Nr. 280. b Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Etnzeine Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Beitungs- Breislife für 1893 unter Nr. 6708. = Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition in an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 4186. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. staid sila ナナ Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bekämpfung der Sozialdemokratie." Ministerium des Innern. Eigenhändig! Berlin, den 29. Juli 1893. Mittwoch, den 29. November 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Lesebedürfniß unumgänglich. Flugblätter, eintreten oder ernstlich zu besorgen sind, zu deren Beseitigung Auf solchem Boden werden die Aufklärungen und Bedie vorhandenen polizeilichen Kräfte nicht ausreichen, rechtzeitig lehrungen Erfolg versprechen, deren es wie den vorerwähnten für die Beschaffung von Hilfe zu sorgen ist. Reichen die den so auch den übrigen Wolfskreisen gegenüber bedarf, auf welche Zivilbehörden zur Verfügung stehenden Kräfte zur Aufrecht die Agitation der Sozialdemokratie sich erstreckt, insbesondere bei erhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit den kleinen Grundbesitzern, Handwerkern und Gewerbetreibenden. In Uebereinstimmung mit sonstigen Beobachtungen haben die nicht aus, so wird nach Maßgabe der bestehenden Vor- Bu diesem Zwecke werden die Mittel anzuwenden sein, durch Letzten Reichstagswahlen bewiesen, daß die Sozialdemokratie be- fchriften militärische Hilfe in Anspruch zu nehmen oder deren Gebrauch die Sozialdemokratie hauptsächlich ihre Erfolge er erzielt. Die Bildung von Vereinen, die Veranstaltung trächtliche Fortschritte gemacht hat. Sind auch ihre Erfolge je nach Umständen um Bereithaltung derselben zu hinter den Erwartungen der Führer zurückgeblieben, so ist doch suchen sein. In erster Linie kommt jedoch die Heran- von Versammlungen, in denen Vorträge gehalten werden, in Betracht. Die Bestimmungen, und die ausgiebige Benutzung der Presse. Nament gegenüber den Wahlen von 1890 die Zahl der abgegebenen ziehung der Gendarmen Stimmen und der erlangten Mandate um 25 pet. gewachsen, welche hierüber in den Bundeserlassen vom 18. April 1890- lich die Verbreitung guter Druckschriften und es hat sich gezeigt, daß die Sozialdemokratie an Orten, wo II, 4560- zunächst für den Fall des Ausbruches etwaiger Be- Beitungen, Volksbibliotheken ist bei dem immer zunehmenden fie bisher überhaupt nicht oder nur wenig aufgetreten war, ins- wegungen unter den Arbeitern der Kohlenreviere und der sonstigen Ferner ist dahin zu streben, daß der sozialdemokratischen besondere auf dem flachen Lande, Eingang gefunden oder an Um- industriellen Werke gegeben sind, können im wesentlichen auch fang zugenommen hat. Für die hier und da hervortretende Stimmung, auf Fälle anderweitiger Störungen der öffentlichen Ordnung, Agitation im persönlichen Verkehr, namentlich in den Werkdaß die sozialdemokratische Bewegung ihren Höhepunkt erreicht namentlich auf solche, welche im Zusammenhange mit der sozial- stätten und auf den Arbeitsplägen, besonders durch dazu habe, fehlt es an thatsächlichen Anhaltspunkten. Vielmehr läßt demokratischen Bewegung stehen, Anwendung finden, und wird geeignete Arbeiter entgegengewirkt werde. Ueberhaupt sich mit Sicherheit voraussehen und wird durch Wahrnehmungen dieserhalb noch besondere Verfügung ergehen. ist das Biel zu verfolgen, daß die Betheiligten selbst die der jüngsten Zeit bestätigt, daß die Organisation und Agitation Mit den staatlichen Machtmitteln allein, deren An- sozialdemokratische Agitation von sich und den Ihrigen mit Ent in verstärktem Maße fortgesetzt und bis zu den entlegensten wendung überdies vielfach gefeßlich beschränkt ist, läßt sich aber schiedenheit abwehren, zumal vielfach versucht wird, die weibGegenden sowie auf immer weitere Schichten der Gesellchaft aus die Sozialdemokratie mit Erfolg nicht bekämpfen. Gegenüber liche Bevölkerung und jugendliche Kreise für die sozialgedehnt wird. Daraus ergiebt sich unabweislich die ernste Pflicht, ihren verführerischen Lehren, ihrer rührigen und geschickten Pro- demokratische Lehre zu gewinnen. Zur Erreichung dieses Biels nicht nur die sozialdemokratische Bewegung aufmerksam zu verfolgen, paganda muß der Versuch gemacht werden, auf andern Wegen ist es erforderlich, daß nicht nur seitens der Behörden gegen sondern auch unausgesetzt ihrem Umsichgreifen mit allen zulässt und mit andern Mitteln der Sozialdemokratie und ihrer Agita sozialdemokratische Angriffe und Anfeindungen jeder mögliche gen Mitteln zu steuern und insbesondere die ländliche Bevölte tion entgegenzuarbeiten, ihr Eindringen in bisher unberührte Schuß gewährt, sondern daß auch bei jeder geeigneten Gelegenrung vor ihrem Einfluß zu bewahren. Daß diese Bestrebungen Gegenden und Bevölkerungskreise zu verhindern und da, wo sie heit auf die Belebung des Bewußtseins von der Nothwendigkeit auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen und nicht überall zu uns bereits eingedrungen ist, ihr den Boden abzugraben. und Gerechtigkeit der Abwehr und der Zuversicht ihres Gelingens mittelbaren Erfolgen führen werden, ist gewiß. Sie dürfen aber zu dieser Arbeit, deren Ziel die innerliche Ueberwindung hingewirkt wird. Wenn ferner dafür gesorgt wird, daß in um so weniger unterbleiben oder erlahmen, als der Kampf gegen der Sozialdemokratie ist, bedarf es des Zusammenwirkens und der sozialer und religiöser Beziehung der nöthige An- und so wird die Widerstandsdie Sozialdemokratie, sofern er in geeigneter Weise mit Umsicht andauernden planmäßigen Thätigkeit der Wohlgesinnten aus Zusammenhalt nicht fehlt, so wird die gesteigert werden, und Thatkraft geführt wird, keineswegs vergeblich ist. Dies ist allen Kreisen der Bevölkerung. Hierbei anregend und fördernd fraft derart daß sie auch den auch bei den legten Reichstagswahlen mehrfach hervorge voranzugehen ist eine der ersten Aufgaben der Organe der König- gefährlichsten Einflüffen gegenüber Stand halten, welche im getreten. In verschiedenen Gegenden, welche der sozial- lichen Staatsregierungen, deren ernste Erfassung und Befolgun schäftlichen und geselligen Verkehr, sei es durch Verlockungen demokratischen Agitation besonders ausgefeßt waren, ist ich nicht ernstlich genug empfehlen kann. oder Herabsetzung, sei es durch Verspottung oder Androhung wenigstens ein Ueberhandnehmen der sozialdemokratischen Be- Vor allem werden diejenigen Kreise in das Auge zu faffen hauptsächlich von sozialdemokratischer Seite, leider aber auch wegung verhütet worden, und an einzelnen Orten, wo die sein, welche der sozialdemokratischen Verführung vornehmlich nicht selten von anderen Parteien ausgeübt werden. Wie nach vorstehenden Gesichtspunkten die Thätigkeit in Sozialdemokratie feit längerer Zeit Fuß gefaßt hatte, ist es ge- ausgesetzt sind, die wirthschaftlich Schwachen, namentlich die Iungen, ihre Vertreter bei den Wahlen zu verdrängen. Bei der Arbeiter aller Gattungen, aber auch die anderen Angestellten in jedem Kreise und an jedem Orte zu gestalten sein wird, muß Bekämpfung der Sozialdemokratie darf zunächst der Ansicht nicht privaten und öffentlichen Diensten. diese vor nach den örtlichen Verhältnissen ermessen, dabei aber ganz be Raum gegeben werden, daß es auf die Anwendung des ge- dem Einfluß der Sozialdemokratie bewahrt oder zur Abkehr fonders darauf Bedacht genommen werden, dem Vordringen der meinen Rechts, weil vermeintlich wirkungslos, nicht ankomme. von derselben bestimmt werden, so ist dafür die unerläßliche Sozialdemokratie auf dem fl a chen Lande vorzubeugen. Es ist vielmehr darauf zu halten, daß auf dem Gebiete der Presse, Voraussetzung, daß diejenigen, zu denen sie in Abhängigkeits- Euer Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenst, dieser wichtigen des Vereins- und Versammlungswesens, sowie bei den Ruhestörungen verhältnisse stehen, die Arbeitgeber, Vorgesetzte, Prinzipale, in Angelegenheit gefälligst Ihre volle Aufmerksamkeit und Fürsorge und sonstigen Ausschreitungen von den gesetzlichen Befugnissen dem Geiste, auf welchen die allerhöchste Botschaft vom 17. No- zuzuwenden und den nachgeordneten Behörden, insbesondere die unverzüglich mit Entschiedenheit und nachhaltig Gebrauch ge- vember 1881 und die allerhöchsten Erlasse vom 4. Februar 1890 and räthe zu thatkräftiger Mitwirkung aufzufordern. Ueber macht, insbesondere auch straffes gerichtliches Einschreiten herbei- beruhen, sich durchdringen und neben der gebotenen Fürsorge das hiernach Veranlaßte und die damit gemachten Erfahrungen geführt wird. Indem ich in dieser Hinsicht auf den Runderlaß auch die Pflege persönlicher Beziehungen und der Erkenntniß der wollen Euer Hochwohlgeboren gefälligst in den bezüglich des Dom 18. Juli 1890 II, 3546 Bezug nehme, hebe ich her gemeinsamen Interessen, sowie der ethischen Seite des gegen Standes der sozialdemokratischen Bewegung zu erstattenden und vor, daß, wenn Störungen der öffentlichen Ruhe und Sicherheit feitigen Verhältnisses sich angelegen sein lassen. durch Vermittlung des Herrn Oberpräsidenten vorzulegenden Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skizzen [ 19 aus der sozialistischen Bewegung in Rußland. Sollen Züge trafen bis drei Uhr Nachts. wohl nicht mehr ein, weil man sie alle auf verschiedenen Stationen hatte halten lassen. Raja war jetzt allein. Sie schloß die äußere Thüre und stieg mit der Lampe in der Hand die Treppe zum Mittelstock( Entresol) hinauf. Es vergingen einige unbeschreibliche, quälende Minuten. Das Ehepaar traf die letzten Vorbereitungen. Das Ende des Drahtes, welches außen am Hause, versteckt durch Endlich mußte doch, nach so vielen Mißerfolgen und den Berpuz, bis zur Schienenlage geführt worden war, Opfern ein Erfolg eintreten. Raja war glücklich, daß ihr zogen sie durch ein rasch gebohrtes Loch in das Zimmer die Hauptrolle bei diesen Anschlag zugedacht worden war, hinein und vereinigten es bart mit der Batterie. Raja sollte und daß sie ihn mit ihrem Leben zu bezahlen hatte. Den in dem Augenblick, wo die Lokomotive am Fenster vorbei Tod am Galgen, den sie erwartete, sah Raja als den fuhr, auf den Knopf drücken und so die Leitung schließen, da besten, den ehrenvollsten für einen russischen Revolutionär an, ( Aus dem Russischen übersetzt.) ihr Mann unterdeffen an der Eingangsweiche sich aufhalten da jede Hinrichtung neue Kämpfer ihrer Partei zuführte. Um drei Uhr in der Nacht sollte der kaiserliche Zug mußte. Beide sprachen wenig; in der Erwartung eines Raja blickte durch das Fenster nach der Seite hin, von den für ihn verhängnißvollen Bahndamm passiren. Am feierlichen, ungewöhnlichen Momentes mag man nicht reden. welcher der Zug kommen mußte. Sie sah die Laternen der Tage vorher reiste der Bruder der Frau des Stationschefs Der Gendarm zog um zwei Uhr Nachts die Uniform vorausfahrenden Lokomotive, die eben aus dem Walde zum ab, und diese hatte einen Wortwechsel mit der Köchin. Der an und ging auf der Plattform auf und ab; er fab fort- Vorschein kam; eine Feuergarbe flog aus ihrem SchornGendarm und der Weichensteller sahen dieser geschickt gewährend auf die Uhr und gähnte häufig. Einige Bauern steine heraus und ein langgezogener Pfiff ertönte. Donnernd spielten Szene zu; die Köchin wurde unverschämt gegen ihre kamien aus den benachbarten Dörfern, um sich den Zug an- fuhr die Lokomotive bei der Station vorbei, und von Neuem Herrin, und diese sagte ihr ärgerlich: " Nicht eine Minute bleibst Du länger bei mir, nimm zusehen: der Gendarm jagte sie fort; sie wollten nicht wurde es wieder still, nur der Gendarm klirrte mit seinen " Nicht eine Minute bleibst Du länger bei mir, nimm glauben, daß es verboten sei, die Plattform zu betreten, Sporen die leere Plattform bewachend. Teinen Lohn und gehe wohin Du willst." bis der Gendarm sie zu arretiren drohte, wenn sie sich nicht verging eine halbe Stunde. Der Himmel klärte sich auf Raja öffnete das Fenster, setzte sich und horchte. Es Nach diesem Borfall wunderten sich die Stations: fich die Stations bediensteten nicht, daß die Köchin mit dem Abendzuge ab- sofort aufmachten. Sie fuhren darauf wieder fort. und einige Sterne wurden sichtbar. Der nächtliche Wind Um ein viertel auf drei Uhr kündigte der Telegraph erfrischte ihre Stirn, die durch das viele Denfen heiß In fieberhafter Aufregung verging der Tag. Raja an, daß die vorausfahrende Lokomotive die Nachbarstation geworden war. Sie erinnerte sich eines schmerzlichen Tages: und ihr Kamerad konnten weder essen noch trinken. Der verlassen hatte. Dumpf ertönten in der Nacht die Schläge fie ging die mit Flaggen geschmückte Straße entlang, sie Tag wollte fein Ende nehmen. Die Sonne schien nur des elektrischen Glockensignales. rauschten und flatterten über ihrem Kopfe, und sie glaubte reiste. zögernd untergehen zu wollen. Langsam erblaßten die„ Nun wollen wir uns verabschieden... wir sehen aus diesem Geräusch das schadenfrohe Geschrei über den Abendwollen und endlich nahte fich die langersehnte Nacht. uns nicht mehr..." sagte der Stationschef zu Raja. Mißerfolg ihrer Freunde zu hören. Dann tönten laut die Schon war der Wald nicht mehr sichtbar, aus welchem der Sie umarmten und küßten sich, wie sich befreundete Glocken der Kathedrale und riefen die Leute zu einem Dankfaiferliche Zug fich nahen sollte, er verschwamm in der Soldaten küssen, ehe sie in das Gefecht gehen. Er gottesdienst. Die Musikanten marschirten spielend an der Finsterniß, nur über der Steppe war noch ein begab sich darauf auf seinen Posten bei der Weiche; Spiße der Regimenter, welche zur Parade ausrückten, und schmaler Streifen der Abendröthe sichtbar. Der nach erfolgter Explosion mußte er einige fünfzig bliesen lustige Märsche. Himmel war bewölkt und nur einzelne Sterne Faden weit bis zum Walde laufen, wo ihn ein Raja schritt weiter, niedergedrückt durch den Mißerfolg waren sichtbar. Der Kourierzug rafselte vorbei; andere Kamerad mit einem Wagen erwarten wollte. und dachte: Halbjahrsberichten in einem besonderen Abschnitte unter der Be-| Sehet, ist es nicht eine schwere Schickung, zu wissen, daß| zeichnung: Bekämpfung der Sozialdemokratie" Sich die Sozialdemokratie Recht hat, und doch von den Ruthen äußern, dabei auch weitere Anregungen und Vorschläge auf diesem des Zweifels gepeitscht zu werden? Denn die Zeit der Gebiete, falls Sie dazu Anlaß finden, nicht zurückhalten. Staatsprüfung nahet allmälig, und An Der Minister des Innern. Graf Eulenburg. fämmtliche Herren Regierungspräsidenten mit Ausnahme von Gumbinnen, Köslin, Stralsund, Bromberg, Aurich, Münster, Sigmaringen. Abschrift lasse ich Euer Hochwohlgeboren zur gefälligen Kenntnißnahme und Nachachtung mit dem ergebensten Ersuchen zugehen, fortan die vorbezeichneten Halbjahrsberichte, von dem Euer Hochwohlgeboren zur Zeit entbunden sind, regelmäßig zum 1. April und 1. Oktober jeden Jahres zu erstatten. Der Minister des Jnnern. Graf Eulenburg. An die Herren Regierungspräsidenten zu Gumbinnen, Röslin, Stralsund, Bromberg, Aurich, Münster, Sigmaringen. Uns bleibt ein Erdenrest zu tragen peinlich, Und wär' er von Asbest, Er ist nicht reinlich. 14 Politische teberlicht. Berlin, den 28. November. Aus dem Neichstage. Daß das Auslöffeln der Suppe, welche durch die Bewilligung der Militärvorlage im Sommer eingebrockt wurde, eine recht unangenehme Sache werden wird, darüber waren sich wohl alle klar, welche im Sommer Aurelius Augustinus, genannt Miquel, ging also in das Einpeitscher- Amt übernommen hatten. Aber daß die fich und zerriß die Bande, die ihn an den Geheimbund ge- Brühe sich so schwer hinunter würgen lassen würde, das fnüpft hatten. Mühselig war dies Ringen nach oben. Viele haben die Herren Rickert und Dr. Böckel sicher doch nicht hundert Werke mußte er durcharbeiten, Tag und Nacht saß erwartet. Jetzt freilich fizzen diese Succurs Führer für Neuplatoniker die Baudekten und Thiers, Adam Smith die Hühner das Brot weggenommen hätten und jammern, er über den Bergamenten und las, las, las Platon und die die Hurrah Majoritat vom Sommer da, als wenn ihnen und Bastiat, Aristoteles und Johannes Müller, Xenophon daß der Wechselbalg Militarismus ein gar so gefräßig und Macchiavelli, diesen mit Vorliebe, und der Lohn blieb Ding sei. nicht aus. " = Herr Dr. Böckel und seine antisemitischen Freunde, Wie ein Schleier zerriß vor seinen Augen das Trug welche mit ihrer Person sich verpfändeten, daß die neuen bild des Sozialismus, und er kämpfte fortan für die idealen Lasten für die Militärvermehrung nicht auf die Schultern Biele der Kulturmenschheit. Im Jahre 383 ging er nach des kleinen Mannes gelegt werden dürfen, was sagen sie Hom, 384 nach Mailand und lehrte dort Beredsamkeit. zu der heutigen Rede des Finanzministers Miquel, in der Nicht doch, er wurde in den fünfziger Jahren Anwalt in dieser furz und trocken erklärte: Die Einführung einer Göttingen. Immer höher stieg er empor. Reichs Einkommensteuer ist eine absolute Unmöglichkeit. 1867 fam er als trener Preuße in die preußische Kammer, Es bleibt in der gegenwärtigen Lage nichts übrig als nachdem er vorher ein treuer Hannoveraner gewesen, und in Deckung der bewilligten Neuausgaben durch neue indirekte Abschrift lasse ich Euer Excellenz mit dem ergebensten Erden Reichstag. Eine andere ebenso gute Duelle fagt frei Steuern." jagt fuchen zugehen, biefer wichtigen Angelegenheit auch 3hr poffes fich, er fei 557 in Stom von Ambrofius ett fast frei Eugusſteuern, Mehrſtener, Erbschaftssteuer, alle dieſe getauft und 391 Interesse zuzuwenden und zur Förderung der vorbezeichneten Be- Presbyter von Bone in seiner Heimath Nordafrika ge Paradeſtücke für den Bauernfang bei den Wahlen, sie fanden feine Gnade vor den Augen des Herrn Miquel. Als prafstrebungen Ihren persönlichen Einfluß bei jeder sich darbietenden Bischof der Kirche blieb er, eines der ersten Häupter tischer Mann, wie er sich selbst bezeichnete, sieht er keine Gelegenheit geltend zu machen. Die Der Minister des Junern. her ccclesia militans des Geldsacks wurde er und bekämpfte andere ergiebige Steuerquelle als den Tabat. als Kirchenvater auf das Heftigste die Irrlehren der Mani- 56 Millionen Mehrausgabe für das neue Militärgeset tönnen Graf Eulenburg. chäer, der Donatiften, Pelagianer und anderer Sozialisten. ohue Heranziehung des Tabaks nicht gedeckt werden." Also der Tabak muß unter allen Umständen bluten.** Besonders durch seinen Wandel gab er der sündigen Welt ein leuchtendes Beispiel. Wahrlich, ich sage euch, er Wenn aber die Tabatinteressenten sich dagegen wehren zeigte, wie man praktisch den Kommunismus widerlegt. und in ihrer heftigen Agitation" weiter fortfahren, so Hub sich auf und gründete Gemeinden der römischen wird das der Tabakindustrie nicht zum Heil ausGläubigen und der rumänischen Gläubiger, ward Mitbischof schlagen". An den Königlichen -Präsidenten Herra C, B. 4838. Die Bekenntnisse des Auguftinus. Bs. Gin siebenzehnjähriger Jüngling fam er auf die Hochschule, von seiner Mutter Monika in christlicher Frömmig feit erzogen. Die Hochschule hieß Karthago, und man schrieb das 570. Jahr der chriftlichen Zeitrechnung. Oder war es nicht die Universität Göttingen, und zählte man da mals 1846? worden. " n neben Balerius in Bonn, nicht doch, Mitinhaber der Was bedeutet diese von Herrn Miquel heute wiederDiskontogesellschaft neben Hansemann, ward Leiter der holt ausgesprochene Drohung? Will etwa die ReichsKirchenproving Afrika und der Provinzial- Diskonto- Gejell regierung es mit einer Auflösung versuchen um dann vor schaft, bezog ein Achtel der Gewinnantheile und wurde als den neu gewählten Reichstag mit dem Tabat- Monopol zu treten!( bun di Heiliger von der Christenheit verehrt. omg bio silibus Sein Ruhm wuchs, er wurde Oberbürgermeister und Nun, wenn es den Herren gelüftet, wir glauben, die hann Minister, waif die Arianer, diese Zweifler und Wähler sind bereit ein Tänzchen aufzuspielen. Die recht spärlichen Bravos auf der Rechten, welche Seher zu Boden und verhalf so in Preußisch- Deutschland dem agrarisch- borussischen Junkerthum durch Steuerreformen den Schluß der Rede Miquel's begleiteten, dürften ihm übrigens ein Beweis sein, daß der Löwenantheil der Arbeit, zum Siege. Da nun die bösen Manichäer, von denen er doch den Reichstag für die neuen Steuern zu gewinnen, noch schon so lange fich losgesagt hatte, auftraten und riefen: erst zu verrichten ist. Der Reichstag ist eben doch kein Rhetorik studirte der grüne junge Mensch. Oder ca Echaut, da sitt er, der Ex- Kommunist, der Brandbrief- preußisches Abgeordnetenhaus und so mancher Abwar das Studium der Rechte, dessen er sich befliß. Die Schreiber, da erklärte er im Reichstage am 27. November geordnete von der Rechten und bei den Nationalliberalen Angaben hierüber schwanken. Aber ach! Die gute Saat, 1893: Ich habe mich geistig entwickelt und die Irrthümer mag mit Grauen daran denken, was er gelegentlich der die die Eltern in Tagaste, oder war es Neuenhaus in der überwunden, und ich werde hingehen und gestüzt auf meine Wahl in Flugblättern und Reden versprochen hat und was Grafschaft Bentheim, in des Knaben Brust gestreut, ward Lebenserfahrungen ein Buch schreiben, das die Frrenden ießt von ihm zu thun verlangt wird. durch Unkraut überwuchert. Das schoß geil empor und erzurechtweisen, die Bösen zerschmettern wird. st Auf Miquel's Rede folgte Richter. Die Etatsreden stickte die frommen Regungen. des freisinnigen Führers find in ihrer Bedeutung von jeher Aurelius Auguftinus also, fie nennen ihn auch Johannes von allen Seiten anerkannt worden; der Redner stand auch Miquel, gerieth auf Abwege, bis die erste Erleuchtung über heute auf der ganzen Höhe seines Könnens. Wenn gestern ihn fam. Er las des Cicero Buch: Hortensius über die Bebel unbestritten die Situation beherrschte, so gipfelte die Beredsamkeit. Nein, wir irren, es war die heilige Famili: Debatte heute in Richter's Rede. von Friedrich Engels und Karl Mary, und die Lage der arbeitenden Klasse in England von Fr. Engels und die Deutsch Französischen Jahrbücher und das Kommunistische Manifest. Auguftinus erklärte, er wolle erst die einzig vers nünftigen Steuern, die indirekten, die das Volk auspowern, steigern und ausbauen, dann aber seine Konfessionen schreiben, seine Bekenntnisse. Siehe, da sprach das Bolk: Unser Kirchenvater wird da eine böse Konkurrenz machen Heirn Eugen Richter mit seinen Irrlehren und seinen Zu unftsbildern. Vergebens waren die Versuche des preußischen Finanzministers und des Reichs- Schatsekretärs an Richter's Dar legungen herum zu mäkeln und ihm kleine Widersprüche nachzuweisen. Graf von Pojadowsky hat sich heute als besserer Debatter gezeigt, wie gestern, aber gegen Richter Die gestern in Aussicht gestellten fommt er nicht auf. Widerlegungen" der Irrthümer, die Bebel paffirt sein follen, hat der Herr Graf auch heute noch nicht zum besten gegeben. Unter den Agrariern und Machthabern aber ging ein Maunen und Reden: Uns ist Heil widerfahren, unser Retter ist erstanden. Sind wir nicht die geistig Armen? Unser Erlöser aus aller Kümmerniß soll sein Amt nicderlegen und die Schrift schreiben. Was ficht uns dann an Hunger, Riesenreichthum, Massenelend? Er soll uns lehren, der vierzig Jahre büßend in Wüsten blieb". Die Manichäer aber lächelten und es befiel sie nicht Die Ronservativen schickten Dr. v. Freege vor. DerSeulen und Zähneklappen. Sie rotteten fich zusammen felbe legte dem Reichstag ein ganzes Bündel Pläne vor, und bewiesen Heiterkeit und redeten: D, wenn doch des wie man den schlechten Stand der Reichsfinanzen aufAuguftinus Bekenntnisse schon vor den Wahlen erschienen bessern könne. Die Abschaffung der 3- Pf. Postmarke, die wären! Wie nüßlich wären sie uns gewesen! Denn Einführung des 5- Pf.- Stempels für jedes Postpacket, das schon gar gut gedichen uns des wackeren Eugens muntere Robfpritmonopol, die Inseratsteuer und eine Besteuerung des Totalisators, wobei auf eftchen. olles des Hauses einige Dho's! fant wurden. Daß die Sozialdemokraten die Börsensteuer nicht wollten, ist für ihn faft ein Beweis dafür, daß sie von der Haute finance gekauft sei. Als der Redner endlich auf die Geldwährung kommt, die der Grund alles Uebels sei, und die Doppelwährung empfiehlt, wird seine Stimme immer fnarrender, ungeölter, einer der Reichsboten nach den andern schleicht sich davon, Herr von Kardorff schüttelt sein weißes Haupt, als wollte er fagen:„ Herr, schüße mich vor meinen Freunden. Miquel reibt sich den Magen, als ihm vom Redner der größte Finanzmann des Jahrhunderts" an den Kopf geworfen wird, der für den Bimetallismus eintreten müsse. Unter Halloh schließt Herr v. Frege, indem er den christlichen Gedanken betont, der uns durchwehen müßte, mit dem variirten Ausspruch Eiche, ba schlug er sich vor die Brust und sprach: Hier glüht dir das Licht der Erkenntniß und das Feuer der Läuterung, durch das du eingehen wirft zur Seligkeit. Ging also hin und wurde ein Manichäer. Denn diese hatten damals einen Geheimbund gestiftet, worin die wahre Lehre gepredigt und von Mund zu Munde verkündet wurde. Tenen schloß er sich an. Ward freilich kein Auserwählter, berufen, die drei Kennzeichen zu haben, sondern ein Hörer Die Weisheit, so er vernahm, empfing er dankbar und wurde überzeuget von ihrem Werth und ihrer Heilskraft. Und ging unter das Volk zu wirken für die große Sache des Kommunistenbundes, der begeisterte Studiosus. Aber die schönen Lehren der guten Seinen waren doch nicht Augustinus Miquel aber schreibt seine Konfessionen. Es der rechten Seite völlig wirkungslos verhallt. So sehr er durch die Klarheit sind ihrer zwölf Bücher. und Schärfe der Beweisführung auch zur Anerkennung der Ausgehauen zu werden verdient er zu seinen Lebzeiten Lehren der Manichäer gedrängt war, so eifrig er sie auch in Marmor. Auf den Ruinen seiner Bischofsstadt oder verbreitete, so beredt auch sein Brief an Marr die Wucht gegenüber der Diskontogesellschaft sollte es geschehen, der Ueberzeugungstreue bekundet, dem Guten war die Ge- Ach, du lieber Augustin! O, du heiliger Augustinus! heimlehre doch immer peinlich. Berrissen wurde fein Gemüth von den Qualen dieses sa Zustandes, und die Seelenpein wuchs von Jahr zu Jahr.in Man muß was Neues unternehmen." Zuges nimmt immer mehr ab... Jst er wirklich an der Damals war ihr der Gedanke gekommen, eine große Station vorbeigefahren?" Dynamitmine unter einen Gisenbahndamm zu legen, der om Jawohl der Weichensteller bekreuzigt sich und Erfolg mußte sicher sein. Nicht immer konnte Ariman jagt: im triumphiren, Ormuz) mußte, auch zu seinem Rechte kommen... Gott sei Dank, der Zug ist glücklich vorbeigefahren." Friedrich Wilhelm IV.: Die christlichen Konfessionen Plötzlich zuckte Raja zusammen: sie hörte aus der In unbeschreiblicher Angst lief der Jüngling zur brechen sich die Hälse und die Judenschutztruppe Entfernung ein dumpfes Rollen... und wußte, was Station. Mit bleichem Gesicht erreichte er die Thür seiner Rickert bis Bebel macht dieses Rollen bedeutete an das sie fich im Laufe Wohnung, sie war verschlossen. Nachdem er angeklopft Fortschung der Debatte, die Weusit dazu. Morgen folgt der sechs Wochen gewöhnt hatte. Das Geräusch fam vom hatte, hörte er Schritte auf der Treppe. Die Thür wurde Das Attentat auf Capribi hat wirklich stattgefunden; Walde her, das war der Zug, den sie erwartete.d dis geöffnet und vor ihm stand Raja, bleich mit Verzweif- und die Norddeutsche Allgemeine Beitung" spricht von Verzweif- Das um ruhig zu bleiben. Die Laternen der Lokomotive leuchteten Was bedeutet das?" fragte er mit dumpfer Stimme. einem ähnlichen Attentat auf den Kaiser. Offenbar handelt von Weitem. Raja ging zum Fenster, das auf die Platt-" Irgend etwas muß nicht in Ordnung gewesen sein," es sich also um die That eines gemeingefährlichen Narren, Raja stand auf, und nahm alle ihre Kräfte zusammen, lung im Gesichte. form führte. Die Hand auf den Knopf legend, sah sie un- flüsterte Raja. verwandt hinaus. Das Geräusch des Zuges näherte sich... Berflucht!" jezt hört man schon das Puffen der Lokomotive Schweigend saßen sie eine Zeit lang sich gegenüber, hielt den Athem an. Der Schein der Lokomotivlaternen niedergedrückt durch den einen Mißerfolg. Sie hörten, wie fiel einen Moment lang auf das Fenster der schwere das Rollen des Zuges immer schwächer wurde, gleichsam Leib der Lokomotive flog am Fenster vorbei.. als ob es sie verhöhnte: Wo Ihr auch kämpft, überall werdet Ihr unterliegen." Und in diesem Augenblicke hatte sie nicht die Kraft auszurufen: *) Dämon des Bösen und Ormuz der gute Geist bei den alten Persern. Raja drückt auf den Knopf der Batterie noch einmal... zum dritten Mal... der Zug saufte an der Station vorbei. . . Nein, es ist nicht wahr, wir werden doch siegen!" Der Uebergang von dem sicher erhofften Erfolg zum Mißerfolge war so furchtbar, daß eine dauernde Wer Mit einem Seufzer der Verzweiflung sank Raja auf zweiflung sich ihrer zu bemächtigen drohte. Sie tödtete ben den Stuhl. Glauben an die Möglichkeit des Kampfes und ließ den Unterdessen blickte der Stationschef, als der Bug die abergläubischen Gedanken aufkommen, daß unsichtbare Kräfte Weiche passirt hatte, demselben mit bekommenem Herzen die Feinde Rußlands beschützten. nach. Er war etwas von den Schienen zur Seite getreten, Nein, es gelingt Euch nicht, zum Volte durchzu um im Moment der Explosion, wenn der Weichensteller bringen... alle Eure Kräfte werden sich in diesem Kampfe und der Wächter zur Station hinlaufen würden, von dem aufreiben und Ihr werdet den Sieg nicht erleben,".... Tamm hinunterzuspringen und zu dem ihn erwartenden sagte ihnen die dunkle Nacht. jured bit dopodi Kameraden hinzulaufen. ( Fortseßung folgt.) atolo( ou Aber was bedeutet das?... Das Geräusch, desis 001 i der hoffentlich bald in einer Frrenanstalt untergebracht wird. Es gehört die ganze Geschmacklosigkeit und das ganze böse Gewissen eines christlichen Agrariers dazu, diese That ausdrücklich von seinen und seiner Genossen Rockschößen zu schütteln und dem Atheismus" in die Schuhe zu schieben. schütteln und dem„ Atheismus" in die Schuhe zu schieben. Vermuthlich meint Herr Frege den„ Atheismus", der in dem Hannoverschen Spielerprozeß so abstoßend zu Tage getreten ist. Oder waren die edelsten Kumpane" des„ ollen ehrlichen Seemann's" etwa Christen? " Gegen die Reichs- Weinsteuer haben, wie die Frankfurter Beitung" erfährt, im Bundesrath außer Baden, Württemberg und Hessen noch andere Staaten gestimmt. Die unmittelbar vor den Plenarsizungen des Bundesraths geführten Vermittelungsversuche haben ein Resultat nicht gehabt; es heißt, die süddeutschen Staaten( abgesehen von Bayern) hätten nicht nur jeden sog.„ Vermittelungsvorschlag" abgelehnt, sondern auch ihren prinzipiellen Bedenken gegen jede Reichsweinsteuer energischen Ausdruck gegeben. 112 Die von der Börsenenquete Kommission für statistische Erhebungen eingesetzte Unterkommission hat am 25. b. M. unter Leitung des Vorsitzenden ihre SchlußT 著 figung abgehalten. Die vorgelegten, einen starken Band bildenden statistischen Arbeiten wurden definitiv genehmigt. zufolge, Zugleich wurde, dem" Erweiterung der lästigung der Arbeit, eine weitgehende Schädigung des ganzen wirthschaftlichen Lebens, was um so verwerflicher wäre, da wir uns in einer Zeit andauernden wirthschaftlichen Nieder ganges befinden." begonnenen Erhebungen zu bitten.ses and hour Wegen Steuerhinterziehung während der letzten drei Wir können nicht begreifen, warum mit der Veröffent Jahre ist der frühere badische nationalliberale Abg. lichung der Ergebnisse der Börsenenquete so lange gezögert Friederich, Präsident der Budgetkommission der wird. Ist sie auch nicht aus Anlaß der Börsensteuer- ba dischen Kammer, wie der„ Badische Landesbote" mitVorlage einberufen worden, so wird sie doch unzweifelhaft theilt, mit einer Geldstrafe von 9000 m. bestraft worden. für die Beurtheilung dieses Steuerplanes nicht unwichtig Derselbe legte vor einiger Zeit sein Mandat aus Gesundfein. E heitsrücksichten" nieder. durch Schimpfen auf Sozialisten schien dem Herrn bequemer als durch Steuerzahlen staatserhaltend zu wirken. foren. Lord Randolph Churchill, der gestern in Bradford eine Rede hielt, gab darin den dem Handel durch den Ausstand zugefügten Verlust auf 30 Millionen Litr.( 600 Millionen Reichsmart) an. os doraded t Darteinachrichten. Der diesmalige rheinische Provinzial- Parteitag findet am Sonntag, den 28. Januar 1894 in Krefeld statt. Die Tagesordnung enthält sechs Puntte, worunter: Agitation, Dr Bresse, sanisation, Preſſe, Bahl des Sites der Agitations- Rom mission u. s. w. w.laf Die französische Ministerkrisis dauert fort. So Bei der in Offenburg stattgehabten Bürgerausschußwenig wie in Italien will sich ein Nachfolger finden. Wahl der III. Klaffe siegte der freifinnig- demokratisch- ultraDie" Homogenen" haben einander an den Köpfen. Wir montane Mischmasch. Prozentual aber haben alle Parteien außer verweisen auf unsere Pariser Korrespondenz, die leider, die Nationalliberalen zu diesem Ordnungsbrei hinzugezogen der sozialdemokratischen verloren, sodaß das nächste Mal auch infolge Stoffandrangs in letter Stunde, aus dem heute werden müssen, um nochmals und jedenfalls das letzte Mal über Morgen erschienenen Blatt zurückgestellt werden mußte.-die Sozialdemokraten zu fiegen. * ganzen Einfluß rücksichtlich der Vertheilung der Lasten damit unsere franzöfifchen Genoffen werden von Schnüffel- Eine Partei- Konferenz des Reichstags Wahlkreises . beutschem Solde zu stehen und zwar durch Vermittelung in Altena statt. 27. Delegirte waren anwesend. Beschlossen patrioten fortwährend mit dem Vorwurf bedacht, in altena Iserlohn- Lüdenscheid fand am 26. November der deutschen Sozialdemokratie. So lesen wir z. B. in der wurde u. A.„ daß jeder Ort des Kreises einen Bertrauensmann lagdeburger Zeitung" unter der Ueberschrift„ Aus dem zu wählen habe; jedes Jahr mindestens zweimal foll über den sozialistischen Lager": ganzen Kreis ein Flugblatt verbreitet werden. Inhalt und Zeit Paris, 24. November. Der Berliner Gewährsmann des der Verbreitung bestimmen die Vertrauensleute. Die übrigen " Paris", dessen Angabe über die Zusammengehörigkeit der Verhandlungen betrafen die Organisation des Kreises. französischen Sozialisten mit den deutschen Vaillant und Guesde ben in Zuschriften an dieses Blatt utschen erhält seine Be- In Rust siegte bei der Wahl zum Bürgerausschuß Die antisemitische Preſſe will durch wüftes Phrasen dreschen ihre Leser über die Thatsache hinwegtäuschen, daß gerade die antisemischen Abgeordneten die Mitschuldigen an der Volksbelastung durch Tabakssteuer u. f. w. find. Bei der Militärvorlage hatten sie es an der Hand, ihre Zustimmung von der Bedingung abhängig zu machen, daß die Lasten derselben den Kapitalisten, den Börsen Juden und Christen auferlegt würden. Als sie die Militärvorlage bedingungslos bewilligten, da mußten sie wissen, daß sie ihren preisgegeben hatten. Konservative, Zentrum und Nationalliberale werden tausendfach eher jeder Belastung der großen Masse des Volkes zustimmen, als sie auf die Schultern der Stapitaliſten wälzen. Das ganze Lärmen der Antisemiten gegen die Börse ist eitel Spie gelfechterei ebenso wie ihr Selbstrühmen als Beschützer des Kleingewerbes. Die Tabatsteuer wird nicht nur tausend Arbeiter brotlos machen, sondern auch die Existenz tausender kleiner Tabakhändler und Fabrikanten vernichten. Die großen Tabaljuden aber, um uns der antisemitischen Ausdrucksweise zu bedienen, werden the Schäfchen ins Trockne zu bringen wissen. Die Staatsbürger Zeitung" will die Sozialdemo tratie als im Bunde mit den Börsenjuden hinstellen, tratie" als im weil wir dem Militarismus teinerlei Steuern bewilligen wollen. Daß mit der Börsensteuer eine Volfsentlastung gebracht wird, ist eine grundlose Annahme der Staatsbürger- Zeitung". Würde mit der Börsenstener eine solche Entlastung beabsichtigt, dann stände auch die Sozialdemos fratie einer solchen nicht entgegen, aber- Zug um Zug müßte sie erfolgen. Wir überlassen es den Antisemiten, sich wie bei der Militärvorlage düpiren zu lassen und ihre Hilfe zu gewähren, das Bolt am Narrenseile zu führen. Die antisemitischen Abgeordneten haben in ihrer kurzen Wirksamkeit keinen anderen Erfolg aufzuweisen, als die Vermehrung der Volkslasten und die Vernichtung tausender Klein Gewerbebem sozialistischen Zentralfomitee in Berlin? Schickt er oder treibender. 0 bill Der Kongreß der Tabakfabrikanten, der gestern hier stattfand, faßte einstimmig eine sehr umfangreiche Resolution, aus der das folgende hervorzuheben ist: " Die heute aus allen Theilen Deutschlands in der Ton balle zu Berlin zum„ allgemeinen Kongresse der deutschen Tabals Interessenten" überaus zahlreich versammelten Tabaks Fabrikanten und-Händler erheben einmüthig den entschiedensten Einspruch gegen jede höhere Belastung des direkt oder indirekt nahezu einer Million Menschen Nahrung gebenden Tabaks: 11 gewerbes, das durch die Besteuerung seines Umsatzes von( nach Abzug der Steuer) rund 250 Millionen Mark mit jährlich Ch 56 Millionen im Vergleiche, mit anderen, Gewerbszweigen bereits überlastet ist. Die Versammlung erklärt; 1. Die dem Tabatsteuer- Gesetzentwurf zu Grunde liegende Annahme der Regierung, wonach der Konsum- Rückgang infolge der beabsichtigten Umgestaltung" nur" 1/6 bei Bigarren und Zigaretten, 1/12 bei Rauch, Kau- und Schnupftabat betragen würde, ist völlig haltlos, da die, besonders wegen der großen Zahl der Betriebe, mindestens mit 20 Millionen Mark jährlich zu ver anschlagenden, den Interessenten erwachsenden Kosten für die Beschaffung der geforderten besonderen Lagerräume, die baulichen die Vera find. Bei einettelbare. 1. m. außer Ansat werden. Das hauptungen aufrecht: Vaillant ist Mitarbeiter deutscher in den beiden unteren Klassen die Arbeiterpartei. Sozialistenblätter gleich Chauvière und läßt sich dafür be zahlen. Der Korrespondent des zahlen. Der Korrespondent des Paris" hat die Belege dafür " " Die Sperre über die Hessische Aktienbrauerei in Raffel ist seitens der dortigen Parteigenossen deshalb verhängt worden, weil diese verweigert, ihren Saal für sozialdemokratische Verfammlungen herzugeben. Indem diese Brauerei auch in anderen Städten Abnehmer ihres Bieres hat, dürfte es gerathen erscheinen, wenn die Parteigenoffen von Obigem Notiz nehmen würden. Eine Nachwahl zum schweizerischen Nationalrath ist für den 3. Wahlkreis vorzunehmen, da Nationalrath Locher zurückgetreten ist. Von seiten der Sozialdemokraten ist Arbeiterfekretär Greulich aufgestellt worden. in den Händen gehabt und übrigens in der Nummer nossen trotz allseitigster und rafinirtester Machinationen der vom 14. November die Quelle bezeichnet, aus der er Gegner", bei der Stadtverordnetenwahl in der 3. Abtheilung feine Angaben schöpfte. Ferner schreibt Vaillant mit einen glänzenden Sieg errungen haben. Vorliebe auf Papier, das die Marte des Pariser Stadtbauses trägt, und das dürfte bei der Beliebtheit, deren sich das Hotel de Ville unter den Revolutionären aller Länder erfreut, doch nicht reiner Zufall sein, obwohl er eine Andeutung in diesem Sinne macht. Der Berichterstatter des Paris" verspricht seinen Lesern die Wiedergabe einer Arbeit Vaillants auf dem erwähnten Papier und möchte nach Allem, was er bestimmt weiß und was Baillant zugeben muß, gern wissen, wo deffen deutsch- französischer Internationalismus aufhört und fein französischer Patriotismus beginnt. Auf das Leugnen Jules Guesdes will der Korrespondent jetzt nur mit einer Reihe von Fragen antworten: Jst Herr Guesdes oder ist er nicht der offenbare Vertreter des französischen Sozialistentomitees bei schickt er nicht regelmäßige Berichte über die sozialistische Bewegung in Frankreich an Herrn Bebel, um so ein gemeine fames Handeln zu vereinbaren? Ist es wahr oder nicht, daß er im Juni 1892 dem Zentralfomitee in Berlin den Organi sationsplan der französischen Sozialistenpartei mittheilte? Ist cs wahr oder nicht, daß im Beginn des Streits im Nord ein lebhafter Briefwechsel zwischen ihm und den Berliner Sozialisten stattfand, und daß er diese um Geld behuss Verlängerung des Ausstandes anging? Ist es wahr oder nicht, daß das Die Beerdigung, die zuerst für Freitag früh 8 Uhr von der Berliner Zentralfomitee ihn abwies unter dem Vorwande, sein Polizei untersagt, dann wieder erlaubt war, fand unter zahlreicher Rechnungsjahr 1992/ in Quinter 1892 bie politiche Rundreiſe ſeits verboten worden, ebenso wenig war das Vorschließe mit einem Fehlbetrag ab? Hat Betheiligung der Genoffen statt. Eine Grabrede war polizeilicherHerr Liebknecht's in Südfrankreich begünstigt? Und von wem wird tragen eines Grabliedes gestattet worden. Keine Silbe er mit offenen Armen empfangen, mit wem hat er politische sollte dem in allerhöchster Pflichterfüllung Unterredungen, wenn er nach Deutschland geht, was ihm oft für seine Mitmenschen so früh dahin begegnet till Herr Guedes endlich fagen, wer die Initiative gefchiedenen proletarier gewidmet mer origens in legten französischen Drbnung". Die des nicht im zu dem Betteln um 790 " Todtenliste der Partei. Ein recht tragisches ereilte den Genossen Karl Iselin in Bockenheim bei Frankfurt. Derselbe stürzte bei Gelegenheit eines Brandes, bei dem er sich helfend betheiligte, so unglücklich, daß er das Genick brach, so daß er nach einigen Stunden verschied. Iselin war troß seiner Jugend, er zählt erft 33 Jahre, ein äußerst thätiger Genosse; bereits unter dem Sozialistengeseh war er Vertrauensmann der Partei..08 gville Polizeiliches, Gerichtliches ze. 1 15 Die Handelsvertrags- Kommission, die die kleinen Ver Parlamentarisches. netenwablen ergriffen hat, und ist aus Berlin nicht mit berz- unnöthiger Weise in großer Bahl vertretene Polizeimannschaft lichem Bedauern" entgegnet worden, das sozialistische Zentral- hatte teine Gelegenheit, irgendwie Ruhe zu stiften. In ruhiger fomitee fönne nur 2000 m. geben, während man 25 000 m. ernster Weise legten die Vertreter der verschiedensten Vereine von ihm verlangte? Der Berliner Korrespondent will nicht ihre prächtigen Kränze, mit rothen Schleifen geschmückt und entpolemisiren, sondern nur Thatsachen erörtern. Er bittet die sprechenden Inschriften versehen, am Grabe des Verstorbenen Direktion des Paris", dem Abg. Jules Guesdes die Spalten nieder, ihm furze Worte der Anerkennung und des Dantes für des Blattes für seine Antwort zur Verfügung zu stellen. feine Thätigkeit widmend. Unsere Leser sehen die ganze Erbärmlichkeit denunziatorischen um 50 und einer mittelbaren um mindestens 20 Millionen Mark Treibens. Den Anlaß zu diesen patriotischen Jagdgeschichten, ist eine Vertheuerung der Tabaksfabritate um 30 bis 40 pet, deren boshafte Verlogenheit nur durch ihre Albernheit über- ater in Magdeburg, Vertrauensmann für Magdeburg also auch ein entsprechender Rückgang des Konsums felbſt troffen wird, hat der Umstand gegeben, daß wir, während Buckau verurtheilt, weil er groben Unfug begangen haben sollte, verständlich, da der deutsche Konsument den gewohnheitsmäßigen des Wüthens der Ruffenseuche in Frankreich, einen Artikel der darin gefunden wurde, daß er gelegentlich der Beerdigung gemachten Erfahrungen von 6 Mark jährlich auf den Kopf Baillant's mit dessen Namensunterschrift im Vorwärts" eines Parteigenossen die vom Kirchhof Zurückkehrenden vom Be der Bevölkerung) nicht überschreitet. 2. Die Folge der An- an der Spize des Blattes brachten einen Artikel, den treten eines Restaurants abgehalten hatte.ne nahme des Gefeßentwurfs wäre hiernach die tiefgehendste wir, wie im Vorwärts" mitgetheilt war, aus der Pétite Schädigung bezw. der wirthschaftliche Untergang ungefähr République übersetzt hatten! Dies, wie die, leider sehr des dritten Theiles der heute in den zahlreichen mit dem kleinen, Geld beiträge der deutschen Partei zu den Wahlen Labat zusammenhängenden Gewerbezweigen Beschäftigten, d. H. und einigen Streits in Frankreich- Beiträge, benen h. mindestens 50 000 Arbeiter und Tausende von kleinen Fabri- französische an uns zur Seite stehen find bas einzig tanten und Händlern nebst ungezählten Familienmitgliedern Thatsächliche in dem Lügengewirr. Und die Patrioten", träge behandeln soll, hat sich am 28. November nach Schluß der würden dauernd ihr Brot verlieren. Der Umfang die diese bodenlos dummen Gemeinheiten schreiben und Plenarsigung konstituirt. Zum ersten Vorsitzenden wurde Ham der beim Inkrafttreten Labathetter- Geſetzes infolge der gehend außer Arbeit gelangenden Arbeiter wird von allen Weltbürger fühlend, vor mehr als 100 Jahren die Menschen- Aus unserer Fraktion sind in die Kommission, die 21 Mitdann unvermeidlichen völligen Geschäftsstockung vorüber verbreiten, sind die Nachkommen jener Bürger, die, fich als macher( nl.), zum stellvertretenden Vorsitzenden Herr von Stumm, zu Schriftführern Dr. Bachem und Dr. Schoenlant gewählt. Fachgenossen auf 80 000 bis 100 000 gefchäßt.- 3. Der heute recht proklamirten und den Konvent Vertretern aller glieber zählt, Herbert, Schippel und Schoenlant entfendet worden. gewerbe würde zum größten Theile noch zahlreiche und lebenskräftige and im Tabaks- Nationen öffneten! Kontrollsystem sei seiner vielen Scherereien und Kosten wegen Die Kleinen haben den Schaden. Zum Ausgange Konservativer Antrag zur Handwerkerfrage. Der belastend.- 4. Der Gefeßentwurf überantwortet durchweg die englischen Bergarbeiter- Streits wird der„ Kölnischen Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler au erwirthschaftliche und moralische Existenz der dem Tabaffache Zeitung" geschrieben: suchen: Angehörigen dem freien Ermessen der Steuerbeamten und stellt Ueberall in den Midlands, dem Schauplatze des nun glück- legen, durch welchen 1. dem gesammten Handwerk eine organi I. mit möglichster Beschleunigung einen Gefeßentwurf vorzudamit eine bisher unerhörte Willfür der Verwaltung gegen lich beigelegten Kohlenarbeiter- Ausstandes, herrscht jetzt rege firte Vertretung in Handwerkerkammern gegeben wird, denen die über den Staatsbürgern her. Das in dem Kontrollsystem zum Thätigkeit, denn am Montag tehrten die Bergleute in Maffe Beaufsichtigung des Lehrlingswesens, des Herbergswesens u. f. w., Ausdruck kommende befchämende Mißtrauen gegenüber den Angehörigen des Tabatsgeschäfts steht in direktem Widerspruch an die Arbeit zurück. Es wird eine Woche vergehen, ehe die sowie die Aufgabe zu übertragen wäre, die Intereffen des Handfämmtlichen 200 000 Mitglieder des Bergarbeiter- Verbandes werks in technischer und wirthschaftlicher Beziehung zu vertreten, zu den in den Begründungsparagraphen 19, 21 und 24 ent- ihre Thätigkeit wieder aufnehmen. In West- Yorkshire allein 2. diejenigen von der Ausübung des handwerkmäßigen Behaltenen Redewendungen über die Vertrauenswürdigkeit der fuhren die Bergleute in 42 Gruben wieder an; andererseits triebes ausgeschlossen werden, welche ihre Befähigung zu diesem Jndustrie und der angeblich schonenden Behandlung derselben find mehrere kleinere Bergwerke durch Eindringen Betriebe nicht durch eine längere Ausbildung als Lehrling und im Gefeßentwurf. 5. Der Gesezentwurf enthält in Gestalt -5. von Wasser für immer untauglich geworden und die Gefelle dargethan haben( Befähigungsnachweis); der nochmaligen Mitbesteuerung des schon gezahlten Eingangs darin Beschäftigten müssen sich anderswo zolles in der Fatturbesteuerung eine thatfächlich bedeutende nach Arbeit umsehen. Mit der Beendigung des Aus- Handwerker schädigende Beschäftigung der Strafgefangenen nach II. bei den Bundesregierungen dahin zu wirken, daß die die Erhöhung des Schutzzolles, würde aber den deutschen Tabak- standes giebt es auch für die in den Ausstandsbezirken ver- Möglichkeit eingeschränkt werde. pflanzern feinen Nuzen, sondern nur Schaden bringen, stärkte Polizei und das hinzugezogene Militär nichts mehr zu einmal infolge des Kons mrückganges u. f. w., dann weil schließlich infolge der Ueberproduktion ein unerhörter Preissturz zum größten Schaden der heutigen Tabakpflanzer erfolgen würde. 6. Ter Gesezentwurf würde zu der erheblidjen Steigerung der Belastung der weniger wohlhabenden Sonju menten führen, die 75 bis 84 pet. der sämmtlichen Tabatsfabrikate fonfumiren, auch den größten Theil( nach fach männischer Berechnung mindestens 66 pCt.) der Neubelastung zu tragen hätten. 7. Die geplante Steuererhöhung würde. zur schwersten Schädigung und theilweisen Vernichtung der großen, viele Tausende von Arbeitern beschäftigenden Nebengewerbe der Tabaksindustrie führen. 8. Die Welthandelsstellung sowohl Bremens als auch Hamburgs beruht zum sehr großen Theile auf dem Großhandel mit Rohtabak; diese Welthandelsstellung würde durch die starke Berringerung des deutschen Absages einen schweren Stoß erleiden. 9. Der Tabatteuer- Gefeßentwurf würde als wirksamste Vorbereitung des Monopols dienen, das auch heute entschieden abgewiesen wird. 10. Während es die höchste Pflicht des Staates und Der Gesetzgebung ist, die Arbeit, die einzige Quelle des Gedeihens für ein Bolt, nicht nur zu schügen, sondern zu fördern und zu entwickeln, wäre das Ergebniß des Tabata feuer- Gesezentwurfes eine Einschränkung, Hemmung und Beſteht thun; über 1000 Polizisten, die während ihres Dienstes in den siste Midlands verdoppelte Besoldung erhielten, fehrten gestern nach London zurück. Mit der zunehmenden Förderung fallen die 2019 Eingelaufene Druckschriften. Kohlenpreise, so daß der Zentner, der noch Sonnabend für Der im Verlage von J. H. W. Diet in Stuttgart ers 2 sh. 1 d. in den Straßen verkauft wurde, heute nur 1 sh. 10 d. scheinende Freie Sänger", welcher bislang nur in Partiturfoftet. Voraussichtlich werden die Preise bis Ende der Woche Ausgabe erschienen ist, hat eine dankenswerthe Neuerung aufzuan der Kohlenbörse um 10 sh. vermindert werden. Die Folgen weisen. Die Lieder für vierstimmigen Männerchor sind jetzt auch. des Ausstandes werden besonders von den Eisenbahnen ver- in Partitur- und Stimmen Ausgabe vorhanden und spürt. So hat man berechnet, daß die in Yorkshire allein etwa zwar von Nr. 61 an. Der Preis ist dabei so billig gestellt, daß 2 pet. auf ihr Kapital von 20 Millionen Mark eingebüßt haben. taum eine Bertheuerung eingetreten ist. Die Partitur foftet Von Hull, Goole und Grimsby ist seit Wochen noch nicht eine 30 Pfg., die Stimmen komplett 30 Pfg. oder per Stimme 10 Pfg. Tonne Kohlen verschifft worden, während sich die Ausfuhr im Das Heft Nr. 62 enthält: Für Wahrheit, Recht und Freiletzten Jahre im felben Zeitraume auf 40 000 möchentlich belief. heit. Gedicht von Jakob Audorf. Musit von Konradin Kreuzer. Mehr als eine große Eisenbahn- Gesellschaft hat infolge des Rommender Mai. Gedicht von May Regel. Musik von Martin Ausstandes auf Jahre hin ihre Kohlenaufträge nach Belgien Bombelte. Jm Mai. Voltslied. Saß von Morih Friedrich. vergeben. Ob der Friede über den Februar hinaus dauern Die Leiter der Arbeiter Gefangvereine werden freundlichst wird, ist zweifelhaft, denn mehrere Grubeneigenthümer er- ersucht, den Freien Sänger" mit in ihr Repertoir zu ziehen. flären sich schon jetzt mit Lord Rosebery's Lösung der Streit Die Verlagsbuchhandlung ist gern bereit, den Herren Dirigenten frage unzufrieden und schlagen vor, fich auf den Kampf im auf Verlangen eine Partitur zur Ansicht bezw. zur Prüfung zu nächsten Jahre durch die Bildung eines Fonds vorzubereiten, unterbreiten. illes der sie gegen Verluste versichert. Für das Schiedsgericht, das Literarischer Wegweiser. Auswahl empfehlenswerther Werke im Februar über die Lohnfrage entscheiden soll, wird Lords au ermäßigten Preisen. Berlin. Berlag: Arthur Maeter's Rosebery von der öffentlichen Stimme zum Vorsitzenden er- l Buchhandlung, Karific. 28. 89 do Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 29.1 November. Opernhaus. Don Juan. Schauspielhaus. Basantasena. Deutsches Theater. Zwei glückliche Tage. Berliner Theater. Chic. Leug- Theater. Der Andere. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Die Dragoner. Wallner Theater. High- life- Borstellung. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Meeanderplay- Theater. Maria Stuart. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppel- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago.or Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Aften v. Eugen Prudens. Musik von Adolf Wiedecke. Kouplets von Linderer. Regie: May Samst. Vorher: Die glücklich erfolgte Geburt einer| Tochter zeigt an Berlin, 27. November 1893. Frau August Enders. 4656 Große öffentl. Volks- Versammlung für Männer und Frauen Dem Gastwirth Karl Eichberg, am Mittwoch, den 29. November cr., Abends 8½ Uhr, Lindenstr. 51/52, zu seinem Wiegenfefte zum Schultheiß( Eiskeller), Chauffeeftr. 88. ein dreimal donnerndes Hoch! 474b Die Stammgäßte. Am 27. November starb nach langem, schwerem Krankenlager meine liebe Frau Bertha Jachmann, geb. Streich. band Die Beerdigung findet am Donnerstag, Tagesordnung: 1. Vortrag über Zweck und Nußen der Konsumvereine. Referentint Frau Alma Palm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Frauen find ganz besonders eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 390b Sozialdemokratischer Agitations- Club für den Osten Berlins. den 30., Nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Sonntag, den 3. Dezember, in Joel's Fest- Sälen, Zwölf- Apostel- Kirchhof in Schöneberg König Winter. Weihnachtsmärchen mit Gesang und Ballet in 2 Bildern von Dr. M. Heinzl. statt. Musik von Ferdinand Bauer. Regie: H. Hummel. d Kasseneröffnung 62 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Gastspiel des Herrn Dir. Franz Gottscheid. 3um 1. Male: Der Schlosser. Soziales Lebensbild in 5 Aufzügen von Franz Gottscheid. Etablissement Morig Morik National Theater. Lehmann auf Plaz. Buggenhagen. a. der Weltausstellung in Chicago. Vorher: König Winter. Theater Unter den Linden. Mikado. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Reichshallen- Theater.Spezialitäten- Konzert in den unteren RestaurationsWintergarten. Spezialitäten Vor stellung. Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Spezialitäten- dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versanimlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Taute. Schwant in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Pojje mit Gejang im 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 21. Male: Die eiserne Jungfrau. Bosse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Mufit von Louis Varna y. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau". " Wallner- Theater. Wallner- Theaterstr. 35. Letzte Woche Gastspiel Eden- Theater. Größtes phantast.- myfter. Etablissemen der Welt. Mittwoch, Nachmittags 4 Uhr, bei halben Preisen: Letzte Familien, Schülerund Kinder- Vorstellung. DEF 72 Uhr: Exquisite Vorstellung. Montre- Programm. 20 Nummern. 5 Attraktionen. Der Diamanten- Palast. Hydraulische Feerie in prachtvoller Ausstattung. Wasserfälle, Eisregen, Tableaux vivants Grandes Fontaines lumineuses. Die Zauber- und Geißterwelt. Der hervorragende Estamoteur der Gegenwart Direktör B. Schenk. Der Mann mit den Gummißingern hochkomische Spezialität. Die Metamorphose im Bagno. Luftwandlerin Miss Edith. Schalkenbach's elektrisch. Orchester. Jm Fluge durch die Welt. Schönheits- Galerie. Des Mädchens Tranm. Phantastische Scene. Barquet 2 M. u. f. w. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Rünstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet- KraftProdutt. m. 2 Pferden. Sbargulap, indisch. Jongleur. Brother Baretti, Ropf auf Kopf- Equilibriften. Hrn.Cordes, Gesangs- Humoristen. Mr. Edgar Jones, musit. Clown. Emmy Hoffmann's Flora- Truppe, 6 Damen. Clara Birkholz, RostümSoubrette. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntage 75 Pf. Entree: Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. American- Theater. Nen! Zwerchfellerschütternd! Nen! Die Gründung Roms in der Möckernstraße, soder: Die Rache bes Gänserichs. Hochkom. Burleste von Oscar Wagner. Parodie! Ulk! Humor! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anf. Wchtg. 71/2 Uhr. Sonnt. 61/2 Uhr. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: treat Theater- n. SpezialitätenVorstellung. Francis Era amañiatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Im vierten Stock. Charakterbild in 1 Akt. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. 2 Z Passage463b Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. ich der Kongreß- Kommission der TabakBei meiner Abreise von Berlin spreche arbeiter für die freundliche und liebevolle Aufnahme während des Kongresses meinen herzlichsten Dank aus. C. Paries, 464b Andreasstr. 21: II. Stiftungs- Fest Aufführung 460b bestehend in Concert, Theater Vorstellung, lebender Bilder und Tanz. Billets à 30 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Freiland. Delegirter d. Tabatarb. v. Parchim i. m. Mittwoch, den 29. d. M., Abends 9 Uhr, in den Concordia- Sälen, Andreasstraße. Grosse Versammlung. Sanssouci, Kottbuserstrasse No. 4 a. Jeden Donnerstag u. Sonntag: タラ Vortrag des Herrn Dr. Theodor Hertzka aus Wien über: Freiland und die Sozialdemokratie" mit daranschließender Diskussion. 472b Stettiner Sänger. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Anfang 8 Uhr Frauen- n. Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes Entree 50 Pf. Im Vorverkauf für Berlin und Umgegend. 40 Pf. Donnerstag, den 30. November, Abends 8% Uhr, im Lokale ( siehe Plakate). Bismards höhe, Bismarckstr. 80: Amüfantes Wander- Versammlung der Filiale Moabit. Programm. Unter anderem: Britton in diese Weiber!" Meysel als Eine geknickte Lilie". Bliemchen als Heinzius Regenwurm. Steidl als„ Sänger Trillerini". Freitag: Soiree in der Viktoriabrauerei. Castan's Tages Ordnung: 1. Vortrag von Frl. Wabnitz über:" Die Frau in der Gewerkschaft". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes.[ 412/18 findet Tellersammlung statt. Herren und Damen als Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten Die Bevollmächtigte. Schöneberg. Donnerstag, den 30. November, Abends 8 Uhr, im Saale der Schloßbrauerei: Panopticum. Große öffentliche Volks- Versammlung Ohne Extra- Entree. Die 17jährige Siamesin 99 Krao" der Uebergang vom Affen zum Menschen. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mittwoch, den 29. November, Abends 71/4 Uhr: für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom Kölner Parteitag. Berichterstatter: ReichstagsAbgeordneter Fritz Zubeil. 2. Disfusion. 3. Abrechnung des Vertrauens manns und Neuwahl eines Vertrauensmanns. 4. Neuwahl der Lokaltommission. 5. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Bf. erhoben. Die Vertrauensperson. 423/10 Soeben ist erschienen und durch alle Partei Buchhandlungen und Rolporteure zu beziehen: Gr. außerordentl. Borstellung. Sammlung sozialistischer Jugendschriften. U. a.: 6 Rappen und Karoussel von 30 Pferden, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Cyd, geritten von Herrn R. Renz. Maestro und der Steiger Alep, geritten von Frl. Oceana Renz. Die Post, mit 12 Pferden, geritten von Herrn Gustav. Zum 1. Male: Die gr. Hans Nöders Abenteuer. Von Theobald Werra. Tremplinsprünge v. d. besten Springern 32 Seiten mit 15 vorzüglichen Jllustrationen. der Gesellschaft. Zum 1. Male: Mr. Rodgers mit seinen neu erfundenen Luftapparaten. Gebrüder Krasucki, Geschw. Hoffmann, Mr. Lavater Lee u. f. w. Zum Schluß: 119 Preis 10 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Diese überaus fesselnde und spannende Erzählung ist eine der schönsten Weihnachtsgaben für das Kind des Arbeiters und gehört mit zu den ersten Panopticum. uldigungsgruß an Verlin. literarischen Erzeugnissen, welche den häufig geäußerten Wünschen der Partei50% f. incl. Theater. Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße darunter der Schußtanal der Kugeln des Viel Neues, durch deutschen Militär, fünf Körper Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pfg. 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Preußischer Finanzminiiter Miquel: Die Frage einer pro- gressiven Neichs-Einkommensteuer habe ich als Abgeordneter schon 1837 behandelt und bin zu denselben Konklusionen gekommen, die ich jetzt im Namen der verbündeten Regierungen darlege. Ich persönlich bin der Meinung, daß ein staatsrechtliches Hinderniß für eine Reichs-Einkommenstener nicht vorhanden ist, aber eine solche Steuerreform ist jetzt unzulässig und undurchiührbar. Die Mehrheit der Bundesstaaten hat allerdings direkte Einkommen- steuern, aber eine Reihe anderer Bundesstaaten kennt Ein- kommensteuern überhaupt nicht, darunter sind sehr bedeutende größere Bundesstaaten. Man könnte Zuschläge zu den einzel- staatlichen Einkommensteuern erheben, ivas aber in den zuletzt bezeichneten Staaten nicht möglich wäre; diese müßten erst ge- zwungen werden, ihr Steuersystem umzugestalten; Bayern, Württem- bcrg und Mecklenburg würden dahin gehören. Das wäre ein Eingriff in das innere Wesen der Einzelstaaten, welches sich mit dem Inhalt der Reichsverfassung, mit dem Föderativsystem kaum vertrüge. In den andern Staaten würden aber auch Schwierigkeiten ent- stehen, wenn nicht erst sämmtliche Einkommensteuern gleichmäßig geordnet würden. Sollen die einzelstaatlichen Beamten die Ein- schätzung vornehmen oder etwa besondere Reichsbeamte? In zedem Falle würde eine ganze Behördenorganisation geschaffen werden müssen, so daß von der Selbständigkeit der Einzelstaaten nichts übrig bleibt. Soll das Reich auch noch die direkten Ein- nahmequellen aussaugen, welche den Einzelstaaten allein noch übrig geblieben sind? Da sind wir an der Grenze des Födera- lismus angekommen. Wer zahlt denn die direkten Steuern? Gewiß auch die Reichen; aber 97 pCt. aller Steuerzahler haben in Preußen 999— 8500 Marl Einkommen; nur 3 pCt. sind die Reichen, die man gern treffen möchte. Wenn ein Familien- vater, der viele Kinder hat, nicht raucht, aber doch steuern muß, trifft ihn das nicht viel härter, als wenn ein junger Mann später statt 5 Zigarren nur 4 täglich raucht? Der Wein ist in 4/5 Deutschlands ein Genußartikel der wohlhabenden Klassen; der minder Bemittelte wird also durch die Besteuerung des Weines weniger getroffen als durch die Einkommensteuer. Wenn der Weg der direkten Steuern praktisch nicht gangbar war, schon deslzalb, weil im Bundesralh keine Mehrheit dafür zu finden war, dann war keine indirekte Steuer zu finden, welche besser die Worte des Reichslanzlers wahr machte, daß die nothwcndigen Lebensmitteln nicht besteuert werden sollen. Wen» der Branntwein mit 299 pCt. seines Werlhes besteuert, das Bier in einem Theile Deutschlands sehr stark herangezogen ist und der Versuch vergeblich war, es in Norddeutschland heran- zuziehen, dann lag nahe, den Wein zu besteuern, der von Reichs- wegen nicht besteuert wurde, wenigstens diese Frage dem Reichs- tage vorzulegen. Die Frage der Einführung einer Wehrsteuer ist auch erörtert worden, aber man mußte sich sagen, daß es bei einer einfachen Kopssteuer für den vom Militärdienst Befreiten nicht bleiben könne, man müsse die Eigenthumsverhältnisse in Betracht ziehen find dabei kommt man auf die Einkommensteuer zurück. Die vom Militär Befreiten sind aber nicht alle gleich; ein Theil ist vollständig arbeitsfähig, viele aber sind mehr oder weniger erwerbsunfähig. Welche Skala von Steuerstusen müßte da aufgestellt werden! Es bleibt nichts übrig, als die Deckung der Ausgaben, die beschlossen sind, um die Unabhängig- keit und Ehre Deutschlands zu verbürgen, die also nicht aus die Einzelstaalen abgewälzt werden können, durch indirekte Steuern. (Hört! Hört! links.) Ich werde abwarten, welches andere Steuer- objekt die Herren uns zeigen werden. Die Erbschaftssteuer halle ich in Preußen beansprucht, aber nur ein kleines Zipfelchen der- selben; die Erbschajtssieuer sollte nur zur Kontrolle dienen und der Widerstand war ein so einstimmiger, daß ich mich überzeugte, diese Erbschaftssteuer ist nicht durchzubringen. Die Ursache des Widerstandes war, daß das Vermögen eigentlich nicht als individuelles Eigenthum des Erblassers betrachtet wurde, sondern als Eigcnlhum der Familie, sodaß man an ein eigentliches Erben gar nicht denkt, solange das Vermögen in der Familie bleibt. Ein weiterer Grund bestand darin, daß die Erbschaftssteuer, wenn sie hoch ist, Deszendenten und Aszendenten und Ehegatten trifft, eine der drückendsten Steuern für die deutschen Ver- hällnisse. Das ist ein scharfes, hartes Wort, und es könnte viel- leicht einmal wider mich gebraucht werden. Aber ich spreche eS mit voller Ueberzeugung aus. In 89 Fällen aller Erbfälle wäre die Lage der Kinder schlechter, wenn sie die Eltern verlieren, weil die Kinder meist auf den eigenen persönlichen Verdienst des Vaters angewiesen sind; ein großes Vermögen ist selten vor- Händen. Bei großen Vermögen drückt die Steuer nicht und ist einfach zu erheben. Wenn eine deutsche Erbschaftssteuer 49 Millionen Mark ergeben sollte, müßten die Erbschaften unter den nächsten Verwandten mit mindestens 2 pCt. Steuer belegt werden. Angenehm ist die Lage des Finanz- Ministers nicht, der für beschlossene Ausgaben die Deckung zu finden hat. Ich bitte Sie, andere Steuern vorzuschlage», welche mehr die wohlhabenden Klassen treffen.(Zuruf: Liebes- gäbe!) Tie jetzige Tabaksteuer hat den inneren Tabakbau belastet und seine Entwicklung im fiskalischen Interesse gehindert. Die neue Tabaksteuer entlastet den Tabakbauer, sie vermindert den Konsum nicht so, wie die brutale Gewichtsteuer. Die jetzige Steuer traf bei ihrer Einführung den Massenkonsum, der natür- lichizurückgehen mußte. Durch die Werthsteuer mag der Konsum sich von oben nach unten verschieben; der Nachweis, daß eine wesentliche Konsumverminderung eintritt, kann nicht geführt werde» durch die übertriebene» agitatorischen Behauptungen der Interessenten. Die 58—69 Millionen für die Militärkosten werde» Sie nicht decken können ohne die Tabaksteuer. Wenn wir die Lebensmittel besteuern, glauben Sie, daß ein Genußmittel, welches man entbehren kann, dessen Gebrauch ini Uebermaaß— ich weiß es von mir selbst— höchst schädlich ist(Heiterkeit), nicht besteuerungsfähig ist? Wenn Frankreich, England und alle andern Staaten dieses Ge- nußmittel besteuern, glauben die Herren Fabrikanten, die der Vorlage ihr Interesse in lebhafter Agitation entgegengestellt haben. daß man sich mit einer Steuer von 1 M. pro Kopf aus die Tauer begnügen wird? Ein Fabrikant hat erklärt, er dürfe es nur nicht offen sagen, aber so schlimm, wie es dargestellt würde, würde es wohl nicht werden(Zuruf des Abg. R r ch t e r: Das war wohl ein Kommerzienralh!). Nein, das war kein Kommerzien- rath. Vorläufig halte ich mich an den Gedanken, daß die Mehr- kosten der Militärvorlage in zweckmäßiger Weise gedeckt werden von diesem Reickstage, der verantwortlich ist für eine zweckmäßige Finanzgebahrung sim Reiche und für eine ge- deihliche Entivicklung der Finanzen der Einzelstaaten.(Beifall rechts.) Abg. Richter(Freis. Volksp.): Die Auslegung der Sympalhiebekundung in der Thronrede ist eine durchaus irr- thümliche; denn im Südwesten, welchen der Kaiser durchreiste. sind die Stimmen gegen die Militärvorlage noch stärker ver- treten gewesen als im übrigen Deutschland; man könnte sonst die Kundgebung auch auslegen als eine Begeisterung für die Sleuervorlagen, die gerade den Südwesten betreffen. Es giebt Tausende von Offizieren, deren Lebenslauf mehr dem gleicht, der uns entrollt ist in den Denkwürdigkeiten des Grafen Moltke. Aber man gewinnt den Eindruck, als ob es sich doch nicht um eine einzelne Erscheinung handelt, sondern als ob die Personen sich überall zeigen in Garnisonen der Kavallerie- Regimenter. Die Wucherer und Falschspieler sind verurtheilt vom Gericht. Der Kriegsminister stellt die Sache so dar, als wenn er sagen wollte: Was geht das den Reichstag an? Das Militär geht de» Sieichstag sehr viel an, in Geldsachen mehr als uns lieb ist; besonders auch das Reitinstitut in Hannover, dessen Erweiterung uns angesonnen ist. Offiziere, die an dem Prozeß betheiligt waren, sind noch in ihren Stellungen und einzelne sind sogar bald nachher zum Ehrendienst befohlen gewesen bei der kaiser- lichen Hofjagd. Die Offiziere haben in engster Vertraulichkeit mit den Wucherern und Spielern gelebt, und zwar Osfiziere, die sonst so exklusiv sind, daß sie in ihren Regimentern keinem Bürgerlichen Aufnahme gewähren. Offiziere sind betheiligt ge- wesen an diesem Treiben, deren Väter in Synoden entrüstete Resolutionen angenommen haben gegen die Zügellosigkeit der Jugend. Freilich allzu schlimm darf die Regierung die jungen Leute nicht anfassen, denn sie duldet ja unter dem Adler die An- preisung des Lotteriespiels, welches nicht nur mit der Kolonial- Politik,' sondern auch mit dem königlichen Schlosse und sogar mit dem Nationaldenkmal des Kaisers Wilhelm I. ver- knüpft worden ist.(Zustimmung.) Beim Lotteriespiel fängt die Verführung an, sie setzt sich beim Totalisator fort und endigt schließlich bei dem ollen ehrlichen Seemann.(Heiterkeit.) Wenn wir Parleipolitik treiben wollten, könnten wir den Mehrheitsparteien sagen: da habt Ihr die Bescheerung, Ihr habt es ja nicht anders gewollt; seht nun zu, wie Ihr mit dem Steuerbouquet fertig werdet. Wer nicht hören will, muß fühlen! Das trifft hier nicht j», denn die Steuern treffen leider auch diejenigen, welche gegen die Militärvorlage gestimmt haben, und das verpflichtet uns zuzusehen, daß die Lasten sich nicht drückender gestalten als nothwendig ist. Die Rede des Finanzministers geht davon aus, als ob es selbstverständlich sei, daß 199 Millionen Mark durch Steuern gedeckt werden müssen, als ob es sich nur um die Auswahl der Steuerraten handelte. Es muß doch erst untersucht werden, was eigentlich nothwendig ist. Der Herr Schatzsekretär meinte freilich, die Steuern seien nothwendig, weil die Regierung sie fordert; sie würde doch nicht ohne Roth sich dem Kreuzfeuer der drei Interessengruppen aussetzen. Diese Unannehmlichkeit des Kreuzfeuers geht vor- über; sind die Steuern aber bewilligt, dann hat der Reichstag die Verantivortung auf seinen breiten Rücken zu nehmen. Es werden jetzt 69 Millionen für die Heeresvorlage und 49 Millionen für die Reichs-Finanzreform verlangt. Die frühere Regierungs- vorläge verlangte 58 Millionen; durch Antrag Huene sind 9 Millionen Mark weniger nothwendig geworden, es sind also nur 49, nicht 69 Millionen nothwendig und 7 Millionen Kosten, nach dem Antrag Huene 19 Millionen, sollten erst nach und nach entstehen, so daß nur 46 Millionen höchstens erforderlich sind. Um die weiter entstehenden Kosten brauchen wir uns heute noch nicht den Kops zu zerbrechen. Wie kommt man dazu, die Kosten dauernd zu verlangen, ivährend die Heeresvorlage nur für fünf Jahre bewilligt und die Finanzreform auch nur auf fünf Jahre berechnet ist? Herr Miquel sprach nur von der Deckung der Kosten der Heeres- vorläge; es sollte mir lieb sein, wenn er etwa die Vorlage über die Finanzreform angesichts der Stimmung des HaufeS schon aufgegeben hätte; dann hätten wir uns jetzt nur über 69 Millionen zu unterhalten, und auch eine solche Forderung steht noch in vollem Widerspruch zu den Untersuchungen, welche wir in der Militärkommission angestellt haben. Freilich sind dem jetzigen Schatzsekretär die Auslassungen seines Amts- Vorgängers sehr unangehm, weil derselbe erklärte, daß weitere Steuern nicht nothwendig seien, daß man erst abwarten müsse, welche neuen Ausgaben entstehen. Sehr dankenswerth sind die Tabellen, in welchen der damalige Schatzsekretär nachweist, welche MehreinnahmSn die vorhandenen Einnahmequellen abwerfen werden; es sind da 114 Millionen Mark in dieser allerdings jetzt sehr uitbequemen Tabelle vorgerechnet. Diese Berechnung ist keine optimistische gewesen; sie beruht auf den Erfahrungen, welche wir im Laufe der Jahre gemacht haben, die sich vollständig be- währt haben, wie die gestrige Finanzübersicht des Reicks-Schatz- sekretärs bezüglich der Einnahmen der Post, der Eisenbahnen und der Zuckersteuer ergiebt. Auf diesen 114 Millionen Mark lasten allerdings 23 Millionen Mark wahrscheinlicher Mehrausgaben, für die Jnvaliditäisversicherung jc., es bleiben immer noch mehr als 89 Miillionen Mark. Welche Veranlassung haben wir also, für künftige mögliche Ausgaben jetzt schon Steuern zu bewilligen? Das würde keine sparsame Wirthschast sein, das würde pro- voziren zur leichtsinnigen Bewilligung neuer Ausgaben. Es handelt sich nur darum, den Einzelstaaten die Aussicht auf die künftige Mehreinnahme abzukaufen und 49 Millionen neuer Steuern auf Vorralh zu schaffen. Wenn man die neuen Steuern hat und nachher die Neueiunahmen dazu kommen, werden dann die Steuern zurückgegeben werden? Keineswegs! Sie werden ja für die Dauer verlaugt. Wir sind der Meinung, daß es über- Haupt keiner neuen Steuerbelastung für die Heeresvorlage bedarf, daß sie gedeckt werden kann durch die Beseitigung der bestehenden Steuerprivilegien, der Liebesgabe der Brenner.(Lachen rechts.) Ehe diese Privilegien nicht beseitigt sind, werden wir uns aus keine neuen Steuern einlassen. Die schlechten wirthschastlichen Verhältnisse, unter denen die Einzelstaaten leiden ivie das Reich, wären schon längst vorüber, wenn die Industrie nicht immer wieder beunruhigt würde. Dip Eisenbahnen in Preußen haben schon erhebliche Mehreinnahmen auf- zuweisen iirolge der neuen Einnahmen für die Bahnsteig- karte», der Zuschläge für die Benutzung der Harmonikazüge und der Einnahmen aus SHnzeigen. Die Betriebseinnahmen sind schon jetzt 59 Millionen Mark höher als im vorigen Jahre, geben also einen Ueberschuß von 89 Millionen, da der Etaisansatz für das laufende Jahr um 29 Millionen höher ist als die Jsteinnahme des vorigen Jahres. Der Amtsvorgänger des Herrn Schatz- sekretärs hat schon in der Militärkommission erklärt, daß für das Jahr 1894/95 besondere Schwierigkeiten vorliegen; er hat uns also gewarnt, uns nicht durch das Aussehen dieses Etats verlocken zu lassen zu S teuervorlagen. Die ungünstigen Umstände bestehen darin, daß die Zolleinnahmen infolge der Handels- vertrüge keine Steigerung auswiesen, daß der Zinsenbedars für die im vorigen Jahre bewilligte Anleihe jetzt in den Ausgaben erscheint; ferner sind die Einnahmen berechnet nach dem Durchschnitt der Jahre 1899/91/92; der Durchschnitt ist ungünstig wegen der schlechten Ernte und wegen der Choleragefahr in den bezeichneten Jahre». Die hohen Preise infolge der Fulternoth fallen ebenfalls ins Gewicht, aber daraufhin kann man nicht dauernde Steuervor» lagen begründen. In dem Etat sind z. B. bei den Reichseisen- bahnen extraordinäre Ausgaben, die man sonst aus Anleihen ver- weist, aus lausenden Mitteln gedeckt. Hat man das im Reichs- schatzamt nicht entdeckt? Sparsamkeit hat man nicht geübt im Marineetal und im Mililäreiat. Für die Indienststellung u. f. w. sind neue Ausgaben eingestellt. Die Kritik des Herrn Bebel hat der Herr Staatssekretär im Marineamt als eine persönliche Beleidigung der Schiffe aufgefaßt(Heiterkeit); er meinte, wenn die alten Schiffe nicht genügend seien, sollten wir neue bauen lassen. Die Kritik richtet sich aber gegen die ganze Klasse der Panzersahrzeuge, und diese ketzerischen Ideen sind nicht blos bei den Sozialdemokraten vorhanden, sondern in sehr weiten Kreisen Mau fragt sich, ob die großen Schiffskolosse wirklich die Kosten lohnen, welche darauf verwendet sind. Die neuen Schiffsbauten werden bezeichnet als bestimmt„zum Er- sah"; aber die Schiffe, als deren Ersatz die neuen Schiffe dienen sollen, schwimmen ruhig weiter. Unsere Kolonialpolitik löst sich allmälig in einen fortdauernden militärischen Guerillakrieg auf. Der Kaufmann und Bureaukrat sind vollständig zurückgetreten; der Offizier steht im Vordergrund. Trotzdem das Kulturleben in den Kolonieen keinerlei Fortschritte macht(Widerspruch rechts), wachsen die Kosten immer mehr. Man sollte einmal prüfen, ob die Kolonialschwärmer auch mehr Geld auszugeben bereit sind. Man möchte die Kolonieen unter den Schutz der Missionen stellen; man weiß ja auch, warum? Die Sparsamkeit besteht darin, daß man die laufenden Mittel zur Deckung extraordinärer Ausgaben heranzieht. An Neubauten wird jetzt überall bei der Zivilverwaltung gespart: Alte Gesängnißbauten, Kliniken und ähnliche Gebäude werden trotz der schlimmsten Verhältnisse nicht umgebaut, aber die Mtlitärbauten wachsen an. Fünf Garnisonkirchen sind im Bau und es sollen noch 2 in Angriff genommen werden. Wir find überhaupt gegen die Trennung von Zivil und Militär. Jetzt will man neue Dienstwohnungen, neue Kadetten« und Kriegsschulen bauen; 21 neue Kasernen sollen gebaut werden. Seit Langem haben wir keinen Kasernirunasplan mehr, weil die Militärforderungen sich überstürzt haben. Man läßt sich Anleihen bewilligen, aber 1392/93 sind 176 Millionen Mark garnicht ver- braucht worden, sondern werden als Restausgaben behandelt. Daneben steigt der Pensionsetat ganz erheblich, erheblicher, als die Regierung früher angenommen hat. Ueber 799 Generale sind bereits pensionirt; ferner 3699 Stabsoffiziere und 33 Admirale bei der Marine. Jeder Etat ist der Ausdruck des herrschenden Systems, welches wir nicht ändern können; deshalb können wir auch den Etat nicht gründlich umgestalten. Die Haupt- fache der Initiative liegt immer bei der Finanzverwaltung. Schon seit Jahrzehnten hat man einen selbständigen Finanzminister verlangt. Seitdem ist der Etat und die Schuld angewachsen, aber von irgendwelcher organischen Reform ist nicht die Rede gewesen. und wo will man sie anders durch- setzen, wenn nicht bei den Steuern. Wir entbehren noch einer dauernden Rechnungskontrolle. Auch die Finanzminister der Einzelstaaten könnten anders wirksam sein, als es jetzt der Fall ist. In ihrem Lande sind sie sehr knauserig gegenüber den anderen Verwaltungen, im Reiche aber sorgen sie meist nur für die nöthigen Einnahmen, aber man hört niemals eine Kritik eines Finanzministers gegen die steigenden Ausgaben. Die Ausgaben werden rücksichtslos gesteigert für Militär, Marine. Kolonien und Dampfersubventionen. Rücksichtslos ist auch das Verfahren bei der Ausarbeitung der neuen Steuer- vorlagen. Wenn wir einen unglücklichen Krieg gehabt hätten, dann würde ich mich nicht entschließen, dem Volke ein solches Steuerbouquet zu präsentiren. Die Stempelsteuern gehen über alles Maß hinaus. Ein Checkgesetz wird vorbereitet, aber man führt einen Cbeckstenipel ein um lumpige 599999 M. Das sicherste Mittel gegen den Wucher ist die Baarzahlung, aber man besteuert die Quittungen; man befiehlt gesetzlich, eine Abrechnung zwischen Gläubiger und Schuldner von Zeit zu Zeil vorzunehmen und jetzt stellt man solche Abrechnungen unter die Strafe einäs Stempels. Auf jede durchgreifende Reform der Eisenbahntarif.? müssen wir infolge des Druckes des Finanzministers verzichten; hier besteuert er den Frachtverkehr mit 7 Millionen Mark und zwar wird gerade der Kleinverkehr belastet. Die Tabak- fabrikanten werden ja schlimmer behandelt als ehemalige Zuchthäusler, die unter Polizei-Aufficht stehen. Nicht blos im November v. I. hat man erklärt, daß auf den Tabak verzichtet würde; nein am 26. Mai ist das wieder erklärt worden. Die Wähler sind also getäuscht worden, sonst wären die Wahlen wohl anders ausgefallen.(Zustimmung links.) Eine solche steuertechnische Mißgeburt, ivie die Weinsteuer, ist mir überhaupt noch nicht vorgekommen. Den Einzelstaaten sollen 49 Millionen zugewendet werden, aber Sie nehmen den Einzelstaaten die Atittel weg, indem Sie die Weinsteuer nehmen. Ueberilassen Sie es den Einzelstaaten selbst, diesen Quittungsstempel einzuführen. Warum muß das Reich dieses Odium aus sich nehmen? Können die Einzelstaaten nicht die Tarife ihrer Eisenbahnen selbst er» höhen? wozu brauchen sie erst den Umweg über das Reich? Der Schatzsekretär hat seine gestrige Rede damit ge- schloffen, daß diese Steuerprojekte dem Wortlaut und Gedanken der Reichsverfassung entsprächen. Das Gegentheil ist der Fall. Die Ausgaben des Reichs werden gedeckt durch die Matrikularbeiträge und Zölle, soweit Reichssteuern nicht bestehen. Dieses Wort: „Reichssteuern" ist zugefügt worden auf ein Amendement der liberalen Parteien unter Führung des Herrn Miquel. Wen.» Herr Miquel seit 1859 sich gewandelt hat, muß er sich auch seit 1867 gewandelt haben.(Heiterkeit.) Das Projekt einer Reichs- einkommensteuer ist vorbereitet worden in den siebziger Jahren, z. B. auch unter Mitwirkung des Herrn v. Minnigerode. Verwahrung muß ich daher einlegen dagegen, als ob die Reichs- einkommensteuer mit der Verfassung in Widerspruch stände. Niemand ist es bei der Schaffung der Verfassung in den Sinn gekommen, daß die Einzelstaaten, statt einen Zuschuß zu zahlen, einen Ueberschuß vom Reiche erhalten sollen. Man hätte es damals als eine tiefe Schädigung des Reichsgedankens bezeichnet, die minder wohlhabenden Klassen durch indirekte Steuern zu belasten, um den Einzelstaaten ihre Finanzen zu verbessern x das ist ein neuer Kurs, keine Rückkehr zur alten Finanzpolitik des Reichs; das ist die Ueberschußpolitik, die seit einiger Zeit getrieben wird, die Ueberforderung von neuen Steuern, die fort- gesetzt zu einer Steigerung der Steuerlast führt, ohne der Finanz- noth ein Ende zu machen. Wir werden, so lange unsere Kraft reicht, Widerstand entgegensetzen der Finanzreform, sowie allen neue» Steuern.(Beifall links.) Staatssekretär Gras v. PosadowSky: Wenn die Finanz- reform-Vorlage angenommen wird, dann wird die Finanz- Verwaltung und auch das Recht des Reichstags gestärkt. Bei der Annahme der Vorlag» aber wird entschieden werden müssen, auf welche Jnteressenteugruppen sich die Lasten vertheilen sollen. Herr Richter spricht von einer Einnahmesteigerung von 114 Millionen. Ein Theil der neuen Einnahmen gehört gar nicht dem Reiche, sondern den Einzelstaaten, so daß wir sie nicht einfach nehme» können. Herr Richter suchte nachzuweisen, daß die Ausgaben zu hoch, die Einnahmen zu niedrig veranschlagt seien, um Stimmung für die Steuervorlagen zu mache.». Tie Zölle haben einen Minderertrag ergeben und müssen vor.- sichtig behandelt werden; bei den Stempelsteuern wird sich kaum der Etaisansatz erreichen lasfen. Gegen die Steuervergünstigung eifert man mit großem Nachdruck. Meine Herren! Wenn Sie auch nur zwei Jahre unter den schlechten Verhältnissen des Ostens auf einem Gute gelebt hätten, so würden Sie ganz anders dar- über denken. Jever sucht seine Scholle zu verkaufen, und die Zahl derer, welche Landbesitz erwerben, nimmt immer mehr ab; das ist kein guter Zustand für unser Vaterland. Die Kartoffel wird gebaut, wo nichts anderes mehr gebaut werden kann. Wer- 1 stattgefunden hätte, so wäre das an sich schon ein Vortheil| Tantièmen 132 286 m. gezahlt, so daß der ganze Gewinn dem den die 40 Millionen der Brennerei entzogen, so würden viele gewesen. Wenn die Kleinkapitalisten auf die hohen Zinsen nach über eine Million, also fast 95 pet. beträgt. Betriebe ganz geschlossen und der Zuzug vom platten Lande in nicht verzichten wollen, dann mögen sie wenigstens etwas die Städte noch vermehrt werden. Interessant wäre es, zu erfahren, welche Löhne bei diesem ( Zustimmung rechts.) in den Säckel des Reiches opfern für ihre Geschäfte an der horrenden Gewinn von Es ist nicht richtig, daß die Marine- Ausgaben besonders Börse. Hoffentlich wird die Abneigung der Sozialdemokratie Die Bilanz weift 52 030,93 Mark dafür auf. der Gesellschaft gezahlt werden? Das er hoch bemessen sind. Wenn man die einzelnen Jahre gegen die Börsensteuer dazu beitragen, alle anderen Parteien der gäbe einen Wochenlohn von 1334,13 Mark für die gesammte untereinander vergleicht, so ergiebt sich das Gegentheil. felben freundlich zu stimmen. Die einzige Frage, wo wir wirthschaft- Arbeiterschaft. Wenn dieselbe nur 50 Mann beträgt, so würden Herr Richter ist auf die Steuervorlagen eingegangen und hat lich uns verbessern können, ist die Währungsfrage.( Unruhe links.) nicht ganz 27 M. auf den einzelnen Arbeiter entfallen, was von der läftigen Kontrolle bei der Tabaksteuer, von der Polizei- Die Statistit weist nach, daß mit dem Sinten des Silberwerthes alle angesichts des kolossalen Gewinnes als gering bezeichnet werden aufsicht und von Tabaksklaven gesprochen. Diese Bestimmungen Waarenpreise gesunken sind. Dagegen muß eingefchritten werden. müßte; doch ist die Arbeiterschaft wahrscheinlich größer, so daß find alle dem Branntwein, dem Brausteuer- und dem Zucker- Jedenfalls können wir über die Währungsfrage nicht so leicht der Durchschnittslohn noch geringer ist. steuer- Gesch entnommen; ich habe aber nicht gefunden, daß man hinweggehen. Schutzölle allein helfen der Landwirthschaft nicht damals dagegen opponirt hätte. Die Quittungen über Beträge gegenüber den niedrigen Preisen. Wenn wir uns auch in den den 19. Theil, von der vertheilten Dividende den 13. Theil, so Der ganze Lohn beträgt von dem Gesammtgewinn noch nicht unter 20 Wt. ſollen ſteuerfrei ſein, und alle diejenigen Perſonen nächſten Tagen vielleicht fireiten werden, ſo ſollten wir doch dafür das einer für die Arbeiter ausgegebenen Mark 13 für die find befreit, welche unter der Invalidenversicherung stehen. Der sorgen, daß es nicht heißt: Die Protestanten und Katholiken Aktionäre entsprechen. Aber das ist nur recht und billig; denn Konsumirückgang beim Tabak wird in der Presse immerfort be- streiten sich und die Juden- Schutztruppe von Rickert bis Singer diese haben ja auf den Genuß des Aktienkapitals von hauptet als eine Folge der neuen Tabaksteuer; er wird aber macht die Musik dazu.( Gelächter links. Heiterkeit und Zu 1365 000 m. während der ganzen Zeit verzichtet. gar nicht eintreten in der berechneten Höhe von 27 pet., sondern stimmung rechts.) Die Regierung rechnet nur auf einen Rückgang von 1/16 bis 1/12. denke, welche Summe von Genuß die Herren sich dafür hätten schaffen können. Und all' diese Genusse haben sie nicht Wenn der Branntivein herangezogen wird, warum soll das Genur entbehrt, sondern sogar noch ihr Kapital bei dem Unternehmen tränt der Wohlhabenden, der Wein, nicht herangezogen werden. ristirt. Da darf natürlich der Entbehrungslohn und die Nisito ( Beifall rechts). prämie nicht flein ausfallen. Aber was wollen wir denn? Das Aktienkapital besteht ja aus 1000 Stüd à 1000 m., welche an die Firma Soenderup u. Co. für das Recht der Ausnutzung des Patents gegeben sind, aus 65 Stück à 1000 m., welche die Firma Lindheim u. Co. als einmalige Abfindung erhielt, weil sie ein Recht auf 10 pCt. des Reingewinnes befaß, aus 297 Stüd erhielt, und nur, wie der Prospekt der Gesellschaft befagt:" Die à 1000 m., welche in ähnlicher Weise die Firma Selten u. Co. restlichen 3000 m. Attien wurden bei der Errichtung der Gesellschaft durch Baarzahlung gedeckt". Direktor des Reichs Postamts Fischer bestreitet, daß die Postverwaltung es an Fürsorge für ihre Beamten irgendwie fehlen läßt, es sind entsprechend der Hebung des Verkehrs auch mehrere Tausend neue Stellen etatsmäßig eingebracht worden. Darauf wird die Debatte vertagt. Persönlich bemerkt Abg. Dr. Schulz Lupit, daß der Vorwurf des Herrn v. Frege, er habe jemand verdrängt, nicht zutreffend sei. Er sei verdrängt worden, seine Wähler hätten ihn nunmehr wiedergewählt, und er hoffe, nunmehr hier noch lange seine Pflicht zu erfüllen. Finanzminister Miquel: Herr Richter hat behauptet, daß ich die Befugniß des Reichs, direkte Steuern zu erheben, in Zweifel gezogen hätte; ich habe wörtlich das Gegentheil gesagt. Herr Richter hat mich entweder nicht verstanden oder meinen Ausführungen einen andern Sinn untergelegt. Seit 1871 ist nur einmal der Versuch gemacht worden, eine direkte Reichseinkommensteuer einzuführen. Der Antrag hat aber 1887 gar feinen Boden Abg. Böckel( Antisemit) fragt, ob der von ihm gestellte gefunden. Wir halten die Frankenstein'sche Klausel aufrecht und schleunige Antrag wegen der Entlassung des Abg. Ahlwardt aus inodifiziren sie nur bezüglich der Zölle für die Zeit von 5 Jahren. dem Gefängnisse nicht bald zur Berathung gestellt werden könne; Wenn Herr Richter sich auf den Boden der Verfassung stellte, müßte bleibe er in der Reihe der Initiativ- Anträge, so tomme er viel er die vollständige Aufhebung der Klaufel verlangen. Herr Richter leicht erst zur Berathung; wenn Herr Ahlwardt schon entfagt, wir wollen jetzt Steuern in Vorrath beschließen. Ich kann lassen sei. mich nur wundern, daß Herr Richter so sehr vorbeisieht. Die verschiedenen Ressorts haben gegen die Reform die aller größten Bedenken. Die Gefahr, daß die Ausgaben gesteigert werden, ist vorhanden, wenn man immer parate Mittel hat. Die Matrikularbeiträge sind solche paraten Mittel und die Aus gaben werden sehr leicht gesteigert, wenn man die Kosten nicht selbst zu bezahlen hat. Wo ist ein Staatswesen von dauerndem Bestande gewesen, welches seine Einnahmen deckte, um den alten Ausdruck zu gebrauchen, durch Römermonate. Wir wollen, daß die Frage, ob das Reich eine eigene Finanzverwaltung hat, entschieden wird nicht nach Macht, sondern nach Recht und Billigfeit. Wir wollen eine friedliche und billige Auseinandersehung, wir wollen nicht das Interesse des Reiches den Interessen der Einzelstaaten voranstellen. Wir wollen die Einzelstaaten sichern. Abg. v. Frege( dt.): Ich habe zunächst das Bedürfniß, den Dant gegen die Vorsehung auszusprechen für die Rettung des Reichstanzlers vor dem infernalischen Attentat.( Unruhe links.) Ich muß dann auch auf den Spielerprozeß fommen. Gin Telegramm an ein russisches Blatt theilte mit, daß eine besondere Polizei- Abtheilung eingerichtet werden folle, um die Spieler zu Der Magistrat hat bei der Stadtverordneten Versamm beachten und die Offiziere follten auf ihr Wort verpflichtet werden, lung die Genehmigung eines einmaligen Beitrages von 300 M. verbotenes Spiel anzugeben. Ich glaube, selbst Herr Nichter, an die Fachschule des hiesigen Fachvereins für Maler beder sich fehr objektiv ausgesprochen hat, wird diese imfame Schwächung antragt.o eines Standes, auf den Deutschland besonders stolz zu sein alle = Präsident v. Levehow: Dadurch, daß der Antrag als ein schleuniger bezeichnet ist, ist er noch kein schleuniger, sondern wird es erst, wenn das Haus ihn dazu erklärt, oder wenn man ihn auf grund der Geschäftspraxis für einen solchen ansehe. Ich kann dem Vorredner daher nur anheimstellen, wenn es ibm beliebt, zu beantragen, daß sein Antrag auf die Tagesordnung gestellt werde. Abg. Böckel beantragt, seinen Antrag schon morgen zu verhandeln. Bei der Abstimmung wird dieser Antrag gegen die Stimmen der Antisemiten, weniger Zentrumsleute, der Sozialdemokraten und des konservativen Abg. Jakobskötter abgelehnt. Echluß nach 5/2 Uhr. Nächste Eizung Mittwoch 1 Uhr. ( Fortsetzung der Etatsberathung.) d aredod diam by br depresiimmon -And Lokales. " " Man handen, sondern so hoch wurde das Recht der Ausnutzung geAlso 1 362 000 m. waren als realer Werth garnicht vorschätzt. Dieses Geld fonnte also weder verloren noch genossen, d. h. verjubelt werden, und nur 3000 M. wurden baar riskirt. Das thut aber nichts. Der ungeheure Gewinn von mehr als einer Million ist doch nur Risikoprämie und Entbehrungslohn. liche Mißhandlungen durch die Poliere bisher nicht wieder verVom Domban find weitere Klagen der Arbeiter über körperlautbar geworden. Auf unsere Notiz vor einigen Wochen hin haben, was im Interesse der dort Beschäftigten nur scheint sich die Bauverwaltung denn doch ins Mittel gelegt zu ist. Wir möchten nunmehr Gelegenheit nehmen, auf einen anzu begrüßen deren Uebelstand aufmerksam zu machen. Die Arbeiter sind ge= halten, Getränke und etwaiges Bubrot vom Platzbudiker zu ent nehmen, da ihnen ein Verlassen des Bauplatzes während der Arbeit und der Pausen untersagt ist. Der Budiker giebt auch Blechmarken aus. Jedenfalls infolge des Umstandes, daß er einer Konkurrenz nicht ausgesezt ist, leistet er in bedeutend der Lieferung alles geringeren als des üblichen Maßes das Möglichste. Nicht nur benutzt er sehr fleine Bierflaschen, kaum ein viertel fast den Finger ab, auch die Qualität der Waare läßt nach Liter fassend, nicht nur schneidet er sich beim Wurstverkauf Meinung der Arbeiter viel zu wünschen übrig. Da der Mann teinerlei Risiko ausgesetzt ist, denn kein Arbeiter darf am Zahltag den Play verlassen, ehe er nicht die entnommenen Marken bezahlt hat so wäre es wohl nicht mehr als recht und billig, daß er auch angehalten würde, preiswerthe Waaren zu führen und das übliche Maß inne zu halten, umſomehr, als feine Beschneidungskünfte arme, schlecht gelohnte Erdarbeiter treffen. Oder aber man gestatte diesen während der Pausen das Konkurrenz dem Herrn bald Mores lehren. Leider sind die Verlassen des Bauplatzes. Dann würde die in der Nähe wohnende meisien Arbeiter gezwungen, Blechmarken zu verwenden, da der geringe Lohn pro Stunde 30 Bf. macht bei den kurzen Tagen nicht viel aus nur alle 14 Tage zur Auszahlung gelangt. Natürlich werden Polier und Maschinist, welche zwei und dreimal soviel Lohn erhalten, sagen: wems nicht paßt, der kann ja gehen. Ja, aber wohin geht ein Erdarbeiter bei hereinbrechendem Winter? Um nur so lange wie möglich Arbeit zu behalten, lassen die armen Teufel Alles über sich ergehen. Eine Petition an die städtischen Behörden um Aus. Ursache hat, mißbilligen.( Widerspruch links.) Es wird auf dehnung der obligatorischen Fleischschau auch auf das von diesem Gebiet allerdings nothwendig sein, daß wieder ein Speisewirthen von außerhalb eingeführte frische Fleisch wurde in größerer moralischer Ernst eingeführt wird. Wenn von Spar- der gestrigen Sitzung der deutschen Gesellschaft für öffentliche famteit gesprochen wird, so stimme ich dem vollständig bei. Aber Gesundheitspflege genehmigt. mit welcher Bracht wird das neue Reichstagsgebäude ausge führt. Welche Bescheidenheit in der äußeren Umgebung der Gegen die drohende Tabak- Fabrikatftener. Der Verein Wohnung eines Raisers Wilhelm I., eines Moltke, und welcher der Interessenten der Zigarren- und Tabatbranche ersucht uns Prunt im Reichstagsgebäude!( Gelächter lints.) Der jezige mitzutheilen, daß die erste Auflage der Sammlungen für UnterZeitpunkt ist nicht richtig gewählt, um zwei auswärtige Ber- schriften, betreffend die Petition aller Konsumenten an den treter des Reichs mit einem größeren Gehalt auszustatten. Die Reichstag zwar vergriffen, eine zweite Auflage aber bereits im Dienstalterszulagen begrüßen auch wir mit Freuden. Etwas an- Druck und Material bei Krüger u. Oberbeck, Leipzigerstraße 63 deres ist es aber, ob wir jetzt neue Beamtenstellen schaffen sollen. zu verlangen ist und weiter nachgeliefert wird. Die Sammlung Jm Lande wird man nicht darüber erfreut sein, daß immer mehr wird nicht am 30. November, sondern erst am 4. Dezember geDirektoren und Unterstaatssekretäre berufen werden. Jedenfalls schlossen. wird man dazu kommen müssen, die Gehälter der Unterstaatsf.fretäre wie in Preußen auf 15 000 ftatt auf 20 000 M. zu be Eigene Begriffe von den wahren Ursachen des allmessen. Die Ausgaben des Reichsamts des Innern wachsen Berlin", der, wie es in einem soeben erlassenen Aufrufe wörtlich erkennt man, daß die Geschäftswelt Toilette macht, um dem gemeinen Nothstandes hat der Verein Dienst an Arbeitslosen zu Die Weihnachtszeit naht und in mancherlei Vorzeichen immer mehr. Die Physikalisch Technische Sleichsanstalt ist ein Danaergeschenk geworden, wie ich es gleich gefagt beißt, an den letzten zehn Sonntagen 2500 Arbeitslose zum Publikum die tausend schönen Dinge, die Klein und Groß erhabe, natürlich gegen den lautesten Widerspruch der Herren Gottesdienste versammelte und ihnen dabei ein Frühstück reichte, freuen, so vortheilhaft wie möglich zu präfentiren. Die großen Berliner. Die Ausgaben für die Vermehrung des Perionals weil sie hungrig waren". Dabei haben sich, wie es in dem Ladenbefizer habens leicht, fie führen Auswahl in allen Herrlichbeim Reichsgericht ist nothwendig und auch gegen die Kosten Aufrufe weiter heißt, 114 junge Leute bis zu 20 Jahren ge- feiten und find auch einer Kundschaft sicher, die kaufkräftig genug des Reichsgerichtsgebäudes ist nichts einzuwenden, da der Bau meldet, und 73( mehr nicht? D. R.) davon haben sich rathen ist, um die Kosten der Dekorationen und sonstigen Lockmittel sich würdig ausnimmt gegenüber dem prunkhaften Reichstags- lassen und sind einer ernsteren Unterredung nicht ausgewichen" sehnfach wieder wett zu machen. Anders ist es schon bei den mittgebäude. Herr Richter hat die Mehrausgaben des Marineetats In welcher Weise der Verein der Noth steuern will, zeigt leren und kleineren Geschäftsleuten und Händlern; dieſe ſehen mit getadelt. Nach Vergleich mit früheren Etats muß ich sagen, man folgende Stelle, oder sie zeigt es vielmehr nicht: Der Verein recht zweifelhaften Gefühlen der fröhlichen, seligen Weihnachtszeit hat wirklich nur das Nothwendigste gefordert. Auch der Militär- gewährt keine mechanische Hilfe, sondern hat bei der Ge- entgegen, da sie wohl wissen, daß der Arbeitsverdienst schlecht ist etat ist mit möglichster Sparsamkeit aufgestellt. Daß währung von Unterstützung immer die Möglichkeit einer dauern und der Familienvater noch weniger als in früheren Zeiten in ständige Uebungspläge einen Vortheil haben, wird jeder den Rettung aus dem Sumpfe der Vagabondage und das Ziel der Lage ist, seinen Kindern eine auch nur ganz bescheidene bestätigen, der die Einquartirungslaften kennen gelernt hat. einer nachhaltigen Sinnesänderung der oft durch Erziehung oder Freude zu machen. Und gar dem ganz kleinen Händler, dem Bezüglich der einmaligen Ausgaben tabelt Herr Nichter, daß zu Noth verderbten Jugendlichen im Auge." sonst die Weihnachtszeit eine Gelegenheit bietet, um aus der Arviel Militär- Neubauten vorgesehen sind; ich verweise darauf, daß wohl zu bezweifeln. Ob der Verein auf diesem Wege viel erreichen wird, steht beits- und Verdienstlosigkeit, die ihn schon seit Wochen bedrücken nach Herrn Bebel's Ausführungen die Bauhandwerker wenig zu mochte, ein wenig herauszukommen; dann ist die jetzige thun haben, daß es also zweckmäßig ist, jetzt zu bauen. Ich Mit der heraubrechenden Winterszeit geht das Ge- er seine ganze Existenz sozusagen auf eine Karte setzen muß. Zeit des Elends und der Noth einfach eine Periode, wo wünsche nur, daß die Postverwaltung ebenso billig und einfach jammer der Philisterblätter über die zunehmende Bettlerplage" Und diese Armen haben, ganz entsprechend unserer herrlichen bauen möge, wie die Militärverwaltung. Die Reinerträge der wieder los. Man fühlt sich namentlich im Osten der Stadt, der Gesellschaftsordnung, selbstredend gegen den schlimmsten Druck Postverwaltung werden immer hervorgehoben, aber man spricht eigentlichen Heimstätte des Glends, in braven Bürgerkreisen von oben herab auszuhalten. Von einem Händler mit Weihnicht von den Leistungen, welche die Bahnen der Einzel- höchst unangenehm berührt von den zahllosen Menschen", die nachts bäumen wird uns mitgetheilt, daß die Standgeldstaaten für die Poft leisten. Mehrausgaben bei der Post sich in der Abendstunde gegen 8 Uhr in den Straßen aushalten pächter Gebrüder Krüger es fertig gebracht haben, die Bacht follte man deshalb nur da machen, wo es sich um die Beamten und nicht wissen, wo sie in der bittertalten Nacht ihr Haupt für die meisten Pläge auf das Doppelte zu erhöhen. Der Platz, handelt, die bei der Postverwaltung viel mehr ausgenutzt niederlegen sollen. Das Männer- Ainl hat sie aus irgend einem den er feit dem Jahre 1861 innegehabt habe, fei von 2 Mark werden, als es nöthig ist. Ich bin der Meinung, daß die Poſt- Grunde abgewiesen und so gehen sie denn von Thür zu Thür, 50 Pfennigen auf verwaltung die Dreipfennig- Marte abschaffen und durch die um mit mehr oder weniger verhaltenem Grimm die Pfennige Gegen diese Art Ausbeutung haben sich die Händler 10 Mark hinaufgetrieben Fünfpfennig- Marte ersetzen könnte.( Widerspruch.) Wenn der zusammen zu betteln, die erforderlich sind, um in einer Penne mit aller Energie zur Wehr zu sehen, Frachtverkehr besteuert wird, weshalb sollte nicht auch das Post zwischen Schuh und Ungeziefer übernachten zu tönnen. rechten Zeit die rechten Schritte gemeinsam gethan werden, so packet von 5 Kilogramm mit 5 Pf. Stempel belegt werden können. Der fatte Philister läßt sich natürlich ungern ( Widerspruch und Lachen links.) Die Mindererträge aus den Lesen des Kurszettels stören und weist den frechen Bettler mit Herren Gebr. Krüger von der diesjährigen Saison versprochen, beim tönnte es immerhin geschehen, daß das Geschäft, das sich die Böllen, die jetzt schon auf 32 Millionen berechnet sind, werden brummigen Worten ab. Ist es ein Wunder, wenn dem Armen doch nicht so profitabel ausfiele, wie im vorigen Jahre. Die fich, wie ich annehme, in erheblicher Progression noch steigern. in der Verzweiflung die Galle überläuft, wenn er es aufs Weihnachtsbaumhändler sollten in einer Versammlung Stellung Wo wir einmal in unseren Kolonien festen Fuß gefaßt äußerste ankommen läßt und seine Bitten zu Drohungen werden? zur Pachtgeldfrage nehmen. haben, müssen wir auch bleiben. Der Atheismus, dessen Da ist's natürlich, was dem Philister gerade noch fehlte, empört fich Herr Bebel gerühmt hat, ist die Vorfrucht des Anarchismus. über die ungeheure Frechheit des Gesetzes ruft er nach der Po ( Buruf links: Lie Spigel geben alle in die Kirche.) Unbewußt lizei und die heilige Hermandad packt den Eindringling prompt ist gegenwärtig fast zu allen Tageszeiten so start, daß man oft Der Audrang zu den Postschaltern im Innern der Stadt leisten die Sozialdemokraten den Anarchisten Vorschub, welche beim Kragen und bejördert ihn an einen sicheren Ort. So ist längere Zeit gebraucht, um dort das geringste Geschäft zu er letteren nachher über die erfieren zur Tagesordnung übergehen allen gebolfen, der Philister ist des Bettlers ledig, dieser hat für ledigen. Dabei fällt die Geschäftseintheilung bei den größeren werden. Wenn alle Steuervorlagen, Tabak- und Weinsteuer ab- einige Wochen oder Monate Obdach und Numfutsch und was Postämtern auf, wo mehrere Schalter für die Abfertigung des gelehnt werden, so föunte das dem Finanzminister vielleicht ganz die Hauptsache, die Philisterblätter haben Stoff, über die Bublikums vorhanden sind, aber gewöhnlich nur ein oder zwei recht sein: tenn Geld muß beschafft werden, und vielleicht kommt Bettlerplage" zu raisonniren. Heil der heutigen Ordnung, die in Anspruch genommen werden. Hier sitzen die Beamten beman dann wieder auf den Gedanken des Rohsprit- Monopol so herrlich dafür sorgt, daß allen, die nur wollen, Brot und Ar- schäftigungslos, während an einem anderen Schalter sich die Abzurück, bei welchem die Liebesgabe auch wegfallen würde. beit werde in Plößensee und Rummelsburg. zufertigenden in langer Reihe hintereinander aufstellen und ( Widersprich links.) Die Brennerei an fich ist kaum noch lohnend, sie wird nur des Futters wegen aufrecht Versendung von Packeten durch die Post zu jedem Backet eine Brief abgeben oder Marken kaufen können. Trifft man aber an erhalten. Das Gewerbe felbft todtzuschlagen, würde Ihnen ja besondere Begleitadresse anzufertigen. Wenn mehrere Pacete uber Schalterbeamte feinen Dienst an einen Rollegen abgiebt, In der Zeit vor Weihnachten empfiehlt es sich, bei der viertelstundenlang warten müssen, ehe sie einen eingeschriebenen teine Echmerzen machen.( Buruf links: Ebenso wenig wie Ihnen einer gemeinschaftlichen Begleitadresse gehören, ist es für die folchen Schaltern stehend den glücklichen Zeitpunkt, an welchem einer gemeinschaftlichen Begleitadresse gehören, ist es für die das Lodijd lagen der Labatinduſtrie!) Die Zuckerſteuer ist ja pünktliche Bestellung erforderlich, daß die Packete gleichzeitig am dann wird die Abfertigung der Wartenden einfach unterauch schon auf den Aussterbe- Etat gesetzt. Neben dem Rohsprit Bestimmungsort eintreffen. Bei dem während der Weihnachts- brochen, das Schalterseniter geschlossen und der des Schalters Monopol empfehle ich Ihnen die Inseratenftener( Bustimmung zeit riesig gesteigerten Päckereiverfehr läßt es sich aber nicht Dienstes ledige Beamte macht in aller Ruhe feine Kasse, schließt rechts). Auch den Totalisator lönnte man, wenn man ibn nicht rechts). Auch den Totalisator tönnte man, wenn man ihn nicht immer durchführen, die Beförderung dieser Pacfete so ein- feine Liſten ab und übergiebt dann den Dienſt ſeinem Nachverbieten will, so hoch besteuern, daß ein anständiger Mensch folger. die Lust verliert, sich damit zu befassen( Zuruf links: Auständige zurichten, daß sie zu gleicher Zeit den Bestimmungsort erreichen. Leute gehen überhaupt nicht an den Totalijator!) Das Juteressanteste " worden. und wenn zur Während dieser Zeit wird die Zahl der Abzufertigenden immer größer und die Ruhe der an den nicht in Anspruch ge an der gegenwärtigen Situation ist aber, daß der Vorwärts" Geld liegt noch immer troh der schlechten Zeiten auf der nommenen Schaltern sitzenden Beamten immer bewundernsfich grundfäßlich gegen jede Besteuerung der Börse erklärt hat. Straße, man nius nur verstehen, es aufzuheben, wie z. B. die würdiger. In solchen Wartezeiten vertreibt sich dann das Sch würde lein Vorgehen unterstützen, welches die Folge haben Macher der Deutschen Gasglühlicht Attiengesellschaft" es ver- Publitum die Langeweile, indem es durch Inschriften an den töunte, die Solidarität von Industrie und Landwirthschaft zu steht. Diese Gejelischaft, welche seit dem 1. Oftober 1892 be- Schaltern und auf den mattglafirten Schalterfenstern seinem erschüttern. 29 Millionen Deutsche stehen mit der Landwirth steht, hat für die Rechnungsperiode, welche von jener Beit bis Unmuthe Ausdruck giebt. Hier findet man verschnörkelte schaft in Verbindung, 11 Millionen mit der Industrie. Die zum 1. Juli 1898 reichte, also für 9 Monate, auf ein Attien- Initialen neben farbigen Stempelabdrücken und an einem Uebrigen sind in der Minorität und auf sie, namentlich auf den fapital von 1365 000 M. eine Dividende von 877 250 M. ver: Schalterfenster im Zentrum der Stadt liest man folgende artige Hantel wird viel zu viel Mücksicht genommen. Wenn ein großer theilt, also 65 pGt. für 9 Monate, was für das Jahr 862/3 pet. Reimlein, die jedenfalls auch den Beifall des Dichters Stephan Theil der Emissionen von fremdländischen Werthpapieren nicht ergiebt. Dabei sind vorweg an den Reservefonds und an finden: di sostad gudua Conndait 10 B 1 : Hot bis 0002 0. " " maren ca. An der Mer faufen will Postkarten, meter- Bezahlung nur eine andere Form der Lohnzahlung war.| Arbeitstag eingeführt werden kann. Auch darauf werde er hin Der lerne hier erst warten; Als Bauherr und Arbeitgeber wurde Sar gemäß dem Klage zu wirken suchen, daß im eventuellen Falle die Fragebogen der Und Briefe nach der Stadt Berlin, Anspruche der Kläger verurtheilt. Wenn's alle ist, dann ist's Reichstommission für Arbeiterstatistik nicht in die Wohnungen Die trägt man schneller selber hin. der Betheiligten( Werkstätten) gesandt werden, sondern Die Beseitigung der Spezialschalter würde den beklagten Der Stuckateur Beutel fordert von den Bau- Unternehmern daß die Kommission im Reiche herumreist und in den Uebelſtänden leicht ein Ende machen. Warum soll an den Gebrüder Schröder 88,13 M. als Lohnreft und Lohnentschädigung. einzelnen Orten, unterstützt durch die Behörden, selbst die Schaltern der großen Poftanstalten nicht diefelbe Einrichtung Durch die Beweiserhebung wird festgestellt, daß der Kläger, nach- Arbeitgeber und Arbeitnehmer, jede für sich, vernehme. Es müsse möglich sein, die bei allen fleinen Anstalten besteht? dem er erst im Auftrage der Firma Galbeck auf einem Bau der eben verhindert werden, daß die Unternehmer irgend welchen Bum Charitee Boykott. Eine Versammlung der Vor- Beklagten gearbeitet, direkt in ein Arbeitsverhältniß zu diesem Einfluß auf die Arbeiter bezüglich der Ausfüllung der Bogen Stände der Krankenkassen, die sich dem Charitee Boykott ange Galbed herrührender Zohnrest von 28 m. gezahlt werde, wenn gewerbe der Fall gewesen.( Stürmischer Beifall.)-( Während unter der Bedingung trat, daß ihm ein aus seiner Thätigkeit für ausüben, wie das mehrfach bei den Erhebungen im Bäckerschlossen haben, ist zum Donnerstag, den 30. November, Abends er die Arbeit fertig mache. Ferner wurde festgestellt, daß der letzten Ausführungen des Referenten 81/2 Uhr, nach dem Lokal von Deigmüller, Alte Jafobstr. 48a, Schröder den Kläger durch Entlassung desselben verhinderte, 15 Meister erschienen, darunter einige Vorstandsmitglieder einberufen worden. Auf der Tagesordnung steht: 1. Der Charitee- die Arbeit fertigzustellen, blos Boykott und 2. Die Ueberfüllung der Krankenhäuser. In anblos weil er nicht auf dem der Innung.) In seinem Referat fortfahrend ging Bebel Bau, betracht der Wichtigkeit der zur Verhandlung gelangenden Gegen: Material gewartet hatte. Auf grund dieser Feststellungen ver- Als Redner darauf verwies, daß neben der Hungerpeitsche ja oft wieder sondern hin und der Budite auf nun noch ausfährlich auf die Bestrebungen der Innung ein. stände ist es geboten, daß die betreffenden Kassenvorstände zahlreich urtheilte das Gericht die Beklagten zur Zahlung der Klage- den Arbeitern Buckerbrot gereicht werde, und dabei bemerkte, er und pünktlich am Plaze sind. In der Generalversammlung der Orts Krankenkasse für das summe. Außerdem wurden dem Kläger 10 M. Bersäumniß- wisse nicht, ob die Schlächterinnung auch in Wohlfahrts Tapezirer: Gewerbe wurde am Donnerstag, den 23. da. Mts. gebühr gebilligt. Tapezirer- Gewerbe einrichtungen" mache, ertönte aus den Kreisen der Meister ein: folgender Beschluß gefaßt: Der Rendant wird beauftragt, teinen Ganze 60 Pf. betrug das Objekt, um welches ein Zimmerer Jawohl, sehr viel! was aus einem annderen Theile des Saales Kranken zur Charitee zu schicken. Sollte jedoch ein frankes gegen den Bimmermeister Hecke flagte. Die 60 Pf. hatte der von einem Schlächtergesellen ebenfalls in Zwischenrufsform dahin Mitglied den Wunsch äußern, in der Charitee Aufnahme zu Gisenbahnfahrten, die im Interesse des Meisters lagen, bezahlt; lofen Schlächter eine Tasse warmen Kaffee." Kläger für mehrere im Auftrage seines Poliers unternommene präzisirt wurde: zu Weihnachten kriegen die armen arbeitsStürmische finden, dann soll man ihn nicht behindern. Den Entschließungen er betrachte te es als selbstverständlich, daß er sie erfest erhalte. Seiterkeit und lebhafte Bravos folgten dieser Aeußerung. Der Kranken selbst muß man Rechnung tragen. Bemertens Daß Meister Hecke die ihm sicher entbehrlichen 60 Bf. nicht frei- Bebel: Dafür werden wohl die 120 m. sein, die im Kassenwerth ist, daß die Arbeitgeber geschloffen gegen die Ver- millig bezahlte, hatte er er wurde verurtheilt mit einer bericht der Innung als Gratifitation für zugereiste Arbeiter ver Verwillig öffentlichung obigen Beschlusses stimmten. B vom Kläger beantragten Versäumnißgebühr von 9 M. zu büßen. rechnet sind, denen gegenüber sich wunderlich genug die je 1000 M. Von einem herben Schicksalsschlag getroffen wurde dieser" Es geht so lange, wie ich Sie gebrauchen kann"; mit diesen Entschädigung für die„ koloffale" Arbeit des Vorsitzenden und Tage eine an der Friedrichsgracht wohnende Schifferfamilie M. Worten hatte der Polier des Steinfegmeisters Delos den Arbeiter Kassirers ausnehmen. Unter großem Beifall schließt Redner Der Schiffer M. befand sich Ende voriger Woche mit seinem Stanisti angenommen. Er hielt das für einen Ausschluß der seinen Vortrag mit einer nochmaligen Ermunterung zur Schaffung Fahrzeug unweit Spandau auf der Savel, um nach Berlin zurück- Kündigung. Als St. entlassen wurde, flagte er auf Bahlung einer fräftigen Organisation. Nach einigen Worten des Schlächterzukehren. Frau und Kind ein sechsjähriger Knabe, befanden einer Lohnentschädigung. Das Gericht belehrte den Meister meisters elfert nahm der Vortragende nochmals das Wort, um fich an Bord und der Lettre spielte auf dem Verdeck, während Delos wie feinen Bolier, daß jene allgemeine Aeußerung feine nachzuweisen, daß im Schlächtergewerbe des Sonntags jede Arbeit die Eltern in der Kajüte waren. Als Frau M. wenige Minuten Vereinbarung zwischen Arbeiter und Arbeitgeber bezw. dessen unterbleiben tönnte. Er wurde von einigen Meistern fortwährend später nach dem Kinde rief, war daffelbe verschwunden; der Vertreter über die Kündigungsfrist sei, indem es Delos verur- unterbrochen, die sich dann, vom Vorsitzenden auf ihr höchst anKleine war vom Deck abgestürzt und ins Wasser gefallen. Nach theilte, die geforderten 33 M. zu berappen. ständiges" Benehmen aufmerksam gemacht, damit zu rechtfertigen halbstündigem Suchen wurde die Leiche des ertrunkenen Knaben unter dem Steuer gefunden. Antisemitische Stänkereien. Arge Zwistigkeiten zwischen fuchten, daß im Reichstage ja auch Zwischenrufe gestattet seien. den Leitern der antisemitischen Geschäftsstelle tamen in einer Ihre eigenthümliche Art, zu debattiren, hatte wenigstens das Verschwunden und von ihren Angehörigen gesucht Privatbeleidigungsklage zur Sprache, welche gestern vor der Gute, daß ihnen das Zugeständniß entschlüpfte, im Schlächterwird die 19jährige Elise Schubert aus Frankfurt a. D. Das 146. Abtheilung des Schöffengerichts verhandelt wurde. Kläger gewerbe sei eine bedeutende Einschränkung der Arbeitszeit am junge Mädchen reifte im Anfange der vorigen Woche nach war der ehemalige Kriminalkommissar von Schwerin, Be- Sonntag möglich, was Bebel sofort festnagelte. Berlin, in der ausgesprochenen Absicht, ihren zu Schöneberg, Hagter der Redakteur des„ Antisemitischen Generalanzeigers", Diskussion betheiligten sich noch die Genossen Schwarze, Sedanstr. 77 wohnenden Bruder Hermann Schubert zu besuchen. Karl Sedlaze ct. Der Klage lag folgender Sachverhalt zu interessante Beispiele für die vom Vortragenden stizzirten Pfeifer, Kretschmar, Wiener, zum Theil Das junge Mädchen ist bis jetzt jedoch noch nicht hier an- Grunde: Der Kläger war vom Baron von Langen zum Leiter gekommen, hat auch ihren Verwandten feinerlei Nachricht zu der antisemitischen Geschäftsstelle bestellt worden, er schied im Zustände beibringend, zum Theil, indem sie die gewerkschaftliche gehen lassen. Es besteht daher die Vermuthung, daß dem jungen Unfrieden aus seiner Stellung. Sein Nachfolger wurde der Beden Saal, so spät wie sie gekommen, so früh machten sie sich Organisation befürworteten. Die Herren Meister verließen bald unerfahrenen Mädchen ein Unglück zugestoßen tit. Bielleicht flagte Geblazed, der nach der Angabe von Schwerin's ihn wieder davon. Folgende Resolution fand Annahme: tragen diese Zeilen zur Ermittelung der Vermißten bei und verdrängt" hat. Mitte August behauptete der Beklagte, daß sammelten erklären sich mit dem Referenten voll und ganz einDie Ver bittet der Bruder, im gegebenen Falle ihm oder der zuständigen v. Schwerin bei seinem Austritte den Klosetschlüssel gestohlen" verstanden. Sie sehen in der langen Arbeitszeit, den schlechten voll und Polizeibehörde Mittheilung zu machen. habe. Eine zweite Beleidigung des Klägers wurde in einer Post: Mit etwa 20 Messerstichen im Unterleib wurde am dieser Geld verlangte, um eine Strafe wegen Preßvergehens Ferner verpflichten sie sich, sich zu organisiren, da nur durch ein farte gefunden, die Sedlazeck an den Kläger gerichtet hatte, als Schlafstellen, den niedrigen Löhnen ihren Ruin. Sie verlangen von der Regierung, daß auch sie gesetzlich geschützt werden. Klaus, Sattlergeselle Klauß, in seinem Bette aufgefunden. Geinzahlen zu können, die er sich in seiner früheren Stellung zugezogen Ferner verpflichten sie sich, sich zu organisiren, da nur durch ein Bruder hatte sich darüber gewundert, daß der junge Mann, der hatte. Im September v. J. erschien im Berliner Tageblatt" eine freiung von den Seelenverkäufern, den sogenannten StellenNotiz, ein der antisemitischen alles Pfändungswerthe versiegelt habe. Darauf bezeichnete der Rimmer, wo er den Bruder mit den vorerwähnten schweren Ber- Betlagte Geblazed in einer Briefkasten- Notiz im„ Antisemischen sich, überall für den Zusammenschluß der Kollegen einzutreten." legungen vorfand. Derselbe phantafirte davon, daß er 12 Jahre Generalanzeiger" den aus dem D. U. B. ausgestoßenen v. Sch., In die Gewerkschaftskommission wurde dann Reßlinte Buchthaus abgemacht habe und wurde dann besinnungslos, in welchem Zustande man ihn nach dem städtischen Krankenhaus einen wegen Expreſſung. Bedrohung und Beleidigung vorbe: gewählt. A überführte, wo er Mittags verstarb. Die vielen Messerstiche hat Der Borsigende bezeichnete diesen Artikel als eine grandiose vember bei Buggenhagen tagte, beschäftigte sich mit dem Niederüberführte, wo er Mittags verstarb. Die vielen Messerstiche hat straften Menschen als den Verfaffer dieser unwahren Notiz" Gine öffentliche Schifferversammlung, die am 26. Nosich der junge Klauß vermuthlich im Zustande plötzlicher Geistes Schimpferei. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, bat gange der Dampfergenossenschaft und mit der Frage, wie sich die ftörung, die durch ein unglückliches Liebesverhältniß veranlaßt mit Rücksicht auf die Persönlichkeit des Klägers die Strafe nicht Stromschifffahrty dem gegenüber zu verhalten hat. Der Direktor sein dürfte, selbst beigebracht. dodt den slags size so hoch zu bemessen, der Gerichtshof erkannte aber doch auf eine der Genossenschaft, Herr Cunow, war brieflich eingeladen worden, Zu dem Soldatenselbstmord, über den wir in der Sonn Gesammtstrafe von 230 M. und sprach dem Kläger die aber nicht erschienen. Herr Kleinschmidt referirte und wies auf tagsnummer berichteten, werden nachstehende furchtbare Einzel- Publikationsbefugniß im„ Antisemitischen Generalanzeiger" zu. Bu schlechten Aussichten hin, welche den Mitgliedern der Genossenheiten bekannt. Der Unglückliche hatte von Anfang feiner Ein- den geladenen Beugen gehörte u. a. auch der Rektor a. D. fchaft, infolge der finanziellen Schwierigkeiten der letzteren stellung an einen unbezwinglichen Widerwillen gegen den Sol- Aylwardt, derselbe war aber nicht erschienen. drohen. Er hob des Weiteren hervor, wie wenig die Dampferdatendienst( wie sonderbar!) und war auch schwächlicher Natur, sliA genossenschaft den Schiffern bietet, daß die von ihr erhobenen so daß er bereits frant im Lazareth gelegen hatte und kaum erst Schlepplöhne bedeutend höher als die von den Privatkapitalisten aus demselben herausgekommen war. All' diese Umstände haben verlangten find. Als Präsident des Schifferverbandes beutet Herr ihn nun so vollständig deprimirt, daß er sich in der Sonnabend Cunow die Schiffer in ausgedehntem Maße aus. Man braucht nur Nacht auf seinem Lager das zuvor heimlich dort versteckte, fä geden Revers fich anzusehen, durch welchen er 5000 Schiffer verpflichtet artig gezähnte Faschinenmesser bis an den Rücken in den Die Schlächter hielten am Sonntag, den 26. November, bat, jährlich fünf Mark zu zahlen bis zur Eröffnung der verUnterleib stieß. Das Nechzen des entfeßlich Verletzten schreckte Nachmittags, eine von gegen 500 Personen besuchte Versammlung größerten Wasserstraßen durch Berlin", ohne zu sagen, was er feine Nebenkameraden aus dem Schlafe. Doch war nicht nur ab; Reichstags- Abgeordneter A. Bebel referirte über: Die denn eigentlich dafür leisten soll. Von diesen 5 M. bekommt ihre, sondern auch die Hülfe mehrerer schleunigst herbeigeholter Lage der Gesellen im Fleischergewerbe und die Nothwendigkeit Gunow die Hälfte als Honorar, also pro Jahr 12500 M. Die Aerzte vergebens; er verstarb ihnen unter den Händen. wiederholt nicht der gewerkschaftlichen Organisation". Bei Betrachtung der Ar- versprochene Rechtshilfe ist gewährt Redner schlug den Schiffern Dor, Cunow beitsbedingungen der meisten Schlächterei Arbeiter, so führte worden. zu laffen und einen neuen Vorstand der Redner aus, bränge sich die Frage auf, ob es nicht nothwendig fallen fei, auf dem Wege der Spezialgefeggebung oder Verordnung Genossenschaft zu wählen, ferner einen Ausschuß einzuSchutzmaßregeln gegen die immense Ausnutzung dieser Arbeiter sehen, der erwägen soll, ob der Schifferverband umzugestalten zu schaffen, um so mehr, als im Hinblick auf das Resultat der oder eine neue Interessenvertretung der Schiffer, auf dem Boden Schlächtereien Deutschlands beschäftigten Personen auf 160 000 halter der Genossenschaft und Rechtsanwalt Dofing, der Sozins In einer Blutlache wurde am Sonnabend gegen 9 Uhr bis 180 000 zu beziffern sein dürften. Obwohl die Schlächter in vom Anwalt Cunow's, gaben sich alle Mühe, die Lage der Ges Abends in Friedenau nahe dem Wannsee- Bahnhof ein dem ihrer Arbeitszeit Pausen hätten, sei dieselbe doch eine maßlose; nossenschaft etwas günstiger darzustellen, wie die Vorredner und Arbeiterstande angehöriger Mann bewußtlos aufgefunden. Ein ihre Kräfte würden in einer Weise und einer Dauer angespannt, Herrn Cunow als edlen Mann zu kennzeichnen. Sie hatten herbeigeholtes Mitglied der Sanitätstolonne tonstatirte am Hinter- wie sie von fast allen anderen Arbeitern garnicht gekannt sei. damit aber keinen Erfolg. Genossen Albin Gerisch war es ein topfe des Verlegten eine breite Wunde und legte einen Noth- Das liege daran- ebenso wie bei den Bäckern--, daß im Leichtes, aus einem Extrablatte des Aufsichtsraths und den eigenen verband an. Es konnte aber nicht festgestellt werden, ob die deutschen Schlächtergewerbe der Kleinbetrieb vorherrsche. Die Worten Cunow's die Vorreduer in der Hauptsache zu widerVerwundung durch einen Stich oder durch einen Fall herbei- Arbeiterschutz- Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung betreffe der legen. Besonders hob er hervor, daß in einer sozialdemokratischen geführt worden war. Von einem dann auch noch hinzugerufenen Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter könnten demzufolge ihren Organisation, vor welcher Rechtsanwalt Dofing die Schiffer gruselig Arzte wurde aber bei genauer Untersuchung noch ein Stich günstigen Einfluß auf die Arbeitszeit der übrigen Personen zu machen versucht hatte, ein Revers, wie der oben erwähnte, einfach unterhalb der linken Schulter entdeckt, und ist auch der Mann im Schlächtergewerbe nicht ausüben. Uebrigens wäre es nur unmöglich ist, und daß bei geringeren Beiträgen, als die auf dem Transport nach dem Krankenhause zweifellos an innerer noch eine Frage der Zeit bei der immer mehr fortschreitenden Schiffer sie in dem Cunow'schen Zentralverband leisten müſſen, Verblutung, ohne noch wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein, Kapitalanhäufung, daß sich die Großkapitalisten auf die Schlächterei fozialdemokratische Gewerkschaften Rechtspflege unentgeltlich geftorben. Ferner wurde festgestellt, daß in einem Lokale an der werfen, um ihr Geld in diesen Unternehmungen anzulegen. gewähren. Zwei Schiffer erzählen hierauf, wie sie sich vor zwei linten Seite der Bahn eine große Schlägerei stattgefunden hat, Was neben der zum Theil unmenschlich langen Arbeitszeit den und drei Jahren um Rechtshilfe an den Verband gewendet, und daß noch mehrere start verwundete Personen mit der Bahn Schlächtergesellen bedrücke, sei der Umstand, daß er meistentheils solche auch zugesagt erhalten hätten, daß aber gleichwohl bis vor nach Berlin gefahren sind. Wer die Messerhelden gewesen sind, beim Meister in Kost und Logis ist. Einer fteten Kontrolle aus wenigen Tagen, wo sie wieder einmal nachfragten, die erforderhat noch nicht ermittelt werden können. geſetzt, tönne er nichts thun, ohne daß Meiſter und Meiſterin ihr liche Klage noch gar nicht anhängig gemacht worden war. Der Im Untersuchungsgefängniß erhängt hat sich in der ver- Ja und Amen dazu gesagt haben. Jede freie Regung in ihm Vorsteher des Cunow'schen Verbandsbureaus theilt mit, daß hängt hat sich in der wichenen Nacht der Tischlermeister Ernst Bandow. werde dadurch in ihren Aeußerungen behindert. Und wie fei Cunom gegen 300 Schiffer, die f. 3. auch den gedachten Revers oft die Kost und wie erst das Logis. Die Miethen find theuer unterschrieben Die Miethen find theuer unterschrieben, nun aber mit einem oder einzelnen Jahresund der fleine Handwerker vornehmlich sagt sich, weshalb dem beiträgen im Rückstande sind, Klage auf Zahlung der Beiträge Gesellen den Luxus eines angenehmen Wohnraumes gönnen. Die angestrengt hat. Die Versammlung wählte schließlich eine RomFolge ist, daß die Einen tief unter der Erde, die Anderen hoch mission von sechs Personen( fünf Schiffer und Genosse Wagner) Die Räumlichkeiten sprechen zu der von Wagner bereits benannten Swedefe Wagne Polizeibericht. In der Nacht zum 27. d. M. gerieth ein oben in der Luft wohnen müssen. Bootsmann am Nordhafen mit drei Männern in Schlägerei und allen Anforderungen eines gesundheitsgemäßen Wohnens Hohn. Vereinigung der deutschen Schmiede. Deffentliche Versammlung für wurde am Kopfe so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach Die Behörden hätten alle Ursache, dagegen einzuschreiten, leider ge- Männer und Frauen, Mittwoch, den 29. November, Abends 8 Uhr, Bortrag: der Charitee erforderlich wurde. Am 27. d. M. Abends ver- schehe es nicht im gewünschten Maße. Bei alledem find die" Die zehn Gebote"( zweiter Theil), Referent Genoffe Hoffmann, Berichtsuchte im Thiergarten, in der Nähe Thores, Löhne der Schlächter verhältnißmäßig niedrige, entsprechend der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, ein etwa 20 jähriges mäbchen fich mittels Starboburger Shoe, langen Arbeitsdauer, welche 18, 14 und 18 Stunden betrage. Den 20. November, abends of upt, Bujammeheint der optelini Wolfmade, giften. Es wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. mit Damen, im„ Kommandaniengarten", Kommandantenstr. 10/11.- LandsIn der Nacht zum 28. d. M. wurde ein Arbeiter in seiner Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Norbe Wohnung, in der Swinemünderstraße, erhängt vorgefunden. Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Oft Schule, fraße 133: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen UnterMarkusstr. 31: Unterricht in Logit. Am 27. d. M. fanden vier kleine Brände statt. Südost Schule, Reichenbergerrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, im Laufe des Semesters, eintreten. Selbstmord verübt hat am Sonnabend Morgen der 58 Jahre alte gerichtlich vereidigte Tarator Karl Diege, der als Wittwer bei seinen Sohn in der Michaeltirchstr. 30 wohnte. Frauen hatten den Leichnam von der Straße aus an einem Fenster des zweiten Stocks hängen sehen. Welche Veranlassung für die That vorliegt, ist noch nicht geklärt. Vergiftet hat sich vorgestern Abend auf einer Bank am Springbrunnen vor dem Brandenburger Thor eine etwa 22 Jahre alte Dame. 3100 Versammlungen. " Gewerbezählung vom Jahre häftigten te zur Zeit in den der modernen Arbeiterbewegung, zu gründen ist. Ein Buch Theil diefen langen Arbeitszeit den und brei Jahren um Rechtshilfe an den Verband gewendet, Der deutlichste Beweis aber für den tiefen Stand der Schlächtergehilfen in Bezug auf ihre wirthschaftliche Lage sei, daß die Meister zuweilen vor törperlichen Büchtigungen ihrer Arbeiter nicht halt machen, obgleich sie dadurch bei einer Denunziation dem Strafrichter verfallen würden. Hätten die Schlächterdist gehilfen eine gute Organisation, dann könnten sie nicht tisstoy nur den Meistern ihr rohes Benehmen durch unnach gewöhnen, sie würden in eine erstattung des Delegirten. leute willkommen. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frib Siepte, Schwebterstr. 38. Heine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10. Gefund beit, Bibends 84 lbr bet, bet Saferland, Beller uur Grammn, stutterstraße 185.pine, lisbor -Seine, Nixdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Hanbjerystr. 60, parterre. Otto Reimer, bet A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. Ginigtett, Abends 8 Uhr, bei Beige, Triftstraße 1. Gerichts- Beitung. sin fichtliches Herbeiführen einer strafrechtlichen Sühne ab Gewerbegericht. Kammer III. Sigung vom 24. No- nung, der gekennzeichneten onberen Uebel besigen, under vember. Die Zimmerer Müller und Lau flagen gegen den Bau- mit ihrer Hilfe den Arbeitsnachweis den bluts augerischen Unternehmer Sax jun., einen noch sehr jungen Mann, auf Stellenvermittlern und der Innung entziehen. Nachdem Redner Bahlung von je 66 M. Lohnentschädigung. Sax behauptet, die den Versammelten noch näher die Nüßlichkeit einer guten beruf im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsübergeben zu haben, der" sei Arbeitgeber der Kläger gewesen. dieser Session beim Titel:„ Reichsamt des Innern", die stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. 2iedesfreiheit 1, Andreasstr. bet Wilte. Wagner bestätigt, die Arbeit übernommen zu haben, meint aber, Berhältnisse im Fleischergewerbe zur Sprache zu bringen. rage 22-23, Böhow's Braueret. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser= Silaritas Hochstraße 32 a, bet fie sei ihm von Sag nur übertragen worden, weil er Fachmann Er würde dafür plädiren, daß eine reichsamtliche Unter- witte. Deutsche Giche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Pantow, Zeuge ist der Meinung, daß er überhaupt mit den suchungen angestellt wird zu dem Zweck, die Nothwendigkeit der Schulzeftr. Steinmeßen, Flemmingftr. 6 bei Mann. Klägern die Kündigung ausgeschloffen habe, dadurch, daß er Anwendung des§ 120b der Gewerbe- Ordnung auch für das yra i, Mariannen- Ufer 2 bet Wills.- hand in hand 1, Reichenbergerftraße 16 bei Päpoldt. Schneeglöd ch en 2, Potsdam, Brandenburgerzu ihnen beim Engagement fagte:„ Wenn's alle ist, dann ist's Fleischergewerbe anzuerkennen. Die Bestimmung geht bahin, communitation 16, bei Glafer. Unverbroffen, abends 8 Uhr, bel Sache, alle." Ter Gerichtshof war nach Klarstellung des Verhältnisses daß durch Beschluß des Bundesraths für solche Gewerbe, in Sindowerfir. 26.-Rüt It, Friedenau tu Kurhaus.-orwärts 5, Friedrichs2orbeertrana, Lichtenbergerstr. 21 b. Beife. zwischen Wagner und Sar der Ueberzeugung, daß der Polier welchen durch übermäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die hagen, Rundtheil, b. Lerche. Subo ft 1. Köpnicerftr. 191, Restaurant.- tothe Nette, Schöneberg, GolzWagner thatsächlich nur Polier des Herrn Ear und die Quadrat Gesundheit der Arbeiter geschädigt wird, eine Art Normal- praße 8, bet tegeler. Rupferfomtebe, Weinfr. It bet gemd. adami guida an fet. bni ond burlas 16imhs 27. = mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. Abends Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bet Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchflub othe Melfe, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer Concordia, Gitschtnerfir. 55 bet Saafe. Deutscher Männer: 12heaterverein erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bet Güzlaff, Groß:| 2000 Leichen sollen noch unter den Trümmern liegen. Die Erdfang, Belforterstr. 15, bei Schneider. Freiheitstlänge, Alte görschenstr. 3. Gäste willfommen. Jatobftr. 68. unverzagt 1 Manteuffelstraße bei Nowack. Lorbeer tranz 2, Oranienstraße 190 bei Katsch. Siedeslust in Fürstenwalde Sommer, Grünstraße 21.Geselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant erschütterungen dauern fort. Kreuzfibel, bet Gumlich, Reichenberger- Vertrauliches aus einer serbischen Redaktion. In bei Haupt, Müncheberger Chaussee. Sängerchor der Maler, Stall- ftraße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5. schreiberstraße 29 jum eichenen Stab. Touristen Kragujevat erscheint seit längerem unter dem Titel„ Schumadiški Freihe its Gruß, Schönhauser verein Frei Weg", Abend 9 Allee 46 bei Busse. Uhr bei Siedlutad, Manteuffel: Lift" ein Wochenblatt, welches zu den beffer redigirten Blättern Hoffnung 3, Brandenburg a. S., Wilhelmsdorfer: straße 86. Arbeiter Zitherklub Freiheitstlänge", straße Rest. Concordia. Gangesblüthen, Blumenstr. 38 bei Hente. Don 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof des Landes gehört. In einer seiner letzten Nummern ist auf der ersten Moabit, Waldstr. 52 bei Gohr. Liederlust, Dresdenerstr. 45, Großgörschenstraße. Dresdener Garten. Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bei A. Mein- uebungsabend, Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Wegen der unaussprechlichen Faulheit unseres Chefredakteurs Herrn Bitherflub Alpenglöckchen Edelweis. Seite folgende, mit fetten Lettern gedruckte Ankündigung zu lesen: hardt. yra 3, Briz, Werderstraße 15. Freiheitsflänge 2 willkommen. Berein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9½ Uhr Gizung Brat, der seit Freitag, den 5. November, den Tag zur Nacht, Eberswalderstraße 5. Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. - Arbeitergesangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Junge Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bet Hartmann. die Nacht zum Tage umwandelt, d. h. die Nacht durchjubelt Georginia, Manteuffel straße 45 bei Liewald. Einig, Straußbergerstr. 3 bei Birf. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bei Greinert. Raucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerftr. 42. Rauchflub und am Tage schläft, fann diese Nummer nur einen halben Bogen Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchtlub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr stark erscheinen. Die Administration." Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bei Raprolatis. bei Späth, Weinftr. 28. Rauchklub Grüne Quafte, Abends 9 Uhr, bei Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bet Krause. Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchflub Vultan, Abends 9 Uhr bei Süd- Ost 2, Falckensteinftr. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, Kraut- Gittler, Mariannenstr. 48.- Rauchklub GoldeneQua ft e", Abends 9 Uhr straße 6 bei Rudolph. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bet bei Muß, Joftystraße 8. Rauchklub Schmotes Werte, Köpenicker Ret chert.„ Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28, bet Hermer: ftraße 121a bei Schöbel. Rauchklub Vorwärts Süd- Ost" schmidt. Waldemarstraße 74 bei George. Humoristische Pfeifenbrüder Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3u- Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Rauchtlub schriften sind zu richten an P. Hentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchtlub Mittwody: Pollack- flub Lustige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Siewald. 2uftige Brüder Abends 8 Uhr Pücklerstr. 61 bet Faulhaber. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Rauchflub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Rauchtlub Eiferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann Humo Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelfir. Nr. 5 bei Bogt. ristischer Rauchtklub, Görligerstraße 42 bei Bicht. Gefelliger Altdeutscher Rauch flub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5. Verein Brüderlichkeit Georgenfirchstraße 65 bet Müller. Musitverein Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Tuguntte. Rauchtlub Pautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Verein Rhetorit Rothe Fahne", Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant zur Naunynftr. 86 bei Zubeil Abends 8½ Uhr. Geselliger Verein Hoffnung Taubenbörse. Lebuferstraße 5 bei Nemiz( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgesinnter Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Theaterverein Proletariat, Naunynstr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, Prinzen- Allee 10 bet Bergemann. Touristentlub Freiheit und Woh ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei Regenberg. -O Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gefangverein Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Sangestraße 108 bet Nebelin. Männer- Gefangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, Restaurant Kanser, Staligerstr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciofa, Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ede. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, in Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9. Kraftfurnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Seughofftr. 8. Turnverein Gesund brunnen. Die 2.7 Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenstraße 154, Lokal Kontordia. Theater- und Bergnügungs- Berein Humanitas Abends 9% Uhr bei Reed, Lothringerstr. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, bet Schulz, Veteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Theater: und Leseklub Morgenroth " Develchen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Flensburg, 28. November. Heute Nachmittag find am hiesigen Hafen zwei Drittel der ganzen Mole und zugleich eine 4 Meter tiefe Straßenstrecke versunken. Rauchklub Die Sentung dauert fort. Der Schaden ist unberechenbar. Stafflub Treff, Abends 8% Uhr, bei Dtto Babel, Frankfurter Allee 90. German American Club. 9 o'clock Restaurant Belvedere, An der Jannowitz- Brücke. Ladies and Gentleman are invited. English Conversational Club Shakespeare. Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at welcome. Vermischtes: Wien, 28. November. Infolge der Studenten- Demonstrationen in dem Hörsaale des Professors der Medizin, Schauta, welchem die Studenten eine übergroße Strenge bei dem Tentamen rigorosum vorwerfen, sind die Vorlesungen des Professors Schauta bis auf weiteres sistirt worden. Heute wiederholten etwa 500 Studenten die Demonstrationen unter mahnte vergeblich von den Ausschreitungen ab und theilte Jahlen, Pfeifen und Pereatrufen. Der Assistent Schauta's schließlich mit, daß die Vorlesungen sistirt seien. ( Deveschen des Bureau Herold.) Wien, 28. November. Der Arbeiterführer Franz Schuhmaier wurde durch das Schwurgericht in Ried von der gegen ihn erhobenen Antlage wegen Majestätsbeleidigung und Aufreizung gegen die kaiserliche Armee freigesprochen. In Schweden ist der Winter hereingebrochen. Die inneren Schären, so wird aus Stockholm berichtet, sind auf weiten Strecken mit Gis belegt, für Segelschiffe ist die Schifffahrt schwierig; auf dem Mälaresee ist die Dampfschifffahrt fast gang eingefteltt; auf einzelnen Stellen ist schon 8 Zoll startes Eis. Bei dem Erdbeben in Kutschun( bei Mesched in Persien) jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. sollen 12 000 Perfonen und 50 000 Stück Vieh umgekommen sein. Anarchisten ergriffen würden. von Elegante Winterpaletots. JULIUS LINDENBAUM im Jahre 1879. Frankfurter- Strake 139, den Attentatsversuch auf den deutschen Reichskanzler und spricht Wien, 28. November. Die Neue Freie Presse" bespricht die Ansicht aus, daß der Anschlag ohne Zweifel auf das Konto der Anarchisten zu schreiben sei. Es sei nun hoffentlich zu erwarten, daß bald internationale Maßregeln gegen die Elegante Herren- Anzüge. zweites Haus an der Frucht- Straße. Lager eleganter fertiger Herren- Garderobe. 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Instrumentenmacher, jedoch nur solchen, und einen Krause, 467b Franz Beyer, Mechanikerlehrling verlangt Strauſe 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Chauffeeftr. 103. Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Voltsblatt. Nr. 280. Der Mittwoch. den 29. November 1893. Sozialismus betritt die Bühne. verbreiten, verwandelte sich der Beifall in Wuthgeſchrei und die Paris, 24. November 1893. Die Sigung am Mittwoch, dem 22. November, war die erste eigentliche Sigung der neuen Kammer, die früheren waren rein förmlicher Natur oder der Bestätigung der nicht beanstandeten Mandate sowie der Ernennung des Präsidenten und des Bureaus gewidmet. Der Sozialismus füllte die ganze Sigung aus, wodurch bewiesen wurde, daß er den Ehrenplay in dem politischen Interesse Frankreichs einnimmt. Herr Dupun gab die ministerielle Erklärung ab, die gan; der alten Thronrede entsprach. Man erwartete fie nicht mit Neugierde, weil Niemand etwas Außergewöhnliches von dem Ministerpräsidenten erwartete, aber mit der gespannten Erregtheit der Kaße, die mit der Maus spielt, um sich über die Ungeschicklichkeiten, die er bei dem Versuch, sich aus der schwierigen Lage zu ziehen, begehen würde, zu amüsiren. Herr Dupuy hat die öffentliche Erwartung nicht getäuscht. -" T 10. Jahrg. Nach dieser mit südlichem Feuer ertheilten Lektion, die in Fortlaufende Berichte auch aus den übrigen glänzender Sprache alle die Lehren enthielt, welche die Glassoleifereien und Sandbläsereien wären sozialistischen Agitatoren seit vielen Jahren unter den Massen sehr erwünscht. Eine große Anzahl nasser und falter, gefund. Wuth ging in dumpfe Muthlosigkeit über, als Dupuy das Wort beitsschädlicher Wohnungen sind uns in den letzten zur Entgegnung ergriff. Wochen gemeldet und von uns untersucht worden. Bei einigen ift theils durch Rücksprache mit dem Wirth, theils durch ärzt liches Gutachten Remebur geschafft worden, bei anderen schwebt das Verfahren noch. Hierhin gehören: Lübeckerft r. 9, Seitenfl. 2 Tr. Dieffenbach str. 67, Hof 8 Tr. Königstr 31, 2 Tr. I. Nie war wohl ein Mensch mehr aus der Fassung gebracht: Der Sozialismus ist ein Wort", rief er aus, aber nein, er ist eine Religion, oder vielmehr er ist etwas Wirkliches, welches zerlegt werden muß in den Sozialismus, den die Unruhstifter im Munde führen, und in mögliche Reformen, deren Verwirklichung ich versuchen will." Enttäuschung und Verzweiflung malten sich auf allen Gesichtern, die eben noch vor Freude gestrahlt hatten. Dupuy, der tapfere Elephant, war nur noch ein leerer Schlauch. Die Sigung schloß mit dieser erbarmungswürdigen Entgegnung und die Diskussion wurde auf Donnerstag vertagt. Alle Minister- Aspiranten waren glücklich; fie sahen Dupuy schon gestürzt und seinen Platz leer und zu besetzen. Alle rüsteten fich, um den Beweis zu liefern, daß sie im stande wären, die Hydra des Sozialismus zu erlegen. Gitschinerstr. 70, Hof überm Pferdestall. Manteuffel str. 40, Sof rechts. Mittenwalderstr. 27. Schlesischest r. 6, Quergeb. Naunynstr. 53. Biegnigerstr. 4, Quergeb. I. 2antwist r. 11. } Nasse Keller. Frobenst 35. Schuhmacher- Reller, dunkles und dumpfiges Berliner Zimmer mit zahlreichen Insekten. Hof links eine Wohnung"( 1 Zimmer für 6 Personen) neben dem Pferdestall, Fußboden verfault. " Blücher str. 34, Quergeb. part., durchfaulter Fußboden. Ein Berliner" Zimmer mit ungenügendem Fenster dient als Schlafraum für 6 Personen. " Blücher str. 30. Unter dem Schlächterladen ein Arbeitsraum, dessen Decke 25 Centimeter unter dem Straßenpflaster. In dem Fußboden( aus Ziegelsteinen) eine Sentgrube. Auf dem Hof Schlafraum der 2 Gesellen über dem Pferdestall, durch Bretter vom Heuboden getrennt. Ein anderer Schlafraum sollte beschafft werden. Hackescher Markt 4. Filz und StrohhutFabrik( Gebr. Demmler) in einem zirka 3 Meter unter dem Straßenniveau gelegenen Keller. Licht- und Lufteinfuhr ganz ungenügend, die Fenster 80 Centimeter breit, mit Eisenstäben versehen, 5 Personen waren in diesem Bergwerk thätig. Der Besizer ist Wahlvorstand der freisinnigen Volkspartei. Für die Arbeiter Sanitätstom mission gingen ferner ein: Bentral- Verband der Maurer, Bahlstelle 2, durch 8. 6 m. Hilfskasse der Zimmerer durch D. 5 M. Halberstadt 10 M. Verein der Gummiarbeiter 5 M. Soziale Leberlicht. Von edlem Selbstvertrauen erfüllt, stürzte sich Herr Dupuy auf die Tribüne und begann einen Vortrag über sein ministerielles Am Donnerstag fing die Schlacht wieder an. Lockroy, der Programm, das, wie ein Ratalog, alle seit Jahren von den Radikale, Barthou, der Opportunist, der geschniegelte Deschanel Bourgeoisrepublikanern der Linken verlangten Reformen auf vom rechten Zentrum schnellten vergiftete Pfeile auf das zählt: die Revision der Verfassung, Trennung der Kirche vom Ministerium, und legten dann ihr antisozialistisches GaubensStaat, Einkommensteuern 2c. und sie für undurchführbar erklärt. bekenntniß ab: seit der Revolution giebt es keine Klassen mehr; Dagegen bekannte er sich als Anhänger alles Bestehenden: des der Reichthum vertheilt sich alle Tage unter eine größere Anzahl allgemeinen Stimmrechts, des Privateigenthums, der Schul- von Personen; das individuelle Eigenthum verallgemeinert sich, gesetze und so weiter. Indem er fich als Ber- und die Fortschritte der Zivilisation sind zu messen nach der treter der unbeweglichkeit", des Bestehenden aufspielte, Ersehung des Kollektiveigenthums durch das individuelle Eigenwollte er sich die Gunst der Konservativen sichern, die ihr thum u. f. w." Stürmische Beifallssalven begrüßten diese AlbernHerrschaft cbensowohl über die Bänke der Rechten, wie über die beiten. Die Debatte wird Sonnabend wieder aufgenommen, des Zentrums und der Linken ausdehnen. Unglücklicher Weise aber das Ministerium ist schon todt. Man wird es diesmal wohl waren alle ihm vorausgegangenen Minister von entschiedener noch nicht abschlachten, weil man den Sozialisten keine Freude Unbeweglichkeit", was aber ihren Sturz nicht aufgehalten hat. bereiten will lange wird's jedoch nicht dauern. Und ist der Es mußte deshalb etwas Neues erfunden werden, um der dicke Dupuy einmal zu Boden gestreckt, so steht er nicht wieder schmacklosigkeit feiner schalen Brühe einigermasen aufzuhelfen; auf. er griff deshalb zum Sozialismus als Würz Vom ersten Tage an," schreibt Millerand in der Pétite " Der Sozialismus, das ist der Feind", rief er, cr will da République, ist man gegen uns marichirt, und wir haben den Brivateigenthum abschaffen, die anonyme Tyrannci des Ctaates Feind zurückgeworfen( fait réculer l'ennemi); der Sozialismus an Stelle der Selbstbestimmung der Judividuen, der freien Ver- hat als Herrscher( en raitre) von der Rednerbühne Besitz er einigung der Bürger feßen:... wir werden jeden Versuch der griffen". Es ist das nicht der erste Sieg, den der Sozialismus Agitation und Unordnung, ohne Rücksicht auf die heilnehmer feit den letzten Wahlen davonträgt! In meinem vorigen Briefe und die Beranstalter, unterdrücken; wir werden nicht aufhören, fagte ich Ihnen, daß, nachdem man lange die Ungiltigkeit der die Unruheftifter im Namen des Vaterlandes zu bekämpfen." Wahlen aller mit deutschem Gelde beftochenen Sozialisten" unMit wahren Beifallsfalven, von der Linken und Rechten gestüm verlangt hatte, die Wahlen Guesde's und Chauvin's ohne ausgehend, wurden diese stolzen Erklärungen aufgenommen. Anstand für giltig erklärt worden sind. Endlich hatte man einen unerschütterlichen Wall gegen den Der„ Temps" ift der offiziöse, Moniteur" der Sozialisten geworden Sozialismus. Dupuy ist in der That so dick wie ein Elephant( dieses Blatt, das keine Beile schreibt, ohne dafür bezahlt zu sein, und auch ebenso breit und groß, sein Bauch ist so ungeheuerlich, muß dabei seine Rechnung finden), er schrieb in seiner Nummer daß er seine Füße nicht sehen kann, und höchst wahrscheinlich vom 19. November 1893, daß, die Anwesenheit einer sozialistischen Schwerer und allgemeiner als eine frühere ist die würde er, fiele er zur Erde, nicht im stande sein, wieder aufzuruppe in der Abgeordnetenkammer schon ein Ergebniß erzielt, jetzige Strifis; fie betrifft nicht nur kleinere und mittlere Ge flehen. hat: nämlich den Herrn Denêcheau, den Abgeordneten von Aisne, fchäfte, sondern zieht selbst die größten in ihren Bannkreis. So Einen Mann zu finden, der es wagt, der sozialistischen Hydra an der Einbringung eines patriotischen Antrages zu hindern, wird von einer Papierfabrik in Sebnig, der größten in Sachsen, Mann zu finden, entgegenzutreten und die Gesellschaft" gegen fie zu schützen dessen Annahme der neuen Kammer gestattet haben würde, sich der zweitgrößten in Deutschland, berichtet: Dieselbe erfreute sich das ist der einzige Gedanke, die einzige Sorge der kapitalistischen den französisch- russischen Kundgebungen des vorigen Monats an feit ihrem Bestehen eines flotten Geschäftsganges. Krisen und Bourgeoisie, deren größte Tugend die Feigheit ist, so wie das zuschließen. Herr Denecheau hat erfahren, daß, wenn er den Kriegsjahre verursachten feine bemerkbaren Stockungen. Aber Hauptattribut des guten Christen die Enthaltsamkeit und Be- Antrag stelle, die patriotischen und die internationalen Sozialisten seit Beginn der jezigen Krise ist das anders geworden: Arbeitsdürfnißlosigkeit ist, wodurch die' guten Möniche, die Erzbischöf diese Gelegenheit, sich auszusprechen", begierig ergreifen würden. entlassungen folgen aufeinander. Vor langer Zeit waren die Löhne und Päpste genöthigt waren, die arme Welt zu berauben und Eine derartige Debatte konnte sich aber nicht entroickeln ohne um den fünften Theil gekürzt, indem die sogenannten Zentnerdie Reichthümer der Erde an sich zu reißen. Um dieser einigen Schmutz, der auf Gefühle, viel zu heilig, um sie zum Gegen gelder in Wegfall famen. Der Lohn beträgt gegenwärtig für Feigheit der Kapitalisten Rechnung zu tragen, haben all. stand der Debatte zu machen, gespritzt wäre. Der ehrenwerthe erwachsene männliche Arbeiter 1. 70 bis 1. 80 Pf.; der politischen Parteien" Matamore", d. h. militärische Bramarbasse Serr Abgeordnete nimmt seinen Vorschlag zurück, man darf ihn Wegfall dieser Zentnergelder" war für die Arbeiter ein harter gesucht! Die Republikaner von 1848 ließen aus Algerien den deswegen nicht tadeln. Nichtsdestoweniger bleibt die Thatsache Schlag, läßt sich mit diesen paar Pfennigen doch nicht viel anGeneral Cavaignac kommen, der in den Junitagen alle bestehen, daß durch die Anwesenheit einiger sozialistischer Ab- fangen, besonders da Miethe und Lebensmittel immer theuerer Sozialisten niedermeßelte. Mit den Konservativen vereinigt, geordneter, die sich in ihre internationalen Freundschaften zu werden. Vergangenen Sonnabend wurde nun wiederum einer nahmen sie nachher Napoleon Ill., um Cavaignac's Werk forts fehr vertieft haben, es schwer gemacht werden kann, im fran- größeren Anzahl Leute gekündigt, und sind davon besonders alte zusetzen. Thiers verbarg sich hinter Mac Mahon, um die Kom zösischen Parlament vom französischen Vaterland zu sprechen." Leute, die 20 Jahre und länger in der Fabrik arbeiteten, bemune im Einverständniß mit Bismarck zu vertilgen. Gambetta Man sieht also, daß die Sozialisten, die einzigen, die gegen troffen worden. Mit Bangen sehen die hiesigen Arbeiter dem, flüchtete fich unter den noch von französischem Blute triefenden das schmachvolle französisch- russische Bündniß Protest erhoben was da noch tommen soll, entgegen. Säbel Gallifets, Clémenceau's und die radikale Partei glaubten haben, schon mächtig genug sind, den russenfreundlichen EnthuBoulanger würde der richtige Kämpfer für sie sein. Aber weil fiasmus des Parlaments zu unterdrücken. Mehr als in den Großstädten noch, wo die Organisation die Militärs das Vertrauen, welches man in sie fette, getäuscht Schon vor der Eröffnung des Parlaments hatte der Sozia- der Arbeiter bis zu einem Theil wenigstens der Unternehmerhatten, warf man sich wieder auf die Zivilisten. Constans lismus seine Stärke bewiesen. Der Bergarbeiterstreit des Pas willkür entgegen steht, sind die Arbeiter der Kleinstädte, am wurde von allen Bourgeois- Republikanern für einen Mann der de Calais wäre im Lärm der Russenfeste unbemerkt vorüber- schlimmsten da, wo eben jeglicher Zusammenhalt derselben fehlt, That gehalten, fie glaubten, er sei bestimmt dazu, sie von dem gegangen, und dank der Armee und der Magistratur, die zynisch der Ausbeutungswuth der Fabrikanten ausgesetzt. Das ist zum César des Herzogthums Gerolstein( Boulanger) zu befreien, und in den Dienst der Bergwerks- Gesellschaften gezogen wurden, wären Beispiel in den kleinen Städten Thüringens der Fall. So zahlt fie gegen die Generale zu schüßen, indem er die ganze die Bergleute leicht besiegt worden ohne das Dazwischentreten ein Geschäft in Apolda für vollständig fertigzustellende JagdPolizei und die französische Armee in Bewegung schte. Seit der fünfzig sozialistischen Abgeordneten. Alle sind sie dem Ruf westen dem Meister einen Lohn von 65 Pf. pro Stück. Conftans hatte man niemand, der diese fürchterliche Rolle über der Streifenden gefolgt, und haben ihnen ihre Hilfe geliehen, Bordertheile dieser Westen müssen auf sogenannten Noppennahm, und siehe da, Dupuy erhebt sich und sagt:„ da bin ich, zur Organisation des Widerstandes, der Versammlungen der maschinen hergestellt werden, der Arbeiter erhält hierfür pro nehmt mich und Ihr werdet den Sozialismus und seine Mädels- Geldsammlungen und zum Schutz gegen die unerhörten Roh- Paar 12 Pf. Im Durchschnitt fertigt ein tüchtiger Arbeiter führer nicht mehr zu fürchten haben!" heiten der Soldaten und Gendarmen. Schon die sozialistischen 15 Paar pro Tag, bei mindestens zwölfftündiger Arbeitszeit, Abgeordneten der letzten Kammer hatten es sich zur Pflicht ge- erzielt also einen Verdienst von 1,80 Mark und schleppt die Boche die kolossale Summe von 10,80 Mark macht, die Streifenden zu unterstützen. Diefes per önliche Erscheinen der Deputirten bei den Ar- nach Hause. Hierbei ist zu bemerken, daß die Arbeit diesen Maschinen beitseinstellungen hat in Frankreich eine sehr große Bedeutung, an eine anstrengende ist. weil es den Ausständigen eine Deckung giebt und ihren Muth Rücken und Aermel fertigende Arbeiter erhält dafür 15 Pf. hebt. Der französische Abgeordnete, der die Schärpe umgürtet, pro Stück. Ein tüchtiger Arbeiter bringt es ebenfalls bei zwölfist unverletzlich; Niemand kann ihn antasten. Baudin in stündiger Arbeitszeit auf 10 Stück, er nennt also 1,50 M. jeden Jaurès erhebt sich, packt das Minister- Programm an, zer- Carmaux und Lafargue in Amiens baben Ravallerie- Angriffe Tag fein Eigen. Die Näherin und Befeherin bekommt 18 Pf. stückelt es und tritt es in den Staub: Sie sagen, die sozia- aufgehalten, indem sie sich mit ihren Schärpen vor die Menge für das Stück. Der Meister hat also 45 Pf. an Arbeitslohn für liftischen Forderungen feien unausführbar und Sie sprechen uns ftellten. Man fordert die Abschaffung dieses parlamentarischen jedes Stück zu zahlen; hierzu kommen noch die Auslagen für nicht von dem, was Sie für ausführbar halten. Ihr Programm Privilegs, welches dadurch mißbraucht" worden sein soll, daß Spulen. Da unfere berrliche Sozialgesetzgebung die Kinderift nichts als eine lange Reihe von Verneinungen und nur eine die sozialistischen Abgeordneten sich seiner zum Vortheil der Ar- arbeit in der Hausindustrie glücklicherweise( d. b. glücklicherAufzählung von Reformen, die Sie nicht einmal versuchen wollen-; beiter bedienten. weise für die nach Mehrwerth lüsternen Fabrikanten und Verund die, welche Sie vorschlagen, erklären Sie selbst für unaus- Die Intervention der sozialistischen Abgeordneten in den leger) noch nicht verboten hat, so find die Auslagen dafür selbst führbar. Nun, das ist eine Null, das ist ein Nichts, was Sie Streits( grèves) läßt vor den Blicken der Arbeiter, gegenüber meister wird einen oder zwei Jungen anstellen, denen er je den oben angeführten Löhnen gegenüber nicht allzu hohe, der uns als Mahlzeit anbieten. Sie glauben sich dadurch heraus der zusammenbrech nden Macht des Kapitalismus, die neue 75 f. bis 1 m. wöchentlich zahlt. Ferner sind noch Auslagen zureißen, daß Sie einen Krieg gegen den Sozialismus ankündigen. Macht sich erheben, welche bald die sivilifirte Welt regieren für Dadeln, Licht, Feuerung, Schmieröl, Paraffin, Berzinsung Eie legen fich feine Rechenschaft ab über die Ungeheuerlichkeit, wird. welche Sie eben ausgesprochen haben. Mit dieser Erklärung erklären Sie sich gegen die ganze moderne ökonomische Entwickelung, gegen die Maschinen, gegen die Eisenbahnen, gegen die Fabriken, gegen die Konzentration der Produktionsmittel. Sie beachten nicht, daß der Sozialismus nicht in den Köpfen der Führer ent standen, sondern daß er aus den ökonomischen Verhältnissen hervorgegangen ist. Sie erklären sich für Volks Auch heute find wir in der Lage, über Erfolge unserer bildung und bas allgemeine Stimmrecht und trotzdem Thätigkeit zu berichten. greifen Sie den Sozialismus an! Aber die Bildung macht Roppenstraße 30 beim Destillateur Engel salief der Die Köpfe des Volts fähig, die unabwendbare Entwicklung der Hausknecht auf einem über dem Korridor belegenen Hängeboden Gesellschaft zum Sozialismus zu verstehen, und das allgemeine mit 2/2 Rubikmeter Luftraum( 2 Meter lang, 1,20 Meter breit, Stimmrecht, welches den Proletarier politisch unabhängig macht, 1 Meter hoch). Infolge Rücksprache mit dem Besizer soll er wird ihn auch ökonomisch unabhängig machen. Wer find Sie, von nun ab in der Küche schlafen. der Sie es wagen, den Gang der Geschichte aufzuhalten? Sie Beusselstr. 59. Die in Nr. 213 des Vorwärts" und Ihre Freunde find nichts als die ministeriellen Dom- rügten Uebelstände in dem Bäckereibetrieb find infolge der Verherren der parlamentarischen Brüderfchaft.) Sie tönnen den effentlichung abgestellt worden. Ausständigen Lanzenstiche austheilen, die Führer der Streifenden Reichenberger str. 47 ist der Zustand der Hoftlosets monatelang ins Gefängniß werfen, aber wie Bismarck, der ganz durch unser Eingreifen gebessert. Europa zu seinen Füßen fah, werden Sie gezwungen werden das Feld zu räumen und das Proletariat auf seinem Siegesmarsch zur Eroberung der politischen Macht und zur vollständigen wirthschaftlichen und politischen Entthronung der Bourgeoisie vorbeiziehen zu laffen." Er hatte es so eilig, von der Bourgeoisie in Dienst genommen zu werden, daß er eine sofortige Diskussion über sein Brogramm verlangte. Alle Feiglinge der Kammer hofften noch, Der Temps" fagt es daß die Sigung mit einem Vertrauens votum, das den dicken Dupuy auf seine Minifterbant festschraube, endigen würde. Aber man hatte die Rechnung ohne den Sozialismus gemacht. " Gallus. Arbeiter- Sanitätskommission. er Die Der die und Amortisation des in den Maschinen steckenden Geldes u. f. w. zu machen. Es wird sich nun Jedermann wohl selbst ausrechnen können, welches schlemmerische Leben ein solcher mit dem Meistertitel gezierter Arbeiter führen kann. Und diese Löhne sind noch nicht die schlechtesten. Sächsisches. Wegen Nichteinreichens des Mitglieder verzeichnisses war der Vorstand des Arbeitervereins von Rade. beul vom dortigen Gemeindevorstand zu 10 M. Ordnungsstrafe verurtheilt worden. Gegen den Strafbefehl beantragte der betroffene Borstand gerichtliche Entscheidung, da er der be= rechtigten Meinung ist, daß er doch nicht gezwungen werden fann, eine Mitgliederliste einzureichen, wenn der Verein feine führt. Aber da tam er beim Gemeindevorstand schlecht an; ge= gerichtliche Entscheidung darf es gegen den Befehl eines Oberhauptes von Radebeul nicht geben und das weiß doch der Gemeindevorstand auch am besten, wie folgendes interessante Schrift ftück zeigt: Herrn Oswald Müller, Borsigender des Arbeitervereins für Radebeul und Umgegend. Beusselstr. 50 find Fässer mit Sprit aus einem Schlafzimmer entfernt worden. Krautstr. 4/5, Glasschleiferei von Arlt. Infolge unserer Meldung und der Revision seitens der Aufsichtsbehörde wird für tägliche Beseitigung des Schmutzes gesorgt und find Spucknäpfe, wenn auch noch in ungenügender Bahl, aufgestellt worden. In die weltliche Sprache überseht: gut bezahlte Hand- Auch scheint das überaus gefährliche Glasfragen eingeschränkt langer der Bourgeoisie. au fein. Hier. Auf Ihr Schreiben von heute, mit welchem Sie gegen die Ihnen auferlegte Ordnungsstrafe von 10 M. auf gerichtliche Entscheidung antragen, werden Sie verständigt, daß über Orde nungsstrafen eine gerichtliche Entscheidung überhaupt nicht zu lässig ist. Ich sehe Ihrer Erklärung entgegen, ob Sie mit Ihrer Ein: gabe gegen die Verfügung des Unterzeichneten Beschwerde erhoben haben wollen. Die Beschwerde würde selbstverständlich zu begründen sein. Radebeul, am 17. November 1898. Der Gemeindevorstand: Werner. Den gewöhnlichen steuerzahlenden Bürger schüßt Unkenntniß der Geseze nicht vor Strafe. Was geschieht aber mit Beamten bei Uebertretungen derselben? Nun, oftmals harrt ihrer eine Beförderung oder Auszeichnung. Zur Verkürzung der Arbeitszeit. Von welcher Tragweite die Verkürzung der Arbeitszeit für die Arbeiter und Arbeitgeber ist, mag aus folgenden Mittheilungen, welche in den Berichten der Fabrikinspektoren für das Großhergthum Hessen zu finden sind, hervorgehen: Herr Möser, der Aufsichtsbeamte des ersten Bezirks, sagt: Eine große Bigar renfabrik mit 10%/ 2 stündiger Arbeitszeit hatte früher eine Arbeitszeit von 111/2 Stunden täglich. Dadurch daß die Roller in der Arbeit einen bedeutenden Vorsprung gegen die Wickler erlangten, und eines Tags Mangel an Wickeln eintrat, wurde die Arbeitszeit der Roller um eine Stunde täglich gekürzt. Es zeigte sich bald, daß in der um eine Stunde abgekürzten Arbeitszeit gerade soviel gearbeitet wurde als vorher und es wurde die 10% stündige Arbeitszeit für die Fabrit dauernd eingeführt." Herr Kraus, der Aufsichtsbeamte des zweiten Bezirks, fagt in bezug auf die Zahl der Unfallsanzeigen, daß die felben, verglichen mit früheren Jahren, stetig zurückgegangen und auch die Zahl der schwereren Unfälle, welche polizeiliche Unterfuchungen zur Folge haben, fleiner geworden ist, beweist der Umstand, daß z. B. im Jahre 1891 zu solchen Unfalluntersuchungen 112 Einladungen an mich ergingen, und im Betriebsjahre nur 97, trotzdem vom 1. April an der Kreis Worms mit über 150 Be trieben und rund 6000 Arbeiter dazu gekommen war. Die Hauptursache der Abnahme der Unfälle erblicke ich," fährt der Fabrikinspektor fort, in der allgemeinen Arbeitsstille. Die Arbeit selbst ist ruhiger, regelmäßiger, weniger mit Ueberhaftung, Ueber- und Nachtarbeit; Menschen und Maschinen werden nicht überanstrengt." Wenn Professor Senior, der Mann, der bekanntlich den) Abstinenz- Entbehrungslohn der Fabrikanten erfunden, ein solches Urtheil über die Nothwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit aus dem Munde eines hierzu berufenen Beamten hören tönnte, er würde sich im Grabe umdrehen. Briefhaffen der Redaktion. R. Fl. Die Frage, ob der Arbeitergeber Gesellen, die aut, Wochenlohn von ihm engagirt sind, einen Abzug für den Bußtag zu machen berechtigt ist, ist wiederholt an dieser Stelle im ver neinenden Sinn beantwortet und diese Ansicht ausführlich begründet. Die Beschäftigung von Dockarbeitern in den London und Indiadocks" ist nach Angabe der„ Labour Gazette" auch im Oftober stetig zurückgegangen. In der ersten Woche des Monats Beschlagnahme des Lohnes leider nicht zulässig. 10 10. Wegen Alimente für uneheliche Kinder ist eine betrug fie 6847, in der zweiten 6775, in der dritten 6666 und in Calbe. Wenn das Unglück nicht im Betriebe während der der vierten 6504. Der Durchschnitt pro Woche betrug 6698, im Arbeitszeit zugestoßen ist, so ist eine Klage erfolglos. Eventuell Oftober 1892 hingegen 6812 Mann. In unmittel- müßte gegen das Schiedsgerichtsurtheil Refurs eingelegt werden. barem Zusammenhange mit der Abnahme der Arbeitsgelegenheit steht natürlich die Zunahme der Paupers Turnverein Wien. Unseres Wissens besteht die Turns ( Armen), die durch öffentliche Mittel unterstützt werden. Diese zeitung nicht mehr. haben im Monat Oftober in allen Distrikten, hauptsächlich aber R. 3. 100. Gegen den staatsanwaltschaftlichen Bescheid in London zugenommen. In dieser Stadt erreichte die Zahl können Sie Beschwerde bei der Ober- Staatsanwaltschaft einlegen. der völlig Mittellosen die Höhe von 97 779 oder 232 auf Sie thun gut, dabei hervorzuheben, daß Ihre Tochter bereits während je 10 000 Einwohner. In den anderen Distritten Englands be- der Dienstzeit über die Mißhandlungen geklagt hat. trug sie 157 823 gegen 139 000 im gleichen Monat 1892 oder 211 pro 10 000 der Bevölkerung. Dagegen haben die Paupers in Schottland und Irland nur um ein Geringes fich vermehrt; in Schottland waren es 29 817 gegen 28 670 im Vorjahre oder 181 auf je 10 000, in Jrland famen 250 auf 10 000 Einwohner. Bergleicht man die Armen 2ondons, die in den letzten drei Monaten der öffentlichen Armenpflege zur Last gefallen, so ist eine stetige Steigerung zu bemerken. Das trifft auch zu, wenn man Vergleiche anstellt mit den forrespondirenden Monaten des Jahres 1892, wie aus folgender Tabelle ersichtlich: Auf je 10 000 Einwohner tamen in London Arme: 1892 1993 August Septmbr. Oktober August Septmbr. Oktober 207 208 215 218 225 232 Hier wird uns ziffernmäßig vor Augen geführt, wie die Früchte der privatkapitalistischen Produktionsweise in stetem Wachsthum begriffen sind. Diese Folgen der heutigen Gefellschaftsordnung werden sich denn auch so lange häufen, bis diese felbst in ihrem eigenen Sumpf erstici und aus diesem eine neue Ordnung der Dinge hervorgeht. Otte. Legen Sie Beschwerde beim Landgericht ein. Kaglerstr. 7. Nein; Sie müssen aber ausdrücklich um Be freiung von der Steuer einfommen. O. A., Wendenstr. 6. Steht jemand in Wochenlohn, so fann ihm nach richtiger Ansicht für den Bußtag nichts abgezogen werden. Was kann er dafür, daß Bußtags nicht gearbeitet wird? Der Lohn ist für die Woche vereinbart, die abläuft, ob Bußtag darin liegt oder nicht. A. M. Wenden Sie sich an das Jnnungs- Schiedsgericht mit dem Antrage, die Zwangsvollstreckung vorzunehmen. Witt. Nein. Nach§ 371 I, 21 A. 2. R. find die Erben eines Miethers, der während der kontraktmäßigen Zeit stirbt, noch ein halbes Jahr lang von dem Ablauf des Quartals, in welchem der Tod erfolgt ist, an den Vertrag gebunden. Das Aufgeben des Vertrages muß ausdrücklich erklärt werden. C. K. Jst fein Testament da, so erbt der märkische Ehegatte die Hälfte des beiderseitigen Vermögens( wenn er nicht auf die Erbschaft verzichtet), die andere fällt in Ihrem Fall den Eltern und Geschwistern zu. K. Witstock. Ein derartiges Statut ist uns anbekannt. Eine Statistik, darüber, wie viel Kassen freie Aerzte- Wahl haben und ob, eventuell wieviel, diese haben aufgeben müssen liegt, nicht vor. Grösstes Manufactur- und Mode- Waaren- Haus des Ostens Grüner Weg 32 5195L Boke Andreas- Platz. M. Löwinsohn( nh. L. N. Jacob) Grüner Weg 32 Verkauf nur gegen Baar. Ecke Haupt- Geschäft nebst grossem Restaurant ( billige gute Küche) und Billard- Salon, OSWALD Hosen. Wer Leipziger- Strasse 119-120. Berlin W. 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