Nr. 279. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertel jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,80 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6703. Vorwärts 10. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgeipaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochen: tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 4186. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 28. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politik, daß je unproduktiver, fulturwidriger, gemeinschäd- Es wurden bis 1892/93 einschließlich ausgegeben für Rechlicher und volksfeindlicher die 3 vecke sind, um desto ge- nung der Gesammtheit aller Bundesstaaten: waltiger der Aufwand ist, der dafür gemacht wird. 1. Heeres verstärkungen, Steigerung der Mit dem 1. Dezember eröffnen wir ein neues Monats Rulturaufgaben erscheinen nur als läftiger Ballast, der keiner Operations- und Schlagfertigkeit des Abonnement auf den Heeres, Truppen- Dislokationen u. s. w., Vervollständig des Waffen Materials, Aenderungen der Wehrpflicht u. f. w., zu sammen 2. Thorerweiterungs- Bauten „ Vorwärts" Berliner Volksblaff mit der illustrirten Sonntagsbeilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. 3,30 Mart für das Quartal Beachtung werth ist, der geistige und gesellschaftliche Fortschritt, Volksbildung, Arbeiterschutz, Kunst und Wissenschaft, öffentliche Gesundheitspflege haben nicht einer Federflocke Gewicht gegenüber dem Brennusschwert, das der unersättliche Militarismus in die Wagschale wirft. 3. Garnisoneinrichtungen in Elsaß- Lothringen 4. Festungsanlagen 5. Vervollständigung des deutschen Eisenbahn9 0 674 838 995,14 M. 1517 688,33 n 86 868 918,41" 146 552 685,27 142 " Der Appetit kommt beim Essen, und so folgt der ersten Milliarde für Heereszwecke die zweite, dieser die dritte. Einhalt kann nur dann diesem mörderischen Treiben ges neges im Interesse der Landesvertheidigung 106 888 625,24 boten werden, wenn das Volk sich vom Militarismus, das 6. Bu eifernen Vorschüssen für die Verwalheißt vom Klassenstaat emanzipirt. Die wirklichen Produ- 7. Marine verwaltung tung des Reichsheeres 969 785 111,39 zenten, das heißt die breite Masse, werden durch die Guts 8. Für den Nord- Ostsee- Kanal 258 784 901,87 und Blutsteuer am schärfsten, am meisten getroffen. Und immer riesiger wird die Schuldensumme, die das jünge Reich Bayern wurden ausgegeben für Für Rechnung der Bundesstaaten mit Ausschluß von aufhäuft. 100 414 628,01 m. 1075 692,25" W 1. Kasernenbauten. 2. Vermehrung des Schanzzeugs der Infanterie 61 587 002,09 Das herrliche Kriegsheer und die stolze Flotte sind es, die am Mark der werkthätigen Bevölkerung zehren. Der Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements neue Reichsschah- Sekretär, Graf von Posadowsky Wehner, 8. Erweiterung oder Neuerwerbung zum Preise von hat im Auftrage des Reichskanzlers dem Parlament von Artillerieſchießplätzen. 1 154 908,38 eine Denkschrift über die Ausführung der feit Die riesigen Beträge, die durch Anleihen aufgebracht dem Jahre 1875 erlassenen Anleihegeseße vorgelegt, worden find, hat Moloch Militarismus direkt oder mittelbar entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 deren Angaben die verhängnißvolle Wirkung des stehenden verschlungen. Dazu treten noch die ungeheuren Summen, unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichſt, Heeres auf unsere gesammten ökonomischen Zustände in ein die Jahr für Jahr durch den Schröpfkopf des Zollaufwanddas Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige helles Licht rücken. steuer- Systems, das die Besizlofen am härtesten trifft, dem Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene der Deutschrift vom 22. November 1892, wenn man die zwecke verpulvert werden. Der Gesammtbetrag der Anleihekredite belief sich nach Bolte entzogen und als laufende Einnahmen für Heeresim Etatsjahre 1892/93 gemachten Ersparnisse u. s. w. in So billig ist der bewaffnete Friede, dieses herrliche Abzug bringt, auf Schutzmittel gegen den äußeren und gegen den inneren 1 756 000 372 M. 33 Pf. Feind. Theil der Skizzen aus der sozialistischen Bewegung in Rußland auf Verlangen gratis nachgeliefert. Dazu sind neu hinzugetreten nach dem Reichs- Haushalts- Etat für 1893/94: 152 228 147 M.; nach dem Nach trags- Etat vom 23. Juli 1893: 48 060 694 M., so daß zur Zeit sich die Anleihekredite im Ganzen auf Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. belaufen. Das sind nahezu Zweitausend Millionen Mark! 1956 289 218 M. 33 Pf. Hiervon sind bis Ende Oktober 1893 realisirt worden durch Aufnahme einprozentiger Anleihen 445 705 010,05 m. durch Aufnahme 3/2 prozentiger Anleihen 771 274 260,63 M. durch Aufnahme 3 prozentiger Anleihen 586 614 122,50 M. insgesammt also find bis zum Oktober 1893 von 1803 543 392,68 M. Wofür Geld da ist! Einen sicheren Wegweiser für die Beurtheilung der Wirthschaftszustände des Reiches besitzen wir in der Geschichte der Reichsschulden. Gerade jetzt, da der Steuerquellenfinder Deutschen Reiche und Reichspumpminister Miquel daran gegangen ist, die Steuerkraft des deutschen Volkes auf das Ausgiebigste in zu 4, 42 und 3 pCt. geborgt worden. Anspruch zu nehmen, ist es von Nußen, denen, die Mittel Die Verzinsung dieser Reichsschuld erfordert für für die Reichsausgaben aufzubringen haben, die Ver- das Haushaltungsjahr 1894/95, wie der Etatsgesetzentwurf schuldung des Reiches wieder einmal vor Augen zu führen. für 1894/95 ergiebt, einen Betrag von Wohin treiben wir? Die Aufgabe einer erleuchteten 71 996 000 m., Finanzpolitik ist es, das Ausmaß der Ausgaben nach dem also ungefähr zweiundfiebzig Millionen das Jahr! Werth des Zweckes zu bestimmen. Wie aber steht es bei Aus der Denkschrift über die Anleihegesetze erfahren uns? Das gerade ist der Grundzug der klassenstaatlichen wir auch näheres über die Verwendung des Reichspumps. ald Oper Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skinen den stark Verdächtigen, es war gefährlich, ihn zu besuchen, und die Kameraden gingen selbst zu ihm hin, da das Risiko zu groß war. Aber Raja konnte es trotzdem nicht unter[ 18 lassen, den Kameraden täglich zu besuchen; sie brachte ihm Milch, erzählt ihm Neuigkeiten und sieht mit Schmerzen, wie sein Zustand täglich schlechter wurde, ohne daß der Kranke selbst an den nahen Tod glaubte. Er war überzeugt, daß er wieder genesen wird, ärgerte sich über die verdammte Erkältung", welche ihn so aufhält. Er will, wenn auch sein Zustand sich in den nächsten Tagen nicht beffert, trozdem die Reise fortsetzen. Raja's Herz frampfte sich vor Schmerz zusammen, als sie ihm sagte: aus der sozialistischen Bewegung in Rußland. " Nein, warten Sie noch ein wenig, Sie müssen sich erst mehr erholen." Sie meinte, daß er im Laufe einer Woche sterben wird, Für soziale Politik aber, die den gesellschaftlichen Uebeln entgegentritt, ist, wie es in dem alten Burschenliede heißt kein Geld in Bänken". Herr Miquel aber naht schon mit seinen BlutegelPlänen. Politische teberlicht. Berlin, den 27. November. Aus dem Reichstage. Der erste Tag der Etatsberathung gehört von jeher zu den sogenannten„ großen Tagen" des Reichstags. Entsprechend diesem Herkommen waren heute die Tribünen und die Size der Vertreter des Bundesraths vollständig besetzt, die Abgeordnetensite dagegen starrten in öder Leere. Eingeleitet wurden die Verhandlungen durch den neuen Staatssekretär der Finanzen. Da es altes Herkommen im Reiche ist, diesen Posten mit einem Manne zu besetzen, der mit dem Finanzwesen möglichst wenig zu thun hatte, so fann es nicht verwundern, daß auch der Graf von Posareichend. ,, Nun, wie steht es?" fragte ihn Raja, ihm die Hand Morgen findet unsere Hochzeit statt und wir reisen dann sofort ab." Bravo! Endlich!"... rief Raja aus. Sie gingen, sich leise unterhaltend, dem Meeresufer ente lang, und niemand, der dem jungen Paare begegnet wäre, hätte ahnen können, daß das Terroristen seien. An einer Kurve, die die Eisenbahn beschreibt, steht das Stationshaus mit einem kleinen Garten; die Bahn geht auf einer Aufschüttung in fast gleicher Höhe mit den Fenstern des Mezzanin an dem Hause vorbei; sie tritt aus einem Walde heraus und verläuft in der Steppe. Hier ist nur ein Haltepunkt fahrender Züge. ( Aus dem Russischen überseht.) Nach der ihr so sympathischen Thätigkeit im Volke mußte sich Raja entschließen, die Gönner zu bearbeiten: mit ihnen liberale Gespräche zu führen, ihre Neugierde befriedigen, sie überzeugen, sie schelten, ihnen schmeicheln, um sie zu bewegen einige zwanzig Loose von der Lotterie zum der Arzt hatte es ihr gesagt. Der Stationschef war ein noch junger Mann und ein Besten der Radikalen zur Weitervertheilung anzunehmen. Biele Nachdem Raja eine Weile bei dem Sterbenden verbracht Protegée des Direktors; er hatte sich vor kurzem in der Grimassen und lange Gefichter bekam Raja zu sehen bei der hatte, mußte sie wieder gehen, und für die Lebenden sorgen: Stadt verheirathet und kam von da mit einer jungen Frau, Aufforderung an die Gönner, ihre Sympathie durch den Einem Kameraden mußte sie für einige Tage eine ungefährliche ihrem Bruder und einer Köchin zurück. Alle Bediensteten Ankauf von Kreditbilleten zu beweisen. Aber wie viel öfter Wohnung aufsuchen, ein anderer brauchte einen Paß, und auf der Station gratulirten den Neuvermählten und benoch begegnete sie Fällen von Furchtsamkeit, die bald lächer- an verschiedenen Orten hatte sie Zusammenkünfte verabredet. neideten sie: so hübsch und sympathisch war die junge Frau. licher, bald aufregender Natur waren. Abends mußte sie einige Besuche machen: nicht zur Erholung Aber sie beneideten sie umsonst sie wußten nicht, daß die Buweilen bemächtigt sich Rajas eine wahre Wuth über von des Tages Last und Mühe, sondern zum Nußen ihrer jungen Leute, trotzdem sie verheirathet waren, wie Bruder diese Gönner, es war ihr so widerwärtig, sie zu besuchen, Partei in einem Hause waren zwei junge Mädchen, die und Schwester mit einander lebten, und der Bruder und diese platonischen Ergüsse ihrer Sympathie anzuhören, sie zu gewinnen hoffte; in einem zweiten hoffte sie die Be- der jungen Frau durchaus nicht ihr Bruder, und daß sie oft in Versuchung gerieth, ihnen ihre wahre Meinung tanntschaft eines Beamten zu machen, der ihr nüßlich sein die Köchin keine wirkliche Köchin war, sondern daß zu sagen und sie nicht mehr aufzusuchen. fonnte; in einem dritten erwarteten sie von ihrer Propa- alle vier Personen nur als Parteigänger zu einander geRaja scheute jedoch keine Mühe, auch die größte ganda begeisterte Jünglinge. Außerdem mußte Raja noch hörten. Ebenso wenig wußten die Leute, daß von dem nicht, wenn sie nur für die Sache von Nußen war. für die Arbeiter sorgen: fie braucht Bücher nnd Berichte. Bimmer aus, welches als Schlafzimmer der Neuvermählten Die Groschen, die die Gönner geben, waren waren un- und bei allem dem muß sie noch Beit erübrigen, um Briefe galt, in der ersten Nacht der angebliche Mann und umgänglich nöthig, folglich muß man sie sammeln, wenn zu schreiben und zu dechiffriren. Schwager angefangen hatten, einen unterirdischen Gang zu auch mit Widerstreben. Als Raja einmal den ganzen Vor- Raja hatte sich ausgeruht und sah auf ihre Uhr: ihr graben, und daß die Frau und Köchin die ausgestoßene mittag in Geschäften herumgelaufen war, erinnerte sie sich Kamerad mußte gleich eintreffen. Und in der That näherte Erde in Körben in den Garten trugen und dort auseines franken Sozialisten: er hatte in Geschäften eine Reise sich ihr auf dem Fußwege ein junger Mann von hohem schütteten. Niemandem fiel es auf, daß ab und zu aus unternommen und war unterwegs erkrankt. Er gehörte zu Wuchse mit einem breitkrämpigen Hute auf dem Kopfe. dem Nachtzuge ein Mann oder eine Frau ausstiegen, sich dowski seinen Vorgängern im Amte darin folgt, die auch wenn sie noch so schneidig vorgetragen wird diesen Zahlen, welche im Etat bereits aufgeführt sind noch einmal Streit zum Austrag zu bringen. Die Fortseßung der Verzu wiederholen. Ein Abgeordneter, welcher den Gtat genau handlung wurde auf morgen vertagt, nachdem das Zentrum fennt, hat uns auch bestätigt, daß der Herr Graf alle Zahlen, die vom Herrent Präsidenten noch die Zusage erhielt, daß der cr genannt, richtig wiedergegeben hat. Weiter wäre von der Jesuitenantrag direkt im Anschluß an die Etatsberathung Rede des Herrn Staatssekretärs der Reichsfinanzen nichts zur Verhandlung gelangt. zu melden. Der Vertreter des Zentrums begann seine Rede damit, daß er von glückverheißenden Ansägen" in der Kolonial politik sprach. Wo dieses Glück steckt, vergaß der Herr aber anzuführen. Die armen Afrifaner, welche nebst Weib und Kind zu Tausenden, niedergemetzelt und durch clenden Fuselschnaps vergiftet werden, bieten die Illustration zu diesem Glück. Ministerkrisen. Wir erleben jetzt mehr Ministerkrisen in einem Monat als sonst in einem Jahre. In Deutschland haben wir seit kurzem einen neuen Schatjekretär und Kriegsminister, in Desterreich ein neues Ministerium, in Ungarn wackelt der Unterrichtsminister, in Frankreich und in Italien haben die Ministerien ihre Entlassung eingereicht, in Serbien dürfte das Ministerium Dokitsch bald durch ein Ministerium Pasitsch ersetzt werden, in Spanien wackelt das Nachdem Herr Frißen die„ unliebsamen" Enthüllungen Ministerium Sagasta, und in Rußland sollen die Minister beim Spielerprozeß in Hannover gestreift, das Wachsen der für das Verkehrswesen, die Justiz und den Krieg an ihren Reichsschulden beklagt und sich gegen eine fibermäßige Aus- Rücktritt denken. Die Völker bleiben dabei kühl, sie dehnung der Kriegsflotte ausgesprochen hatte, erklärte er wünschen blos überall, daß nicht nur die Minister gehen, die Deckung der Reichsausgaben durch eine einzige direkte sondern daß auch mit dem Systeme tehraus gemacht wird.Einkommensteuer als Illusion. Die indirekten Steuern müssen Gegen die Weinsteuer. Der am 8. November 1893 aljo nach wie vor die Haupt- Einnahmequelle des Reiches bleiben, in Leipzig gegründete, aus 252 Vereinen mit 19 320 Mit weshalb aber auch am allgemeinen Wahlrecht nicht gerüttelt aliedern bestehende Bund deutscher Gastwirthe hat unterm werden darf. Ueber die neuen Steuern schwieg sich der Herr da noch aus. Neber diesen Punkt läßt das Zentrum 15. d. M. folgendes motivirte Gesuch an den Reichstag der Regierung das erste Wort beim- Jefuitenantrag. Welche Bedeutung diefer Rede beigelegt wurde, dafür spricht am besten die Thatsache, daß nach Schluß derselben sich vier Minister nach einander erhoben, um dagegen zu polemifiren. der 1 Die Kulturausgaben leiden nicht." Man schreibt Bolts- Beitung": Ju Düsseldorf besteht eine Kunstgewerbeschule, für deren Unterhaltung Staat und Stadt zu gleichen Theilen beitragen. für das Statsjahr 1894/95 war eine Erhöhung der Kosten zur Also ein Drittel sämmtlicher Volksschüler müssen in Schulen mit anomalen Frequenzverhältnissen unterrichtet werden! Dazu schreibt Dr. Petersilie auf G. 124: " Hiernach ist es nicht zweifelhaft, daß noch weitere Anfirengungen zur Versorgung aller Kinder mit angemessenen Schuleinrichtungen zu machen sind. Und dies wird mit Nothwendigkeit zu erhöhten Anforderungen aus Staatsmitteln drängen. Der bereits hier und da lautgewordene Wunsch nach Einschränkung der Staatsaufwendungen für die Volksschule ist nicht gerechtfertigt, wenn man die Sprache der oben mitgetheilten Verhältnißzahlen hört und versteht. Es bedarf nicht der Grwähnung, daß durch die übermäßige Besehung der Klaffen die unterrichtliche und erziehliche Arbeit an der heranwachsenden Jugend geschädigt, mindestens abgehalten wird." Aber:" Die Kulturaufgaben leiden nicht", werden trotzdem die publizistischen Anwälte des Militaris nus sagen. gegangenen Geheimräthe mit den Minifterialdirektoren " der Beamten und statusmäßigen Bediensteten bei den königlichen Besoldungs- Status bayerischen Verkehrsanstalten. I. Pragmatische Beamte( Status A). Auszug aus dem Gehalts- Regulativ für die pragmatischen Staatsdiener im Ressort des töniglichen Staatsministeriums, des töniglichen Hauses und des Aeußern vom 11. Juni 1892. Vortrag der eamten Rategorien. Gehalt: in ben ersten fünf Jahren vom 6. bis einschließl. 10. Jahre vom 11. bts einschließt. 15. Jahre vom 16. bis einschließl. 30. Jahre für je weitere fünf Zuschüsse Jahre mehr Wohnungsgeld Mr. . 917. m. M. Wozu braucht das Reichs- Postamt einen UnterStaatssekretär?" Zu dieser Frage( vergl. Nr. 272 bes Vorwärts" vom 18. d. M.) wird uns noch geschrieben: Gs ist allgemein bekannt, daß Herr v. Stephan für seine Geheimräthe wie ein Vater für seine Kinder sorgt. Wir erinnern nur an seine Reden im Reichstage, wie er die Gleichstellung seiner aus dem Postelevenstande hervor Nach dem Zentrumsrebner betrat Bebel die Tribüne.. eine Reich Weinstener ohne scharfe Kontrolle des Sert v. Stephan für die Boft- Unterbeamten sorgt, das be Ein bober Reichstag wolle in Erwägung, daß finifterial direttoren te perlangte und durchfeste. Wie Die 1½ stündige Rede unferes Genossen in einer kurzen Versands, der Geschäftsräume, Keller und Bücher, fowie weisen die vielen Gerichtsverhandlungen gegen ungetreue Skizze auch nur annähernd gerecht zu würdigen, ist uns sonstige erschwerende Bestimmungen ohne Ertrag bleiben Boftbeamte. Weniger bekannt dürfte jedoch sein, um wie unmöglich. Wir zählen die heutige Rede zu den besten wird, und viel besser fich die höheren Reichs- Postbeamten im Ver2. daß diese Kontrollbestimmungen geschäftserschwerend gleich zu zu den höheren bayrischen Bostbeamten stehen. und geschäftshemmend wirken müssen, sowie zahlreiche Wirthe Wir lassen deshalb eine Zusammenstellung folgen, die wir Deutschen Postzeitung", Organ des Berzur gänzlichen Aufgabe des Weinverzapfes veranlassen und der so schwer schädigen wird, bandes deutscher Post- und Telegraphenassistenten, ent Zunächst trat der Herr Kriegsminister in die parla- 3. der Gastwirthestand der Willkür und dem Wohl- nommen haben, und aus welcher der gewaltige Besoldungsmentarische Arena, um den Versuch zu machen, die Keulen wollen Einzelner, wie auch dem Denunziantenthum unter- unterschied hervorgeht: worfen wird, schläge, welche Bebel aus Anlaß der Borgänge im Hannoverdie von der hohen Reichsverwaltung projektirte Reichs schen Spielerprozeß geführt hatte, zu pariren. Der Herr Minister war gereizt. Was er vorzubringen hatte, hielt einstener" in jeder Form ablehnen. sich auf dem Niveau der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", welche in der Spieleraffäre eine Stellung einnahm, welche sogar von der unabhängigen konservativen Presse einstimmig zurückgewiesen wurde. Die Unterstellung, Bebel habe das gesammte Offizierkorps herabgesetzt, während er ausdrücklich nur von bedenklichen Erscheinungen sprach, beweist nur, wie schwach sich der Herr Minister in seiner Pofition fühlte. Ganz ins Waffer fiel die hochspurige Erklärung, daß die Leitung der Armee sich selbst genügen werde und der Kritik enirathen tönnte. So gern wir das letztere glauben, so richtig ist doch auch, daß die Armee mit jedem Jahre zur Kritik mehr herausfordert. Eine Einrichtung aber, die uns so theuer zu stehen kommt, wie unsere Armee, die sieht man sich doch auch etwas genauer an. Und ein Vergnfigen ist es gerade nicht, wenn man bei diesem Zusehen den„ ollen ehrlichen Seemann" in der Gesellschaft von Angehörigen der Armee findet, und zwar solcher Angehöriger, die den Anspruch erheben, sich aus den Kreisen der Edelsten und Besten", der Nation zu rekrutiren. Rändige Schafe giebt es in jeder Dies Heerde, darin hat der Herr Kriegsminister Recht. aber zugegeben, dann soll man eben auch nicht von einer besonderen Offiziersehre und ähnlichen Dingen reden. Auch hier gilt das Bibelwort vom Selbsterhöhen und seinen Folgen. Bebel hatte den Brief, den Miquel in seinen jungen Hier zeigt sich also die allgemeine Boltsbildung nicht Jahren an Marr geschrieben hat, erwähnt und der preußische nur in der Theorie, sondern in absolut vollkommener Weije Finanzminister nahm die erste ihm gebotene Gelegenheit durchgeführt." Zur Beleuchtung dieser stolzen Behauptung wahr, um sich zur Sache zu äußern. Laß er dies in glück des Herrn Professors zitirt die Pädagogische Zeitung" licher Stunde gethan, tönnen wir nicht zugeben. Was aus dem Petersilie'schen Werke über das niedere Schulims Herr Dr. Wliquet als angebliches Ergebniß langer wesen Preußens folgende Angaben: und schwerer Studien zum Besten gegeben hat, war doch nichts weiter, als wie Lehrfäße, wie sie die bürgerlichen Dekonomen schon längst niedergeschrieben hatten, che Miquel seine Studien begann. Wenn der preußische Finanzminister weiter sonst nichts gelernt hätte, als was er uns heute als Ergebnis feiner Studien und seines Entwickelungsganges vorgeführt hat, er wäre nie Direktor der Diskontobank und sicher nicht der einflußreichste Mann im preußischen Ministerium geworden, der er heute thatsächlich ist. Den Schluß der Ministerreden bildete eine Erklärung des Marinentinisters gegen Bebel's ausgesprochene Bedenken über die Zweckmäßigkeit der Riefen Panzerschiffe. Der Streit über diese Kolosse ist so alt wie diese selbst, und Herr von Hollmann ist nicht Autorität genug, un durch eine Aeußerung seinerseits mit dem Stationschef begrüßten und ihm irgend was Unterhaltung der Anstalt um 1130 Mart erforderlich. Die Stadtverordneten- Versammlung bewilligle den auf die Stadt entfallenden Antheil unter der Bedingung, daß der Staat gleichfalls die Hälfte beifteuere. Der Minister für Handel und Gewerbe ettlärte aber, daß er die 565 m. nicht anweisen könnte, weil er feine Mittel hätte. Also 565. für eine Kunstgewerbeschule, beren Unterhaltung dem Staate vertragsmäßig in Gemeinschaft mit der Stadt obliegt, fann der preußische Minister für Handel und Gewerbe nicht aufbringen! Die Düsseldorfer Stadtverordneten haben nunmehr befchloffent, an den Ausgaben so viel wie möglich zu fparen, und das Schulgeld für das Winterhalbjahr von 10 auf 15 M. zu erhöhen. Für zwei Kasernen, die in Düsseldorf gebaut werden, sind 2358 000 M. in Aussicht genommen, und der Militär Stat weist eine ganze Reihe Offizier- Speiseanstalten auf, die gebaut werden sollen. Dafür ist Geld reichlich vorhanden, aber 565 W. für eine Kunstgewerbeschule sind nicht aufzutreiben! Der ber 12 000 Generaldirektor Staate Eisenbahnen. Die Direktoren bei der Generaldirektion der Staatseifenbahnen, der Vorstand der Direktion der Posten und Tele. graphen. Die Ober- Regierungsräthe bei der Generaldirektion der Staatseisenbahnen In einem Bericht des Professors Dr. Julius Lessing über die Weltausstellung in Chicago hieß es in bezug auf Die Räthe bei der Generaldie Voltsschule in Preußen: Anomale Frequenzverhältnisse bestehen und zwar 1) 81 bis 100 Schultinder auf die Klasse in eintlaffigen, 71 bis 90 Schulkinder auf die Klaffe in zwei- und mehrtklassigen Schulen 2) 101 bis 105 Schulkinder(!) auf die Klasse in einklassigen, 91 bis 120 Schulkinder auf die Klasse in zweiund mehrklafjigen Schulen 3) über 150 Schulkinder auf die Klasse(!) in einklassigen, über 120 Schulkinder auf die Sttaſſe in zwei- und mehrtlassigen Schulen. • 324 821 Schüler!! direktion der Staats- Eisenbahnen, Ober- Postrathe, Ober- BahnamtsBorstände, Ober- Post: amts Worstände, Zentralkassirer. Die Oberinspektoren bei der Generaldirektion derStaatsEisenbahnen, Ober- Poft inspektoren, Oberingenieure, Ober- Maschinenmeister. = 1 809 175 Schüler!! Die Affefforen bei der Generaldirektion der Staats- Eisenbahnen, Ober- Poft affefforen, Inspek toren, Zentral- Raffa- Kontrolleure, Postmeister, Begirls- Kassirer, Bezirks Ingenieure, Bezirks- Ma schinenmeister, der Vorstand des Berlagsamtes für Postund Gebührenmarten. 27 186 Schüler! Sa. 1 650 596 Schüler. 3 239 Schüler. Wegen Neberfüllung konten nicht Aufnahme finden Der Stations Gendarm lobte den Stationschef wegen 720 meg 7020 7880 7740 8100 180 720 6120 6480 6840 7200 180 540 5280 5640 6000 6360 180 540 4920 5280 5640 6000 180 540 b Som1 4080 4440 4800 5160 180 420 Demgegenüber vergleiche man die Gehälter der höheren Reichs- Postbeamten laut Bostetat: A. 8entralverwaltung. Titel 1. Der Staatssekretär fagten. Nach einigen Tagen tam mit der Bahn ein großer seines„ lentfeligen Auftretens", und die Köchin scherzte oft bil Außerdem freie Dienstwohnung. Koffer für den Stationschef an, und die junge Frau, diesen mit dem Gendarmen. erblickend, rief laut aus: " Ah, endlich hat man mit meine Aussteuer ge- die Ankunft eines Extrazuges ankündigte, mit welchem der schickt!" Die Mine war schon vollendet, als ein Telegramm Direktor die Bahn befuhr, um dieselbe vor der Durchreise Am Tage arbeitete der angebliche Schwager Raja's, fie des Baren zu revidiren. Mit Bittern und Bagen wurde selbst verbrachte den Tag mit einer Stickerei in der Hand, dieser Zug erwartet. Früh Morgens traf er ein.. Der an einem Halbfenster, von wo aus sie schon aus beiter Stationschef empfing ehrerbietig die Revidenten. Der BeEntfernung jeden, der sich der Station näherte, erblicken triebsdirektor drückte ihm die Hand, befragte ihn wegen tonnte. der Wächter und Weichensteller und ordnete an, daß Niemand auf der Station ahute, welche aufregende bei der Durchfahrt des taiserlichen Zuges der Zeit die vier jungen Leute im Verlaufe von sechs Wochen Stationschef selbst an an der der Einlaßweiche sich aufDurchlebten. Sie hatten ftets ein frohes Aussehen, halten sollte. Der Chef der Gendarmerie ertheilte waren aber trobem ſtets in Aufregung und dem Gendarmen, dessen Hand förmlich an die besorgt, daß irgend ein unvorhergesehener, böser Tasche angeschmiedet zu sein schien, irgendwelche InUnfall ihre ganze Arbeit zu nichte machen könnte. Sie ſtruktionen, und dieser sagte immer nur:" Bu Befehl, und waren stets auf der Wache, und ihre Nerven waren bis auf so ist es". das Aeußerste angespannt. ängstigte fie. Gines Tages, als ein Passagier auf der Station eine traf und seinetwegen der Zug halten mußte, stieg auch ein Gendarmerieoffizier aus. Bei diesem Anblick stand Raja, die am Jenster saß, das Herz still; auch der Stationschef erschral sehr. 24 000. Titel 2. 8 Direttoren mit je 15 000 M.( WohnungsgeldZuschuß 12 des Tarifs); 19 vortragende Räthe von 7500 bis 9900 W., im Durchschnitt 8700 M., außerdem für 8 vortragende Räthe für Wahrnehmung der Geschäfte eines AbtheilungsDirigenten je 900 M. Zulage( Wohnungsgeld- Zuschuß II 2 des Tarifs); 5 ständige Hilfsarbeiter von 5400-6000 m., im Durchschnitt 5700 M.; 2 Ober- Telegrapheningenieure von 5400-6000., im Durchschnitt 5700 M.( WohnungsgeldZuschuß 2 des Tarifs). B. Betriebsverwaltung. Titel 17. 40 Ober- Poftdirektoren, und zwar 39 von 7000-9000 m., im Durchschnitt 8000 Mt., und einer in Berlin mit 9000 M. und einer nicht pensionsfähigen Zulage von 1500 M.( Wohnungsgeld- Zuschuß 11 2 des Tarifs); 135 OberPosträthe und Posträthe und 18 Post- Bauräthe von 4200 bis 6000 M., im Durchschnitt 5100 m. An Wohnungsgeld- Buschuß beziehen: ha. Die Direktoren im Reichs- Poftamt je 1500 M. ab. Die vortragenden Räthe je 1200 M. c. Die Posträthe 2c. je 900 m. Jeder vorbeifahrende Bug Die ganze Kommission besichtigte die Schwellen, Schienen und Weichen. Der Stationschef machte die Herren Schienen und Weichen. Der Stationschef machte die Herren auf eine Schiene aufmerksam, die einen kleinen Rißlai hatte; sofort wurde angeordnet, dieselbe durch eine andere zu ersehen. Sollte Alles verrathen sein?" dachte Raja und beobachtete, ob der Genbarm nicht die Treppe zu ihrer Wohnung hinaufsteigen würde. Aber dieser war nur ausgestiegen, und trampelt herum, um sich die Füße zu erwärmen, und bei dem zweiten Glockenschlage stieg er eiligst wieder ein. Ein anderes Mal grüßte der Telegraphist Raja, die mit ihrer ewigen Stickerei in der Hand am Fenster saß, und sagte zu ihr: Wie fleißig Sie arbeiten." Diese unschuldige Phrase beunruhigte Alle im höchsten Grade; da der Telegraphist oft in den Nächten bei Monden schein spazieren ging, so befürchteten sie, daß er irgend was bemerkt haben könnte. Darauf stiegen alle wieder in den Zug und der Betriebsdirektor sagte dem Stationschef: und Sehen Sie nur zu, daß Alles in Ordnung ist," der Gendarmerie- Oberst dem Gendarmen: Halte beide Augen offen." Die Lokomotive pfiff und der Extrazug fuhr fort. Der Stationschef athmete auf und ging in froher Stimmung zu seiner Frau. Alles ist in Ordnung," sagte er ihr. no Nach der Revision konnten sich die jungen Leute vier Tage lang ausruhen, nach welcher Zeit der Name des vorher vollkommen unbekannten Haltepunktes und der seiner Bewohner in der ganzen Welt bekannt werden sollte. ( Fortsetzung folgt.) Nun wird noch eine Unter- Staatssekretärstelle für das Reichs- Postamt mit einem Gehalt von 15 000-20 000 M. ver langi! Dazu scheint Geld vorhanden zu fein. Aber wenn es sich um die Erhöhung der Unterbeamten- Behälter handelt, dann spricht Herr von Stephan von ungünstiger Finanzlage, großem Angebot von Arbeitsfräften, Mangel an innerer Zufriedenheit bei den Unterbeamten u. f. w. Auch im nächsten Etatsjahre sollen wieder laut Poftetat( Titel 21) 120 Postsekretärstellen in Assistentenftellen umgewandelt und der erhebliche Unterschied der Gehälter als erspart verrechnet werden. So nur immer weiter! Die Früchte erntet die Sozialdemokratie. Die Uebertreibung der Sonntagsruhe. Die Bossische Zeitung" läßt wieder einmal eine Philippika gegen die Sonntagsruhe los aus Anlaß einer Verfügung des Polizeipräsidenten für Berlin, wonach an den sogenannten " goldenen Sonntagen" die Geschäfte nicht länger als bis um 6 und am legten Sonntag bis 7 Uhr Abends ihre Ver 劃 tommien, weil eure Chefs nichts verdienen. " faufszeit ausdehnen dürfen. Nicht nur vermag das Blatt! von einer vermeintlichen Schädigung der Geschäftsleute zu reden, es weiß auch von einer solchen bei den im Handelsgewerbe Angestellten zu erzählen. In väterlicher Fürsorglichkeit ermahnt sie: Seht, wenn ihr recht folgsam seid, recht tüchtig arbeitet, bekommit ihr auch, weil euer Chef dann vecht viel verdient, etwas zu Weihnachten. Aepfel, Nüffe und Pfefferkuchen und was der schönen Sachen noch mehr find. Damit ist es nun aber aus, denn mit der vermaledeiten Sonntagsruhe wird's noch soweit getrieben, daß Nun zu meiner Ausreißerei". Ate ich das Billet für Basel anch all diese Wohlthaten verloren gehen, denn ohne 15 bis löfte, da schmeichelte ich mir mit der Hoffnung, meine Partei16 Stunden Arbeit könnt ihr nichts zu Weihnachten be genossen würden dem Hinweis auf die mangelhafte Gesundheit Die Brüsseler Abendblätter verzeichnen hätte besser gethan, ein Atteft des Spezialarztes zu publiziren, Glauben schenken und meine Handlungsweise entschuldigen; ich Ob denn nun die Angestellten im Handelsgewerbe unter aller Reserve das Gerücht, die Expedition auf der mich längere Zeit wegen des Buftandes meiner Nerven in zur Einsicht kommen werden, welche schwere Berantwortung dem oberen Nil, die früher unter dem Befehl des ver Behandlung hatte, um mir schließlich zur Wiederherstellung einige fie auf sich geladen haben durch das fortwährende Drängen storbenen van Kerkhove gestanden, hätte einen Theil Monate Nizza anzurathen. Freilich, das mulhauser Parteinach Sonntagsruhe? Die Legende vom Weihnachtsmann ihres Bestandes in den Kämpfen mit den Arabern organ erkannte an, daß durch die langen Qualen der Straffür große Kinder ist ja ganz schön. Leider sind aber die auf dem Rückwege nach dem Kongo verloren. Arbeiter aus den Kinderschuhen einer solchen Auffassung heraus. Nicht für Almosen wollen sie arbeiten, nicht demüthig für Hingabe ihrer ganzen Kräfte, in übermenschlicher Weise während der Wochen vor dem Feste angestrengt werden, ein kleines großmüthig gewährtes Geschenk empfangen. Bezahlung fordern fie für ihre Arbeit und nicht Almosen. Das, was sie hier und da in Form von Almosen als Weihnachtspräsent erhalten, fann in den Aus Afrika. Dem Reuter'schen Bureau" wird aus| haftet wurde wegen Fluchtverdachts, und zwar ohne daß ich Buluwayo vom 20. d. M." gemeldet, die Verfolgung Loben vorher ausgerissen" wäre. Da die Behörde, welche die lette gula's scheine schwieriger, als man vermuthet habe. Man Verhaftung anordnete, noch dieselbe ist wie früher, so dürfte das müffe eine Proviantfolonne zur Unterstützung der auf der Ohne Zweifel" des Vorwärts" in Betreff des inneren ZuVerfolgung befindlichen Truppen nachsenden. fammenhangs der Verhaftung Bueb's mit meinem Weggang doch einige Einschränkung verdienen. An dieser Verhaftung wird Der standalöse Krieg gegen die Matabele scheint dem übrigens Derjenige nichts Sonderbares mehr finden, der die nach noch nicht beendigt zu sein. Doch das wird den Schneidigkeit" der Mülhauser Staatsanwaltschaft fennt und englischen Goldsuchern in Süd- Afrika gleich sein. Loben- weiß, daß Bueb einer Aufforderung zum Strafantritt nicht sofort gula ist ihnen gleichgiltig, wenn er nur von seinem Ge- gefolgt ist. Weshalb bin ich da das Karnidel? biete auf Kosten der englischen Regierung vertrieben ist, damit man ungestört den unersättlichen Burst nach Gold ſtillen kann.eler Demnach scheinen die Belgier die kolonialpolitischen Spielereien ihres Königs sehr theuer bezahlen zu inüffen. In unserem letzten fich mit der deutschen Kolonial politit befassenden Artikel wurde dreimal der Name Manjema falsch gedruckt, was hiermit becichtigt wird. d Parlamentarisches. meiſten Fällen auch nicht annähernd als eine Bezahlung der bis in die späte Nacht ausgedehnten Arbeitszeit an den Die sozialdemokratische Fraktion hat folgende neue AnWochentagen gelten. " 196 pträge eingebracht: Gefes, betreffend die Voltsvertretung in den Bundesstaaten. Einziger Artikel. boy weiter, wahrscheinlich sogar dauernd, geschädigt worden wäre"; aber diese Wahrscheinlichkeit einer dauernden Schädigung der Gesundheit hinderte das Blatt nicht, eine rücksichtslose Pflichterfüllung bis ans Ende zu verlangen. Auf denselben Boden stellt sich in obiger Notiz der Vorwärts". " Er Wohlan, was mir vor einigen Wochen nicht möglich war, fann ich heute: dem Jahr Bellenaufenthalt ins Gesicht sehen. Noch einige Tage der Erholung die ich, wie die bisherigen, außerhalb der schwarz- weiß- rothen Grenzpfähle mir nehmen muß, wenn ich nicht eine behördliche Weigerung ristiren will und ich tehre zurück. Den Ausreißer" bringe ich mit zurück über die beren er wird, vielleicht dem Einen oder Anderen da drüben poGs war feinen Augenblid meine Absicht, der Fahne Valet Gefühle... git sagen, der ich bisher gedient. Wenn im Gefühle Verurtheilungen die Geduld mir riß und wenn, unter dem Einfluß einer durch momentane Unpäßlichkeit gesteigerten nervösen feit ins Ausland zu verlegen, so war dies teine Fahnenflucht Erregung, in mir der Entschluß reifte, den Ort meiner Thätigund auch keine Ausreißerei" im gewöhnlichen Sinne. Es iſt mir unangenehm, dies gerade für die Partei Organe hier fagen u müffen; denn die gegnerischen Organe waren nicht so einmüthig in der Verurtheilung meines Schrittes. Paris, 20. November 1898, 101011 Jean Martin. Wir können nach Durchlesung des Vorstehenden nicht Gejet, betreffend bas Recht der Versamm- finden, daß unser Urtheil über die Flucht Martin's unbegründet lung und Vereinigung und das Recht der oder unberechtigt war. Satte er die Absicht zurückzukehren, so mußte er die Genossen und auch die Behörden davon in Kenntniß ſegen. Und fehrt er zurück, so macht er nur einen begangenen Fehler wieder gut. Die Redaktion des Borwärts". Der Artikel 3 der Verfassung des Deutschen Reiches erhält gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts gewählte Wertretung In jedem Bundesstaat muß eine auf grund des allgemeinen, bestehen. Das Recht zu wählen und gewählt zu werden, haben alle über zwanzig Jahre alten Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts in dem Bundesstaate, in dem sie ihren Wohnsiz haben. Die Zustimmung dieser Vertretung ist zu jedem Landesgesetz und zur Feststellung des Staatshaushalts- Etats erforderlich. Koalition. Verlorene Liebesmüh. Die Leibkosacken des Gr Millionenzüchters belästigen seit einigen Tagen das Publikum mit mehr oder weniger romantisch rediairten" Details über Abschiebung ihres Chefs" im März 1890. Wozu folgenden Busay: das? Wollen fie beweisen, daß ihrem Chef" ein Unrecht geschehen sei? Dann hätten sie demselben vor 31/ Jahren den Mund stopfen müssen. Denn alles, was er feitdem gethan und gesagt hat, beweist, daß er abgeschoben werden mußte. Also verschone man uns mit diesen gleichgiltigen Dingen. Er ist todt und begraben und damit gut. Die Zukunftsstaats- Debatte in der französischen Kaimer ist zwar noch nicht beendigt, solche Debatten, in denen die Bourgeoisie, in Ermanglung von Thatsachen, auf Nebelgebilde und inhaltlose Phrasen sich angewiesen fieht, ziehen sich naturgemäß in die Länge und kommen eigentlich niemals zu Ende aber, gleich dem deutschen Vorbild, hat sie zu dem vollständigen Sieg der Sozialisten und zur Zur Veranstaltung und Abhaltung von Bersammlungen geistigen Bankrotterklärung der Bourgeoisie geführt. Bon bedarf es weber einer Anmeldung bei einer Behörde, noch zu der Angelegenheit des Herrn Pastor Schall geht den geistigen Waffen" sollten unsere Feinde die Finger einer Erlaubniß durch eine Behörde. Versammlungen und Um- der Magdeburger Boltsstimme" folgende Erklärung unseres weglaffen-kämpfen sie doch gegen den Geist, und die süge, die auf öffentlichen Straßen und Plägen stattfinden, Genoffen Wurm zu: " Nach dem Bericht in der Boltsstimme" hat Herr Pastor meisten sogar gegen die eigene Ueberzeugung. Die näheren find spätestens fechs Stunden vor ihrem Beginn durch den Ver Einzelheiten findet der Leser in unserem Pariser Briefe, anstalter oder Einberufer bei der mit der Ordnung des öffent. Schall gefagt: Dann trat ich hier in Magdeburg auf. Jch nahm kein wir wollen blos noch bemerken, daß der französische Kor- lichen Verkehrs betrauten Ortsbehörde anzuzeigen. § 2. Wort von meinen wirthschaftlichen Anschauungen zurüd, aber ich respondent der echt tapitalistischen Frankfurter Zeitung" Die Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts sprach gegen die wüste Himmelsstürmerei und warf dabei auch die Niederlage des Herrn Dupun bestätigt und das Urtheil haben das Recht, Vereine zu bilden. ping eines von ihm intervienten tonservativen Abgeordneten in § 3. die Worte zusammenfaßt: die gegenwärtige Legislatur steht im Beichen des Sozia Iismus. § 1. haben das Recht, sich zu versammeln. Die Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts Wort ein tleines Streiflicht auf die Juden, nicht anders, als wie es auch Bebel in Köln gethan, und da schreibt Wurm in HanGenover: Bütet Euch vor diesen Pfaffen, hoffentlich werden feine Sozialdemokraten mehr fo dumm sein, daß sie den Bastor Schall einladen.( Der letzte Satz ist nicht wörtlich von Paftor Schall gesprochen, wohl aber dem Sinne nach. D. Neb. d. Bolteft.") Alle den vorstehenden Bestimmungen widersprechenden feze und Verordnungen einschließlich berer, welche die Verabrebung und Vereinigung zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohn und Beschäftigungsbedingungen hindern, untersagen oder Gestern noch auf stolzen Roffen heute zwar noch unter Strafe stellen, sind aufgehoben. IDS nicht im kühlen Grab, aber doch auf dem Bauch liegt § 4. Herr Dupuy, der Sozialistentödter, am Boden. Das ge Wer die Ausübung der in vorstehenden Paragraphen gemeinfame Loos aller Sozialistentödter hat ihn ereilt, viewährleisteten Rechte hindert oder zu hindern versucht, wird mit wir voraussagten, nur etwas schneller, als wir erwartet. Gefängniß bis zu drei Monaten beftraft, sofern nach dem all-Die Todten reiten schnell und in Frankreich ganz be- gemeinen Stra gefeß nicht eine härtere Strafe eintritt. § 5. sonders schnell. Wer ihm folgen wird? Ob er, nachdem er " Demgegenüber verweise ich einfach auf das, was ich im Boltswille" Nr. 264 über das erste Auftreten Schall's in Magdeburg schrieb: Dieses Gesetz tritt mit dem Zage seiner Verkündigung in Buhörerschaft hielt. Er betonte sehr nachdrücklich seinen gläu sich einigen Kollegen- Ballasts entledigt, das Aufstehen und Kraft. die Auferstehung versuchen wird es ist gleichgiltig. Todt ist todt. Einen Antrag auf Strafentlaffung Aylwardt's haben Giolitti hat noch keinen Nachfolger und wird auch Dr. Böckel und mehrere antisemitische und sozialdemokratische Reichs. sobald keinen finden. Wer kann Lust haben, in diese tags- Abgeordnete eingebracht. Derselbe lautet:„ Der Reichstag wolle Galeere zu steigen? Herr Crispi, der etwas Sautgout ( Hochgeruch) vertragen kann, wäre wohl bereit, die bitterfüße Laft zu übernehmen, von wegen dessen, was dabei ab fallen taun, aber zwischen ihm und der Galeere liegt ein fleines Bankwechselchen im Betrage von 244 000 Franks aus dem Jahre 1887 und über dieses Stückchen Papier kann der italienische Bismarck, troß seines ausgezeichneten Gewissens, so wenig hinweg wie die Here über den Druden fuß. beschließen: den Herrn Reichstanzler zu ersuchen, zu veranlassen, daß der augenblicklich im Gefängniß zu Plößensee seine Strafe verbüßende Abgeordnete Ahlwardt während der Dauer der gegen wärtigen Session des Reichstages in Freiheit gefegt werde, amit er, wie es feine Pflicht ist, bei den wichtigen Verhandlungen des Reichstages anwesend sein kann. und Pastor Schall aus Bardorf in Braunschweig war vom Allgemeinen Arbeiterverein in Magdeburg zu einem Vortrage eingeladen, den er auch am 2. November vor einer dichtgedrängten bigen, orthodoxen Standpunkt und sprach viel von den Sympathien, die er dem Bolte entgegenbringe. Sein Auftreten in Magdeburg hat aber unsere Meinung über ihn sehr geändert. In seiner Rede bekannte er sich zu kollektivistischen Anschauungen, lagte aber darüber, daß die Sozialdemokratie das Christenthum bekämpfte, sprach von einer großen patriotischen Partei, die begründet werden müsse und zeigte dabei, daß er vom Klassenkampf, von diefer nothwendigsten Grundlage alles Vorwärtsschreitens der Arbeiterbewegung, nichts wiffen will. Zum Schluß brachte er ein Hoch auf den Deutschen Kaiser Wilhelm den Erften" " aus! Wie der Vorwärts" zu melden weiß, sind dabei einige Genossen fitzen geblieben. Die Polizei notirte die Genossen! Nach der neuesten Fraktionsliste des Reichstages Gin Aufforderung, vor Arbeitern zu sprechen, wird Paftor zählt die Fraktion der Deutschkonservativen 59 Mitglieder und Schall nun hoffentlich nicht mehr erhalten. Wir haben uns gewiß bemüht, dem Paftor Schall gerecht zu werden und das Gute aus 8 Hospitanten; 24 Mitglieder die Reichspartei 4 Sofpitanten; die Deutsche Reformpartei 11 Mitglieder und seinen Darlegungen herauszuschälen. Der Vorgang in Magde Bum italienischen Bankskandal. Aus Rom wird 1 Hofpitanten; das Zentrum 95 Mitglieder und 4 hofpitanten; burg zeigt uns aber, daß Paftor Schall nicht tonsequent vorgeht die Fraktion der Polen 19 Mitglieder, die der Nationalliberalen beiter übt, die diese gegen ihn übten. Wenn die Magdeburger und nicht diejenige Rücksicht gegen die sozialdemokratischen Artelegraphirt: Heute wurde eine Beilage zu dem Bericht der parlamen- 45 Mitglieber und 8 Hospitanten; die Freifinnige Vereinigung Arbeiter bem Paftor Schall die Möglichkeit gaben, mehr Zuhörer Heute wurde eine Beilage zu dem Bericht der parlamen: 13 Mitglieder; die Freifinnige Boltspartei 21 Mitglieder und zu finden, als er und feine Kollegen fonft in der Kirche haben, tarischen Untersuchungskommission in der Bankenangelegenheit 2 Hospitanten; die füddeutsche Volkspartei 11 Mitglieder; die bann mußte er auch diejenige Rücksicht wahren, die ihm Ort veröffentlicht. Diese Beilage verzeichnet die nothleidenden Fraktion der Sozialdemokraten 44 Mitglieder. Reiner Effetten und Prolongationen zu gunften einiger gewesenen und Fraktion gehören, außer 8 Elsaß- Lothringern, 19 Mitglieder an. teinen Widerball bei den Arbeitern findet. Zum Glüd tann ber und Zeit auferlegten. Paffor Schall mußte wissen, daß sein Hoch gegenwärtigen Deputirten. Die Deputirten erklären durch weg, daß es sich um Privatangelegenheiten handele und geben eingehende rechtfertigende Aufschlüffe. Insbesondere gilt dies von Menotti und Riciotti Garibaldi in Betreff von nothleidenden Effetten, non Crispi, dem Unterstaats sekretär San Giuliano und dem Minister Martini in Betref von Prolongation. In einer Konferenz des Bureaus des Senates wurde die Ernennung einer Kommission von 5 Mitgliedern beschlossen, welche beauftragt wird, in den Bericht der parlamentarischen Untersuchungs- Kommission in der BankenAngelegenheit Einsicht zu nehmen und diejenigen Senatoren, welche im Besit von noth leidenden Effekten wären, zu befragen, um sodann der Senate geeignete Verfügungen vorzuschlagen. Ueber die Stimmung in Rom giebt die folgende Depesche Aufschluß: E Rom, 26. November. Heute Abend 6 Uhr versammelten fich etwa 100 dem Arbeiterstande angehörige Manifestanten vor dem Palais der Deputirtenkammer und versuchten unter den Mufen:„ Nieber mit den Dieben, nieder mit den Wliffe thätern!" in das Palais einzubringen. Die Polizei zerfreute die Menge und nahm einige Verhaftungen vor. Die Manifestanten versuchten sodann nochmals, vor dem Telegraphenamt sich zu sammeln, wurden jedoch auseinander getrieben. Des dicken Milan's Geldschwulitäten. Der Belgrader Berichterstatter der Köln. Zeitung" theilt mit, König Milan's Gelomittel seien abermals erschöpft. Seit seiner Abdankung habe er 3 Millionen verbraucht, so daß bei seiner vollständigen Mittellosigkeit und Verschuldung die radikalen Streise befürchten, Milan werde abermals einen Umsturz wagen; um so mehr, als sich jezt erst herausstellt, daß Milan kurz vor dem jüngsten Staatsstreich die Regenten aufforderte, fie möchten ihre Würden in seine Hände zurüdgeben. Allerlei unheimliche Gerüchte durchschwirren die Luft, u. a. auch, daß Milan dem Könige angerathen habe, die Verfassung zu suspendiren. " stionset Parteinachrichten. nicht aufzustehen braucht. Paſtor Schall hat sich aber mit dieſem Staatsanwalt die Genoffen, die bei dem Hoch fizen blieben, nicht san faffen, da man bei einem Hoch auf einen verstorbenen Kaiser Hoch in Arbeiterversammlungen unmöglich gemacht und wird Der fozialdemokratische Provinzial Parteitag für den Widerwillen, den so viele Arbeiter gegen feden Pastor haben, Schlesien und Vofen findet am 31. Dezember 1898 und am auch gegen kollektivistische, nur verstärken! 1. Januar 1894 in Haynau statt. Polizeiliches, Gerichtliches ze. ad 1613) Als provisorische Tagesordnung sind von uns folgende 3u 5 Monaten Gefängniß wurde Genosse Punkte festgesetzt worden: 1. Rechnungs- und Agitationsbericht. Berichterstatter: Genosse verurtheilt, weil er den Waisenhausvater Roppe in ReichenTrogni, Redakteur des Sächsischen Boltsblattes" gangner. der Taktik unserer Gegner. Berichterstatter: Genosse Stolpe, 2. Bericht über die Reichstagswahlen, mit Berücksichtigung ba ch beleidigt haben sollte. Grünberg. 3. Berichterstattung vom internationalen Arbeiterkongreß in Zürich. Berichterstatter: Genosse Stolpe. 4. Bericht der Preßkommission der Volkswacht". Bericht erstatter: Genosse Bergmann. 5. Bericht der Preßfommission des Proletarier". Bericht erstatter wird noch bekannt gegeven. Briefkaffen der Redaktion. Klinder. Den Lohn muß der Arbeiter bei dem Amtsgericht des Bezirts, in dem die Gesellschaft liegt, eintlagen. G. 6. in 2. 1. Arbeitgeber darf die Raffenbeiträge nur für die Dauer von 2 Lohnzahlungsperioden abziehen. 2. Arbeitgeber ist strafbar. Die Anzeige ist an die Staatsanwaltschaft zu richten. In Langenberg( Thüringen) haben unsere Genossen bet den 3. A. R. Das hängt vom Inhalt des uns unbekannten Ergänzungswahlen zum Gemeinderath sämmtliche 6 Size erobert. Bertrags ab. Kochen. Da müssen Sie bei der betreffenden Marinebehörde 2. 2. Ja, ist steuerlos, da es feinen Gewerbebetrieb Genosse Jean Martin, früherer Redakteur der Elsaß- anfragen. Lothringen'schen Volkszeitung", giebt in dieser eine Erflärung Elsaßanfragen. ab, die wir, um auch ihn im Vorwärts" zu Wort kommen darstellt. zu lassen, hier unverfürzt wiedergeben: Soeben finde ich in einem Mülhauser Blatte, und zwar in einer Notiz betreffend meinen Weggang, folgende Auslassung des Borwärts": Moabit 1000. Wenn nicht der Staatsanwalt, sondern nur der Angeklagte Berufung oder Revision einlegt, so kann nicht auf eine höhere Strafe erkannt werden. Kelbra Kyffhäuser. Lassen Sie es auf die Klage ankommen, der Magistrat ist im Unrecht. Einer für Viele und Andere. Bitte, wegen der Klagen über Frrenanstalten gegen 1 Uhr vor aufprechen; The Name wird nicht genannt Berhaftung Bueb's) zu bemerken, daß die Flucht Martin's, die Wir haben zu dem Vorstehenden( zur Meldung über die ohne Zweifel zur Verhaftung Bueb's geführt hat, den schärfften Tadel verdient. Wir erinnern an den Beschluß des St. Gallener Kongresses, der jede derartige Ausreißerei brandmarkte." So, da wäre ich denn gezeichnet! Den Vorwärts" möchte G. N. Sie brauchen sich nicht weiter au versichern; auch ich aber doch daran erinnern, daß Bueb schon aweimal ver ist nicht dazu zu rathen. werden. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 28. November. Opernhaus. Die Afrikanerin. Schauspielhaus. Die Ahrenshooper. Hannele. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Gut und Böse. Jenseits von Leffing- Theater. Der Andere. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Die Dragoner. Wallner Theater. High- life- Borſtellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungs frau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die sieben Raben. Die Alexanderplatz Theater. -TOO Rönigstochter als Bettlerin. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Borher: König Winter. Theater Unter den Linden. Mikado. 40 Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. p. Vorher: Central- Theater. Alte Jaf bstraße 30. Zum 20. Male: Schwank in 3 Ateny. Brandon Thomas. Die eiserne Jungfrau. Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialität en Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges Bernhard Leitner, Athlet- KraftProdukt. m. 2 Pferden. Sbargulap, indisch. Jongleur. Brother Baretti, Kopf auf Kopf- Equilibristen. Hrn.Cordes, Gesangs- Humoristen. Mr. Edgar Jones, mufit. Clown. Emmy Hoffmann's Flora- Truppe, 6 Damen. Clara Birkholz, Rostiin Soubrette. Anfang: Entree:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 75 Pf. Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Reichshallen- Theater. Spezialitäten American- Theater. Apollo Theater. Spezialitäten Neu! Zwerchfellerschütternd! Neu! Vorstellung. Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu ermäß. Preisen. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Große Ausstattungsposse mit Gesang Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. und Tanz in 5 Aften v. Gugen Prudens. Musik von Adolf Wiedecke. Rouplets von Linderer. Regie: Mag Gamft. Vorher: König Winter. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Ballet in 2 Bildern von Dr. M. Heinzl. Musik von Ferdinand Bauer. Regie: H. Hummel. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Donnerstag, den 30. November: Zum 1. Male: Der Schlosser. Boltsstück in 5 Atten von Franz Gottscheid. Wallner- Theater. Nur noch wenige Tage Gastspiel Cyclus des EdenTheater Größtes phant. G blissement der Welt. Heute, Dienstag 7 Uhr: High- life- Vorstellung. Auftreten des hervorrendsten Sensations Zauberers der Gegenwart # Direktor B. Schenk. Die Die blühenden Camelienbäume, Mohrenwäsche.- Bick- Back in der Luft. Die Teufels Druckerei. Böhmisches Brauhaus, 10 Landsberger Allee. Dienflag, den 28. November cr.: Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. " Entrée 50 Pf. Amüsantes Programm. Unter anderem: Britton in diese Weiber!" Meysel als Eine geknickte Lilie". Bliemchen als Heinzius Regenwurm. Steidl als„ Sänger Trillerini". Donnerstag: Soiree in Sanssouci. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Theater- n. SpezialitätenVorstellung. Francis Era amafiatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Im vierten Stock. Charakterbild in 1 Att. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Kama Soutra- Bunder,- Auto- date Präuscher's MUSEUM oder: Das dunkle Geheimniß. anatomisches Der schwebende Kopf.- Eine Reise durch Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße das Unmögliche, großartiges Potpourri. Die räthselhafte Luftwandlerin Miss Edith, genannt: A darck Secret. Viel Neues, darunter der Schußkanal der Rugeln des Imiche Spezialität. deutschen Militärs, fünf Körper hochkomische Prof. Schalkenbach's weltberühmtes Geister- Concert. Einzig in seiner Art existirend. E gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Fatamorgana. Dienstag u. Freitag: Damentag. Luftspiegelungen prachtv. Weltscenerien. Ein Tag auf dem Monde. Der Traum der Jungfrau. ( Mufit von Lumbye.) Die Metamorphose im Bagno. Der Diamanten- Palast. Moritz Play. Entree 50 Pfg. Etablissement Buggenhagen. Morig Play. Hydraulische Feerie in märchenhafter Zäglich Gr. Instrumental- Konzert. Ausstattung. Gigantic fairy- fountains. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Galerie lebender Bilder von 30 Damen, Spezial- Ausschant von Pakenhofer Posse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Musit von Louis Warnay. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassagePanopticum. 50 Pf. incl. Theater. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Melt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 61/2 Uhr ab: Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Sozialdemokratischen Wahlvereins für den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis zur Nachricht, daß wir zwei Mitkämpfer durch den Tod verloren haben. 1. Am 25. d. M. verstarb das Mitglied 377/14 Aug. Petermann, Zimmerer, am Blutsturz. Die Beerdigung findet am Dienstag um 3 Uhr von der Stephanstr. 43 nach dem JohannesKirchhof Plößensee statt. 2. Am 26. d. M. verstarb unser langjähriges Mitglied Aug. Holzbecher, Schankwirth, an der Proletarierfrankheit. Die Beerdigung findet am Mittwoch um 2 Uhr von der Dreyse straße 3 nach dem Johannes Kirchhofe Plößensee statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Restaurateur August Holzbecher am Sonntag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Drensestr. 3, nach dem Johannes- Kirchhofe( Plötzensee) statt. 52082 Frau Holzbecher. Verein zur Wahrung der Interessen Concert ungarisch. der Gast- und Schankwirthe Berlins Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Pi. refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche, " Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 8 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Bi Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. der und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Kollege Auguft Holzbecher, refer. 3 am 26. d. Mt. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 29. d. M., Nachmittags nach dem Johannes- Kirchhof, Seestraße 2 Uhr, vom Trauerhause, Drensestr. 3, ( Plößensee) statt. Um zahlreiche Be theiligung bittet Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 26. November, 8¾ Circus Renz, Abends 8% Uhr, verschied nach schweren ( Karlstraße.) Dienstag, den 28. November, Abends 714 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung. U. a.: Blondel, neu dreffirt und vorgeführt vom Dir. Pr. Renz. MonstreTableau von 60 Hengsten, neu dressirt und vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Prinz, geritten von Herrn R. Renz. Konkurrenzschule, geritten von Frl. Oceana Renz und Frau Renz- Stark. Auftreten der Reit- Künstlerinnen Miß Edith, Frl. Rose. Mr. Leopold Renz, hervorragendster Jockey- Reiter der Gegenwart. Gebr. Frediani, weltber. Afrobaten. Gebr. Krasucki, musikal. Clowns. Mr. Lavater Lee 2c. • Zum Schluße Huldigungsgruß an Berlin. Gr. Paradeſtück m. Festspielen, Aufzügen, Solo- u. Ensembletänzen von 80 Damen. Arrangirt vom Direktor Fr. Renz. Gewöhnliche Preise. Mittwoch: Große Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. Leiden unser Kollege und Vereinsmitglied A. Holzbächer im Alter von 42 Jahren. Die BeerdiAllen Freunden und Bekannten theile ich mit, daß nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Klempner Anton Grzezkowiak heute Morgen 1/25 Uhr die ewige Ruhe fand. Die Beerdigung findet am 30. Nor vember, 1/23 Uhr, vom Trauerhause, Solmsstr. 26 aus, statt. 4586 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung unseres lieben Vaters, des Drehers W. Schmidt, sagen wir hier4486 mit unseren innigsten Dank. Die trauernden Kinder. Ich warne einen Jeden meiner Frau Louise Dicks, geb. Müller, welche Fidicinstr. 25 bei Herrn Gustav Müller bohnt, etwas auf meinem Namen zu borgen, da ich für nichts auftomme. 4466 Heinrich Dicks. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Sophastoff- Reste. Teppiche m. Farbenfehlern. Gardinen von 30 Pf. Per Meter an. Läuferstoffe, Tischdecken, Pferdedecken von 2, M. an offerirt G. Littmann, 5096L Landsbergerstr. 97, part. rechts. Detailverkauf sämmtl. Sorten Noh- Tabak gung findet am Mittwoch, den 29.- Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45.[ 844b vember, Nachm. 2 Uhr, vom Trauer: hause, Dreyfestraße 3, aus statt. Die Kollegen und Vereinsmitglieder werben Reel!! Pelzwaaren Billig! gebeten, unserem von uns geschiedenen Freunde die lezte Ehre zu erweisen. Der Vorstand. Achtung, Filzschuharbeiter! Todesanzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Oskar Tulke am 26. November an der Proletarier frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhauſe Friedrichshain aus, statt. Um rege Betheiligung bittet 451/3 Der Vorstand. Allen Genossen, Kollegen, Freunden 書 . Einzel- Verkauf zu 51458* Engros Preisen E direkt in der Fabrik von Goebel& Reinecke, Stallschreiber- Strasse 50/51, 1 Treppe, Ecke Alexandrinen- Straße. Bestellungen und Reparaturen billig !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt RohtabakHeinr. Franck, andlung Brunnenstr. 185. und Bekannten die traurige Nachricht, G. Brochnow's daß mein lieber Mann Albert Böttcher Circus G. Schumann, nach schwerem Stampie am Sonnabend, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Dienstag, den 28. November, Abends 71/2 Uhr: Gr. den 25.. November, Abends 1/28 Uhr, entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch 2 Uhr vom Trauerhause 449b außerordentl. Vorstellung. Falcken anstr. 41 aus ſtatt. Aus dem reichhaltigen Programm ist hervorzuheben: Doppel- Bolero, spanisch. Nationaltanz, geritten von den Frls. Adele Schumann it. Footit, den Herren Max u. Adolf Schumann. Mr. Aguimoff, Reittünstler. Spring- Potpourri von sämmtl. Clowns. Schulpferd Monopol, geritten von Herrn Max Schumann. Reitkünstlerin Mlle. Jeanette. LuftPotpourri der Geschw. Lecusson. Mr. Ricobono, Jongleur. Grand pas de Valse, getanzt von 20 Damen des Corps de ballet, arrang. v. d. Balletmeiſterin mad. Strigellons Paul und vorzüglichen musit. Clowns Paul und William. La Perce", Kraft- u. BalanceProduktionen, ausgeführt von den Geschwistern Larini 2c. 20. Mittwoch, den 29. November: Große Borstellung mit neuem Programm. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. 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Diese Sammlung der gedankenreichsten und formenschönsten deutschen Freiheits- Lieder von Goethe bis auf die Dichter des jüngsten Deutschland hat ihren politischen und literarischen Werth in der Person des Herausgebers verbürgt, der als Dichter wie als Freiheitsfänger in der Deutschen Arbeiterwelt seit langem und bestens bekannt ist. Das„ Buch der Freiheit" sollte jeder Genosse erwerben, dessen Herz für Freiheit und Schönheit schlägt. Für die tommende Festzeit kann es kein schöneres und passenderes Festgefchent geben als das„ Buch der Freiheit". Bahlreichen Aufträgen sieht entgegen Buchhandlung des ,, Vorwärtss Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 415/9 Sierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 279. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 6. Sigung vom 27. November 1893. 1 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, v. Bötticher, für 1892. Dienstag, den 28. November 1893. fönnte. 10. Jahrg. Präsident v. Levetow: Ich muß Sie ersuchen, den Offiziers. stand nicht zu beleidigen. Dem Offiziersstand gehören Tausende unserer Mitbürger an. Abg. Bebel: Ich habe ausdrücklich von einem Theil ge sprochen, es wäre traurig, wenn sich meine Angriffe gegen das ganze Offizierskorps richten müßten. des Prozesses in Hannover alle Welt in Schrecken versetzt. im Reichstag eine andere sein. Auch andere Gründe als die Lasten Eines ist bewertensiverth: das Spielen vollzieht sich immer im sprechen gegen den Militarismus. Jm Spielerprozeß in Hannover Anschluß an die Wettrennen; deshalb möchte ich die Regierung ist eine große Anzahl von Offizieren aus den angesehensten Geauffordern, nochmals in Erwägung zu ziehen, ob das Spielen sellschaftskreisen in eine Weise kompromittirt worden, die weder Rautelen umgeben werden muß. Für die Marine haben wir im scheinungen in der Armee vorhanden sind, ist dann unser am Totalisator zulässig ist oder nicht wenigstens mit erheblichen für ihren Charakter noch für ihre Ehre spricht. Wenn solche ErMiquel, Graf von Posadowsky, Bronsart von Schellendorf, Hollmann. laufenden Etat die vermehrten Mannschaften bewilligt; es wird Offizierkorps überhaupt noch im stande, den Ansprüchen zu geGingegangen ist eine Nachweisung der Geschäfts- und zu prüfen sein, ob auf diesem Gebiete nicht eine Verlangsamung nügen, die man an dasselbe zu stellen hat? Wenn in so hohem Rechnungsergebnisse der Invaliditäts- und Altersversicherung Millionen Mart mehr verlangt, die wohl bewilligt werden Charakters vorhanden ist, so ist das außerordentlich bedentlich. eintreten kann. Für die Indienststellung werden allein zwei Grade eine vollständige Korruption, eine Verwahrlosung des Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des müssen, wenn die vorhandenen Schiffe und Mannschaften die Interessant ist, daß diese Herren unbeschadet des Gefühls ihrer Reichshaushalts- Etats für 1894/95 in Verbindung mit nöthige Uebung haben sollen. Ueber die Schiffsbauten sollte man Offiziersehre mit gesellschftlichen Auswürflingen erster Klasse in der ersten Berathung des Anleihegesetzes und der Etats für die nicht den Zufall entscheiden lassen, sondern es müßte fich eine intimster Berührung stehen.( Sehr richtig! bei den SozialSchutzgebiete. allgemeine Meinung unter den Parteien bilden, was man mit demokraten.) Da fragt es sich allerdings, ob in der Offizierswelt, Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Mein Amtsvorgänger der Flotte eigentlich beabsichtigt, was ihr deshalb gewährt und die zuerst durch Charaktereigenschaften und Fähigkeiten dafür zu hat bei Borlegung des Etats für 1893/94 das Defizit des Jahres as versagt werden muß. Die Marine muß Stationen besett forgen hat, daß Deutschland im Kriege mit Erfolg den Gegner 1892/98 auf 6 Millionen Mark bemessen zu sollen geglaubt; dasselbe balten bei unseren Kolonien und an den Punkten überseeischer zurückschlägt, war nämlich entstanden durch die höheren Preise der Naturalien. Länder, wo wesentliche deutsche Interessen vertreten sind, wie Der Fehlbetrag beträgt wirklich 5/4 mill. Mark; nachdem aber 3. B. in Chile. Für das Auftreten unserer Flotte daselbst können durch den Nachtrags- Etat eine Erhöhung der Matrikularbeiträge aber wir fönnen nicht eine machtvolle Hochseeflotte schaffen, wir unseren Marine- Offizieren nur außerordentlich dankbar sein. erfolgt ist, hat sich noch ein kleiner Ueberschuß ergeben, der sich welche den ersten Seemächten ebenbürtig wäre. Auch das ist auf 74/5 Millionen beläuft. Bezüglich des laufenden Etats rechnen wir auf einen Ueberschuß von 11/2 Millionen, wovon der dritte nicht möglich, daß unsere Flotte so start gemacht wird, daß sie Theil durch den Nachtragsetat aufgebraucht wird. Mehr- Ein- im Kriegsfall überall dem deutschen Handel zur Seite stehen Präsident v. Levehow: Sie haben gefagt, es wäre fraglich, ob nahmen erwarten wir bei dem Zucker, beim Salz, bei der Brau erheblich angewachsen; deren Verzinsung erfordert erhebliche Das kann höchstens England. Die Reichsschuld ist der Offiziersstand noch im stande sei, seine Pflichten zu erfüllen. steuer, beim Wechselstempel, und besonders günstig wird die Post- Summen, sie wird noch immer zu 3/5 aufgebracht durch Verordnung gegen die Verschwendungssucht und den Luxus unter Abg. Bebel: Die vor zwei Jahren erlassene kaiserliche und Telegraphen- Verwaltung abschließen. Diesen Mehreinnahmen die Einnahmen der Poft, der Eisenbahnen und der Bank. Den Offizieren hatte nicht den erwarteten Erfolg. In einem stehen aber Mindereinnehmen gegenüber bei der Maischsteuer. Aber trotzdem müssen wir bei der Annahme von Anleihen vor- Theil unserer Offizierswelt spielt auch das sogenannte Gigerl Mehrausgaben haben sich ergeben beim Militäretat, namentlich sichtig sein. Für den Nord- Ostsee- Kanal und die Reichs- Eisen- thun feine Rolle.( Unruhe rechts.) Nach der bekannten Broschüre ferner beim Reichsamt des Innern zur Bekämpfung der Cholera. müssen, weil es sich wirklich um einmalige Ausgaben handelt. Militärkreisen, nimmt unsere Militärliteratur eine inferiore bei den Remonte- Ankäufen und bei der Marineverwaltung, bahnen wird man die Ausgaben auf die Anleihe übernehmen thum feine Rolle.( Unruhe rechts.) Nach der bekannten Broschüre Videant consules", die im Jahre 1889 erschien aus hohen Bei der Reichsschuld wird sich eine Minderausgabe herausstellen, Die anderen einmaligen Ausgaben aber, annähernd hundert Stellung gegenüber der französischen ein. Das hat einen großen weil die zur Verfügung gestellten Kredite nicht vollständig in Millionen Mark, sind für das Heer und die Marine bestimmt; Schaden für unsere Armee- Einrichtungen zur Folge. Ein kleiner Anspruch genommen sind. Die Einnahmen der Zölle haben in das sind einmalige Ausgaben, die alle zehn Jahre oder sonst in Theil der Presse hat allerdings die Theilnahme der Offiziere an den ersten Monaten einen erheblichen Rückgang gezeigt, erst seit absehbarer Zeit immer wiederkehren. August zeigt sich sich ein Steigen derselben; es wird aber ein follten auf die laufenden Mittel übernommen werden. Solche Ausgaben Spiel und wagehalsigen Unternehmungen gelobt, weil Leute, die Ausfall von 51/2 Millionen entstehen und deshalb werden die halb halte ich die Tilgung der Reichsschuld jetzt nicht wären. Aber die Draufgängerei ist jetzt das lezte, was ein alles aufs Spiel fezen könnten, die richtigen Anführer im Kriege Ueberweisungen an die Einzelstaaten hinter dem Voranschlage für ausführbar. Man könnte zurückbleiben. Der neu vorgelegte Etat für 1894/05 verlangt Schulden konsolidiren und daneben verlosbare Anleihen aus mehr im Gefecht alle Momente in sorgfältigster und faltblütigster vielleicht die vorhandenen Kommandeur seiner Truppe zumuthen darf. Jezt müſſen vielan fortlaufenden Ausgaben führen, wie dies in davon 3134 Millionen für das Reichsheer, und davon Ich bitte den Herrn Schatzsekretär, diese Frage ernsthaft in Er. Weise erwogen werden, und vorsichtig, aber nachdrücklich muß wieder 12 Millionen Marine erfordert ein Mehr von etwas über 3 Millionen. Eine wägung zu ziehen. Wenn man die Zölle und Verbrauchssteuern zusammennimmt, so ergiebt das eine Summe von 617 Millionen Daraus geht hervor, daß die Abschaffung der indirekten altersstufen bei einzelnen Verwaltungen. Bei der Post fonnte Steuern und die Einführung einer progressiven Reichs Ein- auf das Laienpublikum gemacht, aber nach dem Urtheil der dieses System nicht durchgeführt werden, weil die Bost- Unter tommensteuer eine Illusion ift. In Preußen bringt die Ein- tem Pferd wiedergesehen worden. Es ist fraglich, ob im Kriege tein Mann und beamten bei dem großen Anwachsen der Stellenzahl sehr viel fommensteuer 125 Millionen Mark ein; man müßte also, um die Leitung unserer Armee noch in solchen Händen ist, daß wir schneller das Durchschnittsgehalt erreichen als die anderen Unter- die indirekten Steuern durch eine Einkommensteuer zu ersetzen, Bertrauen haben können. Die ausländische Fachpresse hat an beamten; sie würden also durch die Einführung der Dienstalters die Säge der preußischen Einkommensteuer auf das Dreifache unsern Manövern die schärffte Kritik geübt, über die Manöver stufen einen Ausfall erleiden. Unter den einmaligen Ausgaben erhöhen. Das ist unmöglich( Zustimmung im Bentrum). Daß der schweizerischen Miliz aber einstimmig dahin geurtheilt, daß werden mehr beansprucht 3/4 Millionen für Südwest- Afrika und die ärmeren Klassen verhältnißmäßig mehr tragen in1 Million für Ostafrita, ferner 51/2 Millionen für die Anschaffung direkten Steuern, it richtig; ebenso lastet die allgemeine diese Milis im stande sein würden, jedem Feind an der Grenze ständiger Uebungspläge. Für die Marineverwaltung sind unter den Wehrpflicht auf diesen Klasjen stärker. einmaligen Ausgaben 9 Millionen eingesetzt. Die Einnahmen Auch der Marine Etat weist außerordentlich hohe allgemeine geheime direkte Wahlrecht find veranschlagt, bei den Verbrauchsabgaben um 5%, Mill. höher, ein Korrelat für die indirekten Steuern und die allgemeine Wehr- für Banzerschiffe ausgegeben. Haben sich diese Fahrzeuge auch ist Mehrausgaben auf. Wir haben bereits hunderte von Millionen bei der Post auf 32 Millionen Mark mehr. Auf einen Minder pflicht. Wenn man einen so großen Betrag von indirekten nur bei den Manövern bewährt? Nach der gewiß loyalen ertrag wird gerechnet bei den Reichs- Stempelabgaben, die seit Steuern noch um einen erheblichen Betrag vermehren will, so" Kölnischen Zeitung" konnten die Panzerschiffe„ König Wilhelm" einiger Zeit einen erheblichen Rückgang zeigen. Die Matrikular- erscheint mir das sehr bedenklich, namentlich, wenn die Verwenn die beiträge übersteigen die Gesammtsumme der Ueberweisungen um und Deutschland" bei Den letten Manövern wegen 53 Millionen Mart. Im vorigen Jahr wurden den Einzel- mehrung nicht blos im Interesse des Reichs erfolgt, sondern schwerer See nicht einmal Gebrauch Don ihren GeStaaten 42 Millionen Mark mehr überwiesen, als die Matrikular: sollen. In bezug auf die Steuerreform tann ich Namens meiner Flotte überhaupt keinen Werth. wenn den Einzelstaaten daraus Ueberschüsse gewährt werden schützen machen. Wenn dem so ist, hat die ganze beiträge betrugen. Die Differenz beträgt also für die Ginzel Parteigenossen noch nichts erklären. Staaten 95 Millionen Mark; da noch 10 Millionen Mark Wir könnten ja mit ver- wie die schönsten und größten Schiffe der englischen und Militärausgaben rückständig sind, so stehen die Einzelstaaten in schränkten Armen in der Ecke ſtehen bleiben und für die Deckung deutschen Flotte sich gegenseitig in den Grund gebohrt haben. Zukunft etwa um 100 Millionen schlechter als 1892. Es ist gesagt wor- bewilligt haben. Aber das halten wir nicht für patriotisch und neues Schiff fonstruirt, so wird es, noch ehe es fertig gestellt der Ausgaben diejenigen sorgen lassen, welche die Militärvorlage den, daß die Reichsregierung bestrebt sei, die Finanzlage ungünstiger nicht für flug. Wir wollen dafür sorgen, daß eine sowohl für ist, durch ein neues System überholt. So soll das 7 Millimeter wird heutzutage ein neues Gewehr, ein neues Beſchüß und tell darzustellen, als sie wirklich sei, um für die Steuerreform die Regierung, wie für das Bolt annehmbare Deckung gefunden Gewehr durch ein 5 Millimeter- Gewehr erfezt werden. Diesem 7 Stimmung zu machen. Besonders wird behauptet, daß die Einwird.( Bustimmung im Zentrum.) nahmen aus den Zöllen viel zu niedrig angesetzt sind. Die Treiben werden die Wölfer schließlich auf dem Wege freier Vereindas fagen: # Des Da muß man vorgegangen werden. Bei den elfäffischen Manövern hat ein Angriff großer Kavallerie entgegenzutreten. Man denke auch daran, Ginnahmen aus den Zöllen sind im laufenden Semester bereits Abg. Bebel( Soz.): Soweit sich das Zahlenmaterial des barung ein Ende machen müssen. 32 Millionen niedriger als im vergangenen Jahre. Es ist weiter Staatssekretärs auf den Etat stützt, ist es zweifelhaft unanfecht- Wir befinden uns heute in einer schweren ökonomischen monirt worden, daß die einmaligen Ausgaben im ordentlichen bar, soweit es sich aber auf Zukunftsmusit stützt, ist es sehr an- Krise. Leugnet der Staatssekretär des Innern auch heute noch Etat ausnahmsweise hoch bemessen sind. Aber wenn einer fechtbar. Für die Kolonialpolitik findet der Etat eine Erhöhung den Nothstand? Er scheint es nicht zu thun, denn er giebt kein Schuldenlast von 2 Milliarden Mark nur ein werbendes Ver- des einmaligen Zuschusses von 2/2 auf 3%, Millionen Mart. Beichen.( Heiterkeit.) Selbst Krupp mußte vor vielen Wochen mögen der Reichseisenbahnen von 420 Millionen Mark gegen- Wenn Deutschland je ein unglückliches Unternehmen unternommen einen erheblichen Theil seiner Arbeiter außer Arbeit setzen. Tausende über steht, so wird man es begreiflich finden, daß man möglichst hat, so war es die Kolonialpolitik. Hätte man die seit zehn von Berliner Bauhandwerker hatten bereits im Hochsommer daran denkt, die Anleihen zu vermindern und die einmaligen Aus- Jahren dafür geforderten enormen Opfer für die Hebung des Monate lang nichts zu thun nnd sehen dem Winter mit Grauen gaben auf die laufenden Einnahmen zu übernehmen. Es ist darauf inneren Wohlstandes verlangt, so wären andere Resultate erzielt entgegen. 3600 Schulkinder in Berlin( Often) müssen in die hingewiesen worden, daß die Reichs- Finanzverwaltung Steuern als mit dieser sogenannten Kolonialpolitit.( Sehr richtig! lints.) Schule gehen, ohne auch nur einmal im Jahre warm zu essen. schaffe, wofür ein Bedürfniß noch gar nicht nachgewiesen sei. Die Resultate derselben sind gegenüber den fortwährenden Bu- Unsere Staatsweisen und Staatsgewaltigen sollten sich um diese Wenn wirklich sich eine Mehreinnahnie bei den indirekten Steuern schüssen gleich Null. Das Zentrum ist stets für die Kolonial- Erscheinungen fümmern, statt immer neue Steuern ausfindig zu ergeben sollte, so würde die Regierung sich wohl nicht entschlossen politit eingetreten, um durch Missionen das Christenthum unter machen, das Volk zu schröpfen. Daher eine allgemeine Unzu haben unter dem konzentrirten Feuer von drei Interessengruppen den Schwarzen zu verbreiten. Wie groß ist denn die Zahl der friedenheit und Gärung im Volte, wie ich sie noch niemals neue Steuervorlagen vozubereiten. Es wurde davon gesprochen, schwarzen Christen, welche mit allen unsern materiellen Opfern erlebt habe. In der Thronrede wird behauptet, der Etat sei daß noch mehr Geld erforderlich sein würde für die anderweitig gewonnen sind? Diese Resultate werden auch außerordentlich mit äußerster Sparsamkeit aufgestellt. Ich will dem steigenden Ausgaben des Reichs. Demgegenüber wurde von der kläglich sein. Warum spricht man aber nicht auch von den scheuß- Staatssekretär glauben, daß wir an dem vorliegenden Finanzverwaltung die Uebersicht vorgelegt über die Steigerung lichen Wegeleien, welche sich unsere Schuytruppe bei der Er- Etat nicht allzuviel Millionen werden herunterbringen können. der indirekten Steuern im natülichen Verlauf der Dinge, aber stürmung von Hornkranz hat zu Schulden kommen lassen, von Gin Rückblick in die nächste Bergangenheit zeigt, wie man im zugleich festgestellt, daß auf grund früherer Beschlüsse des Reichs der entfeßlichen Thatsache, daß von den niedergemegelten Menschen Deutschen Reiche bezüglich der Erhöhung der Ausgaben mit tags ein Mehrbedürfniß in Höhe von 39 Millionen Mark bereits der größte Theil aus wehrlosen Frauen und Kindern bestanden hat? Siebenmeilenstiefeln marschirt. Der ordentliche Gtat für vorhanden sei für Pensionen und für die Invalidenversicherung. Im Interesse der Zivilisation und Menschlichkeit sollte man das Reichsherr betrug 1884/85 338 Millionen, 1887/88 359. Rechnet man dazu, daß die Beamtenbesoldungen verbessert wer- folchen Unternehmungen fernbleiben.( Beifall bei den Sozial- er ist jetzt nach 10 Jahren für 1894/95 veranschlagt auf den müssen, so wird man zugeben, daß die vorhandenen Mittel demokraten.) Nach den Ausführungen des Vorredners scheint 482 Millionen, die Steigerung beträgt somit innerhalb zehn äußerst bescheiden find. Wir wollen also durchaus nicht Ein- das Bentrum die neuen Forderungen nicht durch direkte Steuern, Jahren 143 Millionen oder 40 pCt., während die Bevölkerung nahmen bewilligt haben, für welche Ausgabezwecke noch nicht fest- fondern wiederum durch indirekte Steuern aufbringen zu wollen, nur um 18 pet. gestiegen. Der ordentliche Etat für die Marine stehen. Wir hoffen, mit den Steuern, die wir jetzt verlangen, welche die Schultern der Armen am meisten belasten. Gegen die betrug zu denselben Zeitpunkten 32, 39 und 51 Millionen; die während des nächsten Quinquennium 3 auszutommen, auch Fassung der Thronrede muß ich Verwahrung einlegen. Sie Steigerung fomit 59 pet. Der allgemeine Pensionsfonds betrug bei einer Ausgabensteigerung auf andere Gebieten als sagt, die mannigfachen Sympathiebezeugungen, welche dem Kaiser entsprechend 20. 26, 48 Millionen; eine Steigerung von der Heeresverwaltung. Wenn das Defizit, vor welchem auf seinen Reisen zu Theil geworden sind, beweisen, daß die 134 pet.! Dieser letteren ungeheuerlichen ungeheuerlichen Zahl gegen wir thatsächlich stehen, durch Matrikularbeiträge gedeckt deutsche Bevölkerung erfreut über die Annahme der Militär- über muß endlich einmal die Kommission die Frage untersuchen, nach wird, so wird die Frankenstein'sche Klausel illusorisch gemacht. vorlage sei. Hier beweisen Zahlen am besten. Die Verfasser der welchen Grundsäßen die Penfionirung zahlreicher Offiziere erfolgt, Die Absicht dieser Klausel war, daß den Einzelstaaten aus den Thronrede hätten doch Kenntniß von der legten Reichstags- die im besten Mannesalter das Heer verlassen, obwohl sie noch indirekten Steuern für ihre Bedürfnisse Ueberschüsse gewährt Wahlstatistik haben müssen, es scheint aber nicht so, denn sonst auf lange Jahre durchaus dienstfähig sind. Auf diese höchst werden sollen. Diese Ueberschüsse sind für die Einzelfaaten noth- hätten sie diesen Satz nicht in die Thronrede aufnehmen können. merkwürdigen und seltsamen Widersprüche, auf diesen wirklich wendig, weil darauf eine ganze Anzahl neuer dauernder Aus- Für die Kandidaten der Parteien, welche gegen die Militär- ungeheuerlichen Zuſtand muß endlich einmal gründlich eingegan gaben begründet sind. Ferner entsteht aber eine Periode fort vorlage waren, stimmten rund 4 233 000 Wähler, für die Freunde gen werden. Die Verzinsung der Reichsschuld betrug 1884/85 gesetzter finanzieller Verlegenheit nicht für das Reich, sondern für der Militärvorlage nur 3 225 000 Wähler, das heißt auf Seiten 15,8, 1887/88 21, 1894/95 72 Millionen!! Die Vermehrung bedie Einzelstaaten, wie sich das in Breußen schon bei der Etats- der Opposition stand die bedeutende Mehrheit von 1097 000 trägt da 360 pct. Wir können wohl sagen, auf diesem auffassung zeigt. Sobald die Matrikularbeiträge die Ueber: Wähler. Daß trotzdem im Reichstag die Mehrheit für die Gebiete marschirt Deutschland an der Spize der enropäischen weisungen übersteigen, haben wir eine vollständige Kopffteuer, Militärvorlage war, beweist nur, daß unser Wahl Zivilisation( Sehr gut! lints). Im laufenden Etat sind nun die welche die wohlhabenden Landstriche ebenso trifft, wie die ärmeren recht noch nicht vernünftig ist. Bei dem Proportional- fortlaufenden Ausgaben um 54 Millionen gewachsen, davon entGegenden. Ich meine daher, daß bei der jetzigen Lage des Etats Wahlsystem hätte unsere Partei nach den Wählerstimmen nicht fallen fast 32 Millionen auf das Heer, nachdem schon im Juli eine ernste Veranlassung vorliegt zu prüfen, ob man nicht ent- 44, sondern 92 Vertreter hier haben müssen, das Bentrum da- 23 Millionen bewilligt waren, drei auf die Marine, fünf auf sprechend dem Gedanken und dem Wortlaut der Reichsverfaffung gegen nicht 100, sondern nur 72. Na, vielleicht kommen wir noch die Reichsschuld, 31/2 auf die Pensionen. Neben den das Reich durch Bewilligung neuer Einnahmequellen finanziell einmal dahin.( 3wischenruf.) Nein, an die Abschaffung des 23 Millionen ordentlicher find im Juli 48 Millionen emanzipiren muß.( Beifall rechts.) allgemeinen Stimmrechts glaube ich nicht. Jetzt, wo Desterreich außerordentlicher Ausgaben bewilligt worden. Da begreift es Abg. Frigen( 3.) begrüßt es mit Freude, daß für eine und Belgien mit der Einführung desselben beschäftigt sind, fann sich allerdings, daß die Herren in der Regierung auf den Geganze Reihe von Unterbeamten die Dienstaltersstufen eingeführt das Deutsche Reich es nicht abschaffen, nachdem es 26 Jahre be- danten kommen, es sei mit den gegenwärtigen Einnahmequellen werden sollen, spricht aber seine Verwunderung darüber aus, standen hat. Das läßt sich auch das deutsche Volk nicht ge- auf die Dauer nicht auszukommen. Herr v. Posadowsky bestreitet daß bei der Verwaltung, welche die größte Zahl solcher Beamten fallen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die lezte zwar, daß die natürlichen Mehreinnahmen bis 1898/99 fich auf hat, teine Mehrausgabe nachgewiesen ist, nämlich bei der Post- Reichstagswahl- Statistik beweist den großen Widerwillen des 114 Millionen belaufen werden, er läßt nur 70 Millionen verwaltung. Redner wendet sich dem Rolonialetat zu, in wel- Volts gegen die steigenden Militärlasten. Bei den Septennats- gelten; fest steht jedenfalls, da die wirthschaftlichen Verhältnisse chem 792 000 M. für Südwest- Afrita, für Ostafrika 1 Million wahlen von 1887 stimmten auch 150 000 Wähler mehr für die doch wahrlich faum noch schlechter werden können, als sie derzeit verlangt werden. Der Militäretat hat eine so bedenkliche Höhe Opposition als für die Freunde der Septennatsvorlage, und diese sind, daß auch nach Abzug der Steigerungen beim Pensions= angenommen, daß die Kommission denselben eingehend prüfen Mehrheit ist jetzt auf 1097 000 Stimmen gewachsen, der Wider- Etat, beim Reichszuschuß für die Invaliditätsversicherung und muß. Im vorigen Jahre hat man über die Soldatenmißhand- stand gegen die neuen Rüstungen steigt also stetig. Bei den dergleichen ein sehr erhebliches Plus an Mehreinnahmen zu erJungen geflagt, jezt haben die unliebsamen Enthüllungen nächsten Wahlen wird auch wohl die Bertheilung der Mandate warten ist, für welches zur Zeit noch teine Mehr und P dir erziehliche ausgaben vorhanden sind. Aber es besteht ja bei keine andere Maßnahme im Deutschen Reich herbeigeführt| allen Schichten ber Bevölkerung zahlreiche Leute vorhanden geuns überhaupt seit geraumer Zeit der Grundsatz, der Grundsay, daß worden ist. Wenn man von inneren Feinden gesprochen hat, wesen, welche Hazard spielten, Schulden machten, Geld verloren nicht die Einzelstaaten dem Reich, sondern das Reich den gegen die man eines Tages die Armee brauchen werde, so find und sich gelegentlich betrügen ließen. Neu und auffällig könnte Einzelstaaten zu geben hat. Noch Anfangs der 80er Jahre zahlten die größten inneren Feinde im Reiche Diejenigen, die solche nur fein das große allgemeine Interesse an den Vorgängen, die die Einzelstaaten mehr als sie erhielten. Im Jahre 1876 er- Steuervorlagen machen und die fie gut heißen( Lebhafte 3u- Theilnahme, welche den Betrogenen und ihren Angehörigen zu Härte Laster im Reichstage, das Reich müsse finanziell auf ſtimmung bei den Sozialdemokraten). Und giebt es denn feinen theil wird. Herr Bebel hatte nicht angegeben, wie solche Dinge eigene Füße gestellt werden, es sollte so viel Steuern zugewiesen andern Weg, die angeblich nothwendigen Ausgaben auf andere aus der Welt geschafft werden könnten, und auch Herr Frizen bekommen, als es für seine eigenen Ausgaben gebrauchte. Dieser Weise aufzubringen? Herr Frigen meinte, die Reichs- Einkommen nicht, dem ich für die Art, wie er diese Vorgänge behandelt hat, dankbar Standpunkt ist total verlassen worden seit dem Bolltarif von Steuer können wir nicht einführen; wollen wir nicht, wäre bin. Wir befizen auch die Mittel der Selbstzucht, um Ausschreitungen 1879, feit der berüchtigten Claufula Franckenstein. Seit jener richtiger gesagt. Wer hat denn ein Interesse an dem Fort- Ginzelner zu bekämpfen. Wenn von anderer Seite Vorschläge Zeit stammt die berüchtigte Koftgängerei der Einzel- bestande bes Reiches? Dem Proletariat fann es vollständig gemacht sind, so lehne ich sie ab. Die Armee bedarf solcher Bor staaten beim Reich; die Einzelstaaten haben sich so daran ge- gleichgiltig sein, von wem es regiert und ausgebeutet wird, Ihnen schläge nicht und wird intakt bleiben auch gegenüber dem Vorwöhnt, daß ihnen jetzt sogar dauernd 40 Millionen aus darf dies nicht gleichgiltig sein, Ihre ganze soziale uud materielle gange in Hannover. Wenn jüngeren Offizieren dir Reichsmitteln überwiesen werden sollen. Sehr interessant Existenz ist mit dem Bestande dieses Reichs aufs Engste ver- Wirfung älterer Kameraden gefehlt hat, so werden wir allein ist, daß durch dieses neue Finanzgesetz von seiten eines fnüpft, haben Sie aber den Vortheil, so erfordert das einfache die Mittel und Wege finden, uns zu helfen und Remedur zu nationalliberalen Finanzministers dafür Vorsorge getroffen wird, Gerechtigkeitsgefühl, daß Sie auch die Lasten tragen. Das ist schaffen.( Beifall rechts.) Auf die andern Punkte werde ich bei daß der Reichstag das bischen Steuerbewilligungsrecht, was er auch eine Pflicht des einfachsten Anstandes.( Sehr richtig! bei den der Spezialberathung eingehen.( Beifall rechts.) noch hat, aus der Hand giebt( Sehr richtig! lints). Jm Sozialdemokraten.) Ich würde als vermögender Mann mich Finanzminister Miquel: Herr Bebel hat einen angeblichen Jahre 1882/83 betrugen die Ueberweisungen 83, die Matrikular- schämen, für irgend welche neue Ausgaben eine Steuer vorzu- Brief von mir aus dem Jahre 1850 gelesen. Ich weiß nicht, ob beiträge 108 Millionen; 1891/92 388 und 326 Millionen, Ueber- fchlagen oder gutzuheißen, welche einen meiner Mitbrüder bedrückt. der Brief echt ist, ich will es aber gar nicht bestreiten.( Lachen schuß für die Einzelstaaten 56 Millionen. Um diesen Teßteren Das thue ich nicht einmal als Atheist, Sie als Christen thun bei den Sozialdemokraten), obwohl ich mir kaum denten tann, Bustand zu verewigen, ist uns das neue Steuerbouquet vorgelegt. es. Wir sind ja nicht solche Barbaren, um alle Einahmen des daß selbst gegenüber den allgemeinen Anschauungen, die ich als Bekanntlich soll ja gerade der ungünstige Finanzzustand Preußens Reiches zu beseitigen. Sind wir auch im Allgemeinen feine junger, nnreifer Mensch damals hatte, ich damals so ungereimtes den Vorwand hierfür liefern. Preußen hat wesentlich wegen Schutzöllner, so geben wir doch zu, daß in gewiffen Fällen ein Beug schreiben fonnte.( Heiterkeit.) Damals war 48 eben hinter feiner Eisenbahnwirthschaft im vergangenen Jahre ein Defizit gewiffes Maß von Schutzöllen bleiben tönnte.( Hört! hört! uns, wir jungen Leute waren noch in der größten Aufregung, gehabt. Das Defizit betrug bis zu 60 Millionen und ist noch rechts.) Ist Ihnen das etwas Neues? Dann kennen Sie eben aus der Zeit von 48, und alle Welt nicht blos Junge, im laufenden Etat auf 40 Millionen veranschlagt. Das Defizit unsere Literatur nicht. Die hier geforderten 60 oder 100 Millionen sondern auch Alte, glaubte damals, es würde eine neue wird sich aber noch im Laufe dieses Etats jahres in einen Ueber- fönnten ohne Mühe und Noth aufgebracht werden. Ich habe Katastrophe unbedingt hereinbrechen.( Hört! hört!) Wir waren schuß verwandeln. Schon jetzt hat die preußische Eisenbahn mir auf grund der sächsischen Einkommensteuer- Statistit, der sehr betrübt über den betlagenswerthen Ausgang der deutschen verwaltung ein Plus von 24 Millionen herausgeschunden( Heiter- besten, die wir haben, eine Aufstellung gemacht. Ich gebe Einheitsbewegung von 48, wir waren in der Stimmung, jeder keit links) durch die Bahnsteigsperre, durch die Ertrasteuer in den dabei zu, daß auch die fächsische Einkommensteuer nicht voll- radikalen Jbee ein offenes Ohr zu leihen. Wir waren in dem Harmonikazügen, durch Verminderung der Zahl der Arbeiter kommen ist. Die reichen Leute betrügen am meisten, und die Alter, wo ein einzelnes Buch, eine einzelne Schilderung, eine in einer Zeit allgemeinen Nothstandes-Repräsentanten von Bildung, Gesittung und Christen- einzelne dialektische Darstellung, die man nicht zu widerlegen Durch die Herabdrückung der Löhne, sowie durch die Neuerung thum wiederstehen der Versuchung am wenigsten. Ich vermag, alles aus Rand und Band bringt und den Verfasser bezüglich des Annoncenwesens in den Eisenbahnzügen. habe die Zahl der deutschen Bevölkerung vierzehnfach des Buchs für den Inhaber der allgemeinen Weisheit hält. Wir Das sind die Mittel, durch welche der Eisenbahnminister die so hoch genommen wie die sächsische, die Einkommensteuer aber glaubten, durch die Erfindung der Maschinen, die neuen TransMehreinnahmen des Eisenbahnetats um 24 Millionen gesteigert nur 18fach so hoch. Die Steuer beginnt bei 3300 m. und be portmittel, die freie Konkurrenz zc. müsse ein Zustand entstehen, hat, und wenn die weiteren sechs Monate dieselben Einnahmen trägt bis 4800 m. 1/2 pCt., bis 7200 m./ 4 pet., bis 9600 m. wo nur sehr wenig reiche Leute übrig bleiben und alles andere aufweisen, dann ist statt eines Defizits von 40 Millionen ein 1 pt., bis 14 000 m. 1/2 pCt., bis 20 000. 2 pet., von 80 verarmt dem Elend preisgegeben sei. Daraus schloffen wir auf Ueberschuß von acht Millionen vorhanden, also gar kein Grund bis 100 000 m. 4 pCt. und über 1 Million 10 pCt. Dieser Satz die allgemeine Katastrophe, auf den„ Kladderatsch".( Ruf bei zu neuen Steuern. Ich bestreite auf das allerentschiedenste, daß ist schon im Interesse der Verhinderung der Kapitalskonzentration den Sozialdemokraten: Ausgezeichnet!) Diese Anschauung wurde wir überhaupt verpflichtet sind, Steuereinnahmen für die Einzel- wünschenswerth. 659 392 steuernde Personen mit einem Durch mir selbst bald peinlich. Ich konnte mir die aus der allfaaten zu schaffen. Zudem stehen dem Einnahmeausfall durch schnittseinkommen von je 9309 m. per Jahr und einem Steuer- gemeinen Bertrümmerung hervorgegangene Gesellschaft gar nicht Aufhebung der Grund, Gebäude- und Gewerbesteuer, sowie der faz von 209 W. würden einen Steuerertrag von 137 600 000 m. vorstellen. Ich hielt sie zwar nach den Schriften von Mary Bergwertsabgabe in Preußen, in Höhe von zusammen einbringen. Dazu käme eine Vermögenssteuer mit 60-70 Mill. und Engels für eine logisch dialektische Nothwendigkeit. 102 Millionen, die Einnahmen durch Aufhebung der lex Quene und schließlich eine Erbschaftssteuer mit 30 Millionen per Jahr, Ich begann nun in den nächsten Jahren ein so gründliches und 1. f. w. im Betrage von 71 Millionen gegenüber. Es bleibt also so daß wir ohne weiteres 237 Millionen neue Steuern hätten. eingehendes Studium, welches ich Herrn Bebel wünschen möchte. eine Mindereinnahme von 31 Millionen, die aber mehr als ge- Davon gingen 60 Millionen ab für das Reich. Den Jch ging nicht leichtfertig zu Werke. Hunderte und Aberhunderte deckt wird durch die 35 Millionen der neuen Vermögenssteuer. Heft fönnte man verwenden zur Aufhebung anderer historische, philosophische, national- ökonomische Bücher studirte Damit ist auch dieses Defizit vollständig verschwunden. Die Steuern, z. B. der Salzsteuer, der Zuckersteuer, des Petroleum- ich, bis ich innerlich flar wurde. Ich will Ihnen meinen inneren neuen Steuern werden gefordert nicht nur zur Beseitigung des zolles oder der Getreidezölle, kurz aller der Steuern, die am Entwickelungsgang darstellen( Heiterkeit.) Ich begriff aus dem Mangels an Einnahmen der Einzelstaaten, sondern auch für drückendsten sind. Durch diese Einkommensteuer würde auch dem Studium der Geschichte, daß die Behauptung, es müsse nothwendig für die Mehrausgaben der Militärverwaltung. Um diese kleinen Gewerbe geholfen, das jetzt durch das Großkapital auf der Sohn der arbeitenden Klassen schlechter werden, weil die Personen Steuerbewilligungen sind aber die Herren im Juni herumgegangen gerieben wird. Die Beschränkung der Affumulation der großen immer wieder zurückgewiesen werden müßten auf den einfachen nothwie die Katze um den heißen Brei. Alle waren darin einig, daß Vermögen würde ja teine allzu große sein, jedenfalls aber werden wendigen Lebensbedarf, falsch sei; daß umgekehrt bei wachsender die im vorigen Jahre vorgeschlagenen Branntwein, Bier und diejenigen zur Steuer herangezogen, die die Steuer tragen Kultur, wachsender Wohlstand und Reichthum die Besitzrente, ob Börsensteuer, mit Ausnahme der letteren nicht wieder in Frage können. So wird die Gesellschaft auf eine„ tonservativere" Rapital oder Grundrente, heruntergeht und der Werth der tommen tönnten. Und von Und von der Rechten bis zur frei Bafis gestellt. Meine Steuervorschläge find tonservativ, die von lebendigen Arbeit steigt.( Sehr richtig! bei den Nationalsinnigen Vereinigung, so weit war man ja bewilligungsluftig, der Regierung gemachten revolutionär, sie zerstören die Existenzen liberalen.) Dann begriff ich auch sehr bald, wie innerhalb wurde betont, daß unter keinen Umständen neue Steuervorlagen und beschleunigen den Alkumulationsprozeß des Großtapitals, sie der bürgerlichen Entwickelung ein Mittelstand, der eingereicht werden dürften, die die Landwirthschaft, die vernichten den Mittelstand, vermehren die Massenarmuth Rapital und Arbeit in sich vereinigt, vereinigt, auch auch förperf einen Handwerker und die Arbeiter schädigen würden. und erhöhen die Armenlaften. Ich feinerzeit liche Arbeit, geradezu eine Nothwendigkeit ist und nicht Der Reichskanzler und die Bertreter der maßgebenden Parteien, Frhr. dem Minister Miquel vorgeworfen, daß er aus einem verschwindet, so lange die bürgerliche Produktionsweise besteht. v. Etumm, v. Manteuffel, v. Bennigsen u. 2, erklärten feierlich, die Kommunisten und Atheisten zu einem Freund der Agrarier( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Ich fand bald- und neuen Steuern dürften nur auf die leistungsfähigen Schultern gelegt geworden sei. Als ich nun die neuen Steuervorlagen las, legte ich habe schon Anfang der fünfziger Jahre darüber einen großen werden. Wie stimmt das zu den uns nun vorgelegten Steuer- ich mir die Frage vor: am Ende hast du Herrn Miquel doch Bortrag gehalten, daß der kleine Befih, der den größten Theil Gefehentwürfen? Als ich damals sagte, es würde niemand daran Unrecht gethan, daß du ihm nachsagtest, er sei ein guter Freund seiner eigenen Produkte konsumirt und den größten Theil des denken, die Einkommensteuer zur Deckung der Militärausgaben der Agrarier grworden. Er ist am Ende noch heute ein heim- gestiegenen Tagelohnes selbst verdient, zu allen Zeiten konkurrenzheranzuziehen, erhoben einige Mitglieder der nationalliberalen licher Sozialdemokrat, der seine Machtstellung dazu benutzt, um fähig bleibt in der Landwirthschaft gegenüber den mit allen Partei, so die Herren Klemm und Siegle, Widerspruch. Nun diese elende bürgerliche Gesellschaft, soweit das durch eine Re- Maschinenkräften und allen Resultaten der modernen Wissenschaft sollten doch die Herren beweisen, daß ihr Patriotismus sich nicht gierung und neue Steuervorlagen möglich ist, zu Grunde zu ausgerüsteten großen Güter. Mir wurde flar, daß die Theorie, nur in Worten, sondern auch in Thaten tund giebt. Aber die richten.( Große Heiterkeit links.) Wenn ein Minister mit der daß nur die Arbeit die Quelle der Güter und der Werthe sei, überwiegende Mehrzahl dieses Hauses und diejenigen, die Sie Aufgabe zu Werke geht, seine ganze Kunst, fein ganzes Schaffen völlig irrig ist, daß im Laufe der Jahrtausende die Eigenthums vertreten, haben bisher so gut wie nichts zu den ungeheuren Lasten und Können dazu anzuwenden, die bürgerliche Gesellschaft durch- formen sich geändert haben, das Eigenthum geblieben ist, daß beigetragen, im Verhältniß zu den Vortheilen, die Sie als Ritter- einander zu rütteln und zu schütteln, alle Leidenschaften wach das Verlangen nicht nach Gemeinschaft geht, sondern nach Besiz, gutsbefizer, Großfabrikanten u. f. w. aus den neuen Steuern, zurufen, die Unzufriedenheit in der Potenz zu schüren, als der nothwendigen Bethätigung des menschlichen Individuums, den Bich, Getreide. 2c. Zöllen, aus den Branntwein- und Zucker- wie das 20 bis 30 000 sozialdemokratischer Agitatoren daß das Eigenthum die menschliche Ungleichheit nicht erzeugt hat, Steuer Prämien u. f. f. ziehen. Aus allen diesen ziehen Sie immense gar nicht beffer vermöchten, so ist das tein tonservativer Mi sondern umgekehrt daraus entstanden ist.( Sehr richtig! bei den Vortheile, daß das, was Sie für sich und Ihren Haushalt annister mehr, kein Vertreter des Bestehenden, er ist ein Revolutionär, Mationalliberalen.) Aus diefer meiner Entwickelung habe ich indirekten Steuern zu den allgemeinen Lasten beitragen, ver- wie er im Buch steht. Der Reichstanzler hat vor drei Jahren nie ein Hehl gemacht. Ich habe oft genug erzählt, wie schwindend klein genannt werden muß. Nun wollen Sie außer bei Berathung der Unteroffizierprämien meinem Freunde Grillen- dieser innere Entwickelungsprozeß bei mir vor sich ging. dem Tabak und dem Wein auch aus dem unmoralischen Lotterie- berger gegenüber den Grundsatz vertreten, alle Vorlagen der Sobald mir meine amtliche Thätigkeit die Muße giebt, werde spiel eine Einnahmequelle erschließen. Diefelben Parteien, die Regierungen würden mit Rüdsicht auf die Wirkungen auf die ich ein Buch publiziren, worin die Kritik der sozialistischen Auffich sonst so sehr entrüsten über die Unmoralität des Spiels, Sozialdemokratie ausgearbeitet, oder mit der Rücksicht, ob sie ihr fassung enthalten ist an meinem eigenen inneren Entwickelungswollen jeht mit Vergnügen daraus viele Millionen Einnahmen schade oder nütze, Entsprechen diese Steuervorlagen diesem prozeß.( Abg. Bebel: Sehr gut!) Einen Mann, der sowohl schaffen. Da verschwindet jede Religion, alle Moral! Das Geld 3mece? Durchaus nicht. Möge sich die Regierung Graf wissenschaftlich seit 40 Jahren mit dem größten Ernst, als auch riecht nicht! Je schlechter und je erbärmlicher die Verhältnisse v. Posadowsti hat es ja abgelehnt einen Vertreter zu senden praktisch in den verschiedensten Lebenslagen ununterbrochen die find, ie mehr alle natürlichen und vernünftigen Einnahmequellen von der Polizei die Reden der Tabatarbeiter auf dem jüngsten soziale Bewegung beobachtet und dafür das größte Intereffe versiegen, desto mehr verfallen die Menschen auf das verwerfliche Kongreß vorsetzen lassen. Welches Maß von Zorn, Entrüstung, stets gehabt hat, ist wohl im stande, diese dunklen Fragen auch Spiel, desto mehr unterstützt der christliche Staat das Spiel! Unwillen und Erbitterung hat sich auf diesem Kongres fundgegeben! der Zukunft einigermaßen zu erhellen, und die Zweifel, die über Nicht weniger als 6 500 000 2. sollen durch die Quittungs. Es wurde beschlossen: sobald die Tabalsteuervorlage Gefeß wird, tritt die Zukunft in manchen Gemüthern vorhanden sind, zu steuer aufgebracht werden, unter der am meisten die ein neuer Kongreß zusammen und stellt fategorisch an die Reichs- lösen. Ich bin diesem inneren Entwickelungsprozeß höchst dankfleinen Leute, die Handwerker u. s. iv. zu leiden haben. regierung die Forderung des Rechts auf Arbeit. Das heißt, die bar, ich wurde dadurch vor dem Glauben an die UnveränderlichSie von der Rechten tragen die Quittungssteuer nur Regierung und der Reichstag hat jest auch die verdammte Pflicht feit der nationalökonomischen Wahrheit, auch der bürgerlichen, ginn fleinsten Theil. Die armen Verkäuferinnen, die und Schuldigkeit, dafür zu sorgen, daß wir als ehrliche Staats- bewahrt und lernte, daß die Nationalökonomie nichts 40-50. monatlich verdienen, müssen 1,20 jährlich Quittungs- bürger und Reichsangehörige mit unseren Familien leben tönnen. weiter ist als die Summe der Konsequenzen, welche aus dem steuer bezahlen, die kleinen Handwerker, Schuhmacher und Es empört eben die Arbeiter der Gedanke, die Bettelpfennige der jeweiligen Zustand der gewerblichen, industriellen und fozialen Schneider müssen bezahlen, die 54 000 m. des Reichskanzlers Alters- und Invaliditätsversicherung anzunehmen. Die sozial Entwickelung gezogen sind( Sehr richtig! bei den Nationalund die übrigen Beamten bleiben stenerfrei! Und was für demokratischen Arbeiter wollen teine Faullenzer sein. Die liberalen) und daß sie fich mit ihnen verändern. Ich glaube Quängeleien bringt diese Steuer im Berkehr mit sich! Neben inneren Reichsfeinde sind gerade diejenigen, die von Staats- und nicht an die absoluten, ewig gleichbleibenden Wahrheiten der den Invalidenmarfen braucht man weitere Marken für den Rechtswegen über das heutige Staatsgebäude und dessen Aufrecht- bürgerlichen Nationalökonomie. Infolge dessen halte ich mich Quittungsstempel, für die Frachtbriefe u. f. w. Unglücklicher erhaltung zu wachen hätten. Nicht blos aus unseren Reihen, auch befähigt, mitzuwirken Jan der Gestaltung der nationalen Connte man nicht verfahren, als man jetzt verfahren ist. In auch aus den Kreisen der Fabrikanten habe ich zuschriften er Verhältnisse, und ist der Antheil, den ich dem Staate und der cinem hat der Reichstanzler Wort gehalten: getroffen hat er mit halten, in denen sich eine solche Masse von Erbitterung und Gesammtheit zuschreibe bei der Entwickelung der wirthschaftfeinen neuen Steuervorlagen nicht den Often Deutschlands, wohl Unwillen zeigt, wie ich es nicht für denkbar gehalten habe. Auch lichen Verhältnisse, immer sehr groß gewesen. Infolge dessen aber den Westen, den kleinen Wein- und Tabakbauern, der am Sie kennen diese Stimmung. Wollen Sie danach Ihr Botum ist aber auch meine Unbefangenheit der Beurtheilung der Dinge Schwersten im Jahr zu würgen hat; durch die neue Tabatsteuer einrichten, so müssen Sie gegen die Vorlagen stimmen.( Beifall groß gewesen, weil sie eine realistische und historische ist. Was wird der Konsum nach der Berechnung der Regierung um 29 pet. bei den Sozialdemokraten.) nun Abgeordneter Bebel mit diesen Sachen will, ist mir uneingeschränkt werden. Von 160 000 in der Tabalindustrie be- Kriegsminister Bronfart von Schellendorf: Von der Ver- verständlich. Denn ich fann nicht annehmen, daß er schäftigten Arbeitern werden also 40-50 000 Arbeiter brotlos ge- wendung der Kavallerie- Divisionen hat der Vorredner gesprochen blos denunziren( Lachen bei den Sozialdemokraten. Sehr macht in einem Augenblic, wo infolge der jahrelangen schweren und von strategischen Fragen, von dem Mangel der schrift gut! bei Den Nationalliberalen) oder den jungen, Krise Straßen und Chauffeen von Hunderttausenden von ftellerischen Thätigkeit der Offiziere, von dem Gigerlthum, von grünen Menschen, dem erfahrenen Mann entgegenstellen brotlosen Arbeitern belagert sind.( Sehr richtig! bei den Sozial- der nichtbeachteten Ordre gegen den Luxus u. s. w. Ich unter wollte. Als Autorität fann er sich auf den ersteren demokraten.) Und nicht allein die Arbeiter werden brotlos, auch lasse es heute darauf einzugehen. Bei der Spezialberathung wird gegen den letzteren doch den letzteren doch unmöglich berufen unmöglich berufen( Heiterkeit). ihre Familien werden in Elend und Noth gedrängt, dem Ber- die gewünschte Auskunft gegeben werden. Ich darf mir nur Auf die andern Behauptungen und die entsetzlichen Ueberderben preisgegeben. Ist das deutsche Sozialpolitik? Wie nicht versagen auf einen Theil seiner Rede einzugehen. Er hat treibungen des Abg. Bebel gehe ich heute nicht ein, weil ich mich stimmt es damit, daß man den Reichen scheffelweise giebt und sich mit dem hannoverschen Prozeß beschäftigt und Angriffe gegen an den leider gefaßten Beschluß des Reichstags halte; ebenso die Armen ruinirt? Droht die Einführung des Gesezes, so unser Offiziertorps gerichtet, die ich als ungerecht und als unbes wenig auf die Frage, ob das Programm der Regierung ein wird man die Borräthe aushäufen, und es wird eine Bwischen- gründet zurückweisen muß. Ich denke nicht im Entferntesten revolutionäres sei. Aber es ist doch auffallend, daß er, der beperiode eintreten, in der die Zahl der Arbeitslosen noch wachsen daran, das Mindeste von dem, was zu Tage getreten ist, zu begonnen hat als Agent des Nationalvereins und dann über. wird. Auch eine ganze Bahl von Unternehmern wird ihre schönigen oder zu entschuldigen. Wenn unter 22 500 Offizieren gegangen ist zu den Kommunisten, nunmehr behauptet, ein tons Existenz verlieren. Echlimmer als die materiellen Verluste der 40 oder 45 Ausschreitungen begehen( Buruf links: Von diesen fervatives Stenerprogramm dem hohen Reichstag Deutschlands Unternehmer sind noch die Kontrollvorschriften mit ihren ist es nur bekannt geworden), so würde ich das aufs empfehlen zu können.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Quirellen und Berationen. Aeußerste verurtheilt haben, auch wenn diese Aus Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich behalte mir vor, Präsident v. Levehow: Ich habe Ihnen zu Ihren Aus- schreitungen nur von einem Einzigen ausgegangen wären. alle unrichtigkeiten des Abg. Bebel bei der Generalvebatte über führungen über die Steuergefeße einen weiten Spielraum ge- Aber man darf daraus nicht beleidigende Schlüsse auf das Ganze die einzelnen Steuervorlagen zu widerlegen. laffen, bitte Sie aber nun zum Etat zu kommen. ziehen. Ich finde es geradezu unerhört. daß man nachgerade Unter großer Heiterkeit ertheilt der Präsident das Wort dem Abg. Bebel( fortfahrend): G3 ist bisher immer so gehalten anfängt, die Betrüger beiseite zu schieben( Widerspruch links) vierten Redner vom Bundesrathstisch. worden, daß über Steuervorlagen, die mit dem Etat in Ver- und die Betrogenen, die leichtsinnig und unverständig gehandelt Staatssekretär des Reichs Marine Amts Hollmann: Herr bindung standen, ausführlicher gesprochen wurde. haben, auf die Anilagebant zu ziehen, blos weil sie Offiziere Bebel hat auf grund eines Beitungsartikels Angriffe gegen die Präsident v. Levenow: Ich rufe Sie nunmehr zur Sache. sind und den höheren Ständen angehören.( Zustimmung rechts.) Marine und das Flottenmaterial erhoben und sich auf fachAbg. Bebel( fortfahrend): Ich muß mich fügen, aber ich Die gehören auf die Anklagebant, welche diesen Prozeß agi männische Urtheile berufen. Die Köln. 3tg." ist für mich in glaube, daß mir Unrecht geschehen ist. tatorisch ausnuten( Widerspruch bei den Sozialdemokraten), um diesen Angelegenheiten nicht fachmännisch. Ich weiß nicht, ob Präsident v. Levegow: Wenn Sie glauben, daß Ihnen einen ganzen Stand zu bekämpfen. Wie will Herr Bebel es Herr Bebel den Verfasser des Artikels tennt, ich habe nicht die Nurecht geschehen ist, dann verweise ich Sie auf den geschäfts- wohl rechtfertigen, daß er Zweifel aufwirft, ob wir den an uns Ehre, weiß aber, daß er nicht Fachmann ist. Ich halte ihn für ordnungemäßigen Weg. genellten Anforderungen gewachsen find. Wir sind allen An- einen Menschen, ber zum ersten Mal an Bord gekommen und Arg. V bel( forifahrend): Durch diese Steuergesetze wird forderungen gewachsen, und Sie werden das Gegentheil nie ers feetrant geworden ist und darüber mit dem Leben und mit dem ein Maß von Noth und Elend erzeugt, wie es bisher durch leben, dafür verbürge ich mich. Es sind zu allen Zeiten in Schiff sich erzüent hat.( Deiterkeit.) Die Vergangenheit der Schiffe 鞋 90 Anton Ministerium für Ackerbau, Industrie und Handel Der frühere Abtheilungsvorstand im italienischen Mowzilli wird hier wegen Urkundenfälschung, Bergehen im Amte und Veruntreuung öffentlicher Gelder gesucht. Als Verhaftung durch die Flucht bereits entzogen. Die Ueberfüllung der Berliner Gemeindeschulen haben wir Jahr für Jahr aus den amtlichen Veröffentlichungen des geben aber nur ein unvollkommenes Bild von der Größe des so Berliner Magistrats nachgewiesen. Diese Veröffentlichungen fi 3. B. aus dem neuesten Bericht der städtischen Schuldeputation oft gerügten und immer noch nicht beseitigten Mißstandes. Wenn fich z. Deutschland, König Wilhelm und Kronprinz macht dieses Urtheil zu| Lappen, aus deffen Rissen und Löchern das Glend an allen Ecken| Schanden. Das letztere steht nicht mehr in der Schiffsliste, die beiden und Enden ungehemmt hervorbricht. eriteren haben aber ein militärisches Leben von 30 Jahren hinter sich. Ich muß es bedauern, daß das Flottenmaterial vor dem Reichs tage und dem Lande herabgesetzt wird auf grund eines nuglofen, schlechten Artikels, geschrieben von einem Mann, der die See vielleicht zum ersten Mal gefeben hat. Es erwächst allen Schiffen feine Strafthaten in Rom entdeckt wurden, hatte er sich der ergiebt, daß Ende 1892 auf je 1 Gemeindeschule 16-17 Klassen ein Feind, das sind die Elemente, und gegen diese wird jedes Schiff nuglos anfämpfen. Es kann Momente geben, wo die begründete Annahme, daß der Flüchtling sich nach Deutschland( vgl. Vom Schulwesen Berlins", Nr. 239 des Vorwärts" vom Es besteht die mit 903-904 Kindern und auf je 1 Klasse 54-55 Kinder kamen Kanonenpforten geschlossen werden müssen, das Schicksal theilen die großen Schiffe mit den kleinen. Der Reichstag und Deutsch begeben hat und hier verborgen hält. spa 10 gylf Durchschnitt 3 zahlen, land können beruhigt sein, sie haben an diesen Schiffen, König Wilhelm" und" Deutschland" tüchtige Kriegsschiffe. Jest will ich aber einmal den Spieß umkebren: Wenn Abg. Bebel aus diesem Artikel entnehmen zu können glaubt, daß es alte Raften find, als welche sie der Abg. Jebsen hingestellt hat, so wäre es doch an der Zeit, ftatt dieser unbrauchbaren Schiffe neue zu schaffen.( Heiterkeit.) Abg. Bebel( persönlich): Was den Spielerprozeß in Hannover betrifft, so habe ich mein Urtheil feineswegs auf die Offisiere im allgemeinen ausgedehnt. Uebrigens habe ich Herrn Miquel nicht denunziren wollen. Wenn überhaupt davon die Rede sein kann, dann hat Herr Miquel sich selbst denunzirt. Er nahm an, ich sei als Mitglied und Agent des Nationalvereins in das öffentliche Leben getreten. Ich war gar nicht Mitglied dieses Vereins, folglich auch nicht Agent. Ich habe nur mit dem selben sympathifirt und einmal sogor 200 Thlr. zur Bekämpfung der sozialdemokratischen Ideen bekommen. Ein Theil derselben ist aber zur Bekämpfung der Nationalliberalen verwandt worden, weil ich inzwischen Sozialdemokrat geworden war.( Heiterkeit.) Schluß nach 514 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. ( Fortsetzung der ersten Etatsberathung,) Tokales. 256 cha " Es tamen über welche viele Schulen und Klassen weit hinausgehen. Für die Eine Anzahl human denkender Männer und Frauen hat einen der Gesundheit und dem Unterricht schädlichen Weise zusammenVerein für gefundheitsmäßige Erziehung der Jugend. Frage, ob in den Berliner Gemeindeschulen die Kinder in einer Berein für gesundheitsmäßige Erziehung der Jugend ins Leben gepfercht werden, sind aber gerade diese über den Durchschnitt gerufen. Dem Programm des Vereins, der zum Beitritt ins- hinaugehenden Schulen und Klassen von Wichtigkeit, und nur an besondere Frauen auffordert, entnehmen wir: der Verein will ihnen fann insbesondere festgehalten werden, wie weit die feine Aufgabe erreichen durch geeignete Berbreitung von Rennt- Busammenpferchung gelegentlich geht. welchem Zwecke größere, nissen über die gesundheitsgemäße Erziehung der Kinder, zu Darüber giebt das vom Berliner Lehrer Verein" herausfammlungen mit voltsthümlichen Vorträgen veranstaltet, öffent- an den Berliner Gemeindeschulen" näheren Aufschluß. für jedermann berechnete Ver- gegebene Verzeichniß der Rektoren, Lehrer und Lehrerinnen liche Lehr- und Uebungskurse eingerichtet und in der Presse, in Flug dieser Quelle, die die Klassen- und Kinderzahl für jede Schule Nach blättern, in Broschüren bezügliche Fragen erörtert werden sollen; einzeln angiebt, bestanden am 1. Juni 1893 198 Gemeinde durch Mitwirkung zur Verbesserung der hygienischen Zustände in schulen mit 8831 Klaffen und 180 756 Kindern. der Familie und in allen, Bildungs- und Erziehungsanstalten; also im Durchschnitt auf je eine Schule 16-17 Klaffen durch die Förderung der Hygiene des Kindes und der Schule als( genauer 16,82) mit 913 Kindern( also gegen 1892 schon wieder Wissenschaft." Der Zweck des Vereins, dessen Vorstand über eine höhere Zahl!) und auf je 1 Klaffe 54-55 Kinder( genauer wiegend aus Lehrern und Aerzten besteht, ist ein löblicher; nur 54,26 gegen 54,18 im Jahre 1892). Es hatten aber 26 Schulen irrt er in der Annahme innerhalb der heutigen Gesellschafts- je 20 oder mehr Klaffen, darunter 1 Schule 25 Klassen( die ordnung ohne Aenderung der ökonomischen Verhältnisse und ohne 37. Schule, Mariannen- Ufer la, mit zwei Rektoren), 2 Schulen totale Aenderung in der Auffassung der Wohlhabenderen über je 27 Klassen( die 117. Schule, Eberswalderstr. 10, mit 2 Reftoren, ihre sozialen Pflichten Erhebliches leisten zu können. Beitritts- und die 194. Schule, Prinzen- Allee 8 und Stettinerstr. 27, mit meldungen nimmt der Direktor der Dorotheenstädtischen Real- 2 Rektoren), 1 Schule 30 Klassen( die 172. Schule, Bremer schule, Georgenſtr. 80/31, an. straße 13-17, mit 2 Rektoren). Das geht denn doch wohl etwas Die Freie Volksbühne veranstaltet am 3., 10., 17., 25. weit über die Durchschnittsschule hinaus. Dem entsprechend war und 31. Dezember im National- Theater für ihre& Abtheilungen auch die Zahl der Kinder bei manchen Schulen zu schwindelnder Höhe Aufführungen der Weber" von Gerhardt Hauptmann. Die gestiegen. Es hatten 63 Schulen 1000 oder mehr Kinder, darunter Befeßung ist folgende: Ansorge: Herr Direktor Löwenfeld; und unter diesen schließlich 1 Schule 1301 Kinder( die 37. Schule), 26 fogar 1100 oder mehr, unter diesen wieder 7 1200 oder mehr oriz Jäger: Herr Gustav Kadelburg( Deutsches Theater); 1 Schule 1410 Rinder( bie 117. Schule), 1 Schule 1680 Kinder Baumert: Herr Pauly( Bittoria- Theater); Hornig, Lumpen( die 172. Schule). Das ist am Ende auch eine ganz anständige Dreißiger: Herr Basil( Deutsches Theater); der rothe Bäcker: tamen, giebt auch das Berzeichniß u. f. w." nicht an. Das ist ſammler: Herr Direktor May Samist( National Theater);( die 172. Schule). Das ist am Ende auch eine ganz anständige Biffer! Wieviel Kinder auf jede einzelne der 3331 Klaffent Herr Bach( National- Theater); der alte Hilfe: Herr Rhode bedauerlich; denn erst diese detaillirtesten Angaben würden recht Ebeling( National- Theater); Louise Hilse: Frau Sophie Bursta. Außerdem wirkt das ganze Personal des National- und Alexander- eigentlich zeigen, was sich das Berliner Proletariat von der platz- Theaters bei den Aufführungen der Weber" mit. Die Regie aus diesen unvollkommenen Angaben doch noch ein vollkommeneres städtischen Verwaltung bieten lassen muß. Immer in ist selbst liegt in den Händen des Herrn Direktor Samst. Bild der Ueberfüllung mancher Klassen zu gewinnen, als es sich Stadt stellt ein Gesuch dar, welches der Grundbesiger- Berein des man nämlich die Durchschnittsfrequenz einer Klaffe für jede der Einen Nothschrei aus dem äußersten Norden der aus den Berichten der Schuldeputation ergiebt. Berechnet Echönhauser und der angrenzenden Sadttheile zu Berlin an 198 Schulen einzeln, so zeigt sich, daß schon die DurchschnittsMagistrat und Stadtverordnete zu richten beschlossen hat und lasse bei 90 Schulen mit 55 oder mehr Kindern besetzt war, August Täterom, Bimmerstr. 95-96, 2. Hof, 2. Cing., 2 Tr. welches beantragt: 1. zunächst das von der Straße 18, XII, von darunter bei 14 Schulen mit 60 oder mehr, unter diesen wieder Fris Felgentreff, Morigftr. 5. der Straße 31, Xll, von der Prenzlauer Allee und von der Ver- bei 4 mit 62 oder mehr und unter diesen schließlich bei 1 Schule bindungsbahn begrenzte Gelände vom XI. Radialsystem ab mit über 64 Kindern( bei der 52. Schule, Fruchtstraße 38.) Nun zutrennen und dem X. Radialsystem der Kanalisation zuzutheilen; find aber die 6 Stufen der Gemeindeschule nicht gleich stark be2. demnächst die verlängerte Pappel- Allee von der Verbindungs- fucht. Ende 1892 war der aus den betreffenden Klassen aller bahnbrücke bis zur Weichbildgrenze. sowie auch die Straßen 1, X1 Gemeindeschulen gewonnene Durchschnitt der Besetzung einer und 31, XIl freizulegen und mit den nöthigen Kanalisations- 1. Klasse 42, einer 2. Klasse 48, einer 3. Klasse 58, einer 4. Klaffe 56, antagen zu verfehen; 3. alsdann so schleunig wie möglich die einer 5. Klaffe 61, einer 6. Klaffe 62 Kinder. In den 6. Klaffen und Straßentheile, durch welche die Verbindung zwischen der Schön- annähernd auch in den 5. Klassen saßen also beinahe noch 1/6 mehr hauser Vorstadt und Neu- Weißensee hergestellt werden soll, zu Kinder als in der aus allen Klaffen aller Schulen gewonnenen reguliren, das heißt, die verlängerte Pappel- Allee vollständig und Durchschnittsklasse( 62 bezw. 61 gegen 54). Auf Schulen, bei auf der Südseite der Straße 31, XII, die Strecke von der Pappel- denen schon die Durchschnitts flasse mehr als 60 Kinder Allee bis zur Prenzlauer Aflee zu pflastern, sowie auch gleich hat, müssen also die 6. und beinahe ebenso auch die 5. Klaffen mit Pferdebahugeleisen versehen zu lassen, und endlich 4. auch mit 70 oder noch mehr Kindern besetzt sein. Auch diese Bahl sobald als möglich die übrigen Theile der Straße 31, XII, sowie ist nur aus Durchschnittsangaben gewonnen, also selber noch eine späterhin auch die Straße 1, XI, zu reguliren. Achtung! Zweiter Berliner Wahlkreis! Die angekündete Flugblatt- Verbreitung für den 9. StommunalWahlbezirk findet heute( Dienstag) Abend 7%, Uhr statt. Die Parteigenossen werden ersucht, sich recht zahlreich in den folgenden Stellen einzufinden: 1. Restaurant Voß, Hornstr. 11. 2. 3. Riging, Bellealliancestr. 74. Werner, Bülowstr. 59. Das Wahlkomitee. Ten Parteigenoffen geben wir hiermit die Adressen der in den letzten Parteiverfammlungen gewählten Vertrauenspersonen und Prepkommissions- Mitglieder bekannt. Vertrauenspersonen: 1. Wahlkreis, 2. Wahlkreis. H. Werner, Bülowstr. 59, Restaurant. 3. Wahlkreis. Stephan Friz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. Wilhelm Börner, Ritterstr. 108, Laden. 4. Wahlkreis. Robert Wengels, Fruchtstr. 30, Quergb. 3 r.( Oft). Hermann Bolze, Weidenweg 27/28, 4 Zr.( Dft). Franz Schulze, Oppelnerstr. 3, 8 Tr.( Südost). Hermann Mattutat, Wrangelstr. 124, Hof 1 Tr.( Südost). 5. Wahlkreis. rbidis yo bld isla 910 1. Mager, Sophienfir. 28/29. 2. Pacuscher, Greifswalderstr. 8 bei Matke. 6. Wahlkreis. Johann Pfarr, Wilsnackerstr. 49( für Moabit). Friz Waschowski, Weddingstr. 8( für Wedding). Richard Augustin, Pappel- Allee 7, 2 Tr.( Schönh. Borstadt). Karl Helbig, Rügenerstr. 23( Rosenthaler Vorstadt). Preßtommiffion: 1. Wahlkreis: Joh. Timm, Lindenstr. 38, vorn, I, Carl Grau, Wendenstr. 2. 2. " Hoics 66 Soch, Manteuffelstr. 51a, Sof 1 Tr. Tschernig, Fürstenstr. 17. Rub. Ich entscher, Breslauerstr. 11a, IV.( Dit) Rich. Beyer, Cuvryftr. 34, Hof 5 Tr.( Südost). infoschneider, Büschingfir. 15. 4. 5. 6. genaner, Reinickendorferstr. 48, 3 Tr. onbusch, Gerichtsstr. 32. Die Vorstände der Krankenkassen und Gewerkschaften ersuchen wir wiederholt, uns ihre Statuten und Bablstellen, so wie die Namen der Vorstandsmitglieder baldigst mittheilen zu wollen, da wir sonst nichst im stande sind, den auf die betreffenden Kaffen und Gewerkschaften bezüglichen Anfragen gerecht zu werden. " " Einer giebt dem Anderem nichts nach. Bisher schien Durchschnittszahl, die noch ein Schwanken nach oben wie nach unten zuläßt. Im Einzelfalle tann die Besetzung einer Klasse lieber Krähwinkeleien im Eisenbahn- Frachtverkehr be- also noch um ein Beträchtliches höher hinaufgehen. holung der Eisenbahn- Frachtgüter von den hiesigen Güterbahn Berliner Gemeindeschulen ist, entzieht sich unserer Kenntniß. Wir richtet ein Korrespondent: Die neuen Bestimmungen über die Ab- Welches gegenwärtig thatsächlich das Maximum an den höfen baben für das betheiligte Publikum mancherlri Nachtheile schäßen es auf 75. Die Schuldeputation hat zwar 70 als höchste Zahl im Gefolge. Zunächst ist die früher übliche Anzeige für alle dies für die Klaffen der Unterstufe festgesetzt; aber daß diese Zahl in jenigen Empfänger von Frachtgütern fortgefallen, welche ihre vereinzelten Fällen auch noch überschritten wird, ist nach der Frachten selbst abrollen laffen; die Folge hiervon war, daß in oben dargelegten Berechnung sehr wahrscheinlich. Selbst wenn cinzelnen Fällen diese Empfänger mitunter Lagergeld für dreis die 70 überall respektirt würde, wäre sie doch schon eine außer tägiges Lagern zu zahlen haben, wenn sie es unterlassen, recht ordentlich hohe Bahl. Aber die Schuldeputation durfte nicht heitig nach dem Eingange der Fracht zu fragen. Auch für das tiefer mit der Grenze hinabgehen, wenn sie nicht eine große AnPrivatpublikum, das nur gelegentlich Frachtsendungen mit der zahl Klassen als selbst in ihrem Sinne überfüllt" erscheinen Sisenbahn empfängt, ist das neue Verfahren unbequemer, denn es lassen wollte. Es muß zwar zugegeben werden, daß die Kinder wird das Frachtgut nicht mehr den Leuten ins Haus gebracht, der 6. und 5. Klasse weniger Raum einnehmen, als die der wie bisher, wo die Bahnverwaltung ihren Spediteuren die 2. und 1. Klasse, aber dafür bedürfen sie um so mehr der unGüter zum Abrollen übergab, sondern die Güterexpedition unterbrochenen Beaufsichtigung und der unterrichtenden Behand theilt den Empfängern den Eingang des Gutes mit und fordert lung des Lehrers. Doch wer fragt danach, wenn Proletarierfinder zur rechtzeitigen Abholung auf. Die unmittelbare Folge diefer geistig zurückbleiben? Für den Kapitalismus sind sie so gerade Neuerung ist nun, daß eine Menge kleiner Fahrzeuge an der am brauchbarsten. Laderampe des Güterspeichers erscheinen, die an Solidität und Leistungsfähigkeit den Rollwagen der Speditionsgeschäfte ganz Die Nuzulänglichkeit der städtischen Armenpflege. Der erheblich nachstehen. Nicht selten geht auch ein solcher Wagen es, als ob der Firma Lubasch die Palme in ihrem Verhältniß zu Winter steht vor der Thür und mit ihm das Weihnachtsfest. Das Gewicht des Frachtgutes nicht ausreicht, oder dieses mit Prophet" am Dönhoffsplay aber lehrt, sucht der Besizer vor der Laderampe in Trümmer, wenn seine Tragfähigkeit für ihren Arbeitskräften gebühre; wie die Geschäftsordnung des Da häufen sich die Aufrufe zu Spenden für die Armen, denen einiger Heftigkeit auf das improvifirte Roufuhrwerk geladen biefes" Welthauses" Herrn Lubasch in edlem Streben nachzueifern. durch Privatwohlthätigkeit" eine Weihnachtsfreunde bereitet wird. Für das Publikum war die alte Art des Abrollens jeden Geschäftsordnung:"§ 1. Sämmtliche Angestellte find von mir werden soll. Die Lektüre dieser Aufrufe ist ein recht trübfeliges falls bequemer. Den Spediteuren erwächst aus der Neuerung mit einer Kündigungsfrist von acht Tagen a dato engagirt, Wir geben im nachstehenden einen furzen Auszug aus dieser Geschäft." Für die Armen und Kranken", hebt eine solche ein nicht unbeträchtlicher Verlust und viele Geschäftsleute haben " 81. Weihnachtsbitte" an, für die Berlaffenen und Verwaisten seiner ebenfalls Lehrgeld in Form von Lagergeld entrichten müssen. Db infofern nichts anderes schriftlich vereinbart ist. Sollte ein AnGemeinde, auch für so manche rechtschaffene Handwerter bie fleinen Fuhrunternehmer auf die Dauer bei dem neuen Ber- gestellter seine Stellung aufzugeben beabsichtigen, so hat er dieselbe familie, bie zwar arbeiten möchte, und doch Arbeit fahren ihre Rechnung finden werden, scheint zweifelhaft, jeden am 1. oder 15. jeden Monats auf vierzehn Tage vorher aufzukünnicht findet, bittet u. s. w." Eine andere Weihnachts- ultimo und medio nach Abzug der eventuellen Strafgelder an bitte" ftimmt ein: Etiva 800 arme Familien des Gesund falls werden alle, die sich an der Abiuhr von Eisenbahngütern bigen".§ 2. Die Gehälter der Angestellten werden halbmonatlich jeden brunnens, welche ihren Ernährer verloren haben oder durch Arbeits- betheiligen, gut thun, für standfestes Fuhrwerk zu sorgen. der Kasse ausgezahlt. Wer drei Mal innerhalb 8 Tagen durch losigkeit und Krankheit in Noth gerathen find, bitten durch Bum Chariteeboykott. Die Orts- Krankenkasse der Schmiede seine Untüchtigkeit der Kundschaft nichts verkaufen konnte, das uns u. f. w." Gine dritte, aus dem Untersuchungsgefängniß in und verwandter Gewerbe hat am 21. b. M. beschlossen, der heißt drei sogenannte Pleiten hatte, ist sofort nach der dritten Moabit kommende dringende Weihnachtsbitte" flagt: Biele Charitee feine Kranken mehr zu überweisen. Den gleichen Be- Bleite ohne Kündigung und ohne daß er weitere Ansprüche Frauen und Kinder unferer 1800 Gefangenen befinden sich in schluß faßte die Orts- Krankenkasse, der Posamentiere, Seiler, machen fann, entlassen.§ 3. Die Geschäftszeit für sämmtliche bitterer Noth, welche der Winter doppelt fühlbar macht, und es Seidenknopfmacher und Bandmacher in ihrer Delegirtenverfamm- Angestellte beginnt vom 1. April bis 30. September um 7/2 Uhr find doch wenigstens die Kinder, oft auch die Frauen, unschuldig lung vom 25. d. M. und vom 1. Oktober bis 31. März um 8 Uhr Morgens präzise an den Vergehungen jener." Und so geht es weiter durch Die Zustände in der Charitee betreffend wird uns aus und dauert so lange bis das Geschäft am Abend geschlossen Aufrufe aller Art, die man aus aus den Inferatenspalten unserem Leserkreise folgende Mittheilung gemacht: wird." Weiter heißt es: 3ufpätkommen toftet 20 Pf. für jede der Berliner Zeitungen" täglich dugendweise zusammen- zur näheren Beleuchtung der Umstände in der Neuen 10 Minuten. Die Tischzeit dauert eine Stunde; wer feine TischEs ist überall dieselbe alte, traurige Charitee erlaube ich mir, Ihnen nachfolgendes von mir selbst Er zeit machen will, kann Abends 8 Uhr das Geschäft verlassen, Melodie von Arbeitslosigkeit und Noth, von Hunger lebtes mitzutheilen: ohne auf den Schluß zu warten."( Also 12: resp. 111/2 stündige, und Berzweiflung. Diese Aufrufe bilden eine vernichtende Ich wurde am 9. v. M. in die Charitee aufgenommen und ununterbrochene Arbeitszeit!)§ 7. Rein Angestellter hat Kritik der städtischen Armenpflege, deren Unzulänglich fam nach den Koch'schen Baracken, wo ich sehr zufrieden war, das ihm überwiesene Rayon ohne Grund zu verlassen ihm überwiesene Rayon ohne feit im Winter am handgreiflichften hervortritt. Und doch weiß nach drei Tagen aber wurde ich nach der Neuen Charitee verlegt. und tostet Zuwiderhandeln jedes Mal 25 Pfennige Strafe. die besitzende Klasse und ihre Bresse, wenn die sozialdemokratische Hier wurde ich den nächsten Tag operirt und mußte nun 4 Tage Berlaffen des Geschäftslotals ohne Grund und Erlaubniß zieht Preise von einem Mothstand der besiglosen Klasse spricht, auf die ungewaschen und ohne ein Bett gemacht zu bekommen, liegen das erste Mal 2 M. Strafe nach sich; zum zweiten Male wird städtische Armenpflege hin und wirft der Sozialdemokratie Er bleiben, da mein Zustand mir nicht erlaubte, aufzustehen. Auf einer derfelbe", ohue welche Ansprüche machen zu können, entregung von unbegründeter Unzufriedenheit vor. Die Station von ca. 75 Patienten war nicht ein Waschbecken zu lassen." Wer nicht beim Glockenzeichen an der Grenze feines demokratie erwartet von der Armenpflege, felbst von einer weit haben, auch mußte ich die gesünderen Patienten für Unterfeyzen Rayons" erscheint, hat 25 Pf. Strafe zu zahlen; außergeschäftausgedehnten und gut geregelten, nicht einmal eine wirksame von Stechbecken in der Zeit bezahlen, da zu dieser Arbeit fein liche Unterhaltung, Beitungleſen toftet 50 Pf., Schlafen 1 M. Linderung, geschweige denn eine völlige Beseitigung der Noth Wärter zu haben war. Hatte sich einmal ein Kranker während Strafe. Das Besteigen der Fensterbänke wird mit je 50 Pf. der besiglosen Klasse. Aber die besitzende Klasse erklärt, der An- er auf war, aufs Bett gesetzt, so wurde ihm das verboten; es befanden bestraft und dreimalige Zuwiderhandlung hat die fofortige Entficht zu sein, daß bloße Armenpflege hierzu im allgemeinen aus- fich jedoch auf einem Saale von 16 Kranten etwa nur 4 Stühle, laffung des Angestellten, ohne daß derselbe irgendwelche Ansprüche reiche. Dann sollte man wenigstens erwarten, daß fie ihre und hatte fich einmal einer etwas Brot auf den nächstfolgenden machen fann, zur Folge, ebenso das Herumsißen auf den für meine Armenpflege einigermaßen leistungsfähig zu gestalten und Tag aufgehoben, dann war es Morgens von den Mäufen that Kundschaft bestimmten Stühlen, sowie auf den Fensterbänken und auf eine gewiffe Höhe zu bringen fuchte. Indem sie das fächlich aufgefressen. Eines Nachts wurde mir übel, und ich Tischen. Vorschüsse, welcher Art diefelben auch sein mögen, nicht thut, giebt sie zu, daß sie die Noth der besiglofen mußte mich erbrechen, fonnte aber nachher auf der ganzen werden nicht gegeben und wird das Verlangen derselben jedesmal Selasse ernsthaft zu bekämpfen gar nicht Luft hat. Solche Mittel, Station nicht einmal ein Glas Waffer bekommen, ohne vorher mit 25 Pf, bestraft. Wer Geld oder Geldeswerth einem Kolwie die Armenpflege, nennt man Palliativmittel", d. h. Mittel, einen Wärter zu wecken. Die Bettdecken sind auch in einem legen leiht, hat 3 M. Strafe zu zahlen; wer Geld oder Geldesdie die Krankheit nicht an der Wurzel fassen, sondern nur ihre Zustande, wie es nach meiner Meinung nicht sein sollte, es werth entleiht, hat 1 M. Strafe zu zahlen. Die Bestimmung Aeußerungen( Symptome) bekämpfen und zu unterdrücken suchen, wurde mir sogar gesagt, daß dieselben die abgenügten von den von bis zur Höhe von 50 M. eingegangenen Strafgeldern trifft die also das Leiden nur verhüllen und gewissermaßen ummänteln aus der alten Charitee wären, doch das will ich nicht be- die Majorität der Angestellten, indem ich jedoch den Ausschlag ( lateinisch: pellium, deutsch: der Mantel). Die Armenpflege der haupten. gebe." Stadt Berlin verdient nicht einmal mehr ein Palliativmittel" Und nun frage ich, bekommt denn die Königliche Neue Derartige Bestimmungen find geeignet, auch die frömniste genannt zu werden; denn sie ist nicht im stande, das Uebel zu Charitee von den Geschlechtskranken nicht eben so viel Geld Seele zum Hähneknirschen zu bringen; ob sie bier und da auch verhüllen und seine Aeußerungen zu ummänteln. Diese mufter- als von den andern und dieses Haus nennt sich ein Muster- einen Handelsangestellten zum Bewußtsein führen, daß er die hajte" Armenpflege gleicht längst nur noch einem verschliffenen Institut? Pflicht hat, fich einer Organisation anzuschließen, die auf soziale " stellen könnte. Watanic gn noe galt me " demokratischer Grundlage stehend, die Interessen dtt SttufSango« hörigen dem Kapital gegenüber wirklich vertritt? Wege» eineS Sittlichkeitsverbrcchens, begangen an der Ujähngsii Tochter des Restaurateurs Sch. in der Beuthstraße ist m» Sonnabend der Hausdiener L. verhaftet und in das Moaber Untersnchungsgefängniß überführt worden. Der Haus- diener stand bei Sch. in Diensten. Ein Versuch des Restaura» reurs Sch., gegen Stellung einer Kaution die Freilassung des L. zu erwirken, ist von der Behörde abgelehnt worden. Das Ententeich-Projekt wird wieder lebendig. Be- kanntlich hatte die Stadtverordneten- Versammlung am 6. Okt. ds. Js. die Vorlage des Magistrats, betr. die Umgestaltung des Schloßplatzes und eines Theils des Südens der Königstraße, ab- gelehnt und eine Vorlage verlangt, die sich mit der Verbreiterung der Königstraße auf der Nord feite zwecks Umbaues der Kur- fürstenbrücke und Regulirung der Spree endlich beschäftige. Die ?Ibstiinin»»g erfolgte mit nur 60 gegen öl Stimmen. Wir theilten dann mit, daß in Anlehnung an den Ausspruch des Herrn Ober- Bürgermeisters Zelle,„diese Abstimmung sei entscheidend für die Zukunft Berlins", nationalliberale und ähnliche Mannesseelen die fürchterliche Drohung kolportinen, der Hof solle von Berlin verlegt rverden, weil das Entcnteichprojekt auch in dieser Embryonalform abgelehnt war. An diese Mittheilung knüpften wir n. a. die Bemerkung:„Das aber glauben wir: nach den Stadtverordneten- Wahlen kommt das Schloßplatz-Projekt wieder." Die Stadtverordneten- w echten haben am 13. November stattgefunden: Das Schloßplatz- Projekt ist nunmehr wiederum in fast u n veränderter Form vom Magistrat den Stadtverordneten vorgelegt. Kennt Herr Zelle seine Pappenheimer? Eine Explosion hat vorgestern Nachmittag um I Uhr in der an» Schiffbauerdamm 17 eine Treppe hoch belegenen Wohnung des Preinierlieutenants Harrlander vom 1. bayerischen Feld- artillerie-Regiment staltgesunden. Der Offizier, der zur Artillerie- Prüfungskommission abkommandirt ist, war damit beschäftigt, Phosphor mit überinangansaurem Kali zusammenzumischen. Bei der Reibung entzündete sich die Masse und verletzte den Lieutenant an beiden Augen. Er wurde sofort in eine Privat- klinik gebracht. Ein räuberischer Ucberfall wurde vorgestern Nachmittag an einer Frau im Hause Naunynstr. 78 begangen. Bei der im Keller des besagten Hauses ivohnenden Ehefrau des Maurers Hauff erschien Freitag in der vierten Nachmittagsstunde ein junger Mann, der sich Reh nannte und nach dem Gatten frug; auf die Antwort, Hauff arbeite auf dem Zentralviehhofe, sagte der Fremde, es handle sich nicht um einen Besuch, sondern um Geld. Frau Hauff erklärte, nichts zu besitzen. Nun zog Reh ein ge- öffnetes Taschenmesser hervor und als die kouragirte Frau auch jetzt noch den Besitz von Geld leugnete, brachte der unheimliche Bursche einen Revolver hervor und den Lauf auf die Hauff richtend, drohte er sie, sowie das sechs Wochen alte Kind, welches die Mutter aus dem Arm trug, zu erschießen. Jetzt erst gab die Hauff ihr Portemonnaie mit 46 M. Inhalt dem Räuber, der, noch eine über dem Bett hängende silberne Zylinderuhr ergrei- send, sich schleunigst entfernte. Vermittelst de-Z Verbrecher-Albums wurde in dem Räuber, dessen Verhaftung bis jetzt noch nicht ge- lungen ist, ein schon vielfach vorbestrafter Einbrecher, der Ziseleur Gensicken, ermittelt. Derselbe ist ein kaum mittelgroßer Mann nüt blondem Schnorrbart; er trug zuletzt einen hellen weichen Filzhut. hellgraue Hosen, flockigen Ueberzieher und schwarze Glaceehandschuhe. Sechs geheizte Pferdebahuwaae» hat die Berlin- Charlottenburger Gesellschaft auf der Linie Kupfcrgraben- Charlottenburg eingestellt. Vielleicht folgt die Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft diesem guten Beispiel auch in einigen Jahrzehnt?» nach. Die jugendliche Hochstapleriu, die sich unter dem Namen Martha Rebuhn bis Mitte dieses Monats in dem Hotel Merkur in der Friedrichstraße aufgehalten hatte und plötzlich verschwand, nachdem sie als die unverehelichte Amalie Tietze erkannt war und von der Polizei gesucht wurde, hat auch in der Umgebung Berlins Gastwirthe befchwindelt, bei denen sie sich gleichfalls unter falschen Vorspiegelungen eingemiethet hatte. Obgleich sie sich noch in Berlin aushält und auch hier gesehen worden ist, so hat doch die Polizei der durchtriebenen Gaunerin nicht Habhaft werden können. I« einem Omnibus gestorben ist am Sonnabend Nach mittag um K Uhr ein etwa 60 Jahre alter Greis mit Vollbart, der auf der Linie Oranienplatz-All-Moabit fuhr und am Kriminal gericht auszusteigen beabsichtigte. Als er sich jedoch nicht von seinem Platze rührte, wurde ein Schutzmann herbeigerufen, der ihn nach dem Moabiter Krankenhause brachte. Hier konnte der diensthabende Arzt nur noch den bereits eingetretenen Tod fest- stellen. Der Unbekannte, der in einer schwarzledernen Geldtasche nur eine geringe Summe bei sich führte und im Besitze einer Schnupftabaksdose und Zigarrentasche war, trug einen schwarzen Tuchrock, braunen Ueberzieher mit Sammetkragen, eine braun und graugeftreifte Weste, ein schwarzes Beinkleid, einen blauen Rock und ein wollenes Halstuch. „fSinmer herein, meine Herrschaften, immer herein, zwanzig Pfennige kostet nur der Platz, zwanzig Pfennige für sämmtliche bewährten antisemitischen Reichstags- Abgeordneten und Volksmänner"! Das dumme Volk, das vor der Thüre stand, wo der Marktschreier seine Raritäten anpries, ließ sich ziemlich regelmäßig belhören, zahlte seinen Obulus, trat ein in die Bude und fand dann, wie immer aus Schaustellungen, die mit Tamtam angekündigt werden, daß der Hauptspaß eigentlich draußen und drinnen eitel Schund sei, daß nur irgend ein anti- semitischer Lärmmacher allerordinärften Grades in der mit Riesenlettern angekündigten Versammlung sein ungeberdiges Wesen trieb. Zun, stillen Vergnügen der Entrepreneure ging das Geschäft, das mit immer ärgerem Lärm betrieben wurde, ziemlich flott und es würde auch auf Kosten derer, die nicht alle werden, noch weiter florirt habe», wen» nicht die Ausstellungsobjekte— pardon— antisemitischen Reichstags-Abgeordneten der Rolle, die ihnen von Geschästsfreundcn zugemuthet war, überdrüssig ge- worden wären. Herr Ober-Antisemit und Reichstags-Abge- ordneter Ludwig Werner hat in der„Staatsbürger Zeitung" den Kleinen von den Seinen folgenden Fußtritt vertritt: „In Ihrer werlhen Zeitung sind wiederholt Anzeigen über Versammlungen in Berlin gebracht worden, bei denen s ä m m t- li che Abgeordneten der Resormpartei anwesend sein sollten. Die fraglichen Herren Abgeordneten waren nicht einmal davon in Kenntniß gesetzt und verwahren sich gegen eine der- artige Reklame mit ihrem Namen. Ich bitte namens der Fraktion, diese Zuschrift zum Abdruck bringen zu wollen. Hoch- achtend Ludwig Werner, Schriftführer der Deutschen Reform- Partei." Auf welche Art wollen die antisemitischen Versammlungs- Unternehmer jetzt ihr Geschäft fortsetzen? Ueber acht Tage als Leiche in der Wohnung ge hangen hat der sechzig Jahre alte Tischler Karl Beseschek. Der »ach dem Tode seiner Frau einsam dastehende Mann wohnte Torfstraße 15—16 und war als Trunkenbold bekannt. Seit dem 16. d. M. schien er spurlos verschwunden zu sein. Als aber am Sonnabend eigenartige Gerüche ans seiner Wohnung zu dringen schienen, ließ die Polizei die Thür öffnen und fand den Gesuchten erhängt auf. Ein Attentatsversuch auf den Reichskanzler? Das Depeschenbureau Herold meldet: Unter den für den Herrn Reichskanzler Grafen von Caprivi bestimmten Eingängen, welche in dem Dienstzimmer des Adjutanten Wilhelm- straße 77 abgegeben werden, befand sich am Sonntag, den 26. d. M., ei» Brief ans Orleans, den 23. November 1893, nebst einem dazu gehörigen Kästchen in der Größe eines Visitenkarten-Kartons. Major Ebmeyer, welcher mit der Durchsicht der für den Reichskanzler eintreffenden Sendungen:c. beauftragt ist, öffnete zunächst den Brief, welcher den Inhalt jenes Kästchens als„un echantillon de graines de radis d'une espece etonnante" bezeichnete. Bei dem weiteren Versuch des Majors Ebmeyer, das Kästchen mittels eines Taschenmessers zu öffnen, hatte derselbe das Glück, daß ihm aus den Fugen des zunächst nur leicht angehobenen Holzdeckels von dem angeblichen Radieschen- Samen einige Körner in die Hand fielen, welche er bei näherer Untersuchung unschwer als Schiebpulver feststellen konnte. Der hierdurch erweckte Verdacht, eine Höllenmaschine vor sich zu haben, fand durch die unter Zuhilfenahme der Polizei sofort eingeleitete Untersuchung vollste Bestätigung.— Nur dem glücklichen Um- stände, durch das der Schachtel entfallende lose Pulver auf die drohende Gefahr aufmerksan, gemacht worden zu sein, ist es zu verdanken, daß eine Katastrophe vermieden worden ist, welche um so beklagenswerther hätte werden können, als zu jener Zeit sich der Adjutant nicht allein in seinem Dienstzimmer befand. Eine Bestätigung dieser Meldung ist abzuwarten. Polizeibericht. Am 25. d. M. wurde Vormittags ein Mann in seiner Wohnung, in der Michaelkirchstraße, Abends ei» Tischler in seiner Wohnung, in der Torfstraße, und am 26. d. M. Nach mittags ein Rentier in seiner Wohnung, in der Schönhauser Allee, erhängt vorgefunden. Eine Arbeiterfrau versuchte am 26. d. M. in ihrer Wohnung, in der Ruppiuerstraße, sich mittels einer Subliniatlösung zu vergiften. Sie wurde noch lebend in das Lazarus-Krankenhaus gebracht.— In der Nacht zum 27. d. M wurde ein Arbeiter vor dem Hause Linienstraße 6 von einem anderen Arbeiter durch mehrere' Schläge auf den Kopf bedeutend verletzt.— Vor dem Hause Hirlenstr. 20 entstand in derselben Nacht eine Schlägerei, bei der ein Kutscher durch einen Messer: stich im Handgelenk verletzt wurde.— Am 25. und 26. d. M fanden neun kleine Brände statt. Weiter verspricht Herr Dr. X, eine bestimmte Geldsumme zu zahlen. Beide Parieren haben diesen Vergleichsvertrag in Gegen- wart einer angesehenen Ordnungsstütze unterschrieben.— Nickt wahr, ein niedliches Bild. Dazu kommt noch, daß Herr Dr. X die„Bekanntschaft" der Frau A machte, als er sie ärztlich be- handelte und der Ehemann D in nicht nüchternem Zustande war, als er den„Vergleichsvertrag" unterschrieb. Das Organ der sächsischen Regierung, die„Leipziger Zeitung", quiltirt über diesen Beitrag, da sie doch auch stramm für die Hebung der Sittlichkeit eintritt. Jndeß„Erziehung und Sitte" veranlassen sie, der Sozialdemokratie bezw. dem„Wähler", der diesen Beitrag der Oeffentlichkeit übergeben hat, eins„auszuwischen". ES ist ist zwar ein Schlag ins Wasser, aber es ist doch ein Schlag und mancher, dem die näheren Umstände unbekannt, glaubt schließlich, die„Leipziger Zeitung" habe die Wahrheit geschrieben. Das amt- liche Blatt bemerkt nämlich, daß der Jurist, der Verfertiger dieses Vertrages immer unser Genossen sei. Wir bezeichnen dies so lange als Lüge, so lange die„Leipziger Zeitung" uns nicht den Beweis durch Namensnennung liefert. Wir haben, obgleich wir die Verfertigung eines derartigen Vertrages keiueu, der uns befreundeten Juristen zutrauten, Umfrage gehalten und können konstatiren, daß jeder eine derartige Zumuthung energisch zurückwies. Wir wollen dies hier ausdrücklich erklären, um vor- zubeuge», daß die schmutzigsten der gegnerischen Blätter die Lüge der königlichen„Leipziger Zeitung" weiter verbreiten. Wir wissen ja, daß diese Blätter keine Gelegenheit vorüber gehen lassen, wenn es gilt die„Unmoralität" der Sozialdemokratie öffentlich „festzustellen". Ei» Gegeuwartsbild. In Leipzig entfallen die Sittlich- keitsvereinler seit einiger Zeit eine rege Thätigkeit. Alle Nasenlängen kommt ein Sittlichkeitsapostel, um der bösen Welt die Laster vorzuhalten. Daß diese Herren in Klein-Paris ein großes Feld zu bearbeiten haben, beweisen die häusigen Sittlich- keits- Skandale der„besseren" Gesellschaft; daß sie aber ganz er- folglos kämpfen, sollte ihnen der Verstand sagen. Die Herren Pastoren, die das große Wort von der„göttlichen Weltordnung" in allen Variationen im Munde führen, wollen und können be- kanntlich nicht die Axt an die Wurzel der Unsiltlichkeit legen, sonst müßten sie sich auf unsere Seite stellen. Der Leipziger „Wähler" brachte zu dem Kapitel„Heiligkeit der Ehe" einen sehr charakteristischen Beitrag. Zwei Personen wurden in einer Privatklage vom Schöffengericht rechtskräftig verurtheilt, weil sie einem Ehemann und einer Ehefrau geniein- samen, außerehelichen, geschlechtlichen Verkehr nachgesagt hatten. Die Ankläger stellten unter Eid in Abrede, Ge- schlechtsverkehr ausgeübt zu haben, und so erfolgte die Verur- theilung. Später wurde aber eine Untersuchung wegen Zeugen- Meineids veranlaßt und da ergab sich, daß ein sehr belastender Vertrag besteht. Nachstehend einige Stellen unter Weglassung der Namen: „Herr Dr. med. Rudolf X hat, wie die Kontrahenten über- einstimmend wissen, mit Frau Marie verehel.§) während ihrer Verehelichnng mit Herrn Hermann A den Beischlaf vollzogen. Herr Hermann A hat wegen dieses Ehebruchs gegen seine Ehe- frau Klage auf Ehescheidung erhoben. Mit Rücksicht aus diesen Thatbestand erklärt Herr Hermann A. daß er seiner Ehefrau den ehebrecherischen Verkehr und Beischlaf mit Herrn Dr. med. Rudolf X ausdrücklich hiermit verziehen haben will, und ver- spricht derselbe seiner Ehefrau und Herrn Dr. med. T vie gegen seine Ehefrau erhobene Ehescheidungsklage sofort zurückzuziehen. Ferner verzichten Herr Hermann J und Frau Marie A auf allen und jeden Anspruch, welchen sie auf grund des geschlechtlichen Verkehrs zwischen Herrn Dr. med. und Frau Marie gegen Herrn Dr. X etwa jetzt oder in Zu- kunst erheben könnten, insbesondere verzichten sie auf den An- spruch auf Gewährung oder Erstattung eines Unterhaltungs- beitrags für das in diesem ehebrecherischen Verkehr möglicher- weise erzeugte und innerhalb der Konzeptionssrist noch zu ge- bärende Kino; Herr J erklärt, für den Fall, daß innerhalb der Konzeptionsfrist, vom letzten Ehebruch abgerechnet, ein Kind oder mehrere Kinder von seiner Ehefrau geboren werden sollten, aus- drücklich. daß er dieses Kind oder diese Kinder als eheliche an- erkennen und seine Vaterschaft bekennen will. Herr und Frau Zj verpflichten sich serner, ihren Wohnsitz in Z sofort aufzugeben und an einem anderen Orte zu nehmen, fortan Stillschweigen über ihr Verhältniß zu Herrn Dr. X und über den Verkehr desselben mit Frau A und über den Inhalt dies es Vertrages gegen jedermann zu beobachten und an Herrn Dr. X keinerlei Geld- und sonstig« Ansprüche mehr zu erheben." Literarisches. Buch der Freiheit, gesammelt und herausgegeben von Karl Henckell. Das ist die literarische Festgabe, welche die Buchhand- lung des„Vorwärts", Berlin, Beuthstraße 2, auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt niederlegt. Seitdem die unterm Sozialistengesetz in der Schweiz erschienene revolutionäre Gedichtsammlung„Vor- wärts" im Buchhandel vergriffen, ist in der deutschen Arbeiterschaft das Bedürfniß nach einem ähnlichen Buche lebhaft empfunden worden. Henckell, dessen Name in der deutscheu Arbeiterwelt einen guten Klang hat, bürgt bei dieser Sammlung von Freiheitsliedern nach zwei Richtungen: als feinsinniger Dichter für den poetischen Werth der ausgewählten Dichtungen, als unentwegter Freiheits- länger für die Tendenz. Aber wie der Sozialismus alle Gebiete des menschlichen Könnens und Wollens umfaßt, wie sein Streben ich nicht deckt mit dem Herrschaftswechsel eiuer einzelnen Klasse, andern nur mit der Befreiung der ganzen Menschheit, so ist auch das Henckell'sche„Buch der Freiheit" nicht eine eng- begrenzte politische Parteischrift: „Die leitende Grundidee des Buches" sagt Henckell in der Widmung,„ist der moderne, ökonomtsch-politische Freiheitsbegriff in seiner verschiedensten Anwendung, so wie ihn in erster Linie das organisirte Proletariat erfaßt und verkündet hat, einmal als Erbe unerfüllter Ideale und sodann als Erzeuger und Träger neuer Bewußtseinsforderungen der Menschheit... Mein Bestreben war, die Entwicklung der Freiheitsidee von Goethe bis aus unsere Tage möglichst und vorwiegend in Gebilden von dichterischer Eigen- arl und Bedeutsamkeit sich spiegeln zu lassen; und wie ich denn darauf ausging, die Sammlung auf keinen Fall ästhetisch zu entwerthen— die Gefahr lag ja gerade hier sehr nahe— so war ich andererseits von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die lünstlerisch-gelungenste, die dichterisch-vornehmste Ausprägung des gesellschaftlichen Befreiungskampfes schließlich doch immer die im edlen Sinne agitatorisch-wirksamste ist." Das„Buch der Freiheit" umfaßt daher nicht blos unsere Parteidichter, und auch nicht blos das jüngste Deutschland, ob- gleich dies begreiflicherweise sehr stark vertreten ist, sondern auch die alteren, die besten Namen der deutschen Dichter-Republik sind in diesem Henckell'sche» Buche der Freiheit und Schönheit ver- treten: Goethe, Schiller, Uhland, Rückert, Heine, Hebbel, Plate», Freiligrath, Herwegh, Sallet, Hoffmann v. Fallers- lebe» u. s. id., auch die Schweizer und österreichi- schen Freiheitssänger fehlen nicht: Lenau, Beck, Grün, Hartmann. Keller u. s. m. Und wie es bei dem Charakter der Bewegung, der zu dienen das Buch bestimmt ist, sich von selbst versteht, hat Henckell keine nationalen Grenzen respektirt, sondern auch formvollendete Uebersetzungen aus fremden Sprachen beigefügt. Das Buch der Freiheit erscheint, elegant ausgestattet, m zwei Bänden, je ca. 20 Bogen stark, zum Preise von ä l,7ö M. broschirt. in Prachtband gebunden komplett 5 M. Vorausbestellungen, soweit sie bis 10. Dezember eingehen, werden zu ermäßigten Preisen effektuirt: 1,75 M. für jeden Band und 4,50 M. für den Prachtband. Die deutsche Arbeiterwelt wird diese Festgabe willkommen heißen. Für den Freundes- und Familienkreis haben unsere Genossen kein würdigeres Festgeschenk als dieses Buch der Frei- heit, das Henckell den Hand- und Kopsarbeitern deutscher Zunge mit folgenden Worten widmet: „Möge es ihnen Hammer der That und Glocke des Gedankens. Ruser im Kampfe der Tage und Genosse stillerer Stunden sein, Feuersäule aus der Oede der Lebensnoth und Oase der liedes- durstigen Seele." Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr.Leinrich Braun(Carl Heymanns Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 9 hat folgenden In» halt: Die„Liebesgabe." Von Privatdozent Dr. I. Jastrow. —_ Soziale Wirthschaftspolitlk und Wirthschastsstatistik: Gesetzentwurf betr. den Unterstützungswohnsitz.— Novelle zur Konkursordnung.— Sozialpolitische Anträge im Reichs- tag.— Zur Statistik der deutschen überseeischen Auswan- derung.— Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit in Zürich. — Heimstättengesetz in Frankreich.— Ehescheidung in Amerika.— Der Zensus von Indien.— Soziale Zustände: Monographien von Landgeistlichen über die Lage der Land- arbeiter. Von Privatdozent Dr. Max Weber.— Unter- suchungen über die Lage des Handwerks.— Gewerkschaft- liche Arbeiterbewegung: Zur Polemik über die deutschen Gewerlvereine(Hirsch-Duncker). Von Georg Ledebour.— Der Kongreß der Tabakarbeiter Deutschlands.— Die Be- endigung des englischen Kohlengräber- Ausstandes.— Politische Arbeiterbewegung: Sozialdemokratischer Kongreß in der Schweiz.— Vermischtes: Eine Kommunistengememde von Australiern. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 3W, Beuthstraße 2. N 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 279. Boziale Leberlicht. arbeiten. Dieuſtag, den 28. November 1893.- 10. Jahrg. Ein Bild von den entsetzlichen Arbeiterzuständen in Rußland der Delegirte zur Gewerkschaftskommission seinen Bericht und enthüllt folgender Fall, der leider nicht vereinzelt dasteht. Be: die Wahl der Revisoren statt. Als solche wurden gewählt die Die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten für wo mehrere Hunderte von Arbeitern thätig sind. Ihre Verhält- nung stand ferner die Regelung des Unterstügungswesens für reits seit 20 Jahren existirt in Cherfon die Beil'sche Darmfabrit, Kollegen noblich, Büchner und Balz. Zur Tagesord Berlin und Umgegend beauftragte bie unterzeichnete Stom- niffe traten durch einen Konflikt zwischen der Polizei und dem durchreisende Kollegen. Die Versammlung erklärte sich mit der mission mit der Errichtung eines Stellennachweises. Derfelbe ist Fabrikbefizer erst vor kurzem ans Tageslicht. Ein Polizeibeamter Aufhebung des bisherigen Werkstättengeschenkes und der Einfüh nunmehr im Hause Dragonerstr. 49, 3 Tr., errichtet und verklagte jenen, daß die Arbeiter der Fabrik gezivungen feien, rung eines alles gleichbelastenden Systems einverstanden und begeöffnet vom 1. Dezember d. J. ab täglich von 9-1 und schon um 1-2 Uhr Nachts die Arbeit aufzunehmen, um sie erft schloß, zu Zwecken des Unterstützungswesens eine monatliche frei4-8 Uhr. Hiermit verbunden ist gleichzeitig eine Schreibstube am nächsten Tage spät Abends niederzulegen, so daß die Ar- willige Steuer von 10 Pf. zu erheben. Das Verkehrslokal( Her errichtet, in der arbeitslose Schreiber beschäftigt werden follen beiter 18-20 Stunden täglich arbeiten mußten. Die geringste berge) befindet sich Prinzen- Allee 14. Nachdem noch an die und richten wir deshalb an Schriftsteller, Beitungsredaktionen, Verspätung wurde mit sehr harten Geldstrafen gebüßt. Die polizei Beachtung der Lokal- Boykotilifte erinnert worden war, bewilligte Theaterdirektionen 2c. das Ersuchen um Uebergabe von Schreib- liche Berordnung, die Arbeitszeit nicht über 12 Stunden aus die Versammlung für die Wiener Lohgerber 30 M. und für die wird dehnen, blieb, was häufig in Rußland wegen der Bestechlichkeit ausständigen Magdeburger Weißgerber 30 M. Se Beamten der Fall ist, vollständig unbeachtet. Beim Verhör des Jeiterzeugen wurde feſtgeſtent, baß diefelben überba pi teine timmte Arbeitszeit hatten, sondern völlig der Willfür des Fabrikdirektors ausgefegt waren. Und welch' Urtheil fällte der Gerichtshof über den Fabrikanten, der in so unerhörter Weise die Arbeiter 20 Jahre hindurch tyrannisirte? Eine Strafe von 20 Rubeln! Für 20 Jahre Zwangsarbeit, der die Arbeiter ausgesetzt waren 20 Rubel! Also 1 Rubel für 1 Jahr. Aber auch die deutschen Pastoren in Mittau( Rußland) stehen den russischen Fabrikanten nicht nach. Sie wollen sogar nicht mehr und nicht weniger als die„ Leibeigenschaft" wiederherstellen. Sie verlangen nämlich, daß die Bauern und deren Frauen der Reihe nach eine gewisse Anzahl von Tagen im Jahre für sie umsonst arbeiten. Als einige Dörfer dieser Forderung nicht nachkommen wollten, verklagten die Bastoren diefelben. Bei der Gerichtsverhandlung behaupteten die Pfaffen, daß auf grund der firchlichen Rezeffe" von 1662 und 42 Paragraphen" vom 17. Jahrhundert die Bauern verpflichtet wären, für die Pastoren umsonst zu arbeiten. Vor diesen archäooglischen Angaben blieben die Richter wie die Ochsen vor dem Berge stehen, weil sie nicht im ftande waren, wegen Unkenntniß auf dem Gebiete des Kirchenrechts", die Angaben zu kontrolliren. Und so wurden auch die Forderungen der Pfaffen anerkannt. batteso Während der Bureaustunden wird auch den übrigen Arbeitern in Rivils oder Strafprozeßfachen ze. unentgeltlich fachmännischer ersucht. An die Bureau- Angestellten richten wir das Ersuchen, sich im Falle der Stellenlosigleit im Bureau zu melden. Die Stellenvermittelung geschieht für alle Kollegen unentgelt lich. In den nächsten Tagen wird an die Arbeitgeber, sowie an die Kollegen ein Zirkular zur Versendung gelangen und er= fuchen wir um rege Verbreitung desselben. B. Astor, Bureau- Vorsteher, Schulz, Bureaugehilfe, Trestowstraße 16. Urbanstraße 85. A. Hopp, Schreiber, Anflamerstraße 30. Baudouin, Bureau- Ang., Siegmannstraße 7. Der Streik auf der Lehig Valley Gisenbahn dauert fort; der Güterverkehr wird nur mit Hilfe un organisirter Ar beiter aufrechterhalten. Man glaubt wegen der in Pensylvanien verübten Gewaltatte allgemein, daß der Gouverneur von Benn fylvanten die Bürgerwehr einberufen wird. Der Streit der Fächertischler in Wien ist beendet. Die Arbeitgeber haben die Forderungen bewilligt, ebenso die achtstündige Arbeitszeit zugegeben. God Der Streit der Drucker bei Herrn Arnold Fröhlich in Rannersdorf bei Schwechat( Defterreich) wurde nach elf Tagen zu gunsten der Arbeiter mit dem Versprechen beendet, daß vom Komitee niemand entlassen wird. Erreicht wurde eine Lohnerhöhung von etwa 10 pt. " " Die Maurer und Puter hielten am 26. d. M. eine öffentliche Versammlung ab. In derselben referirte Kollege Albert Paul über Die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie". Derselbe behandelte in seinem Vortrage die Vorgänge auf dem Parteitage in Köln und hatte das Gefühl, daß es mit der Liebeserklärung an die Gewerkschaften nicht ganz richtig sei. Auch war er nicht in Uebereinstimmung mit der Meinung, welche nach feiner Darstellung Bebel geäußert haben soll, daß nämlich die Gewerkschaften ihre Aufgaben erfüllt haben. Nach seinem Dafürhalten hätten die Gewerkschaften höhere Aufgaben zu erfüllen, als einige Groschen höheren Lohn u. bgl. m. zu erringen. Er erblickte das Ideal der Gewerkschaften darin, die indifferenten Arbeiter heranzuziehen und sie zu tüchtigen Sozialdemokraten zu machen. Falsch sei, zu behaupten, daß die Gewerkschaften im wirthschaftlichen Kampfe machtlos feien. Wenn die Gewerkschaften heute weniger Erfolge zu verzeichnen hätten, so sei nicht zu übersehen, daß sie jetzt einem organisirten Unternehmerthum gegenüberstehen werden. Nicht zu leugnen sei, daß mit dem Rückgange der Gewerkschaftsbewegung auch die politische Bewegung zurück gegangen fei, und verwies der Vortragende hierbei auf das Saarbrücker Bergrevier. Die Fortschritte der Boltsaufklärung seien nicht zu bemeffen mit dem großstädtischen, sondern mit dem tleinstädtischen und ländlichen Maßstabe. Und dort sehe es noch recht trübe aus. Den Gewerkschaften seien noch große Aufgaben vorbehalten auf dem Gebiete der Organisation und Weckung des Solidaritsgefühls. Der Sozialdemokratie ist nicht gedient mit einer hurrahschreienden Masse, sondern mit aufgeklärten zielbewußten Anhängern. Die Gewerkschaften hätten den Arbeitern das wirthschaftliche ABC beizubringen, dann erst sei weiter zu erziehen. Auf diesem Wege würden die Gewerkschaften sich kraftvoll gestalten. Referent erörterte weiter die Vortheile und Aufgaben der Gewerkschaftsorganisation und ermahnte zum Schluſſe ſeines Vortrages die Berliner Maurer zur Einigkeit. Alle Gewerk fchaften, insbesondere die Förderer der Gewerkschaftsbewegung, waren zu dieser Versammlung eingeladen und hatten auch etliche Vertreter anderer Gewerkschaften dieser Einladung Folge geleistet. Es sprachen in der Diskuffton Tapezirer Feder, Bäcker Most, Maurer Behrendt, Buzer Dähne, Steinmetz Schlecke, Maurer Limanowski, Maurer Gröppler, Maurer Qerrmann, Maurer Klingenberg und Maurer Franz Schulz. Die lange Debatte endete leider wieder mit persön lichen und gewertschaftlichen Streitigkeiten, so daß die letten Puntte der Tagesordnung nicht erledigt werden konnten. Kolonel Streator, der Held von Homestead" ist, wie bie New Yorker Volts Beitung" meldet, wegen Diebstahls verhaftet worden, Genanntes Blatt schreibt: B. R. Streator, welcher i. 3. im Lager von Homestead den Die geistigen Waffen unserer Gegner, die sich durch große Milissoldaten Jams an den Daumen aufhängen und dann aus Echärfe niemals ausgezeichnet haben, versagen vollkommen und dem Lager trommeln ließ, wurde beute wegen Diebstahls von so weichen sie denn einer Auseinandersegung mit unseren Partei- silbernen Löffeln vor Nichter Gillespie geführt. Nachdem er genoffen möglichst aus. Die freie Deffentlichkeit wird ihnen ge- sämmtliche gestohlene Sachen zurückgegeben hatte, wurde er entfährlich. Dies beweist wiederum die Einladung, welche in diesen lassen. Die filbernen Löffel find in verschiedenen Lokalen geTagen betreffs der Stadtverordnetenwahlen in Coswig ver- stohlen worden. Der edle Kolonel gab an, daß er die Absicht theilt wurde. Dieselbe lautete: gehabt habe, für die Silberfachen später zu zahlen. Man will Geehrter Herr! jezt Schritte thun, um Streator zu zivingen, den Dienst bei der Pennsylvania Miliz zu quittiren. dm Hierdurch erlauben wir uns, Sie zu der am Donnerstag, den 23. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Hoffell'schen Welch ein ungebildetes Volf doch die Amerikaner sein müssen. Eaale stattfindenden Bürger- Versammlung zwecks Auf: Bei uns hätte man Kleptomanie konstatirt oder aber man hätte stellung einer Randidatenliste zur Stadtverordnetenwahl ihn auf seinen geistigen Zustand hin geprüft. ganz ergebenft einzuladen und um Ihr Erscheinen zu bitten. Front gegen die Sozialdemokratie! NB. Dieser Bettel gilt als Legitimation beim Eintritt. Wie würden die Gegner erst vor der freien Deffentlichkeit ins Maufeloch friechen, wenn auch für die Gemeindewahlen das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht bestände! Die traurigen Verhältnisse der Textilarbeiter in Chemnitz haben dadurch wieder eine Illustration erfahren, daß eine der größten hiesigen Webereien eine Lohnreduktion um 10 pet. vor: genommen hat. Gerichts- Beitung. " Eine Kellnerinnen Kostümfrage beschäftigte geſtern die Die Glasarbeiter hielten am 26. November in der gräflich 8. Straffammer, deren Obergutachten der Schankwirth Hermann Reischach'schen Brauerei in Stralau eine gutbesuchte öffentliche Schul'a in einer Anklage wegen Schantpolizei- Kontravention an- Bersammlung ab. Nach einem beifällig aufgenommenen Vors gerufen hatte. Der Angeklagte ist Geschäftsführer im Prob'schen trage des Genossen Friz Hansen über" Luther und feine Restaurant in der Linienstraße und wurde beschuldigt, die dort Beit" erstattete der Vertrauensmann 3 ander den Kassenbericht fervirenden Kellnerinnen in ein auffallendes Kostüm gesteckt zu für die Zeit vom 1. September 1892 bis Ende August 1893. haben. Er hatte Widerspruch dagegen erhoben und f. 3. feine Die Ginnahmen betrugen 589 M. Davon wurden 499 M. an Die Ueberlaftung unserer deutschen Fabrik- Juspek Kellnerinnen in Originaltonümen mit an Gerichtsstätte gebracht. den Vertrauensmann der deutschen Glasarbeiter, Horn( Dresdentoren ist eine längst bekannte Thatsache; nur den Bundes- Die jungen Damen präsentirten sich damals durchweg in 2öbtau), eingesandt und 5,05 m. für Inserate ausgegeben; regierungen scheint dies nicht einleuchten zu wollen. So follen Blousen von hellgelbem, mit schwarzem Sammet bunt beseztem fomit verblieb ein Bestand von 84,95 M. An den freiwilligen die großherzoglich Darmstädtischen Juspettoren Stoffe. Da die Polizeiverordnung vom 27. Juli 1892 den Sammlungen betheiligten fich 199 Kollegen. Die Revisoren in Zukunft auch noch zu besonderen Aemtern in Unfall- Berufs- Kellnerinnen nicht nur verbietet, auffällige Kleider zu tragen, Barth, Beiß und Gäbel bestätigten diese Abrechnung. genossenschaften Verwendung finden. Die eigenen Berichte der sondern ihnen nur gestattet, durch aus unauffällige Kleidung Bum Bertrauensmann wurde Baul Börner, Stralau, DorfBeamten laffen deutlich genug erkennen, daß nicht eine Mehr zu tragen, so war das Schöffengericht der Meinung, daß die Straße 46b wohnhaft, gewählt. Hierauf entspann sich eine belastung derselben, sondern eine Vermehrung von Beamten am hellgelben Blousen hierzu nicht zu rechnen feien, und es ver- längere Diskussion über die Frage: Sind wir MitPlage wäre. sti urtheilte den Angeklagten zu 3 m. Geldbuße. In der Be- glieder der Internationalen Glasarbeiter- Union?" Bander Herr Möfer, Aufsichtsbeamter des ersten Bezirks, giebt in rufungsinstanz fuchte Slechtsanwalt Leop. Meyer nachzuweisen, verlas ein Schreiben des Kollegen Horn Löbtau, woraus feinein Jahresbericht an, daß ihm die Aufsicht über baß die angefochtene Kleidung nichts Auffälliges und Un- Glasarbeiter zur Union noch nicht vorgenommen habe. Der örthervorging, daß dieser die Anmeldung der deutschen 744 Fabritebetriebe übertragen fet, daß er aber im Berichtstößiges an fic habe. Der Gerichtshof schloß sich dieser liche Vertrauensmann wurde beauftragt, Sorn aufzufordern, jahre nur 872 gewerbliche Anlagen besucht und 134 Meinung an und sprach den Angeklagten wegen diefer Ueber- bie Gründe seines Berhaltens entweder im Fachgenossen" oder Tage auf Dienftreifen zugebracht habe. Nach dieser tretung frei. Mittheilung war es dem Beamten demnach nur möglich, die persönlich in einer zu diesem Zweck einzuberufenden öffentlichen Hälfte der ihm unterstellten Betriebe befuchen zu können. Herr Gin widerwärtiges Sittenbild beschäftigte gestern die Versammlung flarzulegen. Die Versammlung war der Meinung, Kraus, der Aufsichtsbeamte des 2. Bezirks, erklärt, daß er mehr Vll. Straffammer hiesigen Landgerichts I in mehrstündiger daß, da die Stralauer Kollegen ihren Pflichten pünktlich nachals zwei Jahre bedürfe, um die in feinem Bezirke befindlichen Sigung. Auf der Anklagebant faß ein Tischler Schmidt und gefommen sind, sie auch auf Gewährleistung der ihnen dafür zus 805 Betriebe zu besichtigen, er konnte im Berichtsjahre nur 8 junge Burschen im Alter von 18 bis zu 20 Jahren, um sich stehenden Rechte Anspruch hätten und nicht willens wären, sich 280 gewerbliche Anlagen besuchen und verbrachte 112 Tage auf auf eine Anflage wegen Ruppelei, Erpressung, Bedrohung. Dieb- diefelben durch Nachlässigkeit der Kollegen anderer Orte bes Reifen i bie Einstellung ſtahls u. f. w. zu verantworten. Die Angeklagten bildeten eine schränken zu lafit die Pflicht gehabt, wenigstens die Stralau er habe bisher aus Stralau 600 M. Für die Einstellung von mehr Fabrit- und Gewerbe- förmliche Bande, welche unter Anführung des Hauptangel'agten erhalten und somit die Pflicht gehabt, wenigstens die Stralau er Infpettoren bat unser Militäritaat tein Geld übrig. Im Schmidt allabendlich in der Friedrichstraße ein schmach- Glasarbeiter der Union zuzuführen, nicht aber durfte er diese volles Treiben entfaltete.Nach der Art lüber Gelder ausschließlich für andere Zwecke der Vereinigung( Drucklicher Dirnen bummelten die jungen Burschen bie fachen 2c.) verwenden. Straße auf und ab und suchten mit Herren anzubandeln, welche moralischen Verirrungen nachgehen. Auf der anderen Weißensee. Zur Fortsetzung der aufgelösten Versammlung, Seite der Straße flanirte der Angeklagte Schmidt, welcher die die am vorhergehenden Sonntag tagte, hatten sich die Genossen Erschreckend ist die Steigerung der Unfälle in Nieder- jungen Burschen, über welche er eine unbegreifliche Gewalt hatte, am 26. November im Prälaten", Königs- Chauffee- und Hehderdurch Versprechungen, Drohungen und manchmal durch Schläge straßen- Ecke, eingefunden. Die Debatte war bei dem Punkt die Im Jahre 1890..... 4532 Verletzte, darunter 95 Todte zu ihrem lichtscheuen Treiben anhielt. Hatte einer der Passanten Gewerkschaftsfrage auf dem Parteitag" abgebrochen. Der 1892.... 7777 fich in ein Gespräch mit diesen widerwärtigen Lockvögeln ein- erste Redner, Genoffe Gerstenberger, vermißt die ObjekEine Vermehrung um 74 pt., beinahe ums Doppelte! Und- gelassen, dann begann die Arbeit des Angeklagten Schmidt: tivität des Delegirten( Genosse Reinhardt), während May und gemordet und gemetelt wird das ganze Jahr im Geldsackinteresse, Wie aus der Versenkung erschien er plöblich auf der Bildfläche, Preiß übereinstimmend betonen, daß vor allem der Klassenund den blauen Teufel kümmert man sich um die gefeßlichen gerirte sich als der Vormund, der Lehrherr u. dergl. des jungen Kampf der leitende Gedanke der Gewerkschaften sein und bleiben Arbeiterschutz- Bestimmungen. Burschen und schüchterte die Opfer durch allerhand Drohungen der muß. Erfolge tönnen auch von einer kleinen Organisation erzielt Die Zahl der von der Lenfer Grubengesellschaften maßen ein, daß in vielen Fällen ein anständiges Schweigegeld werden, Hauptbedingung ist hierbei die günstige Konjunktur. entlassenen Arbeiter beträgt gegenwärtig 725. für ihn herausschaute. Die unter Ausschluß der Deffentlichkeit Von den genannten Rednern war die Buchdruckerbewegung vergeführte Verhandlung soll abscheuliche Dinge an den Tag ge- fchiedentlich gestreift. In seinem Schlußwort bestritt der Genosse Berhungert ist im fächsischen Erzgebirge noch bracht und die jungen Burschen, welche zu dieser unmoralischen Reinhardt, daß die Buchdrucker in irgend einer Frage Niemand, So plump" ist die deutsche Sprache denn doch Aktiengesellschaft gehörten, auf hoher Stufe menschlicher Ver- weniger prinzipiell seien als andere Gewerkschaften, nicht, wie nicht. Aber behördlicherseits ist doch zugegeben, daß schon Leute worfenheit gezeigt haben. Der Angell. Schmidt, welcher sich vorher bemerkt worden, durch ihre Intelligenz, sondern wegen Mangel an geeigneter Nahrung an Entkräftung geftor- vor Gericht als ein überaus roher Patron zeigte, wurde zu durch zähe, zweiunddreißigjährige Organisationsarbeit hätten ben" sind. Daß die Auspowerung der Arbeiter gerade im Erz- zehn Jahren Gefängniß verurtheilt. Die jugendlichen dieselben ihre verhältnißmäßig günstige Position errungen. gebirge so weit gediehen, daß zahlreiche Familien dem lang- Angeklagten famen mit geringeren Strafen davon, doch gingen In der politischen Partei wären die Buchdrucker prozentual wohl famen Hungeriode verfallen müssen, ist eine Thatsache, diese auch bis zu 1/2 Jahren Gefängniß hinauf. die auch durch die beschönigende Sprache der Verwaltungsorgane nicht hinweggeleugnet werden kann. Ueber die Löhne, co die in der dortigen Posamentenbranche gezahlt werden, berichtet ein Annaberger Blatt: sächsischen Etat ist z. B. die lächerlich geringe Summe von 127 000 M. für das Fabrikinspektorat vorgesehen. In den anderen Bundesstaaten herrscht in solchen Dingen bekanntlich dieselbe Knauferei. österreich: 114 Versammlungen. " am stärksten vertreten. Am Schlusse der ausgedehnten Debatte wurde folgende Resolution angenommen:" Die Versammlung erflärt sich mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden, hamißbilligt jedoch das Auftreten des Abg. Auer gegenüber dem Abg. Legien in der Gewerkschaftssache. Die Versammelten ver Eine Pofamentenarbeiterin brachte es dieser Tage bei angepflichten sich, sich nicht nur der politischen, sondern auch der gewerkftrengten er bätigkeit auf 2 Pfennige pro Stunde; eine andere In einer öffentlichen Versammlung der Drechsler, die schaftlichen Bewegung anzuschließen und mit allen Sträften für Arbeiterin auf einem benachbarten Dorfe, welche nach Annaberg am 25. November stattfand, hielt Herr Joel einen Vortrag trauensmann gab alsdann den Bericht seiner Thätigkeit im letzten Durchführung der Parteitagsbeschlüsse einzutreten." Der Ver liefert, verdiente täglich bei einer Arbeitszeit von früh 8 Uhr bis über:„ Unsere Nahrungsmittel". Nach kurzer Debatte über den Abends 10-11 Uhr 27 Pfennige! ein hiesiger Stuhlarbeiter bei gleicher Arbeitszeit 4 M. und 16 Pf., ein anderer etwas über Bortrag wurde in eine Besprechung der Verhältnisse in der Jahre. Die Einnahme seit dem 1. Dezember 1892 beträgt intl. Orts Krankenkasse eingetreten. Rollege Doft ermahnte aum eines Bestandes 1193,54 M., die Ausgabe erreicht die Summe 5 M. wöchentlich! Schluß, in der Verfammlung zur Wahl der Delegirten vollzählig von 1019,16 M., es ist demnach ein Bestand zu verzeichnen von 174,88 M. Bu Revisoren werden gewählt: Sohns, Konrad, am Plaße zu sein. Schröder und Hildebrandt; zum Vertrauensmann erstenberger. Beim Kapitel Lokalkommission wurde mit Genugthuung fonstatirt, daß ein Saalmangel für Weißensee so leicht nicht zu befürchten ist, indem alle Bokale für die Arbeiter Aus der wilden Schweiz" wird mitgetheilt, daß die eitgenössische Waffenfabrik die achtstündige Arbeitszeit eingeführt hat. F Die Lederarbeiter( Weißgerber, Lobgerber 2c.) hatten sich am 25. d. M. recht zahlreich auch mit ihren Frauen versammelt Die Willkür der russischen Fabrikanten. Bon einem und hörten mit regem Interesse einen Vortrag des Frl. Wabniz Kenner ruffischer Berhältnisse geht uns folgendes au: über Andere Länder, andere Sitten". Im Anschluß hieran gab zu haben sind. III. Wahlkreis. Turnverein ,, Fichte" ( Mitgl. d. deutsch. Arb.- Turnerbundes) eröffnet am 1. Dez. d. J. in der TurnDonnerstag, den 30. November, Abends 8 Uhr, Sebastianstr. 39, halle, Stalizerstr. 55/56, eine in Brochnow's Salon: Partei- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Parteitage in Köln. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 848/2 Kommunalwähler- Versammlung für den 29. Wahlbezirk am Dienstag, den 28. November er., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16. Tagesordnung: 456/2 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent Dr. Zadek. 2. Distusfion. Das Komitee. Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 28. d. M., Abends 9 Uhr, im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: 454b Großer Großer geselliger Abend. Der Vorstand. Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 28. November, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstr. 16: Versammlung. Tagesordnung: Geschäftliches. Vortrag des Hrn. Dr. A. G. Meyer über Hauptepochen der Thonbildnerei". Bibliothetabend. Berathung der in der letzten Versammlung vertagten Anträge und Verschiedenes. Auf besonderen Wunsch des Herrn Dr. Meyer wird die Versammlung pünktlich eröffnet. Der die Stellenvermittelung betreffenden Anträge wegen ist zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. [ 147/15] Charlottenburg. Mittwoch, den 29. November, Abends 8 Uhr, im Restaurant Reimer, Salz- Ufer 1( Ecke Englischestr.): Kommunal- Wähler- Versammlung des 5. Bezirks. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehende Stichwahl am 4. Dezember und deren Bedeutung. Referent: Genoffe Schlossermeister 0. Siegerist. 2. Diskussion. Der liberale Gegenkandidat Lehrer Dito ist brieflich eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Oeffentliche Versammlung für den 9. Kommunal- Wahlbezirk am Mittwoch, den 29. November cr., Abends 8 in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-6. Tagesordnung: 423/9 Uhr, 457/1 II. Männer- Abtheilung. Alle Freunde und Gönner, welche sich unserem Verein( den einzigen am Ort bestehenden Arbeiter- Turnverein) anschließen wollen, sind hiermit freundlichst dazu eingeladen. Der Vorstand. Die I. Männer Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend von 1/ 49-411 Uhr in der Turnhalle, Friedenstr. 37. Die Il. Männer- Abtheilung jeden Dienstag und Freitag von 1/49 1/411 Uhr in der Zurnhalle, Staligerstr. 55/56. Gäste willkommen. • Gewerkschaften, die geneigt find, zur gegenseitigen Ersparniß der 454/2 Arbeiter Bildungsschule im Osten und Südosten, sowie im Norden, Zimmer von ihren Räumen der Arbeitsnachweise- Bureaus per 1. April ev. früher zu vermiethen, bitte mir nähere Angaben schriftlich zu machen. Robert Flatow, Wallnertheaterstraße 18. Neuestes Kunstblatt: ,, Barrikadenkämpfer". Lichtdruck. Gartongröße 48 x 34 cm. Ladenpreis 60 Pf. Händlern Rabatt. Vorräthig in den bekannten Geschäften. Selbstverlag von Otto Köhn, Hirten straße 5 III. 50 Dignowity's Garn ist das beste 451b tonen gain Nähgarn! 5058L* 3528 L Blumen und Kränzen. Empfehle mein Geschäft in frischen Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2, NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Vollständiger Ausverkauf! Leipzigerstr. 91, 1 Treppe, nur bis 15. Dezember. Jaquets reich garnirt 1. Die bevorstehende Stadtverordneten- Stichwahl. Referent: Stadt 7,00 M., Jaquets in großartigster 456/1 verordneter Bruns. 2. Diskussion. Um zahlreiche Betheiligung, besonders der Frauen, ersucht Das Wahlkomitee. Seiden: Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 99 Berlin SW., Beuth Straße 2. = Folgende in unserem Verlage erschienenen Gesetzes- Ausgaben empfehlen wir zur Anschaffung: vom 15. Juni 1883 in der Kranken- Versicherungs- Gesek zaffung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend: die Ausdehnung der Unfall- und KrankenVersicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen und das Gesetz über die eingeschriebenen Hilfstassen und alphabetischem Sachregister.- Taschenformat.Eleg. cart. 285 Seiten. int. 1,20 Gesek, betr. die Gewerbegerichte. Bom 29. Juli 1990. Mit erläuternden merfungen, einer Uebersicht des Inhalts des Gesetzes und alphabetischem Sachreg.- Taschenf.- Eleg. cart. 96 S. Mr. 0,50 vom 21. Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich um 1869 in der Fassung des Reichs- Gesetzes vom 1. Juli 1888 und unter Berücksichtigung der durch die Gesetze vom 8. Dezember 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und 1. Juni 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregifter. Zweite, durch die Ausführungs- Bestimmungen des Bundesraths vermehrte Auflage.- Taschenformat.- Elegant cart. 806 Seiten. Mt. 1, Verfaffung des Deutschen Reichs nebst Wahlgefes für Wahlreglement. den Reichstag und Taschenf. Eleg. cart. 64 S. t. 0,30 Die Invaliditäts- n. Altersversicherung der Arbeiter nach dem Reichs- Gesetz vom 22. Juni 1889 furz und übersichtlich dargestellt. Zum Handgebrauch für alle bei der Ausführung des Gesetzes Betheiligten. Mit ausführlichem Sachregister und den Uebergangs- Bestimmungen des Gesetzes. 68 S. Brosch. Mt. 0,25 Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutſchland, in ausführlichen Erläuterungen zum Preußischen Vereinsgesetz vom 11. März 1850 und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. 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Abtheilung 10. " " " " " 17. " " " " 11. III. 11 " Montag, d. 25. IV. " eine Borstellung im National Theater statt. Zur Aufführung gelangt Die Weber. Schauspiel aus den vierziger Jahren. Von Gerhard Hauptmann. von Die be ste und billigste DamenmäntelFabrik Berlinerstr. 76, 1 Treppe, in Charlottenburg, vertauft Estimo- Jaquets 5-71/ 2 M., PlüschJaquets 15 M., Regenmäntel 31/2 bis 71/2 M., Capes 7/2 M., PlüschJaquets und Damassé- Capes von 30 M. an. 5044L* Uhren- Fabrik Gustav Kersten Uhrmacher, 441M Jamaica- Rum, 49742* echt u faç. Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Eugen Neumann& Co., Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 6a Bitte lesen Sie! Jedem Genossen, der seinen Bedarf an 8 Oranienstr. 8. In der Mäntelfabrik Winter- Baletots, Kurstr. 38, II. sowie Anzügen, einzelnen Röcken, Jaquets, Hosen, Westen u. s. w., ferner Stiefeln, Hüte, Wäsche, Betten, gold. und silberne Herren- u. 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Die Mitglieder werden dringend gebeten, pünktlich zu den Vorstellungen zu erscheinen. Beginn der Verloosung 1/2 Uhr, Beginn der Vorstellung 22 Uhr. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Golmssic. 24. Ⅲ Metzner's Korbwaaren- Fabrik, silbernen Ketten, Große Auswahl in goldenen und Kinderwagen, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark gable ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. MusikInstrumente wie Zithern, Geigen, Guitarren, Mandolinen u. s. w. Grösstes Lager Harmonikas jeder Grösse. Spieldosen zum Drehen und selbstspielend( alle mit Arbeiter- Liedern), Schweizer Werke. Herophons, Aristons u. s. w. 5165L A. Wergien, Shueidermir. und Partiewaarenhändler, 127 Skalizer- Straße 127 Bestellungen nach Maaß werden billig und gut ausgeführt. 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