Nr. 74. »bonnementz-keSingungen: SiboiinemeiUs- Preis vränumcrando: Wierteljährl. S,Z0 Ml., viunatl, 1,10 Ml,, wöchentlich 28 Psg. srei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Psg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt" 10 Psg. Post- Slbonncmenl: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn L Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien. Dänemark, Holland, Italien. Lureniburg. Portugal. Niunänicn, Schweden und die Schweiz. 30. Jahrg. vie snsertlsns-Lediihr beträgt für die fechSgespaltene Kolonek- zeile oder deren Raum M Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins- und Bersnmnuungs-Anzcigen 30 Pfg. „piteine Mnreigen", das settgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 settgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlasstcllenan- � das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über löBuch- zeigen I laben zählen für zwei Worte.. ür die nächste Nummer müssen bis ; Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, VlchtlM täglich außer Montag;. Verlinev Volksbl�tk. Tentralorgan cker fosialäemokratifcken Partei veutfcklanäs. Telegramm- Adresse: „Sozlalilemokrat Berlin". Redaktton: 8 Tl. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritiplati, Nr. I.S83. Expedition: 8 Tl. 68, lindenstrasse 69. Fernsprecher! Amt Moritiplass, Nr. Ans Aerk! Wenn je die politische Regsamkeit And Energie des deutschen Proletariats am Platze war, so jetzt. Droht doch dem Volke eine neue Hceresvorlage von Dimensionen, die selbst in der Geschichte des_ deutschen Militarismus unerhört sind. Um 136000 Mann soll einschließlich der Offiziere und Unteroffiziere die Friedenspräsenzstärke erhöht werden! Das deutsche Heer wird damit auf eine Kopfstärke von 823 000 Mann gebracht werden. Rechnet man dazu noch die M a r i n e m a n n- sch asten, so kommen wir damit auf annähernd eine Million Soldaten, die von der arbeitenden Klasse unterhalten werden müssen! Eine leere Ausrede ist es, daß ja diesmal nicht die Arbeiterklasse dieKostcn ausbringen solle, sondern der Mittel- st a n d und die K a p i t a I i st c n k l a sse. Als ob nicht durch die neuen Riesenausgaben für den Militarismus jede Hvffnnna schwände, die indirekte Steueransplünderung jemals zn mildern! Und als ob nicht bei dem n ä ch st e n Steucrgcsctz das Proletariat dann wieder um so rücksichtsloser bluten müßte! Trotz der gegenwärtigen Riescnausgaben für den Militarismus werden ja bald genug weitere Rüstungs- steig�rungen kommen. Nach dem Landmilitarismus wird nur zu bald der Wassermilitarismus wieder Forderungen erheben. Aber auch der Lnftmilitaristtlns wird immer unerhörtere Ansprüche stellen. Schon jetzt werden ja— über die Heeresvorlage hinaus— allein für das Marincluftschiffahrtswesen weitere 50 Millionen verlangt. Ter einzige ernsthafte Gegner dieses nnlitaristischen Wahnsinns ist die Sozialdemokratie. Selbst der„entschiedene" Freisinn will ja nur den Versuch machen, einige armselige A b st r i ch e durchzusetzen. 10 oder 20 Millionen weniger spielen aber bei den geforderten 1300 Millionen absolut keine Rolle. Zu dem Kampf um die Militärvorlage und die neuen Steuern treten die Landtagsneuwahlen, tritt der Kampf um das preußische Wahlrecht! Von der Wahlrechtsbeteiligung der preußischen Wahlrechts- Heloten, von dem Proteststurm derProletarischen Wähler- Massen hängt es ab, wie künftig das preußische Wahlrecht ausfällt! Nur wenn der Wahlrechtskampf der preußischen Arbeiterklasse in den Neuwahlen seinen leidenschaftlichsten Ausdruck findet, nur wenn die Empörung der geäfften Volks- Massen im Wahlmonat Mai allgewaltig emporlodert, werden die preußischen Mackthaber sich scheuen, die Rechtsforderung des Proletariats abermals mit schnödem Hohn zu be- antworten. An b r u t a l st e m Widerstand wird es die preußische Bourgeoisie nicht fehlen lassen. Glückt der reaktionäre Plan, die Besitzsteuer zur Deckung der neuen Militärvorlage den E i n z c l st a a t e n zu überlassen, so wird die Reaktion alles aufbieten, dem preußischen Volke jedes Mitbestimmungsrecht vorzuenthalten! Darum Proletarier, Parteigenossen, rafft Euch auf zur kraftvollsten Gegenwehr! Führt mit äußerster Energie den Kampf gegen den Kasernengeist, gegen den militaristischen und imperalistischen Wahnsinn, der zum ungeheuerlichsten Völkermord führen muß. Sorgt für Massenbesuch der Protestdemonstrationen, die am 6. April stattfinden werden! Betreibt mit Feuereifer die Wahlagitatiop! Rüttelt alle Trägen und Schwachmütigen auf! Stärkt die Organisationen des kämpfenden Proletariats! Schärft vor allen Dingen auch Eure wichtigste Waffe: Werbt neue Abonnenten für die Partciprcsse, für den „Vorwärts"! In der bekannten amerikanischen Zeitschrift., Scribncrs Magazine" veröffentlicht Herr Pricc Colliers einen Aufsatz über„Deutsche politische Parteien und die Presse". Vom sozialdemokratischen Zentralorgan schreibt er, daß der „Vorwärts", was man auch über seine Parteirichtung denken möge, eine der bcstredigiertcn, wie auch eine der best- geschriebenen Zeitungen im Deutschen Reiche sei. Parteigenossen, verhelft Eurem Parteiorgan zur weitesten Verbreitung und tiefgreifendsten Wirkung! Lteueranarchie. Man glaubt förmlich das Stöhnen des Reichskanzlers zu hören. Auf der einen Seite die vier und eine viertel Million sozialdemokratischer Stimmen, die Angst, daß jede Belastung durch indirekte Steuern selbst die Geduld des deutschen Volkes erschöpfen,, eine neue noch viel größere Steuerrevolte, als die letzten Wahlen waren, hervorrufen würde. Auf der anderen Seite die harten Junker, die dem Reichskanzler verboten haben, eine klare, einheitliche, ver- nünftige Reichssteuerreform endlich zu bewerkstelligen. Unter diesem doppelten Druck ist das P f u s ch w e r k ent- standen, das die deutsche Regierung nunmehr dem Reichstag präsentiert. Der Wortlaut der Steuervorlagen, wie ihn die„Nordd. Allgein. Ztg." veröffentlicht, und' deren wesentliche Bestim- muugen wir an anderer Stelle bringen, verstärkt nur den Übeln Eindruck der vorläufigen Veröffentlichung. Selbst die bürgerliche Presse muß sich dagegen wenden, daß bei dckt Vermögensabgabe die großen Vermögen nicht stärker herangezogen werden als die kleinen. Und allgemein ist das Verlangen, daß die Vermögen nicht nur bis 10 000, sondern bis 20 000 M. frei bleiben, dafür aber die großen Vermögen stärker belastet werden. Auch ist nicht einzusehen, warum die E i n k 0 m m e n erst von 50 000 M. an herangezogen werden sollen. Hier wäre eine niedrigere Grenze am Platze. Was soll man aber dazu sagen, daß über das schöne Ver- sprechen, auch die B u n d e s f ü r st e u zur Steuerpflicht heranzuziehen, weder im Gesetz noch in der Begründung etwas gesagt ist! Ist die Opferfreudigkeit der hohen Herren nur eine vorübergehende Gemiitswallung gewesen oder wie steht's sonst damit? Glaubt man im Ernst, dgs durch nichts zu rechtfertigende Privileg der Steuerfreiheit noch aufrecht- erhalten zu können? Natürlich haben die A g r a r i e r auch bei diesem Gesetz wieder ihre Extrawurst gebraten bekommen. Bei Grund- stücken wird nicht der wirkliche Wert, sondern der nie- drigerc Ertrags wert zugrunde gelegt, der eigens dazu erfunden worden ist, um die Großgrundbesitzer Steuern ersparen zu lassen. Und fiir die Schwarzen ist�nicht minder gesorgt wie für die Blauen. Die R i e s e n v e r m ö g e n der„Toten Hand" bleiben von dem patriotischen Opfer ebenfalls verschont. Handelt es sich aber bei der Vermögensabgabe um wenn auch wichtige Einzelheiten, so ist die Aufbringung der jähr- l i ch e n Steuern v 0 n G r u n d a u s v e r f e h l t. Die Ver- mögensabgabe erfordert die Feststellung aller steuerpflichtigen Vermögen und der großen Einkommen im ganzen Reich nach einheitlichen Grundsätzen. Damit ist aber zugleich die Grund- läge geschaffen fiir die Einführung einer Reichs- Vermögens- und E i n k 0 in ni e n st e u e r in Verbindung mit der E r b s ch a f t s st e u e r. Dadurch würde das Reich endlich zu einem gerechteren, den wechselnden Bediirf- nissen sich anpassenden Steuersystem gelangen. Das eben lvollen die Junker verhindern aus Feind- schaft gegen den Reichstag des gleichen S t i m in r e ch t s u n d d i c R e g i e r u>1 g l e i st e t i h n e n dabei H e I f c r s h e l f c r d i c n st e. Sic verzichtet auf jede groß ügige Fiuanzresorm, will den Reichstag um sein wichtigstes grundlegendes Recht bringen und die Besitzbesteue- rung fiir alle Ewigkeit den Landtagen überweisen. Dabei kennt die Regierung nur die. eine Sorge, den großen Großbesitz möglichst zu schlitzen. Denn nur darum ver- weist sie die Einzelstaaten auf den Weg der Vermögenszuwachs' steucr, durch die das bisherige Vermögen von der Steuer frei bleibt. Und sie trifft in den allgemeinen Bestimmungen nicht einmal dafür Vorsorge, daß die Bundesstaaten nun wirklich auch a n st ä n d i g e Steuern machen. Sie will ihnen zwar vorschreiben, daß sie die erhöhten Beiträge für das Reich, die etwa 80 Millionen Mark« ausmachen sollen, durch eine Be- steuerung des Vermögens, des Einkommens oder der Erb- schaften aufbringen sollen, aber die Bestimmung hinderte nicht im geringsten, daß die preußischen Dreiklassenmänner den größten Teil des Erfordnerisses durch Erhöhung der Steuer auf die Einkommen von 000 bis 3000 M. aufbrächten. Und äluiliches könnte sich in Sachsen oder in den thüringischen Staaten, wo die Steuerpflicht bis 100 M. und noch darunter heruntergeht, ereignen. Es ist direkKS e l b st- m 0 r d, was da dem Reichstag angesonnen wird. Und wir sind wirklich neugierig, ob' die blirgerlickjen Par- teien den Mut haben werden, der deutschen Volks- Vertretung diese Selbsterniedrigung zuzumuten. Tie Verantwortung dafür würde in vollem Maße vor allem die Ratio 11 allibcralcn treffen. Es handelt sich in dieser Sache um die Frage, ob der preußische Partikularismus, ob die preußische. Junkerherrschaft einen großen und entscheiden- den Triumph erringen soll. Und man kann begierig sein, ob jene Partei, die sich so gerne die Reichspartei nennt, die frei- lich in Wirklichkeit schon längst zur stärksten Stütze der konser- vativen Herrschaft geworden ist, auch diesmal wieder versagen wird. Durch die„Veredelung" der Matrikularbeiträgc sollen wie gesagt ctlva 80 Millionen jährlich aufgebracht werden. Erforderlich sind 180 bis 190 Millionen. Davon sollen das Erbrecht des Staates 15 Millionen, die Stempelsteuern auf Gesellschaftsvcrträge etwa 23 Millionen Mark, die übrigen Versicherungen etwa 36 Millionen bringen. Zusammen sind das 154 Millionen Mark. Der Rest soll durch die Nicht- c r m ä ß i g u n g der Z u ck e r st e u c r und des Grund- stempels sowie durch angeblich zu erwartende Ueber�chiisse des Etats gedeckt werden. In der b ü r g e r l i ch c n P r e s s e finden die neuen Vor- lagen geteilte Ausnahme. Die chauvinistischen, alldeutschen, nationalliberalen und konservativen Blätter begrüßen natür- lich mit den üblichen Fanfarenftößcn die neue Orgie des Militarisnuis. Aber selbst die fortschrittliche Presse wagt kaum schüchterne Kritik an den ungeheuerlichen Forderungen. Von den Steurvorlagen sind die konservativen Organe so ziemlich befriedigt, wenn sie auch einiges Geschrei darüber machen, daß in der Vermögenszuwachssteuer auch eine milde Erbschaftsbesteuerung enthalten ist. Dagegen widersprechen die liberalen Blätter zmn Teil mit Entschiedenheit der Ucbcr- Weisung der Befitzsteuer an die Landtage. Wir geben im folgenden die wichtigsten Aeußerungen wieder: „Frankfurter Zeitung": Frankfurt a. M., 29. Marz. fP r i v o t t e l c g r a m m des „V 0 1 w ä r t s".)' Die„Frankfurter Zeitung" wendet sich erneut gegen das Wettrüsten, das keine Ueberlegeuhcit des einen Staates bedeute, weil auf die Rüstungsvermehrung des einen Sfaates sofort der andere mit einer weiteren Rüstung folge. Ter ganze Effekt sei nur eine Vermehrung der Lasten, nicht aber eine andere Verteilung der Kräfte. Obwohl der Rüstungsaustvänd in Deutschland in den letzten Jahrzehnten schop. eine ganz ungeheuerliche Steigerung erfahren Hai. soll es damit roch nicht genug sein. Seit 1893 haben sich die Heeres- und Marineausgaben in Deuischland ungefähr verdoppelt. Sie sind mehr als in irgendeinem anoeren Laude gewachsen und nun will man sie abermals um einen starken Prozentsatz steigern. Soll es- denn immer in diesem maßlosen Tempo weitergehen? Sollen alle wirtschaftlichen Kräfie nur dem einen Zweck, unter Vernachlässigung wichtiger Kulturforderungen dienen? Es ist Zeit, daß dem gän'zlich Einhalt ge- tan wird. Zur Steuervorlage schreibt sie: Was an ihr groß ist, ist Trug. Aber echt ist die unterwürfige Ge- sinnung, die sich dem Gebot der Agrarier in allem wesentlichen fügt. Wir vermissen bei der Regierung jedes Gefühl für die Ungeheuerlichkeit dessen, was sie mit den Wehrvorlagen, wie mit den Steuergesetzeii dem Volke zumutet. Aber wir sind überzeugt, daß das Volk, wenn erst die gegenwärtige Umnebelnng der Gemüter behoben ist, der Regierung und den Chauvinisten diese Rechnung heimzahlen wird. Was uns anlangt, so halten wir es für einen verhäng- » i s v 0 l l e n Fehler des Kanzlers, daß er dem Rüstungs- taumel dieser Monate so widerstandslos nachgegeben und ihn zum guten Teil selbst mit heraufbeschworen hat. Er hat damit seinem Lande einen kaum wieder g u t z u m a ch c n d-c n Schaden zugefügt. Der Schaden wird vervielfacht durch die hilflose Regelung der Dcckungsfrage. An diesen Steucrvor- schlägen mit all ihrer Umgehung der drängenden finanzpolitischen Probleme' darf die Linke unter keinen Umständen mitschuldig werden. „Bossische Zcitnng": „Die Erhöhung der Matriknlar beitrage kommt einer Bankrotterklärung der F i n a n z v e r w.alt n n g mindestens nahe. Die vorigen„Finanzreformen" sind nicht zuletzt mit der unabweislichcn Notwendigkeit begründet worden, die Einzelstaaten vor höheren Matrikularbciträgcn zu schützen; mußte man sie ihnen doch mehrfach swndenl Und jetzt kehrt man zu der alten Mißwirtschaft zurück. Freilich, die Matrikularbeiträge sind der klägliche Ersatz für die B e s i tz st e u c r, die sich im Plan der Verbündeten Regierungen überhaupt nicht, findet, nicht a's dauernde Reichsvermögensstcuer, nicht als Evbaniallfteuer. Das Reich erklärt sich für ohnmächtig, diese Aufgabe zu lösen, und schiebt sie, ganz wie die Konservativen verlangen, den Einzel st aatc u zu.... Daß der ländliche Grundbesitz vom preußischen D r c i k l a s s e n p a r l a m e n t und vollends vom Herrenhausc nichts zu fürchten hat, lehrt die Erfahrung. Das„mobile Kapital" dagegen nehmen die Verbündeten Regierungen unter ihre unmittelbare Obhut. Will sagen die Aktiengesellschaften, die G. in. b. H. und andere Handelsvereinigungen werden mit neuen j S t e.ni P e t st e n e r n gründlichst bedacht. Der Bundesrat hat die Ratschläge des Grafen Schtverin-Löwitz verständnisvoll beherzigt.... ! Die Versicherungssteuer ist keine Besitz steuer, sondern in vielen i Fällen das Gegenteil, eine Besteuerung der Besitzlosen. Von der Erbschaftssteuer ist nichts übrig geblieben als das Erbrecht des Staates, womit aus die Vorlage von 1998 zurückgegriffen wird. Dafür wird natürlich die gesetzlich zuge- sicherte Ermäßigung der Z u ck e r st c u e r abermals h i n a u s g c- schoben zum Schaden vorzugsweise der minderbemittelten Volts- � klaffen. lind daß ebenso die Aufhebung des Zuschlags z u r ■Grund tu echselabgabe vertagt Wird, bedarf kaum der be- i sonderen Erwähnung." ..Post". „�n der Form, in der die e i n m a l i g e Vermögensabgabe er- iolgt, wird man— unbeschadet aller prinzipiellen Bedenken mit ihr durchaus einverstanden sein können, um so mehr, als die Regierung selber betont, daß es sich dabei nur um eine ein- mal ige Abgabe dieser Art handeln kann. Tie fortdauernden Ausgaben der Hccrcsvorlage, die sich— aus drei Jahre verteilt— auf insgesamt 393 Millionen belaufen, werden zu einem erheblichen Teile durch Umlegung auf die ein- zelncn Bundesstaaten gedeckt.... Hat bis zu einem bestimmten Zcispunkt eine landesrcchtlichc Regelung der Materie bei ihnen nicht stattgefunden, so erfolgt diese durch ein reichs rechtlich nor- micrtcS Steuergesctz. Tiefe Bestimmung bedeutet zweifellos einen einschneidenden Eingriff in die Steuerhoheit der Einzelstaaten, gegen den jedoch ernstlich um so weniger etwas eilige- wendet werden kann, als der Reichsgedankc, das Gemein- samkeitSgefühl dadurch sicherlich nur gestärkt werden wird. Sehr wesentlich erscheint der Gedanke der rcichsgcsetzlich zu verhängenden Vermogenszuwachsstcucr, falls ein Bundes- iiaat bis zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Vermögens- usw. -Steuer bei sich eingeführt haben sollte. Denn in dieser Vermögens- zuwachssteucr ist gleichzeitig, wie amtlich ausdrücklich betont wird, eine Besteuerung oesKindeserbcS wie des SchenkungS- crwerbcs mittelbar eingeschlossen." „Krcuz-Zcitung". ..Anzuerkennen ist, daß die Regierungsvorlage sich bemüht hat, einen Weg zu finden, der den Streit der Parteien über die I e i d i g e B csi tz steu e r f ra g e nach Möglichkeit ausschalten will. Wir können es durchaus billigen, daß die E i n z e l it a a t e n es sind, denen die Aufbringung des auf die allgemeinen Besitzsteuern entfallenden Kostenanteils überlassen lverden soll.... Auf Preußen werden schätzungsweise gegen 59 Millionen, also etwa der volle Be- trag der Ergänzungsstcuer ohne die Zuschläge entfallen. Dieser Bc- trag erscheint uns, nachdem bereits der einmalige Wehrbcitrag den Besitz in viel größerem Umfange in Anspruch nimmt, als man je- inals früher beabsichtigt hatte, außerordentlich hoch. Des weiteren glaluben wir ein sehr ernstes Bedenken gegen die beabsich- tigte Regelung daraus ablertcn zu müssen, daß das Reich zur Durch- führung des den Bundesstaaten auferlegten Zwanges ein eigenes B e s i tz st eu c r g e s c tz erläßt. Das ist ein sehr weitgehender Eingriff in die Finanz Hoheit der Bunde? st aatcn, der den lebhaftesten grundsätzlichen Bedenken unterliegt.... Des weiteren erscheint es uns als keine glückliche Lösung, daß in dem zu erlassenden Reichsgefetz die Besteuerung der E r b s ch a f- ten von Ehegatten und Kindern unter dem doch sehr durchsichtigen Schleier der Vermögenszuwachs st euer wiederum vorgeschlagen wird.... Sehr lebhafte Bedenken erregte im Jahre 1909 der Vorschlag, die F e u e r V e r s i ch e r u n g s p r ä in i e n zu besteuern, der nunmehr in Verbindung mit einer Stempelsteuer auch auf andere Versicherungsverträge wiederholt wird. Ganz offen bleibt für uns die Frage, ob die Heranziehung des mobilen Kapitals genügend sichergestellt ist, und ferner, ob die Vorschläge.der Regierung in der Heranziehung des mobilen.Kapitals einen genügenden Ausgleich dafür bieten, daß seit dem Jahre 1999 der Grundbesitz und die Landwirtschaft in so hohem iviaße vorweg belastet worden sind, und daß auch jetzt wieder die gesetzlich zuge- sicherte Ermäßigung der Zuckersteuer und des Grundstücksumsatz- srempels fortfallen, also ein landwirtschaftliches Gewerbe und der GrundstückSverkchr wiederum vorweg betroffen werden sollen." „Deutsche Tageszeitung": ..Wa» die Rcgierungsvorschlägc im ganzen anlangt, so sprechen wir die dringende Hoffnung ans, daß sie in der Haupt- fache eine brauchbare Grundlage für die nötige Deckung her Mehrausgaben zur Stärtnng der Wehrkraft. des Reiches bilden tverdcn. ES bedarf keiner näheren Erörterung, daß dem Gedanken einer Besteuerung dcS Besitzes, noch besser gesagt ivcchl: der leistungsfähigen Schultern, im Grundprinzip durch diese Vorlagen 'in weitgehendstem Maße Rechnung getragen ist... Das darf uns aber nicht hindern, offen und mit Bedauern auszusprechen, daß auch diese RcgicrungSvorschläge ganz vorwiegend ein Eni- gegenkommen gegen die s t c n c r w ü n s ch e der links- Ü e h e n d e n P a r t e i e n und eine Rücksichtnahme aus die Sonder« intcresscn der nicht bodenständigen Teile des deutschen Volkes zeigen, wie wir sie in dem Maße nicht erwartet und befürchtet hatten. Tie« gilt zunächst davon, daß man dem Gedanken der Reichs- e r b s cha f t S ste u e r in diesen Entwürfen nicht nur den kleinen Finger, sondern tatsächlich die ganze Hand gereicht hat. Wir baben bereits gestern betont und wiederholen es, daß die Art und die Form, in welcher die Besteuerung des Kindeserbcs in ein aller- dings nur subsidärcs Gesetz hineinpraktiziert worden ist, tatsächlich w'e grundsätzlich nichts weiter bedeutet, als eine volle und nn- eingeschränkte Wiederholung des Steucrgedankcns, der hinter der Erda«sali st euer des Jahres 1999 stand. Es liegt aber auf der Hand, daß der erste, grundsätzliche Schritt, gleichviel in welcher Vertlausulicrung und Bedingtheit, hier zugleich der e n t- scheidende ist; und ebenso, daß wir demnach auf diese Brücke zur R gi chs e r b s ch a f t s ste ue r ans keinen F a l l treten können und treten werden. Daß wenigstens ähnliche grundsätzliche Bedenken, die in der gleichen Linie des kulturauflösendcn Charakters der Erbschaftssteuer liegen, auch gegenüber dem Erbrecht deö Reiches obwalten, auch wenn hier die gefährliche praktische Wirkung freilich nur in außerordentlich geringerem Grade vor- Hemden ist, haben wir schon gestern betont." „Kölnische Zeitung": „Dmn nicht alles lauscht, wird der Kamps mit den Wehr- beitragen am erbitter st cn sein. Der Gedanke ist zwar sehr günstig aufgenommen worden und das endgültige Schicksal wird sicher sein, daß die einmaligen Wchrabgaben im Reichstage mit großer Mehrheit angenommen werden wird. Die„Kölnische Zeitung" fordert, daß die n n t e r e Grenze der Vermögen ganz wesentlich heraufgesetzt werden muß, daß die Steuerpslicht erst beginnen darf, wenn die Einnahmen aus dem Vermögen zu- sammen mit den Einnahmen aus der Arbeit eine gewisse Summe erreichen. Sic ist ferner der Airsicht, daß die Regierung in der Hinzuziehung der großen Einkommen zu vorsichtig ist. Die ...Köln. Ztg." tritt für ein Kompromiß ein, das dahin ginge, einerseits die VermögenSgrenze heraufzusetzen, andererseits aber die Einkommen von etwa 29999 M. an zahlen zu lassen. Sollte sich dadurch ein Fehlbetrag er- geben, so müßten die ga n z großen Vermögen, die bcson- der» hohe Ertröge abwerfen, dementsprechend höher besteuert werden." Sei' NalkZliKrieg. Reue diplomatische Schwierigkeitcu. Cbluohl die furchtbaren Blutopfcr, die die Erstürmung AdnanopelS gekostet hat, in aller Welt den Wunsch nach end- lichcr Beendigung aller Feindseligkeiten brennend gemacht haben, ist die diplomatische Aktion wieder ins Stocken geraten. Unter den Mächten ist in letzter Stunde eine Meinungsverschiedenheit über die Friedensbcdingungen aufgetreten, die die Ver- mittelungsaktion lahni legt. Jnzlvischen kann das Blut- vergießen an der Tschatldschalinie und auf der Halbinsel Gallipoli seinen Fortgang nehmen, ohne daß das bisherige politische Ergebnis des Krieges wesentlich beeinflußt werden könnte. Es wäre wirklich an der Zeit, daß dem nun ein halbes Jahr währenden Völkermord ein Ende geboten würde. Aber es sind eben wieder die imperialistischen Sondcrintcresscn der Großmächte, die einen raschen Friedensschluß verzögern. Rußland soll im Bunde mit Frankreich Zugeständnisse in der Meerengenfrage von der Türkei herauszupressen suchen, und auch über die Frage der Kriegsentschädigung ist noch keine rechte Einigung erzielt worden. Auch das Schicksal Skutaris und die Grenzen des autonomen Albaniens harren noch einer endgültigen Entscheidung. Ter Gegensatz der Mächtegruppen. Paris, 29. März.(Privattelegramm des„Vorwärts".) Ter österreichisch-russische Gegensatz verschärft die inter- nationale Spannung. Ter„Temps" meldet aus Cetinje, Rußland lehne seine Teilnahme an der Zustimmung zur österreichischen Flottendemonstration ab. Man glaubt, Eng- land und Frankreich werden gleichfalls ablehnen. Ter „Temps" bemerkt anscheinend russisch-offiziös, daß Ssasanow schon vor acht Tagen den Botschaftern Oesterreichs und Italiens erklärt habe, daß Rußland wohl an den diploma- tischen Schritten, aber nicht an einer Zwangsaktion gegen Montenegro teilnehme. Der„Temps" meint, die Mächte müßten prüfen, ob sie an einer Zwangsaktion teilnehmen können. Er greift die Botschafterkonferenz an und sagt, wenn diese Gemeinschaft der Mächte Nachgiebigkeit gegen Gewalt- tätigkeiten zeige, sei ihr Mißerfolg sicher. Die neuen Siege der Verbündeten erforderten größere Gewinne. Nach dem allgemeinen Gefühl und der Meinung Frankreichs sei eine Kriegsentschädigung, die Erweiterung der bulgarischen Gren- zen und die Gewährung der Acgäischen Inseln sowie der Er- oberungen in Epirus an Griechenland nur zu billigen. Noch keine Elitscheidung in der Botschasterkonfcrenz. London, 28. März. Wie das Reutersck)« Bureau erfährt, wurden in der heutigen Sitzung der B o t f ch a jT e r- Vereinigung, die zwei Stunden währte, diealtcn. haben, so ruft das Stillschweigen einige Ueber- raschung in diplomatischen Kreisen hervor. Tic Grenzen Albaniens. London, 29. Btärz. Das Reutersche Bureau erfährt über die Besprechungen der Botschafter hinsichtlich der Südgrcnze Albaniens, daß die von Griechenland vorgeschlagene Grenze am Adriatischen Meer bei der Bai von'Chimara beginnt, pon dort nach. Tepeleni und zur Stelle des Zusammenstusses von Trynos und Wioja läuft, dem Laufe des letzteren Flusses bis Klisura folgt und von dort den 5wmm dos DangligebirgeS entlang und durch die Täler des Devol und Schlumbi bis zum Ochridasee geht, wo sie mit der Südspitze der von den Mächten bestimmten Nordostgrenzc Alba- nicns zusammentrifft. Tic Botschafter haben noch keinen Bc- schluß darüber gefaßt, wie sie zu der Frage Stellung nehmen werden. Nach den Vorschlägen, die einige der Mächte entworfen haben, sollen jedoch etwa zwei Drittel des von Griechenland bc- ansprnchtcn Gebiets Albanion zugesprochen werden, mit 252 999 Griechen und Iii 999 nicht-albancsischen Mohammedanern. Ueber- dies wird noch vorgeschlagen, daß das Festland gegenüber von Korfu zu Albanien geschlagen werden soll. Abzug des serbischen Hilfskorps von Adrianopcl. Belgrad, 29. Marz. Das bulgarische Lverkommando teilte dem Kommandanten der zweiten serbischen Armee, General Sicpa- nowitsch, mit, daß der Rücktransport der serbischen Truppen nach Serbien am 29. d. M. beginnen werde, da ihre Anwesenheit nach Beendigung der Aufgabe bei Adrianopel nicht mehr notwendig sei. Weiteres Vordringen der Bulgaren. Wien, 29. März. Wie der„Neuen Freien Presse" aus Sofia gemeldet wird, hat die bulgarische Armee angeblich den Derkos-See(nordöstlicher Flügel der Tschataldschalinie) umgangen und rückt auch erfolgreich bei B u l a i r(Halbinsel Gallipoli) vor._ lllsloch CufMitarismiis. Die Nord d. A l l g c m. Z t g." btingt in ihrer Ausgabe vom Sonnabendabend eine neue sensationelle lieber- r a s ch u n g. Sie kündigt nämlich über die Forderungen der unge- heuerlichen neuen Militärvorlage hinaus weitere gewal- tige Ausgaben für den Luft Militarismus an. In der Heeresvorlage werden allein die einmaligen Ausgaben für die Luftschiffahrt auf 79 Millionen beziffert. Dazu kommen die laufenden Ausgaben, die nicht näher angegeben werden, sich jeden- falls aber aus viele Millionen jährlich belaufen, da ja be- kanntlich acht neue Luftschiffer- und Flugbataillone formiert wer- den sollen! Diese Ausgaben werden aber ergänzt durch weitere Ausgaben für das in der Heeresvorlage nicht berücksichtigte M a- r i n e luftschiftwesen. Wie das ofsiziöse Organ mitteilt, soll dem Reichstag demnächst ein Ergänzungsetat zugchen, in dem zunächst 3 Millionen gefordert werden. Diese* Betrag ist aber nur die erste kleine Abschlagsratc. Denn eine von der„Nordd. Allgcm. Ztg." vcröfscntlichte Denkschrift über die geplante Ent- Wickelung des Luftschiff- und Flugwesens in der Kaiserlichen Marine für die Jahre 19l t bis 1918 beziffert die Ausgaben für die Marine luftschifsahrt allein aus nicht weniger als 59 Milli- oncn Mark! Es sollen nämlich zwei„Luftschissstaffcln" geschaffen werden. Jede dieser beiden Staffeln soll aus vier in Dienst oeiindlichen Luftschiffen und einem Luftschiff als Materialreserve bestehen. Der als Standort für diese beiden Luftschiff-Flotten geplante Luftschiff- Hafen soll vier Toppeldrehhallen, feste Hallen für die Material- rescrvc, Gasanstalten, Unterkunftsanlagen für die Mannschaften und allerlei Ncbcnanlagen erhalten. Weiter sollen zur Verfügung der Marine 59 Flugmaschinen gestellt werden. Davon sollen 36 Flugzeuge in Dienst gehalten wer. den und 14 Flugzeuge als Matcriglreserve dienen. Auch für diese Gaiiung der Marineluftflottc solle» Flugplätze, Außenstatümen mit allen notwendigen Einrichtungen geschasicn werden. Die Kosten dafür sollen wie gesagt 59 Millionen bc-> tragen. Davon entfallen 11 Millionen auf die Beschaffung von Luftschiffen; 14 Millionen auf die Herstellung der Anlagen; 19 Millionen auf laufende Kosten;. 9 Millionen auf Beschaffung der Flugzeuge und der entsprechenden Anlagen und endlich 6 Millionen auf die Unterhaltung des Lustsahrpersonals, das eine Stärke von 1452 Mann an Dcckoffizieren, Unteroffizieren und Mannschaften erhalten soll. Die Höhe der Jahresraten be- trägt also durchschnittlich 19 Millionen Mark! Das Baby Luftmilitarismus, das kaum zwei Jahre alt ist, verlangt also schon für die allernächste Zukunft ganz enorme Unterhaltungskosten! Denn wenn wir zu den 59 Millionen für das Marinelustschifswesen die oben erwähnten 79 Millionen einmaliger Ausgaben der Heercsvorlage rechnen, fer- ner die Unterhaltungskosten für die dem Landheer angegliederten Luftfahrerbataillonc, so ergibt sich bereits für das nächste Jahr- fünft nach den bereits heute vorgelegten Berechnungen ein Betrag von sicherlich weit über 159 Millionen Mark, das heißt jährlich über 39 Millionen! Aller Wahrscheinlichkeit nach beruhen diese Zahlen aber sehr auf Untcrschötznng. Denn wenn beispielsweise in der Denkschrift über das Marinelustschifswesen mit einer Ge- brauchsdaucr der Luftschiffe von vier Jahren gerechnet wird, so ist das ein geradezu bodenloser Optimismus! Hinzu kommt aber, daß die Riesenrüstungcn des deutschen Luftmilitarismus nun erst recht ein internationales Luftrüstcn auslösen werden, das auch die deutschen LuftrüstungsauSgabcn wieder rapid in die Höhe trci- den wird! Welch wunderbare Perspektive für die Steuerzahler! Daz wilitanitiiche Zentrum. Im Jahre 1898 bei der Bewilligung der damaligen Flotten« Vorlage fand das Zentrum sein Damaskus: aus dem antimilita- ristischen SauIuS ivurdc ein bewilligungslustiger Paulus, dem in Zukunft keine Forderung zu Wasser oder zu Lande zu groß war, als daß er sie nicht geschluckt hätte. Die Flottenvorlage wurde von den Herren Lieber, Spahn und Genossen bewilligt, trotzdem die Wähler sin Lande einmütig und entschieden protestierten. Man darf der ZentrumSpresse im Lande die Anerkennung nicht versagen, daß sie damals das menschenmögliche getan hat, die Führer von dem Be- treten der schiefen Ebene, auf der eS kein Bremsen mehr giebt, ab- zuhalten. Die damalige Enischiedenheit und Einmütigleit in der Haltung der Wählermasien, wie die Rücksichtslosigkeit, mit der die Führer sich über den Willen der Wähler hinwegsetzten, sind beispiel- los in der Geschichte deS deutschen Parteilcbens. Im Jahre 1899 kam eine Militärforderung im Betrage von 132 Millionen. Die Rede, die Herr v. H e r t l i n g in der ersten Lesung dazu hielt, ließ trotz aller Eiertänzelei erkennen, daß die Zentrumsführcr zur Bewilligung bereit seien. Wiederum protestierten, wenn auch weniger einmütig und entschieden als 1898, die Zentrums- blätter im Lande. Der Aachener„Volksfreund" erinnerte an die frühere Haltung der Partei gegenüber dem Militarismus: „Bis zum Jahre 1893 galt cS als etwas Selbstverständliches, daß vor jeder Reichstagswahl das Zentrum klar und deutlich auch dem MitilariSmus gegenüber Stellung nahm. Wir haben uns die Mühe genommen, vom Ende der siebziger Jahre die Wahlaufrufe der ZenrrmnSfraktion zu den Reichstagswahlen durchzugehen. In allen ohne Ausnahme wird eine Beschränkung der Reichs»»Sgaben, und zwar an erster Stelle beim Heerwesen, llipp und llar gefordert. Ja, diese Forderung ist stets im Druck der Wahlausruse besonders hervorgehoben, sonach auch dadurch als eine der vornehm st en Forderungen des Zentrums gekennzeichnet.... Der vor den letzten AieichStagswahlen erlassene Ausruf unserer Fraktion enthielt— die Ereignisse warfen bereits ihre Schatten voraus!— die bis dahin übliche Forderung nicht mehr. Allerdings, wie hätten auch nach dem bei der Marinevorlage begonnenen neuen„EntwickelungS- gang" gewisser Polililcr so allfränlische Ausdrücke, wie z. B. von der„unerträglichen Belastung deS Volkes", der sich noch im 1893 er Aufruf findet, zu der jetzigen Situation gepaßt? - Der Artikel ging in schärfster Weise gegen den Militarismus, gegen die Zentrums führer und gegen die Wahlloinitees der Zentrums- Partei vor, gegen die letzten deshalb, weil diese eS bei der letzten Wahl au der nötigen Ausllärungsarbeit über die verderbliche Haltung der Zentrumsführer bei der Marinevorlage hätten fehlen lassen. Die „Kölnische VolkSzeitung" widmete dem Aachener Blatt einen Artikel, der eine platonische Absage an den Militarismus als ein„unter verschiedene» Gesichlspunkten großes Hebel", dann aber zur praktischen Nutzanwendung den Satz enthielt:„Es will uns scheinen, daß der Militarismus sich nach seiner ganzen Entwicklung bis in seiire letzten Kon sc- quenzen wird ausleben müssen, ehe Wandel eintritt." Btit anderen Worten: Man muß den Militarismus tot- füttern, und wenn dabei das Volk verhungern sollte! Das Aachener Blatt gestand in seiner Erwiderung zu, daß der Militarismus diesen Anschein habe, aber dann fragte das Blatt, ob denn gerade das Zentrum diese verderblichen Konsequenzen müsse ausbilden helfen oder ob es nach seiner Vergangenheit, seinem Programm und seinen Grundsätzen nicht vielmehr die umgekehrte Aufgabe habe, dem Militarismus und dem mit ihm verbundenen Absolutismus mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten und ihm die Mittel zu seiner Entwicklurg und Ausbreitung, zur Beherrschung deS ganzen öffentlichen, besonders auch des staatlichen Lebens jju nehmen? Dem Satz der„Kölnischen Volkszeitung". daß der Militarismus sich„ausleben" muß. stellte der Aachener„VolkSfreund" den Satz entgegen;„Der Militarismus muß allerwege mit derselben Rücksichtslosigkeit bekämpst und matt- gesetzt werden, mit welcher er das Land aus- powert, das Recht erdrückt und den bürgerlichen R e ch t S st a a t ruiniert." Mannhaste Worte, denen aber leider keine Taten folgten. Als 1999 die zweite große Flottenvorlage mit ihrer Fünfmilliardenforderung kam, da regte eS kaum noch im ZentrumSblätterwalde. Die Fraktion bewilligte auch jetzt, aber niemand hielt sich"n Zentrum mehr darüber auf. Schon 1898 hatte man geklagt über den„fraktionellen Bann" der so schwer auf der Zentrumspresse laste,»daß die Vertreter mancher Blätter vor der Stimmung im Lande, vor der Stirn ung der Wähler Auge und Ohr verschließen". Dieter Bann, der widerspenstige Verleger und Redakteure mit den: Aushungern bedrohte, hatte den ZentrumSblättern auch den letzten Rest von Opposition ausgetrieben. Im Jahre 1899 gab eS noch Zentrumsblätter, die der Leitung ihrer Partei den Vorwurf machten, daß sie eS bei der Wahl(1898) an der nötigen Aufklärung der Wähler hätte fehlen lassen, sonst wäre mancher Militarist und Marinist, der jetzt wieder in der Fraktion säße, über Bord geflogen. Die Zentrumsblätter, die vor fünfzehn Jahren so etwas schrieben, sind in der Folge, nachdem sie«»4 Gründen des Geschäfts sich dem„fraktionellen Bann" gebeugt hatten, unentlvegt �für jeden Militaristen und Marinisten eingetreten und haben die Stärkung des Militarismus und des mit ihm verbundenen Absolutismus nach Kräften betrieben. Und so wird'S auch bei der Levorstehenden Militärvorlage sein. Die Führer sind entschlossen zu bewilligen, und die ultramontane Presse wird nicht zu mucksen wagen. Vom Zentrum gilt heute, was einst in seinen eigenen Reihen vom Militarismus gesagt wurde: Man muß eS alle- Wege mit derselben Rücksichtslosigkeit bekämpfen und mattsetzen, niit welcher eS das Land aus- powert und das Recht erdrückt! politifcbe Oeberlicht Berlin, den 29. März 1913. Zentrums-Patriotismus. DaS aus bestimmren taktischen Gründen von den größeren Zentrum''blättern in letzter Zeit beliebte Prunken mit dem „Patriotismus" oder dem sogenannten„nationalen Gefühl' der Zentrumsparteiler findet in der antibachemitischen„Kölner Korresp." eine recht abfällige Beurteilung. Mit unverkennbarem Hohn schreibt das Blatt der Heber-Katholiken: „Die Kölner Richtung ist in jüngster Zeit an.Patriotismus' nicht mehr zu übertreffen. ES soll der Regierung durchaus be- wiesen werden, daß das Zentrum untcrÄölner Regie äußerst regierungö- tüchtig ist und deshalb bei B e r g e b u n g g u l c r S t e l l u n g e n und ioFistiger Douceure ein Anrecht auf besondere Berücksichtigung hat. Diesen Beweis sucht man in doppelter Weise zu erbringen: erstens bemüht man sich, das Zentrum als eine Partei hinzustellen, die mit den katholischen Grundsätzen prinzipiell aber auch gar nichts zu tun habe und sogar den„Einklang" mit diesen Grundsätzen nicht zu wahren brauche... Zweitens zeigt man der Regierung bei jeder sich biete»den Gelegenheit, daß in an bereit ist. mit i h r durch das Dicke und dasDünnc zu geben und im Bewilligungspatriotismus jeden Rekord zu schlagen. Das katholische Volk, welches von der Kultnrkampfzeit her immer noch mißtrauisch gegen die Regierung ist, will das Hurra- geschrei nicht recht inilmachen und bedarf von Zeit zu Zeit der beruhigenden Versicherung, daß im Zentrum das alte Oppositions- fever noch lodert. Daher der auf Kölner Seite geradezu komisch anmutende I e s u i t e n r u m>n e I, der an positiven Resultaten nichts, aber auch gar nichts zutage ge- fördert hat. Daher ferner das erste Entrüstuugsgcschrei beim Er- scheinen der jetzigen Wehrvorlage. Wir schilderten diese Komödie, als der Vorhang gerade in die Höhe ging. Die ersten drei Akte haben sich nach unserer Voraussage glatt abgewickelt, der vierte steht noch aus, aber die Annahme des Gesetzentwurfes durch das Zentrum ist gesichert. Wir glauben, daß sie schon damals gesichert ioar, als Herr Julius Bachem im vorigen Jahre de in Herrn Reichskanzler seine Auf- Wartung machen durfte." Tie„Cölner Korresp.' hat nicht so ganz unrecht, wenn sie sich über das seltsame patriotische Gebaren des Zentrums lustig macht, ist doch allgemein bekannt, daß zuerst das Zentrum beabsichtigte, gegen die jetzige Militärvorlage energisch Stellung zu nehmen� dann aber auf den dringenden Rat des klerikalen Leiters des bayerischen Ministeriums, des Frhrn. v. Hertling, rasch umschwenkte und sich nun als höchst„vaterländisch" gebärdete. Schiller über den Patriotismus, Man schreibt uns: Angesichts des gegenwärtig aus Anlaß der Hundertjahr- frier herrschenden nationalen Begeisterungstaumels gewisser Kreise dürfte es von Interesse sei», einen Brief Schillers ans Tageslicht zu ziehen, in dem er sich über den Patriotismus in einer Weise äußert, wie es denen schiverlich angenehm sein wird, die ihn als den n a t i o n a I c n D i ch t e r zu feiern hflcgen, ihn zumal der Jugend als vaterländisches Muster hinstellen und zu ungezählten Malen sein Wort aus dem „Wilhelm Teil" zitieren:„Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an...!" Ter fragliche Brief sindct sich in der von Fritz Jonas herausgegebenen"bändigen Sammlung der Briefe Schillers /Deutsche Verlagsanstalt), in Band II, Brief>134. S. 343. Er ist vom 13. Oktober 1789 datiert, als Schiller also im 39. Lebens- jähre stand, und an seinen Freund Gottfried Körner, den Vater des Dichters und Freiheitskämpfers Theodor Körner, gerichtet. ES heißt darin: .... Wir Neueren haben ein Interesse in unserer Gewalt, das kein Grieche und kein Römer gekannt hat und dem das vaterländische Juteresse bei Ivcitem nicht beikommt. DaS letztere ist überhaupt nur für unreife Rationen wichtig, für die Jugend der Welt. Ei» ganz anderes Interesse ist es, jede merkwürdige Begebenheit, die mit Menschen vorging, dem Menschen wichtig darzustellen. ES ist ein arm- seliges, kleinliches Ideal, für eine Nation zu schreiben: einem philisophischen Geiste ist diese Grenze durchaus unerträglich. Dieser kann bei einer so wandelbaren, zufälligen und willkürlichen Form der Menschheit, bei einem Fragmente(und was ist die w i ch t i g st e N a t i o n anders?) nicht stillestehen. Er kann sich nicht weiter dafür erwärmen, als soweit ihm diese Nation oder Nationalbegebenhcit als Bedingung für den Fortschritt der Gattung wichtig ist. Ist eine Geschichte(von welcher Nation und Zeit sie auch sei) dieser Anwendung fähig, so hat sie alle Requisite, unter der Hand des Philosophen interessant za werden, und dieses Jnteresie kann jeder Verzierung ent- behren... Aus diesen edlen und ehrlichen Zeilen Schillers geht un- zweifelhaft hervor, daß er fern jedem engherzigen Standpunkt oder gar jedem Chauvinismus war. Nicht die Nation, ihr Wohl und Wehe ist ihm das wichtigste, sondern der F o rt- schritt der Gattung, d. h. der Menschheit. Dieser Fortschritt schwebt ihm als höheres Ideal vor gegenüber dem „armseligen, kleinlichen" der bloßen Vaterlandsbegeisterung. Daß er trotzdem, wie es die oben angeführte Stelle aus dem „Tell" zeigt, zum Vatcrlandc zu halten gewillt sein konnte, weil hier der ihm zunächst und unmittelbar verbundene Teil der Menschheit lebt, schließt eben keineswegs aus. darüber hinaus— als höher stehende Persönlichkeit— sich zum umfassenden Menschenfreunde zu entwickeln. Hierin sollte man Schiller zum Erzieher nehmen. Wilhelm II. als Bahnbrecher der Lustflotte. Die„Tägl. Rundsch." schreibt: „Allein für unsere Luftflotte sind, wie wir hören, 89 Millionen Mark bestimmt, während bisher immer nur von 18—29 Millionen die Rede war. Dieser Posten verdanlr seine Größe dem direkten Eingreifen des Kaisers nach wiederholten dringenden Vorstellungen des Äeneralstabschefs— er war beschlossene Sache schon am 26. November vorigen Jahres, also in jener Zeit, wo kurz vorher an dieser Stelle von uns, durchaus im Sinne unserer Hecresführung. ein gellender und nichr unbeachteterer Warnruf ausgestoßen worden war." Wilhelm Tl. war es. von dem seinerzeit die Losung aus- ging:„Ter Dreizack gehört in unsere Faust". Diese Parole fand damals vielen Widerspruch und Spott— und heute hat Deutschland die ztveitstärkste Flotte der Welt. Und jetzt will der„Admiral des Atlantischen Ozeans" auch zum Großadmiral der Lust werden! Thronwechsel in Reust j. L. Wie das Wölfische Telegrapbenbureau auS Gera(Reuß) meldet. ist auf seinem Schlosse zu Schleiz der Fürst Heinrich XIV. von Reuß j. L. heute früh um 4 Uhr im 81. Lebensjahr gestorben. An den Rcgierungsverhältnissen des kleinen Landes wird dadurch nichts geändert, denn schon im Jahre 1892 hat er die Regentschaft seinem Sohne, dem Erbprinzen Heinrich überlassen, der zugleich auch Reuß ä. L.„regiert". Nationalliberaler Wahlaufruf. Der Vorstand der uationalliberalen Fraktion des Abgeordneten- Hauses hat das Bedürfnis gefühlt, einen Wahlaufruf zu den preußischen Landtagswahlen abzufassen, und zwar scheint er, um den nationalliberalen Wählern unnötige Aufregung zu ersparen, sich dabei das Ziel gesetzt zu haben, möglichst langweilig zu bleiben. Die wichtigste Stelle lautet: Die nationalliberale Partei muß in der kommenden Legislatur- Periode stärker als bisher vertreten sein. Nur dann wird sie einer freieren politischen und kulturellen Eutwickelung die Wege zu ebnen vermögen. Handelt es sich doch in der Hauptsache um Forderungen, deren Erfüllung sich längst als notwendig erwiesen hat und von Tag zu Tag dringender wird: die Wahlrechtsreform, die Reform der staatlichen Verwaltung, die Ausdehnung und Sicherung der Selbst- Verwaltung, die Neuordnung des Finanzwesens: die Entwickelung unserer Verkehrsmittel, die freiere Ausgestaltung des Unterrichts- Wesens und neuerdings die so überaus bedeutsame innere Kolonisation. Nichtssagende Redensarten I Gesinnungsschnüffelei. Im bayerischen Landtage hat auf sozialdemolratische Anfragen der Ministerpräsident wiederholt erklärt, daß in Bayern keine Be- stimmung bestehe, wonach bei Gesuchen um Aufnahme in den bayerischen Staatöverband nach der politischen Gesinnung des Gesuch- stellers gefragt werden solle! Nun hatte vor einiger Zeit der Genosse Eichenmüller im Nürnberger Gemeindekolleqium Grund, die ein- stimmig angenommene Anfrage an den Magistrat zu stellen, ob solche Erhebungen in Nürnberg nicht doch vorgenommen würden. Darauf gab der Magistrat die Antwort: Dies geschehe gegenüber Angehörigen anderer Bundesstaaten nicht. Der An- frager verlangte aber mehr zu wissen und stellte die vom Gemeinde- tollegium ebenfalls einstimmig angenommene� weitere Anfrage an den Magistrat, wie in bezug auf Ausländer verfahren werde. Darauf kam die merkwürdige Antwort vom Magistrat, daß weiterer Aufschluß nicht gegeben werden könne. Elchenmüller konnte in öffentlicher Sitzung des Gemeindekollegiums feststellen, daß die Gesinnungsschnüffelei tatsächlich gegenüber AuL- ländern betrieben wird, was daraus hervorgeht, daß in den Akten der Gesuchstcller sich der Vermerk befindet,„Hat sich in der politischen Bewegung nicht bemerkbar gemacht." Da der Magistrat eine klare Antwort verweigert, wird sich die bayerische Regierung im Landtage darüber äußern müssen, denn entweder haben die Minister die Unwahrheit gesagt, oder der Nürn- berger Magistrat greift über seine gesetzlichen Befugnisse hinaus. franfercicb. Die Verwendung der Militärkrcditc. Paris, 29. März. Der Bericht über die im Budget- a u s s ch u ß für die Beschleunigung der imtionalen Verteidigung bewilligten Kredite von 420 Millionen Franks wurde gestern in der Kammer verteilt. Von diesen Krediten ent- fallen auf die Artillerie 214 Millionen, auf den Genicdienst 100 Millionen, auf den Jntcndantendienst 21 Millionen, aus den Eisenbahndienst 17 Millionen, auf die Pulvererzeugung 5350000 Frank, auf den Sanitätsdienst 100 000 Frank. Der von dem gegenwärtigen Ackerbauminister Clementel verfaßte Bericht schließt mit den Worten: Indem die Kommission von der Kammer Bewilligung dieser Kredite fordert, legt sie Wert darauf, zu erklären, daß es sich um die natürlichste und elementarste Maßnahme der nationalen Verteidigung handele, die in keiner Weise als eine Drohung oder Herausforderung angesehen werden könne. Man könne nicht genug wiederholen, daß Deutschland in den letzten zehn Jahren für.seine militärische Ausrüstung um eine Milliarde mehr als Frankreich ausgegeben habe. Gcsctzlichc Festlegung des Mannschafteurlaubs. Paris, 29. März. Der Hcercsausschuß dcr Kammer sprach in seiner gestrigen Sitzung die Ansicht aus, daß es wünschenswert wäre, die vom Kriegsminister iin Falle der Einführung der dreijährigen Dienstzeit versprochenen Mannschaftsbeurlaubungen zu vermehren, und beauftragte seinen Berichterstatter Patö, dem Ausschuß die für die Prüfung dieser Frage erforderlichen Angaben bei der zum 24. April anberaumten Wiederaufnahme der Sitzungen vorzulegen. Pat6 erklärte einem Journalisten, der Heeres- ausschuß wolle, ehe er sich über die Tauer der Beurlaubungen ausspreche, die genaue Ziffer der Mannsckzaftsbestände nach Einführung der dreijährigen Dienstzeit kennen. Denn er be- absichtige, die Bedürfnisse der nationalen Verteidigung mit den wirtschaftlichen Interessen des Landes in Einklang zu bringen._ Annahme des Amnestiegcsetzes. Paris, 29. März. Die D e p n t i e r t e n k a in m e r hat das ganze A m n e st i e g c s e tz mit 481 gegen 35 Stimmen angenoinmen. Die Regierung hat zugesagt, bei den Eisen- bahngescllschaften wegen Wiederein st ellung der entlassenen Eisenbahner vorstellig zn werden und in ontgegenkoniiiiender Weise die Angelegenheit der ivegen Be- teilignng an dein Syndikat bestraften Lehrer nachzuprüfen. Kammer und Senat haben s i ch bis zum 5. Mai vertagt. velgien. Die Presse und der Generalstreik. lliiser Brüsseler Korrespoudent schreibt unö: Die liberale Presse„verurteilt" wohl im großen Ganzen den Generalstreik, erwartet ihn aber als Resultat der Massen- timmung als etivas Unvermeidliches nnd beschränkt sich im übrigen darauf, den Hauptanteil, wenn nicht den ganzen An- teil der Verantwortiing der Regierung und ihren Ratgeber» von der Rechten zuzuwälzen. Die klerikale Presse variiert in ihrem Urteil je nach ihrer Färbung und— Intelligenz. Der überfromine„Patriote" sieht im Generalstreik die Auflehnung gegen die segensreiche Himmclstochter. die heilige Ordnung; das„XX. Siscle" ver- merkt halb malitiös, halb anerkennend, daß der Kongreß„ruhig, wie der Abend eines schönen TageS" verlaufen sei; der ozialisttsche Kongreß sei an Würde und Ruhe ein Muster- bcispicl für alle Parlamente... Ein anderes Blatt wieder sindet, daß sich Anseelc, bekanntlich der„städtische Finanz- minister" Gents, in einer schiefen Position befinde, da er die Interessen dieser Stadt, die vor einer Ausstellung steht, dem Generalstreik opfere, den er in feurigen Worten am Sonntag vertreten hat. Alles in allem: der Generalstreik ist nach der klerikalen Presse Aufruhr. Irrtum, Abenteuer, Verbrechen, politischer Fehlschluß und ähnliches mehr. Als Kuriosität sei die Meinung eines Exsozialisten, des „Onkels" Picard mitgeteilt, der an: Sonntag in der „Chronique" den Generalstreikbeschluß vorwegnehmend dem König den Rat gibt, seine Minister nach Hause zu schicken, wenn sie sich weiter»veigern, die Kommission die Prüfung des Wahlrechtsproblems zu ernennen. Auch der Pariser„Temps", der sich in einem Artikel mit dem Votum des Kongresses der Arbeiterpartei beschäftigt, macht eine Anspielung auf einv Intervention des Königs. In all dem steht nur eines fest: daß der Generalstreik am 14. April beginnt. England. Ter Flottcnctat im englischen Untcrhause. London, 28. März.(Eig. Ber.) Zum Flottenetat führte Genosse K e i r H a r d i c im englischen Unterhause auch daß nach der Rede Churchills keine Aussichten auf eine Verringc- rung der Rüstungslasten bestünden, daß vielmehr zu er- warten sei, daß die Ausgaben für Riistungszwecke noch vor Ablauf des Jahres steigen würden. Wenn diesmal die Mehr- ausgaben nur klein seien, so liege das nur daran, daß die Werften mit Aufträgen überhäuft seien, und zwar nicht nur mit Aufträgen der englischen Regierung, sondern auch mit Aufträgen von anderen Staaten, mit Kriegsschiffen, die möglicherweise gegen England benutzt werden würden. Das bilde wohl, fragte er ironisch, die höchste Form des Patriotin mus. Ter einzige Trost liege darin, daß die herrschenden Zustände ihren eigenen Ruin herbeiführen müßten. Heute in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs könne man sich vielleicht diese Ausgaben leisten, aber die Reaktion werde ein- setzen, sobald sich die wirtschaftliche Krise melde. Der Vor- schlag, Ferien in döm wahnsinnigen Wettriisten eintreten zn lassen, möchte vielleicht angenommen werden. Aber wenn man ihn annähme, geschähe dies nur, weil man mit den Schiffsbauten in beiden Ländern im Rückstand sei. Nichts werde durch diese Täuschung gewonnen. Churchill habe er- klärt, daß die kolonialen Kriegsschiffe nicht bei der Fest- sctzung des Kräfteverhältnisses von 10 zn 10 zwischen der deutschen und englischen Flotte gerechnet werden könnten. Sei das ehrlich gehandelt? Man hätte dies vorher öffentlich er- klären müssen, wenn man nicht wollte, daß in Deutschland Argwohn erzeugt und die Flamme der Rivalität geschürt werde. Die Flottenbeiträge der Kolonien störten das Gleich- gewicht, das Herr Churchill vor einem Jahre als befriedigend bezeichnet habe, sie schraubten den Standard künstlich in die Höhe und bildeten eine Gefahr für das Reich selbst. Man habe behauptet, daß die Handlungsweise der Kolonien der Welt be- lveise, daß sich Großbritannien nicht allein auf seine eigene Kraft, sondern auch auf die Hilfe der Tochterstaatcn ver- lassen könne. Aber könnten die erwarteten Wirkungen nicht gerade in das Gegenteil Hinschlagen? Die Negierung Neu- seelands habe dem Muttcrlande einen Dreadnought geschenkt, ahne das Volk Neuseelands zu befragen. Bei der nächsten folgenden Parlamentswahl sei diese Regierung davongejagt worden. In der Frage der kanadischen Dreadnoughts habe die englische Admiralität bewußt oder unbewußt für die konservative Partei kianadas Partei ergriffen. Seit der Zeit hätten sich die kanadischen Arbeiter und Bauern energisch gegen die Flottenpolitik der Regierung Kanadas ausgesprochen. Die Politik der Admiralität bilde eine Gefahr für die Ein- heit des Reiches und werde unzweifelhaft dahin wirken, in Kanada böses Blut zu erzeugen. Auch sei es entwürdigend für das Land, wenn die Admiralität in der Welt umherlaufe, um Kriegsschiffe zu erbetteln. Tie Admiralität habe die kanadischen Dreadnoughts unter der Bedingung angenommen, daß Kanada einen Sitz im Reichsverteidigungsausschuß be- komme. Das bedeute eine revolutionäre. Veränderung der Verfassung. Ehe ein derartiger Vorschlag angenommen wurde, hätte man die Volksvertretung befragen müssen. Die Admiralität habe ihre verfassungsmäßigen Befugnisse überschritten. Der Reichsverteidigungsausschuß werde zu einer Art militärischen Geheimkabinctts werden, in dem über die Politik des Reiches beschlossen werde. Wenn man es erlaube, daß dieses Geheimkabinett seine Beschlüsse im Dunkeln fasse, so bedeute dies eine Bedrohung der Macht der Zivilbehörden. Es werde schwer sein, sich den Beschlüssen eines solchen Komitees zu widersetzen, und die Volksvertretung habe dann nur diese Beschlüsse zu ratifizieren und auszuführen. Die Regierung sollte die Lage sorgfältig erwägen, che sie der von der Admiralität in bezug auf die kanadischen Dreadnoughts befolgteu Politik ihren Segen erteile. Er(Keir Hardie) werde gegen den Flotteivetat stimmen. Im britischen Reick)« wie aus dein europäischen Festlandc wachse eine Partei lzeran, die gegen den Militarismus und de» Marinismus kämpfe. Die Arbeiterklasse der Welt glaube nicht an die göttliche Macht des Schlvertes, sondern trete ein für di« Beilegung inter- nationaler Streitigkeiten durch Vernuiist und Intelligenz. Die Regierungen, die die Güter der Völker in Rüstungen vergeudeten, besäßen weder die Zustimmung noch die Autori- tat der arbeitenden Massen, die die Rechnung zu bezahlen hätten. foiBland. Gefängnisgreucl. Aus Petersburg wird uns geschrieben: In PiatigorSk hat die Sanitätskommission bei Bcsichti- gung des Gefängnisses grauenhafte Zustände entdeckt. In einer Kammer, die für fünf Arrestanten bestimmt war, wurden 89 gc- halten. Infolge der verpesteten Luft ist ein Arrestant am Er- stickungstode gestorben. Alle Inhaftierten sind magen-*und darin- krank, mehrere liegen am Flecktyphus darnieder. Die Kammern waren ständig abgeschlossen, die Ausgabe von Leibwäsche wurde den Arrestanten systematisch verweigert. Nach der Amnestie. Das russische Polizcidepartcment macht durch die Amnestie gute Geschäfte. Leichtgläubige politische Flüchtlinge, die sich von den Amncsticgerüchtcn ans helle Tageslicht heranlocken ließen, wurden noch am Borabend der Amnestie handfest gemacht und sitzen jetzt hinter Schloß und Riegel, lind was die für Preß- vergehen und nur halbpolitischc leichte Delikte Amnestierten be- trifft, so werden sie, wie bereits mitgeteilt, in allen Städten wieder eingesteckt. Und die Ernte ist nicht klein. Redakteur Morosow vom incnschcwistischcn Organ„Die Lcöciissachc", der eine vierjährige Festungshaft abzubüßen hatte, aber auf Grund der Amnestie befreit werden mußte, wird weiter im Gefängnis gehalten. Auch die Geldstrafen, die wegen Umgehung der Wehrpflicht von der Am- nestie erlassen wurden, werden fortgesetzt(64!) Mark und nur von Juden) gerichtlich einkasficrj, GewerhrchaftUchea. Die Niederlage der 8tolper Rufaren. Der kühne Angriff der Stolper Husaren auf das Koalitionsrccht der Arbeiter hat zu einer völligen Niederlage dieser Truppe und der Unternehmer geführt. Nach lO tägiger Dauer endete der Streik der Transportarbeiter von Stolp in Pommern mit einem vollständigen Siege der Arbeiter! Die Unternehmer mußten die Organisation der Arbeiter anerkennen. Erreicht wurde weiter eine Lohnerhöhung von 2 M. pro Woche, Regelung der Arbeits- zeit und Verkürzung derselben um 6 Stunden pro Woche! Die Stolper Husaren sind also in einen Kamps hineingeführt worden, dessen Ausgang kein Ruhmesblatt in der beschichte ihres Regiments bilden wird. Diese ihre Niederlage muß nicht nur zerschmetternd auf die Unternehmerkreise wirken, denen die soldatische Hilfe zuteil wurde, sie wird sich auch in der Arbeiterschaft— und nicht nur in der Stolper— in einer dem Militarismus wenig günstigen Weise bemerkbar machen. Einmal werden die Arbeiter in Zukunft solchen militärischen Maßnahmen nicht gerade mehr mit besonderem Schrecken be- gegnen, sondern ihnen eben mit einem Lächeln entgegensehen. Dann aber dürfte die unter manchen Arbeitern in Deutsch- Zand trotz aller Lasten, die der Militarismus dem Volke auferlegt, noch immer vorhandene Vorliebe für das bunte Tuch infolge der Vorkommnisse iw Stolp eine bedenkliche Ein- büße erleiden. Und das in einem Augenblicke, wo die Reichs- regierung alles Interesse daran hat, die Sympathien weiter Volkskreise für den Militarismus wachzuhalten. Hat der Kommandeur in Stolp an diese politische Wirkung des Streikbruchs durch seine Husaren gedacht? Hat das Generalkommando des 17. Armeekorps in Danzig bei seinem ablehnenden Bescheid an die beschwerdeführende Streikleitung die Möglichkeit eines Ausganges ins Auge gefaßt, wie sie die Bewegung nun tatsächlich genommen hat? Und was wird das Kriegsministerium tun, um den Söhnen des Volkes, die beim Heere dienen, in Zukunft gleiche moralisch deprimierende Kämpfe und Niederlagen fernzuhalten? kritisiert. Tie Führer der christlichen Bauarbeiter erklärten, mit voller Kraft hinter den Dialern stehen zu wollen, wenn man zum Angriff übergehe. Alsdann müßten die Gehilfen aber auch wisse», wofür sie gekämpft haben. Die Kriegskosten mühten die Unter- nehmcr tragen. Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution wurde einstimmig angenommen. Bezirklichc und örtliche Tarifverhandlungen im Baugewerbe. Der Vorstand des Untcrnchmcrvcrbandcs hat mit Rundschreiben vom 22. März d. I. die Bezirks-, Landes- und Provinzial- verbände sowie die dem Bund direkt angeschlossenen Einzelorts- verbände angewiesen, die Tarisverhandlungen auf Grund des von den Unparteiischen vorgeschlagenen Hauptvertrages und Vertrags- mustcrS umgehend zu beginnen und spätestens bis zum IS. April dieses Jahres zu beenden. Tie Verhandlungen sollen mindestens für alle bisherigen Vertragsgebicte geführt werden. Am 10., 1ö. und 19. April soll dem Bundesvorstand über den Gang und Erfolg der Verhandlungen kurz berichtet werden. Verlin und ditigcgcnd. Zum Kampf in der Herrenkonfektion iit zu berichten, daß die Verhandlungen zwischen der Tarifkom- Mission des Verbandes der Schneider und den Beauftragten des Zentralverbandes der Arbeitgeber am gestrigen Tage sich von 11 Uhr vormittags bis spät in die Nacht hingezogen haben, ohne ein abschließendes Ergebnis, zu zeitigen. Da die Verhandlungen nur langsam vorwärts schreiten, wird auch am heutigen Sonntag noch weiter beraten. Voraussichtlich wird die heutige Sitzung ebenfalls noch nicht zu einem Echlußresultat gelangen. Die Arbeiter haben deshalb strikte die Wei- sungen zu befolgen, die der Bevollmächtigte Kunze ihnen am Sonnabend in der Vormittags- versammlungcrteilthat. Ä Arbeiter, Raucher! Fragt bei allen Euren Einkäufen in Zi- garren erst nach dem grünem Plakat. Dasselbe ist nur dann echt, wenn es unterschrieben ist Alwin Schulze. Hebt Solidarität! Ter Vertrauensmann der Tabakarbeiter. veudkebes Reich. Neue Verhandlungen im Malergewerbe? Das Zentralblatt für das deutsche Baugewerbe teilt mit, daß der Vorsitzende des Hauptvorstandcs deutscher Arbeitgeberverbändc im Malergewerbe, Herr Kruse, in Gemeinschaft mit dem Maler- meister und Reichstagsabgeordneten I r l eine Audienz beim Staats- sekretär des Innern, Exzellenz Dr. Delbrück, hatte, bei welcher beide Herren einen Bericht über die Lohnbewegung im Maler- gewerbe gaben. Auf eine Anfrage des Herrn Staatssekretärs, ob die Arbeit- geber zu neuen Verhandlungen geneigt seien, wurde in z u st i m- mendem Sinne geantwortet und der anwesende Magistrats- rat v. Schulz ersucht, die Vorverhandlungen in die Wege zu leiten. »»* In Hannover ist es in den letzten Tagen zum definitiven Abschluß eines Tarifvertrages zwischen der Zwangsinnung und dem Verband der Maler gekommen. Durch den Tarif wird der Lohn um einen Pfennig über den Berliner Schiedsspruch lvon £j auf 6 Pf. im dritten Vertragsjahre) erhöht. Tie für dieses Jahr festgesetzte Lohnerhöhung von 3 Pf. wird am 1. März, also vom , Ablauf des alten Tarifs an, nachgezahlt. Außerdem beträgt die Entfernung, über die hinaus Fahrgeld bei auswärtigen Arbeiten gezahlt wird, nicht 5 Kilometer wie im bisherigen und jetzt um- strittenen Reichstarif, sondern 4 Kilometer. Als Ablaufstcrmin ist nicht, wie es bisher der Fall und für den zukünftigen Tarif vorgesehen war, der 15. Februar, sondern der 1. März 1916 fest- gesetzt. Diese regeln hier lediglich die beiderseitigen Vevtrags- Parteien, so daß der Einfluß des Unternehmcrverbandes zur Be- kämpfung der Schmutzkonkurrenz, auf den dieser bisher immer so großes Gewicht legte, ausgeschaltet ist. Von Bedeutung für die Unternehmer aber ist, daß durch solche Abschlüsse wie in Hannover, Mittwcida und anderen Städten das Prinzip des Reichstarifvertragcs immer mehr durch- löchert wird. Der Unternehmcrvcrband mutz jetzt zusehen, wie das, was ihm vor drei Jahren als das Wichtigste erschien, allmählich dahinschwindet. Denn noch einige solche Fälle wie Hannover, und eine Reihe bisher den Gchilfenorganisationcn auferlegte allgemein tarifrechtlichc Verpflichtungen sind gegenstandslos geworden, und Der Bauarbeiterverband im Jahre 1912. Von den Jahresabschlüssen der Zentralvcrbände dürfte der des Bauarbeiterverbandes nicht nur desivegen besonderes Interesse finden, weil dieser Verband die zweitgrößte unter den gewerkschafl- lichen Organisationen unseres Landes ist, sondern auch wegen der gegenwärtigen Bewegung, deren Ausgang naturgemäß nicht wenig von der Organisationsmacht beeinflußt wird. Im Jahre 1911 hatte sich die neue Organisation wahrhaft glänzend entwickelt. Die ver- wegenstcn Hoffnungen waren übertroffen worden. Im Jahre 1912 hat der Verband diesen Aufstieg fortgesetzt. Die Mitglicderzahl ist weiter gewachsen, das Vermögen hat sich weiter beträchtlich ver- mehrt. Allerdings hat die Zunahme der Mitgliedcrzahl in diesem Jahre nicht solange angehalten und ist infolgedessen nicht so groß gewesen wie im Jahre 1911. Darin äußert sich die im Juli und August eingetretene Verminderung der Bautätigkeit, die von da an bis zum Jahresschluß angehalten hat. Am Schlüsse des Jahres 1911 zählte der Verband 295 688 Milglieder. Diese Zahl erhöhte sich im ersten Halbjahr auf 344 725, also um 49 937, wobei jedoch zu berück- sichtigen ist, daß davon 19 399 aus den ehemaligen Verband der Stukkateure entfallen, der am 1. Januar 1912 zum Bauarbeiter- verbände übertrat. Im dritten Vierteljahr äußerten sich nun die Wirkungen der abflauenden Bautätigkeit, der Vormarsch erfuhr eine starke Hemmung, die Mitglicderzahl stieg zwar noch weiter, aber nur auf 348 413, also um 3688. Das vierte Vierteljahr brachte dann den in jedem Winter zu beobachtenden Rückgang, der sich aus der Ab- Wanderung großer Massen von Bauarbeitern aus den Arbeitsgebieten in ihre Wohnorte erklärt. Zum Teil sind es Ausländer(Italiener, Böhmen), die für einige Monate das Vcrbandsgebiet Verlapen, zum größten Teil jedoch deutsche Bauarbeiter, die mit dem Ausscheiden aus dem Bauberuf auch zugleich die Mitgliedschaft zum Bauarbeiter verband ausgeben. Manche von ihnen treten zu anderen Ver- bänden über, der größere Teil geht der Organisation verloren und kehrt erst im Frühjahr wieder zurück, lvcnn die Bauarbcit all- gemein wieder aufgenommen wird. Erfreulicherweise scheint dieser Rückgang jetzt schwächer zu werden. Im Berichtsjahre betrug er, bei einer Mitgliederzahl von 331165 am Jahresschluß, 17 248, also 5 Proz., während er früher in den Organisationen der Maurer und Bauhilfsarbeiter oft 15 und selbst 29 Proz. betragen hat. Die Mitglicderzahl stieg vom Jahresschluß 1911 bis zum Jahresschluß 1912 von 295 688 aus 331 165, also um 35 477, und im Jahresdurchschnitt von 299 136 im Jahre 1911 auf 335 561 im Jahre 1912, also um 45 435, wobei immer zu beachten ist, daß davon 19 399 auf die übergetretenen Stukkateure entfallen. Seit dem zweiten Vierteljahr 1912 wird festgestellt, welchen Be- rufsgruppen die Mitglieder angehören. Der Verband unterscheidet acht, nämlich: 1. Maurer, 2. Fliesenleger und Tcrrazzoarbciter, 3. Putzer, 4. Stukkateure, 5. Zement- und Bctonarbeitcr, 6. Jso- lierer und Steinholzleger, 7. Bauhilfsarbeiter, 8. Erdarbeiter. Nach den Zahlen vom Jahresschlüsse ergibt sich folgendes Verhältnis: Maurer......... 189 158—' 57,29 Proz. Fliesenleger und Terrazoarbeiter 2171— 9,67„ Putzer......... 2 885= 0,99. Stukkateure....... 19 329— 3,15, Zement- und Betonarbeiter.. 4 579 1,42. Isolierer und Steinholzleger. 1 279— 9,39„ Bauhilfsarbeiter...... 119 509— 38,14, Erdarbeiter......... 10 261= 3,13, Von den 21 Bezirken des Verbandes haben 29 eine Mitglieder- zunähme; der Bezirk Südbatzern eine Abnahme von 1983. Dieser Bezirk hatte im Jahre 1911 eine ganz außerordentliche Zunahme; jetzt ist die Bautätigkeit in den beiden Hauptorten München und Augsburg sehr zurückgegangen, und daher die Abnahme. Die stärksten Steigerungen weisen die Bezirke Dresden, Leipzig, Berlin und Ostpreußen auf. Tie Kassenverhältnisse haben sich, wie schon bemerkt, sehr gut entwickelt, die besten Hoffnungen sind in dieser Hinsicht übcrtroffen. Die Zweigvcrcine nahmen an Beitrügen und Eintrittsgeldern 7 722 383 Mi. ein. Dazu kommen noch die Einnahmen der Haupt- lasse aus den Beiträgen der Einzelmitglieder, aus den Zinsen des belegten Geldes, die 369 285 M betragen, der Hauvtkassenbestand des Stukkateurverbandcs im Betrage von 221 873 M. und einige hundert Mark sonstiger Einnahmen. Von den Ausgaben seien die Hauptposten genannt: für Rechtsschutz, Gcmaßregclten-, Reise-, Kranken- und Stcrbeunterstützung insgesamt 1 982 297 M., für Streiks im Gewerbe 737 990 M., für Agitation 281 452 M. (worunter vornehmlich die Kosten der 21 Bczirksburcaus mit 40 Angestellten zu verstehen sind). Den Zweigvereinen blieben für ihre Zwecke 1 559 696 M. Das Vermögen des Verbandes beträgt in der Hauptkasse 12 537 989 M. und in den Lokaltasscn 2 731 575 Mark, insgesamt also 15 269 496 M. oder pro Mitglied 46,18 M. Alles in allem genommen, bietet die äußere Entwickclung des Bauarbeitervcrbandcs ein Bild erfreulichen, gesunden Wachsens und Erstarkens und entspricht so durchaus der allgemeinen Ent- Wickelung unserer Gewerkschaften. Der Anschluß des Stukkateur- Verbandes hat den Gedanken der Einheitsorganisation seiner Ver- wirklichung um einen Schritt näher gebracht. Die entschlossene In- angriffnahme der Arbeitslosenunterstützung durch den Verbands- vorstand entspricht einem hochbcdcutsamcn Ausbau der inneren Einrichtungen. Weitere Beschlüsse des letzten Verbandstagcs werden in ihren Wirkungen gleichfalls zur Vervollkommnung der c v>:-*— ri-- ''"7 üuiuüLücu, uiiu voc�cu IN il)rcn Wirlungen gleichfalls zur Vervollkommnung der zwar nicht �uf Betreiben der Gehilwnorganisation, sondern infolge � Gesamtorganisation beitragen, so daß auch für die Zukunft eine einer aus dem Unternehmerverband selbst hervorgehenden Reaktion,' günstige Entwickclung zu erwarten ist. die sich gegen die engen Fesseln»vehrt, die der Reichstarifvertrag__ den Unternehmern ohne Berücksichtigung ihrer besonderen Verhält- nissc anlegt. Der Zentralvcrband der Jleischer«m Jahre ISIS. Dazu kommt, daß auch die Verhandlungen mit dem Bund, Zu den äußerst schwierigen Agitationsverhältnissen, mit denen deutscher Dekorationsmaler, der vor einer ganz neuen Entwickclung Zentralvcrband der gleicher benetner Ausbreitung zu kampscn ,, v, J i„ t. r v w,;«,, u, hat, trat IM Jahre 1912— als ,colge unterer großagraritchen steht, wieder lebhaft gefordert worden st"d. Tic praktischen Folgen! Schutzzollpolitik- eine scharfe wirtschaftliche Krise durch die Vieh- des jedenfalls zustande kommenden Tartsvertrages werden den. jenerung hinzu. Die Einschränkung des Fleischkonsums brachte Machern im Vorstande des Unternchmervcrbandcs jedenfalls noch Arbeitslosigkeit in höherem Maße für die Flcischcrgescllcn mit sich. zeigen, dgß ihre blinde Draufgängerci den Malermeistern keinen Tie Arbeitslosigkeit, die im Jahre 1911 nach den Stichtagen der Segen bringt. j Zählungen durchschnittlich 3,7 Proz. ausmachte, stieg auf durch- In Bochum sind von den freiorganisiertcn Rialern nur noch schnittlich 7.3 Proz. im Jahre 1912. 49 außer Arbeit, während die Christlichen ihre Leute alle unter- 1 Trotz dieser widrigen Verhaltinssc steigerte die Organisation gebracht haben. Ter Sondertarif ist bis jetzt von 5 Unternehmern$r5 trim � lresdurckpchnitt von 4io. nur 61 3, nach den -et?;• ST fTT'T- TT" 2- iMtlrtorten«uibc d», Skrtollen d-i Untanrtintt, b«, p»siw- � Stm-„ch bic Slollu«lion ,>»ch schr itel iit- 80,4«to.4. Verhalten der Aufsichtsbehörden gegenüber dem ungesetzlichen Vor- Aufgenommenen— so ist doch schon eine ganz andere Stabili- gehen der Innungen mit ihren Strafbcschlüsscn aus das schärfste, tät als früher zu verzeichnen, denn die Beiträge stiegen von 162 328 07or/-»M*V« We»S/-r¥f• srrtivleu* H e» iL»..*•«<. ru I I, rr»t im Jahre 1911 auf 214 V4 im Jahre 1918 Die getroffenen orga- nisatorischcn Maßnahmen 4G-tcn die Gewähr, daß der Fortschritt anhält. � Die hauptsächlichste» Auj�aben sind: Rechtsschutz 3984 M.» Rciseuntersrützung 1319 M., örwerbsloscnunterstützung 18 944 M.. Maßregelungsunterstützung 665 M., Sterbeunterstützung 495 M.; die Ortskassen zahlten zu den Unterstützungen noch 1773 M. Für- Lohnbewegungen und Streiks sind 14 215 M., für das Verbands. organ 19159 M. ausgegeben. Das Vcrbandsvcrmögcn betrug am Jahresschluß 54 234 M. _ Auch auf dem wichtigsten gewerkschaftlichen Gebiet, die Ver- besserung der Lohn- und Arbeirsbcdingunge», hat der Verband trotz der Krise mehr geleistet als je ein Jahr zuvor. Es wurden für 1546 Personen 11 943 Stunden Arbeitszeitverkürzung und 3965 M. Lohnzulage pro Woche erreicht. Unter den Tariffirmcn befindet sich der größte Betrieb Teutschlands. Das Logis beim Meister ist wiederum in vielen Fällen abgeschafft. Außerdem ist Ferien- gewährung und eine teilweise Wirksamkeit des§ 616 B.G.B, in vielen Fällen zur Einführung gelangt. Tie rabiaten und bezopften Jnnungsführcr können der klasscn- bewußten Gcsellenorganisation die Agitationsarbeit manchesmal wohl sehr erschweren, aufhalten können sie sie nicht. Eine dreiste Ilnternehmcrlügc. In welcher verzweifelten Situation sich das Scharfmachcrtum im Maler- und Anstrcichergcwnrbc befindet, und wie skrupellos es versucht, die Ocffcntlichkeit irrezuführen, das läßt sich ermessen an einem in ausfallender'Schrift gcsep.ten großen Inserat in der amtlichen„Rhein- und Ruhrzeitwn g". dem Kapitalisten- organ in Duisburg, das wie folgt lauted: „Arbeitgcbcrverband für das Maler- und Anstreichcrgeloerbc, Ortsgruppe Duisburg. An unsere Mitbürger! D i c d e u t s ch c A r b c i t c r s ch a f t im Malcrgcwcrbc hat mit überwältigender Majorität die zum Neu- abschlug eines Reichstarifvcrtrages gefällten Schiedssprüche abgelehnt. Demzufolge hat der Vorstand des Hauptvcrbandcs deut- scher Arbeitgeberverbändc im Malergewerbc, Sitz Berlin, und dessen Untcrverband Rheinland und Westfalen einstimmig be- schlössen, am Freitag, den 7. d. M., sämtliche organisierten Ge- Hilfen zu entlassen. Wir bitten die gesamte Bürgerschaft, uns bei dem von den Gewerkschaften uns aufgedrungenen Kampf nach Kräften zu unterstützen und alle Maler- und Anstreichcrarbeiten bis nach Beendigung des Kampfes zurückzustellen. Ter Vorstand des Arbeitgebcrvcrbandcs für das Malergewerbe, Ortsgruppe Duisburg, sowie der Vorstand der Zwangsimiung." Obwohl nun alle Welt weiß, daß nicht die Arbeiter, sondern die Unternehmervertretcr die Schiedssprüche der Unparteiischen abgelehnt haben, wird in dem Notschrei der Duisburger Unternehmer an die Bürgerschaft das strikte Gegenteil behauptet. Die Duisburger Gehilfen nahmen nun,- als das vor« stchciidc Inserat am Dienstag, den 18. März, zum erstenmal er- schien, als selbstverständlich an, daß es sich lediglich um einen Druck- fehler handele und kümmerten sich nicht weiter darum, zumal ja auch die Duisburger„Aussperrung" nur von der humoristischen: Seite betrachtet wird; sind doch dort noch keine 15 Proz. aus- gesperrt. Als nun aber am 29. d. M. dasselbe Inserat in der „Rhein- und Ruhrzcitung" erschien, glaubten die Gehilfe» doch, das Blatt auf den„J r r t u m" a u f in c r k s a m machen zu sollen. Indes, die Jnscratcnabtcilung des Blattes erklärte auf tclephonischen Anruf, daß das Inserat genau nach dein Manuskript gesetzt sei. Nun fand zufällig an demselben. Tage eine Sitzung des Gesellenausschusses statt. Diese Gclegcilheit benutzten die Gehilfcnvertretcr, die Meister und den gleichfalls affl, wcsendcn Vorsitzenden des Ilntcrnehmerverbandes, Malermeister Kreutz, auf das wahrhcitswidrige Inserat aufmerksam zu machen. Zunächst bestritten die Jnnungsmeister, daß der JnnungS- vorstand es überhaupt unterzeichnet habe, betonten dann aber, daß der„Irrtum" natürlich berichtigt werden müsse: Aus dem Ver- halten des Vorsitzenden des Untcrnehmervcrbandcs aber schlössen die Gehilfen, daß dieser den Inhalt des Inserats nicht berichtigen werde. Und so ist denn auch bis zum 27. M a r z noch keine Be- richtigung erfolgt, obwohl diese Unterhandlung sich bereits am Mittwoch vor Ostern, also am 29. März abspielte! Es mag ganz dahingestellt bleiben, ob Unternehmerverband oder Innung oder auch nur der Vorsitzende das Inserat in die Welt gesetzt hat. Tatsache ist, daß dieser offenkundige Schwindel bis beute nicht berichtigt ist, und daß keine der beteiligten Korpo- rationcn es für nötig erachtet hat, die dreiste Lüge zu widerrufen. Ein solches Verfahren richtet sich selbst und charakcrisicrt die- jenigen, die es anwenden. In der Kammgarnspiinierci zu Bietigheim(Württemberg) ist ein Streik der Ansetzcr und Spinner ausgebrochen. Es wird drin- gend um Fcrnhaltung des Zuzugs ersucht. letzte Nachrichten. Menschenopferung aus Eitelkeit. Belgrad, 29. März.(P. C.) Ter Umstand, daß die Erstür- mung Adrianopels ungemein große Opfer gefordert hat. ruft insbesondere in nationalistischen Kreisen tiefe Mißstimmung über das überflüssige Blutvergießen hervor. Es wird darauf verwiesen. daß zu diesen Opfern keine sachliche Notiyendigkeit vorlag, da daZ Schicksal Adrianopels bereits zugunsten Bulgariens entschieden war. Das Blutbad von Adrianopcl habe daher nur den Zweck gehabt, die Eitelkeit der Bulgaren zu befriedigen. 7009 verwundete Serben. Agram, 29. März.(P. C.) Die serbische Hecresverwa.tung hat an die hiesige Aerzlekammer das Ersuchen gerichtet, Acrztc nach Belgrad zu entsenden, da die Ankunft großer Berwundeten- transporte bevorsteht. 7999 verwundete Soldaten und Offiziere der serbischen Belagerungsarmce vor Adrianopel Iverden nach Belgrad überführt. Mit dem MittagSschncllzug sind vier Agramer Aerzte nach Belgrad abgereist._ Aus dem amerikanischen Ueberschwemmungsgebict. New Aork, 29. März.(W. T. B.) Das Fallen der Flüsse im Innern von Indiana und Ohio hat die Ströme Ohio und Mississippi, in welche jene Flüsse münden, über die Ufer treten lassen. Die Stadt Cincinnati ist von einer der schlimm st cn Ucberschwemmungen be- droht, die sie bisher erfahren hat. Kriegssckretär Garrison ist in Dayton angekommen. Tie Lage hat sich dort wesentlich bessert. Beim Plündern ist ein Mann von Milizen erschossen wer- In E o l u m b u s sind zahlreiche Plünderer verhaftet worden. den. Die in vielen Städten veranstalteten Sammlungen Rettungswcrk bclausen sich jetzt auf fast 599 999 Dollar. für das Perantw. Redakt.: Alfred PSirlepp, Neukölln. Inseratenteil verantt,.; Uh. Glocke. Berl'n. Druck u. Perlgg: Vorwärts Buckdr. u Berlagsanstast Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 6 Beilage». fc» s«. i, ötiiniif kö Joraärts" fittliiitr WlksdlM Zonntag, 30. Marz 1913. Innere»Kolonisation und SozialdemoHratie. Dem preuhischcn Abgcordnctcnhause ist soeben der Eni- Zvurf eines Gesetzes betreffend die Bereitstellung von Staats- Mitteln zur Förderung der Landeskultur und der inneren Kolonisation zugegangen, und bereits in den nächsten Tagen soll die verfassungsmäßige Beschlußfassung im Preußen- Parlament erfolgen. Damit wird die Partei resp. die sozial- demokratische Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses gezwungen sein, zu- einer wichtigen Frage der praktischen Agrarpolitik Stellung zu nehmen. Die Verhandlungen und Beschlüsse des jüngsten Preußentages über die Landarbeiter- frage bürgen dafür, daß die Stellungnahme unserer Ab- geordnetenhaus.fraktion den bisher von der Mehrheit der Partei in Agrarfragen vertretenen Anschauungen entsprechen wird. Der Gesetzentwurf verlangt vom Landtag die Bewilligung von Lö Millionen Mark, von denen 12 Millionen Mark zur Urbarmachung �von fiskalischen Mooren, 3 Millionen Mark zur Ausführung von Meliorationen auf Domänenvorwerken und anderen Domänengrundstücken und 10 Millionen Mark zur Beteiligung des Staates mit Stammeinlagen bei gemein- nützigen Änsicdelungsgesellschaften verwendet werden sollen. Mit diesem Gesetzentwurf macht die preußische Regierung den ersten Versuch, die ungeheuer umfangreichen Flächen Oed- und Unlandes des preußischen Staates der landwirt- ichaftlichen Kultur zu erschließen. 16 000 Hektar fiskalischer Moore im Regierungsbezirk A u r i ch und in Schleswig- H o I stein glaubt die Regierung mit dem geforderten Betrage kultivieren zr� können. Ein recht bescheidener Anfang, wenn inan bedenkt', daß rund 1,8 Millionen Hektar des preußischen Staates Oed- und Unland sind, die der fruchtbringenden Bewirtschaftung harren. Aber die preußische Regierung hat noch allemal versagt, wo es sich um wirkliche Kulturaufgaben handelt, und sie würde auch jetzt wohl, noch nichts zur Kultivierung der Moore unternehmen, tocrat ihr nicht das Feuer auf den Nägeln brennte. Ter Hauptgrund, weshalb die Regierung jetzt mit ihrem Entwurf kommt, liegt in der Tatsache, daß bei der zu- '.V.hmenden Industrialisierung die deutsche Landwirtschaft von Jahr zu Jahr weniger in der Lage ist. den Fleischbcdarf des deutschen Volkes zu decken. Das erklärt sich einfach daraus, daß der Anteil der landwirtschaftlichen Bc- bölkerung an der Gesamtbcvölkerung von 43,63 Prozent im Jahre 1882 auf 28,39 Prozent im Jahre 1907 gesunken ist. Das llnvennögcn der Landwirtschaft, den stets steigenden Flcischbcdarf zu liefern,>vird auch in der Begründung des Gesetzentwurfes von der Regierung zugegeben, wenn sie auch euphemistisch nur von einer durch die Dürre des Jahres 191 1 und durch die seit zwei Jahren herrschende Maul- und Klauenseuche verschuldeten„Erschwerung" der Fleischversor- gung redet Die Begründung macht sogar das bemerkenswerte Bugeftändnts, daß ohne eine Vermehrung der heimischen Vieh- Haltung und Fleischerzeugung das„allseitig als erstrebens- wer< anerkannte Ziel, die Fleischversorgung mög- lisch st unabhängig vom Bezüge aus dem Aus- lande zu gestalten, nicht erreicht und nicht f'e st g e h a l t e n" werden könne. Die Vermehrung der Viehprodukfion tvill die Regierung durch die Urbarmachung der fiskalischen Moore in Hannover und Schlcswig-Holstein fördern.„Die in Aussicht genommenen Ländcreien stellen die größten zusammenhängenden fiskalischen Oedlandflächen dar, die im Staatsgebiet vorhanden sind; sie liegen in klimatisch günstiger Gegend mit verhältnismäßig langer Vegetationsperiode: sie grenzen durchweg an wirtschaftlich entwickelte Landstriche mit überwiegend mittlerem und Klein- desilj und schon jetzt blühender Viehzucht, die einer weiteren erheblichen Ausdehnung fähig ist, wenn die Futttererzeugung gehoben wird.*_. Die hohe kulturelle Bedeutung eines derartigen Unter- nehmens, wenn man es in der Folgezeit kräftig fortsetzt, wird kein Sozialdemokrat bestreiten, wohl aber wird die Ansicht der Sozialdemokratie über die zw eckmäßig st e zukünftige Bewirtschaftung der kultivierten Flächen erheblich von der der Regierung und Wohl auch von der der bürgerlichen Parteien abweichen, denen die innere Kolonisation nachgerade zum Schlagwort geworden ist. Wie die Re- gierung sich die Sache denkt, läßt der Gesetzentwurf nicht er- kennen, dagegen macht die Begründung des Entwurfes die folgenden Andeutungen: «Inwieweit die kultivierten Flächen zunächst im f i s- kalischen Eigenbetriebe als Weiden und Wiesen nutz- bringend verwendet oder zur Besiedelung mit Kolo- n i st e n vergeben werden können, muß von dem Fortgange der Kultivierungsarbeiten, dem hervortretenden Bedürfnis an Vieh- weide und auch von den Verhandlungen abhängig gemacht werden, die bezüglich der Besiedlung mit den in Betracht kommenden Kreisen und etwaigen, in der Zwischenzeit gebildeten gemein nützigen Besiedlungsgesellschaften nach erfolgter Urbarmachung des Moorgebietes einzuleiten sind." So lvic die Dinge nun einmal liegen und wie die Stim mung der im Preußcnparlament maßgebenden Parteien ist, wird wohl damit gerechnet werden können, daß die Vergebung des kultivierten Bodens an Kolonisten in Privateigen- tum erfolgt. Damit würde aber auch für diese neu erschlossenen Gebiete die Bahn frei gemacht für jene JjerderblichcEnt- Wickelung, die sich auf der einen Seite in den enorm gestiegenen Preisen für landwirtschaftliche Güter und auf der anderen Seite in dem Hochschutzzollsystcin mit seinen Gefahren für die Ernährung des deutschen Volkes fühlbar m a ch t. Es würde zu weit führen, bei dieser Gelegenheit all die schlimmen Wirkungen dieser Entwickelung für die Land- Wirtschaft anzuführen, es sei nur festgestellt, daß die in unserer ganzen Wirtschaftspolitik begründete abnorme Preissteigerung des landwirtschaftlich benutzten Grund und Bodens bei dem herrschenden starken Besitzwechsel eine fortwährend ge steigerte staatliche Hilfeleistung in der Form von Schutzzöllen, Grenzsperren, Einfuhrscheinen usw. erfordert. Dieser staatliche Schutz hat aber sicher einmal ein Ende; der Staat kann die agrarische Wirtschafts Politik nicht unbegrenzt fördern, wenn er nicht durch die Be- drohung der Ernährungsmöglichkeit aller nicht agrarischen Volksschichten seine eigene Lebenskraft untergraben will. Dann aber steht die deutsche Landwirtschaft vor einer Katastrophe. Daß nur der Sozialismus imstande ist, diese Verderb lichen Folgen abzuwenden, kann für uns Sozialdemokraten nicht zweifelhaft sein. Aus diesen Erwägungen ist die Sozialdemokratie grund sätzliche Gegnerin jeder privatwirtschaftlichen Ausbeutung des Grund und Bodens, und sie wird sich in dieser Stellungnahme auch nicht durch die tönenden Lobsprüche der bürgerlichen Parteien auf die innere Kolonisation irre machen lassen, selbst dann nicht, wenn die innere Kolonisation von den Gegnern so ehrlich gemeint wäre, wie sie tatsächlich unehrlich ist. Die Sozial demokratie wird im Gegenteil ihr möglichstes tun, der oben gekennzeichneten Entwickelung einen Damm entgegen zu setzen Sie wird deshalb fordern, daß der Staat das Eigentums recht an den erschlossenen Moorflächen behält und in erster Linie durch eigene Musterwirtschaften das von der Regierung selbst gesteckte Ziel, die Fleischversorgung des deutschen Volkes zu heben, verwirklicht. Weiter ist die Anlage großer Viehzucht-«nd Mastanstalten in kommunaler Regie ins Auge zu fassen. Diese Verwertung des kultivierten Grund und Bodens würde am ehesten die Flcischproduktion im großen Maßstabe steigern. Bei Vergebung des gewonnenen Grund und Bodens an Kolonisten wollen doch zunächst einmal diese und ihre Familien ernährt werden, und erst der ll e b c r s ch u ß der Produktion käme für■ die Ernährung anderer Volksschichten in Betracht.' Die Errichtung großer Zucht- und Mastanstalten durch den Staat oder durch kleines feuiUeton /Zn clas Volk von ,9,2! In ciitcr Berliner Festversammlung, in der Pfarrer Ran- mann das Jahr 1813 feiern sollte, ist der Vorsitzende vom Polizei- Präsidenten von Charlotten bürg darauf hingewiesen worden, daß Teilnehmer unter 18 Jahren gewaltsam entfernt werden würden. Ilm die Drohung unter Umständen ausführen zu können, wurde die Versammlung von einem Polizcileutnant und einen Schutzmann überwacht. In der gewissenlosen, oppositionellen Presse hat dieser Vorfall zu bösartigen Bemerkungen Veranlassung gegeben. Um derartige t-cinliche Auslassungen von vornherein unmöglich zu machen, hat der Polizeipräsident von Berlin für das bevorstehende Regie- rungsjubiläum des Kaisers eine genaue„Fcstord- n u n g für die Untertalle n" ausgearbeitet, die wir auf Grund unserer glänzenden Beziehungen bereits heute vcröffent- lichen können. Die Verordnung lautet' „1. Seine Majestät wird allergnädigst geruhen, das LSjährige Jubiläum feiner Regierung festlich zu begehen. In einer gnaden- reichen Stunde hat Majestät dem Volk die Teilnahme an dieser Feier gestattet. 2. Bei der hundertjährigen Feier der Befreiungskriege aber. an� der das Volk mit der fadenscheinigen Begründung teilnahm, daß es vor hundert Jahren(!!!) von jemand gerufen worden sei, ist es verschiedentlich zu sehr unliebsamen Taktlosigkeiten gekommen. Ein begeisterter Berliner beispielsweise scheute sich nicht, sich in überaus aufdringlicher Wxisc an das Schutzmannspferd heranzu- drängeln, hinter dem er stand. Als ob das Tier Vernunft gehabt hätte, wies es ihn mit einem kräftigen Hufschlag zurück. In einem wohlgeordneten Staat genügt es aber nicht, daß das Volk für seine Aufdringlichkeiten bestraft wirdi es muß dafür gesorgt werden, daß sie gar nicht erst vorkommen können. 3. Zu dem Zweck wird bei dem bevorstehenden Regierungs- jubiläum seiner Majestät des Kaisers das Schutzmannsaufgebot verzehnfacht werden. Jeder Schutzmann ist mit einem ge- ladenen Dienstrcvolvcr versehen, von dem er sofort Gebrauch zu machen hat. 4. Es ist dem Volt am Jubiläumstage gestattet, auf offener Straße ein heiteres Gesicht zu zeige». Nur darf die Heiterkeit N i e m a l s in ein plebejisches Grinsen übergehen. J>t den vier Wänden des Hauses dagegen kann innerhalb der Grenzen des polizeilichen Reglements auch gelacht werden. 5. Wenn Majestät oder Mitglieder des Hofes vorüberziehen, hat auch der heitere Ausdruck unbedingt zu schwinden. In der die Kcmimunen würde aber unmittelbar die gesamte Fleisch- Produktion für die Städte nutzbar machen. Wie vorteilhaft solche Anstalten arbeiten können, zeigt das Beispiel der von der Harpen er Bergbau-Aktien- g e f e l l s ch a f t auf dem Gute Geeste an der Bahnstrecke Münster— Emden im Jahre 1907 gegründeten Mastanstalt. Der Direktor, Dr. O exmann, berichtete am 22. No- vember 1912 in einem interessanten Artikel der„Deutschen Tageszeitung" außerordentlich günstiges über die jetzt mehrere Jahre bestehende Anstalt, die auf einem 1000 Hektar großen Oedlandkomplex eingerichtet wurde und etwa 25 000 Arbeiter der genannten Bergwerksgesellschaft, mit ihren Familien über 100000 Köpfe, mit„gutem Fleisch zu billigen, dauernd möglich st gleichbleibenden Preisen versorgt". Wie billig die groß angelegte und mit allen technischen Fortschritten eingerichtete Mastanstalt liefert, zeigt die folgende Gegenüberstellung der von dieser Anstalt ab- gegebenen und der zu gleicher Zeit in Berlin von der Stadt bezogenen und verkauften russischen Flcischwarcn(die Preise verstehen sich pro Pfund):' Nähe des Kaisers gibt es für den deutschen Untertanen nichts zu lachen. 8. In Gegenwart eines Schutzmanns kann die heitere Miene beibehalten werden, sofern sie� nicht übertrieben wird. Ucbcr trcibungen werden als offene Auflehnung gegen die staatliche Ge Walt angeschen und mit dem Dienstrevolver geahndet. 7. Das Hurrarufen ist an sich gestattet, nur darf es nicht zu einem unartikulierten Gebrüll ausarten. Der Ruf muß kurz, mili tärisch, exakt aus der Kehle kommen. Mit'dem Ton auf der letzten Silbe. 8. Seine Majestät hat auch gegen eine festlich bewegte Volks menge nichts einzuwenden. Am besten wird diese Bewegung er zeugt, indem der Untertan andauernd vom rechten Fuß auf den linken tritt. Muß jemand aber den Fahrdamm überschreiten, hat es nach unserer bekannten Verordnung in einem Winkel von 90 Grad geschehen. Im Hinblick auf die Feststimmung sind die Schutzleute angewiesen, einen Winkel von 8ö Grad noch zu tole ricrcn. Bei 80 Grad erfolgt Feststellung der Persönlichkeit, bei 7ö Grad wird verhaftet, bei 70 Grad wird.vom Ticnstrcvolvcr Gebrauch gemacht. Indem ich diese Vorschriften zur öffentlichen Kenntnis bringe warne ich Neugierige! Nur Untertanen, die in der rechten seeli sehen Stimmung sind, dürfen mit reingewaschenen Füßen und sauberer Wäsche antreten. Der Polizeipräsident von Berlin. Für richtige Abschrift: Piff-Paff. Volksmusitschnlen. lieber dieses Thema sprach auf dem 1. Internationalen M u s i k p ä d a g 0 g i s ch e n Kon g r e ß, der eben in Berlin tagte, Dr. Karl S t 0 r ck. Für uns Deutsche— führte er aus— scheint die Musik ein von der Natur gebotenes Gut zu sein, das wir uns erhalten müssen. Durch alle Jahrhunderte war unser Volk liederrcich, aber noch niemals hat ein Volk wohl eine so vollständige Umwandlung seiner ganzen Lebensbedingungen durchgemacht, wie wir in den letzten 50 Jahren. Einschneidend haben sich hierbei auch die musikalischen Verhältnisse geändert., Dazu gehört der ungeheure Aufschwung der Konzerte in den Großstädten, während freilich das flache Land noch von Musik entblößt ist. Tie Ernüchterung und Industrialisierung des Lebens hat viele Gelegenheiten beseitigt, Ivo es noch Musik gab, z. B. die Spinnstube. Auch die Art der Arbeit, die ja gern an ein Lied anknüpft, ist in den modernen Betrieben eine andere geworden. Wir müssen von einer in usikaki sehen Verarmung des Volkes in den letzten Jahrzehnten sprechen. Erfreulich ist, daß der Gesanguntcr- richt in den Volksschulen aus einem bloßen Auswendiglernen von Liedern zu einer wirklich musikalischen Erziehung wird. Das Volk auf den Harpencr Zechen Kotelett...... 80 Pf. Nacken....... 80, Schulter...... 80« Schinken...... 80„ Ger. Speck, fett... 80« durchw.., 85, Flomen(Liesen)... 65„ Köpfe und Beine.... 35« in Berlin für russisches Fleisch Kotelett..... Schulter und Blatt. Kamm und Schuft. Scknnken..... Frischer Speck... Flomen(Liesen) Köpfe und Beine 95 Pf. 4 5„ 85« 85« 80„ 80« 45, Nach diesem Vorbilde der Harpener Bcrgbau-Aktiengcsell schaft könnten auch die größeren Stadtverlvaltungen(und auch der Staat z. B. für seine vielen Eisenbahnangestcllten) sehr tvohl derartige Zucht- und Mastanstalten einrichten. Mit der immer fühlbarer tverdenden Fleischnot wird die Versorgung der städtischen Bevölkerung mit billigem Fleisch eine dringende Aufgabe der Stadtverwallungen, tlitd wenn auch der deutsche Städtetag auf seiner vorigjahrigcn Tagung eine solche Tätig- kcit der Stadtverwaltungen verworfen hat, weil er darin wahrscheinlich das Schreckgespenst des Munizipalsozialismns er- blickte, so werden sich die deutschen Städte auf die Dauer dieser Aufgabe doch nicht verschließen können. Deshalb gilt es für eine weitausschaucnde Politik vorzubauen, wozu sich jetzt auf den kultivierten fiskalischen Mooren die beste Gelegen- heit bietet. Das wäre jedenfalls die glücklichste Losung der Frage nach der Bewirtschaftung des urbar gemachten Bodens, aber gerade deswegen darf wohl am wenigsten ihre Verwirklichung erhofft werden. Weitere Möglichkeiten, das erschlossene Neu- land der privatwirtschaftlichen Ausnutzung und damit der verhängnisvollen Güterspekulation zu entziehen, bieten sich darin, daß die anzusetzenden Kolonisten nicht als Privateigentümerjon- dern als Pächter angesiedelt werden resp. daß der Staat den Kolonisten gegenüber sich das Vorkaufsrecht vcr- traglich vorbehält. Sollte dann in dem kultivierten Moor- gebiet ebenfalls die Tatsache festzustellen sein, daß die Kolo- nisten mit ihrem billig erworbenen Grund und Boden Spekulation treiben wollten, wie es im Osten Preußens im Ansiedelungsgebiet zu verzeichnen ist,' so hätte der Staat es in der Hand, die betreffenden Stellen zurückzuerwerben. Den schädlichsten Folgen der privaten Gütcrspeknlation wäre damit vorgebeugt. Wie schlimm die Güterspekulation im Osten Preußens bereits ist, zeigte kürzlich ein Artikel der„Königsberger Allgemeinen Zeitung", worin die Notwendigkeit betont wurde. den„Ansiedlern das Weiterverkaufsrecht zu beschneide n"; die Förderung der wilden Güterspekulation sei nicht der Zweck der vom Staat mit Hunderten von Millionen unternommenen Ansicdelungstätigkeit. Und daß auch im Ha un overlande bereits durch die bescheidenen privaten Urbarmachungen von Ocdländereien die„früher so niedrig eingeschätzten brach liegenden Moor- und Heideflächen ganz außerordentlich im Preise st e i g e n, so daß vielfach schon eine Ueberwertung bc- sürchtct kvird", muß eben erst die Nr. 11 der„Hannoverschen verlangt aber auch Instrumentalmusik, und hier sehen wir leider ein wildes Unternehmertum, ein niedriges Spekulantentum am Werke, das gewissenlos das Volk ausbeutet und dem schlechtesten Geschmack srönl. Ilm so dringender ist die Volksmusikschule nötig. Sie soll sich aus musitbegabtcn Kindern der Gemeindeschulen zusammen. setzen, die zuerst der Gesangkchrer aussucht, wobei aber auch die Wünsche der Eltern und von Fortbildungsschülern berücksichtigr werden sollen. Tie Volksmusikschule soll nicht ganz kostenlos sein, sondern zur teilweisen Deckung der Kosten auch ein geringes Herno« rar erheben, das natürlich mittellosen Kindern erlassen werden oder durch die Gegengabe von guten Musikalien ausgeglichen wer- den kann. Der Nachdruck wäre auf den Unterricht in Streich- und Blasinstrumenten zu legen. Dann wäre auch Klavier und wenn möglich rhythmische Gymnastik zu lehren. Als Unterrichtsräume könnten die am Nachmittag freien Klassenzimmer der Schule dienen. Fortgeschrittene Schüler sollten zu Schnlorchestern vereinigt wer- den. Der Unterricht an der Volksmnsikschulc wäre durch festbcsol- bete Lehrkräfte zu erteilen. Das höchste Ziel muß die Erzicbuug zur musikalischeu Freude sein, die Bildung des Geschmacks dureh Ernährung mit guter Mnjik. Hervorragend begabten Kindern soll das Weiterstndium ermöglicht werden. Erst wenn diese Einrich- tungen getroffen sind, dann können die beträchtlichen Opfer, die die Städte für Volkskonzcrtc auf sich genommen haben, wirklich nützlich wirken. Musik. Deutsches Opernhaus Charlottcnburg: Das Mädchen aus dem goldenen Westen. Ter Titel mutet echt amerikanisch an, und die Geschichte i st es. Die Handlung spielt am Fuß der kalifornischen Wolkenberge zwischen 1849/50, also zur Zeit des Goldficbers, in einem Goldgräbcrlager Wer jemals eine solcher zahlreich umgehenden Erzählungen gelesen Hai. wird sich den Schauplatz lebhaft vorstellen können: allerlei aben- tcucrndc Gesellen, ein wildes Leben,'Morde und Totschläge, Räu- berci und sonstige Verbrechen. In diesem Hexenkessel wohnt aber auch reine Liebe in fühlender Menschenbrust. Und das weibliche Wesen, das hier eine ungeheure Zaubcrmacht auf die verwilderten Herzen auszuüben vermag, ist Minnie, die Wirtin der Goldgräber- Bar„Zur Polka". Gleichwie Leonore ihren Gatten Florestan aus Kerker und Fesseln bcfrbite, so errettet Minnie ibren Geliebten, den Straßenräubcr Dick Johnson vom Tode durck.den Strang. Es ist ein regelrechtes Kinodrama, das uns die Librcttistcn C i- v i n i n i und Z a n g a r i n i verkosten lassen. Wir werden zu Zeugen von dem Leben und Treiben der Goldgräber gemacht und genießen das ausregende eschanstiick einer Lynchjustiz, der Minnie? hcldiswes Austreten glücklicherweise ein alle Wcichhcrzcn beseligen- des Ende bereitet. )5an&' und Forstwirtschaftlichen Zeitung" vom 14. März, das amtliche Organ der Hannoverschen Landwirtschafts- kammer, zugeben. Aus dem Kreise Isenhagen be- richtet das Blatt zum Beispiel, daß für eine 6 Hektar große Heidekoppel, die erst in Ackerland verwandelt werden soll, bereits 10 000 M. bezahlt wurden, im übrigen aber sagt das Blatt der Landwirtschastskammer. daß auch in der Provinz Hannover die Güter- schlächterei immer mehr überhand nehme. Den Hauptvorteil dabei hätten die Güterschlächter, deren Gewinne in einzelnen Kreisen in die Hunderttausende gingen; nach einem Bericht aus dem Kreise Lüchow seien dort Gewinne von 10—20 000 M. bei einem Hofe keine Seltenheit. Solchen schädlichen Folgen durch Bekämpfung der Ursachen nach 5Mften vorzubeugen, wird die Sozialdemokratie sich an- gelegen sein lassen. Weit davon entfernt, einem falschen Opportunismus zuliebe die jetzt in Angriff genommene innere Kolonisation gedankenlos mitzumachen, wird sie vielmehr alle Kräfte einsetzen, eine wirklich ersprießliche Agrar- Politik im Sinne der obigen Ausführungen zu treiben. Damit wäre wieder einmal jenen Gegnern die Waffe aus der Hand gewunden, die da glauben, hier eine neue Achillesferse der Sozialdemokratie gefunden zu haben. Hus der Partei. Gegen den Rüstungswahnstnn nahm in einer Riesenversammlung im Zirkus die Stuttgarter Arbeiterschaft am Freitagabend Stellung.� Die Versammlung war gleichzeitig eine Gedenkfeier der Märzgefallenen. Die Feier konnte am 18. März nicht abgehalten werden, weil die Stadt- direktion die Genehmigung versagt hatte. Diesen Bureaukraten- streich beantwortete die Arbeiterschaft mit einem demonstrativen Besuch der Versammlung. Der weite Raum war bis unterm Dach dicht besetzt. Die Arbeitersänger Stuttgarts leiteten die Versamm- lang mit einem Maffenchor ein. Der Vorsitzende Westmeyer ge- dachte dann in kurzen Worten der Toten des 18. März. Ein zweiter Massenchor schloß diesen Teil der Versammlung. Redakteur E r i s p i e n referierte sodann über die neue Militärvorlage. Tie Versammlung stimmte zum Schluß einmütig folgender Rejo- l u t i o n zu: „Die Versammlung protestiert mit Entschiedenheit gegen die neuen Heeresforderungen und Deckungsvorlagen der kapitalistischen Klaffen, weil der Militarismus kulturwidrig und ftiedensbedrohend wirkt und weil die neuen Forderungen neue unerhörte Volkslasten zu den alten fügen. Die Versammlung baut darauf, daß die Sozial- dcmokratie die neuen Heeresforderungen und Deckungsvorlagen— auch wenn sie durch eine sogenannte Besitzsteuer verzuckert loerden sollten— prinzipiell ablehnt, entsprechend ihrem Grundsatz: Diesem System keinen Mann und keinen Groschen! Die Versammlung ist bereit, den Kampf der Sozialdemokratie gegen den Militarismus, gegen die stehenden Heere, für die Volks- ivchr, für die sozialistische.Gesellschaft. mit allen Kräften zu fördern und zu unterstützen."_ Landtagskanbidaturen im Bezirk Frankfurt a. M. Als Kandidaten für die preußische Landtagswahl wurden im Bezirk Frankfurt a. M. bis jetzt von unseren Genossen folgende Per- sonen aufgestellt: WieSbaden-Stadt-Untertaunuskreis: Arbeiter- sekretär Phil. M ü l l e r- Wiesbaden; Amt Usingen-Oberlahnkreis: Stadtverordneter R. W i ck- Oberursel(Taunus); Wiesbaden- Land und Höchst a. M.: Parteisekretär Anton Walter- Höchst a. M.; ObertaunuskreiS: Arbeitcrfekretär G r ä f- Frankfurt a. M. poUreilichtS» ßericbtrtdies uki». Ein Gegenstück zur Dortmunder Schnelljustiz. Durch ihre Schnelljustiz beim Bergarbeiterstreik haben sich namentlich die Dortmunder Gerichte einen Namen gemacht. Wer einem Streikbrecher„Pfui!" zurief, hatte im Handumdrehen seine Woche Gefängnis weg. An den Dortmunder Gerichten kann man aber auch sehr gemächlich arbeiten. Unser Dortmunder Parteiblatt hatte im vorigen Jahre die Aufnahme einer Berichtigung, die der Amtmann von Brackel eingesandt hatte, abgelehnt. DaS Schöffen- geeicht gab dem Redakteur am 2. August recht. Da aber der Amts- anwalt gegen das freisprechende Urteil Berufung eingelegt hatte, so beantragte der angeklagte Redakteur unterm S. Oktober 1912 eine schriftliche Ausfertigung des freisprechenden Urteils, die aber sehr lauge auf sich warten ließ. Inzwischen beschäftigte sich die Br- rufungsinstanz und auch das Oberlandesgericht als Revisions- instanz mit der Sache, und es erfolgte die Verurteilung des An- Und zu diesem, nach der deutschen Uebersetzung zu schließen, unkünstlerisch pur auf romantische Knalleffekte zugespitzten Text schrieb Giacomo Puccini die Opernmufik! Aber gerade seine Musik ist das Wunderbare. Sie Iaht uns völlig das Wort- drama vergeffen. Nicht dies, sondern ste versetzt den Hörer in jenes kalifornische Gebirgstag. Nun vernimmt sein Ohr die Lieder der Urbewohner, die seltsamen Stimmen und Laute einer grandiosen Naturherrlichkeit und schrecklichen Einsamkeit. Das zischt und brodelt, das flitzt und säuselt, das gurgelt, grollt und rollt wie unterirdisches vulkanisches Getöse oder wie Urwaldbrausen oder wie Schnee- treiben und Gewitterkampf hoch in den Lüften und tief zwischen Felsenbergen. Mitten darin aber malt Puccini das Menschen- gewiminel mit seinen entfesselten Lüste» und Leidenschaften. Ein Leitmotiv von unsagbar eigenartiger Klangfarbe durchzieht das Ganze. Eine Kette von Disharmonien und exotischen Naturlauten. in Moll und Dur nebeneinander, schwimmt oft minutenlang auf endlos scheinenden Untertönen der Geigen oder Kontrabässe, bald auch der verschiedensten Holzblasinstrumente oder der Harfen, Celli und Paukenwirbel. Manchmal schweigt das Orchester— dann erklingt auf der Bühne ein Lied allein in einer völlig anderen Tonart, die dennoch harmonffch mit der voraufgehenden oder neben- her wogenden Musik verwoben scheint. Nirgends verleugnet, sich der „vcristischc" Cbarakter dieser Mufik. Um nur ein Beispiel von vielen zu bezeichnen, sei auf das Liebesduett zwischen Minnie und Tick Johnson im zweiten Akt hingewiesen. Draußen beginnt der Schneesturm zu rasen; die Tür der Hütte wird mehrfach hin- und her geworfen, der Fenstervorhang, ja selbst die Hängelampe an- geblasen, daß sie ins Schaukeln kommt. In diesem Moment bricht in beiden Menschen der Strom ihrer Liebe hervor. Da rauscht das Orchester auf wie ein Gewittersturm! Alles an dieser Musik wirkt so neu als fremdartig. Die Partitur birgt wahre Schätze au kostbaren Melodien und unerhört farbenreichen Klangreizen. Puccini ist ein Poet unter den junaitalienischen Komponisten. Ob jedoch durchiveg die dramatische Faktur gewahrt blieb, ob nicht zu- weilen der Tonlyrik ein zu großer Spielraum gegeben wurde, das ist freilich eine besondere Frage. . Mit der in szenischer wie musikalischer Hinsicht glanzvollen Ausführung des Werkes hat sich das deutsche Opernhaus als voll- wertig erwiesen. Hertha Stolzenberg als Minni schuf gesanglich wie darstellerisch ein Meisterstück; desgleichen Alexander Kirchner als Dick Johnson. Eduard Schüller(Sheriff), Gustav Werner(Nick) sind ebenfalls mit Auszeichnung zu nennen; wie denn jede der zahlreichen Nebenrollen vortrefflich besetzt war. Direktor Hartmann führte die Regie; die Gold- aräbcrszcnen ließen an Lebendigkeit, der letzte Akt namentlich mit seinem Volksgcricht lieh an stupcnder Plastik und Realistik nichts zu wünsche» übrig. Ignatz W a g h a I t e r dirigierte mit feuriger Kraft. Die Hervorrufe des anwesenden Komponisten und aller Jdauptakteure am Schlüsse mögen wohl die Zahl dreißig über- schritten haben. e. st. geklagten. In diesen Tagen, am 26. März, traf endlich auch die Ausfertigung des Schöffengerichtsurteils ein, die nun dem Angc- klagten jedoch nichts mehr nützen kann. Das Unerhörteste an der ganzen Sache aber ist, daß die' Urteilsausfcrtigung als Datum den 15. November 1912 aufweist! Preußische Praktiken in Bremen. Bisher konnten in Bremen Umzüge auf öffentlichen Straßen stattfinden, ohne daß diese der Polizei gemeldet werden mutzten. Das soll nun anders werden. Die Polizeibehörde hat bekannt- gegeben, daß sie, gestützt auf 8 1 des Vereinsgesetzes, unangemeldete öffentliche Umzüge nicht mehr duldet. Damit soll natürlich, zur Freude der Reaktionäre aller Schattierungen, nur die organisierte Arbeiterschaft getroffen werden, obgleich bei deren Umzügen bisher nichts passiert ist, das die polizeiliche Maßnahme rechtfertigen könnte. Jugendbewegung. Ein„vornehmes" Blatt. � Die„K r e u z z c i t u n g" tobt über unseren Aufruf an die -schulentlassenen und schreibt:„Warum wird solch eine verlogene Hetze geduldet, m uß sie nach dem Gesetz geduldet werden?" Die„Kreuzzeitung", das Blatt der blaublütigsten Junker mit dem Motto:„Mit Gott, für König und Vaterland!" leistet sich hier eine Denunziation, um die sie der schäbigste Achtgroschenjunge be- neiden muß. So sehen die Herren Kreuzritter, die Vornehmheit und Korrektheit in Erbpacht haben, in Wahrheit aus. Wir wollen uns hier nur auf das Urteil Bismarcks beschränken, der wärt- lich in der Reichstagssitzung vom 9. Februar 1876 sagte:„Wenn ein Blatt wie die„K r e u z z e i t u n g" sich nicht entblödet, die schänd- lichsten und lügenhaftesten Verleumdungen über hochgestellte Männer in die Welt zu bringen.... so ist das eine ehrlose Ver- leumdung, gegen die wir alle Front machen sollten. Von einem solchen Blatte muß man s i ch lossagen. Jeder, der es hält und bezahlt, beteiligt sich indirekt an der Lüge und Verleumung, die darin gemacht wird." „Die Arbeiterjugend und ihre Welt. Ein Buch, das alte und junge Arbeiter zusammenführen soll." So nennt sich eine 100 Druck- feiten starke, gut ausgestattete Schrift, welche im Verlag von W. Psannkuch u. Co. in Magdeburg erschienen ist. Der Verfasser E. Reinhard Müller will der proletarischen Jugend- fache dienen, indem er zwischen jung und alt Verständnis zu wecken sucht. Den älteren Arbeitern, die in irgend einer Weise für unsere Jugendpflege wirken, sagt er, wie sie die jungen zusammenhalten können, der Jugend zeigt er Gelegenheit zum eigenen Streben.„Die Arbeiterjugend und ihre Welt" ist durch jede Parteibuchhandlung oder direkt vom Verlag W. Psannkuch u. Co. in Magdeburg zum Preise von 50 Pf. zu beziehen.__ Hus Industrie und Kandel. Finnland unter das russische Zolljoch! In Petersburg tagt zur Zeit eine Kommission von Vertretern der verschiedenen Ressorts, die sich mit den Borarbeiten für die Zollvereinigung Finnlands mit dein russischen Reiche beschäftigt. Vorläufig genießt Finnland noch die Vorteile eines eigenen Zoll- tarifs. Aber auch dieses Recht soll bei der jetzt vor sich gehenden Russifizierung Finnlands dem unglücklichen Lande entzogen werden, um daS finnische Volk umso wehrloser der fiskalischen Ausbeutung und der Profitgier der russischen Agrarier und Kapitalisten auszu- liefern. Bei der allgemeinen Erörterung dieser Frage in der oben erwähnten Kommisston wurden zwar Bedenken laut, ob die Zoll- Vereinigung Finnlands mit dem Reiche juristisch durchführbar sei. Die Kommission hielt sich aber bei diesen Erwägungen nicht lange auf, denn rechtliche Bedenken sind für die Russifikatoren Finnlands Zwirnsfäden, die von den Kosakensnefeln der neu- russischen Eroberer zertreten werden. Obgleich die Beratungen in der Kommission die völlige Ilnvorbereitetheit und Unkenntnis der Vertreter der russischen Regierungsressorts erwiesen, wurde dennoch schon im Prinzip beschlossen, die Frage der Zollvereinigung auf dem Wege der allgemeinen Reichsgesetzgebung zu verwirklichen. Damit ist russischer- seits endgültig entschieden worden, eine Frage von weittragender wirt- jchastlnher Bedeutung für das finnische Volk, unter völliger Miß- achtung der Landesverfassung, auf dem Wege des berüchtigten»Er- drosielungsgesetzeS" durchzuführen. Welche Umwälzung die Verwirklichung dieser russischen Absichten in Finnland nach sich ziehen muß, ist aus nachstehenden Angaben er- fichtlich. Der jetzige finnische Zolltarif brachte für den Staat folgende Summen ein: Einfuhr Einfuhrzoll., inMill.finn.M. in Mill.finn.M. Proz. 1901... 215,6 80,3 14,0 1905... 268,2 88.3 14.3 1910... 384,1 49.3 12,8 Theater. ThcaterliiderKöniggrätzerStratzc:„DasBuch einer F r a u", Lustspiel von Lothar Schmidt. Der Ver- fasser ahmt in diesem„Lustspiel" Ton und Manieren der Pariser Schwänke nach und zeigt dabei im Voltigieren mit den Ehebrüchen eine Geschicklichkeit, die ihm lebhaftesten Applaus des Hauses eintrug. Zuerst sah es so aus, als solle das bewußte Thema den Hinter- grund zur Persiflage eines gewissen Literatentypus geben, der seinen Tiessinn in'Orakelsprüchen üher die Geheimnisse der Frauen- scele leuchten läßt und die platteste Trivialität in mystische Ver- stiegenhciten umsetzt. Das hätte mit geistvoll spöttischem Dialoge im Hermann Bahrschen Stile durchgeführt, eine sehr lustige Satire werden können. Doch dazu reichte cS bei weitem nicht. Herr Lothar Schmidt weiß mit dem dankbaren Objekte verwunderlich wenig an- zufangen. Sein Doktor Julius Lebius, der Herausgeber der Zeit- schrift„Frauenpsyche" und theoretischer Spezialist des Ehebruchs, der nur die Hörner anderer Gatten, nie die eigenen sieht, bleibt trotz des modernen Etikettes im zeitlos leeren Possenschema stecken, um dann im weiteren Verlauf des Stückes üherhaupt zur Seite geworfen zu werden. Er hat ein Buch, in dem seine junge hübsche Frau über die Kunst des ehelichen Betrugs aus eigener Erfahrung plaudert, in seinem Blatte als genial intime Offenbarung echter Wcibnatnr gefeiert und ahnt, vom Pseudonym getäuscht, nicht. im entferntesten, daß er selbst der Held all der pikanten Histörchen sein könnte. Und als er sie in zärtlicher Umarmung mit dem Haus- freunde überrascht, läßt er sich gar, was er mit eigenen Augen sah, akkurat wie irgendein zerstreuter alter Lustspielprofeffor der Benedixschcn"Komödienzeit aus dem Sinne reden. Der dreiste, allzeit vergnügte Galan der intriganten Dame, den seine eigene Gemahlin, ein Modepüppchcn— durch kostbare Geschenke immer schnell begütigt—, all seine Seitensprünge bisber liebend nachsah, hat diesmal zu Hause nicht so leichtes Spiel. Die Komik liegt darin, daß er gerade in einem Fall, wo er ausnahms- weise unschuldig ist und obendrein die Wahrheit sagte, einem er- drückenden Indizienbeweis erliegt. Die Verdachtsinomente, daß die beiden, die, jeder unabhängig von dem andern, eine Reise unter- nahmen, dasselbe Schlafkupee benutzten, sind in findiger Steigerung kombiniert und geben in dem letzten Akte Gelegenheit zu manchen ganz ironisch amüsanten Szenen. Die zur Unterstützung der Straf- aktion herbeizitierte Schwiegermutter aus Berlin W. nimmt es an Vorurteilslosigkeit mit der Praxis des Schwiegersohnes und der Philosophie des Frauenpsychc-Litcraten reichlich aus; und die Auf- lösung der Mißverständnisse gestaltet sicki am Ende zu einer feicr- lichcn Rebabititation der beiden unschuldig«chuldigen. Den groß- tc» Anteil an dem Lachcrfolgc hatte das temperamentvoll flotte Spiel der Damen Tilly Walde gg. Julia Se rda und der Herren.Gebühr und Eugen Burg in den Hauptrollen. ckt, Uebersteigt diese Belastung des finnischen Konsumenten durch die Einfuhrzölle die aller westeuropäischen Staaten,_ so steht sie dennoch weit hinter den russischen Reichszöllen zurück, die um dieselbe Zeit 33,9 Proz. des Preises der eingeführten Waren betrugen. Die Zolleinnahmen aus den finnische« Einfuhrzöllen beliefen sich 1899 auf 24.7 Mill. finn. M. Wären dann schon die russischen Zollsätze in Finnland in Kraft gewesen, so hätten die Zolleinnahmen in diesem Jahre 85,3 Millionen oder fast das Vierfa�che be» tragen! Nehmen Ivir auf Grund der damaligen Zollsätze eine Umrechnung vor, so finden wir, daß das sinnische Volk im Jahre 1910 anstatt 49,3 Mill, M. 149,8 Millionen oder 100 Millionen mehr an Zöllen hätte zahlen müssen. Da- bei ist zu berücksichtigen, daß seit 1899 verschiedene Zollsätze im russischen Zolltarif noch erhöht worden find. Die Einführung der russischen Zölle in Finnland mußte namentlich eine Verteuerung der Massengebrauchsartikel, des Getreides, der Kolonial-, Textil», Kon- fektionswaren usw, nach sich ziehen. Diese„Reform" wäre also gleichbedeutend mit der Criiifiihning einer neuen indirekten Ver- brauchssteuer in der Höhe von über 100 Millionen Mark, die zum größten Teil von den arbeitenden Klaffen getragen werden müßten. Da eS undenkbar ist, daß die Löhne entsprechend in die Höhe ge- trieben werden, so ist es klar, daß die Verwirklichung der russischen Absichten die herrschende Lebensmiltelteuerung in Finnland noch mehr verschärfen und die wirtschaftliche Lage der arbeitenden Klassen um vieles verschlechtern wird. Dafür werden aber die russischen Agrarier und Industriellen mit Hilfe des russischen ZolltarifeS den finnischen Markt, an dem auch Deutschland ziemlich stark beteiligt ist. mit einem Schlage erobern._ Mo�en-Spielplan der Berliner Cheater. König!. Opernhaus. Sonntag: Lohcngrin.(Ans, 7 Uhr,) Montag: Joseph in Aegypten, Dienstag: Die Meistersinger von Nürnberg,(Ansang 7 Uhr,) Mittwoch: Madama Lcckterfly. Donnerstag: Äiignon. Freitag: Cavalleria nxsticana. Bajazzi. Sonnabend: Die Walküre,(Ansang 7 Uhr) Sonntag: Der Rosenkavaller, Montag: Carmen.(Ans. 7h, Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Äriadnc aus Naxos. Montag: Don Carlos,> Ans, 7 Uhr,) Dicnswg: Maria Stuart.(Anfang 7 Uhr.) Mittwoch: Ariadnc aus Naros, Donnerstag: 1812. Freitag: Ariadne aus Naxos, Sonnabend:, Julius Cäsar. Sonntag: Anadne aus NaxoS. Montag: Der AuStauschleutncmt.(Ansang 7'/, Uhr. Neues Opern-Theatcr«Kroll), sonntag, nachmittags 2'/, Uhr: Freund Fritz. AbendS-8 Uhr: Die Trntzige. Deutsches Opernhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Fidelis, Abends: Das Mädchen aus dem goldenen Westen, Montag: Obcron. Dienstag: Das Mädchen aus dem goldenen Westen. Mittwoch: Der Freischütz. Donnerstag: Eugen Onegw. Freitag: Der Freischütz. Sonnabend: Das Mädchen aus dem goldenen Westen. Sonntag: Obcron. Montag: Das Mädchen aus dem goldenen Westen.(Ansang 8 Uhr.) Deutsches Dbcater. Sonntag: Der lebende Leichnam,(Ans. 7 Uhr.) Montag: König Heinrich IV. 2. Teil Dienstag imd allabendlich: Der lebende Leichmim,(Ansang 7'/, Uhr.) Kammerspiele. Sonntag:»ärger Schippe!. Montag: Mein Freund Teddy. Dienstag: Bürger«chippcl. Mittwoch: Mein Freund Teddy. Don» ncrstag: Bürger Schippek. Freitag: Die Einnahme von Berg-op-Zoom. (Ans 7h. Uhr.) Somiabend: Mein Freund Teddy, Sonntag und Montag: Die Einnahm- von Berg-ov-Zoom,(Ansang 8 Uhr.) Lcssiiig-DVeater. Sonntagnachmitlag 3 Uhr: Glaube und Heimat. Abends: Die Erziehung zur Ehe. Tod und Leben, Montag: Die ver. sunkene Glocke, Dienstag: Die Erziehung zur Ehe. Tod und Leben. Mittwoch: Rose Bernd, Donnerstag: Die Erziehung zur Ehe, Tod uod Leben, Freitag: Die Stützen der Gesellschaft. Sonnabend und Sonntag: DaS Konzert, Montag: Der Biberpelz.(Ansang 8 Uhr.) Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Große Rofinm. Abends und an den übrigen Tagen: Filmzauber.(Ansang 8 Uhr.) Theater in der«önigarötzer Strasse. Sonntag: Das Buch einer Frau. Montag: Macbeth.(Ansang 7h, Uhr.) Dienstag: Das Buch einer Frau Mittwoch: Die süns Frankfurter. Donnerstag: Das Buch einer Frau. Freitag: Macbeth.«Ansang 7H, Uhr.) Sonnabend: Di« fünf Frankfurter, Sonntag: Das Buch einer Frau. Montag: Macbeth.(Anfang 7Hz Uhr.) Ansang 8 Uhr. ' Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Und das Licht scheinet in der Finsternis.'Allabendlich: Professor Bernhards.(Ailsang 8 Uhr.) Kurfürsten-Oper. Svnuraguachmiitag 3 Uhr: Rlgoletto. WendS: ToSca. Montag: Der Schmuck der Madonna. Dienstag: Tosca. Min. woch: Der Kuhreigen. Donnerstag: Tosca, Frellag: Der Schmuck der Madonna. Sonnabend: Rlgoletto. Sonntag: ToSca. Montag: Der Schmuck der Madonna.(Ansang 8 Uhr.) Theater dcS Westens. Sonntagnachmittag 3h, Uhr: Der Frauen- sresser. Abends bis Mittwoch: Die beiden Husaren. Von Donnerstag ab: Der liebe Angustin.(Ansang 8 Uhr.) Montis Operette.»-"Theater. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Der fidele Bauer. Allabendlich; Der Zigeunerprimas,(Anfang 8 Uhr,) TcutscheS Schauspielhaus. Sonntag: Der gute Ruf. Montag: DaS gelobte Land. Dienstag: Alt-Heidelberg.(Ansang 7h, Uhr.) Mitt. woch: Alt-Heidelberg. Donnerstag: Ein idealer Gatte.(Anfang 7h, Uhr.) Freitag: Alt-Heidelberg. Sonnabend: Ein Idealer Gatte. Sonntag: M° Heidelterg. Montag: Ein idealer Gatte.(Ansang 8 Uhr.) Lustspielbaus. Sonillaguachml.ttag 3 Uhr: Cornelius Voß. Allabend- abendlich: Majolika.(Ansang 8h, Uhr.) Schiller- Theater«». Sonntagnachmittag 3 Uhr: DaS Konzert. AvendS: Im weißen RSßl. Montag: Wilhelm Tell. DienStag: Klein Dorrit. Mittwoch: GhgeS und sein Rwa. Donnerstag und Freitag: Mein Dorrit, Sonnabend: FtachSinann als Erzieher. Sonntag: Klein Dornt. Montag: Der Andere.(Ansang 8 Uhr.) Schiller-Theater Eharlotteuburg. Sonntagnachmitiag 3 Uhr: König Lear. Abends: Cyrano von Bergerac. Montag: Der Andere. Dienstag: Eyrano von Bergerac. Mittwoch: Der Andere. Donnerstag: Cyrane von Bergerac. Freitag: Wollenkratzer. Von Sonnabend ab: Cyrano von Bergerar.(Ansang 8 Uhr.) Residcnz-Thcater. Allabendlich: Die Frau Präsidentin.(Ansang 8 Uhr.) Thalia-Theater. Allabendlich: Puppchcn.(Anfang 8 Uhr.) Friedrich- Wilbelmstädt. Schauspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Haubenlerche. Abends: Grigri.(Ansang 8 Uhr.) Montag und allabendlich: Grigri.(Ansang 8h, Uhr.) Neues Bolks-Theater. Sonntagnachnnttag 3 Uhr: Die Wildente. Abends: Die Hexe. Montag und Dienstag: Helden. Mittwoch: Die Hexe. Donnerstag:'Helden. Freitag: Die Hexe. Somiabend: Ernst sein. Sonntag: Die Hexe. Montag; Ernst sein.(Ansang Sh, Uhr.) Trinnon-Thcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der selige Tonpinel. Allabendtich: Wenn Frauen reisen.(Ansang 8 Uhr.) Theater am Nollcndorfplass. Sonntagnachmittag 3H, Uhr: Die Studentcngräsiii. Allabendlich: Extrazug nach Nizza.(Anfang 8 Uhr.) Rose-Thearer. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Annaliese. Abends bis Freitag: Verlassene Frauen. Sonnabend und Sonntag: Sherlock Halmes. Montag: Verlassene Frauen.(Slnsang 8 Uhr.) * Luisen-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Und hätte der Liebe nicht... Abends: Bor 100 Jahren. Montag; Im wunderschönen Monat Mai. Dienstag bis Sonntag: Vor hundert Jahren. Montag: Unbestimmt. (Ansang 8 Uhr.) Casino- Theater, sonntagnachmittag 4 Uhr: Die Hochstaplerw. Allabendlich:'Arturs Flitterwochen.(Ansang 8 Uhr.)_ Hcrrnfcld> Theater. Zillabendlich: Die Schonzcll-Jager. Liebesprob«, (Ansang 8 Uhr.) Metropot-Tbcater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Flotte Bursche. Leichte siiinb-nbtickl:(Ansang 8 Uhr.) Farmermädcheu. (An- Kavallerie. Allabenblich: Die Kino-Konigin. Theater«Sross-Berlin. Allabendlich: DaS sang 8 Uhr.) llrania- Theater. Sonntagachmittag 5 Uhr: Die Wettmacht des Eisens. Montagnachmittag 4 Uhr: AusS Mattcrhorn! Allabendlich:»Hohen- zollern'-Fahrten.(Ansang 8 Uhr.)..„ Reichshallen-Theater. Allabendlich: Bühnengrößen.(Ans. 8 Uhr, Sonntags 7H, Uhr.) Folirs Caprice. Allabendlich: DcS Löwen Erwache». FlohS Seiten- spränge.(Ansang 8H, Uhr.) �. Königstadl-Kasino. Täglich- Spezialitäten.(Anfang 3 Uhr.) Paiiage-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. Wintergarten. Sonntagnachmittag 3 Uhr und allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. «vollo-Theater. Allabendlich 8 Uhr: Spezialitäten. Walhalla, Theater. Sonntagnachmittag 3H. Uhr: HasemannS Töchier. Allabendlich: Parole Walhalla, ftlnfang 8 Uhr.) Admiralspalast. EiSballett: Flirt in St. Moritz.(Ansang S Uhr.) Berliner Gispalast. Lebende EiSskulpwrcn.(Anfang 9 Uhr.) Zirkus Busch- Somitagnachmittag 3'/, und allabendlich 7h, Uhr: Galavorstellung. Zirkus Schumann. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr und allabendlich 7h, Uhr: Galavorstellung._ Eingegangene Driichfchnften. Tie Arbeiterjugend und ihre Welt. Von E. R. Müller. 50 Pf. W. Psannkuch u. Co., Magdeburg. ■ n.i.lLIJtllUI»!' LhRCOITHAUS J' Glogau KREDIT H AU 5 Hanke's Brotbäckereien bringen sich zum neuen Quartal ihren werten Kunden in Erinnerung. Dieselben liefern das grösste, im Geschmack vorzüglichste Roggenbrot cenbrot und Backware von jetzt ab WW- gr Zum Quartals-Wechsel. Schon klingt's und singt's in Wald und Flur, Habt Ihr es nicht rernommen? Neu ist erwacht jetzt die Natur; Der Frühling ist gekommen,— Die Vöglein bauen schon ihr Nest; Die grünen Wiesen locken; Es klangen auch zum Osterfest, Schon hell die Kirchenglocken.— Wie alle Jahre,— sieht in Berlin Man eine Menge Leute In eine neue Wohnung ziehn. Doch alle fragen heute; Ob auch Hanke*« Bäckerei Mit all den schönen Waren Dicht bei der neuen Wohnung seit Ein jeder xnöcht's erfahren— Denn Hanke*» Bröl, schön, billig, gross, Man kann sich daran laben; Wer Hanke*» Brot gekostet bloss, Will nie mehr andres haben. Brot, Weizenbrot Hanke's Brotbäckereien"ZU?' c.!(»e 6(Ü S nliaafet e 1 09.40 N. aa n ffftr. 2 1 . airrtuIancT Sir. 48 N. Jimmlltenflt. 160 » Weinbernwe» 7 » Anklamer Str. 23 . Stöintmiinbrr Str. 114 . Miillrrilr. 10«a » Oicinidenborfcr Str. 85 , Schönwalder Str. 14 « Liebcnwalder Str. 44 , Scftfrerftr. 12 « Reinickendorfer Str. 50 » Putbuier Str. 21 . Prt»»,n>Alle» 10 » Stettiner Str. 7 , Bellermannftr. 84 » Freienwald er Str. 88 .«a _ Santftr. 87 .«rerzierftr. 3» Neu eröffnet: Laufftzer Straße 1v, . iilckerftr. 85 , Bernauer Sir. 16 » Reue Hochftr, 8 . Wieienftr. 7 . Haaenaner Str. 1 , vlioriner Str. 55 , TreSckowftr. 18 , Sidlicmannftr, 80 , Starqardcr Str. 2 . Pnppel-Ällee 62 . Stolvifche Str. 41 , Grannstr. 32 , Puibiiser Str. 49 , Swinemiinder Str. 74 .»otiärer Str. 2« , Soldiner Str. 76 , SNiwedenftr. 5 . Bieienidaler Str. 5 grö55er. in allen Ltadtieüen Berlins u. Umgegend f'�. NO, N. Trontheimer Str. 5 , Utrechter Str. 15 , Oudennrder Str. 4 I&Ä.k1.»» ", Fenustr. 34 . Bohenftr. 13 NO. Reue«önlflftt. 82 . Landsberger Allee 123 , AUenfteiner Str. 11 , Landsberger Str. 1-2 '• Fried enftr. 46, Eingang IV. Rettelbeckktr. 25 FriedrickiSberger Sir., Stegiiner Str. 78 O. Borhagcner Str. 33 » Gärinerklr. 23 . Iflflfcr Str.»0 » Ldcnieftr. 8 , Petersburger Piab 6 » Wil!ielm-Stol!l»-S>r. 4 » Tliaeritr. 23 » Kockihannftr. 26 . 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F u h r m u n u, Sedaustr. tOo, pari, Wilmersdorf, Uuleusce, Schmargendorf: Paul Schuoerl, WihelmSaue 27. leenthen, Siersdorf: Ernst H ü 1 1 i g, Zeuthen, MierSdorser Str. 14. Sämtliche Parteilileratur sowie alle wislenschastUchiN Serie«erden geiiesttt „»t 3o. 2. Stildjf Ks Jurmnitf Anlim Doltiolilsll»»>« Die Deckung der ßeerezvorlsgen. Die„Nordd. Allg. Zeitung" veröffentlicht in ihrer Sonn- nbcndabendausgabe den Wortlaut der Deckungsgesetzc. Die Veröffentlichung nimmt etwa 8'/« Seiten in Anspruch. Wir geben in folgendem die wichtigsten Bestimmungen der ein- zelnen Gesetze wieder. Oer einmalige aukerorclentlicke Mekrbeitrag. Der 8 1 lautet: Zur Deckung der Kosten der Wehrvorlagen wird nach den Vorschriften dieses Gesetzes ein einmaliger außerordentlicher Beitrag erhoben, der in einer Abgabe von 0,b vom Hundert deS Vermögens besteht. Bei denjenigen in 8 11 genannten Personen, die ein Einkommen von fünfzig- tausend Mar! oder darüber haben, muß der Beitrag ohne Rücksicht auf Vorhandensein und Höhe des Vermögens mindestens 2 vom Hundert ihres Einkommens betragen. Die folgenden§§ 2—10 bestimmen im einzelnen den Begriff deS Vermögens. Als Vermögen gelten nicht Möbel, HauS- r a t und andere bewegliche körperliche Gegenstände, sofern sie nicyl als Zubehör eines Grundstücks oder als Bestandteil eines Betriebs- Vermögens anzusehen sind. Es ist dies eine Bestimmung, die eine Begünstigung der Reichen bezweckt, deren kostbarer Haushalt abgabenfrei bleibt. Abgabenfrei sind fernee die Ansprüche an Witwen-, Waisen- und Pensionskassen: Ansprüche aus einer Kranken- oder Unfallversicherung oder aus der Reichsversicherung; Renten und ähnliche Bezüge, die mit Rücksicht auf ein früheres Arbeits- oder Dienstverhältnis gewährt werden. Schulden, mit Ausnahme von Haushaltungsschulden, können vom Wert des Vermögens in Abzug gebracht werden. Der§ 12 bestimmt die Abgabepflicht der Aktiengesellschaften. Z 13 lautet: Der Wchrbeitrag wird nicht erhoben von dem Vermögen, das den Betrag von zehn- tausend M a r k n i ch t ü b e r st e i g t. Die ßß 14— 18 treffen folgende Bestimmungen: Für die Ver- anlagung des Wehrbeitrags wird das Vermögen der Ehe- galten zusammengerechnet, sofern sie nicht dauernd von einander getrennt leben. Die Höhe des beitragspflichtigen Ver- inögenS ist nach dem Stande vom 31. Dezember 1913 zu ermitteln. Bei der Mststell.".ng des Vermögens ist der gemeine Wert sVerkaufswert) seiner einzelnen Bestandteile zugrunde zu legen, sofern das Gesetz nichts anderes vorschreibt. Wert« papiere, die in Deutschland einen Börsenkurs haben, sind mit dem Kurswert anzusetzen. Eine Ausnahmebestimmung zugunsten des Grundbesitzes trifft der 8 17:.Bei Grundstücken, die dauernd land- oder forstwirt- schafllichen Zwecken zu dienen bestimmt sind, wird der Ertragswcrt zugrunde gelegt. Als Ertragswert gilt das Fünsund- zwanzigfache deS Reinertrages, den die Grundstücke nach ihrer bisherige» wirtschaftlichen Bestimmung bei„ordnungs- mäßiger Bewirtschaftung nachhaltig gewähren können." Der§ 31 desiniert das Einkooimen: Als E i n l o m ni e n im Sinne deS 8 1 gilt das auf Grund der L a n d e S c i n k o m m e n- st euerge setze zuletzt vor oder gleichzeitig mit der Veranlagung deS WehrbeitragcZ festgestellte, steuerpflichtige Einkommen. In den Bundesstaaten, in denen eine Einkommensteuer nicht eingeführt ist, trifft die Landesregierung Bestimmungen über die Ermitt- lung des Einkommens. Die DeklarationSpflicht. Die 8 34 und ff. setzen fest: Zur Abgabe einer Vcrmögensrrklörung ist verpflichtet, wer ein Vermögen von mehr als zehntausend Mark besitzt. Der Bundesrat bestimmt die Fristen zur Abgabe der Vermögens- erklärnng. Die Vcrmögenserklärung ist unter der Versicherung zu erstatten, daß die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen ge> macht sind. In der VerniögenSerklärnng hat der Beitragspflichtige seine Vermögensverhältnisse klarzulegen und zu diesem Zwecke nach näherer Bestiinmung des Bundesrats daS gesamte Vermögen ge- trennt nach seinen einzelnen Bestandteilen unter Angabe ihrcS Wertes aufzuführen. Der Beitragspflichtige kaim zur Abgabe der Bermögenserklärung mit Geldstrafen bis zu 500 M. angehalten werden. Dem Beitrags- Pflichtigen, der die ihm nach 8 34 obliegende Vermögenserklärung uicht rechtzeitig abgibt, kann ein Zuschlag von ö bis 10 Hundert. deS geschuldeten Wehrbeitrages auserlegt werden. Die Veranlagungsbehörde kann Zeugen und S a ch v c r- ständige uneidlich vernehmen. Jeugen und Sachverständige können zur Abgabe des Zeugnisses oder Gutachtens mit Geld- strafen bis zu 150 M. angehalten werden. Der Beitragspflichtige hat auf Erfordern die Höhe seines Vermögens nachzuweisen. Er ist insbesondere ver- Pflichtet, der VeranlagungSbehörde Wirts chaftS- oder Geschäftsbücher, Verträge, Schuldver» schreibungen, Zinsquittungen, Abrechnungen von Batiken oder ähnlichen Unternehmungen und andere Schriftstücke, welche für die Veranlagung von Bedeutung find, zur Einsicht und Prüfung vorzulege,,. Die Veranlagungsbehördc ist berechtigt, den Beitragspflichtigen die Richtigkeit und Vollständigkeit� der Vcrmögenserklärung oder einzelner Angaben über seine Ver- mögensverhältnisse oder die Vollständigkeit der beigebrachten Beweis- mittel au Eidesstatt versichern zu lassen. Wer der Verpflichtung zur Abgabe der eidesstattlichen Ver- sicherung innerhalb der gesetzten Frist nicht genügt, kann von der zur Entgegennahme der eidesstattlichen Versicherung zuständigen Be« Hörde zur Erfüllung seiner Verpflichtung durch G eldst�afcn bis zu fünfhunvcrt Mark angehalten werden. Ter Zahlungsmodus. Der W e h r b e i t r a g ist zur H ä l f t e binnen einem Monat nach Zustellung des Veranlagungsbescheides, zur anderen Hälfte bis spätestens zum 31. März 1915 zu entrichten. Würde die Einziehung des WehrbeitragS zu den gesetzlichen Zahlungsfristen mit einer erheblichen Härte für den Beitragspflich- tigcn verbunden sein, so kann der Betrag bis auf drei Jahre gc- stundet auch die Entrichtung in Teilbeträgen gestattet werden. .um Zwecke der Einzi-huug des WehrbeitragS ist die Zwangs- »erftcigcrui.g eines Grundstücks ohne Zustimmung des Beitragspflich- »igen nicht zulässig. Ter Anspruch der Staatskasse auf den Mehrbcitrag verjährt in vier Jahren. Strafbestimmuuge«. Wer als Beitragspflichtiger oder als Vertreter eines Beitrags- Pflichtigen wisseuilich' der VeranlagungSbehörds«»richtige oder un- vollstäudige Angabe» macht, die geeignet sind, eine Verkürzung des Wehrbeitrags herbeizuführen, wird mit einer Geldstrafe bis zum zwanzigfachcu Betrage des gefährdeten WehrbeitragS bestraft. Ist nach den obwaltenden Umständen anzunehmen, daß die un- richtigen oder unvollständigen Angaben, die geeignet sind, eine Ver- kürzung des WehrbeitragS herbeizuführen, nicht in der Absicht ge- macht worden sind, den Wehrbeitrag zu hinterziehen, so tritt an Stelle der in 8 öö vorgesehenen Strafe eine Ordnungsstrafe bis zu fünfhundert Mark. Wer in der Vermögensnachweisung wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, die geeignet sind, das Aufkommen an Wehrbeiträgen zu gefährden, wird mit einer Geld st rase bis zu dreitausend Mark bestrast. Straffrei bleibt, wer seine unrichtigen oder unvollständigen Angaben, bevor eine Anzeige erstattet oder eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet ist, der Behörde gegenüber berichtigt oder ergänzt. Die Umwandlung einer nicht bcizutrcibeude» Geldstrafe in eine Freiheitsstrafe findet nicht, statt. Die Begründung enthält folgende allgemeine Bemerkungen: Die Verstärkung der Wehrmacht deS Deutschen Reichs erfordert neben der Erschließung neuer Einnahmequellen zur Bestreitung der sortlaufenden Ausgaben für Heer und Flotte die Bereitstellung außer- gewöhnlich hoher Summen zur Deckung der einmaligen Kosten der Wehrvorlagen. Diese Mittel im Wege des Kredits zu be- schaffen, würde weder den anerkannten Grundsätzen unserer Finanz- gebarung noch der nötigen Rücksicht auf die gegenwärtige Lage des Geldmarktes entsprochen haben. Die Jahrhundertfeier der politischen Erhebung und Wiedergeburt Preußens und Deutschlands locckt die Erinnerung an die Betätigung selbstloser Vaterlandsliebe und beispiellosen Opfer- sinns. Wenn in einein solchen Augenblicke bedeutsamer Vater- ländischer Erinnerungen die Verbündeten Regierungen dem Vorschlag der Erhebung eines einmaligen außerordentlichen Wehrbeitrages von dem Vermögensbesitz einmütig ihre Zustimmung geben, so ge- schieht dies in der festen Ueberzeugung, daß auch heute noch der Aufruf an die Opferwilligkeit der Besitzenden im deutschen Volke einen lebhaften Widerhall findet. Eine starke Wehnnacht hat dem deutschen Volke eine jahrzehntelange Friedens- arbeit ermöglicht und bleibt auch in Zukunft eine sichere Bürgschaft und Gewähr für die Erhaltung eines ehrenvollen Friedens und damit für den weiteren Fortschritt auf allen Ge- bieten des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. ES erscheint deshalb keine unbillige Forderung an die Besitzenden, einen nach der Höhe ihres Vermögens bemeffenen einmaligen Betrag an das Reich, daS ihnen durch seinen starken Schutz den Vermögenserwcrb ermöglicht hat und den ungestörten Besitz des Erworbenen gewährleistet, zur Verstärkung feiner Rüstung abzugeben. Daß die vorgeschlagene Abgabe vom Vermögen einen ansicrordcntlichen Charakter hat und nicht wiederkehren soll, ist an sich etwas Selbstverständliches, wird zur Vermeidung jeder Miß- deutung aber auch noch in ihrer Bezeichnung als eines ein- malig cn außerordentlichen Beitrags zum Ausdruck gebracht. Die Erhebung des einmaligen WehrbeitragS niacht im Jntereffe einer gleichmäßigen Belastung der Beitragspflichtigen die Vera»- lagung des Vermögens im ganzen Reiche nach einheitliche« Grund- sStzc» notwendig. Eine einheitliche und zuverlässige VermögenSver- anlagung in allen Bundesstaaten ist aber auch um deswillen er- forderlich, weil die Gesamtsumme der in den einzelnen Bundesstaaten veranlagten Vermögen nach 8 1 des Entwurfs eines Gesetzes, be- treffend Aenderungen im Finanzwesen, den Verteilungsmaßstab für den dort vorgesehenen besonderen Jahresbeitrag bilden soll. Höhe und Fälligkeit des WehrbeitragS. Der Wehrbeitrag beträgt nach 8 1 des Entwurfs 0,5 v. H. des Vermögens. Die einmalige Vermögensabgabe in dieser Höhe läßt nach der beigefügten Ertragsberechnung»inen zur Erzielung des Gleichgewichts in den Haushaltsplänen der nächsten Jahre ersorder- lichen Betrag von annähernd einer Milliarde Mark erwarten. Einer Staffelung des WehrbeitragS nach der Höhe des Vermögens stehen sachliche wie praktische Bedenken entgegen. Die Höhe deS Vermögens gewährt für sich allein keinen unbedingten Maß- stab für die geringere oder größere Leistungsfähigkeit des Vermögens- inhabers. Diese hängt auch von dem Einkommen des Besitzers, von der Er- tragssähigkeit deS Vermögensund vonmannigfachen sonstigen Umständen ob. Die eingehende Berücksichtigung der Ertragsfähigkeit und des Einkommens würde aber den Beranlagungsbehörden eine Summe von Mehrarbeit und den Bundesstaaten unverhältnismäßig hohe VeranlagungSkostcn verursachen. Dieses Mehr an Arbeit und Kosten ist aber schon um deswillen nicht gerechtfertigt, weil e§ sich nur um eine einmalige Abgabe handelt. Außerdem wäre die Veranlagung des Wehrbeitrags nicht so rasch zum Abschluß zu bringen, daß dem Reiche die Erträge aus dem Wehrbeitrage rechtzeitig zur Verfügung ständen. Man wird sich daher mit einem einfachen Beitrags- maßstabe begnügen müssen. Um Unbilligkeiten zu vermeiden, wenn zwar kleinere Vermögen zu einem Wehrbeitrage heran- gezogen werden, dagegen unter Umständen Personen mit hohem Einkommen freibleibcn, ist in 8 1 des Entwurfs weiter be- stimmt, daß bei Einkommen von 50 000 M. und darüber der Wehrbeitrag mindestens 2 Prozent deS Einkommens betragen muß. Jemand, der ein Einkommen von 50 000 M. hat, aber kein Ver- mögen besitzt, hat danach einen Wehrbeitrag von 1000 M. zu zahlen. Jemand, der»1v Einkommen von 100000 M. und ein Vermögen von ebenfalls 100 000 M. hat, hat einen Wchrbeitrag nicht in Höhe von 500 M., sondern von 200t) M. zu einrichten. Gegen die ergänzungsweise Berücksichtigung niedrigerer Ein- kommen sprechen die bereits hervorgehobenen Veranlagungssckwierig- leiten. Außerdem ist die ausschließliche Besteuerung der Einkommen durch die Bundesstaaten ein, derartig zwingendes Gebot der Selbst- erhaltung, daß ihre, wenn auch ausnahmsweise und nur einmal, aber in erheblichem Umfange erfolgende Nutzbarmachung für da? Reich grundsätzlichen Bedenken begegnet. Tic Ertragsberechuunfl. Nach den„Mitteilungen aus der Verwaltung der direkten Steuern im Preußischen Staate" betrug das gcsainte crgänzuugsstesterpflichtige Vermögen tnatürlicher Personen) in Preußen im Jahre 1911 101 Oöß 087221 M. In dieser Summe siud auch die Vermögen von mehr als 6900 M. bis zu 10000 M. enthalten, die nach 8 13 dc§ EnlwurjS beitragsfrei bleiben sollen. ES ist aber nicht geboten, für diese Ver- mögen einen Abzug zu machen, da die st r e n g e r e n Ver- anlagungSvorschriften des Entwurfs in Verbindung mit der Borschrift des 8 einen Mehrertrag erwarten lassen, der den rechnerischen Ausfall, der sich aus der verschiedenen Freigrenze ergibt, voll ausgleichen dürfte. Das crgänzungssteuerpflichtige Vermögen in Preußen hat sich in den Jahren 1908/1911 um 13,53 Proz. vermehrt. ES darf wohl für die Zeit von 1911 bis zu dem nach 8 12 des Entwurfs maß- gebenden Stichtag(31. Dezember 1913) mit einem gleichen Wachstum gerechnet werden, so daß für die Erhebung des Wehrbeitrags in Preußen angenommen werden kann ein Gesamtvermögen von 118 135 897 592 M. Nach dem Verhältnis der Bevölkerung am 1. Dezember 1910 — 40,16 Millionen in Preußen: 64.92 Millionen im Reiche(vgl. Zentralblatt für daS Deutsche Reich 1912 S. 197)— ergäbe sich für daS Reich rm beitragspflichtiges Gefamtveruiögeu von 190 970 679 075 M. Bei einem Beitragssätze von 6,5 Proz. deS Vermögens berechnet sich hiernach der mutmaßliche Ertrag aus der einmaligen Vermögens- abgäbe auf 954 853 395 M. oder rund 950 Millionen Mark. Welcher Mehrertrag aus der ergänznngSweisen Heranziehung der großen Einkommen von 50 000 M. und darüber(88 1, 31 deS Entwurfs) zu erwarten ist, läßt sich auch nicht annähernd schätzen. Ebenso fehlt es an hinreichend zuverlässigen Unterlagen für die Berechnung des Ertrages miy der Ausdehnung der Beitrags,- Pflicht auf Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien (8 12 des Entwurfs). Unter Hinzurechnung der aus dem Einkommen zu entrichtenden Wehrbeiträge, der Wrhrbeiträge der Aktien- gesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien sowie der freiwilligen Beiträge wird indessen der mutmaßliche Ertrag deS ein- maligen außerordentlichen WehrbeitragS aus 975 bis 1000 Millionen Mark zu veranschlagen sein. Da$ Seiet? betreffend aenderungen im jhinanzweien. gl. Vom 1. April 1916 ab leiste» die Bundesstaaten außer den von ihnen nach Artikel 70 der Reichsverfassung aufzu- bringenden Matrikularbeiträgen zu den gememschaftlichen Ausgaben des Reiches einen Jahresbeitrag, der im ganzen auf 1,25 M. für den Kopf der Bevölkerung bemessen wird. Der Gesamtbetrag wird nach näherer Bestimmung des Bundesrats auf die einzelnen Bundesstaaten entsprechend dem aus der Veranlagung nach dem Gesetz über einen einmaligen außerordentlichen Wehr- beitrag sich ergebenden Ver mögens stände verteilt. Dem Bundesrate bleibt vorbehalten, den Verteilungsmaß st ab von Zeit zu Zeit nachzuprüfen und anderweit festzu- stellen. g 2. Zur Aufbringung des auf sie entfallenden Anteils werden die Bundesstaaten durch gesetzliche B e st i in m u n g eine allgemeine Besteuerung des Vermögens, des Einkommens oder der Erbschaften, allein oder nebeneinander, bei sich einführen oder bestehende derartige Steuern erhöhen. Einer allgemeinen Vermögenssteuer im Sinne dieser Vorschrift stehen Steuern vom Grund- und Gebäude- vermögen, vom Gewerbe sowie vom Kapitalvermögen gleich, sofern sie in Verbindung miteinander erhoben werden. Wird in einem Bundesstaat eine solche Besteuerung nicht bis zum 1. April 1916 in Wirksamkeit gesetzt, so tritt mit diesem Tage für das Gebiet dieses Bundesstaats das anliegende Bcfitzstcuer- gesrtz in Kraft. In diesem Falle hat der Bundesstaat an Stelle des auf ihn nach 8 1 entfallenden Jahresbeitrags den gesamten Ertrag aus diesem Besitzsteuergesetz an das Reich abzuführen. Fällt die nach Abs. 1 in einem Bundesstaat in Kraft gesetzte Besteuerung später>veg, so tritt daS Besitzsteuergesetz mit dem- Zeit- Punkt dieses Wegfalls an die Stelle. Ob eine Besteuerung nach Abs. 1 durchgeführt ist, entscheidet der Bundesrat. Beibehaltung der Zuckersteaer. § 3. Die Znckcrstcuer und der in den 8§ 89, 90 de? Reichs- stempelgesetzes bestimmte Zuschlag zu den dort vorgesehenen Ab- gaben werden in der bisherigen Höhe bis zum Ende des RechnungS' jahreS 1917 aufrechterhalten. Der Kriegsschatz. g 4. Der Reichskanzler wird crn, ächtigt, bis zur Höhe von 120 Millionen Mark einen zur Befriedigung eines außerordentlichen Bedarfs dienenden Bestand an Silbcrmünzrn zu beschaffen und hier- für im gleichen Betrage Prägungen außerhalb der im 8 8 des Münzgesetzes vom 1. Juni 1909(ReichL-Gcsctzbl. S. 507) bestimmten Grenze von 20 M. für den Kopf der Bevölkerung vorzunehmen. Die zur Beschaffung dieses Silberbestandes erforderlichen Mittel sind nach näherer Bestimmung deS ReichshaushaltsetatS bereitzustellen. Zu diesem Zwecke kann auch der auS den Prägungen im Münzwcsen sich ergebende Ueberschuß verwendet werden, für das Rechnungsjahr 1913 jedoch nur insoweit, als er den Betrag von 10 750000 M. übersteigen wird. g 5. Der Reichskanzler wird ermächtigt, bis zur Höhe von 120 Millionen Mark weitere Rcichökasscnscheine in Abschnitten von 6 und 10 M. ausfertigen zu lasten. Der Erlös dieser Reichskaisen- scheine, ans welche§ 1 Abs. 2, 88 2 bis 7 des Gesetzes betreffend die Ausgabe von Reichskassenscheinen vom 80. April 1874— ReichS- Gesetzbl. S. 40— entsprechende Anwendung finden, üt zur Be- schaffung eines gleichen Betrags in gemünztem Gowe mit der Zweckbestimmung des RcichskriegSschatzeL zu ver- wenden. * ßcritzrtcuergclctz. DaS Besitz st euergesetz, das also nur in jenen Bundes- staaicn in Kraft treten soll, die nicht selbst Besitzsteuern einführen, enthält die Vermögenszuwachs st euer. Der 8 1 bestimmt: Von dein VcrmögenSzuwachS wird nach den Vorschriften dieses Ge- sctzcS eine Abgabe(Besitzsteuer) erhoben. A b g a b e f r c i bleibt der Zuwachs, der den Betrag von zweitausend Mark nicht übersteigt. Ferner unterliegen der ZuwachSbesteuerung n i ch t V e r m ö g e n, die den Gesamtwert von sechstausend Mark nicht übersteigen. Die Feststellung des Vermögenszuwachses crfulgt erstmals zum 1. April 1916 für den in der Zeit vom 1. Januar 1914 bis zum LI. Dezember 191S entstandenen Zuwachs, späterhin in Zeitabftänden von zwei zu zwei Jahren für den in den voran- gegangenen zwei Kalenderjahren entstandenen Zuwachs. Als Ler in ögenszu wachs gilt der Unterschied zwischen dem reinen Werte des steuerbaren Gesamtvermögens am Ende des jeweiligen Veranlagungszeitraums sZ 18) und dem reinen Werte des steuerbaren Gesamtvermögens am Anfang dieses Zeitraums, soweit in den§§ 20, 21 nichts anderes bestimmt ist. Tie Steuer beträgt für den Erhebungszeitraum(zwei Jahre) bei einem steuerpflichtigen Vermögensznwachs von nicht mehr als 25 000 M. 0,5 Proz. des Zuwachscs. Sie steigt dann für je lveitere 25 000 N!.-mi 0,1 Proz., so dag bei einem Zuwachs von 200 000 bis 300 ObO M, 1 Proz., bei einem Zuwachs von 1000 000 M. sie 1,3 Proz. belangt. Eine weitere Progression findet nicht statt. Uebersteigt der Gesamtwert des steuerbaren Ver- m ö g e n s eines Steuerpflichtigen den Betrag von 100 000 M., so erhöht sich der Steuersatz um 0,1 Proz. des Zuwachses. Für jede weiteren 100 000 M. des Vermögens steigt der Steuersatz um ein weiteres Zehntel, so dag bei einem V e r nr ö g e n von 10 Millionen der zusätzliche Steuersatz 1 Proz. erreicht. Wenn also der Besitzer von 10 Millionen oder mehr Mark in zwei Jahren sein Vermögen um eine weitere Million Mark vermehrt, so hat er davon 2,3 Proz., die Summe von 23 000 M. zu zahlen. Tie Bcfitzstcnerertlänmg ist ähnlich geordnet wie in dem Gesetz über die Vermögensabgabe. Aus der beigcgebenen Begründung des Vermögenszuwachsgesetzcs sei folgendes hervorgehoben: Der V e r m ö g e n s z u w a ch S ist im w e i t e st e n Sinne gemeint als der Betrag, um den sich der Gesamtwert des Vermögens einer Person erhöht hat. Dieser Vermögcnszuwachs umfaßt:' ») den Verniogenserwerb auf Grund von Rechtstiteln, die dem Erbrecht angehören, sowie auf Grund von unentgeltlichen Zuwendungen unter Lebenden, b) den Vermögenserwerb durch Spekulationsgewinne und infolge sonstiger GlückSznfälle(z. B. L o t t e r i e g e w i n n), e) die Erhöhung des Vermögenswerts durch eine Wert steige- rung einzelner Ver vi ögensgegen stände, z. B. Grundstücke, Wertpapiere(Konjunkturgewinn, Wertzuwachs im engeren Sinne), ck) die Vermögensbildung aus erspartem Einkommen (Uniwandlung von Verbrauchsvermögen in Gebrauchsvermögen). Die Vermögenszuwachssteuer enthält sonach auch eine Be- sieucrung des Erbschafts-(und Scheiitungs-iErwerbes. Wollte man den Erbschaftserwerb, vor allem also das Kindeserbe, von der Ver- mögenssteuer ausnehmen, so würde dieser Steuer der Charakter einer a l l g e ni e i n e n B e s i tz st e u e r genommen, insofern große Teile des VolkSvermögens der Besteuerung dauernd entzogen blieben. Andererseits stellt die steuerliche Erfassung des KindeSerbes durch eine allgemeine VermögenSzuwachssieuer eine wesentlich mildere Form der B e l a st u n g dar als die Besteuerung durch Ausdehnung des Erbschaftssteuergesetzes auf Abkömmlinge. Tie allgemeine Vermögenszuwachssteuer kann sicki mit erheblich niedrigeren Sätzen begnügen als die Erbschaftssteuer. Sie wird außerdem nicht alsbald beim Ableben des Erblassers erhoben, sondern erst zu Beginn des nächsten VeranlagungSzeitrauniS, fie ist nicht auf einmal zu entrichten, sondeni verteilt sich auf den dem Veranlagungszeitraum folgenden ErhebungSzeitranm und erfaßt vor allem nur die Bereicherung, die am Ende des VeranlagnngS- Zeitraums tatsächlich noch vorhanden ist. Gegenüber der Erbschaftssteuer hat die Vermögenszuwachsstener den weiteren Vor- zug, daß bei ihr Steuerhinterziehungen durch Schen- langen infolge der vorzuschreibenden allgemeinen periodischen Vermögensanzeigen nicht oder jedenfalls in weit geringerein Maße zu befürchten sind und daß aus diesem Grunde auch das mobile Kapital steuerlich möglichst vollständig erfaßbar ist. Die VermögeiiszuwachSsteuer ergreift auch das Vermögen, das der Besteuerung nach dem Erbichaftssteuergesetze vom 3. Juni 1906 unterlegen hat. Die Erbschaftssteuer bedeutet demnach eine reichsgesetzlichc Vorausbelastung deS Erbschaftserwerbes der entfernteren Verwandten und Nichlverwandten. Eine solche Voraus- bclastung ist sachlich wohl begründet, da dieser Erlverb im all- gemeinen als ein Glückszufall anzusehen und daher zweifellos bclastungsfähiger ist als der Erbschaftserwerb der Abkömmlinge und Ehegatten. In gleicher Weise würde das neben der in den einzelnen Biliidesstaaten in Kraft tretenden allgemeinen Vermögenszuwachs- sleuer bestehcnbleibende Reichszn wachs st euerge setz vom 14. Februar 1911 eine Vorausbelastung deS bei Grundstücken ent- standenen Wertzuwachses bewirken. Die größere steuerliche Belastungssähigkeit des unverdienten Wertzuwachses bei Grund- stücken kann damit'gerechtfertigt werden, daß diese Wert- steigerung im wesentlichen obne Zutun deS Besitzers gerade infolge von Maßnahmen der Allgemeinheit, durch die Zunahme der Bevölkerung und aus ähnlichen, in dem durch die Rechts- ordnung geregelten und geschützten Zusammenleben der Menschen liegenden Gründen entstanden ist. Wenn indes die allgemeine Ver- mögenszuwachssteucr die steuerliche Belastung des Wertzuwachses an Grundstücken infolge des Zuwachssteuergesetzes vom 14. Februar 1911 nicht berücksichtigte, so würden sich hieraus doch kaum zu er- tragende Härten ergeben. Deshalb gibt§ 28 des Entwurfs die Möglichkeit, daß der noch nicht realisierte Konjunkturgewinn bei G r u u d st n ck e n der steuerlichen Erfassung entzogen bleibt. Ferner ficht 8 17 Abs. 1 des Entwurfs zur Vermeidung einer Doppelbesteucrung vor, daß der Betrag der steuerpflichtigen Wert- steigerung(§ 23 deS Zuwachssteuergesetzes) abzüglich der erhobenen Wertzuwachssteuer von dem nach diesem Gesetze berechneten Ver- mögcnszuwachs abzurechnen ist, daß also ein Vermögenszuwachs in dieser Höhe nicht noch einmal der Besteuerung unterliegen soll. Während der Ausdehnung der Sleuer vom Wertzuwachs im engeren Sinne auf das bewegliche Kapitalvermögen, vor allem auf Effekten, in ihrer Ausgestaltung als einer Objektsteucr die gewichtigsten wirtschaftlichen Bedenken entgegenstehen, bereitet die steuerliche Erfassung dieses Wertzuwachses bei der Vermögenszuwachs- stcuer, die den Charakter einer Perfonalstcuer trägt, keine erheblichen Schlvicrigkeiten. Das Bedenken, daß der Konjunkturgewin n steuerlich er- faßt werden soll, bevor er im Wege der Veräußerung realisiert ist, erledigt sich bezüglich der Grundstücke schon durch die Vorschriften, die bei diesen zur Vermeidung einer gleichzeitigen Erfassung deS durch das Grundwertzuwachssteuergesetz steuerlich vorbelasteten Wert- zuioachses an Grundstücken vorgesehen sind. Bei dem mobilen Äapit zl«, dieses Bedenken weniger schwer ins Gewichi. Eine VermögenszuwachSsteuer weist zweifellos noch andere unleugbare B o r z ü g e auf. Die Steuer entspricht einmal in hohem Maße den Anforderungen steuerlicher Ge- rtchti gleit, insbesondere dem Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit. Wer in der Lage ist, sich ein Vermögen zu erwerben oder das vorhandene zu vermehren, der ist durch den VermögenSerwerb oder durch die Bennehrung seines Vermögens MieiLelloS leistungsfähiger geworden als ein anderer, der sein Ein- kommen ganz verbraucht oder sein Vermögen nicht vermehrt hat. Die BermögenSzuwachssteucr berücksichtigt wenigstens indirekt die Ertragsfähigkeit des Vermögens insofern, als durch die Besteuerung jeder Vermögensvermehrung zu Lebzeiten des Inhabers das sich schneller vermehrende Vermögen schärfer erfaßt wird als daS Ver- mögen, das sich infolge seiner geringeren ErlragSfähigkeit nicht oder nicht in gleichem Maße vermehrt. Durch die p r o g r e s s i v e G e- st a l t u n g der Steuer(vgl. 8 24 des Entwurfs) werden die großen Vermögen entsprechend der höheren Leistungsfähigkeit ihrer Träger stärker belastet als die kleinen und mittleren Vermögen, und gegen- über der Erbschaftssteuer bietet die Vermögenszuwachssteuer den weiteren Vorteil, daß die Steuersätze nicht nur nach der Höhe des Vermögensanfalls, sondern auch nach der Höhe des Gesamtvermögens des Erwerbers abgestuft werden können. Sie Iknderung des Keichsitempel- geletzcs.' Ter Entwurf sieht bei Aktiengesellschaften für die Beurkundung von Gesellschaftsverträgen einen Steuersatz von ■ill3 Proz. des Grundkapitals bezio. seiner Erhöhungen vor. Nur die R e i ch s b a n k, die deutschen K o l o n i a l g e s e l l- s ch a f t e n und die ihnen gleichgestellten deutschen Gesellschaften werden wie die Gesellschaften mit beschränkter Haftung nur mit 3 Proz. belegt. Einbegriffen sind auch im Auslande abgeschlossene GesellschaftSverrräge, wenn diese Gesell- schaften oder eine Filiale davon ihre» Sitz im Jnlande haben. Sehr verschieden gestaltet sich die Brstcucrnng der Versicherungen. Dabei ist der Grundsatz befolgt, daß die beweglichen Ver- sicherungSwerte stärker herangezogen werden als die unbeweglichen. Die Regierung schätzt aber den Betrag der Stempelsteuern auf das Aktienkapital usw. auf etwa 23 Millionen Mark für das Reich, den Betrag aus der Besteuerung der Versicherungen auf etwa 30 Millionen Mark. Ser Gesetzentwurf über das erbrecht des Staates. Die entscheidenden Bestimmungen lauten:„Sind nach den Vor- schristen des Bürgerlichen Gesetzbuchs Abkönimlinge von Großeltern des Erblassers in der Seitenlinie oder Ver- Wandte der vierten Erbrechtsordnung oder der ferneren Ordnungen zur gesetzlichen Erbfolge berufen, so tritt an ihre Stelle als gesetzlicher Erbe der Fiskus. Ter Fiskus ist ferner gesetzlicher Erbe, wenn zur Zeit deS Erbfalls weder ein Verwandter noch ein Ehegatte des Erblassers vorhanden ist. Gesetzlicher Erbe ist der FiskuS des Bundesstaats oder deS Schutzgebiets, in welchem der Erblasser zur Zeit seines Todes seilen Wohnsitz gehabt hat. Ist der Fiskus neben Großeltern des Erblassers ge- setzlicher Erbe, so hat er ihnen bei der E r b a u s e i n a n d e r- setzung Haushaltsgegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstücks sind, sowie Gegenstände des persönlichen Gebrauchs auf Antrag unentgeltlich zu überlassen. Das gleiche gilt von Schriftstücken, die sich auf die persönlichen Verhältnisse des Erb- lasjers oder auf dessen Familie beziehen, sowie von Familienbildern. Mehrere Miterbeu sind nach Verhältnis ihrer Erbteile berechtigt. Bei der Auseinandersetzung in Ansehung des übrigen Nach- lasseS muß sich der Fiskus die A ö f i n d u n g für seinen Erbteil in Geld gefallen lassen. Sind Ver Iv an die der dritten Erbrechtsordnung durch den Fiskus als Alleinerben von ihrem gesetzlichen Erbrecht ausgeschlossen worden, so sind ihnen die in 8 4 Abs. 1 bezeichneten Nachlaßgegenstände auf Antrag unentgeltlich zu überlassen. Zum Nachlaß gehörige bewegliche Sachen und Grundstücke, welche in ihrem wesentlichen Bestände von einem Großvater oder einer Großmutter des Erblassers herrühren, sind deren Abkömmlingen auf Antrag käuflich zu dem im Verwaltungswege festzustellenden Werte zu überlassen. Unter mehreren Berechtigten hat der dem Grade nach nähere, unter mehreren dem Grade nach gleichnahen Verwandten der ältere den Vorzug. Die Legrünctung stellt zunächst den zu erwartenden Betrag auf 13 Millionen Mark fest und fährt dann fort: Wesentlich höhere Erträgnisse würden sich ous einem Erbrecht des Staates erst dann erzielen lassen, wenn die Ent- ziehung des gesetzlichen Verwandte nerbrechts auch auf die Verwandten der zweiten Erbrechtsordnung ausgedehnt würde. Diesen Schritt zu tun, hat sich auch der vorliegende Entwurf nicht entschließen können. Daß den G e s ch w i st e r n des E r b l a s s e r s das gesetzliche Erbrecht zu belassen ist, wird ernstlich der Erörterung nicht bedürfen. Steht man aber auf diesem Staudpunkt, so wird man nicht davon absehen können, auch den Abkömmlingen der Geschwister ihr gesetzliches Erbrecht zu lassen. Außer den Verwandten der ersten und zweiten Ordnung wird man auch den Großeltern noch ein gesetzliches Erbrecht ein- räumen müssen. Sie sind den Enkeln gegenüber, wenn schon nicht pflichtteilsberechtigt, so doch unterhaltsberechtigt. Auch werden die Fälle, in denen die Berufung der Großeltern zur gesetzlichen Erb- folge in Frage kommt, besonders häufig zu denen gehören, in denen der Erblasser in einem Alter verstorben ist, in welchem er zur Errichtung eines letzten Willens noch rechtlich unfähig war. Tie Begründung rechtfertigt sodann den Ausschluß der ent- f e r n t e r e n Verwandten damit, daß das Gefühl ver- w a n d t s ch a f t l i ch e n Zusammenhan g.S unter den heutigen Verhältnissen häufig verblaßt und völlig verloren ge- gangen ist. Sie verweist schließlich darauf, daß die T e st i e r- f r e i h e i t in vollem Umfange erhalten bleibt, so daß das Erbrecht des Fiskus nur dann eintritt, wenn kein Tc st am ent vor- Händen i st. Kus aller Melt. Der rollende Rubel. Der Bericht eines russischen Senators, der die sibirische Eisen- bahn einer amtlichen Revision unterzogen hat, gibt auch eingehende Schilderungen über das Be st cchungs Wesen auf den Eisen- bahnen Sibiriens. Aus dem Bericht veröffentlichen russische Blätter unter anderem folgende Einzelheiten: Ei» Vertreter der Kolomnaer Maschinenbaufabrik erklärt in einem an den Direktor der Fabrik gerichteten Schreiben:„Dank der Unterstützung, die wir auf den Eisenbahnen genießen, haben wir. bei den Wettbewerben stets Erfolg. Würden wir nicht die Förderung der Eiscnbahnagcnten genießen und wollten wir Kommissiousgclder sparen, so gelänge.es uns kaum, bei den verhältnismäßig hohen Prci- s e n unserer Erzeugnisse im Vergleich zu denen unserer Kon- kurrentcn, auch nur den vierten Teil der Bestellungen zu erhalten." Weiter wird in dem Schreiben empfohlen, Schmiergelder nicht zu sparen, denn je höher diese seien, desto größer sei der Gewinn der Firma: betrugen die Schmiergelder 2 Proz., so war der Gewinn der Firma 12 bis 13 Proz., bei 3 Proz. Schmier» geldern stieg der Gewinn auf 16 bis 30 Proz. In besonderen Fällen zahlte die Firma auch 10 Proz. Schmiergelder. Das war der Satz, den die Herren Twardowski erhielten; der eine diente auf der Transbaikalbahn, der andere auf der Tibiri» scheu Bahn. Ein Ingenieur der Nikolaibahn bezog in den Jahren 1904 bis 1911 von der Firma G. List 20 000 Rubel, was 13 Proz. des Wertes der Aufträge ausmachte. Solche Kommissionsgelder sind ein Gegenstand gewerbsmäßiger Vermittelung geworden; es gibt besondere Bermittlek, die zwischen den Agenten der Bahnen und den Firmep Geschäftsah» schlüssc und Schmiergelder vereinbaren und dabei selbst gut profi» ticrcn. Firmen, die keine Schmiergelder zahlen, werden bei der Lieferung der Bestellung so schi» kaniert, daß sie auf weitere Lieferungen ver- zichten oder sich zur Zahlung von Provisionen entschließen. Aus dem amerikanischen lleberschwemmungsgebiet. Erfreulicherweise geht in den Staaten Ohio und Indiana das Hochwasser andauernd zurück, so daß die Bergung der durch die Flut abgeschnittenen Personen möglich ist. Aus vielen Orten treffen noch Nachrichten von furchtbaren Leiden durch Wasser, Kälte und Hunger ein. Die Zahl der Toten ist jedoch übertrieben. Jn Dayton schreitet das Rettungsweri durch Zuhilfenahme von Motorbooten und unter militärischer Leitung rüstig fort. Die Bahnverbindungen im Flutdistrikt sind zum Teil wiederhergestellt worden. Die Truppen sind angewiesen worden- jeden Plünderer sofort niederzuschießen. Achtfacher Giftmord wegen schlechter Behandlung. In dem russischen Städtchen F a I u n verübte ein Dienst- mädchen einen achtfachen Giftmord. Das bei einem Groß- grundbesitzcr bedicnstete Mädchen mischte unter die Speisen seiner Herrschaft Gift und die ganze aus acht Personen bestehende Familie starb daran, obschon ärztliche Hilfe rasch zur Stelle war. Das Mädchen wurde verhaftet und gab an, sich auf diese Weise wegen der schlechten B e h a n d l u n g, die es erdulden mutzte, gerächt zu haben. Schweres Grubenunglück in Südfrankreich. Ein schweres Unglück ereignete sich in den Bergwerken von Osses. Unbegreislicherweise wurde dort der einfahrenden Nacht- schicht nicht mitgeteilt, daß eine von«den Arbeiter,, der Tagschicht gelegte Tynamitpatrone noch nicht explodiert sei. Kaum hatten die eingefahrenen Bergleute ihre Arbeit aufgenommen, als plötzlich eine furchtbare Explosion erfolgte, die den Tod von v i e r in der Nähe arbeitenden Bergleuten zur Folge hatte. Drei- zehn weitere Grubenarbeiter erlitten schwere Ver- l c tz u ng c n. TÄilde Sitten. Tie„Nachrichten für Handel und Industrie" bringen in ihrer letzten Nummer einen Auszug aus dem siamesischen Budgetbericht für das Jahr 1912/13. Uns interessiert vor allein folgende Stelle: „Auf der AuSgabenseitc beansprucht im neuen Budgetjahre hauptsächlich die Armee eine Erhöhung, und zwar um rund 1 013 000 Tikal; die Gesamtausgabe für Armeczwecke stellt sich damit für das Jahr 19I2/l3 auf 12102186 Tikal.(Ein Tikal ist 1.56 M.) Beachtenswert ist, daß, wie schon im Budget des Jahres 1911/12, so auch in demjenigen des Jahres 1912/13, die Zivilliste des Königs um 1K Millionen Tikal(2 340 000 Mi ge- r i n g c r dotiert ist als im Jahre 1910/11. Ohne diese Kürzung würde die Balancicrung des Budgets wohl sehr erschwert wor- den sein." Soweit der Bericht der vom Reichsamt des Innern heraus- gegebenen„Nachrichten für Handel und Industrie". Während man bei uns alle Militär- und Nlarineausgabcn dem Volke aufhalst und die Zivillistcn der Fürsten und Könige an» dauernd erhöht, nehmen die Siamesen, um den Etat zu balan- deren, eine Lohnkürzung ihres Potentaten vor. So cttvas bringen auch nur die„Wilden" fertig. Was ist ein Agrarier? Szene: Ein Gerichtssaal. Vor Gericht erscheint ein Herr, der sich bitter über ein vor kurzem gekauftes Pferd beklagt, dem Richter aber nicht in genügender Weise die Gründe auseinandersetzen kann, weshalb er das Pferd nicht behalten möchte. Er bittet den Richter. seinen Knecht vernehmen zu wollen, der sich besser darüber äußern könne. Das geschieht. Ter Richter fragt den Knecht:„Warum können Sie das Pferd nicht behalten? Was ist Mit dem Pferd?"—„Ja, Herr Richter, dat Pierd. dat is cn Agrarier, sin Abkunft kenn wie nich."— Der Richter fragt verwundert: „Was ist mit dem Pferd?"—„Ja, Herr Richter, dat Pierd is en Agrarier."—„Dummes Zeug", sagt der Richter,„was soll das heißen i Was nennen Sie Agrarier?"— Worauf der Knecht schlagfertig antwortet:„Ja, Herr Richter, wenn Se dat Pierd sehn, dann frög'n(freuen) Se sich ober em(darüber), et seht smuck nt. et frei good,— et suupt(trinkt) good, aber wenn Se von dat Pierd wat hebben(haben) wolld,. denn springt et in die Hicht(Höhe), denn smet et(schmeißt es) sich hen und sleibt(schlägt) mit de Seen'. Wat mag dat Beest woll sehl'n? Et iö nix mit em to malen! Seh n Se, Herr Richter, dat nenn' wie Agrarier!" Kleine Aotizcn. Hungerstreik eines Tefraudanten. Ter wegen Unregelmäßig- leiten bei der ruthenischcn Reichseiscnbahnkajsc verhaftet Kassierer O g r o d n i k ist in den Hungerstreik eingetreten, um seine Haftentlassung zu erzwingen. Der.Häftling hat schon seit einer Woche keine Nahrung zu sich genommen. Tie Aerzte haben beschlossen, ihm künstliche Nahrung zuzuführen, um ihn weiter in Hast behalten zu können. Eisenvalmuiifälle. Am Freitagabend ist in der spanischen Hafenstadt Bilbao ein Personenzug mit eine« Güterzug zu. sammengestoßcn. D r c i u n d z w a n z i g Personen wurden verletzt, drei von ihnen schwer.— In der Nähe der russischen Eisenbahnstation Kamins! ist ein Personenzug auf cjncn aus- ciuandergerisscncn Güterzug aufgefahren. Zahlreiche Waggons wur- den zertrümmert. Ter Maschinist wurde g e t ö t c t, s e ch s E i s e n- bahnbcamte schwer und 20 Passagiere leichter verletzt. � Eine Wildcreraffäre. In Rotthaus bei Dessau ist eine große Wildercraffärc aufgedeckt worden, worin verschiedene an- gesehene Bürger pe.'-wickelt sind. Sieben Personen sind bereits verhaftet worden. Als gestern mittag der Gastwirt von dem Aus- flugsort„Schanzenbaus" verhaftet werden sollte, erschoß er sich vor den Augen der Gendarmen. Fliegerünsall. Auf dem Flugplatz Gelscnkirchcn-Rotthausen- Effen ereignete sich Sonnabend vormittag ein schwerer Unfall. Der Flugschüler Riemer flog mit einem Otto-Doppcldccker mit voller Tourenzahl gegen eine Wand des Flugplatzes. Ter Apparat wurde hierbei" vollständig zertrümmert, Riemer selbst schwer verletzt. Jto> WM >iiiuitIpuiuuuiiuuuiui>iiiiiiiiiuiuiiui)titiumu>iuiiiimiiumu(|i)miinuiii|)iiiiuiu!ui||giwiulllll|||HnQy||]|]g Haben Sie Söhne? gleichviel welchen Alters, so raten wir Ihnen, dieselben bei uns einzukleiden, da wir Ihnen auf Grund unseres Verkaufssystems Selbstkostenpreis+ I00/o Umsatzgebühr bedeutende Ersparnisse bieten.— Die Abteilungen für Jünglings- und Knaben-Bekleidung sind in unseren 4 Verkaufshäusern mit einer Reichhaltigkeit ausgestattet, die kaum überboten werden dürfte. 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Wasserkessel ohne sack 95, 1.45, 1.65 Wasserkessel mit sack. las, 1.65, 1.95 Schmortöpfe....... 45, 58, 70. 85» Schmortöpfe m» mm 60, 75, 95, 1.25 Kasserollen....... 35, 40, 48, 55» Kasserollen mit Bing 45, 65, 75, 85 pf Dnrchschläge...... 20, 28, 35, 42» Maschinentöpfe 15, 20, 28, 45 pf. BrOtbtiChSen Tereohtedene Grössen.... 2.45 Wannen............. 95, 1.95, 2.45, 2.85 Eimer ca.-» cm.............. 68, 85, 1.10 Eimer dekoriert 95 Pf., mit Deckel 1.95, 2.45 Mülleimer mit Deckel und Schrift 1.45, 2.25 Toiletteneneimer...... 95, 1.95, 3.25 29.999 IMech» mit Goldrand, gK i/4 Liter, Stück V Pf. Kaffeetassen T.lss oder bunt 15 Pf. USesdilm 28 dekoriert w! grosse Form, dekoriert... 48 pf. Weln-Garnitur Herta München mit moderner Bordüre elegante Form 42 pl Weisswein....... 28» Rotwein.......... 28» Portwein......... 26» Likör.............. 23» Rierheoher____ 18». Teebecher...... 18» 40 pl 38» 33» 33 pl 33 pl 45 pl Sektschale 78» I Waggon Küchengarnituren Form Erna mit modernem blau Karodekor Vorratstonnen............ 48» Gewürztönnchen........ 23» Essig- oder Oelilaschen 48» Salz- oder Mehlmesten las MÜChtöpfe....Satz 6 Stuck 1.95 Diamant-Glas Steinschlili-Imitation Salatieren ZL?? 9, 18. 28, 39» Käseglocken mit Tenet.......... 42» Butterdosen mit Teuer........... 39» Znckerschalen.uf fus........ 17» Kompotteller................ 4, 6» Kuchenteller gm».............. 58» 2 Waggon Porzellan-Serien-Geschirre �___ L_. KT___— IA___ J_____ aparte Form, mit modernem Goiddekor Tafei-Geschirre Speiseteiler tief oder«»ch......... 28». Suppenterrinen gm»............... 2.45 Saucieren.......................... 95» Salatieren ca. xe cm............... 63» Salatieren ca. 21 cm.....>......... 95?f. KartoffelschfisselUmit Deckel... 1.65 Bratenplatten............... 85, 95». Ein Waggon Kaffee-Geschirre Kaffeekannen............... 45, 95» Teekannen 6 Personen Inhalt...... 85 PI. ZnCkerdOSen mit Deckel, gross..... 33 Pf. Milchtöpfe gmss.................... 28» Dessertteller..................... 18» Kompotteller...................... 15» 18 pl Kaifee- od. Teetassen 1�°!?; 2000 Koffeeservice Porzellan, 9 teilig . in mod. Formen u.Dekoren für 12 Personen.. 5«75 Ü.SO für 6 Pers.Jn mod. 3 35 Schmortöpfe ohne Ring 95> 1.10, 1.25 Schmortöpfe m.t Ring 1.20, l.zo, 1.40 i Lrstpfiumeii'.ng.... 1.85, 2.45, 2.95 Verantwortlicher Redakteur: Alfrrj, Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil decantw.: TH. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt, Buchdruckerei A. Berlagsanstalt Paul Einger u.Co� Berlin SW, � 3. Keilte des„lormürts" Kerliner ßonutag, BO. Man 1913. Soziales. Die Leiden eines jugendlichen Arbeiters. Wie eS einem jungen Menschen auf dem Lande ergeht, zeigt die nachfolgende Leidensgeichichl« eines solchen. Der Sohn eines Arbeiters aus einem Berliner Vorort, der gut erzogen, ordentlich und fleißig war— er besuchte die erste Klasse 1 Ii �zahre lang— wurde als Maschinenbauer in die Lehre gegeben. Uls Lehrling hatte der sehr schwächliche junge Mann einen li n f a l l erlitten. Es gelang seinem Vater, den Lehrberrn zur Lösung des ttehrvertrages zu bewegen. Nunmehr machle sich in dem 17jährigen Jüngling wohl der Wandertrieb bemerkbar. Ohne die geringsten (Zieldmittel, nur mit einigen Kleidungsstücken versehen, machte er sich aus und davon. Bald geriet er in die Netze eines Vermietungs- bureaus für ländliche Arbeiier. Von hier wurde er nach dem Gut �Zrodow bei Mölle in Mecklenburg auf ein volles Jahr verdungen. Hierzu hatte der Junge weder die Einwilligung seines Vaters, noch war er im Besitze eines Ab�ugsattesies oder den gesetz- Iichen Bestimmungen entsprechender Gesindepapicre. Der Vater bat was möglich war versucht, seinen Sohn wieder aus der Gesinde- sllo.verel zu befreien. Bislang vergeblich. Am�l. Dezember 1912 trat der Junge seinen Dienst an. Schon am 19. Januar 1913 erlitt er wieder einen schweren Unfall. Das machte seine Ueberführung nach dem Krankenhause Penzlin not- wendig. Im Krankenhause hatte er nun— wie er in einem an ferne Eltern gerichteten Briefe erwähnt— Zeit zum Schreiben, die «j1?,..n�'nl.mer �hlte. Auch im Krankenhause war er ohne alle Geldmittel, selbst den Brief konnte er nicht frankieren. In dem Briefe teilte er mit. dast er ein„J a h r e s g e h a l t' von 1 80 Mark erhalten solle, mit ihm seien sechs Knechte aur dem Gut beschäftigt, die im Pferdestall eine gemein- Ichastliche Stube bewohnten, in der neun Betten ständen. Ueber den erlitlenen Unfall machte der Junge folgende Angaben: Beim Tungfahren habe er das Saltelpferd reiten müssen. Auf halbem Wege zum Felde sei er schwindlig geworden und vom Pferde gestürzt. Mit Kopf und Rücken sei er auf den hartgefrorenen Erd- boden gefallen, dann zwischen den Pferden besinnungslos liegen ge- blieben. Die Pferde seien sofort stehen geblieben, sonst wäre ihm sicher der schwere Wagen über Kopf und Brust gefahren. Bei dem Sturz habe er wiederum eine leichre Gchirnerschütlerung sowie eine schwere Verletzung des Rückgrats erlitten. In einem anderen Briefe klagt der schwächliche Menich über die fchwere Arbeit, die für ihn viel zu anstrengend sei. Das Essen gebe oft zu Klagen Anlast, mit der Sauber- reit seines im allgemeinen nicht besonders gut bestellt. In den Velten wäre es so kalt, dast man Hose, Strümpfe sowie Handschuhe anbehalten müsse, um nicht zu erfrieren. Er ginge sehr gern von hier weg, würde lieber anderwärts den ganzen Tag ununterbrotben arbeiten. Ein freundliches Wort bekomme er fast gar nicht zu hören. Der arme Junge, der für seinen Jugendstreich— auf die Wander- schafl zu geben— schwer Büsten muhte, ersuchte seine Eliern in weiteren Briefen, alles zu versuchen, damit er das Gut wieder ver- lassen könne. Die Arbeit sei für ihn viel zu schwer. Dies hätten selbst alle Knechte gesagt. Bekanntmachung betreffend Arbeitsordnung. Amtlich wird verkündet, dast in Zukunft bei Abschluß von Ar- beitsordnungen u. a. folgende Bestimmungen berücksichtigt werden müssen: An auswärtige Arbeiter ist neben dem vereinbarten Lohn für Selbstbeköstigung ein Berpflegungsgeld zu zahlen, das mindestens ein Drittel der vereinbarten Vergütung betragen mutz. Nicht im Bezirk ansässige Arbeiter �erhalten gegenüber dem Arbeitgeber Maus der vertragsmäßigen Arbeitszeit einen Anspruch auf freie Rückbeförderung in die Heimat. Die tägliche Arbeitszeit soll 19 Stunden nicht überschreiten, Ueberstundcn müssen besonders ver- gütet werden. Der Arbeitgeber hat für angemessene, den hpgic- nischcn�Anforderungen entsprechende Unterkunftsräume der Ar- beiter Sorge zu tragen. Wer dauernd mehr als 109 Arbeiter be- schäftigt, hat gleichzeitig einen geeigneten Krankcnraum bereitzu- stellen und wenigstens einen ausgebildeten Heilgehilfen zu halten. Bei 599 Arbeitern muß ein in der Krankenpflege ausgebildeter An- gestellter vorhanden sein und bei 1599 Arbeitern ein besonderer eigens zu diesem Zwecke gehaltener Heilgehilfe. Wird die Auf- nähme in ein öffentliches Krankenhaus erforderlich, so hat der Arbeitgeber für die Daner der Vertragszeit, mindestens aber bis zum Ablauf von sechs Wochen die entstehenden Kosten zu tragen. Wer den Bestimmungen der Verordnung zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe allein oder in Verbindung miteinander bestraft. Die. Verordnung tritt am 1. Oktober 1913 in Kraft. Jeder Leser merkt sofort, dgA das nicht für Preußen gelten kann. Zehn Stunden Ma;imalarbeitszeit, Bezahlung der Ueberstundcn, hygienische Einrichtungen, Fürsorge für Kranke, deren Pflege auf Kosten der Unternehmer, das alles steht � mit ostelbischer Kultur, mit preußischer Tradition in allzu schroffem Widerspruch. Die Verordnung steht weder im„Reichs- anzeiger" für das Deutsche Reich, noch in irgendeinem deutschen Staatsanzeiger und doch gilt sie für deutsche Angehörige. Sie ist publiziert im„Amtlichen Anzeiger für Deutsch-Ostafrika" und gilt für unsere dortigen farbigen„Landsleute". Es wäre ganz nett. wenn sie einen Bestandteil der deutschen Reichsgewerbeordnung bildete. Daß die Verordnung nur für„Wilde", nicht für zahme Europaer Geltung hat, merkt man aus der weiteren Bestim- mung, wonach der Abschluß von Arbeitsverträgen mit Eingeborenen auf d,e Dauer von einem Jahre zulässig ist; der Arbeiter, der in einem Monat nicht wenigstens 20 Tage gearbeitet hat. auch ohne Antrag des Unternehmers bestrast werden kann. Sowas brauchen wir allerdings nicht, denn bei uns hat der Monat mindestens 25 Arbeitstage. In Deutschland würden kaum viele Bestrafungen erfolgen, wenn hier die erwähnte Strafbestimmung eingeführt wäre. Aber nicht viele Unternehmer dürften ungestraft ns!.rÜ', h'enn bie. vorstehenden Arbeiterschutzbestimmungen für Deutschland Rechtswirksamkeit hätten und— was nicht vergessen - werden darf■— strenge durchgeführt würden. Gerickts-Leitung. Spielerprozetz Stallmann. . Dritter Tag. tv.* i!lIl')Cr Qch Sonnabend erklärt der Angeklagte Niemcla: Ich habe aus den Zeitungen ersehen, daß es den Anschein hat, als .?? sortwahrend m der Welt herumgereist bin. Ich habe bis 1993 überhaupt keinen Urlaub erhalten und habe bis dahin sehr viel gearbeitet, um mich für die Kriegsakademie vorzubereiten. Ich 1908""w 5j««Iteich geschickt worden? wenn man mit 23. Zähren nach Frankreich geschickt wird, so ist dies wohl ein Zeichen, datz ich etwas leisten konnte. Ich habe dann 1999 ein Buch über„Die Stellung der Offiziere" geschrieben und habe viel Geld durch die Zeitungen verdient. Die Herren von der Presse werden mir bestätigen, daß es eine Kleinigkeit ist. 399 M. und mehr monat- lich zu verdienen, wenn man als Offizier über Acroplan und Flug- spart schreibt. Es kann jedenfalls keine Rede davon sein, daß ich immer nur auf Reisen war und den Dienst gewissermaßen nur als eine unangenehme Unterbrechung meiner freien Zeit betrachtet hätte. Als bei der Besprechung des Falles Tippe Stallmann wieder- holt seine Wahrheitsliebe beteuert, wird auf Antrag des Staats- anwaltsrat Dr. Weißmann auf einen Por 15 Jahren geschriebenen Brief des Angeklagten eingegangen, der durch Zufall in die Hände des Staatsanwalts gefallen ist. Der Brief war aus Wiesbaden an einen Baron Äreinicher geschrieben, in welchem der Angeklagte Stallmann eines gewissen Bohn Erwähnung tat, dabei unter der Benutzung des Wortes„wir" von einem erfolgreichen Jeu mit' einem Dritten sprach, das leider nicht in bar erfolgte, auf die hohe Wochenrcchnung hinwies, die„wir" haben, und schließlich einen „Gruß von Bohn" hinzufügte. Dieser Brief erreichte seinen Adres- säten nicht, er kam unbestellt zurück und lagerte über fünf Jahre in dem Hotel. Als dann diese Spiclassäre in den Zeitungen be- sprachen wurde, ist der Brief an den Staatsanwalt eingesandt worden, wovon Stallmann aber nichts wußte. Als dann der Unter- suchungsrichter den Stallmann wie zufällig fragte, in welchen Be- Ziehungen er zu einem Herrn Bohn gestanden, erklärte Stallmann, daß es eine flüchtige Badebekanntschaft mit einem damals schon 75jährigen Herrn gewesen sei. Der Staatsanwalt deduziert, daß der Inhalt des Briefes die Wahrheitsliebe des Stallmann eigen- artig illustriere; denn dieser Herr Bohn, der Bouche-Bohn heiße, sei ein berüchtigter internationaler Falschspieler gewesen und die Gemeinsamkeit mit diesem gehe aus der Anwendung des Wortes „wir" hervor. Stallmann sucht dem Brief einen unverfänglichen Inhalt zu geben, vor 15 Jahren habe er allerdings mit professionellen Spielern verkehrt. In der weiteren Verhandlung wird das Schicksal des Akzepts des Herrn v. Tippe über 89 999 M. erörtert. Stallmann hat das Akzept an den Spieler Newton weiter- gegeben und dieser hat im September 1919 versucht, den Betrag von Herrn v. Dippe zu erlangen, v. Dippe hatte aber inzwischen durch Andeutungen des Herrn Bergell die Ueberzeugung erlangt, daß im „Fürstenhos" falsch gespielt worden sei und hat den Betrag nicht bezahlt. Als er dann Anzeige erstatten wollte, soll ihm Niemela gebeten haben, seinen Namen bei Erstattung der Anzeige nicht zn nennen, da er ja am Spiele nicht teilgenommen habe. Nach Rats- erholung bei dem R.-A. Ernst Marcuse hat dann auch v. Dippe bei seiner eidlichen Vernehmung die Anwesenheit des Niemela nicht er- wähnt und dies auch dem Niemela in einem Briefe mitgeteilt. Er hat dann bald darauf den Namen doch genannt. Dkeser Brief soll dann, wie die Anklage behauptet, von Cramcr zu dem Erpressungs- versuch benutzt worden sein, dessentwegen er unter Anklage steht. Herr v. Dippe soll nach Verhandlungen mit Niemela in London sich bereit erklärt haben, eine größere Summe herzugeben, um Herrn Niemcla nach Argentinien zu schaffen, denn es wurde ihm immer nahegelegt, daß er einen Meineid geleistet habe und ihm daraus recht böse Folgen erwachsen könnten. Herr v. Dippe soll dem Cramer, der die Bermittelung in dieser Affäre führte, 799 Lstrl. für die Wcgschaffung des Niemela nach Argentinien in Aussicht gestellt und ihm zwei Schuldscheine über diesen Betrag ausgestellt haben. v. Dippe besuchte zur Beschaffung dieser 7999 Lstrl.— 149 999 M. einen Agenten des bekannten Geldgebers Pariser, namens Doma- rus. Dieser besuchte zwecks Einholung von Erkundigungen den Rechtsanw. Dr. Rosenstock, der der Anwalt der Familie v. Dippe ist; dieser horchte Herrn Domarus aus und hat ihm gesagt, er würde ihm denselben Betrag geben, den er für Bermittelung dieses Geschäfts erhalten würde, und hat auf diese Weise erfahren, um welche Angelegenheit es sich handelt. Daraufhin ist dann Rechts- anwalt Dr. Rosenstock mit Cramer in London, der sich Bredow nannte, in Verbindung getreten und hat sich zunächst bereit er- klärt, für die Fortschaffung des Niemela sofort 1999 Lstrl. in bar zu übersenden und den Rest in Raten zu zahlen. Nach weiterer Korrespondenz ist dann Dr. Rosenstock, der schon wußte, daß Bredow in Wirklichkeit Eramcr war, nach London gefahren und hat, um zu sondieren, ob und, inwieweit es auf Erpressung abgesehen war, weitere Untcredungcii mit ihm gehabt. Sowohl aus der brieflichen Korrespondenz, sowie aus den Unterredungen mit Dr. Rosenstock folgert die Anklage, daß es sich darum gehandelt- habe, unter Drohungen mit dem Inhalte des Niemelaschen Briefes 7999 Lstrl. für die Herausgabe dieses Briefes zu erlangen. Zur Verlesung gelangen mehrere Briefe der Angeklagten Eramer und Niemela, die sich auf die Erpressungsangelegcn- heit beziehen. Ein sehr umfangreicher Brief, den Angekl. Niemela zu einer Zeit an Dippe geschrieben hat, als er Herrn v. Dippe schon vor Bonies und Genossen gewarnt hatte, drückt sich in sehr wenig schmeichelhafter Weise über die Gesellschaft aüs, in der er hineingeraten sei. Er beklagt sich darüber, daß man ihn jetzt auf alle Weise verfolge, weil man erfahren habe, daß er ihn, Herrn v. Dippe, gewarnt habe. Er beklagt sich weiter darüber, daß man auf alle Fälle den sogenannten Meincidsbrief des H«rrn von Dippe, den er sorgsam in einem Safe verwahre, in die Hände zu bekommen suche. Man habe nach dieser Richtung hin sogar mit Hilfe bestochener Polizisten und Postboten Schritte unternommen, es sei ein Einbruch in sein Safe versucht, man habe ihn mit vergifteter Milch um die Ecke bringen wollen usw. Cramer sei der größte Lump der Welt und ein intimer Freund des Korff-König. Die ganze Bande müsse e, hineinlegen; er wünsche nichts mehr als die Vernichtung dieser Bande, Die Rachsucht dieser Gauner sei übergroß, weil er die Warn- ng aus- gesprochen habe. In dem Briefe werden dann noch c n gehende ?Indcutungen darüber gemacht, wie sich die Vorgänge beim Spiel im„Fürstenhof" angeblich entwickelt haben. Herr v. Dippe wisse, daß er ihm in einem Briefe einen Meineid eingestanden habe; diesen Brief habe nur ein einziger Mann gesehen, der sich als Freund geriert habe, aber ein notorischer Lump sei. Dieser Manu habe sich einer Erpressung schuldig gemacht, von der er, Niemela, selbstverständlich nichts gewußt habe. Die Hunde hätten überhaupt die größten Gemeinheiten ausgeführt, Cramer sei selbst Willens gewesen, ihn ins Irrenhaus zu bringen. Lieber Herr v. Dippe, so ungefähr schließt der Brief, Sie sehen, ich bin durch die uuglaub- liche Rachsucht dieser Gauner ins Verderben gebracht. Ich werde nun nach Berlin zum Termin kommen, seien Sie in diesem Mo- ment zum letzten Male mein Kamerad!" Angekl. Cramer erklärt, nach Kenntnis von diesen: Brief, müsse er sagen, daß Niemela zu jener Zeit komplett verrrückt war und noch ist. Ich habe schon in London geglaubt, daß man ihn ins Irrenhaus bringen müßte, da er dak Gerücht verbreitete,«h hätte ihn durch etwas, was ich ihn in die Milch getan, einschläfern oder gar töten wollen. Was er da schreibt, ist doch kompletter Nnssnn! Nichts weiter wie Wahnvorstellungen! Er macht immer aus Nebensachen eine Hauptfache. Ich frage Herrn Niemela: Ist das die Wahrheit? Ja oder Nein? Angekl. Niemela: Ich war damals ganz schwer krank und da wurde mir von Feinden des Cramer, der mich auf das Land ge- bracht hatte, gesagt, Cramer wolle mich in das Irrenhaus sperren. Darüber war ich kolossal wütend; zum Teil aus meinem kranken Zustand heraus,.zum Teil auf meine Wut hin, habe ich den Brief geschrieben, den ich in verschiedenen Punkten nicht aufrecht erhalten kann. Ueber die Bermögensvcrhältnissc hs Angeklagten Niemcla werden seine Schwester und sein Schwazer vernommen. Tie Schwester des Angeklagten Niemcla, die Lehrerin Kleinen- tine N. aus Friedenshütte bekundet u. a.: Daß die Geschwister in Ratibor drei Grundstücke besitzen, von denen zwei bebaut sind. Ueber den Ertrag der Grundstücke wisse sie nicht Bescheid, da die Verwaltung von ihrem Bruder geführt»verde. In den letzten drei bis vier Jahren habe sie ihren Bruder mit insgesamt 25 999 Mark unterstützt. Das Geld habe sie sich teils erspart, teil? habe sie auf ihr Erbteil von ihrem Schwager größere Beträge geliehen und ihrem Bruder gegeben.— Als der Vorsitzende Zweifel äußert, ob es möglich sei, von dem Gehalt von 2999 M. große Beträge zu sparen, erklärt die Zeugin, daß sie z. B. eine so lächerlich ge- ringe Miete bezahle, daß sie sich schäme, cS hier zu sagen. Auf das Verlangen des Vorsitzenden erklärt die Zeugin schließlich, da;; sie durch Vermittelung des ErzPriesters eine sog. HütteiUoohnuug erhalten habe, für die sie pro Monat nur 3 M. bezahle, autzerceur habe sie elektrisches Licht für 2 Pf. pro Kilowattstunde,«taats- anwalt: Sie müssen, da Sie auch große Reisen gemacht haben, ja ein wahres Finanzgenie sein, wie man es in Deutschland eigentlich gut gebrauchen könnte, wenn Sie von Ihrem Gehcrlt noch so große Unterstützungen geben konnten. Zeugin: Ja, es scheint so, daß taz ein solches Genie bin.-, Obcringenicur Gasz, der Schwager des Angekl. Niemela, er» klärt aus Fragen des Vorsitzenden, daß er zeitweilig bis zu 9999.) Mark im Jahre verdient habe und deshalb sehr wohl in der �ßc sei, seinen Schwager mit größeren Beträgen zu unterstützen,-las in Frage kommende Grundstück sei schon 1399 von dem gerichtlichen Sachverständigen auf 136 999 M. geschätzt worden und jetzt er- lieblich mehr wert. Für ein an seinen Schwager gegebenes Dar- lehen von 8999 M., habe er sich eine Hypothek auf Grundstuck eintragen lassen, insgesamt habe er sich für an die©efchitiister 0C- gebene Darlehen usw. 62 999 M. auf das Grundstück eintrage!». lassen. Auf eine Frage, wie hoch sich die Gesamtzuivendungen be- laufen, die der Zeuge außer den 8999 M. seinem Schwager gemacht. bat. erklärt er. daß dies etwa 12 999 bis 15 999 M. sein kountem Auf perschiedenen Fragen hin, erklärte der Zeuge, er habe das Geld seinem Schtvager gern gegeben, denn:„Ein Leutnant braucht doch viel Geld!". � Der Hauptmann Veckhaus, der seinerzeit in �oudon nach einem Besuch der Britisch-Japanischen Ausstellung, mit Sballmanm dem Kapitän Newton und dem Grafen Gisbert Wolff-Metternich rouge et noir gespielt und dabei 7999 M. perloren� hatte, sagt im wesentlichen nichts Neues aus. Während des Spiels ist rem Zeugen nichts ausgefallen, daß falsch tzespielt werde. Die Verhandlung wird auf Montag vertagt. Manövcrluft gefährdet nicht die öffentliche Sicherheit.. Einen genialen Gedanken hatte die Polizeiverwaltung zu Flatow. War da aus Anlaß des Manövers in Flatow im>scp- tember 1312 Militär einquartiert worden. Es machte sich nun gerade, daß die Sozis, wie schon öfter in Flatow, am Sonntag, den 8. September, eine öffentliche Versammlung hinter freiem Himmel abhalten wollten. Der Zimmcrergcselle Fritz Beckmann erbat sich von der hochwohllöblichen Polizeiverwaltung dieses wcstpreußischcii Städtchens gemäß§ 7 des Vercinsgcsctzcs die Erlaubnis dazu, die bekanntlich nur versagt werden darf, wenn aus der Abhaltung der Versammlung Gefahr für die öffentliche Sicherheit zu befürchten ist. Der Herr Polizeiverwalter kam mm auf den feinen Gedanken. die Manövercinquartirrung als„guten Grund" zu einem Verbot ins Feld rücken zu lassen. Er versagte die Genehmigung mit folgender Begründung: „Wegen des Manövers seien zahlreiche Militärpersonen in Flatow einquartiert und es wäre deshalb für den Sonntag, den. 8. September, ein großer Zuzug der ländlichen Bevölkerung zu erwarten. Man werde Anstoß nehmen an der sozialdemokra- tischen Versammlung. �Es könnte zu Reibereien und zu Störun- gen der öffentlichen Sicherheit kommen." Beckmann beschwerte sich vergeblich beim Landrat zu Flatow und beim Regierungspräsidenten in Marienwerder. Darauf klagte er gegen den Regierungspräsidenten beim Ober- verwaltnngsgericht auf Aufhebung der Bcschwerdebescheide und dcS Verbots.......~ Das Oberverwaltungsgericht hob am Donnerstag die Be- schwerdcbescheidc der Verwaltungsbehörden auf und setzte die poli- zeiliche Verbotsverfügung außer Kraft. Der Senat steht auf dem Standpunkt, daß allgemeine Erwägungen nicht genügen, um das Verbot einer öffentlichen Versammlung unter freiem Himmel, oder eines einer solchen Versammlung gleichgestellten öffentlichen Auf- zugs, zu stützen. Die Behauptung einer Gefährdung der öffent- Iichen Sicherheit im Sinne des ß 7 des Vereinsgesetzes müsse mit Tatsachen konkreter örtlicher Natur belegt sein, aus denen sich nach vernünftigem Ermessen eine nahe Möglichkeit der Verwirklichung der Gefahr ergebe. Der Gerichtshof habe sich, so wurde noch be- gründend ausgeführt, hier nicht davon überzeugen können, daß ein Nachweis dafür vorliege, daß die öffentliche Sicherheit durch Ab- Haltung der fraglichen Versammlung unter freiem Himmel ge- fährdet worden wäre. Das Verbot sei nicht gerechtfertigt.. KmfKasten der Rcdahtion. Die luristtschc Spreitz stunde finde« Linden st ratze U!>, vorn vier Te»e» — Fahrstuhl—, niochcntä glich von m bis 71»! Uhr abends, Sonn-dends, den Stb bis K Uhr adcnds statt. Jeder für den Brirflaftcn bestimmten i'lnsrage ist ein Bnchftade und eine Saht als Merkzeichen bctzufllgen. Brieflich- Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnementsguittung brgcfügt ist, ittben nicht beantwortet. Eil ige Fragen trage man in der Spreistnube vor. C. 22. 1. Etwa 15 M. monatlich. In solchen Fällen ist �beschränkte Lohnbelchlagnabmc zulässig. 2. Versuchen Sie, VertagunpeiM cilangen. Der(Ncgner braucht sich jedoch nicht daraus einzulassen.- Cincqa 70. 1. Der von der Erbfolge ausgeschlossene Ehemann könnt seil Pflichtteil verlangen. 2. Drei Vicrleilc, soscrn die Ehe nach dem-."- 12. 1839 ge- schlössen ist.— M. H. 87. 1. Ucberhaupt nicht. 2. I- a- Ebefahigkeits- zeugnis der Heimatbehörde und Geburtsurkunde, i. I»~ P. S. 34. Ja, und zwar»och für das Kalenderjahr 1913.— W. Eine jetzt abgegebene Austrittsertlärung würde erst zum 1. J-1 Ißl3 wirke».— — H. 27. 1. Ja. 2. Falls Zahlung in Gute nicht-«.erreichen ist, bleibt nur die Klage übrig. 3. Der Anspruch Ihrer inii-fsfl�rigeu Geschwister mutz durch deren gesetzlichen Vertreter— Vater osss Vormund— geltend gemacht werden.— Tegel 50. U. E. nein. Netsssseren Sic.— Ä. 21,, Bernau. Ja.— P. L. 44. Eine V e r'p fjfl'"" fl- die Gesellest- Prüfung zu machen, bestöht für den LeHrliig-ßn- Jnfolsebcffen hat er auch Iciuc Verpslichtung zur Deckung der Kost«-~ Z* 98. Neil». — E. F. 35. Nein.— P. R. 13. Dart-ss...ß'bt es leine bestimmten Vorschristen, jedenfalls darf nicht nächllige MWlorung stattfinden. 2. und 3. Nein.- H. M. 20. Bis 11 Uw �tet.- M. 1Ä. Das hängt von dem Wortlaut des VerbaniSs�v ao. �.ehen �ie sich mit dem Beroandsvorstand in Verbindung.— f. � � Atkin. 2. Nur dann, wenn Sie aus andere Weise höhere nachwelsen können. 3. Nur dann, wenn ein Urteil ergangen Em Verbot, daß un- gelernte Arbeiter den Riemen nitfm biltfcn, besteht nicht. Vom Beginn der 5. Woche ab haben m"",. Unsallzuschutz. Wenden Sie sich in der Angelegenheit y �vvstand Jhrer Gewerkschaft.— — St. Sch. III. Sosern si,.,'� ss™"1"mg werten, kann die gerichlliche Versteigerung C,f£f?!f-iDCVs-n' T?' Aein. Sudende 39. Wenn der Ftz>„,i...»- ss u,]te~ 9 Ihrer Anfrage er- wähnten Eigenschaften beweisest, andernfalls ja.— At. S. 12. Leider ja, vielleicht wird 1 y in-T i!rEUI!'9f9cfudj aus Billigkeits- rückfichten stattgegeben.— w/J; � wurden, falls Sic Ihre Be- hauptungeu durch ci d e s st a s ßlaubhast machen, voraus- sichtlich beim Amtsgericht?.. �9�Ät«nstweilige Versügung er. hallen, wodurch dem Ha� P°rti°r untersagt wird, das Beizten des Sauses durch die?i, av�? �'-���d-m empfiehlt cS sich, daß Sie sowohl>8 Vertatt)» zunächst beim Amtsvorsteher- cinc Beschwerde überiimwÄ- Polizeibeamten einreichen. Wir stellen anheim, mit initiuBrinom �«sschlimide zu erscheinen. auch den Mictsvcrt Lz I>- 1- L» der Regel wird das Einkom,,« S"?" Kalender, ahrcs zugrunde gelegt. Nur in Fällen wcS ZEbeitsoerdiens�s�vn � �wftß'eit lein Jahres. ÄSsasÄx'a&WÄ's«rs &«WFe|"!.r t-fsei SSmUiahl&Tr'ß1 ä Zur AnschtK Ü ä 3« i«- Brunnenstraste. 1. und milifnrhfffAfu 2L. i oder aus Amts- Pflicht W Mchtarpsllchtig.- Th. Kl. 177. 1. und S. Ja. 2. Rein. (£idje Wochen-Spielplan.) Freie Bolksbühoc. Sonntag, den 30. März, nachm. 3 Uhr: Deutsch. Schauspielhaus. 12. Zlbteilung (Gruppe 51—54): Der Kamp, ums Rosenrote. Thalia- Theater. 10./11. Abteilmig (Gruppe 44—�8): Kulturpala.st. Herrnfeld- Theater. l. Abteilung (Gruppe 1 u. 2): E i n e g I ü rl I i ch e E h e. Nesidenz-Theater. 8.-10. Abteilung (Gruppe 35, 30, 42): Francillon. Montag, den 31. März, Deutsches Schauspielhaus. Abend- abteilung 15(II): D a S g e. lobte Land. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 30. März, nachm. 2'/, Uhr: Deutsches Theater: Hamlet. StammerspielhlUlS: Erdgeist. Nachm. 3 Uhr: NeueS Volks-Theater: Die Wildente. Theater des Westens: Der �Frauen- _ sresser. «chillcr-Theater O.: TaS Konzert. Schiller-Theatcr Eharl.: König Lear. Theater in der Königgrätzer Straße: Hundstagc. Metropol-Theater: Leichte Kavallerie. Flotte Bursche. Neues Theater: Der sidele Bauer. Kleines Theater: Und das Licht scheint in der Finsternis. Trianon-Theater: Der selige Toupinel. Deutsches Opernhaus. Fidelio. Blüthner-Saal: Smsonie-Konzcrt. Abends 8 Uhr: RcueS Volls-Theater: Die Hexe. Abends 8-/, Uhr: NeucS Bolls-Theater: Montag, Dienstag und Donnerstag: Helden. Mittwoch und Freitag: Die Hexe. Sonnabend: Ernst sein. Zeliiller-IdesteriZ.�Z Sonntag, rmchmittags 3 Uhr: Das Konzert. Sonntag, abends 8 Uhr: Im wclBen Riißl. Montag, abends 8 Uhr: Wilhelm Teil.__ Schiller-Tliealer"ST Sonntag, nachmittags 3 Uhr: KI■" Urania Tanbenstraße 48/410. Sonntag 3 Uhr: Konstr.-Ingenieur A. K eßner; Die Wellmacht des Eisens. Abends 8 Uhr: „Hohenzollern"- Fahrten. llontag 4 Uhr; Anfs Tlatf erhorn! Abends 8 Uhr: ..Hohenzolfern44- Fahrten. „Clou" ÄS -JCISCHER C8ARTEN Uente Sonntag: Eintritt 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hallte. Ab nachm. 1 Uhr: Großes Militär-Konzert. Keue Jahresabonnements tätlich an den Schalterkassen erhältlich. :: Berliner Konzerthaus MauerstraBe 82.— Zimmerstraßa 90 91. Heute: S Kapellen!!! Philharmonisches Blasorchester aus Mailand, Dir.: Maestro Lopeto Vesone. Musikc. des Kaiser Franz-Begiuts., Dirig. Oberm. Kecker. Musikc. des 1. Garde-Dragon.-Kegts., Un-ig. Oberm. Baarz. Anfang 4 Uhr. Eintritt 50 Pf. Anfaivg 4 Uhr. Morgen Montag: Tolkstümlichea Konzert des Frk- schen Jliiuner-Gesang Vereins(E. V.), Chorrneister; KgL Musikdir. Professor Max Stange. Luisen- Theater -.onnttiq, nachmittags 3 Uhr: Und härte der Liebe nicht.. Senntag, abends 8 Uhr: Vor 100 Jahren oder: Napoleons Sieg und Fall. Montag, abends 8 Uhr: Im wunderschönen Monat Mai. Dienstag, abends 8 Uhr: Vor 100 Jahren oder: Napoleons Tieg und Fall. Passage; Mac-Frog, der unersättliche� Froschsciilucken Das Verschlncken u. Zurück-) bringen leb. Frösche u. Fische. Die W I Li D F K Feuerfresser in ihren fanat. Märtyrer-Produktionen. IH8 Allen lebend!"VE Personen f sind in u. süri die Circus Carre-Fcst- spiele tatig. slle» ohne Fztra-Fntree! I cchlc Rasse- Pferde, serner Elesanten, Kamel- und— W Tramp eltterherden, Lama, Löwen, Bären, sib. Wals- jäger u. andere cxot. Tiere. kSnls Lear. Sonntag, abends 8 Uhr: Cyrano von Bergerac. Montag, abends 8 Uhr: Der Andere. Berliner Theater. Filmzauber. 8 Uhr: Theater in der fijfligptzer Straße Abends 8 Uhr: Das Buch einer Frau. Deataches Schanapielhana 8 Uhr: Der gute Ruf Theater amjtollenänrfplatz Nachm. 3>/, Uhr: llio Studantongrätin. Abends 8 Uhr: Ertrazug nach ttizza. Sonnab., 5. April, 3 Uhr: Erste Auss. der Operiifchille d. Steruschen Kousero. Theater lies üeslm. ul: Die beiden Husaren € o>i!t. 3'/4 Uhr: Der Fron enfteffer. ICoitis Bperetten-Theater (sr. Neuss Theater). Amt Norden 1141. Sonnt.?m. 3 Uhr: Oer fidele Bauer. 8 Uhr: Oer Zigeunerprimas. Residenz-Theater. Anfang 8 Uhr. Die Frau Präsidentin. (Madame la Presidente). Schwank in 3 Akten von M. Hennequm u. P. Veber. Morgen und jolgende Tage: Die. Frau PrhBidentln. In jeder Feslspiet-Vorstellung 35 Attraktions-Nummern 35 also zwei Vorstellungen iu einer an einem Abend. EriisftuiigZzDM. April ViUige Preise von»0 Pf. bis 4 M. | Vorverkauf bei A. Wertheim(8. m. b. H.. Leipziger Straße,' * und in sämtlichen Klwlem Voigt-Theater. Gesundbruüneu. Badstrafte S8. Sonntag, den 30. März 1313: Nachm. 3 Uhr: Hplij hillllUS! Abends 7 Uhr: Slhutötg. Drama in drei Alle» von R. Vog. Kassenerössn. IllUhr.� Ans. 3 u. 7 Uhr. MellluL der hzalKon: M Donnerstag, 3. April. Zirkus Busch. Heute Sonntag, den 30. März.; Letzter honntag! 2 gl. Gala-Vorsteilungen 2 Nachm. 3'/, u. abends 7'/, Uhr. Nachm. hat jeder Erwachsene ein angehär. Kind unt. 10 Jahren auf allen Sitapl. frei. Jed. weit. Kind unter 10 Jahren zahlt die Hälfte auf den Sitzplätzen. In beiden Vorstellungen: Die pSe Prunk-Pantoiniine Sevilla nngehürzt ferner Auftreten der gesamten groben März-Attraktnnan. OSE=THEATE plparohe Jr an fl urtei Str. 132. 8 Kl Nachm. 3 Uhr, halbe Preise: 88! Dl« Anna-Lisc, • Abends 8 Uhr: Verlassene Frauen. Montag: Verlassene Frauen Jines'S Nollendorf-Theater iXollendorfplatz 4. Die Sensation von Berlin! Alleiniges Aufführungsrecht. Quo vadis? Da« gewaltigHtc Film- Drama aller Zelten! Heute Sonntag: Matinee 3 u. S Uhr Abend« 7 und O LThr. Eintrittspreise 1—3 M. (Logen 4 iL) Vorverkauf täglich von 10 Uhr ab an der Kasse. ! Ofetk Wliä! OfSEMffl! Fabriken, Vereine. Ihrer diesjährigen Damplerpartie ein Lokal wählen, besichtigen Sie vorerst Voigt s Krampenburg und Sie werden finden, daß die Erampenbarg das passendste Ausflugslokal ist. Wald. Wasaer, Berge sind die Umgebung ■ dieses größten modernen Etablissements.' Post ist Schmöckwitz.— Telephon frei Amt Köpenick, 227. Rsederei Kaimt& Herlzer SjÄ Billige Dampfer-Extrafahrten ab: WslSSührÜCkfi Bis auf wettcres jede» Sonntag nach Wendenschloss. Grünau. Arampeuburg. ZlbfaHrt nachm. 2 Uhr. Hm und zurück 50 Ps. AMt Der grohen Nachfrage wegen empfiehlt eg sich, Dampfer zu Sonntags-, Montags- und Zonnndends» Partien schon jetzt zu bestellen. jßetropot-Theater. Nachmittags 3 Uhr: LeichtaCaialiefie und Flotte Bursche AbcndS 8 Uhr: Rauchen gestaltet! Bis kino-königin. Operette in 3 Alten von Jul. Zreund und G. Otonlowsti. Musik oou Jean Gilbert. In Szene gefetzt v. Dir. Rich. Schultz.. Karl Badunaun J. Biampietro 6. Thieiseher V. Sortiert H. Bailot J. Busska ly Winter MM» Neuer großer Erfolgl Schonzeit- 3äger. Sisbcsprohe. Anfang 8 Uhr. Vorveikaut 11— 2 iThcate rkasse). Zirkus Merl Sehnmann. HSute Sonntag, den 30. März: ä groBe Vorstellnngen, Nachm. 3';, u. abends 7l/2 Uhr Zu der Nachmitrags-Vorstellung hat jeder Erwachsene ein Kind frei auf allen Sitzplätzen. In beiden Vorstellungen: Das Riesen- Weltstadtprogramm. In beiden Vorstellungen: Der unsichtbare Mensch. 4 Bilder aus Indien. Zum Schluß: Oer Brand des Palastes sowie die Feuer-Fontäne, wirklich brennendes Wasser. Walhalla-Theater. SStmbctgSmeg 19/20. Täglich 8'/, Uhr: Parole: Walhalla! Grotze JahreSreoue. Vorzugsfarten haben täglich Gültigkeit. Sonntag, nachm. 3'/, Uhr: tlaaemanii« Töchter. Admiralspalast. Heute 2 Vorstellungen. Das neue, m. durchschlagendem Erfolg aufgeführte Eisballett Flirt In St. Moritz. In der Hauptrolle: Charlotte. Beg. d. Nachm.-Vorst.(z. halb. Preis.) um 41/, U., Schluß 7 U. Beginn der Abend- Vorst, um 9 Uhr. Einlaß ab 7'/, Uhr. Ab lO*/, Uhr halbe Preise. — Erstklassige Küche.— Wein- n. Blee Abteil. Polles Caprice. 9 Täglich S'/s Uhr. D II Die Kovittttcn:■ ■ Zks Föiven Emachetl.°° Bunter Toll. » Flohs Skitensprünge. Z Casino-Theater Lotbringer Str. 37. Täglich 8 Uhr. 2tümr der Heiterkeit erregt die neue urkomische Posse Krhtfz Fütterwoehen. Dazu der erfiNasfige bnnte Teil Ritt klttraktionen 1. Ranges. Sonntag 4 Uhr: Die Hochstaplerin. Tmnon-Tdesler. Täglich 8 Uhr: Wenn Frauen reizen..... Sonni.lg 3 Uhm Der«alige Toupinel. Reiehsba'len-Theater Stettiner Sänger. Burleske von SKeysel und Britton. Anfang 7'/, Uhr. Theater Königstadt-Casino. Ecke Hotzniarkl» u. TIcxand erstrage. 1 Minute o. Vahnh.Jannowitzbrücke Tägl abds. ll,8. Sonnt'LS Uhr: „Der Her):ulcsrlng*> • f??. dofs grotze �»pezialitaton Programm. Ith. 1. u. 16.;'Programmmciffgl Excelsior- Lichtspielhaus iH Neukölln Bergstraße 151—152 Richardstraße 12—13 Passage oa � Vom 28. März bis 3. April einschl. Die Stimme des Gewissens Detktiv-Drama in 3 Akten. ♦ Kopenhagener Film. In der Hauptrolle. V ßldClDäT PSyl&ndOF der Liebling des Fablitums. \'pr noch 2 Tage'. Zirkus Barum nebst gr. Raubtier-Dressurschau. Berlin ST.. Triftstraße, an der Müllerstraße. Letzter Sonntag' Letzter Sonntag! Heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Fremden- u. Familien-Vorstellung. Abends 8 Uhr: Gala-Sport-Abend. Neu! Neu! yir. Marschall. der K a n o n e n k ö n i g, und die übrigen Attraktionen. In der Nachmittagsvorstellung zahlen Kinder unter zehn I Jahren halbe, abends volle I Preise. 130b I Volks-Theater Neukölln, Hermaunttr. 20. vionntag, den 30 März: Tie Ehebrecherin. Schauspiel in 3 Alten mm Schaumberger u. Welisch. Ansanc, 8 Uhr. Montag, 31. März, geschloffen. Germania-fraehtsale N., Chauj�seestr. 110. Karl Richter, j Hente Sonntag: PaulMantheysi lustige Sängef) Anf. BV, Uhr. iü in tritt 30 Pf. Anschließ. Familien-Kränzchen. Im weißen Saale von 5 Uhr ab Großer Ball.-MD Jeden Mittwoch: Paul Mantheys < lustige Sänger. Jeden Donnerstag: I Großes Mflltär-Frei-Konzert.> ' rwwwwwwwww Geöffnet von 10 S Uhr Tälil. KomeH. Elntr. I M.x Konkordia-Feslsäle. �nh.: M. Wendt und A. Schütze. Andreasstr. 64. Jeden Senntag: iiilär-Streicli-KoDZErt und die beliebten Hoftmanns Sänger. Jede Woche neues Programm. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. gm oberen Saale van 5 Uhr an; Großer Ball. Alhambra ZSallner-Tüienter-Strastc 13. ££ Großer Ball. OiroBtS Orchester. Ansang Sonntags 3 Uhr � A. Xumcltat. jCLBeniliil Oranientttr. 68. J— TSglich bis 1 Uhr— Martin und Panl Sendix. Das neue Programm mit: ,, Mayer mlt'n Hänsöböd®0"* Saf® Meyer Dresdener" str 128,129 Katfee lOu.15, Bier, Sen.u.bünno� ca. 50 Zeitungen; Billard So, cn üi Zalijstelle der Freien Vollubühna Reste Oamentuche, schwarz u. sarbjg, KastUmsto(fe,!ieucst.Muft.,S eide. Sammele, Besätze, Futterstoffe, PluschezuMäntein.CheT-Kammgarne zu tknaben-Anzügeu. Konfektion: Paletots, Kostüme, Rücke, Kinder-Konfektion, auch gediegene MaB-Anfertigung. stets Gelegenheitskäufe! Paul Karle, Warschauer Str. 18. , Neunter Nachtrag *■ zur Satzung der Orts- Krankenkasse Hohku-Zchöllhavsku 28. September vom 21. November 1903. Beschlossen in der ordentlichen Generalversamm- hing vom 25. November 1912. § 19 im fünften Nachtrag erhält folgende Aendernng: sxür die Bemessung der Höhe der Kassenleistungen imd der Beiträge werden die Kasienrnitglieder in sieben Klassen eingeleilt. 1. Kassenmitglieder, deren Arbeits- verdienst für de» Arbeitstag 3,75 M. und mehr betrögt, A.-K lasse. 2. Kassenmstglieder, deren Arbeits- verdienst für ten Arbeilstag 3.25—3,74 M. beträgt, 1. Klasse 3. Kassenmitglieder, deren Arbeits- verdienst für den Arbeitstag 2.75—3,24 M. beträgt. 2. Klasse. 4. Kassenmilglieder, deren Arbeitsverdienst sür den Arbeitstag 2.25—2,74 M. beträgt, 3. Klaise. 5. Kassenmitglieder, deren Arbeits- verdienst für den Arbeitstag 1.75—2,24 M. beträgt. 4. Klaffe. S. Kassennntglieder. deren Arbeits- verdienst für den Arbeitstag 1.25—1/74 M. beträgt, 5. Klaffe. 7. Kassenmitglieder, deren Arbeits- verdienst sür den Arbeitstag weniger als 1,25 M. beträgt, 6. Klaffe. Absatz 2. 3 und 4 bleiben bestehen. Ter durckiichniMiche Tagelchn ist bis aus weiteres festgesetzt: A.-KIaffe 1. ä! 4. 5. 6. 4,00 M. 3,50 , 3,00. , 2,50. 2,00. . 1,50. 1,00 Absatz 6, 7 und 8 bleiben bestehen. § 13 Absatz 1 Ziffer 3 erhall folgenden Wortlaut: Im Falle der Erwerbsunfähiglell vom dritten Tage nach dem Tage der lbrlranlunz ob sür jeden Arbettslaz und die aus einen Wochen- tag fallenden Festtage bezw.'/,« F. h 22) des im§ 12 bezw. 9. Nach- IrageS festgesetzten durchschnittlichen Tagelohnes und zwar: a) für Mitglieder der A.-Klasse 2,40 M. bezw. 2,00 M. b) Für Mitglieder der I. Klaffe 2,10 M. bezw. 1,75 M. c) Für Mitglieder der II. Klasse 1,80 M. bezw. 1,50 M. d) Für Mitglieder der III. Klasse 1.50 M. bezw. 1.25 M. o) Für Mitglieder der IV. Klaffe 1,20 M. bezw. 1,00 M. f) Für Mitglieder der V. Klasse 0,90 M. bezw. 0,76 M. g) Für Mitglieder der VI. Klasse 0,80 M. bezw. 0,50 M. 8 20 Absatz 1 erhält folgenden Wortlaut: Für den Todesfall eines Mitgliedes gewährt die Kasse ein Sterbegeld im dreißigsachen Betrage des durchschnitt- lichen Tagelohne«(8 12 im 9. Nachtr.). § 31 int 5. Nachtrag Absatz 1 erhält folgenden Wortlaut: Die wöchentlichen Kassendeiträge betragen i'f, Proz. des im 8 12 bezw. S. Nachtrages ausgeführten durchschnittlichen lohnes und zwar: Kassenmilglteder- 8 43 im 5. Nachtrag erhäll selgenden Zusatz: Denselben Betrag erhallen die Beamien, die nach Schlug der Dienst- stunden zu den Sitzungen oder Re- Visionen hinzugezogen werden. Berlin-Hob enlch önh ansen, den 25. November 1912. Ter Vorstand. Schäfer. Petzolt. Krebs. Quast. Pein. Ellesal. Frederich. Bleut, J. Witte. Genehmigt. Potsdam, den 5. März 1913. (L. S.) Namens des BezirkSausschnffes: Der Borffvendr. In Vertretung: Joachimi. B. 3301.- 267/10 Vorstehender Nachtrag tritt mit dem 31. März 1913 in Kraft. Der Vorstand der OrtSkrankenkaffe Hohenschönhausen. Richard Petzolt, Vorsitzender. Max Quast, Schriftführer. MM Kieioi l'ertig am Lasers «: « I bd. 80. !«. 55. 1«, 15. 12. 10. Heluoüi- Ml Fradi 36i 40« 40' Kortipe rehwarse KieidunK tür Kuabcn und Junelmge In größter Auswahl Feine Maß• Anleraeun» I :: in ea. 10 Stundea Baer Sohn Kleider.Werke Berlin. Gegr. 1301. ChauMeestralle 29— 30. 11. Bruck anstraQs lt. Or. Frsnkfurtsr Str 20. Saköaaben. Hauclitr 10. Margarete Bramson .geb. JLlepmann Eduard Bramson Vermählte. 78, Queens Read Pinsbury Park London N.[140b Todes-Anzeigen Sozia!iieinokra!isetie.RWalilvereiD {. il8.B??!.RBicl!s!agsw8lil![r9ls. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Genosse, der Gastwirt Ott« V«K'8t Waldemarstr. 29, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 31. b. Mts., nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Gemeinde- Friedhofes in Baumschuienweg, Äiesholzstrajze, auS statt. Um rege Beteiligung ersucht Bsi» Vorstand. VeFliand der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Otto Börst Waldemarstraße 29— Bez. IV verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mon- tag. den 34. März, nachmittags 5 Uhr, von der Halle deS Neuen Treptower FiiedbosS, Bahnt- schulenweg, Äiesholzstraße, a»§ statt. Um rege BeteUigung ersucht 72/11 Die Ortsverwnltung. Sozialdemokratischer Wahlverein von Königs-WusterhäusenQ.llmg. Am 27. März, abends 7 Uhr, verstarb unser langjähriger Ge- nasse, der Hausbesitzer Heinrich Dietze Königs-Wusterhauseti, A m Amtsgarten 2. Ehre seinem Andenken l Die Einäscherung findet heute Sonntag, mittag« 12 Uhr, im Krematorium, Berlw, Gericht» straße 37/38, statt. 146b Bei- Vorstand. Am Donnerstag, den 27. März, schied der Mitbegründer unserer KreiSorganisatton, Genosse Heinrich Vietze in Königs-Wusterhausen freiwillig aus dem Leben Zu jeder Zett bat der Der- storbene in treuer Pflichtersüllung die Interessen der Partei in ge- wissenhaster Weise wahrgenommen. Ehre seinem Andenken l Die Einäscherung findet heute Sonntag, mittags 12 Uhr, im Krematorium, Berlin N., Bericht- Straße 37, statt. 201/8 Um zahlreich e Beteiligung ersucht Der Vorstand des ZrutralwahlveretuS Teltow-Beeskow- _ Charlottenburg._ Todes-Anzeige. Am 27. d. Mts.. abends 7 Uhr, verstarb nach kurzem Leiden mein innigstgeliebler Mann, unser guter, treusorgender Vater, der Hausbesitzer 145b Heinrich Vietze im 63. Lebensjahre. Im ttessten Schmerze Die trauernden Hinterbliebenen Wilhelminc Dietze, geb. Meister, nebst Kindern. Die Einäscherung findet heute Sonntag, den 30. d. MtS., mittags 12 Uhr, im Krematorium, Berlin, Äerichtstraß« 37/58 smIL Am Donnerstag, den 27. März, morgens 4 Uhr, starb uniert liebe Mutter, Großmutter und Tante Witwe Msni« ftlinde geb. Panizki im 78. Lebensjahr. 64A Tie« zeigt um stille Teilnahme b ltend an forl JVKtide, Wrangelstr. 78. Die Beerdigung findet Montag. den 31. März, nachmittags 5 Uhr. von der Halle des Zenlralfried- hoses in FriedrichSjelde au« statt. BUnenlelr. Am 28. Marz, früh 4'/j Uhr. verschied nach schwerem Leiden un|ar geliebtes Söhnchen Erich Nickel. Ctto Nickel nebst Frau. Die Beerdigung findet morgen Montag, den 31. März, nachmittags 4'/, Uhr, vom Trauerhausc Guten- bergstraße 26 aus statt. 184b Sozialdemokratischer Wahlverein I.d.4.Berl.Reichstagswahikreis. Köpenicker Viertel. Bezirk 184 II Den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Genosse, der Zimmerer �uxust Kerze! Oppelner Str. 5, gestorben ist. Ebre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, den 31. März, nach- mittags 5 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. Um rege Beteiligung eriucht 212/12 Der Borstand. Zentralverliand der ZimmErer Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Bezirk 5, Den Berussgenossen zur Nach- ficht, daß unser Mitglied August Kerzel am 27. März nach langem Krankenlager verstorben ist. 254/3 Ehre seinem Andenken l 1 Die Trauerskier urtb Einäscherung findet am Montag, den 31. März, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht Ber Vorstand. Verband der Bureanangesteilten Ortsgruppe Braß Berlin. Den Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, daß unser Kollege I�uclolk Brandt (Rendant der O.-K.-K. ht Weißen- see) am 28. d. M. verstorben ist, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 31. März, nach- mittags 4'l, Uhr, aus dem evan- gelischen Friedhof in Weißens«, Fallenberger Straße, aus statt. 46/8 Die Ortsverwattung. Am 27. März er. verstarb nach langem schweren Leiden der Ren- dant dey hiesigen OrtSlranienlasse Herr Riillolk Brandt. Der Verstorbene hat w beinahe 26jöhrigcr fleißiger und treuer Pstichtersüllung nach bestem Kön- neu sein oft nicht angenehmes Amt verwaltet und die aussteigende Eutwickelung der Kasse gemeinsam mit uns sördern helfend Wir widmen dem Verstorbenen diesen Nachruf als treuen und gewissenhaflen Mitarbeiter. Der Borstand der Ortskranken- lasse für den Gemeindrbezirl Berlin-Weissensee. I. A.: K.Fuhrmann, Versitzender. Vachrnf. Am 27. d. M. verschied im Lazaruskrankenhaase zu Berlui nach langem, schwerem Leiden unser hochverehrter Rendant, Herr Rudolf Brandt im 52. Lebensjahre. Der Verstorbene war nahezu 25 Jahre, davon 20 al« Rendant, bei der hiesigen Ortslranlcnlasse tätig. Wir verlieren in dem so srüh Dahingeschiedenen einen treuen und lieben Kollegen, eineu ge- rechten Vorgesetzten. Seine Gewissenhasttglcll und strengste Pflichtersüllung trotz seiner wiederholten schweren Er- lranlungen sichent ihm bei tmS ein bleibendes und ehrendes An- denken. 267'15 Bcrlin-Weißcnsec, 29. März 1913. Die Angestellten der Ortskrankenkasse für den Bemeindebezirk Beriin-WelBensee. Verband der Maler, Lackierer elc. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nach- ficht, daß der Kollege Mtax Richter IWilmerSdors) am 26. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonntag, nachmittags>/,4 Uhr, vom Genteiiidesriedhos in Wil- mersdors, Bcriiner Straße 103/04, auS statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Borstand. „Wilmersdorler Münnerchor. (M. d. A S 8) Am 26. März starb nach langen, schweren Leiden unser lieber TangcSbruder, der Mater Max Richter. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet heute, Sonntag. uachntittagS 3'/. Uhr, von der Leichenhalle des Wilmcrs, dorfer Gememde-FriedhoseS, Ber- liner Straße, auS statt. 58/17 Der V orniand. Verband der Lithographen, Steln- drucker u. verw. Beruie. Mitgliedschaft Berlin III (Lilthoicraphcn). Am 28. März verstarb unser Mit- glied, der Lithograph W\\Mm Merkendorf im Aller von 46 Jahren an der Zuckerlraalhett. Ehre seinem Andenken! Die Bcerdignitg findet am Montag, den 31. März, nach- mittags 3'/, Uhr. von ver Halle deS GimeindesriedhofcS NilmerS- dors. Berliner Shaße. aus statt. 109/9 Die Berwaltung. Invaliden-linlerstützungskasse d. Steindrucke? u. Lithographen. Die Beerdigung ocs am 28. d. M. verstorbenen Lithographen Mhoirn Merkendorf findet statt am Montag, den 31. März, nachm. 31/, Uhr, von der 2cichcnhallc des'Gemeinde- Kirchhofes, WilmerSdors, Berliner Straße.. Das Komitee. Verband d.Gemeinde-n.Staatsarlj. Filiale Oroß-Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nach- richt, daß der pensionierte Kollege Leopold Zemaitat (früher Parkvcrwaltung) verstorben ist. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Bestattung findet am DienS- tag, den 1. April, nachmittags 3Vz Uhr, von der Leichenhalle deS Zenttal-Fricdhoscs in Friedrichs- selbe, aus statt. 33/12 Die Ortsverwattung Verband derSattieru.i'ortesenilier Ortsverwaltutig Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nach- richt, daß unser Mitglied, der Lcoerstuhipolsterer Karl Vinter verstorben ist. Ehre seinem Andenken! .Die Beerdigung findet am Montag, den 31. d. MlS., nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- Halle deS Pius-Kirchhofes in Wil- Helmsberg aus statt. 156/14 Die Ortsverwaltung. DeDtscherMetaiiarbeiter-Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegin zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Gustav Dröse Nicdcr-Barnimslr. 19 am 26. März an Unfall ge- fiotfccn ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Montag, den 3U März, nach- mittags V,4 Uhr, von der Leichen- Halle de» AndreaS-KirchhoscS in Wilhelmsberg aus statt. Um rege Beieiltgung ersucht 115/11 Die Ortsverwattung. Deutscher Buchbinder-Verband. (Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Mitglicv, die Kollegin Frida Grzesiak nach langem Leiden verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Montag. den 31. März, nachm.'Ifi Uhr, vom Trauerhausc. Oppelner Straße 42, aus statt(Neukölln, Eumiauskirchhos). Zahlreiche Beteiligung erwartet 23/12 Die OrtSverwaltung. Allen Verwandten und Belau»- len hiermit die traurige Nachricht, daß am 28. März meine liebe Frau F. Orzeslak im 36. Lebensjahre nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Dies zeigt ticfbelrübt an fohgnn Grzesiak. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags l'l4 Uhr, von dem Traucrhause Oppelner Straße Nr. 42 aus, nach dem EmmauS- Kirchhofe, Hermann- ftraße statt. 65A Am 27. März starb plötzlich unser guter Vater, der Tischler Kar! Mannor� im 56.. Lebensjahre. Dies zeigen um stille« Beileid bittend an seine Kinder Paul Mannory,» Erna Mannory. Weißens«, Berliner All« 39. Die Beerdigung findet am Sonnlagnächmittog 4 Uhr, von der Leichenhalle de« Gcmeinde-Fricd- hose« in Weißens«, Nölckcslraße aus statt. LOA Am 27. März, mittag«'/,12 Uhr. starb unsere liebeMuttcr, Schwieger- mutter und Großmutter Johanna Brnnks* Ra.tz im 75. Lebensjahre. 156b Dies zeigt ticsbetrübt an im Namen der Hiiiterbliebenen Emil Brunk. Die Beerdigung findet Montag. den 31. März er., nachm 2'/, Uhr, von der Halle des Zentral-Fricd- Hofes in FriedrichSselde aus statt. Am 28. d. Mts.. früh 4 Uhr. starb ineine liebe jsr-m, unsere gute Mutter. Schweucr, Schwä- gerin und Schwiegertochter Marie Markowsky. Karl Markowsky nebst Kutdettt Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. April, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- Halle deS Friedhofes der Gcthsc- manc-Gcmcindc, Nordend, aus statt. 3331 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Vaters BrieHe sagen wir allen Freunden und Be- laiintcu, insbesondere dem Spar- verein.Goldgrube" unseren herz- lichsten Dank. 147b Witwe J-riehe und Tochter. fenerhealattuna Mark 166,— mit allem Zubehör u. Gebühren BeerdigungS-Anstalt „Flamme" Manteuffclftr. III. Ausführliche Broschüre gratis. Fernspr.: Moritzpl. 5582. Extra- Abteilung 1 1. 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Bei im Statutenberatung fand bei den Auf- n a h ur e b e d i n g u n g c n ein Antrag des Vorstandes Annahme, der besagt, daß. wenn die Aufnahme beanstandet wird, dem Zentral- vorstand die endgültige Entscheidung über die Aufnahme zusteht. Mitglieder, die als selbständige Gewerbetreibende anzusehen sind, haben Wohl dieselben Pflichten, aber nicht die gleichen Rechte wie die übrigen Mitglieder; sie bekommen nur Unterstützung in Sterbe- fällen. Den selbständigen Gewerbetreibenden sind solche Mitglieder gleichzuachten, die nicht mehr in einem versicherungspflichtigen Bc- triebe beschäftigt sind. Anträge auf Beitragserhöhung beantragte die Kommission abzulehnen, da auch keine wesentliche Abänderung der Unterstützungen vorgenommen lverden solle. Der Berbandstag beschlost demgemäst. Tie tägliche Reiseunterstützung wurde für Mitglieder, die fünf Jahre oder länger dem Verbände angehören, von 1 M. auf 1,25 M. erhöht. Tie Anträge zur Unter- stützung am Orte, die eine Aenderung der Bezugsberechtigung und der Staffelung verlangten, wurden sämtlich auf Anregung der Kommission abgelehnt. Bei den Bestimmungen über die Streik- und Gemastregeltenunterstützung fand ein Antrag des Vorstandes Annahme, datz Berufsangehörige und Mit- glieder, die sich erst 10 Wochen und weniger vor Ausbruch eines Streiks oder einer Aussperrung aufnehmen liesten, keinen Anspruch auf Unterstützung aus Verbandsmittcln haben. Ein Anspruch auf Umzugsunterstütz-ng must künftig spätestens vier Wochen nach erfolgtem Umzug bei der zuständigen Filiale erhoben werden. Die Statutenberatung wurde heute nicht mehr beendet, sie wird morgen fortgesetzt._ Reichskonferku; der Straßenbahner. Frankfurts. M., 23. März. Tie Verhandlungen werden beim zweiten Punkt der Tages- orduung: Arbeits- und Lohnvcrhältnisse der Straßenbahner fortgesetzt. Der Referent' R a th m a n n- Berlin gab in einem grostzügig angelegten Referat eine Darstellung der wiederholten Versuche, die Verhältnisse zu erforschen und schildert die Schwierig- kciten, die zu beseitigen waren, um einwandfreies Material zu bekommen. Bei der letzten Umfrage im Jahre 1812 wurden von 210 vorhandenen Betrieben 1S8 ersaht, in denen 41 000 Beschäftigte gezählt Inurden. In 105 Betrieben ist eine längere Probezeit vor- gesehen, während 85 Betriebe sofortige Anstellung vorgesehen haben. In einigen Gesellschaften, wie Kottbus und Berlin, verlieren Reu- eingestellte bis zu 75 Dl. ibrer Kaution, wenn sie vor einem Jahr wieder ausscheiden. Tic Arbeitszeiten sind äuhcrst hoch. Einige Betriebe haben 15— 16, und Ingolstadt sogar bis zu Igstündigc Arbeitszeit. Ueberhaupt ist der Jngolstädter Vertrag, den die christ- lichen Transportarbeiter abgeschlossen haben, TÜt Beispiel erschreckender Zustände. Rur in 24 Betrieben ist die neunstündige Arbeitszeit eingeführt. Diese Zahlen gewinnen erst die richtige Bedeutung, wenn man bedenkt, dast den Strastenbahncrn auch die freien Tage nur unregelmäßig gewährt werden. Einige Gesell- schaften sind so rückständig, monatlich nur einen, andere nur 2 oder 3 Tage zu gewähren. Selten sind solche Gesellschaften, in denen normale freie Tage von nionatlich 6—8 Tagen vorgesehen sind. Geradezu unverständlich sind die Gehaltsskalen bezüglich der Lohnsteigerungen. Ta braucht man, um nur einige Orte heraus- zugreifen, in Dresden 25, in Stolp 28, in Frankfurt a. M. 20 und sin München 31 Jahre, um ein oft sehr bescheidenes Höchstgehalt zu chTwichsn. Tie graste Masse erreicht es nie, weil tausend Hmder- nisi'c im Weg stehen. Auch das Material über das Prämicnshstem, Urlaub, Kautionswesen, Geldstrafen, Pensionskasien und Kranken- kassenwcsen spricht Bände von der sozialen Rückständigkeit der Ver- waltungen, zumal wenn man bedenkt, datz unter diesen unrühm- lichen Verhältnissen auch die Straßenbahner von solchen Städten arbeiten, die in einem gewissen sozialpolitischen Renommee stehen. Nachdem der Referent auch ausführlich über die Lohn- und Ar- beitsverhältiiissc der Strecken- und Depotarbeitcr gesprochen hatte. schloß er sein Referat niit der eindringlichen Aufforderung: die Straßenbahner möchten sich nun aufraffen und in einer gemein- samen Organisation Schulter an Schulter die schlimmsten Aus- wüchse beseitigen. Die Debatte ergänzte das mit langanhaltendem Beifall auf- genommene Referat noch nach verschiedenen Seiten hin. Besonders schlecht weg kam auch hier wieder die Beamtenirage, das Beschwerde- Wesen usw., wie denn überhaupt eine solche Fülle von Material vorgetragen wurde, daß die Gesetzgebung keinen Augenblick zögern dürfte, einzugreifen. Aber, betonte ganz richtig Reichstagsabgeord- neter Dr. O u a r ck, darauf sollten die Trambahncr doch lieber nicht warten; für sie käme doch nur die Selbsthilfe in Betracht. Als Gesamtergebnis der sehr interessanten Aussprache nahm die Kon- ferenz ruie Resolution tm, in der die Wünsche wie folgt zusammen- gefaßt sind: „Die am 27. und 28. März 1013 zu Frankfurt a. M. statt- gefundene Konferenz der Straßenbahner hat ergeben, daß die Arbeiter und Angestellten in Straßcnbahnbetricben unter Lohn- und Arbeitsbedingungen ihre Tätigkeit verrichten müssen, die ihre wirtschaftliche Existenz schwer gefäbrdcn. Dazu kommt, daß Unternehmer von Straßenbahnbetriebcn, unterstützt durch Regierung und Behörden, den Angestellten die Ausübung ihres Koalitionsrechtes nicht gestatten. Ferner ist festgestellt, daß die Unternehmer in ihren Organisationen Maßnahmen getroffen haben, welche geeignet erscheinen, jede Bewegung der Angestellten und Arbeiter zur Verbesserung ihrer Lohn- und Arbeitsverhält- nisse zu erschweren. Die Konferenz stellte ferner fest, daß nicht nur der größte Teil der Straßenbahner zu Mitgliedern in gelben Vereinen durch die Unternehmer gezwungen wird, sondern daß sich auch noch Gruppen von Angestellten und Arbeitern finden, welche an- geblich zur Wahrung ihrer sonstigen besonderen Interessen sich in kleinen machllosen Vereinen oder Organisationsgebilden zer- splittern. Die Konferenz ist der Ueberzeugung, daß unter den ob- waltenden Umständen den Straßenbahnern die Möglichkeit, ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu verbessern, nur dadurch gegeben sein kann, datz sie sich in ihrer Gesamtheit auf frei-gewcrkschaft- licher Basis organisieren. Die Konferenz empfiehlt deshalb allen Angestellten und Arbeitern in Stratzenbahnbetrieben, soweit sie noch nicht dem Verband der- Straßenbahner Deutschlands, Mitgliedschaft im Deutschen Transportarbeitervcrband, angehören, sich diesem an- zuschließen." Tann wandte sich die Konferenz dem dritten Punkte zu: Die Verbindung von Kommunal- und Privatbetrieben im Straßen- bahnwesen und ihr Einfluß auf das Verhältnis der Angestellten und Arbeiter. Referent Kollege Riedel- Berlin. Er leitet sein Referat mit einer großzügigen Darstellung des Vcrkehrwesens ein und zeigt daran, welche Umänderungen dadurch in dem Lohn- und Arbeitsverhältnis herbeigeführt wurden. Im Anfang waren es meistens Privatbetriebe, dann wurde ein großer Teil von den Kommunen übernommen(bei der letzten Statistik im Jahre 1910 waren es deren schon 120); die neuere Richtung drängt wieder zum gemischten Betrieb. Es mutz einigermaßen vcrlvunderlich er- scheinen, daß die Kommunen diese neueste Wandlung mitmachen. Solange die Verkehrsmittel in städtischer Regie sind, haben sie be- deutend mehr öffentliches Interesse. Sie können von den Ge- meindcn viel besser auch für die eigene Politik ausgenutzt werden. Am besten zeigt sich das, wenn die Kommunen weitsichtige Woh- nungspolitik treiben wollen, dann können sie, wenn die Verkehrs- mittel städtisch sind, ohne Rücksicht auf Kapitalsintcressen diese Politik fördern. Auch in der Arbeiterftage kann nicht so rigoros gehandelt werden, weil die Kontrolle der Oeffentlickikeit eine sehr große ist. Das ändert sich sofort, wenn Privatinteressen mitspielen. Tie Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Angestellten werden gedrückt und andere Vergünstigungen entzogen. Deshalb haben wir diesen Vorgängen recht aufmerksam zu folgen. Eine Diskussion an dieses Referat wurde nicht beliebt und sofort in die Beratung der Anträge eingetreten. Die Beitrags- frage, ebenso die, welche sich mit dem Facho rgan beschäfti- gen, tourdcn dem demnächst stattfindenden Vcrbandstag der Trans- Portarbeiter überwiesen. Ein anderer Antrag auf bessere Aus- ge staltung der Fachzeitschrift wurde dem Vorstand zur Erledigung überwiesen. Abgelehnt wurde, derartige Konferenzen alle zlvci Jahre abzuhalten. Hierauf wurde die Konferenz ge- schlössen. £iiis der fraucnbewegun� Sucht den Quell des Wisse»?? Für die Proletarierin hat kein Herrgott im Himmel den sieben- tcn Tag zum Ruhetage eingesetzt. Wenn sie der Fron des Kapita- listen auf ein paar Stunden entronnen ist, lassen ihr die Pflichten des Haushalts nicht Rast noch Ruh. Sic muß kochen und waschen und flicken und putzen, um nur das Notdürftigste in Ordnung zu halten. Da bleibt ihr kaum eine Minute Zeit zum Atemholen, geschweige daß ihr die Möglichkeit würde, Gnst und Gemüt so zu bilden, wie es für sie und ihre Kinder nützlich und notwendig wäre.— Und doch ist es ein dringendes und zwingendes Gebot für den Klassenkmupf des Proletariats, datz die Trägerinnen seiner Zukunft, die Frauen und Mütter der Besitzlosen, nicht länger in dumpfer Unwissenheit dahinleben und so zum �Hemmschuh für unsere Emanzipationsbestrebungen lverden. Sie müssen zu tapferen klassenbewußten Mitkämvferinncn erzogen tverden, die mit uns in Reih und Glied unter das rote Banner rrncn, die anch ihre Kinder zu uns führen werden. Wir allein kämpfen dafür, daß den Proletarierkindcrn eine sorglose, heitere Kindheit, eine schöne gehaltvolle Jugend, ein menschenwürdiges Dasein werden möge. Können wir, um zu diesem hohen Ziele zu gelangen, der treuen Mithilfe der Mütter entraten, die jene Kinder in Schmerzen gebären, in harten herben Kümmernissen heran- bilden müssen? Wir können es nicht. Und darum müssen wir diese Mütter selbst für ihre großen Aufgaben erziehen. Wir müssen den Jahrtausende alten finstern Bann aus den armen Weiberhirnen verscheuchen, müssen die Proletarierinnen aus den dumpfen Tiefen der Knechtseligkeit in das Licht freien Menschen- tums erheben. Ein wirksames Mittel haben wir für diesen Zweck: Unsere Presse! Die Presse, dieser Ekkehard des Proletariats, wird auch in unseren Frauen den Prometheusfunken entzünden, der in jedem Menschen schläft: den Drang nach Wissen! Tie Proletarierin, die keine Zeit hat, die noch so reichen Schätze eines umfangreichen Buches sich zueigen zu machen, sie wird sich doch die Minuten abstehlen können, um ihre Zeitung zu lesen. Ihre Zeitung, ein Arbeiterblatt, das ihr in ihrer eigenen Sprache schlicht erzählt von dem, was die heutige Welt bc- wegt, das ihr in dem Leide ungezählter Namenloser ihr eigenes Leid und das ihrer Kinder aufzeigt, das die Gebreste der kapitalistischen Gesellschaft schonungslos enthüllt und alle, die mühselig und beladen find, ausruft zum Kampfe gegen den gemein. samen Feind. Es gibt noch eine andere Art von Presse, die von den herrschen- den Volksverderbern unterhalten und bestimmt ist, dem Proletariat das klare Geistcsbrünnelein zu trüben und zu vergiften: die bürgerliche Presse. Bei jedem Streik, bei jeder politischen Ver- anlassung fallen die bürgerlichen Blätter über die kämpfende Ar- beitcrschaft und ihre Führer her. um sie mit Schmutz zu bewerfen, ihre Bestrebungen als lächerliche Htrngespinstc närrischer Gaukler hinzustellen. Mit billigen Mätzchen, byzantinischen Lobhudeleien, schuudigen Romanen und frömmelnden Traktätchen suchen sie bc- sonders die Arbeiterfrauen von der Beobachtung des wirklichen Lebens abzuhalten, damit sie über dem muffigen Kohl, der ihnen serviert wird, vergessen, sich saftige. Früchte vom Baume der Er- keimtnis zu langen. Jede Arbeiterin, die auf Ehre und Reinlich- kcit hält, darf darum ein bürgerliches Blatt in ihrer Wohnung nicht dulden, tveil sie sich nicht für ihre sauerverdienten Pfennige beschimpfen, beschmutzen und verdummen lassen darf. Das ist sie sich selbst, das ist sie ihrer ganzen Klasse schuldig. Gerade für die Proletarierin gilt das Wort, das die tapfere Mutter Goethes geprägt Istit:„Vom Baume der Erkenntnis kann man nicht genug Aepfel fressen." Erkenntnis tut auch not, ihr Schwestern in Stadt und Land! Erkenntnis eurer elenden Lage, damit ihr lernen könnt, sie in eine bessere umzugestalten. Erkenntnis eures Wertes, auf daß ihr in den Stand gesetzt werdet, euch von der Gesellschaft die Achtung zu erzwingen, die euch als gleich- geborene Menschen, als Frauen und Mütter zukommt. Erkenntnis endlich eurer großen Pflichten, die ihr gegen eure Kinder, eure Klasse, gegen die ganze Menschheit zu erfüllen habt. Lernt die Quelle beachten und schätzen, die diese Erkenntnis euch erschließt. Proletarierinnen! Werdet denkende Leserinnen unserer, eurer Presse; sorgt dafür, daß sie von allen euren Arbeits- und Leidens- genossinnen gelesen wird. Tann werdet auch ihr die Zeichen der Zeit deuten lernen und imstande sein, freie Menschen zu werden und auck aus euren Kindern Menschen zu formen nach einem schönen stolzen Bilde. Lest und lernt denken! Denkt und lernt handeln!_ Leseabende. Erster Wahlkreis. Montag, den 31., bei Weihnacht, Grünstr. 21. Genosse Unger:„Religion und Sozialdemokratie".— Bei Dreßler, Altonaer Str. 20. Genossin Kaschewski:„Gegensätze in der kapitalistischen Gesellschaft". Friedenau. Montag, den 31., bei Glowe, Handjerhstr. 60, abends VzS. Genossin Düsing:„Die EntwickelungSformen des Wirt« schastslebens". Lankwitz. Montag, den 31., bei H. Schulz. Mühlenstr. 21. Genossin Ida Baar:„Gesindeordnuiig und ländliche Ausnahme« bestimmungen". Niederschöncweidc. Dienstag, den 1. April, 8>/z Uhr, bei Bengsch. Baumschulcnwcg. In SauerS GesellschastShaus(kleiner Saal), Baum- schulenstr. 78. Genossin Lola Haase:„Wie befreien wir die Frauenkleidung vom Modeunfug". Treptow. Bei Schmidt. Kiesholzstr. 22. Genosse Farwig über .Von 1813 bis 1913". s Lackbefaö mil verfchieden- larbigen Ledereinlaßen RACKEn aEKÖEß /// Zenfrale u. Verfand: Schmidllr.äH Königffraße 34 Tauenßienffr. 20 Leipzigerftr. 65 Lackbefaß hochmoderne SkofTelnlaße M.-i �»30 '£>■ / ue' /&■' Aul Rand "gedoppell la Boxcalf la Chevreau "lO50- Lackbefaß neue aparle EinlSße Braun, grau, beige Chevreau, gelb Kalbl., weiß Nubuck Orig. 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Deutscher Tabakarbeiter-Verband ■ Ortsverwaltnng Berlin." Mittwoch, den S. April ISIS, abends Uhr, bei B o e k e r, Weberstr. 17: MisnsDnramlung tolipmnatbliilt Tagesordnung: 187/4 1. Vortrag des Gauleiters Kollegen ltentreetisl. 2. Bericht der SektionS- leitung. 3. Wahl der Sektionsleiter. 4. Verschiedenes. Alle in der Zigarrenbranchc beschästigten Mitglieder haben zu erscheinen. ——— Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden am Saaleingang kassiert. Die Sektionsleitung. Verwaltung Berlin. Mittwoch, den 2. April 1913: UtckUMSMMMchMMlMM der Kezirke und Krancheu. Die Versammlungslokale werden am Dienstag bekannt gemacht. MgUeüerverssmmwngen: Bezirk Ober-Schö»eweide. Dienstag, den 1. April 1913. abends 8'/, Uhr, bei Waruecke, Wilhelminenhosstratze 18. Tagesordnung: Berbandsangelegeuhcite». Für alle m der Zelluloid-Haarschmuck- und Kragenstäbchen-Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. DouuerStag, de« 3. April 1913. abends pünktlich 8 Uhr, bei Merkowski Aachs.. AndreaZstratze 26. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbands- u. Branchenangelegenheiten. Möbelpolierer! Donnerstag, den 3. April 1913, abends 8'/, Uhr, in den Andreas- Festsäleu, AndreaSstratze 21. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tarifverhandlnug und welche Lehre ziehe», wir daraus. 2.Disk«sfiou. 3.VerbandS-u.Branchenangelegeuheitrm MM" In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist eS Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 81/3 Die OrtSTerwaltnng. Ortsgruppe Groß-Berlin. Bureau nnd Stellennachweis: Kaiser-Wilhelm-StraBa 18a. Telephon: Amt Königstadt 6170.— Stellennachweis geöffnet von 10— 1 Uhr. _ Postscheckkonto: Pattloch 12 720._ L«m 1. April d. Js. ab beträgt der Berbandsbeitrag für die erste Beitragsklasse 1,80 Btarl. (Beschluß der Mitgliederversammlung vom IS. Febnlar 1gl3.) Kasscnangestellte. Yertranensmännerversammlnng am Mittwoch, den 2. April 1913, abends 81/, Uhr, im Rosenthalcr Hos, Rosenthaler Str. 11/12.— Tagesordnung: 1. Ausgabe der neuen Beitragsmarlen. 2. Bericht der Branchenleitung. 3. Bericht der Vertrauensleute. 4. Verschiedenes. Städtische Angestellte. Die Branchenvcrsammlnng am Mittwoch, den 2. April 1913, sällt des Ouartalabschlusses wegen aus. Vertrauensmännerversamnilung am Montag, den 7. April 1913, abends 81/, Uhr, im Rosenthaler Hos, Rosen- thaler Str. 11/12.— Tagesordnung: 1. Ausgabe der neuen Beitrags- markeil und Abrechnung der Vertrauensleute. 2. Bericht der Branchenleitung. 3. Verschtedenes. Fabrlbangestellte. Tertraucnsmännerversaiumlung am Donnerstag, den 3. April 1913, abends 7 Uhr, im Lokal von Döhling, Brunnenftr. 79. Branchenversammlnng mit Damen am Sonntag, den K. April 1913, nachmittags 5 Uhr, im Rosenthaler Hos(Weißer Saal), Rosenthaler Str. 11/12.— Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammenseiu mit Tanz. Für Erheiterung des Abends ist bestens Sorge getragen. Vollzähliges Erscheinen der Kollegenschast ist ersorderlich und das Mtbringen der Ehesrauen und Bekannten sehr erwünscht. Werslchernngsangestellte. Branchenversammlnng am Donuersrag, den 3. April 1913, abends 8 Uhr.— Tages- ordnung:»Tie Schäden der kapitalistische» Volksversicheruug und ihre Reform durch die Volksfürsorge.» 2. Verbands- angelegenheiten. 3. Diskussion. llie liauallassiarsi' und Vertrauensleute wollen an demselben Tage um 6'/, Uhr anwesend sein, um die neuen Beitragsmarken in Empfang zu nehmen. Anwaltsangestellte. BranchenversammlnngamDonnets- tag. fiett 3. April 1913, abends 8'/, Uhr, int Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12.— Tagesordnung:.1. Anstellungsvertrags- entwurs des Verbandsvorslandes. RejeiMt: Kollege Bürge- meiiter. 2. Unsere Agitation. 3. Verbandsangelegenheiten. Di» BezirKskassierer und Vertrauensleute werden ersucht, um 7'/, Ubr zu erscheinen, zweckt Abrechnung und Entgegennahme der neuen Beitragsmarken. 46/7 Verband der Sattler undPortefeuiller. Ortsverwaltang Berlin. Branchen-Versammlungen Gtschm-Srallchk: Donnerstag, den 3. April, abends 8'/, Uhr. im Gewerkschaftshause, Engeluser IS. porteftulttes- und Keiskartiktlbravche:™mV8%?riI' bei Graumann, Raunynstraße 27. Mitltiir-Srauche: Mittwoch, den 2. April, abends 6 Uhr, w den Prachtfälen Alt-Berlin, Blumenstr. 10. Lttldkiimtegtr u. Teppichnäher: s" m?"*' bei Weihnacht, Grünstr. 21. MligkN-SrKlldjt: Mittwoch, den 2. April, abends 8'/, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engeluser 15. T.-O.: Bericht von der Konferenz der Auto- nnd Wagenbranche. Ejseumöbtl- n. FtderstuhlpMem:®oraÄ sK, � im Graphische» Bereinshause, Alexandrinenstr. 44. T.-O.: Welche Organisation ist für die Eisenmöbel- und Leder- stuhlpolsterer zuständig? Reserent: Genosse SPliedt. Treibrientetibranehe. Montag, de» 31. März, abends S1/: Uhr, in Schulz' Prachtsäle, Müuzstr. 17, Eingang Königsgraben: -» Außerordentliche Versammlung.— Tagesordnung: 1. Wie ist die Einführung des neuen Tarifverttages erfolgt? 2. Ter Streik bei den Firmen Franz Pretzel u. Co., H. Diesener, Krause u. Co. und in der„Union". ES ist Pflicht der Mitglieder, diese Versammlung vollzählig zu besuchen._____ Die Ortsverwaltang. Freireligiöse Gemeinde. Am Montag, den 31. März, abends 8 Uhr, in„AK-Berlin",| Blumenstr. 10: Sesebließende Versatnmlnng. Tagesordnung: | Vorstands wählen.— Statutenänderung.— Verschiedenes.| Nur vollberechtigte Mitglieder haben Zutritt. Achtung: Bewilligte Bäckerei! Meiner geehrten Kundschaft und Nachbarschaft zur Kenntnis, daß die Differenzen mit dem Vertrauensmann der Bäcker und Konditoren und dem unterzeichneten Bäckermeister zur beiderseitigen Zufriedenheit bei- gelegt find. Hochachtungsvoll Bäckermeister ttütesrflHlÄnH, Stettiner Str. 34. Dies bescheinigt: IgZb vor Vertrauensmann der Bäcker und ilenditersn Berlins nnd Umgegend. Achtung! Achtung! Bewilligte Bäckerei! Baumschuleuuieg. Die Differenzen zwischen dem Vertrauensmann der Bäcker und Konditoren und Unterzeichneten sind zur Zusriedenheit beigelegt 3S0L Hochachtungsvoll Bäckermeister Menzel, Baumschulen- straße S4. Vertrauensmann der Bäcker und Konditoren Berlins u. Umgeg. Orts-Krankenkaffe der Possmentiere, Seiler etc. Die ordentliche Generalversammlung findet am Montag, den 7. April 1913, abends 8'/, Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenickerstr. 90— 97, statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht pro 1912. 3. Bericht der Revisoren. 4. Antrag deS Vorstandes beir. Bewilligung einer Gratifikation für den Vorsitzenden. 5. Etwaige Anträge nach§ 52 Abs. 7 des Statuts. 124b 6. Verschiedenes in Kassenangelegenheiten. Um vollzähliges Erscheinen der Vertreter bittet Der Vorstand. I.A.: Bern h. Herzer, Vors., Georgenkirchstr. 53. Potsdam. teüaposseiiscbaft Jolfming" (iir Potstiain u. ömgepl E. G. m. b. H. Sonntag, de» 39. März 1913, nachm. 1 Uhr, findet im.Friedrichsgarten', Alte Luisenstraße 37 in Potsdam, die OrdentHoliv General- Versammlung mit solgender 104/12 Tagesordnung statt. 1. Geschäftsbericht.' 2. Bericht des AussichtSraiS. 3. Beschlußsassung über den Höchst. betrag der aufzunehmenden An- leihen. 4. Beschlußsassung über die Errichtung einer Zentrale und Bewilligung der hierzu erforderlichen Mttel. S. Wahl und Ersatzwahl von 4 Aus- sichtSratsmitgliedern. 6. Anträge deS GenossenschaftSrats. 7. Genossenschaftliche Angelegenheiten. Recht zahlreichem und pünktlichem Besuch sieht entgegen Ter Auffichtsrat der Konsumgeoosseuschaft„Hoffnung" für Potsdam und Umgegend. E. G. m. b. H. Max Hausmann, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse des Korbmacher-Gemrbes zu Berlin. Montag, den 7. April 1913, abends 8 Uhr, bei Wollschläger, Adalbert- straße 21: Ordentliche General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Bericht der Kommission zur Prü- sung der JabreSrechnung. 3. Bericht deS Vorstandes. 4. Verschiedenes. 267/12 Der Vorstand. Ortskrankenkafle der Schuhmacher ZU Kerlm. Montag," de» 31. März 1913, abends 81/, Uhr, bei Boeker, Weberstr. 17 i General-Versammlüng der Vertreter. Tagesordnung: 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1912., 2. Beratung und Beschlußsassung über die Satzung nach den Bestimmungen der Reichsverficherungsordnung. 3. Verschiedene Kassenangelegenbeiten. Berlin, den 29. März 1913. Der Vorstand. I. A.: A. Veudig, Vorsitzender. Die Vertreterkarten werden in der Versammlung ausgegeben. 267/13 FREOY- ■m " Berlin. Alteiakcbstr. 124. Elektro- Technikum 1 gegr. 1874. Eig. Fabrik. Elektro-,! Maschinen-, Bau-, Ingenieur-,! Techniker-, Werkmeister-, Mon. teur-Ausbild., Majchinenlabora- torium. figUBsAbkBljtaB.I > Prosp. frei E. Schramm. Damen Lackscfaube Jetzt nur 575 (gäbe Brune Halbschuhe Jetzt nur S95 Danemtiefei braun Jetzt nur 575 Voigt» Theater Badstraße 58. Achtung! Achtung! Geverksehaften! Vereine! Noch einige Sonnabende im Mal für Sommertosbe sn kulanten Bedingungen zu vergeben.— Garten, 3000 Personen fassend.—! Zeltdach! oa. 1500 Fers, gegen Regen geschützt Erstklassiges Varietd- Programm. Achtung! Achtung! xxxxxxxssiixixxisxxxxrixxxxissixzxixxxzy Neu libernomiDeo. Nen-Helgoland Rahnsdorf. Inhaber Paul Zimmermann. Empfehle den geehrten Vereinen und Gewerkjchajteu mein neu übernommenes Sommer-Etablissement. Allbekannt vorzügliche Speisen und Getränke. Grosser schattiger Garten.— Sissplässe für zirka 3000 Perfouen, herrlich am kleinen Müggelsee gelegen. Grosser Feftsaal.— 2 Kegelbahnen.— VolkSbelustignuge«. gtr" Große Vereine und Gewerkschastrn bitte um vorherige Anmeldung. 1 Um gütigen Zuspruch bittend, zeichnet hochachtungsvoll /Dan! Zinimermann. 1. Geschäft:.Jndustrie-Festsäle-, Beutbstr. 19/20. Amt 0. 1722. 2. Geschäft; aleu-Helgoland, Rahnsdorf Ren-Helgoland ist zu erreichen per Dampfer ab Jannowitzbrücke, Reederei Roblltng. Fahrplan: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag Absah« 2 Uhr(Exttasahrten) sowie per Dampfer ab Friedrichshagen Brauerei-AuSschank oder per Bahn bis Rahnsdorf, Ueberfahrt vom Restaurant Müggelwerder und Dorf Rahnsdorf. 8. Koffmann, Charlottenburg. Wilmersilorfer Strape 12, -- Ecke Schulstraße- empfiehlt sein reichhaltiges Lager von guten, selbstangefertigten Frflbjahrs- inzflgen und Paletots für Herren und Knaben zu sehr soliden Preisen* /Haß-Anzüge aus den modernsten Stoffen unter Garantie guten tadeUosen Sitzes von 45 Bark an. Lielerant der KonsomgenosseDsebaft E. G, tu. b. H. Berlin wA Dingebiuig. ISonntags IS— S Ehr geöfTnot,_* rMobel-Beiser- Lothringer Str. 67 G0r�enBtr. 1 Stabe and 2 Stäben und 3*J]?ken un. den ganzen Tag zur Einsicht ans. Die Listcnfübrcr werden ersucht, ihre Listen gewissenhaft fertigzustellen. Lichtenrade. Am Mittwoch, den 2. April, abends K'.h Uhr: Generalversamnilung im..Wirtshaus Lichtenrade" am Bahnhof. ES ist eine wichtige Tagesordnung zu erledigen. LerUner I�aekricbten. Schulbeginn und Umzugstermin. Ter Beginn de» neuen Schuljahres ist ftir die G c mein beschulen Berlins, wie wir bereits meldeten, auf den 31. März(Montag) festgesetzt worden. Die höheren Lehranstalten nehmen ihren Unterricht erst am 3. April (Donnerstag) wieder auf, obwohl sie an demselben Tage, wie die Gcmcindcschulen, das alte Schuljahr geschlossen und ihre Schüler in die Lsterfericn entlassen haben(am 19. März). Achnlichc Abweichungen bezüglich der Fericndaucr und des Unterrichtsbeginns finden sich auch bei den Sommerferien, den MichacltSferien und den WeihnachtSferien, so daß in dem ganzen Schuljahr fiir die Gemeindeschulen 7 Tage Ferien »venlger als jür die höheren Lehranstalten herauskommen. Man begreift nicht, warum zuungunsten der Gememdeschulen dieser Unterschied gemacht worden ist. der die Lehrenden wie die Lernenden benachteiligt. Noch weniger aber ist zu verstehen, warum bei der Festsetzung deS Termins für den Beginn des neuen Schuljahres diesmal bei den Gememdeschulen aus den Umzugs- t c r m i n keine Rücksicht genommen worden ist. In Berlin war eS seit langem ein herkömmlicher Brauch, daß in den Gememdeschulen der 1. April unterrichtsfrei blieb. Lag dieser Tag nicht in den Osterferien, so wurde für ihn besonders verfügt, daß der Unterricht auszusetzen sei. Wenn das Osterfest erst in der zweiten Halste deS April fiel und daher die Osterferien erst gegen Mitte April beginnen konnten, so wurde Ende März das alte Schuljahr geschlossen. am 1. April ein freier Tag gewährt und nach ihm das neue Schuljahr eröffnet, das dann nach ein bis zwei Wochen noch durch die Osterferien- unterbrochen werden mußte. Es geschah lediglich mit Rücksicht auf den Umzugstcrmin, daß man regelmäßig den 1. April unterrichtsfrei hielt. Diesmal aber ist es versagt worden, für den 1. April wieder den üblichen Unter- richtSauSfall zu gewähren. Sehr unangcnehnt werden das Familien empfinden, die an diesem Tage ihren Umzug bewerkstelligen müssen. Eltern dürfen ihre Kinder nicht dem Schulunterricht fernhalten. um sie daheim zu irgendwelchen Arbeiten zu benutzen. Wer da-5 tut, hat zu crtvarten, daß ihm ein Strafmandat wegen Gchulversäumnis seines Kindes aufgepackt wird. Am Umzugs- tage ist es aber zur unbemittelte Familien doch nicht ganz leicht, auf kleine Handreichungen der Kinder zu verzichten. Tie Ferienordnung für die Gememdeschulen wird am„grünen Tisch" der Schuldeputation ausgearbeitet und vom Provinzial schulkollegium so festgesetzt oder abgeändert. Wer mag wohl dafür verantwortlich sein, daß diesmal für die Gememdeschulen der Tag deSUmzugstrubolL ni ch t u ntcrrichts- frei bleibt'i_ Stcucrfragcn! Gegenüber den vielen Anfragen in Steuerangelcgenhcitcn weisen wir nochmals darauf hin. daß in unserer Nummer vom 13. Mär, 1913 ein Artikel„Steuerfragen" erschienen ist, worin fast samtliche Fragen, soweit sie für unsere Leser in Betracht kommen, erörtert sind. Blühender Blödsinn in einör Gcschäftöreklamc. Bei GcschäftSreklamen nimmt man es gewöhnlich nicht immer sehr genau: handelt es sich p�ch hei Anpreisung von Waren im wesentlichen darum, die Konturrenz aus dem Felde zu schlagen. Wie weit et aber manchmal»uf dem Gebic-� der Reklame geht, zeigt uns ein Katalog der Deutsche,, Hchuhwaren-Jndustrie Küster und Wollenweber, Berlin NW. 28. Dieser mit dem Reichsadler geschmückte Katalog, der an Schuhwarenhändstr im Reiche versandt wird, enthält am Schluß der Schuhware, ip-elSliste geradezu un- glaubliche» Unsinn. Um die Kunden vor Ausbeutung schützen zu wollen, hat die Firma eine Auskunftsstelle eingerichtet, in der die Kunden unent- geltlich juristisch und auch darüber beraten werden sollen, welche Bc- zugsquellen für Waren für die Kunden vorteilhaft seien. Diese �lnrichtunq wird mit folgenden Sätzen„begründet". Ran lese und staune l. „Wer ein aufmerksames Auge hat und die Gerichtsvcrhand- klingen verfolgt, wird sich des Eindrucks nicht verschließen können, daß die Betrugsfälle in erschreckender Weise zunehmen, und daß die Betrüger heutzutage mit weit größerem Naffinemctzt arbeiten, als vor 30 Jahren. Nichts ist ihnen mehr heilig, die Azligion wird v c r- lästert, die Staatsordnung wird unterwühlt, frech und dreist wird zum Austritt aus der Landeskirche aufgc- fordert, um ein gottloser Heide zu werden. Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung. Die Statistik berichtet, daß in den letzten drei Jahren im Deutschen Reiche 42 Muttcrmorde vor- gekommen sind. Welcher Grad von Verkommenheit gehört dazu, wenn das Kind die eigene Mutter, die ihm das Leben schenkte, die eS mit Liebe hegte und pflegte, ermordet? Von Schaudern und Entrüstung zugleich wird jeder anständige Mensch ergriffen werden, der diese beängstigende Tatfache liest. Daher Männer und Frauen vor die Front, aber ganze Männer n n d ganze Frauen, die sich uner- schrocken und unbeirrt dieser Gefahr entgegenstellen! Zurück zur Einfachheit, zurück zur Ehrfurcht vor Vater und Mutter, zurück in unwandelbarer Liebe und Treue zu Kaiser und Reich! Fort mit der Verweichlichung, fort mit all' dem süßlichen Getue, fort mit der Lüge und Heuchelei! Wohl sagt der Dichter: „Es wird nicht eher hell auf Erden, Es mutz erst ganz und gar dunkel werden." Wer aber die Dinge mit offenen Augen betrachtet, der wird zu dczp Ergebnis gelangen, daß wir bereits tief im Sumpf stecken und daß es hohe Zeit ist, umzukehren. Hand in Hand hiermit krankt das geschäftliche Leben. Was dort Betrug pnd Mord, verdirbt hier der unlautere Wettbewerb. Tie Jagd nach dem Gcldc. die Sucht, in Wollust und Schlamperei zu leben, hat es fertig gebracht, daß zahllose kleine Gcschäftsleuic von geriebenen Gaunern betrogen werden. Ehe es sich der kleine, unwissende Geschäftsmann versieht, ist er von gewissenlosen Halsabschneidern um sein sauer verdientes Geld gebracht. Läßt er eS dann auf einen Prozeß ankommen, so bezahlt er hinterher noch die Kosten, denn Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor dem Gesetz. Um nun diesen kleinen Geschäftsleuten beizustehen, haben wir uns entschlossen, eine Auskunftsstelle zu errichten." Es dürfte kaum möglich sein, auf einen engen Raum mehr Blödsinn zusammenzudrängen, wie das hier geschehen ist. Ernst- hast darauf einzugehen, wird uns niemand zumuten: unsere Leser werden sich selbst ihren Vers machen! Was die Aufforderung: „Zurück in unwandelbarer Liebe und Treue zu Kaiser und Reich!" mit dem Schuhhandcl zu tun, wird wohl ewiges Geheimnis der Firma Küster und Wollenweber bleiben. Tie neue Polizcivcrordnung über den Handel mit Nahrungs- und lsienustmitteln tritt am 1. Avril für den Landespolizeibezirk Berlin in Kraft. Die hauptsächlichsten Bestimmungen der neuen Verordnung sind jetzt in den in Frage kommenden Geschäften in Form einer Bekanntmachung ausgehängt und lauten: Räume, in denen Nahrungs- und Genußinittel zubereitet, aufbewahrt und feilgehalten lvcrden, müssen, soweit die sachgemäße Behandlung der NahrungS- und Genußmittel dem nicht entgegensteht, trocken und leicht zu lüfte» fein. Sie sind in gutem baulichen Zustand, sauber und frei von üblen Gerüchen zu halten. Sie dürfen nur dein eigentlichen Geschäftszwcck dienen, als Wohn- oder Schlafräumc nicht benutzt werden. Nicht dahin gehörige Gegenstände, insbesondere Betten. Kleider, Wäsche und aller- lei Gerumpel dürfen in ihnen nicht aufbewahrt werden. Auch sind in Räumen, in denen Eßwaren zubereitet und verkauft werden, Hunde und Katzen nicht zu dulden. Ausgenommen hiervon sind jedoch Räume von Gast- und Schankwirtschasten, die dem Verkehr des Publikums dienen. Zum Verkauf ge- stellte oder feilgehaltene Nahrungs« und Genußmittel sind bis zur Abgabe an das Publikum derart zu behandeln, daß sie vor gesundheitsschädlichen oder ekelerrcgcndenVerunreinigungen, namentlich durch Hunde und andere Tiere, bewahrt bleiben. Den mit der Zubereitung und dem Verkauf oder Feilhalten von Eßwaren beschäftigten Personen ist das Rauchen, Schnupfen und Tabakkauen bei ihrer Beschäftigung verboten: anch haben sie sich besonders reinlich zu hatten. Für ausreichende Wasch- gelcgenhcit und Handtücher hat der Geschäftsinhaber Sorge zu tragen. Das Betasten der zum Verkauf auLliegcndcn Nahrungs- und Genußmittel seitens der Käufer, das Drücken der Karpfen zur'Feststellung des Rogens und das Schuppen und Abhäuten von lebenden Fischen ist verboten. Beim Beginn der militärischen Scharfschiestübungcn lvarnt der Kommandant deö TruppenübungSlagerS Döberitz, Oberst von Bonin, vor dem unbefugten Betreten des Uebungs- platze». Die Hauptschießpcriode beginnt am 5. April. Da fast täglich scharf geschossen wird, ist der UebungSplatz. auch Sonntags, für jeden Verkehr gesperrt und darf nicht betreten werden, auch wenn die Schranken nicht geschlossen sein sollten Zur Verhütung von Unglücksfällen dürfen Zünder und Zünd ladungcn, einzelne Zündladungen oder blind gegangene Ge schösse unter keinen Umständen berührt werden, weil dies mit Lebensgefahr verbunden ist. Ein Nachgraben oder Freilegen von tiefer in die Erde ctngedrungcnen Geschossen ist streng verboten. Dabei ist es gleichgültig, ob das Geschoß Granate oder Schrapnell, ob es mit Zünder versehen ist oder nicht. Ter Finder hat zunächst nichts weiter zu tun, als den Fund bei der Kommandantur in der Kaserne des ArbeitSkommandos zu melden und die Fundstelle zu bezeichnen. Wiedergefundene Sprengstücke und Geschosse sind hier abzugeben und werden vergütet. Wer die bei den Hebungen verschossene Munition sich widerrechtlich aneignet, wird nach dem Strafgesetzbuch § 291 mit Gefängnis oiS zu einem Jahre bestraft. Geisteskranke als LeichcnhauSgehilfen sind in den Berliner städtischen Irrenanstalten noch immer gang und gäbe. Früher wurden hier Geisteskranke sogar zum Ansammelt- nähen der sezierten Leichsn, zum Verkleben der aufgesägren Hirn schale und zu ähnlichen mit der Sezierung verbundenen Ver richlungen, die in die Tätigkeit des ailgestellten LeichenhauSdienerS fallen, herangezogen. Dieler Unfug, von dem die Aerzte nvbediitgt Kenntnis haben mußten, scheint infolge öffentlicher Beschwerden aufgehört zu haben. Dagegen werden geisteskranke AnstaltS- patienteir immer noch benutzt, mit die Leichen zu waschen. DaS tun männliche Patienten auch bei weiblichen Leichen. Femer werden noch heute gebildetere Geistes kranke verwendet, um während der Ausnahme de-Z Scktion-Z befuildcs durch den Irrenarzt nach Diktat das Protokoll zu schreiben und hinterher das Gehirn für psychiatrische Zwecke abzuwiegen. Sie bleiben vielfach mit sezierten und unsezierten Leichen im Zimmer allein, was bei Geisteskranken, die Paralytiker oder Alkoholiker und oftmals speziell entartet sind, seine schweren Bedenken hat. Für die Tätigkeit dieser Kalefaktßren wird an sie eine Vergütung von mo- natlich 1 M. gezahlt, wofür natürlich eine angemessen su bezahlende Hilfskraft, die nicht auS dem Patientenmaterial entnommen wird, nicht zu haben ist. Die Verwendung von Geisteskranken im Leichen- hause sollte ganz eingestellt werden. Bei den Abonnenten des Scherlschcn„Praktische« Wegweisers" ist schweres Mißtrauen eingekehrt. DaS auf miserablem Papier gc- druckte, inhaltlich mit philosophierenden Platitüden und Inseraten überfüllte Wochenblatt würde wohl über sehr wenige Abonnenten ver- fügen, wenn nicht der von den smarten Scherischen Geschäftstechnikern erfundene„besondere Rat", der allwöchentlich mit 300 Märkern bc- lohnt wird, wie eine Glückslottcrie die Anziehungskraft wäre. An Scherl irgend einen„Rat aus dem praktischen Leben" einsenden und dafür die Anwartschaft auf eine hohe Geldprämie haben— daS „zieht". Im Laufe der Zeit müssen bei der Redaktion de»„Weg- lveiser" Berge von besonderen Ratschlägen eingelaufen sein, aber nur S2 Glückliche im Jahre gibt eS, Ivenn wirklich dos ver- sprochene Geld zur Auszahlung kommt. Da nun wiederholt Ratschläge als prämiiert veröffentlicht wurden, die nicht eine Spur von Be- sonderheit an sich hatten, hat sich der Abonnenten die Vermutung bemächtigt, daß die ganze Sache nicht in Ordnung geht, eine wirk- lich sachgemäße Prüfung nicht stattfindet und vielleicht viele Briefe mit Ratschlögen nngelesen in den großen Papierkorb wandern. In der neuesten Wochennummer sucht die Redaktion des„Wegweiser" diese Befürchtungen zu zerstreuen. Die einigermaßen Klugen sollten aber doch wiffen, daß der Scherlsche GcschäftStrick weiter nichts als eine höchst ungünstige, vom persönlichen Empfinden einiger Scherl- leutc abhängige Lotterie ist, aus der todsicher das Scherische Unter- nehmen und die Reichspostverwoltung einen erklecklichen Gewinn ziehen._ Der gefährdete Leichentransport. Ein aufregender Vorgang spielte sich am Freitagnachmittag auf dem schwarzen Wege zwischen Haselhorst und Nomiendamm ab. Als ein Kinderleichenwagen, in dem sich die Angehörigen und der Geist- liche befanden, nach dem ans dem Exerzierplatz belegenen Friedhof fuhr, kreuzte den Fahrweg ein Güterzug der SiemenS-Bahn, vor den eine Riesenlokomotive gespannt war. Die Pferde scheuten und machten auf der Stelle Kehrt, so daß der Wagen umzustürzen drohte. Der Pastor sprang auS dem Innern der Kutsche und wollte die unruhigen Tiere zum Stehen bringen, wurde von den Pferden jedoch nritgeschleift. Erst mehreren hinzueilenden Männern gelang eS, die Tiere zu bändigen und den Geistlichen, der einige Quetschwunden davongetragen hatte, zu befreien. Verschüttet wurde Freitag abend ein Knabe von 8 Jahren beim Spielen in den alten Schießständen in der Jungfernheide. Mit anderen Spiel- kameraden hatte der Knabe dort im Sande gebuddelt und ein tiefes Loch gegrabe». Der lose Sand gab schließlich, als ander« die Böschung betraten, nach und der unten stehende Knabe wurde ver- schüttet. Die Knaben liefen davon und ließen den Verschütteten zu- rück. Als die alarmierte Feuerwehr aus der Edinburger Straße er« schien, hatten Erwachsene aus der Transvaalstraße den Knaben schon befreit._ DaS Rauchen ans der Hochbahn gestattet. Durch Polizeiverordnung vom 28. d. M. ist das Ranchverbot ans der Hochbahn<8 2 der Polizciverordnung vom 28. Januar 1vl3> einstweilen außer Kraft gesetzt worden. Das Kgl. Polizeipräsidium teilt dazu mit: Die Fahrgäste der Pariser Untergrundbahnen sind an Umstcigeverkehr innerhalb de? Untergrundbahnnetze» gewöhn: und empfinden dieses nicht als Belästigung, da noch nicht die Hälfte der Fahrgäste ihr Ziel ohne Umsteigen erreicht. Anders in'Berlin, Die Fahrgäste der hiesigen Hoch- und Untergrundbabn empfinden das Umsteige» auf dem Gleisdreieck, da» ungefähr zwei bis drei Jabre daueni wird, als erhebliche Verkehrserschwernis und zeigen Neigung. auf andere Verkehrsmittel überzugehen. In gleicher Weise empsinden die Raucher das Rauchverbot auf der Hochbahn als eine Belästigung. Die Hochbahn hat nun, um den Wünschen ihrer Fahrgäste entgegen- zukommen, beim Polizeipräsidium den Antrag gestellt, da sie nicht in der Lage sei, den Umsteigevcrkehr auf dem Gleisdreieck zu bc- seitigcn, wenigstens lvicder das Rauchen zu gestatten. Die Aufsichtsbehörde beabsichtigt, diesem Antrage wenigstens für die Zeit zu entsprechen, während welcher der Umsteige- verkehr auf dem Gleisdreieck in der jetzigen provisorischen Form stattfindet. Der mit dem Zulassen von Rauchabteilen ver- bundenen Verkehrserschwernis soll' dadurch tunlichst entgegengewirkt lvcrden. daß diese Abteile stet? an einer bestimmten Stelle des Bahn- steiges halten, die durch Schilder kenntlich gemacht ist. Diese Begründung ist eine recht eigenartige. In Wirklichkeit wird die Aushebung des Rauchverbots als ein Sieg der Raucher empfunden werden, die den Rückgang des Verkehrs auf der Hoch- und Untergrundbahn auf das Rauchverbot zurückführten. Diejenigen Fahrgäste, die Nichtraucher sind, werden mit dieser Aenderung gar nicht zufrieden sein. Watt den can sin Uhl is, iS den annern sin Nachtigall!___ Ucber die südliche UmgehungSbahn, Michendorf(Wetzlarcr Balm)— Großbeeren—Uhrcnsdorf— Köpenick— Mahlsdorf(Ostbabn) berichtet die Zeitung des Vereins der Eisenbahnverwaltungcn: Tie neue Bahn mit ihren Verschiebebahnhöfen bei Michendorf und Mahlsdorf-Süd wird nicht allein den Südring entlasten, sondern auch zur Ivirtschaftlichen Erschließung von bisher abseits bestehen- der Bahnen liegenden Ortschaften im Süden Berlins beitragen. Zur Förderung dieses Zweckes ist die Anlage von Bahnhöfen bei Saarmund, Ahrensdorf, DiederSdoxf und Schöiicfcld geplant. Mit Rücksicht auf den starken und immer noch zunehmenden Landfuhr- werk- und Kraftwagenverkehr soll die K r e n z n n g v o n W e g c n' init der Bahir in Schienen höhe grundsätzlich vermieden werden, alle jetzt bestehenden Wege werden daher, � sofern sie nicht als Wege untergeordneter Bedeutung unterdrückt werden können, unter- oder überführt werden. Ties läßt sich bei der Dichtigkeit deS Wegenetzes um Berlin nur dadurch erreichen, daß die Bahn entweder auf Tämmcn oder in Einschnitten geführt wird. Tic letztere Bauart wird überall, Ivo es der Grundwasser- stand und die örtlichen Verhältnisse zulassen, zur Schonung des Landschaftsbtldes zur Anwendung kommen. Die Mittel find für einen Teil der südlichen Umach'ungsbahn bereits bewilligt. Sobald auch die noch fehlenden Betrage für die Reststrecke bereit- gestellt sind, wird mit dem Bau auf der ganzen Linie begonnen werden. Im Zoolpgischen Garten ist es gelungen, einige an der hollän- dischen Küste gefangene Trauerenten einzugewöhnen, so daß sie jetzt aus dem großen Teich an der Waldschcnkc wohl und munter ihr- Tauchkünste zeigen. Sie haben ihre» Namen von dem samt- schwarzen Gefieder des Männchens, von dem die rotgelbe Schnabel- firste mit dem Höcker am Grunde desto mehr absticht. Diese Meer- «fiten halten sich meist in Gefangenschaft schlecht: durch Garncctcn. füttcrung hat man ihnen aber hier über die KrisiS hinweggeholfen. Während sie sich ihrer sehr kurzen Beine wegen auf dem Lande nur schwerfällig bewegen, tauchen sie desto besser senkrecht im Hoch-- sprung in die Tiefe, um ihre meist tierische Nahrung zu suchen. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be- »ntzung für jedermann, SO., Adalbertstr. 41. Geöffnet werktäglich von 5H— 10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9—1 Uhr und 3—6 Uhr. In dem Lesesaal liegen zurzeit 617 Zeitungen und Zeitichriften jeder Art und Richtung aus. In Lebensgefahr schwebten am Sonnabendmittag zwei kleine Kinder bei einem Brande, der in Abwesenveit der Mutter in der Küche einer Wohnung in der Schönhauser Allee 104, ausgekommen war. Als die Gefahr bemerkt wurde, war die Küche schon ver- qualmt. Noch vor Ankunft der Feuerwehr drangen mehrere Personen m die B-hnung ein und holten die Kinder herauf. Die Feuerwehr löschte vre Flammen, die einen Reisekorb mit Inhalt u. a. erfaßt hatten. Gleichzettig wurde die Feuerwehr nach der Elbinger Str. 74 alarmiert, wo Fett in Brand geraten war und der Konditor W. Aßmann schmerzhafte Brandwunden durch Stichflammen im Geficht und an den Armen erlitten hatten, so daß der Verletzte ärzt- liche Behandlung in Anspruch nehmen mußte. Auf ärztliche An- ordnung mußte A. dann nach dem Krankcnhause am Friedrichshain geschafft werden. Zwei größere Kellerbrände brachen gestern nachmittag in der Krautstr. 62 und in der Potsdamer Str. 76 aus. An der ersten Stelle hatten die Flammen einen Posten Lederabfälle und an der zweiten ein Automobil erfaßt. Hier wie dort mußte längere Zeit Wasser gegeben werden, um die Gefahr zu beseitigen. Die Rauch- entwickelung war bei beiden Bränden so stark, daß bei den Lösch- arbeiten auch Rauchschutzapparate in Benutzung genommen werden mußten. Wer ist der Tote? Aus der Spree gelandet wurde gestern hinter dem Grundstück Mühlenstr. 68 die Leiche eines unbekannten Mannes, der seinem Aeußeren nach dem Arbeiterstande angehört zu haben scheint. Der Tote, der keinerlei Papiere zur Feststellung seiner Persönlichkeit bei sich hatte, ist ungefähr 40 bis 46 Jahre alt und 1,70 Meter groß, hat blonde? Haar, einen blonden Schnurrbart und ein rundes Gesicht und trug ein grünes Jackett, eine wollene Jacke, eine graue Weste, graue Hosen, graue Strümpfe, Zugstiefel und ein schwarzes Chemisett. Gefunden wurde auf dem Bahnhof Ober- Schöneweide eine Tasche mit Beitragsmarken. Der Verlierer kann diese in Empfang nehmen bei Luckow, Carmen-Shlva-Straße 29, III. Vorort- FfodmcKteu. Wilmersdorf-Haleusee. Max Richter P. Einer der bekanntesten Parteigenossen am Ort, der Maler Max Richter, ist am 26. März im Alter von 47 Jahren einem Lungenleiden erlegen. In Richter verkörperte sich das Prole- tarierschickfill: in der steten Sorge um das tägliche Brot angespannt, erlag er jener furchtbaren Krankheit, die namentlich im Malerberuf so viele Opfer fordert. In allem Elend wußte er sowohl in seiner Gewerkschaft wie in der Partei stets seinen Mann zu stellen; er war als Beisitzer zum Gewerbegericht tätig und fungierte bei der letzten Landtagsersatzwahl als Wahlmann. Sein Pflichteifer war mustergiltig; bis in die letzte Zeit feines Lebens beteiligte er sich an den Parteiarbeiten und noch in den letzten Wochen führte er wichtige schriftliche Arbeiten aus. Die Beerdigung des tapferen Mitstreiters, dem die Partei- genossen ein ehrendes Andenken bewahren werden, erfolgt heute Sonntagnachmittag S'/g Uhr. von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Berliner Straße aus. Es wird um rege Teil- nähme gebeten. Eharlottenburg. Der Wochenmarkt auf dem Wittcnbergplal, soll nach einem An- trage des Magistrats von Charlottenburg an die Stadtverordneten- Versammlung im Laufe des Jahres, spätestens aber mit dem 1. April 1914 aufgehoben werden. Der Wochenmarkt soll schon seit Jahren den Anwohnern des Wittenbergplatzes und der benach- barten Straßen Anlaß zu Klagen über Störungen und Belästigungen gegeben und besonders die Hauseigentümer durch Fortzug der steuer- kräftigsten Mieter schwer geschädigt haben. Die Aufhebung soll eine Nouregnlierung und schönere gärtnerische Ausgestaltung de? in erster Linie für Verkehrsinteressen bestimmten Platzes ermöglichen. Die Standinhaber sollen nach Möglichkeit auf anderen Wochenmärkten untergebracht worden, sofern sie es wünschen. Kaulsdorf. Zu einer heftigen Debatte kam eS in der letzten Gemeinde- Vertretersitzung, als beim Punkt: Voranschlag für das Rechnungsjahr 1913 über die Festsetzung der zur Erhebung kommenden Grundwert- steuer beraten werden sollte. Bisher wurde» 2,4°/� für bebaute und unbebaute Grundstücke gezahlt. Infolge des Schulneubaues, der Straßenpflasterungen und anderer gemeinnütziger Verbesserungen sind für das neue Rechnungsjahr 23000 M. mehr aufzubringen; diese Summe soll durch Erhöhung der Grundwertsteuer gedeckt iverden. Von den Bauern, die fast durchweg große Ländereien zu Spekulationszwecken liegen haben.wurde beantragt, 3,8 pro Mille, gleich- mäßig für bebauten und unbebauten Grundbesitz zu erheben. Die Vertreter der kleinen Hausbesitzer wiesen darauf' hin, daß in allen Landgemeinden um Berlin für den unbebauten Grundbesitz ein höherer, meist doppelter Steuersatz erhoben wird. Ein Schöffe von der Bauernpartei stellte es als Luxus hin, daß die Einwohner in punkto Schule und Straßenrcinigung Forderungen stellen, an die in Kaulsdorf vor 10 Jahren noch niemand gedacht habe. Nur die Leutenot habe die Bauern im Orte zur Aufgabe der Landwirtschaft gezwungen. Er sehne die Zeit wieder herbei, wo er mit dem Pflug das Land durchziehen könne, anstatt die anstrengende Arbeit des Kuponsschneider auszufürhen. Die letztere Aeußerung trug ihm die Zustimmung der gesamten bäuerlichen Vertreter ein. Unser Genosse Schmidt trat dem Herrn entgegen, er sagte unter anderem, daß die Bauern durch den städtischen Zuzug über- Haupt erst Terrain verkaufen konnten und daß durch weiteren AnS- bau der Hlemeindeeinrichtungen, zu deren Kosten ja alle Einwohner nach Maßgabe ihres Einkommens beitragen müssen, ihre Liegen- schasten ständig an Wert gewinnen. Auf das Klagegeschrei der Bauern, daß sie bei den schlechten Zeiten Terrain Verkäufe nicht mehr abschließen können, sondern die Maklerfirmen nur noch Kom- missionsgeschäfte macheu, erwiderte er, daß sie, um die doppelte Umsatzsteuer zu ersparen, die Geschäfte jetzt in dieser Form erledigen. Den Antrag eines Vertreters, die Grundwcrtsteuer für bebaute Grundstücke auf 3, für unbebaute auf 4,6 pro Mille zu normieren, erklärte der Gemeindevorsteher für nicht zulässig, da das Ortsstatul. welches 2.4 vorschreibt, sowie ein früherer in geheimer Sitzung gefaßter Beschluß dem entgegenstehen. Die zahlreich versammelten Zuhörer waren allerdings der Meinung, daß das Fehlen dreier bäuerlicher Vertreter zu solcher Mißachtung der Geschäftsordnung treibe. Der Antrag des Gemeindevorstehers, 3,8 pro Mille gleich- mäßig zu erheben, wurde mit 7 gegen 6 Stiinmen abgelehnt und der Antra" der Mitte der Vertretung 3 pro Mille resp. 4.6 pro Mille kam trotz wiederholten Prorestes nicht zur Abstimmung. AIS der Ge- meindevorstcher in der Beratung fortfahren wollte, empfahl sich die Majorität ostentativ und führte infolgedessen Beschluß- Unfähigkeit herbei. Hier zeigt es sich wieder einnial, wie die Bauernpartei vorgeht, wenn es sich darum handelt, für das Wohl der Gemeinde etwas von den Gewinnen zu opfern, die ihnen ohne Verdienst in den«choß gefallen find. Die bäuerische Bevölkerung ist im Orte in der Minderheit, hat aber im Dorfparlament mit 9 Vertretern die Majorität. Hier beißt es Bresche schlagen. Die dritte sowohl als auch die zweite Klasse kann den Bauen: entrissen werden, nur in der ersten können sie auf Grund ihres Besitzes do- ininieren.— Aus dem Gemeindevoranschlage ist von Interesse der Titel Schulverwaltung. Einer Einnahme von 4280 M. steht eine Ausgabe von 46 968,03 M. gegenüber, wovon 24 634,80 M. allein für Besoldung des Lehrkörpers bestimmt find. Auf Veranlassung unseres Vertreters wurden zur etwaigen Unterstützung�armer Kinder 400 M. eingestellt. Ebenso verwendete sich Genosse Schmidt dafür, daß die Löhne der Gcmeindearbeiter in diesem Jahre aufgebessert werden. Teutsch-Wusterhauscn. Bei der stattgcfundencn Gemeindevertreterwahl behauvteten unsere Genossen das Mandat in der III. Klaffe. Die schwache Wahlbeteiligung zeigt jedoch, daß es später einer intensiven Aufrüttelung der Wähler bedarf. Haben doch von 93 eingeschriebenen Wählern nur 19 ihr Wahlrecht ausgeübt. Dagegen erschienen in der II. u«d I. Klasse alle eingeschriebenen Wähler zur Wahl. Tempelhof Mariendorf. Die zweite Abteilung der Freien Turnerschast Tempelhof-Marien- dorf verlegt ihr Turnlolal vom„Feldschlößchen', Kurfürstenstr. 44, nach„Laars Gesellschaftshaus". Das Eröffnungsturncn findet am 4. April statt. Am 19. April wird das Stiftungsfest der Damen« abteilung de» Vereins daselbst abgehalten. Reinickendorf. Tic Fortsetzung der Etatsdebatte wurde eingeleitet mit einem Expose des Bürgermeisters über eine am vorausgegangenen Tage stattgcfundcnc Sitzung der Finanzkommission. Notwendig gewor- den war diese durch eine Verfügung des Landrats, die in dem mühsam aufgebauten Etatsgcbäude ein gewaltiges Loch gerissen hatte. Der Gcmcindevorsiand hatte beim Landrat beantragt, der Gemeinde zugestatten, die erforderlichen Mittel zur Deckung von Zinsen und Tilgungsbeträgen für eine Anleihe durch eine neue Anleihe zu beschaffen. Die Anleihe wurde seinerzeit aufgenom- men zur Anlegung von Straßen auf einem Teil des nöch unbc- bauten Gemeindetcrrains. Dieses Ansinnen hatte der Landrat abgelehnt und die Finanzkommission vor ein Defizit von 40 000 Mark gestellt. Um dieses zu decken, schlug nun die Finanzkom- Mission vor, die Grundwertiteucr zu erhöhen, und Zwar für den bebauten Besitz um Promille und für den unbebauten um 1 Pro- mille. Der dann noch verbleibende Rest von 10 000 M. soll Deckung finden durch Entnahme aus dem„Straßcnbaufonds". Um diesen Teil der Beute so schnell als möglich zu sichern, wurde er sofort als erste Position im ersten Etat, dem der..Amt s- und Gemeindeverwaltung" untergebracht. Dieser er- fordert bei einer Einnahme von 97 600(im Vorjahre 86 560) Mark und einer Ausgabe von 461 760(440 660) Mark einen Zuschuß von 364 100 l364 000> Mark. Beim Titel„Feuerlöschwesen" brachte Ge- nasse H ö p s n c r Mängel im Feucrmeldewesen tind in der Für- sorge für im Feuerlöschdienst verunglückte Feuerwehrleute zur Sprache. Beschlossen wurde, die Feuerwehrleute neben der bestehen- den Versicherimg noch zu versichern gegen Verluste am ArbeitSver- dienst, der ihnen entsteht aus Erkrankungen im Fcuerlöschdienst. Der Etat der Grunderwerbsfonds" schließt in der„ordentlichen" Verwaltung mit einem Zuschuß von 116 700(31 600) Mark bei einer Einnahme von 226 600 1198 800) Mark und einer Ausgabe von 342 200(230 300) Mark. Die Einnahme besteht in der Haupt- fache aus dem Ertrag einer von der„außerordentlichen Vermal- tuna" aufzunehmenden Anleihe in Höbe von 200 000 M., womit dieser Etat in Einnahme und Ausgabe balanciert. 197 749,40 (171 610,06) Mark fließen davon als Einnahme in die„ordentliche" l5!c!) Verwaltung, so daß dieser Etat über eine Eigcncinnohme von nur 27 750,60 M. verfügt, während 116 700 M. noch au» laufen- den Mitteln zu decken sind. Eine lebhaftere Debatte entspann sich beim Etat der„Volksschulen". Hierzu lagen Anträge vor von den Rektoren, die forderten, daß ihnen der Wert ihrer Dienst- Wohnung inkl. der Heizung mit nur 860 M. Idem Betrage ihrer Mietsentschädigung) in Anrechnung gebracht werde, während ihr Gehalt jetzt noch um den Wert der Heizung(110 M.) gekürzt wird. Der Antrag wurde abgelehnt, ebenso der Antrag der„Lebrer für die Hilfsklassen", ihre Pslichtstundenzahl herabzusetzen. Sodann kehrte wieder der Antrag der Lehrer auf Erhöhung der Ortszulagen von 600 auf 900 M. Der Gemeindevorstand hatte vorgeschlagen, bierfür 16 000 M. in den Etat einzusetzen. Es wäre dadurch mög- lich gewesen, die Ortszulage auf 760 M. zu erhöhen. Tie Finanz- kommisfion hatte aber beschlossen, die 16 000 M. wieder zu streichen. Schon bei der Genera'debatlc hatten unsere Genossen die Unter- stiitzung der Anträge der Lehrer angekündigt. Es entspann sich daher bei dieser Position eine lebhaste Debatte, in der Herr Reichhelm zugeben mußte, daß sich das Angebot von Lehrpersoncn qualitativ verschlechtert habe; eine Befürchtung, der Genosse Schön- berg in der Generaldebatte bereits Ausdruck verliehen hatte. Herr Rcinickc beantragte Bewilligung der Forderungen, aber gleich- zeitigen Beschluß auf Erhöhung des Kommunalzuschlages um 10 Proz. Der Antrag wurde abgelehnt. Der Bürgermeister er- mahnte die Gemeindevertretung, für die Volksschule keine erhöhten Beträge auszuwenden, denn solange die Gemeinden unter den schwersten Opfern immer wieder versuchen, den Anforderungen gerecht zu werden, sei keine anderweitige Verteilung der Schullasten zu erhoffen. Angestrebt werden müsse ein größerer Schullastcn- beitrug von der Regierung und schleunigster Ausbau des Zweck- Verbandes Groß-Berlin. Sdn Aufgabenkreis müsse erweitert wer- den; hinzutreten müsse die Uebernalstne der Kosten für das Schul- und Armenwcsen. Genosse Schönberg verurteilte es, daß aus diesem Grunde berechtigte Forderungen nicht erfüllt werden sollen. Der Nachweis, daß� gegenüber den reicheren Gemeinden die ärmeren Gemeinden für Schulzwecke auf den Kopf der Bevölkerung be- rechnet, vielfach da» drei- bis vierfache aufwenden müssen, und die Tatsache, daß in vielen Fällen 200 Proz. der Zuschläge zum siaat- lichen Einkommensteuersoll für Schulzweckc erforderlich wären, während bessergestellte Gemeinden oft nicht die Hälfte de» lOOpro- zentigen Steucrsolls hierfür zu verwenden brauchen, wirke schon aufreizend genug und sei der Regierung im übrigen auch bekannt. Jedoch die Angst vorm abermaligen Defizit war größer als alle guten Gründe. Daß bei dieser Katerstimmung und dem schon hin- reichend bekannten„warmen Interesse" an der Volksschule für unsere vielen Anträge und Verbesserungsvorschläge keine Unter- stützung zu finden war, braucht kaum erwähnt werden. Der Etat schließt in Einnahme mit 91700 177 600> Mark und in Ausgabe mit 607 600 1.679 000) Mark, erfordert mithin einen Zuschuß von 516 800(601 400) Mark. Das„Realgymnasium" bringt eine Ein- nabmc von 87 001» 152 900) Mark und eine Ausgabe von 152 000 1142 000) Mark, erfordert also einen Zuschuß van 86 000 189100) Mark. Tic bürgerlichen Herren hatten begrcislickerwcisc nichts an ihrer„Standcsschule" auszusetzen. Es ist für alles aufs Helte gesorgt. Genosse Schönberg bemängelt es, daß alle Beträge, hier sowohl als auch bei der„Höheren Mädchenschule", die für die Pen- sions- und Reliktenvcrsorgung vorgesehen waren, gestrichen worden sind. Das sei wieder ein Musterbeispiel schlechter Finanzgebarung; Schonung der Gegenwart und Belastung der Zukunft. Die..höhere Mädchenschule" erfordert einen Zuschuß von 7100 M. bei 18 800 M. Ausgabe und 11 700 M. Einnahme. Die Anstalt erscheint in diesem Jabrc zum ersten Male als Gcmcindccinrichtung. Ebenso die „Pslichtsortbildungsschulc", die in diesen Tagen eröffnet wird. Sic erfordert einen Zuschuß von 2800 M. bei einer Einnahme von 6776 M. l davon.6200 M. Schulgelder), einer Ausgabe von 8576 M. Tie gesamten Aufwendungen für Schulzweckc bclaufcu sich auf 610 700 M. Diesen Betrag durch Zuschläge zur Einkommensteuer aufzubringen, würde einen Kommunalzuschlag von 213,10 Proz. erforderlich machen. Die Auswendungen der Gemeinde betragen auf den Kopf des Schüler» bei der„Höheren Mädchenschule" infolge Fehlens eines eigenen Schulgcbäudcs, zurzeit nur erst etwa 80 M., beim Ghmnasium aber 180 M., dagegen bei der Bolksschule nur 93 M., bei der Pflichtfortbildungsschule gar nur 12,40 M. Es ist zu bemerken, daß die Schulpflicht der Fortbildungsschülcr etwa im selben Lebensalter schließt, wie die des Gymnasiasten. Während aber die Gemeinde für die Ausbildung der Söhne der besitzenden Klassen im 14. bis 17. Lebensjahre immer noch durchschnittlich 180 SR. im Jahre aufwendet,„verschwendet" sie für die jugendlichen Arbeiter im gleichen Lebensalter.ganze 1|,40 M. pro Jahr. AnH «in deutlicher' Beitrag zur Jugendpflege. Die letzte Sitzung der Unterkommission nahm zunächst dm Jahresbericht entgegen. Aus dem Bericht ist besonders zu erwähnen), daß die Krankenkasscndelegierten-Ersatzwahlen bei guter Beteiligung von statten gingen. Die Liste der freien Gewerkschaften wurde ein- stimmig gewählt. Dies trifft auch auf die stattgefundene Wahl von Arbeitnehmer-Beisitzern zum Gewerbegericht zu. Leider war die Teil- „ahme bei dieser Wahl trotz guter agitatorischer Vorarbeiten infolge der viele» Betriebe sehr mäßig. Die Versammlungen am 1. Mai waren sehr gut besucht. Um die Forderungen des Friseurgehilsen-Verbandes zur Anerkennung zu bringen, fanden unter Hinzuziehung der ort- lichen Wahlvereinsvorstände in Ost und West 2 Sitzungen statt, i». welcher 4 Meister die Forderungen der Organisation bewilligten. Auch bei der Wahl zur Privatbeamtenversicherung wirkte die Unter- kommisfion nach bester Möglichkeit mit. Al» Obmann wiederge- wählt wurde Genosse Karl Randel, Reinickendorf-West, Birken» straße 6611: als Schriftführer fungiert Genosse Karl Metzold, Reinickendorf-Ost, Wilkestr. 62 H, und als Kassierer Genosse Wilhelm Neumann, Reinickendorf-Ost, Residcnzstr. 66. Zurzeit setzt sich die Uuterkommission aus 16 Delegierten der verschiedenen Gewerkschaften zusammen. Potsdam. Ucber einen recht eigenartigen Borgang, der sich am dritten Oster» feiertag. nachmittags, im Lustgarten abgespielt, wird uns von einem Leser unsere» Blatles folgendes berichtet: Unter einer Anzahl Zu- schguer erregte es am dritten Feiertag Aufsehen, wie im Lustgarten eine kleine Anzahl Soldaten Uebungen machen mußten. Nach längerem Hin- und Herrennen der Uebenden wurde ein Mann von einem Unteroffizier in die von Bäumen bewachsene Gegend kom- mandiert, wo derselbe in schnellem Tempo auf und ab laufen und dabei mehrmals auf die Erde falle» und hinknien mußte. Als eine Anzahl Passanten näher heranzukommen suchten, befahl ein junger Leutnant kräxi an den Eingängen zum Lustgarten postierenden Sol» baten, leinen Menschen mehr nach sowie aus dem Garten zu lassen. Hierauf wurde ein Schutzmann herbeigeholt, der den Auftrag er- hielt, den Garten zu säubern. Mehrere fremde Herren äußerten sich über die Art, wie der Soldat exerzieren mutzte, in äußerst ab- fälliger Weise. Potsdam-Rowawes. Ihre Generalversammlung hält heute. Sonntag, nachmittags 1 Uhr. die Konsumgenossenschaft„Hoffnung" sür Potsdam und Um» gegend im.Friedrichsgarten" in Potsdam ab. Näheres im Inserat in der heutigen Nummer. Sitzungstagc von Stadt- und Gemeindevertretungen. Wilmcrsdorf.Halcnsec. Mittwoch, den 2. April, nachmittags 6 Uhr. in der Aula der Biktoria-Luisenschulc. Uhlandstraßc. Tagesordnung u. a.: Krematorium. Säuglingsheim. Jublläumsspendc. Schöneberg. Montag, den 31. März, abends 7 Uhr, im Rathaus. Weiliensee. Montag, den 31. März, nachmittags 5 Uhr, im �itzungS- saalc des RathauieS, ZUbertincnltr. 6. Diese Sitzungen find öffentlich. Jeder Semeindcangchirige ist berechtigt. ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Arbeitcr-Somariterbund, Kreis Brandenburg. Lehrabend haben in dieser Woche: Berlin. Am Montag findet für die Berliner Kolonne bei Dase, Brunncnstraße 154. abends 8 Uhr. ein Expcrimcntawortrag des Herrn Direktor Morgenstern mit Sauerstoff statt. Lichtenberg. Am Donnerstag bei Pickenhagen, Scharnweber. straße 60, abends 81/, Uhr. Neukölln. Am Freitag in der Jdealpassagc, Deichfelstraße 8, abend» 8'/, Uhr. Spandau. Am Mittwoch bei Pcczlle», Pichelsdorf« Straße 5, abends 81/a Uhr. Wilhelmsruh. Am Montag bei Bienwald, Reinickendorf-Ost, Provinzftratze 92, abends 8 Ubr. Schöncwcide. Am Montag bei Schulz, SiemenSstr. 12, abend» 81/, Uhr. NowaweS. Am Dienstag m d« FortbUdmigSfchuIe, abends 8 Uhr. Friedrich Shage». Am Donnerstag, Friedrichfttaßc 60, 2. Hof, abends 8 Ubr.., �, Berlin. Heute SondcrkursuS bei Schulz, KömgSgraben 2, von 3 bis 5 Uhr nachmittags.______ Jugendveranstaltunge». Schöncberg. Heute Sonntag, den 30. März, mittags ,/,2 Uhr, Besichtigung des Reichstages. Treffpunlt'/,! Uhr Kaifer-Wilhclm-Platz. Allgemeine Familieutterbckassc. Heute Zahl- � und Aufnahmetaz von 3—6 Uhr im Restaurant Ackerstr. 122 und Buckower Str. 14. Marktpretfe von Berlin am 28. März 1913, nach Crmiltewngcn de? königl. PolizeipräfidiumZ. 100 Kilogramm Weizen, gute Sorte 19,68 bis 19,80. mittel 19,44— 19,56, geringe 19,20—19,32. Roggen, gute Sorte 16,13—16.15, mittel 16.09—16,11, geringe 16,05—16.07(ab Bahn). Futter- gerste, gute Sorte 16,20—16,80, mittel 15,60—16,10, geringe 15,00—15,50. Hafer, gute Sorte 17,40—19,70, mittel 16,30—17,30(frei Wagen und ab Bahn). Mais Imircd), gute Sorte 14,45— 14,80. Marlthallenpreife. 100 Kilogr. Erbjen, gelbe, zum Kochen 30,00— 50,00. Svcijebobncn, weiße 35,00—60,00. Linsen 35,00— 60,00. Kartossein(Kleinhdt.) 5,00— 10,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleisch, Bauchfleilch 1,30—1,80. Schweinefleisch 1,60—2,00. Kalbfleisch 1,40— 2,40. Hammelfleisch 1,50— 2,40. Butter 2,40—3,00. 60 Stück Eier 3,40— 5,40. 1 KUogramm Karpfen 1,20—2,40, Aale 1,60— 3,20. Zander 1.40—3,60. Hechte 1.60—2,80. Barsche 1,20—2,40. Schleie 1,60—3,30, Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 3,75—24,00. SSasserstandS-Nachrichten der LandeSanilatt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Selterburcait. Wasserstand Saale, Grochlitz Havel, Spandaus . Rathenow') Spree, Spremb«g') BeeSlow Weser, Münden Minden Rhein, MaximilianSau Kaub Köln Neckar, Heilbronn Main. Hanau Mosel. Tri« am 1 fett 28. 3.! 27. 3. 174 68 125 98 95 214 322 468 :)01 341 147 193 145 ein1) -16 -r8 +3 -12 +3 —3 +5 -18 —»«3 —7 —16 +7 -13 ')+ bedeutet Wuchs,- Fall.- 1 Unterpegcl. «itterungSSberficht vom HO. März 1913. Ctaliimen -£ So if i Vetter läK -e«. all i* Mi Swinemde. 7S6OSO 5 heiter i 8 Hamburg 762 OSO 4 bedeckt.8 Berlin 763 S 3 bedeckt 6 Franks. a.M 757 NO I t bedeckt 9 München 758 SO 3 wolkig i 5 Wien 764 SSO 2hctter � 6 Gtatwnen SS ~ E C o B=i ä 5 g| Vetter X Havaranda 772s SW Petersburg 780;ks Jotmärts" ferlinrr lolteWolt,>-»»•*« Total- Ausverkauf und Vollständige Geschäfts-Auflösung Die RteseolHger in wegen Todesfalles Damen- u. Kinder-Konfektion, Kleiderstoffen, Seidenstoffen, Waschstoffen, Herren-, Damen- u. Kinder-Wäsche, Wäschestoffen aller Art, Trikotagen, Gardinen, Teppichen etC. müssen schleunigst geräumt werden. der AUSVERKAUF beginnt am Montag, den 31. März, früh 9 Uhr. V/orh'fl MfQTPifpn' von® � un� � �® �"ir VerKaUTSZeiXen. 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