料 Nr. 278. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Boft Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Bfg Inserate für die nächste Nummer müñen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition in an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I. 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 26. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Im Namen des Königs! In der Strafsache gegen 1. den wart schöpfen die früher am Platz gewesenen Engländer die Redakteur Friedrich August Enders zu Berlin, Beuthstraße 2, spärlichen Fettaugen von den deutschafrikanischen Kolonial2. den Redakteur Franz Xaver Wißberger zu Berlin, Alte wassersuppen ab. Jakobstraße 134, wegen Beleidigung mittels der Presse, hat die Wassersuppen ab. Herr v. Scheele, daß die Stationskette Mwapwa- Kisaki das allein richtige und noch auf längere Zeit hinaus nöthige Schußmittel gegen die Einfälle der Wahehe sein." erste Strastammer des königlichen Landgerichts I zu Berlin in Aber das Molochkälbchen wächst und reckt seine Glieder Von den Wahehen zu den Mafiti! Um die Handelsder Sitzung vom 19. Mai 1893, an welcher theilgenommen haben: und sperrt schreiend den Hals auf, wie ein junger Kuckuck straße nach den Seeen zu schützen wird eine nachdrückliche 1. Landgerichtsdirektor Schmidt, 2. Landgerichtsrath Diet, im Grasmückennest. Und seine bureaukratischen Vor- Büchtigung dieser Räuber" ungekündigt. Aber daran wird 3. Landgerichtsrath Amelung, 4. Landrichter Röser, münder im Kolonialamt beeilen sich denn auch, in schönen man erst dann denten können, wenn in anderen Theilen 5. Landrichter Tackmann, als Richter, Gerichtsaffessor Denkschriften der Reichs- Geldbewilligungsmaschine zu be- der deutschen Interessensphäre wieder vollkommen geordnete Heitz als Beamter der Staatsanwaltschaft, Referendar weisen, daß neues Futter für das liebe kleine Ungeheuer Verhältnisse eingetreten sind." Um diesen wünschensDr. Lewinsohn, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: daß der Angeklagte Enders, der durch die beschafft werden muß. So ist dem deutschen Reichstag jetzt werthen Zustand herzustellen, muß also noch verschiedenerwieder eine Denkschrift über das ostafrikanische und das orts die molochsgemäße Ordnungsstifterei voraufgehen. Presse erfolgten Beleidigung in vier Fällen, der Angeklagte Wißberger der durch die Presse erfolgten Beleidigung in einem südwestafrikanische Schutzgebiet zugegangen, deren langer Folgt dann der Triumphgesang wegen des Sieges über den Falle schuldig und deshalb Guders mit einer Gesammistrafe von Rede kurzer Sinn der ist, daß mehr Mannschaften und mehr Häuptling Siffe von Uniamjembe, der sich nach vierundzwanzigzwei Monaten Gefängniß, Wißberger mit einer Geldstrafe von Geld zur Erschließung dieser trefflichen Sand- und Sumpf- stündiger Belagerung in seiner Boma( Verschanzung) mit hundert Mark, an deren Stelle im Unvermögensfalle für je zehn nefter bewilligt werden müssen. seinen Frauen und seinen Schäßen durch Anzündung seines Mark ein Tag Gefängniß tritt, zu bestrafen, daß den Beleidigten: Gleich in der Einleitung zu der Denkschrift über Ost- Pulvermagazins in die Luft gesprengt hat." Welch glordem Staatssekretär des Reichs- Postamts Dr. von Stephan, den afrika werden dem deutschen Steuerzahler für die Mehr reicher Sieg! Bum, Bum! jenigen Oberpostdirektoren, welche bei den unter den Ponbeamten forderungen, die seiner harren, die Augen aufgeknöpft. Nach Jm Kilima- Ndjaro- Gebiet war die Niederlage und der ihres Bezirks zu gunsten ihrer durch die Cholera heimgesuchten einer lobenden Erwähnung der friedlichen Zustände im Tod des unglücklichen Freiherrn von Bülow zu rächen. Ward Hamburger Kollegen im Jahre 1892 veranstalteten Sammlungen betheiligt waren und den diesen unterstellten, mit der Bearbeitung Küstengebiet belehrt uns da die Molochsvormundschaft: besorgt durch Oberst von Scheel. Am 11. Auguft wurde der Sache befaßt gewesenen Postbeamten die Befugniß zuzu Mehr und mehr zeigt es sich, daß eine Beschränkung auf die Bonna des Sultans Meli eingenommen, zahlreiche sprechen, die Verurtheilung beider Angeklagten auf deren Kosten das ausschließliche Küstengebiet eine Unmöglichkeit ist und Moschi- Leute getödtet. Bum, Bum! binnen zwei Wochen nach Zustellung der Urtheilsausfertigung daß es schon im Jnteresse des Handels und der hieraus Durch einmalige Einrückung der Urtheilsformel in die zu Berlin auch für die Regierung zu schöpfenden Einnahmen eine erscheinende Beitung Vorwärts" sowie in die gleichfalls zu Nothwendigkeit wird, die gesammte Interessensphäre von Berlin erscheinende Zeitung Berliner Presse" öffentlich bekannt der deutschen Macht beherrscht zu sehen." zu machen; daß die inkriminirten Artikel in allen Exemplaren " " Und nun die farbigen Landsknechte, die den Hauptantheil an all' diesen Heldenthaten haben! Sudanesen, Suluneger, lauter halbwilde Kerle, nicht um ein Tüpfelchen zivilifirter als die Gegner, die ihr Land gegen die der Nummern 189, 232, 287, 245 der Zeitung Vorwärts" des Die ganze Jutereffeusphäre!- Man überlege einmal, deutschen Eroberer vertheidigen. Doch da stoßen wir Jahrganges 1892 sowie der Nummer 235 der Zeitung„ Berliner was das sagen will: Ein Gebiet, größer als Deutschland, auf die überraschende Nachricht vom Ersatz der SuluBreffe" des Jahrganges 1892, sowie die zu ihrer Herstellung be- nur von wenigen ausgetretenen Karawanenstraßen und soldaten durch einen neuen Stamm, die Ma ujema, die ftimmten Platten und Formen unbrauchbar zu machen, daß die schmalen Negerpfaden durchzogen, soll der deutschen Macht sich bei den Kämpfen am Kilima- Ndjaro als ein besonders Roffen des Verfahrens beiden Angeklagten aufzuerlegen. Von botmäßig gemacht werden, d. h. Beamte und Truppen des brauchbares Material erwiesen und deshalb zu künftiger Rechts Wegen. Deutschen Reiches sollen überall in kürzester Frist in ge- Rekrutirung in Aussicht genommen sind. Wer sind diese nügender Zahl erscheinen können, um die Dronung nach Maujema, die künftig die europäische Zivilisation unter europäischem Schnitt aufrecht zu erhalten, den Karawanen- deutscher Flagge ins Herz von Afrifa tragen" werden? Vom Molochkälbchen. handel zu sichern und die Selbständigkeitsgelüfte der Ja, da könnte ein teutſcher Patriot lange rathen, che seine friegerischen Neger- Stämme und der vor den teutsche Patriotenphantasie auf die Wahrheit käme! Der Moloch, dessen gefräßigem Appetit das deutsche Deutschen dort als Herren erschienenen Araber Die Maujem a sind der zur viehischen Rohheit entVolk alljährlich ungezählte Millionen zum Opfer bringt zu brechen. Gegenwärtig ist dort eine Schuttruppe artete Menschenfresser Stamm, der seit Jahren und für dessen große Schlachtfeste der Zukunft eine jähr- im Dienst, bestehend aus 163 weißen und 1899 farbigen den arabischen Sklavenhändlern Sklavenhändlern als Bluthundmeute lich wachsende Zahl blühender Menschenkinder zum Kanonen- Landsknechten. Die Truppe hat sich jetzt schon unzulänglich bei ihren Sklavenjagden in dem Gebiete zwischen dem futter ausgebildet werden muß, wächst nicht nur selbst erwiesen für die Aufgaben, die man bisher von ihr ver- Kongo und dem Tanganjika- See gedient nnd sich von den ungeheuerlich an an Leibesumfang und gefräßiger Gier, er langte. Fast ebenso viele Niederlagen wie Siege bilden Abfällen dieser Jagden, den Todten und Verwundeten gehat sich auch eine Nachkommenschaft erzeugt, ein Moloch- die Marksteine der bluttriefenden ostafrikanischen Kolonial- mästet hat. Und diese Menschenbestien will man auf die tälbchen, das in instinktiver Nachahmung seines Vaters geschichte. Wird Einst gemacht mit der Forderung der widerspänstigen Schußbefohlenen des Deutschen Reichs losbereits recht hübsch am Volkswohle zehrt. Denkschrift, so wird nicht das Doppelte, nicht das Drei- lassen! Das deutsche Kolonialreich ist dieses Molochkälbchen, fache an Mannschaften zur Stillung von Molochkälbchens Das sind reizende Früchte, die uns die Aufpäppelung das seinen Ursprung aus Molochs Lenden durch die Ruhm Heißhunger nach Kanonenfutter genügen. Molochkälbchens in Ostafrika schon bescheert hat. Mezzeleien begier und den Blutdurst bezeugt, von welcher alle die Molochkälbchens Vormünder haben sicher nicht das und Menschenfresserhilfe fest steht und treu die Wacht, Säbelklirrenden Kolonialfere beseelt sind. Ruhmbegier und Bestreben, ihr Mündel abstoßend erscheinen zu laffen. Die Wacht am indischen Ozean! Blutdurst! welche Barbarenempfindungen, wie das bei Was erzählen sie uns aber von ihm? Da ist zuerst die Und nun was springt dabei heraus an flingender Konquistadoren Naturen so üblich ist, mit roher Habgier Rede von dem U ogo- und Wahehe- Gebiet. Wir hören Münze für den Reichsfistus und die königlichen Kaufleute? gepaart sind. Nur der Blutdurst fann geftillt werden von siegreichen Kämpfen gegen die räuberischen" Mafiti Das muß doch in dem Bericht über den Handel und die 111 den unablässigen Kolonialkriegen, der Ruhm, und Wahehe, in denen natürlich die als Eroberer ge- Bölle zu Tage treten. Millionen gewiß? wenigstens Gold der dort zu holen, ist gar zu schäbiger Art, kommenen und im Kampfe gefallenen weißen Offiziere die Hülle und Fülle für so viele Blutopfer? Wie? und die Habgier muß sich mit phantastischen den Heldentod gefunden" haben. Trotz aller Siege und Der Bericht erzählt uns nur von dem Handel Hamburgs Träumen von Zukunftsgewinn begnügen, denn in der Gegen- trotz allen Heldentodes erklärt aber der Reichskommissar mit Ostafrifa. Dort wohnen ja auch die königlichen Kaufleute, Feuilleton. Skizzen Nachdruck verboten.] [ 17 " hatte sie ihn angefleht, so zu werden, wie er es früher war, aber er nannte sie lachend ein naives Mädchen; er begriff nicht, daß ihre Liebe zu ihm verschwunden war. Die junge Frau verließ das mollige Nest, das ihr verhaßt geworden war. aus der sozialistischen Bewegung Empfangsjalon einer städtiſchen Wohnung, ſie war nicht reifem Korn. in Rußland. ( Aus dem Russischen überfest.) Hinter der Ecke des Gartenzaunes weinte irgend Jemand laut. Raja erblickte eine alte Frau, die am Zaune saß, und fragte sie: " wortete: Weshalb weinst Du, Mütterchen?" Ünter Thränen sah die alte Frau sie an und ant" Du, Herrin, änderst es nicht... den Sohn kannst Du mir nicht zurückgeben... man hat ihn als Soldat ausgehoben." „ D, daß Du gleich ersticken mögest," rief die Mutter. betrogen, um ihre Liebe zu gewinnen. Mit welcher Leidenschaft indem sie sich eifrig bemühte, das Kind zu beruhigen. Raja stand wie gebannt von dem Anblick der Armuth; dann ging sie leise, mit gesenktem Kopfe hinaus und lief zu ihrer Mutter, um sich von ihr Geld für dieses Weib zu erbitten. Plößlich verschwand das Dorf. Raja sah sich in dem Wieder sah sie im Geiste ein Dorf und Felder mit Raja, mit braungebranntem Gesicht, im mehr ein kleines Mädchen, sondern eine erwachsene, schlanke, bäuerischen Anzug, befindet sich in einem Meere von junge Dame. Vor zwei Monaten hatte sie das Institut Aehren, wie in ihrer Jugend. Aber sie ergötzt sich nicht verlassen. Ein junger, brünetter Herr unterhielt sich mit an den Kornblumen und Aehren, sondern ist bemüht, fie ihr und sagte: zu ernten. Einen Finger hat sie sich mit einem Lappen umwickelt- sie hat sich mit der Sichel geschnitten; der Rücken thut ihr weh, das Gesicht ist roth vom Andrange des Blutes und auf der Stirne glänzen Schweißtropfen. Die Sonne steht noch hoch; leichte weiße Wolken ziehen langsam über den Himmel, aber Raja hat weder Zeit noch Luft sich an ihrem Anblick zu erfreuen. Die schwere Arbeit ermüdete sie, aber sie verrichtete sie, um mit dem Volke in Verbindung zu bleiben zu können und so ihren Lehren mehr Wirkung zu verschaffen. " Wir werden Hand in Hand gehen, wir werden dem Bolke helfen." Raja war glücklich, sie liebte diesen brünetten Herrn. In dem Zimmer war es dämmrig, nur das Licht des Mondes schien durch die Blätter der die Fenster zierenden Pflanzen; im Nebenzimmer spielte ihre Schwester irgend eine schwermüthige Komposition auf dem Flügel. Dieses bezaubernde Bild in der matten Beleuchtung Bon Neuem flossen ihr die Thränen an den runzligen des Mondes blickte für einen Moment auf und verschwand Backen hinab. Raja sah sie an und begann ihrerseits| sofort wieder im blauen Meere, und an seiner Stelle er- Mit Wohlgefallen gedachte Raja dieses Lebens im auch bitterlich zu weinen. Die Greisin blickte sie an und schien ein Bild der Verzweiflung. Dorfe. Sie fühlte sich bald heimisch und man gewann fie sagte: Als junge Frau figt Raja mit feuchten Augen in lieb, ihres einfachen guten Gemüthes wegen. Die Weiber " Du bist eine gute Herrin".. Ein grüner Bor- schmerzlichem Nachdenken. Sie will nicht an die geschehenen nanuten sie ein gutes Herz" und die Männer hörten mit hang verdeckte dieses Bild, und ein anderes zeigte sich. Thatsachen glauben. Ihr Mann war ganz anders geartet, Aufmerksamkeit zu. Raja betrat zum ersten Male ein Bauernhaus und stand da wie er als Bräutigam geschienen hat. Unlängst erst hatten 600 mit weitgeöffneten Augen, verwundert über den Kontrast seine Reden von seiner Liebe zum Volke Raja's Liebe zu mit ihrer eigenen reichen Wohnung. Im Bauernhause war ihm entfacht, aber jetzt lacht er über ihre Utopien; er ist Wort von den Männern, welches Lob sie sehr hoch schätzte. " Sie spricht wahr," vernahm fie oft als Jobendes die Luft dumpfig; die Fliegen summten in dichten ein Egoist, will nur seinem Vergnügen leben und ist be- Aber nur kurze Zeit dauerte dieses glückliche Leben. Schwärmen und in einer schmuzigen Wiege schrie ein müht, sich den Ruf eines politisch zuverlässigen Mannes zu Ueberall wurden die Propagandisten in den Dörfern erKind. verschaffen, um eine gute Stellung zu erhalten. Er hat sie griffen; vergebens trafen sie alle möglichen Vorsichts die der schwarzen Erdtheil durch ihre Schnapsagenten| Hause als Erlösung betrachtet, daß der Abg. Meyer( Halle)| übt zu haben. Daß unsere Auffassung über die Börse bei exploitiren lassen und ihre Heimathstadt zur Cholerabeute einige seiner Wige zum Besten gab. ihr keinen Anklang findet, ist bei der Thatsache, daß ihre verwahrlosen. Im Jahre 1891 betrug die Gesammteinfuhr Damit war der letzte erwähnenswerthe Vorgang in der Leser den Kurszettel vor den Abendgesellschaften als anHamburgs aus Deutsch- Ostafrika an Werth 520 270 M., Debatte vorbei, denn weder was Herr Böckel als Bauern- genehme Nervenerregung studiren, begreiflich. die Gesammtausfuhr aus Hamburg dorthin an Werth patron, noch der polnische Redner vorzubringen hatten, Wenn das leitende Organ des Berliner Philisterthums 2 236 640 M. Ein mittleres Fabritgeschäft in einer deut- fonnte Anspruch auf besondere Beachtung machen. Ebenso feine et vas anrüchig gewordene Loyalität durch Lobschen Provinzialstadt hat einen gleichen Umsatz. gleichgiltig fonnte es für das Haus sein, von Herrn Schulz hymnen auf die Börsensteuer wieder auffrischen will, wir In solchen dürren Zahlen tritt der materielle Werth( Lupit) die Gründe zu hören, warum er aus dem Bund werden es bei diesem löblichen Thun nicht stören. dieser überschwänglich gepriesenen Kolonialunternehmungen der Landwirthe hinausgedrängelt wurde. Was dieser Vor- Aber so klug könnte selbst die„ Vossische Zeitung" sein, in seiner ganzen Dürftigkeit zu Tage, der materielle Werth, gang mit den Handelsverträgen zu thun haben soll, ver- um zu wissen, daß die Sozialdemokratie sich durch die wohlgemerkt für ein paar Ausbeuter, denn das deutsche mögen wir absolut nicht einzusehen, und daß die Geschichte Börsensteuer nicht födern läßt und für diese Art von Volt hat nur zu bluten für das Molochkälbchen. Die trotzdem ungestört vorgetragen werden konnte, ist wohl nur Sozialreform weder Zustimmung noch GeldbewilligungsZolleinnahmen betrugen nach Rupien(= 2 Mart) gerechnet dem Umstande zu danken, daß Herr Schult gar selten das eifer hat. im Jahre 91: 786 722 R. Also mehr Zölle als Aus- Wort ergreift und deshalb auf Nachsicht Anspruch machen fuhrwerthe und dabei reichen sie doch bei weitem nicht kann. " Die Antisemiten und die Steuerprojekte. Ueber zur Deckung der Verivaltungskosten. Sie müssen Die Feststellung der Tagesordnung für die nächste zu die Stellung der antisemitischen Deutschen Reformpartei" abermals erhöht werden bis zur Grenze der Leistungsfähig- Sigung am Montag gab zu einer eingehenden Debatte den Steuervorlagen sprach der Führer dieser Partei, der feit", wie Herr v. Scheele selbst zugesteht. Auch vom Anlaß. Herr Finanzminister Miquel wünscht sein Gesetz ca. 1000 Personen besuchten Voltsversammlung. Die ReReichstagsabgeordnete Dr. Böckel- Marburg in einer von Plantagenbau ist dann die Rede und gleich dahinter von über die Finanzreform mit dem Etatsgesetz gemeinsam formpartei werde die Tabakfabrikatsteuer ganz entschieden Maßregeln zur Abstellung des Sklavenhandels. Welche berathen zu sehen und der Herr Präsident war geneigt, auf ablehnen. An ihrer Stelle schlägt die Partei eine Wehr Fronie! Denn der Plantagenbau läßt sich nur betreiben diesen Wunsch einzugehen. Zentrum, Freifinn, National und eine Börsensteuer vor, die beide den Mittelstand nicht durch erzwungene Eingeborenenarbeit. Der Sklaverei, der liberale und Sozialdemokraten erhoben aber Widerspruch treffen. Bezüglich der vorgeschlagenen Weinsteuer wird die man vorn die Thore schließt, öffnet man alle Hinterpforten. gegen diesen Plan, der einer Ueberrumpelung so gleich Partei eine Abänderung derselben verlangen und zwar Kuli" nennt man den schwarzen, gelben oder braunen sieht wie ein Ei dem anderen,( worauf der Herr Präsident dahingehend, daß auf die theueren Sorten eine Flaschensteuer Stlaven der weißen Zivilisationsträger, wie die Menschen- seinen Vorschlag zurückzog. fresserbanden zur Schuhtruppe" werden, wenn sie unter gelegt wird. In erster Linie aber wird die Reformpartei bbie g deutscher Flagge fechten. Von der Auflösung des Reichstages spricht heute den Ausbau der Börsensteuer verlangen. der Berliner Börsen- Courier". Das ist Unsinn. Eine Leider kann man den Versprechungen der Antisemiten Regierung, die Steuergesetze, wie den Tabat- Fabrikatsteuer- seit ihrem Umfall bei der Militärvorlage gar nicht mehr Entwurf vorgelegt hat, wird sich hüten, die Stellungnahme tranen. doch, daß Wenn wir das Alles erleben am Molochkälbchen in seinen ersten Jugendjahren, dann können wir uns auf schöne seinen ersten Jugendjahren, dann können wir uns auf schöne deutschem Blut und Gut. W 8 Des Relfishn = Dinge gefaßt machen, wenn es erst großgemästet ist mit des Volkes kt die Gegner der Stenerprojekte in weit Berlin werden Unterschriften für eine Betition aller ZigarrenDruckfehler- Berichtigung. In unserem geftrigen Leitartikel Druckfehler- Berichtigung. In unserem geftrigen Leitartikel über die Börsensteuer muß es zu Anfang des zweiten Absages auf S. 2 heißen: Braucht die bürgerliche Gesellschaft u. s. w. anstatt: Braucht die bürgerliche Presse u. s. 1." Politische Leberlicht. Berlin, den 25. November. Petition gegen die Tabak Fabrikatsteuer. In größerer Anzahl als am 15. Juni gewählt werden würden. und Tabak- Konsumenten Berlins an den hohen Heichstag Die Handelsverträge werden übrigens unzweifelhaft an zur Abwehr der von der Regierung eingebrachten Tabat= genommen werden. Sollten sie aber abgelehnt werden und Fabrikatsteuer- Vorlage gesammelt. Dieselbe hat folgenden sollten auch die Steuervorlagen dasselbe Schicksal theilen, so ist doch an die Auslösung kaum zu denken. Das darf uns freilich nicht abhalten, auf der Hut und auf jede Ueberraschung gefaßt zu sein.— = Der politische Nerv. Auch die„ Kreuz- Zeitung" erklärt sich heute gegen das reaktionär denunziatorische Vorgehen der National Zeitung" in Sachen der Beurlaubung Bueb's. Das Funferblattt sieht keine Gefahr für den Staat und den Strafvollzug da, wo das nationalliberale Organ Umfturz wittert und alle möglichen und unmöglichen Bedenken hat. Ein neuer Beweis, daß die nationalliberale die reaktionärste aller Parteien im Deutschen Reiche ist. Und das will gewiß nicht wenig bedeuten. Wortlaut: In Erwägung, 1. daß die geplante Tabak- Fabrikatsteuer in geraden Widerspruch mit den bestimmten amtlichen Erklärungen des Reichs- Anzeigers" vom 19. und des Reichskanzlers vom 23. November 1892 stände, wonach eine solche ausgeschlossen sein sollte, 2. daß die Folge einer solchen Maßregel für die weniger Wohlhabenden( 4/5 der 6-7 Millionen Raucher), die für ihren Rauchgenuß mehr als bisher nicht ausgeben tönnén, eine Verschlechterung ihres Tabaks, eine Verminderung ihrer Leistungsfähigkeit wäre, 3. daß durch den von der Regierung selbst auf ein Drittel geschätzten Rückgang des Rauchkonsums, sowie den Uebergang tausender von ärmeren Zigarren- Rauchern zum Pfeifen und Zigarettenrauchen oder Tabat- Kauen mindestens 50-60 000 Arbeiter erwerbslos würden, 4. daß der ganze Gefeßentwurf lediglich ein Umweg zum Tabaksmonopol ist, von dem das deutsche Volk heute so wenig als früher etwas wissen will, richten die ergebenst Unterzeichneten an das hohe Haus des Deutschen Reichstages die Bitte, derselbe wolle der TabakFabrikatsteuer Vorlage, sowie jeder anderweitigen Mehrbelastung des Tabaks seine Zustimmung versagen. Aus dem Reichstage. Wenn man das Wort, was Lange währt wird gut, auf die Debatte über die Handelsverträge anwenden wollte, so würde man sehr unrecht thun. Das was heute im Reichstage vorgebracht wurde, blieb zweifellos weit hinter dem Ergebniß der Debatte von gestern und vorgestern zurück. Das Thema ist eben vollständig erschöpft und die Debatte hätte gestern Abend ohne jeden Börsensteuer und Militarismus. Es ist wohl noch Schaden geschlossen werden können. Herr von Hammer in der Erinnerung aller, das auläßlich der letzten Wahlstein, der edle Ritter von der Kreuz- Beitung" erfundigte bewegung die reichsten Börsenfirmen Berlins einen Aufruf sich danach, ob die gestern vom Bundesrathstisch aus ge- zu gunsten der Militärvorlage erlassen und Sammlungen haltenen Reden eine Absage an die konservative Partei be- für Unterstützung der Agitation eingeleitet haben. Nun die denten sollen, worauf Herr von Marschall die recht schwache Militärvorlage bewilligt ist, erklären sie sich mit Eut Antwort gab, die Regierung table an der agrarischen Beschiedenheit gegen die theilweise Deckung der Kosten des wegung nur das, was nicht konservativ sei. Im Uebrigen neuen Militärgesetzes durch die Börsensteuer. Die Herren stellte Herr von Marschall den Konservativen das Zengniß find Patrioten, nur darf sie der Patriotismus nicht im Geaus, daß fie an Aufreizung das Maßloseste geleistet schäfte stören. haben, was ihm, Marschall, bisher bekannt geworden sei. Eine recht nette Schilderung der Zustände in der Fraktion Drehscheibe gab einer ihrer ältesten Führer, Dr. Hammacher. Derselbe erfärte, in seiner Fraktion gäbe es Abgeordnete, Börsensteuer" los. welche zur Zeit" gegen den Abschluß von Handelsverträgen Das Stöckerblatt nennt unsre Meinung über die seien. Tann gäbe es solche, welche wohl für Handels- Börsensteuer bourgoisistisch", während die Vossin glaubt, verträge, aber nicht für die in der vorliegenden Form seien, daß selbst die festesten Jasager der sozialdemokratischen weiter zählt diese interessante Frattion Leute, welche über- Partei über diesen Artikel den Kopf schütteln werden." Auf der abschüssigen Bahn vom Manchesterthum haupt gegen Handelsverträge sind und dann wieder solche, Dem Reichsboten" erwidern wir, daß wir nicht wie zum Sozialismus find die Hirsch- Duncker'schen Gewerkwelche, ihren freihändlerischen Neigungen folgend, für die er von der Demagogie leben, und uns gestützt auf vereine angelangt, wie aus einer Betition an den Reichstag Beiträge eintreten. Für einen solchen Mischmasch zu die prinzipielle Erkenntniß unserer Parteigenossen gestatten zu ersehen ist, die der Zentralrath deutscher Gewerkvereine sprechen ist natürlich ein Kunststück, das auch ein so viel fönnen, auch gegen eine scheinbar populäre Maßregel der in seiner letzten Sigung nach langer Berathung beschlossen seitiger Herr, wie Dr. Hammacher einer ist, nicht fertig Regierung zu schreiben. Der Unterschied zwischen uns und hat. Dieselbe lautet: bringen konnte. Seine Nede hielt sich also an das für dem Reichsboten" in bezug auf die Ansichten über die solche Situationen erprobte Thema: Es kann regnen, es Börse besteht darin, daß wir dem Börsenschwindel den fann auch schneien, es kann auch länger noch so bleiben. Garaus machen wollen, während der Reichsbote" verlangt, Wenn es möglich gewesen wäre, hätte Herr von Kardorff daß der Staat dadurch, daß er die Börse[ besteuert noch langweiliger geredet wie Herr Dr. Hammacher, sich zum Kuppler derselben macht. aber es ging beim besten Willen nicht. Nach solchen Vorrednern wurde es natürlich vom ganzen maßregeln, wenn sie sich einer bestimmten Beschäftigung im Dorfe. widmeten, um umbeargwöhnt zu bleiben. " " Arm in Arm ziehen der Reichsbote" und die Bossische Zeitung" gegen unsern heutigen Leitartikel„ Die Unsere Freundin aus der Breitenstraße scheint ihre Notiz in der Befangenheit des Nachmittagsschläfchens versondern des Erfolges wegen und muß man sich wohl oder übel seinen Gesetzen unterwerfen. Die erste Verurtheilung wegen Caprivi Belei digung. Aus Dortmund wird uns telegraphirt:„ Die Strafkammer in Hagen hat Genossen Block, früheren verantwortlichen Redakteur der rheinisch- westfälischen ArbeiterBeitung", wegen Caprivi- Beleidigung zu sechs Wochen verurtheilt. Vier Wochen davon wurden als durch die Untersuchungshaft verbüßt von der ausgesprochenen Strafe in Abzug gebracht." " Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß in den Betrieben des Reiches und der Bundesstaaten 1. eine Statistik über die gesammten Arbeiterverhältnisse, namentlich über, die Dauer der täglichen Arbeitszeit nach Arbeiterkategorien, mit besonderer Berücksich= tigung der Ueberstunden, der Nacht- und Sonntagsarbeit, über die gezahlten Individuallöhne, die Fristen und Tage der Lohnzahlung beziv. Abschlagszahlung und Abrechnung, über Zahl und Alter der neu- bezw. wiedereingestellten und der entlassenen Arbeiter, nebst den Gründen der Entlassung, nach gleichartigen Formularen schleunigst und alsdann in regelmäßiger Wiederfehr erhoben und dem Reichstage vorgelegt werde; 2. eine tägliche Arbeitszeit von höchstens neun Stunden für Bergwerke und andere gesundheitsschädliche Betriebe oder Beschäftigungen von höchstens acht Stunden, sowie wöchentliche Lohnzahlung, mindestens aber Abschlagszahlung eingeführt werde; 3. bei der zeitlichen Eintheilung der Arbeiten wesentlich darauf Rücksicht genommen werde; daß die Arbeiter dauernd das ganze Jahr hindurch beschäftigt und in Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht Verminderung, sondern, soweit irgend möglich, Vermehrung der Arbeiterzahl erfolge." Die Regierung, bestrebt jede Möglichkeit der sozialisti Gegenwärtig befindet sich Raja in einer großen Stadt. schen Propaganda zu vernichten, ließ alle intelligenten Ge- Den ganzen Tag ist sie mit verschiedenen revolutionären meindeschreiber, Dorfschullehrer, Schmiede, Hebammen Dingen beschäftigt. Um Krieg führen zu können, 11. f. w. ergreifen; darauf ging sie noch einen Schritt braucht man Geld, Geld und nochmals Geld", und dieses weiter und machte den Aufenthalt im Dorfe einfach für zu beschaffen ist sehr schwer. Raja muß jeden Tag einige jeden einigermaßen ehrlichen Menschen unmöglich: jeder ehr- Gönner" besuchen. Diese bilden eine interessante Kategorie liche, gewiffenhafte Lehrer galt als Sozialist und wurde der russischen Gesellschaft. Der Gönner ist ein liberaler sofort seiner Stellung enthoben. Herr, der mit der Regierung unzufrieden ist, aber nicht Auch Raja, welche zuerst die Propaganda in der Rolle protestiren will: er lebt noch ganz gemüthlich unter dem einer Schnitterin, darauf als Lehrerin einer Dorfschule Schreckensregiment, hat keinen Grund sich zu ärgern und sich wohl mannhaft gegen die Annahme dieser Anträge geDie Herren Hirsch, Goldschmidt und Konsorten haben unternommen hatte, befand sich unter denen, die aus den sich zur Selbstvertheidigung aufzuraffen. Als Variation der wehrt, wissen sie doch nur zu gut, daß die von ihnen verDörfern vertrieben wurden. Sie hatte von Glück zu sagen, Legende vom Herzen des heiligen Ignatius, in dem das leiteten Arbeiter mit diesen Forderungen für die Staatswehrt, wissen sie doch nur zu gut, daß die von ihnen verdaß sie nicht zur Zwangsarbeit verurtheilt wurde, wie es Wort„ Chriftus" sichtbar wurde, kann man sagen, daß im betriebe nicht zufrieden sein werden, daß sie das Gleiche früher ihren Gefährten ergangen war. Herzen des Gönners das Wort„ Konstitution" geschrieben Gemüth durchzufechten hatte, als sie vor dem Dilemma stand: und ist so undeutlich geschrieben, daß, falls es von der kleinen Bruchtheil der Arbeiterschaft im Schlepptau des Raja erinnerte sich, welche Kämpfe ihr friedliebendes steht; aber dieses Wort befindet sich im verstecktesten Winkel auch für die privaten Ausbeuter verlangen werden. Die Anstrengungen der Hirsch und Konsorten, einen auch nur entweder unthätig zu sein oder einen blutigen politischen Polizei oder der Gendarmerie erblickt werden sollte, der Liberalismus zu erhalten, werden vergeblich sein, denn jeder Kampf zu führen. Sie verabscheute die Taktik dieses Krieges, Gönner getrost fagen kann, dieses Wort bedeutet nicht denkende Arbeiter muß mit der Zeit doch einsehen, daß die fie schien einer friedlichen Propagandistin unwürdig zu sein. Konstitution, sondern Selbstherrschaft. Während des letzten Herren Hirsch niemals Vertreter der Zögert aber die Mutter einen Augenblick einen Diebstahl orientalischen Krieges erwartete der russische Liberale von interessen der Arbeiterschaft sein können, daß diese Klassens zu begehen, wenn sie kein anderes Mittel hat ihr Kind am der Wilde des Kaisers die Konstitution, aber ent blos von der Sozialdemokratie vertreten werden können. Leben zu erhalten? Ein junges Mädchen schreckt nicht vor täuscht verließ er sich auf die Terroristen, daß diese dem Morde zurück, wenn sie sich nicht anders vor der das Manna des Himmels ihm verschaffen würden Patriotisch- rheinländische Gesinnung rühmt die Bergewaltigung eines Tangenichtfes schützen kann. Und und wurde ihr Gönner. Denkschrift des Kolonialamts über Oftafrita einem sicheren niemandem fällt es ein, diese Mutter als Diebin und So ein Gönner ist von sehr furchtsamer Natur; er Bruder Oswald" von der katholischen Mission in dieses Mädchen als Mörderin zu verurtheilen. Aber das schätzt eine gute Wohnung, ein Mittagessen, Wein und Bagamoyo nach. Das loben wir uns. Bisher gab es nur ist ja Mutterliebe und Selbstvertheidigung, die hier in ein liberales Geschwäg höher als jede Konstitution und ist deutschen oder teutschen, allenfalls noch preußischen, Frage kommt, während Raja nicht für sich selbst zu kämpfen daher seine Sympathie nur in Worten eine unbegrenzte. bayerischen, sächsischen, reuß- greiz- lobensteinischen Patriotishatte. Sie hätte in aller Ruhe und ohne jeden Kampf Wenn der Gönner sich entschließt drei Rubel zu opfern, mus. Aber weshalb sollte nicht jede Provinz ihren Sonderleben lennen, wenn sie eine Egoistin gewesen wäre. Sie so muß er einigermaßen seinem Egoismuus Gewalt an patriotismus als Partikularrecht zugebilligt erhalten? hatte allen Freuden des Lebens entfagt, um nur dem Volfe thun, weil er sich sagt, daß man für drei Rubel ein Pfund Patriotisch- Uckermärkische Gesinnung würde sich auch recht zu dienen. Raja liebte das Volk mehr als sich selbst und vom besten Zabat kaufen kann. Mit zehn bis zwanzig hübsch ausnehmen. Doch wozu bei Provinzen stehen bleiben? haßte seinen Feind, der bemüht war, es in Dummheit und Rubel heraus zu rücken, kostet ihm die ungeheuerlichsten Feder Ort hat den nämlichen Anspruch auf patriotische GeBlindheit zu erhalten, indem er seinen Freunden die Mög- Anstrengungen, sein Egoismus rechnet ihn vor, wie viel sinnungstüchtigkeit. Man wird fünftig jedem Beamten seine lichkeit nahm, ihm die Augen zu öffnen. Diese Liebe ist Genüsse er sich für diese Summe gönnen könne. patriotisch- burtehuder- oder Treuenbriegener Gesinnung nachstärker als Alles, und sie bewog Raja ihren Widerwillen Wenn der Gönner sich dazu entschließt, einem Sozialisten zurühmen haben. gegen den politischen Kampf zu überwinden, welcher noth- zu erlauben, ihm einen Brief zu schreiben, so kostet ihm das viel wendig erschien, um sich dem Bolle wieder nähern zu Nachdenken und mindestens eine schlaflose Nacht, aber ein können. Sie wäre lieber auf eine Barrikade gegangen oder Gönner, der sich entschließt, einen Sozialisten bei sich die an der Spige ihrer Freunde gegen den Feind gezogen. Nacht zu beherbergen ist schon ein Held. Aber nicht zum Beweise seines Muthes führt man Kriege, ( Fortsetzung folgt.) " In Sachsen wird's immer gemüthlicher". Der Leipziger Wähler" schreibt: Leipziger Wähler" schreibt: In unserem Nachbarort Zwenkau ist dieser Tage die gänzlich veraltete Strafbestimmung über das Tragen republifanischer Abzeichen aus dem Jahre 1848 in Anwendung ge bracht worden, und zwar gegen einen 17 jährigen Fort- rung erscheint nicht aussichtslos, da nach ferneren Mit- I Freifarten für Reichstags- Abgeordnete. Wie uns aus bildungsschüler, der in den Unterricht mit einem theilungen infolge des Streits bereits eine Rohlennoth ein- dem Reichstage mitgetheilt wird, besteht die Absicht, einen Be neuen Sut fam, auf welchem ein aus mehreren fleinen Federn getreten ist, so daß viele industriellen Etablissements in fchluß herbeizuführen, durch welchen die Reichsregierung auf( darunter auch eine rothe) beſtehender kleiner Stuß sich befand. Glasgow die Einstellung des Betriebes ankündigen. Nahezu gefordert wird, dafür zu forgen, daß die Abgeordneten wärem hängenden Hüten auch jenen„ umstürzlerischen" und trat mit 20 Hochöfen sind bereits ausgeblasen. Der Herr Schuldirektor entdeckte unter den auf dem Korridor " der Dauer der Seffion freie Fahrt auffämmtlichen Eisenbahnen haben. Diefe Einrichtung bestand früher bereits. Es ist einer der dem Hut in die Klasse. Der Besitzer desselben mußte die Federn E3 steht mehr auf dem Spiele als ein Minifterium dem die Wähler im Jahre 1884 einen Oppofitionsreichstag nach bekannten kleinlichen Chikanen Bismarck's zu danken, daß, nachentfernen, welche daraufhin der Schuldirektor mit dem Be= merfen fonfiszirte, daß er sie an die Staatsanwaltschaft einrief Giolitti in dem italienischen Parlament aus, Berlin geschickt hatten, die Abgeordneten auf schmale Eisenbahnsenden werde. Diese Woche erhielt nun der Sünder vom als er sah, daß sich der Sturz nicht länger aufhalten ließ. fost gesetzt wurden, und nur noch für die Tour von ihrem Zwenkauer Amtsgericht einen Strafbefebl, laut welchem er auf Wörtlich, was er selbst bei seinem Sturz, sagten wir bei Wohnort nach Berlin freie Eisenbahnfahrt erhielten. grund jener 1848 er Verordnung zu drei Tagen Haft Beginn seiner Ministerlaufbahn. Giolitti hat Recht.„ Es Die Aufforderung an die Regierung, diesen Zustand abzutrafe verurtheilt wurde. Selbstverständlich wird gegen den steht mehr auf dem Spiele als ein Ministerium" nämlich ändern, soll, wie wir hören, von dem Vorstand des Reichstags Strafbefehl Einspruch erhoben und gerichtliche Entscheidung der Dreibund, und mehr als der Dreibund- nämlich ausgehen, welcher den Seniorenkonvent sowie die Abtheilungsbeantragt werden. Man darf wirklich gespannt sein, ob das die Monarchie; und mehr als die Monarchie die vorfizenden auffordern wird, sich dieser Forderung anzuschließen. Bwentauer Schöffengericht einen Federstuz, in dem sich ein herrschende Gesellschaftsordnung. rother Streifen befindet, und wie man ihn heute alle Tage Die Wahlprüfungs- Kommission, welche sich gestern nach Giolitti ist nicht über eine bestimmte Frage gestolpert, Schluß der Sigung des Reichstags konstituirte, wählte zu Vorauf den Straßen beobachten kann, für ein republikanische s 92 Abzeichen ansehen wird. Wie aber auch immer das Urtheil er ist in dem Sumpf eines Systems versunken einem fizenden die Abgeordneten Spahn( Zentrum) und Marquardsen des Zwenkauer Gerichts ausfallen möge, durch den obigen politisch- finanziellen Kollektivsumpf, in dem alle Schmutz-( nationalliberal). 3u Schriftführern wurden die Abgeordneten Fall ist wieder einmal die Nothwendigkeit der Aufhebung jener jauche der modernen Gesellschaft zusammengelaufen ist, und Schneider( Freifinn), Dr. von Buchka( konserv.), Wellſtein alten Verordnung schlagend bewiesen. von dem aus sie Fäulniß und Verderbtheit brütend, über( Bentrum) und Bassermann( nationalliberal) gewählt. Die das ganze Gesellschaftsgebiet wie über ein Rieselfeld ge- fozialdemokratische Fraktion ist in der Wahlprüfungs- Kommiſſion leitet wird. nur durch ein Mitglied( Auer) vertreten. Der Fall erinnert an das berühmte schwarz- weiß tothe Taschentuch, das durch alle Justanzen von der sächsischen Justiz für roth erklärt wurde und seinerzeit dem Deutschen Reichstag homerisches Gelächter entlockte obgleich der Fall gar nicht zum Lachen war. Herr Giolitti ist Banamist aber sind nicht noch auch andere Banamisten? Ist er schlechter als die an deren? Ist er nicht eher noch besser, sintemalen er wenigstens Erleichterung der Initiative in der Schweiz. einen, wenn auch schwächlichen und kaum sehr ehrlichen In einer Kommission des Züricher Kantonsrathes regte Versuch machte, den Schleier des Panamageheimnisses zu Genosse Karl Bürkli, wie wir der„ Vossischen 8tg." ent- lüften? nehmen, eine Verbesserung der Volksinitiative an. Diese Herr Giolitti hat die politische Korruption gepflegt. soll fünftig leichter ins Werk gesetzt werden können, indem Aber haben das die Anderen nicht auch gethan? Noch für einen Boltsvorschlag nicht mehr 5000 Unterschriften ge- fchamloser gethan als er? sammelt zu werden brauchen. Die kantonalen Behörden follen bei Gelegenheit der jährlichen Referendums- Abstim mungen an die Stimmberechtigten die Anfrage stellen, ob diese ein Jnitiativbegehren zu unterstützen gedenken, vor ausgesetzt, daß zuvor 500 Bürger( das Zehntel) ein solches angemeldet haben. Wenn dann 5000 Ja in die Urne geworfen werden, gilt die Initiative als zu stande gekommen und es entscheidet über ihren Inhalt eine Volts abstimmung. Bericht: Er hat die Schulden des Landes vermehrt. Aber das haben die Anderen auch gethan. Den Muth hat er nicht gehabt, mit der Dreibundspolitik zu brechen. Aber die Anderen auch nicht. Er hat nicht die Art an den Giftbaum des Militarismus gelegt. Aber die Anderen auch nicht. Und, was die Krise besonders gefährlich für die Monarchie macht alle Spatzen in Rom und dem übrigen Italien pfeifen es von den Dächern, daß Giolitti nur das Sprachrohr des Königs war, der, troß seiner körperlichen Hinfälligkeit, einen großen Ehrgeiz und zähen Willen besitzt und eine heutzutage sehr gefährliche Neigung zum perfönlichen Regiment.load * * っ Die Geschäftsordnungs- Kommission, in der die sozialdemokratische Fraktion durch 2 Mitglieder( Meister und Singer) vertreten ist, hat sich konstituirt. Zum Vorsitzenden wurde Abg. Singer, zum stellvertretenden Vorsitzenden Abg. v. Roscielsfi( Pole) und zu Schriftführern die Abgeordneten Dr. Pieschel( nationalliberal) und Abg. Roeren ( Bentrum) gewählt. gainafte Parteinachrichten: Es geht rückwärts mit der Sozialdemokratie! Beweis: In Debschwitz bei Gera haben sämmtliche sieben Kandidaten zur Gemeinderathswahl mit großer Majorität gefiegt, trotzdem alle gegnerischen Parteien einen Kompromiß geschlossen hatten. In den Gemeinderath von Gera wurde nur einer unserer Genossen gewählt. In 3 wößen( Reuß i. 2.), sowie in Untermhaus wurden je drei, in 2eumnih zwei unserer Partei in den Gemeinderath gewählt. So dringt der Sozialismus unaufhaltsam vor auch auf dem flachen Lande. Aus Preslan wird uns geschrieben: Proportionalwahl. Die zweite Probe, die in Belgien mit dem Proportionalwahlsystem gemacht wurde, ist ebenso vollständig gelungen, wie die erste. Wir entnehmen der Bis jetzt versteckte er sich hinter Giolitti, der tapfer art Thiel, der seit dem 4. November 1892 im Breslauer Unser Genosse, Redakteur der Volts wacht", Frankfurter Beitung" folgenden, bis auf den Schlußsaß die Hiebe hinnahm, die einem Höheren galten. Herr Crispi, Bandgerichts- Gefängniß wegen verschiedener Preßvergehen 2c. genau den Thatsachen entsprechenden, sehr übersichtlichen der nun, wenn auch nicht unmittelbar, an die Regierung eine 17monatliche Gefängnißstrafe verbüßt, ist am 22. d. Ms. Bon der am Sonntag in Brüssel mit der Proportional- gelangen wird, hat diese Selbstaufopferung nicht. Er ist gegen eine Raution von 3000 Mt. für eine Woche auf freien Fuß gesetzt worden, um der Beerdigung seiner in Tilsit wohnhaften wahl angestellten Probe liegt nun das endgiltige Ergebniß vor. ein treuer Vasall" im Sinne seines deutschen Kumpans. Wie das enden wird? Die Tage des Dreibundes sind Mutter beiwohnen zu können. Es war ihm nicht vergönnt, seine Die Probe erstreckte sich nur auf die parlamentarische Vertretung Brüssels in der Kammer, also auf 18 Mandate. gezählt. Die Last des importirten deutschen Militarismus feit einem Jahr frank darniederliegende Mutter lebend wieberSechs Parteien nahmen an der Wahl Theil: Gemäßigt ist für die italienischen Schultern zu schwer. Es bereiten zusehen. Der Gram um ihren Sohn, der nach ihrer Meinung Liberale, Sozialisten, Fortschrittler, Flamländer, Ratho- fich gewaltige Veränderungen vor. Das Volt, auf dessen unschuldig auf so lange Zeit ins Gefängniß mußte, hat fie ins Grab gebracht. Es waltet ein eigenthümliches Geschick über den liken und Unabhängige. Man hatte das Verfahren so ge- Rücken diese ungöttliche Komödie schmählicher Geschäfts- Borkämpfern des Breslauer Proletariats, und auch dem Genossen ordnet, daß aus der Abstimmung sowohl die Zahl der ab politik Jahrzehnte lang gespielt worden ist, beginnt sich zu Thiel hat das Schicksal mitleidslos mitgespielt. Vor einigen gegebenen Stimmen im Ginzelnen und für die Partei, als auch regen, ein Ruck, und die Komödie iſt aus. Wochen schwebte ſeine Frau in Todesgefahr, ein Blutsſturz drohte die Namen der Abgeordneten, denen die Wähler den Vorzug gaben, ersichtlich war. Zu Kandidaten wurden die Namen Milderung der Mac Kinley- Bill. Eine Depesche ihr von seiner Seite entriffen zu werden. Während ihrer Krankvon Verstorbenen genommen, unter denen sich jede Partei eine des" New- York Herald" aus Washington enthält einen beit erhielt sie die Nachricht von dem Tode ihrer in Bukarest Anzahl ihrer verdienten Männer heraussuchte. Für die Ab- Auszug aus dem Bericht der Zolltaris- Kommission, dem gestorbenen Mutter. Unsere Gegner, die uns mit Vorliebe der Zerstörung des ſtimmung waren verschiedene Wahllokale hergerichtet. Die zufolge fast alle Rohmaterialien, welche in Fabriten ein- Familienglückes bezichtigen, möchten wir doch fragen, wer auch Ermittelung des Wahlergebnisses nahm vier Stunden in An- treten, sowie Wolle, Kameel- und Ziegenhaare, Erdharze, hier wieder das Glück gestört hat! Die arme Mutter hielt ſprich, ging aber ziemlich glatt vor sich. Das Ergebnis ist Steinkohle, Eisen- und Kupfererze, Blockzinn, Holz, Salz, es in ihrem religiösen Glauben für eine Schickung Gottes! Wie das folgende: Abgestimmt haben 12 154 Wähler; abgegeben Silber- und Bleierze, Flachs, Hanf und eine große Anzahl ihr zu Muthe war, ihren Sohn von irdischen Richtern zu so e wurden im ganzen 206 679 Stimmen; da 18 Size zu vergeben waren, so fam ein Siz auf rund 11 500 Stimmen. chemischer Produkte auf die Freiliste kommen. Spiegelglas enorm hohen Strafen verurtheilt zu sehen, das geht am aus einem erhielten demgemäß: die Sozialisten mit 105 902 wird 40 pet. ad valorem, Stahlschienen 8 Doll. pro Tonne, besten aus einem Schreiben an die Frau des Genossen. Thiel Stimmen 10 Size, die Fortschrittler mit 39 440 Stimmen Roheisen 5 pCt. ad valorem, Eisenstangen ungefähr 50 pct., bervor, das sie nach dessen Verurtheilung zu 6 Monaten Gefängniß 4 Size, die Flamänder( Demokraten) mit 21 831 Stimmen. Binn ungefähr 1 Cent per Pfund bezahlen. Der Seiden- wegen Beleidigung des Landgerichts- Direktors Schmidt schrieb. 2 Size, die Katholiken mit 19 435 Stimmen 1 GiB, die tarif wird wahrscheinlich um 5 pet. reduzirt werden. Baum aus, daß bei der in Aussicht genommenen Revision„ der liebe In diesem Schreiben sprach die fromme Frau die Hoffnung Gemäßigt Liberalen mit 11651 Stimmen auch einen Siß, wollene Fabrikate sollen durchschnittlich 40 pCt., Handschuhe Gott Menschenherzen so regieren möge, daß die Verurtheilung und die Unabhängigen mit nur 8420 Stimmen gingen leer 25 pet. ad valorem und Hopfen 8 pt. bezahlen. Ueber gelinde ausfalle". aus. Als Gewählte wurden sodann die von den einzelnen Partein aufgestellten Namen in der ermittelten Zahl und Bucker und andere wichtige Positionen ist bis jetzt noch nichts in der den Listen angegebenen Reihenfolge proflamirt. Die beschlossen. 9 Parlamentarisches. Die Erfolglosigkeit der Revision mag bei der guten Frau wohl die Vermuthung wach gerufen haben, daß die preußischen Richter von etwas ganz anderem regiert werden. tüchtiges Mitglied. 05. große Zahl der abgegebenen sozialistischen Stimmen machte Die republikanische Partei wüthet gegen dieses Nachnatürlich Aussehen, doch erklärt sich diese Zahl zunächst dar- lassen der Schutzzoll- Politik, droht den Arbeitern mit dem aus, daß die Sozialisten sich am regsten an der Probe be- Rückgange der Löhne und sezt alle Hebel in Bewegung, um berg ist in seinem 32. Lebensjahre an der Proletarierkrankheit Todtenliste der Partei. Genosse Weiß in Heidel theiligten, während die Angehörigen der anderen Parteien eine weitere Verminderung der Bollsäge zu verhindern. Es verstorben. Der sozialdemokratische Verein Vorwärts" sowie zum Theil zu Hause blieben, was allerdings für die letteren wird von dem Ausdruck der Volksstimmung abhängen, ob der Verband der Schneider und Schneiderinnen, dessen Bevolltein schmeichelhaftes Beugniß ist. Indessen wird sich dies bei die Schutzölle von der demokratischen Regierung noch mehr mächtigter er war, verlieren in ihm ein überzeugungstreues, der wirklichen Wahl einigermaßen ausgleichen, da die neue Berfaffung die Theilnahme an der Wahlhandlung obliga herabgesetzt werden. torisch macht. Bei der Feststellung des Ergebnisses wurde denn auch ausdrücklich hervorgehoben, daß die Probe teine Polizeiliches, Gerichtliches 2c. politische, sondern nur eine technische Bedeutung habe, da sie die Genosse Raue ist von der Straftammer zu Hagen wegen praktische Durchführbarkeit des Verfahrens beweisen solle. Dieser Beleidigung von 18 Fabritmeistern zu 22 Monaten Gefängniß Beweis ist nunmehr vollständig gelungen, aber man wird verurtheilt worden. nicht umhin können, auch eine politische Bedeutung der Probe Die Antlage der Vorstandsmitglieder darin zu finden, daß die sozialistische Partei sich immerhin als Die Fraktion der freisinnigen Volfspartei imReichstag des Frauen und Mädchenvereins zu Köln wegen eine viel größere herausgestellt hat, wie man bisher vermuthete. hat sich in der Sigung am Donnerstag Abend fonstituirt. Dem- Uebertretung der Vereinsgefeße hat mit deren Berurtheilung zu, Diese Wahrnehmung dürfte geeignet sein, diejenigen, die noch gemäß wurden in den Vorstand der Fraktion gewählt die Ab 15 M. Geldstrafe oder einem Tage Haft geendet. Außerdem Gegner des Proportionalverfahrens sind, zum Aufgeben ihres geordneten Reinhard Schmidt, Schmieder und Eugen Richter. wurde auf Auflösung des Vereins erfannt. Widerspruchs zu veranlassen. Der Abgeordnete Reinhard Schmidt wird in der Regel den Vorsitz Aus der Urtheilsbegründung verdient folgendes wohl be Der Schlußsaz verräth eine große Naivetät. Der Um- in der Fraktion führen und als Stellvertreter deffelben Ab- sonders hervorgehoben zu werden. Durch die Verhandlung sei stand, daß das Proportional Wahlsystem eine wirkliche, geordneter Schmieder fungiren. Die Vertretung der Fraktion zwar festgestellt worden, daß die Angeklagten in der Leitung des Verd. h. der Zahlenstärke der Parteien entsprechende Volks. Seniorenkonvent wurde den Abgeordneten Schmidt und Eugen eins sehr vorsichtig gewesen seien, jedoch habe das Gericht daraus, Richter übertragen. Zum Schriftführer und Kassirer der Fraktion daß von der ersten Stunde an Wortführer einer bestimmten vertretung giebt, wird die Abneigung gegen diese gerechte wurde Dr. Hermes gewählt und als Stellvertreter deffelben Partei als Redner aufgetreten, auch die später auftretenden Wahlart nicht vermindern, sondern umgekehrt nur verDr. Schneider- Nordhausen. In der Kommission für die Handels- Referenten alle diefer einen Parteirichtung angehört haben, sowie mehren. Oder glaubt die Frankfurter Beitung", es verträge wird die Fraktion vertreten sein durch die Abgeordneten die Aufforderung zur Betheiligung an der Wahlarbeit, welche lebe heute auch nur ein Politifer in Deutschland, der Buddeberg und Göllner.- z. seitens der Vorsißenden selbst erfolgt sei, den Schluß gezogen, daß nicht genau wüßte, daß das Proportional- Wahlsystem in dem Verein vom ersten Augenblick an, die Betreibung der theoretisch das einzig vernünftige und praktisch sehr einen Antrag auf Aufhebung der Strafhaft des Abg. Ahlwardt Seitens der Reformpartei( Antisemiten) wird beabsichtigt, Politik beschloffene Sache gewesen sei. leicht durchführbar ist? Aber 44 Sozialdemokraten im 5 Preßvergehen waren es, die den Redakteuren jezigen Deutschen Reichstag find doch vom Standpunkt zu stellen. der Thüringer Tribüne" Rauh und Hülle zur Last gelegt Die um Unterstützung dieses Antrages angegangenen Mit: wurden. Die Straftammer zu Erfurt, vor welcher die unserer Gegner aus sicher ein kleineres Uebel" als 95.glieder, der sozialdemokratischen Fraktion haben sich bereit erklärt, Verhandlungen stattfanden, verurtheilte den Genossen Rauh zu Das Sonderinteresse lenkt die Politik der kapitalistischen einen Antrag zu unterstützen, der eine Abänderung des Art. 31 80 M. Geldstrafe, den Genossen Hülle zu 14 Tage Gefängniß; Gegenwart und nicht Vernunft und Gerechtigkeit. der Verfassung insoweit vorschlägt, daß auf Verlangen des von 3 Anklagen wurden die Genossen freigesprochen, die fünfte Ein schottischer Bergmannstreik. Von allen nicht Reichstages auch die Strafhaft eines Abgeordneten während der wurde pertragt. Der Staatsanwalt hatte 6 Monate Gefängniß Dauer der Session aufgehoben wird. für Beide beantragt. Ein Nachspiel wird der Fall insofern noch dem mittelenglischen Bunde angehörigen Bergwerksbezirken haben, als sich der Staatsanwalt gestattete den beiden Angewaren es allein die südschottischen Bergleute, die aus dem Neue Gesetzentwürfe. Dem Reichstag ist der Entwurf flagten entgegen zu schleudern: Sie leben ja von Befiegreichen Ausstande der wohlorganisirten 300000 englischen eines Gesetzes, betreffend die Aenderung des Gesetzes über den leidigungen" und:„ Gerade der Redakteur Hülle Bergleute Vortheil gezogen haben. Es gelang ihnen, die Unterstützungswohnsih, vorgelegt worden. Am 28. Februar d. J. ist ein gewerbs und gewohnheitsmäßiger Löhne durch energische Geltendmachung von Mehrforderungen war ihm gleichfalls ein solcher Entwurf vorgelegt worden; diefer hrabschneider". Und das, trotzdem es den Angeklagten während des mittelenglischen Streits um nicht weniger als blieb aber unerledigt. Die damals von der Kommission gefaßten gelungen war, für alle ihre Behauptungen den Wahrheitsbeweis 53% pet. in die Höhe zu bringen. Sie sind indeß ent- Beschlüsse sind in dem neuen Entwurf zum Theil berücksichtigt, zu erbringen. schlossen, die Lage die durch die Erschöpfung der Kohlen- fäglichen Aenderungen. Weiter ist dem Reichstag ein Gesetz- Rheinisch- Westfälischen Arbeiter Zeitung", wurde wegen Beim ganzen aber enthält er gegen den alten Entwurf teine grund--Genosse Voigt, früherer verantwortlicher Redakteur der vorräthe geschaffen ist, noch weiter auszunüßen. Am 17. No- entwurf, betreffend die Gewährung von Unterstützungen an In- leidigung des Polizeikommissars Bernhard in Bochum zu vier vember war in Glasgow eine Vertreter- Konferenz zusammen, validen aus den Kriegen vor 1870 und an deren Hinterbliebene, Wochen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung wurde in dem die eine Lohnerhöhung von 1 Schilling( 1 M.) für den Tag zugegangen. Es sollen hiernach den bezeichneten Personen zu Vorwurf der Parteilichkeit gefunden, die Voigt dem Polizeizu fordern beschloß. Da die Forderung abgelehnt wurde, ihren Gebührnissen fortlaufende Zuschüsse behufs Erreichung fommissar dadurch gemacht haben sollte, daß er in seinem Blatte traten sie in den Streit ein. Wie heute ein Tele- derjenigen Beträge gewährt werden, welche ihnen nach dem Gefeß die lange Geduld deffelben bewundert hatte, die dieser bei einer gramm aus Glasgow meldet, fand gestern abermals vom 27. Juni 1871 bezw. nach dem Gesetz vom 31. März 1873 antisemitischen Radauversammlung an den Tag gelegt hatte. geäußen, eine Konferenz statt, in der mitgetheilt wurde, zustehen würden. Die Zuschüsse stehen den Pensionen gleich. Genosse Boigt hatte sich schließlich dahin geäußert, daß in einer daß 19/20 der Bergleute Schottlands augenblicklich nicht streiten; die für die Jahre 1893/94 und 1894/95 erforderlichen hätte gemacht werden dürfen, um die Auflösung der Versammlung Die Bewilligungen sind aus dem Reichs- Invalidenfonds zu be- sozialdemokratischen Versammlung nicht der vierte Theil Standal arbeiten; es wurde der Beschluß gefaßt, die Arbeit erft Deckungsmittel dürfen aus dessen Kapitalbeständen bis zum berbeizuführen. Als ein immerhin beachtenswerther Fortschritt(!) wieder aufzunehmen, wenn die Arbeitgeber die Lohnerhöhung Höchstbetrage von je 1 250 000 m. flüssig gemacht werden. für preußisch Rußland sei hinzugefügt, daß Voigt von 1 Schilling für den Tag bewilligt hätten. Die Forde. diesmal ungefesselt( aus der Haft) vorgeführt wurde. " " = Für den Inhalt der Jujerate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 26. November. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Montag: Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Die Ahrenshooper. Hannele. Montag: Der Sturm. Deutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Faust. Berliner Theater. Chic. Montag: Hamlet. Leffing- Theater. Der Andere. Montag: Dieselbe Vorstellung. Freie Volksbühne. IV. Abtheilung. ( Lessing- Theater.) Anfang 21/2 Uhr: Der Meineidbauer. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Die arme Löwin. Montag: Die Dragoner. Wallner Theater. Vorstellung. Elite Galag Montag: High- life- Vorstellung. Neues Theater. Jugend. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Drei Paar Schuhe. Montag: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria- Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplat- Theater. Die Konfettioneuse. Montag: Die Königstochter als Bettlerin, oder: Die Schule des Lebens. National Theater. Mutterſegen, oder: Die neue Fanchon. Montag: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Vorher: König Winter. Theater Unter Sataniel. den Linden. Montag: Die Gondoliere. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Die Gründung Roms in der Mödernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkoni. Burleste Parodie! Ulk! Humor! von Oscar Wagner. Rennefahrt's Salon Bekanntmachung. Dennewitzstr. 13. Dennewitzstr. 13. Sonnabend, den 2. Dezember 1893: Stiftungsfest des Gesangver. ,, Frühlingslust" ( Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes) verbunden mit Gesangs- Vorträgen. Um 12 Uhr: Kaffee Pause. Damenbillets 30 Pf. Herrenbillets 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet freundlichst ein Auftr. jämmtl. Spezialitäten. 3676 Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Ubr. Das Komitee. ,, Sanssouci", Wallner- Theater. Kottbuserstr. 4a. Jeben s Sonntag u. Donnerstag: Stettiner Sänger. Anfang Sonntags 7 Uhr. Entrée 50 Pf. Montag: Victoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Francis Era amafiatiſch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Im vierten Stock. Charakterbild in 1 Akt. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Nur noch wenige Tage Gastspiel- Cyclus des EdenTheater Größtes phant. Etablissement der Welt. Heute, Sonntag 7 Uhr: Anlage 1 zum Statut der Orts- Krankenkaffe für den Gewerbebtrieb der Kaufleute, Handelslente und Apotheker. B. Vorschriften über das Mahnverfahren. Auf grund des§ 55 Absatz 3 des Krankenversicherungs Gesetzes vom ftehende Vorschriften über das Mahn10. April 1892 werden hierdurch nachverfahren erlassen: = Arbeitgeber, welche die fälligen Beiträge oder Eintrittsgelder weder an den Kassirer, noch innerhalb 3 Tagen nach der ersten Aufforderung an die Raffe entrichten, erhalten eine Mahnung und haben für diese folgende Ge bühren zu zahlen: Bei Rückständen: 1. bis einschließlich 3 M.. 2. von 3 M. bis einschließlich 15 M. 3. von 15 M. bis einschl. 150 M. 4. von über 150 M. Unserm Kollegen und Genossen Richard Pommer zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Die Kollegen von Oben und luten. Wir wünschen Frau Güttler die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem 366b 66. Geburtstage. Gewidmet von ihren Töchtern. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau von einem Töchterchen glücklich entbunden ist. 23. November 1893. Charlottenburg( Nonnendamm), den 4016 Albert Kulicke, Restaurateur. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer und Berufsgen. Berlins u. Umgegend. Am Freitag, den 24. November, ist 10 Pf. nach furzem, aber schwerem Krantenlager unser Mitglied " 20 40 19 75 " Berlin, den 8. November 1893. Der Vorstand. Groll, Vorsitzender. Schert, Schriftführer, Vorstehenden Vorschriften für das Mahnverfahren wird nach§ 55 Abs. 3 Elite- Gala- Vorstellung. Des rankenversicherungs- Gesetzes hiermit die Genehmigung ertheilt. 189/12 Persönl. Auftreten des hervorrendsten Senfations Zauberers der Gegenwart Direktor B. Schenk. 20 Nummern. Riesen- Programm. 5 Attractionen. Guirl. des Calif. v. Bagdad, Haupt Cagliostro, Die blüh. Camelienbäume, Das Seelengeheimniß, 3ick- Back in der Luft. Reise durch das Unmögliche. Schwebende Kopf. Metamorphose im Bagno, Die räthselhafte Luftwandlerin Miss Edith, Schalkenbach's GeisterBerlin, den 18 November 1893. GewerbeDeputation des Magistrats. Mugdan. Zur gefälligen Kenntnissnahme!! " Wegen Verleugnung der Concert, Im Fluge durch die Welt, darität mit ihren Berufs- und VerSchönheitsgalerie. einsgenossen in dem von uns in Nr. 255 des Vorwärts" gefennzeichneten und begründeten Lohnkampfe mit dem Kleinen Journal", beziv. wegen Nicht be a chtung des Beschlusses den gänzlichen Vertrieb des Kleinen Journal" vom 1. Oftober d. J. an einzustellen, find die bisherigen Mitglieder unserer Vereinigung, und zwar: Der Diamanten- Palast, hydr. Feerie, Galerie lebender Bilder von 30 Damen, grandes Fountains lumineuses, Wasserfälle, Gisregen 2c. Morgen Montag 7/2 Uhr: High- liferatweil'sche Vorstellung. Bierhallen Präuscher's MUSEUM Kommandantenstr.77-79. anatomisches Melt. it. größt. Etablissem. Berl. Friedrichstraße 65a, Ecke Möhrenstraße Neues Programm. Viel Neues, ab: deutschen darunter der Schußkanal der Rugeln des gehend durch fünf Körper National- Theater. Concert). Ingarijn wilitär, fünf Körper Concert d. ungarisch. Magnaten- Kapelle Große Frankfurterstraße 182. Einmalige Aufführung. Müttersegen oder Die neue Fanchon. Schauspiel mit Gesang in 5 Aften von W. Friedrich. Musik von Schäffer. Regie: M. Samst. Kasseneröffnung 5 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Montag: ,, Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago", Posse. Vorher: ,, König Winter". Dramatisches Märchen mit Gesang und Ballet in 2 Akten. Adolph Ernst- Theater. Charley's Taute. Schwank in 3 Atien v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gefang in 1 Att D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Sonntag, d. 26. Novb.( Zoblenſonntag): 1 Einmalige Aufführung. Drei Paar Schuhe. Lebensbild mit Gesang in 3 Aften und einem Vorspiel von Carl Görlig. Musik von C. Millöcker. Schusterfrau Leni: Fr. Josephine Dora. Montag und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- KraftProdukt. m. 2 Pferden. Sbargulap, indisch. Jongleur. Brother Baretti, Ropf auf Kopf- Equilibristen. Hrn.Cordes, Gesangs- Humoristen. Mr. Edgar Jones, mufit. Clown. Emmy Hoffmann's Flora- Truppe, 6 Damen. Clara Birkholz, Rostüm Soubrette. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentage 8 Uhr. Sonntags 75 Bf. Entree:{ Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonntag, den 26. November, Abends 71/4 Uhr: 325/18 Oskar Schumann infolge einer Blutvergiftung verstorben. Die Beerdigung findet am Montag Nachmittag 3 Uhr vom LazarusKrankenhause, Bernauerstraße, aus nach der Prinzen- Allee, Gesundbrunnen, statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: R. Zopf, Gipsstr. 3. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Der Töpfer u. verw. Berufsgen. Deutschlands Filiale Berlin. Unser treues Mitglied, der Töpfer Oskar Schumann ist am 24. November verstorben. Die Beerdigung findet am Montag, Nachmittags 3 Uhr, vom Lazarus Krankenhause, Bernauerstraße aus statt. Um recht zahlreiche Betheiligung erDer Vorstand. sucht Zentral- Krankenkasse der Zimmerer. Bezirk 1. DE den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Karl Jacob 1. R. Schreiber, Bellealliancestraße Ecke Gneisenaustr. 115. 2. Berger, Spittelmarkt 10, Verkaufsstelle Königsfolonnaden Sonntag, den 26, Nov., Nachm. 3 Uhr, ( in der Nähe des Bahnhofs auf dem Heiligen Kreuz- Kirchhof zu Alexanderplatz). Mariendorf statt. Um rege Betheiliam Mittwoch, den 22. d. Mts., ver itorben ist. Die Beerdigung findet 366/18 3. W. Jordan, Lothringer- gung bittet straße 10, Verkaufsstelle Neue Königstraße Linienstraße, von der am 20. November abge grund unseres 5 Abs. haltenen Vereins- Versammlung einDer Vorstand. af gates Statuts§ 8 ab. 3 Orts- Krankenkasse für das worden! 427/18 Barbiergewerbe. Die Beerdigung unseres Mitgliedes timmig aus der Bereinigung Serm. Röhr findet statt am Monfür ausgeschloffen erflärt tag, den 27. b. mts., Nachm. 8 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen ziehungen dieser gewefenen Mitglieder 4876 Die bisherigen geschäftlichen Be Jerufalemer Kirchhof, Hermannstraße. Der Vorstand. Roser. Todes- Anzeige. zu der Vereinigung sind mit Ablauf dieses Monats, so weit dies jedoch noch nicht bis dahin möglich ist, Allen Freunden, Bekannten und Kolspätestens am 31. Dezember d. J. als legen zeigen wir hiermit an, daß der Gr. außerordentl. Vorstellung. gelöst zu betrachten; neue Beziehungen Tischler Frik Korte am 6. Nov. d. J. werden nicht mehr eingegangen. Berlin, den 26. November 1893. Freie Vereinigung der U. a.: Blondel, neu dressirt und vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. MonstreTableau von 60 Hengsten, neu dressirt und vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. BerlinerZeitungs- Spediteure Die Post mit 12 Pferden, geritten von Herrn Gustav. Mikado und der Steiger Solon, geritten von Frau Renz- Stark. Cyd, geritten von Herrn R. Renz. Auftreten der Gebr. Frediani, Krüger und PassagePanopticum. Lavater Lee xc. Zum Schluß: 50% f. Huldigungsgruß an Berlin. Gr. Paradestück m. Festspielen, Aufzügen, Solo- u. Ensembletänzen von 80 Damen. Preise der Plätze: Loge 4 M., Sperrsiz und Tribüne 3 M., Balton 2 M., 2. Platz 1 M., Gallerie( Stehplatz) 50 Pf. incl. Theater. Montag: Gr. Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. und Verkäufer. Im Auftrage: Der Vorstand. NB. Den Vertrieb des Kleinen Journals" fetzen ferner noch fort die Nicht mitglieder Bauer, Rixdorf; Böttcher, Spandau; Tramniz, Demminerstraße, Ecke Brunnenstraße. Salon zum Freischüz, in Milwaukee beerdigt worden ist. Die Braut A. Mangold 417b nebst Eltern. Statt besonderer Nachricht theile ich hierdurch mit, daß am Freitag, den 24. Nov., Nachm. 5 Uhr, mein innig geliebter Mann, der Töpfer Ostar Schumann, sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bittet Frau Wwe. Schumann. Die Beerdigung findet Montag, den 27. d., Nachm. 3 Uhr, vom LazarusKrankenhaus, Bernauerstraße, aus nach dem Elisabeth- Kirchhof in der PrinzenAllee statt. 424b Fruchtstr. 36 a. Mein Saal ist noch Sonntag, den 3. Dezember, sowie am 2. und 3. Feiertag zu vergeben. Fr. Völkerling. Am 22. November cr. verstarb nach Täglich: Spezialitäten Borstellung. furzem Krantenlager unser treues MitMoris. Etablissement morit Circus G. Schumann, free frei.) Play. Buggenhagen. Play. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Sonntag, den 26. November, Abends 71/2 Uhr: Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühtücks- u. Mittagstisdj. Spezial- Ausschank von Pateuhofer Gr. Extra- Vorstellung Lagerbier, hell und dunkel. F 2896 Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. 30b 5 Säle( Bühne) zu Festlichkeiten u. H. Ebert. Bersamml. Amt I 7421. An den Wochentagen findet das mit vorzüglich gewähltem Programm. Stonzert in den unteren Restaurations: Besonders hervorzuheben: Vorführung räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in der in Freiheit drefsirten Hengste durch Herrn Max Schumann. Stuhl- Entree der Herren Paul und William. Reit- 3. fünstlerin Mlle. Jeanette. The EugenTroupe. Doppel Jodey, darstgestellt von den Geschw. Lecusson. Albert", dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Bersammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Ausstellungs- Park Hasenhaide. Sonntag, den 26. Novbr.( Todtenfest): Grosser 447/6 Lieder- Abend, verbunden mit Musik- Aufführungen, Vorträgen und Tanz, veranstaltet vom Gesangverein Männer- Chor ,, St. Urban" ( Mitglied d. Arb.-S.-B.). Nach d. Konzert: Tanzkränzchen. Freunde und Bekannte, sowie Gönner H Fortuna- Säle Straußberger- Straße 3. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Nachruf. glied, der Wagenbauer August Fiebig, 436b im 45. Lebensjahr. Wir bewahren ihm ein ehrendes Andenken. Berlin. Bezirk 2 der Zentral- Kranken. und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Etablissement ,, Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Jeden Sonnabend und Sonntag: Grosser Ball. 5051L* Empfehle meinen Saal sowie zwei ostpreußischer Fuchshengst in der hohen Jeden Donnerstag: Große Gefell- Bereinszimmer, 60 und 20 Pers. faffend, Schule geritten v. Frl. Adele Schumann schaftskunde. auch mit Pianino, zu allen GelegenC. Ulrich. Jongleur Mr. Ricobono. Rofoto- Empfehle meine Säle zu allen Privat- heiten passend. Quadrille, geritten von 16 Damen. Festlichkeiten und Versammmlungen; Luft Potpouri, Geschw. Lecusson. auch sind einige schöne Vereinszimmer Schulpferd Mars", geritten von Herrn zu haben. Frhr. von Kotic 2c. 2c. " 3670L* Montag, den 27. November: Große Gründer's Festsäle Borstellung mit neuem Programm. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Castan's des Bereins find herzlich will.ommen. Panopticum. Bock Brauerei, Ohne Extra- Entree. Tempelhofer Berg. Sonntag, 26. November 1893: Die 17jährige Siamesin Brinkmann- Konzert. „, Krao" Entree 30 Pfa. Anfang 5 Uhr. der Uebergang vom Affen zum Menschen. Schmiedel's Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe E. Schmiedel. Freunden und Genossen empfehle meine ( früher Mundt) Köpenickerstrasse 100. An größere Vereine gebe auch Sonn- Destillation und Stehbierhalle. abends meinen größten Gaal für F. Mohnke, let. 6, NB. eine 5 Vereins- Säle von 50 bis Bälle ab. 200 Personen halte ich Vereinen, Gesell schaften 2c. bestens empfohlen. 4181L Eingang Bergftr. Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittag: n. Abendtisch zu kleinen Preisen. Vereinszimmer noch mehrere Tage frei. Großes Vereinszimmer Schöneberg, Kaiser Friedrichstraße 2 Franz Bum gemüthlichen Sachsen". 5060* Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. MariannenGittler, straße 48. Hierzu drei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 278. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonntag, den 26. November 1893. 10. Jahrg. für einen meinen Wunsch noch nicht erfüllt, den Beweis zu erbringen, daß Deutschland überflügelt wird von Frankreich und Desterreich; die Landwirthschaft geschädigt wird durch diese Verträge. Ich kann die amerikanischen Trichinen wurden freigegeben, die Grenzen deshalb meine Hoffnungen nur auf die Kommissionsverhandlungen wurden geöffnet, so daß die Viehseuchen eindringen konnten, fegen. Derfonservativen Partei hat der Reichskanzler feine Absage er- während früher bei allen Viehkrankheiten eine volle Grenz5. Sigung vom 25. November 1893, 1 Uhr. theilt; er bekämpft nicht die konservative Partei, sondern von sperre stattfand. Die Maul- und Klauenseuche habe ich selbst in Am Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, v. Bötticher, den Bestrebungen des Bundes der Landwirthe das, was nicht meinem Stalle gehabt und habe den Schaden gefühlt, der dadurch v. Marschall, v. Heyden. Graf Posadowsky. tonservativ ist, was auch von gut konservativen Männern in eintritt; er betrug für mich 11 000 M. Dann folgte die HerabDer Reichstag genehmigt zunächst ohne Debatte die An diesem Hause und außerhalb bekämpft wird. Mit der angeb segung der Getreidezölle auf 3,50 M. Der Zoll allein macht es träge der Abgg. Auer, Weiß und Böckel wegen Einstellung der lichen Verstimmung im Lande ist es ein eigenthümliches Ding. nicht; die Währung thut dabei sehr viel. Nachdem jezt die gegen die Abgg. Stadthagen, Hofmann- Chemnitz, Müller- Sagan Als ich in Süddeutschland zuerst für einen Getreidezoll von 1 M amerikanische Regierung die Sherman- und die Bland- Bill aufund Werner schwebenden Strafverfahren. auftrat, galt ich als extremer Agrarier.( Hört! links). Damals gehoben hat, wird ein Krach eintreten, bei welchem nicht blos In der Fortsetzung der ersten Berathung der Handels- war man in der konservativen Partei noch zweifelhaft, ob ein die Landwirthschaft, wie bisher, allein, sondern auch die Industrie verträge mit Rumänien, Spanien und Serbien Getreidezoll nüßlich sei für die Landwirthschaft. Als die Zölle und die Finanz einen gigantischen Krach erleben werden, wie es erhält das Wort von 3 auf 5 M. erhöht werden sollten, da sagte man aus Ost- in Australien der Fall war. Sehen Sie doch das Goldagio in Abg. v. Hammerstein( dk.), welcher sich gegen die Angriffe preußen: Lieber die Aufhebung des Identitätsnachweises( Hört! Portugal, Spanien, Italien u. s. w. Der Reichskanzler hat Recht, wendet, welche der Reichskanzler gestern gegen die konservative links!) und wenn man heute für 3,50 3oll eintritt, dann daß die von ihm zitirten Artikel des Korrespondenzblatts des Bundes Partei gerichtet hat. Die gestrige Rede des Reichskanzlers versteht man nichts von der Landwirthschaft und ist ein Feind der Landwirthe nicht auf einem sehr hohen geistigen Niveau stehen. zeige, daß derselbe einer übergroßen persönlichen Empfindlichkeit derselben!( Hört! links). Man spricht von der Unfähigkeit der Aber wenn ich mir einige Artikel aus einem so geistreich geRaum giebt; die Angriffe, über welche er sich beschwert, richten Regierung, welche Handelsverträge zum Schaden der Landwirth- schriebenen Blatte, wie der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", sich nicht gegen den Grafen Caprivi, sondern gegen den Reichs schaft geschlossen hat u. s. w. Wer solche Dinge in die Volts- heraussuchen würde, so würde sich da auch manches Unzuläng tanzler, gegen den Staatsmann. Auch andere Staatsmänner massen hineinwirft, muß sie beweisen können oder er muß den liche finden. Wenn sich Uebel im Staatsleben fühlbar machen, werden angegriffen und Redner selbst habe den Fürsten Bis- Vorwurf hinnehmen, daß er agitatorisch die Volksmassen auf- dann ist es doch Sache des leitenden Staatsmannes, die Abhilfmard angegriffen, ohne daß dadurch die Hochachtung vor der heht. Ich bitte also zum dritten Male um den Beweis dafür, mittel anzugeben. Herr von Hammerstein hat schon einige Dinge Person desselben beeinträchtigt worden sei. Der Reichskanzler daß die Landwirthschaft durch die Handelsverträge geschädigt angeführt; ich habe oft genug auf die Währungsfrage hinmöge sich nicht täuschen über den Umfang der Mißstimmung, wird. Die Vorwürfe, welche die agrarische Presse erhebt, sind gewiesen, aber erst jetzt haben wir eine so entgegenkommende welche im Lande herrscht; er möge nicht aus der Zahl der vollständig unerwiesen. Die Korrespondenz des Bundes Erklärung wie die vorgestrige des Herrn von Marschall Opponenten im Reichstage einen Schluß ziehen auf die Stärke der Landwirthe" behauptet, daß die Regierung den Getreide erhalten. Vielleicht erkennt die Regierung bald, daß die der Opposition im Lande. Als der Reichskanzler fich für den zoll von 1879 noch ermäßigt hätte, während die Währungsfrage die einzige ist, wo der Landwirthschaft geholfen Vorrang der Industrie entschied, da wußten die Konservativen, Bölle damals 1 Mark und jetzt 3,50 Mart betragen haben. werden kann. Der Reichskanzler hat eine Wendung falsch woran sie waren, seit jenem Tage ist die Bewegung ins Leben getreten. Das Korrespondenzblat vergleicht ferner die spanischen und die aufgefaßt. Ich habe ihm nicht gewünscht, daß er ein verschuldetes Und man muß über den Umfang derselben erstaunen, wenn man deutschen Tarife für die gleichen Artikel, während man doch die Grundstück besitzen soll; sondern ich war der Meinung, die Bebedenkt, wie schwer die Landwirthe in Bewegung zu setzen sind. Tarife für den betreffenden Exportartikel der beiden Länder mit amten müßten wie früber einen Theil ihrer Revenuen aus landDenn seit 1875 arbeiten die Steuer- und Wirthschaftsreformer einander vergleichen müßte. Etwas ähnliches wird bezüglich der wirthschaftlichen Grundstücken beziehen. Man macht und den an denselben Dingen, die jetzt auf der Tagesordnung stehen und rumänischen Zölle vorgebracht. So werden die Landwirthe von Vorwurf, daß wir egoistische Interessen vertreten. Wir verjezt erst ist die Bewegung so start hervorgetreten. Wenn der dem Korrespondenzblatt ihres Bundes belehrt. In der Kreuz- treten aber auch nur die Interessen des Bauernstandes, der sich Reichskanzler sein Bedauern darüber ausgesprochen hat, daß er Beitung" wird von einem Tribut an Desterreich- Ungarn ge- jetzt in einer schweren Nothlage befindet; der Bauernstand ist nicht mehr Schulter an Schulter mit der konservativen Partei sprochen, während wir 1892 an Desterreich für von dort be- aber das Rückgrat des Staates. In meinem Kreise wohne ich tämpfen tönne, so werden wir diese Absage hinnehmen und uns zogene Waaren 18 Millionen Gulden weniger bezahlt haben, als jetzt seit 40 Jahren und jetzt zum ersten Male sind bäuerliche Damit abfinden müffen; aber ich glaube, der Reichskanzler fann im Jahre 1891. Die Kreuz- Zeitung" behauptete gestern, daß Besizer nicht mehr gekommen und haben mich gefragt, wohin auf die Dauer ohne die konservative Partei nicht fertig werden, wir unter den Augen der Regierung" mit russischem Getreide sie wohl ziehen sollten, um vorwärts zu kommen. Ich das dürfte er bei der letzten Militärvorlage gesehen haben. Der überschwemmt werden. Ich kann versichern, daß aus Rußland nur halte den Desterreich Handelsvertrag mit Reichskanzler sagt: Autorität, nicht Majorität. Die Vorgänge Getreide zu 7,50 M. 3oll hereinkommt. Für die Ausführungen wirthschaftlich- politischen Fehler, und ich kann diesen Fehler beim Volksschul- Gesetz haben uns die Nothwendigkeit aufgezwungen, der Kreuz- Beitung" giebt es kaum einen parlamentarischen Aus- nicht nachträglich dadurch sanktioniren, daß ich jetzt die Veruns selbständig zu machen und den Boden zu finden, auf dem druck. Wenn da der 5 Mark- Boll mit der Königstreue in Verträge billige, welche eme Folge der früheren Berträge sind. wir in den Parlamenten unsere Interessen vertreten fönnen. bindung gebracht wird( hört! links) und wenn solche Dinge in Wir gerathen auf die schiefe Ebene, auf welche die englische Früher war der konservativen Partei eigen durch Erziehung und die Massen geworfen werden, so ist das das Maßloseste an Auf- Landwirthschaft gekommen ist, die auch die englische GroßErfahrung, daß sie ihre Blicke auf die Regierung richtete; wenn reizung, was je vorgekommen ist.( Bustimmung links.) Wenn industrie hinter sich hatte und doch zu Grunde gegangen ist. die Regierung uns aber den Vorwurf macht, wir hätten nicht der Vorredner von Zollverträgen nichts wissen will, so verläßt Die englischen Bauern sind verschwunden und die Zahl der schöpferische Ideen genug, wenn sie uns die Initiative zu er damit den Boden der Tarifreform von 1879; der Abschluß irischen Bevölkerung ist um die Hälfte zurückgegangen. Ich schiebt, so wird dadurch das Niveau der Regierung herab von Tarifverträgen ist die logische Konsequenz eines jeden Schutz- wünsche, daß wir auch bald sagen tönnen, daß unsere Regedrückt, wie es altpreußischen Traditionen nicht entspricht. 3ollsystems.( Sehr richtig! lints.) Hätte der Bolltarif von gierung für eine Hebung der Landwirthschaft gesorgt hat.( Beifall Die Verschuldung des Grundbesitzes führt der Reichstanzler auf 1879 die Mehrheit des Reichstages auf sich vereinigt, rechts.) die historische Entwickelung zurück. Was hat denn seit 1868 die wenn die Zustimmung zu den Tarifen die Verpflichtung Abg. Meyer Halle( FVg.): Herr von Kardorff hat einen Regierung für die Landwirthschaft gethan? Der Reichskanzler enthalten hätte, der Fahne des Bundes der Landwirthe zu folgen? beachtenswerthen Gedanken angeregt, daß nämlich die leitenden hat uns einseitige Interessenvertretung vorgeworfen. Die Steuer- Eine größere Konzession war nicht zu erreichen, weil die Staatsmänner mit Land dotirt werden sollen, um ihr Interesse und Wirthschaftsreformer haben stets die Solidarität der Industrie Rumänier einfach auf den noch höheren deutschen Tarif ver- für den Ackerbau rege zu machen.( Heiterkeit.) Vielleicht wäre und der Landwirthschaft betont, und der dahin gehende warme wiesen haben. Vor zwei Jahren wurde der Regierung der Vor- es zweckmäßig, den Mitgliedern des Reichstags auch eine Antheil des Herrn v. Stumm findet bei uns stets Wiederhall. wurf gemacht, daß sie die Industriellen nicht gehört habe; jetzt solche Dotation zu geben; die Mittel dazu könnte vielleicht der Aber der Reichskanzler hat der Landwirthschaft Opfer sind sie gehört und sind mit dem Erreichten zufrieden; da kommt Bund der Landwirthe schaffen.( Heiterkeit.) Sehr behagt hat zugemuthet für die Industrie. Gin Antrag, daß die Herr von Hammerstein und weiß alles besser. Daß die Rumänier mir auch der Wunsch des Vorredners, die Polemik des Industrie die Mittel für die Militärvorlage aus eigenen allen andern Staaten dieselben Bugeständnisse machen, davon ist Bundes der Landwirthe von allen Gehässigkeiten zu befreien. Mitteln aufbringen möge, wurde von einem wirthschaftlichen uns nichts bekannt. Der Vorredner hat wie andere Redner Bleiben Sie bei diesen Gesinnungen, edler Mann!( Heiterkeit.) Verein abgelehnt; das mußte geschehen. Aber die Begründung die Solidarität der Industrie und der Landwirthschaft betont. Ich Der mehrfach erwähnte Artikel der Kreuzzeitung schließt nrit des Antrags hob hervor, daß die 5000 industriellen Attiengesell- vermisse nur diesen richtigen Grundgedanken in den Bestrebungen, folgenden Worten: Wir müssen den Vertrag mit Desterreich und schaften allein 500 Millionen Mark Dividende haben, also eine die außerhalb des Hauses zu Tage treten. Bei dem Rumänischen Italien zerreißen und wenn es mit dem Schwert in der Faust durchschnittliche Verzinsung von 10 pCt. Den Vorwurf haben Vertrage finde ich in der Ablehnung nur eine einseitige Ver- fein muß; beffer einen ehrlichen Kampf auf Tod und Leben als wir dem Reichskanzler nicht machen wollen, daß er der Land- tretung argrarischer Interessen und eine Verkennung der Inter- dieses Verhungern bei lebendigem Leibe.( Große Heiterkeit.) Ich wirthschaft deshalb nicht günstig gegenüber stehe, weil er an der essen der Industrie.( Zustimmuns links.) Die Ablehnung wird habe bisher noch keine Gelegenheit gehabt diesen Prozeß als felben nicht interesfirt sei. Gegen einen solchen Verdacht muß der Landwirthschaft nicht eines Pfennigs Werth Nugen bringen, Augenzeuge mit auzusehen.( Große Heiterfeit.) Gegenüber ich mich entschieden verwahren. Bezüglich der Maul- und Klauen- aber die Arbeiter der Industrie schädigen. folchen Angriffen war mir die Absage vom Bundesrathstische feuche bestritt der Reichskanzler, daß die Verluste der Landwirth- Abgeordneter Hammacher( natl.) erklärt zunächst, daß nicht rund genug; aber die Regierung ist danach entschlossen, schaft durch dieselbe so bedeutend seien. Es kommt nicht auf den nicht alle seine politischen Freunde die Ansichten des Ab- den extremen Forderungen der Agrarier mit aller Kraft entgegenVerlust an Thieren allein an, sondern auch darauf, daß die geordneten Paasche, mit dem er für die Handelsverträge eintrete, zutreten. Wenn weder Fürst Bismarck noch Graf Caprivi die Milchproduktion erheblich zurückgeht. Bei der Schafhaltung hat teilen. Einige haben grundsäßliche Bedenten gegen die Verträge und Wünsche der Agrarier erfüllen tönnen, so sind diese für kein ein sehr erheblicher Rückgang stattgefunden von 12 Millionen Stück, verlangen, in Gemeinschaft mit der Mehrheit der Partei, eine gründ- Ministerium erfüllbar. Das bezieht sich auch auf die Schafzucht, und das ist der Hauptstoß, der der Landwirthschaft versetzt wurde. liche Prüfung der Verträge. Die Schutzzollpolitik ist ohne Abschluß deren Rückgang bereits unter dem Fürsten Bismarck eingetreten ist und Bei den Handelsverträgen handelt es sich darum, ob 1891 die von Handelsverträgen nicht denkbar. Die Schutzölle sollten der welcher verständige Mensch würde erwarten, daß unter irgend einem Regierung Recht hatte, daß sie die Initiative zum Abschluß von Regierung den festen Boden für die Vertragsverhandlungen ab- Nachfolger Bismarcks die Zahl der Schafe in Deutschland in stärkeHandelsverträgen ergriff, oder ob sie besser gethan hätte, sich auf geben; das hat auch Herr von Kardorff bei früheren Verhand- rem Maße wüchse als unter seiner Verwaltung.( Große Heiterkeit.) einen autonomen Tarif zu stellen und die Sache an sich heran- lungen vielfach ausgeführt und auch Fürst Bismarck hat sich in Für diese Handelsverträge schwärme ich ebensowenig wie Herr tommen zu lassen. Wir sind der letzteren Ansicht. Wir meinen, ähnlichem Sinne ausgesprochen. Wenn alle Staaten autonome v. Stumm. Ein Bollfrieg ist schlimmer als jeder ander andere Deutschland würde aus einem kurzen, vielleicht verheerenden Zoll- Bolltarife hätten, dann wäre ein Bollkrieg entstanden; die Zoll- Krieg, weil es nicht einen Besiegten giebt, sondern alle Betheiligte frieg als Sieger hervorgegangen sein. Daß aus politischen Gründen mauer wäre immer höher gemacht worden; der deutsche Gewerbe- Schaden leiden. Die Hindelsverträge von 1892 haben sich so der Vertrag nöthig war, erkenne ich durchaus nicht an; es liegen fleiß hätte sich auf den heimischen Markt beschränken müssen, bewährt, wie man es in furzen Zeiträumen nur erwarten tann. durchaus tein Anzeichen dafür vor, daß unsere Bezie der nicht die ganze Produktion aufnehmen tann; Tausende von Graf Limburg spricht von Subsidien, die wir an Desterreich hungen zu Desterreich früher ungünstiger, jetzt nach Arbeitern würden brotlos geworden sein. Wie ist es denn zahlen, Graf Kanig dagegen meint, die Desterreicher wären der Abschluß des Vertrages günstiger geworden sind. Sind in Rumänien gekommen? Desterreich dachte: Ich bin groß und Handelsverträge schon so überdrüssig, daß sie sie am liebsten aufdie politischen Beziehungen Desterreichs zu Rumänien schlechter Rumänien ist klein; es stellte Bedingungen für einen Ver- heben möchten. Gins scheint nur möglich zu sein. Ich halte geworden, als Deutschland ein provisorisches Bollabkommen tragsabschluß, auf welche die Rumänier nicht eingehen wollten, beide Herren für vorzüglich unterrichtet und möchte nicht anmit Rumänien schloß und dasselbe dadurch im Zollkrieg gegen weil sie sich als Staat schon fühlten. Es kam zum Zollkrieg und nehmen, daß einer von beiden schlecht unterrichtet ist. Ich kann Desterreich stärkte? Die Rolleinnahmen werden durch die Er Desterreichs Ausfuhr nach Rumänien verschwand fast vollständig. daher nur folgende Gedankenharmonie finden: Desterreich hat mäßigung der landwirthschaftlichen Zölle erheblich vermindert Gerade solche kleinen Länder leisten in einem Bollfrieg den uns bei diesem Vertrage so über das Ohr gehauen, daß es ihm und bei der großen Steuerlast, die uns jett obliegt, ist das größten Widerstand. Sehen Sie auf die Schweiz und ihr Ver- jetzt selbst leid thut.( Große Heiterkeit.) Daß es nachtheilig durchaus nicht unbedeutend. Wenn diese drei Handelsverträge hältniß zu Frankreich. Deutschland hat erhebliche Verluie im für Desterreich ist, wenn wir einen Handelsvertrag mit angenommen werden, dann wird es der Reichsregierung immer Auslande erlitten, deshalb ist es dringend nothwendig, daß es Rußland abschließen, darauf können wir keine Rücksicht schwerer werden, der russischen Regierung die Bugeständnisse be- seine Handelsbeziehungen möglichst aufrecht erhalte. Gerade die nehmen; das wäre teine nationale Handelspolitik. Eine züglich der Getreidezölle zu verweigern. Freiherr v. Stumm Herren vom Bunde der Landwirthe sollten sich hüten, die Verhetzung Kommissionsberathung halte ich nicht für nöthig. Herr glaubt, daß die Industrie von dem rumänischen Handels- in die Massenzu tragen; sie sollten dafür sorgen, daß die Funda- von Hammerstein wollte die Verträge in der Kommission prüfen vertrage große Vortheile haben würde. Es ist den deutschen mente unserer bürgerlichen Gesellschaft nicht erschüttert würden. und sie dann ablehnen. Das erinnert an die Defrete MapoUnterhändlern nur gelungen, in bezug auf drei Pofitionen Was jetzt draußen getrieben werde, das sei sozialistische und anti- leons I., welche lauteten: Der N. N. soll vor ein Kriegsgericht eine Ermäßigung der rumänischen Zölle auf den Sah semitische Agitation. Die Konservativen sollten die Handels- gestellt, abgeurtheilt und erschossen werden. Ich will es ab zu erreichen, der von 1887-91 galt; sonst betragen die verträge annehmen, damit würden sie fonservative Politit treiben warten, ob Herr von Hammerstein wirklich ein Napoleon ist. Bollfäße das Doppelte und Dreifache des damaligen Tariffates.( Zustimmung links). ( Große Heiterkeit.) Lamals galten gegenüber Rumänien die höheren Getreidezoll- Abg. v. Kardorff( R.-P.): Ziffern sind allerdings schwer Abg. Böckel( Antisemit): Wir werden diese Verträge ab sätze, jetzt die ermäßigten. Redner führt das an einigen Tarif- anzuführen für die Schädigung der Landwirthschaft. Ich will nur lehnen. In Bayern fann man sehen, daß die agrarische Bepofitionen aus: wollene Gewebe, Strumpfwaaren, Filze, Leder- Eines anführen: Rumänien hat feinen Getreidezoll gegen Ruß- wegung spontan aus dem Volke entstanden ist. Ein warmes und Eisenwaaren u. s. w. und folgert, daß danach die Industrie land; russisches Getreide geht unbehindert nach Rumänien und Herz für die Landwirthschaft zeigt der Reichskanzler nicht, wenn teinen erheblichen Vortheil aus dem Vertrage ziehen wird kommt von dort nach Deutschland( Widerspruch links); mit er die Deckung der Militärkosten durch die Weinsteuer bewirken Uebrigens möge sich unsere Großindustrie hüten, auf die Boll- den Ursprungsattesten wird dort nicht so sorgfältig ver will, welche lediglich die Landwirthschaft trifft. Für die Industrie ermäßigungen allzu große Hoffnungen zu sehen; denn man hut fahren. Das hat man auch anderwärts gesehen; von Holland hat der Reichskanzler auch ein warmes perz, vielleicht ein zu in den maßgebenden Kreisen von Rumänien wenig Neigung, die ist z. B. viel mehr Getreide importirt worden als dort über- warmes. Wie kann er dann aber die blühende Tabaksdeutsche Industrie zu bedenken, man wendet sich lieber nach haupt wächst. Herr v. Marschall hat dem Bunde der Landwirthe industrie an den Rand des Abgrundes bringen? Wenn Frankreich. Die rumänische Regierung bereitet auch eine Vor- Agitation vorgeworfen; wenn die Großgrundbesitzer untergehen, die Heilung der Schäden der Zeit überlassen bleiben soll, lage vor, durch welche der jegige Generaltarif revidirt werden so will ich davon garnicht sprechen, aber wenn die Bauern immer dann brauchen wir fein Parlament und keine Regierung. foll auf Grundlage der uns jebt gemachten Konzessionen; mehr verschulden und schließlich zur Verzweiflung getrieben werden, Das Uebel liegt auch in unserer Bureaukratie. Gesetzgeber und bas heißt also, alle anderen Staaten genießen dann diese so ist es kein Wunder, daß sie ihrer Mißstimmung scharfen Aus Beamte haben meist eine theoretische Bildung, stehen dem Leben Ronzessionen, ohne ihrerseits irgend welche Zugeständnisse gemacht druck geben. Besonders sollten die Regierungen bedenken, daß fern und gehen nicht unter das Volt. Sie sollten einmal infogzu haben. Ferner ist zu beachten, daß in Rumänien Gegenstände, wir auf dem Lande zu kämpfen haben gegen Sozialdemokratie nito unter die Bauern gehen und die Stimmung beobachten. welche einem Boll unterliegen, auch einer besonderen Gemeinde- und Freiſinn, die beide in der schlimmsten Weise das Volk ver- Aber, welcher Landrath verkehrt denn mit den Bauern? Sie besteuerung unterworfen werden können, während einheimische heßen. Da müssen wir zu scharfen Waffen greifen, wenn wir geben Diners und verkehren mit ihren Kollegen und fümmern Erzeugnisse frei bleiben. Das hindert ebenfalls die Einfuhr von bestehen wollen als eine Partei, welche die Regierung unterstüßen sich nicht um die Bauern. Sie wissen nicht, wie der Bauer gefremden Erzeugnissen. Wenn der Umstand, daß die Gleich- fann. Aber der Ton der Polemit fällt schließlich auf die Partei schunden wird vom Landrath, vom Gendarmen und vom Bürger stellung der Juden in Rumänien in den Vertrag von 1891 auf zurück, welche ihn verschlechtert. Das zeigt am besten der meister.( Präsident v. Leve Bow: Ich rufe Sie zur Ordnung, genommen wurde, eine Verzögerung des Vertragsabschlusses recht- Rückgang der Freifinnigen Parter unter dem Abgeordneten weil Sie von Beamten gesagt haben, fie schinden die Bauern!) Ich fertigte, so sehe ich nicht ein, weshalb nicht jetzt auch eine Hinaus- Richter. Ich möchte deshalb den Bund der Landwirthe warnen. habe nur von den Bureaukraten gesprochen.( Präsident v. Levelzow: Schiebung eintreten soll.( Bustimmung rechts.) Die Gesetzgebung der letzten Jahre hat die Landwirthschaft ge- Sie haben es gesagt vom Landrath, Gendarmen und Bürgermeister.) Staatssekretär v. Marschall: Auch der Borredner hat schädigt. Die Bucker- Exportprämien sind aufgehoben, so daß Ich halte die Agitation innerhalb der gesetzlichen Grenzen für am schwersten wünschenswerth; denn jeder Stand wehrt sich gegen die Steuer, ist und macht es den Kollegen und Kolleginnen zur Pflicht, falls| Biberpelz" bekanntlich ein liebenswürdiges Denkmal gesetzt haben die ihm auferlegt wird; das thut die Börse auch! Was soll die in solchen Orten ein Kampf um die Hebung der wirthschaftlichen soll. Herr v. Bosse ist derselbe Amtsvorsteher, der seiner Zeit Landwirthschaft machen ohne Agitation. Die bisherigen Handels- Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen entsteht, die im Kampf be- die Abhaltung einer Versammlung in Ertner verbot, weil in der verträge haben uns benachtheiligt. Man muß auch in die Zu- findlichen materiell zu unterstützen". Nähe der Versammlung sich eine Bade- Anstalt befinde und durch funft schauen. Länder, die jetzt landwirthschaftliche Probufte Angesichts der sich in Kapitalistenkreisen geltend machenden Abhaltung der Versammlung das Schamgefühl der ausführen, entwickeln sich zu Industriestaaten und können uns Reaktion in Bezug auf das Vereins- und Versammlungsgeset, sowie Baden ben verlegt werden könnte. Herr v. Bosse ist derselbe dann nicht mehr landwirthschaftliche Produkte liefern; unsere der Gewerbeordnung protestirt der Tabatarbeiterkongreß entschieden Amtsvorsteher, der die Abhaltung einer freisinnigen VerLandwirthschaft ist dann ruinirt und wir haben keinen Brot gegen jede Einschränkung des Koalitionsrechtes der Arbeiter und Ar- sammlung im Jahre 1890 verbot und behufs Durchführung stoff. Wenn der Bauernstand einmal ruinirt ist, dann kann beiterinnen, hält dagegen die Aufhebung aller bundesstaatlichen seines Verbots das Lokal mit Brettern vernageln ließ. Herr er durch die Beamten nicht wieder künstlich ins Leben ge- Vereins- und Versammlungsgesetze, sowie die Schaffung eines v. Busse ist derselbe Amitsvorsteher, der vor wenigen Jahren zurufen werden. Aus den Marktberichten geht hervor, daß in freiheitlichen Vereinsgesetzes für durchaus nothwendig." Der nächst rathlos darüber war, wer freche Einbruchsdiebstähle in Mitteldeutschland die Gerste kaum plazirbar fie Berliner Kongreßkommission wird die Bestimmung des Ortes Erkner vollführt haben tönne und beim Nachforschen nach der ist verdrängt durch ungarische und rumänische Waare. für den nächsten Tabatarbeiter- Rongreß überlassen. Spur auf dem Thatort die Fußtapfen der Thäter in seiner Dasselbe gilt von Weizen, den die Bauern an das Vieh zu ver- Damit sind die Arbeiten des Kongresses erledigt. Aufregung zertrat. Herr von Busse ist derselbe Amtsvorsteher, füttern beginnen. Die Preise sind so niedrig, daß sie die Pro- Schmalfeld Bremerhasen dankt der Kongreßkommission der dann zwei durchaus unbescholtenen bestbeleumundeten duktionskosten nicht decken. Auch mit dem Zuckerrübenbau ist für ihre erfolgreiche Thätigkeit, die in allen Kollegen die Ueber- freisinnigen Bürgern Ertners der schweren Einbruchsdiebstähle für nichts mehr anzufangen; die Brennerei ist fast zu Grunde ge- zeugung hinterlassen habe, daß sie auch die weiteren Arbeiten, sehr verdächtig erachtete und deren Verhaftung verrichtet. Man wirft uns Antisemiten vor, wir seien die Vorfrucht die ihr übertragen seien, zum Gelingen führen werde.( Bravo) anlaßte. Nach 30 Tagen unschuldig zugebrachter der Sozialdemokratie.( 3nstimmung.) Als die antisemitische Be- von Elm Hamburg: Die Verhandlungen des Kongresses Saft wurden die Herren, deren totale Schuld wegung hoch ging, haben Sie( au den Sozialdemokraten) ge- haben den ernsten und würdigen Charakter getragen, der Arlosigkeit einem umsichtigen, vorurtheilslosen zittert.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Wenn unsere beiterkongreffen eigenthümlich ist. Es galt, ein Attentat auf richterlichen Beamten nicht entging, der Biele nicht erreicht werden, wenn die Regierung unfähig dazu unsere ganze Existenz abzuwehren, und wir haben unsere Freiheit zurüdgegeben, und der ist, wenn sich das Volk mit der Mittelstandspolitik nicht helfen Schuldigkeit gethan. Die ausführlichen Berichte, die die Partei- Verdächtigte von Ronservativen, Liberalen und Sozial fann, dann kommt Ihre Zeit. Aber das ist nicht unsere presse zu unserem besonderen Danke veröffentlicht hat, dringen demokraten gewissermaßen zum Protest zum GemeindeSchuld, sondern die Schuld der Herren vom Regierungs- in die weitesten Kreise, auch in die der Gegner, und werden verordneten erwählt. Herr v. Bosse ist derselbe Amtsvorsteher, tische, die sich die Sozialdemokraten ziehen, welche sie hoffentlich ihren Eindruck nicht verfehlen. Aber wir haben der als Zeuge seinem damaligen Sekretär Mündel das beſte verdienen.( Bustimmung bei den Antisemiten.) Ich spreche nicht uns nicht nur mit der Fabrikatstener beschäftigt. Wir haben uns Leumundszeugniß ausstellte und dem dann in der betreffenden für mich allein, sondern für das arbeitende Bolt in Deutschland. hier auch mit den Arbeiterschutzbestimmungen und dem Fabrik Gerichtsverhandlung nachgewiesen wurde, wes Geistes Kind dieser Wir werden geschlossen gegen die vorliegenden Verträge stimmen. Inspektorat beschäftigt und ihre Vernachlässigung in der Herr war, der unweit des Diebstahlthatortes weit über die Pos ( Beifall bei den Antisemiten.) Tabakindustrie beklagt. Die Schuld liegt am System; lizeistunde hinaus in der Diebstahlsnacht mit Elementen zechte, Abg. v. Dziembowski( Pole) hebt hervor, daß die östlichen der Militarismus verschlingt alles, zu Maßregeln im deren polizeiliche Ueberwachung ihm noch nicht übertragen war: Landestheile gelitten haben durch den Arbeitermangel, der ver- Jntereffe der Arbeiterklasse ist fein Geld übrig. Die die wahren Diebe wurde später gefaßt und abgeurtheilt, Herr stärkt wurde durch die Ausweisung von 40 000 polnischen Ar- Organisationsfrage ist auf dem Kongreß zur Zufriedenheit Mündel, dessen Person das vollste Vertrauen des Herrn beitern; ferner durch die mangelnden Verkehrsgelegenheiten. für beide Theile geschlichtet worden. Kein schriller Mißton war v. Bosse genoß, wurde u. a. später wegen Unterschlagung beMit dem Bunde der Landwirthe stimmen die Polen in ihren vorhanden, wir scheiden, wenn wir uns auch manchmal derb aus- straft und aus dem Amt in Ertner entfernt, in dem er nach Bielen überein, aber nicht in den Wegen, die eingeschlagen gesprochen haben, als Freunde und Kampfgenossen von einander. feiner Entlassung vom Berliner Polizeipräsidium Anstellung ge werden sollen. Denn, wenn der Bund der Landwirthe gegen Der einzige Schuß, den wir gegen den lebermuth der Fabrikanten funden hatte, wiewohl die Entlassung aus Berlin nicht etwa cinen Polen einen antiagrarischen Kandidaten vorzieht, so haben, gewährt uns die Organisation. Wenn wir eines Be- deshalb erfolgt war, weil des Herrn Sekretärs Talente für die Ber fönnen wir das nicht billigen. Wir wünschen eine gründliche weises für die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation liner Polizei zu gut waren. Derselbe Herr v. Bosse hat vor wenigen Prüfung und werden deshalb für die Kommissionsberathung und ihre Leistungsfähigkeit bedürften, so ist er jegt geliefert. Jahren ein Lokal furzer Hand schließen lassen, die Verwaltungsftimmen. Durch den glorreichen Sieg der englischen Bergarbeiter, die nach Behörden, zuletzt das Oberverwaltungsgericht, haben in dem Abg. Dr. Schultz- Lupik( R.-P.): Herr v. Plötz hat unter einem Kampfe, wie ihn die Weltgeschichte nicht fennt, wobei Jahre hindurch geführten Prozeß entschieden, daß die Schließung Nennung meines Namens auf eine Unterredung verwiesen, die 4-500 000 Menschen 16 Wochen lang hungerten, die größten des Lokales gesetzlicher Grundlage entbehre. Wie weit der ich mit ihm gehabt; er hat aber nicht den vollen Inhalt derselben Kapitalisten gezwungen haben sich zu beugen vor der siegenden Macht Schadensersatzanspruch des Wirthes geltend gemacht, entzieht sich angegeben. Ich habe ihn gebeten, die Arbeitsgebiete der land- der organisirten Arbeit. Die Energie der englischen Berg- unserer Kenntniß. Derselbe Herr von Bosse hat das Eingangs wirthschaftlichen Gesellschaft und des Bundes der Landwirthe arbeiter hat diefen Sieg nicht nur für sich, sondern für die Ar- erwähnte Tanzverbot erlassen, wiewohl der Tanz nicht einmal streng auseinander zu halten, aber ich habe ihm auch warm ans beiter der ganzen Welt errungen, denen er Muth giebt zu neuen in einem öffentlichen Lokal, sondern in Räumlichkeiten stattHerz gelegt, daß er eine große Verantwortung übernommen hat Kämpfen. Doch nicht nur für die Idee der gewerkschaftlichen finden sollte, die von einem Mitgliede des Arbeiter- Bildungsdurch die agitatorische Bewegung. Er hätte die praktische Frage Organisation sind wir eingetreten, wir haben auch ausgesprochen, vereins dem Lokalinhaber abgemiethet waren. Herr von Bosse der Berbefferung der Arbeiterverhältnisse ins Programm des Bundes daß wir auf politischem Gebiete ale Sozialdemokraten unsere that in ähnlicher Weise wie vor Verhaftung der unschuldig der Landwirthe übernehmen sollen und einige andere Fragen. Schuldigkeit thun müssen. Diejenigen, die gestern gegen den in Untersuchungshaft genommenen Diebe" am StiftungsfeftMan hätte nicht nur die Preise nach oben erhöhen, sondern Schlußpassus der Resolution sprachen und stimmten, thaten es tage den Ausspruch: findet das Tanzfest dennoch statt, so wird auch die Produktionskosten hinabdrücken sollen. Alle diese nur aus Zweckmäßigkeits-, nicht aus prinzipiellen Gründen. es einen großen Krach geben, blutige Röpfe und blaue Dinge habe ich Herrn v. Plöh gesagt. Der Bund der Land- Grundsäglich stehen wir alle auf dem gleichen Standpunkt: die Bohnen. Der Vorstand des Arbeiter- Bildungsvereins wendete sich wirthe hat es durchgesetzt, daß ich nicht wieder ins preußische Arbeiter der ganzen Welt müssen nicht nur gewerkschaftlich, son- hierauf persönlich behufs Schuß an den Minister des Innern. Dessen Abgeordnetenhaus gekommen bin; ferner hat man auch einige dern auch politisch organisirt sein, um den Kapitalismus zu über- Vertreter behielt die schriftlichen Beschwerden zurück. Da Berlin aber andere Abgeordnete verdrängt, die Herren Simon und Sombart, winden. Wir Tabatarbeiter fühlen uns nicht als abgeschlossene immerhin mehrere Kilometer Eisenbahnstrecke von Erkner entersterer eine Autorität auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens, Schaar, sondern als Glied der großen kämpfenden Arbeiterschaft! fernt liegt und die Regelung des freien Verkehrs für„ Cafees" Testerer ein bewährter Landwirth( Präsident v. Levego w er Nicht unserer Organisation wollen wir ein Hoch ausbringen, die besten Arbeitskräfte des Ministeriums des Innern zu absorIlärt, daß dies feinen Zusammenhang mit den Handelsverträgen sondern dem Inbegriff aller Bestrebungen des Proletariats: der habe). Ich habe ein großes Interesse für die Bewegung der internationalen, revolutionären Sozialdemokratie! Landwirthe, so lange sie sich nicht gegen die Regierung wendet. Aufgabe der konservativen Partei ist es aber, die nationale Fahne, die Fahne der Hohenzollern und ihrer Regierung aufrecht zu erhalten. Königstreue im Munde führen und tagegen handeln, das ist etwas, was ich nicht kann. Ich wünsche, daß der Bund sich mit patriotischen Gedanken er füllen möge. Den Herren, die jetzt auf mich schelten, die dort im Osten verschuldete Güter auf leichtem Boden haben und auf die Staat unterstützung bei der Einführung von Rentengütern rechnen, denen will ich sagen: Ohne die Lebensarbeit von Echulz- Lupih könnte kein Bauer auf dem dortigen leichten Boden bestehen. Redner erklärt sich schließlich für die Handelsverträge. ( Beifall links.) Nach einer Reihe persönlicher Bemerkungen schließt die Debatte: die Berträge werden einer Kommission von 21 Mit gliedern überwiesen. Der Präsident von Levehow schlägt vor, am Montag die erste Berathung des Etats in Berbindung mit dem Gesetzentwurf betreffend die anderweitige Regelung des Reichsfinanzwesens vorzunehmen. Der Kongreß stimmt dreimal begeistert in den Hochruf ein und singt stehend die beiden ersten Verse der Arbeitermarseillaise. Nach einem Dankwort Börner's, der den Delegirten Auf Wiedersehen!" zurust, werden die Verhandlungen des zweiten deutschen Tabatarbeiter- Kongresses für geschlossen erklärt. Tokales. Den Parteigenossen geben wir hiermit die Adressen der in den letzten Parteiversammlungen gewählten Vertrauenspersonen und Preßkommiffsons- Mitglieder bekannt. 1. Wahlkreis. biren vermag, so kann es nicht Wunder nehmen, daß ministerieller Schutz in der Schleunigkeit nicht bis nach Erfner gelangte. Wohl aber war ein halbes Dutzend Gendarmen anwesend, die um 1/29 Uhr das Spielen von Musik untersagten und gegen 10 erst den Wirth, dann, da der Wirth seine Räumlich feiten ja vermiethet hatte, das Vorstandsmitglied das den Miethevertrag geschlossen hatte, aufforderten, Feierabend zu gebieten. Die Mitglieder des Arbeitervereins dachten daran, daß nur Büffel sich provoziren lassen, machten einen Knoten ins Schnupftuch und entfernten sich; blaue Bohnen tamen infolge dessen nicht zur Verwendung. Den„ Krach" untersucht der Herr Minister. Ein sehr ähnlicher Fall wird uns aus Friedrichs= felde berichtet. Dort wurden gewaltsam die anständigen Arbeiter verhindert, ihr Stiftungsfest abzuhalten, Tanz untersagt u. s. w. Die bei dem Landrath gegen das unberechtigte Tanzverbot vor Wochen eingelegte Beschwerde blieb bislang antwortlos. Liegt etwa dem 1 August Täterow, Bimmerstr. 95-96, 2. Hof, 2. Ging., 2 Tr. Niederbarnimer Landrathsamt zu viel berechtigtes Beschwerderis Felgentreff, Moritstr. 5. 2. Wahlkreis. . Werner, Bülowstr. 59, Restaurant. 3. Wahlkreis. Gegen die Bertuppelung zweier so verschiedener Gesetz Stephan Frib, Fürstenstr. 11, 4 Tr. entwürfe erheben die Abgeordneten Hompesch, Richter, Wilhelm Börner, Ritterstr. 108, Laden. Rickert, Singer und von Marquardsen Widerspruch, während Abgeordneter von Frege dem Vorschlage zustimmt. Der Präsident von Levehow zieht aber angesichts des lebhaften Widerspruchs seinen Vorschlag selbst zurück. Schluß 51/2 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Etat.) Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands. Schluß- Sitzung. Berlin, den 25. November 1893. 4. Wahlkreis. So 5 ert Wengels, Fruchtstr. 30, Cuergb. 3 Tr.( Dst). er mann Bolze, Weidenweg 27/28, 4 Tr.( Dit). Franz Schulze, Oppelnerstr. 3, 8 Tr.( Südost). ermann Mattutat, Wrangelstr. 124, Hof 1 Tr.( Südost). 5. Wahlkreis. CI. Mager, Sophienstr. 28/29. 2. Pacuscher, Greifswalderstr. 8 bei Watte. 6. Wahlkreis. Johann Pfarr, Wilsnackerstr. 49( für Moabit). Friz Waschowski, Weddingstr. 8( für Wedding). Richard Augustin, Pappel- Allee 7, 2 Tr.( Schönh. Vorstadt). Karl Hillig, Rügenerstr. 23( Rosenthaler Vorstadt). Preßtommission: Aus der gestrigen Situng ist daß Ergebniß der Abstimmung 1. Wahlkreis: über die Resolution der Redaktions- Kommission und die dazu ge: 2. stellten Amendements nachzutragen. Beschlossen wird in der 3. Resolution das gesetzliche Verbot der Hausarbeit zu fordern. Der Antrag Stromberg, den letzten Vaffus der Resolution zu 4. streichen, der es jedem Tabatarbeiter zur Pflicht macht, der Sozialdemokratie anzugehören, wird gegen 18 Stimmen ab 5. gelehnt und die ganze Resolution einstimmig angenommen. Die heutige Sigung wird von Börner Berlin geleitet. Es wird sofort zur Abstimmung über die eingegangenen Anträge geschritten. 6. Joh. Timm, Lindenstr. 33, vorn, I. Carl Grau, Wendenstr. 2. Hoch, Manteuffelstr. 51a, Hof 1 Tr. Tschernig, Fürstenstr. 7. Rub. Tfch entfcher, Breslauerstr. 11a, IV.( Dit). Rich. Beyer, Cuvrystr. 34, Hof 5 Tr.( Südost). Schneider, Büschingstr. 15. Fengner, Reinickendorferstr. 48, 3 Tr. Dornbusch, Gerichtsstr. 32. material gegen Beamte des Kreises vor, um den Beschwerden rechtzeitig abhelfen zu können? Wie steht es, Herr Minister: geht Ihre Ansicht dahin, daß Arbeitern das Abhalten des Stif= tungsjestes eines Arbeiter- Bildungsvereins verboten werden darf oder soll? Heraus mit der Sprache, wenn's beliebt! Zum Charitee- Boykott. Der Vorstand der Orts- Krankentaffe der Stellmacher hat in seiner Sigung am 15. d. M. den Beschluß gefaßt, der Charitee teine Kranken zu überweisen, nur diejenigen, welche der Charitee überwiesen werden wollen, werden dahin geschickt werden. Kupferschmiede der am 21. d. M. ftattgehabten GeneralEbenfalls machte der Vorstand der Orts- Krankenkasse der versammlung Mittheilung von dem in der legten Sigung einstimmig gefaßten Beschluß, daß der Charitee fortan teine tranfen Mitglieder mehr überwiesen werden sollen. H ,, Die Fürsorge der städtischen Verwaltung für die Rubemittelten" ist eines der bekanntesten Steckenpferde des Berliner Kommunalfreisinns". Auf dieses Lieblingsspielzeug haben auch die sogenannten„ Echtliberalen", troz ihrer angeb lichen Trennung von den sogenannten„ Auchliberalen", nicht verzichten mögen. In einer Versammlung der Wähler dritter Abtheilung des 9. Kommunal- Wahlbezirks, die am Dienstag Abend vom„ Deutsch freisinnigen Arbeiterverein Berlin" zu Gunsten des ,, echtliberalen" Stichwahlkandidaten UIIst ein abgehalten worden ist, hat man denn auch das alte, liebe Steckenpferdchen wieder hervor geholt, um so lustig wie früher darauf herumzureiten. Der Stadtverordnete Mar Schulz schimpfte weidlich auf die Sozialdemokraten und ihre Vertreter im rothen Hause und meinte( nach einem Bericht der Berliner Zeitung", deren Chefredakteur der Kandidat Ullsteiu" ist):„ Selbst das mannigfache Blutige Köpfe und blaue Bohnen." Fast alliwöchentlich Gute, das die städtische Verwaltung gerade für die Unbemittelten Aus Ottensen wtrd beantragt:" Der Kongreß ist der Ueber werden uns aus der Umgegend Berlins Polizeiverfügungen mitgethan, bliebe ohne Anerkennung, ja es werde sogar systematisch zeugung, daß die Juſtitution des Fabrikinspektorats in dem jest getheilt, welche die Abhaltungen von privaten Tangluftbarkeiten, verunglimpft." Unsere Leser wissen, daß wir die völlige Grundbestehenden Umfange den Anforderungen durchaus nicht genügt, die feitens Arbeitervereine veranstaltet werden, verbieten und losigkeit der freisinnigen" Lobhudeleien der angeblich„ musterwelche die Arbeiter an dasselbe zu stellen haben in bezug auf den Wirthen, die ihr Lokal lieber von Arbeitern als von haften" Gemeindeverwaltung der amtlichen Veröffentlichungen eben ausreichende Kontrolle der zu beaufsichtigenden Betriebe, und Rowdies. Giggerln, Spielern und deren Zubehör besucht dieser Verwaltung nachgewiesen haben, und wir besinnen uns nicht, daß fordert daher den Bundesrath resp. die Bundesregierungen auf, feher, Polizeisiunde auf 10 Uhr festsetzen. Solche Polizei in den letzten Jahren irgend eines der Freifinnigen" Blätter eine ausreichende Bermehrung der Fabrikinspektoren vorzu- verfügungen sind ungiltig. Ihr Erlaß verpflichtet den betreffen- Berlins in der Lage gewesen wäre, unsere Ausführungen mit nehmen, auch denselben Hilfsarbeitern, die von den Arbeitern den Beamten zu vollem Schadensersatz. Denn Ziffer 1 der Re- Erfolg anzufechten. Ja es ist, von ganz vereinzelten Ausselbst gewählt werden, zur Seite zu stellen. Im weiteren hält gierungsverordnung vom 22. Februar 1870 bestimmt ausdrücknahmen abgesehen, nicht einmal der Versuch gemacht worden, der Kongreß die Errichtung von Arbeiterkammern für sehr lich:" Tanzlustbarkeiten, welche von geschlossenen Gesellschaften unsere Beweisführung als irrig und haltlos hinzustellen. Die empfehlenswerth, ganz besonders auch behufs Unterstützung und veranstaltet werden, bedürfen der polizeilichen Genehmigung Freisinnige" Presse wußte nur zu gut, daß sie nichts darauf Ergänzung des Fabrifinspektorats." Dieser Antrag wird an nicht, wenn die Gesellschaft bereits anderweitig besteht und erwidern konnte, und statt sich durch eine ungeschickte Vertheidigenommen. Ebenfalls angenommen werden folgende Reso- die Tangluftbarkeit für ihre Mitglieder und etwaige Gäfte der- gung der städtischen Verwaltung gegen eben diese Verwaltung lutionen: selben nur gelegentlich neben den Zwecken, welche sie sonst verfolgt, felber noch mehr zu kompromittiren, hat sie es flug, aber un" Der Kongres empfiehlt dem Unterfügungsverein deutscher wenn auch gegen besonderes Eintritts- oder Tanzgeld veranstaltet." ehrlich vorgezogen, zu schweigen. Notiz genommen hat von Tabatarbeiter nachfolgende Beschlüsse zur Berücksichtigung: 1. Für Nur ist polizeiliche Anzeige von der Veranstaltung der Tanz- unseren fortgesetzten Angriffen auf die städtische Verwaltung, die Agitation auch geeignete weibliche Tabatarbeiter zu ver Instbarkeit zu erstatten. Der Theil der Polizeiverfügung, der von unserer systematischen Aufdeckung ihrer Schäden nur der Berliner wenden. 2. In nächster Zeit eine lebhafte Agitation zu ent- bestimmte Lokale, die vordem bereits über die Polizeistunde Magistrat selber. Es will uns nämlich scheinen, als ob er in seinen falten." hinaus schänken durften, auf Polizeistunde setzt, dürften gleich- Verwaltungsberichten seit einiger Zeit die wunden Stellen immer Der Kongreß macht es den Delegirten zur Pflicht, in ihren falls der Rechtsgiltigkeit entbehren, da nirgends der Polizei ein mehr zu verdecken sich bemüht. In einzelnen Fällen ist das unHeimathsorten dahin zu wirken, daß öffentliche Bersammlungen Recht beigelegt ist, die einmal über die Polizeiftunde hinaus er zweifelhaft. Am Ende ist das begreiflich und entschuldbar. Man der Tabalarbeiter nur gemeinsam mit den weiblichen Kollegen theilte Schänterlaubniß ohne zwingenden Grund zurückzunehmen. kann es der städtischen Verwaltung nicht verdenken, daß sie uns einberufen werden." Vor uns liegt eine Polizeiverfügung des Amtsvorstehers zu nicht eigenhändig die Waffen zum Kampfe gegen sich schmieden Der Kongreß empfiehlt den deutschen Tabakarbeitern, Erkner, die dem dortigen Arbeiter- Bildungsverein ver bietet, will. Wenn das aber der Fall ist, dann müssen wir darin ein energisch für Beseitigung der forrumpirend wirkenden Prämien- fein Stiftungsfest durch eine Tanzluftbarkeit zu feiern und mit neues Zeichen dafür erblicken, daß wir uns mit unserem Thun arbeit( für Ersparnisse am Robmaterial) einzutreten. theilt, daß für den Wirth( Gillmann zu Woltersdorf) die Polizei- auf dem rechten Wege befunden haben auf dem wir denn Der Kongreß erkennt, daß die wirthschaftliche Lage der stunde auf 10 Uhr festgesetzt ist. auch fortzufchreiten gedenken, bis das freisinnige" Prinzip in Zabatarbeiter und Arbeiterinnen in allen Orten Deutschlands Unterzeichnet ist die Verfügung von Herrn v. Boffe, dem der Gemeindeverwaltung der Stadt Berlin beseitigt, bis das eine tieftraurige und in Folge dessen eine ausbesserungsbedürftige Amtsvorsteher zu Erkner, dem Gerhart Hauptmann in seinem sozialistische Prinzip an seine Stelle getreten ist. Daß zur Erreichung dieses Zieles zwischen Auch liberalen" und" Echt- 1 zu stellen. Die vielgeplagten Eisenbahnangestellten können somit liberalen" fein Unterschied gemacht werden kann, sondern beide wenigstens in Versammlungen über ihre armselige Lage hinweg als im innersten Kern arbeiter feindlich angesehen und schlummern. gestürzt werden müssen, brauchen wir nicht erst auseinanderzusezen. Am Weihnachtsabend sowohl wie am Sylvesterabend Nachmittags von 5-8 Uhr für den gesammten Marktverkehr ge: werden die Martthallen Vormittags von 8-10 Uhr und öffnet sein. Beide Tage fallen in diesem Jahre bekanntlich auf einen Sonntag. Parteigenoffen Charlottenburgs! Wie Ihr wißt, findet für den 5. Kommunal- Wahlbezirk am Montag, den 4. Dezember bie Stichwahl zwischen dem Genossen Sieger ist und dem liberalen Lehrer Otto statt. Zu diesem Zwecke ist die Agitation im vollen Gange; wir ersuchen daher, von den Sammellisten recht fleißig Gebrauch zu machen und soweit es möglich, gezeichnet in nächster Woche an die Ausgabestellen zurückzuliefern. Neue Listen sind beim Genossen H. Wernicke, Krummestr. 19 zu haben. Es finden nächsten Mittwoch und Sonntag vor der= Wahl Versammlungen statt, auf welche wir hiermit aufmerksam Wahl Bersammlungen statt, auf welche wir hiermit aufmerksam Das Wahl- Komitee. machen. Unsere städtischen Agrarier wittern bereits Morgenluft, das Nahen einer neuen Zeit. Sie werden von blaffer Furcht er. griffen, und ergöglich ist es, mit anzusehen, welche Kapriolen sie treiben, um die ihnen vermeintlich drohende Gefahr von sich abzuwenden. So ftimmt das Bundesorgan der Berliner Hausbesizer, das„ Grundeigenthum", anläßlich des Geschäftsberichtes, welcher erstattet wurde gelegentlich der Grundsteinlegung des ersten Hauses des Berliner Spar- und Bauvereins, welchem so wohl von der Arbeiter- Pensionskasse der preußischen Eisenbahnverwaltung, als auch vom Vorstand und Ausschuß der Invalidenund Alters- Versicherungs- Anstalt Berlin Gelder zur Verfügung gestellt worden sind, folgendes Lamento an: Der Kongres deutscher Tabak Interessenten wird am Montag, den 27. November Nachmittags 3 Uhr in der Tonhalle eröffnet werden. = gewesen, als über die sozialdemokratische Versammlung gesprochen wurde und dort versprochen, das zu thun, was er dann aus geführt habe. In der Situng vom 16. November legt der Staatsanwalt zunächst Verwahrung dagegen ein, daß der Prozeß ein polieffe.(?) Die Angeklagten sähen gar nicht wie politische Vertischer sei. Bei uns gebe es überhaupt keine politischen Pros brecher aus, sondern säßen auf der Anklagebant, weil sie strafbare Handlungen begangen. Nach demselben Grundsatz seien auch Apotheker Brömel und deffen Partei nicht angeklagt. Daß sie darauf ausgingen, jene Versammlung zu stören, sei keine strafbare Handlung. Die Verfammlung sei öffentlich gewesen. Deshalb haben Brömel und Zur Frage der Volksbabe- Anstalten. Der Ausschuß der Genossen das Recht gehabt, sie zu besuchen. Die Aufforderung, Stadtverordneten- Versammlung zur Vorberathung der Frage sich zu entfernen, fei endlich nicht von dem Miether des Saales, wegen Errichtung von Volks bade Anstalten hat beschlossen, die sondern von dem Einberufer Wilke auf einem Bettel an Anträge des Magistrats nur mit der Maßgabe zur Annahme zu Brömel ergangen. Das Hausrecht habe aber nur dem Ersteren empfehlen, daß für den Wedding und für den Gesundbrunnen zugestanden. ie eine besondere Anstalt errichtet werde; ferner ſoll der Magistrat Der Staatsanwalt stellt sodann zusammenhängend den aus in Erwägung ziehen, für den Süden der Stadt eine Verschiebung der Beweisführung sich ergebenden Sachverhalt der einzelnen Vorvom 74. nach dem 78. Stadtbezirk zu ermöglichen. Endlich solle fälle- ohne Rücksicht auf einzelne Personen erwogen werden, ob die Bade- Anstalt in der Auguststraße, welche gründet in etwa anderthalbstündigem Plaidoyer die Anklage auf zur Errichtung einer höheren Bürgerschule angekauft ist, nicht Aufruhr, Auflauf oder Landfriedensbruch. als Voltsbade- Anstalt erhalten werden kann, unter der Voraussehung, daß für den Bau einer höheren Bürgerschule in unbruch vorliegt. Nach der Auffassung des Herrn Staatsanwalts mittelbarer Nähe ein anderes Grundstück erworben wird. 0 Ungiltig werden Eisenbahn Fahrkarten. Laut soeben erlassener Bekanntmachung des Eisenbahn- Betriebsamts der Stadtund Ringbahn werden die infolge der Tarifänderung vom vom 1. April ungiltig gewordenen Fahrkarten zum Preise von 15 Pfg. in der 11. und 10 Pfg. in der III. Klasse für Erwachsene und 10 Pig. und 5 Pfg. für Kinder, mit dem Aufdruck:„ Giltig bis 31. Dezember 1893", soweit sie sich noch in den Händen des Bublifums befinden, an den Schaltern der Stadt- und RingbahnStationen gegen jezt giltige Fahrkarten umgetauscht oder gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgenommen. dar und be= Vertheidiger Justizrath Seckel bestreitet, daß Landfriedensfielen auch Neugierige und solche, die zufällig unter die Menge geriethen, unter diesen Paragraphen. Man könne nicht passiv Landfriedensbruch begehen, es müsse vielmehr die Aufnahme in dem Willen des Einzelnen liegen. Er beantrage deshalb, Frage 1-3 zu verneinen bei sämmtlichen Angetlagten.- Bezüglich der Einzelthaten lehnt Vertheidiger es ab, dieselben als Qualifikationen des Ganzen: Landfriedensbruch, anzusehen und die Einzelthaten einzeln zu prüfen. " Man sieht: diese staatlich unterstützten Bestrebungen erweisen sich als zugkräftig. Sie bilden für den privaten Grundbesitz eine nicht zu unterschäßende Gefahr. Aber nicht darin möchten wir ihre eigentliche und schwerwiegendste Bedeutung suchen. Tiefe liegt unseres Grachtens vielmehr in ihrer Tendenz, Herr Rechtsanwalt Wildhagen widerspricht der Auffassung die sich gegen die heutige individualistische Wirthschafts- und des Staatsanwalts in bezug auf den Begriff„ Aufruhr" Gesellschaftsordnung richtet, sowie darin, daß der Staat fich Auflauf",„ Landfriedensbruch". Zum Begriff des Aufruhrs durch die Unterstüßung jener Tendenz, durch die Lockerung dieser gehört, so führte der Vertheidiger aus, daß der aufrührerischen Ordnung gewissermaßen selbst den Ast absägt, auf dem er sitzt. Das sollte man flüglich unterlassen. Sind doch gerade in unserer Der Umgang mit Menschen auf der Börse. Gin Menge ein gemeinsamer Zweck vorschwebe, und der fehle hier. Durch das Verhalten der Akademiker resp. durch die Gerüchte Zeit, in der die Sozialdemokratie mit donnernder Faust an die Börſianer klagt seinem Leibblatt in folgenden Worten sein Leid: über deren Absichten strömte ein neugieriger Haufe vor dem Thore unserer Staats- und Gesellschaftsordnung klopft, Be- Ich hatte einem Matler einen Auftrag ertheilt und erwartete firebungen bedenklich, die, wenngleich anscheinend durch ein nahe- feinen Bescheid in einer Pfeilernische ab. Neben mir standen Rathhause zusammen. Die Besucher der durchaus ruhig verfirebungen bedenklich, die, wenngleich anscheinend durch ein nahe vier Herren, die mich bald durch Zupfen an meinen Kleidern dem Rathhause gefellten sich nach Schluß derselben hinzu. Ist laufenen deutsch- hannoverschen Versammlung in dem Lokal neben liegendes öffentliches Interesse geboten, die Grundlage dieser belästigten. Dann erhielt ich sogar einen Schlag auf den Kopf, es natürlich, daß sie nach Hause gehen, Ordnung, das individualistische Privateigenthum angreifen. Denn dann wurde ich gekniffen und mit anderen ähnlichen Dingen Daß bier etwas los ist" und sie bei dem Lärm, wie ficherlich liegt in der Unterſtüßung jener kommunistischen Baugenossenschaften ein erster Schritt zur Vergesellschaftung des drangsalirt." Grundeigenthums. Sind das auch vorerst nur Anfänge von heitere Umgangsformen zu herrschen. Wunder nimmts einem signal gegeben und dadurch noch mehr Menschen herbeigerufen, das Danach scheinen an der Burgstraße ja manchmal recht tonstatirt, die Aufforderung der Schußleute nicht hören fonnten? unbedachter Weife das Feuer feinem großen Belang in praktischer Bedeutung: Die Hausbefizer haben jedenfalls allen Grund, die Augen offen zu halten. ia nicht. Gebränge und die Aufregung vermehrt. Sind dieſe Leute, bie Und auch den Behörden rufen wir ein„ caveant consules" zu. Dieses Bekenntniß einer schönen Seele spricht für sich selbst! Es zeigt klar und deutlich den Egoismus, welcher die leitende Triebfeder für die Handlungen der Befizenden ist. Denn dieser Egoismus beseelt nicht allein die wackeren Hausbesizer, sondern die gesaminte herrschende Gesellschaft. Die geängsteten Haus besitzer haben den Teufel der Vergesellschaftung des Grund- nicht verhungert ist. eigenthums" an die Wand gemalt nun fommt er gewiß! Die Bekämpfung der Prostitution wird von bürger lichen Tugendbolden mit mehr Eifer als Verstand fultivirt. Die Grundurfachen der Prostitution, die Sünden der herrschenden Gesellschaft, die ökonomischen Mißverhältnisse gänzlich außer Acht laffend, erblicken fie in den Prostituirten lediglich verworfene, lafterbafte Geschöpfe, die aus Charakterlosigkeit dem un fittlichen Lebenswandel sich hingeben, eine Meinung, welche auch von dem ganzen Spießbürgerthum getheilt wird. Jm Bewußtsein ihrer durch ihre gesellschaftliche Stellung unangefochtenen und gesicherten Tugend halten sie fich für berechtigt, in Prüderie über die Gefallenen" sich fittlich zu entrüsten und vermeinen, die Opfer ihrer Verhältnisse bessern" und tugendhaft machen zu können, indem sie den bekannten geistlichen Apparat nach Möglichkeit auf dieselben einwirken lassen. Bereits besteht ein Berliner Männerbund zur Bekämpfung der Unsittlichkeit, welcher in obengedachter Weise bemüht ist, die Prostitution zu „ bekämpfen". Derselbe er brochen in Vor Hunger und Entkräftung zusammengebrochen ist gestern Nachmittag gegen drei Uhr in der Nähe des Nordbahnhofes in der Bernauerstraße ein älterer arbeitsloser Mann. Der selbe wurde von des Weges kommenden Arbeitslosen aufgehoben und nach einem in der Nähe liegenden Kohlenplay getragen. Dort wurde er soweit restaurirt, daß er gestern vielleicht noch Die Influenza- Epidemie hat schon mehrere Todesfälle nach sich gezogen. Die Krankheit ist dem Anscheine nach noch im Steigen begriffen. Da wurde wo pflichtmäßig gekommen, auch mitschuldig an dem Aufruhr? Vorher will der Angeklagte Lager im Rathsteller ein Glas Bier trinken; er wird durch den Schuhmann am Eintritt in das Lokal verhindert. Durch diese in den Augen der Menge unberechtigte Maßregel des Schumannes ist der erste Anlaß zur Prügelei gegeben. Der Vertheidiger erörtert dann an dem Beispiele der Herren Eichler, Apotheker Bröme I, Ober- Bergrath Köhler u. s. w. den Begriff„ Landfriedensbruch". Diese Herren sind mit der Absicht, auf jede" Weise die sozialdemokratische Versammlung zu sprengen, in dieselbe gekommen, wie sie selbst eingestanden. Der Staatsanwalt sagt: 10 Uhr zwischen Nühlsdorf und Groß- Lichterfelde nach Berlin lung jeder eingeladen und freie Diskussion in Aussicht gestellt Aus dem Zuge 49 heraus, der gestern Abend etwa um Hier liegt kein Landfriedensbruch vor, weil zu der Versamm zu fuhr, ist geschossen worden, und zwar, wie es heißt, auf einen ist. Aber gehören Leute, die nach einem festen Plane bie Bahnvärter. In der betreffenden Abtheilung sollen mehrere Per- aften? Dier handelt es sich um ein widerrechtliches EinVersammlung verhindern wollen, sonen gesessen haben. den สิน eingeladenen Gästen? dringen; hier wäre der viel mißbrauchte Unfugs Paragraph" Durch einen Eisenbahnzug überfahren und am Kopfe am Plage. Und dieser Fall ist von Bedeutung; hier ist schwer verletzt wurde am 20. d. M. ein Mann auf der Haltestelle durch die Blindheit, durch die unverantwortliche Unvorsichtigkeit Königswusterhausen. Er wurde mit dem nächsten Zuge nach der besitzenden Klassen ein unberechenbares Unglück heraufbedem hiesigen Görlitzer Bahnhof und von da nach dem Kranken- schworen und hätte noch ein größeres heraufbeschworen werden hause Bethanien befördert. Dort ist er seiner Verlegung erlegen, fönnen. Diese Verhandlung hier wird noch über diesen Saal ohne daß die Persönlichkeit sich hat feststellen lassen. hinaus von Bedeutung werden. Sorgen Sie, meine Herren Rechtsbewußtsein entspricht." Geschworenen, dafür, daß ein Urtheil gefällt wird, wie es dem Ein Soldatenselbstmord wird uns aus Schöneberg geeine neue Errungenschaft meldet. In der neuen Kaserne soll sich ein Rekrut, der bei der zu verzeichnen, indem et es glücklich fertig gebracht zweiten glücklich fertig gebracht zweiten Kompagnie des Eisenbahu- Regiments Nr. 3 diente, hat, nunmehr auch tugendhafte Frauen und Mädchen für mehrere Stiche mit einem Tischmesser beigebracht haben, die nach feine Bestrebungen au intereffiren und für die Bekämpfung anderthalb Stunden den Tod herbeiführten. Die Veranlassung der Prostitution" zu gewinnen. Auf seine Veranlassung zur That ist unbekannt. fand dieser Tage, wie wir aus einem uns vorliegenden friedensbruch und Aufruhr bei allen Angeklagten verneint sei; Die Geschworenen erkannten dahin, daß die Frage auf Landeine Mehrzahl schuldig befunden, ruheftörenden Lärm und Unfug verübt zu haben; der Nest der Angeklagten fei nicht schuldig. Versammlungen. Hausdiener, Geschäftediener, Pader! Bwei große öffentliche Ver sammlungen mit Frauen am Sonntag, den 26. November, Abends 6 Uhr, im Norden: Germania- Festfäle, Chauffeeftr. 102; im Zentrum: bet Gründer, Köpenickerfir. 100. In beiden Bersammlungen Bortrag und Distusfion. Schlächtergefellen Berlins. Sonntag, ben 26. November, Nachmittags 4½ Uhr, öffentliche Versammlung, Beuthstr. 21, 1 Tr.( früher Norbert), großer Saal. Tagesordnung: Vortrag über: Die Lage der Gesellen im Fleischergewerbe und die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation". Referent Reichstags- Abgeordneter Bebel. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale 8, Weften. Sonntag, den ( Siebe Juferat der heutigen Summer.) Berichte ersehen, in der Hochschule für Musik eine zu Hunderten Brutale körperliche Mißhandlungen soll sich ein im zählende" Frauenversammlung statt, deren Zweck die Bildung Norden wohnender Lackirermeister R. gegen einen seiner Lehreines dem Männerbunde helfenden Frauenbundes zur Be- linge, den in der Burgsdorfstraße 3 wohnenden 17jährigen Hertämpfung der Prostitution" war. Bezeichnend für die Tendenz mann Schwarz, haben zu Schulden tommen lassen. Infolge dieser Versammlung ist die Thatsache, daß General- Superintendent dieser Mißhandlungen ist der Schwarz nach Angabe seiner Mutter D. Braun die einleitende Ansprache und General- Superintendent und der Hausbewohner gestern derart erkrankt, daß er auf ärztD. Dryander die Schlußansprache hielt, während Pastor Onasch liche Anordnung mittels Kopp'schen Krantenwagen nach der über seine bisherige 6monatige feelsorgerische Thätigkeit unter den Charitee geschafft wurde. Mason Gefährdeten und Gefallenen" im Polizeipräsidium berichtete. Diese Berichterstattung erbrachte einige interessante Daten. Aus derselben Polizeibericht. Am 24. d. M. Nachmittags versuchte eine erfahren wir, daß in den gedachten sechs Monaten 452„ Gefähr geisteskranke Frau in ihrer Wohnung, in der Luisenstraße, sich dete und Gefallene" vom Pastor Onasch feelsorgerisch bedient Vor dem Grundstück Hasenhaide 21 fiel Abends ein Arbeiter zu erhängen. Sie wurde noch lebend aus ihrer Lage befreit. wurden". Die Erfolge dieser feelsorgerischen Bedienung" waren beim Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Arbeits- vember( Zobtenfeft), Nachmittags 4% Uhr, öffentliche Versammlung für Männer die, daß 70 von den 452 Gefährdeten und Gefallenen" in Ber liner Rettungshäuser und in Dienst gebracht wurden, während wagen zur Erde, wurde überfahren und am Fuße so bedeutend und Frauen. Bortrag des Genoffen Dr. Wölfel. 79 zu den Ihrigen zurückkehrten. Die in Rettungshäusern" Urban erforderlich wurde. verletzt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. Movember, Bormittags 10% Uhr, Rosenthalerstr. 38( zum Todtenfest), Vortrag über: Alte und neue Auf dem Stettiner Bahnhofe ver- Unsterblichfeit". Untergebrachten dürften wohl den größten Theil der 70 aus: suchte ein Kaufmann fich zu erschießen. Er verlegte sich jedoch machen. Daß diese tlösterlichen Rettungshäuser" die von ihnen nur leicht an der Schulter. erhoffte Befferung" zu erzielen vermöchten, darf wohl füglich kleine Brände statt. Im Laufe des Tages fanden fünf bezweifelt werden. Gesetzt auch den Fall, daß sie bewirkten, denn für immer daß die Gefallenen" mit den besten Entschlüssen und Vorsätzen wieder ins Leben hinaustreten tönnen sie doch nicht in den Rettungshäusern verbleiben- was nügen ihnen diese, wenn des Lebens Nöthe in alter Weise an Gerichts- Beitung. 26. November, Abends 6 Uhr, bet W. Tränkler, Solmssir. 44, Versammlung. Freie Gemeinde zu Rirdorf und Umgegend. Sonntag, den 26. NoSozialdemokratischer Agitationsverein arnswalde- Friedeberg. Sonntag, den 26. November, Abends 7 Uhr, Versammlung im Lokal von Seehausen, Landsbergerstr. 31, Bortrag, gemüthliches Beisammensein. Theaterverein Briny. Sonntag, den 26. November, Nachmittags 4 Uhr, Sigung bet Müller, Gr. Frankfurterstr. 80/81. Nachher: Vorträge, gefelliges Beisammensein. Privat- Theatergesellschaft Wohlgemuth. Jeden Sonntag: Gigung, Fedelitas mit Konzert und Vorträgen. Privat- Theatergesellschaft Preciofa. Sonntag, den 26. November, Nachmittags 5% Uhr, im Restaurant„ Klubhaus", Ohmgaffe 2. Sigung und Fidelitas. Theaterverein Unikum. Sonntag, den 26. November, Nachm. 6 Uhr, Vergnügungsverein Einigkeit. Sonntag, den 26. Movember, Machmittags 3 Uhr, Generalversammlung bei Bachmann, Dresdenerstr. 45. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekale. Bureau: Kaiserstr. 11, bet Walter, Sigung mit Damen. Often, Solzmarktstr. 69. Montag, den 27. November, Abends 8% Uhr, im Restaurant B. Bodenburg, Kommandantenstr. 10/11, Vorstandssigung. Niedorf. Maurer und verwandte Berufsgenossen. Deffentliche Ber fammlung am Montag, den 27. November, Abends 8 Uhr, im Gaale bes Herrn Kummer, Berlinerstr. 136. Referent Paul Hernover. öffentliche Versammlung statt. Vortrag des Genossen Dr. Beymann.( Slee Achtung, Schuhmacher! Am Montag, den 27. November, findet eine Säulenanschlag.) Vermischtes. fie herantreten und sie der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe wieder in ihr altes Caster" verfallen müssen? Und Nach einer mehrtägigen Verhandlung wurden folgende BerProzek wegen Landfriedensbruch in Clansthal.( Schluß.) find diejenigen, die in Dienst" gebracht worden sind, etwa urtheilungen ausgesprochen: weniger gefährdet als vordem? Die Prostitution rekrutirt sich urtheilungen ausgesprochen: Emil Heberle 6 Monate Gefängniß 5 Wochen Haft( wegen und was für Dienste es sind, zu denen ehemalige Prostituirte Bedrohung, Widerstandes, Ruheſtörung, Unfug), Ernst Heberle gugelassen werden, fann man sich ungefähr denken. Und die 79, 4 Monate Gefängniß, 5 Wochen Haft( Widerstand, Unfug), bie zu„ den Ihren" zurückkehrten? Sind sie etwa gerettet? Th. Lader, W. Christoff 6 Wochen Haft( Ruheſtörung, Unfug, Woher kam es denn, daß sie Prostituirte wurden? War nicht Werien mit Steinen). Schilling, Heiseke, Bänker, Lembke, Fähmet die wirthschaftliche Noth die Veranlassung? Und wenn sie nun zu je 5 Wochen Haft( Ruheſtörung, grober Unjug). Die übrigen in die verlassenen elenden Verhältniffe wirklich zurlickkehren, find Angeklagten wurden fämmtlich freigesprochen. fie dort geborgen? Wir erfahren weiter, daß von dem Rest der nachgetragen: Der Zeuge Rom befundet, daß ein Arbeit. Aus den Verhandlungen selbst seien noch folgende Momente 452 Gefährdeten und Gefallenen" 112 wie der angezogene Bericht sich ausdrückt infolge ihres Lasterlebens" auf An- geber am 9. Juni seinen Arbeitern Bier ge= ordnung der Sittenbehörde nach Krankenhäusern hinübergeführt pendet und ihnen gesagt habe, fie follten bie wurden und 181 in ihre alten Quartiere zurückkehrten!! Das Bersammlung sprengen. Dem Angefl. Safe wurde von Neber die Stürme in der Nord- und Ostsee wird der find die Erfolge der„ Bekämpfung der Prostitution", welche sofort eugen bestätigt, daß er die Menge ermahnt hatte, nicht mit Vossischen Zeitung" geschrieben: Jeder Tag bringt neue Nach72 tugendfame Damen dazu begeisterten, ihren Eintritt in den Beugen Senator Tegtmeyer, der auf Antrag der Vertheidigung in der Ost- und Nordsee angerichtet haben. Wie aus KopenSteinen zu werfen. Sehr wichtig sind die Aussagen des richten über die furchtbaren Verheerungen, die die letzten Stürme Frauenbund" zu erklären. Da aber die Bekämpfung der Pro- vernommen wird. Derselbe sagt aus: Einige Tage vor dem hagen geschrieben wird, haben nicht weniger denn 49 Fischer an fitution ein ziemlich heitles Ding ist und dabei die Sittlichkeit 11. hatte eine konservative Wahlversammlung stattgefunden. Nach der Nordwestküste von Jütland ihren Tod in den Wellen geder eigenen Mitglieder gefährdet" werden könnte, so kann mit derselben haben, wie mir erzählt ist, einige Herren darüber gefunden. Der Jammer an der betroffenen Küste ist groß, die glied bes Frauenbundes" nur jede verheirathete und nicht unter redet, wie verhindert werden könnte, daß in der sozialdemo- meisten der Verunglückten sind Familienväter und hinterlassen 30 Jahre stehende unverheirathete"" chriftliche" Fraut werden, fratischen Versammlung die sozialistischen Redner zu Worte eine zahlreiche Kinderschaar. Die vom Unglück betroffene die notabene einen Jahresbeitrag von mindestens 3 M. zahlt, tämen. Ob eine direkte Berabredung stattgefunden, weiß Gegend liegt unterhalb der Jammerbucht, jener Ginbuchtung wofür dieselben noch die monatlich erscheinenden Frauenblätter" fostenfrei zugeschickt erhalten! Und mit solchen Mitteln will man gesprochen, sondern auch, daß Bergakademiker und Bergschüler von vielem Unglück Kunde giebt, noch niemals ist aber ein ich nicht. Es hat sich dann nicht allein dieses aus des nordwestlichen Jütlands, deren bloßer Name schon die Prostitution bekämpfen! Stehen wir wirklich am Ende des veranlaßt werden sollten, in der sogenannten Versammlung zu Unglück von solchem Umfange eingetroffen. In der Unglücks19. Jahrhunderts? erscheinen. Diese Gerüchte haben große Erregung hervorgerufen, nacht waren zwischen 11-12 wie gewöhnlich alle Fischer auf der besonders unter den Bergarbeitern. Herr Eichler hat, so viel See, aus dem Fischerdorfe Thyland 100 Boote mit etwa vier ich gehört habe, abgelehnt, den Vorsiz in der Versammlung, über- hundert Mann. Plöglich sprang der Wind nach Nordost um nehmen zu wollen. Wer sich bereit erklärt hat, weiß ich nicht. und die Wogen begannen hoch zu gehen. Der Küstenwächter bei Klitmöller gab, als er das steigende Meer wahrnahm, das Signal: Komm an Land! Raum waren aber die Laternen gehißt, als fich " Eine Organisation der Beamten und Arbeiter der Stadt und Ringbahn ist gegründet worden und zwar anschei nend unter hoher Protektion der Verwaltung. Wenigstens hat diese sich tereit erklärt, den organisirten Beamten und Arbeitern reie Fahrt, Bersammlungslokale und- Redner zur Verfügung Der Apotheker Brömel muß zugeben, daß er zum Verlassen des Saales aufgefordert worden sei, er ist auch zugegen b«e Lage in grauenerregender Weise verschlim inerte. Als er alle drei Laternen in Dreieckform hißte, was bedeutet, daß eine Landung unmöglich ist, befanden sich die Boote bereits in der Brandung, die mit furchtbarer Gewalt über die Sandbänke gegen das Land ging. Diese Sandbänke brachten vielen Boten den Untergang. In Saßnitz auf Rügen hat die Sturm- sluth ungeheuren Schaden angerichtet. Am 20. d. M. gingen die Wellen der See bei Nordostwind haushoch. Ein großer Theil der Bewohner und Hasenbeamten befanden sich Nacht über auf den Küsten. Bote und Fischerkähne wurden im Hafen durch gegenseitiges Anprallen zerschmettert, andere losgerissen und fort- getrieben. Die neue große Landungsbrücke, die im Frühjahr er- baut wurde, ward zerstört, ebenso ein großer Theil des Warmbades und des Damenbades. Tie ganze Promenade von Saßnitz bis zu den Wissower Klinken ist unterspült und fortgerissen; meter- hohe Ausschüttungen von Feuersteine», Seetang, Palken, Sparren und Holztrümmern erheben sich aus den Küsten. Ein Theil der Hafenanlagen und Zementschuppen waren unter Wasser gesetzt, ebenso die gesammte Hafen- und Jnselmole, von welch letzlerer nur die große Laterne zeitweise zum Vorschein kam, die noch von der Nacht her brannte und zu der kein Zugang war. Tags darauf war das Wetter wundervoll; kein Lüftchen regte sich; die See lag sanft da wie ein tiesbluugrüner Spiegel und war weit zurückgetreten. Nichts in der Natur erinnerte an den gestrigen Aufruhr des nassen Elementes, das da brüllte und wüthete wie eine losgelassene wilde Bestie. Nur die traurigen Vernichtungs- spuren gemahnten an den Wuthausbruch des Meeres. Hauseinstur�. Düsseldorf, 25. November. Gestern Abend 6 Uhr ist in der Ackerstraße ein dreistöckiger Neubau ein- gestürzt. Fünf Arbeiter wurde» unter den Trümmern be- graben; zwei davon waren sofort todt, drei sind lebensgefährlich verletzt. Die Cholera. Breslau, 24. November. Wie die „Brcslauer Zeitung" aus Gleiwitz berichtet, ist in dem be- nachbarten Trynek am Bußtage ein neuer Cholerafall mit tödl- lichem Ausgang vorgekommen.— K o n st a n t i n o p e l, 24. No- vember. Von gestern bis heute Vormittag starben an der Cholera in Konstantinopel und Umgebung 39 bezw. 9 Personen; von den früher erkrankten Personen sind 9 gestorben und 15. genesen.— Petersburg, 24. November. An der Cholera erkrankten bezw. starben: Vom 21. bis zum 23. d. M. in Petersburg 18 bezw. 7, vom 11. bis zum 18. d. M. in Warschau 1 bezw. 1, in Kronstadt 2 bezw. 2, rn den Gouvernements Kowno 49 bezw. 7, Livland 12 bezw. 15, Minsk 3 bezw. 4, Pskow 3 erkrankt, Radom 4 bezw. 1, Petersburg 14 bezw. 3. Smolensk 9 bezw. 2, Cherson 55 bezw. 32, vom 29. Oktober bis 3. November in Tula 77 bezw. 27, vom 29. Oktober bis 11. November in Podolien 145 bezw. 75.— Agram. 25. November. Infolge der feuchten und warmen Witterung ist die Cholera in Esseg in der Zunahme begriffen. Vviekkayen vev Nedaktion. A. Knoll.„Sozialdemocraten", Christiania. L. W. i>8. Zum Selbstunterricht in der deutschen Sprache eignen sich„Sander's Deutsche Sprachbriese", die Sie in jeder Buchhandlung bekommen. H. W, Linde», lieber Pseifenfabriken haben wir kein Urtheil. Vielleicht giebt Ihnen der Vorstand der Tabakarbeiter- Genossenschast, Hamburg-Eimsbüttel, Schäserstraße 19, Auskunft. Hausdiener. Redaktionelle Hinweise auf Versammlungen können mir nur in Verbindung mit Aufrufen u. s. w. bringen: in diesem Fall müssen wir Sie aljo auf den Jnseratentheil ver- weisen. Leser des„Berliner Tageblattes". Sie haben ganz recht, wenn Sie meine», daß die industriellen Wunder, über die Herr Wentscher aus Chicago dem„Berliner Tageblatt" be- richtet, in Europa nicht so unbekannt sind, wie in der Redaktion des Tageblattes. Endlose Handtücher giebt's auch bei uns in vielen Cafee's und Fabriken. Und die elektrische Zahlmaschine wurde auch schon bei der letzten österreichischen Volkszählung benutzt. St. 21 B. Nein. E. B., Rummelsburg. I. Ohne daß Sie verklagt sind, kann keine Pfändung stattgefunden haben. 2. Nur die durchaus unentbehrlichen Gegenstände zu pfänden, ist ein Gerichtsvollzieher behindert. 3. Die Ehefrau muß schleunigst auf Freigabe klagen. C. R., Tischler. Ihnen ist schon einmal mitgetheilt wor- den, daß uns ein Arbeiterverein in Mexiko nicht bekannt ist und daß wir auch nicht zur Auswanderung dahin rathen können. E. K. Artikel eingetroffen. Näheres brieflich. Edelweiß 100. Der Standesbeamte hat sich bei der Heirath nicht danach zu erkundigen, ob das Mädchen ein Kind besitzt. Antwort ist daher unnölhig, falsche Antwort unerheblich. Mantlcr I. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Reinert. Nein. Blumenkorb 22. Zu 1 und 2: Nein. K. L. 100. Amtsgericht Berlin I, Neue Friedrichstraße 13, 10-1 Uhr. I. L. 100. Die Uebung fällt nicht aus. C. H. 100, In Berlin und in der Mar! besteht keine Gütergemeinschaft. R. B. 100. Schaffen Sie sich ohne Vereinsbildung ge- meinschafllich(zu gemeinschaftlichem Eigenthum) eine Bibliothek an und benutzen dieselbe gemeinschaftlich, so geht das die Polizei nichts an. Genosse 2. Wahlverein. Das läßt sich so nicht sagen. F. Sch. Es kommt lediglich darauf an. ob einem Zeugen Glauben geschenkt wird. Eine bestimmte Anzahl von Zeugen ist für den Nachweis eines Meineides nicht vorgeschrieben. M. B. Beleidigungsklage ist zulässig. Kutscher 100. 1. und 2. Schadensersatzpflicht liegt vor, wenn Ihrerseits eine Verschuldung vorliegt. Eine Klage wäre zweifelhaft. kein keilZellen» Kein Handeln, sondern streng feste, sehr billige Preise. von Ausverkauf Knaben-Mäntel wegen überfüllter Läger, zu erheblich herabgesetzten Preisen. Alle Preise sind in Zahlen an den Waaren ausgezeichnet. Geschäftshäuser Baer Sohn Herren- und Knaben- Kekleidnug. 1. Glesekakts-Hans: 2. Geschäfts-Haus: 3. Geschäfts-Haus: 24a. Chausseestr. 24a. 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. Frankfurter str. 16 �||fr(U0|fc unter Leitung eigener erster Meister, aus deutsche» u. englischen Stoffe», Fernere Preist find herabgesetzt und kommen«nstre« Kunden zu Uuheu. Unser Uuhe» ist klei»er. �Vinter-Paletot, Double, schönes Futter, 15,-, 12.-. 10 Mk. 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Sie haben ursprüng- den tritt nur in Funktion, wenn es unmöglich ist, sonst eine Verlich die Frage einer Reduktion der zuletzt gezahlten Löhne als barung zu erzielen." indiskutabel, diese Löhne, resp. Lohnsäge als unbedingtes Minimum Aus diesen Worten spricht eine durchaus gesunde, tampfes London, 23. November 1893. bezeichnet. Erst ziemlich am Ende des Lockout- Anfang No- muthige Stepfis, die garantirt, daß der Kompromiß vom 17. ds. Wie ich aus der vorgestrigen Nummer des Vorwärts" vember gingen sie soweit, die unverkürzte Fortzahlung der tein fauler Friede für die Arbeiter ist. Im Augenblick haben ( Nr. 274) ersehe, herrschen über die Natur des Friedensschlusses alten Löhne blos bis 1. April 1894 zu verlangen, dagegen vor- die Bergarbeiter das, wofür sie gekämpft, und wenn man zwischen Bergarbeiter Föderation und Grubenbefizer Romitee zuschlagen, daß die nach jenem Datum zu zahlenden Löhne von versuchen sollte, es ihnen wieder zu nehmen, dann noch einige Unklarheiten im dortigen Publikum sehr natür- einem Einigungskomitee vereinbart werden und nicht unter wars ein Waffenstilstand, den sie dem Gegner abgezwungen. lich, thut doch die hiesige kapitalistische Presse, aus der die Korre- 30 pet. über den Standardsay, resp. 71/7 pet. unter dem Derselbe wird es aber nicht so bald auf eine Erneuerung des spondenten für das Festland ihre Informationen beziehen, ihr jetzigen Sah sein sollten. Gegen dieses lettere Zuge- Kampfes ankommen lassen. Moralisch haben die Arbeiter unMöglichstes, die Sache zu verdunkeln, soweit der Wortlaut der ständniß bedeutet die jetzige Abmachung, daß die Frist für bedingt gefiegt und fattisch haben sie, wenn es auch nicht dazu getroffenen Abmachungen dies nur erlaubt. die unbedingte Zahlung der alten Löhne etwas ver gekommen ist, daß sie dem Gegner die Kniee auf die Brust Die Letzteren find furz zusammengefaßt folgende: Die Ar- fürzt, die Frage über was später werden soll, gefezt haben, denselben aus allen seinen Hauptpositionen getrieben. beiter erhalten bis 1. Februar 1894 die vor Beginn des Lockouts ganz und gar dem Einigungskomitee überlassen wird. Wie sie dies erreicht, darüber könnte man ein ganzes Buch geltenden Löhne fortbezahlt. Die Frage, welche Löhne nach Die Fristverkürzung ist absolut unbedenklich. Kein Mensch bildet schreiben, und es würde weder das am wenigsten lehrreiche, dem 1. Februar gezahlt werden sollen, wird einem Ginigungs- fich ein, daß bis zum 1. Februar die Preise schon wieder auf noch das am wenigsten interessante Buch werden. Sind fomitee überwiesen. Dieses Komitee soll aus je 14 Vertretern den Status des legten Sommers gefallen sein werden. Die Zu- doch über viel weniger wichtige Feldzüge ganze Bibliotheken der Arbeiter und der Unternehmer und einem Unparteiischen Stimmung zum Einigungskomitee ist nur eine Bestätigung des geschrieben worden. Hier will ich nur noch aus den bestehen und für mindestens ein Jahr amtiren. Seine Novembervorschlages, aber feineswegs ein Abgehen vom früheren heutigen Blättern zwei für die Beleuchtung dieser Frage erste Sigung findet am 13. Dezember dieses Jahres Standpunkte. Wogegen die Arbeiter sich vor Beginn des Lockout charakteristische Thatsachen mittheilen. Die heutige Nummer des im Westminsterpalast- Hotel in London statt. Die Wahl des Un- und während desselben gewendet, war, ein Schiedsgericht oder Daily Chronicle" verzeichnet unter andern Beiträgen für die parteiischen, der feiner der beiden Interessengruppen angehören Schiedsrichter, darüber entscheiden zu lassen, ob und welche Lohn- Arbeiter und ihre Familien zwei à 10 000 m.( 500 Pfd. Sterl.), darf, bleibt in erster Linie den 28 Delegirten der Arbeiter und reduktion der Stand der Preise rechtfertige. Damit, meinten sie der eine anonymn, der andere von den Inhabern eines UhrenUnternehmer überlassen. Können sich diese vor der ersten sehr richtig, gäben sie sich von vornherein aus der Hand. Das geschäfts in der City. Und aus Wakefield( Yorkshire) schreibt Sigung nicht über die Person desselben einigen, so werden sie jeßige Einigungskomitee ist etwas durchaus davon Verschiedenes. der dortige Vikar, der an der Spitze des lokalen Hilfskomitee für den Sprecher des Hauses der Gemeinen ersuchen, einen solchen Es hat einfach die Vollmacht, über die mit und nach dem die Familien der Ausgesperrten steht- und solche Komitees zu ernennen. Der Unparteiische führt den Vorsiz im Komitee 1. Februar 1894 zu zahlende Lohnrate von Zeit zu Zeit zu be- bestanden überall, im Revier von Cannocke Chase( Staffordshire) und hat gegebenen Falls die entscheidende Stimme. stimmen". Nach welchen Marimen es dabei verfährt, ist völlig wurden allein 7000 Pfd. Sterl. für Unterstüßungszwecke aufihm überlassen. gebracht an das obengenannte Blatt:„ Viele von uns, die in den legten Monaten Tag und Nacht gearbeitet, mußten sich vorwerfen lassen, daß sie die Arbeiter vom Nachgeben abhalten". Ich glaube feinen Augenblick, daß das richtig ist. Der tägliche Verkehr mit ihnen überzeugt jeden, daß fie ausgehalten hätten, auch wenn das Publikum keine Theilnahme bewiesen hätte." Es wird dem Leser ein leichtes sein, beide Thatsachen in Ginklang zu bringen. Soziale Ueberlicht. J. A.: P. Struck, Feldstraße 18. Diese Abmachungen sind von den Vertretern der Arbeiter Föderation wie von denen der Unternehmer unterzeichnet und Damit ist scheinbar nur die Enscheidung über die prinzipielle fernerhin von einer Delegirtenkonferenz der Bergarbeiter, die am Frage, um die es sich beim Lockout drehte, verschoben. Aber die Tage nach der kombinirten Sizung stattfand, einstimmig Art und Umstände dieser Vertagung sind durchaus günstige für anerkannt worden. Eine auf den 7. Dezember nach die Sache der Arbeiter. Was können die Unternehmer, wenn Birmingham einberufene Konferenz wird sich mit der Frage am oder nach dem 13. Dezember die Frage der Lohnfäße vom der Zusammensetzung des Einigungsausschusses beschäftigen. 1. Februar ab verhandelt wird, gegen die Forderung der Arbeiter Bis soweit ist alles klar und bestimmt. Es fann sich also auf Festhalten am Minimallohn im Sinne des„ living wage" nur darum handeln, was diese Bestimmungen praktisch zu be- noch vorbringen? Die Berufung auf die alten Lieferungsdeuten haben. Formell sind sie ein Kompromiß, und es liegt ja auch verträge haben sie aus der Hand gegeben und daß in Zukunft auf der Hand, daß bei der kombinirten Sigung, einberufen und nicht wieder in langsichtigen Kontrakten die Haut der Arbeiter afzeptirt zum Zweck der Vermittlung, nur ein Kompromiß das verkauft wird, dafür ist eben die Einigungskommission da. Ende vom Liede sein konnte. Das wußten Vertreter der Berg- Freilich, wenn hinter den Delegirten der Arbeiter nur eine lose arbeiter im Voraus, als sie auf den Vorschlag der Regierung zusammengehaltene Masse stände, statt einer im Kampfe erprobten eingegangen. Aber Kompromiß und Kompromiß ist zweierlei. Organisation, wenn die Pickard, Woods, Ashton 2c. so gläubige Achtung, Schuhmacher! Zu der am Montag, den 27. No Der Lockout erfolgte, weil Unternehmer und Arbeiter sich Adepten der bürgerlichen Dekonomie wären, wie die Fenwick, pember d. J., bei Bolz, Alte Jakobstr. 75, stattfindenden öffentnicht einigen konnten, was angesichts des Preisfalls auf dem Burt und Genossen, dann wären von der„ Einigungskommission" lichen Versammlung werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich Rohlenmarkte zu geschehen habe. Die Arbeiter erklärten, die eher Enttäuschungen zu erwarten. Aber die Genannten und die und pünktlich zu erscheinen. geltenden Löhne seien für die Minimallöhne, unter die sie nicht hinter ihnen stehenden Arbeiter haben in diesem Riesenkampf Die Agitationstommission der Schuhmacher heruntergehen würden, zu jedem anderen Mittel 3. B. Ein den Beweis abgelegt, daß sie jeden Fußbreit Boden mit hartBerlins und Umgegend. schränkung der Produktion böten fie gern die Hand. Die näckiger Bähigkeit vertheidigen werden, und sie haben, wenn Unternehmer bestanden auf Lohnreduktion, und haben dies Ver- nicht das Publikum, so doch einen so großen Theil des Publilangen auf allen folgenden Konferenzen aufrecht erhalten, auch fums dabei auf ihrer Seite, was auch nicht zu unterschätzen ist. als die Preise schon infolge des Lockout bis über das Freilich ist da noch der Unparteeische, und da der gewöhnDoppelte des Sazes, den sie ursprünglich hatten, ge- lich aus den Kreisen der Besitzenden genommen wird, so ist es stiegen waren. Da sie noch Lieferungen zu den niedrigen mit ihm gewöhnlich eine etwas bedenkliche Geschichte. Indeß Preisen auszuführen hätten, müsse mindestens zunächst werden sich die Arbeiter erstens nicht den ersten besten Bourgeois auch zu niedrigen Löhnen gearbeitet werden. Sie hatten erst aufoktroyiren lassen, und zweitens fönnte auch dieser unter den eine Reduktion in Höhe von 25 pCt. des Standardsages, resp. bewandten Umständen nicht nach Willkür verfahren, dazu ist die 18 pt. der zuletzt gezahlten Löhne verlangt, reduzirten im Ot- Sache der Arbeiter heute zu start. fober die Forderung auf 15 pCt. refp. 10 5/7 pt., und kamen Kurz, die Zustimmung zum Einigungskomitee steht weder im zulegt Anfang November mit dem Vorschlag heraus, diese Gegensatz zu der bisherigen Taltit der Bergarbeiter- Föderation, Differenz bei einer Bank zu deponiren und einen Unparteiischen noch läßt fie für die nächste Zukunft eine den Arbeitern un entscheiden zu lassen, ob und wie viel davon ihnen resp. den Ar günstige Wendung der Sache befürchten. Und es handelt sich beitern zukomme. Jetzt ist auch dies Verlangen aufgegeben und dabei nur um die nächste Zukunft. Die Leiter der Föderation Gegen die Beschränkung des Kolportage- Buchhandels, insoweit haben die Arbeiter ihren Willen durchgesezt. Gerade sind sich dessen durchaus bewußt, daß fie die Waffen noch lange wie sie in den Anträgen des Zentrums gefordert wird, hat der das Umgekehrte von dem, was die Unternehmer verlangten, nicht aus der Hand legen dürfen. Die Bergarbeiter- Föderation", ständige Ausschuß der Deutschen Schriftsteller- Genossenschaft eine geschieht. Sie wollen erft Unterwerfung der Arbeiter unter sagte Sam. Woods am Montag einem Berichterstatter, war nie agitation eingeleitet. In einer Versammlung, zu der auch die die Doktrin, die Preise des Produks bestimmen die Löhne, und gegen Ginigungsverhandlungen zwischen den beiden Parteien, Bereinigung Berliner Zeitschriften- Verleger und Vertreter aller dann Berathungen über das Weitere, während jezt ohne Rück- aber sobald die dritte Partei dazwischentritt, um ihnen Ent- Buchhilfsgewerbe zugezogen waren, wurde eine diesbezügliche sicht auf Lieferungsfontrafte mit den alten Löhnen begonnen scheidungen aufzuzwingen, hört das Einigungskomitee auf und Resolution angenommen. und erst nachher entschieden wird, wie es fünftig mit den Löhnen es wird ein Schiedsgericht daraus. Gegen ein solches hat die sein soll. Arbeiter und Regierung. Daß unsere Regierung sich Föderation allerdings bisher Einspruch erhoben und erhebt sie voll und ganz als„ Kommis der befizenden Klassen", den Freilich erleiden sie dabei keine materiellen Verluste. Sie sind noch Einspruch, es sei denn, daß 1. ein Minimallohn prinzipiell Arbeitern gegenüber als Anwalt der Unternehmer" fühlt, zeigt durch den Verkauf ihrer Vorräthe und der nicht fontrattmäßig zugestanden ist und 2. das Einigungskomitee absolut nicht vermocht sich wieder einmal in der Antwort, welche der preußische veräußerten Förderung zu den Nothstandspreisen soweit gedenkt, hat, die streitigen Punkte beizulegen. Die Natur des jetzigen Handelsminister, Herr von Berlepsch, einer Deputation des daß sie meist noch Extraprofite machen. Aber das ist zur Beit Einigungskomitee's ist in dreifacher Hinsicht bedeutungsvoll: deutschen Photographen- Vereins in Sachen der Sonntagsruhe eine Nebenfrage. Faktisch ist in diesem Punkt das geschehen, 1. Es ist ein Experiment; 2. es hat nur 12 Monate zu leben, ertheilt hat. Nach Anhörung der naturgemäß einseitigen Darwas die Arbeiter wollten und die Unternehmer als unannehmbar wenn ihm nicht durch die Zustimmung beider Parteien neues stellung dieser Unternehmer- Deputirten, welche um zubilligung bezeichneten. Leben eingeflößt wird; 3. das entscheidende Votum des Vorsigen- der Ausnahmen der§§ 105 c und 105 e, also ungenirt um die Sonntagsplauderet. " " stehend aus den Herren Prof. Bücher, Prof. Miastowsty Der Verein für Sozialpolitik hat eine Kommission, bes und Handelskammer Sefretär Gensel in Leipzig, eingesetzt, welche vermitteln soll, ob das Handwerk gegenüber der Großindustrie überhaupt lebensfähig sei. Für jeden Zweig des Handwerks foll festgestellt werden, welches seine wirthschaftlich- technische Grundlage, seine besonderen Betriebsformen und sein natürliches Absatzgebiet sind. Es wird sich bei diesen Erhebungen in der Hauptfache um die Rohstoffbeschaffung, die Verwendung der Arbeitskräfte, das erforderliche Kapital, Die Herstellungsweise, Form und Umfang des Absages und um die vorhandenen Kreditverhältnisse handeln. " in Einer seiner niederen subalternen" Angestellten hat was sein Herr ihm gebiete. Verstohlene Verstohlene Wünsche, sich vielleicht dreißig Jahre lang und darüber bei ihm furze Andeutungen seines Gebieters zu erfüllen, das war gepladt. Im grauen Einerlei unerquicklicher, nervenauf sein Lebensmühen. Als wäre er nie in die Schule streberIn veralteten Romanen und Komödien giebt es eine reibender Arbeit bei spärlicher Entlohnung war er alt und hafter Verschlagenheit gegangen, so biederherzig wußte er Lieblingsfigur, die des kreuzbraven Bedienten, der alles müde geworden. Kaum jemals ist ihm der„ olle, ehrliche" brein zu sehen und nach den Absichten des Allgewaltigen Leid und Freud seiner Herrschaft mitempfindet, der die Verleger menschlich nahe getreten. Wo soll auch solch zu sprechen. Und so rühmte er den Segen des Handwerks Rolle des Vertrauten spielt, und während er die Kleinen großer, vielgeschäftiger Mann Zeit und Muße hernehmen? und seiner harten Stimme versuchte er einen weichen Klang wiegt und die Großen hätschelt, gleichsam als Familien- Die Zeitung ist ihm die milchende Kuh. Ihr Inhalt ist zu geben und gehobenen Lauts sagte er: Meine Herren, glied angesehen wird. Das abgethane Märchen aus ihm gleichgiltig. Vielleicht widert er ihn an. Er ist Mitarbeiter und Ürtantens Zeiten hat längst fein Fünkchen Berechtigung ein preußisch wohlgedrillter, gutgesinnter Mann Genossen! Es Es giebt keine Kulis mehr. und bei uns und am allerwenigsten Tintenfulis. Dies Wort Und der frech genialische Spötter Offenbach bedeutet was in der kastenmäßig aufgebauten Ber- hat ein Beitungsschreiber erfunden, und es hat, als er in der Operette Pariser Leben" zum tollen liner Gesellschaft; und seine Zeitung muß manch- heroftratischer Weise in die Menge geworfen. Wie der beRankan aufspielte, schon deutlich eingesehen, daß Herrschaft mal, freilich nur an seltenen Tagen, aufmucken. Das faunte Herostrates im Alterthum durch schmählichen Unfug und Dienerschaft durch keine innere Theilnahme verbunden betrübt zwar den guten Herrn in tiefster Seele. Aber sich einen Namen machen wollte, so that jener. Und in werden, und daß sie beide ein vollständig gesondertes Leben Wat tann man dorbi dauhn?" Was soll man thun? diesem Tone ging's weiter von der Kraft und der Herrlich führen, selbst wenn der livree- stolzel Jean oder das Kammer- Geschäft ist Geschäft. Wenn sein Angestellter in der langen keit der ernsthaften Zeitungen und der ernsthaften Zeitungstäßchen Fifi sich in komischer Wichtigthuerei nach den Reihe von Jahren nicht forrekt wie eine Maschine gearbeitet schreiber und aller jener Arbeiter, die dem Beruf nahe prunkenden Namen ihrer Dienstherren zu nennen lieben. hätte, der gnädige Herr hättten ihn sicher den Stuhl vor stehen. Also es giebt keine Rulis und am allerwenigsten Aber es giebt immer noch gute Bürgerseelen, die um die Thüre gesetzt. Aber so? Nun hat der Bedienstete" Tintenfulis. Der Herr Chefredakteur hat's gesagt, er, der als alles nicht daran glauben mögen, daß die schönen Märchen glücklich seinen Jubeltag erlebt. Der gnädige Herr will wahrheitsliebend aller Welt bekannt ist. Und er selber hat vielvergangener Tage" nicht in der Gegenwart noch eine neue einmal die gewohnte Unnahbarkeit bei Seite schieben und leicht ein armseliges Leben geführt, über dessen Widerwärtigkeiten Auferstehung feiern könnten. Das heißt, sie machen wohl familiär unter seinen Leuten" verkehren. Den eleganten ihn nur die aufgeblähte Eitelkeit, als bedeute es was, an einen heimlichen Vorbehalt. Sie selber sind keineswegs Schlußrock läßt er daheim und schlüpft in einen gemüth- der Spize eines angesehensten Berliner Bourgeoisblattes" überzeugt, daß die uralte schöngeschminkte Lüge auf einmal lichen Flaus. So was, meint er, macht immer Eindruck. zu marschiren, getragen hat. Sich des eigenen Ünvermögens lebensfräftige Wahrheit geworden sei. Aber zu heiligen Und es kommen die Geladenen, die Setzer und die Komtoir- bewußt sein und Tag um Tag und Stunde um Stunde Zeiten einmal zärtlich- empfindsam thun, sich an die breite schreiber und der Stab der Redakteure. Dies Alles ist mir mühsam um seine Stelle zu kämpfen, immer in Angst, zu Bruft zu klopfen und, Thränen im Auge, auszurufen: unterthänig, schwelgt der Herr Verleger in Jubelstolz und fallen, nach den leisesten Winken seines Herrn auszuspähen Noch sind die kostbaren idealen Güter nicht verschwendet, taum beschleicht ihn die Empfindung, wie wenig herzlichen und zu ihm aufzuschauen, wie zu einem allmächtigen noch ist es den aufrührerischen Maulhelden nicht gelungen, Inhalt die frostige Beremonie hat, und wie der Eine Fürsten, den man haßt, das ist nicht das Loos, das ich das Band der Treue zu zerreißen, das den Unternehmer stumpf und gedrückt, der Andere mit verhaltenem neiden möchte. und seinen Angestellten umschlingt; noch hat die entsitt Spott den Rummet den Rummel mitmacht. Aber die Macht Es giebt keine Tintenkulis, und in derselben Zeitung, lichende Unzufriedenheit nicht die schöne Eintracht gestört" findet immer ihre begeisterten Knechtsseelen. Preisend deren intimes Fest ich zu schildern versuchte, weil es typisch - das macht sich zu feierlich und erhebend. An Jubiläen mit viel schönen Reden ruft man Heil und ist für derlei seichte, von den Unternehmern mit dummtagen von Bediensteten, da kann man insbesondere sich an Ehre dem Fest der Arbeit! Nie ward eine fried schlauem Vorbedacht veranstaltete Arbeiterfeste ist die under Rührseligkeit solcher wundersamen Gemüthsmenschen lichere Versammlung gesehen und in der weihevollsten umschränkte Willkür Gesez. Empörte Gemüther will man erfreuen. Minute tritt er auf, der Generaladjutant des Allgewaltigen, einlullen? Wie thöricht bei aller Schlauheit! Es giebt Weiß und sauber sind die langen Wirthshaustafeln der Reflektateur, der grau geworden über seinem Bult, der teine Tintenfulis, und in ein paar Monaten hat die gedeckt. Heute mag was draufgehn und wenns einen stumpf geworden in dem muffigen Redaktionsräumen, in Zeitung, von der ich rede, ihrer drei oder vier auf die Blauen" tostet. Nun ja, man hat doch auch kein Herz die kaum jemals eine erfrischende Luftwelle gelangt. Was Straße geworfen. Das Beispiel ist lehrreich. Man braucht von Stein und mag den armen Narren gerne einmal einen war sein armseliges Leben? Er hat nie darauf hinhorchen dort einen Kritiker. Das Literaten- Proletariat in Berlin erquicklichen Trunt gönnen. Also denkt der Eigenthümer gelernt, was die Welt um ihn bewegt. Er ist groß. Nun wird einer aus der Bahl der Lauernden einer großen Beitung. hat nur immer ängstlich gespannt, darauf gelauert, und Hungernden mit einem Ruf an die Zeitung beehrt. " Erlaubniß baten, mit ihren Gehilfen den ganzen Sonntag Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Die nächste| mehrere Male für Karius Malerarbeiten ausgeführt zu haben. arbeiten zu dürfen, erwiderte der Minister unter anderm, ohne Verbandsversammlung tagt am Montag, den 27. November, Das letzte Mal, behauptete er, hätte er dem Maurermeister vor auch nur anzudeuten, daß die Gehilfen doch auch erst noch zu Abends 81/2 Uhr, in den Gratweil'schen Bierhallen, Komman- Uebernahme der Arbeit gleich gesagt, daß es mit ihm schlecht hören feien, bevor er etwas sagen fönne:" Der§ 105 e muß dantenstraße 77/79, in der Kollege L. Pfeiffer referirt über das stehe" und daß Karius stets für die Löhne sorgen müsse, erklärt sich derselbe einverstanden habe. Er, Ihnen da jedenfalls zugebilligt werden". Mehr als die Hälfte Thema:" Die Verhältnisse der Schneiderei in Schlesien und womit ihres Wunsches ist den Ünternehmern damit schon erfüllt. Posen und die Erlebnisse auf meiner Agitationstour nach dort". Werzack, habe wegen feiner Zahlungsunfähigkeit fein Karius habe es schließlich Es beweist dieser Vorgang wieder einmal aufs Schlagendste, Einmal wegen des intereffanten Themas, dann auch wegen der Gerüst bekommen können, daß in anderen Gewerben die Arbeiter ihre etwaige geringe Be- stattfindenden Neuwahl der Ortsverwaltung, ist es Pflicht der besorgt; auch seien von diesem Farben 2c. bezahlt worden. Beuge rücksichtigung feiner objektiven Betrachtung einer unparteiischen Kollegen und Kolleginnen, zahlreich zu erscheinen. Nichtmitglieder habe sich als Polier betrachtet. Der Beklagte oder vielmehr BerRegierung verdanken, sondern lediglich ihrem eigenen Busammen- find willkommen. treter der beklagten Firma Marie Karius legt dem Gerichtshof halten, was allein ein bewußtes Vorgehen ermöglicht. Schreien, Die Ortsverwaltung. einen Vertrag vor, den er, wie sich herausstellt, erst mehrere schreien, schreien kann nicht der Einzelne, sondern nur die gefchloffene Organisation. Die geschilderte Mißachtung der Gehilfen tämmere i war bekannt worden, daß den Arbeiterfrauen genannten je nach Fortschreiten der Arbeiten" die vereinbarte Billige Arbeitskraft her! Von der Leipziger Woll. Wochen nach Beginn der in Betracht kommenden Arbeit mit W. geschlossen hat und in welchem er fich verpflichtet, dem Geim photographischen Gewerbe ist aber nur möglich, weil diese kündigt werden sollte. Herren fich im allgemeinen den Arbeitern gegenüber als Gesammtsumme in Raten auszuzahlen. Auf grund dieses Versich Klaffenlage durchgedrungen. Beständig muß ihnen daher von andere Meister vor die Thüre traten mit dem Bescheid, daß nur mehr zu geben, wovon die Folge war, daß auch die Kläger bei der Künstler" fühlen; sie sind noch nicht zur Erkenntniß ihrer vor der Fabrit angesammelt, als der Herr Brandmeister und trages hatte sich der Beklagte berechtigt gehalten, einige Wochen vor kein Geld den aufgeklärten Kollegen des Gewerbes ihre Lage vor Augen geführt und ihnen zugerufen werden: Organisirtnge Leute von 16 bis 19 Jahren angestellt würden und die Mittellosigkeit des Zeugen W. nichts erhielten. Natürlich arbeiteten übrigen sich ruhig entfernen fönnten. Ungefähr 30 junge Leute sie nicht weiter. Urtheil: Das Gericht habe angenommen, Euch! wurden angestellt, und alle verheiratheten Männer und solche daß die Zahlungsunfähigkeit des Malermeisters Merzack dem Eine Bewegung der Dienstmänner scheint in Mün Leute, die von den Soldaten losgekommen waren, mußten ab- Beklagten bekannt war und daß jener nur zwischen geschoben" chen in Fluß zu kommen. In einer Versammlung derselben ziehen. Wie zum Hohn wird den Frauen, deren Entlassung be- Beklagten bekannt war und daß jener nur zwischen geschoben" wurde; ferner, daß die sogenannten Ratenzahlungen froh des wurde beschlossen, sich gegen die Justitutsvorstände beschwerde- vorsteht, auch noch zugemuthet, die Neueingestellten anzulernen. beinahe kurz vor Fertigstellung der fraglichen Arbeiten geschlossenen führend an das kgl. Polizeipräsidium zu wenden. Die Beschwerde mit welch bitteren Gefühlen müssen dieſe armen Frauen, von Unternehmervertrages thatsächlich nur Lohnzahlungen waren und refultirte sich hauptsächlich infolge des den Leuten zur Verfügung denen manche vielleicht jahrelang ihrem Brotgeber" gedient, daß, wenn nicht juristisch, so doch wirthschaftlich gerechnet, die stehenden Wagen- und Karrenmaterials, welches in ungenügender gegen diefen erfüllt werden, da sie jetzt, furz vor Weihnachten, Kläger bei der Firma M. Karius arbeiteten. Dieselbe sei darum Zahl vorhanden sein soll, worin die Dienstmänner eine Schädi- dem Fest der Liebe", aufs Pflaster geworfen werden. Aber gung ihrer Einnahmen erblicken. macht nichts, es sind doch die Sozialdemokraten, welche die Un- 3 verurtheilen, 24,30 m., 30 M. und 44,40 M. an die Kläger zu zahlen. friedenheit schüren." " Vermischkes. Weiteren 56 Steuerrestanten in Burgstädt( Sachsen) ist der Besuch von Wirthschaften untersagt worden. In Summa Arbeiterschutz für Handindustrie. Der Fabrifinspektor weist also Burgstädt 80 Personen, darunter eine Anzahl der freien Stadt Hamburg beklagt in seinem kürzlich erschienenen Frauen auf, die durch Polizeinkas von dem Verkehr in öffent- Bericht für das Jahr 1892, daß die Echutzbestimmungen für lichen Lokalen ausgeschlossen sind, nur weil sie in einer so jammer- Arbeiterinnen der Hausindustrie neue Nahrung geben. Die vollen Lage sich befinden, ihre Steuern nicht entrichten zu können. ungemessene, nicht beschränkte Arbeitszeit, sowie der Wegfall der Der Rubel auf Reiseu? Die„ Kreuz- Zeitung" schrieb in Ein sozialistischer Lehrerkongreß hat, wie die„ Kreuz wie die Saue industrie es ermöglicht, bewegen viele Unternehmer, Kosten für Kranten-, Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung, ihrer Freitagnummer: Zeitung" zu ihrem größten Leidwesen mittheilt, in Haag miter welchen die großen Herren- Kleiderhandlungen speziell ( Holland), also direkt unter den Augen Ihrer Majestäten der genannt werden, alle Massenartikel außer dem Hause anfertigen beiden Königinnen und der Regierung" stattgefunden. Die Lehrer haben auf diesem Kongreß den Grundsatz betont, daß sie zu lassen. außerhalb der Schule das Recht hätten, Politik zu treiben und fomit derjenigen politischen Partei beitreten könnten, deren Prinzipien sie theilen. Wenn die Lehrer somit die Grundfäße der sozialdemokratischen Partei für die richtigen erachten, so tönne industrie. es ihnen nicht verwehrt sein, für diese zu agitiren. Wirklich, zu schrecklich für die Kreuz- Zeitung". Die Tabak- Fabrikatsteuer wirst ihre Schatten bereits voraus. So hat die lithographische Anstalt von Meerwald und Toberer in Schwabach bereits drei Lithographen gekündigt, weil sie befürchtet, daß ihre Spezialität durch die drohende TabakFabrikatstener betroffen und wird die Anfertigung neuer Muster nicht ristiren will. In Harburg haben sämmtliche beim Theaterbau beschäftigten Maurer die Arbeit eingestellt. Die Ursache ist die, daß die Maurer in Afford arbeiten sollten, und zwar bei einem Affordlohnfah, bei dem sie nicht einmal den gewöhnlichen Tage: John verdienen können. Da die Maurer Harburgs schon vor längerer Zeit gegen das Akkordsystem überhaupt Stellung genommen haben, so stellten, da der Unternehmer auf das Ersuchen, nur in Lohn arbeiten zu laffen, nicht eingehen wollte, sämmtliche 29 am Bau beschäftigte Maurer die Arbeit ein. Die beim Van der Zuckerfabrik in Lübz( Mecklenburg) beschäftigten Maurer haben wegen Differenzen mit dem Unternehmer heute die Arbeit eingestellt. Es wird dringend gebeten, den Zuzug fernzuhalten. V Die französische Kohlenindustrie. Die Produktion von mineralischen Brennmaterialien in Frankreich belief sich im Jahre 1892 auf 26 518 860 t, hob sich also gegen 1891 um 523 967 t. Das größte Kontingent stellt das Bassin des Nord und des Pas de Calais, dessen Ertrag sich in 1892 auf 14 699 858 t ftellte, d. h. um über eine Million mehr als in 1891. Dieses Baffin, welches zwei Abtheilungen umfaßt, ist jetzt ein ausgedehnteres im Departement Pas- de- Calais als in dem Nord. Denn ersteres brachte 9 823 894 t im letzten Jahre hervor, letzteres nur 4 875 964 t. Die Mineu von Anzin sind es, welche zur Produktion des Nord das meiste beitragen. Wenn der Herr Fabrikinspektor deshalb, weil das Gesetz lückenhaft ist, sein Bestehen überhaupt beklagt, so müssen wir im Gegentheil die Unzulänglichkeit des Gesetzes bedauern und für deffen Erweiterung eintreten, also Ausdehnung auf die HausOpfer der Arbeit. Nach dem Bericht des Bundes erkehrsamts der Vereinigten Staaten von Nordamerika sind im Jahre 1892 2554 Eisenbahnbedienstete getödtet und 28 267 verletzt worden. Arbeitslosen- Staftistiken gehören jedenfalls zu den hervor. ragendsten Mitteln, die wahre Lage der arbeitenden Bevölkerung zu ergründen, ziffermäßig festzustellen, welch riesige Dimensionen die Arbeitslosigkeit angenommen. Trotzdem aber oder gerade weil dies der Fall, baben es unsere Behörden bisher gefliffentlich vermieden, diesen wichtigen Theil der Sozialstatistik zu pflegen. Das Wenige, was nach dieser Richtung hin in Deutschland geschehen, ist der privaten Initiative der Arbeiterklasse selbst zu danken. Das Leipziger Gewerkschaftskartell hat nun durch Einreichung einer Petition an den Leipziger Rath den Ver such gemacht, diesen zur Vornahme einer Arbeitslosen- Statistik zu veranlassen. In der Petition wird betont, daß zu einer erfolg reichen Durchführung der Statistik die privaten Mittel nicht genügen. Ob die Eingabe beim Rath günstige Aufnahme finden wird, bleibt dahingestellt; es ist sogar sehr zu bezweifeln, denn die herrschende Klasse fürchtet sich, die Wirkungen ihrer " Ordnung" und sei es auch nur in Zahlen, vor Augen geführt zu sehen. Gerichts- Beitung. Guno. Sigung vom 17. November. Eine Reilerei" Getverbegericht. Kammer 11. Vorsitzender: Assessor war die Ursache, daß der Maurermeister Ohrt an einem schönen Morgen eine ganze Bauarbeiterkolonne in die Budike" dirigirte, den Leuten Buch und Karte aushändigte und alle als entlassen bezeichnete, die mitgehauen" hatten. Der sich neut bildenden Kolonne Kammer VIII. Eigung vom 18. November. An die Brust gepackt und rausgeschmissen hatte der Beklagte Neumann den gegen ihn flagenden Herrn Gall, was er durch Zahlung von 36 M. Schmerzensgeld büßen mußte. In dem Pariser Journal" vom 15. November findet sich ein Artikel von Edmond le Roy:„ Rochefort und die Alliance Franco- Russe", der uns den Nachweis bringen will, daß Katkow das unsterbliche Verdienst habe, den Zaren und die russische Diplomatie für die französische Allianz gewonnen zu haben. In Frankreich aber sei es von ausschlaggebender Bedeutung geworden, daß nach einem Frühstück, an welchen Boulanger, Dérouléde, Millevoye und Rochefort von französischer, Herr Cyon von russischer Seite theilnahmen, Rochefort sich bereit fand, feine Opposition gegen Rußland fallen zu lassen. Dies dentwürdige Ereigniß habe im Dezember 1887 stattgefunden. Herr le Roy erzählt den Hergang aus dem Munde Cyons und wir hätten von diesen intern gallo- moskowitischen Dingen keine Notiz genommen, wenn nicht Herr Cyon beiläufig auch die folgende Bemerkung hätte mit unterlaufen laffen: " " In einem Buche, das ich gerade vorbereite, werde ich beweisen, daß die Anschuldigungen der deutschen Presse ( daß nämlich Rußland die französischen Blätter be stochen habe, um die Allianz zu stande zu bringen) ganz unwahr sind. Gleichzeitig werde ich der Allgemeinen Reichs- Rorrespondenz" und von der" Zukunft" reden, die dem Reptile Harden gehört, und werde beweisen, daß jene Blätter nicht so unab= hängig von der russischen Regierung sind." Spannung auf seine Mittheilungen. Vielleicht erklären fie uus Nun, Herr Cyon muß das wissen, und wir warten mit allerlei merkwürdige Eigenthümlichkeiten der„ Reichskorrespondenz" wie der Zukunft", vielleicht auch die Gründe, welche Herrn Harden zu seiner jüngsten Petersburger Reise veranlaßt haben. und dafür würden wir aufrichtig dankbar sein. " Gemeinsame Schulen für die Jugend beider Geschlechter sind im Interesse der Sittlichkeit und der intellektuellen Entwickelung seit langem schon von den tüchtigsten Pädagogen be fürwortet worden; und in Amerika ist der Gedanke auch bereits zum großen Theile verwirklicht- und zwar mit glänzendem Erfolge. In Deutschland sträubt sich noch der bekannte chinesische wird der" Frankfurter Beitung" unterm 17. d. aus Bern ge= Nationalzopf. Nicht so philisterhaft ist man in der Echweiz. So schrieben: Der Gemeinderath der hiesigen Stadt hat die Bewilligung ertheilt, Mädchen ins städtische Gymnasium unter denselben gefeßlichen Promotionsbedingungen wie Knaben aufzunehmen. Ferner verlangt der Gemeinderath, daß der Unterricht für beide Ge schlechter gemeinsam ertheilt werde, ein besonderer Unterricht für Mädchen also ausgeschlossen sei. Zu den Klassen des Progymnasiums werden Mädchen nicht zugelassen. Die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium soll den Ausweis darüber liefern, ob die betreffenden Mädchen die nöthige Befähigung besitzen, um später die Maturität bestehen und mit Erfolg einen wiffenschaftlichen Beruf erlernen zu können. Die Berner Hochschule ist dem weiblichen Geschlecht bereits geöffnet. Man hält das Zusammenarbeiten von Jünglingen und Mädchem im Gymnasium nach den guten Erfahrungen, die man mit den gemischten Klassen in den oberen Jahrgängen der Primarschule gemacht hat, für durchführbar. wurde ein neuer Führer" gegeben, Nächst dem Bassin Nord- Pas- de- Calais ist das der Loire das bedeutendste. Daffelbe förderte im Jahre 1892 zirka während der bisherige„ den Zweiten" machen sollte". Dieser 3 500 000 t, 250 000 t ungefähr weniger als im Jahre 1891. war damit nicht einverstanden und wurde wegen unrechtmäßiger Das Bergwerk des Gard ergab im vorigen Jahre über 2 000 000 t, Entlassung flagbar. Ihm schlossen sich noch drei Bauarbeiter an, welche sich ebenfalls für unrechtmäßig entlassen das von Bourgogne und Nivernais nahezu 2 000 000 t, das von hielten. Betreffs des Kolonnenführers Br. wurde durch Tarn und Aveyron 1300 000 t und Boubonnais 1 160 000 t. Die anderen sechs Koblenbassins produzirten je 150 000 bis Gidesleistung eines Zeugen vom Gerichtshof als erwiesen 300 000 t; Holztohle liefert hauptsächlich das Bassin der Pro- angenommen, daß mit ihm die Kündigung ausgeschlossen vence, deffen Produktion sich gegen 1891 verringerte; fie belief war, und er verfiel deshalb der Abweisung. Der Abgewiesene fich auf 437 000 t. hatte behauptet, er wisse nichts davon, daß ihm gesagt sei( BeDie Kohlenproduktion Frankreichs vertheilt sich auf 89 De- fundung des betr. Beugen), er habe feinen Anspruch auf Ründis partements. Trotz dieser reichen Ausbeute werden in Frankreich Aung und solle ein Gleiches mit den Arbeitern seiner Kolonne noch große Mengen Rohlen eingeführt. ausmachen; darum habe er auch mit keinem derselben die Kündigung ausgeschlossen. Die Bauarbeiter R. und St. wurden gleichfalls abgewiesen; ein Beuge hatte beschworen, sie seien zum WeiterDer Mann hat vielleicht Jahre lang ein Zigeunerdasein arbeiten aufgefordert worden. Die Verhandlung der vierten voll Entbehrungen geführt. Endlich winkt ihm die Hoff- Sache mußte vertagt werden, weil die Vernehmung des„ neuen" nung, zu leben, die Luft, fich bethätigen zu dürfen. Er Kolonnenführers sich als nothwendig erwies. thut, was seines Amts ist. Er müht fich ehrlich, zu be haupten, was ihm zugefallen war. Aber er hat einseitig mur Briefkaffen der Redaktion. Pflichten übernommen, und fein Recht wurde ihm zu theil. Vertrauensmann Trier. 1. Es darf ein Haufirer feines, Er wird entlassen, nach nach acht Tagen, wenn's dem kuliläugnenden Chef beliebt; und und so Ter Packer Fidding sollte seinem Arbeitgeber, dem Apotheker wegs behindert werden, auch ein stehendes Geschäft zu betreiben geht's Ehrenfeld, den Nachweis über seine täglichen Leistungen liefern führend über die erfolgte Behinderung an die höhere Polizeioder in solchem thätig zu sein. Wenden Sie sich beschwerdeeinem, wie dem anderen. Wenn das Kunsturtheil er lehnte das aber ab, in der Stimmung, es gehöre nicht behörde mit dem Antrag, den Polizeibeamten zu rettifiziren und dem Brotgeber nicht paßt: hinans mit dem ungeberdigen zu den Obliegenheiten, zu denen ihn seine Stellung Burschen! Wenn er nicht Brillanteres schreiben kann, für verpflichte. Der Chef war anderer Ansicht und entließ ihn. Die ihm für die Zukunft zu untersagen, Sie zu behindern. 2. In Preußen fünf Pfennige die Beile: hinaus mit dem vordringlichen Folge beider Erscheinen vor den Schranken des Gewerbegerichts. können außerhalb der Wahlzeit, in welcher bekanntlich die Verbreitung Menschen. Und keine Raße kümmert sich um den Kuli, Der Gerichtshof urtheilte nicht wie der voreilige Apotheker; von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken eine völlig der nach knapp vierzehntägiger Sicherheit wieder Zigeuner legterer wurde von Rechtswegen verpflichtet, 47 m. an den unbehinderte ist, Flugblätter jeder Art unentgeltlich in Wohnungen und geschlossenen Räumen verbreitet werden. Dagegen ist wird. Man raubt ihm vielleicht seinen moralischen Muth, Kläger Fidding zu zahlen. wenn er nicht selber ein trotziger Kerl ist: Der Seßer Gompert flagt gegen den Druckereibefizer polizeiliche Genehmigung erforderlich, um„ Bekanntmachungen, mait Streisand, er verlangt die bekannte Lohnentschädigung. Durch den Plätzen oder anderen öffentlichen Orten zu verbreiten. Beitungen Plakate oder Aufrufe" auf öffentlichen Wegen, Straßen, schädigt ihn mitleidslos, denn der Mann, den man Faktor Heffelbarth auf Aushilfe" engagirt, ohne daß die Kündigung fönnen also überall unbehindert, Flugblätter im allgemeinen rasch fortjagt, muß doch wohl unbrauchbar ausgeschlossen wurde, hielt er sich zu einer Forderung von 29,90 m. sein. Aber, was thut's, es fommen andere Rulis, berechtigt, als er infolge feiner sofortigen, d. h. ohne vorherige Darüber, ob Restaurationslokale öffentliche Orte" im obigen nur in Wohnungen und geschlossenen Räumen verbreitet werden. und zähneknirschend, wenn sie das Zähneknirschen Kündigung erfolgten Entlassung acht Tage arbeitslos war: Sinne find, schwankt die Judikatur. Zur Zeit scheint der noch nicht verlernt haben, fügen sie sich den grausamen Be Troß bestimmten Hinweises des Vorsitzenden auf dingungen der wohlangesehenen, großen Zeitung, des frühere Entschuldigungen des Gerichtes, nach welchen ein und günstigere, an sich allein richtige Standpunkt von den privilegirten Leibblatts der guten Berliner Bourgeoisie und Engagement auf Aushilfe keinen Ründigungsausschluß in fich höheren Gerichten eingenommen zu werden, daß in Wirthsfasse, blieb der gesegkundige Faktor, als Beuge einer faufmännischen Welt, die ihre Gehilfen ebenso brutal nommen, dabei, daß er die Buchdrucker- Bestimmungen", ganz häusern die Verbreitung zulässig ist. Indeß- Judikatur wechselt wie Aprilwetter. behandelt. Von einem reichen Emporkömmling, der inommen, dabei, daß er die Buchdrucker- Bestimmungen" ganz Ebel. Der Amtsvorsteher befindet sich im Recht. genau tenne, Aushilfe sei gleichbedeutend mit Ausschluß der Breslau einen Zeitungsverlag erwarb, wird erzählt, er habe kündigung, er habe über ein Jahr auf Aushilfe" einmal geEine Abonnentiu. Bei der Reichsbant. einmal einen Freund in seine Redaktion geführt und ihm arbeitet und ganz gut gewußt", daß er jederzeit ohne besondere Mehrere Parteigenossen Prinwalt. Uns ist von einer die Redakteure, darunter auch ältere Männer, vorgestellt: Abmachung entlassen werden uz Der Beklagte verstand sich dazu, 20 m. freiwillig zu geben, worauf der Kläger " Dies sind meine jungen Leute." einging. so des fonnte. ver: Angelegenheit Luß nichts befannt. nur als Juferat aufgenommen werden. Orts- Krankenkasse der Gastwirthe. Ihr Eingefandt kann A. S. Die Höhe der Gesinde- Vermiethungsgebühr hängt von der Verabredung ab. B. Zum dritten Male: Rellner unterstehen der GewerbeOrdnung, nicht der Gesinde- Ordnung. Unsere jungen Leute!" Das ist auch der Wiz der Berliner Kaufmannschaft, die ihre Kommis zuerst zu prole- Sigung vom 23. November. Rammer III. Vorsitzender: tarifiren weiß und dann heuchlerisch und frömmelnd aus Affeffor Guno. ruft: Ach, unsere jungen Leute haben ja doch kein Familien Rückständigen 2ohn beanspruchen drei Maler von leben, wir entziehen sie also der Familie nicht, wenn wir sie der Firma M.( Marie) Rarius. Herr Karius, Maurermeister, bis zehn Uhr Nachts beschäftigen. Das ist ihnen bekömm will als Vertreter der Firma M. Karius nicht zahlen. Dieselbe lich, denn sie brauchen fein Geld in den Abendstunden für ſei, meinte er, garnicht Arbeitgeberin der Kläger gewesen, diefe hätten von ihr keinen Auftrag erhalten. Die Arbeit für die sie noch Geld glauben Oberberg. Sobald die Ordnung darunter nicht leidet, ja. ihr Amusement auszugeben und dann ist ihre Moral auch beanspruchen zu dürfen, sei von der Beklagten an den Malermeister Buchdrucker. Sie müffen die Wohnung gemeinsam nicht gefährdet. Hündisch wie diese Welt, so hündisch ist Werzack vergeben worden, in Raten hätte dieser fie bezahlt er- miethen: dann haben alle, sonst selbständig über 24 Jahre alte ihre Presse. Alpha. halten. Werzad, als Beuge vernommen, fonstatirt, schon Familienmitglieder, das Wahlrecht. Paul L. Die Polizei hat fein Recht, Mitglieder zu streichen. Befchinugt sie danach ihre Liften, so ist das für die Mitglieder und für den Verein gleichgiftig und geht diese nichts an. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. islesen Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und empfehlen wir zur Anschaffung: Ferd. Lassalle's Reden und Schriffen. Band III.( Schlußband) unferer neuen Gesammt- Ausgabe. Herausgegeben Don Eduard Bernstein, London. [ 443/2 Mit einer fritisch- biographischen Einleitung: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", sowie mit Vorbemerkungen und kritischen Randnoten versehen. Der erste Band enthält das Stahlstich- Porträt Lassalle's. 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Viertelsversammlungen. schwieriger werdenden Referentensuche zu überheben und gleichDie regelmäßigen Generalversammlungen zeitig eine systematische Heranbildung frischer Kräfte für die finden alle Vierteljahre nach Beginn des Quartals statt. Außer Agitation zu ermöglichen. Wie jetzt das Versammlungswesen in ordentliche Generalversammlungen sind auf Vorstands- Berlin gehandhabt wird, tommt es dazu fast garnicht. Sehr beschluß einzuberufen, oder wenn der vierte Theil der Mitglieder viel Kräfte bleiben brach liegen, die nur der Aufmunterung be Die Ginberufung fordert. In diesem Falle muß zugleich an dürfen. Etwaigen Bedenken wegen der Durchführbarkeit eines gegeben werden, worüber die beantragte außerordentliche General- folchen Planes fann man entgegen halten, daß Aehnliches mit versammlung beschließen soll. entschiedenem Erfolge in, weit fleineren Versammlungen bereits ausgeführt wird. Seit längerer Zeit hat sich unter den Berliner Genossen das Bedürfniß fühlbar gemacht, das Parteileben fräftiger zu gestalten. Man ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß die gegenwärtig in der Reichshauptstadt bestehenden Parteiorganisationen ihrem Zweck nicht genügen tönnen. Bekanntlich bestehen neben- Die allgemeinen Mitgliederversammlungen einander völlig getrennt zweierlei Organisationen in ganz Deutsch- werden vom Vorstande nach Bedürfniß einberufen. land. Die eine, das Vertrauensmännersystem, beruht auf dem Die Viertel3- Versammlungen finden in der Regel Organisationsstatut der Partei. Es wird bedingt dadurch, daß zweimal monatlich an bestimmten Tagen statt. die Vereinsgesetze der verschiedenen deutschen Staaten dem Ver-§ 13. Die Referenten für die allgemeinen Vereinstehr von Vereinen untereinander mancherlei Beschränkungen auf- versammlungen werden vom Vorstande besorgt. erlegen, oder ihn, wie in Preußen, ganz verbieten. Der Vorstand Die Diskussionsstoffe für die Viertels Berder Partei kann nach der in Preußen gegenwärtig maßebenden sammlungen und die Referenten dazu werden in den Gesetzesauslegung nicht mit Vereinen, sondern nur fit ein- Viertels- Versammlungen von einem Sigungstage auf den andern zelnen Personen in Verbindung treten. Das hat zur bestimmt. Einrichtung des Vertrauensmännersystems geführt. In jedem Reichstags- Wahlkreise werden nach Abhaltung der Parteitage in Erläuterungen. Den Vorsitz in den Viertelsversammlungen würde in der Regel einer der Beisiger des Vorstandes zu führen haben. Deshalb ist im Statut vorgesehen, daß bei der Wahl je zwei Beisitzer möglichst den Mitgliedern eines jeden Viertels zu entnehmen sind. Doch ist dem Vorstande betreffs der Vorsizführung völlig freier Spielraum gelassen, damit er sich nach den Umständen und Personen richten kann. Es ist ferner baldmöglichst darauf Bedacht zu nehmen, für die einzelnen Viertel Bibliotheken und Lesezimmer einzurichten, in welchen die Parteiliteratur und sonstige Lektüre öffentlicher Voltsversammlung ein oder mehrere Vertrauens- legung des Wahlkreises in vier Abtheilungen, Viertel genannt, lungen gewonnenen ständigen Lokale verwerthen laffen. 1. Die Viertel und Viertelsversammlungen. Die Ber- ausliegt. Häufig werden sich dazu die für die Viertelsversamm männer gewählt, die mit dem Parteivorstand in ständiger Korre- erscheint deshalb rathiam, weil der 4. ebensowohl wie der 2. und Außer den Viertelsversammlungen und den Generalversamm spondenz stehen und im Wahlkreise zur Erledigung aller Partei- 6. Wahlkreis zu groß sind, um die bedeutende, voraussichtlich lungen, die ja weiter feiner näheren Erläuterung bedürfen, soll Angelegenheiten( Wahlen zu Kongreſſen u. dgl.) erforderlichen noch zunehmende Zahl der Mitglieder in ständige Versamm der Verein nun aber auch noch allgemeine Mitglieders Falls öffentliche Versammlungen einzuberufen haben. Neren diesen Vertrauensmännern und ganz unabhängig von möhnen. lungen an ein gemeinsames regelmäßiges Vereinsleben zu ge- persammlungen nach Bedarf abhalten. Sie sollen Die sechs Wahlkreise Berlins lassen sich ihrer Ein- vom Vorstande für den gesammten Verein einberufen werden, ihnen bestehen nun noch überall politische Vereine, in Berlin wohnerzahl und räumlichen Ausdehnung nach in zwei Gruppen wenn es sich um die Beschlußfassung in Partei- Angelegenheiten für jeden der sechs Wahlkreise ein Wahlverein. Da die wich- zerlegen. Die drei Wahlkreise der inneren Gruppe sind seit oder wichtigen politischen Tagesfragen, z. B. Stellungnahme ihre Erledigung fanden, konnten bisher die Wahlvereine zu malige Bewohnerzahl von etwa 100 000 Einwohner hinaus- ringung von Freiheitsrechten handelt. Als Referenten hierfür tigeren Partei- Angelegenheiten alle durch die Vertrauensmänner ihrer Bildung im Jahre 1867 nur unwesentlich über ihre da- gegen drohende neue Belastungen des Volkes oder um die Erfeinem rechten Leben kommen und blieben bedeutungslos für die gewachsen. Sie hatten bei der letzten Reichstagswahl an sozial- würden dann hervorragend sachverständige und rednerisch geEntwickelung der Partei. Das hat dazu beigetragen, daß die demokratischen Stimmen: Parteigenossen ihr Bedürfniß des persönlichen Zusammenschlusses vielfach durch gesellige Vereine mancher Art zu befriedigen suchten und dadurch wieder vom politischen Leben abgezogen wurden. Der 1. Wahlkreis 4069 Stimmen " 3. 5. " 12 732 9729 " außerordentlich stark, in einem Fall um das fünfsache an Bewohnern Dagegen haben die drei äußeren Wahlkreise sich jener Zeit zugenommen. Sie hatten bei der letzten Reichstagswahl an sozialdemokratischen Stimmen: Der 2. Wahlkreis 26 667 Stimmen. n 4. 6. " " " 46 356 51 569 " " schulte Kräfte vom Vorstande zu gewinnen sein. Beschlüsse sollen nur in diesen allgemeinen und in den Generalversammlungen gefaßt werden. Die Viertelsversammlungen, die zum Meinungsaustausch und zur rednerischen Ausbildung der bindlichen Beschlüsse fassen. Mitglieder dienen, dürfen überhaupt keine für den Verein verGanz Wenn nun die Berliner Genossen sich mit der Frage beschäftigen, wie den erwähnten Uebelständen abzuhelfen ist, so müssen zunächst aus praktischen Gründen etwaige Besserungs: 2. Die Bezirke und Bezirksführer. Um eine weitere vorschläge das Vertrauensmännersystem unberührt lassen, da es Dezentralisation der Verwaltung zu ermöglichen, die in Hamein integrirender Bestandtheil der Parteiorganisation ist, nur burg so trefflich bei der Agitation sich bewährt hat, sowie um durch Parteibeschluß geändert werden fönnte, und ehe wir nicht Gelegenheit zum stetigen geselligen Verkehr der Mitglieder unter ein wittlich freiheitliches Reichs- Vereinsgesetz uns erkämpft haben, einander zu schaffen, sollen die Wahlvereinsmitglieder nun noch Der Zahl der für die Sozialdemokratie abgegebenen Stimmen weiter in fleinere Gruppen zerlegt werden. Als Grundlage für voraussichtlich doch in irgend einer Form bestehen bleiben müßte. entsprechend, muß auch bei zweckmäßiger Organisation die Bahl eine solche Eintheilung empfehlen sich die für kommunale Ver Für die Berliner Genoffen liegt also die Frage thatsächlich so: der Wahlvereinsmitglieder eine sehr große werden. Im vierten waltungszwecke bestehenden Stadtbezirke, da diese ein für Wie lassen sich die sozialdemokratischen Wahl Wahlkreis sind es jetzt bereits etwa 1500. Obendrein macht die alle Mal geographisch abgegrenzt sind. Die Neubildung eigener vereine ausbauen, um sie für die Entwickelung räumliche Ausdehnung dieser Kreise die Abhaltung der Vereins- Bezirke würde außerordentliche Schwierigkeiten bieten. der Partei und für die politische Ausbildung versammlungen in einem einzigen ständigen Lokale unrathsam, Berlin zerfällt in 826 annähernd gleich große Stadtbezirke, von der einzelnen Parteigenossen möglichst nut- da sie von den abgelegen wohnenden Genossen schwächer und denen auf den 4. Wahlkreis 78 entfallen. Legt man die gegen bringend zu machen. Diese Erwägungen veranlaßten einige, meist dem 4. Wahl- erschweren aber erfahrungsgemäß ein regelmäßiges Vereinsleben. grunde, so würden auf jeden Bezirk durchschnittlich etwa 20 Mitunregelmäßiger besucht werden würden. Wanderversammlungen wärtige Mitgliederzahl des Wahlvereins der Berechnung zu freise angehörige Genoffen, einmal für den Wahlverein dieses Diese Erwägungen legten eine Theilung des Wahlkreises zum glieder entfallen, deren Zahl sich vermuthlich indeß bald heben Kreises einen Reorganisations Entwurf fertigzustellen, Zweck der Abhaltung regelmäßiger Vereinsversammlungen nahe wird. In Hamburg, mag nebenbei bemerkt werden, ist für um ihn dann der öffentlichen Begutachtung zu unterbreiten. Da und da erschien es denn rathsam, diese Abtheilungen so groß zu Agitationszwecke eine Eintheilung in noch kleinere Bezirke vorges war denn zunächst die Vorfrage zu erledigen, ob es nicht an- bilden, daß sie an Einwohnerzahl annähernd der Größe der nommen. Für Berlin würde im Anschluß an die Stadtbezirke gebracht sein würde, nach Auflösung aller sechs Wahlvereine vorhin aufgeführten drei inneren Wahlkreise entsprechen, für eine Begrenzung der Gruppen auf höchstens 50 Mitglieder ges Berlins einen einzigen neuen Verein an deren Stelle zu setzen. welche eine Zerlegung in Abtheilungen nicht erforderlich ist. nügen. Bezirke, die weniger als 5 Mitglieder enthalten, tönnen Von anderer Seite war auch noch angeregt worden, unter sorgfältiger Berücksichtigung der geographischen Verhält- einem Nachbarbezirk zugelegt werden. die Wahlvereine durch eine größere Anzahl von Bezirksniffe empfahl fich die Viertheilung für den 2. und den 4. Wahl- Berlegung, noch für die Butheilung ein Zwang bestehen. Auch Doch soll weder für die vereinen zu ersetzen. Beide Vorschläge erschienen bei näherer freis, die Sechstheilung für den 6. Wahlkreis, wo sie für gewisse da wird der Vorstand, resp. der Verein, der die Zustimmung zu Prüfung untauglich. Im Organisationsstatut der Partei Zwecke jetzt schon besteht. Die Abtheilungen des 4. Wahlkreises find die Reichstage- Wahlkreise als Organisationseinheiten( z. B. sind in dem Statutenentwurf genannt; für den 2. Wahlkreis für die Beschickung der Parteifongreffe und die Wahl der Verwürden es sein: trauensmänner) festgehalten worden; auch bilden die Wahlen zum Reichstag und die Vorbereitung dazu eine der wichtigsten Aufgaben der Parteiorganisationen. Alle diese Gründe machen es wünschenswerth, daß die Parteigenossen eines Wahlkreises durch eine einheitliche und umfassende Organisation an ein dauerndes Zusammenarbeiten gewöhnt werden. Nachdem in eingehenden Besprechungen über die Grundzüge einer solchen Wahlkreis Drganisationen ein Einverständniß erzielt worden war, haben dann die Unterzeichneten ein Probestatut für den vierten Wahlkreis ausgearbeitet. Unter Fortlassung der nebensächlichen Bestimmungen werden hiermit die auf die Organisation selbst bezüglichen Paragraphen der Deffentlichkeit übergeben, damit, ehe weitere Schritte gethan werden, die Berliner Genossen sich ein Urtheil über die Organisation bilden und ihre Meinung fundthun können, denn es ist zweifellos wünschenswerth, daß in allen Berliner Wahlkreisen eine gleichartige Organisation ins Leben tritt. Die fraglichen Paragraphen, denen eine Erläuterung angefügt ist, lauten: Auszug aus dem Statutenentwurf für den Wahlverein des 4. Berliner Reichstage- Wahlkreises. § 6. Zur Erleichterung der Vereinsarbeit wird der Wahlfreis in vier Abtheilungen zerlegt, welche die Bezeichnung ,, Viertel" führen und zwar sind es: 1. Das Görlizer Viertel,( Stadtbez. 83-86, 88-95, 110-113). 2. Das Köpnicket Biertel,( Stadtbez. 96-109). 3. Das Stralauer Viertel,( Stadtbez. 145, 147 bis 151, 162-177). 4. Das Frankfurter Viertel,( Stadtbez. 146, 152-161, 178-191). Diese Viertel zerfallen in Bezirke, die in der Regel aus je einem Stadtbezirk gebildet werden. befindet. das Friedrichstädtische Viertel( Stadtbez. 21-30, 51-53, 114-117); das Potsdamer Viertel( Sadtbez. 31-50); das Kreuzberg- Viertel( Stadtbez, 54-65, 67-69); das Hasenhaide- Viertel( Stadtbez. 66, 70-78). Die Viertel des 6. Wahlkreises wären: das Schönhauser Viertel( Stadtbez. 218-222, 287 bis 250); das Rosenthaler Viertel( Stadtbez. 228-286, 251 bis 254, 261); ertheilen hat, freien Spielraum haben, sich je nach dem Bedürfniß und den vorhandenen Kräften zu richten. Die einzelnen Bereinsmitglieder können mit leichter Mühe sich aus dem Steuerzettel oder aus dem in vielen Häusern befindlichen sog.„ Stillen Portier" ver gewissern, welchem Stadtbezirk sie angehören. Es soll aber dem einzelnen Mitgliede freistehen, sich entweder der Gruppe desjenigen Bezirks angliedern zu lassen, in dem seine Wohnung oder Arbeitsstätte sich befindet, oder auch einer anderen Gruppe sich anzuschließen. Die Bezirksführer sind für jeden Bezirk auf beendigter Vorstandswahl in der Generalversammlung zu wählen. Vorschlag aus der Mitte der Bezirksgenossen halbjährlich nach das Oranienburger Viertel( Stadtbez. 255-260, Es wird ratbsam sein, nach beendigter Vorstandswahl die Die erste Bezirksführer- Wahl wird einige Schwierigkeiten machen. das Gesundbrunnen Viertel( Stadtbez. 313, 319 Viertelsversammlungen durch Umfrage Liften von geeigneten Generalversammlung zu vertagen und mittlerweile in den bis 326); Kandidaten für diese Aemter herstellen zu lassen. Ist die Organi fation erst einmal durchgeführt, so fallen für spätere Wahlen alle solche Schwierigkeiten fort. 262-278); das Wedding Viertel( Stadtbez. 305-312, 314-318); das Moabiter Viertel( Stadtbez. 285-304). " Tie Bezeichnung, Viertel" für diese Abtheilungen ist Aufgabe der Bezirksführer ist nun zunächst die Ein= gewählt, um die vielgebrauchte Bezeichnung Bezirk" zu ver- tassirung der Mitgliederbeiträge von den Genossen ihres meiden, die zu Verwechslungen mit den Stadtbezirken Anlaß Bezirks. Somit sind sie Gehilfen des Vereinskassirers. Dann geben würde. " Viertel" ist ebenso wie das gleichbedeutende sind sie erforderlichenfalls in den ViertelsversammQuartier" eine alte historische Bezeichnung für Stadtheile, Iungen zur Bildung des Bureaus vom Vorstand herandie von der ursprünglichen Viertelung der Städte her zuziehen. Ihre Theilnahme an den Vorstandssigungen wird rührte, jetzt aber nur noch, wie beim Spandauer Viertel, gleichfalls hin und wieder erforderlich sein. Ferner haben fie Stralauer Biertel, als gleichbedeutend mit Stadttheil gebraucht für gesellige Busammenkünfte der Mitglieder und wird. Durch diese Gliederung der drei größeren Wahlkreise in ihrer Familien zu sorgen. Das ist natürlich nicht so zu verje vier, vier und sechs Viertel erhalten wir unter Hinzurechnung stehen, daß nun für jeden Bezirk allwöchentlich ein geselliger der drei ungegliederten kleineren Wahlkreise für ganz Berlin 17 Abend anberaumt werden wird. Es bleibt vielmehr den etwa gleichgroße, durchschnittlich ungefähr 100 000 Einwohner Bezirksführern völlig überlassen, für ihre Bezirke allein umfassende Viertel, was der durch die Verfassung gebotenen Gin- oder in Verbindung mit den Bezirksführern einiger Nachbartheilung der Stadt in Reichstags- Wahlkreise von je 100 000 Gin- bezirke solche Zusammenfünfte nach Bedarf anzuberaumen. Erst wohnern entsprechen würde. Dahingestellt fann bleiben, ob die die Erfahrung fann da eine bestimmte Praxis heranbilden. Die Zahl der Viertel im zweiten Wahlkreise nicht praktischer auf 3, geselligen Zusammenkünfte können nicht nur zur Veranstaltung Sinft die Mitgliederzahl eines Bezirks unter fünf, so tann um sechsten Wahlkreise auf 5 zu beschränken wäre. von Abendunterhaltungen, sondern auch als Leseabende dienen, der Bezirk einem Nachbarbezirk zugetheilt werden; steigt die Wohlgemerft: es sollen die Viertel der größeren Wahlkreise an denen gute Bücher vorgelesen und der Besprechung unterMitgliederzahl über fünfzig, so ist eine Zerlegung zulässig. nicht selbständige Vereine bilden. Um fortan bei zogen werden, oder es können dort über Gegenstände aus dem Die Mitglieder werden in der Regel demjenigen Bezirk dem 4. Wahlkreise zu bleiben, soll der Wahlverein für den ganzen weiten Gebiete der Wissenschaft und unseres gesammten Kulturzugetheilt, in welchem sich ihre Wohnung resp. Arbeitsstätte Kreis bestehen; es sollen nur für ein jedes Viertel monatlich lebens Erörterungen gepflogen werden, natürlich mit Ausschluß zwei Mal in vier dazu bestimmten Lokalen regelmäßige der öffentlichen Angelegenheiten", die den Vereinssitzungen vor§7. Der Vorstand besteht aus elf Mitgliedern; dem Biertels Versammlungen abgehalten werden, an der behalten bleiben müssen. Da an solchen geselligen zwanglosen Vorsitzenden, Schriftführer, Kassirer und acht Beisitzern. Der selbstverständlich alle Mitglieder wie auch Gäste theilnehmen können, Zusammenkünften Frauen ebenso theilnehmen können wie Männer, Borsitzende leitet die häfte und Verhandlungen des und zwar derart, daß beispielsweise am Dienstag nach dem 1. und 15. find sie ein treffliches Mittel, den Horizont der Frauen zu er Vereins und vertritt densebes nach außen. Im Behinderungs- eines jeden Monats das Görliger und das Siralauer Viertel Ver- weitern, das gegenseitige Verständniß der beiden Geschlechter zu falle tritt ein anderes Bows dsmitglied an seine Stelle. Der sammlung abhalten, am Dienstag nach dem 8. und 22. das fördern und so auf das gesammte Familienleben veredelnd einKassirer nimmt die Gee ein und verrechnet sie unter Köpenicker und das Frankfurter Viertel. Aehnlich wäre es in den zuwirken. eigener Verantwortlichkeit. Den übrigen Vorstandsmitgliedern anderen Wahlkreisen zu halten, so daß ein für allemal der Dienstag Die Bezirksorganisation ist indeß noch weiterer Entwickelung steht das Aufsichtsrecht über die Kaffe, sowie die Kontrolle der( oder irgend ein anderer Wochentag) in ganz Berlin für die fähig. Mit der Zeit müssen sich die Bezirksführer aus der Zahl Bücher zu. Die Vorstandsmitglieder leiten die Vereinsver- regelmäßige Wahlvereins- oder Viertels- Versammlungen in Be- der jüngeren Genossen Helfer heranbilden, womöglich für jedes sammlungen unter Beihülfe der Bezirksführer. schlag genommen ist und andere Vereine und die Gewerkschaften Haus oder jede größere Werkstätte einen. Die werden nicht § 8. Die Bezirksführer unterstüßen den Kassirer bei sich danach richten können. Wenn dann auch die sämmtlichen nur bei den geselligen Zusammenkünften, sondern auch bei der der Erhebung der Mitgliedsbeiträge und haben den geselligen Gewerkschaften einen bestimmten Wochentag, etwa den Donnerstag, politischen Agitation durch Vertheilung von Flugblättern und in Verkehr unter den Mitgliedern zu fördern. für sich festhalten, so werden dadurch ein für allemal viele mannigfacher anderer Weise sich verdient machen können. Es § 9. Die Wahl des Vorstandes und der Bezirksführer Kollisionen und Verwirrungen vermieden, und zur Abhaltung braucht nur darauf hingewiesen zu werden, welche ftaunenswerthen erfolgt halbjährlich in den Generalversammlungen im April und der erforderlich werdenden großen Volksversammlungen und außer Erfolge die Hamburger Genossen durch eine solche vielverzweigte Oftober. Die erste Neuwahl nach dem neuen Statut ist spätestens ordentlichen Vereinsversammlungen ist hinreichender Spielraum Organisation erzielt haben, so daß zur Cholerazeit selbst einen Monat nach dessen Inkrafttreten vorzunehmen. Bor: vorhanden. die Regierung gezwungen war, sich die Hilfe der Sozialfizzender, Schriftführer und Kassirer sind zunächst einzeln zu Aufgabe der Viertels Versammlungen soll der demokraten zu erbitten, die allein in wenigen Stunden wählen; bei der Wahl der Beisitzer ist zu berücksichtigen, daß regelmäßige Meinungsaustausch der Vereins- Mit- ganz Hamburg mit Flugblättern belegen fonnten. In auf jedes Wahlkreis- Viertel zwei Beisiger im glieder unter einander über die parteipolitischen und sonstigen Berlin dagegen trat erst neuerdings bei den Gemeindewahlen Vorstande entfallen müssen. Die Bezirksführer werden, Tagesjragen sowie über Fragen prinzipieller Natur sein. Zu dem wieder die Unzulänglichkeit der Partei- Organisation zutage, da je einer für einen Bezirt, auf Vorschlag der Bezirksgenossen nach Bweck soll stets von einem Vereinsabend auf den nächstfolgenden in sämmtlichen Wahlkreisen Klagen über Mangel an Kräften Beendigung der Vorstandswahl gewählt. Wiederwahl ist zu das zu behandelnde Diskussionsthema festgestellt und ein Referent, selbst für die Vertheilung von Flugblättern laut wurden. Alle läffig. womöglich deren zwei aus der Bahl der Anwesenden bestimmt diese Entwickelungsmöglichkeiten der Bezirksorganisation fonnten S e En Statut nicht vorgesehen werden. Es steht da ein großer| Toltsdorf, Görlitzer und Sorauerstraßen- Ecke. Bum Schluß Janständiger Steinseher zu einem derartigen Boften wählen lassen Spielraum für die Organisationsfähigkeit der Vereinsmitglieder, wurden die Mitglieder aufgefordert, von der Benugung der würde, und daß sich die Gesellen schon eine Lohntommiffion zu in erster Reihe der Bezirksführer offen. Wie der Werth der Bibliotheken recht regen Gebrauch zu machen. ihrer Vertretung gewählt haben. Als die Herren sahen, daß sich Viertelsversammlungen wesentlich in der Förderung des freien der Saal zusehends leerte, machten dieselben sehr lange Gesichter. Meinungsaustausches und in der rednerischen Schulung der Arbeiterinnen tagte am 20. November. Genoffe Adolf Hoffmann mehr so leicht zu allem gebrauchen; dieselben fangen denn doch Eine öffentliche Verfammlung der Schäftearbeiter und Das hilft aber nicht, denn die Steinfeger laffen sich heute nicht Genoffen liegt, so werden die Bezirksorganisationen fruchtbar hielt seinen Vortrag über die Zehn Gebote und die befißende mehr und mehr an, über ihre Klaffenlage nachzudenken. In fein für die Entwickelung des Solidaritätsgefühls und die Herausbildung organisatorischer Talente, die gerade in solchen Klaffe". Die Diskussion gestaltete sich, da Gegner trotz Aufforfleinen Streisen ihre Kraft erproben und sich auch für größere derung sich nicht zum Worte meldeten, nur im Sinne des Re- folge dessen haben die Innungshelden immer weniger Einfluß Aufgaben geschickt machen können. ferats. Zum Gewerkschaftlichen erstattete Kollege Krause Bericht auf dieselben. über die Thätigkeit der Agitationstommission und legte zugleich Die freie Vereinigung der selbständigen Barbiere und Nach den vorstehenden Erläuterungen bleibt noch furz zu föle sich die Kommission auf. Nachdem noch einige Fragen be- größten Theile mit inneren Bereinsangelegenheiten. Unter die durch die Revisoren bestätigte Abrechnung nieder. Darauf Friseure beschäftigte sich in ihrer letzten Versammlung zum erwähnen, auf welche Weise die geplante Neuorganisation der Berliner Wahlvereine praktisch zur Durchführung gebracht werden treffs der wirksamiten Agitation erledigt waren, wurde bekannt anderem gelangte ein Antrag zur Annahme, daß Mitglieder der Tann. Da empfiehlt es sich wohl, zunächst eine öffentliche gegeben, daß am 25. November ein Tanzkränzchen des Vereins Vereinigung auch dem Wahlverein angehören müffen. ozialdemokratische Parteiversammlung bei Bolz( früher Feuersteins) stattfindet. für ganz Berlin einzuberufen, in derselben den Entwurf zur Dis- Die Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Eussion zu stellen und die Versammlung durch eine Resolution Verkäufer hielt am 20. November in den Arminhallen ihre entscheiden zu laffen, ob sie eine Reorganisation im Sinne dieser regelmäßige Monatsversammlung ab. Im zweiten Punkt der Ausführungen empfiehlt, oder nicht. Den einzelnen Wahlvercinen Tagesordnung wurde über die Ausschließung derjenigen Mitmuß es dann überlassen bleiben, auf Grund dieser Direktive die glieder, welche trotz des gefaßten Beschlusses das„ Kleine Reorganisation, ein jeder für sich, vorzunehmen. Journal" vertreiben, verhandelt. Die bisherigen Mitglieder Berlin, 19. November 1898 Schreiber, Gneisenauftr. 115, Berger, Königsfolonaden, und J. A.: Jordan, Linien und Neue Königstraßen- Ede wurden hierauf wegen Zuwiderhandelns dieses Beschlusses aus der Vereinigung ausgeschlossen. Im weiteren wurde beschlossen, diejenigen Spediteure, welche das Kleine Journal" vertreiben, jedoch der Vereinigung fern stehen, noch einmal durch öffentliche Annonze dem Publikum bekannt zu geben. Sodann gelangte ein Antrag zur Annahme, der dahin lautete, daß, im Falle das„ Kl. Journal" fapituliren follte, fein Mitglied eher das Kleine Journal" ver: ob dasselbe vertrieben werden darf. treiben darf, bevor eine Versammlung darüber beschlossen hat, B. Böhm, Görlitzerftr. 58; G. Ledebour, Lintfir. 17; H. Mattutat, Wrangelstr. 121. " Versammlungen. N In einer Bezirksversammlung des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter für Berlin und Umgegend" hielt am 22. November Genoffe Hoffmann einen beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Was erreichen wir durch die gewerkschaftliche Organisation? An der Disfussion betheiligten sich mehrere Kollegen sehr lebhaft. Godanu fordert der Leiter der Versammlung die Kollegen auf, in den Werkstätten Vertrauensleute zu wählen, und zwar in größeren Fabriten, wie bei Löwe, Siemens u. Halste und den Elektrizitätswerken womöglich in jedem Saal einen. Die Gewählten seien dann in die Vertrauensmänner- Konferenzen zu entfenden Letztere finden für den Norden regelmäßig jeden zweiten Sonnabend bei Wilfe, Hochstr. 32 a, statt. Ferner wird zum fleißigen Besuch der Moabiter Bibliothek bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28, aufgefordert. Die Ausgabe der Bücher erfolgt Montags und Donnerstags, Abends 8-91/ 2 Uhr. Die Generalversammlung der Drts Kranten: tasse für Handlungsgehilfen und Lehrlinge beschäftigte sich in ihrer Generalversammlung am 23. d. M. mit der Neuwahl des Vorstandes. Troß aller eifrigen Gegenagitation, an der sich auch besonders lebhaft die Frau Sanitätsrath Rüster betheiligte, die sämmtlichen weiblichen Mitgliedern ein Zirkular zugehen ließ, gelangte doch unsere Liste mit 42 gegen 10 Stimmen = Der fozialdemokratische Wahlverein für den fechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis hörte in seiner MitgliederVersammlung am 21. d. M. einen Vortrag des Genossen im m Die Berliner Filiale der Allgemeinen deutschen über: Die soziale Entwickelung der Arbeiterbewegung." In 3uschuß Kranten und Sterbetasse( Mainz) hielt demselben veranschaulichte der Vortragende, gestützt auf am Montag, den 20. November, in den Arminhallen, Kom Autoritäten der Wissenschaft, in kurzen, doch interessanten mandantenstraße 20, auf Anregung des Zentralvorstandes eine Zügen die Entwickelung des Menschengeschlechtes vom Versammlung ab behuis Stellungnahme zu den vom Vorftande Üranfange der Wildheit bis zur heutigen Zivilisation eingesandten Vorschlägen. Nach längerer Berathung gelangte zum Siege. und wies nach, daß die heutige Gesellschaftsorganisation die Versammlung zu folgenden Beschlüssen: 1. Mit der Erhebung ein Produkt einer vieltausendjährigen Entwidelung ist. Nach von 5 Wochenbeiträgen pro Monat für die Zeit vom 1. Januar verhandelte in seiner legten Versammlung über die auf dem Köpenick. Der Verein der schlesischen Sozialdemokraten eingehender Schilderung der gegenwärtigen wirthschaftlichen Ver- bis Ende Dezember 1894 ist die Berliner Filiale nicht ein- verhandelte in seiner letzten Versammlung über die auf dem hältnisse begründet Redner die Forderungen des Sozialismus. verstanden; dagegen stimmt sie dem Vorschlage zu: während des Kölner Parteitage gefaßten Beschlüsse. Im Anschluß hieran beDie Darlegungen des Referenten wurden mit großem Beifall gleichen Beitraums das Krankengeld in allen Klaffen um 25 Pf. Schloß die Versammlung, den Verein aufzulösen und den Mitentgegengenommen. Eine Diskussion über den Vortrag fand pro Tag herabzusetzen. 2. Der Filialvorstand 2. Der Filialvorstand ist be- gliedern zu empfehlen, dem Wahlverein beizutreten. nicht fiatt. Bekannt gegeben wurde, daß der Vorstand beaberechtigt, fich von dem Aufnahmesuchenden das Quittungs- Der Volks Bildungsverein für Britz und Umgegend fichtige, den Mitgliedern das Protokoll des Kölner Parteitages buch der Orts. pp. Kaffe vorlegen zu laffen. 3. Die Berhielt am 20. November feine Mitgliederversammlung ab. G3 gu einem sipilen Preise zur Verfügung zu stellen. Eine liner Mitgliedschaft verzichtet auf die Entfendung eines hatten sich zwei Mitglieder des Vereins, Genossen C. Wille und Anregung betreffs Gründung einer Vereinsbibliothek wurde Delegirten zu der am 31. Dezember d. J. stattfindenden General Godwald, erboten, in derselben über die zehn Gebote und die dem Vorstande überwiesen. Genoffe Fiebig wünschte, versammlung und beauftragt den Zentralvorstand, ein dortiges besitzende Klaffe zu referiren. Die Vortragenden erfüllten ihre daß der im Verein gefaßte Beschluß, daß nur gewerkschaftlich Mitglied mit der Vertretung Berlins zu bevollmächtigen, welcher Aufgabe in sachlicher und zufriedenstellender Weise. Es ent organisirte Mitglieder in den Vorstand gewählt werden dürfen, die Berliner Beschlüsse zu vertreten hat. 4. Die bis Ende wickelte sich danach eine lebhafte Diskussion, an welcher die tückgängig gemacht werde, indem er auf die schwierige Stellung Dezember d. J. fälligen Beiträge müssen( laut§ 7 Abs. 1 des Genossen Weniger, Roberstein und Eberhardt I theilnahmen. der Selbständigen" in der Hausindustrie hinwies. Demgegen Statuts) bis Mitte Dezember beglichen werden, damit die Ab- Nachdem noch einige Vereinsangelegenheiten geregelt wurden über wies Timm darauf hin, daß Hausindustrie und Zwischenrechnung rechtzeitig erfolgen tann, ebenso müssen die noch und Genoffe Bosse lebhaft zum Abonnement für das„ Volksmeisterthum entschieden zu verwerfen sei, daß man aber trotz der reftirenden Extrasteuern schleunigst entrichtet werden. Ein weiterer blatt" aufgefordert hatte, schloß der Vorsitzende die Versammlung. prinzipiellen Bekämpfung gezwungen sein fönne, in diesen Ver- Antrag: die Generalversammlung möge beschließen, den Siz der hältniffen zu arbeiten. Deffenungeachtet sei jeder Parteigen offe, Kaffe nach Berlin zu verlegen, fand nicht mehr die nöthige Umgegend hielt am 20. November feine Vereinsversammlung im Der Arbeiter Bildungsverein für Schöneberg und der heute Zwischenmeister sei, verpflichtet, sich der betr. Gewert- Unterstügung. Dagegen wurde noch beschlossen, bie sechs Ver- Umgegend hielt am 20. November feine Vereinsversammlung im Ver- Gaale ber Schloßbrauerei ab. Genoffe 3unter hielt einen fchaftsorganisation anzuschließen, um nach Möglichkeit Bresche legen trauensärzte für Berlin beizubehalten. zu helfen in das fluchwürdige System der Zwischenausbeutung. Vortrag über die Kindererziehung. An der Diskussion betheiGuttmann war der Ansicht, daß die Kleinmeister vom fireng Seidel über das Thema„ die freie Meinungsäußerung" referiren. ligten sich mehrere Genossen. In der nächsten Sitzung wird wirthschaftlichen Standpunkte aus nicht in die Arbeiterorgani fationen gehören, daß aber vom Parteistandpunkte aus die Genoffen Kleinmeister sich mit denen zu verbinden haben, die die Lösung der sozialen Frage erstreben. Vorbedingung sei aber, daß jedes Mißtrauen gegen die Kleinmeister verschwinde. Der Wunsch Fiebig's wurde abgelehnt. 20. November ihre ordentliche Generalversammlung ab. Bu Die Orts Krankenkasse der Bildhauer" hielt an nächst fanden Vorstandswablen statt und wurden die Herren Mariendorf. Am 21. b. M. tagte hier eine öffentliche öfner, Günther, Storch, Miethke und Stöger gewählt. Der Vertrag mit dem Verein der freigewählten Kassenärzte wird er Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins. Zu derselben hatte neuert werden. Die Beiträge werden, falls die Behörde nicht Genosse Zubeil das Referat übernommen. Da derselbe nicht einen früheren Zeitpunkt fefis eht, vom 1. Januar erhöht werden, erschienen war, fand eine Vorlesung statt. Die Versammlung, und zwar für die erste Klaffe auf 51 Pf., für die zweite Klasse welche gut besucht war, mißbilligte auf das Enischiedenste auf 88 Bf. und für die dritte Klasse auf 21 Pf. Zur Kranken- das Nichterscheinen Zubeil's. fontrolle sollen in Zukunft die Delegirten in Anspruch genommen werden. Zum Schluß wurde noch der Antrag, fich dem Charitee Boytott anzuschließen, angenommen; es sollen Krante nur auf ihren ausdrücklichen Wunsch in dieses Krankenhaus gewiesen werden. Sprecisaal: Die Redaktion flellt die Benutzung des Sprechjaals, foreit der Raum dafür Interesses zur Verfügung: sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit den abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifizirt zu werden. Weißenfee. Am 18. November tagte im Sternecker" eine öffentliche Boltsversammlung zwecks Berichterstattung vom Kölner Parteitag. Genoffe Reinhardt referirte in 1/ 4ftündigem Vortrag über sämmtliche Punkte der Tagesordnung. Derselbe ver weilte längere Zeit bei dem Thema„ Gewertschaftsbewegung" und erklärte, daß er mit den dort gefaßten Resolutionen, die in seinem Schlußworte widerlegt wurden. Gewerkschaften betreffend, nicht einverstanden ist, vielmehr für die Resolution Arons eingetreten sei. Er fritisirte ferner die und Umgegend hielt am 21. b. M. im Norden, Schönhauser Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein für Berlin Schroffe Weise des Genossen Auer dem Genoffen Legien gegen Allee 28, eine Wanderversammlung ab, in der A. Hoffmann in über und beschwerte sich, daß man die Buchdrucker auf dem einem beifällig aufgenommenen Vortrag über Die Frau im Parteitag so schlecht behandelt hätte. Zum Schluß wurde der Kulturstaat" sprach. In der lebhaften Diskussion sprachen Fräuso berühmt gewordene Brief des Finanzkünstlers Miquel ver- lein Wabnitz, Fr. Klaufe, Nest und Baader. Im Schlußwort Tefen. In der Diskussion hob der Genoffe Ma i hervor, daß er in forderte der Referent die Anwesenden nochmals auf, sich dem stehe, vielmehr mit den Beschlüssen des Parteitags ein verloren gegangen. Es wird gebeten, dasselbe bei Frau Klauke, der Gewerkschaftsfrage nicht auf dem Standpunkt des Referenten Stiftungsfest am 18. d. M. ist das Protokollbuch des Vereins verstanden sei. Wenn man ferner die Buchdrucker auf sem Parteitag nicht geschont hat, fo bat das feinen Wrangelfir. 76, abzugeben. so Eine öffentliche Versammlung der Filzschuharbeiter Berlins und Umgegend fand am 12. November statt. Nach einem Bortrag des Genossen Dente über das Unfallversicherungsgesetz, der mitt lebhaftem Beifall aufgenommen wurde, sprach die Versammlung ben Wunsch aus, daß öfter folche Vorträge gehalten würden. Hierauf wurde die Ausweisung des Kollegen Dlohy bekannt gegeben; ferner theilte Hildebrandt mit, daß am 26. No: Zu einer Bezirksversammlung( Südost) des deutschen vember bei Joel eine öffentliche Zwickerversammlung stattfindet, Solzarbeiter Verbandes waren die Delegirten zum fowie daß für den 1. Weihnachtstag Rosenthalerstraße 38 ein 20. d. M. bei Hoffmann, Oranienftr. 180, eingeladen und auch gemüthliches Beisammensein arrangirt ist. Der Bericht über die Versammlung der zahlreich erschienen. Kollege Th. Glocke referirte über die Konfettionsschneider, zweite Beilage des Vorwärts" Organisation im allgemeinen und legte des näheren den Zweck Nr. 217, erwähnte u. a. unsere Firma. Es erweckt nach demdes Vertrauensmänner Systems dar. Nachdem die Delegirten felben den Anschein, als ob wir unrichtige Inserate veröffentihre Karten in Empfang genommen hatten, sprach in der Dis- lichen und unsere Werkstellenverhältnisse nicht dem entsprächen, fuffion der Kollege Winkler gegen die Bentralisation, verwickelte was wir in unseren Inseraten von ihnen fagen. Wir müssen sich aber dabei in bedeutende Widersprüche, die vom Referenten uns entschieden dagegen verwahren, daß irgend eine von uns gemachte Angabe nicht wahrheitsgemäß ist. Baer Sohn Geschäftshäuser für Herren- und Knabenbekleidung. " 8. Auflage. Eingelaufene Druckschriften. Serbstblätter. Gedichte von Bertha Brand. Beim Adlershof bei Berlin. Verlag von Alb. Buch. Gesund ins Irrenhaus. Ein Beitrag zur Beleuchtung der Eruite Thaten von einem Christen. Berlin. Verlag des Bibliographischen Bureaus, Alexanderstr. 2. sächsischen Gerichtspflege. Von F. W. Krumbicgel. Zwickau i. S. Jm Selbstverlag des Verfassers. Illustrirtes Familienbuch der Naturheilkunde mit Berücksichtigung der öffentlichen Hygiene. Von Ludwig Rexhäuser. Leipzig. Verlag von G. Schremmel. Heft 2, à 20 Pf. in 35 Lieferungen. Beitschrift für Sypnotismus, Suggestionstherapie und verwandte psychologische Forschungen. Nedaktion: Dr. J. Großmann. Berlin. Verlag von Herm. Brieger. 2. Jahrgang. 2. Heft. ,, Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Voltsbildung, Aufflärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranet, Reichenberg, Böhmen, Friedländerstraße 12. Preis pro Heft 40 Pf. Soeben erschien das 11. Heft des 4. Jahrgangs. Inhalt: Volksbildung und Volksschule. Von Moriz Köhler, Leipzig. Litterarisches Gift. Von Dr. Ewald Haufe. Die füddeutscher: Wiedertäufer. Von Hans N. Krauß.( Schluß.) Eine neue Utopie. Von A. Behr. IV. Zur Impffrage. Bon H. Heilmann. Fortschritt und Untergang.- Kunst und Sozialismus. Von G. A. Hoehn.( Voltsanwalt", Baltimore.) Geologische Veränderungen in der Gegenwart. Von Karl Steinmeß. Feuilleton: Dichtung und Wahrheit. Gedicht. Tief unter der Erde. Von einem Bergarbeiter erzählt.- Neues aus dem Gebiete der Wissenschaft. - Litteratur. berechtigten Grund. Tausende von Proletariern verdienen In der am 21. November abgehaltenen Mitglieder. wöchentlich weniger als 15 M., während man den Buchdruckern Versammlung des Vereins der Bureauangestellten 24 M. Unterstüßung gezahlt habe. Derartige Unterstützungen und verwandten Berufsgenossen wurden die Kollegen follen blos vor der äußersten Noth schützen, man sollte aber nicht Schulz und Durau zu Revisoren gewählt. Bezüglich der in der davon noch sparen können. Die Genossen Zenfe, Belitz und legten Sigung in Anregung gebrachten Ausarbeitung eines Flugs Jakobs sprachen im Sinne des Referenten, der letztere namentlich blattes waren drei Entwürfe eingegangen, von denen der des empfahl die Resolution des 2. Hamburger Wahlkreises sich zu Kollegen Scheib II als der geeignetste angesehen wurde, welcher eigen zu machen. Genosse Preis, der auf dem Standpunkt des demnächst zur Verbreitung gelangen soll. Beschlossen wurde noch, Genossen Mai steht, kritisirte in längerer Rede die Ausführungen die Bureauangestellten des Vorwärts" und des Partei- Bureaus des Referenten. Er betonte, daß in der Angelegenheit Auer und schriftlich zu ersuchen, fich dem obigen Verein anzuschließen. Legien letzterer mehr gefehlt habe, wie ersterer. Er verwahrte sich ferner davor, Resolutionen anderer Wahlkreise sich zu eigen nisse der Töpfer Berlins und Umgegend hatte am 21. NoDer Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält 81 machen. Hier forderte der überwachende Beamte den Vor- vember eine Wanderversammlung in Charlottenburg, in welcher fißenden auf, die Versammlung zu schließen, da die Polizeistunde ein Vortrag über Zweck und Ziele der Gewerkschaftsbewegung bereits überschritten sei. Als der Vorsitzende erklärte, er fehe unter allgemeiner Zustimmung gehalten wurde. fich gar nicht veranlaßt, diesem Wunsche nachzukommen, wurde schiedenem sprachen einige Kollegen ihre Mißbilligung über das die Versammlung polizeilich aufgelöst. Verhalten des Gastwirths Pirau bei der legten StadtverordnetenWahl aus; derselbe hätte Krankheit vorgeschüßt, woran feiner der Anwesenden glauben wollte. Nach längerer Diskussion wurde teschlossen, die Zahlstelle, die sich bei obengenanntem Gastwirth befindet, nach dem Lokal des Genossen Wernicke, Krummestr. 19, zu verlegen. Vom ersten Sonnabend im Monat Dezember ab werden die Beiträge dort entgegengenommen. Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Be rufsgenossen hielt am 18. November Herr Pinn einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über: Alte und neue Moral". Nach dem Vortrage wurde der geschäftliche Theil der Tages ordnung erledigt. Kollege Glauer legte das Amt als 1. Bor sitzender nieder, die Neuwahl findet in der nächsten Generalversammlung ftatt. Ferner wurde auf Antrag des Kollegen Beer beschlossen, auf die Tagesordnung der nächsten Versamme lung einen Vortrag über das Krantentaffen- Gesetz zu setzen. Die nächste Versammlung ist am Sonnabend, den 2. Dezember, bei Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Unter Ver Steinfeger Innung eine Versammlung nach dem Böhmischen Steinfeger Junnug. Auf den 21. November war von der Brauhause, Landsberger Allee 11-18, einberufen worden, und zwar wurden nur Gesellen, und nur solche, welche das 21. Jahr überschritten hatten, eingelaffen. Beim Betreten des Saales Eine Branchenversammlung der Rohrleger und Ge- wurden den Besuchern die Einladungskarten abgenommen. Diehilfen tagte am Sonntag, den 19. November. In derfelben hielt felben sollten nach Eröffnung der Versammlung wieder aus Dr. Heymann einen interessanten Vortrag über:„ das Wesen der gebändigt werden. Der Zweck dieser Versammlung war, für die Naturwissenschaften". Sodann schlug die Versammlung zum Ver- Innung einen neuen Gesellenausschuß zu wählen. Der Herr treter der Branche als Beisiger im Vorstand den Kollegen Aug. Obermeister G. Kuhlbrodt muthete den Gesellen etwas zu, woran Schröter( Rohrleger) vor. Ferner wurde den Kollegen bekannt derfelbe nach seiner Rede zu schließen wohl selbst nicht recht glaubt. gemacht, daß die Bertrauensmänner der Branche beschlossen Derselbe wurde denn auch mit seinen Forderungen von den Laben, für einen erkrankten Kollegen eine Listensammlung zu Steinfegern, und zwar ganz besonders von Knoll, Krockow und eranfalten. Bellegt wurde, daß die Sonntags- Zusammenfünfte Arlt, heimgeleuchtet. Das Ende war, daß fämmliche Anwesende den zur Zeit sehr wenig besucht werden. Abgehalten werden die Eaal verließen, ohne den gewünschten Gesellenausschuß gewählt flet bei lathte, Krautji. 48, Echayer, Brunnenstr. 40 und zu haben. Knoll meinte in seinen Ausführungen, daß sich kein Die letzten Rekruten!" Humoristisch: soziales Duett von Rich. Heife. Preis 50 Pfg. mit Klavierbegleitung. Berlag Handbuch des Sozialismus. Von Dr. jur. G. Stegmann und von R. Heise, Berlin N., Zionstirchstr. 11. Dr. phil. G. Lugo. 2 Lieferungen à 80 Pf. Zürich. Berlags Magazin( 3. Schabeliz). Die Der Die zehn Gebote des Jesuiten. Von Dr. Adolf Brodbeck. Zürich. Verlags- Magazin( J. Schabelit). Preis 40 Pf. lintergang Jfraels. Zürich. Verlag J. Schabelig. Preis 40 Pf. erste Reichstags- Sihung im Zukunftsstaat. Komödie in 1 Att von E. M. Scavola, 6. Heft. Verlag von Herm. Gumpel, Barnimstr. 42. Der Schneiderstreit oder Durchlaucht als August. Hum. satirisches Zeitbild in 1 Att von G. M. Scavola. 70 Heft. Berlin. Berlag Maurer- Dimmit. Elisabeth- Ufer 55. 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November, Abends 1/29 Uhr, in den Konkordia- Festfälen( oberer Saal), Andreasstr. 64. Tages Ordnung: Die verschiedenen Strömungen in der Turnerei. Ref.: Fritz Hansen. Diskussion. Verschiedenes. 427/17 Alle Freunde und Gönner der Turnsache sind hierzu eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. Große öffentl. Volks- Versammlung für Männer und Frauen Filiale 3, Wetten. Sonntag, Abends 62 Uhr, im Lokal von W. Träntler, Solmsstr. 44: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 276/10 Der Vorstand. Germania- Prachtsäle. at Chauffeestr. 103. Montag, den 4. Dezember 1893, Abends pünktlich 82 Uhr: II. Abonnements- Konzert. Neues Programm. Orchester: 60 Mann. Dirigent: G. Grass. Programm 5 Pf..- Entree an der Kasse intl. Programm 20 Pf. pro Person. Abonnementskarten zu 4 Konzerten oder als Familienbillet bis Möbelpolirer. 4 Berfonen beliebig zu verwenden, à 50 Pf. im Bereinslokal RosenHeute, Sonntag Abends 6 Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26: Versammlung mit Dameu. Tagesordnung: Brake 30 und folgenden Stellen zu haben: Scheithauer, Rosenthaler. ftraße 64; Simonssohn, Invalidenstr. 5; Mayhofer, Weinbergsweg 15b; Noffka, Borsigftr. 28; Zigarren- Handlungen Aderftr. 41 und 59; Gartmann, Weberstr. 58, 1 Tr.; Gleinert, Müllerstr. 174; Gieshoit, 1. Vortrag des Genossen Hoffmann- Boyenstr. 40; Witzel, Elifabethkirchstr. 18; Wendt, Röslinerstr. 17; Seit über: Die zehn Gebote und die Hilgenfeldt, Bergstr. 60; Schröder, Wiesenstr. 39; Werner, Stral befizende Klasse". 2. Diskussion 2c.sunderstraße 36; Reuter, Gwinemünderstr. 45, und in allen mit Plakaten Nach der Versammlung geselliges belegten Handlungen. 398/15 Beisammensein und Tanz. ladet alle Kollegen mit ihren Damen ein 449/2 J. A.: Robert Weber. Gesangverein am Mittwoch, den 29. November cr., Abends 8½ Uhr, Kreuzberger Harmonie. zum Schultheiß( Eiskeller), Chausseestr. 88. Tagesordnung: 1. Vortrag über Zweck und Nutzen der Konsumvereine. Referentin Frau Alma Palm. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Die Frauen sind ganz besonders eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 390b Allgem. Deutscher Tapezier- Verein 1001 ( Filiale Berlin). Versammlung am Montag, den 27. November er., Abends 8½ Uhr, bei Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75. 404b Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Verband Die Ortsverwaltung. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Uebungsstunde in Kurth's Salon, Hafenhaide 52/53, stattfindet. Rixdorf. Versammlung des Vereins Vorwärts am Dienstag, den 28. d. M., Abends 9 Uhr, im Lokal des Herrn Nitschke, Steinmetzstr. 45. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Jedermann hat Zutritt. Um regen Besuch ersucht 833/10 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Kommandantenstr. 20. Arminhallen. Kommandantenstr. 20. Sonntag, den 26. November( Todtensonntag):" Gr. Vokal- und Instrumental- Konzert veranstaltet vom Arbeiter- Gesangverein ,, Einig"( Mitgl. d. A.-S.-B.) Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen. 350b Programms à 25 Pf. find zu haben bei C. Barnack, Rommandantenstraße 21. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Sonntag, den 26. November, Abends 6½ Uhr, im Lokale Bum Freischüh, Fruchtstraße 36a( oberer Saal): Große öffentliche Bersammlung für Frauen u. Männer. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Palm über: Das Recht." 2. Diskussion. Entree 10 Pf. Der Einberufer. 353b Oeffentliche Versammlung für den 9. Kommunal- Wahlbezirk deutscher Gold- und Silberarbeiter Christbaum- Konfekt. am Mittwoch, den 29. November ex., Abends 8½ Uhr, und verwandter Berufsgenossen ( Zahlstelle Berlin). Montag, den 27. November, Abends 81/2 Uhr, Dresdenerstr. 45. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: Reizende Neuheiten, nur genießbare Waare, 1 Kiste Inhalt ca. 430 Stück 2,50 M., 1 Kiste Inhalt ca. 270 große Stücke 3 M. 62/ 9* der Brock, Berlin O, Waßmannstr. 37. Sceben erschienen und durch die Boltsbuchhandlung"( G. Heinisch) in 1. Vortrag des Herrn Adler. 2. Diskussion. 3. Bericht der Bibliothek Leipzig zu beziehen: Kommission und Neuwahl derfelben. 4. Verschiedenes. in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-6. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Stadtverordneten- Stichwahl. Referent wird in Dienstag- Nummer bekannt gemacht. 2. Diskussion. Um zahlreiche Betheiligung, besonders der Frauen, ersucht 456/1 Das Wahlkomitee. Zeitungen und Beiträge in der Versammlung beim Kafirer. Aufnahme Friede auf Erden Verein der Filzschuharbeiter Berlins u. Umg. neuer Mitglieder.- Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen stets willtemmen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 185/4 Der Vorstand. NB. Sonntag, den 21. Jannar, Nachmittag3 von 1 Uhr ab, findet ein Besuch der Urania statt. Billets hierzu sind beim Bevollmächtigten zu haben. Deutscher Holzarbeiter- Verband, Zahlstelle Berlin. Branchenversammlung der Parquetbodenleger I am Montag, den 27. November, Abends 8 Uhr, bei Rollig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: Der Beisitzer. 1. Erledigung der Tarifangelegenheit, sowie Ausgabe der Tarife an die Kollegen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Jeder Bodenleger ist zu dieser Versammlung eingeladen. NB. Den Beitragssammlern hiermit zur nochmaligen Kenntniß, daß die selben alle Versammlungen, sowie Werkstatt- Bertrauensmänner- und wichtigen Kontrollkommissions- Sigungen ihres Bezirks laut Beschluß der Ortsverwaltung beizuwohnen haben und sich mit genügendem Material zur Aufnahme neuer Mitglieder versehen mögen. 431/9 Die Ortsverwaltung. Achtung! Friedrichsberg. Achtung! Dienstag, den 28. November, Abends 81/2 Uhr: Große öffentliche Volks- Versammlung im Saale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee Nr. 193. Tages- Ordnung: 1. Hundert Millionen neue Steuern zur Deckung der Kosten für die nach den diesjährigen Reichstagswahlen bewilligte Heeresvermehrung, mit besonderer Berücksichtigung der Tabat Fabritatsteuer. Referent: ReichstagsAbgeordneter Wilhelm Schmidt( Frankfurt a. M.). 2. Diskussion. Der Vertrauensmann. 889/10 Geschäftsdiener, Vader. Packer. Heute, Sonntag, den 26. d. M., Abends 6 Uhr, zwei grosse öffentl. Versammlungen mit Frauen im Norden: Germania- Festsäle, Chausseestr. 102, im Zentrum: Gründer's Festsäle, Röpnickerstr. 100. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Vortrag. Referent im Norden: Dr. H. Weyl, im Zentrum: E. Adler. 2. Diskussion. 170/17 Nachdem in beiden Lokalen: Gemüthliches Beisammensein und darauffolgender Tanz.- Jeder Hausdiener ist eingeladen. Gäste haben Zutritt. Jus Der Einberufer. Achtung! Steinarbeiter. Achtung! Montag, den 27. November, Abends präz. 8 Uhr: Deffentliche Versammlung der Steinarbeiter Berlins und Umgegend bei Müller, Johannisstr. 20. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Beitragsleistung des Generalfonds. 2. Bericht erstattung der Kommission in der Unterstützungsfrage Kollege Gestribow. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. oder Die Ausweisung am Weihnachtsabend. Soziales Bild in zwei Aufzügen von Rich. Lipinski. Preis eleg. brosch 40 Pf., Porto 3 Pf. Zur Aufführung 5196L sind sieben Exemplare nöthig. Das Stück eignet sich vorzüglich zur Vereins- Versammlung am Montag, den 27. November 1893, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerkschafts Drganisation. 2. Diskussion. 8. BerUm zahlreiches Erscheinen ersucht schiedenes. Aufführung am Weihnachtstage or Achtung! Weihnachtsfeier von Vereinen. ur zur Der Vorstand. Weihnachtsfeier von Vereinen. Achtung! Maler. Achtung! Quittung. Kombinirte Versammlung sämmtlicher Filialen der Maler, Ladirer, Austreicher Berlins Vor meiner Abreise erhielt ich durch Kollegen Büttner 56,35 M. aus am Dienstag, den 28. November 1893, Abends 8 Uhr, gezahlt für Unterstützung, wofür ich in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. allen Gebern meinen herzlichsten Dant ausspreche. 409b Wencel Dlouhh. Für Kassenkranke bin ich in meiner Privat- Frauenklinik, Louisen- Ufer 17, statt frühmorgens, jetzt: Mittags 12 bis 2 Uhr, Sonntags 11 bis 12 Uhr, zu sprechen. Freie Arztwahl. Poliklinik Wochentags 12-1 Uhr. Privatwohnung bleibt Neue Roßstr. 6, Sprechst. 8-9, Nachm. 3-5 Uhr. 544m* Dr. Bunge. Homöopath. Arzt Dr. Hösch, Linienstraße 149, 8-10, 5 bis 7, Sonntags 8-10 Uhr. Patentanwalt A. Dammann, Ingenieur, Oranien strasse 61 a. Morigpl. Aust. fostenfrei. Rechts- Bureau. Tagesordnung: Berathung des Statuts. Wahl der Delegirten zur Generalversamm lung. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 442/5 Der Einberufer. Arbeitslosen- Versammlung der Maler, Lackirer und Anstreicher 235/3 am Mittwoch Vormittags 10 Uhr, bei Gratweil's, Kommandantenstraße 77-79. Tagesordnung: Die Ursachen der Arbeitslosigkeit. Referent Th. v. Wächter. Diskussion. Der Einberufer. Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Dienstag, den 28. November, Abends 82 Uhr: Plenar- Versammlung im Saale des Langenbeck Hauses, Ziegelstraße Nr. 10. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Th. v. Wächter über: Moabit, Paulstr. 31, von 9-2. Der Kampf ums Dasein und der Sozialismus". 3. Diskussion. Gäste willkommen. Mendelsohnstr. 14 von 3-9. Rath und zuverlässige Ausführung in allen Rechtsangelegenheiten.[ 5163L* Topolinski, fr. Bureauvorsteher. Gardinen- Reste " 52002 Der Bureau- Vorstand. Dr. Penzig. Achtung! Gesangvereine. Achtung! Gesangvereinen werden von jetzt ab unentgeltlich 363b zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst Dirigenten nachgewiesen durch unsern Kassirer Herrn in der Fabrik Grüner Weg 80, prt. Rud. Tietz, Invalidenstr. 129, 1 Treppe. Eingang vom Flur. Die be ste und billigste DamenmäntelFabrit Berlinerstr. 76, 1 Treppe, in Charlottenburg, vertauft Estimo- Jaquets 5-71/ 2 W., PlüschJaquets 15 M., Regenmäntel 3/2 bis 71/2 M., Capes 71/2 M., PlüschJaquets und Damassé Capes von 30 M. an. 5044L* Dirigentenverband für Berlin und Umgegend. Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband. Montag, den 27. November, Abends 81/2 Uhr: Große Versammlung in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79 ( oberer Saal). Tages Ordnung: Die Kollegen vom Platz Zeidler und Huth werden ersucht, Mann für Freunden und Genossen empfehle Mann zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Bei der meinen Kalb- und Hammelfleisch. 1. Die Verhältnisse der Schneiderei in Schlesien und Posen und die Wichtigkeit der Tagesordnung ist ein jeder Kollege verpflichtet zu erscheinen. verkauf zu den billigsten Preisen. Erlebnisse auf meiner Agitationstour nach dort. Referent: L. Pfeiffer. Der Vertrauensmann. Fran J. Schulze,[ 51782 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom III. Quartal. 4. Neuwahl der OrtsJ. Buchmann, Willibald Alexisstraße 39. Markthallenstand 15, Eisenbahnstraße. I verwaltung. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 298/7 398/6