Nr. 76. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Duartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bts 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4100, Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Politische Verwelung. " " Donnerstag, den 2. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. gott", dem sie mit so viel Selbſtverleugnung dienten, be- Die gröbliche Mangelhaftigkeit unserer Strafrechtspflege. I. Rechtsanwalt Ballaste in der" Gegenwart" veröffentlichte, legt derselbe dar, wie sehr ungünstig unsere Strafrechtspflege für die davon Betroffenen ist. In einem Artikel über Gefeheshärten", welchen Rechtsanivalt Ballaste behauptet, und wer nur einigermaßen stimmen, daß unsere gegenwärtige Gefeßgebung, die, wie er fagt, unsere Rechtsverhältnisse kennt, wird ihm ohne Weiteres beihohe und heilige Anforderungen" nicht erfüllt, dem von einer Anklage Ueberzogenen diejenigen Rechtsbehelfe zu gewähren, welche ihn selbst in den Stand sehen, nach Möglichkeit eine ungerechte Verurtheilung abzuwehren." Er weist ebenso überzeugend als flar nach, wie sich unser Zivilprozeß von dem Strafprozeß zu des letteren ungeheurem Nachtheile unterscheidet. Er führt folgendes Beispiel an: muß ihm vom Gegner eine klage zugestellt werden, und diese so lohnte sie, indem er sie mit Hohn und Spott übergoß, Die armen Nationalliberalen! Sie wissen sie an die Wand drückte" und lachend zusah, wie sie umin der That nicht mehr, was sie wollen. Sie sehen ein, sonst die begehrlichen Blicke auf die Ministersessel warfen. daß die Dinge nicht so bleiben können, wie sie sind, und Noch in Friedrichsruh hat er die Partei verspottet und daß die Partei unfehlbar aus dem Leim gehen muß, sogar ihre Presse als feig und charakterlos bezeichnet. wenn sie so weiter sich von den politischen Windrichtungen Die also behandelten Blätter schrieen ein wenig, allein die haltlos und ziellos hin und her treiben lassen will. Aber staatsmännischen Elemente" der Partei fuhren fort, den was thun? Die verzweiflungsvolle Lage der Partei hat großen Kanzler" zu verhimmeln zu einer Zeit, da schon die einer der„, Rechts stehenden" dieser Tage vortreff ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes den Sturz des lich charakterisirt, indem er ausrief:" Eine Reorgani- Kanzlers als eine Erlösung aufgefaßt hatte. sation der Partei führt sie in die Arme der Frei- In diesen Tagen hatten sie sogar gehofft, er werde finnigen!", worauf ein Links stehender" ebenso wieder kommen. Schon jubelten sie ihm entgegen:" 3euch traurig und trostlos antwortete:" Und Ihr Programm ist ein zu deinen Thoren!" Sie hätten fich ihm so konservativ, daß es die Partei eigentlich über- sofort wieder zu Füßen geworfen, und das alte Spiel hätte flüssig macht." wieder begonnen. Aber er wird nicht kommen, und sie Diese Partei hat Deutschland in den Zeiten ihrer müssen ihn aus der Ferne verehren. Das thun sie Wird Jemand auf Zahlung von mehr als 300 m. belangt, Macht einen so immensen Schaden zugefügt und hat die denn auch. Klage muß die Aufforderung enthalten, einen bei dem Prozeß Solch einen Servilismus hatten wir bisher nur gericht zugelassenen Anwalt als Vertreter zu bestellen; der Bes öffentliche Moral durch ihre Charakterlosigkeit so schwer lädirt, daß wir, die wir unter alledem gelitten haben, vollauf im Reich der Mitte oder am Thron des klagte wird also bei einem an sich geringfügigen Rechtsstreit von berechtigt wären, mit grimmiger Schadenfreude dem Dalai Lama für möglich gehalten. Der National- vornherein dazu gedrängt, einen sachverständigen Beirath anzukläglichen Niedergang des Nationalliberalismus zuzusehen. liberalismus hat ihn mitten in der europäischen Zivilisation und dem ersten Verhandlungstermin muß ein Zeitraum von nehmen. Zwischen dem Tage, an welchem er die Klage erhält, Aber wir sind bei alledem von mildem Temperament, und eingeführt. mindestens einem Monat liegen. Der Beklagte hat also ausso widmen wir den bejammernswerthen Trümmern einer Der Heros dieser sonderbaren Partei, der sich nie zu reichend Zeit, sich einen Anwalt seines Vertrauens zu suchen entschwundenen Herrlichkeit" unser aufrichtiges Mitleid. derselben bekannt hat, mochte auch nicht in ihrem Namen und mit diefem den Rechtsstreit gründlich durchzusprechen. Im Wir sammeln damit feurige Kohlen auf die Häupter unserer in Geestemünde kandidiren. Er hat die Sache so einge- neue Thatsachen und Beweismittel erbringen, er kann verlangen, Prozeß selbst tann er bis zum Urtheil immer und immer wieder Feinde. richtet: Fällt er bei der Wahl durch, so hat er nicht fan- daß ihm auf ein neues Vorbringen des Gegners Zeit zu einer Es konnte auch gar nicht anders kommen. Diese didirt; wird er aber gewählt, so hat er kandidirt. In Grklärung gelassen werde, kurz, es vergehen in den meisten ProPartei hatte ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beiden Fällen bezahlen die Nationalliberalen die Zeche, geffen Monate, ehe überhaupt das Urtheil gesprochen wird. Wil fich der unterliegende Theil bei dem ergangenen Urtheil nicht beganz auf die zwei Augen des Fürsten Bismarck ge- denn sie stimmen für ihn, obschon sie weder mit seiner ruhigen, so kann er dasselbe mit der Berufung anfechten und tellt. Sie fonnte und wollte gar nicht daran denken, daß inneren noch mit seiner äußeren Politik mehr so recht ein- zwar innerhalb eines Monats nach der Zustellung des Urtheils auch eine Zeit kommen könne, da der„ Herkules des Jahr- verstanden sind. an ihn. Vor dem Berufungsgericht kann er wieder unbeschränkt hunderts" nicht mehr am Ruder sei; sie schien vorauszu- Sie möchten sich gern der neuen Regierung an- neue Thatsachen und Beweismittel verbringen und Frist des Gegners verlangen, verlangen, furz, setzen, der Kanzler, den sie für allmächtig ansah, sei nicht bequemen und können doch von ihrer alten Liebe nicht abermals gehen Monate in das Land, ehe das zweite an Raum und Zeit gebunden und habe nicht wie andere laffen, denn sie müssen jeden Augenblick fürchten, daß urtheil gefällt wird, welches dann bei Gegenständen Menschen der Natur seinen Tribut zu zollen. Nur so dann aus Friedrichsruh ein" Quos ego!" in ihrem Rücken über 1500 W. außerdem noch mit der Revision angegriffen werfönnte man sich ihr Handeln erklären, ohne es unsinnig erschallt. Aber so sehr sie die Ruthe des Alten im den kann. Diesem stellt Pallaste ein strafprozessuales Beispiel gegenzu finden. Aber dann ist die göttliche Verehrung, die sie Sachsenwald fürchten, so demüthig sind sie ihm ergeben, über: dem verflossenen Staatsmann gezollt, um so unsinniger. nach dem berühmten Spruch jenes slavischen Bauern- Jemand wird der schweren Urkundenfälschung, also eines Es hat schon viele Mameluckenparteien gegeben, die weibes, das eines Morgens von seinem Manne keine mit Zuchthaus bedrohten Verbrechens, beschuldigt. 3 geht ihm sich von einem Mächtigen völlig abhängig gemacht und ihm Siebe bekommen hatte und darum weinend ausrief: eine Auflage zu und mit derselben die Beſtimmung einer Friſt, innerhalb deren er sich auf die Anklage zu erklären hat. Die peerfolge sans phrase geleiſtet haben. Aber dann hatte" Mein Mann liebt mich nicht, denn er giebt mir keine Friſt ſelbſt iſt im Geſeß nicht beſtimmt hie wird von ber altzudies wenigstens den Sinn, daß sie dafür belohnt wurden. Prügel!" Stelle auf eine Woche festgesetzt, entSie erhielten einflußreiche Stellungen, Privilegien, ReichDie Nationalliberalen lieblichen Schattirungen, in welche die Partei sich abstuft. ständigen Bertheidiger Rechts-, mittel- und links- nationalliberal heißen die sprechend den kurzen Fristen, die im Strafprozeß überhaupt herrschen. Eine Aufforderung, fich an einen rechtsverthümer und Ehrenbezeugungen. อิน wenden, ist weder in der hätten dies Alles gerne angenommen, und die Miniſter- Sie beweisen, wie weit der politische Verwesungsprozeß in Anklageſchrift, noch in der Fristbestimmung enthalten; portefeuilles, die am politiſchen Himmel schwebten, waren dem Körper dieſer Partei schon vorgeschritten ist. der Angeklagte, gerade wenn er unschuldig ist, läßt häufig die Anklage einfach liegen, oder er wendet sich in seiner Unkenntniß an einen Gemeindeſchreiber, Winkelkonsulenten und dergleichen gearbeitet, die bloß einen schlechten Eindruck auf die Rechte machen. und erhält von ihnen unverſtändige, ſchwülstige Schriftstücke ausseinen Aber zugleich Es ist ein hartes Schicksal, was sie erleidet aber blieben diese Portefeuilles eine Fata Morgana; sie ver- nicht unverdient. Ihr Heros beschäftigt sich damit, schwanden, sobald die lechzenden politischen Wüsten- Ruhm aus der Welt zu schaffen; die Partei ſelber wanderer in ihre Nähe gekommen waren. Der Halb- verfault bei lebendigem Leibe. Feuilleton. Nachdruck verboten.] " [ 25 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. aber auf neues deffen war, was er seine Ehre nannte. Er trat denn auch, sträußen geschmückt sind. Tuch und Strauß sind ihr Dank als endlich die Stunde seiner Freilassung schlug, mit dem für den letzten Liebesdienst, den sie der Todten erweisen. alten, stolzen Gleichmuth unter seine Freunde, die sich zu Den Sarg verhüllt eine Decke von ausgebleichtem rothem feinem Empfang unter den Weiden auf dem Hofe des Manchestersammet mit einem großen goldenen Kreuze und Gerichtshauses versammelt hatten. Innerlich aber wünschte breiter goldener Borte. Die Decke ist Eigenthum der er sie an einen Ort, der nicht das Paradies war. Kirche und sie breitet sie über Jeden auf seiner letzten Tag" Die jungen Bursche begrüßten den Freigelassenen mit fahrt. Dem Sarge folgt paarweise das kleine Trauergeleite, einem Hurrah. Sie wollten ihn mit sich in das Wirths- das mit Ausnahme David Fenchlers nur aus Mädchen und haus schleppen, um das frohe Ereigniß beim Wein zu feiern. Frauen besteht. David und Staft, welche den kleinen Zug Da er sich hiergegen entschieden weigerte, schickten sie sich an, führen, tragen brennende Kerzen in den Händen. Dem Er gab die Korrespondenz auf und nachdem der Schließer ihn nach dem Selosterhofe zu begleiten. In das Lachen und Ohm rollen unaufhörlich die Thränen über die Wangen; mit dem Rest des Eſſens als seiner Beute sich entfernt hatte, Scherzen warf plötzlich die Kirchenglocke ihr Trauergeläute. Stafi geht bleich und gesenkten Hauptes neben ihm und die zerriß er das Geschreibsel und streute die Feßen zum Fenster" O weh," rief Sebi, das ist ein schlimmer Angang!" Art, wie sie die Kerze hält, verräth, daß sie auf nichts, hinaus. Die Kinder, welche unten auf dem Anger spielten, Jerg, der sich vor den Anderen mit feinem glück was außer ihr vorgeht, Acht hat. Ein Murmeln des haschten jauchzend nach den Stückchen weißen Papiers, die wünschenden Handschütteln an Ambros gedrängt hatte, Mitleids erhebt sich bei ihrem Erscheinen unter den Burschen wie Schmetterlinge in der Luft flatterten. Von Tinte und raunte diesem mit einem lauernden Blicke zu:„ Sie be- und als der Zug auf den Kirchhof schwenkt, empfangen ste Feder machte Ambros aber noch einen Gebrauch: er malte graben die alte Larfeit." die Frauen, welche die Neugierde dorthin gelockt hat, mit seinen Vor- und Zunamen mit großen Buchstaben auf die Alle schauten nach dem Zuge aus, von dem jedoch noch lauten Ausrufen des Bedauerns. Alle mögen fie um ihres Tischplatte. Wenn der Klosterbauer um diese Verewigung nichts zu sehen war. Schon aber wurden die Sänger unter freundlich still bescheidenen Wesens willen gern leiden. Die gewußt hätte, so würde er den Tisch auf seine Kosten haben dem Geläute vernehmbar. Nun tauchte die hagere Gestalt Bursche haben vergessen, weshalb sie zusammengekommen abhobeln lassen. Denn war und blieb er auch überzeugt, des Schullehrers auf, der den aus Knaben und einigen find; nur Jerg nicht, er sieht sich verstohlen nach Ambros daß seinem Sohne Unrecht geschehen, so ging es ihm doch Männern bestehenden Sängerchor leitete. Hinter den Sängern um, um den Eindruck zu beobachten, den Stafi's Anblick auf wider den Strich, daß man dem Erben des Klosterhofes ragt ein mächtiges Kreuz auf und kommt näher und ihn mache. Aber Ambros ist verschwunden. nachsagen könnte, er hätte im Gefängniß gesessen. Ambros näher. Der bausbäckige, flachshaarige Knabe des Meßners Und die Zeremonie geht ihren Gang, und dann ist dachte sich wohl Nichts dabei, als er seinen Namen seinen in nachschleppendem, rothem Rock und weißem Hemde dar alles vorüber und Stasi reicht den Frauen, die ihrer Mutter etwaigen Nachfolgern übermachte. Das Nachdenken in der über trägt es dem greifen Pfarrer voraus, und die Bursche die letzte Ehre erwiesen, stumm eine eiskalte Hand. Den Einsamkeit hatte ihn nur in seiner Ansicht bestärkt, vor dem Gerichtshause nehmen ehrerbietig die Hüte ab. Auf Kopf auf die Brust gesenkt, geht sie mit David nach Hause, daß er seine Strafe nicht verdient hätte, war er doch den Schultern von vier kräftigen Männern, deren braune langsam, gebrochen und von einem Zittern überflogen, wie fein Dieb oder Mörder, und diese Auffassung ließ Knie zwischen Strumpfling und Hose sich vordrängen, von Fieberfrost. Thränen hatte sie keine mehr; als die ihn seine Haft nicht als einen Flecken auf seinem schwankt der Sarg. Sie haben neue, rothbunte Baumwoll- Grube über dem Sarge zugeschaufelt worden, waren sie noch Namen ansehen, so empfindlich er auch sonst in dem Punkte tücher um die Hüfte gebunden, die mit künstlichen Blumen- einmal gewaltsam hervorgebrochen und dann verfiegt. es Theile seiner Amtszeit trieb und über dessen Herkunft Niemand im Zweifel war. Unzählig sind außerdem die Zuwendungen geringeren Betrages zu 1000-5000 m., die früher an zur Disposition gestellte Beamte des Auswärtigen Amts 2c. gezahlt wurden, wenn sie sich in irgend einer Weise, sei es in der Presse oder sonst durch Ausrichtung von Aufträgen dem herrschenden Regime nüßlich zu machen wußten. Alle diese Berwendungen des Welfenfonds stehen, rechtlich betrachtet, auf gleicher Stufe." " das Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens. Es wird Termin| Vertretung eine gute ist oder nicht, wäre doch unsere Sorge zur Hauptverhandlung anberaumt. Zwischen diesem Termin und gewesen und nicht die der Köln. Ztg." oder des Bundesdem Tage, wo dem Angeklagten die Vorladung behändigt wird, raths. Uebrigens sind doch nicht nur Juristen Mitglieder braucht blos eine Woche zu liegen; es liegt auch selten mehr als dieser Kommission, so ist z. B. Prof. Conrad in Halle ein eine Woche dazwischen. Jetzt erst merkt der Angeklagte, daß die Sache ernst wird. Agrarpolitiker, auch die Rittergutsbesitzer von Manteuffel, Glücklich, wenn er daran denkt oder Jemand findet, der von Helldorff, von Gagern, der Brauereidirektor Goldihn an die Anrufung eines rechtsverständigen Vertheidigers mahnt. schmidt, Herr Russel von der Diskontogesellschaft zc. sind Die Vorladung selbst enthält davon kein Wort. Aber auch wenn unseres Wissens auch keine Juristen; so wie Bankiers, Großder Angeklagte gleich nach Empfang der Vorladung sich ent- grundbesizer, Großindustrielle, Deutsch- und Freikonservative, schließt, zu einem Anwalt zu gehen, so ist die Frist furchtbar Bentrumsleute, Nationalliberale und Freifinnige Sig und Die Nordd. Allgem. 8tg." schreibt: Die Blätter be fnapp. Bom Dorf in die Stadt, wo der Anwalt wohnt, ist Stimme in der Kommission haben, ein weiter Weg, der Anwalt ist auch nicht immer zu sprechen, können genau ebenso handeln fortgesetzt mit Vorliebe die Angelegenheit des sound die Tage vergehen schnell. In sehr vielen Fällen geht der Die„ Kölnische Zeitung" betont, daß eine Vertretung, tische Darlegung der Verhältnisse dieses Fonds Sozialdemokraten und Arbeiter haben. genannten Welfenfonds. Da, wie wir hören, eine authenImmerhin ist ein solcher Angeklagter noch verhältnißmäßig wie wir sie wünschen, absolut nicht nöthig ist, da die bevorsteht, erscheint es überflüssig, auf die in die Oeffentlichgünstig gestellt, sein Anwalt wird vielleicht im Verlaufe der sozialpolitische Richtung unserer Zeit vor allem durch den keit gebrachten vielfach falschen Einzelheiten jetzt näher einBerhandlung ein richtiges Bild von der Sachlage gewinnen und Staatssekretär Dr. Bosse vertreten sei. Nun, diese Ver- zugehen." Etwas lange hat es gewährt, bis die öffentliche Meinung burchfehen. Der ohne Beistand erſchienene Angeklagte aber ist uns nur als Hohn erscheinen. Warum hat man unterlassen, das Schweigen der Offiziösen gebrochen hat. Das Vernünfnahezu hilflos. Er will die Belastungsbeweise entkräften und Männer, wie die Rechtslehrer Gierke in Berlin und Dr. tigste wäre es natürlich gewesen, wenn die Regierung sofort vermag es nicht, er will Gegenbeweis antreten und vernag sich Löwenfeld in München, wir wollen ganz absehen von den mit einer durchaus wahrheitsgemäßen und erschöpfenden Erwo ihm die Wahrheit garnichts geschadet hätte und entscheidet österreichischen Professoren Anton Menger und Mataja, klärung hervorgetreten wäre. Freilich ist dies etwas viel damit, durch den schlechten persönlichen Eindruck, den er auf die Männer, welche eine Berücksichtigung der Interessen der verlangt von unserer Regierung, an der wir derartiges Richter macht, fein Schicksal, Der Termin ist zu Ende. Der besitlosen Klassen gefordert haben, in die Kommission zu leider nicht gewöhnt sind. Anwalt schlecht unterrichtet mit seinem Schühling zum Termin. eine Bertagung zur besseren Vorbereitung zur Bertheidigung tretung mag ja der„ Köln. 8tg." genügen, aber kann doch nicht verständlich auszudrücken; er lügt in seiner Herzensangst, Angeklagte hat sein Urtheil empfangen, gegen das ihm blos die berufen. nahezu werthlose, weil blos auf Gesetzesverletzung zu stüzende Revision zusteht; das Vorbringen neuer Thatsachen und Sozialdemokratie überhaupt nicht an einem Gesetzbuche mit Einfältig ist es, wenn die Köln. 3tg." sagt, daß die Beweismittel ist ihm untersagt. Und selbst von jenem arbeiten könne, welches das Privateigenthum, die Ehe und schwachen Schuhmittel fann er häufig keinen Gebrauch das Erbrecht anerkennt. Ganz abgesehen, daß wir weder machen, weil er es nicht kennt. Niemand sagt ihm, daß er innerhalb einer Woche die Revision bei dem die Ehe noch jedes Privateigenthum abzuschaffen gedenken, ertennenden Gericht anmelden, Niemand sagt ihm, daß er sie so leben wir doch noch in einer privatkapitalistischen Gesellinnerhalb einer weiteren Woche nach Zustellung des Urtheils in schaft, und wir haben das Interesse, deren Institution doch einer bestimmt vorgeschriebenen Form rechtfertigen muß. nicht noch weiter im Jnteresse des Großkapitals ausbauen Besonders schlimm gestaltet sich die Sache gerade in den zu lassen. schweren, mit Zuchthaus bedrohten Straffällen. Hier genügt Als wir dies schon geschrieben hatten, finden wir im folgende Mittheilung: nichtamtlichen Theile des Reichs- und Staatsanzeiger" " Nachdem schon seit längerer Zeit Erwägungen über eine anderweite Regelung der Verwaltung des durch die Verordnung vom 2. März 1868 in Beschlag genommenen Vermögens der vormaligen hannoverschen Königsfamilie stattgefunden haben, ist nunmehr vom Staatsministerium der Beschluß gefaßt worden, dem Landtage der Monarchie schon der Verdacht, daß er die Strafthat verübt habe, um den daß jedem das Seine in dem Entwurfe werden soll, so in der nächsten Session einen Gesezentwurf zur verfassungs Angeklagten in die Untersuchungshaft zu bringen, aus der er nur dem Richter vorgeführt wird. Selten, daß ihm ein freundlicher ist dies Pharisäismus. Nur den Besitzenden wird Gefängnißwärter räth, sich bei Zeiten an einen Anwalt zu das ihrige und auch das der anderen bei der gekennzeichneten wenden, seltener noch, daß ihm nach seiner Verurtheilung ein Busammensetzung der Kommission. Die Hintermänner der freundlicher Gerichtsschreiber oder Gefängnißwärter den Rath er- Köln. 3tg." werden auch hier, wie bei allen anderen gesetztheilt, das zulässige Rechtsmittel einzulegen. Er läßt die dafür geberischen Maßnahmen unserer Regierung ihre Rechnung eingesetzte Frist aus Unkenntniß verstreichen und hat es unrettbar finden. verloren. Für uns ist aber die Zusammensetzung dieser Kommission Gewiß mit Jug und Recht fügt Rechtsanwalt Ballaste seinen ein neuer Beweis für den Klassencharakter unserer Regierung Auseinandersetzungen, denen wir nur das Wesentlichste entnommen und unserer Gesetzgebung. haben, den Satz hinzu, daß doch offenbar der Angeklagte nur beswegen Strafe erleiden soll, weil er eine bestimmte Strafthat begangen hat und nicht deswegen, weil er eine Frist ver- Berhandlungen schreibt das Organ des Wiener ausUeber die deutsch- österreichischen Handelsvertragswärtigen Amtes: fäumt hat. Herrn Ballaste's Anführungen gipfeln schließlich in folgenden Forderungen: 1. Daß die Frist auch im Strafverfahren geräumiger gestellt werde; 2. daß der Angeklagte über die ihm zu Gebote stehenden Rechtsbehelfe durch den Richter belehrt werden müsse; und endlich 8. verlangt er an Stelle des Rechtsmittels der Revision die Einführung eines besseren Rechtsbehelfes, welchen er in der Wiederholung des Verfahrens gefunden zu haben glaubt. Während wir mit Herrn Ballaste vollkommen einverstanden find, soweit er sich mit der Mangelhaftigkeit unseres Strafprozesses fritisch befaßt, so können wir doch kaum begreifen, wie er meinen tann, daß die so schwerwiegenden Fehler unserer Strafrechtspflege durch Aenderungen gehoben werden fönnten, wie es insbesondere die folche im Grunde unbedeutende von ihm an erster und zweiter Stelle vorgeschlagenen sind. Wir werden in unserem folgenden Artikel auf die betreffenden Punkte des Näheren eingehen. Politische Uebersicht. Berlin, ben 1. April. Heute trat die neue Rommission zur Durchberathung des Entwurfes des bürgerlichen Gesetzbuches zusammen. Diese Gelegenheit benützt die Kölnische Zeitung", um gegen uns zu polemisiren, weil wir eine ents sprechende Vertretung unserer Partei und Der Arbeiterklasse in dieser Kommission, entsprechend dr Vertretung aller anderen Berufe und Parteien, gefordert haben. Die Köln. 3tg." behauptet, daß es dem Bundesrathe beim besten Willen nicht möglich gewesen wäre, in der deutschen Juristenwelt einen Mann zu finden, der sich rückhaltlos zu der Fahne des Sozialismus bekennt. Dies bestreiten wir. Man hätte uns doch offiziell fragen fönnen, durch wen wir uns am besten vertreten halten; ob diese " mäßigen Beschlußfassung vorzulegen, welcher für die Dauer der Beschlagnahme die erforderlichen näheren Bestimmungen über die Verwendung der Revenuen dieses Bermögens und deren Kontrolle zu treffen bestimmt ist." „ Reichsanzeiger" eine der schärfsten Verurtheilungen Deiner Armer Bismarck! Zu Deinem Geburtstage bringt der Politik! so laut geäußerten Wünschen des deutschen Volkes über die Wir sind begierig, ob diese Vorlage voll und ganz den Verwendung des Welfenfonds Rechnung tragen wird. Der Werth der Mittheilungen, wie sie der Frankfurter Zeitung" aus dem rheinisch- westfälischen Kohlenrevier Die günstigere Stimmung in den deutschen Regierungs- Bugehen, wird treffend durch folgende Notiz illustrirt, welche freifen laffe es jetzt als unzweifelhaft erscheinen, daß die Ver- wir in der letzten Nummer der Westfälischen Freien Presse" handlungen nunmehr ohne weitere Fährlichkeiten einen günstigen finden. Diefelbe lautet: Die" Frankf. 8tg." läßt sich aus Verlauf nehmen würden. Wohl dürfte es bezüglich der Details Bochum berichten: Am Dftermontag findet hier gleichzeitig bei der Redaktion des Vertrages noch zu eingehenden Debatten mit dem Pariser Kongreß ein allgemeiner Delegirtentag der kommen; aber bei der Größe und dem Umfange der beider- rheinisch- westfälischen Bergleute statt, welcher in der gefeitigen Konzessionen dürften alle Schwierigkeiten und Diffe wichtigen Frage, ob Streit oder nicht, die Entscheidung renzen überwunden sein, welche bis vor kurzem einen günstigen bringen wird. Mit der Meldung, daß die Führer der BergAusgang unsicher erscheinen ließen. Leute vom Ausstand abrathen, steht einigermaßen im Einklange die neue Wendung der Zentrumsblätter, welche sich zum größten Theil ebenfalls gegen den Streit erklären, Der in den Zeitungen dieser Tage erwähnte Fall, daß allerdings recht spät."- Wir erklären dem gegenüber, da beispielsweise dem Polizeidirektor Krüger, Chef der polis tein einziger Bergmann von einer Dele. tischen Polizei im Auswärtigen Amt unter Bismarc, eine solche girtenversammlung etwas weiß. Eine solche Remuneration von 50 000. gewährt worden, steht feines- scheint nur in den Köpfen gewisser Berichts wegs vereinzelt da. Mit dieser einzigen Ausgabe aber wäre erst atter zu sputen. Ueber die Verwendung des Welfenfonds läßt sich die Weser- Zeitung" aus Berlin schreiben: der etatsmäßige Betrag für solche Zwecke schon erheblich über- Bei der Gelegenheit wollen wir auch gleich mittheilen, schritten. Auch der Vorgänger des Herrn Krüger, der bekannte daß die am letzten Sonntag in Dortmund stattgehabte Polizeidirektor Stieber, wußte bei Lebzeiten von den Annehmlichkeiten des Welfenfonds zu erzählen. Als er in den Bergarbeiter- Versammlung nicht deshalb zur polizeilichen siebziger Jahren zur Ueberwachung deutscher Auflösung führte, weil die Bergleute mit dem vor dem allgeSozialdemokraten beispielsweise nach der Schweiz ge- meinen Streit warnenden ultramontanen Redakteur Lensing fandt wurde, wo verschiedentlich sozialistische Kongreffe und nicht einverstanden waren; Herr Lensing erregte das Mißähnliche Veranstaltungen stattfanden, versäumte er die Gelegen- fallen der Bergleute vielmehr durch sein Geschimpf auf den heit nie, auch seiner Frau und seinen beiden Töchtern das internationalen Bergarbeiter- Kongreß in Paris, der den Vergnügen einer Schweizreise zu verschaffen, und Berliner schwarzen Arbeiterfreunden ebenso schwer im Magen liegt, Bekannte konnten ihn wochenlang mit Familie in irgend einem als sie ohnmächtig waren, dessen Beschickung zu hintertreiben. Alpenthal eine sehr billige Sommerfrische genießen sehen, denn Das rheinisch- westfälische Kohlenrevier ist mit 9 Delegirten Niemand stand es zu, zu prüfen oder zu kontrolliren, mit welchen Aufwendungen für ihn in Paris vertreten, das Saarrevier fandte 4 Abgeordnete die ueberwachung der Sozialdemokratie in und der Kaiserdelegirte Siegel ist für den Harz gewählt. der Schweiz" verknüpft war, und überdies: die Der internationale Bergarbeiter Kongreß wird Belege wurden am Jahresschlusse ja ver " brannt! Personen, welche dem gefürchteten Ghef der die Pläne der Unternehmer durchkreuzen, es wird feine Geheimpolizei näher standen, wußten nicht genug von Empfehlung des allgemeinen Streifs beschlossen werden. dem fürstlichen Luxus zu erzählen, den dieser im letzten Einer der deutschen Delegirten hatte mit dem RorresponThränenlos schaute sie sich in der Stube um, die nach den ohne ihn zu erheben. Ambros aber fuhr ungestüm fort. wie meines und Deines, nachher ist alles Drohen und Verfrischen Tannen auf dem Fußboden roch; dann setzte sie Jch bitt' Dich um aller Heiligen willen, Staft, das wünschen nichts wie Wind." sich auf ihren gewohnten Play, legte die Hände im Schooße kann ja nicht sein. Wir haben Hand in Hand vor Deiner" Ich hab's gelobt", jammerte Stafi und rang die zuſammen und starrte mit brennenden Augen vor sich hin. Mutter gestanden und sie hat kein Recht gehabt, uns aus Hände." Ich hab's gelobt und sie hat mich dafür geDavid ertrug den jammervollen Anblick nicht und drückte einander zu reißen. Du hast mir Dein Herz geschenkt und fegnet." sich fort in den Ruhstall, wo er auf einer umgestürzten Karre ich geb's nimmer heraus. Ich will ohne Dich nicht leben!"" Du hast gelobt, mich lieb zu haben," rief er und legte Wie sollte sie leben ohne ihn? Der Schmerz sprengte seine Arme zärtlich um ihren Leib." Das hast Du gelobt. nieberhockte. In Stafi war nur ein Gefühl: das der Leere nach all' die Erstarrung ihres Herzens und sie klagte:" Ich hab's Wann die Liebe nicht Treue halten will, dann müßt' ja der schmerzlichen Aufregung und Geschäftigkeit voll Thränen, gelobt und jetzt kann es nicht anders sein. Sie hätte sonst die Welt in Stücke gehen. Und ich weiß, daß Du mich lieb gedämpfter Worte und Gebete, welche die letzten Tage er- nimmer ruhig sterben können, und jetzt bitt' ich Dich gehe hast, wie ich Dich. Gelt, Stafi, es ist so! Schau mir doch füllt hatten. Jetzt gab es nichts mehr zu thun. Keine fort!" Sie hob die gefalteten Hände bittend zu ihm auf nur einmal ins Gesicht! Bin ich denn nicht mehr Dein Arbeit wurde mehr von ihr gefordert, keine Pflege, keine und sah ihn mit ihren sanften, braunen Augen wie ein lieber Ambros?" Liebe. Es war alles zu Ende, alles leer außer ihr, in ihr; sterbendes Reh an. Er aber stampfte mit dem Fuße und leer, falt und öde die ganze Welt. rief: Sie hat Dick, gezwungen, das gilt nicht." " Scheu sah sie ihn an, da war es um ihre lehte Widerstandskraft geschehen. Sie konnte die Blicke nicht wieder Da wurde sie bei Namen gerufen. Sie kannte die" Osei doch ruhig", flehte sie und stand mühsam auf. abwenden von seinen schwarzen Augen voll Liebesgluth. Stimme, obwohl sie zitterte. Aber sie blieb regungslos„ Es hat ja sein müssen und verzeih mir doch, daß ich Dir„ O Mutter, Mutter, ich kann nicht anders!" schrie fie figen; fie war ja todt. Ambros war blaß wie sie und nicht weh thue!" auf und umschlang leidenschaftlich seinen Hals und lehnte allein seine Stimme zitterte bei ihrem Anblicke. Erst als er Verzeihen soll ich Dir, daß Du mir das Herz zertrittst?" den Kopf schluchzend an seine Brust. Er athmete rasch ihren Namen wiederholte, wandte sie langsam den Kopf nach grollte er und schleuderte seinen Hut fort. Jesus, Stasi, und heiß und ließ, heiß und ließ sie weinen. Sanft, drückte er ihm hin, sah ihn mit einem langen traurigen Blicke an und bist Du mir denn gar nicht mehr gut?" ihren Kopf an sich, streichelte ihr Haar und flüsterte süße flüsterte:" Armer Ambros!" Sie zitterte, schwieg aber und bedeckte die Augen mit Worte. Er wollte sich ihr nähern; sie aber minkte ihm mit den Händen. Dringender fuhr er fort, als er feine Ant- So fand David fie. Er trat so leise auf, als ob seine einer matten Geberde zurück und nach einer Weile sagte sie wort erhielt:" Ich will gehen, wenn Du mir nicht mehr Schwester noch frank läge. Bei dem Anblick des LiebesLeise, ohne die traurigen Augen von ihm zu wenden:" Du gut bist, aber fag's mir! Sieh mich an mit Deinen lieben paares stutte er und öffnete seine verschwommenen Augen so armer Mensch, siehst Du nicht das Grab?" Augen und sag's mir mit demselbigten Mund, der mich ge- weit er fonnte. Stafi löfte fich verwirrt aus den Armen des füßt hat!" Burschen, der aber hielt sie bei der Hand fest und sagte: Schau, Ohm, die Stafi ist jetzt meine Braut." Stafi!" rief er erschreckt. Ja, ich weiß nicht," murmelte David mit einem fassungslosen Blick auf seine Nichte, worauf er sich auf die Ofenbank setzte, die Handfläche auf seine Knice legte und nach der Bettstelle der Verstorbenen starrte. Sie sah wieder auf ihre gefalteten Hände.„ Es ist das Ihre Brust wogte auf, aber sie schwieg noch. Da zog Grab meiner Mutter", murmelte sie. er ihr die Hände vom Gesicht und nun stotterte sie unter Er starrte sie mit weitgeöffneten Augen an und stammelte, hervorquellenden Thränen:" O, Ambros, frag' mich nicht, " Jesus, Maria, was ist Dir!" laß mich! Gott wird's rächen, wann ich meineidig bin." Sie bewegte die Lippen, aber erst nach einer Weile ge- Aber meineidig gegen mich kannst Du sein; das rächt lang es ihr, sich verständlich zu machen. Ich hab's ihr ge- Gott nicht?" rief er vorwurfsvoll. Ein abgezwungenes Stasi ging zu ihm und bat leise: Ohm, lieber Ohm, lobt, daß es aus sein soll zwischen uns"," sagte sie und den Gelöbniß gilt nicht. Stafi, Stasi, ist denn die rechtschaffne sei doch gut mit mir. Ich hab' ihn so lieb." Kopf auf die Brust sinken lassend, fügte sie tonlos hinzu: Lieb' was Unrechtes, daß der liebe Gott sie strafen soll?" ,, Ach ja, Kiud," stammelte er und sah sie kläglich an, Es ist alles aus." Stafi blickte rathlos um sich. Ambros aber fuhr Sofort aber wanderten seine Augen nach dem Sterbelager " " " " Aus soll es zwischen uns sein?" fuhr jetzt Ambros leidenschaftlich fort: Da, schau her, Staft! Da ist die seiner Schwester und er ächzte:„ Ach, wenn das Deine quf. Das hast Du gar nicht geloben können, denn Du hast Schwelle, auf welche Deine Mutter ihre Verwünschung ge- Mutter wüßte." Dich vorher mir versprochen und Du gehörst mir." legt hat, wenn ich nicht von Dir lassen würd', und hier ( Fortsetzung folgt.) Eine matte Röthe zeigte sich auf Staft's Wangen steh' ich und bin nicht darüber gefallen oder auch und verschwand wieder. Sie schüttelte stumm den Kopf, nur gestolpert. Du siehst, wann sich zwei Herzen lieben, benten des Bureau Herold" eine Unterredung; derselben| Organe der russischen Regierung vergessen blos uns zu blog uns au entnehmen wir Folgendes: sagen, daß dieses nihilistische Gesindel" im Solde der Sämmtliche Kohlenbezirke Deutschlands sind auf dem russischen Regierung steht, und für deren RechRongreß vertreten. Auf die Frage des allgemeinen Ausstands nung, im Namen der göttlichen Staats- und Gesellschaftseingehend, erklärte er, daß die leitenden Führer der Bergarbeiter- ordnung, wühlt, konspirirt und mordet. Bewegung in Gemeinschaft mit den Abgeordneten Singer und Auer die vorläufige Berzichtleistung auf den allgemeinen Streit erwirkt hätten. XXVII. Roßwein XXIX. Rochlik XXX, Chemnit treter). feine Kandidatur. Gen. Rieger( Chemnik). Gen. Geyer( der bisherige Ver XXXIII. af ho pau- teine Kandidatur. XXXV. obstadt- offen gelaffen, 3 XL. widau- Gen. Stolle( der bisherige Vertreter). Der englischen Regierung entstehen wieder neue Die Liste der Wahlkreise, in welchen ordnungsmäßig eine Schwierigkeiten in Judien. Ein Telegramm des Bureau Neuwahl vorgenommen werden muß, ist hiermit erledigt. Reuter meldet hierüber: Genoffe Bebel macht nun die Mittheilung, daß er infolge In Manipur, einem von den Briten abhängigen, aber feiner endgiltigen Ueberfiedelung nach Berlin und weil er den nicht tributpflichtigen Gebiet, hat ein ernster Zwischenfall statt- Wohnsitz in Sachsen aufgegeben habe, fein Mandat für gefunden. Der Generalfommissar von Assam, Quinton, hatte Leipzig- Band( XXIII) niederlegen müsse. Die Landesfich mit einer aus zwei Regimentern Ghoorkha's bestehenden Versammlung beschließt, von dem Entschluß Bebel's Kenntniß zu Estorte nach Manipur begeben, um die Verhaftung eines nehmen und das Weitere den Wählern zu überlassen. Häuptlings vorzunehmen, welcher den Raja entthront hatte. Mit Bezug auf Liebknecht, der sein Mandat noch nicht Während der Nacht griffen die Eingeborenen das englische unbedingt aufgiebt, weil er den Wohnsitz in Sachsen noch beiLager an. Die Angriffe wurden zwei Tage lang von den behalten hat, und die Rückkehr nach Sachsen, aus FamilienEingeborenen fortgesetzt, so daß schließlich die Munition der rücksichten, als möglich ins Auge faßt, wird auf Wunsch LiebGhoorkha's vollständig erschöpft war. Quinton gab daher den fnecht's das Gleiche beschlossen, die Wähler endgiltig entscheiden Befehl, daß jeder auf seine eigene Rettung bedacht sein solle. zu lassen. Die Bergarbeiter hegen den Verdacht, daß die Streitbewegung insgeheim von den Arbeitgebern, ja selbst von der Regierung unterstützt werde, damit so die Krisis provozirt und eine gewaltsame Unterdrückung veranlaßt werden könnte. Gin Streit könne nur gelingen bei guter Geschäftslage. Die Arbeitgeber bildeten ihrerseits Verbände gegenüber den organisirten Arbeitern. Die Bechensyndikate förderten über den Bedarf hinaus Kohlenvorräthe, um die Unternehmer im Falle des Streits schadlos zu halten. Die Regierung ihrerseits sei weit entfernt davon, den Forderungen der Arbeiter entgegenzukommen; gerade die staatlichen Zechenverwaltungen zeigten sich feindlicher als alle übrigen jeder Herabsegung der Arbeitszeit gesinnt, die in den fiskalischen Werken noch ausgedehnter sei als anderswo. Wenn die Rheinisch- Westfälische Zeitung" behaupte, daß die Löhne 180, ja 200 m. monatlich betrügen, so sei das einfach nicht richtig. Eine der reichsten Grubengesellschaften Deutschlands in Gelsenkirchen bezahle nur einen Tageslohn von 3 M. 50 Pf. Wie aus New York gemeldet wird, traten heute die Dafür wüchsen auch die Dividenden der Aktionäre immerfort; verschärften Bestimmungen des amerikanischen Einfie schwankten zwischen 15 und 30 pet. Die Hoffnungen, die wanderungs- Gesetzes in Kraft. Die bevorstehende Einman auf die faiserlichen Erlasse sezte, habe man endgiltig aufführung der Verordnung hat zur Folge gehabt, daß im gegeben. Daher tomme auch die Betheiligung an dem Pariser Kongreß. Die Erregung unter den Bergleuten steige, aber die Monat März die Zahl der Einwandernden ganz besonders Führer seien entschlossen, flug und maßvoll jedem leidenschaft groß war. lichen Vorgehen Widerstand zu leisten. Die Ghoorkha's verloren etwa 460 Mann, Quinton und sieben Zu Punkt 8 der Tagesordnung( Agitation und Orgas englifche Offiziere werden vermißt. Es sind bereits zwei Re- nisation) wird nach einem furzen Referate 2iebknechts gimenter nach Manipur abgegangen, ein drittes soll demnächst einstimmig beschlossen: folgen. To Zu diplomatischen Differenzen zwischen Italien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika scheinen die Vorfälle in New Orleans zu führen. Der italienische Gesandte hat seine Abberufung erhalten und dies hat Amerika zu einer schrofferen Haltung den italienischen Forderungen Korrespondenzen und Parteinachrichten. mit aller Straft in die Agitation einzutreten und die Organifation nach Kräften zu fördern. Agitation in den ländlichen Kreisen, über Gesinde Ordnung, Insbesondere wird nach einer Längeren Diskussion über die Schulfrage u. f. w., des Weiteren noch beschlossen: das Zentral- Wahlkomitee zu beauftragen, einheitliche Flugblätter bezw. Broschüren herauszugeben, welche die für die Wahlen wichtigen Fragen( Gesinde- Ordnung, Schulfrage, Landfrage 2c.) behandeln. Ferner: in Dresden, Zwickau, Leipzig und anderen größeren Orten Agitationskomitee's niederzusetzen, welche dem Zentral- Wahlkomitee die lokale Arbeit abzunehmen haben. Die kapitalistischen Interessenten des deutschen Bergbaues versuchen neuerdings vermittelst eines Geheim bundes den um ihr materielles und geistiges Wohl tämpfenden Bergarbeitern entgegenzutreten. Nach einer an ohne vorheriges Referat die hohe Bedeutung der Breffe, dieses Bei Punkt 4 der Tagesordnung( Die Presse") wird uns von zuverlässiger Seite gelangten Mittheilung ver- gegenüber veranlaßt. Hauptagitionsmittels, hervorgehoben, aber auch die Schwierigkeit sammelten sich kürzlich die Interessenten des deutschen BergDer Herstellung und Erhaltung guter Parteizeitungen betoat und baues, um zu berathen, wie man den ihrer Meinung nach vor leichtsinniger Blattgründung gewarnt. Der gute Wille getommenden allgemeinen Bergarbeiter- Ausstand zu bekämpfen nügt nicht. Man braucht eine gute Redaktion und eine gute habe. Die Theilnehmer der Zusammenkunft verpflichteten Verwaltung. An beiden namentlich an letteren sich zu gegenseitiger Unterstützung im Kampfe gegen die fehlt es häufig. Die Landesversammlung schloß sich nach lebhafter Debatte dieser namentlich Bebel geltend Arbeiter, wenn diese mit ihren ungerechtfertigten" Forde gemachten Erwägungen an und faßte mit großer rungen an sie herantreten sollten. Dieser geheime Bund Chemnitz, 31. März. Die Landesversammlung Mehrheit eine dahinzielende Resolution. Außerdem wurde Der Ausbeuter erstreckt sich über ganz Deutschland, seine der sächsischen Sozialdemokraten trat heute zur feft- eine Resolution angenommen, welche die Parteigenossen Internationalität wird angestrebt. Seitens der Geheimbündler gefeßten Beit 1 Uhr Nachmittags in der Feldschlößchen- verpflichtet, die Parteipreffe mit aller Kraft zu unterstüßen find Delegirte nach England gesandt worden, um die dortigen Brauerei zu Altendorf( einem Vordorf von Chemnitz) zu- und auf tein, der Partei nicht gehöriges Blatt zu abonniven. beim Bergbau interessirten Kapitaliſten zur Gründung einer fammen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Genosse Geyer, zum Durch einen weiteren Beschluß wird der Sächsischen gleichen Arbeitgeberkoalition zu bewegen, mit der die deutsche bate wird einer Kommission von fünf Mitgliedern übertragen, die Befugniß ertheilt, über etwa noch bevorstehende Blattzweiten Genosse Hofmann ernannt. Die Prüfung der Man- Landtags Fraktion bis zur nächsten Landesversammlung Hand in Hand arbeiten soll. Die Delegirten sind bereits nachdem vorher festgestellt worden war, daß das Mandat solcher gründungs- Pläne zu entscheiden. zurückgekehrt und zwar haben sie dem Anschein nach ihren Delegirten, die etwa von Vereinen gewählt find ungiltig Zweck erreicht. Die Unternehmer, welche die Arbeiter an zu erklären sei.( Mehrere Haussuchungen, die heute Vormittag sich die Landesversammlung mit einem Hoch auf die Hiermit ist die Tagesordnung erschöpft und um 7 Uhr trennt der Ausübung ihres Koalitionsrechtes hindern wollen, be in Chemnitz und Umgegend stattgefunden haben, scheinen auf eine internationale Sozialdemokratie. fürworten die geheime Organisation, wenn es sich um Be- Denunziation zurückzuführen sein, daß verschiedene Wahlen zur kämpfung der Arbeiterbestrebungen handelt. Ja sie, auf Landesversammlung in einer Weise erfolgt seien, die gegen das Dornm, den 31. März 1891. Genosse J. S. Schmalfeldt die alle internationale Bestrebungen der Arbeiter wie das fächsische Vereinsgesetz verstoßen.) schreibt uns: In Nr. 75 vom Sonntag, den 29. März 1891, berothe Tuch auf den Stier wirken, toaliren fich international. tags- und Gemeinderaths- Wahlen" referirte Ge- erlaube ich mir Folgendes zu bemerken: Der Bericht des„ Hamb. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung( die Band- findet sich eine Notiz mit der Ueberschrift: Warnung." Hierzu Die Ehrlichkeit und Offenheit im Kampfe zwischen Kapital noffe Stolle, der auf die praktische Bedeutung der sogenannten Echo" ist richtig bis auf die Angabe, 2 Beugen feien notirt und Arbeit ist nicht auf der Seite der Unternehmer zu parlamentarischen Thätigkeit und die agitatorische Wirksamkeit worden. Das ist unrichtig. Es ist nur ein Zeuge notirt worden, finden. des Wählens hinwies, und darlegte, welche Handhabe das fäch- und dieser meldete sich selbst bei dem Gendarmen, ohne daß ich fische Landtags- und Gemeinde- Wahlrecht, trotz seines Benfus im Stande war, es zu verhindern. Es wurde jedoch nur der Bevor man beginnt den Sozialismus mit geistigen und seiner mancherlei sonstigen Mängel doch unserer Partei Name und nicht der Wohnort des Betreffenden notirt. Da der Waffen zu bekämpfen, muß man ihn studiren, muß man darbietet. Betreffende aber in einem entfernten Ort wohnt, so wird mit versuchen, ihn zu begreifen. Dazu fehlt aber unseren Da in Bezug auf diese Frage Einmüthigkeit herrscht, so diesen Angaben wohl schwerlich etwas zu machen sein. Der geistigen" Bekämpfern Ehrlichkeit, ebenso wie Fleiß und meldet sich Niemand zur Diskussion, und einstimmig wird folgende zweite Zeuge ist auf meine Veranlassung nicht genannt, und inVerständniß. Die schlaueren unserer Feinde fürchten auch Resolution angenommen: folge deffen auch nicht von dem Beamten notirt. Im Uebrigen wohl, daß sie selbst bei einem tieferen Eindringen in die bei allen Landtags- und Gemeindewahlen sich mit allem Nachflage erfolgen wird. Die heutige Landesversammlung empfiehlt den Genoffen, glaube ich kaum, daß nach allem, was vorher gegangen, eine An sozialistische Gedankenwelt von der Unwiderleglichkeit unserer druck zu bethätigen, und mit keiner andern Partei einen KomBehauptungen überzeugt werden könnten. Als abschreckendes promiß einzugehen." Beispiel wird letterer Kategorie unserer Gegner der St. Ingbert. Die Genoffen werden sich schon gewundert Die Versammlung beschließt hierauf katholische Geistliche Hohoff erscheinen, der nach genauem stimmig, ein 8entral Wahltomitee zu wählen, das Tausenden Arbeitern zu hören. Es liegt an den besonderen Ber - ebenfalls ein haben, so wenig aus der Saar- und Bliesgegend mit ihren Studium unserer Literatur sich nicht gescheut hat, offen und in Chemnitz seinen Siz haben und aus drei Mitgliedern hältnissen. Wir haben hier nach drei, vier Richtungen Front ehrlich zu bekennen, daß die Mary'sche Werththeorie richtig bestehen soll.( Ein Vorschlag, das Komitee aus 5 Mitgliedern zu machen. Hier ist Alles entiveder Sankt" oder königlich. ist. Er schreibt: zusammenzusetzen, wurde zurückgezogen, nachdem darauf aufmert- Schon die Ortsnamen sind bezeichnend. So haben wir in der als drei Mitgliedern schon einmal als„ Verein" aufgefaßt wor- St. Thomas, St. Avold, St. Wendel, ein Bischofsheim, ein sam gemacht worden war, daß in Sachsen ein Komitee von mehr Umgebung außer St. Ingbert, ein St. Johann, St. Arnual, den sei.) Engelfangen, ein Heiligen wald; Marpingen liegt in der Nähe nossen Leander, Hofmann und 3eisig gewählt. In das Zentral- Wahlkomitee wurden die Ge- und Trier mit seinen Reliquien und Kaplan Dasbach nicht fern. Die Aufstellung von Kandidaten ergiebt folgendes ReStädtische Wahlkreise: „ Die Mary'sche Werththeorie ist richtig, das steht über jedem vernünftigen Zweifel, wie wir in einer eigenen Schrift, die, so Gott will, bald erscheinen wird, zu beweisen unternommen haben. Hätte man sich die betreffenden Kapitel bei Aristoteles, Thomas von Aquin und Mark sorgfältiger und namentlich auch unbefangener angesehen, so wäre eine Kontro- von Kandidaten zur Landtagswahl) bereitet einige Der zweite Punkt der Tagesordnung( Aufstellung verse darüber einfach unmöglich gewesen. Mary knüpft an Schwierigkeiten, weil der Zensus von 30 Mart direkter Steuern Aristoteles an und vollendet in diesem Punkte, was Aristoteles, die meisten der bekannteren Genossen von der Annahme eines nach seinem eigenen ausdrücklichen Geständnisse, zu vollenden Landtagsmandats ausschließt. nicht vermocht hatte. Daß aber die Mary'sche Lösung des Problems das Rechte trifft, ergiebt sich, ab= gesehen von allen anderen Gründen, zur Evidenz aus fultat Thomas von Aquin, der ebenso wie Mary das Wesen Krei des( Tausch-) Werthes in der Arbeit sieht. Der heilige Thomas ist unseres Wissens der erste, der klar und bestimmt gesagt hat: Die Werthgrößen aller Produkte stehen in demselben Verhältniß, wie die Arbeit und Auslagen der Produzenten, das heißt die Arbeit und die Kosten( labor et expensae), oder da die Auslagekosten sich natürlich auch schließlich wieder in Arbeit auflösen, die Arbeit allein bestimmt den Tauschwerth( valor) der Produkte oder der„ Waaren"( mercium). Das ist genau dasselbe, was Mary lehrt. Indem man gegen die Marrsche Werthanalyse ankämpft, folgt man nicht dem Geiste der Scholastik und ihres Fürsten, des Aquinaten, sondern Lediglich den modernen liberalen Bourgeoisökonomen, die Zwerge sind im Vergleich zu Locke, Smith, Ricardo und noch viel mehr im Vergleich zu Thomas und Mary." Uns interessirt nur das über Mary Gesagte, das Uebrige ist Nebensache." " Dresden I Genosse Poste I. Dresden IV- Genosse Kaden( der bisherige Vertreter). Leipzig I wird auf Wunsch der Leipziger Genossen, die sich noch nicht schlüssig gemacht haben, offen gelaffen. Dieselben erhalten die Vollmacht, einen Kandidaten zu ernennen. Chemnitz I Gen. Robert 3eifig. " Bauzen II Gen. Lehmann. " " Meißen Gen. Goldstein. Coldiz " wird offen gehalten. " Zwenkau wird offen gehalten. " " Glauchau- Gen. Julius Seiffert. Annaberg offen gelaffen. Reichenbach Gen. Neu. " " Dann haben wir königl. bayr. Rohlengruben in St. Ingbert Eisenbahnwerkstätte und König Stumm nicht zu vergessen. Außer und Berbach; königl. preuß. Gruben die Saar entlang, fönigl. dem giebt es hier große Eisenwerke, wo die Parteiangehörigkeit scharf kontrollirt wird. Das hat zur Folge, daß unter den Arbeitern eine Menge Vorsichtsmeier, Rücksichtsmeier und abwartende Leisetreter sich befinden. Versammlungen zu Stande zu bringen, ist fast unmöglich, und man muß sich auf die seitherige Kleinkriegstaktik beschränken und qualitativ zu ersetzen suchen, was quantitativ vorläufig nicht ausführbar ist. * * Aus Baden, 29. März. Der Fall, daß das Urtheil eines Schwurgerichts vom Reichsgericht in Leipzig aufgehoben wird, ist eine Seltenheit, insbesondere ein solches in einem Preßprozesse. Bei uns in Baden werden sämmtliche Vergehen, die durch die Presse begangen sind, vor den Geschworenen abgeurtheilt. Leider, muß man sagen, soweit es sich um sozialdemokratische Redakteure als Delinquenten handelt. Denn es ist eine Seltenchheit, daß eine Geschworenenbank, auf welcher politiſche Stald Gegner ſizen, die nöthige Objektivität in der Rechtsprechung wahrnimmt. Das Schwurgericht in Karlsruhe hat im Januar gegen die Redakteure des Volksfreund", Adolf Geck und Phil. Teufel im Ganzen über 2 Jahre Gefängniß verhängt. Der Prozeß wegen des Abdrucks des Lafargue'schen Auf6 Monate ein, Als die Berathungen so weit gebiehen waren, kam die fazzes: Die Fliegen und die Spinnen" allein schon trug dem Mandatprüfungs- Kommission in den Sizungsfaal verantwortlichen Redakteur Abolf Geck, in deffen AbEarl Granville, der Führer der liberalen Partei im burch 121 Delegirte. Zu einer Bemerkung giebt blos das 9 Monate, dem Schriftsetzer Teufel zurück und erstattete Bericht. Vertreten sind 78 Ortschaften wesenheit und ohne dessen Kenntniß die Aufnahme geschah, englischen Oberhause, ist gestern Nachmittag gestorben. Er Mandat Riemann's Anlaß, der von den Chemnitzer Ge- während gegen drei weitere Personen der Prozeß noch mar Mitglied aller Ministerien Gladstone's, hat aber fast noffen aus der Partei ausgeschlossen worden ist. nie eine selbständige politische Rolle gespielt. Mandat ist in Ordnung. Der dänische Reichstag ist heute geschlossen worden, ohne daß sich das Landsthing und das Folkething über das Budget hätten verständigen fönnen. Das schwebt. Redakteur Geck beruhigte sich nicht mit dem Urtheil Eine kurze, rein auf fach- und legte auf Anrathen des Rechtsanwalts und Parteilichem Boden sich bewegende Debatte führt zu Ergebniß, daß Riemann dem genossen Puttenstein in Karlsruhe Revision gegen das Urtheil ein. wird, weil das Urtheil der Chemnizer Genossen noch kein end- Art der Publikation des Urtheils. Das Reichsgericht hob am mit großer Mehrheit zugelassen Die Revision bemängelte die Anwendung des§ 130 und die giltiges ist und die Landesversammlung das Recht nicht hat, der 12. v. M. das Karlsruher Urtheil auf sammt seinem Es ist also der Sieg Estrup's noch kein vollständiger Entscheidung der oberen Instanzen( Parteivorstand und Partei- thatsächlichen Untergrund und verwies den Fall zur anderund die Opposition iſt nicht zum größeren Theile, wie tag) vorzugreifen. weitigen Verhandlung an das Schwurgericht in Karlsruhe. Es offiziös gemeldet war, ins Regierungslager übergegangen.wieder in den zweiten Punkt der Tagesordnung ein: Nach Erledigung dieser Angelegenheit tritt die Versammlung wird in dem Erkenntniß betont, daß in der Fragestellung an die Geschworenen die rechtlichen Forderungen des§ 180 nicht richtig Fortsetzung der städtischen Wahlkreise.) ausgesprochen wurden. Plauen Gen. Ka den. Delsnig i. V. wird offen gelassen." Ländliche Wahlkreise. Die russische Regierung läßt durch ihre Preßkosaken erklären, der Mordversuch auf Stambulow denn diesem entschiedensten Gegner der Verrussungspolitik hat das Attentat gegolten sei das Werk des nihilistischen Ge findels", welches die schwache und unfähige Regierung Bulgariens im Lande dulde zum Schaden der Nachbarn. Ausnahmsweise sagen die Organe der russischen Regierung einmal die Wahrheit: das fragliche Gesindel" hat ohne Zweifel das jüngste Verbrechen in Sofia begangen. Und es ist auch richtig, daß die bulgarische Regierung sich schwach gezeigt hat, andernfalls hätte sie das fragliche Gesindel" längst an dem ersten besten Galgen aufknüpfen lassen. Die IV. öbau- Gen. Poste I. VII. Bischoffswerda Gen. Lehmann. X. Dresden offen gelassen. XI. Neustadt- Stolpen fein Kandidat aufgestellt. XVI. Zharandt Gen. Horn. XVIII. Meißen Gen. Goldstein. XIX. Großenhain Gen. Goldstein. XX. Of chatz- keine Kandidatur. XXIV. 2eipzig offen gelassen( aus denselben Gründen, wie Leipzig 1). So groß das Aufsehen war, welches jene Verurtheilung überall, selbst bei unferen größten Gegnern erregte, so befriedigt wird man überall diese Entscheidung des Reichsgerichtes entgegennehmen. Bedauerlich ist nur, daß die neue Verhandlung wieder dem Karlsruher Landgericht zugetheilt wurde. Bedauerlich ist ferner, daß der Mitverurtheilte, Genosse Teufel, der im Landesgefängniß au Freiburg, fist, sich der Revis sion nicht angeschlossen hat. Das hindert nicht, daß ihm, nicht auf dem Gnaden, sondern Rechtsweg der betreffende Theil seiner Strafe erlassen werden kann. Theater. Donnerstag, den 2. April. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Der Probepfeil. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Vater u. Sohn. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Ko. Vorher: Die Odaliste. Ostend- Theater. Maria Stuart. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Ranfmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Belle- Alliance- Theater. Donnerstag, den 2. April 1891: Bum 12. Male: Gavaut, Minard& Co. Schwant in 3 Atten von Edmond. Gondinet. Deutsch von Weyl. Vorher zum 1. Male: Die Odaliske. Schwank in 1 Att von D. Elsner. Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. 453 L J. Geschinski nebst Frau die herzlichste Gratulation zur silbernen Einige Freunde. Hochzeit. Unserm lieben Freunde Meinem Freund, dem Springer Herrn Karl Gräk nebst Frau zur silbernen Hochzeit ein fräftiges Hoch! 1357 b Sein Freund A. 6. Den Gräh'schen Eheleuten, die heute vor 25 Jahren in ihre Wohnung zogen und am heutigen Tage daselbst das Fest der filbernen Hochzeit begehen, zu den feltenen Ereignissen die herzlichste Gratulation. Mehrere Bekannte. S. J. T. Empfehle den Genossen mein Weißu. Bairisch- Bierlokal Weinstr. 22 Restaurant zur Einigkeit." Nachruf. [ 159/5 Am Sonntag, 29. März, Morgens 5 Uhr, verstarb nach längerem Leiden unser treues Mitglied und Genosse Robert Nürnberg, Wörtherstr. 3. Der Verein wird dem unermüdlichen Förderer des Vereins ein dauerndes Andenken bewahren. Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Gaft- und Schankwirthe Berlins u. Umgegend. Vereinszimmer mit Biano ſteht zur Ber- Central- Kranken- u. Sterbekasse fügung. Die Zahlstelle der Vereinigung der Drechsler Deutschlands( Stock- der Tischler u. s. w. branche) ist daselbst. Achtungsvoll 1359 b befindet sich jetzt Nen! F. Steuer. Mein Rohtabak- Geschäft Weinbergsweg 4 am Rosenthaler Thor. Eberhard Herz. New! D. R. P. Nr 52 149 Schnell! Billig! Bequem! Vollständig gefahrlos ist die Einrichtung zum Gefahrlosen Tränken des zum Feueranzünden dienenden Holzes mit Petroleum und kostet jährl. nur 25 Pfg., C.R.B 32149 Einrichtung gefahrlosen Tränk zum des zum eneranzlinde mende Holzes Petroleum wenn täg lich vier E. H. Hamburg. Filiale Berlin D. Die Wohnung des Bevollmächtigten August Rosenhagen ist von jetzt ab Rathenowerstraße 43, Quergeb. 3 Treppen. 303/2 Freie Vereinigung der Seifensieder und Berufsgenossen. Achtung Maurer Berlins! Große öffentl. Maurer- Versammlung am Sonntag, den 5. April, Vormittags 10 Uhr, im Feen- Palast, Burgstrasse 22. Tages- Ordnung: 234/14 1. Stellungnahme zum 8. deutschen Maurer- Rongreß. 2. Wahl der Delegirten zu demselben. 3. Wahl der 3 Delegirten zu der Berliner Baus handwerker- Konferenz. 4. Gewerkschaftliches. Maurer Berlins, die Ihr Euch Maurer nennt, erscheint alle in der so wichtigen Versammlung und zeigt, daß Ihr noch die Alten seid. die Ihr früher gewesen seid. Karl Weiße, Tegelerstr. 27. Oeffentliche Versammlung der Schneider. Schneiderinnen am Donnerstag, den 2. April 1891, Abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstrasse 20. Zages Drdnung: 1. Abrechnung der Kommissionen. 2. Vortrag des Stadtv. Fr. Zubeil. 3. Diskussion. 4. Die weitere Regelung und Besehung des Arbeitsnachweises und des Auskunftsbureaus. 5. Ergänzungswahl der Agitations- Rommission. Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen ist es, zu erscheinen. Die Agitations- Kommission. 276/5 Achtung Maurer Charlottenburgs! Am Sonntag, den 5. April, Am Sonntag, d. 5. April, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße, Vormittags 10¹/ 2 Uhr, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Vormittags 9 Uhr: Mitglieder- Versammlung der Zentral- Krankenkasse der Maurer, Gr. z. Einigkeit. Zages Ordnung: 1. Wahl der Delegirten zur außerordentlichen General- Versammlung, betreffs der Statutenänderung. 2. Verschiedenes. Wegen Wichtigkeit der Tages- Ordnung ist es Pflicht, pünktlich zu Der Vorstand. 1. Vortrag des Herrn Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Bierteljahres- Bericht vom Kassirer. 4. Entrichtung der Monatsbeiträge. Aufnahme neuer Mit- erscheinen. glieder. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. 262/5 Achtung! mal Feuer Klavierarbeiter und verwandte augezündet wird, sei es mit Rief., Berufsgenossen! Birken, In der Pianoforte Fabrik von Buchen, Mak& Co. haben die Arbeiter wegen Eichen od. Lohnreduzirung die Arbeit niedergelegt. Elfenholz. Zuzug ist fern zu halten. Nach viel. 186 Bemühun Die Kommission. NB.: Sammellisten können jeden gen ist es Abend bei Winzer, Naunynstr. 78; bei uns gelun. 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Verantwortlicher Redakteur: Curt Beake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 76. Internationaler Bergarbeiter- Kongreß. „ ( Original Rorrespondenz des Vorwärts".) F. Paris, 81. März. 2. Allgemeine internationale Arbeitseinstellung aller Bergarbeiter im Staats- wie im Privatbetrieb zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages. arbeiter- Verbandes. Donnerstag, den 2. April 1891. M 8. Jahrg. je eine Stimme für die Vertretung von je 1000 Arbeitern. Die Du willst wissen, wie ich dazu gekommen bin, nach belgischen, französischen und deutschen Delegirten bekämpften Brasilien auszuwandern. Nun, ich wohnte damals in P. diesen Antrag, durch welchen die Stimmen der Delegirten des als Pächter, hatte dort eine Wirthschaft von fünf Morgen Kontinents unterdrückt würden, und beantragten, daß die Stimmen Land und zwei Morgen Wiese. Unser Nachbar, der St., bekam nach der Nationalität vertheilt werden. Desfuisfaux befürwortet eines Tages von einem Bekannten, einem gewissen Krause, mehrere die Berücksichtigung der Wünsche der deutschen Arbeiter. Nach Bücher, die dieser von einem Agenten aus Lissabon geschickt ereiner längeren Rede des englischen Delegirten Cowden, betreffend halten hatte. In den Büchern war geschildert, daß Leute, die nach Brasilien auswandern, dort sehr gut ankommen; sie beDer internationale Bergarbeiter Kongreß, dessen Verhand- die Art der Abstimmung wird die Sigung aufgehoben. lungen Regierungen wie Ausbeuter mit einem gewissen Bangen, Paris, 1. April.( Tel. d.„ Herold".) Internationaler fämen dort in den Regierungstolonien große Ländereien und die Proletarier aller Länder aber mit einer freudigen Zuversicht Bergarbeiter- Kongreß. Heute Morgen fand eine Vorberathung fönnten nach wenigen Jahren ein glückliches Leben führen. entgegensehen, weil, was auch beschlossen werden mag, die inter- der französischen und belgischen Delegirten in der Frage des Ab- Unseren Nachbaren und uns gefiel das Schreiben von dem Agenten nationale Arbeiterbewegung und Arbeiterverbrüderung immerhin stimmungs- Modus statt. Es wurde die Abstimmung nach Na- Jose dos Santos aus Lissabon sehr gut, und wir beschlossen, einen neuen Impuls erhält, wurde heute Vormittag, furz nach tionalitäten beschlossen. Zu Beginn der Sigung des Ron- nach Brasilien auszuwandern. Wir verkauften also unser Vieh gresses wurden zu Präsidenten gewählt als Vertreter und unsere Vorräthe, sowie die Wirthschaftsgeräthe; ich 10 Uhr, im großen Saale der Pariser Arbeitsbörse eröffnet. französischer Bunge Basly, englischer Pickard, deutscher hatte daraus im Ganzen etwa 1000 m. gelöst. Wir zogen Auf der Tagesordnung stehen folgende Fragen: Schröder. Zahlreiche Zustimmungs Depeschen aus allen mit unseren Nachbaren und noch vielen Deutschen. Meine 1. Bildung eines internationalen Verbandes. wurden verlesen. Defnet stellte fo Familie zählte allein 8 Köpfe. Wir fuhren nach Berlin; von Ländern Europas dann den Antrag auf Abstimmung nach Nationalitäten. dort nach Bremen, wo wir eingeschifft wurden und von wo die Die deutschen Delegirten traten für denselben ein durch den Fahrt nach Antwerpen ging; von dort fuhren wir nach Coruna 3. Verhalten der Bergarbeiter in den verschiedenen Ländern Hinweis auf die Schwierigkeiten, die der Absendung deutscher( Kriegshafen in Spanien), wo der Agent Jose dos Santos bei im Falle einer Streitigkeit zwischen den Arbeitern und Arbeit Delegirter im Wege gestanden hätten, weshalb nicht alle deutschen uns auf dem Schiffe erschien und mit uns nach Lissabon fuhr. gebern eines zu dem internationalen Bunde gehörenden Gruben- Bergarbeiter vertreten seien, während doch alle mit den an- Während der Fahrt erzählte er uns noch einmal alle die Herrwesenden Delegirten eines Sinnes seien. Defaisseaux, als Ver- lichkeiten von Brasilien, die wir schon in den Büchern gelesen Die Eröffnung des Kongresses wurde mit einer Rede des treter der Belgier, unterstützte ebenfalls den Antrag. Die hatten. Von Lissabon ging es nun über den Ozean; wir fahen 2. Gefretärs der Pariser Arbeitsbörse, Bürgers A. Philippe, Engländer dagegen bekämpften denselben und verlangten für je drei Wochen nichts als Himmel und Wasser. Wir landeten zu eingeleitet. Er spricht seine Freude darüber aus, die aus den 1000 Köpfe der durch die Delegirten Vertretenen eine Stimme. nächst in Bahia; von dort ging die Fahrt nach Rio de Janeiro verschiedensten Ländern entsendeten Delegirten in der Arbeits- Nach einem Besuche des Hotel de Ville wird die Berathung mit und von da nach Santos; von dort wurden wir mit der Bahn nach San Paulo gebracht und dort kamen wir in das große börse empfangen zu können und giebt eine kurze Geschichte der demselben Gegenstande fortgesetzt werden. ( Weitere Nachrichten finden sich am Schlusse der Beilage.) Emigrantenhaus. Hier fanden sich denn bald die Plantagen Gründung dieser Institution, die dank dem Pariser Munizipalbesitzer ein, welche Arbeitskräfte für ihre Kaffeepflanzungen fuchten. rathe im Februar 1887 eröffnet wurde und von demselben eine Viele Deutsche sind diesen Plantagenbesitzern gefolgt, aber bald Jahres subvention von 20 000 Frts. erhält. Dem Beispiele von Paris feien bereits Marseille, Nimes, Bessège, Lyon, Bordeaux, wieder zurückgekommen, weil sie wenig verdienten und große Toulouse, Montpellier und Béziers gefolgt und hofft er, daß Noth auszustehen hatten. Dann sind die Deutschen in ganzen Trupps bei den Ronsulaten und Regierungsbehörden erschienen, bald alle Städte Frankreichs fich einer Arbeitsbörse werden zu erfreuen haben. Er schließt damit, daß nicht blos Kunst Der städtischen Schulverwaltung singt jetzt auch die aber sie haben dort nur erfahren, daß der Agent Jose dos Santos und Wissenschaft international feien, sondern auch das Kapital, National- Zeitung" ein überschwängliches Loblied, indem sie aus ein Schwindler sei. Die Plantagenbesitzer und ihre schwarzen dessen Internationalität die internationale Verbindung der Arbem dritten, das Schulwesen behandelnden Bande des vor einiger Teufels aber umlagerten uns alle Tage und warteten, daß wir beiter entgegen zu stellen sei und heißt die Delegirten herzlichst Beit erschienenen Berichtes über die Gemeinde Verwaltung der uns bei ihnen umsonst zur Arbeit anbieten sollten. Das thaten Stadt Berlin in den Jahren 1882-88" einige Zahlen mittheilt, wir aber nicht, sondern entschlossen uns zur Rückreise, wofür ich bis Bürger Ribanier, erster Sekretär der Arbeitsbörse, ergänzt die ein großartiges Bild von den Aufgaben der Schuldeputation" Hamburg 900 M. bezahlte. Hier verkauften wir unsere Betten, den Vorredner, indem er darauf hinweist, daß die gegenwärtige geben sollen. Dabei ist sie aber so vorsichtig, diejenigen Angaben, um Geld zum Leben zu bekommen. Wir wurden dann nach Arbeitsbörse blos bestimmt sei, einen Anney der eigentlichen Arbeits- welche den Eindruck des Bildes stören könnten, wegzulassen. Magdeburg hingewiesen, wo Arbeitskräfte für die Rübenernte börse zu bilden, die sich in der Rue de Chateau d'Eau nächst der Place Nachdem sie von dem beständig wachsenden„ Schülerheer", das gesucht wurden; als ich dort ankam, waren Arbeitskräfte überflüssig de la Republique erhebt und einen Kostenaufwand von 4 Millionen untergebracht werden muß, erzählt hat, fährt" sie fort:" Es ist und ich ging nach Berlin-, hier flagte ich einem Schuhmann Franks erfordert, welche Summe der Munizipalrath großmüthig votirt interessant, aus dem Bericht zu ersehen, daß auch in die stetige mein Leid; der brachte mich und meine Familie nach dem Asyl habe und wofür er ihm gern hiermit öffentlich im Namen der und dringlich nothwendige Vermehrung der Schulbauten der für Obdachlose. Drei Wochen habe ich hier zugebracht, da traf Arbeiter feinen Dank ausspreche. Der Kongreß, schloß er, reprä- Maurerstreik vor 2 Jahren störend eingegriffen hat, sodaß die ich zufällig auf der Straße den Sohn des Baron v. S., der in fentire zwar nur eine Fraktion des Proletariats, doch sei er Schwierigkeit der Unterbringung der Kinder gerade aus den unserer Gegend wohnt. Er gab mir Reisegeld bis N. Hierher überzeugt, daß seine Thätigkeit dem Gesammt- Proletariat zu Kreisen geschaffen wurde, welche nicht laut genug nachher darüber bin ich denn auch mit meiner Familie zurückgekehrt; allein mit Gute tommen werde, weshalb er den Kongreß mit dem Rufe: zu Klagen wußten." dem Baron habe ich mich bald erzürnt. Denn er zog uns mehr Es lebe die internationale Vereinigung der Arbeiter!" eröffnet fehen möchte. willkommen. " Nachdem hierauf beschlossen wurde, bis zur Wahl eines definitiven Bureaus, das aus den Mitgliedern des Organisations Komitee gebildete beizubehalten, ergreift Bürger Pickard, Mitglied des englischen Parlaments, das Wort, um im Namen dann dem Bureau übermittele. Tokales. " V Wie der Maurerstreit vor 2 Jahren schon in die Vermehrung Reisegeld ab, als er uns gegeben hatte, und zahlte mir auch der Schulbauten in den Jahren 1882-88 störend eingegriffen nicht ben versprochenen Lohn. Er hatte mir pro Tag 1 Mart haben soll, wird die„ N. 3." wahrscheinlich selber nicht wissen. versprochen; er zahlte aber nur für mich 30 Bf., für meinen In der Regel wird der„ törende Eingriff" eines Maurerstreits Sohn 25 Pf. und für meine Tochter ebenfalls 25 Pf., also für in die Vermehrung der Bauten erst später gemerkt. uns drei zusammen pro Tag 80 Pf. Außerdem hatte er mir Also hat der Streit vielleicht die gegenwärtige, von gesagt: enn Sie zu Hause gehen vom Kartoffelsammeln, der fremdländischen Delegirten den Dank für den ihnen in der uns schon oft gerügte Ueberfüllung der Gemeindeschulen hervor- dann nehmen Sie fich soviel Kartoffeln zur AbendArbeitsbörse gewordenen Empfang auszusprechen. Dabei wies er gerufen? Das läßt sich nur entscheiden, wenn man die Besuchs- mahlzeit mit." Dafür hat uns nun der Herr Baron 19 Mark zugleich auf den Fortschritt hin, welchen die Bergarbeiter- Bewe- ziffern der Schulen nach dem Streit mit den Besuchsziffern vor vom John abgezogen. Das ist ja hier noch schlechter, wie ein gung feit dem in. Tolimont abgehaltenen Kongreß gemacht habe dem Streit vergleicht. Da ergiebt sich denn, daß beispielsweise Brasilien! Wenn ich denke, ich bekomme Geld, dann rechnet der und betonte die Einigkeit, die erforderlich sei, wenn sie an das in dem Zeitraum von 1885-90 die Berliner Gemeindeschulen Herr Baron so, daß ich nichts bekomme. Jezt hat er auch noch fich gesetzte Ziel gelangen wollen. Die Bergarbeiter fühlten sich zwar ununterbrochen im Durchschnitt 16-17 Klassen mit an Herrn H. geschrieben, daß dieser mir keine Arbeit mehr eins mit den übrigen Arbeitern, nur glaube er hervorheben zu müssen, 930-950 Kindern( in jeder Klasse 55-57 Kinder) gezählt haben. geben soll. daß wie die Bergarbeiter vermöge ihrer Beschäftigung und Arbeits- Außerdem ergiebt sich aus dem Verwaltungsbericht selbst, daß die Es würde die Wirkung dieser schmucklosen Erzählung ledigweise eine besonder Stellung einnehmen, auch behufs Verbesse- Ueberfüllung zwar in den siebziger Jahren geringer war, aber lich abschwächen, wenn wir noch Erläuterungen herbeizuführen. rung ihrer Lage bondere Maßnahmen geschaffen werden müssen. schon seit den letzten 10 Jahren in beinahe genau demselben UmWelcher Arbeitgeber steht fittlich tiefer: der brasilianische Er hebt auch die 2.othwendigkeit eines freien Vereinsrechts hervor, sange wie heute bestanden hat; denn während Ende 1873 im Unternehmer, der durch Schwindeleien die Europäer zu sich lockt, des Rechts, sich national und international zu verbinden, und im Durchschnitt 12-13 Klaffen auf eine Schule tamen, waren es oder der pommersche Baron, der die Betrogenen in ihrer Heimeint, daß, wenn die Regierungen die Arbeiter und deren Be- Gnde 1881 bereits 15-16, Ende 1888 16-17. In dem Bericht math ausbeutet? strebungen besser verstünden, sie ihnen auch überall volle Freiheit heißt es hierzu, entschuldigend, aber ziemlich kleinlaut: Die Periode gewähren würden, ohne welche eine friedliche Entwickelung des ungestümen Wachsthums hatte diese Maßnahme herbeigeführt; strahlte bei der Grundsteinlegung des neuen Innungsgebäudes Junung, Kirche und Polizei. Das Bündniß der Drei unmöglich fei. Der Kongreß beschließt hierauf, daß jede Nationalität die Raum schaffen. Da aber sämmtliche Kinder einer Schule auch den eingeladenen Innungen ließen sich zwar nur zwei vertreten, man wollte da, wo man baute, auch möglichst vielen Kindern der„ Konkordia"( Bäckermeister Innung) in rosigem Licht. Von zur selben gehörigen Mandate selbst prüfe und das Ergebniß der Leitung eines Rettors übergeben sind, so geht die Frage aber weder ein Geistlicher fehlte, der die Weiherede hielt( und Nach einer fast einstündigen Pause, während welcher die Ungelöst zieht sie sich durch die ganze Berichtszeit." Diese Ent- Polizei- Lieutenant in Gala- Uniform, der vom Polizei- Präsidium von der Klassenzahl auf das innerste Wesen einer Gemeindeschule. übrigens auch Ehrenmitglied der Bäcker Innung ist noch ein Mandatsprüfung vorgenommen wurde, wird folgendes Resultat schuldigung kommt beinahe einer Selbstantlage gleich. mitgetheilt: beauftragt war. Wenn Kirche und Polizei mit der Innung Die Angaben der Nat. 3tg." über die Kosten des Ge- find, so kann es dieser ja nicht fehlen das heißt, so lange eben England zählt 41 Delegirte, die 448 636 Bergarbeiter vermeindeschulwesens sind ebenfalls unvollständig. Sie berichtet Kirche und Polizei die Säulen der Gesellschaft sind. treten; Deutschland 19 Delegirte für 141 531 Arbeiter; Frankreich nur, daß 1888/89 jedes Gemeindeschulkind 46,53 Mark gekostet 23 Delegirte für 127 000 Arbeiter; Desterreich- Ungarn 1 Dele- hat, verschweigt aber, daß die Kosten pro Kind und Jahr auf girten für 100 000 Arbeiter und Belgien 15 Delegirte für 92 000 den Gemeindeschulen von 47,29 m. im Jahre 1881/82 der Universität fand gestern Mittag um 12 Uhr die Gröffnung XX. deutscher Chirurgen- Kongreß. In der großen Aula Arbeiter. Die Zahl der Delegirten beträgt somit 99, welche in allmälig bis 46,53. im Jahre 1888/89 gesunken, auf des diesjährigen XX. Chirurgen- Rongresses statt. Der Saal war ihrer Gesammtheit 909 167 Bergarbeiter vertreten. den höheren Schulen in derselben Zeit von 88,30 m. bis überfüllt, aus allen Theilen des Reiches waren die Vertreter der Aus Deutschland sind anwesend: I. Meyer( Bochum), 92,50 M. gestiegen find." Gegensätze, wie sie das Leben chirurgischen Wissenschaft äußerst zahlreich erschienen. Mit Herrn 2. Schröder und F. Bunte( Dortmund), A. Siegel( Dorstfeld), schafft, gleichen sich in der Schule thunlichst aus", sagt die„ Nat. von Bergmann erschien Professor Dr. Koch, dessen Entdeckung E. Dückershoff( Eving), J. Brodam( Gelsenkirchen), J. Schröter 3tg." Das mertt man! den Kongreß ja vornehmlich beschäftigen soll. ( Steele), J. Margraf( Mühlheim), M. Ballmann( Essen), Herr Thiersch besprach sodann das Koch'sche Heilverfahren J. Löwenstein( Annen), H. Bauer( Weitmar), N. Kahn( Watten- Welch ,, kolloffale" Löhne die bei Staatsbauten beschäftigten und stellte demselben in seinem Vortrage eine günstige Prognose. scheid), W. Otten( Aachen), N. Warken( Saarbrücken), J. Thome Arbeiter oft erhalten, geht wieder einmal aus folgendem hervor. Die Entdeckung des Koch'schen Mittels halte er persönlich für eine ( Altentessel), J. Müller( Friedrichsthal), A. Strunz( Zwickau), Vor 8 Tagen waren von dem Verein zur Fürsorge für ent- der bedeutungsvollsten überhaupt; er hoffe, daß dieselbe ein gutes während König Elsaß- Lothringen vertritt. laffene Strafgefangene 40 Mann nach Klosterwalde gesandt, um Endergebniß liefern werde. Sämmtliche Mandate wurden für richtig befunden, bis auf an dem Chauffeebau, der von Templin über Kloster. eines, das der„ Revanche des mineurs", einer sozialistisch- walde nach Jakobshain zu erbauenden Chaussee beschäftigt über die Koch'sche Entdeckung. Herr von Bergmann hielt alsdann den einleitenden Vortrag anarchistischen Gruppe, die vielleicht einige ehemalige Gruben zu werden. Die Höhe des zu verdienenden Lohnes war den arbeiter in ihrer Mitte zählt, aber fein Bergarbeiter- Verein ist Leuten jedoch vorher nicht mitgetheilt worden. Der intereffante Vortrag gipfelte im Wesentlichen in vier Thesen, und feine wirklichen Grubenarbeiter vertritt, wie schon daraus hervorgeht, daß sich ihr Sitz in Paris befindet. In Klosterwalde aber wurde ihnen die Höhe des Afford- von denen die erste die örtliche Entzündung erregende Wirkung lohnes mitgetheilt. Derselbe betrug für 400 Quadratmeter Schotter des Koch- schen Mittels betrifft. Wenn auch die allgemeine( Fieber M. schloß gegen 1 1hr die Eröffnungssigung des Rongresses. Ditt der Bekanntgebung des Resultats der Mandatsprüfung steine 15 Wt.- schreibe fünfzehn Mark- und dabei müssen die erregende) Wirkung noch bezweifelt werden müſſe, weil sie bei Steine vom Felde bis auf die Straße getarrt und jedes Steinchen einigen anderen Erkrankungen ebenfalls beobachtet werde, so sei Si der Nachmittagssigung, die um 3 Uhr mit der Wahl des einzeln, mit peinlicher Gewissenhaftigkeit, mit der Spige och wenigstens daran nicht zu zweifeln, daß eine lokale Reaktion definitiven Bureaus begann, die leider viel Zeit in Anspruch oben gesetzt werden. Gin Fleißiger Arbeiter tann aber auftrete, und zwar überall da, wo sich tuberkulose Partien bezum Generalkassirer des Kongresses, und 2. Schröder, der zum im günstigsten Falle, ba der Quadratmeter 33/4 Bf. toftet, höd mittels und spricht die Ansicht des Vortragenden aus, daß das zum Generalfassirert, Mitglied des englischen Barlaments, der Tag höchstens 16-18 Quadratmeter setzen, und demnach fänden. Die zweite These betrifft den ungünstigen Einfluß des Sekretär für die deutsche Sprache ernannt wurde, das Wort. ftens täglich 60-70' Bf. verdienen. Und für dieses Geld foll der Mittel ſpeziell bei Lupus mit dem sich der Redner vorzugs Ueber deren sowohl nicht vor der Entstehung neuer sofaler von den Dele girten, wie von dem auf den Arbeiter sich beköstigen, wohnen, Steuern bezahlen, Sachen schaffen weise beschäftigt hat genommenen Reden berichte ich in meinem nächsten Schreiben. Gallerien zahlreich anwesenden Publikum sehr beifällig auf- u. f. w. Gegenwärtig liegen in Klosterwalde noch etwa fünfzig Seerde schüße. In seiner dritten Thefe kommt Herr von BergIn die Tagesordnung tritt der Kongreß erst morgen ein. Mann polnische Arbeiter auf, welche von ihrer Heimath nach mann auf den Einfluß des Tuberkulins zu sprechen; speziell dort verschickt worden sind, selbst denen, die doch sonst für den kommen die übrigen chirurgischen Tuberkulosen außer Lupus in niedrigsten Lohn arbeiten, ist der Lohn zu gering, und so balten Betracht. In seiner letzten These stellt der Vortragende die Frage auf, wie weit das Thierexperiment zur Prüfung der Koch'schen Ueber den Kongreß liegen bis zum Redaktionsschluß ferner sich dieselben dort auf und verzehren noch ihre paar fauer er- Entdeckung verwerthet worden sei und schließt mit der Aufforderung, folgende Tepeschen der Telegraphenbureaus vor: Sparten Pfennige. Die von dem hiesigen Verein nach dort genationalen Bergarbeiter- Rongresses, welche heute Vormittag zu ärmer hier an, als sie fortgegangen waren. fich mühsam bis hierher durchbetteln müssen, und kamen noch über Jahr und Tag in der günstigeren Lage. Paris, 1. April. Die französische Delegation des inter- fchickten Leute trafen dieser Tage wieder in Berlin ein, sie haben jedenfalls weiter zu prüfen und zu forschen; vielleicht fei man einer Sigung zusammentrat, bestätigte den Beschluß des Kongresses Herren König- Göttingen, Scheede und Lauenstein- Hamburg, von Lyon, nach welchem dem Deputirten Laur die Berechtigung Ueber die Auswanderung der ländlichen Arbeiter wird v. Giselsberg- Wien und Küster- Warburg; von denen die ersteren als Delegirter der Bergarbeiter von Rive de Gier verweigert von den„ armen nothleidenden Großgrundbesitzern" stets geklagt sich ungleich günstiger als Herr v. Bergmann über den Werth wird. Die Generalfitung des Kongresses wurde um 10 Uhr Allein wie diese in allen wirthschaftlichen Feinheiten geübten des Koch'schen Mittel äußerten, während Herr Küster darauf hineröffnet. Basly, Pickard und Schröder wurden zu Präsidenten Herren auch noch von den armen Auswanderern, sobald diese wies, daß eine örtliche Reaktion wohl auch noch bei anderen für die heutige Sigung gewählt. Das Bureau des Kon- elend und von Allem entblößt wieder in ihre Heimath zurück Affettionen in Frage käme. greffes beantragte den Zeitraum für eine Rede auf 10 Minuten, fommen, ihren Vortheil zu ziehen wissen, das lehrt die folgende Den Schluß der Sitzung bildete ein Vortrag des Herrn für die Entwickelung eines Amendements auf 5 Minuten zu befleine Auswanderungs- Geschichte, die in allen ihren Theilen für Senger- Crefeld über ein in der Behandlung der chirurgischen schränken. Trotz der Opposition der deutschen und französischen die Verhältnisse der Kleingrundbesitzer bezeichnend ist. Wir Tuberkulose" wirksames Mittel und das Wesen der JodoformDelegirten, welche für Freiheit der Rede eintraten, wurde der entnehmen unsere Erzählung einem Briefe des Pächters Friedrich Injektionen. Derselbe erwähnte die günstige Wirkung eines Antrag des Bureaus angenommen. Sodann wurde über die Art Kr., der an einen seiner Verwandten in Berlin folgendes neuen Mittels, der Ameisensäure, und empfahl dasselbe zur weiteren Der Abstimmung berathen. Die englischen Delegirten beantragten schreibt: Prüfung. " Reinickendorf. Am ersten Osterfeiertag fand im See- vollständig unbrauchbar geworden war. Der Staatsanwalt| habe er seinen Zweck, die Sprengung des Ringes der Brauereien schlößchen" ein vom hiesigen Arbeiter- Bildungsverein Zufunft" plädirte in längerer Rede für eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen. und die Verhinderung eines wiederkehrenden Saalverweigerungsarrangirtes Votal- und Instrumentalfonzert statt. Die Gesangs- Da alle Warnungen durch polizeiliche Verfügungen erfolglos systems, erfüllt. Er faßte seine Ausführungen schließlich in piècen wurden vom Arbeiter- Gefangverein" Weiße Rose" aus schienen, um der eingewurzelten rohen Unfitte ein Ende zu folgender Resolution zusammen:" Der erste deutsche Textilgeführt. Trotz strömenden Regens und eisigen Windes fanden machen, und da in den wenigsten Fällen der Thäter zu ermitteln arbeiter- Rongreß beschließt in den Fragen des Streiks und des sich die Genossen mit ihren Familien so zahlreich ein, daß der sei, so empfehle es sich, ein Exempel zu statuiren, wenn hierzu Boykotts Folgendes: Der Streit ist eine Wirkung und ein geräumige Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Das die Gelegenheit sich biete. Der Gerichtshof entschloß sich aber Stück der kapitalistischen Wirthschafts- und Produktionsweise; fehr sorgfältig zusammengesetzte Programm bot in seinen doch, dem unbescholtenen und reuigen Angeklagten gegenüber noch es ist ein Unsinn, für die Streits die Sozialdemokratie verant30 Nummern so viel des Interessanten, daß die. Stimmung einmal Milde walten zu lassen und beließ es daher bei einer wortlich zu machen. Zumeist infolge der Uebermacht des Kapitals der Zuhörer eine recht animirte wurde. Der von Genossen Geldstrafe von 20 M., an deren Stelle im Unvermögensfalle eine und infolge der den Arbeitern feindlichen Stellung der Behörden, Minkel gedichtete und vom Genossen Manteuffel schwung- Gefängnißstrafe von vier Tagen tritt. voll vorgetragene Prolog, die vom Gesangverein" Weiße Rose" welche nach dem Zugeständnisse des Ministers v. Bötticher die Mandatare der Unternehmerklasse sind, sowie infolge der mit großer Präzision vorgetragenen Gesangsstücke:„ Ein Sohn Der Juhaber des Kaffee's ,, Börse", Adolf Stern, niederträchtigen Haltung der liberalen Preffe gegen die in der des Volkes", die Arbeiter- Marseillaise," Am Ort, wo meine stand gestern wegen Duldens von Glücksspiel vor der dritten Verzweiflung zum Streit greifenden Arbeiter sind in Deutschland Wiege stand" und" Weh, daß wir scheiden müffen", ferner die Straffammer des Landgerichts I. In dem Lokale des Ange- die meisten Streits erfolglos gewesen; wir empfehlen daher künftig geradezu meisterhafte Deflamation Grubenlichter" der Genossin schuldigten hatte sich seit längerer Zeit fast täglich eine bestimmte nur absolut gebotene Abwehrstreifs. Die furzsichtige deutsche Gertrud Manteuffel, die Solovorträge der Genossen Richter Gesellschaft zusammengefunden, welche einem Kartenspiel oblag, Bourgeoisie hat, indem sie das durch die heutigen Gesetze den ( Der Gruß des Gefangenen") und Hausotter( Aufruf") sie welches aus Amerika herübergekommen ist und den Namen Arbeitern geftattete Mittel zur Besserung ihrer wirthschaftlichen alle erfreuten die Herzen der andächtig lauschenden Proletarier Bluff" führt. Es soll dem bekannten deutschen Pokern" ähn Cage illusorisch machte, selbst die Arbeiter bestärkt in der Erund entlockten ihnen brausenden Beifall, der um so aufrichtiger lich sein und wird deshalb von der Polizei gleich diesem als ein fenntniß, daß die ökonomische Befreiung der Arbeiterklasse nur gemeint war, als er nicht eitlen Künstlern", sondern ihren Hazardspiel angesehen. Der Angeklagte sowohl wie sämmt durch die Rückkehr der Arbeitsmittel an das arbeitende Volk Schicksals- und Gesinnungsgenossen galt, die nach schwerer Tages- liche Beugen, die ant dem arbeit noch so viel Zeit fanden, für das Amüsement der Brüder hatten, bestritten, daß Gewinn und Verlust nur vom Zufall ab- Arbeiterflaffen selbst zu erringen. Der Boykott ist eine vorsichtig Spiele Theil genommen herbeigeführt wird, und in dem Willen, diese Befreiung durch die und Schwestern sich vorzubereiten Der Jubel erreichte seinen hängig feien, es es gehöre vielmehr auch Berechnung und Höhepunkt bei der Vorführung eines vom Genossen Hartwig Ueberlegung dazu und zu gebrauchende, aber sehr wirksame Waffe gegen die Untervor allen Dingen müsse man nehmer und gegen alle Willensvollstrecker der Unternehmer. Wir arrangirten Gruppenbildes, ebenso wollte er nicht verstummen die Fähigkeit befizen, seine Mienen zu beherrschen, da es die empfehlen den Gebrauch dieser Waffe als ein Mittel, die Lage nach dem Vortrage des Fahnenliedes", als sich das bekannte Eigenart des Spieles sei, die Mitspieler durch Ueberbieten ab- der Arbeiter und damit ihre Chanzen im Kampfe zwischen Kapital Bild Baffalle mit der Fahne", vom Genossen Manteuffel topirt, zuschrecken oder zu„ bluffen". Es soll einmal einer der Mit- und Arbeit zu verbessern."( Lebhafter Beifall.) Diese Resolution den Zuschauern zeigte. Ein komisches Intermezzo, Nachtwächter: fpielenden gegen 1200 M. gewonnen haben, die Zeugen bekundeten wurde nach furzer Debatte einstimmig angenommen. In der Instruktion", von sieben Genossen ausgeführt, erregte die Lach- aber, daß der Umsatz 100 m. selten überschritt. Der Angeklagte Diskussion erklärte u. a. Vetterlein- Gera und der zweite muskeln der Zuhörer in dem Maße, daß es wiederholt werden wollte von den Zeugen dahin belehrt worden sein, daß das Referent die Brutalität der Unternehmer als allein damußte. Ein gemüthliches Tänzchen hielt die Genossen bis zum fragliche Spiel erlaubt sei und die letzteren wollten eine Aeuße für verantwortlich, wenn Arbeiter den Austritt aus dem Fachfrühen Morgen zusammen. rung des Kriminalkommissars Wolff auch in diesem Sinne auf verein heuchelten. gefaßt haben. Herr Wolff erklärte dagegen, daß er völlig mißverstanden worden sein müsse. Der Staatsanwalt beantragte Arbeiterschutzes legte eine längere Resolution, vorgeDie Stellung des Rongresses zu dem abgesetzten Punkte des gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 200 M., der Gerichts- schlagen von Beyer- Rottbus, dar. Sie enthält die bekannten hof fällte aber ein freisprechendes Urtheil, da angenommen wurde, Forderungen des Arbeiterschußes, stellt sich aber bezüglich der daß der Angeklagte nicht gewußt habe, daß es sich um ein Frauenarbeit auf den Standpunkt, daß dieselbe thunlich einGlücksspiel handele. zuschränken sei. Die Resolution wurde angenommen die Stimmen der Delegirten für Ein fleiner Zwischenfall sei hier noch seiner Eigenart wegen mitgetheilt. Während des Sprechens des Prologs erschien ein Gendarm am Eingange des Saales und verlangte Ginlaß. Als ihm bedeutet wurde, daß hier eine gefchloffene Gesellschaft, in der die Polizei nichts zu suchen habe, drohte er, von der blanten Waffe Gebrauch zu machen. Um die Wirkung des Prologs auf die Zuhörer nicht illusorisch zu machen, gestattete man ihm den Hundeschlächter in München. Anknüpfend an den hier gegen Eintritt auf furze Zeit, bedeutete ihm aber schließlich in ener- türzlich gegen den Schlächter Dürr verhandelten Fall, theilt die Berlin, Rixdorf, Bernau und Straußberg, welche ja bald zeigen, ob der Gendarm ein Recht zu seinem Vorgehen Tagen in München stattfand. Seit etwa drei Jahren verschwan- nicht in Betrieben, welche ihrem Organismus schädlich seien, hatte oder nicht. Ob er sich hoffen! In unserer Expedition, sowie in der Arbeiter- BuchhandTung von H. Baginsti in der City- Baſſage wurde gestern Seft XXXIV der sozialdemokratischen Bibliothet( Die Religion bes Rapitals", von Paul Lafargue) polizeilich beschlagnahmt Die Behörde will in dem Heft eine Beschimpfung der christlichen und jüdischen Religion erblickt haben. mußte. t Arbeiterbewegung. Deutscher Textilarbeiter- Kongres. ( Schluß.) Der Soziale Uebersicht. den daselbst Hunde der verschiedensten Gattung, darunter solche beschäftigt werden dürften. Die weiblichen Delegirten stimmten, von sehr hohem Werthe. Ende Dezember erwischte die Polizei bis auf Frl. Schulz- Berlin, mit der Mehrheit. Auf die Abhaltung eines internationalen Textil. einen der Hauptdiebe in der Person eines gewissen Dobler, der einräumte, nicht weniger als 80 Hunde gestohlen zu haben. Die arbeiter- Rongresses wurde nach kurzer Diskussion verUntersuchung ergab damals, daß die gestohlenen Hunde faft zichtet. Der internationale Sozialistenkongres in Brüssel wird sämmtlich an Giesinger Pferdemetzger verkauft wurden, welche die von den deutschen wie von den ausländischen Textilarbeitern beThiere schlachteten und das Fleisch verkauften oder zu Würsten schickt werden. Ein Situationsbericht in deutscher, französischer verarbeiteten. Später gelang es, einen zweiten Hundedieb in der und englischer Sprache wird demselben in 500 Exemplaren vorPerson des 15jährigen Maurersohns Johann Messerer ausfindig gelegt werden; seine Abfassung und Herstellung übernahm das Polizeibericht. Am 31. v. Mts. Nachmittags wurde ein zu machen. Am 17. Januar wurde dem Professor Dr. Tappeiner Berliner Agitationskomitee. Der Kongreß war der Ansicht, daß sjähriges Mädchen vor dem Neubau Ackerstr. 88/84 burch ein ein Hühnerhund im Werthe von 250 M. gestohlen. Es wurde durch den internationalen Arbeiterkongreß auch der besonderen aus dem Fenster fallendes Stück Glas so bedeutend am Kopfe ermittelt, daß ein Hund von dem Aussehen des gestohlenen dem Sache der Textilarbeiter mindestens ebenso viel genügt werde, verletzt, daß es nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden Pferdemetzger Lobmeier in Giesing zugeführt worden war. wie durch einen internationalen Textilarbeiter- Rongreß. Betreffs des 1. Mai hieß der Kongreß nach kurzer Erörte Vor dem Hause Blücherstr. 56 fiel zu derselben Zeit Professor begab sich zu dem Genannten und wußte durch Drohung ein Arbeiter infolge plöglichen Anziehens der Pferde von seinem mit der Polizei Zutritt zu deffen Schlachtkammer zu erlangen. rung die Vorschläge der Reichstagsfraktion gut und überließ das Kohlenwagen und brach das Ellenbogengelent. Er wurde nach Sier hingen nicht weniger als fünf geschlachtete Hunde an der Einzelne den Arbeitern und Genossen der einzelnen Orte. dem Krankenhause am Urban gebracht. Am Sonntag Abend fand im Kongreßsaale, der überfüllt Auf der Baustelle Wand, darunter auch der vermißte Hühnerhund des Professors. Neue Friedrichsstr. 29-34 wurde Nachmittags ein 11jähriger Es waren durchweg edle Hunde, die der jugendliche Messerer war, eine Volksversammlung für Frauen und Männer Knabe, welcher mit mehreren anderen Knaben eine Grube her- gestohlen und an Lobmeier für 1,50 m. bis 3 m. verkauft hatte. statt, in welcher fünf Referenten auftraten. Den Genossen und gestellt hatte, von dem plötzlich nachstürzenden Erdreich ver- Messerer wurde zu sechs Monaten Gefängniß und 21 Tagen überhaupt der Bürgerschaft von Pößneck sind die auswärtigen schüttet. Er wurde sofort von dem Grenadier Freund aus- Saft verurtheilt, gegen Lobmeier wird demnächst wegen Hehlerei Delegirten für die überaus herzliche Aufnahme zu Dank ver pflichtet und werden sie in gutem Gedächtniß behalten. In Pößgegraben und ins Leben zurückgerufen. Anscheinend hat der verhandelt werden. neck hat der Kongreß jedenfalls einen guten und nachhaltigen Knabe eine Verletzung des Unterschenkels erlitten. Zu derselben Eindruck hinterlassen. Das Wichtigste aber ist, daß er die ArZeit stürzte der mit der Ausbesserung eines Glasdachs im obersten Stock der Bau- Akademie beschäftigte Glasergehilfe beiter- Bewegung in hohem Maße genügt hat. Weinhoff infolge eines Fehltritts herab und blieb etwa Prag, 31. März. Die streikenden Maurer fordern einen 3 Meter tiefer auf einem Vorsprung bewußtlos liegen, Minimal- Tagelohn von 2 Fl. und den Beginn der Arbeit um jo daß seine Ueberführung nach der Charitee erfolgen mußte.7 1hr anstatt um 6 Uhr Morgens. Am Nachmittag fanden In der Langestraße wurde Abends eine 81jährige Frau von einem unbekannten Manne umgerannt und durch den Fall am geringfügige Ansammlungen statt; eine Person wurde verhaftet. Einen der Hauptzwecke des Kongresses bildete die Schaffung Unterschenkel anscheinend so schwer verletzt, daß sie nach dem einer einheitlichen Organisation. Ueberall in Deutschland, New- York, 31. März. Nach Meldungen aus Pittsburg Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte.- Zu wo es eine Textilindustrie giebt, bestehen nunmehr lokale find Berhandlungen eingeleitet, um zwischen den Beſizern der derselben Zeit wurde eine Handelsfrau in ihrer Wohnung, in der Organisationen. Es galt aber, möglichst einen Zusammenschluß Steinkohlengruben und den Arbeitern eine Vereinbarung zur Ackerstraße, erhängt vorgefunden. Vor dem Hause Oranien- derselben herbei zu führen und namentlich auch mit dem bis- Beendigung des Ausstandes herbeizuführen. straße 138 fiel Abends ein Arbeiter beim Besteigen eines in der herigen Prinzip der freiwilligen Beiträge zu Gunsten einer beFahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Erde und erlitt eine stimmten, für jedes einzelne Mitglied feststehenden Steuer zu schwere Verlegung des Knies, so daß seine Ueberführung nach brechen. Ueber die fünftige Gestaltung der Organisation herrschte dem Krankenhause am Urban erforderlich wurde. In der Nacht allerdings starke Meinungsverschiedenheit, weil die verschiede nen zum 1. d. M. sprang eine Arbeiterfrau aus dem Fenster ihrer Vereinsgesetze hier dieser und dort jener Organisationsform im 1. Stock des Hauses Möckernstr. 77 belegenen Wohnung auf hinderlich find. Allgemein war man für eine allgemeine Achtung, Steinmetzen! An der St. Sebastian- Kirche den Hof hinab und erlitt außer einem Bruch des Unterschenkels, Organisation der Textilarbeiter aller Branchen in einem( Gartenplay) haben die Steinmetzen wegen Lohndifferenzen die anscheinend schwere innere Verlegungen. Sie wurde nach dem Orte. Die 3entralisation in diesem Sinne erschien, Arbeit niedergelegt. Krankenhause am Urban gebracht. Am 31. v. M. Abends damit sich nicht ein Kastengeist der einzelnen Branchen heraus- Der Steinmetzmeister Förster aus Riesa, der die Steinmekfanden fünf kleine Brände statt. bilde, auch den fächsischen Belegirten unerläßlich, welche sich im arbeit übernommen hat( und, nebenbei gefagt, die Arbeit um ein übrigen der Zentralisation über das ganze Reich nicht anschließen ganz bedeutendes billiger liefert, als der Mindestfordernde der au fönnen erflärten. Ziemlich nach den Vorschlägen des Berliner Berliner Meister), will nämlich nur 60 Pf. Lohn bezahlen, also Agitationstomitees wurde ein Organisationsplan, der die Zentrali- mithin unter dem Berliner Minimallohn arbeiten lassen. sation auch in dem legteren Sinne zum Prinzip hat, Wir rich ten hiermit an sämmtliche Kollegen die dringende auf Grund der Vorarbeit einer Fünfzehner- Kommission des Kon- Bitte, sich mit uns solidarisch zu erklären und den Zuzug nach Ein Dummerjungenstreich, welcher in Berlin sehr häufig gresses in allem Wesentlichen unverändert angenommen. Sit diesem Bau fern zu halten. Mit tollegialischem Gruß: Die streitenden Steinmetzen der in die Erscheinung tritt, hat Beranlassung zu einer gegen den des Verbandes ist Berlin, Siz des Ausschusses- nachdem Forst groben Unfugs gegeben. In der Neuen Königstraße wurden abgelehnt hat 16jährigen Schreiber Max Friedrichs gerichteten Anklage wegen in Konsequenz seiner Stellung zur Frage der Organisationsform St. Sebastian- Kirche. Barmen- Ronsdorf. Das Vertrauensmänner- NB. Die anwesenden Kollegen von Riesa arbeiten vorläufig eines Abends die Passanten durch das wiederholte laute system bleibt bestehen, ebenso als Spize desselben das Berliner weiter. Der ansführliche Bericht erfolgt am nächsten Sonntag in Gebrüll des Namens Dehme! Dehme!" belästigt, am Agitationskomitee, welches durch ein weibliches Mitglied ergänzt einer öffentlichen Versammlung. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. meisten litt aber unter diesem Gebrüll der Träger dieses wird. Der Mitgliedsbeitrag wird für den Verband auf wöchent Namens, der Gemeindelehrer Jehme, welcher an jenem lich 10 Pf. festgesetzt. Die Delegirten aus dem Königreich Sachsen Mechaniker. In der elektrischen Fabrik von Abler. Einzelne Abend die gedachte Straße paffirte, von einigen seiner früheren und aus Reuß ä. 2. enthielten sich der Abstimmung. Haas& Angerstein, Kommandantenstr. 18, ist gestern, am Schüler erkannt und nun durch unverschämt lautes Ausrufen Delegirte, so die für Forst, stimmten dagegen. feines Namens gefoppt werden sollte. Herr Dehme, welcher vor Bon hervorragender Wichtigkeit war der Punkt der Tages. I. April, Streit ausgebrochen wegen unannehmbarer Fabrit Gericht bekundete, daß es sich hier um eine in Berlin leider start ordnung:" Arbeiter Kontrollmarken für Erzeug- ordnung. Kollegen! Zuzug ist fern zu halten. Näheres morgen verbreitete Unfitte handele, unter welcher die Gemeindelehrer nisfeber Textil- Industrie." Hierüber referirte Reichelt im Vorwärts". Die Kommission. vielfach zu leiden haben, faßte einen der Schreier ab und drohte Chemniz. Er theilt mit, daß bereits eine Genossenschafts- Wirkerei Halle a. S., 31. März. Der Streit der Former bei ihn mit zur Wache zu nehmen und da dieser den Angeklagten bei Chemniß gegründet worden sei, die vorzugsweise die Waaren Seyland und Ungnade dauert fort. Zuzug ist fern zu als den Hauptattentäter bezeichnete, so wurde gegen den letzteren mit Kontrollmarke vertreibe. Der Erfolg ist dort ein so guter gehalten. Die Streitkommission der Former von Halle a. S. die Anklage wegen groben Unfugs erhoben. Das Schöffengericht wesen, daß die von den Arbeitern gegründete Fabrik nicht alle Situationsbericht der Generalkommission. Wir haben hatte den jungen Spaßvogel auch zu einer Geldstrafe von 1 Mart Aufträge ausführen konnte. Deshalb wird jetzt auch an Fabriverurtheilt, trotzdem derselbe versicherte, daß er auf die Be- fanten die Marte abgegeben. Dies geschieht aber nur, wenn der es bisher leider unterlassen, in unseren Berichten der Mainzer merkung eines Jungen:" Da geht ja Dehme", nur gefragt habe Fabrikant sich verpflichtet, einen vorläufig, einschließlich der Tischler zu gedenken, weil die Tischler- Organisation anerkennens Wo ist Dehme?" und daß dann plöglich der Ruf" Dehme! Pausen, neunstündigen Arbeitstag einzuführen, feinen Arbeitern werther Weise diesen für sie mit enormen Opfern verbundenen Dehme!" von fremden Jungen weitergetragen worden sei. einen um 25 pet. höheren Lohn zahlt, als der höchste am Rampf aus eigenen Mitteln geführt hat. Nichtsdestoweniger Der Brotherr des Angeklagten, Hechtsanwalt Dr. Coßmann Orte gezahlte Wirkerlohn ist, ferner die Arbeiter anständig be- wollen wir es nicht versäumen, das bisher Unterlassene nachwar auch gleichzeitig der Vertheidiger desselben und hatte handelt und solide Waare herstellt. Die Schwierigkeiten verhehle zuholen und die Genossen allerorts darauf hinzuweisen, daß auch für ihn die Berufung eingelegt, da er der Meinung war, daß er sich nicht. Die Güte der Waaren müsse fortdauernd einer Kontrolle dieser Kampf durch die Unternehmer heraufbeschworen worden ist. der Angeklagte für eine sonst etwa in Berlin verbreitete Unfitte unterworfen werden. Betrügereien mit der Kontrollmarke würden Immer dasselbe Zied, gewöhnlich auch noch unter der alten nicht verantwortlich gemacht werden könne und ihm in dem vor nicht verhütet werden können. Aber die Schwierigkeiten ließen Melodie: Dem Arbeiter geht es noch zu gut, er muß weniger liegenden Falle ein„ lautes Brüllen" des Namens nicht nach sich überwinden. Die Kontrollmarke sei ein neues, werthvolles Lohn haben und länger arbeiten, damit er nicht übermüthig gewiefen sei. Der Gerichtshof hielt aber den Angeklagten für Kampfmittel der Arbeiter, und die gesammte Arbeiterschaft wird. einen Theilnehmer am groben Unfug, glaubte jedoch, daß ein Deutschlands müsse sich verpflichten, nur mit der Kontrollmarke Wir bitten die deutschen Genossen, auch diesem mit aller Verweis genüge, um dem Angeklagten die Unschicklichkeit versehene Waaren zu kaufen.( Lebhafter Beifall.) An der Energie geführten Kampfe ihre Sympathie nicht zu versagen, eines solchen„ Spaßes" zur Erkenntniß zu bringen. Die Strafe Debatte betheiligten sich Vieweg, Haupt, Frl. Schut 13, sondern für genügende Mittel zu forgen. in Höhe von 1 M. ist der Angeklagte also los, dagegen fallen ihm die Kosten beider Instanzen zur Last. Gerichts- Beitung. " übsch, ütgenau u. A. Der Kongres gab die Erklärung Die Lage in den anderen von Ausständen betroffenen Städten ab, daß er die Angelegenheit in jeder Hinsicht unterstützen werde. ist nur unwesentlich verändert. Die Zahl der Gemaßregelten hat Der Arbeiterschutz" wurde, weil die Verhandlung der sich etwas vermindert. Die Unfitte des Hutantreibens in der Neujahrsnacht Gegenstände von größter aktueller Bedeutung, die ganze übrige Gleichzeitig bemerken wir aber auch zu unserem Bedauern, wird in letzterer Zeit gerichtsseitig nicht mehr als grober Unfug, Beit des Kongresses in Anspruch nehme, von der Tagesordnung daß die Leistungen der einzelnen Gewerkschaften an die Generalsondern als Sachbeschädigung aufgefaßt, welches für die Ange- abgesetzt. kommission geringere geworden sind. Es muß diese Thatsache, flagten die Folge hat, daß sie wegen des Vergehens mit einer Ueber, Streits und Boykotts" referirten Ebert- welche die in lester Zeit veröffentlichten Quittungen beweisen, Gefängnißstrafe belegt werden können, während der grobe Unfug, Hof in kürzerer und Dr. Lütgenau Straußberg in längerer um so unangenehmer berühren, wenn man bedenkt, daß jeder Einals eine Uebertretung, schlimmstenfalls nur mit einer Haftstrafe Rede. Beide warnten zur Beit nachdrücklich vor Streits. fichtsvolle aus den bisher erfolgten Leistungen der Generalgeahndet wird. Gestern stand ein gewiffer August Hechler wegen 2ütgenau behandelte Streiks und Boykotts ausführlich( die kommission entnehmen muß, daß hier größere Verpflichtungen einer derartigen Sachbeschädigung vor der 90. Abtheilung des Rede soll im Protokoll, das als Broschüre erscheint, gedruckt eingegangen worden sein müssen. Wir möchten den Gewerkschaften Schöffengerichts. Er hatte in der Neujahrsnacht einem Kauf- werden); er bezeichnet es u. A. als einen Frrthum, daß der zu bedenken geben, daß diese Verpflichtungen erfüllt werden müssen, manne den Hut dermaßen angetrieben, daß die Kopfbedeckung Berliner Boykott gegen die Brauereien gescheitert sei, vielmehr Andererseits würden wir aber den sich doch schon wiederholt Sodann fühlbar gemachten Fehler, nur dann etwas zu leisten, wenn Aus-| Verband, zu dessen Gunsten sich der A.-M.- V. auch nächstens wurde beschlossen, die ganze Angelegenheit der Werkstatt- Rontroll stände eingetreten sind, beibehalten, und dies würde zum großen auflösen wird, in nächster Zeit ebenfalls einen Arbeitsnachweis fommission zu überweisen, welche die weiteren Schritte thun wird. Schaden für die Fortentwicklung unserer Gewerkschaftsbewegung einrichten wird, so ist es am zweckmäßigsten, wenn wir uns Nachdem noch Unregelmäßigkeiten in den Werkstätten Schulgereichen. Wir können nicht eindringlich genug davor warnen, unseres Arbeitsnachweises so schnell als möglich entledigen. Die Straße 51, Schwedterstr. 44 und Schwedterstr. 152 besprochen, der an diesem Fehler festzuhalten, und bitten dringend, endlich damit Kollegen Bredow und Unger erklären sich damit einverstanden, Fragekasten erledigt und die nächste Generalversammlung bekannt zu beginnen, einen festen Fonds zu bilden, um nicht bei jedem jedoch wünscht letzterer, daß der A.-M.-V. den Arbeitsnachweis gegeben war, wurde die Versammlung mit einem begeisterten eintretenden Ausstand mit dem Klingelbeutel durchs Land gehen dem Verbande überweisen möge, welches vom Kollegen Gerisch, Hoch geschlossen. zu müssen. als dem Vereinsgesetz zuwider, bekämpft wird. Der Antrag des Quittung über eingegangene Gelder bei der Generalfom- Borstandes wird sodann einstimmig angenommen. Tischler. In der am 25. März stattgefundenen außer mission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 19. bis verliest Rollege Kurgas die Abrechnung vom Vergnügen ordentlichen Generalversammlung des Fachvereins der Tischler 25. März. Lokalverein der Haarschneider, Neu- Isenburg 12,40. in der Norddeutschen Brauerei am 21. Februar d. J., welche bei hielt Herr Siewers einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: Glasergesellschaft Karlsruhe 8,-. Kommission der Tabatarbeiter einer Einnahme von 134 M. und einer Ausgabe von 101 M. Die Ausbreitung der Leibeigenschaft. Alsdann theilt der VorBerlin 388,50, von Tischlern Oranienburgerstr. 9, 7,-, die Kl. einen Ueberschuß von 33 M. aufweist. Auf Antrag des Revisors fizzende mit, daß der Vorstand, bewogen durch die bedrängte Lage Reichenberger 4,50, zusammen 400,-. Vertrauensmann d. chi- Bredow wird dem Komitee Decharge ertheilt. Sodann erstattet der streitenden Tischler in Mainz, den letzteren 1000 m. überrurgischen Branche, Berlin 110,-. Von Zigarrenarbeitern in Kollege Bredow den Bericht der Revisoren über das Sommerfest fandt habe. Der Vorstand beantrage nun: Die GeneralversammDeftringen, durch Geck, Offenburg 5,-. Gesammelt von Bim- am 16. August v. J. und über das Stiftungsfest am 15. Sep- lung möge der Bewilligung dieser Summe ihre Genehmigung merern Potsdams 2,50. Ueberschuß vom 20. Bezirk, Hamburg tember v. J. Ersteres erzielte eine Einnahme von 710,10 m., nachträglich ertheilen. Diesem Antrage wird einstimmig ent 5,25. Ueberschuß der Tellersammlung der öffentlichen Versamm verursachte eine Ausgabe von 571,85 M., mithin bleibt ein Uebersprochen. lung der Metallarbeiter Berlins und Umgegend 80,- Vom schuß von 138,25 M.; bei letzterem betrug die Einnahme 417,90 m., Auf Anregung eines Mitgliedes und Befürwortung seitens Altenburger Wahlkreis 100,-. Kontrollkommission, Bremen die Ausgabe 326,55 M., bleibt ein Ueberschuß von 91,35 m. des Vorsitzenden erklärt sich die Generalversamm130,- Sesammelt von Tabalarbeitern Köpenicks 3,80. Leseklub Ferner theilt Kollege Bredow mit, daß 89 Herren- und 76 Damen- lung des Fachvereins der Tischler einstimmig daß, da am 1. Mai allgemein Gleichheit", Berlin 10,-. Expedition der Allgemeinen Dach- billets nicht zurückgeliefert sind, mithin muß man annehmen, daß dafür, Decker Beitung", Berlin 1,50. Bom Iuftigen Kleeblatt, Harburg die betreffenden Personen die Billets verkauft und das Geld für gearbeitet wird, die Tischler Berlins es 2,50. Vereinigung deutscher Schmiede, Filiale Offen sich verbraucht haben. Er geißelt scharf ein derartiges Ge- für ihre moralische Verpflichtung ansehen, den bach 10,-. Arbeiter Potsdams, durch Sperber 7,45. Kom- bahren und empfiehlt, diesen Personen jedes Vertrauen zu ent- vierten Theil ihres Tagesverdienstes für die mission der Tabatarbeiter, Berlin, durch Motes 350,- ziehen. Dem Vergnügungskomitee wird Decharge ertheilt. Unter Ausgesperrten zu opfern; die in den Werkstellen erExpedition des Wähler", Leipzig 178,94. Fachverein der Glas- Verschiedenem machte Kollege Hartmann auf die am 31. März hobenen Beträge wolle man im Zentral- Arbeitsnachweis, Wallarbeiter des Plauenschen Grundes 50,-. Ueberschuß vom stattfindende öffentliche Metallarbeiter Versammlung behufs straße 7-8, abliefern, worauf dann die Quittung öffentStiftungsfest der Metallarbeiter- Krankenkasse, Filiale Suden Stellungnahme zum 1. Mai aufmerksam und legt den Kollegen lich erfolgt. Unter Verschiedenem theilt Kollege Wiedemann burg 20,- Leseklub Karl Marg", Berlin 20,-. Gesammelt ans Herz, zahlreich zu erscheinen. Ferner fordert er die Kollegen einige Werkstattangelegenheiten mit, die in drastischer Weise von Genossen Berlins, Glühlicht" 15,85. Verband der Schneider, auf, die restirenden Vereinsbeiträge baldmöglichst zu entrichten, zeigen, wie durch die gegenwärtige Krise die Rücksichtslosigkeit der Filiale Marne 4,-. Berband der Bäcker und Berufsgenossen, da die Auflösung des Vereins bevorsteht und jedes Mitglied es Meister hervorgerufen wird. Berlin 18,-. Ueberschuß vom Ball der Liedertafel der Schiffs sich zur Ehre schätzen müsse, bis zur letzten Stunde mit seinen Schließlich theilt der Vorsitzende mit, daß der Fachverein die zimmerer, Fortschritt", Hamburg 10,-. B., Altenburg 3,-. Beiträgen auf dem Laufenden gewesen zu sein. Kollege Gerisch Maifeier Sonntag, den 3. Mai, in der„ Neuen Welt"( HasenFachverein der Schlosser und Maschinenbauer, Nürnberg 80,-. theilt mit, daß er infolge seiner Wahl zum provisorischen Ren- haide) festlich begeht. Das Billet kostet im Vorverkauf( auf den A. Dammann, Kassirer, danten des neuen Verbandes sein Amt als zweiter Vorsitzender Bahlstellen und bei den Vorstandsmitgliedern) 20 Pf.( während Hamburg, Fürstenplatz 2, 1. Etg. des A. M.-V. niederlegt. Ferner fordert er zu regem Abonnement es an der Kasse 25 Pf. fostet.) Auf jedes vorher ge= auf die Deutsche Metallarbeiter- Zeitung" auf, welche für den Preis taufte Billet wird am Eingange eine Festzeitung gratis von 65 Pf. pro Quartal frei ins Haus geliefert wird. Bestellungen verabfolgt. nimmt Kollege Gerisch entgegen. " " In der Quittung vom 5. bis 18. Februar muß es heißen statt Bischofswerder, Bischofswerda M. 10,50; in der Quittung vom 26. Februar bis 4. März muß es heißen: Rommission der Zabatarbeiter, Berlin, Mart 180,70 u. f. m. Nachzutragen find vom 26. Februar: 23. Bezirk Altona, M. 3,40. Versammlungen. Die Zimmerlente Berlins und Umgegend hielten eine öffentliche Generalversammlung ab. Dieselbe war in erster Reihe berufen, Stellung zur Maifeier zu nehmen. Nach einem erläuternden Referate des Regierungsbaumeisters Reßler stimmte die Versammlung mit allen gegen vier Stimmen folgender, von Lehmann beantragten Resolution zu: " " Metallarbeiter Versammlung. Die Dachdecker hielten am Sonnabend Abend eine öffentliche Versammlung unter Vorsitz des Kollegen Rackwitz ab. Beim ersten Punkt der Tagesordnung wurde der Faffung der Refolution der Bauhandwerker entsprechend Kollege Radwis als Delegirter gewählt. In Betreff der Feier des 1. Mai wurde, da eine Ginigung nicht zu erzielen war, befchloffen, in furzer Zeit eine zweite Versammlung einzuberufen, welcher die endgiltige Beschlußfassung überlassen wird. Das Bureau wird mit Eine öffentliche, der Leitung des Genossen Pätzold unter stehende Versammlung sämmtlicher in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter beschäftigte sich Dienstag Vormittag mit der Stellungnahme zum 1. Mai, wozu der Genosse Gerisch das einleitende Referat übernommen hatte. Es kommt in Frage, ob wir am Tage des 1. Mai eine Feier veranstalten. In wie weit wir uns an der allgemeinen am ersten Sonntag stattfindenden der Ginberufung betraut. Feier betheiligen, das möchte ich jedem Einzelnen selbst überlassen wissen, da wir in diesem Jahre schon der Kürze der Zeit wegen und infolge unserer jetzt in der Entwickelung begriffenen Organisation vorher glaubte sich, und das mit Recht, keine Bereinigung befugt, für die gesammten Metallarbeiter etwas zu feiten zu veranstalten. arrangiren nicht im Stande sind, noch irgend welche Festlich felbft. Beim dritten Punkt wurde über die geplante Petition an das Polizei- Präsidium wegen Verhütung der Unfälle auf Bauten gesprochen. In längeren Ausführungen legte Genosse Kirsch die Gefahren der Dacharbeit für Klempner, Dachdecker und Schornsteinfeger dar. Redner zeigte die Unzulänglichkeit der heutigen SchutzDie heute, den 30. März 1891, in Hensel's Salon tagende vorrichtungen, welche nur in einem Tau bestehe, dessen eines Ende Generalversammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend er der Arbeiter um den Leib trage, während das andere Ende am klärt sich mit dem von der sozialdemokratischen Fraktion des haben, sondern an ihr festgehalten und nur die Feier auf einen daß das Tau etwa zwei Meter Spielraum laffe, bei einem AusWir können so sagen, daß wir die Idee nicht aufgegeben Hause befestigt sei. Die nothwendige Bewegungsfreiheit bedinge, Reichstages gefaßten Beschlusse, die Demonstration zu Gunsten günstigeren Zeitpunkt verschoben haben. des achtstündigen Arbeitstages vom 1. Mai auf den 3. Mai zu arbeitern aber wird es liegen, ob dieser Zeitpunkt mehr oder große Gefahren bietet, durch das häufige Reißen des Tanes aber An den Metall- gleiten also immer noch ein Sturz stattfinde, der schon an sich verlegen, nicht einverstanden, beschließt aber: 1. Sich den Beschlusse der Reichstags- Fraktion unter weniger nahe gerückt ist. Wären wir gut organifirt, hätten wir zur Lebensgefahr wird. Die Prüfung der Taue gebe ebenfalls beispielsweise 40 000 organisirte Metallarbeiter in Berlin, dann feine genügende Garantie. Wenn dieselben Morgens geprüft, zuordnen. Am Freitag, den 1. Mai, Abends, eine Versammlung der gäbe es keinen Aufschub, dann dekretirten wir die Maifeier während der Arbeit aber mit Säure bespritzt werden, was bei Zimmerer Berlins und Umgegend mit der Tagesordnung: Die den Arbeiten der Klempner fast unvermeidlich sei, werden sie daBedeutung des Achtstundentages" abzuhalten. Ein Jeder, der Borschlag, einen Theil des am 1. Mai verdienten Lohnes zu einem Fällen hieße es dann, die Arbeiter feien betrunken" gewesen! Nun ist noch ein weiterer Punkt zu erörtern, das ist der durch zerfressen und mithin vollkommen unbrauchbar. In solchen heute hier anwesend ist, hat dafür zu agitiren, daß jeder nuhbringenden Zweck zu opfern. Auch dies wird unbedingt noth- Redner geht dann auf die Schmugkonkurrenz unter den UnterZimmerer, welcher an jenem Tage in Berlin arbeitet, in dieser wendig sein! Wie die geopferte Summe verwendet werden soll, nehmern, welche durch das Submissionswesen gezeitigt werde, ein Bersammlung erscheint. das möge die Versammlung bestimmen, aber daß etwas bei und schließt hieraus, daß eine durchgreifende Hilfe, soweit sie gesteuert wird, dafür muß ich ganz entschieden eintreten.( Starter momentan durchführbar sei, nur in der AnBeifall.) bringung eines Schutzgitters, welches übrigens jedem In der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion wurde Hause zur Zierde gereichen würde, зи suchen sei, dem Referenten im Wesentlichen betresss der Feier des 1. Mai und zugestimmt, über die Beisteuer wurden verschiedene Ansichten laut. fammlung der empfiehlt schließlich eine tombinirte Ver= Dachdecker, Klempner und Nach längerer Debatte und einem kurzen Schlußwort des Refe- Schornsteinfeger einzuberufen, und in dieser Versammlung Vorschlage zu, nach welchem die einzelnen Branchenorganisationen zur obligatorischen Errichtung von Schutzgittern bei jedem Bau, renten stimmte die Versammlung einem von letzterem gemachten die Abfaffung einer Petition an das königliche Polizeipräsidium am Abend des 1. Mai eine oder mehrere Versammlungen gleichviel ob Neubau oder Reparatur, zu beschließen.( Lebhafter hingewiesen wird; die Feier am Sonntag soll Jedem selbst einberufen sollen, in denen auf die Bedeutung des Tages Beifall.) überlassen blieben und weiter sollen die Vertrauensmänner von bewegte, wird beschlossen, die vorgenannte Versammlung Nach langer Diskussion, welche im Sinne des Referenten sich den Berufsgenossen einen Theil des Arbeitsverdienstes an dem thunlichst bald einzuberufen, und in allen Kreiſen für guten Tage als Beisteuer einziehen, wozu die Marken der deutschen Besuch derselben zu agitiren. Metallarbeiter benutzt werden sollen, nachdem sie vorher kenntlich 3. Am Sonntag, den 3. Mai d. J., früh einen Ausflug mit 3. Am Sonntag, den 3. Mai d. I., früh einen Ausflug mit Familie in die Umgegend Berlins zu veranstalten und ist gleichfalls ein jeder Berliner Zimmerer verpflichtet, sich hieran zu betheiligen. Lehmann, Schmidt und Päseler. " 4. Alle hierzu nöthigen Schritte einzuleiten und die erforderliche Agitation zu entfalten, überträgt die Versammlung dem heutigen Bureau. Das Bureau der Versammlung bildeten die Kameraden Im Anschluß hieran erstattete 2ehmann Bericht über die stattgehabte Bauarbeiter- Konferenz und über die von dieser ge faßten Resolution und sprach sich für die Wiederherstellung des ursprünglichen Bassus i besagter Resolution aus. Dieser Wunsch wurde von anwesenden Verbandsmitgliedern lebhaft bekämpft und die Versammlung faßte nach längerer Debatte mit allen gegen fünf Stimmen folgenden Beschluß:" Die heutige Versammlung der Zimmerer Berlins und Um- gemacht sind. Ferner wurde beschlossen eine Statistik der an Sechster Wahlkreis. Im sozialdemokratischen Wahlverein gegend beauftragt ihre Delegirten zur Bau- Arbeiter- Konferenz, diefem Tage arbeitslosen Kollegen aufzunehmen, die Listen werden für den sechsten Berliner Reichtags- Wahlkreis hielt am 25. März fich mit denjenigen Delegirten anderer Gewerkschaften, welche sich sammlungen an dem Tage zur Einzeichnung ausliegen. in allen Verkehrslokalen, Zahlstellen, Arbeitsnachweisen und Ver- Dr. F. Lütgenau einen Vortrag über„ Kirche und Sozialismit der ersten Vorlage, wie sie der Bau- Arbeiter- Konferenz vormus" und fand lebhaften Beifall. An der Diskussion betheiligten gelegen, einverstanden erklärt haben, in Verbindung zu setzen, um Unter„ Verschiedenem" erhob Genosse Pätzold lebhaften Proteft fich außer mehreren Genossen die Herren Schumacher( Schulmit diesen gemeinschaftlich den Passus 1 der Vorlage in seiner arbeiter erlassenen Aufruf an die Metallarbeiter Deutschlands, beiden Herren fanden im Schlußwort des Referenten ihre gründgegen einen im Vorwärts", aber nicht im Fachblatt der Metall- rektor) und Seifert( Theologe). Die Ausführungen dieser ursprünglichen Fassung wiederherzustellen. Die Versammlung wählte des Weiteren die Kameraden 2e h- in welchen diesen empfohlen wurde, sich den Forderungen der liche Widerlegung. Folgende Anträge wurden angenommen: Die Versammlung wählte des Weiteren die Kameraden 2eh- Unternehmer, aus den Fachvereinen auszuscheiden, anscheinend" Die Versammlung verpflichtet sich, die Ausführungen des Refemann, Bäseler und Wils zu Delegirten für den zu bildenden Ausschuß des beschlossenen Kartells der Bau- Arbeiter und faßte zu fügen, schlimmstenfalls auch sich hier durch Unterschrift zu renten in weite Streise zu tragen, damit Kirche und Christenthum unter ,, Verschiedenem" folgende Beschlüsse: verpflichten. Gleichzeitig besprach Nebner die zur selben Zeit in in ihrer wahren Gestalt gekennzeichnet werden." 1. Die heutige Versammlung macht den in der Generalversamm der Deutschen Metallarbeiter- Zeitung" veröffentlichte Tages- sammlung beschließt gemäß dem Wunsche mehrerer Mitglieder lung vom 10. Februar d. J. gefaßten Beschluß, daß die dem ordnung zu dem zum 1. Juni nach Frankfurt am Main des Vereins, am 1. Mai Abends eine Versammlung stattfinden Kameraden Lehmann aus der Privatklage mit Jäckel erwachsenen einberufenen Metallarbeiter Kongreß. Sowohl der Zeitpunkt zu lassen, in welcher auf die Bedeutung des Achtstundentages und die Lage des Kongreßortes sowie auch Gerichtskosten, Rechtsanwalts- Gebühren und Verfäumnisse ersetzt einzelne hingewiefen werden soll, damit den Genossen, welche am Tage wurden Tagesordnung werden, zu dem ihrigen und verpflichten sich die Anwesenden, Punkte der von dem. Redner arbeiten, Gelegenheit gegeben wird, sich an der Demonstration dafür Sorge zu tragen, daß die erforderlichen Gelder durch frei einer scharfen Kritik unterzogen. Die meisten Redner, welche sich zu betheiligen; Genossen Liebknecht ist möglichst das Referat zu willige Sammlungen auf Listen aufgebracht werden. an der hierauf bezüglichen Diskussion betheiligten, stimmten dem übertragen". Genossen Pätzold bei, namentlich wurde der Aufruf fast von allen Rednern gemißbilligt. Das Resultat des Meinungsaustausches darüber war die mit großer Mehrheit erfolgte Annahme folgender 4. Resolutionen resp. Anträge: sammlung. " " " 0 Die Ver Eine öffentliche Versammlung der Steinmeßen Berlins fand am Montag statt. Zu der Frage: Wie feiern wir den 1. Mai? wurde von dem Kollegen Hempel eine Resolution vorgelegt, welche lautete: Die heutige öffentliche Versammlung der Steinmegen wird die Beschlüsse des internationalen Arbeiterkongresses zu Paris zu würdigen wissen. Sie begrüßt es mit Freuden, daß durch den Kongreß das Solidaritätsgefühl der Arbeiter aller Länder dokumentirt worden ist und ist im Prinzip für die Maifeier am 1. Mai, erkennt aber den Nath der Reichstags- Fraktion, die Feier der heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse als den reiflichst durchauf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen, unter dem Druck dachten und für dies Jahr am richtigsten an und beschließt, am 1. Mai zu arbeiten, am Abend des 1. Mai aber eine öffentliche Verfammlung mit Frauen einzuberufen, am Sonntag die wirkliche Feier zu veranstalten, und da wir am 1. Mai arbeiten, je nach einem heute noch zu fassenden Beschluß der Versammlung einen Theil unseres Listen sind zu haben bei Wils, Reinickendorferstraße 20 b, Seitenflügel 3 Tr. 2. Das heutige Bureau wird beauftragt, in der nächsten Zeit eine öffentliche Versammlung einzuberufen mit der Tagesordnung: " Die Lohnverhältnisse der Berliner Zimmerleute event. Wahl einer Lohnkommission" und Nachtrags- Abrechnung vom ehemaligen 1. Stelle den Antrag, den Metallarbeiter- Rongreß nicht am Gefellenausschuß". 1. Juni 1891 zu Frankfurt a. M., sondern der günstigeren 3. Da durch Annahme der Resolution der Bau- Arbeiter geographischen Lage wegen zu Pfingsten in Halle a. S. tagen zu Konferenz die Bertretung der Zimmerer Berlins in der Sentral- laffen. Die Berliner Metallarbeiter stehen heute noch auf dem Streit- Stontrollkommiſſion überflüssig geworden ist, so erklärt die Boden der Weimarer Stongreßbeschlüsse, fie erheben also gegen heutige Bersammlung das Mandat der Vertreter des Zimmerer den Aufruf der Vertrauensmänner energischen Protest." gewerts in derselben mit dem heutigen Tage für erloschen." Nach verschiedenen Mittheilungen erfolgte Schluß der Ver- Berlins" protestiren energiſch gegen den Aufruf der Bertrauens 2. Die heute versammelten Metallarbeiter aller Branchen leute der Metallarbeiter Deutschlands vom 22. März 1891, indem Eine außerordentliche Generalversammlung des allge Derselbe ganz unwürdige Forderungen an die Arbeiter stellt." meinen Metallarbeiter Vereins fand am 26. März statt. Der Fachverein der Tischler( Norden) hielt am 24. März Kollege Geriſch erstattete ben Bericht über die Thätigkeit des eine gut besuchte Versammlung ab. Th. Glocke sprach unter Arbeitsnachweises vom Oktober bis April, aus dem hervorgeht, lebhaftem Beifall über„ Kontrattbruch und Koalitionsrecht mit Verdienstes dem allgemeinen Interesse zu opfern. daß der Arbeitsnachweis im verflossenen Halbjahre nicht so spezieller Berücksichtigung der dem Reichstage vorliegenden Ge- Ueber diese Resolution entstand eine längere Debatte, an florirte, als im vorhergehenden; die schwere Krise mit der großen werbe- Ordnungs- Novelle." In der Diskussion wurde der be- welcher sich die Kollegen Scherz, Jeschke, Schmidts, Heldenberger, Arbeitslosigkeit ist die Ursache. Der Andrang der Arbeitsuchen kannte§ 153 einer eingehenden und scharfen Kritik unterzogen. Sempel, Alecke und Lachmann betheiligten und zwar sprachen den war theilweise ein bedeutend größerer als vorher, jedoch unter„ Gewerkschaftliches" wurden in Hinblick auf verschiedene sich die Kollegen dahin aus, die Versammlung am Abend ausließen sich von denselben die meisten garnicht einschreiben, wenn Klagen" die Verhältnisse der Müller'schen Möbelfabrik, Schön- fallen zu lassen und dafür möchte ein jeder Kollege am Abend sie hörten, daß die Aussicht auf Anstellung gering sei, so daß hauser Allee, einer allgemeinen Besprechung unterworfen. So bes 1. Mai an der Feier der Wahlvereine theilnehmen, da diese die Zahl der Eingetragenen geringer war als vorher. Berlangt haben z. B. beim Umzug- welcher Weihnachten stattfand öffentliche Versammlung ebenso schwach besucht sein würde, wie wurden naturgemäß ebenfalls weniger Personen, nämlich 328 die Gefellen zwei bis drei Tage gratis resp. für das Versprechen diese heutige. gegen 564 im vorhergehenden Halbjahre; desgleichen ist die eines etwaigen Festessens gearbeitet,( schwächere Kräfte sogar Die Resolution wurde, nachdem der Passus in Betreff der Zahl der indirekt untergebrachten Die acht Tage) und zwar mit Zustimmung des Arbeiterrathes. öffentlichen Versammlung mit Frauen am Abend des 1. Mai Thätigkeit des Arbeitsvermittlers erstreckte sich ferner Doch nicht umsonst hat der Umzug bewerkstelligt sein sollen, es gestrichen und der Passus, daß ein jeder arbeitende Kollege auf Erledigung von Rechtsschutzsachen und den Vertrieb der soll eine Akkordzulage stattfinden, oder vielmehr sie hat statt i Mart von seinem Verdienst zu opfern habe, hinzugefügt war, Metallarbeiter- Zeitung. As dritter Punkt stand ein Antrag des gefunden, aber nicht am Lohn, sondern an der Arbeit und zwar einstimmig angenommen. Borstandes auf der Tagesordnung: den Arbeitsnachweis mit so, daß der Verdienst pro Woche etwa um 8 bis 10 M. geringer Kollege Hempel legte eine Unterstüßungs- Tabelle für arbeitsdem 1. April d. J. aufzuheben. Hierzu führte Kollege Gerisch ausfallen dürfte, trotzdem derselbe schon jetzt auf einem recht lose Kollegen vor. Ueber diese Unterstützungs- Tabelle Sprachen aus, daß von einer vollständigen Aufhebung des Arbeitnachweises niedrigen Niveau steht. Auch der Einbehalt von drei Tagen sich verschiedene Kollegen dahin aus, daß sie zur Ausarbeitung burchaus nicht die Rede sein kann, da aber der neugegründete Lohn wurde hierbei erwähnt und dergleichen Sachen mehr. Es an eine Kommission überwiesen werde. Gewählt wurden in die eine fleinere. Kommission die Kollegen Hempel, Klahr, Scherz, Thomas, Buchmann, Heldenberger und Lachmann. Ferner wurde es den Kollegen ans Herz gelegt, sich recht rege an den Sammlungen für den Fonds zu betheiligen. Die arbeitslosen Kollegen sollen sich binnen drei Tagen bei unserem Vertrauensmann Herrn Albert Hempel melden. erhobene, wieder einmal flar und deutlich. Die neue Nera hat| Geselliger Berein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, in den manches verschlechtert und beschränkt, indem sie dem Arbeiter wedding", Abends 8 Uhr bei A. Engel, Müller- und Antonftraßen- Ecc. die traurige Lage des Proletariats nicht verbessert, wohl aber zuifenstädt. Bierhallen, Alte Jakobftr. Nr. 89.— Geselliger Club I au veil chen", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60 Pfropfenverein zahlreiche kleine Rechte genommen und Vortheile geschmälert hat. Die arbeitende Klasse besitzt die Kraft, sich selber zu helfen, und wennen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bet Bülow, Admiralstraße 38. Gäste willBergnügungsverein„ Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Marienbad", Badftr. 35-36, Saal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilsie ihre Kraft zusammen nimmt, so kann sie durchsetzen, was sie tommen." An Stelle des früheren Revisors Berthold wurde der Kollege will. Eine neue Aera muß und wird eingeführt werden, aber 9 Uhr, im Gesellschaftshause Ostend", Rüdersdorferstr. 45. Berein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends Bierwirth einstimmig gewählt. PrivattheaterBeim letzten Punkt der Tagesordnung,„ Gewerkschaftliches", wie überall, so werden es auch bei uns die Unterdrückten sein, schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. nicht durch die Machthaber, sondern durch die Unterdrückten; Gesellschaft Soffnung", Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgasse 2. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindestattete der Vorstand des Verbandes, Herr Jeschke, der Versamm welche die neue Aera herbeiführen werden.( Stürmischer Beifall.) tommen. Gäste will: lung einen Bericht über den Streit der Oppacher Steinmetzen ab. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei Der Streit steht sehr günstig und wird nach Ostern zu unseren Resolution wurde angenommen. Für Stellungnahme zum 1. Mai In der Diskussion sprach Kollege Menzel. Eine entsprechende Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste willkommen.- Tambourverein„ Jungfernfranz", Gunften enden. Er bittet, die Kollegen, welche so sest und stand- sprachen die Kollegen Süßmeier, Fischer, Kördel, Grünberg, Bent, straße 48. Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krautshaft aushalten, auch jetzt noch nach besten Kräften zu unterstützen, Baginsti, Köppler, Niederauer. Es wurde beschlossen, die Ar- bofertati Rauchflub, ernipige", Abends 8% Uhr bet A. Böhl, NüdersRauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirthsda sich nach diesem Streit der Verband um mindestens 500 Mit- beit am 1. Mai nicht ruhen zu lassen, sondern für diesen Tag Breslauerstr. 27. haus, Staligerstr. 41. Rauchklub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, glieder vermehren würde. eine Versammlung einzuberufen. Ein Antrag, die Schuhmacher sollten am 3. Mai einen Ausflug machen, wurde abgelehnt; hingegen beschlossen, daß jeder Kollege von seinem Verdienst am 1. Mai 50 Pf. zum Besten der Ausgesperrten opfern solle. Das Geld solle an die Generalkommission in Hamburg abgeliefert werden. Die Kollegen Buchmann, Rempfer und Lehmann erläutern der Versammlung die Verhältnisse der Steinmetzen an der Sebastiankirche( Gartenplatz). Sie arbeiten für 60 Pf. pro Stunde und haben das Geschirr nebst Schärfe noch zu liefern. Sie werden mit dem Geschäftsführer der Firma Förster in Riesa verhandeln.( Inzwischen ist es zum Streit gekommen. Red.) Die Versammlung beschließt, in aller Ruhe und Güte der Firma Förster die ortsüblichen Lohnverhältnisse vorzulegen. Sollte sich die Firma weigern, sie zu bewilligen, so findet nach den Feiertagen eine öffentliche Versammlung statt, in welcher diese Angelegenheit näher besprochen werden fann. besprochen waren, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf Nachdem unter Verschiedenem" noch einige Angelegenheiten die Sozialdemokratie geschlossen. " Weidenweg 12. Sprechsaal. Die Redaktion fiellt die Benugung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. In dem Bericht über die Versammlung der Bildhauer vom 23. März bei Deigmüller ist der Kern der Sache nicht wiederEine öffentliche Versammlung der in Holz gegeben. Es handelte sich nicht hauptsächlich um Zentral- oder bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Lokalorganisation, sondern, da die Bildhauer noch unter„ VorStenographen- Schule. Unter diefem Namen hat sich hier- Stein. Der Vorsitzende forderte die Versammelten auf, sich zu einmal abzuschütteln. Dies war der eigentliche Zweck der VerArbeiter tagte am 23. v. M. unter dem Vorsiz des Kollegen mundschaftsordnung" stehen, darum, diese Vormundschaft endlich selbst ein Verein gebildet, welcher es sich zur Aufgabe gemacht Ehren der Opfer des 18. März von den Plägen zu erheben. fammlung. Darum ging auch folgende Resolution ein: hat, nicht allein Unterricht in Stenographie zu ertheilen, Bereitwillig geschah es. Darauf erhielt Genoffe Fr. Zubeil das sondern in zweckentsprechenden Uebungsstunden jedem Wort zu seinem Vortrage über: Was haben uns die Kämpfe hauer Deutschlands nicht mehr dem Zeitgeist entspricht, proteſtirt In Erwägung, daß die bestehende Organisation der Bildam Kursus Theilnehmenden Gelegenheit zu geben, sich die nöthige der Arbeiter in der letzten Zeit gelehrt" Der sehr interessante die heutige öffentliche Versammlung der Bildhauer gegen diese Fertigkeit anzueignen. Die Uebungen für Kenner der Kurzschrift Vortrag wurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall auf- Form, fordert von der nächsten Generalversammlung, eine Organis finden jeden Donnerstag Abend Oranienstraße 126 statt und genommen. An der Diskussion betheiligten sich die Herren sation zu schaffen mit demokratischer Grundlage und ohne jede beginnt ebendaselbst am nächsten Sonntag Nachmittag Hamm, Heitmann, Roboldt, Stein und Rühl und sprachen sich polizeiliche Bevormundung, damit das Selbständigkeitsgefühl geder erste öffentliche Lehrgang von sechs Stunden. Diese Zeit Alle im Sinne des Referenten aus. Folgende Resolution wurde pflegt und jedem Bildhauer die Möglichkeit gegeben ist, ohne ist auf mehrfachen Wunsch gewählt, da der stenographische Unter- gegen eine Stimme angenommen: Die heutige Versammlung prinzipielles Bedenken einzutreten. Diese Resolution wurde aber richt voll und ganz das Interesse der Theilnehmer beansprucht, verpflichtet sich, nach dem eben gehörten Vortrage Mann für von den Anhängern der Vormundschaftsordnung bekämpft und welches erfahrungsgemäß an Abenden nicht immer vorhanden ist, Mann der bestehenden Organisation beizutreten. Ferner spricht niedergestimmt. und im Uebrigen verweisen wir auf die im Laufe der Woche in die Versammlung ihr Bedauern aus, daß gerade die Kollegen diesem Blatte erscheinenden Anzeigen der Stenographen aus dem Norden geflissentlich der Organisation fern bleiben Dies den Bildhauern Berlins zur Nachricht. schule. Ein Honorar wird nicht erhoben werden, und es ent- und bittet dieselben, alle persönlichen Zwijtigkeiten ruhen zu lassen Ernst Prüfer, Wienerftr. 54. stehen den Theilnehmern nur die Kosten der Lehrmittel mit und nicht eher zu ruhen, bis sich auch der Verband im Norden 1,25 M. Ferner beabsichtigt der Verein einen Lehrgang für eine Achtung gebietende Stellung erobert hat." Unter Verschiede- Wahlvereins zur Berichtigung. Den Genossen des 6. fozialdemokratischen Schüler abzuhalten, und wir machen die Eltern darauf auf- nem rief die Bauhandwerker- Konferenz eine längere Debatte her- Verleumdungen, daß ich am 15. März cr. von einer Versamm= Die muthwilligen merksam, daß selbstgeschriebene Theilnahme- Gesuche ihrer Kinder vor. Darauf machte der Vorsitzende bekannt, daß die Quittungs- lung aus von einem Beamten der politischen Polizei verhaftet an&. Andreas, Königgrägerstr. 56 a, zu richten sind. Den- farten und Marken zum Reservefonds fertig gestellt seien und worden wäre und mich in Untersuchung befände, sind von A bis Z jenigen, welche die Stenographie erlernt haben, wird Gelegenheit von jetzt ab die Beiträge jeden Sonntag Bormittag von 91/2 unwahr. Den betreffenden Herren und Konsorten wird es gegeben werden, die Hauptsysteme kennen zu lernen, um sich als- bis 11 Uhr in folgendeen Zahlstellen entgegen genommen wohl hauptsächlich darum zu thun sein, um mich aus der Fabrik dann ein Urtheil über die Verwendbarkeit des einen oder anderen werden: in Arbeiterkreisen bilden zu können. Auch über diese Punkte Aktiengesellschaft 2. Schwarzkopff, Chausseestraße, herauszudrängen. wird das Nähere im Inseratentheil bekannt gegeben werden. Ich will den Herren nur empfehlen, daß sie sich, bevor sie etwas in Umlauf setzen, auch überlegen, ob sie das auch verantworten des Herrn Dr. Duvinage vom 16. März bin ich krank und bin können. Der wahre Sachverhalt ist dieser. Laut Bescheinigung noch frank und nicht in Untersuchung. So steht die Sache. Eine Mitgliederversammlung des Fachvereins der Tapezirer Berlins fand am 24. v. M. statt. Da der Referent nicht erschienen, fielen die beiden ersten Punkte fort. Unter Verschiedenem verliest Kollege Freiwald aus der Wiener Tapezirer Beitung" eine vom dortigen Tapezirer- Fachverein gefaßte Resolution und bemerkt hierzu, daß in diesem Verein jedenfalls ein guter Geist herrsche. Nach dem Bericht der Werkstätten- KontrollIm Lotal des Herrn Gehloff, Mariannen- Ufer 4, ferner im Lokal des Herrn Petersohn, Veteranenstr. 22 und im Lotal des macht, daß am 3. Mai eine öffentliche Bersammlung für Männer Herrn Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Ferner wurde bekannt geund Frauen im Lokal Süd- Ost, Waldemarstraße 75, stattfindet, hinterher Maifeier. Das Nähere wird noch im Vorwärts" befannt gemacht. Darauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. lich aus ihrem Schlaf aufwachen, in dem sie liegen, und sich mehr Zum Schluß möchte ich den Herren empfehlen, daß sie endDer gerechten Sache anschließen und nicht fortwährend Gerüchte unsere gute Sache schädigen. aus ihrem verborgenen Hinterhalte hervorschleudern, die nur Max Maize, Antonftr. 3. fommiffion über die Verhandlungen mit Herrn Prächtel in betreff eine Mitgliederversammlung ab. Herr Robert Schmidt hielt unfere gute Sache schädigen. der Differenzen, welche in dessen Werkstatt entstanden sind, ent spinnt sich eine sehr erregte Debatte. Ein Ausgleich ist jedoch noch nicht ganz erfolgt. Auch die Kollegen der Pfaff'schen Wert statt waren eingeladen, um Gerüchte, welche über ihre Werkstatt kursiren, richtig zu stellen; auch in dieser Angelegenheit war die Diskussion eine sehr lebhafte. Kollege Freiwald weist noch darauf hin, daß wir zureifenden Kollegen in erster Linie bekannt machen, daß die Arbeitszeit eine 9 stündige wäre, der frühere Minimallohn von 72 Thalern sei nicht mehr maßgebend, sie hätten mindestens 8 Thaler zu verlangen. Ueber den Beschluß der letzten öffentlichen Versammlung in betreff der Maifeier entspinnt sich ebenfalls eine längere Debatte. Die polnischen Sozialdemokraten hielten im März zwei Bersammlungen ab. In der ersten, die am 16. März stattfand, hielt Genosse Andriejewski einen Vortrag über den Kampf der Kirche gegen die Sozialdemokratie. Am 24. März sprach Genosse Morawsti über Nationalität und Patriotismus. Beide Nedner ernteten lebhaften Beifall. Depeschen. ( Wolf's Telegraphen- Bureau.) Der Verein der Parquetbodenleger hielt am 23. d. M. einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Auf dem Arbeitsmarkt". Zu Verschiedenem wurden einige innere Vereinsangelegenheiten erledigt. Nachdem über die bevorstehende Maifeier debattirt war, wurde beschlossen, dem Fraktionsbeschluß sich zu fügen, jedoch am 1. Mai eine Herrenparthie zu machen. Die Mitglieder werden ersucht, sich dieser Parthie so viel wie möglich anzuschließen. Auf Antrag des Genossen Labow wurden Paris, 1. April. Internationaler Bergarbeiter- Rongreß. 20 m. aus der Vereinskasse für Diejenigen bewilligt, welche sich In der heutigen 4. Sizung wurde die Berathung über den Modus der Herrenparthie anschließen wollen, jedoch arbeitslos und un- der Abstimmungen wieder aufgenommen. Der deutsche Delegirte bemittelt sind. Wird die bewilligte Summe nicht zu dem Zwecke Biegen sprach gegen den englischen Antrag und betonte namentlch, verbraucht, so fließt der Ueberschuß der Generalfommission in daß der Reichere und Mächtigere den Anderen seinen Willen Hamburg zu. Bu erwähnen ist noch aus der letzten General- nicht diktiren dürfe. Zugleich forderte er die Engländer auf, bestand von 34,29 M. ergeben hat. Die nächste Vorstands- lichen Arbeiten herantreten könnte. versammlung, daß die zweite Quartalsabrechnung einen Kassen- ihren Antrag zurückzuziehen, damit der Kongreß an die nüßfizung findet den 13., die Versammlung den 27. April in Weigt's Callewaert sprachen sich in demselben Sinne aus. Hierauf wollte Basly und der Belgier Lofal statt. Der bevorstehenden hochwichtigen Tagesordnung der Belgier Defuet das Wort nehmen. wegen( 2ohnfrage) ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in Pickard handhabte lebhaft die Glocke, Basly wand ihm die Der Vorsitzende dieser Versammlung zu erscheinen. Glocke aber aus den Händen, worauf Pickard sichtlich unzufrieden den Präsidentenplatz verließ. Die auf den Galerien VersamEine überaus zahlreich besuchte öffentliche Verfamm- 24. d. M. eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Herr Pickard protestirte gegen derartige Rundgebungen. Als endlich Der Fachverein der Wirker und Wirkerinnen hielt am melten gaben ihre Mißbilligung durch wiederholtes Bischen kund. lung für Frauen und Männer tagte am 22. März unter Schlütter einen Vortrag über den Ursprung der Religion hielt. die Ruhe wieder hergestellt war, nahm Pickard seinen Blaz wieVorsitz des Genossen Lazarus bei Krüger, Große Frankfurterstraße. In der Diskussion sprachen Kollege Neuhaus und Janz im Sinne der ein und die Diskussion nahm ihren Fortgang. Schließlich Vor Eintritt in die Tagesordnung ersuchte der Borsigende die bes Referenten. Zum Verschiedenen" wurde der Abwehrstreit wurde die Berathung, um den Delegirten Zeit für den Besuch Versammlung, das Andenken der Märzgefallenen durch Erheben bei der Firma Laue u. Ko., welcher durch die Einigkeit der Ar- des Stadthauses zu lassen, auf morgen vertagt. von den Pläzen zu ehren. Nachdem dies geschehen, nahm der beiter und Arbeiterinnen zu Gunsten derselben ausgefallen ist, Lehrer Herr Sievers zu einem interessanten und äußerst bei einer Kritik unterzogen. Der erste Schriftführer legte aus Ge- nationalen Bergarbeiter- Rongreß im Stadthause nahm die Mehrzahl Paris, 1. April. An dem Empfang der Delegirten zum Interfällig aufgenommenen Vortrag über„ Das religiöse Vorurtheil" fundheitsrücksichten fein Amt nieder; an seine Stelle wurde der Munizipalräthe theil. Der Sekretär der Arbeiterbörse, Ribanier, An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Died, aus folgenden Personen gebildet: From, Boigt, Engelmann, rant, vor. Der Legtere betonte in seinen Begrüßungsworten, daß Kollege Janz gewählt. Dann wurde ein Vergnügungs- Komitee stellte die Delegirten dem Vorsitzenden des Munizipalraths, LevLazarus, Reißner und Schlüter im Sinne des Döring, Lindner und die Kolleginnen Laura Herbst und Louise der Munizipalrath sich stets mit den Arbeiterfragen eingehend Genoffe Bethge forderte auf zum Beitritt der Freien Volks- Gareis gewählt. Auch wurde die Werkstatt der Firma Ifidor so mühevoll und deren Arbeit Müller. In die Arbeitsnachweis- Kommission wurde Kollege beschäftigt habe und für die Bergarbeiter, deren Leben bühne und Agitation für dieselbe. der Industrie so nüzBeim Punkt Verschiedenes" stellt Genoffe efter den An- Joachim einer Kritik unterzogen und die Fachkommission mit Re- lich sei, warme Sympathien Best gelung der Angelegenheit beauftragt. hege. Die internationale trag, nach Schluß der Versammlung die Tellersammlung foctErörterung der fozialen Fragen werde ein großer Fortzufeßen und den Ueberschuß den ausgesperrten Arbeitern Deutschschritt sein und Erreichung zur des obersten Zieles lands zukommen zu lassen. Der Antrag wurde nach kleiner beitragen, an die Stelle des Krieges eine schiedsrichterliche EntDebatte angenommen. Hierauf schloß der Vorsitzende unter einem scheidung treten zu lassen. Der Engländer Burt dankte im dreimaligen Hoch auf die Sozialdemokratie die Sigung. Trotz deutschen und österreichischen Bergarbeiter. Nach den BegrüßungsNamen der englischen, der Deutsche Schröder im Namen der dem der Einberufer bei seiner Eingabe bemerkt hatte, daß nach der Versammlung geselliges Beisammensein mit Tanz stattfinden reden begaben sich die Kongreßtheilhaber in einen anstoßenden solle, erklärte der überwachende Beamte, daß an diesem Sonntage, Saal, wo Erfrischungen gereicht wurden, und verweilten hier als am Balmsonntage, weder Tanz, Musik noch irgend eine andere Luftbarkeit stattfinden dürfe. das Wort. Referenten. Eine sehr stark besuchte öffentliche Versammlung der Schuhmacher von Berlin tagte am Dienstag Morgen unter der Leitung des Kollegen Niederauer. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende dem verstorbenen Kollegen Germer einen warmen Nachruf, und die Versammlung ehrte das Andenken des Todten durch Erheben von den Sizen. Hierauf erhielt zum ersten Punkt der Tagesordnung Kollege Max Baginsti das Wort zu seinem Vortrage: Hat die neue Aera an dem Mißverhältnisse zwischen Reichthum und Armuth etwas geändert? Redner führte folgendes aus: 3. Verschiedenes. " Verein der Modelleure und Gipsbildhauer. Donnerstag, den 2. d. M., Abends 8% uhr, bet Norbert, Beuthstraße 22. 1. Borlesung. 2. Geschäftliches. zu Berlin. Bersammlung, heute, den 2. April, Abends 8½ Uhr, Rosenthaler Fachverein deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher- Gehilfen straße 38. abends 9 Uhr, um Restaurant Wohllebe, Alexandrinenstraße 110. Privat- Theatergesellschaft Fidella". Sigung, Tanz, Borträge, 8 Uhr, Naunynfir. 86 bet Bubeil. Säfte vännen durch Deitglieder eingeführt Schluß fand eine Besichtigung der Räumlichkeiten des StadtLese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends längere Zeit in lebhafter Unterhaltung mit den Stadträthen. Zum werden.- Verein ,, Boltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Lese- und Diskutirtlub hauses statt. Hallen". Wahrheit, Martusstr. 31. Wach Auf Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Vieruftlärung", Abends 8% Uhr, tommen. Schwarz. Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenftr. 40. bet Stehmann. Proz. " " " Gäste haben Zutritt. Gesangverein " Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. in Heindorfs Restaurant, Langeftr. 70. Gäste willkommen. Beine" in Rigdorf, Ece Knesebeck- und Hermannstraße, Restaurant Beyler." Gäste willeingeführt, haben Zutritt. Johannes Wedde" Schönleinstr. 12, bei Süd- Ost", 8% Uhr bei Tolksdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich uhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Bonnerstag Abends 2. R. P. 19. 1. Das ist noch nicht bestimmt. 2. Jawohl Gesangverein", Blumenstraße 46 bei Wend. Uebungsstunde von 9 bis eine solche Zeitschrift im Verlage von Auer u. Co., doch sind Seeger'scher H. K. Bruch i. Weftf. In Hamburg erscheint allerdings 11 Uhr. Gesangverein Einigtett"( Sutmacher), straße 73 bei Roth. Gefangverein Edelweiß Sinten Einzelabonnements auf dieselbe nicht zulässig. Melchiorstraße 15 Gefangverein ,, Echo 2", Alte Schönhauferstraße Jedesmal, wenn an die Spitze einer Regierung eine neue, Nr. 42 bei Reimann. R. N. Charlottenburger Ufer 13. Die Sache eignet sich Gesangverein Frühlingsluft", Flottwell nicht zur Veröffentlichung. junge Kraft tritt, hegt man für gewöhnlich die Hoffnung, daß in straße 5 bet Bartels. Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bet den bestehenden Verhältnissen ein Umschwung zum Besseren ein- Gefangverein, ornblume", Blumenstr. 54 bei Wuttte. Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Zwei Wettende aus der Egerzierstr. Nein. 5. M. 32. 1. Der Steuererheber tann, ebenso wie der treten werde. Und jedesmal zeigt sich die Nichtigkeit derartiger Hand in Hand", Stalizerstr. 142 bei Greiser. Gefangverein Gerichtsvollzieher, zur Pfändung schreiten, auch wenn weder der Unverzagt" bet Küster, Köpenickerstraße 127a. Hoffnungen. Es ist deshalb absolut falsch, wenn man glaubt, Gefangverein, Dorf- Bahlungspflichtige noch sonst Jemand in der Wohnung ist. die Lösung der Tagesfragen, besonders der sozialen Frage, hänge verein des, ifchlerverbandes" in Steglit, Restaurant Hildebrand. glödlein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. Gefang 2. Wenn einmal fruchtlos wegen Steuern vollstreckt ist, so kann einzig und allein von dem Wohlwollen der Regierung ab. Wenn Arbeiter- Gesangverein armonie", Tempelhof, Dorfstr. 10 bei Gerih. die Vollstreckung stets wiederholt werden. Eine Steuerrate verdie Regierung auch eingesehen hat, daß die Bestrebungen der Gee bet ate te jengger, benz- und Holländerstraßen- fährt in 4 Jahren seit der letten versuchten Vollstreckung. 3. Das Caro. Arbeiter Gesangverein Morgenroth", RummelsArbeiter sich auf thatsächliche Verhältnisse gründen, wenn sie burg, Göthestraße 9 bei Konrath. Gefangverein Brezel Vormundschaftsgericht für Rummelsburg ist das hiesige Amtsauch zugiebt, daß in diesem Streben ein guter Kern steckt, schluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Mufit und gericht II, Hallesches Ufer. und in Befolgung dieser Erkenntniß eine Lösung der sozialen Gefangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bei Schneider. Gesangverein Gesangverein Fichte. Der Steuererheber kann einen Mahnzettel schicken, Frage felber versucht, so hat die arbeitende Klasse von dieser" A mic itt a", Adlershof Bismarcjtraße bei Albrecht. Seite dennoch nichts zu erwarten. Die Arbeiterklasse kann alle Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat. Wohnung des Zahlungspflichtigen war. wenn er einmal vergeblich zur Abholung der Steuern in der flub„ Rudwärts", Abends 8 1hr, im Restaurant Boderte, Palisaden- Steuer, die er einzuziehen hat, beträgt die Mahngebühr 10 Pf. Für jede Art der die Anstrengungen der Regierung kaum der Beachtung würdigen; denn das steht unwiderstreitlich fest: die Befreiung der Arbeiterklasse tann nur durch sie selbst, durch das Volk errungen werden! Und auf diesen Moment, wo der Augenblick zu dieser nothwendigen Selbstbefreiung erschienen ist, hat die Sozialdemokratie die Arbeiter vorzubereiten. reuzberger Harmonte", Lindenste. 106, bei Poppe. straße 47. 1 1 Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Turnvereinsten", LehrElisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Berliner Turngenossenschaft, 1. Lehrlings Abtheilung, abends 8-10% Uhr, im LessingTheater, Banffir. 9-10. Männer- Gefangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, GneisenauGarten, Dresdenerstr. 45. Gäste willkommen. Verein Zid Bad", Sigung Briefkaffen der Expedition. Gesammelt durch den rothen Rudolf 6,10 M. Pelikan 2,10. Saffian- Arbeiter Berlins 16,-. Wieviel das Volk thatsächlich von der herrschenden Klasse zu ftraße 88.- Offenbacher Sängertrang", Uebungsstunde von 9-11 im Dresdener Pfropfen- Verein Wedding 15,-. Vom früheren Fachverein der erwarten hat, zeigt die neue Aera, die vielgepriesene, zum Himmel mit Damen 9 Uhr in Kröſches Geſellſchaftshaus, Fichtestraße Nr. 29. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.