigen die Prämie ein. Nach und nach haben sie in zirka 300 Häufer monatlich. Jährlich 12 M. Berlag Berlin, Unter den Linden 43. Der Tropenpflanzer. Nr. 1. ausgefeßt. Seitdem ist wieder ein Kranker ergriffen worden, die Brandfadel geworfen, und da sie immer die gleichen handlungen bei der Gründung des Deutschen Germanisten- Berden man erschossen hat. Der Tutu hat eine Bekanntmachung Stadtviertel heimsuchten, brach unter den Bewohnern eine Panik aus.| bandes. 1,20 M. Leipzig und Berlin. Verlag von B. G. Teubner. Schloßbräu- Flaschenbinen erhalten Sie bei jedem Kaufinan Lohn Von Erscheint Ver Mufikinffrumente 750 Schlossbräu Act. Ges Schlosstraueral Schöneberg Haupten 127 Ge Fordern Sie aber bei Ihren Aäglichen hin" Väufen ausdrücklich eine Flasche« Schloßbräu die Qualität ist hervorragend! Neue Ressource Inh. Heinrich Pohland Michaelfirchstr. 39 Festsaal mit Bühne für 250 Personen. Bereinszimmer von 10-50 Pers. Café Meyer Dresdener Str. 128/129. Kaffee 10u. 15, Bier, hell. u. dunt. 10 Pf. ca. 50 Zeitungen; Billard Std. 60 Pi Zahlstelle der Freien Volksbühne. Spezialarzt 1. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. 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Diese Ergänzung bedurfte aber noch des weiteren Ausbaues und auf Grund der In Jena findet der Verbandstag des Deutschen Bauarbeiter-| gezahlt werde, andere wünschen höhere Unterstügungssäße oder im letzten Hochkonjunkturjahr gesteigerten Gewinne waren ver berbandes statt. Dieser Verbandstag ist in mehrfacher Hinsicht von niedrigere Beiträge, als der Vorstand vorschlägt usw. Sehr viele ſchiedene neue Bauten in Aussicht genommen worden. Die jetzt gegroßer Wichtigkeit. Am 31. März laufen in ganz Deutschland die Mitglieder, die für die Einführung der Unterstützung sind, halten plante Verbindung mit Burbach- Esch- Budelingen bietet für den nach der großen Aussperrung im Jahre 1910 abgeschlossenen Tarif die Zeit vor der Lohnbewegung zur Beratung oder wenigstens zur Wunsch des Eschweiler Bergwerkvereins auf Ausbau in einen geberträge ab, und mit ihnen finden gleichzeitig viele vorher und endgültigen Erledigung der Frage nicht für günstig. Sie wünschen, mischten Betrieb eine viel bessere Basis. Die Aftien des Bergwerks. nachher geschlossenen Verträge ihr Ende. Daraus ergibt sich, daß daß die Sache bis nach der Lohnbewegung vertagt und alle Sträfte vereins find fofort an der Börse erheblich im Kurse gestiegen( in einer für etwa 300 000-350 000 baugewerbliche Arbeiter die Lohn- und der Organisation auf die Bewegung konzentriert werden. Auch Woche um 30 Prozent). Gegenwärtig beträgt das Aftienkapital Arbeitsbedingungen erneut geregelt werden müssen. Der Verbands- der Wunsch, die Entscheidung um eine ganze Verbandsperiode zu 38 Millionen Mart. An Anleiheschulden sind 11,4 Millionen Mark tag der Bauarbeiter wird nach vorangegangener Fühlungnahme vertagen, ist geäußert worden. Die meisten bis jeht stattge- aufgenommen worden. Außerdem verfügt das Unternehmen über mit den anderen an den Verträgen beteiligten Arbeiterorgani- fundenen Gaukonferenzen haben der Einführung der Unterstützung 11,42 Millionen Mark Reserven. fationen die grundsäßlich mit großer Mehrheit zugestimmt; auf einigen Konfe- Während dieser Fusionsplan unbestritten ist, wurde ein weiteres Richtlinien für die Lohnbewegung renzen ist aber gleichzeitig ausgesprochen worden, daß man die Be- Verschmelzungsprojekt der westdeutschen Eisenindustrie von einer be festlegen müssen. Sicher ist, daß die Arbeiter einen Kampf nicht handlung oder Entscheidung der Frage erst nach der Lohnbewegung teiligten Firma in Abrede gestellt. Trotzdem ist es sicher, dc provozieren werden, ebenso sicher ist aber auch, daß sie für die wünscht. Auch eine Urabstimmung ist verlangt worden. Alles in zwischen dem Köln- Müsener Bergwerts Attienverein außerordentliche Verteuerung der Lebensmittel, die seit dem letzten allem läßt sich auf Grund der vorliegenden Nachrichten sagen, daß in Creuzthal, der A. G. Meppener Walzwerf in und der Firma Dreslers Drahtwerte Bertragsabschluß stattgefunden hat, eine entsprechende Lohn- die große Mehrheit der Verbandsmitglieder anscheinend für die Meppen erhöhung fordern müssen, weil ohne sie eine starte Verschlechterung Einführung der Arbeitslosenunterstübung ist. Zweifelhaft scheint in Crenzthal Verhandlungen über eine Verschmelzung oder Es würde sich dabei der Lebenshaltung der Bauarbeiter stattfände. Auch wird sich ein nur, ob die Frage schon auf diesem Verbandstag endgültig zur Interessengemeinschaft schweben. eine Verbindung von einem reinen Hochofenwerk mit einem reinen Lohnausgleich für zurückgebliebene Gebiete sowie eine Verkürzung Entscheidung kommt. der Arbeitszeit in Orten mit zu langer Arbeitszeit nicht umgehen Außer der Einführung der Arbeitslosenunterstützung schlägt Balzwerk und einem Drahtwerke handeln. Da alle drei Werke fleinere Unternehmen sind, kommt für die Verschmelzung weniger die laffen. Wenn die Unternehmer das nötige soziale Verständnis der Vorstand dem Verbandstag die bejizen, läßt sich ein Kampf wohl vermeiden. Sorge um das Rohmaterial als das Verlangen nach besserer technischer Ausnutzung der Anlagen in Frage. Außer der Lohnbewegung hat sich der Verbandstag mit mehre ren wichtigen Fragen zu befaffen, die der Vorstand des Verbandes den Mitgliedern in den letzten Wochen zur Diskussion vorgelegt hat. Die wichtigste von ihnen ist die Einführung der Erwerbslosenunterstüßung. einer Schaffung von Jugendabteilungen Unterstützungsfasse V = Der Köln- Müsener Bergwerks- Aktienverein( 3 Mill. Mark AftienAus Induftrie und Dandel. Die Arbeiter brauchen einen solchen Stampf, wenn er kommt, nicht zu fürchten. Sie haben in den letzten Jahren ihre Organi vor. 3hr 3wed soll sein: Die Unterweisung der Jugendlichen in fationen außerordentlich gekräftigt und ihre Stassen gefüllt. Der den gewerkschaftlichen Grundsätzen, Schutz vor übermäßiger Aus- fapital, 2 Millionen Mark Anleihefchulden) hat seit vier Jahren Bauarbeiterverband allein wird am Schluß dieses Jahres rund beutung und roher Behandlung im Arbeitsverhältnis, Belehrung überhaupt keine Dividende zahlen können. Die letzten Jahre schlossen Das Meppener Walzwerk( 1 Millionen Mark 12 Millionen Mart Vermögen in seiner Hauptkasse haben, dazu in beruflichen Angelegenheiten, Erweckung und Pflege des Bildungs- mit Verlust ab. kommen noch mehrere Millionen Mark Lokalfassengelder. Die Zahl triebes und Pflege der Geselligkeit. Die Mitglieder der Jugend- Aktienkapital) hat in früheren Jahren keine Dividende gezahlt, konnte der Mitglieder des Verbandes ist auf über 350 000 gestiegen. Diese abteilungen sollen für einen Beitrag von 10 Pf.( bei mehr als aber im letzten Jahre 10 Prozent ausschütten. Im letzten Suminen und die außerordentliche Opferwilligkeit, die die Bau- 25 Pf. Lohn 20 Pf.) Krankenunterstüßung, Unterſtüßung im Todes- Jahre hat es seine Produktion( Verarbeitung von Blechen, arbeiter in allen bisherigen Stämpfen bewiesen haben, bürgen da falle, in bestimmten Fällen Reiseunterstüßung und Unterstüßung Stabeisen usw.) start steigern fönnen. Noch Ende 1912 erhöhte es für, daß, wenn es die Unternehmer zu einem Kampf treiben bei Entlassung während eines Lohnkampfes erhalten. Gegen die sein Kapital um eine Viertelmillion. Die Verschmelzung mit dem sollten, die Arbeiter ihren Mann stehen werden. Das scheint auch Schaffung von Jugendabteilungen hat sich fast niemand gewandt; Köln- Müsener Bergtverks- Aftienverein, der Roheisen produziert, die Reichsregierung eingesehen zu haben, die sich diesmal recht früh auf den Gaukonferenzen ist den Vorschlägen des Vorstandes fast bedeutet daher für das Walzwerk eine wesentliche Erleichterung und zeitig eine Vermittelùng zwischen den beiden Parteien angelegen überall ohne Diskussion zugestimmt worden. Verbilligung des Bezugs von Nohmaterial. Die Angliederung von Ein weiterer Vorschlag des Vorstandes betrifft die Errichtung Dreslers Drahtwerfen erweitert zugleich die Ausnutzung der Ansein ließ, wohl um zu vermeiden, daß dem deutschen Wirtschaftslagen des Walzwerkes, das Stabeisen, Bleche und Huf Tben durch einen Riesenkampf erneut große Wunden geschlagen eisen produzierte. Das Köln- Müsener Bergwerk wird hingegen seine werden. für die ehrenamtlich tätigen Mitglieder und die Angestellten des lönnen. Das Walzwert und die Drahtwerke werden größere AnHochofenanlagen zur Produktion von Roheisen besser ausnußen Verbandes. Unterstüßung aus dieser Kasse soll gewährt werden: forderungen stellen als der Roheisenverband, der bei einer Beteiligung an Mitglieder, die im Dienste der Organisation einen ihre Gesund- von 80 000 Tonnen, im Jahre 1911/12 nur 74 000 Tonnen Rohheit schädigenden Unfall erlitten haben, an Hinterbliebene solcher eisen, im Vorjahre sogar nur 55 100 Tonnen abnahm. Da die techMitglieder, deren im Dienste der Organisation erlittener Unfall nische Leistungsfähigkeit des Werkes aber 90 000 Tonnen beträgt. Bis jetzt hatte der Verband schon die Krankenunterstützung. Nach den Tod zur Folge hatte; an Angestellte des Verbandes, wenn fann durch die Angliederung von Abnehmern die Unrentabilität der Vorlage des Vorstandes soll diese Unterstützung beibehalten, fie infolge Alters oder Invalidität dienstunfähig geworden sind, des Unternehmens vermieden werden. daneben aber eine Unterstützung bei Arbeitslosigkeit geschaffen sowie Hinterbliebene dieser Angestellten. Ein weiterer 3wed der werden. Wegen der außerordentlich großen Arbeitslosigkeit, die Unterstüßungskasse ist die Vor- und Nebenversicherung der ver= im Januar und Februar im Bauberuf, herrscht die Arbeits- ficherungspflichtigen Angestellten des Verbandes für die Zeit, wo losigkeit beträgt in diesen Monaten 75 Broz.-, soll in diesen ein Recht auf Rentenbezug aus der Angestellten- und Invaliden, Monaten vorläufig Arbeitslosenunterstützung nicht gezahit wer- versicherung noch nicht besteht. Die Mittel zur Durchführung dieser Die Versorgung des deutschen Marktes mit Kohle. den. In den übrigen zehn Monaten soll Arbeitslosenunterstützung Unterstübung sollen aus Beiträgen der Verbandshauptkasse und Von einer Konjunkturperiode zur anderen dehnt sich die deutsche Auch gegen für die Dauer von acht Wochen gewährt werden. Um die Kampf- aus Beiträgen der Angestellten aufgebracht werden. traft der Organisation nicht zu schwächen, schlägt der Vorstand die Errichtung dieser Stasse hat sich Widerspruch nicht erhaben, so Industrie mächtig aus. Die volkswirtschaftlich festgelegten Kapitaa Lien, d. h. die gesamten Betriebsmittel werden immer umfangreicher. gleichzeitig eine Erhöhung der Beiträge vor, die nach seinen Be- daß die Verwirklichung dieses Vorschlages ebenfalls gesichert Gin Blid auf die weit über eine Milliarde Mart, die Jahr für Jahr rechnungen in normalen Beiten zur Deckung der Arbeitslosen erscheint. in Handel und Gewerbe in Deutschland angelegt werden, gibt einen unterstützung ausreicht. Von den Vorschlägen zur Abänderung des Statuts ist be- Anhalt. Es müssen also stets mehr Maschinen gespeist In den letzten Wochen ist diese Frage im Fachorgan cifrig sonders jener wichtig, der die Schaffung eines werden, und der Kohlenbedarf des deutschen Marktes wächst unaufdiskutiert worden, und auch auf den Konferenzen der einzelnen hörlich. Der geschilderte Prozeß vollzieht sich aber nicht nur in Verbandsbeirates Gaue, die in den letzten Wochen zur Klärung aller schwebenden Deutschland; allenthalben auf der Erde entsteht Industrie. Das Fragen einberufen worden sind, stand die Einführung der Arbeits- bezweckt. Nach dem Vorschlag des Vorstandes sollen der Mit- bedeutet für unsere weiterverarbeitenden Produktionszweige zweifelvermehrte Stonkurrenz und Abfazzerschwerung; für die Iosenunterstützung im Vordergrund des Interesses. Bei der streng beratung und Beschlußfassung dieses Beirates unterliegen: die los ablehnenden Haltung, die früher der Maurerberband unter Vorberatung besonderer agitatorischer Maßnahmen, die Vorberatung inländischen Kohlenzechen bagegen Absatzsteigerung. Im Wettbewerb mit England hat der deutsche Kohlenbergbau Bömelburgs Leitung zur Arbeitslosenunterstützung einnahm, von allgemeinen Lohnbewegungen und Tarifverträgen, die Er- feit der letzten Hochtonjunkturzeit denn auch wesentliches Geist es begreiflich, daß ein Teil der Mitglieder der Einführung hebung von Extrabeiträgen, Anträge des Vorstandes auf Aende- biet am ausländischen Markt gewonnen. Bon entscheidender dieses Unterstützungszweiges auch jetzt nocy ablehnend gegenüber- rungen des Statuts, die etwa nötige Ergänzung des Verbands Bedeutung aber ist ein anderer imstand: daß es der heinischen steht. Von den Gegnern dieser Unterstützung wird besonders be- vorstandes bis zum nächsten Verbandstag usw. Der Vorschlag Montanindustrie während der letzten Jahre gelungen ist, ausländische Die Einfuhr von tont, bei Einführung der Arbeitslosenunterstützung verliere die läuft also auf eine Demokratisierung des Verbands- Kohle am eigenen Markt zurückzudrängen. Organisation ihren Kampf charakter und werde zu einer lebens hinaus. Etwas völlig Neues bringt dieser Vorschlag aber Steinkohlen ins deutsche Zollgebiet entwickelte sich nämlich in den Unterstützungsvereinigung. Dieser Einwand ist auch früher im deshalb nicht, weil auch bisher schon in den alljährlich ein- oder Jahren 1907 bis 1912, ausschließlich des Monats Dezember, nach Millionen Tonnen folgendermaßen: Maurerverband bei Einführung der anderen Unterstützungen gel- mehrmals zusammenberufenen Konferenzen der Gauvorsitzenden Jan.- Nov. 1907 tend gemacht worden, und immer wurde er, wie auch bei anderen eine Art Beirat bestand, der sich ganz von selbst aus der gewerk Einfuhr-12 549 210 10 745 167 11 122 695 10 153.282 9 958 356 9 480 998 Organisationen, von der Entwidelung widerlegt. Die Zahl der schaftlichen Notwendigkeit ergeben hatte. grundsäßlichen Gegner dieses Unterstützungszweiges dürfte denn Während somit der Import ausländischer Kohle im verfloffenen Jabre um 24,5 Proz. hinter der entsprechenden Einfuhr des Jahres auch nicht groß sein. Groß ist anscheinend die Zahl derer, die für 1907 zurückbleibt, ist die Ausfuhr in der nämlichen Zeit um 35,9 Proz. die Einführung der Arbeitslosenunterstützung sind, aber an der gewachsen. Die deutschen Zechen lieferten von Januar bis November Vorlage des Vorstandes mancherlei auszusetzen haben. Die einen 1907 erst 18,12 Millionen Tonnen Steinkohle ins Ausland; ihr wünschen, daß die Unterstützung auch im Januar und Februar| Baeplow übernommen hat. Export belief sich im vergangenen Jahre auf nicht weniger dennt 28,28 Millionen Tonnen. Der gesteigerte Bedarf des inländischen Marktes aber wurde durch eine fräftige Erweiterung der deutschen aber nur ein fleiner Teil davon selbst gefördert. Dieser Kalamität Kohlenproduktion befriedigt. Die Expansion der deutschen soll die Angliederung des Eschweiler Bergwerkvereins steuern. in folgender Tabelle zum Ausdruck, die die jeweilige Steinkohlensteuern.ontanindustrie während der letzten Konjunkturperiode kommt Damit wird Burbach- Esch- Düdelingen zugleich unabhängig vom produktion nach Millionen Tonnen angibt: Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat, auf das die vereinigten Werke Wirtschaftlicher Wochenbericht. Von den anderen Aufgaben des Verbandstages sei nur noch erwähnt die Wahl eines Vorsitzenden an Stelle des verstorbenen Genossen Th. Bömelburg, dessen Vertretung im Sommer diefes Jahres auf Beschluß der Verbandskörperschaften der Genosse Fri Neue Fusionen in der Montanindustrie. In Hochkonjunkturzeiten wird die Frage der Rohstoffversorgung bisher angewiesen waren. Den Anforderungen der neuen großen, für die großen Industrieunternehmungen von besonderer Bedeutung. im Bau begriffenen Hochofen, Stahlwerks- und Walzwerksanlagen Eine Stockung oder auch nur Verzögerung in der Rohstofflieferung der vereinigten Hütten in Esch wird damit von vornherein ein fann einen modernen Betrieb in die schwierigste Situation bringen. billiges Roh- und Betriebsmaterial gesichert. = 1908 1909 1910 1911 1912 Jan.- Nov. 1907 1908 1909 1910 1911 1912 Förderung.. 181,39 136,78 136,30 139,28 147,81 162,211 1909 Jahr für Jahr. Es ist übrigens interessant, hier einen VerDer Fortschritt der Förderung beschleunigt sich also feit gleich mit der Entwickelung des britischen Berg Die rasche und ausreichende Versorgung muß in solchen Zeiten Der Eschweiler Bergwerksverein förderte im letzten Baus zu ziehen. Von 1891 bis 1911 vermehrte sich die Kohlenmit besonders hohen Preisen gesichert werden und ein Teil der Jahre 2,9 Millionen Tonnen Kohlen und erzeugte 0,9 Millionen produktion in Deutschland. un 150 Proz., d. h. genau auf das eigenen Gewinnsteigerung geht dadurch wieder verloren. Gerade in Tonnen Koks. Da er selbst nur eine geringe Menge Roheisen pro- 3weieinhalbfache; Englands Kohlenbergbau wies der FörderungsHochkonjunkturperioden macht sich daher bei den Industrieunter- duziert, bestand bei ihm von jeher ein Bedürfnis, sich einen festen menge nach gleichzeitig ein Wachstum von intr 47 Proz. auf. nehmungen das Bestreben geltend, Rohstoffproduzenten anzugliedern. Abnehmer zu schaffen. Da Eschweiler nicht dem Kohlensyndikat an- Oder in anderer Form: Im Jahre 1891 machte die deutsche Eine Reihe von Fusionen find aus diesen Gründen im vergangenen gehört, war das Bedürfnis stetigen Absatzes um so größer. The Sohlenförderung genau 50 Broz. der englischen Gewinnung aus; Jahre vollzogen worden, und auch im neuen Jahre werden bereits der Aachener Hüttenverein Rote Erde in den Kirdorfer Konzern der 1911 brachte die deutsche Montanindustrie 85 Proz. der englischen Erzeugungsmenge zu Tag. Um schließlich die eingangs aufgeworfene mehrere solcher Pläne mitgeteilt. In den Produktionsgebieten von Gelsenkirchener Bergwerks Aftiengesellschaft gezogen wurde, hatte Frage nach der Steigerung des deutschen Konsums exalt zu beantKohle und Eisen ballen sich Stohlenzechen, Eisenhütten, Balz- und Eichweiler an die Rote Erde geliefert. Seither beschritt worten, so errechnet sich die Versorgung des deutschen Marktes aus Stahlwerte in großen gemischten Betrieben zusammen. Eschweiler zwei Wege zur Verwertung feiner Förderung. den vorher gegebenen Ziffern über Förderung, Einfuhr und Ausfuhr. Daß diese Vorgänge vor nationalen Schranken nicht halt machen, Einmal schloß der Verein langjährige Lieferungsverträge mit Danach stellte sich der mutmaßliche Verbrauch von Steinkohle wenn das wirtschaftliche Interesie es erfordert, lehrt die geplante den Röchlingschen Eisen- und Stahlwerken ab; zum andern gliederte in Deutschland nach Millionen Tonnen auf folgende Quantitäten: Fusion zwischen den Vereinigten Hüttenwerken Burbach- Esch- Düde- es sich selbst ein Eisenwert an. Beide Wege haben für den Esch- Januar- Novbr. 1907 1908 lingen und dem Eschweiler- Bergwerksverein. Die Vereinigten weiler Bergwerksverein feine befriedigenden Ergebnisse gebracht. Versorgung.. 125,83 128,28 126,51 127,78 132,46 143,42 Hüttenwerke, deren Areal zum größeren Teil auf außer Der Vertrag zwischen Röchling und Eschweiler sieht vor, daß die Das daraus ersichtliche Wachstum der Volkswirtschaft ging in deutschem Boden liegt, find selbst erst fürzlich aus einer Ber- Kohlenpreise den. Roheisenpreisen in einem bestimmten Skalaver- fchnellerem Tempo vor sich als das Wachstum der Voltszahl; denn schmelzung hervorgegangen. Die Burbacher Hütte und die Escher hältnis folgen müssen. Da die Kohlenproduzenten im pro Kopf der Bevölkerung wurden im Jahre 1907 je 2031,79 StiloHütte( der Firma Le Gallais, Metz u. Co.) gingen im Jahre 1911 Stohlensyndikat straff organisiert sind, organisiert find, die Roheisenverbände gramm Steinkohle konsumiert, 1912 dagegen 2167,27 Silogramm. in der Düdelinger Hochofengesellschaft auf. Die Erz aber lange mit inneren Schwierigkeiten zu tämpfen hatten Wachstum der Volkszahl bedeutet, das lehrt auch die vorstehende gruben der vereinigten Werke förderten im Jahre 1911/12 und auch die Gründung des neuen Verbandes auf weit loferer Grund- Aufstellung, nicht nur absolute, sondern auch relative Steigerung der etwa 2,4 Millionen Tonnen. Die Hochofen lieferten 958 000 Tonnen lage als im Stohlensyndikat erfolgt ist, stehen die Roheisenpreise Produktionskraft eines Bolkes. Im Stahlwerk des Unternehmens wurden daraus relativ niedriger als die Kohlenpreise. Den Nachteil trug der Esch824000 Tonnen Stahl und in den Walzwerken 688 000 Tonnen weiler Bergweitsverein, deffen Dividenden seit etwa 12 Jahren von die die Petroleumintereffen der Deutschen Bant in sich verDie Deutsche Betroleum- Aktiengesellschaft, Fertigerzeugnisse hergestellt. Allein aus diesen Zahlen ergibt sich, 20 auf 16, 14, 12 und schließlich 8 Proz. faufen. Seit einigen einigt, veröffentlicht foeben ihren Jahresbericht für 1911/12. Jn ben daß der Stonzern zu einem der größten Hüttenwerke des Westens Jahren verfolgt Eschweiler daher den Plan, seine Zeche zu einem von der Deutschen Bant finanzierten Petroleum- Unternehmungen gehört. Sein Bedarf an Kohle und Koks ist daher recht erheblich; gemischten Betrieb auszubauen. Im Jahre 1910 gliederte er sich sind nach dem Geschäftsbericht etwa 100 Willionen Mark deutsches er dürfte etwa 1 Millionen Zonnen betragen. Bisher wurde die Eschweiler- Köln Eisenwerke an. Die vom Eschweiler Bergwerks Stapital angelegt. Diese Bablangabe bestätigt von neuem, daß die Noheisen. 1909 1910 1911 1912 Aus der Frauenbewegung. Die Arbeiterin in der Fabrik. männliche, jedoch 45 168 weibliche jugendliche Arbeiter gezählt. Annähernd dasselbe Verhältnis fand sich im Reinigungsgewerbe mit nur 624 männlichen und 2172 weiblichen jugendlichen Arbeitern. Mit der fortschreitenden Heranziehung weiblicher Arbeitskräfte Interessen der Deutschen Bank mehr in den Produktionsunternehmungen als in der von der Regierung vorgeschlagenen Petroleumbertriebsgesellschaft verankert sind. Das verflossene Jahr war ein Jahr hochgetriebener Petroleumpreise und brachte daher den an der Deutschen Petroleum- Aktiengesellschaft beteiligten Unternehmen er- Die starte Zunahme der Zahl der erwerbstätigen Frauen, die wächst auch die Zahl derjenigen Arbeiterinnen, die in für Frauen höhten Gewinn. So erhöht die Produktionsgesellschaft Steaua ein so charakteristisches Merkmal der heutigen Wirtschaftsweise durchaus ungeeigneten Betrieben beschäftigt werden. Es ist AufRomana, Bukarest, ihre Dividende von 8 auf 9 Prozent. Die bildet, ist auch ersichtlich aus den Angaben der Gewerbeinspektoren gabe der betreffenden Organisationen, hier einzugreifen und die Europäische Petroleum- Union, G. m. 6. H., die eine gegen den über die Zahl der Arbeiterinnen im Jahre 1911 in Betrieben mit Frauen möglichst vor schädigender Arbeit zu schüßen. Zu den amerikanischen Trust gerichtete Organisation der Deutschen Bank und mindestens 10 Arbeitern. Wenn wir zum Vergleich die Zahlen des Berufsarten, die als für Frauen ungeeignet angesehen werden russischer Produzenten darstellt, kann nach zwei dividendenlofen Jahres 1904 und 1910 heranziehen, so ergibt sich, nach dem Alter müssen, gehören Bergbau, Baugewerbe und die meisten chemischen Jahren 10 Prozent verteilen. Der Deutschen Petroleum- Aftien der Arbeiterinnen geordnet, folgende Aufstellung: gesellschaft ist damit selbst eine Erhöhung der Dividende von 5 auf Alter der Arbeiterinnen 7 Prozent ermöglicht. unter 14 Jahre bon bon Industrien. Und doch finden wir in diesen Industrien noch Zehntausende von Arbeiterinnen, die schwere gesundheitliche Schäden durch ihre Arbeit dabontragen. Folgende Zahlen zeigen die Anteilnahme der Arbeiterinnen in den schädlichen Gewerben: Alter der Arbeiterinnen Bergbau Baugewerbe 1904 4100 14-16 Jahren 127 484 Zahl der Arbeiterinnen 1910 5 856 167 225 1911 5 970 16-21 Jahren 879 179 489 130 172 535 518 685 Chem. und ähnl. Industrie 608 958 770 428 803 997 unter 14 Jahren 7 68 Gesamtzahl der Arbeiterinnen 1119 719 1 482 689 1496 187 von 14-16 Jahren • von 16-21 Jahren über 21 Jahr · •• 1056 7210 9457 17 730 30 216 2764 8.729 843 14 303 1089 25864 über 21 Jahre Zahl der Arbeiterinnen. Der Bericht sucht zugleich Stimmung für ein Reichspetroleum monopol zu machen. Es heißt u. a.:„ Wir dürfen mit Befriedigung feststellen, daß erst auf Grund der unter unserer Leitung geschaffenen und ausgebauten Unternehmungen die Einführung eines staatlichen Petroleummonopols in praktische Erwägung gezogen werden konnte. Trotzdem hat unsere Gruppe nie, wie andere es getan haben, die alleinige Kontrolle der Reichspetroleumgesellschaft Hierbei ist zu bemerken, daß die Zahlen für 1911 genau geangestrebt. Selbstverständlich erwarten wir auch von einem Ein- nommen, nur mit denen des Jahres 1910 vergleichbar sind, mit greifen der Regierung nicht die Wirkung, daß die uns nahestehenden denen der früheren Jahre, also auch mit denen des Jahres 1904 Unternehmungen für ihr Leuchtöl günstigere Erlöse erhalten als dagegen nicht, weil mit dem Inkrafttreten der Novelle zur Gewerbe- Die Zahl der beschäftigten weiblichen Jugendlichen unter andere Produzenten. Wohl aber hoffen wir, daß diese Unter- Ordnung vom 28. Dezember 1908 vom 1. Januar 1910 ab der 16 Jahren betrug demnach im Bergbau 1063, im Baugewerbe 30 nehmungen, in denen etwa 100 mill. Mark deutsches Kapital Begriff" Fabrik" aus der hier in Frage stehenden Gesetzgebung aus- und in der chemischen Industrie 2832. Der Anteil der jugendangelegt sind, und die, als einzige mit deutschem Kapital, geschieden ist. Vom Jahre 1910 an sind danach die Betriebe mit lichen Fabritarbeiterinnen insgesamt an der Fabriktätigkeit der erhebliche Mengen guten, für den Verkauf nach Deutschland mindestens 10 Arbeitern und die diesen gleichgestellten Betriebe ge- Jugendlichen überhaupt belief sich im Jahre 1911 auf 34,45 Broz., in Betracht tommenden Leuchtöls erzeugen, in Bufunft zählt, dagegen eine ganze Anzahl kleinerer Betriebe nicht mehr be- im Jahre 1910 auf 35,38 Proz., ist also um einen fleinen Anteil solches Leuchtöl auch nach Deutschland liefern dürfen, ohne rücksichtigt. Troßdem die Zählung also wenige Betriebe umfaßte, gefunten. Die Zahl der beschäftigten Fabrikarbeiterinnen reicht hierfür die Zustimmung der deutschen Agenten der Standard Oil Co. ist doch die Zahl der Arbeiterinnen vom Jahre 1904 bis 1910 ge- allerdings bei weitem nicht an die der Arbeiter heran, hat aber einholen zu müssen. In welcher Form ein staatliches Eingreifen waltig gestiegen, nämlich um 312 920. Schon diese Zahl, die nicht doch allgemein sowie in den einzelnen Gewerbegruppen eine solche erfolgt, ob durch eine Vertriebsgesellschaft, durch reines Staats- den ganzen Zuwachs der Fabrikarbeiterinnen in diesen 6 Jahren Zunahme erfahren, daß das Verhalten der Arbeiterinnen in vielen monopol oder ein staatlich fontrolliertes Startell, ist für uns von erfaßt, gibt eine Vorstellung davon, wie ungeheuer schnell die Be- Berufen für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen von wesentuntergeordneter Bedeutung." teiligung der Frau an der Fabrikarbeit zunimmt. Genau nachlicher Bedeutung ist. Wenn auch die weiblichen Arbeiter an den Der Bericht teilt ferner mit, daß der amerikanische Trust verweisen läßt sich diese Tatsache an den oben erwähnten Ziffern der wirtschaftlichen Kämpfen leider noch nicht genügenden Anteil nehgeblich versucht habe, die Europäische Petroleum- Union aus Eng- Jahre 1910 und 1911. Im Jahre 1911 wurden im ganzen 63 548 men, so können sie doch durch Unterbietung einen erheblichen unLand zu vertreiben. weibliche Personen, gleich 4,43 Proz. in Fabriken mehr beschäftigt günstigen Einfluß auf die Lohnverhältnisse ausüben. Daher muß als im Vorjahre. Auffallend ist die traurige Tatsache, daß die Zahl es ernite Bestrebung jedes gewerkschaftlichen Zentralverbandes sein, der in Fabriken arbeitenden Kinder unter 14 Jahren im vor- auch die weiblichen Fabrikarbeiter zu organisieren. Sie müssen legten Jahre wieder gestiegen ist und Ende 1911 fast 6000 betrug. Die Haupthinderungsgründe für die Ausbreitung des Organis Ein Beweis dafür, daß das Kinderschutzgesetz bei weitem nicht aus- sationsgedankens unter den Arbeiterinnen bekämpfen. Diese finden reichend ist und dringend der Verschärfung bedarf. Und wie viele sich bei den jungen Fabrikmädchen in der Gleichgültigkeit ernſten Kinder mögen daneben von der Statistik nicht erfaßt worden sein! Dingen gegenüber und in der Ansicht, von ihrer nur vorübergehenden och deutlicher zeigt sich die Mehrbeschäftigung der Arbeiterinnen Beschäftigung. Doch die Statistik beweist zur Genüge, daß die bei Betrachtung der nächsten Altersgruppen. Die Zahl der 14- Berufsarbeit der Frauen immer mehr aufhört, nur von kurzer bis 16jährigen Fabrikmädchen wuchs.um 5310, die der 16 bis Dauer zu sein und mit der Heirat ihr Ende zu erreichen. Auch 21jährigen Fabritarbeiterinnen um 24 555 und die der über 21 Jahre die Frauen der Arbeiterklasse werden ihre Berufstätigkeit als gar um 33 569, Lebensaufgabe ansehen und daher ein besonderes Interesse an dem solidarischen Zusammenhalten der Erwerbstätigen haben müssen. Hochkonjunktur und Stahltrust. Der Aufschwung der industriellen Konjunktur zeigt sich auch in Nord- Amerika deutlich. Im Januar 1911 stellte sich der Auftragsbestand des amerikanischen Stahltrusts auf 3,1 Millionen Tonnen, im Dezember 1911 hatte er die Höhe von 5,1 Millionen Tonnen erreicht. Seitdem sind die Aufträge von Monat zu Monat weiter gestiegen. Im November 1912 betrugen fie 7,85 Millionen. Im legten Monat ist also eine neue Steigerung der Aufträge um 79 000 Tonnen eingetreten. Gegen den Jahresschluß 1911 arbeitet ber Stahltrust mit um 2,9 Millionen Tonnen erhöhten Aufträgen. Der Münchener Milchkrieg beendet. alten weichende Zahlen der dort beschäftigten Fabritarbeiterinnen. Für Die einzelnen Industriezweige zeigen sehr von einander abdie vier Gewerbe, die die höchsten absoluten Zahlen von Arbeitezinnen aufwiesen, ergibt sich die folgende Aufstellung: Metall ber arbeitung Nahrungs Alter Tertil der Arbeiterinnen industrie Be fleidung und Genuß mittel 2669 1 162 516 846 54 040 44.006 11 681 148 913 126 505 61426 29 806 290 196 115 258 119 667 46 430 • 286 921 202 066 88 263 " 20457 Die Wahl einer Frau in den böhmischen Landtag, der jungtschechischen Schriftstellerin Vicunetiskh ist noch nicht als gültig aner fannt und zahlreiche Petitionen aus ganz Desterreich nehmen für und gegen die Anerkennung Stellung. Der Landesausschuß von Böhmen hat beschlossen, die Entscheidung dem Landtagsplenum vorzubehalten. Leseabende. Groß- Lichterfelde. Dienstag, den 14. Jannar, 81, Uhr, bei Erpel, Berlinerstr. 129. Vortrag der Genoffin Jeeze über: Das Kultur werk der Arbeit. Nach zehntägigem Rampf endete die über München verhängte Milchsperre mit einem gründlichen Fiasto der Milchbauern. Der Führer der geleimten Produzenten, sowie ein unter 14 Jahren Kleinhändler und ein Molkereibefizer begaben sich in das Ministerium von 14-16 Jahren des Junern, um Minister v. Soden um seine Vermittelung anzu16-21 gehen. Die Konsumenten waren durch einen städtischen Beamten, über 21 Jahre unserem Genossen Magistratsrat Eduard Schmid sowie dem liberalen Nach vierständiger Gesamtarbeiterinnen 495 818 Gemeindebevollmächtigten J. Schön vertreten. lebhafter Debatte fam eine Einigung dahin zustande, daß der Milch- Ganz besonders hat die Fabritarbeit der Frauen in der Textilpreis wie bisher 16% Pf. lofo München pro Liter zweimal gelieferte industrie Eingang gefunden. Sie verdrängt hier zum Teil die und 16 Bf. Lolo München pro Liter einmal gelieferte Milch festgesetzt männliche Arbeitskraft. Den 56 709 jugendlichen Textilarbeiterinnen wurde. Ferner wurde der Abschluß einjähriger Milchverträge ver-( unter 16 Jahren) standen nur 35 091 männliche jugendliche Textil- bon 3-6 Uhr im Restaurant Aderstr. 122. Allgemeine Familiensterbekaffe. Heute Bahl- und Aufnahmetag Die hereingelegten Bauern fönnen sich jetzt bei ihrem arbeiter gegenüber. Noch stärker prägte sich das leberwiegen der Silfstaffe der Graveure, gifeleure und verw. Berufsgenossen Führer, dem Zentrumsagitator Eichner und den wahrheitsliebenden weiblichen Arbeitskraft gegenüber der männlichen bei den jugend zu Berlin tagt jeden zweiten Montag im Monat, abends von 8-10 Uhr, Bentrumswaichzetteln bedanken. lichen Arbeitern der Bekleidungsgruppe aus, hier wurden 9386 im Restaurant Luisenufer 1 einbart. Inventur- Ausverkauf Der diesjährige große Inventur- Ausverkauf umfaßt wieder bedeutende Restbestände erstklassiger Schuhwaren der letzten Mode zu weitest herabgesetzten Preisen. Aus der Fülle der zum Ausverkauf gestellten Waren sind besonders hervorzuheben: Herren- Schnür- Knopf- Zugstiefel ◆ Elegante Damen- Knopf- und ( schwarz Schnürstiefel big) u. farbig) ( schwarz u. farbig) • Herren- Lackstiefel Damen- Ball- und GesellschaftsSchuhe Damen- Halbschuhe Herren- und Damen- Schnallenstiefel Hauptpreislagen für obige Schuhwaren: Serie III Serie V etc. Serie I Serie Il 890 580 früherer Wert.... 9.50 ges. gesch. Marke 98 80 früherer Wert... 10.50 früherer Wert... 12.50 Serie IV 1180 früherer Wert... 15.50 " Carola" Kinderstiefel in schwarz, braun, Lack etc. Größe 25-26 früher 550 jetzt 390 14.80 früherer Wert... 18.00 Garantie für gutes Tragen Nur breite Naturaformen Größe 27-30 Größe 31-35 ges gesch. Marke Größe 36-40 früher 650 jetzt 4⁹⁰ früher 750 jetzt 590 früher 850 Auf allen Waren ist der frühere Preis deutlich ersichtlich. jetzt 6⁹ Besichtigung erbeten Kein Kaufzwang Man beachte die Schaufenster Carl Stiller Junior W. Leipziger Str. 29 Ecke Friedrichstr.( Mädlerhaus) Hotel Fürstenhof W. Königgrätzer Str. 124-129 S. Oranienstr. 155-156 Ecke Prinzessinnenstraße i Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse, Kranken- Unterstützungs- und Verband der Maler, Montag, den 13. Januar, abends 8, 1hr, n Kellers Neue Philharmonie, Köpenicker Str. 96/97: Vortrag des Reichstagsabgeordneten Otto Landsberg über Heinrich von Kleift". Gäste, Männer und Frauen willkommen. [ 53/1] Begräbnisverein gewerbl. Arbeiter zu Berlin. Sonnabend, den 18. Januar, abends 8, Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Straße 45: Lackierer, Anstreicher Der Borstand. General- Versammlung Bureau: Melchiorstraße 28, vart. Filiale Berlin. Verband der Sattler u. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 15. Januar 1913, abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenſtr. 58/59: Generalversammlung Zagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Die Abrechnung vom 4. Duartal 1912. 3. Vortrag des Genossen C. Biging über:" Die Entwicklung der belebten Natur. 4. Diskussion. 5. Berschiedenes. 156/3 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder erwartet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeigen B Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Frankfurter Viertel. Bez. 257. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwiri Fritz Preuß Holzmarktstr. 65, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. Januar, nachmittags 2, Uhr, von der Leichen. balle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. 210/4 Am 11. Januar cr., mittags 1 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, der Gastwirt 2009b Fritz Preuß. Um stille Teilnahme bittet Frau Louise Preuß geb. Moewes, Holzmarktstr. 65. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. d. Mis., nachm. 22 Uhr. von der Halle des Zentral- Fried hofes, Friedrichsfelde, aus statt. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unfer langjähriges Mitglied, der Kollege und Bezirksleiter Fritz Preuß ( Holzmarktstr. 65( Bezirk 4) nach Schwerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. Januar, nach mittags 2, Ubr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 72/2 Die Ortsverwaltung. Verhand d. Branerei- n. Mühlenarbeiter u. verw. Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Schriftfübrer, Staffierer und zweiter Vorfitzender der ehemaligen Seftion, der Gastwirt Fritz Preuß am 11. Januar 1913 im 51. Lebensjahre gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. Januar, nachmittags 2, Uhr, auf dem städti fchen Friedhofe in Friedrichsfelde statt. Um rege Beteiligung wird ersucht 42/2 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarhelter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Wilhelm Schulz Balewalter Str. 3, am 9. d. Mis. an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 13. Januar, nachm. 4 Uhr, von der Leichenballe des Philippus Apostel- Kirchhofes in der Müllerftraße aus statt. Rege Beteiligung erwartet 110/15 Die Ortsverwaltung. Verband der Maler, Lackierer etc. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Lackierer Otto Butschkau verstorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 12. d. M., nach mittags 3 Uhr, auf dem Lichtenberger Gemeindefriedhof in Marzahn statt. Die Sollegen treffen sich um 2 Uhr auf dem Wriezener Bahnhof, Berlin O., Fruchtstraße, Ecke Madaistraße. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarheiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Hermann Nitzke Solmsstraße 26, im Alter bon 53 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung erfolgt am Dienstag, den 14. Januar, nach mittags 4, Uhr, im Städtischen Krematorium in der Gerichtstraße 37/38. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 77/13 Die Ortsverwaltung. Nach langem Leiden verschied am 9. d. Mts. unser gewesener Bevollmächtigter Hermann Nitzke. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung Berlin C. der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler. 20076 Am 11. d. M, morgens 63/, Uhr, entschlief nach längerem Kranten lager unser lieber Sohn und Bruder der Lithograph Karl Brunzel im 21. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an 2021b Grust Brunzel und Frau, Margarete Brunzel. Die Beerdigung findet am Diens tag, nachm. 4 Uhr, von der Halle des Friedbofes in Baumschulen weg, Kiefholzstraße aus statt. Danksagung. Für die so überaus reiche Teilnahme sowie die herrlichen Stranz Spenden bei der Beerdigung meines lieben Baters, des Bäders Hugo Nitzschke sen fagen die Hinterbliebenen allen Beteiligten, insbesondere den Genossen des sechsten Streises, dem Verbande der Bäder und Konditoren, dem Borstande und den Beamten der Dristrantentaffe für das Bäcker- und Konditorgewerbe zu Berlin, dem Bäckergesangverein Morgen grauen und dem Kollegen Hetfchold für die trostreichen Worte an der Bahre ihren herzlichsten Dank. 23A Im Namen der Hinterbliebenen Hugo Nitzschke jun. Dantjagung. Für die vielen Beweise berglicher Teilnahme bei der Beerdigung unferes lieben Sohnes, Bruders und Schwagers Karl Haase fagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen 162/4 Aug. Haase, Prenzlau. Tagesordnung: 1. Rechnunglegung pro 1912. 2. Wahl Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. USW. Arbeitsnachweis: Rückerstraße 9 Fernsprecher: Amt Norden 6708 des Vorstandes und der Revisoren. Donnerstag, den 16. Januar, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: Recht rege Beteiligung erwartet 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 281/8 3. A.: Friedrich Freudenreich, Vors., Brip Idealfiedelung, Hannemannstr.38. Schwarze Kleidung Fertig am Lager: 70, 60, 50, 80,70, Gehrock- Anzüge 30; 40; 36 M Smoking Anzüge 80; 30; 40 M Frack- Anzüge 88; 88:40 M 90, Beinkleider 1815 8 M. 12, 10, Fertige schwarze Kleidung für Knaben und Jünglinge in größter Auswahl :: Feine :: Maß- Anfertigung in ca. 10 Stunden Baer Sohn Kleider Werke Berlin. Gegr. 1891. Chausseestraße 29-80. 11. Brückenstraße 11. Gr. Frankfurter Str 20. Schönebern Hauptstr 10. + Westmanns Trauermagazin Extra- Abteilung 1. Gesch.: Berlin W.. MohrenStraße 37a( 2. Haus von der Jerusalemer Straße). II. Gesch.: Berlin NO., Große Frankfurt. Str.115( 2. Haus von der Andreasstraße). Sehr gr. Ausw. fert. Kleider, Hüte, Handschuhe, Schleier etc. v. einfachsten bis zum hochelegant. Genre z. äußerst niedrigen Preisen.. Sonder- Abteilung: Maßanfertigung in 10 bis 12 Stunden. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 187/ 1* 1. Wahl der Delegierten zur 14. ordentlichen Generalversammlung. 2. Verbandsangelegenheiten. Laut Wahlreglement dürfen nur die Kollegen sich an der Wahl beteiligen, die mit ihren Beiträgen nicht länger als vier Wochen im Rückstand oder die Beiträge gestundet sind Mitgliedsbuch legitimiert! Zahlreichen Besuch erwartet Sterbekasse ehemaliger Pflugscher Arbeiter( Hetzelsche Kasse). Sonntag, den 26. Januar 1913, vormittags 9% Uhr pünktlich Generalversammlung in Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Sizmöbelbranche! " Bereinshaus Berliner Musiker, Montag, den 13. Januar, abends 5%, 1hr, im Märkischen Sof", Kaiser- Wilhelm- Straße 18m, unterer Saal. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Antrag auf Aenderung des§ 15 des Statuts: Erhöhung der Sterbeunterſtügung. 4. Antrag der Herren Driwohl, Mohs und Liebetrau auf Aenderungen der§§ 21, 27, 28, Admiralstraße 18c: Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag: Die Lage im Holzgewerbe". Neferent: Sollege Robert Fendel. 2. Bericht der Kommission. 3. Verbands. angelegenheit. Bezirk Charlottenburg. 77/12 29 des Statuts und zwar auf a) Er- Mittwoch, den 15. Januar, abends 8 Uhr, im Voltshaus, höhung der Remuneration für den Borstand, b) Bergrößerung des Vorstandes, c) Beschlußfähigkeit des Vorstandes, d) Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern, e) Vertretung des Rendanten, f) Jährliche Festsetzung der Remuneration. 5. Neuwahlen von Vorstandsmitgliedern( Bor fizenden, Rendanten, 2. Schriftführer). 19825* 6. Neuwahl der Revisoren. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: G. Wegner, Borfizender. Baustellen offeriere ich für jeden Zwed, in allen Lagen und Größen, mit oder ohne Finanzierung 7/20 zu günstigen Bedingungen. Hermann Biermann, Straußnidstraße 15, bochp. Rosinenstraße 3: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Nitschke:„ Soziales Empfinden und Handeln". 2. Bericht von der Generalversammlung. 3. Verbandsangelegenheiten. Bezirk Ober- Schöneweide. Dienstag, den 14. Januar, abends 8 1hr, im Restaurant Warnce, Wilhelminenhofstr. 18: Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: Neuwahl der Bezirkskommission. Korbmacher. Mittwoch, den 15. Jannar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus ( Arbeitslosensaal), Engelufer 14: Zentralverband der Hausangestellten Branchen- Verfammlung. Sonntag, den 12. Januar, in Salensee, Wilmersdorfer estjäle, Johann- Georg- Straße 19: Versammlung. Bortrag von Herrn Karl Freter: Das Recht der Hausangestellten. Saalöffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Nachdem: Tanz. 48/2 Tagesordnung: Bericht von der Konferenz in Coburg. Verband der Schneider. Sebastianstraße 37/38. Filiale Berlin I. Telephon: Amt Quergeb. II. Morikplatz Nr. 9737. Ortskrankenkasse für das Buchdruckgewerbe Kolleginnen u. Kollegen der Firma zu Berlin. Außerordentliche General- Versammlung am Montag, den 27. Januar 1913, abends pünktlich 8 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59. Tagesordnung: Beratung und Beschlußfassung über das nach der R- V.- O. abzuändernde Kassenstatut. Die Vertreter zur Generalversammlung werden gebeten, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Legitimation und Statutenentwurf werden den Vertretern in der letzten Woche vor der Generalversammlung zugehen. Berlin, den 11. Januar 1913. Johannes Blenz, Vorsitzender. Der Vorstand. Otto Wonitzki, Schriftführer. Tagesgespräch!! in Berlin und Umgegend bildet mein diesjähriger Riesen- Möbel- Inventur- Verkani. welcher bis zum 15. Februar er. stattfindet. Nur gediegene Speise-, Herren-, Schlafzimmer, Salons, Küchen, Leder- u. Polstermöbel, Standuhren, Pianinos bis 30% billiger! Möbelfabrik M. Hirschowitz, Berlin SO 25. Skalitzer Straße 25. Stoffe für eleg. 266/7 Peek& Cloppenburg! Am Montag, den 13. Januar 1913, abends 8%, Uhr, findet auf Beschluß sämtlicher Vertrauensleute dieser Firma eine gemeinschaftliche Versammlung sämtlicher Beschäftigten im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, statt. Tagesordnung: 162/3 Die Treibereien und unbeschränkten Herrschaftsgelüfte der Angestellten, und haben wir Mittel sind Wege, uns dagegen zu schüßen? Da in dieser Versammlung voraussichtlich Beschlüsse von weittragender Bedeutung gefaßt werden, so ist jeder Beschäftigte verpflichtet, daran teilDie Ortsverwaltung. zunehmen. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin III d. Wäsche, Krawatten- u. Korsettbranche. Bureau u. Arbeitsnachweis: Neue Königstr. 6. Tel. Segft. Nr. 6734. Öffentliche Versammlung der Arbeiterinnen und Arbeiter der Krawattenbranche Berlins u. Umg. am Freitag, 17.Januar, abends 8½ Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Tagesordnung: 1. Bortrag: Die wirtschaftliche Lage der Heimarbeiterinnen. Referentin: Genoffin Frau Juchacz. 2. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Kolleginnen und Kollegen! Besucht diese Versammlung, ladet alle arbeiterinnen zur Versammlung ein. le Maß- Anzüge, Ulfter, Paletots, Berufsangehörigen, auch die Vorarbeiterinnen, Schilder und Binden Beinkleider etc. 4.-, 6.-, 8.-, Wir bitten die Partei- und Gewerkschaftsgenossen, ihre Angehörigen, Aparte Neuheiten für engl. Damen- oweit fie in der Strawattenbranche beschäftigt sind, auf diese Versammlung Kostüme, 5.-M. zc., aufmerksam zu machen. 140 cm breit, meter 3., 4., Loden f.Wetterpelerinen, Kostüme, imprägniert". tr. 1.50, 2.50, 3.50 M. 2c. Schneidermeister, welche unsere Stoffe durchaus tadellos und schid verarbeiten, weljen wir nach, Arbeitslohn nebst Zutaten ca. 25 bis 30 M. 2c. Tuchlager Koch& Seeland, Gesellschaft m. b. H. Gertraudtenstr. 20-21, vis- à- vis der PetriDie Der Einberufer. Eisbahn am Viktoriapark Eingang von der Katzbachstr., ist eröffnet. Kinder 25 Pf. Die Pächter Taglia: Großes Militär- Konzert. Eintritt für Erwachsene 50 Pf., Geffentliche politische Versammlungen. An die werktätige Bevölkerung Berlins! Sonntag, den 12. Januar 1913, mittags 1 Uhr: Versammlungen Berlin: in folgenden Lokalen: Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Grenadierstraße 37, Hof geradezu, 1 Treppe. Lehrplan für das 1. Quartal 1913. Sonntag: Nationalökonomie.( Bank-, Börsen- und Verkehrswesen). -Die Das Wen und die Entwickelungstendenzen der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Die Akkumulation, Zentralisation und Konzentration des Kapitals. Das Finanzkapital. Banken. Begriff und Geschichte der Börse. IIhre kapitalistische Notwendigkeit, ihre Einteilung und Organisation. Die börsenmäßigen Handelsgeschäfte, die Börsen- Termin geschäfte. Der Weltverkehr. Vortragender: Max Grunwald. Sonntag: Rednerschule( mit mündlichen und schriftlichen Uebungen). Der Ausdruck in Wort und Schrift. Die Technik und Disposition der Rede und des schriftlichen Berichts.- Hilfsmittel der öffentlichen Tätigkeit: die Registratur, die Handbibliothek, das Vereins- und Versammlungswesen, die Geschäftsordnung und anderes. Praktische Uebungen über bestimmte Fragen aktueller Wirtschaftspolitik. Vortragender: Max Grunwald. Berliner Bockbrauerei( Abt. II), Chauffeeftr. 64 Montag: Einführung in den wissenschaftlichen Sobrauerei, Tempelhofer Berg Moabiter Geſellſchaftshaus, Wideffraße 24 Kliems Festfäle, Hasenheide 13/15 Arminhallen, Kommandantenstraße 58/59 Drachenburg, Vor dem Schlesischen Tor Graumann, Naunynstraße 75 Boekers Gesellschaftshaus, Weberstraße 17 Elysium, Landsberger. Allee 40 Vororte: Neukölln: Hoppes Leftfäle, Hermannstraße 49 Charlottenburg Volkshaus, Rosinenstraße 3 Schöneberg: Neue Rathausfäle( Inh. Ebrecht), Meininger Straße 8 Prachtsäle des Oftens, frankfurter Allee 150 Wilmersdorf: Viktoriagarten, Wilhelmsane Comeniusfäle, Memeler Straße 67 Borgmann, Andreasstraße 21 Sozialismus( II. Teil. Fortsetzung des im vorigen Quartal abgehaltenen Kursus). Die Forderungen des Sozialismus. Stellung des Sozialismus zu den Verfassungsfragen. Desgleichen zum Militärwesen. Sozialismus und Frauenfrage. Erklärung der Religion zur Privatsache. Sozialismus und Schule. Sozialistische Steuerpolitik. Vortragender: Julian Borchardt. Der Inhalt des ersten Teils wird zu Anfang kurz wiederholt, so daß sich auch neue Hörer beteiligen können. Dienstag: Fortschrittskursus im Gewerkschaftswesen.( II. Teil.) Vortragender: Emil Dittmer. Dieser Kursus findet im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, vorn 2 Treppen rechts, Zimmer 27( Transportarbeiter- Verband), statt. Mitglieder, die gewillt sind, an diesem Kursus teilzunehmen, müssen mindestens ein Jahr Mitglied der Schule sein und einen Kursus im Gewerkschaftswesen besucht haben. Meldungen sind bis zum 8. Januar 1913 an den Vorsitzenden H. Lammé, Lichtenberg, Rittergutstr. 25 I, einzureichen. Lichtenberg: Schwarz. Adler, Frankfurter Chauffee 5 Pankow:„ Zum Kurfürften", Berliner Straße 102 Dienstag: Naturerkenntnis. Brauerei Friedrichshain, Am Friedrichshain 16/23 Reinickendorf- Oft und-West: Schüßenhaus, Prater- Theater, Kastanienallee 7/9 Residenzstraße 1/2 Kastanienwäldchen( Juhaber Walter), Badftr. 16 Ober- Schöneweide: Wilhelminenhof Pharusfäle, Müllerstraße 142 Weißensee: Schloß Weißensee. Cagesordnung: Die Fleischteuerung durch den Kommunalfreisinn und den schwarzblauen Block." Referenten: Otto Braun, Eugen Brückner, Dr. Oskar Cohn, Paul Dupont, Wilhelm Düwell, ferdinand Ewald, Max Grunwald, Cheodor Glocke, Karl Detzfchold, Adolf Doffmann, Marie Juchacz, Dr. Karl Liebknecht, Karl Leid, Wilhelm Pätzel, Dugo Poetzfch, Adolf Ritter, Dr. Kurt Rofenfeld, Heinrich Ströbel, Emanuel Wurm, Mathilde Wurm, Dr. Hermann Weyl, Klara Weyl, Bans Weber, Luife Zietz, Fritz Zubeil. Das Leben auf der Erde. Grundlage und Aeußerungen des Lebens. Tier und Pflanze. Die Abhängigkeit der Lebewesen von den Einwirkungen der Umwelt.- Die EntwickelungsDarwinismus und geschichte und ihre Hilfswissenschaften. Marxismus. Vortragende: Käte Duncker. Mittwoch: Geschichte.( Preußische Geschichte und Verfassung.) Entstehung und Wesen des preußischen Staates. Fürsten und Junker. Preußen im Beginne des 19. Jahrhunderts. Jena und die Befreiungskriege.. Die Zeit der Reaktion. Die revolutionäre Bewegung in der vormärzlichen Zeit. Die Revolution von 1848. Die Konterrevolution. Die EntDie Zeit der Reaktion. stehung der preußischen Verfassung. Reichsverfassung und preußische Verfassung. Preußische Verwaltung und preußische Politik. Der Kampf um das neue Preußen. Vortragender: Konrad Hänisch. Freitag: Gewerkschaftswesen.( Sozialpolitik der Gewerkschaften.) 1. Zur Einführung: Was ist Sozialpolitik? Die sozialpolitischen Aufgaben von Staat und Gemeinde. 2. Sozialpolitik der deutschen Gewerkschaften. 3. ErwerbslosenUnterstützung. 4. und 5. Arbeitsnachweis und Stellen. verimittlergesetz. 6. und 7. Lohnkampf und Tarifverträge. 8. Gewerkschaftlich- genossenschaftliche Volksfürsorge. 9. Gewerkschaften und Genossenschaft. 10. Das Koalitionsrecht. Wir fordern die gesamte werktätige Bevölkerung, Arbeiter und Handwerker, Gewerbe- Vortragender: Emil Dittmer. treibende und Beamte auf, zahlreich in den Versammlungen zu erscheinen. 1. Die Einberufer. J. A.: Eugen Ernst, Liesenstr. 16. Oeffentliche Verfammlungen am Montag, den 13. Jannar, abends 81%, Uhr, im Marinehaus", Brandenburger Ufer( An der Waisenbrüde) und am Dienstag, den 14. Januar, abends 81 Uhr, " in dem Moabiter Gesellschaftshaus", Wiclefftr. 24. Referenten in beiden Versammlungen: Prof. Dr. R. Broda, Paris ( bom Institut für den Austausch fortschrittlicher Erfahrungen): Konfeffioneller Religions- oder weltlicher Moralunterricht? Erfahrungen in Frankreich. ( Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.) Landtagsabgeordneter Adolf Hoffmann: Die Moral des Religionsunterrichts. Erfahrungen in Preußen. Eintrittspreis 10 Pf. InventurAusverkauf . Engros Expor Lager Einzel- Verkauf" Ulster Leinen- Mäntel Staub- Mäntel Kimonos Mark Zum Aussuchen! 55/1 Leinen- Kostüme Ulster Staub- Mäntel Der Einberufer: A. Harndt, Pappel- Allee 15-17 Wahlverein Charlottenburg Säle Dienstag, den 14. Januar, abends 8, Uhr, im großen Saale des Volkshauses, Rosinenstr. 3: Oeffentliche für 50 bis 200 Personen Vereinszimmer find noch an verschiedenen Tagen ( auch Sonnabends) zu vergeben.* Versammlung für Frauen und Männer. Kl. Augustin Vortrag des Landtagsabgeordneten Julian Borchardt: Дад neue Evangelium. Nach dem Vortrage: Freie Aussprache. Um recht zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen, bittet Der Einberufer: Ludwig Zempelburg, Charlottenburg, Kaiser- Friedrich- Straße 41. 250/1 Charlottenburg. Gr. Inventur- Ausverkauf von guter Herren- u. Knabenbekleidung Preisermäßigung zirka 33, Prozent bei der Firma S.Hoffmann, Wilmersdorfer Str. 12 Ecke Schulstraße. Maßanzüge von 40 M. an in eigener Werkstatt. Lieferant der Konsumvereine Berlin und Umgebung. Sonntags geöffnet von 12-2 Uhr. Oranienstraße 103. + Magerkeit-schwindet durch Haufe's Nährpulver Thilossia". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unschädl. Viele Anerk. 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Taktische Differenzen in der Ausnahmegesetzzeit. Die Bewegung der„ Jungen". 8. Die Erneuerung der Organisation und des Programms. Stellung der Partei zu den Genossenschaften und Gewerkschaften. 9. Die neue Internationale. Der Siegeszug der Partei in den neunziger Jahren. Der Revisionismus und die daraus erwachsenen Streitfragen. 10. Die deutsche Sozialdemokratie in den letzten zwölf Jahren. Vortragender: Emil Eichhorn. 6/ 17* Unterrichtsbeginn: Sonntag, den 12. Januar, vormittags 9 Uhr: Nationalökonomie; 11, Uhr: Rednerschule. Montag, den 13. Januar: Einführung in den wissenschaftlghen Sozialismus. Dienstag, den 14. Januar: Naturerkenntnis. Dienstag, den 14. Januar: Fortschrittskursus im Gewerkschaftswesen; im Gewerkschaftshaus, Zimmer 27. Mittwoch, den 15. Januar: Geschichte. Freitag, den 17. Januar: Gewerkschaftswesen. Sonnabend, den 18. Januar: Geschichte der deutschen Sozialdemokratie( II. Teil). Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende resp. SonntagZum Aussuchen! Sonntag vormittags Beginn 9 Uhr resp. 11%, Uhr; Schluß 10% vormittage. Abends Beginn pünktlich 8, Uhr, Ende 10 Uhr. resp. 1, Uhr. Seidene Mantel Kostüme Tuch- Paletots 8 Die reichhaltige Bibliothek ist an den Unterrichtsabenden von 7-8 Uhr, Sonntags von 10%, bis 11 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler Markstraße 37, Hof geradezu 1 Treppe, und in nachstehenden erfolgt bei Beginn jedes Kursus im Schullokal GrenadierZum Aussuchen! Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstraße 42; Vogel, Lortzingstr. 37; W. Kaczorowski, Ravenéstraße 6; Horsch, Engelufer 15. Plüsch- Jacketts ,, Modelle" Seal Mäntel PlüschTaftDiagonal- Kostüme FrauenTaftEtaminTuch-Mäntel 2 Preise BERLIN Max Mosczytz Landsbergerstr. 59 Gegründet 1894Einzelverkauf nur in der L. Etage. Achten Sie im eigenen Interesse auf die Hausnummer. 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Co., Berlin SW ?, to- 30 i DtllilU des Joiiiilo" Kerlllitt MIdsdIM Der Aahlksmpf kür Sie cancktsgzeristtMhI im Kreise Teltow- Beeskow- Storkow- Berlin- Wilmersdorf wird von unseren Genossen bereits mit Energie betrieben. Eingeleitet wurde die Agitation durch eine allgemeine Flug- blattverbreitung, der nun Versammlungen in den einzelnen zum Kreise gehörenden Orten folgen. Die Tatsache, daß der Kreis eine vorwiegend ländliche Struktur aufweist, sowie das Bestreben, auch sachkundige, mit den landwirtschaftlichen Ver- Hältnissen vertraute Männer in das preußische Dreiklassenhaus zu entsenden, haben unsere Genossen veranlaßt, den Guts- besitzer, Genossen Adolf H 0 f e r aus Ostpreußen als Kau- didaten der Sozialdemokratie aufzustellen. Die Nominierung des Genossen Hofer zum Landtagskandidaten hat im ganzen Kreise freudigen Widerhall ausgelöst. Allgemein ist man davon überzeugt, daß er wie kein anderer die Interessen der schwer gedrückten Landbevölkerung mit Nachdruck vertreten wird. Er wird in der Lage sein, den Junkern durch Vor- Icgung von Tatsachenmaterial zu zeigen, wie volksfeindlich ihre Politik auch gegenüber dem ländlichen Proletariat ist. In zahlreichen, stark besuchten Versammlungen hat sich Genosse Hofer bereits den Wählern des Kreises vorgestellt, um in kurzen Zügen sein Programm zu skizzieren. Der Redner schilderte zunächst in eindruckdvollen Worten, daß er mitten unter den ostpreußische» Junkern lebe. Er bewirtschafte ein größeres Gut, das seit mehr als 200 Jahren im Besitze seiner Vorfahren gewesen sei. Schon in jungen Jahren habe er sich zur Fahne des Sozialismus bekannt, was selbstverständlich großes Auf- sehen hervorgerufen habe. Man habe immer geglaubt, das räudige Schaf würde bald wieder in den konservativen Hammelstall zurück- kehren. Mit derselben Begeisterung, mit der er sich der Sozial- demokratie angeschlossen habe, trete er für die Interessen der Unter- drückten und Ausgebeuteten ein. Würde er in den Landtag gewählt, so würde er sich gleich einem Soldaten, der aus einen vorgescbobenen Posten gestellt wäre, jederzeit seiner veraiitworlungSvollen Aufgabe bewußt sein. Für die Interessen der arbeitenden Be- völkerung in Stadt und Land würde er seine ganze Kraft einsetzen. Redner beleuchtete dann »n grellen Farben die Gefilde Ostpreußens und schilderte besonders die traurigen Schulverhältnisse auf dem Lande. Den Junkern und Agrariern' seien die dümmsten Arbeiter die liebsten, deshalb sorgten diese auch bewußt dafür, daß die Schulverhältnisse so schlecht wie nur irgend möglich blieben. Vom Lesen und Schreiben hätten viele Kinder keine Ahnung. Aus Briefen, die in großer Zahl an ihn gerichtet würden, gehe hervor, daß Leute nicht einmal in der Lage wären, ihre Gedanken schriftlich so niederzulegen, daß man sie verstehen könne. Genosse Hofer schilderte dann, daß sich die Agrarier unter der gegenwärtigen abnormen Teuerung sehr wohl fühlten. Hungersnot und Teuerung seien in früheren Jahrzehnten Folge» von unabwendbaren Naturereignissen gewesen, heut aber würden sie k ü» st l i ch heraufbeschworen. Vor den Wahlen sage man den Landarbeitern immer, wenn sie Männer ivählen würden, die für die Zölle eintreten, so könnten auch ihre Löhne erhöht werden. Nach den Wahlen müßten die Arbeiter jedoch toeiter hungern und sich mit niedrigen Löhnen abspeisen lassen. Die Junker seien heule viel ge- fährlicder, als idre Borfahren, die gefürchleten Raubritter. Während jene bei ihren Raubzügen Leben und Gesundheit opkern, in Sturm und Regen auf den Landstraßen lagern mutzten, benutzen die modernen Junker die Klinke der Gesetzgebung zu ihren Raubzügen auf die Taschen de? Volkes.— Was nütze es. wenn man heute Krankenhäuser baue und Gelder bewillige zur Be- känipfung der Tuberkulose? Aus der einen Seite bekämpfe man die Tuberkel und aus der anderen würden sie durch die Junker, die die Lebensmittel künstlich verteuerten, wieder gezüchtet. Die Grenzsperre bestehe für die Eiufubr von Vieh, aber für die Jmporlierung von ausländischen Arbeitern, die als L 0 h n d r ü ck e r benutzt würden, könne inan sie nicht weit genug öffnen. Redner forderte nach Aufzählung weiterer Mißstände auf zum Kampfe gegen die Dreiklassenichmach. Die Wurzel alles Uebels sei der preußische Landtag, in dem sich die Junker auf Grund des erbärmlichen Wahlrecht« recht wohl fühlen. Industrie- und Landorbeiter müßten zusammenstehen wie ein FelS im brausenden Meer. Die Stürme der Reaktion würden dann an dem Felsen wie Schaum zerstäuben. Jeder einzelne müsse mit da- für sorgen, daß bald der Tag erscheine, an dem olle Licht und Frei- heit haben, an dem für olle genügend Brot geschaffen werde. Leb- haster Beifall begleitet« überall die vortrefflichen Worte des Genossen H 0 f e r. *-i- * lieber Versammlungen, in denen Genosse H 0 f e r inhaltlich die oben wtedergegebenen Ausführungen machte, liegen Berichte aus einer Anzahl Orte vor. In Köpenick hatten sich zirka 1000 Personen versammelt, die nach einem einleitenden eindrucksvollen Referat des Genossen Groger dem sozialdemokratischen Kandidaten nach seinen Ausfiihrun�cn großen Beifall spendeten. In Trcplow-Bailmschlilcnweg. wo gleichfalls eine imposante Versammlung tagte, sprachen außer dem fozialdemokratischeit Kandidaten auch die Genossen G r 0 g e r und W u s ch i ck. Gleich dem Genossen H 0 f e r beleuchteten auch diese beiden Redner niit beißendem Sarkasinus unsere preußischen Zu- stände. Von über 700 Personen besucht war eine Versammlung, die in Adlershof stattfand, in der Genoffe Hofer sein Pro- gioiiim entrollte. Außerdem sprach Genosse Thurow über die Widersinnigkeit des Dreiklassenlvahlrechts, dabei zugleich daS verräterische Treiben des Zentrums, der 3cationoUibcroIeu und des Freisinns bei der Beratung der Wahlrechtsvorlage im Preußischen Landtag beleuchtend. Die Mitglieder des Gesaugvereins„Frohsinn" brachten einige stimmungsvolle Lieder zu Gehör der begeisterten Versammlung.,. �>n einer stark besuchten Versammlung, die in Britz statt- fand, kennzeichnete Genosse U ck 0 unter lebhaftem Beifall die volksfeindliche Politik der preußischen Junker. Nach ihm sprach Genosse H 0 f c r. dessen Ausführungen gleichfalls leb- haften Beifall entfesselten. 3" Steglitz sprach in gut besuchter Versamnilung außer dem Genossen H o f e r Genosse Heinrich S t r ö b e l. etwa einstundiger Rede, die von leidenschaftlichem Zorn gegen die preußische Reaktion durchglüht war, rief er den An- wcsendcn unter wiederholter Zustimmung verschiedene„glor- reiche Tawn" der LaudtagSmehrheit ins GedächtsniS zurück. Für die Vo. sschule, die Genosse Hofer treffend glossiert habe, habe der Landtag nur Bettelpfennige übrig gehabt. Jetzt müsse alles daran gesetzt loctben, damit etwas Ersprießliches für die Bildung des Volkes getan werde. Sollte jedoch etwas für das Volk geschaffen werden, so müsse der Fortschritt da- kür sorgen, daß bei den bevorstehenden LandtagLwahlen weder ein konservativer noch ein nationalliberaler Abge- ordneter gewählt werde. Nachdem Redner die Kriegsgclüste sowie die in Aussicht stehende neue Militärvorlage einer ätzenden Kritik unterzogen hatte, schloß er unter stürmischem Beifall mit den Worten:„Volk der Arbeit aufgewacht, und erkenne deine Macht!" In Wilmersdorf sprach noch Genosse Fritz Zubeil. Auch er schilderte mit kräftigen Worten die unhaltbaren Zu- stände in Preußen und forderte auf zum energischen Kampfe gegen die preußische Dreillafsenschmach, das Bollwerk von Junkerübermut und Junkerfrechheit. VaiienKilKsei' als verluchs-Kaiiilicheii. Zu diesem Thema, das die Stadtverordnetenver- s a m m l u n g demnächst beschäftigen wird, bringt die„Berliner Aerzte-Corr." einen Leitaufsatz, welcher die Frage:„Wieweit ist ein Krankenhausarzt berechtigt, Versuche mit neuen Mitteln an seinen Pfleglingen vorzunehmen?" von der rechtlichen(nicht wissen- schaftlichen) Seite aus erörtert. Die Frage ist bekanntlich akut ge- worden durch die in der Berliner Medizinischen Gesellschaft ge- machte Mitteilung, daß an zahlreichen Pfleglingen des Rummelsburger Waisenhauses ein neuer Impf- stoff gegen Tuberkulose probiert worden sei. Die „Aerzte-Corr." zitiert nun die bekannten Reichsgerichtsurteile, nach welchen der Arzt, der ohne die erklärte oder doch mutmaßliche Ein- willigung des Leidenden oder seines gesetzlichen Vertreters einen operativen Eingriff vornimmt, sich einer widerrechtlichen Körper- Verletzung im Sinne des s 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches schul- dig macht. Beim Privatarzt liege nun die Sache anders, als beim Kranken Hausärzte. Beim letzteren, müsse davon ausgegangen werden, daß die Aufnahme dem Arzte eine generelle Ermächtigung für alle ihm notwendig er- scheinenden operativen und sonstigen Maßnahmen gewähre. Nur wenn der Patient oder dessen gesetzlicher Vertreter sich die Ein- willigung zu operativen Eingriffen ausdrücklich vorbehalten habe, müsse auch der KrankenhauSarzt vor der Bornahme dieser Ein- griffe die Einwilligung einholen, es sei denn, daß wegen Gefahr im Verzuge diese Einwilligung nicht rechtzeitig beschafft werden könne. Was die Versuche mit neuen Heilmitteln an- betreffe, so wäre gegen bereits erprobte Mittel nichts einzu- wenden, andernfalls und besonders, wenn stark wirkende Mittel in Frage ständen, dürfte wohl die Einwilligung des Patienten oder seines gesetzlichen Vertreters unerläßlich sein. Werde diese unterlassen, so könne der Arzt für allen Schaden zivil- rechtlich haftbar gemacht, unter Umständen auch straf- rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Im vorliegenden Falle wäre zur Vornahme prophylaktischer Eingriffe(der Schutzimpfung) zweifellos die Einwilligung der gesetzlichen Vertreter der Kinder bezw. der Waisenhausdeputation e r f 0 r- d e r l i ch gewesen. Die Verantwortung für die Versuche trage der Chefarzt des Waisenhauses. In der„Zeitschrift für Soziale Hygiene und Praktische Me- dizin" hat sich kürzlich ein Herr Professor Dr. Mosse zu dem sozial- demokratischen Antrage geäußert, der sich auf die Vornahme experi. menteller Eingriffe bezieht. Der Verfasser des Artikels untersucht zunächst den Begriff„Experiment" und meint, daß einheitliche Regeln über den Nutzen oder Schaden vieler experimenteller Ein- griffe an Kranken a priori nicht aufgestellt werden könnten. ES ist verständlich, wenn die Herren Aerzte sich bemühen, vollständige Freiheit in ihrer Tätigkeit zu bekommen. Damit können doch aber Vorkommnisse wie die in Rummelsburg, wo Privatärzte ohne weiteres an Waisenkindern Versuche machen, nicht entschul- digt und gerechtfertigt werden. Hier liegt die Sache insofern be- sonders schlimm, als nicht einmal Aerzte der Krankenanstalt die Kinder behandelt haben, sondern daß der leitende Arzt der Anstalt die Kinder den Versuchszwecken eines privaten Arztes, der mit der Stadt in keinerlei Beziehung steht, einfach überlassen hat. Im übrigen ist es bezeichnend, daß gerade die Patienten zu Experimenten gut genug sind, die sich in die staatlichen oder städtischen Anstalten begeben. Und das sind im wesentlichen die ärmeren Schichten der Bevölkerung; reiche Leute suchen Privat- kliniken auf. Warum werden solche Versuche nicht an reichen Leuten zuerst vorgenommen. Sind denn dazu nur arme Leute gut genug? Partei- �ngelegendeiten. Potödam-Spandau-Osthavclland. Die Adresse deS K r e i S v 0 r s i tz e n d e n ist von heute ab wie folgt: Emil Stahl, Spandau, M a r s ch a l l st r. 3, HI. An diese Adresse sind alle geschäftlichen Angelegenheiten sowie alle die Organisation und Agitation betreffenden Mitteilungen usw. nunmehr zu richten.— Die Adresse des K r e i S k a s s i e r e r S ist: E v st Hornig. Spandau, Mittel st r. 13. An diese Adresse sind alle die Kassengeschäfte betreffenden Angelegenheiten zu senden.—: Als Obmann der Lokaliom Mission des Kreises fungiert Karl Kasmierzak, Spandau, Neumeisterstr. 7. An diesen wolle man sich in allen die Lokalfrage betreffenden Angelegen- heilen wenden. Wir bitten die Genossen, von Vorstehendem Kenntnis zu nehme». Der Vorstand des sozialdem. Kreiswahlvereins Potsdam- Spandau- Osthavelland. Steglit,- Friedenau. Am Dienstag, den 14. Januar, abends 8'/z Uhr. beginnt bei Sckellhase, Ahornstr. Iba, der auf vier Vor- trüge berechnete VorlragSkursuS des Genossen E. Däunng über: „Deutsche Literaturgeschichte de» tö. und LL. Jahrhunderts". Ein- lriilskarten für alle vier Vorträge sind für 40 Pf. im Vortragslokal zu haben. Der Bildungsausschuß. Steglitz. Am Sonnabend, den 18. Januar, findet in Albrechts- Hof ein Kunstabend statt. Der Eintrittspreis ist aus 80 Pf. fest- gesetzt worden. Beginn der Vo» träge pünktlich 0 Uhr. Nach dem künstlerischen Teil Ball. Eintrittskarlen sind bei allen Bezirkssührern zu haben. Zum Besuche der Versammlung in Wilmersdorf treffen sich die Genossen um IL'/z Uhr auf dem Platze vor dem Rathause. ®''stMZuckow. Am DienStag, 14. Januar, abends 8 Uhr, im Lolai von Gruhn, Chausseestraße 18, Generalversammlung deS Wahlvereins. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt- gegeben. Am Donnerstag, den IS. Januar, abends 8 Uhr. im Lokal von Zilz, Wcrderstraße 28. beginnt für die FimktionSre und Teilnehmer der Landagnativn der Kursus über:„Die Technik der Landtags- wählen." Grünau. Die Genossen werden ersucht, sich au dem heute abend e Uhr in der Villa Kahl stattfindenden wissenschaftlichen Vortrag über Feuerbestattung mit Vorjührnng deS Modells eines Krema- torimns zu beteiligen. Dienstag, den 14. Januar, abends 9 Uhr, im Lokal von Franz, Köpenicker Str. 88: Versammlung des Wahlvereins. Vortrag deS Genossen Dr. Moses:„Preußen in der Welt voran". Abrechnung des letzten Quartals. Vereinsangelegenheiten. Der Leseabend fällt diesen Monat ans. Lichterfeldc-Lankwitz-Teltow. Der Kursus über„Die Technik der preußischen LandtagSwahlen" beginnt am Montag, den 13. Januar, abends 8V2 Uhr, im Restaurant Fr. Wahrendorf, Lichterfelde, Bäke- straße 7. Referent: Genosse C. Wenzel. Rei»ickcndorf-Ost. Dienstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung im Restaurant Sadau, Residenzstraße 124. Tagesordnung: Bericht vom preußischen Parteitag, Wahlen. Reinickcndorf-Wcst. Dienstag, den 14. Januar, abends pünktlich 8>/z Uhr, in den„Eicdbomsälen", Eichbornstr. liv: Mitgliederversamm- lung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mit- glieder. 2. Bericht vom Preußischen Parteitag. Referent: Partei- selretär Genosse Paul Brühl. 3. Antrag der Bezirksleitung auf Ausschluß eines Mitgliedes. 4. Vereinsaligelegenheiten und Ver- schiedencs. Mitgliedsbuch oder Aufnahmeschein legitimiert. Borsigwaldc-Wittenau. Am Montag, den 13. Januar, abends 8>/z Uhr findet eine öffentliche Versammlung im Lokal von Rohde, Charlottenburger Straße 48, statt. Am Dienstag, den 14. Januar, abends 8V2 Uhr, Mitgliederversammlung des Wahlvereins in den Borsigwalder Fcstsälen. Nowawcs. Dienstag, den 14. Januar, abends S'/a Uhr, im Lokal von Schmidt, Wilhelmstr. 41—43: Oeffentliche Versammlung. Genosse Dr. Rudolf Breitscheid spricht über die bevorstehende Land- tagsersatzwabl. Die Parteigenossen werden ersucht, für guten Besuch dieser Ver» sammlung zu agitieren. Spandau. Am Dienstag, den 14. Januar, abends 8*1% Uhr: Generalversammlung deS Wahlvereins bei Vorchard, Seeburger Straße. Tagesordnung: 1. Unsere nächsten Aufgaben. Referent: Dr. Liebknecht. 2. Bericht von der Kreisgeneralversammlung. 3. Ouartalsbericht._ ßerliner N�cbncbtcn. Gegen die Berliner Biersteuer. Durch das Steuerprojekt des Berliner Magistrats, welches bekanntlich eine„Reform" der Biersteuer der Reichs- Hauptstadt bezweckt, werden immer weitere Kreise beunruhigt. Infolgedessen hat sich auch die Handelskammer genötigt ge- sehen, an die städtischen Verwaltungs-Körperschaften eine Eingabe zu richten. In dieser wird gebeten, möglichst ganz auf diese Einnahmequelle zu verzichten. Falls dieses aber nicht möglich ist, soll doch wenigstens von einer Verstärkung der jetzigen Belastung Abstand genommen werden. Die seitens der Kammer durchgeführte Prüfung der Verhältnisse hat das Ergebnis gehabt, daß eine etwaige Mehrbelastung nicht auf den Konsum abwälzbar sein würde. Die neue Steuer würde entweder von den Brauereien oder von den Gastwirten getragen werden müssen. Die Bierabgabe müßte deshalb als eine kommunale Sondergewerbesteuer gegen die Brauereien und Gastwirte wirken. Neben den grundsätzlichen Bedenken gegen die hierin liegende Benachteiligung einzel- ner Gewerbe muß aber vor allem berücksichtigt werden, daß besonders die in Betracht kommenden Erwerbszweige durch die Reichsgesetzgebung der letzten Jahrzehnte stark belastet worden sind. Diese Berufsgruppen haben schon durch diE- zweimalige Erhöhung der Reichsbrausteuer eine erhebliche Erschwerung ihrer wirtschaftlichen Lage erfahren. Wie bereits bekannt geworden ist, gehen die Brauereien mit der Absicht der Abwälzung der neuen Steuer im Fall der Annahme auf die Gastwirte um. Diese aber sind noch viel weniger als die Brauereien in der Lage, neue Steuern zu tragen und müßten dieselben wieder aus die Konsumenten abwälzen. Diese Ansicht ist auch in Eingaben verschiedener Gastwirtsvereinigungen an die Stadtvcrordnetenversamm- lung zum Ausdruck gebracht worden. Der Verein der Berliner Weißbierbrauercien. E. V., äußert sich zu der Steuervorlage wie folgt: Wenn schon die Berliner Lagervierbrauereien in mehreren Veröffentlichungen betont haben, daß die projektierte Biersteuer mit ihrem Satz von 80 Pf. pro Hektoliter für sie entschieden zu hoch ist, so müssen wir als Berliner Weißbierbrauereien, denen eine Abwälzung nicht möglich ist, erklären, daß die nunmehr veröffentlichte Biersteuer- ordnung des Berliner Magistrats unsere im letzten Jahre nur mit großen Opfern aufrechterbaltenen Betriebe ruinieren würde. In den ersten Auslassungen des Herrn Stadtkämmerers, wie auch in der Begründung des Entwurfes ist gesagt, daß die Weißbier- braucrcien geschont werden sollen und nur einen Satz von 20 Pf. zu zahlen hätten. Hierin ist aber durchaus nichts von„Schonung" zu sehen, da dieser Satz weit über das Maß des jetzt bezahlten Brausteuerzuschlages hinausgeht. In dem Entwurf steht es aber noch viel schlimmer: Danach sollen für alle Bierc, gleichviel ob obergärig oder untergärig, sofern sie mehr als 2 Proz. Alkohol enthalten, 00 Pf. pro Hektoliter bezahlt werden. Da das Berliner Weißbier, das nicht zu den angeführten Dünnbieren gehört, je nach der Qualität(gewöhnliches oder Märzenbier) und nach dem längeren Lagern auf der Flasche bis zu 2J4 Proz. Alkohol enthalten kann(ein Gehalt, der jedoch noch immer als alkoholarm zu be- zeichnen ist), so würden wir anstatt einer„Schonung" eine Er- höhung auf das 41- fache der bisherigen Steuer aufgebürdet be- kommen. Eine Rückvergütung der Steuer durch den Export kommt bei uns kaum in Frage, da sich fast in jedem Borort eine Weiß- bierbraucrei befindet, die genügend für den dortigen Bedarf Sorge trägt. Am einfachsten wäre eS demnach, für das obergärige Bier ins- gesamt einen besonderen Gebührensatz von höchstens 10 Pf. pro Hektoliter zu bilden, sofern es nicht ganz steuerfrei zu belassen ist. Wir hoffen, daß die Herren Stadtväter nicht ihre Hand dazu bieten werden, daß das Berliner Weißbier, das sich noch immer, und besonders wegen feiner nicht berauschenden oder Müdigkeit hervorrrufcnden und doch vortrefflich den Durst stillenden Eigen» schaften, bei der arbeitendne Bevölkerung großer Beliebtheit er- freut, durch neue Steuerlasten aus der Produktion verschwinde. Die Folge wäre, daß eine große Zahl jetzt gutgestellter Arbeiter ihre zum Teil langsährigen Stellungen verlieren und Berlin eines seinen Namen in Ehren tragenden Lokalerzeugnisses beraubt würde. Die Eingemeindung Treptows nach Berlin wird auch von der Gemeindeverlretung in Treptow dringend gefordert. Wie wir bereits gestern kurz gemeldet haben, hat die Gemeindevertretung am Fieitag beschlossen, die Eingemeindung nach Berlin von neuem zu betreiben, trotz aller Schwierigkeiten, die von den Aufsichtsbehörden gemacht werden. Der Bürgermeister berichtete darüber in der Sitzung Der Magistrat von Berlin habe erklärt, daß er selbst die Ver- Handlungen mit den beteiligten Regierungsstellen fübren und die Entschädigungspflicht erfüllen wolle. Als Grundlage für dieses Vor- gehen betrachte er jedoch eine Willenskundgebung der Gemeinde, eine grundsätzliche Entschließung Treptows. Erst dann fei über die . Drinnen im Saale aber 0 Nachdem ich die erste näheren Bedingungen zu verhandeln, die Treptow an feine Vereinigung würde, wenn man einmal diesen Zusah aus den Plakaten ent-, wartete an der Straßenbahnhaltestelle vor dem Ringbahnhof Prenz mit Berlin inüpfe. Aus den weiteren Mitteilungen des Gemeinde- fernen würde. Es wurde verabredet, diesen Zusatz zu überkleben. lauer Allee auf die Elektrische, als in einiger Entfernung von mir vorstehers ging hervor, daß inzwischen auch Kreis und Provinz nicht Es wurde weiter die Forderung gestellt, nur Herren zuzu auf dem Bürgersteige ein Arbeiter plöglich hinfiel und von schweren müßig gewesen find. Bald darauf traf vom Landrat des lassen. Unter diesen Voraussetzungen wurde die Abhaltung des Krämpfen befallen wurde. Ich eilte hinzu und fah, daß diese Krämpfe Kreises Teltow ein Schreiben vom 12. Dezember ein, worin sich wieder zurüd zum Polizeirevier Putlikstraße. Man war dort wohl zweifellos epileptischer Natur waren. Vortrages schließlich genehmigt. Mit diesem Bescheid gab man er mitteilte, daß die Regierung an ihrem Standpunkt festhalte, wo- anscheinend mit der Entscheidung der vorgesehten Behörde nicht Hilfe geleistet hatte, bat ich schließlich einige der ebenfalls nach der Weg einer Eingemeindung von Vororten in Berlin nicht ganz zufrieden, mußte sich aber doch fügen. Der Vortrag ging vor hinzugeeilten Personen, den Mann in die sehr geräumige Vorhalle mehr gangbar fei, und daß die Verhandlungen zwecklos und nur sich. Die Frauen, die demselben überaus zahlreich zugeströmt des Ringbahnbofes Prenzlauer Allee hineinzubringen. Einmal, geeignet seien, die Bevölkerung Treptows zu beunruhigen.( Wider- waren, wurden von zwei Zerberussen in Gestalt von Schußleuten weil an und für sich bei den ziemlich starken Strämpfen die Gefahr spruch.) Am 28. Dezember lief ein zweites Schreiben ein, worin am Betreten des Lokales behindert. Man kann sich ausmalen, daß vorlag, daß der Betreffende sich auf dem Pflaster zerschlagen würde, der Landrat mitteilte, daß der Kreisausschuß in einer Sigung sich die Entrüstung über dieses neuerliche Vorgehen der Polizei in andererseits aber auch, weil die Befürchtung nahe lag, daß bei bom 17. Dezember einstimmig beschlossen habe, in Ver- ziemlich scharfen Worten Luft machte. handlungen mit der Stadt Berlin über die Eingemeindung als Sittenrichter., Der wahrscheinlich auch der Polizei bekannten waltete der Leutnant mit einem Kriminalbeamten seines Amtes dem scheußlichen Wetter und der Kälte ein Herzschlag hinzus treten und dem Leben des Mannes ein Ende machen nicht einzutreten. Am 2. Januar d. 3. teilte der Landrat Tatsache, daß es zweierlei Geschlechter gibt, durfte nicht Erwäh- könnte. Kaum war der Mann in der Bahnhofshalle niedergelegt ferner mit, daß auch der Provinzialausschuß am 20. Dezember ein- nung getan werden. Wenige Tage darauf erreichte Herrn worden die Krämpfe hatten immer noch nicht nachgelassen stimmig beschlossen habe, Verhandlungen mit Berlin nicht zu führen. Dr. Moses denn auch ein von Herrn von Jagow höchst eigenhändig als der Bahnhofsinspektor erschien und laut aufforderte, Bürgermeister Schablow legte in objektiven Worten die Gründe dar, unterschriebener Erlaß, in dem es heißt: den Mann wieder auf die Straße zu bringen. Hier in der Bahndie für und gegen die Eingemeindung in Berlin sprächen. Für die Die von Ihnen auf Veranlassung der Gesellschaft für volks- bofshalle wäre kein Ort für Leute, die eventuell sterben könnten. Eingemeindung spreche die historische Entwidelung tümliche Vorträge gehaltenen öffentlichen Vorträge nebst an- Jch wies den Inspektor darauf hin, daß hier Gefahr für das Leben Treptows, der ausgedehnte, unbebaute Grundbesitz Berlins in schließender Fragebeantwortung über Geschlechtskrankheiten und Treptow und die leichte Lösung von Verkehrsfragen mit Hilfe Berlins; gegen die Eingemeindung sei das Aufgeben der Selbständigkeit und die Trennung von Polizei und Verwaltung anzuführen. Für die Uebergangszeit müsse unter allen Umständen eine besondere Deputation für die Treptower Angelegenheiten eingesetzt werden. Der Beschluß der Gemeindevertretung Treptows, einer Vereinigung der Gemeinde mit Berlin zuzustimmen, ist von dem Gemeindevorstand unverzüglich dem Berliner Magistrat angezeigt worden. Dem Gemeindevorstand ist darauf folgendes Schreiben bon Berlin zugegangen: Dem Gemeindevorstande bestätigen wir mit Dank den Eingang der uns zugegangenen Mitteilung über den gestrigen Beschluß der Gemeindevertretung. Wir haben mit Freude von dieser gewiß eindrucksvollen Kundgebung des auf die gemeinsame Zukunft mit uns gerichteten Willens unserer Nachbargemeinde Kenntnis genommen. Wie der Beschluß der Gemeinde Treptow bezeugt, daß ihr wohlverstandenes Interesse unzweifelhaft in der gemeinsamen Zukunft mit Berlin liegt, so geht nach unserer festen Ueberzeugung das Interesse Berlins und auch das der Allgemeinheit nach derselben Richtung. Wir werden gern bereit sein, in der entscheidenden Zukunftsfrage an der Seite Treptows dessen Interessen wie unsere eigenen mit allem Nachdruck unsererseits zu vertreten." Wie wir erfahren, wird der Magistrat sich alsbald mit den be= teiligten weiteren Instanzen in Verbindung setzen, um diesen angesichts der nunmehrigen Sachlage die Stellungnahme der Stadt Berlin zu der Eingemeindungsfrage darzulegen. In der Verfügung heißt es: Prostitution haben mich genötigt, dieser Gesellschaft zu eröffnen, diohe, und daß ich als Arzt die Pflicht hätte, alles aufzubieten, daß ich auf Grund des§ 10, II. 17 Allgemeinen Landrechts im um eine derartige Gefahr abzuwenden und aus diesen Gründen anInteresse der Sittlichkeit die von Ihnen veranstalteten geordnet hätte, den Mann hier in die Bahnhofshalle hineinzubringen. öffentlichen Vorträge über Angelegenheiten des Geschlechtslebens Das alles machte feinen Eindruck auf den Herrn Inspektor. Ich künftig nur noch unter der Voraussetzung zulassen kann, daß diese wies schließlich darauf hin, daß sein Verhalten resp. seine AnVorträge ausschließlich vor erwachsenen männ= ordnung den Mann unter diesen Umständen und bei diesem falten lichen Personen stattfinden und daß dabei alles unterbleibt, Wetter auf die Straße zu werfen, ein geradezu rohes und unmensch was geeignet ist, sittlichen Anstoß zu erregen, insbe- liches Verhalten wäre. Worauf der Herr Bahnhofsinspektor unter sondere keinerlei Fragestellung und Beantwortung über ge- Berufung darauf, daß er hier das Hausrecht habe, mich aufforderte, schlechtliche Angelegenheiten stattfindet." unverzüglich die Räumlichkeiten des Bahnhofes zu verlassen, anderen" In diesem Vortrage sind Fragen aus dem Gebiete des Ge- falls er gegen mich wegen Hausfriedensbruchs vorgehen würde. Es schlechtslebens und der Geschlechtskrankheiten, über die Art der blieb mir also nichts anderes übrig, als den Mann seinem Schicksal Vollziehung des Beischlafes und derartiges erörtert worden, zu überlassen. Mir ist ein derartiges Verhalten in einer deren Erörterung in einer aus beiden Geschlechtern gemischten zwanzigjährigen Pragis noch nicht vorgekommen. Ein Glück für den öffentlichen Versammlung das Schamgefühl berlebt. Herrn Bahnhofsinspektor, daß er in Preußen und nicht in Amerika In der anschließenden Fragestellung und Beantwortung sind beamtet ist: denn jenseits des Teiches, glaube ich, hätte man diese Gegenstände zum Teil in einer so anstößigen Art behandelt worden, daß eine Fragestellung und Beantwortung an einem solchen Menschen wegen seines unmenschlichen Verhaltens hierüber in der Oeffentlichkeit überhaupt nicht, auch nicht vor eine Lynchjustiz ohne gleichen verübt. Ich möchte die Frage aufwerfen, Männern, gestattet werden kann." ob diese Herren Bahnhofsinspektoren eine Instruktion haben, dergestalt, daß sie einem Menschen, der ganz plötzlich von einem schweren Leiden befallen wird, in ihren Räumlichkeiten keine Unterkunft geben dürfen? Es folgen nun einige dem Polizeipräsidenten übermittelte, ganz aus dem Zusammenhange gerissene Aeußerungen aus dem Vortrag, und dann heißt es wörtlich weiter: " Indem ich auf die abschriftlich beigefügte Verfügung an In anderen Kulturstaaten würden dem Herrn wahrscheinlich die Gesellschaft für volkstümliche Vorträge Bezug nehme, untersage ich Ihnen auf Grund des§ 10, II, 17 Algemeinen noch in anderer Weise von seiten seiner vorgesetzten Behörden vor Landrechts im Interesse der Sittlichkeit die Ab- Augen geführt werden, daß auch ein Bahnhofsinspektor im Goetheschen haltung öffentlicher Vorträge über Angelegenheiten des Ge- Sinne edel, hilfreich und gut zu sein hat. schlechtslebens, sofern an diesen Vorträgen auch weibliche Personen teilnehmen, und jede Zulassung von Fragestellung und jede Fragebeantwortung über die bezeichneten Angelegenheiten in diesen Vorträgen. Bei Zuwider= handlungen gegen die vorstehende Verfügung wird eine hiermit angedrohte Geldstrafe von 150 Mart gegen Sie festgesetzt werden. Diese Verfügung wird auf Grund des§ 53 des Gesetzes über allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 ohne Rücksicht auf die etwaige Einlegung von Rechtsmitteln zur Durchführung gebracht werden. Jagow." Konfeffioneller Religions- oder weltlicher Moralunterricht Erfahrungen in Frankreich, lautet das Thema zweier Bersammlungen, welche am Montag, den 13. Januar, abends 8%, Uhr, in dem " Marinchaus" an der Waisenbrücke und am Dienstagabend in dem " Moabiter Gesellschaftshaus", Wiclefstr. 24, stattfinden. Zur Neuordnung des städtischen Rettungswesens. Der Magistrat hat sich in seiner gestrigen Sigung mit der Neuordnung des Rettungswesens beschäftigt. Es ist bekannt, daß die Gemeindehörden das gesamte Rettungswesen, von dem die Sanitätswachen bereits seit einem Da namentlich von der Zentrumspartei allerlei der Wahrheit Jahr unter städtischer Verwaltung stehen, mit dem 1. April d. J. verwidersprechende Geschichten über die sittliche Verwahrlosung in stadtlichen wollen. Die von dem Kuratorium für das Rettungswesen Frankreich seit der Einführung des Moralunterrichtes und der Ab-. aufgestellten Grundsäge für die Regelung des ärztlichen Dienstes in schaffung des Schulreligionsunterrichtes daselbst verbreitet werden, den städtischen Rettungsstellen fanden die Billigung des Magistrats. dürfte das Urteil eines französischen Fachmannes von Wert sein. Der ärztliche Dienst soll demgemäß vom 1. April d. J. an, mit Das Referat hat Prof. Dr. Broda- Baris übernommen. Der Vortrag welchem Datum die neue Organisation ins Leben treten wird, Man sieht aus diesem neuerlichen Erlaß des Herrn v. Jagom wird in der deutschen Sprache gehalten. Als zweiter Redner spricht so gestaltet werden, daß auf jeder Nettungsstelle, wie in Zukunft die wieder einmal, daß der Bürger von Berlin ruhig schlafen kann; Landtagsabgeordneter Adolf Hoffmann über: Die Moral des bisherigen Hilfswachen( Rettungswachen und Unfallstationen) be- denn das Auge des Gesezes, noch mehr aber die Augen seines Religionsunterrichtes. Erfahrungen in Preußen. zeichnet werden follen, eine beschränkte Anzahl von praktischen Aerzten, Polizeipräsidenten wachen über seine Unschuld. die möglichst im Bezirk der Rettungsstelle wohnen sollen, im Aufa Wer als Arzt über Fragen des Geschlechtslebens öffentlich Vermißt wird seit dem 2. Januar das Lehrmädchen Frida Popp trage der Stadt den Dienst versehen. Die Aufsicht über den ärzt- vor Männern und Frauen spricht, erregt sittlichen An- aus Reinickendorf, Seestr. 26. Am 2. Januar abends 8 Uhr verließ lichen Dienst übt auf jeder Rettungsstelle ein Aufsichtsarzt aus, stoßso die Anschauung des Herrn v. Jagow. es die Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft in der Togostraße während der gesamte ärztliche Dienst der Ueberwachung eines Wer als Arzt vor erwachsenen Männern und Frauen auf und ist seitdem nicht wieder gesehen worden. Bekleidet war das oder mehrerer ärztlicher Direttoren unterstellt wird. Die Fragen des Geschlechtslebens, Fragen über die geschlechtliche Ents Mädchen mit graugrünem Ulster, einfachem gelben Hut mit ſduvarzem jederzeitige ärztliche Hilfsbereitschaft auf sämtlichen Rettungs- haltsamkeit, Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit, Fragen des allzu Rand und mit schwarzer Schnur garniert. Es trug schwarze Schnüre stellen, auf denen auch ein ausgebildeter Heilgehilfe zur reichen Kindersegens usw. im Sinne der Wissenschaft öffentlich stiefel, hat blondes Haar, ist 1,50-1,54 Meter groß und fräftig entUnterstüßung des Arztes dauernd anwesend ist, ist natürlich anwortet, verlegt das Schamgefühl und muß unter wickelt. Wer über den Verbleib irgendwelche Auskunft geben fann, nach tvie bor das Grundprinzip des Rettungswesens. Strafe gestellt werden! So will es Herr v. Jagow. wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei Menzel, Reinidendorf, Gleichmäßigkeit in äußerer Erkenntlichkeit, Ausstattung und Dienst- Zwar gehen die Bestrebungen aller einfichtsvollen Bekämpfer Seestr. 26, zu melden. handhabung sind weitere Ziele der Neuorganisation, so daß Berlin der Geschlechtskrankheiten darauf hinaus, Aufklärung gerade über Jm Walhalla- Theater geht als nächste Nachmittagsvorstellung zu dem genannten Zeitpunkt die langerſehnte Einheit auf dem Ge- das Geschlechtsleben und seine Gefahren durch Wort und Schrift am Sonntag, den 12. d. Wits., 14 Uhr, das bekannte nach Friz biet des öffentlichen Rettungswefens erhalten wird. Es sei noch in meite Streise zu bringen: Die Tätigkeit des Deutschen Vereins Reuters ut mine Stromtid" bearbeitete Lustspiel" Onkel Bräsig" in bemerkt, daß die bisher im Rettungswesen tätigen Aerzte und für Volkshygiene" und der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung Szene. Der plattdeutsche Dialekt wird in der Darstellung derartig Heilgehilfen bei der Neuregelung möglichst Berücksichtigung finden der Geschlechtskrankheiten", an deren Spize die bedeutendsten gemildert, daß die Sprache jedermann leicht verständlich ist. Als Koryphäen der Wissenschaft standen und noch stehen, beruhen zum Ueber den städtischen Seefischbezug wird gemeldet: Bei der Unter- allergrößten Teile auf dieser Verbreitung von Aufklärung- Serr Bräßig gastiert Herr Siegfried Böhm. wefer- Hochfeefischerei- Flotte hat vor furgem eine Aussperrung des b. Jagow, gleich unseren offiziellen Kreisen, möchte am liebsten, Maschinenpersonals stattgefunden. Die Angelegenheit dürfte bald daß dem deutschen Volke, d. h. was sie unter Volk verstehen der Glaube an beigelegt sein. Infolgedessen ist die Zufuhr an Seefischen nur gering Blebs heißt ja wohl der lateinische Ausdruck gewesen. Gestern und heute sind in Geestemünde und Bremerhaven den Storch nicht freventlich geraubt wird. nur drei Dampfer mit verhältnismäßig geringen Fängen zur Löschung rade die Geheimniskrämerei in bezug auf das Geschlechtsleben 3war wissen die Aerzte, welche ungeheuren Verwüstungen gegelangt. Die Nachfrage bei den Seefischversteigerungen war aber groß und dementsprechend stiegen auch die Preise für beſſere tagtäglich anrichtet, wieviel Opfer gerade die Unkenntnis auf nutung für jedermann, SD., Adalbertstr. 41. Geöffnet werkQualitäten. Dadurch war eine fleine leberschreitung des für den diesen Gebieten erfordert und wie dringend not unserem Volke die täglich von 5½- 10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von Berliner städtischen Seefischverkauf normierten Magimaleinkaufspreises Auftlärung tut; wie weiter die Bestrebungen über geschlechtliche 9-1 Uhr und 3-6 Uhr. In dem Lesefaal liegen zurzeit 605 Zeitungen bedungen. Das bestellte Quantum fonnte nur zur Hälfte gedeckt werden. Aufklärung der aus der Schule entlassenen Knaben und Mädchen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Die Preise für den städtischen Seefischverkauf am nächsten Dienstag mit besonderer Freude zu begrüßen sind. Warum eine FrageZeugen gesucht. Diejenigen Personen, welche gesehen haben, stellen sich infolgedessen etwas höher als sonst. Sie sind wie folgt stellung unerlaubt sein soll, und warum an den Vorträgen über festgesetzt: Schellfisch 31 Pf., Stabliau ohne Kopf 29 Pf., im Aus- Angelegenheiten des Geschlechtslebens nicht auch weibliche Personen wie am 7. Dezember vorigen Jahres ein Radfahrer in Alt- Moabit, schnitt 32 Bf., Seelache ohne Stopf 26 Pf., im Ausschnitt 29 Pf., teilnehmen sollen, wird wohl unergründliches Geheimnis des Herrn Ede Stromstraße, von einem Auto überfahren wurde, werden gebeten, b. Jagow bleiben. ihre Adresse an Herrn Hermann Pid, Berlin NW., Wiclefstr. 32, Schollen/ Flundern 26 Pf. für das Pfund. In den letzten beiden Quergebäude IV, abzugeben. Tagen sind bisher 45 Dampfer wieder in Eee gegangen, so daß wenigstens von Ende dieser Woche an Aussicht auf verbesserte Zufuhren vorhanden ist. werden. Herr von Jagow als Zugendwächter. „ Welcher Schaden erwächst den auf den Rieselgütern Beschäftigten durch Ausscheiden aus der Krankenkaffe?" Mit dieser Frage beschäftigte sich am 5. Januar eine Versammlung der Arbeiter der Riefelgüter. Nach einem Vortrage des Stadtv. Riedel wurde folgende Entschließung angenommen: Der Berliner Volkschor veranstaltet heute nachmittag 3 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses den 6. Vortrag des Wagner8yklus. Herr Dr. Guttmann spricht über„ Tristan und Jiolde". Mehrere Künstler wirken mit. Eintritt für organisierte Arbeiter und deren Angehörige 10 f. Deffentliche Bibliothek und Lefehalle zu unentgeltlicher BeVorort- Nachrichten. Wilmersdorf- Halensee. Herr von Jagom hat seinem Ruhmestrange ein weiteres Blatt Die am Sonntag, den 5. Januar cr., in Berlin tagende Berhinzugefügt: Er ist nämlich in einem neuerlichen Erlaß an den sammlung der auf den Gütern Berlins beschäftigten Personen Der Kampf gegen den Verkauf ausländischen Fleisches wird praktijchen Arzt Dr. Moses als Tugendwächter für die von ihm nahm Stellung zu der Ausscheidung derselben aus der Be- auch in Wilmersdorf von interessierter Seite geführt. Nicht nur bedrohte Sittlichkeit aufgetreten. triebskrankenkasse der Stadtgemeinde Berlin und obenge- die Schlächtermeister, sondern auch andere Vertreter des MittelUnd das tam so: Besteht da seit Jahren in Moabit eine nannte gemäß§418 der Reichsversicherungsordnung vou standes wissen bis in die städtische Verwaltung hinein zu minieren, „ Gesellschaft für volkstümliche Vorträge", die es der Versicherungspflicht zu befreien. Die Deputation der damit der Bevölkerung selbst diese bescheidene, zur Linderung des fich zur Aufgabe gemacht, der arbeitenden Bevölkerung Aufklärung Kanalisation und Güter Berlins hat sich bei ihrem dies- Notstandes getroffene Maßnahme verleidet werde. Andererseits zu verschaffen über alle Fragen, die speziell das Geschlechtsleben bezüglichen Beschluß nur von Zweckmäßigkeitsgründen leiten muß man allerdings anerkennen, daß außer den sozialdemokratibetreffen. Man ist dabei von der Anschauung ausgegangen, daß lassen. Die Versammlung bedauert, daß die Deputation schen auch andere, in dieser Hinsicht unabhängige Stadtver eine wirksame Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten nur mög- hierin die hohen Aufgaben einer Stadtgemeinde als Arbeitgeber ordnete vorurteilslos genug gewesen sind, um den Magistrat lich ist, wenn man frei von jeder Brüderie diese Dinge in vollster völlig außer Acht gelassen hat, zumal die Schäden und Folgen für zur Abwehr gegen die Quertreibereien der Schlächter zu veranOeffentlichkeit bespricht; denn nur: wenn das ganze Volt teil- die beschäftigten Personen zufolge der beabsichtigten Ausscheidung aus lassen. Ein entscheidender Schritt war es, als die städtische Benimmi an der Erörterung und an dem Kampfe gegen die Ge- der Betriebskrankenkasse ganz erhebliche sind und sich in ihrer Krag hörde vor einigen Wochen mit der Konsumgenossenschaft Berlin schlechtsfrankheiten ist Aussicht und Hoffnung auf eine Besserung weite noch gar nicht übersehen lassen. Zudem befürchten die Ver- und Umgegend geschäftliche Vereinbarungen traf. Die Genossenvorhanden". fammelten u. a., daß die Dauer des Krankengeldbezuges auf das gefez- schaft hat drei Verkaufsstellen eingerichtet, und zwar in den Dr. Moses war aufgefordert worden, für diesen Verein Vor- liche Minimalmaß von 26 Wochen herabgesezt wird, somit der Säusern Bruchsaler Straße 3, Augustastraße 57 und Günzelträge zu halten. Er wählte das Thema:" Geschlechtstrant- bisherigen Gewährung von 39 Wochen verlustig gehen, ebenso eine straße 43; wir machen die Bevölkerung darauf aufmerksam, daß heiten und Prostitution". Die erste Versammlung war Herabfegung des Sterbegeldes und ferner die für die Beschäftigten in diesen Verkaufsstellen an alle Einwohner, ohne Unteraußergewöhnlich besucht und wurde ein weiterer Vortrag angekün- besonders wichtige freie Arztwahl in Fortfall kommen wird. Durch schied, ob sie Mitglieder der Konsumgenossenschaft find oder nicht, digt. Am Tage vor dem festgesetten Termine erschien plötzlich bei das Nichtangehören einer Krankenkasse haben die Arbeiter feinerlei zu den vom Magistrat festgesetzten Bedingungen Rind- und dem Wirte der Brauerei Bazenhofer( Turmstraße) ein Wacht- Bestimmungsrecht, wie das die übrigen städtischen Arbeiter in ihren Schweinefleisch in anerkannter Güte verkauft wird. Weiter wird meister mit einer Verfügung, bei Androhung von Strafe die Krankenkassen haben. Somit fühlen sie sich diesen gegenüber zurück- in nächster Zeit im Hause Berliner Straße 40, neben der städtischen Platate für diesen Vortrag vom Zaune zu entfernen. Die Platate gefeßt und völlig rechtlos, von der Verwaltung mit ihrer Familie Fischhalle, eine städtische Verkaufsstelle für ausländisches Fleisch enthielten den Saz:" Die Untenntnis auf diesem so überaus vollständig abhängig. eröffnet werden. Wie in Berlin, so liegt es auch in Wilmersdorf wichtigen Gebiete des Lebens trägt Schuld an vielen förperlichen Die Versammlung erhebt schärfsten Proteft gegen die beabsichtigte im Interesse der Bevölkerung, dadurch den mittelständlerischen Anund seelischen Leiden innerhalb und außerhalb der Ehe. Hier Ausscheidung aus der städtischen Betriebskrankenkasse und beauftragt zettelungen entgegenzutreten, daß sie möglichst in den hier befann nur vernünftige Aufklärung, nicht falsche Scham Wandel die Ortsverwaltung Berlin des Verbandes der Gemeindes und kanntgegebenen Verkaufsstellen ihren Fleischbedarf schaffen." Die Worte: innerhalb und außerhalb der Staatsarbeiter bei den in Frage, fommeneen Instanzen alle Schritte deckt. Ghe" wurden als besonders anstößig hingestellt. Der Vorsitzende dagegen zu unternehmen, insbesondere aber zunächst eine fofortige Neukölln. der Gesellschaft erhielt weiter an demselben Tage, vor dem ange- Sonferenz bei dem Oberbürgermeister Wermuth nachzusuchen. fündigten Vortrage, vom Polizeirebier Butlizzstraße die MitteiUnbegreifliches Verhalten eines Bahnhofsinspektors. Ein Arztstraße getrieben, indem er vor Weädchen sich unzüchtig entblößte. Ein schamloser Bursche hatte sein Unwesen in der Aller. lung von dem Verbot der Versammlung. Persönliche Rücksprache mit dem Leutnant des betreffenden Reviers blieb erfolglos. Wian schreibt uns: Benn man seit 20 Jahren in der ärztlichen Praxis Am 3. Januar, abends gegen 7 Uhr, passierte es im Hauſe Allerwandte jich an das Polizeipräsidium. Der Dezernent ertlärte steht, erlebt man so manches. Was mir indeffen heute passiert ist, straße 17 zwei Mädchen im Alter von 9 und 11 Jahren, daß persönlich, daß die Abhaltung der Versammlung nur gestattet übersteigt alles bisher Dagewesene, ist das Toaste vom Tollen! Ich ihnen ein junger Mensch in dieser Weise entgegentrat, Nachdem Zum Gemeindevorsteher von Tempelhof wurde in der gestrigen Sigung der Gemeindevertretung einstimmig der bisherige Syndikus Frizz Wiesener an Stelle des verstorbenen Gemeindevorstehers Mussehl gewählt. Wiesener wurde im Frühjahr 1909 zum Syndifus der Gemeinde Berlin- Tempelhof gewählt, nachdem er vorher als Magistratsassessor in Charlottenburg tätig gewesen war. Mariendorf. Herzfelde. " " Der Vorfall dem zuständigen Polizeibureau in der Leykestraße ge- Hauses ist, in dem dieselbe ihre Unterrichtsräume hat, frat sehr angehörenden Geschäftsmannes entstand eine längere Debatte, meldet worden war, wurde am 8. Januar, mittags um 1 Uhr, warm für die Bewilligung ein, da nur durch Erhaltung derselben schließlich wurde das Aufnahmegesuch mit großer Mehrheit abge= von einem Bewohner des Hauses Allerstraße 18 ein Mann unter bessere Mieter nach Grünau gezogen werden könnten. Die lehnt. Nach Mitteilung des Kassierers betrug die MitgliederAuf gleicher Beschuldigung festgehalten und auf dem Polizeibureau übrigen Vertreter bliesen in dasselbe Horn. Herr Wicke beantragte zahl am Schluß des Jahres 982, davon waren 178 Frauen. abgeliefert. Noch am Nachmittag desselben Tages vernahm die sodann, für Neupflasterung der Bahnhofstraße 18 000 m. bereit- Vorschlag des Genossen Zöllner wurde noch beschlossen, die Auswahl Bolizei ein halbes Duhend Mädchen, doch wurde sonderbarerweise zustellen; da jedoch bei einer Neupflasterung die Anlieger zu den der Kandidaten für die Gemeindeverordnetenwahlen den eigens der Festgenommene ihnen nicht oder mindestens nicht allen Stoften beitragen müssen, sollen diese erst befragt werden. Die dazu einzuberufenden Bezirkssizungen zu überlassen. gegenüber gestellt. Eltern von beteiligten Mädchen äußern uns Kanalisationsgebühren wurden von 2,7 Proz. auf 2,4 Proz. herab- Adlershof. ihre Verwunderung hierüber und finden unbegreiflich, daß der gefeßt. Die Regelung der Müllabfuhr wurde im Hinblick auf die Mann wieder freigelassen worden sei. Die Polizei soll das schwebenden Verhandlungen des Zweckverbandes wegen Ankauf der In der gut besuchten Generalversammlung des Wahlvereins damit begründet haben, daß er feste Wohnung habe, so daß die Waldungen zurüdgestellt. Zu den Unterhaltungskosten der Frei hielt an Stelle des verhinderten Genossen Groger Genosse Erwin Kriminalpolizei ihn im Auge behalten könne. Wer der Fest willigen Feuerwehr soll auch der Gutsbezirk Forst- Grünau- Dahme Neumann einen instruktiven Vortrag über die unserm Kreise bevorgenommene und Wiederentlassene ist, haben wir bisher nicht sicher herangezogen werden. Es wurden sodann mehrere kleine Posten stehende Landtagserfabwahl. Nachdem Redner in träftigen Strichen ermitteln fönnen. Erst am 10. Januar wurde den Kindern auf bewilligt, darunter auch 2000 M. für die Kirche, deren Berechtigung ein Bild der wichtigsten Kämpfe aus der ihrem Ende entgegen dem Polizeibureau bei ihrer nochmaligen Vernehmung ein Mann vom Genossen Mizner bezweifelt wurde, natürlich ohne Erfolg. gehenden Legislaturperiode entworfen hatte, erinnerte er an die gegenübergestellt und ihnen die Frage vorgelegt, ob dieser es sei, Unter Einnahme beantragte Mizner, daß die Kosten der Desinfet- Pflichten, die jetzt des einzelnen harren: lebhafte Beteiligung an Ser sie so belästigt habe. Bezüglich zweier der Mädchen wissen tion von der Gemeinde übernommen werden. Nach kurzer Debatte den sich immer mehr häufenden Parteiarbeiten. Als Ersatzwahlwir, daß sie in dem Mann jenen Burschen nicht wiedererkannt wurde der Antrag angenommen mit der Abänderung, daß diese männer wurden folgende Genossen aufgestellt: 1. Bezirk: Bank, haben; über die Bekundungen der anderen sind wir nicht unter- Vergünstigung nur bis zu einer noch festzulegenden Vermögenslage Teste; 2. Bezirk: Hibe, Erwin Neumann; 4. Bezirk: Petzold; richtet. Man muß annehmen, daß der Richtige noch nicht erwischt gelten soll. Die Erhöhung der Grundsteuer für unbebaute Grund- 5. Bezirk: Müller, Schwab; 6. Bezirk: Schwarzlose; 7. Bezirk: ist. Vermutet wird übrigens, daß in der Gegend der Allerstraße stücke wurde mit Rücksicht auf den Forstfiskus abgelehnt. Der Klodt und Kaspar. mehrere Personen das schamlose Treiben verübt haben. ganze Etat wurde sodann in Höhe von 192 000 m. gegen 189 000 Den Bericht des Vorstandes erstattete Genosse Klodt. Tempelhof. Mark im Vorjahre angenommen. Der Steuersatz wurde wie im sprechend der eifrigen Arbeit zum inneren Ausbau der Organisation Der Mitgliederbestand am Vorjahr auf 110 Proz. festgesezt. Alsdann wurde die Einführung waren auch die äußeren Erfolge. des Steuerbring systems beschlossen. Die Ausarbeitung der Aus- 1. Juli 1912 betrug 153 Frauen, 560 Männer, zusammen 715. führungsbestimmungen wurde einer Kommission überwiesen. Das Am 31. Dezember 1912: Frauen 177, Männer 625, zusammen 802. Gastschulgeld für die Gemeindeschule wurde auf 50 M. festgefeßt. Die Zahl der Vorwärtsleser betrug am 1. Juli v. J. 712, am Beschlossen wurde des weiteren, daß die Gemeinde die freiwillige 31. Dezember v. J. 887, das ist eine Zunahme von 175 Vorwärts" sowie die Ortsfeuerwehr gegen Unfall versichert. Zuletzt wies der lefern. Es fanden statt: 17 Vorstandsfizungen, 2 GeneralverOrtsvorsteher darauf hin, daß bei Anlage der Kanalisation die für sammlungen, 1 außerordentliche, 5 öffentliche Versammlungen, die Gemeindegebäude entstandenen Kosten in Höhe von 9500 m. 18 Handzettel- und Flugblattverbreitungen. Durch Ueberlastung des nicht vorgesehen waren und bisher nicht gedeckt sind, er ersuchte um Obmannes der Bezirksführer machte sich die Wahl eines zweiten Aus der Gemeindevertretung. Zunächst wurden die Wahlen Regelung der Angelegenheit. Hierauf folgte noch eine geheime Obmannes notwendig. Gewählt wurde der bisherige Bezirksführer Päzold. An dessen Stelle trat Genosse Daber. Minder erfreulich der in der ersten und zweiten Klasse gewählten Vertreter für gültig Sizung. berliefen die Kaufmannsgerichtswahlen. Bei der Arbeitgeberwahl erklärt und deren Einführung vollzogen. In Zukunft sollen nicht Friedrichsfelde. siegten die Gegner, während unsere Liste( Zentralverband) bei nur die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, sondern alle bei In einer gutbesuchten Mitgliederversammlung referierte Genosse den Arbeitnehmerwahlen 13 von 46 Stimmen und damit einen Löscharbeiten beteiligten Personen gegen Schäden versichert sein. Genosse Weber erklärte zwar sein Einverständnis mit der Vor- Schwenk über die auswärtige Handelspolitik. Der Vortrag wurde Beifiber erhielt. Genosse Martin gab den Kassenbericht. Einer lage, ersuchte jedoch, von einer endgültigen Beschlußfassung vor- beifällig aufgenommen. Alsdann erstattete Genosse Schacht Bericht Einnahme bon 1057,78 m. steht eine Ausgabe von 1026,24 M. läufig Abstand zu nehmen, damit seine Fraktion erst zu dieser von der Streisfonferenz. Ueber die Jugendorganisation entspann sich gegenüber. Genosse Neumann monierte in seinem Bericht des Frage Stellung nehmen könne. Im übrigen gab Redner dem eine lebhafte Diskussion. In einer am 19. Januar stattfindenden Bildungsausschusses die Lauheit der Genossen, sich an den VeranWunsche Ausdruck, daß der Gemeindevorsteher in Zukunft der Versammlung der Jugendlichen soll rege Propaganda gemacht werden. staltungen des Bildungsausschusses zu beteiligen, und wünscht bei artige Vorlagen den Vertretern früh genug unterbreiten möge. Genosse Dehlert teilte alsdann einiges aus der Gemeindevertretung dem am 25. d. M. stattfindenden Kostümfest regeren Besuch. Dte Der Vorsteher sagte zu, dem Wunsche Rechnung tragen zu wollen, mit, unter anderem, daß der Vertrieb des russischen Fleisches vom vom Vorstand arrangierten Kurse zur Bildung der Parteigenossen Vor werden mit vier Vortragsabenden( Ref.: Gen. Dunder) ihren worauf die einstimmige Annahme der Vorlage erfolgte. Anläglich 13. Januar ab von der Konsumgenossenschaft erfolgen werde. eines Antrages der Rettungsgesellschaft der Wassersportvereine um Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Bezirksleiter des vor Abschluß finden. Genosse Fidler berichtete über die KaffenverBewilligung eines Jahresbeitrages brachte Gemeindevertreter furzem verstorbenen langjährigen Genossen May Kruschte in warmen hältnisse des Bildungs- resp. Jugendausschusses. Einnahme beim Sauer einen Fall zur Sprache, der sich vor kurzem am Bahnüber- Worten. Zum Schlusse wurden noch fünf neue Mitglieder auf- Bildungsausschuß: 56,85 M., Ausgabe: 10,15 m., Bestand: 46,70 W. Jugendausschuß: Einnahme: 300 M., Ausgabe: 108,70 m., bleibt gang der Großbeerenstraße zugetragen hat. Dort habe, ohne daß genommen. Bestand: 191,30 M. Die Schranken geschlossen waren, ein D- Bug in voller Fahrgeschwin digkeit die Straße gekreuzt; nur einem Glücksumstand sei es zuzuschreiben, daß Menschenleben nicht bernichtet wurden. Der Ge- Die Gemeindevertreterfißung im benachbarten Lichtenow hatte des Vorganges und Angabe von Zeugen, damit er an zuständiger schöffen vorzunehmen, da die vorherige von Landrat des Kreises meindevorsteher ersuchte Herrn Sauer um eine genaue Darstellung eine nochmalige Wahl des Gemeindevorstehers und des GemeindeStelle das Weitere veranlassen könne. Eine längere Debatte brachte. Niederbarnim aus formellen Gründen nicht bestätigt worden war. der Antrag des Kaninchenzüchtervereins um Ueberlassung eines zum Gemeindevorsteher wurde der Rentier Aug. Hinze mit sechs Geländes zur Kaninchenzucht. Der Antrag hatte bereits einer Stimmen gewählt. Auf den bisherigen Gemeindevorsteher August am 14. November des vorigen Jahres stattgefundenen Sizung vor- Sarmann entfielen 4 Stimmen. Zum Schöffen der Gemeinde gelegen, die damals den Beschluß faßte, dem Verein ein Gemeinde- wurde der Lehngutsbesizer Heinrich Bredereck gewählt. Auf ihn grundstück unentgeltlich zur Gewinnung von Futtermitteln zu entfielen 7 Stimmen, während die Genossen Frizz Zanter, Ferd. überlassen. In dem neuen Antrage, der bereits die Nahrungs- Biechmann und Frizz Maruzky je eine Stimme erhielten. mittelkommission beschäftigt hat, wird gewünscht, daß dem Verein Einführung der Straßenbeleuchtung wurde mit 7 gegen 3 Stimmen die Betreibung der Kaninchenzucht auf dem Gelände gestattet und abgelehnt. 800 M. zur Erbauung von Ställen bewilligt werden mögen. Der Verein verpflichtet sich, pro Mitglied 220 bis 240 Kaninchen im Jahre an die Gemeinde zum Verkauf an die Ortseinwohner, pro Gemeindevertreteritung. Einem Vorschlage der Bau- und WegePfund zu 40 Pf., zu liefern. Genosse Reichardt befürwortete den fommission entsprechend, wurde einer Aenderung des BebaungsAntrags derselbe sei geeignet, bei der herrschenden Fleischteuerung planes zugestimmt. Die geplante Straße foll in ihrem nördlichen einen gelinden Druck auszuüben. Die bürgerlichen Vertreter, u. a. Teil eine neue Traffe erhalten, um der Continentalen Wasserwerfsdie Herren Noad und Jahn, sprachen gegen den Antrag. Jahn gesellschaft Gelegenheit zur günstigeren Wegschaffung ihrer Ab- Schönow( Kreis Niederbarnimi. Bebingung ist aber, daß die Auflassung Die Bauerlaubnis an ungepflasterten Straßen soll, wie der Ges befürchtete bei der Durchführung desselben eine Rattenplage. Auch wässer zu geben. habe man dem Geflügelzuchtverein die, Bewilligung eines Ehren- des Straßengeländes inklusive Bürgersteige lasten- und kostenlos meindevorsteher in der letzten Gemeinderatssigung betonte, fortan die Gemeinde Eichwalde erfolgt. nur dann erteilt werden, wenn sämtliche Anlieger einer solchen preises abgelehnt. Demgegenüber betonte Genosse Weber, daß durch die Gesellschaft an seine Fraktion noch nie für die Bewilligung von Ehrenpreisen Bum Ausgleich des Etats schlug die Finanzkommission die Wieder Straße die Pflasterkosten als Sicherheitshypothek eintragen lassen. für Sportvereine eingetreten sei. Die bürgerlichen Vertreter, mit erhebung einer Biersteuer vor, deren Ertrag mit 2000 m. pro Jahr Nach der bisher bestehenden Bestimmung konnte die Bauerlaubnis Hiergegen wandten sich die Gemeindeverteter bereits gewährt werden, wenn nur einzelne Anlieger die Sichers Ausnahme des Schöffen Machon, lehnten den Antrag ab und veranschlagt war. stimmten für die Aufrechterhaltung des am 14. November gefaßten Bode, Beutling und Allriz. Letterer betonte, daß die Biersteuer im heitshypothet eintragen ließen. Beschlusses, wonach dem Verein gegen sechsmonatige Kündigungs- günstigsten Falle nur 750 M. einbringen und die wenigen Gastwirte frist ein Gelände zur Gewinnung von Futtermitteln überwiesen ungemein belasten würde. Herr Merz glaubt dagegen, daß diese werden soll. Bei Bewilligung von 2300 M. für die Schaffung Steuer von den Brauereien getragen würde und ersucht im Falle der einer Kochküche im Lyzeum machte Genosse Weber seine und seiner Ablehnung um Ersatzvorschläge. Herr Afrizz bemerkte hierzu, Genossen Zustimmung davon abhängig, daß nicht nur die Schüle- daß er bei Beratung des Etats entsprechende Streichungsanträge einrinnen der höheren Mädchenschule, sondern auch die der Volks- bringen werde. In namentlicher Abstimmung wurde dann die schulen an dem Haushaltungsunterricht. teilnehmen können. Der Steuer mit 4 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Ferner wurde beGemeindevorsteher sprach sich dahingehend aus, daß es sein Wunsch beschlossen, den Angestellten der Gemeinde die Beiträge für die in sei, alle Volksschülerinnen der ersten Klasse nach Möglichkeit am Kraft tretende Angestelltenversicherung nicht in Abzug zu bringen. Haushaltungsunterricht teilnehmen zu lassen. Der Vorlage wurde hiergegen sprach und nimmte nur der Schöffe Herr Benice. hierauf zugestimmt. Seit 1. Januar ist, wie der Gemeindevorsteher Petershagen bei Fredersdorf. mitteilte, im Ort die Generalvormundschaft eingeführt. Als Generalvormund ist der Gemeindebeamte Herr Robert Lehmann Der Gemeindevertretung lag in der letzten Sizung ein Antrag und als dessen Stellvertreter Herr Ducker bestimmt. Nochmals des Kreises vor, wonach die Gemeinde ersucht wird, sich dem vont eine längere Debatte rief der Punkt: Bewilligung von Mitteln für Kreise projektierten Wasserwert anzuschließen. In Ermangelung von eine allgemeine Ortsreklame hervor. Der Gemeindevorsteher Mitteln will die, Vertretung auf das Angebot vorläufig nicht einwünschte, zu diesem Zweck einen Fonds von 2000 M. bereitzu- gehen. Da der Kreis die Chauffierung des Eggersdorfer Weges stellen. Genosse Reichardt erklärte sich im Prinzip für die Vor- vorzunehmen beabsichtigt, ist an die Gemeindevertretung die Auflage, doch erscheine ihm der Zeitpunkt noch verfrüht. Es müsse forderung ergangen, über den auf sie entfallenden Kostenbeitrag in zunächst versucht werden, bessere Verkehrsverhältnisse mit Berlin Höhe von zirka 2500 M. Beschluß zu fassen. Auf Antrag unserer zu schaffen. Herr Jahn machte den Vorschlag, zum Zwecke der Genossen wurde der Gemeindevorsteher beauftragt, bei den mit dem Errichtung einer Badeanstalt am Teltowtanal an den Kreis heran- Kreise zu pflegenden Verhandlungen dahin zu wirken, daß derselbe zutreten; eine solche Einrichtung dürfte wesentlich zur Hebung dem Drt die Mittel zur Verfügung stellt, die er zur Chauſſierung des Ortes beitragen. Die Position wurde bewilligt. Zum Direktor des auf das Gemeindegebiet entfallenden Teils angewendet hätte, für das am 1. April zu eröffnende Lyzeum ist Herr Professor und zwar mit der Motivierung, daß der Drt den Weg pflastern Winkler aus Grunewald gewählt worden. Grünau. Eichwalde. wolle. Nowawes. Die Zum Punkt Parteiangelegenheiten" führte Genosse Babel aus, daß gegen den Austritt aus der Landeskirche wohl deshalb eine tröstenden Worte an die Angehörigen des Verstorbenen vermisse. Animosität seitens der Arbeiterschaft herrschte, weil diese zu fehr Diesem Uebelstand sei dadurch abgeholfen, daß sich fünf Genossen bereit erklärt haben, bei fünftigen Begräbnissen Worte des Trostes an die Angehörigen zu richten. Man müsse aber der Arbeiterdes Gesangvereins Frohsinn" oder einer Abordnung desselben unschaft noch weiter entgegenkommen, und da sei die Anwesenheit erläßlich. Wir würden dadurch unseren Gegnern eine Waffe aus Genosse Poppe begrüßte die Ausführungen des Genossen Zabel, der Hand winden, mit der sie bisher am vorteilhaftesten gefochten. wies aber auf die schlechet finanzielle Lage des Vereins hin. Nur dadurch, daß die Genossen dem Verein als passive Mitglieder mit einem Monatsbeitrag von etwa 25 Pf. beitreten würden, seien die Anregungen Zabels durchzuführen. Die Ausführungen beider Redner wurden von der Generalversammlung sympathisch aufgenommen. Jugendveranstaltungen. hy Neukölln. Heute Sonntag, den 12. Januar findet eine Besichtigung der Arbeiterwohlfahrtsausstellung, Charlottenburg, Frauenhoferstr. 11/12, statt. Treffpunkt: Neukölln, Hermannplatz( Apotheke) 12 Uhr; für Später Die Besichtigung gilt für kommende vor der Ausstellung püntlich 1 Uhr. die Gruppe 2 der Neuköllner Arbeiterjugend. 82 Uhr. 8 Uh. Arbeiter Samariterbund, Kreis Brandenburg. Lehrabend haben in dieser Woche: Berlin. 2. Abteilung am Montag bei Dase, Brunnenstraße 154 abends 8 Uhr. Neukölln. Am Freitag in der Idealpaffage, Weichselstraße 8, abends Schöneweide. Am Montag bei Schulz, Siemensstr. 12, abends Friedrichshagen. Am Donnerstag, Friedrichstr. 60, 2. Hof, abends 8 Uhr. Berlin. Heute Sonderkursus bei Schulz, Königsgraben 2, von 3 bis 5 Uhr nachmittags. Nowawes. Am Freitag in der Fortbildungsschule, abends 8 Uhr. Die Kreisleitung. Paul Hadelbusch, Berlin O. 112. Witterungsübersicht vom 11. Januar Stationen Better Temp n. G. 5°.= 4° R Stationen 1913. Barometer fland mm Wind richting Bindstärke Swinemde. 773 DND 2 wollig-2 Haparanda 782 N -1 Wien 7700 3 bedeckt 3 bedeckt-1 1 halb bd.- 1 Better 2 bededt 1 bededt 4 bedeckt 8 bedeckt Zemp. n. [ 18op= ་ 2.། སྐ 14* 10 Eine sehr umfangreiche Tagesordnung hatte die Gemeindever- In der letzten Versammlung des Wahlvereins gedachte der Hamburg 770 Betersburg 779 NW Scilly 748 tretung in ihrer letzten Sigung zu erledigen. Das Hauptintereffe Vorsitzende zunächst des verstorbenen Mitgliedes Richard Schaum- Berlin Aberdeen 759 SSD nahm die Beratung des Haushaltungsvoranschlages in Anspruch. tessel. Sodann hielt Reichstagsabgeordneter Genosse Otto Büch- Frankj. a. 766D 3 Schnee-5 Paris 760 SSW 1 bedeďt Vor Eintritt in die Tagesordnung sprach Genosse Miner den ner einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über das München 765 D 766 SD 2Schnee- 4 Wunsch aus, die beiden ersten Punkte der nachfolgenden geheimen Thema:" Deutschlands größter Bundesstaat, Preußen". Im geWetterprognose für Sonntag, den 12. Januar 1913. Sigung ebenfalls öffentlich zu verhandeln. Es handelte sich um schäftlichen Teil wies der Vorsitzende auf die vielleicht im März Vorherrschend wolkig mit leichten Schneefällen, gelindem Frost und Rüderstattung von Umzugsfosten und Entschädigung für Teilnahme stattfindenden Gemeindeverordnetenwahlen hin und ersuchte um an einem Kurjus für Jugendpflege. Unter Hinweis auf das Orts- rechtzeitige Einsicht in die vom 15. bis 30. Januar im Ge- ziemlich frischen nordöstlichen Winden. Berliner Betterbureau. statut wurde dies jedoch abgelehnt. Bei der nunmehr erfolgenden meindebureau, zietenstraße 1, ausliegende Wählerliste. Sollte es Beratung des Etats gab der Ortsvorsteher bekannt, daß unter Aus- dem Vorstand möglich sein, zwei Abschriften von der amtlichen Marktpreise von Berlin am 10. Januar 1913, nach Ermittelungen gaben 30 000 M. für die Erbauung einer Turnhalle neu vorgesehen Liste zu bekommen, dann werde er dieselben in je einem Lokal des des fönigl. Polizeipräsidiums. 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 19,96 seien. Beim Titel Beamtengehälter wünschte der Vertreter Herr nördlichen und füdlichen Ortsteils zur Einsicht auslegen. Ein an bis 20,00, mittel 19,88-19,92. geringe 19,80-19,84. Roggen, gute Sorte Olrich eine spezialisierte Aufstellung, da aus der vorliegenden die den Gemeindevorstand gerichtetes Gesuch, die amtliche Liste bis 17,28-17,30, mittel 17,24-17,26, geringe 17,20-17,22( ab Bahn). Futtereinzelnen Gebälter nicht ersichtlich seien. Den Bureauangestellten abends 7 Uhr auszulegen, sei mit dem Hinweis abgelehnt worden, gerste, gute Sorte 17,40-18,00, mittel 16,70-17,30, geringe 16,00-16,60. wurde eine tieine Erhöhung bewilligt. Genosse Mizner bemängelte, daß dies wegen der bereits erledigten Vorarbeiten nicht möglich afer, gute Sorte 18,80-20,30, mittel 17,30-18,70( fret Wagen und ab Bahn). daß beim Titel Straßenreinigung und Unterhaltung der Straßen sei; jedoch sollen die noch aufzustellenden Abteilungslisten an drei Markthallenpreise. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen und Plätze nicht ersichtlich sei, welche Entlehnung die Gemeinde- Abenden bis 7: Uhr ausgelegt werden. Der Vorsitzende verlas 30,00-50,00. Speisebohnen, weiße, 36.00-50,00. Linfen 35,00-60,00. arbeiter erhalten. In beiden Fällen soll in Zukunft den Wünschen ferner ein vom Regierungspräsidenten eingegangenes Antwort: Startoffeln( Kleinhdl.) 5,00-8,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule Rechnung getragen werden. Beim Titel Schule wünschte Mißner schreiben auf die laut Beschluß der letzten Versammlung an den 1,70-2.40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,40-1,80. Schweinefleisch 1,60-2,20. einen eingehenden Bericht des Schularztes sowie Lieferung der Minister des Innern gerichtete Petition um Rückgängigmachung Kalbfleisch 1.40-2,40. Sammelfleisch 1,50-2,40. Butter 2,10-3,00. 60 Stüd Lehrmittel an unbemittelte Kinder. Zur Ausführung dieser Forde der Gingemeindung des vom Forstfiskus an den Schriftsteller Gier 4,80-7,20. 1 kilogramm Starpfen 1,40-2,40. Male 1,60-3,20. Bander 1,40-3,60. Hechte 1,60-2,60. Barsche 1,00-2,40. Schlete 1,60-3,20. rung wünschte Herr Olrich eine genaue Kontrolle der Kinder durch Rittershaus in Neubabelsberg veräußerten Waldgeländes nach die Gemeindevertreter. Die Herren Nadellof und Schuchholz wollten Klein- Glienice. In dem Schreiben wird mitgeteilt, daß der Kreis- Bleie 0.80-1.60. 60 Stud Streble 4,00-24.00. sich gleichfalls erst nach einer genaueren Prüfung der Familien- ausschuß die Eingemeindung bereits rechtskräftig beschlossen habe verhältnisse bereitfinden, dem Wunsche zuzustimmen. Der Lehrer- und somit die Angelegenheit erledigt fei. Um die Funktionäre Ich babe Berlin N., Ziegelstr. 26 eine schaft wurde das nötige Interesse und Verständnis für eine richtige und interessierte Mitglieder mit der Technik der Landtagswahlen Poliklinik Handhabung abgesprochen. Geizten die Herren hier mit Pfennigen, näher vertraut zu machen, soll am 17., 24. und 31. Januar so waren sie desto bewilligungslustiger beim Punkt Privatschule.( Freitags) im Schmidtschen Lokal ein Kursus abgehalten werden, Für diese sind 2500 M. sowie eine Nachforderung von 1500 m., dessen Leitung der Genosse Thurow( Neukölln) übernommen habe. also zusammen 5000 M. vorgesehen. Wit Recht lehute Genoffe Für Mitte April sei außerdem seitens des Vorstandes und Kartell Mizner die Bewilligung dieser Summe ab und forderte deren Ber- ausschusses ein Sturfus über Bildungsbestrebungen geplant, dessen wendung zugunsten der Gemeindeschule. Herr Wicke, der dem Leitung wahrscheinlich Genosse Grunwald übernehmen werde. Kuratorium dieser Schule angehört, und auch der Besiker des Ueber die Aufnahme eines bisher einem örtlichen Striegerverein cröffnet. für Frauenleiden Sprechst. 10-11. Tel. Norden 1062. 10 Mark 261/10 monatliche Teilzahlung liefert elegante Herrengarderobe nach Maß Schneidermeister, Spezialarzt f. Frauen!. u. Geburtshilfe( Billige Preise.) Berkasse Preisermäßig. Charlottenburg, Bismarckstr. 81. 8.gut. Sigw.garant, eigenes Stofflag Dr. B. Hallauer J. Tomporowski, Greiffer MONTheater und Vergnügungen ( Siehe Wochen- Spielplan.) Freie Voltsbühne. Sonntag, den 12. Januar, nachm. 3 Uhr: Deutsches Schauspielhaus. 11. Abteilg. ( Gruppe 45-50):@lettra. Thalia- Theater, 3. und 4. Abteilung ( Gruppe 11-15): Die Feinde. Herrnfeld Theater. 13. Abung ( Gruppe 50, 57): Eine glüd. liche Ehe Nefidenz Theurer. 9 5. Abteilung ( Gruppe 20, 21): Francillon. Deutsches Opernhaus. 6. u. 9. Abteil. ( Gr. 23 tt. 29, 38-40): Fidelio. Montag, den 13. Januar, abends 8 Uhr: Deutsches Schauspielhaus. 14.( I.) Abendabteilung: Der gute Ruf. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 12. Januar, nachm. 2, Uhr: Deutsches Theater: Benthefilea. Staminerspielhaus: Erdgeist. Nachm. 3 Uhr: Neues Volls- Theater: Lore. Die Spieler.- Der Kammerfänger. Komödienhaus: Der rote Leutnant. Schiller- Theater O.: Das Konzert. Schiller- Theater Charl.: Die Jüdin bon Toledo. Theater in der Königgräger Straße: Qundstage. Metropol- Theater: Zata Zoto. Neues Theater: Der fidele Bauer. Aleines Theater: Und das Licht scheint in der Finsternis. Trianon Theater: Der selige Zoupinel. Surfürsten- Oper: Allessandro Stras della. Abends 8 Uhr: Rathaus: Plattdeutscher Abend. Neues Bolls- Theater: Helden. Abends 8%, Uhr: Neues Volts- Theater: Montag: Die Doppelgängertomödie. Dienstag: Helden. Mittwoch: Mutter Landstraße. Donnerstag und Freitag: Michael Kramer. Sonnabend: Die Schwester.( Geschlossene Vorst.) Wallner. Schiller- Theater 0. Teater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Konzert. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Geschwister. Elga. Montag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Dienstag, abends 8 Ubr: Die Geschwister. Elga. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Montag, abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Berliner Theater. 8 Uhr: Filmzauber. Urania Taubenstraße 48/49. 4 Uhr: Aufs Matterhorn! Abends 8 Uhr: Paris und die Königsschlösser von Versailles. Mont. 8 Uhr: Paris und die Königsschlösser von Versailies. Hörsaal Uhr: Dr. R. Hennig: Der Panamakanal. 200 LOGISCHER GARTEN Heute Sonntag: Eintritt 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab nachm. 4. Uhr: Großes Militär- Konzert. Donnerstag: Joh. Strauß. Passage- Panoptikum 50 wilde Männer Weiber der Kinder vom Stamme der Igorroten. Lebend! Ohne Extra- Entree! Trianon- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Die Erste Die Beste! DOSE= THEATED Große Frantiurter Str. 132. Nachmittags 3 Uhr: Von Stufe zu Stufe. Abends 8 Uhr: Die Sünden der oberen Zehntausend. Apollo Theater Heute 2 große Vorstellungen! Nachmittags 32 Uhr: Halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Die grandiosen Spezialitäten. Abends 8, Uhr: Brüderlein fein". Alt- Wiener Singspiel von Jul Wilhelm. Musik v. Leo Fall. Theater in der Königgrätzer Straße Folies Caprice. 8 uhr: Die fünf Frankfurter. Die Novitäten: Deutsches Schauspielhaus 8 Ubr: Der gute Ruf. Jn Sachen Katzenstein. Die Doppelfirma. Die Tochter der Brant. Theater am Kollendorfplatz 5. Casino- Theater Abends 8 Uhr: Die schöne Helena. Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr: Die neue Lokalpoffe: Residenz- Theater,& Uhr. Am grünen Strand Die Frau Präsidentin. der Spree! ( Madame la Présidente). Schwanki. 3 Att. v. Hennequin u. Beber. Morgen und jolgende Lage: Die Frau Präsidentin. Montis Operetten- Theater ( fr. Neues Theater). Amt Norden 1141. 8 Uhr: Herrnfeld Das Tollste, Der heilige Antonius. Was je auf einer Possenbühne Nachm. 3 Uhr: Der fidele Bauer. Luisen- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ich laffe Dich nicht. Sonntag, abends 8 Uhr: BerlinSamburg New Yort. Gr. rom. fomisch. Ausstattungsstüd von Ernst Stitterfeldt. Mufit von Georg Nunsky. Montag u. folgende Tage: Berlin Hamburg- New York. Mittwochnachm. 3, Uhr: Kinder vorstellung: Kafperle als Freiers. mann.( Beranstaltung der Jugendbühne Groß- Berlin.) Voigt- Theater. Gesundbrunnen, Babstr. 58. Sonntag nachm. 3 Uhr: Zapfenstreich von Beherlein. Abends 7 Uhr: Adam und Eva. Komödie mit Gesang in 4 Atten bon Jacobson und Elh. Staffeneröffn. 10 Uhr. Anf. 3 u. 7 Uhr. Metropol- Theater Bachm. 3 Uhr: Tala Tolo! Abends 8 Uhr, Rauchen gestattet. Chauffeur- ins Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang und Zanz in 10 Bildern. dargestellt wurde. Wüstenmoral Die Alpenbrüder mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Unf. 8 Uhr. Borvert. 11-2( Theatert.) Reichshallen-Theater Stettiner Sänger, " Bosco". Mehsel und Britton. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Vollständig renovier Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 26. Januar 1913 22. Stiftungs- Fest in Kellers Neue Philharmonie, Köpenickerstr.96/ 97 MITWIRKENDE: Das Schillertheater- Quartett: Prof. Florian Zajíc( 1.Violine) Frau Gertrud Steiner- Rothstein( 2. Violine):: Herr Hans Hasse( Bratsche):: Prof. Heinr. Grünfeld( Cello):: Fri. Elsa Dankewitz( Gesang) Prof. Oskar Schubert ( Klarinette): Herr A. Schaper( Fagott): Herr Otto Rembt( Horn):: Herr Albert Conrad( Bass) Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Nachdem: BALL. Eintrittskarten à 75 Pf. sind in den Zahlstellen und in der Schule, Grenadierstrasse 37, zu haben. An der Kasse 1 Mark. Brauerei am 6/ 2* Friedrichshain Fongs konser * Auf der Alm Größte Schenswürdigkeit Berline Schönfle Alpenfeftdekoration! Amüsantestes bayerisches Bockbierfest. Fünf Kapellen. 20 bayerische Madin. Der berühmte Festwirt Seppl Weinzierl aus München. Riesengaudi Ueberraschungen. Das muß man gesehen haben! Anfang 5 Uhr. Entree 50 Pf. Neue Welt Arnold Scholz ****** Hasenheide 108/114 Heute Sonntag, den 12. Januar 1913 in sämtlichen Festsälen( über 10000 Personen fassend): Bockbierfest Musike. 66:: R ,, Clou" Berliner:: 99 Mauerstraße 82. Konzerthaus Zimmerstraße 90/91. Großes Triple- Konzert! 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Montag: Der Austauschleutnant.( Anfang 7 Uhr.) Neues Opern- Theater( Kroll). Sonntag: Anna Pawlowa- Ballett. Die 7 Töchter. Montag: Keine Vorstellung. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: Ballett Préludes Liszt. Freitag: Ballett- Abschied. Sonnabend und Sonntag: Keine Vorstellung.( Anfang 8 Uhr.) Deutsches Opernhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fidelio. Abends: Dberor Montag: Wieland der Schmied.( Anf. 7 Uhr.) Dienstag: Bar und Zimmermann. Mittwoch: Fidelio. Donnerstag: Wieland der Schmied. ( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Zar und Zimmermann. Sonnabend: Figaros Hochzeit. Sonntag und Montag: Tiefland.( Anfang 8 Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Der blaue Vogel. Montag: Romeo und Julia. Dienstag: Der blaue Vogel. Mittwoch: König Heinrich IV., 1. Zeil. Donnerstag: Der blaue Vogel. Freitag: König Heinrich IV., 2. Zeil. Sonnabend und Sonntag: Der blaue Vogel. Montag: Faust. 1. Zeil.( Anfang 72 Uhr). Kammerspiele. Sonntag und Montag: Mein Freund Teddy. Dienstag: Maria Magdalena. Mittwoch: Mein Freund Teddy. Donnerstag: Fiorenza. Freitag: Schöne Frauen.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend: Mein Freund Teddy. Sonntag: Schöne Frauen. Montag: Mein Freund Zeddy.( Anfang 8 Uhr.) Leffing: Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Glaube und Heimat. Abends: Rose Bernd. Montag: Hedda Gabler. Dienstag: Rosmersholm. ( Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Gabriel Schillings Flucht. Donnerstag: Rose Bernd. Freitag: Tantris der Narr. Sonnabend und Sonntag: Das Prinzip.( Anfang 72 Uhr.) Montag: Die Weber.( Anfang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Große Rosinen. Allabendlich: Filmzauber.( Anfang 8 Uhr.) Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Und das Licht scheinet in der Finsternis. Allabendlich: Professor Bernhardi.( Anfang 8 Uhr.) Beginn Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Konzert. Abends: Die Geschwister. Elga. Montag: Die Schmetterlingsschlacht. Dienstag: Die Geschwister. Elga. Mittwoch: Die Lokalbahn. Die Medaille. Donnerstag und Freitag: Die Schmetterlingsschlacht. Sonnabend: Die Geschwister. Elga. Sonntag: Wolfenkrager. Montag: Im weißen Rößl. ( Anfang 8 Uhr). Friedrich Wilhelmstädt. Schauspielhaus. Casino- Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Die verhängnisvolle Karte. Allabendlich: Am grünen Strand der Spree.( Anfang 8 Uhr.) Bauer. Abends und allabendlich: Der heilige Antonius.( Anfang 8 Uhr.) Montis Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der fidele Kurfürsten- Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Abends und Montag: Der Kuhreigen.( Anfang 8 Uhr.) Dienstag: Ge Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: schlossen. Mittwoch bis Sonntag: Stella maris.( Anfang 7 Uhr.) Mon Die Jüdin von Toledo. Abends: Die Schmetterlingsschlacht. Montag: lag: Unbestimmt. Wolfenkraber. Dienstag: Die Schmetterlingsschlacht. Mittwoch: Hedda Rose Theater. Gabler. Donnerstag: König Lear. Freitag: Bollenkraker. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bon Stufe zu Stufe. Sonnabend Abends, Montag und Dienstag: Die Sünden der oberen Zehntausend. und Sonntag: Die Schmetterlingsschlacht. Montag: Wolkenkrazer.( An- Mittwoch: Der große Unbekannte. Donnerstag: Die Sünden der oberen fang 8 Uhr.) Zehntausend. Freitag, Sonnabend und Sonntag: Mein Leopolo. Montag: 3 Uhr: Die Haubenlerche. Allabendlich: Der Baungast.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag Die Sünden der oberen Zehntausend.( Anfang 8 Uhr.) Luisen- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ich lasse dich nicht. Theater in der Königgräger Straße. Sonntag und Montag: Allabendlich: Berlin- Hamburg- New York.( Anfang 8 Uhr.) Die fünf Frankfurter. Dienstag: Königin Christine. Mittwoch und Herrnfeld Theater. Allabendlich: Wüstenmoral. Die Alpenbrüder. Donnerstag: Die fünf Frankfurter. Freitag: Herodes und Mariamne.( Anfang 8 Uhr.) ( Anf. 72 Uhr.) Sonnabend und Sonntag: Die fünf Frankfurter. Mon- Urania Theater. tag: Hedda Gabler.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 4 Uhr: Aufs Matterhorn! Abends und allabendlich: Paris und die Königsschlösser von Versailles. Trianon- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der selige Toupinel. Montag: Unbestimmt.( Anfang 8 Uhr.) Allabendlich: Die Erste Die Beste.( Anfang 8 Uhr.) Freitag: Geschlossen. Sonnabend bis Montag: Unbestimmt. Admiralspalast. Eisballett: Flirt in St. Moritz.( Anfang 10 Uhr.) Reichshallen Theater. Allabendlich: Bosco.( Antang 8 Uhr, Neues Volts: Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lore. Die Sonntags 7, Uhr.) Spieler. Der Kammersänger. Abends: Helden. Montag: Die Doppelgängerkomödie. Zirkus Busch. Sonntagnachmittag 3%, und allabendlich 7, Uhr: Dienstag: Helden. Mittwoch: Mutter Landstraße. Galavorstellung. Donnerstag und Freitag: Michael Kramer. Sonnabend: Die Schwester. Sonntag: Jugend.( Anfang 8 Uhr.) Zirkus Schumann. Sonntagnachmittag 3%, Uhr und allabendlich 72 Uhr: Galavorstellung. Thalia Theater. Allabendlich: Buppchen.( Anfang 8 Uhr.) A Metropol- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Tata Toto. Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Graf Pepi. Abends und abendlich: Chauffeur ins Metropol!( Anfang 8 Uhr.) allabendlich: Majolika.( Anfang 8%, Uhr.) Theater Groß- Berlin. Allabendlich: Das Fürstenkind.( Anfang Komödienhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der rote Leutnant. All 8 Uhr, Dienstag 7 Uhr.) abendlich: Die Generalsede.( Anfang 8 Uhr.) · 200 Wintergarten. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. Residenz- Theater. Allabendlich: Die Frau Präsidentin.( Anfang abendlich 8 Uhr: Spezialitäten. 8 Uhr.) Apollo Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezialitäten. All Deutsches Schauspielhaus. Allabendlich: Der gute Ruf.( Anfang abendlich 8 Uhr: Brüderlein fein und Spezialitäten. 8 Uhr.) Passage- Theater. Allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. Theater am Rollendorfplatz. Sonntagnachmitt ag 3, Uhr: Jugend. Folies Caprice. Allabendlich: In Sachen Kazenstein. Die Doppel Abends, Montag, Dienstag und Mittwoch: Die schöne Helena.( Anfang firma. Die Tochter der Braut.( Anfang 8 Uhr.) 8 Uhr.) Donnerstag: Geschlossen. Freitag, Sonnabend, Sonntag und Walhalla- Theater. Montag: Studentengräfin.( Anfang 7, Uhr.) Allabendlich: Goldener Leichtsinn. 8 Uhr.) = ( Anfang den 17 ten × Leiser König- Strasse 34 Leipziger Strasse 65 Tauentzien- Strasse 20 Oranien Strasse 47 a e Oranien- Strasse. 34 Friedenau, Rheinstr. 14 # Müller- Strasse 3a Neukölln, Bergstr. 7/8 Moabit: Turm- Strasse 50 Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinen! Steppdeden! Portieren! Tischdecken! außergewöhnlich billig! Borwärtsleser 5 Prozent Rabatt extra! Gardinenhaus Brünn, Hade scher Marft 4( Bahnhof Börse). Sonntags geöffnet. Borjährige eleganteherrenanzüge and Baletots aus jeinsten Mazitorien 20-40 Mart, Hosen 6-14 Mart. 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Für Kistenmacher die Firma Coulnick& Co., Reichen berger Str. 155. Das Berliner Arbeitswilligenbermittelungsbureau d. gelben " Handwerkerschutzverbandes". innung und der Wagenfabri tanten, Kaiser Franz- GrenadierPlaz. für die Provinz Schlesien zum baldigen Antritt, spätestens zum 1, April 1913, gesucht. Bewerberin soll hauptsächlich die Arbeitsnachweis d. StellmacherAgitation und Organisation unter den Frauen und Mädchen der schlesischen Arbeiterschaft leiten und fördern. Bevorzugt werden Bewerberinnen, die auf diesem Gebiet schon Erfahrungen und Erfolge zu verzeichnen haben. Agitatorische und rednerische Befähigung ist erforderlich. Die Anstellung soll nach den Bedingungen des Vereins Arbeiterpreffe" erfolgen. Gesuche mit Angaben der bisherigen Tätigkeit in der modernen Arbeiterbewegung find bis zum 15. Januar Zuzug ist streng fernzuhalten. Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Holzarbeiterverbandes. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegen folgende Proit* te bei: Für den Westen: Hermann Herzfeld, Rauf haus, Charlottenburg, Wilmers. dorfer Str. 55-56. Für den Norden: Louis Halle. Schuhwaren. N., Chausseehaus, Berlin unter Z 3 an die Haupterpedition des Vorwärts" zu richten. Irrtümlich hieß es im gleichlautenden Inserat in den straße 75. Nummern 1 und 4 dieses Blattes, daß die Gesuche bis zum Harmonium, Konzertzither, Mandolinenunter. 15. Februar einzusenden seien. Es muß heißen, wie oben, hans. Berlin C., Münzstr. 4. 20206 bis zum 15. Januar. geftattet. Borwärts" leser 3 Prozent guterhalten, Neukölln, Reuterstr. 85, rich t, gründlich, billig. Neukölln, Rabatt. 398* Hartwig. 8/11 Friedelstraße 15. Für Südosten Often: Alb. Zeimann, Schuhwaren. Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inferatenteil verantw.: Tb. Glade, Berlin. Drudu. Verlag: Vorwärts Buchbruceret u. Berlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin SW.