Dr. 16. Nbonneinenlz-keäiMWN: Sboimrment»■ Prci« fcräuumeranbo: S!iottdiä6rI. 3,30 M», OTonall. 1,10 Ml, irödicutlicf) 28 Pjg. frei ins HauS. Einzelne Nummer S Pf«. SonnlngS» »umlncr mit illufiriertcr SoimtagS» Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfa. Post» «bonnemeut: 1.10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Pojt-ZciwngS. Prediisle. Untcr� Krcuzbmid für nehmen an: Belgien. Dänemark Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Rumänien, Schweden und die Schweig. 30. Jahrg. Vit InseMonz-tiedahk keträgt für die scchsgefpallenc Kolonel- geile oder deren Raum 00 Pfg. für politische und gcwcrlfchaftNche BercinS- und Berfnminlungs-Anzcigen SO Pfg. „Mein« Mnreigtn", das fetigedruchie Wort 20 Pfg. tzulässtg 2 fettgedruckte Worte), scdeS weitere Wort 10 Pfg. Etellenacsuche und Cchlafstellenan. liabcn zählen für zn._______________ für die nächste Rumnicr inüffen bis a Uhr nachinittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition Iii bis 7 Uhr abends geöffnet. vlchlliii Wich außer fflontass. Vevlinev Volksblslt. Telegramm-Adreff« „S»ÄaIßcli>»Iirat sttll!»-. Tentralorgan cler sozialäemokrati scken Partei veutleklanäs. kUclaKrlom 850. 68» Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Sonntag, den 10. Januar 1913. Bxpcdttion: 8 Cd. 68» Lindenstrasst 69. Fernsprecher: Amt Moristplati, Nr. 1981. Li» klerikale; Panama. AuI Wien wird uns vom 16. geschrieben: Durch eine parlamentarische Untersuchung ist eine kleri- kale Korruption ausgedeckt worden, die selbst in Oesterreich, wo co ja nicinials besonders reinlich zuging, und dessen bür- gerliche Parteien und Politiker ihren politischen Einfluß gar nicht selten für private Geschäfte zur Verfügung stellen, un» erhört und ohne Beispiel ist. Es handelt sich um die Ein- kaufe von holländischem Tabak für die österreichische Tabakregie, die angesichts des ge- wältigen Konsums des Tabakmonopols jährlich sehr viele Milliouer, betragen, und bei denen natürlich stattliche Makler- gewinne abfallen. Das Einkausssystem, das die österreichi- sehe Regie befolgte, bestand'darin, daß sie sich von verschiedenen spinnen in Amsterdam jeweilig Proben vorlegen ließ, die sie in Oualität und Rentabilität prüfen und bei denen sie um den Preis handeln konnte. Nun zwangen Pe die Christlich- sozialen im Dezember 1968 ein neues System anzunehmen, und zwar ein System, wonach die Regie ihren ganzen Bedarf von einer einzigen Firma besorgt. Dieses System wird nun von der Regie darin charakterisiert, daß es in gar keiner Richtung hin befriedigt und in jeder Schaden gebracht bat: der Generaldirektor dei; Regie beziffert den Schaden, den die Regie in den drei Jahren, in denen sie dieses„System" befolgen mußte, erlitten hat, auf etwa zwei Millionen Kronen. Nachdem in den Juniwahlen des Jahres 1911 die Macht der Christlichsozialen, die der Regie das„System" aufgedrängt hatten, gebrochen war, faßte sich das Finanzministerium ein Herz und kündigte iwn leoni nischen Vertrag, der der holländi- scheu Firma eine halbe Million Kronen Getvinn, der Tabak- rrgie aber ungeheuren Schaden gebracht hat. Wie es nun zu jenen Vertrag kam. und was die Christlichsozialen be- wogen hatte, ihre ganze politische Macht dafür aufzubieten, daß er zustande komnie, das ist nun in einer Untersuchung herausgekommen, die der Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses angeordnet hat. und das bildet ein neues Kapitel in dem schier unerschöpflichen Buche von der klerikalen Kor- ruption. Es hat sich nämlich ein holländischer„Gründer", ein Herr Dirk Koelcman, Zugang zu dem christkichsozialen Häuptling, dem Bürgermeister L uege r, zu verschaffen gewußt, ist sein Frermd geworden, und das hat ausgereicht, erstens, daß für seine Pläne der gesamte Einfluß der politi- scheu Partei in die Wagschale geworfen wurde, und zweitens, daß die Regierung, obwohl alle Fachmänner in der Tabak- regie den Plan einmütig verwarfen, das neue Einkaufs- system akzeptierte! Allerdings hatten sich die Christlich- sozialen eines der Zwischenministericu ausgesucht, an denen Oesterreichs Geschichte so reich ist: das erste Ministerium Bienerth, in dem es keine Minister, nur„Lefter" gab, und in dem die Leitung des Finanzministeriums an den Scktions- chcf Jorkasch-Koch fiel, der von der Gunst der Christlich- sozialen, die damals in der inneren Politik noch Wind und Wetter machten, die Erhaltung seines Portefeuilles in dem zu bildenden definitiven Kabinett erwartete. Wie nun der Tabakregie das von dem Mann aus Holland erfundene „System" aufoktroyiert wurde, hat die Tabakregie in der par- lamcntarischen Unteriuchung nun selbst ganz offenkundig er- klärt. Ju der Tarstellung, die sie über ihre Einkaufssysteme dem parlamentarischen Ilntersuchungskomitee gemacht hat, be- richtet sie:„Mit dem Jahre 1909 ging die Regie auf Drängen parlamentarischer Kreise zu dem System der ausschließliche, Kooperation mit einer Firma über.... Gleichzeitig wurde eine bestimmte Firma beigebracht, mit welcher der Vertrag abgeschlossen werden mußte: der österroichischen Tabakregie wurde die Auswahl der Firma nicht f r e l g e st e l l t, auch nicht in der Form der Wahl aus einem Mehrvor- schlag." In seiner mündlichen Auslage im Komitee hat der eSktionschef von Scheuchenstnel, der Generaldirektor der Tabakregie, die Art, wie die Regie mit Herrn Koeleman »verbunden" wurde, solgendermaßen geschildert: Wir sind einfach informiert worden, es tv i rd von parlamentarischer Seite gewünscht� dieses System in Erwägung zu ziehen. Dieses System habe Herr Koeleman erfunden, und jetzt heiße es. darüber zu reden.. Die Firma van Es und Koch ist uns nominiert worden von Koeleman. und zwar ohne Aus- w a hl. Wir haben uns im Finanzministerium g e g e n d i e s e S System cntschieyx,, ausgesprochen, aber wir sind n-cht durchgedrungen. Ich habe Exzellenz Jor- ka,ch ersucht, wenn schon der Versuch mit diesem System ge- macht werden müsse, dann möge uns die Wahl der Firma überlassen bleiben, weil dadurch eine Kon- kurrcnz ermöglicht wird. Exzellenz Jorkasch sagte, er werde e» versuchen. Er kam aber dann zurück und erklärte:„Es geht nicht, es ist schon alles mit der Firma ausgemacht!' Eine reizende Idylle, nicht? Da hat ein sozusagen curo- vaischcr Staat seit einem Jahrhundert ein Monopol und muß also, würde man glauben, über die ausreichende Erfahrung verfügen, wie man Tabak ankaust. Und nun kommt ein Herr «Ms Holland, der, wohlgemerkt, nie ein Tabakhästdler war, in der Sache weder Erfahrung noch Kenntnisse hat, nur ein landläufiger Gründer ist, und der erfindet ein System, und die Tabakregie muß es annehmen, weil es eine mächtige poli- tische Partei begehrt! Und was einfach grotesk ist: Niemand wagt recht die Frage, was denn jenen Herrn Koeleman ver- anlaßte, seinen Eifer in Ostiem so ausgedehnten Maße den Interessen der österreichischen, Tabakregie zu nndmen! Denn die Christlichsozialen möchten so tun, als hätten sie es ge- glaubt, daß Herr Koeleman die Summe von Arbeit— seine „Bemühungen"'dauerten ja volle zwei Jahre— diese rastlose und kostspielige Arbeit aus reiner Begeisterimg für Herrn Lueger und der davon abgeleiteten Freundschaft für Oester- reich geleistet habe, daß er aber, mit Ausnahme eines öfter- reichstchen Ordens, gar nichts begehrt und erwartet hätte! Sie muten der Welt zu, daß sie'diesen Unsinn geglaubt haben): denn daß es eine unsinnige Annahme ist, es werde sich ein holländischer Gründer diesen mannigfachen beschwerlichen, unangenehmen nn'd undankbaren Mühsalcn aus selbstloser Liebe für den Wiener Bürgermeister unterziehen, versteht jeder, wie es auch jeder Vorsicht, daß just Herrn Lueger das Maß von Naivität nicht zuzutrauen ist, die der Glaube an die Unvigennützigkcit des hergelaufenen Holländers voraus- setzen würde. Aber freilich müssen sich die Ehristlichsozialen stellen, als hätten sie an die Selbstlosigkeit des Spekulanten geglaubt: weil sie sonst die unbequeme Frage riskieren, wie sie denn ihren politischen Einfluß, und zwar in der skrupel- losesten Weise, für die Geschäfte des Herrn Koeleman haben mobilisieren können! Tie Frage ist allerdings nun beantwortet: es ist nämlich mit einer jeden Zweifel ausschließeriden Sicherheit heraus- gekommen� daß'den Christlichsozialen für ihre Unterstützung der Pläne des holländischen F a i s e u r s G e I d z u g e s i ch e r t w u r d e. Ob sie es be- kommen, haben, kann natürlich nicht erforscht werden: aber daß es ihnen versprochen war, ist unzweiselhast bewiesen, und für den Verdacht, daß sie darauf rechneten, daß ihr erstaunlicher Eifer um und für Herrn Koeleman diesen Grund hatte, sind die Indizien sehr schlverwiegend. Die Chrjstltchsozialen hoben nämlich auch dann nicht Ruhe gegeben, als die Regie im Jahre 1911 den Vertrag gekündigt hatte, vielmehr haben sie danach gegen sie erst ein rechtes Kesseltreiben veranstaltet. Im Par- lanvent, in der Presse, in Broschüren, in allen' Formen wurde von der Regierung Rechenschaft verlangt, warum sie den Vertrag mit der Koelemanschen Firma aufgegeben habe. Sie warfen ihr Kontraktbruch vor, und lxittcu gute Lust, die leitenden Beamten zu bezichtigen, daß sie die.Kündigung aus unlauteren Motiven vorgenommen haben! Wie sie Himmel und Hölle in Bewegung setzten, um die Regie für ihren Schütz- ling noch einmal breitzuschlagen, zeigt die prägnante Tat- fache, die daneben auch den gefährlichen unterirdischen Ein- flnß dieser Partei bezeugt, daß sie eine Broschüre des christ- lichsozialen Abgeordneten, dein die Aufgabe zugefallen war. die Sache parteiamtlich zu betreiben, und die von'den giftig- sten Ausfällen und Anspielungen gegen die Tabakregie wimmelt, dem Erzherzog Franz Ferdinand in die Hände gespielt haben, der daraus auch vom. Finanzminister Zaleski einen genauen Bericht abverlangt hat! Ein der- artiger Eifer ist wohl durch die bloße Sorge der Partei. Oesterreich angeblich eine zweckmäßige Fonn des Tabaks- einkaufs bewahren zu. wollen, nicht zu erklären! Um so weniger zu erklären, als Lueger. auf den sie nun alles schieben möchten, schon lange tot war! Der Elser hat auch seine besonderen Gründe gehabt: es ist nämlich herausgekommen, daß den C h r i st lich so z ia- len eine stattliche Provision zugesagt wor- den ist! Darüber hat der Hofrat des Finanzministeriums, Herr v. Siebenrock, dem Untersuchungskomitee folgende An- gaben gemacht: Ich habe voriges Jahr— also 1911— in Papiere Einblick genommen, welche sich in sicherer Verwahrung eines hoch- angesehenen Mitgliedes der Geschäftswelt in Amsterdam be- finden und mir unter Diskretion in Anwesenheit des Herrn Heidsieck(eines Einkäufers der österreichischen Regie. Red.) ge- zeigt wurden. Ich durfte mir von diesen Papieren keine Ab- schrift machen, habe mir aber die Daten wohl notiert. Herr Koeleman hat, wie er mit der Amsterdamifchen Tabckthandelö maatschappij(das ist die Firma Olie. Red.) in Verhandlung ge- treten ist. ganz präzise Ansprüche bezüglich seiner Honoricrung gestellt. Ich kann Ihnen die Taten sagen. Ich möchte auch Herrn Abgeordneten Dr. Stumpf bitten, daß er den Herrn Koelc- man darüber zur Rede stellt, wie er in der Lage sein konnte, für jemanden anderen auch eine Provision sich auszubedingen. Herr Koeleman hat einen Vorschlag gemacht. Der erste Entwurf des Uebercinkommens datiert aus Amsterdam, den 15. Juni 1907. Da verlangt er für sich 50000 holländische Gulden, wenn der Abschluß betreffs der gesamten oder doch der Lieferung der Hälfte des Bedarfes zustandckommt. Im zweiten Jahre 50 000 holländische Gulden, Gültigkeit des Ver- träges für zwei Jahre und Kostenersatz für den Aufenthalt in Oesterreich 15 000 holländische Gulden. Dieses Projekt bezieht sich nicht nur auf Lieferungen holländischer, sondern auch anderer Tabake. In dem zweiten Entwurf— cS sind mehrere Briefe, die Herr Koelcman mit Direktor Olie� und den Abgeordneten W a l ch e r und Schneider(zwei christlichsozialen Größen! Red.) gewechselt hat—, verlangt Herr Koeleman bei einem Umsatz von 8 000 000 Gulden 25000 Gulden per Jahr, bei weniger als 3 000 000 werden 850 Gulden für je 100 000 Gulden weniger abgezogen, jedoch 15 000 Gulden als Minimum. Die christlichsozinle Parteikasse soll 100 990 holländische Gulden erhalten, und zwar 35. 000 Gulden bei der Unterzeichnung des Vertrages, 35 000 Gulden dreizehn Monate später und 30 000 Gulden nach weiteren dreizehn Monaten. Wenn in drei Jahren weniger als um drei Millionen Gül- den gekauft wird, dann werden für jedes Minus von 100 000 Gulden 1200 Gulden abgezogen. Bei einem Kontrakt auf ein Jahr erhält die Parteikasse nur 35000 Gulden. Ich habe die Papiere im O r i g i n a l in holländischer Sprache gesehen und kann, was ich gesagt habe, jederzeit beeiden. Daraufhin hat sich das Untersuchungskomitee eine be- glaubigte Abschrist dieser Papiere verschont, und hat'die Sache genau so gefunden, w e sie der Hofrat geschildert hat.' Daß die Christlichsozialen. alles ableugnen möchten und beteuern, das wäre nur«ine„Idee" des Herrn Koeleman ge- wesen, die aber Lueger entschieden abgewiesen habe, ist so selbstverständlich, daß es als Beweismittel gar nicht ins Ge- wicht fällt. Es genügt die einfache Erwägung, was i>eim den Herr Koeleman veranlaßt haben, könnte, diese Beträge in dem Vertrag auszubedingen, wenn das Ganze nur ein Spaß ge- Wesen sein sollte? Und die weitere Frage, warum sich die Christlichsozialen weiter für den Lkoeleman. bemüht hatten, nachdem er ihnen ein so schimpfliches Angebot gemacht hatte — denn daß die Beiträge für die Parteikasse dem Häuptling offeriert wurden, können auch die Christlichsozialen nichk leugnen— daß der sie mit Entrüstung zurückgewiesen habe, stellt die ganze Sache erst recht außer Zweifel. Und überhaupt weiß man,'daß es zu den sichersten Traditionen'der christlich- sozialen 5korruptionspartei gehört, die Lieferanten der Stadt und des Landes, wo sie die Lieferungen vergeben, mit Ab- gaben für den Wahlfonds zu belasten: dafür gibt es geradezu fixe Taxern Es ist also nur.die logische Entwickelung ihrer Moralgrundsätze, daß sie, die ihre Lieferanten� immer ge- plündert haben, nun auch die Lieferanten des Staates zum Tribut für ihre Parteibedürfnisse heranziehen! Im Gründe geht es überall so zu, wo 51 l e r r k a l e die Herrschaft haben, und wenn es, wie das Exempel zeigt, in Oesterreich' noch um einige Grade fchamloser zugeht, so hat das feinen! Grund darin, daß'die Wiener ChriMchsoizalen unter allen klerikalen Parteien die gewissenlosesten und unsaubersten sind. Ein'Umgekehrter König Midas können sie von sich sagen, daß alles, was sie angreifen, Dreck wird. Sie RalKanKriie. Die|Sote der JVIäcbte. Die von den Botschaftern in Konstantinopel iibSrgcbene identische Note hat folgenden Wortlaut: Die unterzeichneten Botschafter von Oesterreich. Ungarn, England, Frankreich, Rußland, Deutschland und Italien sind von ihren Regierungen beaustragt worden, dem Minister der Auswärtigen Angelegenheiten des Sultans die folgende Mit- teilung zu machen: In'dem Wunsche, der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten vorzubeugen, glauben die genannten Mächte, die Aufmerksamkeit der Kaiserlich Ottomanischen Regierung auf die schwere Verantwortung lenkest zu sollen!, die sie ans sich nehmen würde, wenn sie entgegen den Ratschlägen der Mächte die Wieder her st ellung des Friedens verhindern würde. Sie würde es nur sich selbst zuzuschreiben haben, wenn die Fortsetzung des Krieges zur Folge haben würde, das S ch i ck s a l d e r H a u p t st a'd ts in Frage zu stellen und vielleicht die Feindselig- keiten auf die asiatischen Provinzen des Reiches auszudehnen. In diesem. Falle wird, sie nicht auf den Erfolg der Bemühungen der Mächte rechnen können, sie vor den Gefahren zu bewahren, denen sich auszu- setzen sie ihr bereits widerraten haben und auch weiter ab- reden. Wie die Dinge liegen, wird die Kaiserlich Ottomani- sche Regierung nach dem Friedensschluß des moralischen uud materiellen Beistandes der europäischen Großmächte bedürfen, um die Schäden� des Krieges wieder gut zu machen, ihre Stellung in Konstantinopcl zu festigen und die weiten asiati- schen Gebiete in guten Stand zu setzen, deren Gedeihen ihre .oirtsamste Stärke bilden wird. Um dieses notwendige Werk zu unternehmen und durchzuführen, würde die Regierung des Sultans auf die Wirksamkeit der wohlwollenden Unterstützung der Mächte nur dann rechnen können, wenn sie ihren Rat- schlügen folgen wird, die von den allgemeinen Interessen Europas und denen der Türkei, eingegeben sind. _ Unter diesen Umständen glauben die europäischen Groß- mächte gemeinsam der Kaiserlich Ottomanischen. Regierung erneut den Rat geben zu sollen, der Abtretung der Stadt Adrianopel an die Balkan verbünde- ten zuzustimmen und den Großmächten die Sorge zu überlassen, über das Schicksal der Inseln des Aegäischen Meeres zu, befinden. _ Gegenüber diesen Zugeständnissen würden die genaimtest Mächte es sich angelegen sein lassen,'den Schutz der m u s e l m a n i s ch e n Interessen in Adrianopel und die Achtung vor den in dieser Stadt befindlichen Moscheen, religiösen Gebäuden und Grundstücken zu sichern. Ebenso würden sie dahin wirken, daß bei der Lösung der Frage der Inseln des Archipels jede Drohung für die Sicherheit«der Türkei, ausgeschlossen ist. Die Antwort der Türke». Äoilstantinopel, 18. Januar. Wie verlautet, wird die Antwortnote den Pforte auf die Äollektivnote der Mächte bereits morgen von dein türkischen Botschafter in London überreicht werden.• Bulgarien und Rumänien. Wien. 18. Januar. Die„Politische Korrespondenz" erfährt auz Sofia: In den zwischen Bulgarien und Rumänien statt. findenden Erörterungen ist j e d e S p u r v o n B e r st i m m u n g geschwunden. Auf beiden Seiten bekundet sich der beste Wille zur Erzielung eines Einvernehmens, dao nicht mehr ferne sei. In den leitenden bulgarischen Kreisen wird mit Anerkennung der Rolle Oestrreich-Ungarns in dieser Angelegenheit gedacht, welches unter Enthaltung von jedem un- mittelbaren Eingreifen in die Frage sich bemühte, das Ausgleichs« werk durch wiederholte in sreundlick>Ucm Tone gehaltene Ratschläge zu erleichtern. Die rumänische Auffassung. London, 18. Januar. Wie das Reutersche Bureau erfährt, wird der rumänische Minister des Innern Take Jo nescu, der vorgestern London verlassen hat. am Sonntag in Bukarest eintreffen. Am Montag wird er einem Ministerrate die Ergebnisse seiner Besprechung mit Dr. D a n c w vorlegen. Die bulgarische Antwort entspricht nicht den Erwar- tungen der rumänischen Regierung, aber man glaubt rächt, dah fie das letzte Wort Bulgariens enthält. In rumäni« fchen Kreisen wird erklärt, daß kein Abbruch der VerHand- langen zu befürchten sei. da der rumänische Gesandte Mifchu sie voraussichtlich Anfang nächster Woche to jeder aus« nehmen werde. Die Forderungen Montenegros. London, 18. Januar. Wie das Reutersche Bureau erfährt. haben die montenegrinischen Friedensdelcgierten dem Staatssekretär Grey und den Botschaftern in London eine Denkschrift überreicht, in der im einzelnen die Gründe auf- geführt werden, aus denen Skutari, Jpek und Prizrend dem Königreich Montenegro einverleibt werden sollten. Monte- negro wolle lieber als politischer Faktor von der Balkanhalbinsel verschwinden, als seine Ansprüche auf die genannten Orte auf- geben. Der Denkschrift liegt eine Kart« bei, aus der die von Monte» negro beanspruchten neuen Grenzen kenntlich gemacht sind. Wie das Reutersche Bureau weiter erfährt, bereiten auch die anderen Balkanverbündeten ähnliche Erklärungen zur Unterstützung ihrer jöcbietSforderungen vor. drei Nochen SobrnnZe. Aus Sofia wird uns geschrieben: Am 1./14. Dezember begann die erste ordentliche Session der Sobranje. Obgleich 400 000 Bürger im besten Mannes- alter auf den thrazischen und mazedonischen Schlachtfeldern Wache halten und andere 100 000 im Nachschub, ini Sanitäts- und Sicherheitsdienst vollauf beschäftigt sind, hat diese erste Session nach dem Kriege die öffentliche Aufmerksamkeit völlig in Anspruch genominen. Die Erschütterung und Unsicherheit der Existenz des Staates wie die der Bürger, die der Krieg mit sich gebracht hat, haben natürlicherweise alle Augen aus diejenige In- stitution des Landes gerichtet,'die in Zeiten der Verwirrung »mmer als der rettende Hort der Station gegolten hat. Zwar ist die Zusammensetzung der Sobranje weit entfernt, einen den gejellschostlichen und politischen Richtungen des Landes entsprechenden Parlamentskörper zu bilden'), doch tröstete man sich einerseits damit, daß in ihm fast alle politischen Parteien(mit alleinig«! Ausnahme der radikalen Demokratie) vertreten sind, andererseits erwartete man. daß die regierende Koalition von Konservativen und Progressivlrberalen jetzt, in diesen schweren Momenten, mehr für die Interessen der All- gemeinheit eintreten wird als für ihre Klassen- und Partei- interessen. Die Enttäuschung war allgemein. Die regierende Koalition und die oppositionellen Gruppen haben weder den verworrenen Zustand der Geister begriffen, noch die nötigen Maßregeln getroffen, um einigermaßen die unerträgliche Last der vom Kriege Betroffenen zu mildern. Die Thronrede, die der Ministerpräsident verlas, ent- hielt einige allgemeine Redensarten über die Siege der bulgarischen Soldaten und forderte Kredite und wieder Kredite. Gleich in der nächsten Sitzung beschäftigte man sich mit der Forderung eines außerordentlichen Kredits von 50 Millionen Frank für Militärzwecke. Kein Wort über die innere und äußere Situation, über die Friedensverhand- lungen. die Absichten der Regierung und über das Verhältnis zwischen Regierung und Sobranje. Unser Vertreter Janko S a k a s o f f brandmarkte diese Art. die Volksvertretung zu mißachten, indem man die Sobranje zusammenruft, un, von ihr Kredite zu erpressen. aber nicht im entferntesten versucht, sie in die geheimen und offenen Angelegenheiten einzuweihen, die mit dem Kriege zu- sainmenhängen. Tie Regierung hat alle Verbindung mit der Volksvortretung abgebrochen. Diese erwartet mit Unge- duld, daß die Regierung ihre Schuldigkeit tue, indem sie in einem Exposä alle die brennenden Fragen erörtert, die die ganze Nation durchzittern. Man brummte, machte Tumult, aber im Grunde sah man ein, daß unser Vertreter recht hatte. Der präsidierende Vizepräsident und einige Minister gaben zu. daß das Ver- langte b-t den Debatten über die Thronrede nachgeholt werde. In der nächsten Sitzung überraschte man uns aber mit der Einbringung einer Vorlage über die Gehälter der Be- amten und Angestellten während des Krieges. Die Regierung schlug vor. daß alle Beamten und Angestellten, die man im Amte behält, ihr volles Gehalt bekommen sollen. Diejenigen aber, die am Kriege teilnehme», sollen nur ein Drittel ihres Gehaltö erhalten. Ein ähnliches Gehalt sollen aber auch diejenigen Beamten und Angestellten bekommen, die prö- visorisch entlassen sind, da ihre Kanzleien nicht funktionieren können. Die Ungerechtigkeit dieser Vorlage sprang in die Augen. Mehrere Deputierte, auch die oppositionellen Führer. sahen diese Ungerechtigkeit ein. aber keiner konnte und durfte sich offen aussprechen. Es war wieder unserem Genossen Sakasoff beschieden, die Frage prinzipiell zu beleuchten. Man geht von dem Grundsatze, aus, sagte er. für die Familien der Hinterbliebenen sorgen zu müssen. Alle müssen von ihrem Einkommen etwas opfern in dieser schweren Zeit. in der alle Geschäfte ruhen, alle Arbeit stockt. Wenn man will, daß auch die Beamten und Angestellten etwas von ihrem »s Da« proportionale Wahlgesetz. daS nach vielen Kämpfen voriges Jahr durchgeführt war, wwd erst mit den nächsten Wahlen in Kraft treten..... � Gehalt opfern, so mögen alle Staatsangestellten zwei Drittel von ihrem Gehalte bekommen, so viel, als ihre Angehörigen zum Leben brauchen. Aber wie könne man die Angestellten, die in ihren Kanzleien in aller Sicherheit arbeiten, mit ihrem vollen Gehalte bezahlen und die Angestellten, die am Kriege teilnehmen, allen tödlichen Gefahren ausgesetzt sind, nur mit einem Drittel ihres Gehalts abfinden? Das- sei eine schreiende Ungerechtigkeit, die nicht ungesühnt bleiben werde, wenn die Leidenden wieder zurückkehren.(Großer Tumult.) Tie Regierung tut immerhin etwas für ihre Beamten und Angestellten. Wer wird aber für die Hunderttausende von Bürgern in Waffen sorgen, die ihre Angehörigen schon am zweiten Mobilisationstage ohne jedwede Mittel verlassen haben? Wir haben die Pflicht, für diese in schweres Elend geratenen Weiber und Kinder zu sorgen. Die Regierung wird einigermaßen ihre Schuld gegen die, die auf den Schlachtfeldern ihr Leben opfern, nur dann einlösen, wenn sie eine einmalige Hilfe von 5 Millionen Frank den Stadt und Dorfgemeindön übergibt, damit diese nach sorgfältig aus gestellten Listen den leidenden und notdürftigsten Familien Unterstützungen austeilen. Die Wirkung dieser Ausführungen des Genosse,: Sakasoff war. daß sich mehrere Deputierte gezwungen sahen, die Vor läge der Regierung umzuändern. Man wollte ein Minimum von 50 Frank festsetzen für die im Kriege befindlichen Ange stellten und eine genügende staatliche Hilfe den Gemeinden für die Unterstützung der bedürftigsten Familien gewähren. Nach vielerlei Bemühungen überwand man den Widerstand der Minister, die erklärten, daß der Staat bereit sei. den Gemeinden ein Teil des requirierten Mehls zu demselben Zwecke zu übergeben. Endlich kam die Reihe an die Debatten über die Thron- rede. Der Premierminister gab einige allgemeine Andeu- tungen über die innere und äußere Situation des Landes. Die oppositionellen Führer beschränkten sich hauptsächlich auf patriotische Auslassungen und nahmen nur Stellung gegen die im Lande eingeführte verfassungswidrige Zensur, die besonders Genosse Sakasoff brandmarkte. Die Ausführungen des letzteren galten der bürgerlichen Methode, die Konflikte zwischen den Nationen durch Krieg auszufechten. und die Art. wie man den Krieg führt. Er illustrierte seine scharfe Kritik mit Tatsachen, die sich in Fülle boten. Die Teuerung, die Requisition, die Verschwendung der Volkskräfte und des Volksblutes, den miserablen Sanitätsdienst usw. Dann kam er auf den Balkanbund zu sprechen, dem er die demokratische und republikanische Konföderation als die alleinige Lösung des Balkanproblems gegenüberstellte. Als ersten Schritt empfahl er den verbündeten Regierungen, in den neu er- oberten Gebieten das Muster einer demokratischen Verwal- tung mit religiöser, nationaler und kultureller Freiheit ein- zuführen, damit sich die gennschte Bevölkerung an einem politischen und kulturellen Zusammenleben gewöhne, was die nationalen Gegensätze mildern werde. Diese Ausführungen des Genossen Sakasoff fanden den Beifall mehrerer Depu- tierter, die die endlosen Nationalitätenkämpfe in Mazedonien att haben. Länger verweilte unser Vertreter bei einer Jnter- pellation über die verfassungswidrige Einführung der Zensur wie auch über einige Verfügungen ö�s Ministerrates, die der Kompetenz des gesetzgebenden Körtiers angehören. ES war eine wirkliche Freudd süx unS. stu sehen, wie sich die Regierung unter der scharfen'Krttik der. Redner krümmte, idie die Un- antastbarkeit der Verfassung hervorhoben. Bei der Be- sprechung des Haushaltsetats der neu eroberten Länder führte unser Genosse aus. welche Maßregeln die Regierung zuerst ergreifen soll. Erstens sollen die freiwilligen Banden aufgelöst und in die mazedonischen Armeen verteilt werden. damit endlich die Gerüchte über ihr Unwesen aufhören. Zweitens sollen die dorthin entsendeten Verwalter und Be- amten die besten und gewissenhaftesten sein, die wir im Lande haben. Drittens soll die Regierung das Ausrauben der mazedonischen und thrazischen Länder verhindern, indem sie jeden Länderkaus und-verkauf bis auf weiteres gesetzlich ver- bietet.(Die Minister erwiderten, daß das schon geschehen ser.) Diese Verfügungen sollen aber Gesetzeskraft haben. Und dann muß die Regierung die nötigen statistischen Erhebungen treffen, die die Verwaltung, die Landwirtschaft, den Handel und die Arbeitsverhältnisse der neuen Länder erleichtern und fördern werden.- Ferner wurden Anfragen an dre Remerung gerichtet über die gesetzwidrig in den Kasernen und bei den Truppen teilen zurückgehaltenen Bürger, die nicht zum Dienen ver pflichtet sind, deren Zahl auf Tausende stergt. Weiter Wer die Kranken und Verwundeten, die man vor ihrer vollen Ge nesung wieder zu den Regimentern einziehen läßt. Tie anderen Anfragen bezogen sich auf die Mißbräuche, die bei der Requirierung des ProviautZ vorkommen, über den mangelhaften Sanitätsdienst, über die Maßregeln, die man getroffen hat. in» die Gefahr einer Typhus- und Cholera� epidemie vorzubeugen. Ferner � fragte unser Genosse die respektiven Minister, ob es zulässig ist. durch Zehn- bis zwölf jährige Kinder und 60- bis 70jährige alte Leute Hunderte von Kilometern in unwegsamen Gegenden beim Regen. Nebel und Kälte Munition und Proviant befordern zu lassen. Zuletzt forderte unser Genosse eine Antwort von der Regle- rung da sie sich gegen den Porschlag, 5 Millionen t>rank snr die Notleidenden zu gewähren, ablehnend zeigte, wie sie der bitteren Not der Bevölkerung abzuhelfen gedenkt? Diese sich über drei Wochen ausdehnende Tätigkeit in der Sobranje hat einen günstigen Nachhall in der Bevölkerung qefunden, obgleich die Regierungs- und Boulevardpresse, die allein in diesen schweren Zeiten ihr Erscheinen nicht eingestellt haben alles taten, um die Kritik unseres Genossen totzu- schweigen. Erfreulich ist es daher, daß unser Parteiorgan „Narod" jetzt wieder, allerdings nur halbseitig und unter dem Zwange der Zensur erscheinen kann. Es wird uns große Dienste in unserer wichtigen Aufklärungsarbeit leisten. Nach der Aahl IPoincares. Demission des Ministeriums. Die scharfen Gegensätze, die bei der Wahl P o r n c a r 6 s hervorgetreten sind, haben seinen früheren Plan vereitelt, das Ministerpräsidium bis zu seinem Amtsantritt, der erst in vier Wochen erfolgen wird, beizubehälteir. Denn der künstige Präsident der Republik hatte sich dabei der Gefahr ausgesetzt. durch ein Mißtrauensvotum der Kammer als Minister ge- stürzt zu werden und damit auch seine künftige Stellung zu diskreditieren. Deshalb hat sich das Ministerium, das ohne- hin schon durch den Rücktritt Millerands und Parins geschwächt war, entschlossen, seine Demission zu geben. Präsident Falli�res muß also, vier Wochen vor dem Au?- scheiden aus seinem Amt. ein neues Mirnsterium ernennen. Dieses wird dann der Tradition gemäß- dem neuen Präsidenten bei seinenr Amtsantritt seine Portefeuilles zur Per- fügung stellen. E.s wird dann freilich vor allein von der Stellung dieses neuen Ministeriums in der Kammer ab» hängen, ob diese Temission aitzzenonunen werden wird.. Ueber die Ministertrise wird aus Paris gemeldet: Annahme der Temission. Paris, 18. Januar. Die Demission der gesamten Kabinetts wurde dem Präsidenten Faliidres beim Schluß des heutigen Ministerrats überreicht. Der Präsident nahm die Demission an und bat die Minister, die lausenden Ge» schäfte vorläufig noch zu erledigen. Die Sitzung des Ministerrat s heute vormittag war sehr kurz und es fand fast keine Diskussion statt. Alle Minister waren einig über die Notwendigfcit einer gemeinsamen Demission, insbesondere nach dem Rücktrittsentschluß P o i n e a rö s. Die Regierung ist der Auffassung, die a u s. wärtigc La g e verlange, daß an der Spitze des Mi- nisteriums des Äeußern nicht ein interimistischer Leiter, son- dern ein verantwortlicher Chef stehe. Außerdem würde durch die Abwesenheit Poincarss vom Parlament auch die innere Stellung des Kabinetts geschwächt werden. Die Lösungsmögllchkeiten. Paris, 18. Januar. Zwei Lösungen der Krisis werdeil hier ins Auge gesaßt. Erstens: ein Kabinett, zu dessen Mit- gliedern der größte Teil der zurückgetretenen Minister ge» hören würde, sollte bis zum 17. Februar die Geschäfte führ n; zweitens: es würde ei» neues Kabinett gebildet, von dem man annehmen könnte, daß es am 18. Februar von dem Nachfolger jFallidres bestätigt wird. Die zweite Lösung scheint den Sieg davontragen zu sollen. Derwahrschei»! Ii che Ministerpräsident i st B r i a n d. der m eh reit. neue Mitarbeiter heranziehen würde, falls Bourgeois zurücktreten und auch Dclkass6 das Marineporteseuille nicht behalten wollte. Diejenigen von den zurückgetretenen Ministern, die unter Briand im Amte blieben, könnten später ihr Portefeuille wechseln, besonders würde B r i a n d wohl das Portefeuille der Justiz abgeben und das Ministerium des Innern übernehmen. Das Portefeuille des Aeußern übernimmt dann wahrscheinlich P i ch o n. Briand zur Kabiuettsbildung aufgefordert. Paris 18. Januar. Präsident Fallit res empfing heute den Senatspräsidenten D u b o st und den Kammer- Präsidenten D e s ch a n e l, hierauf Briand, den er aus» forderte, das Kabinettzu bilden. Briand wird morgen seine Antwort geben. Die Abstimmung der Sozialisten. Versailles, 17. Januar.(Eig. Ber.) Die Präsiden! nr- wähl hat eine bemerkenswerte Disziplin der sozialistischen Fraktion gezeigt. Wohl brachte der erste Wahlgang eine peinliche Ueberraschung. da für den einstimmig aufgestellten Kandidaten Genossen! Va«llant nur 63 Slimmen Wge- geben wurden. Die Fraktion zählt derzeit 72 Mitglieder. zwei davon— die Genossen V i g n e und Walter siud trank— es hatten also sieben Parteidepuitlerte den Beschluß nicht eingehalten. Erfreulicherweiie ergab aber der zweite ahlgang eine völlige Einhelligkeit und Disziplin. Und hoch sien die Situation jetzt gerade viel schwieriger. Wohl war der Sieg Poincarss vorauszusehen, da die radikale Linke, die unter C o m b e s' und Clemenceaus Führung so schlecht wie nur denkbar manövevierte. es nicht fertig gebracht hatte. einen neuen Kandidaten aufzustellen, der zu den für Pams abgegebenen Stimmen eine genügende Anzahl weiterer hätte gewinnen können. Nun hatte die Foaktion am Dienstag den Beschluß gefaßt, ihre Haltung im zweiten Wahlgang nach der Situation und mit Rücksicht aus die in Frage kommenden Persönlichkeiten einzurichten. Soltte sie für Poincarä oder Pams stimmen? Es brauchte keiner langen Ueberlegung. um beide abzulehnen. Pomcarä war offenkundig der Kandidat der Rechtsparteien geworden, und es war Zweifel- los, daß sein Sieg von diesen als der Sieg der antidemo- kratischen. konservativen und nationalistischen Tendenzen, als ein Schritt zum persönlichen Regime in der Republik gefeiert werden würde. Andererseits aber schiM es unmöglich, durch ein Eintreten für Herrn Pams der Revolte der Bezirks- Politiker gegen den Proporz das Siegel der Nabionalver airnm lung auszudrücken und die sozialistischen Stimmen einem Mann zuzuwenden, der seine parlamentarische Stellung weit weniger seine, r politischen Leistungen als den persönlichen Gesalligkerten verdaiikt zu denen ihn sehr glückliche Per» mogensumstande befähigen. Wenn Poincarä die Hoffnung derjenigen ist, die auf die Einschränkung der Macht des Par» lainents in der Republik hoffen, so ist doch kaum zu bestreiten. daß eu, sieg des Herrn Pams das Am'ehen des Parlamen- tarismus in den bürgerlichen Massen noch weiter herunter» gebracht hatte. ..Es blieb also der sozialistischen Fraktion nur die Wahl zwischen der Aufrechterhaltung dcr Kandlda- tur Vaillants und die S t i m m e n t h a l t u n g. Tie dritte Losung, die Abstimmung freizugeben fartd so wenig Fürsprache, daß sie sofort aussiel. Die Verschiedenheit zwischen der Auffassung der Anhänger iwr bechen NirWage war durchaus nicht prinzipieller Natur und die Aufrechterhaltung der Kandidatur Vaillants. die von vornherein die große Mehr- heil hatte, wurde einmütig angenommen. Im zweiten Wahlgang erhielt dann auch Genosse Vaillant 69 Stimmen, d. h. die E l n st i m m i a ke i t aller Fraktiousmitglieder(Genosse Ellen.Prc- v o st hatte sich verspätet.) Dlescs Ergebnis erfüllte alle Ge- Nossen mit Genugtuung. � dann der Präsident der Nationalversammlung daS Resultat des zweiten Wahlganges verkündete, brachen bei der Mitteilung der für Vaillant ab- gegebenen Stimmen der lozialtstllchen Deputieren in stur» mischen, lange anhaltenden Belsall aus, und aus den Hochrufen auf die soziale � Republik stieg, zur EinstimmiAeit an- schwellend, der H o ch r u s aus die Kommune empor, der dem allverehrten, noch unmer in der ersten Kampfreibe stehenden Veteranen des proletarischen Klassenkampfs galt. aber eine, die perlonliche Anerkemiung überragende Bedem tung in diesem Versailler Schloß erhielt das 1871 die im samsten Haßorgien der Parlamentarischen Ordnungsmeutc gesehen hat. Poinearäs Triumph. SttfotDe«, 17. Januar. sEig Ber.) Als Präsident Dübost die Tribüne bestieg, um das Resultat zu verkünden, war daS Wahl- crgsbnis unten im Saal und auch auf der Journalistentribüne tn seine« ErnzelZeiten schon plannt. Tab hinderte natürlich nicht. datz die Bckannlgabe der Wahl PoincarcS ciirc douiiernde Applaus- salve auslöste. Auch die Tribünen, auf denen die Tamm der Parlamentarier und die„Elite" der Bourgeoisrepublit versammelt waren, nahmen an der Demonstration teil. Man sah, dah Herr Poincare die„gutgesinnten" Elemente der republikanischen Aristokratie— und sicher auch die der anderen— für sich hat.— Die Radikalen suchten den Beifallssturm durch den Ruf„Hu-Hu" zu übertönen, es kam auch zu Zurufen von der einen und von der anderen Seite, indes erlahmte die Elegenkundgebung der bürge» lichcn Opposition fichtlich infolge des gleichgültigen Schweigens der äußersten Linken, wo die Sozialisten Platz genommen hatten. Die Verkündigung der Stimmen des Herrn Pamö gab die Ge- Icgenheit zu einer neuen radikalen Demonstration, die indes bald erstarb. Bor dem Versaillcr Schloß hatte sich hinter dem Militär- spalier— es ist überhaupt ganz unglaublich, was heute an Sol. baten zu Fuß und zu Roß und Gendarmen, von den Spitzeln ganz zu schweigen, von Paris bis Versailles aufgeboten worden ist— eine Menge angesammelt, die Poinrare mit stürmischen Hochrufen begrüßte und mit Holhnworten über die Parlamentarier, besonders die radikalen Führer, nicht kargte. Versailles ist freilich immer eine stockreaktionäre, im Herzen antirepublikanische Stadt geblie- bcn, die cS den Herren der Republik nicht vergibt, daß sie sich um den Spektakel der monarchischen Feste gebracht hat. Der Jubel der Bourgeois von Versailles ist nicht eben einer republikanischen Bürgerkrone gleichzuachtcn. Die französische Presse über die Präsidentenwahl. Paris, 18. Januar. Die Presse erörtert die Wahl P o i n- caici zum Präsidenten der Republik fast einmütig mit leb- haftcr Befriedigung. Selbst„R a d i c a l das offizielle Blatt der sozialistisch-radikalen Partei, die die Wahl Poincares scharf bekämpft hat, erklärte heute, daß die öffentliche Meinung das Votum der Nationalversammlung mit Freuden aufnehmen und mit Vertrauen den hervorragenden Staatsmann begrüßen werde, der nunmehr nur von dem einen edlen Gedanken erfüllt fein werde, die ihm zugewiesene rühmliche Rolle sorgfältig zu erfüllen.„Petit Parisien" sagt: Tic Bedeutung der gestrigen Wahl läßt sich in den Worten ausdrücken: Demokratischer Fortschritt, vernünftige EntWickelung und eine Politik der Ehre und des Friedens. Die öffentliche Meinung Frankreichs und auch die des Auslandes werden die Wahl in diesem Sinne auffassen. In„La Franc c" verspottet der radikale Deputierte M o n z i ä die von den Gegnern PoincarcS aufgestellte Behauptung, daß dessen Wahl die Diktatur und die persönliche Gewalt bedeute. Die einzige Diktatur, die gestern gevrandmarkt und verurteilt wurde, sei die geheime Diktatur der parlamentarischen Gruppen und der Ränke.„Rapelle" erklärt: Wer Poincare kennt, weiß daß er unfähig ist, Rankünen und VergeltungSmatzregeln auszuüben. AIS Präsi. dent der Republik wird er nicht daran denken, sich für die Be- lcidigungen zu rächen, die ihm als Ministerpräsident angetan wurden.„L anlerne" stellt fest, daß Poincare von einer u n- leugbaren republikanischen Mehrheit gewählt wurde, denn er habe 383 rein republikanische Stimmen erhalten gegenüber den 298, die auf Pams entfielen. Der konservative Deputierte Graf de Ä u n gibt im„Echo de Paris" in begeisterten Worten seiner Befriedigung über die Wahl Ausdruck, die er als einen Sieg des Patriotismus bezeichnet. Die guten Franzosen, in deren Namen er spräche, wenden sich ange- sichts der ernsten internationalen Lage voll Beruhigung aber zugleich auch voll Hoffnung dem ncugewählten Präfidenten zu. Tis.. Humanite" schreibt: Wir bekämpften in Poincare nicht" seine Person und haben deshalb auch keinen Grund, uns als geschlagen zu betrachten. Wir werden we'wr für de» i n t e r- nationalen Frieden und für den sozialen Fort» schritt arbeiten polltiscbe(leberNcKt. Berlin, den 18. Januar 1913 Teuerungszulagen und Kreditnot im Abgeordnetenhause. Da» DreiklassenhauS erledigte am Sonnabend zunächst die zweite Lesung de» NacknragSetatS. der 60 Millionen für beschleunigte Bahn» bauten zur Linderung der VerkehrSnot und nicht ganz eine Million für Teuerungszulagen für die Beamten verlangte. Es war beab» sichligt, über den Rachtragletat ohne jede Debatte abzustimmen. Der sozialdemokratische Redner hielt e« jedoch sür geboten, auch hier nochmals die Frage der Teuerungszulagen energisch auszuwerfen, um die bürgerlichen Parteien zu einer klaren und entschiedenen Stellung- nähme zu nötigen. Genosse S t r ö b e l wies die glänzende Finanzlage Preußens»ach, die sogar die Kommissionsmehrheit veraulaßte, eine Steuerherjabsetzung sür die reichsten Leute. zu'beschließcn, Und da wolle man vor der Erklärung der Regierung zusammen- knicken: e» seien keine Mittel vorhanden?! Während das Zentrum und die Rechte e« vorzogen, sich in verlegenes Schweigen zu hüllen, gab sich ausgerechnet Herr P a ch n i ck e von der Fortschrittlichen Volkspartei dazu her, die schleunige Erledigung des Etats zu empfehlen, also die Frage der Aufbesserung der Beamtengehälter oder auch einer nur halbwegs in Frage kommenden Teuerungszulage abermals beiseitezuschieben! Daß ein solches Spiel nur den Widerstand der Regierung stärken und die Beamten schließlich um ihre berechtigten Ansprüche prellen muß. liegt auf der Hand! � Nach der ersten Besprechung des Moorschutzgesetzeö wendete sich da« Hau« der Frage des städtischen ReolkreditS zu. Die bürgerlichen Redner erörteten weitläufig da» Problem der Kreditnot der Hausbesitzer, ohne jedo» sowohl deren Ursachen klar aufzudecken noch Mittel zu ihrer Beseitigung angeben zu können. Genosse Borchardt ging dem Problem mit der Sonde der sozmlistischen Kritik zu Leibe und zeigte, daß letzten Ei'deS die vielbeklagte Kredit- not nichts ist, als das Produkt der kapitalisten Bodentpelulation, die — wie er an interessanten Beispielen zeigte— in der skrupellosesten Weise, mit allen Schikanen des BauschwiudelS nicht nur von rück- sichtslosesten kapitalistischen Haien oder übel berufenen Konsortien. sondern unter«orschiebung einer Kulisie selbst von den größten. renommierte st en und. national st en'Banken betrieben wird. Nur«ine großzügig«, staatliche und kommunale Bodenpolitik. die die Privatspekulation energisch ausschalte, könne hier helfen und vor allem auch die Mieter vor der steigenden Ausbeutung schützen. Natürlich wollten die bürgerlichen Redner, wie der ZentrumSmann Gral SP«, von einer solchen„sozialistischen" Politik nichts wissen. Am Dienstag dritte Lesung des NachtragSctatS und zweite Lesung kleinerer Etats. Kapitalistische O.«ertreibereien i« der Slektrifieruugs« kommissio«. Die Gegner der Elektrisierung der Berliner Stadt- und Vorortbahn machen bie verzweifeltsten Anstrengungen, baö Regierungsprojekt der Elektrisierung zu Fall zu bringen. Ein bestimmter Kreis von KonservaUDen, Ultramontanen und Nationalliberalen bietet da�. Aeußerste auf, um die- Dar» legungcn und Berechnungen der Regierung zu entkräften und dem von der Regierung gelieferten Material anderes Material entgegenzusetzen. Dies Gegenmaterial läuft so inassenhaft ein, daß es nicht einmal immer von den in Frage kommenden Abgeordneten, die als Opponenten der Elektrisierung auf- treten, rechtzeitig bewältigt tverden kann. Deutlich ist zu be- merken, wie gewisse kapitalistische Interessentenkreise unausgesetzt ihre Hand im Spiele haben und wie die Herren Abgeordneten nur das Sprachrohr der kapitalistischsn Soufleure bilden. Dies Intrigenspiel führte auch in der letzten Sitzung der Kommission am Freitag zu einem bemerkenswerten Zusammenstoß zwischen der Regierung und den von bestimmten kapitalistischen Interessenten inspirierten und dirigierten Gegnern der Elektrisierung. Schon schien die Sitzung sich ihrem Ende zuzuneigen, als es zu dem heftigen Renkontrc zwischen dem (der oppositionellen Interessengruppe angehörenden) Referenten und dem Minister kam. Der Referent bezweifelte wiedermn die Zahlen der Regierungsvorlage und besonders die Möglich- leiten der schnelleren Zugfolge bei elektrischem Betrieb. Der Minister wies diese Bemängelungen und Anzweifelungen aufs schärfste zurück. Nicht die Regierung agiere mit falschen Zahlen, sondern die anonymen Informatoren des Herrn Berichterstatters handelten unverantwortlich, während die Regierungsbeamten für ihre Angaben einstünden. Es gehe doch nicht an, die beamteten Gewährsmänner der Regierung für vertrauensunwürdig zu erklären, während man den per- sönlich interessierten Informatoren der Gegenseite ohne weiteres Glauben schenke. ' Selten zeigt sich das Jnteressenspiel bestimmter. kapitalistischer Kreise so nackt und greifbar wie hier. Gewöhnlich ist die Regierung selbst Akteurin in dem kapitalistischen Konzern zur Uebertöpelung und Ausbeutung der breiten Massen I Echt pretchisch! Am Freitag wurde Genosse Dr. Gustav Eckstein, der in der Parteischule einige Unterrichtsstunden über„Geschichte des Sozialismus" erteilte, zu dem Landrat seines Wohnsitzes zitiert, wo ihm eröffnet wurde, daß er durch die Unterrichts- crteilung sich als Ausländer lästig gemacht hätte und bei Fortsetzung des Unterrichts aus Preußen aus- gewiesen werden würde. Das ist wieder mal echt preußisch! Die Wissenschaft ist frei— sagt die preußische Verfaffung. Die Wissenschaft ist international— erklären die preußischen Universitäten und begründen das Institut der Austauschprofessoren! Aber wehe der Wissenschaft, die nicht die amtliche Billigung findet I Da verschiviudct die ideale Verfassungsbestimmung und an ihre Stelle tritt die wahre preußische Verfaffung— daS diskretionäre Ernieffen der Polizei. Genosse Eckstein ist Wiener und so hat ja die Polizei, da es ja ein wirkliches Fremdenrecht nicht gibt, die Macht, ihn an der Ausübung seiner Lehrtätigkeit zu hindern und die Macht der Polizei ist hierzulande zugleich die Schranke für die Freiheit der Wissenschaft. Nur darum handelt es sich uns. Wir reden nicht davon, wie komisch es wirkt, wenn im Zeitalter der Nibelungentreue ein Oesterreicher mit so bundesbrüderlicher Liebenswürdigkeit behandelt wird. Noch weniger von der Unvernunft einer Maßregel, die natürlich sür die Institution, die sie offenbar treffen will, nicht die geringste praktische Wirkung haben kann und haben wird. Denn daß es bei unS genug Kräfte gibt. die die Geschichte des Sozialismus vortragen können, wird hoffentlich auch den Urhebern dieser Maßregel nicht unbe- kannt sein. Nein, uns handelt es sich nur um die prinzipielle Frage, um die schikanöse und kleinliche Anwendung der Ausweisungs- befugnis zu dem Zweck, eine bestimmte wissenschaftliche Lehre zu treffen. Denn bei den Vorträgen Ecksteins handelt es sich um eine streng ivissen schaftliche Darstellung der geschichtlichen Aufeinanderfolge; der sozialistischen Systeme durch einen bewährten Fachmann. Und dagegen wird die Frcnidenpolizei in Bewegung gesetzt! Ed wäre zun» Lachen, ivcnn eS nicht so blamabel lväre, daß die brutale Polizei- saust die Grenze wissenschaftlicher Lehre bezeichnen darf. Fromme Brüder. Vor kurzem ist bekanntlich die„Correspondance de R o m e" eingegangen, dos von den Bachcmiten am meisten gehaßte Organ der römischen Kurie. Die„Kölner Korrespondenz", die nimmermüde Belämpferin der Kölner klerikalen Richtung, benutzt dieses Verschwinden der edlen„Römerin", um der„Kölnischen Vollszeitung" folgendes niedliche Sündenregister vorzuhalten: „Berühmt und gefürchtet tvurde die..Eorrespondance de Romc", ols sie im Sommer 1007 die Münstcrsche Kultur- und Antiindex- liga aufdeckte. Tie Herren, die sich unter Ehrenwort zum Still- schweigen verpflichteten, hatten ihre religiösen und kirchlichen Re- fonnpläne so geheim gehalten, daß selbst der Ortsbischof von Münster von der Sache nichts wußte. Die„Eorr. de Rome" aber war unterrichtet. Sie veröffentlicht« die ganz geheimen Akten bis auf» letzte Tüpfelchen, und auch nachher l)at sie die Wege und In- trigen der„Kölner" sauber aufgedeckt. Es gibt nun nichts, was den„Kölnern" so peinlich wäre, als die Wahrheit über ihr eigenes Wollen und Tun. Darum inszenierten sie einen wahren Hexen- sabbat gegen die„Corr. de Rome". Da man dem römischen Örga», dsssen Informationen so verblüffend zutreffend waren, mit Gründen nicht beizukommen vermochte, und auch die üblichen Mätzchen der„Kölnischen Volkszeitung" nichts ausrichteten, so wandle man sich zuerst an Mitglieder des Episkopat«, die natürlich nicht reagierten. Kurz darauf wurde man in R o m vorstellig. Das war gerade die richtige Adresse! Man zog schleunigst die Fühler wieder ein und vertraute auf die Mittel der Scldsthilsc. Diese Mittel V e st e h e n bei den„Kölner n" vornehmlich in Lügen und V e r l c u m- düngen. Es ist unsagbar, was gegen die„Eorr. de Rome" alles zusamiueiigelogen wuvdc. Die„Kölner", die in Ermangelung fach- licher Gründe auf die persönliche Kampfeswcise schlechterdings an- gewiesen sind, haben sich nicht geschämt, die niedrigsten persönlichen Angriffe gegen den Herausgeber der„Eorr. de Rome" zu schleudern. Unter Vvrantritt der„Augsburger Postzeitung" und der„Kölnischen Voltszeitung" haben sie ihn sogar beschuldigt, im Dienste der "vgc zu stehen und die Interessen.d«S Vatikans an Rußland verraten zu habeuc Erst als der Vatikan iclbit für die Ehre des mit Kot beworfen«» hochaiigescheilen Kurien- Prälaten offiziell eintrat, nahm die Infamie ein Ende. Diese Ge- meuchelt sondergleichen bildet eines der schmutzigsten Blätter in der Geschichte des Streites um die Kölner Richtung. Jetzt blieb den„Kölnern" nur noch ein Weg: der diplomg- tische, auf dem sie schon so»lanchce gegen den Vatikan erreicht haben. Die Geschichte wird diese Machinationen wohl einmal auf. decken: wir können es nicht, aus begreiflichen Gründen. Aber dos eine können wir sagen, daß der erhoffte Erfolg ausblieb. Der römische Vertreter der..Kölnischen Zeitung" schilderte damals die Situation treffend durch den Vergleich mit den vorgeschobenen Batterien. Daö einzige, was die„Kölner" auf ihren diplomatischen Schleichwegen erreichten) war eine Aenderung in ider Taktik. Aber auch diese Aenderung bcdeulek im Grunde für die Bachemüen eine Niederlage, denii sie implizierte die sachliche Anerkennung der bisherigen Haltung der„Eorrespondance de Rome"." Mandatsmüde. Geheimrai Professor Freiherr v. L i S z t hak erklärt, kein Man- bat zum preußischen Lcnidiag mehr annehmen zu wollen, damit er seine ganze Kraft den Arbeiten im Reichstag widmen kann. Das Mandat des Herrn v. LiSzt lStadt Eharlottenburg) ist den Fort- schrittlcrn sicher und wie verlautet, wollen sie den Pfarrer Rau- mann«IS Nachfolger auf den Schild erheben. Unbegründete Bnfi>rgniffe. Die„Nationalliberale Korrespondenz" läßt sich au? parlamen- tarischen Kreisen schreiben, daß man der weiteren Enttvickelung der inneren Politik und dem Schicksal der allgemeinen Bcsihsteuer nur mit großer Sorge entgegensehen könne. Diese Besüichtung wird damit begründet, daß dem Reichskanzler vom Zentrum ein Miß- traucnsvotum ausgestellt wurde wegen seiner Haltung in der Jesuitensrage und fernerliin Herr Dr. Oertel ankündigte, auch die Konservative» könnten kein besonderes Vertrauen zur Regierung mehr haben, da sie in der Frage deS ArbeitSwilligenschutzeo noch nichts-unternommen habe und da schließlich auch die nationalliberale Fraktion dem Staatssekretär des Innern das Befremden der Fraktion habe ausstellen lassen über den eigentümlichen Standpunkt, den die Regierung in der Frage der päpstlichen Enzyklika ein- genommen hat. Diese nationallibcralcn Befürchtungen sind Gespenster, die sich sehr leicht bannen lassen. Der Reichskanzler nimmt die Erklärung -des Zentrums offenbar durchaus nicht tragisch. Er kennt das Zentrum und weiß, daß mit einigen kleinen Konzessionen außer- ordentlich viel zu erreichen ist. Mißtrauenserklärungen des Zentrums haben an Wert ganz erheblich eingebüßt, seitdem diese Partei in der Duellfragc so mannhaft umgefallen ist. Die Kaiwnadc, die das Zentrum eröffnete, war Kanonendonner, weiter nicht?. Biel- leicht daß man beim Militäretat da und dort kleine Wstrich« macht, um im nächsten Jahre desto mehr zu bewilligen, aber crnstlichi Be- sürchtungen hat bestimmt weder der Reichskanzler noch der Kriegs- minister noch der Staatssekretär LiSeo als Verfasser der Jesuiten- gesetzinterpretation zu hegen. Auch die Konservativen werden leicht zu befriedigen sein. Wenn ih..en ein Zoll auf Milch und Rahm in Aussicht gestellt wird,-dann werden sie herzlich gerne a-uf den von ihnen geforderten größeren Arbeitswilligenschutz verzichten, um so mehr, als sie die Gewißheit haben können, daß die deutsche Justiz bestrebt sein wird, mit aller Kraft die Interessen der Unternehmer zu schützen. Und nun gar erst die nationalliberalen Befremden, die dem Staatssekretär des Innern zum Ausdruck gebracht wurden! Wer in aller Welt ntrnmt eine nationalliberale Drohung ernst, wenn sie gegen die Regierung gerichtet ist. Die nationalliberale gieichstagSfraktion hat es noch nie verstanden, eine wirkliich« und grundsätzliche Opposition zu treiben. Die Regierung weiß ganz genau, daß die Nationall iberaleu den Moment kaum erwarten können, der sie zurückführt in die Reihen eines Rcgierungtblocks, um endlich restlos den Verdacht von sich abwälzen zu können, einmal auch nur ernstlich daran gedacht zu haben, Opposition zu treiben. Wie die Dinge heute im Reichstag liegen, wird die Regierung alles durchsetzen, was sie will._ Rußland. Die Henker der Freiheit Finnlands. Petersburg, 18. Januar. Der Kaiser hat den Beschluß des Ministerrats bestätigt, durch den die Petition des finni- schenLandtags abgelehnt wird, in der gegen die Verringerung des finnischen Territoriums protestiert wird. Der Ministerrat er- klärte die scharfe Form der an den Kaiser gerichteten Petition für unzulässig China. Die Entschädigung für den Boxeraufstand. Peking, 13. Januar.(Meldung der Petersburger Telegraphen« agentur.) In der heutigen Konferenz der Gesandten wurde be- schlössen, den Ueberschuß der bis zum 31. Dezember 1912 ein« gelaufenen Zolleinnahmen im Betrage von zehn Millionen Dollar als Zahlung der noch rückständigen Entschädigungen aus dem Boxcraufstand unter den Mächten ihren Anteilen entsprechend zu verteilen. Rmerika. Die Eiitwandcrungsvorlage der Vereinigten Staate». Nach einer Meldung des„Berliner Tageblattes" miS New Jork wurde am Donnerstag in Washington in einer Sitzung de» von den beiden Häusern des Kongresses eingesetzten Komitees zur Prüfung der Burnettschen Einwanderungsvorlage eine Einigung erzielt. Sic bestimmt, daß die Einwanderer imstande sein müssen, ihre eigene Landessprache zu lesen. Von dieser Bestimmung sind Gattinnen, Witwen und ledige weibliche Personen ausgenommen. Der höchste Senat hat die Forderung der Kenntnis des Schreibens fallen gelassen. Die Kopfsteuer für Einwanderer wird von 4 auf 5 Dollar erhöht. Jedes Einwanderer befördernde Schiff muß rc- gierungsseitlich ernannte amerikanische Aeizte. Inspektoren und Wärterinnen an Bord haben. Desertierende fremde Seeleute wer- den verhaftet und deportiert, desgleichen Eingewanderte, die in Amrika wegen Vergefyms gegen die Moral verurteilt wurden. Washington, 17. Januar. Die Gesetzesvorlage über die Ein» Wanderung, die eine Bestimmung über ein Mindestmaß an Schul» biildung enthältz ist vom Repräsentantenhause angenommen worden Hiid der Partei. BildungSarbrit der Partei. Auf Grund eines Beschlusses der letzten LandeSbersammlung der Sozialdemokratie Württembergs ist jetzt ein Bezirks- bildungsausschuß für Württemberg gegründet worden. Er besteht aus je 3 Vertretern der Sozialdemokratischen Partei und der Vereinigten Gewerkschaften Stuttgarts und 1 Vertreter des Landesvorstandes der Sozialdemokraten Württembergs. In seiner konstitnierenden Sitzung wurde Genosse Otto W a S n c r zum Bor- sitzenden und Genosse Edwin H ö r n l e zum Schriftführer gewählt. Der Bezirksbildungsausschuß soll der organisierten Arbeiterschaft Württembergs in der Vereinfachung und Berbilligung der prole- tarischen Bitdungöarbeit mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihr besonders behilflich sein bei dem zweckmäßigen Arrangement von Unterrichts- und Bortragökursen, Einzelverträgen ernsten und heiteren Inhalts. Dichter- und Rezitationsabenden, Licbtbildervorträgen und allen Veranstaltungen, die belehrenden Inhalts oder der Pflege würdiger Geselligkeit gewidmet sind. Die Adresse des Genossen WaSner ist: Stuttgart, Hauptstädter- straße 96. Personalien. Tie Ehefredaltion der„Fränkischen Tagespost" in Nürnberg überniuuut»roch im Laufe dieses Monats Genosse Dr. A d o I f B r a u n. der das Blatt bereit» früher leitete und seitdem an der„Wiener Arbeiterzeitung" tätig war. GewerkfchaftUd�s. Der Kampf im Rolzgewerbc unvermeidlich? Nach dem bereits gemeldeten Abbruch der Verhandlungen im Holzgewerbe hatte der Deutsche Holzarbeiterverband auf Sonnabend, den 18. Januar, eine Konferenz von Vertretern aus allen Vertragsstädten nach Berlin einberufen, um zu der gegebenen Situation Stellung zu nehmen. Die von zirka 150 Delegierten besuchte Konferenz hat einstimmig beschlossen, die Herausforderungen und brüskierenden Ansprüche des Arbeitgeberschutzverbandes mit ganzer Entschiedenheit zu be kämpfen. Die Holzarbeiter Deutschlands sind fest entschlossen, an der von ihnen geforderten V-e rkürzung der Arbeitszeit, die in den allermeisten Fällen eine sehr bescheidene ist, sowohl als auch an der vierjährigen Vertragsdauer unbedingt festzuhalten und werden sich von diesem Entschluß auch durch den zum 13. Februar von dem Arbeitgeberschutzverband angedrohten Kampfe auf der ganzen Linie nicht abbringen lassen. In einer zweifellos aus den Reihen des Arbeitgeber schutzverbandes stammenden Notiz in der Berliner„Volks> Zeitung" vom 17. Januar wird erklärt, daß ein Eingreifen der Regierung, um die jetzt daniederliegenden Verhandlungen wieder aufzunehmen, von den Unternehmern alS unwahr- s ch e i n l i ch angesehen würde. Auch die Konferenz der Holzarbeiter stand dem Eingreifen eines Unparteiischen sehr unsympathisch gegenüber.__ Berlin und Umgegend. Die WeiWcrlirauereiarbciter, organisiert im Deutschen TranS. portarbeitervcrband und in den Verbänden der Maschinisten und Heizer und der Böttcher, nahmen in einer Versammlung, die am Freitagabend im Gclverkschaftshause stattfand, cbcnsaUs Stellung zum Ablauf des Tarifvertrages. Wie die Versammlung am Donnerstagabend, so beschloß auch diese, den Vertrag zu kündigen. Dc6 Referent A lisch führte aus, daß Verbesserungen in der Lage der Arbeiter der Weißbicrbrauereien nottvcndig seien. Der gegen- tvärtige Vertrag wurde von einzelnen Brauereien sogar noch recht rmgünstig für die Arbeiter ausgelegt, zum Beispiel in der Frage der lleberstunden und der Sonntagsarbcit. Man hat auch Vcr- träge mit einzelnen Leuten abgeschlossen und dadurch die mit den. Organisationen geschlossenen Verträge wirkungslos gemacht. In letzter Zeit ist man sehr rücksichtslos mit Entlassungen vorgegangen, und man könne es denXArbeitcrn nicht verdenken, wenn sie eben- falls keine Rücksichten nehmen, sondern in erster Linie nach einer Verbesserug ihrer Arbeitsverhältnisse streben.— Eine Vertrauensmännerversammlung hat sich bereits mit der Angelegenheit der Tarifkündigung beschäftigt und sich einstimmig dafiir ausgesprochen. Die Mitgliederversammlung erklärte sich, wie schon bemerkt, eben- falls dafür und wählte eine Kommission, um die Bewegung einzu- leiten, in Gemeinschaft mit der am Donnerstagabend gewählten Kommission. Kellneraussperrung im Cafe Würz(Neues Schauspielhaus am Nollendorfplatz). Die in diesem Betriebe beschäftigten Kellner ver- langten Abschaffung der täglichen Abgaben von 30 Pf. und Einführung eines Monatslohnes von 10 Ma r k.. Beides wurde den Vertretern der Angestellten von den Inhabern M. Wörz und Penekamm unter Vorbehalt der cndgülti- gen Entscheidung zugesagt. Mit einer Vertagung waren die letzteren auch ohne weiteres einverstanden. Während sich der eine Inhaber an den Verhandlungen noch beteiligte, hatte der andere die Anweisung gegeben, daß die Kellner nicht) wie üblich, am Büfett, fondern im Bureau abrechnen sollten.(Die Verhandlungen fanden auf Wunsch der Unternehmer nachts nach 11 Uhr statt.) In- zwischen hatten sich dann beide Serren englisch empfohlen, und die Kellner erhielten(20 an der Zahl) s ä m t l i ch i h r e schon vor- her fertig gestellten Papiere und waren ent- IÜ' 30 Pfennig Lohn pro Tag— das sind für 20 Mann 6 M. ES bleibt bei einer Jahresmiete von 100 000 M. für die Kellner nichts übrig; diese müssen im Gegenteil noch 6 M. pro Tag für Putzgeld usw. zahlen! Und weil sie es gewagt haben, die Herren Inhaber durch ihre Berbandsleitung zu ersuchen, die Abschaffung dieser schreienden Mißstände herbeizuführen, werden sie ohne jede Rück- ficht, ohne auch nur den geringsten Versuch eines Ausgleiches, auf das Pflaster geworfen...... Ein solches Vorgehen, das bisher einzig in seiner Art dastehen dürfte, muß jeden Angestellten zur Solidarität verpflichten. Der Betrieb ist für organisierte Gehilfen gesperrt.„. Verband der Gastwirtsgehilfen. Zweigvercin der Cafe-Angestellten. Achtung, Tabakarbeitcr! Der Zigarrenfabrikant Born- kessel, Waldstr. 30, NW., hat den Tarif, den er durch Annahme billiger Arbeitskräfte durchbrochen hatte, noch nicht wieder einge- führt. Die grünen Plakate sind der Firma entzogen. Als Arbeits- willige fungiert eine Rollerin Straskowski, sowie eine Wickel- macherin. Der Betrieb von Bornkessel ist gesperrt. Arbeiter, Raucher! kauft nur dort Euren Zigarrenbe- darf ein, wo das grüne Plakat, unterschrieben Alwin Schulze, vor- Händen ist. Ter Vertrauensmann der Tabakarbeitcr. Deutkches Reich. Die Organisation der Landarbeiter in agrarischer Beleuchtung. Der Verbandstag des L-andarbeiterverbandeS und die Bc- Handlung der Landarbeiterfrage auf dein Preußentag haben die gesamte konservative und die diesen verwandte Preßmeute auf- gescheucht. Das Ableugnen der Organisationserfolge auf dem Lande hat keinen Zweck mehr. Mit recht langen Gesichtern bc- ginnen sich die Agrarier klar zu werden, daß der Klassenkampf vernehmlich auch an ihre Tore pockit. Diese Erkenntnis macht die Freunde des Zentrums und der christlichen Gewerkschaften höchst verdrossen gegen die neueste Gründung eines ihrer politischen S-bützlinge, des christlich-sozialcn Franz B. e h r e n s. Ter von diesem gegründete„Hauptverband" christlich-nationaler Feld- und Gartcnarbeitcr mit dem Sitz in Essen begegnet dem größten Miß- trauen der Konservativen.„Gewerksckmftsbewegung bleibt Gc- iverkschaftsbewegung", sagte die..Kreuzzeitung", Klassenkampf- organisation sei stets der unerwünschte Schluß. Das platte Land müsse von jeglichem Versuch, die Arbeiter zu organisieren, verschont bleiben.„Gewerksckmftliche Ioecn gehören nicht auf die fried- liehen Dörfer. Die schaffen nur Unfrieden." So ruft das Junker- blatt beschwörend aus. Ein einziger Schrei nach Rettung aus der schrecklichen Gefahr gellt durch die konservative Presse bis herunter zum letzten Kreiöblättchen. Die namhafteren Organe machen ihre„sozial-politischen" Spezialschmoks mobil und lassen sich und ihren Lesern Trostartikel vorsetzen, die gewürzt sind mit der wohlschmeckenden �auce: die Gefahr ist nicht groß; den Landarbeitern fehlt das Koalitionsrecht. Und indem die„ungezählten Millionen an Nationalvermögen", die bei einem Erntestreik in Teutschland verloren gehen würden, den erschreckten Blicken der agrarischen Leser erscheinen läßt, schwört man sich gegenseitig zu: Das Koalitionsrecht den Landarbeitern? Niemals!..... j«.... Aber schon erichemt zum größten Schrecken der agrari,chen Kreise einer ibrer Gelehrten, die beauftragt sind, die Wiffenschast aararisch umzufärben, und weist nach(was übrigens die organi- siertcn Landarbeiter schon längst wissen und praktisch betätigen). die"andwirtichoft sei vor den„Gefahren dieser Organisations- � bestrebungcn" gar nicht durch ein gesetzliches Koalitionsverbok gc- schützt. In einer Beröffentlichung des königlich preußischen Landes- ökonomiekollegiums, die dieser Tage erschien, untersucht der De- zcrnent dieses preußischen Instituts Dr. phil. et jur. W. Asm i s, der agrarische Experte für Landarbeitcrfragen. das für ein Koa- liiionsverbot gehaltene preußische Gesetz vom 24. April 1854 mit dem Ergebnis, daß er feststellen muß: Nach dem Wortlaut des Gesetzes sind nur Verabredungen von Arbeitseinstellungen oder Arbeitsverhinderungen verboten. Jeder Zusammenschluß, um auf anderem Wege als den der Arbeitseinstellung hie Forderungen der Arbeiter zu vertreten, steht auch(leider!) den Landarbeitern frei. Es handelt sich also nur um ein Streikverabredungsverbot und nicht etwa um ein Verbot der Biloung von Klasscnorganisationen. Nach einer flüchtigen Betrachtung der vorhandenen Organi- sationen landwirtschaftlicher Arbeiter, wobei unter gröblichstem Konflikt mit der Wahrheit die im Frühjahr 1012 bei einer„wilden" Lohnbetocgung gut katholischer und unorganisierter Winzer im Rheingau vorgekommenen Weinbcrgszerstörungen der„radikalen Agitation der Sozialdemokratie" zur Last gelegt werden, kommt der Herr Dr. phil. et jur. zu den bekannten Abwehrvorschlägen der Abgeordnetenhauskonferenz unter Vorsitz des Grafen Schwerin-Löwitz. Die Landarbeiter sollen schleunigst den landwirtschaftlichen Unternehinerorganisationen, bor allem den land- wirtschaftlichen Ncrcinen, ländlichen Genossenschaften, dem Bund der Landwirte, den Kriegervereine», dem deutschen Wehrverein, deutschem Flottenverein und den verschiedenen Frauenvereinen auf deni Lande eingereiht werden. Ter„mannhafte, vaterländische, kriegerische Geist", der nach Ansicht deS agrarischen DoktorS in „unserem Landvolk" lebt, sei zweifellos ein ausgezeichneter Böden, um die Bcrufsgruppen, Unternehmer und Arbeiter einander näher- zubringen. Die Landarbeiter seien heute, was die ländlichen Unternehmer als Ruhmesblatt für sich in Anspruch nehmen könnten, in ihren ganz überwiegenden Teilekt noch durchaus mon- archisch und gut dcutsch-national gesinnt und wären dankbar, wenn sie sehen, daß bei den Unternehmern der Wille vorhanscn sei, gemeinsame Interessen zu pflegen und zu stärken. Tic geängstigtcn Agrarier werden nun wieder aufatmen und unbesorgter in die Zukunft blicken. Die in ihren Problemen plötzlich so nahe an sie herangetretene„Landarbeiterfrage" kann je nacki der' wissenschaftlichen Ansicht ihres Spezialgelehrten, der diese Auffassung mit dem Recht der Priorität auf der schon genannten Rettungskonferenz vorgetragen hatte, gelöst werden, ohne daß man an Lohnerhöhungen, Aenderungen der Arbeitszeit usw. zu denken braucht. Ja zu ihrem weitere» Tröste wird ihnen ver- sichert, daß sie die Natu.alentlohnnung, die ohnedies ein wertvolles Mittel zur Erhaltung der Abhängigkeit ihrer Arbeiter darstellt, unbedenklich(auf Kosten der Barlohnung) criveitern dürfen. Von den landwirtschaftlichen politischen Parteien wird ver- langt, daß sie(zur Blendung der Landarbeiter!) ein eingehendes La nda rb e i t e r p r og r am in in ihr Parteiprogramm auf- nehmen. Nach Ansicht des genialen Agrarretters dürfte es nicht schwer fallen, ein Programm aufzustellen, das sowohl von Besitzern tvie von Arbeitern vertreten werden könne. So wäre nun nach Ansicht der Agrarier die Landarbeiterfrage bestens gelöst. Es fragt sich nur. was die zunächst Beteiligten, die Landarbeiter, dazu sagen. Sie werden empfinden, tvaS ein mecklenburgisches konservatives Organ von ihnen bezüglich der von uns geschilderten Elendsbilder aus dem Landarbeitcrleben vergeb- lich evivartet, daß es eine Beleidigung schlimmster Art ist für sie, von agrarischer Arbcitgeberseite immer noch für so dumm und urteilsunfähig gehalten zu werden, daß sie auf solchen Leim kriechen sollten. Subvention der Gelben im Steindruckereigewerbe. Die gelbe Organisation im Stcindruckcreigewerbe erhält durch den Schutzverband der UnterneHmerorganisation einen jährlichen Zuschuß zum Beitrag dafür, daß die Gelben sich verpflichten, einige Statutbestimmungen ihres Verbandes nicht zu ändern, so daß der Untcrnehmerschutzverband stets einen bestimmten Einfluß auf den Selben Gehilfenverbaud auszuüben vermag. Dem Verlangen des Unternehmerschutzverbandes haben nun die Mitglieder des gelben Gehilfenverbandes zugestimmt, wonach nun für jedes Mitglied 40 Pf. pro Woche Beitrag durch den Unternehmcrschutzverband ge- zahlt wird, sofern eS im Betriebe eines Schutzverbandsmitgliedes arbeitet. Tie vorgenonimene Abstimmung unter den Mitgliedern des gelben Verbandes hat ergeben, daß dem Angebot des Unter- nehmcrschutzverbandes mit 638 gegen 165 Stimmen zugestimmt wurde. Der Unternehmerschutzverband hat sich nun bereit erklärt, vom 1. Januar 1013 ab diese Summe, die ungefähr 0000 M. jähr- lich beträgt, an den gelben Gehilfenverband abzuführen. Es sind 430 Mitglieder des gelben Gehilfcnverbandes in Schutzverbandsbe- trieben beschäftigt. Diesem gelben Verband gehören zumeist die Stcindruckcr- und Lithographen-Wcrkmeister an. Bisher gehörten auch die Lehrlinge vieler Steindruckercibetriebe� dem gelben Verein als Mitglieder an, oder richtiger gesagt, die Schutzverbandssirmen zahlten für ihre Lehrlinge die Beiträge an die gelbe Organisation. Die Lehrlinge traten aber allgemein nach dem Auslernen dem Litho- graphen- und Steindruckerverband bei, so daß der Unternehmer wohl die Beiträge für die Lehrlinge zahlte und die Lehrlinge auch während einer Krankheit von dem gelben Verbände Krankenunter- stützung bezogen, aber mit dem Augenblick, wo sie Gehilfen wurden, verzichteten sie auf die Ehre, Mitglieder des gelben Vereins zu bleiben. Ter Unternehmerschutzverband stellt jetzt die Zahlung von Beiirägen für die Lehrlinge ein. dafür entschädigt er nun diese gelbe Organisation mit einem direkten Beitrag für die anderen Mitglieder. Jedenfalls eine wohlverdiente Liebesgabe für treue Dienste._ Achtung, Metallarbeiter? Bei der bekannten elektrotechnischen Firma Robert Bosch, Werk 2 in Feuerbach, sind ernstliche Differenzen ausgebrochen. Dieses Werk in Feuerbach ist gesperrt, Zuzug ist streng fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Deutscher Metallarbeitcrverband, Stuttgart. Achtung, Fabrikschuhmacher und Stepperinnen! Bei der Firma Beruh. Roos in Speyer(Pfalz) sind wegen Reduzierung der Akkordlöhne für Stepperinnen Differenzen ausgebrochen. Die Zu- schneider der Firma haben Lohnforderungen eingereicht. Zuzug von Stepperinnen und Zuschneidern ist streng fernzuhalten. HusUnd. Eiseubahnerausstand in Amerika. New Uork, 18. Januar. Trotz aller Bemühungen, eine Einigung mit den Eisenbahnarbeitern herbeizuführen, ist nunmehr der Ausstand proklamiert worden. Er erstreckt sich bereit» auf 35 000 Arbeiter.__ Versammlungen. Der Verband der Hausangestellten— Ortsgruppe Berlin— hielt am Donnerstagabend in den„Jndustrie-Festsälen", Beuth- ftraße, seine Generalversammlung ab. Frl. Arndt und Frl. Lücke erstatteten den Tätigkeits- und Kassenbericht für das Jahr 1012 sowie den Bericht für das letzte Vierteljahr 1912. Tie Agita- tion unter den Hausangestellten wurde nach besten Kräften gefördert' 25 Wochentags- und 30 Sonntagsversammlungen und Veranstal- tungen, die in der Regel guten Zuspruch fanden, dienten der Wer- bung neuer Mitglieder und der Stärkung der Organisation unter den alten; auch fanden wer Versammlungen in den Vororten von Berlin statt, ferner vier Generalversammlungen des Verbandes An dem Fortbildungskursus über Deutsche Geschichte, der sein Lokal im Arbeitsnachweis in der Linkstraße hatte, beteiligten sich durchschnitt- lich 25 Mitglieder. Das Auskunstsburean des Verbandes wurde sehr lebhaft auch von Nichtmitgliedcrn in Anspruch genommen. 46 Klagen gegen Herrschaften mußten während des Jahres an- hängig gemacht werden; es gelang dadurch 746,20 M., eine summe. die sich meist aus kleinen Beträgen zusammensetzt, für die Tienff- boten zu retten. Zwei Beträge, 70 Ni. und 17,50 M., wurden außerdem den Hausangestellten, die mit Hilfe des Verbandes darum klagten, gerichtlich zugesprochen, konnten aber nicht, einkassiert werden, weil bei den betreffenden„Herrschaften" nichts zu holen war.— Für die Reinmachefrauen in den Konsumvereinen sind Vertragliche Abmachungen getroffen worden, die mancherlei Vorteile brachten.— 130 000 Flugblätter und Handzettel sowie viele Broschüren kamen im Laufe des Jahres zur Verteilung. Tic Ein- gänge an Postsachen im Bureau erreichten die Zahl 1429, die Aus- gänge dagegen 3008. Eine Eingabe des Verbandes an den Berliner Magistrat, daß es auch für die jungen Dienstboten möglich gemacht werde, die neue Pflichtfortbildungsschnle für Mädchen zu besuchen, hatte nicht den gewünschten Erfolg. Wenn auch nur geringe Aus- ficht auf Erfüllung dieses Wunsches bestand, so durfte der Verband doch nicht unterlassen, die Ansprüche der Hausangesicllt»� auf G l e i ch st c I l u n g mit anderen BerufSangehörigen«i<»#u- melden und das Unrecht, das den Dienstboten durch die fö«- sindeordnung geschieht, auch bei dieser Gelegenheit deutlich KR kennzeichnen. In der ablehnenden Antwort, die der Magistrat erteilte, wird auf die Wahlfortbildungsschulen und die dwutt verbundenen Kochschulen hingewiesen, die den Tienstbotm offen ständen; aber dieser Hinweis konnte um so weniger befrlokigen, all es gerade darauf ankam, durch die PflichtfortbildungWchule bn» Mädchen gesetzlich die fehlende Zeit zum Schulbesuch zu geben. Die Mitgliederbewegiing des Verbandes ergab einen Bestand von 096 am Schlüsse des JahreS. Bei dem häufigen Stellenwechsel gingen zahlreiche Mitglieder wieder verloren, weil sie versäumten, die neue Adresse einzusenden. Daß es so an neuaufgcnommenen Mitgliedern nicht fehlte, zeigt sich in der wachsenden Zahl der verkauften Beitragsmarken. Im Jabrc 1912 wurden 8988 Marken verkauft gegenüber 6893 im Jahre 1010, ohne eine größere Ver- änderung.des Mitgliederbestandes. Der Kassenbericht zeigt eine Einnahme von 7892,05 M., der eine Ausgabe von 8691,41 M. gegenübersteht. Der Bestand der Kasse betrug am 1. Januar 1013 noch 518,98 M. Für Krankenunterstützung wurden tvährend de? Jahres 450,00 M., für Rechtsschutz 113,80 M. ausgcaeben. An der Tätigkeit der Verwaltung wurde keinerlei ungünstige Kritik geübt, der alte Vorstand wurde mit einigen neuen Bei» sitzcrinncn wiedergewählt. In der Versammlung der Maler, Lackierer und Anstreicher, die am Donnerstag im Gewerkschaftshaus stattfand, wurde als erster Punkt die Delegierteuwahlen zum Verbandstagc Vorgenommen. Stimmen erhielten: D r c n d e l 279, Ehrhardt 307, G e r th 115, Ö a m in e r 213, Klotz 432, Kranz 89, Mau 394, M i e tz 433, Müller 209, Nikolai 435, Richter 321, Ringel 299, Schiemann 114, Schröder 250, Siemer 69, Siein 289 und Wehrcndt 225. Es sind gewählt: Klotz, Mau, Mietz und Nikolai. In Stichwahl t ommen: Trendel. Ehr- Hardt, Ha m in er. Richter, Ringel. Schröder, Stein und Wehrcndt. Nach dem Wahlakt machte der Vorsitzende noch einige Mitteilungen über die Tarifverhandlungen, die am II. Ja- nuar bis zum 29. Januar vertagt wurden, und forderte die An» wesenden aus, bis zum Ablauf des Tarifes fleißig zu agitieren. damit die Maler gerüstet dem ihnen zugedachten Kampf entgegen- gehen.___ letzte IHadmcbtcn. Tie türkische Flotte zerstört? Athen, 18. Januar. Die„Agcmce d'Athenes" meldet: Die türkische Flotte, die heute früh aus den Dardanellen ausgelaufen lugt, ist von der griechischen Flotte vollständig zer- stört worden. Eine große Volksmenge veranstaltete, als die Nachricht in Athen bekann-t wurde, vor dein Marineministerium begeisterte Kundgebungen. * Athen, 13. Januar.(W. T. B.) Von der genteldeten See- schlacht wird amtlich folgende Darstellung gegeben: Die türkische Flotte lief heute aus der Meerenge aus und dampfte in südlicher Richtung nach der Insel Tenedos, wo sich die Schlacht mit der gric. chischen Flotte entspann. Ter Kampf dauerte zwei Stunden. Hierauf fuhr die türkische Flotte von der griechischen verfolgt, noch den Dardanellen zurück. Ucber die Verluste des Feindes sind»och keine bestimmten Nachrichten hierher gelangt. ;e uanoimuiwi'. i—-----------------„--i--_..,--------»-----------;- l-----,------—----—————---_ 'Lerantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: Ttz-Glocke.Berl'n. Druck u. Verlag: VorwärtsLuchdr. u. Verlagsanjialt Paul Singer 4 Eo., Berlin SW. Türkische Verlustliste. Konstantinopel, 18. Januar.(W. T. B.) Das Kriegsministc- rium veröffentlicht eine neue Liste von 50 im Kriege gefallenen Offtzicren. Darunter sind ein Oberst, vier Majore, ein Vizemajor, 18 Hauptleutc, 11 Leutnants und 15 Unterleutnants. Eine geistliche Republik. London. 18. Januar.(W. T. B.) Wie das Rcutersche Bureau erfährt, haben die Botschafter der Großmächte beschlossen, daß der Berg Athos als unabhängige geistliche Republik angesehen werden soll. . vin bulgarisches Dementi. rar � �a",uar'. 1?®' Gegenüber der Meldung eine» glattes, daß der Streitfall zwischen Rumänien und Bulgarien durch die Abtretmig von 29 bulgarischen Ortschaften beendet worden sei. erklärt das Blatt„Mtr", diese Meldung sei eine reine Erfindung. Jetzt, wo wir noch in den Anfangsfladien der Vcrbandlung sind. fährt das Blatt fort, kann man dieseniaen nur tadeln, die derart phantastische Gerüchte aussprengen Mir" dementiert auch als tendenziös die Nachricht, daß Serbien"sich geweigert hätte, einige Punkte des Bündnisvertrages zu erfüllen unter dem Vorwand, dag Bulgarien den Bertrag verletzt hätte. Bulgarien habe den Vertrag nicht verletzt; es könne also auch' von einem Verzicht Serbiens keine Rede sein. � Aufnahme der Wahl Poincar6s i» Madrid. Madrid, 18. Januar(V C.l Die Wahl Poincares wird hier durchweg im Zusammenhang init dem Dtarokkoverlrag beurteilt und als für die f r a n zö si s ch p« ich- n B e zieh u n gen gunstig beurteilt, in welchem Sinne sich auch der Mimsterprait» dent Graf Romanoncs Mßertc�___ Echwere Havarie eines deutschen Schiffes. London, 18. Januar.(W. T. B.) Das Motorschiff der Ham- burg-Amerika-Linie„Christian! der Zehnte, daS nach Baltimore bestimmt war, hatte schwere stürme auf dem Atlantischen Ozean zu bestehen. Nachdem es bereits fünf Tage gegen die Stürme ge- kämpft und fast die Neufundlandbanke erreicht hatte, sah der Kapi- tan ein, daß es unmöglich sei, den Bestimmungsort zu erreichen. Er ließ deshalb das Schiff wenden und nach der irischen Küste zurückkehren. Mit teilwe.ie gebrauchsunfähigen Maschinen langte Christian der Zehnte" heute in Oueenötown an. Die RettungS- boote find verloren gegangen Die Docks sind stark beschädigt und mehrere Abteilungen sind unter Wasser. Schwieriges Rettungswerk. Oporto. 18. Januar. bandshauptkasse geführt werden. Unterstützungen aus dieser Kasse sollen gewährt werden: a) au Mitglieder, die im Dienste der Organisation einen ihre Gesundheit schädigenden Unfall erlitten haben, auf die Dauer der Erlverbsunfähigkcit; d) an Mitglieder, die infolge der unter a bezeichneten Umstände dauernd erwerbsunfähig oder erwcrbsöeschränkt geworden sind? c) an Hinterbliebene solcher Mitglieder, deren im Dienste der Organisation erlittener Unfall den Tod zur Folge hatte; d) an Angestellte des Verbandes, die dem VersicherungSgesctz für Angestellte nicht nnterstchcn und auch zu der Unterstützungs- Vereinigung der in der Arbeiterbewegung tätigen Angestellten nicht zugelassen werden, wenn sie infolge Alters oder Jnvalidi- tat dienstunfähig gelvorden sind; e) an Hinterbliebene der unter cl genannten Angestellten. Ein weiterer Zweck der Unterstützungskasse ist die Vor- tcnd Nebenvcrsicherung der Versicherun gS- Pflichtigen Angestellten des Verbandes für die Zeit, wo ein Recht auf Ncutcnbezug aus der Angestellten- und In- validcnversicherung lauch„Unterstützungsvereinigung") noch nicht besteht. Zur Durchführung dieses Zweckes übernimmt die Unter- srützungskasse des D. B. V. für alle Angestellten die volle Beitrags- zahlung zu der Angestellten- und Invalidenversicherung(auch zu der Unterstützungsvcrcinigung). Die Angestellten zahlen dafür einen angemessenen Beitrag an die UnterstützungSkasse. Die erforderlichen Mittel zur Durchfülftung der Unterstützung soll aus Beiträgen der Verbandshauptkasse und aus Beiträgen der Angestellten aufgebracht werden. Die Verbandshauptkasse zahlt einen GründungSfondS von 20 000 M. in die Unterstützungskasse und leistet an laufenden Bei- trägen 2 pro Mille der Haupttasseneinnahine aus den regelmäßigen Berbandsbeiträg>.n(von je 1000 M. Verbandsbeitrag 2 M.). Die Angestellten des Verbandes zahlen persönlich Beiträge, und zwar 2>j Proz. ihres Gehaltes. Die Leistungen oer Untcrstützuugskasse find: Kommt ein beauftragtes, nicht angestelltes Mitglied bei der Ausübung seiner Tätigkeit durch Unfall zu Schaden, so sollen aus der Kasse folgende Unterstützungen gezahlt werden: a) Im Falle der Erwerbsunfähigkeit während des Heilder- sahrens ein Zuschuß zu den, gesetzlichen Krankengelde: an der- heiratete Mitglieder die Hälfte, an lcdige Mitglieder ein Drittel des tariflichen Lohnes. Gehört der Verunglückte leiner Kranken- lasse an oder ist die Unterstützungsberechtigung dort erloschen, so wird die Entschädigung aus der Unterstützungskasse auf drei Viertel des Lohnes für ledige Mitglieder erhöh't. Im letzteren Falle übernimmt die UnterstützungSkasse auch die Kosten des Heilversahrens. d) Bei Fortdauer der Erwerbsunfähigkeit oder-beschränkung über das Heilverfahren hinaus eine dem Grad« der Erwerbs- beschränkung entsprechende Rente. Sie kann bei völliger Er- werbsunfähcgkcit betragen: für verheiratete Mitglieder bis zu drei Fünfteln und für lcdige Mitglieder bis zu zwei Fünfteln des ortsüblichen Lohnes. Di« Rente erlischt oder wird gekürzt mit dem Wiedereintritt der vollen oder teil- weisen Erwerbsfähigkeit bezw. bei Verminderung der Erwerbs- beschränkung. Die Ablösung der Rente durch Zahlung einer Pauschalsumme ist zulässig. c) Beim Tode deS Verunglückten, infolge des Unfalles, im Bedarfsfalle eine Hinterbliebenenrente. Sie darf drei Fünftel der in Betracht kommenden Erwerbsunfähigkeitsrente nicht über- steigen. Von dem Gesamtbetrag der hochstzulässigen Hinter- bliebenenmnte kann alleinstehenden Witwen nur die Hälfte zu- fallen. Hinterbliebenenrente wird nicht gezahlt, wenn ücc Tod des Verunglückten nach Beendigung des Heilverfahrens einge- treten ist. Die Witwenrente kann durch Zahlung einer Pau- schalsumme abgelöst werden. Die Kinderrente,: kommen spätestens mit der Vollendung des 18. Lebensjahres in Fortfall. Die Berechnung des Lohnes zur Feststellung der Unter- stutzungSsätz/ erfolgt durch den Verbandsvorstand nach den sta- tistlschen Erhebungen des Verbandes. Die Festsetzung und Anweisung der Unterstützungen erfolgt ebenfalls durch den Verbands- vorstand. Die zur UnterstützungSkasse beitragspflichtigen An- gestellten des Verbandes werden im Falle ihrer Erwerbsunfähig- reit nach der Dauer ihrer BeitragLleistung und nach der Höhe ihres Gehaltes aus der Unterstützuiigskasse versorgt. Die Renten sollen bemessen werden nach dreijähriger Beitragsleistung auf 20 Proz. des Gehalies, nach fülcfjähriger Beitragsleistung auf 10 Proz. des GehaltcS, nach zehnjähriger Beitragsleistung auf 60 Proz. des Gehaltes, nach zwcmzigjähriger Beitragsleistung auf 65 Proz. des Gehalte». Mit Vollendung des 05. Lebensjahres und nach mindcstciiS zwanzigjähriger BeitragSleistung kann den Angestellten ein Ruhegehalt in Höhe von 05 Proz. ihres Gehaltes gewährt werden. Im Tod es falle des beitragspflichtigen Angestellten kann die erworbene Invaliden- oder Altersrente bis zu vier Fünfteln an Hinterbliebene des Verstorbenen gewährt werden. Witwen- rcnte allein Aars zwei Fünftel der Jrwaliden- und Altersrente nicht übersteigen. Tie Renten werden in allen Fällen um die Beträge gekürzt, die die Aligestellten bcziehuiigsiveise deren Hinter- bliebeneu aus der„Uiiterstützuligsvereinigung für die in der mo- dernen Arbeiterbewegung tätigen Angestellten", aus her rcichs- gesetzlichen Angestclltciwersicherung und miS der Reichs-Pnvaliden- versicherung beziehen. Einen Rechtsanspruch auf Zahlung von Unterstützungen aus dieser Kasse hat niemand. Der Verbands- vorstand entscheidet bielmehr nach freiem Ermessen, ob die Unter- stützungen zn gewähren sind. Nach kurzer Diskussion, in der die Gründung der Versicherungs- kasse begrüßt wurde, stimmte der Verbandstag der Vorlage gegen wenige Stimmen zu. Die Versicherung tritt bereits ab 1. Januar d. I. in Kraft.— Der Verbandstag beschloß ferner, zwei alten invaliden Mitglieder,,, von denen der eine von einem Arbeits» willigen schwer verletzt wurde, und der andere ein eifrig tätiger Kollege war, ein« Unterstützung zu bewilligen. Die Festsetzung der Höhe wird dem Vorstand überlassen. Zur Beratung gelangte nun eine Vorlage deS Vorstandes über Neuregelung der Gehälter der Angestellten, die Paeploiv begründete. An Gehältern sollen erhalten: a) der Berbandövorsitzende 4200 M., bl der Leiter des literarisch- statistischen BureauS 3900 M.. c) die sonstigen Vorstandsmitglieder und der Redakteur des Fachorgans 3600 M.(Der Kassierer er- hält zu seinem Gehalt ein jährliches Mankogcld von 300 M.), d) die Bezirkssekrctäre(Gauvorsitzende) 2700 bis 3400 M., c) die ständigen Hilfsarbeiter des Vorstandes im Verbaichsbureau 2400 bis 3200 M., t) die Zweigvereiusbeaiilten(Geschäftsführer und Kassierer): der Beitragsklasse 2 1800 bis 2400 M.. der Beitrags- klaffen 3 uich 4 2000 vis 2700 Di., der Beitrags klaffen' S und 0 2400 bis 3300 M. Die Zweigvereine sollen berechtigt sein, über die hier normierten Sätze hinauszugehen und in allen Klassen die Gehälter ihrer Beamten zu erhöhen; jedoch soll weder das Anfangs- noch das Endgehalt der Zweigvereinsbeamten das Ge- halt der Bezirkssekrctäre überschreiten. Für die Berechnung der BeitragSklasse ist der Beitrag maßgebend, den die Mehrheit der gelernten Arbeiter in dem betreffenden Zweigverein zahlt. In den Fällen ä, e und k bleibt das Gehalt während der beide,, ersten Jahre der Amtsdauer beziehungsweise Dienstleistung auf der AnfangSstuse und steigt dann jährlich um 100 M. bis zum Höchstsätze. Mit Zustimmung des Verbandsvorstandes können ZiveigvereinSbeamte in besonderen Fällen probeweise zu niedrigeren Gehaltssätzen angestellt werden. Im Falle der Erkrankung eines Beamten oder Hilfsarbeiters wird in der Regel für die Dauer der Krankheit, jedoch nicht über drei Monate hinaus, das volle Gehalt gezahlt. Bei länger dauernden Krankheiten kann der Verbands- vorstand die Fortzahlung deS halben Gehalts für höchstens weitere drei Monate genehmigen und auch für ZiveigvereinSbeamte eventuell aus der Hauptiasse amveisen. Ist die Arbeitsunfähigkeit eines Beamten von längerer Dauer, so haben Verbandsvorstand und Beirat eine weitere Entscheldirng zn treffen. Die Ange- stellten des Verbandes haben Anspruch auf F e r i e n. ES sollen gewährt werden:„ach einsähriger Dienstleistung zwei Wochen Ferien,„ach zehnjähriger Dienstleistung drei Wochen Ferien. P a e p l o w betonte in seiner Begründung, mit diesen Vor- schlagen würden die Gehälter der Angestellten so geregelt, wie diese in andemi ähnlichen Organisationen schon durchgeführt stich. Wenn anoere Organisationen diese Gehälter gewähren, könne der Deutsche Bauarbeiterverband nicht zurückstehen. Der Vorstand habe nichts dagegen, daß für die Bezirkssekretäre das gleiche Gehalt wie für die Vorstaichsmitglieder und für die Beamten in größeren Zweigvereinen das Gehalt der Gauleiter festgesetzt wird. Lassen Sie sich— sagte Paeplow zum Schlüsse— von dem Gedanken leiten, daß ein so großer Verband berechtigt und verpflichtet ist, die besten Kollegen, die er in seinen Reihen findet, an die ersten Stellen zu bringen und zu ljalten. Im Interesse des Verbandes liegt es, seine Beamten nicht anders zu stellen, als dies kleinere Gewerkschaften tun.(Beifall.) Die Diskussion über diesen Punkt wurde bald wieder geschloffen. Es kamen nur zehn Redner zum Wort, die mehr oder weniger sckmrfen Protest gegen die Vorlage des Vorstandes einlegten. Die Aimabme der Vorlage würde eine„allgemeine Empörung" bei den Mitgliedern hervorrufen, sagte unter Zn- stimmung W i n z l e r- Berlin; man könne ihr unter keinen Ilm- ständen zustimmen. Doch kam dieser Redner, der eingangs die Vorlage so scharf kritisierte, zu dem Schluß, daß eine Gehalts- regulicrung angebracht sei. lind dieser Ansicht verschlossen sich auch die meisten der übrigen Redner nicht. Doch wollen sie die Gehaltserhöhung erst auf einem späteren Vcrbandstag bewilligen. Wenn bei der Lohnbewegung für die Arbeiter eine Lohnerhöhung errungen sei, meinte P i„ s k e- Stettin, dann erst wolle man auch den Angestellten eine Gehaltserhöhung belvilligen. Kritisiert wurde auch, daß die Vorstandsvorlage den Mitgliedern zu spät unter- breitet worden sei. Nach einem Schlußwort Paeploiv S, der nochmals all die' Gründe für eine Gehaltserhöhung darlegte, wurde schließlich die Vorlage einer Llgliedrigen Kommission über- wiesen. ES wird nun der Bericht der Statutenberatungskomnilssian entgegengenommen, der in einer Abendsitzung fortgesetzt wird. Wir berichten darüber in nächster Nummer zusammenhängend. * In der Sitzung am Sonnabend wurden die B o r st a n d s- wählen vorgenommen. Als erster Verbandsvorsitzender wurde Fritz Paeplow gewählt. AlL Leiter der neugebildeten literarisch- statistischen Abteilung wurde der bisherige Redakteur des„Grund- stein" August Winnig bestimmt; an dessen Stelle tritt als Re- dakteur Otto- Dortmund. Ter Gauvorsitzende Hermami S i lb c r s ch m i d t» Berlin gehört dem Vorstande mit an, behäki aber seinci, Sitz in Berlin. Als Ausschutz-Vorsitzender wurde D a eh nc- Hamburg wiedergewählt. Alle Wahlen erfolgten ein- stimmig. In Ergänzung unseres Berichts über das Referat Silber- s ch m i d t s zur Lohnbewegung sei hervorgehoben, daß da, wo es heißt:„Der Arbeitgeberverband erklärt« neulich, an eine fried- liche Regelung der Tarifbewegung sei nicht zu denken," damit nicht der Arbeitgeberverband für das Baugewerbe, sondern der Unterverband Dan zig gemeint ist. KrkkKaflxn der Redaktion. ®le luristllche S»re«st«nl>e findet Linden st raßc 6?, vorn vier Srewen — g- n I) t st u[) l—, u-ochentäglich von 4� bis 7� Uhr adcnds, Eommvcnds, von tia bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Ansrage ist ein Buchstade und eine gahl als Werk»ctchcn beizufügen. Britstiche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Atonnementsgnittnng beigefügt ist, verde» nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Austritt SSII. Sie waren bis 31. Dezember 1g12 kirchensteuer- Vfüchtifl-— W. 22. ES miltzte zunächst Klage aus Wiederherstellung der häuslichen Gemeinschaft erhoben iverden. Beantragen Sie beim Armen- .Vorsteher JhrcS Bezirkes die Erteilung cIi,eS Armutszeugnisses und als- dann hei dem Landgericht, in dessen Bezirk Ihr Ehemann seinen Wohnsitz hat, die Bewilligung deS Armenrechts und Beiordnung eines Rechtsanwalt?. Ist der SlusenthaltSort Ihres ManneS nicht zu ermitteln, so kann unter Ueberreichuna einer AuSkunst des Einwobnermeldc- amteS seines letzten Wohnsitzes und seiner Heimatbehörde Lssent- liche Zustellung der Klage beantragt werden.— G. H. SS. Nein. - A. W. 45. In 30 Jahren.— G. W. Sri). 1. Nein. 2. Ja. Es ist noch eine Klage beim OberverwaltungSgericht zirläsflg, die allerdings nach Lage der Sache aussichtslos erscheint.— W. B. 100. Der Stand- vunkt der Gerichtskassc entspricht dem Gesetz.— Steglitz 300. Stellen Sie einen neuen Antrag aus Unsallrente. Derselbe hat jedoch nur dann Ersolg. wenn seinerzeit Unsall anerkannt worden ist. anderenfalls würde Verjährung vorliegen.— TS. TS. 48. t. Ja. 2. und 3. Nein.— G. 777. 1. Es erfolgt Auszahlung. 2. Jakobiner, ja. 8. Da» ist zu- lässig, wenn die Voraussetzungen der öffentlichen Zustellung vorliegen, also der AufenthallSort nicht ermittelt werden und dies glaubhaft gemacht werde» kann. 4. Für die länger als 4 Jahre zurückliegende Zeit ist Vcr- iäbrung eingetreten, b. Die Karte mutz aus Verlangen des Arbeit- nehmerS jederzeit herausgegeben werden.— R. SS. Ja, die Kosten würden etwa L M. betragen.—~'■ einmal Ihre Anfrage unter genauer — ff.<52. Nein. Die Geburtsurkunde 1. Nein. 2. Klage dein, Amtsgericht.— H. W. 8Z. 1. Unter kurzer Snch- darstcllung ist beim Amtsgericht der Antrag aus Erlaß des ZahlungSbeschIS zu stellen. Der Antrag mutz Namen, Stand und Wohnung der Parteici, enthalten. 2. Nur da, wenn Zinszahlung vereinbart ist.— H. G. 100. Das ist abhängig von den ortspolizeilichen Bestimmungen. Sie müssen sich also bei der dortige» Polizeibehörde erkundigen.— H. K. S2. 1. Nein. 2. Ja 3. u. 4. Versuchen Sie cS mit einem Antrage au die Schul- deputation. b. An den Magistrat.— Hermann P. 940. 1. Nein. 2. Fa.— C. F. 300. Wir hallen Sie zur Entfernung der Decke sür verpflichtet. Allerdings war die Portiersrau nicht befugt, die Decke au, den Hos zu werfen. Der Wirt konnte nur Klage erheben.— H. N. St. OS. Ihre Darstellung ist nicht verständlich. Anscheinend Ist Ihr An. spcuch bereit» rechtSkrästig abgewiesen, so datz sich scheinbar i„ der Angelegenheit nichts mehr tun läßt.— M. M. Netz. teipsißer Slrassc 65 Rhernstr. 1 4 Taucnteicn-Strassc 20. S(rassc Oranien- Strasse 47 a Neukölln. Bergstr. 7/0 Moabit; Turm-Strasse SO M Beispiele unserer sensationellen Preiswürdigkeit Uam-Schlupt.-Kamelh.lbraunFilz-u.Ledet5. Damen-Filzschuhe mit schwarzer Filzsohle Klnder-Schnürstll., braun Bodcleder, 20-22, m. Fleck 1.60..... 18-22, ohne Fleck] Damen-Haussch, braun n. schwarz Bock- leder, staunend billig........ 36-42 laKamelbaar-Schnail.-Stn.m.Filz u Leders., verdeckte Naht, Leder eink.. Abs.-FI., 36-42 4.26 Kinder-Schnürstd., braunGlanzziege,di ch.- gen. gestuppt, 25-26 2.95..... 23-24 Schwarz Chevrette Spangen-Schuhe.... 6.90 Schwarz Samt-Pumps............ 4 80 j Damen-Scfanürstd, braun echt Chevr., m.n. ohne Ladck, Orig. Good.-W„ nur kl. Gr 19.60 Damen-Schnürsch., braun echt Chevresu, m. u ohne Lackk.............. 0.60 Damen-Schuürscb., Lade, m. br. Seid.-Senk. 0.80. Damen-Lack-Knopfschuhe, grau sämisch Eins., Orig-.-Good.-Welt......... 10.60 Damen-Schnürstfi., braun echt Chevr., m.u. ohne Lackk., m. u. ohne Derby, Rand gedoppelt, nur kl. Gross........... 10.50 Kinder-echt liixc.-Schnürstfl..Lackk.Derby O. G. W, 25-27, früh. 7.75.... 28 30 8.76. Damen-Knopfsch, braun u. grau laChevr., m. u. ohneStoffeinsatz, auch Orig.-Good.-W. 10 90 1 Herren-Knöpfschuhe, braun la Boxcalf, Orig.-Good.-Welt.............. 12 60 J Jetzt Damen-Lack-Knopfsch,, schwarz sSmische Einsätze, Orig.-Good-Welt........ Ein Posten Damen-Scfanürstfl, echt Boicälf, Lackk., m. Derby, bes dauerh....... Ein Posten Herren-Schnürstfl., Rossdievr, Lackk, m. Derby, Garant, f. jedes Paar Damen-Lack-Schnursch,Seitenschnür., grau säm Einsatz, Orig.-Good.- Welt..... Damen-Schnürschuhe, braun echt Boxcalf, Oriij.-Good.-Welt............. Ein Posten Damen-Schnürstfl, eckt Chevr � Lackk, Derby, mod amerik. Form..., Damen-Schnürstfl., braun, prima Chevr. allerbestes Fabrikat............ Damen SdrnürstfU'« Chevr-, Lackk., Leder* abs. Louis XV., Orig.-Good.-W...... Damen-Knopfstfl, la Chromlack, Chevr- Eins., Orig-G-Welt, eleg schlanke Form, Ein Posten la Chevr.-Damen-Schnürstfl, Lackk., Derby, Orig.-Good.-Wclt, hock- mod amerik. Form............. Herren-Schnürstfl., la braun, eckt Boxe, Orig.-Good.-Welt.............. Ein Posten Herren-Schnürstfl, primaBoze, m. Derby, echt, Rand gedoppelt...., Damen-Schnürstfl.braun laChevr., Derby, eleg hochra, amerik. Formen........ 12 Herren-Schnürstfl, braun la Boxe, mit hochmod. Cover coat-Stoffeinsatz..... 16 KS» 10.80 10.90 10.80 15.60 12.00 12.60 12.60 I** s 9fl ao 8 96 " s .607 so 3 11 A.Wertheim K Leipziger Str."Iis? König-Sir. �xÄnau Rosenthaler Sirasse Oranien-Sirasse Montag bis Mittwoch: Extra- Preise Ballstoffe Wollbatist mit Seidenstrelfen, doppeltbreit........ Mtr. Eolienne in schönen Ballfarben, ca. 110 cm breit...... Mtr, Wollbatist moderne Farben, gute Qualität, ca. 110 cm breit.. Mtr. Eolienne faconne elfenbeinfarbig........... Mtr. Baumwoll-Voile in schönen Farben, ca. 110 cm breit.. Mtr. Voile ä jour für Ballkleider, ca. 110 cm breit...... Mtr. Voile neige modernes, leichtes Gewebe. Mtr. IM 2.50 1.70 3.50 1.50 1.25 1.80 Seidenstoffe Helvetiaseide gute Qualität, Mtr. Japon mille fleures weiss- grundig........... Mtr. Voile ninon bewährte Qual., Mtr. Crepe de chine ausserordentl. vorteilhaft, ca. 110 cm breit, Mtr. Radium in schönen Ballfarben, ca. 110 cm breit...... Mtr. Voile mille fleures leichtes Gewebe, ca. HO cm breit.. Mtr. Satin Grenadine glänzende Seide, ca. 105 cm breit... Mtr. Dr.Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Priozenstr. 41, 10— 2. 5—7. Sonntags 10— 12. 2— 1 1.15 2.30 2.75 4.25 3.90 4.75 6.25 Tüllblusen verschied. Fassons, ivoire.oder ecru, mit und ohne Halsteil, gefüttert...... Tüllblusen mit eleg. Einsätzen, garniert, ivoire u. ecru, gefütt. Tüllblusen in verschiedenen reichen Fassons....... Wollmusselin-Blusen verschiedene Fassons, mit und ohne Halsteil, gefüttert. Wollmusselin- Blusen Verschiedene Fassons, gefüttert. Waschblusen aus Mull, und Voile, in verschiedenen Fassons Waschblusen aus Mull und Voile, in verschieden. Fassons, mit und ohne Halsteil.... Waschblusen aus Voile oder Mull, in verschiedenen reich, i QA Fassons........... twU G. in. b. H. Versand- Abteilung; Berlin W. 66, Leipziger Strasse 132-137 Die Firma A. WERTHEIM hat zu ähnlich lautenden Firmen keinerlei Beziehung £in Posten DamenUlster offen und geschlossen zu tragen, neue Ware, bräunliche Töne 17.75, 19.75 Nur Leipzigerstrasse: Bachfisch Abend- Mäntel in Tuch- und Flauschstoffen, 1 enorm billig........ 1 V»■ O Ein grosser Posten Knaben-Anzüge Prinz Heinrich-Anzug aus meliert, haltbaren Stoffen, blauer Ueberkragen mitBandgamierung, Jacke gefüttert, � /JQ f'" 3.90 "Besondere Gelegenheit: Damcn-Fumps-Schuhe■j oe 1 schwarz oder braun Chevreau od. Boxcalf, Goodyear Welt• für ca. 10 Jh. 8.80 für ca. 4-6 Jahre Sportanzug aus baltbaren, engl. gemustert. Stoffen, Reversfasson mit Falten, Jacke u. Hose gefütt. SX 9.00, U0 10.00, teU.00 Knaben- Pellerinen aus marengo oder oliv Strichloden, Kapuze zum Abknöpfen c.-.— 1"" r"—"'m jur 14J. für ca. /I QA für ca. C OA füi 6-8Jh./t.jU,9-llJ.D.£U,12 '""6.20 Damen- Uebergangs-Hüte Beret-Toques mit hochsteh. 1"t— Garnit.,od.mitTüIl u.Aigrettes X X.f O 10 Jftark monatliche Teilzahlung lieseil elegante Herrengarderobe nach Maß I. Tomponrnskl, lBilligePreiseJPerZkaffePreisermäbig. F. gut. Sitz lo. garant., eigenes Slosslag. enn wir Sie sprechen könnten würden wir Sie sicher überzeugen, dass Sie direkt aus unserer Fabrik Herren■flnzug-Stoffe Paletot-, Hosen-, Joppen-, Westenetoffe und Damontucbe wirklich billig kaufen und noch andere Vorteile haben.— Stets letzte Neuheiten nur beeter, trag- fäbigster Qualitäten in grSsater Auswahl Lehmann£ Assmy, Tuchfabrik SprembergL. Postfach Nr. 142 Verlangen Sie sofort Muster, wir senden dieselben an jedermann franko ohne Kaufzwang. 102/ t« fierlioer Sei!!ieiiierei-l)eDosseiisel!aft(yj.y.) gegründet von organisierten Schneidergehilfeu Berlin!V. Bfslr. 185(am Beseniler Tori Großes Lager fertiger ülsler. Paletols, inziigeu. Joppen Heute von I2--2 Uhr geöffnet. A, Lieferant der Konsumgenossenschaft und des Arbeiterradfahrerbundes. Otaviftratze 33-39, L�uerstratze an der Miillerstratze, sind in neu erbaute» Häusern mit Hofgärten(Teppichflopsplatz und Müllkästen im separaten Hos, Keller- Eingang) 1 nnti 2 Ammer-Wohmlllgen mit Warmwasserversorgung per sosort oder 1. April ISIL billig zu vermieten. Zu erfragen im V e r w a I t fl u g S b u r e a u, Nr. 3Ö/llü. 207/18» Gardinen Portieren Teppiche Steppdecken m Inventur- Preisen! Berlin C Wallstr. 13 (Spindlershof) Oardinenhans Bernhard Schwartz Teclmikum Berlin Königgrätzer Str. 90. TagcH-, Abendkurse. Maschinenbau, Elektrotechnik, Hochbau, Tiefbau. Werkmeisterkurse.— Dauer 1 Jahr, i vierteljährl. 20 IT. Dir. Matth.es, Inh. Zu Wasser und zu Lande priemt man €frimm& Triepel Kautabak. Rollen 5 und 10 Pfennig. Stangen' 5 Pfennig. Kerantwortlichcr Redafteur: Alfred Wielepp, Neukölln, Fstr de« Lnseraienteil verantw.: TP. Glocke, Berlin. Druck n. Verlag i Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer it. Co., Berlin SÄ »t. i6. so. nimi. 2. KtlllM des Jörmortf ferlinet NoldsblM s«'"--»•?«»«« Die etatsdebatte im württembergifcbeo Candtag. Die neugewählte wiirttembergische Kammer hat am Donnerstag, den!S. Januar, mit den Etatsberatungen begonnen. Württemberg hat zweijährige Etatsperioden. Der Staatsauiwand für 1813 beziffert sich aus 118 800 000 M., für 1014 aus 121692 000 M. Im Jahre 1905 betrug er noch rund 82 Millionen Mark. Es ist mittler- weile um rund 50 Proz. gestiegen. Ueberraschungen irgend welcher Art bietet der neue Etat nicht. Der Abschluß ist günstig; die Re- gierung will mit dem alten Einkommensteueriatz auskommen. Der Finanzminister V. Gehler eröffnete am Donnerstag den Reigen der Redner. Er beschäftigte sich im wesent- lichen mit den Zahlen de? Etats, eine politische Rote seinen Ausführungen zu geben, vermied er sorgsam. Nach ihm nahm der Redner der stärksten Partei, deS Zentrums, erster Bizeprästdent v. Kiene, das Wort. Wie cS nicht ander« sein konnte, spielte der verflossene Wahlkampf und die Neuwahl des Präsidiums keine kleine Rolle in seinen Ausführungen. Von allerlei Verhandlungen, die da« Zentrum mit dem Bauernbund, aber auch mit den Nationalliberalen gepflogen hat, um bei der Wahl des Präsidiums einen Block gegen die Sozialdemokratie zustande zu bringen, machte er Mitteilung. Die Kennzeichnung des Charakter« der Kammer durch da« aus Zentrum und Bauernbund gebildete Präsidium gefällt ihin gar nicht. „Ich und meine Freunde«ragen keine Verantwortung da- für, daß das Land heute«in reines Rechtspräsidium hat', klagte er unter ironischer Heiterkeit der Liberalen und der Sozialdemokratie. Zwischenhindurch empfahl der Zentrums- redner so etwa ein Dutzend mal da? Zentrum als sichersten Schutz des Altars, der Monarchie, des Christentums, der Ordnung und Sitt- lichkeit. Der Regierung gab er aber auch ziemlich deutlich zu ver- stehen, daß. wenn sie dem Zentrum nicht zu willen ist, es auch anders kommen kann. Denn um Gottes Willen tut das Zentrum nun ein- mal nichlS; eS liebt bare Zahlung. Im ureigensten Sinne de« Wortes. Bei der Ausscheidung des Kirchenguts, das seinerzeit vom Staat unter Uebernahme der Kirchenlasten eingezogen wurde— könne sich die Regierung„fortschrittlich' zeigen, indem sie (bei Zumessung der Renten) die steigenden Bedürf» nisse der Kirche berücksichtige. Die Kirche hat einen guten Magen. BesoiiderS erfreut ist da» Zentrum, daß in der Zweiten Kammer eine sichere Mehrheit„für die Aufrechter- Haltung unserer segensreichen Wirtschaftspolitik' vorhanden ist.„In dieser Frage bekommen wir Zuzug nicht nur aus den Reihen der Nationalliberalen, sondern auch aus den Reihen der Volk«- Partei', bemerkte er mild lächelnd den liberalen Parteien. Das Zentrum kennt seine Leute. Der dem ZentrumSmann folgende Volks- parteiliche Redner L i e s ch i n g vermied denn auch außerordentlich vorsichtig, dieses heiße Eisen anzufassen. Er redete von allerlei und noch viel mehr, aber einer klaren Stellungnahme zu dieser brennen- den Frage, dem Kampf gegen die Ausbeutung de« Volkes durch die Agrarier, ging er sorgsam aus dem Weg.— Am Freitag wurde die Debatte fortgesetzt, der Bauernbündlcr Vogt- Weinsberg legte der Volkspartei etliche kiyliche Fragen vor: wie sie sich denn eigentlich zur Einfuhr von Gefrierfleisch usw. nun stelle. Aus Herrn Liesching« Rede fei er nicht recht klug geworden. Dem Bauern bündler folgte Genosie Keil als erster FrattionSredner der Sozialdemokratie. Er schlug erfrischend scharfe Tön« an. wie sie in dem wohltemperiertem Hause nicht oft gehört werden. Die Thronrede nannte er soft- und kraftlos, jeder klaren Stellungnahme sorgfältig ans dem Wege gehend. Die Brandmarkung der bauern- bündlerii'chen«nd zentrümlichen Wahlagitation wurde von der Rechten mit lebhasten Unterbrechungen quittiert. Der Fortschrittlichen Volkspartei sagte er. daß wenn die voltsparteilichen Agitatoren nur ein Viertel der Kraft, die sie zur Bekämpfung der Sozialdemokratie aus- gewendet haben, zur Bekämpfung der Rechten verausgabt hätten, die Rechte im neuen Haus nicht diese? Uebergewicht bekommen hätte. Den vom Zentrumsredner behaupteten„Zug nach rechts". der durchs württembergische Volk gehen soll, illustriert er treffend durch die Feststellung, daß von den 40 000 Neuwählern, die seit 1006 hinzugekommen sind, nicht weniger wie 28 000 zur Sozialdemo- kratie gegangen find. Nicht der angebliche„Zug nach recht«', sondern da« skandalöse Wahlunrecht hat der Rechten zur Vor- Herrschaft verbolfen. Die Ungleichheit der Wahlkreise hat es dahin gebracht, daß 38 Prozent der Wähler 50 Prozent her Mandate an sich reißen konnten. Der Redner forderte sodann die Verhältniswahl füt alle Abgeordnete der Kammer. Ueber technische Einzelheiten des Wahlsystems lasse sich reden. Dem geschiedenen Minister v. Pischek zollte er Anerkennung. Die Sozialdemokratie sei bereit, auch mit dem jetzigen Ministerium fortschrittliche Politik zu machen, doch scheue sie auch den schärfsten Kampf nicht, wenn die Regierung reaktionäre Politik treiben wolle. Scharf wendete sich Keil gegen die Anregung de» BauernbündlerS Bogt, die Konsum- vereine mit neuen Steuern zu belasten. Vielmehr sei eine Aende- rung der Einkommensteuer in dp Hinsicht notwendig. daß die kleinen und mittleren Elnkommen entlastet, die größeren hingegen schärfer zur Steuer herangezogen würden. Vom Ministe>präsidenten verlangt er Auskunft über die Bc- Handlung neuer Rüslungsvorlagen im Bundesrat. Sodann kam Keil auf daS Milllärverbot jener Wirtschaften zu sprechen. deren Inhaber als Sozialdemokraten bekannt sind. Die Parteinahme der Regierung und de« Regierungsorgans gegen die Sozialdemo- kratie in den letzten Wahlkänrpfen und anderes mehr beweise, daß Sozialdemokraten auch inWürttemberg minderen Rechtes sind. Da« Wort vom Todfeind der bürgerlichen Ge- sellschaft ist zitiert und so gedeutet worden, als ob die Sozialdemo- kratie Todfeindin von Personen sei. Diese Auslegung ist un- finnig. Die Sozialdemokratie weiß sehr wohl, daß es über den Kreis unserer Partei hinaus Personen gibt, die bemüht sind, da« Elend, die Not zu lindern. Mir diesen Personen gehen wir eine ganze Strecke zusammen. Was uns aber von den bürgerlichen Parteien scheidet, ist; Sie halten fest an einer Staats- und WirtichaflSordnung, die auf der Ausbeutung der arbeitenden Mafien beruht, während wir Sozialdemokraten eine neue Ordnung schaffen wollen. Wir bleiben Todfeinde einer Wirtschaftsordnung, die für Millionen Volksgenossen Not und Elend im Gefolge bat. Wir waren aber auch stets bemüht, das Los der arbeitenden Bevölkerung auch jetzt schon zu lindern, soweit das möglich ist. Nack KeilS Rede erhob sich der MinisterpräsideM, um dagegen zu protestieren, daß Keil das Deutsch« Reich mitverantwortlich gemacht habe für die Kriegsrüstungen. e- Ei« ministerielles Manche«. Nach einer telegraphischen Meldung der„Bossischen Zeitung' gab am Sonnabend in der Zweiten württembergischen Kommer der neue Minister de« Innern. Dr. v. Fleischhauer, eine Erklärung über die Stellung der Regierung zur Sozialdemokratie ab, die im wesentliche» lautete: „Kein Staatsmann wird in unserer Zeit mit Aussicht auf Erfolg in der Verwaltung tätig sein, der nicht mit einem vollen Tropfen sozialen Empfindens ge- salbt ist. Auch ich habe für das Streben der Arbeiter- schaft nach Besserung der Lage und Hebung der sozialen Stellung volles Verständnis und, soweit die Sozialdemo- kratie nichts anderes er st rebt, als auf dem Boden der bestehenden Staats- und GesellschaftS- o r d n u n g die Forderungen der Arbeiter zu vertreten und ihren Wünschen, s o w e i t m ö g l i ch. zur Ersüllung zu verhelfen, wird sie bei mir einem offenen Ohr und ern st haften Erwä- g u n g e n begegnen. Es wird dabei freilich nicht außer acht ge- lassen werden dürfen, daß die Aufgabe der Regierungen nicht da- rin besteht, einseitig nur die Interessen der Ar- beiterschaft zu berücksichtigen, sondern daß sie auch einen ge- rechten Ausgleich zwischen den widerstrebenden Interessen anzu- streben hat. Die Sozialdemokratie ist aber nicht nur die Vertreterin der Arbeiterinteressen, sie ist auch die Partei, die den Klassen- kämpf auf ihre Fahne geschrieben hat und sich da- mit in einen ausgesprochenen und grundsätzlichen Gegensatz zu der Gesamtheit der übrigen StaatSgenossen stellt. So weit sie das tut, wird sie die Regierung immer entschieden aus der Gegenseite finden, denn die Pflicht der Regierungen ist die gleichmäßige Fürsorge für alle Berufsstände und die Hintan- Haltung jedes einseiligen Klassenkampfes. Es wird dem Abg. Keil nicht entgangen sein, daß das Parteiorgan der württem- bergischen Sozialdemokratie in den letzten Tagen mit Nachdruck erklärt hat. die Sozialdemokratie sei eine republikanische Partei. ... Der Regierung wird man es aber nicht verdenken können, wenn sie gegen eine Partei Stellung nimmt, welche die Grund- lagen des Staates in so bestimmter Weise verneint.* Ob der Herr. Minister sich vielleicht einbildet, durch diese Er- klärung irgeno einen Einfluß auf die parteipolitischen Auseinander- setzungen innerhalb der württembergischen Sozialdemokratie ausüben zu können? Das wäre sehr naiv, und Genosse Keil und die seiner Richtung angehörenden Genossen würden ihm für einen solchen Bärendienst sicherlich keinen Dank wissen. ES wäre auch wirklich schlimm, wenn es erst der letzten Auslassung der„Tagwacht" bedurft hätte, um Freund und Feind zum Bewußtsein zu bringen, daß die Sozialdemokratie eine demokratische, d. h. auch republikanische Partei ist I Aber davon kann selbstverständlich keineRede sein, denn gerade die Erklärung der FrallionSmehrheit wies ja darauf hin. daß in dem gedruckten Bericht der LandtagSfraltion für 1907, der in Tausenden von Exemplaren verbreitet worden ist, auf der ersten Seite zu der Teilnahme der Fraktion an der höfischen Eröffnungs- feier des Landtags bemerkt worden war: „Selbstverständlich ist an der grundsätzlichen Haltung der Sozialdemokratie gegenüber der Monarchie keine Aende- rung durch die Teilimhme an der Eröffnungsfeierlichkeit er- folgt.' Die Erklärung des Herrn Ministers des Innern war also höchst überflüssig. Auch insofern, als sich bislang wohl schwerlich ein Sozial- demokrat eingebildet hatte, daß eine monarchisch, kapitalistische Regie- rung den sozialdemokratischen Zielen freundlich gegenüberstehen könne! 8o2ia!es. Konlurrenzklausel und provozierte Kündigung. Ein vertraglich eingegangenes Konkurrenzverbot ist bekanntlich ungültig, wenn der Arbeilgeber das Dienstverhältnis aufkündigt. Vor dem Kausmannsgeucht Hamburg kam ein Fall zur VerHand- lung, wo der vurch das Konkurrenzverbol gebundene Gehilfe zwar in die Lösung de« Vertrages willigte, aber fourch das Verhalten des Prinzipals vom Gericht dennoch an die Konkurrenzklausel nicht für gebunden erachtet wurde. Der Fall lag so: Der Geschäftsinhaber T. engagierte mit einem Konkurrenzverbot den Verkäufer I. mit unier Zubilligung eines Gebaltes von 125 M. Nach einiger Zeit erklärte der Chef dem Angestellten, er könne ihm doch nicht mehr wie 100 M. geben, worauf I. erwiderte, dafür könne er nicht arbeiten, da werde er sich nach einer anderen Stellung umsehen müssen. Der Prinzipal bekundete auch damit sein Einverständnis durch die Worte:„Ja, dann müssen Sie kündigen." In der Ver- Handlung gab der Gehilfe anfangs zu. daS Wort„kündigen" zuerst ausgesprochen zu haben, nahm die Erklärung aber später wieder zurück. Das Kaufmannsgericht wies die Klage des Chef« wegen Ver- letzung der Konkurrenzklausel ab. In der Begründung heißt eS: Nach dem Wortlaut des ß 75 des Handelsgesetzbuchs hat I. in der Tat gegen die Konkurrenzklausel verstoßen. Das Kaufmannsgericht ist aber der Ansicht, bah das Resultat zwar dem Wortlaut des Ge- setzes entspreche, der Sachlage aber innerlich nicht gerecht werde. In der Erklärung des Prinzipals, er könne nicht weiter 125 M. be- zahlen, liege eine eventuelle Kündigung für den Fall, daß der Ge- Hilfe mit der Gehaltssrniedrigung nicht einverstanden ist. Die Initiative zur Kündigung ist offenbar vom Prinzipal, nicht vom Angestellten ausgegangen. Der Chef kann auch daraus keine Rechte herleiten, wenn der ganz ungewandte und rechtlich unerfahrene Be- klagte vcrkehrterweise das Wort„kündigen" gebraucht haben sollte, statt sich aus den allein richtigen Standpunkt zu stellen, daß der Chef entweder das alte Gehalt weiter bezahlt oder seinerseits kün- digt.— Auf die seitens des abgewiesenen Prinzipale eingelegte Be- rusung hin kaui auch das Landgericht Hamburg zur Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.__ Ter Hallcsche Krankentassenstreit vor dem Reichsgericht. Am 30. Juli 1010 kündigten sämtliche Halleschen Kassenärzte den im Krankenkassenverband zu Halle a. S. vereinigten Kranlen- tassen zum 30. September 1010. Die Kassen zogen einige Aerzte von auswärts heran. Der Magistrat der Stadt Halle als Aufsichis- deHörde war aber der Ansicht!, daß die Zahl dieser Aerzte nicht aus- reichend sei. Er forderte ain 8. November 1010 die einzelnen Kassen auf, bis zum 25. November nachzuweisen, daß für je 1500 Mit- glieder und deren turberechtigie Angehörigen ein in jeder Be- ziehung lcistuirgsfähiger Arzt zur Verfügung steht.-Am 25. Na- ventber teilte'der Magistrat mit, daß dieser Nachweis nicht erbracht sei und er nunmehr gemäß tz 45 Absatz 5 des Krankenversicherungs- gcsetzes selbst die ausreichende ärztliche Versorgung herbeiführen inerdc. Der Magislrati schloß dann am 6. Dezember 1010 in seiner Eigenschaft als Aufsichtsbehörde mit dem Verein der Aerzte zu Halle einen Vertrag auf die Dauer von zehn Jahren, wonach zum ärztlichen Dienst bei den Kassen grundsätzlich jeder Arzt zugelassen wird, der in Halle und Umgegend wohnt. In einem Nachtrags- vertrage vom 1. März 1011, der gleichfalls vom Magistrat für die Kassen abgeschlossen worden ist, sind einige der'für die Kassen sehr scharfen Bedinguiigen des ersten Vertrags etwas gemildert worden. — Der Kraiikenkassenvcrband meint, daß die beiden Verträge gegen hie guten Sitten verstoßen, weit alle Rechte auf seiten der Aerzte, alle Pslichten aber auf seiten der Kassen seien; die Kassen seien auf zehn Jahre gebunden, während bie«inzelnen Aerzte ein viertlet- jährliches Kündigungsrecht hätten; die Verträge seien auch deshalb nichtig, weil die g-jetzliche» Boraussetzungen zum Eingreisen des Magistrats nicht vorgelegen hätten; mindesten« seien aber eine Reihe von Einzelbestiiinnuimen nichtig. Der Kassenverbqnd hat deshatd gegen den Verband Hnlleschec Kassenärzte als Recht« nach- folgcr des Acrztcvercins Klage auf Feststellung erhoben, daß den Kassen gegenüber aus den Verträgen keine Rechte bestehe,,. Das Landgericht Hnlle und' Obcrlandesgericht Naumburg haben die Klage abgewiesen. Das Reichsgericht hat am Freitag daS Urteil des Oberlandcsgerichts in der Hauptsache bestätigt und«ur die Bc- stimmung in 8 11 Absatz 2d des Vertrags, wonach die Kassen ver- pflichtet sein sollen, die durch den Vertrag bedingten Aendcrungen des Statuts vorzunehmen, für rechtsungültig erklärt. In der Bc- gründung heißt es: Es kaiin von den ordentlichen Gerichten nicht nachgeprüft werden, ob der Magistrat als Aufsichtsbehörde mit Recht die Funktionen des Vorstandes und der Generalversammlung der Kassen wahrgenommen hat. Diese Frage kann nur von>d«n Ver- waltungsbehörden und im Verwaltungsstreitverfahren nachgeprüft werden. Auch die weitere Frage, ob der Magistrat seineBefugnifie als Aufsichtsbehörde überschritten hat, ist im ordentlichen Rechts- Wege nicht zu entscheiden. Die Kläger haben nur das Recht, den Vertrag nach'den Bestimmungen des Bürgerlichen.Rechts so anzufechten, als wenn sie ihn selbst geschlossen hätten. Alle diejenigen Gründe der Kläger, die sich damit beschäftigen, daß die AufsichtS- behörde nicht befugt gewesen sei, diese oder jene Bestimmung zu treffen, sind deshalb unerheblich. Es fragt sich nur, ob irgend eine Bestimmung des Vertrages aus einem im Bürgerlichen Recht lse- genden Grunde für nichtig erachtet werden muß. Dies trifft nur zu für die Bestimmung in§ 11 Absatz 2I>. Das ist eine rechtlich unmögliche Bestimmung, weil die Kranienkaffen öffentlich-rccht- lichen Charakter haben und sich gegettüber einem Dritten nicht zur Abänderung ihrer Statuten verpflichten können. Alle übrigen An- griffe der Kläger gegen die Vertragsbeftinimuiigen sind! unbegründet. Was die Bestimmung des Vertrages anlangt, wonach sich die Kassen verpflichten, gegen zurücktretende sestbesoldete Kassenärzte keine An- spräche wegen Vertragsbruchs zu erheben, so wäre diese Bestimmung ungültig, wenn anzunehmen wäre, daß darin eine Aufforderung zum Vertragsbruch liege. Aber die Bestimmung ist anders zu ver- stehen: es sollte den festbesoldeten Nerven freistehen, von den mit den Kassen geschlossenen Verträgen zurückzutreten. Eine solche Bc- stimmung hätten auch die Kassen selbst treffen können. Zus Induftrie und ftandcl Baukeukouflikt. Ueber einen für das Verhältnis der Banken zur Industrie äußerst charakteristischen Vanlenkotiflilt in der österreichischen Bankwelt be- richtet die.Franks. Ztg.": Die A n g l o- O e st e r r e i ch i s ch e B a n k hatte während der Krise einen großen Posten Aktien der Histen- berger Patronenfabrik erworben, die von der O e st e r- reichischen Kreditanstalt gegründet wurde und kon- trolliert wird. Die Anglobank ist nun gleichzeitig an der Enzesfelder Munitionsfabrik beteiligt. Diese Munitionsfabrik steht mit der Histenberger Patronenfabrik rn Geschäftsverbindung; die Patroncnfabrik bezieht von der Munition«- fabrik Metallwaren zur Patronenherstellung. Da die MunitionL- fabrik sehr ungünstig arbeitet, fürchtet die Kreditanstalt, daß die Anglobank durch den Aklienerwerb der Patronenfabrit die Be- ziebungen beider Fabriken zugunsten der Munitionsfabrik ändern will. Die Kreditanstalt hat daher schleunigst ihren Besitz an Patronensabrik- Aktien verstärkt, um ihren Einfluß nicht zu verlieren. Gleichzeitig hat sie von der Anglobank Aus- klärung verlangt und dabei den Grundsatz vertreten, paß e« ein ungeschriebenes, aber strenge eingehaltenes Gesetz sei, daß keine Wiener Bank durch Aktienerwerbungen in die Domäne der anderen Bank einbreche, um eine«an- trolle mit auszuüben. Die Aufbringung des Aktienkapitals und die Abstoßung der Aktien an das Publikum gibt der Gründerbank nach dieser Auffassung cm dauernde« Herrschaftsrecht über die neue Aktiengesellschast. Die Gründungsbank besitzt daher ge- wöhnlich auch nur einen Teil der Aktien; trotzdem wird Majorisierung durch eine zweite Bank nicht gefürchtet, da sich die Banken stillschweigend einen gegenseitigen Interessen- schütz gewährleisten. Die Kreditbank hat daraufhin geradezu die Erklärung verlangt, daß die Anglobank niemals anders als im Ein- vernehmen mit der Kreditanstalt vorgehen werde. Derartige Grundsätze herrschen natürlich auch in anderen Staaten. Etne Bank übt auf die von ihr finanzierte Aktiengefcll- schaft bestimmenden Einfluß auS, auch wenn sie im Interesse der Bewealichteit»hler Mittel nur einen Teil der Aktien im Be- sitz hat._ Die Konjunktur i« der Elsenindustrie. Nach einem Bericht der„Rhein.-Westf. Ztg." über den Eisen- markt ist die seit zwei Monaien bestehtmde Zurückhaltung in Händler- und Berbrancheriretsen noch nicht gewichen, trotzdem Bedarf unstreitig vorliegt. Der politische Wirrwarr und die damit verknüpfte lin- sicherbeit über die weitere Gestaltung der GeldmaritSverhältnisic drückt die UtiientehmuttgSlitst immer mehr herab. In einer Zu- schrist aus Werkskreisen wird dagegen eine optimistischere Auffassung vertreten. Zwar ist der Eingang von Bestellungen etwas zurück- gegangen. Trotzdem sind die Werke voll beschäftigt; nur die Liefcr- zelten sind dadurch kürzer geworden. Trotz des Rückganges der Neuabschtüffe im November sind aber die Preise nickt gewichen,»eil Anfang Dezember nimmt die Kauflust wieder zu. Die in der ersten Hältle de« Januar abgeschlossenen Verkäufe haben sogar bereits die Höhe der für den ganzen Dezember.„AlleS in allem genommen hatten wir dafür, daß. wenn wir frei vo» politischen Störungen bleiben, wir am Ansänge eines recht günstigen Geschäftsjahres stehen."___ 6crkbtö- Zeitung, Ein konservativer Wahlvorsteher wegen Wahlfälschung vor Gericht. Vor der Strafkammer in Lhck hatte sich am 17. Januar der Gemeindevorsteher Dziewas aus Kossuchen bei Bialla, Kreis Lyck, wegen Wahlfälschung zu verantworten. Der Anaeklagt« kvar bei der NeichstagLwahl am 12. Januar 1912 im Dorfe Kossuchen Wahlvorsteher. Ihm wird zur Last gelegt, in zum Fällen den Wählern> die Wahl- kuverts mit Iben Stimmzetteln abgenommen, dann aber die sc uverts nicht in die Wahlurne gesteckt, sondern die Zettel aus den Kuverts heransgeiioiiimne, in seine Brusttasche gc- steckt und zwei ändert Zettel an deren Stelle in die Kuverts gelegt zu haben, bevor er diese in. die Wahlurne steckte. Ter Wahlort liegt im Wahlkreis Oletzko-Lyck-Johannesbnrg, der lange ein sicherer Sitz der Konservativen war, in der Ersatz- wähl 1919 von den Ratio na lliberaien gewonnen, dann aber 1912 von den Konservativen zurückerobert wurde. Zur Beweiserhebung waren 15 Zeugen geladen. Haupt- belastungszeugen waren der Sjchvi.ftfühver und der Beisitzer des Wahlvorstandes, die mit'dem Anacklagteni zusammen die Wahllmudlung in Kossuchen geleitet hatten. Sie behauptetet� beide unter ihrem Eide, D. habe zwei hintereinander zur Wahl erschienenen Wählern die Wahlkuverts abgenommen und als diese das Wahllokal verlassen, die wahrscheinlich aus Linde lautenden Zettel herausgenoinmen, in seine Tasche gesteckt und an Stelle dessen zwei andere, natürlich konservative, hinein- gelegt, ehe er das Kuvert in die Urne, die aus einem mit Papier überbundenew Blecheimer, in dein sich ein Schlitz befand, hineinsteckte. Als der Schriftführer diese Manipulation be- merkte, protestierte er dagegen und sagte:„Unterlassen Sie doch das." Der Angeklagte habe aber erwidert:„Ach, was wollen Sie machen, Bigalski— das war der Beisitzer— ist- Otts meiner Seite." Die übrigen Zeugen waren bei dem Bez, g�iig nicht zugegen, bestätigten aber, baß die WahlvorstanbA Mitglieder von denn Vorgang erzählt hatten. Der Angeklagte und sein Vertetdiger erklären nun diesen Fall in folgender Weise: Irrtümlich seien zwei Ortsarme in die Wählerlisten eingetragen gewesen. Als diese zur Wahl erschienen, habe der Wahlvorsteher ihnen die Wahlkuverts ab- genommen und erklärt, sie dürfen nicht wählen. Aus«dessen Kuverts habe er dann die Zettel herausgenommen, in seine Tasche gesteckt und die leeren Kuverts aus den Tisch gelogt. Zu verschiedenen Zeugen habe er mit Bezug auf diese nicht angenommeneni Wähler gesagt:„Na, wieder zwei Note weniger." Tie boident anderen Vorstandsmitglieder hätten aber angcnomlnen, diese Worte seien eine Bestätigung dessen, daß er wirklich Wahlzettel absichtlich vertauscht hätte. Demgegenüber bekundeten die auch vorn Gericht geladenen Ortsarmen bestimmt unter ihrem Eide, sie hätten, als der Wahlvorsteher sie nicht wählen ließ, ihre Zettel wieder zurück genommen und in die Tasche gesteckt. Ein Zeuge bekundete, der Angeklagte hätte sein Wahlkuvert, ehe er es in die Urne steckte, erst gegen das Licht gehalten. Darauf habe er zu D. gesagt:„Du- brauchst nicht nachsehen, ich habe richtig gewählt." Ter Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Schröder, fragte jeden einzelne» Zeugen, welcher Partei er angehöre und wie er gewählt habe. Alle, mit Ausnahme eines nationalliberalen Vertrauensmanns, erklärten, sie gehören der konservativen Partei an. Der Statsanwalt verurteilte scharf das ungesetzliche Vor- gehen des Angeklagten/ und beantragte eine Strafe von drei Monaten Gefängnis. Das Gericht sprach beide Angeklagten frei. Der Vor- sitzende begründete das Urteil unter anderem damit: Das Gericht habe angenommen, der Vorfall sei nicht einwandsfrei aufgeklärt, denn es sei ganz unglaublich, daß solche Dinge vor- gekomnion seien«. Es sei nicht ausgeschlossen, daß der Vorfall mit de» beiden Ortsarmen mit dein anderen Fall der- wechselt sei. Das Urteil klingt fast noch unglaublicher als der durch die Zeugen bewiesene Fall selbst. Danach ist Freisprechung lim wesentlichen deshalb erfolgt, weil die Wahlfälschung eine allzu grobe gewesen ist. Würde das Gericht auch einen Dieb freisprechen, weil er unglaublich kühn zu Werke gegangen ist? Die Befragung der Zeugen danach, wie sie gewählt haben, zeigt, wie nötig«in bei der Beratung der Strafprozeßordnung angeregter Schutz gegen solche Fragen ist. Antimilitaristischc Propaganda. Der verantwortliche Redakteur der anarchistischen Wochenschrift „Der freie Arbeiter", Jchriftseber Paul Lehnigk, stand gestern vor der 4. Strafkammer des Landgerichts l. um sich zu verantworten auf die Anklage, er habe in drei Artikeln des genannten Blattes zum Ungehorsam gegen Gefetze aufgefordert und verschiedene Klassen dcr Gesellschaft zu Gewalttätigkeiten gegeneinander ausgereizt. Wie immer, wenn ein Anarchist aus der Anklagebank sitzt, so erhob sich auch diesmal wieder dcr Staatsanwalt nach Verlesung des Eröffnungsbeschlusses und beantragte, die Verhandlung unter Ausschluft der Oeffcntlichkeit zu führen, weil durch die öffentliche Verhandlung die öffentliche Ordnung, insbesondere die Sicherheit des Staates gefährdet werde.— Der Verteidiger, Rcchtsanivalt Dr. Hnlpert, widersprach diesem Antrage. Das Gericht lehnte den An- trag des Staatsanwalts ab. Die Verhandlung fand also in voller »Öffentlichkeit statt und ihr Verlauf hat gezeigt, daß für die Be- fürchtuiig des Staatsanwalts nicht die geringste Veranlassung Vorlag. Unter Anklage standen ein Artikel im„Freien Arbeiter" vom S. November und zwei Artikel in der Nummer vom t6. November. Ter erste Artikel führt aus,.daß das Proletariat überall, wo es seine Interessen gegen den Kapitalismus verfechte, auf die Staats- uiacht stoße. Deshalb müsse eS die Aufgabe der Anarchisten sein. die Staatsmacht, das sei der Militarismus, zu bekämpfen, um dem Staat und dem Kapitalismus die Möglichkeit der Knechtung des Proletariats zu nehmen. Antimilitaristische Propaganda sei alw das beste, was die Anarchisten tun könnten.— Der zweite Artikel wendet sich gegen die Sozialdemokratie, weil ihre Taktik nicht im- stände sei, den Krieg zu verhindern. Mit Demonstrationen und Resolutionen sei nichts getan. Der Krieg sei unmöglich, wenn die Proletarier entschlossen erklären, wir wollen keinen Krieg.— In dem dritten Artikel wird am Schluß gesagt, daß gleich nach dem Ausbruch eines Krieges der Generalstreik erklärt werden müsse. Als Sachverständiger wurde Herr v. Gcr'ach vernommen. Er bezeichnet den Anarchismus in Deutschland als eine für das poli- tische Leben bedeutungslose, weil sehr schwache Gruppe von Uw- Pisten. Deshalb sei nicht anzunehmen, daß in den inkriminierten Artikeln zu bestimmten Handlungen aufgefordert werden solle. Es seien nur theoretische Erörterungen. Ter Staatsanwalt aber ließ in seiner Anklagerede den An- archismuS als ein Schreckgespenst erscheinen, welches den Bestand des Staates bedrohe, und beantragte drei Monate Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. Halpert bezeichnete die Ausführungen des Staatsanwalts als eine politische Stimmungsmache, die erkennen lasse, daß die Anklagebchörde hier einen politischen Tendenzprozeß führen wolle und legte dar, daß bei vorurteilsloser Beurteilung der Zlrtikcl nichts Strafbares in ihnen gefunden werden könne, der Angeklagte müsse deshalb freigesprochen werden. Das Gericht hielt den Angeklagten des Vergehens gegen Z 110 lAuffordcrung zum Ungehorsam gegen Gesetze) in zwei Fällen für schuldig und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von drei Mo- natc». Zur Begründung des Urteils wurde unter anderem gesagt: In dem einen Artikel werde ausgeführt, es sei nichts mit dem Parlamentarismus und mit dcr Aiassenaktion. Diese Mittel wür- den verworfen und zum entschlossenen Handeln aufgefordert. Es werde gesagt:„Geht das Proletariat den Weg. den wir ihm. zeigen, so ist der Krieg unmöglich." Das heißt also, wenn dcr Einbe- rufungsordre nicht Folge geleistet«verde, dann würde der Kring ver- hindert werden. Das sei eine Aufforderung zum Ungehorsain gegen das Gesetz.— In dein zweiten Artikel heiße es, nicht die geistige Revolution, sondern die Tat sei entscheidend, wenn die Arbeiter im Waffenrock ihre Pflicht erkannt hätten und danach handeln würden, dann werde die Kapitalistenbande sich hüten, Tausende von Ar- heitern auf die Straße zu setzen. Antiinilitaristische Propaganda — sage der Artikel— sei das beste, was man tun könne.— Auch das fei eine Aufforderung, dcr Einberufung nicht zu folgen und dadurch den Krieg zu verhindern.— Eine Aufforderung zum Generalstreik habe das Gericht in den Artikeln nicht gefunden, auch leine Aufreizung zu Gewalttätigkeiten im Sinne des Z 130. Streikende und Arbeitswillige. Bei der Firma Dewitt u. Herz, Fabrik für chirurgische Appa- rate, Georgen kirchstr. 24, brach an« 28. Juli ein Streik aus, an dem sich sämtliche Arbeiter und Arbeiterinnen beteiligten. Mehrere Wochen ruhte der Betrieb. Dann bekam der Strcikbrechervermitt- lcr Koch vom Bund der Arbeitgeberverbändc den Auftrag, die Fabrik von Dewitt u. Herz mit Arbeitswilligen zu besetzen. Am 20. Au- nuft rückte Koch mit 80 Mann an, die nun in der Fabrik die Arbeit aufnahmen. Jeden Abend wurden die Streikbrecher unter Polizei- lichcr Bedeckung mit ihrem Ehcf Koch an dcr Spitze, auf den Heim- n-ca aebracht. Bei diesem Aufzuge sammelten sich naturgemäß eine MeiifK: Menschen an. die den Zug begleiteten. Auch von den<--trei- kenden waren eine Anzahl in der Menge Am 28. August vollzog kie' wie schon an den vorhergehenden Abenden, auch wieder cm der'artia/s Schau'piel. Auf Umwegen erreichte der polizellich estor- tierte �ug der Arbeitswilligen die Alexander Straße. Hier hatten sich einige Hundert Menschen angesammelt, meist Neugierige, zum Teil auch Streikende. Rufe des Unwillens gegen die Arbeitswilli- gen wurden laut, es fielen auch Schimpfwortc gegen sie. Die Po- lizei schritt ein. Eine Anzahl der an dem Auflauf Beteiligten wur- den verhaftet. Eine Ermittelung wegen Landfriedensbruch kam in Gang. Mehrere der Angeschuldigten wurden in Untersuchungs- Haft genommen, aber bald wieder entlassen, weil sie nicht genügend belastet erschienen. Uebrig blieb von dcr ganzen Affäre eine An- klage wegen einfachen Landfriedensbruches gegen drei Leute, die nicht in Untersuchungshaft gewesen waren: Gürtler Eberts, Schlei- fer Haaker und Dreher Liste. Gegen diese verhandelte gestern die 2. Strafkammer des Land- gerichtS I. Aus der Beweisaufnahme ergab sich, daß die Arbeits- willigen aus der Menge als„Streikbrecher" und„Lumpen" be- zeichnet wurden und daß es auch zu Tätlichkeiten kam, wobei einer der Arbeitswilligen— angeblich zu seiner Verteidigung— ein Messer zog. Gegen diesen Messerhelden wandte sich nun die be- greifliche Wut der Menge. Man rief:„Haut ihn",„haut den Messerstecher". Aber der Arbeitswillige mit dem Messer entkam. Ein anderer Arbeitswilliger hat nach Angabc eines Angeklagten die Menge mit einem Revolver bedroht, was jedoch von dem Be- treffenden bestritten wird. Wie der Hergang auch im einzelnen gewesen sein mag, soviel ist sicher anzunehmen, daß die provo- zierende Haltung der Arbeitswilligen ein gut Teil zur allgemeinen Erregung beigetragen hat.— Ten drei Angeklagten wird nichts weiter zur Last gelegt, als daß sie teilgenommen haben an einer Menschenmenge, die sich zusammengerottet hat, um Gewalttätig- keiten zu verüben.— Der Staatsanwalt beantragte gegen Haaker, der sich besonders hervorgetan haben soll, 9 Monate, gegen jeden der beiden anderen Angeklagten V Monate Gefängnis. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Heinemann, beantragte auS juristischen Gründen die Freisprechung aller Angeklagten. Das Gericht hielt für erwiesen, daß sich die Angeklagten an der Zusammenrottung beteiligt und sich dadurch im Sinne des§ 125 des Strafgesetzbuches schuldig gemacht haben. Jeder der drei An- geklagten wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Also: Arbeitswillige drohen mit Messer und Revolver, darauf werden darüber Empörte verurteilt. Und dann rufen«Scharf- macher noch nach neuen Ausnahmegesetzen. Hiid aller Weit. �euäeutlcke Kultur. Die Teilnehmer der deutschen arktischen Expedition deS Leutnants Schröder-Stranz �sind bekanntlich vom Polareis ein- geschlossen worden und in große Gefahr geraten. Es soll, was selbst- verständlich nur eine Ehrenpflicht ist, eine Expedition ausgerüstet werden, um sie zu befreien. Was geschieht zu dem Zweck? Es wird öffentlich gebettelt! In Hamburg— und selbstverständlich auch anderswo— enthalten die Zeitungen große Annoncen, in denen man sich an „alle Deutsche" mit der herzlichen dringenden Bitte um milde Gabe wendet. Empfindet man in Deutschland denn gar nicht mehr das tief Beschämende, das Unwürdige dieser Handlungsweise? Deutsche Forscher sind von Polarcis und Gefahr umgeben. Ihre Rettung aber wird von dem Erfolg einer öffentlichen Bettelei abhängig gemacht.— Wenn es sich um Volksausbeutung und Volksknebelung hau- delt, rollen die Millionen des Staates in der schändlichsten Weise. Es braucht aber nur um Kulturzwecke zu gehen, damit die preußisch? Roheit sich in der schönsten Weise enthülle. Deutsche Forscher sitzen im Polareis fest? Mögen sie sehen, wie sie herauskommen. Im Polareis erwachsen bem preußischen Junker keine Zolleinnahmen. Für deutsche Forscher in Lebensgefahr kann gebettelt werden.— Und wie benehmen sich im Grunde unsere sonst so„patrio- tischen" Kommerzienräte, Bankiers, Jndusiriebarone, Millionäre und Multimillionäre? Wenn sie aus ihren Kreisen ein Kon- sortium bildeten, brauchte jeder von ihnen nur eine Summe zu zeichnen, die für seine Verhältnisse eine Lumperei wäre— und die Schande der öffentlichen Bettelei wäre uns erspart. Aber das denkt wie ein Seifensteder. Der Patriotismus kommt nur über sie, wenn sie gehörig einramschen können. Kultur und Polareis sind eine schlechte Kapitalsanlage. Das ausgepowerte Volk mag zahlen.— Als Liliencron starb, wurde für die Witwe öffentlich ge- bettelt und unter dem Sammelaufruf" wimmelte es nur so von Millionären und Multimillionären. Die Herren hätten die Witwe so bequem sicherstellen können wie unseeriner sich eine Zigarre anzündet. Aber Gott bewahre! Wenn es sich um die nationale Kultur handelt, wird gebettelt! Daö ist nun einmal dcr Standpunkt der deutschen Schäbigkeit.— Ach, und es wird nicht nur gebettelt, es wird schließlich auch noch etwas getan, das schlimmer ist. Neben dcr Sammclannonce findet sich in den Hamburger Zeitungen eine große Annonce der „F l e d e r m a u s". die einen„großen Zeitball" ankündigt, um mit der Entrecinnahme den deutschen Forschern zu helfen. Die „Fledermaus" ist ein interessantes Lokal, in dem die Lebewclt sich mit pikanten Unterröcken amüsiert. Die Entrecinnahme ist von der erotischen Anziehungskraft dcr Schönen abhängig. Führt eure weihen Busen gut ins Feuer,"meine Damen! Laßt die teuersten Brillanten und die pikantesten Unterkleider springen! Arme Hunde, für die man betteln muß; deutsche Forscher im Polareis schauen ängstlich nach euren champagnerbesetzten Tischen!-» In Seenot. Die Lage der Passagiere des an der portugiesischen Küste gestrandeten englischen Dampfer„V e r o n e s e" ist sehr er» st. Bisher ist es erst gelungen 30 Personen zu retten, etwa 17 0 Menschen harren an Bord'des g e st r a n d e t e n Schisses noch der Rettung. Da des hohen Seeganges ivegen die Rettung durch Boote unmög- lich ist, haben sich die Bergungsmannschaften mit den, Schiffe durch ein Rettungstan verbunden. Man hofft mittels des Rettungskorbes alle Schiffbrüchigen an Land zu bringen. Einmal kam der Rettungskorb leer zurück; man woiß nicht, ob ein Irrtum oder ein Unfall vorliegt. Einer dcr Ge- retteten ist gestorben, vier andere mutzten«in S Krankenhaus gebracht werden. Anschauungsunterricht. Nach einer Meldung, die die Runde durch die Presse macht, soll für die neu zu prägenden Münzen ein neues Kaiser- bildnis benutzt«Verden. Während bisher die Münzen nur den Kopf des Kaisers aufgeprägt hatten, sollen in Zukunft die Münzen das Bild des Kaisers in der Uniform des Garde- Kürassier-Regiments zeigen. Mit dieser epochemachenden Entscheidung wird endlich einmal der Anfang gemacht, den Anschauungsunterricht auch im Münz- lvesen zu benutzen. Es wird sicher sehr zur Auflläruug beitragen. wenn jeder Volksgenosse� auf den Münzen schauen kann, daß Deutschland ein Militärstaat ist. Vielleicht empfiehlt es sich. auf den kleineren Münzen, die aus dcr Rückseite nur den Reichs- adlcr tragen, an dessen Stelle die Summe aufzuprägen, die Deutschland für militaristische Zwecke ausgibt. Acht Millionen Kronen veruntreut. Die Budapestcr Polizei verhastete den Eisenbahn- und Brücken» bau-Untcrnehmer Jgnaz Pallos, welcher verschiedene Eisen- bahn-Gescllschasten, bei denen er Direktor gewesen ist, sowie in- und ausländische Geldinstitute durch Unterschlagung und Betrug um zusammen acht Millionen Kronen geschädigt hat. Unter anderem unterschlug er für anderthalb Millionen Kronen Aktien dcr Temcsvar— Varjaser Lokalbahn und für 2 400 000 Kronen Aktien der Mocsolad— Siofoker Eisenbahn, beide Eigentum einer englischen Aktiengesellschaft, indem er die in Depot genommenen Aktien zum eigenen Nutzen versetzte und Falsch stücke drucken ließ, die er der Gesellschaft zusandte. Auch die Prager Escomptbanl und die Ungarische Kommerzialbanl in Pest sind mit namhaften Beträgen geschädigt,, Kleine Notizen. Licvesdrama. In G r ü n b e r g i. Schl. versuchte am Freitag- abend der Arbeiter Birkholz seine Geliebte namens Schmidt zu erschießen. Er gab zwei Schüsse auf das Mädchen ab, das schiver verletzt«vurde. Dann erschoß sich Birkholz s e l b st. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht. Es be- steht wenig Hoffnung, eS am Leben zu erhalten. Birkholz stammt aus Berlin. Er hatte vergeblich versucht, das Mädchen zu be« wegen, ihm nach Berlin zu folgen. Schwerer Eisendahimnfall. Wie aus Saloniki gemeldet wird, enlgleiste bei D e v a r ein Jndustriebahnzug. Der L o k o- motiv- und Zugführer wurden von der umstürzenden Loko- motive getötet, der Heizer sehr schwer verletzt. Fünf Arbeiter verbrannt. Bei einem Großfeuer in Edmonton iKanada) kamen fünf Arbeiter in den Flammen um. Eine große Anzahl Gebäude«vurde durch das Feuer zerstört. Der angerichtete Schaden wird auf zwei Millionen Mark ge» schätzt. Folgenschwere Explosion. In der Eisengießerei von Nestler u. Breitfeld in Pilsen erfolgte am Sonnabend eine schwere Explosion von Kohlensäure. E i n M a s ch i n i st wurde getötet, ein Ingenieur und vier Arbeitet tödlich verletzt. Selbstmord eines Dcfraudanten. Der Bürgermeister Scher ff aus Kranichsfeld, welcher als Direktor der dortigen Aktiengesell. schaft Bankverein Kranichsfeld 200 000 M. unterschlug und dann flüchtete, hat sich in Wien erschossen. Statt Karten! Hildegard Fröhlich j\ Albert Hess Verlobte. Greifswalderstr. 43A 2071b Bleibtreustr. 10/11. Ortskraukenkasst der Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe zu Berlin. Kassenlokal: Scbaslianslraße 37/38. Die siir das Jahr 1913 gewählten Vertreter der obengenannlen Kasse werden zu der am Dienstag, den 28. Januar INU!, abends 8'i.Uhr, in Bliltes Feftsälen, Sebastian- ftraste 39. slallsindenden General-Versammlung hierdurch eingeladen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Pros. Dr. Albu über.Volksernährung und Fleisch- teuerung". 2. Wahl eines Ausschusses zur Vor- prüsung der Jahresrechnung pro 1912. 28(5/9 3. Verschiedenes. Ter Vortrag beginnt pünktlich S Uhr. Berlin, den 18. Januar 1913. Gustav Ratbow, Paul Doritz. Vorsitzender._ Schriftführer� Typographische Vereimgilug «SSSAAS Kerlm GHEH«« Mittwoch, den SS. Januar, abends 8'l, Uhr, im.GewerkschastShauS", Engeluser 15: Versammlung. Tagesordnung: 1. Besprechung von Schristzießerei- Neuheiten. 2104b 2. Beschlußsassung über die Ab- änderung der Vereinssatzungcn. Pünktliches und zahlreiches Er- scheinen erbittet Ter Borstand. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ __ ♦♦*♦♦♦♦ Ich habe Berlin N., Ziegelstr.'w eine eröffnet. 264(10 Sprechst. 10-11. Tel. Norden 1062. Dr. 3. Hallauer Spezialarzt f. Frauen«, u. Geburtshilfe Cnarlottenburn, Biswarckstr. 81 Charlottenburg. w$ iaum Sl zu C�arlotteuburg. Sonntag, den 83. Februar d. I., vormittags 19 Uhr, im Kassenlokal, Spreestr. 17: Versammlung. Tagesordnung: 1. Abstimmung über das einzu- reichende Kassenstatut. 2. Kassensachen. In dieser Versammlung müssen all« Mitglieder vertreten sein. 281/1» I. A r Ter Borstond. Spezialarzt f. Haut-, Harn-. Frauenleiden. nerv. Schwäche, Beinkrante jeder Art. Ehrlich Hata. Kuren in Ib. Hoineyflr«Sl Untersuchung., Fäden t. Harn usw. Ftieiiiclisli. 81, tÄ spr. 10—2, 5—9, Sonnt. 11—2. Honorar mästig. auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Gin stimmig urteilen Arft und Vublthum über LtbertiM-EMljiii» Marke P. B.(gesetzlich geschützt.) Der Arzt: Die mir von Ihnen zur Verfügung gestellte Lebertran- emulfion hat bei einer Anzahl meiner Patienten sehr zufriedenstellende Erfolge gehabt. Ich werde die Emulston schon ihres angenehmen Geschmackes wegen besonders bei Kjsidern �gern verwenden.• rw, hnh�'lifi Die Kundin: Kein- Qual Hab- ich mehr mit mewen Kindern, seitdem "f->brc Lebertranemutfion gebrauche. Ebenso aut wie ihr Geschmack ist. so glänzen b ist Mr'ung und bitte ich um weitere 7 Flaschen. Flasche I.S0 M.. 7 Flaschen S SR. Zkutral-Apoiheke Kerlill-Friedrichsfelde a. amm Cjucß'&meCUu ZICj ist vtrbess&tJ Theater und Vergnügungen �Siehe Wochen-Spielplan.) Freie Volksbühne. Sonntag, den lb. Januar, nachm. 3 Uhr: Deullches Schauspielhaus. 8. Abteilung (Gruppe 32-37): E l e k t r a. Thalia-Theater, 2. und 3. Abteilung (Gruppe K— 10): D i e Feinde. Hcrrnseld-Tbcater. 12. u.(3 Abteilung (Gruppe 52— 55): Eint glück- l i ch e E h e. Residenz-Theater. 5., S. u. 10. Abt. rGruppe22,23,43): Francillon. Montag, den 20. Januar, abends 8 Uhr: Deutsches Schauspielhaus. 15.(II.) Abendabteilung: Der gute Rus. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 19. Januar, nachm. 2'/, Uhr: Deutsches Theater: PenthesUea. Äaunncrspielhaus: Erdgeist. Nachm. 3 Uhr: Neues Volks-Theater: Lore.— Die «Pieler.— Der Kanunersänger. Komödicnhaus: Der rote Leutnant. Schillcr-Thcater 0.: Das Konzert. Schillcr-Theatcr Charl.: Der Talis- man. Theater in der Königgrätzer Strafe: Hunbstage. Metropol-Theater: Tata Toto. Neues Theater: Der fidcle Bauer. Kleines Theater: Und das Licht scheint in der Finsternis. Trianon-Theater: Der selige Toupincl. Kursürsten-Oper: Allessandro Stra» della. Deutsches Opernhaus: Fidelio. BILthnersaal: Sinjoniclonzert. Zjpends 8 Uhr: Neues Volks-Theater: Jugend. Abends S'.', Uhr: Neues VollS-Theater: Montag und Donnerstag: Die Doppelgänger- komödie. Dienstag und Freitag: Helden. Mittwoch: Michael Kramer. Sonnabend: Der Raub der Sa- binerinnen. Berliner Theater. Filmzauber. 8 Uhr uhr- Die fünf Franilfurter. ö Deutsclie« i&chaiiMpielhans 8 Uhr: Der gute Ruf. SehilleFTheaierO.�r«. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: ------ Das Konzert.---- Sonnlag, abends 8 Ubr: Wolkenkratzer. Montag, abends 8 Ubr: In» wellten RttlJI. Dienstag, abends 8 llhr: _ Die Schmelterlingssclilacht. SehiOer-Thealer Chabu°Bnen" Svnniag, nachmittags 3 Uhr: Der Talisman. Sonntag, abends 8 Uhr: Die ScbmetterlingsscMacht. Montag, abends 8 Uhr: Wolkenkratzer. Dienstag, abends 8 Ubr: Die Kinder der Exzellenz. ftieater am Nollemlorlplatz S. Nachm. O'/j Uhr: Orphcns In der Enterwelt, Abends 8 Uhr: Die Die Frau Präsidentin. (Madame la President©). Schwant 13 4Ut. v.Hcnneguin u. Leber Morgen und jolgende Tage: Die??rall Präsidentin. Moulis Operetten-Theater (ft NeuesTheater) Amt Norden IUI. 8 Uhr: Der keilige Antonius. Nachm. 3 Uhr: Ter fidele Bauer. l-uizen-ldester. Sonnlagnachmittaa 3 Uhr: Das Rötlichen von Hcilbronn. Sonntag, abends 8M)r: Berlin- Hamburg, New Uork. Montag u. folgende Tage: Berlin- Hamburg- New York.__ IOSE=THEATE 1 (Grobe Frantiuriei str 132. Nachmittags 3 Uhr: Die Sünden der oberen Zebntaasend. Abends 8 Ubr: Met» Leopold. Montag und folgende Tage: ______ Mein Leopold. Voigt-Tbeater. Heute, Sonntag nachm. 3 Uhr- Zuptenstrelch von Beyerle'i». Abenos 7 Uhr: Ztaatsaiwait Alexander. Sckausp in 4 Allen v. C, Schreiber. jkassenerössir. l0 U., Ans. 3 u. 7 Uhr. Boranzeige! Montag. 20. Jan.. Fsües Caprice. Die S�o�itätens 3« Sachen Rattcnjtein. Die Toppclsirma. Die Tochter der Braut. Lira»!» Vissensolraltliobes DUsaber. Tankenstralie 48/4S. Lonutax und Montag 8 Uhr: Paris nnd die Könfgs- ficlilüsser von Vci-sailles. Hörsaal 8 Uhr: Dr. R. Hennig Die Bagdadbabn._ [f�iOSISCHER � ISÄRTEN W Hentc Sonntag:®V( Eintritt SO Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ab nachm. 4 Uhr: Grobes Militär-Konzert. Donnerstag: Joh. Strauß. Passags-Panoptikum 50 wilde IWeibergf | vom Stamme der Igorroten.| Lebend! Ohne Exlra-Cntrec! Ketropal-Thealer Nachm. 3 Uhr: Tata Toto! Abends 8 Uhr. Rauchen gestattet. Chauffeur-ins Ketropol! Trohe Jahresrevue mit Gesang und Tanz in 10 Bildern. M kölillA als Gast mit gänzlich neuem Repertoire! Vorletzter Sonntag! Heute 2 große Vorstellungen! Nachmittags 3'/» Uhr: -- Halbe Preise.-- Abends ab 8 Uhr! In beiden Verstellungen: Die grandiosen Spezialitäten. Uhr; „Bröderlein fein". Alt-Wiener Singspiel von Jub Wilhelm. Musik v. I.eo Fall. Trianon-Tlieater. Wenn ftrauen reisen.(I'/j Uhr.) Sonntag nachm. 3 Uhr: Der selige Toapinel. mpiö Der Höhepunkt des Lach-Erfolges! mit Anton und Tonnt Herrnfeld ,„..in ben Hauptrollen. älns. 8 Uhr. Vorverl. U— 2(Thcaterl.) Reichshallen-Thealer Stettiner Sanger, Zum Schluß: Diabolisoh- Sk infrenetische Anfang 7'/, Uhr. Oper. Walhalla-Theater Weinbcrgsweg 19/20. Rosenthal.-tor. Allabendlich S1/, llbr: Goldener LeiWun. Sonntag, 19. Jan.. nachm. 3'/, Uhr: «astkviel.Ensemble. lisbale una Liebe. _ Ermägigte Preise._ Theater Königstadt-Gasino. Ecke Holzmarlt» u. Alcrandcrstrahe. 1 Minute v.Bahnh. Jannowitzbrucke aböä. llß, Sonnt 1I16 Uhr: » ,,Ä�vci••ote Kosen. Burleske m. Gelang— und das Btoft. Spezialitätenprogramm Jed. 1. u. 16.: Programmwechsel. ZentralverhandderHausangestellten Sonntag, den 19. Januar, in den„Corona-Festsäfa W KoppenstraBe 29 KCllfifS FSSt'Sälß Koppenstraße 29 Heute! Großer Heute! Heiterer Elite-Künstler-Abend von Carl Heinzius; Nach der Vorstellung: 1�611111011. Anfang 6 übr. Entree dO Pt. Berliner Kindl- Brauerei-Ausschank Hermannstr. 214/18 Neukölln Fernspr.; NeukBHn 79. Den verehrl. Vereinen, Gewerkschaften, Korporationen usw. stehen Säle zur Abhaltung von Versammlungen, Konzerlen, Festlichkeiten usw. zur Verfügung. 4 Verbands- Kegelbahnen stehen zur Benutzung. bei freiem Entree. u.0sonn"ig1 Künstler- Konzert Um geneigten Zuspruch bittet Hochachtungsvoll Robert Bergner, Oekonom. Excelsior- Lichtspielhaus Heukölln SfffiÄfl Passage Vom 17. bis 20. Januar inkl.: Graf Woronzow, mein Verlobter Sittendrama aus der russ. GeseUschaft. In 2 Akten« Der weiße Schleier Aktuelles Sensationsdrama a. d. Sorbischen. In 2 Akten. Casino-Theater Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr: Die neue Lokalposse: Am grünen Strand der Spree!_ Der hervnrragende Wochenspielplan! u. Verklungene Lieder ein Liebesroman. Anfang 6 Ehr, Sonntags 5 Chr. Täglich Jugend-Vorstellung nachm. 4—6, Sonntag 3—5 zn halben Prelxon, auch für Erwachsene M. 0.40, 0.50,0.65,0.75, f.-, 1.50 Märkischer Hof Admiralstr. 18c. Amt Moritzpl. 4594. Jeden Sonntag: Großer Ball. Empsehle meine Säle für SS er« sammlungen und Festlichkeiten. Einige Sonnabende und solMtage imFebruar und März frei. �___* Alhambra Wallner-Theater Strafte 15. Großer Ball. I GrotzeS Orchester. Anfang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. Zirkus Bäsch. Heute Sonntag; 2 gr. Gala-Vorsteilunge�i 2 Nachm. S'/a u. abends 71t, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene das Recht, ein angehdr. Kind nnt.! 10 Jahren auf all. Plätzen frei I einzuführen. Jedes weitere Kind j zahlt auf den Sitzplätzen die Hälfte. In beiden Vorstellungen: jflac Norton genannt das menschliche Aquarium'( Der Aeroplan im Eirkae, (Ein Affe als Aviatiker I!) sowie die gesamten neuen Januar-Attraktionen. Z. Schluß: j äiachmittasH S'l,(ihr: „Unter Oorilias** S? Abends 7'/, Uhr: Sevilla 44 Volks-Theater Bleutäfln, Hermannstr. 20. Sonntag, den 19. Januar e Napoleons Glück und Untergang. Ausstattungsstück in 4 Allen oon WillS und Lutz Ansang 7'/, Uhr. Montag, 20. Januar, abendS 8'/, Uhr t. Darob Nacht zum Eicht., Sckiauip. tn 4 Allen von E. Menz/L Germania-?rachtsäle. ( N., Chausseestr. 110. Karl Richter.» I mnf mjj � Heute 1 | Wft Är Mi« Sonntag: Paemianiheys! ! Ssügeff i Anf. B'/j Uhr. Eintritt 50 PI.| 1 Ansohließ. Familien-Kränzchen, f 1 Im weißen Saale von 5 Uhr ab j gajf Großer Ball. Jeden 1 i < lustige Sänger. Jeden Donnerstag; d Gr. Bockblep- Konzort. P ■ww eden Mittwoch; wer. J rkbl Paul Mantheys j '«VMVWDMMMWMMMWW is VeukUUn, Kuesebeckftr. 113. Sonntag» den 19. Januar (sowie jeden Sonntag): Großes Bockbier• Jubel» Trubel-Fest verbunden mit Elite-Hall und verschiedenen Ikeber» raschungen l Lockbiermützen gratis! 8 Prämiierungen, das größte Herrenohr u. das lleinste Damenohr. Vi» Schiebetänze stnd in meinem Ivll» Lokal strengstens verboten. KonMia-ftÄsals. : M. Wendt und A. Schatze. Andreaswtr. 64. Jeden Sonntag: und die beilebte« Hotane Sdnger. Jede Woche neues Programm. Ansang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Im oberen Saat« von 5 Uhr an: (Zroßer BsII. Nißles Fest-Säle OennewitzstraBe 13* Jeden Senntag: Tanzkränzchen. _ C. Nißle. Süßmüclf Feslsüa Boruholmer Strafte 7. Jeden Dienstag und Freitag* mit Licht- u. lebend. Pbetographlen. Anfang 81/, Uhr. Entree 30 Ps. Berliner II IK-Trto AdrcNenkölin i.ahnstr.741. Für den Znvait»er Ju-erare übernimmt die Redattioa de» Publitu« gegenüber teiaerlet Verantwortung. Sozlaldetnokratlfchcr QXahlvcrcIn des III* Berliner Relchstagswahlbreifes Sonnabend, den 25. Januar 1913: 22. StiftungssPest in den Gesamtramnen des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. ausgeführt von �ivil-Berufsmusikern — Ka"" Bega Beteiligung erwartet ■■ ö N Z E R T—"Kapellmeister Herr Hascheok— unter Mitwirkung des tieaangvoreluH SUugerabtellang 1(9Ud-Ost (M. d. V. A-'S.-B), Uofopernsilngeps Herrn Eoffen Wolf, Vortrags- bünsterln Frau Annl Sander. R A?? Herren, welobe am Tant teilnehmen, VJ IVVf O Er K. O Lr Lr. ,,_ ZI>W(m � pfanBig0 Moh Z 208/1* Der Torstand. MöbeKabrik Osten einacliaflcne Genossenschast mit schrSnkler Haftpflicht. Bilanz für das Geschäslsjaht 1012, Aktiva. ikaffa-Kanlo..... Banl-Konto..,,, Waren-Konto.... Maschinen-Konto.., Werlzeng-Konto,.. Debitorcn-Konto. 51 LoÄstdemokratiscder Wsktvemn im 5. Berliner Reichstags-Wahlkreis. Sonntag, den 26. Januar, abends 6'/? Uhr, i» den SophiensSaien, Sophienstr. 17—18: Humoristischer Lichtbilder-Vortrag von Otto Hoth-Berlin(in drei Teilen). t Teil: Wilhofm Busch,«ein Leben und seine Werke. 8. Teilt Der heilige Antonius von Padua. 3. Teil: Herr nnd Frau Knopp. Heah dem Vortrag: GefflÜtllElieS gSlMIMzölv 0. fM. Eintritt Ä5 Pf. 223/1* Dm einer Deberfüllung vorzubeugen, sind nur noch eine beaehrfinkte Anzahl Eintrittskarten zu haben. Eine Wiederholung findet n i e h t statt. ff Singakademie (Kastanicnwäldchen), Sonntag, den 2fl. Januar 1918: Zweites Winter«Konzert des Männerchors „Fichte-Georginia 1879" (M. d. D.-A.-S.-B.) Chormeister: Tb. Qerrois. Mitwirkende: Pri. Gertrud Janke, Konzert und Oratoriensängerin(Alt), Herr Organist Ädolf Haensgen(Orgel und Flügel), (Der Flügel ist von der Firma Ü. Beohatain, Hoflieferant). KeeeenCffnnng 61/, Uhr, Anfang pünktlieh 7'/, Uhr. Karten a I H. sind in haben bei; 0. Liebich, Rest,, Wiener Str. M: E. Zlenew, Rest., Admiralstr. 85; K. Weber, N.nköUn, Hobreohtstr. 48; E. Gergi, Neukölln, ßtutt- gerter 8tr. 45, i. Steffens, Langenbeckstr- 5, Hof I; 0$w. Klmmel, Treptow, Graetzatr. 28. Prei ramme und Texte an den Snaleinglngen grafl». �„Clon" n mm m ,i MauArBtraßa— 7i :: Berliner:: Konzerthaus Mautrelrtle 82.— Zimmerstrmde 90/91, Großes Trlple-Konzert! Moaike. Kalaer-Ernna-UeglinentH, virig: Oberra. Becker. Musik e. 1. Garde- Drayoner-Regts., virig.: Oberm. Baare —— ZUIerthttler und Tegernseer Sänger—— Schubplattler und Jodler! Anfang 4 Uhr. Eintritt SO Pf. Anfang 4 Uhr. Morgen Montag: Großes Doppel-Konzert! Sonntag, den 26. Januar 1913; Lieder«Abend Berliner Männerchor D. A-H-B. Obormeister: Prana Rothe. ta„Deutschen HoP, Lack.»er stratc IS. •IHwirfcaada: Frbüvm Tilly Else Ptesohel(Lieder mr Laote) imd da* Trio der Herran: Otto NlkftRs(Violine), Willi Deokart(Violoncelloj und Franz Eotha(Klaviarl. Naah dem Konzert: Tanz. Eröffnung 6 Uhr.- Anfang 6 Ubr. r Einlaßkarte 80 Pf. Kinder unter 8 Jobrcn haben keinen Zutritt. ua/J N. .. 115.09 .. 850.00 .. 4 066.50 ,, 1200.00 .. 1118,85 .. 1806 50 üriömsf Passiv«. Krediiocen-Nonfo.... 3151.63 Anleif-Konlo...... 244.00 Darfehn-Konla..... 6 456.00 Gewinnvortrag..... 205.25 "Tonszf «usgeschieden ist fein Genosie; es bleiben an, Ende des GeschSstsjahres acht Genossen mit«wer Sesamthasl. summe don 24V M. t02/8 Der Borfianb: Otto Hampe. Aug. Tatsch. Berliner iqer uölui—......— /- i, _ MAOOOOOOOOS«OOG»»OOS«««»d»O»S»M 'gf7i-rU~�';'Vr arikfltnarglfttb gßUltim.«eidöHa. gür d« Eingetragene Genossenschall mit de- schränfler Haslpsiichl. Bilanz per 30. September 1912. Aktiva. W. 1. Kaflafonio.. x., 1 862,92 2. Banffonto..... 7 349,58 3. Warenfonto.... 4458,10 4. Einrichtungsfonto.. 15 000,— 5. Gespannfonlo.... 17 000,— 6. Aespannunfoslenfonlo. 1053,70 7. Betriebsunfostenfonto. 91,— 8. Konto pro diversi. 6io.— Ä. ri 420.:i6 Passiva. M. 1. Konto pro diversi., 9 158,— 2 DarlehiiSfonto... 31 500,— 3. ReservesondSfonto., 550,— 4. Konto der Genosse«, 1 500,— 6. Gewinn- u Verfustfonlo alter Saldo. 1 799,44 neuer Saldo. 2 917,86 S/i. 47 420,30 Im Lause des Geschäftsjahres 1911/12 ist fein Genosse beigetreten uno feiner ausgeschieden. ES gebölfcn der Genossenschast am Schlug des GcfchästSjadres fSlf/12 15 Genossen an mit einer Gesamt« Haftsumme von 1500 Marl und Sem gleichen GeschäftSguthaden. Die Hast. summe hat sich nicht vennehrt und nicht verringert. 102/8 Berlin, den 18. Januar 1918. Der Vorstand. 9t. Michaeli«!. Paul Leu». Sr Säle-w für SO PiS 300 Persoue» Vereinszimmer lind noch an verschiedenen Tagen (auch Sonnabends) zu vergeben.» Kl. Augustw Oranienstrahe tvZ. /Vrdeiter-BilllunZsschule. Zonntsg, den 26. Januar 1913: 22. Stiftungs-Fest in Kellers Neue Philharmonie, Köpenlckerstr. 96/97. □ an Kammermusik-Abend, a □ □ MITWIRKENDE: Das Schillertheater-Quartett: Prof. Florian Zajfc(|. Violine):: Frau Gertrud Steiner-Rothstein(2. Violine) Herr Hans Hasse(Bratsche):: Prof. Helnr, Grünfeld(Cello):: Frl. Flsa Dankewitz(Gesang):: Prof. Oskar Schubert(Klarinette):; Herr A, Schaper(Fagott) Herr Albert W. A. Mozart. Mozart. L. v. Beethoven. Herr Otto Rembt(Horn) Conrad(Baß). == Vortragsfolge:------ 1. Quintett für Klarinette und Streichinstrumente in A-Dur Allegro, Larghafct», Slenuetto, AUegretto von VuriasionL 2. Violinsolo: ai Adagio.„_„ bl Rondo ans der Haftner-Sereuad«.... 3. Schottische Lieder mit Triobegleituag........ a) Noch einmal b) Der treue Jonia. e) Das Büschen in unserem Strißohen. •-■—■— Pause.- 1 4. CeUosolo: a) Adagio. b) QavpUa aus„Jdoraeueo'* 5. Lieder; a) Meine Lieder, meine Sünge. b) Unbefangenheit. e) Der kleine Fritz an seine jungen Freunde 6. Septett für Violine, Bratsche, Horn, Klarinette, Fagott, Violonoell und Kontrabaß........ Adagio-AUegro eon brio.— Adagio cantabile,— Tempo di Menuett«.— Tema con Variazioni.— Scherzo- Allegro raolto e vivace.— Andante CO» aUa Manua-Preato. Konzertflügel: Ibach. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Nachdem: BALsL« v-— r- Eintrittskarten h 75 Pf. sind zu haben bei Horteh, Bngelnfer 16. Real, Barnimstr. 42. Vogel, Lortzingetr. 87, Kaerarowzkl, Ruvenöstr. 9. Öotlfr. Schulz, Am Kottbuser Tor. Weihnacht, Grüns tr, 21. Radke, Neue Jakobatr. 1—3, und in der Schule, Grenadierstrasse 37. --- An der Kanne I Mark.---—-- 9/8» W, A. Mozart. C. M. v. Weber. L. v. Beethoven. � Deutscher Arbeiter-Stenographen-Bund„System Arends" QrflBU tleeoaraehlzeht Arbeiterorganleatien. (11 i t g 1 i e d■ oh a f i K r o U« B e r I i n.) nächsten, zehn Unlerrichtsftunden umsassenden Kurs« skr Herren und Damen beginnen: : Donnerstag, 23. Januar und 80. Januar, Rvstnenstr. g tVoffShauS), abends 8>/, Uhr Donnerstag, 23. Januar und 30. Januar. EberSstr. 36, Lola! ißtuntaim, abend« S>/, Uhr Sonntag. 29. Januar und 2. /i-druar, Dorbergltr. 9. Nolal Haendel, vormittags 10 Uhr Dtenslag, 21. Januar und 28. Januar. Lldenburger Sw. 19. Lolal Paersch, abends 8'/, Uhr Montag. 29. Januar und 27. Januar, Vrunnenstr. 79. Lolal Dähllng, abends 8'/, Uhr Sonntag. 28. Januar und 2. Jebrum, SurgSdorfistr. 13, Lolal Sahrleben, vormillag» ist Uhr Montag. 29. Januar und 27. Januar, Grünberger Str. 13. Lolal Rosenblatt, abends S'/- Uhr Donnerstag, 23. Januar und 30. Januar. Pettenloserstr. 34, Lolal Engting, abends 8>/. Uhr Dienstag. 21. Jannar und 28. Januar. Samarilerstr. 24, Lolal Reiner», ahends S'i, Uhr Donnerstag, 28, Januar und 30. Januar, Ztoppenftr. 34. Lokal Pläger, abend« 8'/, Uhr Montag, 20. Januar und 27. Januar, Landsberger Allee 44, Lolal Thielmanit, abends 8«/. Uhr Sonntag, 26. Januar und 2. Jebruar, tflbaidmfic. 59, Lolal Bteberstein, vormittags 19 Uhr Sonntag, 28. Januar und 2 Jebruar, Graetzltr. II, Lolal Bieberstein, vormittag» 10 Uhr Dienstag, 21 Januar und 28. Januar. Hermannstr. 75, Lolal Kutzly, abends S'I, Uhr I im Cfteu wohnende Mitglieder de« Turnvereins.Aich»«« Dienstag, 2l. und 28 Janu-r. Boxhagener Strahe 29 bei Kloß, abends 19 Uhr(nach dem Zürnen).„allls Die gesamten Anegaken dentekea In 8 M. für Lehrmittel, für Jugendliebe Ä 51. OHF* Anmeldungen erfolgen am besten in den elnzelnen Lokalen»u Beginn de» Unterricht«."MR Zu jeder weiteren Aus luvst ist bereit: J. ARNDT, Neukölln, Pllügerstraße No. 14, Hof 1 Treppe. «mosten, welch« an de» Kurten nicht teilnehmen können, wirb bewährter brieflicher Unter. richt erteilt durch dir obige Adrestr! Die Charlottenburg j SchSneberg; Moabit": Norden: Osten; SUdotten: Treptow: Neukölln; Für iastenMS Stenographie- Onterrieht I!! Willi Ernst, KIpenicker Straße 55 b, I, Amt S!pL 14089, 6r. Auewahl! Bill. Prelee! Vorzelger dieser Annonce er. hält l0P'oz. Preisermäßigung. W\Mm m ün SlMdsImdögeil (früher Nehlppannownbl) (Bahnh. Börse) Hpandaner Brüeh«(Bahnh. Börse) Bock- Jubel und Trubel sHÄm Vowert DMf bei rprlem Entreo! rtWE Trtieiif Waller Sejrlng, Neue Welt Arnold Scboln Haaenhelde 108/114 Heute Sonntag, den 19. Januar in beiden Rieseu-Prachtsllen: 1913, Bockbierfest in den bayrischen Alpen 5 Kapellen. 30 bayerische MacTl. Anfang 4 Uhr. Bntre« SO Pf. _ Im neuen Saal» QroBer Ball,_ Voranzeige! Dlenntag, den»1. Jannar: Prlimliernng des größten und schönsten Paradies- und Kronenreihers, Anfang T Hhr._ Eotrea 80 Pf- Unterrichtskurte beginnen 2068b am Donnerstag, den Jannar Ivt», in Verlin, Oranienstr. M. im Lokal von Außustln. in Pchöneberg, Akazienstr. 21. im Lokal von BandowsRy; ferner am Freitag, de«»4. Januar in Nentöll«, Hermannstr. 204, im Lokal von Ukmann. Beaten in allen Lolawi um S'I, Uhr abend«. Unterricht teil. Lehrmittel 3 M., weitere Soften«ntftehen nicht. Unterricht wird von bewährten Kräften im System Stenotachvgravht« erteilt. Zllgemtintt Arl>titer°5teilsgraphtudllud. gln. 0! 2;o Nntcen. Grolle Eroparnln für Jede Familie durch direkten Pagron Elnkanf eratklaanlger kchahwaren- l>le reellsten und billigsten Möbel Ivetanta.: Dfi-GU lade. Berlin. Druck u. Verlag: vorwärt« und Pulnterwaren erhält man zu Kassapreisen m dar smI 85 Jahren bestehenden Möbelfabrik von A. Hcbala, Reicheoberger Strale 8. Größte Auswahl in allen Holz- und ßtilarten mit zehn. ;er Garantie.(5 Prvz. Kaa.aakonto) Ev. auf Ratenzahlung. st VerlagSanitolt Hanl Singer u.®a« Berlin SVL Nr. 16. 30. Jahrgang. 3. Stilije ks„Pntiüiiilü" Knlim 5onntag. 19. Januar 19lZ. Aus der Gewerbedepntation. In ihrer letzten Sitzuitg setzte die Deputation gemäß§ 2 des Versicherungsgesetze» sür Angestellte den Wert etwaiger �-achbezüge fest, die im Sinne des genannten Paragraphen zum Entgelt ge- bören und für die Frage, welchen Beitrag der einzelne zur Privat- angeftclltenversicherung zu leisten hat, von Wichtigkeit sind. Es wurden folgende Festsetzungen getroffen: Wert der Dienstkleidung für Betriebsbcamte(Werkmeister, Techniker, Kontrolleure usw.) 70 M.; für Arbeiter und sonstige Angestellte(Wagenführer, Schaff- ner, Hausdiener usw.) 50 M. und für jugendliche Arbeiter(Lauf-- jungen, Portierjungcn, Lehrlinge usw.) 30 M. Wert etwaiger freier Station, Wohnung oder Beköstigung ohne Unterschied des Geschlechts: Freie Station M. (freie Wohnung M. ireie icköfti- gung M. für BetriebSbeamie(Werkmeister, Techniker, Kontrolleure usw.) mit eigenem immer auf jährlich,. 1080 220 860 ohne eigenes Zimmer auf jährlich.. WS 105 860 für Handlungsgehilfen mit eigenem Zimmer aus jährlich........... 760 220 540 ohne eigenes Zimmer auf jährlich.. 645 105 540 für Arbeiter und sonstige Angestellte auf jährlich............. 640 160 480 für jugendliche Arbeiter auf jährlich... 525 105 420 Wert der täglichen Mietsentschädigung...... 0,50 M. Wert der Wohnung, die das Maß deS Bedarfs einer Person überschreitet(Familienwohnung) für Bctriebsbeamte jährlich 575 M.; für Arbeiter, Gesellen, Gehilfen usw. 315 M; Wert der Heizung und freien Beleuchtung: für Familienwohnunge» mit Küche Heizung Beleuchtung Mark Mark e) für Betriebsbeamte auf jährlich.. 40 40 bj für Arbeiter, Gesellen, Gehilfen usw. 25 25 sür ein einzelnes Zimmer aus jährlich. 10 10 Einzelne Mahlzeiten für Arbeiter und sonstige Angestellte sollen bei voller Beköstigung pro Tag niit 1,50 M. in Anrechnung kommen. Für höhere Angestellte, über die Betriebsbeamten hinaus, wie Slerzte und andere Privatangestellte, sollen diejenigen Sätze zur Anwendung kommen, die im allgemeinen für die Angestellten der Stadt Berlin bisher zur Berechnung gebracht werden. Eini Antrag der Aeltesten der Kaufmannschaft, Ivorin erneut um Abänderung des Ortsstatuts vom 14. Oktbr. und 3. Novbr. 1011 betreffend die Einschränkung der Sonntagsarbeit im Kleinhandel ersucht wird, wurde aus den schon früher dargelegten Gründen (siehe Bericht in Nr. 258 des„Vorwärts* vom 3. November v. I.), wiederum abgelehnt bezw. von der Tagesordnung abgesetzt. Bei dieser Gelegenheit gelangte der Deputation zur Kenntnis, daß einflußreiche Elemente am Werke gewesen �st"d, bei dem neuen Oberbürgermeister eine Abänderung deS OrtsstatutS in einem ihnen genehmen Sinne zu erreichen. Auf Grund dieser Vorstellungen hat der Oberbürgermeister dir Einsetzung einer Magistratskommission verfügt, die sich mit der Angelegenheit beschäftigen soll. Die Handclsangestellten werden daher gut tun, gegenüber diesen einflußreichen Strömungen auch ihrerseits auf dem Posten zu sein. Gegenüber einem Wunsche des Polizeipräsidenten sich darüber zu äußern, ob die an den beiden stlusnahmesonntagen vor Weihnachten zugelassenen Verkaufsstunden � von 8— 10 Uhr vormittags für den Berauf noch von Bedeutung sind, ''r>:d ob für die Papierhandlungen die Beschäftigungszeit am Sonn- tag vor Neujahr von 12— 6 Uhr genügt, so daß eine solche von 7—10 Uhr vormittags entbehrt werden könne, entschied die Depu- tation unter besonderer Berücksichtigung auf die kleinen Gewerbe- treibenden dahin, daß keine Veranlassung vorliege, an dem bis- herigen Zustand eine Veränderung eintreten zu lassen. Ein Geldbetrag von 312,82 M. als letzter Nest der seit Jahren nicht mehr existierenden Seifensieder-Jnnung wurde einer noch vor- handencn der Stiftungsdepuwtion unterstehenden Seifensieder- gesellen-Untcrstützungskasse zu Unterstützungszwccken bei geeigneten Gelegenheiten überwiesen. Dem Antrage der Maler-Jnnung, die Schriftmalerlehrlinge von dem Besuch der Fachschule der Maler- innung zu befreien, weil diese Kategortz: von Lehrlingen mit dem Malergewerbc nur wenig Berührungspunkte habe, erteilte die Deputation ihre Zustimmung. Seit Jahren liegt der Gesellcnausschuß der Schlosserinnung mit dem Vorstande der genannten Innung wegen des Arb�tsnach- weises iui Streit. Dabei scheinen Einflüsse scharfmacherischer Tew- denz von dritter Seite, nämlich vom Verband der Meiallindu- striellen besonders am Werte zu sein. Seit dem Jahre 1000 war der Arbeitsnachweis der«chlosserinnung dem Zentralverein für Ar- beitsnachlveis angeschlossen. Stach den Bestimmungen der Gelverbe. ordnung waren auch die Gesellen an der Verwaltung des Arbeits- Nachweises beteiligt, wenigstens auf dem Papier. In der Praxis hielt es der Vorstand nicht für iwtig, den Gesellenausschuß zu solchen Sitzungen einzuladen, die nach dem Gesetz eine Mitwirkung der Gesellenvcrtrcter erfordern. Ohne den Gesellenausschuß auch nur„gehört* zu haben, wurde die Anstellung eines 2. Sprech- meisters(Arbeitsvermittlers) beschlossen. Aus Gründen der Pari- tät beanspruchte der Gesellenausschuß mit Recht die Besetzung dieser Stelle durch einen Arbeitnehmer, toie dies bei dem paritätischen Arbeitsnachweis für das Holzgewerbe der Fall ist. Diese und andere Streitigkeiten führten dazu, daß der Jnnungsvorstand sein Verhältnis zum Zentralverein für Arbeits- Nachweis kündigte und unter Anlehnung an den Arbeitgebcrnach- weis der Berliner Metallindustriellen einen neuen Arbeitsnachtveis errichtete. Gegenüber der Deputation behauptete die Innung, die Umwandlung des Arbeitsnachweises sei deshalb nötig gewesen, weil die Meister von dem bisherigen Nachweis keine tüchtigen Kräfte erhielten, sich bei 2l r b e i t s e i n st e l l u n g c n nicht bewährt habe und aus diesen Gründen der Innung zu teuer würde. Da der Arbeitsnachweis immer ein Jnnungsarbeitsnachweis blieb, bedurfte er nach§ 95 Abs. 2 der Gewerbeordnung auch der Zu- stimmung des Gesellenausschusses, die dieser versagte. Nach bc- rühmten Mustern stellte der Jnnungsvorstand an die Deputation das Ersuchen, die verlveigerte Zustimmung des Gesellenausschusscs zu„ergänzen*. Diesen Antrag stellte der Vorstand vor ungefähr einundeinhalb Jahren! Tic Deputation gab dem Jnnungsvorstand auf, die Statuten des neuen Arbeitsnachweises einzureichen, um die inzwischen auch vom Gesellenausschuß eingelegte Beschwerde und den Antrag des Jnnungsvorstandes zu prüfen. Bis auf den heu- tigen Täg hat der Vorstand der Schlosi-rinnung dem Ersuchen der Gewerdcdcputation nicht entsprochen! Ter Antrag, die verweigerte Zustimmung des Gesellenausschusscs zu„ergänzen", wurde von der Deputation aus dem vorgetragenen Grunde, gegen wenige Stirn- men enragierter Jntitlngsmcistcr abgelehnt. Somit ist die Tatsach« als festgestellt zu erachten, daß der Arbeitsnachweis der Berliner Schlosserinnung seit Jahren gesetzwidrig existiert! Von unserem Redner wurde darauf hingewiesen, daß der Vor- stand der Schlosserinnung gar nicht in der Lage sein dürfte, die verlangten neuen Bestimmungen einzureichen, da er sich sonst mit dem Reglement des Arbeitsnachweises der Metallindustriellen, das eine Mitwirkung der Arbeitnehmer grundsätzlich ausschließt, in Widerspruch setzen würde. Der Verband der Metallindustriellcn würde nach seiner ganzen Tendenz niemals seine Genehmigung erteilen, daß an dem ihm angeschlossenen Arbeitsnachweis der Schlosserinnung die Gesellen nach§ 95 Absatz 2 der Gcwerbeord- nung mitwirken dürfen. Von einem bürgerlichen Mitgliedc, das den Bestrebungen des Verbandes der Mctallindustricllcn nahesteht, wurde dies auch offen zugegeben. Wie lange, möchten wir fragen, soll dieser skandalöse, gesetzwidrige Zustand noch andauern? Und dabei sind die Herren Jnnungsmcister die ersten Streiter im Rufe nacv gesetzlichen Mitteln zur Bekämpfung des angeblichen Terrorismus der Arbeiter. organisationen. Wie dieser Vorgang zeigt, pfeifen die Herren auf die Gesetze, wenn es nicht' nach ihrem Willen geht. Eine von der Deputation geplante Feststellung anzuwendender Grundsätze bei Vertretungen zu Jnnungsjubiläcn wurde vertagt. Witterungsüberstcht vom 18. Januar 1913. Gtattonen [|Sl 4i 2= 5 ö «--s es �mincmbc. 750 Havlburg i7p2 Berlin 1732 Franks. a.M 736 SW München 738' Z Wien FLvOSO SW WNW ZW a lZettcr 4 bedeckt 2 bedeckt »bedeckt URebel 1 balb bd. Ibedcckl US »l> i? m!> CtatUmcn = 2 »äsi 4 S B- 'aparandgiei N etersburg! 7K2;SO Scilly 1 7ö3iffi s Setter us C-* f- 2wolkcnl— 20 giSchnee—11 tzwoUig ,,, tg Aberdecn 750 SSO 2 bedeckt 3 bedeckt I Paris] 735'SW Wetterprognose sür Sonntag, den 19. Januar 1913. Ziemlich mild, zeitwelle aufklarend, jedoch vorberrschcnd wolkig mit geringen Niederschlägen gnd mätzigen südwestlichen Winden. Berliner W c t t c r b u r c a U. Wasserstands lliachrichten der Landesanstalt sür Gewässerkunde, mitgetelli vom Berliner Wetterburcatt ')+ bedeutet Wuchs.— Fall.— 3) Unterpcgrl.—•) Eisstand. 4) oberhalb der Stadt Eisstand,—°) Treibeis.—•) eisfrei.— Die Weser ist eissrei. In der schwarzen Elster und Mulde Treibeis, in der weitzen Elster, Unstrut, Spree und Havel streckenweise Eisstand. VOTA. �OpOOOIfoMibeiir siofr Anzügen, Blusen, Hosen, Ulstern, Pyjncks, Paletots xu teilweise nocH nie dagewesenen Preisen! Slof f~ und. Manchesters Anseiige Manch.— Blusen— Anxiige In viel Farben für 3-6 QuäUI. Ii Qyalif. I>4 75 ■Jahre durchweg durchweg JL Sporl-Anxlige aus halkbaren SfolTen für 3-ö Qualil. Ii Jahre durchweg Blaue Ansclige, Kammgamark, qo Blusen- und Malrosenkormen rr.u Ueber- Kragen/ 2 bis o Janre....... durchweg Prlnz-Helnrldi-AnieUge Aerm. ao mit Sfickerel 3 b. 6 J ahre durchweg/ Jackett� Ana5llge,versch!edene . durchweg Pf. j[ö5 fUr3-ö Quam. 11�20 Quam. I Ä70 JH. durchweg oui ueuene SfofIart„ f. 6 bis llJahre, durchweg O Sportanzüge In vielen Fassons fljr 6 bis 14 Jahre Winter- Joppen, durchweg cD Q3 warm getQflert lUr 3 bis 6 Jahre 0�- KnaJben-Sloff'Hosen lUr 3 bis 6 Jahre �33 PfkUr O bis MJahre l®5 Wascfr�- Anfüge Blusen-Anzüge geskreifler Waschsfofh 3-6 Jahredurchweg Blusen'Anzüge Waschstoffe in vielen Mustern, 3— S Jahre.... durchweg Blusen-Anzüge gestreifter Wasch- Stoff mtl schöner Gamierung, 3-5 Jahre ....................... durchweg Blusen-Anzüge geifreiffer Wasch- Stoff mU UeberKragen, 3-5 Jahre, durchweg JL Blusen-Anzüge veiS undg�streffie CZ23 Waschstolle, Aermel mll Stickerei, 3-5 Jahre Kieler und Prina� HelnricK� Joppe und Hose derber Waschstoff,&—14 Jahre.... durchweg Oesfreffie Waschstoffe, Kragen und Man- 73 Schecken blauer Salin, 3-5 Jahre, durchweg Geslretffe Waschilcffe, Kragen und Man. Schecken zum Abknöpfen, Aermel mit Stickerei, 3-5 Jahre................. Imitierte Best-Anzüge Form Prinz Keinrich, 3-5 /J? 30 0-14 Jahre Jahre. durchweg JB durchweg 413 ©50 SchLul- Anklage w J45 Joppe und Hose wasch.sioiT, in ver- IO schledenen Mustern, 0—14 Jahre, durchweg Joppe und Hose waschstoff. sehr hallbar, aparte Musler, 0-14 Jahre, durchweg Joppe und Hose schwerer Waschstoff, Joppe m. Fallen, 9-14 Jahre, durchweg Kieler Anzüge gesw. waschsioffe, �XOO Aermel mll Abzeich., O— 14 Jahre, durchweg Kieler Anzüge geslreiff oder weifier„_ Waschstoff, Kragen und Manschelten zum>493 Abknöpfen, 0-14 Jahre...... durchweg Jl Einzelne Muster"Anzüge 0—14 Jahre........ durchweg ��30 •fl33 JL on P2 Sport-Hemden ftlr Knaben, In den neuesten Musfern.... von Knaben-Mutzen kleidsame Fassons und Musfer........•JVF PI. Knaben- Wasch- Blusen aus Resien gearbeliel. Kl- 3 bis 6 Jahre 1.45. 93, 70, 30 Fl Blaue Satln-Sport-Hosen, waschecht 3 bis 6 Jahre 1.35 Q bis 15 Jahre 1.55 Knaben— Wasch- Hosen aus Resien go- orbeilet....... für 3 bis 5 Jahre 99, 95, 39 pt An Wieden/er« Käufer finde! der Verkauf obiger Artikel » nlchf slaff.« Nachdruck verbolenl CLtausseestraße 29jyo Cr. FrnnKfurter Str. 2.0 Haupfkafalog Nr. 4ö(Neueste Moden) koslejhfrel Sonntag von geöflhel BERLIN oegr.iesi il BrlicRenstraOe»» Schöneberg, HauplStr. IO 1 Verlins und Umgegend. Dienstag, den AI. Januar, abends 8% Uhr: General Uersnmmlnngen der Wahlkreise. 1. Wahlkreis d-a Corona-Vrachtsäisn, KommMdlliittllftr. 72. Tagesordnung: l. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. 2. Verschiedenes. S. Wahlkreis «» Mßle» Festsalen, Dellnevitzstr. 13. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. 2. Diskussion. o. Vereinssachen. 3. Wahlkreis im OewerKschaftshaus, Enzetoftr 15. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Wahlkreis in folgenden Lokalen: Krauerei Riebeck, FrnnKfluter Allee 53 Elystum» Fandsberger Allee Koelrers Gefellschastshttus» Webtrstraße 17 Comettmosiile, Memeler Straße 67 Graunmnn, Nannyastraße 27 Südost, Waldemarstr. 75. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. 2. Verschiedenes. F. Wahlkreis in den WnstKerfölen, Kaiser-Wilhelm-Straße 18m. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. 2. Vercinsangelegenheiten. 6. Wahlkreis «m Moabiter Gesell schoftshaus, p'llefMe 24. Tagesordnung: I. Berichterstattung vom preußischen Parteitag. Neukölln «»Hoppes Festsälen, Hermauuftraße 49. Tagesordnung: 1. Berichterstattung voni preußischen Parteitag. 2. Vereinsangelegenheiten. Die Besetzung der Generalversammlung im sechsten Wahlkreise erfolgt durch Delegierte.— Die Versammlungen werden pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch resp. Delegiertenkarte legitimieren, ohne dieselben kein Eintritt. tos/z«_ Die Vorstände. Verwaltung Berlin. Möbelpolierer. Montag» den SO. Januar Rvi», abends 8>/, Uhr, in den„Andreas-Jestsälen", AndreaSstr. 2!: Brancben- V crfammlung. 1. Tätigkeitsbericht der Branchenkonimission. 2. Neuwahl der Branchen. leitung. 3. Bericht über unlere Tartsbewegung. 4. Branchenangelegen. Helten._. Modell- und FabrtKtischler. Montag» den SO. Januar, abends 8 Uhr pünktlich, im �Rosenthaler Hof", Rosenthaler Str. 11—12: Bvancben» Vevtammlung. t. Jahresbericht. 2. ErgSnzmigswahlen zur Kommisston. S. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Kranche der Uergolder. Montag, den SO. Januar, abends 8'/« Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17: Branchen- Verfainiiilinig. t Bericht der Bronchenkommisjwn. 2. Wahl der Branchen, und der Zentralkmmnisston. S. Wahl der Delegierten zur Generalverlammlung. Montch Stellmacher. den SO. Januar ISIS, abends 8'/z Uhr, im entHaler Hof, Rosenthaler Str. II/KS: Versammlung"Vfl aller in Innnngsbetnebeu beschästigtell Kollegen. Tagesordnung: t. Bericht deS Gesellenausschusses über seine Tätigkeit. S. Bericht der JnnungSschtedSgertchtSbeisitzer. Z. Ausstellung von Kandidaten zu den '.VpaitaHlMt. 4. Verschiedenes. Recht vollzähligen Besuch der Bersaunnlung erwartet im Jnterefl« der Sache Die Branchenleitung der Stellmacher Berlins. Sektion des Deutschen HolzarbeiterverbandeS. SrMihki>nKSrj!kn-il.Pchlmchtr Berlins und Umgegend. Mittwoch den SS. Januar, abends 8'/, Uhr, im Lokal P r e u ß, Holzmarktstr. SS: . Branchen-Versammlung Tagesordnung: t. Jahresbericht. 2. Wahl der Kommission und Delegierten zur General» Versammlung. 3. Branchenangelegenheiten. Telephonbranche u. photographische Apparate Donnerstag, de» SS. Januar, abendS 8'/, Uhr; Branchen-Versammlung im«Sewertschaftshaus. Engeluser 14(ArbeitSlosenraum). Tagesordnung: t Unsere vranchenverhälliiissi und die Srodbetriebe. i. Diskussion. 3. B-rbanbSangelegtnheitm. 77/ia Tie vrtSvervaltung. Achtung! Achtung! Sehneider-Innuog zu Berlin. Jnnungs- IIS bei Si'ci» Behufs Vornahme der Wahlen zu Beifihern beim SchiedSgeiicht werden gemäß der SZ ö bis S des NebenfiatuIS bei Äer- einigten Innungen zu Berlin, belresicnd das Schiedsgericht, die bei Mit- gliedern der Schneider-Jnnung bcschäiiigten Gesellen,?libeiier und Aibeile- rinnen, Hausdiener, überhaupt alle Personen, welche im Geschästsbeirtebe eine« JnimngSmitgliedeS tatig find, Mittwoch, ÄA. Januar, abends 8Vs Uhr, «ach de« Lokale MlliltS|ff[fttlf, Sebastianstr. 39 hiermit eingeladen. Tagesordnung: i. ErgänzungSwahl deS GesellenauSschusieS. 2. Ergänzungswahl der Ersatzmänner des GesellenauSschusieS. Zweite Versammlung: 9 Uhr. Tagesordnung: 1. Bericht der Beisitzer vom verflossenen GeschäitSjahre. 2. Neuwahl von 8 Beisitzern und 2 Ersatzmännern. Zum Miigliede des Schied»geiichts soll nur berufen werden, wer das 30. Lebensjahr vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahre sür sich oder seine Familie Armenunterftützung aus ösienllichen Mitteln nicht erhalten oder die empfangene Unterstützung zurückerstattet hat. Person«», welche zum Amte eines Schössen unsähig sind(G. V. G. vom 27. Januar 1877 sR.-G.-B. 187 S. 411§§ 21, 32) rönnen nicht berufen werden. Kur Teilnabme an den Wahlen(KZ 3 und 4) ist nur berechtigt, wer daS 25. Lebensjahr vollendet hat." 162/5 Berlin, den IS. Januar 1313. Im Sluftrage deS GesellenauSschusieS: Gastnv Gebauer, Anbaltstr. 15. kder Boestaud der Schneider-Jnunng zu Berlin: __ Onatav Krauwe, Obermeister._ tr Sebastsanstraste 37-Stj. Filiale Berlin 1. Telephon: Amt Morttzplah. 9737. Acht'"|gI Kollegen u. Kolleginnen �«�nn»! der Firma Peek u. Cloppenburg! Monta>, de»«9. Janllar 1913. abend« 8'/, Uhr.«» de» Armin- Halle», Kommaudantenstr. 58/53: Erneute Gemeinschaftliche Versammlung sämtlicher Keschästigteu. Tagesordnung« Bericht über dte erneuten Berhandlungen mit der Firma und end- gültige veschlnhfaffung über die weiter zu tvesienden Massnahmen. Wir erwarten, daß sämtliche Beschäftigten so vollzählig wie am letzten Montag auch in dieser Versammlung erscheinen und so ihren Wünschen den nöttgen Nachdruck verleihen. Wir rechnen bestimmt auf alle! 16217_ Tie Ortsverwaltung. H erren-Stapel-Konfektion Dienstag, de« 21. Januar, abends 8'/. Uhr, in den Königssälen, Reue Könlgstratz« 26(Eingang Badzeckstraße): Versammlung der Zwischeumeister. Tagesordnung: Was haben dte Zwtschenmeii«-r bei der diesjährige« FrühiahrS. bewegung zu erwarten Referent: Kollege Kunze. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen erwartet Die Kommisston. Herren-Konfektion. Montag, den 20. Januar 1913. abendS 8'/, Uhr» bei Schulz. Königsgraben 2: Sitzung der Sport-, Loden- und Schlafrock-Schueider. Tagesordnung: Können die LohvverhSltnisse dieser Gruppe tariflich geregelt«erde»? Um rege Beteiligung ersucht Tie Kommisston. Sozialdemohratikber Aahlvemn Lharlottenburg. TienStag, den Sl. Januar er., abend« 8'/- Uhr. im großen Saale de» Volkshai, scs, Rosincnstraße 3: General-Versanunlung. Tagesordnung: 1. Bortrag deS Genossen Batzenitteln: Umwälznug der anS» Wärtiaen Politik. 2. Quartals d ei icht des Kassierers. 3. Bericht vom preustifchen Parteitag. 4. Siellungnahme zur«rctsgeueral. versammluiig und Wahl der Delegierten. 5. Vereinsangclegenheiten. 6. Verschiedenes. »»»»>»» Eintritt nur gegen Vorzeigung deS Mitgliedsbuches.> In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bitien wir um recht regen Besuch. vor Vorfetand. Kauhlindlvttktr-Kmlirnliche für Berlin und Umgegend. (Ewgeschriebene tzUjSkasie Rr. IIS.) Sonntag, den 16. Februar 1913, vormittags 10 Uhr: Ordentliche Generalversammlung im Lokal von Fritz Wille, Sebastianstr. 39. Tagesordnung: 1. Jahresabrechnung des Kassierers und Revisionsbericht. 2. Vorstands- und AuSschußbericht. 3. Ersatzwahl des Vorstandes(l Kassierer. 2. Vorsitzender, 1 Beisitzer und 4 Ersatzmänner). Wahl des Ausschusses und 4 Erlatzmänner.. 4. Innere Kasienangelegenhiiten. 3611* Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird pünllllch eröffnet. Der Vorstand. (DiMronMnfe des NmtMuitrbcs Acbtuns' abend«"8 Uhr, findet im �«btunxt zu Berlin. G-t�rlkchaf?s'ha>Ue. �gewfer lä' T�l) eine JInJierordentliche Generalversammlung der Bertrcler der Kasi.nmitglieder unv der Arbettgeber statt. 1933b� 1. Lichtbildervortrag des Herrn Professor Dr. Sommerfeld über 2. Ä?ände?ung�des'z W�des K°ff"stMutS und dessen Abänderung� 3. Wahl einer Kommission zur Lcralung deS nach der RelchsverncherungS, .«Ä'N'S»» bearbeiiende», Statuts. Z«r r°ettn�hme�in°d',m Lichtbildervortrag sind sämtliche Mit- glieder der Kasse berechtigt: die Vorzeigung der!l!ttglled«kane ist nicht erforderlich. e WnW an den Berhandlungen zu den Puntten 2. 3 und 4 der Tagesordnung ist jedoch«ur den«üri.e Jahre 1313/13)4 ge- Wählten Delegierten gestattet! Berlin, den 3. Januar�l��� G. Lehmpsuhl. Schristlührer. A. D a e h n e, Vorsitzender. WWÄMM. Vemaltnngssttlle Vtrlin. C. 54, Finienstr. 83—85. Verwaltung: Kasileret: Arbeitsnachweis: Telephon: Amt Norden 1387.- Amt Norden 185. Amt Norden 1233. 3714. Achtung, Dreher! ®ec gemeinschaftliche Besuch der Treptower Sternwarte findet Sonnabend, de««S. Januar. abends 10 Uhr statt. Treffpunkt«'/» Uhr am Bahnhof Treptow. Billett- Ausgabe und nähere Auskunft TienStag, den Ä1. Januar, abends von 0— V Uhr bei Hummel. Sophieustr. S. Ul/» Nm rege Bettiligimg wird gebeten. Tie OrtSverwaltnng. Sechster Wahlkreis. Sonntag, den 19. Januar, abends 6V2 Uhr: Offentl. politische Uevsammlnng für Männer und Frauen im„Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünder Str. 42. Bvrtvttg des Landtags-Abgeord. HL StrÖtoeL Nach der Versammlung: Gemfitlicties Beisammensein u. Tanz. 224/11* Der Einberufer: Karl Jaenichen, Putbuser Str. 11. f Oeffentliche Versammlung am Tonnerstag, den Januar, abends 8'/z Uhr, im SÖCifjCIlfCC� Berliner Mlee 205. Tagesordnung: 1. Vortrag des Landtags-Abgeordneten HOffülBIlIl. „Mißbrauch der Religion zur Unterdrückung des Volkes". SZ/2* � i. DiZkilssion. Eintrittspreis 10 Pf. Ter Einberufer: A. Harndt, Berlin, Pappel-Allee 15—17. Verband der Haler Saekierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, Part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. Tiliale Berlin. US». ArdritSuachweiS: RSderstraße 0 Fernsprecher: Amt Norden 6708 Donnerstag» den SS. Januar, abends 8'/, Uhr» im Lokal von Jrrtz Wilke. Scbastianstraße SO, findet für alle Vertrauensmänner der Malereibetriebe Berlins und der Vororts cme vertrauensmänner-versammlung statt.— Wir ersuchen die Kollegen auf allen Arbeitsstellen, ganz gleich ob Bau oder privat, die Vertrauensmänner auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. Auf den Arbeitsstellen, wo kein Vertrauensmann vorhanden ist, haben die Kollegen einen Kollegen zu beauftragen, an der Versammlung teilzunehmen. > Es muß jede Arbeitsstelle unbedingt vertreten sein. 137,3* Die Ortsverwaltnng. S«Ii Onebergs. Dienstag, den 21. Januar 1913, abends S'/i Uhr: Okjstlitlilhe Nkchllimlullg in den„Neuen Nathaussälen", Meininger Straße 8. Tagesordnung: Bildung und moderne Arbeiterbewegung. Reserent: Kcnosse Pleck-Stcglii}. sHF Im Interesse der noch so nötigen Ausl-ärungSarbeit unter dem Proletariat werden alle Genossen und Freunde unserer Sacht gebeten zu erscheinen. 15/1 Ter BildungSauSlchuft. Der Einberufer: Albin Mo HS, Berlin-Schöneberg. SberSftr. 12». Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse Montag, den 20. Januar, abends 81/: Uhr. in Keller* Xene Philharmonie, Köpenicker fittr. 96/07: I. Vortrag:„Mnck UNck UtlltVCtt�* Referent: Reichstagsabgeordneter OtlO Gäste willtommen. 53,3 Ter Borstand. Seutichei' Ksusi'deltei'-Verdsntl. Zweigverein Königs-Wusterhausen. Sonntag, den IS. Januar, nachmittag» S Uhr. bei E. Heidrlch, Berliner Straste: =�— General-Versammlung, i Tagesordnung: 1. Berichte. 2. Neuwahl. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es. zu erscheine». 140 5 Per Zwel|{-vercln*vor*tand. verband der Capezlerer. — Filiale Berlin.> Donnerstag, den 23. Januar, abends 8 Uhr, in den Arminhatten, Kommandantenstr. 58/59 Quartals- Versammlung. Tagesordnung: t. Bericht des Vorstandes und des Kassierers. J-hretterTcht. a. DiSkuiston. 3. Neuwahl der gesamten Ortsverwaltung. Ersatzwahl zur Schlich WngS- tommstsion lmd zur Lederlommisston. 4. Verschiedenes. _- Mitgliedsbuch oder ZlrbeitSlofeukarie legitimiert. Pie Qetnveen'Mltnntr. 178,1 Fxtea-�t, teil uns 1 1. Kszcd.: BerlinW.. Mohren- StraBe37a(2. Haus von der) Jerusalemer Straße). III. Gesch.: Berlin NO., Große 1 -Frankfurt. Str. 115(2. Haus| von der Andreasttraße). 1 Sehrgr. Ausw. fert. Kleider, I J Hüte, Handschuhe, Schleier! lere. v. einfachsten bis zun: I | hochelegant Genre z. äußerst j niedrigen Preisen. Sonder-Abtailung: HaUanfertieunK in 10 bis 12 Stunden. Bexirkaverwaitnne Groß-Berlln, Sektion H. Mitglieder aus sämtl. Brauereien n. Niederlagen Berlins und Umgegend! Mittwoch, den 22. Januar, abends 7'/-Uhr bei Borgmann, Andreasstr. 21, großer Saal MttKKtvdSi'-Ver8»wiiiiiimg 0V mit Frauen.'B® 1- Tie Zeit de««olde/und Res«.: Redakteur Kolleg. P. Müller. 2. Diskussion. 8. Neuwahl der Branchenl'itnng. 4. Mitteilungen. Fräse, Hobel- und Schneldemühlen-Knlscher sowie Hilfsarbeitep Berlins und Umgegend! Sonntag, den 19. Januar, abends«'/» Uhr im„Dresdener Garten". Dresdener Straße 45 GroKe Vevkammlung TageSordnuna: Zentralkrankenkasse derlapezierer Frettaq. den 21. Januar, abendS S'/i Uhr: Efnartals- Versammlungen. Filiale 1: bei LShrig, Markgrasenstr. 88, Ftliaie II: bei Rfiwer, Elisabethlirchftr. 11. Filiale III:„Gewerkschaftshaus", Engeluser 15(Saal II). TageS-Ordnung: 1. Kassenbericht vom 4. Quartal Ii) 12. 2. Verschiedenes. 178,2_ Ple Ortaycrwnltnngen. Hausarzt-Verein Reinickendorf. TienStag. den 21. Jannar, abend» 8 Uhr. im Kastantenwäldchen, Schöiiholz 14. Jnh. Karl Uhlig. friiher Ramlow: ST©cffcntlidsf volksucrlammlnng. 3S Tagesordnung: 1. Ter allzurrtche Kindersegen im Arbetterhaus. Resereul: Pr. Jalin* Hone». 2. Diskussion. Da» akiuelle Thema sollte jede» Arbeiter verankassen die Bersamwlung zu besuchen.. 281/13 Der Einberufer. I. A.: F. PreSler, Rordbahnstr. 16. Gharlettenburg. Vereinigte Mamergeseilen- Krauken- u. Sterbekasse Eharlotlevlfnrg(E. K. 89). Tonntag, den 26. Januar 1913, vormittags 10 Uhr, im Kasienlokal, Spreeftraste 17: Generalvers ammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Vierteljahr und Jahresbericht des Kassierers. 2. Die Umwandlung unserer Kasse In ewen VerficherungSverein oder Zu« Ichutzfasse? 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtige» TageS« ordnung werde» die Mitglieder ge« beten, vollzählig zu erscheinen. 281/14 Ter Vorstand. rertie am Lager; UM-WW-a«!� MlnMSsetW� | fradt-Anzöge 40 m ieiikleiAer llio� 8» Todes-Anzeigen SozialdemokratiseiierWalilTereln LliBerLReiebstagswablkreis. Stralauer Viertel. Bezirk 286. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Färber Hermann öettike (AndreaSstr. 17) gestorben ist. Ehre seinem Andenke«! Di« Beerdigung� findet ani Montag, den 20. Januar, nach, mittags 8>,. Uhr, von der Halle deS Kirchhose« der Andrea«, gemeinde in Wilhelmsberg aus statt. 310,7 Ter vorstand. t Welche Fordernngen g-deni«A die Kollege» den Arbeit. RarÄW!"»«»'»'»" BSF- Vollz«hll|er Betueh aller Kolleun Ist unbedingt erferderlioh. MitglTenßbBchor aJoo mitzubringen. Ple BcAncbcnleitong. Fertige rcbwari« Kieblung für Knaben und JUnelinge| In grüBier Auswahl Feine Miß Anfertigung| :: in ca. 10 Stunde» Baer Sohn Kleldor. Werlte Berlin. Gegr iS81. Cktusssesti aSe 29— 30. It. BruekeneliaOe 11. Sr. Frankfurter 5tr 20 �ehynebep' �eusietr 10. «> Feuerbestattung mit allem Zubehör und Gebühren M. 1 OO, BanteafTelHtr. III Irh- Emil Richter Fernspr.: Amt Moritzpl. 6582 AuifOhrl. BroeehUre gratis Deutscher Texlllarlielter-Veriianil Verwaltung Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, das, unser Kollge, der Färberei. besitzer »ennauu Belbke am 17. d. MlS. im Wer von 32 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle deS Friedbose» der An- dreasgemeind« tn WUhelmsberg, Berliner Str. 33—34, au« statt. Um rege Beteiligung ersucht lS5,l Per Voratand. Arheiler- 'Radfahrer-Buml __„Solidarität", Ortsgruppe Berlin. In Ersfillung der traurigen Bfllchi geben wir hierdurch allen Mitgliedern bekannt, daß unsere BundeSgenosfin Frau Loplile üdlllinx verstorben Ist. Ehre ihrem««denken! Die Beerdigung findet heute. Sonntag, nachmittag» 3 Uhr. aus demHedwigs-Kirchhos tnReintcken- dors, Verlmer Str. 28, statt. Um reg« Beteiligung bittet 2122b Ter Vorstand. Allen Fremiden und Bekannten die traurige Nachricht, dafi am Mittwoch mrin lieber Mann, unser auter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Nestaurateur Gusia? Wettermann plötzlich verstorben ist. L07Sb Um stille Teilnahm« bitten Anna Wettermann geb. Aust. Frida Zack geb. Hagedorn. Ernst Wettermann und grau. . Richard und Frida Lepke geb. Wettermann nebst Tochter. Georg und Lina Mfihlbach geb. Wettermann nebst Kindern. Die Beerdigung findet Dienstag, den 2l. Januar, nachmittags 3 Uhr. von der Halle de« Zentral-Fried- hojeS tn FriedrichSselde aus statt. SoziaidemokratWaiilveretn i.den iBeriinerReiehstags-Wahlkreis. Görliper Viertel. Bezirk 147. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Gastwirt Luztav Wettermann Nauiiynstratze 82 gestorben ist.■ Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 21. Januar, nach- mittag« 3 Uhr, von der Halle des Zentral'FrledboseS in Friedrichs- ftlde aus statt Um rege Beteiligung ersucht Per Vorstand. Verband der Ireien Gast- und Schankwirte Beutsehiasds. Zahlstelle Berlin. De» Milgtiedeln zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Kolleg« Gustav Wettermann (Nauntinstr. 82, Bez. 4) verstorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigmrg findet mn Dienstag, den 21. Januar, nach- mitiagS 3 Ubr, von der Halle deS Zentral-FriedhoseS in Fried- richsjelde au« statt. Um rege Beteiligung ersucht 72,4 Tie Ortsverwaltung. tilgen!, kranken- u. Sterbekasse (E. H. 86, Hamburg) Berwaltuugsftelle Berlin A. Den Mitgliedern hierdurch zur Nachricht, dah unser Mitglted Gustav Wettermann au« dem Lebe» geschieden ist.; Die Beerdigung findet am DienStag. den 21. Januar, nachmittag» 8 Uhr. von der Leichenhalle de» Zeiiira.sricdhoicS in FriedrichSselde auS statt. 32/1 Ple Ortnverwaltung. Allen Freunden und Bekannten achri ur Nachricht, dafi meine liebe zur Naa>na>t. vag m Frau und gut« Mutter Ipeß' PUl CletueRS am 18. Januar im Alter von 47 Jahren verstorben Ist. Um stilles Beileid bitten nelist Sota, Sttschiner Str. 79. DI« Beerdigung findet am Montag, den 20, Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Lelchen- balle de« St. Simeon- und SL LukaS-FriedhoseS am Tempel- hos-Brltzer Weg auS statt. 383 VerhandderilBt-ondFilzwaren- arbeiteru. Arbeiterinnen Deutsebl. Ortsverwaltung Berlin. Allen Mitgliedern zur Nachricht, dafi der Kolleg« Ernst Hentscfike /„ Uhr. im Restaurant Fr. Wahrendorf, Bäke- straße 7, zu Lichterfelde statt. Roscnthal. Die am Dienstag, den 21. Januar, fällige Mit- gliederverfammlnng des Wahlvereins fällt aus. Dafür findet am Sonntag, den 26. Januar, abends 6 Uhr, im Lokal von G. Mil- brodt, Kronprinzenstr. 15, eine öffentliche Versammlung statt. In derselben hält Genosse Hermann Clajus-Berlin einen Vortrag über: Kapitalismus, Imperialismus und Sozialismus. Nach der Ver- sammlung: Gemütliches Beisammettsein und Tanz. Franz. Buchholz. � Dienstag, den 21. Januar, abends L'/, Uhr. bei Kähne, Berliner Straße 39: Mitgliederversammlung. Tages- ordnung:- Bericht vom Preußentag. Oranienburg. Heute Sonntag, den 19. Januar, nachmittags 3 Uhr, im Lokal.Waldhaus Sandhausen", Schützenstr. 34: Mit- gliederversammlung mit wichtiger Tagesordnung. Da in dieser Versammlung der Kreisvorstand anwesend ist, wollen die Genossinnen Mld Genossen vollzählig zur Stelle sein. des bei Schi LerUner I�ackricbten. Das städtische Wohnungsaint. Ter Magistrat hat der StaNverordnatenversaiiimlung endlich die längst versprochene Vorlage über die Einrichtung einer städtischen Wohnungsaufsicht übersandt. Städtischer Fleischvcrkauf. Um vielfach geäußerten Wünschen des Publikums zu genügen, hat der Magistrat bc- schlössen, vom Dienstag, den 21. d. M., ab folgende Verände- rungen beim Verkauf des russischen Fleisches eintreten zu lassen. Es wird demgemäß von diesem Tage ab der Verkauf voi? Rindfleisch ohne Knochen mit einem Aufschlage von 10 Pf. für das Pfund zugelassen, ferner darf das bei. dem Berliner Publikum beliebte Hackfleisch aus reinem Rind- und Schweinefleisch hergestellt werden; der Verkaufspreis stellt sich auf 70 Pf. für das Pfund. � Außerdem ist von Käufern gewünscht worden, daß auch Schw e j nepö ke lf lei sch zum Verkauf gelange. Auch hierin soll'dem Publikum weitgehendst entgegengekommen werden, indem fortan das Einpökeln von Schwei neznngen>, Eisbeinen, Spitzbeinen, Ohren und Schnauzen den Ver- käufern gestattet wird. Es mag noch erwähnt werden, daß der Umsatz von rufst- fchem Fleisch von Woche zu Woche steigt und die Qualität der Rinder und Schweine die vertragsmäßige Mittelgute weit übertrifft und als sehr gut bezeichnet werden kann. DaS Geheimnis von Dabendorf. Der Brunnenbauer Gustav Kolbe, der seit einiger Zeit von der Kriminalpolizei wieder eifrig gesucht wurde, ist in der Nacht zum Sonnabend in der Flottwellstraße ergriffen worden. Die Nach- forschungen in der Gegend von Dabendorf blieben, wie wir mit- teilten, erfolglos. Jetzt richtete die Kriminalpolizei ihr besonderes Augenmerk noch einmal auf die ganze Verwandtschaft und Be- kanntschaft des Gesuchten in Berlin. So erfuhr sie, daß Kolbe vielleicht zum Ucbcrnachtcn die Echankwirtschaft eines Bekannten in der Flottwellstraße aufsuchen werde. Diese Vermutung bestätigte sich. Um 1 Uhr in der vergangenen Nacht traf Kolbe in der Mrt° schaft ein und wurde von Beamten, die ihn erwarteten, festgenom- men und nach dem Polizeipräsidium gebracht. Der Verhaftete trägt ein sehr zuversichtliches Wesen' zur Schau. Im Verhör erklärte er mit aller Entschiedenheit, daß er von dem Dabendorfcr Morde nichts wisse. Er habe weder den Sekretär Behm erschossen, noch seine Leiche weggeschafft. Kolbe bestreitet auch, sich in den letzten Tage» verborgen gehalten zu haben. Nachdem er erfahren hatte, so erzählt er wenigstens, daß er wieder gesucht wurde, begab er sich zu einem Rechtsanwalt und erkundigte sich nach der Rechtslage. Nachdem der Anwalt ihm diese auseinandergesetzt hatte, wollte er sich selbst zur Polizei begeben und sich zur Verfügung stellen. Der Anwalt erklärte jedoch, immer nach der Darstellung Kolbes, das sei nicht nötig, er solle ruhig abwarten, bis ihn die Polizei finde und sich dann verhaften lassen. Aus diesem Grunde will er sich gar nicht verborgen ge- halten haben. Wenn behauptet werde, daß er in Gesprächen mit anderen ein Geständnis abgelegt habe, so treffe das nicht zu. Mög- lich sei es schon, daß er Acußerungen wie die ihm zugeschriebenen gemacht habe. Das sei dann aber immer nur Scherz gewesen, Daß ihn Frau Behm jetzt beschuldige, sei nur ein Racheakt. Von Erpressungen und Bedrohungen, deren er sich gegen Frau Behm schuldig gemacht haben sollte, sei gar keine Rede. Nach her Gerichts- Verhandlung hieß es, die Flinte, die damals zur Stelle war. sei nicht die gewcsecn, mit'der Behm erschossen wurde Bei den jetzigen Nachforschungen ist nun bei einer Freundin Kolbes eine andere Flinte, die diesem gehörte, zum Vorschein gekommen. Die Kriminalpolizei beschlagnahmte sie, um zu prüfen, ob aus ihr die Schüsse, die den Sekretär töteten, abgefeuert worden sind. Was mit Kolbe unter den obtvaltenden Verhältnissen zu geschehen hat, ob er in Haft behalten werden kann, ist noch eine Frage für sich. Gestern nachmittag fand in Gegenwart des verhafteten Brunnenbauers Gustav Kolbe und der Frau, Helene Beh m Lankwitz. Morgen abend 8>/z Ubr:� Vortrag Dr. Schürte über:„Zeitalter deS Absolutismus Mühlcnstraße. Friedenau. Da am Dienstag, den 2l. Januar, abends 8/,U_■■„-,-------. in Steglitz bei Schellhafc, der Vortragszyklus des Genoffen Daun m Däbendorf ein Lokaltermin statt, an dem sich ein ganzes seine Fortsetzung nimmt, und am Mittwoch der Vortrag über Kriminalbeamten und der Staatsanwalt Braut von Technil zur Landtagswahl für die Funktionäre �stattsindel. mim! bcr Staatsanwaltschaft II beteiligte. In der Sache selbst haben Vereinsversammlung auf Donnerstag dsn 23. Januar, �'inzwischen mehrere Haussuchungen stattgefunden, die neues 8'/, Uhr. im kleinen Saale des Ka.ser- W.lhelmgartenI**I%a,criaI gC8Cn pie beide.. Verdächtigen ergeben haben sollen. In- ®-."l,/. iipäw ischen haben auch längere Unterredungen zwischen dem Staats- Mitgliederversammlung be?Gebr!'Arnhold° Frankfurter Thaussee 2-��t �aut und den Rechtsanwälten Dr. Schw inöt und SpoeSordnung: 1. Bericht vom preußiscken Parteitag. Referenstattgesunden. die in der viertägigen Schwurgerichtsverhaudlung «tenoffe G>'>-kncr. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl zum Pe-"' �anuar vorigen Jahres, die bekanntlich mit Freisprechung ge- üaunaskomitee. 4 Anträge. endet hatte, die beiden Angeklagten verteidigt hatten. Der Zweck Stralau. Am Dienstag, den 21. Januar, abends 8 Ubr, idiescr Unterredung war, festzustellen, welchen Standpunkt die Lokal Sieinicke. Alt-Stralau 5/6: Generalversammlung. TageStaaisanwaltschaft bezüglich der Rechtsgültigteit des ganzen Ver- ordnuna: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des GenossoahrenS einnimmt, da die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen «schendorf. 3. Bericht der Funktionäre. 4. Diskussion. 5. Ve�chtslrästig Freigesprochene nur bei Vorliegen eines glaubwürdigen fchiedenes. Trcptow-Baumschulenweg. lerichtlichc» oder außergerichtlichen Geständnisses möglich ist. Die Die Mitgliederversammlung find�„xmgcbchörde nimmt diesbezüglich folgenden Standpunkt ein: Umständehalber erst am Donnerstag, bim 23. Januar, abends 8V3 Uh�ur� � auch nach der Freisprechung fortgesetzten Bcobdchtungeu i» Serpentins Festsälen. BawnlchUtenirr. ,v. ,talt.„md Ermittelungen der Kriminalpolizei ist festgestellt worden, daß S Äf:>»-rr ffm«?*■?!• ,�«yr. im 0 alte fallen lgjscii. sMerii gM Snirft zugegcbey§att qi ihM Versammlung. Behm erschossen, man könne ihm jetzt ober nichts mehr anhaben. Diese Acutzerungcn, die er in ähnlicher Form schon vorher ge- macht habe, feien an sich nicht als„glaubwürdiges autzcrgericht- liches Geständnis" anzusehen. Zu einem solchen würden sie aber in Verbindung mit der Auffindung der Leiche, den jetzigen Angaben der Frau Behm und den schmi damals vorhandenen Aclaftungs- momenten. Dementsprechend sei die Wiederaufnahme des Per- fahrcns zulässig__ Gttt Doppelselbstmord wird aus der Fichtestraße gemeldet: Tort wohnte seit dem 1. Oktober vorigen Jalhres der 54 Jahre alte Lithograph Alois Reimer zusammen mit einer ebenso alten Auf- Wärterin Marie Clemens, die ihm den Haushalt besorgte. Das Paar geriet in Not, weil Reimer Weihnachten seine Arbeit verlor und neue nicht mehr fiiiden konnte. Als die letzte Miete fällig war, erklärte die Wirtschafterin, sie werde ihre Ersparnisse von der Kasse abholen und dann zahlen. Das war aber wohl eine Ausrede. Ob sie jemals Ersparnisse besessen hat. ist sehr fraglich. Jedenfalls hatten die beiden Leute alles, was sie einmal besessen haben mögen, schon verbraucht. Wahrscheinlich fehlte es in der letzten Zeit auch schon an der nötigsten Nahrung, und weil keine Aussicht auf Besserung ihrer Lage vorhanden war, so beschlossen die beiden, freitoillig aus dem Leben zu scheide» und so allem Elend ein Ende zu machen. Seit zwei Tagen hörte und sah man im Hause nichts mehr von den Leuten. Eine Nachbarin wandte sich deshalb an den Hauswirt und als dieser nun Sonnäbendvormittag durch die Polizei die Wohnung öffnen ließ, fand man die Insassen tot auf. Beide hatten sich aus dem Wöhnungsflur erhängt. Reimer an der Stubentür, Frau ElemenS an der Küchentür. Die Leichen wurden beschlagnahmt und nach dein Echauhause gebracht. Unfall auf dem Flaakcnscc. Ein schwerer Unfall hat sich am Freitagnachmittag aus dem Flaakensee nahe bei Woltcrsdorf zu- getragen. Der 16jährige Sohn des Kaufmanns Rehfeldt in Woltersdorf wollte sich gestern nach Erkner begeben und benutzte dazu den»ächsteti Weg über die Eisfläche des Sees hinweg. Da infolge des Witterungsumschlages die Eisdecke schon brüchig ge- Ivordeu war, brach der junge Man» plötzlich ein und verschwand im See. Obwohl sich mehrere Personen in der Nähe der Unfall- stelle befanden, tonnte dem jungen Nimm keine Hilfe mehr gebracht werden. Die Leiche tonnte»och nicht geborgen werden. 4090 Mark erbeuteten Geldschrankknacker in der Nacht zum Sonnabend auf dem Grundstück Prinzenstratze 05. Dort hatten sie es auf die Metallwareufadrik von Schwidlinsky u. Co. ab- gesehen. Nachdem sie die Haustür mit einem Nachschlüssel geöffnet halten, erbrachen sie einen Kellerraum im ersten Hof, holten dar- aus einige Leitern Hervor, gingen mit ihnen nach dem zweiten Hof, stiegen in den ersten Skock hinauf, schlugen die Fenster ein, schöben die Riegel zurück und gelangten so in die Kontorräume. Im Privatkontor knackten sie das Geldspind nach Art golocrbs- mäßiger Verbrecher und nahmen daraus das bare Geld mit, während sie die Bank- und Scheckbücher liegen ließen. Unbemerkt entkamen die Einbrecher auf demselben Wege» auf dem sie ge« kommen waren. Der Lichtbilder-Bortragsabend deS Turnvereins„Fichte" in den Sophiensälen erfreute sich guten Besuches. Vorzugsweise waren Arbeiter-Turnerinnen anwesend. Die Zahl der Nichiturnerinnen ließ zu wünschen übrig. Herr R. Koppisch aus Leipzig, Bundesturnwart des Arbeiler-Turncrbundes. referierte mir Unterstützung einer großen Anzahl von Lichtbildern über den Bau des Körpers sowie seine Er- ziehüng zur Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und Schönheit. Schon die Einleitung der mit gespanntestem Interesse verfolgten Ausführungen ließ bedauern, daß nicht mehr Frauen und Mädchen dem Rufe gefolgt waren. Der Vortragende schob einen großen Teil der Schuld, daß Frauen noch so wenig rationelle Körperpflege durch Turnen und ähnliche Leibesübungen betreiben, den Männern zu, die in häuslicher Betätigung der Frau deren Hauptaufgabe erblicken, aber in noch höherem Grade den Frauen selbst, die alle möglichen, den nackten Körper verunstaltenden, einengenden, schwer gesundheitlich schädigenden Modetorheiten mitmacken, jedoch der wahren Verschöne- rung und Gesunderhaltung des weiblichen Körpers, wie sie vornehmlich durch Turnen und ähnliche Ausnutzung der körperlichen Kraftquellen erreicht werde, leider noch recht gleichgültig gegenüberstehen. Die Zahl der Arbeiter-Turnerinnen in Deutschland sei schon ansehnlich, aber noch viele Zchntausende müßten nach Verlassen der Schule in die Reihen eintreten, um die Frau körperlich und geistig auf eine höhere Stufe zu bringen. Auch geistig, denn die geistige Tätigkeit. die seelische Beschaffenheit werde von einem gesunden, abgehärteten. zu Leibesübungen erzogenen Körper ungemein günstig beeinflußt. Diesen prächtigen Ergebnissen stellte der Referent die entnervende, körperzermürbende Zwangstätigkeit der Frau des zwanzigsten Jahr« Hunderts in der Tretmühle gegenüber, auf die ja heute leider Millionen von Frauen angewiesen seien, und das Hausen in ungesunden Wohnungen, die zur Züchtung der Proletarierkrankheiten mit beitragen. Um so" größer sei die Selbstpflicht, aber � puch die Pflicht gegen die Nachkommenschaft, den Gesundheitsschäden' der Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft durch Stählung des Körpers in freien Stunden zu begegnen. Dann komme auch die Schönheit der Frau auf ihre Rechnung, denn mtr ein gesunder, in seinen natürlichen Formen erhaltener Körper, sei wahrhaft schön. In langer Reihe waren populär gestaltete Lichtbilder, unter denen das Turnen an schwedischen Geräten besonderes Interesse beanspruchen durfte, am Auge vorübergezogen. Nach der Pause zeigten auf der Bühne sechs jugendfrische Fichte-Turnerinnen in guter Form schwierigere Freiübungen._ Folgcitschwercr Unfall des„Schüttc-Lanz", Das Militärllustschiff L. L. 1 wurde gestern nachmittag gegen 6 Uhr von einem Unfall betrosfen, der den Ballon für längere Zeit außer Dienst stellen dürste. Ucber Potsdam brach während einer UobungSfahrt das Höhensteuer und der Ballon konnte nur mit Mühe von dort bis nach Biesdorf gesteuert werden. Infolge zu starken Auftriebes war eine Landung vor der Halle nicht mög- lich und so wurde der Lustkreuzcr bis Mahlsdorf-Siid abgetrieben, wo er auf einen freien Platz an der Kastamen-Allce zu landen ver- suchte. Beim Niedergehen legte sich die hintere Gondel und das Mittelstück des Ballons auf ein an der genannten Straße ge- legenes Haus, wobei das Holzgerippe des Luftschiffes beschädigt wurde. In dem Augenblick, als der Ballon etwa 1b Meter über dem Erdboden schwebte, sprang der Maschinist May, der sich in der hinteren Gondel befand, in die Tiefe und zog sich bei seinem Fall schwere Bvüche an beiden 21 1 men und B e i n e u sowie eine Verletzung an der Stirn zu. Er tourde im Automobilkrankeu- wagen nach dem städtischen Hospital in Oiberschöneweide gebracht. Tie Verletzungen sind jedoch nicht lebensgefährlich. Ein zweiter Maschinist, der Obermaschineiimaat Metze, zog sich bei dem Ver- such, aus der Gondel auf das Dach des Hauses zu klettern, Vor- slauchungen an beiden Händen zu. Als der Ballon still lag, ver- ließen die Insassen, 15 Mann, die beiden Gondeln, um da» Luft» schiff zu bergen. Dazu war nötig, daß die Leitung der Cöpcnickcr elektrischen Straßenbahn in der Richtung nach Mahlsdors zu auf eine größere Strecke niedergelegt wurde, wodurch eine Betriebs- störung bis zum SonntagmorZen cnistgud. gtn schwerer Strasienbahnunfall hat sich am Sonnabend abend gegen �3 Uhr am Askanischcn Platz zugetragen. Dort sprang ein .Herr Ludwig Trinkwid trotz der Warnung des Schaffner» von einem fahrenden Straßenbahnwagen der Linie 17 ab und kam zn iZall. Er schilug so heftig auf das Straßcnpflastcr auf, daß er blub- nverströmt und besinnungslos liegen blieb. Der Verunglückte, der einen schweren Schädelbruch erlitten hatte, wurde nach dem Elisa- beth-Krantenhause in der Lützowstraße gebracht, wo er in hoff- nungsloscm Zustande daniederliegt. Bockbiertrubel herrscht nunmehr auch in der großen Halle der Unionsbrauerei, Hasenhaidc. Wie in den übrigen großen Lokalen, so ist auch hier für Unterhaltung des von der Bockbierstimmung erfaßten Publikums durch die Georg Langsche Truppe unter Mit- Wirkung der Schuhplattlergesellschaft aus Tirol Sorge getragen. Kiuematographische und astronomische Vorträge finden auf der Treptow-Sternwarte statt: Am Sonntag, den lg. Januar, nachmittags 3 Uhr:„Der deutsche Wald"; 5 Uhr:„Boten aus den fernsten Hinimelsräumen"; Uhr:„Eine Reise ins Weltall": 3 Uhr:„Der deutsche Wald". Montag, den 20. Januar, abends 7 Uhr:„Umschau im Planetensystem". Um vielfachen Wünschen zu entsprechen, ist ein Vorverkauf der Eintrittskarten zu den Vorträgen ohne(Aufgeld bei A. Wertheim, Rüden u. Scheerer und an der Kasse der Treptow-Sternwarte eingerichtet worden. Die Lehrer, welche mit einer größeren Anzahl von Schülern diese Vorträge besuchen wollen, werden gebeten, ihr Kommen vorher anzuzeigen. Mit dem großen Fernrohr wird zu- erst die Venus, alsdann der Mond abwechselnd mit dem Saturn gezeigt. Das Walhalla-Thcater am WeinbergSweg. in dem jetzt allabend- lich die Operette„Goldener Leichtsinn" in Szene geht, wird im Februar d. I. eine neue große Revue unter dem Namen„Parole: Walhalla" herausbringen. Die neue Direktion des WalhallatheaterL ist seit dem 17. November v. I. auf den Eigentümer des Walhallatheaters, Herrn Direktor Schippanowski übergegangen. Arbeitcr-Bildungsschule. Der Fortschrittkursus im GewerkschaftZ- Wesen ist auf Montag verlegt. Vorort- JMadmebten. Neukölln. Ziemlich stürmisch verlief eine Bersamnilung im Deutschen Wirtshaus, die sich mit den Zuständen in der Kranken- und Unter- stützungskasse selbständiger Handwerker(eingeschriebene Hilfskasse zu Neukölln) befaßte Anlaß zu dieser Versammlung sollen die Manipulationen des Vorstandes gegeben habe», die. wenn das zutrifft, was in dieser Versammlung vorgebracht wurde, noch weitere Folgen nach sich ziehen dürsten. Es waren durchweg kleinere Handwerksmeister, die, wie sie selbst erklärten, von der Hand in den Mund leben und darum sich durch Eintritt in die genannte Kasse bei kommenden Krankheitü- fällen vor äußerster Not schützen wollen. Wie die Redner aber mit. teilten, soll diese Kasse nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck sein, um einzelnen Vorstandsmitgliedern bezw. Angestellten eine angenehme, auskömmliche Existenz zu gewähren. Eine größere Anzahl Redner stellte gegen den Vorstand der Kasse schwer belastende Behauptungen auf, deren Richtigkeit von der Auf- jichtsbehörde geprüft werden mutz. U. a. wurde auch betont, daß in wenigen Wochen zirka 60 Mitglieder ausgeschlossen worden seien, weil dieselben der Kasse zu viel Geld gekostet hätten. Schwere Anschuldigungen wurden auch gegen den Rendanten der Kasse erhoben. Am Schlüsse der Versammlung wurde eine Resolution einstimmig angenommen, in welcher die Ausarbeifting einer Denkschrift in Aussicht gestellt wird, die alle Beschwerden enthalten und dem Polizeipräsidenten übersandt werden soll. Des weiteren soll eine Kommission den Vorstand der Kasse aufforderm, nnt ihr zu verhandeln, damit die Geschädigten zu ihrem Rechte kommen. Zuletzt wird die Acnderung des Statuts verlangt. Sollte sich die Kassenverwaltung weigern, diesem Verlangen der Mit- glieder zu entsprechen, so müsse mit allen gesetzlichen Mitteln ver- sucht werden, daß eine behördliche Kommission mit der Verwaltung der Kasse beauftragt werde. Tempelhos. Aus der Gemeindevertretung. Der neue Gemeindeborsteher gab zunächst Kenntnis von der Bestäligung seiner Wahl durch den Land- rat. Dieser beglückwünschte die Gemeinde zu der Wahl und gab der Hoffnung Llusdruck, daß die Gemeinde ihre schnelle Entschlußkraft bewahren und alle Schwierigkeiten überwinden möge.— Als SitzungStag soll auch fernerhin der Donnerstag beibehalten und die Sitzung verschiedenen Wünsche» entsprechend von jetzt ab um>/jj6 Uhr eröffnet werden.— Der Kassenbestand betrug am 30. Dezember einschließlich der zinsbar angelegten Beträge 1 127 115,20 M.— Bei der Festsetzung der Anstellungsbedingungen für die erledigte Syndiknsstelle wurde eine Einigung über die G-haltsfrage nicht erzielt. Es wird auf Bewerber reflektiert, welche die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst besitzen. Einen Syndikus und stellvertretenden Gemeindevorsteher wird man kaum mit 6000 M. besolden können, wie der bürgerliche Herr Trennert betonte, zumal die Baumeister bereits je 7200 M. erhalten. Mit einer der beiden erledigten Stellen als stellvertretender Bor. sitzender deS Kmifmanns-' und Gewerbcgerichts, das wöchenl lich zweimal tagt, wurde der seit längerer Zeit in der hiesigen Verwaltung informatorisch beschäftigte Assessor Hoffmann betraut.— Die Uebernahme der Beiträge zur Angestellten Versicherung der Gemeindebeamten und-angestellten zeitigte eine längere Debatte, in deren Verlauf einige bürgerliche Herren zunächst befürworteten, den Angestellien die Beiträge abzuziehen; sie wollten es aber auch mit den in Frage kommenden Kategorien nicht ver- derben und so plädierten sie schließlich dafür, daß die Gemeinde die entsprechenden Koston auf das laufende Etatsjahr übernehmen soll. Dies soll auch geschehen. Eine besondere Konimission, der die Ge Nossen Frantz und Schmidt angehören, wird sich einer Regelung der AnstellungsverhältnisscinfolgedeS Erlasses des Angestelltenversicherungs gesetzeS unterziehen. Mit dem Seefischverkauf in der Ringbahnstraße hat die Gemeinde besonders gute Erfahrungen nicht gemacht, immer mehr und mehr ist die Nachfrage gesunken. Am ersten Verkoufstage, 15. Oktober, sind 420 Pfund verlauft worden, am zweiten Verkaufs tage verblieb bereits ein Rest von 81 Pfund. In den letzten Tagen sind von 150 Psund noch 25—31 Pfund übrig geblieben. Der an- gestellte Verkäufer hatte unter diesen Umständen keine Lust mehr. weiter zu verkaufen, zumal er pro Pfund nur 3—1 Pf. verdient und hierfür den Verkauf leiten und für Heranschaffung der Fische Sorge tragen soll. ES lam noch hinzu, daß der Preis der Fische keines- wegs billiger war als auf dem Fischmarkt. Die Unkosten der Gemeinde belaufen sich aus 63 M. Der Seefischverkauf soll daher aufgehobeu werde». Der F l e i s ch v e r ka u s dagegen hat sich lebhaft entwickelt. Genosse Frantz regte noch die Errichtung eines Kartoffelverkaufs durch die Gemeinde an: im übrigen glaubt Redner, daß der Fleiichverkaus ein noch größerer sein würde, wenn die vor- handenen Mißstände, die er des näheren der Kommission unterbreiten will, beseitigt würden. Britz-Buckow. In der Generalversammlung des Wahlvereins erstattete zu- nächst Genosse Bade einen beifällig aufgenommenen Bericht vom Prcutzentag. Sodann gab der Vorsitzende eine Uebersicht über das verflossene Quartal. Die Mitgliederzahl beträgt 588(161 männ- liche und 121 weibliches, die Abonnentcuzahl des„Vorwärts" 670, Die Kasse wies eine Einnahme von 653,73 M. und eine Ausgabe von 500.38 M. auf. Von den Kommissionen berichtelen noch: Bildungsausschuß. Bibliothek»- und Kiuderschutzkommission, sowie die Gemeindevertretung. Aus dem Bericht der letzteren ist zu erwähnen, daß die Gemeinde Britz auf dag Wege ist, in dex Frage der Armenunierstützung Großes zu leisten. Alkerdings nicht für Ortsarme, sondern für den vor 10 Jahren plötzlich von der Bild- fläche verschwundenen Gemeindevoritcher Regling, der 600 M. er- halten soll.— An Stelle des ausgeschiedeneu Revisors Remann wurde Genosse Alfted Schröoee gewählt.— Unter„Verschiedenes" wurde die Frage der Zentralisation der Bibliotheken aufgeworfen; die Stimmung der Versammlung zeugte dafür, daß dieser Frage von den Parteigenossen volles Verständnis entgegengebracht wird. — Mit Befremden nahm die Versammlung Notiz von der Mit- teilung, daß einige Gemeindeschullehrcr von Britz auf einmal ein so großes Interesse darin bekunden, welchen Turnvereinen ihre Zöglinge angehören, ob deren Eltern Mitglieder vom„Eltcrnvcrein für Sport und Wandern" sind, wo der Verein jetzt tagt usw. Es müsse Befremden erregen, daß ein Pädagoge an diesen Fragen so großes Interesse habe. Bald müsse man auf den Gedanken kommen, als ob hier Spitzeldienste für reaktionäre Zwecke geleistet werden sollen. Letzteres wäre jedoch Lehrern, die die Kinder des Volkes zu tüchtigen und freien Menschen erziehen sollten sin- würdig. Kalkberge- Rüdersdorf. Aus der Gcmeindcvcrtretcrsitzung. Der Pachtvertrag mit der Königlichen Berginspcktion über Benutzung des zum Bahnbetrieb erforderlichen Geländes wurde genehmigt.— Ueber die in der Wasserlverksangelegenheit mit dem Landrat gepflogenen VerHand- hingen erstattete Gemeindevorsteher Lübkes in eingehender Weise Bericht. Danach wird vom Landrat dringend der Anschluß der Gemeinde an das projektierte Kreiswafferwerk empfohlen. Die Gemeinde würde dadurch besser abschneiden, als wen» sie den be- reits begonnenen Bau eines eigenen Wasserwerks vollendete. Die durch den Bau des eigenen Wasserwerks entstandenen Kosten sollen vom Kreise gedeckt werden. Zur Regelung dieser Angelegenheit beschloß die Vertretung, eine Sondersitzung anzuberaumen, zu der Kreisbaurat Mirau und Herr Hempel eingeladen werden sollen. — U. a. wurde noch von dem Direktor der Straßenbahn, Schöffen Koepisch, über die Bahn Bericht erstattet. Danach wurden mit der Straßenbahn vom Tage der Betriebseröffnung(8. November 1012) bis zum 13. Januar 1013 insgesamt 53 753 Personen be- fördert. Die Einnahmen für diese Zeit betragen 10197,60 M. Bekanntgegeben wurde noch, daß der Stundeiwerkchr vom 1. März d. I. ab eingeführt wird, unter der Voraussetzung, daß die an den Lokomotiven befindlichen. Mängel, durch die fortivähvende «Störungen im Bahnbetriebe hervorgerufen werden, von der Liefe- rantin bis dahin beseitigt worden sind. Trebbin(Kreis Teltow). AuS der Stadtverordnctensitzung. Als Mitglied der Schul- deputation wurde dcr�Vorsteher Haase mit 6 gegen 4 Stimmen, die auf den Genossen«schvnsee entfielen, gewählt. Sodann tmtrde einstimmig die Anstellung einer technischen Lehrerin bewilligt.' Ter Eigentümer Hermann Hansche hat bei Erbauung seines Grünt- stücks in den Lehmkuten die genehmigte Baulinie nicht innegehalten, sondern die städtische Grenze überschritten. Der in Frage tom- mcnde Landstreifen wird ihm pro Quadratmeter für 10 M. verlaust. Die Holzauktionen am 2. Dezember 1012 haben den Erlös bau 1832,10 M., am 14. Dezember 1012 für Bauholz von 4502,10 M» für Brennholz von 1070,20 M., am 6. Januar d. I. für Bauholz von 3925,80 M., für Brennholz von 1316 M. gebracht. Sodann kam ein Schreiben des Sanitätsrats Dr. Mosler betreffs seiner Kündigung als Armenarzt zur Verlesung. Zum Schluß teilte er mit, daß er die Angelegenheit dem Leipziger Aerzteverband über- wiesen habe. Genosse Richter gab noch einige Anregungen zur Verbesserung der Badeanstalt in der neuen Schule, welche der Bürgermeister zu berücksichtigen versprach. Eichwalde. Vom Gemeindevorstand in Eichwaldc geht unS ein Schreiben zu, das sich mit dem von uns veröffentlichten Bericht über die Gemeindevertretersitzung vom 10. Januar beschäftigt. In dem Bericht ist folgender Passus enthalten:„Da der durch Papier- stimmen in der dritten Klaffe gewählte Herr Bürger ständig unent- schuldigt fehlt, soll die Absicht bestehen, ihn zum Ehrenbürger von Eichwalde zu ernennen." Die Gemeindevertetung— so wird uns geschrieben— ver- wahrt sich gegen gehässige und durch nichts gerechtfertigte Be- merkungen, die wohl keinen anderen Zweck haben als den, die hiesige Gemeindevertretung herabzusetzen. Das unentschuldigte Fehle» des Herrn Bürger erklärt sich dar- auL, daß dieser nach Unterschlagung amtlicher staatlicher Gelder, er war Gendarmeriezahlmeister, flüchtig geworden ist. Daß die Gemeindevertretung einen solchen moralisch defekten Charakter in ihrer Mitte hatte, ist doch nicht ihre Schuld."_ Das letztere ist richtig. Es fällt uns auch nickst ein, die Gemeindevertretung in ihrer Gesamtheit für Verfehlungen ein- zelncr Mitglieder verantwortlich zu machen. Es lag auch nicht in unserer Absicht, die Gemeindevertretung herabzusetzen. Nowawe». Aus der Gemeindevertretung. Der Haus- und Grundbesitzer- verein Neucudorf hat auf seine au den Regierungspräsidenten ge- richtete Beschwerde wegen Eingemeindung von forstsiskalischem Ge- lande nach Klein-Glienicke oic Autwort erhalten, daß der Kreis- ausschuß' die Eingemeindung rechtskräftig beschlossen habe und somit die Angelegenheit erledigt sei. Vom Landratsamt lag ein Schreiben vor, in dem mitgeteilt wird, daß der Regierungspräsident die von der Gemeinde nachgesuchte Genehmigung zum Bezüge von russischem Fleisch versagt habe, weil diese Vergünstigung nur größeren Gemeinden gewährt werden könne. Dem in der Sitzung vom 21. August 1912 beschlossenen Nachtrag zur Umsatzsteuerordnuug ist von der Aufsichtsbehörde gleichfalls die Genehmigung versagt worden, und zwar deshalb, weil nach einer darin enthaltenen Bestimmung in solchen Fällen, in denen einem Teil Steuer- befreiung zusteht, der andere Teil die Steuer voll entrichten sollte; das sei nach den Borschriften des Ministerialerlaffes vom 18. Mai 1909 nicht zulässig. Die der Vertretung vorgelegte Jahrcsrcchnung der Gemeindekasse für das giechiiungsjahr 1911 wurde der Finanz- kommission zur Nachprüfung überwiesen; sie soll in der nächsten Sitzung zur Beratung kommen. Als Armcnpfleger für den 6. Be- zirk wurde an Stelle des erkrankte» Herrn Bcrthold der Kaufmann Hermann Hach, Äreuzstr. 12, gewählt. Der 13. Bezirk erhält als Armcnvorstehcr den Fabrikmeister Gladbach, als Stellvertreter den Kaufmann Karl Mendt und als Armcnpfleger zum Ersatz der Ge- nannten den Restaurateur Haney und den Werkmeister Alpermanu. Der von der Vertretung genehmigte Kostenverteilungsplan für den zwischen Lindem, und Bäckerstratze belegenen Teil der Priesterstraße gibt die Kosten der UmPflasterung auf 13310,81 M. am Die von den Anliegern allein zu tragenden Mehrkosten für das vor ihren Grundstücken au«stelle des EinfahrtSpflaiters zur Anwendung gc- kommen? Mosaikpflnstcr bzw. für die Fußwegbefestigung betragen nördlich der Berliner Straße gelegene sorsisislalische Gelände zfl erwerben und in den' Gemeindeverband Rowawes aufzunehmen. Die Gemeinde hätte dann über das etwa 19 800 Quadratmeter große, an gepflasterten Straßen liegende Gelände freie Verfügung und könnte hier die Errichtung eines Fcucrwehvdcpots und notwendiger Schulhausbautcn vorsehen. Durch Parzellierung und Verkauf(des übrigbleibenden Geländes zu Landhausbauten könnten die von der Gemeinde aufgewendeten Kosten völlig gedeckt werden. In Anbetracht des günstigen Angebot» hob die Geincindevcrtretuiig den Beschluß auf Ankauf des Sandschollengeländes auf und stimmte dem Erlverb des ganzen Waldstreifens an der Berliner Straße zu. Zum«schluß kam Genosse Neu mann noch aus den ablehnenden Bescheid bezüglich der Einfuhr von russischem Fleisch zurück. Er bezeichnete es als höchst unverjtändlich, warum anderen Orten, so auch der benachbarten Beamtenstadt Potsdam, die Einführung russischen Fleisches gestattet wind, während der Gemeinde Nolvawes mit einer so starken Arbeiterbevölkerung die gleiche Vergünstigung versagt bleiben soll. Die Gemeinde dürfe sich dies auf keinen Fall! bieten lassen und müsse energisch auf Zurücknahme des Verbots hin- wirken. Die Gemeindevertrcter Schneider und Levy gaben der gleichen Meinung Ausdruck, und der Bürgermeister erklärte, daß er alles versuchen werde, um die versagte Genehmigung doch noch zu erwirken. Spanvau. Aus der Stadtverorbnctenvcrsammlniig. Vor Eintritt in die Tagesordnung brachte der Vorsteher ein«Schreiben des ftzialdemo- kratischen Wahlvereins zur Verlesung, worin ersucht wird, auch die erste und zweite WÄHIerabteilung in Wahlbezirke einzuteilen. Ein zweites Schreiben ist von der„Kommunalen Vereinigung" ein- gegangen, worin mitgeteilt wird, daß sie gleichfalls unter diesem Namen eine Fraktion gegründet habe, welcher 11 Stadtverordnete angehören. Der erste Punkt betraf die Beratung des Hafenetats für 1913. Derselbe schließt in Einnahme und Ausgabe mit 234 100 M. gegen 213 062 M. im Vorjahrs ab. Im nächsten Jahre sind die Kosten für den Hafen nicht mehr aus der Anleihe, sondern aus dem Steuersäckel zu eninehrnen. ES müßten dann für rund 4,5 Millio- neu Mark die Zinsen in den Etat eingesetzt lverden. Am 31. März 1911 wird sich der Anleihebetrag für den Hafen auf rund 3,6 Mit- lioncn Mark belaufen. Tie Einnahmen betragen gegenwärtig 97000 M. Bei Ausnutzung der gesamten vorhandenen Plätze am Hafen rechnet man einmal mit 170 000 M. Einnahmen. Ter Refc- reut glaubte zu einem gewissen Optimismus bezüglich der ferneren Gestaltung des Safens berechtigt zu sein, da dock» durch den Hafen erst die ganze Gegend an der Unterhabet erschlossen worden sei. Genosse Götze bemerkte, daß die rechten Ufer des Hafens zu hoch seien, die Schiffer könnten dort nicht anlegen. Es müssen Ein- schnitte gemacht werden, damit dort Lagerplätze angelegt tverdc» können.— Aach längerer Debatte wurde der Etat augenouimen. Der Straßeiibcleuchtuugöetat für 1913 schließt ab iu Einnahme und Ausgabe mit 90330 M., gegen das Vorjahr ein Mehr von 12 929.36 M. Genosse Pieper bemängelte hauptsächlich die schlechte Beleuchtung der Lazarusstraße, da dort Hunderte von Arbeitern auf dfln Wege zur Arbeit die Straße passieren müssen.— Nach- dem nicht weniger als 20 Wünsche betreffs besserer Beleuchtung vorgebracht waren, wurde der Etat angenommen. Zu scharfen Debatten kam es bei der Vorlage über die Er- '.ichtung eines Jugendheims. Danach sollen 30 000 M. aus den Werschüssen des laufenden Jahres eventuell aus dem Stcueraus- glechsfonds entnommen und mit dieser Summe ein Grundstock zu Errichtung eines„Jugendheims Kaiser Wilhelm II." gebildet widen. Die Anstalt habe der Sammlung der Jugend zu dienen. Sldtv. Bender meinte, es handle sich um eine Stiftung zu Ehren de Regierungsjubiläumö des Kaisers. Stadtv. Berlin erklärte, diliberale Fraktion sei für die Borlage, wünsche aber gleichzeitig diöLrrichtung eines Sport- und Spielplatzes. Redner beantragte. da die Summe aus den Ilcberschüssen des laufenden Jahres und im aus dem Steuerausgleichfonds entnommen wird. Genosse P p e r erklärte, daß seine Freunde gegen die Vorlage stimmen. Estocrde wieder so kommen wie mit der Jubiläumsturnhalle. Wm unsere Jugend den Sportplatz oder das Jugendheim betreten WC, werde sie zurückgewiesen werden. Stadtv. Kirch meinte. cs würde wie bei der Jubiläumsturnhalle vicllieicht später to)cr zu Gegensätzen zwischen dm Magistrat und der Sdtverordnetemnehrheit kommen, wenn die Sozialdemo- krcn die Benutzung des Jugendheims verlangen. Aus diem Grunde trete er für die Errichtung eines Airsheims für alte Arbeiter ein. Genosse Pieck führte auS: T Propaganda für die Jugendpflege, die von oben betrieben trde, solle nur dazu dienen, die proletarische Jugendbewegung zu bimpfen. Je mehr man aber die Sozialdemokratie bekämpfe, do stärker würde sie. Das bewiesen ja auch die über 11000 staldemotratischen Reichstagswählcr in Spandau. Die Anregung d Stadtv. Kirch sei besser als die der beiden neuen Fraktionen. Ls das Jugendheim bezwecken solle, besage schon der Satz: .amnllung der Jugend". Man brauche nur hinzufügen:„für d Rcichsverband". Der Zweck sei, nur den kriegerischen Geist idie Jugend hineinzutragen. Wozu das führe, habe sich kürzlich Ifc gezeigt, als ein 19jähriger Schreiber als Mariineleut- Nt auftrat und allerlei Unfug verübte. Oberbürgermeister 'eltze meinte, er würde sich freuen, wenn auch die sozialdemo- jtische Jugend das Jugendheim benutzt, natürlich solle sie nicht i Sinne der Sozialdemokratie erzogen lverden. Stadw. Kirch wüßte die Jungdeutschlandbewcgung, da sie die Jugend vor der «ziatdemokratie bewahre. Hierauf erwiderte Genosse Pieper, l die Sozialdemokratie keine Angst davor habe, daß»um ihr ! Jugend abwendig inachen wolle.— Die Vorlage wurde nach «wichung des«Satzes, daß die Summ« eventuell aus dein Steuer, igleichsfrmds genommen werden soll, angenomme». Zugeskimnlt wurde dem Beschluß der Straßenbah>ldeputatj.on r des Magistrats, daß von den für das Jahr 1918 erforderlichen eatzenbahnerweiterungen zunächst 9 neue Triebwagen beschafft, Ilde Triebwagen in Beiwagen und ein Anhängcsprenglvagcn in en Motorwagen umgebaut werden. Die Kosten betragen 149 000 !rk, welche aus einer neu aufzunehmenden Anleihe, die mit 3'j Uli Proz. zu verzinsen und»iit 1)1 Proz. zu tilgen ist, gedeckt >dcn. Gleichzeitig soll der Magistrat in Erwägung ziehen, ßere Wagen mit mehr Sitzplätzen zu bestellen.— Der Be- tnngsplan für die Friedhöfe an der Kirchhof- und Ncucndorfcr :aßc wurde nach dem Plan vom 23. Ottobcr v. I. festgesetzt. r Beschaffung von Gaszählern wurden debattelos 10 000 M. ülligt.— Nach Erledigung einiger kleineren Porlagen wurde der st der öffentlichen Tagesordnung vertagt und in die geheime gung eingetreten. Beim Schlittschuhlaufen ringebroche» ist am Freitagabend auf n Falkcnhagcner See der 7jährige Knabe Erich Lubisch. Der abc konnte erst nach längeren Bemühungen mittels RcttungS- «en in fast leblosem Zustande aus dem Wasser geholt ioerde». icm Tiiiiiimpi iifoirpii Ncupflasterung der«schuljtraße.„ 50 Proz.— 3440,49 M. herangezogen werden. Zum Punkt„Erwerb von forstsiskalischem Gelände nördlich der Berliner Straße" führte der Bürgermeister solgenldcs aus: Die Gemeindevertretung, Nehmt Einsicht iu die Gemeiudeivlihlerlisteu, Ter eulgercKyle vaupl.au �ci von ucr Regierung leoocy]u � cu« legend geändert worden,»daß die Gemeinde dieses Gelände für ihrelch sein Wahlrecht ausüben kann. Zwecke nicht mehr brauchen konnte. Man habe sich deshalb nach Ten bereits veröffentlichten Orten, für die Zeit und einem anderen Gelände umgeschen und mit der Regierung Vcrlzand-tclle der Listenauslegung Vermerkt Ivar, tragen»vir noch taugen wegen Verkaufs des zwischen Plantagen- und Uhlandstraßelgetide nach' für& SndfÄ SmEmuwha-rmAdeamt morgens 8 Uhr bis nachmitw.. ee'e Regierung� sooderte suc Oieic- Galant, bisyer t M. pssuhr. Wer nicht selbst Einsicht in die Wahlerlillc nehmen kamt, wende.ch Quadratmeter, sie erklärte sich nunmehr»cd och bereit, vorbehaltlich die durch Plakate keimilick gemachten Stellen. ministerieller Genehmigung, eine Ermäßigung auf 3 M. emfteter J-densallS findet im Fuü'jahr Ersatzwahl jitr den verstorbenen Senoffe» zu lassen, wenn sich die Gemeinde entschließt, schon letzt das ganzeinze statt. Krauz.-Buchtwlz. Während der Dicnststunde« de» 8-Z Uhr im Ecmeindeburemi, Berlwer Straße. Hermsdorf bei Berlin. Während der Dienststunden von 8 biZ 5 Uhr und Sonntags von 10 bis 11 Uhr im Einwohn ermeld eaml. Karlshorst. Im Dienstgebaude, DönhoMajze. wochentaz» während der Diensisttmdc» und Sonntags von 11—12 Uhr. Sitzuugstage von Stadt- und Gemeindevertretungen. C'harlottcnburg. Am Mittwoch, den 22. Fanuar, nachmittags 6 Uhr, im Rathaus. Wilmersdorf. Am Mittwoch, den 22. Januar, abends k Uhr, in der Aula der Lictoria-Luise-Schule. Klein. Tchönebcck-Jichteuau. Morgen Montag 7'!, Uhr in AMngers Kurhaus. Lius der Tagesordnung sieht u. a. die Wasserversorgung und der Antrag unseror Genossen beir. Schulbau. Ncueiihagen a. d. Oübahn. Am Montag, den 20. Januar, nach- Wittags 6 Uhr, im Genieindebureau. Diese Sitzungen sind öfsentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist de- rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. J?iis der frauenbe�vegung. Sozialistische Frauenbewegung in Frankreich. In Paris haben sich, wie die.Gleichheit" mitteilt, eine An- zahl organisierter Genossinnen zusammengetan, um eine grundsätz- Itch klare, organisatorisch gefestigte sozialistische Frauenbewegung zu entwickeln. Am ö. Januar fand eine von ihnen einberufene Per- sammlung statt, die nach eingehender Aussprache unter Hinweis auf die Erfolge der Genossinnen in Deutschland und anderen Staaten erklärte, es sei dringend nötig, auch nuter dem weiblichen Proletariat in Frankreich die sozialistischen Lehren zu verbreiten, da nur der Sozialismus den Frauen der Werktätigen Massen volle Gleich- berechiigung und Freiheit verbürge. Am 23. Januar soll eine Per- sammlung stattfinden, in der sich die. Gruppe von Genossinnen kon- slituiert, die als ihre besondere Stufgabe betrachtet, die Arbeiterinnen und Arbeiterfrauen aufzuklären und zu organisieren. Die Ge- nossinnen haben sich in Verbindung mit Genossin Zetkin als inter- nationaler Sekrelärin der sozialistischen Frauen gesetzt. Sie wollen sich zunächst besonders darüber informieren, welche Mittel und Wege die Genossinnen außerhalb Frankreichs anwenden, einmal um einen Stab theoretisch geschulter Borkämpferinnen zu erziehen, dann um durch die Agitation die breiten Franenmassen zu erfassen. Ein ttcncs Arbeitcriltnenblatt. Als neues Monatsblatt erscheint in Wien das„Bereinsblatt, Organ des Vereins der Heim- und H a u S a r b e i t c r i n n c n". DaS neue Blatt, das von A n n a Kaff redigiert wird, ist eine Abzweigung von der alten, trefflichen .Arbeiterinnen-Zeituug". deren Redakteurin, Adelheid Popp, auch an dem neuen Blatte mitarbeitet. Ebenso enthält cS, wie die Arbeiterinnen-Zeitung, die von Emma Adler redigierte Betlage: .Für die Jugend". Wir wünschen der neuen Mitkämpferin besten Erfolg in ihrer besonders schwierigen und verdienstlichen Arbeit! Em Deutscher Jieichsvercin für Fraueustimmrccht hat sich infolge der Krise im Deutschen Verbände für Frauenstimmrecht gebildet. Bekanntlich wurde die Krise durch den Beschlutz der Beirats- konferenz des Verbandes in Weimar, die Forderung des Reichstags- Wahlrechts fallen zu lassen, hervorgerufen. Der Deutsche Reichs- verein für Frauenstimmrecht verfolgt den Zweck, alle Frauen zu sammeln, die für die Einführung deS Reichs t�agSwahlrechtS für Männer und Frauen in Reich, Staat und Gemeinde zielbewutzt eintreten wollen. In Bonn ist der Frauenstimmrechtsverein ans dem Deutschen Perband für Frauenstimmrecht ausgeschieden und hat sich als ..Deutscher Reichsverein für Frauenstiminrecht, Wahltreis Bonn- Rbcinbach" konstituiert. Die Konstituierung der Ortsgruppe Grotz- Berlin soll in den nächsten Tagen erfolgen. Leseabende. Friedrickishazen. Montag, den 20. Januar, 8',� Uhr. Friedrich- ftratze 00, 2. Hof pari. links, Vortrag der Genossin Klara Bohut-Schuch:„Die proletarische Mutter als Erzieherin". Riederschönhausen-Rordend. Dienstag, 21. Januar, 8s4 Uhr, bei Retiig, Blankenburgor Str. ä, Vortrag der Genossin Minna R e i che r t- Moabit:..Wie stellen sich die Frauen zur bevor- stehenden Landtagswahl?" Alocken-Spielplan c!er Kerliner Cbeatcr. Königl. OpcruhauS. Sonntag: Die Stumme von Portici. Montag; Lohengrill.(Allsang 7 Uhr.) Dienstag: Der Roseilkaoalier. Mittwoch: Der Barbier oun Sevilla. Doiiilcrstag: Die Meistersinger von Nürnberg. (Ansang 7 Uhr.) Freitag: Fidelio. Sonnabend: Mignon. Sonntag: Carmen. Montag: 5icrki.ua.(Ansang 8 Uhr, der übrigen Borstellungen um Th Uhr). Köntgl. Schauspielhaus. Sonnlag: Die glückliche Hand. Montag: Der Auitauschloutliant. Dienstag: Die Journalisten. Mittwoch: 1312. Donnerstag: Der Austanschleuinailt. Freitag: Der große König. Sonnabend: Wieselchen. Sonntag: Der Austauschleutnant. Rontag: Wieselchen. (Ansang 7'ls Uhr.) Neues Operu- Theater(Krall). Gastspiel dcZ Deutschen Schaulviel- Hauses. Bis aus loeitcrcs täglich: Der guisitzendc Frack.(Ansang 8 Uhr.) Deutsches Opernhaus. Sonntagnachmittag Z Uhr: Fidclw. Abends und Montag: Tiestand. Di-nStag: Wieland der Schmied.(Ans. 7 Uhr.) Mittwoch: Tiefland. Donnerstag: Oberon. Freitag: Wieland der Schmied. iZlnsang 7 Uhr.) Sonnabend: Tiefland. Sonntag: Oberon. Montag: FtgaroS Hochzeit.(Ansang 8 Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Der blaue Bogel. Montag: Faust. 1. Teil. Dienstag und Mittwoch: Der blaue Bogel. Donnerstag: König Heinrich IV., 2. Teil. Freitag: Astrid.(Ans," M Der blaue Bogel. Sonntag: Astrid. Moiiiai, ll'/j Uhr, der übrige» Vorstellungen um Tl.. Uhr). Kamuierspielc. Sonntag: Schöne Frauen. Teddy. Dienstag: Schöne Frauen. Mittwoch: Schöne Frauen. Freitag: Mein Freund Teddy. und Montag: Schöne Frauen.(Anfang 8 Uhr.) Lessing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Glaube und Heimat. Abends: Das Prinzip. Montag: Die Weber. Dienstag: Das Prinzip. Mittwoch: Einsame Menschen. Donnerstag: DaS Prinzip. Freitag: Rose Bernd. Sonnabend und Sonntag: Das Prinzip. Montag: Nosenmontag. (Ansang 8 Uhr-) Berliner Theater. Somiiagiiachmiitag 3 Uhr: Große Rosinen. Allabendtich:.Filmzauber.(Ansang 8 Uhr.) Kleines Theater. Sonntagnachmtilag 3 Uhr: Und das Licht scheinet w der Finsternis. Allabendlich: Prosessar Bernhardt.(Ansang 8 Ubr.) Schiller-Theater O. Sanntagnachmittag 3 Uhr: Das Konzert. Abends: Wolkenkratzer. Montag: Im wcitzcn Rögl. Dienstag: Die -eochmetterlingsschlacht. Mittwoch: Eniilia Galulli. Donnerstag: Wolkenkratzer. Freitag: Hedda tzlabler. Somiabend: Die Schmetterlingsschlacht. Sonntag: Im wettzen Röhl. Montag: Wolkenkratzer.(Ansang 8 Uhr). Schiller> Theater Gharloteendurg. Sonntagiiachmittag 3 Uhr: Der Talisman. Abends: Die SchmetterlingZschlachl. Montag: Wollen- tratzer. Dienstag: Die Kinder der Exzellenz. Mittwoch: Heoda Gabler Donnerstag: Die«chineiterüngsschlachl. Freitag: Uriel Acosta. Sonnabend: Wolkenkratzer. Sonntag: Uriel Acosta. Montag: Dic Schmcticr- seil. Freitag: Astrid.(Ansang 7 Uhr.) Sonnabend m—*— Faust. 2. Teil. Ansang Montag: Mein Freund Fiorenza. Donnerstag: Sonnabend, Sonntag lingsichlacht.(Ansang 8 Uhr.) Friedrich- Wilhelinstädt. Schauspielhaus Sonntagnachmittag o ugu. �piüuüiu. Siuuuenouttj. wci ,-)Uuui{uit. �ui[umj 0 /4 /uui-.j Theater in der Königgrätzer Stratze. Sonntag: Die süns Frank- Ulrier. Moniag: Hcdda Gabler. Dienstag: Die fünf Frankfurter. Mittwoch: Königin Ehristine. Donnerstag: Brand.(Ansang 7 Uhr.) Freitag: Die süns Frankfurter. Sonnabend und Montag: Brand.(Ansang �'-vVrtnffiirtrr. ilUnfdna 8 Ilhr.'i Toupwel. Residenz-Theatei'. Allabendlich: Die Frau Präsidentin.(Ansang � �Deutsches Schanspielhaus. Allabendlich: Der gute Ruf.(Anfang 8 Ubr.) Casino-Theatcr. Sonnlagnachmitlag 4 Uhr: Die vcrhängmsvolle Karle. Allabendlich: Am grüne» Strand der Spree.(Ansang 8 Ubr.) Mirntis Operetten Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der fuiclc Lauer. Libends und allabendlich: Der heilige Antonius.(Ansang�« Uyrn Theater am Nollendorfplatz, sonntagnachmittag gsi,Uhr: Orpheus in der Unterwelt. Allabendlich: Studentengräsin.(Ansait« 7'li Uhr.) Kurfürsten-Oper. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Aleisandro«tradella. Abends StoUa moriö. Montag- Der Kubreigen. Dienstam Mittwoch und Donnerstag: Stell» rnaris. Freitag: Der Kuhretgen. Sonnabend und Sonntag: Ltetto marm. Montag: Der Kuhreigen.(Ansang 8 Uhr.) Rose- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die«undcn der oberen Zehntausend. Allabendlich: Mein Leopold.(Ansang 8 Uhr.) Luisen-Theater. Soniitagnachmiitag 3 Uhr: Das Katychen von Seilbronn Abends und Montag bis Sonnabend: Berlin— Hamburg— Reiv Hork. Sonntag: Und hätte der Liebe nicht... Montag: Bcrliu-Ham- iura— New Bork.(Ansang 8 Uhr.) Herrnfeld- Theater. Allabendlich: Wüstenmoral. Die Zllpmbruder. Uta ni a" Tl) eater. Allabendlich: Paris und die Könlgsschlosser von Versailles.(Ansang 8 Uhr.)„... Zldnitralspalast. CiSballett: Flirt m St. Moritz.(Ansang 10 Uhr.) Reichshalle»- Theater. Allabendlich: Bosco.(Ansang 8 Uhr. Sonnwg�? mittag 3'h und allabendlich 7'!, Uhr: Galavorstellung. Zirkus Schumann. Sonntagnachnuttag S'l, Uhr und allabendlich Tl, Uhr: Galavorstellung.~~ »Netropoi-Theatcr. Sonnlagnachnnltag 3 Uhr: Tata Tot». All- abendlich: Chanfseur-'Ns. Metropol!(Ansang 8 Uhr.) Theater Grosi-Berli». Allabendlich: Daü Fürst 8 Uhr, Dienstag 7 Uhr.) Wintergarte». Sonntagnachmittag 3 Uhr: Spezlalttate». All- abendlich 8 Uhr: SPczialitälcn.. Apollo-Thcater. Soimtagnachmittag 3 Uhr: spezialttaien. All- abendlich 8 Ubr: Brüdcrleln sein und Spezialitäten. Passage-THeater. Allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. Folies Eaprtcc. Allabendlich: In machen 8tatzenstcin. Die Doppel- sirma. Die Tochter der Braut.(Ansang S'l, Uhr.) Walhalla-Theater. Allabendlich: Goldener Leichtsinn.(Ansang S'l, Uhr.) Königstadt-Kasino. Täglich: Spezialiiäten.(Ansang 8 Uhr� üaS Fürstenkind.(Ansang Slrbeiter-Samariterbund. Kreis Braudeubnrg. Lehrabend haben i» dieser Woche: Berlin. 1. Abteilung am Montag, abends 8'/, Uhr, Riitterstr. 75. S ch ö n e b c r g. Am Donnerstag bc! Hacndcl, Vorbcrgstr. 9, abends 8'/- Udr. 'Lichtenberg. Am Doimerslag bei Pickenhagen, Scharnwcber- siratze 60, abends 8';. Uhr, Spandau. Arn Mittwoch bei Pccziles, PichclSdorser Straße 5, abends 8 Uhr. M artend orf. Am Montag bei Löwenhagen, Chausseestr. 27, abends 8'/. Uhr. ' N o>v a w e s. Am Freitag in der Fortbildungsschule. abendS 8 Uhr. S ch ö n c w c i d c. Lm Montag bei Schulz, Siemeiisstr. 12, abends 8 Uhr. Wilhelmsruh. Arn Montag bei Dienwald, Rciisickendors- Ost, Provinzstraße 92, abends 8 Uhr. 7'l, Uhr.) Sonntag: Die süns Frankfurter.«.Ansang 8 Uhr.) Trinnon-Theater. Sonnlagnachmtttag 3 Uhr: Der selige T« Allabendlich: Wenn Frauen reisen.(Ansang 8 Uhr.) Neues Bolls- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lore. Dic Spieler. Der Kammersänger. Abends: Jugend. Montag: Die Doppel- aangcrkomödie. Dienstag: Helden. Mittwoch: Michael Kramer. Donners- tag: Dic Doppelgängerkomödie. Freitag: Helden. Sonnabend: Der Raub der Sabinerinncn. Sonnlag: Helden.(Ansang S'l, Uhr.) Thalia-Theater. Allabendlich: Puppchen.(Ansang 8 Uhr.) Lnstivielbaus. Somtiagnachmiiiag 3 Uhr: 2 2— ö..Abends und allabendlich: Majolika.(Ansang 8>/, Uhr.) Komödienhaus. Sonnlagnachmiikag 3 Ubr: Der rote Leutnant. All- abendlich: Die Generalseck«.(Ansang 6 Uhr.) 4. 1/iO—-.1 I»ÄV, liUUUl»1,1-4.- 11,4V/ 4, ,4V �44«,. gerste, gute Sorte 17,70—18,30, mittel 17.00—17.60, geringe 16,40—16,! Haser, gute Sorte 19,10—20,40, pritiel 17,50—19,00(frei Wagen und Marktpreise von Berlin am 17. Januar 1913, nach Ermt'tttclungen des königl. Polizeipräsidiums. 100 Kilogramm Weizen, gut» Sorte 19,86 bis 19,90, mittel 19,78—19,82, geringe 19,70—19,74. Roggikr,. gute Saris 17,18—17.20. mittel i7.U— 17.t6. geringe 17,10-17,12(ab Bahn). Fulkci- -j�-....«eringe 16,40—16,90. ad arkthallenpreise. 100 Kllogr. Erbsen, gelbe, zu« Kochen 30.00—50,00. Speis ebohnen, weiße, 36,00—50,00. Linsen 33,00—60,00. Kartoffeln(KleinhdI.) 6,00—10,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70—2,40. Rindfleisch. Bauchfleisch 1,40—1,80. Schweinefleisch 1,60—2.20. Kalbfleisch l. 40— 2,40. Hammelfleisch 1,50— 2.40. Butter 2�0— 800. 60 Stück Eier 4,80—6,80. 1 Kilogramm Karpfen. 1,40—2,40. Aale 1,60—6,20. Zander 1,40-3,60. Hechte 1,60—2,00. Barsche 1,00—2,40. Schleie 1,60—3,2® Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 3,50—24,00. i i,—.............___ am* racmaDDoacoxn�iX)� Unser bekannter, alljährlich nur einmal stattfindender maooxoxoxoxipocoDDDi: InvenhirDerkau bietet diesmal eine ganz besonders illßstlse Geledenhei! m enorm billigen Einkäufen iMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiEiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieiiiii!!iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiii(iiiiiiiiiiiiiiiiiiii(iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniririiii(iiiiiiiii3iiiiiiiiiiiitiiHiiiiiiii Fflr Brautnussinttunsen: Hemöentuch 80 cm breit.... 6taok roa 20 Meter 5.50 Fertige ßettbezüge Deckbett n. s Ktss, fertig gevidt 2.95 Louisianatudl«f'eiD« Wäsche... Stack SO Meter 6.40 Damast-Bettbezüge Deckbett n, 2 Kis»., tert. geniht 5 50 Fertige Bettinlette rot o4er rosarot geatrettt.... 2.95 KüdienhanÖtücher d»nt. ge-g-mt n. gebind,\ Dt-. 1.45 Gersfenkorn-Hanötücher e«-«•««"ad,«Dt« 1.95 Stubenhanbtücher krlftiges DreÜgewebo., 54 Dt«. 1 48 Damast-Tischtücher'«cig ge-iamt....... 1.35 Damast-Servietten lertig gesinmt..,.« du. 1 95 Rolltücher mit eingewebten FignreB 95rl. fitosse Posten ansestaaßte vlllktie und einzelne Exemplare Damen- und Herren-Hemden, Naehtjsoksn, Beinkleider, Unterrocke, Kindcrwiache etc. Bedeutend unter Preis! Zum leliatmmaclien: Kimonoblusen dunkel mit Passepoll und Krawalta 98 Et. Reinseidene Taffetblusen seidenkurbetei 3,95 Reinwollene Kimonoblusen» Busseeiusepe 2 50 Samtblusen mit farbiger w«sl» u Bpaebtelktagen 3 9b Kostümrödce peaktlscer Sportiock...... 195 Flausch-Morgenröcke mit Blenden garniert..3 95 Winterpaletots zurückgesetzte.. Jetrt durchweg 2 95 Unterröcke tu» KaiscratUs. warm geftttUrt,.. Z 50 Loöencapes ca. IM cm Ung, matengo-rarben.. 5.85 Samtmäntel ca. IX cm lang, mit Garnlerung,.17 50 StliiiiErze uml tnraiüe Seiden- Bülte Reinseib Taffet-Streifen«pute Must, jetzt Mtr. 73 et. Reinseib. Crepe öe chine imitiert.. jetzt Mtr, 85 Pf. Reinseib- Foularbs grosse Musteransw. jetzt Mtr. 50 f. Aparte Blusen-Seiben neueete Streifen Jetzt Mtr. 60 Pf Reinseib. Bast-Stoffe gute qaatiutten. jetzt Mtr. 75 rt. Reins. Taffete cur schwant, griffige Qnal., Jetzt Mtr. 75 kf. Reins Dumassees griffige yuautit...jetzt utr. 95 Uf. klik LNllltlllellla kss-.— ttsr« 95«. Bull- und Gsseilsdiuftt-Stotte Reinw. Cheviots cur creme, doppelthrert. Jetzt Mtr. 63 Df. Seibenglänz. Jacquarbstoffe doppeitbroit Mtr. 50 Alpaka-Stoffe gilnzende(JmUtäten, doppeltbr., Mtr. 7 5 Bf. Weiße Slickereistoffe ia> cm breit..jetzt Mtr. 95 Dl. zur vollständigen Räumung Waschmusseline aparte schöne Master... Jetzt Mtr. 20 Ff. Zephir-Stoffe e-teU drei« neue Dessins... I«tr» Mtr. 25 Ff. Fleg Waschstoffe früherer Preis die 7» PL, Jetrt Mtr. 30 FI, ReiriW0ll.Mu8Selin890c<»')r,gr.Mustorausw, Jetzt Mtr 45 Ff. Grosse Posten uesciistoffe Uferthe Retnaoilene Blusen jede Bluse uiit reicher Scldcud-tickerel, creme u dunkelfarbisr, durch�ec HiiiKteftitze Batist-RaSen m-t Stumohon n. Stlckerei-Elnsitz, isr-l es DnKo weist und fzrblg..... duicbwrg JCJUC nOWO W K atiwune uml tarMse KletilerstoKe Reinwoll- Cheviots Reetbtetznde, doppeltbr., Jetzt Mtr. 55 FL Elegante Borbüren-Stoffe l-t-t Mtr. 48 Pf- Reinwoll Blusen-Flanelle BeetbeetiBde.... Mtr. 45 fl Reinwoll. Voiles 130 em breit, nur schwarz.... Mtr. 90 Ff Schwere Kostümstoffe isocmbr., mrocKgesetzt, Mtr. 68 Ff, Reinwoll. glatte Stoffe'«Ine Qualltlten.. Jetzt Mtr. 63 Ff Reinwoll. Kostüm-Cheviots aa. xio«m tnit, Mtr. 85pl Schwere Kostümstoffe«m ureit,»eue-te QC braune Melangen, elegante Qualitäten., Meter wtl Ft. Reinwollene Kammgarn-Cheviots'«--n 145 breit, schwarz u. marine, für Jackenkleider. Jetzt Mtr. J M. Gr. Sorlinv Alpaka- Roben jade belle, mittlere und dunkle Farben,»leg., Robe glanzreiche Qualit, 6 Meter doppeltbr. Stög-■ Zum SellKtmclien! 2.45 3.25 2.45 75. Gr. Sortim. reinwoll. Roben einfarbig, helle, mittlere und dnnkle Farbe« enthaltend» Meter doppeltbrelten Stoff,, lade Robe SdiwereKostümstoff-Roben jede Konfektlonsstotfc, ca. ttd cm breit Gr. Posten Blusen- Kupons ieda Popeline- u. Tenola- Stoffe, aparte 5trSf£, belle, naitfcleie und dankle Farben.. PlUSß jeder Coupon entjiült 2llf Meter Stoff,......... Kdufhous Singer& Cp Chausseestr. 61-62 mnnnnnm Lieferant der Konsum�Genossenschaft von Berlin und Umgegend. □map Fabelhafte Preisermässigung während unseres Inventur-Ausver Kaufs. Um mit unseren enormen Waren-Beständen in kurzer Zeit zu räumen, bringen wir sämtliche Waren zum Selbstkostenpreis, teilweise bis 20 9ment mier Selbstkostenpreis zum Verkauf. Es erübrigt sich, auf die endlosen Vorteile dieses Ausverkaufs besonders hinzuweisen, da unser Selbstkostenpreis der Netto•Herstellungs- oder EinKaufspreis ist, einschliesslich unserer baren Auslagen für Unkosten. Die bisherigen Preis- Etiketten sind zur Kontrolle der Kundschaft an jedem Stück vorhanden. ßerm-ftleider-Vertriebs-öes. b. 6. Neue Schönhauser Strasse 1 Ecke Münz- und Weinmeisterstrasse Sonntags geöffnet von 12 bis 2 Uhr Moabit: 73 Turmstrasse 73 Wir bitten, untere H. K. Q in der Tarastnue ulcbt Bit einer äbnlictaea Firmi m verweebtoiai IHmninmlllliniiimillllllllliMiiiillll IlllnmmmlUllimimlllllllliiimnil 'itiiiimiiiwiiin Ä Berichtigung:! Schluß unseres Inventur-Verkaufs: Dienstag:, den 21« Januar er., Warenhaiis Wilhelm Stein, ChausseesStraße 70/71. Rorussia Vier Frankfurter Allee 113 iPfHPlffif (hfrifc�nf Mcholarm- �5eRömmIic� Tounabeud. de» SS. Januar cr.: Saal frei Residenz-Fe8f»äle,S2aRbä6erger®tr.31. Montag— Dienstag— Mittwoch werden die aus meinem Inventur-Verkauf noch zurückgebiiebenen Restbestände in aiien ugem zu billigen pr8i89n verkauft. — Konfekflon— Blusen 60, 90« 22S 4M Tanz- u. Ballkleider 12°° WoU.Straß.'Kleid.18M 30°° -Damen-Wäsche- Einzelne und angestaubte Taghemden, Beinkleider, Nachthemd., Untertaillen KInderkonrektlon Mädchen-Mäntel u.-Kleider Knaben-Mäntel u.-Anzüge Die Preise der Restbestände nochmals bedeutend ermässigt -Herren- Wäsche- Oberhemden farbig aus gut. Zepblr u. Perkai mit Manschetten Jetxt 1.35, 2.50, 3*90 Ein Posten einzelne Kragen 9n veiscbiedene Formen......... StUck SU Pf. Einzelne weisse u. färb. Manschetten — Wollwaren— ÄÄS 95« 1.45 2.09 Trikothemden f"r«e"en- jotst.<»<». Stück leSOf AeSß} Herren-Trikot-Beinkleider besondeu baltbar« aehirere Quali- 4 /|M 4 CR 4 ft« täten.... jetzt StUck B**»«, laOU, leU� — Handschuhe— Damen- Handschuhe-• Trikot mit farbig. Futter jetzt Paar 43 f«Ii Herren- Handschuhe Ee,ti Wildlederimitation.. jetzt Paar«W 1»IÜ Ein Posten Damen- und Herren- Glaces mU. 1.95 ABexanderplatz Ecke Landsberser Str. 60-63 v Zahlstelle der Freien Volksbühne No. 63. MSSLER WmMMl! luiiiimmumiimiuiuiiiiimuiiiiiniuiiuuiiiiiiiuiiiiiiiuiiimi MetalS- Bettstellen, Garten-, Balkon- und KindermöbeB GrdPte Auswahl Berlin 0, Andreassir. 23(Andreasplatz) Brunnenstr. 95|] Leipziger Str. 54 Beusselstr. 67 U Neukölln, Bergstr. 133 extra billige Preise für bekannt gute Ware Charlottenburg:. Gr. Inventur-Ausverkauf Herren- u. Knabenbekleidung WM- Prelsermäßleniie zirka SS',', Prozent von guter bei der Finna WilraersilorferStr.t2 Ecke Schulstraße. ggmifr Maßanzüge von 40 M. an in eigener Werkstatt. JLiefcrant der Konsumvereine Berlin und Umgebung. SonntagvS geöffnet von 12— 2 Uhr. 5. Koftmann, DM- Maßanzüge von 40 M. an in t Cigarelten der fabakarlieiter-Oenosseiiselialt Spezialität III Sie unterstützen uns, wenn Sie bei larem Cigarrenhandler unsere Cigaretten fordern. Vertreter: P* Horsch, Engelufer 15, Cigaretten- n. Tabak-Großhandlnng. Zähne 1.80 pro Stück(mit Kaatsohok- platte einbereeimet) Fast gänzlich schtnerziote« Zahnzteben (in örtlicher Betäubunjrt pro Zahn IM. Plomben billigst! Bepaxaturea sofort! Zahn- Praxis Karl Rudolph. I.Prax.: Elsasser Str. 17/18. , Oranienstr. 6t. , Charlottenburg, Wilmersdorfer Str. 117 „. Lichtenberg, Frankfurter Allee 169. „ Potsdam, Charlottenst.Sö Teilzahlungen ztzgelassen! Verlangen Sie kostenlosen Besuch eines Vertreters! ■I» Magerkeit+ schwindet durch Haute's Nalir- pulver„Thilossia". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unsohädL Viele Anerk. Karton 2 M., bei Postversand Porto und Nachnahmespesen extra. H. Haufe, Berlin- Waidmannslnst 801. Depots in folgenden Apotheken: Lothringerstr. 50, Elefanten-Apotheke, feipzigerstr. 74, Weißen- bur-erstr. 53, Potsdamerstr. 29, Turmstr. 28, Köpemckerstr. 119, Bernburgerstraße o, Frankfurter Allee 74, Rosenthalerstr. 61, Rei- nickendorferstr. 1. Charlottenburg: Bismarckstr. 81, Spandau: Rots- damer Str. 40.__ i. Baep BaMpÄ.. Herren- und Knaben- i Moden, Berufskleidung. , Eleg. Paletots. Ulster. I:: Großes Stafflager u zur Anfertigung n. Maß. 4W Joppen in jeder Preislage. Allerbilligste, streng feste Preise. KrouenSaucen Vraterl-, Gulaschs Ulabeira-, Pilz-, Tomaten-, Senf-, kapern-, Sardellen-, Zwiebel-Saucen etc. Nährmittel-Geselljchaft„krotieVZRichcielis& Co. G. m. b. H.. Berlin SV 29. —— r Redaftcur.- Alfred Wielcpp, Neukölln. Für den Jnjeraientetl verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwort» Buchdruckeret u. VerlagSanjtalt Paul Singer u. Co., jöerlin SW, Nr. 16. 36. Jahrgang. s. KeilU Ks DmSrts" Snlim DslksM 5olln1ag, IS. Smgegangene DruchTchnften. »Io freien Stunden«. Sine Wochenschrift. zählungen iür das arbeitende Bold Jede Woche ein 10 Ps. HS,» a und 3 sind erschienen. Neu hwzutrclenden werden die bereits erschienenen Hesle nachgelieserl. Bestellungen nehmen Romane«nd Er. Hest zum Preise von "vonnenten alle Spediteure, Kolporteure, Buchhandlungen, Postanstalten sowie der Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. H., Berlin SW. 68, entgegen „Kommunale Praxis«. Nr. 2 und 3. Die.Kommunale Praxis« kostet pro Quartal 3 M. und ist durch alle Postanstalten, Buchhandlungen und Speditionen zu beziegen. Probenummern liefert kostenlos oer Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. H., Berlin SW. 68. Aachblatt für Holzarbeiter. H-rauSgegeb-n vom Deutschen Holz. arbeiterverband. Erscheint am Id. jede? MonatS. 1 M. pro Bierteljahr. Berlin C, 2, Neue Irlcdrtchstr. 2. Die Erde. Nr. 8. Halbmonatsschrift. Herausgeber E. Banfe. Viertilj. 3 M. A. Duncker. Weimar...w. Aüb rer durch Perl in mit Hinweis auf den PharuS-Plan. 1 M. Pharus-Verlag, Berlin LW. 68. W» .g»»..'—»..i�............... Man achte genau auf die Geschäfte der alten Stiller- Firma! MMMWIIIIM»IMW Da der Andrang in den Nachmitfagsitundcn sehr groh ist, bitten wir, zum Einkauf möglichst die Vormtttagsstundcn zu benutzen. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Plg.(zulässig 2 te,«gedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen S PfO«! das erste Wort(fettgedruckt) 10 Ptg. Worte mit mehr als Ii Buchstaben zählen doppell. sj Kleine Anzeigen ANZEIGEN fDr die nächste Nummer werden in den Annehmestellen für Berlin bis 1 Uhr, tiir die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Hxpedltlon, Lindenstraste 69, bis 5 Uhr angenommen. L Verkäufe. Ertragene Herrengarderobe. Leihhaus Brunuenftratze 70. L839K« Aederbetten, Stand 10.00. Id.!». jS.ÖO, feinste Braulbelten, Winter alelpls, Wäsche spoilblllig. Psanblelh aus Küftrineeplay 7. LS.itK* i Purinürtfl* eleaanieHerrenunzügi Uno PaleiolS aus ieinstcn Magstonen 20— 40 Mark, Hohen 6—14 Marl VcrmndbauS Germania, Unter den Linden 21.__• Herniitiinvlau 6 Vlaiidleiblinus. Jedermanns Kausgelegenhell. Extra- billige AadritaNtuge. seurudanzuge. Winteroatetots. Hen enulsier. Herren- bo-«n. Rlesenauswahl PelzstolaS. Zlllcrbtlltgster Belienverkaut. Ber» mielungsbelt.«u-isteuerbetten. Nu»- ftcuerwäiche. RetchbaltigcS Portleren- lager.>»iardin«nau»wabt. leootch- ouSwabl. Vliitttitl'dibetfttt. Sievv- deitenlager. Goldtachen. �alchenudren. Wandnoren. Wandbilder. Waren- vertaiii«bentalls Z onntag«.« Tevptaie l tieolerdatiei m allen Größen, last Ml die Hätst« de««eri-S Teovichiage: Brünn Haiteichet Marti 4. Babnbot Bdrf«.(Le'er des „Vorwärts« erhalten S Prozent Rabatt.) SonniagS geöffnet!______• Betten, Stand 9,—. ftrnß« 70, im Keller. Brunnen- läOOft* (Sardinen! Steppdecken l Portieren I Tttchdeden I auxergewöbniich billig I Vonvärtsleier 5 Prozent Rabatt extra! Äardinenhaus Brünn, Hacke- scher Markt 4 tBahnhos Bärse). Sonntags geöffnet.« Leihbau«'»tortbplat, li«a! kau en Sie spoilbillig von Kavalieren wenig getragene Jackettanznge. Rock- dUzüge, Paletots, arößlklittils auf Seide, 9—18 Mark GelegiNbeltS. «Suie in Damen- Plllsch- Mänteln, Kostümen. Kleidern lbochelegant). Große Posten PelzstolaS, Petzgarni- turen. früher bis 200, jetzt 20— 76 Marl. GeiegrnbeitStäutc in Ubren. Kelten. Ringen, Waich», Betten, enorm billig, nur Morievlatz 58a l 2S38K H>», atSanzüg«. Winlerpatetois, Ulster, Joppen, Gekrockanzüge, grackanz..g«. Smokingaiizüge spolt- billig- RRenlhalsrstratze 48,«ine »revpe.. � ,l,N» Aiiidrrwitqen. Bellsicilen, spolt- billige Judttiturpreis». Koitbuser- damM 90... «rtv' iSetd: Sparen Sie, wenn Sie IM tZeibdan,.Rotenibaler Tor«. Limenilrntze 203-4, Ecke RoseNIbater» straße täuiett. Rnzüge 9.-. Ulster, Paietots b—, IovPttt 4,—. Silber. uhren 3—, goldene Damenuhrrn Goldwaren. Betten Wäsche. Sardinen, T-Pviche. Tischdecken. »idandecken, �rciichwlnger. Bilder. irahrräder. Alles«norm billig DonnlaqS geöfine!. 284bK �übutäftttine«. gebrauchle, Singer- dorbitt. Zchnellnäher 2Ü.-. Lang- t»,—. Rirjenauswahi i A.T Syaus Rolenlhalerstrgß« 32 (neben Weriheim). 81126 Eo lohnt NUI bei Max Weiß, 88, Große Franksurterstraße 88, all« bekannte Firma, zu kausen. Man wird reell und billig bedient. Wenig getragene, tetllveii« auf Seide, von Kavalie,en nur kurze Zeit getragene Jackeltanzüge. Rock- anzöge. Gebrockanzüge, Frackanzllge, Smotinganzüge, P»I«Iois, Ulster, Holen,«inzein« Fracks und Smokino» werden zu billigsten Preisen verlauft. Dt« elegantesten Sachen sind auch leihweii« sehr billig zu baben. 88, Große AianlsurterNraße 83. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu achten. 2 große Fenster. 11/6» Betten, Stand 11,00, 16,00 hoch eine 21,00, KillterpaletOlS, Winter. Oppen,---- »eibhaus straße 19. feine 21,00,«INterpaletOtS, Winter. jappen, Gehrockanzüge spottbillig. LeibhauS Osten, Köliigsberger- stroß« 19. g937K« ivtonatsdnzttge und Winter- Paletots von 6 Mark towte Holen von l,bO. Gebrockanzüge von 12.00 ackS von 2,60, sowie iät torvutenl« iuuren. Reue Garderobe zu staunend illigen vreiien, au« Psandieiden oer» tallene Sacken kaust man am billigsten bei Naß. Mulackstraß» 14._• NästmafchinenbauS Bellmann, Gollnowstraß« 26, empfiehlt Asrana, «ldler, Zentralboblim,'" Ichlfi, Hokemtycr, Tambourir, Wbeler- u. Wilson, Elastit Säulen-Maschinen usw. Prtma, Preis« billig, Abzahlung günstig. Garantie,«lt« Maschinen nebrne In Zahlung. 2055SI» Hemdenntch, lOMeter 3�50— 8,60, Bezüge, ynlcll«, Beiisedern. Sticke- k«ien, Tischwäsche. Damenwäsche Fablikpreise I Wäschesabril Langen u. Co.. Zimmerstraß« 49(Hos), nahe Jerusalemerstrage.» Herren< Garderobe mujT saubere Arbeit, große» Stofilaatr, Paletot. Anzug 40 Mark an. Kaust beim Handwerker, lasset den Hand. we>kcr verdienen. Teilzahlung gestauet. F. Dörge, DreSdenerstraß«(ds,» Leihhaus.Schöneberg«. gegenüber Babnboj, Sedanstraße t. Trlrvhon Am, 6. t!IS»7, bikltt stet« Gelegen- b-ilSkäuse in verpsändet gewesenen und neuen Anzügen. Sommer-»nd WiNtcrpaletolS. einzelnen Hoien. goldenen, silbernen Herren- und Damen- Remontoire- Nbren, Ketten 3.50 an, serncr goldene Ringe. Broichen, Ohrringe, PianinoS, Fahrräder. Freischwinger 10 Marl an. Rickard Eichelmann. 200K Ziutwaichfäfier, Zober. Sitz- wannen. Badewannen. Lvezinlsabnk ReichlNbergerftraße 47. Leiern d Proz l.OO. (Saskroneu ohne Anzahlung. Woche Riescniagerl LouiS Böttcher !>. Kroulcuchler- Speziatbäuser. -elricbSietlung i Boxbagencrilrai,« 32 lein Laden).(Fahrverbindung War- iliale: Nrutölln, amm 41, Eingang Her- 2S41K« llelbst Belrie_______ WWWWD»» Jch.aucrjiiwK) Fili Kötlbuier Damm 41, monnplatz, ' Gaszug- lampen, Hüngegaspendel. GaSwand- fUS»" ä Modern« HäNgegaskrvnen, Lnvenlu. preise Zi.rück- C a»* If�ilbiilig. Schroeder, tochftrotzc 13. SSSSK' Zehn Prozent vehturausverkaus. Rabatt Im In- Tötalausverkäiis von ange- schmutzten Gardinen, SloreS, Künstler- gardinen, Belldecken, Rouleaus jetzt iabcld.ift billig. «ardtnenre fte.-l. n ücr l.Sü, I.9S, 2.45. 2,85, 3,30, 4,25, S.SO. 6.75 usw. S. Weißenbergs Gardinen, und TepvichdauS, Große Frantsurter- straße 125. im Hauie der Möbel- fabrik an der Koppcnstraße.____ �Teppiche mit BSebesedlern 7,50, 9,50, 11,60, 13,50, 16,50, 19,60,22,50, 25�0. 29.50 usw. Tevptchhaus Große grantsurterstraß« 125, tm Hause der MöbelsabÄk. �Rellbeftöiide. 1—3 Fenster Tuch- Portieren, Pläschportieren, Madras hau». Große Franisurterstraß« 125. Duchdetken, Leinendelken. Plüsch. decken 1,36, 1,66, 1,95, 2,45, 2,95, 3,65, 4,25, 4,85, 5,60, 6,75, 8,50, 9,70 bi< 45 Mark. Steppdetkeu. SlmiliseldeV vö?- nehme Aussübrung 3,75, 4,85, 5,76, 6.50, 7,85, 9.50. 12.50. 14.50 usw. Große Franksurterstraße 125, im Hause der Möbelsabnk. Diwandccken, zurückgesetzte, 8.95. " � 6.50, 8.25. 9.76. 4.75, 5.65. n>,SO bis M,00. Läuferstosfe. 12,50, Lino- WW und Reile- decken, sabelhnsl billig. Große Frank- surterstraße 126, Im Hause der Möbel- sabrik. 291 IK° leumrene, Schlasdecken j M>' hast billig. Monatoanzüge, Palelots, großes Lager, jede Figur, kaust ma» am billigsten beim Lachmann; jede Aenderung Nack Wunsch in eigetter Werkstatt. 6 Prozent billiger sür Vorwärtsleier. Fürfienzelt, Schnetder- meister, Rosen lh a ie rstraß« 10_• "Iii fffeleit Stunden. Söocken- schrisi sür das arbtikeudeBolk. Romane und Erzäblungen. Abonnements wöchentlich 10 Ps. nehmen alle AuS- abestellen des»Vorwärts« entgegen. rodebest« gratis, m �b Rtf| Tül....W> WM Läuserstofie Sxtrarabatl. Polsdamer straße 109. Fischer.« 2928K' Lekdhau»»Brunnen« und Per- kauiaeschäst v-tten. Stand 9.—, «runmmstraße 118. Ecke Usedomstraße Breunhol», ofcFfcrflg, Buche, Erl- oder Kiefer, 10 Säcke(1 Meier Inhalt) 9,—; Anzündriiolz 20 Säcke 9.60. lOeocke 5.—. sie, Keller. Säge- werk S-inrich Scholz, Lohmühien- straße 4, Moritzplaß 781. 274ti.n* Psiihderverkadf! verfallene I ÄitS großem Pjandaelchäsl l Spoilbillig: Uhren I Keilen I Ring« I Wandubren I Anzüge I PaleiolS I Kolossal billigl Rur PsanblkiHe, Bruniienstraße 47. Betten 1 Reue V-tten 6.901 9.75, 12.76! Prautbettkn 15,75! 18.751 Daunenbetten 19,?5! 22.50 1?lu«- fteuerwäsche kolossal billig I Rur Pfandleihe, Brimnenstrahe 47. Teppiche! Prachivolle Persermuster 7,50 1 9,75-25,00! Plüsch- poitieren 5,851 Leinenpoi iieren 3.90! Plüschdeckenl Steppdeckenl Store»! Tiilldecken I Gardinen i Felle 1 Läuserstofie spottbillig I Nicht irren! Rur Psandicihe Paul Krüger, Brunnen- 2899K» straße 47. jährlich nur einma!"Jnvenlui- RäuniungSiierkauf im Tepvichhaus Emil Lejövre, Oranienstraße 158. Extraliste grattS. 294SK Federbetten. Stand 11.00, Daunen- bett 15,00, schlsuiiigst. Katzlcrstr. 1611. Gräfte Tiwändecken 4,35, buntpersisch, doppelictlig 5,85, Pa. Plüsch 16,85, Diwnnrückwände, retchgestlckt 3,75. Jiiventur-ExlrapreiS. Teppich- hau» Emil Lesbore, Oranienstraße 158. Dameuheniben mit gestickter Passe 1,15, Herrenhemden 1,15, Bett- bezug nebst zwei Kopslissen 3.95, Bettlaken 1.25, drel Handtücher 3,70, zehn Meter Hemdentuch 3,00, hochelegante etnäelne Mustersachen, passend zu Ausstattungen, bis zur Hälfte de« Wertes. Mittwoch Stoff- rcstevertaus. WSIchesabrtk Salo- montty, Dlrcksenstratze 21, Alexander- platz._ 21096 Cime Anzahlung. 50 Pfennig Nochenrate an, liefere Bilder, Wanduhren. Teppiche, Gardinen, Portteren, Tischdecken, Steppdecken. Strengfie Distretion zugesichert. Aus Wunsch AuSwablsendimg. Bestellungen er- bitte Postlagcrlarle 9. Postamt 102. LlttauerS berühmt« Nähmaschinen, Teilzahlung, kulanteste Bediiigunaeii. Gebrauchte Maschinen Ipotibillig. Ska- litzerstrage 99. Warschauerstraße 65* KtuderbettsteNe, Klappsportwagen. Joachim, granlsurker Allee 128. III. Lieferwagen und alle Sorten Räder Paltsadcnstraßc ioi. 2110b Dnmeumaskeu(Bäuerin), Klef- dungSslücke, KonzeNhaitshariiionika vertäust Friedeiislraße 07, vorn III rechts.__ 12/4 Laube mit Kahn und Angelgeräten zu verkaufen t» All- Stralau 31—32. Zu erfragen bei Slöcking, Memcler- straße 81. fiO Kanariruli-ilme, tadellose Zucht- weibchen, dreiteilige Heckbauer, zer- legbor, umzugshalber billig, Jensch, Neukölln, Allerstraße 45. f25' Kanarienhähue 4.00. floiieSänger 6.00. Schützen, iraße 11/12 I. 10/20» Seif» rikauacien, tourenreich. Rübl, Schöneberg, Bahnftiaße 43. parterre. kSJ» Gdelkanarlen, ach! Mark, sechzig Stammweibchen 1,50, Händler billiger. »chuiz. Bouchällraßc 37.__ i-ö'' Kaiiarienhähne, Weibchen,(polt- billig. Falbe Pankow, Btn, straße 49. Kanarieubähne 6 Äarl. llrban- straße 185, R-staurant. 20936 Seifertvöget oeriausl Äiesel. Alte Jakobstraße 87. 20«Sb GuteKanarlenbähne verlaust Pobft. Wiihetm-Stolzeüi.ißc 2. 2087b Röllergtuck� Wassel bohivögÄ. Weibchen, verkauft Schreiber, Brunnen. straße 146. S09öb Kanartenhäbiie. ttcjtourenreicke, 6.00. Zuchtwetbchen 1,50. Koenitz, TreSkoipstraße 45._ 12/9 HoHIkniirrhabne, Weibchen, spolt- billig Admieatstraße 7. It/lS Kaiiariruhtttme, Zuchtwetbchen ,polib>Uig. Re,»Hardt, Grünauer straße 6. fil? Kanarienroller, Heckhähne, Zuchtwetbchen� Schmidt, Stromstraße 26. Sciferthähne, Zuchtwetbchen, billig, Naunynstraße 65a. Seitenflügel. Heck- und gtugbauer billig, Malchow, Tiediischstraße 48. ftlS ftanartenhühue, gulsiiigcnde, Zuchtwetbchen, billig. Kramer, Löwe- straße 20._ tl07 Äüke Hcckhähn«, Tictze, Graun- strav-gl.___+140 Seiferthähne, Weibchen, verlaust Koch. Mariannenstraße 3.-s-16 Griiiidbegrifie der Politik, von 8riedrtch Stampfer. Gebunden 3 M. uchhandlung Vorwärts, Linden- straße 69 lLaden). vescdÄttuverKkuse. Kartoffel- und Serlngs-Spezial- geschäfl in verkehrsreicher Straße des Zentrum», 80.00—100,00 Tageskasse, sosort zu verkaufen. Erfragen Barnim- straße 22. Lokal.__+143 Tcklokal, in bester Lage, gut gehend, ist wegen anderer Unter- nehmen preiswert zu veikausen. Weruicke, Reinickendorf-Ost, Residenz- straße, Ecke Holländerstraße. 11/3 tpurttUdkal. langjährige», krank- beitshalber ioforl perkäuslich. Schöne- betg, Feurigstraße 16._ 20676* Hlättgeschäit. gutgebend, ver- käuflich Bapreutherstrahe 43. L080b Zigarrengeschäft Krankheit wegen billig. Ofierten II. Postamt 87. TÜrn 1 ikraiiiq eschäst mit Kolonial- waren, guigebend, verkliust billig +40 ver- 110. waren, guigeaeno, verkliust Tinzmann, Pasteurstratze 42. Zigarreiiyrichiist billig zu kausen, Neukölln. Stcinmetzstraße Kohlengeichäft verkäuflich� Umsatz 40-45. Erfragen Neukölln. Cirk- straße 1, Gemüsegeschäst.+26 Gtklokal Mit Vorgarten, gabl- abend, Vereine, krankheitshalber so- kort billig zu»erkaufen. Reinicken- dorf, Provinzslraße 92.+59 Räucherwarengeschäst krankbetts- wegen preiswert verkäuflich Strom- straße 40._ Wf Seifeilgeschnft. Gelegenheit, r-n tableS, kaiikurrenzioS, verkäuflich, .Hu selandstiaße 16.+71 Zigarreuges i fift krankheilshaider billig verkäuflich Slubbenlamnicr. sttoße 8.+71 Milchgeschäft, guigehend, sosort verkäuflich tziddenserstraße 13.+71 Obst-, Gemüse-, Kolonialwaren, nahe Ringbahuhvs, auch Hoch- und Untergrundbahn gelegen, billig ver- käuflich, Wichet+straße l, Ecke Schön- hauserallee.__+71 Milchgeschäft preiswert zu ver- kaufen Wsllwerstrabe SS. IBS Kohleuge schüft, gutgehend, bist zu verkaufen Bernauerstraße 7.+3 .............. i" Möbel. Möbel obne Geld! Bei kleiner Anzahlung geben Wir+ichaiten und einzelne Stücke aui Kredit unter äußerfler Preisnotierung, auch Waren aller Art. Der ganz« Osten kauft bei unt. Kretlckmann u. Co., Koppen« straße 4.(Scklefiicher Babnbof.l Nustbaumwirtschaft, bildschöne Slube, herrliche Kücheneiniichlung für jeden annehmbaren Preis ver- käuflich. Händler verbeten. Bauer, Große grankfurterslraße 86, eine Treppe........____. 11/7» Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung bei beliebiger Anzahlung zum Kofienprii». SlelS Gelegenheit». käufe in gebrauchten und zurück- gesetzten Möbeln, mich aus Teil- zahlung. Nachweis von Kunden wird gut bonoriert. Offerten Post- aml 90„Postiagerlarte 44'. Moderne Wohnungseinrichtung komplett, alle« noch neu, verkausi sehr billig GlaS, Rosenihalerstraße 57. voiiilll.__ V/17» Privatleuten verkaufe englische Nugbaumwirischajt, noch neu, mit hochmodernen Krichenmöbeln, Küchen« geschirr, Gastrone, Teppich 195,—, «äulentrumeau 30,—, Umbansosa 40,—. Avram, Neue Schönhauser- st raße 11, II. Händler verbeten.» Möbel I Zär Bralilleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Aiizaölung gebe schon Siube und Küche. An jedem Stück deuiltcker Preis. Nebervortetlung daoer ausgeschlossen. Bei Krankbetts- fällen und ArbeilSiofigkeit anerkannt größte Rückuchi. Möbelgejchäst M Gotvstaub, Zosfenerstraß« 38, Ecke Giieilenaustraß«. 2901k» Rrbseld, Badftrafte 4S. Woh- nungdelnrichtungen 165.— an, auch außerhalb�__* Rehfeld. Badstrafte 49, Umbau, PlülchsofaS 45.—. Relifeld, Bndstrafte 49- englische Bettstellen, Matratze 39,—, gebraucht« 12.-. 15.—, 18,— usw.» Rebfeld. Badftrafte 49. Kleider. schränke 25,—, gebrauchte, große 'AuSwnbt._ 282111* Privatleuten moderne Nußbaum- Wirtschaft, Prachttüchenmöbet, Plüsch- pntntlur, SSanbfiuorv und andere» 197,00. Casper, Loltumstraße 2, I. '.öföbet-GelegeiineitS-Käuse ipott« billig, neue gediegen« Einzelmöbel und ganze Sinrichlunge», Schlaf» »immer(eiche) 288,—. komplette Wohnzimmer 132,- biS240.—, Cbaile. longuc 24,—. Sofa 38.—» Trumeau 33,—, Schreibtische 40,—, Bettstelle» 25,—. Rieienauswahl. Modeffpeicher 9!eac König straße 89, 4 Etagen. Teilzahlung gestattet. Auch Sonn- tag». 249/ l» Singerbodbin, Herrenschneider, tadellos, spottbillig. Btrkeustraße 25, vorn IV rechts.+83 Betten, Stakld 9 Marl ab, Federn. Inletts dilligst. Müllerstr. N I.+96 Arbeiter. Mustertvohttuugen.Far jedermann leicht erwerbbar, sehr billige auch gebrauchte Möbel, gut erhalten groge Auswahl, Teilzahlung gern gestattet. Kasseithreis Zinsvergütung. Heine Anzahlung, bequeme Abzah lung nach Wunsch der Käuier. Gabbert Tischlermeister, Acker strahe 54. Kein Abzablungsgeschäst Lenuerta tviöbel-Gelegenheits käuse. Enorm große Ausiuabl in Ein- bis Drei-Zimmereinrichtungen. Für Brautleute, Pensionate bedem tende Ersparnisse. Außer vielen Zlush baum-Wirtschasten stehen 60 komplette Schlafzimmer, 69 Speisezimmer, 41 Herrenzimmer, 7Salon>Einrichlungen, 28 bildschöne Küchen- Einrichtungen zum spottbilligen Verkauf. Auch Er- gänzungsinöbel.BüteneOO.—, Stand uhren 70,—, Umbaue 65,—, Slbreib- tiiche, Sota- 45,—, Garnituren, Schränke, Vcrtikos 26.—, Bettstellen, Trumeaus 33,—, Tevpiche. Bilder. Kronen. Pianos, Klubsessel. Leder- soias, echte Perser usw. Hans Lennert, Größtes Möbelhaus sür Gelegenbeits lause, Lotbrmgeritraße 55, Nöten tbator Platz(4 Etagen)._ 2831 ff Kaufen Sie direkt beim Tischler Meister. Komplette Wolmungs-Ein- richtungen in allen Preislagen. Be- fichtigen Sie meine Ausstellung. Harnack, Stalllchreiberstr. 57 sMoritz, platz). Verlaus nur im Fabrikgebäude Zahlungserleichterung._* Möbelhandlung Mariannen straße 25, billige Preise. Teilzahlung gestattet..Vorwärts�leser 3 Prozent Rabatt. ZgK» Teilzahlung. NeelleS Möbel. geschält liefert Möbel sür Stube und Küche mit 20 M. Anzahlung, kleinste Raten. Auch einzelne Möbel. Acltere Möbel werden in Zahlung genommen und gegen moderne umgctautcht. Teppiche, Portieren, Läuser usw. ohne Anzahlung. Offerten Posllagerkarle l2 Postamt 22. 2339K* Moderne Arbeitermöbel in zeit» gemäßer Aussübrung, in Eiche salle Farben) und Nußbaum, unerreichte Auswahl, zu den allerbilligsten Pi eisen, in solider Arbeit, direkt vom Tischler- meisler Julius Apelt, Adalbertstraße 6, am K ollbuscrlor. 2926K* Möbel- Lcchner, Spczial-Möbel- haus, auf Kredit und gegen bar. 1. Geschäft: Bruunennraß» 7. am Rosentbnler Platz. 2. Geschält: Müller- straße 174, Ecke Fennstraße. Stube und Küche Anzahlung von>5.— an. Einzelne Möbelstücke, Anzahlung von 5.— an. Riesen- Auswahl. Größte Kulanz. Vorzeiger dieses Inserats erbält beim Kauj von 50.— an 5.— guigeschrieben Liefere auch nach aus- wärts. sonntags geöffnet von 12—2 Uhr. Kunden, die ihr Konto bei mir oder in fremden Geschäsleu be- glichen haben, erhalten bei mir sür denselben Wert Kredit ohne An- � zablung. Sonntags geöffnet von 12 bis 2 Uhr._ 272451* Möbcl-Colm, Große Frankfurter» strage 58, nahe Kaiserftraße. Wob- nungs-Einrichlungen aus bequeme Teilzahlung. Stube und Küche An» Zahlung von 15 Mark an. Einzelne Möbelstücke Anzahlung von 5� Marl an. Moderne Schlafzimmer. Speiie- »immer, Herrenzimmer. In bunten Küchen riesengroße Auswahl. Liejere auch nach auswärts. Abzahlung wöchentlich, monatlich, ganz nacy Wunsch. Größte Rücksicht bei Kranl. heil und Arbeitslosigleil. Vorzeiger dieses Inserats erhält beim Kauf S Mark gutgeschrieben. Sonntags 12—2 geöffnet.__ 2930K* Preisauszug der Möbetffrma Joses Kamerling u. Co., Kastanien- Allee 56, Ecke Weinbergsweg, und Brückenftraße 6, Jannowihhrücke, Ladeneingang. Geschnipte Hutboden- schränke, Spiegelvertiko 38.00, Aus- zugsoja, Muschelichränke 27,00, Kom- moden, Svicgellpinden, Trumeau 29,00, Ausziehtisch, Stühle, Küchen- schränke, SpeisczimmerbüsettS 85,00, Schreibtische, Sosaumbaue, Spiegel- schränke 45,00, englische Bettstellen 33.00, Ruhebetten 21,00. Durch Bar- masseneinkäuse find unsere Lager übe-füllt daher unsere Leistungs- sähi jfeit. 21086* Pliischsosa, elegant, Umban, mo- derne Nußbaumwirtschast, fast neu, auch einzeln, verkauft Zorudorser straße 4, I, Liefe._ 12/7 Plüschsofa! hochelegant, 35,00, Englischbetten, Kleiderschrank, Vertiko, Säulenirumeau, Plüschgarnitur, Sofa tisch, Gaslrone, Augshurgerslraße 23, Vorderhans, Hochparterre, Pension. Privatleuten, Stube, reizende Kücheneinrichlung. alles noch neu. sehr billig vcrläuslich. Nabau, Wein meisterstraße 1,111. 12/13 Musikinstrumente. Pianino, hohe, Schnitzerei, 130,- (eventl. Teilzahlung.) Zauber. Turm- straßell.__ 11/5* Pianino, schwarz, wenig aebraucht, große Tonsülle, seltene Gelegenheit, allerbilligst verkäuflich. Warschauer- straße 58 l, Menzel. 2g35K* Nustbaumpianino, Tismar, Badstraße 42/43. spottbillig. -199' zwei, m der», Kinderbett spottbillig verläuflich 11,3* Metallbetten. .tindcrbctt spott Zossenerstr. 10. Hutgeschäst. Kinderdrohtbett» Vertiko, Kleider» spmd, Schlaffosa. Göhr, Pappel- allee 84 II._ 21016 Niemand versäume vor jestem Möbeilaus meine großartige� Aus- fiellung modernster Herren-, Speise-, Schlafzimmer. Salons, Küchen zu besichtigen! Bis 15. Februar er. 30 Prozent Ermäßigung! Kostenlose Lagerung bis zum Gebrauch. 10 Jahre Garantie! Möbeisabril M. Hirichowitz, Skalitzerstraße 25, an der Hochbahn.* Berzugshalber Ausland verkaufe Nußbaumwirts chast, Kücheneinrichlung, Geschirr, Händler zwecklos. Döring, Lrüffelerstraße 42 III.__ 595* Für Brautleute! Bildschöne Nußbaumwirtichast, reizende Stücke, Küchengeschirr, Teppich, Bilder, 180,—, Schreibtisch, Uhr. Händler verbeten. Verwalter, Müllerstratze 150. 2956K Zufallskauf, Sofa 9,00, Küchen- schrank 9,00, Vertiko 18,00, Spiegel- vertiko. Muschelschrank 23,00, Säulen- trumeau 33,00, Bettstelle mit Ma- tratze 10,00, Gardinen. Auch Sonn- tag. Neue Königstraße 79 II, Dittmar. 211/2 Berka»stich: apartmoderne Wirt- schast(Händler unerwünscht!) Plüsch- sosa, Umbau. Büfett, Schreiblisch, Ankleideschran!, Chaiselongue, Tru- meau, Prachtwandbilder, Gaslrone. Königsbergerstraße 11, vorn I links, Fischer._____ 12/8 spottbillig! Fast neu. 2 Bett stellen Kleiderschrank, Vertiko, Tru meau.' Sofa. Tisch, Slühle kom plelte Küche. Edersohn. Bötzow. straße 30 1._ "Sofort, wie neu, soso 39,00. Schüsil- 74 I. 210/18 Plüschtaschcw Ehäusseestraße 21196 Piailiiios, Harmoniums, Flügel jeder Preislage, gebrauchte 120.00 an, Teilzahlung. Scherer, Chaussee- straßelOö._ 5345t* Pianinos und Flügel, gut er- baltene, gebrauchte m Zahlung genommen, darunter Schiedmaher Bechstein, Knakc, Hellmundt. von 175 Marl an. Schiedmayer, Piano sortesabrik. Potsdamerstratze 27B. Pianino, schwarz, große Tonsülle, fast neu, 230 Mark. Warschauer straße 58 l, vorn, Menzel. 2940R Pianino 110,00, zahlweile angenommen. Neukölln, Pianosabril. Juliusstraße 59. 12/6 Pianino allerbilligst. Neukölln. Rculerttraße 85. Hartwig, ____ 12/ll Pianino, herrlicher Klang, sosorl 150,—. Konetzny, Alcxanderstraß, 37 (Alexanderplatz). 210/19 Pianino, seines, vollen Ton, 200,—. Overholldaus, Schlegelstiaße M 11/17 Pianino, Miete 6,—, Teilzahlung 15,— an. Ooerhollhaus, Schlegel. straße 30._ Ol/16 Pianino billig Kuglerstraße 15, I links(Schönhauserallee)._+71 Italienische Mandoli ne Schulz, Lrückcnstraße 10. billig Grammophon mit Platten sür jeden Preis. Böhme, Kollbnscr Damm 8l. Grammophon mit Platten ver- kaust billig Siegel, Prenzlauerstraße 28 (Alexanderpiatz)._ 261 IK* Grammophon, gut erhallen, mit 11 Platten 18.— Mark. Neukölln, Bergstraße 148._ Bioline, gules Instrument, billigst. Schulz. Brü ckcustraßc 10._ Trichrerloses Grammophon verkaust Drews, Schliemannslraße 19. Mandoline billig, Michaelkirch- platz 10. parterre 9—1. 12/19 Bilder. Bilder. Sie lausen Bilder nirgends billiger als direkt Fabrik bei Bilder- Bogdan, Weinmeislei straße 2. 2248K psitrrSder. Erstklassige Fahrräder. Monatsrate 10 Marl. LouiS Barth, Brücken- straße 10a, I. Etage._ 290751 Fahrräder, Teilzahlungen, größte Auswahl, billigste Preise. Lothringer- straße 40. Filialen: Steglitz, Schloß- straße 116 Wilmersdorj, Uhland- straße 100. Charlottenburg, Kant- straße 57._ 1203a* Fahrradvertrieb„Groß-Berlin' hat in seinen Geichästen Neue Schön. haulerslraße 9. Brunnenstraße- 145, Badslraße 9, Müllerstraße t3, Turm- straße 25, Cbarlottcnbui g. Spandauerberg 29. allergrößte Auswahl und kolossal billige Preise. Beste Bezugs. quelle sür /cderniann. Neue Fahr- räder, ohne Gummi 29,— an, mit Gummi 35,—, 42,—, 48,—, 55,—. Gebrauchte 10,— an. Lauidecken 1,75 an, GebirgSreisen mit extra starker Lausfläche 4,50, 5,50, 6.50, Lustschläuche 1,75, 2.25, 3,—, Sättel 1,45, Karbtdlatei neu mit groper Blende 1,50, 1,75, 2.25, 3.50, Oel- laternen 0,65, 1.—. Rucksäcke 0,60, Gepäckträger 0,60, Pedale 0,65, Ketten 0,95, Engländer 0,20, Schraubenzieher 0,05. Reparaturen in eigenen Werlstätlen gewisscnhast, schnellstens und billigst. Emaillierung 3,50, Vernickelung Elektrische Taschenlampen und Taschcnseuerzeuge.* Herrenfahrrad. Damensahrrad, spottbillig, Fruchtstr. 35, Hos II rechts. Fahrrad, gutes, Frau Neukölln, Friedelstraße 47. Düwel, 10120 Breuuaborrad 25,—, Freilausrad. Kraus, Andreasstraße 54. 12/l Gelegenheitskauf, unbenutztes Herrenfahrrad, Knabensahrrad, Tan- dem, alles wunderschön, Spottpreis, Schräder, Weberstraße 42, Quer- gebäudc. 12/20 Herrenfahrrad, Freilaufrad, und Damensahrrad, Garantieschein, seltene Gelegenhett, jeden Preis, granlsurler Allee 104, Grosser._ 13/5 Herrenfahrrad. Damensahrrad. Motorzweirad, spoltbillig. Große Franksurterstraße 14. Ouergebäude Keller. 13/3 Kaufgesuche. Höchstzahlend, Metalle, Zahn. gebisje. Plattnabsall, Gold. Silber, Quecknlber. Metallschmelze Christionat, Kövenickerltraßc 20a(gegenüber Manreuffelstratze). 1/12* Platinabfälle. Gramm 5,70. All- gold, Silber. Zabngebisse, Stanniol. Onecksilber bis 3,85, Blattgold, 5Uhr- gold taust höchstzadlend Blümel. Schmelzerei, Augustslraße 19 III. Platiuabfällc, alte Goldsachen, Bruchgold, Silber, Gebisse, alte Uhren, Kebrgold, Goldwatten, Quecksilber, Stannial sowie sämtliche Gold-, Silber-, platinbaltigen Rückstände lautl Broh, Edelmetallschmelze, Berlin g, Kövenickerslraße 29. Telepb.Morip� Platz 6958.___2904U* Stanniol, Metalle. Spezialgeschäft. Elsnsserstraße 66. 2832K* Goldschmelze. Altgold, Aitsilber, Gebisse, Plalina, höchste Preise. Goldschmied Bruckard. Mulackstr. 22, nahe Roscuthalerstraße. 1901b* Fatirrasankauf, Weberslraße 42. höchstzahlend. 9/13* Münzen, Briesmaiken kaust Großmann, Spandauerbrücke 2.* Zahngebisse, Zabn bis 1.25. Plattn- abiällc 5,75, Eoldtachen, Silberiachen. Kehrgold, Goldwatten. Stanniol- vavier, Zinn 3.75, Quecksilber 3.80. Kuvser 1,30, alle„Metalle" höchst- zahlend. Edelmetall-Einlaulsbureau Weberitraße 31._ 28S4K* Futterreste laust Gollnowslraße 36._ Loewinsodn. 4/10* Znhngebisse, Bruchgold. Stanniol kaust Kobir Neue Königstraße 76.* Kaufe böchstzahlend Metalle, Kupfer, Messing Zink, Blei, Lötzinn, Roiguß. Zinn. Schenner, nur Ruders- dorserstrage 21._+40 Silbcrschmelze kaust gegen beste Bezahlung Gold, Platin. Zabngebisse, Ouectsilber. Stanniol. Staubgold, Polierschliff. Sämtliche goid- und silberballigeii Rückstände, sowie alle M-talle. Wwe. Marie Nieper, nur Köpenickerslraße 157. 2955K* Kaufe Frauenhaare, ausge- lammte. Zahle höchste Preise. Kasla. Neukölln, Erkstraße 3.* Haare, ausgelämmte. stets höchste Piene. Auskäuscr gesucht. Jrmcr. Luxemburgerstraße l. 72/15 Zahngebisse, Silberabsall, Kehr- gold Pialina, Stanniol, Ouccksitbcr höchstzahiend Friedrichstraße 130, Hoj (Kailslratzc). ll/19 Unterricht. Tanzschnle Siegen, Geweilschasts- Haus. Engeluser 15. Unterricht: Diens- tags 9— 11, Sonntags 3— 11._* Unterricht in der englischen vrache. Für Ansängei und Fort- geichritlcnc. einzeln oder im Znlel. wird enaliicher Unterricht erleitt. Auch werden Ueberiepungen an- gefertigt. G. Swiemy- Lieblnecht Cbarlottenburg. Sturlgarlerplah 9 Garicuoaus III. 44K* PolhtechniicheS Gemerbc-Jnititul, Inhaber Ludwig Barth, Ingenieur, Berlin. Chausteeitraße 1. Maichinen- bau. Elelirotechnil, Siienkonilruttion. 'Ausbildung von Ingenieuren, Tech- nilern, Maschinen, und Werlmeistern. Monteuren. Elclttomonteuren, In- genieur- und Malchüusten-Anwärler der Marine. Kurze Studienzeit, Tages- und Abendkurse, Schülerzahl zirka 500, beste Referenzen, Prospekte gratis. �_* Glektromonieure. Theoretische, praktische Ausbildung, auch von Nicht- sachleulen durch Elellro-Werlmeisler. Abcndunlerncht, Ansang April. Prospekte, Polytechnisches Gewerbe- Institut. Jnbaber: L. Barth, In- genieur, Berlin, Chausseestraße O_* Klavierschule, Harmonium- Violin-, Mandoline-, Gitarre-, Zither Unterricht, 4,00, einen Mona! gratis, Schönhauser Allee 6O_+70* B iolinunterrictit nach d oppell fördernder Methode erteilt erfahrener Künstler. Eine stunde Einzetnnler- richl 1,25,>/, Stunde 75 Pfennig, für 2 Schüler pro Stunde 2 Marl. Unter- Weisungen zum Zweck des Solospiels vor großem Pudlilum pro Stunk e 3 Mark. Offerten unter Z. 2, Haupt- expedition des„Vorwärts". 184 1 K* �Technikum Hoppe, Berlin, Malhieu- straße 13, Tageskm+e, Abendkurse, Etetlrotechnik, Maichinenban. 200/18* Klavierkursus. Erwachsenen Schnellmethode. MonatspreiS 3.00. Klaoierüben frei. 20 Klaviere. Musilalademie Oranienstraße 147. Moritzplatz. Uniontbeoter._ 12/2 Frisierschnlc. Brunnenstraße 184, Roientdaler Tor.(Gegründet 1884.) Frisierlehrerm Frau Hermine Elger. Fahrstuhlführer. Mereatorium. Schon enstraße Il/l2. am Pelriplatz. Gründliche Ausblldung als Kessel- Wärter sür Zentralheizung und»IS Fahrstuhliührer aus alle Systeme. Mäßiges Honorar. Anschließend po- lizeiliche Prüfung. 2944K* Pension bei Technikumdirektor, Villenvorort Berlins. Näheres durch Haasenslem u. Vogler, Berlin W. 8, unter D. B. 2792. 200/17' VolkS-Duettisten, erstklassige Solisten, empfiehlt Backhaus, Cadiner- straße 23._+-40* Gesellschaft.Anke", Duett, Solo, Swincmünderstratze 75._+82* Festdichtungen. surtcrstratze 67. Große Frank- 1973K* Kunüstopferei von FiauKotoSth Schlachteniee. Kurstraße 8 III. Pnrenranwalt Wetfel. Gitichwer- ftraye 94a. Pari ntanwal« Müller, Gitschmer- ftraße 81. 2439K* Pfandleihe Heinersdor+eritratze l4, nahe der Greisswatderftraße.!098b* Genoffen, Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich das Schultheiß- Restaurant. Dresdenerstraße 71, neben Thalia-Thealer(vormals Karl Schlee) übernommen habe. Für gutgcpslegle Bierc, Küche, nebst musilalischer Unterhaltung ist bestens gesorgt. Achtungsvoll Franz Strohdach. Gchrock, Frack und Smoking- anzüge verleiht Landsbergerstr. 9la. 1 Treppe. 1935b* Pfandleihe MarluSstraße 27. Drvlksacheii fertigt schnell und preiswert Druckerei»Süd- Ost' Wrangelstraße 86. 1943K* Haararbeitrn, fertig, schick, spott- billig. Turbane 0,95 bis 8,00, Zöpse (70 Zenlimeter lang) 7,75, 18 Locken 3.45. Alles garantiert echtes Men- schenbaar. Auch Anserligung aus eigenem Haar. Haarspezialist Schröpel, Kotlbuierdamm 83/85, erste Etage, Eingang Sandel straße. Kein Laden. Damcnbedienuitg. 2890K* Kuiiiistopferei Große Frantiurter- straße 67 2399K* Hondtväscherei. Große Stücke, Leibwäsche, vier Handtücher 0.10. Ab- bolung Mittwoch Friedrich Gcnzler, Köpenick, Müggelbeimerslraße 18 Gesangverein, 15 Sänger, wünscht sich mit einem oder zwei Gesang. vereinen in ungesäbr gleicher Stärke zu verschmelzen. Offerten an Robert Aßmann, X. 28. Swinemünderstr. 30. Tie Beleidigung gegen Rudolf MankowSki, Mariendors, Cbaussee- straße 298, nebme zurück. Schwager, Mariendors. Cbausseeitraße 264. Kiichenmöbel streicht Malhes, Lhchcnerstraße 9. Humorist Holz. Schulstraße 52. billig +71 Waschanstal» Max Marlgras. Köbrnick. Etisabelhslraße 14, wäscht sauber, schonend und chlorsrei Leib- wä'che, 4 Handtücher 0,10. Kein Vertauschen. Abholung Dienstag. Donnerstag. 12/17 Waschanstalt Bonack, Köpenick, Svieetlraße 1, wäichl ladellose Wäsche ohne schaise Substanzen. Leibwäsche, vier Handtücher, vier Taschentücher 0,10. Abholung, Lieferung Montags, Dienstags. 21236 Äufpolstecung, Sosa, Matiapen billig, im. außerm Hause, Chaussee- straße 74, Schäfer. 21l8b Haben Sie Anzngstofs? Arbeits- lokn. Zutaten 25,00. Herrenschneiderei, Wrangelstraße 4._ 21066 Humorist straße 7 III. Kerckoff, Korsörer- +140 Mnsikvereinen, respektive anderen. welche Vercinszimmer suchen, balte mich bestens empfohlen. Noch einige Tage srei. Vereinsbaus, Böttger- straße 22, Dietallarbeiter-Verlehrs- lokal._+99 elektrisch. Kundentischlrrei, elektrisch, vier Bänke, sucht Teilnehmer oder Käufer. Offerten 51. Postamt 14. 13/2 Vermietungen. I ArbritSranm, achtsenstrig, 600 M., hell, Adalbertstraße 42. 2107b Lade» mit Wohnung, Lychener- straße 13. +71 GeichästSkeller Ackei straße 104. Wohnungen. Wrberstraste 48, Stube und Küche, 2 Stuben und Küche zum 1. Februar und 1. April 1913. 11)8* Prachtwohnungen. 3, 2 Zimmer, Loggia. Bad. Mädchenzimmer, 48,00, 36,00. 25,00. Koloniestraße 69. 25+ Schöne Wobnungen, 18— 22 Marl. sosorl oder später, Babnbos Treptow 7 Minuten. Heidelbergcrslraße 31. Direkt am Friedrtchshain, Ge> orgenkirchstraße 63, Stube, Küche, Korridor sosort und April_ 8/1 Ideal> Passage. Neukölln, Wohnungen von zwei Zimmern mit Küche, Bad. Warmwasserversorgung, Zentralheizung und Enlstäubungsan- tage(Dredro. im Hause) sehr preise wert zu vermieten AuSlunst Wetchselstraße 8, vorn I rechts und III lin». 102/2* Knefebeckstrafie 84 Zweizimmerwohnung, Bad, Balkon, 28— 34 Mark. " Grünanerftrahe 3, Stube, iküchc, Korridor, 18,50, April 2088b 8 Stuben, Bad, reichlicher Zubebör, 31—, zum 1. Februar, Weidemann. Wichertstraße 136. 2121b Andreasstrasze 70, lleine Woh- nung billig.+48* Zimmer. Borderzimmer. 1 senstrigeS, zum 1. Februar, oermietet H. Jack.l, Wasserlorstraße 60 II._+56 Möbliertes Zimmer(Herren) Gilichinerstraße 60, 1 Treppe rechts. Scholz_ 21146 Möbliertes Zimmer für 2 Herren Britzci strape 12, Mcjer._ 12/3 Möbliertes Ballonzimmer, 1—2 Herren, Engeluser 13, 11 rechts, Möbliertes Zimmer, Manleuffcl- straße 83, vorn III rechts, an der Hochbahn. 21166 Möbliertes- sauberes Zimmer einen Herrn, Heyden, Kotlbuser- dämm 70/71, Gariengebäude quer II. "Möbliertes Zimmer füt�2 Herren vermietet Fischer, Bülowstraße 40, AarienhauS II. Kleines, srermdliches, möbliertes Dii+irnpf»ik nsrn+ists»» /(>>___ l..<, Zimmer zu vermieten, vorn l. Gtäsestraße 14, +48 Flurztmmee. möblierte Schlaf- stelle, Herren, Slalitzerstraße 1, Schön. Möbliertes Vorderzimmer, separat, zwei Herren oder Damen. Ora- nicnstraße 38, Hasenbein. 2092b Möbliertes Zimmer für 1 auch 2 Herren, sojoit oder später, bei Hubener, Fürslenstraße 16. Hos. II. Teilnehmer für Vorderztmmer. Narr. Waldemarstraße 7l.+16 Borderzimmer, möbliert, zwei- setlstrig, 2 Herren, mit Kaffee 16,00. Krnlick, Manteuffelitraße 95, II.+16 Möbliertes Zimmer Reichenbergerstraße 159. links. Sofort. sür Herrn vorn II, +16 Möbliertes Balkonzimmer ober Schlafstelle. Dwnmisch. Neukölln, Köllnisches Ufer 71. vorn HL+16 Möbliertes Zimmer zweiter Herr gesucht. Hölzer, Oranienstraße 204. vorn IV.+16 Möbliertes Vorderzimmer, I auch 2 Herren, vermietet Baensch, Man- teuffelstraße 118.__+16 "Möbliertes Zimmer, älteren Herrn, eventuell Kost. Krüger, Ska- litzerstraße 117._+16 Möbliertes Zimmer bei Lemms. Kotlbuserdamm 69._+26 Möbliertes Zimmer für 2 Herren. Rudel. Adalberlstraße 46. IV.+146 Möbliertes Zimmer zu vermieten bei G>ldemeister. Planuser 92.+14l Kleines Zimmer oermietet Nitschke, Boxhagenerslraße 14/15._+107 Möbliertes Zimmer, 1 oder 2 Herren. Kramer, Krentzigerstraße 5, Franklurterallee._+107 Möbliertes für Herrn, straße lQ. Zimmer, Strescmann, separai. Schmid- 2l24b Möbliertes Zimmer vermietet Biester, Kleimstraße 3, Bahnhos Ge- sun db i unnen._+82 Borderzimmer für zwei Herren. Brunncnstraße>43, Nilolay.+'.40 � Möbliertes Zimmer, billig Stolpischeslraße 41. vorn III, Zappe. Gut möbliertes Vorderzimmer, billig, bei Fi änlein Apfelbaum, Ruhe- platzstraße 20, II._+95 Zimmer, ein auch zwei Herren. sosort. Witlwe Gabriel. Reichenberger- straße 159, Ouergcbände I.+16 Kleines möb.iertes Zimmer, Friedrich. Rattborstraße 1, vorn lV, 2. Ausgang._+16 Möbliertes Zimmer, allein, 15.00, vermietet Witwe Hoffmann. Carmen-Shwastraße 162> Quer- gebäude IV.+71 Schlafstellen. Freundliche Schlafstelle, Neukölln, Okerftratze ll, Klopsch.__+6l Freundliche Schlasitelle, 2 Herren oder Damen. Lorenz. Olerstraße>0, vorn II. Neukölln.+25* Schlafstelle vermietet Engeluser 17. Hos III. Glagow, 2089b Möblierte Schlafstelle sür ein oder zwei Herren zu vermieten. Schimple. Kottduseruser 52 II. Nähe Admiral- brücke. 2090b �Schlafstelle. Herrn, separat. Kott- buser Damm 23, vorn III. 2097b Frantiurter 11/10 Schlafstelle. Herrn, Allee 58. vorn II links. Schlafstelle, allein, feparat. wöcheiillich 2,00, Naunystraße 22. Schlafstelle, möbliert, vcrmieiet Spruth, Lausitzei straße 45, Görlitzer Bahnhof.+16 Möblierte SchlasPelle. 2 Herren, Anders, Kövenickerltraßc 55 A.+16 Freundliche Schlasstelle vermietet Wnwe Völz, Naunynstroße 88, Sellen- flügel I, eventuell mit Kost.+16 Freundliche Schlafstelle, Herrn, bei Reple. Lausitzer Platz 17.+16 Möblierte Schlasstelle, 13,00, vorn zwei Treppen, Schwartzlops, Mar iannenstraße 45,_+1 6 _ Möblierte Schlafstelle sür Herm, Seidlitz, Naunynftraße 52, vorn IV. "Möblierte Schlafstelle. 2 Herren, vermietet sosort Pohle, Gubener- straße 52._+40 Möblierte Schlafstelle sür Herrn. Rauschnick, Hochstraße. Badslraße 67, Eingang +99 Freundliche Schlafstelle, Neukölln, Hossmann, Zielhenstraße 21, vorn II. "Möblierte Schiasstcllc sür zwei Herren Bötlgerstraße 6, vorn IV. Lehmann._+99 "Mädchen finden saniere Schläj. stelle. Rittner, Pankstraße 59, Quer- gebäude III._+99 Schlafstelle. ftleinert, HL Jorck- +145* straße 44, Ausgang 3, Möblierte Schlasitelle für ein giäulein Kochhannstraße 39, vorn I geradezu._+107 Möblierte Schlafstelle Lands- berger Allee 123, vorn IV rechts. Saubere Schlasstelle für Herrn Liebigstrapr 33. vorn. Frau Kiricki. Schlafstelle, freundliche, vermietet Romatzli, Dresdenerstraße 107/108. vorn II._ 12/5 Schlafstelle Swinemünderstraße 21. Frau»tanz r 21 20b Schlafstelle. Bierente. Dresdener- straße 107 III. 13/ l 'Möblierte Schlasstelle, S-hone� berg. Belzigerslroße 23. Garten- haus n. Mauruschat. JO? Möblierte mieten. Weinert, vorn 4. ,u ver- fraß.«, Möblierte Schlafftf He«ür Herrn bei Perichel. Fruchtsiraße�S. Portal 2. Möblierte Schlasstelle Hasel' beracrilrane 36, S-ilenflugel ll. Wols. Möblierte Schlasstelle. Herrn, allein, Mariannenplatz 8, Hos II. Engel. � "r+enndttche schlusslille vermietet We?.nle«-nl«. Gnstav-Adols- strage 4-____ t � — Freundlich möblierte Schlaf- stelle. Scharfe. Kastanienallee 21. Omeraebäude III._+71 "Schlasstelle vorn III Treppen Dunaerstraße 13. Posch.__+71 "Möblierte Schlasstelle für 1 oder 2 Herren Ackecftraße 133. 3. 4 Treppen. Frau Krelschmaml.+82 �rdeitsmarkt. Ltellsnangehote. Klempnerlehrling auf bakteris« logische Apparate. Küster, straße 4/5. Kraut» l984b» Edelsteingravcur-Lehrling, Zeichen» talent, 1. April, verlangt Paul Arndt, Berlin 0. 19, Adlerstraßc 7. 20765 Mietsgesuche. Zuzug»>>»""» .... � Die Ortsverwaltung Berlin des ju.?g°s Mädchen.' auch Bmott Pan! veu.s-den H�beherverbande. low. Weitzcnsee bevorzugt.' Post-.....«aaini■■■.— lagenid.Luise Ernst". Postamt 25. Bauichlosscr. mit Werlzeug ver- traut, lür Bauschlosserei gesucht. Ge- naue Angaben an.Lagerkartc 599", Postamt 9._ 21835 Stadtreisende sür Gastwirts- gläser und Beleuchtungsglas gegen Gehalt und Provision sucht Glas- g es chäst C. Treuer. Tellowerstraße 49. "Gesucht ein Monteur, vollständig vertraut mit Reparaturen und Mort» tage von Buch- und Steindruck- pressen. Offerten an Maschinemabrik Danzig-Langsnhr, KIeindammerweg5. Schreibcrlehrliiig, dem Gelegen- heit geboten, sich on Ortskranken. kassenwesen auszubilden, gesucht. Offer-Ieu mit Ansprüchen und selbst» geschriebenem Lebenslaus an Orts« lranlenkasse Stralau. 2075b Kiefen- Meister von Berliner Fliesengeschäst gesucht. Herren, welche längere Zeit in leitender Stellung waren, wollen Offerten mit Angabe der bisherigen Tätiglci! und Gebatts- onsprüche unier Bf. V. 1097 Rudolf Masse. Lcipzigerstraße 103, einsenden. Grundierer, geübter, verlangt Goldleistcnsabrik Rntbenberg Nach- solger, Weitzcnsee. Langhansstr. 126. 'Arbeiterinnen aus Kostümjacken, Paletots verlangt Lambrecht, Ebers- walderstraße 21._+71 Mamsells aus Palelots mrßerm Hause, l. 75— 2,50, verlangt Fritz, Grenzstratze 11. 12/14 Pdantaslefedern. Tffchttge stiebe- rinnen. Binderinnen für den Arbeits- saal aus Allord und Gehalt suchen Kalcher u. Fehlow. Köpenickerslr. 55. Fassonjacken" Arbeiterinnen sür Sioff und prima Kammgarn 1— 6, bei hohen Löbnen und dauernder Beschästigung, oerlangen Fei u. Noack, Warschauerflraße 39/40. 210/2b Arbeiterinnen aus gefütterte und ungefütterte Leibchen und Rundbilnd» Hosen l— 6, bei dauernder Beschästi- gung verlangen Fei u. Noack, Sarschauerslr-ße 39,40._ 811/1 Farbigmacherinnen, tüchtige Kräite, verlangen Neumann, Hennig u. Co+l6 Blusen-Stepperin verlangt Gutsche, Bornholmerslraße 9a._ 21846 Bessere Slaubmäntel- Mamsells. Roloff, Oranienstraße 112. 2085b "Maschinennäherin, welche ichon aus Kreuzftichmaschine Straußsedern grnähl hat. wird sofort ausgenon.mcn. Gebr. Nelson, Leipzigerslraße 71/72. "30 Mamsells aus Slaubmäntel sucht Siebet. Schl.iemannslr. 21.* Zeitungsfrauen sür Treptow lo- fort gesucht. Meldungen abends S�UH�Krüllsftraße 7. Laden. 11/15 Für Landwirtschaft Frau even- tuell älteres Ehepaar mit Vieh» lütterung vertraut und für vor- kommende Landarbeiten per sofort gesucht. Zu erfragen bei Paul Neu- mann, Mohrenstraße 16. 2069b* Siraufifedernäherinnen und Krauserinnen in und außer dem Hause werden ausgenommen. Vor- ilellung vormittags bis 11'/, und nachmittags von 2 bis 5. Gebrüder Nelson, Leipzigerstraße 71/72._ Lehrmädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren, aus achtbarer Familie. gegen monatliche Vergülung sofort gesucht Meldungen nur in Be- gleitung der Eltern oder des Vor- mundes 10—2 Uhr vormitlags oder 6—3 Uhr nachmitlags. A. Jandors u. Co., Belle- Alliance- straße 1-2. 2939K.* ssllr meine Goldleistenfabrik suche ich sofort einen zuverlässigen branchekundigen Werkführer, der mit vergolden, l""»"««Z grundieren der Leisten vollständig vertraut ist. Gehall 100—120 pro w*', 7""» Dreidorf, Kreis Pr. Slargard. Aclitung! Holzarbeiter. Wegen Streik oder Lohn. disserenzen iin» gelperr,.- tzea,. Einsetzer die Bauten der tirma«roSKnpkdü«etinkz, ächfische Sir. 8: Sämtliche Bauten in der Laskerstrasie, Neukölln. Kaiser. Friedrich, Str. IIS. Schönexerg. Heil, und Hewaldftrahrn-Elte. tß«lzarkelte>- Hraiictien die Prop> ller- werte tiarud». Neukölln, Naumburger St. aste 48. ffai- Klavierarbeiter and XI-icliler die Pianosabril Späth in Gera. Filiale Berkin. Potsdamer Str. Li». Eilr KlNteamaeker die Firma Conlnlck& Co.. Reichen- berger Str. IS.V und Uln» Saehf., Zeughofstr. 8- Das Berliner«rbeitswilligen. vermitteluiigc-vnreau». gelveu »Handwertcriäiuuverda..deS». Arbeitsnachweis d.-'eUmacher. innnng und der-�.ageufadri» kanten. Kaiser.Franz.Grenadler. Zuzug ist streng fernzuhalten. • 2119b Schmelzerei, Auguflslratze 19 III.* Achtungsvoll Kranz �vtrohoach.* linls. Sojort. T™ laflcmo icinjt, Postamt 25 vtmttkwrv�ichertketiafteur: Alfred Wiklepp, Neukölln. Für de» Luieratenteit verantw.l Th. Glocke.>LerUn. Druck». Verlag: Vorwärt» vuckdruckeret». V»clag»anstolt%>*"'-'"«er»• �0- BeelmZ�,