Nr. 11. Abonnements- Bedingungen: A Abonnements Preis bränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungss Preisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. für Vorwärts Berliner Volksblaff. 30. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Befragt für die fechsgespaltene Solonel geile oder beren aunt 60 Big., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das feilgedrudie Wort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgedrucle Borte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengefuche und Schlafstellenauzeigen das erste Bort 10 Pig., jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nunummer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöfftiet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983.. Dienstag, den 14. Januar 1913. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morinplay, Nr. 1984., interessen im Saargebiet sprach. Aber die stürmi- Reschid Bascha hat gemäß den diplomatischen GepflogenZustimmung unserer Fraktion zu Fischers scharfer Renn- heiten einem Interviewer erklärt, die ottomanischen zum Schweigen, zumal ihn aus seiner eigenen Fraktion aud reisen, wenn die Mächte nicht vermittelten oder die VerDie Antwort auf diese Frage ist durch den Gang der nicht ein leises Wörtlein, nicht ein noch so schüchterner erbündeten nicht den Wunsch zur Wiedereinberufung der neueren deutschen Geschichte so oft gegeben worden und wird munternder Buruf unterstüßte. noch jeden Tag durch jedes wichtigere politische Ereignis so Sofort nach dem Genossen Fischer meldete sich der Konferenz äußerten. Diese und ähnliche Erklärungen find unzweideutig gegeben, daß bald jedes Kind in Deutschland Staatssekretär Delbrück zum Wort. Sachlich aber kaum tragisch zu nehmen. Die Entscheidung häirgt jezt antwortet: das preußische Juntertum! Wer über wolle er erst später auf die Rede eingehen, für heute müsse er offenbar vom Entschluß des Großen Rats ab, den das das Hörigkeitsverhältnis des Deutschen Reiches zum ost nur ein Wort über den Vertrauensbruch sagen, dem Fischer türkische Kabinett auf heute oder morgen zusammenberufen elbischen Preußen noch im Zweifel sein sollte, möge die Ver- feine Enthüllung verdanke. Er müsse sich lediglich dagegen hat. Nach übereinstimmenden Nachrichten aus Stonstanti handlungen des Deutschen Reichstags vom gestrigen Montag verwahren, denn auf eine Mitteilung einzugehen, die nur nopel soll der Große Rat für den Krieg sein. Es heißt nachlesen und zwar die Rede des Genossen Richard durch Vertrauensbruch zur Kenntnis des Abgeordneten ge- fogar, daß die Einberufung erfolgt sei, um der Note der Fischer zum Etat des Reichsamts des Innern. kommen sein könne, entspreche nicht der Achtung, die die Re- Mächte zuvorzukommen, so daß also die Türken dem Beispiel Genosse Fischer teilte unter großer Spannung des ganzen gierung vor dem Reichstage habe. Hauses mit, daß der Staatssekretär des Reichsamts des Aber Genosse Fischer blieb die Antwort auf diese ebenso der Montenegriner zu Anfang des Krieges zu folgen geInnern, Herr Delbrück, entwürdigende Bittgänge zum geschwollene wie verlegene Ausflucht nicht schuldig. Er habe denken. Die Times" meinen dazu, daß die verantwortlichen preußischen Minister des Innern gemacht habe, um die vorausgesehen, daß die Regierung sich in Würde und Vor- türkischen Staatsmänner kaum diesen törichten Schritt tun Zustimmung dieses Gewaltigen zu dem einstimmigen Votum nehmheit hüllen werde. Aber das mache keinen Eindruck auf würden, da sie sehen müßten, wie viele gierige Augen auf die des Reichstages für Einführung einheitlicher ihn, denn dieselbe Regierung, die sich gegen einen Vertrauens- asiatischen Befiptümer der Türkei gerichtet sind. Wahlurnen zu erlangen. Aber der ehemalige Ranal- bruch so feierlich verwahre, gebe jährlich Tausende und Aber- In bezug auf den rumänisch bulgarischen rebell v. Dallwig rebelliert noch heute gern, wenn es gegen tausende von Mark aus, um durch die organisierte Streit meint das Blatt, daß man Grund zur Annahme Reichstag und Reichsregierung geht: er stimmt nicht zu! Der Polizeispiele i brave Arbeiter zum Vertrauensbruch Fluge Herr Dollbrück erkennt die Stimmung des Reichstages. zu verleiten und auf diese Weise geheime Mitteilungen überwunden werden würde. In anderen Blättern findet man babe, daß dieser ohne viel Mühe und Verzögerung über Er hat die Einmütigkeit selbst der bürgerlichen Parteien in die Arbeiterbewegung zu erlangen. dieser Frage miterlebt. Er weiß ferner, daß fleine Geschenke Der Hieb saß, und Herr Delbrück hielt es vorläufig für ähnliche Anschauungen. Dr. Dillon veröffentlicht hente die Freundschaft erhalten, und daß die bürgerlichen Parteien, ratsamer, zu schweigen. In lebhafter Erregung ging damit im„ Daily Telegraph" einen friedfertigen Brief von Herrn Jonescu, in dem dieser versichert, daß die besonders die liberalen, über das kleine Geschenk der Wahl- die Sigung zu Ende. urnen hochbeglückt sein würden. Und so beschwört Herr Bevor der Etat des Reichsamts des Innern zur Erörte- rumänische Regierung dem bulgarischen Vertreter in Bukarest Delbrück seinen„ nachgeordneten" Kollegen in Preußen, doch rung gelangt war, hatte der Reichstag die ersten Lesungen nicht mit Besetzung der Dobrudscha gedroht, daß von einem in dieser Frage nachzugeben. Aber Herr v. Dallivit bleibt zweier Gefeßentwürfe erledigt und beide Entwürfe besonderen Ultimatum nie die Rede gewesen und daß der ungerührt! Herr Delbrück zieht das stärkste Register: die Stommissionen überwiesen. Von größerer sozialpolitischer rumänische Minister Filepescu nur zum Vergnügen nachy Reichsregierung möchte den Wunsch des Reichstags jetzt er- Bedeutung ist der Gesezentwurf über das Verfahren Sonstantinopel gefahren sei. Offenbar hat König Karl gefüllen, damit es kurz vor den Wahlen nicht so ausfehe, als gegen Jugendliche, deffen Unzulänglichkeit der funden, daß die Madit seiner Hintermänner für die habe sie sich die Zustimmung zu dem Beschluß des Reichs- Staatssekretär des Reichsjustizants in unzulänglicher Weise rumänische Erpresseroperation nicht ausreicht. tags a bringen lassen. Aber Herr v. Dallwig angeblich zu rechtfertigen versuchte. Von unserer Seite Wer herricht in Deutschland? idung brachte den sonderbaren Arbeitervertreter schnell Delegierten würden bente oder morgen ab" Ein Gesetzentwurf zur Ausführung der internationalen Pariser Uebereinkunft zum Schuße des gewerblichen Eigentums wurde ohne nennenswerte Debatte der Kommission überwiesen. Landtagsneuwahlen im Mai? Verzögerung der Intervention. läßt sich durch kein Bitten und fein Drohen erweichen. Eritisierte Genosse Stdthagen die Mangelhaftigkeit des Er ist ein ostelbischer Junker, der weiß. was er will und Entwurfs; aber auch auf bürgerlicher Seite war man mit der Konstantinopel, 13. Sanuar. Die Botschafter haben was er junferlichen Wahlinteressen schuldig ist. So bescheidet Vorlage nur wenig zufrieden. Sogar vei leibhaftige einander Besuche abgestattet und sich gegenseitig die. Ansichten er die deutsche Reichsregierung, den Staatssekretär und den Universitätsprofessoren, v. Calker( natl.) und v. izst ihrer Regierungen mitgeteilt, doch befizen fie no dy feine Reichskanzler dahin, daß die großen Schwierigkeiten, die die( freif.), fanden in dieser Frage, für die fic Sachkenntnis mit- ausreichenden Instruktionen für: die. GesamtEinführung der Wahlurnen verursachen würden, der preußischen bringen, schärfere Worte der Kritik. reunion, in der der endgültige Zert der Stollektivmitteilung Regierung die Zustimmung unmöglich machten. verfaßt werden soll. Infolgedessen weiß man noch nicht, ob Kein Wort über diese faule Ausrede! Kein Wort auch in die Mitteilung der Pforte übermittelt werden kann. Man diesem Zusammenhange über die Sache selbst, sie wird schon noch glaubt in diplomatischen Streisen, daß die Aktion der Mächte zu geeigneter Zeit ihre weitere parlamentarische und öffentliche durch die bulgarisch rumänische Frage verErörterung finden. Genosse Fischer hat die Enthüllung, die zögert worden sei, denn eine eventuelle Aktion Rumäniens allgemein größtes Aufsehen erregen wird und. zu den bevorkönnte die Situation ändern. Es wird auch erklärt, daß über stehenden preußischen Landtagswahlen recht gelegen kommt, den endgültigen Text der Mitteilung nicht in London, auch nicht um ihrer selbst willen, und aus Sensationslust dem Nach Gerüchten, die im Abgeordnetenhause verbreitet sondern in Konstantinopel Beschluß gefaßt werden würde, da Reichstag unterbreitet, sondern sie sollte nur an einem augen- tourden, soll die Regierung beabsichtigen, die Neuwahlen zum hier die Botschafter kompetenter feien, eine passende Formel fälligen und krassen Beispiel zeigen, daß die deutsche preußischen Abgeordnetenhaus bereits im Mai stattfinden zu finden. Reichsregierung wur ein flägliches Bezu lassen. Es soll für die Urwahlen der 14. Mai und für Dagegen meldet Reuters Bureau aus London, die seit dientendasein im Interesse der preußischen die Abgeordnetenwahlen der 2. Juni als Termin in Aus- einigen Tagen durch die Botschafter in Konstantinopel vorJunterinteressen führt und daß man sich daher von bereitete Note werde durch die Kollektivnote ersetzt werden, einer solchen Regierung auch auf dem Gebiete der Sozial- ficht genommen sein." Norddeutsche Allgemeine Zeitung die am Freitag durch die Botschafter in London im Laufe politif keinerlei Taten versprechen darf. Wenn die deutsche und Reichsanzeiger" bringen einstweilen noch keine Bestäti- ihrer Besprechung redigiert worden ist. Der Text ist am Reichsregierung nicht einmal in einer solchen untergeordneten gung dieser Nachricht. Freitagabend an die verschiedenen Hauptstädte telegraphiert Frage der Wahltechnik ihren bescheidenen Willen durchsetzen Die derzeitige 21. Legislaturperiode läuft am 25. Juli und damit den Regierungen zur Billigung unterbreitet kann, wie soll sie ihn falls sie ihn überhaupt besäße bei 1913 ab. Die letzten Wahlen fanden am 3. Juni( Wahl- worden. den viel wichtigeren und ernsteren Fragen des Arbeiterschutzes, männerwahlen) und am 16. Juni( Abgeordnetenwahlen) des Koalitionsrechts, der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in 1908 statt. Das Abgeordnetenhaus trat am 26. Juni 1908 Paris, 13. Januar. Zu dem bulgarisch-rumänischen Zwist meldet der Londoner Sonderberichterstatter Bildete diese bedeutsame Mitteilung des Genossen zu seiner ersten Session zusammen. Die Neuwahlen zum Abgeordnetenhaus könnten auch des Matin", der bulgarische Delegierte Da new habe ihne Fischer in politischer Beziehung den Höhepunkt seiner Rede, dann im Mai stattfinden, wenn das derzeitige Abgeordneten- erklärt, er verbürge fich dafür, daß man sich nicht zu be so waren seine Ausführungen doch auch im übrigen reich an wertvoller Kritik der stagnierenden Sozialpolitik des Deut- haus noch bis in den Mai hinein tagte. Auch im Jahre 1908 unruhigen brauche. Bulgarien und Rumänien würden schen Reiches. Er geißelte die Scharfmacherrede des Herrn erfolgte die Auflösung des Abgeordnetenhauses erst am ficher zu einer Verständigung gelangen. Von dem Delbrück, die er bei der Interpellation über das Koalitions- 1. Juni, während die Urwahlen bereits am 3. Juni statt- rumänischen Minister Jonescu habe der Storrefpondent errecht gehalten hat, mit der nötigen Schärfe; er stellte die fanden. Die Verfassung bestimmt lediglich, daß der König fahren, daß der bulgarische Ministerpräsident Gefch o.w der rumänischen Regierung mitgeteilt habe, er wünsche lebhaft Phrasen über den angeblichen Schutz der nationalen Arbeit entweder die Kammern gemeinsam oder auch nur eine der eine Verständigung und habe in diesem Sinne an Danew nach durch Zollschutz und Schutz der Unternehmerinteressen in das Kammern auflösen kann, und daß in diesem Falle innerhalb London Weisungen gelangen lassen. richtige Licht und zeigte, daß die schönen Redensarten nur eines Zeitraumes von 60 Tagen nach der Auflösung die die Sorge um den Schutz des Geldbeutels der Sapitalisten sähler und innerhalb eines Zeitraumes von 90 Tagen schamhaft verbergen sollen; er deďte an Einzelbeispielen den nach der Auflösung die Stammern versammelt werden die Fragen betreffend Adrianopel und die Aegaifchen sozialen Geist der herrschenden Klassen auf, wie er sich in crbärmlicher Bezahlung von Beamten und Arbeitern und in müssen. Eine Mindest frist zwischen der Auflösung der hochnäfiger Geringschätzung des Mittelstandes und der da- Kammern und dem Termin der Neuwahlen ist nicht vorrunter lebenden Volksschichten offenbare, er trat in beredter gesehen. Staatsbetrieben durchsezen! Bulgarien und Rumänien. Keinen Krieg wert! London, 13. Januar. Die„ Times" vertritt die Ansicht, daß Inseln, wie die Fragen der Kompensationen für Rumänien und der Abgrenzung Ibaniens durch die Großmächte ge16 ft werden könnten. Das Blatt fagt: daß keine dieser Weise für das volle Koalitionsrecht der Arbeiter und Be- Selbst dann also, wenn eine offizielle Bestätigung Fragen die Opfer und Gefahrenwert feien, denen alle amten in Staatsbetrieben ein, da es für das wirtschaftliche über den von der Regierung in Aussicht genommenen Wahl- beteiligten Mächte durch eine Erneuerung des Strieges ausgefekt Verhältnis des Arbeiters zum Arbeitgeber ganz gleich fei, ob termin nicht erfolgen sollte, werden die Genossen im Lande würden. Es sei kaum denkbar, daß die Türkei oder die Verbündeten der Arbeitgeber ein Privatunternehmer oder der Staat sei. gut tun, sich auf einen frühzeitigen Wahltermin vorzubereiten! den Krieg wieder aufnehmen würden wegen eines Urrangements, Bum Suluß behandelte Genosse Fischer die päpstliche Enzyklika über die christlichen fchaften. Waren bei den Enthüllungen Fischers über die Abhängigkeit Deutschlands von Preußen Herr Delbrück und feine„ nachgeordneten" Unterleiter in große Aufregung und Verwirrung geraten, so wirkten seine Bemerkungen über die GewerkDie Balkankrise. Zwischen Krieg und frieden. das gänzlich von dem Willen anderer abhängen müsse. Als die Verbündeten die Verhandlungen begannen, verfündeten fie mit erstaunlichem Selbstvertrauen, daß die Zukunft der Baltanhalbinsel lediglich eine Frage der Balkanmächte sei. Sie riefen Europa stola ein Hände weg" au und erklärten, daß fie allein mit der Türkei abrechnen würden. Die Erfahrung habe sie gelehrt, daß Scharfmacherenzyklika des Papstes auf das Zentrum wie London, 13. Januar.( Privattelegramm des diese Pose feinen 8wed hat. Sie alle erkennen jetzt an, daß in dos brennende Sodom und Gomorra auf Rot. In verlegenem„ orwärts".) Der Eifer, mit dem die Balakanstaaten mehrfacher Hinsicht die endgültige Entscheidung bei Schweigen, ohne sich zu rühren, weder durch eine Kundgebung und die Türkei die Stimmungsmache betreiben, deutet darauf, Europa liege, und alle feien jest sehr bemüht, Europa zugunsten des Widerspruchs noch durch ein befreientes Lachen, so saßen hin, daß die langwierigen Berhandlungen zu ihrer eigenen Bestrebungen zu beeinflussen. die Herren vom Zentrum da. Nur der„ Berliner" Gewerkschafter Stoßmann wagte einmal ein Wort des Widerspruchs, Ende gehen und die Entscheidung bevorsteht, die Einberufung des türkischen Großen Rats". als Fischer von dem schamlosen Verrat der Ber entweder die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten oder Konstantinopel, 13. Januar. Auch heute fand auf der Iiner Fachabteilungen an den Arbeiter wahrscheinlicher den Frieden bringen wird. Pforte unter Vorfiz des Großwefirs ein Ministerrat reichung morgen erfolgen." " Zuversichtlichere Beurteilung. " ffatt, der über die Lage beriet, Hauptsächlich über Tele- 1, Säbel", der sich dem„ Weihwedel" allzu sehr genähert hatte, Kriegsminister Miller and nicht teilnahm, verlas Minister. gramme der türkischen Friedensbevollmächtigten und der endgültig ins alte Eifen geworfen werden. Nach dem felt- präsident Poincaré einen Brief des Kriegsministers, türkischen Botschafter. Troz offizieller Erklärungen die, famen Freiheits-, Wahrheits- und Gerechtigkeitssoldaten in dem es heißt: wie es heißt, auch den hiesigen Botschaftern gegenüber alliffet unternahm der radikale Dottrinär General ,, Die administrative Maßnahme, die ich traf, um eine wiederholt worden sind, daß die Pforte in der Frage bezüg. André wirklich so etwas wie die Demokratisierung der Verpflichtung eines meiner Vorgänger einzulösen, der ich mich lich Adrianopels und der Aegäischen Inseln niemals nach Armee und die Republikanisierung des Dffiziers forps, lettere loyalerweise nicht entziehen konnte, hat Stommentare hervor geben könne, erfüllt der bevorstehende Kollektivschritt der vermittelst der anrüchigen freimaurerischen Auskunftzettel. gerufen, die der Angelegenheit einen politischen Charakter Mächte die Pforte mit ernster Besorgnis. Die Re- Diefer tatenlustige Reformgeist des Radikalismus hat sich aber gaben, den sie niemals bejaß. Unter diesen Umständen halte gierung ist durch ihre bisher befolgte Haltung dermaßen bald wieder beruhigt. Nicht nur bestehen die Striegsgerichte ich es nach Rücksprache mit unseren Freunden für meine festgelegt, daß sie außerstande zu sein scheint, für die ernsten noch immer fort wie zur Zeit der berühmten Affäre", auch Pflicht, Sie zu bitten, meine Demission durch den Präsidenten Entscheidungen: Krieg oder Zurüdweichen vor dem der eine Zeitlang taltgestellte Kleritalismus hat seinen Einfluß der Republik genehmigen zu lassen." Willen Europas die Verantwortung zu übernehmen. Der und seine Machtstellung in der Armee wiedergewonnen. Nach der Berlesung des Briefes nahm" Präs heutige Ministerrat beriet über einen Vorschlag des Groß- Darau tragen aber nicht etwa die im Finstern herum fident Fallières die Demission Millerands an. mefirs, eine große Versammlung einzuberufen, schleichenden Jesuiten die Schuld, sondern die Radikalen selbst, Kolonialminister Lebrun ist zum Striegsminister erdie alle hohen zibilen, militärischen und kirchlichen Würden- die ins nationalistische Orchester als Paukenschläger ein- nannt worden. An die Stelle Lebruns tritt der Unterstaatsträger, darunter die Häupter der nichtmuselmanischen Ge- getreten sind. Der Militarismus hat seine eigene Logit und sekretär im Finanzministerium Besnard. Das Unterstaatsmeinschaften, umfassen soll, ferner die hervorragendsten Se- er hat auch seine besondere Tradition. Da sich die Stadikalen sekretariat der Finanzen wird aufgehoben. natoren und mehrere ehemalige Minister. In dieser Ver aus Furcht vor dem Proletariat dem banalen Chauvinismus Paris, 12. Januar. Ministerpräsident Poincaré antwor sammlung will die Regierung alle Phasen des Krieges sowie ergeben haben, der sich am militaristischen Firlefanz genugtut, tete auf den Brief des zurüdgetretenen Kriegsministers Millerand die gegenwärtige militärische und diplomatische Lage ausein- so mußten sie es auch geschehen lassen, daß das reaktionäre mit folgenden Worten:" Der Ministerrat bebauert einmütig, ana andersetzen, und die Versammlung soll dann ihre Meinung Prätorianertum in die verlorenen Stellungen wieder ein- derer Ansicht zu sein als Sie über die Maßnahme, die Sie er darüber aussprechen, welchen Entschluß die Türkei fassen rückte. griffen und für die Sie mit Ihrer gewohnten Loyalität die Versolle. Eine ähnliche Versammlung fand vor dem russisch- Ihr eifrigster Helfer wurde dabei Herr Millerand. antwortung auf sich genommen haben. Der Präsident der Republik türkischen Kriege 1877 statt. Eine endgültige Entscheidung Es gibt Leute, die ihm aus diesem Anlaß seine Vergangenheit glaubte infolgedessen, Ihre Demiffion, die Sie so spontan anboten, über den Vorschlag wurde noch nicht gefaßt. vorwerfen. Es handelt sich aber darum, welche Vergangen- annehmen zu müssen. In dem Augenblide, wo ich so unerwartet heit. Es ist richtig, daß Millerand, vom Boulangismus gezwungen bin, mich von Ihnen zu trennen, laffen Sie mich Ihnen Die Bedeutung des Großrats. tommend, eine längere Station beim Sozialismus gemacht sagen, daß ich niemals die wertvolle Mitarbeit vergessen werde, die Köln, 13. Januar.( Privattelegramm des Vorhat und dabei sogar zu einem internationalen Problem ge- Sie dem republikanischen und patriotischen Werke geleistet haben, wärts".) Ein offiziöses Berliner Telegramm der Kölnischen worden ist, aber er hat dann das Ministerium Combes dessen Verwirklichung das Kabinett unter oft schwierigen Umständen Zeitung" vom 13. Januar besagt: Die Nachricht von der Einberufung der National- und damit die Herrschaft des Linksblocks zu Fall gebracht durchzuführen suchte." und galt seither als eine der Hoffnungen der konser Baris, 13. Januar.„ Echo de Paris" behauptet, Ministers versammlung zur Entscheidung über die Wiederaufnahme bativen und antirepublikanischen Parteien. Es gab fo- präsident Poincaré habe im gestrigen Ministerrat erklärt, daß, der Feindseligkeiten, die über Sonntag von Konstantinopel einge- gar Leute, die von Wachenschaften mit irgend einer Präten- falls Miller and gehe, das ganze Kabinett demissionieren müsse, troffen ist, stellt die Geduld auf eine neue Probe. Sie Sentenclique muntelten. Sicher ist, daß er als Striegs- Fallières habe sich einer solchen Lösung jedoch entschieden widers braucht aber fein ungünstiges Beichen zu sein. Der minister nicht nur die chauvinistische Stimmungsmache seht und bemerkt, daß eine Ministerkrisis im gegenwärtigen AugenEntschluß zeigt, daß Kiamil die Entscheidung auf eine breitere in der kleinbürgerlichen Masse und bei ihrem großstädtischen blid, wenige Tage vor der Wahl seines Nachfolgers heller Wahnsinn Grundlage stellen will und ein anderer Grund mag vielleicht der Anhang durch die Einführung der militärischen Zapfenstreiche wäre. Diese Ansicht Fallières' habe schließlich auch die Oberhand sein, daß man wieder einmal Zeit zu gewinnen wünscht. Wenn in den Straßen betrieben, sondern auch bei der Belegung der behalten. Das Blatt will ferner wissen, daß Poincaré gestern auch wahrscheinlich die Teilnehmer an der Nationalversammlung höheren Kommandoposten den klerifalen Klüngel gefördert hat. mehreren politischen Freunden gegenüber die Absicht ausgesprochen zum größeren Zeil in Konstantinopel wohnen, so werden diese zum Die Proteste, die die um das Organ„ Armée et Démocratie" babe, auf seine Kandidatur für die Präsidentschaft zu verzichten, Teil auch erst aus den Provinzen eintreffen müssen, und darüber gescharten republikanischen Offiziere erhoben, blieben vergeblich Er habe diese Absicht jedoch aufgegeben, als seine Freunde nachtann noch einige Zeit hingehen. Man muß nun den Beschluß und fanden nur in einem kleinen Teil der radifalen Bresse brüdlich betonten, daß er nicht das Recht habe, das ihnen gegebene dieser Nationalversammlung abwarten. Unterdessen ist die Gesamtein Echo. Seit Agadir ist ja der Nationalismus Trumpf und Versprechen zurückzuziehen. note der Mächte soweit gefördert worden, daß die Note wohl heute von der„ Beruhigungspolitit", die die sozialfonservativen Boli- Baris, 13. Januar. Die Ernennung Lebruns zum Kriegsvon der Botschafterversammlung in London auf Grund der mut- tifer aller Parteien zusammenbringt, versprechen sich allerhand minister findet in der Presse ziemlich allgemeine Zustimmung. maßlich allen Großmächten eingegangenen Annahmeerklärung zum" Republikaner" gute Geschäfte. Man rühmt Lebruns methodischen Geist und seine ungewöhnliche letzten Entwurf beschlossen wird. Dann fann die lleber= Die Wiedereinstellung des Oberstleutnants Paty de Clam, Arbeitskraft. Die Blätter erörtern auch heute eifrig die politische leber die Stimmung in Konstantinopel telegra. der nach der Aufdeckung der Fälschung Henrys, bei der er Seite der durch das Vorgehen Millerands hervorgerufenen Krije. telegrafeine Hand im Spiele hatte, strafweise in die Reserve versetzt Paris, 13. Januar. In der Versammlung der demophiert der Berichterstatter der Kölnischen Zeitung":" Die Lotal worden war und nach den gesetzlichen Bestimmungen nach fratischen Linten des Senats wurde das Bedauern darüber presse begrüßt sympathisch den Vorschlag des Großwefirs, eine Na Ablauf von fünf Jahren aus der Armeeliste hätte gestrichen ausgesprochen, daß die Regierung so lange die reaktionäre tionalversammlung wie im Jahre 1876 in das Palais einzuberufen. werden müssen, als Landwehroffizier im Eisenbahn- und Politit Millerands geduldet habe. Eine Resolution wurde Die Bersammlung soll sich aus Senatoren, hohen Würdenträgern Etappendienst liegt nun durchaus in der Linie dieser Ent- nicht angenommen, nachdem Clemenceau erklärt hatte, es sei und Militärs, Ulemas, Großkaufmännern und Bankiers zusammen widelung, sie macht aber gleichwohl einen ungeheuren Lärm. Sache des Kongresses, über die Haltung der Regierung ein schen, der die Frage, die seit dem Kriege aufgetaucht ist, unter Einmal darum, weil Baty de Clam wirklich ein aus- Urteil zu fällen. breitet werden soll. Besonders soll sie abstimmen, ob Frieben gesuchtes, repräsentatives Exemplar der antirepublifanischen Paris, 13. Januar. Die unter dem Vorsitz des Senator geschlossen oder weitergefämpft werden soll. Militärkaste ist, dann aber ganz besonders, weil seine Combes versammelte Iintsdemokratische Gruppe Ernennung genau eine Woche vor der Präsidentenwahl im des Senats hat beschlossen, auf Grund gewisser EntMan sucht ihr hüllungen durch die Bresse den Fall du Baty de Clam weiter Dificiel" befanntgegeben worden ist. unter diesen Umständen einen besonderen politischen Sinn zu untersuchen. unterzulegen. Ist sie ein Mittel, Herrn Poincaré die Stimmen der Rechten zu sichern? Die Wahlhelfer des Ministerpräsidenten weisen darauf hin, daß dieser ein über allen Zweifel Berlin, den 13. Januar 1913. erhabener" Dreyfusard" gewesen sei. Das will mun freilich Keine Wahlreform- kein Notgeseh! nichts besagen, denn fürs gehable gibt kein Dreyfus etwas. Auch der zweite Tag der Statdebatte des Ab+ Millerand selbst war auch ein Dreyfusard. Aber es ist sicher, daß Poincaré viele Stimmen der Rechtsparteien auch so bekommen geordnetenhauses schleppte sich ohne großes Interesse des hätte, denn seine Kandidatur ist, wie der Jungradikale Sauses und der nur spärlich besetzten Tribünen müde dahn. Die 20yson in den Droits de l'homme" gang richtig sagte, im Taktik der Parteien geht offenbar dahin, heftige Zusammenstöße Grunde eine nationalistische und die Torheit, daß er au vermeiden und namentlich auch einer hißigen Jesuitendebatte einigen weniger sicheren nationalistischen Stimmen zuliebe auszuweichen, die das Zentrum so gern provoziert hätte. Wie seine Anhänger auf der Linken zu verschnupfen riskiert hätte, sehr es auf die Entfachung konfessioneller Leidenschaften spekuliert ist ihm wahrlich nicht zuzutrauen. Es ist darum vollkommen und die Flamme des Jesuitenstreites entfachen möchte, um dadurch glaubhaft, wenn eine halboffigiöse Storrefpondens berichtet, seine Wähler von den wichtigen politischen Fragen und namentlich Poincaré habe von der Wiedereinsetzung Patys erst der wichtigsten aller Fragen der preußischen Politik, der durch den Officiel" Kenntnis erhalten. In diesem Wahlrechtsfrage, abzulenken, das beweist auch seine eigenFall aber ist es sicher, daß Millerand Poincaré hat artige Tattit, in die zweite Serie der Redner gleich zwei Redner Bein stellen ein Es wollen. war ja voraus einzeichnen zu lassen. Wahrscheinlich würde es dann, wenn es zusehen, daß die Verfügung im jetzigen Augenblick der Strömung seinem Rede- und Sehbedürfnis genügt hätte und drei Zentrumsauf der radikalen Linfen zugute kommen mußte, die sich gegen redner zu Worte gekommen wären, schleunigst mit für einen Poincaré und gegen die Politik der„ nationalen" Stonzentration Schlußantrag stimmen und damit der Sozialdemokratic dic überhaupt richtet. Die Wiedereinsehung Batys sieht wie ein Möglichkeit abschneiden, auch nur einen zweiten Redner in die fymbolischer Aft aus, der die Wiederkehr der tonservativen Debatte eingreifen zu lassen. Ueber diese freundliche Tattit wird - Die Gefahr für Kleinasien. Konstantinopel, 13. Januar. Da im Falle der Wiederaufnahme Republik verkündet und so die Warnungsrufe der radikalen eventuell am Dienstag von der Sozialdemokratie noch ein träftiges der Feindseligkeiten eine Aktion der griechischen Flotte gegen Nachtwächter bestätigt. Daß es just der Zotengräber des Block 28örtlein zu sprechen sein! Als erster Redner eröffnete heute der Freiherr von 8cdlib die leinasiatische Küste befürchtet wird, wurden be- regimes Millerand ist, der die demokratische Rettungsgesellschaft trächtliche Truppenverstärtungen nach den wichtigsten auf die Beine bringt, ist einer der Humore, an denen die den Reigen. Von der Aufhebung des Jesuitengesetzes wollte er Städten des Wilajets Smyrna entsandt. Auch die Truppen parlamentarische Bourgeoisrepublit so reich ist. Es liegt auf selbstverständlich nichts wissen. Er sprach die Hoffnung aus, daß von Gallipoli wurden durch Kurden und Araber erheblich verstärkt. der Hand, daß Millerand die Rehabilitierung des Paty ebenso der Beschluß des Reichstags, dies Ausnahmegeses endlich fallen zu Der zum Flottentommandanten ernannte frühere gut 14 Tage vorher oder auch ein paar Tage nach der lassen, am Widerstand des Bundesrates scheitern werde. Das Marineminister, Konteradmiral Sali!, hat sich bereits nach den Präsidentenwahl hätte vornehmen können. Sie hätte aber Cho" des Zentrums sucht er dann durch das Lob abzuschwächen. Dardanellen begeben. Er soll Instruktionen haben, sich für eine dann nicht ihre Bombenwirkung gehabt. Millerand kalkulierte daß er dem bayerischen Zentrumsministerium Hertling für seine offenbar so, daß Poincaré ihn nicht ausdrücklich desavouieren energische Sozialistenbekämpfung aussprach! Ueberentscheidende Schlacht mit der griechischen Flotte bereitzuhalten. fönne, ohne Wähler aus den gemäßigten Parteien an Ribot haupt lag dem alten Oberscharfmacher die Sozialistentöterei auch Eine Erklärung der deutschen Regierung. oder Deschanel zu verlieren und eben darum riskiere, daß die diesmal besonders am Herzen: die Niederringung der Sozialdemo radikalen Verschwörer in den Couloirs irgend einen obsturen kratie müsse die Hoffnungen des Auslandes auf eine vermeintliche Die Hinweise einzelner Blätter auf noch nicht behobene Mei- Standidaten mit dem Mantel des Prinzips bekleiden. Schwäche der deutschen Nation durchkreuzen. Der kriegerische Geist nungsverschiedenheiten erscheinen unangebracht in einem Augen- Vielleicht steht der Coup Millerands auch mit jener der Vorfahren müsse wieder erwachen und das Ausland mit Furcht blid, wo der Friedenswille Europas sich für ein einheit anderen Intrige im Zusammenhang, die sich ihre Waffen mittels vor dem furor teutonicus erfüllt werden. Das Wahlrecht sei wohl liches Borgehen in der Hauptfrage bewährt. Die der Pforte der Nachschnüffelei in privatesten Angelegenheiten verschafft verbesserungsfähig, aber nur in dem Sinne, daß die alten gesunzu überreichende Note ist nicht aus parteiischen Auffassungen hervor- und die das Gemunkel, daß die Gattin Poincarés, eine ge- den Grundlagen" des Geldsackwahlrechts wieder hergestellt würden! gegangen und gilt nicht der Ausübung eines ungerechten Zwanges. fchiedene Frau, eine Vergangenheit" habe und feine tugend- Auf die abgedroschenen Scharfmachereien des freikonservativen Gie bedeutet einen freundschaftlichen, wenn auch haften Monarchengesponsinnen empfangen tönne, zu einem Führers folgten drei längliche Ministerreden. Herr Bense, der censten Rat, der nichts enthält, was nach reiflicher Ueber- bösartigen Skandal aufschwellen gemacht hat. Man sieht, Finanzminister, focht noch einmal gegen die Beseitigung der legung der Kabinette gegen die wohlerwogenen Interessen der mit welch edlen Mitteln die erhabenste Staatshandlung der Steuerzuschläge, die durchaus nicht im Interesse des Staates lägen. Türkei selbst verstößt, die doch für ihr fünftiges Erstarken auf die Bourgeoisrepublif vorbereitet wird. Ebenso lebhaft wendete er sich gegen die Zeuerungszufür Beamte, wie sie, aus begreiflichen willige Mithilfe der Großmächte rechnet. Auch die Besorgnis, daß Bulegt sei noch erwähnt, daß auch Millerand gar nicht lagen für Beamte, die Arbeit der europäischen Diplomatie einseitig werden könne, ist selbst für die Wiedereinsetzung des Paty verantwortlich sein Wah längsten heraus, von Herrn Friedberg und anderen nicht gerechtfertigt. Denn auch den Balkanstaaten gegenüber hat will, sondern sich darauf beruft, daß sie schon unter bürgerlichen Rednern gefordert worden waren. Diese Teuerungseine ausgleichende mildernde Tätigkeit der Mächte Herrn Messi my, dem radikalen Striegsminister des Kabinetts zulagen, für die keine Mittel(!) vorhanden seien, würden sich niemals ausgejeßt, Sie macht sich gegenwärtig unter anderem Caillaug vorbereitet worden sei. Und das ist in der Tat später nicht wieder beseitigen lassen. Reich und Gemeinden müßten in den zwischen Rumänien und Bulgarien entstandenen richtig nur daß Herr Messimy, der sich seither auch als An- dann gleichfalls mit Gehaltsaufbesserungen folgen und das ganze Schwierigkeiten geltend, von denen wip hoffen, daß sie auf dem stifter der Lehrerhehe hervorgetan hat, erklärt, er habe dem glorreiche Gebäude der Beamtenbesoldungsreform vom Jahre 1909 Wege diplomatischer Unterhandlungen eine Lösung finden werden." Baty im Augenblick der Agadirkrise wohl ein solches Verbreche dann zusammen. Der Landwirtschaftsminister v. Schorsprechen gegeben, aber es nachher aus Gründen der politischen Lemer verriet in dankenswerter Weise, daß die berühmte Bauerna Opportunität nicht eingelöst. Was Herrn Millerand, der den siedelung nur so nebenbei zur Milderung der Fleischnot dienen Offizier in der Zeit der Balkankrije wieder einsett, vom Stand- manisierungspolitik bestehe! punft auch der radikalen Moral rechtfertigt. Konstantinopel, 13. Januar. Trotz der einstimmigen Erklärungen der türkischen Presse und troß der von den Regierungsfreisen ausgegebenen Barole, daß die türkischen Bevollmächtigten London verlassen sollen, falls in der Frage Adrianopels ihre Bedingung nicht zugestanden wird, ist man in diplomatischen Streisen noch mehr als bisher überzeugt, daß die türkischen Bevollmächtigten London nicht verlassen werden und daß man die Feind wiederaufnehmen wird. feligkeiten nicht Ebenso zutreffend ist es aber, daß die türkischen Truppen in Lichataldscha und Gallipoli schon Verstärkungen er halten haben und alle Borbereitungen treffen, um für jede Eventualität bereit zu sein. Die Delegierten bleiben. London, 13. Januar. Wie das Neutersche Bureau erfährt, verlängern die Delegierten der Balfanstaaten ihren Aufenthalt in London nur aus Rücksicht auf die Großmächte und in der Hoff nung, daß die Note der Mächte in Stonstantinopel Früchte tragen und die Haltung der Türfen sich in einigen Tagen ändern werde. Andernfalls würden die Delegierten, wie sie fagen, gezwungen sein, London zu verlassen, und die Feind feligkeiten würden wiederaufgenommen werden. Die„ Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: " " " 1 Politische Ueberficht. Die Rehabilitierung Paty de Clams fenbar in der Not des Vaterlandes unentbehrlichen fleritalen solle, daß der Hauptzwed dagegen in der famosen Gers Paris, 11. Januar.( Eig. Ber.) Die Demission Millerands. Es war einmal eine Zeit, wo die Anfläger des Hauptmanns Dreyfus als Fälscher und Verschwörer gegen die Republik für einig aus dem Paradies der bürgerlich- demokratischen Paris, 12. Januar. Im Verlaufe des heutigen Minister Amtshierarchie bertrieben sein sollten. Vor allem sollte jeglicher rats unter dem Vorsitz des Präsidenten Fallières, an dem Der Eisenbahnminister v. Breitenbach endlich betonte bie Notwendigkeit der weiteren Stärkung des Ausgleichsfonds. Gehr hübsch machte sich seine Bemerkung, daß im Eisenbahnetat durch it är tere Seranziehung der Arbeitskraft des Heeres der Beamten und Staatsarbeiter wohl Millionen ge spart werden könnten, daß doch aber die allgemeine Tendenz zur Eroberungszug anzetteln zu tönnen, dessen Opportunist, Revolutionär und Angepaßter, Minister des Berkürzung der Arbeitszeit bestehe. Angesichts der skandalösen Stoften an Gut und Blut wieder das deutsche Volt zu Unterrichts, der Justiz, der inneren Verwaltung und MinisterPlusmacherei unserer Eisenbahnverwaltung hatte dieser Hinweis tragen hätte. auf mögliche" Ersparnisse auf Kosten der Beamten und Staatsarbeiter wahrhaftig noch gefehlt! v. Dallwik. Am Dienstag wird der sozialdemokratische Statsredner, Genosse Liebknecht, der als erster Redner schon um 10 Uhr das Wort erhält, etwas mehr Leben in das schläfrige Haus bringen. präsident. Nun will er sein Genie auf einem neuen Gebiet betätigen. Wenn Poincaré Präsident der Republik wird, soll Die Präsidentenwahl in Gotha. nämlich Briand mit der Ministerpräsidentschaft das Der Landtag des Herzogtums Gotha setzt sich zusammen aus Ministerium des Auswärtigen übernehmen. So acht Sozialdemokraten, sechs Agrariern, zwei Nationalliberalen hat es ihm Poincaré versprochen. Es gibt Reute, die beund zwei Fortschrittlern. Obwohl also die Sozialdemokraten die Haupten, daß sich Briand in Erwartung dieser Mission ein stärkste Fraktion bilden, wurde ihnen eine Vertretung im Präsidium Lehrbuch der Geographie angeschafft habe. Vielleicht ist das verweigert. Zum Präsidenten wurde der fortschrittliche Ober- aber eine Uebertreibung. bürgermeister Liebetrau- Gotha mit zehn Stimmen gewählt, gegen acht, die auf den Genossen Bod fielen. Bizepräsident wurde Dr. Dietsch( natl.); zu Schriftführern wurden gewählt Moßler ( Fortschr.) und Grübel( Agrarier). Die Nationalflugfpende für das Ausland. Italien. Die neuesten Gewalttaten gegen Proletarier. Rom, 11. Januar.( Eig. Ber.) Die ersten Berichte über die Broletariermekelei von Roccagorga, die gleichzeitig mit der Nachdem der Pole Seyda für die Aufhebung des Jesuitens Resebes und gegen die preußische Polenpolitik gesprochen hatte, trat der fortschrittliche Redner Wiemer für die Beseitigung der Steuerzuschläge und der Gleichberechtigung der Polen ein. Troßdem der fortschrittliche Rebner mancherlei an der Jugend pflege auszusehen hatte, erklärte er dennoch, daß seine Partei auch für die Bewilligung einer weiteren Million zu 3weden der Jugendverblödung stim. men wird, nur müsse die Bevorzugung konfessioneller Jugend. organisationen aufhören. Zum Schluß richtete Herr Wiemer den Appell an die Regierung, noch vor den Neuwahlen durch ein Notgeset die geheime und direkte Wahl einzuführen. Damit fand Die Rheinisch- Westfälische Beitung" entrüstet sich Nachricht von den Polizeiergeffen in Comiso( Sizilien) und er jedoch keine Gegenliebe bei dem Minister des Innern, Herrn patriotisch darüber, daß die modernen Suftflottenpatrioten auch für Cervara( Provinz Barma) cintrafen, erfahren durch die nachv. Dallwig, der die Einbringung eines solchen Notgesezes ein- das Ausland liefern. Sie stellt fest, daß die Parieval- Luft- träglichen Erhebungen eine recht wesentliche Umgestaltung und fach damit ablehnte, daß ja auch bei der diesjährigen Abstimmung fahrzeug- Gesellschaft nicht nur der Allgemeine Elektrizitäts- reihen die Bluttat von Roccagorga den ruchlofesten Uebergriffen über den Antrag auf Einführung des direkten und geheimen Wahl- gesellschaft nahesteht, sondern auch eine Tochtergesellschaft der Polizeigewalt an die Seite. rechts im Abgeordnetenhause teine Mehrheit zustandege- der Motorluftschiff Studiengesellschaft ist, die auf In Comiso haben sich Polizei und Truppen gut gehalten, tommen sei. Daß nur die perfide Saltung des Sentrums für Anregung des Kaisers gegründet wurde. Die Mutter insofern sie sich, allerdings erst nach einem sehr überflüssigen und die Ablehnung die Verantwortung trägt, verschwieg natürlich Herr gesellschaft wolle sich nun gar auflösen und alle Rechte auf die gefährlichen Bajonettangriff, zurückzogen, um eine Schlächterei zu Tochtergesellschaft Barseval- Luftfahrzeug- Gesellschaft" übertragen. berhüten. Die reformistischen Abgeordneten De Felice und Gs fei ferner beicloffen, daß ein Teil der National. Milana sollten auf offenem Blake cine Bolksversammlung abflugfpende dieser Parieval- Gesellschaft zugeführt werde. halten, die verboten worden war. Trotzdem waren gegen 10 000 Diese Gesellschaft aber habe bereits für drei Auslands. Bandarbeiter zur Stelle; eine fompatte Masse, wie sie faft nur mächte, darunter Rußland, Motorluftschiffe geliefert und werde in den stadtartigen sizilianischen Dörfern aufzubringen ist. Die Aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. demnächst für zwei weitere Auslandsmächte, darunter Eng- Aufforderung, sich aufzulösen, blieb von der Menge unbeachtet, Die Frattion befeste in ihrer Sitzung vom Montag zunächst land, Luftfreuzer" liefern! So finde dann die Nationalflug worauf die dem Kommando der Polizei unterstehenden Truppen givei Kommissionen. Bei der zweiten Lefung des Gefeßentwurfes spende Verwendung zur militärischen Stärkung des Auslandes! einen Bajonettangriff machten. In diesem Augenblic versuchten betreffend die Fleischzollermäßigung wird die Fraftion beantragen, Das Dortmunder Bangerplattenorgan weiß offenbar nicht, daß die beiden Abgeordneten, auf den Platz zu bringen und das Pferd die gewährte Vergünstigung nicht nur bis 31. März 1914, fondern boch auch die hochpatriotische" Firma Krupp jeder ausländischen ihres Wagens wurde durch einen Bajonettsich verwundet. Angeohne zeitliche Beschränkung festzulegen. Weitere Anträge verlangen Macht jedes gewünschte Quantum von Geschützen. Bangerplatten und fichts einer tausendköpfigen Menge, die fest stand wie ein Wall, Erleichterungen für die Vieheinfuhr. Die Aufhebung des§ 12 des Kriegsschiffen liefert, das sie bezahlen kann! Seine fittliche Ent- soll in diesem Moment der Befehl erteilt worden sein, Feuer zu Fleischbeschaugefezes und die Ausdehnung der Vieheinfuhr werden rüstung über die Parseval- Gesellschaft berührt also höchst eigen geben. Gleich darauf sah man aber die Verruchtheit dieses Befehls ein, der hunderten das Leben gekostet hätte, und zog die Truppen in der Form von Refolutionen verlangt. Als Redner wurden be- tümlich! stimmt die Genossen Simon, Hoch, Wurm, Schmitt- Würzburg und Ober soll der Artikel nur dem Zwed dienen, auf often aurüd, worauf die Versammlung ohne Zwischenfälle stattfand. Dr. Quard. der deutschen Steuerzahler auch der Parsevalgesellschaft außer einigen leichten Verwundungen durch Bajonettstiche hat Zum Jesuitenantrag des Zentrums sprechen die Genoffen so viel Bauaufträge zuzuwenden, daß sie auf jede somit das provokatorische Verbot der Versammlung keine Folgen gehabt. Hoffmann- Kaiserslautern und Dr. Erdmann. Auslandslieferung verzichten fann? Die Bluttat von Cerbara, die unserem Genossen Curti Ein in Paris bestehendes Komitee chinesischer Freiheitsfreunde das Leben kostete, tennzeichnet sich als persönliche Brutalität eines hat an die verschiedenen sozialdemokratischen Barlamentsfraktionen die Einladung zu einer gemeinsamen Reise nach China ergehen Nach einer Meldung aus Essen sind von der Rheinisch- West- einzelnen und gewinnt nur dadurch einen politischen Anstrich, daß Anfang März tritt in Peking das erste Barlament der fälischen Zeitung" die Nummern mit den Artikeln:" Deutsche Politit gegen diesen einzelnen, weil er die Uniform eines Starabinieri chinesischen Republik zufammen und an der feierlichen Gröffnung in den Strieg"." Eine gefährliche, falsche Auslegung des Bündnis- Cervara riefen zwei Patrouillendienst tuende Karabinieri den Voran der feierlichen Eröffnung oder Taumel"," Das deutsche Bolt zieht nur für deutsche Belange trägt, bis jetzt nocy fein Strafverfahren eingeleitet wurde. In solte die Studienkommission teilnehmen. Die Reichstagsfraktion vertrages" in Oesterreich beschlagnahmt worden. fizenden eines Vereins, in dem zu später Stunde getanzt wurde, lehnte jedoch eine Delegation ab, da bei dem privaten Charakter des Und das mußte ausgerechnet diesem staatserhaltenden Organ heraus, angeblich, um seine Identität festzustellen, die ihnen natürKomitees, von dem die Einladung ausgeht, fich nicht übersehen passieren! Selbst die" Post", das alte tonservative Scharfmacher- lich in dem kleinen Ort zur Genüge bekannt war. Der Vorsitzende, läßt, welche Konsequenzen sich für die Partei aus der Teilnahme organ, ruft empört aus: Ob derartige Kampfesmittel der öfter- ein Genosse Occozzoli, scheint sie durch seine Antwort nicht zueines Vertreters an den dort etwa geplanten Attionen érgeben reichischen Regierung eine besondere Beweistraft für die Güte ihrer friedengestellt zu haben, weshalb die beiden ihn verhafteten. Die Politik befizen, will uns doch recht zweifelhaft erscheinen." wenigen Tanzgäste, nicht mehr als 20, einschließlich der Frauen, bersuchten, den Verhafteten zu befreien: fie waren unbewaffnet und scheinen überhaupt mehr durchy Zureden als durch Tätlichkeiten die Freilassung gefordert zu haben. Trotzdem gab einer der Starabinieri zwei Schüffe ab, die den dreißig Schritt entfernt stehens den Genossen Curti tot niederstreďten! Lassen. tönnten. Ein neuer konservativer Zuchthausgefehantrag. Die konservative Fraktion hat im Reichstag folgenden Antrag eingebracht:" Der Reichstag wolle beschließen, die ben Verbündeten Regierungen zu ersuchen, alsbald und noch vor der allgemeinen Revision des Strafgesetzbuches im Reichstag einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen das Streik. postenstehen verboten wird." " ,, Rhein. Weftf. Zeitung". Keine Ermäßigung, sondern Steigerung der Fleischpreise. Die Mannen des Bundes der Landwirte laufen Sturm gegen Gefeßentwurf betreffend die zeitweilige Herabsetzung des Fleischzolles. Die Deutsche Tageszeitung" fagt: " Für uns liegt die Sache völlig klar. Die Zustimmung zum Gefeßentwurfe scheint uns ganz unmöglich. Wenn man aud darauf hinweist, daß es sich nicht um eine allgemeine Zollherab setzung handle, sondern daß diese Herabsehung nur auf Beit erfolgen und an gewisse Bedingungen gebunden sein solle, so bleibt der Vorschlag des Gefeßentwurfes doch eine Bresche in die Mauer des Rollschußes und bedeutet einen Bruch mit der Wirtschaftspolitit." Nicht billiger, sondern teurer sollen die Lebensmittel werden, verlangt es das Interesse der Agrarier. Was aus den Massen Der reichste Fürst. Roccagorga ist ein 3000 Einwohner zählendes Dorf der Probing Nom. Die Einwohner von Roccagarga sind seit langem mit ihrer Gemeindeverwaltung unzufrieden, die die Hauptlasten der Steuern auf die Schultern der Armen legt. Unzufrieden war man auch mit dem Gemeindearzt, dem von allen Seiten systematische Sehnsucht nach einem neuen Kolonialkriege. Bernachlässigung seiner Pflichten gegen die Mittellosen zum VorDie Deutsche Kolonialgesellschaft, die sich wurf gemacht wurde. Die Klagen waren so dringend, daß die immer mehr die Rolle einer folonialen Nebenregierung anmaßt, hat dem Sieichstag einen Beschluß zu jo borgesetzte Behörde dem Arzt geraten hatte, wenigstens fofort einen zweimonatigen Urlaub zu nehmen. Am 7. Februar fand nun gestellt, in dem gegen eine Verminderung der Schußtruppe in bes Boltes wird, das ist völlig gleichgültig! eine Versammlung gegen die Gemeindeverwaltung statt, bei der die Südwestafrika protestiert wird. Statt einer Verminderung sei Regierung aufgefordert wurde, einen königlichen Kommissar zu im Gegenteil eine Vermehrung der Schußtruppe anzuentsenden, der die Verwaltungsgebarung einer Kontrolle unterzöge. streben. Bei dem Einfluß, den die Kolonialgesellschaft unDie Fürsten von Schaumburg- Lippe haben von jeher in den Nachher begab sich die Menge vor das Nathaus und wollte dabei die streitig besigt, ist es keineswegs ausgeschlossen, daß die Kolonial Seruche gestanden, viel Geld zu haben. Tatsache ist, daß bücke- Fahne des Vereins Savoyen, der die Bewegung gegen die Verwaltung verwaltung diesem Wunsche des Volkes" Rechnung trägt burgisches Sapital in den verschiedenen Gegenden der Welt an leitet, vor sich hertragen. Obwohl es sich um eine ganz unschuldige Um ihr Verlangen zu begründen, malt die Kolonialgesellschaft gelegt ist und daß der Privatbesis des Fürsten ganz ungewöhnlich Landesfahne handelte, versuchten die Karabinieri fie den Demondie Entwickelung des Schutzgebietes so rofig als möglich, die groß ist im Verhältnis zu der fleinen Fläche, über die er als ftranten zu entreißen und forderten dann durch die üblichen Signale Sicherheitszustände dagegen schwarz in schwarz. Seit 1907 Randesherr gebietet". Jetzt ist wieder ein Verkauf von ungarischem ſtranten zu entreißen und forderten dann durch die üblichen Signale soll der kulturelle Wert von 8 auf 150 Millionen Mark ge- Grundbefis an eine Holzverwertungsgesellschaft zustande gekommen, zum Auseinandergehen auf. Von den brutal drängenden Kara stiegen sein. Diese phantaftischen Werte werden nun durch den 16 Millionen Kronen Bargeld nach Büdeburg fließen. binieri, die den Revolver in der Faust trugen, wurden die Demonstranten an einen Ausgang des Plates getrieben, vor dem ein aber als äußerst bedroht hingestellt. Die Ovambo= Truppenkordon gezogen war. Durch die absolute Stopflosigkeit des stämme ini Norden sollen angeblich 15 000 Strieger diesen Kordon kommandierenden Leutnants Gregori, der übrigens aufstellen können. Bisher galten die Ovambo als friedliche Seitdem die Regierung den Juntern noch mehr nachzugeben an demselben Tage mit dem Bürgermeister zu Mittag gegessen Arbeiter, den Zwecken der Stolonialgesellschaft entspricht es im Moment natürlich mehr, sie als heimtüdische, blut gewillt ist und eine baldige Aufhebung der Fleischeinfuhrerleichte hatte, entstand die Mezelei. Als der Offizier die von den Karadürstende Elemente hinzustellen, vor denen man auch rungen ankündigt, füblen sich auch die Fleischer in ihrer Pofition binieri bedrohte Menge gegen den Truppenfordon stürzen sah, gab nicht einen Augenblickt sicher set. Daß sich mit der Zeit ge- gestärkt. Mit wachsender unverschämtheit laufen sie gegen die bis- er Befehl zum Feuern. In wenigen Sekunden wurden 170 Schüsse wisse Schwierigkeiten mit den Dvanıboleuten herausstellen berigen zaghaften Anfänge fommunaler Lebensmittelversorgung auf die waffenlose enge abgegeben: vier Tote fönnen, soll nicht bestritten werden, diese Schwierigkeiten Sturm. Wie die Fleischer die städtischen Maßnahmen beurteilen, die bedten die Walstatt", darunter eine Frau und ein fünfTassen sich aber vermeiden, durch gute Behandlung und an- ia nur einem fleinen Teil der Einwohnerschaft zugute tommen, zeigt jähriger Knabe. Jm Hospital starben drei Ber ständige Bezahlung der als Arbeiter tätigen Angehörigen eine Schimpftanonade in der Allgemeinen Fleischerzeitung", in der wundete noch an demselben Tage. Weiter sind 40 Personen mehr oder weniger schwer verwundet. Zwei Soldaten dieses Volkes. Die Kolonialgesellschaft aber will einen anderen es u. a. heißt: ,, Es würde den roten Herrschaften sehr gefallen, weiter auf haben Schußwunden, die aber aus dem Dienstrevolver der MaraWeg gehen, fie stellt es als unabweisbar hin, das Ambostädtische Kosten gefüttert zu werden." binieri stammen, wie die Kugeln dartun. Da die Demonftranten Iand unter deutsche Verwaltung zu nehmen. Zynischer fann man die Not hungernder Broletarier nicht verwischen zwei Feuern standen, erklärt es sich, daß die Karabinieri Die Durchführung dieses Planes würde allerdings das Aufgebot einer starten Heeresmacht bedingen. Die Ovambos potten. Die Fleischer stellen sich damit in eine Reihe mit den die ihnen gegenüberstehenden Soldaten treffen konnten. Die würden das Schicksal der Hereros teilen, sie würden, wenn Agrariern. Sie dürfen sich daher auch nicht wundern, daß man ihre Waffentat hat also bis jetzt 7 Menschen das Leben gekostet. nicht ausgerottet, so doch stark bezimiert werden. Mit dürren Bemühungen um die Fleischversorgung ebenso ernst nimmt wie die Außerdem hat man schon über 40 Berhaftungen vorgenommen, um so durch nachträgliche trockene Gewalt die blutige zu beschönigen. Worten wird auch zugegeben, daß zu diesem Zwe d eine der Regierung und der Junker. In ganz Italien sind Protestversammlungen gegen die neueste Verstärkung der Schußtruppe verlangt werden muß. Episode der Gewaltpolitik der herrschenden Stlassen abgehalten wor den. In seinem Artikel über die Mezeleien schreibt der Avanti": daß es an der Zeit sei, der Gewalt Gewalt entgegenzustellen. Noch find die Wunden nicht vernarbt, die der Hererokrieg dem Lande geschlagen hat und schon wieder machen sich neue Eroberungsgelüfte geltend. Die verkehrte Behandlung der fönne. " Fleischer- Frechheit. Oefterreich- Ungarn." Die Wahlrechtskämpfe in Ungarn. " Budapest, 13. Januar.( Privattelegramm des und in der Tat drängt die heutige Situation geradezu auf einen Bastards treibt diefe naturgemäß den Eingeborenen zu und Vorwärts".) Die für Sonntag von der sozialdemokrati- gewaltsamen Widerstand: erfährt man doch soeben, daß die Karaes wird betont, daß man auf diesen start angewachsenen fchen Bartei einberufenen Boltsversammlungen, 58 an der Bahl, binieri, die im September 1911, während des Generalstreiks gegen Teil der Bevölkerung im Striegsfalle sich nicht verlassen von welchen 16 verboten wurden, haben unter dem Andrang den Krieg, in Modena über 80 Schüsse auf Demonstranten abgaben As im Reichstag eine Verminderung der Schutztruppe großer Menschenmassen in allen Städten Ungarns stattgefun- und 14 Arbeiter verwundeten, vom Ministerium mit der WerAs im Reichstag eine Verminderung der Schuttruppe den. In Budapest waren mehr als 10 000 Zuhörer. In bienstmedaille bedacht worden sind. verlangt und schließlich auch erreicht wurde, mußte der Reichs- allen Bolksversammlungen wurde der Beschlußantrag angetag viele Millionen für Eisenbahnbauten bewilligen. Jede nommen, dem außerordentlichen Kongreß den Vorschlag des neue Eisenbahn, so wurde versichert, erspart uns höhere Auf- allgemeinen Streifs zu machen. Auch in den Regierungswendungen für die Schuttruppe, weil die vorhandenen Truppen kreisen beschäftigt man sich mit diesem Generalstreik. Die Rerascher als wie bisher von einem Teil des Landes nach dem gierungsblätter versuchen, die Wirkung abzuschwächen; jedoch anger, 13. Januar. Die Kolonnen Guehdon und Sueff sind andern befördert werden fönnen. Diese Eisenbahnen sind jetzt in den Kreisen des Handels und der Industrie haben diese am 11. 6. M. nach Mogador zurückgekehrt. Der Verlust, den beide fertig und nun wird die Vermehrung der Schußtruppe Bersammlungen große Bestürzung hervorgerufen. Ein Truppenabteilungen in den letzten Stämpfen mit ben Maroffanern gerade mit dem Vorhandensein der Eisenbahnen begründet, offizielles Organ der Regierung schreibt, daß dieser Wahl- erlitten haben, beträgt insgesamt 23 Zote and 96 Ber= die einer strengen Bewachung bedürfen! Wenn auch die rechtsgesetzentwurf noch nicht endgültig sei, da der MinisterSchußtruppe von 1909 bis 1912 von 2881 Mann auf präsident bereit ist, die Altersgrenze der Wähler herabzu1970 Mann vermindert wurde, so hat sich doch die Zahl der fetzen. int Schutzgebiet wohnenden Mannschaften des Beurlaubtenstandes wesentlich erhöht: auch die Polizeitruppe hat eine Der Schutz des Gebietes ist sonach Vermehrung erfahren. Frankreich. Briand als Universalgenie. wundetc. Marokko. Französische Verluste, China. Tod des deutschen Finanzbeirates. Beling, 13. Januar. Dr. Soest, der zum Berater der chinegrößer, nicht aber schwächer geworden. Es ist sonach von Paris, 12. Januar.( Eig. Ber.) Aristide Briand hat in fischen Regierung für die Währungsreform crnannt worden war, Wert, festzustellen, daß die stolonialgesellschaft eine Ver- feinem wechselreichen Leben auf den verschiedensten nist gestern auf der Stückreise nach Beling in Mutben plöglich gemehrung der Schuhtruppe verlangt, um einen neuen strumenten gespielt. Er war Boulangist, Anarchist und storben. Gewerkschaftliches. ,, Gebetzte" Detzer. " Ammoniaffabrit fich der Organisation anschließen, denn nur banny jei es möglich, die Mißstände endgültig zu beseitigen. Deutfches Reich. Jugendbewegung. Der Jugendstreich" der Bayreuther Rathausliberalen. " In der ausgiebigen Diskussion wurden die Ausführungen des Referenten bestätigt. Es wurde ferner noch angeführt, daß der Es gehört zu den Spezialvergnügen der ultramontanen bem früheren Leiter eingeführt jei, jolle nichts geändert werden. fozialdemokratischen Antrag sind die Macher des berüchtigten Schul jebige Zeiter der Fabrik früher gesagt habe, an allem, was unter Durch einen im Bayreuther Gemeindekollegium durchgefeßten Demagogen, gegen die freien Gewerkschaften mit Aufrech Das Gegenteil ist der Fall. Ein anderer Redner teilte dann noch erlasses, der das Jugendheim der Bayreuther Arbeiterschaft als einen mungen über die hohen Beiträge, die sie den Mitgliedern ab- mit, daß alljährlich, wenn die„ hohen Herren" so wird der Auf- politischen Verein und die Zusammenfünfte als politische Versamm nehmen, und die hohen Gehälter, die sie an ihre Beamten fichtsrat von den Arbeitern benannt aus London kommen, ge- lungen erklären will, gezwungen worden, im Magistrat über die zahlen, in heuchlerisch verlogener Weise zu hetzen. Solche scheuert und gereinigt wird, daß es man so seine Art habe. Sobald Gründe ihres Vorgehens Rede und Antwort zu stehen. In einem Bragis befolgten übrigens in den Tagen ihrer Kindheit auch die Herren den Betrieb aber wieder verlassen, ist es mit der viel- langen überaus kläglichen Elaborat suchte der Polizeireferent Rechts die christlichen Gewerkschaften, als sie mit ihren Beiträgen gerühmten Reinlichkeit auch vorbei. Die Anwesenden versprachen, rat Steller die Aktion zu rechtfertigen, wobei natürlich Recht und noch auf der alleruntersten Stufe standen, und mit ihren im Sinne des Referenten tätig zu sein, damit auch sie endlich ein- Gefeßlichkeit arg zu kurz kamen. Auf alte Polizeipraktiken, wie fie Leistungen überhaupt noch gar feine Sprosse erflettert mal Ginrichtungen bekommen, welche den hygienischen und sani- unter dem Sozialistengesetz und dem alten bayerischen Vereinsgesetz hatten; als die Verhältnisse sie ebenfalls zur Erhöhung der praktiziert wurden, verfallend, wird das Jugendheim einfach für eine tären Anforderungen entsprechen. Fortsetzung der vor zwei Jahren ebenfalls durch einen ungesetzlichen Beiträge und Anstellung von Beamten zwangen, fiel ihnen Aft zerstörten Jugendorganisation erklärt. Köstlich in den Freudenbecher solcher Hezereien mancher Wermutsfind die Beweise", daß es sich um einen Jugendverein tropfen. Nicht nur aus den Reihen der Scharfmacher, sonhandelt und daß im Jugendheim Politik getrieben wird. Man höre: dern auch aus denen der Mitglieder, die sich in dieser BeDer Kampf um den wöchentlichen Ruhetag im es wurde einmal im September 1910, als das Jugendheim noch ziehung als gelehrige Schüler erwiesen, mußten sie sich sagen Gastwirtsgewerbe. gar nicht bestand! versucht, die jungen Tertilarbeiter für ihre lassen, es würden Arbeitergroschen verpraßt. Seit jener Zeit Vom Verband der Gastwirtsgehilfen werden in diesen Tagen Berufsorganisation zu gewinnen; in einem Vortrag über die wirt findet man bei den christlichen Gewerkschaftsführern an dem in allen größeren Städten Deutschlands Versammlungen einberufen, schaftlichen Verhältnisse wurden sehr abfällige Urteile über die Fabrik Hezgerücht über verschlemmte Arbeitergroschen keinen rechten wirtsgewerbe zu beschäftigen haben. Die Gastwirtsgehilfen politischen Charakter ist die Tatsache, daß im Jugendheim der Heggerücht über verschlemmte Arbeitergroschen feinen rechten die fich mit dem gesegliden Arbeiterschuß im Gast- herren gefällt. Ist das nicht schrecklich? Ein Hauptbeweis für den Geschmack mehr. Aber in den ultramontanen Blättern kann stellen von neuem die Forderung auf Einführung eines wöchent-" Wahre Jakob" und die sozialdemokratische Fränt. Wolfstribüne“ man sich des Vergnügens, mit dem Hinweis auf die erpreßten ich wiederkehrenden Ruhetags. aufliegen; daß daneben noch viele andere Zeitschriften, wie„ Garten Arbeiterpfennige gegen die freien Gewerkschaften zu heben, Die zur Zeit im Gastwirtsgewerbe bestehenden Arbeiterschutz- laube"," In Freien Stunden" usw. sowie zahlreiche wissenschaft. nicht entschlagen. So kamen die christlichen Gewerkschafts- bestimmungen find gänzlich ungenügend. Nur jede dritte Woche, in liche Bücher vorhanden sind, wird weislich verschwiegen. Aber führer schon öfter in die Verlegenheit, ihren Freunden in der Städten von über 20.000 Einwohnern jede zweite Woche, haben die es fommt noch fürchterlicher. An der Spitze der Jugendbewegung politischen flerifalen Presse einen kleinen Nasenstüber wegen Gehilfen( nach der Bundesratsverordnung vom 23. Januar 1902) steht der Redakteur der Volkstribüne", Genoffe Puchta, und das Demagogen- mindestens acht Stunden, Die tägliche Ruhezeit hat allerentsetzlichste ist, daß sich das Jugendheim im Anwesen der ihrer dummen Heßerei zu erteilen. Das hält die Demagogen- einen Ruhetag zu beanspruchen. blätter aber gar nicht ab, immer wieder ihr Hegrößlein zu neun Stunden, zu betragen. für Gehilfen unter 16 Jahren Volfstribüne" befindet. Damit sind die Gründe" so ziemlich Dieser Schuß ist aber beschränkt erschöpft. Der liberale Magistrat stiminte begeistert diesen juristischen besteigen. Nun sieht sich die Westdeutsche Arbeiter- Beitung" auf die Minderheit des Personals, nämlich auf die sogenannten Kunststüden zu, und es wurde der wachsame Polizeireferent jogar veranlaßt, in etwas energischer Weise ihre Zentrums Gelernten. Das gesamte Hilfspersonal, die als ein Mann gefeiert, der das Vaterland gerettet habe vor einem geschwister zu rüffen. Sie schreibt in ihrer Nr.: Hotel und Hausdiener, das weibliche Küchenpersonal, ist zweiten Staat im Staate". Nach der Peitsche kommt aber für die " Ein Kududset, ein gelbes, haben sich einige Zentrums- felbst von diesem geringen Arbeiterschutz ausgeschlossen. Für diese Bayreuther Arbeiterjugend das Zuckerbrot; der starke Besuch der blätter in ihr Nest legen lassen. Eigentlich haben sie es selbst zu herrscht noch die unbeschränkte, untontrollierbare Ausbeutung: Arbeiterveranstaltungen hat gezeigt, daß solche Unternehmungen ein verantworten. Im Verlage nationaler Schriften" zu Essen an 16, 18, 20stündige Arbeitszeiten sind keine Seltenheit. Bedürfnis sind, dem man nun wohlwollend abhelfen will, indem der Ruhr, dem Verlage der Kruppschen Gelben, ist ein Broschürchen: Gerade die Bundesratsverordnung für das Gastwirtsgewerbe 500 m. bewilligt wurden zur Veranstaltung von Leseabenden in ,, 455 Millionen Arbeitergroschen" betitelt, herausgegeben worden. zeigt so recht den ganzen Jammer der deutschen Sozialreform. der Wärmehalle. Dort sollen die jungen Leute für die bürgerDarin wird der sozialdemokratischen Partei und vor allem den Welche Anstrengungen waren notwendig, selbst diese geringfügige lichen Hurrabestrebungen präpariert werden. Ueber den Erfolg sozialdemokratischen Gewerkschaften nach bekannter Manier zum Bestimmungen der Regierung abzuringen. Ein ganzes Jahrzehnt werden einmal die Herren sehr verwundert ihre Zöpfe, wadeln soundfobielten Male nachgewiesen", wieviel Millionen Mark Bei- lang Erhebungen, mündliche Vernehmungen, Herausgabe dickleibiger lassen. träge sie den Arbeitern aus der Tasche locken, um es zu ver- Bände mit statistischen Zahlen über das Resultat der Untersuchungen, streiten, wobei meist nichts herauskäme usw. Zwar würden für vielfaches Tagen der Kommission für Artiterschutz, Beratungen der Unterstützungen im Todesfalle, bei Invalidität und Krankheit Geheimräte, Ausarbeitung verfchiedener Entwürfe, Sturmlauf der etwas gezahlt, aber nur ganz wenig. Sodann behaupteten die Unternehmer, Zurückziehen und Verschlechtern des ursprünglichen Führer der Gewerkschaften, die Beiträge gingen nicht verloren, Entwurfs usw. bis endlich am 23. Januar 1902 die Verordnung fie flöfsen infolge von Streifunterstügungen und Lohnerhöhungen des Bundesrats über die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen in die Taschen der Arbeiter zurück. Dem sei aber gar nicht so. in Gaft und Schankwirtschaften das Licht der Welt erblickte. Eine Diese Frage hat das Oberverwaltungsgericht am 7. d. M. Die Streitunterstützungen würden den Ausfall an Lohn nicht schwächliche Spätgeburt der faiserlichdeutschen Sozialreform. berneint. decken können, Schulben aus der Streifzeit blieben stehen, schließ- Das Verlangen nach einem wöchentlichen Ruhetag ist durchaus In Wald- Sieversdorf( Kreis Lebus) ist der Mühlenbesitzer lich würden nicht alle Streifs gewonnen usw. Ein großer Teil berechtigt, umsomehr, als das ganze gastwirtschaftliche Personal nach Kindermann Gemeindeschöffe. Als solcher gehört er sowohl dem der Gesamtausgaben geriete in die Taschen der bezahlten Lage des Berufs auf jede Sonntags- und Feiertagsruhe verzichten Gemeindevorstande an, als auch der Gemeindevertretung. Nachdem muß. Und zwar ist diese Forderung für das gesamte Personal er im Jahre 1911 fünfmal die Sizungen der Gemeindevertretung Hier habe man wieder, führt das Blatt weiter aus, die zu stellen. Es ist nicht einzusehen, warum der Jugendliche nur versäumt hatte, beschloß die Gemeindevertretung auf Grund eines bekannte höchst gedankenlose Manier, über die Ausgaben der dann des Schuges seiner Arbeitskraft teilhaftig sein soll, wenn er Ortsstatuts( Geschäftsordnung), ihn auf drei Jahre von der TeilGewerkschaften für Streifs usw., über ihren Nutzen und Kellner oder Koch lernt, oder wenn das junge Mädchen als„ Herd- nahme an den Sitzungen der Gemeindevertretung auszuschließen. Schaden zu rechnen. Da aber auch die christlichen Gewerkschäftigt ist, während der junge Page, Liftbon oder das Küchen- gericht der Klage des Gemeindeschöffen auf Aufhebung des Gemeindemädchen" bei der Zubereitung der Speisen und Getränke be- Im Gegensatz zum Bezirksausschuß hat das Oberverwaltungsschaften den Streit als legitime Waffe in ihrem Programm mädchen ungeschüßt bleiben. führen, könne das oben Gesagte über die freien Gewerkbertreterbeschlusses stattgegeben. In der Begründung wurde aus Hoffentlich wird den berechtigten und bescheidenen Forderungen geführt: Die Frage, ob die Gemeindevertretung berechtigt jei, schaften auch ohne weiteres auf die Christlichen gemünzt der Gastwirtsgehilfen endlich Rechnung getragen. werden. Das sei auch die Absicht der Gelben in ihrer Schrift, Die sie in höchst geschickter Weise unter den Anwürfen gegen die freien Organisationen versteckten. Und daher konnten sie Beamten!" " Lohnbewegungen im Sattlergewerbe. Soziales. Können Gemeindeschöffen durch die Gemeindevertretung bestraft werden? gegen Gemeindevorsteher und Schöffen Strafen wegen Nichtteilnahme an Sizungen der Gemeindevertretung festzusehen, müsse verneint werden. Denn es sei unmöglich, daß die Leiter der Gey meinde, die Verwalter der Gemeinde, die Beamten der Gemeinde auch den Waschzettel zu ihrer Broschüre in Blätter bugfieren, Die Militäréffettenfattler der Firma Thieme in Magde- unter die Botmäßigkeit der Gemeindevertretung in der Weise gedie sonst mit den Gelben in gar feiner Beziehung stünden, burg befinden sich wegen Einführung des Berliner Tarifs im stellt werden könnten, daß ihnen Strafen wegen nichtentschuldigter Die Gelsenkirchener Zeitung" habe sogar zur größten Ver- Streit. Die Militäreffektenfabrik der Firma Maury in Versäumnis auferlegt werden könnten. Es fomme weiter hinzu, wunderung sicherlich ihrer Leser die wirtschaftsfriedliche Offenbach a. M. ist für Sattler wegen Ablehnung tariflicher daß diese Strafen an sich disziplinarische Bedeutung hätten und nationale Arbeiterbewegung", womit sich die Gelben zu be- Verhältnisse gesperrt. Die Sattler der Waggonfabrik in Wer daß daniit eine disziplinare Gewalt ausgeübt würde gegen Gezeichnen lieben, zur Unterstützung empfohlen. Die Zentrums. baui. S. befinden sich in einer Lohnbewegung. Die Firma sucht meindevorsteher und Schöffen, obwohl die Disziplinargewalt über preffe folle fich doch wirklich endlich vom„ Schlager" der sozial- in vielen Tageszeitungen Sattler und Tapezierer zum baldigen Ein- fie einer anderen Behörde zustehe. In bezug auf die disziplinare Demokratischen Partei- und Gewerkschaftsbesteuerung emanzi- tritt. Hoffentlich bleiben die Inserate ohne Erfolg, weil alle Gewalt über sie würde eine Konkurrenz stattfinden, die unzuSattler und Tapezierer unter diesen Umständen Werdau zu meiden lässig sei! pieren, da ja doch auch Zentrumspartei und christliche Ge haben. Die Inhaber der Automobilfabrik Miegen in Bonn werkschaften mit Recht immer höhere Beiträge erhöben. Das a. Rhein können organisierte Arbeiter nicht leiden und glaubten, sei eben notwendig, um den sich selbst gestellten Aufgaben ge- wenn sie die Verbandsfunktionäre der Sattler entlassen, den Gelben recht werden zu können! Die M.- Gladbacher ernten nun die wirkjam den Boden vorzubereiten. Damit dies verhindert wird, unangenehmen Früchte, deren Samen sie selbst so reichlich legten sämtliche Sattler einmütig die Arbeit nieder. Sie ersuchen, und skrupellos ausstreuten. jolange den Zuzug fernzuhalten, bis die Firma sich geneigt fühlt, den Arbeitern das Koalitionsrecht zu belassen. Der Streit in der Treibriemenfabrik von C. Scholz in Hamburg währt bereits 12 Wochen, ohne daß die Ausgesperrten gewillt sind, auf ihr Koalilionsrecht zu verzichten. Nach wie vor wollen sie die Arbeit erst aufnehmen, wenn ihre 40 gemaßregelten Vertrauensleute auch wieder eingestellt werden. Berlin und Umgegend. Achtung, Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes! Bei der am 12. 5. W. erfolgten Urabstimmung über die Einführung der Sauskassierung find abgegeben 28 995 Stimmen, davon ungültig 209 Stimmen, bleiben 28 786 gültige Stimmen. Hiervon haben 14 084 für die Haustassierung gestimmt und 14 702 dagegen. Die Haustassierung ist also abgelehnt. Die Ortsverwaltung. Mißstände im Städtischen Gaswerk Tegel. In unserm neutlichen Artikel mit dieser Spizmarke muß es heißen:" Die Einstellungslöhne betragen 50 Pf. pro Stunde", statt wie es hieß 54 Pf. Aus den Betrieben der J. C. G. A..( Ammoniakfabrik Nieder Schöneweide). Tarifverhandlungen im Maler gewerbe. Ein Erfolg im Kampfe gegen die Kinderhändler. schamlose Ausbeutung und Mißhandlung spanischer Kinder in Die Enthüllungen der Genossen Bonneff und anderer über die schamlose Ausbeutung und Mißhandlung spanischer Kinder in Frankreich haben endlich die Aufmerksamkeit der Behörden gewedt. Acht Padrones, jene Sklavenhändler, die die Kinder in Spanien billig auftaufen, um sie dann selbst scheußlich auszunuzen oder mit großem Profit für die entseßliche Nachtarbeit in den Glashütten weiterzugeben, müssen demnächst vor der Pariser Strafkammer als Angeklagte erscheinen. Die Mitschuldigen besserer" Klasse, die Glasfabrikanten, ohne deren Kundschaft das ganze Schandgeschäft nicht möglich gewesen wäre, find natürlich nicht angeklagt. Die spanische Regierung, die bisher nie etwas Ernstliches gegen dieses wie gegen andere joziale Verbrechen getan hat, benutzt die Sache In der Sizung am Sonnabend wurden die Verhandlungen zu einer Gratisreklame für ihre landesväterliche Gesinnung, indem über das Tarifschema fortgefegt. Beraten wurde über die Leistungen sie mitteilen läßt, daß der Botschafter in Paris sich der Strafverund Gegenleistungen, über die Festsetzung einer Lohnkürzung, über folgung als Nebenkläger anschließen werde. Juristisch ist das unLohnzuschläge und Fahrgeldvergütungen, Affordarbeit, Lohnzahlung möglich. Aber man hat doch gezeigt, wie gut man es mit den ge und Auflösung des Arbeitsverhältnisses, ohne daß es gelang, in den liebten Untertanen meint- nachdem die Sozialisten die Dinge ans wesentlichsten Punkten eine Einigung zu erzielen. Die strittigen Licht gebracht haben. Punkte wurden für die nächste Beratung zurückgestellt. Da die Durchberatung des Tarifmusters doch nicht ganz erfolgen lonnte, indem die Unparteiiichen wegen dringender Angelegenheiten abreisen mußten, wurde beschlossen, die Verhandlungen zu vertagen und am 23. Januar wieder aufzunehmen. Letzte Nachrichten. Riesige Fabrikbrände. Es gibt feine Mißstände in den Betrieben der J. C. G. A.", so lautete die Antwort des Betriebsdirektors Nu bolph an eine Kommission der Arbeiter, welche um die Wiedereinführung der Arbeiterausschüsse petitioniert hatten. Leider muß das Gegenteil Das Personal der Kartonnagenfabrik von Kraft in Schwelm von dieser Behauptung des Herrn Betriebsdirektors konstatiert i. Westf. trat an die Firmeninhaber mit dem Ersuchen heran, die der Brüder Jlic brach gestern abend ein großer Brand aus, dem Belgrad, 13. Januar.( W. T. B.) In der hiesigen Stoffabrik werden. Eine gut besuchte Versammlung der Ammoniatarbeiter Arbeitszeit um eine Biertelstunde zu verkürzen. Diese Verkürzung nahm am 10. Januar Stellung zu dieſer Antwort. Der Referent sollte der Verlängerung der Mittagspause dienen, die in diesem Be- das Fabrikgebäude fajt gänzlich zum Opfer fiel. Die im Kontor Genosse A. Stamer vom Gemeindearbeiterverband schilderte ein- trieb nur eine Stunde bauert. Anfangs schien es, als wenn Herr befindliche größere Geldsumme sowie die Baren konnten gerettet gehend an Hand reichlichen Materials, daß kaum glaubliche Miz- Straft diesen gewiß bescheidenen und berechtigten Wünschen ent- werden. Der Schaden wird auf 250 000 Dinars geſchäßt. stände auf der Ammoniatfabrit existierten und daß die Arbeiter- gegenfommen wollte, indem er die Mittagspause um eine Viertel- Alexandria, 13. Januar.( W. T. B.) In einem Schuppen im schaft alle Ursache hätte, diese Mißstände so schnell wie möglich zu tunde verlängerte und eventuell ab 1. Februar eine Verkürzung der Elbassal- Viertel sind 1500 Ballen Baumwolle durch eine beseitigen. Schon im August vorigen Jahres sind der Direftion Arbeitszeit in Aussicht stellte. Dann aber fündigte er dem Ge- Feuersbrunst zerstört worden. Der Schaden, der durch Versiche Anträge auf bessere Beleuchtung und über Anbringung von Venti- hilfen, der die Verhandlungen für seine Kollegen geführt hatte, rung gedeckt ist, beziffert sich auf 50 000 Pfund Sterling. lation zum Abzug der giftigen Gase unterbreitet worden. Eine mit der Motivierung, daß er feine Hezer" in seinem Betriebe Menderung ist bis heute in dieser Beziehung aber noch nicht erfolgt, haben wolle. Die Arbeiter erklärten fich mit dem Gemaßregelten hiesigen Firma gerieten zwei Bohrtürme in Brand. Das Heuer Grosnyi, 13. Januar.( W. T. B.) In den Naphthawerken einer doch ja man hat noch etliche Lampen fortgenommen, weil an solidarisch und fündigten ebenfalls. Da Verhandlungen bis jetzt ging auf drei Bohrtürme und die Naphthareservoirs einer anderen geblich zuviel Licht verbraucht wird. Waschraum, Badeanstalt und zu keinem befriedigenden Resultat geführt haben, sieht es jo aus, Firma über. Der Brand hat einen bedrohlichen Umfang angeAnkleideraum starren zeitweise vor Schntuh, so daß die Anstellung als wenn Herr Kraft es wirklich aus so fleinlichen Gründen zum eines Arbeiters zur Reinigung dieser Räumlichkeiten unbedingt er- Sonflitt treiben wollte. Zuzug von Buchbindern und Kartonnagenforderlich ist. Auch der Abort bedarf öfter der Reinigung. Jektarbeitern ist von Schwelm fernzuhalten. bergehen manchmal mehrere Tage, ehe jemand dazu beauftragt wird, den Abort zu reinigen. Der Speisesaal entspricht in bezug Wo alles hast, können die Innungskrauter nicht lieben. Der auf das Heizen nicht den Anforderungen, welche an einen derarti feit langen Jahren in München bestehende fenfegergen Raum gestellt werden. Ferner hätten die Kollegen schon im Tarif wurde von der Hafnermeister- Innung gekündigt. Was borigen Frühjahr eine Eingabe wegen des Koksverkaufs an die Di- bie Innungsgötter mit dieser Tariflündigung bezwecken wollen, ift rektion eingereicht, auch diese Eingabe ist bis zur Stunde noch nicht nicht recht erfindlich. beantwortet worden. Aber auch in anderer Beziehung werden die nommen. Unruhen in Coimbra. tam es in Coimbra zu einer ernsten Ruhejtörung. Ein Teil der Paris, 13. Januar. Nach einer Blättermeldung aus Lissabon Bevölkerung wollte mehrere Gefangene befreien, worauf die republitanische Garde einschritt und auf die Menge feuerte. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Schrecklicher Fliegerunfall. Arbeiter geradezu brüstiert. So hatten die Arbeiter, welche an Für die Chirurgie- und Orthopädiemechaniker in München wurde den Feiertagen arbeiten mußten, in legter Zeit als besondere Ent- zwischen dem Deutschen Metallarbeiter- Verband und der Süddeutschen schädigung einen Stundenlohn erhalten. Dieser Stundenlohn ist Vereinigung für Chirurgie- und Orthopädiemechanik ein dreijähriger den Arbeitern während der Neujahrswoche abgezogen worden. Der Tarifvertrag abgeschlossen, der den Arbeitern sofort und nach zwei London, 13. Januar.( W. T. B.) Als zwei Flieger heute Borgesezte, welcher dieserhalb von den Arbeiter interpelliert wurde, Jahren je 5 Broz, also insgesamt eine 10 proz. Erhöhung der Löhne zwischen Dartford- Greenhithe eine Versuchsfahrt auf einem neuen erklärte einfach, von einer derartigen Extravergütung sei ihm nichts innerhalb der Tarifbauer bringt; die Arbeitszeit wird an den Viders- Zweidecker machten, stürzte das Flugzeug nach einer he fti. bekannt. Zum Schluß seiner Ausführungen forderte der Referent Sonnabenden um 1 Stunde verkürzt. Je nach der Beschäftigungs- gen rplosion in die Themie. Beide Flieger er. die Anwesenden auf, alles daran zu sehen, damit alle Arbeiter der bauer bekommen die Arbeiter cuch Urlaub. tranten. Verantw, Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. UnterhaltungsbL Nr. 11. 30. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 14. Januar 1913. 89. Sigung. Montag, den 13. Januar 1913, mittags 1 hr. Am Bundesratstische: Dr. Lisco. Verfahren gegen Jugendliche. Entwurf hinein. Dringend erforderlich ist, daß bei den Jugendgerichten nur einmal eine Woche lang nach Moabit und hören Sie dort zu, nicht nur Volksschullehrer, sondern auch Frauen zu Schöffen wie über Jugendliche abgeurteilt wird. Sie werden ein wahres herangezogen werden. Selbst wenn man sonst Frauen nicht Grauen bekommen, und diese Urteile würden noch schlimmer aus zulassen will, fo gehören sie, die ja an der Erziehung vorwiegend fallen, wenn die Deffentlichkeit nicht vorhanden wäre.( Sehr wahr! beteiligt find, hier sicher her.( Lebhaftes Sehr richtig! bei den bet den Sozialdemokraten.) Sozialdemokraten.) Nach dem Entwurf soll die Verteidigung nicht immer, sondern Das Hauptbedenken gegen die Vorlage ist, daß die Staatsanwalt- nur in bestimmten Fällen obligatorisch sein, wir fordern für einen Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Gefeßgent- fchaft entscheiden foll, ob eine Anklage erhoben oder eine Erziehungs- Jugendlichen unter allen Umständen obligatorische Ber wurfs über das maßnahme aetroffen werden soll. Es ist zu befürchten, daß dann teidigung. fein politische Momente maßgebend werden. Nur Der Staatssekretär wünschte, daß auf die Bestimmungen einen Fall will ich zum Beweise anführen. In Bremen war ein des materiellen Rechts, die für Jugendliche und Erwachsene gelten, Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Lisco: Der Entwurf foll Dienstmädchen, die eine Kette entiendet und angezeigt war, dafür nicht eingegangen werde. Es ist doch fraglich, ob das angängig eine Lücke ausfüllen, die sich jedem, der sich mit kriminellen Dingen bestraft, aber der bedingten Begnadigung empfohlen worden. Von fein wird. Wofern überhaupt das Strafverfahren gegen Jugendliche befaßt, außerordentlich fühlbar macht. Die Jugendfürsorge da an hatte sich das Mädchen einwandfrei geführt und dann bestehen bleibt, ift dringend erforderlich eine hat in den letzten Jahren einen erheblichen Umfang, angenommen. geheiratet. Drei Wochen nach der Hochzeit wurde sie von einem Wie wichtig auch die Frage der Fürsorge für die kriminellen Jugend- Polizisten zur Verbüßung der Strafe abgeholt. Als Heraufsetzung des Strafmündigkeitsalters. lichen ist, geht daraus hervor, daß unter 100 000 Jugendlichen sih 659 ihre Verwandten sich erfundigten, wie denn etwas Derartiges möglich( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wenn Sie nicht alle friminelle befinden, nach denfeststellungen von 1910. Das geltende Recht iei, erhielten sie die Antwort:" Ja, denken Sie sich nur, sie hat ja Perfonen bis zum achtzehnten Jahre der Vormundschaftsbehörde berücksichtigt nicht, daß bei Jugendlichen Erziehung weit einen Sozialdemokraten geheiratet!"( Lebhaftes Hört! hört!) Also überweisen wollen, so wird man doch zugeben müssen, daß Kinder mehr am Plage ist als Strafe, daß die Strafe hier oft weil sie sich gut geführt, fogar einen Sozialdemokraten geheiratet hat, von 18 und 14 Jahren nicht ein Objekt für die Strafjustiz sind. mehr schaden als nügen kann. Man hat dem Entwurf vorgeworfen, wird ihr das als ein Verbrechen, als eine fittliche Verfehlung aus( Lebhaftes Sehr richtig!) Ein Staat, der in seinen Maßnahmen er lasse den jugendlichen Striminellen nicht genügend zum Bewußt- gelegt. Wenn eine Behörde so vorgeht, wenn sie das, was ihr zum Wohle wirklich sozial ist, würde es leicht durchführen, sämtliche Jugendliche ſein des Ernstes der Strafe kommen. Der Vorwurf ist unberechtigt; der bestraften Jugendlichen anvertraut ist, in ihr Gegenteil verkehrt, bis zum 18. Jahr für nicht strafmündig zu erklären. Will man aber es soll nur die Art der Reaktion des Staates gegen Vergehen und io fann man ihr nicht das Recht geben, zu entscheiden, ob sie ein- den großen Sprung von 12 auf 18 Jahren nicht machen, so Verbrechen Jugendlicher eine andere, der Fürsorge für die Jugend- schreiten will oder nicht. Dadurch würde geradezu eine Prämie wird man doch einen Mittelweg, vielleicht bei 15 oder lichen mehr angepaßte fein. Man fönnte dann noch das Bedenken gesetzt werden auf die Begehung von Straftaten; diejenigen, welche 16 Jahren finden können. Heute wird in einer geradezu er= haben, ob es angebracht ist. bei der doch bevorstehenden Reform des nationale Gesinnung heucheln, werden nicht verfolgt werden, genau ich re dend schablonenhaften Weise auch gegen Strafgesetzbuches diese Materie vorweg zu nehmen. Innerhalb der so wie es heute schon bei den Arbeitswilligen geschieht. Jugendliche vorgegangen, und sie werden der ZwangsGrenzen des Entwurfs schien uns das angebracht. Auf Einzelheiten Gerade diese verwahrloften Elemente würden dann nicht der so not- erziehung und dem Arbeitshaus überwiesen. Kein Wort wird wohl am besten in der Kommission eingegangen werden. wendigen Fürsorge anheimfallen. Was alles die sogenannte natio- bört man von den sozialen Einflüssen, denen der Betreffende unterlag. Abg. Stadthagen( Soz.): nale Jugenderziehung mit sich bringt, sehen wir ja bei dem Er ist einfach eine Nummer, die zu einem Attenstück gehört. 18 jährigen Jüngelchen, das sich eine Marineuniform anzog und in Das mus beseitigt werden, der Jugendliche muß als Mensch, als dieser Soldaten, Gefreite und Unteroffiziere anschnarrte. Das Perion, als Individuum betrachtet werden. Jüngelchen wußte ganz gut, daß es nur auf die Uniform an tommt, nicht auf das, was drinsteckt. haben. Wird diesem Gedanken nicht Rechnung getragen, so hat die Borlage fo gut wie gar feinen Wert. Ferner muß in das Gefetz hinein, daß der gesegliche Vertreter des Jugendlichen vor der Entscheidung, ob ein Strafverfahren oder ein Erziehungsberfahren am Blaze ist, zu hören ist. Ein Strafverfahren darf auch nur dann angeordnet werden, wenn mindestens zum zweiten Male in demselben Jahre die betreffende Handlung begangen wird. Es wäre auch zu untersuchen, ob die vorgesehenen Erziehungsmaßregeln ausreichen, und da muß ich mich ganz entschieden da gegen aussprechen, daß man die Kinder ber 3wangserziehung überweist. In Preußen find die Zwangserziehungsanstalten heute in einem Geiste geleitet, daß man sagen muß, dort wird aus den guten Elementen Ich hoffe, daß es gelingt, in den angedeuteten Richtungen den Entwurf auszubauen. Wir beantragen deshalb seine Ueber= hafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) weisung an eine Kommission von 21 Mitgliedern.( LebAbg. Dr. Pfleger( 8.): Der Entwurf stellt eine bewußte albheit bar. Die Regierung greift aus der durchaus ver befferungsbedürftigen Strafprozeßordnung einen Teil, das Verfahren gegen Jugendliche, heraus und entschuldigt das damit, daß dies befonders dringend ist. Das materielle Strafrecht aber bleibt unberührt. Der Entwurf scheint aber auch manche Mängel, sowohl des Stoffes wie auch der Bearbeitung, aufzuweisen. Erheb liche Bedenken haben wir gegen die Bestimmung, die eine Durchbrechung des Legalitätsprinzips bedeutet. Abg. Dr. v. Calker( natl.): Der Reichstag und die Verbündeten Regierungen haben sich entschlossen, die Reform des Verfahrens gegen Jugendliche von der Regelung des gesamten Strafprozesses loszulösen. Das ist insofern bedauerlich, als wir wohl auf eine baldige Reform der gesamten Strafprozeßordnung einstweilen werden verzichten müssen. Das vorliegende Problem ist aber ein so wichtiges, daß wir nicht zögern dürfen, an eine spezielle Regelung diefer Materie beranzugehen. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß man auf dem Gebiete des Jugendstrafrechts mit der Strafe im Vordergrund absolut nichts ausrichtet. Wir dürfen das Schicksal der Jugendlichen in der Voruntersuchung nicht in die Hand des Staatsanwalts legen, es muß in die Hand eines Mannes gelegt Sieht man sich die Vorlage näher an, so muß man sagen, daß außerordentlich wenig darin enthalten ist, beinahe gar nichts. Die Notwendigkeit einer Reform des Verfahrens gegen Jugendliche bedarf wohl feiner Debatte mehr, auch der Staatssekretär hat sie foeben anerkannt, und auf die Zahlen der Kriminalität der in welcher Weise einzugreifen ist, sondern naturgemäß muß das die Alfo nicht die Staatsanwaltschaft darf die Entscheidung haben, Jugendlichen hingewiesen. Vor allem fällt dabei das Anwachsen vormundschaftsbehörde sein, und bei dieser Vormundder Zahlen der Rüdfälligen auf. Nach meiner Meinung fchaftsbehörde müßten ebenfalls Schöffen zugezogen werden, unter ist hieran wohl hauptsächlich der Staat selbst, die Gesellschafts- denen mindestens eine Frau sich befinden müßte. Sowohl bei ordnung, verantwortlich zu machen. Wir sehen ferner, daß den Jugendgerichten wie bei der Vormundschaftsbehörde sind sie die einzelnen Strafarten nicht geeignet find, ihren Zweck zu erfüllen. jedenfalls am Blaze, wie wir ja Frauen auch in den Waisenämtern Eine Hauptaufgabe scheint die zu sein, daß wir uns flar machen, daß die Jugendlichen nicht dazu da sind, bestraft zu werden, sondern erzogen zu werden. Es wird jedoch nur nebenbei erklärt, daß man statt der Strafe auch Erziehung geben fönnte. Nein, die Strafe darf nur eine Ausnahme sein, die Regel muß hingegen eine ordentliche Erziehung bilden. Wir müssen weiter den Ursachen nachgehen, und dabei wird fich herausstellen, daß die Gesellschaftsordnung weit mehr an der Kriminalität der Jugendlichen schuld ist, als diese felbst. Die Ursachen der ständig wachsenden Kriminalität sind zu finden in denjenigen Gefeßen, die die Nahrungsmittel ver teuern. Bei jeder Erhöhung der Zölle tann man feststellen, daß auch die Zahl der Bestrafungen zunimmt. Wenn der Entwurf so, fvie et uns vorliegt, Gesetz wird, so fürchte ich, wird an den bes stehenden Zuständen nichts geändert werden. Man sagt, es sollen bei den Amtsgerichten besondere Jugendgerichte gebildet werden. Im Entwurf heißt es aber nur: soweit ein Bedürfnis fie werden geradezu zu Verbrechern erzogen, und es ist werden, der im Publikum großes Vertrauen genießt, und das ist der besteht". Dieses Bedürfnis follte überall anerkannt und die Einrichtung der Jugendgerichte obligatorisch gemacht erfreulich, daß noch so wenig Jugendliche durch die fogenannte Vormundschaftsrichter, und diefen müssen wir in den werden. Ferner will man Schöffen bei den Jugendgerichten Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten) zu Verbrechern geworden an Stelle der bedingten Begnadigung auch besser die bedingte Ferner will man Schöffen bei den Jugendgerichten Zwangserziehung, die schlimmer ist als Buchthaus und Arbeitsbaus Vordergrund des Verfahrens ftellen. Wir fönnen in das Gefey zuziehen, die in der Jugenderziehurg besonders erfahren sind. Es zeugt das von der Güte der Jugendlichen. Es liegt hier Verurteilung setzen. find. Bei den Strafkammern will man Schöffen nicht zuziehen. ebenso, wie seinerzeit mit dem Arbeitsbau 8. Auch diefes be- ich der Ansicht, daß wir nicht nur in einzelnen Fällen, sondern In der Frage der Zuständigkeit bir Auch hier haben wir wieder eine Durchbrechung des Prinzips. Die Reform des Strafgefeßzbuches, über die der Reichstag und die Re- trachtete man als eine humane Maßnahme, um Leute zu bessern. prinzipiell Jugendgerichte errichten. Das ließe sich durch Es ist aber eine Nebenstrafe daraus geworden, die schlimmer Zusammenlegung einzelner Schöffengerichtsbezirke sehr leicht machen. gierung schon früher einig waren, hatte das Gute, daß alle für das als das Buchthaus angesehen wird, und es hat eine große Anzahl Es würde sich auch empfehlen, wenn ein Mädchen als Angeklagte allgemeine Strafgesetz beschlossenen Aenderungen auch den Jugend von arbeitsfähigen und arbeitswilligen Menschen dauernb ins Unglück zu erscheinen hat, mindestens eine Frau als Schöffen mitwirken zu Lichen zugute kommen mußten. Alle damals beschloffenen Besserungen gestürzt. Bei der Jugend ist doppelte Fürsorge notwendig. Solange laffen, denn eine Frau fann beffer als der Mann die Psyche des sind keineswegs in diesen Entwurf hinübergenommen. Man war fich damals einig, daß es nicht so weiter gehen könne, daß es von mir nicht ein Reichszwangserziehungsgesetz haben, dürfen wir jeden Kindes, nach der guten und schlechten Seite hin, erkennen.( Sehr dem Vermögen eines Mannes abbängt, ob er Nichter falle Jugendliche nicht in die Zwangserziehung durch richterlichen richtig!) Spruch geben. Abg. Giese( t.) dankt der Regierung für die Einbringung des werden fann. Eine diesbezügliche Bestimmung, die damals getroffen wurde, müßte auch in dieses Gesez hinein. Üebereinstimmung sollen etwas anders gefaßt werden, doch soll die Unterfuchungshaft zu allzu vielen Einzelbestimmungen belastet ist. Die Frage des VerDie Bestimmungen über die Untersuchungsbaft Jugendlicher Gesezentwurfs. Es sei dankenswert, daß der Entwurf nicht mit herrschte ferner, daß die fäffig sein. Meines Erachtens dürfte eine Untersuchungshaft für fahrens gegen Jugendliche erheische dringend eine baldige Regelung. Schöffen aus allen Klassen der Bevölkerung die Jugendlichen überhaupt nicht verhängt werden. Ferner Auch wir wünschen, daß der Vormundschaftsrichter auch genommen werden sollten. Das ist dringend erforderlich, damit auch foll eine Beschränkung der Deffentlichkeit stattfinden. Auch dagegen möglichst Jugendrichter sei. Der Meinung des Vorredners, daß dem Sie Angehörigen der arbeitstätigen und werftätigen Bevölkerung muß ich mich entschieden aussprechen, wofern es fich nicht um Verfahren gegen Jugendliche Frauen zuzuziehen seien, kann ich jedoch Schöffen werden, und nicht lediglich Wohlhabende über Angeklagte Maßnahmen der Vormundschaftsbehörde handelt. Bei der Vor- nicht beistimmen. Das Richten ist ein hartes und strenges aus anderen Gesellschaftsklassen urteilen. Einig war man sich auch mundschaftsbehörde handelt es sich ja um Erziehungsmaßnahmen, Amt. Wir haben aber viel zu viel Verehrung und Hochdarüber, daß die Schöffen und Geschworenen Diäten und Ersag wo die Deffentlichkeit überflüssig ist, aber bei Straf achtung vor unseren Frauen, als daß wir ihnen ein so rauhes der Reiseto sten befommen müßten. Auch das gehört in diefen fachen ist die Deffentlichkeit unbedingt notwendig. Gehen Sie und schweres Amt aufbürden wollten.( Sehr richtig! rechts, Lachen Kleines feuilleton. das Menschliche noch herausgeklopft, " SZ. und den Niaren Lernen wir den Schmied Wieland tennen, des Ganzen ohne das Aufgebot großer Themen, mit gut darstellender der mit zwei Brüdern im Walde einer westfriesischen Anschmiegung an den Text: so könnte die Musit vergessen lassen, Insel haust. Eine von drei Schwanenjungfrauen, Schwanhilde, fällt daß Wagners schwierigste Seite, die deklamatorische Breite, beim infolge einer langen Bosheitsgeschichte verwundet vor Wieland ins Nachahmer in typischer Weise am schwierigsten wird, und daß, wenn Ein großer Denter von 90 Jahren. Russel Wallace, der Meer. Er nimmt ihr die Flügel und eine Liebesszene ab, bettet sie ein Drittel des Ganzen gestrichen wäre, der Rest noch immer reichlich große Foricher in Zoologie und Völkerkunde und Genosse Darwins in seiner Hütte, hängt den Bauberring, den sie ihm gefchenft, innen lang sein würde. als Bahnbrecher der Entwicklungslehre, beging am 8. Jannar in an der Türe auf und schließt zu. Natürlich dauert es nicht lang, Montis Operetten Theater:„ Der heilige Anboller Rüstigkeit von Körper und Geist den neunzigsten Geburtstag. und die bösen Niaren tommen. Die Tochter ihres Fürsten tonius", Burlest- Operette von Bruno De der und Robert Pohl, Unter den vielen Glückwünschen, die ihm von gelehrten Gesellschaften Reiding, Bathilde, sprengt die Türe, nimmt den Ring und Mufit von Siegfried Ridla 3- Stempner. Mit Gilberts„ Keuscher und Persönlichkeiten aller Art zugingen, war einer der Gesellschaft läßt durch die Ihrigen die Hütte anzünden. Die drei Sufanne" verknüpften sich vergebliche Hoffnungen auf den Empor. für Bodenverstaatlichung, deren Vorsitzender er feit 30 Jahren ist. Brüder schlagen die Feinde zurück, samt dem Marschall Gram, stieg einer neuen Operettenära. Auch dies allerneueſte Produkt Einem Vertreter der" Daily Citizen" gegenüber äußerte er sich der sich auf Bathilde Hoffnung gemacht. Wieland betrauert den bringt sie nicht; schwerlich dürfte sie je von Berlin ausgehen. Von mit großer Wärme über die Arbeiterbewegung, sprach seine Verlust seines Weibes. Allein bei Wagner fommen bekanntlich die Wien etwa? Anscheinend ebenso wenig. Das Grundübel besteht Freude über die Entwidelung des Blattes und feine Guten" durch alle Brände glücklich durch, und so hat auch Schwan- eben im Festkleben an althergebrachter Schablone, fotvogl in tertTätigkeit aus. So in der Sache der Blecharbeiterinnen Nordenglands. bild ihre Federn und einen Weg in die Lüfte gefunden. Bei den licher wie musikalischer Hinsicht. So lange nicht ein wirklicher Es hatten vorher wohl wenig Leute gedacht, daß solche furchtbaren Niaren wird erst Gram und dann Fürst Neiding von der herrsch- Dichter und ein wirklich schöpferischer Musiker das spe= Bustände noch in England vorhanden seien. Was die Arbeiter füchtigen Bathilde um den Finger gewickelt. Nun kommen aus bere zifisch Neu- Stoffliche mit modernstem Geifte gestalten werden, so partei betrifft", sagte er, follte fie fräftiger ins Beug gehen. fchiedenen Gründen die drei Brüder hin. Wieland entbrennt zu Bathilde, lange wird keine neue Form entstehen. Die Librettisten des„ Heiligen Sie machen ihre Stimme nicht genug geltend. Sie sollten irgend erichlägt den Gram und wird zur Zerschneidung der Sehnen verurteilt. Antonius" der diesmal Direktor der Pariser Kunstmuseen ist eine Hauptfrage aufgreifen und immer und immer wieder Immer neue Schwerter für Neiding schmiedend, schwankt er zwischen haben eine von auswärts herbezogene Idee" nur frisch auflackiert dem Barlament einhämmern." Die Ablehnung der mecha- der Erinnerung an fein Weib und den Ergüssen Bathildens hin und und dies Zwitterding in die altbewährt. Zwangsjade gesteckt. Benischen Kuppelung durch die Eisenbahnverwaltungen aus pefu her. Die aber, Parsifals Kundry vorwegnehmend, läutert fich, bingung war dabei, daß verschiedenen Solisten des Montischen Enniären Rücksichten bezeichnete er als ein Hauptaugenmert für Wieland schmiedet seine Schwerter zu einem Fluggewand um und fembles bequeme Rollen auf den Leib geschrieben wurden und ferner, die Nationalisierung der Bahnen. Ueber den Stampf gegen die findet in den Lüften seine Schwanhilde wieder, während drunten daß auch die Regie ihr Licht in allerhand Reflexen erstrahlen lassen Armut sprach er gleichfalls höchft anerkennend. Es ist schändlich, daß Rotar, der Wifingerfönig, seine erfehnte Bathilde heimführt. fonnte. Dementsprechend mußte nun der Komponist verfahren. Es Männer, Frauen und Kinder jeden Tag hungern müssen. Die So nach dem Textbuch. Die Aufführung allein konnte schwerlich schien im ersten Aft, als nähme er einen energischen Anlauf zu Regierung sollte ihren Ueberschuß von 6 Millionen Pfund ver- den Zusammenhang finden lassen. Der Sänger der Titelrolle, positiv- moderner Stilisierung. Aber schon im zweiten Aft bekennt er wenden, um das Volk zu ernähren. Aber das wagen fie nicht." Alfred Golz, hatte wegen Indisposition um Nachsicht bitten lassen sich zum lofen Mischmasch, aus dem das sei immerhin anerkannt Möge dem großen Gelehrten, der im Gegensatz zu so vielen und war wenig hörbar, obwohl man auch da noch eine vorzügliche entschieden fangbare Melodien, originelle Marich- und Tanzrhythmen feiner Art Verständnis und Empfinden für die Befreiungskämpfe auch Behandlung der Stimme merken konnte. Die übrigen Sänger: fowie passable Ansäge einer instrumentalen Ensemblemusik auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete befigt und feit langem Emmy Zimmermann, sodann Luise Marc und andere uns aufleuchten. An Humor und grotesten Einfällen fehlt es ihm auch überzeugter Sonalist ist, noch ein schönes Abendrot im Hinblick auf schon Bekannte tamen tro viel pathetischer Gebärden gegen die üble nicht; zum mindesten versteht er sie, dant Rossini, Wagner, Johann die kommende Erlösung der Menschheit beschieden sein! Wirkung des Riefenraums schwer auf, ausgenommen den überaus Strauß." Verdi und den neuitalienischen Beristen" effektvoll zu wuchtig ausdrucksvollen Karl Braun als Neiding. Die Direktion illustrieren. Nur eins befigt er noch nicht im entferntesten tönnte und sollte da helfend eingreifen. Der Staum läßt sich durch Gefühl und Streben nach organischer Stilreinheit. Die turbulente Das Deutsche Opernhaus in Charlottenburg hat am Ausspannung von Tüchern und Negen akustisch günstiger gestalten. Lebendigkeit im Mittelalt grenzt schon eher an finnverwirrende Sonnabend zum ersten Male eine wirkliche Reubeit, eine Ur- Sodann sollte dem Publikum doch auch die vorgängige Lektüre des Tertes Hysterie. Der Schlußaft ist allzu mager. Jedem Akteur wird eine Sufführung" racht:" Wieland der Schmied", Musikdrama nahe gelegt werden. Speziell die Vertreter der Breffe follten nicht nüchterne Schilderung seiner Erlebnisse hinter den Kulissen zugedacht, in drei Aufzügen von Kurt ösel. aufs Nachlesen im letzten Augenblick angewiesen sein. Schließlich und dem Stomponisten geht der Faden aus. Da müssen größere Wagner batte fich lange mit einem szenischen Entwurf diefes hätte der Schluß doch durch eine„ flugtechnische" Demonstration des Vorbilder aushelfen. Immerhin scheint seine unleugbare Begabung Stoffes herumgeichlagen. Ihm war die Ausführung nicht mehr vereinten Baares flarer gemacht werden können. Und zu guter Lezt noch zu befferem berufen. Um jedoch diesem Erstling zu einem möglich. Jetzt endlich fühlte ein Jünger den Entwurf in Dichtung die alte Klage: das Orchester zu laut! Sonst spielte es unter Eduard lärmenden Erfolg zu verhelfen, hätte es nicht des großen Aufgebots und Musik aus; er straffte den Text dramatischer zusammen und Mörite sehr anerkennenswert. von Befreundeten bedurft. Solisten von der gesanglichen und darließ auch etwas weniger Worte machen als sie anscheinend der Meister Und nun die Komposition: eine vorzügliche Epigonenarbeit! ſtellerischen Vortrefflichkeit der Damen Mizzi Freihardt( Stubenselbst würde gemacht haben. Um so charakteristischer ist es, daß Sie will ja nichts, als in der Wagnerschen Schaffenswelt eine mädchen Babette), Marthe Kriwis( Francine), Käthe Dorsch trotzdem fein recht dramatischer Eindruck zustande kommt, und daß Lücke schließen. Mit etwas dicken und lauten langfarben,( Jeanne Boirette) und der Herren Poldi Deutsch( Flageolette, fich Breiten der Rede entfalten, die durch 4 Stunden lang wenigstens mit einem gegen den gewöhnlichen Bestand nur um zwei Harfen genannt der heilige Antonius), Albert ugner( Maler Maurikoff) den des Textes nicht genau Kundigen erschöpfen können. vermehrten Orchester, ohne die schneidenden Dissonanzen der und Gustav Ma ner( Neffe Adolf) garantieren für eine gute AufAus einer idealisierten Stammesfehde zwischen den Wikingern! Modernsten, mit wohlgefälligen Leitmotiven, mit melodiöser Haltung Inahme- 50 oder 50. S Mufit. " e. k. das links.) Wir glauben auch, daß bei den Frauen öfter die Milbe fekretär hat uns ja mitgeteilt, daß der Entwurf zum neuen Abg. Fischer( Soz.): Es entspricht nicht meinen Wünschen, daß sich die Marine ingenieure aus denselben Familien ergänzen, wie die Seeoffiziere. Es ist wünschenswert, wenn sich die Ingenieuranwärter nur aus dem Mittelstande und den Familien darunter ergänzen. Wir werden damit erreichen, daß die Ingenieure von selbst in die untergeordnete Stellung zurüdtehren, die ihnen zukommt.( Hört! hört! links.) entzogen werden. Das ist der Schuh der nationalen Arbeit!( Sehr die Hauptrolle bei ihrem Urteilsspruch bilden wird.( Widerspruch Wir müssen feststellen, daß auf dem Gebiet der Sozialreform gut bei den Sozialdemokraten.) Schutz der nationalen Arbeit in links.) Wir sind keine Gegner der Einschränkung des Legalitäts- eigentlich gar nichts geschehen ist. Wir sind ja mit der Ihrem Sinne heißt: Schutz des Geldbeutels der Konservativen!( Lebprinzips, aber der Entwurf geht uns doch zu weit. Wenn der Zeit sehr bescheiden geworden und erwarten keine besonders großen hafte Buſtimmung links.) Bei den Zolldebatten wurde gelobt, wenn Jugendliche das 16. Lebensjahr vollendet hat, so halten wir eine Taten. Schon find wir so weit, daß die Regierung sogar bereits der Bollschutz da sei, werde man auch für die Steigerung der Einschränkung des Legalitätsprinzips nicht mehr für wünschenswert. auf die sozialreformerische Phraseologie verzichtet hat. Vielleicht ist Arbeiterlöhne eintreten. Wenn die Organisationen der Arbeiter aber Abg. v. Liszt( Bp.): Meine politischen Freunde haben dieses es auch kein Zufall, daß der bekannte Strafprofessor an der die Löhne steigern wollen, dann schickt man Gesetz mit besonderer Freude begrüßt. Aber die Freude hat sich Berliner Universität, Bernhardt, vor kurzem einen Vortrag Soldaten mit Maschinengewehren wesentlich herabgemindert, als wir von dem Inhalt Kenntnis im Scharfmacherverband gehalten hat. Die Zusammenstellung im an die Stätten des Streiks.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) nahmen. Die verbündeten Regierungen haben sich eine Beschränkung Reichsarbeitsblatt" über die Leistungen auf dem Gebiete der Sozial- Die mecklenburg- schweriner Eisenbahndirektion erfundigte sich nach auferlegt, die sie nicht nötig hatten. Auch die Begründung ist politik in den verschiedenen Ländern zeigt uns, daß auf manchen den Löhnen der ländlichen Arbeiter des Gebiets, damit äußerst dürftig zu nennen. Man vermißt die Darlegung der Gebieten das Deutsche Neich schon weit überbolt ist Wer sie nur ja nicht ihren Arbeitern höhere Löhne Erfahrungen mit den bestehenden Jugendgerichten, man findet nichts spricht heute noch von den Februarerlajien Raiser zahle und dadurch das Mißfallen der Junker errege.( Hört! hört!) von den Erfahrungen mit Jugendstaatsanwälten, nichts über die wilhelms II.? Als sie vor 23 Jahren in die Welt gingen, um Bermanischen Museum wurde vor einiger Zeit die Stelle eines vielen Tagungen der Fachtreise über diese Frage, die erst den Stein hieß es ausdrücklich, neben dem Ausbau der Reichsversicherungswissenschaftlichen Hilfsarbeiters besetzt. Berlangt wurde ein ab ins Rollen brachten. Worauf sollen wir denn unsere Beratungen in geiege feien die dort aufgeführten Ziele als Aufgaben der geschlossenes Universitätsstudium in Kunstgeschichte und als Monats der Kommission aufbauen. Die Loslösung des Verfahrens gegen Staatsregierung zu betrachten. Mit den Februarerlassen ist gehalt ist festgesetzt 100 Marf.( Heiterkeit.) Für das Germanische Jugendliche von der Reform des allgemeinen Strafrechts und es gegangen, wie mit dem Versprechen des Königs von Museum bewilligen wir aus dem Etat 30-40 000 M. Wir werden Strafprozesses war unbedingt nötig. Denn der Staats- Preußen auf Aufhebung des Dreitlassenwahl- diese Summe erhöhen müssen, damit sich die Verwaltung nicht vor rechts. Der König hat die Wahlreform als die der ganzen Welt durch so niedrige Gehälter blamiert. Bei Strafgesegbuch frühestens 1917 vorgelegt werden kann. Bis wir bringendste Aufgabe bezeichnet, und die fönigstreuen Parteien dieser Gelegenheit kann auch an den Erlaß des Bize admirals dann dieses Gesez, die neue Strafprozeßordnung und das neue treiben damit um nicht einen unparlamentarischen Ausdruck zu Stolbe erinnert werden, in dem es heißt: Strafvollzugsgesetz ganz durchberaten haben, bei denen es durchaus gebrauchen, will ich sagen Fußball( Heiterkeit). Genau so nicht immer so ganz glatt gehen wird, ist das Jahr 1925 heran- treiben es die Reichsbehörden mit den Februarerlassen. Vor getommen, und wir können dann noch sagen, daß es schnell ge- 23 Jahren hat der Kaiser es feierlich als Aufgabe der Reichsgangen ist. So lange können wir aber mit der Regelung des Ver- verwaltung erklärt, die Zeitdauer und Art der Arbeit so zu fahrens gegen Jugendliche nicht warten, dazu ist die Frage doch zu regeln, daß auch die Erhaltung der Gesundheit und der wirtschaftbringend. Wenn wir verschiedenes in dem Regierungsentwurf ver- lichen Kräfte des Arbeiters gewahrt bleibe. Heute erklärt der missen, so haben wir gegen vieles, was uns der Entwurf bringt, Staatssekretär, er werde niemals seine Hand zur geschlichen chwere Bedenken. Wir wissen vor allem nicht, wodurch sich Begrenzung der Arbeitszeit bieten; der Normalarbeitstag isi ihm das Jugendgericht von anderen Schöffengerichten oder Straffammern ein Greuel. Er stellt heute die Macht des Staates den UnterDas Wort, wo er snecht ist, soll Knecht bleiben!" unterscheidet. Genau ein solcher Amtsrichter, der einem allgemeinen nehmern gegen die Arbeiter zur Verfügung, die sich bemühen, die gilt also nicht bloß für die Zentrum sarbeiter, sondern auch Schöffengerichte vorfitt, fizzt auch dem Jugendschöffengerichte vor, Arbeitszeit einzuschränken. Vor 23 Jahren hat der Kaiser die für die Reichsregierung. Der Regierung kommt es nur und bei den Straftammern ist schon gar fein Unter- Gleichberechtigung der Arbeiter proklamiert. Heute darauf an, daß die Hände des Vaters eines Beamten nicht geschied. Der Unterschied ist lediglich in der Etikette an der Tür will der Staatssekretär auf dem Wege des Vertrages die Arbeiter schändet sind durch ehrliche Arbeit, eher fann er Bordell zu finden. Die Einrichtung der Jugendgerichte muß obligatorisch um den gefeßlichen Schutz des Koalitionsrechts bringen, und zwar besiger sein.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Diese sein. Der Beschränkung des Legalitätsprinzips, wie sie der Entwurf unter dem Beifall der bürgerlichen Parteien bis weit in die Reihen hochnäßige Berachtung vorsieht, fönnen wir nicht zustimmen, denn das bedeutet nicht eine bes 3entrums. Der Kaiser versprach vor 23 Jahren die GleichBeschränkung, sondern eine Aufhebung des Legalitätsprinzips. berechtigung. Heute stellen die Reichsbehörden in den Staats- alles dessen, was von ehrlicher Arbeit geadelt ist, das allein ist ( Sehr richtig! links.) Dem Vorivurf der Klassenjuſtiz werden betrieben den Arbeitern die ehrenvolle Zumutung, Reverse zu unter- entscheidend für die Regierung.( Sehr wahr! bei den Sozialdemo die Staatsanwälte nicht entgehen, wenn man ihnen derartig weit schreiben, worin sie sich verpflichten, sich nicht zu foalieren fraten.) Es wäre ein Unrecht, wenn ich für den Stillstand auf dem gehende Entscheidungen überläßt. Die Vorschrift des Entwurfes, daß es und sich nicht an sozialistischen oder anderen Gebiet der Sozialpolitik den Staatsjefretär allein als Sündenbock dem Staatsanwalt überlassen bleiben soll zu entscheiden, ob Beise- ordnungsfeindlichen Bestrebungen zu beteiligen; fchlachten wollte.( Große Heiterkeit.). Der Einfluß des rungs- oder Erziehungsmaßnahmen vorzuziehen sind, ist viel im Weigerungsfalle werden sie mit ihren Familien Scharfmacherverbandes hat im Reichsamt des Innern dahin zu unbestimmt, denn der Entwurf sagt nicht, unter welchen Gesichtsgewirkt, daß die sozialreformerischen Elemente allmählich faltgestellt punkten diese Maßnahme vorzuziehen ist. Redner hofft, daß verworden sind. Aber die Hauptschuld dafür trifft nicht die Reichsa schiedene Einzelbestimmungen sich in der Kommission verbessern und die Behörden fügen noch einen weiteren Terrorismus regierung, sondern in erster Linie die bürgerlichen Par laffen und bittet schließlich, die Zahl der Mitglieder dieser Kom- hinzu, damit die Gemaßregelten auch später nicht in anderen teien, die durch ihre flaue Stellungnahme der Regierung erst er Staatsbetrieben unterkommen. mission nicht auf 21, sondern auf 28 festzulegen.( Beifall links.) Das alles geschieht unter dem möglicht haben, diesen Kurs der Sozialpolitik einzuschlagen, wie er ganz bergessen hat, heute ist.( Sehr wahr! bei den Soz.) Bei den Etatsberatungen Abg. Pospiech( Pole): Die Fürsorgeerziehung ist nicht nur ein Beifall auch des Zentrums, das Besserungsmittel, sondern auch eine Strafe. Sie wird daher daß vor einem Menschenalter noch seine eigenen Bestrebungen als der letzten Jahre sind ganze Berge von Refolutionen eingebracht nur von Fall zu Fall angewandt werden dürfen. Die Fürsorge- ordnungsfeindlich galten. Ein sogenannter Arbeitervertreter, Herr worden. Noch aus der letzten Session sind die Wünsche übrig geerziehung wird aber gerade im Osten häufig nicht deshalb an- Becker, quittiert mit Dant für diese Fußtritte, die er für sehr ge- blieben, daß endlich einmal die Arbeitsverhältnisse in der gewandt, um die Kinder zu beffern, sondern um die Eltern eignet hält, weil sie die wirkliche Meinung dessen zeigen, der sie Binnenschiffahrt, in der Hausindustrie, zu strafen. Das hat man beim Wreschener Schulstreit gesehen. appliziert.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten, Ünruhe im wasch- und Plättanstalten geregelt werden, daß die Die staatliche Jugendpflege will den polnischen Kindern die Bentrum.) Nachtarbeit in den Bädereien und die SonntagsNationalität und die Muttersprache rauben. Die Schulpolitit Der Kriegsminister verlangt in den Militärwerkstätten einen arbeit im Handelsgewerbe abgeschafft werde. Alle diese Wünsche wird mißbraucht zu Germanisierungszweden. Zustand, der noch den des kadavergehorsams in der find unerfüllt geblieben. Aber diese Art Jugendpflege erreicht ihr Ziel nicht, fie trägt nur zur staserne übertrifft. Immerhin kann bei ihm eine solche Dringend notwendig sind vor allem Bestimmungen zum Schuße Verrohung der Jugend bei. Möge der preußische Staat endlich von Stellungnahme noch begreiflich erscheinen bei dem Geiste der der in der Großeisenindustrie beschäftigten Arbeiter und die. dieser verfehrten Politik lassen.( Bravo bei den Polen.) Subordination, den sein Amt mit sich bringt; unbegreiflich aber Erfüllung des einhelligen Rufes nach einem Reichsberggeieg. auf die Straße geworfen in den Abg. Warmuth( Rp.): Bei aller Hochachtug, die ich den Frauen erscheint sie bei dem Staatssekretär im Reichsamt des Innern. Sie Der Staatssekretär erklärt: Reichsberggesetz gibt es nicht! Warum entgegenbringe, muß ich doch betonen, daß ich sie für das Amt eines ist jedoch nur im ersten Augenblick unbegreiflich. Wenn wir die nicht? In den Tiefen seines Herzens ist er wohl auch überzeugt Richters nicht für geeignet halte. Die Fürsorge- Thronrede durchlesen, mit der der Reichstag eröffnet ist, so von der Notwendigkeit eines solchen Gefeßes, aber er darf nicht, erziehung muß bei den jugendlichen Verbrechern in startem glaube ich, werden wir die Rede des Staatssekretärs Delbrück, in weil der preußische Ministerpräsident nicht will. Mage Plaz greifen. Die Angriffe des Abg. Stadthagen gegen welcher er sich für die Einschränkung des Koalitionsrechts aussprach, Das ist überhaupt das Hervorstechende der ganzen Reichspolitik: die Fürsorgeerziehungsanstalten sind ganz ungerechtfertigt; einzelne nicht für eine Erklärung der Regierung ex abrupto( unvorbereitet) Nicht was das Reichsinteresse erfordert, nicht was der Reichstag in Mißgriffe mögen vorgekommen fein. Wie kann man aber behaupten, halten. In der Thronrede heißt es: Seit einen Menichenalter einer Mehrheit verlangt von der Regierung, ist für sie maßgebend, fie erziehen die Jugendlichen zu Verbrechern! Jm allgemeinen wirken nimmt die Sozialreform einen hervorragenden Plaz ein; noch in entscheidend und maßgebend ist einzig und allein der Wille Preußens. fie legensreich.( Bustimmung rechts.) der vergangenen Seffion ist die Versicherungsgesetzgebung auf weitere( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Da in der preußischen Die Debatte wird geschlossen, der Entwurf einer Rom- große Streise der Bevölkerung ausgedehnt worden. Derselbe Geist, Regierung das Juntertum in Reinfultur vertreten ist, ist auch für aus dem dies Gesetz hervorgegangen ist, muß auch fernerhin walten; die Reichsregierung maßgebend mission von 28 Mitgliedern überwiesen. denn die Entwickelung steht nicht still." Nein, die Entwickelung der Wille des preußischen Juntertums. steht wirtlich nicht still, das beweisen die 110 SozialIch glaube nicht, daß jemals feit Gründung des Reiches bemofraten in diesem Hause und die 4 millioneni ozial demokratischer Wähler.( Sehr wahr! bei den Sozial- eine Regierung in so beschämender Abhängigkeit Preußen war, wie die gegenwärtige Reichsdemokraten.) Aber für die neue Stellungnahme des Staatssekretärs bon Delbrüd die ja mit einer militärischen Rangerhöhung regierung.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Fast belohnt ist, falls diese nicht etwa der des Reichsfanglers nur folgen als Reichsbettler muß die Reichsregierung vor Preußen sollte, der ja auch in seiner Stellung als Staatssekretär im Reichs- erscheinen, und das geht hinunter bis auf solche Bagatellen wie die amt des Innern majorisiert wurde( Heiterkeit) für die neue Einführung einheitlicher Wahlurnen für die ReichsStellungnahme Delbrücs liegt die Erklärung in jener Stelle der tagswahlen. Die Reichsregierung würde wohl gern diesem einThronrede. Delbrücks Worte sind in der Tat der Ausfluß des belligen Wunsch des Reichstags nachkommen, aber der preußische felben Geistes, der in der Reichsversicherungsordnung die Land- Polizeiminister erlaubt es nicht. Er ist besorgt um die 2andtrantentassen jede Selbstverwaltung ber- demolraten.) Herr Delbrück hat ja förmliche Bittgänge bei Herrn weigert, jenes Geistes, der die Witwen und Waisen ent- v. Dallwitz machen müssen, er möge doch seinen grundsätzlichen täuscht und mit Hungerprämien abgefunden hat.( Lebhafte Widerspruch aufgeben, da ja jetzt auch die Konservativen Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Die Agrarier wollten da- sich an der Kundgebung für die Einführung solcher Wahlurnen bes mals sogar noch Es folgt die erste Beratung der revidierten Parijer Uebereinkunft zum Schuße des gewerblichen Eigentums.. Staatssekretär Dr. Delbrück empfiehlt die Konvention, die einen verstärkten Schuß für die Staatsangehörigen der dem Verbande beigetretenen Länder bringt; auf Einzelheiten könne im Plenum nicht gut eingegangen werden. Abg. Dr. Jund( natl.) beantragt die leberweisung der Konvention an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Dieser Antrag wird angenommen. Es folgt die zweite Beratung des Etats des Reichsamts des Innern. Sie beginnt beim Titel Staatssekretär mit den dazu gearbeiter rechtlos gemacht hat, der ihnen in den Wahlaussichten der Konservativen.( Sehr wahr! bei den Sozialstellten Refolutionen. Humor und Satire. Das Nachtrags- Ei. Auf der Rechten bört man schon ein Klingen, Und in manchen Blättern rauscht es schwer; Eine Nachtragsford'rung für das Heer Jst noch anzubringen! Kräftig spigt der Thrische Kollege Doktor Dertel sein geschäßtes Blei, Daß er finde, wie man dieses Ei Zwedentsprechend lege. Aus dem Stift entsprüht das alte Feuer, Und schon brennt es auf dem Schreibpapapier: Selbstverständlich denkt tein Deutscher hier An die Erbschaftssteuer! Horch, dem Zentrumsmann entfährt ein Zeichen: Benn du mich nach Noten scharmuzierst Und mein Jesuwitchen ignorierst, Leg' ich auch das Ei'chen! ( Peter Scher im„ Simplicissimus".) Notizen. teiligen( Hört! hört!); die Neichsregierung fönne eine völlige Ablehnung gegenüber der Kundgebung des Reichstages nicht gut vors Geschäfte mit diesen Hungerprämien machen, nehmen. Er, Delbrück, habe ganz im Sinne des preußischen Miund das wäre ihnen wohl auch gelungen, wenn wir ihr Bestreben nisters die Schwierigkeit dargelegt; aber da das geheime Wahlrecht im Reichstag nicht gebrandmarkt hätten.( Sehr richtig! bei den Sozial nun einmal bestehe, müsse doch auch alles geichehen, um eine Ver demokraten.) Man braucht die Stellungnahme der Regierung und letzung des Wahlgeheimnisses zu verhindern. Der Staatssekretär bat der bürgerlichen Parteien nur an einigen Beispielen zu beleuchten. also im Reichstage nach dem Votum des preußischen Polizeiministers, Wenn ein fonservativer Redner hier erklärt, es gehe nur den vielleicht sogar gegen seine eigene beffere Weber. Geld Arbeitern schlecht, die ihr verdientes für zeugung polemisiert und argumentiert.( hört! hört!) Methylalkohol ausgeben( Bfuirufe bei den Sozialdemo- ft das nicht eine für das Reich geradezu beschämende Tatsache? fraten), wenn er das erklärt in der Zeit der Lebensmittelteuerung,( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) bekommen steht über den Meine der Fleischteuerung, der Wucherzölle, dann ist das eben eine Auch der Reichskanzler, der ja zufällig auch preußischer besondere Blüte der toniervativen Herzensbildung.( Sehr Ministerpräsident ist, muß auf den Willen des preußischen Kanalgut! bei den Soz.) Demgegenüber ist darauf zu verweisen, daß die rebellen Rücksicht nehmen. Im Jahre 1910 soll eine preußische Landesversicherungsanstalt Oberfranken einen Antrag auf In- Ministerialfizung im Hinblid auf den damaligen Widerstand der validengeldbezug abgelehnt hat mit der Begründung:" Sie befinden tonservativen Partei die Beschlußfassung über diese Angelegenheit fich lediglich im schlechten Ernährungszustand, wie vertagt haben( hört! hört!), und der Reichskanzler drückte sein bies bei den Hauswebern häufig anzutreffen ist". Bedauern aus, daß er jetzt nicht in der Lage sei, feine Zuſage dem ( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) In einem Rundschreiben Reichstag gegenüber noch in dieser Tagung des Reichstags einlöfen der Generalkommission Münster vom 11. November 1912 heißt es: zu können.( hört! hört.) Also das ist das Verhältnis der Reichs" Auf andere Anordnung des Herrn Ministers des Innern machen regierung zur preußischen Regierung, so groß ist ihre Unabhängigwir die Herren Spezialkommissare darauf aufmerksam, daß bei feit". Der Reichskanzler gibt dem Reichstag beruhigende Zusiche Bemessung der Bureautostenentschädigung feine Rücksicht darauf ge- rungen und als preußischer Ministerpräsident muß er im in. Kunstchronit. Im Kunstsalon Paul Cassirer wird nommen werden kann, wenn die Kommissare Gehälter zahlen, die in blid auf den Widerstand der konservativen die Ausstellung der Sammlung Reber, die bereits geschlossen ihrem Gesamtbetrage für alle auf den Bureaus beschäftigten Partei fein Wort unerfüllt lassen. Dann stellt Brivatgehilfen zusammen über das normale Maß hinausgehen." fich der Reichskanzler hier stolz bin und erklärt: werden sollte, um eine Woche berlängert. Regierung ( Große Heiterfeit.) Vorträge. Professor v. Buchta, vortragender Nat im was find das nun für Gehälter? Die Angestellten werden mit faum Reichsschazamt, beginnt am Dienstag im Hörsaal der Urania eine 100 mark monatlich bezahlt( hört! hört!), bas erhalten aber auch von keiner Partei, von niemandem empfange ich Instruktionen. Ja, Bortragsreihe mit Lichtbildern: Was die Großstadt Berlin verzehrt" nur diejenigen, die zehn und mehr Jahre dort tätig sind, die übrigen Instruktionen empfängt er nicht, aber mit dem Thema:„ Die menschliche Nahrung". Inurrend muß er tun, was die preußischen Junker wollen Gehälter von 60, 65 und 70 Mart monatlich. - Die Arbeiter bibliothetare veranstalten neuerdings regelmäßige Zufanımentünfte. Die nächste findet Mittwoch, den Und das geht nun nach Meinung des Ministers über das und knurrend muß er unterlassen, was sie nicht wollen.( Leb15. Januar, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshause Saal V, statt. normale Maß hinaus.( hört! hört! links.) Weiter heißt es hafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Der preußische Mis Der Leiter der Heimannschen Bibliothek Genosse Jahn spricht über aber in der Verfügung:" Es empfiehlt sich, nur jüngere Kräfte anzu- im Reichstag eine politisch bedenkliche Stimmung erzeugt werden nister des Junern wird förmlich beschworen, nachzugeben, wenn nicht deren Einrichtung, Genosse Döser referiert über neue Bücher. nehmen und diese durch andere jüngere Kräfte zu ersetzen, wenn Partei- und Gewerkschaftsbibliothekare sind dazu freundlichst ein- jene jim verheiraten."( hört! hört 1) Von der Regierung, bom foll über solche unwürdige Abhängigkeit der Reichsregierung von Bolizeiminister, von den Parteien und von der Presse wird über den der preußischen Staatsregierung. Die Eituation sei heute eine und Wahlzellen. Jm Reichsamt burtstag. Er ist bekanntlich seit 50 Jahren blind und lebt, immer Erscheinungen dieser Entwickelung zugrunde liegen. Man will nicht nnern scheint man die preußischen Landräte à la Salem Eugen Dühring beging am Sonntag seinen 80. Ge- Geburtenrüdgang geflagt. Man fragt nicht, welche sozialen ähnliche wie vor zehn Jahren bei Einführung der Bahl umschläge noch geistig tätig, in Nowates. wissen, daß der Produktionsprozeß die Ehe zu einer wirtschaftlichen und die preußischen Wahlkommisjare à la Sch te ziemlich genau -ie hoch steigen Registrierballons? Ein Frage umwandelt und vielen Schichten ein 3 wangszölibat Registrierballon, der am 7. Dezember vorigen Jahres von dem auferlegt. All das brauchen die Herren nicht zu wiffen; für sie gibt au fennen und au wissen, daß sie auf preußife Regierungserlaffe pfeifen, wenn sie nicht den Interessen Merologischen Observatorium in Pavia abgelassen wurde, hat die es nur die Lösung: die Verheirateten entlassen und jüngere Kräfte er tonservativen Partei entsprechen.( Sehr richtig! bei den Sozialhöchste bisher erreichte Höhe, nämlid) 37 700 Meter erreicht. Die mit niedrigem Gehalt einstellen!( Pfui.) Minimaltemperatur, die bei diesem Aufstieg registriert wurde, betrug Es ist ja bekannt, daß die Regierung es seit Jahren als ihre demokraten.) Das ist die Erklärung der Tatsache, daß ſeit zehn 56,9 Grad bei einer Höhe von 19 730 Meter. Bei der größten Aufgabe betrachtet, in ihren Betrieben die Arbeiterlöbne mindestens und zwanzig Jahren der Reichstag immer wieder Beschwerde führen 51,6 so niedrig zu halten, daß die Agrarier nicht gezwungen erreichten Höhe registrierte der Ballon eine Temperatur von standalösen Wahlbeeinflussungen der preußischen Wahlkommiffare Grad und einen Luftdruck von 3 Millimeter. Der Ballon bestand werden, höhere Löhne zu zahlen. Darum werden bei den Kanalaus Nautichut, hatte einen Durchmesser von 1900 Millimeter und einen bauten nur Galizier und Russen beschäftigt, aber keine deutschen und daß jeder preußische Landrat sich lustig macht über die seidenen Fallschirm. Arbeiter, damit diese nicht der wohlwollenden Fürsorge der Agrarier Ohnmacht des Reichstags, der es bis zur Stunde noch geladen. muß gegen die des mehr viel wissen wollen. Präsident Kaempf rügt den Ausdrud„ Spigel" als unparlas mentarisch Das Haus vertagt sich. Nächste Sibung: Dienstag 1 Uhr. Kurze Anfragen, Weiters beratung. Abgeordnetenbaus. 110. Sigung. Montag, den 13. Januar 1918, bormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: v. Dallwig, Lenke, Sydow, 6. Breitenbach, Beseler, v. Trott, Schorlemer. Autoritäten auf seiner Seite hat. Wezweifle gar nicht beiter vom Zentrum abfallen. Ich glaube, fie weichen damit nicht abhängig sein von der Bewilligung des Hauses bei jedem Etat. Juterpretationen gebilligt hat, so wundere ich mich darüber erst recht nicht. Das Reichsgericht ist ja von jeher nur das Instrument ge= weien, das der Regierung die juristischen Gründe für ihre Politik zu liefern hatte. Schon vor seiner Gründung hatte man es ja in diesem Verdacht, und deswegen wurde es nicht nach Berlin, sondern nach Leipzig verlegt. Freilich wurde damit der Bock zum Gärtner gemacht, die chriftliche Gewerkschaftsbewegung soll verschwinden, das ist der Sinn der Enzyklika. nicht durchfegen fonnte, daß die preußischen Landräte politischen Straße zu werfen, Gie jubeln dem Minister zu, wenn er muß mich dagegen verwahren, daß Material, welches auf diese Weife Anstand lernen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Der den Arbeitern das Koalitionsrecht raubt, wenn er den ehrlichen in die Hände des Reichstages gelangt ist, gegen die Regierung ber preußische Polizeiminister meint, die einheitlichen Wahlurnen würden Arbeiter zwingt, einen Revers zu unterschreiben, den ungewandt wird. Das entspricht nicht der Achtung, die wir hier gegen große politische Schwierigkeiten zur Folge haben. Meint der zwungen nur ein Ehrloser unterschreibt.( Leb- seitig haben und haben müssen.( Beifall rechts, Unruhe bei den preußische Minister vielleicht, es würde dann eine große Schwierig haftes Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Und wenn die Sozialdemokraten.) teit bereiten, Wahlen zu fälschen?( Sehr gut! bei den Arbeiter stark genug geworden sind, Gleiches mit Gleichem zu ver- Abg. Fischer- Berlin( Soz.)( persönlich): Ich habe nur eins zu Sozialdemokraten.) Zum Schluß wurde der preußische Minister gelten, dann kommen Sie und klagen über Terrorismus. Wollen erklären: Der Vorwurf des Vertrauensbruches darauf aufmerksam gemacht, er möge doch jetzt und nicht erst am Sie, daß der Terrorismus aufhört auch ich wünsche das lebhaft trifft mich nicht. Ich weiß nicht, von wem ich das Material Schlusse der Legislaturperiode der Reichsregierung dieses Entgegen im Interesse der Arbeiterschaft- dann kämpfen Sie Hand in Hand habe, ich habe auch nichts dazu getan, es zu bekommen. Aber darin Lommen an den Reichstag ermöglichen. Jetzt würde die Angelegenheit mit uns, oder Sie müssen schon warten, bis wir so start sind, jeden unterscheide ich mich vom Staatsjetretär, wenn er sagt, er müsse lediglich als technische Verbesserung des Verfahrens angefehen, vor Terrorismus von Ihrer Seite und von seiten der Verwahrung dagegen einlegen, daß solche Schriftstücke hier gegen den Wahlen aber würde der Eindruck entstehen, als ob die Regierung Regierung niederzuschlagen.( Sehr gut! bei den So- ihn verwertet werden. Ich würde ihm recht geben, wenn die Anfich ihr Entgegenkommen habe abringen laffen.( hört! hört! links.) zialdemokraten.) griffe nicht von einer Regierung fämen, die Taufende und ZehnDie Regierung Bethmann Hollwegs läßt sich doch nichts abringen. Aber die christlichen Arbeitersekretäre sind ja tatsächlich in einer tausende von Mark ausgibt, um Spigel zu befolden, die sogar so ( Heiterkeit.) Dieser Eindruck, so wurde gesagt, würde ungewöhnlichen Situation.( Heiterkeit und Sehr richtig! bei den weit gehen, uns in unsern eigenen Geschäftsräumen agitatorisch nur zum Nachteil der Rechten aus Sozialdemokraten.) Vielleicht ist die Liebeserklärung des Staats zu bespibeln und zu spionieren. Eine Regierung, die fallen.( Laute Hört! hört!-Rufe links) Also auch hier das heiße sekretärs Delbrück an die christlichen Gewerkschaften eine Folge nichts dagegen einzuwenden hat, daß die Steuergroschen des Volkes Bemühen, ja die Wahlaussichten der Konservativen nicht zu gefährden. der päpstlichen Enzyklika. Sie ist ja erst erfolgt, als der für derartige Zwecke verwendet werden, wird es mir wohl nicht ( Sehr wahr! links.) Ob die preußische Regierung gegenüber solchen christlichen Arbeiterbewegung durch die Erklärung des Papstes das übel nehmen, wenn ich auf ihre heutige Erklärung nicht allzuviel Tönen hart bleiben fann, weiß ich nicht. Sie wird wohl jest nach Rückgrat gebrochen war. Was diese neue Liebe wert ist, haben wir Wert lege.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) geben und der Reichstag wird als Kennzeichen liberaler Jdeen in ia am Sonnabend im preußischen Landtag aus dem Munde des der Regierung das Zugeständnis der Wahlurnen bekommen.( Heiter- Handelsministers Sydow erfahren. Er hat Sie für besonders feit.) Aber ganz sicher bin ich meiner Sache doch nicht, denn es tapfer erklärt, weil Sie die Arbeiter nicht zum Streifen jollen vor kurzem erst Anweisungen an die Kommissare ergangen gezwungen haben. Wenn aber die christlich- sozialen Arbeiter sein, daß sie alle Vorlagen des Reiches erst der preußischen mit der Ueberwachung der Bergleute, die ihnen versprochen ist, Regierung zur Begutachtung vorlegen und nicht vor- ernst machen, dann fliegen sie auf die Straße.( Sehr her ihre Meinungen austauschen und festlegen, damit die Beratungen wahr! bei den Sozialdemokraten.) Ja, wenn sie Sturmböcke bom Geiste der Kollegialität und dem Bestreben geleitet seien, die wären gegen die christliche Arbeiterbewegung, wenn sie Verräterunbedingte Einheitlichkeit in der Politik des Reiches und Preußens dienste leisten wollten gegen ihre Klassengenossen, wird der Staatszu fördern.( hört! hört! links.) Mit meinem beschränkten Unter- sekretär Lorbeer über Lorbeer auf sie häufen. In dem Augenblick tanenverstand vermag ich eigentlich nicht einzusehen, wie durch vor- aber, wo sie für die Interessen ihrer Klassengenossen eintreten, ist herige Besprechung der Reichskommissare der Geist der Kollegialität es anders.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Leiden soll; aber wahrscheinlich hat man damit trübe Erfahrungen päpstliche Enzyklika gemacht, und es ist zu raftproben gelommen, die die ist ein Dokument von der höchsten Bedeutung für die Abhängigkeit der Reichspolitik von der preußischen Regierung in deutsche Arbeiterbewegung. Ich will nicht auf den Die erste Lesung des Etats. Frage stellten.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Wortlaut und die Interpretation der Bischöfe eingehen. Ich weiß Abg. Freiherr v. Beblik( Ft.): Wir vertrauen darauf, daß eine Diese Abschweifung vom Thema war notwendig, um zu be- sehr wohl, daß es nur eine Umschreibung des Baulinischen Wortes vom Reichstag etwa beschlossene Aufhebung des Jesuitengeſetzes an Leuchten, in weicher Weise die Reichsregierung auf dem Gebiete der des Bischofs von Regensburg ist„ Wer knecht ist, soll Knecht blei Preußens Einfluß im Bundesrat scheitern wird.( Zustimmung bei Sozialreform vom preußischen Polizeiminister abhängig ist. Denn ben". Mir fällt bei der Interpretation der Bischöfe eine alte den Freikonservativen und Nationalliberalen. Unruhe im Zenwenn solche Bagatellen schon zu Zusamunenstößen mit Herrn von Anekdote ein. Ein Mädchen liegt traurig in der Kirche, als alle trum.) Die Protestanten sehen im Jesuitenorden den Dallwig führen, so kann man sich eine Vorstellung davon machen, andern hinausgingen, und war schließlich ganz allein. Ein Kapu- Todfeind ihres Glaubens und das auf Grund seiner wie die Reichsregierung von Preußen abhängig ist, wenn es sich um zinerpater fragte fie, was ihr denn so Trauriges passiert sei, und ganzen Geschichte. Die Wiederzulassung der Jesuiten wäre für uns wirklich sozialpolitische Vorschläge handelt, um so schluchzend gesteht sie, sie habe keine Absolution erhalten wegen Evangelische eine Kampfansage. Wir wären dafür, daß alle vera mehr, als auch alle bürgerlichen Parteien von der Sozialreform nicht ihrer großen Bergehen bei der Liebe. Der Jesuiten- heirateten Unterbeamten Teuerungszulage erhalten, das würde die pater tröstete sie dann mit den Worten: o mein Mädel, was ver- Bufriedenheit steigern. Die Jugendpflege muß ergänzt werden Es ist eigentümlich, daß der Staatssekretär jezt von der steht denn solch ein Jesuiten pater von der Liebe.( Große durch die obligatorische Fortbildungsschule. In die Ostmark müssen Tribüne des Reichstags herab den Unternehmern den Weg Heiterkeit.) So sagen sich auch die Bischöfe: was verstehen denn als Ansiedler zuverlässige Deutsche geschickt werden. Die zeigt, wie sie den Arbeitern das Koalitionsrecht nehmen die spanischen und römischen Zeloten im Vatikan von den Wegen Verschärfung des Veranlagungsverfahrens ist bloße Gerechtigkeit können. Die juristische Möglichkeit dazu bestreite ich nicht, ich der deutschen Zentrumspolitif; wenn wir jo dumm wären, diese gegenüber unseren Arbeitern, die durch den Deklarationszwang für glaube ihm aufs Wort, daß er die berühmtesten juristischen Enzyklika im Wortlaut anzuwenden, so würden wir das Zen- die Unternehmer mit jedem Pfennig zur Steuer herangezogen Vertrauen zu den trum sprengen, zu Tausenden würden die katholischen Ar- werden. Die Zuschläge müssen beweglich, d. h. ihre Erhebung foll Juristen ist ganz unbegrenzt, und ich daran, daß jeder tüchtige Jurist es fertig bringt, aus einem Ge- weit von der Wahrheit ab. Meiner Auffassung nach ist diese In- Wir müssen die vaterlandstreuen Kräfte gegen die fez das Gegenteil dessen herauszuinterpretieren, terpretation nur das Narkotikum, das die Empfangsschmerzen Sozialdemokratie, diese Krankheit, die aber den was der Gesetzgeber hat hineinlegen wollen.( Lebhafte Zustimmung lindern soll.( Heiterkeit.) Kern des Volkes noch nicht erfaßt hat, aufbieten; die Nieder bei den Sozialdemokraten.) Und wenn das Reichsgericht folche ringung der Sozialdemokratie wird mit den offer gen des Auslandes auf diese auch seine Angriffslust vermindern und damit den Frieden sichern. Dazu gehört allerdings auch, daß ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Weshalb fordert der im Volk der kriegerische Geist der Vorfahren lebenPapst denn, daß nur der wirtschaftliche Kampf der Arbeiter um die big bleibt, daß das Ausland mit dem furor teutonicus rechnen Sebung ihrer Stlaffenlage, um höhere Löhne, um die Hebung ihrer muß, wenn es mit uns anbinden will.( Beifall rechts und bei den Familie durch die Enzyklika unterbunden wird. Wer hat denn von Nationalliberalen.) Wenn ein gesetzliches Verbot der gewerkschaftdieser Enzyklika den Gewinn? Doch nur die Unternehmer. lich- genossenschaftlichen Volksfürsorge auch nicht möglich zu ſein ( Lebhaftes Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Zwanzig scheint, so sollte die Regierung doch Gegengründungen der christlichdenn derartige Urteile, wie sie das Reichsgericht schon gefällt hat, Jahre Kampf haben die chriftlichen Gewerkschaften hinter sich. Sie nationalen Arbeitervereine fördern, überhaupt am besten ein Reichsfind nur im Leipziger Milieu möglich gewesen.( Sehr richtig! bei haben da ihre Freunde und Feinde kennen gelernt, und auch die monopol für Volksversicherungen schaffen. Gegenüber den demoden Sozialdemokraten. Es handelt sich aber gar nicht um die Macht ihrer Feinde, und wenn es dem Zentrum beim legten Berg- tratifierenden Einflüssen muß die Eigenart Preußens fest und unformal- juristische Seite, sondern um die soziale. Wenn das arbeiterstreit gelungen ist, fie so zu verheben, daß sie ihren verändert erhalten bleiben, vor allem sein leider nicht mehr ganz den Gejek so lautete, wie der Staatssekretär es heute interpretiert, so tämpfenden Brüdern in den Rüden gefallen sind, so hat einstigen konservativen Grundlagen, der Berücksichtigung des Mittelar wäre es seine Aufgabe, eher heute wie morgen vor den Reichstag der Verrat der katholischen Fachabteiler den christlichen Gewerkschafstandes und eines gesunden Ausgleichs zwischen den verschiedenen zu treten und die enderung eines Gefebes zuten den Weg gezeigt, den der Papst mit der Enzyklika gehen will. wirtschaftlichen Interessen entsprechendes Wahlrecht. Bet cincen schlagen, das sozial so schädlich, so widerfinnig, so gemeingefähr. Die katholischen Arbeiter werden sich fragen, warum denn bloß Wahlreform in der neuen Legislaturperiode wollen wir mit Itch iſt.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Der gegen die Arbeiter eine solche Enzyflifa, warum nicht auch arbeiten, in erster Linie, um diese Grundlagen wieder herzustellen. Staatssekretär erklärt die Staatsbetriebe für nicht gewerb gegen die Unternehmer, warum leiden denn diese nicht Gefahr Damit wird Preußen auch dem Reiche dienen.( Lebhafter Beifall liche, weil sie teine wirtschaftlichen, sondern öffentliche Inter- an ihrem Seelenheil, wenn sie mit Protestanten, Juden, Atheisten, rechts.) effen verfolgen. Gewiß gibt es solche, aber die, von denen die Rede ja sogar mit Freimaurern( Große Heiterkeit) sich gegen die Ar- Finanzminister Dr. Lenge antwortet auf verschiedene Bcist, sind wirtschaftliche Betriebe. Wenn der Staat wirt beiter verbinden. Die Arbeiter leiden Schaden an ihrent Seelen- merkungen der Nedner in der bisherigen Debatte, wobei er zum schaftliche Funktionen übernimmt, hören diese dann auf, wirtschaft- heil, wenn sie sich zusammenschließen, um die Ausbeutung der Eisenbahnetat sagt, daß die Eisenbahnverwaltung auch ohne liche Funktionen zu sein? Wenn das Reichspetroleum Unternehmer zu bekämpfen. Wenn aber die Unternehmer sich mit Sonderbewilligung des Finanzministeriums ihren Etat übermonopol zum Vorteil und auf Wunsch der Deutschen Bank vom Juden, Christen und Freimaurern zusammenschließen, um den Arschreiten dürfe und auch sonstige Fonds dafür befize. Reichstag angenommen wird, ist dann die Frage, ob der Kutscher, beitern ihre Gristenz zu verschließen, dann kommt kein Papst und Leuerungszulagen auch nur provisorisch verliehen der das Petroleum ausfährt, 2 oder 3 Mark erhält, nicht mehr eine fein Bischof und sagt, das dürft Ihr nicht ohne unsere Approbation, werden, so zeigt die Praxis, daß solche Zulagen nie wieder wirtschaftliche Frage, sondern eine des öffent- wir werden erst untersuchen, ob Ihr nicht Schaden an Eurem aufgehoben werden, weil sonst die Empfänger wirtschaftlich lichen Interesses? Wenn das Tabatmonopol tommt, Seelenheil erleidet. Ein päpstlicher Hoflieferant in geschädigt würden. Für eine derartig einschneidende Maßnahme ist dann die Frage einer Lohnerhöhung von 60 Pf. bei Josetti eine Stiffingen hat seine katholischen Arbeiter ausge- haben wir die Mittel noch nicht. Ueberdies müßten Reich wirtschaftliche Frage, in der staatlichen Tabakfabrik aber feine? sperrt, weil die Arbeiter in einem protestantischen Be- und Gemeinden dem Staat folgen und die Mittel fehlen überall. Es ist triebe Lohnaufbesserung verlangt haben.( Lebhaftes hört! hört! Ebenso für die Gleichstellung der Eisenbahnassistenten links.) Die Regierung beklagt es, wenn durch die Enzyklika der in den untersten 5. Gehaltsklassen mit denen des Reichs. Wir christlichen Gewerkschaftsbewegung Abbruch getan würde; sie braucht können nicht an eine Aenderung des Besoldungsgesetzes herandiese Bewegung ja so notwendig. Wie könnte sie denn sonst die treten, denn sonst kommen von allen Seiten Wünsche und das unberechtigten" Forderungen der Arbeiter zurüdiveisen? ganze Gebäude stürzt zusammen. Den UnterstüßungsDer Staatssekretär hofft, daß die chriftliche Gewerkschaftsbetve- fonds haben wir ja erhöht. Widersprechen muß ich der Behauptung, gung durch die Enzyklika nicht beeinträchtigt wird, und daß die daß die Staatsregierung den Beschlüssen des Hauses über die UnterDa frage ich das 3entrum, hat es denn schon ganz und gar Bischöfe sich nicht einmengen werden. Ich bin neugierig, ob die stüßung von Altpensionären nicht nachgekommen wäre. Alle untervergessen, wie in den staatlichen Gruben des Saar- Regierung in solchem Fall den Bischöfen entgegenstüßungsbedürftigen Altpensionäre werden auch ohne Antrag unterreviers die Arbeiter ihrer politischen und religiösen Anschauun- treten wird, ob sie es etwa bei dem Bischof& torum getan hat, tüßt. gen wegen drangjaliert und vergewaltigt worden sind? der seine Finger bei dem Streit im Saarrevier darin hatte. Wenn Wir müssen überhaupt, auch bei der Frage der Zuschläge, Und wenn das Zentrum es als Partei vergessen hat, haben es die der Papst eine Enzyklika gegen die Unternehmer nicht nur auf Verschlechterungen der Wirtschaftslage Rücksicht katholischen Arbeiter vergessen? Wenn das Zentrum herausgegeben hätte, wenn er sich unterfangen hätte, den Unter- nehmen, sondern auch auf andere bedeutsame Aufgaben, wie die nicht mit allen Mitteln der Parteidisziplin jeden Funken sozialen nehmern solche Zumutungen zu stellen wie den Arbeitern, dann Entlastung der Kommunen. Die Steuerkommission aber Geistes erstickt hätte( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), so hätte der Staatssekretär sich eine solche Einmischung von außen hat von den 25 Millionen, die die schärfere Veranlagung bringen hätte der Zentrumsredner hier gegen den Minister auf- fehr energisch verbeten.( Sehr wahr! bei den Sozial- foll, 10 Millionen gestrichen! Die Streichung der zuschläge treten müssen. Sehen denn die Führer der katholischen Arbeiter demokraten.) Aber er weiß genau so gut wir wir, daß der Papst würde nicht im Interesse des Staates liegen! nicht, daß diese Erklärung des Staatssekretärs der schwerste Schlag ihn nie in eine solche Situation bringen wird. gegen die Arbeiterbewegung ist, daß sie ein Ausnahmegesez Das Papsttum hat es immer mit den Mächtigen der Welt gegen die Arbeiter, eine Rechtlosmachung der Arbeiter zu allen Zeiten, und wenn der Sozialismus einmal die Welt proflamiert? Wenn von dem maßgebenden Minister solche Prokla- erobert hat, so zweifle ich keinen Augenblick daran, daß sich auch mation ausgeht, werden die Unternehmer das als eine Aufforde- das Papsttum zum Sozialismus bekennen wird. rung auffassen, den Arbeitern das Koalitionsrecht zu nehmen.( Sehr( Seiterkeit und Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Wie richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ungeachtet seiner politischen alles, was eine Klärung bringt zwischen den Arbeitern und der Ueberzeugung hätte jeder Arbeitervertreter dagegen auftreten Stapitalistenklasse, begrüßen wir auch die Enzyklika. Die Enzymüssen. Aber die Zentrumsredner und Arbeiterjekretäre finden flika hat uns diese Klärung gebracht, sie zeigt, daß die katho kein Wort des Tadels dagegen, sie jubeln ihm sogar zu lische Kirche es mit dem Unternehmertum hält und zur Freude aller Arbeiterfeinde, weil er den Terrorismus der freien gegen die Arbeiter Front macht.( Sehr wahr! bei den Gewerkschaften gegeigelt hätte. Gewiß, kommen auch bei den freien Sozialdemokraten.) Diese Stellungnahme bedauern wir( Burufliche Stärkung des Ausgleichsfonds mit Mindererträgen, TarifGewerkschaften Fälle von Terrorismus vor. Ich bedaure jeden vom Zentrum), wir bedauern es immer noch, wenn eine Organi- ermäßigungen, Lohnerhöhungen usw. Wir könnten leicht durch Serartigen Fall, weil er zum Vorteil der Unternehmer fation, die zur Verfechtung der Rechte der Arbeiterschaft gegründet stärkere Heranziehung des Personals Millionen sparen, aber die gereicht, weil er die Gegensätze und Leidenschaften unter den ist. vernichtet wird, denn wir haben soviel Zutrauen zur Werbe- Arbeitszeit wird von Jahr zu Jahr herabgesetzt. Der Minister Arbeitern schürt und ihre Kräfte zersplittert, die besser zum fraft unserer Gedanken, daß wir eine Konkurrenz der christlichen spricht dann von Bahnbauten und vom Wagenmangel. Die heftigen Kampf gegen die gemeinsamen einde zusammen- Gewerkschaften nicht fürchten. Aber andererseits wissen wir auch, Angriffe im Reichstag nehme ich nicht tragisch, denn der betreffende gefaßt werden.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) daß die Enttäuschten und Erbitterten von den anderen Organisa- Redner hatte unsere Zahlen nicht angesehen. Weitere EisenbahnSind Sie aber frei von Schuld? Wissen Sie denn nicht, daß die tionen zu uns kommen werden, gewiß nicht gleich, aber wir gemeinschaften haben ihre Schwierigkeiten, aber bei gemeinsamen Kämpfe um die Organisationsform von jeher in der erbittertsten können ja warten, denn unser Reich ist nicht von heute. Wenn Anglegenheiten aller deutschen Eisenbahnen wollen wir mit den Weise ausgefochten worden sind? Um die Frage, ob beim Abend- aber der Tag da ist, wo diese Erbitterten und Enttäuschten sich auf anderen Verwaltungen auch weiter Fühlung nehmen.( Beifall.) mahl die Hostie und der Wein den Leib und das Blut Christi bedeu- sich selbst besonnen und den Weg zu uns gefunden haben werden, Abg. Dr. Seyda( Pole) stimmt den Ausführungen des Grafen ten oder wirklich der Leib und das Blut Christi sind, sind viel mehr dann werden wir die Regierung zwingen können, Braschma über die Jesuiten zu, protestiert gegen die gesetzwidrige Ströme von Blut geflossen, als um die Frage, ob der liebe Herrgott eine wirtliche Sozialreform einzuführen.( Stür- Nichtbefeßung des Erzbistums Gnesen und Posen und gegen die im Himmel ist oder nicht. Die Kämpfe um die Organisationsform mischer Beifall bei den Sozialdemokraten.) Zurüddrängung der polnischen Sprache im Kirchendienst. Zu dem haben jahrzehntelang die Arbeiter zum Gaudium der Unternehmer Staatssekretär des Innern Dr. Delbrüd: Es ist nicht meine Boykott gegen die Deutschen sind die Bolen durch die Gewalttat der wehrlos gemacht. Ihr Vorgehen gegen die süddeutschen Absicht, heute auf die Ausführungen des Vorredners einzugehen. Enteignung getrieben worden und ihr Muster ist der 1905 vom Eisenbahnarbeiter nimmt Ihnen jedes sittliche Recht, gegen uns Erst wenn die Redner der anderen Parteien zu Worte gekommen Präsidenten der Ansiedelungskommission und dem Posener Regiewagen über Terrorismus zu erheben. Weder Sie noch die Re- sind, werde ich dies im einzelnen tun. Jetzt will ich nur eins fest- rungspräsidenten geforderte Boykott gegen die Polen. Wir hoffen, erung noch irgendeine bürgerliche Partei hat das Recht, solche stellen. Der Abgeordnete Fischer hat sich auf ein Schriftstück ge- daß diese Maffenbewegung die Enteignung wieder wettmachen Klagen gegen uns zu erheben. Sie proklamieren den Grundsay, itüßt, in dem ich mich an den preußischen Minister gewandt habe. wird. Da wir nicht das Vertrauen haben, daß die Regierung die fein Sozialdemokrat darf in den Staatsbetrie- Er hat dadurch Material benutzt, das nur durch einen groben Staatsgelder im Sinne der Verfassung, der Königsversprechungen ben beschäftigt werden, jeder Arbeitgeber hat das Recht, Vertrauensbruch in seine Hände gelangt sein kann.( ört! und der Gejezze verwenden wird, lehnen wir den Etat ab.( Beifall fozialdemokratische Arbeiter ihrer Gesinnung wegen auf die hört! rechts, Lachen und Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Ich bei den Polen.) in schreiendes, ein schweres Unrecht, daß die staatlichen Betriebe nicht der Gewerbeaufsicht unterstellt werden. Mit denselben Mitteln, mit welchen die Krupp und die Stumm jahrzehntelang den Arbeitern die Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte, jogar die Ausübung des Eherechts verboten haben, arbeitet auch der Staat. gehalten, Wenn Landwirtschaftsminister Dr. Frhr. v. Schorlemer bemerkt gegenüber dem Abg. v. Jedliß, daß die Beseitigung der Fleischfeuerung nur ein Zweck der inneren Kolonisation sei, deren Haupt- und Endziel die Ansehung von Bauern und ländlichen Arbeitern, in den national gefährdeten Provinzen vor allem, sei. Der Vorwurf der Schwäche kann uns nicht irremachen, wir haben nicht den starken Mann zu spielen, sondern wir würden unverantwortlich handeln, wenn wir nicht auch den Wert und die Wirkung unserer Maßnahmen prüfen und danach den Zeitpunkt ihrer Anwendung ( gemeint ist die vom Abg. v. Zedlik geforderte weitere Polenenteignung. Anm. d. Ver.) bestimmen würden. Eisenbahnminister v. Breitenbach rechtfertigt die außerordent Abg. Dr. Wiemer( Bp.): Alljährlich zeigt sich, wicbiel beffer| gegangen. Daran erinnere ich! Auch heute sind solche Reformen die Staatsfinanzen liegen, als der Etat ankündigt. Man speichert im Staatsinteresse unerläßlich.( Lebhafter Beifall bei der Volksenorme Summen auf und ruft dabei noch nach neuen Steuern. partei.) Stationen Barometer Witterungsübersicht vom 13. Januar 1913. stand mm cichtung Windstärke Bind Better Temp n. C Hot Dog Stationen Barometer ftand mm Bind כוונים Bindstärke Better Markthallenpreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen Linfen 35,00-60,00. 30,00-50,00. Speilebohnen, weiße, 36,00-50,00. Startoffeln( Stleinhdl.) 5,00-8,00. 1 Silogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70-2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,40-1,80. Schweinefleisch 1,60-2.20. Die Zuschläge fönnen ruhig abgeschafft werden. Bei den Berliner Minister des Innern v. Dallpis: Die Immediatkommission ist stalbfleisch 1,40-2,40. Hammelfleisch 1,50-2,40. Butter 2,10-3,00. 60 Stüd Museumsbauten hat man Staatsgelder verschleudert, bei Kultur- zu abschließenden Ergebnissen gelangt in bezug auf die General- Gier 4,80-7,20. 1 Kilogramm Starpien 1,40-2,40. Male 1,60-3,20. Bander aufgaben wird gespart. Man sollte die Grundlagen zur Ent- fommissionen, die Schulverwaltung, das Rechtsmittelverfahren 1,40 3,60. Hechte 1,60-2,60. Barfche 1,00-2,40. Schleie 1,60-3,20. scheidung dieser Sache rechtzeitig veröffentlichen. Das Ziel der gegen Polizeiverfügungen und das Verwaltungsstreitverfahren. Blete 0,80-1,40. 60 Stud Streble 3,50-24,00. Ansiedelungspolitik billigen wir, aber ob die Mittel die geeigneten Eine entsprechende Vorlage ist in Vorbereitung. Die Hinterfind, ist eine Frage für sich; fie scheinen uns die deutschen Inter- legungsordnung und das Oberrechnungskammergesetz liegen dem effen eher zu schädigen. Der polnische Boykott schlägt dem deutschen Hause vor, und zahlreiche Vereinfachungen sind im VerordnungsMittelstand die schwersten Wunden. Wir verwerfen jeden Ge- weg verfügt worden, nachdem sie von der Immediatkommission gefinnungboykott und wollen staatsbürgerliche Gleich billigt waren. berechtigung der Polen.( Bravo! links.) Das UeberHunderte Gutsbezirke sind im Laufe der letzten Jahre aufgelöst gewicht des Großgrundbesites ist der Allgemeinheit fchädlich, wir worden. Die Gründe, warum die Staatsregierung eine neue Wahl begrüßen deshalb die innere Kolonisation und die Seßhaftmachung rechtsvorlage nicht gemacht hat, habe ich schon off genug dargelegt. der ländlichen Arbeiter. Wir fordern eine Verbesserung ihrer Die Ablehnung aller Wahlrechtsanträge aus dem Hause zeigt, daß Rechte und der Sozialgefeßgebung für sie. Wir haben seinerzeit eine neue Initiative der Regierung keine Aussicht gehabt hätte. Swinemde. 766 gegen die schlechten Landkrantentassen protestiert, für die wei-( Lachen links.) Das vom Abg. Wiemer verlangte Notgesetz wäre Hamburg fere Million zur Jugendpflege stimmen wir, feine organische Entwickelung, würde den Intentionen der Staats- Berlin müffen uns aber ein abschließendes Urteil vorenthalten; jede Be- regierung und der Bedeutung des Gegenstandes nicht entsprechen. Brantf. a. vorzugung tonfessioneller Vereinigungen verwerfen wir.- Die Gs würde auch ein solches Notgeses das materielle Stimmrecht nicht Bien Dialettit des Grafen Praschma beweist, daß er mit Erfolg Jesuiten- unangetastet lassen fönnen, und ein solches Gesetz kann nicht Inapp schüler war( Heiterkeit), der Minister hätte energischer auftreten vor Torschluß entschieden werden. müssen. Wir fordern Gleichberechtigung aller Konfessionen, aber Die Angriffe auf die Regierung wegen ihrer Nichtbeteilidie Vorherrschaft des Staates. Es gab Beiten, wo das Zentrum gung an der Beratung des Wahlrechtsantrags mehr demokratisch als tonservativ war.( Widerspruch im Zentrum.) Aronsohn( Oho!) weise ich zurück. Die Regierung beteiligt sich In Dresden hat Herr v. Heydebrand erklärt, daß die Konservativen meistens nicht an der Verhandlung von Initiativanträgen, hier war nicht für die Aufhebung des Jesuitengesetzes stimmen können. Wird es um so weniger nötig, als sie so oft übrigens schon Fürst das Zentrum da wieder 200 000 Stimmen für die Konservativen bei Bülow- die in dem Antrag geforderte Uebertragung des den Landtagswahlen abkommandieren?( Abg. Hoffmann: Das Reichstagswahlrechts auf Preußen als undis. werden die schon machen!) tutabel bezeichnet hat. Overden. Der Minister polemisiert dann gegen den Abg. Dr. Seyda und schließt unter dem Beifall der Rechten mit einem Hinweis auf die von ihm verurteilte antideutsche Bolenagitation. Er ouft nach Bor. lesungen aus deutschfeindlichen Bolenzeitungen der Polen zu, daß sie die Verantwortung für die Boykottheßereien nicht von sich auf andere abzuwälzen imstande sein werden. Das Haus bertagt sich. München 763DGD 7640 761 D 7618 4 bedeckt Rebel 5Schnee 1heiter Temp. n. G. 18999 6.4° 8. I 2 wollig-4 Haparanda 775 Still -3 Betersburg 770 NND 1 Regen 3bededt-3 Scilly 753 SSD 3moltig 5 Nebel-5 Aberdeen 759 50 2mollig-0 Baris 760 SS 763 NNW 1Schnee- 6 Wetterprognofe für Dienstag, den 14. Januar 1913. Beitweise auftlarend, vorherrschend wolkiges Frostwetter mit leichten Schneefallen und ziemlich frischen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wafferstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau Bafferstand Memel, Silft Bregel, Insterburg Dber, Ratibor Weichsel, Thorn Kroffen Frankfurt Landsberg Neze, Bordamm Elbe, Leitmeri Dienstag, 14. Januar, vormittags 10 Uhr: Weiterberatung. Barthe, Schluß 4 Uhr. Der Redner bedauert, daß in dieser Session keine Wahlreform gemacht wurde, und meint, es tönnte immer noch ein Notgesek für direkte und geheime Wahl gemacht ( Heiterkeit rechts.) Es ist gar keine Rede davon, daß dieses, die Größe des Geldbeutels berücksichtigende Wahlrecht den Mittelstand zum Schiedsrichter zwischen Arm und Reich einsetze, wie Abg. b. Zedlik behauptet. Die Regierung will erst eine neue Borlage bringen unter dem öffentlichen Wahlrecht leidet der Mittelstand am meisten! wenn sich die großen Parteien über ihre Grundzüge geeinigt haben. Das heißt die Entscheidung denen überlassen, die gar keine Reform wollen. Mit der VerwaltungsMarktpreise von Berlin am 11. Januar 1913, nach Ermittelungen reform scheint man vor den Wahlen ja gar nicht mehr heraus des fönigl. Polizeipräsidiums. 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 20,12 tommen zu wollen. Das unfruchtbare Ministerium müßte richtiger bis 20,20, mittel 19,96-20,04, geringe 19,80-19.88 Roggen, gute Sorte heißen: Ministerium des inneren Stillstandes"! 17.28-17,30, mittel 17,20-17 26, geringe 17,20-17,22( ab Bahn). Futter( Sehr gut! links.) gerste, gute Sorte 17,40-18,00, mittel 16,70-17,30, geringe 16,00-16.60. Dem Befreiungskrieg von 1813 ist eine Aera liberaler Re- Safer, gute Soite 19,00-20,40, mittel 17,40-18,90( frei agen und ab Grundeistreiben. formen, der Bauernbefreiung und Selbstverwaltung voraus- Bahn). " Dresden Barby Bafferstand am feit 12. 1. 11.1. am feit 12. 1. 11.1. cm om') cm cm³) 228) -16 -17) -18 Saale, Grochlik Havel, Spandau) 120 <-16 84 -9 1683) -10 136-1 Rathenow 2) Spree, Spremberg) 102 0 96-2 179 -11 Beestow 1017) 187) -9 Befer, Münden 186 21 86º) Minden 302 -12 96) Rhein, Marimiliansau 355 <-1 35 Kaub 184 10 -22 Stoln 210 -94 -14 Nedar, Heilbronn 75 215 -10 Main, Hanau 176 102 startes Eistreiben Magdeburg 168-10 Mosel, Trier 1)+ bedeutet Buchs, Fall. / Strombrette. 3) Unterpegel. schwaches Grundeistreiben, Treibeis. - Eisland. Oeffentliche Versammlung Arbeiter- Stenographen- Verein ,, Stolze- Schrey"| General- Versammlung am Mittwoch, 15. Januar 1913, abends Punkt 8, Uhr, in den Industrie- Festsälen", Beuthstr. 19. ,, Die Genossenschaft für Ledigenheime". Referent: Herr Reichstagsabgeordneter Pens- Dessau.- Freie Aussprache. Bei der hohen Bedeutung, welche die Frage der Ledigenbeime für alle Kreise hat, dürfen die Einberufer wohl auf zahlreichen Besuch hoffen. Bur Dedung der Unfosten werden 10 Bf. Eintrittsgeld erhoben. Die Einberufer: Speisehaus- und Ledigenheim- Genossenschaft Groß- Berlin Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Kisten- und Koffermacher. für Berlin und Umgegend. Neue Anfängerkurse: Bezirk: Tempelhof, Staiser- Wilhelm- Str. 76, Jugendheim", Freitag, 17. u. 24. Januar. Wedding, Tegeler Str. 31 bei Gutsched: Donnerstag, 16. und 23 Januar. Osten 1, Frankfurter Chaussee 116 bei Blum: Donnerstag, 16. u. 23. Januar. Osten 11, Memeler Str. 67, Comeniusfäle": Dienstag, 14. u. 21. Januar. Osten III, Ebelingstr. 6 bei Drelse: Dienstag, 14. und 21. Januar. Gesundbrunnen, Baftianstr 2 bei Brinkmann: Montag, 13. u. 20. Januar. Norden, Aderstr. 122 bei Liese: Mittwoch, 15. und 22. Januar. Reinickendorf- W., Scharnweberstr. 54 bei Hallmann: Donnerstag, 16. u. 23. Jan. Zentrum, Auguftstr. 37 bei Neumann: Donnerstag, 16. und 23. Januar. Gewerkschaftshaus, Adalbertstr. 24 bei Schladit: Freitag, 17, u. 24. Januar. Süd- Osten, Mustauer Str 9 bei Schulz: Freitag, 17. und 24. Januar. Neukölln 1, Shüringer Str. 26 bei Leu: Mittwoch, 15. und 22. Januar. Neukölln II, Wissmannstr. 12: Dienstag, 14. und 21. Januar. Moabit, iclefftr. 24 bei Mar Richter: Dienstag, 14. und 21. Januar. Sud- Westen, Hagelbergerftr. 52 bei Ibert: Donnerstag, 16. u. 23. Januar. Schöneberg, Apostel- Baulus- Str. 33: Freitag, 17. und 24. Januar. Weißensee, Rebbderstr. 5 bei Content: Freitag, 17. und 24. Januar. Pankow, Bollantstr. 23: Dienstag, 14. und 21. Januar. Charlottenburg, Sesenheimerstr. 11 bei M. Stunert: Freitag, 17. u. 24. Januar. Diese Kurse beginnen sämtlich abends pünktlich 8, Uhr. Bezirk Köpenick, Bahnhofftr. 44 bei Lebmann: Mittwoch, den 15. Januar. abends 8 Uhr, bei Hermel, Holz Tegel, Berliner Str. 84 bei Müller: Dienstag, 14. und 21. Januar. marktstraße 21: Vertrauensmänner- Verfammlung Korbmacher. 15. Januar, 8 Uhr, im der Liepnerschen Sterbe- u. KrantenUnterstütungstaffe Nr. 23 am Mittwoch, den 22. Januar, abends 8 Uhr, im se assentotal, Linienftr. 8. 20305 Zagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht der Revisoren. 2. Wahl eines Vorstehers und eines Stellvertreters. 3. Wahl eines Revisors und eines Stellvertreters. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, • Spezialarzt f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. f. Blut untersuchung., Fäden i. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Banoptikum. Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. 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Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. J. A.: Dstar Schlayer, 1. Borfizender, Berlin- Tempelhof, Kaiserin- Augufta- S.r. 70. Mittwoch, den 15. Januar, abends 8, Uhr, im Voltshan 8, 281/9 Rosinenstraße 3: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Nitschke:" Soziales bandsangelegenheiten. Empfinden und Handeln. 2. Bericht von der Generalversammlung. 3. Ver. 16 77/14 ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, 100 Seringe in Milchsauce je 31, M. Bortofrei und gratis je 1 B. Rolmps. Gelee u. Bratber. E. Degener, winemünde. 3d Inh. Georg Wolffgramm Ackerstr. 6/7. Telephon: Norden 2674 empfiehlt den geehrten Vereinen und Gewerkschaften seine 4 Såle zu Bersammlungen und Vereinsfestlichkeiten. Stulante Bedingungen. Einige Sonnabende und Sonn tage noch frei! Würzburger Hühneraugenmittel Don Dr. H. Unger. Gegen 30 Pfennig auf 10 Bi. Anweisung frei. Das Bühnerauge felbft in 3 Tagen.( Enthält Salicylsäure u indischen Done meifel die bequemite u. wirkſamſte Hilfe. 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Herausgegeben 248/ 19* bon Max Grunwald. Heft 6: und Schiller Arbeiter die Bon Conrad Haenisch. Preis 40 Pf. Lt. Analyse des Herrn Dr. A. Langfarth, beeidigter Gerichts- Chemiker, enthält ,, Siems Kraftfleisch" alle natürlichen Bestandteile des rohen Fleisches, überragt letzteres an Nährwert und ist leicht und fast restlos verdaulich! Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Injeratenteil verantw.: Tb. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag. Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin SW Nr. 11. 30. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Proteft gegen den Fleischwucher. Während sich die behäbigen Bürger mit Wohlbehagen anp den Mittagstisch setzten und sich den Sonntagsbraten schmecken ließen, füllten sich fünfundzwanzig Versaminiungsfäle in Berlin und den Bororten mit vielen Tausend ProLetariern, für welche Fleischnahrung fast unerschwinglich geworden ist und die, wenn es hoch kommt, ab und zu nur ein Stückchen minderwertigen Fleisches im Topf haben.- Es wächst zwar hienieden nicht nur Brot genug für alle Menschenfinder, sondern es ist auch das für die Ernährung der arbeitenden Bevölkerung unentbehrliche Fleisch in ausreichender Menge vorhanden, und wenn die deutschen Landwirte augenblicklich nicht genug davon sollten liefern können, so gibt es im Auslande so viel Schlachtvieh, daß Züchter und Händler den deutschen Markt ausreichend versorgen könnten, wenn nicht die Profitsucht unserer unersättlichen Agrarier dafür gesorgt hätte, daß die Grenzen für die Einfuhr von Vich und Fleisch gesperrt find. Mögen die deutschen Arbeiter Not und Hunger leiden, wenn nur die Agrarier im Fett schwimmen. Shnen zu Gefallen hat die Regierung eine Wirtschaftspolitik ins Werk gefekt, welche die Folge hat, daß sich die Massen des Volkes schon lange nicht mehr ausreichend ernähren tönnen. Den unausgesetzten Bemühungen der Sozialdemokratie ist es zu danken, daß feit kurzer Zeit den Großstädten gewisse Erleichterungen für die Einfuhr von ausländischem Fleisch zugestanden worden sind. So mangelhaft diese Zugeständnisse auch sind, so haben sie doch bewirkt, daß dem fortgesetzten Steigen der Fleischprcise Einhalt geboten wurde und daß ein Teil der notleidenden Bevölkerung nicht ganz auf den unentbehrlichen Fleischgenuß verzichten brauchte. Doch denen, die ihren Profit aus den hohen Fleischpreisen ziehen wollen, find die den Großstädten gewährten Erleichterungen in der Einfuhr verhaßt. Von Anfang an haben Agrarier und Fleischermeister gegen diese Vergünstigungen Sturm gelaufen, und die Regierung, die sich völlig im Banne der Agrarier befindet, ist bereit, mit den geringen Einfuhrvergünstigungen Schluß zu machen. Der Masse des Volkes droht die Gefahr, daß alle Maßnahmen, welche geeignet sind, auf eine geringe Verbilligung des Fleisches hinzuwirken, binnen kurzem auf gehoben werden. Wie die Regierung dem unerhörten Verlangen der profitlüfternen Agrarier nachgibt, so zeigen sich maßgebende Stellen in der Berliner Stadtverwaltung geneigt, dem Drängen der Fleischermeister zu folgen und die Einfuhr von russischem Fleisch schon am 1. April wieder einzustellen. nährung der arbeitenden Bevölkerung auf das schwerste zu Gegen diese Treibereien, welche geeignet sind, die Ergefährden, erhoben Zehntausende von Versammlungsbesuchern am Sonntag energischen Protest. Grundsäßlich verlangten sie die Beseitigung aller Fleisch- und Viehzölle und als vorläufige Maßnahme zur Erleichterung der Fleischversorgung die Verlängerung der Fristen, welche die Regierung für die Einfuhr bergünstigungen festgesetzt hat. Von der Stadtverwaltung aber wird verlangt, daß sie von den Bergünstigungen den ausgiebigsten Gebrauch mache, unbeirrt durch das Verlangen einer fleinen, an hohen Fleischpreisen interessierten Gruppe von Geschäftsleuten. Und diese Mahnung ist wohl am Plage. Eind es doch gewisse freisinnige Stadtvertreter, die für die Einstellung des Verkaufs von russischem Fleisch durch die Stadt eingetreten sind. Der Freifinn" dieser Herren hält es nicht für angebracht, daß die städtischen Behörden sich mit der Lösung sozialer Aufgaben befaffen, welche den Profit von Unternehmern und Gewerbetreibenden schädigen könnten. schaftsminister die Einfuhr russischen Fleisches nur bis 31. März dieses Jahres bewilligt hat und auch in der Berliner Stadtverwaltung die Neigung besteht, die meitere Einfuhr einzustellen. Die Versammelten erklären dies als cine brutale Schädigung der Interessen aller Minderbemittelten, der Arbeiter und Handwerker, Gewerbetreibenden und Beamten Groß- Berlins. -Der auf das Betreiben der sozialdemokratischen Stadtverordneten eingeführte Verkauf russischen Fleisches hat wenigstens den schlimmsten Notstand gemildert. Bei Aufhören der russischen Einfuhr würde die Teuerung noch unerträglicher und die Verelendung der Bevölkerung noch größer werden. Aufgabe der Kommunalverwaltungen ist es, für die Versorgung des Marktes mit Lebensmitteln ausreichend und dauernd zu sorgen. Deshalb fordern die Versammelten, daß der preußische Landwirtschaftsminister baldigst die Einführung des russischen Fleisches auch nach dem 31. März dieses Jahres gewährt und die Berliner Stadtverwaltung dann schleunigit alle Maßnahmen trifft, um die weitere Einfuhr gesunden und frischen Fleisches zu sichern. Die Versammelten protestieren mit Entrüstung gegen den Widerstand von Fleischermeistern und Viehhändlern, liberalen Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern Berlins, und er klären diesen Widerstand als eine Schädigung des Gemeinwohls. Ueber die einzelnen Versammlungen erhalten wir folgende Berichte: Zirka 2500 Personen füllten den großen Saal der Bodbrauerei. Der Referent, Genosse D. Braun, schilderte mit treffenden Worten die bestehende Fleischnot und erntete reichen Beifall. Der große Saal bei Kliem war dicht gedrängt voll. Das ausführliche Referat des Genossen Ströbel wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Trotz der Aufforderung an Gegner, Fleischermeister und Vichhändler, meldete sich niemand von diesen zum Wort. In den Arminhallen" referierte vor überfülltem Saale Genossin Wurm. Sie legte in furzen, flaren Worten die Schäden der Fleischteuerung flar. Das Referat wurde mit großem Beifall aufgenommen. Die Versammlung in der Drachenburg" war total überfüllt. Hunderte mußten wieder umfehren. Genosse Poetsch erntete stürmischen Beifall für seine Ausführungen. Die Bersammlung wurde unter Absingung der Marseillaise geschlossen. Bei Graumann in der Naunynstraße 27 sprach Dr. Kurt Rofenfeld. Anwesend waren zirka 1000 Personen. Hunderte führungen lebhaften Beifall und Pfuirufe ertönten bei den Beibewegten sich auf der Straße. Der Referent fand mit seinen Ausspielen, die er anführte, um die Fleischnot zu beweisen. Bei Boeker in der Weberstraße referierte Genosse Dupont. Die Versammlung war überfüllt. Anwesend waren 1200 Personen. In den„ Prachtsälen des Oftens" betrug die Besucherzahl über 1000 Personen. Referent war Genosse F. Zubeil. Das Sprachen die Genonen Fahrenwald, Ostrowski und Frau 1½stündige Referat löfte reichen Beifall aus. In der Diskussion söhler, die Ausführungen des Referenten unterstügend und die Anwesenden zum Anschluß an die Organisation auffordernd. Versammlung bei Borgmanu, Andreasstraße, wo der Genoffe Th. Glode referierte, war leider nur schwach besucht. Der große Saal in der Brauerei Friedrichshain war von 3000 Bersammlungsbesuchern gefüllt. Die Genoffin 3ie zeigte in ihrem mit braufendem Beifall aufgenommenen Referat, daß die Fleischteuerung eine nottvendige Folge unserer agrarischen Wirtschaftspolitik sei, daß wir immer weiter mit einer Steigerung der Fleischpreise zu rechnen haben und daß die Erfüllung der FordeWillen haben, nur einen Tropfen auf einem heißen Stein bedeuten. Der Sampf um billiges Fleisch sei legten Endes der Kampf um das gleiche Wahlrecht in Breußen und um die Beseitigung aller Ausbeutung. Dienstag, 14. Januar 1913. freisinn, wenn der Profit nicht höher wird und die von der Regierung gemachten Zugeständnisse nicht zurückgezogen werden, alles einzustellen, wenn die billige Fleischversorgung nicht endlich aufhört. Das Wolf muß dafür sorgen, von den Fleischermeistern, Sem Kommunalfreisinn und der Regierung nicht in den April gefchickt zu werden und durch einmütigen Protest gegen diese Raubpolitiker vorzugehen. In Wilmersdorf- Halensee tagte die von 800 Personen besuchte Versammlung im Vittoria- Garten", Wilheimsaue. Die Ausführungen der Genossin Juchacz über die Fleischteuerung wurden mit großem Beifall aufgenommen. Besonders wendete sich die Referentin an die anwesenden Frauen und forderte sie auf, fich mehr als bisher der politischen Organisation anzuschließen. In der Diskussion machte Genosse Engelhardt die Anwesenden auf die ausliegenden Handzettel aufmerksam, in welchen die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend auf ihre drei Verkaufsstellen für russisches Fleisch hinweist. Daß gerade auch für Wilmersdorf ein Bedürfnis für russisches Fleisch vorliege, beweisen die in den drei Geschäften erzielten Umsätze, werden doch wöchenltich für 9000 M. russisches Fleisch verkauft, am legten Sonnabend allein für 2100 M. Genosse Ostar Riedel beleuchtete bätten sich an dieser 38 Fleischermeister beteiligt, jetzt nur noch 2. noch die Fleischverteilung der hiesigen Fleischermeister. Zuerst Daraus wäre zu entnehmen, daß sie bei dem hiesigen Fleisch also noch mehr verdienten und so die teuren Fleischpreise auch zum guten Teil von den armen Fleischern verursacht würden. Ebenfalls machte der Diskussionsredner auf die großen Knochenbeilagen der Fleischer beim Verkauf des russischen Fleisches aufmerksam und meinte, daß wohl nicht alle Knochen von russischen Schweinen und Rindern stammen. Stürzlich habe am Orte eine Fleischermeisterversammlung stattgefunden, welche gegen die Verteilung des russischen Fleisches durch die Stadt Sturm lief, und in welcher auch beschlossen wurde, das Vereinsvermögen von 400 M. nicht mehr bei der städtischen Sparkasse, sondern bei der Deutschen Bank zu deponieren. Lichtenberg. In einer von über 2000 Personen besuchten Versammlung protestierten die Einwohner Lichtenbergs gegen die durch die Regierung im Interesse des Juntertums cingeführte Wirtschaftspolitik. Die Versammlung wurde durch ein stimmungsvolles Lied des Arbeitergesangvereins Lichtenberg eingeleitet. Der Referent, Genosse Brückner, kennzeichnete in seinem mit reichem Beifall aufgenommenen Referat die die Voltsgesundheit Bankow- Nieder- Schönhausen. Vor zirka 700 Männern und und das Volkswohl gefährdende Interessenpolitif. Frauen sprach im Kurfürsten" Genosse Hans Weber. Seine Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall belohnt. In der folgenden Diskussion behandelte Genosse Stubig die Wirkung der Einfuhr des russischen Fleisches im Orte, indem er Die Höhe des bis jetzt verkauften Quantums feststellte und betonte die Notwendigkeit, dafür zu sorgen, daß auch auf weitere Beit Grleichterung in der Einführung russischen Fleisches geschaffen wird. Reinickendorf. Im großen Saale des Schühenhauses sprach unter gespanntester Aufmerksamkeit und lebhaften Beifall der Versammelten die Genoffin Klara Weyl. Die Resolution Dr. Wch I vor zirka 1000 Personen. In der Diskussion geißelte wurde von den etwa 800 Anwesenden einstimmig angenommen. Weißensee. Im Schloß Weißensee" referierte Genosse Genosse Schlemminger die Mißstände beim Verkauf des russischen Fleisches im Orte. Auch Genosse WeyI teilte mit, daß das offizielle Organ der Schlächtermeister schon darüber jubelt, daß am 1. April der städtische Fleischverkauf aufgehoben wird. helminenhof lange vor Beginn der Versammlung überfüllt und immer neue Massen strömten in den weiten Staum, bis auch der legte Stehplatz beseßt war. Genosse Hekschold referierte. Seine der Würde des Tages entsprechenden klaren Ausführungen wurden oft von spontanen Zustimmungskundgebungen unterbrochen und äußerte sich der Eindruck der treffenden Darlegungen auf die Versammlung am Schlusse in brausendem Beifall. Der Arbeitergesangverein Ober- Schöneweide erhöhte die feierlich- selbstbewußte Stimmung der Versammlung durch prächtig vorgetragene Stampfeslieder vor Anfang und am Schlusse derselben In Ober- Schöneweide war der große Saal des Wil. Geständnis des Raubmörders Sternickel. Dieſem engherzigen Standpunkt gegenüber betonten die Versammlungsredner, daß die Versorgung der Bevölkerung Der Name des verhafteten Raubmörders Sternickel, der das nicht nur mit billigem Fleisch, sondern überhaupt mit wohl furchtbare Verbrechen in Ortwig nunmehr eingestanden hat und feilen Lebensmitteln eine soziale Pflicht der Gemeinden ist, und daß der Staat die Pflicht hat, eine Wirtschaftspolitik zu Im Prater- Theater war der Saal überfüllt und polizeilich auch nicht mehr leugnet, der langgesuchte Verbrecher August Sterabgesperrt. Annähernd 2500 Personen mochten wohl in den nickel zu sein, ist jetzt in aller Munde. Man vermutet nicht nur treiben, welche die Massen des Volkes in den Stand ſetzt, ſich Räumen Blak gefunden haben. Auf Veranlassung der Zeitung in ihm den Urheber vieler Werbrechen in der Mart, in Schlesien billige Lebensmittel zu verschaffen. Schon leidet die ar- der Versammlung wurde der Eingang, der gesperrt war und und anderen Landesteilen, sondern macht ihn auch für verschiedene beitende Bevölkerung unter einem drückenden Notstand, her auch als Eingang zum Garten gedient hatte, freigegeben, so daß Mordtaten in Berlin, die noch nicht ihre Sühne gefunden haben, vorgerufen durch die unerträglichen Lebensmittelzölle. Die noch weitere 500 Personen, trop der strengen Stälte, bis berantwortlich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit können dem gefährNot muß um so größer werden, je weiter der Weg der gegen- zum Schluß der Versammlung dortfelbst ausharrten. Referent lichen Burschen wohl eine Menge anderer Straftaten zur Last gewärtigen Bollpolitik verfolgt wird. Unzureichende Ernäh- war Genoffe Grunwald. Einleitend und zum Schluß brachte rung schwächt die Arbeitskraft und die Leistungsfähigkeit des der Gesangverein„ erche" einige Lieder zum Vortrag, die mit legt werden, andererseits trifft aber das Gerücht nicht zu, daß Sternickel auch den vor Jahren verübten Mord an einer Berliner Boltes und unterbindet somit den Lebensnerv der Nation. großem Beifall aufgenommen wurden. Darum fort mit allen Zöllen und Einfuhrerschwerungen für Prostituierten eingestanden habe. Lebensmittel! genug. Dieser Protestruf wurde einmütig erhoben in allen Verfammlungen, und sie waren, wohin wir kamen, überfüllt. Selbst die größten Säle boten den Andrängenden nicht Raum Doch über dem Protest gegen den Lebensmittelwucher vergaß man nicht darauf hinzuweisen, daß die Forde rungen der Volksmassen um so schneller und um so volltommener erfüllt werden, je mehr das Proletariat von seiner Macht Gebrauch macht und seine Bertreter in die parlamentarischen und in die städtischen Körperschaften sendet. In allen Versammlungen wurde einstimmig folgende Resolution angenommen: Eine ausreichende Versorgung des Marktes kann nur durch bolle Oeffnung aller Grenzen für die Einfuhr lebenden Schlachtviehs herbeigeführt werden. Die zur Verhütung der Einschleppuna von Viehfeuchen erforderliche Kontrolle darf nicht zur schifandsen Fernhaltung der ausländischen Zufuhr benutzt Tekten Plak gefüllt. Genosse Wurm schilderte, gestützt auf seine Der Saal von Ballschmieder in der Badstraße war bis auf den Sachkenntnis durch Mitarbeit in den Teuerungskommissionen des Reichstags und der Gemeinde, das Verhalten der Agrarier und ihrer Freunde. Mit der Aufforderung zur unermüdlichen Agitation schloß er unter dem Beifall der Versammelten seine Ausführungen. Die Polizei ging während und nach der Versammlung vor dem Lokal ziemlich rigoros vor und duldete kein Zusammenstehen. Im Moabiter Gesellschaftshause waren 2000 Personen anwesend. Referent war Dr. D. Cohn, der 1% Stunden referierte. In den Pharusfälen wurde die Versammlung um 12% Uhr gesperrt. Anwesend waren zirka 2000 Personen; zirka 1000 konnten feinen Platz mehr finden. Referent war Genosse A. Liebknecht. Wie üblich war vis- a- vis in der früheren Sentkerschen Fabrik cine fliegende Wache untergebracht. In der überfüllten Versammlung in der Bockbrauerei, Abt. II, Chausseestraße, sprach Genosse Leid. Jn der Diskussion nahm auch das Wort Genosse Barth. Es werden aber jetzt Ermittelungen nach anderer Richtung angestellt, die einen bestimmten Verdacht bestätigen sollen. In den Jahren 1909 und 1910 wurden in Schlesien verschiedene Mordtaten verübt, deren sich ein angeblicher Heuhändler Winkler" um so mehr verdächtig machte, als er an verschiedenen Stellen unter dem Vorwande, Heu kaufen zu wollen, Ginbrüche verübte. Dieser " Heuhändler Winkler" wurde seitdem von der Polizei gesucht, es gelang aber troß einer ausgesetzten Belohnung von 2000 Mart nicht, ihn zu ergreifen. Verschiedene Umstände deuteten damals darauf hin, daß jener" Winkler" mit dem gesuchten Sternidel identisch sein müsse. Dessen besondere Spezialität war es nämlich u. a. auch, feine Greueltaten durch Brandstiftung zu verwischen. Ob Sternickel auch diese Schandtaten vollbracht hat, werden die angestellten Untersuchungen wohl bald ergeben. Ferner besteht der Verdacht, daß Sternickel auch vor einigen Schließlich rechnet man auch damit, daß Sternicel gleichfalls an Jahren in Werden a. d. Elbe einen Gutsbesitzer erschlagen hat. cinem fürchterlichen Verbrechen beteiligt ist, das vor Jahren in der Provinz Bofsen verübt wurde und bei dem acht Personen unter den brennenden Trümmern eines Gutshauses ihren Tod fanden. Auch hier muß die nähere Untersuchung erst Licht in diese dunklen Verbrechen bringen. Die am 12. Januar Versammelten stellen fest, daß die Fleischteuerung es nach wie vor den Massen der werftätigen Bevölkerung unmöglich macht, die zur Erhaltung ihrer Gesundheit und Arbeitskraft erforderliche Fleischnahrung sich zu be- derartig starker, daß die Polizei frühzeitig zur Absperrung schritt. Neukölln. In Bartsch Festfalen war der Besuch ein schaffen. Die den Gemeinden zugestandene Herabsetzung der Das Referat hielt der Genosse Babel. In 1½stündiger Rede Fleischzölle auf die Hälfte des bestehenden Wuchertarifes, ebenso schilderte derselbe eingehend die Rot der proletarischen Bevölkerung avie die Erleichterung bei der Einfuhr ausländischen Fleisches ist und wußte in padender Weise zu zeigen, wie die das arbeitende gegenüber der Verteuerung des Fleisches viel zu gering- Wolf einkreisenden kapitalistischen Mächte, besonders aber das fügig. preußische Agrariertum, unter Inanspruchnahme der staatlichen Hilfskräfte in der rücksichtslosesten Weise die Bevölkerung ausIm übrigen soll der Name Sternickel auch noch nicht mal der hungert, um den eigenen Geldbeutel zu füllen. Daß der Referent den Anwesenden aus dem Herzen gesprochen hatte, bewies die oft richtige Name des Verbrechers sein, vielmehr soll er auch diesen malige lebhafte Zustimmung und das donnernde Bravo am Schluß früher nur angenommen haben. Tatsächlich soll es sich um den am 11. Mai 1866 zu Nieder- Mehanna geborenen Müllerssohn Schöneberg. In den Neuen Rathausfälen" hatten August Franke handeln, mit dem sich die Strafgerichte schon fich mehr denn 1000 Personen eingefunden, um den Ausführungen seit dem Jahre 1899 zu beschäftigen hatten. Wie bekannt, ist es des Referenten, Genossen Düwell, zu lauschen. In treffenden dem verwegenen Burschen mehrere Male gelungen, sich der strafen= Worten wies der Referent nach, daß die Lebenshaltung des Arden Nemesis durch die Flucht zu entziehen. Daß ihm dies jetzt nicht beitssflaven nicht im geringsten geändert wurde, obwohl angeblich von neuem gelinge, dafür ist jetzt bessere Vorsorge getroffen woorden. die Löhne gestiegen find. Die Junker verstehen es durch Mithilfe von neuem gelinge, dafür ist jetzt bessere Vorsorge getroffen worden. Munter des Staates, von der Milliarde, die die Zölle einbringen, mindestens Hnter starter Bebedung ist er am Sonnabendabend von Wriezen 800 Millionen in ihre eigene Tasche zu zaubern. Die Strauch nach dem Landgerichtsgefängnis in Frankfurt a. D. gebracht worden. ritter veredelten ihr Handwerk und legten sich hinter Schutzölle wo eine verstärkte Gendarmeriepatrouille einen erneuten Fluchtund Grenzsperren, um die Einfuhr von Vich zu erschweren und versuch verhüten soll. zu verteuern. Die Kommunalverwaltungen haben schließlich versucht, der Fleischteuerung Einhalt zu gebieten und russisches Fleisch eingeführt. Da plöblich glaubten die Schlächter, revolutionär werden. Ferner ist die Beseitigung des§ 12 des Fleischbeschaugesezes notwendig, um ausländisches Gefrierfleisch einführen zu können. Der gemäß dem Antrage der Regierung soeben von der Reichstagskommiffion gefaßte Beschluß, die Zollerleichte rung nur bis zum 31. März 1914 zu gewähren, zeigt, wie auch in diesem Reichstage die agrarischen Interessen allein maßgebend sind und ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl einzig und allein der Agrarier den Ausschlag gibt. der Rese. * Mit Empörung erfüllt es aber ganz besonders die Bevölfe In der Presse begegnet man neuerdings bei der Bericht rung von Groß- Berlin, daß der preußische Landwirtel werden zu müssen und drohten der Regierung und dem Kommunal- erstattung über Kapitalverbrechen recht sonderbaren Methoden. So Binnenfchifferkonferenz. Berlin, 13. Januar. wurde. Die Angelegenheit soll in der nächsten Vorstandssigung besprochen werden. Auch mit der Frage der Einrichtung eines Arbeitsnad teises, der die Lagerhalter große Bedeutung beimessen, soll sich der Vorstand beschäftigen. Nach der Präfengliste waren auf der Stonferenz anwesend 119 Lagerhalter, davon 58 aus Berlin, ferner 17 Berwaltungsmitglieder, 3 Mitglieder des Hauptvorstandes und einige Gäste. Aus der Partei. Aus den Organisationen. bald die Entbedung eines Verbrechens geglüdt ist, wird mits Sobiel für heute. Wir warten nun ab, welche politischen und Konferenz vorlag. Man verlangte entschieden Besseres als„ diefen Namensnennung des untersuchenden Beamten fachlichen Gründe die Fraktion endlich für ihre Haltung anführen Handzettel", wie das Blatt im Merger von einigen Rednern genannt die Entdeckungsmethode genau berfolgt und mit dem Bob des wird, betreffenden Kommissars wird nicht gespart. Ja schon vor einem positiven Erfolg werden reichlich Lorbeeren ausgeteilt und häufig genug mußte der freigiebig gespendete Kranz wieder zurüdgenommen werden. Es ist in der Oeffentlichkeit auf diese Weise ein Sult ber hermandad entstanden. Aber selbst wenn man an und für sich die Lobpreisungen gelten laffen wollte, so wäre doch nicht zu verkennen, daß sie manchmal über das gebührende Maß hinausgehen. Charakteristisch dafür ist die Aufhellung der scheußlichen Mortaten, die der Massenmörder Sternickel begangen hat. Daß man diesen Menschen endlich unschädlich gemacht hat, ist gewiß eine Beruhigung für die Bevölkerung. Man vergißt aber ganz, daß der Mann lange Jahre hindurch ungehinDertrauben und morden konnte, daß er unangetastet in Menschenmitte lebte. In welch fürchterlicher Gefahr die Umgebung Sternickels dauernd schwebte, das wird einem erst jetzt so recht bewußt. Diesem Menschen mit dem eingefrorenen Gemüte tam es auf ein Menschenleben mehr oder weniger nicht an. Man muß schon auf sagenhaft gewordene Räuberpersönlichkeiten zurüdgreifen, um eine Parallele zu diesem Mörder zu finden. In jenen Zeiten hatte die Polizei bei weitem nicht das Entdeckungsmaterial zur Verfügung, das ihr heute die Aufklärung von Verbrechen so sehr erleichtern kann. Es fehlten die wissenschaftlichen Methoden, es fehlte die Schnelligkeit des Nachrichtendienstes, es fehlte die genaue Registrierung aller Persönlichkeitsmerkmale. Obwohl die Bolizei heutzutage mit diesem umfassenden Apparat arbeitet, obwohl die Zerrissenheit der Landesgrenzen und der Landesgesetze längst verschwunden ist, konnte ein solcher Mörder doch eine Reihe von Jahren hindurch die freie Buft at men. Das ist für die schußbedürftige Bevölkerung nicht gerade eine Beruhigung, es zeigt im Gegenteil, daß die Gemeingefährlichkeit eines Verbrechers heute noch ebenso wirksam werden kann, wie zur Zeit der verbergenden Wälderdichte. Man sieht also, daß der Kult der Hermandad ganz und gar nicht so berechtigt ist, wie diejenigen glauben, welche jede Verbrecherauffindung mit Lobsprüchen segnen. Der Eröffnungsrummel des württembergischen Landtags. Grilärung. Die Redaktion der Swäbischen Tagwacht" hat gestern in ihrem Artikel" Der Gröffnungsrummel im württembergischen Landtag die ungeheuerlichsten Vorwürfe und Anschuldigungen gegen die sozialdemokratische Landtagsfraktion erhoben. Sätte sich Die Redaktion der kleinen Mühe unterzogen, bei der Fraktion nach den Beweggründen ihres Beschlusses zu fragen, so würde fie nimmermehr diesen Artikel veröffentlicht haben. Daß sie nicht die geringste Fühlung mit der Fraktion suchte, sondern blindlings das gröbste Geschüß auffuhr, führt uns zu der Annahme, daß sie nicht unterrichtet sein wollte. Die dem Deutschen Transportarbeiterverband angehörende Mitgliedschaft der Binnenschiffer, Flößer und Baggerer der Elbe, hause ihre Delegiertenversammlung. Nachdem sich dieselbe konsti Oder und märkischen Wasserstraßen begann heute im Gewerkschaftss tuiert hatte, erstattete der Vorsitzende Schüning den Geschäftsbericht für 1912. Die Konjunktur war durchaus günstig. Das hat auch auf die Organisation fördernd eingewirkt. Sie hat sich im Berichtsjahre sehr gut entwidelt. In Stettin und Magdeburg Gine Delegiertentonferenz für den Landtags. wurden Verwaltungsstellen eingerichtet. Infolgedeffen hat die wahlkreis Erfurt Stadt und and fand am Sonntag Organisation namentlich im Stettiner Gebiet recht erfreuliche Fort- in Erfurt statt. Das auch unter der ländlichen Bevölkerung schritte gemacht. Auch die Bezirkseinteilung der Mitgliedschaft hat wachsende Interesse an dem preußischen Wahlrechtstampf bekundete sich gut bewährt. Die Organisation hatte dadurch die Möglichkeit, sich in der erfreulicherweise guten Beschickung der Konferenz durch die Agitation mehr zu spezialisieren.- Die Gesamtzahl der die Landorte, von denen 12, zum Teil recht abseits liegende, durch Mitglieder belief sich im Jahre 1911 auf 8762. Sie stieg im Delegierte vertreten waren. Insgesamt waren 38 Delegierte ans Jahre 1912 auf 10 542 Mitglieder, die sich auf 1178 Orte verteilen. wesend. Der Landtagskandidat Genosse Baut Reißhaus- Er Den größten Zuwachs erhielt die Mitgliedschaft im Stromgebiet furt hielt einen instruktiven Vortrag über das Wahlverfahren zum der Elbe. Dort ist eine Zunahme von 8852 auf 5063 zu verzeich- preußischen Landtage, dem ein Referat des Genossen Schulle= nen. Im Gebiet der märkischen Wasserstraßen stieg die Mitglieder Erfurt über die Beschlüsse des preußischen Parteitages folgte. Die zahl von 654 auf 1146, im Gebiet der Oder von 3465 auf 3574, Resolution über die Wahltaktit bei den Urwahlen und Abgeord ber Gaalt fant die Mitgliederzahl von 461 auf 314, was aber ist bemerkenswert, daß zweifel laut wurden, ob den Kuhhandels im Gebiet der Warthe und Nehe von 330 auf 445. Im Gebiet netenwahlen fand die volle Zustimmung der Konferenz; immerhin darauf zurückzuführen ist, daß ein Bezirk, der im vorigen Jahre gelüften mancher Parteigenoffen mit den Liberalen auch wirklich der Saale zugezählt wurde, jetzt der Elbe zugeteilt ist. Die ein wirksamer Riegel vorgeschoben ist. Zur Aufklärung der Ge Zahl der organisierten Flößer stieg von 120 auf 134. 3m allge- noffen auf dem Lande dürfte die Konferenz gute Dienste geleistet meinen ist diese Berufsgruppe sehr schwer für die Organisation haben. au gewinnen und doch tut ihnen die Hilfe der Organisation aur Die brittgrößte Parteiorganisation Deutschlands, Berbesserung ihrer Arbeitsbedingungen dringend not. Das haben Sozialdemokratische Verein für den 13. fächſifürzlich die Flößer der Bromberger Schleppschiffahrtsgesellschaft fchen Reichstagswahlkreis Leipzig- Land hielt am schrift, zu den längst nicht mehr zeitgemäßen Lohnfäßen, die im bes Vorfihenben ist zu entnehmen, daß das verflossene Halbjahr erfahren. Diese Gesellschaft verpflichtete ihre Flößer durch Unter- 12. d. M. ihre Halbjahrsgeneralversammlung ab. Dem Berichte Jahre 1906 festgesetzt wurden, bis Ende 1915 zu arbeiten. Da reichliche Arbeit für die tätigen Genossen verursachte. Die in den die Gesellschaft die Flößer nicht ununterbrochen beschäftigen kann, legten Monaten stattgefundenen Gemeinderatswahlen im Kreise so müssen diese sich in der Zwischenzeit andere Arbeit suchen. Hat haben Erfolge sowohl im Stimmenzuwachs wie auch in Mandaten aber die Gesellschaft wieder Flößer nötig, dann verlangt sie, daß gezeitigt. Es wurden abgehalten 167 Ortsvereinsversammlungen dieselben ihre andere Arbeit sofort verlassen, um mit der Flößerei fowie 75 öffentliche, unter letzteren 18 Versammlungen für Frauen. zu beginnen. Für den Fall, daß diese Anordnung nicht befolgt Neuaufnahmen an Mitglieder waren 3878 au berzeichnen. Der wird, droht die Gesellschaft, sich schadlos zu halten an den früher Mitgliederbestand betrug am 1. Januar 1913: 33 315, darunter verdienten, noch nicht verrechneten Flößerlöhnen. Diese rigorosen 5347 weibliche; die Zunahme gegen den 1. Juli 1912 beläuft sich auf Bestimmungen gingen selbst den indifferenten Flößern zu weit; aber da sie nicht organisiert waren, fonnte die Organisation nichts für sie tun. der abschnitten war die Zahl der gestellten Ausschlußanträge. Zepteres 1096. Besonders zahlreich im Verhältnis zu früheren Jahresist zurüdzuführen auf die in Leipzig erfolgten Gründungen gelber und nationaler Organisationen. Die Fluktuation der Mitglieder ist nicht sehr groß. Sie beträgt Die Bordagitation hatte guten Erfolg. Sie wird von Vertrauens- fein lassen, auch der Ausbildung seiner Mitglieder Rechnung zu im Durchschnitt 25 Proz., im Gebiet der Elbe nur 10 Proz. Troß der großen Arbeit hatte es sich der Vorstand angelegen männern betrieben, die auf besonderen Fahrzeugen die Wasser- sein lassen, auch der Ausbildung seiner Mitglieder Rechnung zu straßen befahren und mit den Bejakungen der Schiffe und Kähne tragen. Außer dem für beide Kreise( 12. und 18.) feit Jahren bein Verbindung treten. in Verbindung treten. Von den 4070 Neuaufnahmen, die im stehenden Bildungskursus, für welchen als Lehrstoff Sozialpolitik, Jahre 1912 gemacht wurden, kommen 999 auf Großbetriebe, 714 Geschichte und politische Detonomie gewählt ist, find nunmehr noch auf Mittelbetriebe, 2357 auf Kleinbetriebe. Zum Zwed der Agi- fünf innere Bezirkskurse, die in den angeschlossenen Vororten_abtation wurden 36 000 Broschüren und 15 200 Flugblätter verteilt, gehalten werden, eingerichtet worden mit den Themen:„ Die Ent widelung in Natur und Gesellschaft" und" Die Geschichte des 331 Versammlungen und 177 Sigungen abgehalten. An Lohnbewegungen führte die Mitgliedschaft im Berichtsjahre Sozialismus". Jeder in sich abgeschlossene Vortragszyklus umfaßte Wir bitten, indem wir gegen die Art des Vorgehens der Re- ber 81 Weitglieder beteiligt waren. Außerdem war die Mitglied für die Funktionäre der außerhalb liegenden Gemeinden einge eine Angriffsbewegung, an der 25, und eine Abwehrbewegung, an 13 Abende. Neben diesen Kursen wurden noch 12 Vortragszyklen bation schärfften Protest erheben, die Parteigenossen, sich nicht schaft an brei Lohnbewegungen anderer Gewerfichaften beteiligt. richtet, in denen das Parteiprogramm an 10 Abenden erläutert tünstlich in eine erhihte Stimmung verseßen zu lassen. Bur materiellen Begründung der Haltung der Fraktion möge Alle diese Bewegungen waren erfolgreich. Gegenwärtig sind sieben wurde. An 11 Außenkursen waren 3196 Teilnehmer an 110 Abenden borläufig folgendes dienen: Die Fraktion hat sich zunächst von den Angriffsbewegungen im Gange, an denen 9897 Mitglieder be. Bu berzeichnen. Für die inneren Kurse ist der Abschluß noch nicht selben Gesichtspunkten leiten laffen, die 1907 und 1911 für fie maßvollständig; es ist aber heute schon au fonstatieren, daß eine durch teiligt sind. gebend waren. Im Jahr 1907 sind neben einer die jebigen Ueber- den Standpunkt, welchen das Breslauer Gewerbegericht hinsichtlich werden wird. Bei der Besprechung des Rechtsschutes fritisierte der Redner schnittliche Besucherzahl von 80 Personen für jeden Abend erreicht Interessant ist aus der vom Hauptvorstand aufge treibungen der Tagwacht" vermeidenden Darstellung des dekorativen Brimboriums den Parteigenossen die politischen Gründe der fündigungslosen Entlassung der Schiffer einnimmt. Nach dem nommenen Altersstatistit, daß das größte wiffensbedürfnis die Ge der Fraktion mitgeteilt worden. Binnenschiffahrtsgefes kann die Entlassung der Schiffsmann- noffen im Alter von 31-40 Jahren entwidelten; fie stellten die Gine Verhebung der Parteigenoffen durch das Barteiorgan wurde allerdings vermieden. Die schaften ohne Kündigung erfolgen, wenn die Schiffahrt durch die höchste Bahl der Teilnehmer in sämtlichen Kursen. zu bemerken ist weiter, daß die Generalversammlung einmütig Barteigenossenschaft des ganzen Landes hat damals die Haltung Einflüsse des Winters behindert ist. Das Breslauer Gewerbeder Fraktion gebilligt. Die Frattion würde sich dem Gespött aus- gericht hat sich auf den Standpunti gestellt, daß vom 15. Novem- ihre Zustimmung zu einer Vorlage des Hauptvorstandes erteilte, feßen, wenn sie in einer solchen Frage bas eine Mal so, das andere ber an die kündigungslose Entlassung zulässig fei. Das ist ein wonach in Zukunft die Wahl der Delegierten zu Barteifongressen völlig unberechtigter Standpuntt, der von fachverständiger Seite durch Urwahl zu erfolgen hat. Die Kaffenverhältnisse des Vereins Deal anders entscheiden wollte. Bei der diesmaligen Entscheidung nicht geteilt wird. Die Entlassung ohne Sündigung ist erst dann sind ausgezeichnete; hat er doch neben dem vollen Pflichtbeitrag an aber tam noch ein neuer gewichtiger Grund in Betracht. Die Sozialdemokratie hat in allen Parlamenten, wenn fie um die Er zulässig, wenn des Eises wegen die Schiffahrt nicht fortgesett den Parteivorstand für das ganze laufende Geschäftsjahr noch nahezu füllung ihrer Ansprüche zu kämpfen hatte, stets erklärt, fie über- werden kann. Ueber das Berliner Gewerbegericht wird insofern 20 000 M. allein für Agitationszwede im Halbjahr ausgegeben. nehme alle aus der Verfassung und der Geschäftsordnung sich er- geflagt, als es die Funktionäre der Organisation nicht als Verertreter Totenliste der Partei. gebenden Pflichten. Nach der württembergischen Verfassung und treter der Parteien zuläßt. Hierdurch werden die Interessen der der Geschäftsordnung der Zweiten Kammer fiel dem Genossen Schiffer, die sich an das Gewerbegericht wenden, empfindlich geJm München verstarb im Alter von fast 72 Jahren der KorTauscher als dem Welteiten die Pflicht au, das Alterspräsidium ſchädigt, denn nur selten wird es einem Schiffer möglichste rektor Ostar Beutert aus Leipzig. Mit Beutert wurde wieder zu übernehmen. Die Erfüllung dieser Pflicht war nur bei Teil- nach Einreichung einer Klage sich bis zur Verhandlung derselben einer der alten Garde aus unseren Reihen geriffen. Unter dem nahme an dem Gröffnungsaft möglich. Die Fraktion konnte un- einen Angestellten der Organisation ist also hier eine unbedingte führenden Genossen aus Leipzig ausgewiefen, wandte er sich nach mehrere Tage in Berlin aufzuhalten. Eine Vertretung durch Schandgefez wegen feiner Tätigkeit am Bolts it a a t" mit anderen möglich den Genossen Tauscher allein an diesem Aft teilnehmen Notwendigkeit. Die Organisation wird durch Eingaben an zu München, wo er feit Mitte der 80er Jahre agitatorisch und rednelaffen. Die Annahme der Redaktion, daß die Mitglieder der Frat- tändiger Stelle versuchen, die Zulassung der Organisationsange tion erst nach Schluß der Eröffnungszeremonie hätten eintreten stellten zu erwirken. Sie stüßt sich hierbei auf sachverständige riich für die Partei tätig war. Die Einäscherung fand am Montag fönnen, beruht auf einer totalen Unkenntnis der württembergischen Gutachten eines Dresdener und eines Hamburger Gewerberichters. im Strematorium in München statt. Verfassung, nach welcher nur bereidigte Mitglieder an den Beide kommen auf Grund ihrer praktischen Erfahrungen zu dem Sigungen teilnehmen dürfen. Auch die wiedergewählten AbgeBon der Parteipreffe. Das polnische sozialdemokratische Parteiordneten konnten nicht zwischen dem Eröffnungsaft und der ersten Ergebnis, daß sich aus der Zulassung von Funktionären der OrSigung eintreten, weil der Hinweis auf den früher geleisteten Gib ganisation als Vertreter vor dem Gewerbegericht teinerlei Ungu- organ Preußens, die Gazeta Robotnicza"( Arbeiter- Beitung") in Kattowitz, das bisher dreimal wöchentlich erschien, hat den bei Beginn des Eröffnungsattes erfolgt und sie dabei anwesend träglichkeiten ergeben haben. In der Diskussion über den Geschäftsbericht wurden wesentliche Titel Dziennik Rabotniczy"( Arbeiter- Tageblatt") erhalten und sein oder ihren Eintritt auf den folgenden Tag verschieben müssen. Einwendungen gegen die Tätigkeit des Vorstandes nicht erhoben. erscheint seit dem 1. Januar täglich. Wenn die Redaktion auf das Berhalten der Reichstagsfraktion An Vorgängen in den verschiedenen Bezirken wurde die rege Agihinweist, so hat die Landtagsfraktion eine Barallele mit der Saltationsarbeit der Funktionäre illustriert und ein erfreulicher Forttung der Reichstagsfraktion, bei den verschiedensten Gelegenheiten schritt auf der ganzen Linie konstatiert. In seinem Schlußwort betonte Schüning, die Organisation der Schiffer fei eine solche Im übrigen besteht für uns fein Zweifel, daß die erdrückende Macht geworden, daß es im Gebiet der Elbe, Oder und märiischen Mehrheit der Parteigenoffen des Landes die Haltung der Fraktion Wasserstraßen heut feinen Unternehmer mehr gibt, der nicht mit nicht nur billigt, sondern mit großer Befriedigung Kenntnis geEs sei nun nommen hat von der Art und Weise, wie unser Parteiveteran dieser Macht rechnet und Rücksicht auf sie nimmt. Tauscher das Amt des Alterspräsidenten ausgeübt hat. Im höchsten die Aufgabe der Organisation, auf dem Wege zur Macht weiter. Grade bedauerlich ist es, daß durch die unberechtigten Angriffe und zuschreiten, damit sie die Wünsche der Kollegen zur vollen Anerdie falsche Darstellung der Gründe der Fraktion nicht nur die fennung bringen könne. Der Kassierer Heitmann erstattete den Kassenbericht. Der Wirkung der Amtsführung des Genossen Tauscher, sondern auch die Tätigkeit der Frattion in ihrer Gesamtheit von vornherein Bestand vom vorigen Jahre beträgt 25 450,80 M., die Einnahme 187 447,60 m., die Ausgabe 189 230,43 M., bleibt ein Bestand von aufs schwerste beeinträchtigt und daneben der Parteistreit in Würt- 23 667,55 M. Für Unterstützungen wurden ausgegeben an Arbeits temberg verschärft wird. Tose 3696 M., an Rrante 10 349 M., an Streitende und GemaßDer Vorstand der Landtagsfraktion. regelte 1690 M., Beerdigungsgeld 1100 M., andere Unterstüßungen M. 1040 M., Rechts chub 1121 W. Zu einer Debatte gab der Kaffenbericht feine Veranlassung. nicht zu scheuen. 19 Die Redaktion der Schwäbischen Tagwacht" bemerkt dazu: Auf die rein persönlichen Angriffe gegen uns gehen wir gefochten wird. nicht ein, damit der Kampf auf streng sachlichem Boden aus- Eine Konferenz der Lagerhalter der Provinz Brandenburg Die Unterstellung einer bösen unparteigenössischen Absicht fand am Sonntagnachmittag im Gewerkschaftshause statt. Ein weifen wir mit aller Entschiedenheit zurüd. Die Frattion hat ihre Bortrag über Stellung zur Eröffnungsfeierlichfeit in einer besonderen Erklärung, die in der Tagwacht" veröffentlicht worden ist, dargelegt. Diese Erklärung mußte der Redaktion maßgebend sein. Für uns stand die Sache so: Waren- und Nahrungsmittelfälschungen " Jugendbewegung. Gegen die Arbeiterjugendbewegung. In Essen wird die organisierte Arbeiterjugend hart verfolgt. Gleich zwei Strafmandate erhielt der Streisbertrauensmann der Freien Arbeiterjugend" des Essener Streises, der Genoffe St a b bi ch. Einmal, weil er eine öffentliche Jugendversammlung abgehalten, und dann, weil er ein politisches Jugendfest veranstaltet haben soll. Die Genoffin Gum prich wurde ebenfalls mit einem Strafmandat bedacht, da sie auf dem Jugendfest regzitiert und als Leiterin des Festes die Teilnehmer aufgefordert hatte, sich zu Ehren der Opfer der Arbeit auf der Zeche Lothringen" von ihren Plätzen zu erheben. Dadurch sollte das Fest den Charakter einer politischen Kundgebung erhalten haben, an der Jugendliche unter 18 Jahren nicht feilnehmen dürfen. Auf beantragte richterliche Entscheidung hat jetzt das Effener Schöffengericht den Genoffen Rabbich zweimal mit je 3,50 m. und die Genossin Gumprich mit 10 M. Geldstrafe belegt. Für den Genossen Rabbich fiel erschwerend" ins Gewicht, daß er wegen gleicher Delikte" schon mehrfach vorbestraft ist. Briefkaften der Redaktion. Nowawes W. N. 1 G. M. 2. von Dr. Rodrich Hamburg stand zuerst auf der Tagesordnung. Dem Vortrage wurde die größte Aufmerksamkeit gewidmet und in der Diskussion wurden zahlreiche Fragen, Fachangelegenheiten be1. Der Fraktion ist bekannt, daß sich die Mehrheit der deut- treffend, an den Referenten gerichtet, die er stets eingehend beT. 99. Unter Darlegung Ihrer Berhältnisse an das Bolizeirevier. schen Sozialdemokratie klar und deutlich gegen jede Teilnahme antwortete. Hartmann wies in der Diskussion auf die Not K. H. Vielleicht in einer Fachzeitung, uns ist die Annonce nicht bekannt. An das städtische Wallenhaus, Alte Jakobstraße. 6. 6. 96. an monarchischen Zeremonien ausgesprochen hat. wendigkeit hin, sich bei den Einfäufen um die Produktion der Freie Studentenschaft. Geschäftsstelle: Fiatow, 2. Der Fraktion ist bekannt, daß sich die sozialdemokratische Waren zu fümmern, zum Beispiel auf die Heimarbeit in der Michaelfirchstr. 16. Auch paritätischen Arbeitsnachweis in der Gormannwürttembergische Landtagsfraktion noch im Jahre 1901 ausdrüc- Konservenindustrie ein Augenmerk zu richten. Döhnel verlangte, ftrage. 6 S. 1. Beides richtig. 2-4. Abmachungen mit dem Lehrlich gegen jebe Teilnahme an den Gröffnungsfeierlichkeiten aus- daß man die Lagerhalter zu den eingerichteten Unterrichtstursen der herrn. C. S. 100. Wir haben feine Adresse. Fragen Sie bei der gesprochen hat. Konsumgenoffenschaft zulaffe und heranziehe. Sie wollen und sollen Generalfommiffion der Gewerkschaften Engelufer 15 an. aufgeflärt sein über die Beschaffenheit der Waren, das sei für sie Versuchen Sie es in den Adressenbureaus, die Sie im Adreßauch II. Teil finden. G. V. 9. Wir halten von beiden nichts. F. B. 64. Freier noch wichtiger als für die Aufsichtsräte. Ruderbund, Charlottenburg. Sophie- Charlotten- Straße 47 bei Dolle. 9. S. 25. türaffierstraße 21/22 Vorherige Anmeldung ist ratsam. G. 3. 3. 1913. Sektion der Seeleute im Gewerfichaftshaus, Engelauf der Tagesordnung. Die erfolgte Verschmelzung des Verbandes ufer 15, Abteilung des Transportarbeiterverbandes.--Wette 50. Wetten entscheiden wir nicht. V. B. 15. Stral utter Platz 1/2. Bureau des der Lagerhalter mit dem Zentralverbande der Handlungsgehilfen IV. Bablfreises. Streitfrage. Ja. P. 2. Genaue Auskunft an wurde besprochen. Viel Unzufriedenheit wurde laut über den Nach der Güterannahmestelle des Anbalter Bahnhofs. Jdealist 29. Wegen folger der Lagerhalter- Beitung", der als Filialleiter" und Beiblatt abbrud in einer Tageszeitung an diese direkt. Buchhandlung Borwärts, der Handlungsgehilfen- Zeitung" in seiner ersten Nummer der Lindenstr. 69. 3. Der Fraktion ist bekannt, daß sie ohne Verlegung der württembergischen Verfassung der ganzen Gröffnungsfeier Iich feit fernbleiben konnte. 4. Der Fraktion ist bekannt, daß durch ihr Fernbleiben prole tarische Rechte und Interessen nicht verlegt worden wären.. 5. Die Tatsache, daß ein Sozialdemokrat Alterspräsident werden konnte, halten wir nicht für bedeutend genug, um deshalb unferen Klaffenkampfstandpunkt im Parlament zu verschleiern. 6. Auf diese Punkte geht die Erklärung des Fraktionsvorstandes nicht ein, Nach dem Schluß der Diskussion standen Verbandsangelegenheiten Unserem Genoffen Fritz Zietz zu seinem 50. Geburtstage die herzlichste Gratulation von den Freunden und Genossen des Bezirks 741. 20315 Unferem lieben Genossen Theodor Grenz die herzlichen Glückwünsche zur silbernen Hochzeit. Die Genossen und Genossinnen des730. Bez. des 6 Wahlkreises 9666666 99999 Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein d. 2. Berl. Reichstagswahlkreises. Bezirk 111. Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unsei Senosse, der Tischler Hermann Nitzke Solmsstraße 26, im Alter von 53 Jahren gestorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Einäscherung erfolgt am Dienstag, den 14. Januar, nach. mittags 4, Uhr, im Städtischen Strematorium in der Gericht. straße 37/38. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 205/2 Der Vorstand. Am 9. d. M. starb nach zwei jähriger Strankheit unser lieber ollege, der Tischler Hermann Nitzke. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung erfolgt heute nachmittag 4%, Uhr im städtischen Krematorium, Gerichtstr. 37-38. Die Kollegen der Firma Kimbel& Friederichsen. Sozialdemokratischer Wahlverein L. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Köpenicker Viertel. Nachruf! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler Wilhelm Wolff Büdlerftr. 3, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand am Montag, den 13. Januar, auf dem Emmaus- Kirchhofe in Neufölln statt. 210/5 Der Vorstand. Nach ichwerem Leiden starb am Sonnabend, ben 11. Januar, meine liebe Frau Auguste Freythaler. Die Beerdigung findet von der Halle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus am Mitte woch, den 15. Januar, nachmittags Uhr statt. 2 Wilh. Freythaler, Gartenplag 1. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am 11. b. Mts. berstarb unsere Genoffin, Frau Auguste Freythaler Gartenplag 1.( Bezirk 642.) Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Mitt wod), den 15. Januar, nachmittags 2 Uhr, von der Leichen. halle bes städtischen Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. 224/9 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Allen Parteigenossen zur Kennt nis, daß die Genoffin Auguste Freythaler ( Gartenplay 1) nach schwerer Strantbeit verstorben ift. Die Beerdigung findet Wittwoch nachm. 2 Uhr, von der palle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus flatt. Die Genossen des Bez. 624, 6. Kreis. Verein für Frauen und Mädchen der arbeitenden Klassen. Am Sonnabend, den 11. Januar starb unfer langjähriges Mitglied, die Genoffin Auguste Freythaler. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 15. Januar, nachmittags 24, Uhr, von der Leichenhalle des Sentral- Friedhojes in Friedrichsfelbe aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 58/2 Der Vorstand. Dentscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Kollege, der Buchbinder Theodor Kulbe nach langem, schwerem Leiden gestorben ist. 23/1 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. Januar, nachmittag3 3, Uhr, auf dem Geth iemane Kirchhof, Schönhausen Nordend, statt. Ferner verstarb nach längerem Leiden unser Stollege, der Startonarbeiter Hugo Schellack Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 14. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Ge meindefriedhof in Ahrensfelde statt Zahlreiche Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Stollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Herm. Merker Neukölln, Hermannstraße 27, am 11. b. Mis. an Magenleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 15. Januar, nachm. 3 Uhr, von der Leichenballe des Jerusalemer Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, Stirchhof 5, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Schloffer Johann Kowatschütz am Brandenbun gftrage- 62 am 11. Januar an Qungenleiden. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Sebwigs. Kirchhofes in Hohen- Schönhausen aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 110/16 Die Ortsverwaltung. Am 12. Januar 1913, abends 10 Uhr, verschieb nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater, der frühere Gastwirt Ernst Wegener. Um stille Teilnahme bittet Frau Karoline Wegener, geb. Beter, Utrechter Straße 23. Die Beilegung findet Donnerstag, den 16. Januar, nachmittags 3 Uhr, bon der Halle des Nazareth- Kirchhofes in der Sees ftraße aus statt. 759 Am 11. Januar, füb 8 Uhr, verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante, Frau Ottilie Schneider geb. 2orte. Um ftille Teilnahme ersucht Alfred Schneider. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dent 15. Januar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus ftatt. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenhauer. Berlin VI. Nachruf. Am 9. Januar berstarb plöglich unser Mitglied Wilhelm Schulz. Ehre seinem Andenken! 257/2 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für dieherzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines innig geliebten Mannes unjeres unvergeßlichen Baters, fagen wir allen Bekannten, Kollegen und Genossen, insbesondere dem Gesangverein der Puzer Berlins uneren innigiten Dank. 63A Wwe. Helene Adamik nebst Kindern. Danksagung. Verband der Gastwirtsgehilfen. einabnie bei der Beerdigung unseres Ortsverwaltung Berlin I. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Gustav Steinlandt im Alter von 77 Jahren am 10. Januar verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Januar, nach mittags 3 Uhr, von der Leldenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes in Neuföln, Hermannstraße, aus ſtatt. 31/1 Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Lichtenberg, Bez. III. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kollege Richard Krüger ( Schillerstr. 18) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 15. Januar, nachFür die vielen Beweise herzlicher unvergeßlichen Sohnes und guten Bruders, des Schriftlezers Karl Kleinfeldt fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, den Kollegen der Berliner Börjenzeitung" sowie den Genoffen des 6. Berliner Reichstags. wabltreises unferen herzlichsten Dant. 2034b Familie Kleinfeldt. Für die zahlreichen Krang penden und sonstige Aufmerksamteilen, welche mir bei der Beerdigung meines Sohnes erwiesen wurden, fage ich hiermit allen Beteiligten meinen beften Dant. 20356 Frau Retzlaff nebft Tochter. Danksagung. Für die so überaus reiche Teil nahme und die herrlichen Stranz( penden bei ber Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, unseres lieben Baters Ludwig Krolewski sagen wir allen Beteiligten unseren herzlichiten Dank. 2039b Witwe Elisabeth Krolewski und Kinder Gertrud und Richard. mittags 2%, Ubr, vom Rummels Dr. Simmel burger Stranfenhause aus slatt. Sie Sollegen treffen sich bei der Stollegin Johanna Jage, Bring Albert- Str. 20, um 2 Uhr. Um rege Beteiligung ersucht 72/3 Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Am Sonntag, den 12. Januar, verstarb unser langjähriges Mits glied Richard Krüger. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, ben 15 Januar, nach mittags 2, Uhr, bom Kranten hause Rummelsburg aus nach bem Rummelsburger Gemeinde Friedhot statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 56/3 Heute abend verschied nach fmzem Krantenlager unter lieber Vater, der Tischler Gustav Franzke. Im Namen der Hinterbliebenen Oftrowski, Berlin, Ratiborftr. 10. Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, auf dem Synodalkirchhof in Ahrensfelde aus ftatt. 63 Danksagung. Für die rege Beteiligung an der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Berwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Deutichen Holzarbeiter- Verband und den Kollegen der Firma 3. C. Pfaff, meinen herzlichsten Dank. 2040b Frau Amalie Schulz, Spezial- Arzt Man beachte unsere morgige Annonce betr Jnvenfur Ausverkauf ( Knaben Kleidung) zu feilweise noch nie da= gewesenen Preisen od Pre BAERSOHN Chausseestraße 29/30 Gr Frankfurterstr. 20. 11 Brückenstraße 11 Schöneberg Hauptstr. 10 Vornehme ein Urteil steht fest, HerrenBekleidung daz hr, Bacholber Extraft Medico von aus. gezeichneter Wirkung ist und daher der leidenden Menschheit nicht warm genug empfohlen werden kann. Ich Bin 53 Jahre alt und litt an mangelhafter Blutzirkulation sowie geringer Tätigkeit ber Ausscheidungsorgane. Dadurch stellten sich nervöse Erscheinungen ein wie Angstgefühl, Unruhe, eraflopfen, Kopfschmerzen, legtere manchmal so start, daß es mir nicht möglich war, zu denken. Auch hatte ich viel an Geschwüren zu leiden. 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Theater am 8 Uhr: Königin Christine. Rollendorfplat. Residenz- Theater, 8 Uhr. Die schöne Helena. Montis Operetten. Der heilige Die Frau Präsidentin. Antonius. Kleines. Professor Bernhardi. Refidenz. Die Frau Präsidentin. Thalia. Buppchen. Schiller O. Die Geschivister. Elga. Schiller Charlottenburg. Die Schmetterlingsschlacht. ( Madame la Présidente). Schwank i. 3 Alt. v. Hennequin u. Beber. Morgen und folgende Tage: Die Frau Präsidentin. Montis Operetten- Theater Luisen. Berlin- Hamburg- New York.( fr. Neues Theater). Amt Norden 1141. Metropol. Chauffeur Metropol. ins 8 Uhr: Komödienhaus. Die Generalsede. Der heilige Antonius. Groß- Berlin. Das Fürstenfind. Kurfürsten- Over. Der Kuhreigen. Trianon. Der selige Zoupinel. Rose. Sünden der oberen 10 000. Herrnfeld. Die Alpenbrüder. Wüstenmoral. Cafino. Am grünen Strand der Spree. Wintergarten. Spezialitäten. Anfang 8%, br. Lustspielhans. Majolika. Friedr. Wilh. Schauspielhaus. • Der Baungast. Walhalla. Goldener Reichtfinn. 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Klaffenlotterie 104153 836 693 850( 100) 105105 77 612 614( 300) 34( 300) 1. laffe 1. Biehungstag 13. Januar 1913 Vormittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen n. I. Nur die Gewinne über 50 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-. f. 8.)( Nachbruck verboten) 60 373 1133 86 687 683 967 2011 18 110 24 466 643 986 3178 244( 100) 448 575 602( 100) 857 4211( 100) 386 408 93 683 797 5160 426 630 66 735 199 220 662 622 841 7052 72 83 164 277 460 608 620 45 856 95 969 8183 98 437 846 935 8030 130 64 273 93 706 10051 136 435 616 60 11436 761 82 853 12149 72 412 ( 500) 572 81 683 778 13062 73 147 709 928 14093 210 857 433 650 714 878 83 952( 100) 15013 48 664 772 856 977 16018 254( 300) 490 17098 642 47 64 71 759 18149 498( 100) 864 997 19044 103 36 228 379 668 78 638 41 79 713 20116 33 317 87 93 413 593 847 21150 62 207 37 98 842 22228 361 70 421 60 680 702 6 959 23034 99 222 40 427 656 622 49 84 815( 200) 981 24113 271 316 655 25066 117 389 459 781 26027 123 267 637 67 698 813 952 27334 66( 300) 953 28232 416 26 72 93 650 810 911 29169 328 641 619 30881 410 60( 100) 780 971 31124 67 216 21 631 905 32076 193 478 649 63 98( 100) 33006 8 47 199 231 84036 190 344 650 703 911 60 35207 41 342 647 91 752 36040 253 73 581 641 977 37833 678 609 48 94 854 84 938 38107 39191 493 736 49 820 72 925 97 40108 271 73 449 657 964( 200) 41264 329 684 807 42554 748 913 18 19 97 43206 11 376 439 91 625 982 44070 429 697 733 958 45035 88 100 65 472 607 37( 100) 737 823 933 47121 211 819 76 670 698 46238 414 634 48 688 934 938 48180 96 244 398 49015 251 80 436 75 633 781 50207 68( 100) 343 645 667 715 51003 277 454 617 38 740 52418 99 606 716 83 877( 100) 984( 200) 53080 119 366 78 771 72 994 54066 324 648 627 43 739 941 63 76 87492 632 55140 259 219 40 113 94 819 56265 604 849 634 703 922 0468 87 656 87 827 58194 229 356 62 608 24 983 80132 87 276 821 61 73( 200) 61297 62236 406 83 782 879 972 63015( 100) 419 75 607 844 64067 204 78 81 419 904 24 85528 738 659 925 66064 113 274 321 406 603 886 67104 56 399 68670 743 69131 36 601 799 815 951 70182 296 430 65 71021 614 902 72232 67 87 97 878 82 87 704 84( 200) 863 78124 253 992 74001 29 319 77 438 791 75029 260 875 76002 61 72 161 419 734 93 819 924 77063 193 331 934 78573 704 79172 442 73 633 80178 253 384 602 686 81058 604 883 984 82473 813 47 908 64 96 83071 115 831 423 678 854 68 84392 506 600 ( 100) 725 824 85000 652 92 749 892 86043 84 106 82 693 749 830 39 908 24 37045 197 468 523 680 88066 463( 300) 807( 100) 12 960 68 89028 54 56 423 75 816 33( 200) 67 90170 386 687 748 81021 163 288 668 89 749 824 28 905 62154 284 360 70 619 31 937 93075( 400) 628 86( 100) 614 890 94024 286 364 607 791 95025 208 26 99 624 33 92 610 725 28 42 860 96017 223 490 689 670 796 885 969 79 07320 466 668 662 93082 348 478 771 800 99044 159 349 618 765 100094 699 678 793 817 101108 19 295 816( 100) 628 762 839 75 102081 133 829 64 730 892 103337 640 761 731 106062 364 717 814 930 67( 200) 107290 304 836 983 96 108164 357 654 652 785 977 109359 639 46 64 732( 300) 967 86 110474 731 87 850 946 111216 333 96 417 683 860 67 112006 334 75 466 859 78 83 931 113010 335 613 26 56 921 36 114087 420 90 751 859 74 115037 99 173 588 668 765 118021 30 53 206 351 461 670 117023 60 247 411 630( 100) 891 118135 47 331 695 679 90 866 119028 68 125 653 730 85 902( 100) 12 120292 395 613 121078( 200) 101 27 379 81 673 846 122138 49 50 436( 1000) 70 123 463 938 124026 64 638 83 696 897 960 125017 125 258 490 98 506 28 720 126135 223 34 341 786 926 127231 474 767 128048 142 206 16 52 310 94 763 71 120067 86 98 648 67 87 799 871 981 130160 349( 200) 62 645 131061 101 532 132165 325 494 641 733 813 133325 46 622 709 864 134302 99 408 626 723 135535( 300) 616 35 702 878 985 136161 427 676 99 945 72 99 137119( 800) 66 405 689 665 742( 100) 68 889 138111 723( 100) 927 138006 209 670 626 849 140013 612 710 851 65 141136 322 42 468 837 912 58 142378 486 537( 100) 38 56 716 143478( 200) 623 30 73 888 907 144049 119 72 391 443 84 990 145123 73( 300) 878 146192 ( 300) 837 907 147053 604 74 783 969 148139 603 579 767 919 97 149077 291 403 775 83 946 150103 894 760 151251 152615 19 956 153031 587 656 792 154404 21 618 38 706 155101 95 239 382 535.606 16 916 35 156240 60 824 480 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647 63 616 873 917 196148 44( 200) 231 335 40 676 963 197013( 10 000) 38 70 93( 100) 127 222 85 469 643 734 835 198069 114 258 307( 100) 446 189024 164 67 308 600 85 863 200025 101 94 795 849 201082 396 670 90 809 946 54 202161 829 687 792 203051 259 346 465 601 889 204021 379 561 659( 500) 969 205065 77 233 454 75 947 67 206126 67( 300) 87 472 562 617 44 45 756 961 78 207047 397 883 208071 73 182 316 47 421 659 770 884 995 200002 113 61 206 75 428 534 711 42 875 210007 37 70 177 419 617 85 663( 300) 81 787 211060 95 115 50 71 286 337 437 961 65 212048 65 90 266 794 213033 728 903 Vollständig renoviert Metropol- Theater Chauffeur- ins Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang und Zanz in 10 Bildern. Otto Reutter a. G. mit gänzlich neuem Repertoire! Abends 8 Uhr, Rauchen geftattet. Heute Dienstag, 14. Januar, abends 7 Uhr: Gr. Parade- Vorstellung Das Tagesgespräch von Berlin! Cäsarios Löwen- und Tigergruppe. Die verwegenste der Welt, direkt import: Löwen u. Tiger. Der Triumpf des Todesmutes Um 9%, Uhr: Der unsichtbare Mensch. Zum Schluß: Der Brand des Palastes Die Feuer- Fontäne. Zirkus Busch. Heute Dienstag, 14. Januar, abends 7, Uhr: Die Entlarvung des Froschessers Mac Norton wird niemanden gelingen, die ihm täglich zusehen, wie er unglaubliche Mengen Flüssigkeiten und Amphibien verschluckt. Der Aeroplan im Zirkus ( Ein Affe als Aviatiker!!) sow. das ges. große Gala- Progr. Zum Schluß: ..Sevilla" Casino- Theater Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr: Die neue Lokalpoffe: Am grünen Strand der Spree! Passage- Panoptikum apollo 50 wilde Theater Abends ab 8 Uhr! Das grandiose Programm. 8% Uhr: Ein beispielloser Erfolg! ,, Brüderlein fein". Alt- Wiener Singspiel von Jul. Wilhelm. Musik v. Leo Fall. Mizzi Parla, Ida Ruszka Erich Deutsch- Haupt. Herrnfeld Nicht endenwollende Lachstürme! Wüstenmoral Die Alpenbrüder mit Anton und Donat Herrnfeld Anf. 8 Uhr. Borbert. 11-2( Theaterk.) Trianon- Theater. in den Hauptrollen. Der felige Coupínel. Anfang 8 Ubr. 2. Preußisch- Süddeutsche ( 228. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 1. Klaffe 1. Ziehungstag 13. Januar 1913 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hobe Gewinne gefallen, und stvar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen 1 n. II. Nur die Gewinne über 50 M. find in Klammern beigefügt. ( Nachbruc verboten) ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.) 821 898 116 261 627 779 997 1164 612 40 911( 200) 2251 864 683 4130 302 409 32( 100) 44 3214 33 84 445( 200) 618 22 6418 729 813 70 5056( 100) 264 96 312 603 754 69 800 7298 716( 100) 805 78 8126( 300) 82 240 423 25 718 79 819 979 9201 11 20 40 836( 100) 924 12359 613 731 11330 48 63 72 699 10070 433 695 821 77 13260 472 602 731 14207 40 76 402 601( 100) 829 15008 318 78 419 668 682 701( 100) 858 79 16326 466 651 77 938 17102 16 214 353 93 699 803 937 18189 363 98 465 72 622 ( 300) 816 19231 436( 100) 20204 90 669 97 729 49 836( 100) 76 954 21126 301 696 743 67 906 22127 381 429 76 92 612( 100) 960 23373 426 63 607 24101 80 207 32 330 439 740 866 25075 711 26060 242 68 317 27093 125 36 795 28076 374 604 17 836 61 28079 451 81 627 98 691 859 30013 49 73 100 391 434 70 75( 200) 659 822 31311 413 693 918 82 32063 174 86 207 464 608 68 84 631 787 33110 674 577 634 34438 778 84 988 35017 252 89 404 639 886 933 36166 457 672 884 37806 782 37 38192( 100) 510 39019( 100) 92 96 187 359 602 40053 155 67 831 90 413 74 905 41386 409 662 809 42093 268 324 40( 100) 420 50 678 843 926 43029 215 92 416 59 840 905 44009 331 595 45010 119 61 87 280 503 29 82 732 83 871 957 46004 573 928 47148 337 775 993 48076 170 464 710 819 49 939 44 49126 42 213 434 68 676 622 61 930 50281 482 686 887 51226 69 73 343( 100) 67 654 768 52062 94 816 957 83135 89( 600) 338 486 600 730 854 54195 674 748 820 69 55018 267 337 68 635( 200) 975 56214 65 672 704 839 934 57584( 100) 8542 59517 600( 300) 64 60568 657 71 80 975 96 61025 60 151 329 651 62079 283 63068 143 238 878 64033 435 679 634 65073( 200) 94 120 216 65 382 408 96 636 49 69 681 90 811 27( 300) 66032 66 62 71 91 413 816 67076 135 611 89 730 921 39 46 68062 82 655 948 59( 100) 69050 85( 100) 112 57 85 309 443 49 66 674 872 89 905 98 167 81 287 70607 724 35 829 93 97( 100) 953 57 71114 469 694 693 673 72449 552 783 73 193 502 655 72 707 17 35 887 40 74155 215 26 624 617 805 903 75019 146 91 717 822 67 963 76305 487 629 735 44 77014 390 670 848 78024 90 269 532 79098 30003 14 23 177 700 818 79 901 23 60 81692 82245 632 724 982 93 93 83281( 100) 315 439 668 819 942 84004 69 675 633 775 85425 547 656 706 822 642 68 744 912 87607 85 88060 123 482 755 925 62 89139 258 483 845 81 900 67 86050 154 228 389 90124 293 94 324 433 632 62 819 954 90 91019 591 804 49 92286 317 611 13 660 836 84 991 93 166 571 666 819 94056 293 527 95117 88 206 365 456( 100) 507 781 862 96042 428 47 583 636 735 97185( 100) 257 724 98 921 40 97 98021 225 33 377 78 880 99028 219( 200) 421 588 939 Männer Weiber er Kinder vom Stamme der Igorroten. Lebend! Ohne Extra- Entree! Folies Caprice. Die Novitäten: Ju Sachen Katzenstein. Die Doppelfirma. Die Tochter der Braut. Reichshallen-Theater Stettiner Sänger. " Bosco", Meysel und Britton. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 1hr. Walhalla- Theater Beinbergsweg 19/20. Rofenthal. Zor. Allabendlich 8 Uhr: Goldener Leichtsinn. 100086 429 637 743 820 101133 75 470 697 102173 208 859 698 747 936 103308 87 467 557 629 36 711 814 42 88 104069 127 252 302 685 778 899 994 105176 806 631 ( 100) 701 6 804 932( 300) 85 106231 331 820 107050 132 392 463 889 108052 107 23 97 299 356 441 43 109045 74 358 65 92 584 618 722 76 110180 531 69 99 111154 209 249 959 112204 371 82( 100) 604 710 34 37 64 113067 160 337 495 640 66 861 92 966 81 114017 18 67 201 347 93 426 719 848 88 901 45 115209 744 818 25 118654 116295 417 117181 226 499 686 721 815 119005 124 63 96 276 716 847 120044 545 610 900 121032 79 159 647 775 818 95 122062 431 42 82( 300) 611 14 797( 100) 123133 344 498 589 650 124217 369 715 60 125087 147 68 390 626 825 92 946 126000 197 288 312 734 76( 300) 127152 357 71 450 128462 73 635 79 911 24 129329 94 469 563 798 924 130531 70 78 799 131450( 100) 848 50 132013 196 767 133011 150 288 470 614 66 700 872 79 134059 157 336( 100) 627 41 835 73 83 934 135606 639 737 136004 9 13( 100) 68 230 379 602 72 822 918 137117 683 766 138019 216 43 98( 200) 616 768 960 139107 12 360 84 605 863 62 140014 203 87 405 694 761 854( 100) 141340 77 456 664 142028 165 290 374 434 41 62 636 690 744 79 868 66 83 946 143034 63 369, 608 763 810( 200) 29 144256 615 677 145074( 100) 180 228 403 28 70 628 809( 100) 81( 200) 146171 149297 331 433 148613 654 69 725 291 304 505 745 829 673 808 92 150029 191 208 357 84 488 696 628 780 94 911 151266 72 310 666 69 666 848 72 901 54 152248 319 666 841 153391 525 629 154064 67 205 451 721 155038 241 83 568 667 95 156290 355 606 12 826 986 157189 451 158244( 100) 669 604 992 99 159117 592 748 51 68 71 86 967 81( 300) 347 50 651 63 853 160052 205 73 498 769 161726( 200) 952 162096 127 48 226 400 85 702 8115 59 62 980 163247 468 530 34 64 96 742 743 164062 353 458 769 803 19 987 165011 43 715 72 156242 167667 696 168182 92 223 74 324 659 870 903( 5000) 49 82 169135 57 71 362 71( 100) 483 553 80 781 170161 267 72 453 604 612 794 171321 437 90 763 890 172137 96 214 86 903 856 173030 151 63 311 639 676 939 174038 46 136 797 907 175244 45 383 806 20 176045 92 866 996 177627 629 64 766 917 178178 84 607 26( 100) 757 849 179265 708 881 983 180008 87 103 184 240 638 607 41 833 82( 100) 181027 120 310( 100) 73 495 594( 100) 856 94 182064 293 364 183940 184002 71 102 56 321 704 65 95 988 185531 62 186230 719 955 187465 678 790 188038 161 382 408 840 189006 501 466 612 80 626 952 190007 100 649 795 191371 907 54 192106 410 658 766 193075 875 991 19 4050 67 260 441 604 719 195176 93 268 312 621 27 48 786 89 847 952 196081 347 402 663 990 197168 88 460 783 806 198083 155 62 421 698 776 903 927 199367 429 63 759 200008 292 847 777 201142 45( 100) 65 309 492 668 72 87( 100) 610 202024 70 206 615 70 805 67 203344 651 857 204084 195 493 656 748 831 205180 62 350 95 405 39 582 799 840 60 905 30 48 206285 415 31 519 654 84 860 207035 49 140 406 540 52 616 208268 74 640 713 209111 210 671 860 972 210169 206 476 783 91 859 211384 609 604 66 793 888 212204 673 734 49 59 877 213054 66 102 6 45 486 655 968 Fm Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne su 60 000 9, 20 30 000 92, 4 su 3000 m., 4 gu 1000 9., 8 500 m., 8 400 10 au 300 m., 64 zu 200 9, 170 au 100 S. Berantwortlicher Rebatteur: Alfred Wietevy, Neutöln. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchbruderet u. Verlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin SW Nr. 11. 30. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 14. Janner 1913. Gibt es in Berlin noch überfüllte Gemeindefchulklaffen? Der Magistrat teilte Anfang Dezember durch sein Nachrichtenamt den Zeitungen mit, daß in den Gemeindeschulen Berlins im Winterhalbjahr 1912/13 die Besetzung der Klassen sich durch fchnittlich auf 43,58 Kinder pro Klasse stellt. Zur Vergleichung zog die Notiz des Nachrichtenamts nicht das Sommerhalbjahr 1912, sondern das Winterhalbjahr 1911/12 heran, wo der Durchschnitt noch 43,89 Kinder pro Klasse war. Hierzu wurde damals im „ Vorwärts" die ergänzende Anmerkung gemacht, daß im Sommer 1912 die durchschnittliche Massenbesetzung auf 43,46 Kinder pro Klasse stand. Demnach habe, sagten wir, der Winter 1912/13 nicht eine weitere Besserung des Durchschnitts, sondern leider eine Verschlechterung gebracht. die auch vielfach, die Not versucht, diese gesetzlichen Schutzbestimmungen Bei Wiederbelebungsversuchen wird sowohl von Laien, wie auch zu umgehen. Der Vater oder die Mutter meinen, ohne von Aerzten, nicht immer der richtige Weg eingeschlagen. Das hat Arbeit der Kinder müßten fie berhungern. den Verband deutscher Elektrotechniker veranlaßt, bei den Behörden Sie bedenken aber nicht, daß die Kinder auch einmal Er- borstellig zu werden. Die Hauptfehler, die in der Eingabe gerügt wachsene werden und dann auch um ihr Dasein fämpfen begonnen. Ganz besonders rächt sich dieser Fehler, wenn man in werden, sind: Die Wiederbelebungsversuche werden oft zu spät müssen. Werden sie heute schon zu intensiver Arbeit heran- Bergwerken glaubt, den Verunglückten erst über Tag schaffen zu müssen. gezogen, so werden sie frühzeitig krank und siech und können Hierdurch geht fostbare Zeit verloren, so daß der Verunglückte vielden Kampf ums Dasein gar nicht kämpfen. Ein müdes, fach auf dem Transport erstickt. Dieser Fehler wird auch von den abgearbeitetes Kind kann dem Schulunterricht nicht folgen Herzten gemacht, die eine Herausschaffung der Verunglückten an und nicht das Wenige in sich aufnehmen, das ordnen, weil sie in der Krankenstube beffere Hilfsmittel zur Hand heute in der Volksschule geboten wird. Und dann die haben. Aehnlich liegen die Verhältnisse auf ausgedehnten Hüttenwerken Gefahren, die die Kinder umlauern. Ist es dann so verwunder- und Fabrikanlagen, wo der Verletzte erst in den Verbandsraum ge lich, wenn.gerade solche Kinder im jugendlichen Alter den Ge- immer lange genug durchgeführt. Es hat sich in mehreren schafft wird. Ferner werden die Wiederbelebungsversuche nicht richten als Objekte dienen müssen? Gerade die Kinder, die Fällen gezeigt, daß erst stundenlange Wiederbelebungsversuche den schon frühzeitig in die Erwerbsarbeit hineingezogen werden, Verunglückten ins Leben zurückrufen. Bei einem Unfall dreier Soldie durch die Not der Eltern jeder Aufsicht, jeder geordneten daten, die vom Blige getroffen wurden, gelang es erst nach zwei Erziehung entbehren, gerade fie liefern die größte Zahl der bezw. vier Stunden, zwei der Verunglückten ins Leben zurückJetzt hat der Magistrat den Stadtverordneten die übliche Zu- jugendlichen Verurteilten. Oder aber man steckt diese Kinder zurufen. Es hat sich hier alfo deutlich gezeigt, daß eine Verlänge fammenstellung über die Frequenz der Gemeindeschulklassen für in Fürsorgeanstalten, wo sie förperlich und geistig erst recht rung der Dauer der Versuche selbst über zwei Stunden hinaus noch dieses Winterhalbjahr vorgelegt. Aus ihr ist zu ersehen, daß die verkommen. Menschen das Leben zu retten vermag. Endlich sind die Anweisungen besonderen Frequenzdurchschnitte der einzelnen Klassenstufen sich Und wie wird die Kinderarbeit entlohnt! Immer und es wäre daher sehr erwünscht, wenn von seiten der Behörden auf für Wiederbelebungsversuche oft nicht genügend bekannt; bont Sommer 1912 zum Winter 1912/13 teils weiter ermäßigt, überall mit ein paar Bettelpfennigen. Da trägt ein elf- die Betriebe dahin eingewirkt werden könnte, daß die Anweisungen teils wieder erhöht haben. Unangenehm fällt besonders auf, daß jähriger Junge Frühstück aus und erhält neben ein paar an allen erforderlichen Orten angebracht und dauernd erhalten gerade für die achten Klassen eine sehr merkliche Erhöhung der Schrippen 30 Pf. die Woche, also noch nicht 5 Pf. pro Tag. werden. durchschnittlichen Frequenz eingetreten ist. Vom Sommer 1912 Ein anderer handelt mit Lampenschirmen und verdieni täglich zum Winter 1912/13 sant oder stieg die durchschnittliche Besetzung 25 Pf. Hier schlägt ein Kind mit dem Handel von Schnür au finden. Wie noch erinnerlich, verschwand am 7. Oftober 1909 der Der Mord von Dabendorf scheint nunmehr doch seine Aufklärung der Klaſſen I von 34,27 auf 34,75, der Klaffen II von 34,49 auf fentel und Rohr täglich 20 Pf. heraus und dort ist sogar ein zu finden. Wie noch erinnerlich, verschwand am 7. Oktober 1909 der 34,75, der Klaffen III von 40,45 auf 40,23, der Klaffen IV von Neunjähriger als Handlanger und Laufbursche in einer Tischlerei in Dabendorf. Seine Ehefrau und ein Brunnenbauer Gustav Kolbe, Sekretär am Statistischen Amte Franz Behm aus seiner Wohnung 43,16 auf 43,46, der Klassen V von 46,71 auf 46,88, der Klassen VI beschäftigt. Die Arbeit machte früher ein Hausdiener. Der Knabe zu dem die Frau Beziehungen hatte, wurden des Mordes angeklagt, von 47,69 auf 47,47, der Klassen VII von 47,12 auf 46,67, der darf sich als einzige Entlohnung abends Brennholz mit nach aber von dem Schwurgerichte freigesprochen, da die Anklage nicht Klaffen VIII von 48,16 auf 48,82. Durchschnittszahlen Hause nehmen und der Arbeitgeber ist noch der Meinung, einmal feststellen fonnte, ob Behm noch am Leben sei, und weil geben natürlich kein flares Bild der tatsächlichen Verhältnisse. daß er der armen Familie eine Wohltat erweist. Die Be- Nachgrabungen keinen Erfolg hatten. Kürzlich soll nun Frau Behm Ob noch Ueberfüllung von Klassen besteht, lassen die Durchschnitte sißer der Ullsteinpresse, die zum Teil ihre Gewinne aus den ein Gespräch mit Stolbe gehabt haben, das ein Dritter belauschte nicht erkennen. Im einzelnen kann die Besetzung mancher Klassen Knochen der zeitungtragenden Kinder ziehen, drücken ihren und der Berliner Kriminalpolizei verriet. weit über den Durchschnitt hinausgehen, wofür sie dann bei an Austrägerinnen gegenüber beide Augen zu. Sie müßten ja auf der Polizei zu, das Gespräch geführt zu haben und auch Frau Behm gab deren Klassen vielleicht ebenso weit unter dem Durchschnitt bleibt. auch höhere Löhne zahlen, wenn sie verlangten, daß die zu wissen, daß Kolbe ihren Mann erschossen und vergraben Selbstverständlich wäre eine Frequenz von 48,82 Kindern pro Arbeit nur von Erwachsenen verrichtet, würde. Und was habe. Daraufhin sind nun in den letzten Tagen von der Berliner Klasse, wie wir sie bei den achten Klaffen als Durchschnitt finden, soll man zu der schamlosen Annonce sagen, die neulich ein Polizei erneute Nachgrabungen bei Lichtenrade veranlaßt worden, die selbst als Magimalfrequenz viel zu hoch. bürgerliches Blatt veröffentlichte, in der Hausarbeit an zu einer Auffindung der Leiche jedoch noch nicht führten. Nur einige kinderreiche Familien ausgeboten wurde? Aber wir wollen hier nicht erörtern, welche Frequenzen als die höchsten zugelassen werden können, wenn die Arbeit der Schule noch Erfolg haben soll. Wir wollen nur wieder mal untersuchen, wie weit die Schulverwaltung der Stadt Berlin diejenigen Grundfäße respektiert, die sie selber über die Höchst frequenzen aufgestellt hat. Gegenwärtig gilt der Schuldeputation für die Klassen I bis IV eine Frequenz von 50 und für die Klassen V bis VIII eine Frequenz von 55 als normal. Sie macht aber dabei von vornherein die Einschränkung, daß sie es noch nicht für schlimm hält, wenn auch mal ein paar Kinder mehr in eine Klaffe hinein gestedt werden. Sehen wir zu, wie oft in diesem Winterhalbjahr die von der Schuldeputation selber als Norm hingestellte 3ahl überschritten worden ist. Alaffen, deren Besetzung darüber hinausgeht, zählen wir: bei den ersten Klassen eine mit 51 Kindern; bei den zweiten Klassen eine mit 52 Kindern; bei den dritten Klassen zwei mit 51, eine mit 52 Kindern, zusammen drei Klassen; bei den vierten Klassen 14 mit 51, 11 mit 52, 5 mit 53, 2 mit 54, 1 mit 55, 1 mit 56, 1 mit 57 Kindern, zusammen 35 Klaffen; bei den fünften Klassen( von hier ab ist 55 normal) 6 Klassen mit 56, 6 mit 57, 1 mit 58, 1 mit 59 Kindern, zusammen 14 Klassen; bei den sechsten Klaffen 19 mit 56, 7 mit 57, 4 mit 58, 2 mit 59, 1 mit 60 Kindern, zusammen 33 Klassen; bei den siebenten Klassen 15 mit 56, 7 mit 57, 5 mit 58, 1 mit 59 Kindern, zusammen 28 Klassen; bei den achten Klassen 30 mit 56, 20 mit 57, 8 mit 58, 7 mit 59, 1 mit 60 Kindern, zusammen 66 Klassen. Das sind im ganzen 181 lassen( falls wir nicht noch einige übersehen haben), in denen die Norm überschritten worden ist. Von den zusammen 40 Klassen I bis IV, die übermäßig( mit mehr als 50 Kindern) besetzt waren, hatten 17 je 51 Stinder, 13 je 52, 5 je 53, 2 je 54, eine 55, eine 56, eine 57 Kinder; von den zusammen 141 Klaffen V bis VIII mit über mäßiger Besehung( mehr als 55 Kinder) hatten 70 je 56 Kinder, 40 je 57, 18 je 58, 11 je 59, 2 je 60 Kinder. Nimmt man die 181 Klassen ohne Unterscheidung der Klassenstufen, so waren überzählig: je 1 Stind in 87 Klaffen, je 2 in 53, je 3 in 23, je 4 in 13, je 5 in 3, 6 in einer Klasse, 7 in einer Klaffe. Will da einer bestreiten, daß es in Berlin noch überfüllte Gemeindeschulklassen gibt? Partei- Angelegenheiten. Johannisthal. Mittwoch, den 15. Januar, abends 8% Uhr, im Arbeiterheim: Mitgliederversammlung des Wahlvereins mit Frauen. Tagesordnung: 1.„ Vortrag über Schulhygiene". Referent: Genoffe Dr. Alfr. Bernstein. 2. Die bevorstehenden Landtagswahlen. U. a. m. Demgegenüber ist die Kinderschutzkommission bemüht, die Eltern über die Schädlichkeit der Kinderarbeit aufzuklären und die Kinder so viel als möglich vor lleberbürdung und Ausnutzung zu bewahren. Gewiß sind die heutigen sozialen Verhältnisse die Ursache dieser der Kinderarbeit. Aber es muß auch heute schon verhäßlichen Erscheinung fucht werden, die gröbsten Auswüchse zu verhindern. schäftigung Erwachsener treten müssen, deren es genug gibt, An Stelle der Kinderarbeit wird dann vielfach die Bewelche die Arbeit verrichten. sucht werden sollen. Kolbe, der sich in der letzten Zeit in einer wenige Knochen wurden an einer Stelle gefunden, die nun unterLaube, die Frau Behm gehört, aufhielt, wird von der Polizei gefucht. Frau Behm hat bei ihrer gestrigen Vernehmung auf der Bolizei angegeben, daß sie selbst von der Mordtat vorher nichts gewußt und erst später von Kolbe den Hergang erfahren habe. Ueber die Verzweiflungstat einer jungverheirateten Frau wird ein Jahr alten Söhnchen eine fleine Stube und Stüche. Als der aus der Schievelbeiner Straße berichtet. Im Hause Nr. 15 bewohnte das seit einem Vierteljahrte verheirate Ehepaar Nebiger mit seinem Mann von einem Ausgange zurückkehrte, fand er seine Frau in der Ein wirksames Mittel hat da jeder Sozialdenkende in der Küche tot auf dem Fußboden liegen, während sein Kind im Neben Sand. Er lasse die Waren, die er benötigt, sich nicht von zimmer schreiend neben dem Bettchen lag. Die Frau hatte einen Kindern bringen, er sage dem Bäcker, dem Milchlieferanten Bettel hinterlassen, daß sie mit ihrem Manne nicht anstommen könne und anderen Kinderfreunden", daß er die Kundschaft kündige, und deshalb freiwillig aus dem Leben scheiden wolle. Sie habe wenn er von Kindern bedient wird. In Arbeitervierteln wird nicht den Mut, auch ihr Kind mit in den Tod zu nehmen. Dann diese Maßnahme immer stärker ausgeübt. Es ist charakteristisch, vergiftete sie sich in der Küche mit Leuchtgas. daß in diesen Vierteln durch die Zätigkeit der Kinderschutz- Die lekte Abmeldung. In Gegenwart feines Zimmerherrn er fommission erhebliche Besserung eingetreten ist; man sieht schoß sich in der Nacht zum Sonntag der 59 Jahre alte Buchdrucker heute dort weniger Kinder Frühstück, Milch und Zeitungen Ernst Escher, der in der Kolberger Str. 32 mit einem Arbeiter eine austragen als früher, während in den Bezirken des reichen gemeinsame Wohnung innehatte. Die beiden Wohnungsgenossen Westens diese Kinderarbeit in voller Blüte steht. Dafür wirken die Leute in W.W. auch auf Wohltätigkeitsveranstaltungen für die armen Kinder. 110 Prozent Gemeindesteuerzuschlag in Schöneberg und Charlottenburg. schlagen. wir gebeten mitzuteilen, daß ein bei der Firma Rudolf Mosse beZu den Paletotdiebstählen, über die wir berichtet haben, werden häftigter Herr Baul Niegold mit dem wegen Paletotdiebstahls verhafteten Hausdiener Paul Nietzold nicht identisch ist. waren am Sonnabendabend ausgegangen. Als Escher um 11½ Uhr heimkehrte, legte er dem Arbeiter, der schon früher da war, seine polizeiliche Abmeldung hin. Der Mann fragte ihn, was das be deuten solle und erhielt zur Antwort, er werde das schon sehen. Beide legten sich dann schlafen. Als der Arbeiter gestern morgen um 9 Uhr erwachte, fand er Escher tot auf dem Fußboden liegen. Wie wir hören, beabsichtigen die Magistrate von Char Jegt wußte er, was die Abmeldung bedeuten sollte. Escher hatte tottenburg und Schöneberg, ihren Stadtverordnetenverfamm- sich vor dem Spiegel erschossen, ohne daß sein schlafender Zimmer lungen bei der Vorlage des Etats für 1913 die Erhöhung des genosse erwacht war. Er war seit Monaten arbeitslos gewesen und Gemeindeeinkommensteuerzuschlages auf 110 Proz. vorzu- ist jetzt wahrscheinlich wegen Mittellosigkeit in den Tod gegangen. Bei einem Straßenbahnzusammenstoß schwer verletzt wurde am Die Vichzählung, die am 2. Dezember 1912 ausgeführt Grünframhändler Start Bifuhr aus der Liegniger Str. 27 zu Berlin. Sonntagnachmittag gegen 5 Uhr in Neukölln der 55 Jahre alte wurde, war umfassender als die des Vorjahres. In den Infolge falscher Weichenstellung stießen vor dem Hause Bergstr. 163 letzten Jahren waren nur Pferde, Rinder, Schafe und Schweine zwei Wagen der Linien 13 und 7 zusammen. Der zufällig dort gezählt worden, diesmal aber erstreckte die Zählung sich auch stehende Mann wurde von einem Wagen am Bein erfaßt. Die auf Maultiere, Efel, Ziegel, Federvieh und Bienenstöde. Tiere Stniescheibe wurde ihm durch den Anprall völlig zerschmettert, so daß der bei der Zählung berücksichtigten Art wurden für 1912 im er nach der Hilfswache gebracht werden mußte. Die Borderperrons Stadtgebiet Berlin bei 13 175 Haushaltungen ermittelt, beider Wagen wurden stark beschädigt. Die Schuldfrage ist noch die fich auf 7644 Grundstücke verteilten, während Berlin nicht ganz geklärt. Für 1912 In einem Hotel vergiftet hat sich Sonntagbormittag ein von Tempelhof. Heute Dienstag: Fortseßung des Kursus über am Bählungstage 30 122 Grundstücke hatte. Straße 9. Mittwoch, den 15. d. Mts., abends 81%, 1hr, im 1957 Schweine, gegenüber 49 057 Pferden, 10991 Rindern, Treptow a. d. Rega. Was den Lebensmüden in den Tod getrieben Die Technit der Landtagswahlen", im Wilhelmsgarten, Berliner wurden gezählt 46 271 Pferde, 11 143 Rinder, 89 Schafe, auswärts zugereifter Mann. Nach bei ihm vorgefundenen Papieren handelt es sich um einen Schneidermeister Paul Hermann aus der Tagesordnung steht u. a. Bericht vom preußischen Parteitag, Zählung von 1912 vorgefunden 52 Maultiere, 38 fel, 559 bat, fteht noch nicht fest. Genossenschaftswirtshaus, Dorfstraße 50: Generalversammlung. Auf 18 Schafen, 1962 Schweinen in 1911. Ferner wurden bei der Treptow a. 5. Rega. Was den Lebensmüden in den Tod getrieben Bericht des Vorstandes, Neuwahlen, Stellungnahme zur bevor Biegen, 61 890 Stück Federvieh, 115 Bienenstöcke.( Der Wieh stehenden Landtagswahl. und Schlachthof mit seinem Viehbestand ist außer Betracht gelaffen.) An dem Ergebnis aus 1912 fällt besonders die weitere und sehr beträchtliche Verminderung der Pferde auf, von 49 057 in 1911 auf nur noch 46 271 in jähriger Schulfnabe aus der Lindenstraße, der mit anderen Knaben Von Schiffern gerettet wurde am Montag nachmittag ein fieben. 1912. In demselben Umfang, wie in 1912, war die Vieh- jähriger Schulknabe aus der Lindenstraße, der mit anderen Knaben zählung zum letzten Mal in 1907 ausgeführt worden. eingebrochen war. am Blücherplaß das Eis des Landwehrkanals betreten hatte und Damals wurden( abgesehen vom Vieh- und Schlachthof) in 13 545 Haushaltungen, die sich auf 8888 von überhaupt Saison war früher in den März und April verlegt. Noch vor Die Bockbiersaison hat wieder ihren Anfang genommen. Die 29 524 Grundstücken Berlins verteilten, noch 52 567 Pferde, zwanzig Jahren war der Karfreitag der Haupttag der Bodbieriaison 11 363 Rinder, 112 Schafe, 1512 Schweine gezählt, ferner und auf Tivoli und dem Spandauer Bod spielten sich die tollsten Die Weihnachtsfeiertage sind verrauscht. Die Angehörigen 23 Maultiere, 56 Efel, 571 Ziegen, 59 706 Stück Federvieh, Szenen ab, wie sie heute vielleicht nur noch in Werder während der der Bourgeoisie haben wieder eine kurze Ruhepause. ie 77 Bienenstöde. Bei einer Vergleichung der Ergebnisse aus Baumblüte zu beobachten find. Heute beginnt die Bockbierfaifon haben sie sich abmühen müssen im Wettkampfe um die Wohl 1907 und aus 1912 ergibt sich ein bedeutender Rückgang des bereits Anfang Januar. In den größeren Lokalen, wie in der tätigkeit. Wieviel Veranstaltungen allein haben unter dem Pferdebestandes, andererseits ein erhebliches Mehr, besonders Neuen Welt und im Friedrichshain find die großen Säle entsprechend Deckmantel: Für die armen Kinder! stattgefunden. Für die von Schweinen. Die einzelnen Stadtteile waren in beroriert. Der Baron Mudi" und der Weinzierl" als Festwirte armen Kinder wurde gesungen, getanzt, gegessen, getrunken, 1912 an den Gesamtzahlen wieder sehr ungleich beteiligt. haben das gesamte Arrangement im großen übernommen geflirt! Welch gewaltige Anstrengung und dann kamen die Die Pferde waren am zahlreichsten da, wo Kasernen von hie verstehen es, dem Ganzen einen manchmal mehr wie gemütlichen Bescherungen für die armen Stinder. Wie konnte man sich da Kavallerie- und Artillerie Regimentern liegen, außerdem Anstrich zu geben. zeigen im Seidenkleid, mit Brillanten und anderem kostbaren in einigen Stadtteilen, Schmuck. Welch schöne Zeit war das! die Hauptsitze des Fuhrwesens Und das alles um find. Sur Milchgewinnung wurden Rinder noch in allen der armen Kinder willen. Man gehörte zur Crême der Ge- Stadtteilen gehalten, am zahlreichsten aber waren sie in sellschaft, die für die Armen sorgte! den Außenvierteln. Schweine fanden sich fast noch in allen Die Feiertage sind vorüber. Die armen Kinder sind immer Stadtteilen, mit Ausnahme nur der Altstadt, der Friedrichnoch da. In schlichten dünnen Kleidern gehen sie einher. ftadt und des Spandauer Viertels. Ihren Hauptsiz hatte scheidung über die Eingemeindungsfrage oblag, verries fchon rein Die Gemeindevertretersizung vom 10. Januar, der bie EntViele müssen schon sehr früh aufstehen. Was Vater und aber die Berliner Schweinezucht auf dem Gesundbrunnen und äußerlich den großen Tag". Die Tribüne war bis auf das lette Mutter verdient, reicht nicht zum Leben. Und falt ist es dem Wedding, wo allein 474 und 390 Schweine( von über Plätzchen besetzt, und unten im Sibungsfaale hatten sich, was felten auch. Kohlen sollen auch noch sein. Da sollen die Kinder haupt 1957) gehalten wurden. Auch an der Ziegenzucht vorkommt, sämtliche Gemeindevertreter eingefunden, bis auf zum Verdienst beitragen. Es ist vielfach bittere Not, die die waren diese beiden Stadtteile und nächst ihnen der nördliche unseren Genossen Gerisch, der leider durch Krankheit ans Bett ge. Kinder zur Mitarbeit nötigt. In aller Frühe tragen die Teil des Königsviertels besonders start beteiligt. Federvieh fesselt ist. Die ersten Punkte der Tagesordnung erregten wenig Kinder Frühſtüd, Zeitungen und Milch aus. Viele sind noch wurde in allen Stadtteilen vorgefunden, am häufigsten im vereins zur Verlejung, die die Aufbefferung der Lehrer- und Be Intereffe. Unter den Eingängen tam eine Petition des Bürgerim zartesten Alter. Swar gibt es ein Stinderschutzgesek, das nördlichen Teil des Königsviertels( 9880 Stüd), ähnlich auf amtengehälter und trok früherer Ablehnung die Errichtung einer die Mitarbeit solcher Kinder verbietet. Aber was hifft es dem Gesundbrunnen und dem Wedding( 8149 und 7918). Fluzbadeanstalt bei Baumschulenweg fordert. Die Eingabe wurde Berliner Nachrichten. Um die armen Kinder! " " Vorort- Nachrichten. Treptow.Baumschulenweg. und an ber Petitionskommission überwiesen. Der Bürgermeister feilte fund für die Auskunfterteilung werden Gebühren nicht erhoben. Das 1 Der Angeklagle ist ein fleiner Dreifäfchoch mit recht unschuldig alsdann mit, daß im Jahre 1912 von der Gemeinde an Schulkinder Auskunftsbureau befindet sich Kreuzstr. 15( Expedition der Branden blickenden Kinderaugen, in den man nichts von verbrecherischer Vers 2929( Fluß-) Badekarten zu ermäßigten Preisen und an Kinder burger Zeitung" und des" Vorwärts") und ist geöffnet werktäglich wegenheit lesen konnte. Um so größere Ueberraschung rief es her unbemittelter Eltern 1400 Freifarten abgegeben worden sind. Von außer Mittwochs von 6-8 Uhr abends. bor, als der Vorsitzende dem vor dem Zeugentisch stehenden Knirps der erst im August erwirkten Ermäßigung für Erwachsene ist inSpandau. ein recht umfangreiches Sündenregister vorhielt. Es ergab sich, folge der eingetretenen tühlen Witterung nur viermal Gebrauch gemacht worden. Diese Einrichtung soll jedoch in diesem Jahre Keine Freigabe der Säle zu Parteiversammlungen. Der bürger- daß der jugendliche Angeklagte mit einer wirklich affenartigen beibehalten und schon mit Beginn der Badezeit benutzt werden. liche Saalbefizerverein hat das Ersuchen der Lokalkommission, ihre Behendigkeit Diebstähle ausgeführt hatte, indem er von seiner In den Sachverständigenbeirat gegen Verunstaltung der Straßen Säle allen Parteien zur Verfügung zu stellen, abgelehnt. Die Saal- Schlaffammer aus an dem Sims, entlang an der Außenseite des und Plätze wurden der Gemeindeverordnete Kröbel und die Archi- befizer hatten sonderbarerweise ein Gesuch an den Stadtkomman- Hauses, in andere Wohnungen geklettert war. Diese Diebstähle teften Schent- Treptow und Baurat Königsberger- Adlershof gewählt. danten und den Oberbürgermeister gerichtet, ihre Säle allen Parteien verübte er mitten in der Nacht in tiefster Dunkelheit, so daß jeder Sodann fand es der Gemeindevorsteher überflüssigerweise für not- zur Verfügung stellen zu dürfen, ohne daß der Militärboykott über Fehltritt für ihn der sichere Tod bedeutete. In anderen Fällen wendig, die Gemeindevertretung öffentlich zu einer privaten ihr 20tal verhängt würde. Sie wollten der Militärbehörde von der fletterte er aus den Bodenluken auf das Dach hinaus und dann Kaisergeburtstagsfeier einzuladen. Die Neuwahl eines Abhaltung sozialdemokratischer Versammlungen vorher Anzeige er Schöffen für den infolge Ablaufes der Amisperiode ausscheiden- statten, damit den Soldaten das Betreten des Lokals an dem Tage fam. Die Diebstähle blieben lange Zeit hindurch völlig unaufan der Außenseite der Häuser entlang, bis er an ein offenes Fenster den Chemikers Dr. Genz brachte dem nunmehr 72jährigen Herrn verboten werden könnte. Weiter wollten sie dementsprechende eine Genugtuung in Form der einstimmigen Wiederwahl. Blakate an den Eingängen des betreffenden Lokals geklärt, da die Schlösser der Wohnungen in Ordnung waren und bringen, wie es in anderen Garnisonen auch schon niemand auf den Gedanken kam, daß der Dieb von der Außengehandhabt wird, worin den Soldaten das Betreten des seite aus in eine im dritten oder vierten Stodwerk gelegene WohLokals während der Versammlung untersagt wird. Der Stadt- nung gelangt sein konnte. Der Staatsanwalt beantragte gegen kommandant hat aber alle diese Vorschläge abgelehnt und die Frei- den geständigen Angeklagten 6 Wochen Gefängnis. Das Gericht gabe der Säle zu sozialdemokratischen Versammlungen wieder mit trug jedoch verständigerweise Bedenken, den Angeklagten zu verdem Militärbontott bedroht. Jetzt scheint daher auch die Courage urteilen, da erhebliche Zweifel darüber beständen, ob dieses Nachtder Saalbefizer zu Ende zu sein und sie halten nunmehr ihren alten Beschluß aufrecht, wonach auch weiterhin feiner Partei die Säle wandeln nicht auf irgend einen dunklen Tricb zurückzuführen sei. zu politischen Versammlungen zur Verfügung gestellt werden sollen. Außerdem sei es zweifelhaft, ob der geistig und körperlich sehr Hiergegen könnte ja auch die Partei nichts unternehmen, wenn, wie zurückgebliebene Angeklagte, der mit Vorliebe abenteuerliche bei der Reichstagswahl, alle Parteien ihre Versammlungen in Schmöker gelesen und sich jetzt in einer Fürsorgeanstalt befindet, Pichelsdorf abbalten müßten; aber der Beschluß hat ein die zur Erkenntnis der Strafbarkeit erforderliche Einsicht besessen großes Loch. Paifig, der Bächter des Roten Adler", ist aus habe. Das Urteil lautete deshalb auf Freisprechung. dem Saalbefizerverein ausgeschieden und stellt den bürgerlichen Barteien seinen großen Saal zur Verfügung. Die bürgerlichen Parteien können zu der Landtagswahl also ihre Versammlungen in Spandau abhalten, während die Sozialdemokratie ihre großen Versammlungen nach Pichelsdorf verlegen muß. Die organisierte Arbeiterschaft wird sich mit dem Beschluß der Saalbefizer wohl schwerlich zufrieden geben. Die Eingemeindungsfrage, über deren Ausgang wir in der Sonntagsnummer bereits eingehend im lokalen Teil berichtet haben, brachte einmal ausnahmsweise viel Redner auf den Plan. Von den 23 stimmberechtigten Teilnehmern äußerten sich 14 zu diesem Punkte, und fast ausnahmslos in zustimmendem Sinne. Von den Gegnern der Eingemeindung wurde lediglich die Notwendigkeit dieses Schrittes bezweifelt und Bedenken geäußert, daß in einer großen Gemeinde die Außenbezirke eher vernachlässigt werden könnten, auch würden die Wünsche der einzelnen Bürger micht im selben Maße wie in der kleinen berücksichtigt werden. In namentlicher Abstimmung wurde mit allen gegen die Stimmen der Sommerzienräte Beermann und Graeß und des Herrn Weigand und der Stimmenthaltung des Bauunternehmers Gadegast beschloffen: dem Antrage der Stadt Berlin vont 11. Dezember 1912 auf Vereinigung der Landgemeinde Berlin- Treptolo mit der Stadtgemeinde Berlin vorbehaltlich der zu vereinbaren den Bedingungen zuzustimmen". Berfaultes Fleisch. Einen groben Verstoß gegen die Gesundheit seiner Mitmenschen hat der Schlächtermeister Hermann Gebert aus Schwerin begangen, gegen den gestern die 3. Straftammer des Landgerichts I eine Anflage wegen wissentlichen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesc zu verhandeln hatte. Als Bedingungen sind von einzelnen örtlichen Vereinen aufgestellt und wurden zum Teil auch unverbindlich genannt solche, die sich auf Ausbau des Schulwesens, Hebung des Verkehrswesens und Ein Jugendheim als Stiftung zum Regierungsjubiläum des für die Uebergangszeit auf ein Grundsteuerprivileg sowie eine beDer Angeklagte betreibt in Schwerin ein größeres Schlächierei fondere Deputation für Treptower Angelegenheiten beziehen. Cha- Kaifers soll hier errichtet werden. Eine von der Stadtverordneten- geschäft und versendet auch große Posten Fleisch nach außerhalb versammlung eingesetzte Kommission hat nunt in ratteristisch war, daß in der ausgiebigen Diskussion auf die im vorGe- und insbesondere nach Berlin. Da es sich um fast auffällig billiges den aus ablehnende Haltung der Kreis- und Provinzialbehörden nicht meinschaft mit dem Magistrat beschlossen, Stadtver- Fleisch handelte, ließen sich zahlreiche Berliner Fleischermeister ver= ordneten folgende Borlage zu unterbreiten: mäher eingegangen wurde, ein Zeichen, daß man allgemein das Für " Es sollen leiten, bei dem Angeklagten dieses billige Fleisch zu bestellen, 50 000 Mart aus and Wider der Eingemeindungsfrage selbst für wichtiger als diese entnommen und mit dieser Summe ein Grundstock zur Errichtung auf dem Lehrter Bahnhof ein Posten dieses billigen Fleisches be= den Ueberschüssen des laufenden Jahres welches zur Wurstfabrikation dienen sollte. Vor einiger Zeit wurde äußeren Widerstände betrachtete. Mit diesem ersten ernsten Schritt zur Vereinigung mit der eines Jugendheims Kaiser Wilhelms II." gebildet werden. Die schlagnahmt, weil es einen„ Duft" ausströmte, der schon den BahnMuttergemeinde dürfte die Gemeindevertretung dem Willen der Anstalt wird zu dienen haben der Sammlung der Jugend. beamten aufgefallen war. Der Polizeitierarzt Dr. Nickel stellte seit, überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung entsprochen haben. Ab- Mit der Anstalt kann unter Umständen ein Spielplag, ein Sport- daß es sich um völlig in Fäulnis übergegangenes Fleisch handelte, plaz, eine Waisenanstalt verbunden werden." Es soll also aus den dessen Genuß schwere gesundheitliche Schädigungen hervorgerufen gesehen davon, daß sich fünf Treptower Vereine in Eingaben an den Gemeindevorstand jezt im gleichen Sinne geäußert haben, hat Steuergroschen der arbeitenden Bevölkerung eine Einrichtung zur hätte. Das Gericht erkannte, weil die höchst gemeingefährliche dies ja die frühere Abstimmung der Bevölkerung anfäßlich der Rig- selbstverständlich plant man, das Jugendheim nur dem Jung- Schädigungen hätte führen können, auf 4 Monate Gefängnis sowie Bekämpfung der freien Jugendbewegung geschaffen werden, denn Sandlungsweise des Angeklagten zu den schwersten gesundheitlichen dorfer Anschlußfrage deutlich gezeigt. Und die drei Gemeindeveroponeten, die sich jest dem Anschluß widersetzten, haben als Erwählte deutschlandbund und anderen patriotischen Jugendvereinen zur Ber- Publikation im„ Lotalanzeiger" und der„ Allgemeinen Fleischerder ersten Klasse ganze 9 Wähler hinter sich, während in der dritten fügung zu stellen. zeitung". Klasse allein unsere Parteigenossen bei den letzten Wahlen in den bier Wahlbezirken 1453 Wähler auf sich vereinigten. Die Durchführung der nun angebahnten Eingemeindung kann selbst bei bal. biger Ueberwindung der Widerstände sich noch lange hinausziehen. Karlshorft. Eine neue nebenamtliche Kreisschulinspektion Strausberg III ( Siz Herzfelde) ist jetzt vom Landrat eingerichtet worden. Derselben find die Schulorte Herzfelde, Hennidendorf, Rüdersdorf, Werlfee Grünheide( sämtlich in Niederbarnim), Hohenstein, Klosterdorf, Garzau, Werder, Zinndorf, Ragel, Kienbaum, Rehfelde, Lichtenow, überwiesen worden. Zum Verwalter dieser neuen Inspektion ist der Pfarrer Mag Leist in Herzfelde ernannt. Bernau. Gerichts- Zeitung. Die berechtigten Interessen der Gewerkschaftspreffe. Schutz vor Schuhleuten. Vor dem Schöffengericht in Hannover wurde am Sonnabend gegen zwei Kellner, Unverzagt und Mühlhaus, wegen angeblicher Das Reichsgericht hat am Freitag sich gegen das schablonen- Beleidigung, Widerstandes, Körperverlegung und Sachbeschädigung verhandelt. Die Verhandlung ergab neben interessanten Be hafte Absprechen berechtigter Interessen der Gewerkschaftspresse ge- ziehungen eines Polizeibeamten zu einer Bar", daß, abgesehen wendet. von einer unerheblichen Beleidigung, die Mühlhaus einem Polizeibeamten gegenüber begangen hatte, nicht die Angeklagten, sondern die Polizei auf die Anklagebant gehörten. Mit den bereits mehrfach erwähnten Mißständen beim Verkauf des russischen Fleisches beschäftigte sich eine außerordentlich stark beWegen Beleidigung des Vorsitzenden des Düsseldorfer Schiedssuchte Versammlung der Einwohner von Karlshorst. Nicht nur Arbeiterfrauen, sondern auch eine beträchtliche Anzahl bürgerlicher Frauen gerichtes, des Geh. Regierungsrats Bohle, und des SachverständiDie Angeklagten hatten die Bar zum„ Rodensteiner" besucht. waren erschienen, um gegen das Verhalten der Schlächtermeister am gen Dr. med. Pieper war vom Landgericht Essen a. R. am 25. April Drt den Käufern gegenüber zu protestieren. Nach einem beifällig 1912 der Redakteur des„ Bergknappen", Heinrich Imbusch, zu einer Bei der Bezahlung kam es zum Streit, weil mehr als getrunken beaufgenommenen Referat des Genoffen Bergmann wurde mehrfach Geldstrafe verurteilt worden. Wiederholt war, nach der Darlegung zahlt werden sollte. Die Barbesizerin rief darauf ihren Schwager. zum Ausdruck gebracht, daß die Schlächtermeister nur bestrebt seien, im Urteil, ihm von Mitgliedern über die allzu patriarchalische derte die Angeklagten zur Bezahlung auf, gab sich als PolizeiAls solcher entpuppte sich der Kriminalschuhmann Najork. Gr forDurch allerlei Mittel den Hausfrauen den Einkauf russischen Fleisches Art geklagt worden, wie die Arbeiter, die vor dem Schiedsgericht beamter aus, lehnte aber ab, sich zu legitimieren. Mühlhaus machte zu berefeln. Am Schluffe der Versammlung wurde folgender Reso- Düsseldorf ihr Recht suchen, vom Vorsitzenden behandelt wurden. Da cine als Beleidigung aufgefaßte Bemerkung über diesen polizeilichen lution einmütig zugestimmt: Die am 10. Januar in Restaurant„ Fürstenbad" tagende Ver- fich die Klagen wiederholten und er weiterhin von Mitgliedern Schwager. Es tamen dann der Oberwachmann Baumgarten und fammlung verurteilt aufs schärffte das Verhalten der hiesigen aufgefordert wurde, ihre Interessen wahrzunehmen, veranlaßte er noch zwei Schußleute ins Lokal, um die beiden Angeklagten nach der Schlächtermeister beim Verkauf des russischen Fleisches. Gleichzeitig einen jungen Studenten der Philosophie, R., in Begleitung eines Wache zu bringen. Auf dem Wege zur Wache mishandelte Najork nimmt sie mit Genugtuung davon Kenntnis, daß der Gemeindevor- Arbeitersekretärs einer Verhandlung des genannten Schiedsgerichts ohne jeden Grund die Angeklagten. In der Wache wurden beide stand dazu übergegangen ist, den Verlauf des russischen Fleisches der von Anfang bis zu Ende beizuwohnen. R. schrieb dann auf Grund mit gefährlichen Werkzeugen so bearbeitet, daß sie beim Verlassen Konsumgenossenschaft zu übertragen. Die Versammelten verpflichten seiner sorgfältigen stenographischen Notizen einen Artikel, den er des Lokals völlig entstellt aussahen. Strafanzeige gegen die Schutzleute wurde erstattet, Anklage aber zunächst gegen die Angefich, durch regen Einkauf dafür zu sorgen, daß der Bezug des russi- dem Angeklagten übergab. Dieser fand darin alle ihm schon früher klagten erhoben, denen die obenerwähnten Vergehen von Najort zur fchen Fleisches am Drte nicht ins Stocken gerät. vorgetragenen Klagen bestätigt. Dennoch trug er Bedenken, den Last gelegt wurden. In der Verhandlung gaben die Schußleute Herzfelde. Artikel, so wie er war, zu veröffentlichen. Er entfernte zunächst mit Ausnahme des Najork zu, daß die Angeklagten ruhig und ohne daraus alle Orts- und Personennamen und sodann noch alle Aus- Widerstand zur Wache gefolgt feien. Im Wachtlokalhause, bedrücke, welche ihm als zu scharf erschienen. Mit einer entsprechen- haupteten sie, habe aber ein Widerstand stattgefunden und dann eine den Vorbemerkung veröffentlichte er dann das Schriftstüd in Schlägerei, bei der die Schußleute nur in Ausübung ihres Amtes seinem Blatte. Für Sachkundige war aber dennoch leicht zu er- vorgegangen seien. Auf Grund der Beweisaufnahme mußte jedoch fennen, welches Schiedsgericht gemeint war. der Amtsanwalt selbst beantragen, die Angeklagten freizusprechen, Der RegierungsMühlhaus wegen Beleidigung zu der geringsten zulässigen Strafe präsident stellte sodann Strafantrag wegen Beleidigung der zu- von 3 M. zu verurteilen. Das Gericht folgte diesem Antrage. erst genannten Herren. Das Landgericht hat dem Angeklagten Es wird nunmehr gegen die Schußleute, gegen Najort, der innicht den Schutz des§ 193 zuteil werden lassen, weil das Reichs- zwischen aus dem Amt ausgeschieden, ist, wohl auch wegen Meineibs In gemeinschaftlicher Sigung mit dem Magistrat wählte die gericht ausgesprochen habe, daß ein Redakteur den Schuß des§ 193 das Verfahren fortgesetzt werden. Nette„ Schußleute". Stadtverordnetenbersammlung mit 23 Stimmen den Bürgermeister nur dann in Anspruch nehmen könne, wenn er berechtigte eigene Baebold zum Streistagsabgeordneten. Genoffe Werner erhielt Jatereffen wahrnehme. Im übrigen wurde festgestellt, taß der Im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. 8 Stimmen. Alsdann erfolgte die Einführung des als Ersaßmann Artikel Beleidigungen enthalte, obwohl zugegeben wurde, daß zu Gin über 60 Jahre altes Ehepaar hatte sich vor einiger Zeit gewählten Stadtverordneten Giesebart in sein Amt. Die Vor- einzelnen Berwürfen begründeter Anlaß vorlag. Den schroffen vor der Straftammer zu Göttingen unter der Beschuldigung zu standswahl ergab die Wahl des Stadtverordneten Schmeichel als Ton, mit welchem der Vorsitzende des Schiedsgerichtes einzelne verantworten, die 82jährige Mutter der angeklagten Frau in ihrer Vorsteher mit 13 Stimmen; der stellvertretende Vorsteher Bols Rechtsuchende anredete, und den Umstand, daß er ihnen das Prädi- Krankheit nicht genügend gepflegt zu haben. Die alte Frau, die erhielt nur 11 Stimmen. Zum stellvertretenden Vorsteher wurde fat Serr" vorenthielt, sucht das Urteil dadurch zu entschuldigen, lange Zeit bettlägerig war, soll infolge längeren Liegens fich Der Rechtsanwalt Dreßmann- Benning mit 14 Stimmen gewählt, auf den Genossen Werner entfielen 9 und auf den Stadtverordneten daß es meint, der Vorsitzende habe sein Verhältnis zu den Recht- Wunden am Rücken zugezogen haben. Das sogen.„ Durchliegen" Schulze 1 Stimme. Zum Schriftführer wurde Genosse Helbig mit suchenden als ein patriarchalisches aufgefaßt. Gegen das Urteil des Körpers sollte zu einer Bereiterung und Verstopfung von Blut16 Stimmen wiedergewählt. Stadtverordneter Gruban erhielt hatte der Angeklagte Repifion eingelegt, die vor dem 5. Straffenat gefäßen geführt und dadurch den Tod der alten Frau verursacht 8 Stimmen. Als bereideter Protokollführer wurde der bisherige des Reichsgerichts burch den Verteidiger Dr. Drucker aus Leipzig haben. Die Straffammer erachtete die Angeklagten der fahrlässigen Protokollführer Bledmann einstimmig mit 24 Stimmen wieder vertreten wurde. Er rügte Verkennung des§ 193 und führte aus, Tötung für schuldig und verurteilte die Ehefrau zu einem Jahre, gewählt. In einer vorausgegangenen Besprechung über die Stan- er habe in sämtlichen Bänden der Reichsgerichtsentscheidungen den Ehemann, der weniger mit der Pflege zu tun hatte, zu drei Mo naten Gefängnis. Die eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht bibaten hatten die Bürgerlichen bereits betont, daß sie auf teinen fein einziges Urteil gefunden, welches den vom Landgericht dem verworfen. Die Verteidiger beantragten, darauf das WiederaufFall den stellvertretenden Vorsteher Bols zum Vorsteher wählen Reichsgericht unterschobenen Grundjab aufgestellt hätte. Gerade nahmeverfahren. Dem praktischen Arzt Dr. Julius Löwenheimwollten, weil derfelbe in der letten Sißung gegen Gen. Anöschte, der erkennende Senat habe vielmehr ausdrücklich ausgesprochen. Berlin gelang es, nach eingehender Untersuchung der ausgegrabenen der an den gesunden Menschenverstand der Stadtverordneten appellierte, nicht mit der nötigen Schärfe vorgegangen sein soll. daß unter Umständen auch ein Redakteur fremde berechtigte Inter- Leiche den Nachweis zu führen, daß die Todesursache der alten Frau Unserer Ansicht nach dürfte das wohl nicht der ausschließliche Grund essen vertreten könne. Der Angeklagte fei tatsächlich von Mit- nicht durch das Durchliegen", sondern durch eine Herzmuskelgewesen sein, cher ist anzunehmen, daß Herr Bols deshalb nicht gliedern seines Vercins beauftragt worden, ihre Interessen wahr schwäche herbeigeführt worden sei. Diesem Gutachten schloß sich miebergewählt wurde, weil er bei manchen Abstimmungen mit zunehmen. Habe aber der Angeklagte berechtigte Interessen ver- bas Medizinalkollegium der Provinz Hannover und der Leiter der unseren Genoffen stimmte. Der Antrag unserer Genossen betreffend treten, dann müsse ihm der Schutz des§ 193 soll zugute kommen. Göttinger Universitätsklinik an. Das Göttinger Landgericht entsprach darauf dem Antrage auf Wiederaufnahme des Verfahrens. die Einführung der Grundsteuer nach dem gemeinen Wert soll in Das Urteil fage selbst, der Angeklagte habe nicht aus Sensations- Sturz vor der neuen Verhandlung starb der Ehemann infolge der ber nächsten Sigung verhandelt werden. In die Rechnungsprüfungs- und Statskommission wurden die Genossen Helbig und lust, sondern in bester Absicht gehandelt. Das Gericht habe also erlittenen Aufregungen. Die Ehefrau wurde auf Grund des neuer Anöschte wiedergewählt. Der Magistratsvorlage betreffend die An- selbst keine Beleidigungsabsicht feststellen können. Der Vertreter Gutachtens freigesprochen. nahme eines Bermächtnisses von 3000 M. des Amtsgerichtsrats der Reichsanwaltschaft, Staatsanwaltschaftsrat Dr. Wiehen, beanSchröder wurde zugestimmt. tragte die Verwerfung der Revision. Das Reichsgericht bob aber das Urteil auf und verwies die Sache nicht an das Landgericht Effen, sondern an das Landgericht Hagen. Zu Unrecht, so wurde Die Leiden der jungen Verkäuferinnen. Das Arbeiterauskunftsbureau wurde im vergangenen Jahre von ausgeführt, hat das Landgericht dem Angeklagten den Schuß des 820 Berfonen gegen 716 im Jahre vorher aufgefucht, hiervon waren§ 193 versagt. Das Landgericht hat selbst festgestellt, daß der AnEine verdienstvolle und verhältnismäßig objektive Arbeit in bem Münchener 181 Besucher weiblichen Geschlechts. In den Nachbarorten wohnten geklagte von Bergarbeitern gebeten worden ist, ihre berechtigten fürzlich erschienenen Buche von Dr. Käthe Mende, 121 Perfonen. Die Auskünfte erstreckten sich auf Krankenversicherung jugendliche Ladnerinnen zu Hause und im Beruf", mit 72 Fällen, Unfall 69, Invaliditäts-, Alters- und Hinterbliebenen Interessen wahrzunehmen und daß der Angeklagte gehandelt hat liegt jegt vor. Beziehen sich die Angaben auch nur auf München, versicherung 68, Arbeits- und Dienstvertrag 121, Bürgerliches Necht in Wahrnehmung d'efer berechtigten Interess: dritter Personen, fo find die Verhältnisse in den übrigen Großstädten nicht viel anders, und in kleinen Orten sind sie womöglich noch trauriger. Die große 254, Strafrecht 80, Gemeinde- und Staatsangelegenheiten 151, mit deren Wahrnehmung er betraut gewesen ist. Diveries 84 Fälle, zusammen 899 Fälle gegen 754 im Jabre vorher. Verschiedenheit des Milieus, aus dem die Mädchen stammen, das Krank oder strafbar? Die Auskünfte erforderten die Anfertigung von 512 Schriftfäßen gering entwidelte Klassengefühl, die durch den Beruf gegebene Jiogegen 408 vorher. Von den männlichen Besuchern waren 541 gewerkAls einen Kleiterkünstler ersten Ranges, der mit einer fast nicht lierung von der großen Menge der Arbeitsgenossen, die Hoffnung, fchaftlich und 178 von diesen außerdem politisch organisiert. 98 glaublichen Verwegenheit Diebstähle ausgeführt hatte, bezeichnete den Beruf nur vorübergehend auszuüben, all das läßt den Organi sationsgedanken nur sehr schwer unter den Mädchen Verbreitung männliche Personen gehörten gar feiner Organisation an; es wurden biefe, wo es angebracht erschien, über den Wert der gewerkschaftlichen der Vorsitzende den erst vierzehnjährigen, jezigen Fürsorgezögling finden. Es zeigt sich die Erscheinung, daß die Lehrmädchen im Das Auskunftsbureau besteht jetzt seit sechs Baul M., gegen den gestern die als Jugendgerichtshof unter Borjit Handelsgewerbe immer stärker aus dem Proletariat, immer weniger Drganisation belehrt. Jahren. Die Auskunft erfolgt an jedermann ohne Rüdficht auf des Landgerichtsdirektors Sdmister tagende 7. Straffammer des aus den bürgerlichen Ständen sich refrutieren. Nur 1 Prozent der Organisationszugehörigkeit. Für die Anfertigung von Schriftsäzen| Landgerichts I zu verhandeln hatte. Mädchen hatte eine höhere Mädchenschule besucht, die übrigen stammten Potsdam. Aus der Frauenbewegung. " aus der Bolfsschule. Das Alter der Lehrmädchen schwankt zwischen I 12 und 19 Jahren. Immer zahlreicher werden die 13-14jährigen, immer feltener die 17-19jährigen Lehrmädchen. schnittlich " Aus aller Welt. Die wahren Bauernfreunde. Kleine Notizen. unglückten scheinen das Warnungssignal überhört zu haben. Auf dem Eise eingebrochen. In Karlstad( Schweden) brach am Sonnabendabend der sechsjährige Sohn eines FabrikEltern und der achtjährige Bruder. arbeiters auf dem Eise ein, ebenso die zu Hilfe geeilten tranfen; die Leichen wurden am Sonntagabend gefunden. Alle vier er Situngstage von Stadt- und Gemeindevertretungen. Neukölln. Donnerstag, den 16. Januar, nachmittags 5 Uhr, im Rat hause, Berliner Straße 63, neuer Sigungssaal. Tagesordnung u. a.: Ginführung der neugewählten Stadtverordneten. Wahl des Stadtverordneten vorstehers, seines Stellvertreters, des Schriftführers, seines Stellvertreters und zweier Beisiger. Kaltberge- Rüdersdorf. Dienstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr, im Köppenschen Saal. Spandau. Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, im Rathaus. Auf ber. zum 1. Januar 1914 von 48 auf 54. Tagesordnung steht u. a.: Vermehrung der Zahl der Stadtverordneten Adlershof. Donnerstag, den 16. Januar, abends 6, Uhr, im Gemeindeamt, Bismardstr, 1. Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ift be. rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Arbeiter Abstinentenbund. Detsgruppe Berlin W. Morgen Mittnoch, abends 8 Uhr: Versammlung im Boltshaus, Charlottenburg, die arbeitende Jugend über die Gefahren des Alkoholgenusjes aufklären?" Rosinenstr. 3. Bortrag des Genossen 2. Zampelburg über: Müssen wir Gäste willkommen. Briefkaften der Redaktion. Mysteriöser Tod einer Familie. Am Sonntagnachmittag wurder Im Vergleich mit den Ergebnissen anderer Umfragen der lezten in Heidenau bei Pirna der Briefträger Starte, feine junge Jahre ist die durchschnittliche Dauer der Lehrzeit in München Frau und seine Schwiegermutter tot, anscheinend Die Agrarier erzählen ihrem Kleinbäuerlichen Anhang unauf bergiftet, am Raffeetisch aufgefunden. Daneben lag relativ hoch. Bei zwei Dritteln der Mädchen betrug die am Anfang hörlich von der furchtbaren Gefahr, die dem Bauern von der auf im Bette das acht Wochen alte Kind der Starkeschen Eheleute lebend. festgefezte Lehrzeit zwei Jahre. Wie wenig praktische Bedeutung" Teilen" ausgehenden Sozialdemokratie drohe. Um so besser forgen Selbstmord ist nach Auffassung der Verwandten ausgeschlossen. die Festsetzung der Lehrzeit hat, beweist die Tatsache, daß bei June- die hohen Herren, die an der Spize jener Bewegung stehen und Die Staatsanwaltschaft hat sofort eine Untersuchung eingeleitet. haltung der Vereinbarungen von 316 Mädchen schon 287 im Alter von 16 Jahren und darunter, also im fortbildungsschulpflichtigen zumeist schon vor einigen Jahrhunderten ihre Teilung an dem Zum Banktrach in Mindelheim. Wie aus München gemeldet Alter, ausgelernt hätten. Doch äußerten die meisten Chefs, ein fort- Bauernlande vollzogen haben, für das Wohl des geliebten Bruder wird, sollen die Passiven des Bankiers Schellhorn über eine bildungsschulpflichtiges Mädchen fönne noch nicht Verkäuferin sein. Bauern. Ein kleines Beispiel von vielen erzählen die füdböhmischen unter der Selbstbezichtigung, ihm anvertraute Depositen Million Mart betragen. Bekanntlich hat sich Schellhorn Das Gehalt der sogenannten Lehrmädchen ist äußerst niedrig, es Waldviertler Nachrichten". Dort ist das riesige Gebiet des Grafen unterschlagen zu haben, der Polizei gestellt. wird nicht als Lohn für die Tätigkeit angesehen, sondern als Buquoi, dessen wildreiche Wälder die Gemeinde Buchers umTaschengeld. Das Durchschnittsgehalt betrug im ersten Jahre geben. Der Graf, der großer Jagdfreund ist, hatte lange das große fchlesien wurden zwei Stredenarbeiter Schwerer Betriebsunfall. Auf Bahnhof K and rzin in Obercinem 8,33. M., im zweiten 17,29 M. und im dritten 30,65 M. monat- Gebiet der Gemeinde zur Jagd gepachtet und zahlte dafür den Personenzug überfahren. Beide waren sofort tot. Die Berlich. Doch kommen auch höhere Gehälter vor, im ersten Jahre bis zu 30 M., im zweiten bis zu 35 M. und im dritten fürstlichen oder gräflichen Betrag von 60 Kronen im Jahre, Lehrjahre bis zu 55 M. Diese verhältnismäßig gutbezahlten einschließlich des Wildschadens, der weit über 1000 Stronen Stellen sind aber fast nur im Konsumverein anzutreffen, der ausmacht. Warum gab ihm denn die Gemeinde ihre Jagd so billig? gemäß dem mit dem Zentralverband der Handlungsgehilfen ge- So fragte sie auch und verpachtete, um den Wildschaden zu verfchloffenen Tarif Anfangsgehälter an Lehrmädchen zahlt, wie fie mindern, die Jagd an Gemeindemitglieder. Die Folge war das sonst nirgends vorkamen, wie Dr. Mende lobend hervorhebt. Die Verbot, aus den gräflichen Wäldern Holz an GemeindeGroß- und Mittelbetriebe zahlen im Durchschnitt höhere Gehälter angehörige zu vertausen. Das beffere Holz wurde nach als die Kleinbetriebe, in denen sich aber die meisten Verkäuferinnen auswärts verkauft, das geringere und die Abfälle, die für die aus Arbeiterkreisen finden, da die Kleinbetriebe gleich von Anfang der Lehrzeit an kleine Gehälter geben, dann aber sehr langsam auf Aermeren in Betracht kommen, wurden verbrannt. Lieber trug bessern. der Graf diese Kosten, als den widerspenstigen Bauern für Geld Holz Nach Abzug der Pausen betrug die Arbeitszeit durch abzulassen. Gäbe es nicht weiter entfernt andere Wälder, so wäre 10-11 Stunden. Aber auch Arbeitszeiten von die Gemeinde, die bei früherer Zeilung" allen Wald an die Herr11-12 Stunden famen reichlich, solche von 12-13 Stunden schaft hatte fallen sehen, erfroren. Da aber die anderen Forste weit immerhin noch öfter bor. Vereinzelt fanden sich dann entfernt find, auch eigene Leute als Abnehmer des Holzabfalls haben, noch 13--15stündige Arbeitszeiten. Zwei Drittel der Mädchen hatten wurden die Bauern von Puchers zahm. Sie gaben die Jagd wieder eine Arbeitszeit von 10-12 Stunden. Am schlechtesten waren die Mädchen daran mit freier Station. dem Grafen, der jetzt 80 Kronen zahlte und für den Wildschaden ein Da hier die Arbeitsbereitschaft während des Essens nicht unterbrochen wurde, so betrug die Arbeits- Holzstück überließ, das etwa 150 Str. jährlich abwarf. Da aber der zeit nie unter 12, meistens 13-15, ia in einigen Fällen bis Wildschaden immer weiter wuchs, verpachtete man die Jagd wieder 16 Stunden. Mit wachsender Größe des Betriebes sinft die Arbeits- an den Meistbietenden, einen Arzt, der 100 Kr. Pacht und 250 Kr. zeit. Die Mißstände der freien Station" zeigen sich nicht nur in für Wildschaden zahlt, also 120 Str. mehr als der reiche Graf. Und der langen Arbeitszeit, sondern auch in schlechten Wohn- und Kost- wieder gab dieser die Antwort: Holz und Streu, die für die verhältnissen. Ueberhaupt galt das Lehrmädchen mit freier Station Bauern lebensnotwendig sind, werden ihnen nicht mehr verkauft, vielfach als Hilfsdienstmädchen. Es mußte beim Kochen, Abwaschen, sondern verbrannt. Kann die Gemeinschädlichkeit des privaten Spülen helfen und hatte tagsüber nicht eine einzige freie Minute Großgrundbesizes deutlicher illustriert werden als durch diese für fich. Mehrmals berichteten Mädchen, daß sie noch nach zwei Jahren Schikane des jagdgierigen Müßiggängers gegen arbeitende und entDie jurift niemals zum vertaufen gekommen sind. Sie müssen den behrende Kleinbauern? Von der Bauernfreundlichkeit der Groß- Die juristische Sprechstunde findet 2indenstraße 69, vorn vier Treppent Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, Fußboden aufwischen und einölen, Defen heizen, Fenster pußen, die agrarier gar nicht zu reden. Die ist ja über allen Zweifel ervon 4 bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage älteren Verkäuferinnen bedienen, beim Auspacen des Waggons an haben. ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort der Bahn und der Kisten am Lager helfen, waren vom Laden in wird nicht erteilt. Anfragen, denen feine Abonnementsquittung beigefügt ist, den Keller transportieren. Dr. Mende erzählt, daß die Mädchen oft verden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. abends, vor Müdigkeit weinend, kaum noch das Essen einzunehmen In der Nacht zum Sonntag hat sich in Mezz ein schwerer 2. G. 30. 1. Nein. 2. Die Haushaltungsgegenstände verbleiben in imstande waren. Und auch zu Hause fanden viele der Mädchen Zusammenstoß zwischen einem Dragonerwachtmeister und Mitgliedern vollem Umfange dem Manne, der übrige Nachlaß zur Hälfte. Die andere nicht die nötige Ruhe und Sauberkeit. Einige lebten in geradezu eines Musikvereins zugetragen. Der Vizewachtmeister Naumann Hälfte fällt an die Eltern. Helene. Die Armenverwaltung fann die furchtbarem ohnungselend. Von den befragten Mädchen hatte seine Braut von der Bahn abgeholt und begleitete sie nach Zuvalidenrente beschlagnahmen. C. D. 1876. Nein. M. 29. 82. waren 32,2 Proz. ohne eigenes Bett, sie mußten es mit der Mutter Hause. Auf dem Wege wurde er von Mitgliedern des Musikvereins Heimatsbehörde. Geburtsurkunde. 2. Nein. 3. Geburtsurkunde und das AA. 1111. 1. Ehefähigkeitszeugnis der oder Geschwistern teilen. Das ist bezeichnend für die Armut der aRenaissance, die ein Fest gefeiert hatten, beläftigt. Der Wacht mit Rechtskraftattest versehene Scheidungsurteil. 4. Der Mietsvertrag Familien, aus denen die Verkäuferinnen stammen. Auf einen Haus- meister verbat sich das. Es kam zu einem Streit. Jm Verlaufe desselben behält seine Gültigkeit, falls der Verkauf freihändig erfolgt ist. halt fielen durchschnittlich 2,9 Räume, und ztvar versetzte einer aus der Gruppe dem Wachtmeister zwei Schläge walde 1000. Der Mietsvertrag fann vor Ablauf der im Vertrage fest ins Gesicht. Dieser zog blank und versette dem Angreifer gefesten Zeit nicht gelöst werden. Falls das Versprechen des Vorbesizers einen Hieb, der ihn schwer am Halse verlegte. Die nachweisbar ist, können Sie auf Erfüllung flagen." F. 5. 77. 1. Nach. Kameraden des Verlegten fielen nun über den Wachmeister her, dem das Amtsgericht von dem Ableben Stenntnis erhalten hat. 2. Soweit in unehelichen entriffen ihm die Waffe, hieben ihm damit mehrere Male auf den die Adressen dem Gericht bekannt find, erhalten die Erben Bescheid. Es ist Stopf, so daß er fchwer verletzt zu Boden fant. Besinnungslos das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblaffer verstorben ist. Sache der Erben, sich bei dem Amtsgericht zit melden. 3. Zuständig ist Aus dem ausführlichen Kapitel über die Wohnungen der Familien und mit schweren hieb und Stichwunden wurde der Falls der Antrag auf Erlaß des Zahlungsbefehls noch im vergangenen der jungen Verkäuferinnen ist klar zu ersehen, wie groß die Kluft Wachtmeister ins Lazarett gebracht. Unterwegs fielen die Angreifer Jahre bei Gericht eingegangen ist, so ist dadurch die Verjährungsfrist zwischen ihrem zu Hause" und ihrer Aabeitsstätte und deren nochmals über ihn her. Im Laufe des Sonntags wurden von der unterbrochen. Ist der Antrag aber erst in diesem Sabre gestellt, so fann Publikum ist. Die Mängel der Lehre können nach Dr. Mendes Polizei sechs Teilnehmer an dem lleberfall festgenommen. Verjährung eingewendet werden. M. W. 10. Ist noch unentschieden. Ansicht nur durch Zwangsfachschulen behoben werden. Mindestens Paul 13. Ihre Angaben reichen nicht aus, fommen Sie in die Sprech ebenso notwendig ist die Busammenfassung der Verkäuferinnen Schneesturm in England. stunde. Mr. 6.50. 1. Der Lieferant hat einen Zahlungsanspruch. in einer guten Organisation, die das Gefühl der Jufolge eines fürchterlichen Schneeſturmes in Schottland In der Regel wird die Rente für die Zeit nach der Entlassung aus der 2. Ja. Da der Stutscher als Zeuge in Frage fame. Glöde Lichtenberg. Zusammengehörigkeit unter den Berufsgenossinnen anbahnt und für angemessene Bezahlung und Arbeitszeit fsorgt. Wo die Verfasserin sowie in Nord- und Mittelengland find alle telegraphischen Anstalt an den Rentenempfänger bezw. seinen gesetzlichen Vertreter ans die gewerkschaftliche Organisation der Verkäuferinnen den und telephonischen Verbindungen unterbrochen. Zahlreiche auf der gezahlt. Stellen Sie einen dahingehenden Antrag bei der Armenverwal Zentralverband der Handlungsgehilfen und Ge- Landstraße vom Schneegestöber überraschte Personen zweifellos, falls nicht anderes vereinbart ist. fung. 2. F. Maresch. 11. E. Ja. Bei den jüdischen Feiertagen hilfinnen erwähnt, da wird sein Einfluß lobend anerkannt. find erfroren. An der Nord- und Ostküste haben sich viele Kostenzahlung verurteilt sind und der Anwalt seine Kosten hat sesisezen E. 7. Falls Sie zur Nach den Verträgen des Zentralverbandes mit einigen Warenhäusern Schiffbrüche ereignet und eine Fülle von Schiffstrümmern find lassen, fann die Vollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher erfolgen. in München muß ein Teil des Personals in den stillen Sommer- ans Ufer gespült worden. Mehrere Eisenbahnzüge sind in der Nähe.. 56. Selbst wenn im Urteil das Cheverbot nicht ausgesprochen ist, monaten abwechselnd um 7, in einem Betrieb um 17 Uhr entlassen von Burnley eingeschneit, und konnten diefelben trotz der bei dem Landgericht, welches die Che geschieden hat, ein Antrag wegen Be so gilt es dennoch, wenn die Ehe wegen Ehebruch geschieden ist. Es fann werden. Die Ueberstunden der Lehrmädchen werden fast nie bezahlt - abgesehen von einem Kaufhaus, das laut Vertrag mit dem Zentral- fofort aufgenommenen Versuche, die Gleise freizuschaufeln, nicht freiung vom Gheverbot gestellt werden. A. P. 24/25. 1. Läßt sich mnr berband pro lleberstunde 60 Pf. zu zahlen verpflichtet ist. Die meisten weiter verfehren.. In Lowestoft sind mehrere Häuser vom Sturm fagen, wenn die genaue Anzahl der Marken bekannt ist. 2. Nein. 3. Zahlungsunfähigkeit könnte eintreten.$. R. 100. Ja. S. Mein taufmännischen Vereine find gegen die Aufstellung von Tarifen. Der zerstört worden. Baruth 1885. 1. und 2. Die Abfahrtzeiten erfahren Sie im Bureau Zentralverband tritt für Verträge ein und hat auch solche in München des Norddeutschen Lloyd, Unter den Linden 5. 3. Sie werden die Adresse mehrmals abgeschlossen. Bei Dr. Mendes Erhebung gehörten nur 3 Lehrmädchen einem Fachverein an, alle 3 dem Zentralverband. von Birmingham ein von Leicester kommender Schnellzug für berechtigt, empfehlen aber Rücksprache mit dem Rektor. Infolge dichten Nebels ist am Montagnachmittag in der Nähe nicht richtig schreiben. Johannisburg 2. Zentrale für Auswanderer, Berlin NW., Starlsbad 9/10. 5. B. 80. Syre Bedenken halten wir Im Jahre 1910 zählte der Zentralverband in München 513 Ber- mit einem Personenzug, der von Walsall fam, zusammen Heroldsamt, Wilhelmstr. 73. Wappen. fäuferinnen, das waren neun Zehntel der überhaupt in München Zwei Genossen. Ohne Angabe, welcher organisierten Verkäuferinnen. Mögen die Mitglieder für eine Ver- gestoßen. Zwei Wagen des Personenzuges wurden voII- Streis gemeint ist, kann die Frage nicht beantwortet werden. 8. 29. stärfung der Organisation sorgen. Das ist das beste Mittel der ständig ineinander geschoben. Die Maschine des Schnell- Geschäftsstelle: Otto Wölte, Brunnenſtr. 84. 2. B. 3. Fehlendes Ausbeutung der Rehimädchen und späteren Verkäuferinnen entgegen zuges entgleiste. 3wei Personen wurden getötet, Duedfiber läßt sich nicht ersetzen. Ein neuer Belag burch einen Fach5. S. Borsichtiges Einreiben mit grauer Salbe. Die zuarbeiten. bierzig verlegt. Achilla. Vasallenstaat der Türkei. in bürgerlichen Familien mit Bater in Arbeiters in ehelichen 4,00 Räume " 3 • 2,95 Räume " ohne Bater " • 2,16 Räume 2,10 Räume Blutige Schlägerei in Met. * Ja. mann. Petrus 13. Ja. Seleider start crhiken. Luden21.30. .gr. Stiller 1867 Der Inventur- Verkauf der alten Stiller- Firma beginnt am Freitag den 17. 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