Nr. 276. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition it an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Berliner Kaufmannschaft und der Schuk der Handelsangestellten. Freitag, den 24. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ebensowenig können die Vertreter der Kaufmannschaft gebracht werden. Als im Jahre 1887 dem französischen in Abrede stellen, daß die Arbeitszeit der Lehrlinge nicht Parlamente der Antrag Nadaud vorlag, welcher einen kürzer ist wie die der Gehilfen. Diese wenigen Zugeständ- zehnstündigen Maximalarbeitstag und das Verbot der nisse an die Wahrheit werden blos nothgedrungen gemacht, Nachtarbeit der Frauen und Mädchen jedes Alters weil die amtliche Erhebung der Reichskommission trotz aller festsegte, gab die Pariser Handelskammer über den Gesetzihrer Mängel diese Verhältnisse auch auf grund von Aus- entwurf ein Gutachten ab, in der sie sich ganz ebenso wie Die Reichskommission für Arbeiterstatistik hat an- sagen der Prinzipale unwiderleglich klar erwiesen hat. die Berliner Kaufmannschaft im Jahre 1893 entrüstet über läßlich ihrer Erhebungen über die Lage der Angestellten im Sonst wird aber alles mit Rosafarbe getüncht und wo die die Eingriffe in die Freiheit des Arbeitsvertrages ausHandelsgewerbe an die Interessenvertretungen der kauf- Rosafarbe sich absolut nicht anbringen läßt, da wird sprach und dann wörtlich folgendermaßen fortfuhr: männischen Unternehmer und Arbeiter eine Reihe von schamlos beschönigt. So wagten es die Herren, dem Die Sittlichkeit der Arbeiterin sei weFragen mit Rücksicht auf die beabsichtigte Regelung der Reichskanzler den Bären aufzubinden, daß von nach- niger gefährdet, wenn sie Ueberzeit arArbeitszeiten, der Sicherung des Fortbildungsschul- Unter- theiliger Beeinflussung der Gesundheit, der geistigen beite, als wenn sie teine Verwendung für richtes für die Lehrlinge u. s. w. gerichtet. Der Stand- Fortbildung und des Familienlebens der Angestellten ihre Abende habe." punkt der Gehilfen wird am besten gewahrt in einer um- durch die Arbeitsdauer nicht wohl die Rede sein kann. Wirklich beispiellos ist die Aufopferung der Kapitalisten, fangreichen Eingabe der Freien Vereinigung der Kauf- Nun beweist aber die auf Anregung des Reichskanzlers leben sie nun in Paris oder in Berlin! Ueberall rackern leute zu Berlin, die unter dem Titel" Der Handlungs- vorgenommene Erhebung der Berliner Orts- Krankenkasse sie die Kinder ab, um sie vor dem„ müßigen Herumlungern gehilfe und die kaiserliche Sozialreform. Eine Antwort an der Kaufleute, daß entsprechend der Dauer der Arbeitszeit und moralischen Verderb" zu schüßen, die Männer, um den Herrn Minister von Bötticher, betreffend die Arbeits- der Prozentsaz der erkrankten Kaufleute steigt, daß die ihnen das„ verschwenderische Wirthshausleben" abzuverhältnisse im Handelsgewerbe", soeben im Buchhandel Hälfte der verstorbenen Mitglieder an Lungenschwindsucht gewöhnen und die Weiber müssen auch ihren Sittlichkeitserschienenen Broschüre enthalten ist. Neben dieser zu Grunde gegangen sind und daß fast die Hälfte der Er- fanatismus über sich ergehen lassen. Die ganze Arbeiterunseren Lesern, Lesern, die sich für die traurigen Ver- krankten an dieser Krankheit leiden, was wohl von dem familie muß Tag und Nacht geschunden werden, um sie zu hältnisse im Kaufmannsgewerbe interessiren, sehr zu Mangel an Bewegung, von der Unmöglichkeit sich in frischer hindern, das heilige" Familienleben zu schänden. So verempfehlenden Schrift ist zur Kennzeichnung des Stand- Luft zu erholen, von dem Zwange, vierzehn und mehr steht die Bourgeoisie ihre Aufgaben. Die Sittlichkeit als punktes des profitwüthigen Unternehmerthums als be- Stunden in schlecht ventilirten, engen, ungesunden und Argument für die 14-16 stündige Arbeitszeit in den Berliner sonders beachtenswerth die Eingabe des Vereins Berliner staubigen Räumen zu verbringen, herrührt. Geschäften, das ist aber das neueste auf dem Gebiete der Kaufleute und Industrieller zu bezeichnen. Zur Aus- Die Pausen sind nach der Ansicht der Prinzipale für praktischen Sozialpolitik. Wahrscheinlich werden die Chefs arbeitung derselben waren 16 Unternehmer- Vereinigungen die Gehilfen ausgezeichnet geregelt, aber die Statistik der der Berliner Konfektionsfirmen und Bazare nächstens zu Ehrenherbeigezogen. Wir können daher annehmen, daß der Ortskrankenkasse weist nach, daß die Bankbeamten in er- mitgliedern der Vereine für Hebung der Sittlichkeit ernannt werUnternehmerstandpunkt in der Eingabe in voller Reinheit schreckend hohem Maße magenleidend sind. Die einfache den; denn sie erziehen durch ihre angemessenen Loyne von zum Ausdrucke kommt. Da die für das Schriftstück ver- Erklärung für diese Erscheinung ist, daß diese Beamten 30-50 Mart die Mädchen zur Häuslichkeit und durch den antwortliche Berliner Kaufmannschaft erklärt, daß bei der überhaupt keine Pausen haben. Geschäftsschluß während der Saison um Mitternacht zur Sittlichkeit. Beantwortung der Fragen der Reichskommission die Rechte Die lange Arbeitszeit wird in folgender Weise beder Angestellten volle Berücksichtigung gefunden haben, und da schönigt: Die Ladenzeit bis 10 Uhr ist allerdings nach Mit der gleichen Entschiedenheit wie gegen die gesetzfie vorgeben, überzeugt zu sein, daß eine gesunde, wohl ent- Maßgabe der in den betreffenden Branchen herrschenden liche Festsetzung der Ladenzeit erklärten sich die Chefs gegen wickelte zufriedere Gehilfenschaft eine zu erstrebende Be- Verhältnisse im Winter in mehr Geschäften als im Sommer den Zwang, die Lehrlinge die Fortbildungsschulen besuchen dingung für unsere wirthschaftliche Entwicklung sei, sollte üblich; aber mit Rücksicht auf den Umstand, daß es sich zu lassen, obgleich sie selbst zugestehen, daß nur zirka ein man wohl zur Annahme berechtigt sein, daß die Berliner bei der Gehilfenschaft doch zumeist um unverheirathete Viertel der Lehrlinge die Fortbildungsschule thatsächlich beKaufmannschaft in ihren unten folgenden Aeußerungen schon jüngere Leute handelt, dürfte eine Störung des Familien- sucht. Sie versichern die Reichsregierung, daß die besondere Zugeständnisse an die in ihren Geschäften Be- lebens durch die Berufsthätigkeit bis 10 Uhr Abends nicht moralische Verpflichtung" der Chefs genügen wird, schäftigten sieht. Wie wenig dies zutrifft, zeigte der Inhalt eintreten, vielmehr dürfte diese Dauer eher von damit dem Lehrling die für seine geistige Ausder Denkschrift. Sie spricht sich gegen jedes gesetzliche Einwirthschaftlichem und moralischem Nußen für bildung erforderliche Zeit gewährt" werde.„ Diese greifen zu gunsten der kaufmännischen Angestellten aus. Die jüngere Gehilfenschaft sein, der da Erkenntniß wird sich in kürzerer oder längerer Zeit Selbst die kleinste Aenderung der heutigen Zustände wäre durch die Gelegenheit entzogen wird, Geld Bahn brechen!" Die Erziehung der Lehrlinge hat einzig das Ende des deutschen Handels nach der Meinung der und Körperkräfte zu vergeuden und sich den und allein dem gewissenhaften Ermessen des Prinzipals im Spigen der Berliner Kaufmannschaft. vielfachen Verführungen auszusehen, wesentlichen überlassen zu bleiben". Natürlich, denn jede Ja eine so wenig einschneidende Maßregel, wie die welche die Großstadt bietet." Schmälerung in der Ausbeutung und Züchtung der LehrEinführung einer Minimalfündigungsfrist würde nach der Die edlen Heeren äußern sich genau in dem Sinne, linge ist ein Eingriff in die heiligsten Rechte des Profits. Ansicht dieser Herrn sich im geschäftlichen Niedergang und wie vor 60 Jahren die englischen und wie vor 10 Jahren Eine allgemeine Festlegung der Verkaufszeit oder der in der Anhäufung der Konkurse äußern", eine Lage würde die österreichischen Unternehmer und wie die unserigen bei Dauer der Offenhaltung der Läden erweist sich als gänzlich geschaffen werden, die von unabsehbaren, gewiß gänzlich jeder Gelegenheit, wo die Frage des Arbeiterschutzes ernst- unthunlich."" Das öffentliche Interesse" würde dadurch unerwünschten, schädigenden Wirkungen für die allgemeinen lich in Fluß fam. Dieselbe unverschämte Verlogenheit und aufs schwerste geschädigt". Als ob nicht in England durch wirthschaftlichen und sozialen Verhältnisse begleitet sein zynische Rohheit, die die Herren Ausbeuter überall zeigen, die shop hour regulation act vom 25. Juni 1886 müßte". wo ihnen als Gesetzgebern zugemuthet wurde, das bischen die Arbeitszeit der Personen unter 18 Jahren auf 74 WochenArbeiterschutz zu gewähren, welches bis jetzt erreicht wurde. stunden inkl. der Pausen beschränkt wurde. Seitdem find Geradezu komisch aber wirkt es, daß in allen Ländern die noch weitere Einschränkungen der Arbeitszeit in England selben Argumente( Gründe) fast mit denselben Worten vor- Gesetz geworden. Und Englands Handel ist doch der größte, Dabei können die Herren nicht leugnen, daß Engagements mit eintägiger Kündigungsfrist thatsächlich vorkommen. Aber trotzdem keine Minimal- Kündigungsfrist! Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skizzen Sozialisten, welche von der Regierung zum Tode verurtheilt waren, auch Anton. aus der sozialistischen Bewegung heiße Sehnsucht nach dem Leben. in Rußland. " " " Um neun Uhr Abends kam der Gefängnißpope in Anton's Zelle. Seine Gestalt konnte keinen guten Eindruck machen: Es war ein wunderschöner Morgen, an dem Anton er war dick, hatte einen aufgedunsenen Leib, war in einem [ 15 und sein Kamerad die Todesstrafe erleiden sollten. Ent- abgetragenen Talar gekleidet und hatte ein breites, rothes zückend schön war, nach einem nächtlichen Gewitter, die Geficht mit taltblickenden Augen, er glich eher einem Feldweiche Farbe des Himmels und der Morgenwolken; die webel als einem Prediger der Liebe. Frische der Luft, welche die Brust einsog, erweckte eine Wünschen Sie sich nicht mit Gott zu versöhnen?" fragte er im trockenen offiziellen Tone. Viele erweckte dieser schöne Morgen früher als sonst. Sie fommen umsonst zu mir ich glaube nicht Früh standen jene grausamen Menschen auf, deren Hand- an Gott," antwortete Anton. ( Aus dem Russischen übersetzt.) wert es war, junge Leben zu vernichten; noch früher" Beichten Sie... Sie haben sich an Gott und an erhoben sich Tausende von guten Leuten, ohne deren dem von Gott Gesalbten versündigt; aber Gott hat die Auch für Anton wurde dies verhängnißvoll. Die un- Hilfe es diesen grausamen Menschen nicht möglich gewesen reuigen Sünder lieb." bedachten Zungen seiner Kameraden sprachen von ihm, wäre, grausam zu sein. Vor Tagesanbruch standen die Diese im gemessenen, metallischen Tone gesprochenen irgend Jemand hörte es, irgend Jemand denunzirte es, Soldaten auf, die in der Stadt garnisonirt waren, und Worte ärgerten Anton. und Anton wurde arretirt. Da er sehr vorsichtig war, be- marschirten ebenso ruhig, wie zu einer Parade zur Stadt Erlauben Sie," unterbrach er den Popen, wenn Sie veitete er der Polizei nicht die Freude, irgend einen Beweis hinaus, um eine lebendige Mauer zu bilden, in deren in der That der Apostel Christi wären, dann würden Sie in seiner Wohnung zu finden, daß er zu einer politischen Mitte zwei Jünglinge hingerichtet werden sollten, weil sie mir sagen, daß man Jesus auch dafür getödtet hat, daß Partei gehöre. Anton hatte sich an feiner Ermordung das Volt mehr liebten, als sich selbst. er ein Leben der Wahrheit predigte, wie man uns jetzt eines kaiserlichen Beamten betheiligt, da er an der Auch die städtischen Arbeiter erwachten und wanderten dafür tödtet. Aber Sie sind kein Diener Christi, sondern Meinung festhielt, daß die ganze Thätigkeit gegen dorthin, aus der Stadt hinaus, nicht um ihre Freunde zu des gegenwärtigen Herodes; ich bitte Sie, mich in Ruhe das Zentrum der Regierung gerichtet werden müßte; aber befreien und sie mit Triumph dem Leben wieder zuzu zu lassen." diese Ansicht äußerte sich in der Zeit noch nicht in der führen; nein, nur um zuzusehen, wie sie gehängt werden. Die kleinen Augen des Popen funkelten, als er sich der Drganisation der Explosionen. Sogar einige Herren und Damen erhoben sich frühzeitig Thür näherte und vor sich hin murmelte: Trotzdem die Polizei unverrichteter Sache aus Antons und fuhren in Kutschen zum Richtplak hin; sie schwaßten," Erleuchte Herr mit dem Lichte der Wahrheit Deinen Wohnung abziehen mußte, sah ihn die Regierung nicht nur lachten und eilten mit leichten Herzen, wie die Weiber Knecht und nimm ihm mit Deinem Geiste den Hochmuth!" als einen Verführer an, sondern auch als einen Menschen Roms, zum blutigen Schauspiel. Sich betreuzigend, verließ der Pope eilig die Belle, pon tiefer Ueberzeugung und starrer Wilenskraft, der des- Anton konnte in der letzten Nacht lange nicht ein wie ein Beamter, der seinen Dienst beendet hat. halb doppelt gefährlich war. schlafen. Er lag auf der Pritsche und sah, wie fort- Anton legte sich von Neuem auf seine Pritsche; der Infolge dessen befand sich, als der Präsident des während der Schieber in der Thür geöffnet wurde, und wie Besuch des offiziellen Priesters machte auf ihn einen peinKriegsgerichts in der Audienz deim Generalgouverneur sich das Auge des Wächters ihn beobachtete- sein Leben wurde lichen Eindruck. Er haßte die Popen, weil er wußte, daß die Befehle betreffs der Urtheile holte, unter den zwei eifrig gehütet, weil man es zur Hinrichtung brauchte. es ihr schmachvoller Beruf war, das Volk zu Knechten. reichste und mächtigste der Welt. Damit ist auch die ver- 1 Für die zur Berathung stehenden Verträge verlangt Das Tabakmonopol in Sicht. Die von uns in der logene Behauptung widerlegt, daß in keinem Lande der der Sprecher unserer Agrarier Kommissionsberathung, in- letzten Nummer veröffentlichten Bestimmungen des GesetzWelt" ohne großen allgemeinen Schaden der Versuch gemacht dem er ausführt, daß man genau erwägen müsse, ob die entwurfes über die Tabak- Fabrikatsteuer können wohl nicht werden darf, auf die Geschmacksrichtung oder die Bequem gewährten Kompensationen genügend seien. anders gedeutet werden, als daß die Reichsregierung neben lichkeit oder das zeitlich und örtlich so verschiedenartig Zum Schluß versicherte der Herr Graf unter der leb- dem Zwecke sich eine neue Einnahmequelle zu eröffnen, die auftretende Konsumtionsbedürfniß einen beengenden Einfluß haften Zustimmung seiner Parteigenossen, daß die konservative Einführung des Tabakmonopols plant. Sie engt den Geauszuüben." Seite des Reichstages in keinem Falle einem Generalvertrage schäftsbetrieb der Tabakpflanzer, Händler, Fabrikanten und Die Furcht unserer maßgebenden Kreise vor der Sozial- zustimmen werde, welcher nicht die Interessen der Landwirth- Hausindustriellen in einer Weise ein, sie bevormundet demokratie wird von den Berliner Kaufherrn auf's plumpste schaft wahre. denselben so unerträglich, sie bedroht ihn mit ausgenügt. An mehreren Stellen weisen sie auf das rothe Als Kompensation für die Landwirthschaft schien der so vielen Strafen, daß eine große Anzahl der am Gespenst hin, so behaupten sie einmal, daß unter den Redner die Einführung der Silberwährung zu betrachten, Tabakhandel und der Tabakindustrie Interessirten jetzigen Verhältnissen, da die Gehilfen im Handelsgewerbe wenigstens die Lebendigkeit, mit der er nach Silber rief, zur Aufgabe des Geschäftes gezwungen werden dürften. He in immer zunehmender Masse der Agitation der Sozial- machte den Eindruck, daß er davon Rettung für sich und größer der Geschäftsbetrieb ist, desto leichter wird er die demokratie ausgesetzt sind, nicht rathsam erscheint...... seine nothleidenden Erwerbsgenossen erhoffe. Maßnahmen der Reichsregierung erdulden können, so daß die Begehrlichkeit des kaufmännischen Gehilfenstandes zu Dem konservativen Rufer im Streit folgte der schon dieses Gesetz ein kapitalistisches Tabat wecken und den letzteren damit in die Arme Staatssekretär des Aeußeren, Freiherr von Marschall, monopol zur Folge haben wird. Damit wird der Der genannten Partei zu treiben", all anderer welcher in sehr eingehender Weise die Meinung widerlegte, Widerstand gegen das Reichs- Tabakmonopol naturgemäß Stelle drohen sie mit der Zuwendung einer Mehrzahl der als ob die bestehenden Handelsverträge dem Reiche keinen vermindert werden, da fünf Jahre nach Inkraftselbständigen Rauflente zu den extremsten politischen Vortheil gebracht haben. treten der Tabak- Fabrikatsteuer weniger Interessenten Parteien". Demnach werden die Gehilfen desto regierungs- In einer scharfen Auseinandersetzung mit der kon- durch das Monopol geschädigt werden als heute. freundlicher und zufriedener sein, je weniger die Reichs- fervativen Partei verurtheilte der Staatssekretär die Auch die Entschädigungssummen werden nach der regierung ihre Interessen wahrt und die ehrerbietigft ge- agrarische Agitation, Agitation, vertheidigte die Regierungs- Dezimirung durch die Tabak- Fabrikatsteuer geringer horsamsten" selbständigen Kaufleute werden das schwarz politik und stellte fest, daß sich die agitatorische, auf sein können, als sie heute sein müßten. Demnach haben weiß- rothe Banner sofort mit der rothen Fahne vertauschen, reizende Thätigkeit der Tivolikonservativen als der innere nicht nur alle bisherigen Gegner des ungeheuerlichen Gesetzwenn man von Reichswegen ein klein wenig das Feind kennzeichne. entwurfes, sondern auch alle Gegner staatssozialistischer Elend der Handlungsgehilfen, für die die Prinzipale Nach dieser sachlichen und inhaltsreichen Rede, die das Projektenmacherei und der Verstärkung der Macht der so väterlich besorgt sind, zu bessern versuchen wollte. Interesse des Reichstages voll in Anspruch nahm, konnte gegenwärtigen Regierung mit aller Entschiedenheit gegen Gelungen ist auch, daß als Folge der Einführung der der Abg. Rickert nur schwer das Ohr der Versammlung das Projekt der Tabak- Fabrikatsteuer Front zu machen. Sonntagsruhe das Einnisten des Denunziantenwesens in gewinnen. den bisher so intakten Handelsstand" konstatirt wird. Wenn Herr Rickert beschäftigte sich mit dem Bund der Landman den Spieß umdrehen wollte, könnte man behaupten, wirthe und machte zugleich einen fräftigen Borstoß gegen daß die Sonntagsruhe die Erkenntniß gezeitigt hat, daß das preußische Abgeordnetenhaus, welches er als Karrikatur die selbständigen Kaufleute zum großen Theile berufsmäßige bezeichnet. Gesetzesübertreter sind. Die Währungspläne der Agrarier kennzeichnete der Die Berliner Kaufherren haben zu viel beweisen wollen und werden deshalb gar keinen Eindruck machen. Ihr würdeloses Ableugnen offenkundiger Schäden, ihr unverschleierter Egoismus muß jeden anständigen Menschen anwidern. Sie haben somit der Sache der Gehilfen einen wirklich großen Dienst geleistet und haben die Verachtung vor den Vertretern des Kapitalismus in für uns erfreulicher Weise zu steigern verstanden. Mit dieser Anerkennung wollen wir nicht zurückhalten. Redner mit den Worten: Gold borgen und in Silber be. 1 Gegen die Tabak Fabrikatssteuer. Sämmtliche Tabatarbeiter und Pflanzer am Niederrhein haben sich dem Broteste gegen die Tabak- Fabrikatsteuer angeschlossen und ihre Vertreter im Reichstage beauftragt, gegen dieselbe zu stimmen. Erfrent hat uns an der Eingabe der Berliner KaufDer Antrag der Liberalen in der bayerischen Kammer der AbDie Steuerfreiheit der Standesherren in Bayern. herren der Hohn auf die Reichsregierung, die die Arbeits- zahlen, das ist's was der Bund der Landwirthe will. zeit im Handelsgewerbe regeln will, und in ihren Betrieben Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen behandelt geordneten, die Steuerfreiheit der Standesherren aufzuheben, bei der Poft und der Eisenbahn ungewöhnliche Arbeitszeiten Rickert die Handelspolitik, weist die Vortheile und die Noth- wurde mit 76 gegen 67 Stimmen abgelehnt, dagegen der duldet. Schade, daß die Kaufherren vergessen hatten, das wendigkeit der Handelsverträge nach, polemifirt stellen Antrag des Zentrums nach lebhafter Debatte angenommen. schöne Wort von den staatlichen Musterbetrieben bei dieser weis recht glücklich gegen die Agrarier und schließt Nach letzterem Antrage soll eine Enquete vorgenommen Gelegenheit anzuwenden. feine Rede mit einem Appell an die Regierung, sich werden über den fiskalischen Umfang dieser Steuer Ganz entrüstet sind die Herren Chefs darüber, daß nicht durch die Konservativen an der Festhaltung der freiheit, um den Betrag festzustellen, welcher für die man selbst die Arbeitszeit der Hausdiener, Packer und Handelsvertragspolitik beirren zu lassen. eventuelle Ablösung innerhalb der verfassungsmäßigen Laufjungen regeln will, sie fordern, daß diese gleichmäßig Nachdem Herr Rickert in behaglicher Breite geschlossen, Bulässigkeit erforderlich ist. Der Miniſter des Innern wie die gewerblichen Arbeiter behandelt werden sollen, vernahm der Abg. Lieber vom Zentrum das Wort um sich Frhr. v. Feilißsch erklärte, eine solche Enquete werde augeffen aber dabei ganz, daß die gewerblichen Arbeiter bis über die eigentliche Stellung seiner Fraktion nicht aus- gestellt werden, dieselbe würde aber in der gegenwärtigen zu einem gewissen Grade geschützt sind, während die Hauszusprechen. Der Zentrumsredner plaidirt für Kommissions Legislaturperiode kaum mehr abgeschlossen werden können. diener 2c. gänzlich ungeschützt sind, insbesondere die Lauf- berathung, indem er in viel weniger geschickter Weise Ferner betonte der Minister, dem Ausspruch Grillenberger's burschen ganz gegen die Bestimmungen der Gewerbe- als wie sein verstorbenes Vorbild einen Giertanz aufführt. noblesse oblige" gegenüber, es liege hier ein begründeter Ordnung bis 16 Stunden und noch länger in Berlin be- Die Stellung des Zentrums wird wohl erst nach Erledigung Rechtsanspruch vor; durch ein freiwilliges Uebereinkommen schäftigt werden. des Jesuitenantrages klar werden. Bis dahin wird Herr sei der Zweck des Antrages leichter erreichbar. v. Vollmar Lieber noch einige Male sein„ wenn" und" aber" mit der begründete den Antrag der Sozialdemokraten gegen die neuen Reichssteuern. ihm eigenen vielgesprächigen Unterhaltungsgabe herbeten. Ueber den Eindruck der Lieber'schen Rede auf den Die Reichs Finanzreform im bayerischen LandReichstag berichten wir am besten, wenn wir melden, daß tage. Auf die gestrigen Ausführungen des Abgeordneten zahlreiche Reichsboten in stiller Beschaulichkeit in ihrem von Vollmar erwiderte Ministerpräsident Freiherr v. CrailsSessel zurückgelehnt- dem Redner zu folgen schienen. heim, der Antrag Vollmar's sei durch die Verhältnisse überDes trockenen Tones fatt tummelte nun Graf Kani holt. Die Instruirung der bayerischen Bundesbevolldas agrarische Rößlein, um den Staatsekretär Frhr. v. Marschall mächtigten von dem Votum des Landtags abhängig zu mit einer Fluth von Vorwürfen zu überschütten und für machen, sei nach der Bestimmung der Reichsverfassung unden Bund der Landwirthe eine Lauze zu brechen. zulässig und praktisch unthunlich. Daher würde auch die Annahme des Antrags Vollmar eine bindende Verpflichtung für die bayerische Regierung nicht enthalten. Allerdings stehe dem nichts entgegen, daß Angelegenheiten des Reiches in dem Landtag besprochen und die Haltung von BundesEin volltenendes, heiteres Bravo bestätigte dem rathsmitgliedern kritisirt würden. So gern aber die ReRedner, daß es den anderen Zuhörern ebenso gegangen ist. gierung den Wünschen des Hauses entgegenkommen möchte, Dieser fanatische Agrarier sieht in dem Handelsvertrags- so wenig vermöge fie auf die ihr verfassungsmäßig zukommende system den Untergang des Vaterlandes. Er tröstet sich Selbständigkeit und Freiheit der Entschließung im Bundesschließlich mit dem Bewußtsein, daß er vor zwei Jahren rathe verzichten. Finanzminister v. Riedel bezeichnete die diefelbe Rede ebenfalls vergeblich gehalten habe. Gegen Schluß finanziellen Ausführungen Vollmar's als auf falschen Inseiner Rede machte Graf Kanit den noch durch allgemeines formationen beruhend. Mit der Tabalsteuer greife man zu Gelächter belohnten Vorschlag, den österreichischen Handels- einem Steuerobjekt, welches in Frankreich, England, Defter vertrag wieder aufzuheben. reich, Italien 2c. doppelt und dreifach höher besteuert sei, Die Rede hatte für das Haus insofern eine recht als in Deutschland. Während in Frankreich auf den Kopf angenehme Wirkung, als sie Herrn von Caprivi, der der Bevölkerung 6,47 M. Tabaksteuer kommen, entfalle in bis dahin als stummer und steinerner Gast der Sitzung bei- Deutschland gegenwärtig auf den Kopf eine Steuer von gewohnt hatte, zu einem eleganten Fußtritt, und Herrn von 1 M., und dieser Satz würde nach Einführung der beabMarschall zu einer ganz kräftigen und hübschen Abfertigung sichtigten Erhöhung auf 2 M. steigen.- Unsere Genossen begeisterte. werden den Ministern die geziemende Antwort nicht schuldig bleiben. Bei Politische Iteberlicht. Berlin, den 23. November. Aus dem Reichstage. Die Berathung der Handelsverträge hat zahlreiches, meist agrarisch aussehendes Publikum auf die Tribüne des Reichstages gelockt. Nachdem die Anträge auf Einstellung einiger gegen die sozialdemokratischen Abgeordneten Herbert und Kihn schwebenden Strafverfahren angenommen, nahm der Abg. v. Limburg Stirum das Wort, um eine donnernde Philippika gegen die Handelsvertrags- Politik des neuen Kurses zu halten. Der Graf Limburg ist seiner Zeit wegen Veröffentlichung eines gegen die Handelspolitik gerichteten Artitels in der„ Kreuz- Zeitung" gemaßregelt und später pensionirt worden. In einer langen mit zahlreichen Bosheiten gegen den Reichskanzler gespickten Rede trägt der gräfliche Abgeordnete die Klagen der„ nothleidenden" Großgrundbefizer vor und läßt seine Ausführung in die Drohung ausklingen, daß die konservative Partei als Gegnerin der bestehenden Handelsverträge dafür sorgen werde, daß dieselben bei Ablauf nicht verlängert werden. räumen. An emner Stelle seiner Rede erwarb sich Graf Kanit den lachenden Beifall des Reichstages, als er erklärte, dem Abg. Lieber nicht antworten zu können, weil er denselben nicht verstanden habe. Um 5½ Uhr vertagte sich der arg ermüdete Reichstag. Morgen Fortsetzung der Debatte und noch vieles andere wenigstens auf der Tagesordnung. Vor Montag wird die Etatsdebatte nicht beginnen. Erhöhung der Einkommensteuer in Baden. der gestrigen Eröffnung des badischen Landtages betonte die Thronrede die schwierige Finanzlage des Landes und fündigte die Erhöhung der Einkommensteuer an unter besonderer Berücksichtigung der unteren Klassen. Ein starker Regen flatschte auf das eiserne Dach des ehrliche, charakterfeste Menschen zu vernichten; fie nennen Beitung" ergeht es wie jenen Verbrechern, die eine ge Nochmals der politische Nerv. Der„ NationalGefängnisses, die Blige erleuchteten die Belle, der Donner sich Bollstrecker des Gesetzes. Einige von ihnen, die sich un heimnisvolle Macht unwiderstehlich nach dem Schauplatz rollte dumpf, darauf bald wurde es wieder still. Aber die willkürlich schämten, schlugen die Augen nieder, andere ihrer Thaten treibt, bis sie der blinden Gerechtigkeit in die Gedanken quälten Anton, sein junges Leben protestirte blickten mit eiserner Stirn gerade in das Gesicht des zum Hände gerathen. Sie kommnt immer und immer wieder auf energisch gegen ein frühzeitiges Ende. Dazu kam das kränkende Tode Verurtheilten, und bemühten sich, die geringste Be- ihre schmachvolle Denunziation Bueb'3 zurück, woraus ein Bewußtsein, daß er sterben mußte, ohne irgend etwas gewegung seiner Muskeln zu erspähen. Naiver den schmeichelhaften Schluß ziehen könnte, sie habe than zu haben, um die Hindernisse aus dem Wege zu Diese Blicke veranlaßten Anton seine ganze Energie zu doch noch Gewissen. Er müßte freilich sehr naiv sein. ſammen zu nehmen, um seinen Freunden seine Leiden nicht nicht Gewissen ist's- über solche Sentimentalitäten" Ein Gefühl der Kälte, jener durchdringenden Kälte, zu zeigen. Mit erhobenem Kopfe ging er muthig die lange sind diese staatsmännischen Mannesseelen" hinaus- es welche der Schmerz verursacht, erfaßte ihn infolge dieser Treppe hinunter in den Gefängnißhof. Dort stand schon ist die Verlegenheit, die Verlegenheit des bei einer unehrenGedanken. Diese Gedanken können einen Jüngling von der Wagen bereit, der mit kräftigen Berden bespannt war. haften Handlung ertappten Hochstaplers. Unser Standschwachem Charakter erschüttern und ihn dazu bringen, um Anton setzte sich auf die rechte Seite des quer über den Gnade zu bitten, seine Thaten zu bereuen, in Thränen zu Wagen gelegten Brettes und sah nach der Thür hin, aus punkt in der Sache ist von allen anständigen Zeitungen eingenommen worden, sogar das Organ des Herrn zerfließen oder mit den Henkern einen verzweifelten Kampf welcher sein Kamerad heraustreten mußte. Nun erschien Alexander Meyer, die„ Breslauer Morgen Zeitung" zu beginnen, um sein Leben zu vertheidigen. ein blonder Jüngling, mit einem fast kindlichen Gesicht. nennt unsere Ausführungen fachlich zutreffend" Aber einen überzeugten Sozialisten, wie es Anton war, Er war todtenbleich, seine Lippen zuckten, mit ungleichen und die National- Zeitung" sucht jetzt in einer zweiten konnten die Leiden der letzten Nacht, der Weg zur Schritten näherte er sich dem Wagen: er war erst neun Reinwaschungsnotiz ihre Denunziationsnotiz zu beschönigen. Richtstätte und die letzten Minuten vor dem Tode nicht zehn Jahre alt und wollte nicht sterben. Silft nichts! So viel Worte, so viel Flausen. Was sie beugen. Sie quälten ihn, aber besiegen konnten sie ihn nicht. Seye Dich hin, Kamerad!" sagte Anton mit lauter, pathetisch behauptet, wird von niemand bestritten: daß die Diese Kraft verlieh ihm das Bewußtsein seiner sittlichen energischer Stimme und ermuthigte dadurch den Jüngling. Freilaffung gefangener Abgeordneten nicht nach Willkür, Reinheit und den Glauben an den endgiltigen Sieg der Dieser segte sich neben Anton, drückte ihm die Hand nur nach Gesetz erfolgen soll. Um den Kernpunkt aber Cache, für die er sein Leben lassen mußte. Es ist jene und zwang sich zu einem Lächeln. drückt sie sich herum, nämlich um das reaktionär- feige große Liebe, die nicht vor dem Tode zurückschreckt, sondern Die verrosteten Angeln der Gefängnißthür freischten; Breisgeben der Würde des Reichstags- Mandats und um ein Beispiel wird für andere Männer, die von derselben der Wagen fuhr auf den Platz heraus, wurde von einer die schmachvolle Denunziation Breb's, den die Behörden, Liebe bejeelt sind, das Werk fortzusehen; jene Liebe, die Eskorte von Kosaken in die Mitte genommen, und schnell wenn sie nicht liberaler wären, als die daran glaubt, daß aus dem Blute der Märtyrer neue Kräfte ging es zur Stadt hinaus. -„ liberale" erwachsen, mit dem Volte sich vermischen und so die Stunde Der nächtliche Regen hatte den Staub auf der National- Zeitung", schleunigst wieder ins Gefängniß des Sieges über die Feinde des Volkes herbeiführen Chauffee niedergeschlagen, die noch feuchten Blätter der spediren müßten. Dieser stolze Gedanke, der Prometheus half seine Leiden Bäume strömten eine erquickende Frische aus; im dichten Eine militärische Ausprache. Gelegentlich der dieszu überwinden, ist auch die Krast jener sozialistischen Grase schimmerten die Tautropfen, und hinter den Gitter- jährigen Kontrollversammlung hielt der Major von Seel, Märtyrer, welche sie lehrt, männlich den Tod für ihre zäunen der Villen sah man in den Beeten leuchtende wie wir dem" Bochumer Anzeiger" entnehmen, die übliche Sache zu ertragen. Blumen. Der Nebel, der sich bei Sonnenaufgang gebildet Ansprache an die Mannschaften. Die Ansichten nun, die hatte, zerfloß in der reinen Frühlingsluft. ( Fortsetzung folgt.) Das Deffuen der Thür erweckte Anton aus seinem Schlummer. Vor ihm standen sogenannte gebildete Männer - in Wahrheit aber große Verbrecher, deren Amt es war, Herr Major v. Seel bei dieser Gelegenheit entwickelte, sowie die Form der Ansprache, sind so eigenartig, daß wir glauben, sie unsern Lesern nicht vorenthalten zu dürfen. Nach den wie Berichten von Ohrenzeugen äußerte sich nämlich Herr von zu Ende des vorigen und zu Anfang dieses Jahr Major v. Seel über das traurige Kapitel der Soldaten hunderts einen Ausblick in die Welt machen könnten, mit Verachtung mißhandlungen und zwar in der folgenden sonderbaren sie würden und Ekel sich abWeise:" Sie Ale," so ungfähr führte der Herr Redner wenden von diesen verkrüppelten Epigonen. Unser aus, haben jedenfalls in den Zeitungen Berichte über Sol- Genosse Jaurès fertigte das Ministerchen ab, datenmißhandlungen gelesen, ich hoffe aber, daß Sie diesen dieses es verdiente und das Ministerchen mußte. Beitungsberichten feinerlei Glauben beimessen. Sie Alle wissen, noch einmal reden so schwach und jämmerlich, daß seine Eine allge Daß Alles, was in den Zeitungen steht, gelogen ist. Besonders eigenen Anhänger Unzufriedenheit äußern. den Berliner Zeitungen darf man nicht über den Weg meine Redeschlacht hat sich entwickelt, die hißig fortdauert trauen, denn diese Berliner Zeitungen werden fast durch- und über die wir, nachdem sie beendet, im Zusammenhang weg von jüdischen Redakteuren geleitet, na, und was Sie berichten werden. von den Juden zu halten haben, werden Sie wohl alle Tante Voß bewundert den Herrn Dupuy der beste selbst am besten wissen!" Diese Artikel werden nur ge- Maßstab für seine geistige Höhe; und sie orakelt, daß schrieben, um mit ihnen Geld zu verdienen, ich erwarte er auf dem besten Weg sei, sich zu einem Mann Was uver, daß Sie sich durch sie in der Erfüllung Ihrer Pflicht mit programmatischem Namen herauszuwaschen." nicht beirren lassen werden." das heißen soll, wissen wir nicht, und die Tante Voß weiß Der Herr Major weiß wohl nichts von den freilich es vermuthlich selbst nicht. Aber das wissen wir, daß bis viel zu gelinden Bestrafungen von Offizieren und Unter jett Jeder, der dem Sozialismus den Krieg erklärt hat, ein offizieren wegen Soldatenmißhandlung, von dem Erlasse erbärmliches Ende genommen hat. Und mancher darunter des Prinzen Georg, von der Münchener amtlichen Statistik hat thurmhoch den Knirps Dupuy überragt, den unsere über die Soldatenmißhandlungen im Leibregimente. Wenn französischen Genossen besorgen und aufheben" werden. die Soldaten hiervon Kenntniß haben, könnten sie vielleicht nicht die Zeitungen für verlogen halten, sondern die Wahrheitsliebe des Herrn Major von Seel bezweifeln. Es lebe die militärische Disziplin! = Tolebei den Bei den Munizipalwahlen in Valencia, Huelva und der mo= Toledo wurden einstimmig die Kandidaten narchistischen Partei gewählt, in Corunna, Cordova, Salamanca, Almeria, Guadalajara, Guadalajara, Avila, Caceres und Ciudad= Real errang ebenfalls die monarchische Partei den Sieg, dagegen erhielten in Leon und Badajoz die Republikaner die Majorität. Infolge Unterbrechung der telegraphischen Verbindungen sind weitere| Resultate noch nicht bekannt geworden. inado Parteinachrichten. Erklärung. Auf die Schimpfepistel von Gims in Nr. 275 des Vorwärts" werde ich antworten, so bald ich eine Reihe dringender Arbeiten, die ich nicht aufschieben tann, erledigt habe.d Berlin, den 23. November 1898. ano A. Bebel. Vom Genoffen A. von Elm werden wir ersucht mitzutheilen, daß er durch seine Betheiligung am TabalarbeiterKongreß abgehalten sei, auf den in Nr. 274 des„ Vorwärts" vom 21. November enthaltenen Artikel des Genossen Auer zu erwidern, daß er dies aber nach seiner Rückkehr nach Hamburg von dort aus sofort thun werde. mtast9-1 Aus Fürth wird uns mitgetheilt, daß bei den dort statte gefundenen Gemeindewahlen die Sozialdemokrate einen glänzenden Sieg über den vereinigten Mischmasch errangen. Sie vereinigten 2100 Stimmen auf ihre Lifte, während es die Gegner auf 1400 Stimmen brachten. 15 Die sozialistische Fraktion der französischen Kammer so schreibt man uns aus Paris übt, ehe sie noch in Aktion getreten ist, eine solche Macht über die Bourgeoispolitiker aus, daß diese nichts zu thun oder zu Taz Programm des Ministeriums Windischgrät unterlassen vermögen, ohne Das Programm des Ministeriums Windischgrät unterlassen vermögen, ohne dabei auf die Sozialisten Rück e babei auf die wurde hente in dem eben zusammengetretenen Abgeordneten sicht zu nehmen. So hat sich, um nur eines der Beispiele hause vom Ministerpräsidenten folgendermaßen formulirt: herauszugreifen, auf das selbst der„ Temps" hinweist, der Die Slegierung erklärt, daß fie es als ihre erste Regierungs- Abgeordnete Denêchau, der die Rammer zu einer und wichtigste Aufgabe betrachtet, im Einvernehmen zarenfreundlichen Manifestation veranlassen wollte, ge Von Nürnberg wird berichtet, daß unsere Parteigenossen mit diesen Parteien eine umfassende Wahlreform zwungen gesehen, diese Absicht aufzugeben, weil bei der Gemeindewahl unterlegen sind. 屋 zu schaffen, welche mit Aufrechterhaltung der der wie der„ Temp3" schreibt„ die Anwesenheit zeit bestehenden berberverfassungsmäßigen Ver einer sozialistischen Gruppe Gruppe in der Abgeordneten- In wie kleinlichen Chifanen die Rartellbrüder des tretung der Interessengruppen, und mit gnauer Berücksichtigung der Verhältnisse tammer schon ein Resultat erzeugt hat: Herrn Denêchau sächsischen Ordnungsbreies gegen unsere Parteigenossen sich im der vereinigten Königreiche und Länder eine zu verhindern, seinem patriotischen Antrag, dessen Votirung sächsischen Landtage ergehen, ersehen wir aus einem Schreiben, wesentliche Ausdehnung des Wahlrechtes der neuen Versammlung erlaubt hätte, sich den französisch- welches uns von einem sächsischen Parteigenoffen zugeht. Einwird gangs desselben der Rede Erwähnung gethan, unter Heranziehung dr bisher vom russischen Manifestationen des legten Monats anzuschließen, welche der Kammerpräsident Herr Ackermann bei Gr Stimmrecht ausgeschlossenen Voltsschichten, Folge zu geben. Herr Denechau hat erfahren, daß die öffnung des Landtages hielt und in welcher die insbesondere der Arbeiter, herbeiführen und patriotischen Sozialisten und die internationalen Sozialisten erschienenen Landboten aufgefordert wurden, dem Lande zugleich das bisherige Schwergewicht der poli diese Gelegenheit erfassen werden, um sich zu erklären". in strenger Zucht und Ordnung zu dienen". sischen Rechte des Bürger- und Bauernstandes Eine solche Debatte könnte sich aber nicht entwickeln, ohne Die bevorstehende Vergewaltigung der sozialdemokratischen sichern soll, und welche voraussichtlich eine Vermehrung Lande durch der Mitgliederzahl des Abgeordnetenhauses zur Folge haben daß einige Kothsprißer auf Gefühle fielen, die zu ehrbar Abgeordneten sollte wahrscheinlich vor dem Die ganze finanzielle und wird, fowie eine Revision der Wahlbezirks Eintheilung er- find, um so leichtsinnig aufs Spiel gesezt zu werden. Der diesen Hinweis verdeckt werden. politischwirthschaftliche Lage des Landes ift nun fordern dürfte. Bis zum Zustandekommen der Wahlreform ehrenwerthe Abgeordnete zieht seinen Autrag zurück: man aber eine derartige, daß alles für die Sozialdemokratie spricht hält die Regierung es für angemessen, a II e anderen faun ihn nicht tadeln. Es verbleibt nichts desto weniger, großen politischen Fragen ruben zu lassen, und daß durch die Anwesenheit einiger in ihren internationalen um das Aufblühen des sozialdemokratischen Weizen möglichst und agitirt und deshalb greifen die Kartellbrüder auch, will sich in dieser Zeit unter gleichzeitiger ftetiger Bedacht Freundschaften zu sehr engagirten sozialistischen Abgeordneten zu verhüten, zu den elendesten Praktiken. Donnerstag, den nahme auf die Erhaltung der Machtſtellung und Wehrkraft es schwierig werden kann, im französischen Parlament von 16. November, sofort nach der Sitzung, brachte die sozialdemo der Monarchie, mit aller Thatkraft wirthschaftlichen und dem französischen Vaterland zu sprechen." Nun, die kratische Fraktion einen Antrag ein, worin die sächsische Refinanziellen Aufgaben zuwenden. Die neue Regierung überaufgefordert wird, im Bundesrath gegen nimmt das mit Ungarn vereinbarte Werk zur Herstellung sozialistische Fraktion wird bald zeigen, daß man ganz gut gierung der metallischen Währung und wird bestrebt sein, vom Vaterland sprechen kann; allerdings nicht in der Zabalsteuer, sowie gegen jede indirette Besteuerung Front zu machen. Am felbigen Tage, Nachmittags, bedasselbe mit Ernst und Umsicht weiterzuführen. Ebenso wird Weise, als wäre es eine russische Provinz, die ihr Herz zu rathen ebenfalls die Kartellbrüder über die Tabatsteuer, die Regierung großen Werth darauf legen, daß im Wege des den Füßen des Baren niederlegt. Wenn aber die Bour- Börsensteuer 2c. um der riesig wachsenden Unzufriedenheit des rathen ebenfalls die Kartellbrüder über die Tabatsteuer, varlamentarischen Einvernehmens die Reform der direkten geoispolitiker ihre patriotische" Sprache verlieren, ehe die Boltes ein ganz klein wenig Rechnung zu tragen und bringen Steuern zum Abschlusse gebracht werde. In Erkenntniß der sozialistische Fraktion in Attion getreten ist, was soll da ebenfalls Resolution und Interpellation im Landtage ein. Und großen Bedeutung der Sozialpolitik in der heutigen erst später werden? siehe da, am nächsten Tage, als die Tagesordnung Verwaltung und der Nothwendigkeit der Fürsorge für die arbekannt gegeben wird, steht der zuerst eingebrachte Undem Zucht- und Ordnungspräsidenten Ackermann beitenden Klaffen wird die Regierung diesem in unserer Zeit so überaus wichtigen Gebiete staatlicher Thätigkeit ihr besontrag der Sozialdemokratie zul e s t und die zulegt eingebrachte deres Augenmerk zuwenden und behält sich vor, hier Resolution zu er ft. Die Sozialdemokraten protestirten sofort über feiner Beit bestimmte Vorschläge zu machen. gegen dieses Ackermann- Mehnert'sche Manöver und beantragten, Das Gelingen der Justizreformen, welche zum großen daß der sozialistische Antrag, welcher sämmtliche gegnerische Theile die Intereffen des Recht suchenden Publikums Resolutionen und Interpellationen überflüssig macht, und der Bevölferung überhaupt direkt berühren, wird uerst auf die Tagesordnung gesetzt werde. Der Antrag wurde mit 40 gegen 37 Stimmen abgelehnt. Bei diesem groben Berstoß gegen parlamentarischen Brauch war also bei einem großen Theil Gegner noch eine Portion Sinn für Zucht und Anarchistenriecherei. Nach einer Meldung des mehr durch sensationelle Nachrichten als durch Wahrheitsliebe berühmten Figaro" aus Barcelona sind daselbst auf einem Baugrunde 11 Bomben gefunden worden. Dieselben sollen dem städtischen Laboratorium zur Untersuchung übergeben worden sein. von Die die Regierung fich bringend angelegen sein lassen. Müzliche e Aus Bourdeaux wird ferner telegraphirt: Die bei Reformen zur Sebung der fittlichen und materiellen Ber- einigen zwanzig Anarchisten vorgenommenen Haussuchungen hältnisse und somit der Bildung und des Wohlstandes liegen sind ergebnißlos gewesen. im Interesse des ganzen Volkes und darum auch sämmtlichen Wahlen in Belgien. Wie bestimmt verlautet, wer- Ordnung vorhanden. Wir haben uns übrigens auf eine Masse Parteien des Hauses gleichmäßig am Herzen. Die Regierung den die nächsten Wahlen nach dem allgemeinen Wahlrechte derartiger Manöver gefaßt zu machen. wird glücklich sein, wenn hier die Parteischeidungen zurück und dem neuen System der proportionalen Vertretung im treten und sich alle in gemeinsamer patriotischer Arbeit zusammenfinden wollen. Offenheit und Wahrheit im öffentlichen Juni des Jahres 1894 stattfinden. Leben, volle Anerkennung der Bedeutung der parlamentarischen Aus Italien melden übereinstimmende Berichte aus Institutionen, die wirksame Förderung aller berechtigten wirth. allen Parteilagern, daß die Mißstimmung über den Dreischaftlichen Interessen, eine fräftige, auf der Höhe der Zeit bund im Wachsen ist, und daß in immer weiteren Kreisen, stehende Verwaltung, eine entschiedene Abwehr aller und zwar auch konservativen und liberalen die Ueberden Frieden des Staates und die allgemeine Wohlfahrt störenden Glemente, dies sind die zeugung mehr und mehr um sich greift, daß der Beitritt Gesichtspunkte, von welchen sich die Regierung bei der Führung zum Dreibund ein großer politischer Fehler war, weil der öffentlichen Geschäfte leiten lassen will. Italien dadurch über seine Kräfte belastet und außerdem zu Frankreich in ein gespanntes Verhältniß gebracht und dadurch seines besten Marktes beraubt wurde. Wir müssen in Italien auf allerhand Ueberraschungen gefaßt sein. Auf dem Gebiete der Sozialpolitik will demnach die Regierung nichts unternehmen, wie sie sich die nun unaufschiebbare Wahlreform denkt, verräth sie nicht, klar ist blos, daß sie aus dem österreichischen Parlamente noch weniger wie Taaffe eine Volksvertretung machen will, sondern daß sie sich dasselbe auch weiter als Klassenvertretung denkt. Endlich scheint sie Ausnahmegesetze erlassen zu wollen. Das Ministerium Windischgräß will demnach den Versuch machen, noch reaktionärer zu regieren wie das Ministerium Taaffe. natürlich Lohnerhöhung von Staatsarbeitern nicht in Deutschland. Aus Wien telegraphirt man: Ein Erlaß des Finanzministers v. Plener an die Salinen verwaltungen im Salzkammergut, Hall und Hallein verfügt die Erhöhung der Löhne der Arbeiter um 10 pet. Eine ähn liche Verfügung steht auch für die Salinen in Galizien und der Bukowina in Aussicht. Diese Lohnregulirung an sämmtlichen Salinen soll schon vom November angefangen in Kraft treten und erfolgt mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Preise der Lebensmittel, sowie in Anerkennung des musterhaften Berhaltens der Arbeiterschaft. Natürlich hat die österreichische Regierung dabei einen Hintergedanken. Sie will den Arbeitern gegenüber, die sie um das Wahlrecht betrügen will, als arbeiterfreundlich erscheinen. Sie wird aber damit niemanden aus unseren Reihen zu einem Anhänger der Regierung machen. Die Löhne sind übrigens in den österreichischen Staats- Berg werken so niedrig, daß sie trotz der 10 pCt. Lohnerhöhung Hungerlöhne bleiben. Prozeß gegen Waffilieff. Aus Bern wird berichtet. Gemäß Beschluß der Anklagekammer wird Arbeiterfekretär Dr. Waffilieff aus Anlaß der Berner„ Krawalle" den Geschworenen überwiesen. Die Anklage lautet auf Anstiftung zum Aufruhr; Theilnahme am Aufruhr; Anstiftung zum Raufhandel; Anstiftung zur Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung, theils begangen am 19. Juni 1898, theils Dorher. Ein gehöriges Bündel! Im Namen der neuen französischen Regierung hat Herr Dupuy vorgestern in der Kammer eine förm liche Kriegserklärung an den Sozialismus erlaffen. Es hat schon viele solcher Kriegserklärungen an den Sozialismus gegeben, und keine frühere hat von so geringem Verständniß und so großem Miß- und Unverständniß des Sozialismus und der Nationalökonomie gezeugt. Die Bourgeoisie degenerirt von Geschlecht zu Geschlecht wenn die Bourgeois Der italienische Telegraphistenstreik scheint beendet, wenigstens meldet das Wolff'sche Telegraphenbureau: Die Telegraphenbeamten haben überall den Dienst wieder aufgenommen, ausgenommen in Mailand und Venedig, wo der Wiederbeginn des Dienstes morgen erfolgen soll. Vor dieser Depesche trafen die folgenden ein: Rom, 21. November. In Turin haben fast alle Telegraphisten die Arbeit eingestellt, während dieselben in Neapel die Arbeit wieder aufnahmen. In Rom dauert der Ausstand fort. Es sind überall Vorkehrungen getroffen, daß keine Unterbrechung des Telegraphendienstes eintritt. Ackermann, Mehnert und Kompagnie werden schon, wie bis Dato, dafür sorgen, daß der sächsische Landtag eine Fundgrube für Wigblätter bleibt. Der erste Verhandlungstag war überhaupt sehr ungünstig für die Regierung, indem ein Gesetz vorschlag über Pensionirung der Hebammen derfelben, von faft allen Rednern aller Parteien als ganz unannehmbar und als ganz schlecht motivirt bezeichnet wurde. Fast sämmtliche Redner, mit Ausnahme eines Antisemiten, erklärten, wenn nicht der Antrag vollständig umgearbeitet würde, wäre er unannehmbar. Genossen Goldstein und Stolle übten an dem Gesetzentwurf" und deſſen Begründung eine durchschlagende Kritit. für die Sozialdemokratie war der erste Zag gut. nd ans Gegen die sechzehn Pirmasenser Arbeiter, geklagt wegen 2andfriedensbruchs, welcher begangen fein soll gelegentlich der letzten Reichstagswahl, wurde am 14. November vor der Straffammer in 8 weibrüden verhandelt. Am Tage der Wahl hatte vor dem Café Cordier zu Pirmasens, wo die Nationalliberalen tagten, ein großer Voltsauflauf stattgefunden, der sich bis tief in die Nacht ausdehnte und wobei die Fenster des Café Cordier und benachbarter Gebäude demolirt wurden. Die Gendarmerie und die Polizei zeigten fich nämlich der Macht der Demonstranten gegenüber wurden ohnmächtig. Damals eine Menge Verhaftungen vorgenommen. Nach und nach wurden aber manche wieder Der Ministerrath beschloß in Hinblick auf den Ausstand entlassen, so daß zuletzt noch 16 Angeklagte übrieg blieben. der Telegraphisten, sofort mehrere Jahrgänge von beurlaubten Die Verhandlungen dauerten drei Tage. Das gestern gefällte Militärtelegraphisten einzuberufen und diejenigen Telegraphen- 12 Monate, Widerstandes 2 Monate, Beleidigung 1 Monat Ge Urtheil lautete folgendermaßen: Weifang wegen Landfriedensbruchs Beamten, welche den Ausstand angeregt und gefördert haben, zu entlassen. Bezüglich der anderen Ausständigen, welche den fängniß. Gesammtstrafe 15 Monate Gefängniß. Fischer wegen Dienst innerhalb 24 Stunden nicht wieder aufnehmen werden, Landfriedensbruches 15 Monate, Aufruhrs 6 Monate, zusammen bel, ält sich der Ministerrath vor, entsprechende Maßnahmen 21 Monate. Türk wegen Landfriedensbruchs frei, wegen Aufruhrs bel, ält sich der Ministerrath vor, entsprechende Maßnahmen und Aufforderung zum Ungehorsam 8 Monate. Henkelschuh frei= zu treffen. endet. Genua, 22. November. Ein gestern auch hier ausgesprochen. Seemann wegen Widerstandes 5 Monate. Schneider gebrochener Streit der Telegraphisten ist bereits wieder bewegen Aufforderung 9 Monate. Kupper wegen Aufforderung 4 Monate. Bossert wegen Aufruhrs und Aufforderung 12 MoDie Einberufung der Militärtelegraphisten zur Ver- Klemm, Wenzel und Zöller wegen Aufruhrs je 6 Monate, Korn, nate. Jacoby wegen Aufruhrs und Aufforderung 12 Monate. hinderung eines Erfolges beim Streit wird in der Arbeiter- und Wagner wegen Aufruhrs je 6 Monate. Theobald wegen und Beamtenschaft Italiens den Haß gegen das heutige Aufruhrs 9 Monate. Weifang, Fischer, Boffert und Jacoby System und den Militarismus gewaltig steigern. Frauen Stimmrecht in Dänemark. bleiben verhaftet, gegen die übrigen wird der Haftbefehl aufge hoben. Die Untersuchungshaft tommt bei allen in Abzug. Die Bestraften sind zumeist in der Schuhwaaren- Industrie Pirmasens beschäftigte Arbeiter. Bernommen wurden nicht weniger als Der Gesetz entwurf, betreffend das kommunale Wahlrecht und die Wählbarkeit der Frauen wurde im Folkething( dem Abgeordneten- 87 Beugen. bauſe) mit 39 gegen 13 Stimmen in dritter Lesung angenommen und dem Landsthing( Herrenhause) übersandt. Briefkaffen der Redaktion. Fortschritte der Republikaner in Spanien. Troy der stärksten Wahlbeeinflussungen haben die spanischen und dergleichen ist der Arbeitgeber nach richtiger Ansicht nicht Prinzip. Bei Wahlen, Kontrollversammlungen, Stellungen Republikaner große Erfolge bei den Munizipalwahlen ( Gemeindewahlen) zu verzeichnen. Selbst der offiziöse pflicht u. s. w. erforderliche Arbeitszeit in Abzug zu bringen. berechtigt, die zur Ausübung des Wahlrechts, der GestellungsDraht, der doch aus Spanien stets Siege der Regierung Das folgt aus dem Inhalt des Arbeitsvertrags und aus dem meldet, muß zugestehen, daß die Republikaner zahlreiche allgemeinen Grundsaß, daß Niemand zur Unterlassung der AusSiege zu verzeichnen haben. Die Erfolge find jedenfalls übung eines flaatsbürgerlichen Rechts oder einer solchen Pflicht aber weit größer. Die offiziösen Depeschen lauten: durch Privatvertrag verpflichtet werden kann. Dem Inhalt des Vertrags, daß die Arbeitskraft verdungen ist, hängt die selbstverständliche Klausel an: damit die Benutzung dieses Rechts, die verdungene Arbeitskraft zu gebrauchen, nicht den allgemeinen Regeln der Moral widerspricht. Bei den hiesigen Munizipalwahlen wurden 18 MonarMona chisten und 10 Republikaner gewählt. In den meisten Städten der Monarchie war das Verhältniß der Wahlergebnisse ein ähnliches. Die Ruhe ist nirgends gestört worden. 139001 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Vublikum Ein donnerndes Hoch unserm Genossen G. Dams. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 17. Male: 3286 gegenüber keinerlei Verantwortung Die eiserne Jungfrau. Theater. Freitag, den 24. November. Opernhaus. Jdomeneus. Schauspielhaus. Othello, der Mohr von Venedig. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Kabale und Liebe. Lesing- Theater. Heimath. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Freund Felix. Rehdenz- Theater. Die Dragoner. Wallner Theater. Monstre- Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplatz- Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. National- Theater. Vor der RevoIution. Theater Unter den Linden. Die Gondoliere.. Pierrot- Gavotte. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. = Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Vor der Revolution. Tragikomödie in 8 Bildern Don Carl Bleibtreu. Regie: Rohde Gbeling. Kaffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Nur noch wenige Tage Gastspiel- GCyclus des Eden- Theaters Direktion: B. Schenk. Brößtes phant. Etablissement der Welt. Freitag 7 Uhr: Mystische Vorstellung. Berger Auftreten des hervor. Senat. Zauberers Gegenwart Direktor B. Schenk. Posse mit Gesang in 3 Aften von Charles Clairville. Musik von Louis Varnay. Sonntag, d. 26. Novb.( Todtensonntag): Einmalige Aufführung von Drei Paar Schuhe. Schusterfrau Leni: Fr. Josephine Dora. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Pass.) Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Francis Era am afiatisch. Luftapparat Arthur Vallens, der fünfjährige Wunderknabe. Eine alltägliche Geschichte. Charakterbild m. Gesang i. 1 Att Wochentags 71/2 Uhr. Anfang:{ Sonntags 5/2 Uhr. Entree 15 und 30 Pf. R. Winkler. Kaufmann's Variété Täglich: Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Spezialität en- Borstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- KraftProdukt. m. 2 Pferden. Sbargulap, indiſch. Jongleur. Brother Baretti, Kopf auf Kopf- Equilibristen. Hrn.Cordes, Gesangs- Humoristen. Mr. Edgar Jones, musit. Clown. Emmy Hoffmann's Flora- Truppe, 6 Damen. Clara Birkholz, RostümSoubrette. Kassenöffnung: Sonntags 5 Uhr, Anfang 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. A. Zimmermann. U ratweil'sche Bierhallen " W. K. D. R. ,, Gustav, merkste was?" Neue freie Volksbühne. Zentralverband der deutschen Former sowie aller in Metall- und Eißengießereien beschäftigten Arbeiter.( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 26. November cr., Vormittags 11 Uhr, Norddeutsche Brauerei, Chauffestraße. Versammlung. Das Gewitter" vou A. Ostrowsky. Sonntag, 26. November: I. Abtheilung. Sonntag, 3. Dezember: 111. Abtheilung. Billets zu 60 Pf. im Theater und an den Zahlstellen. Siehe Säulenanschlag! lung. Sonntag, den 26 November, 6 Uhr, Familien- Abend, 453/1 154/12 Joel's Festsälen, Andreasstr. 21, Ordnern Tagesordnung: 1. Statutenberathung. 2. Wahl eines Delegirten zur Generalversamm 3. Abrechnung vom 3. Quartal. 4. Vereinsangelegenheiten. Eröffnung pünktlich 11 Uhr. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Ortsverwaltung. J. A.: Squar, Schriftf. arrangiert von den Conern ber Achtung! Maurer Berlins! Neuen freien Volksbühne. Entree 50 Pf. Tanz frei. Castan's Panopticum. Neue Gruppe: Unverhoffter Besuch in Castan's Atelier. Sonnabend, d. 2. Dezember, Abds. präc. 8 Uhr, Sebastianstr. 39:. Oeffentl. Versammlung für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: ,, Die zehn Gebote und die besigenden Klassen." 2. Diskussion. Nach der Versammlung Tanzkränzchen verbunden mit Vorträgen ernsten und heiteren Inhalts. Ginlaßkarten hierzu à 20 Pf. find vom Sonnabend, den 25. d. M., Abends 8 Uhr, ab in allen bekannten Zahlstellen der Berliner Maurer, sowie bei dem Unterzeichneten zu haben. Einen genußreichen Abend versprechend, ladet zu recht zahlreichem Besuch ein. 445/3 C. Blaurock, Oderbergerstr. 18. Präuscher's MUSEUM Achtung! Maurer. Achtung! anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße anal beder Maurer u. Putzer Berlins Große öffentliche Versammlung darunter der Schußkanal Rugeln Viel Neues, deutschen Militär, fünf Körper gehend durch am Sonntag, den 26. November, Vorm. 10 Uhr, Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends im Lokale des Herrn Gründer( früher Mundt), Köpnickerstr. 100. für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. Circus Renz, ( Karlstraße.) Freitag, den 24. November, Abends 74 Uhr: Gr. Gala- Vorstellung. Festlicher Aufzug des gesammten Personals. Außerdem besonders bemerkenswerth: Hengst., Monfire- Tableau von 60 Seng. dressirt und vorgeführt vom Direktor Fr. Renz, Erfinder der Monstre: u. Original Dressur des Circus Renz. Reiten und Vorführen von neuen vorzüglichst dressirten Schul, FreiheitsKommandantenstr.77-79. u. Springpferden. Debut der fämmt Melt. u. größt. Etablissem. Berl. lichen neu engagirten Künstler und Künstlerinnen in ihren hervorragenden Leistungen. Neues Programm. Täglich von 62 Uhr ab: Concert. ungarisch. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 7% Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle 20 Nummern. Riesen- Programm. 5 Attractionen. Guirl. des Calif. v. Bagdad, Haupt Cagliostro, Die blüh. Camelienbäume, Das Seelengeheimniß, Zick- Zack in der Luft. Reise durch das Unmögliche. Schwebende Kopf. Metamorphose im für Festlichkeiten u. Versammlungen. Bagno, Die räthselhafte Luftwandlerin 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Miss Edith, Schalkenbach's Geister- Spieler zahlen kein Entree. Concert, Im Fluge durch die Welt, Schönheitsgalerie. Der Diamanten- Palast, Zum Schluß der Vorstellung: Huldigungsgruß an Berlin. Großes Paradeſtück mit Feſtſpielen, Aufzügen, Solo- und Ensembletänzen von 80 Damen. ſi Preise der Plätze: Num. VorderLogensis 5 M., Num. Hinter- LogenPläge wie sonst. Morgen Vorstellung. 4 M., alle übrigen Preise der Fr. Renz, Direktor. Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie. Referent: Kollege Albert Paul- Hannover. 2. Distuffion. 3. Berichterstattung der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Gewerkschaftliches. Alle Gewerkschaften, speziell die Förderer der Gewerkschafts bewegung, find hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. H. Schigolski, Schwedterstr. 27, F. Gräschke, Stalizerstr. 54, Vertrauensmänner der deutschen Maurer. Ethische Gesellschaft. 445/2 Sonntag, den 26. November( Todtensonntag), im Schweizer- Garten, am Friedrichshain: Grosser geselliger Abend verbunden mit Konzert, Theater und Vortrag. Um 6 Uhr: Vortrag des Herrn Manasse über: Unsere Todten." Hierauf: Ein Schritt zum Ziele. Schauspiel mit Gesang in 3 Atten von Heinrich Friedrich. Die dazu gehörigen Gesänge werden vom Gesangverein ,, Vorwärts" ausgeführt. Billets à 20 Pf. find zu haben bei Radatz, Elsasserstr. 11; Donath, Saarbrückerstr. 11; Möschke, Alte Jakobstr. 1, v. 3 2r.; Wilde, Greifswalder straße 37; Dennert, Naunynstr. 11a v. 3 Tr.; Wiesner, Prinzenstr. 28. An der Kasse findet ein Billetverkauf nicht statt. 149/10 Deutscher Metallarbeiter- Yerband. Sonntag, den 26. November 1893, Vormittags 10 Uhr, Kombinirte Mitglieder- Versammlung. bei Bolt, Alte Jakobstr. 75: Tages Ordnung: Cirkus G. Schumann, 4. ie stellen wir uns zu einem Winter- Vergnügen. 5. Verschiebenes. AufFriedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Freitag, den 24. November, Abends 72 Uhr: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Aus alter und neuer Zeit." 2. Wie und wann vertheilen wir am besten ein Flugblatt. 3. Herbergswesen. nahme neuer Mitglieder. 435/5 Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Die Verwaltung. Carl Kock. Gr. Brillant- Vorstellung. Achtung! Schiffer. Adtung! Besonders hervorzuheben: Moritz Pas de Valse, getanzt von 20 Damen. Etablissement Moritz von 30 Danel, Grandes Fountains Blas. Buggenhagen. Bla. Dameir, lumineuses, Wasserfälle, Eisregen 2c. Nächsten u. lekten Sonntag: Vorstellungen Nachm. 4 Uhr, Abds. 71/2 Uhr. Nachmittags fleine Preise. Bei Parquet und Fauteuil- Plätzen jeder Erwachsene 1 Kind frei! Billets schon jetzt an der Kasse. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Aften v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifd). Spezial Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Festlichkeiten 2c. Säle für Bersammlungen, Kommerse, PassagePanopticum. 50% Pf. Sonntag, den 26. November, Mittags 12 Uhr: Bern Max Schumann. Auftreten ber Herrn Max Schumann. Auftreten der Grosse Volks- Versammlung in Berlin Parforce Reiter Mr. Ricobono und Lecusson. Entree comique, Klown William Olschansky. Batonde americain, Salto- u. Doppel- Saltomortales über eine Anzahl Pferde. Frl. Blenno, 1. Der Niedergang der Dampfer- Genossenschaft und wie hat sich die Grotest- Reiterin. Luft- Potpourri aus: Stromschifffahrt dem gegenüber zu verhalten. Referent: Herr Kleinschmidt. geführt von 3 Geschw. Lecusson. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Voltige à la Richard v. Willy Schumann ( Entel). The Eugene Troupe, Atro- burg, ist zu dieser Versammlung eingeladen. Alle Schiffer und Bootsleute im Etablissement Buggenhagen, am Morigplak. Tagesordnung: Der Direktor der Dampfergenossenschaft, Herr Gunow aus Charlotten427/14 baten. Mr. W. Ricobono ats Jongleur. in Charlottenburg, Berlin und Umgegend, sowie die im Schifffahrts- Gewerbe Musik. Entree der Clowns Paul und beschäftigten Arbeiter sind hiermit eingeladen. Um die weiteste Verbreitung wird gebeten. William. Poppel- Bolero, spanisch. Nationaltanz, geritten von den Frls. Adele Schumann u. Footitt, den Herren Adolf Schumann u. Ackermann. 2c. 2C. Preise der Pläte wie bekannt. Alles Nähere Plakate u. Austragzettel. Hochachtungsvoll G. Schumann, Direktor. incl. Theater. Bitte leien Sie! Der Einberufer. Lederarbeiter Berlins! ( Weissgerber, Lohgerber u. s. w.) Große öffentliche Versammlung mit Frauen am Sonnabend, den 25. d. M., Abends 8½½ Uhr, im Viktoria- Garten, Gesundbrunnen, Badstraße Nr. 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frl. Wabnitz über:" Andere Länder, andere Victoria- Brauerei, Jedem Genossen, der seinen Bedarf an Sitten". 2. Diskussion. S. Berichterstattung über die Gewerkschaftskommission. Lüßowstraße 111-112. Jeden Winter- Paletots, Freitag und Montag: sowie Anzügen, einzelnen Röcken, Jaquets, Hofen, Westen u. f. w., ferner Neu: 4. Revisorenwahl. 5. Regelung des Unterstützungswesens. 6. Verschiedenes. Der Einberufer. 338b Stettiner Stiefeln, Süte, Wäsche, Betten, gold. Achtung! Wilmersdorf. Achtung! und silberne Herren- u. Damen- Uhren, Sonnabend, 25. November, Abends 8 Uhr, im Viktoria- Garten Waschkeel, Reise und Holzkoffer Wilhelmsaur: Sänger... w. billig und gut faufen will, empfehle mein bekanntes reichhaltiges Anfang 8 Uhr. Lager in Alt und Neu, auch werden Entree 50 Bf. verfallene Pfänder verkauft. Im Große öffentl. Volks- Versammlung für Wilmersdorf und Umgegend. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom Kölner Parteitag. Referent Vertrauensmanns. 4. Neuwahl des Vertrauensmanns und der Lokalkommission. 3m Borvertau A. Wergien, Schneidermir. Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Distuſſion. 3. Abrechnung des 40 Pf. ( siehe Platate). Ein gestörtes Rendez- vous. Ensemble von Mensel. Sonntag, den 26. November: Soiree Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. in Sanssouci. 127 Stalizer- Straße 127 5. Verschiedenes. und Partiewaarenhändler, Bestellungen nach Maaß werden billig und gut ausgeführt. Hausnummer zu achten. 423/7 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Vertrauensmann. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Sämmtl. einschl. Arb., auch stunden- u.halte Gierzu zwei Beilagen Bitte recht genau auf Namen und Buchführung. tageweise übern. Kölln, Saarbrückerſtr. 7, 1. 5055L* Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 276. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 3. Gigung vom 23. November 1893. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, v. Bötticher, v. Marschall, v. Heyden, Graf v. Posadowsky. Der Vizepräsident Abg. v. Buol- Berenberg führt heute den Vorsitz. Ein Schreiben des Abg. Graf Kaniz- Schlochau, welches bittet, die Entscheidung darüber herbeizuführen, ob durch seine Ernennung zum Rath ins Hausministerium sein Mandat er loschen sei, wird der Geschäftsordnungs Kommission über wiesen. Ohne Debatte genehmigt das Haus darauf die Anträge Auer und Genossen wegen Einstellung der gegen die Abgg. Herbert und Kühn schwebenden Strafverfahren. $ Freitag, den 24. November 1893. • 10. Jahrg. er dem Desterreich eitel Freude und Genugthuung verbreitet sei; das ist ermäßigung. Es würde kein fremdes Getreide mehr eingehen, aber durchaus nicht der Fall; es giebt dort wie bei uns Gegner der auch kein Zoll dafür. Daß in Rumänien für die deutsche InHandelsverträge. Die Industrie wird auch nicht vollständig dustrie ein gutes Absatzgebiet vorhanden ist, beweist der Umzufrieden sein mit dem Erfolg des Handelsvertrages. stand, daß 100 Millionen Mark dorthin ausgeführt werden. Aber wenn man die Frage stellt, ob Sie den Zustand vor 1892 Ich habe neulich ein neues Handelsprogramm gelesen: Deutschwieder zu haben wünschen, wo bald Desterreich, bald Deutsch- land muß seine Hölle möglichst erhöhen und die deutsche Reland die Zölle erhöhte, so würden Sie wahrscheinlich nein! ant gierung muß dafür sorgen, daß andere Staaten ihre Zölle erworten( Bustimmung links). Man behauptet, Deutschland hätte mäßigen.( Lachen.) Haben wir nicht unsere Zölle erhöht, und vom Zollfriege nicht zu leiden gehabt. Die Tarifverträge liefen ist es da Wunder zu nehmen, daß Rumänien seine Bölle eben1892 ab, und die hohen Schutzölle der anderen Staaten wären falls erhöhte? Desterreich hat sich geweigert, mit Rumänien in Kraft getreten. Hatten wir denn nicht auch unsere Zölle auf Grundlage der hohen Zölle einen Vertrag abzuschließen. ganz erheblich erhöht? Unsere Industrien hätten ihre Ab- Wir haben eine Zusatzkonvention abgeschloffen und dadurch erfazgebiete verloren; die fremden Staaten hätten durchaus hebliche Vortheile erreicht. Würde der Vertrag mit Rumänien abnicht gezwungen werden können, ihre Tarife zu er gelehnt, so würde Rumänien sein Getreide anderweitig abseßen; mäßigen. Was hätten wir anders thun fönnen, um unseren wir würden aber unser Absatzgebiet verlieren und sehr bald Export zu schützen? Daß 1879 der Schutz der nationalen würde sich der tertius gaudens einstellen, der sich an unsere Arbeit zur Geltung fam, war ein großer Vortheil. Aber Stelle fett, zum Schaden unserer Arbeiter, deren Interesse dahin Darauf folgt die erste Berathung der Handelsverträge auch im deutschen Export fteckt nationale Arbeit, die geschützt geht, daß unser Export aufrecht erhalten bleibt. Statt des mit Spanien, Rumänien und Serbien. fein will. Der Landwirthschaft soll ein gewisser Minimalpreis rumänischen Getreides würde anderes Getreide eingehen, kurz die Abg. Graf Limburg- Stirnm( dk.): Die vorliegenden Ver- für ihre Produkte garantirt worden. Der Vorredner wußte Bilanz würde sein: die Landwirthschaft bekommt nichts und die träge sind begründet auf die Verträge, welche mit dem 1. Februar weiter nichts zu sagen, als daß wir uns in eine Kampfposition Industrie verliert ihren Absatz. Der Vorredner hat die Handels1892 in Kraft getreten sind; sie haben dieselben Vortheile und hätten setzen, also unsere Zölle erhöhen sollen. Wir hätten an verträge subjektiv fritisirt, aber ich muß dabei bleiben, die dieselben Nachtheile. Die Tendenz ist dieselbe: die Landwirth- die Stelle der Meistbegünstigung die Meistbeschädigung setzen Handelsverträge sind ein gutes Werk gewesen, welches der schaft soll die Kosten diefer Verträge tragen, ohne entsprechende sollen. Aber diese Bolitik hätte nach 2 oder 3 Jahren dahin deutschen Wirthschaft zum Segen gereichen wird.( Beifall links.) Rompenfationen zu erhalten. Die Verträge vom vorigen Jahre geführt, daß jeder Tarifvertrag, auch der schlechteste, als eine Abg. Rickert( fr. Vereinigung): Jch gratulire dem Herrn bringen überhaupt nicht die Vortheile, welche man erhofft hat, wahre Erlösung betrachtet worden wäre( Widerspruch rechts, Staatssekretär zu der Kühnheit, mit welcher weil wir versäumt haben, uns in eine Kampsposition zu feßen, Bustimmung links). Fragen Sie doch einen Franzosen, Bunde der Landwirthe entgegengetreten ist und wünsche, wie andere Staaten sie sich durch Prohibitivtarife geschaffen haben. der nach der Schweiz exportirt. Er wird sagen: Ihr daß die preußischen Minister ebenso auftreten mögen. Wir treten den anderen Staaten entgegen und bieten ihnen Vor- Deutsche habt es besser gemacht, Ihr habt Euer Absatzgebiet be- Die Konservativen wollen eine Kommissionsberathung, obgleich theile, wenn sie uns etwas bewilligen; die anderen Staaten wahrt, wir haben es trot unseres bohen Generaltarifs verloren. wir die Verträge doch nur annehmen oder ablehnen können. aber sagen: Gebt ihr uns nichts, dann schlagen wir euch. Wir Die Frage der Rückwirkung der Verträge auf die Landwirth- Wenn man den Leuten vorredet, daß der verschuldete Gutswollen die Handelsverträge à tout prix zustandebringen; hätten schaft will ich nicht damit beantworten, daß ich sage: Wenn besitzer das in Gold geborgte Geld in Silber zurückbezahlt und wir es auf einen Zollkrieg ankommen lassen, so hätte das Aus- die Industrie Vortheile von den Verträgen hat, so hat die Land- dabei 25 pet. spart, dann verstehen die Leute das und sind nicht land mehr gelitten als wir. Aber die Haft, die Verträge abzuschließen, wirthschaft dadurch indirekten Nugen. Die Aufrechterhaltung uneigennützig genug, um so etwas zurückzuweisen; sie denken nicht ist eine zu große.( Widerspruch links, Zustimmung rechts.) Die Unter der Landwirthschaft, namentlich eines seßhaften Bauernstandes daran, daß dazu den Arbeitern ihr Lohn um 25 pet. verkürzt werde. händler hatten noch ganz andere Konzessionen in der Tasche, auf ist dringend nothwendig für den Staat und für diesen Zweck Früher sprach man von einer statistischen Gebühr und davon, welche man aber garnicht wartete.( Zuruf Rickert: Woher muß alles geschehen. Die Landwirthschaft befindet sich in einer daß der verrückteste Agrarier nicht von 3 M. 3oll sprechen könne wissen Sie denn das? Heiterkeit.) Den Rumänen wurde schwierigen Lage, auch wenn man von den Ueber- und jetzt soll 5 M. ein bescheidener Zoll sein. Man geht ja jetzt angeboten, ihren Generaltarif zu binden; aber wir banden unseren treibungen abfieht, die heute in dieser Beziehung noch weiter und dennoch könnten die Agrarier zufrieden sein, daß Generaltarif nicht, sondern gewährten ihnen gleich die ermäßigten draußen gemacht werden. Wie der Landwirthschaft geholfen die Regierung den ganz unbegründeten Zoll von 3,50 M. Getreidezölle! Was das bedeutet wird jeder wissen. So wie die werden kann, darüber wird man verschieden urtheilen auf 10 Jahre festgelegt hat. Die heute vorliegenden Instruktionen unserer Unterhändler lauteten, konnten sie aller- tönnen. Ob gerade auf dem Gebiete der Zölle geholfen werden Verträge sind nur die Konsequenz der Verträge Don dings nicht mehr erzielen. Besonders interessant ist die Dent- fann, lasse ich dahingestellt sein. Ich verweise z. B. auf 1892, deshalb müßten auch diejenigen dafür stimmen, schrift, in welcher die ausländischen Staaten und ihre Zollpolitik das Gebiet des Rechts. Aber daß man das Programm der die 1892 gegen die damaligen Verträge gestimmt haben. vertheidigt wird; man kann sich nur freuen, daß die Spanier Landwirthe als die Offenbarung hinnehmen, daß man jeden, der Die Landwirthschaft hat jetzt damit garnichts mehr zu thun. Minister haben, die es verstehen, die Interessen ihres davon abweicht, als einen Freihändler und als einen gemein Das Unglück ist geschehen.( Hört! rechts.) Kommt das Getreide Landes wahrzunehmen.( Lachen links; Zustimmung rechts.) gefährlichen Bureaukraten ansehen soll, damit können wir nicht nicht aus Rumänien, dann kommt es aus Amerika. Hat denn Der Vertrag mit Rumänien ist der bedeutendste; denn dabei einverstanden sein. Wenn man von den Zöllen allein das Heil Frhr. von Manteuffel mit einer Anzahl seiner Genossen nicht handelt es sich um die Getreidezölle. In den ersten neun Monaten erwartet, dann lenkt man die Landwirthschaft nur ab von dem mit uns für die Verträge gestimmt, deren Fortsetzung jetzt vordieses Jahres hat Rumänien das Doppelte an Getreide 2c. im- fruchtbaren Boden, wo Hilfe geschaffen werden kann.( Bustim liegt? Damals hatten Sie noch nicht die Kourage, gegen die portirt wie früher auf grund des interimistischen Abkommens, welches mung links.) Es wird von der Agitation verlangt, einen Minimal- Handelsverträge zu stimmen. Man spricht von dem Ausfall an ihm die Ermäßigung der Getreidezölle gewährte. Die Denkschrift er preis für die Bodenprodukte zu garantiren.( Widerspruch rechts.) Einnahmen aus den Getreidezöllen und wünscht die Aufrechtwähnt gar nicht, wie sich das Goldagio bei der Ein- und Ausfuhr stellen Das wird überall draußen im Lande verkündet; dadurch werden erhaltung des Differentialzolles gegen Rußland, während wird. Man spricht davon, ein großes zentraleuropäisches Handels- Wünsche und Begehrlichkeiten geweckt, denen die Enttäuschung Graf Kaniz noch vor turzer Zeit einen solchen gebiet zusammenzufassen gegenüber den Schutzzoll- Staaten. Das hätte auf dem Fuße folgen muß.( Widerspruch rechts.) Ich bin dankbar Differentialzoll für etwas sehr Bedenkliches erklärte. etwas zu bedeuten gehabt bei einer Zoll- und Wirthschafts- dafür, daß diese Bestrebungen hier keine Unterstüßung finden; Dem jezigen Reichskanzler muß es zum Ruhme gereichen, daß vereinigung; aber wir stehen in bezug auf die Valuta der aber draußen sind solche Agitationen im Gange, dabei bleibe ich er den Zollfrieg verhindert hat, der sonst Europa zerfleischt Handelsvertrags- Staaten Desterreich und Italien ebenso gegenüber Wenn den Landwirthen eine solche Garantie für einen Minimal- hätte, worüber nur das junge Amerita sich gefreut hätte. wie den außerhalb der Handelsverträge stehenden Staaten. Wir preis gewährt werden soll, dann müßte jeder andern Berufs- verstehen aber die Herren vom Bunde der Landwirthe nicht. fehen in der Regelung der Währungsfrage die einzige noch mög- gruppe eine ebensolche Garantie gewährt werden, namentlich Was ein Bollkrieg bedeutet, haben die Schweiz und Frankreich liche Lösung der ganzen Handelsvertrags- Frage; darauf werden auch den Arbeitern.( Sehr richtig! links.) Es könnte dann die an ihrem Leibe erfahren. In wirthschaftlichen Dingen mit dem Säbel meine Freunde immer mit dem größten Nachdruck hinweisen. Zeit kommen, wo diejenigen, welche heute schieben, geschoben rasseln, das ist das thörichtste, was man sich denken kann. Wir werden darauf bestehen, daß diese Frage endlich energisch werden.( Buruf rechts: Wollen wir abwarten!) Wunderbar ist In bezug auf Spanien hätte ich auch gewünscht, daß wir mehr in Angriff genommen werde. Die Zölle haben auch eine finanz- die Schwenkung der Vertheidiger der Getreidezölle. Als die erreicht hätten, aber für den Abschluß mit Rumänien sollte man politische Bedeutung: Bei Spanien ist allein der Ausfall beim Zölle von 3 auf 5 M. erhöht wurden, wurde behauptet, daß besonders dankbar sein, daß die Regierung den rechten ZeitZoll für Wein und für Kortstopfen auf 600.000 m. zu berechnen; 3 ölle teinen Einfluß auf die Preise ausüben. punkt ergriffen hat, um den Zollfrieg zu vermeiden, welcher beim Getreidezoll wird er sehr viel bedeutender sein. Für das Jahr Graf Mirbach führte damals aus: das Ausland trägt die zwischen Desterreich und Rumänien ausgebrochen ist. Man 1892 würde die Ermäßigung der Getreidezölle einen Ausfall von 3ölle. Jetzt wird der gegensätzliche Grundfah verkündigt, daß jammert über die Zunahme der Einfuhr aus Rumänien und 2 125 000 m. ergeben; für die ersten 9 Monate des Jahres das Inland die Getreidezölle trägt. Man flagt vergißt z. B., daß die Mehreinfuhr von Mais lediglich dazu 1893 haben wir schon einen Ausfall von 2 700 000 m. erlitten. über die schwere Benachtheiligung der Landwirthschaft durch die gedient hat, die Futternoth der Landwirthschaft zu beseitigen. Solche erheblichen Opfer werden der Landwirthschaft Herabsehung des Bolles von 5 auf 3,50 M.( Sehr richtig! rechts.) Dieser Vortheil wird jetzt gegen die Handelsverträge geltend zugemuthet, ohne daß ihr wesentliche Kompenfationen Das heißt, daß der Zoll um diese Zolldifferenz herabgegangen gemacht. Mögen Sie für die Landwirthschaft sorgen; aber es zu theil werden. Man wird immer mehr der Mei- ist; mit einer solchen Deduktion geben Sie( rechts) den Gegnern giebt dafür bessere Wege als die Verschlechterung der Goldnung, daß die Handelsverträge von 1892 ein großer der Getreidezölle die beste Waffe in die Hand. Wenn wir eine währung und die Bekämpfung eines Handelsvertrages mit politischer Fehler gewesen sind. Wir sind von dem falschen gute Ernte haben, muß das Ausland sein Getreide billiger ab- Spanien. Die Verbilligung der Eisenbahntarife, die Standpunkt ausgegangen, daß wir von dem Zollkrieg mehr be- geben, haben wir eine schlechte Ernte, dann ist kein Mensch im bessere Fachausbildung der Landwirthe und ähnliche Dinge troffen würden, als das Ausland. Die fremden Staaten fahen, Ausland so boshaft, uns billig Getreide zu verkaufen. Im find nothwendig zur Verbesserung der Lage der Landdaß wir das Geschäft machen wollten und machten sich das zu ersteren Falle sind 5 m. Zoll nicht ausreichend, den Preis des wirthe. Was der Reichskanzler nach dem Reichs- Anzeiger" M. nube. Man war vielfach bei uns der Meinung, daß die land- Getreides hoch zu halten. Deshalb muß der Zoll nach einem gesagt hat, ist das gelindeste, was man überhaupt sagen konnte. wirthschaftlichen Zölle zu hoch seien und deshalb opferte man sie mittleren Durchschnitt bemessen werden oder man würde zu be- Was man da von der Ablösung der Hypotheken spricht, das ist für ganz fleine Konzessionen. Daß die Verträge zur Stärkung weglichen Zöllen kommen, die man früher für verwerf der reine Diebstahl an den Gläubigern. An solche Hilfsmittel des Dreibundes nothwendig waren, ist eine falsche Maxime. lich gehalten hat. Wenn wir heute gar keine Getreidezölle tann man nicht denken. Was hier vorliegt, ist eine Ausführung Der Abschluß der Verträge war ein Fehler, und sie sollen nicht hätten, würde die Landwirthschaft sich mit 5 Mark begnügen? deffen, was 1890 hier vertreten worden ist: daß die Landwirthdie Grundlage für weitere Berträge werden; wenn sie abgelaufen Man würde bei der heutigen Preislage vielleicht auf 8 oder schaft blüht, wenn die Industrie blüht. Deshalb begrüßen wir find, muß die Grundlage unserer Handelsbeziehungen anders ge- 10 M. 3oll kommen, aber es würde fein Jahr ins Land gehen, diese Handelsverträge und wünschen, daß die Regierung auf staltet werden. Wenn die Regierung noch zweifelhaft ist, wie und die Bölle würden hinweggefegt( Sehr richtig! links). Ein diesem Wege fortfährt. man in den Kreisen, auf die sie angewiesen ist, denkt, so möge mäßiger Getreidezoll giebt bei normalen Zeiten der deutschen Abg. Lieber( Zentr.) stimmt dem Vorschlage zu, die Handelssie auf die letzten Abgeordnetenwahlen sehen.( Lachen links. Bu- Landwirthschaft eine gewisse Garantie; ob 3,50 oder 5 M. dazu verträge einer Kommission zu überweisen. Wenn es wahr stimmung rechts.) ausreichen, darüber kann man streiten, aber von dieser Frage wäre, daß der Vertrag mit Desterreich ein Fehler war, Staatssekretär v. Marschall: Die Grundlage der Handels- hängt jedenfalls nicht das Wohl und Wehe der deutschen Land- dann folgt nicht, daß der Fehler fortgesetzt werden muß, vertragshandlungen war, daß wir die Konventionalzollfäße auch wirthschaft ab. Der Vorredner hat Rumänien zu den deshalb wollen wir die Sache genau prüfen. Ich halte an anderen Staaten gewährten, wenn sie uns dafür ein vollgiltiges Ländern gerechnet, in denen ein Goldagio besteht. Das der Auffassung fest, daß die Verträge von 1892 feine Fehler, Aquivalent boten. Der Vorredner meint, es sei zu wenig erreicht ist nicht richtig, Rumänien hat die reine Goldwährung, sondern eine politische Großthat gewesen sind, an der mitgewirkt worden; er hat ein abfälliges Urtheil gefällt über die Art der während wir noch unsere Silberthaler als Währungsgeld zu haben wir uns rühmen dürfen. Auf die Einzelheiten einVerhandlungen. Woher weiß der Vorredner, daß die Unter- besigen.( Heiterkeit.) Damit, daß wir eine gute Währung zugehen, ist jetzt nicht der Ort. Wir halten es aber für nothhändler noch andere Konzessionen zu machen bereit waren? haben, können wir uns nicht begnügen, wir müssen die wendig, die Interessen des gesammten deutschen Volkes dabei zu Dem Vorredner ist doch ein Einblick in die Akten nicht gewährt indirekten Folgen der Währungsverhältnisse auf unsere aus- wahren, auch die landwirthschaftlichen Interessen, und wir wollen worden. Ich kann deshalb seine Aeußerung nur dahin verstehen, wärtigen Handelsbeziehungen in Betracht ziehen. Aber deshalb deshalb die Verträge gründlich in der Kommission erörtert wissen, daß er der Regierung gern etwas unfreundliches sagen wollte, tönnen wir noch nicht zu dem Standpunkt kommen: Wir wollen wo dies eingehender möglich ist als in der Plenarverhandlung. aber nicht wußte, was. Noch niemals ist ein Handelsvertrag teine Tarifverträge. Der Vorredner verwechselt zweierlei Dinge, Die Zulassung italienischer Trauben und Verschnittweine hat den geschlossen worden, dem nicht der Vorwurf gemacht wurde von nämlich die Regelung der Valuta und die Fähigkeit, die neu- deutschen Weinbau erheblich geschädigt. Man sagt, daß der dieser oder jener Interessengruppe, daß ein Fehler gemacht geregelte Valuta aufrecht zu erhatten. Ueber den ersten Punkt spanische Vertrag eine solche Schädigung nicht mit sich bringen worden sei. Auf Grund einzelner Klagen fann man leicht kann man sich verständigen, für den zweiten aber fann man würde; ich glaube aber, daß dies doch der Fall sein wird; wenn mit großen Worten Sturm laufen gegen ein Handelsvertrags- niemals eine Sicherheit erlangen. Italien tann jetzt vorüber- auch Verschnittweine vielleicht nicht eine große Rolle spielen, so wert.( Sehr richtig! links und im Zentrum.) Die Gestaltung gehend seine Währung nicht aufrecht erhalten; ich glaube aber, bleibt doch immer noch die Einfuhr spanischer Weine zur Kognakder Ein- und Ausfuhr eines Landes bildet doch ein einigermaßen daß Dank der großen Hilfsquellen des Landes das Goldagio in bereitung. Darüber wird auch in der Kommission Aufschluß ge= zutreffendes Bild unserer Beziehungen zu andern Ländern. Italien bald verschwinden wird. Das Sinken der Valuta hat geben werden müssen. Wenn Herr Rickert der Landwirthschaft gute Seit 1889 haben wir eine Unterbilanz in unseren Handels- aber früher für uns eine Ermäßigung der Zölle bedeutet. Lehren hat geben wollen, so sollte er doch wissen, daß die landbeziehungen, die von Jahr zu Jahr gestiegen ist. In den ersten Ebenso wird es in Desterreich hoffentlich bald zur Beseitigung bautreibenden Klassen in weiten Kreisen von ihm Belehrung nicht 9 Monaten dieses Jahres hat aber die Einfuhr sich um des Goldagio kommen. Hätte Desterreich- Ungarn mit uns teinen mehr annehmen. Die Bedenkender Landwirthschaft werden auch in der 50 Millionen gemindert, die Ausfuhr um 185 Millionen Mart Handelsvertrag geschlossen, wären dann die Valutaverhältnisse Kommission erörtert werden können. Vielleicht verspricht sich die vermehrt, während in Frankreich ein umgekehrtes Verhältniß vielleicht für uns bessere gewesen? Daß der spanische Handels- Landwirthschaft nicht viel von einer Ablehnung der vorliegenden eingetreten ist. Bei einem Vergleich der Handelsbilancen ergiebt vertrag Widerspruch findet, ist begreiflich; die Regierung hat sich Verträge; aber die Erörterung dieser Dinge wird jedenfalls zur sich, daß in diesem Jahre Deutschland die weitaus auch nur mit schwerem Herzen entschlossen, einen Vertrag ab- Beruhigung der Landwirthschaft dienen. Was den finanziellen günstigste Position hat. Unsere Ausfuhr nach Desterreich zuschließen, bei dem die Hauptfrage, nämlich die Behandlung des Ausfall infolge der Bollermäßigung betrifft, so muß uns derselbe hat sich in den verschiedenen Waaren erheblich ver deutschen Sprit nicht zu unsern gunsten erledigt ist. Aber wir genau vorgerechnet werden, namentlich in dem Augenblicke, wo mehrt. Redner giebt eine ganze Reihe von Zahlen bezüglich der standen einer von der öffentlichen Meinung unterstüßten ab- wir so erhebliche Beträge an neuen Steuern bewilligen sollen. verschiedenen Waarengruppen. Die Einfuhr namentlich an Ge- foluten Weigerung der spanischen Regierung gegenüber. Die Re- Wir wollen in der Kommission ehrlich prüfen sine ira, aber nicht treide hat sich dagegen erheblich vermindert; es ist eine gierung fonnte nicht, um einen Artikel von höchst zweifelhaftem sine studio!( Beifall im Zentrum.) Unwahrheit, daß Deutschland mit österreichischem Getreide über- Werthe zu schützen, andere werthvolle Exportartikel preisgeben. Abg. Graf Kanit( Dions.): Wenn der Staatssekretär des schwemmt sei. Man muß sich natürlich erst an die neuen Ver- Die vom Vorredner angeführte Steigerung des Imports von Auswärtigen davon gesprochen hat, daß wir Mißstimmung hältnisse gewöhnen. Aber das eine steht fest, daß die Worte über rumänischem Getreide beruht lediglich auf einer Verbesserung der erregt haben, daß wir sehr lange Zeit dazu gebraucht haben, so den Tribut, den wir nach Desterreich zahlen, leere Worte waren, Statistit; das rumänische Getreide, welches über belgische und kann ich mir diese Aeußerung nur daraus erklären, daß der um eine Verlegenheit zu verdecken.( Widerspruch rechts.) Sie holländische Säfen kommt, als solches bezeichnet, während es früher Staatssekretär nicht preußischer Unterthan ist und nicht weiß, ( rechts) haben die Regierung so lebhaft angegriffen, daß die Re- als belgisches und holländisches einging. Was die finanzielle wie es in Preußen zugeht, daß wir alle Hände voll zu thun gierung die erste Gelegenheit benutzt, um sich zu vertheidigen Bedeutung der Getreidezölle angeht, so würde das Einfuhrverbot haben, um die Mißstimmung nicht allzu groß anwachsen zu gegen diese Vorwürfe. Der Vorredner stellte es so dar, als ob in von fremdem Getreide noch viel schlimmer wirken, als die 3oll- faffen.( Lebhafter Widerspruch links.) Der Beifall, den die Auslassung des Herrn Staatssekretärs fand, erscholl auch Eingegangen ist ein dringlicher Antrag der Stadtfönnte. annehmen? Wir könnten " Das „ Die Versammlung ersucht den Magistrat, ihr bei der Präsentation der betreffenden Beamten auf Erfordern der Versammlung die übrigen Meldungen für die betreffende Stelle mitzutheilen." es tönne Der Antrag wird angenommen. das Munk'sche Grundstück, Lichterfelderstr. 6-8, für 370 000 m. Behufs Vergrößerung des Bittoria parts soll erworben und das Kaufgeld aus den für die Herstellung des Barks noch zur Verfügung stehenden Mitteln resp. aus dem Grundstücks- Erwerbungsfonds entnommen werden. Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. Unterm 7. November cr. haben die Stadtvv. Singer und Genossen an den Magistrat die Anfrage gerichtet, ob ihm bekannt ist, daß die Pächter des städtischen Anschlagswesens Nauck und Hartmann Einladungen zu Verfammlungen zurückweisen, weil die betreffenden Versammlungen zum Zweck einer Kritik der städtischen Verwaltung einberufen waren. worden, daß der Magistrat die Anfrage betr. angeblich" zurückDurch Schreiben vom 17. d. M. ist dem Vorsteher mitgetheilt worden, daß der Magistrat die Anfrage betr. angeblich" zurückgewiefene Einladungen zu Versammlungen heute zu beantworten bereit ist. bei den Sozialdemokraten und den Freisinnigen; verordneten Singer u. Gen., den Magistrat zu ersuchen, in die große Majorität des Reichstages schwieg still. Die der nächsten Sizung Bericht über den gegenwärtigen Stand der Rede des Herrn Lieber habe ich eigentlich nicht recht ver- Einverleibungsfrage der Vororte zu erstatten. standen( Heiterkeit), ich weiß nicht, ob er für oder gegen die Die Dringlichkeit wird von keiner Seite bestritten; der AnHandelsverträge ist. Der fatholische Bauernverein des Herrn trag kommt als letzter Gegenstand zur Verhandlung. Nachdem Referent Stadtv. Meyer I diesen Antrag in längerer juristischer Darlegung zur Annahme empfohlen hat, tritt v. Schorlemer- Alst hat sich einstimmig gegen die Handelsverträge erklärt und somit eine flare Stellung eingenommen, die bei Bur Borberathung des Antrags Weiß, betreffend den in der darauf folgenden Debatte zunächſt Herrn Lieber noch zu vermissen ist. Ich will der Regierung Verkauf von Lebensmitteln nach Gewicht, hat sammlung sei nach der Städte- Ordnung über die Anstellung eines Oberbürgermeister Belle gegen denselben auf; die Ber teinen Vorwurf machen wegen des Ausfalls dieser Handels- der niedergesezte Ausschuß drei Sigungen abgehalten. verträge; das Ergebnis ist eine Folge des in allen Ländern Schlußergebnis ist die Ablehnung des Antrags in der an- bestimmten Beamten zu vernehmen, sie habe aber ein Recht, das anwachsenden Protektionismus. Aber es ist doch fraglich, ob gebrachten Weise, wonach der Magistrat darauf hinwirken sollte, vorliegende ganze Material zu erhalten oder auch nur die Namen wir recht daran thun, uns mit kleinen Konzessionen zu begnügen daß neben Obst und Gemüse auch Schwarz- und Weißbrot, der übrigen Konkurrenten zu erfahren, ſeit 1808 nicht beseffen, ich jetzt nicht plötzlich genommen und dafür eine erhebliche Zollermäßigung zuzugefteben. Ich bin Gier, Wild, geschlachtetes Geflügel und Krebse nach Gewicht verwerben, ihr dasselbe also auch immer für die Tarifautonomie eingetreten, weil ich von einem fauft werden müssen. Dagegen empfiehlt der Ausschuß folgende Stadtv. Meyer II will die große Verantwortlichkeit nicht andern Verfahren eine Verschlechterung unfres Marktes befürchtet Beschlußfassung: habe. Herr v. Marschall hält die Zolldifferenz von 1,50 W. nicht Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit dem übernehmen, welche mit dieser Erweiterung der Rechte der Ver für bedeutend; er sollte einmal zu uns armen Leuten in den Polizeipräsidium behuss des Erlaffes einer Polizei- fammlung verbunden sein würde; er will die Entscheidung dem Often kommen!( Heiterfeit lints; Zuruf: Geflickte Strohdächer!) verordnung in Verbindung zu treten, wonach" fortan Ober- Verwaltungsgericht überlassen und wird gegen den AusBei uns macht diese Differenz sehr viel aus und die Mißstimmung Brot und Back waaren jeder Art, sofern das Geschußantrag stimmen. wicht mehr als 1/4 Rilo beträgt, nur nach Gewicht verkauft ist bei uns, trotzdem es eine sehr loyale Bevölkerung ist, eine Für den letzteren erklärt sich noch Stadtv, Sach 3 II, gegen werden dürfen. denselben Stadtv. Spinola. sehr bedenkliche. Ich habe bei der Landtagswahl so viel Stimmen bekommen wie niemals.( Lachen links.) Niemals war die Mißheit" angenommen worden. Die Berücksichtigung von Wild, Ge: Dieser Antrag ist vom Ausschusse mit überwiegender Mehrftimmung über die neuere Wirthschaftspolitik so groß wie jest. flügel, Strebsen und Giern ist mit 9 gegen 8 Stimmen abgelehnt Wovon soll denn der Bauer seine Versicherung, ſeine Steuern 2c. worden. Referent Stadtv. Sa ch 3 I verbreitet sich ausführlich bezahlen, wenn durch die Ermäßigung des Bolls der Preis zurück über die Verhandlungen des Ausschusses. geht. Die Ausfälle an Zolleinnahmen sind viel bedeutender geStadtv. Friederici meint, es wäre besser gewesen, wenn wesen, als man vorher berechnet; wenn noch weitere Zollverträge abgeschlossen werden sollen, namentlich auch mit Ruß aus den langwierigen Ausschußverhandlungen gar nichts herausgekommen wäre. Der Antrag sei in seinem ganzen Umfange abland, dann muß eine genaue Berechnung aufgestellt werden. In zulehnen; der Verkauf des Brotes nach Gewicht sei eine unnüße Der„ Norddeutschen Allgem. Zeitung" hat ein Artikel gestanden, in Belästigung der Bäcker und des Publikums. Die Berliner Stadtwelchem davon die Rede war, daß der Verzicht auf die Zoll- verwaltung wird ihren Ruf als freisinnige verlieren, wenn sie einnahmen vom Getreide geschehen sei mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der minder wohlhabenden Bevölkerungsklassen, daß zum Erlaß weiterer Polizeiverordnungen und Strafvorschriften dieser Ausfall jetzt bei der Steuerreform gedeckt werden müsse. freiwillig die Hand böte. Stadtv. Bortmann tritt dieser Auffassung entgegen. Der Zollausfall trifft gerade die ärmste Bevölkerung, die länd Nicht um eine Belästigung des Publikums, nicht um eine bloße liche( Sehr richtig! rechts) und die niederen Getreidezölle sind auf 12 Jahre festgelegt, so daß der Ausfall sich für die ländliche Bes Polizeimaßregel handle es sich, sondern um die Sicherstellung völkerung auf viele hundert Millionen Marf beläuft.( Lachen namentlich des minder bemittelten Publikums in der Slichtung, links.) Wir stehen dem Auslande mit gebundenen Händen gegen- daß ihm richtig gegeben wird, was es bezahlt. Auch Stadtv. Kalisch bekämpft die Auffassung des ersten Stadtv. Singer: Es handelt sich bei unserer Anfrage um über; wir haben keine Mittel dagegen, daß die Bollermäßigungen, Redners; er fann nicht erkennen, wie mit dem Verkauf des die Wahrung des Rechtes der Bürgerschaft, die Anschlagfäulen welche andere Staaten uns gewährt haben, vereitelt werden Brotes eine Chikanirung des Publikums verbunden werden zu den Zwecken zu benußen, für die sie geschaffen sind. Die zu den Zwecken zu benutzen, für die sie geschaffen sind. Die durch Eisenbahutarife und ähnliche Maßregeln. Was Grundlagen hierfür finden sich in den Bedingungen" für die nüßt uns ein Vertrag mit Rußland, wenn die russische ReNauck u. Hartmann haben seit dem gierung ihren inländischen Fabriken besondere Prämien gewährt! Stadtv. Singer: Ich bin erstaunt, daß der Stadtv. Verpachtung derselben. Was nütt ein billiger Schienenzoll in Rußland, wenn den Ge- Friederici sich hier zum Fürsprecher der Ablehnung des Antrages April 1891 auf grund dieser Bedingungen für 245 000 m. jährsellschaften, welche die Eisenbahnrn bauen, aufgegeben wird, kein gemacht hat aus Motiven, mit denen er doch nur die Versammliche Pacht die Säulen auf zehn weitere Jahre inne. Am 27. November 1890 ist von Versammlung und Magistrat ausländisches Material zu verwenden? Mit großer Mehrheit ung bat graulich machen wollen. Das Gespenst einer polizei- beschlossen worden, daß Plakate von nicht vorschriftsmäßiger Größe lichen Verordnung fann uns nicht schrecken. Wenn eine Polizeifind allerdings 1891 die Berträge angenommen, aber mit großer Berordnung gut ist, warum sollten wir sie nicht mit Freuden gewiesen werden können und im Februar 1891 ist weiter Begeisterung nicht und wenn die Verträge heute vorgelegt wür den, das Stimmverhältniß würde das umgekehrte sein( Widerbeschlossen worden: Jngleichen sind Plakate, deren Juhalt gegen dergleichen brauen; ich die Gesetze verstößt, zurückzuweisen." erinnere nur an die Bau Ordnung, an die Wohnungs- unter Es steht also fest, daß spruch links); fein Reichstag würde solche. Berträge wieder annehmen, weil die Wirkungen den Hoffnungen nicht entsprachen. verhältnisse u. f. w. u. f. w. Kollege Friederici scheint unter der Voraussetzung tarismäßiger Größe Plakate nur In bezug auf den spanischen Handelsvertrag führt Redner aus, zu befürchten, daß wir in die Zeit der Brottaren zurückfallen. wegen gesetzwidrigen Inhalts zurückgewiesen werden können. daß die Ausfuhr Deutschlands nicht blos beim Artikel Brannt. Das steht aber garnicht in Frage. Wir wollen eine Garantie Dem gegenüber will ich eine fleine Blumenlese vorlegen, was alles zurückgewiesen worden ist.( Unruhe.) Wir haben doch wein, sondern auch bei allen anderen Artikeln sehr erheblich der Reellität beim Verkauf des Brotes, und das ist auf grund auch hier die Aufgabe, zu verhindern, daß sich ein beliebiger zurückgegangen ist, während die französische und englische Aus einer Vereinbarung der Gemeindebehörde mit der Polizei auf Mann zum Bensor, der Plakate aufwirft, die ihm übergeben juhr sich sehr vermehrt hat. Als Hemmniß des Exports wird diesem Wege zu erreichen. Dem gefallenen Antrag betreffs des fuhr sich sehr vermehrt hat. Als Hemmniß des Exports wird Wildes, der Eier und der Krebse weine ich keine Thräne nach der Tagesordnung:" Abrechnung vom Streit in der Mauff'schen worden. Es ist ein Anschlag zurückgewiesen worden 1. mit von den Industriellen bezeichnet die Belastung der deutschen wir legen den Hauptwerth auf das Nahrungsmittel der ArbeiterIndustrie durch die Arbeiterversicherung.( Buruf: In validenversicherung haben Sie ja gemacht! Ich bin damals bevölkerung, das Brot, und hoffen, daß der Antrag des Aus- Schuhwaarenfabrik", weil Firmen in Verbindung mit dem Worte nicht Mitglied des Reichstags gewesen, sonst würde ich dagegen Streit" nicht genannt werden dürften; 2. Vortrag über Eugen schusses angenommen wird. Richter's Sparagnes", Motivirung: Das wäre eine Beleidigung gestimmt haben!( Zuruf: Die andern Konservativen haben zuge- Stadtrath Ma mroth konstatirt, daß in bezug auf die des Abg. Richter( Heiterkeit); 3. Anschlag des Verbandes der flimmt!) Ich fann nur mit dem Wunsche schließen, daß mein Brotfrage aus den Reihen der Betheiligten, der Käufer und Ver- Schneider, Tagesordnung: Die Verhältnisse in den Werkstätten Vorschlag bezüglich Wiederaufhebung des Handelsvertrages fäufer, seit langer Zeit irgend ein Wunsch im Sinne des An- des Offizier- Vereins"; Motivirung: Die Polizei erlaubt uns mit Desterreich in Erwägung gezogen werde.( Heiterkeit links.) trags nicht laut geworden ist; es würde hier also wirklich eine derartige Anschläge' nicht. Aus der letzten Zeit, aus der Reichskanzler Graf v. Caprivi: Der Abg. Graf Kaniz hat Belästigung der Betheiligten und eine Erschwerung des Verkehrs Periode der Ergänzungswahlen zur Stadtverordnetenin seiner Kritik einer Aeußerung des Staatssekretärs Freiherrn eintreten. Auf seine Veranlassung ist in der Sache Information Versammlung wurde am 11. November ein Plakat v. Marschall eine Bemängelung um deshalb ausgesprochen, weil in Paris, London und in der Schweiz erbeten worden, von Paris zurückgewiesen mit dem Thema: Die Boltsfeindlichkeit der Staatssekretär Freiherr v. Marschall nicht preußischer Her- und London ist keine Antwort gekommen. Was in der Schweiz der freifinnigen Stadtvertretung"; ferner:„ Die Sünden der funft sei. Ich beklage diese Aeußerung vom nationalen Stand- in dieser Hinsicht maßgebend ist, sieht doch sehr nach Brottage aus. liberalen Stadtvertretung"( Seiterkeit)-, vermuthlich glauben punkt aus, wie von dem des Reichsbeamtenthums aus. Ver Ist aber, was Sie erringen wollen, wirklich der Mühe werth? Es Nauck und Hartmann, diese liberale Versammlung habe keine faffungsmaßig haben Reichsbeamte nur eine Nationalität, in der werden doch nicht sofort statt der 5- Groschen und 2½- Grofchen- Sünden auf dem Gewissen( Rufe: Sehr richtig! und Heiterkeit) fie hier auftreten( hört! hört! links), und das ist die deutsche. brote lauter große Brote gebacken werden. Im Verlauf einer endlich ein Plakat, welches nichts weiter enthält, als die ( Lebhafter Beifall links.) Stunde beträgt der Schwund bei Weißbrot 10, in 2 Tagen Namen der sozialdemokratischen Kandidaten mit dem Zusah, daß Staatssekretär v. Marschall: Graf Kanis behauptet, ich 70-80, bei Schwarzbrot 50-60 Gramm. Ein großer Theil des Abends 9 Uhr die Verkündigung der Wahlresultate stattfinden hätte der konservativen Partei dieses Hauses den Vorwurf ge- Brotes wurde bisher gerade von der ärmeren Bevölkerung auf werde. Bei keinem dieser Plakate ist ein Verstoß gegen die macht, daß sie Verstimmung im Lande errege. Ich hätte geglaubt, Kredit genommen. Wird jezt die Einheit des Brotes eine angreif Geseke vorhanden; wenn also solche Leute sich als Bensoren durch meine politische Vergangenheit dem Verdacht nicht aus- bare, so wird der Verkauf nach Gewicht sehr leicht zum Brot- derjenigen machen, welche für nöthig halten, solche Versammgesetzt werden zu können, daß ich abfichtlich gegen die fonfervative wucher führen. Davor möchte ich doch warnen, auf diesen Weg lungen einzuberufen, so überschreiten sie ihr vertragsmäßiges Partei dieses Hauses, der ich selbst früher angehört habe, einen zu treten; wenn man ändert, soll man auch verbessern. Ueber Recht. In dem Vertrage ist Vorsorge getroffen, daß die Stadtsolchen verletzenden Vorwurf erheben tönne. Nach dem steno die Frage, ob diese ganze Vorschrift nicht überhaupt verwaltung diesen Herren nicht ganz hilflos ausgeliefert ist, daß graphischen Bericht sagte ich:" Es ist nichts leichter auf der in Widerspruch mit der Gewerbe- Ordnung steht, sind innerhalb sie sich nicht ganz und gar als Paschas aufspielen dürfen. Ter ganzen Welt, als auf grund einzelner Klagen mit großen des Magistrats die Juristen zweifelhaft.( Heiterkeit.) Wenn im Magiftrat hat das Recht der Konventionalstrafe. Ich hoffe, daß Worten Sturm zu laufen gegen ein Vertragswert und fich Ausschußbericht von der günstigen Stellung des Polizeipräsidiums dem Magistrat von der Zurückweisung dieser Plakate etwas betaunt auf die Stimmung im Lande zu berufen, nachdem man zu der Forderung die Rede ist, so ist dem Magistrat amtlich sei, denn nach§ 16 dieſer„ Bedingungen" hat der Magistrat vorher ein Jahr lang Alles gethan hat, Ver- nichts davon bekannt; es handelt sich lediglich um eine Privat das Recht, die Geschäftsführung zu überwachen. Ist das der stimmung im Lande zu Von der konserva- unterhaltung eines Ausschußmitgliedes mit einem Beamten des Fall, so werden wir ja hören, ob auf grund des§ 16 der erregen. tiven Partei war mit keinem Worte die Rede( Widerspruch Polizeipräfidums. rechts.) Ich glaube, daß, wenn ich hier erkläre, daß ich die Magistrat die Pächter zur Innehaltung der Bedingungen aufStadtv. Singer: Ich bin auch der Meinung: wenn man gefordert hat. Sollte er aber bedauerlicherweise teine Stenntniß fonservative Partei nicht gemeint habe, die Herren sich mit dieser ändert, soll man verbessern. Weiter kann ich aber den Aus von diesen Zuwiderhandlungen haben, so hoffe ich, daß er dann Erklärung zufrieden geben können. Wenn Graf Kanik wissen führungen des Kommissars nicht folgen. Was er darlegt, beweist sein Aufsichtsrecht anwendet, und dem groben Unfug, der hier will, worauf meine Aeußerung sich bezogen hat, so bitte ich ihn, nicht das geringste gegen die Nothwendigkeit der vorgeschlagenen stattgefunden hat, ein für alle Mal ein Ende macht. das gestrige Korrespondenzblatt des Bundes der Landwirthe zu Maßregel. Daß teine Beschwerden hervorgetreten sind und daß Stadtrath Voigt: Der Magistrat hat natürlich von dem lesen. Die Art und Weise, wie da zum großen Theil auf grund man deshalb keine Veranlassung hätte, sich um eine Neu- Betriebe des Anschlagswesens nicht eine laufende Kenntniß; er von falschen Behauptungen Kritik an den Handelsverträgen ordnung zu bekümmern, ist eine eigenthümliche Auffassung, die erfährt davon nur beim Eingang von Beschwerden und dergeübt wird, nenne ich Berstimmung im Lande erregen.( Abg. ich nicht zum Grundsah innerhalb der städtischen Verwaltung gleichen. Es sind bisher an den Magistrat keinerlei Beschwerden Ridert: Demagogie ist das!) erhoben sehen möchte. Die städtische Verwaltung kann über Zurückweisung von Plakaten der erwähnten Art gelangt sich doch nicht erst in Bewegung setzen, wenn aus den( hört!); er hat von der Zurückweisung also auch keine Kreisen der Betheiligten Beschwerden kommen. Und gehören Kenntniß, und auch keine Veranlassung gehabt, etwas benn die Mitglieder der Versammlung nicht zu den dagegen thun zu können. Wenn der Antragsteller nun Konsumenten und haben sie nicht die vom Stadtrath Remedur verlangt auf grund der von ihm heute geMamroth vermißten Beschwerden erhoben. Wie die amtliche machten Mittheilungen, so glaube ich bestimmt, daß der Stellung des Polizei- Präsidiums zu der Sache beschaffen ist, Magistrat das Vorgetragene prüfen und sich auch überlegen wird, wollen wir ja gerade durch diesen Antrag ermitteln. Für die ob er von seinen Aufsichtsbefugnissen Gebrauch machen foll; eine Bevölkerung wird durch den Verlanf nach Gewicht kein Nach- bindende Grillärung namens des Magistrats kann ich aber theil, sondern ein wesentlicher Vortheil entstehen, dadurch näm natürlich heute nicht abgeben. lich, daß sie weiß, was sie für ihr Geld bekommt. Gerade In der Besprechung der Interpellation, die auf grund bezüglich des Entnehmens von Brot auf Kredit wird der eines genügend unterstützten Antrags der Sozialdemokraten erarmen Bevölkerung eine Erleichterung, eine Wohlthat durch folgt, bemerkt Die„ Wirthschaftliche Vereinigung" trat heute Vormittag den Antrag zu Theil, denn sie braucht nicht mehr der Willkür Stadtv. Singer: Ich bin erfreut über die Tendenz der 11 Uhr im Reichstage unter Vorsitz des Abg. v. Plötz zum ersten des Kreditgebers willenslos ausgeliefert zu sein. Die Bäcker Antwort des Magistratskommissars und werde mir erlauben, Male zusammen und berieth die Handelsverträge. Der Vorsitzende werden sich sehr bald mit der Gewichtsfrage abgefunden haben; das mir vorliegende material in natura zur Prüfung vorzugab die Erklärung ab, daß die Vereinigung die Interessen- sie werden einfach durch Einschnitte und dergleichen die von dem legen. Nur darin muß ich ihm widersprechen, daß erst Begemeinschaft von Landwirthschaft, Industrie und Gewerbe im Herrn Stadtrath als so erheblich angesehenen technischen schwerden nöthig feien, damit der Magistrat überhaupt in Auge habe. In der einstündigen Debatte wurde der Gesichts- Schwierigkeiten übewinden. Ueberdies aber brauchen wir uns Attion trete.( Unruhe.) Im§ 16 der Bedingungen ist auspunkt geltend gemacht, daß eine endgiltige Stellungnahme unan- den Kopf der Bäcker über diese Frage nicht zu zerbrechen. Herr drücklich von lleberwachung" die Rede; in einem so wichtigen gebracht sei, da die Kommissionsberathung der Handelsverträge Stadtrath Mamroth hätte deswegen weder nach der Schweiz, städtischen Betriebe hat der Magistrat nach meiner Meinung gesichert sei. Von diesem Gesichtspunkt aus stimmte die Ver- noch nach London oder Paris zu schreiben brauchen. Auss von Zeit zu Zeit eine wirkliche Kontrolle der Geschäftsführung fammlung für Kommissionsberathung und entschied sich dafür, führungen wie des Herrn Stadtrath Mamroth hätte ich wirklich eintreten zu lassen und zwar ex officio( von Amtswegen). die Berathung zu vertagen und eine neue Sigung anzuberaumen. lich nur in der Bäckerinnung zu hören erwartet.( Große Wenn die Stadtverwaltung die Buschlagfäulen als Monopol Für die Berathung der Handelsverträge sollen ein Referent und Heiterkeit.) einer Firma zur Ausbeutung überliefert, hat sie diese VerpichKorreferent bestellt werden. Stadtv. Spinola ftellt sich gerade im Interesse des tung doppelt; dazu ist ja eben§ 16 in diese Bedingungen aufärmeren tonsumirtenden Publikums auf den Standpunkt des genommen worden. Der Brunnen darf auch hier nicht erst zuMagistratsvertreters. Bei der Abstimmung wird zunächst der Antrag Weiß, gedeckt werden, wenn das Kind hineingefallen ist. Damit ist die Besprechung erledigt. sodann aber auch der Antrag des Ausschusses Die Versammlung tommt nunmehr zur Berathung des oben abgelehnt. erwähnten schleunigen Antrags betr. Die GinverleibungsDer Magistrat hat dem durch Beschluß der Versammfrage. lung vom 8. Juni an ihn gestellten Ersuchen, bei der Präsen Stadtv. Singer: In die Erörterung der Frage felbst Der Stadtv. Wien struct, seit mehr als 20 Jahren Mittation von anzustellenden Beamten der Versammlung auch einzutreten sehe ich feinen Anlaß. Unser Antrag ist lediglich glied der Versammlung, ist gestorben. Sein Andenken wird die übrigen Meldungen für die betreffende Stelle hervorgerufen dadurch, daß nach Zeitungsnachrichten von dem in der üblichen Weise geehrt. mitzutheilen, nicht entsprochen, vielmehr eine durch Oberpräsidenten ein Schreiben an den Magistrat erlassen sein um Nach einer persönlichen Bemerkung des Abg. Kanitz wird die Sigung gegen 53/4 Uhr geschlossen, Nächste Sigung Freitag 1 Uhr( Fortsetzung der heutigen Debatte). Parlamentarisches. Die Statistik der Reichstagswahlen ist dem Reichstage zugegangen. Unsere Leser haben wir ausführlich über die Resultate der Statistik unterrichtet. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Oeffentl. Sigung vom Donnerstag, den 23. Novbr. Nachmittags 5 Uhr. " In ten Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage betr. die aus ablehnende Stellung eingenommen und diese in einer aus- soll, in dem eine Reihe von Gesichtspunkten für die GinverBerbreiterung der Rosenstraße ist auch der Stadtv. Wer na u führlichen Zuschrift an die Versammlung näher begründet. Der leibung von Vororten geltend gemacht wird. Ich bin ver sewählt, in den Ausschuß für die Vorlage betr. die Einfeßung Ausschuß für Anstellung und Pensionirung befoldeter Gemeinde- wundert, diese Kenntnis erst aus den Zeitungen schöpfen zu emer gemischten Teputation für die Wartthallen- Berwaltung beamten hat über diere Vorlage berathen und wiederholt jenen müssen, statt das der Wlagistrat der Versammlung direkt in einer Ctatto. ente. Antrag in folgender abgeschwächter Form: so wichtigen Angelegenheit Kenntniß von neuen Vorgängen giebt. Die Frage ist eine so weitgreifende, daß die Bevölkerung in jedem Stadium der Dinge mit ihrem Stande genau bekannt gemacht werden muß. Ich bitte Sie also, den Antrag anzunehmen, damit wir in der nächsten Sigung authentische Nachricht erhalten. Oberbürgermeister Belle: Der Magistrat hat die Aufgabe, die Beschlüsse der Versammlung vorzubereiten. Wenn er einen Anlaß dazu erhält, wie jetzt durch das Schreibeu des Oberpräsidenten, so unterzieht er sich dieser Aufgabe; er hat einen Ausschuß eingesetzt, und ich kann nicht versprechen, daß schon in der nächsten Sigung Mittheilung über den Stand der Sache gemacht wird. Stadtv. Cassel ist prinzipiell ganz der Ansicht des Stadtv. Einger, meint aber, man könne von dem Magistrat nicht vergeben soll. langen, daß er binnen 8 Tagen schon erschöpfende Auskunft Stadtv. Singer bedauert, daß der Oberbürgermeister garnicht darauf eingehe, wie denn diese Nachricht in die Zeitungen gekommen ist. Es wäre doch gut, wenn gegen solche vorzeitigen Veröffentlichungen Vorkehrungen getroffen würden. Der Magistrat folle nicht eine Vorlage machen, sondern nur über den gegenwärtigen Stand der Frage Bericht erstatten. Es bestehe doch auch noch die gemischte Deputation für die Behand lung dieser Frage; die Vorbereitung der Sache hätte also viel leicht zweckmäßig in diese verlegt werden können. Der Antrag Singer wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und einiger weniger anderer Mitglieder abSchluß gegen 1/29 Uhr. gelehnt. Lokales. Ein Fortschritt im Reiche des Herrn von Stephan?| Schwester Marie belohnt, von denen die erste als KammerGin Berichterstatter will von gutunterrichteter Seite gehört haben, jungfer, die zweite als Kinderpflegerin von den Postbehörden wird die Nachahmung des neuerdings in von Scherbening bis zu dem Tode der Hausfrau im Württemberg eingeführten Systems der Kouvert- Postanweisungen Jahre 1889 dienten, und von da ab bei deren Tochter geplant. Auf diesen Postanweisungen befindet sich der gedruckte Frau Olga von Karmeinsti in Breslau dienen. Ferner wurde Text nicht wie bisher auf einem Karton, sondern auf einem Brief- Dorette Strüger ausgezeichnet, die 40 Jahre bei Frau Amtsrath fouvert, das zugleich als Umhüllung des Briefes und als Geld- Fischer in Neu- Pelzin in Dienst steht. Diese drei erhielten je anweisung dient. Der Absender des Geldes kann also zusammen 30 m. in Gold, das Buch berühmter Frauen", die Brosche und mit dem Betrage einen Brief übermitteln lassen. Der Preis ist das Diplom. 25 M. in Gold und die Geschenke erhielt für nicht höher als der für eine Postanweisung, also 20 Pf. Bei dem 30jährige Dienstzeit Bertha Loewe, bei der Schauspielerin Frau Widerwillen des Herrn Stephan gegen jeden dem Publikum zu Carlsen in Dienst; sie wurde zum zweiten Male prämiirt, gute kommenden Fortschritt ist es wohl angebracht, diese Nach ebenso wie Christine Wilms, die die Prämie für 28jährige richt mit dem gebührenden Mißtrauen zu empfangen. Dienstzeit bei Frau Major von Reuß in Potsdam erhielt. Wasserversorgung in den einzelnen Gebäuden bereits deutlich eine größere Anzahl für Dienstzeiten von 28 bis herunter zu Die neuen Wasserwerke lassen ihren Einfluß bei der Endlich wurden sieben Mädchen für 25jährige Dienstzeit und Die neuen Wasserwerke lassen ihren Einfluß bei der 5 Jahren bedacht. erkennen und besonders sind es die Gebäude in dem östlichen feit der Zuführung des Wassers aus den Müggelsee- Werken ein Kriminalpolizei bei verschiedenen bekannten Geldleuten in ben Theile der Stadt, wo der Wasserdruck in den Leitungsröhren Ei! Ei! Wie die„ Saale- Beitung" erfährt, hat die hiesige ganz bedeutender ift. Ganz geringe Abnutzungen an der Gummi- letzten Tagen polizeiliche Haussuchungen abgehalten. Bei einem scheibe des Auslaß- Hahnes erweitern die Durchlaßfähigkeit in dieser Winkel- Banfiers find für 360 000 M. Wechsel beschlagnahmt wenigen Stunden so bedeutend, daß schleunigst die Leitung ab- worden. Weitere Haussuchungen sollen bevorstehen. gesperrt und der geringfügige Schade beseitigt werden muß, der sonst unbeachtet bleiben und nur einen unbedeutenden Wasser- Mechaniker Müller seine junge Frau, mit der er bereits am Kurz vor der Trauung verließ am legten Sonnabend der verlust herbeiführen würde. Die Hauswirthe aber klagen über den großen Wasserverbrauch in ihren Häusern und die dadurch Brautschleier zu kaufen. Er kehrte von seinem Gange nicht zurück Donnerstag vorher standesamtlich getraut war, um den vergessenen bedingte hohe Wasserrechnung. Die armen Hausagrarier. und wurde auch vergebens von den Angehörigen gesucht. Jetzt Bezüglich unserer Mittheilungen über die Mikhand- hat man den 27 Jahre alten, jungen Ehemann in dem Manne fung Geisteskranker und Gefunder in Privat- Frrenanstalten wiedererkannt, der sich am Sonntag Abend in der Gastwirthschaft theilt das Berliner Tageblatt" feinen Lesern mit, Dr. Edel habe Friedrichstr. 232 durch einen Schuß in die rechte Schläfe entgegen uns Strafantrag wegen verleumderischer Beleidigung"( brrr) leibte. Die Veranlassung zu dieser That soll in Irrfinn zu gestellt. Ein Arzt des Edel'schen Musterinstituts", wie es das suchen sein. Die Adressen der Mitglieder der Berliner Lokal- Berliner Tageblatt" bezeichnet, Dr. Heimann, soll das gleiche kommission find: einem Vertrauensmann der Volts- Zeitung" gegenüber erklärt Unschuldig drei volle Jahre im Gefängniß gesessen 1. Kreis: Halfter, Lübbenerstr. 22. Rubat, Spandauerhaben. Liegt es wirklich in der Absicht des Dr. Edel, die vor- grund falscher und gemeiner Denunziation zu vier Jahren Ge hat ein Handwerksmeister aus dem Norden Berlins, der auf handenen Mißstände für die Zukunft zu hindern oder 2. Kreis: Rizing, Belle- Alliancestr. 74. Jo st, Mariannen- den Glauben zu verbreiten, daß unsere Mittheilungen unrichtige fängniß verurtheilt worden war und dreiviertel dieser Strafe seien, so wäre das von ihm angeblich eingeschlagene Verfahren, von der Staatsanwaltschaft das Wiederaufnahmeverfahren einbereits abgebüßt hatte, als auf grund neuer Entlastungsbeweise das uns übrigens sehr falt läßt, das verkehrteste. Dem von 8. Kreis: Heinrich, Wienerstraße 61. König, Lausitzer ihm angeblich eingeleiteten Verfahren sehen wir mit Seelenruhe geleitet wurde. Aus diesem ist der" Verurtheilte“ vollständig 4. Kreis: Otto, Frankfurter Allee 128. 3a a te, Rüstriner- entgegen und freuen uns, daß es zur gerichtlichen Feststellung gerechtfertigt hervorgegangen. Er wurde der Freiheit wiederunserer Mittheilungen und vielleicht auch zur Abstellung der gegeben und steht jezt ruinirt und aller Mittel entblößt da. 5. Kreis: Gumpel, Barnimstr. 42. Witt chow, Kleine entsetzlichen Mißstände in Irrenanstalten durch uns führen sechzehn Gesellen beschäftigte, heute fann er warten, bis der Wie wenig guten Gewissens manch einer in der 6. Kreis: Ließte, Schwedterstr. 33. Peper, Bandel Dr. Edel'schen Anstalt ist, beweist das von der„ Bolts- 3tg." ver- Militarismus einen Brocken für die Entschädigungen unschuldig straße 13. Tauschel, Grenzstr. 4. öffentlichte Gespräch des Dr. Heimann, Assistenzarzt im Edel'schen Berurtheilter übrig läßt. Danach hat Dr. Heimann behauptet, unsere Mittheilungen rührten Justitut, mit dem Vertrauensmann der genannten Zeitung. von einer Geisteskranken oder einer rachsüchtigen Wärterin her. So? Woher glaubt Dr. Heimann zu dieser Kombination berechtigt zu sein? Er deutet dies selbst an. Es sei nämlich in der Anstalt eine geisteskranke Frau gewesen, die mehrfach ver Achtung! Parteigen offen des 4., 5., 6. Wahlsucht habe, mit sozialdemokratischen Abgeordneten namentlich Polizeibericht. Am 21. d. Mts. wurden Nachmittags ein treises. Am Sonntag, den 26. November, Morgens 8 Uhr, mit Herrn Stadthagen- in Briefwechsel zu treten." Wir Hausverwalter und seine Ehefrau in ihrer Wohnung in der findet eine Flugblatt- Bertheilung für den 29. Kommunal- Wahl- haben uns danach erkundigt, ob ob bezirk statt. Die Parteigenoffen der obengenannter Kreise werden seitens einer Frren versucht sei. Genosse Stadthagen theilt uns darauf straße wurden ein dreijährigee Knabe und sein Vater, der dem ein solches Verbrechen Schulstraße todt in den Betten liegend vorgefunden. Sie haben sich zweifellos felbst vergiftet.- In der Camphausenersucht sich pünktlich früh 8 Uhr, bei Achilles, Greifswalder mit:" Briese, von wirklichen und vermeintlichen Frren- soweit straße wurden ein dreijährigee Knabe und sein Vater, der dem ſtraße 210 und Spät, Weinstr. 28, einzufinden. In Anbetracht ich mich entsinne, aber nicht aus der Edel'schen Anstalt- habe Rinde zu Hilfe gesprungen war, durch einen vorschriftswidrig der Wichtigkeit der Wahl ist es nothwendig, daß die Partei- ich wiederholt erhalten. Davon, daß ein vergeblicher Ver- fahrenden Arbeitswagen überfahren. Das Kind wurde innerlich genossen zahlreich Hilfe leisten. such gemacht ist, aus einer Frrenanstalt an mich Briefe gelangen am 22. d. M. Vormittags brachte ein 12jähriger Knabe einem verletzt, der Vater erlitt anscheinend unerhebliche Quetschungen. J. A.: Das Wahlkomitee. zu lassen, ist mir nur erinnerlich, daß in einem Falle, der aber anderen gleichaltrigen Knaben aus Uebermuth durch einen Spalt ein oder mehrere Briefe an mich mit einer Mistgabel bei und verletzte ihn bedeutend am Auge. der Einfriedigung des Grundstücks Kreuzbergstr. 31 einen Stich dorferstr. 54 infolge eines epileptischen Anfalles einen Tisch mit Gegen Abend stieß eine Frau in ihrer Wohnung ReinickenDorferstr. 54 infolge eines epileptischen Anfalles einen Tisch mit wunden am Oberkörper. Am 21. und 22. d. M. fanden drei einer brennenden Petroleumlampe um und erlitt schwere BrandBrände statt. de jun brücke 2. straße 21. ftraße 44. Hamburgerstr. 27. Die Kommission hat sich bereits konstituirt. Dem Ausschuß gehören an: Gumpel, Halfter und 3aate. Alle Sendungen resp. Zuſchriften von außerhalb, die Lokalfrage betreffend, find nur an die Adresse des Genoffen Gumpel, Bigarrenhändler NO., Barnimftr. 42, zu richten. Arbeiter und verwandten Gewerbe wurde beschlossen, der wird. die Charitee betraf, " Der Mann hatte früher ein blühendes Geschäft, in welchem er laffung veröffentlicht der fattsam bekannte Hans Blum. Einen Hintertreppen- Roman über Bismarck's Ent Das Material rührt von Bismarck her und ist also- echt und gut redigirt". Für Köchinnen und Kannegießer vielleicht nicht ohne Interesse. " Gerichts- Beitung. 90 Die Arbeiter- Bildungsschule ersucht uns, bekannt zu geben, daß alle Mittheilungen 2c. an den in der letzten General- 3 Unrecht zurückgehalten waren. Remedur ist damals im Aufversammlung neu gewählten Vorsitzenden, Robert Flatow, für mich lagern, werde ich mir durch Anfrage bei Dr. Edel Wallnertheaterstr. 18, zu richten sind.leden Gewißheit verschaffen und eventuell Strafantrag wegen ZurückZum Chariteeboykott. In der letzten ordentlichen General bchaltung oder Erbrechens der Briefe stellen." Man sieht schon versammlung der Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- hieraus, auf wie schwachen Füßen der Reinigungsversuch steht. Charitee teine Kranken mehr zu überweisen. Kranke sollen nur Zur Choleragefahr veröffentlicht der Reichs- Anzeiger" auf ihren ausdrücklichen Wunsch der Charitee zugewiesen werden. folgende amtliche Mittheilung: Bei den letzten Verhandlungen Dagegen sollen Geistesfranke sowie Geschlechtsfranke möglichst in der im faiserlichen Gesundheitsamt gebildeten Cholerakommission Privat Heilanstalten untergebracht werden. In der am 20. ds3. hat einer der in Berlin vorgekommenen Cholerafälle, welcher stattgefundenen Generalversammlung der„ Orta- Krankenkasse der zweifellos auf den Genuß von Spreewaffer auf der Arbeitsstelle Schlosser und verwandten Gewerbe"" wurde fast einstimmig zurückzuführen ist, zur Feststellung der bedauerlichen Thatsache Gewerbegericht. Kammer III. Sigung vom 21. Nobeschlossen, fortan Kranke der königl. Charitee nicht mehr zu Anlaß gegeben, daß auf der betreffenden, an der Spree belegenen vember. Gegen das Kaiser und Kaiserin Friedrichs- Krankenhaus zuweisen. Baustelle den Arbeitern weder unverdächtiges Trinkwasser bereit( flagen zwei Maler auf Lohnentschädigung. Auf Wunsch des gehalten, noch für eine geeignete Abortanlage Sorge getragen Verwalters des Krankenhauses waren die Kläger mit zwei In feruerer Behandlung der Wasserversorgungsfrage war. Die Folge davon ist gewesen, daß die Arbeiter sich des weiteren Malern vom Arbeitsnachweis der Berliner Maler nach hat der Schöneberger Haus- und Grundbesitzerverein beschlossen, Spreewaffers zum Trinken bedienten und daß sie ihre Bedürfnisse dem genannten Heilinstitut geschickt worden. Dort wurde den Regierungs- Präsidenten zu ersuchen, den Charlottenburger in die Spree verrichteten. Insbesondere hat dies der an der Cholera ihnen eröffnet, daß fte für den Tag 3 Mark Lohn Wasserwerken den Anschluß weiterer neuer Versorgungsgebiete erkrankte Arbeiter während der ersten Zeit seiner Erkrankung bekommen würden, daß fie aber auch in Akkord aus jeuerpolizeilichen und sanitären Gründen für so lange zu gethan und dadurch zur weiteren Verseuchung des Flußwassers arbeiten könnten; sie würden dann für den Quadratunterfagen, als nicht die bestimmte Gewißheit vorliege, daß die beigetragen. Die bakteriologische Untersuchung des letzteren hat meter au zu streichen 15 Pfennig erhalten. Mit diesem Gesellschaft im stande sei, die bisher angeschlossenen Gemeinden das Vorhandensein von Cholerafeimen an der Stelle ergeben. außerordentlich niedrigen Lohn waren die Leute eingebent ihrer ausreichend zu versorgen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat es aus diesem Grunde fozialen Pflichten nicht einverstanden. Da ihr Verlangen nach Vetternwirthschaft. In der Versammlung der Gemeinde- den Behörden und Beamten der allgemeinen Bauverwaltung zur einer befferen Entlohnung abgelehnt wurde, verließen sie wieder Waisenräthe des 5. Waisenkreises wurde bei der Berathung über Pflicht gemacht, strenge darauf zu sehen, daß auf allen Baustellen, die Stätte, an der sie zu unangemessenen Löhnen wirken sollten. den Punkt„ Wahl der Vormünder aus den Kreisen der Beamten besonders den an Wafferläufen belegenen, geeignete Abortanlagen Sie nahmen an, für den Tag eine Entschädigung beanspruchen zu und Lehrer" die Bemerkung gemacht, daß bei Auswahl der vorhanden sind, damit eine Verunreinigung der Gewässer durch dürfen. Die beklagte Verwaltung wandte ein, das Krankenhaus Vormünder seitens der Vorschlagenden oft aus Verwandtschafts- die Auswurfstoffe der Arbeiter unbedingt vermieden werde. fei kein Gewerbetreibender und das Gewerbegericht deshalb un und Freundschaftsrücksichten Personen, die sehr geeignet wären, Ferner sollen den Arbeitern, falls auf der Arbeitsstelle tein zuständig. Das Gericht urtheilte, das Krankenhaus nehme gegen eine als Vormünder zu fungiren, verschont würden, was zu unverdächtiges Trinkwasser vorhanden ist, oder ausnahms. Entgelt Kranke auf und verpflege ste gegen ein solches und betadeln fei." Die Bemerkung fand, wie das amtliche, durch das weise nicht beschafft werden kann, jedenfalls vom Aufsichtspersonal schäftige auch Maler; es sei darum als Gewerbetreibender zu Gemeindeblatt" veröffentlichte Protokoll dieser Waisenraths: keine Hindernisse in den Weg gelegt werden, sich solches Trink- betrachten. Den Klägern feien je 4 M. als angemessene EntBersammlung angiebt, allgemeine Zustimmung",- ein Beweis, waffer zu beschaffen. Ferner wird im Reichs- Anzeiger" mit schädigung 4 M. seien der ortsübliche Durchschnitts- Tagelohn daß sie begründet war. Ob gegen diejenigen Personen, getheilt, daß die ärztlichen Schiffs- Kontrollstationen: Berlin mit für Maler- auzubilligen. Die Verwaltung des Krankenhauses welchen diese Pflichtverletzung zum Vorwurfe gemacht wurde, den Revisionsstellen Charlottenburger Schleuse, Plößensee hätte die Gehilfen vom Nachweis verlangt und erhalten, sie irgend welche Schritte unternommen werden sollen, giebt das Schleuse und Stralau, Potsdam mit den Revisionsstellen an dem wäre verpflichtet gewesen, den verlangten Durchschnittslohn zu Protokoll nicht an. Es scheint diese Frage in der Waisenraths Hoffmann'schen Grundstücke nahe der Glienicker Brücke und an zahlen. 1. Versammlung nicht einmal erörtert worden zu sein. Die An- der Nedliver Brücke, Rathenow und Eberswalde aufgehoben Warum zahlt das Kaiser- und Kaiserin Friedrich- Krankengelegenheit bedarf unserer Meinung nach dringend einer weiteren worden sind. Hiermit ist der Schiffs- Ueberwachungsdienst im haus teine angemessenen Löhne? Aufklärung. Sie ist ernst und wichtig genug dazu. Zwischen Elbstromgebiet in seinem ganzem Umfange eingestellt. Die Leiter eines solchen Instituts sollten doch am allerehesten demjenigen, welcher von seinen Freunden und Verwandten Unwissen, daß drei Mark Tagelohn zum Berhungern zwar zu viel, bequemlichkeiten und Nachtheile abzuwenden sucht, und dem zum einigermaßen anständigen Sattessen aber zu wenig sind. jenigen, welcher seiner Freund- und Sippschaft Annehmlichkeiten und Vortheile zuzuschanzen sich bemüht, ist am Ende kein großer Unterschied. " Blatt meldet: Dieses klar ausgesprochene Verbot, welches im " Nicht öffnen, bevor der Zug hält!" Ein bürgerliches Innern der Wagenabtheile der auf der Stadt- und Ringbahn und der Vorortlinien verkehrenden Wagen unterhalb der Fenster groß und deutlich angeschrieben ist, wird von vielen Reisenden Gisbahnen auf den Schulhöfen. Es soll die Absicht be- nicht beachtet; denn häufig werden die Wagenthüren schon gesi hen, im kommenden Winter auf allen größeren Schulhöfen öffnet, wenn der Zug in die Bahnhofshalle einfährt. In letter Berlins Eisbahnen herzustellen, die für die Lehrer und Schüler Beit hat nun auf dem Anhalter Bahnhof ein Beamter der betreffenden Anstalten zur Benutzung an den schulfreien des äußeren Dienstes auf dieses verbotene Verfahren des nicht üblen, wenn auch keineswegs neuen Idee würden die Ge- Reisenden festgestellt, welche vorzeitig die Wagenthüren geöffnet Dachmittagen refervirt bleiben würden. Von dieser in der That Publikums fein Augenmerk gerichtet und die Persönlichkeiten solcher meindeschulkinder wieder einmal sehr wenig oder nichts profitiren. hatten. Jedenfalls werden sie bestraft werden. Die EisenbahnDie Höse der höheren Lehranstalten sind so groß, daß sehr be- beamten hätten alle Ursache, es bei einer einfachen Warnung quem ein Theil des Hofes als Eisbahn eingerichtet werden bewenden zu lassen; gar zu leicht könnten sonst auch die Passafann, ohne daß deshalb die freie Bewegung und das Tummeln giere erster und zweiter Klasse auf Verweigerung des Deffnens Beklagten den Einwand erhoben, daß der Kläger sie der Schüler in den Pausen behindert wird. Dagegen sind die und Schließens der Eisenbahnthüren verfallen. Höfe der Gemeindeschulen mit wenigen Ausnahmen so flein im Der Bonbons- Fabrikant Thörmer aus Dresden hatte gestern vor der 137. Abtheilung des Schöffengerichts zu erscheinen, um sich wegen wiederholten versuchten Betruges zu verantworten. Stunden zu erwerben. Er suchte besonders in den Bäckermeistern AbDer Angeschuldigte besuchte im vorigen Jahre Berlin, um hier nehmer seiner Waare. Die von ihm angeknüpften Geschäftsverbindungen gaben zu vielfachen Zivilprozessen Beranlassung, die seitens Waare gefchickt als bestellt worden sei. Thörmer berief sich inThörmer's angestrengt wurden. Die Beklagten weigerten sich, die Waare anzunehmen unter der Begründung, daß weit mehr dessen auf einen Schlußschein, den er sich von den Bestellern hatte unterzeichnen lassen und erzielte darauf auch in erster Instanz ſtets ein obsiegendes Urtheil, obgleich die bei seinem Besuche übertölpelt habe und daß sie den Inhalt des Berhältniß zur Zahl der Schulkinder, daß diese zur freien Be- Gegen einen im Norden der Stadt wohnenden Arzt, von ihnen unterzeichneten Schriftstücks gar nicht durchgelesen wegung schon unter gewöhnlichen Verhältnissen feinen Play Dr. F., ist dieser Tage von der Staatsanwaltschaft die Unter- hätten, da Thörmer die Unterschrift nur dazu verlangt habe, haben und, auf jedes Spiel in den Bausen verzichtend, sich nur suchung wegen fahrlässiger Tödtung eingeleitet worden. um für eine richtige Expedition einstehen zu können. Giner in streng geordnetem Zuge vorwärts bewegen fönnen. Wo soll Die 19 jährige Tochter des in der Müllerstraße wohnenden Kauf- der Verklagten, der Bäckermeister Naumann, suchte durch da noch der Platz für eine Gisbahn herkommen? Davon, daß manns B. hatte sich eines Kopfleidens wegen zu dem erwähnten Inserat in der Bäcker- Beitung" Kollegen, denen es ebenso er der ganze Hof in eirie Gisbahn verwandelt und diese auch in Arzte in Behandlung begeben; zur Hebung des Leidens hatte gangen war, wie ihm. Es meldeten sich sechs Personen und den Pausen zwischen den einzelnen Schulstunden den Kindern Herr Dr. F. eine geringfügige Operation am Dienstag Nach- nun machten die sieben Bäckermeister gemeinschaftliche Sache i berlassen würde, kann natürlich keine Rede sein, da dann der mittag vorgenommen, zu welcher das junge Mädchen chloroformirt gegen Thörmer, der in der zweiten Instanz auch sämmtHof tei Eintritt von Thauwetter in seiner ganzen Ausdehnung wurde. Leider verstarb die Patientin während der Markose und liche Prozesse verlor und dann noch strafrechtlich unbenutzbar wäre. Also wird man wahrscheinlich den höheren wurde die Leiche auf polizeiliche Anordnung nach der Morgue Verantwortung gezogen wurde. Nachdem die BeweisaufEchulen und allenfalls noch einigen besonders gut gestellten Ge- geschafft. Die baldigst vorzunehmende Obduktion dürfte ergeben, nahme zu Ungunsten des Angeschuldigten ausgefallen war, der Staatsanwalt gegen ihn eine Geld: Rechtsanwalt Haase, plädirte aus rechtlichen Gründen für Freis Brämiirtes Elend. Bei der Dienstmädchenprämiirung des sprechung, es tönne ja auch sonst aus jeder Zivilflage ein StrafBerliner Hausfrauenvereins erhielten diesmal mehrere Mädchen verfahren hergeleitet werden. Der Gerichtshof verurtheilte den zum zweiten und dritten Male die Vereinsauszeichnungen. Für Angeklagten für jeden Fall zu 7 Mark Geldstrafe, insgesammt 42 und 89jährige Dienstzeit wurden Emilie Kienle und ihre zu 49 M. zur meindeschulen eine Gisbahn geben. beantragte Der übrige, größte Theil ob die junge Dame, wie Herr Dr. F. behauptet, am Herzschlag strafe von je 30 m. insgesammt also 210 M. Der Vertheidiger, N der Proletarierkinder wird dann leer ausgehen müssen. Der erste Schnee fiel am Mittwoch in Berlin. Hoffentlich verschont uns der Winter trotzdem noch für einige Beit. Ar beitslosigkeit, Sunger und Elend werden für zehntausende Arbeiter mmer noch früh genug tommen. gestorben, oder den Folgen der Narkose erlegen ist. Soziale Leberlicht. Müllerstr. 7, bei Reichert. dorf, Wirthshaus. Quartettverein Gesangverein Smargendorf in Schmargen.| zuließen. Zuh kam nicht, weshalb die junge Dame sich gegen Butunft 1, Steglig, Ahornstraße, im Gambrinus: 5 Uhr Nachmittags zu seiner Wohnung auf den Weg machte. Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowiacs. GesangBereinte Es wurde ihr nicht geöffnet; das schwere Athmen, welches sie Achtung, Schuhmacher! Wegen Differenzen beverein Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bei Jahnte. Gangesbrüder Moabit" Stromstraße 28 bet Lange. züglich der Arbeitsordnung und des Lohnes ersuchen Sängerverein Sorgenfrei" Melchiorstr. 15 bet Stehmann. vernahm, beunruhigte sie, so daß sie den Hauswirth rief, der die Gefang: Thüre erbrach. Luz lag bewußtlos auf dem Bett und ein sofort wir bis auf weiteres den Zuzug nach Offenbach streng fern- verein" Rofalia" Gr. Frankfurterstr. 81 b. Müller. Nord: We ft= zuhalten. Stern", Altonaerstraße 27 bei Lipfe. Bineta", Swinemünderstr. 35 hinzugezogener Arzt ordnete seine sofortige Ueberführung nach bei Queitsch. Frete 2tebertafel, Neue Königftr. 73 bei Hahn. Die Lohntommission der Schuhmacher. dem Hospital an, wo er um 8 Uhr Abends starb, ohne das Brandenburger Männer Gefangverein in Brandenburg a. 5. Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Es ist möglich, daß Luz, J. Simon, KI. Biergrund 20. Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerftr. 52 bei Vogel. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer von Schmerz gepeinigt, aus Versehen eine zu große Dosis Gesangverein Gerstenähre, Alte Jakobstr. 83 bei Wienecke. Männer Morphium nahm, doch dagegen spricht ein mit Bleistift ge= Gesangverein Steinnette, Köslinerstr. 17 bei Wendt. So banni schriebener Brief, eine Art Testament, worin er seine Habe Am Ostbahnhof 7 bei W. Schulze. Einigteit 3, Groß- Lichterfelde bei Gries, Giefensdorf. Gefelligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. aufzählt und dieselbe seiner alten Mutter vermacht. Der Brief Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bet Gaul. Freiheit 1, war augenscheinlich erst wenige Stunden vor seinem Tode geBülowftr. 65 bei Richter. – Männerchor Süd- Ost, köpnickerstr. 191 bei Foge.schrieben. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten, Bergstraße.- Matglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 Schippenbeil, 18. November. Heute Morgen brannte bei Pätzold. Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, Bentralhalle. die ganze Südost- Front des Marktes. Niedergebrannt ist das Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ale zuschriften find zu senden an B. Better, Belgmann gegen große Hellmig'sche Materialwaaren- Geschäft, das Lewin'sche Freitag: Bergnügungsverein Friso auf, abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Manufakturwaaren- Geschäft, das Nafsutt'sche Gebäude und die rebs. Regel- klubu stige 13", Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbert: dazwischen liegenden Einfahrten, Stallungen, Speicher u. s. w. Straße 8. Am schlimmsten sind die kleinen Leute daran, die alle ihre unverein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gejang versicherte Habe verloren haben. Die Gebäude des Herrn Hellmig 8 edding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, eue Hochstr. 49. Männerchor find mit 17 000 m., die des Herrn Lewin mit 9000 M. ver Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Warkgrafeuitr. 87.- Privat sichert. Nachmittags war man Herr des Feuers; doch brannte Dusit- Dilettantenverein, Zonifa", Abends 8 Uhr bei Schent, Krautpr. 39, es auf der Unglücksstelle noch allenthalben, nnd da die NiederUebungsstunde.- Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Neichen- werfung der gefahrdrohenden Ringmauern bis zum Abend nicht bergerir. 24. gelungen war, mußten die Straßen, um Unglücksfälle zu verBerliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des hüten, theilweise abgesperrt werden. effing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen Podgorz, 20. November. Ein schreckliches Ende hat bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Zurn- Freitag ein Schmuggler gefunden. Derselbe fuhr mit dem fahrhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, planmäßigen Zuge von Thorn nach Alexandrowo und sprang, Oranienſtr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% uh, nachdem der Zug die Grenze passirt hatte, aus dem Zuge, wie Alte Fatobitr. 128( 2ogenhaus).- Unterhaltungstlub Schiller, Abends er es wohl schon öfter gemacht hatte. Dabei stürzte er so un8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfestraße 3. Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenftr. 95, Restaurant Effenberg. Lepidopt. Bereinigung glücklich zu Boden, daß er das Genick brach und nach wenigen Musitverein Soffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Prostauer: Minuten starb. straße 35-37 bei Schneider. Stattlub Kairo Abends 8 Uhr bet Flick, Sinteonstr. 23. Vergnügungsverein Berolina, Abends 9 Uhr im Restau= rant Bur Gleichheit", Andreasstr. 26, Sigung. Nach derfelben Tanz. Tanzzlehrer- Verein Solidarität, Abends 8% ühr im Sotale von Ehrenberg, Annenstr. 16, Sigung. Rauchtlub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvrystr. 48 bei Kricheldorff. Ruderverein Vorwärts", Sigung Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowigbrücke. Gesangverein Freya"( gemischter Chor) Rirdorf, Abends 8 Uhr, Steinmegstr. 45 bei Wurbs. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Der Pfarrer Matthes in Liebenfelde bei Berlin sendet uns folgende berichtigende Buschrift zu dem von uns in Nr. 261 gemeldeten Vorfall: Es ist unwahr, daß es sich um eine arme Wittwe handelt, da dieselbe nach Aussage ihres Brotherrn zu den bestgestellten seiner Leute gehört. Sie ist nicht ortsarm und wohnt nur im Armenhaus, weil dort eine Wohnung frei war und eine andere in der Gemeinde nicht zu vermiethen war. Es ist unwahr, daß die Frau nicht in der Lage war, eine Gans zu liefern, da sie eine Brutgans gehalten und junge Gänse verkauft hat. Es ist unwahr, daß mir die Frau 2 Mark statt einer Gans geboten hat und daß ich diesen Betrag zurückgewiesen habe. Es ist unwahr, daß ich versuche, von dem verheiratheten Sohn der Frau die Gans zu erhalten, da ich erst aus den Zeitungen erfahren habe, daß sie einen verheiratheten Sohn hat. Ebenso habe ich erst aus Zeitungsnotizen erfahren, daß der p. Mettfe nicht mehr lebte, aus welchem Grunde dann der Brief an seinen gleichfalls den Vornamen Friedrich führenden und in Soldin wohnenden Sohn gegeben ist. Daß ich nicht von dem Bruder des konfirmirten Knaben die Gans haben wollte, geht daraus hervor, daß ich in dem ersten Brief meines Erachtens schrieb die für Einſegnung ihres Sohnes schuldige Gans". Die Richtigkeit obiger Angaben wird bestätigt durch ein von der p. Mettfe unterzeichnetes Schriftstück. Die Forderung einer Gans beruht nicht auf Willkür, sondern erhält der Pfarrer nach der Matrikel von den Katechumenen für Vorbereitung und Einsegnung je eine Gaus zu Michaelis". Vielleicht bringt unser Parteiblatt, das jüngst diesen Vorfall veröffentlichte, noch eine Klarstellung des Sachverhalts. Versammlungen. Paukow. Im Arbeiterverein für Pantow und Umgegend, welcher am Sonnabend, den 18. November, im Saale des Herrn Sello in der Berlinerstraße eine große Verfammlung abhielt, sprach nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten Genosse Theodor v. Wächter über das Thema:" Der Darwinismus als Beweis für den Sozialismus". An der Diskussion betheiligte sich Herr Dr. Helwig, der den Ausführungen des Referenten entgegentrat. In seinem Schlußwort beschäftigte sich der Referent sodann eingehend mit den Einwendungen des Redners. Zum Schluß macht der Vorsitzende auf das am Todten Sonntag im selben Lokale stattfindende Konzert aufmerksam, und fordert die Genossen auf, die Lese- Abende am Dienstag nach dem 1. und 15. eines jeden Monats in Störr's Gesellschaftshaus, Mühlenstraße, recht zahlreich zu be suchen. Im Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter sprach am 19. d. M. Genosse Stabernack über das Thema:" Unsere Gewerkschaftsorganifation". Im Anschluß hieran berichtete die Kommission über die Verhandlungen mit dem Vorstande des Hilfsarbeiter- Vereins, die behufs Anschluß an denselben eingeleitet waren. Hierüber entspann sich eine sehr lebhafte Debatte; bei der Abstimmung wurde der Antrag auf Anschluß an den Verein und folgende Resolution angenommen: Die heute bei Stabernack tagende Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter beschließt, den Verein fortbestehen zu lassen und für denselben mit allen Kräften Propaganda zu machen. Nachdem noch bekannt gegeben wurde, daß in der Knopf- Fabrik von Siegel u. Co., Heidestraße, schon wieder ein Lohnabzug von 10-15 pet. gemacht ist, wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. " Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Butrouserstr. 35. mann. 1 Königsberg, 18. November. Wiederum ist auf der Jagd ein Unglücksfall vorgekommen. Auf einem im Kreise Fischhausen belegenen Gute begaben sich in vergangener Woche der Inspektor und der Sohn des Besizers auf die Jagd. Als nun in der Nähe des Inspektors ein Hase aufsprang, schoß dieser nach demselben, in dem Augenblicke wurde aber auch ein markerschütternder Schrei hörbar, der hinter dem nahen Gebüsch herkam. Hier war nämlich eine Frau beim Ausnehmen ihrer Kartoffeln beschäftigt; man fand sie mit blutüberströmtem Gesicht vor, denn eine Anzahl Schrotkörner hatten ihre linke Backe getroffen und diese fast gänzlich zerfleischt. Aus Ostpreußen, 19. November. In den letzten Jahren Eingelaufene Druckschriften. ist in der Provinz außerordentlich viel für die Neugründung von Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Kirchspielen und Kirchenbauten geschehen. So sind seit dem Braun( Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich Jahre 1886 allein 18 Kirchspiele und Pfarrstellen, davon 10 im 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 8 hat folgenden In Königsberger und 8 im Gumbinner Bezirk, begründet worden. halt: Die Reich 3- Steuerreform. Von Privatdozent Für die nächsten Jahre ist die Neugründung bezw. WiederDr. J. Jastrow. Sozialpolitisches in dem Entwurf herstellung von 28 Kirchspielen, 20 im Königsberger und 8 im eines schweizerischen Strafgesetzbuches. Von Dr. Hugo Heine Gumbinner Bezirk, geplant. Soziale Wirthschaftspolitik und Da werden die Meineide kräftig zunehmen. Es ist eine beWirthschaftsstatistik: Bur Frage der Grundsteuer- fannte Thatsache, daß die moralische Verkommenheit der Völler vertheilung in Desterreich. Von Dr. Walter Schiff. Stadt mit der Vermehrung der Pfaffen gleichen Schritt hält. erweiterung und Zonenenteignung in Baden. Städtisches Arbeitsamt in Hanau. Landwirthschaftliche Zwangsversteige rungen in Bayern. Soziale Zustände: Ländliche Arbeiterverhältnisse in Schottland. Von Dr. Emil Löw. Manifest der Arbeitslosen in London. Zur Degeneration der wohlhabenden weiblichen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten. Gewerkschaftliche Arbeiterbewegung: = Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Zur Polemik über die deutschen Gewerkvereine( Hirsch- London, 23. November. Das Reuter'sche Bureau" meldet Duncker). Von Prof. Dr. Lujo Brentano. Der Streik der nach Mittheilungen eines hohen Beamten der Sicherheitspolizei, englischen Kohlengräber. Arbeiterschuß- Gesez daß die Handlungen der fremden Anarchisten in London streng gebung: Sonntagsruhe der Photographen.- Wohnungsüberwacht würden. Falls eine Explosion oder ein sonstiges zustände und Wohnungs- Gesetzgebung: Ver Attentat stattfinden sollte, würde ein energisches Vorgehen, ordnung, betr. Schlafstellen im Fürstenthum Reuß a. 2. event. ein Ausweisungsbefehl gegen sämmtliche hiesige Anarchisten Frauenfragen: Frauen- Stimmrecht in England. erfolgen. Berliner Meffe. Offizielles Organ der 1893er Vereinigung der Keramischen, Bronze, Kurz, Spielwaaren- und verwandten Brauchen. 1. Heft. Berlin S., Brandenburgstr. 42. Die Inden als Verbrecher. Eine Beleuchtung antisemitischer Beweisführung von Dr. H. 2ur. München. M. Ernst, Senefelderstr. 4. München, 23. November. Kammer der Abgeordneten. Im weiteren Verlaufe seiner Rede hob der Finanzminister v. Riedel steuer derart zu gestalten, daß sie das Weiterbestehen des KleinVerlag: betriebes und der Haus- Industrie ermögliche. Ents laffungen von Arbeitern in dem von Vollmar angebenen Hans Röder's Abenteuer. Der Jugend erzählt von Theobald Umfange feien feineswegs zu erwarten. Ebenso un= Werra. Verlag von Ernst Wiest, Leipzig. Zu beziehen zutreffend feien die Schilderungen Vollmar's von der künftigen durch alle Buchhandlungen und Kolporteure. 32 Druckseiten Kontrolle der Weinbauern; die Weinsteuer strebe vielmehr die mit 16 Illustrationen zum Preise von 10 Pfg. Vermischtes. Eine Sundertjährige. München, 16. November. Hier starb Frau Barbara Müller, Rutbeamtenwittwe, im Alter von 100 Jahren 5%, Monaten. V Im Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach am 20. d. M. Genosse Saffenbach über: Der chriftliche und soziale Staat in Paraguai." Die Abrechnung vom Sanssouci- Vergnügen wurde gegeben; sie weist auf an Einnahme 414,40, Ausgabe 253,25, somit Ueberschuß 161,15. Bom Buchbinder Jensen stehen noch 77 Billets aus. Von dem Ueberschusse wurden 50 M. für die streikenden Berufsgenossen in Brandenburg und 33,60 M. für Marken der Generalfommission verwandt. Eine längere Diskussion rief die Berichtigung hervor, die Herr Niederée, Werfführer der Ashelm'schen Kontobücher- Fabrit, be züglich der Entlassung des Kollegen Macat im Vorwärts" veröffentlicht hat. Macat blieb bei seinen Behauptungen, begegnete Eines Künstlers Ende. Aus Cincinnati, D., 5. Nov., indeß theilweisem Widerspruche, fodaß der Vorstand schließlich berichtet man der N. 2. Staats- Zeitung": Louis C. 2uz, Auftrag erhielt zur Untersuchung dieser Angelegenheit. einer der tüchtigsten amerikanischen Maler der neueren Schule, hat sich vergiftet, um seinem ihm durch Krankheit verleideten Dasein ein Ende zu machen. Luzz war 33 Jahre alt. Er fam vor 16 Jahren mit seiner Mutter aus Deutschland nach Eincinnati. Obgleich er sich seinen Lebensunterhalt verdienen mußte, verstand er es, sich soviel zu erübrigen, um in die hiesige Kunstakademie eintreten zu können. Sein nicht unbedeutendes Talent erregte die Aufmerksamkeit einiger Kunstmäcene und diese verschafften ihm die Mittel zu einem fünfjährigen Aufenthalt in München, später wurde er auf Kosten der hiesigen Akademie zur weiteren Ausbildung nach Paris geschickt, wo er ein Jahr verblieb. Bei seiner Rückfehr erhielt er eine Profeffur an der Akademie als Landschafter und seine Züchtigkeit machte ihn zu einem gesuchten Lehrer. Vergangenen Winter fam er vor der Kunstschule auf dem eisbedeckten Trottoir zu Falle und zog sich schwere Verlegungen zu, die eine längere Pflege im Hospital bedingten. Es stellte sich ein unheilbares Rückenmarkleiden ein, und es war bekannt, daß Lutz zur Linderung seiner Schmerzen zuweilen Morphium nahm. Er wollte sich in nächster Zeit verheirathen und hatte seiner Braut geschrieben, daß er am Sonnabend Mittag fie besuchen würde, wofern seine Schmerzen es Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord: Schule, Mullerstraße 179a: Unterricht in Gesundheitslehre und Buchführung. Dft Schule, Markusstr. 81: Unterricht in Geschichte( alte). Süd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gefeßestunde und Buchführung. Bet allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mart, Abends 8 Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowfir. 59. Lese- und Distutirtlub Otto Reimer, Abends 8 Uhr, Wilhelmshavener ftraße 23 bet Kuba. Distutivklub August Geib Abends 8% Uhr im Restaurant Bubeil. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Alle Menderungen im Bereins Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. falender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. atfer scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Nord, Bergstraße 68, bet teller. Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. Rummer's cher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. Buch binder Männerchor Berlins, Holzmarttstraße 3, bei Deter. Mai= glöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich feit Buzer, Sendelstr. 30. Balme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus'scher Gefang verein, Sichtenbergerſtr. 21, bei Heiſe.- Gefangverein Morgenrother Charlottenburg, Bismarckstr. 74.- Typographia, Gesangverein Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenstr. 20.- Gesango. Nordwacht, M Beschützung des Weinbauers gegen die jetzigen unehrlichen Manipulationen an. Obstwein und Beerenvein blieben steuerfrei; die Frachtbriefsteuer lasse 80 pCt. aller Postsendungen sowie den gesammten Lokalverkehr frei. von Vollmar und Geiger ( tlerital) beantragen eine motivirte Tagesordnung. Die Weiterberathung wurde auf morgen vertagt, nachdem von Stauffenberg und Orterer das Recht des Landtags betont hatten, das Reich angehende Sachen zu diskutiren und Razinger und Beck anstatt der Belastung des Volkes die Einführung von Luxussteuern, Sportssteuern und einer Wehrsteuer empfohlen hatten. Briefkaffen der Redaktion. Spr. Mainz. Bericht des Wahlkreises Darmstadt war uns schon von anderer Seite zugegangen. W. H. Heimstätte Malchow. Gratulation zum Wahlsiege erhalten; besten Dank im Uebrigen zum Abdruck nicht geeignet. Frau 2. N. Sie haben recht, wer sich so beträgt, wie Sie schildern, der ist kein Sozialdemokrat. Schwartzkopf. 400 pt. B. 2, Treptowv. Die Reparaturpflicht liegt nach dem Miethsvertrage leider Ihnen ob: dazu gehören auch die von Ihnen erwähnten Renovirungen. G. Sch. Das geht nicht. Wir werden aber nächstens einen Rezensenten schicken. A. M. Wegen Stoffandrangs leider nicht verwendbar. Michel. Nein. Sie müssen warten bis Sie majorenn sind. Amerika. Nach unsern Informationen giebt es in Merifo feinen deutschen Arbeiterverein. Auch sonst haben wir keine Berbindungen dahin. Warne, daß ich für Schulden, die Vereinszimmer m. Pianino ist zu verg. Bus Restaurant, Zur Gleichheit", meinen State- und Sammelfleisch. m. Pianino 3. verg. Friedenſtr. 74. seitens meiner Familie gemacht, nicht Beuthstr. 11. G. Langfutt. 51498* auftomme. F. Döring, Veteranenstr. 2. Brennholz u. Abfallholz, pro Meter 3 M. Golzstraße 31 beim Bortier. Elegante, solide Herrenstoffe, vorzügl. Qual., bedeut. unt. Preis. Kochstr. 49. Kleiner Vereins. Lehrer mit Geige. Adr. abzug. Rüdersdorferstr. 18, 4 Tr. bei Steinert. 3396 Frdl. Schlafft. f. Genossen b. Rudat, Kirchbachstr. 7, v. 4 Tr., Nähe Pots: damerstraße. 3346 3316 Freundt. Schlafft. f. Herrn 3. verm. Weinbergsweg 11b, Quergeb. 1 Tr. r. bei Frau Handke. Verband der Sattler und Tapezirer. 3306 Sonnabend, den 25. November, Abends 8 Uhr, bei Wienecke, Alte Jakobftraße 83: Derlammlung. Verschiedenes. Andreasßtr. 26. Jeden Sonnabend und Sonntag: Familienkränzchen, verb. m. ernsten und heiteren Vorträgen. Saal f. Verfamml., Bereine u. Festlichkeit. jed. Art, nebst verd. Kegelbahn, noch einige Tage frei. Jeden Sonnabend u. Sonntag: Gänse- Ausschieben. 40 in- und ausländische Zeitungen liegen aus in F. Wilke's Restaurant ,, Bur Gleichheit", Andreasstr.26. Glogauerstr. 28. Arbeitsmarkt. Freunden und Genossen empfehle Zwei Vereinszimmer 20 u. 50 Perf., Kalb verkauf zu den billigsten Preisen. Frau J. Schulze,[ 51782* Markthallenstand 15, Eisenbahnstraße. 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Am Sonntag, ben 26, November, findet in Gohn's Feſtalen, Beuth Tempel's Bierhausen nach dem Vereins Tempel's Bierhaus Beitragen nach dem Vereinslokal, Lieferungs- Röcke( nichts Rommis) wer16, zu richten Tangestraße 65. 5147L* Telephon: Amt IV Nr. 1116. Der Vorstand. Gr. Vereinszimmer mehrere Tage frei. 332/9 Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. straße 22, ein gemüthliches Beisammensein statt, wozu ergebenst einladet 294/18 29Єb 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 276. Freitag, den 24. November 1893. 10. Jahrg. Die Eröffnung der französischen letzterer die sozialistischen Radikalen Millerand'ſcher Färbung ver- gefunken. Möge der Herr Graf zu Hause, im stillen Kämmergefeßt ift. Kammer. Paris, den 18. November. " einbegriffen, waren von Guesde, Baillant und Sembal, welch' fonsum aber war auf 1,5 Kilo pro Kopf also um 283/4 pt. tritt, zusammenberufen worden. Cluferet, der sich noch immer lein, diese Zahlen, die dem statistischen Jahrbuch entnommen als General fühlt, beruft seinerseits die„ patriotischen" Sozialisten, sind, nachrechnen.( Heiterkeit.) Redner geht nunmehr zu einer um fie gegen die internationalen Sozialisten aufzuheben, die, wie Kritik der einzelnen Bestimmungen des durch die Veröffenter sagt, Gegner der russischen Allianz und mehr oder weniger lichung in den Hamburger Nachrichten" bekannten Entwürfes Monf. Dupuy hat sich endlich entschlossen, die neue Kammer öffentliche Agenten der deutschen Maryisten und ihres Hauptes", des Tabak- Fabrikatsteuer- Gesetzes über. In den Grundzügen ist zu berufen; am 14. d. M. hielt sie ihre erste Sitzung ab. Ihr Singer, mit einem Worte Frankreichs Feinde seien. nichts Neues enthalten, so daß der Rongreß seine Stellung in erftes Auftreten fiel wahrlich glänzend genug aus, indem sie Cluseret will Déroulède und Millerand in einer Person dieser Hinsicht nicht zu ändern braucht. Was aber noch nicht in Cafimir Perrier zum Präsidenten erwählte. ersetzen. Das Petit Journal" und" Libre Parole", beide von vollem Umfange bekannt war, das waren die KontrollvorTas Land steht noch unter dem Eindruck der Ereignisse und der russischen Boischaft gekauft, haben ihre Spalten dem russischen schriften. Jeder Interessent, der sie kennen lernt, muß die Skandale bei dem Streit der Kohlenarbeiter des Pas de Calais. Patriotismus Cluferet's geöffnet, dessen Verhaftung die Kommune, Hände über den Kopf zusammenschlagen, und nur das eine Wort Es ist empört, daß man die sogenannt nationale Armee, die deren General er war, unter der Anklage des Verraths verfügt der Kritik haben: Entseßlich!( Beifall.) Nur ein Schluß ist Gendarmerie und die Magistratur zynisch in den Dienst der hatte. Die Gruppe Cluseret hat sich vereinigt", einige Abgeordnete, möglich: Die Herren, die den Entwurf ausgearbeitet haben, Bergwerksgesellschaften gestellt hat. Es ist empört über die die seinem Aufruf entsprachen, sind nur erschienen, um zu müssen nicht die geringste Ahnung von den Verhältnissen Brutalität der Gendarmerie, die Frauen und Kinder unter die erklären, daß sie, um die nothwendige Einigkeit der Sozialisten haben!( Sehr richtig!) Ein Theil der Tabatpflanzer hat dem Hufen der Pferde stieß, über die feige Knechtseligkeit der nicht zu stören, entschlossen seien, Cluferet mit seinem Patriotis Projekt der Fabrikatsteuer bisher sympathisch gegenüber geMagistratur, welche die von den Agenten der Gesellschaften be- mus und seiner russischen Allianz allein zu lassen. So kommt ftanden, weil sie sich eine Hebung des heimischen Tabakbaues zeichneten Grevisten( Ausständigen) auf Monate ins Gefängniß es, daß die Gruppe Cluferet" fein Mitglied außer Cluferet davon versprachen. Bei der Durchsicht der Vorschrift werden warf. Es ist entrüstet über das schandbare Rundschreiben des zählt. Noch eine andere Enttäuschung harrte unserer Hurrah- sie sich aber auch von ihrer Undurchführbarkeit überzeugen Justizministers, das" La Petite République" veröffentlichte, und Patrioten. Während der Wahlen war die große allgemeine An- müssen. Beschäftigen sich doch volle zehn Paragraphen mit den aus welchem erhellt, daß der Justizminister und der Staats- flage gegen die Sozialisten: das deutsche Geld. Jeder der Pflanzern. Zwölf Paragraphen find den Fabrikanten gewidmet. anwalt sich mit einander verständigt haben, das Syndikat der be- sozialistischen Kandidaten hatte 2500 Fr. geschickt bekommen. Die Jeder Fabrikant muß seinen ganzen Betrieb, sowie einzelne fiegten Kohlenarbeiter aufzulösen. Bourgeois rasten vor Wuth, daß all dieses Geld in andere Räume anmelden, jede Aenderung anmelden, er steht mit seinen Alle diese Niederträchtigkeiten, die von der Tribüne der Kammer Taschen, als die ihrigen, gewandert war. Sie pochen auf ihr Thun und Lassen unter vollständiger Kontrolle.§ 5 verlangt herunter durch die sozialistischen Abgeordneten werden gebrandmarkt Monopol des Geldeinfackens, ihnen allein steht das Recht zu, fremdes sogar die Borlegung der Fakturen und Rechnungen. Der werden, sind den Abgeordneten aus dem Gedächtniß entschwunden, Geld anzunehmen. Um den Sozialisten die Lust zu nehmen, dieses Steuerbeamte geht beim Fabrikanten ein und aus. Sogar die mit ungeheurer Majorität Casimir Perrier wählten, einen Bourgeois- Privilegium anzutasten, verkündigten der" Temps", das Recht steht dem Steuerbeamten zu, bei Nachtzeit der reichsten Bergwerks- Aktionäre des Nordens, denen zu Liebe der beim Panama 1700 000 Frants eingestrichen hat, und beim Fabrikanten einzubringen. Der Fabrikant braucht diese Niederträchtigkeiten auf Befehl eines Ministeriums be- die Lanterne", ein radikales, pfaffenfresserisches Blatt, dem bei auch zu der Nachtrevision nicht zugezogen zu werden. gangen wurden, das aus Opportunisten und Radikalen zusammen mit einem Worte, alle Panamisten der Presse und der Politik: Der Rohtabak tommt unter amtlichen Berschluß, seine Versendung derselben Gelegenheit mehr als 30 000 Franks zugeflossen sind, Hat diese Wahl wenigstens das Verdienst zu zeigen, daß es daß man in kürzester Zeit die Mandate der sozialistischen Depu- unter amtliche Kontrolle. Die Hausarbeit will der Entwurf bestehen in der Kammer eine Majorität giebt, die ein homogenes( gleich- lirten in Maffe für ungiltig erklären würde, weil diese Landes- lassen, sie wird aber zur Unmöglichkeit durch die Kontrollartiges) Ministerium unterstüßt, ein Ministerium, das man seit verräther ihre Ehre mit deutschem Golde beschmutzt hätten. Be- bestimmungen. Es wird soweit kommen, daß neben jeden HausJahren mit ebenso großem Eiser und mit ebenso wenig Erfolg sonders Guesde und Chauvin wurden bedroht und der Ent- arbeiter ein Beamter gestellt, daß er durch einen Beamten besucht, wie die Alchimisten den Stein der Weisen? rüstung aller Patrioten preisgegeben, die eine interessante" Hin- gleitet wird, wenn er das Haus verfäßt. Weiter kommen in Wenn man unter einem" homogenen" Ministerium ein richtung" jener Verräther am Vaterlande erwarteten. Sie Betracht die lästigen Fabrikationsbücher. Der Tabakabfall, die Kabinet versteht, dessen einzelne Mitglieder in ihren Ansichten fannten unsere Parlamentarier schlecht. Guesde's wie Chauvin's Rippen, ja selbst der Staub wird unter Kontrolle gestellt. über die Art und Weise, wie regiert werden soll, und über die Wahl wurde ohne jede Bemerkung für giltig erklärt. Der Pa-( Heiterkeit.) Vielleicht kontrollirt man selbst die Lungen der Reformen, die zu machen sind, übereinstimmen, dann würde es triotismus der Panama- Brüder war verraucht. Tabakarbeiter, in denen sie ja Tabakstaub nach Hause lange dauern, bis das Ministerium gefunden wäre, denn alle Diese parlamentarischen Anfänge sind vielversprechend. Die tragen.( Lebhafter Beifall.) Den Oberbeamten der Steuerbehörde Ministerien, die mit verblüffender Geschwindigkeit auf einander Kammermajorität, uneinig und gespalten durch persönliche Eifer- steht das Recht zu, die Fatturenbücher der Fabrikanten durchfolgten, waren darin einig, à la Bismarck gegen die Arbeiter füchteleien und persönliche Interessen, fährt auf dem berühmten zusehen. Der Fabrikant wird zu einer jährlichen Inventur vertlasse vorzugehen und keine Reformen zu gewähren. Schienengeleise der vorigen Kammer, die wie ein übelriechendes pflichtet, den Zeitpunkt der Juventur aber bestimmt die SteuerSobald ein Radikaler zur Macht gelangt, hat er nichts Talglicht unter dem Druck der öffentlichen Verachtung verloschen behörde. Da es viele Fabrikanten giebt, wird die Steuerbehörde Giligeres zu thun, als alles das zu machen, was er in der ist. Die sozialistischen Abgeordneten, die sich während des Kohlen- die Inventur nicht mehr, wie sie bisher üblich war, überall zu Opposition beschimpft und bekämpft hat. streits allesammt tüchtig benommen haben, werden, geeinigt und Neujahr zulassen, sondern sie von diesem Fabrikanten zu diesem, Das Ministerium, das im Monat Juli die Pariser todt- organisirt wie sie sind, ihre Doppelaufgabe, in der Kammer von jenem Fabrikanten zu jenem Termin verlangen. Die ganze schlug und dann die Niederträchtigkeiten von Pas de Calais beging, und in dem Lande erfüllen, und der zusammenbrechenden Buchführung muß dann umgekrempelt werden. In der hat zum Chef einen Radikalen, der 1886 mit Jaurès soziale Reformen Macht des Kapitalismus die Macht des Sozialismus entgegen- Bigarrenbranche erfordert die Inventur nicht eine Arbeit verlangte und zu den hervorragenden Mitgliedern der Radikalen, stellen, welcher die zukünftige Geseüschaft leiten wird. von Stunden, sondern von Tagen und Wochen. wie Vielee, Viger und Terrier gehörte. Aus welchem Winkel der fortgesetzten Unregelmäßigkeiten hat die Steuerbehörde das Kammer auch die Minister kommen, das Kabinet, welches sie Recht, die Buchführung selber zu übernehmen. Bei ständiger bilden, ist stets ein„ homogenes", d. h. ein reaktionäres. Unter Ueberwachung hat der Fabrikant den Beamten natürlich aus homogenem Ministerium muß man auch eine Majorität vereigener Tasche zu bezahlen. Die Händler mifen jeder Zeit die stehen, die entschlossen ist, es zu unterstützen; und diese Majorität, Fakturen der Fabriken vorlegen und sie brei Jahre lang aufdie unfindbar ist, glaubt man, heut zu besitzen da bewahren. Ja, auch von jedem Privatmanne, der Bigarren kommit ein Wind, von Norden, Süden oder Osten, und die direkt vom Fabrikanten bezieht, wird basselbe verlangt im§ 44 Minister fallen wie die Blätter im Monat November. Der Krone des Ganzen, den der Redner zur Heiterkeit der Versammlung verliest. Zwanzig lange Paragraphen behandeln die Strafbestimmunge; und was für Strafen bedrohen den Uebertreter!, Strafen von' Der Vorsitzende Deichmann eröffnet die Verhandlungen um 10 bis 10 000 M., Gefängniß bis zu zwei Jahren.( Pfui!) Die 9 Uhr. Die Debatte über den ersten Punkt der Tagesordnung Ausarbeiter des Entwurfs haben sich jedem Fachmann gegenwird fortgefeßt. Es sprachen die Delegirten aus Potsdam, über unsterblich lächerlich gemacht.( Stürmischer Beifall.) Der Dobrilugt, Jüterbogt, Brandenburg, Ohlau, Oppeln, Liegnitz, Entwurf ist so schlimm, daß wenn er zum Gesetz wird, das Prenzlau, Guben, Elberfeld, Berden, aus dem Eichsfelde, Monopol geradezu als Erleichterung empfunden werden würde. Spandau, Bielefeld, Trebbin, Luckenwalde u. a. Die französische Kammer zerfällt in eine unendliche Menge einzelner Gruppen, deren Führer nur daran denken, das Ministerium, welches sie mit anderen Gruppen um die Wette bildeten, zu stürzen, um sich in den Nachlaß zu theilen, wie die Yankees sagen. Gallus. Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. III. Berlin, den 22. November 1893. Vormittags- Sigung. In Harburg sind unter den 40 Zabatarbeitern des Ortes 12 Krüppel. Des Bei Die Kammer verwirklicht das Ideal der Bourgeoisie: Jeder für sich und die Macht für Alle. Die Wahl Casimir Perrier's fam durch eine Verbindung ( Koalition) der Rechten, des Zentrums und auch der Linken zu Was im Entwurf vorgeschlagen wird, ist mehr als Monopol! stande, um Brisson, den sittenstrengen Jesuiten, zu schlagen und In Dobrilugt besteht die Nahrung der Tabakarbeiter( Beifall.) Die Steuerbehörde, heißt es im Entwurf, tann eine Carnot einen Streich zu spielen, dessen Mandat als Präsident im hauptsächlich aus Leinöl und Kartoffeln. Stundung der Steuerbeträge verfügen. Das Wörtchen kann" nächsten Jahre abläuft. Casimir Berrier will sein Nachfolger In Ohlau, wo 11-1200 Tabalarbeiter vorhanden sind, sagt alles. Die große Mehrzahl der Fabrikanten kann sicher seint werden. Carnot findet die Stellung als Präsident angenehm. giebt es 217 weibliche Lehrlinge( Arbeiterinnen unter 16 Jahren); die Stundung nicht zu erhalten. Redner schließt mit dem Ausdruck Madame Carnot gefällt sich darin, die Rolle der Präsidentin- die Löhne der Bigarrenmacher und-Macherinnen betragen 7 bis feiner festen Ueberzeugung, daß kein Parlament diesen Entwurf Königin zu spielen; bei gewiffen Feierlichkeiten setzt sie sich ein 8 Wt. wöchentlich. Die schlechtesten Löhne zahlt die Firma Gebr. annehmen kann, ohne sich mit dem Fluch der Lächerlichkeit zu Diadem auf, das aus goldenen Gänseblümchen, der bescheidenen Deter. belasten.( Beifall.) Der Kongreß hat das Gute gehabt, daß die Blume der Felder, zusammengesezt ist. Die Frauen nehmen in In Oppeln arbeiten 785 weibliche und 262 männliche entsetzlichen Folgen der Fabrikatsteuer deutlich geschildert worden der franzöfifchen Republik eine viel wichtigere Stellung ein, als Arbeiter, deren Durchschnittsverdienst 8 M. für die Männer, find. Haben wir nicht gehört, daß die älteren Kollegen den man glaubt; sie intriguiren, um ihre Männer an die Gewalt zu 5 M. für die Frauen beträgt. Die Lehrzeit für Lehrlinge, die Selbstmord dem langsamen Verhungern vorziehen wollen! Wer bringen und in der Gewalt zu erhalten; und häufig sind sie 2,50-3 m. wöchentlich verdienen, wird durch Kontrakt auf von den Reichstags- Abgeordneten noch einen Funken von Menschdie Urheberinnen der Niederträchtigkeiten, verübt von ihren vier Jahre für männliche und auf 3 Jahre für weibliche Lehr- lichkeit im Herzen hat, muß diesen Gesetzentwurf, der namenloses Männern, ihren Herren", die sie an der Nase herum linge festgesetzt. Unglück über Zehntausende bringen würde, ablehnen. Obwohl führen. nur wenige Abgeordnete unseren Verhandlungen beigewohnt Um sich seine Wiederwahl zu sichern, neigte Carnot fich zur haben, glaube ich doch, daß der Eindruck des Kongresses groß genug ist. Rechten, und Madame Carnot wurde fromm. Seit der Wahl- Den Prenzlauer Tabatarbeitern erwiderte der konfer- Was hier gesagt worden ist, muß auf jeden wirken, der niederlage der reinen, und bekehrten Konservativen sagt man, vative Vertreter des Kreises im Reichstage, der Landrath v. Winter noch ein Herz im Leibe hat. Und so hege ich die frohe Hoffdaß das Elysee mit der Linken liebäugelt; daher der Erfolg feldt, auf ihre Einladung, an einer Versammlung theilzunehmen, nung, daß der Reichstag den Entwurf der Tabak- Fabritatsteuer Casimir Perrier's bei den Rechten. folgendes: Euer Wohlgeborenen Einladung zu einer Versamm ablehnen würde.( Stürmischer Beifall.) Ein einflußreiches Mitglied oder das Haupt einer Gruppe lung der Tabatarbeiter auf den 18. d. M. Abends bedaure ich, Es wird nunmehr in eine Spezialdiskussion über die Rezu sein, ist eine sehr gesuchte Stellung, man erwirbt sich dadurch nicht nachkommen zu können. Die Besprechung der Frage ist solution eingetreten, zu der eine Reihe von Abänderungsanträgen die Gunst der Minister und der Finanzleute. auch meines Erachtens verfrüht, da eine zu besprechende Vor- vorliegen. Der Panamaskandal hat enthüllt, daß der Führer der Gruppe lage nicht existirt. Auch interessiren bei der Frage Kerr- Bremen beantragt im Schlußwort statt zu sagen: häufig in ihrem Namen handelte und in seine Tasche das nicht nur die Tabatarbeiter diese vielleicht sogar Der Kongreß fordert daher von der Reichsregierung, statt der ganze Geld steckte. Und dann ist die Gruppenführerschaft eine am wenigsten, mehr jedenfalls die Fabrikanten, Händler stetigen Beunruhigung und geplanten Mehrbelastung der TabakStaffel, um zur Macht zu gelangen. Auch spricht man, und vor Allem die Tabakbauer und Importeure. Was industrie eine derselben gebührende Rücksichtnahme" folgende seitdem die Kammer zusammenberufen ist, von nichts, als vielleicht dem Einen recht ist, paßt dem Andern nicht. Es ist Fassung:„ Der Kongres fordert deshalb von der Reichsregierung, von der Vereinigung einzelner Gruppen von der Rechten, daher jedenfalls vorzuziehen, abzuwarten, wie die Vorlage wird. statt der steten Beunruhigung, daß dieselbe die Tabakindustrie von Bekehrten, von den Bekehrten der Zolltarife, von Einer Agitation zur Verhinderung einer solchen überhaupt, muß für alle Zeiten mit neuen Steuern verschont." den Republikanern der Regierung, von den Fortschrittlern, ich meine Beihilfe versagen, und auf eine solche Agitation Reps- Weißenfels erklärt sich gegen die Forderung einer von den Radikalen u. s. w., die alle irgendwie zusammen- scheint es hier abgesehen zu sein. Hochachtungsvoll v. Winterfeldt, Arbeitslosen Unterstützung durch den Staat. Die Regierung gekoppelt werden sollen. Vier oder fünf Deputirte, die Landrath." fönne sagen: Die Tabakarbeiter sind mit dem Entwurfe ein man für Gruppenführer hält, berufen eine Konferenz ihrer Sipp- In Verden gehören von 450 Tabakarbeitern und-Ar- verstanden, wenn ihre Arbeitslosen eine Unterstützung erhalten. schaft, zu der 40, 50 und mehr Individuen erscheinen, die weiter beiterinnen 260 der Organisation an; der Durchschnittslohn be- Dann werden einige Milliönchen dafür ausgeworfen und nach in Untergruppen zerfallen, weil die einen zu weit gehen und die trägt 12,50 M. In Verden würden zirka 300 Arbeiter arbeitslos dem Muster der Altersversicherung werden die Arbeitslosen mit anderen zu gemäßigt sind; und die übrigen, die nicht zu weit werden, da die Fabriken geschlossen oder nach den ländlichen einigen Mark abgespeist. Vom heutigen Staate wollen wir keine gehen, nicht zu gemäßigt sind, thun sich zusammen und bilden Gegenden verlegt werden würden; die Arbeitslosen würden der Gnade annehmen. ebenso viele Untergruppen, um unter eine größere Anzahl von Gemeinde zur Last fallen. Deputirten den Gewinn, der sich aus der Lage ziehen ließ, zu vertheilen. Auf dem Eichsfelde find 1600 Tabalarbeiter beschäftigt; der Durchschnittslohn beträgt 6 M. wöchentlich. Die Bourgeoispolitiker hatten sich über den sozialistischen In Elberfeld verdienen die Arbeiter wöchentlich 7 bis Eieg bei den letzten Wahlen getröstet, indem sie in allen Zon- 8 M., nur in einer Fabrik 18-14 M. Auch hier würden fast arten sangen, daß die gewählten Sozialisten nicht dazu kommen fämmtliche Bigarrenarbeiter nach Annahme der Tabaksteuer dem würden, sich zu vereinigen, und daß sie durch ihre Spaltung zur sicheren Hungertode entgegengehen. Ohnmacht verdammt seien. Während aber die kapitalistische Ver- In Trebbin, wohin einzelne Berliner Fabriken ihre Betretung sich in eine unberechenbare Bahl fleinerer Gruppen vertriebe verlegt haben, sind auch Schulkinder beschäftigt; sie erfrümelt mehr als 50 an der Bahl- haben sich die halten für das Rippen des Tabaks drei Pfennige für die Sozialisten troh ihrer Verschiedenheit und ihrer alten Stunde. Streitigteiten zu einer wirtlich homogenen Gruppe vereinigt, Nach Beendigung der Debatte, in der 120 Redner das Wort und zur Bekräftigung ihrer neu gewonnenen Einigkeit haben sie ergriffen hatten, erhält das Schlußwort fich unverzüglich in die parlamentarischen Arbeiten getheilt. v. Elm: Redner fritisirt zunächst die Buschrift des Grafen Trozdem fahren die Bourgeoiszeitungen beharrlich fort, von Bosadowsky an den Kongreß. Der Herr Staatssekretär der sozialistischer Uneinigkeit zu schreien, und da sie nicht das Glück Finanzen mag ein sehr guter Mensch sein, aber mit den vier haben, diese Uneinigkeit sich von selbst entwickeln zu sehen, so Spezies lebt er auf gespanntem Fuße, wenn er behauptet, daß bemühen sie sich, dieselbe künstlich zu erzeugen. Zu diesem Be- nur ein geringer Rückgang im Tabakstonsum eingetreten sei. hufe haben sie sich den alten Cluseret ausersehen, der zur 1873 betrug die Zahl der Bevölkerung in Deutschland 41 330 000, Giltigte it feiner start beanstandeten Wahl der opportunistischen der Zabafskonsum pro Ropf 2,13 Rilo; 1892 war die Bevölkerung Stimmen bedarf. Die sozialistischen Abgeordneten, Cluferet mit auf 50 173 000 Köpfe gestiegen, also um 21/10 pCt.; der Tabaks Schmalfeld stellt sich auf denselben Standpunkt und stellt den Antrag, den betr. Passus zu streichen. Stromberg und v. Elm vertreten die entgegengesette Ansicht der Staat habe die Pflicht, die Arbeitslosen, die er selber schaffe, zu unterstützen. Stromberg beantragt den Passus über die ArbeitslosenUnterstützung so zu fassen, daß es als Pflicht des Staates bezeichnet wird, die durch Reichsgesetz vernichteten Existenzen in der Höhe des Durchschnittsverdienstes bis zur Wiederbeschäftigung" zu unterstützen. Nach än gerer Debatte wird zur Abstimmung geschritten, der antrag Schmalfelds gegen eine beträchtliche Minorität abgelehnt und der Antrag Strombergs, sowie der Antrag Kerrls angenommen. Mit diesen Abänderungen wird die ganze Resolution schließlich einstimmig angenommen. v. Im beantragt, die Wahl einer ständigen Kommission mit dem Siz in Berlin, die die Angelegenheit weiter zu be treiben hat, und falls der Fabrikatsteuer- Gesezentwurf etwa doch angenommen werden sollte, weitere Schritte zu unternehmen hat. Dieser Antrag wird angenommen. Der Kongreß vertagt seine Verhandlung auf morgen. Von Reichstags- Abgeordneten waren heute Legien und Ullrich anwesend. Schluß 3 Uhr. IV. Angabe über ihre Arbeitszeit zu machen. Kontroll- oder Schuhmarke. Referent ist Junge- Bremen. tern, sondern in den Kollegen auch das namentlich in Nachmittag3- Sigung. ihrer Mehrheit prinzipiell für Anschluß an den deutschen Holzarbeiter- Verband. Doch soll die Angelegenheit noch einmal einent außerordentlichen Verbandstage, der Ostern 1894 stattfinden soll, zur Berathung und Beschlußfassung unterbreitet werden. Sollte ein definitiver Anschluß an den Holzarbeiter- Verband von der Mehrheit der Verbandsmitglieder nicht gewünscht werden, so soll wenigstens ein Kartellvertrag mit dem Holzarbeiter- Verband abgeschlossen werden. die Der Vorsitzende Börner theilt mit, daß von den 198 an wesenden Delegirten 162 dem Unterstüßungsverein der TabakBerichtigung. Gestern hat ein Delegirter aus Bo- arbeiter, 5 dem Sortirerverein, 2 dem Verein der Kistenmacher, venden, nicht aus Buffingen bei Göttingen gesprochen. Die An- 1 dem Verein der Lithographen angehören und 28 nicht organigabe, daß die Steuer auf„ Schmelzler fünftig 3071/2 M. be- sirt sind. tragen wird, ist dahin zu berichtigen, daß diese Summe den Die Debatte über Punkt 2 der Tagesordnung wird fort künftigen Preis dieses Schnupftabats inkl. Steuer darstellt. gesetzt. Punkt 3 der Tagesordnung wird auf Beschluß des Kongresses mit in die Diskussion einbezogen. Der Delegirte Klingenhagen aus Bünde bedauert die Thatsache, daß nur ein verhält Den Untergang des Kleingewerbes vermag nichts mehr Berlin, 23. November 1893. nißmäßig fleiner Bruchtheil der Tabatarbeiter organisirt ist, weist aufzuhalten. Weder die Organisation des Handwerks" noch der Den Vorsitz führte Deichmann Bremen. aber andrerseits auf die Schwierigkeiten hin, die der Organisa- Befähigungsnachweis" oder sonst welche zünstlerische Maßnahmen Rebs Weißenfels beantragt festzustellen, wie viele Dele Gr tion von seiten der Behörden und Fabrikanten gemacht werden. find imstande, an der Thatsache etwas zu ändern, daß die Großbeklagt die viele Kinderarbeit in der Branche; industrie die Kleinbetriebe verschlingen wird. Eines der Mittel girte der Organisation angehören. Der Antrag wurde ange- das Verbot der Kinderarbeit in den Fabriken babe seitens der Kleingewerbtreibenden, sich diesem Schicksal des Aufnommen. Ein statistischer Fragebogen ist von der bie Kinder zwar in den Fabriken beseitigt, die Kinderarbeit gefressenwerdens möglichst lange zu entziehen, ist, ihre ArbeitsKommission ausgegeben worden, durch den, wie Junge werde aber nach wie vor in den Wohnungen betrieben, in fräfte in der intensivsten Weise auszubeuten. Deshalb auch das Bremen hervorhebt, auch diese Frage beantwortet werden wird. Den engen dumpfen Stuben der Arbeiter, was noch schlimmer größte Geſchrei der Kleinen, sobald irgend und sei es auch der als Organisationen kommen nur die beiden Bercine, der fei. Die Schutzgesetzgebung müsse sich eben auch auf die Haus- kleinste gesetzliche Echutz ihrer Arbeiter in Sicht. So haben vor Unterstüßungsverein Deutscher Tabakarbeiter" und der Verein industrie erstrecken. furzem die fleinen Wind- und Wassermüller der oberschlesischen Deutscher Zigarrenfortirer" in Betracht, die von dem TabakDer Telegirte aus Chemnit schließt sich den Aus- Kreise Veranlassung genommen, eine Petition an den Regierungsarbeiter Kongreß zu Erfurt allein als rechtmäßig anerkannt führungen des Vorredners in bezug auf die Kinderarbeit an. präsidenten von Breslau abzusenden, in welcher dieser worden sind. Besonders erwünscht ist, wie der Delegirte aus Er betont dann weiter, daß der Hamburger Ausstand als ein ersucht wird, die geseglichen Bestimmungen der Novelle Achim betont, Genauigkeit in den Angaben über die Haus- hehres Beispiel von Opfermuth belebend auf die Organisation zur Gewerbe- Ordnung betreffend die Sonntagsruhe der Müllerindustrie, da die Hausarbeiter sich im allgemeinen scheuen, richtige hätte wirten müssen. Gr beklagt die Zuchthausarbeit, die gesellen außer Kraft zu setzen. Als Grund hierfür wird an Es wird in die Tagesordnung eingetreten und die Ver- heim den sächsischen Zuchthäusern, in Wald- geführt, daß, nachdem der Wind die ganze Woche nicht gegangen, und Zwickau, blühe. handlungen über ihren zweiten Punkt beginnen: Der nothwendige lich als feinen Fortschritt, Er bezeichnet es schließ es diesem nun plötzlich einfallen könnte, gerade am Sonntage Fortschritt, daß auf diesem Kongreß zu wehen und die Wasser- Müller müssen Sonntags das Wasser Ausbau der Organisation veranlaßt durch Zuchthausarbeit, Haus die Frauen nicht vertreten seien durch weibliche Dele- unbenutzt vorüber laufen lassen, da möchte der Herr Regierungsarbeit, Frauen- und Kinderarbeit, Verlegung der Fabriken nach girte. Der Delegirte aus Nordhausen berichtet, daß es in Präsident doch schon ein Einsehen haben und die Sonntagsruhe dem flachen Lande, die Echund- und Schleuderbazare und die feiner Heimath Leute gäbe, die, obwohl sie an der Spitze der für die Müllergesellen kaffiren, damit die Herren Kleinmeiſter politischen Bewegung ständen, von der gewerkschaftlichen Be- doch die paar Mark Sonntags mit verdienten. In den oben bezeichneten Versammlungen wurde wegung fern blieben. Auch der Kontrollmarke ständen Biele Der Redner betont die Nothwendigkeit der Organisation gleichgiltig gegenüber, sie sagen: Was geht uns die Kontroll- auch der Lohn als zu hoch erwähnt, hinterher wurde gerade jetzt bei der drohenden Gefahr des Tabatiteuer- marke an, wir faufen da, wo wir billige und gute Zigarren beaber von den Biedermännern daß projeltes, der nur durch ein geschlossenes Vorgehen lommen. Nur die Organisation fann unsere Lage verbessern. Müllergesellen in den mittleren und kleinen Mühlen gar begegnet werden könne. Leider sei diese Einsicht nicht allgemein. von Glm Hamburg: Der Kongreß sei der Ort nicht, auf feinen Lohn erhalten, sondern lediglich auf Tantiemen und TrinkDie Organisation ist zurückgegangen; im Jahre 89 umfaßte sie dem über das Verhältniß der politischen zur gewerkschaftlichen gelder oder das sogenannte Mahlgeld angewieſen ſind. 19 OCO Mitglieder, heute 12 763; feit Juli d. J. ist wieder eine Bewegung geurtheilt werden könnte. Der Tabalarbeiter- Ausstand Mahlgeld wird von der Lohnmüllerei von 128 Pfund Korn 15 Pf., Steigerung eingetreten. Schuld an diesem Rückgange trage der in Hamburg habe die Organisation nicht geschädigt, was die vom Weizen( 128 Pfund) 20, mitunter auch 25 Bf., von 118 Pid. Indifferentismus der Kollegen, die ungünstigen wirthschaftlichen Fabrikanten gewollt hätten, die Organisation zu zerstören sei Gerſte abermals 15 Pf. und von 100 Pfd. bis 120 Pid. SchrotBerhäftnisse, die Drangfalirungen der Fabrikanten und Behörden. Ihnen nicht gelungen. Der Rückgang der Organisation sei auf getreide 10 Pf. gezahlt. Dies darf der Geselle oder Werkführer Die Konkurrenz der Gefängniß- und Zuchthausarbeit die schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse im allgemeinen zurück- aber nicht alles für sich behalten, ein Drittel muß er davon dem ist verderblich, ebenso die Hausarbeit, die nicht nur zuführen. Es werde von mancher Seite über die hohen Beiträge Mühlknechte abgeben.( Damit der Meister für diesen nicht soviel die wirthschaftliche Lage der Tabalarbeiter verschlech geklagt, eine Kampfesorganisation müsse aber über Geldmittel Löhne braucht.) Bei diesem trocknen Sommer und Herbst hat verfügen, man müsse auch den Mitgliedern etwas bieten, wenn mancher Müllergeselle einer kleineren Mühle in der Woche 2, der Solidarität nicht aufkommen lasse. Die Arbeiterinnen werden man sie behalten wolle. Der Redner setzt des weiteren aus- 3 m. verdient, nur wenige haben einen Verdienst von 4 bis 5 M. erheblich schlechter bezahlt, als die Arbeiter, die deshalb aus den einander, weshalb der Zigarrenfortirer- Verein sich nicht ohne erzielt. Davon soll nun ein verheiratheter Mann Frau und Fabriken verdrängt werden. Die Arbeiterinnen müßten organisirt weiteres auslösen dürfe zu gunsten des allgemeinen Tabatarbeiter- Kinder erhalten. organisirteinander, werden, und zur Agitation unter ihren Kolleginnen verwandt Vereins. Tem Gewordenen müsse Rechnung getragen werden, Ueberall, nicht bloß in jenen oberschlesischen Kreisen, gehören werden. Es sei ein Fehler, daß Uebertretungen der bundesräth- nur wenn die besonderen Interessen der Zigarrenfortirer berück- die Müllergesellen jedenfalls zu den am meisten gefnechteten lichen Schutzbestimmungen selten zur Anzeige gelangen. Ueber sichtigt würden, könnten sich diese dem allgemeinen Verein an- Lohnstlaven. In der Thatsache, daß sie dem Unternehmer jederden Nugen der sogenannten Schutsmarte lasse sich jetzt, wo die schließen. Was die Schuhmarie anlange, so werde sie erst größere seit, Sonntags sowohl als zur Nachtzeit, zur Verfügung stehen Einrichtung noch jung sei, noch kein endgiltiges Urtheil Bedeutung erlangen, wenn die Arbeiterschaft selbst im allge- müssen, findet das patriarchalische Verhältniß, das idyllische fällen. Bis jetzt übersteigen die Ausgaben noch die Ein- meinen eist besser organisirt sei. Hätten die Zabalarbeiter eine Busammenleben der Meister und Gesellen eine recht grelle Wenahmen. Ausgegeben wurden für die Schuhmarke die in starke Organisation, die Regierung würde es nicht gewagt haben, leuchtung. An den Mühlenarbeitern ist es, sich zu organisiren einer Million Exemplaren hergestellt worden sei, zirka den Zabalsteuer- Entwurf einzubringen, unsere wirthschaftliche und gegen diese Ausbeutung ihrer Arbeitskräfte energisch Front 4500 M., eingenommen wurden 2500 M. Eine ausführliche Macht hätte uns auch politischen Einfluß gesichert. Pflicht zu machen. Im übrigen: wird die sozialdemokratische ReichstagsDebatte über die Schuhmarke hier sei unangebracht, da en aller Telegirten sei es, in der Heimath für Ausbreitung der Fraktion, wie für alle Unterdrückten, auch für die Müller eingroßer Theil der Delegirten die Sache selbst nicht kennt. Redner Organisation mit Anspannung aller Kräfte zu arbeiten.( Leb- zutreten, Gelegenheit nehmen, indem sie auf gesetzliche Beschließt mit der Aufforderung an die noch nicht organisirten haster Beifall). stimmungen dringt, die folcher Ausbeutung einigermaßen einen Delegirten, sich der Organisation anzuschließen und für ihre Der Delegirte aus Rawitsch bespricht die Zucht: Damm entgegenseßt. Ausbreitung in der Heimath Sorge zu tragen.( Beifall.) hausarbeit. Die Zuchthausarbeit wirke oft noch nach. In der Debatte theilt der Delegirte für Großsteinheim mit, Der Gefängnißverein unterstütze Ganz im Gegensahe zu den deutschen Studirenden, daß die Kollegen in Süddeutschland zum großen Theil weder der gefangenen, diese würden kleine Fabrikanten und beuteten und für ernstere Bestrebungen unzugänglich sind, wird auf den die entlassenen Straf- die in ihrer großen Mehrheit im ödesten Kneipenleben verkommen Tabatarbeiter- Organisation noch der politischen Organisation an nun Gefangene aus, die sie im gehören; dagegen feien viele in religiösen Vereinen, in Krieger gelernt haben oder Arbeiterinnen. Der Telegirte aus Mühl derjenigen eine immer größere, die sich dem Sozialismus zuwenZuchthause kennen Universitäten der uns umgebenden wilden" Länder die Zahl vereinen und bei den Antisemiten zu finden. Bei jedem Versuch, hausen( Thüringen) bespricht ebenfalls die Buchthausarbeit den und sich mit Eifer dem Studium desselben widmen. So wird in der Heimath eine Organisation zu schaffen, würden die und weist auf die Gesundheitsschädlichkeit der im Zuchthause aus Paris berichtet, daß sich dort die Gruppe der sozialistisch Delegirten fofort aus der Arbeit entlassen werden. gelieferten Zigarren hin. Die Zuchthäusler dürfen nicht rauchen, Per Delegirte aus Achine delt den schlechten Stand der e fquen deswegen-heimlich einen. Theil des ihnen zur Ver- volutionären Studenten in der letzten Zeit bedeutend vermehrt sie Organisation der Tabakarbeiter. Die Hoffnungen, die auf dem arbeitung übergebenen Tabaks. habe. Um ihre Mitglieder zu tüchtigen Agitatoren heranzubitDa sie die Spuren verdecken Erfurter Kongreß laut wurden, haben sich leider nicht verwirk- bildende, Sauce" icht. Noch immer bestehen zwei Organisationen, der Unter auf das zu verarbeitende Material zurück und die unter so ellen sialistische Abgeordnete und Publizisten die wichtigeren Parteiicht. Noch immer bestehen zwei Organisationen, der Unter- müssen, so speien sie die sich im Munde bildende" Sauce" wieder den, werden nun förmliche Vorträge angekündigt, in denen soſtützungsverein und der Sortirerverein. Vielleicht trägt dieser Umständen fabrizirten Bigarren kommen dann auf den Markt. fragen beleuchten und dem Verständniß der Zuhörer näher zu bringen suchen. Rongreß zur Berschmelzung beider bei. Redner spricht sich gegen Die Schuhmarte sei ein nützliches Kampfesmittel, wenn auch die Schuhmarte aus. Es giebt Fabrikanten, die die Schuhmarte marchmal von den Genossen selbst Unfug damit getrieben wird, Guesde und Andere haben hierbei ihre Mitwirkung zugesagt. Die französischen Parteigenossen Deville, Vaillant, Jules führen, ihre Waaren aber je nach Wunsch mit und ohne Kontroll- indem von ihnen Zigarren ohne Schutzmarke als Bigarren mit An zahlreichem Besuch dieser Versammlungen wird es jedenfalls Guesde und Andere haben hierbei ihre Mitwirkung zugesagt. marke verkaufen. Dieselbe Ansicht aber, welche die Werthlosigkeit Schuhmarke verkauft werden. Die Delegirten aus Herford- Halle An zahlreichem Besuch dieser Versammlungen wird es jedenfalls der Schuhmarke für die Organisation, vertritt auch der Delegirte hatten den Reichstags- Abgeordneten Freiherrn von Hammerstein nicht fehlen. zur Theilnahme am Kongreß eingeladen. Er antwortet brieflich Sozialreformatorisches. Mißstände beim Riebe Der Vertreter aus Heilbronn theilt mit, daß er seiner folgendes:" In Erwiderung Ihres gefl. Schreibens bedauere ich, geje g. Vielfach übernehmen die Gemeindebehörden, oder in fozialdemokratischen Gesinnung wegen auf Denunziation seiner daß meine Beit es nicht gestattet, den Berathungen beizuwohnen. deren Auftrage die Orts- Krankenkassen die Erhebung der Alterseignen Kollegen hin von den Fabrikanten gemaßregelt worden Im übrigen bedarf ich der dort zu gewinnenden Information, und Invaliditätsbeiträge, eine Einrichtung, die bei dem Inkraftsei. Er müffe jetzt stundenweit über Band laufen, um die, soviel ich aus den Verhandlungsberichten ersehe, nichts treten des Gesetzes auch an dieser Stelle als die praktischste Arbeit zu finden. Die Zuchthausarbeit kann in seinem Lande in neucs enthalten, feineswegs, bin vielmehr über die Lage der empfohlen wurde. Und doch haben sich im Laufe der Zeit arge der Tabakindustrie deshalb nicht eingeführt werden, weil die deutschen Tabakindustrie nach jeder Richtung durchaus unter- Mißstände herausgebildet. Wird ein Arbeitgeber bankrott, oder Löhne der freien Arbeiter" niedriger wären, als im Buchthause. richtet." ift er überhaupt pfandlos, was ja bei der Eigenthümlichkeit Die Kontrollmarke sei für Süddeutschland unmöglich. Für Börner Berlin steht in bezug auf den sog. Kanosfagang unserer sozialen Zustände gerade keine Seltenheit ist, dann fehlen Drei- und Vierpfennig Bigarren, wie sie dort geraucht würden, auf dem Standpunkt Bebel's. Mit der Bourgeoisie habe die dem, resp. den betreffenden Arbeitern, trozdem die Beiträge zur fönnten nicht acht Wart Arbeitslohn gezahlt werden, die als Arbeiterklasse nichts gemein. Den Säuen dürften gewissermaßen Hälfte an ihrem Lohne abgezogen worden, auf den QuittungsMinimallohn pro Mille von jedem Fabrikanten verlangt würden, feine Perlen vorgeworfen werden. Die Gelder, die der Kanossa- farten die Marken. Wenn das auch im Augenblick für die Arder die Kontrollmarke einführen wolle. Die Bundesrath Begang gekostet hätte, wären besser für die Aufklärung der In- beiter von keiner Bedeutung ist, so kann das doch im gegebenen stimmungen würden durch Mittheilung jeder Uebertretung durch differenten verwandt worden.( Sehr richtig.) Die Buspißung Falle von sehr nachtheiligen Folgen für ihn fein. Wir halten die Vertrauensmänner der organisirten Arbeiter an die Fabrik der Diskussion im Vorwärts" bedauert Redner. Ge- es für sehr geboten, daß die Behörden auf die genaue Beobach inspektoren gefchäßt. nossen sollten nur in fachlicher Weise mit einander tung der gesetzlichen Bestimmungen seitens der Arbeitgeber achten, Der Delegirte für Dresden schildert den schlechten Stand diskutiren, besonders die Führer.( Bustimmung.) Redner damit für den Arbeiter wenigstens die Garantie gegeben ist, daß der Organisation in Eachsen. Von den 1600 Bigarrenarbeitern vertheidige im übrigen die Kontrollmarke, deren Einführung die für das Geld, was ihm abgezogen wird, er auch die Marken Dresdens sind nur 400 organisirt. Die Zigarettenarbeiter be- Berliner Organisation der Zabalarbeiter um 2-300 Mitglieder richtig eingeklebt bekommt. theiligen sich gar nicht an der Organisation. In Freiberg ge verstärkt habe. Bedauerlich sei es, daß sich noch immer Partei: Die Budapester Goldschläger sehen einem Rampf mit hören von 2200 Tabalarbeitern 7 der Organisation an. In genoffen gegen die Kontrollmarke erklären, trotz des Beschlusses dem Kapital infolge einer 25prozentigen Lohnreduzirung entgegen. Döbeln war eine Versammlung über die Kontrollmarte von des Parteitages. 8 Arbeitern unter 1200 besucht. Allerlei Scheingründe werden Der Telegirte aus Seesen berichtet, daß der Fabrikinspektor Daher Genossen allerorts, beweist Eure Solidarität durch- Fernvon den Kollegen als Grund für ihre Nichtbetbeiligung an der die dortigen Bigarrenfabriken seit 1889 nicht besucht habe. Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck gebeten. Organisation gemacht, so wird z. B. die alte Lüge aufgewärmt, Nachdem noch die Vertreter aus Neumarkt und Leip der frühere Reichstags- Abgeordnete Fritsche sei mit der Kasse zig gesprochen, wird die Fortsehung der Debatte auf morgen der Tabatarbeiter s. 3. nach Amerika durchgebrannt. In Wahrheit vertagt. find die Gelder an die richtige Adresse gelangt. Auch der Verlust für Herzberg. = des Hamburger Streits habe abfchreckend gewirkt. = " ( Schluß 5 Uhr.) Soziale Lleberlicht. bleiben. werden. In Sachen der Entschädigungs- Berechtigung bei in Betrieben erlittenen Bruchleiden resp. Schäden hat das ReichsVersicherungsamt eine tief einschneidende Entscheidung getroffen, deren Tenor dahin lautet:„ daß, wenn ein Arbeiter dadurch, Der Vertreter von Eschwege berichtet, daß die Kollegen dort daß er bei gewöhnlicher Verrichtung seiner Beschäftigung sich früher von den Fabrikanten zu allerhand Nebenarbeiten gedurch Heben, Stoßen oder Schlagen einen Bruch zuzieht, dies zwungen wurden, zum Stubenkehren, Feueranmachen, Abtrittals Betriebsunfall erst dann zu betrachten sei, wenn außer scheuern. Die Organisation habe diesen Mißbrauch beseitigt und ordentliche Umstände dabei in die Erscheinung träten, in allen auch die Löhne erhöht; doch wurde sie durch die letzte Aus- Arbeiterentlassungen und Staatsbahn. Unter dieser übrigen Fällen könnte das Zuziehen eines solchen Schadens nicht sperrung völlig gesprengt. Durch das Eingreifen der Ham Ueberschrift berichteten wir vor etlichen Tagen, daß auf dem die Zahlung einer Nente bedingen". Für die Interessenten burger Tabatarbeiter- Genossenschaft sei sie aber wieder errichtet Bielefelder Bahnhof zahlreiche Kündigungen an Strecken- dürfte es demnach rathsam erscheinen, daß bei der ersten Unterworden und zähle jest 100 Mitglieder. arbeitern vorgenommen und daß vornehmlich die ältesten ArDer Delegirte aus Apolda schildert das System grausamer beiter davon betroffen worden seien. Jetzt ist nun unser Biele- uchung schon gleich die Begleitungsumstände mit festgestellt Kinderausbeutung, das in seinem Orte betrieben wird. felder Bruderorgan in der Lage mitzutheilen, daß der betreffende Der Telegirte aus Frankfurt a. M. bedauert, daß der Bahnmeister auf höheren Befehl diese Kündigungen hat zurücknehmen Der Bericht über die dentschen die deutschen GewerkschaftsBertrauensmann der Sozialdemokratie Hanans fein Freund der müssen und daß ihm befohlen ist, bis auf weiteres die Strecken- Organisationen, dessen ersten Theil wir bereits im Auszug Gewerkschaftsbewegung sei. Eelbst eine Protestversammlung arbeiter in der bisherigen Anzahl zu beschäftigen. Die in wiedergegeben, findet in Nr. 26 des" Korrespondenzblatt der gegen die Tabat- Fabrikatsteuer habe man nicht einberufen Staatsbetrieben und in Staatswerkstätten beschäftigten Arbeiter Generalfommission" seinem Abschluß. Es wird dort zunächst eine und angestellten unteren Beamten können aus dieser schleunig Berechnung aufgestellt über die Höhe der Beiträge, die bei den Der Delegirte für Weißenfels meint, daß die politische angeordueten Zurücknahme der bereits angekündigten Entlassung einzelnen Organisationen für das Verbandsorgan aufgewandt Vertretung in der Kaybachstraße" die Gewerkschaftsbewegung entnehmen, wie günstig für sie es sein kann, wenn derartige miß- wurden. Diese Summen waren äußerst verschieden. Bei den nicht ernstlich fördere. Auch der Federkrieg, der jetzt im Vor- liche Anordnungen durch die Arbeiterpresse der Deffentlichkeit Bergarbeitern in Sachsen betrug die Ausgabe für das Verbandswärts" geführt werde, sei der Gewerkschaftsbewegung nicht übergeben werden. organ pro Mitglied und Jahr 2,01 Mart, sodaß, da die förderlich.( Sehr richtig.) Ihm müsse Halt geboten werden. Bedauerlicher Weise sei in Köln von einem Kanossagange Ginnahme sich stellte auf 2,12 Mart für alle sonstigen Verbandsansgaven nur 0,11 m. pro Mitglied und Jahr übrig der Gewertschaftler nach Frankfurt gesprochen blieb. Die Fachzeitungen der Maurer, Metallarbeiter, Zabakarbeiter und Tischler erscheinen jede Woche, haben dieselbe Größe und geben bezüglich ihres Inhalts einander durchaus nichts nach. ehrlich" durchschlagen soll, behält der Inserent für sich. Das Geheimniß, wie diese zuverlässige Person" mit 20 m. 2ährend aber die Tabalarbeiter pro Mitglied und Jahr 2,06 m. für das Verbandsorgan ausgeben, stellte sich diese Ausgabe bei den Maurern auf 1,82 M., den Tischlern 1,63 M. und den Die kürzlich in Mannheim versammelten Delegirten der Metallarbeitern nur 1,20 m. Allgemein läßt sich sagen, daß die süddeutschen Zahlstellen des Glaserverbandes erklärten sich in Ausgaben, welche die Organisationen für das Verbandsorgan wollen. " Annoncentbeile folgende Anzeige: Hungerlöhne. Das„ Leipziger Tageblatt" enthält in seinem worden; sie wollten dort nur sehen, was die Gegner im Schilde man den Gegnern verhandle auch, führen. Mit ja wenn man in fatholische Arbeitervereine gehe, um dort Anhänger zu werben. Redner spricht sich im Weiteren gegen die Kontroll- sich Die Mittagspause tritt ein. marte aus. Gesucht zuverlässige ehrliche Person, 20 Mt. per Monat, für mein Briefmarkengeschäft Reichsstraße 2. gemacht haben, im Verhältniß zu dem, was den Mitgliedern| ten- Personals durch wissenschaftlichen Wettbewerb. Zu diesem geboten wird, durchaus nicht zu hohe sind. Wettbewerb sind auch Militärärzte zuzulassen. Vierzig Organisationen verausgabten im letzten Jahre zufammen 263 431 M. für ihre Verbandsorgane. Das sind gewiß riesige Summen, aber wenn auch für größere Städte geltend ge macht werden kann, daß die Arbeiterschaft dort eine gute Tages literatur besige und die Fachzeitung wenig benute, so dürfte es doch feststehen, daß für manchen Arbeiter der kleinen Städte die Fachzeitung mitunter die einzige aufklärende Literatur ist, die ihm geboten wird. Außerdem besteht auch das Bestreben, die Fachzeitungen verwandter Berufe möglichst gemeinschaftlich zu lesen, um dadurch Kosten zu sparen. 3. Anstellung eines ausreichenden und durchgebildeten Wärterpersonals. 4. Freundliche und liebevolle Behandlung der Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung; Fortfall der militärischen Disziplin und des Kasernentones. 5. Beschaffung befferer, das heißt genügender, schmackhafter und abwechselungsreicher Kost. 6. Schnelle Ausführung der ärztlichen Verordnungen in bezug auf Arzneien, Extradiät 2c. 7. Böllige Freiheit der Kranken in bezug auf Verwendung Unterrichts- und Demonstrationszwecken. 8. Böllige Freiheit der Kranken in der Wahl ihrer Lektüre, Fortfall der religiösen und politischen Beeinflussung. 9. Rechtzeitige Benachrichtigung vom Ableben eines Kranten an Anverwandte und Kassenvorstände. Die Ausgaben für Streits und Gemaßregelten- Unterstügung zu haben nur in einigen Organisationen eine enorme Höhe erreicht. Die Handschuhmacher waren genöthigt, im letzten Jahre 6,76 M. pro Kopf der Mitglieder für Streifunterstüßung auszugeben, während die Buchdrucker 13,63 M., die Porzellanarbeiter 1,47 M. und die Formenstecher 1,14 pro Kopf der Mitglieder für Gemaßregelten Unterstüßung auszugeben genöthigt waren. Ausgaben für Rechtsschutz wurden nur in acht Organisationen gemacht und sind auch hier nur winzige Bruchtheile der Jahreseinnahme erforderlich gewesen. 10. Unbeschränkter Zutritt zu den Krankenhaus Räumen sür Rassenvorstände und die Arbeiter- Kontrollkommission. C. Spezialforderungen für die Neue Charitee. 1. Wegfall aller gefängnißartigen Einrichtungen und Maßregeln, Wegfall aller Disziplinarstrafen, Gleichstellung der Geschlechtskranten mit allen anderen Kranken in bezug auf Empfang von Besuchen, Ausgehezeit, Korrespondenz 2c. 2. Schonung des Schamgefühls der Patienten und Behandlung derselben lediglich als Kranker und nicht als Buhälter. 3. Absonderung der polizeilich eingelieferten Verbrecher, Zuhälter und Prostituirten von den übrigen Kranken. 4. Ausführung der Operationen unter allen Rautelen moderner Operationstechnik und damit Benutzung der der Wissenschaft zu Gebote stehenden schmerzstillenden Mittel. 1. Die 2c. Versammlung beschließt: Die fäumigen Rassenvorstände, welche dem Boykott noch nicht beigetreten find, aufzufordern, sich( resp. ihre Krankenkasse) dem Boykott sofort anzuschließen. 2. Die 2c. Versammlung stellt folgende( obenstehende) Forderungen an die Verwaltung der Charitee. 3. Die 2c. Versammlung beauftragt das Bureau( Dr. Zadek, Tischler Haseloph und Zimmerer Dietrich), die Armendirektion aufzufordern, die Erfüllung der bezeichneten Forderungen von der Charitee zu verlangen und, bis dies geschehen, von der Ueberweisung von Kranten an die Charitee abzusehen.( Diese Resolution soll auch der Stadtverordneten- Versammlung zugehen.) Nach einem beifällig aufgenommenen Schlußwort Adler's wurde die imposante, von etwa 800 Personen besuchte VersammLung gefchloffen. Reinickendorf. Am Sonntag, den 12. November, fand hier eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in der über den Vortrag des Genossen Millarg:" Die wirthschaft. liche Umwälzung und was haben die Arbeiter zu thun"( der Vortrag war am 8. Oktober in dem Verein gehalten) diskutirt wurde. Da der Referent hauptsächlich den Werth der Gewerkschaften hervorhob, bewegte sich die Diskussion in diesem Sinne. Das Ergebniß war die Annahme folgender Resolution gegen eine Stimme: Die Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Kölner Parteitages in betreff der gewerkschaftlichen Frage einverstanden und erblickt in der gewerkschaftlichen und politischen Aktion das Heil, durch welches die arbeitende Klaffe von seinen Fesseln befreit wird, um so zum endlichen Ziele zu gelangen. Sie erblickt in der gewerkschaftlichen Bewegung eine vortreffliche Vorschule zur politischen Attion. laten eine gut besuchte öffentliche Versammlung für Männer und Weißensee. Sonntag, den 12. November, fand im PräFrauen statt, in welcher Genoffe A. Hoffmann unter großem Beifall über die zehn Gebote und die besitzende Klaffe sprach. Da sich Gegner troß mehrmaliger Aufforderung nicht zum Wort meldeten, wurde von einer Diskussion Abstand genommen. Nach der Versammlung fand ein gemüthliches Beisammensein mit Tanz und Gesangsvorträgen statt. Dagegen hat die Reise- Unterstützung den Organisationen große Summen gefofiet, fie betrug in 33 Gewerkschaften 382 607 M. Ein genaues Bild aller für diese Zwecke verausgasten Gelder ist dies allerdings nicht, da die Reise- Unterstützung vielfach von den Zweigvereinen aus geschieht. In den einzelnen Organisationen wurden verausgabt pro Kopf der Mitglieder: Kupferschmiede 9,64 M., Buchdrucker 7,57 M., Bildhauer 5,52 M., Lederarbeiter 3,85 M., Tabakavbeit 3,34 m. und bei den Formern 2,62 Mart. In fünf anderen Organisationen wurden nahezu 2 Mart, in sieben weiteren Organisationen Redner war der Meinung, daß die Erfüllung dieser in mehr als 1 M. pro Kopf der Mitglieder an Reise- Unterstützung jeder Beziehung berechtigten Forderungen keine Revolution in gezahlt. Auch für Arbeitslosenunterstüßung wurden in einzelnen unserm friedlichen Staatswesen hervorrufen könne und bei einigem Organisationen enorme Beträge aufgewandt. Die Buchdrucker guten Willen der Verwaltungsbehörden sich sehr leicht realisiren zahlten 14,72 M., die Porzellanarbeiter 10,14 M., die Glace- ließe.( Lebhafter Beifall.) handschuhmacher 9,81 M., die Hutmacher 9,75 M. und die Ueber die Frage: Wie ist die weitere Agitation für den Bigarrenfortirer 7,10 m. pro Kopf der Mitglieder an Arbeitslosen- Boykott zu betreiben? referirte Genosse E. Adler, Seit der unterstüßung. Es zeugt von großem Opfermuth der Mitglieder Versammlung der Kassenvorstände bei Deigmüller sind dem Boykott der genannten Organisationen, wenn sie so enorme Beiträge sämmtliche freie Hilfskaffen mit ca. 45 000 Mitgliedern, gegen 40 Orts Der Fachverein der Musikinstrumenten Ar leisten, um ihre arbeitslosen oder auf der Reise befindlichen tassen mit über 200 000 Mitgliedern und eine Betriebstaffe mit beiter tagte am 13. November. Herr Gerling hielt einen VorKollegen nicht darben und hungern zu lassen. Es hat diese 15 000 Mitgliedern beigetreten. Die elf Innungstassen mit trag über" Hypnotismus und Lebensmagnetismus". Nach BeReise Unterstützung wenigstens den Erfolg, daß der Arbeitslose, allerdings nur 5000 Mitgliedern, die Betriebskaffen der Pferde antwortung einiger Fragen, die an den Referenten gerichtet, bewahrt vor der alleräußersten Noth, sich wenigstens nicht bahnen, Omnibus- und andere Aktiengesellschaften verhalten sich wurde von der Diskussion Abstand genommen. Hierauf wählte den allerschimpflichsten Arbeitsbedingungen zu unterwerfen braucht. ablehnend. Meiereibefizer Bolle will sich mit seiner Betriebs die Versammlung den Kollegen Wimmer zum Mitglied der ArEs ist möglich gewesen, in der Statistik für das Jahr 1892 fasse anschließen, wenn ihn der Vorwärts" in allen sein Geschäft beitsvermittlungs- Kommission. Die Sperren über die Fabriken auch eine Uebersicht über die Art und Höhe der Verwaltungs- betreffenden Fragen glimpflicher behandelt.( Heiterkeit.) Zur Scharf, Schleifer u. Ko. wurden aufgehoben, weil im allgemeinen kosten zu geben. Die Berechnungen darüber, wie viel pro Kopf Zeit haben auch einige 20 Ortstassen eine bindende der Erfolg nur ein geringer war. Die vom Kassirer verlesene der Mitglieder an persönlichen Verwaltungskosten in den ein- Erklärung noch nicht abgegeben. An den Kassenmitgliedern, Mitgliederliste weist 400 Mitglieder auf. Der Vorsitzende gab zelnen Organisationen verwandt worden ist, geben ein äußerst speziell an den Delegirten zur Generalversammlung wird es ferner noch das Antwortschreiben des Pariser Zentral- Streif buntes Bild. In 3 Organisationen wurde weniger als 10 Bf., in 5 bis liegen, auch ihre Vorstände zu energischem Handeln aufzumuntern. tomitees bekannt, welches den Dank und Brudergruß der unter20 Pf., in 6 bis 30 Pf., in 11 bis 40 Pf., in 3 bis 50 Pi., Für jedes Kaffenlokal sind große, rothe Platate überfandt wor- stügten Bergarbeiter übermittelte. Hierauf brachte Kollege Schola in 6 bis 60 Pf., in 3 bis 70 Pf., in 2 bis 80 Pf., in 3 bis den; wo sie nicht angeheftet sind, mögen die Mitglieder in nochmals die Angelegenheit Sparfeld zur Sprache, anknüpfend 90 Pf., in 1 bis 1 M. und in 2 Organisationen mehr als 1 M. ihrem eigenften Interesse Interesse die Kassenbeamten in nicht an den Bericht im Sozialist". Folgende vom Redner gestellte pro Kopf der Mitglieder gerechnet, an persönlichen Verwaltungs- mißzuverstehender Weise an ihre Pflicht gegenüber der Resolution gelangte hierauf nach längerer Debatte einstimmig zur fosten verausgabt. Der Bericht schließt mit einem Appell an Gesammtheit erinnern.( Bravo.) Die Kommission der Kassenvor- Annahme: Die Versammlung erklärt die Berichte des 2c. Spardie Gewerkschaften, ihre Organisationen weiter auszubauen, die stände hat an alle Zeitungen einen Aufruf zivecks Einsendung feld im Vorwärts" und Sozialist" als lügenhafte Entstellungen Bahl ihrer Mitglieder zu vermehren, damit auch finanziell von Beschwerden gerichtet, nur wenige hatten neben dem Vor- und findet es gar nicht für werth, sich noch weiter mit der Person größere Leistungen erzielt werden können. wärts" den Muth, ihm Aufnahme zu gewähren. Beschwerden Sparfeld zu beschäftigen." feien zahlreich eingegangen. Die Chariteeverwaltung muß ge= zwungen werden, mit der Kommission zu verhandeln. Bereits eigen sich die Wirkungen des Boykotts. Es muß darauf gesehen werden, daß sich alle Kassen und auch die Gemeinde- Krantenversicherung und die Armenverwaltung demselben anschließen. Jedes Arbeiters Ehrenpflicht ist es, die Charitee im Krantheitsfall zu meiden und für den Boykott zu agitiven, damit recht bald der amtliche Bericht der Charitee selbst unseren Sieg vertündet.( Lebhafter Beifall.) Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Apolda siegte die von den vereinigten Gewerkschaften aufgestellte Lifte mit großer Majorität über die der Hirsch- Dunckerianer, welch' lettere nur 78 Stimmen auf sich vereinigte. Der Streit der Sattler in der Militäreffekten Fabrit von Jansen in Straßburg ist beendet. Es wurde eine fleine Aufbefferung der Löhne, die verlangte achttägige Lohnzahlung und eine bessere Behandlung erzielt. erscheinen. Versammlungen. der " Der Verband deutscher Kürschner( Filiale Berlin) hielt Der Verband am 13. d. M. seine Mitgliederversammlung ab. Genosse Speemann sprach in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über: " Die Sozialdemokratie und ihre Gegner". An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Springer, Thomsen und Riem. Driesen zur Berlesung, dahingehend, nochmals mit Breslau BerUnter" Verschiedenem" gelangte ein Antrag des Kollegen Roggebindung zu suchen, um dort möglicherweise eine Filiale zu gründen. Reichstags- Abgeordneter Stadthagen behandelte dann in Die Versammlung beschloß, einen Aufruf an die Kürschner in der Breslauer Volkswacht" zu veröffentlichen. Rigdorf. Den Tischlern, Drechslern, Stell längerer Rede das Thema: Weshalb schicken städtische Aerzte Ein Antrag des machern, Bürsten- und Pinselmach e'r n zur Kennt- Kranke nach der Charitee? Der Referent erläuterte zunächst die Kollegen Peters, die Mitglieder zu den Versammlungen per Karte niß, daß der Arbeitsnachweis des Holzarbeiter- Verbandes jetzt Entstehungsgeschichte des alten Kaftens", dann die aus der einzuladen und außerdem nach Weihnachten ein Flugblatt in nach der Prinz Handjery- und Lessingstraßen- Ecke in das Lofal Zeit der ersten preußischen Könige herrührenden kontraft Druck zu geben, wurde angenommen. Ferner wurde der Kassirer des Kollegen Max Hoffmann verlegt ist. Derselbe ist geöffnet lichen Verpflichtungen zwischen Der Charitee und beauftragt, Mitglieder, welche länger als drei Monate mit der an Wochentagen von 8 bis 10 Uhr Abends, Sonntags von Verwaltung der Stadt Berlin und zuletzt das jetzige Beitragszahlung im Rückstande sind, schriftlich zur Bahlung auf9 bis 10 Uhr Vormittags. Daselbst werden Reise- Unterstützungen Verhalten der städtischen Armen- Kommission. Wiewohl städtische zufordern. ausgezahlt zu derselben Zeit. Auch können dort Beiträge ent- Krankenhäuser da sind, schicke die Gemeinde ihre Kranken nach Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin 3) richtet und Zeitungen abgeholt werden. Die Kollegen werden einem staatlichen Institut, in welchem die Kranken dafür, daß sie tagte am 13. d. M. Genosse Kretschmer sprach in einem beiersucht, für unsern Arbeits- Nachweis zu agitiren, damit er reger arm sind, obendrein noch gestraft werden. Die Stadtverwaltung fällig aufgenommenen Vortrag über: Die Lage der Arbeiter". in Anspruch genommen wird. Die Mitglieder werden ersucht, müsse angegangen werden, mindestens die kontraktlichen Die Diskussion bewegte sich in einem Meinungsaustausch über die Versammlungen fleißiger zu besuchen. Die nächste Versamm Verpflichtungen inne zu halten und soweit es sich um die Debatte auf dem Kölner Parteitag. Die nächste Versammlung lung findet noch in diesem Monat statt und wird durch Annonce städtischerseits zu bezahlende Krankenpflege handelt, sich dem findet am 26. b. M. statt. bekannt gegeben. Boykott sich anzuschließen. Auch die Armen haben anständige Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Pflege zu verlangen. Arbeitslosigkeit in Luzern( Schweiz). Die vom Stadt Behandlung und Ohne auf die Arbeiter hielt am 16. November eine Branchenversammlung der rath Luzerns vorgenommenen Erhebungen haben laut Bater- städtischen Krankenhäuser ein Loblied zu fingen, müsse jedoch jeder Lampenbranche ab, in der Kollege Näther über das Thema: land" 155 wirkliche Arbeitslose ergeben. Davon sind 79 ver- zugeben, ganz so schlimm wie die Charitee sind deren Einrich" Der Parteitag zu Köln und die Gewerkschaftsbewegung," sprach. ehelicht, mit 129 Kindern; 76 sind ledig. 62 find Professionisten tungen und Verhältnisse nicht. Die Stadt muß ferner angehalten Die Diskussion gestaltete sich zu einem recht regen Meinungsund 93 Erdarbeiter und' Tagelöhner. Zu bemerken ist hierzu, werden, genügend eigene Räume herzurichten und keine Kranken austausch, und betheiligten sich daran: Gerisch, Hartmann, daß Luzern nur ein kleiner Kurort ist, deſſen Bevölkerung fast weisen, denn dadurch wird der Zweck des Boykotts vereitelt. Kollegen Hartmann eingebracht, gelangte hierauf zur Annahme: mehr als Studienobjekte nach der Charitee zu über Fettenhauer, Neumann und Heinrich. Folgende Resolution, vom ausschließlich vom Fremdenverkehr lebt. Die geringe Industrie, Der Kampf sei nicht politischen, sondern rein menschlichen Die Versammlung erklärt sich mit der Resolution des Kölner welche am Plaze vorhanden, läßt obige Zahlen ungemein hoch Motiven entsprungen, und werde selbst von anständigen Gegnern Parteitages in der Gewerkschaftsfrage einverstanden und verspricht, unferer Partei gebilligt. Redner empfahl am Schluß feiner mit aller Energie für die Gewerkschafts- Organisation einzutreten. interessanten, häufig mit beißendem Sarkasmus gewürzten AusZum Schluß machte Kollege Nather die Kollegen von Bintsch führungen die Absendung der Forderungen in Form noch besonders darauf aufmerksam, sich mehr dem Verband aneiner Resolution auch an die Armendirektion und zuschließen und Vertrauensmänner zu wählen, damit, im Falle die Stadtverordneten Versammlung. Reicher Beifall be- wieder Maßregelungen vorkommen, diese dem Vorstand angezeigt wies das Einverständniß der Versammlung. Die Dis werden können. Die Arbeiter Bildungsschule( Nord) hielt am 19. Nofussion förderte wiederum für die Beschwerdekommission rember eine gutbesuchte Versammlung ab. Genoffin Fräulein schäßenswerthes Material zu Tage. Müller erzählte seine Er In einer Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wabnih hielt einen Vortrag über die Thätigkeit des Gehirns lebnisse in der Irrenstation der Charitee und in Dalldorf; bei Wahrung der Interessen der Maurer hielt am und die fünf Sinne". Ten Schluß ihrer mit Beifall unter dem Vergleich in betreff der Behandlung und des Essens blieb 16. d. M. Genoffe Mattutat einen Vortrag über„ Idealismus brochenen Rede bildete ein von ihr selbst verfaßtes Gedicht, die Charitee wie immer im Nachtheil. Gin früherer Märter, und Materialismus." Die Diskussion war eine lebhafte; es bewelches mit Begeisterung aufgenommen wurde. Am 29. November beginnt im Geschichtsunterricht ein neuerber 22 Jahre in der Charitee thätig war, führte leb theiligten sich daran die Genossen Meyer, Kühn, Graß, Dahlke Am 29. November beginnt im Geschichtsunterricht ein neuer hafte Klage über Arbeitsüberbürdung, ungenügende Kost, und Blaurock. Hierauf verlas der Kassirer die Abrechnung vom Abschnitt: Die muhammedanisch- arabische Kulturperiode." Die nächste Versammlung ist am 10. Dezember in den öfteren im Strafen für geringe Versehen 2c. und bestätigte die des gemüthlichen Beisammensein, welche eine Einnahme von 63,75 M., Vorwärts" beleuchteten weiteren Uebelstände eine Ausgabe von 32,74 m. ergab, sodaß ein Ueberschuß von Germania- Sälen. vollkommen. Meves besprach das unappetitliche Effen, 31,01 m. verblieb. Der Charitee- Boykott beschäftigte am 22. November die Hilfeleistungen bei den Wärtern, zu denen viel Eine Mitgliederversammlung des Vereins zur Wahwiederum eine Volksversammlung. Der Brochnow'sche Saal, fach der Hunger zwingt. Verwunderung rief seine Mit- rung der Intereffen der Gast- und Schankwirthe tagte am Stunde vor Beginn theilung hervor, daß in der Station 9, wo er gelegen, längere 17. 5. Mts. bei Kuhlmey, Schönhauser Allee 28. Bunit I der Ler Versammlung berart derart überfüllt, daß, obgleich die Zeit die Wasserleitung nicht funktionirte und somit niemand Tagesordnung: Wissenschaftlicher Vortrag des Herrn Dr. Hey. Tische entfernt wurden, ein großer Theil der später baden konnte, sowie ferner, daß die Elektrisirmaschine taput war mann, wurde auf Antrag Schmidt abgefeßt, da die Versammlung Kommenden feinen Einlaß mehr fand. Den Bericht und nicht reparirt wurde, obgleich man sie nothwendig brauchte. nur mäßig besucht war. Auf eine Anfrage des Mitgliedes Janke, Krankenkassen Kommission betreffend die Beschwer Unterarzt Wedell habe ihm das Lesen des Borwärts" weshalb nicht, wie es üblich, in der heutigen Versammlung die den über die Charitee und die Forderungen an dieselbe verboten und die Beitung beschimpft.- Dr. Heller, Char- neuen Mitgliederverzeichnisse zur Vertheilung kommen, theilte der gab Herr Dr. Christeller.. Nachdem er all die Beschwerden, lottenburg, versuchte eine Ehrenrettung für Professor Lewin, Vorsitzende mit, daß dieselben noch nicht fertig gestellt, weil die welche durch übereinstimmende Berichte vieler früherer Patienten der nicht bestritten habe, daß die Thüren in der Station für Vorstandsmitglieder in letzter Zeit mit Arbeiten überhäuft waren. der Charitee verbürgt sind und die wiederholt in der Presse ein- Geschlechts kranke geschlossen sind; das werde durch die Eigenartig- Der größte Theil der Schuld sei jedoch der Druckerei zuzuschreiben. gehend besprochen wurden, kurz gestreift hatte, verlas er nach feit der Krankheit und anderartige Erwägung bedingt. Bei drin- Ginige Mitglieder beklagten sich über die unpünktliche Buftellung stehende formulirte Forderungen: gender Gefahr für das Leben eines Kranten seien auch Besuche des Gastwirthsgehilfen". Der Vorsitzende meint, die Hauptschuld A. Betreffs der Baulichkeiten. gestattet. Diese Maßregeln dürfen nicht als reine Verwaltungs- liege an den Mitgliedern felbst, da sie ihre Tageszeitungen zum 1. Außerdienststellung der hygienisch unbrauchbaren Kranten chitanen aufgefaßt werden. Dr. Badet und Dr. Christeller großen Theil von beliebigen Spediteuren, den, Gastwirthsgehilfen" polemisirten hierauf gegen diese Ansicht des Vorredners. Das jedoch nur von der Freien Vereinigung der Spediteure erhalten 2. Beschaffung genügender Räumlichkeiten durch Neuerrichtung Vorurtheil gegen die Geschlechtskrankheiten sei allerdings ein und ermahnt zugleich, sämmtliche Beitungen bei der Freien Vervon Pavillons und Baracken. tief eingewurzeltes, dem müsse aber entgegen getreten, einigung zu bestellen. Beschwerden sind im übrigen an Flöride, 3. Einrichtung von Nebenräumlichkeiten in allen Kranken- nicht es begünstigt werden. In anderen Krankenhäusern eristirten Ostbahnhof 3, zu richten. Die nächste Versammlung findet bei abtheilungen für Wasch- und Bade- Einrichtung, Klosets, inter- diese Absperrungen nicht und fänden auch Besuche bei Ge- Lorenz, Koppenstraße 43 e, die Vorstandssitzung bei Favermann, mistische Leichenaufbewahrung 2c. schlechtsfranten statt. Nicht Vertuschen, sondern Aufklären fei Sellermannftr. 87, statt. die Aufgabe des Arztes.( Bravo.) Haselo ph erwähnte, daß ähnliche Zustände wie in Station 23 der Charitee jetzt auch im fatholischen Hedwigs- Krankenhaus herrschen, wo gleichfalls Krante in Bodenräumen untergebracht sind. Frl. Bi en führte Beschwerde über die Behandlung im städtischen Krankenhaus am Friedrichshain. Hierauf gelangte nach einer kurzen Polemit des Genossen Riesner gegen Professor Lewin's Aeußerungen ein Schluß antrag zur Annahme. Die Abstimmung ergab die einstimmige Annahme nachstehender Refolutionen: Eebastianstr. 39 der räume. schon eine der 4. Verbesserung der Ventilations- und Heizvorrichtungen in einer der Neuzeit entsprechenden Weise. 5. Freundliche Ausgestaltung der Krankensäle und Schaffung Don Näumlichkeiten für die nichtbettlägerigen Kranten. B. Betreffs der Krantenbehandlung. Die Charitee ist ihres militärischen Charakters zu entkleiden. 1. Unterstellung der Verwaltung und des gesammten Wärterpersonals unter die Oberleitung der Aerzte. 2. Rekrutirung des ärztlichen Assistenten- und Unter- Assisten. " Friedrichsfelde. Am 16. November fand hier eine Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in der Genosse Rette eine Vorlesung hielt. An der sich hieran anschließenden Diskussion betheiligten sich die Mitglieder Knauer, Kaßan, Bennemann, Rette, Richter und Bretky. Hierauf wurden die geänderten Statuten des Vereins der Versammlung vorgelegt und einstimmig angenommen. Sonntag, den 17. Dezember, findet eine Agitationstour statt, zu der die Genossen von Friedrichsfelde ganz besonders aufgefordert werden. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 99 Berlin SW., Beuth- Straße 2. Für Vereine, Lesezirtel, Privatbibliotheken, Arbeiterbildungsschulen und zu Agitationszwecken empfehlen wir den Parteigenossen die Schriffen von Augufl Bebel: Neueste Auflage. Brosch. Die Frau und der Sozialismus. M. 2, Geb. 2,50. Das Bebel'sche Buch ist, wenn man von den Schriften eines Karl Marr und und Friedrich Engels absteht, das bedeutendste litterarische Erzeugniß, welches Der deutsche Sozialismus hervorgebracht hat. Wer den Inhalt des Sozialismus und seine Stele genau tennen lernen will, wird nicht umhin können, sich der Lektüre desselben zu unterziehen, dessen großer Fleiß und strenger, sittlicher Ernst selbst bei den delikatesten Fragen auch seitens des Gegners offen anerkannt werden müssen. Charles Fourier. Sein Leben und ſeine Theorien. Mit einem Phalanstères. Porträt Fouriers und einer Abbildung des Broschirt Mt. 2,- Gebunden Mt. 2,50 Unsere Biele. Sine Streitschrift gegen die demokratische Korrespondenz. Neue Auflage. Mt. 0,30 Die Schrift ist ein historisches Dolument der deutschen Sozialdemokratie, troydem der damalige Standpunkt des Verfassers nach verschiedenen Richtungen hin überholt ist. Agitationsschrift gelegentlich der Ergänzungswahlen zum fächs. Landtage im Jahre 1891. Mt. 0,15 Zu den Landtagswahlen in Sachsen. Bur Lage der Arbeiter in den Bäckereien. t. 1, Nach einer vom Verfasser vorgenommenen Enquete, welche die schauderhaften Zustände über Arbeits-, Lohn- und Wohnungsverhältnisse im Bäckergewerbe zum ersten Mal statistisch bloslegt und nicht blos unbestritten blteb, fondern durch die seitherigen Untersuchungen nur bestätigt wurde, ohne die geforderte gefeßliche Regelung zu finden. vom 16. bis gegen Ende des Die Entwickelung Frankreichs 18. Jahrhund. Mr. 0,15 Gine fulturhistorische Stizze über Frankreichs Reformationstämpfe, die Zeiten des Fürstenivahnsinns und der tollsten Verschwendungssucht, die darauf folgende Nevolution der Geister, welche in der politischen Revolution von 1789 in die äußere Erscheinung trat. und sein Programm vom Das Reichs- Gesundheitsamt sozialistischen Standpunkt beleuchtet. Mt. 0,10 Ein nach dem Fall des Sozialistengefeges doppelt interessant gewordene Broschüre: wie die Sozialdemokratie 1878 zu Regierungsvorlagen stand, wenn sie in dem Boden moderner Entwicklung wurzelten, und wie die bürgerlichen Parteten unterschiedslos frondirten, wenn dem privatkapitalistischen Ausbeutungsschwindel Gefahr drohte. des Deutschen ReichsDie parlamentarische Thätigkeit tages und der Landtage von 1874-1876. 2. Auflage. Mt. 0,25 Die Thätigkeit des deutschen Reichstags 1887/89. Mr. 0,50 Die beiden Broschüren, gleichsam eine furze kritische Geschichte der deutschen Reichspolitit während der verflossenen anderthalb Jahrzehnte, bieten eine solche Summe historischen Materials, daß sie für jeden unentbehrlich sind, der am politischen Leben der Gegenwart Intereffe nimmt. Gloffen zu Yves Guyot's und Sigismond Lacroir's" Die wahre Gestalt des Christenthums"( Etude sur les doctrines sociales du christianisme). Nebst einem Anhang: Ueber die gegenwärtige und fünftige Stellung der Frau. 3. durchgesehene Auflage. Mi. 0,30 In tnappen, scharfen Umrissen, eine Darlegung, daß alle religiösen Bewegungen im Grunde sozialer Natur sind, insbesondere mit Bezug auf Luther's reaktionäre Reformationsbewegung. Der Anhang ist die Quintessenz der betreffenden größeren Schrift aus des Verfassers Feder. Eine religiöse Polemik Mf. 0,10 Christenthum und Sozialismus. zwischen Herrn Kaplan Hohoff in Hüffe und Bebe I. Ist zur Massenverbreitung namentlich in fatholischen Gegenden sehr geeignet. Unsere wirthschaftliche und politische Lage. Bebel's gehalten im September 1892 im Kasino Zürich. Mt. 0,20 Stehendes Heer oder Volkswehr? Rede Bebel's zur Militairvorlage, gehalten im Reichstage am 13. Dezember 1892. Mt. 0,10 vor dem deutschen ReichsDie Soldatenmihhandlungen tage. Stenographischer Bericht über die Sigung vom Freitag den 13. März 1891. Enthält Neden Bebel's und Anderer. Mt. 0,15 Verhandlungen des ReichsDie Soldatenmishandlungen. tage v. 10. u. 21. März 1893. Enthält Reden Bebel's und Anderer. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Mt. 0,25 Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Ferlin, Andreasstr. 23, of part., vis- à- vis b. Andreasplak Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. 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Joël über: 5150L Unsere Nahrungsmittel". 2. Diskussion. 5150L 3. Berschiedenes. S., Emil Lefèvre, Oranienstraße erwünscht. 158. 138/5 Zahlreiches und pünktliches Erscheinen Der Vertrauensmann. NB. Nach der Versammlung: Ge Freunden und Bekannten empfehle müthliches Beiſammensein mit Tanz. mein Lager in 5177L* Roh- Tabak aller in- u. ausländischer Sorten in guter Auswahl zu billigsten Preisen. H. Herholz Berlin N., Brunnen# raße 188. In der Mäntelfabrik Kurstr. 38. II. werden jetzt nach beendeter Engros- Saison ca. 1000 Radmäntel, einfache und hochfeine Genres, zu den billigsten Fabrikpreisen im Einzelnen verkauft. Zentral- Krankenkasse d. Maurer, Gipser( Weissbinder) und Stuckateure Deutschlands Grundstein zur Einigkeit". Oertliche Verwaltungsstelle Berlin Sonntag, den 26. November, Vormittags 10 Uhr, bei Brochnow, ( früher Orschel) Sebastianstr. 39: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Erläuterungen des Unfallgesezes und das Verhalten der Mitglieder bei Unfällen". Referent Regierungsbaumeister Reßler. 2. Dis fusion. 3. Innere Rassen- Angelegen255/16. heiten. NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Rassenlokal ist an diesein Sonntag geschlossen. Die örtliche Verwaltung. Große Generalversammlung Vereinszimmer z. verg. Louiſenſtr. 60. Der Orts- Krankenkasse Stridtgarne, Strumpfwaaren, Handschuhe, gestrickte Westen vou 2,50 M. an, Unterjacken, Normalhemden, Unterbeinkleider, foftet bei mir Cravatten, Kragen, Manschetten, 1,50 Mk. Wälde aller Art, Gardinen, Teppiche, Bett- Vorleger, Bettdeden, wollene Schlafdecken etc. Gummischuhe. zu repariren ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren C. Wunsch, antr. 38, a. b. Oranienplas Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L* am hiesigen Plage wie bekannt der Böttcher am Dienstag, den 5. Dezbr., Abends 81/2 Uhr, bei Heise, Lichtenberger straße 21. 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