Ur. 63. HbonncmcntS'Bcdinaungen: klboimcments- Prci-Z vränumcrando: Liorll'�äiirl.::;:ü SSf., monaö. 1,10 SRI, wöchtiulick 28 Pfg. frei ms Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- ininimcr init illustrierter Sonntags- Beilage„Die Nene Welt" 10 Psg. Post- ?lbomicn>enl'. 1.10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband|üt Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, sür das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Postabonnements N.-Ämen an; Belgien, Dänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. 36. Jahrg. erscheint täglich außer montags. Verlinev VolkSblnkt. Die Infei'tionS'GebQltr beträgt für die IcchSgespallcnc Kalonel- zcile oder deren Raum 00 Pfg.. für politische und gcwerkschasllichc Vereins- und Versanunlungs-Anzeigen L0 Pfg. „Kleine Mnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. EIcllcngesuchc und Schlafstellcnan- zeigen das erste Wort 10 Psg., jcdeS weitere Wort 5 Psg. Worte über USBiniw traben zählen für zwei Worte. Anscratc für die nächste Nummer müssen bis 5 Ufte nachmittags in der Expeditim abgegeben werden. Die Exvedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm- Adresse: „Sozialdemokrat Rerliu". Zcntralorgan der foztaldcmokratifcben Partei Deutfcblands. Redaktton: 8W. 68, Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Str. 198Z. Sonnabend, den 15. März 1913. Expedition: 8Al. 68, Lindcnstrasöc 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Kmtbtagswählef! Lslii sm Sonntaji, Montag und Dienstag die Wählerlisten ein! Der 17. Illärz 1813. Das hat das Boll getan Und Bolkes Vordermann. Landwehrlied von 1813. I. ES ist atifs Haar so gekommen, wie wir es vorausgeahnt und vorausgesagt haben. Das Gedächtnis der gewaltigen Volkserhebung von 1813 ist von den herrschenden Klassen unter Ausschluk des Volkes als eine banale Feier mit höfischem Glanz und militärischem Schaugepränge begangen worden. Zähneknirschend muhte selbst das„Berliner Tageblatt" ge- stehen, das; weder die Stadt Berlin noch die Regierung noch die höfischen Zeremonienmeister daran gedacht hätten, diesen Tag als eitlen Festtag des Volkes zu feiern, und muh so hinterdrein den Skeptizismus der Sozialdemokratie als berech- tigt anerkennen, die sich geflissentlich von dieser offiziellen Feier ferngehalten hat. Was des Volkes Verdienst gewesen, das wurde den Hohenzollern zugeschrieben. In Breslau, der Stadt, in der einst der„Aufruf an mein Volk" erlassen wurde, crmahnte im Namen seines Vaters Prinz Eitel Friedrich das lebende Geschlecht, im Andenken an die Generation von 1813 sich in Gottesfurcht, Gehorsam und Zucht zu üben— Worte, die an die Zeit der Karlsbader Beschlüsse erinnern!— und schwärmte von Friedrich Wilhelm III. als dem„großen König". Wilhelm ET. gar schrieb zur selbigen Stunde seinem„erhabenen Ahnherrn" die Schuld an der Volksbewegung zu:„In heiligem Zorn gegen den Bedrücker folgt-e das Volk dem Rufe seines Königs." Nun mag eS begreiflich sein, daß die Hohenzollernfamilie sich pietätvoll in der Pflege der Hohenzollernlegende gefällt, wir wollen unser Ohr lieber der geschichtlichen Wahrheit leihen, und die redet allerdings eine ganz andere Sprache. Je mehr tnan sich in die Zeit von Aorcks Konvention zu Tauroggcn bis zum„Aufruf an mein Volk" versenkt, desto klarer und entschiedener erkennt man, daß selten ein Potentat in der Weltgeschichte eine gleich klägliche, eine gleich jämmcr- liche Rolle gespielt hat wie der Träger der preußischen Königs- kröne in jenen Tagen. Schon zu normalen«Zeiten war Friedrich Wilhelm III. von allen guten Geistern verlassen und stümperte Tag an Tag seines inhaltlosen Daseins mühselig aneinander. Aetzend wie Essigsäure sind die Urteile der Zeitgenossen verschiedenster Art über diese so wenig majestätische Majestät. Auf tine etwas peinliche, aber natürliche Ursache führte Boyen, der Heeresorganisator und spätere Generalfeldmarschall die Schwächen des Königs zurück:„Er war unaufhörlich mit seiner Verdauung in Unordnung"— der Mensch ist, was er ißt!—„und dieS machte ihn nicht allein verdrießlich, sondern lähnitc auch seine Urteilskraft." Und der junkerlichste der Junker, der v. d. Marwitz höhnte:„Man hat ihm Unent- schlossenheit und Mangel an Selbstvertrauen vorgeworfen, aber ganz mit Unrecht, er war jederzeit entschlossen, nichts zu tun I" Diese negative Eigenschaft zeigte er in den Tagen des Unglücks, und als es �zu handeln galt, mehr denn je, ganz und gar der zähe Schwamm, der, wie Clausewitz bitter meinte, auch unter den Schlägen des Hammers eigensinnig seine Form behält. Mit seiner kühnen Tat hatte General Z)orck gehofft, auch den König zu kühnem Wagen fortzureißen. Ber- gebliche Hoffnung und leerer Wahn! In einer Zeit, da Königskronen so leicht geworden waren wie Papiermützen, hütete cr sich ängstlich vor jedem Luftzug,-geschweige denn vor dem Sturm, als den Preußens Erhebung gegen die Fremdherrschaft sich darstellen mußte. Auch als der Gang der Dinge dem Blödesten'selbst klipp und klar bewies, daß der Anschluß an Rußland nicht mehr zu um» geheit�iuar, tappte der König, Schritt für Schritt voller Be- sorgnis abwägend, zehn Meilen hinter den Ereignissen drein. Das war in den Tagen, da Blücher an Scharnhorst die denk- würdigen Worte schrieb:„Jetzo ist eö wiederum die Zeit, zn tun, ivas ich schon anno 9' angeraten, nämlich die ganze Natioll zu den Waffen anzurufen, und wenn die Fürsten nicht wollen und sich dem widersetzen, sie samt dem Bonaparte wegzujagen." DaS ganze Volk in all feinen Schichten bebte in fiebernder Erwartung und drängte stürmisch voran, aber der Königs behielt, so wenig er jemals Zorn und Scham der Nation mitgefühlt, auch jetzt Kopf und Herz eisig kühl,„jeder- zeit entschlossen, nichts zu tun". Da gläubige Untertanen das Zaudern und Zögen: Friedrich Wilhelms dem Umstände zuschrieben, daß er sich im Macht- Bereich der französischen Bajonette befand, wandte sich ein schlesischer Edelmann mit der Bitte an den König, von Berlin »ach Breslau, in ein vom Feinde nicht besetztes Gebiet zu konimen, mit dem einzigen Erfolg, daß der Petent in der Nacht von Gendarmen aufgehoben, nach Berlin gebracht und in die Hausvogtei gesetzt wurde. Nur mit einer List gelang es schließlich dem Staatskanzler Hardenberg, den Äönig zur Abreise nach Breslau zu bewegen. Durch Spitzel, die auch dem französischen Gouverneur gute Dienste leisteten, ließ er das Gerücht aussprengen, ein russischer Ueber- fall auf Berlin stehe unmittelbar bevor. Als die Franzosen nun Abwehrmaßregeln trafen und auch Potsdam mit Wachen und Patrouillen überfluteten, wußte Hardenberg dem König zuzuflüstern, es sei auf Aufhebung und Gefangensetzung seiner Person abgesehen. Da endlich begab sich, unter dem Zwang einer vorgespiegelten äußersten Notlage, Friedrich Wilhelm nach der schlesischen Hauptstadt. Aber auch dort wurde kost bare Zeit lediglich vertan und vertrtzdelt. Aus allen Provinzen eilten Deputationen nach Breslau mit Anerbietungen zu frei willigein Dienst, zur Errichtung von Landwehrtruppen und Stellung vou Nattonalreginientern, aber wie lästige Bittsteller wurden die Abgeordneten des Volkes in den Vorzimmern herumgeschubst und keinem ward auch nur Gehör geschenkt. Es war schon ein Großes, daß Scharnhorst den: König die Genehmigung zu den beiden Verordnungen vom 3. und 9. Februar abzwang, deren erste„diejenigenÄlassen der Staatsbürger, welche nach den bisherigen Kantongesetzen vom Dienste befreit und wohl habend genug sind, um sich selbst bekleiden und berftten machen zu können",-zur Bildung freiwilliger Jägerkorps aufrief und deren zweites mit seiner Abschaffung der Exemtionen die allgemeine Wehrpflicht, allerdings vorläufig nur sür die Dauer des Krieges, begründete. Nicht nur widertvillig, sondern auch ungläubig gab Friedrich Wilhelm seine Zu- stimmung. Es wollte diesem stumpfen Hirn vor allem nicht eingehen, daß sich freiwillig jemand sür des Vaterlandes Ehre utfb Freiheit schlagen könne, da ihm beides gleichgültig war, so lange ihm Krone und Thron garantiert blieb.„Freiwillige aufrufen," sagte er in seiner indianerhaft stammelnden Sprache, „ganz gute Idee, aber keiner kommen!" und er war efjrlich erstaunt, vielleicht auch beängstigt, als die Jugend der Uni- versitäten und Kontore begeistert in Scharen herzuströnite. Aber immer noch war er zu nichts anderem entschlossen, als zum Hinhalten und Fortwursteln. Zu dem russischen General Tettenborn, der mit einem Kavalleriestreifkorps in der Neumark stand, schickte er einige Tage nach dem Aufruf zur Freiwilligenstellung Hals über Kopf den Major Lützow und ließ ihn um Gottes Willen bitten,„nicht über die Oder zu gehen und ihn und sein Land nicht ins Unglück zu stürzen." Aber die Gäning in den Massen des preußischen Volkes trieb jetzt so bedrohliche Blasen, daß Kenner der Sachlage den Ausbruch einer Revolution vor Augen sahen, wenn sich der König nicht endlich aufraffte. Dazu kam der Zar Alexander, der immer auf Friedrich Wilhelms Gemüt einen großen Ein- fluß ausgeübt hatte, von Kalisch nach Breslau und riß, wie v. d. Marwitz schreibt,„den König in den Abgrund hinein, vor welchem ihn: grauete". Das ivar sehr von nöten, denn selbst der Abschluß des Pertrages von Kalisch am 28. Februar zwischen Rußland und Preußen hatte dem ewig Zaudernden nicht die Farbe der Entschließung auf die Wangen getrieben: noch immer wurde gesäumt, gezögert und hingehalten, weil Friedrich Wilhelm eine Antwort Napoleons auf eine preußische Note vom 15. Februar abwarten wollte, eine sehr über- flüssige Antwort, da die fieberhaften Rüstungen, die Napoleon mit dem gewöhnlichen Ungestüm seines Genies betrieb, zur Genüge dartaten, wie er die Sachlage auffaßte. Selbst als nach so viel fruchtlos hingebrachten Tagen und Wochen die Stunde des Bruchs gekommen war, hatte der König die Absicht, in einem weitläufigen Schreiben vor Europa ge wissermaßen seine Entschuldigung auszusprechen, daß Preußen sich von Frankreich ab- und Rußland zuwende. Sein Hof- Pfaffe Ancillon hatte auch zu seinem Beifall ein solch würde- loses pfäffisch-diplomattsches Gcsalbader ausgearbeitet, das nach der Lektüre Gneisenau niit der trockenen Bemerkung abtat, es sei sehr geeignet, denn wenn man es den Hemden vorläse, würden sie sofort einschlafen. Auf Vorschlag Gneisenaus wurde dann von dem Staatsrat Hippel, dem Freunde E. Th. A. Hoffmanns, des„Gespenster-Hoffmann", der„Aufruf an mein Volk" in einfacher Sprache und aufrichtigem Ton verfaßt, nach einigen unwesentlichen Aenderungen vom König unterschrieben und mit dem Datum des 17. März am 20. März in der„Privilegierten Schlesischen Zeitung" ver- öffentlicht. Daß überhaupt ein absoluter Potentat sich in einem derartigen Aufruf an sein Volk wandte, wäre ein ebenso bedeutungsvolles Zeichen gewesen, wie die Tatsache, daß an den entscheidenden Stellen Preußen und Deutsche in ein und demselben Atemzug genannt wurden. Aber die Proklamatton stammte ja nicht nur von Friedrich Wilhelm III., sondern sie war seinem Innersten ganz wesensfremd und sie war auch nicht der Ruf. der die Massen deZ preußischen Volkes aufftürmtc, sondern die aufgestürmten Massen haben sie förmlich vom König erpreßt— nichts schlägt der historischen Treue mehr ins Gesicht als das Schlagwort der Hohenzollernlegende:„Ter König rief und alle, alle kamen!" Was der König bis zum 17. März 1813 tat, lag lediglich auf negattven: Gebiet: statt nach der Konventton von Tauroggen die Gunst der Stunde zu nutzen und Jorcks Spuren zu folgen und so eine Möglichkeit zu schaffen, daß der Krieg am Rhein unter erheblich geringeren Opfern geführt wurde, trägt er mit seiner unseligen Politik des Nichtvonderstellckönnens und Hemmens die Schuld, daß sich der Feldzug von 1813 in: Herzen Deutschlands abspielte, daß er in seinem ersten Stadium alles andere als glücklich verlief und daß— selbst im militärischen Sinne!— viel kostbares Blut vergebens verspritzt ivurde. Dessen gedenken wir, luenn jetzt der„große König" und der„erhabene Ahnherr" bei schmetternden Fanfarentönen gefeiert wird. Die friedensbedingungen der ISalkanitaaten. Die Balkanstaaten haben nun endlich die Antwort auf den Vermittlungsvorschlag der Mächte überreicht. Sie er- kläret: sich mit dieser Vermittlung einverstanden, stellet: aber die folgenden Bedingungen: 1. Als Grundlage für die Verhandlungen zur territorialen Abgrenzung zwischen der Türkei und den verbündeten Staaten wird die Linie Rodosto— Kap Malatra mit Ausschluß der Halb- insel Gallipoli, die der Türkei verbleiben wird, angenommen werden. Alle westlich von dieser Linie gelegenen Gebiete, Adria- nopel und Skutari inbegriffen müssen von der Türkei an die Ver- bündeten abgetreten werden. 2. Die Türkei wird die Inseln im Aegäischen Meere ab« treten. I. Sie wird bezüglich Kretas ihr vollständiges Desinteresse- ment zu erklären haben. 4. Die Pforte wird im Prinzip der Zahlung einer Kriegs- enttchädigung an die Verbündeten, deren Höhe bei dem endgültigen Abschluß des Friedens festgesetzt wird, sowie der Zahlung be- sonderer Entschädigungen für Schäden zuzustimmen haben, deren Ursache in die Zeit vor dem Kriege fällt. Die verbündeten Staaten werden an den Beratungen über die Entschädigungen teilnehmen. S. Die verbündeten Balkanstaaten behalten sich bor, im end- gültigen Friedensvertrage die Behandlung ihrer Staatsangehörigen und ihrer Kaufmannschaft im ottomanischen Reiche sowie die Nationalitätenfrage und die Garantie bezüglich der Privilegien der orthodoxen Kirchen und der staatsrechtlichen Stellung ihrer konnaiionalen ottomanischen Staatsangehörigen zu regeln. S. Die Kriegsoperationen werden nicht unterbrochen. Diese Bedingungen gehen zum Teil»erheblich über jene hinaus, die in der bekannten Note der Mächte an die Türkei aufgestellt worden waren. Die Mächte hatten sich bekannt- lich die Entscheidung über die Inseln selbst vorbehalten und vot: einer Kriegsentsckxidigung war keine Rede. Die Ab- tretung Skutaris, die die Balkanstaaten fordern, widerspricht zudem den Absichten Oesterreichs kind Italiens, die darauf bestehen, daß Skutari an Albanien kommen solle. Nament- lich in Wien erklärt man mit großer Gereiztheit, daß man sich selbst durch eine Eroberung Skutaris von diesem Stand- Punkt nicht abbringen lassen werde. Ans der anderen Seite wird die Lage der Türkei tntmer hoffnungsloser. Die Lage Adrianopels scheint verzweifelt zu sein und die Festung ist offenbar ani Ende ihrer Wider- standskraft. Und das gleiche gilt auch für Skutari. Trotz- dem ist es für die jungtürkische Regierung schwer möglich, unter schlechteren Bedingungen Frieden zu schließen, als Kiamil, dem gestürzten Großwesir, aitgcbotcn waren. Was werden unter diesen Umständen die Mächte tut:? Die Wiener„Neue Freie Presse" glaubt zu wissen, daß 1 zunächst an die Türkei die Fage gerichtet werden wird, ob sie die Friedensbcdingungen als Verhandlungsbasis akzeptiert. Int bejahenden Falle werdet: die Friedenspräliminarten zu- nächst zwischen Bulgarien und der Türkei direkt auf dem Kriegsschauplatze erledigt. Tie Verhandluttgct: in London sollen erst aufgenommen werden, wenn bereits zwischen den beiden Hauptgegnern eine volle Einigung zustande gekommen ist. Man will anscheinend vermeiden, daß die erneuten Friedensverhandlungen ebenso resultatlos verlaufen, wie die vorangegangenen. Sollte aber die Türkei die Bedingungen der Balkanstaaten für eine Verhandlungsbasis nicht an- nehmen, so werden die Großmächte energische Schritte unter- nehmen, um eine Fortführung des Krieges auf jeden Fall zu verhindern. In welcher Form dies geschehen wird, steht zurzeit noch nicht fest, da man zunächst die Antwort der Türkei abwarten will. Es ist zu erwarten, daß die Groß- mächte zunächst mit freundschaftlichen Ratschlägen an beide Parteien herantreten werden, um ihnen das Zustandekonunen einer Verständigung zu ermöglichen. Soweit das Wiener Blatt. Nach denr energischen Auf- treten der englischen Presse zu urteilen, dürfte die Friedens- aktion jetzt vielleicht doch ein beschleunigteres Tempo an- nehmen, und die Kriegsmüdigkeit ist auf beiden Seiten so hoch, daß auf einen Erfolg gerechnet werden kann. Die Demobilisierung. Petersburg, 14. Mäz.„R j e t s ch" erfährt, daß die Demobilisierung zwei bis drei Wochen dauern werde, die Entlassung der Reservisten erfolge zunächst in den östlichen, sodann in den zentralen Gouvernements und schließlich in den Grenzgebieten. Wien, 14. März. Die im bosnischen und dalmatinischen Armeekorps zugelassenen kurzen Beurlaubungen der Mannschaften sind zwar nur ein schwacher Ersatz für die vollständige Entlassung der Reservisten, werden aber immer- hin als Anzeichen einer Entspannung angesehen. In G a I i z i e n wird heute mit der H e i m s e n d u n g der R e r s e r v i st e n begonnen. Kriegsgreuel. Frankfurt a. M., 14. März. Die„Franks. Zt.g" meldet aus Ucsküb: Zuverlässigen Informationen zufolge ist der größte Teil der alba- nesischen Bewohner des Sandschaks Ljuma in die Berge geflüchtet. Etwa 400 zurückgebliebene unbewaffnete Ljumesen wurden von serbischem Militär angegriffen. Hundert von ihnen wurden nach Prizrend gebracht und etwa 300 ohne Ab- urtrflung erschossen. Ein Memorandum der Pforte. Konstantinopel, 14. März. Zur Widerlegung des Memorandums der Verbündeten Balkanstaaten, in dem an dem Prinzip der Kriegs- entschädig ung festgehalten wird, wird die Pforte den Mächten ebenfalls ein Memorandum übermitteln. Eine Drohung der Balkanstaaten. London, 14. März. Das Reutersche Bureau erfährt, daß nach Informationen auS Kreisen der Balkanverbündeten die unerlaubte Einfuhr von Waffen und Munition in Albanien in ernsthafter Weise zunimmt. Dieser Umstand upd die auf dem albanischen Kongreß in Trieft erlassenen kriegerischen Erklärungen lassen glauben, daß die Nachbarn dieses autonomen Staates würden gezwungen sein können, die A l b a n e s e n als K r i e g f ü h r c n d e anzusehen. Der liiililarlsmus in€ng!and. Aus London wird uns geschrieben: Die wahnsinnigen Neurüstungen auf dem Festlande haben auch in England die heulenden Derwische des Militarismus IM inspiriert. Daß die englischen Militaristen schon seit einigen Jahren übermenschliche Anstrengungen machen, um das Volk zu überreden, in das Joch des Soldatenschindcrs zu kriechen, ist ja bekannt. Tic Propaganda hatte wenig Ausficht auf Ersolg. solange sich nicht eine der politischen Parteien offiziell mit den Forderungen identisizierte. Aber seit einiger Feit scheint cS, als arbeiteten die Leute, die aus die Gestaltung der konservativen Politik den größten Einfluß besitzen, daraus hin, dem alten Torystainme das vielver- sprechende Reis des Militarismus auszupfropsen. Will man die Entwickelimg der auswärtigen Politik und ihrer Macht- mittel richtig verstehen, so muß man immer wieder auf die initerpolitischen Ereignisse und Zustände zurückkomnien. Wohl der größte Teil der diplomatischen Kaniiegießcrci, mit der bürgerliche Zeitungen und Revuen ihre Spalten füllen, rührt daher, daß ihre Verfasser die politischen Zustände der Länder, über die sie schreiben, nicht kennen und nicht beurteilen können. Wie könnte es sonst kommen, daß zum Beispiel in England deutschfeindliche Autoren, die beständig auf die Junkerherr- schaft in Preußen, als die Gefahr des europäischen Friedens hinweisen, diese Junker in Verdacht haben, sie wünschten nichts sehnlicher, als das agrarische Holland zu alinektieren? Und dies ist nur ein schwaches Exempel von den Phantastereien, die sich Personen leisten, die auf anderen Gebieten ganz Tüchtiges zustande gebracht haben.• Tie jetzt mit Hochdruck einsetzende militaristische Pro- paganda in England ist aufs engste verbunden mit dem politischen Bankrott der konservativen Partei. Zehn Jahre lang lebte die Partei von dem Schutzzoll', zehn Jahre lang beherrschte die Tarisreform ihr ganzes Sinnen und Trachten. Jetzt ist dieses Ausbeuterideal zertrümmert, und nur eine ganz außergewöhnliche. Entwickelung könnte de» Ideen Ehamberlains wieder neues Leben einflößen. Was ist unter diesen Verhältnissen natürlicher, als daß die geistigen Lenker der Torypartei den Gedanken fassen, ihrer Partei wieder durch eine hohe Woge des Hurrapatriotismus zu Amt und Würden zu verhelfen? Es war die Militärsrage, die die Konservativen im Jahre 1893 ans Ruder brachte, und im Jahre 1909 war es die Kriegsstimmnng, die den Konservativen die Herrschaft sicherte. Die Lage ans dem Kontinent scheint ihnen günstig, um das englische Volk für ihre Pläne zu gc- UüiiiKm Sic reden dem Volke ein, die Deutschen und Fran- zoscn nähmen die neuen schweren Rüstungslasten ohne Murren auf sich, und stellen dieser angeblichen Bereitwilligkeit das Verhalten des englische» Volkes gegenüber, das sich resolut weigert, den Schießknüppel auf die Schulter zu nehmen. Sie appellieren an das Ehrgefühl der Nation, die es doch nicht unterlassen könne, dem schlver bedrängten „Bundesgenossen" Frankreich zur Hilfe zu konnnen. Früher betrieb man die Propaganda mit der Furcht vor dem Einfall des Feindes; aber dieses Argument zieht nicht mehr recht, nachdem klar bewiesen worden ist, daß die vorhandenen militärischen Streitkräfte Großbritantnens Vollaus genügen, um jeden möglichen Angriff auf das Land zurückzuschlagen. Ter Vorwand der Landesverteidigung ist daher in der letzten Zeit immer mehr in den Hintergrund gerückt. Was dir eng- lischca Militaristen wirklich wollen, ist nicht ein Heer zur Landesverteidigung, sondern ein großes stehendes Heer nach kontinentalem Muster, mit dem sich auf dem Festlande Kriege führen lassen. Das vorhandene Berufsheer ist dafür viel zu klein und auch gaiH ungeeignet. Tonn die-sogenannte Expeditionsarmee dient hauptsächlich dazu, in den von Eng" laud beherrschten Ländern Kriege zu führen und Revolten zu unterdrücken. Dieses Heer ans' dem Kontinent zu benützen, wäre äußerst gefährlich. Der Feind würde jedenfalls ver- suchen, es zu erdrücken, um den Engländern in anderen Welt- teilen Schwierigkeiten bereiten zu können. Deshalb soll das englische Volk sein Blut als Dünger für die Saaten der militaristischen Abenteurer hergeben. Ter Appell an das Ehrgefühl der Nation wird auch mit deni Hinweis verstärkt, daß die Schassung einer großen Armee auf der Grundlage der allgemeinen Wehrpslicht in- folge der militärischen Entwickelung in Europa zu einer LcbeiiSnotiveiidigkcit Großbritanniens geworden fei. Man sagt dem Volke, Frankreich erwarte, daß Großbritannien die allgemeine Wehrpflicht einführe; tue Großbritannien dies nicht, so werde sich Fraipkreich von ihm abwenden; alsdann werde das Land isoliert dastehen und ein einladendes An- griffsobjekt für jede Koalition bilden, die nach seinen reichen Besitztümern Appetit verspüre. AlleS dies beruht natürlich auf der Voraussetzung, daß Großbritannien in einem euro- päischen 5lriege Frankreich mit Soldaten zur Hilfe kommen muß. Seit langer Zeit kolportiert man die Behauptung, daß zwischen der englischen und französischen Regierung irgend- eine Abmachung in diesem 1 Sinne bcstetst. Nun wurde ja diese Behauptung von dem Premierminister Asquith im Parlament entschieden zurückgewiesen. Doch das wird gewiß die Militaristen nicht hindern, auch weiterhin die militärische Unterstützung Frankreichs zur Grundlage ihrer Agitation zu machen. Aus der vertragsmäßigen Verpflichtung wird eben die moralische Verpflichtung werden. Es kann nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, daß das Ziel der- englischen Militaristen das stehenhe Heer nach kontinentalem Muster ist, so viel sie auch von einer „Citizen Army" lBürgcrwehr) reden mögen. Für die Art des Heeres, das sie anstreben, sind nicht die Worte oder die Andeutungen maßgebend, mit denen sie ihr Heer dem Volke mundgerecht machen wollen, sondern der Zweck, für den die Organisation bestimmt ist. Die„Bürgerwchr" des Lord Roberts soll ein Angriffsheer sein, in dem mindestens dieselbe Dienstpflicht herrschen wird wie in den Heeren, denen es gegeiuibertretcn soll. Es wird nichts Demokratisches an sich haben als den Namen. Seine Offiziere wird die Klasse stellen, die heute die Offiziere des Erpeditionsheeres und selbst der aus Freiwilligen bestehenden Territorialarmee stellt. Es ist die Klaffe, in der jeder, der sich nicht zu den Anschauungen des rückständigsten englischen Junkertums bekennt, dem Ostrazis- mus verfällt. Es ist deshalb auch eine ganz verkehrte Taktik, wenn ein kleiner Teil der englischen Sozialisten unter den ob- waltendet» Verhältnissen die Bürgerwehr zu popularisieren sucht, die von der Sozialdemokratie des Festlands als Abwehr gegen den Militarismus gefordert wird. Sie liefern nur Wasser auf die Mühlen der Militaristen. Denn gelänge es, der Gedanken der allgemeinen Wehrpflicht in den nächsten Jahren populär zu machen, so wäre nicht das demokratische Verteidigungsheer, sondern das absolutistische Angrisfsheer der Einführung sicher. Glücklicherweise hat der Militarismus in Großbritannien große Widerstände zu besiegen, ehe er sein Ziel erreichen kann. Ter politisch höchst einflußreiche Teil des Bürgertums, der voni Exporthandel lebt, ist naturgemäß allen abenteuerlichen Kriegslmternehniungei! in Europa abhold, würde'er dock? am direktesten und schN'ersten getroffen werden. Und die Arbeiterklasse, die zuerst zu gewinnen wäre, bat nicht die geringste Lust, sich als Kanonenfutter zu opfern für die Leute, die heute schon auf ihre Kosten ein Schlemmerleben führen. Es ist diese Haltung der Arbeiterklasse, die den Konservativen Kopf- schmerzen verursacht. Sie schwämcn' für den Militarismus, wagen es aber noch nicht, sich offiziell zu ihm zu bekennen. In- zwischen tun die pfiffigen Liberalen ihr Möglichstes, den zögernden Tories den Klotz des Militarismus fest ans Bein zu binden._ poliüfcbc(leberlickt. Berlin, den 14. März 1913. Tic nc»»c,l Lasten. In den Kreisen, die das neue Attentat gegen die Steuer- zahler vorbereiten, scheint großer Wirrwarr zu herrschen. Auch die Konferenz der Finanzminister hat noch zu keinem endgültigen Resultat geführt. Ein offiziöses Blatt schreibt darüber: „Alle Meldungen von bestimmten Beschlüsien über die dem Reichstage vorzuschlagenden Stcuerarten eilen den Tatsachen vor- aus. Die Finanzministerkonserenz, die übrigens noch am Mittwoch eine inosfiziellc Fortsetzung in zwanglosen Besprechungen einzel- staallicher Minister, die ihren hiesigen Aufenthalt verlängert halten, im Reichsschotzamt gefunden halte, war hinsichtlich der Deckung der laufenden HcercsauSgabcn noch zu leiner endgültigen Eni- jcheidung gelangt. Ans Grund der eingehenden Besprechungen werden gegenwärtig im RcichSschatzamt verschiedene Steuer- entwürfe weiter ausgearbeitet, um alsbald dem Bundesrat unter- breitet zu werden. Dort erst wird entschieden werden,, welcher dieser Entwürfe dem Lleichstage vorgelegt werden soll. Bis dahin entbehren alle Meldungen hierüber der festen Unterlage." Auch der„Frankfurter Zeitung" tvird aus Berlin gc- meldet, daß über die Steuern noch nichts Endgültiges aus- gemacht sei. Sicher sei nur, daß auf die Vermögens- z n w a ch s st e u e r infolge des Widerstandes im Bundesrat verzichtet worden sei. Gegenwärtig suche man nach einer anderen Besitzsteuer, und nur wenn diese nicht gesunden werde, könnte man vielleicht wieder auf die VermögenSzuwachssteucr zurückgreifen. An eine Erbschaftssteuer werde nicht gedacht uttd von der R e i ch s v e r m ö g e n s st c u c r wollen die Bundesstaaten nichts wissen, da sie bereits die einmalige Vermögensabgabe als eine sehr große Konzession an die Finanzbcdürfnisse des Reiches ansehen. Es sei möglich, daß ivicdcr auf den Gedanken zurückgegriffen würde, mit der Er- Hebung einer Besitz'teuer zugunsten des Reiches die Einzel» st a a t c n durch Reichsgesetz zu betrauen. Dazu kämen dann noch andere Steuern»md die Beibehaltung der Zucker- stcuer und des Grundstücksumsatzstempcls in der alten Höhe. Das kann also eine recht nette Bescherung werden. Die Besitzsteucr wird denaturiert, indem dem Reichstag sein Steuerrecht genommen»md den Landtagen überwiesen tvird, wo ja die Besitzenden dank des Privilegienwahlrechts sich sicher fühlen. Herrn Oldenburgs Diktum, daß das Portemonnaie der Besitzenden»»»cht dem Reichstag des gleichen Stimmrechts ausgeliefert werden dürfe, soll also"seine Verwirklichung finden und jeder künftigen Reichsbesitzbestcucrung ein für allemal ein Riegel vorgeschoben, die Vermögensabgabe wirklich zu einer Loslaufssummc für alle z»tkünstige Heran- züchung des Besitzes werden! Dazu noch der abermalige Bruch des Versprechens, die Zuckersteuer herabzusetzen, und neue indirekte und Verkehrssteucrn! So scheint sich im Dunkel der RcgicrungSberatungeu eine neue Ver- schwörung gegen die Lcbcnsintcrcsscn d eS d c u t s ch e n V o l'k e s vorzubereiten. Nationatltberalcr Dünkel«»»d Intoleranz. Dos Reichsgericht hat kürzlich, wie wir berichteten, die sonder- bare Entscheidung gefällt, wonach die Zusendung eines sozialdemo- kratischen Flugbla ttes an einen Beamten lim vorliegenden Falle kam ein Polizist in Frage) als eine Beleidigung anzusehen sei. Das Landgericht hatte vorher einen Sozialdemokraten ivegen des Delikts verurteilt. Es entschied, daß die Zusendung eines Flugblattes einer sozialdemokratischen Partei an einen Polizeibeamten als Beleidigung gelten müsse, da die durch die Uebcrscndung des Flugblattes dem Beamten zugemutete sozialdemokratische Gesinnung mit der Stellung und dem Diensteide des Beamten nicht vereinbar sei. Durch die Zusendung des Flugblattes sei der Beamte aufgefordert worden, die Tendenzen der Sozialdemokratie, die sich gegen das gegenwärtige Regierungsshstem wenden, zu fördern. In dieser Aufforderung liege eine Beleidigung des Beanüen. Das Reichsgericht trat den An- schauungcn der ersten Instanz bei. Die nationalliberale„Dortmunder Zeitung" bespricht diese Entscheidung des Reichsgerichts und bemerkt dazu: „Durch diese Entscheidung ist leider noch nicht die Frage entschieden, ob die Zusendung eines sozialdemokratischen Flugblattes unter allen Umständen als Beleidigung anzusehen ist. Man darf aber annehmen, datz das Reichsgericht in anderen Fällen in gleicher Weise entscheiden wird, denn ein königstreuer Bürger kann sich selbstverftändlicki durch die Zuseirdung eines sozialde m akratische>t Flugblattes ebenso be» leidigt fühlen, wie ei» Beamte r." Echt liberal— dieseSehnsucht und nationalliberaler Empfindungsgeist zugleich! Da aber die„Dortmunder Zeitung" gelegentlich für gleiche Rechtsprechung im Deutschen Reiche für alle Bürger eintritt, so möchten»vir das Blatt fragen, ob sich auch Arbeiter beleidigt fühlen dürfen,»venu ihnen nationalliberale Flugblätter ins Haus geschickt lverden. Die Arbeiter können wenigstens mit Recht der Meinung sein, datz Aufforderungen an die Arbeiter, nationallibcral zu wählen, dem gesunden Menschenverstand ins Gesicht schlagen. Judenaustausch. Unter dieser geschmackvollen Ueberschrift bringt die„Germania" in Nr. 118 eine auch in andere bürgerliche Blätter übergegangene Zuschrift, die angeblich aus Frankfurt a. M. stammt und sich mit der Wahl des Genossen Schmidt in den Frankfurter Magistrat be- fatzt. Nach dieser Z»>schrifi an das ultramontane Blatt soll zwischen der sozialdemokratischen und fortschrittlichen Fraktion der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung vereinbart worden sein, datz die Forlschrittler für Schmidt und die Sozialdemokraten bei der bevorstehenden Wahl des zweiten Bürgermeisters für den Fortschrittler Dr. H e i I b r u n n eintreten. Da Schmidt und Heilbrunn beide Juden sind, ist für die„Germania" und die ihr geistesverwandten Blätter der Judcnallstausch fertig. Die ganze Geschichte aber ist natürlich un- »o a h r. Der von der„Germania" als sehr zuverlässig bezeichnete Frankfurter, der ihr diesen Bären aufgebunden� hat, mutzte wissen, datz zur Zeit der Wohl des Genossen Schmidt kein Mensch an die Bewerbung Dr. Heilbrunns um den Posten des zweiten Bürger- meisterS gedacht hat und datz vor allen Dingen die Sozialdemokratie bei dem Anftauchen der Kandidatur Heilbrnnn— vor ungefähr acht Tagen— sich sofort u n z lv e i d e u t i g und in autzerordentlich scharfer Weise gegen die Wahl Dr. Heilbrunns zum zweiten Bürgermeister ausgesprochen hat und datz sie keinesfalls für Dr. Heilbrunn stimmen wird, dessen Wahl auch iiicht, Ivie die„Ger- niama" schreibt, sicher, sondern mehr als unsicher ist. Noch ein anfechtbares Privilegium. Man schreibt uns: Da der Ruf: Einstellung aller Tauglichen l durch das Reich schallt, ist es angebracht, daß dabei die Prinzen und der Hochadel nicht vergessen werden. In dem auch auf das Reich übertragenen Gesetz vom. 9. November 1867 steht nämlich eine Bestimmung, die bei* reinsten Hohn auf alle patriotischen Sprüche von der hohes. Ehre, den Waffenrock tragen»md für das Vaterland sterben zu dürfen, vorstellt. Sie lautet: „Ausgenommen von der Wehrpflicht sind nur: a) die Mitglieder regierender Häuser; b) die Mitglieder der m e d i ckt i s i e r t e n vormals r e i ch s st ä n d i s ch e n ,md derjenigen Häuser, welchen die Befreiung von der Wehrpflicht durch Verträge zugesichert ist oder auf Grund besonderer Rechts» titel zusteht." Diese Anordnung tvird doch von selbst unhaltbar, wenn alle Tauglichen zur Einstellung gelangen. Man lasse sich auch nicht mit der Beschwichtigung abspeisen, daß die männlichen Mitglieder derartiger Hä»iser meistens freiwillig beim Militär eintreten. Schon mehrere haben dies nicht getan und voraussichtlich werden es auch noch mehrere nicht tun, wenn nicht ein Riegel vorgeschoben wird. Außerdem können die wirklich dienenden Sprößlinge der erwähnten Häuser sich jederzeit dl»rch die Angabe um ihren Abschied der Wehrpflicht entschlagen, während andere Sterbliche bis zu ihrem neun- unddreißigsten Lebensjahr in der Lrnidwehr und bis zu ihrem vollendeten 43. Lebensjahre im Landsturm bleiben müssen. Das Privilegium, das die Prinzen usw. in bezug auf die Wehrpflicht haben, gehört ebenso beseitigt wie das Privilegium der Anjährigfreiwilligen.___ Begnadigte Kapläne. Die vier Kapläne, die am 24. August vergangenen Jahres Ivegen gemeinsamer Unterzeichnung einer Beschwerde und ivegen Widersetzlichkeit gegen den Hauptmann Boden vom Dicdcnhofcner Bezirkskommal»do von den» OberkriegSgcricht in Metz z u f c ch S M o i» a t e n F c st u n g s h a s t vcrurreilt»norden waren und ihre Strafe am 15. November in Magdeburg augetreten hatten, wurden gestern begnadigt»md auf freien Fuß gesetzt. Was der Fanatismus zustande bringt. In Westerholt, einem Orte von ungefähr 3500 Einwohnern im nördlichen Teil des Ruhrkohlenbezirks, starb das Kind einer evan- gelifchen Familie. Da die Nachbüren alle katholisch waren, so wurden deren Kinder, da sie die Gespielinnen des toten Kindes gewesen waren, zum Tragen der Leiche gebeten, was auch von den.Eltern angenommen wurde. Die Kinder entschuldigten sich in der Schule und die Eltern dachten, datz eine solche Entschuldigung selbstverständ- lich respcliiert würde. Da kamen sie aber bei der Lehrerschaft schön an. denn diese hatte festgestellt, datz eS sich um eine evangelische Beerdigung bandelte, zu der die Erlaubnis versagt wurde. Da aber keine anderen Träger zu beschaffen waren, so zogen die Eltern der Kinder ihre Zusage nicht zurück, mutzten aber erleben, datz ihnen eine Schulstrasverftigiiug aufgebrcumt wurde. Als sich die Eltern aus dem Amt beschwerten, wurde ihnen vom Herrn Amtmann die Ver- sicherung gegeben, dafc die Strafbefehle, die bis zu 3 M. betrugen, nicht zu hoch gegriffen seien, Wenn der Staatsanwalt nicht wäre, könnte man seinen Gefühlen freien Lauf lassen. So mag der Fall zur Brandmarkung der klerikalen Intoleranz und des Fanatismus für sich selbst sprechen. Indiskretionen im Kriegsministerium. Die Reichsdisziplinarkammer in Potsdam verhandelte heute wegen Dienstvergehen in den Jahren 1S39— lL gegen den Geheimen Kanzleidiener Otto Pustelnick vom preußischen Kriegsministerium. Die Anklage wirft auf gewisse Unsitten, die nach der Behauptung des Angeschuldigten schon lange üblich sein sollen, ein grelles Schlaglicht. Sie beweist, wie häufig Indiskretionen durch unter- geordnete Organe begangen werden, um daraus Vorteile zu ziehen. Der Angeschuldigte ist am 2. März 1870 in Potsdam geboren. Er ist von Beruf Töpfer, kam dann 1889 zur Unteroffizierschule und später nach Metz zu einem Jnfanterie-Regiment. 1901 wurde er als Halbinvalide entlasten und zunächst im Militärbauamt Potsdam beschäftigt, bis er am 1. April 1905 in der Botenmeisterei des Kriegsministeriums angestellt wurde. Pastelnick wußte sich rasch beliebt zu machen. Die Anklage wirst ihm vor, das Dienstgeheimnis gröblich verletzt zu haben, und zwar gegenüber der Armeekonservenfabrik in Spandau und gegen« über Beamten der Proviantamtsverwaltung, denen er Personal- Verordnungen, die noch nicht dienstlich veröffentlicht waren, bekanntgab. Pustelnick frischte in Berlin eine alte Freundschaft mit dem Proviantamts-Jnspcktor Jacobi auf, der als zweiter Fabrikvorsiand in Spandau angestellt war. Diesem teilte er immer brieflich oder telephonisch mit, wenn Fabrikbcsichtigungen, die natur- gemäß überraschend sein sollten, bevorstanden. Seine Formel lautete: In den nächsten Tagen bekommen Sie Besuch! Damit wußte die ganze Fabrikleitung, daß die Inspektion des General- majors Staads zu erwarten sei. Man richtete sich also auf den Empfang ein. Dem General fiel stets die Sauberkeit in den Arbeitsräumcn und die reine Wäsche des Personals auf. Das schlechtere Vieh wurde rasch abgeschlachtet und gekocht und das Fleisch unter gute Oualitäten verborgen. Kein Wunder, daß der General immer von seinen Inspektionen in Spandau hochbcfriedigt war. Der Stein kam durch den Provinzial-Amtsinipektor Dreher inS Rollen, der im Laufe eines Verfahrens das„Anmeldesystem" des Angeklagten verriet. Die Folge davon war, daß der Direktor Flieger seinen Abschied nahm und einen Verweis erhielt, während Jacobi als Vermittler nach Posen strafversetzt wurde. Auch der Kontrolleur Kirschner empfing einen Verweis. Aber auch auf anderem Gebiet der Verpflegungsbranche war Pustelnick sehr indiskret. Er benützte seine Stellung dazu, die neuesten Personalvcränberungen in der Proviantamtsbeamtenschaft abzuschreiben und sie den Jnteressenien aus die Anfrage: Was gibt es neues? zur Verfügung zu stellen. «eine Korrespondenz war so umfangreich, daß er die Abschriften sogar hektographierte, um alle Anfragen erledigen zu können. Der Angeklagte war in allen Fällen geständig, entschuldigte fich aber damit, daß er keine Absicht verfolgt und nur das Beispiel seiner Vorgänger nachgeahmt habe, bei denen daS gleiche Verfahren in Mode war. En ivicS auch darauf hin, daß die Ankündigungen der Revisionen in Spandau nicht bedeutend gewesen sein könnten, da sie unmittelbar vorher erfolgten. Der Vertreter der Anklage, Krieg«- gerichtsrat Dr. Cocrrcns vom Kommandanlurgcricht Berlin, beantragte die Dienstentlassung des Pustelnick, da man solche Beamte im Kriegs- Ministerium nicht brauchen könne. Die Reichsdisziplinarkammer kam unter dem Vorsitz des Landgerichtspräsidententen v. Ebrenberg zur Verurteilung des Pustelnick. Der Spruch lautete: Schuldig des Dienstvergehens. Pustelnick wurde zur Strafversetzung und zu einer Geldstrafe in Höhe seines monatlichen DiensteinkommenS von 180 M. verurteilt. Mildernde Umstände— aber 1 Jahr und 4 Monate Gefängnis. Vor dem Kriegsgericht zu Jnsterburg hatte sich der Kanonier Mikat wegen tätlichen Angriffes auf einen Vor- gesetzten zu verantworten. Er ging eines Abends in an- gehciterter Stimmung durch die Straßen und benahm sich laut. Ein Unteroffizier gebot ihm Ruhe. M. nahm aber keine militärische Haltung ein, auch versagte er dem Vorgesetzten den Gc- horsam. Als ihn der Unteroffizier nunmehr verhaften wollte, suchte er zu entkommen. Er glitt aber bald aus und wurde festgenommen, wobei er den Unteroffizier mit dem Fuß gegen das Schienbein stieß, das verletzt wurde. Der Angeklagte hatte sich bisher tadellos geführt, deshalb wurden ihm mildernde Umstände zugebilligt. Er erhielt dennoch eine Strafe von einem Jahr und vier Monaten Gefängnis wegen dieses Streiches. Eine»milde Strafe"! Die franzönfcbe Deercsreform. Paris, 14. März. In der gestrigen Sitzung des Heeresausschusses hielt I a n r ö s eine lange Rede, in der er unter anderem erklärte, daß er an einen plötzlichen Angriff nicht glaube. Er sei ferner der Ansichtj daß die Orga- nisation der Reserve, wie sie das Gesetz über die zwei- jährige Dien st zeit vorgesehen habe, durchaus wirk- s a m sei. Schließlich müßte der Beistand Rußlands die Gegner Frankreichs zwingen, ihre Kräfte so zu verteilen, daß sie numerisch denen Frankreichs lediglich gleichkämen. I a n r ö s behauptet übrigens, daß die vom Kriegsminister erteilte Antwort fast wörtlich aus der Grande Encyclopädie, einem Konvevsationslexikon, abgeschrieben iei. Von der nationalistischen Presse wird init großer Be- friedigung aus allen Teilen Frankreichs berichtet, daß zahl- reiche Gestellungspflichtige sich freiwillig zu dem drei- jährigen Militärdienst verpflichtet hätten. Von den Gegnern der dreijährigen Dienstzeit wird jedoch hervorgehoben, dies sei durchaus kein Beweis dafür, daß die V e r l ä n g e- rung der M i l i t ä r d i e n st z e i t populär sei. Die Gestellungspflichtigen, die die Annähine des von der Regie- rung eingebrachten Gesetzentwurfes für gesichert hielten, wollten sich lediglich die mit dem freiwilligen dreijährigen Militärdienste verbundenen, sehr beträchtlichen Vorteile ver- schaffen. In einer von 120 Volksschullehrern besuchten Versammlung in Avignon wurde ein gegen die drei- jährige Dien st zeit gerichteter Beschlußantrag fast einstimmig angenommen. Annahme der Rüstungskrcdite. Paris, 14. März. Die B u t> g c t k o m m i s s i o n der Kmnmtr hat die R ü st u ng s l r c d i t c mit 27 gegen 4 Stimmen im Prinzip angenommen.__ ©cbweden. Die politische Sclbstkastricrung des liberalen Ministeriums. Stockholm, 12. März.(Eig. Bcr.) Ter schwedische Reichstag war am Dienstag der Schauplatz jener Zuckerkomüdie. in der das Ministerium Staaff zwar keine Helden-, aber doch die Hauptrolle spielt. Der Finanzminister, gegen den sich der Groll der Opposition am meisten richtete, machte aus seiner Rolle immerhin eine bühnen- passable Leistung, aber der Staatsminister selbst gefiel sich nicht nur in der Pose des SchmicrcndirckwrS, sondern er ctMicrtc sich unentwegt als GcsinnungSakrobai. Während der Finanzministcr den Rückzug der Regierung vor dem Zuckertrust wenigstens durch eine Prinzipienerklärung für die ursprüngliche, jetzt nur von unseren Genoffen verteidigte, Regierungsvor- läge zu decken suchte, kennzeichnete der Regierungschef die Regie- rungsvorlage als ein gewöhnliches Schacherobjekt, wie es unter Handelsjuden üblich ist. Ma nhat halt etwas mehr gc- fordert, um schließlich eine sofortige Zollreduktion von 3 Oere dem Trust abzuhandeln, aber nicht dem Reichstage, der erst nach der Geschäftslransaktion Regierung— Zuckertrust zur Besiegelung des Kontrakts aufgeboten wurde. Und um die 3 Oere zu retten, hatte der Staatsminister in seiner Rede zwei Tage vorher den Mund so vollgenommen; die Trustagenten sollten dadurch eingeschüchtert wer- den. Ein Stadtreisender von Jtzig- Cohn u. Tulpenthal hätte das Geschäft ebenso gut befummeln können als dieser schwedische Justiz- rat, Rechtsanwalt und Staatsminister. Wir haben in der Sonntagsnummer des„Vorwärts" die traurige Vorgeschichte dieser liberalen Kapitulation vor dem all- mächtigen Zuckertrust geschildert. Tie Reichstagsverhandlung am Dienstag wurde zu einer moralischen Hinrichtung der amtierende» Regierung. Selbst die Verteidigung der Regierung durch den Fraktionsführer der Liberalen fiel sehr matt aus. Er begnügte sich nur damit, die Behauptung der Regierung zu unterstreichen, das Interesse der Rübenbauern erfordere eine Rücksichtnahme auf die Forderungen des Trusts, weil sonst die Rüben- dauern vom Trust an die Wand gedrückt würden. Im übrigen war der liberale Sprecher bemüht, den Zorn der Sozialdemokraten zu besänftigen. Die Konservativen erklärten in beiden Kammern ihr Einverständnis mit dem„Kompromiß".. Die beiden Hauptredner unserer Fraktion in der Zweiten Kammer lvaren Palmsticrna und B r a n t i n g. Der erstcrc übte eine schneidende Kritik an der Haltlosigkeit der Regierung, legte aber Wert auf die Betonung seiner eigenen konservativen Ge- sinnung in der Frage der Staatsautoritätl Von größerem Interesse ivar die ausgezeichnete Rede Brantings, der gegen diese Art „Linkenpolitik" den Protest der Sozialdemokratie er- hob und den„Abbruch der Beziehungen" zwischen Sozialdemokratie und Liberalismus androhte. Wörtlich erklärte unser Genoffe u. a.: „D-ie Politik der Regierung ist nicht nur ein Mißgriff, sie ist einer der unverantwortlichsten Mißgriffe, der an einer parlamentarischen Regierung haften bleibt, auch wenn es ihr gelingt, eine zufällige Majorität zu erlangen. Einer solchen Politik kann die Sozialdemokratie ihre Unterstützung nicht ge- währen. Wir müssen von der Regierung einen klaren und bestimmten Kurs nach links fordern, nicht am wenigsten, wenn es den Interessen des Volkes gegen die Kapitalmacht gilt." Und schließlich gab Branting den Liberalen den Rat, sich die Zu- sammcnsctzung der gegenwärtigen Regierung� genau anzusehen und eine eventuelle Rekonstruktion in Aussicht zu nehmen. Die Abstimmung ergab zwar eine große Majorität für das Kompromiß in beiden Kammern. Aber ihre politische Bedeutung erhielt' sie durch das Stimmverhältnis in der Zweiten Kammer. Hier hatte der Staatsminister die Vertrauensfrage mit der Ab- stimmung verknüpft, und zivar verlangte er eine unzweifelhafte Mehrheit der von der Linken abgegebenen Stimmen für�die Regie- rung. Es wurden nun abgegeben 78 Stimmen der Linken gegen die Regierung und 80 für, also 2 Stimmen Mehrheit. Aber diese Mehrheit enthielt nicht weniger als 4 Ministerstimmen, darunter die de? Staatsministers selbst, der mit drei seiner Kollegen auch Mitglied der Kammer ist. Natürlich hat eine solche Mehrheit bei einem Vertrauensvotum keinen Wert, denn daß die Minister selbst das entsprechende Selbstvertrauen haben, darf nicht bezweifelt werden. Herr Staaff und sein Finanzminister, zuzüglich des Ackerbauministers, der treibenden reaktionären Kraft im Triumvirat, haben also geradezu elend abgeschnitten. Dem Mißtrauensvotum der Linken entgingen sie nur durch die eigene Stimmabgabe. Und wenn das Ministerium Staff überhaupt noch am Ruder ist, so verdankt es dies lediglich den Konservativen, die einmütig für das Kompromiß der Regierung mit dem Trust stimmten. Wenn die Regierung sich trotzdem entschlossen hat, zu bleiben, so läßt das mehrere solcher Merksteine liberal-konservativer Mehrheitsbildungen für die nächste Zeit erwarten. Damit würde die schwedische Sozial- demokratie ihrer parlamentarisch-moralischen Verpflichtung ent- Kunden sein, der liberalen Politik„freundschaftlich abwartend" gegenüberzustehen. Und Branting hat deutlich genug ausgesprochen, daß die sozialdemokratische Fraktion keine Neigung hat, den Kurs nach rechts mitzusteuern. Rußland. Die militaristische Agitation. Petersburg, 14. März. Obgleich General Kuropatkin seit sieben Jahren schon nicht mehr dem aktiven Heere an- gehört, hat er doch noch viel Einfluß auf die Lage der Dinge. Es ist daher von Bedeutung, daß er sich energisch für die Wiedereinführung der vierjährigen Dienst- zeit ausgesprochen hat. Ohne solche könne man seiner Ansicht nach weder einen guten Stamm von Unteroffizieren noch eine brauchbare Artillerie erhalten. Unsere Verbündeten, die Fran- zoscn, so führte er in einem Interview aus, haben zum Glück schon ihre Fehler erkannt und führen wieder die drei- jährige Dienstzeit ein. Es ist daher auch in Rußland an der Zeit, den gemachten Fehler anzuerkennen und zur vier- jährigenDien st Pflicht wieder zurückzukehren. China* Vorbereitungen für einen mongolischen Feldzug. Charbin, 13. März.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) In Tschangtschung haben Konferenzen von Vertretern der Gouverneure der Mandschurei mit den Befehlshabern der Truppen über die Vorbereitungen zum Feldzuge gegen die Mongolei begonnen. Da es an Barmitteln fehlt, wurde es für nötig be- funden, den Provinzialbanken die Emission von Äriegsbanlnoten im Betrage von zwei Millionen Dollar zu gestatten. I�exiko. Der ewige Bürgerkrieg. Larcdo(Texas), 14. März. Ter frühere Gouverneur des mexikanischen Staates Coahuila, der die Partei der Insurgenten ergriffen hatte, ist standrechtlich erschossen loorden.— Bei Nogales schlugen die Insurgenten gestern eine Abteilung Bundestruppeu, welche auf amerikanisches Gebiet übertrat und ihre Waffen ab- lieferte. Sie soll 100 Tote und 200 Verwundete gehabt haben. Hus der partei. Aus den Organisationen. Im Volkshause zu Bonn tagte am Sonntag, den 9. d. M., eine Wahlkrciskonscrenz, die von 37 Delegierten und Vertrauens- Personen besucht war. Nach einem Bortrage über:»Den Zu- sammenbruch der Weltpolitik und den Bankrott des Patriotismus" wurde der Vortragende, Genosse Gottlob Münsinger, Gewerk- schaftssekretär in Köln, einstimmig als Kandidat für den Reichs- tagswahlkrcis Bonn-Rheinbach aufgestellt. Ein Antrag gegen Aemtcrhäufung. Ter Parteitag von Groß- Paris hat auf Antrag der Sektion St. Denis mit 148 gegen 133 Stimmen bei 73 Stimmenthaltungen folgenden beachtenswerten Antrag an den Landesparteitag beschlossen: „In Erwägung, daß die sozialistische Partei mit fortschreiten- der Entwickclung von einer wahrhaften Gefahr bedroht ist, und daß sie ihrem Ideal entsprechend die Fallstricke, in die die andc- ren Parteien verfallen sind, vermeiden muß, wird bei dem Par- teitag in Brest beantragt: Kein Genosse, der als Inhaber eines Mandates oder innerhalb der Arbeiterbewegung, sei es Partei, Gewerkschaft oder Genossenschaft, ein Gehalt von mindestens 3000 Frank im Jahre bezieht, darf unter irgendeinem Titel ein weiteres Amt innerhalb der Partei, sei es Verwaltung, Zeitung, Druckerei oder Volkshaus, bekleiden."_ Arbeiterpartei und Sozialisten in Australien. Die Arbeiterpartei, die im Bundesparlamcnt und der Bundes- regierung matzgebend ist, enthält Sozialisten, ist aber keine sozia- listische Partei. Neben ihr und ihr teilweise feindlich gegenüber stehen mehrere sozialistische Gruppen: Sozialistische Arbeiterpartei, Australische Sozialistische Partei, Westaustralische Sozialistische Partei. Sozialistische Gemeinschaft iOueensland), Sozialistische Partei von Victoria. Die beiden ersten sind politische, die drei anderen nur Propagandaorganisationen. So erklärt„The Soda- list", das Organ der Soc. Partei von Vicwria, daß er weder zum Stimmen für die Arbeiterpartei noch zum Wählen überhaupt auf- fordere. Er ist nicht ausgesprochen antiparlamentarisch, zeigt aber starte Neigung zum Syndikalismus, mit dem das Streben nach Vereinigung der zersplitterten Gcwcrkvcreine in starken Landes- iiidustrieverbänden verquickt wird. Zu diesem Verhalten sagt P. H. Hickeh. der als Vcrtrr;r der Arbeitervereinigung von Neuseeland in Australien gewesen dt, im„Maoriland Workcr": Bei Verfolgung ihrer heutigen Politik wird die Arbeiterpartei die Arbeiter nicht zum Sozialismus führen. Ebensowenig wird die Australische Sozialistische Partei bei Ver- folgung ihrer heutigen Politik die Arbeiterpartei umgestalten und das sozialistische Gemeinwesen schaffen. Beide werden nicht viel zur Erleichterung der Bürde der Arbeiter beitragen. Die Hoff- nung der Arbeiterpolitik ist an die wirtschaftliche Organisation gebunden. Eine politische Partei, die von dieser gehalten wird, wird eine Arbeiterpartei sein. Und ob es eine sozialistische sein wird, hängt von den Sozialisten ab. Wenn es zur Auseinander- setzung zwischen den vorwärtsdrängenden und den ängstlichen Ele- menten kommen wird, dann wird sicher die Masse der Gewerkschaf- ter auf Seite der erstcren stehen, und die anderen werden die Partei verlassen. Schon heute könnte wirtschaftlich und politisch in einigen Staaten die Organisation cm Sinne der Sozialisten und Jndustrieverbändler geleitet werden. Wenn aber die Mehrheit der kämpfenden Genossen aus der Organisation herausgeht, so wird sie ganz natürlich weniger Kampfesorganisation sein. Und wenn sie gar die verlassene Organisation ständig bekämpfen, so muß diese mehr und mehr reaktionären Charakter bekommen. polizeill-ves,©mehtUchee ufw. Ein weiteres Opfer der politischen„MeincidsafsLre" in Waldenburg. Als am Dienstagabend der Arbeitersekretär Osterroth aus dem Waldenburger Gefängnis, in dem er einen Monat wegen Be- leidigung abzubüßen hatte, abgeholt werden sollte, wurde den Kindern des Genossen die Mitteilung, daß der Vater wegen der- selben„Meineids"affärc, wegen der schon andere Genossen in Hast sitzen, zurückbehalten würde. Damit sitzen'wegen der Angelegenheit drei Genossen in Untersuchungshaft. Das Waldenburger Ge- richtögefängnis beherbergt jetzt im ganzen vier Genossen: einen Redakteur der., Bergwacht", einen Arbeitersekretär, den Geschäfts- führer und den Faktor unseres Parteiorgans. Die Festsetzung der drei letzteren erfolgte wegen Fluchtverdachts. Der Reiufall eine? Polizeipräsidenten. Bei der Eingemeindung mehrerer Vororte der Stadt Magdeburg in diese blieben die Organisationen dieser Vororte Filialen des Sozialdemokratischen Vereins sür den Wahlkreis Wansleben. Vom Magdeburger Polizeipräsidenten wurden diese Organisationen als selbständige politische Vereine angesehen, und er verlangte die Ein- reichung der Statuten und der Liste der Vorstandsmitglieder auf Grund des VcreinsgesetzeZ. Der Wanzlebener Kreisvorstand entzog daraufhin den Filialleitenc die selbständige Geschäftsführung. Ob- wohl nun eigentlich gar keine Gesetzesverächter mehr da waren, be- glückte der Polizeipräsident doch vier Filialvorsitzende mit einem Strafmandat über je zehn Mark. Auf den Einspruch, den unsere Genossen dagegen erhoben, erkannte daS Magdeburger Schöffengericht am Donnerstag auf kostenlose Frei- s p r e ch u n g. Huö Industrie und Handel 4,/o prozcutigc Staatsanleihen. Die prekären Verhältnisse auf dem Geldmarkt zwingen nun auch die größeren osteuropäischen Staaten dazu, den Zinsfuß für ihre Anleihen heraufzusetzen. So mutz Ungarn, das 800 Millionen Kronen offenbar zur Deckung der MobilisationSkosten aufnimmt, so- wohl die Staatskassenscheine als auch die Rentenanleihen mit 4'/z Proz. verzinsen, während es bisher nur dreieinhalb und vierprozentige Anleihen ausgab. Wie hoch sich die tatsächliche Verzinsung stellen wird, läßt sich noch nicht angeben, da der UebernahmelurS erst im April festgesetzt werden wird. Das Finanzkonsortium unter Führung Rothschilds wird die 130 Millionen Kronen Rente übrigens auch in Deutschland zur Zeichnung auflegen, während die StaatSkaffenscheine erst später und nur in Oesterreich- Ungarn zur Ausgabe gelangen sollen. Der deutsche Geldmarkt, der schon die einheimischen Kapit«lansprüche längst nicht mehr befriedigen kann, wird also zugunsten deS Staates, der durch seine Kriegs- Hetzereien die Geldschwierigkeiten mit verursacht hat, noch besonders belastet werden. Die deutschen Steuerzahler werden das durch höhere Zinsen für heimische Staats- und Kommunalanleihen mit büßen müssen. Wurden doch erst in diesen Tagen einer größeren deutschen Kommune so teuere Geldangebote gemacht, daß sie von der Aufnahme einer Anleihe vorläufig Abstand nahm. Rückgang des Versandes beim l�tahlwcrksverbaud. Während im Januar mit den Friedenshoffnungen ein erneuter Aufschwung in der Schwerindustri e zutage tritt, beeinflußt seit dem Februar die Wiedereröffnung der Feindseligkeiten die Kon- junktur wieder ungünstig. Dafür zeugt neben den Eisenpreis- ermäßigungen im In- und Auslande auch der Ausweis des Stahl- Werksverbandes über seine Februarversandziffern. Der Versand betrug im Februar d. I. nur 503 417 Tonnen(Rohstahlgewicht) gegen 507 272 Tonnen im Parallelmonat deS Vorjahres. Von dem Rückgang wurden in erster Linie Halbzeug, also daS Material für die weiterverarbeitenden Industrien, am schwersten betroffen. Geringer war die Lersandabnahme für Formeisen, das wesentlich zu Bauzwecken verschiedenster Art verwendet wird. Der Versand in Eisenbahnmaterial erfuhr dagegen eine nicht unbeträchtliche Zunahme. Gewerkrcbaftlicbes. , Berlin und Qmgegrnd. Tie Tarifbewegung der Treibriemensattler. dcn legten Verhandlungen hat tviederuin eine gemein- fame Sitzung der Unternehmer wie Arbeiter getagt. Das Resultat dieser erneuten Beratungen liegt nunmehr insofern vor, als es ge- liiiigen ist, die Bereiterklärung einer Anzahl Fabrikanten zum Tarifabschluß zu erwirken. Da die Arbeitgeber in der Treib- riemenbranche keinen geschlossenen Verein bilden, muß der Tarif- abschluß auf dem Wege der Einzelunterschrift erfolgen. Es haben sich bereits 14 der größten Fabrikanten bereit erklärt, den neuen Tarif zu unterzeichnen. Derselbe weist nennenswerte Verbesse- rungen gegenüber den bisherigen tariflichen und außertariflichen . Lohn- und Arbeitsbedinguen auf. Die wesentlichsten Punkte in den neuen Vereinbarungen sind: Die �regelmäßige Arbeitszeit beträgt 53 Stunden pro Woche. Au den Vorabenden der hohen Festtage beträgt die Arbeitszeit nur tl'ö Stunden. Ab 15. März 1915 wird die wöchentliche Arbeitszeit auf 53 Stunden reduziert. Für die unumgänglich notwendige Zeit- Versäumnis bei Kontrollversammlungen und anderen militärischen Gestellungen darf vom Lohn nichts in Abzug gebracht werden. Der Äkkordpreis beträgt: für einfache Riemen 1014 Pf. pro Meter, für Doppelriemen 1114 Pf. pro Meter. Am 15.'März 1915 erhöhen sich diese Akkordpreise um einen halben Pfennig pro Meter Näht. Bei dreifackcn Riemen erhöht sich der Preis pro Meter Naht um 3 Pf. Fadennaht>oird mit 35 Pf. pro Meter bezahlt. Der Mindestlohn für Sattler beträgt 60 Pf. pro Stunde. Alle zurzeit im Betriebe beschäftigten Arbeitskräfte erhalten bei Abschluß des Vertrages eine Lohnerhöhung von 5 Pf. pro Stunde. Auf diese Zulage haben auch die Hilfsarbeiter Anspruch, sofern sie mindestens 21 Jahre alt sind. Am 15. März 1915 erhalten die Lohnarbeiter zu ihren jeweiligen Lohnsätzen eine Zulage von 2 Pf. pro Stunde. Um den gleichen Betrag erhöht sich zu gleicher Zeit auch der in Ziffer 1 festgesetzte Mindestlohn. Für Ueberstunden wird ein Zuschlag von 25 Proz., für Nacht- und Sonntagsarbeit ein solcher von 50 Proz. gezahlt. Für Mon- tagearbeiten innerhalb des Postbezirks Groß-Berlin wird ein Mon- tagezuswlag von 15 Pf. pro Stunde bezahlt. Für Montagearbeiten in den Vororten wird ein Montagezuschlag von 25 Pf. pro Stunde bezahlt. Bei Montagearbeiten außerhalb der Vorortgrenze wird ein Spesengeld von 4 Mk. pro Tag gezahlt. Muß der Arbeiter am Ausführungsort der Arbeit für Nachtlogis sorgen, so erhöht sich das Spesengeld auf 6 Mk. pro Tag. Außer dem Fahrgeld 3. Klasse iü auch die Fahrzeit dem Stundenlohn entsprechend ohne Zuschläge zu bezahlen. Was be>onders erwähnt werden muß, ist die Bestimmung über den Urlaub, die bisher nur teilweise vertraglich festgelegt war. Jedem Arbeiter, sofern er ein Jahr im Betriebe tätig ist, wird während der Sommermonate ein Urlaub von drei Tagen und nach dreijähriger Beschäftigung von einer Woche bei voller Bezahlung gewährt. Der neue Vertrag soll bis 15. März 1916 lausen. Eine Versammlung der Arbeiter beschäftigte sich in einer län- geren Aussprache mit den Zugeständnissen der Unternehmer. Es stimmten sodann in geheimer Abstimmung 125 für und 32 gegen Annahme dieses Tarifs. Einer enthielt sich der Abstimmung. Es- wurde aber der Beschluß gefaßt, in all den Werkstätten, wo im Laufe dieser Woche die Unterschrift nicht erfolgt, am kommenden Montag die Arbeit e i n z u st e l l e n. Achtung, Gastwirtsgehilfen! Die Differenzen mit den„Pracht- sälen des Ostens", Inhaber Cranz, sind»och nicht beigelegt. Die auf Wunsch des Unternehmers Cranz arifgenommenen Verband- lungen haben zu keinem Resultat geführt. Ter Betrieb bleibt für organisierte©astwirtsgehilseil gesperrt. Verband der Gastwirtsgehilfen. Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Wöschcarbeiter und-arbeitcrinnen Berlins! Die Firma R u d o l f K a r st e d t, Schwedter Straße 9, Zweigniederlassung des Stammhauses der Danienwäschefädrikation in Braunschwcig, hat Maßregelungen wegen Eintritts in die Organi- sation unseres Verbandes vorgenommen, worauf alle dort beschäf- t igten Plätterinnen, Zuschneider und Zuschneiderinnen die Arbeit niedergelegt haben. Diese Firma ist deshalb für alle Wäschearbeiter und--arbeiterinnen gesperrt. Verband der Schneider und Wäschearbeiter. Filiale Berlin III. Deutlchco Reich. Tic Beisitterwahlen zur Angestelltenverficherung sind nunmehr abgeschlossen. Auf die Liste der vereinigten Haupt- ausschußverbände sind 3603 Stimmen, auf die Liste der Freien Per- einiguug für die soziale Versicherung der Privatangestellten sver- bunden mit der Liste des Vereins der deutschen Kaufleute) 253 Stimmen und auf eine polnische Lifte 56 Stimmen entfallen. Infolgedessen stellt die Freie Vereinigung je einen ersten und zweiten Ersatzmann beim Verwaltungsrat und Rentenansschuß und je einen zweiten Ersatzmann beim Schiedsgericht und Oberschiedsgericht. Das Er- gebnis der Wahlen war nach Ausfall der Bertrauensmnnnerwahlen vor- auszusehen. Obwohl die Freie Vereinigung rund 30000 Stimmen und der Hauptausschuß 200 000 Stiinmen auf ihre Vertrauensmänner- kandidaten vereinigte, die Stimmenzahl also im Verhältnis von 1 zu 3 steht, bemißt sich die Zahl der erhaltenen Sitze im Ver- hältnis von 1 zu 14. Trotz des Verhältniswahlsystems ist durch eine unsinnige Wahlkreiseinteilung, wie sie allenfalls noch beim preußischen Dreiklassemvahlrecht zu finden ist, die Minder- Heit aus das schwerste benachteiligt worden. Die An« Hänger der Freien Vereinigung wohnen erklärlicherweise in den Großstädten, da drei Viertel aller Angestellten in den Groß- und Industriestädten zusammengedrängt sind. Die wenigen Angestellten in den Landorten haben aber ebenso viel Ver- trauensmänner zu lvählen, wie die Orte mit starker Angestellten- bevölkerung. Dadurch haben diese Angestellten auf dem Lande ein zehnstich größeres Wahlrecht. Durch die Wahlkreisgeometrie ist es also glücklich gelungen, den Anspruch der Freien Vereinigung, den sie ihrer Stimnienzahl nach erheben konnte, von einem Drittel auf ein Lierzehntel herabzudrücken._ Die Freie Bereinigung für die soziale Versicherung der Privat- angestellten. Das Kartell der gewerkschaftlichen Angestelltenorgam- sation hat in ihrer letzten Vertreterkonserenz eine Neuwahl des Vorstandes vorgenommen. Als Vorsitzender wurde H. Lehmann sVerband- der Bureauangestellten Teritfychlan-ds), als zweiter Vorsitzender H. Lüdemann(Bund der technisch-industriellen Beamten), als Beisitzer P. Lange(Zentralvevband der Handlungsgehilfen) gewählt. Die Geschäftsstelle der Freien Vereinigung besinnet sich jetzt bei dem Verbände der Bureauangostellten Deutschlands, Berlin C. 25, Kaiser-Wilhölm-Straße 18a. Der Verband der Sattler und Portefeuiller im Jahre ISIS. Die Saitlerwaren- und Portefeuillc.sindustrie hatte im Jahr 1012 guten Geschäftsgang, besonders die Militäreffektenbranche, in der durch den Kriegsrum�rel auch zurzeit noch flotte Beschäftigung vorhanden ist. Der Mitgliederbestand im Verbände betrug am Anfang des Jahres 18819, am Schluß 14 345, mithin betrug die Zunahme 526 Mitglieder. Auf dem Gebiet der Lohnbewegungen war das Vorjahr außerordentlich belebt, wenn auch nicht so lebhaft wie 1911. Ins- gesamt wurden 82 Bewegungen für 195 Betriebe mit 3542 Beteilig- ten geführt. Hierbei kam es in 31 Fällen zur Arbeitseinstellung mit 844 beteiligten Personen, die 1243 Tage im Kamps standen. Das Ergebnis dieser Bewegungen war ei» gutes. In 53� Fällen konnte mit einem vollem Erfolge, in 14 Fällen mit einem teilweisen und in 11 Fällen mußte ohne Erfolg abgeschlossen werden. Von den an der Bewegung beteiligten Personen erreichten 1211 eine wöchentliche Arbeitszeitverkürzung von 2402 Stunden, 2076 Personen Lcrantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neutoll». Inseratenteil verantw.: eine wöchentliche Lohnerhöhung von 4190 Mk., 1192 Personen er- hielten Zuschläge für Ueberstunden. 988 erhielten Zuschläge für Sonntagsarbeit, 1648 sonstige Verbesserungen, 1517 tarifliche Rege- lung ihrer Lohn- und Arbeitsbedingungen, 259 wehrten Verschlechte- rungen ab. Für diese Lohnbewegungen wurden rund 50 000 Mk. verausgabt. Obschon dieses Gewerbe mit unzähligen Kleinbetrieben zu rech- neu bat, macht doch die Tarifbeweguiig von Jahr zu Jahr neue Fortschritte. Allerdings umfaßt der Vierstädtetarif Berlin-Freiberg- Offenbach-Skuktgart den weitgrößen Teil der unter Vertrag ar- beitenden Personen; die Lederwarenindustrie kann als am geeignet- sten für den Tarifvertrag bezeichnet werden. Aber auch die Auto- mobiliudustrie, die sich in den letzten Jahren gewaltig entwickelte, wird allmählich immer vertragssähiger, wenn auch nicht in dem Maße, wie es eigentlich zu wünschen wäre. In der Treibriemen- brauche kommt es jetzt auch häufiger zu Abschlüssen von Verträgen. Am 1. Januar 1913 bestanden 70 Verträge für 734 Betriebe, in denen 12 358 Personen beschäftigt sind. T-avon gehören 8526 der Berufsorganisation an. Die Gesamteinnahme der Organisation betrug 346 871 Mk. Di� Ausgaben erhöhten sich um 29 000 Mk., obschon die Erwerbslosen- Unterstützung, die im Vorjahr 01 693 Mk. beanspruchte, um 8000 Mark zurückging, sie betrug 296 642 Mk. Die Organisation erzielte eine Mehreinnahme von 59 228 Mk. Das Vermögen der Hauptkasse stieg auf 372144 Mk., das der Lokalkasse um 30 637 Mk.. so daß der Gesamtverinögensbestand 556 700 Mk. erreicht hat. Die inzwischen eingetretene Beitragserhöhung wird den Stand der Finanzen noch verbessern, so daß die Organisation sich allen Eventualitäten ge- wachsen glaubt. Lohnbewegungen der Bootsbaucr und Schiffszimmcrcr. Um die schlechten Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Boots- bauereien von Potsdam und Umgegend zu regeln, wurde von den im Verbände der Schisfszimmerer Deutschlands organisierten Arbeitern den einzelnen Betrieben ein Tarisentwurf unterbreitet. Die Haoelwerst, vorm. Hosfmann u. C o. in Potsdam, und die Bootswerft von I. Schramm in Werder a. Havel haben die Wünsche der Arbeiter nicht anerkannt. Die Arbeiter dieser beiden Betriebe haben deshalb nach nochmalig ergebnisloser Verhand- lnng die Arbeit eingestellt, lieber die Bootsbauerci von P. Kluge in Sakrow ist wegen Nichtanerkennung des Tarifs ebenfalls die Sperre verhängt. Vor Zuzug nach den genannten Betrieben wird dringend gewarnt. Das Verhalten der Bootswerftbesitzer ist um so eigenartiger, als sie selbst es ausgezeichnet verstehen, den Auftraggebern gegen- über ihre materiellen Interessen wahrzunehmen. So setzten die Werftbesitzer in diesem Winter durch einen regelrechten Streik eine bedeutende Erhöhung der Preise für die sogenannten Sonder- klassen-Boote durch. Sie benutzten die Tatsache, daß zur Kieler Woche die Amerikaner mit neuen Sonderktassenbooten vertreten sein werden, um die deutschen Segler durch die Ablehnung der Bau- aussührung von neuen Booten zu erheblichen finanziellen Zuge- ständnissen zu zsvingen. Auch die neuen„nationalen" 45- und 75- Quadratmeter-Kreuzer, die als billigere und bequeme Touren- Segelboote gedacht waren, sind seit dem Vorjahre erheblich im Preise in die Höhe gegangen. Die Werften verweisen bei ihren Mehrforderungen mit Vorliebe auch auf die„gestiegenen Arbeiter- löhne") obgleich sie diese— soweit sie in Erscheinung traten— durch Ausnutzung des Maschinenbetriebes vielfach mehr als weit- gemacht haben. Wie Figura zeigt, sind sie nun zwar gern geneigt, Lohnerhöhungen als Begründung für ihre Preistreibereien zu be- nutzen, jedoch nicht, sie wirklich»zu zahlen. Von den Schiffswerftbesitzern in O d e r b e r g lMark) wurde aus Anlaß von Differenzen im Sommer 1012 den Schifsszimme- rern die Zusicherung gegeben, daß im Oktober 1912 wegen Neufest- setzung der Löhne in Oderberg in Verhandlungen eingetreten wer- den solle und daß dabei, wie besonders betont wurde, etwas für die �Arbeiter.„herausspringen" werde. Als der Oktober herankam, erklärten die Unternebmer, daß sie in Anbetracht der schlechten Ge- schästslage eigentlich Lobnkürzungen vornehmen müßten, jedoch be- reit seien, um Entgegenkommen zu bezeigen, die bisherigen Löhne fortzuzahlen. Erst der Hinweis auf das geleistete Versprechen ver- anlaßte die Unternehmer zu dem Zugeständnis, vom 1. Mai 1913 ab einen ganzen Pfennig Lohnzulage pro Stunde zu gewähren unter Abzug der bisher bezahlten halben Stunde, um welche Sonn- abends die Arbeitszeit kürzer ist. Damit war die Lohnzulage aus einen halben Pfennig pro Stunde reduziert. Weitere Zugeständ- nisse, ja selbst weitere Verhandlungen sind von den Unternehmern abgewiesen worden. Die Schiffszimmerer Oderbergs, die diese Erledigung der Angelegenheit als eine Verhöhnung ihrer berechtig- ten Ansprüche empfinden mußten, haben jetzt beschlossen, ihr Ar- beitsverhältnis zum 22. März zu lösen. Kein Schiffsbauer darf unter diesen Umständen nach Oderberg geben. In Fürstenberg an der Oder sind die drohenden Diffe- renzen auf dem Verhandlungswege beigelegt. Erreicht ist eine balbe stunde Arbeitszeitverkürzung an den Sonnabenden und zwei Pfennig Lohnzulage für Schiffsbaucr auf die zweijährige Vertrags- dauer. Bei der Breslaner Schiffbaugesellschaft befinden sich die Schiffszimmerer ebenfalls im Streik. Ter Streik im Hamburger Hase» beendet. Nach abermaliger Verhandlung zwischen dem Transport-- arbeiterverband und dem Hafenbetriebsverein hat sich der letztere mit dem Beschlutz der Versammlung der streikenden Bunkerleute, nach dem in der Arbeitsvermittelung keine Aenderung eintreten soll, einverstanden erklärt. Tic Arbeit wirv am Sonnabend, den 15. März, wieder aufgenommen. In der Union-Giefierei zu Königsberg ist es zum Friedens- schlutz gekommen. 21 Wochen bat ijer Kamps, an dem gegen 900 Arbeiter und Handwerker beteiligt waren, gedauert. Die Arbeiter sollten zu Boden geworfen werden. Das gelbe Joch sollte ihnen aufgehalst werden. Der Kampf hat den Kapitalisten Millionen ge- kostet und doch haben sie ihren Willen nicht durchsetzen können. Zugeständnisse wollten sie nicht machen. Bedingungslos sollte die Arbeit aufgenommen werden. Die streikenden Hilfsarbeiter haben eine Lohnerhöhung durchgesetzt. Nach langwierigen Verhandlungen mit der Direktion wurden Vereinbarungen getroffen, nach denen sämtlichen früheren Hilfsarbeitern, welche bis zum 1. Juli 1913 wiedereingestellt werden, zugleich mit ihrer ersten Löhnung'eine Teuerungszulage von 21 M. ausgezahlt wird. In der Voraussetzung, daß die Teuerung bis 1. Juli 1913 nicht nachgelassen hat, wird der Stundenlohn für alle beschäftigten Hilfsarbeiter von 35 Pf. auf 38 Pf. von diesem Zeitpunkt ab erhöht. Sonstige bis zum 1. Juli 1913 etwa einzustellende Hilfsarbeiter erhalten keine Teuerungszulage, sondern bis zu diesem Termin einen Stundenlohn von 35 Pf., nehmen aber ab 1. Juli 1913 an einer Erhöhung des Stundenlohnes teil. Den Hilfsarbeitern der Eisengießerei wird im Falle einer Lohnerhöhung der Hilfsarbeiter am 1. Juli 1913 von diesem Termin ab ein Stundenlohn von 38 Pf. statt bisher 35 Pf. garantiert. Für diejenigen Hilfsarbeiter, welche bereits früher einen höheren Stundenlohn als 35 Pf. hatten, tritt ab 1. Juli 1913 eine Erhöhung desselben um 3 Ps. ein. Bevor Neueinstellungen erfolgen, werden s ä in l l i ch e frühere n A r- beiter, lo eiche sich noch am Orte befinden, wieder e i n g e st e l l t. lieber die Wiederaufnahme der Arbeit werden durch Aussprache noch besondere Vereinbarungen getroffen, die schriftlich niedergelegt werden. Die Direktion bewilligt der Arbeiterschaft einen Arbeiter- ausschuß. Die Statuten für denselben werden zwischen der Direktion und der jetzigen Verhandlungskammission vereinbart. Bis zum Inkrafttreten der Statuten fungiert die jetzige Ver- Handlungskommission als Vertretung der Ar- beiterschast. Es darf niemand, weder bei der Einstellung noch später, zum Eintritt in dcn Wertverein der Union-Gießerei angehalten werden. Auch dürfen keinem Arbeiter durch Nichtetntritt in diesen Verein Nachteile erwachsen. Die Direktion wird die samt- Th. Glocke. Berk' n. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr.u Verlagsanstalt n lichen früheren Arbeiter, soweit sie noch der Fabriklranlenkasse an« gehören, bei Neueinstellungen zuerst, alsdann diejenigen alten Ar- beiter, welche aus der Kraukenkasse ausgetreten, aber noch orts- anwesend sind, berücksichtigen. Die während des Ansstandes eingestellten früheren Arbeiter, solvie die aus Königsberg und Umgegend direkt eingestellten Arbeiter werden nicht entlassen. Eine Erhöhung des Stundenlohnes der angelernten Arbeiter und Handwerker findet nicht statt. Für diejenigen gelernten Arbeiter, welche in ihren» Stundenverdienst niedriger als die Hilfsarbeiter laut vorstehender Vereinbarung sieben, wird ein Stundeulolm analog den in Königs» berg bestehenden Tariflohnsätzen g»eantiert. Tilisland. Sicg der Londoner Bäcker. L o n d o n, 13. März 1913.(Eig. Bcr.) Die Londoner Bäcker, die am Sonnabend in den Streik tret"» wollten, haben ohne Kampf durch Vermittlung des HandelsamteS einen ziemlich vollständigen Sieg errungen.>sie forderten die 54 stündige Arbeitswoche und einen Minimallohn von 39 Schilling die Woche. Die Arbeitgeber wollten sich jedoch auf keinen Vertrag einlasse», wenn sich die Arbeiter nicht verpflichteten, mindestens 10 Sack Mehl pro Mann wöchentlich zu Brot zu verarbeiten. Tie Verhandlungen im Handelsamt haben dazu geführt, daß die Ar» beitgeber diese Forderung zurückgezogen haben. Tie Arbeiter er- halten ihren Minimallohn von 30«chilling. Die Arbeitszeit ist für Brotfabriken auf 54 Stunden und für Bäckereien auf 60 Stuu- den festgesetzt worden. Als Bäckereien Iverden Betriebe ohne Ma» schinerie oder solche mit Maschinerie, die nicht mehr als sechs Ar- beitskräste beschäftigen, angesehen. Ein sebr bemerkenswerter Umstand ist, daß die Meister verlangt haben, die Regierung möge das Lohnamtsgesetz auf die Bäckerei ausdehnen. Der Vertreter des Handelsamts, der den Vorsitz führte, versprach, diese Forde- rung dem Handelsminister zu unterbreiten, und es wird als sicher angenommen, daß die Forderung der Arbeitgeber erfüllt werden wird. Damit würden natürlich die Abmachungen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern über Minimallohn und Arbeitsbe- dingungen Gesetzeskraft erhalten. Was die Unternehmer zu diesem Verlangen bewog, ist die Furcht vor der Konkurrenz der Schwitzbetriebe, die keiner Organisation angehören und wahrschein- lich versuchen werden, sich um die Einhaltung der� Vertragsbedin» gungen zu drücken. Tie Gewerkschaften der englischen, ausländ:- scheu und jüdischen Bäcker, die sich in der Vergangenheit manchmal befehdet haben, haben diesmal durch ihr einmütiges und euer- gisches Vorgehen einen bemerkenswerten Sieg errungen. L,ctzU Pfochrkhtcn. Kleine Anfragen im französischen Heeresausschusi. Paris, 14. März.(W. T. B.) Der Heeresausschuß der Kammer hat aus Autrag von Jaures beschlossen, dem Kriegsniirnsterjolgende Fragen vorzulegen: 1. Wie wird der Minister die 160 000 Soldaten, die ihm die Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit in die Hand gibt, verwenden? 2. Warum die Ziffer von 160 000 Mann, während die Zahl der Normaljahresklasse 230 000 beträgt? L. Warum sind nicht alle Reservisten in den Grenzgebieten in der Zahl der Teckungstruppen miteinbegriffen? Dir französische Wahlreform im Senats Paris, 14. März.(W. T. B.) In seiner heutigen Sitzung setzte der Senat die Beratung des Wahlreformgesetzentwurfs fort. Der sozialisiisch-radikale Senator Maxime L e c om t e pries den bisherigen Zustand und verweigerte ausdrücklich den Minderheiten das Recht auf eine legale Vertretung. Er schloß mit den Worten: Das Verhältniswahlrecht i/t ein Kampfmittel gegen die Republik. lBeifall aus der Linken.) Nach einem Einwurf des sozialistisch-radikalen Senators Pauliat zugunsten der Verhält- niswähl, deren Ablehnung die Radikalen bei den Wahlen 1014 in eine schlechte Stellung bringen würde, lobte Senator T r o u i l l o t die republikanische Partei und ihr vierzigjähriges Wirken unter dem Majoritätswahlrecht. Er schloß, indem er der Regierung vorwarf, das allgemeine Wahlrecht abschaffen zu wollen, und indem er Briand beschwor, die Einigkeit der Republikaner wiederherzustellen und den Schiedsspruch des Senats anzunehmen.(Beifall auf der Linken.) Der radikale Senator R e v e i l la u d, ein Anhänger des Per- hältmswahlrechts, war der Ansicht, daß das Verhältnisivahlrecht eine wesentliche Stütze für die Ausbreitung des vaterländischen Gedankens bilden werde. Wenn man vor dem Gedanken des Ver» hältniswahlrechtes die Türen schließen würde, so würde dieser Ge» danke sie zerbrechen.(Unruhe auf der Linken.) Darauf wurde die Sitzung geschlossen. Tic uiigarischc Wahlreform vom ungarischen MagnatcnhauS angenommen. Budapest, 14. März. lW. T. B.) In der heutigen Sitzung des Magnatenhauses führte die Opposition aus Anlaß einer Petition des Abaujer Komitates, die Wahlreformvorlage von der Tages- Ordnung abzusetzen, eine lebhafte Debatte. Nachdem die Petition abgelehnt worden war, verließen die oppositionellen Magnaten vor Verhandlung der Wahlreform den Sitzungssaal. Tie Vorlage wurde dann nach längerer Debatte angenommen. (ßin Manifest bürgerlicher Friedensfreunde gegen die neuen Aiistungen. Bern, 14. März.(W. T. B.) Delegierte der internationalen Friedensgesellschaften haben sich unter dem Vorsitz des belgischen Senators La Fontaine im internationalen FriedenÄrnreau in Bern versammelt und beschlossen, ein Manifest gegen die neuen Rüstungen zu erlassen. Geplante Neuorganisation der schweizerischen Verwaltung. Bern, 14. März.(W. T. B.) Ter Bundesrat hat eine Bot- schaft an die Bundesversammlung gerichtet, betreffend eine neue Organisation der Bundesverwaltung. Bisher war der jeweilige Bun-despräsideut, dessen Amt jedoch jedes Jahr wechselt, Cl-es des politischen Departements, das die auswärtigen Angelegenheiten be- sorgt. Um eine konstante Leitung des Auswärtigen herbeizuführen. soll nun künftig der Bundespräsident Chef desjenigen Departements bleiben, das er vorher innehatte. Das bisherige Departement für Handel, Industrie und Land- Wirtschaft wird geteilt, indem der Handel dem politischen Departe- ment angegliedert wird und die übrigen Geschäftszweige zu einem Volkswirtschaftsdepartement vereinigt werden. Auch werden neue Dieuftzweige geschaffen, wie ein Wasserwirtschastsamt und� ein Veterinäraint. Insbesondere wird eine Verwaltungsorganisation durchgeführt werden in dem Sinne, daß den Beamten selbständigere und größere Befugnisse eingeräumt werden. Ein Antrag auf Vermehrung der Bundesräte von 7 aus 9 wurde abgelehnt, da dies die Geschlossenheit der Exekutive gefährde, eine Notwendigkeit dafür nicht bestel»e und bei der Wahl von neun BundeSrate-x oooße politische Schwierigkeiten entstünden. Monarchistische Umtriebe in China. Mulden, 14. März, i Meldung der Petersburger Telegraphen» ageukur.) Tie Monarchisten verbreiten in der Stadt Flugblätter, in denen die Regierung der Ermordung der Kaiserinwitwe an- geklagt wird. Unter der mandschurischen Bevölkerung gärt es. Die Stadtwache ist verstärkt wyrden.____ laul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu IBeilagen u, Unterhaltungsbl. Kr. 63. 30. Iahrgiwg. 1. Keilllge des„Mmillts" Kerlilter Nslksdllltt. s--". N-n MZ. Dkrbatidstag der Stemseher. äm Freitag begann die Sitzung mit einem Referat des Tc- Nossen Gustav Bauer über die Bolksversicb-rung. Der Vorsitzende K n o l l erklärte im Einverständnis mit der Versammlung: Der Verband der Steinsetzer werde nach besten Kräften bemüht sein, der Volksversicherung die Wege zu ebnen. Hierauf wurde die Diskussion über die Gehälter der Angestellten Iviedcr aufgenommen. Nach Schluß derselben wurde der Antrag der Kommission in namentlicher Abstimmung mit 27 gegen ti4 stimmen abgelehnt und ein von Kiaulehn- Berlin gestellter Antrag mit 71 gegen 20 Stimmen angenommen. Danach bc- tragen die Anfangsgehälter des ersten Vorsitzenden 2600 M., des zweiten Vorsitzenden und des Kagierers je 2400 M., der übrigen Eingestellten je 2100 M. Diese Sätze steigen jährlich um 60 M. bis 3300 M. für den ersten-Vorsitzenden, 3000 M. für den zweiten Vorsitzenden und den Kassierer, 2600 M. für die übrigen Angc- stellteii. Die jetzt gezahlten Gehälter sollen so aufgebessert werden, daß die bisherige Tätigkeit seit der Anstellung soweit in Anrech- nung kommt, daß sofortige Zulagen ab 1. März 1913 bis 200 M. erfolgen können. Nun schritt der Verbandstag zur Statutenbcratung, tvozu eine größere Zahl von Anträgen vorliegen. � Der Vorsitzende K n o l l zog vor Eintritt in die Beratung diejenigen Vorstandsanträge zurück, welche eine neue Belastung der Mitglieder zur Folge gehabt haben würden. Diese Anträge — sagte der Redner— seien gestellt worden in der Voraussetzung, daß der Verband in diesem Jahre in eine allgemeine Lohnbewe- gung verwickelt werden würde. Da diese Voraussetzung nicht ein- getroffen sei, so seien die Anträge zurzeit nicht notwendig. Es sei anzunehmen, daß in den nächsten drei Jahren nicht mehr als bisher für Streikunterstützung auszugeben sei und daß Ueberschüjse erzielt werden, die für den Fall, daß 1915 ein größerer Kampf geführt werden müsse, zur Verfügung ständen. Um den Kampf- fonds noch mehr zu stärken, beantragt der Vorstand, daß die Filia- Icn verpflichtet sindn4kn*u*4&-i*tA% ßn&ttJsbt* verkauft zu bequemen Teilzahlungen erstklassige Jacken kostüme, Kleider, Blasen, Paletots etc. unter strengster Diskretion. Offert, unter J. K 1«3«4 bef. Rudolf Hesse, Berlin SW. 32/ Sa» Vorjährige feinste Anzüge, Paletots, schicke Ulster, Gehrockanzüge, Smokings, Fracks a. Seide 30-70 M. tandtiaus Germania «L Unter den I.inden«1. m Sonntag bis 6 Uhr geöffnet m Rerreosflefe) letzt aur Damen- Lackschuhe Jetzt :75 1. Geschäft; Roseaflialsr Str. 40-41 | Hsckesohcr Markt S. Geschäft; Gr. FrankfurterSfr. 110 Strausberger PhUs iom JCommandanfensfrasseSl* Gegr. 1870. Eckhaus JHexandrinenstrass». Gegr. 1870. Special' WöheUßaus mit OCredit-ßewäbrung Schlafzimmer, Wohn» »Immer u, mod. Küche Anzahl, v. 4 O A/ an S pelse»lmmer, Schlafzimmer u, mod.Küche Anzahl v. 7 O M. an Herr*,Spelse», Schlaf» »immer a. mod. Küche Anz. v. lOO M an Reichhaltige Auswahl in Klubsesseln, Standuhren und Ergänzungsmöbeln/ Spezialität: Ein- u. Zweizimmer- Einrichtungen: Besichtigung erbeten! Teilzahlung gestattet! Monatliche oder wöchentliche Raten nach Vereinbarung! Oiine Jede Anzahlung"""1 m a p s tk I a• e i g es Fabrikat i Pianos % CO verkaufe ich o sowie (9 X prämiiert Staatemedaille) In o alles Holz- und Stilarten, von wunder-• barer Tonfülle(Flügelton)° 3 Flügel Harmoniums m gegen kleine monatliche Teilzahlung. Für jedes Instrument gewähre ich langjährige schriftliche Garantie._ I rnnrnii Krause NrlifO Berlin, Aunatlier Str. l, j I WUlfliUU lUUllljC llldlliS«! Ecke Kurfürstenatr. Tel Ch. 10 410.» J �W>W>>W»WWW�»va�W»I Auoh Sonntags qedffnet. W�BEgr...BaMwaP|ilJilWiiiWH�y Möbel-Lechner Spezial-Möbethaus auf Kredit und gegen bar Stube und Küche Anzahlung von 15 Mark an Einzelne Möbelstücke Anzahlung von 5 Mark an Biesen-Answahl- Größte Kulanz Vorzeiger dieses Inserats erhält bei Kauf von SO M. an 5 M. gutgeschrieben. 1. Geschäft; Bruunensir. 7 2. Geschäft: Miiilerstr. 174 am Rosenthaler Platz Ecke Fennstraße ■ lileferung: auch nach answttrts■ Sonntag von 1H Ohr geöffnet Heute beginnt der Detail.Schuhwaren.Verkauf in den Räumen unseres seit über 30 Jahren bestehenden Schuhwaren* Engros« und Exportgeschäfts ilexanderstraße 33'iarteri'e Gebrüder Anders. . Unjciera Genossen i Frfö Beelier n seiner Geniailiii ite herzlichsten Glückwünsche i«t heutigen Vermählung. I Die Genossen d. 5E-Bez. Neukölln. silbechöchM zeigt an 4931 Beinrieli Neiiniejer neöst Frau Schönebcrg, Tempelhoser Str. 7. Todes-Anzeigen Sozialrtemokratiselier Wahlvereifl I. d. 3. Berl. ReiehstagswalilKrels. Nachruf! Am 9. März verstarb unser langjähriges Mitglied, der SauS- diener Lmil vobstka und wurde am Donnerstag, den 13. März beerdigt. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. SozialiiEinokratiselierWatilvereii] LtiBerlieichslags-Walilkreij Frankfurter Viertel. Bez. 383 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, dcr Slrbcitcr Johann Schulz Höchstcstr. 11 gestorben ist. Ehre seinem Audenkcu! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 15. d. Mls., nach- mittags 5 Uhr, von der Leichen- Halle des BartholomäuS-KirchvosS in Weißensec, Fallenberger Weg, auS statt. Um rege Beteiligung ersucht 212/1 Der Vorstand. I Deutsotier Bolzapbelter-Vertianii. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, I daß unser Kollege, der Möbel- | Polierer Heinrieb Maeheit j Wiener Straße 28. im Wer von 1 68 Jahre» gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am I Montag, den 17. März, nach« mittags 3'/, Uhr, von der Halle des Emmaus-KirchhofeS in Neu- kölln, Hcrmannstraße, aus statt. |»0/11 Die Ortsverwaltung. OeatseberMetallaiMter-VerbaDil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Entmann Brüske Hagelbergerstr. 55, am 12. März an Wassersucht gestorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am Sonntag, den IS. März, nach. mittags 4 Uhr, von der Leichen- halle des Christus-KirchhoscS in Lichtenrade auS stall. Rege Betelligung erwartet 114/9 Die Drtsverwaltung. Deutschep Transportarbeiter Verbanl Bezirksverwaltung Groß-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der HauS- diener Georg Thomatzek am 13, März im Alter von 29 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 15. März, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle des DomkirchhofeZ, Müller- straße auS statt. I>tacKruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Roll- lutsch er Gustav Schulz am 5. d. Mts. im 3llter von 44 Jahre» verstorben ist. Ehre seine« Andeute«! 63/2 Die Bezirksverwaltung. Den Tod meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwieger- sohnes und Schwagers Bulioil Mabimeister zeigen tieibetrüdt an 29045 Ida«adlmeisler geb. Reimann nebst Kindern. Den Tod unseres lieben ein» zigen Sohnes Rudolf Malmeisier zeigen an die tiesbetrübten Eltern. Beerdigung: Sonntag vor- mlltag 9'/, Uhr von der Halle des ZentralsriedhoseSinFriedrichS- selde aus. 2902b Bentseber Banarbeiterverbanil. Zweigvereln Berlin. • Am 11. März starb unser Mitglied, der Bauarbeiter »Jofmrm Schulz (Bezirk Nord-Ost). _®ic Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 5 Uhr, von der Halle der Bartholomäus- Gemeinde in Weißensee, Falken- berger Straße, aus stall. Um rege Beteiligung ersucht 141/8 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben BaterS. Groß» und Schwieger. vaters, des Gastwirts 7KA Julius Bjeske sagen wir hiermit allen Verwandten, Bekannten, dem Verband der Freien Gast- wid Schankwirte, dem 525. Be- zirk des 6. Berliner Wahlkreises, sowie dem Rauchklub.Lothringen" unseren herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen Eirich Bjeske. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Vaters, des BuchbinberSGastaTSchmldt sagen allen Beteiligten herzlichen Dank. Auguste Schmidt und Töchter. Gaff wlrtc Möllns! Am Montag, de» 17. Mär», nachmittags 4'/. Uhr, in A. Barts chs Festsälen, Hermanustr. 49: Große IProteltverfaintnlung gegen die wiederum in den Etat der Stadtverwaltung eingestellte Schaut konzessions- und Luftbarkeitsfteuer. Zu dieser Versammlung werden alle Gastwirte Neuköllns hiermit eingeladen. 72/9 Das Gastwirtsgkivtrb/und seine Lasten. Verb�Wakteur Richard Wtehle. Diskussion. Kollegen! Erscheint Mann sür Mann in dieser Versammlung, protestiert gegen die drückenden Lasten, die das Gewerbe ruinieren. IMe Einberufer. I. A.: Tb. Gemmecker. MM öer Ireien Gast- uoil Schankwirte Deiitselilaiitls. 0rtsrnu.n9 Hur- Arnolo BerlinS Dresdener5|-r:116. Verband der JAaler, Saekierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, Part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. Male Berlin. USW. Arbeitsnachweis: Rückerstraße S Fernsprecher: Amt Norde» 6708 Maler! Achtung! Anstreicher! Die Ortsverwaltung hat beschlossen, daft in allen Werkstellen, in denen die Kollegen ausgesperrt sind, auch die Kollegen die Arbeit niederlegen müssen, die nicht mit ausgesperrt wurden. Es sind alle Werkstellen als gesperrt zu betrachten, die die Aussperrung vorgenommen haben. Die Verwaltung hat beschlossen, auch die Arbeitslosen mit zu unterstütze». 137/12_ Ple Ortnvcrwaltnng. Unsere Abnehmer finden ihren Vorteil bei uns. Wollen Sic Ihr eigener Feind sein? Fordern Sie Mosterbodi V, Einheitspreis i 050 für Dunen». Herren M. Lnzos-Aasführnng. M. 16,50 W Salamander Schnh�es m. b. H, Berlin Zentrale: W8, Friedrichstrasse 182 1. W8 Friedrich stresse 182 2. SW Friedrichstrasse 221 3 SW Friedrichstreue 204 4. N Friedrichstr. 118/19 5. C Königs traue 47 6. W Potsdamer Strasse 5 7. C Rosenthaler Tor 8 W Tauentzienstrasse 15 9. N Badstrasse 20 10, W Martin-Luther- Stresse 2 11 NO Gr. Frankfurter Str. 102 12. S Oranienstrasse 42 13. NW Turmstraue 9 14. OharL Wilmersdorf er Str. 1 26 15. Steglitz, Scfalou-Strssse 20 16. Friedenau, Rhein-Strasse 1-3 17. Spandau, Breite Stresse SO 18. Potsdam, Nauener Strasse 24 mann fMQ]xen5lr,3?j�� Nur Prühiahr»* Neuheiten! Q. 5000 w Beste Stoffs und Vsr arbeitung Konfektion jeder Art reserviere loh für die Oiterwoohe, eingeteilt bi — 6 grossen Positionen= Kammgarn, dar- J J— 28'.- 13. 600 KOltÜIIlB um" solche bis 30,— für ca. 1000 mm blau, teilw. Modell..dar- unt. eolcho bis 72.— für darunt. solcbe bla 10 .............für ca. 200 Kleider ca. 1500 Paletoh: ca.Z00fraiiellirSiI.�"°°°°�-''�'-°' Vom 15.3. bia 31. 8. in der Mode-Aue- etellung am Zoo Auch Verkaufl • dar.solcbeb. 100.— lür 1 Extra'Abtellona UrlgUtal. Modelle: Kostüme,(ranz. garn. Kleider, MAntel adnst bis 475.—, 800.—, 200.—, 150.— für 1««.— zum Aussueben! PlUsehmdntel) bis 70 Proz. Ulster.... S unter Preis! Sonntag geöffnet 12-6 Uhr /\assfellcin� Nemaltullgsstelle Kerlm. C. 54, Fimenstr. 83—85. Verwaltung: Kassierer: Telephon: Ami Norden 1987. Amt Norden 185. Arbeitsnachweis: Amt Korben 1239, 9714. Sonntag, den 16. März 1918, von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags sindet die Wahl von zwei iaukontrollcurcn in solgenden Lokalen stall: toczurowslüs Restauranl, Baven�tp.«. Obiglos Festsäle,»chwedter»tr. Gliesebes Restaurant, Kopenhaeencr st*, r*. Voigts Theater, Badatr.ss. Frankes Festsäle, B«d8tp. i». Nebels Restaurant,»axatp. wb. Kronen-Brauerei, Au-Moabit 47/40. Wieniers Festsäle, Büiowtr.ss. Gewerkscbaflshaus, Eneciaier 15. SÜdOSt, Waldemarettr. 75. Sehünemanns Restaurant, aup Jakob»*. 144. Eiekes Restaurant, schönicin.tr. o. Stralau-Rummelsburg, Cafd Bellevue, Nt». Lichtenberg, Ertelt, Pfarp.tr. 74. COmeniUS-Säle, Memeler Str. 67. Boeker, Weberatr. 17. Neukölln, Bartsch, Hcrmannatr. 40. Zlbell, Elbeatr. 8. Iden, Harzer Str. 88. Rückheim, Ber-atr. 07. Tempelhof, Wilhelmsgarten, Beniner str.•. Charlotlenburg, Volkshaus, no.inen.tr.«. Köpenick-Friedrichshagen. Lehmann, Köpenick, Bahnhof str. 44. Steglitz, Clement,»«ppn.tr.?. Ober-Sehönewelde, Warnicke, Ädlershof, Restel, rneden.tr.»4. Weißensee, Peukerl, Benmer Auee*51- Tegel, Heiuicke,»mnowatr. s». SpandaU, MardetZky, Blamarekahr. 8. Pankow, Rozycki, ureu�tr.m. Ohne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Die Stimmzettel werden am Eingang zn de« Wahllotale« verteilt. Wahlleiter ist der Kollege Adolf Cohen, Linienstraß« 83/84 »v Montag, den 17. März 1913: Bezirks- Versammlungen für die getarnte Oerwaltungsftelle Berlin in folgenden Lokalen: 114/18 Norden I Phamssme, Müllerftr. 14». abend» 8»/, llhr. Norden' �«»tauie. Schwedter Strafte 23, abends NOrden I Franke» Festattie, Badstr. 19, abend» 8st, Uhe Norelon'„8v,'lnenittnder«esellsehaltahana", Swine» NUllleU. münder Strafte 4». abends 8>/, Uhr. I'bnol' Wohlfarts Feststtle, Reinickendorf-Weft, Eichborn. Icycl. strafte 18, abends« Uhr. Mnobit' Moabit er desellschattshans, Wielesstr. 24, mUHUll. abends 8'/, Uhr. Westen und Schönederg: Hauptstr. 30/31, abends 8'/, Uhr. GSteU Comenlnasttle, Memelrr Strafte 67, abend» 81/, llhr. Liditenberg: S"":"' � Er'e"' Stralau und Ruminelsburg: Bericht und Neuwahl der Bezirksleitung. VeiSenaee:"" 251' CilrlonhaTirlro* Ccwerkschaftshana, Engeluser 15, dllUcilUc4ll av» Saal IV, abends 8'/. Uhr. Neukölln***a"*aBC'*estsa,e' vergstr. 151/152, abend» CbarlOttenbUrg! Volksfcaua, Rostnenstr. 3, abends 8ft, Uhr. Steglitz' Feststllc, Ahornstrafte 15, abend» Frledrichshagen U.Köpenick: Friedrichstr. 74, abends S'/t Uhr. SpandaU*!rn Bon BismarSstr. 8, abend» Oberschöneveide, Niederscböneveide, Johannisthal II flmn* im Lokal von Prochowskl, Rathauostr. 13 luol U* UUiy».(gegenübet der Post), abends 8'/, Uhr. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht von der austerordentl. Generalversammlung. 2. Stellungnahme zur ordentlichen Generalversammlung. SLdx- Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt.-WS Pünktliches Erscheinen sämtlicher Kollegen und Kolleginnen ist erforderlich. IMe Ortsvcrwaltuns. o ist der schönste Ausflugsort? " Immer noch PichelsWerder, �Heerstrafte" beim Alte« Frettttd. I Koffee Vj Pfand- Paket 65.70,75 SCakao .-.65,05 A.3andorf&6 Pf- � Belle-Alliancestr. Grosse Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm �)-TS~e------------| Sil, 25, 35„ji 1 fifrnnnn I Die mit S bezeichneten Artikel sind von der Zusendung ausgeschlossen. Ll45 1.95 2.45 Wurst waren Cervelat- od. Salamiwurst..... 1.Z5 Teewurst.................... w�dl.lO Mettwurst(Brana«di*8le. Art) Pfand � 0 Landleber- od. Rotwurst I?f-°ä 95 pc Zwiebel- od. Rotwurst..nsnd 55 pc Speck fs«....................... Pfand 78 pf- Speck mager.................... Pfand JA Pf. BacKartiKel Soweit Vorrai Verkauf nicht an WlederverkBufer. Weizenmehl 000 5 Pfand seatei 95?' Kaiser-Auszug-Mebl 5 S 1,05 Victoria-Auszug-Mehl 5 K 1.15 Rosinen gro»—............ Pfand 48p<- Sultana-Rosinen-------- pmndSOpt Korinthen....................... Pfand 38 h- Backpulver................. 2p--k20� Vanillin-Zucker........... 3 pack 20 Mandel- oder Zitronen-Essenz 3 Fi«ch. 20 Fertige Kuchenmasse(Friega).... petetSOpf. Zitronat........................ Pfand HA Pf. Mandeln � 1.30 p�Z' 1.40 Melange-Marmelade...... Pfand 28 Pflaumenmus................. pmnd 28 p Kunst-Zucker-Honig...... Pfand 28� Kassier... 90 Pf. Frisches Fleisch in guten Qualitäten zu billigen Preisen Butter and Käse Feine Molkereihutter��?. 70� Berliner Bratenschmalz..Pfand 68� Prima Rehschmalz------ Pfand 68� Schweizer Käse............ Pfand 85 pc Holländer, Tilsiter Käse..Pfand 85� Edamer-Käse..............«..Pfand 78p Limburger Käse........... Pfand 58 p<. Faust- oder Spitzkäse 3 stock 25"- Mer ff. 9(Ll Spittelmarkt Belle-AIliancestrasse Grosse FranKfurt erstrasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm Heute Es versäume Niemand, von dieser äusserst günstigen Einkaufsgelegenheit ausgiebigsten Gebrauch zu machen! C.WACHSHAM'e Reinickendorfer Strasse IS-"-"'" F"J*~aeh# Autg. Raran�otraoae. Für Brautleute ganze Wohnungseinrichtungen vom einfachsten bis zum feinsten Genre in allen Preislagen. Zum Umzüge Stilgerechte Salons, moderne Herren-, Speise-, Wohn- und Schlafzimmer Farbige Küchen Einzelne Möbelersatzstücke, Polstersachen, Teppiche, Gardinen, Portieren, Betten, Stepp- U.Tischdecken etc. Garderobe für Herren und Damen streng modern, zu soliden Preisen._ Schuhwaren! TZ\T„lTt Kinderwagen| C. Wachsmann& Co. Reinickendorfer Str. 15 neb.d.Feuerw. Aufg. Rayentstr. JEDERMANN erhält KREDIT bei geringer An« und bequemer Teilzahlung. Cigaretlen der Tabakarbeiter-Genosseßsehalt Spezialität III Sie unterstützen uns, wenn Sie bei Ihrem Cigarrenhändler unsere Cigaretten fordern. Vertreter: P. Horsch, Engel ufer 15, Cigaretten- n. Tabak-Großhandlang. jWöbel-Hngcbot. Solides Möbelgeschäft liefert bürgerliche WobnungSeintichtungen sowie ein» zelne Möbel gegen mäßige ZinSoergüwng bei kleiner Anzahlung u. geringen monatlichen Tellzahlunge». Anfragen unter Posttagerlarte 70, Postamt SS. ooz?- Kein Abzahlungsgeschäft.-Mgi Sillige vAeilSl'tükei. von 12-6 Dhr seöftoet. Greift zu! Jod. Herrn, der sich elee. u. bill. kleiden will, empfehle eleg. Mo- natsgarderohe in feinsten Werk- �einftes Kaiscr-Anszugmehl „ Deutsches AuSzugtnchl „ Weizenmehl.... Sultana, feinste Auslese... Nosinen, groste helle Frucht.. (corinthcn, feinste...... Riesen-Mandeln, säst und bitter Mandeln II., säst...... Juccade(Zitronat).... Feinste Hamburger Gctreidehefe Zucker, fein gemahlen.... Feinste gemahlene Brottaffinade Äv Pf. 18 Ps. I« Ps. 70 Ps. <>0 Pf. «« Ps. 38 Ps. Psd. 140 Ps. ml 10 Ps. Psd. 70 Ps. Psd. 60 Pf. Psd. 20 Ps. 2 Psd. 45 Ps. Pfd. Pfd. Psd. Psd. Psd. Psd. Psd. statt. Berlins gearb., von Herrschaften, Doktoren, Kavalieren nur kurze Zeit gebr.(für jed. Fig. pass.) Monats-Jackett-Anzügo 8,10, 14, 18M Monats-Rock-Anzüge tO, 12, 16, 20 M. Monats Paletots 8, 10, 14, 18 M. Monats-Herren-Hosen 2,50, 5,00 M. IJlKter, sehr billig. GroBe Abteilung neuer Garderobe MnlHällOP Gr- Frankfurter Str.»8 HiUlUaUcI,(Nähe Strausberger PI.) Bitte genau auf No. 98 zu achten! Kaffee billiger! MTua Georg Bethke Zentrale: Berlin 80 33, Jlaskaaer Str. 14. Xeukttlln Treptow ElbestraSe 33. Kaiser-Friedrich-StraBe 64. GraetzstraBe 64. WeserstraBe 189. FrledelstraSe 23. Seron ttoorllidgcr Rchgkteur: Alfred Wirlcpp, Feulölln. Für des Lnjeratetitetl verantw.i TH.Giockc, Berlin. Druck u. Verlag; LgrwättH ivuchdruckerei u. Veriagsanstait Kaul Singer u. «m Weddlngplat* Armmms Hallen Kremer Straße 73/73. Jeden Sonntag: Großer Ball. Sonnabende im April und Mai noch frei. 1. Pfingstseiertag auch zu haben mit Bühne.____ Max schätzet. iHeläeschioß Hohenbinde. Station Erkner.„Zmn«ntenberg", Fernruf Erkner 293. Romantisch an Wald und Spree. Vereine�, Gesellschaften sehr zu empfehlen. Gr. Saal und Glashallc. 2 Kegelbahnen Möbl. Zimmer. Gute Küche u. Keller. Eig. Motorboowerbindung mit Erkner AlbL�ehmann. Möbel Komplette 'Wohnungs-Einrichtungen Spezialität: Eilt' u. Zweizimmer» Wobnungen in neuzoitliehen Formen. Anzahlung naen UeDereinkunft Moderne Dekorationen Teppiche, Vorleger, Felle, Gardinen, Storee, Portieren, Heahelten In Tisch- und Bettdocken, L Diwan- u. Steppdecken Grosse Aisswiiiil! In allen Kreisen •prlovt man von KREDIT FEDER Brunnenstrasse I I. Filiale: Franktunier Alle« 89 II. Filiale: Uottbcser Damm 103 Kur echt mit SchuUmarke Schornatelnic�er. rifr Damen- VFrülilshrs-ttüts' Wäsche, Schuhwaren! GaATiS Sstei*-£ier and U.T.-Billette fiarderobe für Herren, Damen u. Kinder Jünglings- u. Backfisch- Konfektion \Wochenrate 1 Mark Mark wöchentlich an WeilMMllteWllSIlMM Julius Fabian Schneidermeister I. Geschäft: 5r.FfankfurterStr.37 II. Geschäft: Turaisttasse 18 Kein Laden. 33-§ y-j 35-1 n 3e-| üiilmiliiifiii mliiliinliiiiliiiilimHiili! Sie kaufen vorteilhalt susObel auch auf KREDIT im SpezialsGeschäft von WILHELM MISCH Große Frankfurter Straße 45-46 gegenüber Markusstraße. 4—500 getragene Anzüge für Berren: Smoking. Frack- und ehrock- Anzüge(auch zu ver- leihen) sowie von�Kavalieren ge- tragene, sastneueSachen(a.Seidc), sür jede Figur paffend, in grödter üusatshlz. unübertroffen 49/16* billigen Preisen. 1Tr.,desHalbbiIIiger wieimLaden. Di*. Simmel Spezial-Arzt für flaut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, ÄrpZ* 10— 2. 5— 7. Sonntags 10— 12. 2— 4 Tolalausverkauf wegen vollständiger Auslösung meines seit 25 Jahren bestehenden Herren- Garderoben-GeschästS. Bis Ende März mutz alles geräumt sein, daher Ver- kaus zu jedem annehmbaren Preise. Sakto.Zlnzüge... von 12 M. an Sommer-PalctotS., 10,, Ulfter-PaletotS.... 12.. Herrcn-Hosc«..... 4,, Bunte Westen, Lüster-Jacketts, Loden- Joppen, Schlafröcke, Fracks usw., fabel- hast billig. 45/12« ta Schoeps 6 Co.jSst: Heines Werke • 3 Bänke 4 Mark» Buchhandlung vorwärts vao größte Aboanemeatshaus feinster Herren-Moden J. Stock A Co. verkanft seine Monats-Garderobe direkt an Private. Anzüge und Paletots von 10 M. an. Großes Lager von Sommersachen vorrätig. � Friedriehslr. 108 vis-a-vis der Karlstr. Monats-Qarderobe Ulster, Inzüge, Palelots, Qalaway Besonders günstige Gelegenheit ev. Teilzahlung. Bruno PerlillSky,Selneiilerineistfir Rosenthaler Straße 37, I. Etage. Sie müssen unser Kunde werden wenn Sie Wert darauf legen, bedeutende Ersparnisse zu machen und reell bedient zu werden. Die Vorteile unseres Verkaufssystems: Selbstkostenpreis+ 10% Umsatjgeböhr sind von so ausschlaggebender Bedeutung, dass schon heute etwa 70 000 Herren aus allen Schichten der Bevölkerung einen Teil ihrer Lebensbedürfnisse nach dem neuzeitigen Verkaufs system; Selbstkostenpreis+ 10% decken. Bei einem Lagerbestand von etwa 600 000 Mark bieten wir in allen Abteilungen unserer 4 Verkaufshäuser eine vielseitige Auswahl in sämtlichen Artikeln für Herren-, Jünglings-, Knaben- und Sport-Bekleidung jeder Art fertig sowie auch nach Mass. Die Anfertigung nach Mass erfolgt in eigenen Werkstätten unter Leitung erster Zuschneider. M. S). ü. Herren- Kleider- Vertriebs-Ges. Neue Schönhauser Str. 1 I Neukölln, KottbuserDamm 72 I Charl., Wilmersdorf er Str. 165 I Moabit, Turmstrasse 73 Ecke Münz- und Weinmeistcrstrasse j Ecke Lenaustrasse| Ecke Berliner und Scharrenstrasse| vis-a-vis der Emdener Strasse. Morgen Sonntag sind unsere 4 Verkaufshäuser von 12-6 Uhr geöffnet. Theater und Vergnügungen Konnabend, IS. März 1913. Anfang 3 Ubr. Theater am Nollendorfplatz� Nathan der Weise/ jinrfiirsten-Oper. Der Troubadour. Ansang 3.10 Uhr. Schiller-Eharlottenburg. Wallen- stems Lager. Die Piccolomini. Anfang 3'/, Uhr. Berliner. Philotas. Der zerbrochene Krug. Ansang 4 Uhr. Urania. Paris und die Königs- fchlösfer von Versailles. Luisen. Hansel und Greiel. Rose. Die sieben Raben. Ansang 7 Uhr. Sgl. Opernhaus. Tristan und Isolde. Ansang 7-/, Uhr. Sgl. Schauspielhans. WallenstemS Tod. Deutsches. Der lebend« Leichnam. «öniggrätzer Straße. Macbeth. Zirkns Bnsch. Gala-Vorstellung. Zirkus Albert Schumann. Galai Vorstellung. Ansang 8 Ubr. Urania..Hohenzollern-.Fahrten. Lessing. Stützen der Gesellschaft. Montis Operetten. Der Zigeuner» primaS. Metropol. Die Zdino-Königm. Kammerspiele. Schöne Frauen. Deutsches Opernhaus. Die lustigen Weiber von Windsor. Schiller«. Wilhelm Tell. Schiller- Charlotteuburg. Der Andere. Kurfürsteuoper. Der Troubadour. Trianon. Wenn Frauen reiien. Groß. Berlin. Das Fürstenlind. Berliner. Filmzaudcr. Theater am Nollendorfplah. Exlrazug nach Nizza. Theater des Westens. Die beiden Husaren. Deutsches Schauspielhaus. Der gute Rus. Kleines. Professor Bernhardt. Residenz. Die Frau Präsidentin. Thalia. Puppchen. Luisen. Im wunderschönen Monat Mai. Rose. Verlassene Frauen. Herrnfeld. Die Schonzeit• Jäger. LiebeSprobe. Casino. ArthurS Flitterwochen. Wintergarten. Spezialitäteo. Apollo. Svezialitäten. Rcichshallen. Malchens Verlobuug. Ansang S1!, Uhr. Friedr.• Wild. Schauspielhaus. Pariser Lust. Luftipielhaos. Majolika. Walhalla. Parole: Walhalla! Kolies Saprice. Des Löwen Er. wachen. FlohS Seitensprünge. Ansang 81/, Uhr. Neues Volkstheater. Die Hexe. Anfang 9 Nhr. Admiralspalast. Eisballett: Flirt in -st. Moritz. Sternwarte, Jnvalidenstt. 57—62. Sehlller-TheaterO.lS: Sonnabend, abends 8 Uhr: Wilhelm Teil. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Hedda Gabler. Abends 8 Uhr: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Montag, abends 8 Uhr: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Sehiller-XhealeF Chbrü?rn' Sonnabend, nachm. 3,10 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Abends 8 Uhr: Der Andere. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Kttnis Gear. Abends 8 Uhr: Gyseo und sein King. Montag, abends 8 Uhr: Uriel Acosta. Deutsches Schanspielhans 8 Uhr: Der gutsitzende Frack. Lerlioer XtiLüteF. »uhr: Hilmzauber. fdMirniei'WgMöi'Me ?'/, uhr: EJrand. Theater amMendorfplatz Heute nachm. 3 Uhr: Nathan der Weise. Allabendlich 8 Uhr: Extrazug nach Nizza. Theater Groß-Berlin am Zoologisehen Garben. Bis 19. d. M. bei Vorzeigung der Zeitungs-Abonnementsquittung Halbe Kassenpreise! Luisen-Theater. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: = Letzte Kindervorstellung----- Hänsel und Grete). Abends 8 Uhr; Im wunderschönen Monat Mai. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Nora, oder: Ein Buppenhcim. Sonntag, abends 8 Uhr: Premiere: Vor IVO Jahren, oder: Napoleons Sieg und Fall. Theater des Westens. u|t: Die beiden Husaren Sonnt, nachm. 31/, Uhr: Frauenfresser. lontis Operetten-Theater (fr. Neues Theater). Amt Norden 1141. 8 Uhr: Der Zigeunerprimas. u'r Residenz-Theater, uür. Die Frau Präsidentin. (Madame la Presidente). Schwank i. 3 Akt. v. Hennequm u. Veber. Sonntag, 10. März, nachm. 3 Uhr: _ NrnMerzlehimg. Walhalla-Theafer. Weinbergsweg 19/20. Rosenthal. Tor. Heute 8'/, Uhr; Parote: Walhalla!44 Große Jahres-Revue. Die Abonnenten unserer Zeitung zahlen gegen Vorzeigung der Aboane- mentSqutttung für alle Plätze halbe Kassenpreise. Sonniag nachm. 3'/, Uhr zu er- mähigten Preisen: Anna-IAeae. fflcoge Franksurtei. Str. 132. Nachmittags 4 Uhr: Letzte Märchenaussührung: — Die sieben Raben. Abends 8 Uhr: Verlassene Franen. Sonntag 3 Uhr: Der Weg zum Himmel. 8 Uhr: Verlassene Frauen. 'assage-I M ac-Frog, derunersättlicheL FrosciischluGker Das Verschlucken u. Zurückbringen leb. Frösche u. Fische. Die WIDDEM Feuerfresser in ihren fanat. Märtyrer-Produktionen. B®- Alles lebend! Neues Operntheater(Kroll). Sonntag, den 16. März 1913: Gastspiel von Exl's Tiroler Bühne! Zum erstenmal in Berlin! Der Heilige Rat. Komödie aus dem Volksleben in 3 Akten mit einer Vorgeschichte von Ludwig Ganghofer. Anf. 8 Uhr. Voigt-Theater. Gesundbrunnen, Badstraste 58. Morgen Sonntag, den 16. März: Nachmittags: Keine Vorstellung. Abends 8 Uhr: in Saus und Braus. Possem. Ges. i.3 Akt.».Jacobson u.Hahn Kasseneröffnung 10 Uhr. Ans. 8 Uhr. Voranzeige! Montag, 17. März: Benefiz sür Lina und Karl Möller: „Doch hlnans". Operettenpoffe in 3 Akten. Alles ohne Extra-Entree! USflPU Täglich präz. 8 Uhr abends: Vis Sehonzeit- Zagsr. Ein Wald-Idyll in 2 Akten von Anton u. Donat Herrnfeld. lilebesprobe. Plauderei von Emst Klein. ReiehshaileD-Theater Stettiner Sänger. Burleske von Meysel. Anfang 8 Uhr. :: Berliner:: Konzerthaus �„Clou" — Mauerstrafie 82.— Zimmerstraße 90/91. Oroßeis Doppel- Konzert. Gastspiel des Philharmoniseheu Blasorchesters ans Hailand. Dirigent: Maestro Loreto Tesone. Musikc. IS. Garde-Regiments z. F. Dirig.: Oberm. Graf. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pt Anfang 8 Uhr. Gr. Nachmittags-Konzerl' llranla. Wissenschaftliches Theater. Tanbeustraße 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Paris nnd die Königs- schlUsser von Versailles. Abends 8 Uhr: „Hohenzollcrn"- Fahrten. Zirkus Wert Schumann. Heute Sonnabend. 15. März, abends 71/, Uhr: High-L/lfe-Evening. U. a.: Dir. A. Schümann mit seinen neuest, Creationcn. Neu! NeuT Der lebende Propeller. Phänom. Balance-Akt, ausgeführt von Mr. Bellv& Bera, Prolongiert! Prolongiert! 19 Elo-Hoi-Tschn's IO Chinesische Gaukler. Wettkegeln zn Pferde, geritten von 8 Herren. H#* Um 9»/« Uhr: Der unsichtbare Mensch. Morgen 2 große Vorstellungen. Zirkus Bnsch. Heute Sonnabend, 15. März, abends 71/, Uhr: Große Gala■ Sports- Vorstellung. Karl-Engen-Tronpe, Gymnastik in höchst. Vollend. Red& Beet, Manegekomiker. Clown Pepino, Tierdross. Geschw. Fiochi in ihrem wundervoll. Keitakt. Gr. Amateur- Konkurrenz- Reiten. 50 Mark Prämie zahlt dieDirektion demjenigen. welcher 3 mal auf galopp. Pferd stehend i. d. Manege herumreit. Zum Schluß;„Sevilla". Morgen 2 Galavorstellungen. mmammmmimiaKaiam fUetnpol-Theater. Die Kino-Königin. Operette in 3 Alten von Jul. Freund und G. Okonkowski. Musif von Jean Gilbert. In Szene gefetzt v. Dir. Rich. Schultz.. Usi'IwtnnMS.II. 1. Gianipietra G. ftiifilselier Y. Borlierl H. Bailot J. Russka Ly Winter Anfang 8 Uhr! Rauchen gestattet! Morgen nachm 3 Ubr: ________ und Flotte Bursdie Folles Oappicen ■ Täglich 8'/, Uhr. fg ■ Die Biovltäten:> ■ Des läwftt Erwache«.■ ■ Bnntcr Teil. B Flahs Seitensprünge. An allen W ochentagen: bei freien Eintritt Theater Königstadt-Gasino. EckeHolzmarft- u. Alexanderstrasie. 1 Minute v. Bahnh. Jannowitzbrücke Tägl. abdS. llß, Sonnt'/,6 Uhr: O, diese Chanffenre! Lustspiel von Rich. Kegler— u. das groß. Spezialitäteuprogramm Jed. 1. u. 16.: Programmwechsel. Nur einige Tage! Zlrk.us Barum nebst gr. Raubtier-Dressurschau, Neukölln, Bergstr. a. d. Walterstr. Heute sowie tägl. abends S1/« Uhr: Gala-Abende mit stets wechs, Programm. Sonntag, den 16. März: Ä Vorätellnngen S nachmittags 4. abends 8 Uhr. In derNachmittagsvorsteUung zahlen Kinder unter 10 Jahren halbe, abends jedoch volle Preise. 289ro In allen Vorstellungen Vorführung der gesamten Raubtier- dressuren und Auftreten aller übrigen Attraktionen._ Trianon-Theater. Wenn Frauen reisen. Anfang 8 Uhr. Volks-Theater Neukölln, Hermaunstr. 20. Sonntag, Ansang 7>/, Uhr: Stuart« Trauerspiel in 5 Alten von Friedrich v. Schiller. Montag, 17. Z.: vleschlossen. Oasiire©-Theater1 Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr: Arturs Flitterwochen. Der neue Schwanf-Schlager. Vorher: Erna Hosehel usw. Sonntag 4 Uhr: Die Hochstaplerin. Für den Inhalt der Jnierate »vernimmt die Redaktion dem vubliknm gegenüber keinerlei Verantwortung. SimpU-Kskao«is Hausgetränk MT erheblich billiger als Kaffee! plundt20Hö� 50 Tassen KclRclO=*/2 Pfund= ÖOpfg. Bei der herrschenden Teuerung ist Kakao das rationellste und billigste Hansgetränk. Kaffee ist im Preise fast unerschwinglich geworden. Simpli-Kakao ist nicht bloß billiger und ausgiebiger als Kafiee, sondern besitzt auch einen hohen Nährwert und trägt beim Genuß im Gegensatz zum Kaffee zur Sättigung wesentlich hei. Kakao ist dem Körper zuträglich, Kaffee schädigt ihn. lSimpli-Kakao ist anerkannt gut, man hat ihn deshalb in vielen Kreisen als Hausgetränk eingeführt. Simpli-Kakao wird nur in Originalpackung zu'/, und'/, Pfund verkauft, iu garantierter Original-Fabrikfüllung. Die Simpli-Fabrikate(auch Schokoladen. Pralinen, Katzenzungen usw.) werden in vollendeter Weise hergestellt von der Firma„Sarofti" A.-G., Berlin. Man frage überall nach Sirapli- Kakao! ZentralliausinoOeFrenliekleWsat! I.: Sieue FriedrJchstr. 35 an der Zentral-Markthalle II.: Tnrmstr. 07, I. Etage, liefert an jederm«in elegante Herren-Ganieroden nach 91 a B Vli unter Garantie für tadellosen Sitz gegen wöchentliche Teilzahlung von 1 Mark Zuschneiderei u. Wertslatt im Hause. Slus Surfet) Besuch des Reisenden mit neuesten Stoffmustern. Bciücnckcrc Ahrcilizng sur iertige Garderobe. -- Sonntags geöffnet. n Rheingold-Sänger, Quartett Alwin Rhem, Neukölln, Hobrechtstrage 8. («ncohoifre.» oetrankej I Er�chemt z�maj j Bezugsquellen-Verzeichnis. V�v�fiTw.4 n in T■— Franz Abraham Eub. Meaaini-u.Römertrank-Kell N 8», Farmp. Kgst.13708 Bestes alkoholfreies Getränk. Berlin O.Rudolf str.4. Si-Si � Rrbelter-Befcleldung J Esnibnrg;er Laden, CharI.,W»l!il.69 f Auto-Fahrschulen � Qanlro k-r. Frankfurterntr. 44 UullnD Eintr.tägl., Teil«. gest. Blottner's Großbäckerei Geschäfte In Berlin, Charlottenburg, Schöneberg, Wilmorsdopf. Friedr. Bars, Landso. Allee 146 K. Biedermann, Gryphiusstr. 18. Paul Delly, Marknsatraße 15. örot-Faürik„Vorwärts" Hermam�Ullnpl�K� Franz Faulwotter, Mantenffelitr.®?. E. Freyer, Blumenßtr. 72, E.Markttsitr Georg Genz, Memelerstr. 20 Göring, Hugo Öreifswalderst. 225 M. Qruschka, Königsbergerst.SS Oskar Hanke's 7S OeschSIte In allen Stadtteilen Berlins und in Kisdorf. Segrllndet 180g. Hoppe'uNiidif.Krirairek.AdjllurtiUB älax Kniff ert, Landab. Allee 29. Ernst Küster, Frankf. Allee 197. Lailenthin�.wÄ Franz Ludwig, Kochhannatr. 36 Emil Lleske, Grüner Weg 122. August Mante, Ebertyatr. 57. Hermann Markau, Elgaerstr. 107 Mattke, Gipastr, 9. E. Merlins, Relchenbergerst. 168. Mühlsteff, Spandau, Binurtkilr. 5. Fritz Mülle, Gräfeatr. 4. Alfred Müller, Brunnonatr. 87. Roman Nowak, Wienerair. 8. Frlcdrldi Gate, Madaistr. 10, Herrn. Proeil, Nonnendamm. Friedrich Probst, Andreaaetr. 61 täglich frisch zu haben. Reinh. Assmus, Gerichtstr. 10. Gustav Bersng, Weidenweg 80. MMHUU hpÄi A. Diepow, täüroggenerstr. 12. Haeberiein. Trep!., Grteli-Bticbcitr Prinz Handleriestr.2Nkl.G. Woiff. Klahn, H.,NkilD.Kaiier-Friedrickit.23( K0SSßl]ßCk''0f00., Hermannst. 119. KröningsAdIer-Drogerie,RsmIerJli,7. P. Lehrke,Kott6Di«rDaimi8 l-St.fsrfiim Alfs. Marsch, Cuimstr. 37. Rathaus-Drogerie, Mills. Dttnailr. 24. EräÄWrFÄ'ei. Prinzenstp. 103 Alfred Hoff mann Fr. Schlussnuas, Liebsueratr722. Hugo Schnitz, Müllerstr. 166*.. Hyg.Gummiw., Photogr.-Artikel. ObfrsrhöswdJe WilhelmlätnloSTr 48 Erich PreuR Dröges, tyj. Gammiwar., Scifes tiiligal. Werder-Drogerie, Briti.lindowsrit.6« 50 Zobel, Georg, N. Ackerstr ( Beerdig •An«!., , SarcmTj BredlowEb«rs*«lderit.l6Wörih»rsl.25 Otto Büttner, N«Bkijlls,Risgbl3l. Britrhnr Nklla., BohenzollerapI.il .llSUlcl Back«« i. Bild. KrtskerJum. MaiFOCllI FÄuÄlie. 170 Hanisch�VeiSenseeFrenzIanerProm.lSl Hiekel, Fr., Gr. Hamburgerst. 87 Oust. Nobert, Potsdamerstr. 115a H. Petermeler. Strelitzerstr. 8. Peter-Scbley, Wilh., ZoiieaentTJ 1. Berufskieldung D Keiner, Otto, Gericbtstrcße 86. RoterLaden,SchdDeb..Qaoptatr.l08 Bäckerei„Nordstern" Inh.: Gust. Müller Filialen i. verschied..Stadtteilen Kanfft Reiclienbergerstr, 176 idmiralslr. 38 u. 19 a Arthur Roemer, Kottb. Diisb 101 Walter Rohr, Anklamerstr. 28. Max Sander, Dunkerstr. 22. Otto Schmidt, Adalbertstr. 27. Heinr. Schubert Boxh. Chaues. 5/6 Slkorskl,Weltes«ee, Helnsridorfsritr.lt R. Schade, 1' alies-St.S Fil. O u.NO Paul Sorge, Proskauerstr. 21 Rieh. Schenk MÄ s«. P. Scfaluauor, Anklamerstr. 15. Paul Schulz, Hufelandstr. 2 H. Spillmann, Grüner Weg 115. Goslar Taaplts, Prinzen- Allee 61. Carl Tennert, Sehlesisohestr. lt. F. Tiedemana, Boxk.-K., Eutstr 47. Turban F,en tti6" sudt' Josef Ullrich, Manteutfelstr. 103. Volksbrot, E.G.U.II.B. Otto Wagnitz, Müllerstr. 28 lMMrMzMZ?. K. Walter jr., Lfiwestr. 18 l Chorinerstr.SS i lFllAckerstr.ll Clemens Weise, Jablonskistr. I WilbeimaAS�.». Otto Winkler, Nannynstr. 73. E. Wolff, Grüner Weg 76. Blepbrauerelen.Blerh. W, Hing 8 OoffianD Akt.-Brauer. Potsdam. Kig.Niodorl. Berlin SW, Tempelhofer Ufer. 15 Brssdosbsrg>. E.,Wilbelmiderferst.1 10 Spez. Potsd. Stangenbier I.LUger- n. Kalibior Biain Königstalt feinste Qualitätsbiere. ranerei Tivoli Sru.uM.rae1; Fruchtstr. 87 Reissbizp- Capantelbiep Brauerei E. Wtllner Pankow. ßeiilsc.'ie Bierbrauerei 1,1 Berlin-Pischelsdorf Q roter jans Malzbier, 8ebnb.-Aiue ise.T.m, ioti. C. Habels Brauerei hell— HabelbrSu— dunkel. Hempel, B., Müllerstr. 138 d. c Badeanstalten Artona-Bnd, Anklamer-Str. 24 13 c« �1 Landsberferstr. 107 DS4.U Qollnowstr. 41. Bürgerbad Äg*.»4b Canitz-Bad, UänzstraBe 2. [ßötral-Bail« MnerBad Mü�eÄr.« Bad Frankfurt, Gr. Frkft. Str. 126. Lieferant sämtl. Krankenkassen Bad Fried rldishain,Lsiid>b.All es 183 Bad Hufeland, Hufelandstr. 45. Kttlier-FHedrlcni-Bad,CbtrI.s.Bk. früher Münsel, Wallstr. 70/71 Natlonal-Bnd, Brunnenstr. 9. Bad Ostend EÄk««" Passage- Bad �mmT Reform-Bad, Wiener Str. 65. SiSesia Äia" e"" V F ik ton(zs» Bac2 Kottbnser Damm 75 V FrlodrichWilhelmebad Chausaeestr. 97. f Bandagen, Bummlw,*� R. Bänke, Stralauer Str. 56. Berkholz, Köpenickeratr. 70. Lange, A. E., Brunnenstr, 167. Liepe, SchBneberg, GrmewaldstrSO. Heyer,P.,h'klhi.,Berlinerstr.49— 30 J. Gh. Pollmann, Lolbringerstr. 80. Poi�lia A SeydolstraBo 15. KclCiie, A. Lief, allerKassen Zarembay�iT�kii. Büttner, A-, Danzigerstr. 96. W. ScfirCder �hrikp;ei!o | Betttodarn u. Betten� C. Behren ds, Neak. Kaesebeeksir. 108 BuIinskLCehrliclIinerstr. 1, t.Sch'iuh.A. Carl Hönze, Amlrca.ijtr. SS.Eeinigoiig Iis» trhr'nn LandsbergerAIleallO BdA AUIuIiE reell und billig. H. Zysnarski, Alt Moabit 82. Unser Goldbier ist nicht nur ein Erfrisch engsgetrlsk, sondern auch ein Oesnndbcttsbler ersten Ringet. Berliner Bnlons-BraoerelJerHiiS. Luisenbrauerei Weißensee. Löwen-Branerei vorzügliche FaB- und Flaschon-Blere. Scholz, Herrn., Sobünieinstr. 23. TsreiDS-BraoereiTeDtoDia,l!W87. Victoria-Brauerei Vlctorla-SaazerbrSu Blumen und Krünze rassnr Weissbier, 0. Palisadenatr.BT. Tel c_ olksmUert Blumen-Fischer-Zöllner SeestBO E.Degar,Eixd..Kais.Friedr.8t.30,Berff>t.58 O. Hahn, äteglitZgAlbreobtstr. 101 Cl snrpnt Brunnenstr. 68 . Lei ui ulll Petsraburgenlr. 1 1 F. Müller, Danzigerstr. 27. Gärtner. A.&F.Meitzncr.Ntll.Ringbhfst. Ww.Rut3ChkeNkllB.Hermann3t.62 Topfpflanzen aller Art Britj,Rudowerstr.92/93Tel.Neik.l34 Zastrow, H. Turinerstr. 24. Butter, Eier, läge J Itutterliandluug J. F. Assmann 35 Filialen in Berlin O._ Carl Davtdsohn c Drei Kronea 40 Filialen in Berlin und Vororten August Holtz 15 Detail- Geschäfte. F. HAGEN 22 Wckaufsstellen 22 r 4$ eigene Betailgeschäfte �ussbutter Richard Reck, Ncuo Königs tr. 19 a "in. m, luittiiiii).1 Berlin C.54, Rosenthalerst. 40 J(QackescberHor)i'8nisp. A.Nord J837, Schulz, Arth., Nkllo ,HormaanBt.65 Kosmalla, E., 4Detail1 Geschäfte Schröter, R. 43 UerkaufAstcllen ühly& Wolfram Vereinigte Pommersche Meiereien 48 Terkaols- stellen. Cacao, Cbocolad« Aithaus�Rrie>os-!!»ad�Ueä°v«r«5d� �rolhWERO� Gold Silber I Kupfer Schokolade• Kakao In drei Preislagen. Die verschiedenen Sorten sind untereinander gleichwertig und unterscheiden sich, wie die deutschen Edelweine, nur durch ihr Aroma. PvIiilY G Filialen i. all uy llaA, Vi., Stadtteilen Ferd.Hahn.B»rlüi,ftrtsr»bsrgerst.72 cljlfüpf D Filial. in Berlin OClimri, Ii., und Vororten Fordern Sie Cigarrenhnndlungen jäÖolerl'Koubuser��mm'Tf Itlsnt. 77. Adair»ln.3, Drt» 1 8 Klein, Wilh. rÄT.4 Krakow, Fr. NW. Wiclefstr. 47. J. Nothmann, NW 87 Turmstr. 59. G 4 S.Petorko, 8 0. Kottbiaentr. 14. W. Srhnstor Nf, Neanderatr. 28. Alb.Werner.Reke Elutin Atksrslr Demenkonfehtloii } Gelegenheitskäufe. iöibröwskySSw Dnof—A■ loltbusrisu 76 nesiaT, j.BrUMgrtr„ Oskar Mtiurg,EFnnneB8tf, 56, f Elaen- u. Stahlw., Haff,_ Aln, J�rnüTrSsSrTneSrlöEst� W. Allner, Uulackstr. 24. Beutel,C.,Bozh.lNeaeBBhnh.St.34 Herrn. Braun, Landsbr. Allee 149. Otto Selig w�ngr.istrK 5t9 Emil Braun, Ailreaut. 78 KektBiMl- G. Brucklacher,°trr'X«, F.Bentel,NkIIn.KaIier-Friedritr.77 Flaek, fi., Spsndan, Seköievsldtritr. 34 Carl Jung, Stromstr. 31. FranzPfelfer.O.Frankf. AUee 129. Eugen Henm, Nklln. Walterstr.ig Jungbluth, fleHtr. 172. H. Rockstroh,«ÄV RGhlmaan.P.Mfillerat.iOb.KSeeat. F.S Berlin, Rizdorf, Schönaberg 6. Kullitk. Färb., Wäscherei Fil.SoiUrAdolfit,), Weilegbiirgerst.41 Swieemiiadertlr. 85, ffeddiugttr. 9 ]iiiller40t,KfDkäHi,HenaDaitT.37-38 Fleischer, u. Wurstw. G.Amllng, Neukölln, Eisens tr. 74 August BirnsteInDunkerstr.78. Lüderitzstraße Nr. 60 Kaiserin Augusts Allee 9. Hans BShm, Weidenweg 31. A. Bentele. Thaerstr. 21. Wilhelm Behr Wurstfabrik, Speck- und Schinkensalzerei. BerIla-SchSneberg,EiIouegst.87-88 Beste und billigste Bezugsquelle f. Wiederverkäufer. K. Christ, Elbingerstraße 58. Ph. Christ, Petersburgerstr. 4s. Darge, O., Finowstr. 5. Thilo Dorgerloh, Lithauerstr. 23 St. Dorszewskl, Ebertystr. 29. W. Dürr, Schivelbeinerstr. 27. August Feager, Grünauerstr. 8 Feyerherm, F., Alt-Boxhsgen 11. W. Friedmann, Nklln., IVsrilieätr.?. Oskar Fröiüidi. Eiielingslr. 16. WillyGericke, Petersburgerstr AI Albert Golz, Frankf. Allee 121. Fr. Gerlach, Täüroggenerstr. 1 1. Gustav Girra, Waldemarstr. 21. Rob.Gleue,Wei8oDsee,Gut.Adollatt.l2 OttoCarubeHoÄT. ßusinde, Rieh. äTt, üßtsiliraaDO'Sce�wictÄ: O. Gleich, Neikölii, Hoheniolleripi. 7 R. Grieger, Charl., Cauerstr. 19. F. Ontschmledt, Koloniestr. 82. A. Herold, Ackerstr. 62 Heinridi Höhne, Skalitzerstr. 97. Janik, C. KÖBpt9rni6ekrlsrit.lt -phärlng. Fleisch, s. Wor«t-F*br 4 F. gommarmana, B«iiigenerit38 E.Trapp,Wor«t»itnIe,Wildenenlr.l9 Onst.Tscbontke, Brüsselerstr. 63 Tscberbner, Straßmannstr. 6. MaxTOmmel, Chrietburgerstr. 24 Karl ünte?ÄÄ-7 Utzlg, Paul, Koppenstr. 28. d.Vettin gr7ünüw5'| Warschauer Fleisch- u. Wurst- Centrale, Warschauerstr. 83 PauIZwarg, Landsberg. Allee 126. Ernst Ziffer, Odsrborgoratr. 87. L. Zimmermann, Kottb. Damm 94 Roh. Kortmann, Sckimviiderstr. 28. H.\izdorf,Fruk(iirUrill.I37,t%B,Limp. c Heppen-Artikel J H.Bock.Nsakölla, Kaiser Friedrich!!. 10. E.FI9r8ckBSrÄ7..h Krause, WiIh.,Sklli.,Herm.-St.l68 Nordring, Brunnenstr. 84. Ad. Mahnke EZÄ! A. Samuel, O.Uirbsclist.62,Sehirne. Scholz, Osw.�H�Ärm; Max Schulde, Hochmeisterstr. 6. W.Sindlsr C Heppen-u.Knabengarii. —a xxee Badstr. 26, Ecke .MBUVr Prinzon-Allee. Besser, Jullns, Nklla., Bergstr. 19 Neukölln, BergstT. tl.| Mitgl.d.WahlvereiDgl Flsohhandlungen C-Dittmann, Neukölln Berliner Str. 42. E. Fehling, Eibingerstr. 56. -----■"[ Bergat.5u.67. ,NUI.lit(h.81SS ��jeT�ITowju�� O. Krüger, Weißenburgerstr. 79. Bpantntopli.. Spreohm.� W.Becker, Chll3.,Viliitndarlfnill7 Haap-Artlkel Berliner Zopf-Zentrale Inh. Rieh. Müller nur Kottbuser Strasse I pon, Frisier-Salon Spez. Cham Unterricht in allen Fächern Aal d. Aaaaaee gevthra 16°/, Rabalt. LeskoASlupecki, Schälk-AUea 70 a MaFFn«<5 Bergatr. 44-46 BlttriU!), J. fanigta. Majichacidtrai. Kosner.Äax�rärÄ": Lager fertig und nach Maß Julias Solomon, Brunnenstr. 26. JCnhnll FriedenauRheinst.9 . ounuil Von. d. Bl. 5°/» �Bter5otee�u7pe�w� ® Ruthaus norden Brunnenstraße 6t. Badstrafle 65 Chausseestraße 55. Dresdnerstraße 120 Bslße. Rad., Chausseettr. 66. Hfl. Grund ,77 Hnt-Engr.-LBger,Baih.,Gsrtaent.24. A. Lemnitro, wilaii4if.,BerliaariLI 32. Rieck, Em. SriehSh.«'. Schoerr, Herrn., Wilmarsd.-St. 46. F Kottbnser- 19©S SCr, b. Damm 18/19. Zum Hutwinkel S. Kohls, Chansseestr. 85. Aug. Wagner, Käpeilek, Sräaitr.• � Kaffee-Spexlrtlgenoh. j Uneppelch tll 4UPf. pro Pfd. Edel-Msis-Kaffee Marke Mai Ko Geaanldepot Nordsa, Chaaicacitr. 116. Ftraipreeher Amt Nardta 894 a. 9961 Filiale» GW. Gatiiaaairtr. 104 ud Biöchentrale 14. Rai Ahsahne na 6 Fluad frei Ena. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen c Photgp. Appapate D Lederwaren D Aigenieler,Maom)aart.30£.WilD«rsdriL Hermann CaliieSwegloo Tastlien-MüllfiilÄen�. 64. c Lehpanstalten 3 7uaclineide. Schule des Deutsch, Zuschneldep* Vepbandes e. V., BERLIN, Mauepstp. 85 88 T. 1 3401 c Mehlhandlungen D Bethhe, Georg, S.'"';, Scakölln, Elbe«tr. 33, Kaiter-Friedr.- Str. 64, Weientr. 189, Friedelilr. 23. Treptow, Gritz-Straße 14. Bordasch. G-,NkilD.lKai8.-Frd.-St29. C. E. Fink, N, Pankstr. 92. H&lff,Herm.Nklln.Hermann8t.227 Frese, Ernst 8 Geschäfte im SO. Gaege,Otto ChSra1r0g,.ten Paul Gaege, Spandau. Ino Uoul/oMehl-u.Kolonialw. JUh.ndUKU Bergmannstr. 95. Reerma.H., Nklla., Hermannst. 172 Karl Huhn, Schererstr. 9. Korn, flugo M G. Laupicfaler, Turmstr. 80. Cns.Meyer, Helmh.-St. 19,WitUL-SL 1 C. Neugebauer Ober-Sohöneweide F. Pflugmacher, Colonnensir. 48. JoLPmerÄrÄe1�. MLUmilllU, W.n.rt,,, D„0, B. Wandler, Reinickendorfers*. 6. c MSbelmagazIna Daehne, F., Ri., Neue Jonasstr.36. J.Deutmann,GeIcqeahtsk.BeateIrtr.21 Willi.(abbDrt, s™"' Oeppert, Paul, Zossenerstr. 32. Gleiser, G.Hacke, Wilh elmshayenerstr.20. König, A., KkllB.tBeriinerstr. 102. Neukölln, Hormannstr.12. Eüchenmöbel Berliner Küchenmöbel' Fabrik Neue Königst. 31-32, T. VII 4746 auch Gelegcnheitskf. Müllersirasse 166 1 AUt BlISO IMl Gelegenheitskäufe 13 P. R. Zierow, �IBeatephandlungen*- � Lni»eFroTneT7tjreifr�a1�erstrn!9�. � Schuh wapen.Schu hm. j DamascSkeT'nrraTiSenstr�ilr Goldmannj£pandan�chöuwaldef«i.84 Mirar Sehöah. Allee$01 Eiaiel- Verkaaf e. Eogrospreisea. Leierd.ZeilaBg5(l),lUb»tti lerm�KärmerTGopenrcF. Ernst Hüller, Teltoweratr. 59. Petersohn, Osk., Müllerstr. 151, Schmidt, Gebr., Fennstr. 59. Fritz Schlott, Moabit, Waldstr. 24. Sommer, Wilh-, N, Sehöah.-All«» 81, c Schfpme u. Stöcke ) JeEnichenl7rHIn�S!irTrie3Sir� O.Schlenssnor, Warsehauerat. 86 £ Um Seifen J Lange, Waxs>cfawedter st'26 a.d. Käst. Allee. O Misch, Siegmund# DresdnerStr. 16 Schönh. Allee 6/7 Teilzahlung gestattet fstemperuTvereiMabrelch!� { Tepplohe u, Oerdlnen � GardSnenErnBerahard Sdiwar|| Berlin, Willgtr. 12(dreizehn). J.>. ScMnc;.''." BAhrmann, A., 8paadaa,8ekeBW.8L10i Otto Eickel, �r.n44urg ,- A.E.Deike�rÄ�." Gustav Schodep Fabrik moderner Gold w. u. Uhren Hauptge8eh.S.42.0ranien»t.l56 86 I. Filiale W. 80. Lützowstr. 80. II.„ Schüneberg, Hauptst. 142 HaxElsennann,Chsrl.1Nehru9ili.l4T Max Busse Ellinghausen, Gebr., Griaerveg 41 Fenske, S.t Kottbusserdamm96, P. Gädtke, Elbf.-Slr. 40 E.All hasbiL J.Gebhardts» Emst Gräber, Brunnenstr. 78. Knlebuscb.W., Frft. Chsussee81 C. Käferle, Frankfurt. Allee 10. Lehmann, Alb., Frankf. Allee 40. Lehmann, Willi, Kottb. Damm 23. Nolle, K., Simon-Dachstr. 13. Aibln Pohl MSbei-Selegenheit Anklam, Cbarlottbg., Wallstr. 59. � Kaftae-Guppogata| Otto Qoetsef•ttbiiarOsu 16/17 Bit. C Kaufhfiuaep 3 i k. IM. SS. Hermann- ____ Plats 3._ KautaFriedeiiaii ieinst.48 Liefert d. Konsumgsnossenechft. Ltndsborgor- Allee 39. B. üeDDlg t Co. s Kohlan, Kok», BpIkattT) ßlemon, A. R, I#U«ikkf. Weddill Karl Werner, Neuk. Göthestr. 10 Hngo Moh, W. 67, PotsdAoorstr. 82e. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 100-1 Emil Huflar Tiaohler-Innangsmeister Prinxenetr. 84 Brunnenstr. 112.| Schmidt, Otto Ciehpfan 10 Gneisensustr. 18 Ulliucny, n• eig.IiithL-Tspt-Wkii A.8clisstsr,Ob.8ehäaev6. Helnr. Kaufmann, Linienst. 145. J. Lange, Rittcrsl. 96. Mptz. 4196. Paul Schar, G.B.l.H.,Dirki«utr.Bg.82. c Kolonlalwapen G, Behrens, SchönebergAhaileaitr, 3 Bodach, Franz, G> Oollerstr. 22 Georg Burow, Stromstrafio 29. Gg. Feist, NU-, Weserstr. 4. A. Fiedler, Khpaaiek, Ilggslk.8t4l. Neukölln Filialen in allen Stadtteilen. Fritz Oernil, Bensselstr. 76. Cmiuar- Str. 15. Kapenlhantr. 16. Niederturalartr. 16. Halnlcke.Wllh., Mtrkgrafend. 17. Fritz Hühner, Schllemannstr. 11. Kohle, W., Uebteaberg, Hagaaifr. 86 Kramer, Rieh., 0,KnapriBiautr.S7fS8 Lips, Chamissoplatz 8 Lossler, G., Warschauer Str. 5. Karl Mercier, Huttenst.3 HMjillppGebe.ufWar.S'/oR. ■ minier Tegelerst. 1 II 7002. Uällfl, C Kottbnser Damm 31 mUlltl, Q, Herai.St.l88,KiesebtebrttS Priebe, E., Boxhag.-Chaussee 22. A. Ramhold, Prinxen-Allea 18. CorlRobra, Langbsnsstr.58 u.I48. Willy Holme Kr�Ä?v Runge, Otto, Nklla, Herrn anntt.65. A. Sägeharth, Feirbdllner Str.94. Schneider, F., Nklln. HaiHt-FrlaiSL 78 Scbeffler, Carl, Badatr. 16. Fritz Scheel, Schwedterstr. 47. Schienther, EmU, Huttenstr. 7. Rudolf Spremberg, Wörtberstr.l. Will». Tbomaz, Seiiieknl-gtr. 84. Otto TOdt, Gnbenorstr. 11. WIM Wegener, Posenerstr. 5. f KorbwärLKInderwaB. � Metzners �K�n�nbädarfsärtikr� Fischer, Willi., N, 8,!a»a>gaä.-8l. I II Lange, A. E, Brunnenstr, 167 c Molkepelon J MoitstniiiiHÄfrÄirjiL O. Gotisch, f tlbuoriL20.E.R«aiiileTiL Milch-Schmidt Neukölln Hermannitr. 53, Hermannstr. 95-96. BerHncrstr. 75 Bergstr. 157 __» Brunnenstr. 81| iuitzow, Joh., MOllerstr. la. EmilQuadeHS.0uhpflÄ O. Scbamow, Ortnicnstr. 45. R.Schmelz, be?gtrhse�a Schönemann, G.Nkiia., Berl.-St.7Sl Schumacher, O., Tegel, Berl.-St. 6a. K.Schmidt, Weiteasee Uagbsaaitr.89 Max Storch, Eibingerstr. 100. A.Trenner, wilhtlninb. Hsaptrtr. 12. Uhren-Klinik, ßraaaea- E.BtnuaeriL Wegner i R. Nkll. Bergstr. 55. „Deutschland'' Berlin Arbeiterveralchcrung— Schützen- Sterbekaucnrcrsichcrg. Straße 2. ~FriedrichWiIhelm" Berlin W8, Behrenatr 58—62 Lobem-.SterbekMien-i.Arbeiteneriicbj. Mit u. ohne ärztl. Untersuchung M m�U-�Wocbe nb�aitrfi�e ,Iduna'zu Halle a.S. Berlin, Charlottenstr. 82 Volks- und Lebensversicherunr. f i% Wilh. Herrn. Lesser 1 Koloaat54 Schöneberg KoloutSlj Bei jedem Einkauf Rabattm i ----------- 1 J.Reich, Birkenftr. 33 Zwiigliatr. 33 „Schwekerhof", Meierei und Uüehkurinstslt. Emdener Str. 46.:: Tel II 2565. Mualkallen D SrhnlT Frankf arter- Allee 73b UullUla Frankf.-Chaussee 115. c Mualkinatrumenta D Kirst, R. Brunnenstr. 45. Noten Lorenz Rahmel, Oranienstr. 183 c Nahntasohinan D ßelimann, E., GolJnowstr. 26. Waschmasch. Nähmaschinen Läden In allen Stadtteilen. LltlaDef,yerir.Wilk�B.!�Ä.8a4 Afrana-Nahmaschinen G. A. BbltsarAadKMilr. 79, F.iarabirget- str.$7, Spandau, Scbi>avalii«rrtrl9. Optiker J Dane, Faul, N. Müllerstr. 174. Groß, Paul, Werschauerstr. 66. Schubert, CarLNklla.Bergstr.ltä Wienstrock, Spsadaa.foüiUmentr. 19. f Papier- u. Schreib«.. 1 O. Prochuow.Xklln Herrn ananr. 69 Seidler, Louis, Nklln. Bargstr. 42 Pfandleihen J Langer, WrMg»l«lr.99, BUligerTerksaf. A. Honsel, L Gerichtstr. 39 Billigerverkauf, II. Müllerstr. 1 68 Schmidt, rennstr73 c Photogp. Ateliers D W. Scharf, RoicaUlar lor. EliuseisLl Weine, Liköre u. Fruchtsäfte z 3iSvtgo 60 Filialen in allen Stsdteilen.| 1nnraH GroOdestillatlon JUllI flu Oranienatr. 207 Vrsbnui Pf NW.Wiclefatr. 47. illdnltW, ri.Eiaielvcrk.i.Eagr.Praisst. IHEiDlpHBlil Innnfi Pnlln Brunnonstr. 18 Oroßd�urSonnc��reuden� WelB-, Wollw„ TrlkotT� äOßßliicE�hsuäaeeätr'�T. MfiarrJnl« Beuaaelatraße 7» • Ulli Ullis Tauroggenerat. 1# | Georfli, Ernst sÄ.S Hoppe, E., Scbarnweborstr. 52. Julius John Juncker, Carl Klein, Höchstestr.16, N.O.18, Robert Kutsche, Gnbenerstr. 66. Fr. Ollwetzkl, Alle Jekolitr. 197. MonSctinuritsÄnst.a Schrom, Lina, Mirbachstr. 21. Herrn annMeyer, ScblTelbelaerSl 2L L. Sehneider, Weberstr. 61. Albert Vogt ( Wild u. BeflüriBl| C. Dittmann BeänÄ«». P.Hiideörandt�r�. Schmidt, E„ Spandau, Havelat.19 Za»trow,Uad»berg»r-AII»«147.Riicl>e. c Zahn-Ateller 1) 1179 DB!�r�raTTvr1,,.,4.N-K.1w» M.Gorodiskl, BliuNachf.BrgnacasOS O.HillerHeinmeiiterst.loilT.Xü.TöTS. Heräd,H.,£liu«erii 97 1 Rosealal.Plati) Körber, 0.,Mirieedorf.Cliau!Meslr.3C4 H, Llodeke, Warschauerstr. 80. H. Rasenke, Birkenstr. 22 Witto Mow Muakauerätr 16. " mflA ücke Haatcaffelstr. W.Wettstädt.Stralsunderstr 12, Kerontwortlichcr Reöakteur: Alfrch Wielepp, Neukölln. Für heg Inseratenteil verantw.:TH. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» Luchdruckerei».Verlagsanstalt Daul Singer».Co., Berlins.� Nr. 63. 30. Iahrgallg. 3, MM Ks.Fmiirls" Snlim AldsblÄ. Zlombeck. Is. Mäl! lülZ. Sie Aahlei'Iiiten zu den Landtag!- wählen liegen bereits am kommenden Sonntag, den 1«. März d. I., von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 3 Uhr. Montag, den 17. März, und Dienstag, de» 18. März, von mittags Vi Uhr bis abends 8 Uhr in einer Anzahl von Gemeindeschulen öffentlich aus. Dieser kurze Termin kommt recht überraschend, nachdem erst am Donnerstag der Termin zu den Landtagswahlen amtlich publiziert worden ist. Die Genossen werden am Sonntag durch ein Flugblatt >vie durch Veröffentlichungen im„Vorwärts" von den Wahl- 'stellen, in denen die Listen eingesehen werden können, in Kenntnis gesetzt. In den Vorortkreisen sind noch keine Bestimmungen über die Auslegung der Wählerlisten getroffen. Soweit uns be- kannt, ivollte der Berliner Magistrat die Auslegung noch vor Ostern beenden, weshalb er so urplötzlich mit der Auslegung beginnt. Es mutz aber gesagt werden, datz die Atitteilung von dem Auslegungstermin so kurz vor dem eigentlichen Termin erfolgt, datz die Berliner Bügerschaft kaum noch genügend orientiert werden kann. Verband der sozialdemokratischen Wahlvereinc Berlins „nd Umgegend. An die Parteigenossen! Nachdem der amtliche Termin der Landtagswahlen erst am 14. März bekannt gegeben worden ist, ersuchen wir unsere Parteigenossen, alles daran zu setzen, um am Sonntag den 16. März daS Flugblatt richtig zu verbreiten und zwar gleichzeitig mit dem Manifest des Parteivorstandes und der sranzöftschen sozialistischen Partei. Sogleich nach der Verbreitung des Flugblattes muß die Einsichtnahme in die Wählerliste erfolgen. Keiner darf sich dieser Pflicht entziehen. Der gcschäftsführcndc Ausschuß. Tie Generalversammlungen der Wahlvereinc in den sechs Berliner Rcichstagswahlkreiseu finden am Dienstag, den 18. März, statt und zwar für den 1. Wahlkreis in den Eorona-Prachtsälen, Kommandanten stratze 72. 2.„ in der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. 8. im Dresdener Kasino, Dresdener Str. 96. 4. in den Konzert- und Festsälen Koppenstr. 29. 5.., in den Königssälen Neue Königstr. 26. 6.„ in den Germania-Prachtsälen Chausseestr. 110. Auf der Tagesordnung aller Versammlungen steht an erster Stelle ein Vortrag über:„Märzeu:rungenschaften und preußische W a h l r e ch t s b e w e g u n g.".Danach folgt die Aufstellung der.Kandidaten zur Landtagswahl. Die Parteigenossen werden ersucht, diesen Versammlungen Beachtung zu schenken. Die Vorstand«. Partei- 5Zngelegendeiten. Zur Lokalliste. Wir weisen darauf hin, datz die.Kammersäle", Teltolver Stratze lEcke Belle-Alliance-Stratze), nach wie vor für die organisierte Arbeiterschaft gesperrt sind. In RowaweS hat das Lokal„Karlsgartcn" den Nqmen sowie den Besitzer gewechselt. Der jetzige Inhaber des„Hohenzollern- garten*(so Hecht das Lokal jetzt), Herr Rosenberger, stellt uns fein üotat nicht zur Verfügung. Die organisierte Arbeiterschaft hat dies Lokal daher streng zu meiden. In Cablom bei Zernsdorf steht uns nur das Lokal„Krüpelsee- Paradies*(Julius Knorr) zur Verfügung. Die Ausflügler und Sportgenossen werden gebeten, dies streng zu beachten. In Grosi-Bestcu hat das„Hotel zum Deutschen Kaiser* den Besitzer gewechselt. Der jetzige Inhaber, Herr Meinicke, stellt uns dasselbe»ach lvie vorGur Verfügung. Die Lokalkommission. Ober- Schönewcidc. Der Wahlverein veranstaltet am Palm- sonntag, abends V'/a Uhr, im Restaurant„Blumengarten* eine Märzfeier, bestehend in satirisch. humoristischen Darbietungen. Entree 50 Pf. Es wird um rege Unterstützung dieser Veranstaltung ersucht. Köpenick. Der für Freitag, den 14. März, angesetzte, infolge Verhinderung des Vortrageudcu'Genössen Grunwald aber aus- gefallene letzte Vortragsabend über die EntWickelung der Wirtschafts- formen findet am Mittwoch, den 19. März, abends 9 Uhr, statt. Wcißcnscc. Die Frühlingsfeier sindet am Sonntag, den 19. März er., nachmittags von ö Uhr ab�in der Turnhalle. Pistorius- stratze, statt. Programm: Jnstrumentalkonzert unter Leitung des Herrn Albert Schütz: Männerchor Weitzensee; Festrede: Genosse Dr. Breitscheid; Lebende Bilder: nachher Tanz. Die Genossen und Genossinnen wollen für den Besuch dieser Feier rege agitieren, um so mehr als der geringe Eintrittspreis von 24 Pf. wohl jedem die Teilnahme ermöglicht. Tasdorf. Morgen Sonntag, den 16. März, nachmittags 3 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Lokal von Gehrmann(Thüringer Hof), Berliner Str. 24. Genosse Thurm-Lichtenberg spricht über: Die preutzische Landtagswahi.— Genossen 1 Sorgt für Massenbesuch. Roscnthal. Svnittag, den 16. März, nachmittags 2 Uhr, im Lokale von Milbrodt, Kronprinzenstratze 15: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung. 2. Neuwahlen. 3. Vereinsangelegenheiten. Miersdors. Die Genossen werden ersucht, sich Sonntag zur Auf- stellung der Hauslisten und zur Flugblattverbreitung zur Gemeinde- vertretcrwahl bei Krüger einzufinden. Zeuthen. Morgen Sonntag 9 Ilhr vom Genossen Barnack aus Flugblattverbreitung; Aufstellung der Hauslisten. Alt-Glienicke. Heute Sonnabend, den 13. März, abends 7 Uhr: Wichtige Flugblattverbreitung. I- Bezirk von Ritze, Grünauerstr. 60, II. Bezirk von i�odenbusch, Rudowerftr. 54, Bezirk Falkenberg von Schafer, Schirneritratze, aus. j Spandau. Am Sonntag früh 8 Uhr Flugblattverbrci- t u n g von den bekannten Bezirkslokalen aus. | Rowawcs. Mittwoch, den 19. März, abends pünktlich 8l/a Uhr: 1 Versammlung des Wahlvcreins. Tagesordnung: 1.„Der preutzische Befreiungskrieg.* Referent Genosse Ucko. 2. Geschäftliches. 3. Bericht von der Krcisgencralversammlung. 4. Besprechung über die stattgefundene Gemeindevertreterwahl. 5. Stellungnahme zur Mai- frier.— Gäste haben Zutritt, auch werden neue Mitglieder auf- genommen. Bernau. Sonntag, den 16. März, nachmittags 3 Uhr, im Saale des Parkschlosses in Lanke: Oeffentliche Versammlung. Aefercnt: Parteisekretär, Genosse Otto Braun. Diejenigen Genossen, die sich daran beteiligen, treffen sich 1/al Uhr am Schützenhause. LerUner I�aclmcdren. Aus der Krankenstation des städtische» Obdachs. Gegen 7 Ilhr früh im Winter, wenn die Ausgangstüren der Säle des Asyls geöffnet werden und die Menschenmassen wieder in den Morgen eines ungewissen Schicksals hinaus- strömen, sieht man einzelne mitunter kaum vorwärtskommende Gestalten sich von dem Gedränge in den Gängen absondern. Es sind Kranke, die sich dem Arzt vorstellen wollen und dem nach nach dem Sammelsaai I geiviesen werden. Um 7 llhr kommen die Hilfesuchenden auf einen Korridor, der zu den Konsultationsräumen des Ashlarztes führt. Hier müssen sie sich auf Bänken niederlassen und ihre Gebrechen sichtbar wachen. Nach Abgabe irgend einer Legitimation erscheint so- dann der Oberaufseher der Krankenstation und notirt die Namen der Kranken sowie die mutmaßliche Bezeichnung ihrer Beschwerden. Ilm 8 Uhr betritt der Arzt des Obdachs den Korridor, besieht sich die Schäden der Patienten und läßt die gestellte Diagnose kurz niederschreiben. Meistens werden auf der Krankenstation Bein-, Fuß- und Krätzekranke aufgenommen. Andere werden ins Krankenhaus. Hospital oder auch nach Herzberge geschafft, die Mehrzahl der Erschienenen mutz sich aber, nachdem sie eventuell ein Medikament erhalten, wieder entfernen. Ist die Ausnahme perfekt gelvorden, müssen die Patienten ein Wannenbad nehmen, bei ivelcher Gelegenheit eS leider vorkommt, daß zwei bis drei Personen eine Wanne benntzen und darin so lange ver bleiben müssen, bis ihre Sachen von der Desinfektion kommen, was gewöhnlich 85 bis 40 Minuten dauert. Während die Krätzekranken darauf in einen Sondersaal gelangen, werden die anderen Patienten in die eigentliche Krankenstube unter gebracht, worin etwa 24 Betten stehen. Die Verpflegung ist qualitativ ziemlich mangelhaft, denn es bekommt jeder Kranke täglich 80 Gramm Margarine, mittags abwechselnd Kohl, Reis, Kohlrüben mit Fleisch, Hülsenfrüchte jedoch nicht. Mit Aus nähme von Reis ist alles andere dünn und kraftlos. Etz- und Trinkgefätze müssen die Patienten selbst reinigen, ebenso auch ihren Strohsack und die Bettwäsche selber jeden Morgen in Ordnung bringen. Alltäglich um S'/a Uhr früh macht Sani tätsrat Fischer auf der Krankenstation Visite und jeden Tag finden auch Entlassungen und Neuaufnahmen statt. Die Be Handlung Krätzekranker währt in der Regel nur drei Tage... Mehrere dieser in der Krankenstube befindlichen wohnungslosen Patienten sind hier gewissermaßen„Stammgäste" geworden, denn ihre miserable Lebenslage schließt eine vollständige Heilung ihrer Gebrechen beinahe aus, und sie müssen immer wieder aufgenommen werden. t Untersuchungen schtverhöriger Gemeindcschiiler. Die Schuldcputation hat zur Untersuchung derjenigen Kinder, die'aus der Gemcindeschule als schwerhörig gemeldet werden, eine Kommission, bestehend aus dem Ohrenarzte Unwersitätsprofessor Dr. Brühl und Taubstummenschuldirektor Schorch, eingesetzt. Die Untersuchungen haben im Monat Februar stattgefunden. Unter 519 aus den Gemeindcschulen gemeldeten Kinder litten �29 an hochgradiger, nicht zw beseitigender Schwerhörigkeit. Diesen Kindern ist die Teilnahme am normalen Unterrichte entweder ganz un- möglich oder doch so erschwert, datz ihnen wesentliche Teile desselben verloren gehen; ihre Ausbildung kann darum nicht in der Weise erfolgen, wie sie für das spätere Leben notwendig ist. Aus diesem Grunde sind besondere Schwerhörigen schulen errichtet. Im Publikum werden diese Schulen vielfach mit den Hilfsschulen (für schwachsinnige Kinder) gleichgestellt. Das ist ein Irrtum. In die Schwcrhörigcnschule werden nur normal begabte Kinder aufgenommen, die im allgemeinen nach dem Lchrplan der Gemeindcschulen unterrichtet werden; nur wird wegen ihrer hochgradigen Schwerhörigkeit auf das Ablesen des Gesprochenen vom Munde besonderer Wert gelegt, wa� für das spätere Fort- kommen des Kindes von ausschlaggebender Bedeutung ist. Denn abgesehen davon, datz durch die besondere Untcrrichtsart in der Schwcrhörigenschulc, die dem Einzelunterricht nahekommt, gewähr- leistet wird, datz bei normal begabten Kindern aus dem unhcil- baren Gehör defekt kein geistiges Zurückbleiben sich entwickelt, kann gerade das Ablesen vom Munde, von früh an und Jahre hindurch geübt, so gut gelernt werden, datz der Hörmangel im praktischen Leben fast ausgeglichen wird und unbcwntzt blcjbt. Außer den 510 Reumcldungen wurden auch 213 Kinder untersucht, die sich bereits in den Schwerhörigcnschulcn befinden, so datz insgesamt 725 Kinder aus ihren Gehörzustand geprüft wurden. Die dabei festgestellten Ohrerkrankungen müssen zu ernsten Erwägungen Anlaß geben: 185 Kinder litten an akutem Mittclohrkatarrh, 219 an chronischcrOhreiterung. Akuter Mittelohrkatarrh ist eine an sich leichte und heilbare Krankheit, wie groß und störend auch die durch ihn vorübergehend bedingte Schwerhörigkeit ist; wenn sie aber nicht rechtzeitig be- handelt wird, so kann dauernde und unheilbare Schwerhörigkeit daraus entstehen. Chronische Ohrciterung aber bedeutet, abgesehen von dauernd bleibendem Hördcfckt, immer schwaches Siechtum, das die körperlich� iTnb geistige Entwickelung des Kindes schädigt, es im spätere» Berufsleben beeinträchtigt, und nicht selten zu unmittel- barer Gefahr für sein Leben wird. Eltern und alle, die für die Gesundheit des heranwachsenden Geschlechtes verantwortlich sind, sollten darum Ohrerkrankungcn des Kindes ernsteste Beachtung schenken und rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Der Ohrenarzt wird meist seh/ bald erkennen, ob es sich um eine heil- bare oder unheilbare Form der Gchörsmindcrung handelt. Aus Äcngstlichkeit. Furcht, Nachlässigkeit, Aberglauben oder Leichtsinn untätig zuzusehen, wie aus einer heilbaren, vor- übergehenden eine unheilbare, dauernde Schwerhörigkeit sich einwickelt, geht schon aus dem Grunde nicht an, weil dadurch auch die ganze wirtschaftliche Zukunft des Kindes auf das Spiel gesetzt und unter Umständen vernichtet wn'd, Ter Sommer-Fahrplan der Berliner Stadt- und Ringbahn bringt wiederum einige bemerkenswerte Verbesserungen gegen- über dem vorjährigen Fahrplan. So lvcrdcn u. a. zwischen dem Schlesischen Bahnhof und N i c d c r s ch ö n e w c i d c- I oh a n- nisthal in den Monaten Juni, Juli und August zur BcwäUi- gung des Ausflugverkehrs drei neue Zugpaare eingelegt werden, welche zu den Stadtbahnzügcn bequeme Anschlüsse erhalten. Ebenso soll auf der Görtttzcr Vorortstrccke dem Ausflugverkehr besser ge- dient werden; so wird ei» neues Zugpaar zwischen Berlin und G r ü n a u mit Rücksicht auf den Flugverkehr eingelegt werden (ab Berlin 2.19 Uhr, ab Grünau 3.93 Uhr nachm.; ferner werden neue Züge nach Grünau abgehen um 6.59 Uhr vorm., 7.18, 9.29 und 19.19 Uhr abends; die Gegenzüge fahren ab Grünau 7.33 Uhr vorm., bczw. 8.95, 9.53»nd 19.53 Uhr abends). Einen neuen ..Theaterzug" werden die Anwohner der Strausbergcr strecke erhalten; derselbe geht vom Schlesischen Bahnhof um 19.35 Uhr ab und trifft um 11.21 Uhr in Straubcrg ein; weiter wird zur Entlastung der Nachmittagszüge ein neuer Zug um 5.29 Uhr von Strausberg, der Gcgeuzug um>6.29 Uhr abends vom Echte- fischen Bahnhof abgehen. Auch nach Werneuchen soll ein neuer Nachtzug verkehren, nämlich ab Schlesischen Bahnhof 19.14 Uhr, an Werneuchen 11.13 Uhr. Dem Fricdhofsverkehr nach Ah» renfelde wird ein um 4.14 Uhr nachm. vom Schlesischen Bahn- Hof abgehender Zug dienen, der Gegenzug fährt um 5.14 Uhr nachm. von Ahrensfelde ab. Nach Buch soll wegen ständiger Ueberfüllung der Abcndzügc ein neuer Zug ab Stettiner Vorort- bahnhof 6.39 Uhr eingelegt werden. Ferner wird der Vorortzug, der um 3.15 Uhr'nachm. vom hiesigen Potsdamer Bahnhof ab- geht, im Interesse der in Werder wohnenden Beamten usw. bis dahin verlängert lvcrdcn(an Werder 4.97 Uhr nachm.). Auf der Wannsecbahn lvcrdcn mehrere Züge verlängert, teils über Zehlcndorf-Mitte Hindus bis W a n n s e c, tcjls über Wann- sce hinaus bis Potsdam; ferner lvird ein neues Zugpaar bis Steglitz verkehren(ab Berlin 3.35 Uhr, ab Steglitz 3.45 Uhr nach- mittags). Endlich sind an neuen Zügen noch die folgenden hervor- zuHeben: ab Niederschönelvcidc 2.27 Uhr, an Grunewald 3.26 Ubr nachm., ab Grunewald 11.49 Uhr vorm., an Nicderschöncwcide 12.39 Uhr nachm., ab Äiedcrschöneweide 12.12 Uhr» an Eharlottenburg 1.94 Uhr nachts, ab Westend 7.43 Uhr, an Lichtenberg 8.33 Ubr vorm., ab Lichtenberg 1.26 Uhr, an Westend 2.16 Uhr nachm., ab Wcitzcnsec 5.19 Uhr, an Westend 6.15 Uhr nachm.(Vollriilg), ab Westend 4.36 Uhr, an Weihensee 5.95 Uhr nachm.(Nordring), ao Schlesischen Bahnhos 9.32 Uhr, an Potsdamer Ringbahnhof 19.11 Uhr abends(Südring) uslo. Stadtrat Düring als Vankdircktor. In der Sitzung des Aus- sichisratcs der Rheinisch-Westfälischcn Bodcu-Credit-Bank in Köln und Berlin wurde au Stelle des Ende dieses Jahres ausscheiden- den Direktors Tr. Gerschel Herr Stadtrat Adalbert Düring in Berlin, zurzeit Syndikus und stellvertretender Direktor des Bcr- liner Pfandbrief-Jnstitutes, zum Mitglicde des Vorstandes ge- lvählt.__ Neber das Anftusta-Hospital. das schon ziemlich alte Stiftskrankenhaus in der Scharnhorststratze, wird uns geschrieben: Bei einem Krankenbesuche in dieser Anstalt mutzte ich zu meinem Befremden die Beobachtung machen, datz man hier mit den Krankenhauscinrichtungcn noch um ein paar Jahr- zehnte zurück zu sein scheint. Dig Krankensälc sind grotz, hoch und hell, die Betten stehen nicht zu eng, aber das ganze Milieu deckt sich nicht mit dem Fortschritt der Medizin. Man hat den cnt- schiedenen Eindruck, datz es zum Nachteile der Kranken an Mitteln fehlt, um dieses Krankenhaus aus moderner Höhe zu hatten, und man erinnert sich dabei, datz gerade das Augusta-Hospital von „hohen, höchsten und allerhöchsten Herrschaften" besucht wird, die doch als Protektorinnen in der Krankenpflege tonangebend sein wollen. Bettstellen, Betten, Tische, Stühle, Wascheinrichwngcn— alles ist veraltet und unmodern. Zum Teil mögen die Uebclstände an der Verwaltung liegen. Auch andere Besuchter klagten, datz be- sonders die Sauberkeit sehr zu wünschen übrig lätzt. Während der Besuchszeit lvird doch sonst in allen anderen Krankenhäusern aus Peinlichste Ordnung gehalten; hier lagen und standen aus den Korridoren und in den Krankensälen alle möglichen Gegenstände ungeordnet herum. Selbst in den Berliner Armenspitälcrn habe ich mehr Ordnung und Sauberkeit gefunden. Dazu herrschte eine stickige, stänkcrigc Luft, die auch auf ungenügende Ventilation schließen lätzt. Mir wurde direkt unwohl, nicht ctlva von Jod- und Kurbolgcruch, sondern von verbrauchter Luft, so datz ich froh war, nach einer halben Stunde mich entfernen zu können. Eine Diakönissin oder andere Krankenpflegerin, die ich sprechen lvollie, war nach längerem Suchen nicht zu entdecken, von einem Haus- mädchcn nur ganz ungenügende Auskunft zu erhalten. Wie die Kranken erzählen, soll die Unordnung auf den Mangel an Personal zurückzuführen sein. An Stelle vermißter moderner Einrichtungen sah'ich im Uebcrflutz fromme Sprüche, Hohenzollern- und Christus- bilder. Im Gegensatz zu den Krankensälc» macht sich der Eingang zu den Repräsentatiönsräumcn recht nobel. Anscheinend wird also hier mehr Wert gelegt auf vornehme Gesunde als auf arme Kraft fc. Aehnlich unmoderne Einrichtungen habe ich in keinem anderen Bcr- liner KrankeUhause bemerkt. Arbeitslosigkeit und Nahrungjssorgen haben den 56 Jahre alten Präger Otto Korduan ans der Memclcr Straße 66 in den Tod getrieben. Der Mann war seit Weihnachten ohne Beschäftigung. Alle seine Bemühungen, wieder Arbeit zu bekommen, blieben erfolglos. Seine geringen Ersparnisse hatte er bald aufgebraucht. Seine Schwester, bei der er wohnte, verdiente auch nicht genug, um beide zu erhalten. Wiederholt äußerte der Verzweifelte, datz er sich das Leben nehmen müsse, wenn eS nicht bald besser werde. Gestern führte er, während er allein zu Hause war, diese Absicht aus, indem er sich an der Türklinke erhängte. Als seine Schlvester gestern abi�rd von der Arbeit heimkehrte, war er tot.* Die Bersuche mit der Auffüllung deS SchlachtenfceS durch Zu- führung von Havclwaffer, die feit dem 5. März angestellt werden, haben, wie eine Korrespondenz meldet, Erfolg gehabt. Durch zwei Rohrleitungen werden dem See aus der Havel täglich 39999 Kubik- meter Wasser zugepumpt. Der Seespiegel hat sich bis jetzt um 55 Zentimeter gehoben und wird in den Ostcrfeiertagen schon fast die Höhe seines alten Standes erreicht haben. Die Besucher des Schlachtensccö werde» angenehm berührt werden, wenn sie gewahren, datz die Schilsinscln, die'sich letzthin gebildet hatten, verschwunden sind und die in den letzten Monaten gebahnten ucuen Strandwege jetzt vom Wasser wieder überspült werden. Am besten lätzt sich das Steigen des Sees an seiner schmälsten Stelle am Bahnhof bei den neuen Kuranlagen beobachten. Hier war der Sce fo_ stark zurückgetreten und die Ufer so sehr versandet, datz die Wasserfläche nur noch 12—15 Meter breit war und die Durchfahrt für Motorboote wegen der seichten Stellen schon recht gefährlich wurde.— Mit dem Nikolassee soll demnächst ein gleicher Bersuck gemacht werden, sobald die neuen Seeufer fertiggestellt sind. Eine Auffüllung der Krummen Lanke, die etwas höher als der Schlachtenscc liegt, und des RiemeistersecS dürfte nicht not- wendig werden, da beide Seen in letzter Zeit wieder Zufluß durch Grundwasser erhalten haben. Der kleine Riemeistersee bei Onkel Tonis Hülle, der zeilweise bis auf einen winzigen Rest verschwunden war, zeigt wieder seine Fläche in der alten Ausdehnung. Der Naubanfall auf dem Tcmpclhofer Selbe, bei dem der Dresdener Kaufmann Sponholtz durch zwei Stiche in den Unter- leib schwer verletzt wurde, ist auch heute noch nicht aufgeklärt. Auf die Zcitungsmitteilungcn über das Verbrechen sind der Krimi- nalpolizei jetzt aus dem Publikum viele Anzeigen zugegangen. Es war gesagt worden, daß das Mädchen, da? Sponholtz zu dem der- hcmgmsvoHew Gang nach dem Tempelhofcr Felde veranlahte, aw der linken Wange, ctkba 2 Zentimeter oberhalb des Unterkiefers, einen Leberfleck oder ein ähnliches Merkmal hat. Alle die Mäd- chen, auf die daraufhin aus dem Publikum ein Verdacht gelenkt wurde, kommen aber nicht in Betracht. Es handelt sich bei der Schuldigen nur um einen erbsengrohen Fleck. Diese nähere Be- schreibung des Merkmals konnte Sponholtz erst gestern machen, Iv�il er sich erst langsam aller Einzelheiten wieder erinnert. Hier- bei gab er auch noch an, daß seine Begleiterin ihn zunächst zu bc- wegen suchte, mit nach ihrer Wohnung zu gehen. Als er sich wei- gcrte, schlug sie vor, einige Lokale zu besuchen. Das geschah denn auch. Erst jetzt kam sie auf den Gedanken, gemeinschaftlich zur Stadt hinaus zu gehen. Als sich Sponholtz brausten den Zärtlich- leiten seiner Begleiterin gegenüber ablehnend verhielt, weil er für sein Geld fürchtete, kam der Räuber hinzu und stach ihn nieder. .sMcrnach kann das Mädchen nicht gut mit dem Täter vorher einen Ucbcrfall geplant und verabredet haben. Ein Brand brach gestern nachmittag in der Heiligegeist-Straste 15 in einein Baumwollcnmanufaklurlager der Firma Baum u. MoSkiewicz aus. Die Feuerlvehr war schnell zur Stelle und griff mit einer Schlauchleitung ein. Nach halbstündiger Löschtätigkeit war die Ge- fahr beseitigt. Die Ursache des FeuerS ist nicht ermittelt.— Fast gleichzeitig herrschte in der Steglitzer Straste 23 ein gröberer Wohnungsbrand. Das Feuer hatte Möbel, Türen, Deckenschalungen und Balkenlagen erfaßt und es bedurfte kräftigen WassergebcnS aus zwei Rohren, um die Flanunen zu ersticken.— Benzin hatte sich in der Kronenstraße SS im dritten Stock des Vorderhauses entzündet. Außerdem wurde die Feuerwehr gestern nachmittag noch nach der Manteuffelstr. 15 gerufen, wo zwei GaSanstaltSarbeiter bei der Arbeit an einem GaSrohr infolge von Gaseinatmung bewußtlos ge- worden waren. Die Verunglückten wurden du�ch Behandlung mit Sauerstoff wieder ins Leben zurückgerufen. Feuer im Lesfiug-Theater. Am Donnerstag abend, kurz vor Schluß der Vorstellung..Tod und Leben" entstand im Möbclmagazin, im 2. Stock des Lessing- theaters am Friedrich-Karl-Ufcr Feuer, das zum Glück auf einen Teil des Möbellagcrs beschränkt werden konnte. Der Schnürmeister demerkte die Gefahr zuerst und benachrichtigte den wachthabenden Obcrfeuerwohrmann. Dieser begab sich sofort nach oben. Als er den Raum betrat, der sich quer über die ganze Hinterbühne er- streckt, schlug ihm schon dicker Oualnr entgegen. Er liest sofort die Türen schließen, die Feuerwachen benachrichtigen und drei Schlauchleitungen vornehmen. Der Regisseur Rickclt trat vor die Rampe und setzte das anwesende Publikum von der Gefahr in Kenntnis. Mach Herunterlassen des eisernen Vorhangs verliest das Publikum wie an jedem anderen Abend ruhig das Theater. Durch kräftiges Wassergebcn mit den E-Rohrcn konnten die Flam- men auf ihren Herd beschränkt werden. Der über dem Möbel- magazin liegende Meiderraum blieb vollständig intakt. Die Bühne wurde von den Flammen nicht ergriffen, so daß, da auch die, Beleuchtung durchaus tadellos funktioniert, wieder im Theater ohne Unterbrechung gespielt werden kann. Die Obergarderobiere Obst schluckte soviel Rauch, daß sie ohnmächtig wurde und mit Sauerstoff gelabt werden mußte.-Die Entstehung war nicht auf- zuklären. Angeblich soll seit fvüh um 9 Uhr niemand den Raum über der Hinterbühne, wo das Feuer ausgekommen ist, betreten haben. Abends um 6 Alhr, als die Feuevwchr erschien, ist bei der Begehung nicht die geringste Fcuersgefahr bemerkt worden. Gestern früh wurde die Brandstelle von der Feuerwehr und Polizei eingehend in Augenschein genommen; eS fand sich aber nichts zu ermitteln. Von dem Möbellagcr ist nur ein k l e i- ner Teil vernichtet. Um Mitternacht konnte die Gefahr für das Theater als vollständig beseitigt gelten. Die Bühne mit dem Zu- schauerraum sowie die Räume im Erdgeschost, ersten und dritten Stock sind vollständig unversehrt. D.ie Maschinen- und Garde- robenräume, die Schnürböden mit allen Nebcnräumen sind vom Feuer gänzlich verschont geblieben. Von Wert war die Feststellung, daß die feuersicheren Decken und Wände des Möbellagers nicht gelitten haben. Von der Direktion des Lessingtheaters wird mitgeteilt, daß die Vorstellungen des Theaters keinerlei Unterbrechung erleiden. Die durch den Zwischenfall um den Genuß der Vorstellung von„Toh und Leben" gekommenen Zuschauer kölliicn gegen Rückgabe ihrer Kontrollmarke au der Kasse neue Billetts zu derselben Vorstellung am Mittwoch, den 19. oder Donnerstag, den 29. d. M. erhalten. In der Nacht zum Freitag um 4 Uhr hatte die 4. Kompagnie, kaum zurück vom Lessingtheatcr, einen größeren Kellerbrand in der Emdener Straße 55 zu löschen. Als die Feuerwehr erschien, war bereits das Treppenhaus total verqualmt. Die Feuerwehr be- ruhigte die Hausbowohncr und löschte die Flammen innerhalb einer Stunde. Die Ursache dcS Feuers war nicht zu ermitteln. Warnung für Droschkenkutscher. Aus Droschkcnkutscherkreiscn wird uns geschrieben: Einer der gefährlichsten Fahrgeldpreller ist der Kaufmann Curt Mendelson, Schmidstr. 19a wohnhaft. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Geisteskranken. Mendelson ist rn den mittleren Jahren. 1,79 Meter groß, hat schwarzes Haar und schwarzen englisch gestutzten Schnurrbart. Derselbe geht ele- gant gekleidet, trägt Lackstiefcl mit Tuchbcsatz. gestreifte Hose, schwarzen Rock und Zylinderhut, einen Uebcrzieher trägt er nicht, da ihm derselbe jedenfalls von einem Droschkenführer abgenommen wurde. M. hat unzählige Drosckkenführer um Fahrgeld in Höhe von 3— 40 M. geprellt. Einen Ehauffcur hat er mit 44 M. an- gesetzt und denselben zum anderen Tage zu einer Fahrt nach «tcttin engagiert. Als der Chauffeur am anderen Tage kam, hörte er, mit ivem er es zu tun hatte und mußte enttäuscht ab- ziehen. Aehnliche Fälle sind uns mehr gemeldet. Einem anderen Chauffeur, welcher auf fein Fahrgeld drängte, gab er die Bettdecke seiner Wirtin als Pfand. Andere Schwindelmanöver, die M. gemacht hat, deuten darauf hin, daß es mit demselben nicht ganz stimmt. Die Drofchkenführer seien hierdurch zur Vorsicht ermahnt. Rose-Thcatcr: Verlassene Frauen. Von R. Lingen, Unter diesem Pseudonamen verbirgt sich ein sonst schon seit Jahren erfolgreicher Verfasser Berliner Possen und Schwanke. Die Be- fähigung hierzu offenbart er auch in diesem fünfakligen Volksstück, zumal in der trefflich gesehenen und mit wirklichem, obzwar ziem- lich klobigem Humor ausgestatteten Figur des.klotzig" reichen Vieh- bändlers a. D. Putzig, de» gemäß Herkommen Direktor Bernhard Rose ausladend behäbig hinstellte. DäS Animalische an dieser offensichtlich in Berlin(1 heimischen Lolalgestalt bereitete dem Stammpublilum des Theaters ein wahres Behagen— weil, wie Figura zeigt, das edle Metzgerhandwerk denn doch noch seinen Mann reichlich ernähren.tut". Putzig hat drei Mtlliönchen nebst drei Hausgrundstücken profitiert, die ihm der assessorliche Schwiegersohn allerdings abzuknöpfen weiß und ihn so in wenigen Jahren ruiniert, Besagter Assessor Dr. Werner ist- ein smarter Obergauner. Erst griff er nach der Tochter deS Bankiers Frenzel. Da dieser aber am Abend der Verlobung wegen Depotunterschlagungen verhaftet wird, freilich mit dem Erfolg, daß er den Kriminalern ent- wischt, so angelte sich der in Schulden schier ersaufende Assessor flugs die klotzig reiche Metzgermaid. Schon der Umstand, daß der Verfasser diese_ beiden Typen der sogenannten„Gesellschaft" mit hochnotpeinlicher Realität auf die Bühne bringt, sichert seinem VollSstück angesichts der zurzeit n'.assenhaftcn Bankzusammcnbrüche und sonstiger Betrügereien durch allerhand.hoch", sogar.allerhöchst" Geborene ein brennendes Attualitätsinteresse. Immer mit iveitem Abstand von jedweder lünst- lerischer Stoffverarbeitung natürlich; denn mehr als eme kunstlos in dialogisierte Bühnenbilder gebrachte Hintertreppcngeschichte ist 'LingcnS„Volkssiück" nicht. Im fünften„Akt", der in einer in Zillesche Groteskfarben getauchten Ackerstraßen-Budike spielt, sehen wir nicht bloß, wie der mittlerweile aus Amerika zurückgekehrte ehe- malige Bankier von zwei„Blauen" abgeführt wird, sondern, nebst dem verarmten Rentier Putzig, auch des ersteren Tochter als total verkommene Lumpcnsammlerin, recte„Naturforscherin" und SchnapS- jule wieder. Aber hierbei erfährt man doch gerade ein künstlerisches Erlebnis, auf das man nicht gefaßt war. Mathilde Friedrichs gibt diese Weibgestalt mit erschütternder Naturwahrheit und adelt so, was dem Verfasser nicht gelungen ist, in die Sphäre echtester Mensch- lichkeit zu erheben. Dies starle schauspielerische Talent wird man sich ernstlich zu merken haben; denn derlei erfreuliche Entdeckungen macht man nicht alle Tage. Fußballspiele der Arbeiter-Turn- und-Sportvereine Groß-BerlinS. Am Sonntag, nachmittags 4 Uhr, spielen Fichte XVH.—Runimelsburg in Reinickendorf, Rütlistraße(am Schäferseej. Vorort- Nacfmchtem Kopsch in Faustkampfstellung. Diese neueste Pose hat der wortgewaltige FreisinnShcld am Schlüsse einer öffentlichen Versammlung seinen geeinten liberalen Freunden eingenommen. Es war der würdige Abschluß einer„im- posänten" öffentlichen liberalen Kundgebung am 13. März in den Passagefestsälen zu Neukölln zugunsten der Kandidatur für die bevorstehende Landtagswahl des Schönebcrger Stadtverordneten- Vorstehers Graf von Matufchla. Mit großem Pathos verkündete Herr Kopsch, daß im Reiche und in Preußen der Feind rechts stehe. Ihn gelte eS mit aller Entschiedenheit und Entschlossenheit(soweit die freifinnigen Mannen dazu sähig sind) zu bekämpfen. Aber eS darf in diesem Kampfe nicht übersehen werden, daß in dem Wahlkreise Neukölln-Schöneberg der Feind links stehe. Alle Kraft müsse gegen diesen konzentriert werden. In Anlehnung an die Reichsverbands- fabeln wurden dann TerroriSmuSgeschichten erzählt und die Vater- landslosigleit und andere Sündenlapitel der Sozialdemokratie in Zerrbildern vorgeführt. Gegen diese Partei stehq der Liberalismus in geschlossener Kampf st ellung. Nachdem Herr Kopsch seine Vorstellung in Lungen« und Zungen- gymnastik beendet hatte, wurde die gepriesene Einigkeit und feste Geschlossenheit dcS liberalen Bürgertum? sä oculus demonstriert, Ein lebhafter Geschäftsordnungskampf setzte nach Beendigung der Referate ein. Und daS kam so: Die etwa 490— 500 Versammlungsteilnehmer waren in zwei Heerlager geteilt. Hie die geeinten offiziellen Liberalen— hick die geeinten liberalen oder rosabläulich- schwärzlichen Kommunalen. Die ersteren unter Führung des Schöne- berger Rathausgewaltigen Zobel propagierten die Kandidatur des Grafen Matuschka, der andere Flügel bekämpfte diese und wollte einen anderen Kandidaten aufftellen. AuSersehen war dazu der Stadtrat Mier, Neukölln. Der Versammlungsleiter wollte das nicht zulassen, worauf dröhnende Protestrufe gegen die, V e r- gcwaltigung" erschollen. Der Kampf tobte hin und her. Die Gesitteten und Gebildeten vergaßen alle noblen Umgangsformen, auf welche sie sich sonst so viel einbilden und die sie hoch über den „Pöbel" erheben. Endlich versagte die Lnngenkrast der Kämpfenden. Die Reaktion der physischen Anstrengungen forderte ihre Rechte. Doch nur auf kurze Zeit. Während der Rede de? Grafen HoenSbroech verschnauften sich die Kämpfer. Er der- urteilte die Stichwahltaktik seiner Parteifreunde der Sozial- demolratie gegenüber. Er bedauerte, daß die Fortschrittlichen diese nur bei den Hauptwahlen bekämpfen. Auch in der Stichwahl müsse das mit gleicher Entschiedenheit geschehen. Mit dieser Partei dürfe der fortschrittliche Liberalismus leine politischen Geschäfte machen. Der kampfesfrohe Zobel betrat den Plan, um die Oppo- sition zur Abkehr von ihrem schädlichen Tun zu veranlassen. Der Sieg des liberalen Bürgertums sei gefährdet, wenn noch eine Sonder- kandidatur aufgestellt wird. Prompt setzte die farbenreiche, vom Turm- zinnner des Rathauses instruierte Gruppe zum Protest ein, der die Lungenlraft eines Zobel nicht zu übertönen vermochte, so sehr er sich auch bemühte. Der Sturm wuchs zum Orkan. Es trat erst wieder vollkommene Ruhe ein, als Genosse G r o g e r da? Wort erhielt, der spöttisch erllärte, die schöne Harmonie des Bürgertums durchaus nicht stören zu wollen. Er ironisierte die Geschlossenheit der liberalen Phalanx im Kampfe gegen die Sozialdemokratie, von der der Referent mit großem Pathos gesprochen. Ein solcher Feind wie dieser s« im Kampfe nicht zu fürchten. Auch die. schwächliche Haltung der Fortschrittlichen bei der LandtagSersatzwahl in Teltow- BeeSlow machte er zum Gegenstande seiner Kritik und erklärte zum Schluß, daß die Sozialdemokratie auch den Kampf bei den Neu- Wahlen zum Landtag ebenso frei von jeder Sentimentalität führen werde, wie bei der verflossenen Ersatzwahl. Nach ihm setzte dann da« Geplänkel ein, daß sich wieder lebhaft steigerte, als Herr Stadtselretär Böig«, der Wortführer der vereinigten Kommunalfarbigen, zu Worte kam, der eine Stunde vordeni seine Freunde zum Zeichen deS Protestes für die ihnen angetane„Vergewaltigung" aufforderte, den Saal zu verlassen; trotzdem blieben er und seine Getreuen. Nach längerem Parlamentieren wurde ihm daS Wort erteilt. Seine Ausführungen riefen wieder Herrn' Kopsch vor die Front, was wieder eine Flut von tatsächlichen Richtigstellungen und persönlichen Bemerkungen verursachte, die in sehr erregter Weise zum AuStrag gebracht wurden. Es war mittlerweile Vz2 Uhr nach Mitternacht. Alles drängte zum Ausgang. Dort traten die feindlichen Brüder in persönliche Beziehungen. Bei dem lebhaften Wortwechsel des wüsten Knäuels tah man plötzlich Herrn Rektor Kopsch mit erhobenen Fäusten in Boxerstellung. Zur offenen Feldschlacht kum eS jedoch nicht. " Die Versammlung war eine imposante Kundgebung, ein Beweis die edlere Gesittung des honetten Bürgertums. NowaweS. Eine vom Gewrrkfchaftökartell veranstaltete Lichtbildervorstellung it am Dienstag, den IS. März, abends S'/z Uhr, im Lokale von Singer. Priesterftr. 31. statt. Thema:„Wie die deutschen Gärtner wohnen". Referem Ludwig Steinberg-Berlin. Die GewerlschaftS- und Parteigenossen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen._ Sitzungsiage von Stadt- und Gemeindevertretungen. Zieuköllu. Am Montag, den 17., Dienstag, den 18,, und Mittwoch, den 1V. Atärz, außerordentliche Sitzung im Nathaussitzxngssaale. U. a.: Etatsberatung. Zücißcuice. Montag, den 17. März, nachm. S Uhr. im Rathause. LübarS- Waidmannslust. Montag, den 17, März, im Gemeinde- bureau, ZrurhauSstratze: Etbt-beratung. Buckow. Sonnabend, dcu 15. März, abends 7'/, Uhr, im Koseiiischen Lokale, Chanlseeirraße, Diese Sitzungen sind öfsentlich. Jeder Gcmeindcangehörige ist b«. rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Em aller Alelt. Wer die Militärlaften trägt. AuS Frankreich wird gemeldet: ES ist bekannt, daß nicht nur in den am meisten verelendeten proletarischen, sondern auch in den wohllcbcnden großbürgerlich«! Schichten die Zahl der Dienst- untauglichen besonders groß ist. Dabei sind es gerade diese Kreise, die am ehesten imstande sind, mit Hilfe ärztlicher Gutachten ihre Söhnlein von der Last der Vaterlandsverteidigung freizuhalten. Unnötig zu sagen, daß sie gerade die besten Patrioten sind, stets bereit, mit dem geliebten Baterlande ein einträgliches Geschäft ab- zuschließen. Ein hübsches Bild zur Beleuchtung dieses Verhältnisses ist die Darstellung einer Musterung iir einem der „feinsten" Pariser Bezirke, die ein Mitglied der Ersatz- lommission in der„Humonitv" gibt. 69 von 199 Ersatz« Pflichtigen sind Söhne von Rentnern, Großlaufleuten, oft vos- Geineinderäten und Abgeordneten, der Rest meist Diener, Chauffeure. u. dergl. Trotzdem sie zum Stammpublikum der„patriotischen� Presse gehören, die sich nach dem dritten Diensijahre heiser schreie, zeigte kaum ein einziger Lust, auch nur die zwei Jahre des geltenden Gesetzes abzudienen.„Fast alle suchten freizukommen. Man muß freilich zu ihrer Entlastung sagen, daß sie im allgemeinen ebenso- wenig in der Verfassung sind, Soldaten zu sein, als ihr Leben durch Arbeit zu erhalten. Sie waren„morsch", wie man in der Vorstadt sagt. Der Oberstabsarzt prüfte mit einer Miene etwas verächtlichen Mitleids ihre schmale Brust, ihre engen Schultern, dünnen Beine und Arme ohne Muskeln, nannte ihre Fehler Erbschaft der Ausschweifung ihrer Väter und Vorfahren. Verfallene! So wurde der Sohn eines Grundstückbesitzers im Werte von 49 Millionen wegen körperlicher Verelendung zurückgewiesen, sei e§, daß er von vornherein entwickelungSnnfähig, sei es, daß er durch Ausschweifung verkommen war. Er legte einen Haufen ärztlicher Zeugnisse vor, er wie hundert andere..Herzleidend", sagte der eine.„Ich kann nicht laufen." „Magenleidend", der andere.„Ich bin so schwach, so schwach."— „Lungenleidend, Atembeschwerden", der dritte. Ein anderer zitterte, als er bei dem Arzt vorbeiging, der seine Zeugnisse prüfte. Kurz, eine Parade! Man merkte die Angst. Und die Aerzte. empört, zornig über die Beibringung der Zeugnisse, mußten ihnen doch in der Eile, die daS Geschäft erfordert, Rechnung tragen. Sie hatten ein ironisches Lächeln, das deutlich redete. Die andern49 Prozent, Angestellte.Kutscher, Gärtner usw. waren von besserer Verfassung. Doch gab es auch unter ihnen Schwache, Verkümmerte. Aber sie hatten keine Zeugnisse des berühmten Doktor T, des glänzenden Professor Z. Und im Eifer des Geschäfts, das den anderen zugute kam, wurden sie dann für tauglich erklärt." Keiner aber aller Untersuchten hat verlangt, drei Jahre dienen zu dürfen. Umgelehrt: Noch nie wurden die Pariser Bürgermeisterämter so sehr von Bourgeoisfamilien mit der Forderung der Freigabe ihrer Söhne überschwemmt, wie jetzt, sei es durch Einreichung ärztlicher Zeugnisse oder durch Gesuche, die eine Begünstigung fordern. Natürlich können Proletarier sich nicht anmaßen, solche Forderungen zu stellen, wie der einflußreiche Herr, der bei anderer Gelegenheit wieder einmal dem Beamten wohl oder wehe tun kann.„Der liebe Sohn darf nichts tun, höchstens als Lebemann. Drei Jahre dienen? Pfui Teufel! Das ist die Sache der Kanaille." Ein Leutnant als Schwindler entlarvt. Leutnant Erb vom 134. Infanterieregiment in Metz, der vor zwei Jahren wegen Betruges— es handelte sich damals nach feinen Angaben um einen Betrag von 69 099 M., der ihm zur Auf- bewahrung übergeben, aber aus dem Kassen schrank gestohlen worden war— zu einem Jahr und sieben Monaten Gefäng- n i S und Ausstoßung aus dem Heere verurteilt worden war, wurde gestern von der Metzer Straflammer wegen V e r- leitung zum Meineid in sieben Fällen zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis sowie zur Aberkennung der bürger- lichen Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren verurteilt. Im Lause der Verhandlung stellte sich heraus, daß Erb als Knabe von vierzehn Jahren, was er bisher immer verschwiegen Hatto, wegen Einbruchsdiebstahls mit zwei Monaten Ge- f ä n g n i s bestraft war, ferner, daß er nur mit Hilfe eines von ihm gefälschten Abiturientenzeugnisses und infolge des Um- standes Offizier geworden war, daß er den Beruf seines Vaters, der Gefängnisdiener war, fälschlich als Oberamtsverwalter gekennzeichnet hatte.__ Verhaftung eines Bankdircktors. In'Nr. 294 dcS„Vorwärts" vom vorigen Jahre wurde über den Zusammenbruch der. Katholischen Spar- und Dar- lehnSkasse St. Joseph" in Erfurt berichtet. Wie die gersihtliche Feststellung ergab, beträgt dir Unterbilanz an- nähernd zwei Millionen Mark. Viele Geschäftsleute sind durch den Konkurs der Bank an den Rand des Ruins gebracht worden, eine ganze Anzahl K o n k u r s e sind bereits erfolgt. Un- zählige kleine Sparer sind um ihre Sparpfennige betrogen worden. Am Donnerstag wurde nun endlich der frühere Direktor der Bank. Robert Hartmann, verhaftet, weil er flucht« v e r d ä ch t i g ist. Er dürfte jedoch nicht der allein Schuldige sein, vielmehr wird sein„Fall" noch weitere Kreise ziehen, da schon bei seiner Anstellung als Direktor vor einigen Jahren(H. war früher nur Buchhalter bei der Kasse) eine recht bedenkliche Geschäftslage vorhanden war, von der die Aussichtsinstanzen der Bank, wie seftzu- stehen scheint, Kenntnis gehabt haben. Hartmann war ein strammer Zentrumsmann, der noch bei der Wahl im Jahre 1997 als Adjutant der llerilalen Wahlmacher im Erfurter Kreise fungierte. Kleine Notizen.* Eine Wahusiunstat. In Lyon tötete der Rentner Barbier, der infolge von Börsenvertusten wahnsinnig geworden war. seine beiden Kinder, einen 7jährigen Knaben und ein 6jShrigeS Mädchen, und jagte sich darauf eine Kugel in den Kopf. Verheerender Brand in Krakau. In der Nacht zum Freitag wütete in dem Geschäftsviertel am Ringplatz ein verheerender Brand. 20 dort etablierte große Warmhäuser sowie ein Bankhaus fielen den Flammen zum Opfer. Der angerichtete Schaden ist sehr bedeutend, da große Mengen Waren verbrannt sind. Eine Stadt vom Wirbelsturm zerstört. Aus Alexandria (Louiiana) kommt die Meldung, daß ein furchtbarer Wirbelsturm die Stadt Provencale, 39 Meiltzn von Alexandria enifernr, fast völlig zerstört hat. Zahreiche Häuser sind eingestürzt, wodurch mehrere Personen um« Leben gekommen sind. Fünfzehn weitere Personen s,nd schwer verletzt worden. DaS Geschäftsviertel der Stadt ist fast völlig eingestürzt. Ueber die Sturmverherungen in den Vereinigten Staaten wird noch gemeldet, daß namentlich auch die Staaten Alabama, Mississippi und Teiniessee von dem Orkan sehr stark in Mitleidenschast gezogen worden sind. Der Schaden belauft sich auf mehrere Millionen Dollar. In den mittleren und westlichen Gebieten der Vereinigten Staaten, von den großen Seen bis zum Golf von Mexiko, hat der Sturm ebenfalls großen Schaden angerichtet. Es sollen sechzig bis hundert Personen umgekommen sein. Schiffskatastrophe. Nach einer Meldung aus New Kork ist im dortigen Hafen am Donnerstagabend ein Lastschiff mit einem Flützdampfer zusammengestoßen und gesunken. Elf Per- so n en sollen ertrunken sein. Minenunglück in Südafrika. Bei der Berührung mit der elek- irischen Leitung fing die Holzbekleidung in der JagerSfontei n- mine Feuer. Vier Eingeborene sind erstickt. Die Hauptgrube ist unbeschädigt. Weibliche Polizisten. Bald wird man in New Aorl Frauen in Polizeiuniform sehen können. Der Staatsrat von.Albony hat die . Stadt New Jork ermächtigt, 29 Frauen sür den Polizeidicnst«. aufteilen und In Uniform einkleiden zu lassen. JTj« Aufgabe foH dahin gehen, die öffentlichen Bälle, linematographtsche Aufführungen und die Prostitution zu überwachen. Ein heftiger Sturm hat in Buenos Aires grohe» Schaden angerichtet. Mehrere Personen sind getötet, viele verletzt worden. Schweres Bauunglück. Gestern nachmittag stürzte in der katho- lischen Pcruluslirche in Düsseldorf ein Baugerüst zusammen. Der Z8jährige Polier Hammacher wurde getötet, zwei Bildhauer schwer und drei Arbeiter leicht verletzt. Ausgebrochener Verbrecher. In der Nacht zum Freitag ist der Zigeuner Robert Weiß, der im Elsaß einen Gendarmen er- schössen hatte und zur Beobachtung seines Geisteszustandes in der hiesigen Heil- und Pslegeanstalt untergebracht war, mit fünf anderen Pfleglingen ausgebrochen. Bisher konnten nur zwei der Flüchtlinge wieder ergrissen. werden� Weiß befindet sich nicht unter dkesen. Jugendveranstaltunge». Neukölln. Sonntag, den tk. März. Besichtigung der Arbeiter-Wohl- sahrtsausstolllmg. Trefipunlt: st, 12 Uhr Bahnhos Hcrmaunstraße. Für Nach» zügler*/,! Uhr vor der Ausstellung(Charlottenburg, Frauenhoser Str. 11/12). Die Besichtigung gilt für Gruppe l. Gleichfalls am Sonntag, den IS. März, abends 6 Uhr, findet bei Felsch, Knesebeckstr. 48/49, eine Freiligrath-Feier, bestehend aus Festrede(Herr Nedakteur Däumig). Konzert, Gesang und Rezitationen statt. Der Eintritt ist frei. Die arbeitende Jugend wird er- sucht, sich an diesen Veranstaltungen zu beteiligen. Köpenick. Am Sonntag, den IS. März, findet eine Wanderpartie nach „Heideniiible" statt Trefspunlt früh 7 Uhr an der Lindenstratze(Post). .'dumor- und Itiederbücher nicht vergessen. Teilnahme aller Jugendlichen sowie deren Eltern ist erwünscht. Eingegangene vrucklckriften. Die zehnte Muse von M. Bern. 2 M. Otto ElSner, Berlin L. 42. Das Fraiienftimmrecht. Referat von Frau Marie Walter. 30 Pj. Grütliverein, Zürich. Tie Landgemeindeordnuug. Ein Führer durch die Gemeindegesetze Sachsens von O. Uhlig. 1,25 SR. Kaden u. Co., Zittau. Käthe Kollwiti-Mappe. Herausgegeben vom Kunstwart. 15 Re- Produktionen. Pappmappe 5 M.— Literarischer Jahresbericht 1912. Herausaegeben vom Dürerbunde. IM.— Karl Frohlichö Fröhliches ABE-Buch. Herausgegeben vom Kunstwart. 1,50 M.— Tie Plastik. Illustrierte Zeitichrist. Herausgeber A. Heilmeyer. Viertels. 3 M.— Spast auf der Straft. Schattenbilder von P. Konewka. Pappband 1 M. — Schwarze Kinder von Elisabeth Müller. Pappband 2 M.— Tie Welt des Kaufmanns. Monatsschrift. Herausgegeben von J. Busch- mann. Viertels. 2 M.— Der Schatzgräber. Hest 79—84. Einzeih. 10 Ps. Verlag G. V. W. Callweh. München. Michelangelos Skulpturen von A. GottschewSki. Stuttgart, 38. Spemann. 16 Textseiten, 30 Tafeln. 4,80 M. Das Petroleummonopol von Dr. Th. Vogelstein. 1,20 M. Duncker u. Humblot, Leipzig. Aus Natur und GeisteSwelt. Bd. 14. DaS deutsche Handwerk in seiner kulturgeschichtlichen Entwicklung. Von Dr. E. Otto.— Bd. 80. Deutsches Berfassungsrecht in geschichtlicher Entwicklung. Von Dr. E. Hubrich.— Bd. 243. Oesterreichs innere Geschichte von 1K4K bis 1907. II. Der Kamps der Nationen. Von R. Charmatz.— Bd. 393. Die Dampfmaschine. Bd. I. Wirkungsweise deS Dampses im Kessel und in der Maschine. Von R. Vater.— Bd. 398. Das Geld und sein Gebrauch. Von G. Maier.— Bd. 408. Friedrich Hebbel und seine Dramen. Ein Versuch von Pros. Dr. O. Walzet. Einzelb. 1 M., geb. 1,25 M. B. H. Teubner, Leipzig. Tie Deufelsmauer und andere Erzählungen von H. Hofsmann. (Hausbücherei Bd. 45) geb. 1 M. Dichter-GedächtniS-Stisiung, Hamburg, Grojzborstel. 1. Kongreft für Biologische Hygiene. Hamburg 1912. 333 Seiten. H. Erdmann, Hamburg, Alsterdamm 2. Bürger Schippel. Komödie von C. Cternhelm. 3 M., Leinen 4M. Jusel-Verlag, Leipzig. Das eigene Heim und sein Garten von Dr. Jng, E. Beetz. 8 M., geb. 7 M. Westdeutsche Verlagsgesellschast, Wiesbaden. Karte der Provinz Brandenburg von Pros. W. Liebenow. K M.— Karte vom Regierungsbezirk Potsdam. 1,50 M. L. Ravenstein, Frankfurt a. M. Bilder aus der Jnsektenwelt von I. H. Fabre. Kart. 2 M. Stuttgart, Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde(sranckhsche Verlagshandlung). Tie Kaserne. Ein Roman aus dem Leben unter den Fahnen. Von I. Ferch. Anzengruber-Verlag Brüder Suschitzky, Wien-Leipzig. 3 M., geb. 4 M. Wissenschaftliche Volksbücher. Bd. 18: Seeunfälle aus neuerer Zeit. Entscheidungen des Oberseeamts und der Seeämter.— Bd. 19: Mein Leben. Spaziergang nach Syrakus. Kulturschilderungen aus dem 18. Jahrhundert. Von I. G. Seume.— Bd. 20: Tage- bücher ans Chma von F. v. Richthosen.— Einzelb. 1,50 M. A. Janssen, Hamburg. Reichsversicherungsordnung nebst Eiusührungsgesetz mit Erläuterungen von Dr. L. v. Köhler. I. Biesenberger. H. Schäfser und Dr. W. Schall. 1 Lieser. 1,80 M. Ä. Kohlhammer, Stuttgart. Arbeitszeit und Lohne tm Dischlergewerbe. Nach einer Statistil deS Deutschen Holzarbeiter-Verbandes von 1911 herausgegeben vom Berbandsvoriiand. 2 M., geb. 2,50 M.— Zur Lage der Musik- initrumenteii-Arbeiter. Protololl der Verhandlungen der zweiten Kon- serenz der Musitinstrumenten-Arbeiter 1912. 40 Ps.— Die Korbmacher auf dem Vormarsch. Protokoll der Verhandlungen der zwesten Konferenz der im Deutschen Holzarbeiter-Verband organisierten Korbmacher. 1912. Berlin. 30 Pf. Verlagsanstalt des Deutschen Holzarbeiter-Verbandes, G. M. b. H. Mutier Wiedenkamp. Drei Novellen von E. Clausen. 2,50 M., geb. 3,50 M. Leipzig, Fr. Wilb. Grunow. Der Aberglaube ,m Rechtsleben von Dr. Schesold und Dr. Werner. (Jur.-psych. Grenzfragen.) 1,50 M. C. Marhold, Halle a. S. Tie Konsnmgeuossenschaftsbeweguug der deutschen Arbeiter- Nasse von P. Göhre. Hest 8 der.Abhandlungen und Vorträge zur sozialistischen Bildung". Kaden u. Comp, in Dresden. 50 Ps. Marktpreise von Berlin am 13. März 1913, nach Ermittelungen des königl. Polizeipräsidiums. 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 19,32 bis 19,40, mittel 19,16—19,24, geringe 19,00—19,03. Roggen, gute Sorte 16,19—16,20, mittel 16,17—16,18, geringe 16,15-16,16(ab Bahn). Fuile� gerste, gute Sorte 16,20—16,80, mittel 15,60—16,10, geringe 15,00— 15, 5> vuser, gute Sorte 17,60—19,90, mittel 16,20—17,50(siel Wagen und ab Bahn). Markthallenpreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 30,00— 50,00. Speisebohnen. Meitze 35,00— 60,00. Linsen 36,00—60,00. Kartosseln(Kleinhdl.) 5,00— 10,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,30— 1,80. Schweinefleisch 1,60—2,00. Kalbfleisch 1.40—2,40. Hammelfleisch 1,50—2,20. Butter 2.40-3.00. 60 Stück Eier 3,60—5,60. 1 Kilogramm Karpfen 1,20—2,40. Aale 1,60— 3,20. Zander 1,60-3,60. Hechte 1,60-2,80, Barsche 1,00-2,40. Schielt 1,60-3,20, Bleie 0,80-1,50. 60 Stück Krebse 4,00-24,00. Witterungsübersicht vom 14. März 1913. ktatvmen i! 2= Swinemde. Hamburg Berlin Franks. a.M München Wien - S -- r- s? 760 SSW 761;®© 763®© 766! SW 769:«© 768l©©ffl Vetter 3 Dunst 3bedeckt 1 bedeckt 4 6edeckt 2! halb bd. IsRebel *3; 1=5, Äll w* «tationen L S ~ S 1- i| 1 3 HaParandallHSW Petersburg! 753 NW Seilly Aberdeen Paris 753 SW 749/«. 767 SSW Vetter ücholkenl 3'wolklg 5!wolkig ffheiler 2!wolkig ** K* ti -10 0 0 3 6 Wetterprognose für Sonnabend, den IS. März 1913. Mild, jedoch vorherrschend wolkig mit leichten Regensällen und lebhaften westlichen Winden; nachher teilweise ausklarend und etwas kühler. Berliner Wette rbnreatt. Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 69(Laden). Itfeaerschelnangen: Abhandlungen und Vorträge zur sozialistischen Bildung. Herausgegeben von Max Grnnwaid Heft 4 n. 5: Geschichte der sozialdemokratischen Parteiorganisation in Deutschland von 247/6* Wilhelm Schröder. Preis 75 PI. V Heft 6: Schiller und die Ärbeiter von Konrad Haenisch. Preis 40 PI. Metallbetten, zwei, modern, Kinderbett spottbillig verkäuflich Zossenerstratze 10, Hutgeschäst. 39/8* Gegründet 1867 Die allerletzten Neuheilen von Fußbekleidung aller Art befinden lieh in großer Auswahl in unfern Gefchäften Beachten Sie bitte unsere Schaufenster lUHinHiiiiniiiiiiniiiiiiMiiNiiiiniiiinuiiiiinimniiiuiiiiniiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiHiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiniiiimiiiiiiiiiiiiminiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimii Täglich Eingang von Frühjahrs«Neuheiten uauniminiiinintiinintiiiiiiiiiniiiinniimiiiiHiiiinmiiiiiRiimiiinininiNmiiiiiiiiHiiiiiiimiiiiiniiuHniiiniiiiiuiimiiniiiiiiiiiiintnminiiiniiiiiiHminraiinHiiHHiii Feine Parifer Neuheiten in Stiefeln und Schuhen, mit verfchiedenartigen Stoff- Einfatzen, mit Lackbefatz und braun Kalblederbefatz, für Herren und Damen* Elegante Spangenfchuh- Neuheiten in dunkelbraun Chevreau mit Lackblatt, fowie auch ganz Ladt Halbfchuhe- die Mode 1913 Zum Knöpfen: Neuheiten für die Stadt und Promenade, in beige und grau, Chevreau und Boxkalf braun und schwarz in vielen reizenden Variationen Zum Schnüren: mit breiten Seidenbändern sowie auch breiten Lederriemen, Ladt mit Stoff- u. Wildledereinsätzen; braun Wildleder- Einsatz m. braun Kalblederbesatz usw. Unsere Haupt- Preislagen für moderne Herren- und Damen- Stiefel und-Schuhe: 8" 1050 12™ 14™ 16™ 18™ Zentrale: Jerusalemer Strafe 32— 35, Ecke Leipziger Straße, am Dönhoff-Platz Potsdamer Strasse Nr. 2 Toucntzien- Strasse 19 a Taucntzien- Strasse 7 b Fricdridi 7 Strasse Nr. 75 König-Strosse Nr. 25-26 Roscnthaler Strosse Nr. 5 Oranien- Strasse Nr. 161 Gr. Frankfurter Str. 123 Chaussee-Straße 114-115 Schöncbcrg, Haupt-Str. 146 Neukölln, Bcrg-Sira�e 25-26 Charl., Wilmersdorfer Str. 45 ® 1| DM WI• 0 I S i* ft sP* ��uken Sie von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackeffanzügc, ü UlSl ilQilP itt II Rockanzüge, Paletots, größtenteils auf Seide gearbeitet, von 9—18 M. Ferner Gelegen- SliSllill üllils Ii 1 S i I III ifi i f Ifltfi � heitskäufe in neuer Maßgarderobe enorm billig. Riesen-Posten Kleider, Kostüme, in«9 biISIKrHiIIiI iWiill Siliiiliil§11 SB' Mäntel, auf Seide gearbeitet, früher bis ISO, jetzt 20— 35 M. Extra-Angebot in Ml M iili nEWffiwal&lliJivfl&li IvUU � Lombard gewesener Teppiche, Gardinen, Portieren, Betten, Wäsche sowie Uhren und Goldwaren zu enorm billigen Preisen.— Vorwärtsleser erhalten lö�'a extra, Siems Kraftfleisch muß jede sparsame Hausfrau kaufen. Billigster und nah rhafter Tafel auf schnitt, hergestellt ans garantiert prima frischem Kindfleisch. Zu haben in fast sämtlichen einschlägigen Geschäften. I t Analyse des Herrn I>r. A. liangfurtta, beeidigter t»e rlchts-Chemiker, enthält „Siems Kraftfleisch" alle natürlichen Bestandteile des rohen Fleisches, überragt letzteres an Nährwert und Ist leicht und fast restlos Tcr- danlich! Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.j das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Kleine Anzeigen ANZEIGEN für die nächstcNummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Lindenstrassc 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkäufe. Tchviche!(fe&lerbafte) in allen Wiöijen, jaft jür die Haljte be4 Wertes Tevvichlager Lrnizn. Halfescher Markt t, Babnbos Körle.(Leier des .Vorwärts' erbalten S Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet!• Gardine»! Steppdecken I Portieren! Tischdecken! außergewöhnlich billig! Vorwärtsleser ö Prozent Rabalt ertra l Gardinenhaus Brünn, Hacke« scher Markt 4(Bahnhoj Börse). Sonntags geöffnet.' Federbette». Stand 10,00, 15,00, Li!, 00, seinfte Brautbetten, Winter- Paletots, Wäsche spottbillig, Psandleih. Haus Küsliinerplatz 7. 2S3tK* Lhne Geld 0,50 wöchentlich: Gar« dinen, Portieren/ Teppiche, Decken, Uhren, Bilder, Möbel, Polsterwaren, Betten, Wäsche, Kinderwagen, Besuch oder Posikarle. Meisels(selbst), An- dreaSstraße 4(schlesischer Bahnhos).' Teppiche(Fardenschlei) enorm billig. Mauerhoff, nur Große Front- surierStraße 9, parterre. Kein Laden .Porwärts'leser zehn Prozent I Äteppdecken, direkt Fabrik, nur Große Frankfurter Straße 9, 24751* Gardinen. Tiillbettdecken, Plüsch- Portieren, Fabrik Mauerhoff, nur Große Franksurtcr Straße 9, Flur- cingang I.Vorwärts'lcser zehn Prozent! Betten, Stand 9,—. straße 70. im Keller. Brunnen- 120051* üeruiauiiviaii o, Pjandleihhaus, Extrabillige Jack-ttanzüge. Gebrock- nnzüge, Herrenpaletots, Herrenboien. Zlllcrbilligster Bettenveriaus. Wäsche- verkauf, Gardmenvcrkauf, Teppich- verkauf. Plüschdeckeu. Steppdecken. Goldsachen. Taschenubren. Wand- ubren. Wandbilder. Warenvertauj ebenfalls Sonntags.* Pfandleihhans, Wilmersdorf, Iluguslastraße 06. SpottbilligerBcttcn- verlaus, Wäscheverkaus. Gardinen- verkauf, Teppichverkauf, Herren- garderobe, Einfegnungsanzüge, Gold- lachen. 11751* Borjührige eleganieHerrenanzügc und Paletots aus jemsten Maßltoffcn 20— 40 Mark, Hosen 6—14 Mark. Versandbaus Germania. U Itter den Linden 21. Sonnlag bis 6 Uhr ge- öffnet,* Betten, Aussteuerwäsche, große Particposten, wenig angeschmutzt, extra billig, Gardinen, Salonteppichc, Plüsch- decken, Plüschporticren, Tüllbcltdecken, Auktionspsänder,' Herrengarderobe, Schmucksachen, Taschenuhren, Gold- waren. Fahrvcrgütung, Nur Brumien- slraße 40, Ecke Rheinsbergerstraßc. Monatsanziige, Palelots. grogcS Lager, jede Figur, kauft mau am billigsten beim Fachmann; jede Aenöerung nach Wunich in eigener Werkstatt, 5 Prozent billiger für Vorwärlslc!er, Füritcnzelt, Schneider- mcister, Rosenthalerstraße 10,* ' Gaskroncn, �uglampen, Tctt� Zahlungen 1,00 wöchentlich— billige Preise I Montage kostenlos! Kronen- lager Große Franlsurterstraße 92, I. Etage, Ravensstraße 6(Wedbing), Schönbauscr Allee 121(Gleimstraße), Neukölln, Berlinerftraße 102, 27K* Schönhauser Zlllee 114(Ring- bahnhos), Psandleibhans. Groß- Berlins spottbilligste EinkausSquelle! Extrabilliger Betienverkaus! Monats- garderobe, Eiusegnmigs- Geschenke, Taschenuhren, Goidwarenlager, Frei- schwiuger. Teppichlager, Aussteuer- Wäsche, Gardinenverkauf. Nie dage- wesene Spottpreise. Fahrtoergütung. Teilzahlnuge» 0,50 wöchentlich, Gardinen. Parlieren, Teppiche, Decken, .BWeig. Uhren, Möbel, Polllerwareii, Betten, Wäsche, Kinderwagen, Herren- garderobe:-oende Vertreter! Meisels Nachfolger, Inhaber Richard!. War- schauerftraße 80, 157K Kinderwiigen.Klappmagen, Kinder- bellen spottbillig, ,VorwärtS"leser öiilbatt. itottbuserdamm 90, s-IZO* Qhne ülnzablung, Woche 50 Pfennig Bilder, Spiegel, Steppdecken, Tisch- decken, Teppich es Portteren, Gardinen, Bezüge, Uhren,' Ferner Möbel, Polsterwaren liefert Weber, Neue Königstraße 34. Besuch oder Post- karte, 148K Zehn Prozent Rabatt Vorwärts. lesen:, TotalauSverkanf von ange schmutzten Gardinen, StoreS. Künstler- gardine», Bettdecken, Rouleaus jetzt fabelhast billig, thardinenreste, Fenster 1,55, 1,95, 2,45, 2,85. 3,50, 4,25, 5,50, 0,75 usw. E. Weißenbergs Gardinen- und Teppichbaus, Große Franksurtcr- straße 125, im Hause der Möbel- sabrik an der Koppenstraße, Teppiche mtt Webesehleru 7,50, 9,50, 11,50, 13,50, 16,50, 19,50, 22,50, 25,50, 29,50 usw. Teppichhaus Große Franksurterstraßc 125, im Hause der Möbelfabrik. Rcstbestäiide, 1— 3 Fenster Tuch- portieren, Plüschporticren, Madras- Portieren, neueste Mittler, Fenster 2,85, 3,50, 3.95, 4,85, 5,75, 6.50, 7,50, 9,50,11.50, 14,50,18,00 usw. Portieren» bauS. Große Franksurterstraßc 125, Tnchdccken, Leinendecten, Plüsch- decken 1,35, 1,05, 1,95, 2,45, 2,95, 3,05, 4,25, 4.85, 5,50, 6,75, 8,50, 9,70 bis 45 Mark, Steppdecken, Similtseidc, vor- nehme Ausführung 3,75, 4,85, 5,75, 0.50, 7,85, 9,50, 12,50, 14,50 usw. Große Franksurterstraße 125, im Hause der Mobelsabrik. Diwandecken, 4,75, 5,05, 0,50, 15,50 bis 50,00, ziirückgeictztc, 3,95, 8,25, 9,75, 12,50, In Freien Stunden. Wochen- schrijt sür das arbeitendeBolk, Romane und Erzählungen, Aboniiements wöcheniiich>0 Pf. nehmen alle Ausgabestellen de§„Vorwärts* entgegen. Probehejte gratis Läuferstosfe, Möbelstoffe, Liuo- lechnresle, Schlafdecken und Reise- decken, sabelhast billig. Große Frank- jiieterstraße 125, im Hause der Möbel- sabrik, 20lK* Federbetten- Stand 11,00, 10,00, hochfeine 21,00. Brautbetien, Uhren, Anzüge, Gardinen, Damenkleider spottbillig, Leihhaus Osten, Königs- bergerslraße 19, 252K' Ätonals Garderoden-Hans ver- kaust spottbillig erstklassige wenig getragene Jackcttanzüge, Gebrockanzügc, Smokinganzüge, Frackanzüge, Som- merpalelols, Beinkleider, auch Bauch- anzüge, Prinzenstraße 28, I(Eck- haus Ritterstraßc), 159K Betten! Prachtvolle Betten, rosa- rote Inletts 0,75, 9,75. Brautbctten 12,75, 15,75, 18,75, Daunenbetten 19.75, 22,50. Prachtvolle Aussteuer- Wäsche. Teppiche, Portieren. Gar- dinen. Tischdecken. Stores. Tüll- decken. Steppdecken, Uhren, Ketten, Schmucksachen, Paletots. Anzüge spottbillig! Pfandleihe Paul Krüger. Brunneiistraße 47. 233K* Sommerfelds Monatsgarderobe, srüher 25 Jahre Heinrichplatz, jetzt Prinzenstraße 34, eine Treppe, neben Bauzaun Weitheim, Jackettanzüge, Sommern! stcr 0,06, Jünglingsanzüge, Hosen, sür jede Figur passend, sehr billig! Sonntag geöffnet von 12—0,* Pommersche Betten. 2 Deckbetten, 2 Kiffen, zwcischläsig 15,00, große Laken 90 Pfennig, Damastbezüge 3,80, AuSsleuerwäsche, Stepp- decken, Portieren, Teppiche, Gardinen, Psandteihe, Prinzenstraße 34.' 4.23 Prachtbett, daunigcs Bett. rotrosa gestreift, Prinzenpsandleihe, Prinzenstraße 34._ Ztussteucrbette», ganzer Stand, 20,50, nur in der billigen Pfandleihe Prinzenstraße 34. Fahrgeld wird ver- gütet 153K* Geld! Geld! Sparen Sie, wenn Sie im Vcihhans.Roicitthaler Tor', Linienstraße 203/4, Ecke Rosentbaler- straße lausen. Anzüge 9,—, 4Ilstcr, Paletots 5,—, Silberuhrcn 3,—, gol- dene Damenuhren 8,—, Goldwaren, Betten, Wäsche, Gardinen, Teppiche. Tischdecken, Diwandecken, Freiichwin- gcr, Fahrräder. Alles enorn: billig. Sonntag von 12—0 geöfinet. 14911* Leihhaus Moribplan»Sa! kaufen Sie spottbillig von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz ge» We ene Jackcttanzüge, Rockauzüge, Palelots, größtenlcils aus Seide gearbeitet 9— 18 Mark. Gelegenheits- käuse in neuer Maßgardcrobe, enorm billig, Riesenposten Kleider, Kostüme. Mäntel, ans Seide gearbeitet, srüher bis 150, jetzt 20—35 Mark, Extra- Angebot in Lombard gewesener Tep- piche, Gardinen, Portieren, Betten. Wäsche, Ubren und Goldwarcn enorm billig nur Morisvlay 58u l, 194K* Bekanntmachung l Humboldtlcih- bans, Bruiinenslraßc 58. Eckhaus Stralsunderstraßc. Spottbillige Jackett- anzöge, Riesenauswahl, Sommer- Paletots, Gebrockanzüge, rieiengroßcr Bettcnvcrkaus, AuSsteuerwäsche, Gar« dinenauswahl, Prachtteppiche, Tüll- bctldccken, Taschenuhren, Wanduhren, Uhrkcttcn, Wandbilder Staunen er- regend! Sonntags geöffnet! Zweites Geschäft Potsdamerstraße 80d, 280K Taichenbuch sür Garienircundc Ein Ratgeber sür die Pflege und sachgemäße Bewirtschaftung des hänS- licken Zier-, Gemüse- und Obst. garrens von Max Hesdörser. Zweite vermehrte Auflage. Mit 137 Text- abbildungen, Preis 3,50 Mark, Expe- dition Vorwärts, Lindenstr, 09. Berleihhans eleganter Herren- modcn, Kaujgelegcnheit ocrliebeiicr Gcsellschastsanzügc, Hosen spottbillig. Feinste Maßansertigung, Teilzahlung. ülndrcasstraße 42 I, 49/ 14 Monatsgarderobe, unbeschrelb- lich billig, Rosenthalerstraße 59,* Anzüge, Paletots. Ulster, einzelne Hosen verkaust billigst Drobck, Reichen- bergerslraße 173 II, 49/12 ES lohnt nur bei Max 88, Große Franlsurterstraße 88, alt bekannte Firma, zu lausen. Man wird reell und dillig bedient. Wenig getragene, teilweise aus Seide, von Kavalieren nur kurze Zeit getragene Jackettanzüge. Rock- anzüge, Gebrockanzügc, Frackanzüge, mokinganzüge, Paletols, Ulster. Hosen, einzelne Fracks und Smokings| werden zu billigsten Preisen verkauft, Die elegantesten Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 88, Große Franksurterstraße 88, Bitte im eigenen Jntereffe aus die Firma zu achten, 2 große Fenster, 49/15* Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung bei beliebiger Anzablung zum Käflenpreis, Stets GelegenbeitS- känse in gebrauchten und zurück- gesetzten Möbeln, auch aus Teil- zahlung. Nachweis von Kunden wird gut honoriert, Offerten Post- amt 90„Postlagerkarte 44". Brautleuten Nußbaumwirtschast, moderne Sluben-, bildschöne Küchen- einrichtung, Sofaumbau, Wandbilder verkauft spottbillig Bauer, Große Franksurterstraßc 85, eine Treppe.* Bollständige Wohnungscinrich. tung, alles neu. nur 225,—, Teppich, 2 Bilder, Gaskroiic, Glas, Rosen- thalerstraße 57. vorn 3 Treppen, Brantleuten verlause bis Ende März Nußbaumwirtschajt. herrliche Küchcnmöbcl, Easkrone, Wandbilder, Küchcngeschirr 180,—, llmbausosa 40,—. �Säulentrumcan 30,—. Auram, Neue schönhauserftraße 11, II. Händ- lcr verbeten. 47/15* BSohnungsmöbel verkauft Sa- lewski, Wcndeiischloß, Fontanestraße 7. Möbcl-Eohn, 1. Geschäft: Große Franksurterstraßc 58, 2. Geschäst: Grüner Weg 109. Wohnungs- Einrichtungen aus bequeme Teil. zahlung. Stube und Küche An- zahlung von 15 Mark an. Einzelne Möbelstücke Anzahlung von 5 Mark an, Moderne Schlafzimmer, Speise- 4,00 Prachtbett, dauniges Bett 7,50, Laken 0,90, Damaslbezüge 3,80, AndreaSteihhauS Andreas- straßc 38, 101K Zwei Deckbetten, zweischläfrig, 14,25. zwei Kissen, Bauerndeckbett, Unterbett, zwei Kiffen, 20,00, nur Andrdisleihhaus, Andreasstraße 38. Monatsanzüge, Sommerpaletots, Ulster, Frackanzüge, Smokinganzüge, Gebrockanzüge, Gesellschasts-Anzüge werden verliehen, Nene Garderobe spottbillig. Rosenthalerstraße 48, eine Trepp � 49/13* MonatSanzüge und Winter. paletols von 5 Mark sowie Hosen von 1,50, Gebrockanzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie sür korpulente Figuren, Neue Garderohe zu staunend billigen Preisen, aus Psaudleibeu ver. salleuc Sachen kaust man am billigsten bei Nax, Mulackstraße 14, Rcichgestickte Portieren, Filztuch 3,85, Natulrcincn 3.85, Vclvetplüsch 0,85,Kochellcinen 0,75pro Fenster. Der neue iiaialog. 000 Abbildungen, gratis. Teppichhans Emil Lesevre. Oranienslr. 158. 273K* Monatsanzüge, Sommerpalc- lots, Gehrockanzüge, Maßhosen, kaust man am besten im Spezialgeschüst sür Monatsgardcrobc, Prinzensir. 04, Ecke?lnncnstraße. Gcsellschaftsanzüge werden verliehen. ,49/l9 Betauiabel Bellmanns verbesscric Tamburier-Maschine gesetzlich geschützt sowie Hokemeyer- Tamburier- Ma- schincn, alleiniger Fabrikant Bell- mann, Gollnoivslraßc 20, bei Teil- zahlung kulanteste Bedingungen, Trchrolleii(Teiizahwng) Krigar u. Jhssen, Waßmannstratze 29, 300K �.Ktnppivagcii, billig, Grundmann, Boltastraße 4, vorn II. ff84 Qeschäktsveckäufe. Obstgeschäft, gut eingerichtet, um- ständehalbcr sür 000 M, verkäuslich, Offerten unter Ta, M. 851 Rudolf Masse, Tauentzienstraßc 2, 19/11 Seifengeschäft Holsteinischestr, 49, Jordan,"_ 2881b Bäckerei umständehalber, billige Miete, sür jeden annehmbaren Preis, sosort, verlaust Wildenbruchstraße 91, Restaurant verkäuslich. Umsatz 18 Halbe, Auskunft Malplaguetstr, 11, III. Heßberg. t'�O Möbel. Teilzahlung. Möbcleinrichtiing, wlitbc und Küche 15 Mark. Verliehen gewesene Möbel spottbillig, Bcrolina, Kastanienallce 49, 220K Möbel obne Geld! Bei kiewer Anzablung geben Wirtichasten und einzelne Stücke aus Kredit unter äußerster Preisnotiermig, auch Waren aller Art, Der ganze Osten kauft bei uns. Kretschoiann u. Co..'Koppen- straße 4,(Schlejücker Babnbos.)» ' Plüschsofa/ Virtschast, jast neu, Zorndorserslr. 41, Liese._ 49/10____________ � KeräntwortMer Redälteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für de« Jnjeratenteil oerantw.: Th. Glocke. Berkin. Druck». Verlag: LorwürtS»öüchdrückerei u. LerlagSanftalt Daul Singer u. Co., Berlin SÄ» zimmer, Herrenzimmer, In bunten Küchen riesengroße Auswahl. Liescre auch nach auswärts. Abzahlung wöchentlich, monatlich, ganz nach Wunsch. Größte Rücksicht bei Krank- heit und Arbcitslofigtcil. Vorzeiger dieses Inserats erhält beim Kaus 5 Mark gutgeschrieben. Sonntag 12—0 geöffnet, 2930K* Nußbaum Wirtschaft. moderner Stil, aparte Küche, spottbilliger Ge- legenheilskaus, Lennerts Möbel- spcicher, Lothringerstraße 55, Rosen- lhalcr Platz.._ 217Str Anrichteküche, t teilig. Büfett 110 cm, mit moderner Verglaiung komplett 90,00. Enorn: billig. Fabrik Skalitzerstraße 25, an der Hochbahn, Nustbaumwirtschaft, Jugendstil, gut erhaltene Prachtküche, Küchen- geschirr,_ Wandbilder, Federbetten 180,00, Sofaumban, paffend Brautleuten, Casper, Lottumftraße 2, I links. 237K* Berkänflich: gute Wirrschast, Pianino, Büfett, Schreibtisch, Gas- frone. Königsbergerstraße 11, vorn l. Fischer, 49/9 Zwei gut erbaltenc Bettstellen ver- sauft Reichel, Monumentenstraße 11 in schöncbcrg, i-94 Sofa, Antlcideschranf, Garderoben� spind, Trumcau. Joythe, Müller- straße 35a.- tl20 Schlafsofas mit Sitzauszug, neu bezogen, 28,00, 33,00. Palisaden- straße 47, Tapezierwerkstatt, i-44* Brautleute lausen Wohuungs- einiichtuiigen billigst Dresdener- straße 107 Tischlermeister Höser. Hutbodenspindeii, Plülchjosa, bunte Küchenmöbel, englische Bettstellen, Garantie! Zahlungserleichtcrung! Sonntag ganzen Tag geöffnet. 308K Moedel- Boedcl, Oranien- straße(Moritzvlatz) 58, Fabrikgebäude, liejert als Spezialität: Ein- und Zwcizimmcr-Einrichtungen, Größte Auswahl, 9 Etagen in 2 Fabrik- gcbäuden. Billigste Preise, Ein Zimmer und Küche 230,—, 335,—, 107,—, 475,—, 490,—, 537,—, 571—, 009,—, 051,— bis 1000,—. Zwei Zimmer und Küche 445, 530,—, 040.—, 090,—, 750,—, 895,—, 939— 1035,—, 1105,— bis 2000,—. Schlafzimmer 169,—, 202,—, echt Eiche 343,—, 371—, 434,—, Wohnzimmer, modern 215,—, 208,—, 306,—, 341,—, Speisezimmer, echt Eiche, 341,—, 414,—, 475,—, 562,—, Herrenzimmer 334,—, 424,—, englische Bettstelle mir Matratze 40,—, Trnmeau, geschliffen 36,—, Plüschsoja 58,—, Umbau 50,—. Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten, Fünf Jahre Garantie. Eoentuell Zahlungserteichlermigcn, Geöffnet 8—8. Sonntags 12—2. Kew Laden, Verkauf im Fabrikgebäude,_ 19K* Rehfeld. Badstraffe 4i), Woh- nungseinrichwngen 105,— an, auch außerhalb.* Rebfeld, Badstraffc•!!), Umbau, Plüschsosas 45.—.___* RehfeldI Badstraffe 49, englische Bettstellen, Matratze 39,—, gebrauchlc 12.—, 15,—, 18,— usw.__* Rehfeld. Badstraffe 49, Kleiderschränke 25,—, gebrauchte, große Auswahl, 2821K' Möbel, englische Bettstellen ab- reisehalber verlaust Mcwikc, Lange- straße 39. 144 Mödet! Für Brauileuie günffigste Gelegenheit, fich Möbel anzuschaffen. Mit kleinster Anzablung gebe schon Stube und Küche. An jedem Stück dcuilicber Preis. Uebervorteriung dabcr ausgejchlöffen. Bei KrankbeitS- fällen und Arbeitslosigkeit anerkannt größte Rücksicht. Möbelgejchäjl M, Goldstaub. Zossenerstraße 38, Ecke Gneiienaustraße. 2901 K Musikinstrumente. Pianino, Hobes, guter Ton(event, Teilzahlung), Zander, Turmsiraße 9, Pianino, modernes, Nußbaum, krcuzsattig, 185,—. Hänel, Alexander- straße 14c, 213/14* Schwechtciipiano, selten Gelegenheit, große Tonfülle, allerbilligst ver- käuflich Warschauerstr. 58 I, Menzel, Bechftcinstiigel, gut erhalten, billigst abzugeben im Pianomagazin Potsdamerstrage 27S, vorn I. 49/4 Bilder. Bilder. Sie kaufen Bilder nirgends billiger als direkt Fabrik bei Bilder- Bogdan, Weinmciste: straße 2. 2248K �Bilder, billigste Bezugsquelle solide Preise sür Einrahmungen, Große Franksurterstraße 04.+3* Fahrräder. Erstklassige Fahrräder, Monatsrate 10 Marl. Louis Barth, Brücken- straße 10a, I Etage, 7gK' Fahrräder, gebrauchte(Wanderer, Adler, Brennabor), sowie Jugendräder, Transporträder, konkurrenzlos billig, Holz, Blumenttraße 44,* 4990 Fahrräder, darunter viele Brennaborräder, Adlersahrräder, Wandererräder, Damensahrräder, Jugendräder. Preislagen 10,—. 15—, 20,— auswärts, Psandleihhaus, Rosenthalerstraße 32(neben Wertbeim). Sonntag 12—0 geöffnet I 2903b kaui�esucke. Platinabfälle, Gramm 5,70, Alt- gold, Silber, Zabngebiffe, Stanniol Quecksilber kauft höchstzahlend Blümel. «chmelzerei, Auguststraße 19 III. fS* Plattnabfälle, alte Goldsachen, Bruchgold, Silber, Gebisse, alkd Uhren, Kebrgold, Goldwatten, Quecksilber, Stanniol sowie sämtliche Gold-, Silber-, plalinbalttgen Rückstände laustBroh, Edelmetallschmelze.Bcrlin, Köoenickerstraßc 29. Telephon Moritz platz 3470._ 287K Höchstzahlend, Metalle, Zabn- gebtfje. Plalinabiall, Gold,«ilber, Oueckfflber.MetallschmelzeChristionat, Köpenickerstraße 20a(gegenüber Manienffelstraße). 1/12* Zahngebisse, Zahn bis 1,00, Plalinabfälle, Golöankauf, höchst- zahlend„Geldkontor*, Alle Jakob- straße 140,_-'02/8 Eoldschmelzerei. Altgold, Alt- filber, Gcbiffc, Plattna, Mark 5,80. Goldschmied Bruckard, Mulackstr. 22, nahe Rosenthalerstraße, Fahrräderankaus, allerhöchste Preiserzielung. Weberstr, 42, 47/12* Platinabsällr, Zahngebisse, Gold� einlaus, Silber, Quecksilber, Slamiiol höchstzahlend Schmelzerei. Müller, Tellowcrslraße 10, 2794b* Zahngebiste, Zahn bis 1,25, Plalin- absälle 5,75, Goldsachen, Silbersachen, Kehrgold, Goldwatten, Queckfttber, Slanniolpapier, Zinn 3,80, Kupser 1,25, alle„Metalle* höchstzahlend. Edelmetall- Etnkaussbureau Weber- straße 31. 221K' kluterridit. Unterricht m der englischen Sprache, Für Ansänger und Fori- geschrittene, einzeln oder im Zirkel, wird englischer Unterricht erleilt. Auch werden Uebersctzungen an- gesertigt. G. Swicnth- Liebknecht Charlottenburg. stuttgarterplatz 9 Gartenbaus III. 44K* Technische Lehranstalt Berlin- Steglitz. Ingenieur Döbling. Jnbabcr und Direktoi, Elektrotechmk, Maschinen- bau, Hochbau, Bauingenieur-, Ber- messungswesen. Gas, Wasser, Hei- zuug, Lüstung. 127K* «uta-Fachschulc(Ingenieur Scha. Piro), staatlich konzessioniert. mit großer Reparalm-Bertstättc, Berlin- WilmerSdors, Berliiierstraßc 40, Tag- lind Abendkurse. Honorar 100 Marl_ 137 X* Verschiedenes. Patentanwalt Wessel, Gitt'chiner. straßc g4a,___ �_ Patentanwalt Müller, Gttschmer» straße 81, 2439«» Pfandleihe Heinersdorscrstraße 14, nahe der GreifSwalderstraßc, l098b* streicht billig mit Samariterstraße 7. �Küchenmöbel Muster Spengler VermietunZen.! 1 Bäckcreiladen mit Inventar, Kohlen- oder Gemüseladen sosort zu vermieten, Aarschauerstraße 31. Zigarrenladen, 254K Wohnungen. Soldinerftraffe 41. Freundlich« Stube, Küche, geräumig. Gas, billig, 21 Mark. Daucrmietcr vergüte Umzug,_ 2871b� Gofflerstraffe Ä3. Osten, Schöne renovierte Sttibc, Küche billig zu vermieten. 2870b-* Pnnfstraffe 57, Brnnnenpark, schöne Wohnungen 20 Mark, vier Zimmer, Balkon, Zubehör 750 Mark. Buttmannftraffe IS Stube und Küche, schön und sauber, mit GaS, 19—23 Mark, zu vermieten. Näheres beim Wirt. 307K* Limmer. Zweifenstriges möbliertes Zimmer 15.—, Waisertorstraßc 63, Hos III, Wölpcrl' 2864b* Schlafstellen. Freundliche Schlafstelle, Herren, vermietet Dresdenerstraße 407,108, vorn II links. 49/18» Mietsgesuehe. Tegel. Einsach möbliertes Zimmer zum 4. April von jungem Mann ge- sucht, PreiSofferlen unter A. 4 00 Spedition Razarethlirchstraße 49.» �.rdeitsmurkt. SteNenangedote. Maschinenmeister, erfahrener, sofort verlangt, Louis Borchardt, Buchdr uckerei, Lindenstraße l0/t7, Berkäuserinnen, branchenkundige, sür Haushattartilel. Glas und Por- zellaii, Golanleriewaren,"Spielwaren, Dammloniektion, Damenhüle, Voll» waren, Trikotagen, Sttumpswaren, Spitzen und Bänder, Kurzwaren, Herrenartikel, Damenwäsche, Schürzen, Herren- und Knabenhüte. Tapii'erie, zum sofortigen Eintritt gesucht. H, Greifenhagen Nachfolger. Brunnen- straße 17/18, vorstellen 4—7. 2899b "Zeitungsfrauen verlangt Kronen. straße 2. I. 2895b» Fantafiefedern. Tüchtige Ar- beiterinnen finden Jabresstellung bei böchsten Löhnen bei Louis Fünken- stein u. Co., Dresdenerstraße 50,51,» Pufffedern- Fabrik sucht ge/chulle Kleberinneit und Binderinnen bei gutem Gehalt. Adolf Rosen, Wall- straße 16. 2775b» Lehrmädchen zur Erlernung des ButzfedernarbeitenS gesucht. Sofortige Vergütung Mark 24.— monatlich. Ndols Rosen, Wallitraße 10. 2774b» sucht selbständigen und energischen Meistet* für nahtlos gezogene Messing- und Kupserrohre. Gest, Zuschriften unter J. THOfi an Haafenftein u. Vogler A G.. Berlin VA'. 8. 203/9 zir.«z. 5flj«i|tj, KMs-KtilM des„Umirls" fll ZUkil-Mtjltii. l5. Mar; l9lZ. Sohlt-«ttd Arbeitsotrhältnisse in der Snlhbikdtm und vkrioandtkn Gkwerben. Ter Buchbindcrvcrband hat im Jahre ISIV eine Erhebung über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse seiner Berufsangchörigen veran- stallet. Ein Vergleich mit den Ergebnissen der vom Reiche veran- stalteten Berufs- und Betriebsstatistik von 1907 und der gleichartigen von 1892 ergibt, daß der Konzcntrationsprozcß im Buchvindcr- getvcrbe und in der als besondere Berufsgattung geführten Karton- giagenindustrie weitere gewaltige Fortschritte gemacht hat. Eine Bc- obachtung, die man übrigens schon beim Vergleich der Reichsstatistik von 189? mis der von 1882 machen konnte. Während 1896 von den rn der Buchbinderei und Kartonnagenindustric insgesamt gezählten 12 0,8 Betriebe« 5801 gleich 41,75 Proz...Alleinbetriebe"(also ohne Arbeiter und Arbeiterinnen) waren, die 8,55 Proz. der Berufs- tätigen umfaßten, weisen die vcrgleichsmätzigen Zahlen von 1907 . Alleinbctriebe gleich 35,1-2 Proz. mit 5,02 Proz. Berufstätigen ötif. Aehnliche Veränderungen zeigt die Statistik der Kleinbetriebe �mit 1— 5 Beschäftigten), der Mittelbetriebe lmit 0— 50 Beschäftig- keni, und der Großbetriebe(mit über 50 Beschäftigten). Während «lw die Zahl der Beschäftigten in den Kleinbetrieben sich fast gleich blieb, nahm sie in den Mittelbetrieben um 16 337 zu und vermehrte üch in den Großbetrieben um 23 552, was weit mehr als eine Vcr- dofpclung seit 1895 bedeutet. Eine ungcwöhrlich starke Zunahme der weiblichen gegenüber der vtannlichen Arbeitskraft ergeben die folgenden Zahlen: In der Buchbinderei vcrniehrtc sich die Zahl der Arbeiterinnen von 1895 bis 1907. um 13 551 gleich 99,9 Proz., die der Männer aber nur um 10 06t gleich 27,8 Proz.; in der Kartonnagenindustric nahmen die Arbeiterinnen um 1966 gleich 99,2 Proz., die Arbeiter dagegen nur um 7578 gleich 81,6 Proz. zu. Wenn in der Kartonnagenindustrie ein auch prozentual hoher Zuwachs der männlichen Arbeiter zu kon- statieren ist, so resultiert das aus der hohen Zahl jugendlicher Ar- veiter, die ebenso billig wie die Arbeiterinnen arbeiten. Ueberhaupt sind die Jugendliche,, in der Buchbinderei und Kartonnagenindustric iwrk vertreten. Während in allen Industrien zusammengenommen ®uf, I? k00 Beschäftigte 8 Jugendliche entfallen, beträgt in der Buchbinderei der Prozentsaß 14,7, das sind 5630 männliche und K2!)2 weibliche Jugendliche. Das Lebensalter der Beschäftigten hat Och nicht unwesentlich erhöht. ..?.cl?cr die Arbeitszeit sind Angaben für 62 824 in Werkstätten bcichäftigte Personen erlangt worden. Von diesen arbeiten 60,1 Prozent�bis 54 Stunden, 20,3 Proz. 54—57 Stunden, 18 Proz. — 60 Stunden, 1,6 Proz. über 60 Stunden. In 52 Betrieben mit v!23 Beschäftigten beträgt die Arbeitszeit nur 42— 48 Stunden wöchentlich. Es sind das Partei- und Genossenschaftsbetriebe oder Buchbinderciabteilungcn in Banken oder Versicherungsgesellschaften. Was die Entlohnungsform anbetrifft, so arbeiten nach den vor- liegenden Angaben von 19 037 Gehilfen 13 016 im Zeitlohn. 4082 im Akkordlohn, 1555 abwechselnd im Zeit- und Akkordlohn, 112 in Kost und Logis beim Unternehmer; von den 5349 Hilfsarbeitern 3836 im Zeitlohn. 747 im Akkordlohn und 416 abwechselnd im Zeit- und �Akkordlohn; von den 35 800 Arbeiterinnen 15 462 im Zeitlohn, 14 250 im Akkordlohn und 4725 abwechselnd im Zeit- und Akkord- lohn. Von 272 Gehilfen, 350 Hilfsarbeitern und 1363 Arbeiterinnen fehlen die Angaben. Von 12 201 Gehilfen liegen Angaben über die Wochcnlöhne und das Jahreseinkommen vor. Danach hatten 5993 Gehilfen ein Jahreseinkommen von 780 bis 1300 M., also durch- schnittlich wöchentlich 15—25 M.; 3474 ein Einkommen von über 1300 bis 1560 M. gleich 25— 30 M. wöchentlich, und nur 2536 vcr- zeichneten ein Jahreseinkommen von über 1560 gleich 30 M. wöäicntlich bis hinauf zu 2340 gleich 45 M. wöchentlich; darüber rangierten nur 124 Gehilfen. Von den 1270 Hilfsarbeitern, die An- gaben gemacht hatten, verdienten bis zu 15 M. wöchentlich 634; über 1> bis 25 M. wöchentlich 584 und über 25 M. 52. Am schlimmsten sieht es bei den Arbeiterinnen mit den verdienten Löhnen aus. 13 644 von ihnen hatten darüber Angaben gemacht, wonach sich folgen- des ergab; Bis 7 M. wöchentlich verdienten 1141 Arbeiterinnen, über 7—10 M. 3768, 10 bis 15 M. 636, über 15 bis 20 M. 2685, über 20 bis 25 M. 384, über 25 M. 30 Arbeiterinnen. Als Durchschnittslohn ergab sich aus den vorstehenden Angaben bei den Gehilfen 26,21 Mark, bei den Hilfsarbeitern 15,63 M. und bei den Arbeiterinnen 12,52 M. Trotz der erheblichen Arbeitslosigkeit, unter der die Buchbinder zu leiden haben— von den erfaßten Personen waren 5562 ins- gesamt 186 505 Tage, also durchschnittlich jede 33,5 Tage im Jahre arbeitslos— wird in der Hochsaison noch immer ziemlich viel Ueber- stundenarbcit geleistet. Verglichen mit früheren Statistiken des Buchbindervcrbandcs, ergibt sich aus der von 1910 mit unzweifel- haftcr Deutlichkeit, daß besonders die Verkürzung der Arbeitszeit große Fortschritte gemach! hat und daß sich das Buchbindcrgewcrbe immer mehr dem Zeitpunkt nähert, wo die über neunstündige tägliwe Arbeitszeit zu den Seltenheiten gehören wird. Daneben hebt sich das Lohnniveau merklich, wenn auch einige zurückgebliebene Gegen- den dieses noch immer ungünstig beeinflussen. Von großer Wirkung aus diese Rciultate war naturgemäß die unablässige und energische Tätigkeit des Buchbinderverbandcs für die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen. Es bleibt ihm aber noch viel zu tun übrig. Soziales. Unterliegen Geschäftsanteile einer G. m. b. H. einer Umsatzsteuer? Tic Neußer Umsatzstcuerordnung enthält eine Bestimmung. daß die Umsatzsteuer auch zur Erhebung gelangen soll beim Wechsel im Personenstände von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, von eingetragenen Genossenschaften usw. von derem Grundeigentum oder Gebäuden, und zwar insoweit, als es der Beteiligung des Auszutretenden oder Einzutretenden entspreche. Die holländischen Margarinewerke waren mit etwa 8000 Mark von der Stadt Neuß zur Umsatzsteuer herangezogen worden, nachdem sie die gesamten Geschäftsanteile der Neußer Margarinewerke, G. m. b. H., erwor- bcn hatten. Tas Lberverwaltungsgcricht hat dieser Tage als letzte Instanz die Margarinewerke von der Ilmsadstruer freigestellt. Es erklärte die fragliche Bestimmung für rechtsungültig. Eine Be- stimmung sei unzulässig, die den Uebcrgang von Geschäftsanteilen einer G. m. b. H. in dem Sinne der Umsatzsteuer unterwerfen wolle, daß sie einen irgendwie gearteten ideellen»lnteil der Gc- sellschafter an den Grundstücken der Gesellschaft annehme. Denn dem Gesellschafter stehe gegen die Gesellschaft nur ein Gläubiger- recht zu, nämlich ein Anspruch auf Reingewinn. Eine Besteuerung des Ueberganges von Geschäftsanteilen einer Erwerbsgesellschaft würde nur zulässig sein, wenn ein Ueberschreiten der steuerlichen Gebietshoheit der Gemeinde völlig ausgeschlossen wäre. Mord und Totschlag. Je rückständiger ein Volk, je mehr es von den herrschenden Sippen in Unwissenheit, und GeistcSknechtschaft gehalten wird, je hartnäckiger unter dem Gestrüpp des Vergeltungsglaubens die im Menschen schlummernden tierischen Triebe konserviert und gestärkt werden, die Fernhaltung von der Kultur des Menschentums, von dem Respekt vor anderer Leben und Wohlergehen den Impulsen zu Gewalttätigkeiten nachgehen läßt, um so größer die Zahl der Roheitsdelikte. Mord und Totschlag geben in ihrer Bcwcgungs- linic ein Bild von der kulturellen und sozialen Entwickclung eines Volte». Dabei darf allerdings pidjt übersehen twr&cn£ daß schlechte Beispiele gute Sitten verderben. Und der Staat geht da leider mit sehr schlechtem Beispiele voran. Er beschönigt den Totschlag, zerstört den unbedingten Respekt vor Menschenleben durch seine Rachcpolitik— der Hinrichtungen. Sie soll angeblich abschrecken. Als ob die Abschreckungstheoric nicht schon längst gründlich ad absurdum geführt worden wäre. Doch sehen wir zu, wie der Staat direkt und indirekt das Totschlagen besorgt und fördert. Im Jahre 1911 kamen in Preußen 734 Menschen durch Mord und Totschlag ums Leben und 19 Menschenleben vernichtete der Staat— „von Rechts wegen". In den letzten 5 Jahren sind in Preußen 85 Menschen hingerichtet worden, darunter 4 weibliche Personen. Für die letzten 10 Jahre ergibt sich die folgende Ucbcrsicht. Es wurden Menschenleben vernichtet, durch Mord und Totschlag Hinrichtungen männl. weibl. zus. männl. weibl. zus. 1902 391 167 558 19 3 22 1903 463 217 680 9 1 20 1904 504 184 688 20 1 21 1905 481 209 690 5 2 7 1906 478 205 683 13— 13 1907 560 213 773 14 1 15 1908 588 246 834 9 1 10 1909 583 274 857 19— 19 1910 548 230 778 22— 22 1911 491 243 724 17 2 19 Bei Mord und Totschlag zeigt sich zunächst ein Anschwellen der Ziffern, dann in den letzten Jahren wieder eine Abnnabme. Bemerkenswert ist die Zunahme der durch Mord und Totschlag ums Leben gekommenen Personen weiblichen Geschlechts. Die Zahl der Hingerichteten in den letzten Jahren läßt darauf schließen, daß die Neigung zum Köpfen wieder gewachsen sei. Einen gewissen Anhalt für die tieferen Ursachen und Möglich- keiten der Mordtaten getvährt ein Blick auf die Landcstcile in ihrer Beteiligung an den Gesamtzifern. Berechnet man nämlich die in den einzelnen Provinzen verübten Morde und Totschlags- verbrechen auf 10 0 0 0 0 der lebenden Bevölkerung, dann kommen folgende Resultate heraus; An der Spitze steihen die Höhenzollern- schcn Lande mit einer Anteilsziffer von 4,21; dann folgt mit 2,2 0 die Provinz Westfalen; mit 2,0 5 und 2,0 3 schließen sich Westpreußen und Pommern an; dann folgt in der Reihe die Rhcinprovinz mit 2,00, hinterher kommt Ostpreußen mit 1,9 3. Berlin, der verrufene, moralische Sumpf, der verlästerte Sünden- pfuhl, folgt in weitem Mstande mit nur 1,53, womit die gehaßte Großstadt ziemlich am Ende der Reihe steht. Hinterher kommt nur noch Hessen-Nassau mit einer Anteilsziffer von 1,52 und Schleswig- Holstein, das friedliche, mit nur 1,10 Getöteten pro 100 000 der Be- völkcrung. Also neben den preußischen Junkerdomänen, wo das Volk noch streng nach orthodox-seudalen Methoden„erzogen" und„be- lehrt" wird, wo man es von der fff Aufklärung sorgsam fern- hält, es in geistige und materielle Not zwingt, da wird am fleißig- sten gemordet. Und diese Kultur des Ostens, solche Frucht des Junker- und Pfaffcnregimcnts, macht sich auch in den Industrie- bezirken, in Rheinland und Westfalen bemerkbar. Das aus den östlichen Gefilden Preußens und aus den rückständigen Gegenden der angrenzenden Länder im Industriegebiet zusammenströmende, zumeist dem Junkerfusel leicht zuneigende, unkultivierte Element liefert hier die allermeisten Verbrecher. Aus dem Bodcw der Unkultur, der Unwissenheit und sozialen Rückständigkeit erwachsen die meisten Mörder und Totschläger. Klug der Frauenbewegung. Ein Mahnruf an die organisierte Arbeiterschaft! Zu Ostern werden wieder Tausend« junger Mädchen die Schule und gleichzeitig dr-s Elternhaus verlassen, um fern von der Heimat ihr Brot als Dienstmädchen zu suchen. Mehr noch als die jungen Arbeiter und Anbeitcrinnen im allgemeinen sind die jungen Dienst- mädchen den Gefahren des Lebens und der Erwerbsarbeit schutzlos ausgesetzt. Di« häuslichen Verhältnisse, in die sie jetzt kommen, sind gänzlich andere, als ihnen bisher bekannt waren. Dazu kommt häusig das Leben in der fremden Staldt, mit den anderen Gewohn- Herten, so daß das junge Mädchen nicht abschätzen kann, ob ie Bc dingungen, unter denen es Beschäftigung annimmt, den Anforde- rungen der Stellung entspricht. Zwar wird der Verkehr mit anderen Mädchen auch Ausklärung über die dm Orte üblichen Ä übe i t sbedi ngu ngen schaffen. Diese Aufklärung und auch die Verständigung über andere Dinge wird aber erschwert durch das Alleinarbeitcn der Mädchen, das Gebunden. sein durch das Kost, und Logiswcsen und durch die für Dienst- Mädchen geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Noch immer unter stehen häusliche Dienstboten den Gesindcordnungen, die den Herr schasten sogar das Züchtigungs recht geben, ihnen gestatten, das ohne Kündigung fortgezogene Mädchen zwangsweise durch die Polizei zurückholen zu lassen und Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis (Klagen über zurückbehaltenen Lohn, cinbehaltene Sachen usw.) mit wenigen Ausnahmen an die ordentlichen Gerichte weisen. Durch diese Zustände veranlaß!, sind die häuslichen Dienstboten weit mehr als gewerbliche Arbeiterinnen von der Laune der Arbeit geber abhängig. Außerdem sind die wenigsten über das unter richtet, was sie gesetzlich zu verlangen haben und welche Wege sie gehen müssen, um zu ihrem Rechte zu gelangen. Tie sich hieraus ergebenden Folgen, deren Wirkungen noch er höht werden durch die im Berufe übliche gewerbsmäßige Stellen oermittelung. treffen natürlich in erster Linie die jungen Mädchen, die, unerfahren und bcrufssrcmd, Stellung als Dienstmädchen an- nehmen: Für sie ist es deshalb besonders wichiig, eine Stelle zu wissen, wo sie sich Rat holen können, die ihnen schütz und Halt bietet, auch Gelegenheit schafft, kollegialen Anschluß an ihre Be- rufsgenossinnen und gesellige Unterhaltung zu finden. Diese Aufgabcnerfüllt der Verband derHaus- angc st eilten. Alle Eltern sollten deshalb ihren KinHern, die Stellung als Dienstmädchen annehmen wollen oder innehaben, dringend raten sich dem Verbände der Hausangestellten anzuschließen, auch die un- entgeltliche Stellenvermittelung des Verbandes in Anspruch nehmen. Der Verband gewährt seinen Mitgliedern unentgeltlichen Rechtsschutz. Unterstützung in Krankheitsfällen, Auftlärung und gc selligc Unterhaltung, und versucht überall dort, wo es gelingt. Mit- glieder zu gewinnen, unentgeltliche Stcllennachivetsc zu errichten. In den drei Jahren seines Bestehens hat der Verband vcrschicdent- lich Beweise für seine Wirksamkeit erbracht, die natürlich noch er- hcblich gesteigert werden wird, wenn es gelingt, ihm mehr Mit- glieder zuzuführen. Auch aus diesem Grunde sollte die organisierte Arbeiterschaft ihre Familienangehörigen, die Stellung als Dienstmädchen innc- haben oder annehmen wollen, veranlassen, sich dem Vcrhandc der Hausangestellten anzuschließen. Sie würde dadurch beitragen, einer?lrbciterkategonc, die von der Gesetzgebung nach verschiedenen Richtungen hin bisher stets recht stiefmütterlich behandelt worden ist, die Selbsilnlfc zu ermöglichen. Tic Adresse des Verbandes ist: Z c n t r a l v e r ba n d der Hausangestellten. Berlin SO. 10, Engelufer 21 III, Vorort- l�ackricbten. Neukölln. Um gegen die drückende» Lasten im Gastwirtsgewerbc, insbesondcrs die Konzcssions- und Lustbarkeitssteuer, Stellung zu nehmen, vcr- anstaltet die Ortsvcrwaltung Neukölln des Verbandes der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands am Montag, den 17. März, 41/3 Uhr nachmittags, eine Protestversammlung, zu der alle Gast- Wirte Neuköllns eingeladen sind. Wir verweisen außerdem auf die Einladung im Inseratenteil. Ein öffentliches Turnen veranstalten die drei Frauenabteilungen der Freien Turnerschaft Nenkölln-Britz am Palmsonntag, den 16. März, in Bartschs Festsälen, Hcrmannstr. 49. Anfang 5 Uhr nachmittags, nachdem Tanz. Freunde und Anhänger gesundheitsfördernder Leibes- Übungen sind freundlichst eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weihensee. Der vor zwei Jahren eingereichte Autrag unserer Genossen betreffend Einführung einer A r b ed t S l o s e n V e r s i ch e r n n g hat die Wohlfahrtskommission verschiedentlich beschäftigt, ohne daß ein greifbares Rc- sultat zustande gekommen ist. Eine vom Leiter des WohlfahrlS- amtes herausgegebene lange Denkschrift hatte die Arbcitslosenver- sicherung gerade nicht schmackhaft gemacht, dessen ungeachtei wurde derselbe beauftragt, ein„geeignetes" Statut vorzulegen. Ein solches Statut lag der Kommission in ihrer letzten Sitzung vor. Erläuternd bemerkte der Leiter des Wohlfahrtsamtes, daß es sich zunächst empfehle, dieses Statut auf ein Jahr anzunehmen. Nach den in dieser Zeit gemachten Erfahrungen könne erst die Arbeitslosenversicherung weiter ausgebaut werden. Seine rechnerische Unterlage sei, daß die Gemeinde als laufende Ausgabe 8000 M. in den Etat einsetzen müsse, hierzu komme noch für die Einrichtung eine einmalige Ausgabe von 4000 M. Natürlich waren diese Summen für die bürger- lichen Vertroter Anlaß zu allerlei Bedenken gegen die Arbeitslosen- Versicherung. Unsere Genossen bezweifelten auf Grund der Erfahrungen anderer Städte die Aufwendung einer so hohen Summe, insbesondere dürfte für das Probejahr die einmalige Ausgabe für die Einrichtung von 4000 M. als viel zu hoch bemessen sein. DaS Resultat der langen Verhandlung war, daß zunächst ein Ausruf zur Anmeldung für die Arbeitslosenversicberungskasse erlassen werden soll. Bis zum 1. Mai sollen sich alle diejenigen melden, welche der Arbeitslosen- Versicherungskasse beitreten wollen. Nach diesem Resultat soll festgestellt werden, ob man dann noch weiter in der Arbeitslosen- Versicherungsfrage verhandeln will. Es ist daher der Arbeiterschaft zu raten, Hiesem Aufrufe zu folgen, damit die Durchführung dieser Frage nicht etwa mangels an Material scheitert. Nach den provi- sorischen Satzungen können Personen beiderlei Geschlechts der Kasse beitreten. Als Mittel sollen zur Verfügung stehen: die Eintritts- gelber der Versicherten, ein Zuschuß der Gemeinde in gleicher Höhe, einmalige oder dauernde Zuwendungen von Behörden, Vereinen und Privatpersonen, ferner die Einnahmen, welche der Gemeinde- Verwaltung aus einer Vermittelungstätigkeit für ein Versicherungs- unternehmen zustießen werden. Jeder Volljährige, seit einem Jahr in Weißensee Wohnende, der während der letzten beiden Jahre nachweislich regelmäßig beschäftigt war, kann durch Zahlung des Eintrittsgeldes in Höhe von 2 M. einen Anspruch auf Unter- stützung im Falle der Arbeitslosigkeit erwerben. Es können auch Wochenbeiträge im Mindestbetrage von 10 Pf. geleistet werden, jedoch beginnt erst der Anspruch, wenn die 2 M. voll gezahlt sind. lieber die Aufnahnie entscheidet der Leiter der Versicherungskasse, gegen dessen Entscheidung ist Beschwerde beim Sprnchausschnß des Versicherungsamtes zulässig. Vom Beitritt ausgeschlossen find Per- sonen, die Alters-, Invaliden- oder Unfallrente beziehen. Die Auf- nähme kann verweigert werden wegen günstiger Vermögenslage des Antragstellers oder Ivo Trunksucht oder Arbeitsscheu vorliegt. Der Anspruch auf Unterstützung beginnt sechs Monate nach dem Tage des Beitritts. Die Beitrittsinelduugeu können mündlich oder schriftlich erfolgen. Die Zahlung der Unterstützung beginnt, nachdem die Arbeitslosigkeit acht Tage ununterbrochen hintereinander gedauert hat. Bei Streiks, Aussperrung, Unfall und Invalidität wird keine Unterstützung gezahlt. Jedes Mitglied ist verpstichtet, eine ihm nach- gewiesene Arbeit, die ihm billigerweise zugemutet lverdeir kann, an- zunehmen. Unverheiratete Mitglieder müssen Arbeit auch außerhalb annehmen und erhalten eveniuell Sieisevergütung. Während eines Rechnungsjahres wird längstens für vier Wochen Unterstützung ge- zahlt. Die Unterstiitzungstage können unterbrochen werden. Die täglich zu zahlende Unterstützung beträgt 1 M. Falls von der Ge- meinde Rolstandsarbeiten ausgeführt werden, haben die bei der ge« meindlichen Versicherungskasse Versicherie» in erster Linic einen An- sprach auf Beschäftigung. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften haben den Verlust aller Ansprüche zur Folge. Ein diesbezüglicher Beschluß des hierfür zuständigen SpruchausschusseS ist dem Ver- sicherten schriftlich mitzuteilen. Adlershof. Ei« umfangreicher Dachstuhlbraud brach gestern früh gegen 2 Uhr in der Abtstraße, oichl am Bahnhof Adlershof ans. DaS Feuer war schon sehr weit vorgeschritten als man eS bemerkte und hatte den größten Teil des Dachstuhles von dem neuerbauten Hause ergriffen. Die Adlershofer Feuerwehr ging mit vier Schlauchleiwngen� gegen den Brand vor, doch dauerte es über eine Stunde, ehe die Gefahr als beseitigt gelten konnte. Tie AufräuinungSarbeiten zogen sich bis gegen 5 Uhr morgens hin. Der Dachstuhl ist fast vollständig zerstört. Unfälle sind bei den Lösd)arbeitcir nicht vorgekommen. Es waren auch die Freiwilligen Feuerwehren von Grünau und Alt- Glienicke zu Hilfe geeilt, die aber nicht in Tätigkeit zu treten brauchten. Spnnvau. Die Stadtverordnetenversainnilung am Donnerstag bewilligte zunächst 36 800 M. für Herrichtung von gärtnerischen Anlagen in der Umgebung des neuen Rathauses. Die Mittel hierzu sollen auZ der Rathausneudauanleihe entnommen werden.— Eine längere Tebattc entspann sich bei der Zustimmung zu dem Vertrage betr. Anschluß der 403 Einwohner zählenden Gemeinde Pichelsdorf an die Wasserleitung und an die unter indische Entwässerung der Stadl Spandau. Stadtv. Dr. Kantorowicz erklärte im Austrage der libc- ra-len Fraktion, daß dieselbe nur dann für die Lieferung von Wasser an Pichelsdorf stimmen werde, wenn die Stadt vertraglich dazu ver- pflichtet fei, Pichelsdorf Gas, Wasser und Elektrizität zu liefern zu denselben Bedingungen wie den' Einwohnern Spandaus. Genosse Pieck führte aus, daß die Erklärung des Stadtv. Dr. Kantorowicz keineswegs liberal sei, an die Nachbargemcin-de Pichelsdorf kein Wasser abzugeben. Nach Ruhlebcn liefere die Stadt das Wasser für ll Pf. pro Kubikmeter, Pichelsdorf zahle aber 16 Pf. Stadtv. Dr. Kantorowicz stellte darauf noch den Antrag, den Passus zu streichen, daß das Wasser zu Fcucrlöschzwcckcn unentgeltlich geliefert werde. Zugestimmt wurde �im übrigen dem Vertrage, der eine Dauer von 30 Jahren hat. Spandau verpflichtet sich darin, für das Westlich der Havel belegene Gebiet von Pichelsdorf Wasser zu Trink- und Nutzzwecken fürlOPf. pro Kubikmeter, zurStraßenbcsprcngnng und Kanalspülung für 10 Pf. pro Kubikmeter zu liefern usw.— Eine weitere Vorlage verlangt Zustiuimung zu dem Vorprojekt zum Bau des Obcrlvzcums. Das Projekt ist mit 802537 M. veranschlagt. Genosse Pieck erklärt, daß er und seine Freunde nicht gegen Schulbauten seien. Bei diesem>Baii werde aber ein Lurus getrieben, gegen den man sich ganz entschieden wenden müsse. Tie Stadt müsse noch ftir jede Schülerin 200 M. zuzahlen. Beim Bau von Volksschulen würde überall gespart. Als kürzlich sür eine PolkKschuIe, die doppelt so viel Schüler chic das. Oherlyzeum habe£ 300 COO M. der lang! wurden, sollten, um an dem Bau zu sparen, i�ie Brausebäder usw. wegfallen. Nach länAcrcr Debatte wurde die vorgesehene Wandelhalle der Schule gestrichen und im übrigen der Worlage zugestimmt. Das slte Rathaus und die Stadthäuser sollen an das Städtische Und ÄrciLtrafttverk auf drei Jahre für 9000 M. jährt ich- verpachtet HDcrbcn. Da aber von einem neuen Reflektanten ein weiteres An gebot eingegangen war, wurde die Borlage zurückverwiesen. Der erhöhte Straßenbahntarif soll am 1. April durch Beschluß in Kraft treten. Ter Fahrpreis für die Strecke Fürstenbrunn- Gartenfcld soll 10 Pf. betragen, statt, wie zuerst beschlossen, 12 Pf. Stadtv. Äantorowicz bemerkte, daß die Tariferhöhungen schon der- schiedene Wandlungen durchgemacht haben. Jetzt habe die Firma Siemens u. Halske dagegen Einwendungen erhoben, daß die Ar- beiterwochcnkarte auf der Strecke Eiswcrdcr-Hackenfelde 80 Pf. koste, während der Preis für die Nonncndainmstrcckc aus 1 M. fest» gelegt fei. Es müsse also auch für die erstgenannte Strecke der- -selbe Preis festgesetzt werden. Der Vorlage wurde zugestimmt. Ein st ä n d i g e r W o ch c n m a r k t soll auf dem'Metzer Platz Und in der Jägerstraße eingerichtet werden. Dic'Stadwv. Thomas, Taßlcr und Ncusch wandten sich hauptsächlich aus Rücksicht auf die Geschäftsleute und Hausbesitzer dagegen. Genosse Götze trat sehr energisch für Errichtung eines Wochcnmarktcs ein. Die Allgemein- intercssen müßten den Interessen der Geschäftsleute und Haus- besitzer vorangestellt werden. Es erfolgte Ablehnung der Vorlage. Für eine Stiftung zum neuen Rathaus haben die Stodtverord- reten 630 M. gesammelt. Der Magistrat will ein Bild im Werte von 12 000 M. herstellen lassen. Die Mitalieder des Magistrats wollen 4600 M. hierzu beitragen.' Die öffentlichen Anschlagsäulen sollen bis zum Jahre 1922 an die Firma Stückrath weiterverpachtet werden. Die Genossen Pieck und Pieper wenden sich gegen die neue Bestimmung im Der- trag, wonach politische Plakate erst der Genehmigung des Magistrats 'bedürfen. Diese Bestimmung würde zumeist gegen die Sozialdcmo- kratie angewendet werden. Nach längerer Verhandlung wurde die Vorlage zur weiteren Beratung zurückrerwiescn. Hierauf geheime Sitzung. Tempelhof. Aus der Gemeindevertretung. Zum besoldeten Schöffen der Ge- meinde wurde an Stelle des zun: Vorsteher gewählten Syndikus Wiesener der im 31. Lebensjahr stehende Magistratsaffessor Ernst Seyffarth-Charlottenburg mit alle» Stimmen auf die Dauer von zwölf Jahren gewählt. TaS AnfcmgSgehalt beträgt 6500 M. Von 79 Bewerbungen schieden 31 von vornherein aus.— Der Voranschlag der Gemeinde, welcher die Vertretung bereits in mehreren Sitzungen beschäftigte und im Lrdinarium mit 1 608 000 M., im Extraordinarium mit 3 731 000 M. abschließt, wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Die steuerlichen Verhältnisse zeigen gegenüber dem Vorjahre keine Veränderung auf; nur diejenigen Zensiten, welche infolge ihres ganz geringen Ein- kommens mit 4,20 M. zur Gemeindeeinkonimensteuer herangezogen wur- den,'sollen, im neuen Jahre steuerfrei bleiben. Aus dem außerordent- lichen Etat ist noch erwähnenswert, daß das Lehnesche Parkgrundstück, zwischen Dorf- und Reinhardstraße gelegen, gegen rund 1 /o 000 M. in Gemeindebesitz übergeht.— Anschließend an die Beschlußfassung über den Etat brachte Schöffe Jung zur Sprache, daß der Wunsch bestehe, für den jetzigen Gemeindevorsteher Wiesener die Verleihung deS Titels.Bürgermeister" zu beantrag«,. Dieser Wunsch konnte aber noch nicht erfüllt werden, da die Sozialdemokraten vorläufig einem solchen Ansinnen widersprachen. Teutsch-Wusterhausen. Der Voranschlag der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1913 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 10 920 M. gegen 10 700 M. im Vorjahre ab. An Einnahmen sollen die direkten Genieindesteuern 8225 M., die indirekten(Lustbarkeits-, Hunde«, Umsatz- und Bier- steuerj 530 M. bringen. An Ausgaben erfordern die Gemeinde- Verwaltung 1993,06 M., das Schulwesen 3800 M., die Armen- Verwaltung 1200 M., Kreissteuern 1000 M. und die Verzinsung und Tilgung der Gemeindeschulden 2629,26 M. Eine längere Debatte rief die vom Landrat warin besürwortete und auf Kosten der Ge- meinde zu veranstaltende Jahrhundertfeier usw. hervor.'Unsere Ge- nossen vertraten hierbei die auch in anderen Gemeindeparlamenten von den sozialdemokratischen Vertretern dargelegte Auffassung. Mit 9 gegen 3 Stimmen wurde beschlossen, daß die Gemeinden Schöneberg und Deutsch-Wusterhausen gemeinschaftlich die Kosten für die Veranstaltung tragen sollen. Potsdam. In der hiesigen Armeuverwaltuiig sind im Fahre 1912 22 Armen- Vorsteher, 148 Armenpfleger und 23 Armenpflegerinnen ehrenamtlich tätig gewesen. Die Gesamtkosten, die die Ärmenverwaltung für laufende Unterstützungen, Pflegegeld für die in hiesigen Familien untergebrachten Kinder und einmalige Unterstützungen zahlte, be- irugen im vergangenen Jahre 81 188 M.(gegen 83 957 M. im Jahre 1911). Von diesen Kosten sind der Stadtgemeinde von auswärtigen Armenverbänden 18 375 M. wiedererstattet worden, so daß eine wirk- liche Ausgabe von 62 813 M. gegen 72 639 M. im Jahre vorher ver- bleibt. Die Armenlasten sind also im Jahre 1912 um 9826 M. ge- ringer als im Jahre 1911 gewesen. Bei einer Zivilbevölkerung von 57 OOO ergibt sich für den Kopf eine Belastung um 0.91 M. gegen 1,27 M. im Jahre vorher, soweit Unterstützungen in baremGelde in Frage kommen. Ferner wurden gewährt Unterstützungen in Naturalien für 4434 M., in Brennmaterialien für 4698 M., für Medizin und Verbandszeug für 3601 M., die Kür-, Pflege- und Be- erdigungskosten für die in und außer dem städtischen Krankenhause behandelten Landarmen, Stadtarmen und Prostituierten belaufen sich auf 42 593 M. Durchschnittlich wurden monatlich 577 Personen unterstützt, und zwar 41 männliche mit und ohne Angehörige. 84 Ehe- paare, 594 weibliche Personen mit und ohne Angehörige und 67 ehe- verlassene Frauen. L-lnre Vto>iiiungsei»eiedlungsn, Limmer- uns Kuchen-Einrichtungen, sowie jedes Stück einzeln zu den billigsten Preisen In guter, gedieg. Arbeit empfiehlt Wilh. Satnforeeht, Berlin S>V., Simeonstr. ,9. Verlangen Sie, bitte, illustrierte Preisliste. S KLEIDUNG ■, r:,- i•,■'•••>•*+ v- C I CUV CHARLOTTENBURG J.LCV l SCHARRENSTR.36. Betifedern- und Daunen- Spezial- Geschäft. Inlett-Stoffe, Bettwäsche. Dampf-Bettfedern■ Reinigungs-Anstalt, Gründliche Reinigung mittele chemischer Dampfe. Freie Abholung und Zusendung. WWanonap Boyenntr. 11 . neycllcl Tel, Moabit 3438. irJI't-'~ - Hunderte lAnerken- kann man meine Konfektion nennen. Fassons sind nach neuen künstlerischen Entwürfen, die Formen individuell, modern und in 24 ver- schiedenen Grössen hergestellt. Jedes Stück iat ein Ersatz für die Massanfettigung. Die Preise sind durch Ausschaltung des Zwischenhandels beim Einkauf von Rohstoff und durch Herstellung im eigene» Grossbetriebe besonders billig. Ulster u. Paletots moderne Stoffe und Formen 38, M 1271 22 1$ 65 53 49 44 Herren- Anzüge moderne 1- und 2-reihige Formen Gottlieb Weiss Scliönebepg, Hauptstpasse 161 Ecke Kaiser-Friedrich-Strasse 3n Stelen ötnnaen - Die- Wocheuschrifk für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. �sknpnsxis B. Wiesen, Wilmersdorf er Str. 60-61, Kähe Kantstraße. Sprechstunden 8— 1. 3—7, Sonntags 9—1 Uhr. Nach vorheriger Anmeldung auch abends von 7—9 Uhr. Telephon: Wilhelm 89. Kostenloses Zahnziehen. Zahnersatz ohne Gaumenplatte, Plomben, Stiftzähne, Goldkronen. Reparatnren»otort. Mäßige Preise. Kulante Zahlungsbedingungen. u B M. Schulmeister Berlin SO 26, Dresdener Str. 4 Hochbahn-Station Kottbuser Tor „Cufnosy" die grosse Mode! „Cutaway" mit Weste 3850 4200 46oo 4300 52°° 56oo eooo Mapk Dazu passende Beinkleider 850 IQOO■J250 1400 1600 1800 20°° Mark Jackett und Weste in 24 Grössen am Lager 26°° 28°° 3250 36°° 38oo 4200 46co 5200 M —— Verlangen Sie bitte'■ die neueste Modenbeschreibang »Der lote Gescbmach" - porto- u. kostenfrei Verkaufsstellen: Verkaufsstellen; Nogatstraße 19-20 Wä*! Hl Donaustraße 114 Weisestraße 32 K ftJn||V» Weserstraße 52 (Ecke Leinestraße) I VI III H 1 Bergstraße 151-152 Weisestraße 9\ IIIjIII# Wipperstraße 20 Steinmetzstraße 102 �lft«llft Niemetzstraße 4 Hobrechtstraße 77 Hermannstraße 36 Billigste.Lebensmittel- Bezugsquelle. ■__ ff empkehleQ wir in a n- Für das bevorstehende H R ET Et®}T 1* erkannt besten RJr>»«Qualitäten: Mehl ff. OOO Weizenmehl................. Pkund 17 Pf. feinstes Auszaumehi................„ ÜO„ „ Beutclmehl,„Weizenblumo"....... 5 Pfund-Beutel HO„ ....... 10 815„ allerfelnstes JBcntelmehl,„Weizengold"..... 5„„ 1ÄO„ rr ii n••»•.10nti Ä30„ Mandeln— Rosinen Mandeln, süße, feine................. Pfund 135 Pf. „„ feinste.................„ 146„ „ bittere...................„ 140„ Rosinen, feine....................„ 45„ „ feinste...................„ 55„ Sultaninen, feine..................„ 6S„ „ feinste..................„ 76 � Korinthen, feine.................. ,, 4«„ „ feinste..................„ 44„ Diverse Backartikel Baekmehl, fertig gemischte Kuchenmasse......... Paket 30 Pf. Barkpnlver.....................-®n Zitronen-Oel-Essenz................ Flasche 6„ Knehen-CÄewürz-Oel................ n 6n Zitronen...................... Stück 4„ Margarine Reik f;........... Pfund 7» Pf.jm. roten Zugahei Reik Pflanzenbntter-Bargarine, feinste Qualität„ n r sieuns Zugaben" Extramarke, allerfeinsto...........„ lOO, J Verzeichnis! Unsere Margarine ist aus feinsten Rohstoffen hergestellt und eignet sich ganz besonders gut zum Braten und Backen.::: Palmbutter'n Tafeln mit Uhren- Gutscheinen(reines Kokospflanzenfett) Tafel zirka 1 Pfund 68 Pf.— Tafel zirka'/? Pfund 35 Pf. — Eier zum billigsten Tagespreis.------------------------ Oster-Eier Schokoladen-IAkör-Eier..............'/i Pfund ÄO Pf. 8chokoladen-£ier mit Rarzipanfüllnns.......» 25„ Ferner empfehlen wir: Feinste Brannschweiger Gemüfte-Konsierven;; ~ Feinste e r h t c Braunschweiger Wurst waren. Alles in besten Qualitäten zu billigsten Preisen! Trotz der außerordentlich niedrigen Freite geben wir auf«»finitllche vorstehende Artikel, sowio überhaupt aul fast alle unsere Waren noch lO Prozent RabaUinarkeit! Gebser, Schwanke& Co. G. Geschäfts- Eröffnung Infolge des kolossalen Kunden-Zuwachses, dessen sich unsere Firma in den letzten Jahren erfreut, haben wir uns entschlossen, II. Geschäft: Kottbuser Str. 14 zu eröffnen. Wir empfehlen: Wohnungs-Einrichtungen auf Kredit in unerreicht grosser Auswahl.— Garantie für solide, dauerhafte Arbeit.— Verblüffend niedrige Preise. 100 Bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen von 230—10000 Mark Einrichtung A Elnf.Stabe n.Kflcbe 1 Anzahlung best. a.:l Kleiderschrank 1 Bettstelle mit Matr. 1 Tisch und 2 Stühlen 1 Spind mit Spiegel 1 Küchenspind 1 Küchentisch und Stuhl 20 Wochenr. 1.50 Einrichtung B Stabe u. KQche�best. aus: 1 Kleiderschrank 2 Bettstellen mit Matr. 1 Sofa 1 Tisch und 3 Stühlen 1 Spiegelspind u. Spiegel 1 kompletten Küche Anzahlung 30«. Wochenr. 2 M. Einrichtung C 2 Stuben und KOehe, bestehend aus: 1 mod. Kleidertchrk. 1 mod. Vertiko 1 Sofa 1 Tisch und 4 Stühlen 1 Teppich_ 2 Bettstellen mit Matratzen 1 Waschtoilette 2 Nachtschränkchen 1 kompletten Küche Anzahlung WochenrateSM. Einzelne Möbelstücke und Polsterwaren Anzahlung 3 Hark Wochenrate 1 Mark. WW" Gratis erhält Jeder Käufer, welcher bis zum 31. März bei uns eine Wohnungs-Einrichtung In Höhe von mindestens 300 Mk. kauft, eine Wanduhr nach dem nebenstehenden Muster im Werte von 30 M. Gehr Liehor Alexanderstrasse 16 IS ü feElS'-ÜÜ it.- FS----- Sonntag, den 16. März, von 12 bis 6 Uhr geöffnet. vis-ä-vis der Holxmarktstr. P r a c h t- K a t a I o g gratis b; i v.,* t.w, l}-- j ■l'm.■ t m Lieferung nach allen Plätzen Deutschlands | Verlangen Sie unseren Jnbllfiums-Katalog! 1 Grosser Jubiläums-Verkauf aniissgich des 25jährigen Bestehens unserer Firma! Unsere Jubiiäums-Schlager müssen infolge ihrer Preiswürdigkeit unbedingt Aufsehen erregen. Wir bringen in allen Abteilungen eine gewaltige Auswahl der letzen Frühjahrs-Neuheiten Moderne Herren- u. Knaben-Kleidung Heitinaer& Ca Deutsche am Oranienplatz H Compagnie Eingang Ecke Dresdener Strasse. Sonntag von 12— 6 Uhr geöffnet. Billigste nnd beste Bezugsquelle für Kerrenhfite in jeder Preislage ist T Berliner Straße 51. Wuchearafe 1 Mark eventi. ohne Anxahlung .. erhalten Sie Im= Kredit Möbel- u. Waren-Kredithaus H. LävisoSisi, OmrMföülsiiri 1321 Wilmersdorfer Strasse 1321 Gasse Wobnunds-Einrlsilstuneeii sowie dnzeme MObel-ErgatzsfQck« Herren-, Damen, und Kinder- Garderobe : auf bequemste Teilzahlung- Bei BarelnkSolen billig*(c Preise. Vorzelger dieses erlifi!t beim Elnkan! 3 IB. Rabatt .Mkdienrate 1 Mark Martha Jacob, Wurstfabrik mit elektrischem Betrieb, Grolmanstr. 46. Hauptgeschäft Jlk ailfjH tl*. 1A8» IStpl. 7039. Passauer Str. 3, Uhlandstr. 50, Suarezstr. 63, Friedrichstr. 31 Friedenau, Kaiser-ÄUee 101. l'olntsche.. Pfd. I.IOM. Schleslscho.„ 1.—„ Kxtrawnrst..„ 1.— r llampfwurst„ 85 Pf. WCervclatwlIpstch. P.SO„ Fraustädter Paar lO„ RlnderhcH8Som.Kch.Pf(1.65Pt. Kainiu....... 80„ Fehlrippe 85 Schieres.. Pfd. 1.00-1.10 M. Koastbeef.... Pfd. 1.30., Kurfürstendamm 123, Koiuuiandantenstr. 16. Grolmanstr. 46. Kalbslcberwurstlifd. 1.80M. IT. I�eberwurst..„ 1.10„ Kladsleberwurst. 1.Ä0.. Kwlebelleberwurst, 90 Pf. Wiener.... 3 Paar 50„ Sancischen..„ 25„ Kalbskamiu.. Pfd. 85 Pf. Kalbsbug....„ 90„ Kalbsbrust....!(0 ,, Kotelett«... Pfd. 1.20 M. Schnitzel. Pfd. 1.60-2.00„ Zöpfe und Perücken Gegr. 1898 Haargeschäft Neukölln, Erkstr. 3 Sehlender-Dähne Zigarren-Zigaretten-Engros Private erhalten Engrospreise! Berlin 8.. Kottbuserdamm 23. Uur Original f Märzenliiep, 36F1.800 f ¥ersaniliiier,30FLr PatzeiiMer, hell, 36F1.300 PatzeBhöter-BierJunkJOFLS00 Chaiiipapr-Wei6-Bffir,38FL300 liefert ohne Pfand Amt Kursiirft 5019.* PauI Zedstiel, Vosohsts. 71. ÜB BklMf kerün 8., prinzenstr. 99 zwischen Moritzplatz und Hitterstraße (früher 23 Jahre Oranienstr. 152). Siilie Neulieilen der Ssison sind in reichhaltiger Auswahl am Lager. Anzüge, Paletots, Ulster. in riesiger Auswahl von m. 15,00 bis 36,00. Anfertigung nach Maß. Brautleute weiche sich ein sreuvUlieties Heim gründen wollen, und Vormieter, die ihro Zimmer gut zu vermieten beabsichtigen, aber nicht in der Lage sind, gleich zahlen zu können, werden nirgends vorteilhafter, günstiger u. reeller kanten wie im M. Goldstaub Ecke Gneisenaustr. 38 8tl*. 38 Parterre u. I. Etage. An jedem Stück ist der Preis deutlich vermerkt. Uebervorteilung daher gänzl. ausgeschlossen. Langjährige Garantie für Haltbarkeit der Möbel.— Bei Krankheit und Arbeitslosigkeit grööte Rücksicht. Auch 8onntags geüflne|. Grösste Auswahl inzaliltingeo auf Stalle and Rüehe 20 30 40 60 LREDIT A Kredithaus zum M. Moderne Schlaf-, Speise-, Wohnzimmer BUNTE KUCHEN Rollkrug "—öiäinirf str. 257 GARDEROBE für Herren und Damen modern und schick zu streng soliden Preisen von � Mark Anzahlung an. "trif TEPPICHEN PORTIEREN... GARDINEN Honntag von 13 bis 6 llhr geöffnet. »»»Ms»»»«»»»»»»»»»»»»»»»» »»»»»»»»»»» Mass'Anfertigung VorzQse meiner Fabrikate! "i Nur ganz Moderne Frühjahrs-Kostüme Ulster ♦ Mäntel ♦ Röcke sind am Lager reich sortiert! Meine Fabrikate sind bekannt reell, tadellos im Sitz u. Arbeit. Stoffe u. Zutaten erstklassig! Durch Ersparnis der teuren Ladenmiete sind die Preise sehr billig s ■ : s » ■ 5 f 9 S Neukölln nur Reuterstrasse 63 a. d. Kaiser-Fricdrich-Slrasse Damen- Mäntel- F abriK Paul Linck Neukölln nur Reuterstrasse 63 a. d. Kaiser-Friedrich-Strass« ; ■■e £eihhaus Apollo neben Apollo-Theater » G» g ä g*m u» f Kaufen Sie von Kavalieren getragene Jackett- I. anzöge, Rockanzüge, Paletots, Ulster(auch J l tv 84& I vliwl« 0 auf Seide gearbeitet), Goldsachen, Uhren, Sonntags geöffnet. Ketten, Ringe, enorm billig. Segen Vorzeigung dieser Hnnonee 10% Rabatt. Friedrichstraße 215, an der Kochstraße. Enorni billige Preise Für den Osterbedarf Enorm milise Preise Hulfformen Bast, Italiener Gaminform F./»'-" I95 Weiche moderne Form ein- u zweifarbig 29S Jugendlicher Rundhut 265 LitZenfOrmen in grosser Auewahl 2.95,2.45, I75 CMmann hiitn u> erosser Auswahl in Stroh, Bast, Litec M7S rrauennute nndTasaun____ 4.25.3.25,2.45,■ Stroh-Gamin mit farbigem Ansatz....... I45 25 Garnierte Hüte Eieg. garnierter Damenhut SL.Ä! 11 Fescher Trotteur 750 Eieg. Strohhut mit moderner Seidengarnitur Jugend!, fescher Seldenhut�VaTnÄ 450 Kleids. Backfischhut 395 Kinder-Strohhut SVLpcbot�™ie"a.nLn!d 375 Hutgarnituren Neuestes Straussfeder-Gesteck�ilf"� 325 Imitierte Reiher weiss u. schwarz 1.35, 95 pf. Buntfarb. Röschen 12-24 teiiig, Piquet48pf. Seidene Moosrosen 95 pt. Eieg» Seidenblumen In Bulgarenfarben 65 Pf. Phantasies..... 1.50, 95, 75, 58 pf. Gr. Auswahl in modernen Damen- und Kinder- Konfektion Cheviot- Kostüm Kpkw mi! s;iden�n md 2250 Cheviot" KOStÜm mit Tressen- Qarnitur und Seidenspiegel,. �350 Kammgarn-Kostüm auf Seide, elegant verarbeitet.. BaCkfiSCh"KOStÜm englischer Art, modern verarbeitet.. �i 2� CheViOt" ROCk reine Wolle, mit grosser Knopfgarnierung,., 3 � CheViOt" ROCk reine Wolle, mit einseitiger Faltengarnitur... 5" KOStÜm"ROCk englischer Art, mit Falten und Knopfgarnitur,, 2 � KOSt Ü m* ROCk Stofl englischer Art, mit Knopfgarnierung,,,. 4 � Mussei in- Bluse mit farbigem Kragen und Samtschieike,,,, 3� Wo!!'Batist" Bluse schwarz-weiss gepaspelt 2 � TÜllblUSe gefüttert, mit Spitzeneinsätzen........»«». 3" Seidenbluse auf Futter, in aparten neuen Farben 3 � POpel inC-BI USB mit Spitzenkragen und Schleifengarnierung,,, 4� Mädchen kleid mit Faltenrock in hellen, neuen Farben 14.5O, I2.5O 9� ZeluiiillM marin« Chevict- Psltenrock und � IN«N IZ-» inso Kragengarnitur Jahre i Jahre U Jahrew J U 6-9 Wflsch-ünferröcliß ät." iM ErfflsciiunssrnumLEtflSe Sonntag, den 16. Härz, von 12-6 Ohr geöffnet| Noten-Oerkauf I. Etnje A. weiss& Co. Nachf. Inh. Fritz Prieur Berlin Wv Schöneberg Hauptstrasse 11 Ecke der Vorbergatr. Kerantworfkicher fRchaltcur: Alfred Wirlepp, HeuMn. Für de« Lnseratenteil verantw.: TH. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag-Vorwärt, jvuchdruckeref u. Verlagsanstalt Vau! Singer„.Co, Berlin Z»"