Nr. 274. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerr. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1893 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die neue Tabakfeuer. II. Es ist selbstverständlich, daß die Fabrikatsteuer zur Verhütung von Unterschlagungen Kontroll Ein richtungen erfordert, die weit über die bloße Beaufsichtigung der Fabrikation hinausgehen. In erster Linie muß der Fabrikant seinen ganzen Betrieb und sein ganzes Geschäft offenlegen, damit keine Zigarre unversteuert oder unter zu geringer Werthangabe oder Steuer berechnung heraus kann. Aber um die Angaben des Fabrikanten über Absahmengen und Absatzpreise gründlich zu prüfen, muß man weiter auf der einen Seite beim Händler nachforschen, der das Produkt kauft, und auf der anderen Seite beim Rohtabat- Lieferanten und Pflanzer, von dem das zu verarbeitende Material bezogen war. Alle, die mit Tabathandel und Fabrikation zu thun haben, sind daher wie Militärpersonen besonders meldepflichtig. Dienstag, den 21. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die Fakturenbücher der Fabrikanten.... Bücher und Fat Der Gesetzentwurf verspricht ihnen zwar alle mögliche Nachturen sind mindestens drei Jahre aufzubewahren." Die ficht, aber selbst die gemilderten Bestimmungen über Rohtabathändler ihrerseits sollen ihre Vorräthe nur in Lagerung, Herstellung, Buchführung kann der Kleinbetriebseiner öffentlichen Niederlage oder in einem Privatlager Inhaber gar nicht oder nur unter ganz unverhältnißmäßigen unter amtlichem Mitverschluß lagern dürfen. Der Ver- Opfern erfüllen. tehr in Rohtabat, entrippten Blättern, Abfällen und Dazu kommt, daß die Erhöhung der Tabaksteuer eine Tabakfabrikaten darf nur zwischen diesen kontrollirten Erhöhung des Betriebskapitals bei den Fabrikanten vorausHändlern und Fabrikanten erfolgen, sodaß jeder unkontrollirte setzt; sie müssen den kolossalen Steuerbetrag auslegen, der Bugang oder Abgang von Tabak an irgend einer Stelle ihnen( bei der langen Kreditgewährung gerade im Zigarrenausgeschlossen sein soll. Man kann den Arbeitssaal eines handel) erst nach Monaten wieder vom Zigarrenhändler Gefängnisses nicht sorgsamer nach außen hin absperren. zurückfließt. Sie kommen jegt in eine ähnliche bedrängte Und auch die Pflanzer bleiben, troß Aufhebung der Lage, wie die, über die der kleine Pflanzer bisher sich bealten Rohtabaksteuer, nicht verschont. Sie haben der flagte, nur daß mit der Höhe der Steuer die BedrängSteuerbehörde immer bis zum 15. Juli die von ihnen mit niß wächst. Alle Zusicherungen von Steuerkreditirung helfen Tabak bepflanzten Grundstücke nach Lage und Größe und den Kleinen wiederum nichts, denn gerade ihnen zugleich den Drt anzugeben, wo der Tabat getrocknet wer- fann die Regierung schwer solche Kredite gewähren und den soll. Der Tabakpflanzer hat für die Verwiegung des gerade sie müssen dem Händler, der von ihnen bezieht, am Tabaks und dessen rechtzeitige Räumung zu haften. Die längsten pumpen. In dieser Zwickmühle werden sie zu Der Tabakfabrikant hat alle Geschäftsräume der Be- Ablieferung des Tabaks an die Händler oder Fabrikanten Grunde gehen wenn sie die neue Steuer- Nera überhaupt hörde genau anzugeben: wo er die Rohtabake aufbewahrt, oder die Niederlegung desselben in eine öffentliche Nieder- noch erleben. wo er fabrizirt, wo er die fertige Waare lagert. Es ist lage soll bis zum 1. August des auf die Ernte folgenden Denn ehe die Tabakindustrie sich den neuen staatlichen ihm( von amtlichen Lagern abgesehen) jede Aufbewahrung Jahres geschehen; bis zum 10. August ist seitens Anforderungen angepaßt haben wird, muß sie eine Ueberan einer anderen wie der angezeigten Stelle verboten. Aus des Pflanzers die Räumung der festgestellten Tabak gangszeit durchmachen, in der das Würfelspiel des Zufalls der Buchführung muß sich mit einem Blick der Zugang an mengen nachzuweisen. Besondere Borschriften sind an die Stelle aller festen Verhältnisse und aller sicheren Tabakmaterial, die Menge des hergestellten Produkts und für die Behandlung der Tabakpflanzungen, für die Berechnungen treten wird. Wie weit die ganze Arbeitsder Verkaufswerth befizenden Abfälle, endlich der Abgang amtliche Feststellung der Blätterzahl und Gewichtsmenge theilung in der Zigarrenproduktion eine andere werden und von Rohstoffen, Halb- und Ganzfabrikaten ersehen lassen. getroffen. die Sortirung und Verpackung von der Fabrikation sich Endlich kommt der für die Steuerbemessung wichtigste" Das wird eine schöne Schnüffelei werden meinte trennen wird, lassen wir dahingestellt sein. Sicher ist, Augenblick: der Verkauf, nach dessen Erlös die Steuer sich Herr Bornhausen in einer Versammlung in Mannheim; daß in der ersten Zeit niemand wissen wird, abstuft. Ueber den Verkauf der Fabrikate müssen Fakturen aus- es wird bald so weit kommen, daß heute der Händler oder wie der Absatz der einzelnen Bigarrenforten sich gestellt und dem Abnehmer eingehändigt, vor der Entfernung der der Fabrikant nicht in sein eigenes Tabakmagazin kann, verschiebt und wie daher überall die Produktion Fabrikate aus der Fabrik die Angaben der Fakturen in ein außer der Herr Steueraufseher schließt auf, daß fünftig die geändert werden muß. Wird die Kundschaft bei der alten Fakturenbuch eingetragen werden.... Ter Steuerbehörde einlaufende Post zuerst von dem Beamten geöffnet würde... Sorte bleiben und mehr zahlen? Wird sie beim alten Preise find in bestimmten Zeiträumen Auszüge aus dem Fakturen- Man hat nach der Enquete von 1878 in Deutschland bleiben und geringere Zigarren verlangen? Welche Sorten, buch vorzulegen, nach welchen die Steuer festgesetzt wird. 18 000 Bigarrenhändler und 360 000 Geschäfte, welche den welche Formen, welche Mischungen, welche Preislagen werden Die Behörde führt die Kontrolle über die Fabrikations- Vertrieb von Tabatfabrikaten als Nebenbeschäftigung später gangbar sein? Man wolle sich schreibt Herr und Fakturenbücher.... Einmal im Jahre muß von der betreiben, gezählt. Also diese 378 000 Verkäufer Dreier, ein Bremer Fabrikant man wolle sich einmal Bezirks- Steuerbehörde eine Bestandsaufnahme vorgenommen in Zigarrenläden Kolonialwaarenhandlungen, Wirth- hineindenken, wie ein Zigarrenfabrik- Geschäft betrieben wird. werden, doch steht es den Behörden frei, außerordentliche schaften, Friseurläden zc. sollen Aufzeichnungen ihrer Da ist durch jahrelange Mühe ein Kundenkreis gewonnen, Aufnahmen zu bewirken." Einkäufe in Tabakfabrikaten führen und diese soll man hat durch eingehendes Studium, durch häufiges Besuchen Das genügt Alles nicht. Denn wenn es sich um einen der Staat dann durch seine Beamten nebst den seiner Abnehmer deren Geschmacksrichtung kennen gelernt möglichen Gewinn von 33/3 pCt.( des Umsatzes!) handelt, dazu gehörigen Fakturen kontrolliren lassen. Das und danach seine Fabrikation eingerichtet. Die Aufträge, wird mancher Bigarrenfabrikant sich leicht versucht fühlen, wird ja wirklich nett; ich weiß nicht, ob die deutsche welche man erhält, sind zu fünf Sechstel Nachbestellungen feinen Absatz geringer erscheinen zu lassen und entsprechend Armee so viel aktive Unteroffiziere hat, als man nöthig auf beiderseits mühsam eingeführte Marken. Da kommt die natürlich allerlei Hokuspokus mit den Rohmaterialangaben hätte, diese Kontrolle auszuüben, und wenn man die einen Umsatzsteuer- und mit einem Schlage find wir Fabrizu treiben, aus denen die Steuerbehörde sonst die Fabrikations- revidiren will, muß man gleich auch alle revidiren, z. B. kanten aus unserem Einführungsboden herausgerissen, das und Absahmengen berechnen könnte. Es heißt also, vorn und auch die Wirthe, von denen viele mehr Zigarren verkaufen vielgliederige, mit jahrelanger Sorgfalt gesponnene Gewebe hinten weiter zu spioniren. Auch der Zigarrenhändler und wie der eigentliche Zigarrenhändler. Jezt denken Sie sich ist zerstört, und langsam und in kleinen Versuchen kauft ebenso der Händler mit anderen Tabakfabrikaten, mit die Spionirerei, das Denunziantenthum, die Masse Schreibereien der Kunde, wenn der Vorrath sich neigt, im zweiten HalbRauch, Kaus und Schnupftabak, die wir der Kürze wegen aus, die wir da in Deutschland erleben würden." jahr die neuen theueren Fabrikate, aber nur versuchsweise, hier neben den Zigarren nie besonders erwähnen muß Und die alte Erfahrung wird sich hier wiederholen: zur Probe, denn er weiß selber nicht, was gangbar sein daher seine Räume genau anmelden und darf ohne Anzeige die Scheerereien, die der Große durch eine andere Organi- wird." feine Henderung vornehmen. Die Buchführung, welche sation seines Betriebes ohne Mühe überwindet, werden Freilich, auch diese Zeit des Abwartens und der ewigen den Händlern auferlegt ist, bildet die Gegenkontrolle gegen überall und sofort für die Kleinen zum Ruin. kostspieliger Experimente wird einstmals vorüber sein. Ueber" Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skizzen [ 13 Wenn erst in jedem Dorfe einige Peter Alexejewitsche und zahlte einem Bauern Geld dafür, daß dieser in die sich befinden werden, dann erst kann man eine sozialistisch revolutionäre Bewegung des Volkes erwarten; dann erst wird es den liberalen Schwägern nicht mehr gelingen, die Revolution für sich auszunüßen, sondern die Früchte wird dann das Volk selbst ernteu. aus der sozialistischen Bewegung Antons nicht. in Rußland. Stadt fuhr, um den Doktor zu holen. Tante Marja gab der Schmied irgend eine gute Medizin für ihre Geschwulst, und zweien Bauern half er aus ihrer Noth durch Geld. Man wunderte sich, wo er das Geld hernahm, solange er wenig Arbeit hatte, und dann wurden Vermuthungen laut, daß er mit dem Teufel im Bunde stände. Deu phantastischen Sozialisten gefiel diese Ansicht Da man wußte, daß der Schmied zu lesen und schreiben Sie nannten ihn verächtlich eine Kabinetsraite uno fogar verstand, gingen die Bauern zu ihm hin, um sich von ihm einen Bourgeois. Da sein logisch denkender Verstand ihm ihre Briefe schreiben und vorlesen zu lassen. Der Schmied nicht gestattete, an der allgemeinen Bewegung fürs Volk that dies gern und ließ sich nichts dafür bezahlen, wie es theilzunehmen, sahen viele darin die Bestätigung, daß Anton der Gemeindeschreiber that. Allmälig wurde der aus der ein Bourgeois sei, und prophezeiten, daß er als Beamter Stadt zugereiste Schmied, welcher gleichsam aus dem in irgend eine Kreisverwaltung eintreten, und so die Bauern Himmel in das Dorf gefallen war, den Dorfbewohnern beglücken würde. unentbehrlich; sowohl guter Rath, als auch Hilfe und gute Worte und nebenbei auch noch gute Bücher für die Kinder, alles dies war in der Schmiede zu haben. Männer und Weiber sprechen viel über diesen ungewöhnlichen Schmied der noch so jung und schon so ernst war, daß man ihn unwillkürlich achten mußte. Aber woher weiß er so viel Dinge und weshalb wurde er Schmied, wenn er so viel Geld besaß, mit dem man in ( Aus dem Russischen überfekt.) Anton wußte, daß die sozialistische Revolution nicht schon in zwei bis drei Jahren in Rußland möglich war, daß das Volk fich noch in vollkommener Sklaverei befand und daher nicht im stande war, auf den Ruf seiner in- Anton blieb in der Stadt und begab sich zum befien telligenten Freunde sich zu einem sozialistischen Volte um- Schmied in die Lehre. Da er große physische Kräfte besaß, zuwandeln. Erzogen in dem traditionellen Glauben an erschien ihm das Gewerbe eines Schmiedes das beste zu den Baren, ist es nicht im stande, sich plößlich sein, durch welches er sich am schnellsten mit dem Volte zum Herrn seines Schicksals feines Schicksals zu machen. Eine in in Verbindung sehen konnte. Sein Lehrer, der Schmied, stinktive Erhebung des Volkes konnte Anton auch nicht welcher seinen Schüler als ein Herrchen betrachtete, der befriedigen; er hatte aus der Geschichte gelernt, daß wenn ihn für die Befriedigung seiner Laune gut bezahlt, konnte ein Volk seiner Leiden überdrüssig geworden war und feinen nicht umhin, am Ende seiner Lehrzeit Anton zu loben, der Stadt bessere Geschäfte machen konnte, als mit dem Ausweg fand, es feine alles zerstörende Kraft gezeigt indem er ihn einen richtigen Schmiedemeister nannte. Schmiedehandwerk im Dorfe. Man zerbrach sich den Kopf hatte, wie der Dampf den Kessel sprengt, wenn der Re- Im Winter wurde in einem großen Dorfe, das fünf darüber, aber ihn zu fragen wagte Niemand, da er selbst gulator abgeschlossen ist. Das Resultat war dann aber Werst von der Eisenbahn entfernt lag, eine neue Schmiede nicht davon sprach, was soviel heißt, als daß er es nicht nicht immer zum Vortheile des Voltes ausgefallen. Diese eröffnet. Der Besizer derselben, der Kleinbürger Iwanow, wünschte. Niemand sollte sich um fremde Dinge bekümmern. instinktiven revolutionären Bewegungen verstanden stets wie er laut seines Passes hieß, erregte die allgemeine Im Laufe des Winters wurde der Schmied immer beLeute, die da wußten, was sie wollten, für sich auszunuzen, Neugierde, und die Bauern beobachteten ihn aufmerk- liebter im Dorfe. die Bauern beobachteten ihn aufmert- liebter im Dorfe. Die Bauern liebten es, seinen Reden und das Volk hatte sein Blut nicht für sich, sondern für sam. Zuerst erfuhren sie, daß der Schmied keinen zuzuhören, da diese ihren Verhältnissen angepaßt waren. die Interessen der ihn exploitirenden Gesellschaft vergoffen. Schnaps tränke, tränke, für zwei arbeite und verständig Irgend etwas ihnen Verwandtes, gar nichts Herrisches klang Und so wird es immer bleiben," dachte Anton, so lange und zusammenhängend spräche. Weiter stellte es heraus. Er sprach nur immer von dem, was den Bauern die revolutionäre Boltsbewegung ohne Verständniß unter sich heraus, daß der Schmied ein gutmüthiger Mensch war: bedrückte, von seinen Nöthen, aber auf ganz andere Art, nommen werden wird." er pflegte seinen kranken Nachbar wie seinen eigenen Bruder, als die Bauern unter sich sprachen. Von ihm hörten sie Noch ist es Zeit, aus eigenem Antrieb diejenigen Forderungen zu gewähren, die zur Besserung und Hebung des Seemannsstandes im eigenen wohlverstandenen Interesse von den Schiffs. herren gewährt werden können." Arme Kölnische! Bu spät fommt ihre Mahnung, sei, ftauben jedoch wird sie nur derjenige haben, der es aus- partei hängt das Schicksal der Stenervorlagen ab. Daß halten faun", der Große, der Kapitalkräftige, der unter der das Zentrum einem vortheilhaften Geschäfte auf Kosten der alten niedrigen Steuer vielleicht noch einmal alle seine von der Wein- und Tabaksteuer Betroffenen nicht abgeneigt Läger füllte oder der doch seine vorübergehenden Verluste ist, dafür sprechen die zahlreichen Initiativanträge, die es später reichlich wieder einbringt. Der Kleine kann nicht so geschickt einzubringen verstand, daß ihr Handelsobjekt, experimentiven und eine Zeit lang zusetzen, bis wieder der Jesuitenantrag, den Vorrang vor allen anderen tens der Rheder wenigstens das zu thun, was im„ wohlnormale Verhältnisse zurückgekehrt sind. Er wird schon vor- Initiativanträgen hat. Alle übrigen Anträge des Zentrums Die Seeleute sind durch die Profitgier der Rheder, burch her das Zeitliche segnen. find blos formelle aber nicht thatsächliche Einlösungen von das im Interesse der Rheder ausgeübte Wuchergewerbe der Und so wird es im Kleinverschleiß, in der Fabrikation, Versprechen, welche den Wählern während der Wahl- Landhaifische, so Heuerbasen genannt werden, durch die im Rohtabakhandel sein; ein großes Sterben wird durch bewegung gegeben wurden. Worauf e3 Rom heute ankommt, Berlängerung ihrer Arbeitszeit, durch die Herabſegung die Reihen der Kleinen gehen, nur der Starke und Kapital- ist die Annahme des Jesuitenantrages. Dieser kommt vor ihrer Löhne, durch die brutalen Mißhandlungen, denen die kräftige wird übrig bleiben. Und wenn das kleine Bäuer- den Steuervorlagen, wahrscheinlich schon am Mittwoch der lein vom Tabaksbau noch meint, es fahre bei der neuen nächsten Woche zur Verhandlung. Wir sind begierig, wie Matrosen, die Heizer und Trimmer fast wehrlos ausgesetzt Ordnung besser wie bei der alten, so wird es einmal die Vertreter der preußischen Regierung im Bundesrathe ſind, durch ihnen gegenüber erlaffene Seeamts- und Gerichtsurtheile, durch Seelenverkäufer à la Schiff längst dagenau so wie früher unter der„ Schnüffelei" der sich dazu stellen werden. Nicht etwa, weil es uns auch nur von überzeugt, daß die Interessen der Unternehmer den Behörden zu leiden haben, und es wird später im mindesten bekümmert, ob die Rückkehr den Jesuiten geeinem viel fapitalfräftigeren, monopolistischen Handel ſtattet wird, sondern lediglich, weil von der Stellung der ihrigen gegenüber feindliche sind und sein müssen und daß gegenüberstehen, der ihm das Fell noch mehr wie bisher preußischen Bundesrathsvertreter in dieser Frage das eine Aenderung zu gunsten der Seeleute nur durch Organiüber die Ohren ziehen wird. Es sollte daher das Sprüche Schicksal der Reichssteuer- Vorlagen abhängen dürfte. Wir ſation derselben, durch Anschluß an die allgemeine Arbeiterlein von den allergrößten Kälbern wohl beherzigen. haben bekanntlich gegen die Rückkehr der Jesuiten bewegung, nur durch die Sozialdemokratie möglich ist. Das sind die Erwägungen, die für die Stellungnahme nichts cinzuwenden. Die sozialdemokratische Fraktion hat In das Horn der Anarchisten Gesetzler bläst der bürgerlichen Parteien zur Fabrikatsteuer mit dieselbe schon in der Legislaturperiode 1884-87 beantragt. natürlich am lautesten das nationalliberale Angstmeierthum. entscheidend sein werden, denn die geschädigten Klein Wir glauben, daß nach Aufhebung des Jesuitengesetzes die Die hiesige National- Beitung", die nirgends fehlen darf, besizer sind massenhaft zugleich die Wähler für diese Auflösung der Zentrumspartei rascher vor sich gehen wird, wo es eine Gelegenheit giebt, Schergen- und Lakaiendienste Parteien. Die Rücksichten auf die Interessen der Arda dann der Rest des Kulturkampfes, von dessen Tradition zu verrichten, hat heute einen vierthalb Spalten langen beiter, die unter der Tabakvertheuerung als Konsumenten das Zentrum zehrt, verschwunden sein wird. Blos der Artikel, in dem aller Blödsinn, der jemals über Anarchisten bluten und durch den Konsumrückgang als Produzenten Breis für die Aufhebung des Jesuitengesetzes, die Tabak- und Anarchismus geschrieben worden ist, wie zu einem brotlos gemacht werden, kommen für die bürgerlichen Par- fabrikats- und Weinstener, erscheint uns zu kostspielig. Kehrichthaufen zusammengefegt ist. Daß der Anarchismus teien wenig in Betracht. den Herren Bourgeois nicht gefällt, ist übrigens sehr natürlich Rarrikatur ihrer eigenen Gesellschaft. Freilich ist er doch der Reflex und zugleich die fich wenden und drehen wie sie wollen diesen Reflex, - sie mögen dieses Abbild können sie ebenso wenig loswerden, wie ihren Schatten und ihr böses Gewissen. Wir haben oft genug, erst am Mittwoch voriger Woche wieder im Leitartikel, auf die strupellose Hinopferung von zehn tausenden von Arbeitsexistenzen durch die neue Steuer hingewiesen. Vielleicht gelingt es, sie abzuwehren. Kommt sie, dann wird zunächst das ganze Unternehmerthum sein Risiko und seine vorübergehenden Verluste auf die Schwächsten, auf die Arbeiter abzuwälzen versuchen; auf der ganzen Linie wird der Kampf zwischen Kapital und Arbeit mit ungeahnter Heftigkeit entbrennen und mit nie gekaunter Erbitterung geführt werden. Die Krisis der Uebergangszeit wird dazu drängen, und selbst in normalen Beiten die ganze Fabrikat Werthsteuer wie Molkenbuhr einmal in Hamburg mit Recht hervorhob geradezu ein staatliches Prämiensystem für die Lohndrückerei: mer für das Tausend Zigarren die niedrigsten Löhne zahlt, zahlt zur Belohnung dafür auch die niedrigste Steuer pro Mille! Die Zabalarbeiter, die am 19. Nov. in Berlin zusammengetreten sind, werden daher nicht nur zu warnen haben, welche verheerenden Wirkungen die Fabrikatsteuer durch die ganze Tabak industrie hindurch haben müßte, und zu erwägen, wie der Kampf gegen die Annahme des Regierungsentwurfes am besten zu führen sei. Sie werden gut thun, auch den großen Widerstands- und Vertheidigungskampf ins Auge zu fassen, vor dem sie nach der etwaigen Annahme der Fabrikatsteuer mit Sicherheit in ganz Deutschland stehen werden. Berlin, den 20. November. Augst vor der Reichs- Einkommensteuer schwitzt unserer" patriotischen" Bourgeoisie, die den schrecklichsten der Schrecken bereits kommen sicht, aus allen Poren. So schreibt die Nationalliberale Korrespondenz":" " Bei dem Widerspruch gegen die vorliegenden ReichsSteuerprojekte tritt, sofern er sich nicht ganz mit der Negation begnügt, vielfach der Vorschlag auf, die erforderlichen neuen Den Kampf für ei Den Kampf für ein reaktionäres Volksschul- Gesetz Einnahmen durch eine Reichs Ginkommensteuer zu beschaffen. nimmt heute die Kreuz- Zeitung" wieder auf. Pochend auf Es scheinen uns aber diesem Vorschlag, auch wenn er im die neue starke konservativ- klerikale Majorität im preußischen Reichstag auf eine günstige Stimmung zu rechnen hätte, fehr Landtage treten sie in den Kampf gegen den altersschwachen erhebliche Schwierigkeiten und Bedenken entgegen zu stehen. Zunächst würde das wohlbegründete System, wonach Liberalismus. Was schert sie da die ungeheure Majorität die direkten Personalsteuern den Einzelstaaten überlassen des Volkes, die gegen jede weitere Verschlechterung des bleiben, durchbrochen werden und in die Verschieden- preußisches Volksschul- Gesetzes ist. Sie pochen auf ihre auf artigkeit der deutschen Einkommensteuern würde sich eine grund des deutschen aller Wahlgeseze erworbenen Rechte. gemeinsame Reichssteuer derselben Art nur sehr schwer ein- Ob sie aber ihre schwarzen Pläne verwirklichen können, ist fügen lassen. Zudem ist in den Einzelstaaten, namentlich in damit noch nicht gesagt. Preußen, die Einkommen und Vermögensbesteuerung nachgerade auf eine Höhe getrieben worden, die ohne ernste Eine Abgrenzung des englischen und deutschen soziale und wirthschaftliche Schäden nicht mehr überschritten Intereffengebietes in Ramerun nach dem Binnenlande werden darf. Unter dem Steuerdruck leiden heutzutage viel hat auf grund eines Abkommens zwischen England und weniger die von direkten Eteuern überhaupt größtentheils Deutschland stattgefunden. Danach werden als Hinterland befreiten unteren Klassen, als die mittleren Echichten, die mit des Kamerungebietes die Reiche Adamana und Baghirmi Noth die Bedürfnisse des Lebens zu bestreiten vermögen. Hält in die elendesten Interessenphäre hineingezogen. Damit ist man eine noch stärkere Heranziehung der Einkommen für möglich und zweckmäßig, jo fann es auch mit demselben Erfolg freilich nicht gesagt, ob Frankreich mit dieser Abgrenzung auf dem Wege der Landesgesetzgebung und der Abführung an der Interessensphären einverstanden sein wird, da es auch das Reich in Gestalt von Matrikularbeiträgen geschehen. auf das Reich Baghirmi Anspruch macht. Diesen Verlauf wird die Sache ohnehin nehmen, wenn die Zum Fall Gradnauer wird gemeldet, daß gegen die Reform im Reich nicht gelingt. Gesund ist aber nur eine Ordnung, welche im Rahmen des dem Reiche durch die Ver: gleichzeitig mit unserem Genossen in Haft genommenen fassung und die natürlichen Bedingungen angewiesenen Be- Soldaten und Reservisten das Verfahren nicht eingestellt steuerungsgebiets vorgenommen wird." wurde. Wie wir aus allerbester Quelle erfahren, fehlt Politische Iteberlicht. Bourgeois und Junker nichts zu zahlen haben, und die gegen Gradnauer jeder Zusammenhang. Die natürlichen Bedingungen" sind, daß die Herren diesen Verhaftungen mit dem jetzt eingestellten Verfahren Steuern auf das arbeitende Volt, d. h. die schwachen Die zwei Franzosen, welche im Auguft in Kiel Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung den Schultern abwälzen. unter dem Verdacht der Spionage verhaftet wurden, sind Anträgen der Ausschüsse zu dem Entwurf cines TabakGegen das Tabakfabrikatssteuer- Gesetz. Dem nach Leipzig gebracht worden und sollen vor Weihnachten steuer- Gesetzes und zu dem Entwurf eines Gesetzes wegen„ Leipz. Tagebl." wird berichtet, daß die 23 sächsischen Ab- vor den vereinigten zweiten und dritten Strafsenat wegen Abänderung des Gesetzes, betreffend die Erhebung geordneten sich, wie aus verläßlicher Quelle verlautet, gegen- Landesverrathes gestellt werden. von Reichsstempel Abgaben und vom 1. Juli 1881 feitig verpflichtet haben, gegen die Tabaksteuer- Vorlage zu und 29. 1885 zugestimmt. Ebenso ertheilte der Bundes- ftimmen; der Berichterstatter glaubt, daß dadurch die Abgeordneten genehmigte nach dreitägiger Berathung den Aus der bayrischen Kammer. Die Kammer der rath seine Zustimmung zu den mündlichen Berichten der Bildung einer Mehrheit für die Vorlage ausgeschlossen sei. Ausschüsse über den Entwurf eines Gesetzes wegen Gesetzentwurf, betreffend den Bedarf für Erweiterungs-, ErGewährung von Unterstützungen an Invaliden aus den gänzungs- und Neubauten auf den im Betrieb befindlichen Staatseisenbahnen. Der Gesammtbedarf wurde auf Kriegen vor 1870 und an deren Hinterbliebene, über den Entwurf eines Weinsteuer- Gesezes, über den Entwurf eines 10 215 000 m. herabgesetzt.Gesetzes betreffend die anderweitige Regelung des Finanzwesens des Reiches, über den Entwurf eines Gesetzes zum Echutz der Waarenbezeichnungen, sowie über den Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aenderung des Gesetzes über den Unterstüßungswöhnsiz und die Ergänzung des Strafgesetzbuches. Der Kuhhandel wird bald wieder in Gang kommen. Das Zentrum und die Regierung werden sich um den Preis streiten, denn von der Abstimmung der ZentrumsDie Tabak- Fabrikatesteuer- Vorlage im Bundesrathe. Die Nordd. Allg. Btg." schreibt offiziös: Die National- Zeitung" und verschiedene andere Abend: blätter wußten gestern zu berichten, das Tabatssteuer- Gesetz sei Revolutionspartei oder Reformpartei? Das ist von den mit der Vorberathung beauftragten Ausschüssen des die Frage in der jezigen Debatte über die Gewerkschaften, worden und werde eine völlig umgearbeitete Vorlage dem und das ist die Entdeckung der„ Tante Voß". Plenum unterbreitet. Das Programm des Ministeriums Windischgrät Diese Angabe ist unrichtig. Thatsächlich haben die Aus- soll dem am 23. d. Mts. zusammentretenden Reichsrathe schüsse nur eine geringe Anzahl von Abänderungen empfohlen, welche außerdem sämmtlich von unerheblicher Be Dergelegt werden. Das„ Herold"-Bureau läßt sich hierüber deutung sind. In allen erheblichen Punkten ließen die Aus- melden: schüsse den Gefeßentwurf unverändert. Eine Neuregelung des Schaukgewerbes soll in Es find nämlich Regierungskreisen beabsichtigt werden. nicht die Redensarten: So ist es Gott gefällig, man neuerdings Erhebungen angeordnet worden über die Zahl muß leiden, deshalb ist dem menschlichen Leben eine Grenze der Gast- und Schankwirthschaften mit und ohne Branntgesetzt." Der Schmied sagte:" Der Bauer ist an seinen weinausschant, sowie über die Zahl der Branntwein- KleinLeiden selbst schuld, mit dem Leiden richtet manu nichts aus sich auf seinen handlungen, wie sie gegenwärtig bestehen und im Jahre man muß Ropf und seine Häude verlassen, sonst auf nichts." 1879 bestanden. Darauf sprach er von der Armuth des Bauern, aus welchen Gründen diese entsteht, so daß die Bauern ihm mit Erstaunen und Interesse zuhörten. Er las ihnen auch ein Buch vor über dieses selbe Thema, das so gut und deutlich verfaßt war, wie sie es früher nie gelesen hatten. Die Berbindungen des Schmiedes mit dem Dorfe wurden regelmäßige und herzliche, er wurde den Bauern umentbehrlich, als ein verständiger Kamerad, der in allen Angelegenheiten einen guten Rath geben und der alles verständig auseinandersetzen konnte. Weder Anton, noch die Bauern dachten daran, daß sie von einander scheiden sollten, ehe der Frühling eintrat, dessen Nahen bereits die Sonne durch warme Strahlen ankündigte, die den Schnee auf den Dächern zum Schmelzen brachten. In einer Märznacht, in der es leicht fror, klopfte Je mand an das Fenster der Schmiede. Anton fleidete sich an und öffnete die Thür. Wassilissa, das Weib des Dorfpolizisten, trat ein und flüsterte: Mein Mann schickt mich zu Dir, hörst Du, man will Dich ergreifen und in das Gefängniß segen; man hat es erfahren, daß Tu ein Herr bist und hat befohlen, Dich in die Stadt zu bringen. Mein Mann hat es vom Schreiber erfahren. Mache Dich zurecht, wir müssen fort." Anton schwieg; ein peinigendes Gefühl erfaßte ihn es wurde ihm schwer, das Dorf zu verlassen. Hier giebt es nichts zu bedenken, fuhr Wassilissa dringend fort, wir selbst würden Dich nicht fortlassen. Du bist uns sehr lieb geworden, aber man würde Dich mit Gewalt fortbringen. Fahren wir gutwillig, mein Mann hat mir befohlen, Dich bist zum Haltepunkt der Eisenbahn zu ( Fortsetzung folgt.) bringen. " Der Ministerrath sette gestern die beim Wiederzusammen tritt des Reichsrathes abzugebende Programmerklärung fest. Die neue Regierung giebt in dieser Erklärung zu erkennen, daß sie alle Vorlagen der früheren Regierung, auch die Vorlage bezüglich des Budgets, aufrecht erhält. In bezug auf die Wahlreform wünscht das Ministerium, daß in eine Berathung eingetreten werde, damit es demselben möglich werde, seinen Standpunkt zu kennzeichnen. Die geplante Koalition der slavischen Parteien des österreichischen Abgeordnetenhauses zu einer geschlossenen Nationalliberale Seekrankheit. Die Röln. 3tg." Oppositionspartei gegen das Ministerium Windischgräb knüpft an die Mittheilung, daß unsere Genossen, die Ab- scheiterte an der schroffen Haltung der Jungczechen. geordneten Metzger, Stadthagen und Legien vor kurzem in Schweiz. Aus Zürich wird uns geschrieben: Hamburg eine totale Aenderung der Seemannsordnung und die Nothwendigkeit eines deutschen Seemannsvereins unter nach Olten einberufenen sozialdemokratischen Partei. Auf der Tagesordnung des auf den 25. und 26. November allgemeinem Beifall in einer von Seeleuten einberufenen tages stehen 15 Punkte, wovon wir erwähnen: Propa großen Bersammlung dargelegt und den Auftrag erhalten ganda für das Recht auf Arbeit, Referent: Wullhatten, ihren Ausführungen gemäß im Reichstage vorzugehen, fchleger; Ergebnisse der Wohnungs- Enquete, folgenden Schmerzensschrei: Referent: Arnold; Initiative für die allgemeine Es läßt sich nicht lengnen, daß noch viel zur Hebung und unentgeltliche Krantenpflege, Referent: Lang; des Seemannsberufs geschehen kann. Bedauerlich würde es Parteitattit, Referent: Wullschleger; Proportionalsein, wenn der Anstoß hierzu von seiten der Sozialdemokratie vertretung für den Nationalrath, Referent: Brandt. erfolgen müßte. Schon längst hätten die Behörden und Rhede- Ferner kommen zur Verhandlung verschiedene Anträge betreffend veien selbst eine Besserung der Lage der Seeleute in die Wege Unterstützung der Arbeitslosen aus Bundesmitteln, Erstattung leiten sollen, und zwar im wohlverstandenen eigenen Interesse. eines gedruckten Berichtes über die Thätigkeit der Partei und Nachdem z. B. die Errichtung staatlicher Heuerbureaus, welche Drucklegung des Parteitagsprotokolls. den sein Brot sauer verdienenden Seemann aus den Klauen Das Initiativbegehren betreffend die unentgeltliche der Schlaf- und Heuerbafe befreien würden, noch immer nicht Krantenpflege ist bereits formulirt und veröffentlicht erfolgt ist und auch keinerler Anstalten hierzu gemacht worden. Dasselbe hat folgenden Wortlaut:„ Die unterzeichneten werden, wird es den Führern der Sozialdemokratie ein leichtes Stimmberechtigten stellen gemäß Art. 121 der Bundesverfassung fein, ihrerseits sogenannte Vereinsbureaus zu bilden und damit das Begehren, daß folgender Vorschlag zur Abänderung der eine scharfe Waffe gegen die Rhedereien in die Hand zu be- Bundesverfassung dein Volte und den Ständen zur Annahme tommen. Bisher stehen die Rheder der das gesammte untere oder Verwerfung vorgelegt werde: Art. 33 bis der BundesHandelsmarine Personal umspannenden sozialdemokratischen verfassung erhält folgenden Zusat: Der Bund hat, unter Bewegung mit verschränkten Armen gegenüber, sie brauchen Mitwirkung der Kantone in der Organisation und Verwaltung, sich nicht zu wundern, wenn sie sich bald einer vom Geifte dafür zu sorgen, daß auf seine Kosten jedem Einwohner, der es dauernder Unzufriedenheit durchdrungenen machtvollen, wohl verlangt, ärztlicher Rath und Beistand, sowie Heilmittel unentorganisirten Truppe gegenübersehen, die das navigare geltlich zu theil werden. Er gewährt ferner den Kantonen Beinecesse est( Bu Schiffe fahren ist nothwendig) weit fost- träge für unentgeltliche Spitalpflege Unbemittelter und für spieliger gestalten würde, als es bisher der Fall war. Errichung von Heilaustalten. Zur Deckung dieser Ausgaben steht Der Verein hamburgischer Rheder, an deffen Spitze ein- dem Bunde das ausschließliche Recht zur Tabatfabrikation und sichtige Personen stehen und deren Tüchtigkeit in Dingen des zur Einfuhr und dem Verkauf von Tabat und Tabatfabrikaten handel und Berkehrs nicht bezweifelt werden kann, hat für au; er kann auch gefeßliche Vorschriften über die Tabatſurrogate diese Seite der Schifffahrt bislang nicht denjenigen weiten erlassen. Die geringwerthigen Tabak- und Bigarrenforten sollen Blick bekundet, der ihm sonst eigen ist. Hoffentlich entgehen hierbei nicht vertheuert werden. Den Kantonen, die vor 1893 dem Verein nicht die von unten auf gärenden Bewegungen. Die Fabrikation oder den Verkauf von Tabak besteuerten, soll für $ den Wegfall dieser Steuer eine angemessene Entschädigung ge währt werden. Art. 31 a und d der Bundesverfassung soll lauten: Art. 31. Die Freiheit des Handels und der Gewerbe ist im ganzen Umfange der Eidgenossenschaft gewährleistet. Vorbehalten sind: a) Das Salz und Pulverregal, das Tabakmonopol und die eidgenössischen Zölle. d) Sanitätspolizeiliche Maßregeln gegen Epidemien und Viehseuchen, sowie die Einrich = tungen der unentgeltlichen Krankenpflege." förper der Post und Telegraphie beschlossen heute Mittag die sammelt seien, verzichtete ontag, den 20. d. M., zur Wahl vers * " Jufolge der beabsichtigten Verschmelzung der Beamten- 1 daß die Kontrolleure am Montag, den 20. d. M., zur Wahl ver der welcher überTelegraphenbeamten in Rom, einen Ausstand zu beginnen. bracht hatte, auf den Abdruck desselben und sandte ihn durch Es scheint sicher, daß alle Telegraphenbeamten in ganz Italien Boten an die Kontrolleure zu Händen des Genossen Meister. sich dem Ausstand anschließen werden." heute wieder aufgenommen worden. Sonnabend, nachdem verhandlung vor der dortigen Straftammer gegen den Buchbinder Die Arbeit in allen englischen Kohlengruben ist türzlich ausführlich aus Wiesbaden über eine GerichtsDas Hoch auf die Sozialdemokratie. Wir berichteten Der Stadtrath von Zürich hat bereits der Arbeits der Streit für beendigt erklärt war, herrschte überall der W. aus Rödelheim, welcher in einer Volksversammlung in Tosigkeit seine Aufmerksamkeit zugewandt. Er beantragt den lebhafteste Jubel, und der gestrige Sonntag gestaltete sich Höchst a. M. als Vorsitzender ein Hoch auf die revolutionäre Etadtverordneten( Großer Stadtrath), ihm für den Fall des in den Kohlengruben zu einem„ nationalen Feiertag". Der Sozialdemokratie ausgebracht hatte und dafür angeklagt war, Wiedereintritts größerer Arbeitslosigkeit den Auftrag zu geben, Versöhnungsausschuß Board of Concitiation- oder groben Unfug verübt zu haben. Die Verhandlung wurde damals die Hilfeleistung durch die Stadtverwaltung in Verbindung mit das Schiedsgericht, welches im Februar zusammentreten und vertagt, um den überwachenden Bürgermeister als Zeugen zu verz Vertretern der Arbeiter und Unternehmer, sowie des freiwilligen Armenvereins zu organisiren. Der Stadtrath foll ferner die noch übrigen Differenzen schlichten soll, wird sich aus nehmen. In der geftrigen erneuten Verhandlung fam auch nichts Belastendes zum Vorschein, da die Beugen aussagten, daß ihrer eingeladen werden, für die Beschäftigungslosen Arbeit zu schaffen je 14 Vertretern der Arbeiter und der Unternehmer zu Meinung nach Niemand in der Versammlung sich habe belästigt und obdachlosen Arbeitern Unterkunftslokale zur Verfügung zu sammensetzen, also aus 28 Mitgliedern, die sich dann über gefühlt. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Loeb, plädirte auf ftellen. Es soll ihm auch ein Kredit von 5000 Franten zu einen außerhalb des Streits stehenden Vorsitzenden als 29. Freisprechung, während der Staatsanwalt das Schuldig Händen der Arbeitslosen- Kommission eröffnet werden. zu einigen haben, welcher erforderlichen Falls den Ausschlag auszusprechen beantragte, denn ein Hoch auf die revolutionäre Wenn die Stadtverordneten diesen Anträgen zustimmen, so zu geben hat. Sozialdemokratie sei gleichbedeutend mit einem Hoch auf die will der Stadtrath sofort eine Arbeitslosen- Statistit aufnehmen und Arbeit beschaffen, sowie einen Arbeitsnachweis errichten. uns seinem Wortlaute nach nicht vorliegt, haben wir unsere Rosten mit Ausnahme derjenigen der Bertheidigung der Staats. In bezug auf die Einzelheiten des Abkommens, das Revolution selbst. Das Gericht sprach den Angeklagten frei und legte die Weiter soll eine Vollstüche eingerichtet und Effen auch nach erste Mittheilung dahin zu berichtigen, daß zu den alten Kosten mit Ausnahme derjenigen der Bertheidigung der StaatsHause gegeben werden. Die Unterstüßung Arbeitsloser soll nur tasse zur Last. In der Begründung hieß es, daß das Hoch als in Naturalien erfolgen. Lohnsägen bis zum 1. Februar- nicht bis zum letzten grober Unfug hätte aufgefaßt werden können; da dasselbe aber Die Annahme der Anträge seitens des Großen Stadtrathes gearbeitet wird. Wenn es trotzdem heißt, das Weitere in einer sozialdemokratischen Versammlung und vom Angeklagten darf als sicher gelten. würde im Februar durch das Schiedsgericht festgestellt als Vorsitzenden derselben ausgebracht worden, da ferner anzuDie schweizerische Gesandtschaft in Washington werden, so ist dies etwas unklar, da die Regelung doch nehmen sei, daß der Angeklagte bei seiner Jugend sich einer strafwarnt in einem offiziellen Berichte über die schon am 1. Februar erfolgt sein müßte. Wir wissen nur, baren Handlung nicht bewußt gewesen, so tönne von einem Krise in Nordamerika vor der Auswanderung daß von seiten Lord Roseberry's der 13. Dezember als Unfug im Sinne des Gesetzes nicht gesprochen werden und sei dahin, da Hunderttausende von Arbeitern beschäftigungslos, die Tag der ersten Konferenz vorgeschlagen, von den Dele- der Angeklagte freizusprechen. girten der Arbeiter aber nicht angenommen wurde. Unser Zu Eilenburg fand am Dienstag, den 14. b3. Mts. eine Londoner Korrespondent wird uns jedenfalls über alle noch öffentliche Parteiversammlung statt, in welcher Gedunklen Punkte Aufklärung geben. Hose Hoffmeiſter- Halle Bericht über den Parteitag erstattete. Löhne tief gesunken sind und überall das Geld fehlt. Spaßhaft sind die Bemühungen der kapitalistischen Blätter aller Länder, den Sieg der Arbeiter zu verkleinern. Die Grubenbesizer hätten in einem Punkte einen Vortheil errungen, nämlich in Sachen der Lohnregulirung nach den Kohlenpreisen hätten die Arbeiter nachgegeben. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Parteitages vollständig einverstanden und erwartet von jedem Genossen, für die weiteste Ausbreitung derseblen thätig zu fein, fordert zugleich zu den allgemeinen Wahlen die Beseitigung der Borrechte der Geldsadsklasse und Einführung des allgemeinen gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts. Ein entschiedenes Vorgehen gegen die Börje beabsichtigt die Regierung des schweizerischen Kantons BaselStadt. Ein von ihr ausgearbeiteter Gesegentwurf stellt den Börsenverkehr und den Handel mit Werthpapieren unter Staatsaufsicht. Nur Kaufleuten, die ins Handelsregister eingetragen find, ist das Handeln an der Börse gestattet; Termin und Spekulationsgeschäfte dürfen nur von Mit gliedern der Börsenkammer", der Gemeinschaft der ein- Das ist falsch; die Arbeiter haben die Entscheidung getragenen Bank und Börsengeschäfte betrieben werden. über diese Frage, die niemals ein ernsthaftes Streitobjekt Will also ein anderer spekuliren, so muß er sich an war, hinausgeschoben und dem Schiedsgericht überIn wie reger Weise die Agitationskommission des 12. Börsenkammer- Mitgliedern wenden. Der Staat bestreitet geben, wozu sie von Anfang an bereit waren. und 18. Reichstags- Wahlkreises( Leipzig) im lestvergangenen die Betriebskosten der Börse, zieht dafür aber deren Dagegen hatte der Verband der Grubenbefizer noch bis Jahre gearbeitet hat, geht aus einem Bericht hervor, der uns Einnahmen, insbesonders die reichen Einkünfte der wenige Tage vor dem Ende des Streiks die Wiederauf von Leipzig über die Jahresberichterstattung genannter KomMakler, deren Zahl von seiten der Aufsichtsbehörde nahme der Arbeit zu den alten Löhnen verweigert mission zugeht und aus dem wir folgendes als beachtenswerth fünftighin festgestellt wird. Als Aufsichtsbehörde funktioniet und die Bedingung als absolut un annehmbar be- wiedergeben: Im Dezember v. J. leitete die Rommission die Agitation der Stadtverordneten- Wahlen, dann trat man in die das Ministerium des Innern, dem eine„ Handelskommission" zeichnet. zur Seite steht. Die Handelskommission bestimmt, welche Hiernach kann kein Zweifel sein, wer der Sieger und Agitation gegen die Militärvorlage ein, um kurz darauf, nach Auflösung des Reichstages, in den Wahlkampf einzutreten. Nach Werthpapiere zum Börsenhandel zugelassen werden sollen. wer der Besiegte. Thatsache ist: niemals hat England dem die Schlachten auf diesem Gebiete geschlagen, traten die GeAls weitere Maßregeln zum Schuße gegen den Börsen- einen so großen und so hartnäckigen Streit erlebt; und nossen Leipzigs in den Kampf um die LandtagsZur besonderen Aufgabe schwindel find die folgenden zu nennen: Staats- oder niemals hat der englische Kapitalismus eine so gewaltige fige ein. Bur Aufgabe machen. machen sich Privatbeamten ist ebenso wie Mittellosen der Abschluß von Niederlage erlitten.Mazda Parteigenossen des 12. und 13. Wahlkreises, den 11. und Termin und Börsengeschäften( durch Bankhäuser") ver14. Kreis, Wurzen und Borna( die Hauptdomäne Frege's) zu Gebietsausdehnung Englands in Asien. Englands in Asien. Den bearbeiten. In letterer Stadt wurde ein Arbeiterverein geboten; Termingeschäfte, die ausschließlich den Charakter des Times" wird aus Ralfutta gemeldet, nach dem von dem gründet, in Leipzig selbst die Agitation unter den Frauen Spiels tragen, find überhaupt untersagt. Termin- und Spezialkommissar Durand mit dem Emir getroffenen Ab- mit Erfolg betrieben. Im Ganzen wurden im Laufe des Jahres Prämiengeschäfte dürfen nicht über den laufenden und den kommen willigt letzter ein, Chitral, Bajour, Swat und die 1541 000 Flugblätter verbreitet. Versammlungen wurden in folgenden Monat hinaus abgeschlossen und können nur auf Nachbarstaaten als außerhalb seiner Einflußsphäre liegend Leipzig Stadt und Land 172 Parteiversammlungen abhöchstens einen Monat prolongirt werden. zu betrachten, während er Asmar behält. Wazristan kommt gehalten.( Hier zählen natürlich nur die von der Agitations Die Jahres Kommission einberufenen.) Die Gesammt- Einnahme betrug Die franzöfifche Regierung hat einen Plan", den bedingungslos unter britischen Einfluß. 26 706,50 Mart, der eine Ausgabe von 28 138,66 Mart gegen der ministerielle Figaro" verrathen hat:" nämlich die subsidie des Emirs wird von 12 auf 18 Lakhs erhöht. Arbeiter Syndikate mit allen Mitteln zu unterdrücken. Das Sämmtliche Beschränkungen bezüglich der Einfuhr von befannte verlorene" Juſtizminiſters sprach diese Abgeheime Rundschreiben des Waffen nach Afghanistan werden aufgehoben. Immer mehr nähern sich die Grenzen Englands und eindö Absicht bereits in sehr deutlichen Worten aus. Herr Dupuy fühlt sich als Agent oder Kommis Rußlands in Asien, von Jahr zu Jahr werden die PufferSer großen Bergwerks- und Eisenbahngesellschaften, und da staaten schwächer, so daß wir den großen Entscheidungshat er von seinem Bourgeois Standpunkt aus eigentlich fampf zwischen den beiden Weltstaaten in nicht zu ferner Zukunft zu gewärtigen haben. recht. die übersteht. Die Versammlung beschloß, von dem 4500 Mark betragenden Ueberschuß 2000 Mart dem Parteivorstand zu überweisen. Wie man sozialdemokratische Prekfünder behandelt, darüber berichtet die Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Beitung" folgendes empörende Stücklein:" Unser ehemaliger Redakteur, wurde Genoffe Pant Voigt, wurde am heutigen Tage mit einem Ein Dynamitgeset in Spanien. Die Geschichte ist Er mußte gefesselt und zwar mit einem anderen Gefangenen, Gefangenentransport in die Strafanstalt zu Münster überführt. Das Ergebniß der Pariser Münzkonferenz. Der Temp3" publizirt den Wortlaut der von der Münz aus ihr zu lernen und so werden denn alte Fehler, auch fammengefettet durch die Straßen der Stadt zum Bahnhofe für die Regierenden bekanntlich dazu da, um nichts für die Regierenden bekanntlich dazu da, um nichts der eines nichtpolitischen Vergehens wegen verurtheilt ist, gukonferenz abgeschlossenen Konvention. Außer den bereits au mitgetheilten Punkten derselben ist dem jetzt veröffentlichten die handgreiflichsten, immer und immer gewissenhaft wieder marschiren! Die Thatsache fagt genug; zu einer Kritik fehlen Wortlaute noch zu entnehmen, daß Italien sich verpflichtet holt. Unter solchen Umständen kann es uns nicht Wunder uns die Worte und die Breßfreiheit! Wie uns von hat, während der ersten 4 Monate nach der Ratifilation nehmen, daß die spanische Regierung ein Dynamit anderer Seite noch mitgetheilt wird, hat man unserem Genossen des Vertrages einen Betrag von mindestens 45 Millionen gesetz nach dem Muster des deutschen machen will. In wenigstens die Rücksicht erwiesen, ihn mit einem feingekleideten Frants, während jeder weiteren 3 Monate von mindestens Deutschland wurde das Dynamitgesetz bekanntlich in der Gefangenen zusammenzufesseln!" 35 Millionen seiner Silberscheidemünze zu übernehmen und Aera der Bismarck'schen Attentats- Politik angefertigt, und zu bezahlen. Mit Rücksicht auf die speziellen Verhältnisse es hat zur Wirkung gehabt, daß kein einziger Dynamiterich, kann die Schweiz während der ersten 4 Monate an Italien wohl aber hunderte von unschuldigen Menschen mit schweren 15 Millionen abliefern, welche einen Theil der erwähnten Strafen belegt worden sind. 45 Millionen bilden. Ju Italien betheiligen sich die Sozialisten jetzt auch an den Gemeindewahlen, und es ist ihnen gelungen, an vielen Orten die Gemeindeverwaltung ganz oder theilweise in die Hand zu bekommen. Von dem Sieg in Imola berichteten wir schon. Wie wir weiter erfahren, ist dort der bekannte Sozialist Costa, der bei der letzten Kammerwahl leider unterlag, zum obersten Beamten der Stadt, zum Sindaco( Syndikus) gewählt worden. unwesen" " Parlamentarisches. 2162 Der Parteitag für die beiden Mecklenburg und Lübeck wird von der Agitations- Kommission zum 1. und 2. Januar nach Lübeck einberufen. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Kassenbericht; 2. Bericht der Agitationstommiffion; 8. Organifation und Agitation; 4. Anträge und Wahl des Sizes der Agitationsfommission. Die Genossen in Mecklenburg werden ersucht, baldigst ihre Delegirten zu wählen und bis zum 20. Dezember nach Lübeck zu berichten. Anträge zum Parteitage sind ebenfalls bis zum 20. Dezember an die Kommission einzureichen Reichs Eisenbahnen. Dem Reichstage ist in Verfolg der und werden alsdann in der Mecklenburgischen Volkszeitung" alljährlich gemachten entsprechenden Mittheilungen eine Uebersicht veröffentlicht werden. Die Adresse der Kommission ist: B. Effinger, über den Stand der Bau- Ausführungen und der Beschaffung Lübeck, Hundeftr. 20. von Betriebsmitteln für die Eisenbahnen in Elsaß Lothringen und für die im Großherzogthum Luxemburg belegenen Strecken der Wilhelm Luxemburg Eisenbahnen am 30. September zu gegangen. A Denkschrift der Regierung über die Verhältnisse der deutschen Kolonialpolitisches. Dem Reichstage ist eine umfangreiche Schußgebiete in Dst- und Westafrika zugegangen. trum an. * Warung. Seit einiger Zeit treibt sich in Gesellschaft seiner Frau ein Emil Horn, Lohgerber aus Sonst lauten die Nachrichten aus Italien gar traurig. Emmerich a. Rh. in verschiedenen Städten Deutschlands Der Hungertyphus hält seine Ernte, die Pellagra herum. Unter dem Vorwand, in Emmerich gemaßregelt zu sein, die furchtbarste Form des Hungertyphus, ein langsames nossen und hat solche auch schon in einer ganzen Reihe von beansprucht er für sich und seine Frau die Unterstüßung der GeVerfaulen des Körpers verbreitet sich mehr und mehr, Orten erhalten. Auch versucht er sich dadurch Geld zu ver und auf der Insel Sizilien, wo der vulkanische Boden schaffen, daß er sich zur Haltung von Vorträgen in Vereinen vulkanische Menschen erzeugt, hat das verzweiselnde Volk Die polnische Fraktion des Reichstages hat sich, ton- oder öffentlichen Versammlungen gegen festes Entree erbietet. zu den Waffen gegriffen. In der Umgegend von Palermo ftituirt. Gewählt wurden: zum Vorsitzenden Fürst Ferdinand Durch Berufung auf bekannte Genoffen, bei denen man Be haben mehrere Dußend Dörfer sich erhoben, und die Radziwill, zum zum stellvertretenden Vorsitzenden Fabrikbesiger stätigung seiner Angaben einholen könne, fucht er etwaige Zweifel Rebellion greift um sich. Freilich Rebellion" wird das Cegielski. von vornherein zu entkräften. In Süddeutschland( z. B. Mannvom offiziellen Telegraphen nicht genannt, sondern„ Räuberheim) gab er an, er sei bei der letzten Reichstagswahl Kandidat Der Reichstags- Abgeordnete für Oppeln X: Neustadt in Dresden- Land gewesen; ein andermal wieder, wie hier in Brigantaggio. Cytronowsty, hat, wie uns ein Privat- Telegramm meldet, Berlin, versucht seine Frau unter dem Vorgeben, ihr Mann sei Italienisches. Das Kilo Salz foftet in Italien fein Mandat niedergelegt. Cytronowski gehörte dem Ben abgereift, um Arbeit zu suchen, die Mittel zur Reise nach Har60 Pfennige, also drei Groschen das Pfund. Und burg zu erhalten, wo angeblich ihre Schwiegereltern wohnen furz: es liegt offen das Bestreben vor, unter Vorspiegelung von damit das überbürdete, ausgemergelte Volf sich nicht selber Reichs Invalidenfonds. Dem Gesetzentwurf, auf grund falschen Thatsachen von den Parteigenossen Gelder zu erdas nöthige Salz bereite, ist das Ausschöpfen von Meer- deffen aus dem Kapitalbestande des Reichs- Invaliden- schwindeln. Die Parteigenossen werden also hiermit gewarnt. wasser bei strenger Strafe verboten also erzählt uns ein fonds 67 Millionen Mart flüssig zu machen und der Reichskaffe in Italien wohnender Genosse. zur Verstärkung des Betriebsfonds zu überweisen sind, ist eine Bürgerliche Ehre. Ueber einen italienischen Ab. Begründung und eine ausführliche Denkschrift über die Vermeh- ftarb am 15. November ber Staptverordnete Genoffe 365 Ier. Ab- rung der Betriebsmittel beigegeben. geordneten, der als Regierungsmann gewählt, dann aber zur Opposition abgefallen war, veröffentlichte jüngst ein mar, ein regierungsfreundliches Blatt interessante Einzelheiten. So hatte der Biedermann durch einen anonymen Artikel die Frredentisten sehr heftig angegriffen, Tags darauf jedoch in Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Vakanz im Parteivorstand. Die Kontrolleure waren demselben Blatte seinen anonymen Artikel mit voller gestern in Berlin zu einer Sigung zusammengetreten, um an Pollender, Redakteur des Wähler", wegen Beleidigung -Leipzig. Vom Schöffengericht wurde Genosse Namensnennung bekämpft, und dergleichen Kleinigkeiten Stelle des aus dem Parteivorstande ausscheidenden Genoffen Sans Blum's zu 300 M. Geldstrafe und 100 M. Buße für den mehr vollbracht. Natürlich war die Ehre des betreffenden Abgeordneten besudelt, selbstverständlich nicht durch seine Richard Fischer einen Schriftführer zu wählen. Die Wahl Kläger verurtheilt. Der fehr empfindliche Verfasser des be M. eigene Gemeinheit, sondern durch die Veröffentlichung der fiel auf den Genossen Wilhelm Pfannkuch, zur Beit tannten„ Lügen"-Buches hatte Gefängnißstrafe und 500 m. Buße beantragt. nak selben. Um sie rein zu waschen, forderte er den Redakteur Redakteur der Holzarbeiter- Beitung" in Hamburg. Genosse Abler Wien wurde vom Bezirksgericht des Regierungsblattes. Die Herren kreuzten die Degen Warnsdorf von der Anklage, den Bezirkskommissar gelegentlich und sind nun wieder gleichwerthige Ehrenmänner. einer von Letzterem aufgelösten Versammlung beleidigt zu haben, freigesprochen. Wegen des gleichen Vergehen wurde der Genosse Koczta zu 2 Tagen Arrest verurtheilt. Parteinachrichten. Uns wurde am Montag früh ein von einer Anzahl von Genoffen unterzeichneter Vorschlag, betreffend die Wahl eines Ausstand von Staatsbeamten in Italien. Das Parteisekretärs, überbracht, mit dem Ersuchen denselben im Wolff'iche Telegraphen- Bureau meldet aus Rom: Sprechsaal zum Abbruck zu bringen. Auf unsere Mittheilung, Todtenliste der Partei. In Meerane( Sachsen) verBöhler. Derselbe war auch Vertrauensmann der Partei und verlieren die Parteigenoffen von Meerane in ihm einen energischen und zielbewußten Vorkämpfer unserer Ideen. C. " Für den Inhalt der Injerate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Zum 15. Male: gegenüber keinerlei Verantwortung Die eiserne Jungfrau. Theater. Dienstag, den 21. November. Opernhaus. Mara. Die Puppenfee. Bajazzi. Schauspielhaus. Vasantasena. Deutsches Theater. Die Räuber. Berliner Theater. Die Räuber. Leffing- Theater. Der Andere. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Freund Felix. Rendenz- Theater. Die Dragoner. Wallner Theater. Monstre- Vor stellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplay- Theater. Othello, der Mohr von Venedig. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: König Winter. Theater Unter den Linden. Die Gondoliere. Pierrot- Gavotta. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einf. Preisen. Sensationelle Novität! Posse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Musik von Louis Warna ŋ. Morgen: Geschlossen. Donnerstag: Die eiferne Jungfrau. In Vorbereitung: Drei Paar Schuhe. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialität en Vorstellung Don 0 nur Künstlern I. Ranges Bernhard Leitner, Athlet- KraftProdukt. m. 2 Pferden. Sbargulap, indisch. Jongleur. Brother Baretti, Kopf auf Kopf Equilibristen. Hrn. Cordes, Gesangs- Humoristen. Mr. Edgar Jones, mujit. Clown. Emmy Hoffmann's Flora- Trappe, 6 Damen. Clara Birkholz, Rostüm Soubrette. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. Unserm Kollegen und Genossen M. Sternberg zu feinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. 2856 Deffentliche Versammlung Die Kollegen von Oben und Unten. am Mittwoch, den 23. November 1893, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39. Todes-> Anzeige. Tages- Ordnung: Am 19. November verstarb nach langjährig schweren Leiden, im 63. Lebens- Der Bonkoff der Charité. jahre mein lieber Mann, unser Vater, Bruder und Großvater, der Tischler Friedrich Winter und am 20. November verschied nach schweren Leiden unser Bruder und Ontel, ber Tischler August Winter im 61. Lebensjahre. 3076 Die Beerdigung beider Verstorbenen findet Mittwoch, d. 22. d. M., Nachm. 1. Bericht der Krankenkassen- Kommissionen. Die Beschwerden über die Charité und unsere Forderungen an dieselbe. Referent: Dr. Kollwitz. Die Agitation für den Boykott. Referent: Adler. 2. Weshalb schicken städtische Aerzte Kranke nach der Charité? Referent: Stadthagen. Krankenkassenvorstände und Mitglieder sowie alle, die von der Stadt Krankenunterstützung erhalten, werden zu regem Besuch aufgefordert. Die Arbeiter- Sanitäts- Kommission. 297/2 Sozialdemokratischer Wahlverein 31½ 11. v. d. Halle des Thomas- Kirch für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. hofes aus, statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, welche unferem Vater und Großvater Theodor Herschleb die letzte Ehre erwiesen haben, sage ich für ihre Theilnahme, sowie für reiche Kranzspende meinen herzlichsten Dant. 303b J. A.: Emil Herschleb. Danksagung. Allen denen, die meinen lieben Mann, den Tischler Woite zur letzten Ruhestätte begleitet haben, vorzüglich seinen Mitgesellen der Werkstatt des Tischlermeisters Klär, sowie Herrn Klär, Alte Jakobstr. 20, für die reichen KranzSpenden sage ich meinen tiefgefühltesten Dant. 305b Wittwe Woite nebst Kindern.. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Bass.) Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Lehmann auf der Weltaus- Präuscher's MUSEUM Francis Era stellung in Chicago. anatomisches Große Ausstattungspojje mit Gesang Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße und Tanz in 5 Akten von Eugen Prudens. Kouplets v. Linderer. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Vorher: König Winter. Ballet 2 mit darunter der Schußkanal der Kugeln Viel Neues, que es deutschen Militärs, fünf Körper gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Belen in 3 Bildern o. Dr. Max Heinzel. Dienstag u. Freitag: Damentag. Musik von Ferd. Bauer. H. Hummel. Regie: Rasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr., Morgen: Geschlossen. Donnerstag: Zum ersten Male: Vor der Revolution. Tragikomödie in 8 Bildern von Carl Bleibtreu. Wallner- Theater. Nur bis Ende diesen Monats Gastspiel- Cyclus des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Dienstag 72 Uhr Abends: Entree 50 Pig. am asiatisch. Luftapparat Arthur Valiens, der fünfjährige Wunderknabe. Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Aft Wochentags 7/2 Uhr. Anfang: Sonntags 5/8 Uhr. { Entree 15 und 30 Pf. R. Winkler. Versammlung am Dienstag, 21. November, im Lokale des Herrn Haase, Große Frankfurterstr. 117. Bremerhaven. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Vereinsangelegenheiten. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen H. Schmalfeld aus Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 21. November, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Pyrtek, Gipsstraße 3: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 3. Wahl der Bezirksführer. 4. Verschiedenes. 378/ 19* Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 21. November cr., Abends 8½½ Uhr, in Nagel's Salon, Schwedterstr. 23. Tages Ordnung: Die soziale Entwickelung der Arbeiterbewegung. Referent: Genosse Timm. Vereinsangelegenheiten. Verschiedenes. Fragefasten. Die Mitglieder des Wahlvereins, welche beabsichtigen, sich ein Protokoll über die Verhandlungen des Kölner Parteitages zuzulegen, bitten wir mit dem Ankauf zu warten, da der Vorstand beabsichtigt, dasselbe seinen Mitgliedern gegen ein geringes Entgeld zuzustellen. Der Vorstand. 241/12 Circus Renz. Mittwoch, den 22. November( Bußtag), Vorm. 10 Uhr: Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter ( Karlstraße.) Böhmisches Brauhaus, Donnerstag, 23. November, Landsberger Allee. Dienstag, den 21. November er.: Abends 74 Uhr: EröffnungsStettiner Gala- Vorstellung. Sänger. Berlins und Umgegend. Bezirks- Versammlung für den Norden und Moabit im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 13: Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Hoffmann über: Was erreichen wir durch die Festlicher Aufzug des ge Gewerkschaftsorganisation?" 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. sammten Personals. Anfang außerdem besonders empfehlenswerth: 4. Werbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Neu! Sensationell! Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 283/10 Der Vorstand. 8 Uhr. Monfire- Tableau von 60 Bengt Frauen- und Mädchen- Bildungsverein Zum Schluß: dressirt und vorgeführt vom Direktor Ein gestörtes Fr. Renz, Erfinder der Monstre- u. Rendezvous. Driginal- Dressur des Circus Renz. Ensemble Reiten und Vorführen von neuen vorv. Mensel. züglichst dressirten Schul- u. Freiheitspferden. Debut der sämmtlichen neu engagirten Künstler und Künstlerinnen allerersten Ranges. Entree 50 Pf. Donnerstag: Soiree in Sanssouci. Zum Schluß der Vorstellung: für Berlin und Umgegend. Dienstag, den 21. November 1892, Abends 8½ Uhr, im Saale des Herrn Kuhimey, Schönhauser Allee 28: Wander- Versammlung. Tagesordnung: Cirkus G. Schumann Huldigungsgruß an Berlin. Kulturstaat. 2. Distuſſion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und" Berschiedenez. Elite- Gala- Vorstellung. Cirkus G. Schumann 20 Nummern. Viele Novitäten. 5 Attractionen. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Dienstag, den 21. November, Abends 71/2 Uhr: Gr. Extra- Vorstellung. Großes Paradestück zc., arrangirt vom Direktor Franz Renz. 2c. 2c. Preise der Plätze für die EröffnungsVorstellung: Logen- Vordersiz 6 M., Togen- interplay 5 M., Sperrsiz und Aus dem reichhaltigen Programm ist Tribüne 3 M., 1. Rang- Balkon 2 M., besonders hervorzuheben: 3 Etagen- 3weiter Plaz 1,20 M., Galerie Riesen- Karoussel mit 25 Pferden.( Stehplatz) 60 Pf. Kinder unter zehn Batoude americain, Salto u. Doppel- Jahren in Begleitung Erwachsener Saltomortales über eine Anzahl Pferde. zahlen auf 1. Rang- Balton u. zweiten Luft- Potpourri, Geschw. Lecusson. Platz die halben, auf allen übrigen Mr. F. Ricobono als Jongleur. Tandem lägen die vollen Preise. mit 2 Schulpferden, ger. v. Fräulein Billetverkauf am Eröffnungstage Eugenie Lecusson. Clown Wilhelm Mittags von 11-2 Uhr und Nachm. Olschansky. Quadrille moyen- âge, von 5 Uhr ab ununterbrochen. ger. v. 3 Damen, 6 Herren. Auftreten Freitag, den 24. November u. folgende der rühmlichst bekannten musikalischen Tage Abends 74 Uhr: Große VorClowns Paul und William. Gymnast. stellung mit stets neuem und reichPotpourri von der aus 4 Personen be haltigem Programmi.. stehenden The Eugene- Troupe. Die Sonnenstrahlen, ausgeführt mit eigens dazu dressirten Nur die hervorrag. Sehenswürdigt. d. Hengsten nach der bekannten Mufit Gesammt- Répertoires.. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: des Die Rache Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Ta- ra- ta- boom- da- ay, dressirt und vorgeführt von Herrn Max Schumann. Alles Nähere Plakate u. Austragzettel: Morgen: Große Vorstellung. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Morig. Etablissement Moritz Plas. Buggenhagen. Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das RestaurationsSontag Konzert in den unteren Reform in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Säte für Bersammlungen, Kommerſe, Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. Festlichkeiten 2c. Fr. Renz, Direktor. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Castan's Panopticum. Neue Gruppe: Unverhoffter Besuch in Castan's Atelier. 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann( früher Zeit) über: Die Frau im Männer und Frauen als Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 412/15 Der Vorstand. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 22. November( Buhtag): Herren- Fußpartie nach den Müggelbergen. Treffpunkt in Grünau 253/18 bei Heckert, Friedrich- und Wilhelmstraßen- Ede, bis 11 Uhr Vormittags. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof Vormittags 8 Uhr 21 Minuten. Abfahrt vom Görlizer Bahnhof Vormittags 8 Uhr 35 Minuten. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand: ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 61/2 Uhr ab: Concert d. ungarisch. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern... Spezialitäten 1. Ranges. Pf., Anf. Wochent. 7ª½ Uhr. Entree 15 Bf. reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Entree. Spieler zahlen kein Gutte Kaufmann's Variété. Am Alexanderplatz. Besonderer Umstände halber ist der 2. Weihnachtstag zum abhalten für Matinée frei geworden. daselbst. Näheres 218b A. Zimmermann. Louisenstädt. Klubhaus, Saat zu Versammlungen und BerAnnenstraße 16. gnügen sowie Vereinszimmer empfiehlt 18402* L. Ehrenberg. der Der Arbeitsnachweis Musikinstrumenten- Arbeiter befindet sich Naunynftr. 78 bei Rohr. Die Adressen Ausgabe findet alle Abende von 8-912 Uhr, Sonntag Vormittags von 10-112 Uhr, an Mitglieder sowie an Nichtmitglieder unentgeltlich statt. 253/16 NB. Die arbeitslosen Kollegen werden ersucht, sich auf dem ArbeitsNachweis zu melden, da Adressen vorhanden, aber feine Arbeiter. Carl Koch. Vereinszimmer m. Pianino ist zu verg. Beuthstr. 11. G. Langfutt. 51492 Die Arbeitsvermittlungs- Kommission. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 274. Zur Gewerkschaftsdiskussion. Das Hamburger Echo" veröffentlicht die folgende Einsendung des Genossen Auer: Es war meine Absicht, die Berichterstattung über den Kölner Parteitag und die im Anschluß daran gefaßten Beschlüsse abzuwarten und erst dann, soweit es nothwendig erscheint, auf die zahllosen Unrichtigkeiten und Unterſtellungen, welche in den Debatten mit unterlaufen sind, zu antworten. Ich gedenke auch jetzt von diesem Verhalten nicht abzugehen; nur in bezug auf einen Bunkt sehe ich mich genöthigt, schon jetzt das Wort zu ergreifen. Nach dem Bericht des Echo" in der Beilage zu der Nr. 270 hat Herr von Elm in der Parteiversammlung des zweiten Hamburger Wahlkreises als letter Redner vor dem Schluß der Dis= fuffion folgende Worte gesprochen: Auer habe im Reichstage im Augenblick des Kampfes die streifenden Bergarbeiter verleugnet und so ihnen die Möglichfeit des Sieges vielleicht genommen. Wer wisse denn den Ausgang eines Streits voraus?" Herr von Elm bezichtigt mich also des Verraths an streikenden Arbeitern; er wirft mir vor, daß ich den lämpfenden Arbeitern in den Rücken gefallen bin und so die Möglichkeit ihres Sieges hintertrieben habe. Dies Alles soll ich gethan haben in meiner Eigenschaft als Vertreter der Arbeiter im Reichstage. Also schmählichster Verrath der Partei und ihrer Grundsäge, auf die hin ich in den Reichstag gewählt bin. Dienstag, den 21. November 1893. 10. Jahrg. wurden und streikten, wurde von den Gegnern sehr wohl ver- Zum ersten Vorsitzenden des Kongresses wird Börner- Berlin, standen, das zeigte ihr erregter Widerspruch. Es verstanden ihn zum zweiten Vorsitzenden mit gleichen Rechten Deichmann- Bremen und nachher zur Rede gratulirten. Will Herr von Elm deshalb eine Ehrung Bremens sein, von wo der Gedanke, diesen Kongreß aber auch meine Kollegen, die mir wiederholt Beifall spendeten gewählt. Die Wahl soll, wie besonders hervorgehoben wurde, nun die ganze Fraktion bezichtigen, die streifenden Bergarbeiter zu veranstalten, ausgegangen sei, ein Gedanke, der überall beverleugnet zu haben? geisterte Zustimmung gefunden habe. mitteln betriebenen Versuch, unsere Partei für den damals beIn meiner Abwehr gegen den von den Gegnern mit allen reits vollständig verunglückten Streit verantwortlich zu machen, verwies ich dann auf das Verhalten der sächsischen Bergarbeiter, welche fozialdemokratisch gewählt und unseren Genossen Stolle in den Reichstag gesandt haben. Im stenographischen Bericht ist darüber zu lesen: Berlin, Karl Reetz- Weißenfels, Ballmer- Leipzig und StrombergZu Protokollführern werden gewählt Kerrl- Bremen, ButrySamburg; zu Führern der Rednerliste Huth- Delitzsch, HeinrichBerden, Senfer- Minden und Stüven- Neumünster. Fabrikatsteuer, resp. die geplante Mehrbelastung des Tabaks. Die Tagesordnung wird wie folgt festgesetzt: 1. Die Tabat 2. Der nothwendige Ausbau der Organisation, veranlaßt durch a) die Zuchthausarbeit, b) die Hausarbeit, c) die Frauen- und Kinderarbeit, d) die Verlegung der Fabriken nach dem flachen Lande, e) die Schund- und Schleuderbazare, f) die Kontroll- oder Schuhmarte. 3. Die bundesräthlichen Bestimmungen und das Fabrikinspektorat. Bei der Debatte über die Reihenfolge diefer einzelnen Punkte wurde von Butry- Berlin mitgetheilt, daß die Kongreßkommission Einladungen zur Theilnahme am Kongreß an alle Mitglieder des Reichstages und des Bundesrathes gesandt, sowie den Reichskanzler ersucht habe, einen Beamten zum Kongreß zu entsenden. Also wenn wirklich die Sozialdemokraten es wären, welche den Ausstand provozirt, für die Bergarbeiter im sächsischen Kohlenbergbaurevier lassen wir uns verantwortlich machen, da haben wir einen Einfluß, da sind wir diejenigen, welche in der Lage sind, auf die Entscheidungen der dortigen Arbeiter schaft einzuwirken und diese Bergarbeiterschaft ist ruhig geblieben! Warum ist sie ruhig geblieben? Etwa um des willen, weil wir prinzipielle Gegner des Streits find? Nein, deshalb gewiß nicht! Wir wissen, daß unter Umständen von dem Mittel des Streits Gebrauch gemacht werden muß, und wir sind auch dazu entschlossen, wie bisher, auch in Zukunft, Der Kongreß giebt sich hierauf eine Geschäftsordnung- die so sehr Sie das auch ärgert, gegebenen Falls davon Gebrauch Sigungen beginnen um 1/29 Uhr Morgens und wählt eine zu machen. Aber wenn es uns paßt, und nicht, wenn, es Mandats- Prüfungs- und eine Redaktionskommission für die Ihnen paßt." eingelaufenen Anträge. Schluß 81/2 Uhr. Bergarbeiter im Reichstag aus. So sieht also die mir vorgeworfene Berleugnung der streifenden Daß einem Parteigenossen tein schwererer Vorwurf gemacht werden kann und daß, wenn auch nur ein Schatten von Wahr- Bergarbeiter heit ihm anhaftete, ich längst mit Schimpf und Schande aus der Fraktion und aus der Partei hätte ausgestoßen werden müssen, das weiß Niemand besser als Herr von Elm. Er weiß aber auch, daß die von ihm furz vor Debatteschluß in die Versammlung hinausgeschleuderte Behauptung eine er bärmliche Lüge und Verleumdung ist. Wie ist der wirkliche Sachverhalt? heißt: Erste Sizung vom 20. November 1893. getheiltes Urtheil über die Aussichtslosigkeit des Streits war, Der zweite Vorsitzende Deichmann Bremen eröffnet die Wie richtig aber mein, übrigens in der Partei allgemein Sigung gegen 9 Uhr. bafür fonnte ich mich damals bereits auf den Aufruf der die Namen dee Redner, um Maßregelungen zu vermeiden, im Aus der gestrigen Situng ist der Beschluß nachzutragen, Leiter der sächsischen Bergarbeiter berufen, in dem es wörtlich Brotokoll nicht zu nennen. Ursache zu streifen gäbe es auch bei uns in Sachsen in Masse. Aber allen den in dieser Beziehung um Rath Fragenden müssen wir auf das Bestimmteste davon abrathen; denn die jetzige arbeitslose Beit ist nicht dazu angethan, es fehlt jede Aussicht auf Erfolg, Hunderte von Arbeitslosen würden sofort an die Stelle der Streitenden treten, und die besten Kräfte würden dann gemaßregelt werden. Lasse sich ja niemand zu unüberlegten und übereilten Schritten hinreißen. Mit solidarischem Glückauf! H. Sachse. Paul Horn. Anton Strunz." Nach Herrn von Elm hätten also auch die vorstehend Geihre Brüder an der Saar verleugnet. Wie den Lesern noch bekannt sein wird, brach im Saarrevier Ende Dezember des vorigen Jahres unter den dortigen Bergarbeitern ein Streit aus. Eine neue Arbeitsordnung, welche die Interessen und alte Gewohnheiten der Bergleute rücksichtslos verlegte, und Lohnreduktionen gaben den Anlaß zum Ausstande. Ohne nennenswerthe Organisation, bei mangelhafter Führung und vollständig leeren Raffen, war der Streit von vorne herein ohne jede Aussicht auf Erfolg. Dazu kam, daß die fgl. Grubenverwaltung und das preußische Ministerium, aufgestachelt und gedrängt von den westfälischen Kohlenbaronen und den Groß- nannten und mit ihnen die gesammten sächsischen Bergarbeiter industriellen( Stumm und Konsorten), entschlossen waren, ein ,, Exempel zu statuiren" und um feinen Preis nachzugeben. Um diesen Plan leichter durchführen zu können, ohne die öffentliche Meinung aufzubringen und den Philister, dessen Kundschaft die Bergarbeiter sind, topfscheu zu machen und ohne das Mäntelchen der christlichen, vom Königthum geführten Sozialreform" gar zu fadenscheinig erscheinen zu lassen, mußte der Streit als das Wert sozialdemokratischer Heyer" hingestellt werden. Ebenso wie mit der angeblichen Verleugnung steht es mit der weiteren Behauptung des Herrn von Elm, erstere sei erfolgt im Augenblick des Kampfes und dadurch wäre die Möglichkeit des Sieges der Arbeiter verhindert worden." Als ich am 13. Januar im Reichstag sprach, war die Niederlage der Bergarbeiter auf der ganzen Linie bereits entschieden. An diesem Tage fuhren im Saarrevier von überhaupt 30 000 Arbeitern bereits wieder 22 000 in die Grube, von dem Rest aber, soweit derselbe nicht überhaupt fortgearbeitet hat, waren 4000 als„ Heger" und Streifer bis auf weiteres abgelegt oder doch vom Arbeitsantritt ausgeschlossen. steuer. Vor den Rongreß als Antwort auf das an den Reichskanzler gerichtete Aus dem Reichsschazamt ist folgendes Schreiben an den Ersuchen, einen Beamten zu den Verhandlungen zu entsenden, eingelaufen:" Ew. Wohlgeboren erwidere ich auf die gefällige Eingabe vom 12. d. M. ergebenst, daß die derzeitige Häufung der Dienstgeschäfte nicht gestattet, zur Theilnahme an den Verhandlungen des am 20. d. mts. beginnenden Kongresses deutscher Tabakarbeiter hierselbst einen Regierungskommissar zu entsenden. Eine eventuelle Mittheilung des Ergebnisses der Ver= handlungen würde mir indeß von Interesse sein. Wie ich übrigens bemerke, entbehrt die in Ihrer Eingabe zum Ausdruck gebrachte Annahme, daß infolge des Tabaksteuer- Gesetzes vom 16. Juli 1879 der Tabatverbrauch in Deutschland um 25 pCt. zurückgegangen sei, der Begründung. Nach der Statistik des Deutschen Reiches hat der Konsum in den Jahren 1878-1877 durchschnittich 730 370 Doppelzentner, in den Jahren 1886-1891 durchschnittlich 730 680 Doppelzentner betragen, ist mithin um 310 Doppelzentner gestiegen. Auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet, stellt er sich für die ersten Perioden auf 1,6 kg, für die lettere auf 1,5 kg im Jahre, sodaß sich von diesem Gesichtspunkte aus ein geringer Rückgang ergäbe, der aber nach überSchon in Nr. 8 vom 10. Januar d. J. schrieb deshalb der einstimmendem Urtheil der Sachverständigen den Bigarrenverbrauch Borwärts":" Der Bergarbeiter- Ausstand soll nach der gesammten nicht betroffen hat. Der Reichskanzler. In Vertretung: Graf Posadowsky." Bourgeoispresse, die ultramontane nicht ausgeschlossen, ein Werk Erster Punkt der Tagesordnung ist die Tabak- Fabrikate sozialdemokratischer Heyer sein. Es ist das ein Manöver, das gerade das Gegentheil von dem bewirkt, was beabsichtigt wird. Die Presse als vollständig erloschen gemeldet. Die mich eines feigen Drei Tage später wurde der Streit in unserer eigenen Referent v. Elm Hamburg: Der Entwurf der Tabak Arbeiter werden förmlich mit Gewalt ins Lager der Sozial- Verrathes an der Arbeitersache beschuldigenden Vorwürfe des Fabrikatsteuer kam dem ganzen Tabakgewerbe überraschend. Bor haben nur einen Zweck, den sie leider auch erreichen: Die Be- Herrn von Elm erweisen sich also nach jeder Richtung al3 un- der Auflösung des Reichstages war ausdrücklich versprochen wahr und unbegründet. worden, daß keine Steuererhöhung auf den Tabat zur Deckung hörden von jedem Entgegenkommen abzuschrecken." Das gleiche Bestreben, das hier der Vorwärts" kennzeichnet, zeigte sich in Herr von Elm war sich der Unwahrhaftigkeit seiner An- der Rosten der Heeresvermehrung beabsichtigt sei. Dieses Ver den Reden der Bourgeois- Abgeordneten in der Nothstandsdebatte, gaben aber auch bewußt, dafür spricht, außer dem Umstande, sprechen beruhigte auch die Tabakfabrikanten. Wäre der Plan welche im Reichstag am 12. Januar begann und in welcher der daß er als enragirter Gewerkschaftsmann alle Vorgänge auf vor den Wahlen bekannt gewesen, so hätte die Agitation aus Bergarbeiter- Ausstand in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt diesem Gebiete verfolgt, die Wahl des Zeitpunkts, in dem er den Kreisen der Tabakfabrikanten manche Freunde der Militärwurde. Dieses falsche Spiel aufzudecken, war neben anderem seine Behauptung in die Versammlung warf, nämlich kurz vor vorlage verhindert, in den Reichstag zu kommen. meine Aufgabe, als ich am 13. Januar zu Worte kam und in Debatteschluß, wodurch eine eventuelle sofortige Richtigstellung Wahlen war sogar die Rede von einer Reichs- Einkommensteuer. Jetzt wird sie von den früheren Anregern dieses Gedankens für welcher Weise dies von mir geschah, dafür mag der stenographische ausgeschlossen war. Herr von Elm hat also in bezug auf mich bewußt die Un- undurchführbar erklärt. Weshalb? Weil bei einer progressiven Bericht meiner Rede zeugen. Dort heißt es( 20. Sizung, Freitag, wahrheit gesagt, d. h. er hat gelogen und mich verleumdet zu Einkommensteuer in der That die tragfähigen Schultern am 13. Januar 1893, S. 472): Sobald einmal zum System der " Ich habe zunächst eine Erklärung abzugeben. Sämmtliche dem Zweck, um die versammelten Genoffen, unter Ausnüßung meisten belastet rɔürden. Redner von den Herren Vertretern des Bundesraths an bis ihrer Unkenntniß über die Vorgänge im Reichstage, zur An- indiretten Besteuerung gegriffen wird, wird die ärmere Klasse stets zum letzten Abgeordneten vor mir, die gesprochen haben, nahme eines Zadelsvotums gegen die Parteileitung im Allge- besonders hart getroffen. Theoretisch ist das System der indirekten Besteuerung von der Nationalökonomie längst verworfen wandten sich an meine Parteigenoffen, und damit auch an meinen und gegen mich insbesondere zu beſtimmen. Daß das unter so bewandten Umständen und mit solchen worden seiner Ungerechtigkeit wegen. Der Reiche ist gar nicht mich, an unsere Partei überhaupt, ſprachen gewiffermaßen das Mitteln erzielte Votum nicht den vielleicht erwarteten Eindruck im stande, 300 mal mehr zu konsumiren, als der Arme, der von Ersuchen aus, wir möchten doch unser möglichstes dazu thun, der indirekten Steuer also in erster Linie getroffen wird. Jede daß der im Saarrevier und in einzelnen sonstigen Bergarbeiter auf mich gemacht hat, werden die Genossen begreifen. Distrikten augenblicklich im Gange befindliche Arbeiterausstand Ich anerkenne das Recht der Genossen auf rückhaltlose, indirekte Steuer wirkt wie eine Kopfiteuer. Aber trotz aller beigelegt und die früheren Verhältnisse wieder hergestellt wohnt bin, sie gelegentlich zu üben. Für Lug, Trug und Ver- Auch bei der Tabak- Fabrikatsteuer haben wir es mit einer werden.( Burufe rechts.) Das ist ausgesprochen, Herr von leumdung habe ich aber nur ein Gefühl und das ist das der beigelegt und die früheren Verhältnisse wieder hergestellt offene und scharfe Kritik ebenso, wie ich meinerseits auch ge theoretischer Verurtheilung wird an dem System festgehalten. indirekten Steuer zu thun, die von der breiten Masse der Kardorff! Sie haben es ja nicht ausgesprochen, denn Sie Verachtung. Konsumenten getragen werden würde. Die Tabatsteuer ist auf waren noch nicht dran; ob Sie es thun werden, weiß ich Berlin, 17. November 1893. der Finanzminister- Konferenz ausdrücklich als das Rückgrat der nicht; aber sowohl Ihr Fraktionsgenoffe v. Stumm( WiderFinanzreform bezeichnet worden. Sie soll die Millionen für spruch rechts) als wie Herr Pfähler haben sich an uns geden Militarismus herbeischaffen; alle anderen Steuervorschläge sind wendet und gesagt, wir möchten doch das Uebel aus der Welt nur Zierrath und Schnörkel. Mit ihnen meint man es nicht so schaffen. ernst, wie mit dem Tabak. Wie soll nun der Tabat besteuert werden? Es soll eine Fabrikatsteuer erhoben werden, und zwar in Höhe von 331/3 pCt. des Werthes bei Bigarren, von 66%/ s pet. beim Rauchtabat, von 50 pet. beim Kau- und Schupftabat. Dagegen soll der Eingangszoll auf ausländischen Zabat auf 45 M. pro 100 Kilo herabgesetzt und die Inlandsteuer auf Tabat Jm oberen Saale der„ Konkordia- Festsäle" traten heut Abend ganz aufgehoben werden. Eine Buchfontrolle soll eingeführt auch der Meinung sind, daß er eine sehr unüberlegte Hand- zwischen 6 und 7 Uhr die Delegirten der deutschen Tabakarbeiter werden beim Pflanzer, Fabrikanten und Verkäufer, sowie beim lung gewesen ist. Wir können ihn aber nicht aus der Welt zu ihrem Kongreß zusammen. Der Kongreß, dessen Dauer auf Rohtabat- Händler; sie begleitet den Tabak also von der Wiege schaffen, weil wir ihn auch nicht ins Leben gerufen haben. sechs Tage veranschlagt ist, wird sich in erster Linie mit dem bis zum Grabe. Die Zabatindustrie ist eine der bedeutendsten Es handelt sich eben nicht um eine Arbeiterschaft, auf die wir Projekt der Tabat- Fabritatsteuer beschäftigen, das dem Reichstag deutschen Industrien. Es werden jährlich produzirt Einfluß haben. Es ist der Herr von Stumm, der Abgeordnete von der Regierung vorgelegt werden wird. Es handelt sich für an Rautabak 80 000 3tr. im Werthe von 12 Mill. Mart Pfähler die Herren sind von diesen Arbeitern hierher ge- die deutschen Tabafarbeiter hier um eine Existenzfrage; sie wollen Schnupftabat 110 000 schickt.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten. Widerspruch.) in wuchtigster Form Protest einlegen gegen die geplante Mehr- Rauchtabat 600 000 Wer denn fonft? Natürlich! Das sind die Vertreter dieser belastung des Tabaks, die viele Tausende von Arbeitern brotlos Zigaretten 600 000 műa. Wahlkreise, die sind geschickt worden. Speziell Herr Pfähler machen würde. Außerdem soll sich der Kongreß aber auch mit Bigarren 5 500 000 ist ja der siegende Kandidat über den vielgenannten Berg- dem nothwendigen Ausbau der Organisation der Tabatarbeiter, Der Gesammtwerth der Tabakfabrikate beträgt also" 287 Mia. arbeiter Warten gewesen; er hat ihn mit 12 000 Stimmen mit der Buchthausarbeit, der Hausarbeit, der Frauen- und Kinder- Mart. Noch ist das Kleingewerbe feßhaft in der Zigarrenaus dem Felde geschlagen, während Warken nur 6000 bei der arbeit, der Verlegung der Fabriken nach dem flachen Lande, mit industrie. Unter den 5000 Betrieben der Branche giebt es nur legten Wahl erhielt. Also es sind die eigenen Wähler des den Schund- und Schleuderbazaren beschäftigen, ferner sollen die vom 800 Großbetriebe. In den verschiedenen Zweigen der Fabrikation Herrn Abgeordneten Pfähler, welche ihm jebt so viel Kopf Bundesrath erlassenen Bestimmungen über die Arbeitsräume in sind beschäftigt: 9000 Arbeiter in der Rauchtabat- Fabrikation, zerbrechen machen.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) der Zigarrenindustrie und das Fabrikinspektorat besprochen und 2000 Arbeiter in der Zigaretten- Industrie und 150 000 Bigarren Es sind die Wähler, an welche außerdem sich noch der Herr schließlich zur Kontrollmarke Stellung genommen werden. arbeiter; zusammen aljo 161 000 Arbeiter. Hierzu kommen noch Bischof Korum mit einem eigenen Hirtenbrief gewandt hat, Bur Theilnahme am Kongreß haben sich aus allen Theilen die Arbeiter in den Nebengewerben, in der Zigarrenfistenwas ja allein schon ein Beweis dafür ist, daß es nicht Deutschlands, wo es eine Bigarrenfabrikation giebt, etwa 200 De- Fabrikation, in den Seidenbandwebereien, in der Etikettenbranche, unsere Wählerschaft ist, nicht die Arbeiter sind, die auf uns legirte angemeldet; eingetroffen find bis jetzt etwa 120; von bei der Anfertigung von Formen, die Speicherarbeiter. Die hören, und auf die einen Einfluß auszuüben wir in Reichstags- Abgeordneten nimmt Moltenbuhr- Hamburg und Geyer- Gesammtzahl läßt sich auf 180 000 Arbeiter schätzen. Nicht zum der Lage sind, sondern daß es Ihre Wähler sind; die guten, Leipzig an den Verhandlungen theil. ersten Male hat die Tabakindustrie eine Erhöhung des Zolls zu frommen, reichstreu erzogenen Arbeiter, ganz das Produkt Um 63/4 Uhr erklärt Dech and Berlin namens der Kon- verzeichnen. Seit jeher ist sie von der Regierung beunruhigt Ihrer Gesinnung und Erziehung ist es, was Ihnen mit einem greß- Kommission der Berliner Tabatarbeiter den zweiten Kongreß worden. Seit der Militarismus sich so furchtbar ausgedehnt Male fo unbequem wird. Also, wenn Sie wollen, daß diese der Tabatarbeiter Deutschlands für eröffnet und heißt die Dele hat, seit dieser Moloch Millionen verschlingt, denkt man bei jedem Arbeiter wieder zur altgewohnten Arbeit zurüctehren, bitte, girten herzlich willkommen. Gleich einer gewitterschweren neuen Bedarf sofort zuerst an uns. Der Tabak kann noch mehr wenden Sie Ihren Einfluß an! Wir erheben teinen Anspruch Wolfe hänge das Gespenst der Tabak- Fabrikatsteuer über den bluten," heißt es seit langem. Die Erhöhung der Steuer im darauf, das zu können. Wir sind auch überzeugt, daß es uns Häuptern der deutschen Zabalarbeiter. Der Kongreß ist ein Jahre 1879 hat eine Verminderung des Konsumsvereins herbeinicht gelingen würde." berufen, um die schwere Gefahr abzuwehren. Werden seine Ar- geführt, die nicht unbedeutend ist. Gerade ich, der ich aus HamDer in den vorstehenden Sägen ausgesprochene Hohn darüber, beiten von Erfolg sein? Diese Frage schwebe auf dem Munde burg komme, fann am besten konstatiren, wie die damalige Grdaß nunmehr selbst die bis dahin so sorgsam und mit den be- von Tausenden, denn es handle fich für fie um Sein oder höhung der Steuer auf die Arbeitsverhältnisse in den nördlichen kannten Mitteln des Herrn von Stumm und Genossen vor jeder Nichtsein. Redner wünscht den Arbeiten des Kongresses den Distrikten gewirkt hat. Große Schaaren unserer Stollegen sozialistischen Berührung abgesperrten Arbeiter plöglich bockbeinig besten Erfolg. waren damals gezwungen, über den Ozeau zu wandern und sich Da muß ich denn doch zunächst erklären, daß wir dazu so wenig im stande sind, als wie wir die Verantwortung für den Ausbruch des Streits selbst zu übernehmen geneigt sind. Wir fönnen den Streit nicht aus der Welt schaffen, obwohl wir ihn bedauern mit Ihnen, nicht deshalb bedauern, weil Ihr Profit durch denselben geschmälert wird, sondern weil wir J. Auer. Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. Berlin, den 19. November. Vorversammlung. " " " 8 " " " " " 42 " W " 7 " " " 89 " 218 " verlegen tönnen. Die gewaltige Umwandlung, die durch An nahme der Tabaksteuer in der Tabalindustrie entstehen wird, wird auch das Gingehen der Bremer Kistenfabrikation zur Folge haben. Der arbeitslose Zigarrenarbeiter wird in Zukunft nichts mehr für sich arbeiten fönnen. Die Steuer macht tausende Arbeiterfamilien unglücklich, vertheidigen wir unser Eigenthum und erklären dem politischen Wegelagerthum den Krieg.( Beifall.) Dann tritt eine Pause ein. Schluß 12½ Uhr. Nachmittags.Sizung. " Schmalfeld Bremerhaven: Das Volk bezahlt immer die Zeche. Trotz aller feierlichen Erklärungen sollen wieder die breiten Massen belastet werden, nachdem mit Ach und Krach eine Majorität der Abgeordneten für die Militärvorlage zustande war. Der Appell an das gekommen Ehrgefühl der Abgeordneten sei völlig nußlos. Nach den in jenen Kreisen herrschenden Ehrbegriffen dürfe man sein Wort nur dem Standesgenossen gegenüber nicht brechen, wohl aber dem Mob". Redner polemifirt im weiteren gegen die Artikel der Nordd. Allg. 3tg." über die Fabrikatsteuer. In seiner progigen Dummheit behaupte das Blatt, daß der Händler an der 5 Pfg.Bigarre 122 pet. verdiene, während es höchstens 25 pt. seien. Fort mit allen indirekten Steuern! Brauche man Geld, so wende man sich nicht an die Aermsten der Armen, sondern an diejenigen, die Hunderttausende auf eine Karte setzen, sie verspielen und eine Opernmelodie pfeifend ruhig nach Hause gehen können. ( Lebhafter Beifall.) Nur vier Wochen sollten die Herren Minister und ihre Soldschreiber als Zigarrenarbeiter leben, dann würden sie alle Sozialdemokraten werden.( Bravo!) Nachdem noch ein Delegirter aus Chemnitz die Lage der Bigarrenarbeiter im Erzgebirge geschildert, wird die Debatte auf morgen vertagt. Der Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission ergiebt die Anwesenheit von 197 Delegirten. Schluß 3/45 Uhr. Am Abend findet ein Kommers statt. An den heutigen Verhandlungen nahmen Theil die Abgeordneten Geŋer- Leipzig, Klees Magdeburg, Legien und Moltenbuhr- Hamburg. = : Tokales. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Troh mehrfacher Aufforderung ist die Betheiligung an der letzten Flugblattver breitung und am Wahltag im 9. Kommunal- Wahlbezirk recht schwach gewesen. Um nun am 1. Dezember bei der Stichwahl zum Eiege zu gelangen, ist es unbedingt nothwendig, daß sich bei der nächsten Flugblattverbreitung die Genossen etwas eifriger bethätigen. Wir machen es daher einem jeden zur Pflicht, fich am Mittwoch( Bußtag) früh 8 Uhr in folgenden Lokalen einzufinden: 1. Restaurant Boß, Hornstr. 11; 2. Restaurant Riging, Belle- Alliancestr. 74; 3. Restaurant Werner, Bülowstr. 59. Das Wahlkomitee. in Amerika die Existenz zu suchen, die sie hier nicht mehr finden, gar nicht mehr im stande, in einem anderen Gewerbe zu zirks, die in feinem Verhältniß zu den durch das Bad verschul konnten. Heute würde, wenn die Ta baksteuer eingeführt wird, arbeiten. Was soll aus den Wermsten der Armen, aus den beten hohen Lebensmittelpreisen stehen. Die Organisation sei dieser Ausweg nach Amerika nicht mehr vorhanden sein. In Krüppeln und Schwächlichen werden, deren es so viele unter schwach. Viele Arbeiter gehen Abends noch zum Herrn Pastor Amerita haben sich die Verhältnisse in der Tabats- Industrie so unseren Kollegen giebt? Sie müssen verhungern. Aber der und blasen Posaune. Die meisten Bigarrenarbeiter feien erblose verschlechtert, ein so großes ueberangebot von Händen ist auch Staat hat die Pflicht, für diese Existenzen einzutreten, will er sie Bauernföhne. In der Gegend liege das Revier des Pfarrers dort vorhanden, daß für einen Abschub von tausenden deutscher doch selber arbeitslos machen, richtet er doch selber eine blühende skraut, zu dessen Knüppelgarde auch Tabafarbeiter gehört hätten. Tabafarbeiter teine Unterkunft mehr zu finden ist. Die 1879 er Industrie zu Grunde. Möge der Reichstag sich wohl überlegen, Stehe ein Gewitter am Himmel, dann gingen die Arbeiter Steuererhöhung hatte in den nördlichen Distrikten eine gewaltige was er thut. Glaubt man denn, daß wir schweigen werden, zum Schulmeister und sängen mit ihm Gesangbuchverse. Reduktion der Löhne im Gefolge. Die damalige Erhöhung wenn man uns die Kehle zuschnürt!( Stürmischer Beifall.) Da sei es schwer, für die Arbeiterfache etwas zu In der Debatte nimmt der Reichstags- Abgeordnete Geyer- thun. Jezt aber feien alle haben nicht die Konsumenten, sondern die Tabatarbeiter tragen Arbeiter ausnahmslos und bezahlen müssen.( Sehr richtig.) Noch eine andere Leipzig das Wort. Der Reichskanzler habe diesem Kongreß ein einig im Widerstand gegen die Fabrikatsteuer. Auf diesem gemeinDie Delegirten Wirkung stellte sich feit 1879 heraus. Man begann, die merkwürdiges Schriftstück zugehen lassen. In demselben sei die samen Boden werde sich weiter arbeiten lassen. Fabriken nach Gegenden zu verlegen, 100 Die ver Nichtentsendung eines Kommissare zum Kongreß mit Arbeits- der anderen finsteren" Gegenden Westfalens schließen sich dieser dammte Bedürfnißlosigkeit der Massen zu Hause war, überlastung begründet. Diese Begründung sei hinfällig. Durch Schilderung an. Die Lage der Arbeiter sei elend. Das Kraut um dort einen Arbeiterstamm anzulernen, der für Schund- die Bertagung des Reichstags seien die Kommissare doch ent- der Futterrüben fürs Vieh werde eingemacht und im Winter Iohne zu arbeiten gewöhnt war. Redner erinnert an die Bigarren- laftet. Sei dem Reichskanzler eine Mittheilung über die Rongreß als menschliche Nahrung von den Zigarrenarbeitern benutt. Von industrie in Baden, wo 1882 10 000 Zabatarbeiter, heute verhandlungen von Interesse, dann hätte er einen Kommissar den Wänden der Wohnungen triefe das Wasser; vielfach treffe ca. 24 000 beschäftigt sind, darunter 16 000 weibliche bezeich entfenden müssen. Die Nichtentsendung sei eine Nichtachtung des man statt Fensterscheiben nur hölzerne Laden an. Der Lohn nend genug! Unter welch elenden Verhältnissen diese Arbeiter Kongresses und damit zu beantworten, daß man sich mit dem werde nur monatlich gezahlt. Ein Wickelmacher verdiene monatleben, wie sie ohne das Stückchen Land, das die meisten noch be- Protest gegen die Tabak- Fabrikatsteuer nur an den Reichstag lich fünfzehn bis achtzehn Mart. Pastor, Bauer, fißen, verhungern müssen, das hat der Fabrikinspektor Wörris- wende und die Regierung ignorire. Unbewiesen sei der Satz im Wertmeister und Fabrikant machen fast jede Organisation unmöghofer eingehend geschildert. So wie in Baden sieht es auch in Schreiben des Reichskanzlers, daß der Zigarrenverbrauch von lich. So seien die Futterweiden der Zigarrenmacher in Westfalen anderen Gegenden aus. Sie alle hier werden uns ein Bild von dem Rückgang, der durch die frühere Zollerhöhung herbeigeführt beschaffen. den unendlich traurigen Verhältnissen geben können, wie sie schon worden ist, nicht betroffen worden sei. Miquel wandle nur auf jetzt beim Tabatarbeiter herrschen. Wie wird nun die neue den Bahnen Bismarc's, der das System indirekter Steuern aus Fabrifatsteuer wirken? Ein gewaltiger Rückgang des Konsums gebaut habe. Dieses System erlaube einen Schluß auf das wird eintreten, bewirkt durch die Vertheuerung der Fabrikate. politische Verständniß des Voltes. Ein politisch geschultes Volt 78 pet. aller verbrauchten Zigarren tosten 5 Pfg. und darunter; dulde ein solches System nicht. Die Tabat- Fabrikatsteuer ver 12 pet. find Sechspfennig- Bigarren. Die Arbeiterklasse ist also nichte nicht nur die Tabakindustrie, sie verschärfe die wirthschaft der Hauptkonsument. Nach meinen Berechnungen wird die jetzige liche Depreffion. Dagegen müsse man in schärfster Weise protestiren 5 Pf- Zigarre, wenn sie in derselben Qualität wie bisher und agitiren. Auch mittlere Kreise würden ruinirt. Warum feine hergestellt werden soll, nach Einführung der Fabrikatsteuer Belastung der Reichen? Die Interessen der reicheren Klassen sieben Pfennige kosten.( Sehr richtig.) Heute zahlt der Raucher und der Regierung seien eben die gleichen. Ein Mißverständniß bei einer 5 Pf. Bigarre, die aus ausländischem Tabak hergestellt der Worte von Elm's, die Regierung sei verpflichtet, die durch wird, 2/3 Pf. Steuer, fünftig muß er annähernd 2 Pf. zahlen. die Tabak- Fabrikatsteuer geschädigten Arbeiter zu entschädigen. Der Arbeiter ist nicht im stande, 50 bis 60 Pf. pro Woche mehr müsse verhütet werden. Diese Worte seien nicht als ein indirektes für Zigarren auszugeben. Er ist gar nicht gewohnt, in der Bugeständniß aufzufassen. Die Regierung werde niemals geWoche zu rauchen; nur am Lohntage und am Sonntage gönnt schädigte Arbeiter entschädigen, sie habe nicht den Willen und er fich ein paar Zigarren. Wird die Bigarre theurer, so raucht auch nicht die Mittel. In Sachsen werde die sozialdemokratische er weniger, und der Konsum geht gewaltig zurück. Der Konsum Fraktion des Landtags die Regierung zur Rechenschaft ziehen, an Tabakfabrikaten hängt auf das Engste mit der wirthschaft was sie gegen die für Sachsen schädliche Tabat- Fabrikatsteuer lichen Lage der Arbeiterklasse überhaupt zusammen. Und wir gethan habe. Der Kongreß müsse scharf protestiren gegen die befinden uns gegenwärtig in der Zeit der Krisis. Die Tabak Steuer, im übrigen aber die Agitation gegen die Pläne der Refabrikanten selber berechnen den Rückgang des Konsums während gierung in Ruhe betreiben. E3 sprechen noch Vertreter der der Uebergangszeit selber so, daß sie die Brotlosigkeit auf Tabatarbeiter aus Brieg, Ratibor, Lippe- Detmold, Sachsen, die 75 000 Arbeitern als Folge annehmen. Diese Schätzung ist voll eine Schilderung des Glends ihrer örtlichen Berufsgenossen geben fommen richtig. Gerade während der Uebergangsperiode wird und sich dem Protest anschließen. jeder Fahrikant die Produktion aufs äußerste einschränken. Eine Kerri Bremen: Der außerordentlich starke Besuch des vollkommene Umwälzung in der Zigarrenindustrie ist nach Ein- Kongresses ist ein Beweis der großen Mißstimmung gegen die führung der Fabrilatsteuer unvermeidlich; andere Zusammen Steuervorlage. Der Arbeitsverdienst reicht heute schon nicht fegungen, andere Façons müssen gefunden werden. Und mehr aus, nach Einführung der Tabaksteuer wird es noch bis ftabilere Verhältnisse sich wieder herausgebildet haben, schlimmer aussehen. Früher wurde Hamburg und Bremen als wird die Produktion mie gelähmt sein. Aber auch das Eldorado der Tabakarbeiter angesehen, durch die Verlegung nach der Uebergangszeit werden dauernd 40-50 000 Ar der Fabriken auf das Land, besonders nach Westfalen, ist der beiter auf dem Pflaster liegen. Die Regierung felber Lohn jetzt dort um 30 pet. geringer, als vor 50 Jahren. Ebenso nimmt bei der Berechnung des voraussichtlichen Ertrages ist die Lage in der Kistenfabrikation. In Bremen werden ter Steuer einen Rückgang des Konfums nm 29 pSt. an. Und wöchentlich 400 000 Bigarrentisten hergestellt und dazu sind 585 nun betrachte man einmal die Wirkung der Heeresvermehrung Stiftenarbeiter erforderlich. Der Verdienst der Riftenarbeiter ist auf der anderen Seite: dort Mangerhöhungen, Beförderungen, relativ noch günstiger als der der Tabalarbeiter, weil die KistenGehaltserhöhungen; hier bei uns zahllose Arbeiterentlassungen, fabrikanten ihre komplizirten Fabrikbetriebe nicht so leicht die Vernichtung vieler Existenzen, Hunger, Noth und Verzweiflung. Und gerade trifft es uns Tabatarbeiter, die wir nie Freunde des brudermörderischen Militarismus waren, die wir unser redlich Theil dazu thaten, sein Anwachsen zu verhüten.( Bebhafter Beifall.) Wir sind es, die bluten müssen. Ja, wenn es sich nur um die Fabrikanten handelte, würden wir feinen Finger rühren. Sie haben es verdient. Wie viele von ihnen haben nicht für einen Anhänger der Militärvorlage gestimmt, ja ihre Arbeiter fogar dazu zu zwingen versucht! Aber das Schicksal Tausender von Arbeitern steht auf dem Spiel. Wir müssen der ganzen Welt zeigen: das wird unser Loos sein, wenn die neue Tabaksteuer Gesetz wird. In der Fabrikatsteuer liegt geradezu die Versuchung für den Fabrikanten, unsere elenden Löhne noch weiter herabzudrücken. Noch bestehen in den verschiedenen Gegenden Deutschlands große Differenzen im Lohn der Tabat arbeiter. Man wird versuchen, alle Löhne auf das gleiche Hungerniveau zu sehen. Die Fabrifatfteuer wird nach dem Fakturenwerth erhoben. Der Preis der Bigarre setzt sich zu sammen aus dem Preis des Tabaks, dem Zoll, der auf ihm lastet, und dem Arbeitslohn. Die Fabrikatsteuer erhebt 381/3 pet. von jedem einzelnen der drei Objefte. Auch der Zoll muß nochmals verfteuert werden. Eine Stener auf die Steuer! Gewiß die genialste Erfindung eines Finanzkünstlers. Aber auch für jede Mark Arbeitslohn, die der Fabrikant zahlt, muß er 331/3 Pf. Steuern zahlen. Liegt darin nicht ein großer Aureiz, die Löhne zu kürzen? Und das Drücken auf die Löhne wird Der Delegirte aus Bünde theilt mit, daß in diesem Bezirke dem Fabrikanten sehr leicht werden, der fürchterlichen Arbeits- drei Fünftel Frauen und nur zwei Fünftel Männer beschäftigt Raum glaubliche Zustände in der geburtshilf losigkeit wegen, die dann herrscht. Ein graufiges Bild, das wir werden. Engelhart und Biermann aus Bremen haben die Frauen- Ii chen Station der Charitee schildert uns folgender Brief: mit Entfehen voraussehen, wenn der eine Kollege den andern arbeit dort eingeführt. Das östliche Westfalen ist der Hauptsitz Mit bezug auf die Zustände, wie sie in der Charitee herrschen, unterbietet, nur um trockenes Brot noch für sich und die Seinen der Tabatindustrie. Als der Abg. v. Hammerstein wegen der theile ich Ihnen noch mit, daß 1. die Wöchnerinnen Mangel an zu haben.( Lebhafter Beifall.) Und die Fabrikanten werden die Löhne Fabrikatsteuer vor seinen Wählern erschien und sich gegen das reiner Wäsche leiden; s. 3. B. erhielt meine Frau erst am 5. Tag brücken, nicht aus Grausamkeit, aber um auf dem Markte die Ober- Projekt erklärte, wurde den Tabatarbeitern die Redefreiheit nach der Geburt des Kindes ein Hemd nach vielem Betteln. hand zu behalten. Wir sind ohnmächtig, unfere Organisationen sind beschränkt, als sie über das System der indirekten Besteuerung 2. Die Neugeborenen erhalten des Tags 2, sage und schreibe machtlos dagegen, fobald die neue Steuer eingeführt wird. 1879 sprechen wollten. In Ostwestfalen haben die Fabrikanten den zwei Windeln resp. werden des Tage zweimal trocken gelegt. war es dasselbe Spiel. Redner führt im weiteren den Nach- Arbeitern das Fell nicht über die Ohren gezogen weil feins 3. Die Kinder werden mehrere in ein und dem= weis, daß die neue Steuer eine Begünstigung der Großindustrie mehr da war, nur noch die Knochen.( Beifall.) Die Mehrzahl selben Wasser gebadet. auf Kosten der Kleinindustrie darstellt. Die Hausindustrie werde der Zigarrenarbeiter in Westfalen sei zugleich Landarbeiter. Der nur noch, wie in Amerika, in Form der, Tenement- Häuser" mög- neuen Fabrikatsteuer gegenüber müsse sich der westfälische Arbeiter lich sein: Ein Großfabrikant baut ein gewaltiges Haus voll fragen: ist das die christliche Liebe der Regierung zum Volfe? fleiner, erbärmlicher Wohnungen, in denen dann ganze Tabak Der Delegirte von Bünde schließt mit dem Hinweis, daß man arbeiter Familien hausen und in diesen Zellen um einen Schund- 100 000 Menschen brotlos machen wolle, um 70 000 Soldaten zu Lohn arbeiten. Mit diesem System find die scheußlichsten sani- ernähren. tären Mißstände verknüpft. In Amerita wurde bekannt, daß Der Delegirte aus Lübbecke bespricht die Lohnverhältnisse als in einem solchen Tenement- Haufe die Pocken wütheten, die der Arbeiter der Kautabatbranche. Arbeiter mit ihren Pockenfingern Zigarren einrollen mußten. Der Delegirte aus Pfungstädt hebt hervor, daß seine Da aber bei dem jetzigen System der Hausarbeit jede Kontrolle armen Kollegen sich das Geld vom Munde abgespart haben, um für den Steuerbeamten unmöglich ist, bleibt das Tenement- ihn zum Kongreß zu delegiren, der an das Chrgefühl aller der- Dr. Kollrig, Adler, Stadthagen. Haus" allein übrig. Auch die Kleinindustrie ist der Vernichtung jenigen Reichstags- Abgeordneten appelliren solle, die während Eine fanitäre wichtige Neuerung in bezug auf die geweiht. Schon die Bestimmung der Buchkontrolle genügt, ihr des Kampfes um die Militärvorlage ihren Wählern versprochen Spülung der öffentlichen Bedürfnißanstalten beabsichtigt der Den Garaus zu machen. Wer von den Kleinindustriellen ver- haben, jede Mehrbelastung des arbeitenden Volkes abzuwehren. Magistrat in Ausführung eines älteren Stadtverordnetensteht denn etwas von kaufmännischer Buchführung? Er wird aus Redner hat das Gespräch alter Zigarrenarbeiter in seiner Hei- beschlusses einzuführen und hat dieserhalb mit einer hiesigen den Strafen gar nicht herauskommen. Steuerkredit fann math belauscht, die sich beriethen, wie sie sich am besten das Firma Verhandlungen angeknüpft. Der betreffende Unternehmer nur dem Großfabrikanten von der Behörde eingeräumt werden, eben nehmen könnten, da ihnen ja doch das Brot genommen verpflichtet sich, die Anstalt am Werder'schen Markt nach seinem denn wollte sie ihn auch den Kleinindustriellen gewähren, dann werden sollten.( Bewegung.) würde sie die Hauptbetheiligte bei allen Konturfen in der Tabak. Der Delegirte aus Apolda hebt den Widerspruch hervor, patentirten in Wien und Budapest eingeführten System ein Jahr branche sein. Der Kleinindustrielle vermag ferner nicht sein der darin liege, daß man auf der einen Seite Gesundheits- und lang, bis zum 1. Dezember 1894 zu unterhalten. Betriebskapital entsprechend zu vergrößern. Wie bedeutend diese Seuchenkommissionen schaffe, andererseits die Arbeiter so verelenden Neuerung soll die Wasserspülung" vermieden, der üble Geruch gänzlich beseitigt werden. Es werden nämlich die Wände und Bergrößerung sein muß, geht daraus hervor, daß die Hamburger laffe, daß sie sich Bigarrenstummel von der Straße auslesen, wie gänzlich beseitigt werden. Es werden nämlich die Wände und Rinnen mit einer öligen Masse überzogen und statt der Tabatarbeiter- Genossenschaft, die gegenwärtig 40 000 M. an 3oll es in Apolda geschehe. für ausländischen Zabat zahlt, nach Einführung der Fabrikat- Die Delegirten aus Berge und aus den Harzstädten Wasserspülung eine Delspülung eingeführt; durch dieses VerSteuer an Zoll zwar nur noch 25 000 M., an Fakturensteuer aber nennen die Hungerlöhne, die in ihren Distrikten gezahlt werden. fahren soll im Winter die Bildung von Eis, im Sommer die 120 000 M. an den Staat zu entrichten hätte. Da ist es febr Der Delegirte aus Osterode und Umgegend theilt dabei mit, daß unvermeidliche schlechte Ausdünstung unmöglich gemacht werden. erklärlich, wenn die Kleinindustriellen rufen: Lieber noch das der nationalliberale Reichstags- Abgeordnete des Kreises erklärt Arbeiterriftko. Bedeutende Brandwunden erlitt Tabakmonopol, als die Fabrikatsteuer! Dem Monopol ist in der habe, er werde gegen jede neue Steuer stimmen, solange die Sonnabend Vormittag ein in der Hannoverschenstr. 4 in Kondition That der Weg geebnet. 75 pet. aller Betriebe werden durch die Liebesgabe an die Branntweinbrenner nicht aufgehoben sei. stehendes Dienstmädchen, Namens Jda Müller. Dieselbe wote nene Steuer vernichtet, und mit den fibrig bleibenden großen Freilich müsse man abwarten, ob der Herr auch sein Wort halten in der Waschküche des genannten Hauses einen großen Refsel mit verständigt man sich leicht. Gegen das Monopol aber müssen werde.( Zustimmung). kochendem Wasser von der Maschine heben, strauchelte aber dabei wir uns mit Händen und Füßen wehren.( Lebhafter Beifall.) Der Delegirte aus A chim bei Bremen weist auf die scheuß- und schüttete sich den ganzen siedenden Inhalt so unglüdlich über Nachdem Redner noch den Verfall der Nebenindustrien als Folge liche Ausbeutung der Kinderarbeit in der Hausindustrie hin, die den Körper, daß sie sich beide Füße total verbrühte. Die Verder neuen Steuer geschildert, schließt er feine zweistündige Rede in diesem ehemaligen Eldorado der Zabalarbeiter gegenwärtig unglüdte mußte sofort nach dem städtischen Krankenhause am wie folgt: Wohin wir auch sehen, überall daffelbe troftlose herrsche. Hunger und Summer sei in allen Tabatarbeiterfamilien Friedrichshain geschafft werden. Bild, das uns mit Grausen und Entsetzen erfüllt. Stimmt Achim's zu Haute. Wir wollen so laut schreien, daß den Herren Auf dem au der Frankfurter Chauffee belegenen Grundstück der Reichstag der Tabat Fabrikatsteuer zu, dann begeht von der Regierung bie Ohren gellen!"( Beifall.) des Handelsmanns Karom wird seit einigen Tagen der alte fürwahr ein Verbrechen Die gegen Menschlichkeit. Der Delegirte aus Döbeln theilt mit, daß die Fabrikanten Pferdestall ausgemauert und ein Abzugstanal ausgeschachtet. Wohin sollen unsere brodlosen Kollegen? Giebt es ein feines Drtes einen Wochen- Durchschnittslohn von 9 W. für jeden Durch irgend einen Umstand fiel nun am Freitag Nachmittag, Gewerbe, das ihnen Unterkunft gewähren kann? Ausge- Arbeiter ausrechnen. Diese Angabe sei noch zu hoch. als sich die beiden Arbeiter Pristow und Hermes aus Berlin im mergelt wie sie sind, vom Nitotin vergiftet, schwindsüchtig. Der Delegirte einer Anzahl westfälischer Dörfer Ranalfchacht befanden, die Hintermauer des Stalles zusammen Tabatsstaub in der Lunge, mangelhaft ernährt, sind ste törperlich und des Babes Oynhausen berichtet über die Löhne des Be- und begrub die Arbeiter unter sich. Mit Hilfe von Mannschaften er F Die Verhandlungen beginnen um 24 Uhr. Von dem Verein der Hamburger Tabakfabrikanten von 1892 ist eine Summe von 300 Mart als Beihilfe zur Bestreitung der Kongreßkosten ein gelaufen. Die Kongreskommission hat einstimmig beschlossen, diese Summe zurückzuweisen. Dieser Bettelpfennig tönne nicht vergessen machen, daß dieser Fabrikantenverein den lehten großen Hamburger Tabalarbeiter- Streit verschuldet habe, der der Arbeiterfchaft eine halbe Million Mark gekostet hat. Der Rongreß macht diesen Beschluß debattelos und einstimmig zu dem seinigen. Ein Delegirter aus Biebera ch und ein Delegirter aus Delisch schließen sich dem Protest gegen die Fabrikat steuer an. Der Telegirte aus Großsteinheim schildert die Verhältniffe feines Bezirkes. Die Frauenarbeit dringe vor. Die Frau verdiene in der Fabrik mehr, als der Mann zu Hause. Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten Berliner Reichstagswahlkreis hält am Dienstag, den 21. November, im Lokal des Herrn Haase, Große Frankfurterstr. 117, eine Verfammlung ab, in welcher der Genoffe Schmalfeldt in Bremerhafen referiren wird. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. " " " Bum Charitee Boykott schreibt die Staatsbürger Zeitung": Mit einer ungewöhnlichen Wucht hat sich der sozialdemokratische Borwärts" und die Arbeiter- Sanitätstommiffion ins Beug ge legt, um die schreienden Mißstände in der Charitee abzustellen, auf die wir schon zu wiederholten Malen mit den schärfsten Worten hingewiesen haben. Die Folgen des Boykotts machen sich schon bemerkbar. Einzelne Stationen sind bereits etwas von Kranten entlastet, die Polifliniten, namentlich die für Kinder, flagen über Mangel an Material, ja sogar der Zeichenteller im pathologischen Institut weist Lücken auf, wie man sie lange nicht gesehen hat. Die Frauen werden vor der Entbindung zwangsweise rasirt. Letztere Unfitte wird außer in der Charitee nirgendwo anders geübt und dürfte meiner Meinung nach durch Reinlichkeit, Wasser und Seife, völlig ersetzt werden können. Achtungsvoll A. P. Mittwoch, den 22. November, Abends 8 Uhr, Sebastian straße 39 bei Brochnow: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: Der Charitee: Bontott. Referenten: Durch die der herbeigeholten freiwilligen Feuerwehr gelang es zwar, den Zu dem bekannten Schwindel mit Theaterbillets weiß erforderlich, und erließ gegen Sch., der eine solche nicht nach. Arbeiter Hermes noch lebend aus den Trümmern hervorzuschaffen, eine Lokalforrespondenz folgendes zu berichten: Zu der Ber- gesucht hatte, eine Strafverfügung. Auf seinen Einspruch ver derselbe hatte jedoch so schwere Verlegungen erlitten, daß er sofort theuerung der Theatereinlaßkarten liegt wenigstens bezüglich eines urtheilte ihn der zweite Richter, der Straffenat des nach dem Krankenhause geschafft werden mußte, in welchem er fleinen Theaters der Grund jetzt vor. Einem Verwandten des Kammergerichts hob aber auf die Revision des Angeklagten leider hoffnungslos darniederliegt. Der mitverunglückte Arbeiter Direktors wurden täglich 200 Pläge eingeräumt, die er dann das Urtheil auf und erkannte auf Freisprechung. Nach§ 43 Prizkow war bereits todt. todt. nach Belieben weiter abgiebt. Für jeden Siz sind nun von den Absah 5 der Reichs- Gewerbe- Ordnung ist zur nicht gewerbs Händlern 50 Pf. mehr gezahlt worden, als der eigentliche Preis mäßigen Vertheilung von Druckschriften oder anderen Schriften beträgt, was natürlich das Publikum zu tragen hat. oder Bildwerken in gefchloffenen Räumen eine Erlaubniß nicht dieser Bestimmung, daß Wirthschaftsräume, wie die fraglichen erforderlich. Der Senat folgerte aus der Entstehungsgeschichte Säle, au jenen Räumen gehören.- Endlich! Der Bußtag ist in diesem Jahre erstmalig kommenden Mittwoch( 22. November) zu begehen. Die Polizeibehörden sind noch besonders darauf hingewiesen worden, daß alle polizeilichen Bestimmungen über die Feier der Bußtage auch auf den neuen Arbeiter in einer Bodenkammer des Hauses Straußbergerstr. 43 Polizeibericht. Am 18. d3. Mts. wurde Bormittage ein Bußtag ohne Weiteres Anwendung zu finden haben. Danach ist erhängt aufgefunden. In der Friedrichstraße wurde gegen die Abhaltung von Tanzbeluftigungen aller Art an Bußtagen Mittag ein Straßenreiniger während der Arbeit durch eine s uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16, Bersammlung. Tagesordnung: SteinGauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 21. November, Abends und deren Vorabenden verboten, desgleichen die Abhaltung von Droschte überfahren und an den Beinen derartig verlegt, daß er bildhauer- Abend. Ronzertmusiken und anderen, namentlich der mit Mufitbegleitung nach der Charitée gebracht werden mußte. Ferner wurde Nach- Tapezirer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 21. November, verbundenen geräuschvollen Vergnügungen. Theatralische Vormittags in der Markgrafenstraße ein Kaufmann durch einen Ge- Abends 8½ Uhr: 11. Vortrag des Genoffen Mattutat über:„ Großbetrieb und stellungen dürfen am Bußtage garnicht stattfinden. Deffentliche schäftswagen überfahren und an der Brust anscheinend nicht unund anderer Genossenschaften dürfen am Bußtage nicht abgehalten durch einen von einem Arbeiter gezogenen Handwagen umin fungen der Jungen erheblich verlegt.- In der Alexanderstraße wurde eine Frau gestoßen. Sie erlitt beim Fall einen Bruch des rechten Unterarmes. Mittags erschoß sich ein Bankbeamter in der Voßstraße. werden. Gräflich Reischach'sche Braueret. von uns hiesigen Blatt entnommene Potis, aut fer Betrieb der Breinem eingestellt sei, wird von der Firma Albrecht, Bannau u. Co. dahin berichtigt, daß sie seit dem 1. d. Mts. die Brauerei gepachtet und gerichtlich übergeben bekommen habe, um dieselbe bis zum Subhastationstermin im Interesse der Gläubiger weiter zu betreiben. In der regelrechten Ausfuhr von Bier sei noch fein Tag ausgesetzt worden; die Kunden der Brauerei würden prompt bedient. Apothekerpreise. Zu dieser in Nr. 271 von uns gebrachten Mittheilung schreibt uns der Besizer der Deutschen Apotheke, Büschingstr. 15, Herr E. Schmeidler: Niemals ist in meiner Apotheke dem tausenden Publikum ein Pfropfen zum Verschließen einer mitgebrachten Flasche berechnet worden, und dürfte es allgemein bekannt sein, daß dies in feiner Berliner Apotheke der Fall ist. Obgleich das bei mir verkehrende Publikum sicher den Fall zu würdigen weiß, muß ich doch um Berichtigung Ihres Artikels bitten. Kleingewerbe." 2. Antrag auf Freigabe der Bibliothek. Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Boltes Berlins 22. d. Wis., Ribends 8 Uhr im Biftoriagarten, Badftr. 12. Tagesordnung: und umgegend, Dorfemmung der che domen, 1. Bortrag ber Genoffin Fräulein Wabniz über: Andere Länder, andere Gitten. Versammlung, 22. November, 1. Bericht der Krantenfassen- Kommissionen. Die Beschwerden über die Charitee und unsere Forderungen; Referent: Dr. Kollwiß. Die Agitation für den Boykott; Referent: Genosse Adler. 2. Warum schicken städtische Aerzte Krante nach der Charitee? Referent: Genosse Stadthagen. Sozialdemokratischer agitationsverein Wittenberg, Torgau u. f. w. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. NordSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in: Kaufm. Rechnen. Korrespondenz. oft- Schule, Martusstraße 31: Unterricht in: Deutsch( unt.). SüdostSchule, Reichenbergerstraße 133. Unterricht in: Mathematit. er und Mittwoch, den 22. d. M.,% 9 Uhr bet Lehmann, Bersammlung. Gegen Abend trant eine Verläuferin in ihrer Wohnung mbet Brochnow, Geballanſtv. 59. Zagesordnung: Der Boykeit der Sharitee. Bionskirchplatz Zuckersäure, um sich zu vergiften. Sie wurde nach Anwendung von Gegenmitteln in die Charitee gebracht. Auf dem Schloßplaz wurde Abends ein Mann durch einen Rollwagen überfahren und derartig verletzt, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Am 19. d. M. Abends wurde auf dem Felde zwischen der Prenzlauer und Pappel- Allee die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. In einer Schant wirthschaft in der Friedrichstraße tödtete sich ein etwa 30jähriger Mann durch einen Schuß in die Schläfe. Am 18, und 19. d. M. fanden sieben unbedeutende Brände statt. 1913 12 192201 a Theater.lent wa V Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt, im Laufe des Semesters, eintreten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Senter, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr. Dienstag. Statflub Kreuz Solo bet Ratte, Andreasstr. 18. Louisenstädtischer Theaterverein Frohsinn bei Möhring, Admiralfir. 18c. Musitverein Hoffnung, bei Dreßler, Eisen= bahnstraße 6.- Geselliger Musikdilettanten Verein Münstermann, bet Wilte, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Anhaltiner, TempelHofer ufer. Theater- Gesellschaft Liberte, Rottbuser Damm 103 bei Meier. Theaterverein reie Kunst, Blumenstraße Nr. 46 bei Went, 8% Uhr. Schützenverein Freitugel, Stalizerftr. 34 bet Hente. Literarisches. Nathschläge zur Leitung von Versammlungen. Anleitung zur Benutzung des Vereins- und Versammlungsrechtes. Berlin 1893. Verlag des Vorwärts". 48 S. 8°. Preis 93. Berk 20 Pfennig. Leffing- Theater. Der Andere. Schauspiel in vier Auszügen von Paul Lindau. Der Hypnotismus auf der Bühne ist wohl das Wunderlichste, was die Literatur fin de siècle Auch ,, mißrathen"? Ein bürgerliches Blatt erzählt unter ihrem unerfättlichen Publikum auftischen konnte. Ein Staatsdem harmlosen Titel„ Backfischstreiche" von einem sechzehnjährigen anwalt, der munter darauf los verknurrte, in Fachliteratur Mädchen, das auf dem Wege zum Konservatorium einen Mann machte, sich an den für die gute Sache des Konservatismus so tennen und lieben gelernt" und, um diesem aus seinen häufigen unglücklich ausgefallenen letzten Stadtverordnetenwahlen beGeldverlegenheiten zu helfen, das Sparkassenbuch der Mutter von theiligte und außerdem noch an Liebe dachte, ist ob all dieser 700 M. nach und nach bis auf einen Rest von 65 m. geplündert vielseitigen Dinge nervös überreizt worden, und zwar so un habe. Der Fall erinnert an die in unserer Sonnabend- Nummer glücklich, daß fein geistiges Sein sich in zwei Hälften spaltete, in besprochenen Schrippendiebstähle armer Kinder, welche deshalb von das normal staatsanwaltliche und in das eines In furzer und gedrängter Ratechismusform, in Fragen und mehreren bürgerlichen Blättern ,, mißrathenekinder" genannt wurden. Ginbrechers. U13 Einbrecher verabredet er in nächt Antworten, werden in diesem Heftchen die wichtigsten Punkte Das junge Mädchen dürfte bei den meisten bürgerlichen Blätters mehr licher Stunde einen Anschlag auf fein eigenes Haus betreffend das Vereinigungsrecht der Arbeiter zur GrGnade finden. Bei den Kindern der Befitlosen sind Unter- und muß nun fehen, wie er, der pflichtgemäß bisher die reichung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen, bie Sammlung schlagung und Diebstahl nämlich wirkliche Unterschlagung und Suggestion für unsinnig ja noch mehr, für staatsgefährlich von Geldern zu politischen und gewerkschaftlichen Zwecken, die wirklicher Diebstahl, bei den Kindern der Vesitzenden dagegen ist hielt, jezt selber diefes unheimlichen Zustandes überführt wird. Veranstaltung von Vergnügungen, die Einberufung und das( so meint die besigende Klasse) meist nur eine Verirrung, um nun aber den Zwiespältigen nicht in Wahnsinn verfallen zu Leitung von Bersammlungen, die Gründung ein Badfischstreich, ein Dummerjungenstreich, am Ende gar ein laffen, zerrt Lindau einen Psychiater, eine Dame von Stande und und Weiterführung von politischen und gewerkschaftlichen VerGeniestreich. Bei dem jungen Mädchen wird man die Verliebt eine Proletarierin herbei und läßt die drei sich abkrebsen, die beit als Milderungsgrund anführen. Schwieriger liegt die Sache Seele des Staatsanwalts wieder zusammen zu leimen. aber bei dem Backfisch, der heimlich das Wirthschaftsgeld der Diese Krankheitsgeschichte, die an unwahrscheinlichkeit ihres Mutter fürzt, um sich in Konditoreien gütlich thun zu fönnen, Gleichen sucht, wurde von dem zahlreich erschienenen Premierenbei dem Sekundaner, der des Vaters Kaffe plündert, um im ver- publifum mit wahrem Heißhunger verschlungen. 3mar machte sich schwiegenen Hinterzimmer einer Kellnerinnentneipe seinen Bierdurst eine kleine Opposition mausig, doch war es ihr nicht möglich, auch Die Sprache ist eine durchaus allgemein verständliche. zu stillen. Sält man solche„ Geniestreiche" etwa für selten wir nur annähernd die lauten Beifallsbezeugungen der Menge zu Der Inhalt ist furz und bestimmt zusammengefaßt. Er enthält find zu wenig Moralist, um hier in ein Ach! und Weh! über beeinträchtigen. Vielleicht erlebt„ Der Andere" noch eine Reihe nur das Wesentliche und vermeidet jede störende Ueberladung mit die Werterbtheit der Bourgeoiskinder auszubrechen. Miß- Aufführungen. An dem Erfolg trug zwar wesentlich das vir- zu vielem Beiwert, das mehr verwirrt, als auftlärt. rathene Kinder" bilden einen Vorwurf für die Eltern oder tuose Spiel des Gastes Mittenwurzer bei. Eeiner Kunst gelang Mit diesem Büchelchen in der Hand wird es auch dem im Erzieher und für die Lebensbedingungen, unter das Unglaubliche, die unwahrscheinliche Gestalt des Staats- Vereinswesen unerfahrenen Arbeiter an fleinen Orten oder auf denen die Kinder aufgewachsen sind. Die mißrathenen" anwalts lebendig zu gestalten und das Publikum damit in ein dem Lande möglich sein, eine Versammlung einzuberufen und Bourgeoiskinder find ebenso sehr die Opfer der Verhältnisse und nicht gelindes Grufeln zu versetzen. Aber auch alle anderen zu leiten, sowie als Vorsitzender, Vereinsvorstand Proletarfelben Maße zu bedauern, wie die" mißrathenen", artigo en manis bodype bien bas äußere Gelingen des eigen trauensmann fich zurecht zu finden. Auch erfahrenere Arbeiter Aber wir verlangen gleiche Behand- Experiments hochverdient. Gerichts- Beitung. einen, von Fach vereinen und Zentralverbänden, die Verbreitung von Flugschriften und sonstigen Druckschriften so besprochen, daß die Arbeiter zur vollen Ausnuhung ihrer Rechte angeleitet und vor Gesebesübertretungen behütet werden. gesetzes. finden hier ein kleines Nachschlagebuch, das ihnen in zweifellung für beide Theile. Ist der ordinäre Hunger vielleicht haften Fragen bestimmte und sichere Auskunft giebt. So tann weniger ein Milderungsgrund, als die vornehme Naschhaftigdie kleine Broschüre all den Arbeitern empfohlen werden, die feit oder der schneidige Bierdurst? Der naschhafte Bachsisch bekommt im schlimmsten Falle von der Mutter eine strenge Veretwas darauf geben, ihre bürgerlichen Rechte gegen jeden Uebergriff von Beamten und Behörden aufrecht zu er mahnung, der dürftige Sekundaner erntet im allerschlimmsten Falle vom Vater eine vorsichtig bemessene Tracht Prügel. Einer der verhafteten Schaffner der Berlin- Stettiner balten, ohne sich dabei Unnannehmlichkeiten oder gar Bestrafungen auszusetzen. Redner und Besucher von VerTreibeu fie' 3 3 u arg, so entschließt man sich höchstens, sie in Bahn stand Sonnabend wiederum vor der ersten Straffammer fammlungen erhalten viele nützliche Winke und Vorschriften, eine Pension zu bringen, damit sich bezahlte Leute mit den des Landgerichts I. Es war der Eisenbahn- Schaffner Joh. Haase, nach welchen sie sich in Debatten und bei Auflösung von Vermißrathenen" Rangen herumärgern. Die Kinder der Armen, welcher der Bestechung und Amtsunterschlagung beschuldigt war. sammlungen vortheilhaft richten können. Das Heftchen wird sicher Sie ihren Hunger gestillt haben, kommen in die Besserungs- Die Verhältnisse lagen genau so, wie in den Tags vorher ver- den Organisationen der Arbeiter wesentliche Dienste leisten. Es anstalt. Da sie ihn nicht aus der Kasse des Vaters oder der handelten beiden Fällen. Der Angeklagte hatte wiederholt dem erspart jedem den Besitz einer theureren Ausgabe des VereinsMutter stillen können, so müssen sie Fremde bestehlen. Glücklichere Kriminal- Schutzmann Winter, der sich in Pasewalt unter der Bourgeoiskinder, die ihr nur eure eigenen Eltern zu bestehlen Maske eines Heuhändlers mit ihm bekannt gemacht, von einem Das Büchelchen nimmt auch Rüdficht auf die speziellen Bebraucht! Wer hätte den Muth, euch„ mißrathen" zu nennen? Vorrath noch nicht abgelaufener Rückfahrkarten, die er nicht ab- dürfnisse der politischen sowie der gewerkschaftlichen Organigeliefert hatte, sondern in der Tasche bei sich trug, gegen einen fationen und wird beiden von gleichem Vortheil sein. Wir Aus übertriebenem Ehrgefühl ist ein junger Mann in billigen Preis und ein Glas Bier abgelassen. Der Angeklagte können das überaus nügliche Heft allen Genossen aufs wärmste den freiwilligen Tod gegangen. Gestern Vormittag wurde aus verschlechterte fich seine Lage vor Gericht durch Ableugnen empfehlen. dem Humboldthafen die Leiche eines Mannes gelandet, in dem des gesammten Thatbestandes. Er behauptete, von der Metalldreher Paul W., Linienstr. 96, erkannt wurde. Der Vorgängen, die der Kriminal- Beamte bekundete, absolut junge Mann wurde seit einigen Tagen vermißt und muß gleich nichts zu wissen. Der Staatsanwalt beantragte gegen ihn 1 Jahr loas W nach seinem Verschwinden seinem Leben durch einen Sprung in 6 Monate Gefängniß und der Gerichtshof erkannte auf 1 Jahr das Waffer ein Ende gemacht haben. Die Veranlassung dazu Gefängniß. ist eine höchst eigenartige zu nennen. W. hatte von einem ihm bekannten Fräulein ein geringes Darlehn erbeten, war aber mit seinem Gesuche zurückgewiesen worden, Er führte dies auf ein Mißtrauen bezüglich seiner Ehrenhaftigkeit zurück und war so sehr getränkt, daß er lediglich aus dem Grunde den Tod im Wasser suchte. und der Den Depelchen.19011 " Soziale Ueberlicht. habten Stadtverordnetenwahl wurden die Genossen Wernide " Privat Telegramm des Vorwärts". Charlottenburg, 20. November. Bei der heute stattge und Beyer gewählt. Genosse Siegerist steht zur Stichwahl. Aufruf an die polnischen Arbeiter in Rix- Reichenberg, 11. November. Die dreitägige Verhandlung dorf und Umgegend! Da auf dem Parteitag der polnischen vorm hiesigen Schwurgericht gegen den Genossen Dr. Adle: sprungen ist am Freitag früh um 64 Uhr die 40 Jahre alte Partei erfolgte, erachten wir es als eine Pflicht der polnischen Wien, 20. November. Die„ Bol. Storr." meldet aus PetersIn einem Anfalle von Irrfinn aus dem Fenster ge- Genossen die Gründung einer selbständigen sozialdemokratischen endete mit dessen Freisprechung. die 40 ( Deveichen des Bureau Herold.) Schneiderin Elise Löffler, die bei ihrer Mutter im dritten Stock Arbeiter, sich dieser Organisation anzuschließen. Auch wir Bolen des Seitenflügels in der Kurfürstenstr. 148 wohnte. Ohne irgend müssen erwachen und Aufklärung in unsere Reihen schaffen und burg, daß der Antrag Spaniens bezüglich gemeinsamer Maßwelche Beranlassung riß sie das Fenster der Wohnstube auf und gleich den deutschen Arbeitern Hand in Hand folidarisch bei ein- regeln gegen die Anarchisten von der russischen Regierung mit stürzte sich auf den Hof hinab. Der Tod trat auf der Stelle ein. anderstehen; denn nirgends herrscht solche Bedrückung wie in unseren Beifall aufgenommen worden ist. Provinzen. Das Verhalten des Adels dem Arbeiter gegenüber ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Kleider machen Leute. Ein Berichterstatter meldet: Gin spottet jeder Beschreibung und die Arbeitslöhne verdammen die New- York, 19. November. Bei der Lehigh Valley- Eisenneuer Mantel für den Rektor der Universität soll demnächst in Arbeiter zu den unmenschlichsten Entbehrungen. Unfere Aufgabe bahn ist ein allgemeiner Streit ausgebrochen, weil die Gesellschaft Bestellung gegeben werden. Der bisherige Rektormantel, der muß es deshalb sein, die Proletarier polnischer Bunge zu fein die Angestellten der Eisenbahn vertretendes Komitee anerfeinerzeit 1600 m. gekostet hat, ist schon nahezu zwei Dezennien organisiren. Zu dem Zweck findet am Mittwoch Nachmittag um kennen will. alt und für die Hoffeste nicht mehr recht geeignet. Die Koften 4 Uhr eine öffentliche Volksversammlung in Nixdorf im Lofale des neuen Mantels werden sich voraussichtlich noch höher stellen, des Herrn Burbs, Steinmetzstr. 45, statt. Sorge jeder für die als die des bisherigen, ein vorläufiger Anschlag ist auf 2400 M. Bekanntgabe und Verbreitung dieses Aufrufs. erfolgt, man wünscht jedoch, diese Summe noch um 400 m. herabsetzen zu tönnen. Gewinnt die Wissenschaft durch Bemäntelung in Hoffestform? Eisen- und Metallgießereien beschäftigten Arbeiter hält seine erste Der Zentralverein deutscher Former, sowie aller in ordentliche Generalversammlung am 26. Dezember 1893 in Augsburg im Lokale Blauer Bock", Stefansplatz E 147, ab. Anfragen sind zu richten an Th. Schwarz, Lübeck, Alshaide 16. Zur Verhaftung der Frau Sternecker erfahren wir noch Die Verhaftung der Frau erfolgte am Donnerstag Vormittag so geräuschlos, daß niemand, selbst daß Personal in Schloß Weißenfee etivas davon erfuhr und die Besucher des am Donnerstag Die Weißgerber der Glacee Leder Fabrit des Abend von Frau Sternecker veranstalteten Abendtisches sich über Herrn Sauerader in Magdeburg sind wegen Lohndas Fehlen der Wirthin an der Tafel vergeblich verwunderten. reduktion in den Ausstand eingetreten. Es sind 25 Verheirathete Eine am Donnerstag Nachmittag abgehaltene Haussuchung mit zusammen 52 Kindern und 10 Ledige zu unterstüßen. Die in der Wohnung der Frau blieb erfolglos, ebenso wie bei drei Streifenden gehören sämmtlich ihrer Gewerkschaft an. Anfragen Personen, die in dem Etablissement feit längeren Jahren und Sendungen sind zu richten an Steinhold Bunert, Alte Vertrauensposten bekleiden. Die Behörde nimmt an, daß Neustadt, Oftenbergerstr. 13, Restaurant Franke. Frau Sternecker die petuniären Verhältnisse ihres flüchtigen Briefkaffen der Redaktion. O. E., Bankow. Nein, nur in Schwarzdruck. Einer für Viele. Anonyme Meldungen werden von uns auf feinen Fall berücksichtigt. Nennen Sie Namen und Adresse und bringen Sie möglichst viele Beugen herbei. Tilsiterstr. 83. Schadenersatzklage erscheint nicht aussichtslos. E. B. 105. Es war Unrecht von Ihnen, den Termin nicht wahrzunehmen. Infolge dessen ist Versäumnißurtheil gegen Sie ergangen und die Pfändung gerechtfertigt. Derartige Schwindeleien von Kassirern schwindelhafter und anständiger Abzahlungsgeschäfte, dahingehend, der beklagte Käufer brauche nicht zum Termin zu gehen und dergl., kommen leider häufig vor. Es ist Abzahlungsgeschäften jeder Art gegenüber gut, nur schriftlichen Versicherungen zu trauen. 5. S. 100. Der Erfolg der Klage hängt lediglich davon Gatten genau fannte und denselben beeinflußt habe, den Bankrott In Neustadt a. D. haben die organisirten Tischler die nach Fortschaffung werthvoller Objekte zum Nachtheil seiner Sperre über die Wilde'sche Möbelfabrik verhängt. Buzug von ab, ob Sie den Beweis führen können, daß die betreffenden GegenGläubiger herbeigeführt zu haben. Nach ihrer Ueberführung Tischlern, Drechslern und Bildhauern ist fern- ftände am Todestage vorhanden waren. Als Beweismittel ist nach Moabit wurde die Frau einem mehrstündigen Berhör zuhalten. unterworfen und nach Schluß derselben für verhaftet erklärt. Uebrigens wird das Subhastationsverfahren über die Sternecker 20 schen Grundstücke am 8. Dezember eröffnet; dem Bernehmen nach beabsichtigt eine bekannte Weißbierbrauerei( Gabriel und Jäger) Schloß Weißensee nebst Park zu erwerben. Das BeTaftungsmaterial scheint über den Kreis der Vermuthungen nicht hinauszugehen. Durch den Bankrott werden bekanntlich einige Millionäre geschädigt. 19Gideszuschiebung an den Ehemann zulässig. Glauben Sie nicht bestimmt, den schwierigen Beweis führen zu können, so scheint es zu liegen so ist von Anstrengung einer Klage mit Rücksicht auf die Kostenhöhe abzurathen. Beklagt werden könnte am Wohnfitz M. H. Zu 1 und 2: Nein. Versammlungen. bes Mannes. In einer öffentlichen Versammlung der Maurer und Buber, die in den Sälen der Brauerei Königstadt" stattgefunden, Möhring. Es bleibt Ihnen nichts übrig als einen dortigen hatte der Arbeiter Sch. eine Bekanntmachung ohne Entgelt ver- Anwalt mit der Erhebung der Klage auf Aufhebung der Ent theilt. Die Behörde hielt hierzu eine polizeiliche Erlaubniß für I mündigung zu betrauen. Orts- Krankenkasse d. Zigarrenmacher, Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes Zigarrensortirer und deren gewerb Blumen und Kränzen. Bertins und Umgegend. Mittwoch, den 22. November 1893, Abends 8 Uhr, im Viktoria- Garten, Badstraße 12: der 412/16 Versammlung Pille Gesundbrunnen. Filiale Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frl. Wabnitz über: Andere Länder, andere Sitten". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Frauen und Männer, als Gäste, willkommen. Der Vorstand. Achtung! Böttcher Berlins u. Umgegend. Empfehle mein Geschäft in frischen 3528 L lichen Hilfsarbeiter. 299 Robert Meyer, Die Herren Vertreter werden zu der am Donnerstag, den 30. November, Abends 8 Uhr, im Restauraut Gollmann, Gipsstraße 11, stattfindenden Generalversammlung eingeladen. Tagesordnung: Bericht des Ren: danten. Neuwahl für 6 ausscheidende Borstandsmitglieder. Wahl der Kommission zur Vorprüfung der Jahres: rechnung. Gehalt des Rendanten. Aufnahme der Zigarettenmacher. Berichte. Anträge. Der Vorstand. Für Kassenkranke bin ich in meiner 4 Privat- FrauenGroße öffentl. morgens, jest: Versammlung mit Frauen. klinik, Louiſen Uſer 17, statt frühages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn. 2. Bericht des Vertrauensmanns M. Müller und Abrechnung der öffentlichen Gelder. 3. Bericht des Delegirten der Gewerbekommission und Beisigers zum Gewerbegericht Karl Mehner und Wahl deffelben. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Böttchers zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Große öffentl. Versammlung mit Frauen Mittags 12 bis 2 Uhr, Sonntags 11 bis 12 Uhr, zu sprechen. Freie Arztwahl. Poliklinik Wochentags 12-1 Uhr. Privatwohnung bleibt Neue Roßstr. 6, Sprechst. 8-9, Nachm. 3-5 Uhr. Dr. Bunge. 544M* Ein grosser Posten der Steinsetzer und Berufsgenossen Steppdecken Berlins und Umgegend am Mittwoch, 22. November( Bußtag), Abends 6 1hr, echt Wollatlas( reine Wolle) bei Hensel, Invaliden- Straße Nr. 1. Grösse 150x200, Stück 7,50 M. Tagesordnung: 1. Vortrag:" Der cherne Schritt der Beit". circa 1000 Stück schwere buntfarbige Referent: Genosse Adler. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Stand unserer Lohnbewegung. 4. Verschiedenes. 291b 15 Normal Schlafdecken Wegen der Wichtigkeit( speziell des dritten Punktes) der Tagesordnung ersucht um reges und pünktliches Erscheinen Der Vertrauensmann. Köpenick. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Freitag, den 24. November, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Klein( Stadt- Theater). Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom Kölner Parteitag. 2. Diskussion. 3. Bericht und Abrechnung der Vertrauensleute von Köpenick und Adlershof. 4. Neuwahl der Vertrauensleute und der Lokalkommissionen. 5. Verschiedenes. WF Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. NB. Die zum Mittwoch( Bußtag) geplante Versammlung in polizeilich nicht genehmigt. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen und zur Ausgabe gelangt: 1 Färberei Rathschläge zur eitung von Versammlungen. 48 Seiten mit Umschlag. Preis 20 Pfennig. 9 423/4 und chemische Waschanstalt R. Knapp, Moritzstraße 10, färbt zu den billigsten Preisen in allen Farben Damenkleider, Mäntel, HerrenUeberzieher, Röcke, ganz ob. getrennt, Bettdecken à Stück 1,25 M. Sämmtl. Herrenund Damengarderobe, sowie Möbelstoffe jeder Art werden chemisch gereinigt. Herren- Anzüge reinigen und bügeln 2,50 Mt. MusikInstrumente wie Zithern, Geigen, Guitarren, Mandolinen u. s. w. Grösstes Lager Harmonikas jeder Grösse. Spieldosen zum Drehen und 49742 selbstspielend( alle mit Arbeiter- Liedern), Schweizer Werke. Herophons, Aristons u. s. w. 5165L Lausitzerstr. 51, Aug. Kessler, Lausitzerstr. 51. Jamaica- Rum, mit kleinen Maschinenflecken, in 150 x 200 cm. reizenden Jacquard- Muſtern, Grösse Sonstiger per Stück 4,50 M. Preis 9. 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Trapani • " 24 " 24 • " 20 ( 2 " ). . 15 ( 5 " " ). 13 13 " " " In ganz Sizilien 160 Fasci( 33 in Bildung). Dienstag, den 21. November 1893. 10. Jahrg. 3. Bei Gründung von Arbeiterinnen- und Frauen- Bildungs- macherversammlung statt. Die Kollegen werden ersucht, nach Vereinen ist sorgfältig zu prüfen, ob am Orte die erforderlichen besten Kräften für diese Versammlung zu agitiren. Gleichzeitig leitenden Persönlichkeiten vorhanden sind, sowie die geistigen richten wir an diejenigen, die einer Organisation bisher fernKräfte, welche eine gedeihliche Entwicklung der Organisation standen, die Mahnung, sich uns anzuschließen. Kollegen! Die verbürgen. ihr in den Fabriken oder in dumpfen Kellerwerkstätten bei 12 4. Die Frauenorganisationen haben in ganz anderem Um- bis 15stündiger Arbeitszeit und targem Lohn Euer Leben fristet, fange als bisher sich praktischen Arbeiten zu widmen. Sie sollen wacht auf aus Eurem Schlaf! rafft Euch auf! tretet ein Erhebungen anstellen über die Arbeits- und Lebensverhältnisse in die Reihen der Kämpfer! Holt die Indifferenten heran, damit der als Berufsarbeiterinnen thätigen Proletarierinnen ihres Ihnen in den Versammlungen die Augen geöffnet werden und Orts; fie follen Material sammeln über deren Löhne, Arbeits- und sie zu Mitkämpfern der gerechten Sache zur Befreiung des zeit, Arbeitsordnung, Behandlung, Lebensweise 2c. Hierbei sind Proletariats herangezogen werden fönnen! Darum erscheint zahlnicht nur die Verhältnisse zu berücksichtigen der in Fabrik und reich und pünktlich in dieser Versammlung. Werkstatt thätigen Frauen und Mädchen, sondern auch dies Die Agitationstommission der Schuhmacher jenigen der Verkäuferinnen, Komtoristinnen, Hausarbeiterinnen, Berlins und Umgegend. Dienstmädchen 2c. Das gesammelte Material ist agitatorisch in J. A.: P. Strud, Feldstraße 18. nic öffentlichen Versammlungen auszunuzen. Es ist außerdem an die Redaktion der„ Gleichheit" einzusenden, welche es zu Agigetverbes zu Berlin. Laut Bekanntmachung des Vorstandes An die Mitglieder der Orts- Krankenkasse des Töpfertationsartikeln verarbeitet. Von den betreffenden Nummern des gewerbes zu Berlin. Laut Bekanntmachung des Vorstandes Blattes stehen Genossinnen und Genossen eine gewünschte An- Abends 6 Uhr, eine Generalversammlung, Bergstr. 68, statt. Die unserer Orts- Krankenkasse findet am Donnerstag, den 23. d. M., zahl von Exemplaren behufs Vertheilung unter die Arbeiterinnen Tagesordnung ist wichtig genug, um es jedem Mitgliede zur zur Verfügung, wenn rechtzeitig, bei Einsendung des Materials, Pflicht zu machen, in dieser Versammlung zu erscheinen, und darum ersucht wird. nur solche Delegirte der Arbeitnehmer zu wählen, welche im stande und willens find, die Rechte und Pflichten der Mitglieder sowohl, wie auch die Interessen und das Ansehen der glieder sowohl, wie auch die Interessen und das Ansehen der Kasse nach jeder Seite hin zu wahren. Um die Wahl der DeleGeneralversammlung zu erscheinen, um so durch seine Stimmengirten aber nun in diesem Sinne vornehmen zu können, ist es Pflicht jedes wahlberechtigten Kassenmitgliedes, in dieser Generalversammlung zu erscheinen, um so durch seine Stimmenabgabe auch seine Interessen zu wahren. E. Thieme. Die Mitgliederzahl der einzelnen Fasci fonnte bisher noch nicht sicher mitgetheilt werden, sie steigt in den Hauptstädten und größeren Orten, zumal der Bergwerfsregion, bis zu mehreren Taufenden, in den fleineren Orten und Landbezirken auf einige Sunderte. Bemerkenswerth ist, daß in Palermo und in Catania Die dort bestehenden sozialistischen Universitätsvereine, zu denen Studenten und Dozenten gehören, sich in die Liste der Fasci 5) Ueberall, wo die sozialistische Agitation unter die proleunter Annahme ihrer Statuten haben einschreiben lassen. Zwei tarische Frauenwelt getragen werden soll, empfiehlt sich die neue Fasci haben sich erſt letzte Woche zu Frizzi und Francofonti Gründung von Frauen- Agitations- Kommiffionen. Diese bilden in der Provinz Catania gebildet, ein dritter, bestehend aus das Vermittlungsglied zwischen der Masse der in den Klassen sigende von Arbeiterbünden in den Provinzen Palermo und stehenden Männern. Sie sorgen dafür, daß die Genossen bei 1050 Mitgliedern, in Parco, Provinz Palermo. Vier Vor- fampf einzureihenden Proletarierinnen und den bereits im Kampfe Catania find vom Staatsanwalt angeklagt wegen Verbindung ihrer Aktion die Frauen des Proletariats berücksichtigen, und daß zu einem Verbrechen"( ,, associazione a delinquere"). Es diese letzteren durch mündliche und schriftliche Agitation, durch ist dies die berüchtigte Formel des neuen Strafgesetz: Versammlungen Flugblätter, Broschüren zc. über die brennenden buches, die die Grundlage bes unerhörten Prozesses Beit- und Streitfragen aufgeklärt, zum Verständniß des Klassen- Zur Liquidation des„ Rechtsschutz- Vereins" der Bergund der Verurtheilung wegen des Maikravalls in Rom tampfes geschult werden, daß sie sich an der politischen und ge- leute im Saarre vier geht uns ein ausführlicher Bericht zu bildete. Die Angeklagten, darunter der hochverdiente Doktor werkschaftlichen Bewegung energisch betheiligen. Frauen- Agitations- über eine zu diesem Zweck in Bild stock stattgehabte VersammBarbato, Präsident des Fascio von Piana, haben sich in diesen Kommissionen, welche aus nicht mehr als drei Personen bestehen, lung. Wir lassen den Bericht in fast ungekürzter Form folgen, Tagen vor dem Tribunal in Palermo zu verantworten. tönnen ungeachtet der reaktionärsten Vereinsgesetzgebung eine da er ein recht grelles Schlaglicht wirft auf die Verhältnisse in Wie sehr diese Arbeiterbünde den Geist der Solidarität unter politische Thätigkeit entfalten. Nicht einmal den sächsischen Be- den staatlichen Musterbetrieben" des Saarreviers. Er zeigt uns, den Landarbeitern gestärkt und befestigt haben, zeigt ein Vorfall hörden, deren Findigkeit im Auslegen der Vereinsgesetzgebung wie die Organisation der Bergleute, verfolgt, gehetzt von den in einem reinen Landbezirk, Balestrate, Provinz Palermo. Dort be- rühmt ist, gelang es, eine dreigliedrige Kommission zu einem Behörden, mißleitet aber auch von den Führern", zu Grunde hatte ein Landbaron einen Bauern, Mitglied des Fascio ge- Verein zu stempeln. gehen mußte. Unser Berichterstatter schreibt uns über den Verprügelt und sonst arg mißhandelt. Die Kommunalbehörde 6. Es würde sich empfehlen, die Berliner Frauen- Agitations- lauf der Versammlung: weigerte sich, den Thäter vorzuladen. Da zogen letzten Sonntag Rommission als Zentralstelle zu betrachten, durch deren Ver- In Bild stock fand am Mittwoch Nachmittag die bereits den 12. November sämmtliche Mitglieder des Fascio, etwa mittlung die Agitation unter den Frauen Deutschlands betrieben feit einem Monate angekündigte große Bergarbeiter. 2000 au Bahl, in geordnetem Aufmarsch vor das Haus des und geregelt wird. Genossinnen und Genossen, welche eine Versammlung" statt, einberufen durch das Komitee des Sindaco und fandten eine Deputation, die denn auch sofort das Agitation unter der Frauenwelt bestimmter Arte und Gegenden Rechtsschutz- Vereins. Auf der Tagesordnung stand die Versprechen erhielt, daß dem Mißhandelten sein Recht werde. für nothwengig erachten, sollten sich an die Berliner Frauen- Liquidation des Rechtsschuh- Vereins. Die Ver Senfales ist nach Rom zurückgereift, um über seine Eindrücke Agitations- Kommission( per Adresse Frau Wengels, Berlin O, fammlung war so schwach besucht, daß sie nicht im Saalbau bes dem Ministerium Bericht zu erstatten. Dieses in Angst vor der Fruchtstraße 30, Querg. II) wenden. Diese sendet Referentinnen Rechtsschutz- Vereines tagte, sondern vollständig Plaz fand in dem in wenigen Tagen zusammentretenden Kammer, in der diesmal und ordnet die Agitationstouren mit Rücksicht auf eine Ersparniß Gastzimmer eines benachbarten Wirthshauses. auch die Stimmen der Sozialisten sich sehr deutlich und laut an Zeit, Kräften und Mitteln. Rathsam wäre ferner, daß die Abgesehen von der trostlosen Apathie, mit welcher die hörbar machen werden, scheut sich noch, das Lofungswort zu der von der Kommission gesendeten Referentinnen ausnahmslos die Bergarbeiter- Bevölkerung des hiesigen Reviers seit dem Scheitern vorbereiteten Unterdrückung fämmtlicher Fasci zu geben. Die gleiche Entschädigung erhalten. des letzten Streits ihrem eigenen Schicksal gegenübersteht, hatten die Militärbehörde hat einstweilen Befehl gegeben, daß die Offiziere Grubenbehörden noch befondere Maßregeln getroffen, daß die es ist ungewiß, ob nur in Sizilien oder auch auf dem FestVersammlung nicht zu Stande käme, oder daß doch wenigstens lande in den Instruktionsstunden die gemeinen Soldaten über fein Bergmann an ihr unkontrollirt Theil nehmen fönnte. Auf die Berwerflichkeit des Sozialismus belehren sollen(!). Das den einzelnen Inspektionen waren, wie ein Redner mittheilte, fann gut werden. Die italienischen Offiziere verstehen, wie das die Leute am Morgen desselben Tages beim Verlesen vor dem Arbeiterblatt, die trefflich redigirte" Giustizia" von Reggio beBesuch der Versammlung gewarnt worden, und diese Warnung merkt, vom Sozialismus etwa so viel, wie ein Schuster von der fand ihren genügenden Nachdruck in der Anwesenheit einer Reihe Astronomie. Wenn nun die Herren Offiziere, um die Soldaten von Bergunterbeamten in der Versammlung. Außerdem seien, belehren zu können, sich nothgedrungen sozialistische Schriften behauptete ein Redner, ohne Widerspruch zu finden, von den anfchaffen müssen, so tann es leicht geschehen, daß, bevor die wenigen aktiven Bergleuten( nicht 40 im Ganzen), die anwesend gemeinen Soldaten die Verwerflichkeit des Sozialismus begreifen, waren, ein Drittel mindestens Spitzel. Unter den abdie gescheiteren unter den Offizieren selber Sozialisten werden, 8. Die Gleichheit" ist das Organ der Klaffenbewußten gelegten Bergleuten der Versammlung befanden sich die und das Resultat wird sein, daß, wie schon in Deutschland be: deutschen Proletarierinnen. Die Redaktion der„ Gleichheit" ist bekannten Führer der Bergarbeiterbewegung, Warken, merkbar, die Zahl der Hoffmeister" im Heere sich rapid durch kurze Berichte auf dem Laufenden zu halten über Arbeiten Bachmann, Schillo, Berwanger und Andere, die Dermehren wird. und Entwickelung der Frauenorganisationen, über die entfaltete sich zum Theil in der lezen Zeit, als die Organi= Agitation und deren Erfolge, turz über alle Bestrebungen und fation zusammenbrach, vollständig aus der Deffentlichkeit zurückFortschritte der proletarischen Frauenbewegung. Die Ge- gezogen hatten. Aus Saarbrücken waren einige Sozialdemokraten noffinnen und Genossen haben für die weiteste Berbreitung der erschienen, auch Herr Rechtsanwalt Heyder aus Metz, der „ Gleichheit" in den Kreisen der Arbeiterinnen und Arbeiter noch Forderungen an den Verein hat, war anwesend. frauen zu sorgen, besonders ist in den Versammlungen auf das Blatt hinzuweisen. Soziale Lleberlicht. 7. Damit der sozialistische Gedanke unter die Proletarierinnen von Gegenden getragen werden kann, wo die Genossinnen und Genossen nicht aus eigener Kraft für die Kosten der Agitation auffommen tönnen, müßte für das Vorhandensein eines Agitationfonds gesorgt werden. Behufs Schaffung eines solchen wäre es zu empfehlen, daß, Organisationen, Kommissionen, Genofsinnen und Genossen der Berliner Frauen- Agitations Kommission ab und zu- je öfter je beſſer Mittel zu fommen ließen, welche diese in dem obigen Sinne verwendet, und über deren Gebrauch sie öffentlich, in der Gleichheit" und anderwärts Rechnung legt." Den Genossinnen und Genossen zur Beachtung. Die Versammlung selbst nahm einen wahrhaft kläglichen Die Besprechung der Beauftragten von Dr. Verlauf. Die Situation des Rechtsschutz- Vereins, dieser einst so ganisationen proletarischer Frauen, welche im Die Berliner Frauen- Agitations- Kommission und die Re- glänzenden Organisation, ist die, daß von ihm eigentlich blos Anschluß an den Kölner Parteitag geplant war und die Agitation daktion der„ Gleichheit" find jederzeit bereit, so weit es möglich mehr das Eingangs erwähnte Komitee, bestehend aus fünf Mann, unter den weiblichen Proletariat einheitlich regeln sollte, fonnte ist, Genossinnen und Genossen bei der Agitation unter der existirt, der„ Riesensaal" in Bildstock, eine Druckerpresse leider nicht stattfinden. Den zur Berathung zusammentretenden proletarischen Frauenwelt mit Rath und That zu unterstützen. und eine Menge Schulden, die sich, wie mitgetheilt wurde, auf Frauen und Männern ward von dem Polizeikommissar bedeutet, Genossinnen und Genossen! Die obigen Punkte stellen ca. 18,000 m. belaufen. daß ihre Besprechung als Versammlung" aufzufassen sei, welche nicht formell bindende Beschlüsse einer Konferenz dar, vielmehr Der Bau des Saales soll mehr als 100 000 m. gekostet fich mit öffentlichen Angelegenheiten" beschäftige, und die des nur die Rathschläge von Leuten, welche seit Jahren dafür haben; was bei einem eventuellen Verkauf gelöst werden könnte, haib erft polizeilich angemeldet und genehmigt werden müsse. wirken, das weibliche Proletariat aufzuklären und zum ziel wenn fich überhaupt ein Abnehmer des Riesenbaues So mußte die Besprechung unterbleiben. Es ist dies um so be- bewußten Klassenkampf. zu rufen. fände. Jedenfalls aber fordern die Schulden des Vereins, dauerlicher, als die Zahl der Delegirten, welche sich an der Be- Nichtsdestoweniger ist dringend wünschenswerth, daß diese welche, da derselbe nicht die Rechte einer juristischen rathung betheiligen sollten, eine große war. Frauenorganisationen Vorschläge beachtet werden, und daß damit der erste Versuch ge- Person besitzt, von den einzelnen Leuten, wie fie aus allen Theilen Deutschlands hatten Genossinnen oder Genoffen macht wird zu einer einheitlichen, geregelten Agitation unter der gerade an der Spitze standen, tontrahirt worden sind Auftrag gegeben, an der Besprechung theilzunehmen. Ihr wollten Maffe der Proletarierinnen allerwärts. Gelingt dieser erste Ver- und zum Theil jetzt eingeklagt werden, dringend eine wenigstens ferner viele Delegirte beiwohnen, welche von der Nothwendigkeit such, so ist ein weiterer, vollkommenerer Ausbau des begonnenen finanzielle Regelung der Angelegenheit. Seit Januar find, wie überzeugt find, aller Orten eine fräftige sozialistische Agitation Werts nur eine Frage der nächsten Zeit. Genossinnen und Ge- in der Versammlung konstatirt wurde, keine Mitgliederbeiträge unter den proletarischen Frauen zu entfalten und sie als ziel- noffen, tonzentriren wir unsere Kräfte, um durch planmäßige mehr eingelaufen, im Dezember ist leider eine größere Summe bewußte Kräfte in den Klaffenkampf einzubeziehen. So wäre eine Arbeit die Frauen und Töchter des werkthätigen Bolts in Masse zu bezahlen, findet sich keine andere Deckung, so muß der Saal zc. gründliche Erörterung der zu verhandelnden Frage sicher von dem Heere des für seine Befreiung fämpfenden Proletariats zu verlauft werden. großem Interesse gewesen und hätte manch' dankenswerthe An- zuführen, um sie zum Ansturm gegen die widerfinnig gewordene regung gegeben. tapitalistische Gesellschaft zu rufen. Die Berliner Frauen- Agitation3 Rommission: Frau Wengels, Fruchtstr. 30, Quergeb. 2 Tr., Berlin O. Die Redaktion der, Gleichheit": Frau E. 3ettin, Rothebülstraße 147, Stuttgart. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck obiger Mittheilungen Angesichts der Unmöglichkeit einer solchen Erörterung mußten die Genoffinnen und Genossen sich damit begnügen, fich untereinander privatim auszusprechen und zu verständigen. Wie unklar und verworren die ganze Situation sogar für die Leiter der Bewegung ist, zeigt sich daraus, daß heftige Meinungsdifferenzen zwischen den gegenwärtigen und früheren „ Führern" darüber bestehen, wem ein bei der Liquidirung des Vereins sich eventuell herausstellender Ueberschuß angehören soll. Es stellte sich dabei heraus, daß aller Orten die ProleDas ursprüngliche Statut hatte bestimmt, daß bei der Auflösung tarierinnen das Bedürfniß empfinden, über die sozialen Verhält des Vereins dessen Vermögen zehn Jahre lang zur Verfügung uiffe aufgeklärt zu werden und durch zielbewußte Betheiligung ersucht. eines event. neu zu gründenden Vereins mit ähnlichen Tendenzen an den wirthschaftlichen und politischen Kämpfen unserer Zeit An die Bildhauer! Laut Beschluß unterzeichneter Rom- deponirt werden, und, falls ein solcher Verein nicht geihre Interessen zu vertheidigen. Die Genossen erkennen mehr mission soll am Freitag, den 24. d. W., bei Ehrenberg, Annen- gründet würde, zu wohlthätigen Zweden verwendet werden und mehr, wie nothwendig es ist, daß Frauen und Töchter des und mehr, wie nothwendig es ist, daß Frauen und Töchter des straße 16, eine Zusammenkunft der Vertreter sämmtlicher Wert: Paragraphen umgestoßen und bestimmt, daß das Vermögen solle. Die jetzigen Mitglieder des Vereins hatten aber diesen Proletariats zu überzeugten Sozialistinnen erzogen werden, da- stätten behufs Besprechung einer einheitlichen Regelung der Paragraphen umgestoßen und beſtimmt, daß das Vermögen mit fie, ſtatt ihre männlichen Angehörigen im Klaffenkampfe zu Delegirtenorganisation stattfinden. Bei der Wichtigkeit, welche den vorhandenen Mitgliedern zufalle. Diese sehr wichtige Frage hindern, diesen als energische, opferfreudige Mitstreiterinnen zur die Sache erfordert und bei der leider bis jetzt schwachen Be- wurde merkwürdiger Weise zwar von einzelnen Rednern berührt, Seite stehen. So macht die zielbewußte proletarische Frauen- theiligung ist es Pflicht der Kollegen jeder Werkstatt, einen Ver- aber nicht Klargestellt. Ueberhaupt vergendeten die meiſten bewegung täglich, neue Fortschritte, troß der Schwierigkeiten, treter zu entsenden. Kollegen! bedenkt die traurige Lage, in der Redner, ftatt ruhig und besonnen zur Tagesordnung zu sprechen, Vereinsgesetzgebung, ihre Auslegung und Handhabung den kommen, daß vorläufig etwas zur Feststellung derselben ge- Bänkereien und Stänkereien und groben gegenseitigen Beleidi politisch rechtlosen Frauen gegenüber besondere Erwähnung schieht. verdient. Allerfeits ward betont, daß eine planmäßig geregelte Agitation unter den Frauen dringend nöthig sei und angestrebt werden müsse. Zu diesem Zwecke seien auf Grund des statt. gehabten privaten Meinungsaustausches Genossinnen und Geneffen folgende Gesichtspunkte zur Beachtung empfohlen: ge- gungen und Anschuldigungen. Aber ein Gutes haben diese Auseinandersetzungen" der Führer" wenigstens gehabt: wer es nicht wußte, weiß es jetzt wenigstens, was neben dem Vorgehen der Mögen auch die Beschuldigungen der Unterschleife 2c. blos der Behörde den Untergang des Rechtsschutz- Vereins verursacht hat. rohe Ausdruck einer unter den" Führern" bestehenden tiefgehenden Eifersucht sein, soviel steht fest, daß die meisten derselben in Kleinlichstem Ehrgeiz ihre Person über die Sache geſtellt haben. Die Werkstattbelegirten Rommission, J. A.: P. Brach wit. Achtung! Den Parteigenossen zur Nachricht, daß am Dienstag, den 21. November, im Gambrinus zu Steglitz, Ahorn straße 18a, die regelmäßigen Lese- und Diskutirabende vom 1. Die Form der Organisation der proletarischen Frauen Arbeiter= Bildungsverein beginnen. Wir ersuchen die Genossen, ift wie jete Organisationsform eine Zweckmäßigkeits- und feine im Interesse der Sache recht zahlreich zu erscheinen, auch Nicht Prinzipienfrage. Ob sich die Frauen in eigenen Vereinen oder mitglieder haben Zutritt. Auch sind noch Formulare zum Auszufammen mit den Männern gruppiren, hängt von den lokalen tritt aus der Landeskirche bei dem Vorsitzenden, Genossen Ernst Berhältnissen ab, ganz besonders von der an einem Ort geltenden Sudrons, in jeder Bersammlung, sowie in der Wohnung: Bereinsgefehgebung. Steglitz, Schildhornstr. 74, I, zu haben. Der Vorstand. In der Versammlung machte sich übrigens endlich Widerspruch gegen diese Art der Verhandlungen geltend. Mit einem Fuß stehen wir im Grabe und drehen uns noch selber die Hälse um," rief ein Redner aus. Aber so sei es stets gewesen, alle 2. No die Vereinsgesetzgebung es gestattet, und wo nicht Vertrauensmäner- Versammlungen hätten dasselbe traurige Bild besonders stichhaltige Erwägungen vorliegen, ist vorzuziehen, daß An alle in der Schuhindustrie beschäftigten geboten. Darum fort mit diesem Komitee, wir brauchen eine die Frauen in die bestehenden politischen und gewerkschaftlichen Arbeiter und Arbeiterinnen in Berlin und Umgegend. neue Kominission mit einem neuen Statut!" Organisationen der Männer eintreten, fiatt daß sie sich in be- Am Montag, den 27. November, Abends 8 Uhr, findet bei Boly, Darüber herrschte übrigens bei allen Mednern Ginigkeit, fonberen Bereinen ausammenschließen. früher Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, eine öffentliche Schuh- daß, wenn es irgend möglich set, der Saal nicht veräußert " " an die " 1 Aber ebenso einig waren die meisten auch in( Eichsfeld) durch Annahme einer Resolution. Die dortigen In einer öffentlichen Kürschnerversammlung sprach am der Ansicht, daß, wie die Verhältnisse heute liegen, die Fabrikanten petitionieren ihrerseits mit dem Magistrat und legten Sonntage Frau Palm über das Thema: Die Frau in Möglichkeit, den Saal zu behalten, das heißt, den Rechtsschuß- den Stadtverordneten Verein wieder in die Höhe zu bringen, eben nicht existirte. Petition ist gleichsfalls den Abgeordneten zugesandt. an die Staatsregierung; die der Industrie und ihre geistigen Fähigkeiten." Rednerin wies unter anderem darauf hin, daß die große Zahl derjenigen Frauen, Dazu sei der Verein in den Augen der Bergleute zu fehr diskreditirt, und das Vorgehen der Behörden mache ihn auch un- wiens ausgebrochen, ist Zuzug von Stod drechslern der Lohndrückerei der sog. Beamtenfrau am meisten leidet. Um Wegen Lohndifferenzen, die in verschiedenen Werkstätten die gezwungen sind mit Scheere und Nadel thätig zu sein, unter möglich. Einen Ausweg aus diesem Widerspruch zwischen seinen nach dort fern zu halten. Wünschen, den Saal zu behalten, und der rücksichtslosen Nothihrerseits standesgemäß zu leben, drücken diese die armen Arwendigkeit, ihn losschlagen zu müssen, fand niemand, und so Desterreichs beruft für den 24. bis 27. Dezember einen GeDie provisorische Kommission der Gewerkschaften beiterinnen noch vielfach unter deren standesgemäße" Ernährung Brot und Kaffee herab.( Beifall). Frl. Baader nahm genommen, brage einfach vertagt und ein Untrag Schillo ange- wertschaftstongreß nach Wien ein. Es ist dies der in der Diskussion Gelegenheit auf die Kinderausbeutung der von genommen, demgemäß die Bergleute durch einen Aufruf zur erste berartige Kongreß in Desterreich und handelt es sich Kleine sechsjährige Mädchen fißen dort unter Aufsicht frommer firchlicher Seite in Brüssel gegründeten Klöppelschule einzugehen. Stellungnahme in werden sollen und erechtsschutzvereins. Frage aufgefordert gewissermaßen um eine„ Deerſchau" über die Gewerkschaften 15. Dezember einberufen werden soll. Diese Versammlung solle Desterreich 3, deren Stärke, Thätigkeit und zukünftige Organi feuchten Luft bedarf) bei schlechter Beleuchtung, bis sie frank dem neue" definitive" Bersammlung zum Mönche in feuchten Kellerräumen( weil das feine Material der jation. Auch so ein Gewerkschaftssetretariat geschaffen werden. his fie bem auch über die Gründung einer neuen Organisation berathen, Siechthum anheimfallen. In der weiteren Diskussion wurden die den Rechtsschutz- Werein ablösen und seine Erbschaft an- Aus New- York wird uns unter dem 7. Novbr. geschrieben: durch die Koll. Riem, Krick, Wier und andere noch mehrere treten solle. Es ist jetzt wenigstens in einem unserer Staaten Aussicht vor- Fälle krasser Ausbeutung angeführt und die Frauen namentlich Die Debatte über diesen Antrag war übrigens stellenweise handen, daß eine der schlimmsten amerikanischen Eigenthümlich ermahnt, dem Ruf zur Organisation Folge zu leisten. Da festrecht interessant. Als Warken darauf hinwies, daß damit die feiten" beseitigt wird, welche der fortschrittlichen Entwicklung gestellt wurde, daß in vielen Fällen die Arbeitgeber speziell die Angelegenheit bloß in die Länge gezogen würde und daß eine im Wege stehen, nämlich die, daß irgend ein Gericht von der gesetzliche Bestimmung, am Sonnabend un 5% Uhr die Arbeitsneue Versammlung infolge der Chikanen der Behörden nicht zahl- Legislatur erlassene Gefeße zum Schuhe und Vortheil der Arbeiter räume zu schließen, umgehen, beschloß die Versammlung, die reicher besucht werden würde als die gegenwärtige, schlägt Rechts- als„ untonftitutionell" erklären kann. Dies ist fürzlich seitens des Vertrauensleute mit der Verfolgung dieser Angelegenheit zu beanwalt Heyder vor, für das Zustandekommen der projeftirten Jainoiser Obergerichts( Supreme Court) bezüglich des von der auftragen. Beschwerden nehmen entgegen die Kollegen: Gaser, Bersammlung das Wohlwollen der Grubenbehörden anzurufen. Legislatur im vorigen Jahr geschaffenen Gesetzes über Weinstr. 11; Freyer, Christinenstr. 29; Wier, Weberstr. 29; Mit dem Auftreten dieses Herrn kam auch der Humor, aller- die wöchentliche Lohnzahlung Arbeiter feitens Dittmann, Elisabethstr. 47; Frick, Naunynstr. 12; Bilter, dings der unfreiwillige, in dieser trostlosen Sigung zu seinem der Korporationen geschehen, nachdem dasselbe schon Weißenburgerstr. 50; Schulz, Landsbergerstr. 97 und Fraut Rechte. Herr Heyder wußte nämlich nicht nur von dem Wohl- früher in gleicher Weise mit einem Gesetze gegen Klebe, Christinenstr. 29. Wier forderte die Restanten auf, wollen der Bergbehörden zu erzählen eine starke Leistung an das Trucksystem"( Auszahlung der Löhne in Waaren) verfahren umgehend die Sammellisten vom letzten Streit bei ihm abzugesichts dieser armen Teufel, die durch dieses Wohlwollen wie war. Auf Anregung des Gouverneurs Altgeld hat nun die liefern, damit die Abrechnung in der öffentlichen Versammlung Hunde geheyt und materiell ruinirt worden waren Herr Legislatur Gebrauch von einer Verfassungsbestimmung gemacht, erfolgen tann. Als Revisoren für die Abrechnung wählte man Hender packte auch noch anderes Wohlwollen aus, einen welche dahin geht, daß die Legislatur berechtigt war, mit zwei die Kollegen Went, Nonnenprediger und Ahnert. gauzen Reisetoffer voll Wohlwollen. Der Bund für Bodenbesitz- Dritteln Majorität( in beiden Häusern) Verfassungänderungen Reform in Leipzig, vor dem er einen Vortrag über den letzten zu beschließen, welche in Kraft treten, wenn eine zugleich mit 12. d. M. Genosse Hoffmann in einem beifällig aufgenommenen In der Versammlung der Metallarbeiter sprach am Streif gehalten, habe ihm sein Wohlwollen für die Bestrebungen den nächsten Wahlen stattfindende Volf3abstimmung fie gutheißt. der Bergleute des Saarreviers ausgedrückt, in Berlin" hege Die nun von der Legislatur beschlossene Verfassungänderung Bortrag über: Die Erhaltung der Arbeit." Nach der Wahl man überall" Wohlwollen für sie, die Regierung, Se. Majestät, giebt jener das Recht, irgend welche Geseze in bezug auf das der Agitationskommission und eines Stellvertreters für die Gealles sei voller Wohlwollen für die Bergarbeiter. Die Berg- Verhältniß zwischen Arbeitern und in Korporationen vereinigten werkschafts- Kommission trat die Versammlung in die Behandlung arbeiter sollten nur tommen, dieses Wohlwollen gefälligst in Em- Unternehmern zu erlassen, so daß also von Untonstitutionalität" der Lohnfrage in der Stockfabrik bei Brise u. Ko., Charlottenpfang zu nehmen, aber freilich zuerst kommen müßten sie. Die wobei sich die Richter stets heuchlerisch darauf stützten, burg, ein. Illusionen, die dieser 50jährige Schwärmer vor den erstaunten daß durch derartige Bestimmungen die Freiheit Des Um billig fabriziren zu können, hat genannter Herr ungarische Bergleuten auspadte- auszupacken wagte würden wir sagen, wenn Individuums" beeinträchtigt werde nicht mehr die Rede Arbeiter engagirt mit dem Versprechen, sie würden hier das wir ihn das Bewußtsein feiner ganzen grotesken Persönlichkeit sein kann. Das Gesetz bezieht sich zwar, wie angeführt, nur auf doppelte wie dort, wenigstens 21/2 Gulden( 4,40 M.) verdienen. zutrauen dürften hätten hingereicht, die arme hoffnungslose Korporationen, also großkapitalistische Unternehmungen, und Wie hat der Herr nun sein Versprechen gehalten? Zuerst beBevölkerung dieses ganzen Saarreviers mit Lebensfreudigkeit be- würde es fomit dem kleineren Ausbeuter freigestellt sein, mit zahlte er den Ungarn 19 M. Lohn, um dann später Affordarbeit trunken zu machen. Wie es in Wahrheit diesen armen Gesellen seinen Arbeitern beliebige Kontrakte in jener Richtung zu einzuführen. Im Akkord verdient nun ein Arbeiter in den verzu Muth war, zeigte in greller Beleuchtung der Vorschlag des schließen; aber zunächst kommen diese„ Kleinen" bei unserer groß- schiedenen Wochen laut Lohnbuch 10,25 m., 15,45 m., 22,72 M., Vorsitzenden zum Antrag Echillo, es möge in dem Aufruf an die tapitalistischen Entwicklung immer weniger in Betracht, und zu Berliner Arbeiter verdienten dort 12 m., 13,80 bis 17. Als 12,38 M., 15,13 m., 20,64 m.; im Durchschnitt 16,07 m. Bergleute darauf hingewiesen werden, daß die abgelegten Führer dem ist es den Arbeiter- Organisationen leichter, mit ihnen fertig ein Arbeiter dem Chef erklärte, mit 14 m. nicht auskommen zu ein Gnaden gesuch um Wiederanlegung an die Bergbehörde zu werden. Daß es bisher feinen der Herren Arbeiterführer" richten wollten, sie seien in den Streit gerathen, sie wüßten selber( alten Schlages) eingefallen ist, für die Benugung obiger Ver- fönnen, erhielt er ein Geschenk von 2 M. In abfälliger Weise nicht wie. Kein Wort der Empörung weckte diese Bankrott- fassungsbestimmung seitens der Legislatur durch Entfaltung einer wurden die Verhältnisse dieser Fabrik von den Herren J. Hildeerklärung in der ganzen Versammlung, in dumpfer Resignation energischen Agitation unter den Arbeitermassen zu wirken, fenn- brand, Menzel, Steffen, Ludwig und Krug gegeißelt und folgende wurde sie angehört. Staate New York in Bezug auf die Wahlen zur Verfassungs- Arbeitern; sie richtet die Aufforderung an die Berliner Stockarbeiter, zeichnet dieselben ebenso, wie das Verhalten ihrer Kollegen im Resolution einstimmig angenommen: Die Versammlung verurtheilt die Handlungsweise des Herrn Briese gegenüber seinen ungarischen Konvention diese kennzeichnet. Aus Illinois ist noch mitzutheilen, daß man, speziell in die Werkstatt des Herrn Briese u. Ko. zu meiden und fordert Ghita go, seitens der Wahlbehörden, deren Mitglieder offene die Arbeiter bei Herrn Briese auf, sobald als möglich anderweitig oder geheime Verehrer des Blutrichters" Gury find, einen sich Arbeit zu verschaffen, um auf diese Weise Herrn Briese zu hinterlistigen Trick" angewendet hat, um dessen Wiederzahl zu wingen, die Söhne aufzubessern. Durch vorstehende Verhandlung ermöglichen. Das Wahlgesetz bestimmt nämlich, daß in ver- find wohl die Behauptungen des Herrn Briese im Sprechsaaldächtigen Registrirungshallen die betreffende Person vor die Artikel des Vorwärts" ins rechte Licht gerüdt. Unter anderem Wahlbehörde zu zitiren ist, um vor dieser ihre Qualifikation als wurde bekannt begeben, daß am 9. Dezember ein Tanzkränzchen Wähler besonders nachzuweisen. Diese zur Verhütung be- stattfindet. trügerischer Registrirung geschaffene Bestimmung ist nun auf eine Unmasse Wähler angewendet worden, die schon seit langen Jahren regelmäßig ihr Wahlrecht ausgeübt und ebenso feit Jahren denselben Wohnsiz haben, aber in Distrikten, von denen man voraussehen fann, daß sie in überwältigender Majorität gegen Gary stimmen werden! Bei dem Trick wird an genommen, daß ein großer Theil der Leute, weil vermeintlich unnöthig, es versäumen werden, der Vorladung Folge zu leisten, und sie somit ihres Wahlrechts verlustig gehen. Natürlich geschieht seitens unserer Genossen alles, um den Streich zu vereiteln. Was half es, daß diesen Leuten unser Genosse Quandt oorhielt, ihr Kampf sei ein lassenkampf und dieses Gnadengesuch sei nußlos, wie jenes Wohlwollen illusionär, die Bewegung fei gescheitert an der Prinzipienlosigkeit ihrer Führer, und die Bergarbeiter- Bewegung werde Erfolg haben nur als Glied des allgemeinen Befreiungskampfes des Gesammtproletariats, der feinen Ausdruck finde allein in der Sozialdemokratie Nicht einmal lachen konnten wir über die Entgegnung" des Herrn Heyder, der Kapitalismus herrsche zwar, aber nicht überall, 3. B. nicht hier im Saarthal 2c. 2c. Aber als wir nach Hause marschirten über diesen unterminirten und ausgehöhlten Boden, da wollte uns nicht in den Sinn die Zukunftsfreudigkeit des jungen Stephan im Germinal", der in diesem Graben und Bochen unter seinen Füßen einen neuen Menschheitsfrühling feimen hört, da sprach der und jener unter uns davon, wie hier tief unten in der Nacht und in der Arbeit dunklem Schooß" durch die langsam aber sicher Generation um Generation auf reibenden Wirkungen der allerschwersten Arbeit und der aller elendesten Existenzbedingungen ein neuer Typus Mensch herangezüchtet werde, eine Art Untermensch, mit lichtscheuen Maulwurfsaugen, rhachitischen Knochen, blödem Gehirn, ohne soziale Instinkte, nur mehr auf die brutaien Reize des Alkohols und des Fortpflanzungstriebes reagirend... " Ein Weckruf an die Berliner Müller. Die Organi sation unter den Müllern ist noch im weiten Rückstande, und speziell die Berliner Müller, zirka 80 Kollegen, bringen der Drganisation gar keine Unterstützung entgegen. Wir schaden uns dadurch sehr, daß wir der Willkür unserer Arbeitgeber machtIos gegenüberstehen. Schließen wir uns daher der Organisation an und besuchen wir Versammlungen, damit wir unsere Lage verbessern. Wir Berliner Müller haben dies erst recht nöthig, zumal von Solidarität unter uns gar keine Spur vorhanden ist. Der Fachverein der Müller und Mühlenarbeiter für Berlin und Umgegend existirt nur noch dem Namen nach. Es wäre daher am zweckdienlichsten, daß wir Berliner Müller uns dem Verbande deutscher Müller und Mühlenarbeiter wieder anschließen, denn nur vereinte Kräfte können Siege erringen. Es sei hier mit noch darauf hingewiesen, daß gerade die Nelteren von den Berliner Müllern der Organisation sehr fern stehen, mögen sich dieselben befinnen und ein Anfporn für die Jüngeren sein. Vielleicht genügt diese Anregung, um den Vorstand vom Fachverein der Müller und Mühlenarbeiter zu veranlassen, unsere Organisation aufs neue in Fluß zu bringen. -?? " Troß erfolgtem Widerruf des Silberankaufs- Gesetzes Trifelt's nach wie vor weiter! Jehi tröstet man sich schon auf den Sommer! Versammlungen. " In der Brauchen- Versammlung der Mechaniker vom Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter sprach am 15. November Genosse Borchardt über das Thema Wer ist Sozialist?" Nach dem Referat entspann sich eine lebhaste Debatte, in der theils für, theils gegen den Referenten gesprochen wurde. Unter Verschiedenem" theilte Kollege Berger mit, daß die Delegirtenwahlen zur Ortskrankenkasse der Mechaniker vom 20. Auguft für ungiltig erklärt worden sind, und die Wahlen nunmehr am Mittwoch, den 22. d. M., in den„ Armin- Hallen" stattfinden. Die Kollegen werden ersucht, fleißig dafür zu agitiren, damit die Liste der organisirten Kollegen auch diesmal wieder den Sieg davonträgt. Ferner wurden verschiedene Mißstände in der Telephon- Apparat Fabrit, Engel- Ufer 1c aufgedeckt und den Kollegen zur Pflicht gemacht, obige Firma bis auf weiteres zu meiden. Mehrere Kollegen sprachen den Wunsch aus, daß der Vertrauensmann der Mechaniker so schnell wie möglich eine öffentliche Versammlung einberuft, um Stellung zu nehmen gegen die zur Zeit bestehenden Uebelstände. Cine öffentliche Bersammlung der Parteigenossen des dritten Berliner Reichstags= In der Versammlung der Vereinigung eingeschriebener abitreises tagte am 19. November in Brochnow's Saal, Silfskaffen für Berlin und Umgegend wurde am 19. d. M. Sebastianstr. 39. Genosse Fritz erstattete zunächst den Jahres- der Boykott über die Charitee verhandelt und nach reger Debatte, bericht über seine Thätigkeit als Vertrauensperson. Die Ab- in welcher alle Redner für die vom Vorstand vorgelegte Resolution rechnung der Reichstagswahl weist eine Einnahme wor eintraten, diefelbe einstimmig angenommen. Resolution: Die 5286,59 M., eine Ausgabe von 2454,15 M., mithin einen Ueber- Versammlung spricht ihre Mißbilligung über die Zustände in schuß von 2832,44 m. auf. Mit diesem Ueberschuß betrugen der Charitee betreffend die Behandlung und Verpflegung ihr zur die Gesammteinnahmen in der Zeit vom 1. November 1892 bis Heilung überwiesener Kranken aus. Da es aber nicht in dem 1. Movember 1893= 7044,22 9. Davon wurden 4993,10 M. Wesen der freien Hilfskaffen liegt, einen Zwang auf die Mitan die Parteikasse, und 500 M. an die Agitationskommission glieder auszuüben, in welchem Krankenhaus ſie ſich eventuell befür die Provinz Brandenburg abgeliefert, ferner 516,55 M. für handeln laffen, verpflichten sich dieselben, den Boykott über die Agitation im Kreise und in der Provinz und alles übrige Charitee moralisch zu unterstützen, indem sie die Mitglieder auf bis auf einen Bestand von 421,59 M. für anderweitige die in der Heilanstalt unwürdigen Verhältnisse aufmerkſam Zwecke verausgabt. Auf Antrag der Revisoren Kohlhardt machen und zu verhindern suchen, daß sich Erkrankte zur Heilung und Schweizer wurden die Vertrauensperson Friß und in dieselbe begeben bis von der Verwaltung andere Zustände geEine recht charakteristische Antwort erhielten die sein Stellvertreter Börner entlanet und hierauf beide ein- schaffen sind. Gubener Arbeiter auf ihr Gesuch, in dortiger Stadt ein Ge- stimmig auf ein Jahr wieder gewählt. Has check gab dann Groß- Lichterfelde- Lankwitz. Am 15. d3. Mts. fand hier werbegericht zu errichten, welches dieselben gleichzeitig mit einer einen furgen Bericht über die Thätigkeit der Preßkommission, an eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen statt, in Beschwerde gegen den ablehnenden Bescheid der Gubener Stadt den sich eine längere Discussion anschloß. Genosse Franke der Genoise Robert Schmidt über das Thema„ Der Nugen verwaltung an den Regierungspräsidenten zu Frankfurt a. D. wandte sich gegen die vielen marktschreierischen Inserate, deren der Gewerkschaftsbewegung" einen Vortrag hielt. Die Ausfüh gelangen ließen. Sie lautete:„ Auf Ihre Vorstellung vom der Vorwärts" hauptsächlich an Sonntagen oft 4-5 Seiten rungen des Referenten fanden allseitige Zustimmung und die in 12. v. M. erhalten Sie im Auftrag des fgl. Regierungs- enthalte. Die unreinlichen Geschäftspraktiken des" Prophet" und der Diskussion sprechenden Redner waren mit dem Referenten präsidenten zu Frankfurt a. D. zum Bescheide, daß die end- ähnlicher Arbeiterfreunde" fördern zu helfen, dazu dürfe sich darin einverstanden, daß die Gewerkschaftsbewegung nicht vergiltige Entscheidung über Errichtung eines Gewerbegerichts hier das Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie nicht hergeben. nachlässigt werden dürfe, sondern nach allen Seiten hin gefördert selbst bis zum Sommer nächsten Jahres ausgesetzt Diefer Korruption vorzubeugen gebe es ein einfaches Wittel: werden müsse. Es fand folgende Resolution einstimmige Annahme: die Arbeiter Guben 3 beim Regierungs- Präsidenten eingureichen. " " " Die Volfsversammlung erachtet es als die Pflicht eines jeden Arbeiters, daß, wenn es ihm irgend möglich ist, er fich feiner Berufsorganisation anschließe, sowie auch der politischen Arbeiterbewegung voll und ganz widme, denn die eine ohne die andere Bewegung kann nie zur Befreiung des Proletariats vom Kapitalistenjoche führen." Nachdem nun der Bertrauensmann seinen Jahresbericht erstattet und die Revisoren dessen Angaben bestätigt, wurde für das nächste Jahr der Genosse Labjuhn einstimmig zum Ver trauensmann wiedergewählt. Unter Verschiedenem" wurde über die Auflösung des hiesigen Bolts- Bildungsvereins" Bericht erstattet und das vom Verein hinterlassene Vermögen einer aus sieben Personen bestehenden Agitationskomunission übergeben, die dasselbe im Interesse der Agitation am hiesigen Orte zu ver wenden hat. Einnahmen einbüße, könne er sofort wieder einbringen, indem er den Druck des Vorwärts" in die Hand nimmt und nicht mehr länger in Entreprise an Privatunternehmer vergiebt.( Zustimmung.) Situationsbericht. In Neustadt a. d. Orla ist den sämmt Alboldt warf die Frage auf, cb überhaupt eine Preß lichen Arbeitern der Wild'schen Möbelfabrik am 1. November tommission bestehe, resp. welchen Einfluß sie auf den Inhalt des gekündigt worden, weil diefelben eine ihnen vorgelegte Fabrit Borwärts" bestye? Wiederholte Beschwerden seinerseits haben ordnung nicht unterschreiben wollten. Die Fabrifordnung ent- bie in den Sigungen anwesenden Mitglieder des Parteivorstandes hält Bestimmungen, mit denen die Arbeiter sich unter feinen entschieden, nicht die Breßkommission; lettere sei also ohne jede Unständen einverstanden erklären können. Die 20 zum Aus- Bedeutung. Börner suchte die Haltung des Vorstandes in bestand kommenden Arbeiter gehören sämmtlich dem Holzarbeiter- treff des Vorwärts" mit dem Hinweis auf seine Verantwortlich Verband an, und dürfte demnach der Ausgang des Konflikts für feit dem Parteitage gegenüber zu rechtfertigen. Schulz schloß tie Arbeiter günstig sein, sobald genügend Sorge getragen wird, sich im Wesentlichen der Meinung Franke's an. Seine Gewerk daß der Zuzug von Arbeitskräften ferngehalten wird. schaft( die Schneider) würde Material sammeln und ganz energisch Adresse: H. Hoht, Orlagasse 121, Neustadt a. d. Orla. die Entfernung der Schwindelannoncen eines Lindenbaum, Reisner, In der Militäreffekten- Fabrit von Jansen in Straßburg i. E. Prophet 2c. 2c. fordern. Eine Reihe weiterer Redner äußerten dauert der Ausstand unverändert fort. Da dem Fabrikanten der sich in ähnlichem Sinne. Genosse Wagner vertheidigte die Lieferungstermin hinausgeschoben ist, so fühlt er noch keine Ber- Preßkommission und den Vorwärts". Er bestritt, daß sich erstere anlassung, die Forderungen der Arbeiter zu erfüllen. Wenn hätte irgend wie vom Parteivorstand übers Ohr hauen lassen. Briefkaffen der Redaktion. aber nicht von außerhalb Arbeitskräfte fommen, so werden die Um die Schwindelinferate genau festzustellen, wäre für jede Acker 13. 1. Wird die Frau für den schuldigen Theil ers Ausstehenden bei ihrer festen Haltung den Sieg davon tragen. Branche eine Extrakommission nöthig. Dieser Uebelstand, den flärt, so hat sie die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. 2. Rosten, Die Polizei läßt es, wie gewöhnlich, auch hier sich nicht nehmen, er zum Theil zugab, sei bei allen unseren Partei- Organen vor die der Frau nach der Scheidung erwachsen, hat der Mann den Arbeitern den Kampf zu erschweren, und sollen verschiedene handen. Nach Annahme eines Schlußantrages wurden die Ge- nicht zu tragen. 3. Die Gidespflicht besteht ohne Unterschied, Anklagen gegen die Streifenden erhoben worden sein. noffen Tschernig und Hoch zu Mitgliedern der Preß welcher politischen oder religiösen Richtung der Zenge angehört. Adresse: 2. Segl, Fischerstaden 17, I, Straßburg i. E. tommission gewählt und beauftragt, für einen Wandel nach dieser Daß Dissidenten nicht eidespflichtig seien, ist eme irrige AnDie Generaltommission. Richtung hin mit aller Energie einzutreten. Namens der nahme. Zuzug von Schneidern ist bis auf weiteres fern zu halten Lokalkommission erstattete Genosse König deren Jahresbericht, von Nürnberg. " Schöneberg Nikolaus. Nein. der ohne Debatte entgegengenommen wurde. Die Neuwahl der A. 2. Etwa 25 Mal ist an dieser Stelle die Frage, ob der Kommissionsmitglieder fiel auf Heinrich und König.- Der Reichstag nur drei Mal aufgelöst werden dürfe, mit Nein beBericht der Delegirten vom Parteitag in Köln wurde der vor- antwortet und diese Antwort nach Auflösung des Reichstages ausführlich begründet. Gegen die Tabak- Fabrifatsteuer protestirte eine stark besuchte Versammlung von Tabatarbeitern in Heiligenstadt gerückten Zeit wegen vertagt. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.