Nr. 275. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteis ährlich 3,30 Mart, monatlich 10 Mt, wöchentlich 28 Bfg. frei n's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags: Nummer mit Mustr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 30 Mt.pro Quartal. Unter freuzJand: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingert. In der Post Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 br Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die kapitalistischen Bwillinge. Mittwoch, den 22. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. duktionsweise. Gleichzeitig indeß stimmte das Junkerblatt nur gilt: zum letzten Rampf gerüstet, dort die Bourgeoisie, einen Hochgesang an auf die Verkümmerung und den Verfall des Liberalismus, dem es ein baldiges Ende prophezeit, während es den Konservatismus ahnungsloser siamesischer 3willing der! als lachenden Erben einsehen will. Das Land Siam, das jetzt zwischen dem brittischen und dem französischen Kolonialreich in Hinterindien langsam zerquetscht wird, hat vor Jahrzehnten einmal den Europäern Das ist alles richtig: die Jugendkraft des Liberalismus ein sonderbares Menschenpaar zum Angaffen herübergesch ickt. ist geschwunden, die strogende Fülle seines Leibes, mit der Es waren zwei mit dem Leibe zusammengewachsene Brüder. er in den siebenziger Jahren noch prustend daherwatschelte, Sie hatten ein jeder Arme und Beine für sich, sie dachten ist verdorrt, die dürren Glieder schlottern ihm nur noch in ein jeder mit seinem eigenen Kopf, aber das Verdauungs- den viel zu weiten Parteigewändern. Aber wen will denn system hatten sie gemein. So waren sie zum gemein- die Kreuz- Zeitung" darüber täuschen, daß nur noch allerschaftlichen Leben genöthigt. Sie heiratheten ein jeder seine hand kosmetische Künste, antisemitische Schminke und eigene Frau, fie dachten ein jeder seine eigenen militaristische Bartwichse dem agrarischen Schwerenöther Gedanken, sie hatten verschiedene Temperamente, sie zauften den Schein der Jugendlichkeit verleihen? und stritten sich, aber sie wurden gemeinschaftlich ernährt, sie litten gemeinschaftlich unter Verdauungsstörungen, und als der eine erkrankte und starb, da waren auch die Stunden des andern gezählt. In der Verzweiflung dachte der über lebende siamesische Zwilling daran, sich durch eine Operation von dem Leichnam seines Bruders trennen zu lassen, doch ehe es dazu kam, hatte der Zersetzungsprozeß auch seinen Körper ergriffen; es gab fein getrenntes Leben für das siamesische Zwillingspaar. treten. Wie dem siamesischen, geht es auch dem kapitalistischen Zwillingspaar, dem mobilen Kapital und dem Großgrundbefit; der Großindustrie und dem landwirthschaftlichen Großbetrieb, dem Liberalismus und dem Konservatismus, unter welcher Maske und in welchen Rollen immer die kapitaLiftifchen Zwillinge auf der politischen Schaubühne auf Ihre Köpfe werden beherrscht durch verschieden artige politische Systeme, sie befehden einander mit lärmen den Worten und schwungvollen Geberden, aber ihre ganze Lebenstraft schöpfen sie aus dem nämlichen Produktionssystem. Hat sich dieses System überlebt, dann sind ihrer beider Tage gezählt. Noch prozen sie daher mit blühenden Wangen, doch dem schärferen Blick entgehen nicht die Zeichen beginnender Auflösung. Ihnen selber fallen sie auf, aber merkwürdig, nur beim Zwillingsbruder, für ihre eigene Person prophezeien sie sich ein jeder das ewige Leben. Vielleicht ermöglicht ihnen diese halbe Blindheit einen behaglicheren Lebensabend. Es wäre doch eine gar zu unheimliche Erkenntniß, daß der Gang der wirthschaftlichen Entwickelung fie mit einem nicht zu fernen Ende bedroht, mit einem gemeinschaftlichen Ende, denn eine Trennungsoperation ist unmöglich. Zuweilen dämmert sogar in lichten Momenten dem einen oder dem anderen kapitalistischen Zwilling die Erfenntniß von der Gemeinsamkeit des zwillingsbrüderlichen Ernährungsprozesses auf und er sagt dem Bruder seinen Unverstand auf den Kopf zu: wie thöricht es sei, wenn das mobile Kapital dem Großgrundbesig, der Liberalismus dem Konservatismus den Garaus machen wolle. So las vor einigen Tagen die Kreuz- Zeitung" dem Börsenliberalismus die Leviten, daß er das Agrarierthum auf's Meffer bekämpfe, in unverständiger Verkennung der beiderseitigen Abhängigkeit von der tapitalistischen ProFeuilleton. Nachdruck verboten.] Skizzen Nicht wird der eine des anderen Erbschaft antreten, um dann allein den jugendstarken Riesen Sozialismus zu fällen; die beiden kapitalistischen Zwillinge werden, wie sie zusammen gelebt, auch zusammen den Todeskampf kämpfen, ihr Erbe wird das Proletariat sein, das, jezt zum Selbst. bewußtsein erwachend, die jugendlichen Glieder reckt und prüfend die Waffen wägt, mit denen es das Zwillingspaar überwältigen wird. Wenn die Krenz- Zeitung" sieht, daß der Liberalismus seine Jugendideale aufgegeben und zur bloßen Interessenpartei, zur Börsenschußtruppe geworden ist, so hat sie recht. Aber steht es denn anders mit dem Konservatismus? Die Zeiten feudaler Herrlichkeit ersehnt der heutige Schnaps. und Zuckerproduzent nicht mehr, der romantische Nimbus des patrialischen Verhältnisses zwischen dem Herrn und seinem Hinterfassen ist ihm längst verblaßt. Ritterlichkeit ist ein überwundener Standpunkt. Er will Geld in se inen Beutel thun und deshalb Iugt er aus nach den billigsten Arbeitskräften für seinen landwirthschaftlichen und Brennereibetrieb. Db deutscher, polnischer oder chinesischer Kuli, das ist seinem teutschen Patriotenherzen ganz egal. Billig muß die Arbeit sein! Er thut Geld in feinen Beutel und macht seinen patriotischen Gefühlen Luft, indem er bei Champagner und Makao auf die Juden schimpft. Und der König ist ihm nur noch so lange absolut, als er seinen Willen thut. Ob Sie sind sich merkwürdig ähnlich geworden, die kapitalistischen Zwillinge auf ihre alten Tage und werden sich ähnlicher von Tag zu Tag, je mehr sie gemeinschaftlich auf den Sozialismus teifen. Noch wenige Jahre, und man wird sie gar nicht mehr von einander unterscheiden können, nicht ihr Gesicht, nicht ihre Stimme und nicht ihr Programm. sie dann konservativ, ob fie liberal fich nennen, oder einen anderen schönen Namen ausklügeln für ihr verschliffenes Bourgeoisgewand, das soll uns gleich bleiben. Selbst daß sie jeder noch für sich mit den wackeligen Köpfen nicen zu den Maßnahmen der hohen Obrigkeit gegen die gesellschaftsfeindlichen Umstürzler, daß sie, ein jeder noch für sich, ihre eigenen Jugenderinnerungen auskramen, ändert nichts an der Thatsache, daß sie sich eins sind als Gegner unserer Bestrebungen. Auch wir ersehnen die Zeit, in der es ein Hüben, ein Drüben hier das Proletariat. Ist dieser Kampf zu Ende, dann wird man die kapitalistischen Zwillinge in gemeinsamer Gruft bestatten, und die Völker werden das große Fest ihrer Befreiung von der Kapitalsherrschaft feiern. Politische Uebersicht. Berlin, den 21. November. Der Bundesrath. Eine Vorlage, betreffend die Abänderung von Bestimmungen der Anlage B zur Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands, wurde den Ausschüssen für Eisenbahnen pp. und für Handel und Verkehr überwiesen. Endlich wurden die Ruhegehälter für eine Anzahl von Reichsbeamten festgestellt. händler will nun auch gegen die Tabak Fabrikatsteuer Der Kongreß der Tabakfabrikanten und Tabaks Stellung nehmen. Derselbe ist auf den 27. November ein berufen.Die Arbeiter in den Hilfsgewerben der Teibak industrie und die Tabak- Fabrikatsteuer. Aus einer uns zugehenden Mittheilung der Kongreßkommissi.on der Tabatarbeiter Deutschlands entnehmen wir das Folgende: Nicht blos für die Tabatarbeiter wird die geplatite TabakMit dem Fabricatsteuer von verhängnißvoller Wirkung sein. Zabalgewerbe find auf das innigfte eine Anzahl von Hilfs. industrien verknüpft, deren Geschäftsgang durch die Zustände in der Tabakindustrie unmittelbar bestimmt wird. Calamon bier in Frage die Kisten- und Wickelformens fabrikation, die lithographischen Anstalten, die Stein- und Buchdruckereien, die Papiererzeugung, die Zigarrenbandmacherei, die Eifengießereien und die Maschinenproduktion. Auf der Anfangs November in Eisenach abgehaltenen Ber fammlung der Unternehmer dieser Hilfsgewerbe wurde festgestellt, daß in den Hausindustrien ausschließlich für das Tabakgewerbe etwa 13 000 Angestellte und Arbeiter mit einem Gesammtbetrag von etwa 11/2 Millionen Mark are Gehältern und Löhnen beschäftigt werden. Der Werth des verwendeten Materials beziffert sich danach auf 15 700 000 Mart. Die vorhandenen Vorräthe betragen 10 700 000 mark. Die Lithographien, Prägeplatten und Modelle stellen einen Werth von 41/4 Millionen dar. Die Maschinen werden mit 10 600 000 Mart, die Betriebsgebäude und Werkstätten mit 151/2 Millionen, die Porti und Frachten jährlich mit 900 000 Mart veranschlagt. Aus diesen Zahlen ergiebt sich, daß die in Mitleidenschaft gezogenen Gewerbe von nicht geringer Bedeutung sind. Fragen wir uns, welche Folgen die Verwirklichung der TabakFabrikatsteuer für die in den Hilfsindustrien thätigen Arbeiter haben wird, so ist die Antwort sehr betrübend. Vergegenwärtige man sich, daß selbst nach der zu niedrigen amtlichen Schäßung der Verbrauch von Tabak um 29 pet. zurückgehen wird, sobald der Miquel'sche Vorschlag Gesetzestraft erlangt haben wird. Die Aufträge, die die Tabakindustrie den Steindruckern, Bandfabrikanten, Riftenmachern u. f. w. ertheilt, vermindern sich zusehends, der Bedarf nimmt schnell ab, die irgend etwas aus uneigennüßigem Triebe thun fonnte. Außesdem trank der Lehrer teipen Schnaps, spielte keine Karten, interessirte sich nicht für das weibliche Geschlechtdas alles verstärkte den Verdacht des Popen. und er erzählte es dem Polizeibeamten, welcher gerade durch das Dorf fuhr. Der Polizeibeamte, die Augen vor Freude weit auf aus der sozialistischen Bewegung fehrte. Er befab sich mit Bergnügen die einförmigen Häuser, reißend, rief aus: in Rußland. ( Aus dem Russischen übersetzt.) Das ist wahr, man würde mich mit Gewalt fortbringen," sagte nachdenklich und mit einem schweren Seufzer Anton. Ich danke Dir, fahren wir." " " Ist er nicht ein Sozialist?" " Ich vermuthe es. Ich habe allerdings keinerlei Be weise, aber ich fühle es, daß da etwas nicht in Ordnung ist." Nachdem Anton einen Monat lang den Unterricht ertheilt hatte, erhielt er einen Brief von dem Mitgliede der Landschaftsversammlung, das ihn begünstigte. An einem Sonnabend, als auf die Wiesen ein starker Popen konnte es nicht faffen. daß ein Mensch Thau fiel, und im Westen die Abendröthe leuchtete, tam Anton im Dorfe an. Dieses war viel kleiner, [ 14 als jenes, das er hatte verlassen müssen, es zog sich wie eine dünne Schnur an der großen Straße entlang. Anton war in froher Stimmung, gleich einem Verbannten, dem die Flucht gelungen war, und der nun in die Heimath zurückdie Bäume, die hier und dort zwischen den Häusern standen und die langen Brunnen- Ziehbalten. Nahe der Kirche er tönte von einem kleinen, runden Hügel ein kreischender Kindergesang. Zwei Bauern, die die Straße entlang gingen, blieben stehen und betrachtete sich den Autömmling. Meine zukünftigen Freunde, zukünftige Sozialisten," sagte sich Anton. Eine sonderbare Zeit ist es, schrieb dieser ihm: über Gerührt von der Liebe der Dorfbewohner zu ihm, setzte Bis zum Beginne des Unterrichts war noch viel Zeit Sie ist eine furiose Denunziation eingegangen. Man schreibt sich Anton in den Schlitten, Wassilissa tlatschte mit den übrig, da die Feldarbeiten im besten Gange waren; die uns, daß Sie von den Bauern die Beiträge zur Erhaltung Bügeln und der Falbe fuhr den Schmied zum Dorfe hinaus. zukünftigen Schüler halfen ihren Vätern bei der Arbeit der Schulen nicht empfangen wollen, daß Sie liebevoll mit Anton blickte mit Schmerz auf das Dorf zurück: Alle oder warteten ihre Schwesterchen und Brüderchen. Anton denselben umgehen und daß Sie ein ehrlicher Mann sind, schliefen noch, sternenhell glänzte der Himmel über den machte sich mit den Bauern bekannt. Er beschloß so vor- ergo politisch verdächtig. Das Alles ist unbeschreiblich Reisenden. fichtig als möglich vorzugehen, er ging sogar am Sonntag dumm, aber trotzdem hat man mir gerathen, Sie an entIch sage Dir nicht lebe wohl," sondern auf Wieder- in die Kirche und besuchte den Bopen, um auf diese Weise sich laffen, und ich, in anbetracht Ihrer Interessen, habe beschlossen, sehen," sagte Anton leise nur vor sich hin. den Ruf eines politisch unverdächtigen Mannes zu erwerben. diesen Rath zu befolgen, weil, wenn ich anders verfahren In der Stadt hielt Anton sich nur zu dem Zwecke Aber dem Popen tam trotzdem der neue Lehrer ver- würde, es eine Dummheit wäre es bleibt sich gleich, Sie auf, um es von neuem möglich zu machen, unter das Volk dächtig vor. Es schien ihm sonderbar, daß in einem Ge- sind bereits verdächtig und würden sich nicht auf der Stelle zu gehen. Dant seinen Verbindungen mit den Macht habern spräch über die Schule der Lehrer sich nicht für die Steuer, halten können, und ich könnte Unannehmlichkeiten davon der Landschaftsverwaltung erhielt er eine vakante Lehrer die die Bauern zum Unterhalt der Schule zu leisten hatten, haben. Es ist besser, den Rath zu befolgen, als einen stelle an einer Dorfschule. Den Hammer mußte er ruhen interesfirte, und sogar sich gegen diese äußerte, als der strikten Befehl abzuivarten." laffen, an seine Stelle trat das Wort; anstatt der Funken, Pope, um die Ansicht des Lehrers zu erfahren, das Gedie unter seinen Schlägen aus dem Eisen sprühten, sollten spräch auf dieses Thema brachte. Sich nur mit dem Geandere Funken aufleuchten die Funken des Geistes in halte zu begnügen, war, nach der Auficht des Popen, nicht den Köpfen der Dorfkinder. aanz naturgemäß und deshalb verdächtig. Der Verstand des Auf diese Weise war Anton gezwungen, das Dorf zu verlaffen, ehe es ihm möglich gewesen war, irgend etwas zu thun. Er reiste mit dem quälenden Gedanken ab, daß es unmöglich sei, sich dem Volke zu nähern. Er Arbeitsgelegenheit der Hilfsindustricarbeiter wird in erheblichem Maße verringert. Dazu aber fommt noch, daß die Zigarrenfabrikanten, um die Mehrbelastung der Steuer wenigstens zum Theil wett zu machen, an der Verpackung und Ausstattung ihrer Erzeugnisse zu sparen suchen werden. Die Fabrikanten werden ihre Zigarren zum Theil nur noch lose und unverpackt den Abnehmern liefern, weil sie dann die 331/ pSt. Steuer auf Sortirungs- und Verpackungskosten sparen. Sie werden ferner die von ihnen erzeugte Waare nicht mehr so geschmackvoll und elegant verpacken und sich mit minderwerthigen, wohlfeileren Bändern, Papieren, Stiften, Etiketten begnügen. Der Rückschlag, den die Abnahme des Verbrauchs au Produkten den Hilfsgewerben und die Herabsetzung der Ansprüche au die Güte dieser Produkte auf die Zustände der in den Hilfsgewerben beschäftigten Arbeiter ausüben wird, muß um so schwerer werden, als ohnehin die Lage der meisten dieser Arbeiter gedrückt und ungünstig ist. Ein nicht geringer Bruchtheil von ihnen gehört der Hausindustrie an. Eo bedeutet für Tansende der hier Betheiligten die Tabak Fabrikatsteuer eine bedenkliche Schädigung, ja die bittere Noth und den wirthschaftlichen Verfall. Verjährung von ihnen begangener strafbarer Handlungen her- 1 ,, Absolutismus eingeschränkt durch Meuchelbeizuführen. Würde ein Verfahren, wie das dem Staatsanwalt mord" hat man einst den 3arismus genannt. Wahr in Mülhausen zugeschriebene, als statthaft anerkannt, so könnte ist das Wort immer noch, und wenn man hinter Meucheles dahin kommen, daß gegen Abgeordnete feine Gefängniß mord noch seht und durch Verschwörungen, so strafe ordnungsmäßig vollstreckt werden könnte, die länger ist es die ganze Wahrheit. Bäterchen hat keinen Augenwäre, als die Bause zwischen zwei Sessionen. Derartige " Privilegien einzuführen, empfiehlt sich gewiß am wenigsten in blick der Ruhe. Fürchtet er nicht für sein Leben, so einer Zeit, in der regelmäßig eine Anzahl Boltsvertreter" sich fürchtet er für seinen Thron. Und die Furcht lähmt sein im Konflikt mit den Gesetzen befinden. Sonst würde der Handeln, so daß er nicht all' das Unheil anrichten kann, Reichstag bald als Asyl für verurtheilte Personen benutzt zu dem seine allerdings start unterspülte Macht, Uebles werden, welche ihrer Strafe entzogen werden sollen. zu thun, ihn leider noch befähigen würde. Jetzt ist in Entzogen werden? Das soll doch nur heißen: wäh- Warschau wieder eine Verschwörung entdeckt worden-rend der Dauer der Session von Strafhaft ver- natürlich eine nihilistische". Ueber 80 meist den schout bleiben. Was würde das schaden?-so fragen wir. Es studentischen und gelehrten Kreisen angehörige Personen ist Sache der Wähler, dafür zu sorgen, daß keine Lumpen find verhaftet"- sagt der Telegraph und, verlogen wie in den Reichstag kommen. Oder sollen die Wähler bei der er sonst ist, plaudert er hier das sehr erfreuliche Geheimniß Wahl unter Polizei- Aufsicht gestellt werden? Und was für aus, daß die Bildung und Intelligenz Rußlands dem die amerikanische, italienische und französische Volksvertretung Barenthum Krieg auf Leben und Tod erklärt hat. recht ist, das sollte doch, meinen wir, auch für die deutsche billig sein. Dem Reichstag würde es wahrhaftig nicht zum das Kaiserthum sei von den Rebellen proklamirt Aus Brasilien kommt über England die Nachricht, Schaden und nicht zur Schande gereichen, stünde er mit Die Botschaft hör ich wohl. Im Finanzausschuß jenen Parlamenten auf gleicher Höhe. Doch freilich, eine worden. Bis jetzt hat die Nachricht, die sehr unwahrder bayerischen Kammer erwiderte der Kriegsminister von gesetzliche Regelung ist nothwendig, das versteht scheinlich klingt, teine Bestätigung gefunden. Und sollte Asch auf eine Anfrage des Abgeordneten Daller, ob die sich von selbst, und das bezeichneten wir von vornherein als sie sich bestätigen, so steht fest, daß das Kaiserthum nur eine bayerische Militärverwaltung eine Gesetzesvorlage zur selbstverständlich. Festzunageln dürfte sein, daß die national- Eintagsfliege sein könnte. Reform der Militär Straf Prozeßordnung einzubringen liberalen Mannesseelen trotz des ausdrücklichen Verbotes gedenke: der Verhaftung eines Abgeordneten( Art. 31 Reichs daß eine solche Vorlage um so weniger in Aussicht verfassung) die Verhaftung eines Abgeordneten zwecks Strafstehe, als er hoffe, daß im Reichstage ein Gesez vollstreckung für zulässig erachtet. zu stande komme, in dem die von allen Seiten So bleibt von den staatsmännischen Bedenken und Bebei uns, d. h. in Bayern, gemeinsamen trachtungen nichts übrig als eine Denunziation Wünsche zum Ausdruck gelangen." und daß die National- Beitung" das Schimpfliche ihres Das klingt sehr verheißungsvoll, allein uns fehlt der Handels nicht sieht, das gerade ist das Charakteristische. Glaube".= Die„ Elsässer". Die acht klerikalen elsässischen Abgeordneten haben endgiltig beschlossen, vom Eintritt in die Bentrumspartei abzusehen. Die Gruppe der„ Elsässer" bleibt somit dem Reichstage erhalten. Der politische Nerv, oder sagen wir es dentlicher: das politische Ehrgefühl ist in unserer Bourgeoisie abgestorben. Wie bei Veröffentlichung des Wiiquel'schen Tugendbriefes sich herausstellte, hat sie kein Empfinden für die Schmach des Renegatenthums, und in hunderten von BeiHerr Pastor Schall tritt aus der Studirstube in die spielen haben wir gesehen, wie ihr auch der Sinn für das politische Arena, die ihm unsere Genossen in Magdeburg Schurkische des Denunziantenthums abhanden gekommen aufrichteten, und benutzt diese Gelegenheit nicht nur zu ist. Und wie begeistert sangen unsere Bourgeois vor noch Hochs auf verstorbene Monarchen, sondern auch zu nicht einem halben Jahrhundert das Lied des Bourgeois- Schimpfereien auf die Sozialdemokratie und ihre Presse, auch nicht Verleumdungen und Ver dichters Hofmann von Fallersleben:" Der größte Schuft er scheut BeWenn Herr Schall gleich beim im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant." Und drehungen. ginne seiner heute! politischen Thätigkeit so unsittliche kann er noch ein wackerer Wir erwähnten vorgestern der gemeinen Notiz, welche Mittel anwendet, so die National- Zeitung" an die Nachricht von der Beurlan- Kämpfer für die Ordnung" werden. Weil wir und unser bung des Genossen Bueb aus der Haft geknüpft hatte, hannoversches Bruderorgan Herrn Schall ob seiner Taktund kennzeichneten nach Gebühr die in jener Notiz fich losigkeit mit dem Hoch auf Wilhelm I. annagelten, bebekundende niedrige Gesinnung. Auch von anderer Seite hauptete er, wir hätten ihn angepöbelt" und Herr Wurm, geschah Aehnliches und nun sucht sich die„ National- Zeitung" der Redakteur des" Volkswille" in Hannover, hätte vor ihm gewarnt, wie folgt zu rechtfertigen: Hawai. Wie der„ Daily New3" au3 New York gemeldet wird, weist der amtliche Bericht des nach Hawai gesandten Spezialkommissars nach, daß der ehemalige Vertreter der Vereinigten Staaten in Honolulu die Revolution durch die amerikanischen Truppen unterstützen ließ. Man erwarte die Wiedereinsetzung der Königin, doch werde die Königin eine Amnestie erlassen und das Land über die zufünftige Regierungsform befragen müssen. Internationale Solidarität. Der demokratische Klub" in Melbourne( Australien) hat in seiner General- Versammlung am 12. September, auf Antrag des Genossen Dudley Flinn folgenden Beschluß einstimmig gefaßt: Dieses Meeting drückt systematische Anerkennung aus für die hochherzigen( noble) Anstrengungen, welche die Sozialdemokraten Deutschlands gemacht haben, um die ökonomische und politische Befreiung des Volfes zu erwirken; und es beglückwünscht von Herzen das aufgeklärte deutsche Volk zu den großartigen Erfolgen bei den letzten Reichstagswahlen und zur Erwählung einer beträchtlichen Anzahl von internationalen revolutionären Sozialdemokraten, deren Triumph die beste Bürgschaft des Weltfriedens ist. Die wachsende Verbreitung der sozialistischen Prinzipien gewährleistet den Sieg der sozialen Revolution, welche das Glück und das Wohl der Menschheit herbeiführen wird." Parlamentarisches. Dies die Resolution, die der deutschen Partei übermittelt wurde. Wir danken den Brüdern in Australien; sie dürfen weil er die Juden angegriffen hätte. überzeugt sein, daß die deutsche Sozialdemokratie fortfahren Wir glauben, nach diesen Proben politischen Anstandes, wird, für die Sache des Sozialismus und der Menschheit Sozialdemokratische und demokratische Blätter entrüsten ich höchlich darüber, daß wir in der von der Staatsanwalt- unsere Genossen nochmals warnen zu müssen, Herrn Paſtar zu kämpfen. schaft zu Mülhausen im Elsaß angeblich verfügten Beurlau- Schall in ihre Versammlungen einzuladen. Gehe er in die bung des Abg. Bueb aus der Strafhaft behufs Theilnahme an evangelischen Arbeitervereine, er hat bei uns jetzt weniger der Reichstags- Sigungen eine Verletzung der Rechtsordnung denn je zu suchen. Dort mögen vielleicht seine Bemühungen, erblufen. Dabei erklären sie aber, selbst zugeben zu müssen, sich durchaus hoffähig zu erhalten, am Playe sein. daß ez bedenklich sei, wenn derartige Beurlaubungen beliebig durch die Strafvollzugsbehörden erfolgen. In der That sind Die allgemeine Amnestie will das französische es doch schreiende Widersprüche, wenn zur ſelben Zeit der Ministerium nicht bewilligen. Die öffent Abg. Ahlwardt im Gefängniß sitzt, der Abg. Bueb daraus will man freilich beschwichtigen. Darüber meldet ein beurlaubt und wie gemeldet wird der gleichfalls sozial: Demokratische Abg. Megger aufgefordert wird, sich zum Antritt Wolff'sches Telegramm: einer mehrmonatlichen Gefängnißstrafe zu stellen. Sit dies aber un bestreitbar und ist die Möglichkeit, vaß auf diese Weise direkt auf die Reichstagsbeschliffe Einfluß geübt werden kann, nicht in brede zu stellen fo hilft alle Gesinnungstüchtigkeit, die uns gegenüber entwickelt wird, nichts gegen die Forderung, daß die Straf ovdzugsbehörden sich in dieser Frage an die feststehende Sozialdemokraten und an gewerkschaftlichen Bewegungen Auslegung der Verfassungsbestimmung über die sog. Immunität betheiligte Arbeiter sind von der Amnestie ausgeschlossen, der Abgeordneten zu halten haben. Danach bezieht diese sich wie es sich für eine Interessenvertretung der Bourgeoisie, nicht auf die Abbüßung rechtskräftig erkannter Strafen. Ein Abgeordneter darf selbstverständlich wie jeder andere wegen mag sie auch Republik heißen, schickt. Krankheit oder aus ähnlichen Gründen aus der Strajhaft beFreifinnige Vereinigung. Der provisorische geschäfteMeinung führende Ausschuß des Wahlvereins der freifinnigen Vereinigung hat die Mitglieder desselben benachrichtigt, daß die konstituirende Generalversammlung am 2. und 3. Dezember ds. Js. stattfindet. Die Tagesordnung ist die folgende: 1. Konstituirung des Wahlvereins; Feststellung des Statuts. Wahl des Borstandes. 2. Organisation. 3. Programmfrage. 4. Die Politik der Handelsverträge und der Bund der Landwirthe. 5. Die Steuerreform. 6. Anträge, welche von Vereinsmitgliedern gestellt sind. Im Ministerrathe unterzeichnete Präsident Carnot heute die Dekrete, durch welche 18 Begnadigungen oder Straf herabsehungen gegenüber den wegen der Unruhen im Quartier latin Berurtheilten und 400 Begnadigungen von Militärpersonen bewilligt werden. Ausdehnung. Das offiziöse Wolff'sche Telegraphenbureau Der Telegraphistenstreik in Italien gewinnt an meldet über denselben aus Rom: urlaubt werden; wegen seiner Eigenschaft als Abgeordneter darf es nicht geschehen; ein Privilegium, wie das der " Immunität" tann nicht von lokalen Behörden beliebig erweitert werden. Falls tie Justizverwaltung von Elsaß Lothringen den Staatsanwalt in Mülhausen nicht aus eigenemn Antrieb zur Zurücknahme seines Mißgriffs veranlaßt, wird das Reichs Justizamt nicht umhin tönnen, auf die erforderliche Einheitlichkeit des Verfahrens hinzuwirken. Vor furzem ist erft mit einiger Mühe die Abstellung des Standals gelungen, daß Abgeordnete die Immunität benutzen konnten, um die gebrochen. Die Telegraphenbeamten in Mailand haben heute ebenfalls die Arbeit eingentellt, indessen ist der telegraphische Dienst daselbst gesichert. Auch in Venedig ist ein theilweiser Streit der Telegraphisten ausgebrochen. Auch in Spanien ist ein Telegraphistenstreik Parteinachrichten. Unterzeichneter Parteivorstand sendet uns folgenden Gewerkschaftbewegung unter den Genossen viel Staub aufAufruf an sämmtliche deutsche Genossen: In der kurzen Zeit, seit dem Kölner Parteitage, hat die gewirbelt. Das Für und Gegen ist in dieser Angelegenheit genügend besprochen worden, so daß man, trotzdem das Fazit noch nicht gezogen ist, doch wohl sich sagen muß, daß die politische Organisation in die erste, die gewerkschaftliche dagegen in die zweite Reihe hinein zu passen ist. aus- möglichkeit, eine gewerkschaftliche Organisation ins Leben zu rufen. In den polnischen Gegenden z. B. ist es ein Ding der UnDie dort bestehenden fanatischen katholischen Vereine mit den an erwog die Lage der Propagandisten im Dorfe und erkannte welcher Form auch immer, ob gesetzlich oder jungesetzlich Glauben an einen guten Stern, auf Rechnung dessen aus eigener Erfahrung, daß ihnen die Hände gebunden blieb sich gleich. Die Adressen der Landschaftsversamm die Leute sich oft die größten Unvorsichtigkeiten erlauben. waren. Und er selbst war doch vorsichtig genug gewesen! lungen, in denen von den höchsten Freiheiten phantasirt Das Leben des vorsichtigen, nervösen russischen Verschwörers Er hatte sich sogar soweit überwunden, daß er in die wurde, waren so von stlavischer Anschauung durch ist eine ewige Qual, infolge der Gefahr eines Mißlingens: Kirche und zu dem ihm unsympathischen Popen ge- tränkt, daß sie bei der Regierung nichts anderes hervor er sieht in jedem ihm begegnenden Menschen einen Spion gangen war, nur um sich auf dieser Stelle halten zu können, rufen fonnten, als die Verachtung dieser Gesellschaft und und regt sich fortwährend auf, z. B. er sieht an der Straßenund doch war alles umsonst gewesen. Nicht nur der So- die Ueberzeugung, daß man dieselbe ewig unterdrücken ecke irgend einen Herrn im Zylinderhut und denkt, gewiß zialist, sondern auch der ehrliche Mensch wurde nicht im tönnte. Und so handelte auch die Regierung, und die Ge- verfolgt dieser mich. Schnell setzt er sich in eine Droschte. Dorfe geduldet. Anton begegnete einige Kameraden, die sellschaft wurde immer stiller und erniedrigte sich immer zu gleicher Zeit nimmt sich aber irgend ein dicker Mensch daffelbe erfahren hatten, diejenigen, gegen die man keine mehr. Für die Sozialisten blieb nur ein Mittel übrig auch eine Droschke und fährt ihm nach sollte dieser nicht Beweise besaß, wurden gezwungen, die Dörfer zu verlassen; den Partisanenkrieg gegen die Regierung zu führen, und seine Wohnung aufspüren wollen?.. Und so wechselt aber bei den geringsten Beweisen wurden sie in das Ge- Anton beschloß, daran theilzunehmen. der Verschwörer die Droschken und fährt in der ganzen fängniß abgeführt. Stadt umher. Sobald er das Haus verläßt, sieht er sich Anton erkannte, daß es unbedingt nothwendig sei, die Es ist schwer, sich eine Vorstellung von der beständigen um, ob nicht an der Hausthür oder an der Straßenecke Hindernisse aus dem Wege zu schaffen, die die Thätigkeit Tortur der Verschwörung zu machen, welcher sich die der dicke Herr oder der im Zylinderhut zu sehen ist... der Sozialisten in den Dörfern unmöglich machten, und das russischen Sozialisten widmen mußten, als sie den Jedesmal wenn an seine Thür geflopft wird, bildet er einzige Mittel zur Lösung dieser Aufgabe war eben der politischen Kampf eröffneten. Die jungen, aufrichtigen sich ein, daß die Polizei es ist; die unschuldigsten Fragen Kampf um die politische Freiheit. Naturen entsprachen gar nicht den Anforderungen des neuen der Wirthin werden auf das sorgfältigste geprüft. Der - Dieses Mittel war den Ciozialisten nicht sympathisch.... Kampfes; sie mußten sich zu Jesuiten umwandeln und die Blick des Hauswächters oder des Polizisten erweckt eine Aber was blieb ihnen übrig? Man kann doch dem Uuwahrheit reden. Das Herz empört sich bei dem Ge- Reihe der quälendsten Vermuthungen von einer eingebildeten Bolke nicht den Sozialismus predigen, ohne mit demselben in danken, daß man dem Kameraden nicht trauen darf, das Gefahr. Berührung zu kommen. Ebenso wenig fann man es aufgeben auf Mißtrauen war thatsächlich eben nothwendig. Der Zwie Anton war kein nervöser Mensch; sein Verstand bes das flache Land zu gehen. Die Sozialisten fetzten voraus, spalt, der aus den Anforderungen des Charakters auf- herrschte die Gefühle, und als er sich der Konspiration an daß das Feld, auf welches sie den Samen ihrer Lehre aus- richtig zu sein und denen der Konspiration, zu schweigen, geschlossen hatte, erfüllte er mit mathematischer Genauigkeit strenen wollten, frei sei. In Wirklichkeit aber war es fich entwickelte, war ein so großer, daß die Männer in der auch die ihm unsympathischen Geseze derselben. Aber er durch Zäune abgeschlossen daher war es klar, daß man ersten Zeit fortwährend gegen die erste Anforderung der handelte nicht allein, und seine Kameraden konnten sich diese erst wegschaffen mußte, ehe die Arbeit beginnen konnte. Konspiration, verschwiegen zu sein, verstießen. Die Unter- nicht so beherrschen, wie er selbst es that; sie hatten sich Der streng logische Verstand Anton's erkannte sofort, nach nehmungen bei dieser Konspiration der jungen Leute waren oft noch nicht die für die Verschwörung nöthige Disziplin andem er sich nur von dem Vorhandensein dieser Hindernisse die lächerlichsten man verheimlichte unwesentliche Dinge geeignet. Ihnen erschien es sogar gewiffenlos, die Neuüberzeugt und von der Unmöglichkeit, sie mit anderen und plauderte die wichtigen aus. Daher kamen viele gierde ihrer Kameraden nicht zu befriedigen, und sie nannten Mitteln aus dem Wege zu räumen, überzeugt hatte, wenn Sozialisten um, und viele Unternehmungen mißlangen, weil ihnen die wirklichen Familiennamen der Sozialisten", die auch mit großem Widerstreben, daß ein zeitweiliger poli- die- Anfänger in der Konspiration nicht zu schweigen ver- mit ihnen sympathisiren. Daraufhin wird einer dieser tischer Kampf unbedingt für die Erfolge der Sozialisten standen. ,, ehrlichsten Leute" ergriffen, und da er weder Sozialist nothwendig fei. Das Leben eines Terroristen besteht in einer fort noch ein Mensch von festem willen und Ehrlichkeit ist, fängt Bei dem Suchen nach der besten Form für diesen dauernden Anspannung des Nervensystems und ist im er an zu plaudern, nachdem er einige Monate im Gefängniß Kampf überzeugte sich Anton, daß eine Auswahl überhaupt höchsten Grade ermüdend; manchmal wird es unerträglich, verbracht hat. unmöglich war. Die Gesellschaft, die für die politische weil man stets in Bereitschaft sein muß; anderseits erweckt Freiheit schwärmte, weigerte sich, für sie zu kämpfen, in die Thatsache einer glücklich entronnenen Gefahr den ( Fortsetzung folgt.) ihrer Spike stehenden Pfaffen, und der ihnen stets zur Ver: 112,38 M., 15,13 m., 20,64 m.; im Durchschnitt 16,07 M. untergeordnet und dadurch die alte Gunst neu erworben. Bon fügung stehenden heiligen Hermandat verfolgen alles Neue mit Berliner Arbeiter verdienten dort 12 M., 13,80 bis 17 m. Als der freikonservativen Partet wird gesagt, fie sei eine rein allen Machtmitteln. Nicht eher läßt sich dort etwas Grsprieß ein Arbeiter dem Chef erklärte, mit 14 M. nicht auskommen zu preußische Partei; das war sie in ihrem Ursprung nicht. Da liches auf diesem Gebiete thun, bis das polnische Bolt aus seiner können, erhielt er ein Geschent von 2 M. In abfälliger Weise traten vielmehr fächsische und würtembergische Konservative mit abergläubigen Lethargie durch Agitatoren aufgerüttelt wird und wurden die Verhältnisse dieser Fabrik von den Herren J. Hildebrand, fatholisch schlesischen Magnaten zusammen, weil sie nichts mit durch politische Propaganda die sozialdemokratischen Ideen be- Menzel, Steffen, Ludwig und Krug gegeißelt und folgende Resolution dem preußischen Junterthum zu thun haben wollten. Erst später greifen lernt. einstimmig angenommen: Die Versammlung verurtheilt die wurde sie eine Beamtenfraktion. Die Geschichte der FortschrittsAber auch hier im rein deutschen Sprachgebiete hat für uns Handlungsweise des Herrn Briefe gegenüber seinen ungarischen partei läßt eine Klarstellung der Fusion mit den Sezessionisten Polen die politische Organisation die größte Bedeutung. Arbeitern; fie richtet die Aufforderung an die Berliner Stock- und ihren Folgen, der Absplitterung der der Absplitterung der demokratischen Der polnische Arbeiter ist durch seine unerträgliche arbeiter, bie Werkstatt des Herrn Briefe u. Ko. zu meiden und Elemente im Jahre 1884 vermiffen. Zur Bildung der süddeutschen Lage immer mehr gezwungen, seine Heimath zu verlassen fordert die Arbeiter bei Herrn Briefe auf, sobald als möglich Boltspartei trugen partifularistische Bestrebungen bei; obgleich die und nach Sachsen, Westfalen, Berlin, Hamburg, Bremen u. s. w. anderweitig sich Arbeit zu verschaffen, um auf diese Weise Herrn Partei in politischer Hinsicht demokratischer war als die freis auszuwandern resp. sich als Sachfengänger von den deutschen Briefe zu zwingen, die Löhne aufzubessern. Durch vorstehende sinnige Partei, tokettirte sie doch in wirthschaftlichen Fragen mit Junkern und Fabrikanten anwerben zu lassen. Hier aber wird Verhandlung sind wohl die Behauptungen des Herrn Briese im der Schutzöllnerei, die im süddeutschen Kleinbürgerthum ihm das erste Gift" der sozialdemokratischen Lehre von seinen Sprechsaal- Artikel des Vorwärts" ins rechte Licht gerückt. Unter starten Anhang hatte. Eine mangelhafte Anordnung ist es, Landsleuten, die in den meisten Zentren bereits polnisch- sozial- anderem wurde bekannt gegeben, daß am 9. Dezember ein Tanz- daß die Antisemiten, die doch eine bürgerliche Partei find, nach Demokratische Vereine ins Leben gerufen haben, eingeimpft, fränzchen stattfindet. den Sozialdemokraten behandelt werden, sodaß es den Anschein und wenn er wieder in seine Heimath zurückkehrt, so verbreitet Bitherklub Alpenglöckchen Edelweiß." Seute, Mittwoch, kein tänden mindestens in einem er, trotz der dort noch bestehenden Ausnahmegesetze, die sozial- uebungsabend wegen Feier des 6. Stiftungsfestes. Gegenſage zu ben bürgerlichen Barteien wie bie Gosialdemokratischen Ideen unter seinen Brüdern. Diese Art der den 22. November 1893( Bustog) Abends 7½ Uhr, Zuſammenfunft mit Damen den Konservativen. In der statistischen Zabelle, welche Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, demokraten. Sie fänden besser ihren Platz direkt hinter Agitation ist bis jetzt die fruchtbarste unter den Polen gewesen, im Vereinslokal, Kommandantengarten, Kommandantenstr. 10-11. und man hatte bei den letzten Reichstagswahlen schon ganz Lehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten die Gesammtresultate der Parteien, nach Provinzen und enorme Resultate zu verzeichnen gehabt. Darum ist es unsere Bilfe bei Unglückfällen. Donnerstag, den 23. november, Abends 8 Uhr Staaten vertheilt, giebt, ist unter Bayern die Pfalz mit der bei Bolz, Alte Jafobftr. 75: Vortrag, Lehr- und Uebungsstunde unter Leitung Oberpfalz zusammengerechnet, die doch weder geographisch noch Aufgabe, in erster Linie das polnische Bolt politisch zu des prati. Arztes Herrn Dr. Christeller. organisiren. " Vermischtes. Hierzu brauchen wir aber die Unterstützung der deutschen Genossen, damit sie unsere Landsleute, welche mit ihnen gemein schaftlich in den Werkstätten, Fabriken u. s. w. beschäftigt sind, moralisch verpflichten, sich den polnisch- sozialdemokratischen Ver- Nordoststurm. Rostock, 20. November. Durch den einen anzuschließen. Man lasse sich von ihnen nicht täuschen, herrschenden Nordost sturm ist Hochwasser eingetreten, welches politisch organisirt zu sein, sondern verlange von ihnen einen Aus- die niederen Stadttheile überschwemmte. In Warnemünde sind weis hierüber, denn die Meisten gehören weder der polnischen, die Moolen überfluthet, die Bismarckpromenade ist gefährdet; noch der deutschen Organisation an. In den größeren Orten man sucht dieselbe durch Sandsäcke zu schüßen. Der Wasserstand Deutschlands befinden sich viele Polen, die den Gewerk ist 1 Meter über Normalhöhe. schaftsorganisationen wohl angehören, aber nicht politisch organi- Lübeck, 20. November. Infolge des starken Ostnordost firt sind, und gerade unter diesen sind viele, welche sogar der Sturmes ift hier eine große lieber in ben vemmung sämmtpolitischen Organisation feindlich gegenüberstehen. Die Gewerklicher Stadttheile am Hafen und ebenso in den Ortschaften an schaftsorganisationen würden sich ein großes Verdienst erwerben, der Rüste eingetreten. Das Wasser, welches bis Mittag stieg, hier moralisch einzuwirken. begann gegen Abend langsam zu fallen. Die Waaren aus den Schuppen am Gestade sind mit Mühe geborgen worden. Viele Beschädigungen von Telephonleitungen, Gebäuden, einzelnen Schiffen und Flößen sind vorgekommen. Abends sette ein neuer Als Ausweis der Angehörigkeit zu der polnischen sozialdemokratischen Organisation gilt eine 4 seitige rothe Karte mit Quittungsmarken für jeden Monat und Statut in polnischer Sprache. In den Ortschaften, wo fein polnisch sozialdemokratischer Verein existirt, würde sich empfehlen, wenn die deutschen Genossen die poluischen Arbeiter auf die hier in Berlin erscheinende polnische Zeitung„ Gazeta Robotnicza" aufmerksam machten, und sie zum Abonnement auf dieselbe anhielten. Der Vorstand der polnischen sozialdemokratischen Partei. August Berfus, SO., Laufiberstr. 37, II, Bolizeiliches, Gerichtliches: c. Sturm ein. M ethnographisch noch wirthschaftlich etwas mit einander gemein haben, In allen diesen Beziehungen gehört die Oberpfalz zu Altbayern, die Pfalz müßte gesondert gehalten werden. Der lockere historische Zusammenhang, der in früheren Jahrhunderten einmal bestand, tann heute für die Zusammenlegung der Oberpfalz mit der Rheinpfalz nicht mehr entscheidend sein.y arten Oftnordøst 1911 Depeschen. Flensburg, 20. November. Infolge des anhaltenden Nordoststurmes sind die niedrig gelegenen Stadttheile am Hafen völlig überfluthet; der Verkehr auf der Schiffsbrücke findet mit Kähnen statt, die Dampfschiffs Verbindungen sind abgeschnitten. Die Fluth ist im Steigen, der Schaden bedeutend. Riel, 20. November. Das gesammte Bollwerk ist über fluthet, der Verkehr am Hafen unterbrochen. Bayreuth, 20. November. Infolge heftigen Schneesturmes ist der Telephonbetrieb auf mindestens 8 Tage gestört. Die Drähte sind sämmtlich zerrissen. 11 ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 21. November. Das Fremdenblatt" schreibt be. züglich der Nachricht, daß Verhandlungen zwischen den europäischen Staaten über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Anarchisten im Buge seien: So wünschenswerth es wäre, daß die Staaten sich zu einer wirksamen Bekämpfung dieser verbrecherischen Partei einigten, so ist in hiesigen unterrichteten Kreisen doch nichts befannt, daß von irgend einer Seite eine diesbezügliche Anregung bereits thatsächlich erfolgte." einem Paris, 21. November. Die Kammer war stark besucht; es herrschte lebhafte Bewegung. Präsident Cafimir Périer hielt, nachdem er von dem Präsidentenstuhl Befit ergriffen hatte, eine Ansprache, in welcher er daran erinnerte, daß Frankreich bei dem Empfange der von russischen Abgesandten einem Gedanken, von Gefühle beseelt gewesen sei. Diese Bethätigung einer großen moralischen Einheit lege die Pflicht auf, dem Vaterlande die unfruchtbaren Streitig Genoffe Landtagsabgeordneter Th. Müller, Redakteur teiten und die persönliche Unzufriedenheit zu opfern.( Beifall.) der Hessischen Voltsstim me" wurde vom Landgericht Brüssel, 20. November. Ein Orfan wüthete gestern an der Nachdem hierauf der Ministerpräsident die Erklärung verlesen Darmstadt wegen Preßvergehens zu 500 M. Geldstrafe ver- belgischen Küste und auf der Schelde. Die Postschiffe von Dover hatte, verlangte Faure( Sozialist) eine Interpellation einzubringen. urtheilt und zwar soll er sich gegen§ 130( Aufreizung ver- treffen sehr verspätet ein. Mehrere Fischer sind durch die Wellen Ministerpräsident Dupuy stellte den Antrag auf sofortige Debatte; schiedener Bevölkerungsklassen) vergangen haben. Die Aufreizung von ihren Schaluppen hinweggespült worden. Ein eng- dieser Antrag wurde mit 291 gegen 221 Stimmen angenommen. foll nach Ansicht der Staatsbehörde zwischen den Beilen" und lischer Dampfer hatte auf der Schelde eine Rollision mit einem Jaure vertheidigte die sozialistischen Lehren und behauptete, die in der eigenthümlichen Zusammenstellung historischer Thatsachen inländischen Schiffe, welches in ten Grund gebohrt wurde. An der ministerielle Erklärung sei eine Kriegserklärung gegen den in Verbindung mit den Schlußstrophen des Herwegh'schen Küste ist großer tit großer Schaden angerichtet worden. Der Sozialismus. Redner brachte eine Tagesordnung ein, in welcher Arbeiterliedes: Brecht das Doppeljoch entzwei 2c." zu finden fleine Leuchtthurm von Calais ist umgestürzt. Mehrere der Regierung ein Mißtrauensvotum ertheilt wird. Minister fein. Es tönnte, meinte der Staatsanwalt von Heffert, das Oftender Fischerboote fehrten mit erheblichen Verlusten an präsident Dupuy trat den sozialistischen Lehren entgegen, in harmlose Gedicht:" Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, weil Mannschaften und Geräthen heim. Mehrere Villen am See- welchen nicht ein Gedanke von Freiheit enthalten sei. Das ich so traurig bin" in seiner Zusammensetzung sehr wohl straf- strande sind zerstört. In Antwerpen sind auf den Quais die beste Mittel, die Lage der Arbeiter günstiger zu gestalten, bar sein. Der Angeklagte, der schon vielfach vorbestraft und Dachbedeckungen aus Bink zum Theil zerstört. Die Telegraphen- sei, die Wohlfahrtsinstitute für die Arbeiter weiter auszudehnen erst vor furzer Zeit zwei Mal zu je 300 M. Geldstrafe ver- stangen sind umgeworfen. In der Umgegend von Brüssel sind und vernünftige Reformen einzuführen. Die Sozialisten machten urtheilt worden wäre, könne dies Mal unmöglich mit einer zahlreiche Dächer zerstört, Kamine umgeworfen und Bäume ent- aus dem Syndikatsgesetze ein revolutionäres Werk.( Proteftrufe Geldstrafe bedacht werden, umsomehr als die Vermögenslage des wurzelt. auf der äußersten Linken. Beifall der Linken und des Zentrums.) Angeklagten es unmöglich machten, daß er die Strafe bezahle, daß Hierauf wurde die Interpellation mit 264 gegen 241 Stimmen dieselbe vielmehr aus einem hierzu geftifteten Fonds bestritten werde, auf Donnerstag vertagt. wie der Rechenschaftsbericht des Kölner Parteitages beweise, es sei deshalb eine Gefängnißstrafe von 3 Monaten angebracht. Der Bertheidiger Rechtsanwalt Gallus bestritt in erster Linie, daß die Voraussetzungen des§ 130 in dem Artikel zutreffen, wenn aber der Gerichtshof dennoch geneigt sein sollte, ein Schuldig auszusprechen, so tönne derfelbe nicht über das Mannheimer Strafmaß hinausgehen, da ja dort der notorische Verfasser des Artikels abgeurtheilt worden. Paris, 20. November. Von den Küsten des Atlantischen Ozeans tommen Nachrichten von verschiedenen Schiffbrüchen, bei denen mehrfach Menschenleben zu Grunde gegangen sind. Die Rom, 21. November. In Turin haben fast alle TeleWächter von dem zerstörten Leuchtthurm bei Calais sind ge- graphisten die Arbeit eingestellt, während dieselben in Neapel die rettet. 21. November. Der Sturm im Canal la Manche Arbeit wieder aufnehmen. In Rom dauert der Ausstand fort. wüthet noch fort. Die Fahrten der Packetboote zwischen Calais Der Ministerrath beschloß in Hinblick auf den Ausstand der und Dover sind noch immer unterbrochen. Die Telegraphen- Telegraphisten, sofort mehrere Jahrgänge von beurlaubten Verbindungen konnten aufrecht erhalten werden. Es werden neue Militär- Telegraphisten einzuberufen und diejenigen TelegraphenSchiffbrüche und zahlreiche Menschenverluste gemeldet. Beamten, welche den Ausstand angeregt und gefördert London, 20. November. Von vielen Häfen werden Un- haben, zu entlassen. Bezüglich der anderen Ausständigen, welche glücksfälle gemeldet, welche durch den heftigen Orkan, der seit den Dienst innerhalb 24 Stunden nicht wieder aufnehmen, behält einigen Tagen herrscht, hervorgerufen wurden. Besonders in sich der Ministerrath vor, entsprechende Maßnahmen zu treffen. der letzten Nacht war der Sturm so heftig, daß auch Nach fünf Wochen Untersuchungshaft ist hier in der Stadt zahlreiche Unfälle vorgekommen der Genosse Leipart( Stuttgart) am 26. November gegen find. E3 wurden mehrfach Menschen getödtet, doch Hinterlegung von 3000 m. auf freien Fuß gefeßt worden. läßt sich die Zahl derselben noch nicht genau feſtLeipart ist beschuldigt, die so allgemeines Aufsehen erregende stellen. Ferner find verschiedene Schiffe untergegangen. Broschüre Moderne Rechtsprechung", welche sich mit dem Fall Der Verlust an Menschenleben infolge des heftigen Simolin Bathory beschäftigt, verbreitet zu haben. Unwetters ant der Nach langer Berathung erkannte der Gerichtshof, wie oben bemerkt. Gegen das Urtheil wird voraussichtlich Revision eingelegt, da Formfehler vorliegen. Versammlungen. 2 Briefkaffen der Redaktion. Blum. Der Todestag Rob. Bl.. ist der 9. November 1848. Waltershausen. Dr. Völkel wohnt Chorinerstr. 16, III. englischen Rüste wird gegenwärtig P. W. 71. Tauschen Sie Ihr zerbrochenes Behnmarkstück auf nahezu 200 geschätzt. Ein Dampfer, welcher am auf der Reichsbank gegen ein anderes um. Freitag früb von dem Postdampfer, Killarney" in der Nähe von Weihnachtsbaum. Wollen Sie Ihren Namen in der beDies müssen wir Milfordhaven bemerkt wurde, befand sich in Noth. Der Versuch treffenden Aufforderung genannt haben? des Killarney", denselben zu bugfiren, mußte nach fünfstündiger vorher wissen. vergeblicher Arbeit aufgegeben werden. Von dem in Nothlage Werther. Sie befinden sich im Irrthum. Der betreffende der auf der nach Mit Bezug auf das Referat in Nr. 273 vom Sonntag, befindlichen Dampfer, ist seitdem keine Nachricht eingegangen. wegs gegen die von Arbeitern u. a. zur Beseitigung dieser den die Ausführungen des schäftsführers" Adler in der Versammlung der Mitglieder der Von allen Küsten Englands laufen fortdauernd Nachrichten Vampyre errichteten Arbeitsnachweise. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe, ersuche ich hier über Schiffbrüche ein. Mehrere Flottillen von Fischerbooten K. S. G. Einem Polizeibeamten Hilfe zu leisten mit Ausmit unter Berufung auf§ 11 des Preßgesetzes um Aufnahme werden vermißt. Der belgische Postdampfer von Ostende wird nahme des§ 860 Nr. 10 Str.-G.-B. niemand verpflichtet.§ 360 folgender Berichtigung: Nr. 10 bedroht den mit Geld- oder Haftstrafe, der bei UnEs ist unwahr, daß sich eine Unordnung der Bücher heraus- feit 5 Stunden von Dover vergeblich erwartet. Schneidemühl, 21. November. Der Regierungspräsident glücksfällen oder gemeiner Gefahr von der Polizeigestellt" oder aber eine„ lotterige" Geschäftsführung stattgefunden v. Tiedemann und der Oberberghauptmann Freund find wegen behörde oder deren Stellvertreter zur Hilfe aufgefordert, feine hat. Die Vereinnahmung der Zinsen vor dem Fälligkeits der Brunnenangelegenheit hier anwesend. Letterer ordnete an, Folge leistet, obgleich er der Aufforderung ohne angebliche termine geschah wegen augenblicklichen Geldmangels. Der Sach so lange feinen Ries aufzuschütten, als die Aufschüttung nach eigene Gefahr genügen konnte. verhalt war übrigens der Aussichtsbehörde bekannt; diefelbe hatte finit, wozu etwa 1000 Rubitmeter Ries erforderlich sind. Der aber- wie amtlich der Kaffe bereits am 10. d. M. mitgetheilt Brunnenmeister Beyer hat den oberen Quell durch vier Filterworden ist feinen Anlaß, Ausstellungen dieserhalb zu machen. rohre abgefangen, denen nunmehr flares Waffer, ca. 100 Liter in Von einem„ Schlendrian" kann daher keine Rede sein. Es ist ferner unwahr, daß ich vom Braumeister- Verein einer Minute entſtrömt. Nach dem Einsturz des Brunnenschachtes find feine weiteren Senkungen eingetreten. Gehalt von jährlich 3000 m. beziehe oder je bezogen habe. Das felbe hat noch niemals mehr als ungefähr den zwanzigsten Theil von dieser Summe betragen. Literarisches. W. W., Treptow. 1. Ausweisung hebt den Miethsvertrag nicht auf. 2. Welche Sachen Sie meinen, ist unklar: wie es scheint, haben Sie die Mittheilung im Auge, bezüglich deren wir bislang erfolglos die betreffende Frau ersuchten, uns die Berfügung selbst zu bringen und genauere Angaben zu machen. 21. S. 1000. Gin rechtskräftiges Urtheil in Zivilsachen tann ohne weiteres vollstreckt werden. A. G., Badstraße. Nein: der Vertrag kann jederzeit aufgehoben werden. Die Parteien des Deutschen Reichstage, ihre Programme, J. B. Eine Beschwerde oder ein anderer Weg wäre ausEntwickelung und Stärke. Von Dr. A d. Braun. fichtslos, da Sie kein Recht auf Naturalisation haben. Carl B. Eine Untersuchung. 40 Seiten in Groß- Quart. Preis brochirt 40 Pf. Verlag von J. H. W. Diet in Stuttgart. Es ist auch unwahr, daß ich die sogenannte Gesellentontrolle Ein sehr verdienstliches und nüßliches Werk ist es, daß die der Entscheidung in den vom Regierungsrath Poschmann ge„ nachlässiger Weise" vergessen hätte mitzunehmen. Dieselbe war Verlagsbuchhandlung von Dieß in Stuttgart unter dem vor- leiteten Unfallsachen trog der vielen über die Langsamkeit anburchaus nicht Eigenthum des Braumeister- Vereins, sondern stehenden Titel soeben veröffentlicht hat. Sowohl wegen seiner gebrachten Beschwerden sich nicht erzwingen. 2. Zwischen 5 und das der Kasse. Die Notizen in derselben wurden aus den schrift- statistischen Mittheilungen wie wegen der Zusammenstellung der 6 Uhr in der Redaktion. Weiter ist es unwahr, daß ich meines Postens enthoben" worden bin. Ich habe Anfang Januar d. J. schriftlich dem Borstand meine Stellung gekündigt und diese Kündigung in der Sigung vom 23. Februar cr. It. Protokoll auf Befragen aufrecht gehalten. § G. R., Baukſtr. 1. Teider läßt eine Beschleunigung lichen Eingängen entnommen und bildeten statistisches Material Programme und maßgebenden Wahlaufrufe sämmtlicher Parteien S. G. 62. Wegen Alimentationsforderungen ehelicher für die Kaffe selbst. Zum Nachtheile der Mitglieder derselben ist das Büchelchen ein unentbehrliches Hilfsmittel für Jeden, Kinder kann das Gehalt mit Beschlag belegt werden. hat qu. Kontrolle niemals gedient. der sich ernstlich mit Politik befaßt. Vor allem unseren A. Sch. Einer geschlossenen Privatgesellschaft ist das Berlin, den 20. November 1893. anean Parteigenossen, die thätig eingreifen in die politischen Tanzen nicht verwehrt, nur öffentliche Tanzlustbarkeiten sind am Giese. Kämpfe, fann die Anschaffung desselben nur dringend Bußtag u.. w. nicht erlaubt. In der Versammlung der Stockarbeiter sprach am empfohlen werden. Die Ausstellungen, die wir an den Inhalt Brunnenstr. 35. Nein. 22. 6. M. Genofie Hoffmann in einem beifällig aufgenommenen zu machen haben, sind nur nebensächlicher Natur, doch heben Frank Nr. 30. Die während des Krieges naturgemäß Vortrag über: Die Erhaltung der Arbeit." Nach der Wahl wir sie hervor, damit sie bei den voraussichtlichen Neuauflagen schwankende Anzahl der beiderseitigen Armeen ersehen Sie am der Agitationstommiffion und eines Stellvertreters für die Ge- Beachtung finden. In den geschichtlichen Einleitungen zu den besten aus dem dickleibigen Generalstabswerk über den franwerkschafts- Kommiffion trat die Bersammlung in die Behandlung Brogrammen der einzelnen Barteien ist nicht scharf genug hervor zösischen Krieg. 2. Gin Aftermiether, der von seinem Recht der Lohnfrage in der Stockfabrik bei Briese u. Ko., Charlotten- gehoben, welche Rolle der Gouvernementalismus bei den Konser Gebrauch macht, kann sich dadurch nicht des Hausfriedensbruchs burg, ein. vativen und Nationalliberalen gespielt hat. Man kann eine große schuldig machen. 3. Ein Wirth ist nicht zur Verabreichung Um billig fabriziren zu können, hat genannter Herr ungarische Anzahl, mehrere hunderttausend Stimmen rein gouvernemental von Getränken verpflichtet; in der Art der Weigerung Arbeiter engagirt mit dem Versprechen, sie würden hier das nennen. Sie sind derjenigen Partei stets zugefallen, der die Regierung fann eine Beleidigung liegen. doppelte wie dort, wenigstens 21/2 Gulden( 4,40 M.) verdienen. ihre Gunst schenkte. Daraus erklärte sich das Anschwellen Wie hat der Herr nun sein Versprechen gehalten? Buerst bezahlte er den Ungarn 19 M. Lohn, um dann später Attordarbeit einzuführen. Im Afford verdiente nun ein Arbeiter in den ver schiedenen Wochen taut Lohnbuch 10,25 M., 15,45 m., 22,72 m., der nationalliberalen Stimmen in den 70er Jahren. In den 80er Jahren gingen sie auf die tonservative Partei über. Erst neuerdings, seit den Septennatswahlen, hat sich dann die nationalliberale Bartei der konservativen Richtung der Regierungspolitik völlig B. 17. Ein Deutscher wird mit vollendetem 20., eine Deutsche mit Wollendung des 16. Lebensjahres heirathsfähig. E. S. 555. Nein, nur um Arbeit sich bemühen. Schönke. Ob ein Recht auf Sterbegeld vorliegt, richtet sich orliegt, nach dem Inhalt des Statuts der Raffe. Für den Inhalt der Injerate über. Adolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Bublikum Charley's Tante. gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Theater. Mittwoch bleiben sämmtliche Theater geschlossen. Donnerstag, den 21. November. Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Die Ahrenshooper. Hannele. Deutsches Theater. Rean. Die MitVorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Mittwoch: Geschlossen. American- Theater. Morig Etablissement Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Morih Die besten Glückwünsche zur filber nen Hochzeit sendet dem Jubelpaare Der Gesangverein Männer- Chor ,, St. Urban".[ 447/4 Na, Ziethen, noch„ 25". Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Bla. Buggenhagen. Play. Meißner'schen Eheleuten Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations: räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Auftr. jämmtl. Epezialitäten. Ausstellungs- Park Donnerstag, den 23. November: Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sount. 6/2 Uhr. Zum 16. Male: Berliner Theater. Julius Cafar. Die eiserne Jungfrau. Sanssouci, Kottbo.rstrasse Der Andere. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Freund Felix. Residenz- Theater. Die Dragoner. Wallner Theater. Monstre- Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Bosse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Musik von Louis Varnay. Sonntag, d. 26. Novb.( Todtensonntag): Einmalige Aufführung von Drei Paar Schuhe. Central- Theater. Die eiserne Jung Schusterfrau Leni: Fr. Josephine Dora. frau.. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplat- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Wallner- Theater. Jeden 4 Hasenhaide. Sonntag, den 26. Novbr.( Todtenfeft): 447/5 Grosser Lieder- Abend, Donnerstag u. Sonntag: verbunden mit Musik Aufführungen, Neu: Stettiner Borträgen und Tanz, veranstaltet vom Sänger. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Jm Vorverkauf 40 Pf. Gesangverein Männer- Chor ,, St. Urban" ( Mitglied d. Arb.-S.-B.). Nach d. Konzert: Tanzkränzchen. Freunde und Bekannte, sowie Gönner des Vereins sind herzlich willkommen. Die ordentliche Am 19. d. M. starb mein inniggeliebter und herzensguter Mann, Bruder und Schwager, der Gürtler Ferdinand Kuring im Alter von 51 Jahren nach langen und schweren Leiden am Schlaganfall. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban aus nach dem Emmaus319b Kirchhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Amalie Kuring geb. Stemler, Therese Neubert. Adolf Kuring. Zentralverein deutscher Böttcher. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege Johann Kuligowski gestorben ist. 112/18 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. November, Nachmittags 21/2 Uhr, vom Trauerhause Wriezenerstr. 38 bittet der Vorstand ( siehe Plakate). Generalversammlung aus ſtatt. Um zahlreiche Betheiligung National- Theater. Vor der Revo- Nur noch wenige Tage Gastspiel- Cyclus Ein gestörtes Rendez- vous. der Vertreter der Orts: Intion. Theater Unter den Linden. Die Gondoliere. Pierrot- Gavotte. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. M Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Heute geschlossen. des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Größtes phant. Etablissement der Welt. Donnerstag 7½½ Uhr: High- life- Vorstellung. 20 Nummern. Viele Novitäten. 5 Attractionen. Die blüh. Camelienbäume, Mohren. wäsche, Zick- Zack in der Luft, Teufelsdruckerei. Kama Sautra Wunder, Auto- dafé od. Das dunkle Geheimniß. Reise durch das Unmögliche. = V Donnerstag, den 23. November: Ein Tag auf dem Monde. Zum ersten Male: Vor der Revolution. Tragikomödie in 8 Bildern von Carl Bleibtreu. Regie: Mar Samst. König Ludwig XVI. v. Frankreich Emil Wittig Königin Marie Antoinette Käthe Griep Carl Kentzler Herzog v. Orleans Baron Breteuil, Großsiegelbewahrer Prof. Schalkenbach's weltberühmtes elektrisches Orchester. Traum einer Jungfrau( Musik von Lumbye). Im Reiche der Schatten, hochkomische Spezialität. Ensemble von Mensel. Freitag: Soiree in der Viktoriabrauerei. > PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit: Der blaue Mann. Die Affendame. 11-1 Uhr. 4-9 Uhr. Cirkus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Donnerstag. den 23. November, D. D. Hermann Winter. Krankenkasse der Böttcher- 3tg." ist bis jetzt noch nicht NB. Unser Fachorgan" Deutsche Dachdecker Berlins bei mir angekommen. findet Sonntag, den 26. November, 91/2 Uhr, Weinstr. 11, bei Herrn Feind statt. Zages Ordnung: 1. Wahl eines Arbeitgebers und zweier Arbeitnehmer. 2. Wahl des RechnungsPrüfungs- Ausschusses für 1893. 3. Be schlußfassung über eine Erweiterung und Fürsorge für geschlechstranke Rassenmitglieder und diesbezügliche Abändedes Statuts. 4. Abänderung der rung §§ 12 und 18 des Statuts. 5. Beschlußfassung über§ 45 des Gesetzes. Verschiedenes. 8. Bitruschte, Borf., Fischerbrücke 25. Haenschke, Schriftführer. Ketamorphut Bar, La Gr. Gala- Vorstellung. Bekanntmachung. im Bagno, Luftwandlerin Miss Edith, Fata morgana, Aus dem reichhaltigen Programm Orts- Krankenkasse für das Luftfpiegelung, prachtv. Weltszenerien, find hervorzuheben: Schönheitsgalerie. Der Diamanten- Palast, Leo Steinreuth Sydraulische Feerie in märchenhafter Ausstattung. v. Calonne, Finanzminister Max Joseph v. Coigny, Hofmarschall Fritz Schäfer Chromaticecataractapoicile, Ludwig, Prinz von Rohan, Cardinal- Tableaux vivants v. 30 Damen. DekoCarl Wesselsky rationen von Gebr. v. Caffel, Bremen. Erzbischof Elise Zachow Am nächsten n. lekten Sonntag: Prinzeß v. Lamballe Graf Cagliostro. Gräfin Lamotte Der Unbekannte Rohde Ebeling Robert Wach 4 Uhr Nachm.- Vorstellung. Hedwig Bertrand unverkürztes Programm, fleine Preise. Bei Parquet und Fauteuil- Plätzen Robespierre, Rechtsanwalt Kämmerer jeder Erwachsene Fräulein Oliva, ein lockeres Dämchen Lucie Richter Billette, Journalist Herm. Schwendler Böhmer, Hofjuwelier Sigm. Aschinger Leclos, Kammerdiener der Königin Georg Vögele Abgesandter d. Gerichts Rich. Schmidt Der Henker von Paris Ernst Wallis 1 Kind frei! Billets schon jetzt an der Kaffe. Herren und Damen der Gesellschaft Kaufmann's Variété. und des Hofes. Gardisten, Volt, ein Polizeisergeant, Illuminaten. Beit: 1787. Ort: 1. Bild vor dem Palais Royal. 2., 5., 7. Bild im Schloßgarten von Versailles. 3., 4. Bild im Palais Cagliostro. 6. Bild bei der Lamotte. 8. Bild in der Bastille. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 61/2 Uhr ab: Concert D. ungarisch. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Pf., Am Stadtbahnhof Alexanderpl. Heute bleibt d. Theater des Bußtages wegen geschloffen. Donnerstag: Grosse Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Francis Era am asiatisch. Luftapparat Arthur Vallens, der fünfjährige Wunderknabe. Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Akt Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 5½ Uhr. Entree 15 und 30 Pf. R. Winkler. Anf. Wochent. 7% Ubr. Entree 15 Präuscher's MUSEUM refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Die Sonnenstrahlen, ausgeführt mit eigens dazu dressirten Hengsten nach der bekannten Musit Ta- ra- ta- boom- da- ay, vorgeführt von Herrn Max Schumann. Grand Pas de Valse, getanzt von 20 Damen des corps de ballet. Auftreten der Parforce- Reiter Mr. Ricobono Glowns. Schulpferde„ Albert" und u. Lecusson. Paul u. William, musik. Schulpferde ,, Albert" Albion", ger, v. Frl. Adele u. Herrn Adolf Schumann. Damen- Jockey Miss Orford. Spring- Potpourri fämmtlicher Clowns. Auftreten des Jongleurs Mr. W. Ricobono 2c. 2c. Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. Erster Nachtrag zu dem Statut der Ortskrankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin vom 3. Mai 1893. Artikel I. An die Stelle des§ 30 dieses Statuts treten nachfolgende Bestimmungen: § 30. Tischler- Verein. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied August Winter, Elisabeth- Ufer 55, am 20. November, im Alter von 60 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. d. M., Nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas. Kirchhofes aus statt. 333/3 Der Vorstand. Zimmerer! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Zimmerer Franz Feil am 19. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. d. Mts., vom Trauerhause Solmsstraße 22, Nachm. 3 Uhr, nach dem Kirchhof zu Mariendorf statt. Um rege Betheiligung bittet 366/17 Der Vorstand( Bezirk 1). 1 Verspätet! E Danksagung. Allen Verwandten und Genossen, welche meinem lieben treuen Bruder Paul Raschke die letzte Ehre erwiesen haben, bes sonders meinem Onfel Suckow, den Kollegen der Firma Kleinschewsky und den Genossen des 4. Berl. ReichstagsWahlkreises, sowie für die reichlichen Kränze am Grabe, sage ich meinen herzlichsten Dank, da ich es erst am 63 Pf. Sonnabend zu wissen bekommen habe und im steten Andenken behalten werde. Der trauernde Bruder[ 51792 Heinrich Raschke. Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen: 1. für erwachsene männliche Kassenmitglieder ausschließl. Der Lehrlinge 2. Freitag, den 24. November: Große Borstellung mit neuem Programm. Alles Nähere Plakate u. Austragzettel. 3. Hochachtungsvoll G. Schumann, Direktor. Circus Renz, ( Karlkraße.) Donnerstag, 23. November, Abends 74 Uhr: Eröffnungsfür erwachsene weibliche Kaffenmitglieder für männliche Rassenmitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 42 27 " 21 " Danksagung. Für die überaus zahlreiche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres unvergeßlichen Vaters, des Restaurateurs Gustav Nimscheck, 8136 4. für weibliche Kassenmitglieder unter 16 Jahren Artitel II. Diese Bestimmungen treten mit dem Montage in Kraft, welcher der Woche folgt, in der der Beschluß des Bezirks- sagen wir allen Verwandten, Freunden Ausschusses zu Berlin über die ge- und Bekannten, insbesondere dem Herrn nehmigten Statuten- Abänderungen dem Prediger Berlin für die trostreichen Vorstande der Orts- Krankenkasse für Worte am Sarge, sowie allen VerGala- Vorstellung. das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin einen unseren tiefgefühlten Dank. Festlicher Aufzug des gezugestellt sein wird. fammten Personals. Außerdem besonders empfehlenswerth: Neu! Sensationell! Berlin, den 23. September 1893, Der Vorstand 225b der Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe zu Berlin. Montre- Tableau von 60 Sengst., E. Davidshäuser, Paul Train, = dressirt und vorgeführt vom Direktor Fr. Renz, Grfinder der Monstre- u. Original Dressur des Circus Renz. Neiten und Vorführen von neuen vor: züglichst dressirten Schul- u. Freiheitspferden. Debut der sämmtlichen neu engagirten Rünstler und Künstlerinnen allerersten Ranges. Zum Schluß der Vorstellung: Huldigungsgruß an Berlin. 1. Vorsitzender. 2. Vorsitzender. P. Benge, Schriftführer. Diese Bestimmungen treten mit dem 20. November 1893 in Kraft. Vorstehender Nachtrag wird hierdurch genehmigt. Berlin, den 8. November 1893, L. S. J.-Nr. 4449 M Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen ehrenden Be weise beim Hinscheiden unserer lieben, guten Tochter Clara Wedel fagen wir allen lieben Berwandten, Freunden und Be fannten bierdurch unseren herz 3096 lichsten Dank. Berlin, am 20. November 1893. Familie Wedel. Allen Genossen und Genossinnen für die rege Betheiligung und reiche KranzSpende bei der Beerdigung meiner lieben Frau herzlichen Dank. trauernde Wittwer u. Kinder. Der Bezirks Ausschuß. gez.: Dr. Dippe. Freunden und Genossen empfehle meine Destillation und Stehbierhalle. Der Vorstellung: Logen- Borderfis 6 M., F. Mohnke, Gingang Bergstr. Großes Paradestück 2c., arrangirt vom Direttor Franz Renz. 2c. 20. Logen- Hinterplay 5 M., Sperrsih und Tribüne 3 M., 1. Rang- Balton 2 M., Zweiter Blaz 1,20 M., Galerie anatomisches ( Stehplay) 60 Pf. Kinder unter zehn Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße Jahren in Begleitung Erwachsener darunter der zahlen auf 1. Rang- Balton u. zweiten Schußkanal der Platz die halben, auf allen übrigen Plätzen die vollen Preise. Kugeln des Billetverkauf am Eröffnungstage Viel Neues, gehend durch deutschen Militärs, fünf Körper mittags von 11-2 Uhr und Nachm. Carl Koch. Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends von 5 Uhr ab ununterbrochen. Freitag, den 24. November u. folgende für erwachsene Herren. Castan's Dienstag u. Freitag: Damentag.lung mit ftets neuem und reichPanopticum. Neue Gruppe: Entree 50 Pfg. Gesangvereine. Fr. Renz, Direktor. Der Schneider Herr Gurian, zur Schmiedel's Festsäle, Unverhoffter Besuch Zeit wohnhaft Köpenick, iſt ſeinen Werin Castan's Atelier. pflichtungen d. Arbeiter- Gesangverein Alte Jakobstrasse 32, Morgenroth" in Köpenick gegenüber empfehle meine hocheleganten Säle troy Mahnungen nicht nachgekommen. zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Der Vorstand. Wwe E. Schmiedel. 447/8 Invalidenstr. 6, ArbeiterBildungsschule! Donnerstag, den 23. Noubr., Abends präcise 8 Uhr, Neue Friedrichstr. 20 Vorstandssitzung mit den Schulkommissionen. Sonnabend, den 25. November, Sonntag, den 26. November, noch Säle zu vergeben. F. Kühnast, Maurer. Bücher- Ankauf Meyer's u. Brockhaus Lerita, Brehm's Thierleben und andere Werke kauft Antiquariat Kochstraße Nr. 56 1. 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November 1893. des Tabak- Fabrikatsteuergesetzes wird heute, bevor ihn die Abgeordneten erhalten haben, in den bismärckischen(!) Hamburger Nachrichten" veröffentlicht. Dieses Blatt bezw. sein geheimer Chefredakteur muß wohl noch sehr gute Beziehungen in den Kreisen des Bundesrathes und der höchsten Beamtenschaft haben. Die Raumverhältnisse unseres Blattes erlauben uns leider nicht, den ganzen Gesetzentwurf, sondern nur die wesentlichsten Bestimmungen zum Abdruck zu bringen. § 1. An Zoll ist zu erheben von 100 Kilogramm: 1. Tabatblätter, unbearbeitete und Stengel, auch Tabaksaucen 2. fabrizirter Tabak a) Zigarren b) Bigaretten c) anderer. V 40 m. ..400 .500 250 " " " Der Bundesrath ist ermächtigt, Brasil Carotten zur Herstellung von Schnupftabak unter Kontrolle der Verwendung zum Bollfaz von 180 m. für 100 Rilogramın zuzulassen. § 5. Die Etener beträgt für im Inlande hergestellte Zigarren und Zigaretten Rauchtabak Kau- und Schnupftabat • 33173 pt. 662/3 50 " " 10. Jahrg. Soweit für die Zu- und Abgänge die amtliche Kontrolle Steuer- Hinterziehung, so beträgt die Strafe wenigstens fünfvorgeschrieben ist, find sie durch die bezüglichen amtlichen Be- hundert Mark. und Abgange, soweit die lehteren nicht im Fatturenbuche erhöht, wenn die Zabale oder Fabrikate in geheimen Behältniffen scheinigungen( Begleitscheine u. f. zu belegen; für andere§ 52. Die Geldstrafe nach§§ 50 und 51 wird um die Hälfte oder sonst auf künstliche oder schwer zu entdeckende Art verborgen worden sind. Bunachgewiesen sind, kann die Beibringung von Belägen bei den Bestandsaufnahmen gefordert werden. Die Fabrikationsbücher, sowie das Fakturenbnch nebst den zugehörigen Belägen sind mindestens drei Jahre nach der letzten darin bewirkten Eintragung aufzubewahren. § 35. Ueber den Absatz von Fabrikaten im Inlande hat der Fabrikant nach den vom Bundesrath zu erlassenden Vorschriften Fakturen auszustellen. Vor der Entfernung der Fabrikate aus der Fabrik sind die Angaben der Fakturen in ein von dem Fabrikanten zu führendes Fakturenbuch einzutragen. Soweit die Fattura über Fabrikate lautet, welche der Fabrifant von anderen inländischen Fabrikanten oder aus dem Auslande bezogen oder von seinen Abnehmern zurückerhalten hat, ist der für diese Fabrikate berechnete Betrag im Fatturenbuche ersichtlich zu machen. Fabrikate, welche unentgeltlich abgelassen oder vom Fabrifanten selbst im Kleinhandel abgesetzt werden, oder zum eigenen Verbrauche des Fabrikanten bestimmt sind, hat der letztere eben falls in dem Fakturenbuche zu vermerken und dabei die nach § 5 der Versteuerung zu Grunde zu legenden Preise abzugeben. § 36. Auszüge aus dem Fakturenbuche sind periodisch der Steuerhebestelle behufs der Festsetzung und Erhebung der Steuer des Fakturapreises, zu welchem diese Fabrikate ausschließlich vorzulegen. der Steuer von dem Fabrikanten verkauft werden. Für§37. Die richtige Führung der Fabrikationsbücher und Fabrikate, welche der Fabrikant selbst verbraucht oder unentgelt- ihre tebereinstimmung mit dem Fakturenbuche, sowie mit den lich abgiebt, ist die Steuer nach dem Fakturapreise, zu von den Händlern mit Tabakfabrikaten vorgelegten Fakturen welchem gleichartige Fabrikate von dem Fabrikanten unterliegen der Kontrolle der Steuerverwaltung. Den Ober verkauft zu werden pflegen, oder in Ermangelung von geeigneten beamten ist außerdem die Einsicht der übrigen auf die FabriFakturapreifen nach dem von der Steuerbehörde durch Schäßung tation und den Absatz bezüglichen Geschäftsbücher des Fabrizu ermittelnden Fabrik Verkaufswerthe zu berechnen. Für fanten jederzeit gestattet. Fabritate, welche der Fabrikant im Kleinhandel verkauft, ist die Steuer nach den von ihm anzugebenden Kleinhandelspreisen, abzüglich eines vom Bundesrath zu bestimmenden Prozentsazes, zu berechnen. D § 53. Wenn die Einziehung selbst nicht möglich ist, wird an ihrer Stelle auf Erledigung des Werthes der Gegenstände, und falls dieser nicht zu ermitteln ist, auf Zahlung von zehn bis zehntausend Mark erkannt. Kann der Betrag der vorenthaltenen Steuer oder der zu viel beanspruchten Zollvergütung nicht festgestellt werden, so tritt statt des vierfachen Betrages der Steuer eine Geldstrafe bis zu fünfundzwanzigtausend Mark. Liegt eine Uebertretung vor, so ist die Beihilfe und die Begünstigung mit Geldstrafe bis zu einhundertundfünfzig Mark zu bestrafen. § 54. Im Falle der Wiederholung der Defraudation nach vorausgegangener Bestrafung wird die nach den§§ 50 bis 53 neben der Einziehung verwirkte Geldstrafe verdoppelt. Jeder fernere Rückfall zieht Gefängniß bis zu zwei Jahren nach sich, doch kann nach richterlichem Ermessen mit Berücksichtigung aller Umstände des Vergehens und der vorangegangenen Fälle auf Haft oder auf Geldstrafe nicht unter dem Doppelten der für den ersten Rückfall bestimmten Geldstrafe erkannt werden. § 55. Die Rückfallsstrafe ist verwirkt, auch wenn die früheren Strafen nur theilweise verbüßt oder ganz oder theilweise erlassen sind. Dagegen ist sie ausgeschlossen, wenn seit der Verbüßung oder dem Erlaß der legten Strafe bis zur Begehung der neuen Defraudation drei Jahre verflossen sind. § 57. Wird ein Rohtabakhändler, Fabrikant, Händler mit Fabrikaten oder Betriebsleiter wegen Defraudation im Rückfall verurtheilt, so kann ihm von der obersten Landesfinanzbehörde untersagt werden, ein Gewerbe der bezeichneten Arten selbst zu betreiben oder durch andere betreiben zu lassen oder als Betriebsleiter für ein solches thätig zu sein. § 38. Von der Bezirks- Steuerbehörde ist einmal im Jahre, sowie im Falle der Aufgabe des Geschäftsbetriebes die Menge der vorhandenen Rohtabate, Halb- und Ganzfabrikate, Abfälle, Surrogate und sonstigen Hilfsstoffe durch Bestandsaufnahme § 58. Wer die Tabatfabrikation betreibt, ohne diesen Betrieb Für ausländische Fabrikate ist die Steuer neben dem 30 festzustellen und das Ergebniß mit dem zu diesem Zweck vorzu- vorher bei der Steuerbehörde angemeldet zu haben, oder bevor und nach denselben Säßen, wie für inländische Fabrikate der nehmenden Abschlusse der Fabrikationsbücher zu vergleichen. ihm von dieser eine Bescheinigung über die Anmeldung ertheilt gleichen Art, unter Bugrundelegung des dem inländischen§ 40. Fabrikanten, welche die vorgeschriebenen Bücher nicht ist, hat neben der etwaigen Defraudationsstrafe die Einziehung Empfänger in Rechnung gestellten Preises, unter Hinzurechnung ordnungsgemäß führen oder wegen Defraudation der Tabaksteuer aller in den Fabrikräumen vorhandenen Vorräthe und der zur des Zolles und der bis zum Eintritt in das Zollgebiet ent- bestraft sind, können von der Steuerbehörde besonderen Kontrollen Tabaffabrikation dienenden Geräthe und Maschinen, sowie eine Geldstrafe bis zu zehntausend Mark verwirkt. standenen Spesen und Kosten zu entrichten. Der Empfänger hat unterworfen werden. über den von ihm zu zahlenden Preis wahrheitsgemäß Auskunft Bei fortgesetter Unregelmäßigkeit in der Buchführung oder§ 59. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieses zu ertheilen und die bezüglichen Schriftstücke( Fakturen, Geschäfts- nach Bestrafung wegen absichtlicher Steuerdefraudation fann Gesetzes und die dazu erlassenen und öffentlich oder den Bebriefe u. f. w.) vorzulegen. Trägt die Steuerbehörde gegen die Richtig- der Fabrikant angehalten werden, sein Rohtabak Lager theiligten besonders bekannt gemachten Verwaltungsvorschriften feit dieser Angabe Bedenken oder hat der inländische Empfänger und seine Fabrikationsräume ganz oder theilweise auf werden, sofern nicht die Strafe der Defraudation oder des§ 58 einen Preis überhaupt nicht zu bezahlen oder läßt sich der letztere bestimmte Zeit oder dauernd unter amtlichen Mitverschluß zu verwirkt ist, mit einer Ordnungsstrafe von einer Mark bis zu nicht mit Sicherheit ermitteln, so ist der Werth, welchen die verstellen und die Kosten der anzuordnenden ständigen Bewachung eintausend Mark geahndet. zollte Waare im Inlande im unversteuerten Zustande besitzt, von und Kontrolle des Betriebes zu erstatten. In solchen Fällen§ 69. Die Bestimmungen im zweiten Abschnitt des zweiten der Steuerbehörde nach Anhörung des Empfängers festzusetzen. kann die Anschreibung der Zu- und Abgänge, sowie die Führung Theils dieses Gesezes treten am 1. April 1894 für denjenigen Der Bundesrath ist ermächtigt, für den Reiseverkehr Er: des Fakturenbuches den kontrollirenden Beamten übertragen Tabak in Kraft, welcher von diesem Tage ab im Inlande geleichterungen zuzulassen. werden, welchen die Fakturen vor der Entfernung der Fabrikate pflanzt wird. aus der Fabrik vorzulegen sind. § 6. Für die im Inlande hergestellten Fabrikate tritt die Steuerpflicht ein, sobald sie in fertigem Zustande die angemeldeten Räume der Fabrik verlassen. Für die ausländischen Fabrikate wird die Steuer gleichzeitig mit dem Zoll erhoben. Der Bundesrath tann anordnen, daß von den in Luxemburg verzollten oder hergestellten Fabrikaten die Steuer beim Eingang in das Deutsche Reich zu erheben ist. § 12. Jm Sinne des Gesetzes sind zu verstehen: 1. unter Pflanzern die Inhaber der mit Tabat bepflanzten Grundstücke, auch wenn sie den Tabak gegen einen bestimmten Antheil oder unter sonstigen Bedingungen durch Andere anpflanzen oder behandeln lassen; 2. unter Rohtabakhändlern diejenigen, die gewerbsmäßig Rohtabat, entrippte Blätter oder Tabakabfälle kaufen oder verkaufen, auch wenn sie dieses Geschäft als Kommissionäre betreiben oder wenn sie den Tabat, während er bei ihnen lagert, trocknen, fermentiren, forliren, umpacken, ausladen, streichen oder entrippen; B. unter Fabrikanten diejenigen, die für eigene Rechnung Fabrikate zum Verkauf herstellen oder herstellen lassen. Als Herstellung von Fabrikaten wird jede über die Befugnisse des Rohtabathändlers hinausgehende Bearbeitung von Tabat verstanden; 4. unter Händlern mit Fabrikaten diejenigen, die gewerbs mäßig fertige Tabatfabrikate feilhalten. § 13. Wer Rohtabakhandel, Fabrikation oder Handel mit Fabrikaten betreiben will, hat dies der Steuerbehörde seines Bezirks vorher schriftlich anzumelden und erhält von ihr über die erfolgte Anmeldung eine Bescheinigung, vor deren Ertheilung der Geschäftsbetrieb nicht begonnen werden darf. Befinden sich die Geschäftsräume an verschiedenen Orten, so ist für jeden Ort eine besondere Anmeldung einzureichen. § 14. Von der Einstellung des Geschäftsbetriebes haben die Rohtabalhändler, Fabrikanten und Händler mit Fabrikaten der Steuerbehörde fofort Anzeige zu machen. § 15. Die Tabakpflanzungen, sowie die Tabakvorräthe der Pflanzer, der Rohtabathändler, der Fabrikanten und der Händler mit Fabrifaten stehen unter amtlicher Aufsicht und unterliegen der Revision der Steuerbeamten. Die Juhaber der Tabakvorräthe, bei denen eiae amtliche Revision oder Bestandsaufnahme stattfindet, haben den Steuerbeamten ihre Vorräthe vorzuzeigen, jede von den Beamten verlangte Auskunft wahrheitsgemäß zu ertheilen und die erforder= lichen Hilfsdienste zu leisten oder leisten zu lassen. Den Steuerbeamten steht der Eintritt in die Räume, in denen Tabak aufbewahrt oder behandelt wird, solange dieselben dem Verkehr geöffnet sind oder darin gearbeitet wird, jedenfalls aber von Morgens 7 bis Abends 7 Uhr frei. Außerhalb dieser Zeit fann von ihnen eine Revision nur unter Zuziehung der Ortspolizeibehörde vorgenommen werden. § 16. Werkzeuge und Maschinen, die lediglich zur Herstellung von Tabakjabrikaten dienen, dürfen sich, vorbehaltlich der vom Bundesrath zu gestattenden Ausnahmen, nicht im Besige anderer Personen als von Tabakfabrikanten befinden. Auf Gewerbetreibende, die gewerbsmäßig derartige Geräthe anfertigen oder Handel mit ihnen treiben, findet diese Beschränfung feine Anwendung. Dieselben sind jedoch verpflichtet, der Steuerbehörde auf Verlangen über die Anfertigung und den Vertauf solcher Gegenstände Aufschluß zu geben. § 34. Der Fabrikant hat über seinen Betrieb Bücher ( Fat rikationsbücher) nach näherer Anordnung der Steuerbehörde zu führen, aus denen jederzeit 1. der Zugang von Rohtabat, entrippten Blättern, Halbund Ganzfabrikaten, Abfällen, Surrogaten, Saucen und Sonstigen Hilfsstoffen, Auf Antrag des Fabrikanten kann auch in anderen Fällen die ständige amtliche Ueberwachung der Fabrik gegen Uebernahme der Bewachungskosten gestattet werden. Kontrolle des Handels mit Zabatfabrikaten. § 42. Wer Handel mit Tabakfabrikaten betreiben will, hat mit der Betriebsanmeldung eine Nachweisung der Räume für die Aufbewahrung und den Verkauf der Fabrikate einzureichen. In anderen Räumen dürfen Fabrikate weder aufbewahrt noch verkauft werden. Will der Händler später in bezug auf die Räume Aende rungen eintreten lassen, so ist dies der Steuerbehörde vorher anzuzeigen. Für den Hausirhandel können vom Bundesrath besondere Bestimmungen getroffen werden. § 47. Der Defraudation der Steuer wird insbesondere schuldig c) ein Fabrikant, 1. wenn er Rohtabat, Halb- oder Ganzfabrikate oder Abfälle von anderen Personen bezieht oder an andere Personen absetzt, als nach§ 33 zulässig ist, 2. wenn er Rohtabat, Halb- oder Ganzfabrikate, Saucen, Abfälle oder Surrogate außerhalb der hierzu gestatteten Räume lagert, 3. wenn Fabrikate aus seiner Fabrit entfernt werden, welche in das vorgeschriebene Fakturenbuch nicht eingetragen sind, 4. wenn er die in seine Fabrik gelangenden Tabake, Saucen, Halb- oder Ganzfabrikate, Abfälle oder Surrogate in seine Fabrikbücher überhaupt nicht oder in zu geringer Menge einträgt oder in die Fabrikbücher sonstige unrichtige Eintragungen macht, wodurch die Erhebung der zu bezahlenden Steuer gefährdet wird, 5. wenn er über die abgesetzten Fabrikate unrichtige oder sonst zur Täuschung der Steuerbehörde geeignete Fakturen ausstellt oder unrichtige Eintragungen in das Fakturenbuch macht, 6. wenn er über die Verkaufspreise im Kleinhandel§ 5 Absatz 1, letzter Sah, unrichtige Angaben macht, d) ein Händler mit Tabatfabrikanten, 1. wenn er Rohtabat, Halbfabrikate oder Abfälle in seinem Besize hat, 2. wenn er Fabritate in anderen als den von ihm angemeldeten Räumen lagert, 3. wenn er Fabrikate von anderen als von den im§ 43 bezeichneten Personen bezieht, 4. wenn er Fabrikate im Besize hat, deren Bezug in den von ihm zu führenden Anschreibungen nicht nachgewiesen ist; e) wer den Bestimmungen des§ 45 zuwider Tabat in seinem Besitze hat; f) wer beim Empfang ausländischer Tabakfabrikate über den von ihm zu zahlenden Preis unrichtige Angaben macht. § 48. Der Defraudation wird es gleich geachtet, wenn Jemand Tabat, von dem er weiß oder den Umständen nach annehmen muß, daß hinsichtlich desselben eine Defraudation der Tabakstener verübt worden, erwirbt oder in den Verkehr bringt. § 50. Wer eine Defraudation begeht, hat neben der Einziehung der Tabake oder Fabrikate, in bezug auf welche die Handlung begangen ist, eine Geldstrafe verwirkt, die dem vierfachen Betrage der vorenthaltenen Steuer oder der zu viel beanSpruchten Zollvergütung gleichkommt, mindestens aber 30 m. beträgt. Außerdem ist die Steuer nachzuzahlen, beziehungsweise der zur Ungebühr empfangene Vergütungssatz zurückzuzahlen. 2. die Menge der hergestellten Halb- und Ganzfabritate, Die vorenthaltene Steuer ist für nachweislich inländischen sowie die entstandenen, einen Verkaufswerth besitzenden Tabat zum Sage von 90 M., im Uebrigen zum Sage von 160 M. Abfälle und ihre Verwendung, für 100 Kilogramm zu berechnen. Am 1. März 1894 haben Pflanzer die noch in ihrem Besitz befindlichen, in den Borjahren erzeugten Tabakmengen der Steuerbehörde nach Gewicht anzumelden. Für diese Tabakmengen r treten die§§ 18 bis 23 mit dem vorbezeichneten Tage in Kraftes Insoweit von ihnen bereits die Tabaksteuer nach dem Gesetz vorn 16. Juli 1879 entrichtet ist, ist dieselbe baar oder durch An- r rechnung auf etwa gewährten Kredit nach den nachstehenden Säßen zurückzuzahlen: für 100 Kilogramm netto unfermentirten Rohtabak ferimentirten Rohtabak B 0 36 Mart. 45 Für Stengel und Abfälle wird eine Zurückzahlung nicht geleistet. Auf diejenigen Pflanzen, deren Pflanzungen zur Flächensteuer veranlagt waren, finden die Bestimmungen in Absatz 2 keine Anwendung. § 70. Rohtabathändler, Fabrikanten und Händler nrit Tabakfabrikaten haben die im§ 13 vorgeschriebene Anmeldung ihres Geschäftsbetriebes spätestens am 1. März 1894 und bei späterem Beginn des Betriebes spätestens am dritten Tage vor der Eröffnung zu bewirken. Rohtabakhändler haben gleichzeitig ihre Vorräthe an inländischem und ausländischem Rohtabat, entrippten Blättern und Abfällen zur Niederlage anzumelden. Fabrikanten haben an dem vorbezeichneten Termin die Anmeldung der Fnbrifräume zu be= wirken und zugleich eine Nachweisung der vorhandenen Bestände an Rohtabat, Halb- und Ganzfabrikaten, Saucen, Surrogaten und einen Verkaufswerth besitzenden Abfällen der Steuerhebe stelle einzureichen. Die Vorschriften der§§ 31-41 mit Ausnahme derjenigen, welche die Ausstellung von Fakturen und die Führung des Fakturenbuches betreffen, treten für sie mit dem bezeichneten Tage in Kraft. Für die am Tage des Jukrafttretens des Gesetzes bei Roh tabathändlern und Fabrikanten vorhandenen Vorräthe an Tabakblättern, an ausländischen Tabatstengeln, welche nachweislich als solche verzollt sind, und an ausländischen Tabatfaucen, sowie für die an diesem Tage bei Fabrikanten innerhalb der angemeldeten Fabrikräume vorhandenen Vorräthe an im Inlande hergestellten Fabrikaten wird der gezahlte Zoll beziehungsweise die gezahlte Steuer baar oder durch Anrechnung auf etwa gewährten Kredit nach den folgenden Säßen zurückgezahlt: für 100 Kilogramm netto unfermentirten Rohtabak fermentirten Rohtabak. entrippte Blätter ausländische Tabakjancen Bigarren. Zigaretten: 1. ohne Mundstück. 2. mit Mundstück Rautabat. Schnupftabat Rauchtabak: • 1. ganz aus Blättern oder ganz aus Stengeln, welche nachweislich als solche verzollt sind, oder aus einem Gemisch beider 2. überwiegend aus Blättern oder überwiegend aus Stengeln, welche nachweislich als solche verzollt sind, oder überwiegend aus einem Gemisch beider 3. anderer. 36 M. 45" 49" 45" 56" 49" 33 " 45 . " 31" === 49 • " 32" 12 Für die am Tage des Inkrafttretens des Gesetzes vorhandenen Vorräthe an halbfertigen Fabrikaten bestimmt die oberste Landesfinanzbehörde die zu zahlende Vergütung nach Verhältniß der vorstehenden Säße. Für im Auslande hergestellte Fabrikate, für andere als die 3. der Abgang von Rohtabat, entrippten Blättern, Halb-§ 51. Gegen Rohtabathändler, Fabrikanten und Händler oben bezeichneten Stengel, sowie für Abfälle von der Fabrikation und Ganzfabrikaten, einen Verkaufswerth besigenden mit Tabatfabrikaten soll die nach§ 50 verwirkte Strafe nicht wird eine Zurückzahlung nicht geleistet. Abfällen, Eurrogaten, Saucen und sonstigen Hilfsstoffen auf einen geringeren Betrag als einhundert Mart festgesett Händler mit Tabatfabrikaten haben die am Tage des Inerfehen werden fönnen. werden. Beruht die Defraudation nachweislich auf der krafttretens des Gesetzes bei ihnen vorhandenen Borräthe an Fabrikaten in den zu führenden Anschreibungen als Bestand vor-| geradezu entsetzlich sein. Die Fabrikanten werden in einen Der Vertreter für Rawitsch berichtet, daß 1879 infolge der zutragen. §71. Mit in den§§ 69 und 70 gedachten Maßgaben tritt dieses Gesetz am 1. April 1894 in Kraft. Von demselben Zeit punkte ab find alle gefeßlichen Vorschriften aufgehoben, welche über die Besteuerung des Tabats im Zollgebiet zur Zeit bestehen. § 72. Fabrifate, welche am Tage des Infrafttretens des Gesezes fich außerhalb der von Fabrikanten, nach§ 30 angemeldeten Betriebsräume befinden, unterliegen einer Nachsteuer, gleichviel ob der Inhaber ein Handel oder Gewerbetreibender ist oder nicht. Die Nachsteuer beträgt: für Zigarren 9 M. für das Tausend N Bigaretten 3,50 " " Rautabat 88 " " " 100 Kilogramm netto " Schnupftabat 24 46 " " 100 100 " " " " " Rauchtabat Auf Antrag kann statt der Nachsteuer nach den vorstehend festgesetzten Sätzen die Tabakstener nach§ 5 von dem nachweis 1. vor Berechnung der Steuer der nachweislich gezahlte Preiß nur die im§ 70 festgesetzte Bergütung gekürzt und von dem berechneten Steuerbetrage die vorbezeichnete Vergütung in Abzug gebracht wird. Hierbei ist die im§ 70 für Bigarren und Bigaretten festgesezte Vergütung mit 3,36 für das Tausend Bigaretten( ohne oder mit Mundstück) in Ansah zu bringen. Nach näherer Bestimmung des Bundesraths tann für Vorräthe, deren Verkaufswerth aus besonderen Gründen wesentlich verringert ist, eine Ermäßigung der Nachsteuer gewährt werden. Das gleiche gilt für die Vorräthe Kleinerer Händler, sofern die selben deren regelmäßigen Bestand nicht überschreiten. § 78. Die Nachsteuer bleibt unerhoben von Fabrikaten, welche unter amtlicher Kontrolle ausgeführt oder in eine öffent liche Miederlage oder auf ein unter amtlichem Mitverschluß stehendes Privatlager gebracht werden. Für solche Fabrikate ist die Ausfuhrvergütung nach den bisher geltenden Bestimmungen zu gewähren. § 74. Von der Nachsteuer sind befreit: a) für den eigenen Verbrauch bestimmte Vorräthe, wenn die Gesammtmenge nicht mehr als 5 Kilogramm beträgt. Juhaber größerer Mengen haben keinen Anspruch auf Abzug der sonst von der Nachsteuer freigelassenen Mengen. b) Fabrikate, welche unter amtlicher Kontrolle denaturirt oder vernichtet werden. Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. Berlin, den 21. November 1893. Vormittags- Sizung. Der Vorsitzende Börner eröffnet die Sigung um 9 Uhr mit der Verlesung einiger Begrüßungs- Telegramme. Dem verdienten Parteigenossen Junge- Bremen wird, obwohl er kein Mandat hat, berathende und beschließende Stimme auf dem Rongreß zuerkannt. Aledann wird in die Tagesordnung eingetreten und in der Alsdann wird in die Tagesordnung eingetreten und in der Berathung des ersten Punktes der Tagesordnung fortgefahren. Ein Delegirter aus Stuttgart schildert die württem bergischen Verhältnisse, die nicht besser wie die norddeutschen fammengethan und einstimmig gegen die Tabak Fabrikatsteuer feien. Die württembergischen Tabatarbeiter hätten sich zu protestirt. Ein Delegirter aus Baden stellt sich als Vertreter aus dem Eldorado der Schmutzkonkurrenz in der Tabakbranche vor. Der Wochenlohn betrage in feiner Helmath 9 bis 12 M., eine Lohnreduktion würde unmöglich sein, denn der Lohn reiche jetzt nicht für die Lebenshaltung, welche unten theurer sei als in Norddeutschland. Der badische Labakarbeiter müsse noch als Landarbeiter arbeiten, nur um sein Leben nothdürftig fristen zu tönnen. Die Steuervorlage begegne in Süddeutschland dem höchsten Unwillen, auch bei Arbeitern, die jetzt noch nationalliberal oder tonfervativ gewählt haben; sie sind aufgebracht und haben versprochen, wenn die Herren noch einmal zu ihnen kommen sollten, würden sie ihnen auf die Stiefelspitzen spucken. Nieder mit allen indirekten Steuern, nieder mit der Tabakfabrikatsteuer! " ersten Tabaksteuer dort 120 Arbeiter entlassen wurden; die Löhne feien um 30 pCt. gesunken. Die Arbeiterinnen, deren Zahl bedeutend gestiegen sei, erhalten 1-2 m. pro Mille weniger Lohn, als die Arbeiter. wilden Konkurrenzkampf hineingetrieben. Jeder Einzelne wird bestrebt sein, seine Fabrikation auf derselben Höhe zu erhalten, weil ein Rückgang für die Mehrzahl der Fabrikanten gleich bedeutend mit völligem Ruin ist. Die Zollerhöhung vom Jahre 1879 ist fast Der Delegirte für Buffingen( bei Göttingen) schildert, wie ausschließlich von den Tabatarbeitern geseine Kollegen sich durchschlagen. Sie erhalten für das Mähen tragen worden. Ihre Löhne sind damals überall, nament- und Bestellen von 9-10 Morgen Landes vom Bauern einen lich aber in den Distrikten, wo noch ein besserer Sohn gezahlt halben Morgen Landes zur Benutzung überwiesen, bestellen ihn wurde, erheblich zurückgegangen. Die Tabat- Fabrikatsteuer ent- mit Tabak und erzielen daraus etwa 120 M. jährlich. Die hält nun geradezu eine Anspornung zu Lohnherabsehungen. Frauen erhalten gleichfalls ein Stück Land zur Benutzung für Mit jeder Mart weniger Lohn erzielt der Fabri- ihre Hilfe bei der Ernte und pflanzen Rüben darauf, die die tant einen Gewinn von 331/3 Pf. Hauptnahrung bilden. Der Delegirte von Freiberg theilt mit, daß der fonservative Vertreter des Kreises im Reichstage, Herr Meerbach, versprochen habe, gegen die Steuer zu stimmen. Man werde ja sehen, ob er Wort halte. Der Delegirte von Gießen berichtet, daß nur in 50 von 60 Fabriten Eßfäle vorhanden sind und daß in einer Fabrik die Kollegen ihr Mittagbrot im Freien, auch im Winter, einnehmen Die eintretende große Arbeitslosigkeit würde einen organifirten Widerstand der Arbeiter gegen Lohnherabsehungen unmöglich machen. Der Hunger der vielen Tausende von Tabat arbeitern und ihrer Familien wird jede Festigkeit der Grundsäge brechen. Die Tabatarbeiter werden machtlos durch den Druck der Verhältnisse sich selbst den Fabrikanten ans Messer zu liefern gezwungen sein. Die Tabakindustrie im nördlichen und müßten. mittleren Deutschland wird fast völlig ver- Der Magdeburger Delegirte schildert die Nothlage nichtet werden. Die Zollerhöhung vom Jahre 1879 hat seiner Kollegen, die in überlanger Arbeitszeit und jämmerlichem schon bewirlt, daß eine große Zahl von Fabriken nach Distrikten Lohne sich ausdrücke. verlegt wurde, in welcher die Lebenshaltung der Arbeiter eine Der Delegirte von Schleswig- Holstein sieht das niedrige ist. Die Tabat- Fabrikatsteuer wird die Verschwinden der ganzen Zabatindustrie in dieser Provinz Industrie vollends nach dem Süden und in die voraus, in der es nur kleine Tabakfabrikanten gebe. Wenn die ländlichen Distritte perdrängen. Männer der Regierung wüßten, welch tiefgehende Erbitterung, welch unstillbaren Haß sie durch ihren Vorschlag hervorrufen, würden sie sich vielleicht besinnen. Seit 1873 hat in den letzteren die Verwendung billiger weiblicher Arbeitskräfte rapid zugenommen. Die Tabak- Fabrifatsteuer wird abermals einen großen Prozentsatz männlicher Arbeiter aus der Industrie verdrängen und da durch wiederum unermeßliches Unglück über zahlreiche Familien bringen. Auch die in den Hilfsgewerben beschäftigten Arbeiter werden sich der Lohnherabsetzungen nicht erwehren können. Ein Niederdrücken des Preises der Erzeugnisse der Hilfsgewerbe wird eintreten. Lohnherabsehungen werden die Folge sein. Der Vertreter für Bayern weist nach, welche außer ordentliche Vertheuerung der Schmelzler", der in Bayern be= liebte Schnupftabat, der aus sog. Fresko- Brafil und einheimischem Tabak hergestellt wird, durch die Tabak- Fabrikatsteuer erfahren würde. Bor 1879 habe ein Boll von 66 M. auf 100 Kilogramm geruht; jetzt betrage die Steuer 180 M., nach dem neuen Projekt folle fte 3071/2 M. für den Dopp.- 3tr. betragen. Der Schmelzler" sei faft zum Lebensbedürfniß für den bayerischen Arbeiter geEine Vermehrung der Arbeitslosigkeit im Fabatarbeiter- Ge worden. In Zukunft werde er für 20 Pfennig nur dasselbe wie werbe wird auch durch den durch die Tabat- Fabrikatsteuer mit jeßt für 10 Pfennig erhalten. Viele fleine Leute in Bayern Nothwendigkeit bewirkten Untergang der Kleinindustrie herbeis ernähren sich dadurch, daß sie den Schmelzler" in kleinen geführt werden. Schon die Schwierigkeit einer regelrechten Buch- Quantitäten fabriziren, in Staniol verpacken und mit ihm führung wird die meisten Kleinfabrikanten zur Aufgabe ihrer hausiren gehen. Dieser Erwerbszweig werde ganz unterdrückt Selbständigkeit zwingen. Die erforderliche Vermehrung der Be- werden, da eine Kontrolle dieser kleinsten aller Fabrilanten untriebsfapitalien, die Unmöglichkeit, mit den Großfabrikanten möglich sei. Der Preis des Rauchtabaks werde per Päckchen fernerhin noch fonturriren zu können, wird der Kleinindustrie sich um 7 bis 8 Pfennig erhöhen und da die Fabrikanten abvollends den Todesstoß versehen. zurunden lieben, wahrscheinlich um 10 Pfennig steigen. Das geschehe wieder auf Rosten des bayerischen Arbeiters, der ohne feine Pfeife nicht leben könne. Redner schließt, wie fast alle Diskussionsredner: Nieder mit der Tabaksteuer, nieder aber auch mit dem ganzen System! Bigarren- Ladeninhaber und sonstige Zwischenhändler werden infolge des Konsumrückgangs ebenfalls in größerer Zahl ihr Geschäft aufzugeben gezwungen sein. Bigarren Ladeninhaber und Kleinfabrikanten find aber bisher fast ausschließlich aus den Reihen der Tabakarbeiter hervorgegangen. Ein anderes Gewerbe haben dieselben nicht erlernt. Dieselben werden mithin bestrebt sein, zunächst sich in ihrem eigenen Gewerbe zu halten, zumal deshalb, weil den meisten schon infolge ihres Alters jede Möglichkeit ge nommen ist, noch ein anderes Gewerbe zu erlernen. Die Mittagspause tritt hierauf ein. Von Reichstags- Abgeordneten wohnten heute außer den gestern genannten noch Meister- Hannover und Schoenlant- Berlin den Verhandlungen bei. Nachmittags Sigung. W Die Einwirkung der durch die Einführung der TabakDen Vorsiz führt Börner Berlin: Er verliest folgenden Fabritatftener hervorgerufenen großen Arbeitslosigkeit wird sich aber nicht nur allein für das Tabafarbeiter- Gewerbe fühlbar Brief, mit dem der Reichstags- Abgeordnete für den dritten thümachen. Alle übrigen Gewerbe werden durch die ringischen Wahlkreis( Weimar) die Anfrage von Wählern dieses Vermehrung des Angebots von Arbeitshänden Kreises, wie er sich zum Tabaksteuer- Projekt stelle, beantwortet im Allgemeinen ebenfalls dadurch betroffen hat: Berlin, den 18. November 1893. Reichstag. Werther Herr! werden. Tausende und Abertausende arbeitskräftiger und Auf Ihr Schreiben vom 13. d. M. theile ich Ihnen mit, daß ich arbeitswilliger Arbeiter Deutschlands find infolge der schon seit auf grund meines Programms im Reichstage meine Stimme Eine weitere Vermehrung dieser Zahl ist ein Bartei.( Rufe: Die hat ja gar kein Programm! Heiterkeit.) Jahren andauernden wirthschaftlichen Krisis ohne Beschäftigung. abgeben werde. Mit Achtung: R. Walter.( Gelächter.) Börner: Der Herr ist Mitglied der nationalliberalen Verbrechen am deutschen Volt. Die Debatte wird fortgesetzt und verläuft im Rahmen der Vormittags- Diskussion. ärmsten Kreise des Volkes. Ein Redner erklärt: Der Militarismus ist wie die Lungen" Die Kauffähigkeit des arbeitenden Volkes wird abermals herabgemindert, Industrie, Handel und Gewerbe dadurch ge schädigt werden. Auch auf die Finanzen des Reiches kann dieser schwindsucht der größte Würgengel der Gegenwart!( Beifall.) allgemeine Rückgang nicht ohne schädliche Einwirkung bleiben. Die Gemeinden werden durch die steigende Der Delegirte aus Zeiz- Weißenfels theilt den Brief Armen unterstützung erheblich belastet. Ntament des Reichstags- Abgeordneten dieses Streifes, des nationalliberalen lich im nördlichen und mittleren Deutschland wird dies eintreten. Landgerichts- Präsidenten Günther, mit, der aufgefordert, an der Die bei den dortigen besseren Löhnen eingearbeiteten Arbeiter, es ablehnte zu erscheinen, weil er zur Beit außer ftande sei, zu Protestversammlung der dortigen Tabatarbeiter theilzunehmen, besonders die älteren, find absolut außer Stande, bei niedrigeren Löhnen in anderen Distrikten das zum Leben Noth- der Frage der Tabakbesteuerung Stellung zu nehmen, da„ eine dürftigste zu verdienen. Dieselben werden mithin bleiben, wo sie Gesegesvorlage hierüber von den verbündeten Regierungen noch sind und ihrer Gemeinde zur Last fallen. gar nicht bekannt gegeben" sei.„ Sobald dies jedoch geschehen", Der Kongreß der Tabatarbeiter erachtet es im übrigen für beißt es in dem Briefe weiter, und die Sache im Kreise meiner Ein Delegirter aus Salzungen schildert die traurigen pflicht des Staates, daß, wenn durch Reichsgesetz so viele politischen Partei im Reichstage besprochen sein wird, alsdann Lohnverhältnisse der Tabatarbeiter im Meiningischen Lande. Existenzen vernichtet werden, diese vom Staate ausreichend ent- bin ich sehr gern bereit, in einer von meinen politischen Freunden Namens der Redaktionskommission schlägt v. Elm- Hamburg schädigt werden müssen. Den brotlos werdenden Arbeitern ge- Der Herr will als richtiger Nationalliberaler es also erst auseinberufenen Versammlung zur Angelegenheit mich zu äußern." folgende Resolution vor: Der von zweihundert Delegirten aus allen Gauen Deutsch- bührt Arbeitslosen, keine Armenunterstützung, durch welch' letztere fuobeln, wie er stimmen wird.( Heiterkeit.) Der Delegirte belands befchickte Kongreß der deutschen Tabatarbeiter erhebt ent- dieselben ihrer politischen Rechte beraubt werden. Die Tabat- Fabritatsteuer, deren unheilvolle Wirkungen tont zum Schluß, daß man nicht die Beseitigung der indirekten schieden Protest gegen die seitens der Reichsregierung geplante der Kongreß der Tabakarbeiter in feinen Verhandlungen Besteuerung fordern, sondern rufen müsse: Tod dem KapitalisTabat Fabrifatsteuer, fowie gegen jede weitere Mehrbelastung festgestellt hat, ist die mus!( Beifall.) härteste indirekte Steuer, bie des Tabaks und stellt an den deutschen Reichstag die dringende jemals geplant worden ist. Alle indirekten Steuern sind aber Ein anderer Redner, der Delegirte für Heilbronn, Forderung, alle auf eine höhere Belastung des Tabaks abzielende eine höchst ungerechte und verwerfliche Belastung gerade der schlägt der Regierung, wenn sie durchaus eine neue Steuer Anträge abzulehnen." brauche, die Einführung einer Steuer auf den Kirchenbesuch vor. Begründung: Jede bis jetzt durchgeführte Mehrbelastung Alle Redner schildern eingehend die fürchterliche Nothlage, Der Kongreß der Tabakarbeiter, als Vertretung der Arbeiter des Tabaks hat einen Rückgang des Konsums an Tabat- eines der schlechtest gestellten Gewerbe in Deutschland, erhebt in der sich schon jetzt die Tabatarbeiter befinden, und die sich fabrikaten zur Folge gehabt. Bor Allem aber bewirkte beshalb zugleich Protest gegen das in Deutsch mit Einführung der Fabrikatsteuer bis zum Aeußersten steigern diefelbe eine weitere Serabsetzung der so wie so niedrigen land bestehende System der indiretten Be- würde. Fluch denen, die solches Unglück über uns bringen! ruft Löhne der Tabatarbeiter und eine erhebliche Verschlechte- steuerung rung ihrer Lebenshaltung. Die jetzt vorgeschlagene Belastung des Boltsvertretung die Beseitigung desselben. des Volkes und fordert von der ein Redner unter lebhaftem Beifall. Von verschiedenen Seiten wird betont, daß auf das Tabaks ist eine doppelt so starke, wie bisher, und darum werden auch ihre Wirkungen um so unheilvoller für das ganze Ge- behufs näherer Information über die Verhältnisse der Tabat. willigt es alles. Die Reichsregierung unterließ es, einen Regierungskommissar Bentrum kein Berlaß ist; für die Rückberufung der Jefuiten bewerbe sein. Der Delegirte von Leipzig erklärt, daß ihn Tabakarbeiter sowie des ganzen Gewerbes zu dem Kongreß der TabakDie Einführung der Tabat- Fabrikatsteuer wird zunächst eine arbeiter zu entsenden. Der Kongreß verurtheilt entschieden fabrikanten mitgetheilt hätten, sie würden den Hausbetrieb sofort vollständige Umgestaltung der jetzigen Fabrikation erforderlich die in diesem Berhalten bekundele Nichtachtung der Arbeiter einstellen und dabei feien 4000 Personen besonders in Leipzig im machen und dadurch für längere Zeit eine völlige Stockung der schaft der Tabakindustrie, welche eine der bedeutendsten In Hausbetrieb beschäftigt, während in ganz Sachsen 16 000 Menschen Produktion herbeiführen. Die große Mehrzahl der Tabatarbeiter wird während der Uebergangs- uftrien in Deutschland ist. In keinem Lande der Welt sind im in der Tabakindustrie thätig sind. Der Delegirte von 2a hr freut sich, konstatiren zu können, Tabafgewerbe so viele Arbeiter beschäftigt, wie in Deutschland. zeit arbeitslos werden. Der Kongreß fordert deshalb von der Reichsregierung, statt der daß in seinem Kreise die Sozialdemokratie überall da, wo sie Die durch die neue Steuer bedingte Bertheuerung stetigen Beunruhigung und geplanten Mehrbelastung der Tabats- noch keinen Eingang gefunden, jetzt mit offenen Armen aufder Tabatfabrikate muß einen dauernden Rückgenommen würde. industrie eine gebührende Rücksichtnahme. gang des Konsums hervorrufen. Der Arbeiter und der Mittel- Aus allen diesen Gründen stellt der Kongreß an den Aus Seesen wurde mitgetheilt, daß dort die Tabakſtand Deutschlands, die einzig in Betracht kommenden deutschen Reichstag die berechtigte Forderung, alle die Tabat- arbeiter im Durchschnitt 9 Mark wöchentlich verdienen, aber Hauptkonsumenten der Tabatfabrikate, sind bei den allgemein industrie belästigenden Steuervorlagen abzulehnen." 15 M. zur Existenz gebrauchen. Die Differenz würde durch gedrückten Eriverbsverhältnissen außer stande, eine größere Redner bittet um Annahme dieser Resolution. Die Debatte Bandarbeit aufgebracht. Der Vertreter des Kreises im Reichstage habe auf die Anfrage der Tabatarbeiter über seine Stellung Konsumrückgang wird deshalb mindestens 331/3 pt. betragen. Ein Delegirter aus Nordhausen schildert die Verhält sar Fabrikatsteuer nur ein vielsagendes Schweigen als Antwort Gin Drittheil der jetzt im Tabatgewerbe be schäftigten Personen wird dauernderwerbslosuisse in der dortigen Kautabak- Fabrikation. Die Zigarrenarbeiter gehabt. dort müßten noch Nebenbeschäftigung betreiben, da sie ihr Beruf Der Delegirte aus Mühlhausen in Thür. berichtet über werden. nicht ernähre. Manche Kollegen arbeiteten des Nachts als die in seiner Heimath betriebene Zuchthausarbeit; im Zuchthaus Im Tabakarbeiter- Gewerbe befindet sich anderen Gewerben Kellner und säßen tagsüber am Rolltisch. Die Zigarrenfabrikation würde das Tausend Zigarren für 2,50 M. Arbeitslohn hergestellt. gegenüber verhältnißmäßig die größte Anzahl von würden die Nordhäuser Fabrikanten nach ihrer Erklärung gänz- Als die Tabakarbeiter dort eine Versammlung hätten einberufen Krüppeln und Schwachen. Die Lebenshaltung der lich eingehen lassen, wenn die Fabrikatsteuer beschlossen würde. wollen, wären die Fabrikanten an sie herangetreten mit dem Tabatarbeiter ist infolge der niedrigen Löhne in der Tabakindustrie eine so schlechte, daß der größte Theil In Nordhausen könnten dann 800 Bigarrenarbeiter und etwa Wunsche, die Versammlung gemeinsam zu veranstalten, jedoch doppelt soviel Kautabatarbeiter verhungern. Selbst die Kommune mit der Bedingung, daß das Bureau den Fabrikanten bleibe. derselben infolge förperlicher Entkräftung frühzeitig ins Grab sinkt. Es ist schon deshalb völlig ausgeschlossen, daß die habe eine Petition gegen das Steuerprojekt an den Reichstag Die Tabatarbeiter wären hierauf nicht eingegangen, und nun große Mehrzahl der brotlos werdenden Tabafarbeiter zu einem gerichtet. Bielbewußte Arbeiter aber verlassen sich nur auf sich selber. hätten die Fabrikanten gedroht, daß sie den Einberufer und die Besucher der Versammlung sofort aufs Pflaster setzen würden. Der Telegirte für Baugen hält das Monopol als( Pfui!) Schließlich lenkten die Herren ein, stellten aber die Beanderen Gewerbe übergehen könnte. Das Loos derselben wird nächsten Schritt der Regierung für sicher. deshalb das denkbar traurigste sein. Er vertrete ein dingung, daß der Referent Gottlieb- Bremen sich die Marschroute Auch die Arbeiter in den Silfs gewerben der Nebengewerbe, die Lithographie. Die Fabrikanten, die in Baußen für sein Referat von den Unternehmern in einer besonderen KonZabatindustrie, die in Bigarrenfiftens, Bigarrenformen, Etiquetten für Bigarrenfiften fabriziren, haben in Maschinen ferenz vorzeichnen lassen.( Große Seiterkeit.) Das ist natürlich Etiquetten- und Seidenband- Fabriken beschäftigten Arbeiter wer- 10/2 Millionen, in Gebäuden und Grundstücken für ihre Fabriken nicht geschehen und die Versammlung hat doch stattgefunden. den zum Theil brotlos werden, da nach Einführung der Tabat. 151/2 Millionen Mark angelegt. Fabrikatsteuer jeder Fabrikant an Ausgaben für Verpackung 2c. Der Delegirte aus Delisch hebt hervor, daß diese Stadt zu sparen bestrebt sein wird. mit der Tabakindustrie, der einzigen, die in ihr betrieben werde, Der Tabathandel wird erheblich leiden und dadurch stehe und falle. Eine Tabakarbeiter- Familie, in der Mann, werden wiederum Speicherarbeiter, Handlungsgehilfen zc. arbeits- Frau und Kind arbeiten, verdient hier wöchentlich 15 M. Werde die Fabrikatsteuer angenommen, dann brauche man nur eine Die Zustände, welche nach Ginführung der Tabal- Fabrikat- Schnur um ganz Delißsch zu ziehen und ein großes Armenhaus fleuer im Tabafarbeiter Gewerbe entstehen müssen, werden wäre fertig. Summe als bisher für Tabakkonsum zu verausgaben. Der Io3 werden. wird fortgesetzt. ( Beifall.) Butry- Berlin schildert die Lage der Berliner Tabalarbeiter. Die großen Fabriken feien im Aussterben, Brunzlow, der 1871 noch 800 Arbeiter beschäftigte und Prätorius seien von der Bildfläche verschwunden. Uebrig geblieben feien etwa 900 fast nur kleine Betriebe, die ungefähr 1100-1200 Bigarrenarbeiter und 800 Wickelmacher beschäftigen. Die Hälfte dieser Betriebe beschäftigt feinen einzigen männlichen Arbeiter und vielleicht der vierte Theil " je nur einen weiblichen Arbeiter. Die Löhne variiren zwischen| eventuell im Ausland" exekutiren möchten, so berechtigt die Der Fernsprechverkehr zwischen der Stadt- Fernsprech 42 bis 7/ M. Rollerlohn und 2,50 bis 5 M. für Wickelmacher. Zivilprozeßordnung Evert und Neumann, bei dem Zivilrichter einrichtung in Berlin nebst zugehörigen Vororten einerseits Der Wochenverdienst schwankt bei den Zigarrenarbeitern zwischen Personalarrest zu beantragen. Der Richter entsprach dann ihrem und der Stadt- Fernsprecheinrichtung in Köln( Rhein) anderer10 und 20 M. 20 m. verdienen nur wenige, die meisten 12 bis Antrage. Die Verhafteten mußten solange zu gunsten der Gläubiger feits ist am Montag eröffnet worden. erklärt. Von Reichstags- Abgeordneten waren zur Nachmittagssitzung Bebel, Liebknecht, Singer, Stadthagen und Ulrich- Offenbach a. M. erschienen. 2001 Auf die sechs Volksversammlungen, die am Donnerstag Abend in Berlin abgehalten werden, machen wir die Parteigenoffen, da der Vorwärts" am Donnerstag nicht erscheint, heute ganz besonders aufmerksam. Töpferversammlung. Die heutige öffentliche Töpferversammlung findet Lichtenbergerstr. 21 im Lokal von Heise 4/2 Uhr Nachmittags statt. Den Wahlfieg unserer Genossen bei der am Montag er folgten Charlottenburger Stadtverordnetenwahl konnten wir bereits gestern in Kürze melden. Das genaue Resultat lautet wie folgt: Eingetrag. abgegeb. Liberal Sozialdemokrat Konf. Bezirk Wähler Stimmen 1700 246 161 85 2 2467 394 160 234 3 1828 328 162 166 4 1423 380 232 158 5 1936 357 159 155 42 6 2466 324 237 87 findet. " Nicht n O, diese unfittlichen Arbeiter. adj Jufolge der vorgekommenen Fahrkarten- Schwindeleien auf den Staatsbahnen wird, wie ein Berichterstatter hört, eine Neugestaltung des Fahrkarten- Systems geplant. Wie diese Neugestaltung erfolgen soll, darüber verlautet nichts. 15 M. In der Schnupf- und Kautabatbranche sind nur noch brummen", bis Arbeitskollegen ihnen die Summen zusammenwenige Betriebe vorhanden; der Bedarf wird aus Nordhausen geborgt hatten, die sie der Firma Evert und Neumann schulden. Berichterstatter meldet, die Präparanden- Anstalt zu Oranienburg. Auf behördliche Anordnung geschlossen wurde, wie ein bezogen. Die Folge der Tabak- Fabrikatsteuer wird das Ver- b schwinden der kleinen und eines Theiles der großen Betriebe Bußtag. Die Mittheilung in unserer gestrigen Nummer Diese Maßnahme soll auf den Umstand zurückzuführen sein, daß sein. Ein Privat- Monopol der einzelnen übrig bleibenden Groß- über den Umfang der Feier des Bußtages hat zu unrichtigen in der Anstalt eine große Zahl choleraähnlicher Erkrankungen fabrikanten wird entstehen, welche die Lohndrückerei in Permanenz Anschauungen geführt. Der Bußtag gilt in Preußen als ge- vorgekommen, die augenblicklich der bakteriologischen Beobachtung feblicher Feiertag.( 3u diesen zählen außer dem Bußtag unterliegen, welche bis jetzt allerdings zu einem abschließenden In dieser Weise verläuft der Rest der Debatte. G3 sprechen und den Sonntagen nur der erfte und zweite Weihnachtstag, Urtheil noch nicht geführt haben. noch die Delegirten aus Osnabrück, Eschwege, Mannheim, Ostern, Pfingsten, der Charfreitag, der HimmelfahrtsEinverleibung der Vororte. Die sozialdemokratischen Braunschweig, Rixdorf u. s. w., die die örtlichen Verhältnisse tag, der Todten Sonntag und( nur Katholiken gegen Stadtverordneten haben ben schleunigen Antrag gestellt, den schildern. Ueber die Resolution wird in der nächsten Sigung ab über) der Allerheiligentag). on wird Am Charfreitag und am Magiftrat zu ersuchen, der Stadtverordneten- Bersammlung in gestimmt werden. Bußtage dürfen Schauspiel Vorstellungen, Bälle und ähnliche nächster Sigung über den gegenwärtigen Stand der EinverSchluß 51/2 Uhr. Luftbarkeiten nicht stattfinden. Versammlungen, die diesem leibungsfrage der Vororte Bericht zu erstatten. Zweck dienen, sind verboten, nicht aber Versammlungen von Bereinen, Voltsversammlungen u. bgl. Diese abzuhalten i ft viel- Worin wir groß sind. Wie der Konfektionär" meldet, hr weber verboten, noch darf ein solches Berbot nach Inhalt hat vor einigen Tagen die Regierung eines füdamerikaniſchen des Vereinsgesetzes und älterer Verordnungen erlassen werden. Staates bei einer hiesigen Militär- Effektenfabrit 20000 Uniformen im Werth von 600 000 Mart bestellt. Dieser Auftrag sei in Wenn der Charitee- Boykott bislang auch noch nicht ver- früheren Jahren nach Paris vergeben worden. Nun leugne noch Tokales, ale obmocht hat, eine durchgreifende Verbesserung der Verhältnisse in Giner den Werth und die Bedeutung des Militarismus für bereits vermocht, daß eine Aenderung der Verhältnisse ernit: 20 000 Uniformen weiter darben. dieser Seilanstalt zu bewirken, so hat er doch immerhin die Großfabrikanten. Die Arbeiterinnen werden auch troß der men werden au licher als vorher in Erwägung gezogen" worden ist. zu verkennen ist auch, daß der Bontott bereits thatsächliche Satte Moral. Verwundert berichten bürgerliche Blätter, Berbesserungen auf verschiedenen Gebieten in der Charitee daß es auch unter Verbrechern Opfermush und eine Art Ehrzu Wege gebracht hat. Mögen die früheren Mißstände, gefühl giebt". Ein Mädchen hatte mit ihrem Liebhaber gemeindie bereits beseitigt worden sind, auch nur untergeordneterer fam eine Kanne Milch gestohlen, versuchte aber vor Gericht, die Natur sein, mögen die bisher erzielten Erfolge auch unscheinbar Schuld auf sich allein zu nehmen, um den schon vorbestraften erscheinen, so beweisen sie doch immerhin, daß etwas zu erreichen Liebhaber vor einer höheren Strafe zu bewahren. Dieser erklärte ist. Diese an sich geringfügigen Erfolge sollen und müssen ein jedoch, er könne das Opfer nicht annehmen, und erzählte die nsporn sein, Größeres zu erreichen. Von den Beamten der Wahrheit, wofür ihm auch 9 Monate Gefängniß rechtmäßig zuKrankenkassen, welche es sich zur Pflicht machen, erkrankten, in gesprochen wurden. einem Krankenhause untergebrachten Kassenmitgliedern auch in der Wie seltsam, daß solche„ Verbrecher gegen das heilige GigenAnstalt ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden, ihnen mit Rath und That thum" noch eine Art Ehrgefühl" haben. Einem bürgerlichen beizustehen, wurde es bisher unliebsam empfunden, daß sie Hirne kann das selbstverständlich nicht einleuchten. hinsichtlich ihrer Krankenbesuche in der Charitee an die allgemeine Eine Eisenbahngeschichte. Auf der Eisenbahnfahrt von Besuchszeit gebunden waren, welche sich nicht immer mit ihrer Amtsthätigkeit in Ginklag bringen ließ. Dieser Umstand hatte erklärlicher- Steglit nach Berlin will der in diesem Vorort wohnende Kaufweise viele Unzuträglichkeiten im Gefolge. Behufs Abstellung mann May S. durch eine schöne Unbekannte" beraubt dieses Uebelstandes hatte ein Beamter einer hiesigen Kranken- worden sein. Am Montag Nachmittag fuhr Herr S. von Steglitz taffe eine Eingabe an die Direktion der Charitee gerichtet, in mit der Wannseebahn nach Berlin und befand sich mit einer Gewählt fomit im 2. Bezirk Genosse Beyer und im 3. Be welcher um eine Abänderung der desfalsigen Bestimmungen er- iungen Dame allein im Koupee dritter Klasse, die sich mit ihm zirk Genosse H. Wernicke, während im 5. Bezirk Stichwahl sucht wurde. Die löbliche Direktion erfah für sich aber feinerlei in ein Gespräch einließ. Die Unterhaltung wurde von zwischen Genosse Siegrist und dem Lehrer Otto( Liberal) statt- Veranlassung zur Aenderung der bestehenden Ordnung zu gunsten beiden Seiten so lebhaft geführt, das Pärchen gewann sich in und dem Dito Somit ist es denn den Charlottenburger Genossen nach von Kassenbeamten, und theilte dies dem Gesuchsteller in einer der kurzen Zeit des Alleinfeins so lieb, daß es, als der Zug in Somit ist es denn den Charlottenburger Genossen nach entsprechenden Antwort mit. Vor wenigen Tagen erhielt der Friedenau einfuhr, mit einer langen innigen Umarmung Abschied heißem Stampfe gelungen, Bresche in die freisinnige Mauer der selbe nun von einem in der Neuen Gharitee untergebrachten von einander nahm. Auf dieser Station stieg die schöne UnStadtvertretung zu legen. Bei einigermaßen rühriger Agitation nerverfranken Kassenmitgliede die Aufforderung, es schleunigst bekannte" aus, als aber Herr S. in Berlin anlangte, vermißte ist es möglich, auch noch den dritten Genossen bei der Stichwahl zu besuchen, da es seines Rathes bedürfe. Sobald es er seine Brieftasche, die in der Seitentasche des Ueberziehers durchzubringen. Die eroberten Bezirke haben für uns insofern feine Beit ihm erlaubte, machte der Kassenbeamte sich gesteckt, und in welcher sich 60 m. in Papiergeld befunden noch eine höhere Bedeutung, als in denselben nach zwei und vier auf den Weg und erbat sich trotz der bestehenden Hausordnung hatten. Da die Brieftasche nur bei dem zärtlichen Abschied ab= Jahren wiederum gewählt wird. auch keine größere wird, so können sie uns durch die gegneri Verwunderung wurde er im Aufnahmezimmer mit größter Höf- seige von dem Diebstahl erstattet. Wenn die Betheiligung in der fünften Nachmittagsstunde Einlaß. Bu seiner größten handen gekommen sein kann, hat Herr S. der Polizei sofort Anschen Parteien dann nicht mehr entrissen werden. Jeder eroberte lichkeit und Freundlichkeit empfangen, mit dankbarer Zuvor Bezirk bedeutet also diesmal für uns 3 Mandate, die wir uns kommenheit von einer maßgebenden Stelle zur anderen gewiesen bei Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen werden. Sorge und schließlich öffneten sich ihm thatsächlich noch zur Abend der gewählten Genossen wird es nun sein, daß die besten Be- stunde die Pforten der Neuen Charitee- Station für Geistesschlüsse nicht mehr bei Dalchow( Weinkneipe) gefaßt werden, frante! Wohl machte sich etwelche Wißbegierde bemerkbar, fondern im Rothen Haufe der Stadt Charlottenburg. Aller- was denn wohl der Patient dem Beamten mitzutheilen dings erwarten die Charlottenburger Genossen von den Beschlüssen, daß sie etwas mehr wie bisher den Interessen der Hinweis des Beamten auf die Person des mitgegebenen Wärters, 3eit wegen falscher Deklaration ihres Einkommens mit dem Gearbeitenden Bevölkerung Charlottenburgs entsprechen. welcher etwaige Klagen gleich entgegennehmen könne. So tonnte richt Bekanntschaft zu machen. Es sollen Fälle bekannt gedenn der Beamte zu außergewöhnlicher Stunde dem Wunsche worden sein, in denen die Deklarationen unter einem Drittel unter einem des Kranken willfahren; ja, es wurde ihm sogar eröffnet, daß des wirklichen Einkommens geblieben sind. er fortab bei seinen Besuchen an teine bestimmte Zeit mehr gebunden wäre und daß diese Vergünstigung, unter Umständen von großer Wichtigkeit auf sein unigung, die auberen Rajjem Zacirer machte vergangenen Sonnabend die Betanntschaft eines Am zahlreichsten erschienen die Wähler der 1. Abtheilung, nämlich beamten zu Theil werden solle. Woher diese plötzliche Sinnes- Bäckers; Beide begaben sich gegen Abend nach dem städtischen 3482 von 5930, alfo 58,72 pet.( 6,81 pet. weniger als im Jahre änderung? Das hat, nach Ueberzeugung des Beamten, die Ber- Asyl. Der Lackirer theilte dem Bäcker mit, daß er sich baden wolle, er möge ihm während des Badens sein Portemonnaie 1888). Von 28 342 Stimmberechtigten der 2. Abtheilung liner Arbeiterschaft mit ihrem Boykott gethan! famen 10 952, mithin 38,65 pet.( 10,24 pCt. weniger als vor Etwas mehr Zuvorkommenheit gegenüber dem Publikum bewahren. Der Bäcker fagte zu. Der Lackirer ging baden, der mit 6,25 M. und seine neue Uhr im Werthe von 15 M. auf5 Jahren). Am allergeringsten war die Betheiligung in der wäre den Postschalter Beamten zuweilen zu empfehlen. Am Bäcker dagegen begab sich in's Aufnahme- Zimmer zurück und 3. Abtheilung. Hier erschienen von 313 510 Berechtigten nicht 17. November, Morgens 834 Uhr, wollte auf dem Postamt theilte dem Aufseher mit, daß er soeben durch einen Kollegen mehr als 35 935, also nur 11,46( 10,66 weniger als bei der vor- Annenstr. 3 eine Frau für 1,60 M. Briefmarken in Ermangelung Arbeit nachgewiesen erhalten habe, er wolle sich noch heute letzten Wahl). Jm 2. Landtags- Wahlfreise betrug die Zahl der anderen Geldes mit einzelnen Nickelstücken bezahlen. Der Beamte Abend um die Stelle bemühen, man möge ihn wieder hinausWahlberechtigten nur 9,82, im 3. 10,53 und im 4. 9,43 pt. weigerte sich jedoch, das Geld anzunehmen und der Frau blieb lassen, was auch geschah. Etwas größere Lebhaftigkeit herrschte nur im 1. Wahlkreise, wo schließlich nichts anderes übrig, als den Beamten zweimal von der 3. Abtheilung doch wenigstens 17,3 pt. erschienen. wegen der Briefmarken in Anspruch zu nehmen. Formell aus dem Staube gemacht. Eine Ausweisung. Der Schuhmachergeselle Wenze! ist der Beamte ja vollständig in seinem Recht gewesen, Dlouhy, 1869 zu Münchengräb in Böhmen geboren, ist auf da jeder Reichsbürger nicht mehr wie eine Mark in Nickel- oder grund des§ 182 Abs. 2 des Gesetzes über die Allgemeine Kupfergeld anzunehmen nöthig hat. Fraglich bleibt es aber, ob Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 durch Verfügung des tgl. in anbetracht der praktischen Undurchführbarkeit dieser Be Polizeipräsidenten, i. A.: Schwanzer, vom 18. November Stimmung im Kleinverkehr das Verhalten des Beamten für die d. J. angewiesen worden, Berlin und den preußischen Staats- Postverwaltung irgendwelche praktische Bedeutung hat. verband bei Vermeidung der üblichen Strafen und des zwangs Birkus Schumann Direktor G. Schuhmann eröffnete weisen Transports zur Grenze, binnen 8 Tagen zu verlassen. am Sonnabend Abend in seinem eigenen Birfus neben dem Dlouhy ist erst vor etwa 3 Wochen von Leipzig aus, wo er Lessingtheater am Friedrich Carl Ufer die Wintersaison. Für fängere Beit gearbeitet hat, nach Berlin gekommen und fand so einen großen Theil der Berliner Bevölkerung bildet die Eröffnung fort in der Schuhfabrit von Simonsohn und Stern Beschäftigung. Bisher sehr thätiges Mitglied des des Birkus ein Ereigniß, und die Billets zu der ersten Vorstellung Vereins der deutschen Schuhmacher", trat Dlouhy in Berlin waren tro ungenügender Ankündigung schnell vergriffen, so daß das Programm sich vor ausverkauftem Hause abspielte. der Freien Vereinigung der Zwicker" bei. Gegen Die AusBesonders hervorzuheben waren die als vorzüglich anerkannten Ecke der Friedrich- und Georgenstraße ein Zusammenstoß zwischen Polizeibericht. Am 20. d. M. Vormittags fand an der weisung ist Beschwerde erhoben worden, ist diese erfolglos, dann Leistungen auf dem Gebiete der Pferdedressur, z. B. die ganz einem Omnibus und einer Rutsche statt, wobei ein in der letzteren gedenkt sich der Ausgewiesene nach London zu begeben, zu eigenartig drefsirten 3 Rapphengite von Herrn Max Schumann fitzender Herr an der Brust verlegt wurde.- An der Ecke der welchem Zweck feine Berufskollegen bereits Sammlungen veran- vorgeführt, sowie 13 Hengste, in Freiheit dressirt und vorgeführt Köpnicker- und Eisenbahnstraße wurde Nachmittags eine Frau durch ftalten. Soll dieses Hetzen von Stadt zu Stadt, von Land zu von demselben. Wirklich Gutes leisteten auch die Schulreiterin einen Arbeitswagen überfahren und an beiden Unterschenkeln verlegt. Land etwa eine erzieherische Wirkung auf die davon Betroffenen mis Eugene ausüben? Ihre Meinung über die Verkehrtheit unseres heutigen und Ottolio Nicobono auf ungefatteltem Pferde. Lecusson, Parforcereiter Mr. Aguimoff Im Hause Prinzen- Allee 62/63 fiel ein neunjähriger Knabe von Gesellschaftszustandes wird bei ihnen und vielen Laufend ander nach der Wohnung seiner Eltern führenden Kellertreppe und übrige Theil Des Programms brachte die deren durch derartige Maßnahmen nur gefestigt. Ein ander und sicheren Produktionen der Parterregymnastiker The Eugen Als ein Schutzmann die im zweiten Stock des Hauses Weydingereleganten erlitt so schwere innere Verlegungen, daß er bald darauf verstarb. Bild: Unser Kulturland glaubt, wie der oben mitgetheilte Fall Trouppe, die u. A. eine vieretagige Pyramide stellten, straße 6 belegene Wohnung einer Frau betrat, um infolge einer auss neue beweist, berechtigt zu sein, Ausländer ohne weiteres die jugendlichen und graziösen Geschwister Mathilde, Adrienne Anzeige festzustellen, ob dort Hunde geschlachtet würden, stürzte als läslig abschieben zu dürfen. Wie steht es, wenn ein Deutscher Eugen Benison ats Luftgymnastiker auf dem Drahtseil und dem sich die Frau aus einem Fenster auf den Hof hinab und nach Böhmen will, um dort Arbeit zu finden? Dann kann ihn Trapez, und dem Jongleur W. Ricobouo, der mit geladenen Re- brach beide Beine. In der Wohnung wurden zwei Männer ander Kapitalist unter Umständen daran hindern und verhaften volvern, brennenden Fackeln hantirte, als ob es Pfannkuchen getroffen, die einen kleinen Hund geschlachtet hatten. Bon laffen. Das wird durch folgenden Vorfall erhärtet. Drei Glas- wären. macher wollten sich von Stralau nach Böhmen begeben. Im komischen Genre debütiren die Clowns Baul und Mann In der Luisenbrücke sprang gegen Abend ein etwa 50 Jahre alter Stralau hatten sie in der Fabrik von Evert und Neumann bis William, ein Zwerg- August, und allen voran der wohl jedem Vor dem Hause Friedrichstraße 18 gerieth Abends ein siebenin den Luisenstädtischen Kanal und ertrant. dahin gearbeitet. Die drei Arbeiter befinden sich auf dem Eisen- Berliner bekannte Clown William Olschansky mit seinem un- jähriger Knabe unter die Räder einer Droschke und wurde bahnperron, die gelösten Billete in Händen, um von dem ge- widerstehlichen Angriffen auf die Lachmuskeln der Zuschauer. liebten" Vaterland behufs Erlangung besserer Löhne Abschied zu an den Armen schwer verletzt. Auf der Admiralbrücke wurde nehmen. Da eilt ein Gerichtsvollzieher auf sie zu, übergiebt Einen guten Witz hat sich das kleine Konventike! der ein bewußtloser Mann mit einer anscheinend von einem Hieb ihnen einen Rosaschreiben und verhaftet fie. Was Bodenbesigreformer auf einer letzten Generalversammlung geleistet. oder Stich herrührenden schweren Verlegung am Kopfe aufhaben die drei Arbeiter gethan? Haben sie gewuchert, Gin lebenslängliches Mitglied hatte seinen Austritt mit schrift- gefunden und nach dem Krankenhause am Urban gebracht. gespielt, gegaunert, eingebrochen, attentatet, betrogen, licher eingehender Motivirung angezeigt; der Bund aber stimmte Im alten Schüßenhause, Linienstr. 5, fiel ein Mann beim majestätsbeleidigt? Nichts von alledem. Sie hatten ein viel über die weitere Mitgliedschaft des betreffenden Herrn ab und Tanzen zu Boden und brach den Unterschenkel. Auf dem schwereres Verbrechen begangen. Von Evert und Neu- beschloß, die Austrittserklärung abzulehnen. Ob Grundstücke Neue Friedrichstr. 11 brach im Lagerraum der Firma mann haben sie die zu ihrem Lebensunterhalt nothwendigen Bor- der Bodenreformer wieder Willen vielleicht dann von der Bürde Hückstein u. Comp. Feuer aus, durch das fast der ganze Inhalt schüsse( etwa 120-200 M.) allmälig erhalten- und diese natür der Mitgliedschaft befreit wird, wenn er den für Lebenszeit ge- des Raumes zerstört wurde. Außerdem fanden im Laufe des lich noch nicht zurückgezahlt. Da nun Evert und Neumann leisteten Beitrag zurückverlangt? Tages zwei kleine Brände statt. was denn wohl der Patten hätte, doch genügte nach dieser Richtung hin hin der Verschiedene Stützen der Gesellschaft haben in nächster - Das elendeste aller Wahlsysteme und die Wählerfchaft. Nur 14,48 pet. aller stimmberechtigten Urwähler 50 369 von insgesammt 374 782 haben sich nach der soeben erschienenen amtlichen Zusammenstellung an den Landtagswahlen in Berlin betheiligt. Im Jahre 1888 waren es noch wenigstens 25,10 pkt. Knabenhofen, Ginzelverkauf, billigſt, = 559M Konversation8- Lexikon Bither Unterricht, Sebastianstr. 10| Grenadierstr. 34. von Meyer und Brockhaus kauft( Ecke Prinzenstraße). 51762* 2 Vereinsz., 20 u. 50 Pers., Pianino Lederer, Rurfte. 37. zu vergeben Friedenstr. 74. a. D. 310b 226b des Königlichen Amts- Sonnabend, 25. Novbr.: Gänse Rechtsbureau ister. Atte Jakob- ausspielen beim„ Ollen Frin" im firabe 180. 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AdmiralDresdenerstr. 120, v. 1 Tr., b. Heise. straße 40 8 r. r. 224b Möbl. Schlafftelle vermiethet David, 317b ( eigenes Bett) freundl. Schlafstelle. Barnimstr. 12, II. Quergeb. Nahe Kottbuser Thor. Offerten unter K. M. Postamt 26. 223b Eine Bäckerei, so auch ein Schlächter- Gen. sucht frol. Schlafft. 3. 1./12. n. laden, noch nach Wunsch einzurichten. Hallesches Thor. Offert. m. Preisang. Näheres daselbst beim Polier. 2956 u. H. 0. Postamt Rigdorf. Möbl. Schlafstelle, separat, Bossenerstraße 52, Stfl. I. r. 3156 Arbeitsmarkt. Tüchtige Uniformschneider auf feine Lieferungs- Röcke( nichts Kommis) iverden bei hohem Lohn täglich anges Schlafstelle für 2 Herren Dranien nommen bei Sachs, Königlicher Hof221b lieferant, Taubenstr. 7. 8146 straße 18, 2 r. r. 296b Oeffentliche Volks- Versammlungen. Donnerstag, den 23. November, Abends 8 Uhr, in allen 6 Wahlkreisen öffentliche Versammlungen. Metallarbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 26. November( Todtensonntag), Abends 7 Uhr, bei Rau, Skalikerstr. 126( oberer Saal): Oeffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie besch. Arbeiter und Arbeiterinnen für den Süden. Z gesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und nach 12 Uhr Tanz. E Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 233/11 Der Einberufer: R. Wegner, Oranienstr. 23a. Achtung! Hausdiener, Packer und Berufsgenossen. Für den I. Wahlkreis: Scheffer's Salou, Juſelſtraße Str. 10. Große öffentliche Versammlung Referent: H. Schmalfeldt- Bremerhaven. Für den 2. Wahlkreis: urth's Salon, Sasenhaide 5253. Referent: Reichstags- Abgeordneter F. Herbert- Stettin. heute, Mittwoch, 22. November( Bußtag), Abends 6 Uhr, in Gründer's Salon( früher Mundt), Köpnickerstr. 100. Tages Ordnung: 1. Fortsehung des Vortrages des Genossen Ad. Hoffmann( früher Zeit) vom 29. Oktober über: ,, Die zehn Gebote und die besitzende Klaffe." 2. Diskussion. 3. Proteft gegen das Gutachten der Aeltenen der Um zahlreiches Erscheinen, speziell der Frauen, wird gebeten. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Vertrauensmann. Für den 3. Wahlkreis: Berliner Reſource, Kommandantenstr. 57. Berliner Kaufmannschaft. 4. Abrechnung von der Zeitung„ Die Einigkeit". Referent: A. v. Elm- Hamburg. Für den 4. Wahlkreis: Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11-13. Referent: Reichstags- Abgeordneter C. Meist- Köln. Für den 5. Wahlkreis: Altes Schützenhaus, Linienstr. 5. Referent: Förster- Hamburg. Für den 6. Wahlkreis: 3um Schultheiß( Eiskeller), Chausseestraße 88. Referent: Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Hundert Millionen neue Steuern zur Deckung der Kosten für die nach den diesjährigen Reichstagswahlen bewilligte Heeresvermehrung mit besonderer Berücksichtigung der Tabak- Fabrikatsteuer. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Einberufer. 848/1 Rixdorf. Parteigenossen und Genossinnen! Riedorf. Orts- Krankenkasse Große öffentliche des Volks- Versammlung Töpfergewerbes zu Berlin. des Kreises Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg Donnerstag, den 23. November, am Donnerstag, 23. November, Abends 8½½ 1hr, im Lokale des Herrn Gröppler, Berg- Straße Nr. 129. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Kölner Parteitag. 2. Diskussion. 3. Wahl von Revisoren für die Vertrauensperson. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Parteigenoffen in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson. [ 423/5] Former und Berufsgenossen. Sonnabend, den 25. November, in den Arminha llei, Anfang 8 Uhr. Kommandantenstr. 20: Anfang 8 Uhr. Abends 6 Uhr: General- Versammlung im großen Saale des Herrn Alb. Keller, Bergstraße 68. Tagesordnung: 1. Neuwahl der ausscheidenden Delegirten der Arbeitgeber resp. der Arbeitnehmer. 2. Raffenbericht. 8. Borlesung und Beschlußfaffung des Erlasses des Ministers des Innern vom 6. April 1893. 4. Anträge. 5. Verschiedenes. Nach§ 47 des Statute. Der Vorstand. Großes Winter- Vergnügen Gustav Erbe, 1. Vorsitzender, Spandau, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Männerchor St. Urban( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Festrede. Um rege Betheiligung bittet Der Vertrauensmann. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und empfehlen wir zur Anschaffung: Ferd. Lassalle's Reden und Schriffen. Band III.( Schlußband) unserer neuen Gesammt- Ausgabe. Herausgegeben Don Eduard Bernstein, London. [ 448/2 Mit einer kritisch- biographischen Einleitung: assalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", fowie mit Borbemerkungen und kritischen Randnoten versehen. Der erste Band enthält das Stahlstich- Porträt Lassalle's. Das ganze Werk liegt nunmehr komplet vor und ist zu beziehen: Band I.: geheftet Mk. 2,50; in Leinen gebunden Mk. 3, in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band II. geb. Mk. 4,-; in Leinen gebunden in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band III. geh. Mk. 3,50; in Leinen gebunden in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) 11 4, 39 4,50 5,50 11 4, 99 5, 99 oder auch in 50 Lieferungen à 20 Pfennige. Jede Buchhandlung, sowie Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 166b Gr. Wall in der Havel. Rudolph Bahlke, Schriftführer, Madaistr. 9. General- Versammlung der Delegirten 171/16 Schmargendorf. Mittwoch, den 22. November 1893, Abends 5½ Uhr, im Schützenhause: Oeffentliche Volks- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Antrick: Der Kampf ums Dasein mit besonderer Berücksichtigung des Klassenkampfes." 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Neuwahl des Vertrauensmannes, der Revisoren und der Lokalkommission. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 428/6 Marke Monopol à 1,80 p. 1/2 Rilo. Zu haben in allen besseren hies. Detailgeschäften. 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November, Abends 8 Uhr, im Restaurant Seehausen, Landsbergerstraße 31. Tagesordnung: 1. Wahl von 3 Revisoren zur Prüfung der Rechnungen des Jahres 1893. 2. Wahl von 5 Vorstandsmitgliedern, 1 Arbeitgeber, 4 Arbeitnehmern. 3. Nachtrag zum§ 41. 4. Bestimmungen über geschlechtlich Erfrankte. 5. Charitee- Boykott. 6. Verschiedenes in Kaffen Angelegen heiten. Der Vorstand. C. Dobronz, Bersitzender, Pallisadenstr. 92, II. 2226 Als anerkannt reelle und thatfächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig. Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Achtung! Die Zahlstelle der Zeutral- Kranken u. Sterbekasse der Tapezirer be findet sich beim Genossen Schurich, Weberstr. 40c. Beiträge nimmt entgegen jeden Sonnabend von 8-10 Uhr 3186 Paul Wachsen. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Brunnenstr. 185. Roh- Tabak A. 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Januar od. 1. April 1894 zu verm. Näheres daselbst. Vereinszimmer m. Pianino ist zu verg. Beuthstr. 11. G. Langkutt. 51492 Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 623 N 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 275. Gewerkschafts- Bewegung und Sozialdemokratie. Mittwoch, den 22. November 1893. In meinem Artikel beschäftigte ich mich mit den An schauungen des Genossen Bebel, dieser dagegen beschäftigt sich ausschließlich mit meiner Person und sucht mich in den Augen der Parteigenossen herabzuwürdigen. 10. Jahrg. gegnerischen Blättern über die angebliche Beendigung des Aus- In Burnley, einem der bedeutendsten Weberzentren schlusses abdruckte und ich dann persönlich der Redaktion dar- Lancashire's, hat die sozialdemokratische Föderation in fünf über Vorwürfe machte, trat dieselbe in einem selbständigen Distritten 1773 Stimmen erhalten, 76 mehr als die Liberalen, Artikel für uns ein. Und war denn der Kampf der Tabak- und einen ihrer Kandidaten durchgebracht. Im Verhältniß zur Wenn beschimpfen- widerlegen heißt dann hat mich arbeiter nicht von der größten Bedeutung für die Arbeiter Wählerschaft der übrigen Distrikte bedeutet es mindestens 4000 Bebel allerdings gründlich widerlegt. bewegung ganz Deutschlands? Wäre er gewonnen, die Arbeiter Stimmen für den Parlaments- Wahlkreis Burnley.„ Noch Wenn das die zwischen Parteigenossen üblichen Formen sind, hätten aus diesem Sieg neue Kraft zu weiterem Ansturm gegen 12 Monate, und wir machen es zu 6000," schreibt der Korden Kapitalismus geschöpft von denen Bebel am Schlusse seines Artikels redet, dann bin ich bei allseitiger Unter- respondent der Justice" aus Burnley. Das ist die Stimmenst ühung hätte derselbe gewonnen werden zahl, mit der der jegtige Vertreter für Burnley gewählt wurde, der Meinung, daß es Zeit ist, diese Formen einmal recht gründ- müssen. Was wir fordern ist, daß die Parteipreffe die so daß H. M, Hyndman, der das nächste Mal dort kandidirt, lich umzumobeln. ich konstatire nebenbei zu meiner großen Freude, daß dieses in Gewerkschaftsbewegung aus eigener Initiative unterstüße; Aussichten hat, durchzubringen. In Nelson( Lancashire) kandidiren zwei S. D. F., ein der letzten Zeit seitens der Redaktion des„ Vorwärts" wieder- J. 2. P., und ein 2.- Kandidat und erzielten zusammen 820 holt geschehen ist. gegen 839 gegnerische Stimmen, in Bortle( Lancashire) zwei J. 2. P.- Kandidaten, wovon einer gewählt, 979 Stimmen, in Preston( Lancashire) zwei J. L. P.- Kandidaten 1869 Stimmen. Nambafte Stimmenzahlen wurden außerdem erzielt in Ashton und Lyne( 1510), Accrington( 781), Chorley( 412), Darwen( 509), Idham( 543) und Stalybridge( 1849). Bradford in Yorkshire ist sozusagen die Wiege der daß ich politisch ebenfalls thätig bin. Seit 1873 bin ich in der politischen an der Spize der Bewegung. Zwei ihrer Kandidaten wurden Bebel nennt mich einen„ Nurgewerkschaftsmann"; er weiß jedoch, J. 2. P." und steht auch mit 5563 Stimmen in neun Distrikten und gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung thätig, und habe ich mich neu- und einer wiedergewählt. Von weiteren Wahlen in Yorkbemüht, in derselben, meinen Fähigkeiten entsprechend, zu wirken. shire sind erwähnenswerth: 2eeds: Zwei J. L. P. Kandidaten Den Tabatarbeiter- Ausschluß suchte ich zu verhindern! Gerade in den legten 11/2 Jahren bin ich weit mehr politisch als 643 Stimmen( 2 liberale Arbeiterkandidaten außerdem 2264 St.). Beweis: Das von mir an die Zigarrenfortirer erlassene gewerkschaftlich thätig gewesen; sowohl die Referentenkommission Halifax: Fünf J. L. P. Kandidaten erhielten 1629 Stimmen, Zirkular, in welchem ich denselben den Rath gab, die von den in Hamburg als auch die Agitationskommission der Provinz ein sechster unterlag mit nur 26 Stimmen Minderheit, doch ist Birkular, in welchem ich denselben den Rath gab, die von den Schleswig- Holstein werden mir bestätigen, daß ich meine volle die Zahl der Stimmen, die er erhielt, nicht angegeben. SuII: Hull: Fabrikanten verlangte Austrittserklärung aus der Organisation Schuldigkeit gethan. Auch das Resultat der Wahl im dritten Ein J. 2. P. Kandidat und ein sozialistischer Trades Council zu unterschreiben. Als jedoch die Tabalarbeiter unausweichlich zu unterschreiben. Als jedoch die Tabakarbeiter unausweichlich schleswig- Holsteinischen Wahlkreise, wo ich kandidirle, legt wohl Kandidat gewählt. Sheffield: Zwei Arbeiterkandidaten, die in den Kampf hineingetrieben waren, habe ich den seitens hinreichend Zeugniß ab für den Gifer, mit welchem ich politisch sich zur Unabhängigkeit gegenüber Liberalen und Tories verderselben mir angewiesenen Posten bis zur Beendigung des mich bethätigte. Kampfes nicht verlassen. pflichteten, wurden mit 3902 Stimmen gewählt, ein Kandidat der J. 2. P. erhielt 665 Stimmen. Diesen großen Fehler Bebel's, Widerspruch überhaupt nicht vertragen zu können, haben ja schon viele Parteigenossen von mir recht unangenehm empfunden, und war auch ich auf eine gute Dofis Liebenswürdigkeiten von seiten Bebel's von vorn herein gefaßt. Daß er aber so blind darauf loswüthen würde, nichts weiter als persönliche Angriffe gegen mich vorzubringen, das hat Zur Abwehr der gegen mich gerichteten giftigen Pfeile diene folgendes: wohl feiner vermuthet. Noch heute würde ich es als einen Verrath an der Sache der Tabatarbeiter betrachten, wenn ich damals dem Rath des Genossen Bebel und seiner Freunde gefolgt wäre, den Tabakarbeitern anzuempfehlen, schon einige Wochen nach Beginn des Kampfes zu Krenze zu kriechen"! Die Lohnkommission der Zabakarbeiter, zu welcher ich gehörte, und deren Beschlüsse ich öffentlich zu vertreten hatte, fannten die Situation denn doch besser als Bebel und feine Freunde. Der ganze Verlauf und das Ende des Kampfes hat nicht ihnen sondern uns Recht gegeben. Wären den Tabatarbeitern noch einige Tage nach Be endigung des Ausschlusses die Mittel zur Fortsetzung des Kampfes zur Verfügung gestellt worden, so hätten die Massen den Kampf sofort wieder aufgenommen. Und weshalb? Weil es damals unter den Tabalarbeitern nachdem sie die durch den Ausschluß bewirkte vollständige Lahmlegung des Geschäfts, die total leeren Läger in den großen Fabriken durch eigene Anschauung fennen lernten nur eine Meinung gab: Der Sieg wäre unser gewesen, hätten wir nur noch einige Wochen weiter tampfen können. Wenn nun Genosse Bebel auf seine früheren und neuerlichen Ausführungen zu gunsten der Gewerkschaften verweist, so hat er damit doch noch nicht seine gegen die Bedeutung der Gewert schaften gerichteten Bemerkungen entkräftet, und diese sind doch wahrhaftig nicht dazu angethan, ihn als Freund der Gewert schaften erscheinen zu lassen. zwingt mich das gehässige Wiederholen der Bezeichnung:" NurZur Betonung dieser selbstverständlichen Pflichterfüllung Gewerkschaftsmann." Aus anderen Grafschaften liegen folgende Resultate vor: Derby: fünf Arbeiterkandidaten, von denen drei gewählt gelesen; daß ich daraus nicht herausgelesen, was er für richtig J. L. P. Kandidat gewählt, drei andere Arbeiterkandidaten erDie Bücher, die mir Bebel zum Lesen empfiehlt, habe ich worden, erhielten 3239 Stimmen. Jarrow( Durham): Ein hält, habe ich mit mehreren Parteigenossen gemein, denen Bebel hielten 536 Stimmen. Workington( Durham) ein J. 2. P. bisher noch nicht die Urtheitsfähigkeit abgesprochen hat. Es Kandidat gewählt, ein zweiter mit nur 5 Stimmen Minderheit untergiebt in der Partei recht viele Genossen, die Bebel's Propheten legen. In Stockton am Tees, in Sunderland und gabe nicht anerkennen; mein Verbrechen war, daß ich öffentlich Gateshead, sämmtlich in Durham, wurden je ein Mit meine Meinung aussprach; das Recht, mich dafür in so schnöder glied der J. L. P." gewählt, in South Shelds( dsgl.) Weise herunter zu hunzen, wird in der Gesammtpartei wohl nur zwei unabhängige Arbeiterkandidaten. In Northampton in welcher Bebel polemisirt, beweist, daß es ihm um eine fachliche mehreren hundert Stimmen, die ihr von anderen Parteien zuBebel für sich allein beanspruchen. Die ganze Art und Weise, stellte die S. D. F. vier Kandidaten auf und erzielte, außer Auseinandersehung nicht zu thun ist; in diesem mir persönlich fielen, 1127 ihr ausschließlich gehörenden Stimmen. In einem widerlichen Rampfe tröstet mich die soeben eingetroffene Sieges der Bezirke, der zwei Vertreter wählte, zogen nämlich in letzter botschaft der englischen Grubenarbeiter der schlagendste Be Stunde die Liberalen ihren zweiten Kandidaten zu gunsten des eis der Unhaltbarkeit aller Theorien von der Almacht der einen der von den Sozialisten aufgestellten Kandidaten zurück, Kapitalstonzentration. Hamburg, den 18. November 1893, Aus England. A. von Im. London, 14. November 1893. in der Hoffnung, daß diese das Gleiche thun würden. Die Sozialisten gingen aber darauf nicht ein, und so wurde ein Liberaler und ein Konservativer gewählt. Dies, unbedeutendere Orte bei Seite gelassen, die wichtigsten der mir vorliegenden Berichte. Sind auch die Resultate im Ganzen immer noch bescheidene, so lauten sie doch viel günstiger als das aus den Telegrammen ersichtlich. Auch ist nicht zu vergeffen, daß es nur partielle Wahlen waren, und daß, wie schon bemerft, in England sich vieles noch liberal nennt, was in DeutschSoziale Uebersicht. Arbeitnehmer- Beisiger des hiesigen Gewerbegerichts ersuchen die An die Gewerbegerichts- Beisitzer Deutschlands. Die Obmänner oder Schriftführer an den Gewerbegerichten um Angabe ihrer Adressen zum Zwecke der Verständigung und Gutachten. Paul Bauer, Görlig, Burgstr. 3. Zweifelt Genoffe Bebel diese Thatsache an, so lege ich getrost die Entscheidung darüber in die Hände der organisirten Tabakarbeiter von Hamburg, Altona, Ottensen und Wandsbeck. Diese find nach meinem Dafürhalten einzig kompetent zu urtheilen und tennen auch die Gründe, weshalb der Ausschluß so lange hingeschleppt wurde, ohne zu einem uns befriedigenden Resultat zu Die legten sozialistischen Wochenblätter brachten einige ge- fand links von der Volkspartei stehen würde. führen. Gerade der Ausschluß der Tabatarbeiter hat mir den nauere Mittheilungen über die Munizipalwahlen in Beweis erbracht, daß Bebel's Urtheil über gewerkschaftliche der Pro inz, und dieselben find interessant genug, um es Kämpfe ein höchst unzuverlässiges ist; dasselbe ist ein Ausfluß zu rechtferten, wenn ich noch einmal auf den Gegenstand seiner verkehrten Anschauungen über Gewerkschaftsbewegung, zurückkomme. Die Situation bei diesen Wahlen ist für die SoKonzentration des Kapitals und der daraus resultirenden völligen zialisten infofen feine günstige, als die Tradition stark gegen Ohnmacht der Arbeiter demselben gegenüber. fogenannte„ dritte" Kandidaten geht, und der Munizipal- SozialisDie Thatsachen beweisen das Gegentheil seiner Ausführungen mus" auch bei den Liberalen vielfach eine gewiffe Rolle spielt. trotz seines giftigen Schimpfens. In allen Ländern, in Etwas weniger arg in fleinen Konzessionen als ihre deutschen in welchen die Konzentration des Kapitals die größten Fort Namensvettern, und in langer Schulung geübt, reif" gewordene schritte gemacht hat, find die står Isten Gewerkschafts- Fragen in ihr Programm aufzunehmen, besitzen die Liberalen an organisationen und die meisten Siege der Arbeiter auf wirth- vielen Orten in den Gewerkschaftskomitees( Trades Councils) schaftlichem Gebiete zu verzeichnen, wie sich ziffernmäßig nach- stramme Parteigänger, und die Befürchtung, daß die sozialistische An alle Arbeiter und Arbeiterinnen der mechanischen weisen läßt. Kandidatur das liberale und Arbeitervotum zu gunsten der Kon- Schuhfabriken Deutschlands! Kollegen, gedrängt durch die servativen spalten würde, verfehlt selbst auf manche, sonst heutige fapitalistische Produktionsweise fühlten wir uns berufen, durchaus sozialistisch gesinnte Wähler ihre Wirkung nicht. Bei eine selbständige Vereinigung unserer Branche ins Leben zu rufen. dem hiesigen Wahlsystem, wo das relative Mehr der Stimmen- Von den Fabrikanten find in letzter Zeit Zumuthungen so unzahl entscheidet, ist es daher nicht übertrieben, zu behaupten, daß, wo der Sozialist gegen Liberale und Konservative in die Aktion tritt, die auf ihn entfallenden Stimmen eine potenzirte prinzipielle Bedeutung haben. Banz besonders aber ist dies da der Fall, wo zudem für die Fibervlen Gewerkschaftsvertreter mit einem dem sozialistischen ziemlich nahe kommenden Aktionsprogramm den Sozialisten gegenübergestellt wurden. Die Aburtheilung der Arbeiterkämpfe vom hohen Olymp herab, ist in der deutschen Arbeiterbewegung schon mehr als einmal in recht unangenehmer Weise bemerkt worden. Beginnt ein Kampf, dann wird gleich darauf losorafelt, anstatt die Arbeiterschaaren rechtzeitig zur solidarischen Hilfeleistung anzufeuern. " verschämter Art an die organisirten Berufsgenossen gerichtet, daß wir uns zum Widerstand rüsten müssen. Zum Glück herrscht in unseren Reihen ein Solidaritätsgefühl, das nachahmungsvoll für alle deutschen Arbeiter wäre. Dieses unser aller Banner wird mit solcher Begeisterung hochgehalten, daß der Schüßling des heutigen Klaffenstaates, das Privilegium der Ausbeutung, zum Wanken kommen muß. Um uns den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend bessere Löhne zu verschaffen, haben wir beschlossen, im nächsten Frühjahr in eine Lohnbewegung einzutreten. Kollegen, die Fabrikanten suchen Arbeitskräfte von außerhalb durch Inferat im Fachblatt. Verschiedene Kollegen kamen auch hierher und fönnen nicht mehr weg machen, weil ihnen das Geld fehlt, und sie sind nur auf einen Verdienst von 8-10 M. gekommen, da die genügende Beschäftigung fehlt. Wir warnen deshalb die Kollegen vor Zuzug nach Berlin. Die Agitationstommission der Arbeter und Arbeiterinnen der mechanischen Schuhfabriken Berlin 3. J. A.: Paul Hildebrandt, Wriezenerstr. 42. Geht dann der Streit infolge ungenügender Unterstützung verloren, wehe den gewerkschaftlichen Organisationen! Unfähigkeit, Urtheilslosigkeit, Kurzsichtigkeit und sonstige Schmeicheleien saufen nur so auf sie nieber. Wenn aber einmal die politischen Führer selbst den Karren Es sind drei Arte sozialistischer Arbeiterkandidaten, die für in den Dreck geschoben haben, wie dies mit der Maifeier 1890 uns in betracht kommen: die der Independent Labour Party geschah, so ist das kein Mangel an Scharfblick! sondern auch( I. 2. P.), die der Sozialdemokratischen Federation( S. D. F.), hier Nüchternheit des Urtheils!" und die von Gewerkschafts- Romitee's im Widerspruch mit den Nur schade, daß man zu diesem Urtheil erst gelangte, als es Liberalen aufgestellten ind von den Sozialisten adoptirten Arschon zu spät war. Der Tabalarbeiter- Ausschluß stand doch auch beiterkandidaten. Der Kurze halber und dem hiesigen Gebrauch in gewissem ursächlichem Zusammenhang mit der Maifeier. entsprechend, seien im Folgenden die beiden Ersteren mit den Das Renommee mit den den kämpfenden Arbeitern ge- oben beigegebenen Initialen bezeichnet. liehenen Summen ist burchaus nicht am Plate. Die poli- Hauptsächlich haben die Genannten Erfolge erzielt in den tischen Führer sind doch nicht die Partei und wenn nicht die beiden industriellsten Grafschaften des Nordens: Lancashire und Parteigenossen felbst sich ins Mittel gelegt hätten, wären diese Yorkshire. Summen bei der Weitsichtigkeit des Urtheils" der politischen In Manchester, der Hauptstadt Lancashires, und dem Führer jedenfalls nicht geliehen worden. Im Uebrigen wäre dicht bei Manchester gelegenen Salford hat die Independent NB. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck doch wohl auch noch zu untersuchen, wer auerst gegeben Labour Party auf 12 Kandidaten 7937 Stimmen vereinigt, ein gebeten. hat: die Gewerkschaften der Partei oder die Partei den Ge- verhältnißmäßig sehr günstiges Resultat, wenn man berücksichtigt, werkschaften. Als ein hervorragendes Mittel zur Boltsbildung daß ein sehr großer Theil der Arbeiter vom Kommunal- Wahl= zurückgezahlt worden, und der letzte kleine Rest wird hoffentlich doch erzielten in sechs Bezirken vie Sozialisten über 40 p& t. der wird dabei die staatliche Unterstützung hoch angeschlagen, welche Auch ist doch der größte Theil der geliehenen Summe prompt recht ausgeschlossen ist. Keiner ihrer Kandidaten ist gewählt, werden in der Dr. Böhmert'schen„ Soz. Korr." die sächsischen Volks und Arbeiter bibliotheken hingestellt und es auch bald getilgt werden können. abgegebenen Stimmen." Unsere Leute sind voller Jubel und Weit wichtiger aber als alle materielle Silfe aus Partei- entschlossen, bei der ersten( Barlaments.) Nachwahl, die in den Bibliotheken zu Theil wird. Seit 1889 zahlt die Regierung mitteln ist bei einem Kampfe die moralische Unterstützung seitens Manchester oder Salford nöthig noird, den Kampf aufzunehmen," eine jährliche Unterſtügung an die darum nachsuchenden komder Partei preffe, und diese war während unseres Ausschlusses berichtet der bortige Korrespondient der„ Workman's Times". munalen Boltsbibliotheken" von 18 000 m. Einzelne Bibliotheken in einigen prägnanten Fällen denn doch eine äußerst laue. Ich und der„ Manchester Guardian", das Hauptorgan der Liberalen, wandte mich damals schriftlich im Auftrage der Lohnkommission schreibt: der Tabatarbeiter an die Redaktion des Gewerkschafter", dieselbe erfuchend, an leitender Stelle einen selbständigen Artikel zu bringen, um die deutschen Arbeiter aufzufordern, uns in unserem Kampfe energisch zu unterstützen. " Die Redaktion des ,, Gewerkschafter" hat troh unser Aufforderung auch nicht eine Beile für uns geschrieben!! Bebel weiß doch wohl, wer dazumal spiritus rector( leitende Kraft) des Gewerkschafter" war?! Unsere Berichte gewiß! gewiß! find immer unverkürzt aufgenommen worden, aber es hätte ficher etwas anders gewirkt, wenn die Redaktion selbst an hervorragender Stelle mit dem Ersuchen an sämmtliche Arbeiterblätter um Abdruck des Artikels träftig für uns eingetreten wäre. Besonders zu bemerken ist hierbei noch, daß der„ Gewerk schafter" halt nur von Tabafarbeitern gehalten wird und daß die Ueberschüsse des Blattes der Partei zu gute kommen wenigstens hat man mir so berichtet. Weiter ist etwa der„ Vorwärts", das leitende Organ der Partei, sofort energisch für" uns eingetreten? Bewahre erst als der Vorwärts" ein völlig falsches Telegramm aus -erhalten bis mehrere hundert Mark. Ist schon diese Summe eine im Gegensatz zu den ungeheuren Summen, die für militärische Zwecke ausgegeben werden, eine recht bescheidene, so find die Bedingungen, welche die Regierung an die Verleihung einer Unterstüßung fnüpft, erst recht dazu angethan, uns Mißtrauen einzuflößen. Die Mitwirkung des Staates, so heißt es dort, soll sich auch auf thunlichste Fernhaltung von Mißgriffen in der Auswahl der in solche Bibliotheken einzustellenden Bücher" erstrecken. " Das Auftreten einer drinten Partei, die praktisch nur einen Abzug von der liberalen Partei bedeutet, hat den Berlust zweier Size bewirkt. 13 Die Sache ist ernst und bedauerlich. Die Arbeiterkandi baten" sind nicht gewählt, und die liberalen Kandidaten, die in vieler Hinsicht ausgezeichnete Bertreter der Sache der Arbeit sind, verlieren Bei der Auswahl der Bücher sollen mithelfen der Ortsgeistliche, ihre Site. Die Tories und das Torythum sind die einzigen Gewinner. Es ist zu hoffen, daß in Zukunft Die Zahl dieser„ Volks- und Arbeiterbibliotheken" ist von 1875 der Lehrer, der Schulinspektor und die Bezirksversammlungen. unsere Rathschläge obsiegen. Auf Seiten der bis 1893 von 196 auf 1065 gestiegen. In den gewerblichen BeLiberalen herrscht teine abgeneigtheit, irken sind bei weitem mehr Städte mit Bibliotheken versehen, mit der Arbeiterparteri" einen Bergleich als in den landwirthschaftlichen Distrikten. Es waren in den zu treffen. Aber man fuchte ihre Mitwirkung nicht. Amtshauptmannschaften Annaberg 95 pct., Marienberg 88 pCt. E3 ist sehr zu wünschen, daß die Zahl der direkten Ver Flöha 61 pCt., Chemnitz 57 pCt. aller Gemeinden mit Volks treter der Arbeit" im Stadtrath en heblich vermehrt würde, bibliotheken versehen, während das Lesebedürfniß in der Gegend und die meisten Liberalen würden tebie ersten sein, das zu von Döbeln, Meißen, Bauzen weit geringer ist. zugestehen. Aber dieses Resultat kann erreicht werden durch eine ehrenvolle Allianz mit einer verwandten und durchaus freundschaftlich gesinnten Partei " " Das flingt etwas anders als die Spraeche der Freisinnigen 3eitung", und trotzdem wird das Anerbieter el zurückgewiesen. Die Arbeiterpartei will auf eigenen Füßen stehen. = Die täglich 11stündige Ausbentung ihrer Arbei. terinnen, wie sie die Gewerbe Ordnung den Fabrikanten vorschreibt, fassen dieselben natürlich als einen ungerechten 3wang auf. Die polizeilichen Bestrafungen, die sich in jedem wiederholenden Falle vergrößern, belasten schließlich den Geld 0. beutel auch zu empfindlich, so daß die Unternehmer oftmals ver- 1 Schlesische Aktiengesellschaft für Leinenindustrie: Dividende 8,3 pet.[ sei mit Steinen gen ffen worden, auch er habe einen Wurf er fuchen, und zwar häufig unter dem nichtigsten Vorwande, von Hildebrandt'sche Mühlenwerte Aktiengesellschaft, Halle a. d. G.: halten. Auf dem Markt angekommen, habe er telephonisch Hilje den Behörden die Erlaubniß zu erhalten, länger arbeiten ein gewinn 352 338 M., Dividende 12 pet.( gegen 15 pet. im von anderen Polizeiwachen herbeigerufen. Er habe durch gütliche Tassen zu dürfen. Die Spremberger Polizeibehörde hat Vorjahre). Neue Gas- Attiengesellschaft( Berlin): Reingewinn Worte befchwichtigen wollen; die Erzedenten feien nun nach den deswegen kürzlich eine diesbezügliche Bekanntmachung erlassen, 423 589 M., Dividende 5 pCt. Düffeldorfer Eisenbahnbedarf anliegenden Straßen zurückgedrängt worden; auf jeden in welcher auf die ungenügende Begründung dieser Gesuche hin- vormals C. Weyer u. Cie., Aktiengesellschaft: Dividende 9 pet.-- Grzebenten feien wohl fünf oder sechs Neugierige zu rechnen. gewiesen wird, und worin den Fabrikanten in unzweideutigster Attiengesellschait, Weser" in Bremen: Reingewinn 337 115 M., Auf Befragen des Vertheidigers Dr. Weber, ob der Weise der Zweck des Gesetzes vor Augen geführt wird. In der Dividende 8 pCt. Union, Fabrik chemischer Produkte in Menge seitens der Polizei erlaubt worden sei, zu fingen, antbetreffenden Bekanntmachung heißt es unter anderm: Stettin: Dividende 10 pCt.- Westfälische Drahtindustrie Hamn: wortet Polizei- Inspektor Mund: Jawohl! Ich habe gesagt, " Varaussetzung für die Genehmigung der Ueberarbeit ist Dividende 8 pet.- Westfälische Union: Dividende Prioritäts- fie tönnten fingen, sollten aber in der Stadt ruhig sein. Ich eine außerordentliche Häufung der Arbeit. Diese außerordent- Attien 12 pet., Stamm- Aftien 6 pet. war der Meinung, durch Entgegenkommen am besten auf die liche Häufung der Arbeit zu gewissen Jahres- und Fest= seiten rechtfertigt aber die Genehmigung nur dann, wenn erhalten; die Wahlen hierzu find auf den 6. Dezember anbefage eines Zeugen, eines Schußmannes, einen Werth von Auch Bremerhaven soll demnächst ein Gewerbegericht Masse einwirken zu können. Die zertrümmerten Fensterscheiben repräsentirten nach Ausdurch Produktion auf Vorrath oder Lager diesem Bedarf raumt und sind die dortigen Genoffen bereits sehr rührig, um 4712,70 M. Die weiteren Zeugen bestätigen einzelne Punkte der nicht Rechnung getragen werden kann. Diese Voraussetzung die Beisiger aus ihren Reihen hervorgehen zu lassen. tann u. a. zutreffen für Waaren, welche nur auf Bestellung an= Anklage. Die Angeklagten räumen zum Theil die ihnen zur Last gefertigt werden, wenn lettere nicht frühzeitig genug zu er- Das Arbeiter Sekretariat zu Amsterdam hat folgenden gelegten Strafthaten ein; einige schüßen Trunkenheit vor. langen find oder für Waaren, welche von der Mode abhängen, Beschluß gefaßt: Nach beendeter Beweisaufnahme wird den Geschworenen be deren Feststellung noch abgewartet werden muß. Für die Saison- Das Arbeiter Setretariat in den Niederzüglich des Angeklagten Johannsen die Frage vorgelegt: Jit der industrie ist die Ueberarbeit also nur zu gestatten, wenn und landen wird ausländische Arbeiter, die Rath oder finanzielle Angeklagte Johannsen schuldig, in der Nacht vom 22. bis soweit eine verstärkte Nachfrage vorliegt, für deren Befriedigung Unterstüßung bedürfen, an die Gewerkschaften, deneu fie ange- 23. Juni 1893 zu Lübeck an der öffentlichen Zusammenrottung nicht in der stillen Zeit des Jahres vorausgearbeitet werden hören, verweisen. einer Menschenmenge, welche mit vereinten Kräften gegen Bertann. Wenn nur einzelne Betriebe die Genehmigung zur Ueberfonen oder Sachen Gewaltthätigkeiten begingen, theilgenommen arbeit nachsuchen, während die übrigen unter gleichen Verhältzu haben, und zwar als Rädelsführer? Die zweite Frage lautet: niffen arbeitenden Betriebe deffelben Geschäftszweiges der UeberSind mildernde Umstände vorhanden? Dieselben Fragen find arbeit nicht bedürfen, fo ist ersteren der Regel nach die Genebbezüglich des Angeklagten Paap aufgeworfen. Gegen die folgenmigung nicht zu ertheilen, da sie sich ebenso, wie ihre Gewerbsden Angeklagten lauten die Fragen im ersten Theil, wie bei den genossen ohne Meberarbeit werden einrichten können. Die Ueberbeiden Hauptangeklagten Johannsen und Paap; der lezte Theil nahme zu großer Bestellungen, deren Nichtbewältigung innerhalb fällt fort und wird wie folgt ergänzt: und hierbei Sachen zerder vereinbarten Lieferungsfrist von dem Fabrikbefizer vorherzustört zu haben. Da die Angeklagten Nordström, Alwert, Moll, fehen war, ist nicht als Grund zur Genehmigung von UeberBurmeister und Mnrzock das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht arbeit anzusehen. Ueberhaupt ist die Genehmigung zur Ueberhaben, ist hinsichtlich dieser noch die Nebenfrage gestellt: besaßen arbeit der Regel nach dann zu versagen, wenn die anßergewöhndiese Angeklagten bei Begehung der That die zur Erkenntniß liche Häufung der Arbeit von dem Fabrikbesitzer felbft freiwillig ihrer Strafbarkeit erforderliche Einsicht? herbeigeführt oder durch ungeschickte Dispositionen verschuldet ist und wenn nur die eigenen Interessen des Fabrikbesizers, nicht auch öffentliche oder andere erhebliche Privatinteressen in Frage tommen." G3 wäre gut, wenn die Klaffenbewußten Arbeiter darauf achten würden, daß bei eventuellen Erlaubnißertheilungen obige Voraussetzungen auch wirklich vorhanden sind. Bei der Delegirtenwahl der Ortstasse der Steindrucker und Lithographen erhielt die Liste Friedewald und Genossen 615 Stimmen, die Liste Stuhlmann 240 Stimmen. Wenn von dem vom betreffenden ausländischen Arbeiter ausgeübten Fache feine Organisation in den Niederlanden besteht, so wird der Vorstand des Sekretariats beauftragt, solchen Arbeitern jede nothwendige Auskunft für das Finden von Arbeit und über Reisegelegenheiten zu ertheilen. Finanzielle Unterstüßung fann in dem Falle vorläufig nicht gewährt werden. Das Arbeiter Sekretariat wird sich jedoch an die Gewerkschaften richten mit der Frage, wie diefelben diese Angelegenheit geregelt sehen wollen, sowohl was eigene Fachgenossen, als was solche Arbeiter, die Gewerkschaften angehören, von denen in Holland feine Organisation besteht, be trifft." Der Erste Staatsanwalt Dr. Schön bemerkt in seinem Die deutsche überfeeische Auswanderung über deutsche Plaidoyer, daß die Sache herzlich wenig politische Bedeutung habe. Säfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam stellte sich nach Die Radauluft allein habe den Krawall hervorgerufen. In Betracht ben Ermittelungen des Kaiserlichen Statistischen Amts im tomme, daß Eigenthum im Werthe von 5000 M. zerstört worden Oftober 1893 und im gleichen Zeitraume des Vorjahres folgender- sei und einzelne Personen mishandelt und arg gefährdet wurden. maßen: Es wurden befördert im Ottober über Bremen Hamburg andere deutsche Säfen( Stettin) deutsche Häfen zusammen Antwerpen Rotterdam Amsterdam 9 1893 3 022 1892 1831 2 607 254 • • 4853 759 137 1 5 750 2861 31 256 93 3241 Für die Sonntagsruhe im Photographeugewerbe follen, der Köln. 8tg." zufolge, folgende Bestimmungen in Ausficht genommen sein: die Prinzipale mit ihren sämmtlichen Angehörigen, welche sich dem Gewerbe widmen, werden in keiner Weise in ihrer Thätigkeit beschränkt werden, sondern dürfen wic bisher den ganzen Sonntag Aufnahmen machen, die Gehilf.n jedoch fönnen nur während fünf aufeinunder folgenden Stunden Aus deutschen Häfen wurden im Oktober d. J. neben den zur Arbeit angehalten werden. Sofern sich die Angaben der norgenannten 4853 deutschen Auswanderern noch 4571 Angehörige Köln. 8tg." als richtig erweisen, so würde damit eine prinzipiell fremder Staaten befördert. Davon gingen über Bremen 3493, wichtige Abweichung von den bisher betreffs der Sonntagsruhe über Hamburg 1078. innegehaltenen Gesichtspunkten erfolgen. Ueberhaupt $ Gerichts- Beitung. Bedauerlich sei, daß viele jugendliche Personen mit auf der Anflagebant fäßen. Diese hätten gleich nach der That einen Dentzettel bekommen und dann hätte man durch die That einen Strich machen sollen. Leider hätten sie mit unter Anklage gestellt werden müssen. Vor dem sozialistischen Wahlbureau habe man die Leute vernünftig ermahnt, ruhig nach Hause zu gehen, fie hätten sich aber nur in einzelne Gruppen vertheilt und dann weiter standalirt. Er bitte, die Schuldfragen, so wie sie gestellt, zu bejahen. Es folgten die Plaidoyers der Vertheidiger, welch lettere um Freisprechung, eventuell Annahme mildernder Umstände ersuchen. 3 Versammlungen. Nach ungefähr zweistündiger Berathung fehrten die Geschworenen in den Saal zurück. Der Obmann, Herr Zimmermeister Sartori, verkündete den Spruch, der gegen sämmtliche Angeklagte auf Schuldig" lautete. Die Frage, ob mildernde Umstände vorhanden seien, beantworteten die Geschworenen gegen Neber die Arbeitslöhne der Arbeiterinnen in Amerika Burmeister und Marzock mit" Ja", gegen Johannsen und Bathel die Angeklagten Paap, Pfeiffer, Timm, Warnde, Alwert, Moll, Ueber die Gesundheitsverhältnisse der in den Buch macht die Arbeitsstatistik für Illinois nähere Angaben, welche sich mit" nein". Ebenso wurden die Fragen, ob die jugendlichen druckereien beschäftigten Arbeiter sollten bekanntlich, auf die Verhältnisse von 5099 Frauen in 95 Etablissements und laut Erlaß des preußischen Handelsministers vom 15. Fe in 48 verschiedenen Gewerbezweigen beziehen, wo dieselben 474 Angeklagten bei Begehung der That die zur Erkenntniß ihrer bruar 1892 Erhebungen angestellt werden. Die an diesen Erlaß verschiedenen Beschäftigungen oblagen. Die größere Hälfte dieser Strafbarkeit erforderliche Einsicht besessen haben, bejaht. Staatsanwalt Dr. Schön beantragte gegen Johannsen und Bathel Zuchtanknüpfende Kritik der Unternehmer war eine äußerst scharfe Frauen, nämlich 53,4 pct. verdienten nur 4 bis 7 Dollars und lange hörte man nicht das mindeſte über das erzielte Re( 1 Dollar= 4 M.) pro Woche, d. h. 674 erhielten 4 bis 5, 882 ausstrafen von 1 Jahr 6 Monaten resp. 1 Jahr gegen die übrigen fultat der Erhebungen. Neuerdings erst sickert einiges Wenige 5 bis 6 und 860 6 bis 7 Dollars. 680 oder 13 pt. verdienten Monate, Pfeiffer 10 Monate, Stief 6 Monate, Timm 10 Monate, Angeklagten Gefängnißstrafen und zwar gegen Baap 1 Jahr des gewonnenen Materials an die Deffentlichkeit durch. So be- weniger als 4 und 31,58 pet. verdienten 7 bis 25 Dollar Warude 6 Monate, Nordström 2 Monate, Alwert, Moll und richtet der Gewerbeinspektor des Regierungsbezirks Düsseldorf wöchentlich. Der Durchschnittslohn der in der Offizin und Burmeister 3 Monate, Marzock 2 Monate. Den ingendlichen in seinem Bericht über diesen Punkt:" Die Erhebungen haben Administration beschäftigten Arbeiterinnen war 9,54, berjenige Burmeister 3 Monate, Marzock 2 Monate. Den ingendlichen ergeben, daß auch in den hiesigen Buchdruckereien der Prozentsatz der eigentlichen Fabritarbeiterinnen dagegen nur 5,93 Dollars. anwalt/, Monat, den übrigen 3 Monate von der UntersuchungsAngeklagten mit Ausnahme von Alwert beantragt der Staatsder Sterbefälle an Lungenschwindsucht ein unverhältnißmäßig In den einzelnen Gewerben wurden folgende Durchschnittslöhne hoher ist und im 4-60 jährigen Durchschnitt bei 12 Orts, Be gezahlt: In Bäckereien 5,86, Buchbindereien 6,84, Besenfabriken haft anzurechnen. Demgegenüber erkannte das Gericht: wegen find die Arbeitsräume in den meisten hiesigen und namentlich in Läden 1,75 bis 30 Dollars( der Durchschnitt was icht zu errefp. 1 Jahr, gegen die Uebrigen auf Gefängnißstrafen, und triebs- und Hilfskaffen zwischen 46 und 100 schwankt. Dabei 6,57, Mäntelfabriken 6,17, Rorsetfabrikation 5,09, en großen Berg ehens gegen§ 125,2 des Straf- Gesetz- Buches gegen Johannsen und Bathel auf eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 9 Monaten und Bathel auf eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 9 Monaten fast allen größeren Druckereien gut eingerichtet und mit Lüftungsmitteln); Sleidermacherinnen 11,48, in fleineren ghnittwaaren resp. 1 Jahr, gegen die Uebrigen auf Gefängnißstrafen, und einrichtungen versehen." Handlungen 7,21, Handschuhfabriken 6,26 Sotels 7,12, war Paap von 1 Jahr 3 Monaten, Pfeiffer 8 Monate, Timm Mit Recht ist von der Regierung zu verlangen, die Resultate 2äschereien 6,22, Blättereien 6,78, Buchdruckereier9,52, Semben 10 Monate, Warnde 6 Monate, Alwert, Moll und Burmeister ihrer Erhebungen allgemein zugänglich zu machen und die Deffent fabriten 6,30 Dollars. Telephonistinnen erhielten durchschnittlich 2 Monate, Marzock 6 Wochen, ferner wegen Bergehens gegen Deffent- fabriken 123,1 gegen Stief und Nordström auf Gefängnisstrafen von lichkeit in einer so hochwichtigen Angelegenheit nicht auf die zu 7,18 Dollars, Stenographen 12,07 Dollars wöchentlich und§ 125,1 gegen Stief und Nordström auf Gefängnißstrafen von fälligen Mittheilungen einzelner Beamten zu verweisen. Telegraphistinnen 45 Dollars monatlich. Der durchschnittliche 4 Wochen resp. 1 Monat. Bezüglich der Zeit der Strafe, die Nach dem Entscheid des Reichs- Versicherungsamtes ist Tagelohn einer Fabritarbeiterin beträgt derinach noch nicht den Angeklagten als durch die Untersuchungshaft verbüßt an1 Dollars! ein Unfall, der sich auf dem Wege von der Werkstätte bis zu Eine weitere Untersuchung hat das eigentlich ganz zurechnen ist, schließt sich das Gericht den vom Staatsanwalt einem anderen Arbeitsplatz( Bauplatz zc.) oder von dort zurück ereignet, selbstverständliche Resultat ergeben, daß 84 pt. der Arbeiterinnen den Angeklagten die Kosten auferlegt. Die Verhandlung dauerte beantragten 3 Monaten resp. 15 Tagen an. Außerdem wurden ausgeben, was sie verdienen. Woher aber auch Ersparnisse als Betriebsunfall anzusehen und unterliegt der Versicherungs: machen bei 4 bis 7 Dollars die Woche?" meint dazu die„ New von Morgens 10 Uhr bis Abends 9 Uhr. pflicht der Berufsgenossenschaften. Ein Bauklempner hatte sich init Klempnerwaaren( Ofenröhren, Dachrinnen u. dergl. unter Be Porter Volks- Zeitung". nugung eines Fuhrwerks von seinem Wohnorte aus in benachbarte Ortschaften begeben. Nachdem er die Flaschnerwaaren dort abgeliefert und an den Gebäuden, für welche sie bestimmt waren, angebracht hatte, trat er mit demselben Fuhrwert den Heimweg an; dabei führte er wiederum Ofenrohre mit fich, um sie zu Der sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Hause auszubessern. Unterwegs ging das Pferd durch; er sprang Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 20. November vom Wagen und erlitt einen Beinbruch. Der Vorstand der beschwurgerichte. Die Verhandlungen, welche schon lange mit Tagesordnung ehrten die Anwesenden das Andenken des verDie Krawalle am Stichwahltage in Lübeck vor dem seine Vierteljahrs- Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die theiligten Baugewerks- Berufsgenossenschaft und das Schieds gericht haben den von dem Verletzten wegen der Folgen dieses großer Spannung erwartet wurden, haben am Donnerstag vor storbenen Mitgliedes, Maler Joseph Hohlwegler, in der Unfalls erhobenen Entschädigungsanspruch mit der Begründung dem Lübecker Schwurgericht stattgefunden. Unter Auflage üblichen Weise. Gründel verlas hierauf den Kassenbericht. abgewiefen, daß ein Betriebsunfall nicht vorliege, weil ber des 2andfriedensbruch 3 ftanden 12 Personen, darunter Mit dem Bestand von 482,86 m. betrugen die Einnahmen Unfall sich auf dem Heimwege Don der Betriebsstätte rinige Lehrlinge im Alter von 15 und 16 Jahren. Es handelt 690,66 W., die Ausgaben beliefen sich auf 343,25 M., somit fich bekanntlich um die bedauerlichen Vorfälle am Abend des verblieb ein Ueberschuß von 347,41 m. Auf Antrag des Reviereignet habe. Entgegen dieser Stuffaffung hat bc Reichs Versicherungsamt = 22. Juni nach Bekanntwerden des Wahlresultats. Wir werden in sors Gottfried Schulz wird dem Kassirer Decharge erdurch Rekursentscheidung 5. Dezember 1892 die Berufsgenossenschaft verurtheilt, den Bar Rürze, nach dem Lüb. Anzeiger" da uns andere Nachrichten theilt. Ladewig berichtete über die Abrechnung der Lassalleletten für die Folgen des erlittenen Unfalls zu entschädigen. Bi noch fehlen, den Thatbestand wiedergeben: Nachdem das Wahl- feier in Schmargendorf. Vereinnahmt wurden 410,50 M., verder Entscheidung wurde davon ausgegangen, daß es fich im vrr resultat bekannt geworden, vereinigten sich, auf den Straßen mehrere ausgabt 258,45 W., demnach verblieb ein Ueberschuß von liegenden Falle nicht um den Weg handelt, ben der Arbeiter Gruppen von Menschen, welche über den Ausgang der Wahl erregt 152,05 M. Für das am 20. Januar in der Ressource" ftattzurückzulegen pflegt, um vom Arbeitsplatz nach seiner Behausung waren und es tam zu einem gefchloffenen Zuge, der sich nach den findende dritte Stiftungsfest wurde ein 7gliedriges Komitee ge zu gelangen. Derartige Wege dienen an sich dem privatwirth Holstenthor bewegte. Vor dem Hause des gewählten bürger- wählt und beschlossen, trotz übler Erfahrungen bei der Laffa leschaftlichen Interesse des Arbeiters. Anders liegt die Sache lichen Abgeordneten Dr. Gör wurden Hochs auf den feier die Musiker dennoch von der Freien Vereinigung ter dagegen bei Gewerbetreibenden der durch den Kläger vertretenen sozialistischen Kandidaten und Berwünschungen auf den Ge- Bivil- Berufsmusiker" zu bestellen. Ein Antrag des Genossen Art. Das Bauflaschner- Handwerk gestattet nicht, daß die Arbeits: wählten ausgebracht. Auf glitliches Einreden des Polizei- Schulz, aus der Vereinskasse 300 m. für Agitation zu verstüde, deren Herstellung es bezweckt, zugleich an dem Orte an Inspektors Mund zerfreute fich die Menge, um aber sich neuer wenden, gelangte zur einstimmigen Annahme. Gen. Borchardt gefertigt werden, wo sie zur Verwendung gelangen sollen. 3 bings zusammen zu schaaren vor der Wohnung des fozial. verlas ben Schiedsgerichtsspruch in der Angelegenheit Gründel Im Haufe des contra Gastwirthsgehilfen, wodurch dieselbe ihre Ertommen in Betracht meistens Dachrinnen, Ofenrohre und der demokratischen Kandidaten Schwarz. gleichen, die der Flaschnermeister in seiner häuslichen Werkstatt Dr. Gör waren Fenster ein geworfen worden, auch waren Ber- ledigung gefunden hat. Grauer und Fris monirten die geringe Betheiligung der Mitglieder bei der Flugblattverbreitung anfertigt, um fie dann zur Baustelle zu schaffen und dort anzu- legungen von Personen vorgekommen. Vor dem Berliner Hof" wo das Wahlbureau der sozial zur Kommunalwahl. Einen Streitfall zwischen Pielicke und bringen. Die Wege von der Werkstatt zum Bauplatz gehören deshalb, ebenso wie die Wege, welche ein Monteur behufs Auf- demokratischen Partei sich befand, ist die erregte Menge aufeinrich soll von den Genossen Hoch und Alboldt unterstellung der in der Fabrit hergestellten Maschinen zurückzulegen gefordert worden, ruhig nach Hause zu gehen und teinen Unfug fucht werden. Der Vorstand wurde ermächtigt, in nächster Zeit hat, in der Regel als wesentliche Bestandtheile zum Betriebe und zu treiben. Später fammetten sich wieder große Menschen ein Flugblatt heraus zu geben. Hierauf erfolgte Schluß der zivar gleichgiltig, ob es Hin- oder Rückwege find. Demgemäß massen auf dem Markt an. Dort wurden sämmtliche Fenster- Versammlung. jind aber auch Unfälle auf solchen Wegen als Betriebsunfälle scheiben des Kanzleigebäudes eingeschlagen, in den umliegenden Am Mittwoch Abend hatten sich die Mitglieder der Ort 3anzusehen, und zwar trifft das im vorliegenden Falle um so Straßen erlitten eine ganze Reihe Ladenfenster dasselbe Schicksal. Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der mehr zu, als der Kläger zur Zeit des Unfalles noch Ofenrohre Der Angeklagte Iohannisen foll hier den Rädelsführer ge- Kaufleute, Handelsleute und Apotheker vermacht haben. Als erster der 26 geladenen Zeugen wurde fammelt zum Zwecke der Nominirung von Kandidaten für die mit sich führte, die er zu Hause repariren ivollte. Polizei- Inspektor Mund vernommen, welcher im Wesenlichen Kapitalistische Entbehrungslöhne. Schultheiß Brauerci Folgendes aussagt: Von Führern der sozialdemokratischen Partei nächste Delegirtenwahl. Borgeschlagen wurden ca. 480 Kandidaten und das Bureau beauftragt für Ergänzung der noch fehlenden Attiengesellschaft: Reingewinn 996 805 M., Dividende 15 pst.wurde mir die Bersicherung gegeben, daß, auf welche Seite auch und das Bureau beauftragt für Ergänzung der noch fehlenden ca. 300 Delegirten Sorge zu tragen. Während der nun folgenSchöneberger Schloßbrauerei: Dividende 12 pCt.( gegen 10 pSt. der Wahlfieg falle, die Ruhe nicht gestört werde. Um jedoch den Diskussion wurde unter anderem nachfolgende Resolution im Vorjahre). Leipziger Bierbrauerei zu Reudritz( Riebeck etwaigen Rubestörungen entgegentreten zu können, wurden einstimmig angenommen:„ Die Versammlung erklärt sich mit u. Co.): Dividende 10 pet. Lindener Aktienbrauerei: Dip' die Mannschaften, die von Morgens 8 Uhr an Dienst dem Vorgehen der Berliner Arbeiterschaft gegen die Kgl. Charitee dende 24 pet.- Brauerei Pfefferberg( Berlin): Dividende hatten, Abends vorläufig nicht entlassen. Da ich mich einverstanden und beauftragt ihre Delegirten, in der nächsten 10 Uhr an verschiedenen Stellen persönlich über: Generalversammlung den Boyfott über die Charitee feitens der liner Maschinenbau- Aktiengesellschaft normals 2. Schwarzkopff: zeugt hatte, daß alles ruhig war, gab ich die Anweisung, daß Kaffe zu beantragen und für die Annahme dieses Antrages Sorge Dividende 15 pet.( gegen 18 pct. im Vorjahre). Berline fich die Mannschaften, bie am Tage Dienst gehabt hatten, in unzu tragen." Aktiengesellschaft für Gifengießerei und Maschinenfabrikation auffälliger Weise nach Hause begeben sollten. Der Schuhmannin Charlottenburg: Dividende 14 pet. Aktien- Brauereigesellschaft war die Instruktion gegeben, nicht unnöthig einzuschreiten, Eine Verbandsversammlung der in Holzbear schaft Friedrichshöhe( vormals Pagenhofer): Dividende 16 pet. sondern fleine Bergehen einstweilen unbeachtet zu laffen, als beitungs- Fabriken und auf Holzplähen be Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft in Berlin: Rein durch frühzeitiges Eingreifen zu provoziren und ernste Ruhe- fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen gewinn 1953 308 M., Dividende 84 pCt. 1 650 000 0. störungen hervorzurufen. Der Zeuge führt des weiteren aus: Deutschlands( Filiale II Nord) fand am 14. November Gesellschaft für Brauerei, Spiritus- und Preßhefenfabrikation Vor dem Hause des Dr. Gör sei demonstrirt, man habe Hochs statt. Die Genoffin Baader hielt einen lehrreichen mit Beifall vormals G. Sinner in Grunwintel: Dividende 15 pet. auf Schwarz, aber auch auf Dr. Gör ausgebracht. Eslaufgenommenen Vortrag. In der Diskussion sprachen die Redner 8 pt. Klosterbrauerei Röderhof: Dividende 9 pet. Ber- um " " Vermischtes. Zur Heine- Denkmal- Frage. Daß die Bourgeoisie Heinrich Heine fein Denkmal segen will, ebenso wenig das Junkerthum, dürfte nach Durchlesen des Nachfolgenden kein Wunder sein. I. Aus: Heinrich Heine's Tragödie Radcliff, geschrieben in Berlin, von der er sagt: bei diesem Ruf flammten die fahlen Gesichter des Elends wie Purpur auf und erbleichten die rothbäckigen Söhne des Glücks wie Kalt; der Dichter sieht hinaus in die Zukunft und schreibt deren Geschichte. 6. Auftritt. im Sinne des Referats. Sodann wurde die Abrechnung vom Jim Dresdener Garten. In derfelben sprach zunächst Reichstags| Deutschmann vor, wenn man nicht überzeugt sei, baß es dritten Quartal vom Hauptvorstande verlesen und demselben, Abgeordneter Dr. Bruno Schoenlant über:" Unsere Biele." Pflicht des Arbeiters gegen sich selbst ist, sich gewerkschaftlich zu fowie auch dem Ausschusse unserer Gewerkschaft eine Be- Jm Reichstag habe, so führte der Vortragende aus, Bebel ein- organisiren, dann sollte man sich doch nicht der Gewerkschaft anfchuldigung zu theil, indem dieselben dem am 31. Auguft an- mal unsere Biele furz und treffend dahin präzisirt: wir erstreben schließen. Die Versammlung nahm gegen eine Stimme folgende genommenen Antrag nicht Folge leisteten, sondern ihn einfach ab- auf wirthschaftlichem Gebiete den Sozialismus, auf politischem Resolution an: Die Versammlung erklärt sich mit den Begelehnt haben. Vom Borstand wurde deshalb ein Geschäfts- Gebiete die Republit, auf religiösem Gebiete den Atheismus. schlüssen des Parteitages einverstanden. Die Anwesenden verordnungs- Antrag gestellt, der hauptsächlich bei der General Wenn auch jeder Sozialdemokrat sich hiermit einverstanden er pflichten sich jedoch, so weit es noch nicht gefchehen ist, der versammlung Anwendung finden soll. Der Antrag lautet: Der flären könne, so hielt der Vortragende es doch für angemessen, politischen sowohl wie der gewerkschaftlichen Organisation Hauptvorstand ist verpflichtet, alle Anträge, welche von mindestens sich das Erfurter Parteiprogramm zur Norm zu nehmen. Redner beizutreten. Die Versammlung verurtheilt das Verhalten des 50 Mitgliedern unterzeichnet oder in deren Auftrage gestellt wer- führte den Anwesenden vor Augen, wie im Anbeginn der Ge- Genossen Auer auf dem Parteitage gegenüber dem. Genoffen den, zu berücksichtigen. Bei vollzähligen Gründen, welche eine schichte eine tommunistische, gesellschaftliche Wirthschaftsweise ge- Regien." Letterer Sah wurde auf besonderen Beschluß der Verunbedingte Ablehnung bedingen, ist derfelbe jedoch verpflichtet, herrscht habe, schilderte die Entwickelung aus dem urwüchsigen fammlung( mit dem vorher erwähnten Stimmenverhältniß) den den Antrag, sowie die begründete Ablehnung den Filial- Bor: Kommunismus zur heutigen privatkapitalistischen Wirthschafts- vorangehenden Sägen hinzugefügt. Genoffe Seitz berichtete dann, ständen mitzutheilen. Beschwerden bei der Generalversammlung weise, welche unabweislich dem Mittelstande den Garaus mache daß die Einnahmen seit dem 15. Januar 628,87 M., die Ausfind zulässig; dasselbe gilt auch für den Ausschuß." Ueber und das Proletariat vermehre. Die Kapitalistenverbände im gaben 589,42 M. betragen haben, also ein Bestand von 39,45 M. die Firma Hell mich, Bergstr. 37, wurde Klage geführt, daß Interesse der Kapitalisten geschaffen, bilden die Vorstufen zu geblieben ist. Die Versammlung wählte Seiß zum Vertrauens dieselbe wöchentlich manchmal 2-3 Kreissägenschneider beschäf- einer sozialistischen Organisation und geben einen Beweis dafür, mann wieder. In die Lokalkommission wählte sie die Genoffen tigt und je nach Belieben entläßt. Diese Beschwerde wurde daß die Einzelproduktion fich überlebt hat und die historische Krumm, Paul Börner und Schof. als berechtigt anerkannt, aber bemerkt, daß bei der Arbeitslosig- Entwickelung auf eine genossenschaftliche Produktion hindränge. keit und dem schlechten Geschäftsgange vorläufig nicht dagegen Die Arbeiterklasse habe sich demzufolge zu organisiren Front gemacht werden könne. Kollege Wegner theilt mit, als sozialpolitische Rampfpartei und auf politischem Gedaß sich der Diskutirklub( Holzarbeiter) aufgelöst habe, daher biete die Beseitigung des Klassenstaates, auf wirthschaftlaut Statut sämmtliche Utensilien und Bibliothek der Filiale lichem Gebiete die Vergesellschaftlichung der Produktion zu als Eigenthum zur Benußung übergeben sind. Sodann wurde be- erftreben. Die ökonomische Entwickelung schreite unaufhaltsam Wieder Einer. Gera, 16. November.. Der ehemalige fannt gegeben, daß diejenigen Kollegen, die bis zur nächsten Ver- vorwärts, uns bleibe nur übrig, die Hemmnisse aus dem Wege Raffirer an der Städtischen Leihanstalt Emil fammlung, die am 12. Dezember stattfindet, mit der Vergnügungs- zu räumen, um die Entwickelung zu beschleunigen. Eins der Glier wurde wegen Unterschlagung im Amte vom Schwurgericht tasse nicht abgerechnet haben, namhaft gemacht würden. größten Hemmniffe sei die Unaufgeklärtheit der Massen, deshalb zu fieben Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust versei die Agitation mit Eifer und Nachdruck zu betreiben. Mit urtheilt. Glier hatte jahrlang Unterschlagungen zum Schaden Der Verein Berliner Hausdiener tagte am 14. b. M. Der Verschlechterung der Verhältnisse der Arbeiterklasse müsse das der Stadt verübt und die Bücher gefälscht. Die Gesammtsumme Die Versammlung ehrte das Andenken des verstorbenen Kollegen Wachsthum des Sozialismus gleichen Schritt halten, deffen Biel der Unterschlagungen belief sich auf rund 22000 m. Kirsch durch Erheben von den Plägen. Eine vom Kollegen sei die Beseitigung des Klassenstaates und Ersaß durch eine große Runge zu den Fragebogen„ Reichskommission für Arbeiterstatistit" gegebene Beantwortung, die vom Vorstand ausgearbeitet, wurde Wirthschaftsgenossenschaft, in welcher gleiche und freie Menschen einstimmig für gut geheißen und der Vorstand beauftragt, dieses produziren und die kulturgemäßen Bedürfnisse der Gesellschaft Schreiben der Reichstommiffion unverzüglich zuzustellen. Die mit Leichtigkeit hergestellt werden tönnen.( Beifall.) In die hierauf erfolgte Abrechnung vom Stiftungsfeit ergab eine Ein- Debatte wurde auch die Behandlung der Gewerkschaftsfrage auf nahme von 489,30 M. und eine Ausgabe von 583,95 M.; mithin dem Kölner Parteitage hineingezogen und nahm Dr. Schoenlant nahme von 489,30 M. und eine Ausgabe von 583,95 M.; mithin Veranlassung, hierzu feine Ansichten zu äußern. Derfelbe erklärte entstand ein Defizit von 94,65 M. Die Kollegen, welche noch im es für ein armseliges Poffenspiel, wenn man Bebel, Auer, Lieb Ridande mit ihren Billets find, wurden bekannt gegeben. Die tnecht 2c., die schon seit Jahrzehnten feine Lohnarbeiter mehr nächste Versammlung findet am 28. November d. J. statt. feien und den politischen Kampf führen, veranlassen wollte, einer Der Allgemeine Hilfsarbeiter und Arbeiterinnenverein gewertschaftlichen Organisation beizutreten. Wenn man dadurch hielt am 15. November eine Mitglieder- Versammlung ab, in der das Heil für die Gewerkschaften erwarte, so sei das eben eine Genosse Adolph Hoffmann in einem interessanten Bortrag über verwerfliche Autoritätsdufelei. Wenn die Arbeiter selber nicht das moderne Raubritterthum sprach. An der Diskussion be- aus Ueberzeugung den Gewerkschaftsorganisationen beitreten, so theiligte sich der Kollege Läpple im Sinne des Referats. Unter tönne diesen auch kein Bebel oder Liebknecht helfen. Der dritte Vereinsang.legenheiten machte der Borsitzende bekannt, daß Mitte Punkt der Tagesordnung betraf die Berichterstattung der Dezember eine Generalversammlung stattfindet, in der eine Neu- Agitationsfommission, welche vor ungefähr einem Jahre gewählt wahl des Vorstandes zu vollziehen ist. Das Stiftungsfest findet wurde. Aus finanziellen Schwierigteiten sowohl, wie auch aus am 25. b. M. in den Germania- Prachtfälen statt. anderen Gründen hat sich die Agitationsfommission veranlaßt Im Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufs- Die Kommission hält dafür, daß öffentliche Versammlungen nur gefehen, nur zwei öffentliche Versammlungen stattfinden zu lassen. genoffen hielt am 16. d. M. Genosse Hoffmann einen beifällig alle drei Monate stattfinden mit politischem Vortrage 2c. Den aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Das moderne Raub Schwerpunkt zur Stärkung des Verbandes hat die Kommission ritterthum". Kollege Sillier gab sodann einen kurzen Bericht auf Werkstattsbesprechungen gelegt und hiermit recht gute Er über die Lage des Brandenburger Streits. Nach den Aus- folge gezeitigt. Die Agitationskommission legte ihr Amt nieder führungen Sillier's find die Verhältniffe für uns die denkbar und erfolgte hierauf Neuwahl derfelben. Gewählt wurden in günstigsten, von 19 Maschinen sind nur 3 in Betrieb, ebenso dieselbe die Kollegen Heynemann, Kottonau, Lau, stehe es in Dresden, wo 2 Druckereien nach wie vor vollständig Wilte, Freimuth und Brothun auf die Dauer eines leer stehen, weil dort Arbeiten für die Attien- Gesellschaft ge- Jahres, unter Verschiedenem" tam auch der Chariteeboykott fertigt werden follten. Redner ersucht alle gegentheiligen Berichte zur Sprache und wurde darauf hingewiesen, daß derfelbe nicht als auf unwahrheit beruhend zurückzuweisen; wenn auch an ein voll und ganz aufrecht zu erhalten sei, einmal hinsichtlich der Nachgeben seitens der Betriebsleitung nicht zu denken sei, da Mervenkranken, andererseits hinsichtlich derjenigen Kranken, die dem Direktor alle Befugnisse eingeräumt sind, dieser aber den durchaus in die Charitee wollen. Ein Zwang könne nach dieser Schaden nicht am eigenen Geldbeutel verspüre, so sei dennoch Richtung hin nicht ausgeübt werden. der Kampf durch die bewiesene Ausdauer moralisch für uns gewonnen. Redner fordert die Anwesenden auf, wie bisher für die Unterstüßung der Streifenden Sorge zu tragen, damit dieser Streit bis zum Schluß zu unseren Gunsten ausgefochten werden tönne. Rollege Schöpfe befundet die Sympathien aller ausländischen Kollegen und konnte derselbe den weiteren Zufluß von Geldmitteln in Aussicht stellen. Zur Wahl der Delegirten der Orts- Krankenkaffe wurde auf Anfrage berichtet, daß das Resultat der Wahl noch nicht bekannt sei, gegen die Wahl selbst seien mehrere Protefte eingegangen und wäre es daher leicht möglich, daß die Wahl noch einmal vorgenommen werden müßte. Für diesen Fall wurden die Kollegen ersucht, ebenso zahlreich und pünktlich wie bei der ersten Wahl zu erscheinen. In die Arbeits: nachweis- Rommiffion wurde Kollege Peters an stelle des zurückgetretenen Kollegen Heinze gewählt. " Zom Ja, wenn er noch katholisch wär, mie wir, und absolviren tönnt! Er ist ein Keher, und nach dem Hängen muß er dort noch brennen! Radcliff. Glaubt's nicht, der alte Robin wird nicht brennen, dort oben giebt's' ne andre Jury als hier in Großbritannien. Robin ist ein Mann, und einen Mann ergreift der Born, wenn er betrachtet, wie die Pfennigfeelen, die Buben, oft im Ueberflusse schwelgen, in Sammt und Seide schimmern, Austern schlürfen fich in Champagner baden, in dem Bette des Doktor Graham ihr Kurzweil treiben, in feinen Wagen durch die Straßen rasseln und stolz herabsehn auf den Hungerleider, der mit dem letzten Hemde unterm Arm langsam und feufzend nach dem Leihhaus wandert. ( bitter lachend.) O! seht mir doch die satten, tlugen Leute, wie sie mit einem Walle von Gesezen sich wohl verwahret jedem Andrang ber schreiend überläst'gen Hungerleider! Weh dem, der diesen Wall durchbricht! Bereit sind Richter, Henter, Stricke, Galgen! Je nun, manchmal giebt's Leut, die das nicht scheun. Tom. So dacht auch ich, und theilte ein die Menschen in zwei Nationen, die sich wild betriegen, nämlich in Satte und in Hungerleider; weil ich zu letterer Partei gehörte so mußt ich mit den Satten oft mich balgen, doch hab ich eingesehn der Kampf ist ungleich. 2c. Die Tapezirer hielten am 20. d. M. eine öffentliche Versammlung ab. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Der Kölner Parteitag und die Gewerkschaftsbewegung" referirte der Genoffe Nät her. Die Frage, welche durch das Drängen, namentlich der Berliner Gewerkschaftsleiter, zur Verhandlung ge bracht sei, habe leider keine grundsätzliche Würdigung erfahren. Wenn man, so führt Redner weiter aus, die Zahl der männ lichen und weiblichen Mitglieder der Partei, welche sich ohne besondere Hindernisse organisiren tönnten, in Berlin auf zirka 200 000 berechne, so sei es beschämend, daß die gewerkschaftII. Norderney, geschrieben auf der Insel Norderney 1826. lichen Organisationen zusammen noch nicht den zehnten Theil Wahrlich, durch die bessere Erziehung des jungen hannoverDieser Bahl umfassen. Durch Schmeicheleien und indem man für Schen Adels ließe sich vielen Klagen vorbauen; aber die Jungeu das Verhalten der Indifferenten alle möglichen Entschuldigungen werben wie die Alten, die das Land Hannover regieren oder vorbringe, läßt sich gegen die eingewurzelte Indolenz der Arbeiter mittelbar zu regieren glauben; man schickt sie wohl nach nicht anfämpfen, sondern nur durch ununterbrochene Aufklärungs- Göttingen, aber da hocken sie beisammen und sprechen nur von Eine öffentliche Versammlung der Stuckateure für arbeit, wenn die Arbeiter auch dadurch öftere Wahrheiten zu ihren Hunden, Pferden und Ahnen. Immer derselbe Wahn, als Schöneberg und Umgegend tagte am 19. d. M. bei hören bekämen. Einen größeren Nutzen, so schließt der Redner wären sie die Blumen, während die andern blos Gras sind; dieJakob, Grunewaldftr. 110. Diefelbe war im Interesse der Fach- feine Ausführungen, haben die Gewerkschaften von einer gründlichen selbe Thorheit mit dem Verdienste der Ahnen den eignen Unorganisation von den Vertrauensleuten einberufen worden, ange- Diskussion der Frage in den Versammlungen und in der Preffe, werth bedecken wollen, dieselbe Unwissenheit über das Zweifelspornt durch den guten Erfolg, welchen die vordem in Char- als von dem Beschluß eines Parteitages. An der Diskussion be- hafte diefer Verdienste, indem die wenigsten bedenken, daß die Tottenburg stattgehabte Wanderversammlung gezeitigt hatte, der theiligten sich neben Friedmeier, Wel3, Feder und Fürften felten ihre treuesten und tugendhafteften Diener, aber weiterhin die Vertrauensleute veranlaffen wird, in anderen Vor- Sander mehrere Anarchisten, welche die Geduld der Versamm- sehr oft ben Kuppler, den Schmeichler und dergleichen Lieblingsorten Berlins gleiche Versammlungen zu veranstalten. Den er lung durch beharrliche Verführung durcheinander gewürfelter fchufte mit adelnder Suld beehrt haben; die wenigsten tönnen schienenen Berufsgenossen legte Kollege Grüneberg in einem Gemeinpläge auf eine barte Probe stellten. In seinem Schluß- angeben, was die Ahnen gethan haben und selbst wenn sie bei vortrefflichen Vortrage den Zweck und den Nutzen der gewerf worte betonte der Referent, daß die neuen Ideen", mit welchen der Groberung Jerufalems zugegen waren, so sollten sie auch be= schaftlichen Organisation dar und warb in eindringlicher Weise die Anarchisten die Gewerkschaften erfüllen wollen, zur Aufgabe weisen, daß jene Ritter ehrlich mitgefochten und die Eisenhofen um neue Kämpfer für die gemeinsame Sache, um allseitigen An haben, in erklärlicher Ermangelung einer anderen Thätigkeit, die nicht mit gelber Furcht wattirt waren. Von der Reinheit des schluß der Berufsgenossen, gleichgiltig, ob diefelben gelernte oder Gewerkschaften als Verfuchsfelder für ihre Bestrebungen zu be- Blutes will ich gar nicht einmal sprechen, Philosophen und ungelernte Arbeiter feien. Bedauerlich sei es, daß sich noch immer nutzen. Die Anträge, den Arbeitsnachweis, den jezt eine Stalltnechte haben darüber gar seltene Gedanken. Berufsgenossen finden, die selber die Rüstung aufführen, die bei Kommission verwaltet, einem ständigen Bureauhalter zu überFrostwetter arbeiten, die faft 50 pet. unter dem Lohntarif artragen, wurde nach längerem Für und Wider durch Uebergang beiten. Der größte Feind der Kultur seien die unorganisirten zur Tagesordnung erledigt. Kollege Machsen berichtete zum Arbeiter. Pflicht aller Arbeiter sei es, sich ihrer Berufs- Schluß noch über seine Thätigkeit als Revisor. Der Bestand, organisation anzuschließen. Dem mit großem Beifalle auf Bücher und Beläge der Agitationstommission haben sich in Ordgenommenen Vortrage folgte eine animirte Diskussion im Sinne nung befunden. des Vortrages. Das Ergebniß der Verhandlungen war die einstimmige Annahme folgender Resolution: " Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. In Erwägung, daß unsere Organifation nur dann kräftig werden kann, wenn alle Berufsgenossen sich in ihr vereinigen, verpflichten sich die Kollegen, überall das hm zu agitiren, die Organisation zu der zu machen, daß sie einen Echuzwall bildet gegen jede Unternehmerwillkür." Weiter wählten die Schöneberger Kollegen zum Vertrauens. mann den Kollegen Eichhorn, Sedanstr. 50. Briefkaffen der Redaktion. 1. Beilage, wörtlich dahin beantwortet: An den Vorstand der Zöller. Ihre Anfrage ist bercits unter dem 18. Oftober, Auwaltskammer. Bricjliche Anfragen müssen wir ablehnen." Ihre Einsendurgen crfolgen zurück. fondern als privates in von Ihnen gemietheten Näumen zu veranstalten. H. Stolz. Nein: ein Kaufmann ist nicht verpflichtet, seine Waaren zu verkaufen. E. W. Sch. Die Ehefrau erbt als märkische Ehefrau die Hälfte des Gesammtvermögens. Charlottenburg. Am 15. d. M. tagte hier eine öffentliche Versammlung der Maler und Anstreicher. Frau Balin Ch. Liedtke. Kellner unterstehen der Gesinde Ordnung referirte über das Thema:" Die Lage des arbeitenden Bolles nicht, ebenso wenig der Pflicht sich prügeln zu lassen. im Gegensatz zu ben besigenden Klassen. In der hierauf nicht, ebenso wenig der Pflicht sich prügeln zu lassen. Wittenberge. Es ist nur Beschwerde gegen ein Tanzfolgenden Diskussion sprachen die Kollegen Flemming, Düfer und Krahnert im Sinne des Referats. Folgende Resolution vomnicht als öffentliches, auch nicht als Vereinskränzchen, fränzchen- Verbot möglich. Sie thun gut, das Tanzkränzchen Kollegen Steinhäuser gelangte einstimmig zur Annahme: Die Bersammlung erklärt sich mit den Ausführungen der Referentin voll und ganz einverstanden, und verspricht, eine rege Agitation zu entfalten, um die Organisation zu stärken, um eine Besserung Die Lacirer waren am 20. November versammelt, um unserer Lage zu erreichen. Der erste Mai ist als Feiertag auf über die durch die Schmußkonkurrenz der Kleinmeister herbei alle Fälle zu feiern, ebenso alle Sträfte aufzubieten, um den Achtzu diskutiren. Einige Kollegen wiesen auf die niederen Löhne wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt, gleichfalls lehnte in 6 Monaten; durch jede gegen den Thäter gerichtete Handlung geführten Mißstände in der Lampen refp. in der Blechindustrie stundentag zu erringen." Die Wahl des Vertrauensmannes O. Nr. 3. Die Verfolgung von Preßvergehen verjähren hin, welche Kleinmeister wie Schent, Refter, Selbig, Graumann die Versammlung den Antrag des Kollegen Düter: die hiesigen des Richters wird die Verjährung unterbrochen, so daß eine neue und noch mehrere andere zahlen. Zur Agitation für eine bier Innungsmeister zu unserer nächsten Versammlung einzuladen, ab. Verjährungsfrist vom Tage der richterlichen Handlung abläuft. gegen im fommenden Jahre zu unternehmende Lohnbewegung In Stralan tagte am 19. November eine öffentliche Partet Die Bollstreckung rechtskräftig erkannter Strafen verjährt je nach wählte die Versammlung eine Kommission von fünf Personen. Nachdem hierauf Kollege Nautenhaus über die Beschlüsse der versammlung, in der Genoffe Reinhardt ben Bericht über die Höhe der Strafe in 2-30 Jahren(§ 10 St.- G.- 23.). Gewerkschaftskommission berichtet hatte, äußerte Kollege Franz Verhandlungen des Parteitages gab. In der Diskussion betonten 2. S. E. 1. Nein. 2. Auf Herausgabe des Packets fann Müller, daß es für die Gewerkschaft schädlich ist, daß auch jeder die Genoffen, welche das Wort nahmen, die Nothwendigkeit der geklagt werden. 3. Nein, bei dein Gericht Ihres Wohnorts. nicht organisirte Arbeiter auf dem Bureau der Gewertschafts- gewerkschaftlichen Organisation. Nur Genosse Deutschmann 4. Ja. tommission in gewerblichen Dingen die Auskunft unentgeltlich äußerte, er verspreche sich, obwohl er auch im Tischlerverband Otto Soc. 1. Die Statuten des Südstern", E. H. 110, find bekomme. Auch die Zentralisirung des Arbeitsnachweises durch sei, von den Gewerkschaften garnichts. Diese Ansicht wurde uns nicht zugesendet. 2. An die Stadtverordneten- Bersammlung. die Kommune werde die Gewertschaft, deren Stärke bisher der natürlich von den nachfolgenden Rednern bekämpft. Genosse 2. M. y. Sie haben ein Recht, auf Scheidung der Arbeitsnachweis war, schwächen. Nautenhaus wurde wider: Buck führte an, daß vor 1890 niemand unter den Glasmachern Che zu flagen, müssen aber vorab die Frau aufnehmen. gewählt als Delegirter sur Gewertschaftskommission. Derfelbe in Stralau fich fand, der für den Sozialismus Propaganda Auguft. Gesundheit oder das Leben gefährdende Mißforderte dann die Kollegen auf, ihm Mittheilung davon zu machte. Das gefchebe vielmehr erst, seitdem im Oftober 1890 die handlungen seitens des Ehemannes berechtigen die Ghefrau, die machen, wenn sie erfahren, daß der Gesellenausschuß für die Organisation der Glasmacher geschaffen worden sei. Genosse Silage auf Trennung der The anzuſtrengen und bei Gericht den Innung gewählt werden soll. Die Wahl müsse verhindert Alschner bezweifelte, daß es gut sei, daß in den Partei- Antrag zu stellen, ihr( im Wege der einstweiligen Verfügung) werden, weil sonst die bei Innungsmeistern arbeitenden Gesellen vorstand immer diefelben Personen hineingewählt werden; zu gestatten, auf Kosten des Ehemannes von ihm getrennt zu bei Streitigkeiten nicht mehr dem Gewerbegericht, sondern dem dadurch bilden sich schließlich Parteibureaukraten aus. Genoffe werden. Innungs Schiedsgericht unterstehen und auch zur Innungs- Kaltel bemerkte, daß er sich für seine materiellen Verhältnisse A. Gößlin. Der Betreffende ist leider für den durch Krantentasse höhere Beiträge zu leisten haben als zur Ortskaffe. gerade ungekehrt wie Deutschmann mehr von der gewerk Feuers zufall den Arbeitern zugefügten Schaden nicht verschaftlichen als von der politischen Bewegung verspreche. Im antwortlich. Eine öffentliche Versammlung aller in der Gold- und übrigen sei er auch mit dem Borrebner einverstanden; durch neue Albert. In der rechtskräftig entschiedenen Sache ist leider Silberwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Ar- Kräfte im Vorstand komme ein neuer Zug in die Aktion. In nichts mehr zu machen. Sprechen Sie eventuell zwischen 12 beiterinnen und Berufsgenossen tagte am 20. d. M. feinem Schlußworte bielt Genoffe Reinhardt dem Genossen und 1 Uhr vor. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarks. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg 3561 L 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Stempel Bereins- Abzeichen ze. H. Guttmann, Brunnenstr. 9.* Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst J. Semmel, niente, 55, in der Fabrit Grüner Weg 80, prt. Oranienftr. am Moritzplatz, Eingang vom Flur. pr. Zahn- Arzt. Spr. 8-6. 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