Nr. 13. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis bränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 30. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Big., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgebrudte Worte), jebes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Die Präsidenten der Republik. Donnerstag, den 16. Januar 1913. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Fallières 418, Doumer 191 und andere Kandidaten Streikposten, sondern durch andere Personen erfolge die Be im ganzen 42 Stimmen bekamen. In der Nationalversamm lästigung der Arbeitswilligen; helfen könne nur eine lung fiegte Fallières mit 449 gegen den von den gemäßigten systematische Aenderung aller in Betracht und antirepublikanischen Parteien unterstützten Doumer, der kommenden geseglichen Bestimmungen, vor Der Präsident, den die Nationalversammlung am 17. Ja- 371 Stimmen aufbrachte. allen der über Nötigung, Beleidigung und Bedrohung. Herr nuar wählen wird, wird der neunte seit der Gründung der Wie man sieht, ist bei den meisten Präsidentenwahlen Delbrück gab dann noch den Arbeitern den Rat, sich bei Dritten Republik sein. Anläßlich der Wahl scheint es von der Kampf zwischen wenigen, nach ihrer Parteistellung ziemlich Streits so einzurichten, daß kein Anlaß zu Klagen über Be Interesse, einen turzen Rückblick auf die bisherigen Präsidenten scharf charakteristischen Kandidaten ausgefochten worden. lästigung Arbeitswilliger gegeben werde, was bei der wunderund die Umstände, unter denen sie gewählt wurden, zu werfen. Diesmal sind bis jetzt schon fünf Kandidaten: Poin baren Disziplin der sozialdemokratischen Arbeiterschaft ja Poin- baren Die ersten zwei Präsidenten, Thiers und Mac Macaré, Ribot, Deschanel, Dubost und Pams vor nicht so schwer sein könne. Auf sozialpolitischem hon sind nicht von einem Stongreß, sondern direkt von der getreten. Man muß auf das Jahr 1887 zurückgehen, um Gebiet sei in den letzten Jahren so viel geschehen, daß eine gesetzgebenden Versammlung gewählt worden. Thiers wurde einen ähnlichen Wettbewerb und eine ähnliche Verwirrung zu Ruhepause am Blaze sei. Ein mit öliger Beredsamkeit von der Nationalversammlung in Bordeaux am 17. Februar finden. vorgetragenes Loblied auf die der Initiative der Reichs1871 gewählt, bier Lage Die Vorabstimmung. nach der Demission der regierung zu dankende Sozialgeseggebung bildete den Schluß „ Regierung der nationalen Verteidigung", die die in der Paris, 15. Januar. Die Vollversammlung der der Rede des Staatssekretärs für die deutsche RegierungsEröffnungssigung überreicht und angenommen worden war. Republikaner trat heute nachmittag im Palais de Luxembourg fozialpolitik. Die Wahl erfolgte beinahe einstimmig. Der Titel Thiers' war zusammen, um den Kandidaten für die Präsidentschaft Herr Delbrück ist sicher ein fähiger Mann, und heute zunächst" Chef der exekutiven Gewalt" der Republik. Den Titel„ Präsident" bekam er von der inzwischen nach Versailles der Republik zu bestimmen. 748 Parlamentarier hatten Einladungen hat er aufs neue bewiesen, daß er zu allem fähig ist. Titel„ Präsident" bekam er von der inzwischen nach Versailles Inhalt, so ist es dieser: Thr, meine Herren Konservativen, übergefiedelten Nationalversammlung am 30. August desselben erhalten. Bei der Abstimmung fielen von 633 abgegebenen Stimmen Reduziert man die langen Darlegungen auf den eigentlichen Jahres. Das reaktionäre Parlament ehrte in ihm den Besieger 180 auf Poincaré, 174 auf den Aderbauminiſter Bams. fönnt mir ruhig Eure hohe Gunst auch fernerhin erhalten; 107 auf den Senatspräsidenten Dubost, 83 auf den Kammer- Ihr dürft Euch auf mich verlassen. Aber Ihr müßt mir der Kommune. " Verzichtleistungen. Im Mai 1873 gelang es den geeinigten Legitimisten und präsidenten Deschanel und 52 auf i bot. Bonapartisten Thiers zu stürzen und ihren Kandidaten Marschall Mac Mahon in der Nationalversammlung mit Paris, 15. Januar. Senatspräsident Dubost hat zugunsten 390 Stimmen durchzubringen. Es begann das Regime der moralischen Ordnung" so genannt nach einer Bendung in des Aderbauministers Bams auf die Kandidatur zur Präsident der Botschaft des neuen Präsidenten. Die Senatswahlen bom schaft verzichtet. Kammerpräsident Deschanel hat bedingungs5. Januar 1879 brachten den Republikanern einen ent- los verzichtet. Ribot fandidiert nicht für den zweiten Wahlgang, scheidenden Sieg, der Mac Mahon veranlaßte, am 30. Ja behält sich jedoch die Freiheit seiner Entschließungen vor. nuar den Präsidenten der beiden Kammern seine Demission Ministerpräsident Poincaré erklärte in einem Interview, zu überreichen. Noch an demselben Abend versammelte sicher werde auf alle Fälle für die Präsidentschaft nach den nunmehr gültigen Verfassungsbestimmungen von kandidieren. 1875 der Kongreß und wählte den republikanischen Kandidaten Jules Gréby mit 563 Stimmen gegen 99, die Chanzy, auch das Vertrauen schenken, daß ich Eure Geschäfte besser besorgen kann, als Ihr es in Eurer Taprigkeit haben wollt. So gerade, wie Ihr meint, geht es nicht. Für ein offenes Ausnahmegesetz fann im Reichstag des gleichen Wahlrechts feine andere Partei so leicht stimmen, auch nicht das Zentrum, Euere treuen Verbündeten. Aber was Ihr wollt, das werden wir Euch leisten, sobald erst das Strafgesetz drankommt. In den Formen des gemeinen Rechts läßt sich die Gemeinheit des Ausnahmerechts biel leichter verwirklichen. Und dann ist Euch und uns auch das Zentrum sicher. Umsonst hat doch Herr JrI nicht so beweglich über den Terrorismus der Arbeiter geflagt wie nur irgendein Scharfmacher. Und die National. liberalen werden dann, wenn die Regierung selbst ihnen Aber begnügt Euch für den Moment mit dem Erreichbaren die 2000 Anklagen im Ruhrrevier sind ja auch nicht ohne und wartet mit mir auf bessere Zeiten. auf den Kandidaten der Monarchisten, General Gran 3 Die Regierung und das Koalitionsrecht. Die Notwendigkeit klar macht, auch keine Spielverderber fein. Teuer Aufichub. entfielen. Nach Ablauf seines Septennats wurde Grévy am 28. Dezember 1885 im ersten Wahlgange mit 457 von 567 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Damals trat zum ersten Der gestern im Reichstag vom Grafen von Westarp Male ein Kandidat der Radikalen, Henry Brisson, auf, unternommene Vorstoß der Scharfmacher wurde heute durch der 68 Stimmen erhielt. den Freikonservativen von Gamp fortgesezt. Eindringlich Nachdem sich so Herr Delbrück, der Held der Mächtigen, Grévy mußte frühzeitig- am 1. Dezember 1887- redete er der Fortschrittlichen Volkspartei zu, sich doch der empfohlen hatte, sprachen noch für die Fortschrittspartei unter dem Eindruck des von seinem Schwiegersohn Wilson von Industrie, Handwerk und Handel erhobenen Forderung Dr. Doormann, der dem Wachstum und dem Ausbau betriebenen Drdensschachers zurücktreten. Die Republikaner nach besserem Schuß der Arbeitswilligen nicht zu verschließen. der freien Gewerkschaften eine uneingeschränkte Anerkennung beriefen zum erstenmal, um gegen eine Ueberrumpelung der Den Staatssekretär bat er, einen Weg zu finden, der es auch zollte, und der Antisemit Werner, der feine bekannten damals noch immer 240 Mann starten Rechtsparteien sicher der Fortschrittlichen Volkspartei nicht zu schwer mache, zu antisemitischen Tiraden hinausschmetterte und unter Mißzu sein, eine vorbereitende Versammlung ein, die im ersten folgen. Herr rl, der Zentrumsredner, sekundierte Handlung der deutschen Sprache ein Reichsamt für die deutsche Wahlgang 200 Stimmen auf Jules Ferry, 192 auf ihm und erklärte, er habe im vorigen Jahre für die besseren Sprache forderte. Freycinet, 81 auf Brisson und 69 auf Sadi Schutz der Arbeitswilligen fordernde Resolution gestimmt Carnot vereinigte. Die Gegner Ferrys beschlossen darauf, und werde dies heuer wieder tun. Mit dem Schlagwort Freycinet fallen zu lassen und für Carnot einzutreten. vom Buchthausgesek würden die Arbeiter irregeführt. In der Nationalversammlung erhielt dieser im ersten Wahl- Der Lothringische Abgeordnete Abbé Wetter16) gang 303, Jules Ferry 212, General Saussier 148, foll in Vorträgen, die er in Frankreich hielt, der Rückgabe Freycinet 76, General Appert 72, Brisson 26 Stimmen. Vor Elsaß- Lothringens an Frankreich das Wort geredet haben, dem zweiten Wahlgang trat Ferry, dessen Wahl in Paris eine dies gab Herrn von Gamp nicht nur Anlaß zu patriotischer schaftertonferenz statt, in der der Text der KollektivDie Note soll jetzt eine mildere revolutionäre Bewegung hervorzurufen drohte, zugunsten Entrüstung, sondern auch zur Entladung seines Grolles gegen note festgesetzt worden ist. Carnots zurück, der dann mit 616 gegen 188 Stimmen die ihm viel zu freiheitliche elsaß- lothringische Verfassung. Fassung erhalten haben, wodurch der Pforte ein EntgegenSausfiers gewählt wurde. Bissig fragte er, ob ihre Väter innerhalb der Regierung über tommen erleichtert werden soll. Eine Drohung enthält die Am 24. Juni 1894 wurde Carnot in Lyon von dem diesen Akt der Dankbarkeit für dieselbe nicht erfreut seien. Note nicht und die deutsche Regterung läßt in der Köln. italienischen Anarchisten Caserio ermordet. Drei Tage später Staatssekretär Delbrüd sah ihn ob dieser Frage ganz Beitung" offiziös erklären, daß der Dreibund sich an einer trat der Stongreß zusammen. Die vorbereitende Versammlung berdukt an. Mit Recht frug der Redner der Fortschrittlichen eventuellen Flottenlundgebung vor Konstantinopel nicht beder Republikaner scheiterte. Der Kampf spielte sich diesmal Volkspartei, Dr. Doormann, Herrn von Gamp, was und in der weiteren Folge nicht mehr zivischen den Republikanern denn eigentlich die Reden des Herrn Abbé Wetterle mit der teiligen würde. und den Monarchisten, sondern zwischen den gemäßigten und elsaß- lothringischen Verfassung zu tun hätten? Herr Irl den radikalen Republikanern ab. Als Kandidat der Ordnungs- beeilte sich zu erklären, daß Herr Wetterlé dem Zentrum, ab, über deren Ergebnis telegraphiert wird: parteien drang Casimir Perier mit 451 Stimmen durch. das seine Reden mißbillige, nicht angehöre. Brisson brachte 195, Dupuy 97, General Février 59, Emanuel Arago 27 Stimmen auf. Die von Gewerkschaften und Genossenschaften geschaffene Volksversicherung macht Herrn von Gamp große Sorgen. Er erblickt in ihr eine große Gefahr für die bürgerliche Gesellschaft, sieht sehr schwarz in die Zukunft und ersucht die Regierung, doch ja auf diese Gründung ein wachsames Auge zu haben. Der einzige Lichtblick, der sein von banger Sorge umdüstertes Gemüt erhellt, ist die Hoffnung, daß die Volks. versicherung dazu dienen werde, die bürgerlichen Parteien zusammenhängen dürften. aufzurütteln. In London fand Mittwoch eine neue Sigung der Bot. Auch die Baltanbelegierten hielten eine Sigung London, 15. Januar. Die Delegierten der Ver. bündeten sind um 1 Uhr nachmittags zu einer Beratung zusammengetreten. Die Versammlung hat beschlossen, die Antwort der Pforte auf die Note der Mächte abzuwarten, bevor sie einen neuen Schritt unternimmt. Der englische Sekretär Norman war in der Versammlung anwesend, da einige Protokolle der Friedensfonferenz unterzeichnet werden mußten. Nach der Versammlung herrschte lebhafte Bewegung unter den Delegierten, die darauf mehrere Botschaften besuchten. Cafimir- Berier trat schon am 15. Januar 1895 zurück, unter Umständen, die noch nicht ganz flar geworden sind und die sowohl mit Vorgängen im Innern besonders den erfolgreichen Attacken der sozialistischen Opposition wie mit einer plöglichen Krise in den auswärtigen Beziehungen-die Dreyfusaffäre war in Vorbereitung und Diebstähle von diplo matischen Akten in Blüte Die Neuwahl wurde am 17. Januar vorgenommen. Die Der Mittelpunkt der heutigen Verhandlungen war die Radikalen hatten den kurz vorher zum Kammerpräsidenten Nede des Staatssekretärs Delbrück. Zunächst, so erklärte schub und damit einen Zeitgewinn für die Vermittelungsgewählten Brisson aufgestellt, die Gemäßigten stimmten er, wolle er sich zur Frage des Koalitionsrechts äußern, die tätigkeit. Auf der anderen Seite hat die Pforte von der teils für Felix Faure, teils für Waldeck- Rousseau. aus einem Komplex sozialpolitischer Fragen herausgerissen Einberufung des Großen Rates Abstand genommen. Da Diese drei Kandidaten erhielten 338, 244, 184 Stimmen. und eingehender erörtert worden sei. Einen großen Teil Dieser Beschluß bedeutet auf jeden Fall einen neuen AufBalded- Rousseau trat zugunsten Faures zurück, der dann seiner Ausführungen verwandte Herr Delbrück auf den Ver- dieser eher für als gegen den Krieg votiert hätte, kann man im zweiten Wahlgang mit 430 gegen 361 Stimmen Briffons such, nachzuweisen, seine Rede vom 10. Dezember sei vielfach auch in diesem Beschluß ein günstiges Symptom erblicken. durchdrang. Der eitle Barvenu Faure wurde der Präsident mißdeutet worden. Nicht eine Verneinung des Koalitions. Die Haltung der Türkei. des Zarenklimbims, der flerifalen Armeeclique und der Klein- rechts sei der Sinn seiner Ausführungen gewesen, sondern die bürgerreaktion. Er starb, gerade als die Dreyfuskrise ihren Festlegung der Grenzen von Roalitions- und Vereinsrecht. Konstantinopel, 15. Januar. Gestern fand ein außer Höhepunkt erreicht hatte, am 16. Februar 1899 bei einem Wie diese Grundsäße angewendet würden, sei Sache der ordentlicher Ministerrat statt, in welchem die Erzeß seiner Greifenlüsternheit eines plötzlichen Todes. Die Ressortchefs. Er habe keinen Anlaß, an seiner Rede vom Haltung, die die Pforte nach dem bevorstehenden Schritt Ersatzwahl wurde unter dem Gesichtspunkt: für und gegen 10. Dezember etwas zu ändern. Das gleiche gelte für seine der Mächte beobachten solle, sowie auch die innere die Revision" des Prozesses gegen Dreyfus vorgenommen. über die Enzyklika gemachten Ausführungen. Die Regierung 2 age besprochen wurden. Die Regierung hat Maßregeln Die Antirevisionisten stimmten für Méline, der aller habe in dem Gewerkschaftsstreit bei der römischen Kurie zu- getroffen, um jeder Volkskundgebung vorzubeugen, sowie das dings die Kandidatur nicht formell angenommen hatte, gunsten der christlichen Gewerkschaften eingegriffen, und Ministerium des Innern zu ermächtigen, gegen die Jungdie Revisionisten für Loubet. Dieser wurde mit 483 zwar vor dem Erscheinen der Enzyklika. Dann mühte fich türken streng vorzugehen und eventuell die Komiteeführer 274 Stimmen Mélines und 50 zersplitterte Herr Delbrück ab, darzulegen, die fortgesetzten Forde aus Konstantinopel auszuweisen. Die Eingänge zu den Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Loubet hat sein Sep- rungen auf befieren Schuß der Arbeits- Wandelgängen der Pforte waren heute von etwa 300 Polizeitennat bollendet, ebenso fein Nachfolger Fallières, der willigen hätten eine berechtigte Grundlage. beamten besetzt. am 17. Januar 1906 gewählt wurde. Vorher hatten die Mit einem Verbot des Streitposten stehens sei Der rumänische Ackerbauminister Filipesco hat die gegen Linksrepublikaner eine Volksversammlung abgehalten, in der der erstrebte Sweck aber nicht zu erreichen. Nicht nur durch Heimreise angetreten. Meuterei türkischer Truppen. Mitteilung der Tagesordnung lege und bestimmt erwarte, daß ihre Konstantinopel, 14. Januar. Wie verlautet, wurde unter Anweisungen von den Vorständen beachtet werden. den kurdischen Truppen, die in der bei dem asiatischen wohl seiner" Arbeiter und Angestellten erstrect sich noch viel weiter. Doch die väterlichen Sorgen des Herrn v. Breitenbach für das Bororte Stutari gelegenen Kaserne Selimich garnisonieren, Da er, wohlwollend wie er ist, gar gerne verhüten möchte, daß ein meuterische Bewegung entdeckt. Die Truppen die Eisenbahnbeamten nicht zu sehr angestrengt werden, hat er sollen ihre sofortige Entsendung auf den Kriegsschauplatz und die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten verlangt haben. folgende Mahnung erlassen: Der Sultan entsandte seinen ersten Adjutanten, der den Truppen die Grüße des Sultans überbrachte und ihnen zugleich versicherte, daß ihre Ergebenheit in der Krisis, die das Land gegenwärtig durchmachte, den Sultan tief rühre. Der Botschaft des Sultans, welche tiefen Eindruck auf die Truppen machte, gelang es, sie zu beschwichtigen. Einem Gerücht zufolge wurden einige Rädelsführer verhaftet. Die finanziellen Schwierigkeiten der Regierung dauern fort. Die Dezembergehälter sind den Beamten noch nicht ausbezahlt worden. Die Lage in Adrianopel. Konstantinopel, 15. Januar. Das Kriegsministerium beröffent licht ein Telegramm des Kommandanten von Adrianopel vom 13. Januar, welches besagt: Die Familien aller Offiziere sind am Leben, das Gehalt wird bezahlt und Lebensmittelrationen werden verteilt. Politische Ueberlicht. Berlin, den 15. Januar 1913. Haltlose Ausreden. hielt, arteten in Radaubersammlungen aus; einige wurden sogar polizeilich aufgelöst, während die Versammlungen, die der alte Ber rein fatholischen Bergmannsdörfern fanden überfüllte Versammlungen band abhielt, glänzend verliefen und gut besucht waren. Selbst in des alten Verbandes statt und alle Versuche einzelner Fanatiker, die Leute gegen die„ Sozialdemokraten" aufzuhetzen, blieben erfolglos. Wenn in den christlichen Versammlungen die Redner von Erfolgen Die Uebernahme von Aemtern im Aufsichtsrat oder Vorstand der Bewegung sprachen, oder die Notwendigkeit des Waffenstillvon Konsumbereinen durch Beamte der Staatseisenbahnverwaltung standes erklären wollten, erhob sich allgemeine Heiterkeit. Der ist in allen Fällen von der vorherigen Genehmigung der vor- alte Verband hat nach der Bewegung über 30 Versammlungen abgegesezten Behörde abhängig zu machen und Genehmigung nur halten, die, obgleich die„ Saarpost" die Bergleute vor dem Besuch dann zu erteilen, wenn für den Konsumverein ein unabweisbares Bedürfnis besteht und die dienstliche Tätigkeit des Beamten nicht warnte und mehrere Geistliche von der Kanzel herunter den Besuch darunter leidet. Beamte, welche vermöge ihrer Tätigkeit Waren- ausdrücklich verboten hatten, riesig besucht waren. bezugsquellen erfahren können, sind völlig ausgeschlossen. Jetzt kommt man auch hinter verschiedene Schliche der christlichen Auch soll unter feinen Umständen den Beamten mit Rücksicht auf Führer. Ein christlicher Konferenz- Delegierter wollte in einer Bersolche Nebenämter eine Einschränkung der dienstlichen Aufgaben zu fammlung den Streikabbruchsbeschluß damit rechtfertigen, daß er ergestanden werden. Eine Begünstigung der Konsumvereine, ins flärte, man hätte doch mit 6000 Organisierten feinen erfolgreichen Besondere hinsichtlich der Behandlung eingehender Güter usw., ist Streit unternehmen können. Noch nach dem 15. Dezember teilte die grundsätzlich auszuschließen. Endlich ist das Aushändigen von Bentrumspresse mit, daß mehr als 35 000 Saarbergleute sich durch Warenangeboten in Diensträumen unzulässig. Unterschrift mit dem Vorgehen des Gewerkvereins einverstanden erflärt hatten und daß sich jeden Tag Hunderte, ja Tausende zur Neuaufnahme meldeten, sodaß, wenn die Zentrumspresse die Wahrheit geschrieben hatte, am Monatsschluß mindestens 49 000 Mann hinter dem Gewerkverein stehen mußten. Was ist nun die Wahrheit bei diesen unterschiedlichen Angaben? ,, Wenn's nur losginge!" Auf dem Reichskommers des antisemitischen Vereins deutscher Studenten, der am Dienstag in Berlin stattfand, hielt zunächst der Reichsverbandsgeneral v. Liebert eine imperialistische Rede; dann folgte der Generalfeldmarschall v. d. Golz, der seine Rede nach einem Hinweis auf die Kriegsbereitschaft Deutschlands in den Stoßseufzer zusammenfaßte: Wenn's nur losginge". Unpolitische Kriegervereine? Der Militärverein in Themar( Sachfen- Meiningen) sandte an einen ihm als Mitglied angehörenden Arbeiter, der es wagte, sich gewerkschaftlich zu organisieren, folgendes Schreiben: Hätte ein französischer General eine ähnliche Rede gehalten, dann würde die gesamte nationalistische Presse in Deutschland Beter und Mordio schreien. Es ist dringend notwendig, daß der Kriegsminister eine Generale anweist, in ihren öffentlichen Aeußerungen sich eine größere Reserve aufzuerlegen. Das ist doppelt notwendig in einer Beit wie der gegenwärtigen, wo es ohnedies an Zündstoff nichttische Gesinnung" zu zeigen, sondern man verwehrt es ihm auch, Spiritus- Produktion und Verbrauch. 1911 Die Organe der Regierung schweigen nach wie vor über die Wehrvorlage, die von der" Post" angekündigt wurde. Nur in der halboffiziösen Presse wird mit einem großen Auf wand von Worten eine Art Beschwichtigungsmanöver versucht. mangelt. So meldet die Kölnische 3tg." aus Berlin vom 15. Januar: Was von den Phantasien über den Inhalt einer bevorstehenden Militärvorlage zu halten sei, haben wir bereits am 8. d. Mts. Die Spiritus- Statistik für Oktober bis Dezember 1912 zeigt die auseinandergesetzt. Inzwischen werden die völlig in der Luft erfreuliche Tatsache, daß zwar die Erzeugung gegen das Vorjahr schwebenden Mutmaßungen in einer Weise fortgesetzt, die denen erheblich zugenommen hat, der Verbrauch aber wieder gesunken ist. nicht gleichgültig sein kann, denen es nicht einerlei ist, was man Es betrug in der Welt über unsere Heeresarbeit denkt. Darum sei wiederim Dezember Dftober/ Dezember holt, daß alle jene Auslaffungen teine feste Grundlage haben und feine haben können, am wenigsten die gestrige Meldung der „ Täglichen Rundschau", die sogar schon eine Zahl aus der Summe der Kostenforderungen zu nennen wußte. Das alles beruht nur auf Vermutung und sollte auch so aufgenommen werden. Angesichts dessen, daß manche Aeußerungen über etwaige Heeresverbesserungen mißdeutet werden können, zumal sie in dem bekannten Ton vorgetragen werden, den manche Leute dabei anzuschlagen für zweckmäßig halten, möchten wir zitieren, was der gewiß zu einem Urteil berufene Feldmarichall von der Golz gestern abend hier auf dem Reichskommers des Vereins deutscher Studenten gesagt hat, nämlich, daß unsere Wehrmacht zu Wasser und zu Lande vollstes Vertrauen verdiene, denn es den Schnaps! werde in ihr jene tüchtige, nie ermüdende Arbeit geleistet, ohne die auch der genialste Gedanke unfruchtbar bleibe. Ein nichtssagenderes Gerede kann man sich kaum denken. Gerade die Phrase vom„ Vertrauen auf unsere Wehrmacht" wird binnen kurzem dazu herhalten müssen, alle die Forde rungen, die von der" Post" formuliert wurden, tatsächlich einzubringen und zu begründen. Gerade die bestellte Beschwichtigungsarbeit der Offiziösen bestätigt, daß neue große Aufwendungen für den Militarismus beabsichtigt sind. Wenn es sich nur um Phantasien" handelt, warum, erklärt da die „ Nordd. Allgem." 8tg." nicht flipp und klar, daß in absehbarer Zeit eine neue große Wehrvorlage nicht zu erwarten sei? Der Anschluß nach rechts. Daß ein großer Teil der Fortschrittlichen Volkspartei nicht die geringste Neigung verspürt, bei den bevorstehenden preußischen Landtagswahlen mit der Sozialdemokratie zusammenzugehen und zusammenzufämpfen, beſtätigt ganz offenherzig das Hauptorgan der ostpreußischen Fortschrittler, die " Hartungsche Zeitung" in Nr. 21, indem sie schreibt: demokraten nicht einfach Vereinbarungen mit Produktion. rintverbrauch 1912 1911 1912 Heftoliter 579 348 172 658 477 701 184 229 131094 Heftoliter 1 245 249 936 816 504 940 523 343 454 465 364 041 1 077 5 019 Gewerblicher Verbrauch. 152 752 Export 430 1802 Produktion und gewerblicher Verbrauch haben die normale Höhe wieder erreicht, nachdem die Kartoffelmißernte im Jahre 1911 beide wesentlich eingeschränkt hatte. Der Trinkverbrauch ist trotzdem nicht unerheblich zurückgegangen. Die Arbeiterschaft darf in diesem Kampf gegen den Junkerfufel nicht müde werden. Arbeiter, meidet " Ihnen zur Mitteilung, daß Sie laut Versammlungsbeschluß bom 5. Januar 1913 wegen sozialdemokratischer Umtriebe"( 1) aus dem Militärverein Themar ausgeschlossen worden sind." Wer also einem Kriegerverein angehört, hat nicht nur„ patriofich einer Gewerkschaft anzuschließen, die für eine materielle Ver befferung seiner Lebenslage eintritt. Es gibt für einen lassenbewußten Arbeiter nur eine Parole: heraus aus dem Kriegerverein!" Soldatenmißhandlung im Interesse der Wissenschaft. Vor dem Oberkriegsgericht in Kiel kam dieser Tage ein Prozeß zum Abschluß, der eines gewissen öffentlichen Interesses nicht entbehrt. Auf dem kleinen Kreuzer Dresden" war am vormittag des 31. August Schwimmunterricht. Ein Minenheizer war wasserscheu und wollte nicht ins Wasser gehen. Der Marinestabsarzt Dr. Bengsch hatte den Wasserscheuen für schwimmtauglich ertlärt und wohnte nun der Schwimmübung bei. Als der Heizer ins Wasser sollte, flammerte er sich an allen möglichen Gegenständen test und war nicht ins Wasser hineinzubekommen. Der Stabsarzt hat dann den Heizer mit den Füßen auf die Finger getreten, ihn den Kopf nach hinten gebogen und ihn auch mit einer Bambusstange auf die Finger geschlagen, damit er die Hände loslassen und ins Wasser kommen sollte. Der Arzt hat dann weiter Mannschaften der Besatzung veranlaßt, dem Heizer eine Bütte Waſſer über den Kopf zu gießen, schließlich auch noch dazu, ihn aus einem Feuerlöschschlauch mit Wasser zu besprißen. Als auch das nichts Die Landwirtschaftskammern machen mobil. nuzte, befahl der Arzt den Mannschaften, das Fallreep, an dem der Heizer sich hielt, loszubinden, damit er ins Wasser falle. Das Die außerordentliche Höhe der Vieh- und Fleischpreise hat im Fallreep wurde auch losgebunden, der Heizer aber hielt sich krampfvergangenen Herbst selbst unserer agrarischen Regierung einige ganz haft an einem Steigeisen fest. In dieser Lage ließ man ihn so geringe und vorübergehende Zugeständnisse zur Erleichterung der lange hängen, bis er schlapp war, dann holte man ihn wieder herFleischeinfuhr abgenötigt. Aber selbst diese geringfügigen Aus- auf. Gegen den Marinestabsarzt Dr. Bengsch wurde Anklage ernahmen haben die Agrarier in die fürchterlichste Aufregung versetzt. hoben. Vor dem Kriegsgericht der I. Marineinspektion berief sich Denn gibt die Regierung zu, daß die deutsche Landwirtschaft nicht der Angeklagte darauf, daß er im Intereſſe des Dienstes gehandelt in der Lage ist, den ständig wachsenden Verbrauch an Fleisch allein Das Kriegsgericht sprach den Angeklagten frei. Er sei in seinen habe, er habe dem Angeklagten die Wasserscheu austreiben wollen. zu decken, so unterstützt sie mittelbar selbst die Forderung auf Ein Handlungen gegen den Heizer nicht zu weit gegangen und habe fuhr überseeischen Fleisches. Die Landwirtschaftskammer für die im Interesse des Dienstes und der Wissenschaft Provinz Posen hat sich daher das Schreiben liegt uns vor in gehandelt. Das Oberkriegsgericht hob jedoch das erstinstanzeinem Noischrei an die Landwirte ihres Bezirkes gewandt mit der liche Urteil auf. Es verurteilte den Stabsarzt zu einem Tage Kammerarrest, und zwar deshalb, weil er gar nicht zu Aufforderung, seinem Vorgehen berechtigt gewesen sei. Es sei Sache der militärischen Vorgesetzten gewesen, den Heizer eventuell ins Wasser zu bringen. Mildernd müsse jedoch berücksichtigt werden, daß er ihn von seiner Wasserscheu heilen wollte. Fortschritt für die Wissenschaft, daß in ihrem Interesse Soldaten gemißhandelt werden dürfen! " in möglichst großer Anzahl sich bereit zu erklären, die Produktion an Schweinen im Gewicht von 200 Pfund und darüber auf die Dauer von drei Jahren zu einem festen Preise von 45 bis 47 Mark pro Zentner ab hof der Posener Landwirtschaftskammer zur Verfügung zu stellen und sich hierzu schriftlich zu verpflichten. Bereits bei den Erörterungen über das Angebot des Pommer„ Die Fortschrittliche Volkspartei kann sich nicht den Zurus fchen Biehverwertungsverbandes an die Stadt Berlin ist nachgewiesen worden, daß bei solchen Lieferungen die Landwirte ein recht gutes erlauben, in radikalen Forderungen zu schwelgen. Sie muß als liberale Partei in erster Reihe darauf bedacht sein, mit der Geschäft auf Kosten der städtischen Konsumenten machen würden. Wenn die Landwirtschaftskammer ihren Vorschlag daher überschreibt: nationalliberalen Partei eine möglichst ge= Der einheitliche Durchschnittspreis für Schweine. Ein Mittel zur schlossene Kampfeslinie aufzustellen. Sie fann bei ihrer Stellung zwischen Nationalliberalen und Sozial- Beseitigung der Fleischteuerung und deren Folgen", so hat sie dabei nur an die Folgen für die Agrarier gedacht. Für die Konsumenten der Sozialdemokratie treffen. Für die Sozialdemo- fann von einer Beseitigung der Fleischnot erst dann die Rede sein, fratie liegen die Verhältnisse bei den preußischen Landtagswahlen wenn die Grenzen für Vich und Fleisch geöffnet sind. fast überall gleich. Für die Fortschrittliche Volkspartei dagegen sind die Verhältnisse in den einzelnen Gebieten durchaus verschieden. Sie ist namentlich auch dort, wo gemeinsame Wahlmänner mit den Nationalliberalen aufgestellt werden, gar nicht in der Lage, diese zu bindenden Verpflich tungen in bezug auf das Eintreten für Sozialdemokraten zu veranlassen. Das darf nicht vergessen werden." Das ist eine entschiedene Absage des Freisinns. Von cinem Kampfe des Freisinns für das allgemeine und gleiche Wahlrecht in Preußen kann unter diesen Umständen nicht mehr die Rede sein. Heilig ist die Disziplin! Welcher Zu einem Jahre und einem Tag Gefängnis wegen tätlichen Angriffs und Ungehorsam hatte vor einiger Zeit das Kriegsgericht in Breslau den Grenadier Valentin Dudek vom Regiment 11 berurteilt. Grenadier Landmann als Stuben ältester befahl dem Dudek, einen Schemel zu scheuern. Dudek erwiderte:„ Das mach ich nicht, das muß ein anderer sagen." Auf Befehl des Unteroffiziers tat er die Arbeit. Die Befehle des Stubenältesten, die Waschschüſſel au reinigen und sich die Hände zu waschen, führte D. aus. Der Stubenälteste befahl dann dem D. darauf, Kehrtwendungen zu machen. Weil er sie falsch machte, ließ 2. ihn aus der Stube marschieren und rief ihn dann zurück. Beim fechsten Befehl wurde D. wütend, Herr Thyssen als päpstlicher Ritter. stürzte auf 2., pacte 2. an der Gurgel, gab ihm eine Ohr Kürzlich ging die Notiz durch die Presse, der Großindustrielle feige. D. war bisher ein williger Soldat gewesen. Vor dem Kriegsgericht meinte Kriegsgerichtsrat Schubert, der August Thyssen sei vom Papste zum Ritter des Großkreuzes des Silveſterordens ernannt worden. Das hat der schwarzen Fall sei milde aufzufassen; der Stubenälteste habe unbedingt ver Zentrumspresse sehr geschmeichelt; ist doch Thyssen ein Mann, der sagt. Er durfte den Mann nicht marschieren lassen, der Zentrumspartei sehr nahe steht, und der sich als Kirchenspender habe ihn dadurch vorschriftswidrig behandelt. Dudek batte wie als Geldgeber für fromme Zwecke in schwarzen Kreisen einen fich mit Recht schitaniert und brangfaliert gefühlt. Namen von hohem Klang erworben hat. Erst in diesen Tagen ver- Er beantragte sechs Monate und einen Tag Gefängnis. tündete wieder ein Telegramm, daß August Thyssen erneut 150 000 Das Gericht nahm einen minderschweren Fall an, da Dudek ge Mark für kirchliche Zwede gestiftet habe. Nun ist es zwar sehr reizt worden sei. Es erkannte, wie oben angegeben. gleichgültig, für was der fromme Thyssen sein Geld opfert, weniger Der Gerichtsherr legte Berufung ein zugunsten des Angeklagten, gleichgültig aber ist es, wie er feine Millionen verdient. da die Strafe zu hoch sei. Geheimrat Laub ſtellte anheim, falls " Just zur selben Zeit, wo sich der Papst des frommen Geld- das Oberfriegsgericht in 2. einen Vorgesetzten erblicke, es beim spenders erinnert und wo Thyssens Ruhm in die Welt getragen Urteil erster Justanz zu belassen, wenn nicht, die Freisprechung Aus Herrn v. Breitenbachs Reich. wird, ist eine Broschüre erschienen, die zum Verfasser Werner, bom tätlichen Angriff auszusprechen. Nachdem der Verteidiger für Die Fürsorge der preußischen Eisenbahnverwaltung für die An- den Vorfißenden des Steigerverbandes, hat und sich mit Methoden tätliche Beleidigung reip. Störperverlegung eines Kameraden gestellten und Arbeiter ist grenzenlos. Sie gängelt die Leute, als der Geldgewinnung auf den Thyssenschen Bergwerken näher be- plädiert hatte, erkannte das Oberfriegsgericht auf seien diese vorschulpflichtigen Kinder. Welchen Vereinen ein Eisen- schäftigt. Wer diese Broschüre Wie die Wetter schlagen" zehn Monate einen Tag Gefängnis bahner angehören, welche Versammlungen er besuchen darf, das jetzt durchlieft, den überkommt das Gefühl, daß Gerr Thyssen, statt sich unter Anrechnung von 21 Tagen Untersuchungshaft. Eine geradezu mit Kirchenbauten und sonstigen frommen Dingen zu befaffen, barbarische Strafe! seine hohe Dienstbehörde fest. Sie schreibt auch vor, wo die Frau besser täte, sich mit den Zuständen auf seinen Werken zu beschäftides Eisenbahners ihr halbes Pfund Kaffee nicht einkaufen darf. gen. Es herrscht dort eine Behandlung der Beamten und Arbeiter, fomischer Aufgeblasenheit den Rekruten ſchikaniert und zu dem AnUnd was geschieht mit dem ehrenwerten Stubenältesten, der in Eine ostelbische Eisenbahndirektion, es war soviel wir wissen, die zu wie man sie sich schlimmer kaum denken kann. Maßregelungen, Bromberg, hat jüngst sogar den Eisenbahnern den Gebrauch der Schikanen aller Art werden Arbeitern und Beamten zuteil, und griff getrieben hat? polnischen Sprache bei Strafe verboten. Allen Untergebenen Breiten- die Zustände in den Gruben grenzen an Verbrechen. Ist auch nur Berichtigung. Das am Dienstag unter Fleischer Frechbachs wird zur Pflicht gemacht, Uebertretungen des Verbots zu die Hälfte von dem wahr, was Werner Seite auf Seite von den heit" gloffierte Bitat stammt nicht aus der Allgemeinen besonders Zeche Deutscher Kaiser" Thyssenschen Werken zu Fleischerzeitung", sondern aus Nr. 6 der Auch einen Beitrag zum Kapitel: Kindererziehung in Staats- erzählen weiß, so sollte sich in der Tat der Staatsanwalt ein- zeitung" bom 8. d. Mts. mal um die Verantwortlichen der Zeche kümmern. Die Fahrbetrieben, hat jüngst die Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M. berichte des Bergassessors Schilling geben ihm sicher Gelegenheit beigesteuert. Sie erließ einen Ufas an sämtliche Aemter und Be- berichte dazu. dienstete, in dem die Vorstände der Drts-, Bezirks- und Hauptvor- Zunächst sollte Herr Thyssen für die Abhilfe solcher Zustände stände der Fachbereine der Eisenbahnbeamten angewiesen werden, die auf seinen Gruben sorgen dann mag er, wenn er feine nüßlichere Tagesordnungen ihrer Vereinsversammlungen 14 Tage Verwendung für seine schönen Profite weiß, so viele Kirchen und vor dem Versammlungstage auf dem Dienstwege der Kapellen bauen, wie er will. Direktion einzureichen. Die Tagesordnungen müssen alle in der betreffenden Versammlung zur Besprechung und Beichlußfassung gelangenden Punkte derart enthalten, daß der Gegenstand und Zweck der Versammlung zweifelsfrei erkannt werden kann. So denunzieren. " 1 Eine Nachlese von der Bergarbeiterbewegung im Saarrevier. Oefterreich- Ungarn. Deutschen Fleischer. Zu den Wahlrechtskämpfen in Ungarn. Budapest, 15. Januar.( Privattelegramm des Vorwärts"). Am nächsten Sonntag werden wieder ungefähr 40 Voltsversammlungen für die Agitation des allge meinen Streits im Lande stattfinden. " Der Parteisekretär Stephan Forkos, der heute vor den Budapester Geschworenen stand, um sich wegen 12 angeblicher Aufreizungsdelifte, veröffentlicht in der Nepszawa" im Die Erregung der Saarbergleute über das christliche Komödien sollen Tagesordnungspunkte, wie z. B. Anträge der Mitglieder" spiel zeigt sich am deutlichsten in den Versammlungen, die jest nach Monat Mai 1912, zu verantworten, wurde freigesprochen, oder„ Sonstiges"," Diskussion" und" Verschiedenes" unzulässig sein. der Bewegung im Saarrebier abgehalten werden. Alle Verſamm- obwohl der Staatsanwalt die blutigen Ereignisse am Die Eisenbahndirektion erklärt ausdrücklich, daß sie Wert auf die llungen, die der päpstlich geduldete Streitbrecher- Gewerkverein ab- 123. Mai 1912 als durch die Artikel verursacht hinstellte. frankreich. Ein vernünftiger Erlaß Briands. 552 556 Verurteilte. Versuch, einen freiwilligen politischen Fonds zu sammeln, nachdem In dem Wachsen der Durchschniffseinkommen auf dem Lande die Gewerkschaft auf Grund des Osborneurteils mit einem Gin- dürfte wenigstens zum Teil die Steigerung der Grundrente, als haltsbefehl bedacht worden war, gänzlich mißglückte. Die Mehrheit Folge der erhöhten Zölle, in die Erscheinung treten. Die Zahl Paris, 14. Januar.( Eig. Ber.) Der Justizminister hat der obigen Abstimmung soll sich aus liberalen, konservativen und der physischen und nichtphysischen Bensiten zusammen ist von einen Erlaß an die Staatsanwälte über die Anwendung der den sozialistischen Gewerkschaftern zusammenseßen, die mit der 2 437 886 im Jahre 1902 auf 6916 895 im letzten Jahre gestiegen. Begünstigungen für politische Häftlinge herausgegeben. Er Politik der Arbeiterpartei unzufrieden sind. Es verlautet, daß eine Die veranlagte Einkommensteuer ist von 124,84 Millionen Mart erflärt darin, ohne eine genaue Aufzählung aller Delifte, bei genommen ist. Möglicherweise wird sich dann wieder eine Mehrheit 1911 und 329,53 Millionen Mart im Berichtsjahre angewachsen. weitere Abstimmung stattfinden soll, sobald die Osborneborlage an- im ersten Veranlagungsjahr auf 308,74 Millionen Mark im Jahre denen sie in Anwendung kommen sollen, zu versuchen, jeden- für den Anschluß an die Arbeiterpartei finden. Es scheint aber falls die sogenannten Preßdelitte, feien sie durch Wort doch, daß die gewerkschaftliche Organisation auch in England auf oder Schrift begangen worden( das heißt alle Aufreizungen die Dauer keinen sicheren Boden für die politische Arbeiterbewegung und dergleichen) und die Delikte, die den Charakter abgeben kann. Im Jahre 1911 sind im ganzen 552 556 Personen( barunter von Streithandlungen haben, als solche, die den 50 838 Jugendliche) wegen Verbrechen oder Vergehen gegen die Aus der amerikanischen Parteibewegung. Inhaftierten Untersuchungsgefangenen und Verurteilten Reichsgeseze bestraft worden. Im Jahre vorher ergab das Walten das Anrecht auf die Behandlung als politische Gefangene auch die Genossen deutscher Zunge im Rahmen der Gesamtpartei das letzte Jahr eine Zunahme der Verurteilungen in Höhe von Dem Vorgange anderer Nationalitäten folgend, haben sich nun der Gerechtigkeit 546 418 Verurteilte. Jm Vergleich mit 1907 hat geben. In zweifelhaften Fällen sollen diese Instruktionen im der Vereinigten Staaten als eigene Sprachgruppe konstituiert. Jahre bei den Bergehen gegen Staat, öffentliche Ordnung und Jn 1833 erbracht. Am bedeutendsten war die Zunahme im letzten liberalsten Sinne gehandhabt werden. New Castle, Pennsylvania, begrüßt von dem fozialistischen Die französische Arbeiterschaft hat sicher keinen Anlaß, Bürgermeister, tagten am 27. und 28. Dezember 41 Delegierte aus Religion und zwar von 95 497 auf 98 567. Auffällig groß ist die Aristide Briands mit Liebe zu gedenken. Aber welcher Unter- allen Teilen der Union. Einstimmig wurde die Gründung beschlossen. Zahl der Jugendlichen, die wegen Eigentumsvergebens bestraft schied immerhin zwischen Preußen- Deutschland, wo sozial- Vorort wurde Jersey City bei New York. Das Nationalfomitee worden sind, nämlich 87 749 unter 240 987 Verurteilungen überdemokratische Redakteure wie gemeine Verbrecher behandelt besteht aus 7 Mitgliedern und wird von 7 Bezirken von Groß- New haupt, deren Zahl im Vergleich mit dem Vorjahre um 2598 gewerden und die Industriellen nach Zuchthausstrafen für Streit Port und Staat New Jersey gewählt. Als offizieller Sekretär wurde wachsen ist. Wegen Bergehen oder Verbrechen gegen die Person Streit- York demonstranten brüllen und der französischen Bourgeois- Genoffe Dreyfuß, Redakteur der" Chilagoer Arbeiterzeitung", wurden im letzten Jahre 212087 Personen verurteilt( 11 043 gewählt. Weiter wurden Referate über die Einwanderungs- Jugendliche) gegen 211 589 im Jahre vorher. In den Vordemokratie, die wenigstens die Einsicht hat, im Streifenden, frage( Referent Drtland), die Frauen bewegung( Martha jahren war die Zahl der Verurteilungen in dieser Gruppe aber noch der bei einer Kundgebung der Solidarität gegen die Geseze Ortland) und die Jugend bewegung( Ronneburg) er viel größer. Beispielsweise wurden im Jahre 1906 noch 222822 des bürgerlichen Staats verstößt, einen politischen Delinquenten stattet und entsprechende Refolutionen einstimmig angenommen. Bersonen wegen Verbrechen und Vergehen gegen die Person bestraft. zu sehen! Bur Information der europäischen Presse sollen vom National- Seitdem zeigt sich eine fast stetige Abnahme. Um so bemerkens tomitee Berichte über regelmäßige Berichte die wirtschaftlichen werter ist die Zunahme der Verurteilungen wegen Eigentumsvers Verhältnisse herausgegeben werden, um die europäischen gehen. Im Jahre 1906 wurden wegen solcher Vergehen rund Arbeiter vor schwindelhaften Auswanderungsverlockungen zu schützen. 27 000 Personen weniger bestraft, als im letzten Jahre. Unter den Als Beschwerdeinstanz für die Parteipreffe wurde das Nationalkomitee wegen Eigentumsvergehen verurteilten 240937 Perfonen waren Madrid, 15. Januar. Im Verlaufe der Unterredung mit dem bestimmt. Mit einer zündenden Ansprache des Borsigenden Genossen 37749 Jugendliche. Eine starke Zunahme weisen die Betrugs. republikanischen Führer Azcarate, sprach sich der König lebhaft für Bahlte ich schloß die wohlgelungene Konferenz. fälle auf: von 29 742 im Jahre 1910 auf 30117 im Jahre 1911; die Altersversicherung aus und dafür, daß bei den Wahlen unbe- Wir wünschen der Tätigkeit unserer deutschen Genoffen, die gleichzeitig stieg die Zahl der wegen Unterschlagung Berurteilten von dingte Ehrlichkeit beobachtet werde. Ferner bekannte sich der König lange die alleinigen Vertreter des Sozialismus innerhalb der 28 484 auf 28898. Eine Zunahme zeigt sich auch bei den Sittlich zu weitgehender religiöser Toleranz und zu einer Entwickelung einer mächtigen, in der einheimischen Bevölkerung immer rascher ionen verurteilt gegen 13 835 im Jahre vorher. Die erheblichste Zus amerikanischen Arbeiterschaft gewesen sind, nun aber im Rahmen feitsdelikten. Wegen solcher wurden im Berichtsjahre 14872 Perdes Unterrichts im liberalen Sinne. Auf eine Frage des Boden fassenden Bewegung wirken können, besten Erfolg. nahme ist bei den Vergehen gegen das Viehfeuchengefeß zu fon Königs riet Azcarate, die Führer der antidynastischen Parteien Die Urabstimmung über die Abberufung statieren. Dieferhalb erfolgten im vorletzten Jahre 777 Berurteizu befragen. Azcarate ist überzeugt, daß es den Liberalen jezt a hwoods aus der Parteileitung ist eingeleitet worden, lungen, im Jahre 1911 dagegen 3581. möglich sein werde, ihr Programm in weitgehendem Sinne zu ver- nachdem die Staatskomitees von New York, New Jersey und des wirklichen. Spanien. Eine liberale Aera"? Madrid, 15. Januar. Die liberalen Blätter glauben, daß Spanien einer Restauration entgegengebe; fie raten den Liberalen, dem Beispiele des Königs zu folgen. Die republikanischen Zeitungen sehen die Politik Mauras für ewig abgetan an. Die rechtsstehenden Blätter fordern die Katholiken auf, sich auf einen demnächstigen Krieg gegen die äußerste Linke vorzubereiten. China. Distrikts Kolumbia den Antrag gestellt hatten. Sozialdemokratische Stadtverordnetenvorsteher. In Nienburg ( Anhalt), wo unsere Genossen im Gemeinderat in der Mehrheit sind, wurden die Genossen Eschte zum Stadtverordnetenvorsteher und Knoll zu seinem Stellvertreter gewählt. In Bernburg( Anhalt) wurde Genosse M. Günther zum stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher gewählt. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. " und Vergehen gegen Reichsgefeße nach folgenden Gruppen: I. gegen Eine Zusammenstellung der Verurteilungen wegen Verbrechen Staat, öffentliche Ordnung und Religion, II. gegen die Person, III. gegen das Vermögen, IV. im Amte, gibt folgende Uebersicht: Gruppe I 1906 1907 1908 96 328 95 289 94 653 II 222 822 217 447 219 999 III 213 407 216 860 233 616 IV 1 210 zusammen 533 767 1127 530 723 1074 548 410 1909 93 229 212 999 236 781 1174 544 183 1910 95 497 211 589 238 339 240 937 993 965 546 418 1911 98.567 212 087 552 556 Besorgnis vor einer Okkupation Tibets durch Eugland. Ein Landrat im Kampfe gegen das Vereinsgefes. Die Zusammenstellung läßt die Zunahme der Bestrafungen Der Landrat Reg von Weilburg an der Lahn führt dauernd Peking, 14. Januar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das einen Steinfrieg gegen unsere Genossen. Am Sonntag hat er fogar wegen Bergehen gegen das Bermögen scharf heraustreten. Die Auswärtige Amt hat am 10. Januar dem britischen Gesandten Jordan einen Lichtbildervortrag über den Nordpol untersagt, der im Dorfe Diebstahlsdelikte weisen eine beträchtliche Abnahme auf. Wegen ein Schreiben übermittelt, in dem erklärt wird: Am 23. Dezember Wolfenhausen von einem Redner des Frankfurter Bildungsausschusses Jahre 1911 nur noch 110 745; die Fälle von einfachem Diebstahl Diebstahls erfolgten im Jahre 1910 114 207 Berurteilungen, im fandte das Amt Ew. Exzellenz als Antwort auf die Frage wegen gehalten werden sollte. Begründung: ,, Es bestehe die Befürchtung, Tibets eine Denkschrift zur Uebermittelung an dte britische daß unsittliche Bilder vorgeführt werden." Jedermann wird fragen, ohne Rückfall verminderten sich gar von 80 049 auf 78 019. Gleich Regierung. Die chinesische Regierung wünscht aufrichtig, wo denn die Unfittlichkeit bei diefem Vortrag über den Nordpol zeitig ist die Zahl der wegen Hehlerei Verurteilten von 8810 auf daß die britische und chinesische Regierung in der tibetanischen Frage stedt?! Bum Ueberfluß überzeugten sich Bürgermeister und Gen- 8675 zurückgegangen. Hervorgehoben sei noch, daß die Bestrafungen ein befriedigendes Abkommen schließen und daß alle Mißverständnisse darm, daß die Bilder wirklich nichts enthielten, was nicht auch wegen Vergehen im Amite ebenfalls zurückgegangen sind. Aber was tut das? Kinder sehen dürften. Das Schreiben schließt, der Gesandte werde richt muß den Landrat lehren, daß solche Bildungspflege nicht geDas angerufene Ge hoffentlich der chinesischen Regierung so bald wie möglich mitteilen, nehmigungspflichtig ist. was Großbritannien zu dieser Antwort Chinas zu sagen habe, das mit China die Frage prüfe und eine befriedigende Lösung gefunden werden könne. vermieden werden. Aus der Partei. Das Kölner Volkshaus stand dieser Tage zur Zwangsversteigerung an. Es ist früher bereits dargelegt worden, daß es den Kölner Genossen unmöglich war, die für das Unternehmen erforderlichen regelmäßigen hohen Zuschüsse weiter zu leisten, weil darunter die gesamte örtliche Gewerkschaftsbewegung( Arbeitersekretariat, Zentralbibliothek usw.) aufs schwerste leiden mußten. Das Voltshaus war infolge der hohen Grundstücskosten, des teuren Baues und der unzweckmäßigen Anlage dauernd unrentabel. Die hohen Zuschüsse der Organi sationen verschwanden sozusagen in ein Danaidenfaß. Jm übrigen haben selbst die rabiatesten gegnerischen Blätter es nicht gewagt, den Kölner Genossen wegen des Fiaskos ihres Volkshauses einen Vorwurf zu machen; die Stölner Organisationen haben in jeder Weise getan, was sie konnten, um das Haus, das etwa 1 Million Mark gekostet hat, zu halten. Die beiden ersten Hypotheken, die sich zusammen auf 475 000 m. belaufen, waren von den Hamburger Hilfskrantentasjen hergegeben worden. In dem Versteigerungstermin erkannte der Richter nun die Legitimation des beauftragten Kölner Rechtsanwalts nicht an. Darauf forderten die nächstbeteiligten Hypothekengläubiger, die Erben Streifler( Streifler war der Bauunternehmer), daß ihnen das Einmillionenobjekt für sage und schreibe 50 000 Mart(!!) zugeschlagen werde. Die Vertreter der Kölner freien Gewerkschaften vermochten aber innerhalb einer Stunde 100 000 Mart bares Geld herbeizuschaffen, so daß es ihnen möglich war, mitzubieten und so das Gebot auf 498 000 m. hinaufzutreiben, wodurch die Krankenkassen mit ihrem Kapital, Zinien, Kosten usw. gedeckt waren. Als die Erben dann 499 000 m. boten, unterließen die Gewerkschaftsvertreter ein Weiterbieten. Der Zuschlag wurde auf Antrag der Erben bis 30. Januar bertagt. Was die neuen Die Kündigungsfrist der Restaurations, Herbergs- und Bureauräume im Volkshause läuft bis 31. März 1913. Erwerber, die eine Gesellschaft m. b. H. zur Verwertung des Volkshauses gegründet haben, mit dem Anwesen beginnen, ob sie es den Gewerkschaften vermieten oder es zu geschäftlichen Zwecken benutzen wollen, steht noch dahin. Die aus dem jetzigen Zustand erwachsenen Schwierigkeiten werden für die Kölner Partei- und Arbeiterbewegung nicht allzu empfindlich sein. Zu einer Geldstrafe von 700 Mark ( Siehe auch 1. Beilage.) Hus Induftrie und Dandel. Konzentration in der englischen Schiffahrt. ** wurde am Montag vom Schöffengericht in Bochum der verantwortliche Redakteur des„ Bochumer Voltsblatt", Genosse Pierentämper, wegen Beleidigung eines Polizeikommissars verurteilt. In einem Bericht über den rätselhaften Tod eines Bergarbeiters, der unter merkwürdigen Umständen in einem Wassertümpel aufNoch vor verhältnismäßig furzer Zeit war das englische gefunden war, war der Ansicht Ausdruck gegeben worden, daß die Schiffahrtsgewerbe recht zersplittert. Seit einigen Jahren jedoch hat Bolizei nicht alles getan habe, was zur Aufklärung des Falles nötig eine Zusammenschlußbewegung eingesetzt, durch die größere Konzerne gewesen wäre. Dabei war erwähnt worden, daß der Kommissar, entstanden sind. Einer der wichtigsten dieser Konzerne ist der der als er Einsicht in das bei dem Toten gefundene Mitgliedsbuch des Royal Mail Steam Packet Co. Wie verlautet, soll neuerdings lassen, aus der geschlossen werden konnte, daß ihm die Sache nun- Peninsular u. Oriental Steam Navigation Co. abgeschlossen worden Bergarbeiterverbandes genommen, eine Bemerkung habe fallen ein Gemeinschaftsvertrag zwischen dieser Gesellschaft und der mehr nicht mehr so wichtig erscheine.( Der Kommiffar gilt als ein fein. Das letztere Unternehmen hat seinerseits schon vor einiger ganz besonders eifriger Bekämpfer der Sozialdemokratie.) Der Beweis, daß die Aeußerung, so wie behauptet, gefallen war, fonnte Beit eine Verstärkung durch die Angliederung der Blue nicht erbracht werden. Soziales. Anchor Linie erfahren. Die Gesellschaft bermittelt den Verfehr mit dem fernen Osten. Sie ist eine der bekanntesten englischen Schiffahrtsgesellschaften. Die legte große Ausdehnung hatte die Royal Mail Linie durch die llebernahme der Union Castle Linie erfahren, die sie gemeinsam mit der Elder, Dempster 15 239 790 000 ark steuerpflichtiges Einkommen! and Co. Gesellschaft, ihrer intimsten Konzerngenoffin, erwarb. Die Nach den dem Abgeordnetenhause zugegangenen Uebersichten Elder, Dempster u. Co. Ltd. ist sozusagen die Trustgesellschaft des betrug das steuerpflichtige Einkommen in Preußen im verflossenen Konzerns und die Royal Mail Linie hat in ihr die Oberhand. Nach Jahre 15 239 790 000 m. gegen 14 487 260 000 M. im Jahre 1910 und 5 704 330 000 M. im Jahre 1892. Trotz der gewaltigen Zu- Aufnahme der Union Castle hatte der Konzern eine Gesamt. nahme der von der Einschäßung erfaßten Einkommen ist die auf tonnage von ungefähr 1,3 Millionen Tonnen, die sich durch den einzelnen Zenfiten entfallende Summe gesunken. Diese Er- die Angliederung der Peninsular u. Oriental Steam Navischeinung erklärt sich aus dem über das Anwachsen der Einkom- gation noch erheblich erhöht. Das ist ein hoher Prozentsaz der ges menssumme hinausgehenden Ansteigen der Zensiten in den untersten famten Handelsflotte Großbritanniens und Jrlands. Wenn man die Einkommensteuerstufen. Unternehmer und Hauswirte, die jeden Pfennig Einkommen der schätzt, so ist für 1912 die Gesamttonnage der englischen HandelsDie bekannte Denunziationspflicht der Bumahme der englischen Handelsflotte jährlich auf rund 200 000 To. Arbeiter zur Kenntnis der Behörden bringt, hat die Zahl der Steuerpflichtigen der Einkommenstufen von 900 bis 1200 W. start flotte, die im Jahre 1910 18,4 Millionen Tonnen war, auf vermehrt. Für die Arbeiter kommt demnach in der Statistik eine 18,8 Millionen Tonnen anzunehmen. Wie es heißt, soll das Kapital erhöhte Steuerpflicht zum Ausdrud. Die Entwickelung der Ein- der neuen Interessengemeinschaft insgesamt 30 Millionen Pfund tommensteuer beranschaulicht folgende Uebersicht: Sterling betragen. ( Siehe auch 2. Beilage.) deren Eintommen in Millionen Einkommen auf einen Zahl der physischen Zensiten Zenfiten in Millionen Mart Mart 1892 1,41 5704 2342 1900 2,07 7841 2332 3,98 13 711 2197 4,21 14 487 15 240 1910 1911 1912 4,46 2211 2207 Aus der Frauenbewegung. Zur Bekämpfung des Geburtenrückganges, den auch die Regierung aufnehmen will, ist eine umfassende Mutterschaftsa Für die nichtphysischen Zensiten ergeben sich seit 1892 folgende ersicherung die geeignetste Maßnahme. Der Deutsche Bund Veränderungen: Ihre Zahl stieg von 2028 auf 9387 im Jahre 1910 für Mutterschutz hat daher an Bundesrat und Reichstag eine und 10 398 im letzten Jahre; das ermittelte Einkommen betrug versicherungsordnung fordert. Die Petition tritt insbesondere ein Petition abgesandt, die dahin zielende Abänderungen der Reichs257 Millionen Mart, 829 Millionen Mark und 892 Millionen Mart. für: 1. Erhöhung des Wochengeldes auf den Betrag des vollen Obwohl die Zahl der Millionäre beträchtlich gemachsen ist, die Lohnes; 2. freie Hebammendienste, freie ärztliche Behandlung bei Die Organisation der englischen Arbeiterpartei. Rieseneinfommen gewaltig zugenommen haben, ermäßigte sich das der Geburt und bei Schwangerschaftsbeschwerden, Stillgelder in Durchschnittseinkommen in den 20 Jahren um 135 M. Und ob- Söhe des halben Wochengeldes und Schwangerengelder als RegelLondon, 14. Januar.( Eig. Ber.) Einen guten Einblick in das wohl die Einkommen der Arbeiter restlos erfaßt wurden, leben leistungen der Kassen; 3. Gewährung der vollen Wochenhilfe politische Leben der englischen Arbeiterbewegung gewährt das rund 30 Broz. der Bevölkerung immer noch in Familien mit einem an die weiblichen Mitglieder aller Kassenarten; 4. Gewährung Resultat der Abstimmung, die die große Gewerkschaft der Kessel- Einkommen von unter 900 W. Von einem solchen Einkommen freier Hebammendienste, freier ärztlicher Behandlung bei der Geschmiede vorgenommen hat, um zu erfahren, ob ihre Mitglieder den sollen oft 3, 4, 6, ja oft noch mehr Personen existieren, und das burt und bei Schwangerschaftsbeschwerden, sowie Stillgelder in Höhe Anschluß an die Arbeiterpartei aufrecht erhalten wollen. Mit 2500 bei den jezigen Lebensmittelpreisen. Scheidet man die nach den des halben ortsüblichen Tagelohnes für weibliche Personen an die gegen 2152 Stimmen haben sich die Kesselschmiede gegen die Zu- gesetzlichen Bestimmungen von der Steuerpflicht Befreiten aus, versicherungsfreien Ehefrauen der männlichen Kaffenmitglieder. gehörigkeit zur Arbeiterpartei erklärt, nachdem das Thema vorher dann ergibt sich sogar, daß noch 48,6 Proz. der Bevölkerung in längre Zeit diskutiert worden war. Die Kesselschmiede haben Familien leben, die nicht einmal über ein steuerpflichtiges Gin- find bekanntlich bei der Beratung der Reichsversicherungsordnung Aehnliche Anträge der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion 60 000 Mitglieder, so daß nicht einmal 8 Broz. genügend politisches fommen verfügen. Ob es da wohl gefüllte Kompottschüsseln gibt? Interesse zeigten, um an der Abstimmung teilzunehmen. Dabei ist Von dem schärferen Heranziehen zur Steuerpflicht wird aus- bon der blauschwarzen Mehrheit rundweg abgelehnt worden, zu bedenken, daß die Kesselschmiede ſeit ihrer großen Niederlage zu schließlich das städtische Proletariat betroffen. Das DurchschnittsDen regsameren Elementen der Arbeiterbewegung gehören und auf einkommen der Zenjiten auf dem Lande ist nämlich, besonders in Arbeiterkongressen große Pläne zur Verschmelzung der Arbeiter den letzten Jahren, gestiegen. Es betrug das durchschnittliche Einpartei, der Gewerkschaftszentrale und des Parlamentarischen kommen: Mark Komitees des Gewerkschaftskongresses vorgebracht haben. Daß die Abstimmung wirklich die politische Interesselosigkeit der Mitglieder dieser Gewerkschaft widerspiegelt, geht auch daraus hervor, daß ein in der Stadt.. auf dem Lande. 2658 2421 2425 1793 1807 1826 1892 1900 1910 1911 1912 2733 1805 2413 1881 Bersammlungen- Beranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 20. Januar, 8 Uhr. Vortrag des Reichstagsabg. Otto Rühle. Zyklus: Erziehungsfragen. 1. Bortrag: Kind und Umwelt". Gäste wiltommen. Gewerkschaftliches. Gewerkschaften als politifche Vereine. Durch Verfügung des Polizeipräsidenten zu Magdeburg war der erste Bevollmächtigte der dortigen Verwaltungsstelle des Metallarbeiterverbandes aufgefordert worden, die Sagungen und ein Verzeichnis der Vorstandsmitglieder der Behörde einzureichen, da die Verwaltungsstelle ein selbständiger Verein sei, der eine Einwirkung auf politische Angelegenheiten bezwecke. Diese Annahme des Polizeipräsidenten focht der Bevollmächtigte Brandes durch Beschwerde an den Regierungspräsidenten an. Die Beschwerde wurde vom Regierungspräsidenten unter folgender Begründung abgelehnt: dem von ihr bezogenen Gehalt eine Familie nicht ernähren könne, I in Menden lauter chriftlich" organisierte und fromme katholische bildete den Vorwand für seine Entlassung, die nach Ueberzeugung Arbeiter von katholischen Arbeitgebern aufs Straßenpflaster ge= der Versammelten in Wahrheit zurückzuführen ist auf seine Tätig worfen wurden, fein Wörtchen des Protestes gefunden. Aber feit für die Gewerkschaft. Die Versammelten verpflichten sich, leb- interessant ist das Geständnis über den alten Zorn der Bauunterhaft für den Zentralverband der Handlungsgehilfen als ihre nehmer", die grundsägliche Fragen durch eine Machtprobe lösen" Interessenvertretung zu agitieren, um für die Zukunft derartige wollen, doch! Anschläge auf das Koalitionsrecht der Angestellten mit Entschieden heit zurückweisen zu können. Achtung, Friseurgehilfen! Aufgehoben ist die Sperre bei roll, Veteranenstraße 6. Bewilligt hat ferner: Wuns, Türkenstr. 25, Mary, Weddingstr. 8, Badlof, Wrangelstr. 80, Bleil, Hübnerstr. 9, Karge, Schreinerstr 52 und Simon, Urbat, Neues Ufer 3. Für Verbandsmitglieder gesperrt sind: weißensee, Udermartir. 10. Verband der Friseurgehilfen. Die Schneider in Delmenhorst( Oldenburg), die zu dem am 1. April ablaufenden Tarifvertrag neue Forderungen stellten, find am Sonnabend, den 11. Januar, ausgesperrt worden. Das Vorgehen der Unternehmer erweist sich als etlatanter Tarifbruch. Tarifvertrag in der Regensburger Brauindustric. Nach München sind nun auch in einer weiteren größeren Bierstadt Bayerns, in Regensburg, die Lohn- und Arbeitsverhält Achtung, Tabatarbeiter! Die Tarifdifferenzen in der Bigarren- nisse aufs neue tariflich festgelegt und zwar mit wesentlichen VerDie Beschwerde vom 3. Oftober dieses Jahres gegen die Verfügung des Polizeipräsidenten vom 19. September 1912 fabrit von Pflug, N., Reinickendorfer Str. 71, find dadurch er- befferungen für die Arbeiter. IIIA 118 wird als unbegründet zurückgewiesen. Die in der Ver- ledigt, daß das alte Tarifverhältnis von Herrn Pflug wieder Tage in Anspruch und endeten mit dem Abschluß eines Tarifes auf fügung angegebenen Gründe, nach denen die Verwaltungsstelle hergestellt worden ist. Die Sperre über den Betrieb von Pflug iſt vier Jahre. Erzielt wurde neben anderen Berbesserungen eine VerMagdeburg des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes als politischer aufgehoben. fürzung der Arbeitszeit von einer Viertelstunde täglich. Die LohnDie Differenzen bei dem Zigarrenfabrikanten Bornteffel, erhöhungen einschließlich Wohnungsgeld betragen 2,- bis 6,60 m. NW., Waldstr. 39, find noch nicht beglichen. Nach wie vor ver- pro Woche; die für einzelne Gruppen noch bestehenden Tagelöhne richtet die Rollerin Strastowski mit einer Wickelmacherin dort wurden in Wochenlöhne umgewandelt, was den Vorzug hat, dak Arbeitswilligendienste. Die Fabrik von Bornkessel gilt auch weiterhin Wochenfeiertage nicht, wie bisher, vom Lohn gekürzt werden können. als gesperrt. Die größten Lohnzulagen erhalten die schlechter bezahlten ArbeiterArbeiter, Raucher! Kauft nur dort Euren Bigarrenbedarf gruppen, deren Löhne noch sehr niedrig waren: 2,40-2,60 M. pro ein, wo das grüne Plakat, unterschrieben Alwin Schulze, vor- Tag. Wichtig ist, daß jezt die Sonntagsarbeit abgeschafft ist; zu handen ist. Uebt Solidarität! leiftende Sonntagsarbeit wird mit 55 beztv. 65 Pf. pro Stunde bezahlt. Die hiesige Verwaltungsstelle mit ihren Mitgliedern ist als felbständiger Berein anzusprechen, da sie nach dem Statut neben der Verwaltung der Angelegenheiten des Deutschen Metallarbeiter Verbandes zur selbständigen Vereinstätigkeit vermittelt durch ihren Vorstand berufen ist. Daß die Vereinsleitung eine Einwirkung auf politische Angelegenheiten bezweckt, kann nach den in den Versammlungen und Beröffentlichungen erwähnten Gegenständen nicht zweifelhaft sein; Aufforderungen zur Agitation für eine politische Partei, zum Halten eines Barteiblattes, zur Wahl von Abgeordneten einer politischen Partei, zur Gewinnung der Jugend für eine bestimmte politische Partei, wie sie in den Verhandlungen und Veröffentlichungen des Vereins zutage getreten sind, sind unzweifelhaft Beteiligungen auf politischem Gebiete, die den Verein zu einem volitischen machen. Jufolgedessen ist das Verlangen der hiesigen töniglichen Polizeiverwaltung gerechtfertigt." Brandes hat jetzt die Entscheidung des Oberpräsidenten angerufen. * Der Vertrauensmann der Tabatarbeiter. Deutfches Reich. Arbeitsbedingungen Husland. Eine Lohnbewegung der norwegischen Buchdrucker. im deutschen Lithographie und Steindruckgewerbe. Da am 31. März etwa 50 Tarife ablaufen, ift eine Bewegung Der große 18wöchige Streit- und Aussperrungskampf im im Gange, die auf einen einheitlichen 2andes Buchdruder= deutschen Lithographie- und Steindruckgewerbe vom September tarif abzielt. Da mindestens 95 Prog. der Arbeiter dem Verbande 1911 bis Ende Januar 1912, bei dem in 49 Städten Deutschlands angehören, hofft man, den achtstundentag und Lohnerhöhungen 4546 Lithographen- und Steinbrudergehilfen beteiligt waren, wurde für Arbeiter und Arbeiterinnen jeder Art zu erzielen. Die Unterseinerzeit durch lange Verhandlungen zum Abschluß gebracht, übernehmer haben sich zu Verhandlungen bereit erklärti die wir berichtet haben. In diesen Verhandlungen wurden zwischen den kämpfenden Parteien: dem Gehilfenverband der Lithographen, Letzte Nachrichten. Die Präsidentenwahl. Paris, 15. Januar.( W. T. B.) Bei der zweiten AbSchmutige Kampfesweise. Baris, 15. Januar.( W. T. B.) In der Probeab. Jm Oftober 1912 wurde von der Verwaltungsstelle Steinbruder und verwandten Berufe einerseits und dem Arbeit Erfurt des Deutschen Metallarbeiterverbandes eine öffent- ziger Nichtschutzverbandsfirmen andererseits Bereinbarungen über geberschutzverband deutscher Steindrudereibefizer, sowie den Leipliche Metallarbeiterversammlung einberufen, in der Reichstags- Lohn- und Arbeitsbedingungen abgeschlossen. Eine Reihe minder abgeordneter Brandes- Magdeburg einen Vortrag über das wichtiger Angelegenheiten wurden durch besondere Beschlüsse für Thema: Terrorismuslegenden der Unternehmer" hielt. Ob- spätere Beratungen zurückgestellt. Sie betrafen: 1. den Antrag gleich die Versammlung einen rein gewerkschaftlichen der Gehilfen, in der Autochrom-, Photochrom- und Lichtdrucpoststimmung in der Vollpersammlung der Republikaner erCharakter trug, erschien doch ein Polizeiwachtmeister in fartenbranche feine Lithographenlehrlinge zuzulassen, weil folche hielten Bams 283, Poincaré 272, Ribot 25, DesZivil, um sich zu überzeugen, ob nichts Politisches" vorfiele. in diesen Branchen nichts lernen; etwaiger Bedarf an Arbeits- chanel 22, Dubost 8, Jean Dupuy 7 und Delcais é Nach einigen Tagen erhielt der Bevollmächtigte Wilhelm fräften in diesen Branchen könne genügend aus der fortwährenden 3 Stimmen. Da fein Kandidat die absolute Bertling eine polizeiliche Vorladung. Im Verlaufe eines großen Zahl der Arbeitslosen gefunden werden. 2. Regelung der Mehrheit erlangt hatte, wird morgen eine dritte AbArbeitsmusterfrage, wozu die Gehilfen beantragten, daß die GeVerhörs, das Bertling über sich ergehen lassen mußte, hilfen und Lehrlinge von ihren selbstgefertigten Arbeiten einige stimmung stattfinden. wurde ihm mitgeteilt, daß ein Verfahren wegen Uebertretung gute Abdrücke erhalten sollten. 3. Den Affordarbeitern sollte auf des Vereinsgesetzes gegen ihn eingeleitet werden solle, weil er Antrag der Gehilfen ein fester Wochenlohn entsprechend der Leistung als Veranstalter der Versammlung zugelassen habe, daß poli- garantiert werden. 4. Gemeinsame Ausarbeitung eines Merkblattes tische Angelegenheiten erörtert worden seien, ohne daß die für die Einstellung und Ausbildung von Lehrlingen in lithographi- it immung der im Senat abgehaltenen republikanischen Vollver. öffentliche Bekanntmachung mit der Ueberschrift: Deffentliche schen Anstalten und Steindrudereien. Zur Erledigung dieser sammlung für die Präsidentenwahl wurden unter den Barlamen politische Versammlung, sowie mit Namen und Adresse des zurückgestellten Punkte fanden dann die notwendigen Erhebungen tariern anonyme Schmähschriften verbreitet, die sich geund sonstigen Vorarbeiten statt und fürzlich fonnten nun auch die gen die Privatverhältnisse des Ministerpräsi Veranstalters versehen gewesen sei. Nach der Meinung des endgültigen Verhandlungen der Parteien in Berlin stattfinden, benten Poincaré und des Aderbauministers Pams überwachenden Polizeiwachtmeisters sei die Versammlung dem an denen Vertreter aus allen Teilen Deutschlands teilnahmen. Inhalt des Vortrages nach als politisch anzusehen. Bert- Ueber die ersten brei Punkte konnte feine Einigung erzielt werden; richteten. Die auf Briefpapier der Deputiertenkammer gebrudten Nach dem Erling wies darauf hin, daß wohl kein Versammlungsteil- das einzige positive Ergebnis dieser Verhandlungen ist die Ver- Schmähungen erregten allgemeine Entrüstung. nehmer die Auffassung des Polizeiwachtmeisters teilen werde, einbarung über das gemeinschaftlich herauszugebende Merkblatt gebnis der Probeabstimmung zu schließen, wird sich wohl der denn der Redner habe nur gewerkschaftliche Fragen er- betreffend die Einstellung und Ausbildung von Lehrlingen. Von Kampf in Versailles auf Poincaré und Bams beschränken, örtert. beiden Parteien waren hierzu für die Verhandlungen Entwürfe doch hält man trotzdem Ueberraschungen nicht für vollständig aus Doch damit war die Sorge der Erfurter Polizei, es ausgearbeitet worden; die Beratungen endeten schließlich mit einem geschlossen. Kompromiß. Der erste Abschnitt dieses Merkblattes, das als kleine könne vielleicht dieser oder jener Metallarbeiter in der Ver- achtfeitige Broschüre an die Interessenten abgegeben wird und jetzt Die Friedenskonferenz mißlungen? sammlung mit der bösen Politik in Berührung gekommen erschienen ist, behandelt die Technik der Lithographie und des SteinLondon, 15. Januar.( W. T. B.) Wie das Reutersche Bureau sein, bei weitem nicht beschwichtigt, denn sie überwies die drucks. Im zweiten Abschnitt wird die Entwickelung des Gewerbes Sache der Staatsanwaltschaft zur weiteren Verfolgung, Nach von der Zeit, in der Lithograph noch fein eigener Druder war, bis erfährt, haben die leitenden Bevollmächtigten der Baltanstaaten Verlauf von etwa zwei Monaten erhielt Bertling einen zur heutigen differenzierten Arbeitsteilung in furzen Zügen be- als Ergebnis ihrer gestrigen Situng in offiziellen Kreisen mitgeamtsrichterlichen Strafbefehl von 5 W. wegen Uebertretung handelt. Der dritte Abschnitt behandelt die Vorbedingungen für teilt, daß die Missionen der Ballanstaaten die Konder Paragraphen 5 und 8 des Vereinsgesetzes. Berkling die Erlernung des Berufes und im letzten Abschnitt des Merkblattes ferenz als mißlungen betrachten, da die türkische werden die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Ausgelernten kurz Mission während der letzten Woche keinen einzigen neuen Vorwird dagegen selbstverständlich Einspruch erheben. So wird von den Behörden das bei der Beratung des Reichsvereinsgesetzes im Reichstage gegebene Versprechen der Regierung beachtet, daß das Gesetz frei von Schitanen gehandhabt werden soll! Berlin und Umgegend. eine Die Auergesellschaft als moderne Sklavenhalterin war das Thema einer vom Zentralverband der Handlungsgehilfen nach der Neuen Philharmonie einberufenen öffentlichen Versammlung, die von ca. 2000 Personen besucht war. Veranlassung zu dieser Versammlung hatte die Auergesellschaft gegeben durch die Maß regelung des Vertrauensmannes der Organisation der Handlungsgehilfen. Der gemaßregelte Vertrauensmann hatte die Interessen seiner Stollegen besonders wahrgenommen, indent er gegen einer Reihe von Mißständen im Betriebe den Kampf aufnahm. Die Direktion der Auergesellschaft rächte sich an ihm in rücksichtsloser Weise. Der Betreffende hatte 4% Jahr zur vollsten Zufriedenheit der Firma gearbeitet. Anfang Dezember gab er der Firma die Absicht fund, sich zu verheiraten, man möchte ihn zu diesem Zweck beurlauben. Die Firma erklärte sich mit dieser Absicht sehr unzufrieden. Mit 175 M. fönne doch gerade ein junger Mann auskommen. Mit einem solchen Gehalt fönne man nicht Heiraten. Statt Dem tüchtigen Mitarbeiter Zulage zu geben, überreichte man ihm die Kündigung und stellte ihn zur Disposition und nun hatte er sofort Urlaub. Eine größere Rücksichtslosigkeit kann man sich nicht ausdenken. In der Registratur beschäftigt man die Angestellten in achttägigen Turnus 14-16 Stunden täglich und zahlt dafür Löhne von 80 bis 90 Mart. Ein Kontorist der schon 2 Jahre im Wochenlohn tätig ist, erhält seine Anstellung" mit 85 M. Monatsgehalt. Die Auffassung, daß man mit 176 m. nicht heiraten solle, ist ja das Eingeständnis, daß auch dieser Lohn nicht einmal ausreicht, eine Familie zu er nähren. Den Angestellten wird verboten, eine Nebenbeschäftigung auszuüben. Sie sollen der Firma für diese unzureichenden Löhne Von einem Abteilungsvorsteher ihre ganze Arbeitskraft verkaufen. steht dagegen fest, daß er des Sonntags als Aushilfsschaffner bei der dient Straßenbahn und einmal jogar einem Angestellten ein Trinkgeld nahm. Ein Diskussions rebner teilte mit, daß die Firma in diesem Jahre bei einem Aktienkapital von 6,6 Millionen 3,3 Millionen Mark Gratisaktien und außerdem 25 Proz. Dividende verteilt. Ein Teil dieser Gewinne würde ausreichen, die Gehälter der Angestellten zu verdoppeln. Er meinte, die Angestellten sollten einmal ihre Interessen so wahrnehmen, wie die Aktionäre ihre Profite und sollten Solidarität üben und der Direktion erklären: entweder es wird anders, oder wir arbeiten morgen nicht mehr weiter. Ein Vertreter des Metallarbeiterverbandes sprach den Angestellten seine vollste Unterstützung aus. Sie könnten auf die Arbeiterschaft in jedem Falle zählen. " von Die Versammelten nahmen einstimmig folgende Resolution an: Die heute in der Neuen Philharmonie von mehr als 2000 Personen besuchte Versammlung nimmt mit Entrüftung Kenntnis Wirtschaftliche Folgen des Balkankrieges. piedergegeben, wie sie in den im Januar 1912 abgeschloffenen Verschlag gemacht habe. einbarungen betreffend Lohn- und Arbeitsbedingungen im deutschen Lithographie- und Steindrudgewerbe festgelegt find. Für die Vorbedingungen zur Erlernung des Lithographie- und Steindruc gewerbes find jest zwischen dem Schutzverband Deutscher Stein- Eger, 15. Januar.( B. C.) In der Versammlung der Handels Brudereibefizer, der Kommission der Leipziger Nichtschutzverbands- und Gewerbekammer teilte Kammerrat Siegel mit, daß nach firmen und dem Verband der Lithographen, Steindruder u. vert. Schäßungen die Industrielammerbezirke durch die Masseninsolven Berufe folgende Vereinbarungen getroffen worden: zen und durch die schweren Schädigungen, die der Export durch den Ballantrieg erlitten hat, Verluste von zirka fünf bis sechs Millionen Mart haben. 1. Der einzustellende Lehrling soll auf seine geistige und förperliche Befähigung durch den Prinzipal oder seinen Stellvertreter geprüft und von einem Arzt untersucht werden. Die Kosten der ärztlichen Untersuchung trägt der Prinzipal. Besondere Sorgfalt ist dabei auf die Untersuchung der Augen zu verwenden, wobei sowohl die Sehkraft als auch die Fähigkeit, Farben richtig zu sehen, geprüft werden muß. Bei der Untersuchung ist dem Arzte das Merkblatt vorzulegen, damit er die förperlichen Eigenschaften, welche der Beruf erfordert, daraus entnehmen kann. 2. Für den Maßstab der geistigen Befähigung dienen die Schulzeugnisse der letzten Jahre, wobei auch auf das fittliche Betragen zu sehen ist. Für Lithographenlehrlinge ist in erster Linie eine besondere zeichnerische Befähigung erforderlich. 3. Als Lehrlinge, welche Steindrucker werden wollen, find mur solche von normaler Körperbeschaffenheit geeignet. 4. Die Lehrzeit für Lithographen und Steindruder beträgt in der Regel 4 Jahre. Bei Lithographenlehrlingen ist eine 3jährige Lehrzeit dann zulässig, wenn der Betreffende bei Eintritt in die Lehre älter als 16 Jahre ist und eine höhere zeichne rische Ausbildung genossen hat. Ueber den drohenden Riesenkampf im Baugewerbe heißt der Der Kampf um Homerule. London, 15. Januar.( W. T. B.) Im Unterhaus wurde heute bei dichtbesetztem Hause die dritte Lesung der Ho. merule begonnen. Als erster Redner trat Balfour auf und beantragte die Ablehnung der Bill, an der er Kritik übte. Die Haltung der Liberalen in der Ulster betreffenden Frage könne nicht aufrecht erhalten werden. Es würde etwas geschehen, das die öffentliche Meinung in England aufrütteln und dem Wolfe Klarmachen werde, worüber sich Ulster in Wirklichkeit beklage., Der Tag der Erleuchtung müsse tommen, aber er möge rechtzeitig kommen. Falls Blut vergossen werden sollte, was Gott verhüten möge, so würden die wirklichen Möder diejenigen sein, die niemals den Mut hatten, dem Ulster- Problem gegenüberzutreten. Premierminister Asquith erwiderte auf Balfours Rede: Der springende Punkt der Situation ist der, daß wir, falls die Bill nicht angenommen wird, uns noch der Forderung der großen Mehrheit des irischen Volkes gegenüber sehen würden. Die Unioes in einem wirtschaftlichen Jahresbericht des Handelsteils nisten in Irland sollten davor geschützt werden, daß ihnen unrecht Kölnischen Voltszeitung": geschieht oder daß sie Unrecht befürchten müssen, aber die BeBiel wird davon abhängen, ob im Frühjahr 1913 der gewilligung der Forderung Ulsters wäre verhäng fürchtete Riefenkampf im Baugewerbe aus nisvoll für ein demokratisches Regierungsbrechen wird. Man ist ja eifrig am Werke, diesen Kampf zu system. Asquith erinnerte dann Balfour daran, daß seine vermeiden; vorläufig aber erscheint es zweifelhaft, ob man früh Voraussagungen betreffend die Folgen der Gewährung der zeitig genug das Friedensziel erreichen wird. Transvaal sich als falsch erwiesen Riefentampf in diesem Zweige würde aber vielleicht noch mehr Selbstverwaltung an 11 Ein " neuer Menschen mittelbar und unmittelbar treffen, als der Bau- hätten, und fuhr fort: Wenn man ein großes Reich aufbaut, ist es tampf" im Jahre 1910. Wenn auch diesmal der Streit ver- immer notwendig, etwas zu wagen. Aber das Risiko, das wir auf mieden werden sollte, so muß man doch damit rechnen, daß der uns genommen haben, ist durch die in der Folge gemachten Erfahalte 3orn der Bauunternehmer gegen die rungen immer gerechtfertigt worden. Wir haben unseren Bauarbeiter in absehbarer Beit wieder aufflammt; denn Lohn und mehr als unseren Sohn darin gefunden, hier handelt es sich um grundsäbliche Fragen, welche daß die Loyalität und die Anhänglichkeit der Die Unternehmer nur durch eine Machtprobe lösen wollen. Von verschiedenen Seiten ist deshalb ein Glieder des Reiches stärker geworden ist. Wir hoffen Reichs- Einigungsamt verlangt worden, und es wäre auch rätlich, und vertrauen, daß dies auch wieder geschehen wird. Die Homedaß dieses Amt in irgendeiner Form eingerichtet wird. Denn rulebill ist darauf berechnet, dem Streit zwischen amei Völkern ein. man darf dem freien Ermessen Ge- Ende zu machen und sie zu einer fruchtbaren und dauernden Gewerbegruppe nicht die bauernde Möglichkeit, meinschaft zu verbinden. die Volkswirtschaft schwer zu erschüttern, anheimgeben." einer Was das führende klerikale Blatt hier gegen die Unternehmer Abschluß der Untersuchungen gegen den Geldtrust. von dem brutalen Eingriff der Auergesellschaft in die persönliche im Baugewerbe fagt, ist ganz richtig. Aber was nüßt diese Ver- Washington, 15. Januar.( W. T. B.) Die Untersuchung gegen Freiheit ihrer Angestellten. Sie brandmarkt insbesondere die so- nunft im Handelsteil? Jit der Kampf da, dann wird man den Geldtrust wird voraussichtlich in dieser Woche abgeschlossen fortige Entlassung eines Angestellten, der gerade im Begriff stand, auf den vorderen Blättern die Versuche der Arbeiter, ihre werden. William Rockefeller wird wahrscheinlich auf Grund des fich zu verheiraten. Die angebliche Sorge der Auergesellschaft um wirtschaftliche Lage zu verbessern, wieder mit den unglaublichsten ärztlichen Gutachtens von der Verpflichtung, als Zeuge vor dem das Wohl der Angestellten, der nach Ansicht der Gesellschaft mit Mitteln verunglimpfen. Hat doch die Zentrumspresse, als fürzlich Untersuchungskomitee zu erscheinen, befreit werden. Verantw, Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drudu. Verlag: Borwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Sierau 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 13. 30. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 16. Januar 1913. 91. Gizung. Mittwoch, den 15. Januar 1913, mittags 1 hr. Am Bundesratstische: Dr. Delbrüd. Etat des Reichsamts des Innern. Dritter Tag. darüber weiß, dann heraus mit dem heimlichen Spaltpilz fatholischen Arbeitern den Beitritt zu den Gewerkschaften nicht zu ver ( Sehr gut! im Zentrum.) Der Redner flagt dann, daß es dem bieten und daß nunmehr das Fortbestehen dieser christlichen Gewerkfelbständigen Mittelstand so schlecht geht; der Reichs- schaften gesichert ist. tag hat oft etwas für ihn tun wollen, aber bei jeder Frage ant- Graf We starp forderte einen erhöhten Schuh ber wortet die Regierung:" Erwägungen schweben". Immer und immer Arbeitswilligen. Ich möchte ausdrücklich feststellen, daß, bertröstet man den gewerblichen Mittelstand, ohne daß etwas für was ich im vorigen Jahre gesagt habe, auch heute noch meine ihn geschieht. Was den Schutz der Arbeitswilligen an- Meinung ist, sowie die der beteiligten Refforts und insbesondere des langt, so wollen wir feine Ausnahmegeseze gegen die Arbeiter. Reichskanzlers. Alle Forderungen zum Schuße der Arbeitswilligen Streits können durchaus berechtigt sein. Aber wir verlangen auch, gipfeln in dem Ruf nach einem Verbot des Streitposten daß die, die Arbeiten wollen, nicht durch Gewalt daran gehindert werden. stebens. Ich habe wiederholt ausgeführt und wiederhole es noch Abg. Freiherr v. Gamp( Rp.): Namens meiner Freunde habe Arbeiter irregeführt. Man soll die Streitereien zwischen Arbeitern fämpfung der Uebel ansehen muß, deren Vorhandensein ich mit ( Bravo! i. 3.) Mit dem Schlagwort Zuchthausgesetz wird die Meinung der einmal, daß ich das für ein untaugliches Mittel zur Beich zuerit unfere einmütige Entrüstung über das Auftreten nicht zu ernit nehmen, aber unhaltbar ist der Zustand, daß ein Ihnen anerkenne. Der Terrorismus gegen Arbeitswillige wird des Abgeordneten Wetterlé in Frankreich zum Ausdruck zu Arbeiter an der Arbeit verhindert oder ein Streif inszeniert wird, nur zu einem kleinen Teil durch Streitpostenstehen ausgeübt. bringen.( Bravo!) Auch seine Genossen im elsässischen Landtag haben weil ein Arbeiter sich aus prinzipiellen Gründen nicht einer be- Es geschieht vielmehr durch Leute beim Spazierengehen, ihre Empörung über das Vorgehen des Abgeordneten Wetterlé be- ftimmten Gewerkschaft anschließen will.( Sehr richtig! im Zentrum.) durch Frauen, durch Kinder, die sich ihnen anschließen, fundet. Ein solcher Mann sollte felbst einsehen, daß für ihn im Auch das Handwerk muß auf gesetzgeberischen Schuß dagegen bestehen. er wird ausgeübt in den Werkstätten, in den korridoren, Deutschen Reichstag tein plaz ist.( Bravo) Ich weiß Aus diesen Gründen haben wir im vorigen Jahre für die konfer- in den gemeinsamen Waschküchen, in den Konsumnicht, ob die Väter der elfaß- lothringenschen Verfassungs- bative Resolution betreffend den Schutz für Arbeitswillige gestimmt. vereinen, Läden, Restaurationen. Es würde überaus reform jetzt noch viel Freude an der Entwickelung ihres Diesmal ist die Resolution nicht ganz glüdlich gefaßt, ichwer fein, eine juristische einwandsfreie Formulierung des StreitKindes haben. Die hämische Art, mit der die denn es ist schwer festzustellen, was im einzelnen Falle Streitposten- poſtenstehens zu finden. Wenn man also die beklagten Erschei Sozialdemokratie die deutsche Sozialpolitik in den stehen ist. Redner wendet sich weiter gegen die Beamten mungen ivirtiam bekämpfen will, so kann das nur durch eine Aendea Staub zieht, ist ja bekannt. Auch wenn ich mit fonfumbereine. Der zweite Teil des Gesetzes zur Sicherung rung der gesetzlichen Bestimmungen über Beleidigungen, Rötigung, Engelszungen redete, würde ich die Sozialdemokraten nicht zu einer der Bauforderungen sollte endlich eingeführt werden. Mit Selbst- Körperverlegung usw. geschehen. In der Bearbeitung diefer objektiven Würdigung unserer Sozialpolitik bringen. Die Versiche- hilfe allein kann der Mittelstand nicht vorwärts kommen.( Bravo! Bestimmungen sind wir begriffen, und ich halte es nicht rung der Angestellten, die Ausdehnung der Krankenversicherung auf im Zentrum.) für angebracht, diese Bestimmungen losgelöst von dem alldas platte Land, scheint Herr Fischer verschlafen zu haben. Es ist Präsident Kaempf erklärt nachträglich den Vorwurf der Un- gemeinen Entwurf eines Strafgesetzbuches hier zur Verhandlung erst einmal geit gegeben wird, sich in diese neuen Borredners für parlamentarisch unzulässig. einmütiger Wunsch der bürgerlichen Barteien, daß dem Wolfe ehrlichkeit gegenüber dem Abg. Müller- Meiningen seitens des zu bringen. Dazu kommt, daß das geltende Recht tatsächlich ausgereicht hat, um Ausschreitungen von Streitposten und im Gefeze hineinzuleben. An großen Problemen steht nur noch aus die Arbeitslosenversicherung. Aber sie läßt sich nicht als Staatssekretär Dr. Delbrück: Ich will mich heute auf Aus- Anschluß an Streits zu bestrafen. Die Vorgänge im Ruhrrevier Zwangsversicherung einführen. Auf dem Lande trägt heute der führungen zur Sozialpolitik beschränken und auf die anderen haben zu einer Unzahl von Strafen geführt. Auch wenn Den Anlaß zu den wir ein Verbot des Streitpostenstehens gehabt hätten, würden diese Arbeitgeber durch die langfristigen Kontrakte allein die Kosten einer Materien in späteren Reden zurückkommen. vorübergehenden Arbeitslosigkeit. Die gelernten Industrie Erörterungen über das Koalitionsrecht hat meine Nede vom 10. De- Borkomunnisse zur gerichtlichen Verantwortung gezogen worden sein. Diese Rede hatte lediglich den Zweck, an Es sind etwa arbeiter stehen heute viel besser als die Handwerfer ember gegeben. der geschichtlichen Entwickelung der Gesetzgebung und der 2000 Anklagen erhoben und Bauern.( Sehr richtig! rechts.) Sie können sich viel besser Judikatur die Grenzen des Koalitionsrechts und des Vereinsrechts worden( Lebhaftes Hört! hört! bei den Sozialdemokraten) und es ernähren und haben auch nicht die Sorge um die Zufunft, weil ein tüchtiger Arbeiter heute überall und jeden Augen- festzulegen. Die juristischen Ausführungen, die ich in dieser Be hat sich in vielen Fällen um Ausschreitungen und Bergehen von ziehung gemacht habe, find nach meiner Ansicht nicht widerstreifenden Bergleuten gegen Arbeitswillige gehandelt, während nur blick Arbeit findet.( Sehr richtig! rechts. Lachen bei den Sozial- legt, weder hier im Hause noch in der Presse. Ich habe den Stom- eine verhältnismäßig geringe Zahl von Ausschreitungen Gegen den Terror der Sozialdemo traten, die Arbeiter, welche arbeiten wollen, an der Arbeit ver- mentar des Abg. Müller- Meiningen zum Reichsvereinsgefez noch Arbeitswilliger zur Kenntnis der Behörde gelangt hindern, hat der Staat die Pflicht, einzutreten. Dazu ist vor allem mals durchgesehen und habe gefunden, daß ich eigentlich auf der find.( Lebhaftes Lachen bei den Sozialdemokraten.) selben Grundlage aufgebaut habe. Auf die Konsequenzen, charakteristisch, daß ein großer Teil dieser Verurteilungen fich gegen notwendig ein Verbot des Streitpostenftchens. die sich aus meinen Aeußerungen für das Handeln und die Aeuße- Jugendliche gerichtet hat( Buruf: Es waren Dummejungenrungen bestimmter Ressorts etiva ergeben fönnten, einzugehen, war streiche 1), und Jugendliche stehen nicht Streilposten, sie beteiligen Wir sind dem Grafen Westarp dankbar für die ausführ- nicht meine Absicht und in gewissen Grenzen auch nicht meine Auf- fich an den allgemeinen Unternehmungen gegen die Arbeitswilligen, liche Behandlung diefer Angelegenheit. Unsere Industrie, unfer gabe. Ich habe immer nur die Grundsäße festzulegen, nach denen aber sie werden niemals als besondere Beauftragte Handelsstand fordert jezt fast einmütig einen folchen Schuß der die Reichsgefeße in den Bundesstaaten auszuführen find. von Gewerkschaften zu Streifposten verwendet. Sehr zahlArbeitswilligen. Auf die Dauer kann fich fein Staats- Wie die Grundsäge in den einzelnen Refforts angewendet werden, reich find auch die Verurteilungen von Frauen; sekretär einem solch einmütigen Votum der gewerbetreibenden Streise habe nicht ich zu vertreten, dies geschieht vielmehr unter der Ver- es find etwa 400. Auch die Frauen sind in der Regel entziehen. Der Staatssekretär hat sich seinerzeit auch nur antwortlichkeit der betreffenden Refforts. Deshalb ist der Vorwurf nicht Streitposten, sie sind vielmehr die Franttireure gegen ein Ausnahmegefeg erflärt. Darauf lege des Abg. Fischer, daß durch meine Ausführungen das Koalitions des Heeres.( Große Heiterkeit.) Die Vergeben der Frauen sind ich gar feinen Wert, nennen Sie es doch anders. Ich hoffe, recht vernichtet worden sei, unbegründet. Es werden ständig Ver- im allgemeinen leichte, fie bestehen in Beleidigungen und Ehrendaß der Staatssekretär einen Weg findet, der es auch den fuche gemacht, das Koalitionsrecht über seine Grenzen hinaus zu fränkungen, allerdings von der gehäffigsten Art. Schwere VerFreisinnigen ermöglicht, solchen Maßnahmen zuzustimmen. erweitern; die Regierung wird dadurch in eine Kampfstellung gehen find verhältnismäßig felten vorgekommen, in allDie Verdächtigung des Abg. Fischer gegen das Reichsgericht weise gedrängt, und aus der dauernden Abwehr der Bemühungen, das gemeinen überschreitet das Strafmaß zwei Monate nicht. Widerich als politische Brunnenvergiftung zurüd. Redner klagt dann Soalitionsrecht zu erweitern, wird der Anschein einer Unfreundlichkeit stand gegen Beamte und gegen Militär ist vorgekommen, aber über die Schäden, die dem Kleingewerbe durch die konsum erweckt, die gar nicht besteht. Ich habe meinen Ausführungen vom alle diese Delifte find hervorgerufen durch den Schuß, den bereine und die Waren bäufer zugefügt werden. Herr 10. Dezember nichts hinzuzufügen und nichts in Abrede Polizei und Militär den Arbeitswilligen angedeihen Miller Meiningen hat das preußische Wahlrecht kritisiert; als zu stellen. Das gilt auch in allen Bunften von dem, was ich laffeu mußten. Das Charakteristische dieses Streifs, die Herr v. Oldenburg hier das bayerische Wahlrecht trinfierte, er im Zusammenhang mit dem Koalitionsrecht über die Enzyklika Schwierigkeit der Bekämpfung seiner Nebenerscheinungen durch hob der bayerische Bundesratsbevollmächtigte sehr erregt dagegen gefagt habe. Es handelte fich lediglich darum, den Geltungsbereich Polizei und Militär, ist darin зи suchen, daß rein Einspruch, und die süddeutschen Herren fefundierten ihm. Ehe Sie des§ 1 des Reichsvereinsgesetzes nach allen Richtungen festzulegen. großer Teil der Arbeiterschaft entschloffen war, die Arbeit nicht über Preußen sprechen, sollten die süddeutschen Herren die preußischen Was ich in der Beziehung gefagt habe, ist nach meiner Auffassung niederzulegen, und daß diese von den Streifenden die rücksichtsVerhältnisse tennen lernen, sie sind nach einem Worte Bismards nicht widerlegt. Dr. Müller- Meiningen hat weitgehende Son lofeste Behandlung erfahren haben. Ich habe es ausdrücklich ab wie eine Wolljacke. die anfangs etwas fragt, in der man sich aber fequenzen daraus gezogen und hinzugefügt, ich hätte wohl selbst gelehnt, durch ein gesegliches Streifpostenverbot einzugreifen, weil fehr bald recht wohl fühlt.( Zustimmung rehta.) nicht an diese Konsequenzen gedacht. Das ist richtig.( Seiterfeit.) ich das für unwirtsam halte. Aber gerade die Vorgänge im Abg. Jrl( 3.): Das Auftreten Dr. Wetterlés, falls die Beitungen Jch habe diese Konsequenzen nicht gezogen, ich ziehe sie auch heute Ruhrrevier beweisen, daß diejenigen recht haben, die in cr richtig darüber berichten, mißbilligen wir.( Lebhafte Zu- nicht und lehne sie ausdrücklich ab. höhtem Maße über Belästigungen der Arbeitswilligen flagen. stimmung im Zentrum.) Dr. Wetterlé ist nicht Mitglied des Dann hat Herr Dr. Müller Meiningen Aufklärungen über( Lebhafte Zustimmung rechts und im Zentrum. Widerspruch Zentrums. Das könnte auch Herr Müller- Meiningen wissen, und den Inhalt von Verhandlungen mit der kurie ver- bei den Sozialdemokraten.) Nicht bloß Unternehmer und wenn er es wußte, war fein Vorgeben nicht ehrlich. Möge er sich langt. Es ist nicht üblich, über diplomatische Verhandlungen ohne Beamte flagen darüber, sondern in hohem Maße die be doch mit seinem Barteifreund Blumenthal beichäftigen.( Sebr Zustimmung des anderen Teiles Mitteilungen in der Deffentlichkeit läftigten Arbeiter selbst. Stein Tag ist vergangen, ohne daß gut! im Zentrum.) Von den sonstigen Ausführungen des zu machen. Es genügt aber, was ich schon mitgeteilt babe, daß wir Stöße von Depeschen gerade von solchen Arbeitern bei mir einDr. Müller Meiningen war interessant nur seine An- in den Streit eingegriffen und in Rom zugunsten der christ- gegangen sind. Wo Nauch ist, pflegt auch Feuer zu sein, und wir deutung über einen Geheimerlaß des bayerischen Kriegsministers lichen Gewerfidaften gewirkt haben, und zwar vor der haben die Pflicht, das Feuer zu löschen. Und Sie( zu den Soziala ant die bayerischen Offfziere. Wenn er etwas Näheres Enzyklika, und daß diese den Willen der Sturie erkennen läßt, den demokraten) haben keinen Anlaß, über scharfmacherische Tendenzen demokraten.) Kleines feuilleton. " Es ist Einige man sich, mit wissenschaftlichen Gründen auf die staatlichen Hilfsmittel nicht ver- Jabren, Jahren, Jahren" auf Janiticharen,-tscharen,-tscharen" zichten darf usw. Man kann sich mit anderen Worten einen geistigen reimte. Tempora mutantur. Aus dem Operettenhelden ist Arbeiter denken, der sich in einer 3wangslage befindet und den blutige Wirklichkeit geworden. In den Gesandtschaften aber sigen Orden nehmen muß, weil er nicht größere Dinge opfern darf. die Zivilmassafraze, die Refervemassafraze, und wenn die Presse Drden, Titel und geistige Freiheit. Das preußische Diese respettablen Existenzen aber find in einer wahrhaft erschreckenden Schauernachrichten über die„ Befreiung" Mazedoniens und Rumeliens Drbensfest hat einen Regen von mitdvoller Anerkennung auf die Minorität. Jm allgemeinen ist die Ordensseligkeit der deutschen bringt, dann lächeln sie hold und fingen: Tohale Menschheit niedergehen lassen. Hoffend standen sie in einem Künstler und Gelehrten eine bürgerliche Sch ma ch. Die Was sollen wir uns genieren, befracten Haufen beisammen, die Beamten, Offiziere, Kommerzien- fchwachen Seelen diefer Herrschaften verraten die geistige Freiheit Wir dementieren, tieren, tieren!"-n. räte, Börfianer, Professoren und freisinnigen Abgeordneten. Hoffend an das feudale Boruffentum. Sie verdienen, daß ihre Schande ein blidten ihre Augen zu dem Thron empor, von dem aller Segen mal ausgesprochen wird. Pessimistische Prophezeiungen über das Fliegen. Es ist heute im niederträufelt. Hoffend standen sie sich die Beine in den Leib und die Würde aus der Seele. Hoffend spätten sie nach dem Zeichen der Die Neuerwerbungen der Nationalgalerie. Die Abhalfterung Beitalter des Flugwesens nicht uninteressant zu hören, was der Schöpfer der modernen dänischen Literatur, Ludwig Holberg, majestätischen Huld und schanderten bei dem Gedanken, daß die der alten Herren hat der Nationalgalerie ohne Zweifel genutzt. fchon im Jahre 1745 über die Lösung des Flugproblems gefagt bat. Gnade der Krone sie nicht überstrahlen könnte. Die fleine Kommission, die den früheren, fast unmöglichen Apparat Bonne glänzte in ihrem Blide, als die Strone sich gnädig erwies. Auf den Rodfragen der Gutachter ersetzte, hat schon im ersten Jahre treffliche Arbeit In seiner 452. Epistel, die um das Jahr 1745 verfaßt ist, findet sich „ Es gibt zwei Dinge an denen die fentre sich der schimmernde Stern und der Rockragen wieder ichien geleistet. Das Hausgeset: daß kein fezessionistischer Wildling ein- der folgende Ausspruch: den Erdboden tüffen zu wollen, weil sein befeligter loyaler Besizer zulassen sei, wurde durchbrochen: wir haben jetzt in der National- Menschen lange vergebens gearbeitet haben, nämlich der Versuch, galerie einen Slevogt. Das ist ein Fortschritt, freilich ein Gold zu machen und der, in der Luft zu fliegen. fich gar io tief verbeugte. Leute find noch immer der Ansicht, daß merkwürdiger; denn fast alle deutschen Museen befizen längst Es liegt uns völlig fern, gegen diese wohlbekannte Komödie Werte dieses Malers. Dennoch ein Fortschritt, wenn man sich er- fünstlichen Flügeln versehen, in die Luft schwingen kann, wie die der Eitelkeit polemisieren zu wollen. Wer sich dabei wohl fühlt, mag innert, daß durch Jahre, außer für Liebermann, die Nationalgalerie Vögel mit ihren natürlichen Flügeln. Wenn aber diese törichten sich unsertwegen in den siebenten Himmel entrücken lassen. Wer mit dem gegenwärtigen Staat intim verbündet ist, wie etwa die der modernen Kunst verschlossen blieb. Nun darf man hoffen, daß Leute den Unterschied zwischen dem schweren menschlichen und dem preußischen Junker, handelt jogar wie ein vernunftbegabtes Wesen, nun auch die anderen eingelassen werden. Der Slevogt, der zu leichten Vogelförper bedenken; sowie den Schwanz, den die Vögel als wenn er die Hansnarren der Eitelkeit mit schimmernden Sternen solchen programmatischen Erörterungen den Anlaß gibt, ist ein Ruder gebrauchen, betrachten würden, so würden sie von einem blendet. Wer das Heil des Bürgertums darin erblickt, ewig die lebensgroßes Bildnis des Sängers d'Andrade als Don Juan in solchen Verfuch als einer unmöglichen Idee Abstand nehmen müssen. der Kirchhofsszene. Heloten des Adels zu sein, mag sich ebenfalls dekorieren lassen; er Ein Bild von frecher Laune und schöner Das Goldmachen und die Kunst des Fliegens sind im übrigen Dinge, die zieht lediglich die Konsequenzen feiner politischen Unterwürfigkeit. Bändigung; leise gewittert Daumier, in der Grimasse des Leporello, mehr Schaden als Nuzen anrichten können; und deshalb wird Gott Daß oppositionelle abgeordnete, die sich von eben dem und in den schwarzblauen Schauern des Gräberfeldes. Mit ge- wahrscheinlich zum Nutzen und Frommen der Menschheit ihre BerStaat dekorieren lassen, den sie angeblich bekämpfen, fomische schmeidiger Malerei wurde der Körper des eleganten Abenteurers wirklichung unmöglich machen. Denn, falls die Menschen das Figuren find, braucht hoffentlich nicht erit ausgesprochen zu werden. aus dem Weinrot des Kostüms und dem Weiß des Mantels facet- liegen erlernten, würde die ganze Welt ein anderes Aussehen erDer Himmel möge uns aber davor bewahren, daß wir gegen dieſe tiert; das dämonisch berzüdte Antlik ist ein Meisterstück von halten. Die Menschen würden die Städte und die Dörfer verlassen und sich wie Raubtiere in Höhlen bergraben müssen, da Mauern aufrechten Gestalten polemisieren follten! Das malitiofe Lächeln, Slevogts impressionistischer Jllustrationskunst. Die übrigen Neuerwerbungen zeigen, daß Justi die preußischen und Wälle sie nicht länger gegen ihre Nachbarn schüßen könnten. mit dem irgend eine feudale Sofwanze fo einer besternten frei- Realiſten von Gaertner bis Menzel sorgfältig sammelt; bag er Surgum: Regierungen und Bündnisse und die ganze menschliche finnigen Mannesseele nachblidt, ist uns eine völlig ausreichende brüber aber nicht bie Romantiker, weder den Casper David Gesellschaft müßten aufgelöst werden, da sie keinen Nutzen mehr Genugtuung. Schlimmer ist es, daß auch namhafte Künstler und Gelehrte Friedrich, noch den Schnorr vergißt. Von den Vorläufern der böten. So würde die Herrlichkeit des Fliegens, die die Menschen An den Vögeln mißgönnen, ihnen selbst zum Verderben gereichen!" fich mit Titeln und Orden behängen laffen. Wir fennen felbst- modernen Malerei wurden Steller und Schuch erworben. verständlich die landesübliche Ausrede: man soll in Kleinigkeiten Plastiken kaufte Jufti zwei bollendete Schadowbüsten, einige Artein Fanatiker fein, man foll eine höflich gemeinte Auszeichnung beiten aus Begas bester Zeit, den charallervollen Straußkopf von nicht unböflich zurüdweifen usw. Mir fennen das überlegene, fait ederer und die sinnlich verzüdte Tänzerin, die Kolbe fürzlich in Berlin- New York drahtlos. Zwischen Nauen mitleidige Lächeln, mit dem in solchem Fall der Dekorierte auf der Gezession ausstellte. In der Sezession. und New York wurde in einer der letzten Nächte eine drahtlose Verfeinen Rodtragen binabblict; wir wissen aber auch, was mancher früher taum möglich gewesen. bindung hergestellt. Man hofft, den drahtlosen Verkehr mit der fich's hat tosten laffen, um die„ Kleinigkeit" zu erlangen, die abzus Hauptmann Massafraz. Vor einigen Jahren tauchte eine Operette Zeit zu einem dauernden und regelmäßigen ausgestalten zu können. lehnen ihm lediglich aus Gründen der feelischen Großzügigkeit un- auf, die so wenig trottelhaft und reißerisch, vielmehr so nett und Ernst Shackleton bereitet eine neue Expedition in die möglich ist. anmutig war, daß sie alsbald verschwinden mußte. Das heitere Südpolarregionen vor. Die Sache hat in allem Ernst ihren Haken. Wer für fulturelle Wert hieß:" Der tapfere Soldat" und gab ehrlicherweise sein Vor- Ein Siesta Institut foll nach der Frankf. 8tg." in Leistungen einen Orden annimmt räumt dem Staat auf geistigem bild an die„ Helden" des Bernhard Shaw; es perfiflierte den Berlin in der Nähe der Linden eröffnet werden. Man will dort für Gebiet einen Richterspruch, eine legitime Instanz, eine Art Ober- Militarismus im allgemeinen und da dies im österreichischen Ur- 60 bis 80 Pf. die Stunde ausruhen können. Währenddem werden aufficht ein. Das aber ist nirgends eine„ Sleinigkeit", am aller sprungslande zu jener Zeit der bosnischen Annegionskrise und der Kleider und Schuhe draußen gereinigt. Außerdem sind vorhanden: wenigsten aber in Preußen- Deutschland, wo die staatliche Gewalt Mobilisierung nicht ungefährlich war, wurde die Satire auf den Bäder, Duschen, ein Friseurraum, ein Erfrischungsraum mit altoholauf immer neue Schuriegeleien der geistigen Freiheit finnt. Balkan lokalifert. Und siehe da, welche dichterische Prophetie freien Getränken; ferner ein Lese- und Schreibsalon, in den man Gewig! Man kann fich einen bildenden Künstler bei schlichten Operettenmachhern ein Hauptmann der sieg gegen Entgelt von 20 Pf. Einlaß erhält, und Kinderzimmer, wo denken, der den Drden nehmen muß, wenn er die staatlichen Auf- reichen Armee führt den Namen Massafraz. zur großen Er- Eltern ihre Sprößlinge unter Aufsicht spielen lassen können. Gewig träge, die für ihn eine künstlerische Notwendigkeit fein fönnen, heiterung des Publikums trat er pfauchend und inurrend auf ein nützlicher Komfort für die, denen alles zum besten genicht verlieren will. Man kann sich einen Gelehrten denten, der aus und sang ein Lied von altem Nacheburst, in dem sich schon seit reichen muß. So etwas wäre R. Br. Notizen. " Der Reichstag wolle beschließen: Die Verbündeten Regierungen zu ersuchen, neue Berechnungen über die Belastung des Reiches und der Versicherten aus der Hinterbliebenenversicherung( Buch IV der Reichsversicherungsordnung) aufstellen zu lassen. Bei dieser Berechnung sind die bis jetzt gemachten Erfahrungen über Häufigkeit der Rentenbewilligung, die Höhe der ersparten Beitragserstattungen und der Erträge aus der zur Durchführung der Hinterbliebenen versorgung herbeigeführten Beitragserhöhung mit zu berüc fichtigen. Sollte sich ergeben, daß aus der Summe, die bei Schaffung der Versicherung als Belastung des Reiches angenommen ist, und den Erträgen, die den Versicherungsträgern durch Wegfall der Beitragserstattung erspart und aus der Erhöhung der Beiträge für die Hinterbliebenenversorgung aufließen, höhere Renten gewährt werden können, als in den§§ 1285, 1292, 1294 und 1296 vorge sehen sind, dann dem Reichstage schleunigst eine Vorlage zugeben zu lassen, durch welche die Nenten so weit erhöht werden, wie sie aus den verfügbaren Mitteln gezahlt werden können." bei der Regierung und bei den Barteien zu lagen, wenn wir biefen grenzung von von Fabrit Fabrit und Handwert und eine Re- Iwird. Ueber die meisten der übrigen Beschlüsse des Reichstages Uebelständen unsere Aufmerksamkeit zuwenden. gelung des Submissionswesens. Bielleicht empfiehlt fchweben noch die Erwägungen des Bundesrats, soweit dieser nicht Und noch eines möchte ich bemerken: Wennn dieser Ruf nach sich die Errichtung von Submissionsämtern. Der bereits zu einem ablehnenden Entschluß gelangt ist oder die Frage Beschränkung der Stoalitionsfreiheit immer stärker in diesem Hause Freijinn will von diesen Handwerkerwünschen freilich nichts wissen dem Reichskanzler überiviesen hat. ertönt, jo tragen Sie( zu den Sozialdemokraten) allein die Schuld. und er freut sich schon, wenn er unter den Handwerkern einen EinNiemand wird angefochten, niemand wird angegriffen, niemand gibt spänner findet, der ihm recht gibt.( Burufe bei den Fortschrittlern.) Etat des Reichsamts des Junern in der Budgetkommission. Anlaß zu Beschwerden, der die ihm zustehenden Rechte in einer Herr Wendorff, Sie sind ja auch ein landwirtschaftlicher EinIn der Sitzung am Mittwoch befaßte sich die Kommission zus Weise ausübt, daß nicht die Rechte anderer, Freiheit, Leben und Ge- wänner.( Lachen links. Beifall rechts.) Die Liebe des Freisinns zum nächst mit der höheren Subventionierung und Förderung der Seesundheit anderer, dadurch verletzt oder gefährdet werden, und wenn Mittelstand ist platonisch. Die Warenhaussteuer muß ver- fischerei, für die 500 000 M., das sind 125 000. mehr, geGie, was Sie bei der wunderbaren Disziplin Jhrer Leute fönnen, schärft werden. Der zweite Teil des Gesetzes zur Sicherung der fordert werden. Der Konservative v. Böhlendorff trat dabei dafür sorgen wollten, daß die Handhabung der Streiks sich in Formen Bauforderungen muß kommen. Die Auswüchse des Ausverkaufswesens für eine Erhöhung der Fischzölle ein, die Genoise Noste energiich betwegt, die die Freiheit anderer nicht antasten, dann wird kein müssen gelegentlich bei dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, bekämpfte. Auch der Volksparteiler Strube wendete sich lebhaft Mensch in diesem Hause auf den Gedanken fommen, eine Beschränkung das sich sonst vorzüglich dewährt hat, beseitigt werden. Dr. Quard der Koalitionsfreiheit zu fordern.( Lebhaftes Lachen bei den Sozial hat den Wunsch der Bäckergesellen nach Beseitigung der Nachtarbeit gegen die Fischzölle, worauf die erhöhte Summe bewilligt wurde. Die Belastung des Reichs durch die Leistungen für die Reichs demokraten.) zur Sprache gebracht. Aber schon abends Semmeln zu backen, die 748 000 M. mehr. Ich war darauf gefaßt, daß der Abg. Fischer der Regierung morgens frisch geliefert werden, ist nur in Großbetrieben möglich, versicherungsordnung beträgt im nächsten Etatsjahr 57 120 000 M., den Vorwurf mangelnden sozialen Verständnisses machen würde, und deshalb können wir dieser Forderung, der man ja rein menschlich Südefum, Noste, Schöpflin, Hoch, Sachse und Rauch die Annahme Hierzu beantragten die Genossen Molkenbuhr, war aber auf die Begründung gespannt. Und ich muß fagen, die sympathisch gegenüberstehen muß, nicht zustimmen. An folgender Resolution: Begründung hat mich enttäuscht. Wenn man aus seinen Aus- sozialer Fürsorge für die Arbeiter lassen wir es deshalb nicht fehlen; führungen di pifanten Moments ausscheidet, Sie sich aus dem Um die Initiative zur sozialen Fürsorge für die Arbeiter verstand ergaben, daß ihm ein Teil einer Korrespondenz zwischen mir danken wir in erster Linie dem alten Kaiser, und in diesem und dem Minister des Innern in Preußen auf den Tisch geflogen Haufe meinen Parteifreunden.( Große Heiterkeit links.) war, fo bleibt wenig übrig. Wesentlich auf diese Stor- Aber die Arbeiter fürsorge ist für uns nicht die einzige Aufgabe der respondenz, die einen ganz anderen Gegenstand behandelte, sozialen Gesetzgebung, fie muß sich besonders des Mittelstandes baut der Abg. Fischer die Behauptung auf, das Reichs- annehmen, der wirtschaftlich in erster Linie gefährdet amt des Innern sei unfähig, irgend eine Attion auf sozial- ist. In dem lauen Bad des Hansabundes wird die volitischem Gebiete zustande zu bringen wegen feiner weiße Lilie des Mittelstandes nicht aufblühen( Heiterkeit), aber von Abhängigkeit von Preußen. Im übrigen wies er zum Beweis für der Regierung erwarten wir nicht bloß Erwägungen, sondern eine feine Behauptung der sozialpolitischen Unfruchtbarkeit im wesentlichen rettende Tat.( Bravo! rechts.) auf fechs Bunfte bin, auf die ich furz eingehe. Daß eine Ordnung Abg. Dr. Doormann( Vp.): Durch die Voltsfürsorge" der Arbeiterverhältnisse auf dem Gebiete der Binnenschiffahrt der freien Gewerkschaften und der Genossenschaften wollen offenbar noch nicht erfolgt ist, ist richtig. Wegen der großen Verschieden die Führer dieser Kreise ihre Organisationen stärken. Soll diese artigkeit der Verhältnisse auf den einzelnen Stromgebieten ist eine Volksversicherung die staatliche Zwangsversicherung ergänzen, so generelle Regelung taum möglich. Ueber ſpezielle Vorschriften für fönnen wir nichts dagegen haben.- Ein Teil meiner Freunde hat bas Stromgebiet des Rheins, wo zweifellos Mißstände bestehen, eine Resolution der Herren Becker und Behrens mit unterhaben Verhandlungen mit den interessierten Kreisen statt zeichnet, der Bundesrat möchte die Unfallversicherung auf gewerbliche gefunden, das Material wird gegenwärtig verarbeitet. Berufskrankheiten ausdehnen. Wir halten das für dringend notWas die Heimarbeit betrifft, fo muß die Bildung wendig. Wir freuen uns, daß der Staatsfekretär vor einem bon Fachausschüssen zweckmäßig bon den Bundesstaaten Jahre erklärt hat, daß ein Unfallversicherungsgesetz auch für FeuerGent. Moltenbuhr begründete eingehend die sozialdemo Soweit angeregt werden. mir Anträge zugegangen find, wehrleute, Krankenpfleger und ähnliche Kategorien in Ausarbeitung fratische Resolution, die vom Regierungsvertreter mit dem merk8. B. aus der Konfektionsindustrie in Berlin, habe ich sie sofort dem sich befindet. Wir verkennen die Schwierigkeiten dieser Materie würdigen Hinweis bekämpft wurde, auch neue Berechnungen können betreffenden Bundesstaat übergeben. Der preußische Handelsminister nicht, hoffen aber doch, daß sie überwunden werden. nur Wahrscheinlichkeitsberechnungen sein, die der Zuverlässigkeit entwird voraussichtlich in furzem mit einer Reihe solcher Anträge an Abg. Schwabach( natt.): Unsere Fürsorge für den Mittelstand behren. Erst nach langer Zeit feien aus der Praxis zuver den Bundesrat Herantreten. Ich nehme an, daß als erster der An- haben wir stets durch die Tat bewiesen. Das Reichsvereinsgefet läffige Unterlagen zu gewinnen. Gegen diese Auffassung und für trag von Berlin, hoffentlich in positivem Sinne, entschieden werden follte gegenüber den Litauern, deren Vaterlandsliebe und die sozialdemokratische Resolution traten Redner des Zentrums, wird. Die Ausführungsvorschriften für Fachausschüsse sind Königstreue über allem Zweifel steht, feitens der preußischen der Bolkspartei und der Nationalliberalen ein. Die in Arbeit. Für den Schutz der Gesundheit und Sittlichkeit der Regierung loyal gehandhabt werden, sonst wären wir zu einer letzteren regten an, die Berechnungen um ein Jahr zu verschieben, Bigarrenhausarbeiter sind Anordnungen in Vorbereitung. authentischen Interpretation des Gesetzes gezivungen. um auf der Grundlage zweijähriger praktischer Erfahrungen BeBeiter sind Vorbereitungen getroffen für eine ausgedehntere Regelung Abg. Kurzawski( Pole) führt Beschwerde über die Handhabung der Arbeitszeit für Arbeiterinnen und jugendliche des Vereinsgefeges in den polnischen Provinzen. Geschlossene Verrechnungen anstellen zu können. Von allen Seiten wird der ReArbeiter. In der Beschränkung der Nacht und fammlungen, selbst harmlose Vergnügungen werden bei uns als gierung bescheinigt, daß ihr statistisches Material, das der Gestaltung Sonntagsarbeit in den Bädereien find wir an die öffentliche Veranstaltungen behandelt. Man will eben der Hinterbliebenenversicherung zugrunde gelegt worden ist, einen bollständigen Migerfolg bedeutet. Die sozialdemokratische Grenze des Möglichen gegangen und können in Rücksicht auf die unsere polnischen Vereine überhaupt nicht dulden. Ein Amtsvorsteher Resolution, in die die nationalliberale Anregung aufgenommen war, Gewohnheiten des Publikums und die Bedürfnisse der Betriebe erklärte vor Gericht unter Eid, daß er die Anzeige gegen einen fand einstimmige Annahme. jedenfalls zurzeit nicht weiter gehen. Haben sich die Vorschriften polnischen Verein auf Befehl des Landrats von Pleß Von fozialdemokratischen und polnischen Rednern wurde die eingebürgert, so wird sich von selbst die Möglichkeit und der eingereicht habe, obwohl er selbst für eine politische Betätigung des Braris gebrandmarkt, daß besonders in der Provinz Schlesien Drang ergeben, weitere Einschränkungen vorzunehmen. Ein Gesetz- Vereins feine Beweife habe. Die Wirksamkeit der polnischen in geradezu ungeheuerlicher Weise Rentenerfawerungen entwurf betreffend Regelung der Sonntagsruhe im Handels- Berufsvereine ist durch dies schikanöse Borgehen der Behörden lahm- und Rentenentziehungen verübt werden. Außerdem gewerbe liegt beim Bundesrat. Die Verhältnisse der gelegt. feien die Vertrauensärzte durch Zirkular an Arbeiter in der schweren Eisenindustrie sind erst vor Abg. Dr. Werner- Gießen( Antisemit) empfiehlt einige Refolutionen gewiesen worden, recht scharf bei Anträgen auf furzem durch die Verordnung von 1908 geregelt. Es wäre voreilig, seiner Partei, die völkische Wünsche enthalten, so die Schaffung eines tentengewährung vorzugehen. Scharf verurteilt an der Verordnung jetzt schon etwas zu ändern. Die an uns ges Reichsamts für deutsche Sprache, ein Verbot nichtdeutscher Geschäftsselbst von der Regierung wurde auch die famose Broschüre Langten Wünsche in dieser Richtung werden geprüft werden. Ferner bezeichnungen. Redner wirft des weiteren den Freifinnigen des halatistischen Professors Bernhard von der Berliner Uniist wieder beklagt worden, daß so wenig. Bundesratsverordnungen Mittelstandsfeindlichkeit vor, wodurch sie den Antisemitismus erst erzeugt bersität über die sogenannten Renten hysteriker in der deutschen auf Grund des§ 1200 der Gewerbeordnung erlassen worden find. hätten. Die Interessen des Mittelstandes werden auch von solchen Arbeiterschaft. Das liegt, wie schon im vorigen Jahre betont, daran, daß ein großer mit Füßen getreten, die an sehr hoher Stelle stehen. Ein Antrag des Genossen Rauch, die Unterstüßug der Familien Zeil, der zu regelnden Fragen bereits geregelt ist. Wir haben auf Sempinski bezieht Cadiner Kacheln, das waren der zu Friedensübungen eingezogenen Mannschaften höher zu bedem Gebiete der Sozialpolitik eine rege Tätigkeit entfaltet, haus Wertheim und die Synagoge in der Fafanenstraße messen, wurde bis zur Beratung des Militäretats zurückgezogen. so day fonnten sich schon hohen Besuches erfreuen, wir bedauern das im eine gewiffe Ruhe notwendig Interesse des deutschen Adels, der dem deutschen Volke Die Errichtung eines Reichs- Einigungsamtes ist, wenn auch der Abg. Hoch lacht. Wir haben die Krankenber- fo biele große Männer geliefert hat, wie Bismard und beschäftigte die Betitionstommission des Reichs. ficherung auf wettere Kreise ausgedehnt, es besteht Unfall, Invaliden- 8eppelin.( Seiterfeit.) Präsident Kaempf weist die Bemerkung in Bezug auf die fehr tages am Mittwoch. Das Gewerbegericht der freien Hansastadt versicherung, Versorgung der Hinterbliebenen. Wo soll auf dem Bremen stellte den Antrag, als Reichs- Einigungsamt eine Behörde Gebiete der Versicherung der Arbeiter noch etwas herfomnien? hohen Stellen" zurüd. Abg. Werner( Ant.): Die Waren bäufer müffen auf Grund mit den Befugnissen eines ordentlichen Gerichts einzuseßen, das als Natürlich werden sich im Laufe der Jahre Erweiterungen ergeben. Aber daß wir auf dem großen Gebiete der Versicherungsgesetz- des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb einfach verständige Vermittelungsstelle bei Streits und als höchste Tarifinstanz gebung vorläufig einmal Schluß machen, ist felbft- boten werden.( Große Heiterfeit links.) Es wird bei uns nicht bei Zarifftreitigkeiten fungieren solle. Nach längerer Debatte beffer werden, ehe der Gedante des gewerblichen Bestimmte die Kommission der Ueberweisung zur Berücksichtigung zu. verständlich. ( Lachen Dazu fommt, daß wir über die Arbeiterversicherung schon hinausfähigungsnachweises gefiegt haben wird. Er wird über Ihr Lachen, vielleicht auch über Das Mandat des Reichsverbändlers v. Liebert. gegangen sind durch das Angestelltenversicherungsgefeß. Die Zahl is.) Mandate hinweggehen.( Heiterkeit linfs.) An der der Bestimmungen zum Schuß von Leben und Gesundheit der Arbeiter Thre Am Mittwoch befaßte fich die Wahlprüfungskommission mit der ist ebenfalls immer mehr erweitert. Bei erwachsenen Arbeitern großen Gefahr der sozialdemokratischen Volksfürsorge" sollte Regierung nicht achtlos bei Wahl des Reichsverbändlers Generalleutnants a. D. v. Liebert borübergehen.( Lachen haben wir allerdings mur den sanitären Marimalarbeits- die Redner wendet sich weiter gegen die( 14. sächsischer Wahlkreis Borna- Pegau). Liebert siegte in der Stich tag eingeführt, einen allgemeinen gefeßlichen Marimalarbeitstag ab- den Sozialdemokraten.) gelehnt. Das muß der Vereinbarung zwischen Arbeitern und Arbeit- Sensationspresse.( Burufe: Wahrheit!") Einen Grenz wahl mit 13 081 Stimmen gegen 13 058 Stimmen, die auf den Gegebern vorbehalten bleiben. Auf jeden Fall ist es falsch, die Zahl schuß brauchen wir nicht nur für die deutschen Tiere, sondern auch noffen Ryffel- Leipzig entfallen waren. Gegen diefe Wahl sind zwei ( Heiterkeit. Zuruf bei den Proteste und drei Gegenproteste beim Reichstag eingegangen. Die der Verordnungen auf Grund des§ 120e als Maßstab für unsere für die deutschen Menschen. Fürsorge, für Leben, Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter an- Sozialdemokraten: Dann laffen Sie aber auch nicht ausländische Prüfung war äußerst zeitraubend; fie füllte eine Sigung vollständig Das betäubungslose Schächten muß als Tier- aus. Zunächst einmal wurde beschlossen, Beweis darüber zu er zunehmen. Neben dem Bundesrat können die Landeszentralbehörden Arbeiter herein!) Verfügungen erlajien, es können Polizeiverordnungen erlassen werden. quälerei verboten werden, es ist die wahre Schmach des heben, ob eine Anzahl namentlich bezeichneter Wähler, die nach Beides ist in erheblichem Umfange geschehen. Auch ist die Möglich- Jahrhunderts.( Große Heiterkeit links.) Die deutschfeindlichen Ausweis der Wählerlisten gewählt haben, keine deutschen ReichsAber auch angehörigen find. In mehr als dreißig Fällen sind die Nachträge feit gegeben und benutzt, bei Erteilung von Konzeffionen für ge- Ausführungen des Abg. Wetterlé mißbilligen auch wir. Ueber jeden einzelnen fundheitsgefährliche Betriebe Vorsorge für die Gesundheit der Ar- die Freifinnigen haben bei den Handelsverträgen fortgesetzt die in den Wählerlisten beanstandet worden. Fall wurde beschlossen, Auskunft darüber einzuholen, wann die beiter zu treffen. Wenn gestern besonders auf die chemische Interessen des Auslandes vertreten.( Große Unruhe lints.) betreffenden Wähler in den betreffenden Orten zugezogen find. In Präsident Kaempf ruft den Redner zur Ordnung. Industrie hingewiesen wurde, so möchte ich betonen, daß jeder Abg. Werner( Vp.): Ueber Mangel an sozialem Verständnis bei allen Fällen, in denen der Zuzug nach dem 22. Dezember 1911 erBersuch zu einer generellen Regelung dieser Materie an der großen Die Stimmen dieser Verschiedenheit der Betriebe scheitert. Es gibt chemische Betriebe, anderen hat die Sozialdemokratie am wenigsten Recht zu flagen, fie folgte, war die Eintragung unberechtigt. die ziemlich ungefährlich find, wie Stearinfabriken usw. Trotzdem hat gar kein soziales Verständnis für die Bedürfnisse der Land- Wähler werden dem Gewählten abgezogen. Die Kommission bewerden wir die Verhältnisse der besonders gefährlichen Zweige der wirtschaft und des Handwerks.( Lachen bei den Sozialdemokraten. fchloß einstimmig, die Beschlußfaffung über die Gültigteit der Wahl auszusehen und Beweiserhebungen chemischen Industrie nach wie vor prüfen. vorzunehmen. Bravo! rechts.) -G Das Haus vertagt sich. " 1 Parlamentarifches. Bundesratsbeschlüsse. Ju der Budgetkommission des Dreiklaffenhauses, die sozialistenrein ist, wurde am Mittwoch der Landwirtschaftsetat beraten. Vorher wurde der Nachtragsetat bewilligt, der 60,9 Mill. Mark für den Ausbau der Eisenbahnen und zur Erhöhung des Unterstügungsfonds für die Beamten und Staatsbediensteten enthält. Hierbei wurde von den bürgerlichen Rednern Klage darüber geführt, daß die Verleihung der Unterstützungen zu Mißbräuchen und Willfür führe. Es muß eine nette Korruption fein, über dic selbst Zentrumsleute flagen! Die Beratung des Landwirtschaftsetats brachte das Geständnis des Ministers, daß die Erleichterungen der Vieh- und Fleischeinfuhr an dem besonders günstigen Stand der Biehleuche nichts ge= ändert habe. Trotzdem kündigte Freiherr b. Schorlemer Also wir haben in der weiteren Entwidelung unserer sozialAbg. Müller- Meiningen stellt in einer persönlichen Bemerkung politischen Aufgaben nichts unterlassen. Ich möchte darauf hinweisen, daß in den Bereinigten Staaten von Nordamerita aus Anlaß der gegenüber dem Abg. Irl fest, daß Abg. Wetterlé Mitglied der legten Präsidentenwahl das Programm der neuen Fortschrittspartei, elsässischen Zentrumspartei ist.( Sört! hört!) Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr.( Weiterberatung des Etats das sich besonders auszeichnet durch umfassende Forderungen auf fozialpolitischem Gebiet, dadurch erkennen läßt, was auf diesem Ge- des Innern.) Schluß 7 Uhr. biet in den Bereinigten Staaten alles noch nicht geschehen ist. Da wird zum Beispiel gefordert bessere Boltsschulbildung, Berbot der Kinderarbeit, Verbot der Nachtarbeit für Frauen usw. usw. Eine große Reihe von Forderungen, die bei uns erfüllt oder deren Regelung in Angriff genommen ist. Daraus ergibt sich, daß auf dem Gebiete der Fürsorge für die Arbeiter in dem republikanischen Nordamerika, dem flassischen Lande der individuellen Freiheit, fehr Dem Reichstag ist aus dem Reichsamt des Innern eine Ueber vieles noch nicht geschehen ist, was wir in Deutschland mit unferen sicht der vom Bundesrat gefaßten Entschließungen auf Be angeblich rückständigen Berfassungen bereits geschaffen haben. schlüsse des Reichstags zugegangen. Daraus erfährt man, Ferner stelle ich fest, daß unsere gange fozialpolitische Gesetzgebung daß Gefeßentwürfe über Verschärfung der Bestimmungen der Ge- an, daß diese Erleichterungen feinesfalls über den Wander 1. April 1914 hinaus in Kraft bleiben. In der Debatte wurde aus der Jnitiative der Reichsregierung herbor- werbeordnung bezüglich der Wanderlager und ein Borbereitung sind, ebenso auch darauf aufmerksam gemacht, daß infolge der zollpolitischen Gesez gegangen ist( Lachen bei den Sozialdemokraten) und daß es auftionen betreffend eine Reihe von Jahren gedauert hat, bis Sie( zu den Sozialdemo- entwurf, die Unfallfürsorge bei Arbeiten, Begünstigung des Körnerbaues die Zahl der viehlosen Wirtschaften fraten) sich entschlossen haben, für solche Gefeße zu stimmen.( Er- die freiwillig zur Rettung von Personen und zur Bergung zunimmt. Troß alledem verhielt sich der Minister völlig ablehnend neutes Lachen bei den Sozialdemokraten.) Diefer Bergleich mit den von Gegenständen vorgenommen werden. Die vom Reichstag ge- gegen eine fortschrittliche Anregung auf Aufhebung oder wenigstens Bereinigten Staaten sollte in uns allen das Bewußtsein stärken, daß wünschte Vereinbarung der deutschen Ostseeuferstaaten über gemein- Ermäßigung der Futtermittelzölle im bevorstehenden Zolltarif und wir mit unseren heimischen Verhältnissen durchaus aufrieden fein fame polizeiliche Vorschriften zur Regelung der deutschen Oftiee- bezeichnenderweise stimmten ihm das Zentrum und ein Nationalliberaler fönnen. Im Anschluß daran will ich, ohne mich hier im Hause auf füstenfischerei ist dem Abschluß nahe. Ein Gefeßentwurf hierin vollkommen bei. Von einem Junker wurde verlangt, daß die eine Kritik an dem Berhalten eines Mitgliedes dieses Hauses einzu zur Bekämpfung der Schundliteratur befindet sich in Vor: Landräte den Borfiz in den Landkrankenkassen führen follen. Das Laffen, doch all denen danken, die ihrer Abneigung gegen das Treiben bereitung. Bezüglich der Errichtung eines Reichsschulmuseum& find gegen mußte fich fogar diese Regierung wenden, indem fie fich auf des Abg. Wetterlé Ausdruck gegeben haben.( Lebhaftes Bravo! Verhandlungen zwischen der preußischen Unterrichtsverwaltung und die Reichsversicherungsordnung berief, die das unmöglich macht. der Stadt Berlin eingeleitet worden, die die Vereinigung der auf in Soziales. rechts.) Abg. v. Graefe( 1.): Wir schließen uns der allgemeinen das deutiche Unterrichtswesen bezüglichen Sammlungen mit dem Entrüstung über das Treiben des Abg. Wetterlé an. städtischen Schulmuseum bezweden. Gegenüber dem Wunsche auf ( Bravo!) Redner trägt Mittelstandswünsche vor: Wirestlegung des Osterfestes erklärt der Bundesrat, daß die Kinderausbeutung in der Tabakinduftric. tragen den Vorwurf der Mittelstandsfeindlichkeit mit Gelassenheit. Boraussetzungen fehlen, um die Angelegenheit mit Aussicht auf Erfolg Aber unsere Mittelstandspolitit ist für Sie alle vorbildlich gewesen. betreiben zu können. In Vorbereitung befindet sich eine Novelle Trauriges Glend stellt eine Erhebung fest, die Dr. Clara Wirth ( Lachen links.) Die nationalliberalen Vorwürfe gegen uns laffen zur Gewerbeordnung hinsichtlich der Bestimmungen über über die Kinderarbeit in der Tabakindustrie des nordschweizerischen wir unbeantwortet. Anstatt solche Vorwürfe zu erheben, ben Betrieb von Gast- und Schantwirtschaften. Weiter Kantons Aargau veranstaltet hat. Bereits 1904 hatte die Gemeinfollten die bürgerlichen Parteien lieber freudig für den Mittelstand erfährt man, daß bei der kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven nüßige Gesellschaft eine Erhebung ähnlicher Art vorgenommen, arbeiten. Wir verlangen eine Einschränkung der Wander- verfuchsweise ein Angestelltenausschuß eingerichtet werden deren einzelne Ergebnisse nicht veröffentlicht wurden. Offenbar lager durch eine gesetzliche Regelung, eine gefegliche Ab- soll, der alle Privatangestellten, micht nur die technischen, umfassen nicht von wegen guten Gewissens. Wenigstens hat die Erziehungs. direktion dieses gut freisinnig rig'eticn KaNioNS der neuen Be- Arbeiterin die Einsicht der Akten verweigert, da nicht genügend Garantie gegen eine LloWellung von Gemeinden oder einzelnen Eimen geboten sei. Trotzdem gelang es ihr, durch Schul- und ausenqueten ein Material zusammenzustellen, das einen trau- rigen Einblick in die Zustände gewährt. Danack sind von 236l schulpflichtigen Kindern des Tabak- gebietes WS, das sind 29 Proz., mit Tabakheimarbeit beschäftigt. T>er Prozentsatz steigt an den einzelnen Orten bis auf 42, ja t>7 Proz.! Selbst unter 184 noch nicht schulpflichtigen Besuchern der Kindergärten gab es 36, ein Fünftel, die so beschäftigt waren. 1964 wurden in demselben Gebiete nur 386 Kinderavbeiter gezählt: also, wenn die erste Erhebung nicht sehr nachlässig war, eine Vcr- doppelung in wenigen Jahren. Auf die einzelnen Jahre verteilt sich der Bestand der Arbeitskinder ziemlich gleichmäßig. Den hoch- sten Prozentsatz zeigen die Gruppen IVs— 814 Jahre(34,3 Proz.) und 9J4_io% Jahre(36,9 Proz.). 496 Kinder sind unter 16� (Jahren, lieber 53 lb wurden nur noch 8(5,1 Proz.) gezählt. Die Arbeitszeit wurde in 336 Fällen ermittelt. Sie war 1— 3 Stunden in 21,2 Proz., 3—6 Stunden in 65,8 Proz., 6— 8 Stunden in 13 Proz. aller Fälle. Mit der Schularbeit zusammen ergab sich eine Belastung bis zu 13 Stunden! Fast die Hälfte der Kinder ist zur Nachtarbeit verurteilt. Ein Lohn ist nicht zu ermitteln, da die Kinder für Rechnung der Eltern arbeiten. Deren Lohn, also mit Einrechnung der Kinderarbeit, beträgt durchschnittlich 3— 3l-h Franken den Tag! Diesem Lohn entsprechen die Lebensverhält- nisse. Trotz der Verbreitung der eigenen Häuschen kam nur auf den zehnte» Teil der ermittelten Kinder eine eigene Bett- stelle. Die übrigen stärken sich, mit anderen zusammengepackt, bis zu vieren in einem Bette, für die Arbeit mit dem giftigen Material und die frohe Jugendlust, von der die Dichter singen. Ebenso kümmerlich ists mit dem Essen bestellt, in dem der Kaffee eine über- große. Fleisch fast gar leine Rolle spielt. Die Verfasserin gibt folgende Aufzeichnung eines Jungen von 15 Jahren wieder: Sonntag: zum Frühstück Kaffee und Rösti(Kartoffeln), zum Mittag Kaffee und ein Stück Brot, zum Abend Suppe und Kartoffeln. Montag genau derselb» Speisezettel; Dienstag eine Abwechselung durch Löwenzahnsalat usw. Man sieht: Kartoffeln in alle Ewig- keit! Natürlich ist auch die Arbeit selbst ungesund. Die Kinder be- sorgen das Tabakentrippen mit der Hand am Eßtisch. Manche müssen in der ersten Zeit erbrechen. Es herrscht ekelerregender Gestank. So kommt es, daß von 322 Kindern 64, ein Fünftel, schon Lungnkrankhcitcn erlitten haben. Von 166 Tabakavbeitcrn sind nur 38 militärtauglich!_ Korruption in einer christlichen Ortskrankenkasse. Die Bochumer Ortskrankenkasse wird seit Jahren von Christen beherrscht, d. h. diese haben die große Mehrheit der Arbeitnehmer- Mandate inne. Sie sind bei jedem Wahlsiege, die sie nur einem für sie günstigen elenden Gruppenwahlsystem verdanken, stolz auf ihre fernere Herrschaft in der Kasse. Nur haben die guten Leute nicht vermocht zu vevhüten, daß sich unter ihrem Regime die tollste Korruption,„gemildert durch Schlamperei", eingenistet hat. Die Presse hat zur Zeit darüber berichtet. Seit Freitag findet vor der Bochumer Strafkammer einer der Prozesse statt, die die Staatsanwaltschaft sich schließlich genötigt sah, einzuleiten, nachdem eine ganze Anzahl von anhängig ge- machten Verfahren wieder eingestellt worden waren. Gestern ist der Prozeß zu Ende geführt worden. Angeklagt war der zur Zeit von der Aufsichtsbehörde emp- fohleue, um nicht zu sagen aufoktroyierte und seit einigen Wochen \n Hijt befindliche Rendant Haverkamp wegen Untreue, Ur- kundenfälschung und Betruges. Die Verhandlung endete mit Verurteilung des Angeklagten wegen Betruges und Urkundenfälschung zu 5 Monaten Gefängnis. Einige besonders schwere Fälle(darunter Beseitigung von Akten der Staatsanwaltschaft und der Ortskrankenkasse) wurden einem Nachverfahren vorbehalten. Eine nette„Musterkasse", wie die Christen noch im letzten Dortmunder Krankenkassenwahlkampf die von Haverkamp geleitete Kasse bezeichneten. Zur Nnfallgefahr im Bergbau. Das rheinisch-westfälische Kohlensyndikat hat vom 1. Januar an den Dechen die Förderung freigegeben. Wie verlautet, sollen die Beteiligungsziffern nach der Förderung dieses ersten halben Jahres 1913 neu aufgestellt werden. War der Druck auf die Kohlenförderung bisher schon sehr groß, so ist es jetzt noch schlim- mer geworden. Alle anderen. Arbeiten als Reparatur und Vor- richtung müssen zurückbleiben. Ferner können die Arbeiter soviel Schichten verfahren, wie sie Lust haben. Dazu wird von den SielgekA noch gelriehen:„Kohlest, Kohlen!" Es ist klMt WiauS- bleiblich, daß sich die Unfälle häufen müssen. Gut wäre es daher, wenn die Arbeiter jetzt ihr besonderes Augenmerk auf drohende Gefahren richteten, damit zeitig genug darauf hingewiesen werden kann«' Em aller iAelt. 7037 Orden. Die Mitglieder der preußischen Ordenskommission waren in den letzten Wochen und Monaten wohl die geplagtesten und arbeitsamsten Menschen. Im Schweiße ihres Angesichts mußten sie sich mühen, eine genügende Anzahl würdiger patriotischer Männer zu finden, denen möglichst noch kein Piepmatz ins Knopfloch geflogen war. Wahrlich. eine schwere Arbeit; denn bei der Fülle von Ordenssegen, der sich auch im Laufe des Jahres außer am Ordensfeste über die Loyal- gesinnten ergießt, ist cS schwer, Undekorierte aufzugabeln. Es ist daher kein Wunder, daß unter den am Sonntag Dekorierten sich in großer Zahl Leute befinden, denen sckion der- sihiedentlich für ihre ungeheuren Verdienste um die Menschheit Dekorierung zuteil geworden ist. Zurzeit ist nämlich für Ordens- Verleihungen Hochkonjunktur: 7037 Orden wurden am 12. Januar d. I. verliehen und damit ist der Rekord erreicht. Glücklich sind wir über die schlechten Zeiten von 1889 hinweg. wo nur 1567 deutscher Männer der Dekorierung würdig befunden wurden. Die Konjunktur wurde immer besser, so daß iisi Jahre 1916 wenigstens die 4666 überschritten werden konnten! Und drei Jahre später 7637 Orden der ver- schiedensten Art. Mancher davon mag freilich mit gemischten Gefühlen entgegen- genommen worden sein, da nicht immer die behördliche Wertschätzung mit dem Respekt vor der eigenen Person gleichen Schritt zu halten pflegt. So hat der berühmte Januschauer Kammerherr V.Oldenburg sicher eine andere Dekorierung erwartet, als sie der ihm zugeflogene Kronenordcn zweiter Klasse darstellt, den mit ihm eine ganze Anzahl nicht einmal blaublütiger Kapitäne zur See. Justizräte u. a. erhalten haben. Oldenburgs Verdienste um die Sozialdemokratie sind von der Ordenskommission entschieden unterschätzt worden, gar nicht zu reden von seinen Bemühungen zur Hebung von An- stand und Umgangssprache in den Parlamenten. Da mag der Teufel Vorkämpfer für den Absolutismus und Intimus des Kronprinzen sein, wenn die Dankbarkeit sich nur bis zur zweiten Klasse des Kronenordens versteigt. Herr v. Oldenburg, kommandieren Sie den Leutnant und zehn Mann und schließen Sie die Ordenskommissionsbude. Zur Untersuchung gegen Stcrnickel. Die Durchsuchung des Kaliesschen Gehöfte« in Ortwig, des Schauplatzes der dreifachen Mordtat S t e r n i ck e l s, ist gestern be- endet worden. Das Gehöft, dessen Räume zum Teil versiegelt waren, ist freigegeben worden. Das Gerücht, daß Sternickel und seine Helfershelfer zur Aburteilung nach Berlin gebracht würden. ist irrig. Die Verbrecher werden vor das zuständige Schwurgericht in F r a n k f u r t a. O. gestellt werden. Voraussichllich wird dort auch der Mord und die Brandstlftung in der P l a g w i tz e r Mühle abgeurteilt werden, weil man möglichst vermeiden will. einen so schweren Verbrecher wie Sternickel von einem Ort zum anderen zu bringen. Zulässig ist das, wenn sich die zuständigen Behörden darüber einigen. Verhandlungen nach dieser Richtung sind bereits eingeleitet worden. Schiffskatastrophen an der englischen Küste. Der deutsche Dampfer«Werner Kunst mann", in Stettin beheimatet, der am Montagabend bei G 0 S w i ck auf Grund geraten war, geriet in Brand. Das Feuer wütete fünf Stunden. Die Besatzung, die kurz vorher bei niedrigem Wasser- stand an Land gegangen war. konnte nicht wieder an Bord ge- laugen.— Wie aus Southshields gemeldet wird, ist die russische Viermastbarke.California" bei den S t. M a r y s- Inseln, sechs Meilen von Tyne entfernt, bei Nacht auf Grund geraten und sofort in Stücke gebrochen. Der Kapitän und sieben Mann wurden aus den Fluten gerettet, zehn Mann sind ertrunken. Zu Befehl, Exzellenz. AuS Anlaß wiederholter Konfiskationen berichtet der Lrlitmer „VolkSfrcund" ein lustiges wahres Histörchen aus der Kons is- k a t i 0 n§ p r a x i s des Staatsanwalts, das die Motivs veranschaulicht, die zu einer Konfiskation führen können. Das Histörchen lautet: Es war einmal ein Mann, der im Mährerland als oberster Landeschef seines Amtes waltete. Er hieß Hermann Freiherr v. L ö b l und tourde Exzellenz genannt. Er regierte zur ziemlichen Zu- friedenheit der Bevölkerung und war sorgsam darauf bedacht, nirgends Anstoß zu erregen. Seine freie Zeit widmete er seiner Lieblingsbeschäftigung, der Lektüre des deutschfortschrittlichen «TageSboten aus Mähren und Schlesien", berge» treulich berichtete, wann Statthalter Freiherr v. Löbl„sich nach Wien begeben hatte", wann er„nach Brünn zurückgekehrt sei", wer als Titular-Gendarmeriewachtmeister zum Kanzlisten ernannt wurde, wer an einem Leichenbegängnis teilgenommen habe und ähn- liche interessante Neuigkeiten mehr. Statthalter Frhr. v. Löbl war vom Tage seines Amtsantritts an gewohnt, täglich um V46 Uhr nachmittags sei» Leiborgan auf seinem Schreibtisch vorzufinden. Und eines Tages geschah es, daß es Va6 Uhr wurde, ohne daß der „Tagesbote" seinen Einzug in da? Statthaltereigebäude gehalten hätte. Minute um Minute verrann. Um 8/46 Uhr konnte der Statthalter seine Ungeduld nicht mehr zügeln und er fragte telephonisch den Brünner Polizeidirektor, ob der„Tagesbotc" konfisziert sei. Der Polizeidirektor konnte keine Auskunft geben, versprach aber, beim Staatsanwalt anzufragen. Der Polizei- direktor tat, wie er versprochen, und erhielt vom Staatsanwalt, der die Frage mißverstand, die Antworte„Noch nicht, wird aber sofort geschehe nl" Der Staatsanwalt meinte wohl, daß er etwas„Konfiskables" übersehen hatte, und er ver- tiefte sich sofort in ein eifriges Studium des„Tagesboten" und nach vieler, vieler Mühe fand er eine Stelle, von der er glaubte, daß auf sie einer der Kautschukparagraphen des Strafgesetzes passe. So wurde. der„Tagesbote" konfisziert, und hochbefciedigt im Gefühl erfüllter Pflicht berichtete der Staatsanwalt dem Landcschef das vollbrachte Werk. Die Verwunderung und das Bedauern des Statthalters klärten jedoch den Staatsanwalt sofort darüber auf. daß die mühsam zustande gebrachte Konfiskation des regierungskrommen Blattes gar nicht Wunsch des Landes» chefs gewesen sei und daß nur ein„bedauerliches Mißverständnis" vorgelegen sei.— Was gewiß ein kleiner Beitrag für die Psychologie der Staatsanwälte und für das übereifrige Hinhoichen nach der„Meinung von oben" genannt werden muß. Die Schwierigkeiten der Präsidentschaftöwahl. Die Frage, wer der zulünftige Präsident Frankreichs wird, er» hitzt zurzeit die politischen Köpfe der �rauckv uatiou in starker Weise. Daneben aber spielt auch die Magensrage für die Parlamentarier � keine kleine Rolle. Auch dafür muß natürlich gesorgt werden, da nach alter Tradition im Kongreßsaal ein Büfett für die Wähler errichtet wird. Im Sonderzug. der am Donnerstagabend boin Jnvalidenbahnhof nach Versailles abgeht, wird dein Büfett folgende Kleinigkeiten zuführen, 56 ganze Schinken ans �ork, 256 Kilogramm Wurstwaren, 56 Gänseleberpasteten, 166 Kilogramm Schweizerkäse, 666 Flaichcn Mineralwasser, 366 Flaschen Burgunder, 256 Flaschen andere Weine, 166 Flaschen Marsala, 306 Flascheu Kognak, 66 Flakous mit Tee. Für Tröstung der lluterliegenden ist also reichlich gesorgt._ Kleine Notizen. In falschem Verdacht? In Peine stellte sich am Dienstag freiwiflig der Dienstlnecht Otto Holland aus Ilsede, der bekannt- lich im Verdacht steht, vor sieben Jahren in Heiligendorf den Dienste knechl Hirsch ermordet zu haben. Er erklärte, daß er ü n- schuldig und der andere Dienstlnecht von seinem eigenen Gespann überfahren worden sei. Er habe in den Zeitungen von dem auf ihn ruhenden Verdacht gelesen lind sich deshalb sofort freiwillig gestellt, um den wahren Sachverhalt aufzuklären. Holland wurde zunächst in Gewahrsam behalte w Vergiftung einer ganzen Familie. Ein schwerer Fall von Ver» gistung, über dem noch tiefes Dunkel liegt, hat sich in Karlsbsrg bei Lübau zugetragen. Am Montag wurde der Tagelöhner H e n t s ch e l mit feiner Familie, bestehend aus Ehefrau und sechs Kindern, von Nachbarn in bewußtlosem Zustande in seiner Wohnung aufgefunden. Es stellte sich heraus, doß zwei Kinder von zwei uyd vier Jahren den Geist aufgegeben hatten, bei den übrigen gelang es, sie i n S L e b e n zurückzurufen. Die eingeleitete Untersuchung dürfte Licht in die dunkle Aug. legen- heit bringen. llk«& CLOPPENBURG Qertraudtenstraße 25-26-27 D BERLIN D Roßstraße l-la-2 Nur bis Montag, den 20. Januar Inventur-Verkauf zu vorteilhaften, niedrigen Preisen. Zum Verkauf kommen fast nur tadellose Restbcstände in besseren Qualitäten, welche billig verkauft werden! Besonderes Angebot in Knabeu- und Jünglings- Anzügen in besserer Ausrüstung. 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Januar er.: Immer noch Pichelswerder, Saal frei Beerstrasse beim Alten Freund. Residenz- Festsäle, Landsberger Str.31. Theater und Vergnügungen Residenz- Theater,& Uhr. Deutsches Cvernhaus. Bieland Die Frau Präsidentin. der Schmied. Anfang 7 Uhr. Kgl. Opernhaus. Madama Butterfly. Kgl. Schauspielhaus. Beh dem, der lügt. Deutsches. Der blaue Bogel. Kurfürsten- Oper. Stella maris. Zirfus Busch. Gala- Borstellung. Zirkus Albert Schumann. GalaBorstellung. Anfang 8 Ubr. Urania. Paris und die KönigsSchlösser von Versailles. Hörsaal: Dr. D. Heinroth: Bilder aus dem Vogelleben. Deutiches Schauspielhaus. Der gute Ruf. Kammerspiele. Fiorenza. Leijing. Rose Bernd. Berliner. Filmzauber. Königgräßer Straße. Die fünf Frantjurter. Theater am Geschlossen. Rollendorfplat. Montis Operetten. Der hellige Antonius. Kleines. Profeffor Bernhardt. Residenz. Die Frau Präsidentin. Thalia. Buppchen. Schiller 0. Die Schmetterlingsfchlacht. Schiller- Charlottenburg. König Lear ins Luisen. Berlin- Hamburg- New York. Metropol. Chauffeur Metropol. Komödienhaus. Die Generalsede. Groß- Berlin. Das Fürstenkind. Trianon. Der selige Toupinel. Rose. Die Sünden der oberen Zehntausend. Herrnfeld. Die Alpenbrüder. Wüsten. moral. Casino. Am grünen Strand der Spree. Wintergarten. Spezialitäten. Apollo. Brüderlein fein. Spezialt Reichshallen. Bosco. täten. Anfang 8 Uhr. Luftspielhaus. Majolika. Friedr. Wilh. Schauspielhaus. Der Baungaft. Walhalla. Goldener Leichtfinn. Folies Caprice. In Sachen Kazen ftein. Die Doppelfirma. Die Tochter der Braut. Anfang 8, Uhr. Neues Volkstheater. Stramer. Anfang 10 Uhr. Michael Admiralspalaft. Eisballett: Flirt in St. Morih. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62, ( Madame la Présidente). Schwanti. 3 Att. v.Hennequin u. Beber. Morgen und folgende Tage: Die Frau Präsidentin. Montis Operetten- Theater ( fr. Neues Theater). Amt Norden 1141. 8 Uhr: Der heilige Antonius. Theater am Nollendorfplatz 5. Heute gefchloffen weg. Generalprobe der Premiere: Die Studentengräfin. Freitag, 7, Uhr, zum 1. Male: Die Studentengräfin. Luisen- Theater. Donnerstag, abends 8 Uhr, zum 25. Male: Berlin- Hamburg- New Port. Mittwochnachm. 3, Uhr: Kinderborstellung: Kasperle als Freiers: mann.( Beranstaltung der Jugendbübne Groß- Berlin.) Freitag, abends 8 Uhr: BerlinHamburg New Yort. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kinderborstellung: Der Sandmann fommt. Sonnabend, abends 8 Uhr: Berlin: Hamburg New York. DOSE= THEATED Große Frankfurter Str. 132. Die Sünden der oberen Zehntausend. Ausstattungsdrama in 4 Alten von Raleigh, Hamilton und Luz. Anjang 8 Uhr. Freitag und Sonnabend: Mein Leopold. apollo Theater Abends ab 8 Uhr! Das grandiose Programm. 8 Uhr: Ein beispielloser Erfolg! Brüderlein fein". Alt- Wiener Singspiel von Jul. Wilhelm. Musik v. Leo Fall. Mizzi Parla, Ida Ruszka Erich Deutsch- Haupt. Herrnfeld Schiller- Theater 0. Theater. Baner Der Höhepunkt Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Freitag, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Sonnabend, abends 8 Uhr: Elga. Borher: Die Geschwister. Schiller- Theater Charlottenburg. Donnerstag, abends 8 Uhr: König Lear. Freitag, abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. Sonnabend, nachm. 3 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Schmetterlingsschlacht. Berliner Theater. 8 Uhr: Filmzauber. des Lach- Erfolges! Wüstenmoral Vollständig renoviert 66:: :::: Freie Boltsbühne„ Glou" Berliner Donnerstag, den 23. Januar, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause: Generalversammlung. 1. Vortrag. Herr Dr. Alfred Guttmann: Die Bedeutung Richard Wagners für die deutsche Bühne. 2. Geschäftsbericht des Vorstandes, Kassierers und der Revisoren. Diskussion. Die Mitgliedskarte dient als Legitimation für die Besucher der Generalversammlung. Extra- Opernvorstellung Sonntag, den 2. Februar, 3 Uhr nachmittags, im Deutschen. Opernhause( Charlottenburg): Mozart: Figaros Hochzeit. Deutsches Schauspielhaus Tragödie des Sophokles: Elektra. Thalia- Theater Gorki: Die Feinde. Lessing- Theater Sonntag, 23. März Extravorstellung: Die Weber. 6. April: Glaube u. Heimat. 244/2 Deutsche Oper in Charlottenburg Beethoven: Fidelio. Herrnfeld- Theater Nansen: Eine glückliche Ehe. Abendabteilungen ( 8 Uhr): Sudermann: 99 Mauerstraße 82. Konzerthaus Zimmerstraße 90/91. Großes Doppel- Konzert! Musike. Kaiser- Alexander- Reg., Dirig. Kgl. Musikdir. Brase, Zillerthaler und Tegernseer Sänger Schuhplattler und Jodler! Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pf. Anfang 8 Uhr. An allen Wochentagen: Gr. Nachmittags- Konzert bei freiem Eintritt. Urania Wissenschaftliches Theater. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Paris und die Königsschlösser von Versailles. Hörsaal 8 Uhr: Dr. O. Heinroth: Bilder ans dem Vogelleben. Zirkus Albert Schumann. Donnerstag, den 16. Januar, abends 7, Uhr: Gr. Sport- Vorstellung. Debüt! ?? The 4 Gladiatores?? Das Tagesgespräch von Berlin! Cäsarios Debüt! Lowen- und Tigergruppe. Die wildeste Dressur der Gegenwart! Der Triumpf des Todesmutes Um 9 Uhr: Der unsichtbare Mensch. Der gute Ruf. Metropol- Theater ( Abendkarten a 1,30 M. sind in den Zahlstellen zu haben.) Residenz- Theater: Francillon. Die Geschäftsstelle: G. Winkler. Wirtshaus In den Stadtbahnbögen ( früher Schippannowski) ( Bahnh. Börse) Spandauer Brücke( Bahnh. Börse) Bock- Jubel und Trubel ::: jeden Abend::: mit großem Konzert Sbei freiem Entree! früher Reichshallen, jetzt noch Traiteur Walter Seyring, Konzerthaus zum Hofjäger". Neue Welt Arnold Scholz Hasenheide 108/114 Heute, Donnerstag, den 16. Januar: Elitetag. Die Alpenbrider Keine Fleischnot!! mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anf. 8 Uhr. Vorbert. 11-2( Theatert.) Voigt- Theater. Heute, Donnerstag: Gastspiel in Puhlmanns Theater, Schönhauser Allee 148: Braten von zwei ganzen Schweinen. Portion 80 Pf. Anschnitt 9 Uhr. Bockbierfest in den bayrischen Alpen Theater in der Königrätzer Straße Staatsanwalt Alexander. in den bayrischen Alpen 8 use: Die fünf Frankfurter. Deutsches Schauspielhaus 8 Uhr: Der gute Ruf. Schausp. in 4 Aften v. Schreiber. Raffeneröffnung 7 Uhr, Anf. 8%, Uhr. Boranzeige! Montag, 20. Jan., 3. Benefiz für d. Db.- Neg. H. Bach: Boltssohn und Fürstenkind. 5 Kapellen. 30 bayerische Mad'l. Anfang 7 Uhr. Entree 30 PL Vollständig renoviert Chauffeur- ins Metropol! Große Jahresrevue mit Gesang und Tanz in 10 Bildern. Otto Reutter a. G. mit gänzlich neuem Repertoire! Abends 8 Uhr. Rauchen gestattet. Folies Caprice. Die Novitäten: Jn Sachen Katzenftein. Die Doppelfirma. Die Tochter der Brant. Theater Königstadt- Casino. Ede Holzmarkt u. Alleranderstraße. 1 Minute v. Bahnh. Jannowitbrüde Tägl. abds. 8, Sonnt 26 Uhr: Einer Mutter Sohn. Volksstüd in 1 Aft und das groß. Spezialitätenprogramm Jed. 1. u. 16.: Programmwechsel. Trianon- Theater. Der felige Coupínel. Anfang 8 Uhr. Passage- Panoptikum 50 wilde Weiber Männer Kinder vom Stamme der Igorroten. Lebend! Ohne Extra- Entree! Zirkus Busch. Donnerstag, den 16. Januar, abends 7, Uhr: Mac Norton verschluckt heute eine besonders große Quantität Amphibien mit der entsprechenden Menge Flüssigkeit. Seine Produktionen bilden das Tagesgespräch von Berlin. Infolge des riesigen Erfolges hat sich die Direktion im übrigen entschlossen, Den Affen im Aeroplan zu prolongieren. Z. Schluß: Sevilla" Casino- Theater Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr: Die neue Lokalpoffe: Am grünen Strand der Spree! Reichshallen-Theater Stettiner Sänger. Zum Schluß: First Cavalleria Anfang 8 Uhr. Schufticana. Diabolischinfrenetische Oper. Walhalla- Theater Beinbergsweg 19/20. Rosenthal. Lor. Alabendlich 8, Uhr: Goldener Leichtsinn. Concordia- Festsäle. Inh.: M. Wendt u. A. Schütze. 64 Andreasstr. 64. Jeden Donnerstag: Große Soiree der allgemein beliebten und bekannten Hoffmanns Sänger mit vollständig neuem Programm Anfang 8 Uhr. Nach der Frei- Tanz. Soiree: Vorzugskarten haben Gültigkeit. Niẞles Fest- Säle Dennewitzstraße 13. Jeden Donnerstag: Tanzkränzchen. C. Niẞle. Für den Inhalt der Jnierate bernimmt die Nedaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Berantwortliger Redakteur: Alfech Wielepp, Neukölln. Für den Injeratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderet u Beclagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin SWZ Nr. 13. 30. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt onerofag, 16. Januar 1913. Der Etat der Landesversicherungsanstalt Berlin für das Jahr 1913. der ständig Beschäftigten gehören, wie Privatlehrer und Lehre- den Verbandstag als der höheren Instanz um Schuß zu wenden. rinnen, sowie Aushilfen, Falzer, Kellner, Bäcker, Musiker, Nähe- Die Mehrheit der Gauvorsitzenden aber und der Ausschuß wollen rinnen, Aufwärterinnen, Garderoben- und Toilettenwärter) ist die alte Taktik und die alten Grundsätze bei Lohnbewegungen die Bestimmung, daß sie, sofern eine Unregelmäßigkeit in der hochhalten, der Vorstand will diese aber verlassen. Daraus sind Markenverwendung bei ihnen festgestellt wird oder sie über ihre auch die Meinungsverschiedenheiten entstanden, wer der Nachfolger Arbeitsverhältnisse zuverlässige Auskunft nicht geben fönnen, auf Bömelburgs sein soll. Bisher war es üblich, daß Vorstand und Anordnung der Landesversicherungsanstalt felbft Aufzeichnungen Ausschuß über wichtige Fragen zusammen beraten haben( Baeplow: über ihre Arbeitgeber nach einer vorgeschriebenen Liste solange zu Das ist nicht richtig!), dann wurden die Gauvorsitzenden informiert führen haben, bis diese Anordnung wieder aufgehoben wird. Eine und die drei Körperschaften haben zusammengearbeitet. Wenn gleiche Bestimmung( 3wang zur Führung einer Liste) ist im§ 8 diese Instanzen eine Vorlage für nicht angebracht hielten, dann der Vorschriften auch für Arbeitgeber erlassen. Diese Formulare trat der Vorstand mit ihr nicht an die Oeffentlichkeit. Diesmal werden den Versicherten unentgeltlich verabreicht. hat der Borstand anders gehandelt, er hat sich an das Votum dieser Instanzen nicht gehalten. Daraus muß sich aber ergeben, daß wir uns gegenseitig in grundsätzlichen Fragen aufs schärfste bcfämpfen. Ginträchtigteit kann aber den Verband am besten vor wärts bringen. Diesen Boden hat der Vorstand jedoch verlassen. Der Etat der Landesversicherungsanstalt Berlin für das Jahr 1913 ist in der letzten Dezemberhälfte 1912 zum Abschluß gekommen. Nach einer vom Vorstand der Anstalt dem Ausschuß zur Kenntnis gebrachten vorläufigen Zusammenstellung der voraussichtlichen Reineinnahmen und Ausgaben für 1913 werden die Einnahmen auf 18 666 845 m. veranschlagt, die Ausgaben auf 11 291 123 M. Es wird sonach mit einem Reinüberschuß von 7 455 722 M. gerechnet, Infolge der Vermehrung der Verwaltungsgeschäfte, bedingt der dem Vermögen der Anstalt, das zurzeit zirka 92 Millionen Mark durch die Neuerungen der Reichsversicherungsordnung, wurde die beträgt, zugeführt werden wird. Unter den Einnahmen nimmt Anstellung von acht Bureauaffiftenten und fünf weiteren Kontrollnaturgemäß der Verkauf der Versicherungsmarken die erste Stelle beamten beschlossen. ein, nämlich 15 400 00. Die Einnahmen an Zinsen sind mit Von den bei der Anstalt angestellten Militäranwärtern wurde( Bravo!) 2 850 000 2. beranschlagt. Nach dem Rechnungsbetrage von 1911 der Wunsch ausgesprochen, sie in bezug auf das Besoldungsdienst- Hermann Gisenach: Das Gesamtresultat der Entwickelung für 1912 liegen noch keine abschließende Zahlen vorwird mit alter ihren Kollegen im Reichs- und Staatsdienst gleichzustellen. des Verbandes sei ein geradezu glänzendes. Es sei aber immer einer Mehreinnahme an Verkauf an Marken mit zirka bier Mil- Bei den Reichs- und Staatsbehörden wird den Militäranwärtern noch eine bedeutende Organisationsarbeit zu leisten, die Zahl der lionen Mark gerechnet. Diese Erhöhung der Einnahmen ist auf die bei ihrem Diensteintritt nach neunjähriger Dienstzeit ein Jahr, Unorganisierten wäre noch groß. Der Erfolg der Agitationstouren Erhöhung der Beiträge und die Erweiterung der Versicherungs- nach 12jähriger Dienstzeit zwei Jahre auf ihr Besoldungsdienstalter stehe in teinem Zusammenhang mit den hierfür aufgewandten pflicht auf bisher derselben nicht unterstellten Personen zurüdzu- angerechnet. Die Vertreter der Versicherten erklärten sich bereit, Mitteln. Es müsse hier eine andere Einrichtung getroffen werden. führen. Bei dieser vorläufigen Zusammenstellung sind die buch bei Militäranwärtern mit einer neunjährigen Dienstzeit ein Jahr Den örtlichen Leitungen solle mehr Bewegungsfreiheit gegeben mäßigen Einnahmen und Ausgaben bei den Spezialetats nicht mit- anzurechnen, lehnten jedoch die Bewilligung eines zweiten Jahres werden. Der Verbandstag in Leipzig habe den Vorstand beaufs gerechnet. für die 12 Dienstjahre hinter sich habenden Militäranwärter ab, tragt, ein literarisches Bureau zu schaffen. Diesem Auftrag sei Unter den Ausgaben befinden sich 1986 835 M. für den Spe- da diese durch die an sie zur Auszahlung gelangende Prämie von aber der Vorstand noch nicht nachgekommen, seine baldige Durch zialetat der Heilstätte Beelis, 148 310 M. für die Tuberkulinstation tausend Mart entschädigt seien. Es fam schließlich ein Kompromiß führung sei aber angebracht. Das geistige Leben müsse etwas Lichtenberg, 110 500 M. für das zahnärztliche Institut, 107 750. zustande, wonach den Militäranwärtern mit neunjähriger Dienst- gehoben werden. für Tuberkulofeftationen, 7 Millionen Mark für Rentenzahlungen zeit ein Jahr, denen mit zwölfjähriger Dienstzeit einundeinhalbes und die lächerlich geringe Summe von ganzen 53 000 m. für Jahr auf ihr Besoldungsdienstalter in Anrechnung gebracht Witwengeld, Waisenaussteuer und Beitragserstattungen. werden soll. Auf Anfrage aus dem Kreise der Vertreter der Versicherten Ein Reglement, das die dienstlichen Verhältnisse der Beamten tourde vom Vorstand mitgeteilt, daß für Berlin der Durchschnitts- der Landesversicherungsanstalt Berlin einer Neuregelung unterbetrag einer Witwenrente jährlich 76-80 M., der einer Waisen- zieht, gelangte zur Annahme. rente für denselben Zeitraum 36-40 M. betrage und daß bisher Von Interesse wäre schließlich noch zu erwähnen, daß es Vorvon 146 Anträgen auf Witwenrente 45, von 363 Anträgen auf stand und Ausschuß gemeinsam abgelehnt haben, die bisher der Waisenrenten 266 anerkannt worden sind. Bekanntlich sind durch Zentrale für Lungenfürsorge gezahlte Subvention von 25 000 m. die neuen Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung die Bei pro Jahr weiterhin zu gewähren. Beschlossen wurde hierzu folgentragsrüderstattungen an weibliche Personen, die eine Ehe eingehen bes:" Nachdem durch die Landesversicherungsanstalt Berlin eine und an Witwen und Kinder unter 15 Jahren aufgehoben worden. zentrale Tuberkulosestation eingerichtet worden ist, und diese Die Versicherungsanstalt, die früher mehrere hunderttausend Mark Station mit dem 1. Januar 1913 ihre Tätigkeit auf das ganze an solche Personen zurüderstatten mußte, erspart jest diese Summe, Stadtgebiet erstreden wird, ist es dringend erforderlich, daß auch macht also trok der Zahlung der großartigen" interbliebenen- tatsächlich alle Versicherten bezw. deren Angehörige ausschließlich renten ein gutes Geschäft. Als von seiten der Vertreter der Ver- der Fürsorge durch diese Tuberkulosestation teilhaftig werden und ficherten hierauf hingewiesen wurde, konnte man allerdings diese daß unter allen Umständen die konkurrierende Tätigkeit zweier Eindenn anders kann man so geringe Leistungen kaum richtungen( gemeint ist hiermit die obengenannte Zentrale für nicht beschönigen, sondern glaubte darauf verweisen zu Bungenfürsorge) für denselben Personenkreis vermieden werden follen, daß diese Ausgabe in Zukunft sich steigern würden, es also muß. Im Interesse der allgemeinen Bekämpfung der Tuberkulose doch nicht so schlimm sci, als von den Versicherten behauptet würde. ist die Ausdehnung der häuslichen Tuberkulosefürsorge auf den Dieser optimistischen Auffassung vermögen wir uns allerdings nicht nichtversicherungspflichtigen Teil der Bevölkerung, welcher dem soanzuschließen, weil keine Hoffnung vorhanden ist, daß die erschwe- genannten Mittelstand zugerechnet wird, dringend erwünscht. renden Bedingungen, unter denen Witiven- und Waisenrenten zu Auf diesem Gebiete tönnte sich das bestehende Zentralfomitee erreichen sind, von der Reichsgesetzgebung in absehbarer Zeit einer für Auskunfts- und Fürsorgestellen betätigen. Da eine solche MaßAbänderung unterzogen werden. anstalt Berlin wesentlich unterſtüßen würde und als eine allgemeine nahme die häusliche Tuberkulose fürsorge der LandesversicherngsMaßnahme im Sinne des§ 1274 der Reichsversicherungsordnung anzusehen ist, so könnte dem Zentralfomitee an Stelle der bisberigen Subvention ein angemessener Zuschuß für seine Tätig feit bewilligt werden." Bettelrenten nennen Mit den buchmäßigen Einnahmen und Ausgaben zusammengenommen beträgt der Gesamtetat rund 20 500 000 M., barunter Die Heilstätte Beelitz mit rund 2 800 000 m., Heilstätte Lichtenberg ( Tuberkulin- Station) 182 000 m. und zahnärztliches Institut mit 113 500 M. Bei dem Etat für die Heilstätten Beelitz wurde seitens der Ver= treter der Versicherten der Wunsch auf Errichtung einer Abteilung für Beinleiden ausgesprochen. Eine solche Einrichtung besitzt be reits die Hanseatische Versicherungsanstalt. Heute müssen von folchen Leiden befallene Personen und die Krankenkassen besonders für Bandagen enorme Summen aufwenden. Ein Spezialist auf diesem Gebiet soll allein durch die Bandagenbehandlung und Bieferung mehr als hunderttausend Mark Einnahme pro Jahr haben. Vom Vorstand wurde ein besonderes Bedürfnis für eine solche Einrichtung verneint. Es würden auch jetzt schon Beinleidende, bei denen durch diese Krankheit der Eintritt der Erwerbsunfähigkeit zu befürchten wäre, ambulatorisch und durch Spezialärzte behandelt. Solche Anträge seien aber nicht sehr häufig. Zu längeren Erörterungen gaben auch die Vorgänge des Vorjahres Veranlassung, die anläßlich der Abänderung der Urlaubsordnung unter den Pfleglingen, insbesondere unter denen der Abteilung für Lungenkranke in der Heilstätte Beelitz entstanden waren. Auch die Vertreter der Versicherten geben ihrem Bedauern und ihrer Mißbilligung über die seinerzeitigen Vorkommnisse Ausdruck. " Für die Errichtung eines Zentralbureaus für Wohnungsfürforge( Herstellung von Kleinwohnungen), einem Unternehmen, das in Gemeinschaft mit der Landesversicherungsanstalt Brandenburg, der Staatsregierung, dem zwedverband Groß- Berlin und der Stadt Berlin demnächst errichtet werden soll, wurde ein Zuschuß bewilligt. Den Vorsiz im Ausschuß führt jedes Jahr abwechselnd ein Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten. Für 1913 wurde als Vorsitzender Schlosser Warnst, als stellvertretender Vorsitzender der Kaufmann Israel gewählt. Thöns Berlin meint, der Ausschußvorsitzende Daehne habe sich zu reserviert verhalten. Was Hüttmann gesagt habe, sei aber den Kollegen nicht mehr neu. Der Vorstand habe sich an die statutarischen Bestimmungen zu halten, das habe er aber nicht getan. Er bitte, daß die Vorlagen, die vom Ausschuß und den Gauvorständen abgelehnt wurden, nicht mehr an die Oeffentlichkeit tommen sollen. Hüttmann habe die Ursachen der Differenzen richtig geschildert. Alle hätten wohl den Wunsch, daß das frühere gute Verhältnis zwischen Vorstand und Ausschuß wieder eintritt. Kriese Königsberg: Wir hatten bisher zwischen Vorstand und Ausschuß ein harmonisches Verhältnis. Um so mehr muß man den gegenwärtigen Zustand bedauern. Daehne fühlt sich mit Recht verletzt. Wir waren gewohnt, daß der Ausschuß bei wichtigen Fragen gehört wird. Paeplow sagte gestern, der Ausschuß habe ihm zwei Kollegen auf die Nase sezen wollen. Hüttmann hat uns nun informiert, und wir können ihm dankbar sein, daß er uns reinen Wein eingeschenkt hat.( Zuruf: Ganz rein ist er auch nicht!) Ich begreife den Standpunkt des Vorstandes nicht. Auch in den Zweigvereinen werden uns alte Gewohnheitsrechte genommen. Die einzelnen Sparten hatten früher mehr Rechte. Den Stuffateuren ist aber der Vorstand zu sehr entgegengekommen, er hat ihnen mehr Rechte gegeben als wir haben. Innerhalb der Vertragsperiode unserer Tarifverträge hatten wir die Möglichkeit, recht viele Verträge mit einem anderen Ablauftermine neu ab zuschließen. Das haben wir aber nicht getan. Die Taktik der bie Delegierten sicher recht eigenartig berühren. Bisher famen Holzarbeiter wäre für uns sicher auch angebracht. Silberschmidt- Berlin: Der Verlauf der Debatte wird die Delegierten sicher recht eigenartig berühren. Bisher kamen auf unseren Verbandstagen zwischen den leitenden Personen die Kollegen wohl schmerzlich erfüllt.( Sehr richtig!) Ich halte feine derartige Auseinandersetzungen zum Austrag. Diese haben es für meine Pflicht, zu erklären, wenn auch die Meinungen über unsere Taktik bei ben Lohnbewegungen auseinandergingen, so sind wir doch nach reiflicher Prüfung und Uebers bieser Frage gelommen.( Beifall.) Auch die anIegung au einer völligen Ginmütigkeit in deren Organisationen sind mit uns hier einig. Bezüglich der Differenzen des Ausschusses mit dem Vorstand muß ich sagen, wir können uns nicht nur auf das Statut stüßen. Bei uns ist bei weitem nicht alles statutarisch geordnet. Es haben sich neben dem geschriebenen Recht Gebrauchs- und Gewohnheitsrechte herausgebildet. Diese Rechte tann man aber auch als statutarische ansprechen.( Sehr richtig!) Ich muß dem Ausschuß beistehen, daß das Gewohnheitsrecht, daß er bei wichtigen Fragen mit berät, nicht innerhalb einer Geschäftsperiode aufgehoben werden darf. Das hätte ein Verbandstag tun müssen. Das geht auch gegent meine Empfindung, daß der Vorstand die Rechte des Ausschusses beschnitten hat. Wenn jetzt ein Abbruch der diplomatischen Verhandlungen der beiden Höfe( Heiterkeit) eingetreten ist, so ist dies auf einen Willensaft des Vorstandes zurückzuführen, wozu der Vorstand fein Recht hatte.( Sehr richtig!) Paeplom sollte Demokratie sicher nicht auf Seite des Vorstandes. Daehne hat ja nicht so viel von Demokratie reden; in diesem Falle war die höhere anerkannt, daß sich der Vorstand im guten Glauben befand. unter teilweisen Zustimmungskundgebungen sehr scharf Damit ist eine Bahn gegeben, auf der wir weiterschreiten können. Gilberschmidt suchte zu vermitteln, in der Sache jedoch kommenden Körperschaften für die Zukunft gewahrt bleibt. Hüttdie gestrigen Ausführungen bon Paeplow antwortete. Wir müssen den Weg finden, daß die Arbeitseinheit der in Betracht stimmte er Süttmann bei. Pa e plow ging dann in der Nach- mann hat allerdings recht, die Ursachen des Streites sind die, mittagssigung ausführlich auf die Angriffe gegen ihn ein. Er be- die er schilderte.( Redakteur Winnig: Nein! Gauleiter tonte, daß lediglich die Personenfrage, wer erster Vorsitzender des Muth- Köln: Jawohl!) Wir müssen Einsicht besißen, die DiffeVerbandstag folgte feinen Ausführungen unter lautloser Stille. Schaft herbeiführen. Wir müssen die Ansicht des einzelnen achten. Verbandes werden solle, die Ursachen des Streites feien. Der renzen zu beseitigen suchen und einen Weg der Arbeitsgemeins Als Paeplow am Schlusse seiner Ausführungen erklärte, nun wie die Dinge liegen, fönnten die Differenzen leicht dahin führen, für den Bosten des ersten Vorsitzenden nicht mehr fandidieren daß wir altbewährte Kräfte des Verbandes verlieren. Wenn ich zu wollen, bemächtigte sich des Verbandstages eine Bewegung. Daehne und Paeplow sehe, so muß ich sagen, ich kann mir eine Man ließ eine Pause eintreten, und nach dieser betonte Silber- Bauarbeiterbewegung nicht ohne sie denken; wir brauchen sie für schmidt, er habe noch nie daran gedacht, den ersten Bosten im unsere zukünftige Bewegung.( Bustimmung.) Soffen wir, daß Berbande bekleiden zu wollen. Er hoffe, daß Paeplow doch auf eine völlige Klärung eintritt. Freilich, nicht nur ein Teil, sondern feinem Posten bleibe. Der erste Redner alle Teile müssen nachgeben, dann werden wir alle befriedigt Gohlke Berlin lobi den Grundstein", der ein gutes Stüd nach Hause gehen und alte Kollegen die wir nicht missen Arbeit leiste, er gehöre zu den besten Gewerkschaftsblättern. Red- wollen werden bei uns bleiben. Wie bisher muß es auch für ner wünscht, daß der Vorstand Aufklärung über die Volksfürsorge die Zukunft heißen: wir arbeiten einmütig zusammen.( Lebhafter gebe, damit die Delegierten zu Hause für sie Agitation betreiben fönnen. Die mann auf Erster Verbandstag des Deutschen Bauarbeiter- Verbandes. Jena, 14. Januar. Zweiter Verhandlungstag. Debatte über die Geschäftsberichte Versicherte, die von der Einrichtung der Landesversicherungsanstalt Gebrauch machen und sich nach der Heilstätte zur Wieder- wurde heute fortgesetzt. Sie bewegte sich zunächst in ruhigen herstellung ihrer Gesundheit und Erwerbsfähigkeit begeben, müssen Bahnen, wurde aber bald sehr lebhaft, als Gauleiter üftin ihrem Interesse und in dem ihrer Familie lediglich das ernste Bestreben haben, das Ziel zu erreichen. Dieses Ziel wird und kann nicht erreicht werden, wenn bei einzelnen Personen an ungeeigneter Stelle eine Ueberspannung des Organisationsgedankens Blaz greift und fich zu betätigen versucht. Dadurch wird in die Reihen der übrigen Pfleglinge Unruhe gebracht, die das Gegenteil von dem erzeugt, was mit der Heilbehandlung beabsichtigt wird. Energisch verwahren mußten sich dagegen die Vertreter der Versicherten gegen den Vorwurf, daß diese Vorgänge mit dem Lesen des Vorwärts" zusammenhingen, daß für denselben Agitation getrieben und zu diesem Zweck besondere Ausgaben gemacht würden. Ein Schmock im" Tag" hatte vor einiger Zeit die Mitteilung gebracht, aus dem Jahresbericht der Partei ergebe sich, daß diese zur Agitation in den märkischen Heilstätten den Betrag von 10 000 ausgegeben habe. Tatsächlich ist eine Ausgabe für diesen Zwed im Kassenbericht der Partei Großberlins und der Provinz Brandenburg nicht enthalten. Lediglich eine theoretisch- finanzielle Betrach tung über das Geschäftsergebnis des Vorwärts" seitens der Preßfommission über die Lieferung von Freiegemplaren auf Grund befannter Parteibeschlüsse an Stranke und Arbeitslose, wo von einem Einnahmeausfall in Höhe des genannten Betrages die Rede ist, ist in dem Jahresbericht enthalten und damit wollten die beamteten Hodek Posen begründet einen Antrag, den Gau Bromberg Vorstandsmitglieder die Agitation für den Vorwärts" bewiesen haben. Es muß noch bemerkt werden, daß unter den von der Breß- holung seiner Berichte über Beschwerden sehr einseitig. Lingner Dessau meinte, der Ausschuß verfahre bei Einfommission in Bezug genommenen Freiexemplaren auf Beelitz ein geringer Teil entfällt, da solche Freiegemplare in der Mehrzahl an wort Winnigs auf den Antrag Frankfurt, eine fachtechnische BeiGauleiter Hüttmann- Frankfurt a. M. ist mit der Antin Berlin wohnende Arbeitslose und außerdem an Krante in an- lage herauszugeben, nicht befriedigt. Man könne nicht sagen, es beren Heilanstalten geliefert werden. . zu teilen. " Beifall.) Gauleiter Sorter Karlsruhe geht auf den Zwischenruf innigs ein, der bestritt, daß die Ursache der Differenzen die von Hüttmann geschilderte ist. An der Hand der Protokolle über die betreffenden Sizungen tönnte festgestellt werden, daß Hüttmann und Silberschmidt mit ihren Ausführungen im Recht bande nicht alles gleich so ging, wie im Interesse der Organisation find.( Paeplow: Das ist nicht wahr!) Daß im neuen Vernotwendig, sei ja begreiflich. Der Verbandstag folle aber den Dem Voranschlag Beelib ist eine Leistung von 1225 Kranken notwendig, auf diesem Gebiete auf die Kollegen erzieherisch, bild- Kollegen draußen befriedigt sind. Man hat manchmal den Einzugrunde gelegt. Diese Zahl wird sich im Laufe des Jahres auf nerisch einzuwirken. Redner bittet, den Antrag nicht abzulehnen, druck, als ob es an dem guten Willen liege. So gibt es bei der 1285 erhöhen. Der Ausschuß genehmigte den Umbau einer Basch sondern dem Vorstand zur Erwägung mit nach Hause zu geben. Expedition mancherlei Mängel. Wir müssen in dem von Silberfüche auf der Sanatoriumsfeite mit einer Ausgabe von 25 000 M. Süttmann ging dann auf die Auseinandersetzung zwischen Vor- schmidt interpretierten Sinne weiterarbeiten. Durch den Umbau wird ein neuer Krantenpavillon für zirka 60 Per stand und Ausschuß ein. Es schien gestern fagte er als Stampe Bremerhaven: Die Rede Silberschmidts hat ansonen geschaffen. Den Personalbestand bilden 443 Personen und ob der Ausschuß einen Angriff auf den Vorstand gemacht habe. scheinend als Beruhigungstee gewirkt. Süttmann und Silber zirka 40 ständige Gartenarbeiter, von denen lettere alle in der Um- Baeplom hat aber mit seiner Stritit am Ausschuß an der falschen schmidt haben betont, nur fachliche Meinungsverschiedenheiten gegend der Anstalt wohnen. Eine Besserstellung der Gartenarbeiter, Stelle eingesetzt, er hat das Gefechtsfeld verschoben. Der Anfang hätten diesen Streit heraufbeschworen. Da muß ich fagen:" Die die bisher sinen Stundenlohn von 35-40 Pf. bezogen, wurde von des Straites hängt mit der Personenfrage nicht zusammen. Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!" Hier han den Vertretern der Versicherten angeregt und wird vom Vorstand starken Meinungsverschiedenheiten zwischen Gauvorsitzenden und delt es sich nicht nur um sachliche Punkte, die persönlichen spielen in Erwägung gezogen werden. Die bisher niedriger entlohnten Ausschuß auf der einen Seite und Vorstand auf der anderen eine große Rolle.( Sehr richtig!) Wären es nur fachliche MeiKrankenwärter sollen den besser bezahlten gelernten Handwerkern haben ihren Ursprung in den verschiedenen Auffassungen über die nungsverschiedenheiten, dann wäre sich das Dreigestirn über diese gleichgestellt werden, ebenso einige andere Angestelltenkategorien. diesjährige Lohnbewegung. Im Oftober 1911 nahmen die Gau- schon längst einig. Ein von allen niederen Angestellten gestellier Antrag auf Ge- vorsitzenden, Ausschuß und Vorstand zur Lohnbewegung Stellung. Paeplow Hamburg( Vorstandsmitglied) erhält eine läns währung einer Teuerungszulage fonnte, weil zu spät eingereicht, Da hat uns Kollege innig in einem Vortrag ganz neue Wege gere Redezeit. Er beantwortet zunächst die Anfrage wegen der nicht zur Erledigung kommen. gezeigt, die mir nicht afzeptieren konnten. Gauvorstände und Boltsfürsorge", die noch nicht in Kraft treten tönne, da die GeBei dem Hauptetat wurden auf Grund des§ 1467 der Reichs- Ausschuß standen ziemlich geschlossen dem Vorstand gegenüber. nehmigung der Behörde noch aussteht. Es seien viele Kräfte am bersicherungsordnung Ueberwachungsvorschriften getroffen. Diese Aus dieser Weinungsdifferenz heraus ist dann später Werke, um die Voltsversicherung unmöglich zu machen. Trozdem Borschriften, welche in siebzehn Paragraphen niedergelegt sind, der Ausschuß zu dem Vorschlage gekommen, dem Vorstand einige sei zu hoffen, daß sich die Aufsichtsbehörde nicht abhalten läßt, die regeln die Beitragskontrolle, die Auskunft, die Versicherte und Ar- Kollegen als Berater für die Lohnbewegung nicht als" on- Genehmigung zu erteilen. Der Bauarbeiterverband jei an der Ver beitgeber auf Ersuchen den Kontrollbeamten zu geben haben u. a. m. trolleure", wie Paeplow fagte beizugeben. Die Sache liegt also ficherung wie alle Gewerkschaften beteiligt. Dann ging Paeplow in Bon besonderer Wichtigkeit für Bersicherte, die nicht zu dem Kreise nicht so, als wenn der Vorstand gezwungen gewesen wäre, sich an einstündiger Rede auf die Streitpunkte ein. Er sagte, er tönne die Ausführungen Süttmanns, Silberschmidte und Sorters nicht| nalen Sekretārs beim jetzigen Zustand belaffen bleibt. Die Mitglieder Freunde des Frauenstimmrechts. Wie fommt es mun, afzeptieren. Die sachliche Darstellung Hüttmanns und Silber- Sprachenschwierigkeiten fönnten leicht überwunden werden. daß es dem Frauenstimmrecht troß dieser günstigen parlamen schmidts ist nicht zutreffend. Das geltende Recht im Verband habe Meißner Wien plädiert auch dafür, daß die nächste Kon- tarischen Lage stets so schlimm ergangen ist? Um dahinter zu sich im Anfange dieses Jahrhunderts geschaffen. Zwischen dem ferenz 1914 in Wien tagt. Die Geschäftsführung des internatio- kommen, muß man schon einige Jahre in der Geschichte des Barlafrüheren Vorsitzenden und dem Ausschuß und den Gauvorsitzenden nalen Sekretariats befriedige nicht voll. Der innere Kontakt ments zurückgehen. Wir werden sehen, daß auch in dieser Frage hat nicht die Einmütigkeit bestanden, wie es heute hingestellt zwischen den einzelnen Ländern fehle. Bei der nächsten Konferenz oder vielmehr der Frau der Anfang wird. Bömelburg hat die Gauleiter unter der Fuchtel gehabt folle ein Sekretär fest angestellt werden, bis dahin aber soll das die Furcht des Herrn ( Sehr richtig!) und ich kann ihnen nachfühlen, daß sie nun gleich Provisorium bleiben. der Weisheit ist. Im Jahre 1883 brachte die liberale Regierung noch mehr abschütteln wollen. Insofern ist die Darstellung Silber- van Achterbergt- Holland meint, das internationale Se- eine Vorlage( Corrupt Practices Bill) ein, die den Zweck hatte, der schmidts falsch über die bisherigen Verhältnisse. An dem Ver- fretariat müsse eine größere Bedeutung bekommen. Er wünscht Wahlkorruption ein Ende zu bereiten. Bis dahin war es Sitte, hältnis zwischen Vorstand, Ausschuß und Gauvorsitzenden, wie es als internationalen Sekretär teinen befoldeten Beamten, sondern daß jeder Kandidat eine große Zahl bezahlter Stimmenwerber durch mich mit geschaffen wurde, ist nichts geändert wor- einen Kollegen, der an der Spize einer Bauorganisation steht. Es( canvassers) anstellte. Die Vorlage verbot die Bezahlung der Stimm den. In einem viel größeren Maße wie früher ist der Ausschuß müsse jemand sein, der die Lohnbewegungen beurteilen kann, um werber und setzte auch den Wahlausgaben jedes Kandidaten eine von allem unterrichtet worden, was der Vorstand vor hatte. Das einen Rat geben zu können. Die Internationale solle bei Bewe- nach der Zahl der Wähler bestimmte Grenze. Die Vorlage wurde selbe trifft für die Gauvorsitzenden zu. Wenn Hüttmann sagte, gungen nur in äußersten Fällen in Anspruch genommen werden. daß die Streitigkeiten ihre Ursache in der Lohnbewegung hätten, so ist dies durchaus unrichtig. Silberschmidt sagte schon, daß wir uns in dieser Frage völlig geeinigt haben auf einen Standpunkt, der fachlich genau das will, was der Vorstand von Anbeginn im Auge hatte. Die Ursache der Differenzen sind persönlicher Natur. Ich kann aftenmäßig nachweisen, daß wir den Ausschuß immer rechtzeitig von allem unterrichtet haben. Wir haben dem Ausschuß davon Kenntnis gegeben, daß Bömelburg die Geschäfte nicht mehr führen kann. In einer Konferenz ist diese Frage angeschnitten worden, wir haben um den Rat des Verbandsausschusses gebeten, ob ein außerordentlicher Verbandstag einberufen, oder einem Kollegen die Bertretung Bömelburgs übertragen wird. Da hat der Ausschuß versagt. Es wurde festgelegt, daß alles so bleibt wie bisher. In diesem Frühjahr waren gemeinsame Konferenzen des Ausschusses, der Gauleiter und des Vorstandes. Der Vorstand hatte mich bestimmt, bis zum heutigen Tage die Vertretung des Kollegen Bömelburg zu übernehmen. Wir wollten nicht vorgreifen, mur bis zu dem Zusammentritt des Verbandstages sollte das Provisorium dauern, das wurde dem Ausschuß und den Gauborsigenden mitgeteilt, und zugleich wurde ich als der Kandidat des Vorstandes bezeichnet. Bei der ersten Konferenz wurde friti- tagt. fiert, daß wir keine Kandidaten vorschlugen, jezt hieß es, der Es V Die standinavischen Delegierten ließen durch ihren Uebersetzer angenommen und dadurch wurde es notwendig, für das Stimmen erklären, daß sie mit der Abhaltung der ordentlichen Konferenz werben eine neue Grundlage zu schaffen. In dieser Schwierigkeit 1914 in Wien einverstanden sind. Die Anstellung eines Sekretärs hatte der Vater des jetzigen liberalen Marineministers, Lord fönne heute nicht beschlossen werden. Bis zum nächsten Kongreß Randolph Churchill, die brillante Idee, die konservativen Damen folle das Sekretariat nähere Bestimmungen über die internationale als Stimmwerber zu engagieren. Der Plan hatte sofort einen Hilfe bei Streits ausarbeiten und diesem Kongreß vorlegen. Der durchschlagenden Erfolg. Ein Liberaler wurde in einer Nachwahl internationale Sekretär müsse ein Mann sein, der in der Bau-| geschlagen und schrieb seinen Durchfall den„ dreckigen Heren" zu. arbeiterbewegung eine leitende Stellung einnehme. Nicolet Paris: Das Datum, wann die nächste Konferenz Die Liberalen sahen jedoch bald ein, daß man mit dem Schimpfen stattfinde, habe für sie keine Bedeutung, es brauche nicht mit dem nicht weit kommt; auch sie gründeten bald ihre liberalen Frauens für den internationalen Sozialistenkongreß zusammenfallen. Ueber vereine, die die Kleinarbeit bei den Wahlen auf sich nahmen. die Frage der internationalen Unterstützung bei Streiks müsse Innerhalb dieser Frauenvereine entwickelten nun die Frauenrechtein bestimmtes Reglement geschaffen werden. lerinnen eine rege propagandistische Tätigkeit und bald mehrten Paeplow faßte dann das Ergebnis der Besprechung zu sich die Parlamentsmitglieder, die ihren Wahlhelferinnen in mehr fammen. Die nächste internationale Konferenz wird also 1914 oder weniger bestimmten Worten versicherten, daß sie Freunde des in Wien abgehalten. Ueber die Anstellung eines internatio- Frauenstimmrechts seien. Diese Entwickelung erklärt mit genügennalen Sekretärs und über die Regelung der Unterstützung durch der Deutlichkeit, weshalb seit 1886 im englischen Unterhaus eine das internationale Sekretariat bei Streiks soll diese Konferenz Mehrheit für das Frauenstimmrecht besteht; sie erklärt aber auch endgültige Beschlüsse fassen. Um 11% Uhr wurden die Verhandlungen auf Dienstag ver- die Qualität dieser Mehrheit. Mancher Konservative oder Liberale mag gutmütig genug sein, den Forderungen der Frauen seiner Partei prinzipiell zuzustimmen, sobald er jedoch vor die Entversagt die platonische Liebe. Borstand wolle der Stonferenz ihren Kandidaten aufdrängen. Das Frauenftimmrecht in Großbritannien. herrschte eine große Verstimmung, selbst Sonderkonferenzen des Ausschusses und der Gauvorsißenden wurden abgehalten; das führte dazu, daß in keiner Frage eine Einigung stattfand. Von Hüttmann und Horten wurde die Lohnbewegung als Brennpunkt wird. Aus London wird uns geschrieben: cheidung gestellt wird, ver ajout bettäglich ist, lit bie ArbeiterPartei, in dieser Frage absolut verläßlich partei. Sie ist wie alle Arbeiterparteien nicht eine Männerpartei, der Differenz bezeichnet. Als Winnig auf der Konferenz seinen beratung der Wahlrechtsvorlage beginnen, die am 12. Juli 1912 den soll, sind eine Reihe Abänderungsanträge gestellt worden. Der In etlichen Tagen wird im englischen Unterhause die Komitee- sondern eine Partei der Frauen und Männer. Zu der Wahlrechtsvorlage, die in diesem Monat erledigt mer von Hüttmann beanstandeten Vortrag hielt, hatte sich der Vorstand in zweiter Lesung angenommen wurde. Gleich zu Anfang wird wichtigste ist ohne Zweifel der erste; denn fällt dieser, so haben die noch gar nicht festgelegt. Wir wollten den Gauvorfizenden aber der Kampf um das Frauenstimmrecht entbrennen. Herr Asquith, anderen keinen Sinn. Er schlägt vor, das Wort„ männlich" vor feine Meinung aufzivingen, sondern in ruhiger Aussprache mit den Gauvorsitzenden bestimmte Grundsäße festlegen. Winnig sagte der ein Gegner des Frauenstimmrechts ist, hat versprochen, daß er auch, daß durch seine Ausführungen nur seine Meinung ausgedrückt seiner Gefolgschaft bei der Abstimmung über Frauenstimmrechts-" Person" in der ersten Zeile des ersten Absatzes der ersten Klausel Winnigs. Aber nun wurde gesagt, wir wollten die Ansicht des Frauenstimmrecht angenommen werden sollte, fich für die Vorlage, unterschied des Geschlechts auszudehnen. Zur Annahme dieses AbDem Grunde nach teilte der Vorstand die Ansichten anträge freie Hand lassen werde und daß die Regierung, falls das ou streichen. Wird das erreicht, so wird die Arbeiterpartei vorschlagen, das Wahlrecht auf alle Personen über 21 Jahre ohne Vorstandes hören und nicht die Winnigs. Hätten wir es umge in der veränderten Gestalt verantwortlich machen wolle. Das tehrt gemacht, wäre sicher der Vorwurf gekommen, der Vorstand flingt vielversprechend und sehr hochherzig; wenn man aber bedenkt, Freunde des Frauenstimmrechts notwendig und die wird kaum geänderungsantrages wäre die Unterstützung der konservativen will uns seine Meinung aufdrängen. Später wurde ja auf daß die konservative Regierung Disraelis im Jahre 1867 bei der Freunde des Frauenstimmrechts notwendig und die wird kaum ge Grundsäßen eine Einigung erzielt, die ein gut Teil von dem ent- Beratung der Wahlrechtsvorlage, die den städtischen Arbeitern das geben werden. Man hält es daher für wahrscheinlicher, daß ein halten, was Winnig der Konferenz vortrug. Die Konferenz zweites Amendement, das man das norwegische nennt, weil es dem wollte dem Vorstand zwei Kontrolleure zur Seite stellen. Da Wahlrecht brachte, dasselbe Versprechen abgab, so kommt man zu norwegischen Frauenstimmrecht entspricht, zur Annahme gelangen haben wir gesagt, nein; Beirat ja, aber durch Beschluß des Ver- einer richtigen Bewertung der Asquithschen Worte. Liest man wird. Es würde das Stimmrecht etwa 5 bis 6 Millionen Frauen bandstages. Insofern war die Rohnbewegung mit eine Ursache die Geschichte der englischen Frauenbewegung, so fällt einem nichts über 25 Jahre geben, die einen eigenen Haushalt haben, oder, falls der Differenzen, den Anstoß hat aber die Personenfrage mehr auf als die Wiederholung der Ereignisse und die konsequente sie verheiratet sind, mit ihrem Mann das Haupt der Familie vilgegeben.( Burufe: Umgekehrt war es!) Nein, das entscheidende Umfallsucht der Liberalen, die im Prinzip für die Freiheit schwär- ben. Sollte auch dieser Antrag niedergestimmt werden, so wird Moment war die Personenfrage, wer als Stellvertreter Bömel- men und sich in der Praxis drücken. burgs ernannt werden soll. Ich bin der Ansicht, daß der Ausschuß die im Jahre 1912 verunglückte„ Conciliation Bill", die das parla Es ist jedoch nicht zu leugnen, daß der Kampf um das Frauen- mentarische Frauenstimmrecht im allgemeinen den Frauen geben dem Vorstand Unrecht getan hat, nichtsdestoweniger wünsche ich, daß der Kollege Daehne noch recht lange Ausschußvorsigender bleibt. Stimmrecht diesmal unter ganz besonderen Umständen stattfindet. will, die schon bei den Gemeindewahlen wählen dürfen, als AmendeIch habe die Geschäfte im Vorstande so weiter geführt, wie sie Seit 1867, da John Stuart Mill sein Frauenstimmrechtsamendement ment eingebracht werden. früher geführt wurden. Es wurde von mir immer erklärt, es zur Wahlrechtsvorlage einbrachte, das mehr als 80 Stimmen Die„ Conciliation Bill" wurde, wie erinnerlich sein wird, im kann nur ein Provisorium bis zum nächsten Verbandstag sein, erhielt, hat sich manches verändert. Die englische Frau hat sich ein Frühjahr 1912 mit einer Mehrheit von 14 Stimmen verworfen. dem Verbandstag folle nicht vorgegriffen werden. Wie die Dinge Plätzchen an der Sonne erobert, von dem aus fie einen neuen Schuld an dieser Niederlage waren in erster Linie die Irländer. nun liegen, welche Stellung die Gauvorsißenden einnehmen, kann Vorstoß gegen das Vorurteil wagen kann. Ein Beruf nach dem ich erflären, ich werde niemals daran denken, für anderen ist ihr erschlossen worden; seit mehr als 40 Jahren übt Rücktritt Asquiths, die Auflösung des Kabinetts und den Ruin der denen man zugeflüstert hatte, daß die Annahme der Vorlage den den Posten des ersten Vorsitzenden im Deutschen Bauarbeiterverband zu kandidieren.( Be- sie das Stimmrecht bei den Wahlen zu den lokalen Vertretungstörperschaften aus; die Zahl der intelligenten Frauen, die die Homerulebill zur Folge haben werde. Augenblicklich sollen wieder Nach einer Pause polemisiert Gauleiter Muth- Köln in öffentliche Meinung beeinflussen, ist Legion; die Arbeiterinnen ähnliche Intrigen in Borbereitung sein. Wenn die Anträge auf scharfer Form gegen Baeplow. Er stellt sich auf den Standpunkt haben sich große Vereinigungen geschaffen, wie die Gewerkschaften Einführung des Frauenstimmrechts zu Fall gebracht werden, kann man sicher sein, daß es das Werk der Irländer ist, die die noch Süttmanns über die Ursache des Streites. Muth erklärt im der Textilarbeiter, in denen sie die tonangebende Rolle spielen; nicht unter Dach und Fach gebrachte Homerule in Gefahr wähnen. Laufe seiner Ausführungen unter Widerspruch, Paeplow sei nicht Frauen siken als Bürgermeisterinnen an der Spitze der Gemeinde- nicht unter Dach und Fach gebrachte Homerule in Gefahr wähnen. Lange wird sich die Gewährung des Stimmrechts an die Frauen der geeignete Mann, um den Verband im entscheidenden Moment räte großer Städte. Und sollten diese Frauen, diese Bürgermeiste- Englands jedoch nicht mehr aufschieben lassen. Wie Burke sagte, draußen zu vertreten, ihm fehle das nötige starke Organ.( Heiter- rinnen, die bei Parlamentswahlen als Wahlvorsteher fungieren die allgemeinen Meinungen und Gefühle werden nach der RichSilberschmidt- Berlin betont, die Meinungsverschieden müssen, nicht imstande sein, das Wahlrecht zum Parlament ausheiten dürften nicht in einem Auseinander ausklingen, man müsse zuüben? Wie soll da der beschränkte Philisterberstand nicht ins tung gezogen", und die Zeitströmung, die sich in Australien, Neuzufammenkommen. Es sei aber unmöglich, an dieser Stelle Klar- Wanten geraten! In Wirklichkeit gibt es heute in Großbritannien feeland, Nordamerika, Finnland und Norwegen durchgesetzt hat, heit zu schaffen. Silberschmidt schlägt vor, eine Kommission ein wenig Menschen, die den Frauen grundsätzlich das Stimmrecht wird sich auch in England ja, und auch in Deutschland und Dester zusehen, die sich mit der ganzen Frage beschäftigen soll. Er aberkennen. Wir leben in einer Periode, von der Burke vor mehr reich durchsehen, was immer die perversen" und eigensinnigen" wendet sich dann in längeren Ausführungen gegen den Vorwurf als hundert Jahren schrieb:„ Wenn eine große Veränderung in Philister tun oder sagen mögen. Paeplows, seine Ausführungen seien nicht wahr. Redner erklärt den menschlichen Angelegenheiten vorgenommen werden soll, wird dann, mit dem Schreiben des Vorstandes, in dem er Paeplow als sich der Geist der Menschen dem Wechsel anpassen; die allgemeinen Vertreter Bömelburgs vorgeschlagen habe, hätte er es jedem anderen unmöglich gemacht, diesen Poften anzunehmen.( Sehr richtig!) Meinungen und Gefühle werden nach der Richtung gezogen werEr habe noch nie daran gedacht, diesen Posten bekleiden zu wollen, den. Jede Furcht, jede Hoffnung wird den Wechsel fördern und und bitte, ihn bei dieser Frage völlig auszuscheiden. Es müsse dann wird es scheinen, daß die, die sich beharrlich dieser mächtigen immer noch versucht werden, eine Einigung zu erzielen. Silber- Strömung in den menschlichen Angelegenheiten widersetzen, sich schmidt hofft, daß Paeplow an der Stelle bleibt, wo er steht. wegung.) teit.) ( Beifall.) Ein Schlußantrag, der schon zweimal abgelehnt war, wurde nun mit überwältigender Mehrheit angenommen. Annahme fand dann ein Antrag, die Streitfrage VorstandAusschuß einer 21gliedrigen Kommission zu überweisen, die in einer späteren Sigung berichten soll. In einer Abendfißung werden die Schlußtvorte entgegengenommen. Jena, 13. Januar. eher gegen die Gebote der Vorsehung selbst als gegen die bloßen Absichten der Menschen stemmen. Sie werden nicht entschloffen und fest sein, sondern pervers und eigensinnig." Aus Induftrie und Bandel. Stahl und Eisen. Rückgang der galizischen Petroleumproduktion. Bekanntlich rechnet die Staatsregierung für die Petroleumvertriebsanstalt mit der Einfuhr galizischen Petroleums. Das Jahr 1912 hat aber einen neuen Rückgang der dortigen Produktion gebracht. Man schäzt die Produktion auf etwa Es liegt nahe, diesen Umschwung den Anstrengungen der mili- 100 000 Waggons Rohöl, während in früheren Jahren mehr Jm Monat tanten Suffragettes zuzuschreiben. Aber diese Damen sind als 200 000 Waggons gewonnen wurden. ebenso wenig für die herrschende Strömung verantwortlich, wie Dezember betrug die Erzeugung nur 6800 Waggons, gegen etwa die anarchistischen Querköpfe und Salonsozialisten für die 18 000 im April des Jahres 1907. Zurzeit stellt sich der Ausbreitung des Sozialismus verantwortlich sind. Man kann im Preis für den Doppelzentner Rohol infolgedessen auf Gegenteil behaupten, daß sie der Bewegung mehr geschadet als 8 Stronen, während man im Jahre 1907 nur 1 Strone zahlte. genützt haben. Jedenfalls haben sie durch ihre unsinnigen Re- Die Versicherungen der Regierung, daß man sich durch VorAußerordentliche Internationale Bauarbeiterkonferenz. Hameſtückchen, ihre Karikaturen der physischen Gewalt manche verträge galiziſches Petroleum zu billigem Breise gesichert Frauen abgeschreckt und durch ihre Störung gegnerischer Versamm habe, wird man daher in der Betroleumkommiffion des ReichsAnläßlich des Verbandstages des Bauarbeiterverbandes be- lungen viele Demokraten vor den Kopf gestoßen, denen das Recht tages besonders aufmerkſam nachprüfen müſſen. freien Rede über alles geht. Allerdings sind die Liberalen gann heute abend im Weimarischen Hof" eine außerordentliche die letzten, die sich beklagen sollten. War es doch der liberale Internationale. Bauarbeiterkonferenz, die sich besonders nötig machte, da der internationale Sekretär, Genosse Böm elburg, Parteiheilige John Bright, der einmal sagte, daß das beste Mittel, Die Abfazziffern des Stahlwertsverbandes für De. gestorben ist, aber auch wichtige Fragen erledigt werden sollten. um eine Wahlrechtsreform durchzudrücken, darin bestehe, daß man zember 1912 zeigen eine weitere Erhöhung. Gegen den Dezember Die Konferenz ist von 24 Delegierten besucht. Auf die einzelnen den Arbeitern sage, eine gute Flinte sei für 2 Pfund Sterling 1911 stieg der Abiag um 64 100 Tonnen, gegen den November 1911 Länder entfielen Vertreter: Deutschland 10, Schweiz 2, Italien 1, zu kaufen. Die eigentliche Arbeit, die systematische Erziehung und um 39 800 Tonnen. Der Gesamtabiaz im Jahre 1912 erreichte das Frankreich 1, Desterreich 3, Ungarn 2, Schweden 1, Norwegen 1, Beeinflussung der öffentlichen Meinung, ist von anderen geleistet mit eine Höhe von 6443 300 Tonnen( gegen 5815 400 Tonnen im Dänemark 1, Belgien und Holland 1. Als Uebersetzer fungieren worden, mag auch dem Zeitungsleser der Name der Frau Bant. Vorjahre). Er übertrifft damit den des Vorjahres um 627 900 Janson Berlin, Possi- Karlsruhe und Künzel- Basel. Paeplow Hamburg, der stellvertretende internationale hurst und der übrigen militanten Frauenrechtlerinnen mehr bekannt Tonnen. Für den Stahlwerksverband bedeutet das Jahr 1912 also Sekretär, gab zunächst die Abrechnung des internationalen Getre- fein als der der Frau Fawcett, der tlugen und geschickten Präfi- ein Rekordjahr. tariats für die letzten Jahre. Im Jahre 1912 leisteten die ange- dentin der nichtmilitanten„ National Union of Womens Suffrage schlossenen Verbände Beiträge von 9147 M. Für die ausgesperrten Societies". Aber vor allen Dingen gebührt unseren englischen GeKollegen in Finnland gingen 10 000 M. ein. Der Kaffenbestand noffen ein Lob. Die J. 2. P.( Unabhängige Arbeiter- Partei) hat des internationalen Sekretariats stieg von 6789 M. im Jahre unter der beständigen Anfeuerung des Genossen Keir Hardie 1911 auf 16 476 M. 1912. während der letzten zwanzig Jahre vielleicht mehr zur PopulariDie Abrechnung wurde gutgeheißen. Baeplow warf dann eine Reihe wichtiger Fragen auf, die fierung des Frauenstimmrechts getan als irgendeine andere Organibahin gingen: 1. Ob 1914, anläßlich des internationalen Sozia- fation in Großbritannien. Diese Woche bringt das Parteiorgan listentongresses, die ordentliche Konferenz stattfinden oder ob diese der J. 2. P., der„ Labour Leader", eine achtſeitige Beilage über nun verschoben werden soll. 2. Ob besondere Grundsäke dafür das Frauenstimmrecht und die Arbeiterbewegung. aufgestellt werden sollen, wann die Hilfe der Internationale bei Bahlreiche Frauenstimmrechtsdebatten haben im englischen Streits in Anspruch genommen werden soll. 3. schilderte Baeplow die Schwierigkeiten bei der Leitung des Sekretariats, bie not wendig machten, daß die Anstellung eines ständigen internationalen Diese Ausführungen zeitigten eine längere Diskussion, in der die Vertreter der einzelnen Länder ihre Ansicht präzisierten. Chermal- Budapest tritt dafür ein, daß der ordentliche Kongres nächstes Jahr in Wien stattfindet. P Sekretärs erwogen werde. Staude Bürich wünscht, daß es bezüglich des internatioUnterhause in den letzten 50 Jahren stattgefunden. Nicht weniger als 13 Vorlagen über den Gegenstand find eingebracht worden, wovon sieben( die erste 1870) in zweiter Lesung angenommen worden sind. Aber noch hat sich keine Regierung gefunden, die den nächsten, entscheidenden Schritt gewagt hätte. Seit dem Jahre 1886 besteht im englischen Unterhause eine Mehrheit für das Frauenstimmrecht, die sich aus Mitgliedern aller Parteien zu sammensett. Auch in diesem Parlament find zwei Drittel der Wie groß der Bedarf an Stahl und Eisen ist, geht auch daraus hervor, daß dem Essener Verkaufskontor des Roheisen- Ver. bandes für das zweite Quartal zur Verforgung der Verbraucher noch etwa 100 000 Tonnen Luxemburger Qualität fehlen. Man foll in Wertstreifen bereits Erwägungen pflegen, diese Lücke durch Bezüge aus England auszufüllen. Erhöhung der Beteiligungsziffern im Kohlensyndikat? Durch den starken Abruf von Kohlen sah sich das Rheinisch Westfälische Koblensyndikat beranlaßt, feinen Mitgliedern die Produktion vom Oktober v. J. ab in der Höhe der vollen Beteiligungs giffer und vom Januar d. J. ab auch darüber hinaus( bis 5 Prozent mehr) die Förderung freizugeben. Der Frantf. Beitung" zufolge bestehen nun im Syndikat Zweifel darüber, ob die Konsequenzen der soweit gehen, wie man verschiedentlich anzunehmen scheint. Der gegenwärtig 5 Prozent betragenden Förderungserlaubnis für Kohle Syndikatsvertrag sieht für den Fall, daß die Syndikatsleitung höher als die Gesamtbeteiligung abseßen und das eine oder andere Mitglied hierzu über seine Beteiligung hinaus beitragen sollte, bor, daß seitens diefer leistungsfähigen Mitglieder ein Anspruch auf Era höhung ihrer Beteiligungsziffet erhoben werden kann. Die Syndikatsverwertung vertritt nun im Gegensatz zu verschiedenen Zechendirektionen den Standpunkt, daß diese Klausel schwerlich jetzt Blag greifen fönne. Das Syndikat habe zwar am 1. Januar 5 Proz. höhere Lieferungen über 100 Broz. in Kohle freigestellt, indessen fehle am Absatz der gesamten Beteiligung auch heute noch ein erhebliches Quantum, nämlich etwa je 17 Broz. der Beteiligung in Rots und Briketts, worin noch die Einschränkung fortbesteht. Jn der Rechenbesitzerversammlung am 21. Januar wird eine Klärung dieser Frage herbeigeführt werden. Die augenblidliche Nachfrage nach Kohle ist noch immer so stark, daß man auch für Februar und März mit der erhöhten Beteiligungsquote rechnet. Syndikatsbestrebungen im Braunkohlenbergban. Vor einiger Zeit hat sich das Mitteldeutsche Braunkohlensyndikat aufgelöst. Sofort fegten aber Konzernbildungen und Zusammen schlußbestrebungen wieder ein. Jest haben sich, als ein Kern zum neuen Syndikat, das Magdeburgische Braunkohlensyndikat, der BerKaufsverein der Bitterfelder Braunkohlenwerke und das Helmstedter Brikettfyndikat für die von ihnen hergestellten Erzeugnisse zu einem Verkaufsverband mit dem Sitz in Halle( Saale) zusammengeschlossen. Dabei handelt es sich um eine gesamte Gewinnung von 3 000 000 Tonnen Braunkohlen und 100 000 Brifetts. Das NiederLaufizer Brikettiyndikat ist der Gemeinschaft nicht beigetreten, hat aber seinen Anschluß bei völliger Syndizierung( mit Abfagkontin gentierung) der gesamten mitteldeutschen Braunkohlenindustrie in Aussicht gestellt. Gesellschaften m. b. H. Die in rascher Ausdehnung immer größere Bedeutung im Wirtschaftsleben erlangenden Gesellschaften m. b. S. haben besonders im Jahre 1911 eine starte Vermehrung gefunden. Ihr Wachstum fommt in folgenden Ziffern gut zum Ausdruck: • • 1902 3649 1911 Ich gebe die Versicherung ab, Baß ich den Artikeln im Weißenfeer Tageblatt", welche Anlaß zu den den Gegenstand der Privatklage bildenden Aeußerungen der Kläger gegeben haben, völlig fernstehe." Da die Genossen Fuhrmann und Taubmann bereits von Anfang an erklärt hatten, sie würden die beleidigende Ausdrücke zurücknehmen, sobald feststehe, daß Frommont nicht der Verfasser der Schmähartikel sei, so gaben sie nunmehr vor Gericht die Erflärung ab: " Im Hinblick auf die vorstehende Erklärung des Privatklägers nehmen wir die inkriminierten Aeußerungen zurück, indem wir nochmals betonen, daß die beleidigenden Aeußerungen nicht dem Bribattläger gegolten haben." Die Angeklagten übernahmen die Kosten des Verfahrens und der Kläger zog die Klage zurüd. An dem Urteil, welches unsere Genossen in der Weißenseer Gemeindevertretung gegen den unbekannten Verfasser der Schmähartikel im Weißenseer Tageblatt" abgegeben haben, wird durch den Ausgang ds Prozesses natürlich nichts geändert. Die Berhaftung im Sanatorium. der, wie mitgeteilt, beschuldigt wird, die Stadthauptkasse zu CharIn der bekannten Affäre des Hauptkassenrendanten Bartels, lottnburg um den Betrag von 37 000 m. geschädigt zu haben, ist insofern eine eigenartige Wendung eingetreten, daß der Beschuldigte, der sich auf ärztliche Anordnung in das Sanatorium des Dr. Weiler in Westend begeben hatte, gestern auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft III dort trok ärztlichen Protests verhaftet worden ist. Den Grund zu diesen Maßnahmen sollen verschiedene Mitteilungen über angebliche Vorbereitungen zur Flucht bilden, die von den Angehörigen des B. getroffen sein sollen. Schwestermörder? Unter der Anklage als Mörder seiner Schwester stand gestern der 32jährige Klempnergeselle Willi Falkenberg vor dem Schwurgericht des Landgerichts I. Todes- Anzeigen Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschkenführer August Melchert am 14. b. Mts. im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. d. Mts., nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. 61/5 Verband der Fabrikarheiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Am Montag, den 13. Januar, verstarb unser Mitglied Ferdinand Oelschläger. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 18. Januar, nachmittags 32 Uhr, von der Halle des Gemeinde Friedhofes Weißensee, Röldestraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 56/4 322 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber guter Sohn, unser lieber Bruder, der Silberbrüder Georg Gärtner nach langen schweren Leiden ent20566 schlafen ist. Um stille Teilnahme bittet Witwe Hedwig Gärtner. Die Beerdigung findet Freitag, den 17. Januar, nachm. 32 Uhr, auf dem Bentral- Friedhof in Friedrichsfelde statt. Deutscher Metallarbeiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drüder Georg Gärtner Simonstr. 3, am 13. d. Mt3. an Herzleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 17. Januar, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenballe des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung erwartet 110/19 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die zahlreiche Teilnahme, welche mir aus Anlaß des Todes meiner lieben Frau erwiesen wurde, sage ich meinen innigsten Dant. Berlin, den 15. Januar 1913. Wilhelm Freythaler. beginnt mein diesjähriger Inventur1910 Zahl dee Gesellschaften 14 166 16 090 Rapital( 1000 M.). 263 038 2 571 490 2 793 790 Seit 1902 ist demnach die Zahl der Gesellschaften um 340 Broz, die Summe des Stammkapitals um 2, Milliarden Mark, gleich 962 Broz., gestiegen. Die größte Zahl der Gesellschaften weist das Handelsgewerbe auf; dann kommt die Industrie der Maschinen usw., ihr schließt sich die Industrie der Steine und Erden an. Der Angeklagte ist beschuldigt, in der Nacht zum 12. November Darauf folgt die Industrie der Nahrungs- und Genußmittel mit feine Mutter und seine Halbschwester zu töten versucht und in der der Beerdigung meines lieben Mannes Sage hiermit allen Beteiligten bei Heute 1129 Gesellschaften. Den fleinsten Bestand von Gesellschaften m. b. H. felben Nacht seine Halbschwester Frida Voß geb. Falkenberg ermordet zu meinen herzlichen Daut. weist das Versicherungsgewerbe auf. Gruppiert man die Gefeй- haben. schaften nach der Höhe ihres Stammkapitals, so zeigt sich, daß die schule besucht und dann das Klempnerhandwerk erlernt. Er wohnte Der Angeklagte hat bis zum 14. Lebensjahre die VolksMarie Kulbe. Hälfte von ihnen über weniger als 50 000 m. Sapital verfügt. mit seiner Mutter in der Wolliner Str. 15. Ende 1911 arbeiteten nur 2,3 Prozent der Gesellschaften mit einem wohnte auch die 24 Jahre alte Halbschwester des Angeklagten, Frida, Bei der Mutter Zentral- Kranken- u. SterbeKapital von über 1 Million Mark. Der Sitz der meisten Gesell- bie für ein großes Wäschegeſchäft Näharbeiten verrichtete. Die kaffe der Kutscher u. verw. schaften ist die Großstadt. In Berlin allein domizilieren Wohnung bestand aus drei Stuben und Küche. Der Angeklagte 4392 Gesellschaften mit 771 Millionen Mark Stammkapital. Köln bewohnte das eine Zimmer, in der Berliner Stube schliefen Mutter beherbergt 794 Gesellschaften mit 123,5 Millionen Mart Kapital, und Tochter zusammen. Der Angeklagte unterhielt mit seiner Düsseldorf 487 Gesellschaften mit 66,5 Millionen Mark und Char- Halbschwester ein sträfliches Verhältnis. Aus dem Interesse, welches lottenburg 432 Gesellschaften mit 45,4 Millionen Mart. er für das hübsche und start entwickelte Mädchen schon seit deren Einsegnung empfand, entwickelte sich in den letten vier Jahren ein intensiveres Gefühl, welches zu einem intimen Verkehr führte, der auch während der kurzen Ehe der Schwester anhielt. Schwester hatte sich mit einem Kellner Voß verheiratet. Die Ehe ging aber schon nach 6 Wochen anseinander, weil Voß merkte, daß die Frau Verkehr mit dem Angeklagten unterhielt. Voz hatte nur nachts Dienst und hatte Kenntnis davon erhalten, daß der Angeklagte mit der Frida Bälle und Tanzbergnügungen besuchte. Wie das Antitrustgesek umgangen wird. In der Zollenquetekommission gab der Präsident der Aluminiumgesellschaft zu, daß seine Gesellschaft, die allein in den Vereinigten Staaten Aluminium produziere, die fanadische Aluminiumgesellschaft kontrolliere, die ihrerseits mit allen aus ländischen Gesellschaften ein vollständiges Abkommen getroffen habe. Diefes Abkommen erftrede sich auf die ganze Welt mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, wo es ungefeßlich sei, wie der Präsident vorsichtig hinzufügte. Durch die Kontrolle der tanadischen Gesellschaft ist natürlich das amerikanische Unternehmen ebenfalls Mitglied des internationalen Aluminiumsyndikats. Linoleumsyndikat. Während bisher nur eine Preiskonvention der Linoleumfabriken für den In- und Auslandsverkauf bestand, haben sich bei der Verlängerung der Konvention für 1918 fürzlich haben sich bei der Verlängerung ber Konvention für 1918 fürlich die beteiligten Mitglieder zu einem Syndikat zusammengeschlossen, das auch den Abfaz tontingentiert hat. Eine amerikanische Bank in Berlin. Von dem New Yorker staatlichen Bankdepartement hat die Farmers Loan and Trust Co. die Erlaubnis erhalten, in Berlin ein gweiggeschäft zu eröffnen. Die feit 1822 bestehende Bank verfügt über ein Eigenkapital von einer Million Dollar und 136 Millionen Dollar Depofiten. Sie hat die Absicht, hier eine Depositentasse zu errichten, die als Zahlstelle für die nach Deutschland reisenden Amerifaner dienen soll. In London und Paris unterhält die Bank bereits solche Filialen. Die Berufsgenossen zu Berlin. ( E. H.-K. 82.) Allen Kaffenmitgliedern zur Nach 20576 richt, daß eine Außerordentliche General- Versammlung am Donnerstag, den 30. Januar, abends 8, Uhr, im Restaurant Paul Noack, hier, Stralauer Str. 2a, statt. findet, wozu sämtliche Mitglieder hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Auflösung der Kaffe. 2. Neuwahl des ersten Rendanten. 3. Diskussion. Um pünktliches und vollzähliges Erscheinen ersucht Der Kaffenvorstand. J. A.: Paul Borrmann, Rendant, Grüner Weg 120. Borussia- Festsäle Inh. Georg Wolffgramm Ackerstr. 6/7. Telephon: Norden 2674 empfiehlt den geehrten Vereinen und Gewerkschaften seine 4 Säle zu Bersammlungen und Vereinsfestlichkeiten. Stulante Bedingungen. Einige Sonnabende und Sonn tage noch frei! 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Nach seiner Behauptung habe er es vor Eifersucht nicht mehr aushalten können und deshalb nach Hamburg übersiedeln wollen, um der Geschichte mit seiner Schwester ein Ende zu machen. Für die Möbel hat er 300 m. erhalten, diese Summe aber bald wieder durch Wetten verloren, so daß er deshalb nicht nach Hamburg gegangen fein will. Andererseits wird behauptet, daß die Mutter, die in der Hauptverhandlung ihre Aussage verweigerte, ihm die Wohnung aufgekündigt und ihm vorgeworfen habe, daß er ihr zur Last falle und wenn das so weiter gehe, wohl noch einmal als Bennbruder herumlaufen würde. Am Abend des 11. November soll es beim Abendessen zwischen dem Angeklagten und der Halbschwester zu etwas heftigen Erörterungen gekommen sein, weil der Schwester Geld weggekommen war und sie den sie ihn" Spizbube" nannte und ihm vorhielt, daß er schon im vertretung von Weißensee sizenden Parteigenossen in der niedrig- Gefängnis geseffen habe. Der Angeklagte war darüber sehr ärgersten Weise verdächtigt und heruntergeriffen. Die Verdächtigungen, lich. Er behauptet, daß er den ganzen Tag schon die Absicht gehabt für die nicht der geringste Grund vorlag, gingen vor allem dahin, habe, sich selbst zu töten, und zwar mit einem Dolch, der in einem unsere Parteigenossen seien eine Prätorianergarde des Bürger- Kasten unter dem Bett der Mutter stand. Er sei eifersüchtig auf meisters, sie gingen mit demselben durch Dick und Dünn um ihren feine Schwester gewesen und habe keine Lust mehr zum Leben gepersönlichen Vorteil wahrzunehmen. Unsere Parteigenoffen glaub- habt, zumal er das für Hamburg bestimmte Geld verspielt. gehabt Er ten Grund zu der Annahme zu haben, daß der in Weißensee ange- babe er habe in die Berliner Stube gehen und sich am Bett der Verband der Brauerei- u. Mühlenarbeiter Schwester erdolchen wollen. In der Nacht zum 12. November gegen stellte Lehrer und Schiedsmann Frommont der Verfasser der 1 Uhr nachts erwachte die Mutter, die einen sehr Schlaf anonymen Schmähartikel sei. Aus diesem Grunde wandten sich die hat, durch ein Geräusch und jah plöblich ihn fer feiten und verwandter Berufsgenoffen. Berlin. Gerichts- Zeitung. Kommunale Kämpfe in Weißenfee. Das„ Weißenseer Tageblatt" hat unsere in der Gemeindegelagten berdächtigte, daß er der Dieb gewesen sein müſſe, wobei Sohn im Zimmer Spezialarzt f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. f. Blut untersuchung., Fäden i. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Panoptikum. Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. nur Oranienstr. 158. Unterhalte nirgends Filialen. Räumungs- Extraliste ( enorm billiger Angebote) gratis u. franko. Nur einmal jährlich! findet dieser InventarVerkauf bei mir statt. Geschäftsstelle: C. 54, Muladstr. 10. Fernspr.: Amt Norden 4518. Sonntag, den 19. Januar 1913, nachmittags 1%, Uhr: mit der Gemeinde Birkholz verhandelt. In bezug auf dieſe Ange- in dem Zimmer Gasgeruch. Sie wedte ihre Tochter und beide Generalversammlung im Gewerkschaftshause, Engelufer 15( großer Saal). Tagesordnung: 42/ 4* Mitgliedsbuch oder Karte legitimiert zum Eintritt. Die Mitglieder werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zahl Die Ortsverwaltung. Phänomen Genossen Fuhrmann und Taubmann, als die Wiederwahl From stehen. Als sie ihn anrief, behauptete er, er wolle noch eine Bigamonts als Schiedsmann auf der Tagesordnung der Gemeinde- rette rauchen und suche nach Streichhölzern. Nach einer Weile ervertretersizung stand, gegen dessen Wahl. In derselben Sizung wachte die Mutter wieder und es war ihr so, als ob der Angeklagte wurde später über den Abschluß eines Milchlieferungsvertrages pieder aus dem Zimmer husche. Bald darauf bemerkte die Mutter legenheit hatte das Weißenseer Tageblatt" furzborher ebenfalls Bahn der Gasampel, die in den letzten Tagen von den Frauen untersuchten den Gashahn. Da stellte sich denn heraus, daß der Schmähartikel gegen unsere Genossen gebracht. Im Laufe der Ver- gar nicht benutzt worden war, offen stand und Gas ausströmte. handlung unterzog Fuhrmann diese Artikel und ihren anonymen Die Anklage nimmt an, daß der Angeklagte beabsichtigt hatte, das Jahr 1912. 3. Wahl der gesamten Ortsverwaltung, der Revisoren und 1. Bericht vom 4. Duartal 1912. 2. Geschäfts- und Kaffenbericht für Verfasser einer sehr scharfen Kritik, ohne aber einen Namen zu Mutter und Schwester durch Gas zu vergiften, und daß er crit des Bergnügungskomitees. 4. Verbandsangelegenheiten. nennen. Genoffe Fuhrmann sagte unter anderem, ein anonymes später zur Tötung seiner Schwester sich entschlossen hat. Er schlich Brezgesindel habe Stübel voll Dreck über die sozialdemokratischen gegen 3 Uhr morgens sich nochmals in das Berliner Zimmer, Gemeindevertreter ausgegossen. Er sprach von einer Preßkloake nahm dort den Dolch aus der Kifte unter dem Bett heraus und reich zu erscheinen. und meinte, Maulschellen verdienten diese Zeilenschinder. Lehrer stieß wütend auf seine Schwester los. Die Schwester rief entsetzt: Frommont bezog diese in gerechtem Zorn gebrauchten Ausdrücke Stechen mit dem Dolch nicht und brachte ihr entsegliche Wunden bei, ,, Willi, was machst Du?" Der Angeklagte ließ aber von dem auf seine Person und verklagte die Genossen Fuhrmann und Taub- bis sie blutüberströmt bald als Leiche dalag. Der Angeklagte mann wegen Beleidigung. In der Verhandlung, die am 23. Ottober v. J. vor dem Schöffengericht in Weißensee stattfand, wurde festgestellt, daß der Redakteur des„ Weißenseer Tageblatts" in animierter Stimmung in einem Restaurant Aeußerungen getan hatte, aus denen zu entnehmen war, daß Frommont der Verfasser der Schmähartitel sei. Das Schöffengericht tam zu einem freifprechen den Urteil. Es meinte, die von den Angeklagten gebrauchten Aus- haben. Als er am Bette gestanden, habe ihn die Aufregung überDer Angeklagte bestritt seinerseits, den Gashahn geöffnet zu drücke seien vielleicht zu scharf gewesen, aber den Angeklagten müsse mannt; er habe das Zittern bekommen und da habe er nicht mehr ihre begreifliche Erregung zugute gehalten werden. Denn die im gewußt, was eigentlich geschah und habe blindlings losgestochen. " Weißenseer Tageblatt" erhobenen Vorwürfe, die Sozialdemokraten Nach Schluß der kurzen Beweisaufnahme beantragte Staatsfeien eine Prätorianergarde des Bürgermeisters, dieser sei der anwaltschaftsrat Dr. Weißmann die Bejahung der Frage nach Mord. Regiffeur und die Sozialdemokraten wären seine Marionetten, Der Berteidiger Justizrat Franz Ivers beantragte, den Angeklagten treffe nicht zu und sei deshalb geeignet, die Angeklagten in Er- nur des Totschlages schuldig zu sprechen und ihm mildernde Ümstände zu bewilligen. regung zu versetzen. Gegen das freisprechende Urteil hat der Kläger Berufung eingelegt, die gestern vor dem Landgericht III zur Berhandlung stand. Der vom Vorsitzenden angeregte Vergleichsverfuch hatte nach langem Hin- und Herreden den Erfolg, daß der Kläger Frommont zu Protokoll erklärte: brachte sich dann selbst Stichwunden am Hals und in der Brust bei, ging dann in die Küche, nahm dort den Gasschlauch in den Mund und atmete Gas ein. Als die schleunigst herbeigeholte Polizei am Tatort erschien, fand sie den Angeklagten in anscheinend bewußt losem Zustande vor. Er wurde nach der Charité befördert und hat dort 4 Wochen zugebracht. Nach langer Beratung verneinten die Geschworenen die Schuldfrage wegen versuchten Mordes an den beiden Frauen, erkannten schuldig und versagten ihm mildernde Umstände. dagegen den Angeklagten des Totschlages an seiner Halbschwester Das Gericht erkannte, dem Antrage des Staatsanwalts ent fprechend, auf 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. GOLD Feinste Cigarette 2s S Siems Kraftfleisch muß jede sparsame Hausfrau kaufen. Billigster und nahrhafter Tafelaufschnitt, hergestellt aus I. Rindfleisch unter behördlicher Aufsicht. Za haben in fast sämtlichen einschlägigen Geschäften. VERA 3 PfgCigarette Joseli Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pig,( zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort( fettgedruckt) 10 Pfg. 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Januar 1913 Ein Schreckliches Brandunglück auf den Boden der Einführung einer Biersteuer für die Ge- auch wiederholt nieder und heulte. Kolbe, der das sah und hörte, meinde treten. Um jeder Beunruhigung der Gewerbetreibenden bersetzte dem Tier wiederholte Fußtritte, um es von diesem Wege und Konsumenten ein Ende zu machen, kann die heutige abzubringen und erschoß es endlich, als ihm dies nicht gelang. hat sich in der letzten Nacht im Hause Linienstraße 57 zu Stadtverordnetenversammlung nichts Besseres tun, als die auch ein Polizeihund, der herangeholt wurde, schlug einmal diese getragen. Im Obergeschoß des Vordergebäudes bewohnte dort die Biersteuer schlank abzulehnen. Die Magistratsvorlage ist nicht See zu nach. Auf diesem blieb deshalb die ganze Aufmerksamkeit Richtung ein, ging aber dann wieder der Wagenspur nach dem Küche. Kurz vor Mitternacht wurden die Bewohner der darunter- wert, etwa einem Ausschuß einer Vorberatung überwiesen zu ber Untersuchungsbehörde gerichtet, weil man immer noch mit liegenden Etage durch ein polterndes Geräusch aus dem Schlaf ge- werden, wie das beantragt werden soll. ctwa 55 Jahre alte Privatiere Anna Böhme eine Stube und der Möglichkeit rechnete, daß die Leiche tief im Schlamm verborgen fchredt. Als man nachforschte, stellte sich heraus, daß in der Das gleiche Schicksal sollte auch den übrigen Steuer- fein tönne. Böhmeschen Wohnung Feuer ausgebrochen war und daß der Brand vorschlägen des Magistrats beschieden sein, die eine Wieder- Jetzt ist gewiß, daß Kolbe die Spur nach dem See künstlich auch schon die Dede zum dritten Stod durchschlagen hatte. Die auferstehung feiern sollen: Der Steuer. auf die Kinos, auf eigens zu dem Zwede hergestellt hat, um die Verfolger zu täuschen. Feuerwehr wurde von zwei Seiten aus alarmiert und bald waren Varietés und Zirkusvorstellungen sowie auf Tanzluftbarkeiten. Der Freispruch brachte Kolbe in eine günstige Lage. Nach der drei Löschzüge zur Stelle. Da die Mannschaften anfangs wegen Für die Gewerbetreibenden bedeuten diese Steuern Sonder einer starken Berqualmung von der Treppe aus nicht in die besteuerung, da die Leute ihre Gewerbesteuer zahlen müssen, brennende Wohnung vordringen konnten, wurde auf der Straße Schifanierungen und schwere Schädigungen. Die breite Masse schleunigst eine mechanische Leiter bis zur Dachhöhe errichtet. Eine des Publikums muß seine harmlosen Vergnügungen noch beLöschabteilung drang nun von hier aus in die Wohnung ein und sorgte zunächst für den Abzug des erstidenden Dualms. Als sich sonders versteuern und materiell kommt für die Gemeinde nicht der Rauch etwas verzogen hatte, bot sich den Mannschaften ein schred- biel heraus. licher Anblick dar. Die Privatiere Anna Böhm war mit der brennenden Dede durchgebrochen und hing fast vollständig verkohlt in der Luft. Mit vieler Mühe wurde die Leiche aus den Brandtrümmern der Zwischendede herausgezogen. Das Feuer in der Bohnung fonnte mit einer Schlauchleitung schnell gelöscht werden. Die Leiche wude polizeilich beschlagnahmt und nach dem Schauhaufe gebracht. Vermutlich war der Brand dadurch entstanden, daß Fräulein Böhme einen Eimer mit glühender Asche auf dem Fußboden der Wohnung hatte stehen lassen. Ohne daß sie es bemerkte, hat sich der Fußboden an dieser Stelle entzündet. Als sie dann später von der Nüche, wo sie den Brandgeruch wahrnahm, nach der Stube eilen wollte, um das Feuer zu löschen, ist fie wahrscheinlich zuerst er stickt und dann mit der Dede durchgebrochen. Partei- Angelegenheiten. Zur Lokalliste. Das Lotal Neu Heringsdorf bei Köpenid ist trog aller Reklame, die vom Inhaber auch in Arbeiterkreisen getrieben wird, nach wie vor für organisierte Arbeiter gesperrt. Die Gasthöfe von W. Hinge in Radlow am Scharmügelfee und von Ludwig Graß in Storfow dürfen, weil es der Gruppenvorsitzende des Kreis- Krieger verbandes wünscht, nicht mehr als Verkehrslokale empfohlen werden und sind deshalb aus der Liste zu streichen. In Borgsdorf an der Nordbahn steht uns jetzt das Lokal mit Saal„ Gasthaus Kurfürstenbrunnen" zu allen Veranstaltungen zur Verfügung. Die Lokalfommission. Die Verstadtlichung des Arbeitsnachweises Strafprozeßordnung konnte nach diesem rechtskräftigen Urteil das Verfahren zu seinen Ungunsten nur dann wieder aufgenommen werden, wenn er vor Gericht oder außergerichtlich selbst ein glaubBehm. Das mag ihn vielleicht sicher gemacht haben. In der letzten haftes Geständnis der Straftat ablegte. Ebenso steht es mit Frau Zeit sprach Kolbe zu mehreren Personen, u. a. auch in Berbrecherfreisen, von den Dabendorfer Vorgängen und erzählte dabei, daß er Behm erschossen habe. Diese Gespräche lamen zur Kenntnis der Kriminalpolizei, die ihnen nun weiter nachging. Zunächst war ist seit Jahren eine ständige Forderung der sozialdemokratischen aber nicht abzusehen, ob es sich nicht wieder um ähnliche NedensFraktion der Stadtverordnetenversammlung. Auch eine An arten handelte, wie früher, um Redensarten auf die nicht zahl bürgerlicher Mitglieder, welche die Entwickelung des viel zu geben war. Die Kriminalpolizei ließ Frau Behm, die nach Arbeitsnachweises und die finanzielle Gebarung verfolgt Friedrichshagen verzogen ist, kommen und nahm sie ins Gebet. haben, sind sich darüber einig, daß die Kommunalisierung des Die Frau leugnete erst hartnädig, von einem Verbrechen etwas Arbeitsnachweises früher oder später eintreten muß, zumal zu wissen, gab dann aber nach langem Verhör endlich zu, die Stadtgemeinde schon heute den größten Teil der Kosten bak Kolbe ohne ihren Willen und ohne ihr Wissen ihren durch Zuschußleistung decken muß. Bei den Debatten im Rat- Mann erschossen und seine Leiche weggeschafft habe. hause ist besonders von sozialdemokratischer Seite darauf hingewiesen worden, daß der heutige Zustand, bei dem die Gemeinde die Kosten zahlt, ohne aber einen direkten Einfluß auf die Gestaltung der Arbeitsvermittelung zu nehmen, ein unhaltbarer ist. Der Magistrat hat vor kurzem zur Beratung dieser wichtigen Angelegenheit eine besondere Kommission eingesetzt, welche gestern ihre Beratungen beendet hat und dem Magistrat alsbald bestimmte Vorschläge machen wird. Danach wird die Angelegenheit den Magistrat in seiner nächsten Sigung be schäftigen, und es wird aller Voraussicht nach schon im Etat für 1913 eine entsprechende Aenderung vorgeschlagen werden. Das beste wäre die Uebernahme des Arbeitsnachweises in städtische Regie, damit wäre der Sache am besten gedient, zumal viele Städte schon längst den städtischen Arbeitsnachweis haben. Damit gewannen die Aeußerungen Kolbes eine ganz andere BedeutungDie Kriminalpolizei versuchte jetzt, seiner habhaft zu werden, er war aber, verschwunden und ist bisher noch nicht wieder ermittelt Frau Behm machte nun Andeutungen, nach denen die Leiche ihres Mannes in einer dem Eee entgegengesetzten Richtung zu suchen fein mußte, wenn sie auch selbst, wie sie versichert, bei der Beiseites fchaffung nicht zugegen war. Ein Kriminalfommiffar begab sich mit Beamten vor einigen Tagen nach Dabendorf hinaus, um dort umfassende Nachforschungen und Nachgrabungen anzustellen. An einer Stelle, auf die man aus einer Andeutung Kolbes Frau Behm gegenüber zunächst gekommen war, hatten die Grabungen ein fonderbares Ergebnis. Es ist das eine Stelle an einem Schlagbaum in der Mähe einer Eisenbahnüberführung. Hier fand man nur einen Unterliefer mit einigen Zähnen neben einigen Lumpen. Ob das ein mensch licher Kiefer ist, muß noch untersucht werden. Ohne Zweifel aber Rechtzeitige Anstellung der Volksschullehrer und Lehrerinnen. hat man es hier wieder mit einer Jrreführung Kolbes zu tun. Eine Lehrpersonen werden an Volksschulen häufig mit Wirkung dem Landhaus des Verschwundenen entfernt gelegenen Ruine. Diese andere Andeutung führte nach einer etwa eine halbe Stunde von von einem weit zurückliegenden Zeitpunkte an angestellt. Der In Lichtenberg N.-B. wird das Logenrestaurant, Knorr- Unferrichtsminister hat sich gegen dieses Verfahren wegen der liegt abseits von der Chaussee auf freiem Felde. Etwa 200 Meter promenade, der organisierten Arbeiterschaft verweigert. finanziellen Folgen für die Schulverbände in einer besonderen von der Ruine fand man endlich das Grab des Ermordeten und seine Leiche. Seine Stelle war gezeichnet durch die Verfügung an die Regierungen und das ProvinzialschulLankwits. Am nächsten Montag, abends 81%, Uhr, beginnt bei follegium gewendet. Er bezeichnet es aber als Pflicht der Rasennarbe, die sich hier von der Narbe der Umgebung in Schulz im Dorf, Mühlenstraße, der Vortragssyklus von Dr. Schütte Schulaufsichtsbehörde, dafür zu sorgen, daß alle Lehrpersonen der Farbe und Beschaffenheit der Gräser deutlich abhob. Man über.„ Neuere Geschichte". An den vier Abenden werden folgende möglichst bald endgültig angestellt werden, wenn sie ihre An- hatte bereits über einen Meter tief und noch weiter gegraben, ohne etwas zu finden. Schon zweifelte man daran, zu einem Ergebnis Themas behandelt: Zeitalter des Absolutismus, Französische Re- stellungsfähigkeit erlangt haben. Die Anstellung soll in der volution, Zeitalter des Konstitualismus, Zeitalter der Arbeiter Regel alsbald nach dem Bestehen der zweiten Prüfung ge- 34 tommen, aber immer machte man doch noch einen Spatenſich tweiter. Endlich in einer Tiefe von 1,55 Meter stieß man auf die bewegung. Karten zum Breife von 30 Pfennig für alle vier schehen, wenn sie ihre aktive Dienstpflicht im Heere oder in Leiche, die noch verhältnismäßig wenig verwest ist. Sie war in Abende find bei den Bezirksführern zu haben. Der Bildungs. der Marine erfüllt haben, oder wenn sie für die Friedenszeit Leiche, die noch verhältnismäßig wenig verwest iſt. ausschuß ersucht alle Genoffen, an den lehrreichen Vorträgen teil endgültig befreit sind. Die Drts- und Streisschulaufsichts- einen Revolver. Die ausgegrabene Leiche wurde nach dem Obduktionseinem blauen Anzug verscharrt worden. Neben ihr fand man auch Alt- Glienide. Sonnabend, den 18. Januar, Generalversammlung beamten sollen nötigenfalls dafür sorgen, daß die Anträge raum in Dabendorf gebracht, um dort genau untersucht zu werden. des Wahlvereins bei Bohne, Grünauer Straße. Tagesordnung: rechtzeitig gestellt werden. Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. Aufnahme neuer mit frühestens drei Jahre nach Bestehen der Prüfung endgültig festgestellt wurde bisher schon, daß ein Schrotschuß in den Kopf den Mann niedergestreckt hat. Das deckt sich mit dem Ergebnis der glieder. Bericht der Gemeindevertreter. Aufstellung der Wahlmänner angestellt werden, wenn sie wenigstens zwei Jahre im öffent- früheren Ermittelung. zur Landtagserfazwahl. Verschiedenes. Die vorlichen Schuldienste vollbeschäftigt gewesen sind. Während der Nachgrabungen, die mun endlich das Geheimmis Nieder- Schönhausen- Nordend. Am Sonntag, den 19. d. M., geschriebene Revision der noch nicht endgültig angestellten von Dabendorf aufklärten, wollten Leute gesehen haben, daß Kolbe Die Lehrerinnen soll überall rechtzeitig erfolgen. Die endgültigen in der Gegend gewesen sei, um aus der Ferne die Arbeiten zu verfindet für den dritten Bezirk eine wichtige Agitation statt. in der Gegend gewesen sei, um aus der Ferne die Arbeiten zu verGenossen sämtlicher Bezirke werden ersucht, sich Sonntag früh 8 Uhr Anstellungen erhalten in der Regel erst mit dem Tage der folgen. Das flang zwar nicht wahrscheinlich, immerhin aber wurde bei Mante, Charlottenstraße, Ede Beuthstraße, einzufinden. Verfügung ihre Wirksamkeit, wenn nicht ein späterer Termin Bernau. Gewerkschaftslokal von Rich. Wünsch ein Vortrag des Genossen Kraft darf nur ausnahmsweise geschehen, besonders dann, halten. Nach der jetzigen Lage muß man doch wohl die Aeußerung Freitag, den 17. d. M., abends 8 Uhr, findet im ausdrücklich bestimmt wird. Eine Anstellung mit rückwirkender eine große Fahndung veranstaltet, die aber ergebnislos blieb. Frau Behm wird einstweilen im Gewahriam des Polizeipräsidiums ges Zimmermann- Karlshorst über Naturerkenntnis" statt. Wir ersuchen wenn sonst eine ungerechtfertigte oder unbillige Schädigung Solbes als ein glaubwürdiges Geständnis im Sinne des§ 204 der Die Genoffen zahlreich zu erscheinen und insbesondere ihre er- der Lehrperson in ihren Gehaltsansprüchen eintreten würde Strafprozeßordnung betrachten und dann kann nunmehr das VerRöntgenthal, Zepernid, Buch. Sonntag, den 19. Januar, wichtige und wenn die Anstellung durch äußere Hindernisse verzögert brechen seine Sühne finden, sobald es gelingt, des Mörders habhaft zunehmen. wachsenen Söhne und Töchter mitzubringen. Handzettelverbreitung. Treffpunkt bei Genossen Buchholz, Röntgen thal. Kaifer- Wilhelm- Straße 49, vormittags 8 Uhr. Nachmittage 21 Uhr, öffentliche Versammlung bei Marr. Bortrag des Genoffen wir Dr. Rudolf Breitscheid über: Breußische Freiheitsfämpfe. Staaten. Sonnabend, den 18. Januar, abends 8 Uhr, in Gnädigs Gasthof: Generalversammlung des Wahlvereins. Wichtige Tagesordnung. Berliner Nachrichten. ist. Volksschullehrerinnen können Ein weiblicher Heizer. Im Berliner Lokal- Anzeiger" finden folgendes Inferat: " Frau ohne Anhang zur Bedienung von Heizteffeln für eine öffentliche Anstalt gesucht. Dienst bon 7 bis 7 Uhr. Lohn bis 21 per Woche. Ntf. 291 Filialegped. d. Bl. Tempelhof." Man kann nur vermuten, welche öffentliche Anstalt in der Nähe Tempelhofs diese neue Lohndrückerei ausgehedt hat. Das Wort " bis" deutet darauf hin, daß für den Anfang sogar noch weniger als 21 M gezahlt werden sollen. Es gibt genug männliche arbeitslose Heizer, die für solchen Schundlohn allerdings nicht zu haben sind. Das Geheimnis von Dabendorf, Fenster seiner Wohnung erschossen und die Leiche Leiche zu werden. Auch das wird wohl gelingen, zumal da Kolbe mittele los ist und ohne Geld wohl nicht weit fommen fann. Furcht vor einer Operation hat den 72 Jahre alten früheren Droschkentutscher Rudolf Schilling aus der Zorndorfer Straße 61 in den Tod getrieben. Der seit vielen Jahren verwitwete Mann hauste für sich allein. Im September v. J. wurde er wegen eines Krebsleidens operiert. Jest sollte der ärztliche Eingriff wiederholt werden. Gestern morgen wollte der Hauswirt Schilling wecken, damit er zum Strankenhaus gehe. Der Leidende hatte sich aber aus Furcht vor der Operation erhängt. Er fand ihn tot auf. Biefen, eine hellblaue Müze, vermutlich mit roten Streifen, und Die Steuervorlagen des Magistrats Mitglied einer bayerischen Militärkapelle will ein Schlafftellenwerden in der heutigen Stadtverordnetenversammlung verdieb sein, der in der letzten Zeit an verschiedenen Stellen mit Erfolg handelt werden. Das Schicksal der Steuervorlagen ist un dessen Aufklärung dieser Tage verfrüht gemeldet wurde, ist jetzt in aufgetreten ist. Der Dieb erscheint in einer Uniform und gibt an, im gewiß. Nur eins steht fest: die sozialdemokratische Fraktion der Tat entschleiert. Die früheren Vorgänge sind wohl noch befann Auftrage des Kapellmeisters einer 20 Wann starken bayerischen Militärtapelle zu kommen, deren Mitglied auch er sei, um für seine Kameraden wird mit aller Entschiedenheit die magiftratlichen Steuer- In kurzem sei daran erinnert, daß der Sekretariatsassistent im Schlafstellen zu mieten. Er sieht sich dabei alle vermietbaren Schlafprojekte bekämpfen und glatt ablehnen. Kaiserlichen Statistischen Amt Franz Behm, der mit seiner Frau stellen an und benutzt jede Gelegenheit, die sich ihm dabei bietet, zu Die bürgerlichen Fraktionen haben keine flare Stellung Helene, geborene Domscheit, in Dabendorf bei Zoffen ein kleines stehlen, was ihm in die Finger fällt. Der Gauner, vor dem hiergenommen. Soweit die Biersteuer in Frage kommt, sind Landhaus bewohnte, seit dem 7. Oktober 1909 spurlos verschwunden mit gewarnt sei, ist ungefähr 20-23 Jahre alt, 1,65 Meter groß war. Bald beschuldigte man am Wohnort den Liebhaber der Frau und fräftig, hat volles, dunkies Haar und einen kleinen, dunklen eine Anzahl bürgerlicher Mitglieder bereit, diefelbe abzulehnen. Behm, den Brunnenbauer Gustav Kolbe aus Dabendorf, im Schnurrbart und trägt einen grauen Militärmantel, einen blauen Ob diese Zahl mit den sozialdemokratischen Mitgliedern zu Einverständnis mit der Ehefrau Behm von draußen her durch Rock mit Schwalbennestern, ein blaues Beinkleid mit breiten weißen sammen ausreicht, die Biersteuer zu Fall zu bringen, läßt ein Fenster seiner fich noch nicht übersehen. Eine nicht unerhebliche Zahl darauf beiseite geschafft zu haben. Die Voruntersuchung, die einen langen Säbel an einer weißen Koppel. bürgerlicher Stadtverordneter will die der Stadt aus der Landrichter Dr. Rudolph als Untersuchungsrichter leitete, förderte Oranienburg. In Gegenwart der Mutter spielten die beiden sechsEin bedauerlicher schwerer Unglücksfall ereignete fich gestern in Braumalzsteuer zugeflossene Einnahme erhalten und ist geneigt, auch ein so startes Belastungsmaterial zutage, daß die Haupt- und achtjährigen Töchter des in der Stralsunder Straße wohnhaften den Hektoliter Bier mit 30 Pf. Steuer zu belegen. verhandlung beschlossen und das verdächtige Paar am 22. Januar Arbeiters Stuhlmay mit ihren Puppen, die sie zu Weihnachten geDiese Leute meinen, daß in einem solchen Falle die Brauereien 1912 beim Landgericht II vor die Gesch: vorenen unter der Anklage schenkt erhalten hatten. Das ältere Mädchen versuchte mit einer nicht mehr belastet werden, als sie bisher durch den Brau- des Mordes, der Anstiftung dazu und der Mitwisserschaft gestellt einen Stidichere ein Puppenkleidchen zuzuschneiden. Dabei stieß wurde. Kolbe trug damals ein sehr sonderbares Wefen zur Schau. sich die Kleine infolge einer heftigen unvorsichtigen Bewegung die malzsteuerzuschlag belastet worden seien. Dadurch werde ihnen Er hatte sich wiederholt selbst als den Mörder bezeichnet und sich Schere in das rechte Auge, das sofort auslief. Ein hinzugerufener die Ausrede von einer Mehrbelastung genommen und der sogar mit seiner Tat gebrüstet, und das in einer Weise, wie es der Arzt legte dem bedauernswerten Stinde einen Notverband an und Grund zu einer Berteuerung des Bieres. Die Brauereien er wirkliche Mörder faum hätte tun können. Ueber den Schuß, den veranlagte die Ueberführung nach der Königlichen Klinik in Berlin. klären demgegenüber, daß auch in diesem Falle eine Preis- man gehört hatte, den Befund des Fensters und dergleichen mehr allem Anscheine nach ist auch die Schkraft des unverletzten Auges steigerung eintreten müßte, da ja die Gebinde sich nicht so wurde seinerzeit ausführlich berichtet. Das Ergebnis der mehr durch den Unfall in Mitleidenschaft yogen. Zu einer eindrucksvollen Trauerkundgebung gestaltete sich die herstellen lassen, um eine Preiserhöhung zu vermeiden. Also tägigen Verhandlung war, daß Kolbe und Frau Behm freigesprochen abgewälzt würde selbst in diesem Falle eine neue Steuer. und auf freien Fuß gesezt wurden. Es konnte damals auch kaum gestern auf dem Zentralfriedhofe in Friedrichsfelde erfolgte Bei Wenn aber in Berlin eine noch so geringe Biersteuer ein- anders kommen, weil es an dem bestimmten Nachweis fehlte, daß ießung der am Sonnabend nach schweren Leiden verstorbenen Ge geführt wird, so bleibt sie steigerungsfähig und be- ber verschwundene Behm überhaupt ermordet worden war. Nach nofsin Auguste Freythaler. In der Kapelle hatte sich eine seiner Leiche hatte man vergeblich gesucht. Von der Wohnung führte ansehnliche Trauerversammlung eingefunden, die aus älteren Partei deutet eine ständige Gefahr für Gewerbetreibende, eine Wagenspur nach dem Dabendorfer See, der nicht weit abliegt, genoffinnen und Parteigenossen bestand, die jahrelang in der Bee besonders die Gastwirte und die Konsumenten. Da- einem tiefen, aber bersumpften und verschlammten Gewässer. Alles wegung stehen. Der Sängerchor Wedding leitete die Feier ein mit zu kommt, daß dann auch das eingeführte Bier versteuert wird. Absuchen, dieses Sees blieb erfolglos. Man fand auch nicht eine der Trauerweise:„ Wenn sich zwei Herzen scheiden." Als die leg!: Die Freisinnigen, die im Reichsiage die Biersteuer nicht haben Spur von dem Verschwundenen. Der Hund des Vermißten lief Strophe verllungen war, widmete Genosse Barth der Verstorbenen wollten, tönnen, ohne ihr Ansehen ganz zu verlieren, taum wiederholt und immer wieder nach einer anderen Richtung, fetzte sich herzliche, schlichte Worte des Abschieds. Nicht nur eine treue Stame radin sei sie dem Manne gewefen selbst in den schwersten Zeiten der 1 2067 Besucher auf, die fich auf 43 laffen mit einer Durchschnitts- feine Uebungsstunde abhält, woselbst auch neue Mitglieder aufge Not, sondern auch eine brave Genoffin, die, wie viele jener Namentosen, frequenz von 46,7 verteilten. Und die siebente Klasse besuchten 2131 nommen werden. zu jeder Zeit ruhig und still für die Partei gewirkt habe. Kinder, hier betrug die Durchschnittsfrequenz 50,7. Bemerkt sei, daß Bei Arbeiten für die Partei habe die Verstorbene nicht gefehlt. die fliegenden Stlassen verschwunden sind. Die Hilfsklassen werden Nehmt Einsicht in die Gemeindewählerliften Ats Mitbegründerin des Vereins für Frauen und Mädchen von 188 Schülern besucht, die sich auf 9 Klassen verteilen. Der feit die vom 15. bis zum 30. Januar in den Gemeindehabe sie diesen bis zum Tode die Treue gehalten. Mit langen Jahren von unseren Genoffen erhobenen Forderung auf all- bureaus auslegen. Ueberzeuge sich jeder davon, ob er auch Dankes- und Abschiedsworten an die Verstorbene schloß der gemeine unentgeltliche Lieferung der Lernmittel dürfte bei der bereits in der Liste vermerkt ist, damit er bei einer eventuell stattRedner feine zu Herzen gehende Ansprache. Noch ein Lied, als mißlich verschrienen Finanzlage auch in diesem Jahre nicht Folge findenden Wahl auch sein Wahlrecht ausüben kann. furze Widmungen am Sarge, dann ging es hinaus an die Stätte, gegeben werden. Den gestern bereits veröffentlichten Orten, für die Zeit wo die letzten Reste der Verstorbenen in die Erde gesenkt wurden. Wieder lassen die Sänger ihre Abschiedsworte ertönen. An der Sonntag, den 19. Januar, nachmittags 4 Uhr, in der Aula der und Stelle der Listenauslegung vermerkt war, tragen wir heute Ein Boltsunterhaltungsabend der Stadt Schöneberg findet am noch folgende nach: Gruft häufen sich die letzten Liebeszeichen in Gestalt zahlreicher Hohenzollernschule, Belziger Str. 48-52, statt. Tempelhof. Die Gemeindewählerliste liegt bis einschließlich 30. Januar Das Programm im Gemeindebureau, Dorfstraße 42, Zimmer 8, wochentäglich während der Ränze. Und heim kehren die Teilnehmer ins Leben, wo neue lautet: Einführung in die Kunstmusit, Kunstlied und Kammermusik Dienststunden von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, und am Sonn Kämpfe ihrer tvarten, bis auch sie ins Grab sinken. Haydn Mozart Beethoven. Ausführende sind: Herr tag, den 19. und 26. Januar d. 3. von 8-10 Uhr aus. Johannes Velden( Violine), Profeffor Heinrich Soprongi( Bioline), Werner Göhre( Viola), Frau Nina Gober- Velden( Violoncell), fämt- mittags bis 3 Uhr nachmittags und Sonntags von 12 bis 1 Uhr mittags, Mariendorf. Im Rathause, Zimmer 14, werftäglich von 8 Uhr vor lich Mitglieder der Neuen Berliner Kammermusikvereinigung. Außer- außerdem am 28., 29. und 30. Januar auch noch nachmittags vo foote dem wirken mit Herr Professor Oskar Schubert( Klarinette) und 8 Uhr. er nicht selbst einsehen kami, zeichne sich in den durch rote Platate Frl. Käte Tulich( Konzertiängerin). Am Flügel Herr Werner Göhre. fenntlichen ofalen unter Angabe seines Steuerſages in Liſten ein Eintrittspreis einschließlich Programm 35 Pf. Billetts sind zu haben bis nachmittags 3 Uhr. Sonntags von 9-12 Uhr vormittags. Friedrichshagen. Im Rathause, Zimmer 18, von vormittags 8 Uhr im Konfumladen, Apostel- Paulus- Str. 40, und in der Zeitungs- Nieder- Schönhausen. Im Einwohnermeldeamt, Rathaus, Zimmer 24, spedition, Martin- Luther- Str. 69. und zwar von 8 Uhr früh bis 3 Uhr nachmittags und Sonntags von 11-1 Uhr. Eichwalde. Im Gemeindebureau, 8immer 3, in den Dienſtſtunden. Die Liste tann auch an den in diese Zeit fallenden Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags eingesehen werden. Großbeeren. Während der Dienststunden im Gemeindebureau. Ein schwerer Automobilunfall hat sich auf der Chauffee bei Malchow ereignet. Der Schmiedemeister Haß hatte mit seinem Sohn und einem Fahrmeister der Adlerwerke in einem Kraftwagen eine liebungsfahrt nach Lindenberg unternommen. Auf der Rückfahrt funktionierte die Steuerung nicht ordnungsmäßig und der Kraftwagen stieß gegen einen aus entgegengefegter Richtung fommenden Steinwagen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß das Auto erheblich beschädigt und der Schmiedemeister schwer verletzt wurde. Er erlitt mehrere Rippenbrüche, einen doppelten Bruch des linken Unterarmes und eine schwere Quetschung des rechten Oberschenkels. Die übrigen Insassen tamen mit leichten Hautabichürfungen davon. Der Laftwagen blieb unbeschädigt. Der Verunglückte wurde mittels Fuhrwerts nach seiner in Weißensee befindlichen Wohnung gebracht, uachdem er unterwegs von einem Arzt Notverbände erhalten hatte. Ein Straßenbahnunfall ereignete sich am gestrigen Mittwoch nachmittag am Brandenburger Tor. Dort wollte der Zeitungsverkäufer Frig Schulz noch kurz vor dem Motorwagen 2186 der Linie 50 die Gleise überschreiten, wurde jedoch umgestoßen und kam unter den Vorderperron vor dem Schußzrahmen zu liegen. Der Unfallhabende, der eine Gehirnerschütterung, sowie Fleischwunden im Gesicht erlitten hatte, mußte nach der Charité gebracht werden. Mach' die Augen zu Du bist noch viel zu jung dazu. " " Der Ruhm des Herrn von Jagow, der sich neben andern auch in der Rolle eines Sittlichkeitsapostels zu gefallen scheint, hat offenbar seinen Amtskollegen in Charlottenburg nicht schlafen Tassen. Am heutigen Donnerstag beabsichtigt Genosse Dr. J. Moses im Charlottenburger Volkshaus" feinen Vortrag über Geschlechtsfrankheiten und Prostitution" zu halten. Nach Ankündigung dieses Vortrages erhielt nun der Vorsitzende des Hausarztvereins Charlottenburg ein Schreiben des Charlottenburger Polizeipräsidenten, demzufolge in der Versammlung bei Strafe von 150 M. nur Männer über 18 Jahre anwesend sein dürfen. Wie er sich räuspert und wie er spuckt, das hat der Charlottenburger dem Berliner Polizeipräsidenten getreulich abgegudt. Sogar in der Höhe des angedrohten Strafmaßes ist jener nicht vom rühmlichen Schema abgewichen. Sich geschlechtlichen Ausschweifungen hinzugeben und dabei gefährlich anzustecken, davor kann auch der Charlottenburger Polizeipräsident die unerfahrene Jugend nicht bewahren. Deshalb füllt er die Lücke in seiner Allmacht aus und bewahrt die Jugend- vor Aufklärung. Und die Sittlichkeit ist wieder mal gerettet! Charlottenburg. Elternverein für freie Erziehung. Sonntag, den 19. Januar, vormittags 10%, Uhr, findet unter Leitung des Herrn Dr. Krug eine Besichtigung des Museums für Bergbau und Hüttenwesen statt. Treffpunkt 94 Uhr pünktlich Straßenbahnhaltestelle am Knie. Für Nachzügler 10 Uhr vor dem Museum, Invalidenstraße 44. Jedes Kind hat 20 Bf. Fahrgeld mitzubringen. Kinder unter 10 Jahren find von der Beteiligung ausgeschlossen. Auch Nichtmitglieder und deren Kinder fönnen an der Besichtigung teilnehmen. Köpenick. Als Sigungstage von Stadt- und Gemeindevertretungen. Tempelhof. Donnerstag, den 16. Januar, nachmittags 5 Uhr, im Gemeindefizungszimmer, Dorfstr. 42. im Rathaus. Brit. Freitag, den 17. Januar, nachmittags 4 Uhr. Nieder- Schönhausen. Freitag, den 17. Januar, nachmittags 6 Uhr, Mariendorf. Donnerstag, den 16. Jamuar, nachmittags 5 Uhr, im Rathausfizungsfaale. Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ift be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. " Lefes und Diskutierklub Paul Singer". Sizung jeden 1. und 3. Freitag im Monat, abends 8%, Uhr, im Lokale von Karl Bed, Samariterſtraße 17. Nächste Sigung: Freitag, den 17. Januar, Vortrag. Gäste willkommen. Aus der Stadtverordnetenversammlung. Die Tagesordnung der ersten Sigung im neuen Jahr umfaßte nur wenige Punkte. Vorsteher wurde Herr Lucht, als Stellvertreter Herr Noack und als Schriftführer Genoife Galle wiedergewählt. Debattelos bewilligt wurden 20 M. für die Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger und 20 M. für die Rettungsgesellschaft der Wassersportvereine für Berlin. Desgleichen wurde dem neuen Drtsstatut über die Wasserversorgung, wonach vom 1. April 1913 Wirtschaftswasser zu 22 statt bisher zu 25, Pf. und Gewerbewasser zu 15 statt bisher zu 18 Pf. pro Klubit Sonntag, den 19. d. M.: 1. Fürstenwalde Storkow. Abfahrt Schlesischer Arbeiter- Wanderbund, Die Naturfreunde". Wanderfahrten am meter abgegeben werden soll, zugestimmt. Zum Schluß wurde noch Bahnhof 7,15 Uhr vormittags. 2. Hennigsdorf- Hohenschöpping- Hennigs ein Dringlichkeitsantrag des Magistrats, zu den bevorstehenden Ur- dors. Abfahrt Stettiner Borortbahnhof 6,57 Uhr vormittags. 3. Starlswahlen zur Landtagswahl den Wahlberechtigten eine amtliche Wahl- horst- Friedrichshagen. Abfahrt Schlesischer Bahnhof 1,22 Uhr nachmittags.. einladung zuzustellen, angenommen und der Magistrat gleichzeitig er- 4. Besichtigung des Märlismen Museums und Alt- Berlin. Treffpunkt mächtigt, in Zukunft bei allen vorkommenden Wahlen den Wahlberechtigten Waisenbrücke( Brandenburger Ufer) 10 Uhr vormittags. amiliche Wableinladungen zuzustellen. In den einzelnen Kommissionen find unsere Genossen wie folgt vertreten: Staffenfuratorim: Finger, Junflaus, Weber. Gaskommission: Gabiel, Hein, Junflaus, Woid. Straßenbahn: Herbst, Niefe, Stippekohl, Woid. Elektrizitäts tommission: Galle, Riete, Woid. Kanalisation und Wafferwerk: Galle, Nieke, Woid. Baufommission: Hein, Nieke, Weber, Zobian. Straßenbaufommission: Gabriel, Müller, Riefe. Forstlommission: von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage Müller, Niete, Zeidler. Armentommission: Herbst, Müller, Zobian. ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt VerschönerungsGesundheitskommission: Herbst, Woid, Robian. Hein, Juntlaus, Stippekobl. fommission: Nieke, Wißler, Zeidler. Feuersicherheitskommission: Beleuchtungskommission: Gabriel, sein, Juntlaus, Woid. Verkehrskommission: Herbst, Niele, Stippefohl, Boid. Gewerbliche Fortbildungsschule: Hein, Weber, Wißler. Etatausschuß: Herbst, Müller, Wißer. Boltsbücherei: Wißler. Marienfelde. " Briefkaften der Redaktion. Die furistische Sprechstunde findet 2inden traße 69, vorn vier Treppen - Fahrstuhl- wochentäglich von 4% bis 7% Uhr abends, Sonnabends, Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt tR, verden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man ta der Sprechstunde vor. Krankenhaus Buckow. Ihre Rechte sind noch nicht erloschen, Sie müſſen die Starte bis spätestens am 30. Januar cr. umtauschen. Die bereits verwendeten Marken reichen zur Aufrechterhaltung der Rechte nicht aus. In Zukunft müssen in einem Zeitraum vou 2 Jahren mindestens zwanzig Marten entwertet sein und in demselben Zeitraum der Umtausch der Karte erfolgen. A. H. 4. Falls Sie nur für eine Firma tätig sind, unters liegen Sie der Versicherungspflicht. Die Beiträge werden halbiert. werden. Hat die Aufforderung feinen Erfolg, so ist bei dem Amtsgericht B. 2. 313. für Grünbaum für den Fall, daß das Objeft 600 m. nicht übersteigt, Der Nachlaßichuldner muß zur Auszahlung aufgefordert andernfalls beim Landgericht durch einen Anwalt, Klage zu erheben. britng 3. F. Sch. 23. Nein. 5. B. R. 87. Auch jetzt besteht feine gefet. liche Verpflichtung für die Landesversicherungsanftalt, Schadenersatz zu A. T. 35. Die Geschwister baften nicht, auch nicht der Ber leisten. mieter. Ihre Schwester selber iſt erstattungspflichtig, sofern nicht BerDie Firma ist nicht verpflichtet, darauf einzugehen. Die Firma tönnte jährung eingetreten ist( Verjährungsfrist beträgt 4 Jahre). vielmehr Stlage auf Zahlung oder Herausgabe der Sachen erheben. Es ist ratiam, fich vor Erhebung der Klage mit der Firma in Verbindung zu fezen. Die Kosten sind erheblich. Bahn). E. N. 2. 257. Sie müssen noch Das Ende des Sechstagerennens. Am Dienstagabend 12 Uhr endete das Rennen mit dem Ergebnis, daß vier Paare die Kopfgruppe bildeten und somit ein Match über 10 Runden ausgefahren In der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins hielt werden mußte. Stol, Clark, Lorenz und Stellbrink traten die legten Gen. Heinig einen mit Beifall aufgenommenen Bortrag über Runden an. Stol führte bis zur 5. Runde, dann trat Clark an und gewann überlegen vor seinen Gegnern, die mit je einer Länge Ab- Trusts und Kartelle". Zur Landtagswahl gab der Vorfigende bestand endeten. Um den 5. und 6. Plaz fämpften Ehlert und Stabe, tannt, daß im 2. Bezirk eine Erfazwahl in der 3. Klasse für den iwelch letzterer Inapp gewann. Das Ergebnis ist folgendes: berzogenen Gen. Seiler stattzufinden hat. Der Bezirk besteht aus folgenden Straßen: Berliner Str. 53-93, Budower Str. 1-28, 1. Clari- ill, 3926,250 Kilometer( Reford: 4269,666 Kilometer, Dorfitr. 1-25, Lantwigstr. 29-56, Lichterfelder Straße und Schlepp1912 in Berlin); 2. Stol- Miquel, 1 Länge; 3. Lorenz- Saldow, verfuchsanstalt des Reichsmarineamts. Als Kandidat wurde Gen. 1 Länge; 4. Stellbrint- Rosellen, 1 Länge; 5. Stabe- Bawfe. Otto Blume, Rabizpuzer, aufgestellt. Die Zahl der Wähler beträgt 2 Runden; 6. Ehlert- Zander, ½ Länge; 7. Aberger- Nudel, 698, davon gehören zum 1. Bezirk 499, zum 2. Bezirk 199. Der 3 Runden zurüd. Der Verlauf des Rennens war reich an bewegten Auftritten Schriftführer und Bibliothekar Gen. Kreuzberg hatte feine Aemter und vielen Stürzen, die fast jedesmal durch die sog.„ Prämien- niedergelegt. Es wurden gewählt: als Schriftführer Gen. Albert einen Antrag auf Aufnahme in den preußischen Staatsverband beim Polizeipräsidium stellen Dem Antrag mug ein Staatszugehörigkeitsrennen" verursacht wurden. Die Prämien, die von irgendeinem Greulich, als Bibliothekar Gen. Fritz Herhold, Berliner Str. 114. ausweis Ihrer Heimatsbehörde sowie eine Niederlassungsbescheinigung reichen Herrn, der sich und seinesgleichen ein paar vergnügte Johannisthal. ( Mietsvertrag, Anmeldebescheinigung) beigefügt werden. Bgf. Nein. Augenblicke bereiten will, gestiftet werden, wachien sich innerhalb des 2. W. 22. In den für Freitag und Sonnabend anberaumten Gemeinde- Sie für berechtigt, den Bertrag per sofort zu lösen, und für die Falls sich Ihre Behauptung beweisen läßt, halten wir Rennens zu einem Uebel heraus, vor dem nun selbst den Fahrern vertretersizungen wurden zunächst die Witglieder des Steuerausschusses sündigungsdauer, sofern Sie nicht anderweite nahestehende Kreise zu grausen beginnt. Der erste Tag fab noch Stellung erhalten, 188 Schönhauser Straße. Nein. alle Fahrer im Rennen, dann aber begann das„ Sterben" und be: gewählt. Wiedergewählt wurden die Herren Rehbein, Lackenmacher und Gehaltszahlung zu fordern.. sonders die Neulinge streckten bald dte Waffen." Am dritten Tage Genosse Gobin, an Stelle des Herrn v. Trüßichler wurde neu hinzuwaren noch 10 Baare beisammen; dann aber nahte der entscheidende Quadratmeter eine Gebühr von 10 Pf. erhoben. Eine rege Dis- des fönigl. Polizeipräsidiums. gewählt Herr Möfer. Als Martistandgeld wird in Zukunft für den Marktpreise von Berlin am 14. Januar 1913, nach Ermittelungen Schlag. Am Morgen des vierten Tages unternahmen Clark- Hia, fuifion brachte der Punkt 7: Bertauf ausländischen Fleisches durch bis 19,90, mittel 19,78-19,82. geringe 19,70-19.74 Roggen, gute Sorte 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 19,86 Stol- Miquel und Saldow- Lorenz einen energischen Vorstoß. die Gemeinde. Der Gemeindevorstand gab bekannt, daß der Fleisch- 17,23-17,25, mittel 17,19-17.21, geringe 17,15-17,17( ab Bahn). FutterEine tolle Hezjagd begann, die Paare löften sich in wilder Haft und verkauf bis jetzt einen Zuschuß von 260 M. erfordert habe. Das gerite, gute Sorte 17,70-18,30, mitel 17,00-17,60, geringe 16,40-16.90. ohne Ordnung ab und auch Stol- Miquel, Saldow- Lorenz und Stellbrint- Rosellen gerieten in Gefahr von Clark- Hill überrundet zu werden, Aufhebung des Fleischverlaufs zu plädieren. Bon unseren Genoffen war für fast alle bürgerlichen Redner Grund genug, um für baldige fer, gute Sorte 19,10-20,40, mittel 17,50-19,00( frei Wagen und ab als ein Defelt eintrat und der Jagd ein Ende machte. Die Auftra- wurde darauf hingewiesen, daß die Gemeinde bei anderen Gelegen 30.00-50,00. Martthallenpreise. 100 Stilogr. Erbien, gelbe, zum Kochen Speilebohnen, weige, 36,00-50,00. lier Grenda- Bye, auf die große Hoffnungen gelegt waren, fielen zu heiten oft mehr zugegeben habe, als bei dieser der Allgemeinheit Startoffeln( Sleinbdi.) 6.00-9.00. 1 Silogramm Rindfleisch, von der Keule Linien 35,00-60,00. rück und gaben auf. Von den anderen Mannschaften blieben nur bienenden Einrichtung. Beschlossen wurde, bei erhöhten Preifen 1,70-2.40. Rindfleisch. Bauchfleisch 1,40-1,80. Schweinefleisch 1,60-2.20. noch Stabe- Pawke, Ehlert- Zander und Aberger- Rudel im Rennen. weitere Resultate abzuwarten und dann von neuem Stellung zu der stalbfletich 1,40-2.40. Hammelfleisch 1,50-2.40. Butter 2,10-3,00. 60 Stüd Gelegentliche Versuche der letzteren Paare, am fünften und sechsten Tage die verlorenen Runden aufzuholen, blieben ohne Erfolg. Der Angelegenheit zu nehmen. Während sich die öffentliche Meinung immer i 4,80-6,80. 1 Kilogramm Karpien 1.40-2,40. Male 1,60-3,20. Bander 1,40-3,60. Hechte 1,60-2,60. Bariche 1,00-2,40. Schlete 1,60-3,20. Besuch der Veranstaltung war zeitweilig ein überaus gufer und mehr für die Erhaltung der Grunewaldſeen ausspricht, die durch Bleie 0,80-1,40. 60 Stud Streble 3,50-24.00. die Wafferentnahme der Charlottenburger Wasserwerfe mehr und herrschte starker Andrang. Selbst der Polizeigewaltige von Berlin mehr sinken, lag der Gemeindevertretung eine an die zuständigen fowie hohe und höchste Herrschaften hatten sich eingefunden. Der Schlußabend wies große Lücken auf. Das Interesse flaute selbst in waldieen als unwefentlich gegenüber dem Bedürfnis billiger Trink Behörden gerichtete Resolution vor, in der das Sinken der Grunediesen Kreisen ab. wasserversorgung für die Berliner Vororte bezeichnet wird. SchließZeugen gesucht. In der Nacht vom 17. zum 18. November 1912 lich wurde verlangt, daß durch die Bestrebungen auf Erhaltung der zwischen 12 und 1/1 Uhr nachts wurde in der Bülowstraße, furz Grunewaldseen die Wasserversorgung der Berliner Vorortgemeinden vor der Haltestelle am Nollendorfplatz, ein Fahrgast des Automobil nicht leiden dürfe. Von unseren Genossen wurde darauf hingewiesen, omnibusses Nr. 801 der Linie 8 infolge plöglichen Bremiens des daß gerade Jobannistal und feine nähere Umgebung ein SchulWagens gegen deffen vordere Scheiben geworfen und start beschädigt. beispiel dafür sei, wie durch die große Entnahme von Wasser die Swinemde. 770 SD Zeugen dieses Unfalles, insbesondere die mitfahrende Dame, welche ganze Gegend landschaftlich beeinträchtigt werde. Nachdem auch Hamburg 7630 ebenfalls zu Fall kam nnd am Nollendorfplatz ausstieg, werden ge- einige bürgerliche Vertreter sich in ähnlichem Sinne ausgesprochen, -5 Aberdeen beten sich bei Herrn Jäckel, Kaiserstr. 39/40, zu melden. wurde die Resolution in veränderter Form angenommen; es wird ranff. a. 4 balb bd.-13 Paris 4 Regen darin nunmehr der Wunsch auf Erhaltung der Grunewaldieen aus Bien 769 SSD 2wolfenl- 13| gesprochen. Angenommen wurde die Vorlage, die südliche Seite der Wetterprognose für Donnerstag, den 16. Januar 1913. hinterlegt find, zu pflastern; der übrige Teil soll mit den brauchbarsten scharfen östlichen Binden; später langsam zunehmende Bewölkung und Waldstraße mit Reihensteinen 4. Klaffe, soweit die Anliegerbeiträge Troden und zunächst vorwiegend beiter bei stengem Frost und der gewonnenen Steine gepflastert werden. Um die fanitären Ver- etwas gelinder. Berliner Wetterbureau hältnisse auf dem Flugplaß zu bessern, soll eine Entwässerungsanlage gebaut werden, deren Rohrnet durch die Köpenicker Straße in die Bolle drei Stunden wurde verhandelt Ortsfanalisation mündet. wegen llebernahme der Straßenreinigung durch die Gemeinde. der Landesanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau. Hierzu lag ein Antrag der Finanzfommission vor, der die Reinigung der Straßen durch die Gemeinde übernommen wissen wollte, wenn die Anlieger bereit sind, 75 Broz. der Kosten zu tragen. Auch sollte Quittung. Für den Verein Arbeiter Jugendheim gingen bei dem Unterzeichneten ein: 10.-M. aus der Sechserfasse von den Kollegen der Kasse durch Herrn Mag Hernfind. 20,- M. R. 4,45 als Kranzüberschuß Genossenschaft Adler", Möbelfabrik. 0,95 durch Auflösung einer 5- Pfennig: von den Kollegen und Kolleginnen der Firma Gebr. Gattel, Berlin N. 20. 5, von den Tapezierern der Firma J. C. Pfaff. 100,- M. B. 6,- gestiftet vom Sparverein" Nicht zu fnapp". 16,55 Ueberschuß einer Stranz fammlung von den Kollegen der Maschinenfabril E. Beder, Reinickendorf. 11,95. von den Arbeitern der Firma Müller- Model, Berlin. K. Rosenfeld, An der Spandauer Brüde 1 a. Schöneberg. Vorort- Nachrichten. Stattonen Berlin München Witterungsübersicht vom 15. Januar 1913. Better Stationen Better 4 heiter 5 beiter -8 Haparanda 772 Still -7 Betersburg 7719 -9 Scilly 742 23 6 mollig 749 50 7 bededt 753 SS Rebel 2 bededt 4 heiter 7670 760 SO 3 bedeckt 7640 Wasserstand Wafferstands- Nachrichten am feit 1233) 1125)-2 1695)-6 14. 1. 13.1. cm cm') 2423)+14 -21 -21 Wafferstand Saale, Grochlitz Havel, Spandau³) Rathenow) Spree, Spremberg) 1745)-5 Befer. Münden es Hausbesigern, die die Reinigung selber besorgen wollten, frei- me me 1, Tilsit gestellt sein, dies zu tun. Dieser Antrag war jedoch nicht nach dem Bregel, Justerburg-28) Wunsche der Grundbesizer, diese wollten vielmehr die ganzen Kosten Beich fel. Thorn Die bisherige Durchschnittsfrequenz der hiesigen Gemeindeschulen auf die Gemeinde abwälzen. Angenommen wurde schließlich ein oder, Ratibor hat eine geringe Abnahme erfahren. Insgesamt besuchten 12 871 Antrag des Gemeindevorstehers, wonach bis zu 50 Meter StraßenKinder, davon 6539 Mädchen und 6332 Knaben die Gemeindeschule. front 30 Pf. pro Meter, über 50 Meter zwei Drittel des Betrages war the. Schrimm 1877 Schüler und Schülerinnen entfielen auf die erste Klasse. Die erhoben werden. Durchschnittsfrequenz betrug hier, da die Kinder sich auf 97 Klassen Nieder- Schönhausen. verteilten, 37,2. In der zweiten Klasse wurden 1473 Kinder, gleichBeestow cotemp n& -12 am feit 14. 1. 13.1. cm cm¹) 118-2 80 90')+6 90 Krojsen Frantiurt Landsberg Nezze, Bordamm Elbe, Leitmerig 83)+9 188)+2 3.25) -22 Minden 765) 125)-20 -3 -9 Rhein, Maximilians au 380 290-2 +28 Kaub 185 Köln 193 " Dresden Barby Magdeburg -1265)-11 Nedar, Heilbronn 90 1815)-18 1505) Main, Hanau 166 -14 Mosel, Trier <-4 188+72 Grunde 2) Unterpegel. Einen Konzertabend veranstaltet am Sonnabend, den 18. d. M., falls in 37 Slaffen unterrichtet, so daß hier die Durchschnittsfrequenz der hiesige Gefangverein Zukunft"( M. d. A.-S.-B.) im Lofale von 39,8 betrug. In der dritten Klasse waren 1810 Kinder vorhanden, Liedemit( Inh. Berichte). Da der Verein bei jeder Parteitie fich auf 43 stlaffen verteilten; die Durchschnittsfrequenz betrug veranstaltung mitwirkt, so werden die Parteigenossen ersucht, dieses 18. Die fünfte Klasse zählte 1941 Kinder, die in 44 Klaffen unter- Fest zahlreich zu besuchen. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen, daß eistreiben. richtet wurden, Durchschnittsfrequenz 44,1. Die fecifte Klaffe wies der Verein im gleichen Lokal jeden Donnerstag, abends 8 Uhr, treiben. Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.; Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchbruderei u. Verlagsanstalt Baul Singer u. Co., Berlin SW 1)+ bedeutet Wuchs, Eisstand. -HO Fall. 5) Treibeis. schwaches Grundeis.