Nr. 277. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs- Breisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Bereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inierate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Abonnement auf den Sonnabend, den 25. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Mit dem 1. Dezember eröffnen wir ein neues MonatsFf „ Vorwärts Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. sie dem deutschen Volt präsentirte ist die Börsensteuer am populärsten. Wenn einmal geblutet werden soll, ein tüchtiger Aderlaß applizirt werden ben Spalten eines großen Theils der bürgerlichen Presse nichts zu thun. Was an der Börse ge- und verhandelt Die übergroße Majorität des Volkes hat mit der Börse wird, das ist der durch die Ausbeutung der Arbeiterklasse Steuerbouquet zieren, weiß man auch, daß die tollsten Spekulationen Gegenstand ganz besonderer Aufmerksamkeit der betreffenden Schatullenso mag der Börse verwaltungen sind. so tönt es aus und aus den Reihen der Gesetzgeber. Die öffentliche Meinung hält, gewiß nicht mit Unrecht, erzeugte Mehrwerth, um den sich die Kapitalistenklasse in Börse und Schwindel für ziemlich gleichwerthige Begriffe. wilder Spekulationswuth untereinander an der Börse rauft. Von konservativer Seite wird der Aufruf zum Kampfe Die Vorgänge an der Börse haben für uns nur insofern gegen das moderne Sodom und Gomorrha noch mit dem Interesse, als dieselbe ein Spiegelbild der herrschenden Zubekannten Tropfeu antisemitischen Del's gesalbt, und die stände ist, in welchem sich die ganze Fäulniß und KorAhlwardtpresse fordert sogar, daß der gesammte Steuerruption der bürgerlichen Gesellschaft darstellt. bedarf des Reiches aus den Börsensälen herausgeholt Von diesem Standpunkt aus können wir der Börsenwird. Wie die Dinge nun einmal liegen, wird die Börsen- steuer, ganz abgesehen von unserer sonstigen Gegnerschaft, steuer vom Reichstage angenommen werden, wobei wir nur nicht das Wort reden. Die Spekulations- und Spielwünschten, daß der vielgefräßige nimmersatte Militärmoloch geschäfte der Großen werden durch die in Aussicht genomgleichzeitig den Mammonstempel in der Burgstraße mit ver- mene Steuererhöhung nicht verhindert. Wer mit Hundertschlingen möchte. tausenden und Millionen spielt, läßt sich nicht durch eine Steuer hiervon abschrecken. Der Zweck, den die Vertheidiger der Börsensteuer im Auge haben, nämlich das Kapital dem unsoliden Börsengeschäft zu entziehen und dem Handel und der Industrie zuzuführen, wird nicht erreicht, weil, wie gesagt, sich die Spekulation an teine Steuerschranken bindet. Unsere Parole: Nieder mit dem Militarismus! weist uns unsere Stellung gegenüber der Börsensteuer an. Wir Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements sind gegen die Bewilligung der Vorlage, weil wir dem zum Preise von herrschenden Militärsystem alle Mittel verweigern, gleich viel aus welcher Quelle dieselben entnommen werden. Aber auch aus anderen Gesichtspunkten sind wir Gegner der Börsensteuer- Vorlage. 3,30 Mark für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil der Skizzen aus der sozialistischen Bewegung in Rußland auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dazu kommt, daß die deutschen Spekulanten vermöge Das Publikum, das an der Börse gewinnt und„ ver- des Telegraphen sich mit großer Bequemlichkeit der ausdient" d. h. diejenigen Leute, welche an dem Steigen und ländischen Börsen bedienen können, wo der deutsche SteuerFallen der Kurse ein Spekulationsintereffe haben befigt fiskus nichts zu sagen und auch nichts zu holen hat. in unseren Augen ungefähr dieselbe moralische Qualität, Will man die an den Börsen erfolgende Ausraubung wie die Helden des hannoverschen Spielerprozesses. So mit einiger Aussicht auf Erfolg besteuern, so ist die Vors sicher Herr v. Meyerinck, deffen Sarg seine Freunde mit auslegung hierfür eine internationale Vereinbarung darüber, einem Echleppsäbel" geschmückt haben sollen, und der olle auf welche Weise die Börse dem Militarismus tribut ehrliche Seemann" den Stempel für Spielfarten in jeder pflichtig gemacht werden soll. Höhe gezahlt haben würden, so gern zahlen die Börsenhaie" erhöhte Abgaben, wenn sie nur ihrer Spiel- und Spekulationswuth fröhnen können. Von diesem Theil der Börsengeschäfte reden wir über haupt nicht; sie sind durch Steuern nicht genirt und können nur durch Gesetze beseitigt werden, durch welche die Börse selbst mit all' ihrem Schwindel beseitigt wird. Hieran denft aber bekanntlich die Regierung nicht, und ebenso wenig haben die tonangebenden Parteien des Reichstages diese Absicht. Die Börsensteuer. Statt des Wortes Wir leben im Zeichen des Verfehrs" tann man füglicherweise sagen: Wir leben im Zeichen der Verkehr- und Verzehrsteuern". Die DeckungsWas die Börsenenquete der letzten Jahre in dieser mittel für die neueste Heeresverstärkung sollen beschafft Hinsicht für Resultate zeitigen wird, bleibt abzuwarten. werden. Die Liebesgabe" von 40 Millionen Mark ist ein Eine sehr drastische Illustration zu dem Verlangen, den Rühr mich nicht an" für die Regierung, weil die neuen Pfuhl des Lafters auszubaggeru, würde die Offenlegung Freunde unserer exkommunistischen Finanzerellenz den der Kundenregiſter der Bankiers und Banken ergeben. Schutz der Landwirthschaft", d. h. die Versorgung einiger Wer die Dinge einigermaßen fennt, weiß, in welch Tausend verschuldeter Großgrundbesitzer als die Pflicht und wahnsinniger Weise die Edelsten der Nation", vorzugsAufgabe des Deutschen Reiches betrachten. weise auch die„ nothleidenden Agrarier", in Getreide und Fonds spekuliren, und wie die gescheitelten oder tonsurirten Stellvertreter Gottes der Stätte des Spiels ein sehr irdisches Interesse bezeugen. " Der Liebling der Agrarier", Herr Dr. Miquel, mußte gegen den bösen Reichskanzler ins Feld rücken und Einnahmen schaffen, welche den Leuten, die sich nicht wie Graf Caprivi rühmen fönnen keinen Ar und feinen Halm" ihr Eigen zu nennen, feine Steuerschmerzen verursachen. Von allen Blüthen, welche das den" patriotischen" Bewilligern der Heeresverstärkung präsentirte oder richtiger durch Feuilleton. Nachdruck verboten.] Daß der Papst sein Vermögen durch Rothschild in Paris verwalten läßt, spricht nicht für die übermäßige Solidität des vatikanischen Geldverkehrs, und weil die gekrönten Häupter Europas an dem Börsengetriebe interessirt sind, Plöglich machte der Wagen eine Biegung nach einem großen Feld. Anton drehte sich um und erblickte viele Reihen von Kutschen und tausende von Köpfen, überragt [ 16 von hohen Balken, von denen zwei Schlingen herabhingen. Diese Masse stummen, sklavischen Volkes erweckte in Antons Herzen ein quälendes Gefühl. Es ist scheußlich zu sehen, wie das Volt, welches man so geliebt hat, für das man aus der sozialistischen Bewegung sein Leben läßt, so gleichgültig der Hinrichtung zuſieht. Skizzen in Rußland. ( Aus dem Russischen überfest.) „ Es ist traurig, an einem solchen Morgen sterben zu müssen", sagte unwillkürlich Antons Kamerad; die Lust zum Leben, hervorgerufen burch die Pracht der Natur, ließ sein Herz heftig schlagen. Anton blickte ihn an und sagte: " Was thut es... wir sterben nicht umsonst! Es ist uns nicht gelungen, mit unserem Leben der Sache viel Nutzen zu bringen, nüßen wir ihr mit unserem Tode. Hoffen wir, daß unser Tod uns einige Nachfolger aus der Menge, die unserer Hinrichtung zusieht, verschafft. Nach kurzem Schweigen fuhr er fort: Wir wollen tapfer sterben! Beigen wir, wie Sozialisten sterben. Das ist unsere Pflicht." Der Wagen setzte seine Fahrt fort. Die Stadt war nicht mehr zu sehen, hinten den Bäumen wurden Villen sichtbar; an den Seiten des Weges gingen Leute, die sich Derspätet hatten. Antons Kamerad sah sich auch um, und bei dem Anblicke der Stricke zitterte er- widerwärtig und schrecklich waren diese tödtlichen Schlingen anzusehen, die sich im Winde bewegten. Anton bemerkte die Angst seines Kameraden und nahm sich vor, ihn zu unterstützen, damit er mit Ehren sterbe. " Höre," flüsterte Anton ihm zu, sei tapfer. Wir wollen unseren Feinden nicht das Recht geben zu sagen, daß wir Feiglinge sind." Der Wagen fuhr durch eine breite Straße, die durch zwei Reihen Soldaten gebildet wurde, hinter denen sich das Volk drängte. Die eine Reihe, welche vor dem Schaffot stand, öffnete sich. " Es lebe das Volk!" rief Anton mit voller Stimme, und stieß seinen Kameraden ant. Dieser wiederholte mit seiner jungen hellflingenden Stimme diesen Ausruf, dadurch ermuthigt sagte er zu Anton: " Ich werde mit diesen Worten sterben." Der Wagen hielt an. Die schrille Stimme des alten Generals kommandirte: Präsentirt das Gewehr"; ein junger Adjutant verlas eilig mit aufgeregter Stimme das Urtheil. So lange dies nicht geschieht, wird sich das eigentliche Spiel- und Spekulationsgeschäft der Besteuerung in Deutschland entziehen, und wo das nicht der Fall ist, sich durch die Steuer in feiner Weise seiner Thätigkeit eindämmen lassen. Als willkommenes Steuergebiet bleibt nun noch das kleine Anlage- und Umtauschgeschäft an der Börse. Diese Finanzoperationen zu besteuern, liegt keine Veranlassung vor, weil hier die Steuer als eine Erschwerung und Be hinderung des Verkehrs wirkt. Es ist schlechterdings unmöglich, das Spekulationsgeschäft durch die Steuer zu treffen, ohne zugleich auch das sogenannte solide Geschäft heranzuziehen. Während nun aber nicht ein einziges Epiel- und Spekulationsgeschäft infolge der Börsen, steuer unterbleiben wird, ist mit Sicherheit zu erwartendaß die Besteuerung auf den Kleinverkehr im Effektengeschäft lähmend und hindernd einwirken wird. Dazu kommt noch, daß die Steuer natürlich auf das kaufende oder verkaufende Publikum abgewälzt wird und weder die Bankiers noch die Banken trifft. Soweit im Börsenverkehr von kleinen Geschäftsleuten die Rede sein kann, werden diese vorzugsweise von der Börse nsteuer getroffen, weil jede Transaktion, die sie durch ihren Bankier vornehmen lassen, besteuert wird und das durch die Kosten auf das vorgenommene Kauf- oder Berkaufsgeschäft erhöht werden. Anton umarmte kräftig seinen Kameraden, tüßte ihn dreimal und sagte: " Wir sterben nicht umsonst, mein Täubchen. Alles ist Unsinn, und das ganze Leben ist ein Unsinn... nur unsere Sache ist groß." " Es lebe das Volk!".... rief der Jüngling kräftig aus. Der Trommelwirbel rollte an allen Seiten des Vierecks; die weißen Kapuzen verdeckten das Gesicht Anton's und seines Kameraden. Ihre Augen erblicken nicht mehr den blauen Himmel nur ein trübes Licht dringt durch die starke Leinewand; in ihren Ohren sauste es von der lauten Musik der Trommelschläger und der Hornisten; die Lippen flüstern unhörbar die letzten Worte. Und plößlich noch der letzte physischen Schmerz noch der letzte physischen Schmerz... die Köpfe neigten sich auf die Brust, auf ewig erlosch in ihnen der ehrenvolle Gedanke, ewige Finsterniß trat ein. Die Trommeln ertönten immer fort. Stumpf glogte das Volk die in der Luft hängenden Körper seiner Freunde an. Ein gebildeter Gutsbesitzer bat den Staatsanwalt um ein Stück von dem Strick- weil es glückbringend im Kartenspiel sei. Die Terroristin. Wie sehr wird sich jener Leser täuschen, welcher in folge der Ueberschrift dieser Skizze glaubt, daß ihm das Bild einer Frau mit einem Furiengesicht, mit blutrünstigen Augen, ohne Verstand und Herz vorgeführt werden wird. Um sofort einen solchen Leser angenehm zu enttäuschen, beginnen wir aleich mit der Beschreibung Raja's. Da wo also die Börse ihre Aufgabe als Zentral- Aus- 1 Börse, sondern das Publikum und kennzeichnet sich daher den Sr. Majestät dem Kaiser zu unterbreitenden Vorschlag tauschsstelle wirklich vorhandener, zu liefernder oder ab- als eine Erschwerung und Einengung des Verkehrs. zunehmender Werthe erfüllt, sollte ihr diese Aufgabe verwegen Besehung einer Mitgliedsstelle beim ReichsbankDeshalb aus prinzipiellen und praktischen Gründen, Direktorium Beschluß gefaßt. nünftigerweise nicht durch steuerfiskalische Maßregeln er wegen des Zweckes und der Wirkung- sind wir gegen die schwert werden. Börsensteuer. Braucht die bürgerliche Bresse für die Abwickelung be stimmter Geschäfte Institutionen wie die Börse, so hat es teinen Sinn, Schranken aufzurichten, welche dem Schwindel geschäft nicht beikommen können, aber den soliden Verkehr, soweit solcher überhaupt noch an der Börse in die Erscheinung tritt, beengen. Die Gewerkschaftsdebatte, die jetzt in der sozialdemokratischen Presse geführt wird, giebt unseren Gegnern, wie wir schon früher bemerkt, einen eifrig benutten Anlaß, ihre Unfähigkeit des Verständnisses unserer Bewegung zu befunden. Heute finden wir z. B. in der Bourgeoispreffe Politische Iteberlicht. folgenden Waschzettel: Berlin, den 24. November. Bei der Nach unserem Dafürhalten ist die Börsensteuer nur, dazu bestimmt, dem Reichstage das andere Steuergemüse der Handelsvertrags- Debatte fiel heute dem Aus dem Reichstage. In der Fortsegung schmackhafter zu machen. Der geschäfts- und börsen nationalliberalen Professor Paasche die Aufgage zu, die zwei gewandte ehemalige Leiter eines der größten Finanzinstitute, Herr Miquel, weiß nur zu gut, daß die Ver- Meinungen, welche auch über diese Frage in der nationalliberalen Partei vorhanden sind, zu vertreten. doppelung der Steuersätze noch lange keine Verdoppelung vollständigen Abwirthschaftung der nationalliberalen Grundder Steuereinnahmen zur Folge hat. Die Börsensteuer wird der Reichskaffe nicht die veranschlagten Einnahmen läge haben deren Anhänger nur dadurch Mandate erhaschen können, daß sie den Wählern versprachen, was diese bringen, dafür aber die deutschen Börsen mehr noch wie wünschten. Diese Herren traten für Herabminderung bisher vom Auslande abhängig machen. Die Thatsache, der Getreidezölle ein, daß in dem internationalen Verkehr und Deutschwenn sie in Industriebezirken land ist kein Agrarstaat mehr, sondern in hohem Grade kandidirten, und sie kehrten den Agrarier heraus, sobald fie auf die Ausfuhr seiner Erzeugnisse angewiesen vor Bauern sprachen. das Arbitragegeschäft eine sehr bedeutende Rolle spielt, jedoch durch die Verdoppelung der Börsensteuer stark ge fährdet ist, hätte schon genügen müffen, um die Regierung davon zurückzuhalten, den Agrariern zu Liebe dieses Experiment zu machen. Die Börsen von Wien, London und Paris können sich gratuliren zu der Fülle von soliden und guten Geschäften, die sich neben den zweifel- und schwindelhaften Unter nehmungen an ihren Markt drängen werden, wenn in Deutschland der Austausch von Wechseln und Effekten durch die Börsensteuer künstlich vertheuert und dadurch zum großen Ein Hauptvertreter dieser Agitation ist der Herr Professor Paasche selbst; in Magdeburg, wo er für den Ordnungsbrei Durchfallskandidat war, wetterte er gegen die agrarische Begehrlichkeit", im Meiningenschen aber, wo er schließlich auch gewählt wurde, stellte er sich auf den heute brüstete sich der Herr Professor mit seinem warmen" Boden des Programms des Bundes der Landwirthe. Auch Herzen für die Landwirthschaft, zum Ende aber plädirte er doch für die Annahme der Handelsverträge. Berlin, 23. November. Wenn es für uns noch eines Beweises bedurft hätte, daß der souveräne" sozialdemo Iratische Parteitag nichts weiter als ein willen Ioses Mameluten parlament der Parteihäupter set, so wäre er durch den Verlauf des Kampfes über die Gewerkschaftsorganisation erbracht. Auf dem Parteitage in Köln trägt der Wortführer der Ges werkschaftsbewegung eine vollständige NiederI age davon. Er wird niedergeschrieen, und nur wenige wagen, gegen die Form, in der dem Genossen" begegnet wird, Berwahrung einzulegen. Bei der Abstimmung sind auch diese auf der Seite der Parteiregierung, die zuletzt einstimmig wiedergewählt wird. Der Eindruck ist: der Gewerkschaftler Legien ist ein isolirter Stänker, fachlich und persönlich ist in der Partei alles in Ordnung. Wie verschieden aber ist das Bild, daß sich nach dem Parteitag in Presse und Versammlungen entrollt! Die Freunde der Gewerkschaften werden mit je dem Tage entschiedener, in der Form wie in der Sache, die Parteihäupter gerathen immer ärger ins Gedränge und was die Hauptsache ist, es stellt sich heraus, daß ihre Autorität unheilbaren Schaden genommen hat, ihre Wiederwahl in Köln also nur das Ergebniß einer Machenschaft gewesen ist. nur Zum Beweis dafür, wie sehr die Autorität der Führer" zu Schaden gekommen sei, zitirt der Waschzettelfabrikant Als entschiedener Gegner der Vertragspolitik trat Herr dann noch einige Auszüge aus der von uns veröffentlichten von Plötz, der Führer des Bundes der Landwirthe auf. Einsendung Elm's. Wer jedoch erwartete, aus dem Munde des Herrn Theil verhindert ist. Also der Führer der Gewerkschaftsbewegung erlitt auf Die von den Befürwortern der Börsensteuer aus von Plög eine Rede im Tone der Flugblätter des Bundes dem Kölner Parteitag eine totale Niederlage gesprochene Ansicht, daß durch die Steuer die Spekulations- u hören zu bekommen, der ist arg enttäuscht worden. Die und in der Presse erleiden nach dem Parteitag die das ist der geschäfte eingeschränkt, der Spielwuth das Handwerk gelegt, Rede war herzlich unbedeutend und ohne jede agressive Parteiführer eine vollständige Niederlage mit einem Wort die Börsenzustände sanirt werden, Spitze. Inhalt des Waschzettels- und aus diesen zwei Thatsachen ist vollständig irrig. Wenn das im Plan läge, müßten rischen Quertreibereien Eine fich ausschließlich gegen die konservativ- agra- wird geschloffen, daß der Kongreß ein willenloses Mamelutenganz andere Maßregeln ergriffen werden; Maßregeln, mit der Reichskanzler, dem dann unser Genosse Schönlant folgte. Parteigenossen machen, was sie die Führer rischen Quertreibereien richtende Rede hielt hierauf parlament" war, und daß die Führer" mit den armen tenen die bürgerliche Gesellschaft sich ins eigene Fleisch schneiden würde, denn es kann nicht oft genug wiederholt Derselbe geißelte das unter Bismarck eingeführte Hochschutz- wollen. Beide Thatsachen, auf denen dieses vernichtende werden. Die Börse, mit all ihren unfittlichen Begleit- 30ll- System, das er treffend als Subsidienverträge zu gunsten Urtheil beruht, sind falsch. Der Führer der Gewerkschaftserscheinungen, ist ein unentbehrliches, ein nothwendiges der Konsumenten und speziell der arbeitenden Bevölkerung lage erlitten, wie nach dem Parteitag die Führer in der einzelner Großindustrieller und Großgrundbesitzer auf Kosten bewegung hat auf dem Parteitag ebensowenig eine NiederProdukt der heutigen Gesellschaft, sie steht und fällt mit ihrer Erzeugerin, der kapitalistischen Produktionsweise. nannte. In seinen weiteren Ausführungen zeigte der Reduer Presse. Daß Legien in Köln die Sache der Gewerkschaften Handelt es sich also bei der Börsensteuer nur um eine Er- dann an einzelnen Beispielen, was es mit den armen nicht glücklich vertreten hat, ist wohl richtig, allein als gänzung der übrigen Steuerprojekte zur Deckung der Kosten Bauern aus dem Osten" des Grafen Kanit auf sich hat. Führer der Gewerkschaftsbewegung hat er, ebensowenig wie der Heeresverstärkung- so ist die Stellung der Sozial- Nicht um die Rettung der Landwirthschaft handele es die Sache der Gewerkschaften, eine Niederlage erlitten. Und ist demokratie von selbst gegeben. sich, sondern um die Konservirung der Junkervorrechte. es etwa eine Niederlage der Parteiführer, daß einige der Wir erklären uns gegen die Börsensteuer, weil wir für Wir erklären uns gegen die Börsensteuer, weil wir für Das preußische Junkerthum aber, für dessen Erhaltung selben an der jetzigen Debatte über die Gewerkschaften Theil den Militärmoloch keinen Pfennig bewilligen, und wenn den Steuerzahlern viele Millionen in Gestalt von Liebes- nehmen? Bis dato hat keiner der zwei debattirenden Theile wir bezüglich der Börsensteuer auch zugeben, daß sie nicht gaben, Exportprämien zc. aufgebürdet werden, ist für das eine Niederlage erlitten, und keine von beiden wird diejenige verheerende und volksverwüstende Wirkung aus- deutsche Volt keinen Pfifferling werth. Was würden die eine erleiden, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil üben wird, wie z. B. die Tabak- Fabrikatsteuer, so sind wir Herren, welche Staatshilfe für die Hypothekenschuldner ver- beide das Gleiche erstreben und, wie das bei jeder ehrlichen doch der Meinung, daß bei dem gegenwärtigen System von langen, sagen, wenn für die armen Arbeiter Zahlung des Debatte der Fall, von einander lernen und sich schließlich ciner neuen Steuer überhaupt nicht die Rede sein kann. Miethszinses aus der Staatskasse verlangt würde? Redner verständigen werden. Auch die scheinbare Popularität der Börsensteuer ver- machte auch darauf aufmerksam, daß an der„ Noth der Dieselben Gewerkschaftler, die nach unserem Waschanlaßt uns nicht, für dieselbe einzutreten. Die Arbeiter- Landwirthschaft" die subjektive Seite sehr mitspreche. Gezettelmann jetzt in der Presse den„ Parteiführern" eine so tlaffe hat das wiederholen wir- fein unmittelbares flagt so mancher Vater über den Nothstand, dessen Söhne vernichtende Niederlage bereiten, würden, wenn der Parteitag morgen wäre, ohne Groll für diese selbe ParteiInteresse an der Börsensteuer, denn die Inhaber von Staats- ein Vermögen beim Makao und Roulette zusetzen. papieren oder Aktien aus Arbeiterkreisen dürften noch seltener Die Unzufriedenheit greife allerdings auch unter der leitung stimmen. Fressenden Groll kennen wir nicht, gerade als die weißen Raben sein. Der An- und Verkauf von ländlichen Bevölkerung immer mehr um sich, der beste Be- weil wir alle streitigen Punkte offen und ehrlich ausWerthpapieren gehört nicht zu den Gewohnheiten und weis dafür sei das Wachsthum des Antisemitisumus. Diese fechten. Beschäftigungen der Arbeiterklasse. Eine Vertheuerung der Unzufriedenheit werde aber mit der Hochschutzzoll- Politit Lebensbedürfnisse der Arbeiter würde also durch die nicht beseitigt, sondern nur gefördert. Diese Unzufriedenheit Erhöhung der Börsensteuer nicht eintreten-- trotzdem werde sich steigern und im politischen ABC folge auf müssen die Vertreter der Arbeiter im Reichstage gegen die Ahlwardt Bebel. Börsensteuer stimmen, weil dieselbe für einen Zweck gefor dert wird, der in direkteftem Widerspruch mit der Kultur steht. Im Namen der Fraktion erklärte fich Schoenlank für die Verträge und gegen Kommissionsberathung. Nach unserem Genossen sprachen noch Stumm und Richter für die Verträge. Die Verhandlungen kommen auch heute noch nicht zum Abschluß und werden dieselben morgen fortgesetzt. Und nun noch eine Frage an den Waschzettelfabrikanten und die Blätter, die seine Salbaberei abdrucken: " Wie erklären es sich die Pfiffikusse, daß die allmächtige Parteileitung, welche auf dem Parteitag jede Opposition unterdrückte, der Opposition die Parteipreffe zur Verfügung stellt, und sich darin eine vernichtende Niederlage beibringen läßt, die ihrer Autorität unheilbaren Schaden" zufügt? Fassen wir die Gründe noch einmal zusammen. Erkläre mir, Graf Derindur, diesen Zwiespalt der Die Börsensteuer kann die von vielen erwartete Wirkung Natur!" nicht haben. So wenig wie die bestehende Steuer die Unsolidi Und in welcher anderen Partei, so fragen wir weiter, tät im Börsengeschäft beseitigt hat, so wenig kann dies eine Bundesrath. In der am 23. d. Mts. unter dem dieser jedes Kliquenwesen ausschließenden Freiheit und ist es möglich, daß eine Debatte unter Parteigenossen mit Folge der Verdoppelung der Steuer sein. Die auf Speku Borsiz des Vize Präsidenten des Staatsministeriums, Rückhaltlosigkeit geführt werden kann, wie das bei uns lation eingegangenen und zu bestimmten Terminen abge- Staatssekretärs des Junern Dr. v. Bötticher abgehaltenen Sozialdemokraten unverbrüchliche Regel ist? schlossenen Geschäfte würden von der Steuererhöhung nicht Plenarsizung des Bundesraths wurde dem Entwurf eines abgeschreckt der Börsenspieler zahlt jede Steuer, wenn er Gesetzes über die Abzahlungsgeschäfte die Zustimmung er- Aus der bayerischen Kammer der Abgeordneten. sein Gewerbe ungestört betreiben kann. Große Börsen theilt. Die Vorlage, betreffend die Entwürfe von Verein- Bei der heutigen Schlußberathung des Antrages v. Bollmar Transaktionen, deren Solidität und Reellität, soweit dieser barungen über erleichternde Vorschriften für den wechsel- betreffend die neuen Reichssteuern wurde die von Geiger Begriff bei der Börse überhaupt zutrifft, unantastbar ist, feitigen Verkehr zwischen den Eisenbahnen Deutschlands, und v. Stauffenberg beantragte motivirte Tagesordnung weiden sich infolge der Steuererhöhung aus Deutschland der Niederlande, Desterreich Ungarns und der Schweiz, mit allen gegen die Stimmen der Sozialisten und Bauernzurückziehen; ein nicht unwichtiger Zweig des allgemeinen sowie eine Denkschrift über die Ausführung der seit 1875 bündler angenommen. Handelsverkehrs, das Arbitragegeschäft, wird zerstört erlassenen Anleihegesetze wurden den zuständigen Ausschüssen Die Verzinsung der Reichsschuld bildet ein von überwiesen. Endlich wurde über die Eingabe einer Aktien Jahr zu Jahr erheblich an Bedeutung steigendes Kapitel Die Steuer auf die Börsenumsätze wird von den Bantiers gesellschaft, betreffend die Ausgabe von Aktien, die auf des Reichshaushalts- Etats. Man ersieht aus nachstehender auf ihre Komittenten abgewälzt, sie belastet somit nicht die Namen lauten, zum Nennwerth von 200 m., sowie über Zusammenstellung, welche die für die Verzinsung verausgabten und in den Etat gestellten Beträge angiebt, und zwar für die Jahre 1877/78 bis 1889/90 auf grund der cudgiltigen Rechnungen, für 1890/91 und 1891/92 auf grund der vorläufigen Uebersicht der Ausgaben und für 1892/93 bis 1894/95 auf grund des Etats. 1877/78 werden. Stellen Sie sich ein junges, gebildetes Mädchen Herzen entflammt jene heilige Flamme", welche Wunder vor, mit schönen Gesichtszügen und wunderschönen an Energie und Aufopferung hervorbringt, und von welcher blauen Augen, die ein zartes, weiches Gemüth die Chronik der Kämpfe der russischen Terroristen zu er erfennen lassen; die kleinen, hübschen Hände verrathen ihre zählen weiß. aristokratische Abkunft. Dieses Mädchen, gekleidet in einem modischen Sommeranzug, ist eine Terroristin. Sie figt im frischen Grase und betrachtet nachdenklich die sich im ruhigen Meere wiederspiegelnden Farben. Ihre schlanke Figur, von mittlerer Größe, macht einen so liebenswürdigen und wohlthuenden Eindruck, ihre Augen blicken so friedlich, daß man unwillkürlich ausrufen möchte: Das ist nicht möglich!" Ünd dennoch ist Haja eine Terroristin. Raja erwartete am Meeresufer ihren Bräutigam. Sie liebte ihn nicht wie einen Bräutigam, und auch er liebt fie nicht wie eine Braut. Raja deukt nicht an ihr persönliches Glück. Sie muß sich verheirathen, um vereint mit ihm die Thätigkeit beginnen zu können. Raja hatte sich becilt, um sich nicht zu verspäten und war eine halbe Stunde vor der angesetzten Zeit angelangt. Sie setzte sich hin, um sich auszuruhen und nachzudenken; der sanfte Wind wirkte auf sie einschläfernd. 2 353 300 Mark 2 869 400 1878/79 " 1879/80 5 685 300 " 1880/81 8 894 300 " 1881/82 11 116 500 " 1882/83 12 939 800 1883/84 14 172 800 1884/85 1885/86 1886/87 15 781 300 17 358 700 18 581 000 " " 1887/88 21 059 600 1888/89 28 750 000 1889/90 34 528 700 1890/91 48 033 200 1891/92 55 604 000 1892/93 1893/94 " " " " " 1894/95 Um diese merkwürdige Mischung von Liebe und Haß, In solchen Minuten der physischen Ermüdung zieht Liebe zu den Menschen und dabei wildesten Haß gegen die zuweilen die ganze Vergangenheit in rasch wechselnden Unterdrücker zu begreifen, muß man sich daran erinnern, Bildern vor unserem geistigen Auge vorüber. daß es in der Geschichte Momente giebt, wo die unglaub- Raja sah deutlich das Dorf in der Ebene am Flusse. lichsten Veränderungen in den Charakteren vor sich gehen, Bis hart an das Ufer dehnt sich der herrschaftliche Garten 60 607 500 wo die friedliebendsten Menschen in leidenschaftliche Re- aus. Die kleine Raja, mit lockigem Haar, im blauen Kleid 66 675 000 volutionäre sich umwandeln, die Gutmüthigen zu Mördern, chen, läuft in den Alleen des Gartens herum, besteht sich 71 996 000" und Leute von idealer Ehrlichkeit zu Jefuiten werden. Das die Blumen, die am Morgen aufgeblüht waren, reißt einen Siernach ist die Summe, die zur Verzinsung der Reichs geschieht dann, wenn die Regierungen, die Lehren der Geschichte Zweig von duftendem Jasmin ab, und läuft bis an das schuld gehört, in den letzten Jahren stets um 5,7 Millionen verachtend, es versuchen, jede freie Bewegung zu unterdrücken, Flußufer hin. Der Feldweg verlockt sie nach dem Roggens Mart gestiegen. Während sie vor zehn Jahren 2,8 pet. und wenn die Gesellschaft anstatt dagegen zu protestiren, sich felde zu gehen, um sich Kornblumen für einen Kranz zu und vor fünf Jahren 3,9 pCt. der gesammten fortdauernden dem unterwirft; dann fällt die ganze Laft des Kampfes, pflücken, und sich aus der Nähe das tiefgrüne Lein Ausgaben des Reichs ausmachte, ist sie allmälig bis auf welchen die ganze Gesellschaft führen müßte, auf die Schul- famenfeld anzusehen, welches sich so schön vom 6,7 pet. in Vorauschlag des nächsten Etatsjahrs gestiegen. tern der edelsten Jugend und zwingt die vorwärtsstrebenden den goldgelben Roggenfeldern abhebt. Das Mädchen Diese Schulden sind fast ausnahmslos dem MilitarisMenschen zu einem schrankenlosen Partisanenkrieg mit der kletterte über den Baun hinüber, reißt dabei ein Stückchen mus zu danken, der nicht nur uns schwer drückt, sondern Regierung. Solche Kollision verwandelt die große Liebe ihres Kleidchens ab, wofür sie wohl ausgescholten werden in Form der Staatsschulden auch eine Last kommender der Leften Männer zum Bolke in grenzenlosen Haß gegen wird und läuft davon. Generationen bildet, so lange bis eben dem Wolfe die Gedie Feinde desselben, und in den friedliebenden, ehrlichen buld reißt. ( Fortsetzung folgt.) 390 ben Die Erträge der neuen Steuern werden in den] Gesetzentwürfen wie folgt veranschlagt: Tabaksteuer mehr als bisher. Weinsteuer: a) Naturwein b) Schaumwein Stempelsteuer mehr Kauf- und Anschaffungsgeschäfte a) für Aktien 2c. b) .c), Lotterieloofe d) Quittungen " e) Checks 11. f)" Frachtpapiere 45 000 000 M. 12 738 730 " Das Bureau Herold versendet folgende Depeschen: Rom, 24. November. Der König hat die Demission des Kabinets Giolitti angenommen. Die Genehmi gung ist damit begründet, daß jeder einzelne Minister die Verpflichtung bat, fich gegen die erhobene Anklage zu rechtfertigen. Rom, 21. November. In politischen Kreisen herrscht " große Erregung über die Kandidatenfrage für die Präsidentschaft im Ministerium. Von allen bisher Genannten scheint niemand die Bildung des Kabinets übernehmen zu wollen. Während die Aussichten Zanardelli's immer mehr sinken, steigen diejenigen Crispi's fortwährend. Ueber den plöglichen Hereinbruch der Krisis herrscht allenthalben eine völlige Rathlosigkeit und Verwirrung. " 4 544 838 4 400 000 11 000 000 5 400 000 17 6 500 000 B 650 000 " 8 500 000 " Busammen 98 783 578. Die Landtagswahl in Mannheim. Gegenüber dem schwerste belastet ist, so wird er anständigen Menschen als Da Crispi auch durch die Bankskandale auf's von den Sozialdemokraten gegen die Wahl des ein sehr ungeeigneter Ministerpräsident erscheinen. Jeden Nationalliberalen Ladenberg erhobenen Protest erklärte, falls wird er sich nicht lange am Ruder erhalten können. wie dem Berliner Tageblatt" telegraphirt wird, die Kammer Die Korruption der italienischen Bourgeoisie liegt offen zu in ihrer heutigen Sigung mit einer Stimme Mehrheit die Tage. Die alten Parteien werden bald im Bolke das ihnen Wahl desselben für giltig. nobki ollatal geschenkte Bertrauen ganz verloren haben. Hoffentlich erBismarck'sche Geschichtsredaktion. Der Fälscher der starkt bald der italienische Sozialismus so daß er als Emser Depesche läßt jetzt verbreiten, fein Nachfolger habe Erbe des im eigenen Schmutze verkommenden liberalen Bürgerdie russische Regierung durch allerhand ungeschickte Maß- thums Italiens auftreten fann. regeln gegen Deutschland gereizt er habe den„ Draht Anarchisten werden jezt aus Spanien in großer Anzwischen Berlin und Petersburg nie abreißen lassen." Wahr zahl ausgewiesen. Wir sehen hierin blos den Beweis, daß ist, daß er zum Erbrechen speichelleckerisch vor dem Zar die spanische Regierung den Leuten gar nichts nachweisen wettgefrochen" hat, wahr ist aber auch, daß er trozdem kann, denn sonst würde sie dieselben von ihren willfährigen den Bund mit Desterreich abzuschließen genöthigt war. Richtern auf viele Jahre hinter Schloß und Riegel bringen Oder richtete sich dieser Bund etwa nicht gegen Rußland? lassen. Oder hat ihn gar ein Anderer, irgend ein Subalternbeamter, hinter des Hausmeiers Rücken in Szene gesetzt, wie weiland den Kulturkampf? 1. Die Organisation der Hessischen Sozialdemokratie. Re ferent: Landtags- Abgeordneter Müller- Darmstadt. 2. Die Sozialdemokratie und die Gemeinderaths- Wahlen. Referent Reichs- und Landtags- Abgeordneter Ulrich- Offenbach. 3. Die Stellung der Sozialdemokratie zu den Sozialfongressen ber bürgerlichen Parteien. Referent Reichs- und LandtagsAbgeordneter Joest- Mainz. 4. Die Wahlen zum hessischen Landtag. Referent LandtagsAbgeordneter Gramer- Darmstadt. * Etwas für einen Seelenarzt. Gin holländischer Genosse schickt uns nachfolgende Korrespondenz, die wir unverkürzt aufnehmen, um unseren Lesern zu zeigen, wie Herr Nieuwenhuis zu Hause aussieht und spricht. Also: Amsterdam. Am 15. November Abends fand im hie zwischen den Genossen Domela Nieuwenhuis und figen Versammlungslokal der Sozialisten eine Diskussion statt S. van Kol über das Thema: Hat die deutsche SozialDemokratische Partei bei den letzten" Wahlen( im Juni) ihren sozialdemokratischen Standpunkt verleugnet?" Genoffe van Kol verneinte dies, während Genosse Nieuwenhuis es bejahte. Beweisgründe, welche der letztere für seine Behauptungen beibrachte, sind hauptsächlich die folgenden: Jm Distrikt Elberfeld hat der Kandidat Harm ein WahlE. Richter, unterschrieben hätte werden können. Derselbe Richter hätte mit diesem Programm ebenso gut als sozialdemokratischer Kandidat gewählt werden können. Den gleichen Geist athmen mehrere Wahlmanifeste, so z. B. manifest verbreitet, das von A bis Z von einem Radikalen, etwa in Köln. In Mecklenburg foll Dr. Hans Müller mehrere Versammlungen besucht haben und einmal einen Arbeiter gefragt: Was wollen denn noch die Sozialisten? Die Antwort lautete: Sie wollen, daß der Branntwein billiger wird. Von Sozialismus also keine Rede! Und dafür ist die Partei( oder Parteileitung) verant der afrikanische Krieg Spaniens scheint seinem Ende entgegenzugehen, da sich der Sultan von Marotto zu wortlich. Sultan Zugeständnissen bereit erklärt hat. tran Gaulois" zufolge überreichte der Finanzminister Peytral und besonders in galizischen Blättern veröffentline Reihe der sozialen Frage wäre auf friedlichem, gefeßlichem Wege mög des Präsidenten Carnot seine Entscheidung bis nach der Abstimmung der Kammer auf. Auch die Minister Biette und Terrier würden dann zurücktreten. In einem andern Manifest hat man lesen tönnen, daß Die südslavischen Konservativen sind aus dem Millionäre gezüchtet werden durch hohe indirekte Steuern, und Aus Warschau wird geschrieben: In den letzten nicht durch den Kapitalismus. touservativen Klub des österreichischen Abgeordnetenhauses Speziell ist in vielen Distrikten den Wirthen ge ausgetreten, weil sie die Politik des Minifteriums Windisch- Tagen haben hier auffallend viel Haussuchungen und Verhaftungen aus politischen Gründen stattgefunden. Die schmeichelt worden, spielen diese doch eine große Rolle in der grätz nicht unterstützen wollen, sie haben einen besonderen Polizei wollte unter anderm auch die Urheber und Ver- deutschen Partei. Klub gegründet. breiter der Zeitungsberichte herausbringen, welche in Molfenbuhr hat seinen Wählern in Schleswig- Holstein in Ministerkrise in Frankreich. E.uer Meldung des jüngster Beit über das Befinden Gurto's in österreichischen seinem Wahlflugblatt te in Wort vom Sozialismus gesprochen. worden Ebenso ist man in Leipzig verfahren. In Bremen hat man den Leuten vorgehalten, die Lösung sind. in wurde vornehmer Damen verhaftet und auf die nächste Polizei- lich. Ja, man hat sogar noch mit den faiserlichen Botschaften station gebracht, wo Frauen von Schuhleuten an den Ver- geliebäugelt. hafteten förperliche Durchsuchungen nach verbotenen Schrif- In Württemberg ist man rein demokratisch vorgegangen: ten vornehmen mußten. Ferner verhaftete die Polizei eine da hat man den Arbeitern gesagt, daß sie die Aufgabe Reihe Literaten und Studenten, von denen mehrere im Ver- hätten, die letzten Reste der bürgerlichen Freiheiten zu ver waltungswege nach Sibirien verschickt werden sollen. Auch theidigen. ein Fröbel'scher Kindergarten ist in Warschau geschlossen mehrt werden. Und alles dies ist Fabriksmache aus Berlin. Diese Beispiele fönnten, nach Gen. Nieuwenhuis, leicht verworden, nachdem bei der Leiterin und den Lehrerinnen der Man hat dort die Revolution abgeschworen. Die Partei ist Anstalt Haussuchungen vorgenommen waren. Anstalt Haussuchungen vorgenommen waren. Der Ver- völlig fleinbürgerlich geworden, hat ihren revolutionären Charakter leger eines Unterhaltungsblattes wurde zu 1500 Rubel verleugnet. Dian hat den Wählern nur gesagt: die SozialGeldstrafe verurtheilt, weil er eine Novelle aus„ Polens demokraten werden gegen die Militärvorlage, gegen jede GinBergangenheit" in seiner Wochenschrift veröffentlicht hatte.schränkung des allgemeinen Wahlrechts und gegen eine Bermehrung der Steuern stimmen. Das fonnte jeder Radikale auch Der füdafrikanische Krieg ist zu gunsten Englands versprechen und war gar nicht sozialdemokratisch. Das Haftpflichtgefeh nahm das englische Unterhaus nach achtstündiger Debatte in dritter Lesung an. Das Ministerium Giolitti ist durch den Bericht der Bankkommission sehr bloßgestellt. Außer früheren Ministern find auch jetzige bemakelt, vor allem aber ist festgestellt, daß das Ministerium den Gerichten Akten vorbehalten hat, so daß der Kombination über Bemakelung von„ hohen" und höchsten" Personen volle Freiheit gelassen ist. Die Telegramme des offiziösen Wolff'schen Bureaus melden das Folgende über die erste Sigung der italienischen Kammer nach dem Zusammentritte: 190 Bei der Berathung über die Veröffentlichung des Berichtes der Banken- Enquete- Kommission entspann sich eine Debatte, in welcher beantragt wurde, den Bericht sofort zu verlesen. Ministerpräsident Giolitti erklärte, daß die Regierung nicht in die Debatte eingreifen werde, persönlich als Deputirter wünsche er die Berlesung. Diese wurde hierauf beschlossen und unter großer Aufmerksamkeit begonnen. beendigt. Aus Brasilien meldet eine Depesche der Regierung einen großen Sieg über die Rebellen. Danach müssen die Rebellen viel stärker sein, als die Regierung bisher zu gegeben, denn über eine Handvoll von Leuten kann man einen großen" Sieg nicht erfechten. Und die sozialdemokratischen Abgeordneten waren infonsequent gewesen, als sie gegen die Militärvorlage stimmten. Denn, bat Bebel selber nicht erklärt, für eine Ausgabe behufs Anschaffung dunkler Uniformen beim Militär zu stimmen? Warum sollte man da nicht für jede Ausgabe des Militarismus stimmen? Das wäre dann doch logisch! Nein, in Sachen des Militarismus hat die sozialdemokratische Reichstags- Fraktion schon längst paularen alten Standpuntt: Diesem System keinen Sonderbare ,, Anarchisten." In Montreal( Ca- Mann und keinen Groschen, aufgegeben, obwohl nada) wurden zwei Attentäter entdeckt, welche die dortige man es dann und wann wohl mal lesen tann! Nelson- Säule in die Luft sprengen wollten. Die Attentäter waren sämmtlich- Offiziere, und der eine davon ein Sohn des früheren Ministerchefs. Wenn das am grünen Holz vorkommt " Bis so weit die Argumentation des Genossen D. N. zu Der Bericht besagt, daß sich feinerlei Beweis für eine Und diese Verflachung, diese Verwässerung ist eine natürliche politische Simonie in dem Verkehr zwischen der Regierung Folge des Parlamentarismus. Das habe Singer felber und den Banken ergeben habe und erwähnt, daß eine mal zugegeben, wohl nicht mit diesen Worten, aber doch dem systematische Sorglosigkeit in dem Benehmen der ReSinne nach. Für den deutschen Sozialdemokraten ist der gierung gegenüber den Banken von 1880 bis jetzt politische Kampf 3iel, für ihn( Domela Nieuwenhuis) nur hätte. Die Kommission miẞbilligt, Daß man den wesentlichen Theil des Bericht Ein Typus". Unter dieser Spizmarke wendet sich Mittel, und der ökonomische Kampf die Hauptfache. Biagini über die Banca Romana vertuscht habe der Berliner Briefschreiber in dem letzten Hefte der seiner Behauptung: die deutsche Sozialdemokratie ift fleinbürgerund erklärt, daß nicht alle bei Bernardo Tantongo„ Neuen Zeit" gegen unseren Artikel Sozialliberal" in lich geworden, und hat speziell bei den letzten Wahlen auf die beschlagnahmten Papiere den Behörden Nr. 246 vom 19. Oktober. Wir halten es für über- plumpfte Weise Stimmen" für ihre Kandidaten gefangen, zurüdgegeben worden seien. Der Bericht schließt mit der flüssig, hierauf näher einzugehen und wollen blos feft- durch Berzichtleistung auf ihren prinzipiell revolutionären Erklärung, daß Jtalien eine schwierige Periode durchlebt habe stellen, daß der Artikel des Vorwärts" bei aller Aner Standpunkt. aber unversehrt und ruhmvoll aus derselben hervorgegangen sei. fennung der Jastrow'schen Schrift die grundsätzliche AufNach Verlesung des Berichts der parlamentarischen Banken- fassung der Sozialdemokratie gegenüber dieser Erscheinung Enquete entstand große Bewegung. Viele Deputirte der äußersten Linken verlangten das Wort. Der Präsident hob auf's schärfste gewahrt hat.ne nou s unter großem Lärm und Pfeifen um 9 Uhr 20 Min. die Sigung fprechung der Notiz„ Akademisches Denunziantenthum" in In dem gleichen Briefe wird gelegentlich der BeDie Anlagen zu dem Bericht der Banten Enquete Nr. 250 des Vorwärts" vom 24. Oftober uns unterfommission, welche gleichfalls in der Kammer verlesen wurden, schoben, daß wir gleich vor Entzücken taumeln, wenn wird er immer Gebrauch machen. auf. Die Aufregung dauerte noch einige Zeit fort. M 19.02 pening Parteinachrichten. adt tagte beftreis- Konferenz, die von 19 Delegirten besucht war. Natürlich mußten die holländischen Genossen nochmals hören, daß die deutschen Delegirten auf dem Kongreß in Zürich alle diejenigen herausgeworfen haben, die der ganzen Welt die unsere Berhältnisse gar nicht beurtheilen! Er( D. N.) meint jämmerliche Haltung der deutschen Partei in Deutschland zeigen konnten, um dann später den Ausländern zuzurufen: Sie können dazu vollkommen im stande zu sein, und von diesem seinem Recht Nun, er hat seit Jahren sein Recht" benutzt, um im„ Recht voor Allen" die Holländer aufzuklären" über die deutsche Bartei. So weit unser holländischer Genosse. zeigen, wie man ein ehrlicher Mann und ein Lügner Herr Nieuwenhuis hat leider vergessen, uns das Kunststück fein kann. zu Im übrigen braucht unser holländischer Genosse sich mit dem Uebersenden der Nieuwenhuis'schen- Wahrheiten nicht weiter zu bemühen wir haben all diese Wahrheiten" und" Thatsachen" schon längst vorher gehört und gelesen figen wir doch ganz nahe an der lauteren Quelle des Herrn Nieuwenhuis: an der deutschen Reaktionspresse und ihrem unabhängigen" Spucknapf. Mit dem Driginal befassen wir uns nicht- und der Ropie können wir nicht mit einer Widerlegung beehren hängen sie blos niedriger. 02 wir h nov behandeln einige Afte der Deputirten Amadei, Delvecchio, irgend ein deutscher Professor Lassalle, Mary oder Engels Mary, Sandonato, Elia, Maffei, Montagna, Mazzino, Simonetti und eine verstohlene Verbeugung macht. Der Berliner Brief Miceli. Von Grimaldi wird gesagt, derfelbe habe nur für schreiber der„ Neuen Zeit" mag das in die Notiz hineingelesen gerichtliche Angelegenheiten als Advokat eine Summe Geldes erhalten; die Kommiffion erachtet es für ausgeschlossen, daß er haben, herausgelesen hat dies sicherlich Niemand. Denn noch eine andere Summe Geldes empfangen habe. In bezug in der Notiz ist mit keiner Sylbe eine Genugthuung auf Nicotera wird erflärt, es habe sich nicht herausgestellt, darüber geäußert worden, daß sich der eine oder andere daß derselbe irgend eine Summe erhalten hätte, welche akademische Lehrer sozialistischen Anschauungen nähert, es er für sich verwendete. Der Bericht beklagt die Inter- wurden blos die Herren Schmoller und Oldenberg, ob ihrer bebi onbes blinterit aaie vention des Unterstaatssekretär 3 San Giuliano Denunziationen schroff zurechtgewiesen. Ein weiteres Einin der Angelegenheit Faro. Die Kommission tabelte ferner gehen auf den Artikel scheint uns nicht erforderlich. die Beziehungen von einigen Journalisten und sechs Staatsbeamten zu der Banca 2 Nomana. Sie erachtet die Beschuldigung, daß Giolitti im November 1892 von der Banca Romana einen Bea trag für Wahlzwede erhalten hätte, für nicht erwiesen. Die Kommission hält es für ausgeschlossen, daß der Minister Lacava Geld für die Wahlen empfangen hätte, bedauerte In Darmstadt tagte am 19. November eine Wahltirung zu gunsten deß Zacava die tirung zu gunsten eines Privaten Dieselbe Polizeiliches, Gerichtliches 2c. hätte. Bezüglich der Haussuchungen bei Tanlongo sei es beschäftigte sich mit einer Partei- Angelegenheit, die schon lange- Genosse Megger Hamburg hat am 23. Nbs gewiß, daß nicht alle beschlagnahmten Beit viel Staub aufgewirbelt und der Agitation sehr hinderlich vember seine fünfmonatliche Gefängnißstrafe angetreten. Bekannt Dokumente den Gerichtsbehörden zugestellt war. Es handelte sich um einige Genoffen" in Bessungen, lich hat derfelbe sich diese Strafe zugezogen, weil er in einer feien, allein es habe sich nicht ergeben, daß öffentliche Beamte die unter Führung des aus dem Darmstädter Anarchistenprozeß öffentlichen Versammlung die Vetternfchaft in hiesigen Regierungsdie Dokumente beseitigt hätten. Was die Ernennung Tan bekannten Braun, jest Trifotagenfabrikant, alle mögliche freifen zur Sprache brachte und zu gleicher Zeit die Vermuthung Longo's zum Senator betrifft, fo mißbilligt Intriguen spielte, zu welchem Zwecke ein separater Wahlverein auszusprechen wagte, daß, weil die lange projektirte Verbindungsdie Kommission, daß Giolitti vor der Er gegründet wurde. Die Berathungen der Konferenz führten zu bahn nach dem allgemeinen Begräbnißplate in Ohlsdorf noch nennung nicht die Ergebnisse des Enquete dem Resultat, daß die fälschlich sogenannte Beffunger immer nicht in Angriff genommen wurde, das dazu nöthige GrundBerichts Biagini's zu Rathe gezogen habe. Organisation einstimmig, mit Ausnahme der Stimmen eigenthum sich noch nicht in den rechten Händen befinde. EigenDer Ministerrath tritt heute Vormittag zu einer der Bessunger Delegirten, fozialdemokratische thümlich berührt es nun fast die gesammte Bevölkerung Hamburgs, Besprechung über die Lage zufammen. Den Morgen- Organisation nicht mehr anerkannt wurde. An den im ausgenommen natürlich gewisse Kreise, daß jetzt vom Senat bei blättern zufolge würden die Minister beschließen, zu Stadtbezirk Bessungen wohnenden Partei- und Gesinnungs- der Hamburger Bürgerschaft, zwecks Baues der Ohlsdorfer Bahn, demiſſioniren. 190 1975 genoffen liegt es nun, dieſen, von der Kreistonferenz nach reif beantragt wird, die Ländereien der Familie Sieveting an licher Ueberlegung gefaßten Beschluß auch durchzuführen, nament zukaufen. Die Familie Sieveting ist eine alte PatrizierIn den Abendstunden gehen uns die folgenden lich, da jene personen mit besonderer Vorliebe und mit einem und Senatoren- Familie. Wahrscheinlich folgen noch andere Depeschen zu: Eifer, der einer besseren Sache würdig wäre, gerade bei unseren Länderantäufe von Staatswegen nach.- Der Reichstags= hiesigen Partei- und Gesinnungsgenossen ihre Vereinsmarken Abgeordnete Wilhelm Met ger büßt nun von„ rechtswegen" suchen an den Mann zu bringen, wobei denselben von einigen feine fünf Monate Gefängniß ab. Wünschen wir, daß seine hier wohnenden sogenannten Revoluzzern", nur um der Partei Gesundheit nicht darunter leide! Bielleicht kommt ihm während organisation zu schaden, Handlangerdienste geleistet wurden. seiner jegigen unfreiwilligen Muße die Erkenntniß, daß er sich geirrt hat und jezt einsieht, daß die betreffenden Ländereien sich doch schon in den rechten Händen befinden. benga Vor der heutigen Rammerfitzung wird die äußerste Linke eine Zusammenkunft haben; es geht das Gerücht, sie werde über einen bei der Rammer einzubringenden Antrag, bas Rabinet in Anklage zustand zu versezen, berathen. als Die Landeskonferenz der Sozialdemokratie des Wie die Agenzia Stefani" meldet, beschloß der heute Großherzogthum 3 Hessen findet Sonntag, Vormittag zusammengetretene Mini ftetrath, dem 3. Dezember, Vormittags 10 Uhr, im Weißchen Röschen"-altolat: Könige seine Entlassung zu überreichen. Mains statt. Die Tagesordnung ist wie folgt festgefeßt: Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 24. November. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Die Entführung aus dem Serail. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Der Weg zum Deutsches Theater. Herzen. Berliner Theater. Dorf und Stadt. Leffing- Theater. Der Andere. Friedrich- Wilhelmkädt.Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Die Dragoner. Wallner Theater. Monstre- Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die sieben Raben. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Die Bajazzi. Vorher: Danksagung. Hiermit sagen wir allen Berwandten Gesucht Verband der im Vergolder- werden von uns folgende Jahrgänge der und Bekannten, sowie dem TischlerHerrn Prediger Brukenhaus für die und Gesangverein, insbesondere dem trostreichen Worte am Grabe und für Monats- Versammlung und verwandten Gewerben etc. die zahlreiche Theilnahme an der Be ( Filiale Berlin). Parodistische Posse mit Gefang in 1 Att erdigung beider verstorbenen Gebrüder am Montag, 27. Novbr., Abds. 82 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Winter unsern innigsten Dank. 342b Wittwe Winter Tages Ordnung: nebst Kindern. D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Vortrag von Herrn Dr. Bruno Wille: Alte und neue Unsterblichkeit. Gäste sind sehr willkommen.[ 417/13 Castan's Panopticum. Ohne Extra- Entree. 1. Vortrag des Kollegen A. Hoff=" mann über:" Das moderne Raubritterthum". 2. Diskussion. 3. Gewerf schaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 356/3 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Rixdorf). Sonntag, 26. Novbr., Vormitt. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstr. 133: Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm über:„ Die Preisfechter der modernen Aufte. jämmtl. Spezialitäten. Die 17jährige Siamesin Arbeitertlaſſe". 2. Distuſſion. 3. Gr Alexanderplatz- Theater. Lehmann. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. auf der Weltausstellung in Chicago. National- Theater. Vor der Revo Iution. Theater Unter den Linden. Die Gondoliere. Pierrot- Gavotte. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 18. Male: Moriz Play. Passage„ Krao" Circus Renz. der Uebergang vom Affen zum Menschen. ( Karlstraße.) Panopticum. Sonnabend, den 25. November, 50 Vf. Abends 74 Uhr: gänzungswahl des Bevollmächtigten und Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 431/8 Die Ortsverwaltung. Achtung! Die Zahlstelle der Zentral- Kranken. 1. Sterbekasse der Tapezirer be Gr. brillante Vorstellung. findet sich beim Genoffen Schurich, U. a.: Blondel, neu dressirt und vor- Weberstr. 40 c. Beiträge nimmt entgeführt vom Dir. Fr. Renz. Monstre- gegen jeden Sonnabend von 8-10 Uhr Paul Wachsen. Tableau von 60 Hengsten, neu dressirt incl. Theater. und vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Etablissement Buggenhagen. Moritz Play. Die eiserne Jungfrau. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Posse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Musik von Louis Varnay. Sonntag, d. 26. Novb.( Todtensonntag): Einmalige Aufführung von Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations Drei Paar Schuhe. räumen, Entree 10 Bf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Schusterfrau Leni: Fr. Josephine Dora. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Cromwell und der Steiger Alep, ger. von Frl. Oceana Renz. Prinz, geritten von Herrn R. Renz. Das Springpferd Blitz, geritten von Frau Renz- Stark. Gebr. Krasucki, musit. Clowns. Gebr. Frediani, weltber. Afrobaten. Ferner Auftreten sämmtl. Künstſerspezialitäten 1. Ranges. Zum Schluß: Huldigungsgruß an Berlin. au Gr. Paradeſtück m. Festspielen, Aufzügen, Solo- u. Ensembletänzen von 80 Damen. Preise der Plätze: Num. VorderLogenfiz 5 M., Num. Hinter- Logensit 4 M., alle übrigen Plätze wie sonst. Sonntag: Grosse ausserordentliche Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. 3186 Pincenez. ,, Neuen Zeit" 1884, 1888, 1890. Mehrere Exemplare Leipziger Hodverraths- Prozeh. Gefl. Offerten mit Preisangabe find 415/8 zu richten an den Verlag des Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Am Sonnabend, den 18. d. M., ist bei Nieft das Protokollbuch des Frauen und Mädchen- Bildungsvereins verloren gegangen und wird der Finder gebeten, dasselbe bei der Schriftführerin Frau Klaute, Wrangelstraße 76, oder bei Zippfe, Markus straße 14, abzugeben. 412/17 Gesund in's Irrenhaus. Ein Beitrag zur Beleuchtung der Höchst sensationelle Broschüre. fächsischen Gerichtspflege. Bon F. W. Krumbingel. Zu beziehen durch Louis Engelmann, Werdau i/ S., Marienstr. 17. Bei Entnahme von 100 Exemplaren Preis 30 Pfennig. E hoher Rabatt. 356b Cigarren, Cigaretten und Tabake von C. Wokdorf, Berlin S., Wafferthorßtr. 20, nahe der Prinzenstraße. Ersuche die Genossen bei Einfauf ihres Bedarfs an Weihnachts- PräsentBigarren u. s. w. mich gütigst zu berücksichtigen. D. D. Allen Freunden und Bekannten zur 340b Jede Uhr Nachricht, daß ich Oranienstr. 184 einen 51932 repariren u. reinigen koste. hei mir unter Garantie des Butgehens nur 1,50 M., ußer Bruch, fleine Re- eröffnet habe und bitte um gütigen paraturen billiger. 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Täglich von 61/2 Uhr ab: Concert). ungarisch. d. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Jeden Sonntag u. Donnerstag: Stettiner Sänger. Anfang Sonntags 7. Uhr. Entrée 50 Pf. Montag: Victoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. darunter der Schußkanal der 9 Kugeln des Viel Neues, deutschen Militärs, fünf Körper Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Dameutag. Entree 50 Pfg. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Als anerkannt reelle und that= sächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Sonntag, den 26. November, Nachmittags 3 Uhr: Sozialdemokr. Partei- Versammlung im ,, Prälaten", König- Chauffee, Lehderstraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Fortsehung der Diskussion über den Kölner Parteitag. 2. Bericht der Vertrauensperson. 3. Wahl von Revisoren. 4. Neuwahl der Vertrauensperson. 5. Berichterstattung und Neuwahl der Lokalkommission. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 339/10 Die Vertrauensperson. Arbeitslosen- Versammlung der Maler, Lackirer und Anstreicher 235/3 am Mittwoch Vormittag 10 Uhr, bei Gratweil's, Kommandantenstr. Nr. 77-79. Tagesordnung: Die Ursachen der Arbeitslosigkeit. Referent Th. v. Wächter. Disfuffion. Der Einberufer. Verein der in den Schriftgießereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Montag, den 27. November cr., Abends präzise 7 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: " General- Versammlung. Zagesordnung: 1. Unsere Stellung zur Gewerkschaftsdebatte.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 4. Bereinsmittheilungen. 5. Berschiedenes. 364b Die geehrten Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu er cheinen. Der Vorstand. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. General- Versammlung am Montag, den 27. November er., Abends 8 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tages Ordnung: 1. Wahl des gesammten Borstandes. 2. Wahl der Werkstatt- Kontrolltommission. 3. Grflärung über den vorigen Vortrag resp. daß Experiment mit Kollegen Haupt. 4. Vereinsangelegenheiten. Verschiedenes. 253/19 Mitgliedsbuch legitimirt. Der Rollege Haupt ist zu dieser Versammlung hierdurch speziell eins werden aufgenommen. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 37 Admiral- Straße 37 geladen. Die Versammlung wird pünktlich 82 Uhr eröffnet. Mitglieder Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 277. Parlamentsberichte. brauch Deutscher Reichstag. Sonnabend. den 25. November 1893. 10. Jahrg. So vereinigten Nachbarn leicht die Zufuhr im Kriege abschneiden. Da wir auf den Weltmarkt und auf die Ausfuhr angewiesen sind. Es ist denkbar, daß ein Staat, ohne daß ein Schuß fiele, aus- Je stärker die Schutzölle auf die nothwendigen Lebensmittel gehungert würde.( Sehr richtig! rechts.) Ich freue mich, daß drücken und die Arbeitslöhne steigern, umsomehr verliert unsere Sie mir zustimmen( Heiterkeit rechts), aber warum haben Sie Industrie ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt. Aus 4. Sigung vom 23. November 1893. 1 Uhr. mich denn angegriffen? Ich habe niemals anders gedacht, und diesen rein bürgerlichen Intereffen ist die Regierung zur Beseitigung Am Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, v. Böt doch bin auf das schärfste von Ihrer Seite angegriffen worden. des Schutzzoll- Systems und zum Uebergang zur Vertragspolitik geticher, v. Marschall, v. Heyden. Ich habe auch schon früher ausgeführt, daß jeder ländliche Besiz- zwungen. Sonit zogen Industrie und Landwirthschaft gemeinsam am Die erste Berathung der Handelsverträge mit wechsel mit einer Aussaugung und Verschlechterung des Bodens Strange des Schußzolls, wir werden es aber wohl noch erleben, Rumänien, Spanien und Serbien wird fortgesetzt. verbunden ist. Ich erkenne auch mit Ihnen an, daß die Familien, daß die Herren Limburg und Paasche die Klingen kreuzen und Abg. Paasche( ntl.) spricht seine Befriedigung darüber aus, die seit langem bei uns im Grundbesiß sich befinden, von hohem von der Tribüne des Reichstags herab gedonnert wird gegen die daß die Verträge in eine Kommission verwiesen werden sollen. Werth für den Staat gewesen sind, und daß kein Staatsmann Raubritter, die hinter dem Schornstein sizen. Die Gegner der Auch er wünsche nicht, daß ein Vertrag angenommen werde, es würde verantworten fönnen, leichtfertig und so Vertragspolitik flagen über die schlechte Behandlung des deutDer die Landwirthschaft schädige, ohne der Industrie lange er Hilfe bringen fann, diese Familien vom schen Sprits im spanischen Handelsvertrag. Allerdings hat der Nuzen zu bringen; er glaube aber gerade, daß die Grund und Boden scheiden scheiden zu sehen. Wenn Opfer deutsche Spiritus auf dem spanischen Markte eine große Rolle vorliegenden Verträge der Landwirthschaft feine neuen verlangt worden find, so ist das nur geschehen, gespielt. Infolge des Auftretens der Reblaus 1876 Lasten auferlegen, dagegen der Industrie Vortheil bringen. wenn ich im Innersten davon überzeugt war, daß dies Opfer war Frankreich nämlich gezwungen, zu einem immer größeren Redner wendet sich dann gegen das Flugblatt des Bundes der nothwendig war, nicht nur im Interesse der Allgemeinheit, son- Prozentsatz billige Rothweine, wie sie Spanien produzirt, Landwirthe, über welches gestern schon mehrfach gesprochen ist. dern gerade auch im Interesse der Landwirthschaft und ihrer von dort zu importiren, und diese Weine versetzte Spanien mit Es thut ihm leid, daß eine gute Sache mit solchen Waffen ver- Aufrechterhaltung. Daß auch andere Männer meiner Ansicht deutschem Sprit. Außerdem fand der deutsche Sprit zur Kunsttheidigt werde. Wenn ein verschuldeter Großgrundbesizer von sind, dafür berufe ich mich auf einen Bericht an den Fürsten Bismard wein- Fabrikation in Spanien Verwendung. Das war eine Zeit seinem Besitzthum gehen muß, so ist das fein nationales Unglück, aus dem Jahre 1887 über den Antrag, einen Getreidezoll von lang ein sehr lukratives Geschäft, bis durch Zollmaßregeln der wenn der Betreffende seine landwirthschaftlichen Vorstudien 8 M. einzuführen. In dem Bericht heißt es, daß Uebertreibungen französischen Regierung der Bezug von deutschem Spritt gesperrt vielleicht nur durchgemacht hat auf der Reitschule in Hannover, sich selbst rächen, daß ein solches Verlangen nur durch demagogische wurde. So ging die Spiritusausfuhr nach Spanien bis auf auch dann nicht, wenn er ein erfahrener Landwirth ist, trotzdem Aufhezzereien entstanden sein könne. Der Bericht ist gezeichnet von dem 46 Tonnen in den ersten 8 Monaten dieses Jahres zurück. Im ich die soziale Bedeutung des angesessenen Grundbesitzes nicht Grafen Udo Stolberg und dem Freiherrn v. Mirbach.( Heiterfeit.) Interesse der sozialen Verhältnisse begrüße ich diesen verfenne. Aber es handelt sich nicht um die Großgrundbesizer Ich habe es für sehr verständig und gut gehalten, daß die Land- Rückgang, denn der deutsche Sprit verbreitet den Fusel allein, sondern um die gesammte Landwirthschaft, für die ich wirthe fich zu einem Bunde zusammenthaten. Die Weise, wie nicht nur im Inlande, sondern hat auch dazu gedient, nicht ein Recht auf Rente, aber ein Recht auf Existenz überhaupt dieser Bund zusammentrat, ist mir nicht gerade sehr sympathisch international die Getränke zu vergiften und die spanische Volksverlange. Der Bauernstand ist das Rückgrat des Staatslebens gewesen; aber ich glaube, daß auf dem Boden der Landwirthschaft masse mit aus deutschem Sprit hergestellten Schnaps zu beglücken. und bei ihm kann man nicht sagen, daß irgend ein anderer an durch genossenschaftliches Zusammenthun, sehr viel gemacht Die Herren, die sich immer als Träger der Sittlichkeit aufspielen, feine Stelle treten kann, wie bei den Großgrundbesitzern. Diese werden fann; es ist mir nur zweifelhaft, ob diese Frage durch sollten also diese deutsche Spritausfuhr nicht begünstigen. Auf fleinen Landwirthe müssen geschützt werden. Aber die Ueber die großen Massen gelöst werden kann, ob dabei nicht doch etwas der rechten Seite ist man hauptsächlich gegen den Vertrag mit treibungen des Bundes der Landwirthe mit den über- grüner Tisch mitwirken muß. Wenn ich den Bund der Land- Rumänien. Diese Herren, die den Patriotismus in Erbpacht mäßigen Angriffen auf die Regierung, mit ihrem Miß- wirthe auch an sich für gut halte, so muß ich doch auf die Be- haben, sollten doch bedenken, daß Rußland keinen schlimmeren der statistischen Zahlen kann ich nicht billigen. Denken hinweisen, welche sein Gebahren hervorgerufen hat. Diese wirthschaftlichen Gegner hat als Rumänien, und daß wir uns Der Regierung wird ein Vorwurf daraus gemacht, daß sie für Bedenken sind eine nothwendige Folge davon, daß er sich an mit diesem Lande gut stellen müssen, wie es durch den Handelsden Branntwein bei Spanien nichts durchgesetzt hat.( Wider die Massen wendet. Er ist arm an schöpferischen Ideen; es vertrag geschieht. Daß die Zölle trotz der Verträge noch zu hoch spruch rechts.) Dieser Vorwurf ist durchaus unberechtigt, denn fehlte der geistige Inhalt; man hatte nur das Gefühl, es geht uns find, verdanken wir der deutschen Schutzzollpolitik, welche durch die Gesetzgebung Spaniens ist die dortige Regierung nicht schlecht, man war sich aber darüber nicht flar, was geschehen soll. die Länder zu Gegenmaßregeln gezwungen hat. im stande, uns Konzessionen zu machen, weil dort Sprit nicht Herr von Plög hat zugegeben, daß der Bund agitatorisch auf Der gestrige Vorstoß der Konservativen war im Grunde nur ein eingeführt werden darf, der aus Kartoffeln hergei ellt ist. Der trete; das muß er ja, wenn er sich auf die großen Massen stüßen Blender zur Mastirung ihres Angriffs gegen den russischen Zou, der jetzt seit 1892 auf 3,50 M. fer gesetzt ist, wird durch die will. Daß damit nicht eine Vertiefung der Idee verbunden ist, Handelsvertrag. Was es mit den„ armen Bauern" des Grafen Verträge nicht geändert; wenn wir den Weizen nicht aus Rumänien ist eigentlich selbstverständlich. Es liegt aber auch die Gefahr Kanit für eine Bewandtniß hat," zeigt die Statistik. Redner bekommen, bekommen wir ihn aus Amerika über England. Ein nahe, daß die Agitation nicht mit den konservativen Prinzipien zitirt die betreffenden Zahlen, aus denen hervorgeht, daß der, Vortheil für die Landwirthschaft besteht also nicht, wenn wir gegen- verträglich ist. Man sprach früher von Autoritäten und nicht Großgrundbesiß, der Adel und der Latifundienbesih in den sieben; über Rumänien den Zoll von 5 M. aufrechterhalten. Weil die Ver- von Majoritäten; jetzt unter dem allgemeinen Wahlrecht freilich öftlichen Provinzen den Löwenantheil an dem Grundträge aber der Industrie großen Nußen bringen, deshalb nüßen sie hat man es umgekehrt. Wenn die wirthschaftliche Lage agita- besitz und seinem Gewinn haben. es hier wird Unter den Standesauch indirekt der Landwirthschaft( Widerspruch rechts). Deswegen torisch beleuchtet wird, so wird der Egoismus gegenüber dem herren seien nur genannt Fürst von Hohenlohe Deringen, sehe ich auch nicht so trübe in die Zukunft, wie Graf Kanit Staate gefördert; das Interesse der Allgemeinheit tritt zurück Graf zu Dohna- Schlodien und Graf Mirbach- Sorquitten. ( Buruf rechts: Sie sind auch kein Landwirth!). Ich habe zuerst gegenüber dem Interesse der Einzelnen, der noch egoistischer wird, sehen die„ armen Bauern" des Ostens aus. Es sind aber auch als Landwirth mein Brot gegessen( Hört! links) und bin nachher wenn er innerhalb einer Genossenschaft steht. Man sagt von verschämte" Arme, welche die Brenner- Liebesgabe als Rente Professor für Volkswirthschaft geworden und halte es immer mir, ich habe keinen Ar und keinen Halm.( Buruf: Leider!) gern einstreichen, aber ihren Beamten das Odium der Liebesgabe noch für meine Aufgabe, mich um die Verhältnisse der Land- Wenn ich nun einen Ar hätte so verschuldet, wie die Herren dadurch aufbürden, daß sie diesen ihre Brennereien zur Verwirthschaft zu kümmern. Ich habe auch Studien in Amerifa ge- es schildern, glauben Sie, daß ich dann ein vertrauens waltung übergeben. Der Schutz des Bauernthums ist nur macht und weiß, daß die Farmer nicht mehr bloß ihren Weizen würdiger Reichskanzler wäre? Wenn die Rede aber be der Vorwand, um auf den Prairieboden aussireuen und ernten können; es ist auch deutet, die Bestrebungen des Junkerthums ich hätte feine Kenntniß der Landwirthschaft, zu decken, seine Begehrlichkeit zu mastiren. Die schon jetzt intensive Arbeit nöthig, welche Geld foftet und die so möchte ich doch bemerken, die Herren hier haben ihre Kennt Agrarier brauchen die Zölle zur Erhaltung ihrer privilegirten Preise vertheuert. Ich will nicht unter allen Umständen Handels- niß der Landwirthschaft doch auch nicht alle dadurch erworben, Stellung, ihrer Machtstellung, die ihnen nach der sozialen und verträge schließen. Bezüglich Rußlands liegt die Sache anders daß sie selbst den Dreschflegel in die Hand genommen. Wenn wirthschaftlichen Entwicklung überhaupt nicht mehr zufonimt. als gegenüber Rumänien und Serbien; Rußland hat eine schlechtere man dagegen sagen will, ich wäre nicht interessirt an der Land- Die Zölle und Steuern drücken gerade den kleinen Unternehmer Währung als Rumänien. Redner empfiehlt eine gründliche Kom- wirthschaft( Widerspruch rechts), wie tief wären wir gefunken, und Bauer um so mehr, als derselbe im Gegensatz zu Amerika missionsberathung. wenn Reichsbeamte sich dadurch beeinflussen lassen wollten. von dem maschinellen Betriebe nur einen verschwindenden GeAbg. v. Plötz( dt.) wendet sich namentlich gegen die Aus. Wenn auch Männer sich der Agitation angeschloffen haben, um brauch macht. Wenn Sie( nach rechts) glaubeu, daß das deutsche führungen Ridert's über den Bund der Landwirthe. Es wird sie in gewissen Grenzen zu haben, so geht doch die Agitation Volt ein Interesse behauptet, daß er nur agitire und die Bauern aufhezze; von darüber weit hinaus. Die Agitation ist zum Schwungrad stellung hat, so irren Sie sich. Der soziale und ethische Werth" an der Erhaltung Ihrer Sonderanderer Seite aber wird dem Bund der Landwirthe z. B. zum und der Egoismus zum Motor der Bewegung gemacht; wo des Junkerthums gilt uns keinen Pfifferling.( Zustimmung bei Vorwurf gemacht, daß er nicht gegen die Weinsteuer auftrete, die das aufhören wird, ist nicht abzusehen. Die Landwirthschaft den Sozialdemokraten). Er bedeutet, daß das Junkerthum die noch gar nicht auf der Tagesordnung stehe.( Heiterfeit links.) wird aus dem Staatsleben herausgenommen und isolirt; Bevölkerung politisch knechtet, wirthschaftlich auspowert und Herr Rickert bemängelt die statistische Angabe über die Einfuhr es wird gegen die Industrie losgezogen.( Buruf rechts: durch Liebesgaben und Bölle noch weiter ausnüßt( Beifall bei aus Spanien, welche lediglich den amtlichen Veröffentlichungen absolut nicht!) Es wird gesagt: Hat der Bauer Geld, hat's die den Sozialdemokraten). des statistischen Amtes des Reichs entnommen ist. Von Herrn ganze Welt. Der Satz war einmal richtig, als wir ein Export Stüße des heutigen Polizeistaats und Die Agrarier im Osten sind die feiner Privilegien. Paasche hätte ich nur gewünscht, daß er seine Rede vor den staat für landwirthschaftliche Produkte waren. Die Frage, ob Aus diesen Junkerbezirken refrutirt sich der Stern Wahlen gehalten hätte.( Buruf des Abg. Paasche: Das habe die Industrie der Landwirthschaft vorgehe, ist eine Etiquetten- des Offizierkorps, der Stamm der Bureaukratie und ich Früher stand er ganz anders zum Bund der Landwirthe. frage; der Staat kann ohne die beiden nicht existiren, der der strammen" Unteroffiziere und der Grundstock der braven Herr v. Marschall hat ebenfalls seine Angriffe gegen den Bund Echaden des einen ist auch der Schaden des andern. Aber man Soldaten, die noch ihr Vaterunser beten. Glauben Sie, daß wir der Landwirthe gerichtet; aber er hat unrecht, wenn er meint, will immer die Landwirthschaft in den Vordergrund stellen. ein Interesse haben, eine solche soziale Einrichtung zu erhalten? daß wir den Zustand schlimmer machen, als er er ist.( Buruf: Nein!) Ich könnte Ihnen aus der heutigen Der Untergang des Junkerthums bedeutet im Gegentheil für den So schlimm, wie er ist, haben wir es noch niemals Kreuz Zeitung" einen Beweis dafür dafür erbringen; ich Kulturfortschritt einen ungeheuren, dauernden Gewinn. Ich leugne gemacht. Ein Tropfen bringt es zum Ueberlaufen. freue mich aber, daß nicht alle dieser Ansicht sind. nicht, daß die Landwirthschaft verschuldet ist, und daß der Kleinbesitz Wenn dem Bauern am Neujahrstage ein Goldstück zur Eine Eingabe der pommerschen ökonomischen Gesellschaft sprach seinem Untergang entgegengeht. Der Reichstanzler hat sich mit Herrn Bezahlung der Zinsen fehlt, so kann das sein Ruin sein. von den enormen Verlusten der deutschen Landwirthschaft durch v. Manteuffel darüber unterhalten, ob die Großgrundbesitzer ihre Daß manchmal scharfe Worte fallen, gebe ich zu; aber mit die Maul- und Klauenfeuche und führte dieselbe zurück auf die Hypothekenzinsen zahlen können. Wie aber Tausende von Arsanften Worten ist so etwas nicht zu machen. Industrie und Freigabe der Grenze, und dabei sind nur einzelne Einfuhrstellen beitern ihren schuldigen Miethszins zahlen und ob sie nun UnterLandwirthschaft haben gemeinschaftliche Interessen, beide sind bezeichnet, an denen unter staatlicher Aufsicht Vieh eingeführt stüßungen des Staates erhalten sollen, darüber hat er uns aber belastet durch die hohen Löhne und die sozialpolitischen werden kann, und an diesen Stellen ist kein einziger Seuchenfall nichts erzählt( Zustimmung bei den Sozialdemokraten). Hat Gefeße. Die letzteren haben wir mitgemacht, aber um 10 mehr vorgekommen. Ich bin in der Lage, nachzuweisen, daß die Maul freilich ein großer Bächter abgehaust, dann verspricht müssen wir uns sträuben, daß die Landwirthschaft weiter belastet und Klauenfeuche 1892 nicht blos bei uns, sondern auch ander ihm der preußische Landwirthschafts- Minister einen Pachtwird. Ein weiterer Uebelstand ist die Goldwährung, welche den wärts bestand, daß sie jetzt sehr erheblich zurückgegangen ist. Jeden- nachlaß. Und giebt es denn fein subjektives Verschulden. Zollschutz illusorisch macht. Die Regierung hat durch die falls ist der österreichische Handelsvertrag daran nicht schuld, auch Hören Sie, was der gemeine Mann sagt: die Väter erzählen uns Handelsverträge von 1892 die Gemeinsamkeit der Interessen das Eeuchenabkommen nicht, welches erst 1893 in Kraft getreten von der Noth der Landwirthschaft und die Söhne verspielen in Durchbrochen, indem die Industrie begünstigt wurde auf Kosten ist. Der Reichskanzler führt eine Reihe von Zahlen an über einer Nacht Zehntausende beim Makao und Roulette mit dem der Landwirthschaft. Wenn es der Industrie gut geht, so freuen die Seuchemälle und auch über den Import von Vieh und ollen ehrlichen Seemann.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) wir uns, aber der Landwirthschaft wird dadurch kein direkter Fleisch und folgert, daß die Handelsverträge einen Schaden für Die Regierung wird wohl oder übel den Weg der HandelsMugen zugeführt. Von den Handelsverträgen haben schließlich nur die die Landwirthschaft nicht mit sich gebracht haben. Die Land- verträge fortwandeln müssen. Ich habe deshalb im AufSozialdemokraten Vortheil, die mit dröhnendem Echritt in die Dörfer wirthschaft frankt an der Verschuldung; nicht daß dieselbe durch trage meiner Fraktion zu erklären, daß wir für einziehen werden, wenn die Bauern zur Verzweiflung gebracht sind. die Echuld der Besitzer hervorgerufen ist( Buruf des Abgeordneten die Handelsverträge stimmen werden. Eine KommissionsMan soll dech nicht von den kleinen Handelsverträgen sprechen. Singer: Oja!); es wird den Landwirthen schwer, die Zinsen berathung halten wir für überflüssig und unnütz. Herr Lieber Wenn man den Vertrag mit Rumänien und Spanien angenom aufzubringen. Die Landwirthschaft leidet ferner unter dem Gr- erwartet von einer Kommissionsberathung noch weitere Aufmen hat, dann wird es heißen: nun könnt ihr dem Zoll auf stehen eines Weltmarktes, der durch Eisenbahn und Dampfschiffe schlüsse". Nun wohl, so beantrage er, die Handelsgefeße an die russisches Getreide auch nicht widersprechen. Wenn dieser aber entstanden ist, und unter dem Arbeitsmangel. Was kann die Jesuitengesetz- Kommission zu verweisen( Heiterkeit). Die do ut angenommen wird, dann wird Deutschland mit ruffischem Ge- Regierung, die man in landwirthschaftlichen Dingen theils des- Politik liegt ja im System des Zentrums, und wenn Paris treide überschwemmt, und der Bauer fann sein bischen Getreide als böswillig, theils als„ unfähig" hinitellt, gegen eine Messe werth ist, dann ist das Jesuitengeset doch wohl auch gar nicht loswerden.( Zustimmung rechts.) über diesem tiefliegenden chronischen Uebel thun? Kann die Handelsverträge werth. Den Konservativen ist schon vor den Reichstanzler Graf v. Caprivi: Das Leitmotiv der gestri- sie die Verschuldung aufheben oder die Eisenbahn und kleinen Bauern bange geworden, darum stellen sie auch Bauern gen Rede des Grafen Limburg- Etirum und der heutigen Rede Dampfschiffe abschaffen oder die Arbeiter an die Scholle heften? als Kandidaten für den Reichstag und Landtag auf. Die Unzudes Vorredners war ein Angriff gegen mich; denn ich halte mich Man sagt sehr leicht, das Kreditrecht und das Agrarrecht ändern; friedenheit greift immer mehr um sich und der Antisemitismus für berechtigt, die Angriffe auf die Reichsregierung auf mich zu aber dazu sind jahrzehntelange Arbeiten erforderlich. So sehr gräbt Ihnen bereits das Wasser ab. Nun, der Antisemitismus beziehen, weil seit Monaten schon in der Presse, die dem Grafen Sie auch nun auf mich gescholten haben und noch weiter schelten ist ein vortrefflicher Minirer. Aber auf den groben Klog des Limburg und dem Vorredner nahe steht, ein gehäffiger Kampf werden, werde ich mich in meinem Bestreben, für die Interessen Antisemitismus feßen wir den gröberen Keil des Sozialismus gegen meine Person geführt wird. Herr v. Plötz behauptet, der Landwirthschaft einzutreten, nicht erschüttern lassen; ich auf die Demagogie die Demokratie. Wer A sagt muß auch daß das Vertrauen zur Reichsregierung verloren gegangen sei. werde fortfahren das zu thun, was im Vermögen der verbündeten sagen und im politischen ABC folgt auf Ahlwardt Bebel.( BeiIch glaube nicht, daß man mehr zu Gunsten der Landwirthschaft Regierungen liegt und was sie nach ihrer Ueberzeugung für fall und Heiterfeit bei den Sozialdemokraten.) fagen fann, als ich im Dezember 1891 gesagt habe, und es hat zweckmäßig halten.( Zustimmung links.) Abg. v. Stumm( Rp.): Ich habe dabei selbst mitgewirkt mich überrascht, daß Graf Limburg sich für berechtigt hielt, an- Abg. Schoenlank( Soz.): Die Herren auf der Rechten be- und kann bezeugen, daß die deutschen Schutzölle damit begründet zunehmen, daß jetzt das Gegentheil der Fall ist. Auch als haupten, die Handelsverträge würden auf Kosten der Landwirthe wurden, daß die anderen Staaten ebenfalls hohe Schutzölle preußischer Ministerpräsident habe ich Ihnen keinen Grund zur geschlossen, die bisherige Echuzzollpolitik ist aber auf Kosten der hätten und daß wir uns ein Kompenſationsobjekt anderen Klage gegeben. Das Rentengüter- Gesez trägt meine Unterschrift. arbeitenden Klassen getrieben worden. Der Staatssekretär Staaten gegenüber verschaffen müßten. Ich habe immer die E3 ist wahrscheinlich der größte und folgenre ichste Schritt für v. Marschall hat gestern seine besten Argumente für die Handels- Ansicht vertreten und werde diese Ansicht Zeit meines Lebens die Landwirthe, der seit langem gemacht worden ist, auf dem verträge aus der Schatkammer der freihändlerischen Opposition festhalten, daß es sich in erster Linie um den inländischen Markt Wege eine leistungsfähige Bauernschaft, einen ländlichen Mittel- hergenommen. Hätte er in früheren Jahren mit diesen Argu- handelt, daß die Intereffen der Industrie und der Landwirthstand zu erhalten. Ich wiederhole auch an dieser Stelle, daß ich menten operirt, wäre er als Reichsfeind in die Wolfsschlucht ge- fchaft vollständig gemeinschaftlich sind, und daß diejenigen Punkte, den Werth der Landwirthschaft hochschätze. Sie giebt uns eine worfen worden. Unsere Zeit tennzeichnet vor allem der Fis- wo die Gemeinsamfeit aufhört, zurückgestellt werden müssen. relativ gesunde, geistig und törperlich gesunde Bevölkerung, falismus, wie er uns jetzt wieder bei der Deckung der Nicht Industrie und Landwirthschaft stehen sich gegenüber, sondern festere Charaktere und brauchbarere Soldaten als die Städte. Militärkosten entgegentritt, und der Feudalismus, der die großen Städte sind der gemeinsame Feind der Industrie Echon aus militärischen Gründen muß uns viel an einer Ertrag Rentenversicherung der großen Landwirthe, die Sie durch die und der Landwirthschaft( Beifall rechts), und ich würde nichts bringenden Landwirthschaft liegen. Wenn ein Staat sich nicht Begründung des Schußzoll- Systems beschlossen haben. Bei dem billigen, was der Landwirthschaft schadet, auch wenn es der mehr durch eigenen Körnerbau ernähren kann, so tönnen ihm die Schutzoll- System könnte Deutschland nicht länger bestehen bleiben, Industrie nüßen sollte. Ich habe 1879 gegenüber dem Vorschlag " § 2. Die Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts haben das Recht Vereine zu bilden. § 3. Alle den vorstehenden Bestimmungen widersprechenden Gefeße und Verordnungen, einschließlich derer, welche die Verabredung und Vereinigung zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohn- und Beschäftigungsbedingungen hindern, untersagen oder unter Strafe stellen, sind aufgehoben. der Regierung den Getreidezoll von 50 Bf. auf 1 M. erhöht und f Zur Veranstaltung und Abhaltung von Versammlungen be-| nehmbar halte. Etwas werde der Tabak tragen müssen. Gr würde bereit sein, den Zoll auf 6 M. zu erhöhen. Aber der darf es weder einer Anmeldung bei einer Behörde, noch einer fagte weiter, die betreffenden Delegirten hätten ihn wohl nicht Vorschlag des Grafen v. Kanig, den österreichischen Handels- Erlaubniß durch die Behörde. Versammlungen und Umzüge, die gewählt( sehr richtig), er mache aber in dieser Frage keine Parteivertrag aufzuheben und zu dem 5 Mark- Zoll zurückzukehren, ist auf öffentlichen Straßen und Plägen stattfinden, sind spätestens unterschiede, da ja auch seine Wähler von der Belastung betroffen doch undurchführbar; er ist auch wohl nicht ganz ernsthaft ge- sechs Stunden vor ihrem Beginn durch den Veranstalter oder würden. Die Delegirten fügen hinzu, daß der Herr Graf vor meint. Auf die Agitation des Bundes der Landwirthe will ich Einberufer bei der mit der Ordnung des öffentlichen Verkehrs der Wahl verschiedentlich das Versprechen abgegeben habe, gegen nicht eingehen. Wenn die indifferenten Elemente durch die betrauten Ortsbehörde anzuzeigen. eine Tabaksteuer zu stimmen. Seine heutige Erklärung setze sich Agitation zum Agrarierthum bekehrt sind, so könnte sich als also mit den früher abgegebenen in Widerspruch. Die Wähler Gegenstück auch eine Antikornzoll- Bewegung herausbilden, des Minden- Lübbecker Kreises könnten sich die weiteren Kommentare welche auch die Regierung angreift, sobald überhaupt erst ein selbst hierzu machen. Keil zwischen Industrie und Landwirthschaft getrieben ist. In bezug auf die Währungsfrage gehe ich nicht so weit wie mein Freund Kardorff. Es wird vielleicht erwogen werden müssen, ob nicht vielleicht in jedem Staate ein gewisses Maß von Silbergeld vorhanden sein muß, um dadurch den Silberpreis zu heben. In bezug auf die Spritausfuhr nach Spanien habe ich in Spanien selbst mich erkundigt und von allen Seiten die Auskunft erhalten, daß kein Regierungssystem denkbar ist, welches auf diesem Gebiete Ronzessionen machen fann. Rumänien gegen über ist der Getreidezoll nicht unter den Sah von 1892 herab gesetzt; ein Ausfall ist also durchaus nicht zu besorgen. Dagegen find die Industriezölle von seiten Rumäniens herabgesetzt. Herrn Paasche gegenüber will ich noch bemerken, daß ich tein Kilogramm spanischer Erze bezogen habe. Von Rumänien hat die deutsche Landwirthschaft nichts zu befürchten. Anders liegt es aber bezüglich Rußlands, welches der größte Roggenproduzent ist, während Deutschland am meisten Roggen tonfumirt. Das kann bedenklich werden. Der Vorsitzende verliest folgende vorläufige Zusammenstellung: G3 find 200 Delegirte anwesend, die 476 Orte mit 34 510 männ lichen, 43 303 weiblichen und 10 040 Arbeitern vertreten, zusammen also 87 553 Personen. Davon find 12 197 organifirt 75 356 nicht §4. Wer die Ausübung der in vorstehenden Paragraphen organisirt. gewährleisteten Rechte hindert oder zu hindern versucht, wird mit Die Debatte über die Berschmelzung der beiden Organisationen Gefängniß bis zu drei Monaten bestraft, sofern nach dem all- wird fortgesetzt. Den Hauptstreitpunkt bildet die Arbeitslosengemeinen Strafgeset nicht eine härtere Strafe eintritt. Unterstüßung, die die Sortirer haben, die Zigarrenmacher aber § 5. Dieses Gefeß tritt mit dem Tage seiner Verkündigung abgesehen von prinzipiellen Bedenken, nicht einführen zu können in Kraft. glauben, da sie schon ihrer schlechteren wirthschaftlichen Lage wegen die für die Arbeitslosen- Unterstützung nöthigen hohen Beiträge nicht zu zahlen im Stande find. Es wird schließlich die folgende Resolution angenommen: Der Senioren Kouvent des Reichstages trat heute Mittag 121/2 Uhr vor der Plenarsitzung zusammen. Zunächst wurde über die Wahl der Fachkommissionen bez. der Vorsitzenden eine Debatte eingeleitet, jedoch beschlossen, die Wahl der Kommissionen für heute überhaupt auszusetzen. Sodann trat der Senioren- Ronvent in einen Meinungsaustausch über die Geschäftslage des Hauses, ob erst der Etat oder erst der Finanzplan oder die Steuerreformentwürfe berathen werden sollen. Ueber diese Frage gingen die Ansichten sehr auseinander. Die Vertreter des Zentrums und des Freisinns befürworteten, daß erst der Etat, dann die Steuerreformentwürfe und schließlich der Finanzplan zur Berathung gelangen sollten. Die Beschlußsassung wurde wegen Abwesenheit des Präsidenten vertagt. Das Zentrum hat im Reichstage den Erlaß eines Heimstättengesetes beantragt. In früheren Tagungen war diese Idee immer von konservativer Seite verjochten worden. J Die freisinnige Volkspartei hat heute drei neue Anträge eingebracht, und zwar auf Einführung des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts in allen deutschen Volksvertretungen, auf Neueintheilung der Wahlkreise und Neuregelung des VereinsTabatarbeiter für erforderlich. Da jedoch die Tabakarbeiter Der Kongreß hält eine geschlossene Organisation aller heute noch in zwei zentralisirten Vereinen zu ihrem eigenen Schaden organisirt find, so beschließt der Kongreß, die leitenden Theile der beiden Organisationen zu verpflichten, zur nächsten Generalversammlung des Unterſtüßungsvereins eine Vorlage auszuarbeiten, wonach eine den berechtigten Wünschen der beiderseitigen Interessenten Rechnung tragende Vereinigung ermöglicht wird. Abg. Richter: Wenn die großen Städte nicht wären, wo wäre da der Abfah der Landwirthschaft nicht blos an Getreide, sondern auch an Butter, Fleisch und Gemüse! Wie kann man einen Unterschied machen zwischen den großen Städten und den andern industriellen Bezirken. Obgleich die Werke des Herrn v. Stumm in einer Gegend mit kleinen Städten liegen, so bleiben Von der Redaktionskommission wird durch ihren Vertreter, die Verhältnisse doch dieselben. Wo bliebe die Vermehrung der den Delegirten von Chemnitz, folgende Resolution zu Punkt 2 Bevölkerung, wenn sie auf das platte Land allein angewiesen Die deutsche Reformpartei( Antisemiten) wird in nächster Tabatarbeiter- Kongresses insbesondere aus der Berichterstattung der Tagesordnung vorgeschlagen:„ Aus den Verhandlungen des wäre; das Proletariat würde sehr viel größer sein, namentlich Woche ihre Initiativanträge einbringen. Diefelben gehen auf die der Delegirten aus allen Theilen Deutschlands hat sich auss wo die Besitzverhältnisse so gebunden sind, daß es für den Aufhebung des Anwaltszwanges, die Herabsetzung der Gerichts- deutlichste ergeben, daß die Lage der deutschen Tabatarbeiter die Ileinen Mann schwer ist, ein Stück Land zu erwerben. fosten hinaus. Die Auswanderung der ländlichen Bevölkerung würde noch denkbar traurigste ist. Herbeigeführt wird diese traurige Lage ganz besonders die a) durch Arbeit in größer sein als jetzt. Die fünftliche Züchtung der Eisenindustrie den Straf anstalten, b) die Hausarbeit, c) die Frauen- und Kinderarbeit, im Westen hat zur Benachtheiligung des Ostens geführt und deshalb d) die Verlegung der Fabriken nach dem flachen Lande. Der bin ich immer ein Gegner der Eisenzölle. Uebrigens ist die Eolidarität zwischen Industrie und Landwirthschaft noch garnicht Kongreß beschließt deshalb zu a)( die Arbeit in den Strafanso alt, wie Herr von Stumm es darstellt. Wir sind für die den Strafanstalten zum Zwecke der Herstellung von Tabakfabri stalten): In Erwägung, daß die Beschäftigung der Gefangenen in Handelsverträge sans phrase und halten die Kommissionsfaten die gesammten in der Tabakindustrie beschäftigten Arbeiter berathung für eine Zeitvergendung. Von dem Ausfall von und Arbeiterinnen in materieller Beziehung schwer schädigt und Böllen hat man gesprochen; ich wünsche aber nicht, daß diese deprimirend auf die Sittlichkeit derselben einwirkt, fordert der Auslassungen benutzt werden zu Gunsten der neuen Steuer- und Versammlungsrechts. vorlagen. Der Steuerausfall beträgt, wenn eine Mehreinfuhr Kongreß die Beseitigung der Arbeit in den Strafanstalten; zu nirgends eintritt, 36 Millionen Mart. Wir haben uns in der b)( die Hausindustrie und deren Schäden): In Erwägung, daß Militärfommission darüber eingehend unterhalten und dabei tſt die Hausarbeit in unserem Gewerbe große Schäden im Gefolge festgestellt worden, daß die Getreidezölle in sich die Natur hat, ungeeignete Arbeitsräume, unzulässige Gemeinsamkeit häuslicher und haben, zu wachsen, weil die Bevölkerung um 500 000 Röpfe gewerblicher Verrichtungen, Verrichtungen, nachtheiligen jährlich zunimmt, deren Ernährung die deutsche Landwirthschaft Einfluß auf das Familienleben, Absonderung der Hausarbeiter nicht beschaffen kann( Widerspruch rechts). So ergiebt sich eine von ihren Fachgenossen, Fernbleiben derselben von den Mitteln Steigerung der Zolleinnahmen aus ganz natürlichen Gründen. zur Fortbildung, Regellosigkeit der Arbeitszeit, Ueberbürdung mit Dadurch wird der Ausfall ausgeglichen, auch wenn sich 1892-93 Arbeit, Herabdrückung des Arbeitslohnes, und in fernerer fcheinbar ein Rückgang zeigt, weil die Ernte von 1891/92 eine felb nicht die Löhne der Tabatarbeiter, sondern der Wickelmacher Hausarbeit vollständig illusorisch gemacht werden und bis jetzt Aus der gefirigen Sitzung ist zu berichtigen, daß in Elber Erwägung, daß die bundesräthlichen Bestimmungen durch die sehr schlechte war und eine größere Einfuhr mit sich brachte. 7 bis 8 Mart betragen. Der Durchschnittsverdienst der Tabak nur dazu geführt haben, die Einzel- Hausarbeit zu fördern, erDie niedrigen Getreidepreise sind nicht eine Folge der Handelsvertragspolitik, denn noch niemals ist so wenig Getreide ein- arbeiter stellt sich auf 13,50 M. Der Delegirte aus Heilbronn achtet der Kongreß es für dringend erforderlich, daß die Begeführt worden als jetzt, wo wir beinahe mit der deutschen Pro- bat in feinem Orte selber Arbeit, er braucht nicht über Land zustimmungen auch auf die Hausindustrie ausgedehnt werden; zu duftion an Roggen und Weizen ausgekommen sind. Wenn Sie gehen. In Freiberg i. S. gehören von 1266 Tabatarbeitern 38 c)( Frauen- und Kinderarbeit): der Kongreß erkennt in der ( rechts) jemand anklagen wollen, dann flagen Sie unsern Herr- Der Organisation an. gott an und die Getreidespekulanten, welche nicht bloß an der Börse sondern auch auf verschiedenen Gütern fizzen. Einen heiteren Eindruck muß es doch machen, daß man die Landtags= Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. Berlin, den 24. November 1893. V. immer steigenden Verwendung der Arbeit der Frauen sowohl in Die heutigen Verhandlungen leitet Deichmann Bremen. der Tabatindustrie wie in allen Industriezweigen nur eine Die Generaldebatte über Punkt 2 der Tagesordnung wird Wirkung der gesammten modernen Produktionsweise, und hält fortgesetzt. daher ein gesetzliches Verbot oder auch nur eine Ein wahlen als einen Akt der Opposition gegen den Reichskanzler Der Minimallohn von 8 M. pro Mille, den sie vorschreibe, sei scheint in bezug auf den der verheiratheten Frau zur Erfüllung Der Vertreter aus Meißen spricht über die Kontrollmarke. schränkung der Frauenarbeit, soweit nicht eine solche nöthig erbetrachtet; niemals sind so viel Landräthe gewählt worden wie jetzt! Sind das die Männer der Opposition, die nach der zu hoch festgesetzt, im weiteren bedauert Redner den Federkrieg ihrer häuslichen Pflichten nothwendigen Schuß, wie in bezug Rabinetsordre immer die Regierungspolitik vertreten müssen? Vorwärts" über die Gewerkschaftsfrage; mögen die Führer auf diejenigen Beschäftigungen, welche der körperlichen BeschaffenMan kann darin vielleicht einen Ausdruck der Versimpelung er sich doch sagen, daß die Streitigkeiten, besonders der Ton, in heit der Frau widersprechen, nicht nur vollständig unwirksam, blicken( Große Heiterkeit), aber eine Wirkung der heftigen Reden des dem sie geführt werden, in der Provinz, von den Gegnern aus- sondern auch für eine nicht zu rechtfertigende Beeinträchtigung Grafen Limburg- Stirum ist es nicht. Man weiß ja auch, genützt würden und die Agitation infolge dessen sehr er der auch von den Frauen zu beanspruchenden wirthschaftlichen welche Anstrengungen die Beamten bei den Wahlen machen. schwerten.Bewegungsfreiheit und erklärt deshalb als einzig wirksames Wenn Graf Kanit doch nur seinen Blick über seine Strohdächer Rerrl Bremen bekämpft die gestrigen Ausführungen von Mittel zur Beseitigung der im Gefolge der Frauenarbeit enthinaus in die nächsten Nachbarkreise wenden wollte, so würde Der Kongreß sei wohl befugt, über die Stellung der standenen Uebelstände die politische und wirthschaftliche Gleichpolitischen Partei zu den Gewerkschaften zu sprechen. er sehen, wie man den Zollvertrag mit Rußland herbeisehnt. Redner schlägt eine Resolution vor, die ausdrücklich erklärt, daß zur Erreichung dieses Bieles das unbeschränkte Koalitionsrecht Der ftellung der Frau mit dem Manne. Der Kongreß fordert daher Die Handelsverträge gehen mir nicht weit genug; die Regierung geht viel zu langsam vor. Die Zollermäßigung für Getreide die Sozialdemokratie die einzige Partei sei, welche die Interessen auch für die Frauen und die Beseitigung aller daffelbe hätten wir auch ohne Konzession von Desterreich) im eigenen des Volts vertritt. Auch den guten Besuch des Kongresses habe beschränkenden Geseze und Verordnungen und verlangt im Juteresse ausführen müssen. Ich bedaure, daß die Regierung an neben der Gewerkschaftspresse den sozialdemokratischen weiteren von allen zielbewußten männlichen Tabalarbeitern unabund Organisation der weiblichen über die ersten Bollermäßigungen nicht hinausgegangen ist. Wir Parteiblättern zu verdanken. Redner hebt ausdrücklich hervor, lässig für Aufklärung stimmen den Verträgen nicht mit großem Jubel zu, sondern wir daß der Heldenmuth der Hamburger Bigarrenarbeiter bei ihrer Kollegen, besonders aber für unbedingte Gleichstellung der Löhne nehmen vorlieb mit dem bischen, wenn wir mehr nicht erreichen Aussperrung durch die politische Partei, die hinter ihnen ge- der Frauen mit den Männern zu wirken; zu d( Verlegung der tönnen. Die ganzen Debatten sind doch nur ein Vorspiel für standen, gestählt Ohne die politische Be- Fabriken nach dem flachen Lande): der Kongreß ist der Ueberden Handelsvertrag mit Rußland; man will zeigen, wie fürchter- wegung würden die Gewerkschaften nie ihre jezige Be- zeugung, daß die immer mehr um sich greifende Verlegung der lich man nachher werden will. Ich weiß aber nicht, was die deutung erlangt haben. Was die Hausarbeit betreffe, Bigarrenfabriken nach den kleineren und kleinsten Orten lediglich Herren noch weiter leisten wollen; Herr v. Plöz hat heute schon so man häufig sehen, daß Schweine, Hühner, der wirthschaftlichen Entwickelung zuzuschreiben ist, welche die Elm's. fönne worden sei. sein Ichtes Goldstück ausgegeben.( Widerspruch rechts.) Es Gänse und andere Thiere sich mit im Arbeitsraume befinden. Unternehmer veranlaßt, stets auf möglichst billige Herstellung handelt sich hier um einen Krieg der Sonderinteressen gegenüber Redner ist gegen die Kontroll- Schuhmarke von Anfang an ge- ihrer Fabrikate zu sehen. Der Kongreß ist ferner der Ueberden allgemeinen Staatsinteressen. Wenn eine Regierung den wesen und in seiner Meinung nur bestärkt worden. Ihre Gin- zeugung, daß diesem Uebelstande, der in absehbarer Zeit den Sonderinteressen den Krieg erklärt, dann ist sie unbesieglich, wenn führung habe die Zahl der Mitglieder in der Organisation nicht völligen Ruin der deutschen Tabatarbeiter und Tabaksie sich nur tren bleibt. Wenn die Regierung dabei eine Unter- vermehrt. Redner bedauert gleichfalls die Streitigkeiten in der arbeiterinnen bedeutet, in seinen Wirkungen nur entgegenstützung nur auf der linken Seite findet, so ist das sehr ehrenvoll für Presse. Der Vorwärts" hätte die gegenseitigen Erklärungen gar getreten werden kann durch eine feste, zielbewußte Organisation. die Parteien dieser Seite. Aber ich glaube nicht, daß die Mehrheit nicht veröffentlichen sollen, jedes Winkelblättchen, jeder Pfaffe auf Als ein wirksames Mittel, die Lage der Tabalarbeiter Deutsch des Hauses es über- sich gewinnen wird, diese Verträge abzulehnen. Der Kanzel nuge dieselben aus. Gewerkschafts- und politische Darauf wird die Debatte um 5 Uhr bis Sonnabend Bewegung ergänzen einander, vielleicht würde von Elm über den 1 Uhr vertagt. Werth der politischen Bewegung anders denken, wenn er die Schule des Ausnahmegesezes durchgemacht hätte. Die Generaldebatte wird hierauf geschlossen, die Spezialdiskussion aber so lange ausgefeßt, bis die Redaktionskommission in die an Stelle des erkrankten von Elm Kerri- Bremen hineinDie sozialdemokratische Fraktion hat folgende Anträge gewählt wird, die entsprechenden Resolutionen zu den einzelnen eingebracht: Bunkten ausgearbeitet hat. Parlamentarisches. I. Antrag. Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag spätestens in der nächsten Session einen Entwurf vorzulegen, durch welchen die in Artikel 20 der Reichsverfassung und in§ 5 des Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869 ( Bundes- Gesetzbl. 1869 S. 145) vorgeschriebene gefeßliche Regelung und Vermehrung der Wahlkreise endlich geordnet wird. II. Antrag. Der Reichstag wolle beschließen: dem nachstehenden Gefeßentwurf die verfassungsmäßige Zustimmung zu geben: Gesetz betreffend die Bolksvertretung in den Bundesstaaten. Einziger Artifel. Der Artikel 3 der Verfassung des Deutschen Neichs erhält folgenden Zusatz: " Es folgt Punkt 3 der Tagesordnung: Die bundes: räthlichen Bestimmungen und das Fabrikinspektorat." Von allen Rednern wird über die Mangelhaftigkeit der Fabrikinspektion geklagt, ebenso über die gewohnheitsmäßige liebertretung der bundesräthlichen Bestimmungen durch die Fabrikanten. Der Vertreter aus Weißenfels theilt mit, daß ihm der dortige Fabrikinspektor, dem er den badischen Fabrifinspektor Wörishoffer als Muster empfohlen habe, entgegnet habe: Ja, Wörishoffer ist bei seiner Regierung gut angeschrieben, wenn wir erst so viel Ver tranen bei unserer Regierung hätten, dann könnten wir etwas machen. Jetzt aber geht es uns so wie Ihnen. Wenn ich alles brandmarten würde, was ich in den Fabriken sehe, würde ich die längste Zeit Fabrikinspektor gewesen sein. Die Fabrikanten üben eben einen gewissen Einfluß auf die Regierung aus. Als Mittel zum Schutz gegen diese Uebelstände wird von ben meisten Rednern die Wahl unabhängiger Vertrauensmänner In jedem Bundesstaat muß eine auf Grund des allgemeinen, empfohlen, die alle Uebertretungen der Fabrikanten zur Anzeige gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts gewählte Bertretung zu bringen hätten. Ein Beschluß wird noch nicht gefaßt, sondern bestehen. Das Recht zu wählen und gewählt zu werden haben die Ausarbeitung einer entsprechenden Resolution der Redaktionsalle über zwanzig Jahre alten Reichsangehörigen ohne Unter- fommission übertragen. schied des Geschlechts in dem Bundesstaate, in dem sie ihren Es folgt die Berathung eines Antrages, der die Vereinigung Wohnsitz haben. Die Zustimmung dieser Bertretung ist zu des Sortirer und des Tabatarbeiter- Vereins zu einer Gesammt jedem Landesgesetz und zur Feststellung des Staatshaushalts- Etats organisation für eine Nothwendigkeit erklärt. erforderlich. Hierüber entspinnt sich eine lebhafte Debatte. Nachmittags- Sihung. 111. Antrag. Der lands zu verbessern, erachtet der Kongreß die gewerkschaftliche Organisation als die geeignetste Form die Zentralisation, und bezeichnet den Unterstüßungsverein deutscher Tabatarbeiter" und den Verein deutscher Zigarrenfortirer" als die Organisationen aller Tabakarbeiter Deutschlands und verpflichtet deshalb alle Tabalarbeiter und Arbeiterinnen, mit aller Entschiedenheit für die Ausbreitung dieser Organisation thätig zu sein. Kongreß erkennt weiter, daß die sozialdemokratische Partei die einzige politische Vertreterin der Arbeiterinteressen ist, ohne sie würden auch die Interessen der Tabakarbeiter nicht in ausgiebigster und entscheidender Weise geschützt werden. Ez ist daher Pflicht eines jeden Tabatarbeiters, dieser Partei nicht allein anzugehören, sondern auch durch sein persönliches Ver halten für die kräftige Entwickelung derselben einzutreten. In der Debatte wird von verschiedenen Delegirten hervor gehoben, daß ein ausdrückliches gesetzliches Verbot der Hausarbeit in der Resolution ausgesprochen werden müsse. Stromberg Hamburg stellt den Antrag, den letzten Passus der Resolution, der von der Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei spricht, zu streichen. Er begründet ihn damit, daß einerseits die Zugehörigkeit zur fozialdemokratischen Partei selbstverständlich sei, daß andererseits den Kollegen, die noch nicht so weit sind, der Beitritt zur Organisation nicht verwehrt werden dürfe. Kerr- Bremen wendet sich gegen den Antrag Stromberg, ein freies, muthiges Wort müsse und solle einmal aus gesprochen werden. Die Fabrikanten wüßten ja auch, daß die Tabatarbeiter alle Sozialdemokraten seien. Wir sollen keine Heuchler sein. = v. Im Hamburg schließt sich den Ausführungen Stromberg's an. Die Tabatarbeiter seien leider noch nicht alle Sozialdemokraten, wir wollen fie aber alle in die Organisation bringen. Der Rongreß sei ein reiner Gewerkschaftsfongreß, fein Parteifongreß, er folle auch den ursprünglichen Charakter beibehalten. Der Reichstag wolle beschließen: dem nachstehenden Geſetz- batten bei ihrem Reichstagsabgeordneten den auf die Empfehlung erwiesen, es solle Niemand gezwungen werden, eine politische Tie Telegirten aus dem Minden übbecker Wahlkreise Der Partei werde durch solch einen Beschluß auch gar kein Dienst Stöcker's hin gewählten Grajen Roon eine Unterredung Ueberzeugung anzunehmen. Nur wer aus freier Entschließung nachgesucht und erhalten. Graf von Roon äußerte sich über und selbständiger Erkenntniß Sozialdemokrat wird, werde ein die Labat Fabrikfatsteuer und erklärte, daß er gegen die Besteuerung guter, ein tüchtiger Parteigenoffe. Kerrl Bremen erwidert, die Tabalarbeiter dürften der Fünipfennig- Bigarre stimmen werde, hingegen eine Mehr belastung der theueren Bigarren, also von 6 Pf. ab, für an- nicht heucheln. Er weist auf die Hirsch- Dunckerschen Ges entwurf die verfassungsmäßige Zustimmung zu geben: Gesetz betreffend das Recht der Versammlung und Vereinigung und das Recht der Roalition. § 1. Die Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts haben das Recht sich zu versammeln. # Was von werkschafter, die auch Teugnen in in Deutsch- Freisinnigen Das Resultat der Stadtverordnetenwahl in Char- zu ermitteln gewesen, eine Nachricht aus Kremmen aber noch Parteidiensten zu stehen und damit auch heuchelten. Der Rongreß lottenburg giebt der Staatsbürger Zeitung". willkommenen nicht hier ist. Vielleicht hat Wattenberg nur seine Obdachlosigkeit müsse Muth genug befizen, sich offen zur Sozialdemokratie zu Anlaß, über den weltverlassenen Eugen herzufallen und ihn der durch die Erzählung verschleiern wollen. bekennen und dürfte sich nicht auf den Standpunkt der ameri- Urheberschaft der Sozialdemokratie zu bezichtigen. Die Camphausenstraße, im Süden der Stadt an der fanischen Gewerkschaftsduselei stellen. Wer nicht sage, was er dieser stereotypen Behauptung zu halten ist, wissen unsere Partei: Hafenhaibe belegen, hat ihren Namen bereits vor Jahresfrist denke, der gehe auf etwas anderes aus.( Beifall.) genossen; sie trifft auf die Wasserstiefler und Wadelstrümpfler Der Delegirte aus Lübbecke ist der Ansicht v. Elm's. ebenso zu, wie auf die übrigen„ staatserhaltenden" Parteien. Wir erhalten und wird auch schon von einer großen Anzahl PerGr ſei ſeit 25 Jahren Sozialdemokrat, er dürfe sich aber in wünschen denn auch als Menschen von Gemüth den Häuptern fonen bewohnt; trozdem aber fehlen ihr heute noch die Straßenseiner Heimath in Versammlungen nicht als solcher bekennen. der drei Dußend antisemitischen Parteien, daß sie wohlbehalten schilder. Warum werden dieselben nicht befestigt? Der Gastwirth habe ihm in der legten Versammlung, die er abge- noch die fröhliche Sommerszeit erleben, wo die Saat, die sie halten habe, gedroht, ihn aus dem Saale zu weisen, falls er heute im Schweiße ihres Angesichts säen, für uns die Sozialnoch einmal das Wort„ Sozialdemokrat" ausspreche.( Ent- demokratie aufgeht. rüstungsrufe.) Das sog. National Denkmal für Wilhelm I. Dem Heldengreis" foll bekanntlich in der heutigen Zeit des Glends und der Noth aufkosten des steuerzahlenden Voltes Das böse Gewiffen der bürgerlichen Parteien läßt sie ihre ein Denkmal errichtet werden, daß die ungeheuerliche Summe Raußniz Schwabach erklärt sich für den Antrag Kerrl. Richterin und Rächerin, die Sozialdemokratie, in jeglicher Gestalt von 8 Millionen Mark verschlingen wird. Für dieses Denkmal der Partei keine Anhänger. Er lasse sich im wesentlichen von ahnen. So macht jetzt eine Beitungsnotiz den Philister grufeln, waren nun als Embleme u. a. eine Gefeßestafel und eine Wahlurne in Aussicht genommen worden. Der regierende praktischen Rücksichten leiten. Er wolle nicht einmal alle Sozial- wonach die Sozialdemokraten in Massen die Haustrermaste auf- Raiser hat jedoch, wie der Berliner Börsen- Courier" zu melden demokraten in der Organisation; denn es gäbe unter den Genossen feßen, um unter dem Motto„ Nischt zu handeln" Brandschriften weiß, diese Attribute verworfen, indem er bemerkte, daß auch Fabrikanten, die wirthschaftlich auf anderem Boden ständen. und Hetreden unter die Landbevölkerung zu schmuggeln. Die bürgerlichen Blätter haben Recht, aber in viel weiterer hier nicht ein Voltsmonument, sondern ein Denkmal Es sei erst vor zwei Jahren vorgekommen, daß Arbeiter bei Ausdehnung als sie wissen oder zugeben, denn vor der Sozialer Dynastie in Frage komme. Sehr richtig! einem Genossen halten können. richtig.) = In Sachen Nauck u. Hartmann. In der Stadtverordnetendemokratie ist heute niemand auch nur einen Tag sicher. Unsere Parteigenossen aber werden die schlotternde Angst des Philisters Sigung vom 28. November fagte Stadtrath Voigt in Erledigung der Anfrage unseres Genossen Singer, betreffend die Pächter des mit altgewohnter Heiterkeit betrachten.mds städtischen Anschlagswesens u. a. Es sind bisher an den Magistrat keinerlei Beschwerden über Zurückweisung von Plakaten der erwähnten Art gelangt." Vor uns liegt die Kopie eines Briefes, welcher folgenden Berlin, den 30. März 1893. Am Sonnabend, den 11. März, bestellte ich bei der Firma welche am Montag, den 13. März, an den Anschlagssäulen sich befinden sollte. Unter der Tagesordnung sollte folgender Vermert stehen: Handlungsgehilfen! Jede Umgehung der Sonntagsruhe ist zu melden an die Redaktion des„ HandelsAngestellten" Julius Türk, Solmsstr. 24." Dieser Passus wurde von der Firma Nauck u. Hartmann beanstandet unter Berufung auf das Preßgesetz und mußte ich beanstandet unter Berufung auf das Preßgesetz und mußte ich denselben daher von dem Plakate entfernen. " Delegirten, die zu Hause nicht ganz offen sprechen, zu Heuchlern. Er erwarte übrigens von Kerrl Auftlärung, was er mit den letzten Worten feiner Rede gemeint habe, was diejenigen im Echilde führen sollten, die nicht seiner( Kerri's) Meinung seien. Troh der schlechten Zeiten lohnt es sich immer noch von Elm Hamburg verivahrt sich gegen die Ausführungen Aktionär ju fein. Und vor allem, wenn eine Gesellschaft sich auf Revil's. Er sei kein Anhänger der amerikanischen Gewerk- Artifel des Massenbedarfs versteht, ist es ein gar föstlich Ding schaften, die teine politische Parteibewegung wollten. Die Ge- sowohl um einen Direktoren- oder Aufsichtsrathsposten, als auch Wortlaut hat: wertschaften sollten die Vorschule für die Sozialdemokratie sein, um den Besitz einer fleißig zu handhabenden Kouponscheere. man müsse aber die Leute erst in der Organisation drin haben, Nicht wahr, Herr Generaldirektor, Kommerzienrath Rösicke? An den Magistrat der Stadt Berlin. Sier. dann könnte man sie auch zu Parteigenossen erziehen. Durch Die Attionäre der Schultheiß- Brauerei- Aktiengesellschaft hatten Beschlüsse macht man feine Parteigen offen, das sei kein waden vor einigen Tagen die angenehme Pflicht, die diesjährige Naud u. Hartmann, hier, Kurstraße, eine Versammlungs- Anzeige, strümpflerischer, sondern ein echt sozialdemokratischer Standpunkt. Dividende festzusetzen. Mit Mühe und Noth brachte Börner Berlin tritt den Anschauungen von Elm's ent- man es fertig, die Dividende auf fünfzehn Prozent gegen, die Gewerkschaftsbewegung ist ein Theil der Gesammt zu bestimmen. Wenn wir sagen mit Mühe und Noth, so wolle partei, sie darf sich nicht von ihr loslösen. Die Tabatarbeiter- man uns nicht mißverstehen. Das Kopfzerbrechen wurde nicht organisation habe bisher immer ihre Zugehörigkeit zur sozial- verursacht, weil es schwer fiel, die Dividende auf 15 pet. hinaufdemokratischen Partei offen bekannt, dieser flare Standpunkt dürfe zubringen, sondern weil alles Raffinement angewendet werden nicht verwischt werden. mußte, fie so niedrig zu gestalten. Es mußte alles mögliche geKerr- Bremen: Die bürgerliche Gesellschaft freut sich, schehen, um die ungeheuerliche Thatsache zu verdecken, daß der wenn sich Männer finden, die, erfüllt vom besten Willen, doch Gewinn, der aus den Arbeitern der Brauerei herausgepreßt ist, Wege einschlagen, die die Arbeiterbewegung auf Jahre zurück- eigentlich eine viel höhere Dividende am Play erscheinen ließe. Im Preßgesetze fann ich nun nirgends irgend einen Punkt Es darf nicht heißen: den Tabatarbeitern ist Doch hören wir den Bericht des Herrn Generaldirektors Rösicke die Milch der frommen Denkungsart eingeflößt worden.( Sehr selber, wie ihn die„ Voffische Zeitung" in ihrer Nummer 548 obigen Baffus berechtigen könnte, ich wende mich daher an den finden, der die Firma Nauck u. Hartmann zur Beanstandung wiedergiebt! Schmalfeldt Bremerhafen tritt für Aufrechterhaltung In den Zeitungen wäre lobend anerkannt, daß die Gesellschaft Magistrat als Aufsichtsbehörde und beschwere mich über das undes Schlußpassus der Resolution ein, in dem gar nicht stehe, daß mit verhältnismäßig geringen Baarmitteln arbeite; hierbei habe gerechtigte Verhalten der Firma Nauck u. Hartmann. jeder Kollege nun sofort Sozialdemokrat werden müsse. Würde man aber außer Acht gelassen, daß sich noch 500 000 Obli- Remedur zu schaffen, und die Firma Nauck u. Hartmann anzuAußerdem ersuche ich einen Magistrat der Stadt Berlin hier er gestrichen, so würden die Gegner triumphirend sagen: die gationen der Schultheißbrauerei im Portefeuille der Gesellgroße Masse will von der politischen Bewegung nichts mehr schaft befänden, welche doch so gut wie baares Geld wären; um weisen, daß derartige Gesezwidrigkeiten nicht wieder vorkommen, wissen. Der Streit über den Schlußpaffus müsse aber in sach- diesen Beirag also wären die Betriebsmittel höher anzunehmen. mich auch von dem Resultate Ihrer Erhebungen und von Ihren licher Form geführt werden, damit der Frieden nicht gestört Ferner hätten mehrere Zeitungen hervorgehoben, daß die Ge- Entschließungen in dieser Angelegenheit in Kenntniß zu setzen. Freie Vereinigung der Kaufleute. bäude jetzt einen viel höheren Werth als im Vorjahre repräsentirten, welcher Umstand nur zum Theil durch die Kosten für die J. A.: Alfred Borchardt, z. H. 1. Borsigender, C., Wallstr. 89. vollendeten Neubauten, zum Theil durch Buchungen hervorDieser Brief ist am 30. März 1893 durch die Post befördert Ein Delegirter aus Westfalen hebt hervor, daß der Passus gerufen sei; das Grundstück Schönhauser Allee 39a sei bisher in der Resolution, der die Schäden der Hausarbeit betreffe, viel auf Grundstücks- Konto verbucht gewesen, nach Vollendung des worden. Sollte derselbe noch nicht im Befiße des Magistrates mehr Widerspruch bei vielen westfälischen Kollegen finden dürfte, Neubaues wären die Kosten hierfür auf Gebäude- Konto überein? Wir sind neugierig, was Herr Stadtrath Voigt hierauf zu wie die Stelle über die politische Partei. Dennoch muß man tragen worden und das Grundstücks- Konto entsprechend entlastet. antworten hat, denn einen Bescheid hat Genosse Borchardt bis das Verbot der Hausarbeit fordern; man darf seine Gesinnungen Die Summe für Gebäudewerth habe sich in der Bilanz um 641 000 m. jetzt noch nicht erhalten. erhöht. Außerdem wären 2 Grundstücke außerhalb Berlins, in Ju ein gemeinsames Grab gebettet wurden am Mittwoch Nach dem Schlußwort des Referenten und der verschiedenen Brandenburg und Lübben, erworben; ersteres hätte die Verwal- Nachmittags die Brüder Friedrich und August Winter, die auch Antragsteller wird zur Abstimmung über die verschiedenen tung bisher nur miethsweise zur Niederlage benugt, weil aber im Leben unzertrennlich von einander gewesen waren. Beide Amendements geschrieben. Beschlossen wird, in der Resolution Reparaturen und Neubauten nothwendig geworden, habe die hatten das Tischlerhandwerk erlernt, beide wohnten gemeinsamt das gesehliche Verbot der Hausarbeit zu fordern. Direktion es für besser gehalten, das ganze Grundstück zu einem im vierten Stock des Hauses Elisabeth- Ufer 55, beide litten jahreDer Antrag Stromberg's, den legten Passus der Resolution annehmbaren Preise zu erwerben, und repräsentirt daffelbe jetzt lang an derfelben Krankheit, dem Asthma, und beide starben zu streichen, der es jedem Tabalarbeiter zur Pflicht macht, der 39 000 m. Grundstücks- und 79 000 m. Gebäudewerth. Das in einem Zwischenraume von zwölf Stunden. Friedrich, der Sozialdemokratie anzugehören, wird gegen 18 Stimmen ab- andere in Lübben, welches ein früherer Kunde der Tivoli 63 Jahre alt und verheirathet war, verschied am Sonntag gelehut. brauerei besessen habe, wäre für die erste Hypothek im Betrage Abend, August folgte ihm als 61 Jahre alter Junggeselle am Nunmehr wird die Resolution einstimmig angenommen.( Leh- von 20 000 m. in der Subhaftation erworben und ebenfalls als Montag Morgen. hafter Beifall.) GUNiederlage Um 18 Uhr wird die Sigung auf morgen vertagt. Niederlage benutzt. Der Borsigende hob ferner hervor, daß zum ersten Male das Gesammt- Kapital voll an der Dividende theilnehme; die Verwaltung hätte wohl eine höhere Dividende vorschlagen fönnen, wenn sie von ihren bisherigen soliden Prinzipien bei den Abweichungen ze. hätte abweichen wollen; da die Gesellschaft aber bisher gut gefahren sei, habe man in jeder Beziehung die alten Grundfäße bei der Bilanzirung festhalten wollen; so überstiege beispielsweise der Feuertassenwerth der Tivoli- und Schultheißbrauerei- Gebäude den Buch werth derselben. werde.( Beifall.) Die Delegirten für Wieset, Gießen und Meißen wünschen die Resolution auch im Schlußpassus unverändert. nicht verstecken. Tokales. Im zweiten Reichstags- Wahlkreise findet im Laufe der nächsten Woche für den 9. Kommunal- Wahlbezirk abermals eine Flugblatt Bertheilung statt; der Tag wird noch näher bekannt gegeben. Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, dieser Bekannt machung Beachtung zu schenken und an der Flugblatt- Bertheilung theilzunehmen.dig Das Wahlkomitee. Achtung! Parteigen offen des 4., 5., 6. Wah I freises. Am Sonntag, den 26. November, Morgens 8 Uhr, findet eine Flugblatt- Bertheilung für den 29. Kommunal Wahl bezirt statt. Die Parteigenoffen der obengenannten Kreiſe werden etfucht, fich pünktlich früh 8 Uhr, bei Achilles, Greifswalder ftraße 210, und Spät, Weinstr. 28, einzufinden. In Anbetracht ter Wichtigkeit der Wahl ist es nothwendig, daß die Parteigenossen zahlreich Hilfe leisten. Man sieht, die armen Aktionäre haben es fauer, die ein geheimsten Früchte vor den Augen der neidischen Welt nicht zu golden erscheinen zu lassen. Die Begehrlichkeit der Massen Die Begehrlichke fönnte gar zu fehr gereizt werden. " " Das Aufruhrgesetz". Bei dem Brand in der Schwarztopf'schen Fabrit in der Ackerstraße in der Nacht zum 8. Oktober dieses Jahres wurden in dem benachbarten Garten des Eigenthümers 2. durch die Volksmenge Verwüstungen angerichtet, die der Beschädigte auf mehrere tausend Mark schätzt. Herr 2. forderte von der Stadtgemeinde eine angemessene Entschädigung auf Grund des Aufruhrgesetzes, wurde jedoch vom Magistrat abgewiefen; nun flagt der Geschädigte wider die Stadt Berlin beim hiesigen Amtsgericht. Die durch Aufläufe in Berlin verursachten Beschädigungen an Privateigenthum betragen im Durchschnitt jährlich 17 000 Mart, die dem Stadtfäckel zur Last fallen. Bekanntlich ist die Bestimmung, daß nicht der Staat, sondern die Stadtgemeinde die durch Aufläufe verursachten Beschädigungen zu ersetzen hat, in der Reaktionsperiode der fünfziger Jahre erlassen worden, um das damals noch revolutionär angehauchte Bürgerthum die Lust vor Putschen zu benehmen. Wegen Verleitung zum Meineide und wissentlich falscher Anschuldigung ist der Wüßenfabrikant Josef Bartlewski und dessen Ehefrau, Karlstr. 18 wohnhaft, verhaftet worden. nonlesn " Theater.land aus Wie die Bauhandwerker praffen", zeigt eine Statistit, die in der Baugewerks- Zeitung", einem Unternehmer- Organ, für die erste Hälfte des Oktobers veröffentlicht wird. Danach wurden zu dieser Zeit 42 Maurer mit 40-47% Pf. pro Stunde entlohnt, 570 Maurer mit 50 Pi., 547 mit 521/2 Pf., 1041 mit 55 Pf. und nur 166 mit 57/ 2-60 Pf. As Bimmergesellen arbeiteten 62 für 40-4712 Pf., für 50 Pf., 195 für 5212 Pf., 257 für 55 Pf. und 132 für 571/ 2-60 Pf. Der Wochen J. A.: Das Wahlkomitee. verdienst beträgt also in der günstigsten Arbeitszeit 24 bis 36 Mart, und im Durchschnitt, da mindestens eine Spätherbit hat wie bürgerliche Blatter berichten den Restaurar pergaliche Zeit der Arbeitslosigkeit zurechnen leibtreu einer der Jungenſchwärmer – feine„ Tragiviermonatliche ist, National- Theater. Vo teuren und Budikern viele Freude gemacht. Früher konnte man begünstigten Minderheit der Bauhandwerker, die das Glück hat, komödie in 8 Bildern". Das National- Theater hat es diesen Tag rationell in der freien Natur genießen; heute ist nur vier Monat im Jahr außer Arbeit zu sein. Ganz bedeutend welchem Grunde ist unerfindlich über sich gebracht, diese jeder, der nicht vorzieht oder vorziehen muß, den Tag zu Hause schlechter stellt sich der Verdienst für die große Mehrheit der banale Aneinderreihung von Worten aufzuführen. Bleibtreu zuzubringen, auf die Kneipe angewiesen. Hätte man in maß Maurer und Zimmerer, die im Durchschnitt unter einer noch schildert in seinem Machwerk ungefähr in der Weise, wie es gebenden Kreifen ein Einsehen dafür, wie wenig Leute an den weit längeren Arbeitslosigkeit zu leiden hat; ganz abgesehen von ein Schüler der dritten Klasse unserer Elementarschulen bei pietistischen Zweck dieses Tages denken, so hätte man ruhig die den Hilfsarbeitern, deren Lohn- und Arbeitsverhältnisse noch gutem Willen schlichter Veranlagung vermag die Halsbandschöne Sommerzeit zur Feier des Tags beibehalten müssen. viel ungünstiger liegen. Diese elenden Zustände sollten den geschichte der Marie Antoinette. Seinem Erzeugniß fehlt jede leber den Geschäftsverkehr an den Sonntagen vor Maurern, Bimmerern und Bauarbeitern eine ernste Wahnung Spur von Gestaltungsgabe, jegliche Charakterisirung der vorWeihnachten und an den Weihnachtstagen hat der Polizei- fein, statt inneren Formenstreitigkeiten nachzuhängen an gründe geführten Personen, jedes tiefere Verständniß, jede ideale Begeiste präsident folgendes bestimmt: liche Ausbesserung der Organisation sowie an eine einheitliche rung, jede Fähigkeit, wirkliche oder auch nur mögliche Personen zu " Im Handelsgewerbe, soweit es in offenen Verkaufsstellen Agitation zu denken. Nur eine von festem willen getragene schildern und, wie es scheint, selbst die Fähigkeit, auch nur oberbetrieben wird, jedoch mit Ausschluß der Bank-, Wechsel- Organisation ist im stande, die Arbeiter aus der heutigen Misere flächlich die Ursachen, die Triebfedern der französischen Revolution und Lotteriegeschäfte, dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter herauszuführen. zu verstehen, geschweige zu schildern. Trotzdem wurde Beifall Segenfallen für Sozialdemokraten. Man hat die So Boher fam das?" Im Parquet, rechts hinten fingen ein Baar geklatscht und der Dichter" einige Male auf die Bühne gerufen. hinaus am 17. Dezember, dem vorletzten Sonntage vor Weih- zialistenprozesse mit den Herenprozessen verglichen. Und mit fräftige Klaquenrhände zu flatschen an, zum großen Theile genachten, bis 6 Uhr Abends, am 24. Dezember, dem legten Sonn- Grund. Auch die Art, wie man die Sozialisten zu fangen" börte das Publikum der Lebensversicherungs- Gesellschaft auf tage vor Weihnachten, bis 7 Uhr Abends, beschäftigt werden. sucht, haben Aehnlichkeit mit den Fallen", die man in der guten Gegenseitigkeit Jungdeutschland" an es flatschte und rief Von dem allgemeinen Verbot der Beschäftigung von Ge alten Zeit den Hexer zu stellen pflegte. Man legte Strohhälm- auch. Regie," Inszenirung des Stücks und Darstellung waren hilfen, Lehrlingen und Arbeitern im Handelsgewerbe am chen in ihren Weg, und wenn sie dieselben berührten, so waren gut, viel zu gut für den Schund vor der Revolution". 25. Dezember, dem ersten Weihnachtstage, werden, foie„ gefangen". Oder man sprach in ihrer Gegenwart gewiffe Glaubt Bleibtreu, der besser schreiben tann, folch' Zeug ist weit der Gewerbebetrieb in offenen Berkaufsstellen statt heilige Worte", und beobachtete, wie sie sich dazu verhielten. Eine gerade gut genug für ein im Arbeiterviertel belegenes Theater? findet, ausgenommen der Handel mit Milch), mit Bad, Der letzteren ganz genau entsprechende Praxis befolgen, gewiffe Konditorwaaren und Konfitüren, während der Zeit von 5 bis Burschen, die sich jetzt in Berlin herumtreiben. Sie gehen in 3 10 Vor- und 12-2 Uhr Nachmittags, der Handel mit Fleisch Wirthschaften und an andere Orte, wo sich Sozialisten aushalten, waaren während der Zeit von 5-10 Uhr Vormittags, der beginnen ein Gespräch und rufen plößlich aus: Handel mit Kolonialwaaren, mit Vorkostwaaren, mit BrennUnd nun wollen wir ein hoch auf den Kaiser materialien, mit Bier und Wein, mit Tabak und Zigarren, ausbringen. Seine Majestät u. f. w. während der Zeit von 8-10 Uhr Vormittags, der Handel mit Es ist das, wie uns mitgetheilt wird, schon verschiedene Blumen während der Zeit von 7-10 Uhr Vor- und von 12 bis Male geschehen. Die Genossen mögen auf der Hut sein! Und 2 Uhr Nachmittags, die Zeitungsspedition während der Zeit von fommt ihnen ein solcher Sozialistenfänger unter die Finger, 4-9 Uhr Vormittags. An den übrigen Sonntagen im Dezember dann ist es ihre Schuld, wenn ihm das Wiederkommen nicht ( 3., 10. und 31.), sowie am 26. Dezember, dem zweiten Weih auf immer verleidet wird. Beſtellung der Zeit zur Beſchäftigung von Gebilsen, Lehrlingen Ein neuer Cholerafall wird von dem Polizeipräsidenten ge- der Parforceritt der Damen Fräulein Oceana Renz und Frau und Arbeitern im Handelsgewerbe mit der Maßgabe Anwen- meldet. Am Mittwoch hat sich ein Arbeiter Wattenberg im Renz- Stark, die von sechs Damen und sechs Herren in Prachtiung, taß es bei der durch die Verordnung vom 20. Juni 1892 Moabiter Krankenhaus gemeldet, an dem alsbald die Cholera fostümen gerittene Quadrille, sowie die Künfte, mit denen die für den Handel mit Blumen festgesetzten Berlängerung der Be- fonstatirt wurde. Er hat angegeben, auf einem Kahn am Holzahlreichen Klowns das Publikum erheiterten. Wahrhaft schäftigungszeit am 31. Dezember bis 6 Uhr Abends fein Bewenden steiner Ufer gearbeitet zu haben, auf dem auch eine Schifferfrau zwerchfellerschütternd wirften die burlesken Konzertstücke eines behält. Alle mit den vorstehenden Festsetzungen nicht in Ein- frank liege. Der Kahn sei nach Kremmen bestimmt. Diese An- musikalischen Trios. In einem Festspiel Huldigungsgruß an flang stehenden Vorschriften früherer Verordnungen bleiben außer gaben Wattenberg's haben sich aber als richtig noch nicht fest: Berlin" hatte Herr Reus Gelegenheit, sein können in Ausstellen lassen, da ein Fahrzeug, wie das beschriebene, noch nicht stattungspracht und Flitter in vollem Maße zu zeigen. Anwendung. " Zirkus Renz ist gestern wieder eröffnet worden und hat zur Freude aller Freunde der Pferdedressur und der Klownſpäße bewiesen, daß sein Ruf auf alter Höhe steht. Das zu Taufenden versammelte Publikum gab seiner Bewunderung über die vorgeführten Dressurfünfte denn auch unverhohlen lauten Ausbruck und bewies damit dem jungen" Direktor der großen Gesellschaft, daß er seine Meisterschaft der seines Vaters gleich achtete. Interesse und es fällt schwer,„ Glanznummern" aus den übrigen In dem reichhaltigen Programm erregte jede pièce lebhaftes herauszusondern. Erwähnt sei das Meisterstück der Vorführung eines Karoussels von 60 Pferden durch den Direktor, Gerichts- Beifung. Versammlungen: Vorhaltung, er hätte doch kein Geld, gesagt:„ Herr Rohn steht[ versammlung der dritten Filiale des Vereins deutscher Schuhhinter mir". Der betreffende Kläger erklärt, er wie andere Kol- macher am Sonntag Abend 61/2 Uhr bei W. Tränkler, SolmsGewerbegericht Rammer III. Vorsitzender: Assessor legen wären nicht bei Laaz in Arbeit getreten, wenn sie nicht straße 44, abzuhalten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Cuno. Sigung vom 16. November. Abgewiesene angenommen hätten, Rohn komme für alles auf, Laaz habe ab- Borsigende Heinrich Lau. Restitutionstlage. In Nummer 263 dieser Beitung folut nichts.- Das Gewerbegericht war einstimmig der berichteten wir über einen von 15 Töpfern gewonnenen Lohn- Ansicht, daß die überreichten Schriftstücke selbst im entschädigungs- Prozeß gegen den Er- Schlächtermeister und Baufrüheren Termin nichts an dem Ausgang des Prostellenhändler Rohn. In jenem Prozeß handelte es sich, wie in zeſſes geändert hätten. Das Schriftstück, den Kündigungsso vielen, die von Bauarbeitern angestrengt werden, in erster Ausschluß betreffend, tomme nicht in Betracht, da es nicht von Linie um die Feststellung des eigentlichen" Arbeitgebers den Klägern unterschrieben sei. Bei seinem Entscheide habe sich das In der Fachvereins- Versammlung der Tapezirer hielt der Kläger. Der Beklagte bestritt, mit diesem etwas zu thun Gericht auf die Verhältnisse geftüßt, welche in diesem Falle am 22. d. M. Genoffe Mattutat einen Vortrag über„ Großbetrieb gehabt zu haben, dieselben seien beim Töpfermeister Laat( nicht vorliegen. Aus der Klarstellung dieser Verhältnisse heraus habe und Kleingewerbe". Eine Diskussion über das Thema fand nicht Saab, wie irrthümlich berichtet wurde) auf einem Grundstück es die Ueberzeugung gewonnen, daß Laatz zum Meister geftatt. Unter Verschiedenem lag ein Antrag vor auf Freigabe der beschäftigt gewesen, das er seiner Zeit an den Klempnermeister tempelt worden ist und daß es sich thatsächlich dabei um eine Bibliothek für die Mitglieder der Zentralisation. Nach längerem Thoun verkauft habe. Gin neuer Termin, den Beklagter nach Schiebung handelte; Laatz sei ja eine zahlungsunfähige Für und Gegen wurde der Antrag abgelehnt. Zum Schluß erfolgter Berathung des Gerichtshofes zur Vernehmung dieser Person. Daß thatsächlich Laab sofort nach seinem Eintritt bei machte der Vorsitzende bekannt, daß die Fachschule dieses Jahr Beiden wünschte, bewilligte ihn die Mehrheit desselben nicht, houn- Rohn seinen" Betrieb der Bau- Berufsgenossenschaft an- nicht ins Leben gerufen wird. sondern verurtheilte ihn sofort als eigentlichen Bauherrn meldete, habe des Gerichts Ueberzeugung nicht erschüttern tönnen. Der Verein der Zimmerer für Berlin und Umgegend und Arbeitgeber. Das Urtheil stützte sich hauptsächlich darauf, Somit sei die Restitutionsklage abzuweisen. Den Klägern werden hielt am 19. d. Mts. eine Mitgliedsversammlung ab, in der Gedaß Beklagter dem Thoun die Baugelder besorgt und sich dann je 2,50 M. als Versäumnißgebühr bewilligt. nosse A. Hoffmann über das Thema: Das moderne Raubritterhatte zediren lassen, daß er für Thoun" Abschlüsse mit Liefe Eine Privatklage des Bankiers Lindner gegen die Vortrag hielt Kamerad Obst eine längere Ansprache über die thum referirte. ranten von Material gemacht und diese mit dem Baugelde be- Direktoren der Aktiengesellschaft Lindenbauverein" Max Arendt, Agitation und Organisation des Berufes, woran sich eine lebhafte Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen friedigt hatte, daß er nach Fertigstellung des Rohbaues Thoun Hermann Friedmann und Merter beschäftigte gestern in Debatte schloß. Redner legte die Ursache der Arbeitslosigkeit noch 4000 M. borgte, die als auf das Grundstück eingetragene zweiter Instanz die 8. Strafkammer hiesigen Landgerichts I. flar, verurtheilte die Sonntagsarbeit, sowie die Ausbeutung und den Hypothet am 1. Oktober d. J. fällig werden sollten, und daß es Herr Lindner ist ein scharfer Gegner der Privatbeklagten und berrischen Ton seitens der Arbeitsgeber. Darum sei es Pflicht jedes somit in der Macht Rohns lag, bei der Zahlunfähigkeit des Thoun war Mitglied des Gläubiger Ausschusses in dem Ronacher'schen Mitgliedes für den Verein zu agitiren, um endlich diese Uebelim gegebenen Moment das Grundstück an sich zu bringen. In Konkurse. Durch seine Opposition wurde er den Direktoren der Stände beseitigen zu können. Dummer fand es bedauerlich, daß Betracht gezogen wurde ferner, daß die Entlassung der Kläger Gesellschaft sehr unbequem und diese suchten ihn von der auf dem Kölner Parteitag die Gewerkschaftsfrage so auf das eine eine Folge der Zahlungsunfähigkeit Thouns war, welche lettere that fritischen Generalversammlung im November vorigen Jahres Persönliche hingezogen wurde, denn die Gewerkschaft ist es, sächlich dazu führte, daß die fraglichen Gebäude unter möglichst fern Administration gestellt wurden und Herr Rohn nun mit der Gebrüder Ronacher soll nun zu halten. Nach dem Zeugniß der Direktor Arendt sie vor welche die Wege ebnet für das politische Interesse. Erlaubniß des Administrators weiter baute". Für den Be- dem Umgang mit Lindner gewarnt und behauptet haben, flagten bezw. Verurtheilten erhob Herr Fabrikbefizer Weigert dieser sei schon einmal mit zwei Jahren Gefängniß vorbestraft. nun Restitutionstlage. Er glaubte in der Lage zu sein, nach- Direktor Friedmann soll bei einer anderen Gelegenheit gesagt Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Eingelaufene Druckschriften. träglich Urkunden beibringen zu können, welche im Termin am haben: Die Direktion habe sich die Polizei- Akten über Lindner 3. November d. J. nicht zur Stelle sein konnten und die aus Hannover tommen lassen; in denselben ständen ganz Ansprüche der Kläger an Rohn ausschlössen. Die be gravirende Sachen. Darauf beruht die Privatklage. Die da treffenden Schriftstücke thun dar, daß Herr Thoun als gegen erhobene Widerklage beschuldigt den Bankier Lindner, Eigenthümer der in Frage stehenden Grundstücke im Grund zu zwei verschiedenen Malen ausgesprochen zu haben, daß buch eingetragen ist und daß Herr Töpfer Laah am Tage, an die ganze Dierttion binnen acht Tagen verhaftet und welchem er die Töpferarbeiten für Thoun( bezw. Rose) über sich im Kästchen" befinden würde. Das nahm, seinen selbständigen Gewerbetrieb" der Steuerbehörde wie gericht hatte seinerzeit Lindner zu 50 Mark Geldbuße, Schöffen auch der Unfall- Berufsgenossenschaft anmeldete. Ferner ist ein Direktor Arendt zu 200 M., Direktor Friedmann zu Brief zur Stelle, indem Laaß anzeigt, er hätte seine Töpfer ver- 100 M. Geldbuße verurtheilt, den Angeklagten Merker aber pflichtet, ohne Kündigung zu arbeiten. Herr Weigert führt aus, freigesprochen. Auf die von Herrn Lindner eingelegte Berufung durch die vorgelegten Urkunden sei erwiesen, daß Herr Laat hatte gestern die VIII. Straftammer die ganze Angelegenheit selbständiger Töpfermeister ist und, da er die Kläger noch einmal zu verhandeln. Für den auf 9 Uhr angefeßten angenommen und beschäftigt hat, im Falle eines Termin, in welchem außer den 4 Betheiligten auch noch eine Anspruchsrechts der Kläger haftbarer Arbeitgeber Anzahl Zeugen und die Rechtsanwälte Mesch, Dr. F. Fried sei. Von einer Schiebung, die in so vielen anderen Prozessen mann und Heinih mitzuwirken hatten, war nur eine halbe Stunde init Recht angenommen wurde, sei hier keine Rede. Wichtig in Aussicht genominen. Die Verhandlungen zogen sich aber zum sei, daß die Kläger immer pünktlich ihr Geld bekamen.( Lachen Entseßen der nachfolgenden sieben Parteien bis 11/2 Uhr Nachunter den Klägern und Aeußerungen wie: Das ist nicht wahr 2c.) mittags hin. Das Endergebniß war, daß der Gerichtshof Mit den Klägern habe Laat die Kündigung ausgeschlossen, die Arendt und Friedmann zu je 500 m. Geldbuße ver felben hätten überhaupt tein Recht, eine Lohnentschädigung zu urtheilte, Merter dagegen freisprach. Lindner wurde in fordern. Gegen lettere Behauptung wenden die Kläger, welche einem Falle der Beleidigung für schuldig befunden und zu 25 M. durch die Töpfer Hagen und Heinrich Hoffmann ver- Geldbuße verurtheilt. Der Vorsitzende verkündete, daß die Strafe treten sind, ein, es sei wohl mal ein Formular in die Budite gegen ihn zweifellos viel höher ausgefallen sein würde, wenn von Laatz mitgebracht worden, das sie unterschreiben sollten, sie auch die Gegner Berufung eingelegt hätten. hätten es aber rundweg abgelehnt. Wie wenig sich Laat als Töpfer me ist er gefühlt, gehe hervor aus der einem Kollegen gegenüber gethanen Aeußerung desselben, er hätte selbst mitgetlagt, wenn er nicht befürchtet hätte, 300 m. dadurch zu verlieren. Ihre Behauptung, Laatz und Thoun seien nur zwischen geschobene" Perfonen, halten die Kläger trotz aller Einwendungen und beigebrachten Urfunden aufrecht. Wie ein Kläger anführt, hat Herr Laatz bei dessen Engagement auf die Soziale Ueberlicht. Achtung, Schuhmacher des Westens! Da am Montag Abend bei Bolz, Alte Jakobstr. 75, eine öffentliche Schuhmacherversammlung stattfindet, sind wir verpflichtet, unserer VereinsHandwerker, Arbeiter, überzeugt Euch! Neue Friedrichstr. 79a, 1 Treppe rechts, gradeüber der Panoramastrasse u. Bahnhof Alexanderplatz. Wegen Auflösung meiner langjährigen Herrenkleider- Fabrik verkaufe ich die noch vorhandenen grossen Bestände in Herren- u. Knaben- Garderoben vom Einfachken bis zu den Elegantesten im Ganzen und im Einzelnen zu den niedrigsten aber festen Fabrikpreisen, gegen Baar. 358b Verkaufszeit: werktäglich von 8-8 Uhr. Herm. Kobylinski. Grosser reeller Massen- Ausverkauf in sämmtlichen Sorten Schuhwaaren zu enorm billigen noch nicht da gewesenen Preisen. 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Und diese Politik war etwa auftauchenden Schwierigkeiten in freiheitlichem Sinne zu lösen, sandt. Wir drucken denselben ab, ohne damit unsere polnischen nicht nur eine gesunde polnische, sondern auch eine europäisch- d. h. die Gewerkschaftsbildung so viel als möglich zu fördern, fuchten Parteigenossen im Reiche irgendwie beeinflussen zu wollen. Es demokratische. Die Revolutionäre jener Zeit haben auf ihrem sie vielmehr den bestehenden Gewerkschaften unter dem Scheine ist selbstverständlich, daß dieselben ihre eigenen Angelegenheiten Banner: für eure und unfre Freiheit" geschrieben. Nun, wenn der Gesetzlichkeit die Existenz unmöglich zu machen. So wird und ihre Stellung zur polnischen Frage am besten selbst zu regeln sie nicht nur die ihrige, sondern auch„ eure" Freiheit sicherlich jeder Unbefangene in dem Artikel 2 des Hauptmerkmal wissen. Der Artikel lautet: im Auge hielten, da mußten sie den Feind im Osten sehen, darin finden, daß alle Personen, die ein und dasselbe oder zuIch habe nicht die Absicht, mit dem Verfasser des Artikels in im Westen den Freund und Mitkämpfer. einem sammenhängende Gewerbe ausüben, ohne Ermächtigung der Nr. 255 des" Vorwärts", dem Genossen G. 2., zu Freund sind ethnographische Stänkereien und Grenzfehden der Regierung Syndikate bilden können. Die Behörden polemisiren, welcher" so energisch und glühend die Sonder- unmöglich. Mit Recht also behauptete unsre alte Demo- baben aber allmälig herausgetüftelt, daß sich der ganze Artikel interessen des polnischen Proletariats vertheidigt. Im Gegen- fratie, daß sie sich von politisch nationalen, und nicht von um das Wort ausüben drebe und somit jede Gewerkschaft, theil glaube ich nur, feine Ausführungen zu ergänzen und viel ethnographisch- nationalen Rücksichten bewegen ließ. die ein Mitglied zählt, das sein Gewerbe, aus welchem Grunde Wenn also unsere fleinbürgerliche, oder leicht auch von einer anderen Seite zu beleuchten. genauer gesagt immer, nicht mehr thatsächlich ausübt, gegen das Gesetz verstoße. Mit Recht sagt Genosse G. 2.: Die Sonderorganisation der fleinadlige Demokratie so scharf die Interessen der allgemeinen Wird demnach der Gründer einer Gewerkschaft oder ein sonstiger polnischen Genossen in Deutschland hat nicht zur Aufgabe die europäischen Freiheit in den Vordergrund stellen konnte, so können gewerkschaftlich thätiger Arbeiter eben wegen diefer Thätigkeit territoriale Losreißung der ehemals polnischen Landestheile von wir getrost vom polnischen Proletariat wenigstens dieselbe Treue aus der Arbeit entlassen und findet aus demselben Grunde auch Preußen." Das ist eine Thatsache, ich möchte mich für die internationale Solidarität erwarten. anderwärts feine Beschäftigung, so daß er, um nicht Hungers aber mit der Feststellung dieser Thatsache nicht be: Unsere fleinadelige Demokratie ist der revolutionären Soli- zu sterben oder zum Verbrecher zu werden, irgend einen Kleingnügen, und deshalb füge ich hinzu, daß die polnischen Ge- darität immer treu geblieben, trotzdem sie vom bürgerlichen handel unternimmt, darf er, wenn die Gewerkschaft nicht dem nossen in Deutschland diese Loslösung sogar nicht in ihr Pro- europäischen Liberalismus nicht einmal nur verrathen wurde. Gesetze verfallen bezw. aufgelöst werden soll, derselben nicht mehr gramm aufnehmen können. also Ursachen zum Mißvergnügen hatte. Dieser Ber- angehören. Wird nun beispielsweise irgend ein Arbeiter Sekretär Was mir in den Ausführungen des Genossen G. 2. ganz rath hatte seine Wurzeln Widerspruche, der dem seiner Gewerkschaft und hat in dieser Eigenschaft derselben seine unklar erscheint, ist seine Erläuterung dieser Taktik der polnischen bürgerlichen Liberalismus immer inne war. Die Sozialdemo: ganze Zeit zu widmen, dann übt er sein Gewerbe natürlich nicht Genossen in Deutschland. Genosse G. 2. glaubt, daß die polni- fratie ist von allen Widersprüchen frei. Glauben Sie denn, daß mehr thatsächlich aus und macht somit sich und seine Gewertschen Sozialisten in Deutschland sich als Preußen polnischer es die polnischen Sozialisten, welche den Widerspruch schaffen schaft straffällig. Selbstverständlich darf da ein GewerkschaftsBunge" betrachten, und daß sie die Abgrenzung des deutschen wollen? mitglied, wenn es seiner Gewerkschaft nicht untreu werden will, Reiches als eine geschichtlich gegebene Thatsache" ohne auch kein Abgeordnetenmandat annehmen, da es in diesem Falle Widerspruch hinnehmen. Nun mit dem Hinnehmen geebenfalls nicht mehr sein Gewerbe ausübt. So fagt denn auch schichtlich gegebener Thatsachen" ist es eine heitle Sache. der Staatsanwalt von Douai zum Beweise dafür, daß Was die Bezeichnung„ Preußen polnischer Bunge" anbetrifft, so das Pas de Calaiser Grubenarbeiter- Syndikat gesetzwidrig bestehe: hat diese Benennung," die unsere Herren Admiralski's ihren 3 ist offenkundig, daß diefes Syndikat eine große Zahl Wählern gegeben, ihnen selbst manchen Rummer und manchen Personen in sich begreift, die dem Wortlaute des Gesetzes nach Schaden zugezogen. fein Recht haben, demselben anzugehören. Der Präsident, Herr Basly, hat ehemals in der Grube gearbeitet, ist aber seit 1884 zuerst Schankwirth gewesen, dann Abgeordneter. Dasselbe gilt auch von Herrn Lamendin, der seit 1885 nicht mehr arbeitet und vom Herrn Evrard( Hilissekretär dieses Syndikats), der seine Berufsthätigkeit seit mehreren Jahren eingestellt hat." Desgleichen heißt es von dem Grubenarbeiter- Syndikat des Norddepartements, daß es zwar keine Abgeordneten in seiner Mitte zähle Abgeordnete zu Mitgliedern zu zählen, scheint demnach zu den er= schwerenden Umständen zu gehören aber es zählt zu feinen Mitgliedern viele ehemalige Grubenarbeiter, die ihren Beruf nicht mehr ausüben." " Dennoch sind wir der Meinung, daß die polnischen Genossen in Deutschland ganz richtig handeln, indem sie die Losreißung der ehemals polnischen Landestheile vom Deutschen Reiche in ihr Programm nicht aufnehmen. Unsere Gründe sind aber ganz andere; sie sind taktisch und prinzipiell. Wir fangen an mit dem für viele Genoffen vielleicht am wenigsten in die Wagschale fallenden Grunde. Unsere polnischen Freunde in Deutschland bestreben sich, eine politische Massenbewegung des polnischen Proletariats ins Leben au rufen. Nun wenn diese Bewegung eine wirkliche Massen. bewegung sein soll, muß sie den thatsächlich gegebenen Grenzen der bestehenden Gesetze Rechnung tragen. im Unsere Stammesgenossen in Deutschland haben die Antwort auf diese Frage gegeben. Sie haben es gethan nicht nur als deutschpolnische Sozialisten, sondern auch als polnische Sozialisten, abgesehen von jeder gegebenen Reichsabgrenzung. In dieser Weise sind sie den besten Ueberlieferungen des alten revolutionären Bolens treu geblieben. Das sind die geschichtlich gegebenen Thatsachen", die die Grundursache bilden, warum die polnischen Sozialdemokraten in Deutschland die Losreißung der ehemals polnischen Landestheile in ihr Programm nicht aufnehmen und nicht aufnehmen fönnen." " Der Kampf gegen die Arbeitersyndikate. Paris, 18. November. Zweitens und das ist viel wichtiger die polnischen Das noch rechtzeitig entdeckte Komplott der Regierung gegen Wenn aber alle Syndikate, die ein Mitglied in ihrer Mitte Sozialisten in Deutschland in Deutschland sind durch ihre Lage ge- die Grubenarbeiter Syndikate hat, wie vorauszusehen war, nicht zählen, das fein Gewerbe nicht mehr thatsächlich ausübt, als unzwungen, eine Sonderforderung aufzustellen: die Mög- geringen Staub aufgewirbelt. Es ist kaum ein einziges Blatt, gesetzlich gelten, dann sind sie überhaupt unmöglich gemacht oder lichkeit einer freien Entwickelung ihrer Nationalität. das sich nicht mit ihm beschäftigt hätte, nur wenige, die nicht was auf dasselbe herauskommt zur Bedeutungslosigkeit Diese Forderung können sie in Deutschland im engen zu noch immer darauf zurückkommen, und blos sehr vereinzelte verdammt. Denn wo wäre eine Gewerkschaft von irgend welcher sammengehen und Zusammenleben mit dem deutschen Volfe durch- Stimmen, die gleich dem Gyminister und Grabgeordneten Yves Bedeutung, deren Geschäftsführung nicht mindestens einer Person führen. Ja, warum sollte ich nicht die ganze Wahrheit auszu- Guyot, dem Chefredakteur des Siècle", ihre Schamlosigkeit so bedürfte, die sich ihr ganz und gar zu widmen hat? Und wenn sprechen, die polnische sozialistische Sonderorganisation noch weit trieben, den von der Petite République" veröffentlichten es genügt, einen seinen Beruf nicht mehr ausübenden so jung und schwach sieht in der deutschen Sozialdemokratie vertraulichen Bericht des Staatsanwalts von Douai nicht nur Arbeiter innerhalb einer Gewerkschaft zu wissen, um diese nicht nur ihren Kampfgenossen, sondern auch ihren Führer. Der gutzuheißen, sondern dessen Uebersetzung durch die That zu fordern. aufzulösen, dann hängt ja deren Existenz ganz einfach Stolz unserer Stammesgenossen in Deutschland besteht eben darin, Der berüchtigte Verfasser der„ Tyrannie socialiste", dem bei den von den Unternehmern ab. Sie brauchten ja dann nur womöglich bald würdige Mitkämpfer der deutschen klassenbewußten letzten Wahlen das Unglück passirte, von den von ihm getödteten" immer diejenigen Arbeiter an die Luft zu setzen, die Arbeiterschaft zu werden. Ezialisten aufs Haupt geschlagen zu werden, schreibt nämlich: an der Spiße der ihnen mißliebigen Gewerkschaften stehen und Die Veröffentlichung dieses Schriftstückes ist eine Mahnung an dafür zu sorgen, daß sie auch anderwärts in ihrem Berufe teine die Regierung, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Wenn sie Beschäftigung finden, was besonders in jenen Industrien sehr zurückweicht, wenn sie zögert, wenn noch keine Verfolgungen an- leicht ist, die wie die Bergwerks, Eisen-, Glasindustrie, die ganze geordnet sind, giebt sie in Betreff der Bergleute des Pas de Verkehrsindustrie zc. sich immer mehr und mehr in den Händen Calais und Norddepartements das Gesetz von 1884( Synditats einzelner Aktiengesellschaften konzentriren, so daß also die Arbeiter gesetz) auf, das sie indessen gegen die Syndikate der Pariser gerade dort, wo sie, um nicht ganz verstlavt zu werden, der Arbeitsbörse angerufen hat. Sie erlaubt dann zu sagen, daß Koalition am meisten bedürfen, ihnen diese unmöglich gemacht das Gesetz für sie, je nach der Qualität und Quantität der Per- würde und sie somit ganz der Winfür ihrer Ausbeuter ausgeliefert Wie ein rother Faden zieht sich durch die ganze hundertsonen, mehrere Maße hat. Wenn sie sich vor dieser neuen wären. So zeigt sich denn der Kampf gegen die Grubenarbeiter. jährige Geschichte des revolutionären Polens der Streit: Dst oder Herausforderung der Sozialisten beugt, nimmt er in Bezug auf Syndikate als ein Kampf gegen die Arbeitersydikate überhaupt, West und in diesem Kampfe wird und muß die Regierung unterliegen, weil sie da nicht nur die ganze Arbeiterschaft gegen sich hat, sondern auch jene zahlreichen bürgerlichen Glemente, die schon mit Rücksicht auf ihre eigene Position stets auf Seite der Arbeiter stehen, wo es gilt, dem Kapitalismus und seinen Trabanten eins zu versetzen. Diese zwei Ursachen,- wenn auch maßgebend genug für die polnischen Sozialdemokraten in Deutschland, find aber nicht die einzigen. Sie find nur lokaler Natur. Und die polnischen Sozialisten haben noch andere, weitere Intereffen, die so oft verhöhnten großpolnischen" Intereffen. Und weil sie von diesen weiteren Interessen beeinflußt sind, haben sie geschichtlich" geschaffene Ursachen, mit dem deutschen Volke nie eine Grenzfehde zu führen. = Soziale Lebersicht. die Herren Basly und Lamendin dieselbe furchtsame Haltung Mit anderen Worten, der Streit, ob sich Polen in seinen an, die Herr Loubet( Ministerpräsident zur Zeit des Streits von Bestrebungen, eine freie nationale Entwickelung wieder zu er- Carmaux) in Bezug auf Herrn Baudin angenommen hatte." Iangen, an den Osten oder den Westen anlehnen soll? Wenn also die Grubenarbeiter- Syndikate zur Stunde noch Das Magnatenthum, der Großgrundbesiz hat schon der Großgrundbesitz hat schon am nicht aufgelöst und die Abgeordneten Basly und Lamendin, von Ende des achtzehnten Jahrhunderts die Kalmüken- denen Ersterer Präsident und Letterer Generalsekretär des Semiramis Katharina zu Hilfe gerufen, um den damaligen Syndikats von Pas de Calais ist, sich noch nicht hinter Schloß " Jakobinismus", welcher aus dem Westeuropa nach Polen ein- und Riegel befinden, so ist dies, wie man sieht, durchaus nicht wanderte, zu bezwingen. So hat die innere Reaktion mit den Yves Guyot's Echuld, der sein Gift übrigens ganz nutzlos veröstlichen Bayonetten die zweite und die dritte Theilung Bolens sprigt, da nach der Aufdeckung des Komplotts es ganz einfach heraufbeschworen. Kurz danach hat der Vertreter der polnischen Selbstmord wäre, wenn die Regierung dennoch ihren Anschlag Aristokratie in St. Petersburg, Fürst Czartoryski, zum Troß der zur Ausführung bringen wollte. Die Entrüstung darüber, daß An die Telegirten der Gewerkschaft8 Rommiffion. im Lande eingebürgerten Marseillaise, die damals ohne Be- es als eine äußerst günstige Gelegenheit bezeichnet wurde, die Gemäß des Beschlusses der Gewerkschafts Kommission in gleitung der russischen Hyinne gesungen wurde, zusammen mit beiden Bergarbeiter Gewerkschaften zusammen mit beiden Bergarbeiter Gewerkschaften in dem gegenwärtigen Sachen der Brauer betreffs Regelung der Maßnahmen in der Alexander I. Pläne geschmiedet, das große panslavische Moment zu überfallen, wo wie der Bericht hervor Vereinsbrauerei Rigdorf, theilt die unterzeichnete Rommission mit, Reich herzustellen. Und im Jahre 1831 hat der polnische hebt die besiegten und entmuthigten Arbeiter daß die Vereinsbrauerei Nixdorf in Vertretung der Direktor Großgrundbesig verrätherischer Weise die Revolution lahmgelegt, gegen die in ihren Reihen von den Kohlen alle Wünsche der Gewerkschafts Kommission in Erfüllung zu weil diese mit dem Westen verbrüdert war, während jener mit fompagnien vorgenommenen Leistungen, die bringen, sich bereitwilligst verpflichtet hat. 1. Allen in der Maldem Osten liebäugelte. Daß im Jahre 1846-48 die Reaktion selbst der staatsanwaltliche Berichterstatter für übertrieben hält, zerei beschäftigten Arbeitern den auch den gelernten Brauern bei uns für den Often schwärmte, ist kein Wunder, denn dort nur schüchtern protestiren und die darum voraussicht überall üblichen Mindestlohn von 120 M. monatlich zuzubilligen, herrschte Nikolaus, der nicht nur Kaiser aller Reußen, sondern lich auch nicht energischer zu Gunsten dieser Syndikate pro- sowie überhaupt überall da in dem Betriebe der Brauerei, wo auch Bezwinger aller Revolutionen fein wollte. Und wer hat testiren würden, ist eben eine zu große, als daß die Regierung, fogenannte ungelernte Arbeiter die Arbeit gelernter verrichten, den ersten blutigen Stoß dem Aufstande vom Jahre 1963 ver- wenn sie nicht binnen 24 Stunden weggefegt sein will, es wagen das Verhältniß in obiger gleicher Weise zu regeln. 2. Daß den setzt, wenn nicht der Marquis Wielopolsti, der Freund des sollte, ihre beabsichtigte Verfolgung der beiden Syndikate gegen Arbeitern der Brauerei in teiner Weise Beschränkungen der Diten und der Schwärmer für den Panflavismus? Und heute wärtig durchzuführen. Die zurechnungsfähigeren Vertreter des Koalitionsfreiheit auferlegt werden. noch, angesichts des Kampfes, den Rußland gegen Polen führt, Kapitalismus hüten sich darum auch, Herrn Yves Guyot zu Der geschäftsführende Ausschuß hört nicht unsre Reaktion auf, von der Nothwendig folgen, da ihnen der Ministerpräsident Dupuy zu fostbar ist, als der Berliner Gewerkschafts- Kommission. feit des Bufammengehens mit Dem Osten für die daß sie ihn leichtsinnig verlieren möchten. Wo sie darum nicht, Eroberung der türkischen und asiatischen Märkte zu reden. wie der" Temps", ihren Aerger über das mißglückte Komplott Achtung Klempner! Da Sonntag, den 26. November, Bor Und wohin richtete seine Blicke das revolutionäre Polen? ganz zurückdrängen, geben sie ihm blos in allerlei mißliebigen mittags 10 Uhr, bei Gründer, Köpnickerstr. 100, früher Mund, Nach dem Westen. Ja, das ist eben die ruhmvolle Seite unserer Betrachtungen über das hier Nebensächliche kund, wie das von dem die Delegirtenwahl für die Ortskasse stattfindet, so ersuche ich die Geschichte, die Eeite, die der polnischen Frage ihren inter- Justizminister an den Ministerpräsidenten gerichtete Schriftstück Herren Delegirten, daß sie dafür Sorge tragen, daß die Vernationalen revolutionären Charakter einprägte. Die Träger des Douaier Staatsanwalts an die Adresse der Petite Ré- sammlung stark besucht wird und unsere Liste einen glänzenden dieser Geschichte, rothe und demokratische Schlachzigen, die publique" gelangen fonnte. Sieg erreicht. Ich war der Meinung, daß die im vergangenen " Jakobiner" vom Ende des achtzehnten Jahrhunderts, die Re- Die Herren dürfen übrigens nicht glauben, daß es mit der Jahre gewählten Delegirten ihre Pflicht wenigstens insoweit thun publikaner vom Jahre 1830, die Krakauer Insurgenten vom Nichtdurchführung des geplanten Attentats schon abgethan sein würden, indem sie die drei bis vier Versammlungen, die alljähyJahre 1846, mit welchen das Kommunistische Manifest den wird. Die Arbeiter beziehungsweise deren Abgeordneten werden lich stattfinden, besuchen. Wie sehr ich mich getäuscht hatte, fah Kommunisten das Zusammengehen empfahl, die Rothen vom jeht mehr denn je darauf bringen, daß das Syndikatsgesetz eine ich in der Generalversammlung, in der von 100 Delegirten nur Jahre 1863, alle diese fleinadeligen und revolutionären Kämpfer gründliche Umänderung erfahre. Da ist vor allem der Art. 2, die es ernster mit ihren Pflichten nehmen. 55 anwesend waren. Hoffentlich wählt die Versammlung Kollegen, wollten nicht die polnische Sache getrennt von den Interessen auf den sich der Staatsanwalt von Douai stüßt, um nachder westeuropäischen Revolution sehen. Im Jahre 1848, in zuweisen, daß sowohl das Grubenarbeiter- Syndikat von Pas de Arno Winter, Boechstr. 11. welchem der Nationalitätenschwindel so viel Schaden der revo- Calais wie das des Norddepartements gesezwidrig bestünden. An die Schlächtergesellen Berlins. Wenn wir mit Iutionären Sache anrichtete, in welchem das Slaventhum West- Diesem Artikel zufolge können alle Personen, die das diesem Aufruf an Euch herantreten, so thun wir dies in der europa mit den Jellacic's, Windischgrät', Radecki's und den nämliche Gewerbe, einen gleichartigen Beruf oder solche Hoffnung, die Anregung zu einem ernsten Nachdenken über Gure Nikolaus' bescheerte, hat die polnische Demokratie, trotz ihrer Berufsarten ausüben, die gur Herstellung bestimmter Lage zu geben. Kollegen, brecht mit den Vorurtheilen, die nationalen Bestrebungen, Treue der Revolution bewahrt. Und Produkte mit einander in Zusammenhang stehen, ohne Er- in unseren Kreisen noch herrschen und schließt Euch zu derfelben Zeit, als die fortgeschrittenste polnische. Demokratie mächtigung der Regierung Syndikate bilden. Dieser Artikel der gewerkschaftlichen Organisation an. Laßt uns fämpfen sogar mit dem revolutionären Rußland eine bittere und zähe flingt recht liberal und wurde auch in den ersten Jahren nach gegen die Mängel und Uebelstände in unserem Gewerbe. Fehde um die östliche Grenze der erhofften polnischen Republit Erlaß des Gesetzes, der am 21. März 1884 erfolgte, von den Denn daß es deren in Unmenge giebt, zeigen die führte, zu derfelben Zeit als die polnischen Rothen vom Jahre 1863, Behörden um so liberaler gehandhabt, als der damalige Minister Cohn- und Arbeitsbedingungen, sowie die Stellenvermittelung, die wegen derselben Frage mit Herzen und Bakunin in einen offenen des Innern unterm 25. August des gleichen Jahres an alle zu einer immer unerträglicheren Laft für unsere Berufsgenossen wird. und unversöhnlichen Streit geriethen, ist es unserer sogar ge- Präfetten ein Rundschreiben richtete, in welchem es ausdrücklich Wenn Ihr nicht wollt, daß der Einzelne mehr und mehr zum willenmäßigten Demokratie der dreißiger Jahre nicht eingefallen, um heißt, daß alle etwa auftauchenden Schwierigkeiten stets in dem losen Werkzeug herabfinkt, so organisirt Euch. Darum, Kollegen, auf die westliche Grenze zu feilschen. Dieser Streit, den die polnischen der Entwickelung der Freiheit günstigstem Sinne zu lösen sind. zum Kampf für die gerechte Sache und der Sieg wird unser sein Revolutionäre im Often führten, tann nicht leichter Hand ge- In der letzteren Zeit aber, wo einzelne Gewerkschaften gewissen und bleiben. Darum, Kollegen, erscheint zahlreich in der Vermißbilligt werden. Sie verlangten damals ein unabhängiges sammlung am Sonntag, den 26. d. M., Nachmittags 42 Uhr, in der Reichstags Abgeordneter A. Bebel einen Vortrag halten und startes Polen, und noch im Jahre 1892 schreibt Engels:*) Bitirt nach dem deutschen Manuskript der Vorrede zur „ die Wiederherstellung eines unabhängigen starten Polens zweiten volnischen Ausgabe des„ Komimunistischen Manifests". wird. M Gleichzeitig erfuchen wir die Genossen, in den Kreisen der Schlachtergesellen belehrend und aufklärend für unsere Sache zu agitiren. " besucht war, theilte nun der Vorsitzende, Kommerzienrath Sanse:] mann, mit, daß der Monat Oftober einen Ueberschuß von 400 000 M. ergeben habe. Für die abgelaufenen 10 Monate belaufe sich der Ueberschuß auf 3 Millionen Mark. : Der Vorsitzende bemerkte dann noch bezüglich des abgeführten Genossen, er werde das Mißverständniß benn um ein solches tönne es fich nur handeln aufklären und dafür sorgen, daß J. A.: Th. Keslinte, Prinzenstr. 17. der Genosse zu seinem Rechte komme. Nach einem braufenden Von hohem Jntereffe ist folgendes Vorkommniß in betreff 300 000. in jedem Monate. Diese gewaltigen Summen fehlen Drei Millionen Ueberschüsse innerhalb 10 Monaten, das sind Hoch auf die Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. der Beschäftigung der Arbeiterinnen an Vorabenden von Sonn- den Tausenden armer Bergleute an ihren fümmerlichen Löhnen, war sehr gut besucht. Reichstags- Abgeordneter Förster kennDie Voltsversammlung im 5. Wahlkreise und Festtagen. Ju Regierungsbezirt Arnsberg hatte eine zu deren Erreichung sie Gesundheit und Leben ristiren und auf zeichnete in seiner Rede, der die Versammelten aufmerksam Papierfabrik den Antrag gestellt, es möge ihr gestattet werden, bas Sonnenlicht und die gesunde Luft über Tage verzichten folgten, die Rücksichtslosigkeit des Militärstaates, der es nicht Daß Arbeiterinnen, abweichend von der Bestimmung des§ 137 müffen. Diese Summen fallen den wenigen Aktionären in den Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung, an den Vorabenden der Sonn- Schooß, die dafür während des Jahres kaum einen Finger krumm einmal für nöthig finde zu erwähnen, was mit den durch den und Festtage bis 6 Uhr Abends statt bis 5%, Uhr beschäftigt zu machen branchen. amtlicherseits zugestandenen Konsum- Rückgang von 29 pet. würden. Begründet war dieses Gesuch mit der That- Den Sozialdemokraten wird immer vorgeworfen, daß sie auf die Regierung, so schloß der Redner, brotlos gewordenen Arbeitern geschehen solle. Wenn fache, daß durch die Beendigung der Arbeit um 51/2 Uhr als es beilung" ausgehen, wer bei dieser Theilung des Ertrages Beruf erachtet, fortgesetzt unzufriedenheit zu züchten, so ihren nicht allein die Arbeiterinnen, sondern auch die sämmtlichen den Löwenantheil erhält, geht aus obigem Bericht hervor. Wie anderen Arbeiter der Fabrik auf's Schwerste getroffen werden, da Arbeiter aber behandelt werden, wenn sie versuchen, ihren An- Furchen den sozialdemokratischen Samen auszuftreuen.( Beifall.) foll es eine Freude sein, in die Don ihr gezogenen infolge der Nothwendigkeit, um die genannte Stunde den ganzen theil um ein Geringes zu erhöhen, davon legen die Vor- Die Diskussion wurde recht lebhaft durch das Eingreifen einiger Betrieb einzustellen, auch den männlichen Arbeitern große tommnisse bei den letzten Bergarbeiter- Ausständen beredtes Lohnausfälle erwachsen. Dieses Gesuch ist nun von dem Handels- Zeugniß ab. Delegirten des Tabatarbeiter Kongresses. Ein Genosse minister abschlägig beschieden worden, und zwar mit der wies mit beredten Worten nach, daß der Ausdruck, der folgenden Begründung:.. Es ist nicht abzusehen, wesTabat muß bluten", nunmehr auf die Arbeiter seine Anwendung halb die. Firma nicht selbst ohne erhebliche Schwierigkeiten finde. Hunderttausende von Personen sollen einem langsamen in der Lage sein sollte, durch Beendigung der Arbeit auch Hinsterben überliefert werden; da werden viele einem schnellen der erwachsenen Arbeiter den genannten Tagen um Tode den Vorzug geben.( Stürmischer Beifall.) 51/2 Uhr Nachmittags die von ihr bezeichneten Unzuträg lichkeiten des gegenwärtigen Zustandes zu zu beseitigen." Ob dieser Arbeiterfreundlichkeit" vom„ grünen Tisch" aus natürlich großes Geschrei bei den Unternehmern. Die Gründe, Heeresvermehrung mit besonderer Berücksichtigung der Tabak welche gegen diefen minimalen Schutz der Arbeiterinnen geltend Fabrikatsteuer", lautete das Thema, welches am Donnerstag gemacht werden, find immer die gleichen und gipfeln in dem Abend in allen sechs Wahlkreisen zur Tagesordnung stand. Im Grundsaße: Jede halbe Stunde aus der Tretmühle der Arbeit Hinblick auf die sehr ausführlichen Berichte über den Tabak befreit, ist vergeudete Zeit. Ganz recht! Die Arbeiter arbeiter- Kongreß geben wir die Berichte nur in Kürze wieder. leben ja nur, um zu arbeiten nach der Auffassung der Fabrikanten. Der Lohnausfall, so schreibt die Kölnerin" bei Besprechung obigen Falles, störe den Sonntagsgenuß und die Feiertagsstimmung mehr, als wenn Frauen und Mädchen eine halbe Stunde später, also um 6 Uhr nach Hause kämen. Seit wann ist denn die Kölnische Zeitung" um die Feiertagsstimmung" der Arbeiterinnen so besorgt? " an Ueber den Streit der Wiener Bildhauer um die acht stündige Arbeitszeit ist folgendes zu berichten: Bewilligt haben die Forderungen bis heute 120 Holzbildhauer, zirka 35 Tischler und Möbelfabriken und 30 Baubildhauer. Geschäfte; zusammen 185 Ateliers. Nicht bewilligt haben bis heute ungefähr 25 Geschäfte, welche Gehilfen beschäftigen. Die Meister versuchen vielfach, die Gehilfen damit zu täuschen, daß sie ihnen eine Arbeitsordnung vorlegen, in welcher sie eine neunstündige Arbeitszeit zubilligen inkl. Frühstücks- und Besperpause. Was die Lage bei Portois und Fix anbelangt, so ist dieselbe unverändert geblieben, bis auf den Umstand, daß sich der Rol Legen eine furchtbare Erbitterung über die Streitbrecher bemächtigt hat, die von Tag zu Tag steigt, und soll es auch bereits zwischen Streifenden und Streitbrechern zu Thätlichkeiten gefommen sein. Der Streik dauert fort, und sind Unterstützungen noch immer nothwendig. Versammlungen. Folgende Resolution des Genossen Drescher wurde eins „ Hundert Millionen neue Steuern zur Deckung der stimmig angenommen: Kosten für die in der vorigen Session des Reichstages bewilligte" Die heutige Boltsversammlung erklärt sich mit dem Referenten voll und ganz einverstanden und protestirt hiermit ganz entschieden gegen jede weitere Mehrbelastung des Voltes. Die Versammelten erklären ferner das System der indirekten Steuern als ein verwerfliches, das nur dazu angethan ist, das Volk, speziell die arbeitende Bevölkerung, dem sicheren Ruin entgegen zu führen". " Für den ersten Berliner Reich 3 tags: Wahl: freis hatte Genosse Schmalfeld Bremerhaven das Referat übernommen. Die Protestversammlung für den 6. WahlRedner erklärte den aufmerksam gutreis tagte im Schultheiß"( Eiskeller) und war von gegen hörenden in seinem packenden Vortrage das Verderbliche der 1800 Personen besucht. Referent war Reichstags. Abgeordneter indirekten Steuern und schilderte die tiefeinschneidenden Wir Molkenbuhr. Derfelbe beleuchtete einleitend die Grundzüge fungen der geplanten Tabat- Fabrikatsteuer. Am Schluß seiner der glorreichen Bismarc'schen Steuer- und Zollpolitik, die BeRede richtete Redner einen zündenden Appell an die Frauen, steuerung der„ Qurusartikel" des Volkes, tam sodann auf den Der Verband der Maschinisten, Heizer und Be- unermüdlich den Kampf gegen Unterdrücker und Ausbeuter solcher neuen Kurs" und die Steuerreformen" desselben zu rufsgenossen Deutschlands hielt am 19. d. Mts. zu menschenunwürdigen Zustände bis zum endlichen Siege mit sprechen, verbreitete sich über die neuen Steuerprojekte, Halle a. S. eine Generalversammlung ab. Wertreten waren zehn zukämpfen.( Lebhafter Beifall.) deren Rückgrat die Tabak Fabrifatsteuer sei, während Vereine. Die 3/ 4jährliche Kassenabrechnung ergab eine Einnahme Der Vorsitzende, Genoffe Timm, verlas hierauf folgende die Börsensteuer lediglich als Deforaktionsstück diene, bestimmt, von 2807,15 M. und eine Ausgabe von 1794,82 M. Die Richtig Resolution:" Die Versammlung protestirt entschieden gegen den Glauben zu erwecken, daß die Steuerlast auf die„ tragkeit diefer Abrechnung wurde von den Revisoren Kollegen Montag: Steuern und Zölle. Sie ist vielmehr der Ansicht, daß die wiederum die breiten Schichten des Volkes zur Aufbringung der die Mehrbelastung des arbeitenden Volkes durch indirekte fähigen" Echultern gelegt werden solle, indessen thatsächlich Hamburg, Uhlemann- Hamburg und Wilsdorf Berlin bestätigt. Alsdann wurde Beschluß gefaßt, die flüssigen Gelder, wie bisher, deutschen Hurrahpatrioten, welche die Militärvorlage gegen den vielen Millionen Steuern herangezogen würden, und verbreitete bei der städtischen Sparkasse zu Berlin zinstragend und sicher Willen der Mehrheit des deutschen Volkes durchgebracht, jetzt die sich in eingehendster Weise über das vorliegende Tabatsteueranzulegen. Verschiedene Anträge und Statutenänderungen beste Gelegenheit haben, ihr patriotisches Herz zu zeigen und die Projekt, welches den Kernpunkt feines Vortrages bildete. Häufig wurden genehmigt, sowie der Beschluß gefaßt, daß Mehrbelastung auf sich zu nehmen. Um aber die Klassengegen von brausendem Beifall und Aeußerungen tiefster Entrüstung der nächste Verbandstag zu ben Osterfeiertagen deg säge der bestehenden Gesellschaft und das System der Unter unterbrochen, veranschaulichte der Vortragende die tief Jahres 1895 zu Hamburg abgehalten werde, ferner wurde besverpflichten Jahres 1895 zu Hamburg abgehalten werde, ferner wurde be- drückung und Ausbeutung der untersten Schichten zu beseitigen, einschneidenden volkswirthschaftlichen Schädigungen im Interesse schlossen, daß dem Verbandsvorstand die Aufgabe gestellt werde, verpflichten sich die anwesenden Theilnehmer der Versammlung, des Militarismus, welche die Folgen des geplanten Gefeßes sein förderalistisch und agitatorisch zu wirken, in den nächstliegenden energisch für die Propaganda der Sozialdemokratie einzutreten." würden, wies ferner auf die Konsequenzen in fittlicher Beziehung Städten und Ortschaften in erster Linie Anknüpfungspunkte zur Nachdem die Genossen Seiler und Emil Horn im Sinne hin und legte dar, wie sehr das Bolt Ursache habe, gegen das Gründung von Vereinen resp. Filialen zu suchen, ebenso wurden des Referenten gesprochen, nahm man einstimmig obige Re- vorliegende Steuerprojekt mit aller Kraft und Macht zu die Vorstände der Vereine in gleicher Weise verpflichtet. In den solution an. protestiren. In der dem Vortrage sich anschließenden Diskussion Verbandsvorstand auf die Dauer von 2 Jahren wurden gewählt Die Voltsversammlung für den zweiten nahmen mehrere Delegirte des hier tagenden Tabafarbeiter Kollege R. Kirschnit als erster Vorsitzender, D. Baschen als abitreis tagte in Curth's Konzerthaus, Hafenhaide; sie Kongresses das Wort, um in ergreifender Weise ihrerseits das Schriftführer, und Wilh. Wagner als Kassirer, zu Revisoren die war von über tausend Personen besucht. Hier referirte der bereits herrschende Glend unter der Arbeiterschaft der TabakKollegen Fr. Montag( Hamburg), H. Uhlemann( Hamburg), Neichstagsabgeordnete Herbert- Stettin über„ Die neuen industrie zu schildern, welches durch die Tabak- Fabrikatsteuer H. Scholz( Berlin). Steuerpläne der Reichsregierung". Dem lieblichen Strauße der noch vergrößert werden solle, und aufzufordern zu einem elben entnahm er, um sie besonders dem Lichte feiner Kritik schreienden Proteste nicht allein gegen die Tabat- Fabritatsteuer, auszusetzen, vor allem die am meisten nach Bolts- Auspowerung fondern gegen jede Mehrbelastung des Tabats in irgend welcher bustende, die Tabal- Fabrifatsteuer. Nach einer gründlichen Beleuch Form, gegen alle indirekten Steuern, gegen den Militarismus tung dieses ungerechten Steuerprojektes kennzeichnete er daffelbe als und Kapitalismus. Das Ergebnis der Verhandlungen war die einen Ausfluß des Systems der Ungerechtigkeit, welches von den einstimmige Annahme nachstehender Resolution: Besitzenden und Herrschenden stets den Unterdrückten und Schwachen Volksversammlung des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises erDie heute im Lokale Zum Schultheiß" tagende öffentliche gegenüber angewandt werde. Nicht nur die einzelnen Erschei- Bolksversammlung des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises ernungen desselben seien von der Arbeiterklasse zu bekämpfen, der lärt: In Erwägung, daß die von den verbündeten Regierungen in Sturz seiner selbst, des ganzen Eystems, sei und bleibe ihre Vorschlag gebrachten Steuerprojekte zur Deckung der Kosten für Hauptaufgabe.( Großer Beifall.) Genosse Junge Bremer die neueste Heeresvermehrung ausschließlich wieder von den bafen, entrollte hierauf ein trauriges Bild von den Arbeitsver breiten Schichten des Volkes getragen werden müssen, protestirt hältnissen in der Tabakindustrie. Weiter betheiligten sich noch an der die Volksversammlung ganz entschieden gegen jede weitere BerDebatte die Genossen Antric, Hänel, Daftig und Schmitt. mehrung der indirekten Steuern, insbesondere gegen jede MehrFolgende Resolution wurde einstimmig angenommen:" Die Ver- belastung des Tabaks, und verpflichtet den deutschen Reichstag, fammlung protestirt gegen eine weitere Belastung der Tabat- allen derartigen Steuerplänen seine Zustimmung zu versagen." Im Anschluß hieran erging an alle Parteigenossen die industrie, sowie gegen das ganze System der indirekten Steuern, welches ein verderbliches und nur dazu angethan ist, das Bolt, Mahnung, sich gewerkschaftlich wie politisch zu organisiren. speziell die arbeitende Bevölkerung, dem sicheren Ruin entgegen Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten Lohukämpfe in Oesterreich. In Wien haben, wie wir zuführen. Die Versammelten erwarten vom Deutschen Reichs- Berliner Reichstage. Wahlkreis tagte am 21. November. vor kurzem mittheilten, sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen tage, daß derselbe der Regierung ein entschiedenes Salt zuruft Nachdem die Versammlung das Andenken der beiden verstorbenen mehrerer Bleichereien die Arbeit niedergelegt. Die Fabrikanten und den Vertretern derselben tlar macht, daß das Volk nicht Mitglieder Genossen Paul Raschte und Emil Gerfe in der übhatten der Lohnkommission gegenüber die Forderungen der Ar- mehr willens ist, für den Militarismus weitere Opfer zu bringen." lichen Weise geehrt hatte, sprach Genosse H. Sch malfeld aus beiter zum Theil bewilligt. Sie erboten sich, den männlichen Es wurde beschlossen, diese Resolution dem Bureau des Reichs- Bremerhaven über die schädlichen Wirkungen der indirekten Arbeitern 1 Gulden Lohnerhöhung( 2 Gulden waren verlangt tages zugehen zu lassen. Steuern. In der Diskussion nahm Dr. Heymann das Wort. worden), den Frauen 50 Kreuzer, anstatt 1 Gulden, wie beansprucht, zuzubilligen. In einer Versammlung, in welcher die Die Boltsversammlung für den dritten Godann theilte der Borsigende mit, daß die nächste Versammlung Lohntommiffion den Streifenden die Frage vorlegte, ob sie unter Berliner Reichstagswahlkreis tagte in der vierzehn Tagen im Osten stattfinden soll. Genosse Welzig bediesen Umständen gewillt seien, die Arbeit wieder aufzunehmen, Refsource, Kommandantenſtr. 57. Wohl an 700 Personen füllten die Landsmannschaft der Schlesier am legten Sonntag aufgelöst erklärten namentlich die Arbeiterinnen mit aller Entschiedenheit, Saal und Gallerien. Das Referat hielt Genoffe Stromberg hat. Er forderte die Genossen anderer Landsmannschafts- Verden Streit fortzusehen, bis alle ihre Forderungen bewilligt seien. Hamburg, der sich in trefflicher Weise zu allseitiger Zufriedenheit eine auf, bas Gleiche zu thun. Redner wünschte, daß der WahlMit aus der Seele dringenden Worten, unter furchtbarer feiner Ausgabe entledigte. Die Genoffen Gottfried Schulz, Aufregung, fagten eine Reihe Arbeiterinnen, daß sie weiter: Georg Wagner und Fräulein Wabniz ä Berten sich eben- Verein Eektionen bilde, um mehr leisten zu können. Der Vorstreifen müßten, fie können mit dem Bettel von 50 fr. nicht zu falls im Sinne des Referats über die Kulturwidrigkeit des sigende stellte demnächst weitere Grörterung der Angelegenheit in frieden sein. Es war ergreifend, als fie darauf hinwiesen, Militarismus und die Ungerechtigkeit des indirekten Besteuerungs- Aussicht. baß sie um 5 Uhr früh schon ihre Kinder schutzlos verlassen systems, wofür ihnen gleichfalls reicher Beifall zu Theil wurde. Der Wahlverein im 5. Berliner Reichstage. Wahlmüssen, um sich für die Fabrikanten zu schinden. Kollegen und Nachstehende Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme: Freife hatte in seiner letzten Versammlung, am 21. November, Die 2c. Versammlung erflärt sich mit den Ausführungen meist Geschäftliches zu verhandeln. Genoffe W. Schulz er Kolleginnen", rief eine der Rednerinnen aus, sollen wir nur deshalb arbeiten, um den„ Herren" zu helfen, ihre Säcke zu füllen des tabatarbeiters Stromberg Hamburg vollkommen ein- stattete den Kaffenbericht für das Vierteljahr Juli- September, und Häuser zu bauen, während wir fammt unseren Kindern verstanden. Aus der von ihm vorgeführten Statiilit geht un- wonach die Einnahme, inkl. eines Bestandes von 221,55 M., elend zu Grunde gehen? Sind diese einig, uns zu unterdrücken, zweifelhaft hervor, daß nach Einführung der projektirten Tabat 334,22 M. beträgt. Ausgaben waren 276,85 M., so daß also dann müssen auch wir einig sein und wenn wir zusammenhalten, Fabrikatheuer nicht nur 50-60 000 Tabakarbeiter, sondern bei ein Bestand von 207,37 Mt. verbleibt. Gin Antrag des Genossen wenn niemand feige ist, dann sehen wir alles durch!" Diese Are Hinzurechnung aller einschlägigen Neben oder verwandten Ge- lingenberg, nur politisch und gewerkschaftlich organisirte brotlos Personen in den Vorstand zu wählen, wurde mit knapper Maso schreibt die Wiener Arbeiter- Zeitung" werbe machten in ihrer Entschlossenheit und ihrem tiefen Ernst einen gemacht und dem Glend preisgegeben werden, da fie infolge des jorität abgelehnt. In den Vorstand wurden hierauf berufen die großen Eindruck auch auf die Männer, die bedauerlicherweise allgemeinen Niederganges der Industrie auch in keinem anderen Genoffen: Möller 1., Brückner 2. Vorsitzender; Weber 1., nicht das gleiche Maß von Solidaritätsgefühl befundeten. Gewerbe Beschäftigung finden können. Die Versammlung pro- Bugiger 2. Schriftführer; Schulz 1., Sawity 2. Rassirer. teflirt ganz energisch gegen alle indirekten Steuern, welche immer Revisoren sind: Lindede, Türge und Djust. Die BezirksAmerikanische Trusinnternehmungen. Er gewaltige nur die arbeitenden und ärmeren Klaffen treffen und fordert das führer, von denen ein Theil nen gewählt wurde, find um vier Gisentrust der Lake Superior Consolidated Iron Mines, binter her die Vertreter im Reichstage auf, sowohl gegen die beabsich vermehrt, so daß jetzt 28 derselben im Kreise thätig sind. welchem die Standard Oil Co. steht, beabsichtigt, ein Riesen- tigte Tabat- Fabritatftener, wie überhaupt gegen jede weitere stahlwert anzulegen, das größer und produktionsfähiger werden Vermehrung ber indirekten Steuern zu stimmen." soll, als selbst die berühmten Carnegie'schen Stabliverfe in PittsIm vierten Wahlkreis hatten die Genossen, zum burg und Homestead.( Diese Carnegie'schen Stahlwerke haben befanntlich auch eine traurige Berühmtheit dadurch erlangt, daß Brauhauses versammelt und den weiten Raum bis auf den bekanntlich auch eine traurige Berühmtheit dadurch erlangt, daß Theil mit ihren Frauen, fich in dem großen Saale des Böhmischen sie gegen ihre streikenden Arbeiter Pinckerton'sche Banden letzten Platz gefüllt. Reichstagsabgeordneter Meist hatte das hetzten.) Gin neuer Trust ist in Ohio und West Virginia in der Referat übernommen. Redner kritisirte in einem beifällig auf genommenem Vortrag eingehend den Gefeßentwurf, die Schäden Bildung begriffen, und zwar beabsichtigen daselbst sämmtliche besselben sowohl für die Konsumenten, als auch für die in der Fabrikanten von thönernen Abzugsröhren( Sewer Pipes) sich zu Tabalindustrie thätigen Arbeiter klarlegend. In der Diskussion der Form zu brechen und aus der Landeskirche auszuscheiden. einer gemeinsamen Gesellschaft zu vereinigen, die unter den Gefehen des Staates Ohio mit einem Kapital von 1 000 000 in- gab ein Genoffe aus Dresden ein Bild von dem Glend, das schon jetzt unter den Tabalarbeitern in Westfalen und Schlesien herrscht. forpirt werden soll. Gin weiterer Genosse, der aus Westfalen zum Tabakarbeiter Rongreß hierher gekommen ist, wurde am Schluffe feiner sehr mäßig gehaltenen Ausführungen auf Anordnung des überwachen den Bolizeilieutenants von dem zweiten Polizeibeamten abgeführt. Folgende vom Referenten vorgeschlagene Resolution gelangte hierauf zur Annahme: beiterinnen " A ca. 150 000 Arbeiter und Arbeiterinnen Kapitalistische Entbehrungslöhne. Von der Gelsen firchener Bergwerts Aftiengesellschaft war bekanntlich durch einen Prozeß attenmäßig festgestellt worden, daß fie an jedem Bergmann, der 24 Arbeitstage arbeitet und in dieser Beit 7272 Tonnen fördert, die Summe von 212,34 m. verdient, mährend sie demselben an Schichtlöhnen nur 106,56 M.( ohne Die heute im Böhmischen Brauhaufe von 1500 Personen be. alle Abzüge) bezahlt. Daraus geht hervor, daß bei einem monat suchte Voltsversammlung protestirt auf das entschiedenste gegen die lichen Reingewinn von 105,78 W. pro Mann die 356 Kohlen geplante Tabak- Fabrikatteuer sowie gegen jede indirekte Besteuerung hauer des Schachtes Minister Stein" durch ihre Arbeit monat von Konfumartikeln der großen Wassen. Die Einführung der lich der Gesellschaft annähernd 37 400 m. Ueberschuß verdienen. Fabritatftener würde Tausende von Arbeitern und ihre Familien Die Gesellschaft besitzt natürlich mehrere Schächte. Ju der letzten, brotlos machen und dem äußersten Ele preisgeben. Die Veram 18. November in Berlin stattgehabten Generalversammlung fammlung macht die Sache der Tabatarbeiter und Arbeiterinnen dieser Koblengruben Gesellschaft, die von Aftionären zu der ihrigen unter Betonung der Solidarität der Interessen." Die Hansdiener, Packer und Berufsgenoffen hatten am 22. November eine öffentliche Versammlung. Der Vertrauensmann Alboldt theilte mit, daß am tommenden Sonntag, den folgendem geselligen Beifammensein stattfinden. Genoffe Adolf 26. November, wieder zwei öffentliche Versammlungen mit nachHoffmann feyte feinen in der früheren Versammlung begonnenen Vortrag über die zehn Gebote fort. In der Diskussion ermahnte Genosse Raßler die Kollegen, die auch nicht auf dem Boden des heutigen Ghristenthums stehen, ihren Kindern zu Liebe auch mit Frau Lange forderte die anwesenden Männer zum Anschluß an Den Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen und die Frauen zum Eintritt in den Frauen- und MädchenBildungsverein auf. Nach einem Schlußworte de3 Genossen Hoffmann stimmte die Versammlung einmüthig einer Refolution 3u, in der sie sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärt. Sum nächsten Punkt der Tagesordnung verlas ein Kollege das Gutachten der Aeltesten der Berliner Raufmannschaft auf die Anfrage des Polizeipräsidenten bezüglich der Ausdehnung der Geschäftszeit an den Weihnachtstagen und den beiden Sonntagen vorher. Der Vorstand des Verdandes der Hausdiener, Packer und Berufsgenossen hat hierzu dem PolizeiBräsidium gleichfalls ein Gutachten abgegeben, wonach es vollständig genügen würde, wenn am letzten Sonntag vor Weihnachten die Geschäfte von 7 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uyr Nachmittags geöffnet, ferner die Lebensmittel- Geschäfte auch am FI inder, Ver Bergnügungsveretn zalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Zuftige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Guvryfir. 3.- Bergnügungsverein 2uftige Becher Abends Vergnügungsverein Carmen Sylva Sigung Geselliger Verein Uhr Mendelssohnftr. 9. 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.— inde" jeben Sonnabend 9 Uhr bei Grame, Brunnend, Abends anügungsverein Sarmlos, Sigung mit Damen Boerein FreundesBlumenftr. 46 bet Went. Mitglieder pünktlich. treis" 9 Uhr, im Reftaurant Kazorte, Solmsstr. 1.uftig" Sigung Abends 8% uhr, bet galbe, malbene, Woblertstr. auhtlub Blaue Quafte, Sonnabend 9 Uhr bet müde, R., uger, Jennersten Feiertage von 7 bis 10 Uhr Vormittags, im übrigen an seinen Bortrag hielt über das Thema: Andere Länder, andere den Feiertagen sämmtliche Geschäfte gefchloffen zu halten sind. Sitten." Nach kurzer Diskussion stimmte die Versammlung folgender ReDie Steinfeger und Berufsgenossen tagten am 22. No: solution zu:" Die Versammlung protestirt ganz entschieden gegen vember bei Hensel. An stelle des angekündigten Refercts des den Beschluß der Weltesten der Berliner Kaufmannschaft, der Genoffen Adler hielt Fräulein Wa bnih einen Vortrag über: dahin geht, die Arbeitszeit der Sonntage im Dezember zu ver Die Thätigkeit des Gehirns und die fünf Sinne". An der sich mehren. Gründe: Die Arbeitszeit der Handelshilfsarbeiter beträgt hieran anschließenden ausgedehnten Debatte betheiligten sich Frau im Durchschnitt 16-18 Stunden, und glauben wir aus diesem Grunde Klauke, Jumbitschke, Sinkelmann, Arlt, Knoll, Bolle schon, daß das königl. Polizeipräsidium sämmtliche Anträge auf und Bolte. Sodann gab der Kollege Knoll Bericht über den gegenstraße 5. Berlängerung der Arbeitszeit für Sonntage im Dezember abwärtigen Stand der Lohnbewegung. Redner erklärte bestimmte NachLehnen wird. Kollege Raßler vervollständigte dann die vor zwei richt heut nicht geben zu können, hauptsächlich soll den Frauen die Jahren gegebene Abrechnung von der Zeitung Die Einigkeit"; Wichtigkeit der Lohnbewegung flar gemacht werden. Eine eres haben inzwischen nur wenige Restanten ihre Beträge ent richtet und 110 bis 120 M. für Abonnements und Inserate regte Debatte entspann sich über den Anschluß der nichtgelernten stehen noch aus. Die Restanten sollen noch einmal aufgefordert mäßigkeitsgründen augenblicklich noch nicht zu empfehlen ist, werden zu zahlen, und eventuell nach vier Wochen öffentlich sollen die ungelernten Arbeiter eine eigene Filiale bilden mit der genannt werden. Der vorhandene flüssige Betrag von etwa Zum Schluß tadelte Sollege 60 M. wird an die Firma Maurer und Dimmick behufs Schulden- cholz, daß der Vergnügungsverein der Rammer in gesperrten Bugehörigkeit zum Verbande. tilgung abgeführt. Das übrige Inventar der Zeitung überwies Pokalen Vergnügungen abgehalten haben. Für die Gewerkdie Versammlung dem Vertrauensmann. schaftskommission wählte die Versammlung den Kollegen Gebert. Die Konfektionsschneider hielten am 20. November eine öffentliche Versammlung ab, in der Kollege Wiedemann in einem Vortrag über„ Die Arbeitsverhältnisse in der Herrenkonfektion" sprach. Redner empfahl zum Schluß seines Vortrages, eine Statistik aufzunehmen über die jetzt gezahlten Preise für die einzelnen Arbeiten und auf grund dieser Erhebungen einen Tarif aufzustellen. In der Diskussion tamen recht unerquickliche Szenen persönlichen Streites zum Ausdruck. Hierauf gab Rollege Kulicke den Bericht von der Verhandlung mit Baruch und Komp. Der Inhaber dieser Firma habe versprachen, sich darum zu fümmern, daß die Arbeiter, respektive deren Frauen nicht grob behandelt werden, auch daß er nicht irgendwelche eeinflussung billigen werde, die Arbeiter vom Besuch der Verfammlungen fern zu halten. Nachdem Wiesemann den Bericht bestätigt und in einigem ergänzt, ergab die sich hier anschließende Distuffion, in welcher auch ein Inserat der Geschäftshäuser Bär Sohn zur Werlesung fam, daß man diese Inhaber zu einer nächsten öffentlichen Versammlung einladen werde, nachdem die felben Kollegen, welche die Baruch'sche Sache in Händen hatten, fich bei Bär Sohn nach der Wahrheit der in befagter Annonce angegebenen Wertstellenverhältnisse erfundigt haben. Schilling, Bückerfix. 50 Theaterverein, Bergnügungsverein 1 Rauchklub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bet Krüger, Rauchflub Weiße Wolte, Bernauerftr. 14, bei Henoch. Stattlub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Danst Forening Freia( Dänischer Beretu Verein ehemaliger Schüler Freia), Lindenft caße 106 bei Poppe. ber 30. Gemeindeschule, abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Koppen= Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boife, Stolbergerfir. 23. abends Reichenbergerfir. 73, bet Faufmann. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22.- Statffub evolution Kartentlub Nulle tagt Stattlub Blaue Blouse, jeben Sonnabend bet Buttte, fraße 65. Arbeiter an den Verband. Da ein Einzelanschluß aus Zweck: jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Sumbolbein, Bräubenzer Straße 2. Sof, Admiralfir. 18c. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Rue St. Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Honore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung; reiche Bibliother, Beitungen, französischer Unterricht. alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Drechsler und Berufsgenossen Berlins. Große öffentliche Frauente vor 49 Zottenham Street, Tottenham Court Rd.. W. London, und Männerversammlung, am Sonnabend, den 25. November, Abends 9 Uhr, Vortrag des Herrn Joel über: Unsere Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 25. November, London. Der einzige hiesige sozialbemotraitsche Verein Londons, der Tischlerverein. Sonnabend, den 25. d. M., Abends, 9 Uhr, Melchior Sprecisaal: Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür. abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes aur Berfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit beus Inhalt desselben identifizirt zu werden. Zu der Erklärung des Herrn Giese ist folgendes zu erwidern. Die Kellner, Köche und verwandten Berufsgenossen tagten am 21. d. M. in der Rosenthalerstraße 38. ReichstagsAbgeordneter R. Schmidt sprach über das Thema:„ Warum find die Arbeiter unzufrieden?" Durch die Annahme einer entsprechenden Resolution befundeten die Anwesenden ihre UebereinStimmung mit dem Referenten. In der Diskussion wurden bei Ehrenberg, Annenſtr. 16. einige Fälle frasser Unternehmerwiltür bekannt gegeben. So Nahrungsmittel"; hat z. B. der Inhaber eines großen Restaurants in der Nähe Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung. Tagesordnung: Bortrag des Herri des Versammlungslokales kürzlich einem Kollegen bei Strafe der Referendars Arthur Daniel. Thema:„ Aus unserem Erbrecht". Entlassung verboten, zu seiner Verheirathung einen Tag ausstraße 15, Bersammlung. Abrechnung vom Stiftungsfest. zusetzen. In einem Lokal in der Kommandantenstraße werden die Gäfte durch angeheftete plakate ersucht, den dort servirenden Kellnern keine Trinkgelder zu verabfolgen, da der Herr Wirth das Bezahlen der Kellner feinerseits auch für einen überwunde nen Standpunkt hält, so bleibt den Angestellten schließlich nur Rollege Bösch das Betrügen als Rettungsmittel übrig. erstattete hierauf Bericht über seine Agitationstour, welche von In Königsberg und Hannover gutem Erfolge begleitet war. waren die Versammlungslokale überfüllt, in letterer Stadt wurde eine zweite Bersammlung aus, fittlichen und ordnungspolizeilichen" Gründen verboten. Redner sprach zum Schluß seine UeberDie Arbeiter der chirurgischen Branche hielten am zeugung aus, daß die gegnerischen Verbindungen( Genfer Verband, 1. In einigen Punkten hat der Berichterstatter des Bor 21. November cr. eine öffentliche Versammlung ab. Genosse Kellner- Bund) binnen kurzem durch unsere Organisationen, auch was wärts" den Referenten in der Brauerversammlung nicht ganz Nät her referirte über das Thema: Sozialdemokratie und Mitgliederzahl betrifft, überholt sein würden.( Beifall.) Polter richtig verstanden. Wir stellen dieselben wie folgt richtig. a) Herr Gewerkschaftsbewegung." Eine Resolution, in der die Anwesen- legt den Versammelten die Unterſtügung des Agitationsfonds Giese ist seines Amtes nicht enthoben worden sondern freiwillig den sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden er- ans Herz; im nächsten Frühjahr werde voraussichtlich der erste klärten und sich verpflichteten, dem Fachverein aller in der Kongreß der Gastwirths angestellten Deutschlands zusammentreten. gegangen, als er das Ende seiner Herrschaft nahen sah. b) Herr Gastwirthsangestellten Adler hat nicht erklärt, daß Herr Giese 3000 M. vom Brau chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen beizutreten, Ebert gab noch bekannt, daß der Gewerbegerichts- Ausschuß je meister- Verein bezogen habe, sondern daß nach einem bis jezt wurde nach kurzer Debatte einstimmig angenommen. Dann 100 Fragebogen für Angestellte und Prinzipale verausgaben werden unwidersprochenen Gerücht Herr Giese 3000 m. erhalten habe. diskutirte man über die Mißstände im Beruf. Als solche wurden zwecks Aufnahme einer Statistik über die Arbeitszeit im Gast- c) Die schwarze Liste ist nicht von 1879 bis 1890 sondern von die in einigen Werkstätten vorgenommenen Herabsehungen wirthsgewerbe. 1871 bis 1890 geführt worden. der Akkordpreise und die immer mehr um sich greifende Ueberfeierabend Arbeit kritisirt. Besonders hervor Die Glaser hatten am 21. November eine öffentliche Ber gehoben wurde Don einem Redner die Geschäftsordnung fammlung bei Bolg. Kollege Stampehl erstattete den Rassenin der Werkstatt von Hauptner. Bei einem Zuspätkommen von bericht. Danach betrug die Einnahme 165,70 M., die Ausgabe 3 Minuten hätten dort die Arbeiter 10 Pfennig, von einer 151,98 m., mithin bleibt ein Bestand von 13,72 m. Redner Viertelstunde 20 Pf., einer halben Stunde 30 Bf. Strafe zu tlagt über die Restanten und bedauert, daß die Bewegung in zahlen. Wer einen Vormittag verfäume, ohne sich zu entschuldigen, letzter Zeit zurückgegangen sei, so daß auf je 60 Glaser immer müsse dies mit einer Mark jühnen. Die Debatte endete mit einem 2 Kollegen kommen, die sich an der Bewegung betheiligen. Hier Beschluß, der den Vertrauensmann beauftragt, eine Organisation nach folgte Neuwahl der Vertrauensmänner. Man wählte als von Werkstatts- Vertrauenspersonen anzubahnen, welche die Auf- ersten Vertrauensmann Kollegen Hackebeil, als Staffirer gabe hat, über die Zustände in den verschiedenen Werkstätten Kollegen Stampehl, zu Revisoren die Kollegen Schols, Klarheit zu schaffen. Auf grund des gesammelten Materials Bellonk und Ludwig. sollen dann später eventuell Schritte zur Abhilfe der gerügten Nebelstände gethan werden. = Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Ost Schule, Martusfiraße 31: Unterricht in Rechnen. Süd- Ost Schule, Reichenbergerstr. 183: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. In allen unterrichtsfächern können noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Musehold. bet Beyerle. 1 bet Glück zu, 2. Wenn Herr Giese seine Raffenführung für forrett erklärt, so fragen wir jeden Menschen, der von Kassenführung etwas versteht: a) Jft es forreft, wenn man 7 Jahre hindurch, trotzdem Rapital vorhanden war und binnen 14 Tagen flüssig gemacht werden konnte, die Koupons 1/4 bis 3/4 Jahre zu früh abschneidet und verwerthet? b) Ift cs forreft, wenn man Werthpapiere ohne Rücksicht auf den Kurs einkauft und deshalb oft zu theuer bezahlt? c), Ist es forrett, wenn man 2000 m. gar nicht bucht, weil sie wieder verkauft find? Die sogenannte Gesellen Rontrolle oder schwarze Liste soll nach Herrn Giese ber Kasse gehören und nicht dem Braumeister- Verein. Wie kommt denn, fragen wir Herrn Giese, der Stempel des Braumeister- Vereins in das Buch? Außer der schwarzen Liste besteht auch eine harmlose GesellenKontrolle, die zur Kaffe gehört, auf diese weist Herr Giese hin, um sich zu decken. Die Zigarrenfortirer und Sortirerinnen hielten am 21. November eine öffentliche Verfammlung ab, in der Kollege v.& Im aus Hamburg über den Nutzen und die Nothwendigkeit neumann. Alle Menderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Liste soll nach Herrn Giese statistischen Zwecken gedient haben. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. 4. Die sogenannte Gesellen- Kontrolle und wirkliche schwarze der Gewerkschaftsorganisation referirte. Der Redner führte aus: Stortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Die Gewerkschaftsbewegung sei in Deutschland zur Zeit nicht im Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, trdorf, Hermann- u. Snesebec Bur Statistik gehört wohl die Zahl der Streifenden bei Maulsch 2yrania, Landsbergerstraße 31 bet( Unions- Brauerei)? Zur Statistit gehört wohl das Betragen Aufsteigen begriffen. Wohl prahlten die meisten Arbeiter mit fraßen- Gate Sanges: Echo, Zubeil. der Brauburschen gegenüber dem Braumeister? Zur Statistik gehört ihrem Solidaritätsgefühl, fie führten es aber gewöhnlich nur im Freundschaft 2, Friedenfraße Nr. 48 bei Tollfübn. Munde, die praktische Bethätigung sei eine mangelhafte. Das Prinzen- Allee 67. Esmeralda, Fruchtstr. 70 bei Nitsche. Sieder wohl die Nachricht, daß mehrere Brauer in Dessau nicht gut Sand in hand 2, angeschrieben waren? Zur Statistik gehört wohl die Nachricht, zeige sich am besten durch die geringe Betheiligung an der tranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Gesundbrunner daß man einem Brauer sein Arbeitsbuch verweigert oder ihm Organisation. Die deutschen Gewerkschaftsorganisationen tranten ännerchor, Gesundbrunnen, Brinzen Allee 10. Frisch auf, allerdings Borwärts 7, auf Fürsprache des Herrn Bönhoff ein zweites Buch ausschreibt? fast alle an einem und demselben Uebel, Friedrichsberg, Rummelsburgerstraße bei Deckert. Immer Bur Statistit gehört wohl auch die Thatsache, daß auf grund ste bieten ihren Mitgliedern zu wenig materielle Vortheile. Gin Rummelsburg, Goethe- und Kantfraßen- Ecke bet Greinert. grün, Zegel, Spandauerstraße bet Rentner.- Freier Männer dieses Buches allen roth angeschriebenen Brauern die Existenz in Blick auf England, Amerika, Australien 2c. zeigt uns eine be- or often Fruchtstr. 69 bei Lehmann. Frisch auf 2, Schönwalde in deutend bessere Lebenslage der dortigen Arbeiter, als die der der Mart bei Neftaurateur Schulz. 2orbeerzweig, Swinemünder- Berlin erschwert, ja oft unmöglich gemacht wird? Wo sind denn endlich die Resultate dieser Statistik, in den Archiven der Kasse deutschen. Die Ursache ist nur in ihrer guten, straffen Organi- raftße 35 bet Queitsch. sation zu suchen, durch welche sie sich auch Einfluß auf die GesetzBeit gefunden haben, die Statistik zu bearbeiten? Warum, Herr ist nichts zu finden, sollte Herr Giefe von 1871 bis 1890 feine gebung zu verschaffen wußten. Auch ihre Organisation, der Giese, hört Ihre Statistit gerade mit dem großen Brauerfireit Verein deutscher Bigarrenfortirer", habe schon Großes geleistet und manche Errungenschaft zu verzeichnen. Der Hamburger Ausauf, wo Sie doch besonders viel statistisches Material hätten finden können, wo aber allerdings die schwarze Lifte gegenüber schluß, obgleich er fast die Kassen sprengte, war dennoch nicht im der Einmüthigkeit der Brauer ihren Beruf verfehlte? stande, den Verein zu zerstören; die Mitglieder hielten treu zur Fahne, fie wußten, was für sie auf dem Spiele stand. Redner forderte zum Schluß die unorganisirten Kollegen zum ungefäumten Beitritt in die Filiale des Vereins deutscher Bigarrenfortirer und zur regsten Agitation von Mund zu Mund für die Gewerkschaftsbewegung auf.( Beifall.) Die Kollegen 2emy und Bragert äußerten sich ebenfalls im Sinne des Referenten. Nach einstimmiger Annahme einer Resolution, wodurch sich die Anwesenden mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärten und zum Anschluß an die Organisation verpflichteten, wurde die Versammlung geschlossen. " Der Frauen und Mädchen Bildungsverein des arbeitenden Voltes( Filiale Gesundbrunnen) hielt am 22. d. M. eine Versammlung ab, in der Fräulein Wabniz Rummelsburg. Ane Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend gund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend find zu richten an: P. Sentel, Bergmannſtr. 14, Sof 2 Tr. Sonnabend: Theaterverein Iphigenia", bet Kramer, Rirdorf, Hermannstr. Nr. 140. Theaterverein" Aurelia", Mendelssohnftr. 9 bet Miehe Abends 9 uhr. Vergnügungsverein Ginigtett", Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Geselliger Verein Deutsche Giche, Kohlen- Ufer 2, bei Pech. Bithertlub Gemüthlich te it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. Gesang-. TurnPaul gesellige Vereine. Sonnabend. Ecke Forsterstraße. und 5. Schließlich erklären wir Herrn Giese, daß die amtliche Nickel'scher Mufitverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerstraße 118, Mittheilung an die Kaffe, die er anzieht, nicht etwa bescheinigt, daß in der Kasse alles in Ordnung gewesen sei, sondern nur, Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute daß der Nachweis gelungen ist, daß der gegenwärtige Vorstand von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39.- Turnverein Fichte an der Unordnung in der Kasse unschuldig sei und sich bemüht ( Mitglied des Märkischen Arbeiter- Turnerbundes) turnt Sonnabend von 9 bis 11 in der Turnhalle Friedenstr. 37. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bei babe, die Fehler des Herrn Giese gut zu machen: Mein Urtheil ist und bleibt deshalb, Herr Giese hat kein Zeichnis, Königsbergerir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöct che n", är jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weick, Köpe Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116.- Theaterverein Berliner Recht sich auf seine Führung der Kaffe zu berufen. Auf Wunsch, Herr Giese, mehr! nicterstraße 68. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Sonn 2. 2ang, Vorsitzender der Orts- Krankenkasse abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Studolph, Krautstr. 6. Privat Theatergesellschaft Beneta", Sigung mit Damen jeden Sonnabend Abend für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Theatergesellschaft Edelweiß", Von der in der Berichtigung angeführten Führung einer Sonnabend 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Navul bree, Chorinersir. 53. Geselliger Verein Freundschaft, jeben Sonnabend Abend 9 Uhr im schwarzen Liste haben wir uns selbst durch Einsichtnahme in die Neftaurant Bauz, Blumenstr. 10, Gizung mit Fidelitas. Bücher überzeugt.( Die Red. des Vorwärts".) Uhr bet Pape, Kolbergerstr. 22. Achtung! Montag, den 27. November, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Sonntag, den 26. d. M., Vorm. 91/2 Uhr, Yowinkel( früher Borchmann), Hauptstr. 83: Deffentliche sozialdemokratische Versammlung August Bebel. für Rummelsburg- Boxhagen. Zages Ordnung: 2. Diskussion. bei Joël, Andreasstr. 21: Deffentliche Versammlung aller in mechan. Schuhfabriken besch, Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Diskussion. 2. Ergänzungswahl # 1. Vortrag: Ueber unsere Lage". Referent: Reichstagsabgeordneter der Agitations Kommission. 3. Ber 3. Bericht des Vertrauensmannes. schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 348b Der Vertrauensmann. Der Einberufer. 4. Wahl eines Vertrauensmannes. 339/9 Freie Wolksbühne. Am Sonntag, den 26. November 1898, Nachmittags 2½ benet im Lessing- Theater eine Dorfelling für die IV. Abtheilung ftatt. Zur Aufführung gelangt Der Meineidbaner Ubr, findet 896/16 von Anzengruber, In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß die Mitglieder Tange nach Beginn der Vorstellung kommen und so während des ersten Aftes große Störungen verursachten; der Vorstand bittet die Mitglieder dringend, nicht nach 22 Uhr zu fommen. Der Vorstand der Freien Volkoblihne. J. A.: Julius Türk. Klempner! Sonnabend, 25. November, Abd. 8 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstst. 48a: Große öffentliche Versammlung " Achtung! Maurer. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Maurer u. Putzer Berlins am Sonntag, den 26. November, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Gründer( früher Mundt), Köpnickerstr. 100. Tages- Ordnung: 1. Die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie. Referent: Kollege Albert Paul Hannover. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Gewerkschaftliches DF Alle Gewertschaften, speziell die Förderer der Gewerkschafts bewegung, find hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. H. Schigolski, Schwedterstr. 27, F. Gräschke, Staligerstr. 54, Vertrauensmänner der deutschen Maurer. 445/2 Achtung! Rixdorf. Achtung! Grosse öffentliche für Männer und Frauen. Bersammlung f. Männer u. Frauen Tagesordnung: 1. Bortrag des Hrn. Dr. Heymann 2. Diskussion. 1187/ 15* über„ Proletarier und Wohnungselend". Sonntag, den 26. November( Todtensonntag), Wachm. 4½ Uhr, im Saale der ,, Nenen Welt", Hasenhaide, Nach Beendigung der Tagesordnung von der freien Gemeinde zu Nixdorf und Umgegend. findet ein gemüthliches Beijammensein mit Tanz statt. Bur regen Betheiligung ladet ein Wilh. Pfeiffer. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Völkel über: Unsere Todten". 2. Dis. tuffion. Alle Männer und Frauen sind zu dieser hochwichtigen Versamm lung eingeladen. Der Vorstand. 90417/18 Arnold Lange, Achtung! Brunnenstrasse neue Haus- Nr. Achtung! Grünau. Oeffentliche Versammlung 181. Filz- u. Seidenhüte mit Kontrollmarken. Großes Lager in Damen- und HerrenRegenschirmen, Muffen, Boas, Pelzdes Lese- und Diskutirklubs„ Lassalle" fragen, Belamügen. Billige Preiſe. am Sonntag, den 26. November cr., Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Herrn Hecker. Tagesordnung: 428/8 Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Die Sozial demokratie und ihre Forderungen".- Diskussion. - Diskussion.- Verschiedenes. Gäste sehr willfommen. Der Vorstand. Gr.öffent.Glasarbeiter- Versammlung Sonntag, den 26. November, Nachmittags 3 Uhr, in der Gräflich Reisch ach'schen Brauerei in Stralan. Tagesordnung: Freunden und Bekannten empfehle mein Lager in 5177L* Roh- Tabak aller in- u. ausländischer Sorten in guter Auswahl zu billigsten Preisen. 1. Bortrag des Genoſſen Fritz Hausen über:„ Luther und seine Beit" H. Herholz 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 427/15 Der Vertrauensmann. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, of part., vis- à- vis d. Andreasplat Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Jede Uhr F. Metzner. 3852L zu repariren und reinigen tostet bei uns unter Garantie des Gutgehens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, non 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Sold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen Berlin N., Brunnenfraße 188. Pelzsachen jeden Genres. Damen- Muffen v. 1,50 an, Kinder- Muffen v. 1,00 an. Baretts für Mädchen u. Knaben. Herren- Kragen u. Mützen Hüte nur mit Kontrollmarke. Schirme, Handschuhe, Hosenträger, Kravatten u. f. w. 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Juni 1883 in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend: die Ausdehnung der Unfall- und KrankenVersicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen und das Gesetz über die eingeschriebenen Hilfskaffen und alphabetischem Sachregister.- Taschenformat. Eleg. cart. 285 Seiten. nt. 1,20 Gesek, betr. die Gewerbegerichte. Weit erläuternden Anmerkungen, einer Uebersicht des Inhalts des Gesetzes und alphabetischem Sachreg.- Taschenf.- Eleg. cart. 96 S. Mt. 0,50 vom Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich uni 1369 in der Fassung des Reichs- Gesetzes vom 1. Juli 1883 und unter Berücksichtigung der durch die Geseze vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und 1. Juni 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. Zweite, durch die Ausführungs- Bestimmungen des Bundesraths vermehrte Auflage.-Taschenformat. Elegant cart. 306 Seiten. mt. 1, Verfassung des Deutschen Reichs nebst Wahlgefes für den Reichstag und Taschenf. Eleg. cart. 64 S. t. 0,30 Wahlreglement. Taschenf. Die Juvaliditäts- n. Altersversicherung der Arbeiter nach dem Reichs- Gesetz vom 22. Juni 1889 furz und übersichtlich dargestellt. Zum Handgebrauch für alle bei der Ausführung des Gefezes Betheiligten. Mit ausführlichem Sachregister und den Uebergangs- Bestimmungen des Gesetzes. 68 S. Brosch. Wt. 0,25 in Deutschland, in Das Vereins- und Versammlungsrecht ausführlichen Grläuterungen zum Preußischen Vereinsgesetz vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Tertes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Versammlungsrecht und alphabetischem Sachregister. VIII u. 210 Seiten, 80. 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