Kr. 80. Bbennements-Bedingungen: Abonnements- Preis prSnumerando: »ierteljährl. 3.S0 Mk, monatt UV Mt. tvöchentlick 28 ¥ffl. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. SonntaaS. Nummer mit Ulufirierter Sonntags- Weilage»Die Neue Welt" ZV Pfo. Po'l- «bonneinenl: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post, Zeitung?, Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich» Ungarn ZM Marl, für das übrige Ausland 4 Marl pro Monat. Postabonnements nehmen am Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Numänien, Schweden und die Schweiz. 30. Jahrg. Crichcint täglich. Verlinev DolliSblnkk. Die Insertion!-Ledahr beträgt für die sechSgespaltene Kolonel- geile oder deren Raum 80 Psg„ für politische und gewerlschaftliche BereinS- und PersammlungS-Anzeigen l!v Pfg. „Aleine ilnreigen", das settgedruiktc Wort 20 Pig,(zuläsfig Lsetlgedruilte Worte), jedes weitere Wort>0 Pjg. Stellengesuche und Schlafstellciuu-- zeigen das erste Wort 10 Pfg,, jedes weitere Worts Pfg. Worte über 15 Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer Ulüssen bis B Uhr nachmittags in der Erpcditicm abgegeben werden. Die Exvcdition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm- Adresse: „SoziäMemolint Berlin". Zcntralorgan der rozialdcmokratifchcn Partei Deiitfcblands. Rcdahtion: 850. 68, Ltndcnstrasec 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Ponntag, den 6. April 1913. Expedition: 85ll. 68, Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Heraus zum Protest! In 61 Massenversammlungen wird heute das Proletariat Berlins und der Vororte gegen die Wehrvorlage protestieren, dies ungeheuerliche Attentat des Kasernengeistes gegen die kargen Reste deutscher Kultur. Das Abenteuer des jüngsten Zeppelin hat grell hinein- geleuchtet in die gewitterschwangere Atmosphäre, die auf Europa lastet. Seit vielen Jahrzehnten rüstet Euopa, rüstet Deutschland, angeblich, um—„den Frieden zu sichern". Zahllose Milliarden sind vergeudet, unerträgliche Lasten den darbenden Volksmafsen auferlegt worden. Und der Erfolg? Mißtrauen und Eifersucht sind größer denn je, und der kleinste Funken kann die furchtbar geladene Mine zur Explosion dringen! Nur Vertrauen kann das Misttrauen zerstreuen, nur Ab- rüstung den Rüstungswahnsinn bannen! Jeder Staat muß sein Entgegenkommen zeigen. Was aber tut die deutsche Regie- rung? Sie bringt innerhalb dreier Jahre die dritte Viistnngsvorlage! Jni Jahre 1911 schuf Deutschland das neue Ouiquennats- gesetz, aber bereits 191L forderte es abernials 650 Millionen für Heer und Marine und 1913 wird uns gar die Be- willigung «euer 1399 Millionen zugemutet! Kein Wunder, daß da Erregung die Völker durch- gittert und der Hader zwischen den Nationen immer leidenschaftlicher entbrennt.. Verachtet sind alle Lehren der Nächstenliebe, die einst der Nazarener predigte, dessen moderne Jünger längst ge- schineidige Diener des Klassenstaates geworden sind. Vom Kommißstiefel niedergetram pe>lt ist längst die Geistessaat der Dichter und Denker der grasten Vergangenheit, die sich als Weltbürger, als Glieder einer KulturgcmcinschasD der Menschheit betrachteten. Im stupid-brutalen Ringen uni die gefüllte Futterkrippe der Kapitalisten, um die hohle soldatische Gloire sollen alle sittlichen Ideale, alle gei st igen Kulturgüter der Menschheit nied'er- gestampft werden! Aber wenn das Bürgertum versagt, das Proletariat ist auf der Wacht. Es hält das bürgerliche Kulturerbe heiliger, als die entartete Nachkommenschaft des Bürgertums. Die Arbeiterklasse führt den nachdrücklichsten Kampf gegen die «euesten Exzesse des Rüstungs- Wahnsinns! Die Arbeiterklasse fühlt sich auch dadurch nicht bedrückt, daß sie immer mehr die e i n z i g e P a r t e i ist, die den Kampf gegen Militarismus und Imperialismus durchficht. Im Gegenteil, gerade dadurch, daß die Bourgeoisie ihre che- maligen Prinzipien und Ideale immer skrupelloser aus nackter Gewinnsucht preisgibt, wird die Sozialdemokratie zur Zu- fluchtsstätte aller ideal Gerichteten und ehrlich Vorwärts- strebenden. Die Beutcpolitikcr aus allen Lagcni ballen sich zusammen zu der einen reaktionären Masse; aber auch die Sozialdemokratie wächst gewaltig an zur nniversalen Kultnrpartei, zum täglich stärkeren Hort alles Frciheits- und Mensch- Uchkeitssehnens! Zwei Lager heute zerklüften die Welt Und ein Hüben, ein Trüben nur gilt! Trotzigen Mutes und voller Zuversicht sagt das Proletariat dem militärtollen Bürgertum den Kampf an, auch wenn es weiß, daß es im Augenblick den chauvinistischen Koller nur zu dämpfen, nicht zu e r st i ck e n vermag. Darum auf zum Kampf gegen die Unkultur! Auf gegen die Voflereitung zum Völkermord! Auf zum teenbesneb der?ro(estuersamralungen! fln die Hrbeit, es wird Zeit! In einem Monat werden die Urwahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus vollzogen, wer- den die Wahlmänner mündlich und öffentlich„gewählt"! Und zwei Wochen später werden die Wahlmänner wieder mit lauter vernehmlicher Stimme den Abgeordneten zu ernennen haben. Hat man es in den Politischen Kämpfen der Jetztzeit irgendwo erlebt, daß einen knappen Monat vor allgemeinen Neuwahlen noch kaum eine Spur von einen: Wahlkamps, von einer Wahlagitation zu entdecken ist? Käme es nur fiuf die preußischen Landtagswahlen an— still und unbewegt läge das Meer des politischen Lebens in diesem Lande Wirt- schastlichen Hochstandes und politischen Elends da und nur ein leichtes Gekräusel zeigte sich auf seiner Oberfläche, an- geregt von dem Zephyrhauch der Kandidatenaufstellungen. Nichts von jenem Elan, mit dem sich die Flutwelle allge- meiner Wahlen sonst/über Stadt und Land hinwälzt, bis in die kleinsten hinterweltlerischen Dörfer dringend und bis nach Mohrungen-Preußisch-Holland und nach Aachen-Düren poli- tische Erregung, politisches Denken tragend. Gäbe es keine anderen Wahlen als die unterm Drei- klassenwahlrecht und trügen die Herrschenden nicht immer sonst genug neue Erregung ins Volk, das sie ausbeuten, knebeln, schmähen, verfolgen— wahrlich, Preußen gliche noch mehr einer großen Kaserne, in der die Amtsvorsteher und Wachtmeister mit der Klopfpeitsche jener„alten Leute" und Stubenältesten ihr Erziehungswerk zum Kadavergehorsam vollbringen; gäbe es daneben nicht noch das Neichstagswahl- recht— wir wären nicht mehr weit entfernt von dem Heine- schen Nationalzuchthaus und der gemeinsamen Peitsche als der deutschen Einheit nach echtem Junkcrhcrzen. Gern prunkt die preußische Staatsverwaltung mit ihren Hunderttauscnden Beamten und Arbeitern, denen es so Herr- lich geht und für die man gar nicht genug Wohlleben— in Worten äußern kann. Aber die Wahlen werden diese Hun- derttausende wieder lehren, daß sie nicht nur ihre Arbeits- kraft und ihre Berufstreue dem Staat, sondern auch ihren Geist und ihr Herz ihren Vorgesetzten knirschend gpfern müssen — jenen Vorgesetzten, über die in letzter Instanz die den Junkern genehmen obersten Sachwalter der Interessen des Junkerstaates, die Minister gesetzt sind, für die ein Zornes- wort des Herrn von Pappenheim im Dreiklassenhaus das Ende ihres Glanzes und ihrer Macht zu bedeuten Pflegt. In vier Wochen heißt es fiir die Staatsangestellten an den Wahltisch zu treten, nicht als freie Bürger, als Angehörige eines freien Volkes, sondern als kommandierte Organe des herrschenden Systems, das sie nicht nur benutzt," um seine Eisenbahnen in Gang, seine Sicherheit aufrecht, seine Ver- waltung in ungestörter Funktion zu erhalten, sondern das von ihnen auch die Lieferung eines den Junkern und Groß- kapitalisten willfährigen, zum Vollzug ihres Willens bereiten Landtags fordert. Und auf Hunderttausenden anderer, denen der Staat nicht einmal als„Arbeitgeber", sondern stets nur als der Fordernde gegenübertritt, lastet der lähmende Druck der Landratsherrschaft, des Agrarier- und Fabrikantenregiments, der ihnen verwehrt, ihr bescheidenes Teil zur Wahl von Abgeordneten, die ihr Vertrauen haben, beizutragen. Knir- schend— aber gehorsam müssen unzählige Landarbeiter ihren Gutsinspektor, ihren Vogt zum Wahlmann wählen, damit er dann wieder dem Agrarier in den Landtag verhilft, auf daß dem guten, treuen, braven Landarbeiter das Halseisen der Gesindeordnung noch enger geschnürt und mit der Fessel des Kontraktbruchgesetzes der Widerstand gegen die patri- archalisch-absolutistisckje Arbeitsordnung ostelbischer Güter ge- brachen wird. Der Lehrer muß den Schulfeind, der Frei- denkende den Pfaffen, der unter hartem Kommiß und unter der Schande des Disziplinarunrechts seufzende Unterbeamte seinen Quälgeist wählen— das wird Preußens innerlich so wahre Jahrhundertseier sein! Als würdigste und kürzeste Ausdrucksform preußischer Kulturhöhe werden wieder die Erzellenzen der Wilhelmstraße und des Leipziger Platzes mit ihren Portiers an den Wahl- tisch treten, während der dicke Schlächtermeister und vielleicht auch manch potenter Grundstückschieber als Wähler erster Klasse das dreifache Gewicht in die Wagsckiale werfen wird — suum cuique ist ja Preußens Wahl- und Wappenspruch. Wird so der Wille des Volkes in den meisten Wahlkreisen von vornherein zur Karikatur verdreht, so erwächst dafür freilich umgekehrt den Arbeiterbezirken der Städte und der Großindustrie um so mehr die Pflicht, das äußerste an Energie aufzubieten, um die politische Urkunden- fälschung durch das Dreiklas/fen Wahlrecht� nach Möglichkeit wettzumachen und der dringendsten Not- wendigkeit deutschen innerstaatlichen Lebens, der E r k am p- f u n g des freien Wahlrechts die beste Vorarbeit zu leisten durch Entsendung möglichst vieler entschlossener Feinde der Treiklassenschandc in seine Zwingburg.„Das ist niein Wille!" wird das arbeitende Preußen in vier Wochen so laut wie möglich den Privilegicnrittern zuzuschreicn haben. Wenn man noch vor nicht allzu langer Zeit, wenn man noch bei den letzten Reichstagswahlen in der Fortschritt- lichen Volkspartei einen entschlossenen Willen zum Kampf gegen die preußische Reaktion wähnen durfte, so ist dieser Glaube durch die Herren Linksliberalen seither nicht gestärkt worden. Ist schon der etwas komisch anmutende Hurrapatriotismus, mit dem die Herren Cassel, Mugdan und Konsorten die„Umwertung" der Erinnerung an die toten Freiheitskämpfer von 1813 für die lebenden Nutznießer der Nichterfüllung der feierlichen Nefonnversprechungen aus der Zeit von Deutschlands tiefster nationaler Not dienernd und kirchengängerisch mitmachen, ein trauriges Zeichen liberalen Verfalls, so füllt das Wahlbündnis der Fort- schrittler mit den Nationalliberalen noch viel schwerer ins Gewicht. Mehr noch als in der Neichspolitik haben sich die Nationalliberalen im Preußenparlament längst zur Staffage der schwarzblauen Machenschaften herunterentwickelt. Gedeckt durch den Wall des Dreiklassenwahlrechls, das dem größeren Geldsack die größere politische Macht sichert, sind die preußischen'Nationalliberalen längst zur wahren „Mittclpartei" geworden, die den Ausgleich zwischen der Rechten und der Linken durch treue Unterordnung unter die Politik jener famosen Fraktion ohne Partei, der f r e i k 0 n- s e r v a t i v e n Zedlitzscher und Kardorffscher Faktur zu er- reichen streben. Scharfmacherisch gegen die Arbeiter, haka- tistisch gegen Polen und Dänen, Meister in der Demut vor der Junkerrcgierung, in der Verlstnimelung der Hohenzollern und der junkerlichen Staatskunst, die das Bürgertum mit höfischen Gnadenbrocken über den Mangel an Rechten hin- wegzutäuschen versteht— so sind die preußischen Natiotral- liberalen längst würdig geworden, sich mit den Freikonscr- vativen zu verschmelzen, denen längst das Herz und die Sub- sidien der heimlichen Führer der Nationalliberalen, der rheinischen Jndustriekönige gehören. Wohl wollen auch sie eine Aenderung des Sckxmdwahlrechts— aber nur, indem sie durch die Beseitigung der Drittelung in den Urwahlbezirken auch die letzte Möglichkeit einer Vertretung her industriellen Arbeiterschaft im Dreiklassenhaus beseitigen und die' Klassen- gliederung durch ein Mehrstimmcnwahlrecht der größeren Geldsäcke„reformieren" wollen. Diese liberalverlarvten Zedlitzianer zu stärken ist nun das Sehnsuchtsziel der Fortschrittler geworden, stimmen sie doch auch in der Gegnerschaft gegen jede das Kapital und die großen Einkommen schärfer erfassende Steuerreform mit ihnen überein! Nun denn— mögen diese Fortschrittlcr sich ihre Mandate in den ländlichen Kreisen holen, wy bürgerlicher Oppositionsgeist in der Wahl natioualliberaler Kandidaten schon eine rühmliche Tat erblickt, in den Städten und groß- industriellen Gebieten, wo die erwerbstätigen Massen unter dem vereinten Druck wirtschaftlicher Ausbeutung und politi- scher Unterdrückung seufzen, wo der Freisinn überdies in kommunalpolitischer Reaktion sich der Nationalliberalen würdig erweist, hat er seine Zeit verspielt, und soll er ge- zwungen werden, die Mandate der Partei des arbeitenden Volkes, des rücksichtslosen Kampfes gegen Junker- und Pfaffenherrschaft zu räumen. Darum auf, es ist Zeit zum Kampf gegen die grimmig- steil Hasser allen Fortschritts und gegen seine lauen Freunde! fontenmoeu des Hiilitarismus.• Eine„verbrecherische Torheit". Die„F r a n k f u r t e r Z e i t u n g" kommt in der Num- met von: Sonnabend auf ihre Anregung der Einberuswig einer internationalen R ü st u ngskonferenz zurück. Sie untersucht die Nüstungsaufwendungen der europä- i scheu Großmächte, wobei sie zu dem Resultat kommt, daß D e u t s ch l a n d j ä h r l i ch f a st vier Milliarden Mark, also so viel wie die ganze französische Kriegsenischädi- gung ausmacht, aufbringt. Hier ist die Last eingerechnet, die dadurch entsteht, daß Jahr für Jahr jetzt 668 000 Mann, und zwar gerade Menschen im kräftigsten und leistungsfähigsten Alter, ihrer Erwerbstätigkeit und dadurch der nationalen Pro- duktion entzogen werdKi. Nachdem das Blatt die Ausgaben für Heer und Marine in Deutschland dargelegt hat, führt es aus: Wären die Rüstungsausgaben nicht, so könnte das Reich die gesamte Arbeiterversicherung auf seine Kassen übernehmen und zugleich die Versicherungsleistungen verdoppeln. Das wäre nur ein Beispiel für viele. Es möge auch denen zu denken geben, die sich über die furchtbaren Lasten der Rüstun- gen mit dem Hinweis auf den volkserzieherischen Wert des Militärdienstes und auf seinen körperlichen und moralischen Einfluß für alle durch das Heer Gegangenen trösten. Wie ganz anderes könnten wir erreiche», wenn wir durch eine internationale Rüstungsbeschränkung in die Lage kämen, auch einen Teil der Militärausgaben wirklich für Volkserziehung und Volkswohlfahrt aufwenden zu können. Die Theorie, daß die Milliarden nicht wirtschaftlich nutzlos ausgegeben würde», sondern ein stark befruchtender Strom seien, die aus den Quellen des Rüstungsetat über die Industrie und Landwirt- schaft, über die Arbeiter und die ganze Volkswirtschaft sich er- gießen, lehnt das Blatt ab. Nur einzelne haben den Nutzen. Was wäre Krupp ohne diese Kundschaft? Aber was sie ge- Winnen, verlieren alle anderen. Die Rüstungen sollen angeb- lich die Unfallversicherungspräinie der Nation sein, und alle müssen sich dieser Bersichcrungsprämie Jahr für Jahr unter- ziehen, bis der Tag kommt, an dem alle sich darüber klar werden, daß sie einer verbrecherischen Torheit nachjagen. Für diese Klarheit aber sollte die Vdenschheit allmählich reif werden, denn alle spüren die Folgen: Deutschland und England nnt ihrer intensiv vorwärts strebenden Wirtschaft seufzen vor allem unter diesem System. Das kapitalistische Frankreich, das jetzt gar zur dreijährigen Dienstzeit zurückkehrt, leidet Mangel an Menschen, Aber das 5tmlturdesizit. das Defizit an Glück und wahren Menschheitswerten ist für alle das gleiche. Massenprotest gegen die Wehrporlage. In Hamburg. Altona, Wandsbeck und Umgegend fanden am Freitagabend insgesamt zwanzig stark besuchte Protestversammlungen statt. Es wurde, nachdem die Referenten an den neuen Rüstung»- und Stczuenvorlagen der Reichsregicrung schärfste Kritik geübt, folgende Resolution angenommen: „Mit ihren neuen Wehrvorlagen hat die deutsche Reichsregie- rung das Signal zu einem erneuten Ausbruch des Rüstungs- Wahnsinns in Europa gegeben. Frankreich und England folgen dem bösen Beispscl Deutschlands auf dem Fuße; die anderen Nationen werden nicht zurückbleiben. So wird der Erfolg der neuen Heeresverftärkungen für die Frage der Landesverteidigung gleich Null sein. Der militärische Panzer, in dem die Staaten Europas stecken, wird immer furchtbarer und drückender, das Stärkeverhältnis aber bleibt das gleiche. Die Sicherheit des Friedens nimmt nicht zu, sondern wird in steigendem Mahe ge- sährdet durch die fortgesetzten Rüstungen, die ein Ende mit Schrecken rtnmtr unvermeidlicher machen. Sckon ist das deutsche Bolt durch den Moloch Militarismus � soweit ausgepumpt, daß man bei der Deckung der Kosten die Reichen und Wohlhabenden nicht mehr übergehen kann. Aber der geringe einmalig« Anteil, den die Begüterten diesmal tragen sollen, ist nur die täuschende Hülle, mit der man den ärmeren Schichten die bittere Pille neuer ungeheurer, dauernder Abgaben ver- süßen will. Die am 4. April 1913 versammelten Männer und Frauen durchschauen dieses frevelhafte Spiel. Sie erbeben leidenschaftlichen Protest gegen die neuen Rüftungsplänc. Weit entfernt, eine Wehrlosmachung Deutschlands zu wollen, erkennen sie die Not- wendigkeit einer Verteidigung des Vaterlandes gegen fremde Uebergriffe ausdrücklich an. Diese Verteidigung kann jedoch erst wirksam gestaltet werden durch die Umwandlung des stehenden Heeres in eine Volkswehr, bei der unter Ausschaltung alles überflüssigen Paradedrills die militärische Aus- bildung in erheblich kürzerer Zeit als heute geschehen kann. Die Verkürzung der Dien st zeit würde zugleich ein Mittel sein, heute schon die Wehrkraft ohne neue Belastung des Volkes zu erhöben. In der Gewißheit, daß die Parteien des Reichstages— mit Ausnahme der Sozialdenwkratie— alles, was die Regierung wünscht, bewilligen, aber nichts tun werden, um das Verlangen des Volkes zu erfüllen, fordern die Versammelten das gesamte werk- tätige Volk und alle Gegner des herrschenden Systems auf, einzu- treten in die Armee der sozialdemokratischen Partei, deren Ziel in allen Ländern das gleiche ist: Beseitigung des Kapitalismus und de? mit ihm verbündeten Militarismus: Herstellung des auf Freiheit und Solidarität gegründeten Selbstbestimmungsrechtes der Völker!" «* Die L cipziger Arbeitcischaft nahm in sieben glänzend besuchten Versammlungen Stellung gegen die neuen Rüstungs- vorlagen und protestierte u. a. auch gegen den schwindelhaften Versuch, eine wirkliche Lösung der Deckungsfragc zu umgehen durch allerlei unzureichende und bedenkliche Aussluchtsmittel, durch die zum Teil wieder der Konsum der Massen, der Geschäftsverkehr und der Mittelstand belastet werden. Sie fordert für den Fall der Bewilligung der Heeresvorlagen die Deckung der Kosten durch pro- gressive Besteuerung des Vermögens und des Erbes von Reichs wegen.__ Die Antwort der ßalkanitaaten. Sonnabend nachmittag haben endlich die Verbündeten den Vertretern der Mächte die Antwort auf ihre Friedensvermittelung überreicht. Das Dokument hat folgenden Wortlaut: Die Verbü'ndeien sprechen den Mächten für ihre Bemühun- gen, den Friedensschluß herbeizuführen, ihren Dank aus und nehmen in dem aufrichtigen Wunsche, ihre Aufgabe zu er- leichtern, die von den Mächten vorgeschlagenen Bedingungen für die Vermittlung mit folgenden Vorbehalten an: 1. Gelegentlich der endgültigen Festsetzung de? Gren- zcn Thraziens wird die in den von den Mächten formulierten Bedingungen angegebene Linie als Grundlage und nicht als cnd- gültige Grenzlinie angenommen. 2. Die A e g ä i s ch e n Inseln werden von der Türkei den Verbündeten abgetreten. 3. Die Verbündcteten meinen, daß sie die in Aussicht ge- iwmmcnen Grenzen Albaniens im Voraus kennen lernen müssen und hoffen, daß diese mit jenen Grenzlinien'überein- stimmen werden, die sie in London vorgeschlagen haben. . 4. Die Forderung nach einer Kriegsentschädigung soll im Prinzip angenommen und die Aufgabe, ihre Höhe zu bestimmen, der Kommission überlassen werden, die sich mit den finanziellen Fragen beschäftigen wird und in der die Alliierten vertreten sein werden. 5. Die Alliierten stimmen zu, daß die Kriegsope- rationen von dem Augenblick an aufhören, wo die oben an- geführten Bedingungen im günstigen Sinne aufgenommen und zur Annahme gelangen werden. Im Gegensatz zu der Türkei, die die Bedingungen der Mächte vorbehaltlos angenommen hat, stellen also die Balkan- staaten neue Forderungen. Dies bedeutet natürlich eine weitere Verzögerung des Friedensschlusses. Am wichtigsten sind dabei die Vorbechalte, die in der �znsel- und der albani- schen Grenzfrage gemacht werden. In dieser handelt es sich hauptsächlich um Skutari, in dessen Verzicht die Verbündeten noch immer nicht willigen wollen. In der Jnselfrage geht der Widerstand hauptsächlich von Griechenland aus. das die Abtretung sämtlicher Inseln fordert, während die Mächte der Türkei die vier dem- asiatischen Festland zunächst liegenden erhalten wollen. Weniger fallen die anderen Vorbehalte ins Gewichts immerhin wird es aber noch geraume Zeit brauchen, bis die Feindseligkeiten eingestellt werden. Zeigt die Friedensvermittelung aber wenigstens einen, wenn auch überaus langsamen Fortschritt, so besteht auf der anderen Seite die Skutari- Gefahr unvermindert fort. Zwar hat der russische Minister des Aeußeren auf einem parlamentarischen Abend erklärt, Montenegro würde Skutari nicht erhalten, und damit die Uebereinstimmung der offiziellen russischen Politik mit der der übrigen Mächte in dieser Frage erneut festgestellt. Aber es ist noch nicht sicher, was geschehen wird, wenn Skutari, das aufs neue bombardiert wird, wirk- lich gefallen ist, und es bleibt ungewiß, ob die russische Politik auch der vollendeten Tatsache gegenüber bei ihrer bisherigen Haltung bleiben wird. Als günstiges Zeichen muß schließlich noch verzeichnet werden, daß Ssasonow ausdrücklich erklärte, daß Rußland die D a r d a n e l l e ir f r a g e jetzt nicht aufwerfen werde, sowie die Nachricht, daß die Botschafterkonferenz in Peters- purg für die bulgarisch-rumänische Streitfrage eine Lösung gefunden hat. Die Politik Rußlands. Petersburg, Jü.Jälpril. Ter Teeabend, den der Minister des Auswärtigen Ssasonow den Vertretern der Duma gab, wurde eingeleitet mit einem Expose über die äußere Politik Rußlands. Mehrere Abgeordnete und der Dumapräsident Rodzianko richteten Fragen an den Minister, der darauf ausführlich antwortete unter Zitierung der Akten und Korrespondenzen der russischen Botschafter. Ssasonow stellte in Beantwortung der an ihn gerichteten Frage» fest, daß Rußland keine kriegerischen Berwicke- l u n g e n z u fürchten habe. Die Forderungen der Balkan verbündete» würden, so führte er weiter ans, mehr oder weniger erfüllt werden. Tie geringste Genug- tuung würde Montenegro erfahren; denn es würde Skutari nicht erhalten. Der Minister glaubt, daß der Streit um die b u l g a r i s ch- s e r b i s ch e Grenze noch große und schwere Verwickelungen im Gefolge, haben loerde. Tie EntWickelung der militärischen Operationen habe die Sorben weiter nach dem Süden geführt, als es ihnen der Bündnisvertrag erlaubte. Bis heute mäßen beide Parteien dieser Frage wenig Wichtigkeit bei. da sie glaubten, daß der Kaiser von� Rußlnird die oberste Entscheidung treffest würde. Indessen gingen in der letzten Zeit die Serben einer solchen Lösung aus den: Wege. Was die Dardanellesi frage angeht, so hält der Minister sie nicht für reif und erachtet es vorläufig als unzeitgemäß, sie a u f z u w e r f e n. Nach dem Meinungsaustausch kamen die Abgeordneten des Zentrunis zu deni Ergebnis, daß die russisch-slawischen Interessen in ausreichender Weise vertreten würden. Die Progressisten waren der Meinung, daß der politische Kurs richtig, aber schwächlich sei. Der Einladung des Minister?' Ssasonow waren nur die Oktobristen. das Zentrum, die Progressisten und die Kadetten gefolgt. Die Rechte und die N a t i o n a l i st e n hatten weKn der Teilnahme der Kadetten abgelehnt. Sie wer- den wahrscheinlich in den nächsten Tagen besonders empfangen werden. Der rumänisch-bulgarische Konflikt. Petersburg, l. April. Unter Vorsitz des Ministers Ssasonow und in Amvesenheit der fünf Botschafter fand heute die zweite Sitzung der Botschafter- k o n f e r e n z statt, die sich mit'der bulgarisch. rumänischen Streitfrage beschäftigt. Es wurde eine gemeinsame Grundlage zur Lösung des Kon- flikts gefunden, der zugleich mit der Wiederaufnahine der Friedensverhandlungen zwischen der Türkei und den Verbündeten endgültig entschieden werden soll. Alsdann soll auch die Veröffentlichung erfolgen. Da nunmehr die Stellung der Mächte zu der Streitfrage formuliert und eine gemein- schaftliche Basis für die Lösung des Konflikts gefunden ist, hat Dr. D a n e w die Rückreise nach Sofia bereits angetreten, während Prinz Ghika demnächst nach Bukarest abreisen dürfte. Skutarl. Wien, o. April. Tie Nachricht, daß Skutari seit vor- gestern von neuem bombardiert werde, wird von unterrichteter Seite bestätigt. Den Oberbefehl über die belagernden Truppen führt der serbische General Bojovitsch. Mit dem General st urm soll, wie berichtet wird, noch bis zum Eintreffen weiterer serbischer Verstärkungen g c> wartet werden. Die Flottendemonstration. Wien, 5. April. Die Neue Freie Presse meldet aus A n t i v a r i 19 Uhr vormittags: Heute vor 5 Uhr morgens erschienen auS südlicher Richtung ein englischer und ein französischer Panzer und nahmen vor Antivari Aufstellung. Um 9 Uhr setzten sich die ,.B r e s l a u" und vier östcrreichisch-ungarischc Panzer der nörd- lichen Dcmonstrationsflotte in Bewegung gegen den Hafen Antivari. Die..Breslau" fuhr in den Hafen ein, wo sie gegenwärtig noch weilt. Um 19 Uhr näherte» sich auch die beiden italienischen Pan- zer den übrigen Schiffen. Zwei österreichisch-ungarische Torpedo- boote haben sich vor Spizza verankert. Das Kommando über die internationale Flotte führt der englische Vizeadmiral Cecil Burnev, der sich auf dem Schlachtschiff King Edward VII. eingeschifft hat. Ter serbisch-bulgarische Bündnisvertrag. Wien, 6. April. Die„Wiener Allg. Ztg." veröffentlicht nach Mitteilungen von zuverlässiger Seite aus Sofia den Inhalt des bisher geheimgehaltenen serbisch. bulgarischen Vertra- ges, der zunächst eine defensive, später eine offensive Militärkonvention gewesen und bei Ausbruch des Krieges erweitert worden fei. Den Mitteilungen zufolge heißt es in dem Vertrage, falls daS Resultat des Krieges ein solches wäre, daß Mazedonien an Serbien und Bulgarien abgetreten werden sollte, so fallen Monastir, Prilcp, Ochrida und Jstip an Bulgarien.. Was Ueskueb und Kumanowo anbelangt, so sei diesbezüglich kein Ein- Verständnis erzielt worden, und nach Beendigung des Krieges soll über die Zugehörigkeit dieser beiden Städte durch ein Schiedsgericht �oder auf eine an-deve Art die Entscheidung gefällt weichen. Be- züglich des Sandschaks enthält der Vertrag keinerlei Ab- machung. Serbien und Bulgarien verpflichten sich, gemeinsam Frieden zu schließen, und es wird ein Separatfriedens. schluß für ausgeschlossen erklärt. Die Dauer des Ver- träges ist dahin bestimmt, daß das Ende des Krieges auch sein Ende bedeute. Ter Vertrag bestimmt bloß die Bündnispflicht im Falle eines Krieges mit der Türkei und nicht auch im Falle eines Krieges gegen andere Mächte. poUtifcbe Qeberficbt» Berlin, den 5. April 1913. Das Recht des Reichstages. Der letzte SitzungStag vor Beginn der großen Debatte über die Wehr- und Teckungsvorlagen wurde fast völlig aus- gefüllt Init einer Erörterung der Rechte der deutschen Volks- Vertretung. Beim Etat des Reichstags, der zur Verhandlung stand, beantragten die Nationalliberalen eine Abänderung des Diätengesetzes, die den Mitgliedern des Reichstages freie Eisenbahnfahrt für die ganze Legislaturperiode, statt, wie bisher, für die Session zuspricht. Der Antrag wurde nahezu einstimmig angenommen. Das ist freilich nicht das erste Mal, daß der Reichstag diesen berechtigten Wunsch ausspricht, dessen Erfüllung verhindern würde, daß die lastgen Vertagungen von der Regierung mit politischen Zwecken verknüpft werden, Man kann deshalb auch jetzt den Zweifel haben, ob die Re- gierung endlich den notwendigen Respekt vor den selbst- verständlichsten Rechten des Parlaments haben wird. In einer anderen Resolution verlangten die National- liberalen, daß die Wahlprüfungeu. dem Reichstage entzogen und einem unabhängigen Gerichtshof übergeben werden, den sich der Herr Professor v. Calker in seiner Begründung des An- träges als einen besonderen Senat eines Reichsverwaltungs- gerichtes, bestehend aus Richtern und Abgeordneten, vorstellt. Der Antragsteller wies namentlich darauf hin, daß die Wahl- Prüfungen im Reichstage vielfach lediglich zu einer Frage der Macht geworden sind. Unsere Redner, die Genossen Stücklen und Richard Fischer, nahmen von diesem Eingeständnis Kenntnis; sie wandten sich indessen gegen die Zumutung, der Reichstag solle ein Recht aufgeben zugunsten von Richtern, in deren Unabhängigkeit er keineswegs Ver- trauen haben könne. Für den Antrag sprach nur Herr Dr. Arendt, während die Fortschrittler seine Vorprüfung durch die Geschäftsordnungskommission vorschlugen. Dieser Vor- schlag wurde auch mit unseren Stimmen angenommen. Zum Schluß der Sitzung wurde aus dem Etat des Reichs- schatzamtes das Kapitel über die Veteranenbeihilfeu erörtert. Auf Drängen des Reichstages soll endlich wenigstens eine ge- ringe Erhöhung der bisher ganz lächerlichen Bezüge der Kriegsteilnehmer erfolgen. Der Nationalliberale Prinz von Schönaich-Carolath trat für ein Minimum von 159 M. ein. das selbstverständlich auch nicht entfernt der elementaren Austandspflicht des Reiches genügen kann. Genosse S ch ö p f l i n unterstrich gerade diesen Gesichtspunkt und stellte die Behandlung der Veteranen in Gegensatz zu der Redseligkeit der Jubiläumsfeierlichkeiten und der Freigebig- keit der Militärvorlage. Die Debatte, die vertagt worden ist, wird erst später fortgesetzt werden, wenn die großen Debatten der nächsten Zeit vorüber sind. Entrüstung srum me l. Die Mehrheit des Dreiklassenparlaments hielt es wieder ein» mal für angebracht, in sittlicher Entrüstung zu machen. Die Rede, die Genosse Liebknecht am Freitag zu dem Kapitel„Univer- sitätcn" gehalten Hai, hat es dieser Gesellschaft angetan. Als od jemals Dunkelmänner und Reaktionäre Gefallen an der Wahrheit gehabt hätten! Daß Liebknecht ins Schn>arze getroffen hat, lehrt am besten die Art und Weise, wie die Redner der Mehrheits» Parteien am Sonnabend gegen ihn vorzugehen beliebten. Wenn man die Herren hört, dann muß man glauben, Liebknecht habe das schwerste Verbrechen begai�cn. Daß der Nationalliberale Heine ihm vorwarf, in den Staub gezogen zu haben, was� jedem Patrioten heilig sei, wollen wir noch durchgehen lassen, solche Phrasen nimmt kein denkender Mensch tragisch. Mehr Gewicht ist schon den Ausführungen des Abg. v. Savigny(Z.) beizumessen, aus dessen Worten ganz deutlich der Wunsch hcrausklang, die Rebe Liebknechts zum Anlaß zu Ivciteren Verschärfungen der Geschäfts- ordnung zu benutzen. Es ist stets das gleiche Spiel. Die Mehr- heit tritt provokatorisch auf, wobei das Zentrum gewöhnlich die Führung übernimmt, den Sozialbemokraten werden die Worte im Munde umgedreht, sie werden in der unanständigsten Weise bc- leidigt, und wenn sie dann in demselben Tone antworten, dann werden sie als die Friedensstörer hingestellt. Glaubt Herr v. Savigny wirtlich, baß er ein Recht hat, den sozialdemokratischen Abgeordneten Mangel an Erziehung vorzuwerfen? Glaubt er, ernste Männer, die sich ihrer VcranNvortung bewußt sind, werden sich das ruhig bieten lassen? Was gibt diesem ehemaligen Landrat da» Recht, sich als Erzieher von Abgeordneten aufzuspielen? Dt« ganzen Tiraden der Savigny und Genossen beweisen nur, daß die Herren sich nicht auf sachliches Gebiet begeben können und deshalb den bequemeren Weg der persönlichen Kampfesweije � wählen. Selbstredend blieb Liebknecht der Meute, die auf ihn IoS- gelassen war, die Antwort nicht schuldig. Treffend erwiderte er. daß die Angrisse auf ihn abprallen, und daß die Sozialdemokraten nicht ins DreiklafscnhauS geschickt sind, um den Gegnern Liebcns- Würdigkeiten zu sagen, sondern um die Interessen de» Proletariats zu vertreten. Mit Recht kritisierte er den heute in der Studenten- schaft herrschenden Geist, der ein ganz anderer sei als vor hunoert Jahren. Damals habe die Studentenschaft gegen das preußische l�giment protestiert, während sie sich heute zum großen Teil zu Nn herrschenden Klassen rechne uno mip beitrage zur Unter- drückung des Proletariats. Am Montag wird die Beratung des KuItuSctatS fortgesetzt. » Beförderung statt Strafantrag. Noch gibt es eine Anerkennung adeliger Gesinnung und des echten militärischen Standesbewußtsein» im Kulturstaate Preußen. Das beweist aufs neue di,e Beförderung de» bisherigen dienst- tuenden Flügeladjutanten des Kaisers Oberst von Senden zum Kommandeur der 4. Garde-Kavallerie-Brigade an Stelle des zur Disposition gestellten Generalleutnants von Heuduck. Zwar ist Freiherr von Senden erst seit etwa, einem Jahr Oberst: aber er besitzt, wie der bekannte Vorfall auf der Eisenbahn beweist, äußerst feine Umgangsformen. Und solche schöne Eigenschaft hat natürlich in einem Kulturstaate sehr hohen Wert. Bekanntlich lzat der jetzige Brigadckommandeur. als am 39. Ok- tober v. I. infolge eines Eisenbahnunglücks mehrere Passagiere der dritten Klasse in die erste Klasse verwiesen wurden, sich g�n diese Maßnahme der Eisenbahnbehörde recht energisch verwahrt und. alö ihm dann auf dem Bahnhof Friedrichstraße ein Gefreiter ein Paket aushändigen wollte, diesen mit den Worten zurechtgewiesen: „Warten Sic damit, bis die Schweinerei hier raus ist." Als sich darauf einer der Passagiere, der Kaufwann Sternberg aus Charlottenburg, solche Redensarten verbat. Ucß'h" Freiherr von Senden kurzerhand ans dem Kupec entfernen. Auf die Beschwerde des Herrn Sternberg beim Kommandantur- und Gouvernementsgericht entschieden beide, daß Freiherr von Senden gar nicht nach seiner Aussage seine Mitreisenden mit dem Worte„Schweinerei" gemeint habe, sondern nur„d en W i r r- warr im Bahnvetkehr"— jedenfalls eine reck t dra- stische Bezeichnung k ö n ig l i ch- p re � ß i schc r Eisen. bahnzustände. Wir haben deshalb auch sofort angenommen, der Herr Eisen. bahnminister werde wegen dieser despektierlichen Charakterisierung der Amtstätigkeit der preußischen Eiscnbahnverwaltung Strafantrag gegen den diensttuenden Flügeladjutanten des Kaisers stellen doch Herr Breitenbach scheint das bisher unterlassen zu Aus welchen Gründen, wissen wir nicht! Möglich, daß er nichts gegen die Meinung des ehemaligen kaiserlichen Flügeladfutantcn einzuwenden hat und den Ausdruck„Schweinerei" als nicht unan- gebracht für die preußischen Eisenbahnzustände unter seurer Lei- tung hält, möglich auch, daß er zurzeit sich wieder mit dem Wochen- küchenzettel der Eisenbalmarbeiter beschäftigt und infolgedesien die Affäre von Senden übersehen hat. Oder'sollte gar Herr v. Breiten- dach der Ansicht sein, daß die Feststellüstgcn des Kommandantur- und GouvernementSgiKichtz keinen Wert beanspruchen können? DaS wäre doch gegen alle preußische Militärraifon und Aultur. Aussichtsratspolitik. Die„Nationalliberale Correspondenz" tritt der Behauptung entgegen, daß der Abg. Scmler einem.Druck seine Fraktion habe weichen müssen, als er die Erklärung abgab, künftig keine Kolonial- Referate mehr zu übernehmen. Das parteiamtliche Organ des Nationalliberalismus erklärt: „Die Fraktion der nationallibcralen Partei hat in dieser Frage überhaupt keine Stellung genommen. Von irgendeinem Druck auf Herrn Semler kann also keine Rede sein. Ter Brief des Herrn Dr. Semler an den Abg. Spahn ist von Hamburg. t. April, abgegangen, also noch ehe die Fraktion zu einer Sitzung zusammengetreten war. Im übrigen möchten wir darauf vcr- weisen, daß der Fraktionsredner der Partei, der Abg. Dr. Paasche, ebenso wie auch die Redner anderer bürgerlicher Parteien, den Angriff der Sozialdemokraten gegen Dr. Semlcr als durchaus unberechtigt zurückgewiesen haben und das Verhalten Dr. Sem- lers als unanfechtbar erklärt haben." Diese Darstellung beweist gar nichts, denn die Fraktion kann sich mit der eigenartigen Tätigkeit Semlcrs auch schon vor den Oster- sericn des Reichstags befaßt haben. Noch weniger Wert aber hat die Berufung auf Dr. Paasche, derSemlersVerhalten als unanfechtbar erklärt haben soll. Dr. Paasche ist selber Mitglied verschiedener Aufsichtsräte, dem bei seinen Geschäftsreisen in das Ausland seine Würde als Vizepräsident des Reiststags sehr zu statten kommt. Herr Paasche ist allerdinge so vorsichtig, kein Referat über einen Etatstitel zu übernehmen, an dem er geschäftlich interessiert ist; dagegen hat er in den Steuerkommissionen, wenn es den Schutz kapitalistischer Interessen galt, noch immer seinen Mann gestellt. Freiherr Heyl zu Herrnsheim hat die Tätigkeit der nationollibe- ralen Reichstagsfraktion als„A u f s i ch t s r a t S p o l i t i k" be- zeichnet, und er ist sicherlich ein Wissender, denn lange genug war er Mitglied dieser Fraktion. angarn. Der Panamaprozeß gegei» den Ministerpräsidenten. Die Königliche Tafel als oberster Gerichtshof im Prozeß des ungarischen Staatssekretärs Dest> führte am 5. April in Budapest eine sensationelle Entscheidung herbei. Desy hat bekanntlich den Ministerpräsidenten Lukacz als den größten Panamisten der Welt bezeichnet, weshalb Desy von dem Gericht zu zwei Monaten Ge- fängnis verurteilt wurde. Der Oberste Gerichtshof kassierte nun dieses Urteil, ordnete die Untersuchung über alle Angaben des Staatssekretärs an und beauftragte das Gericht der ersten Instanz, die Akten der ungarischen Bank einzusehen, um festzustellen, ob sie wirklich bei den Salzverträgen, die die Bank mit dem ungarischen Staate abgeschlossen hat, dem Ministerpräsidenten 4 800 000 Kronen zu anderen Zwecken gegeben hat. Ferner soll untersucht werden, ob beim Verkauf des Grundstücks, daS Lukacz dem Staat angeblich zum Wertpreis überließ, ebenfalls Uebervorteilungen des Staates vorliegen. Der Gerichtshof sprach auch seine Mißbilligung darüber aus, daß der Reichstag die Angelegenheit bereits als erledigt be- trachtet hat. Das Gericht erachtet sich allein für kompetent, zu ent- scheiden, ob die Angaben Deshs begründet sind oder nicht und ob eine Untersuchung einzuleiten ist. Diese Gerichtsentscheidung erregt in Ungarn großes Aufsehen. Belgien.' Anseclc, die©enter Ausstellung und der Generalstreik. Man schreibt unS aus Brüssel unterm 2. April: A n s e e l e war bekanntlich am Osterkongretz der Arbeiterpartei als Sprecher der Majortät des Landesstreik omiteeS der feurige Anwalt de» Generalstreiks. Er hat sich in seiner Meinung und in seinem Elan natürlich auch nicht durch die beweglichen Vorstellungen der Genter Liberalen beeinflußen lassen, die an den Parteitag der Arbeiter- Partei zwei Schreiben richteten, worin sie nicht mehr und nicht weniger verlangten, als daß die Delegierten mit Rücksicht auf das Gedeihen der— Genter Ausstellung auf den Generalstreik ver- zichten möchten. Lnseele ist nämlich nicht nur Mitglied des Genter Gemeinde- rateS, sondern auch als.Echevin" Sachwalter der Gemeindefinanzen. Die klerikale Presse hat. nicht ermangelt Anseele— natürlich mit gewohnter Delikatesse— zu attackieren, indem sie den feurigen Prediger des Generalstreiks gegen den.Arbeitgeber" der städtischen Arbeiter und zur Wahrung der städtischen Jnteresien berufenen Mandatar ausspielte. Ter.Soir" hat in einem Interview Anseele ausgefragt, was er tun werde, wenn.feine" Arbeiter in den Streik treten..Ich habe den Streik gepredigt," antwortete Anseele,.ich werde nichts gegen sie unternehmen— wenn ich noch im Amte bin." Gestern war eine Gemeinderatssitzung in Gent, in der Anseele seine Erklärungen gab. Auf der Tagesordnung stand nämlich der Generalstreik.— Der Bürgermeister wie» auf das Zusammenfallen des Generalstreiks mit der Eröffnung der Genter Ausstellung— der Blumen-Sonderausstellun�— hin und erzählte dann, daß Anseele nicht nur für den Generalstrei�g e sti m m t. sondern ihn auch mit der ganzen Kraft seiner Beredtsamkeit verteidigt,.somit die Interessen seiner Partei über die Interessen der Stadl gestellt hat." Worauf der Bürgermeister die Haltung AnseeleS.bedauerte".— Nachdem noch einige sozialistisch« Gemeinderäte AnseeleS Haltung gerecht- fertigt hatten, nahm Anseele selbst daS Wort; er sagte im wesent- lichen: Wjx bedauern ebenso wie der Bürgermeister die Situation. Ich hätte mich deS Auftrags, auf dem Kongreß den Generalstreik zu verteidigen, entschlagen können. Ich habe eS aber nicht getan, da ich einer Meinung mit der Mehrheit meiner Freunde(bezüglich des Streiks) war. Was die anderen Parteien für ihre Ideale, das müsse auch die Arbeiterpartei für die ihren tun dürfen: zum äußersten Mittel zu greifen für ihr heiligstes Recht.— Anseele erklärt dann, daß der Streik sich in Ruhe und Frieden abwickeln wird und Gent nichts zu be- fürchten habe. Auch für die Ausstellung, meint Anseele, werde der Streik kaum von Schaden sein. Ein Votum, das nicht mit solcher Einigkeit den Streik beschlossen hätte, hätte eine Scheidung zwischen wallonischen und dlämischen Arbeitern provoziert und die elfteren hätten sich dann gegen die Ausstellung ablehnend verhalten. Die Einigkeit der Arbeiter wird aber so später für die Ausstellung ihre gute Folgen haben und einen Zustrom wallonischer Arbeiter bringen. Mit den Worten:.Ich meine volle Pflicht erfüllt", schloß Anseele seine Erklärungen. Die auf die Sensation einer Demission in dieser Sitzung gewartet hatten, kamen sonach nicht auf ihre Kosten.—__ Die liberalen Vereinigungen und der Generalstreik. Die Liberalen befassen sich nun allenthalben mit der Situation. Der Genetalstreik wird.bedauert", gleichzeitig wird aber in den meisten Fällen zugestanden, daß die Regierung durch ihre Un- Nachgiebigkeit die Arbeiterpartei in diese Situation gedrängt hat. Die Notwendigkeit der Unterstützung der liberalen Arbeiter, die am Generalstreik beteiligt sein werden, wird überall anerkannt. Gestern beriet eine Delegiertenversammlung der liberalen Arbeiter- Vereinigungen deS Brüsseler Wahlkreises, die das liberale Wahlrechtskomitee einberufen hatte, über die Verteilung der Unter- stützungen. Die Unterstützungen werden nach der ersten Streikwoche beginnen. Ein Kontrollkomitee für alle Gemeinden der Agglomeration wird die Sache leiten. In Lüttich und Herstal werden ähnliche Borbereitungen ge« troffen. In Lüttich sorgen die Liberalen für Suppenausspeisungen während des Streils. Ein Liter Suppe mit einem Stück Suppen- fleisch wird. für 10 Centimes verlauft werden. Im industriellen Herstal hat die liberale Vereinigung gleichfalls die Unterstützung der liberalen streikenden Arbeiter beschlossen. In einem Orte des Hermegau hat eine liberale Gruppe be- schlössen, alle Kinder von Streikenden, die die Gemeinde- schulen besuchen, zu verköstigen. Sngland. Die Militaristen auf dem Gimpelsang. London, 3. April.(Eig. Ber.) Mit Speck fängt man Mäuse und mit einem guten Diner Gcwcrkschaftssekretäre, sagte sich der Sc- kretär der„Nationalen Dienstliga", der Organisation, die in Eng- land hinter der Agitation zur Einführung der allgemeinen Wehr- Pflicht steckt, als er eine Einladung zum Diner an Londoner Ge- wcrkschaftssekretärc verschickte. Auf das Diner soll eine kurze An- spräche und Diskussion folgen. Die Einladung enthielt folgende Stelle:„Keine Zcitungsberichterstatter werden anwesend sein und alles, was in der Diskussion gesagt werden wird, wird als streng vertraulich betrachtet werden." Einer der Eingeladenen, der Se- kretär der Londoner Gold- und Silberarbeiter, schrieb der Liga folgende ungeschminkte Antwort: „Werter Herr! „Indem ich Ihre Einladung, am 11. April in der Gesellschaft der Nationalen Dienstliga zu speisen, beantworte, möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich die Einladung abschlagen muß, da ich mit dem Ziele, das Ihre Liga verfolgt, keine Sympathie habe und auch keinen Grund zur Annahme habe, daß die Mitglieder meiner Or- ganisation damit sympathisieren. Tausende der Reichtumsproduzenten in diesem Lande leben gewohnheitsmäßig an der Grenze des Verhungerns in„Heim- statten", die eine Schande für ein Land sind, das, wie Ihre Na- tionalökonomen versichern, vor Reichtum überfließt, und sre würden Narren sein, einen Finger zur Verteidigung„ihrer Heimstätten" zu rühren; denn unter keinem Regime könnten Tausende von ihnen schlimmer daran sein als unter dem herrschenden. Das ist eine Tat- fache, deren Richtigkeit die Politiker und Oekonomen beider bürger- licher Parteien zugeben müssen. Was die Angaben des Lord Roberts, des Earl Grey, deS Herrn Häldane und anderer anlangt, daß die Territorialarmee unter keinen Umständen mobilisiert werden würde, um Streiks oder Volks- tümliche Bewegungen zu ersticken, so kann ich nur sagen, daß wir organisierten Arbeiter keinen Grund haben, ihnen Glauben zu schenken. Wir haben gesehen, wie die Mefropolitanische Polizei, die ihrem Wesen nach eine lokale Zivilkörperschaft ist, nach Süd- Wales und anderen Orten geschickt und auf streikende Arbeiter losgelassen wurde. Wir haben während der Streiks der Eisen- bahner und Transportarbeiter im letzten Jahre gesehen, daß zivile und militärische Streitkräfte immer dazu verwendet werden, um streikende Arbeiter einzuschüchtern, welche politische Partei auch am Ruder sein mag. Und im Bewußtsein dieser Tatsache würden die Arbeiter dieses Landes wirkliche Narren sein, wenn sie irgend- eine Form der allgemeinen Wehrpflicht unter der Maske einer „allgemeinen militärischen Trainierung für die Landesverteidigung" auf sich nähmen." Hus der parte!* Parteitag 1913. In einer stark besuchten Versammlung deS Sozialdemokratischen Vereins berichtete Genosse Leber über den Parteitag der deutschen S o z i ctl d e m o I r a t i e der nach Beschluß des Parteiausschusses vom 24. bis 30. August in Jena stattfindet. Ein- mütig wurde von der Versammlung dem Beschluß des ParteiauS- schusses zugestimmt. Anschließend daran wurde auch sofort die Wahl der Parteitags- komiteeS vorgenommen. Dasselbe hat sich nun konstituiert. Als Vorsitzender des Komitees wurde wiederum Genosse Herrn. Leber, Jena, Magdel stieg 3, gewählt. Korrespondenzen, die aus den Parteitag bezug haben, sind nur an diese Adresse zu senden. Gemeindewahlsteg. In Haspe bei Hagen i. Wests, wurden bei der am DonnerS- tag stattgehabten Ergänzungswahl zur Stodtverordnetenversamm- lung drei weitere sozialdemokratische Stadtverordnete gewählt, trotz. dem die Gegner alle Hebel in Bewegung gesetzt hatten und obwohl nach einer anderthälb Jahre alten Wählerliste gewählt wurde. Die englische Arbeiterpartei und der Flottenetat. London, 3. April.(Eig. Ber.) Bei der Wstimmung im englischen Unterhause, den FlMtenetat berabzusetzen, stimmten letzten Freitag von 40 Mitgliedern der Arbeiterpartei nur 1ö für den An- trag; 4 stimmten dagegen und 21 glänzten durch Abwesenheit. Der Antrag lam von dem Liberalen Mason und wurde vom Genossen Barnes unterstützt. Der„Labour Leader", das Organ der I. 2. P., macht in seiner letzten Nummer folgende Bemerkungen zu der Ab- stimmung:„Wo war die Mehrheit der Arbcitervarteilcr, als letzten Freitag über den Antrag, den Flottenetat herabzusetzen abgestimnrt wurde? Es freut uns, zu sehen, daß 15 Wackere gegen die Regie- rung stimmlen..aber es ist bedauernswert, daß 21 Mitglieder ab- wesend waren, während die Ausführung von 4 Mitgliedern, die mit der Regierung stimmten, schändlich ist.... Die vier Arbeiter- parteilcr, die gegen die Herabsetzung des Flottcnetats stimmten, waren C. W. Amverman, W. Crooks, C. Duncan, S. Walsh. W. Crooks und E. Duncan werden wahrscheinlich ihre Stimmen- abgäbe damit entschuldigen, daß sie Kreise vertreten, die wesentlich an" der Herstellung von Kricgsinstrumenten interessiert sind; aber wir möchten ihre Aufmerksamkeit aus die Haltung der sozialistischen Vertreter in den Werststöbten Deutschlands lenken, die stets ihren Glauben an die internationale Solidarität der Arbeiterklasse über lokale Interessen setzen. Und welchen Entschuldigungsgrund haben C. W. Bowermann und S. Walsh vorzubringen?" Ja, welchen Grund können der Buchdrucker Bowerman und der Bergarbeiter Walsh zu ihrer Rechtfertigung angeben? Besonders der letzte, dessen Berufsgenosscn Adamson, Brace, Richards und Richardson alle für den Antrag stimmten? Vielleicht ist die Ab- Wesenheit der 21 Arbeiterparteiler darauf zurückzuführen, daß die Abstimmung an einem Freitag stattfand, an welchem Tage das Parlament nur kurze Zert sitzt und viele Parlamentarier früh nach Hause reisen. Immerhin muß aber diese Abstimmung einen jämmerlichen Eindruck auf jedermann machen, der geneigt ist, die aus zahlreichen Arbeitcrkongressen in Großbritannien stets ein- stimmig gefaßten Resolutionen gegen die Rüstungen ernst zu nehmen._ polizeiliches, Serich tliches uTto. Saalabtreiber-Praltikcn. Welch finstere Winkel im roten Sachsen noch vorhanden sind, zeigt wieder einmal das Treiben gegen den Wirt des Schützenhänses im Städtchen Lauenstein im Müglitztale. Der Wirt hatte die Kühnheit besessen, seiner Saal auch den Sozialdemokraten zu einer Persammlung zur Verfügung zu stellen. Seitdem entspricht in dem Lokale nichts mehr den baupolizeilichen Vorschriften, obwohl seither bürgerliche Veranstaltungen aller Art unbeanstandet in dem Saale stattgefunden hatte». Jetzt werden sämtliche Gesuche um Vergnü- gungcn i» dem Lokal abgelehnt. Auf einmal entdeckte man. daß noch ein zweiter Notausgang erforderlich sei, daß der Mühlgraben hinter dem Grundstück üherwüOt werden müßte, s>n Feuer- wehr vergnügen wurde aus feuerpolizeilichen Gründen unkersagk, weil die Türen nach innen schlugen. Dach schlägt die Entrüstung über den roten Wirt in dem Spieß- bürgerstädtchen auch belustigende Kapriolen. So wies der Pfarrer den Ertrag einer Thcateraufführung, der zur Hälfte für die Kirchen- lasse bestimmt war, mit Abscheu zurück, weil die Ausführung in einem Saale stattgefunden habe, in dem eine sozialdemokratische Versammlung getagt lzatte. Solche Einfalt bei der Entrüstung kann ja nur zur Heiterkeit stimmen, sie beleuchtet aber doch die Stimmung des Spießers in dem Erzgebirgsstädtchen— eine Stimmung, die an die dunkelste Zeit der Sozialistenhatz erinnert. �„Skandalös"— eine Beleidigung. Ter verantwortliche Redakteur des„Saalfelder VolkS�- blattes", Genosse Zorn, wurde vom Schöffengericht zu 20 M. Strafe verurteilt. Durch einen Bericht über die Mißhandlung einer Zivilperson durch einen Schutzmann fühlte sich dieser Schutzmann beleidigt. Obwohl nach den Zeugenaussagen der Amtsanwalt selbst die Freisprechung beantragte und das Gericht den Wahrheitsbeweis für erbracht hielt, erfolgte doch Verurteilung,»eil in dem Worte „skandalös" eine formale Beleidigung gefunden wurde. Interessant ist, daß ein Salzunger bürgerlicher Redakteur, der die Volksblattnotiz nachgedruckt hatte, vom Salzunger Schöffen- gericht freigesprochen wurde, weil er im guten Glauben gehandelt habe. Dort hatte der Amtsanwalt Bestrafung verlangt und das Gericht hielt den WahrheicküeweiS nicht sin: erbracht; trotzdem Freispruch!'___ Hirn Industrie und Kandel. Antisemitismus im Bankbetriebe. Das klassische Beispiel einer unter ungünstigen Auspizien stehenden Generalversammlung war die kürzlich abgehaltene Jahres- Zusammenkunft der Aktionäre des A. S ch a a f f h au se n s ch c n Bankvereins. Dieses Institut, das vor mehreren Jahren— eigentlich ohne ersichtlichen Grund— das Schwergewicht seiner ge- schäftlichen Tätigkeit aus dem industriereichen Rheinlande nach der Reichshauptstadt verlegte, war in den letzten Jahren fast bei allen größeren Fallissements am Berliner Bau- und Grundstücksmarlte sowie bei zahlreichen anderen Pleiten direkt oder indirekt beteiligt. Besonders umfangreich waren die Verluste in den Jahren 1911 und 1912. Während andere Großbanken vermöge ihrer großen inneren Finanzkraft die beim Berliner Baukrach erlittenen Verluste so gut verbuchen) auf Tochtergesellschaften abwälzen oder aus irgend wclckwn verborgenen Fonds decken konnten, daß weder frei: Jahresabschluß noch der Dividendenertrag eine ungünstige Veränderung erfuhren, mußte der A. Schaafshausenschc Bankverein seine Aktionäre auf- klären und die Dividende reduzieren. Eö_ist verständlich, daß die durch den erheblichen Kursrückgang der Schaaffhausen-Aktien bc- reits nervös gewordenen Aktionäre ihrer Mißstimmung in der Gene- ralversammlung Ausdruck gaben und daß sie selbst über scheinbar nebensächliche Dinge Auskunft verlangten, um die Ursachen des schlechten Jahrcsergebnisses aufzudecken. Besonders eigenartig war oie Behauptung eines Aktionärs, daß die Verwaltung antise- mitischeTendenzen verfolge und daß z. B. das Kölner Haupt- geschäft seit 30 Jahren keine Juden mehr angestellt habe. Dem Redner wurde leider das Wort entzogen. Es wäre doch interessant gewesen zu erfahren, ob die Verwaltung tatsächlich dem Rasseprinzip größere Bedeutung beilegt als dem Geschäftsinteresse. Mit dem Antisemitismus der Direktion lassen sich natürlich die Mißerfolge des Schaafthausenschen Bankvereins nicht erklären. Aus den Dar- stellungen der Verwaltung über die Entwickelung einiger besonders fauler Geschäftsverbindungen scheint hervorzugehen, daß der Bank- verein wie andere große Geldinstitute, die aus der Provinz nach Berlin verpflanzt wurden, anfangs alles mögliche gewagt hat, ledig- lich um in der Reichshauptstadt ins Geschäft zu kommen. Dafür hat man nun allerdings ein ziemlich hohes Lehrgeld zahlen müssen. Sehr interessant war die Bemerkung eines Aktionärs, daß die Grund- stücksmakler„psiftiger" seien als die Leiter von Banken. Warum sichert sich der Bankverein, der doch sehr höhe Gehälter für seine obersten Beamten auswirft, nicht ein paar von diesen Pfissi» küssen! Oder sollte es wahr sein, daß— wie ein anderer Aktionär behauptet— beim A. Schaaffhausenfchen Bankverein wie bei anderen großen Unternehmungen die Direktoren und Aufsicht�- räte„geboren" werden? Ist die Vetternwirtschaft bereits so weit gediehen, daß sich regelrechte Dynastien von Bcmkleitern und Jndu- striekapitänen bilden?,_ Der Fiskus wird geduldet. Aus der gestrigen Generalversammlung der H i b e r n i a Berg- Werksgesellschaft wurde ein Mitglied, des kgl. preußischen Berg- fiskus(Oberbergrat Raiffeisen ans der Oberbergdirektion Recklinghausen) in den AufsichtSrat gewählt. Damit gesteht die Mehrheit der Aktiengesellschaft zum erstenmal seit ihrem Kampf mit dem Fiskus der preußischen Bergbehörde ein gewisses Aufsichtsrecht zu. Der Kampf geht zurück tu daS Jahr 1904, als der Minister für Handel und Gewerbe das Bergwerk für den Staat erwerben wollte. Der Minister ließ durch die Dresdner Bank Hibernia-Aktien im Werte von 27,553 Millionen Mark aufkaufen, doch gelang es dem Fiskus nicht, die zur Verstaatlichung erforderliche Stimmenmehr- heit zu erlangen. Um auch in Zukunft einen Erwerb der Hibernia durch den Fiskus zu verhindern, bildeten mehrere Großbanken und rheinisch-westfälische Großindustrielle die„Hern e", eine Schutz- Vereinigung von Hibernia-AItionären. Durch Kapitalserhöhungen, wobei trotz der Anfechtungsklagen des Fiskus die Aktien der „Herne" in die Hand gespielt wurden, ist dann der Einfluß des Fiskus toeiter zurückgedrängt worden. Die ganze Angelegenheit bildete ein geradezu klassisches Beispiel für die Ueberlegenheit privatkapitallstischer Kreise über den kapitalistischen Staat, solange er mit seinen HoheitSrechten leventuell der Expropriation) nicht ernst macht. Wenn jetzt die Großkapitalisten plötzlich den Fiskus großmütig zum AufsichtSrat zulassen, so geschieht daS offenbar, weil man die gegenwärtige Leitung im Handelsministerium nicht mehr für gefährlich hält. Hat sich doch der FiSkus vor gar nicht langer Zeit grundsätzlich dazu bereit erklärt, mit dem Rheimsch-westfälischen Kohlensyndikat, einem der Hauptaktionäre der„Herne", Hand in Hand zu gehen. Daß die Ocffentlichkeit schließlich den FiSkus wieder zum Austritt aus dem Syndikat zwang, ist gewiß nicht Verdienst des Ministeriums. Erst dem Unwillen der Konsumenten über die Kohlenpreiserhöhung des Syndikats in der Zeit ernstester Teuerung gab die Bergbehörde nach, obgleich sie selbst die Er- höhung bccmtragt hatte. Günstige Witterung. Der erste amfliche preußische Saaten- standsbericht bezeichnet die Durchlvinterung im großen und ganzen als gut. Wenn kein Nachwinter kommt, sieht man der Entwicke- lung der Gctreidefrüchte mit den besten Hoffnungen entgegen. Noch günstiger lautet der Bericht des Deutschen LandwirtschaftS- rateS über die letzte Woche. Dip günstige Witterung hat die Vege tation rasch vorwärts gebracht. Die Futterpflanzen entwickeln siclf infolge der warmen Witterung sehr günstig. Selbst in den nord- östlichen Gebieten beginnen die Wiesen bereits grün zu werden. Die Bestellung hat bei dem andauernd� günstigen Wetter rasche Fortschritte gemacht, vielfach ist die Körneraussaat bereits bc- endet und mit dem Legen der Kartoffeln der Anfang gemacht. Bon der Röhrenkonvention. Die angekündigte Mitgliederver- sammlung der Röhrenkonvention hat eine Verständigung mit der Norddeutschen Gasrohrhändler-Vereinigung(Sitz Berlin) nicht er- zielt. Die Angelegenheit ist bis zur nächsten Sitzung vertagt worden. Die Umlvandlung der Konvention in ein Syndikat soll als aus- sichtslos aufgegeben worden sein.. Ein Verband westdeutscher Emaillicrwerke. Sämtliche rheinisch-westfälischen Emaillicrwerke haben sich unter der Firma „Verband Westdeutscher Emaillierwerke" mit dem Sitz in Hagen zu einer Aareinigung zusammengeschlossen, 39 Proz. Dividende zahlen die Farbwerke vörmalZ Meister, Lucius u. Bruenwg in höchst a. M. Gewcrkfchaftlicbes. Qntemebmer-Cerronrteii. Viele Unternehnlerorganisationen und die diesen ergebene Presse überbieten sich in Schilderung von Terrorismusfällen, die angeblich von organisierten Arbeitern verübt worden sein sollen. Doch die Absicht dieses Treibens wurde stets zu» schänden, weil sich in jedem einzelnen Falle, wenn man der Schauermär aus die Spur ging, eine direkte Unwahrheit, zum niindesten aber eine kolossale Uebertreibung nachweisen ließ.� Diesen Heuchlern wird aber erst die Maske�vm Gesicht gerissen, wenn ihr eigener unverschämter Terrorismus wieder einmal unter einwandfreien Belegen der Oesfentlichkeit eilt hüllt wird. Wir wollen das heute durch zwei besonders krasse Fälle tun.'" Von Unternehmern wird stets bestritten, daß Arbeiter wegen ihrer Gesinnung gemaßregelt werden und aus die schwarze Liste kommen. Daß besonders unter den Metall- industriellen die Aushungerung der ihnen nicht genehmen Arbeiter immer noch lebhaft im Schwange ist, beweist folgender Mitteilungszettel eines Abteilungsleiters an das Einstellungsbureau der Firma Siemens u. Halske in Berlin und Siemens-Schuckert. Dieser Schein hat unter Weglassung der Namen der betreffenden Arbeiter folgende wortgetreue Fassung: „Entlassungs-Anzrige. Bei jeder Entlassung ist dem Lobnbureau so« fort eine Anzeige im geschlossenen Brief- umschlage zuzustellen. Nr.... Abt. No. Soundso Mechaniker Vertrauensmann der Roten gut. mittelm., schlecht gut, mittelm., schwach Ja I Nein! Jal Stein I Vertrauensmann der Roten. Nicht Zu- treffendes ist zu durch« streichen Name Stand War zuletzt tätig als Grund der Entlassung Führung Leistung Ist die Wiedereinstellung in unserem Werk zu empfehlen? Ist die Wiedereinstellung in einem anderen Werke der S.-S.-W. und S. u. H. zu empfehlen? Fall« die Wiedereinstellung nicht empfohlen wird, sind hier die Gründe kurz anzugeben. Obige Erklärungen sind vorurteilsfrei und gewissenhaft abgegeben. Charlottenvurg, den........... Nonnendamm Unterschrift des Meisters bezw. Vertreters M a t l h i a s." Diese sogenannte Entlassungsanzeige liegt uns im Original vor: ihre Echtheit ist nicht anzuzweifeln. Zu diesem Terrorismusfall braucht angesichts der deutlichen Sprache, die aus den Zeilen dieser Entlassungs- anzeige spricht, kein Wort der Erörterung hinzugefügt werden. Ein zweiter Fall: Die Leitung des Berliner Metall- arbeiterverbandes erhielt vor kurzem von einem ihrer Mit- glieder folgendes Schreiben: �..Sehr geehrter Herr!. Gestatten Sie mir bitte, Ihnen mitzuteilen, daß ich trotz der Postkarte, die ich Ihnen in Gegenwart des Fabrikanten schreiben mußte, im Deutschen Metallarbeiter-Verband bleibe. Da es heutzutage außerordentlich schwer ist, Stellung zu er- halten, so üben die Fabrikanten einen gewissen Druck aus. ES ist die Firma......... bei der ich jetzt arbeite. Sie wollen also bitte die betrffd. Erklärung als Zwangs- fache ansehen und meine Mitgliedschaft weiter anerkennen. Zur weiteren mündlichen Erklärung gern bereit zeichne mit Hochachtung..........* Da diese Terrorismusfälle durch den erbrachten tatsäch- lichen Beweis wohl nun doch von keinem journalistischen Unternehmersöldling bestritten werden können, so wird jeden- falls die Ausrede kommen, daß diese hier vorgebrachten Fälle einzelne Vorkommnisse seien, die für die Regel nichts zu be- deuten haben. Demgegenüber sei von vornherein erklärt, daß die Leitung der Berliner Ortsverwaltung des Metallarbeiter- Verbandes bereit ist, mehrere hundert gleicher und schlimmerer Terrorismusfälle vorzulegen, und zwar nicht Fälle, die etwa Jahre zurückliegen, sondern in neuester Zeit sich ereignet haben. Und diese Heuchler, die im geheimen ihre Wirtschaft- liche Uebermacht in terroristischer Weise gegen die Arbeiter ausnützen, zetern in schamloser Weise gegen den Terror der organisierten Arbeiter und schreien sich heiser nach Zuchthaus- gesehen für— die Arbeiter. Berlin und Umgegend. Zum Streik der Konfektionsschneider. Die Verhandlungen sind heute abepd zu Ende gegangen. Die Streikenden werden in einer am Dienstag, den 8. März, vormittags 10 Uhr, in den„Konkordia-Festsälen", Andreasstr. 64, stattfindenden Versammlung über die Annahme des Ergebnisses beschließen. Achtung, Schlosser! Der Mindestlohn der Bauschlosser beträgt vom 1. April 1913 ab 69 Pf. pro Stunde. Der Äindestlohn der Neuausgelernten 52 Pf. pro Stunde. Wo diese Bestimmungen des Tarifvertrages nicht eingehalten werden, ersuchen wir die Kol- legen, uns davon sofort Nachricht zu geben. Deutscher Metallarbeitcrverband. Die Ortsverwaltung Berlin. Die Marmorarbeiter beschäftigten sich am Freitag in einer äußerst gut besuchten Versammlung mit den Erfahrungen, die sie mit ihrenn im zweiten Jahre bestehenden Lohntarife gemacht haben. Einleitend wies der Borsitzende auf die Entstehungs- geschichte des Tarifes hin und kam zu dem Schlüsse, daß der Tarif die während der tariflosen Zeit ziemlich uneingeschränkte Unter- Nehmerherrschaft auf ein erträgliches Matz zurückgeführt und im großen und ganzen stabile Lohn- und Arbeitsbedingungen ge- schaffen habe. Die nachfolgende Diskussion gestaltete sich sehr lebhaft. Mch- rere Redner stimmten den Ausführungen des Vorsitzenden zu. Von einigen wurde verlangt, daß auch die letzten Reste vorkom- mender Akkordarbeit schleunigst beseitigt werden müßten. Andere Redner unterzogen die„Lohnschinderei" einer scharfen Kritik. Im übrigen ging aus der Debatte eine Fülle von Anregungen für die nächsten Tarifverhandlungen, namentlich auch solche sanitärer Natur, hervor. Der Vorstand versprach, die geäußerten An- regungen und Wünsche zu berücksichtigen. Zum Schluß wurde noch bekanntgegeben, daß das Granitwerk„Steinerne Renn e", Hasserode i. Harz, welches mit Berliner Firmen im engsten Zusammenhang stehe, gesperrt ist. Es wurde die dringende Aufforderung ausgesprochen, Arbeitsangebote nach dort unbedingt zurückzuweisen. Achtung Gastwirtsgehilfen! Im Original-Hackepeter, I n h. Martin, Münzstr. 20, stellten gestern abend sämtliche Kellner die Arbeit ein. Die Streikenden forderten eure geringe Lohnerhöhung, diese lehnte Herr Martin ab. Auf sachliche Ver- Handlungen mit der Organisation ließ er sich überhaupt nicht ein, da er unter keinen Umständen einen Bertrag abschließen wolle. Diese Stellungnahme kommt daher, daß Herr Martin Mit glied des„Jnteressenverbandes der Ga st Wirte" ist, der seinen Mitgliedern den Abschluß von Verträgen verbietet. Der Betrieb ist für organisierte Gehilfen gesperrt. Verband der Gastwirtsgehilfe«, Ortsverwaltung Berlin. Cafe Hobrecht-Reukölln, Inhaber Albert Bochwitz an der Hobrechtbrücke, verweigert die Anerkennung der O r g a n i- sation und des Tarifes. Die dort beschäftigten Gelben an betten ohne Lohn. Der Unternehmer versteht es ausgezeichnet, sich unter Berufung auf seine gelben Angestellten vor dem Tarife abschluß mit der Organisation zu drücken. Das Lokal ist deshalb für organisierte Gehilfen bis auf weiteres gesperrt. Verband der Gastwirtsgchilfen, Zweigverein der Cafeangcstellten, Große Hamburger Straße 18/19. veutTcbes Reich. Zur Aussperrung im Malergctverbe. Eine fatale Sache für die Scharfmacher im Unternehmerver bände ist der nun definitiv erfolgte Abschluß eines Tarife Vertrages zwischen dem..Bund deutscher Dekora t i o n s m a l e r" und den bisher am Rcichstarif beteiligt gewesenen drei Gchilfenorganisationen. Nachdem schon am 6. März die Ver Handlungen in dieser Branche über das Tarifschema abgeschlossen waren und deren Ergebnis von den beteiligten Verbänden ange- nommen werden konnte, wurden am 27. März die Verhandlungen über Löhne und Arbeitszeiten bis auf einige zunächst strittig gebliebene Orte fortgesetzt. Jetzt sind nun alle Differenzen er lcdigt und die Bedingungen bereits in Kraft gesetzt worden. Die getroffenen� Vereinbarungen erstrecken sich auf folgende Städte: Altenburg, Augsburg, Bad-Reichenhall, Berlin mit Char lottenburg, Bremen, Breslau, Cöln, Coblenz, Crefeld, Dortmund, Düsseldorf, Dresden, Elberfeld, Eiscnach, Frankfurt a. M., Frei bürg i. Br., Graudenz, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg. Ofsenbach, Stuttgart und Wiesbaden. Aus dieser Zu ämmenstellung geht hervor, wie weit der„Bund", der nur große Firmen aufnimmt, bereits verbreitet ist. Da ihm fortgesetzt neue Mitglieder beitreten, hat der Großmannsdünkel deS Unternehmer- Verbandes einen neuen Dämpfer bekommen. Die Abmachungen über Löhne und Arbeitszeit basieren auf den Schiedssprüchen der Unparteiischen und gehen dort, wo diese für die Gehilfen recht minimal ausgefallen waren, oder wo bisher bereits mit vielen Meistern Sondcrtarifc mit höheren Löhnen abgeschlossen worden sind, über die Schiedssprüche hinaus. Tie Lohnerhöhung, die bereits am 3. April in Kraft zu treten hätte, ist eine allgemeine� Das Tarifmuster mit dem„Bund" enthält alle für beide Parteien wichtigsten Bestimmungen des projektierten Vertrages mit dem Unternehmerverbande. Ueber die strittige Frage der B e- kämpfung der Schmutzkonkurre'nz, wegen der der Bund eigentlich gegründet ist, wurde bestimmt, daß darüber, ob im ein- zclnen Falle Schmutzkonkurrenz vorliegt, und was dagegen zu unternehmen ist, die Vertragsparteien selbst entscheiden. Damit ist der Einfluß des Unternehmerverbandes, wenn es sich um Bundesmitglieder handelt, ausgeschaltet. Die Abmachungen über Löhne und Arbeitszeit, die in Kürze auch noch auf weitere dem Bunde beigetretene Städte ausgedehnt werden, gelten als Ueber- gangsbestimmungen. Werden durch weitere zentrale Verhandlungen mit dem Unternehmcrverbande andere Bedingungen festgesetzt, so werden diese auch vom Bunde übernommen. Das Tarifmuster jedoch wird nicht mehr abgeändert. So schwimmen den wagemutigen Herren des Unternehmer- Verbandes die Felle immer mehr davon. In München gehören bereits die 24 größten Firmen dem Bunde an, der damit die Arbeitsverhältnisse völlig beherrscht; in Leipzig hat sich ebenfalls eine Ortsgruppe gebildet, der alle großen Geschäfte angehören. In den oben aufgeführten Orten sind große Firmen beigetreten, die die das Gewerbe schädigende Politik der Führer des Unternehmer- verbandoK nicht mitmachen. Inzwischen versuchen diese ihren Mit- gliedern einzureden, die Aussperrung sei glänzend gelungen, und den Anschein zu erwecken, als könne bei den kommenden Vorhand- lungen davon die Rede sein, daß das seinerzeit festgelegte Tarif- muster und die Schiedssprüche über Löhne und Arbeitszeit zugunsten der Unternehmer geändert werden könnten. Man mutz die Urteils- ähigkeit der Malermeister schon sehr niedrig einschätzen, wenn man ihnen zutraut, so etwas zu glauben. Ein allgemeiner Arbeiterstreik ist in dem posenschcn Städtchen o n g r o w i tz am Freitag früh ausgebrochen. Bis auf zwei Zementfabriken haben sich fast alle Arbeiter der Stadt dem Streik angeschlossen._ Hilchegardisten in Krefeld. Den mehreren Hundert Schutzleuten und Gendarmen, welche bei Aufhebung der Aussperrung ohne jeden äußeren Grund in die Seidcnmetropole des Niederrheins, Krefeld, kommandiert wurden, ind jetzt jene berufsmäßigen Streikbrecher, die von den bekannten Bureaus aus von Ort zu Ort verkauft und transportiert werden, auf dem Fuße gefolgt. Da, wie nachgewiesen, unter jenen Hintze- gardisten in fast allen früheren Fällen sich daö gefährlichste Ge- indel— Zuchthäusler. Zuhälter usw. mit befand, wird die Krefelder Bürgerschaft künftig alle Ursache haben, um ihre Sicher- heit besorgt zu sein. Selbstverständlich setzt die Staatsautorität ihre Macht ein, damit jene Hintzegardisten ihr sauberes Handwerk ungestört ausüben können. Im übrigen steht die Sache der kämpfenden Färber außer- ordentlich günstig. Der Verrat der christlichen Führer blieb wirkungslos. Es haben sich nur 30 christliche Färber gefunden, die zu Streikbrechern geworden sind. Alle übrigen kämpfen weiter. Ein Teil ist zum Deutschen Textilarbeiterverband übergetreten. Auch aus den Weberkreisen sind gegen 180 Ucbertritte zu ver- zeichnen. Die Führer des christlichen Verbandes machen ver- zweifelte Anstrengungen, um ihren Mitgliedern ihr elendes Ver- halten zu maskieren. Daß die Hintzegardisten in der Seidenfärberei die gelernten Färber irgendwie ersetzen könnten, ist vollständig ausgeschlossen. In einem Betriebe wurden diese aus den bekannten Ursachen vom Unternehmer bereits wieder herausgeworfen. In einer anderen Fabrik wurden die wenigen christlichen Streikbrecher und die Hintze- gardisten gemeinsam entlassen und damit die Färberei wieder zum Stillstadd gebracht. Dje Zuziehung jener Elemente wird lediglich enorme Schädigungen für die Unternehmer und Belästigungen der Einwohner Krefelds zur Folge haben. Der Kampf geht ungc- schwächt weiter und wird vom Textilarbeitervcrband dutchgefochten werden. Mit vollem Erfolg für die Arbeiter endete nach 43- w ö ch i g e m Kampfe die Lohnbewegung der Holzarbeiter in Bremerhaven, Geestemünde und Lehe. Die Tischlermeister und Bauunternehmer, die im Unter- nehmerverband für das Baugewerbe organisiert sind, hatten es sich in den Kopf gesetzt, die Ivstündige Arbeitszeit aufrecht zu er- halten, sie wollten von diesem ihrem prinzipiellen Standpunkt nicht abgehen. Auf die am 29. Mai eingereichten Forderungen wurde dem Holzarbeiterverband eine ablehnende Antwort zuteil, in der es u. a. heißt:„Eine Verkürzung der Arbeitszeit wird grundsätzlich abgelehnt. Die Versammlung lehnt cS ferner ab. in eine Beratung der eingereichten Forderungen einzutreten, weil dieselben sich in Bahnen bewegen, die einer ischliehung der Betriebe gleichkommen, und weil der Stundenlohn der Tischler zu denen der verwandten Gewerbe im richtigen Verhältnis steht." Auf diese heransfordernda Antwort erfolgte die Arbeitsniederlegung am 6. Juni 1912. Nach dreimonatlicher Dauer des Streiks wurde von dritter Seite der Versuch unternommen, Verhandlungen in die Wege zu leiten, die Unternehmer lehnten diese jedoch ab. Als nach dreivierteljähriger Streikdauer der Amtmann des Bremischen Amtes erneut bei den Parteien anfragte, waren auch die Unternehmer endlich zu Ver- Handlungen bereit. Von dem Zehnstundentag wollten sie allerdings noch immer aus Prinzip nicht abgehen; aber auch dieser Trotz wurde schließlich gebrochen. Der jetzt nach langwierigen Verhandlungen zum Abschluß ge« kommene Vertrag bringt für die Untcrwescrorte sofort die 9 VH stündige tägliche Arbeitszeit; mit dem 1. Oktober 1915 wird die geforderte 56stündige wöchentliche Arbeitszeit durchgeführt. Ter Stundenlohn, der bei Beginn des Streiks 54 Pf. betrug, wird sofort auf 59 Pf. erhöht und steigt während der Vertragsdauer auf 64 Pf., so daß eine Erhöhung des Lohnes von 10 Pf. pro Stunde erreicht wurde. Ter Vertrag bringt die Regelung der sonstigen Arbeits- bcdingungen, eine Erhöhung der Zuschläge für Ueherstunden, Nacht« und Sonntagsarbeit sowie Festlegung der Montagezuschläge. In den letzten Wochen des Kampfes versuchten auch die Hirsch-Duncker- schen Gewerkschaften, im Trüben zu fischen. Von dem Hirsch« Dunckerschcn Sekretariat in Bremen wurden den Unternehmern Forderungen unterbreitet; nach Aussage der Unterivhmer wollten sich die Hirsch-Dunckerschen mit der S8stündigen Arbeitszeit bc- gnügen. Die Unternehmer haben es jedoch vorgezogen, mit dem Deutschen Holzarbcitervcrband zu verhandeln und mit ihm einen Vertrag abzuschließen. Trotz mancher Widerwärtigkeiten, die bei diesem langen Kampfe zu überwinden waren, hielten die Streikenden fest ge- schlössen zusammen. Sie führten den Kampf in dem Bewußtsein, einen Gegner niederringen zu wollen, der sich bisher damit brüstete, allein das Recht zu besitzen, die Lohn- und Arbeitsbedingungen zu bestimmen. Mit dem Vertragsabschluß ist dies in vollem Maße ge- lungen. Der Streik begann am 6. Juni 1912, die Arbeit wurde cun 3. April 1913 wieder aufgenommen. Bildhauerstreik in Leipzig. Infolge Scheiterns der Tarifverhand» lungen mit der Bildhauer-Zwangsinnung stellten am Freitag 63 Bildhauer Leipzigs die Arbeit ein. Um Vermeidung des Zu- zugs wird gebeten. Theorie und Praxis. Auf dem Gelände der Internationalen Baufachausstellung irr Leipzig, die in wenigen Wochen eröffnet werden soll, wird gegen-- wärtig mit Hochdruck, aber auch mit einer gehörigen Portion Rück- sichtSlosigkeit gegen Leben und Gesundheit der dort beschäftigten Arbeiter gearbeitet. Die Bauarbciterschutztommission in Leipzig hat deshalb Erhebungen vorgenommen und dabei eine Anzahl Mängel festgestellt, die auf der doch vorbildlich sein wollenden Baufachausstellung nicht möglich sein sollten. Kontrolliert wurden 41 Bauten, an denen beteiligt find 24 Maurergeschäftc, 15 Zim« merergeschäfte, 4 Malerfirmcn, 7 Stuckgeschäft«, 5 Zementgeschäfte und 3 größere Unternehmungen der Metallindustrie. Außerdem kamen nock; eine Reihe anocrcr, namentlich kleinerer Berufe, in Betracht. Festgestellt wurde: An 11 Baustellen war überhaupt keine Baubude; in den vorhandenen Buden war vielfach kein Boden, kein Ofen und keins oder nur ein Fenster. Sitzgelegenheit gibt» nur in beschränktem Maße. Die Firma Kammerer aus Dresden führt eine Rutschbahn im Vergnügungspark aus. Als Aufcnthaltsraum benutzen die Arbeiter einen Raum des Gerüstes, der 15 Meter hoch gelegen ist und weder Fenster noch Ofen Hat. Durch den Baukontrollcur auf diese Art„Baubude" und noch andere Mißstände aufmerksam gemacht, meinte der Sohn des Unternehmers: Die Leute gehen ja in die Kantine; übrigens ist es überhaupt nicht nötig, bei Ausstellungsbauten Baubuden auf» zustellen! Weitere Mängel wurden sodann an den Gerüsten festgestellt: Schutzgerüste waren so gut wie gar nicht vorhanden, namentlich fchjten sie fast völlig bei den Arbeiten der Eisen- industrie. In sckuviudelndcr Höhe arbeiteten Schlosser und Mon« teure an den Eiscnhallen ohne jedweden Schutz. In dem Aus« tellungsteil„Alt-Leipzig" dient den Malergehilfen ein Raum zur Unterkunft, in dem Farben, Leitern sowie allerhand Handwerks- zeug und Arbeitsgerät aufbewahrt werden, olwöohl die blindes- rätlichen Vorschriften das verbieten. Dann mangelt es �fast überall an Aborten; an 13 Arbeitsstellen war überhaupt keiner. Aus 100 und mehr Leute kommen ein oder höchstens zwei Sitze, obwohl für je 25 Arbeiter ein Sitz vorhanden sein soll. Das Ergebnis der Kontrolle, das hier nur kurz skizziert ist, klingt wie Ironie, wenn in den Hallen, die unter solchen Verhält- nisscn erbaut wurden, in einigen Wochen Modelle, Zeitschriften, Verfügungen. Gesetzentwürfe usw. zur Verbesserung des Bau« arbciterschutzes ausgestellt werden, um dem Publikum zu zeigen, was alles zum Schutze und zum Wohle der Bauarbeiter geschieht. Wie es in Wirklichkeit mit dem Bauarbeiterschutz beschaffen ist, das zeigen die Kontrollen der Bauarbeiterschutzkommissionen. Eine wirkliche Durchführung des Bauarbeiterschutzes ist eben nur mög- lich, wenn unabhängige Arbeiterkontrolloßre die Aufsicht üben. Aussperrung in der Papierindustr�. Die Firma I. G. Evpen in Winsen a. d. Luhe hat ihre Arbeiter ausgesperrt. Anfang März reichten die Maschinisten und Heizer Forderungen auf Erhöhung des Tagclohnes ein. Ihr bisheriger Lohn betrug bei ILstündiger Schicht 4,20 M. resp. 4,50 M. Der Unternehmer lehnte jede Ver- Handlung mit Vertretern der Organisation ab. Als die Maschi- nisten und Heizer daraufhin kündigten, ließ die Firma der Ar- beitcrschaft des ganzen Betriebes die Kündigung zugehen. Die Be- mühungen der Verbandsvertreter, eine Einigung herbeizuführen, 'cheiterten. Im Ausstand befinden sich 160 Arbeiter und Arbeite- rinnen. Zuzug ist fernzuhalten. verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: ib-GWe. Berl'N. Druck u. Vertag: Vorwärts Vuchdr. Ii Veriagsanilaij Paul Singer 4 Co., Berlin 5W, Letzte Nach richten. Italiens Menschenopfer im italienisch-türkischen Kriege. Rom, 5. April.(W. T. B.) Nachdem heute die letzte Liste der im italienisch-türkischen Kriege gefallenen Italiener vcröftcnUicht worden ist, beziffert sich der Gesamiverlust auf italienischer Seite auf 92 Offiziere und 1391 Mann. Rückgang der Meischvergiftungen im Solinger Bezirk. Solingens 5. April.%(P. C.) Die Zahl der an Fleischver« giftung Erkrankten ist heute etwas zurückgegangen. Immerhin liegen noch ungefähr 400 Personen im Solinger Bezirk krank danieder. Das Skahrungsmittel-Untersuchungsamt in Solin- gen nimmt mit den vergifteten Pferdefleischresten Füttcrungsver- üchc an weißen Mäusen vor. Das Ergebnis der bakteriologischen Untersuchung bei dem Pfcrdchackfleisch und den Pferdcwürsten, die die Vergiftungen verursacht hatten, steht noch aus. Ein Torf in Flammen. Salzburg, 5. April.(SB. T. B.) In Nußdorf bei Oberndorf an der Salzach brach in einem Gasthause ein Brand aus. Das Feuer, dessen Ausbreitung vom Winde begünstigt wurde, ergriff die Kirche, der Kirchturm stürzte ein, die Kirche brannte aus und ist gleichfalls dem Einsturz nahe. Bisher sind 21 Häuser ein- geäschert. Aus Salzburg wurde militärische Hilfe requiriert. Raubüberfall. München, 5. April.(SB. T. B.) In einer Wohnung der Georgenstraße erschien heute ssormittag ein unbekannter Mann, der sich dem Dienstmädchen gegenüber als Telephonarbeiter aus» ,ab. Er schnitt das Hörrohr ab. schlug das Dienstmädchen nieder, mebelte es, stahl einen größeren Geldbetrag und entfloh.__ Hierzu 5 Beilagen. Nr. 80. 30. Jahrgang. 1. KeilU des Jutiirts" fittlintt üolhslilntt. Zauntag, 6. April 1913. Reichstag 132. Sitzung. Sonnabend, d e n 6. A p r i l 1913, nachmittags 2 Uhr. Am BundeSratStisch: Kühn. Auf der Tagesordnung steht der Etat des Reichstags. Hierzu liegen zwei Anträge der Nationalliberalen vor. . Die Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, �- � �nS Diäteng e s e tz dahin abgeändert wird, daß den Mitgliedern des Reichstags freie Fahrt während der Dauer der Legislaturperiode auf den deutschen Eisen- bahnen gewährt wird. 3-. Den Reichskanzler zu ersuchen, baldmöglichst den Entwurf eme? Gesetzes vorzulegen, durch welchen die Wahlprüfungen eurer gerichtlichen Behörde überwiesen werden. Abg. Basscrmann snatl.): Wiederholt ist unser Antrag auf freie iZi?enbahnfahrr während der Legislaturperiode einstimmig an- genommen worden, aber der Reichstag muß sich in Geduld fassen. Der gegenwärtige Zustand, bei dem eS von Zufälligkeiten abhängt, ob der Reichstag vertagt oder geschlossen wird, zuweilen von einem b.s°nd.er°nWunsche des leitenden Staatsmannes mit oder «ahne Zylinder, ist des Reichstages nicht würdig. Man führt an, die Gewährung der Freikarten würde dazu führen, dass die Abgeordneten Ugttation lreibeu. DaS ist ein ganz veralteter Gesichtspunkt. Die Agitation wird unter allen Ilmständen betrieben, höchstens fahren Vre Abgeordneten nicht in der ersten, sondern in der zweiten und dritten Klasse, und die erste wird noch mehr entvölkert als so 1chon. Wünschenswert wäre es auch, daß die Regelung der Materie recht bald erfolgt, damit nicht ein Zusammenhang zwischen ihr und den Decklingsvorlagen vermutet wird.(Sehr gut l links.) Abg. Stücklcn(Soz.): Die Schulo an der unwürdigen Behandlung des Reichstages trägt die bürgerliche Mehrheit.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Herr Bassermann hat mit Recht darauf hin- gewiesen, daß wegen der Eisenbabnfahrkartcn keine Fahrt zur Agitation mehr oder weniger gemacht wird, die Agitationsreisen werden in jedem Falle gemacht. Wir werden dem Antrage der Nationallibe- ralen zustimmen. �Sie verlangen aber in einem zweiten Antrag, daß die W a h lp r ü f u n g e n dem Reichstage entzogen werden. Nach der Verfassung soll verhütet werden, daß eine Instanz außerhalb des Reichstages einen Einfluß auf seine Zusammensetzung ausübt. Der Antrag der Nationalliberalen ist wohl aus einer momentanen Verstimmung über die Vorgänge, die wir bei Wahlprüfungen erlebt haben, geboren. Jedes deutsche Parlament hat das Recht, die Mandate seiner Mitglieder selbst zu prüfen, mit Ausnahme des ruichsländischen, dessen Mandat von dem Oberlandesgericht in Colmar geprüft werden, und man muß zugebe», daß dieses Oberlandesgericht sehr rasch gearbeitet hat und daß man seinen Entscheidungen zustimmen lanii.(Abg. Bassermann: Na also I) Wollen Sie die Prüfung der Reichstagsmandate vielleicht dem Oberlandesgericht in Colmar überweisen, Herr Bassermann, und wollen Sie auch die Garantie dafür übernehmen, daß dieses Oberlandesgericht, dessen Zusammensetzung doch eine ivechsclnde ist, innner in so zufriedenstellender Weise arbeiten wirq. Die Wege der bürgerlichen Justiz sind so wunderbar, daß wir großeBedenken haben, einem Gerichtshof die Prüfung der Mandate zu übertragen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Gewiß ist die Art und Weise, wie der Reichstag vorgeht, nicht immer einwandfrei, mehrfach ist M a ch t v o r R e ch t gegangen — ich brauche nur an die Fälle B u ch w a I d und Braun zu erinnern. Wenn aber die Mehrheit das Recht beiseite geschoben hat, so darf das doch nicht dazu führen, daß der Reichstag aus ein Recht verzichtet Der Antrag beweist nur, wie sich die Nationalliberalen immer mehr nach der reaktionären Seite entwickelt haben. Im Februar 1899 führte gerade Herr Bassermann hier aus, daß eine Aendcrung des Wahlprüfungssystems eintreten muß, daß er sich aber nicht für eine Ueberweiiung der Wahlprüfungen an einen Gerichtshof aussprechen könne.(Hört! hört! bei den Sozialdemo- Iraten.) Sie könnten an die einzelnen Abteilungen des Reichstages überwiesen werden, und in zwei bis drei Monaten sämtlich erledigt sein. Im Februar 1910 nannte der nationalliberale Abgeordnete H e i n z e den Vorschlag, die Wahlprüfungen einem Gerichtshof zu übergeben, kaum akzeptabel. Im Februar 1912 fand der Abgeordnete I u n ck diesen Vorschlag bereits sehr Rleines Feuilleton. Die Trabrennbahn von Angnst Endcll. Es ist freilich fatal, daß die besten Architekturen, die wir zustande bringen, dazu vcr, dämmt zu sein scheinen, kulturell wertlosen Zwecken den Rahmen zu geben. Neulich sprachen wir vom Kientopp des Oscar Kauf- mann; heute ist über die Trabrennbahn des August Endell zu bc- richten. Wenn man den Glauben hat, daß alle Architektur Aus- druck für bestimmte Lebenskreise ist und nur als solcher Ausdruck historischen Wert und Anspruch auf Ewigkeit besitzt, so muß man sagen, daß mit dieser Kieutopp- und Trnbrennarchitektur irgend- etwas nicht in Ordnung ist. Es ist nicht anzunehmen, daß der Betrieb der Schieber und Pferdemasseurc von der Weltgeschichte für würdig befunden werden sollte, seinen architektonischen Apparat als Dcnkn'.al nach dem Vorbild der pharaonischcn Pyramiden er- halten zu bekommen. Es steckt eine kulturelle Lüge in der Bau- kultur der Kinos und der Schcnkclci. Darüber muß man sich klar sein, wenn eine Leistung wie die des August Endcll beurteilt werden soll. Nach solcher Distanzierung ist dann allerdings zu sagen, daß August Endcll mit dieser Rennbahn den Beweis gab, daß er ein Konstrukteur von sinnlichem Intellekt und einer raffinierten Züch- tung der Nerven ist. Er hat die Grübeleien, von denen er von Jugend auf besessen war, zu produktiver Kraft entwickelt. War es vielleicht nicht unberechtigt, ihn zuweilen einen bizarren Orua- mentikcr, einen grätigen Phantasten, zu heißen, so muß man heute sagen, daß er ein Logiker des Minimums und damit ein Klassiker der Zweckmäßigkeit wurde. Was er da draußen in Martendorf auf den Sand gestellt hat, sieht auf den ersten Blick ganz einfach u>ch alltäglich aus. Wenn man aber näher zuschaut, empfindet man das Geistreiche der einzelnen Baukörper und die Großzügigkeit der Gesamtanlage. Was zunächst diese betrifft, so muß man zum Vergleich etwa Karlshorst entgegenstellen; hier eine üble Zer- rissenhcit, in Mariendorf ein von Haus zu Haus greifendes Um- fassen und damit die Erzwingung einer gewaltigen Raumvor- ftcllung. Man mutz sich diesen Eindruck von der ersten Tribüne aus oder von dem Rcstaurationspavillon verschaffen; dann weiß man sofort, daß Endcll zum Architekten reif wurde. Die einzelnen Bauten verblüffen durch die Leichtigkeit, das Zerbrechliche, das Unmatcriellc, das Motorische. Die Eisenkonstruktionen sind von faszinierender Schönheit. Endcll duldet keine Festigkeit; er macht alles locker, durchsichtig, schwebend. Die großgcmcsscncn Dächer hängen, ohne, daß man zunächst weiß, wie das geschieht; sie hängen aber doch überzeugend. Die Glaswände stehen wie Wag- nisse; die Brüstungen scheinen ein dünnes Geflecht zu sein. Und doch spurt man überall und aus allem eine elastische Festigkeit. Es ist alles neu und eigen empfunden; und selbst da, wo leichte Anklänge an Schinkel und(an der Rückseite der zweiten Tribüne) an Griechenland zu spüren sind, überwiegen doch die Intelligenz und das Temperament des modernen Fanatikers der Präzision. Jedenfalls; für uns, die wir auf mannigfachen Wegen die neue. die reine Kultur suchen, werden die Bauten des August Endcll akzeptabel. Fetzt haben sich die Nationalliberalen noch weiter nach rechts cntlvickelt und verlangen einfach die Uebertragung der Wahlprüfungen an einen Gerichtshof. Mindestens hätten die Antragsteller dock sagen müssen, an welchen Gerichtshof; es geht doch nicht an, beispielsweise die bayerischen Wahlen vom preußischen Kammergericht prüfen zu lassen. Oder soll es ein Senat des Reichsgerichts sein? Gerade die Nationalliberalen klagen doch so sehr über die Ueberlastung des Reichsgerichts. In der Presse aller Parteien wird mit Recht darüber geklagt, daß zwei, drei, vier Jahre, in einem Fall sogar einmal fünf Jahre vergangen sind, ehe über die Gültigkeit eines angefochtenen Mandats ent- schieden war. Die Schuld liegt nichtwn der Wahlprüfungskommission, sie arbeitet so fleißig wie nur irgend eine. Die Schwierigkeit liegt in der Materie und in der Methode. Die Wahlprüfnngs- kommission müßte selbständiger für die Beweiserhebung gestalict werden, das allein kann zur Beschleunigung des Verfahrens führen. Der Referent sowie der Korreferent der Kommission müßten im Ein- Verständnis mit dem Vorsitzenden sich einfach an die Gemeindevor- steher wenden können und eine einfache Anfrage würde ergeben, ob der betreffende Wähler ein Deutscher gewesen ist oder nicht. In ein bis zwei Tagen könnte die Antwort da sein und die Arheit könnte weiter gehen. Es handelt sich ja in den meisten Fällen nur um ganz einfache Auskünfte, etwa ob der Wähler Armenunterstützung bezogen hat und dergleichen Dinge, die durch telephonische Anfrage erledigt werden können, während es jetzt Wochen- und monatelang dauert, ehe der Reichstag eine Auskunft bekommt. Bei schwierigen Dingen allerdings, wo Zeugen vernommen werden müssen, muß ein Gerichtshof damit beauftragt werden. Heute sind aber die Gerichte gar nicht verpflichtet, einem solchen Wunsche des Reichstags Folge zu leisten. Weigern sie sich, so mutz ein Verwaltungsgericht damit betraut werden. Auch hier Würden die Schwierigkeiten nicht so groß sein, wenn nicht der lange Instanzen- zug wäre. Erwägenswert wäre auch noch, ob die Wahlprllfungskommission nicht in der sitzungsfreien Zeit arbeiten soll. Die Kosten, die daraus emstehen, wenn die Wahlprüfungskommission in dem ersten Jahre das ganze Jahr hindurch arbeiten würde, können gegen- über der raschen Erledigung der Wahlprüfungen gar nicht in Frage kommen. Wer soll denn die Wahlen prüfen, wenn nicht der Reichs- tag selbst? Trotz aller üblen Erfahrungen, die gerade wir Sozial- demokraten gemacht haben, sind wir dagegen, die Wahlprüfungcn dem Reichstage zu nehmen und einem Gerichtshof zu übertragen. (Bravo! bei den Sozialdemokraten.), Abg. Dr. v. Calker(natl.): In vielen Punkten muß ich dem Vorredner beistimme n. Gewiß würden wir bei Annahme unseres Aiu�ages auf ein Recht des Reichstags verzichten. Ich wäre der letzte, der ein Recht des Reichstags aufgeben wollte, Ivenn nicht ganz durchschlagende Gründe vorliegen. Diese Gründe hat aber der Vorredner angeführt. Bei dem jetzigen Zustand werden die Wahlprüfungen vielfach verschleppt und das führt zu dem Miß« Verhältnis, daß wichtige Beschlüsse gefaßt werden können mit geringer Mehrheit, bei der Abgeordnete waren, deren Mandat nachher kassiert wird. Der Hauptzweck unseres Antrages ist also dahin zu wirken, daß Wahlprüfungen nichr ver- schleppt werden. Etwas anders läge die Sache, wenn die Ent- scheidungen der Wahlprüfungskomniission endgültig wären, aber das endgültige Entscheidungsrecht Hai bekanntlich das Plenum und dies entscheidet erfahrungsgemäß lediglich nach Macht- fragen, nach Parteien. Wir halten aber die Entscheidungen über Wahlprüfungen für Urteilssprüche. Für Urteilssprüche verlangen wir vor allem Unparteilichkeit und niemand wird behauplen, daß der Reichstag in Wahlprüfungsfragen unparteiisch sei. Daher wünschen wir die Ueberweisung dieser Prüfungen an ein un- parteiisches Gericht. Das Oberlandesgericht Colinar hat ja sehr schnell gearbeitet.(Abg. Spahn: Es war auch danach!) Gewiß feine Entscheidungen sind auch kritisiert worden von den Parteien, die dabei schlechte Geschäfte gemacht haben.(Heiterkeit.) Ich würde borschlagen, um das Reichsgericht auch vor der Möglich- keit zu bewahren, daß ihm politische Poreingenommenheit vorge- worfen werden kann, dazu überzugehen, Wahlprüfungs- s e n a t e zu errichten an dem zu errichtenden Reichs Verwaltungsgericht und nur bis zu dessen Gründung am Reichsgericht. Diese Wahlprüfungssenate wären zu besetzen ans Richtern und Abgeordneten mit der Majorität der Richter. Das englische Parlament hat sich auf diesen Standpunkt gesielll, während früher der König die Entscheidung hatte. Wenn die Engländer gescheiter geworden sind, warum soll nicht auch die uationalliberale Partei gescheiter das Einzige sein, was uns diese Trabrennbahn eines Besuches wert erscheinen läßt. R. Br. Wo ist er? Das ist eine neue Filmidee: Wo ist Colctti? In diesem Flimmerstück handelt es sich um einen Privatdetektiv, der wettet, daß er unerkannt drei Tage lang in Berlin herumlaufen könne, auch wenn die ganze Bevölkerung mit einer Tausender- belohnung auf ihn gehetzt werde. Gut. Ich aber frage; Wo ist Lothar? Wo ist der verkrachteste Thcatcrdirektor der Residenz? Er muß doch irgendwo leben, existieren... Schweigen. Er muß doch wie lvir jeden Morgen aufstehen, seinen Kaffee trinken, und daran zurückdenken, wie ihm noch die Berliner Polizei traute, Wie man eben einem hlumigcn Fcuillctonistcn traut, der noch nie etwas Staatsgcfährlichcs gc- schrieben hat. Schauspieler ruinieren, du lieber Gott, wem passiert das nicht einmal! Aber: Wo ist Lothar? Es gibt so Fragen: Wo ist der Schutzmann, der eine Hand abhackte, der frei denkciidc Verwaltungsbcamtc in Preußen, der Unteroffizier, der keine Soldaten drangsaliert, der Mann der sich bei Sicht eines bunten Rockes nicht den. Hals abdreht, Lothar, der Nachfolger von Jagow..., wo sind sie? Man findet sie nicht. Man müßte suchen. Suche»; das heißt hier. Vorhandenes zunächst einmal abschaffen. Dann erst ist der Durchblick frei, dann kann man schon suchen, und braucht nicht mehr zu fragen: Wo ist er? Läßt sich das Abtreiben von Luftschiffen vermeiden? Zur Beant- wortuug dieser Frage muß man natürlich voraussetzen, daß olle Einrichtungen eines Lustschiffes, namentlich der Motor, intakt hleibt. Das dürste mit dem Fortschritt der Motorentechnik auch immer mehr zutreffen. Dann kann es sich nur noch darum handeln, festzustellen. oh die Windgeschwindigkeit so groß werden kann, daß ein Luftschiff sich nicht gegen sie zu behaupten vermag. Auch diese Frage ist nichts als eine Frage der Motorcntechnik. Denn wenn die Motoren eines Luftschiffes stark genug sind. wird es sich auch gegen den stärksten Wind behaupten können. Wir sind gewöhnt, bei unserer modernen Technik nichts für unmöglich zu halten. Aber daß man in den nächsten Jahren loird Motoren zur Verfügung haben, die diese Forderung erfüllen, daran ist nicht zu denken. Denn die dazu erforderliche Kraft, ein Lustschiff gegen den Wind zu treiben, wächst nickt in demselben Maße, wie die Windgeschwindigkeit, sondern viel schneller. Ein Schiff, das sich gegen 15 Meter Wind- geschwindigkeit Hehauptet, kann nicht gegen 39 Meter ankommen, wenn man die Motorenkraft verdoppelt, man muß sie vielmehr vervierfachen. Und mit solchem Forschritt in der Motorenteckmik dürfte es doch noch einige Weile haben. Hoffentlich iverden wir aber ebenso sehr enttäuscht wie einst der KriegSmiiiister Roon, der es so ziemlich für ausgeschlossen hielt, daß man Lustschiffe Würde bauen können, die ordentlich direktionSsähig sein können. Zu einem Petenten sagte er einst;„Fahren Sie mit Ihre»: Luftschiffe von hier nach Potsdam, kehren Sie dort um und kommen Sie auf demselben Weg zurück, so gebe ich Ihnen sofort 190999 Taler, aber vorher keinen Pfennig!"� werden.(Heiterkeit). Die Hauptsache ist nun, daß die Mängel des heutigen Verfahrens beseitigt werden, das liegt im Interesse des Ansehens und der Würde des Parlaments.(Bravo!) Abg. Dovc(Vp.) Wir stimmen dem ersten Antrag der Nationalliberalen zu. Den zweiten ersuchen wir der Geschästs- ordnungskommission zu überweisen. Die Frage ist noch sehr un» geklärt, wie die Ausführungen der Vorredner bewiesen haben. Abg. Dr. Spahn(Z.): Dem Antrag in bezug auf das Diäten- gesetz stimmen auch meine Freunde zu. Den anderen Antrag lehnen wir ab. Eine Decapitatio des Reichstags können wir nicht zugeben. Gibt der Reichstag das Recht der Wahlprüfung aus der Hand, so beraubt er sich auch der Möglichkeit Mißbräuche bei der Wahl, Ver- stöße gegen die geheime Wahl hier öffentlich an den Pranger zu stellen. Im Interesse des Ansehens des Reichstags bitte ich den Anlrag abzulehnen. Abg. Dr. Arendt(Rp.): Der Antrag über die Freifahrtkarten liegt auch im Interesse der Regierung und deS Landes. Wir haben seit Bestehen des Diätengesetzes erst einmal einen Schluß der Session gehabt. Die Beseitigung der dauernden Vertagungen liegt im öffentlichen Interesse. Auf die Dauer kann sich die Regierung voch dieser Forderung nicht widersetzen; daher sollte sie sie schnell erfüllen.— In dem anderen Antrag sehe ich keine Decapitatio deS Reichstages. ES liegt im eigenen Interesse des Reichstages, daß die Wahlprüfungen schnell und unparteiisch erfolgen. Den Vorschlag v. CalkerS hatte ich für praktisch undurchführbar. Dem Antrage auf Ueberweisung an die GeschäftSordnungskommission stimme ich zu. Ich hoffe aber, daß er dort nicht ebenso begraben wird wie die übrige Revision der Geschäftsordnung, von der man gar nichts mehr hört. Abg. Dr. Neumann-Hofcr(Vp.): Eine Beschleunigung der Wahl- Prüfungen ist in dieser Session schon dadurch erreicht worden, daß der Herr Präsident die Wahlprüfungen immer sehr bald nach ihrer Erledigung in der Kommission aus die Tagesordnung gesetzt hat. Ich hoffe, daß es bei dieser Uebung bleiben wird. Vielleicht wäre ein Ausweg dahin denkbar, daß der Reichstag die endgültige Entscheidung der Wahlprüfungskomunssion überläßt, die schließ- liih auch in der scssionsfreien Zeit tagen könnte. Um die erziehliche Wirkung der Verhandlungen über Wahlprüfungeu auf die Bevölke- rung, auf die Herr Spahn hinwies, zu erhalten, könnte man ja diese Kommissionsverhandlungen zu öffentlichen machen. ♦ Abg. Fischer-Berlin(Soz.): Der Ueberweisung der Resolution an die GeschäftSordnungS- kommission widersprechen auch wir nicht, wenn ich auch nicht glaube, daß dabei viel im Sinne des Antrages herauskommen wird. Die wichtigste Frage ist, wem der Reichstag sein Recht abgeben soll, und ob es dadurch besser werden kann, und da erkläre ich, für mich ist der Antrag Bassermaun unannehmbar. Ich werde doch nicht dieses Recht der Wahlprüfung abtreten zu einer Zeit, wo die größte Partei des Landes nicht einmal hier im Hause als gleichberechtigt anerkannt wird, zu einer Zeit, wo der deutsche Richtcrstand in der ä r g st e n Klassenjustiz be- fangen ist. Gerade das ruft ja unser Mißtrauen zu dem Richter« stand hervor, daß die Richter ja kein Verständnis für die Weltanschauung der Leute haben, über die sie zu Gericht sitzen. Ich freue mich, daß hier offen zugegeben wurde, die Wahl- Prüfungen werden nicht als Rechtsfrage, sondern als Machtfrage behandelt. Ob politische Einflüsse bei einer Wahl sich geltend gemacht haben, wird lediglich unter dem Gesichtspunkt betrachtet, was die einzelnen Parteien dabei gewinnen. Dieser Umstand er- klärt ja auch die Umfülle, die wir erlebt haben. Sehr erfreulich demokratisch hat Herr Spahn hier gesprochen, aber man muß bedauern, daß er dabei so selten seine Partei hinter sich hat; sie ist ja, die bei solchen Fällen am meisten umfällt.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es war von normalen Fragen die Rede, die ein Gericht prüfen könne, z. B. die des W o h n s i tz e s. Aber auch das ist gar keine formale Frage. Unter der Frage des wechselnden Wohnsitzes haben vor allem die A r b e i t e r n: a s s e n zu leiden, und so sehen Sie, daß bei der Entscheidung des Begriffes „Wohnsitz" das Interesse einer großen Partei berührt wird. Auch die Frage der Geheimhaltung der Wahl ist eine äußerst wichtige politische Frage. Die Frage der Beeinflussung der Wahl durch den schlimmsten TerroriSmuS der Unternehmer, der sich jahrzehntelang im Kohlenrevier gellend gemacht hat, hat noch n i e znr Beanstandung einer Wahl geführt. Glauben Sie etwa, daß die Richter den Arbeitern größeren Schutz angedeihen lassen würden? Terrorismus der Unternehmer würden Sie sicherlich Heute, nach wenigen Jahrzehnten ist eS ein leichtes, Roons Befehl zu erfüllen. Theater. Ka in n: er spiele.„Die'Ein nähme von Berg-op Zoom". Komödie von Sacha Guitry. Der historisch gelehrte Titel, der gewissenhafte Leute zum Nachschlagen im KonversationS- lexikon anstacheln kann, deckt scherzhaft nur eine ganz moderne Pariser Sckwankkomödie. Der Vstfassör, Sohn des wcitbcrühmten französischen Schauspielers Lucien Guitry, zeigt eine anmutig unter- haltsamc Plauderkunst, die durch die ausgezeichnete, jede kleinste Pointe herausarbeitende Darstellung der Kammerspicle unterstützt, dem Stück zu einem unbestrittenen Heiterkeitserfolg verhalf. Milieu und Thema sind dieselben wie überall in diesem Genre; Herr- Ichaftcn, die im Gelde schwimmen und nichts als ihre Liebschaften in: Kopfe haben. Der Abwechselung halber tritt in die Stelle des gewöhnlichen Schürzenjägers hier ein vierzigjähriger Polizei- kommissar, der auf die Theorie der„großen Liebe" und des„ersten Blickes" eingeschlvoren ist. Für jeden Mann gibt es nur eine Frau, mit der er wahrhaft glücklich werden kann, eS kommt mir darauf an, das von dem Schicksal so voraus bestimmte Wesen aufzufinden und ihn: die gleiche Ucberzeugung beizubringen. Diese romantische Jugendschwärmerei vereinigt sich bei ihm sehr drollig mit einer potenzierten Unverfrorenheit. Seitden: er der tugendsainen Mahame Vannaire, die ihren trottelhaft verdrehten und durch- gängcriichen Gemahl in sechs Ehejahren noch nie betrog, einmal auf der Straße begegnete und dabei den ersehnten Herzensruck verspürte, durchstreift er jeden Abend die Lokale, die sie besuchen könnte, um sie beseligt anzustarren. Inmitten des witzig geschilderten Foyertreibens eines Pariser Theaters findet die erste Aussprackie statt. Je energischer sie sich jede Annäherung verbittet, um so verzückter setzt er ihr, sauft- mütig, siegessicher seinen Schicksalsglauben auseinander und prophe« zeit zuletzt, sie werde am nächsten Tage in seine Wohnung kommen. Ein Zufall führt sie wirklich zu ihm, und seine beharrlich starrsinnige Ueberzeugtheit, die erst so lächerlich erschien, erobert Position auf Position in ihrem Herzen. Die Einnahme der Festung Berg-op- Zoom, von der der Abreißkalender an der Wand erzählt, rückt gc- sährlich in die Nähe. Im Schlußakt amüsieren einige VerwechseliingSszenen gröberen Schwankkalibors. Schließlich willigt der anderweitig schon versorgte und rasch getröstete Ehemann gern in die Scheidung, und der romantische Kommissar wird seine überschwänglichen Theorien in einer richtigen Ehe zu erproben haben. W a ß m a n n brachte den Humor in der Rolle des polizeilichen Liebesfatalistcn mit fein diskreter Abtönung heraus. Ja. fast gelang es ihm, die witzig kombinierten Elemente zu e:nem Scheine psycho- logischer Einheit zu verschmelzen. Indem er lachen niachtc, rührte er' zugleich durch einen Gefühlston warmherziger Aufrichttgkeit. Eine treffliche, pariserisch lebendige Partnerin— stand ihm Leopoldine Konstantins Madame Vannaire zur Seite. Die dürftige Possensigur des Gatten gab B i e n s f e I d t erfreulicherweise Ge- legenheit, wieder einmal alle Lichter seiner grotesken Komik spiele« zu lassen."«U. nicht als Wahlbeeinflussunz gelten lassen, Wohl aber den so genannten Terrorismus der Arbeiter und Gewerkschaften, denn von der Schulbank an haben die Richter niemgls Verkehr mit Arbeitern gehabt und stehen ihre» Anschauungen fremd gegenüber.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Derselbe Richler, der ein außerordentliches Äerslündnis für die Vergehen von Studenten und Offizieren hat, ist d e r g r a u s a m st e B l u t- richter, wenn es sich um die Solidarität der Arbeiter handelt. Glauben Sie, daß der Mißbrauch von Beamten durch Richter verhindert werden könnte? Die meisten amtlichen Wahlbe- einflussungen finden in Ostelbien statt, und die preußischen tkandräte lümmern sich den Teufel um die Beschlüsse des Reichstags, iveil sie wissen, daß die Regierung ihnen kein Haar krümmt. Würde die Regierung den Beschlüssen des Reichstags beitreten, so würden solche amtlichen Mißbrauche sofort beseitigt sein, man braucht ja nur an die skandalösen Vorgänge bei der zweimaligen Wahl in S ch w e tz zu denken. sLebhaftcS Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Selbst die Bagatelle der Wahlurnen konnte erst durch die Berurtcilung der preußischen Regierung durch die Oesfcntlicheit erreicht werden. Und da sollen wir glauben, durch die Richter könnte etwas gebessert werden? Herr v. C a l k e r wünscht besondere Senate, in denen neben den Richtern auch Laien sitzen. Glauben Sie, daß auch nur ein einziger sozialdemo- kratischer Abgeordneter hineinkommen würde? Wie die Tinge heute liegen, sicherlich nicht. Hier in der Kominission des Reichstags sind wir gleichberechtigt, weil wir 110 Mann sind. Fragen Sie einmal die Konservativen, ob sie uns anerkennen würden, wenn wir nur 6 oder S wären. sZuruf rechts: Im preußischen Abgeord itetenhause I) Dort hat die Partei zehnmal mehr Stimmen als die Konservativen mit ihren üv Abgeordneten, und deshalb können Sie sie auch dort nicht erdrosseln, es ist schon Skandal genug, daß die Zahl der Abgeordneten dort nur S ist. sLebhaftcS Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Auch da hängt die Anerkennung der Partei nicht von Ihrem guten Willen und Ihrem Gerechtigkeitsgefühl ab. iSehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Dort haben Sie ja auch den Gendarmen zu Hilfe gerufen.(Vizepräsident Paaschc bittet den Redner bei der Sache zu bleiben.) Also einen VerwaltungS- gerichtZhof will Herr van Calkcr. Daö preußische OberverwaltungS gericht ist ein warnendes Beispiel. ES hat Gemeinde schöffcn und-Vorsteher abgesetzt, weil sie sozialdemokratischer Gr sinnung verdächtig waren. Und einem solchen Gerichtshof sollten wir die Entscheldung der Wahlprüfungen übertragen? Sie wünschen unabhängige Richter. Gibt es denn solche in Preußen? Vizepräsident Paasche: Sie dürfen nicht die Unabhängigkeit der preußischen Richter in Zweifel ziehen!(Lebhafte Ohorufe bei den Sozialdemokraten.) Abg. Richard Fischer(Soz., fortfahrend): Ich wende nnch gerade gegen die Instanzen, die die Unab- hängigkeit der Richter nicht respektieren. Vizepräsident Paasche: Auch in bedingter und fragender Form dürfen Sie die Unabhängigkeit der Richter nicht an- zweifeln. Abg. Richard Fischer(Soz.): Selbstverständlich gibt eS auch ein paar unabhängige Richter, aber wenn sie sich benierkbar machen, wird ihnen die Relativität ihrer Unabhängigkeit zu Geniüte geführt. Ich erinnere an Raven- ft e i n, der gegen seinen Willen an eine Zivilkammer Oer- fetzt tvurde, ich ertnnere an den Vorsitzenden des Moabiter Pro- zesjeS U n g e r, der vom Justizminister für seine durchaus zutreffende Rechtsbelehrung, ein Bürger könne einen Beamten, der ihn überfalle, ohne weiteres niederknallen, zur Verantwortung ge- z o g e n w u r d e, ich erinnere an den Richter, der als Vorsitzender eines nationalliberalen Vereins gegen«ine konservative Wahl agitierte, und deshalb zur Verantwortung gezogen tvurde. Mit der Würde deS RichterstandeS ist eben nur konservative Wahl- agitation vereinbar.(Sehr wahr I bei den Sozialdemokraten.) Und uiln das Reichsgericht. Bei dem Gedanken, ihm die Eni- scheidung der Wahlprüfung zu übertragen, erschrecke ich ge- r a d e z u. Als es errichtet tvurde, wollten es gerade die National- liberalen nicht in Berlin haben, weil eS da zu nahe der Zentral- sonne wäre. Sie meinten, da könnte das Richterschmalz Komödienhaus. Rudolf Spitzer, genannt Lothar, der erste Pleitedirektor, hat nichts als den Steckbrief des Staatsanwalts hinter sich gelassen. Dann wurde der Laden wieder eröffnet, um abermals wegen Mangel an Ucberfluß geschlossen zu werden. Jetzt versucht die Direktion Hartwig und Impekoven ihr Heil. Man kennt Toni Impekoven als drolligen Charaktcrkomiker. Seine Posse„H o ch h c r r s ch a f t l i ch c W o h n u n g c n", zu der Willy B r e d s ch n e i d e r die Musik geliefert, verwandelt das Komödien- Haus in das Hau? deS indischen Magiers. Ein Perlcberger Bonbonfabrikant will sich als Rentier in Berljn zur Ruhe setzen. Allein daS gelingt ihm nicht? beim Versuch, hier eine Wohnung zu suchen, wird ihm die Lust durch allerhand Hokuspokus vertrieben. Das sieht und hört sich ja recht ulkig an. Und man wünscht dem Verfasser gern, daß das Publikum Spaß daran finden möge. Georg B a s e l t in der Hauptrolle, Senta F ö n e l a n d und Martha A l t e u b c r g haben zweifellos biet Niespulver auf der Pfanne. Tot ist daS KomödicnhanS! Eö lebe der Kientopp I c. lc. Humor und Satire. Die heiligsten Gräber. O. dentfcheS Volk, darf eS gefchehn, Daß Dinge ans dem Spiele stehn, Die keine Macht dir wiederbringt, Wenn dich der Feind im Kampf bezwingt? Bedenke jetzt im Jnbcljahr,/ Wie'S doch vor hundert Jahren war: Der König rief, der Preuße kroch Befreit zurück ins alte Joch. Und dieS ihm teure Joch erscheint Aufs neue heut bedrängt vom Feind (Vom äußern leicht, von: innen, schwer), Drum brauchen wir ein starkes Heer. Beruhigt kreist des Preußen Blut Weiß er in dieses Heeres Hut Die höchsten Güter sonder Zahl. (Erwähnt sei die Dreiklassenwahl.) Drum bringe Opfergaben dar In Kassenscheinen wie in bar, Damit, o Volk, eh' es zu spät, Kein heil'geS Gut dir flöten geht. Von vaterländischer Kultur Blieb uns im Unglück nicht die Spur, Vergriffe sich der Feinde Schwärm Auch nur am preußischen Gendann. Fridolin. ?iotizen. — Die F r e i e H o ch s ch n I e B e r l i n hat jetzt auch Vor- m i t t a g S k n r s e eingerichtet, die Dienstag 11 Uhr im EafS Stein- platz(gegenüber der Hockiichule für Musik) b-ginncii. Die Kurse haben zum Gegenstand Einführung in die Philosophie Schopenhauers, Samariterkunst, englische Konversation. — Vereinigte Berliner Volksbühnen. Direktor Ritter vom Berliner Luisen-Theater hat das Berliner Walhalla- Theater gepachtet, daS er in Vereinigung mit dem Luisen-Theater pom 1. September d. I. ab fübren wird. — VortagSabend. Der blinde Dichter Oskar Baum liest am �14. April im Klindworth- Scharwenlsaal aus seinen Werken vor.. — Die Sternwarte der U r a n i a ist seit dem 1. April diese? JahreS in die Verwaltung der königlichen Sternwarte über- gegangen und wird als Uebungs-Sternwarte für die Studierenden der Univevsität dienen. Neben diesem ihrem Hauptzweck bleibt dem Publikum die Urania-Sternwarte zugänglich und ist am Sonntag, Dienstag und Freitag von 8—11 Uhr abends geöffnet. gar zuleicht schmelzen. Aber auch in Leipzig hat das Reichs» gericht eS verstanden, die politischen Bedürfnisse der Regierung zu unterstützen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Nehmen Sie z. B. die Frage des Unterrichts. Seinerzeit nahm das Reichsgericht an, Unterricht komme nur in Frage bei der schul- Pflichtigen Jugend. Als dann die Negierung die Arbeiterjugend zu drangsalieren wünschte, dehnte das Reichsgericht den Unterricht auf das fortbildungsschulpflichtige Alter aus, und jetzt, wo alles der .nationalen Jugendbewegung" zugeführt werden soll, ist vom Reichsgericht in einer Plenarentscheidung das.erziehungsbedürftige Alter" als das in Frage kommende Alter an- geführt. Ich zweifle keinen Augenblick, daß in den Augen des Reichsgerichts auch ich in einem sehr erziehungs- bedürftigen Alter bin.(Heiterkeit.) Noch viel schrecklicher sind andere Entscheidungen des Reichsgerichts.(Vizepräsident Paasche ruft den Redner zur Sache.) Es handelt sich darum, ob die Rechte des Reichstags einem Juristenkollegium über- geben werden sollen, und da untersuche ich die Chancen dafür und dagegen.(Vizepräsident Paasche: Ich bitte Sie. sich meinem Votum zu fugen!) Dann will ich nur noch einen Fall anführen Wenn jetzt Mlliter in einem Park am Brunnen zusammenstehen und über die Erziehung ihrer Kinder sprechen, jo sollten sie nach den, Urteil des Reichsgerichts gehalten sein, die polizeiliche Ge- n e h in i g u n g dazu einzuholen, weil es sich um Erziehungs- fragen handelt. Höher geht es nicht mehr. Da wird man wohl verstehen, daß wir soviel Mißtrauen in unseren Richterstand haben und ihm nicht das Vertrauen entgegenbringen können, wie es die nationalliberale Resolution will.(Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Bernstein(Soz.): Auch in England ist die Unzufriedenheit mit den Entschei düngen der Richter bei den Wahlprüfungen außerordentlich stark geworden, und zwar gerade bei der liberalen Partei. Abg. van Calker(natl.): Auch wenn die Wahlprüfungen einem Gerichtshofe zur Entscheidung überwiesen loerden, können die Miß Bräuche bei der Wahl öffentlich im Reichstage besprochen werden, wie daS Beispiel der Reichslande zeigt.— Daß auch in England die Kritik gegen die Entscheidungen der Richter nicht schweigt, ist mir bekannt, aber der Sprecher verhindert dort jede Anzweiflung der parteipolitischen Unbefangenheit der Rickter, wie cS hier der Herr Präsident getan hat.(Abg. L e d e b o u r(Soz.): Um so schlimmer!) Ich bedauere die scharfen Vorwürfe der Vorredner gegen unseren Richterstand, dessen Ehrenhaftigkeit nicht angezweifelt werden sollte. Abg. Bernstein(Soz.): Die Ehrenhaftigkeit der Richter habe ich nicht angezweifelt. EL kommt hier etwas ganz anderes in Frage. Ich erinnere nur an die unerhörten Urteile wegen MajeftätSbeleidi- g u Ii g aus dem Jahre 1378. Ein Richter, der selbst ein solches ganz exorbitantes Urteil gefüllt hatte und dies einem Bekannten von mir, auch einem Richter, erzählte, erwiderte auf die Frage: „Wie konnten Sie nur dazu kommen, dieses Urteil zu fällen „Bedenken Sie doch die Zeit!" Da sehen Sie, was in Richterkreisen vorkommen kann. Ein Parlament, das die Prüfung seiner Wahlen aus der Hand gibt, würde Selbstmord begehen. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Debatte schließt. Die Resolution betr. Wahlprüfungen ivird zur Voichrüfung an die Geschäftsordnungskommissioii verwiesen, die Resolution betr. Freifahrtkarlen wird gegen die Stimmen einiger Konservativer angenommen. Der Etat wird bewilligt. ES folgt die Beratung deS Titels aus dem Etat des ReichSfchatzan, ts, der 31 Millionen für die Krirgsveterane» vorsteht. ReichSfchatzsekretär Kühn wiederholt seine Erklärung aus der Kommission, daß die Regierung die Vorlegung eines Gesetzentwurfs zur Neuregelung der Bezüge der Kriegsteilnehmer beabsichtigt. Einen ganz bestimmten Termin könne er noch nicht angeben. Abg. Prinz zu Echocnaich-Carolath(natl.): Wir hoffen, daß die Vorlage bald kommt. Sollte sie bis zur Verabschiedung der Wevr Vorlage nicht vorliegen, so werden wir beantragen, diese Materie im Rahmen der Wehrvorlage zu regeln. Die Hauptsache ist die Erhöhung der Veteranenbeihilfen mindestens auf Ibl) Mark. Das würde sieben bis acht Millionen kosten. Die werden wir wohl noch anfbringen können bei den Milliarden, die wir sonst zu bewilligen sind. Warten können unsere Veteranen nicht. Der jüngste der Veteranen von 70/71 ist jetzt 6 3 Jahre alt. Die meisten Veteranen nähern sich den Siebzigern. Roch immer laufen Klagen darüber ein, daß beihilfeberechtigie Veteranen die Beihilfe nicht erhalten. Die politiicke Stellung darf unter keinen Umständen ein Grund zur Versagung der Beihilfe sein. Uuver- stündlich ist mir, weshalb an den vom Reichstag für die Veteranen- beihilfen bewilligten Summen noch erhebliche Ersparnisse gemacht worden sind. Abg. Schüpstin(Soz.): Der Schatzsekretär hat sich heute etwas vorsichtiger ausgedrückt als gestern. Er sprach nicht meht: von einer Erhöhung der Bezüge, sondern von einer Neuregelung. Wenn er sagte, die geäußerten Wünsche sollen berücksichiigt werden, so meinte er wohl auch die Wünsche deS Kyffhä userbundeS, auf dessen Eingabe ja der llleichSkanzler so entgegenkommend geantwortet hat. Wenn der Bund verlangt, daß nur solche Veteranen Beihilfen erhalten sollen, die wirklich bedürftig sind, so stehen ja auch wir auf dem Standpunkt, dahnurdieAedürftigkeitcntscheidensoll. Aberjetzt, woesnurnoch so wenige Veteranen gibt, wäre eS viel richtiger, wenn auch ein- nial ein paar Veteranen die Beihilfe zu unrecht bekommen, als wenn auch nur ein einziger sie nicht bekommt, der ihrer bedarf. (Sehr wahr! bei den Sozialdeniokraten.) Ich fürchte, daß der Kyffhäuserbund besondere Zwecke mit diesem Wunsch Per- bindet. Weiter verlangt der Bund, daß die Berbältnisse der ein- zelnen Länder und Provinzen bei der Bedürftigkeit entscheidend sein solle. Solch ein Wunsch mag 1895, als die Veteranenbeihilfen ge- schaffen wurden, einen gewissen Sinn gehabt haben, jetzt, wo wir vielleicht in 10 Jahren nur noch ein paar Veteranen haben, ist er völlig zwecklos und würde nur zur Verschleppung der Erledigung der einzelnen Gesuche führen, ebenso die Abstufung der Höhe der Unterstützung nach dem Grade der Bedürftigkeit. Dagegen können wir dem Wunsche zustimmen, daß die Witwen von Beihilfeenipsängern noch ein Jabr nach dem Tode des Veteranen die Beihilfe erhalten. Wir wünschen die E r- höhung der Beihilfe auf 360 Mark. Geht Ihnen das zu weil, so wäre mindesten« eine Verdoppelung der jetzigen Bei- Hilfen notwendig. Die ärztliche Untersuchung ist bei den alten Herren in der Tat völlig überflüssig. Auf viele Einzelfälle will ich nicht eingehen, nur einige besonders krasse. So wurden in Freiburg in einem Inserat Zylinder und andere abgelegte Sachen für Veteranen gesucht, damit sie bei der B c e c d i- g u n g ihrer Kriegskameraden wenigstens einigermaßen anständig er- scheinen könnten.(Hört! hört! bei den Soz.) Daß so etwa« nötig ist, gereicht insbesondere im Jubiläumsjahr dem Deutschen Roicki ivenig zur Ehre. In einem anderen Inserat bitter ein 76 jähriger Veteran um Gewährung eines Bettes.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ein anderer Veteran hatte einen Sohn, der in eine Provinzialirrenaustalt gebracht werden mußte, da er gefftesschwach war. Da der Mann nicht für seinen Sohn bezahlen konnte, ist ihm die Veteranenbeihilfe gepfändet worden. Ein Polizeibcamter erschien an dem Tage, wo ihm seine Beihilfe ausgezahlt wurde� und belegte sie sofort mit Beschlag. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Der WiNoe eines KriegSveteranen wurde die Beihilfe entzogen, als sie in einer Irrenanstalt als Toilettenfrau mit 11 Pf. die Stunde angestellt wurde, weil sie nun eine„gewinn- bringende Beichäftigung" hätte, wie daS Kriegsministerium schrieb.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Bekannt ist auch der in der Presse angeführte Fall, wo ein Expedient, der bisher 57 M. jährlich Zuschuß erhalten hatte, tm Mai 1912 vom Reichs- schatzamt den Bescheid erhielt:„Se. Majestät haben allergnädigst geruht, Ihnen an Stelle des bisherigen Pensionszuschusses von 57 M. jetzt einen solchen von 27 M. zu bewilligen." Also Se. Majestät haben allergnädigst geruht, dem armen Teufel 30 M. abzuziehen. Diese Einzelfälle genügen wohl. Sollte daS angekündigte Gesetz nicht so ausfallen, wie wir eS wünschen, so'werden wir dann genötigt sein, das Elend der Veteranen in vollen. Umfange aufzurollen. Jetzt müssen sich die Gemeinden schon der Veteranen annehmen. Als 1896 die Beihilfe beschlossen wurde, sagte der damalige Schatzsekretär:„ES dürfte ein Gedanke sein, der von Ihnen gern angenommen werden wird, Kriegsteilnehmer nicht an die Gemeinden zu veriveisen." Dann aber hat die Re- gierung so wenig getan, daß schließlich die Gemeinden, wollten sie nicht die Veteranen im bittersten Elend verkommen lassen, eingreifen mußten.— Einen grenzenlosen Unfug bedeutete der Wohltätigkcitsrummcl der bcriichtigten Kornbluuicntage, gar nicht davon zu reoen, daß man die Kornblumen zum Teil von Fabrikanten genommen hat, die von den Heimarbeiierinuen verlangt haben, sie sollten sie m ö g l i ch st umsonst herstellen.(Hört l hört I bei den Sozialdemokraten.) All daS beweist, wie wenig das Reich seine Pflicht erfüllt hat. Wenn jetzt nach der scharfen Kritik eine kleine Besserung eingetreten ist. so ist das anzuerkennen. Wer weiß, ob die Regierung sich zur Vorlage entschlossen hätte, wenn nicht die ungeheure Militärvorlage vor der Tür stände. Sie hat offenbar doch Bedenken getragen, die Millarden für die Heeresvorlage zu ver» langen, und nebenbei den Skandal der Veteranen« beihilfen bestehen zu lassen, und hat jedenfalls geglaubt, daß ein kleines Schönheitspflästerchen doch notwendig sei. Wir werden alles tun, damit die Vorlage ordentlich gestaltet Ivird. Wir erkennen an, daß der neue Schatzsekretär wenignenS etwas bcssereri Willen gezeigt hat, als die meisten seiner Lorgänger. Möge er nun ganze Arbeit machen und für seine alten KriegSveteranen ein- mal etwas Ordentliches tun, damit der Deutsche Reichstag endlich damit verschont wird, jährlich diese Debatten über die Veteranen zu führen, die dem Reiche nur zur Unehre gereichen können.(Bravo l bei den Sozialdemokraten.) Reichsschatzsekretär Kühn: Alle einzelnen Beschwerden über Nichtauszahlung der Beihilfen werden genau geprüst werden.— Im übrigen bedeutete meine heulige Erklärung keineswegs eine Ab- fchwachung meiner gestrigen in der Kommission. Wenn ich von Berücksichtigung der ausgesprochenen Wünsche sprach, so� ist damit schon gesagt, daß auch eine Erhöhung der Bezüge erfolgen soll. (Bravo!) Abg. Baumann(Z.): Für einen allgemeinen Ehreniold fehlen die Mittel, die Hauptsache ist, daß die mittellosen Veteranen Bei- Hilfen erhalten. Die Grenze der Hilfsbedürstigkeit müßte allerdings auf 900 M. erhöht werden. Das in Aussicht gestellle Gesetz be- grüßen wir. Wir erwarten die Vorlag» möglichst noch vor der Er« ledigung der neuen Militärvorlage. Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung: Montag 2 Uhr.(Erste Lesung der Militärvorlage und des Gesetzes über den Wehr» Beitrag.)_ Schluß b'/z Uhr. Mocken-Spielplan de? Berliner Cbeater. Köuigl. Opernhaus. Sonntag: Der Rosenkavalier. Montag: Carmen. Dienstag: Tie Walküre.(Ansang 7 Uhr.) Mittwoch: Bohöme. Donnerstag: Tristan und Jiolde.(?Ins. 7 Uhr.) Freitag: Manon. Sonn« abend: Der Freischütz. Sonntag: ilönigskindcr. Montag: Die Walküre. (Anfang 7 Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Ariadne auf NaroZ. Montag: Der Ausiauschleutnant. Dienstag: Die Fouimaiistcii. Mittwoch: Ariadne aus NaxoS. Donnerstag und Freitag: Veit Stoß. Sonnabend: Ariadne aus NaxoS. Sonntag: Die Nabenstcineriii. MoMag: Leit L-toß. (Ansang 7'/, UhrO Deutsches Opernhaus. Soimtagnachmiltag 3 Uhr: Fidelio. Abends: Das Mädchen aus dem goldenen Westen. Montag: Das Mädchen aus dem goldenen Westen. Dirnstag: Die lustigen Weiber von Windsor. Mittwoch: Tante Simona. Der Schleier der Pierrcttc. Donnerstag: Da» Mädchen aus dem goldenen Weste». Freitag: Tante Simona. Der Schleier der Picrirtte. Sonnabend: Oberon. Sonntag: DaS Mädchen au» dem goldenen Westen. Montag: Taute Simona. Der Schleier der Picrrettc.(Ansang 8 Uhr.) Deutsches Theater. Allabendlich: Der lebende Leichnam.(Ansang 7'/, Uhr.) Kammerspiete. Sonntag und Montag: Die Einnahme von Bcrg-ov- Zoom. Dienstag: Mein Freund Teddy. Mittwoch: Die Einnahme von Berg-oP-Zoom. Donnerstag: Frühling« Erwachen. Freitag: Die Ein- nähme von Berg-op-Zoom Sonnabend: Mein Freund Teddy. Sonntag und Montag: Die Einnahm« von Berg-op-Zoom.(Ansang 8 Uhr.) Lessing-Theater. Sonntag: TaS.Konzert. Montag: Der Biberpelz. Dienstag: Da» Konzert. Atstlwoch: Rose Bernd. Domierstag: Die 'he. Tod und vebcn. Frcilag: TaZ Konzert. Sonnabend: Sonntag: DaS Konzcr!. MoMag: Der B-berl>el-. (Anfang 8 Uhr.)...„ Berliner Theater. Soimtagnachmittag Uhr: Abends und an den übrigen Tagen: Fümzauber�(ansang 8 Uhr.) Theater in der«o.nggrät-cr Strastr. Sonntag: Da» Buch einer Frau Montag: Maöbelh.(Ansang 7'/. Uhr.) D-cnSIag: DaS Buch einer Frau Mittwoch: Die siwt Franlsurter. Donnerstag: Da» Buch einer Frau Freitag: Die süns FranksiUter. Sonnabend und Sonntag: Das Buch' einer Frau. Montag: Die süns Frankfurt».(Ansang 8 Uhr.) Kleines T beater. Sonntagnachmittag Uhr: Und das Licht scheinet in der F-nstenn». Allabendlich: Brosessor Bernhard!.(Ansang 3 Uhr.) Kurfiirstcn-OPcr. Sonntagiiachmitiag s Ubc: Der Kuhreigen. Abends: ToSea Montag: Ter Kubrcigen. DtcnStag: Rigolcito. Mittwoch: ToSca. Donnerstag: Der Kuhreigen. Freitag: Der Schmuck der Madonna. Sonnabend und Sonntag: Tosca. Montag: Unbestimmt.(Ansang 8 Uhr.) Tbratrr deS Westens. Sonntagnachmuiag 3'/» Uhr: Der Flauen- ircffci Abend« bis aus weiteres täglich: Der liebe Auguslin.(Ans. 8 Uhr.) Montis Operetten-Tstcnter. Soimtagiiachmiltag 3 Uhr: Der fibcle Bauer. Allabendlich; Ter ZigeuncrpAma».„(«"fang 8 Uhr) TeuticheS Schauspielhaus. Sonntag: Alt-Hcidelbcrg. Montag: Ein idealer Gatte. Dienstag uno Mittwoch: M-Hetdelberg. Donnerstag: Der Dummkopf.(Ansang 7'/, Uhr.) Freitag und Sonnabend: Alt-Heidelberg. Somttag: Der Dummlopf.''MoMag: Em idealer..'.atle.(Ansang 8 Uhu) rustspielhau». Sonntagnachmiltag L Uhr: Corncltui Bog. Allabcnd- abendlich: Majolika.(Ansang 8"/, Uhr.) Tchtlier- Thcnier«. Sonntagnachmittag 8 Uhr: Das Konzert. Abends: Klein Dornt. Montag: Der Andere. Dienstag: Eygc» und icin Ring. Mittwoch: Klein Dornt. Donnerstag: NYgeS und sein iiiing. Freitag: Klein Torrit. Sonnabend: Der'Andere. Sonntag und Montag: Klein Dornt. Einsang 8 Uhr.)' Schiller-Theater Eharlottenburg. Sonutagnachniittag 3 Uhr: Die Armgsrau von Orleans. Abends und Montag: Cyrano von Bergerac. Dienstag: Der'Andere. Mittwoch: Cyrano von Bergerac. Donnerstag: Hcdda Gabler. Freitag: Cyrano von Bergerac. Sonnabend: Gyg» mid sein Ring. Sonntag und Montag: Cyrano von Bergerac.(Ans. 8 Uhr.) Residenz- Theater. Allabendlich: Die grau Präsidentin,(«"sanst � � Thalia-Theattr. Allabendlich: Pubpchen.(Anfang 8 Uhr.)., Friedrich- Wilhelmstädt. Schanipielhaus. Sonntagnachwiitag Uhr: Zapsenstrcich. Abends: Gngri.(Ansang 8 Uhr.) Monlag und allabendlich: Grizri.(Ansang S-s. Uhr.) Neues Ttolks-Theater. Soimtagnachmittag 3 Uhr: Helden. AbendS: Die Hexe. Montag und DienStag: Ernst sein. Mittwoch: Die Hexe. Donnerstag: Helden. Freitag: Ernst sein. Sonnabend: �>e Hexe. Sonntag und Montag: Ernst sein.(Ansang hl/, Uhr.).., Trinnon-Theater. Sonntaguachmittag 3 Uhr: Der selige Touptnet. Allabendlich. Wenn Frauen reisen.(Ansang 8 Uhr.). m. Theater am Nolle, idorfplast. Allabendlich: Exlrazuz nach Nizza. (Ansang 8 Uhr.) Nose-Thcarer. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Verlassen« grauen, ewend« und Montag' Sherlock Holmes. Diensiaq: Berlasscne grauen. MUtwoch: aa 3 Uhr: wunderschönen afircii Montaa: Wer war es? Dienstag . �,n wunderschönen Monat Montag: Im wunderschönen Monat M-i. t Uhr: P�ris und die König- chlösser von Versailles.«M�'ÄnZ.�-.Sabrt-n.(Ans.« Uhr") FolieS(kaprice. Allabendlläi- De« Eöivcn Erwachen. Flohs Seiten» prünge.(Ansang 80, Uhr.) Die end: Der Biberpelz. Große Rosinen. Sherlock Holme». Donnerstag: Verlassene Frauen. Aherlcck Holme». Sonnabend: Die größte Sünde. und Schwert.(Ansang 8 Uhr.) Luisen-Tbeater. Sonnt» Monat Mai. Zlbends: Vor 100 bis Freilag: Vor 100 Jahren. Mai. Sonntag: Wer war es? filnjaiiz 8 Uhr.) Urania- Theater. Er trat in gehobener Stimmung in Winhards Arbeitszimmer.- An einem großen Schreibtisch saß d« Mann, dem seine Gedanken gehörten, und schrieb. Beim Eintritt d«S Detek- tivs legte er die Feder hin und«hob sich.„Sind Sie s«- tig? fragte«. „Ja, ich bin fertig." Es lag soviel Stolz in diesen schlichten Worten� daß Win- hard aufinerksam wurde.„Es scheint, Sie haben eine große Leistung hint« sich?" „Ich habe mir erlaubt, Beobackftnngen anzustellen.- AuS kleinen Beobachtungen die großen Tatsachen zu erkennen, ist die Aufgabe meines Berufes. Und— ich glaube, sie nun teilweise zu kennen, die großen Tatsachen." „Bitte!" Hnr Winhard hatte seinen Platz Wied« ein- genommen und wies auf einen Stuhl.„Wollen Sie also die Freiindlichkeit haben, auch mich von diesen Tatsachen in Kenntnis zu setzen." „Wenn ich wir erlaubt habe, Geheimnissen nachzuspüren, die nicht die meinen sind,—" Friedrich Gerold machte eine Pause, und versuchte es, seinem Gegenüb« einen jen« durch- dringenden Blicke zuzuwerfen, über die ein Detektiv, d« die Situation behenscht, verfügt. Der Versuch mißlang.—, „Und die auch nicht die Ihren allein sind. He« Winhards fuhr er etwas unsich«« fort/„so geschah es, weil ich es nach den Andeutungen, die Sie Mir machten, für meine Pflicht hielt, auch ohne weitere Aufforderung Ihrerseits für Jhrq Sicherheit zu sorgen." „In der Tat?" »Ja, Herr." Er hob dabei abwehrend die Hand.-„Sie werden mir sagen, daß Sie aus freier Entschließung auf Ihre Sicherheit verzichtet haben, daß Sie selbst eS sind, der der Unsicherheit Borschub leistet, und daß Sie Ihren Zweck dabei im Auge haben." In Winhards Zügen war eine gewisse Veränderung vor sich gegangen. Wöhrend er es bisher kaum der Mühe w«t gehalten hatte, dcn GesichtSausdruck deS jungen Mannes, mit dem« sprach, zu beobachten, hasteten jetzt seine Augen mit voll« Aufmerksamkeit auf Friedrich Gerolds Gesicht. In diesem scharfen Blick lag eine Frage und eine Drohung.—> „Sollte ich dich unterschätzt haben?" hieß es, und„es wäre nicht dein Borteil, wenn ich es getan hätte", hieß es auch.—> »Schön, fahren Sie fort," sagte er, als Gerold nicht weit« sprach. „Dann will ich Ihnen meine Theorie entwickeln und den Weg, auf welchem ich zu ihr gelangt." Der Detektiv, erhob sich und begann auf und nieo« zu gehen.- Fortsetzung in Heft 15 von„Zeit im Bild". t£eipzig�rStr, 4im.Jtepzigerft'att.%1 JKönig-Slr. aa* /JfexzTruter- P&iIq. 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Infolge der Errichtung der Frankfurter Universität muh der Staat die Mar- burger und Göttingcr um so mehr fördern. Abg. Graf Moltke lfk.) wendet sich gegen eine Universität Hamburg im Interesse der Universität Kiel. Abg. v. Savigny(Z.): Auf das zunehmende Fraucnstudium sollte mehr Rücksicht genonlinen werden. Die gestrige Rede Lieb- knechts hat oie Empfindungen aller Mitglieder dieses Hauses, von einigen bedauerlichen Ausnahmen abgesehen, aufs s ch w c r st e verletzt. Wie konnte man derartige Bemerkungen über die Königstreue und über unsere Betätigung des Vater- ländischen Sinnes durchgehen lassen. Sollen wir uns denn alles gefallen lassen, in keinem Parlament der Welt könnte sich ein Redner derartiges herausnehmen, er würde sonst auf irgend- eine Art von der Tribüne Versckgvinden.(Abg. Hoffmann: Warum hatten Sic keine Courage? Große Heiterkeit.) Wir regeln die Dinge nicht in der Aufregung des?lugenblicks, sondern im Wege der Ordnung. Die Rede Liebknechts widersprach der parlamentarischen Ordnung. Das Wort unseres großen Kaisers: ..Welch eine Wendung durch Gottes Fügung!" ist von Dr. Lieb- k n c ch t in spöttischer, blasphemischer Weise mißbraucht worden. Er hat unsere vaterländischen Gefühle aufs schtverste verletzt, was ja überhaupt immer sein Bestreben ist. Sie sollten doch noch so viel Taktgefühl bcwabrt haben, daß Sie in einer Gesellschaft, in der Sie sich durch die Wahl befinden, nicht fort- während derartige Empfindungen gegen sich erzeugen.(Abg. Hoffmann: Wir sind nicht da, um Sic zu erfreuen?) Sie be° finden sich unter gebildeten Männern, wenn Sie sich nicht bessern »vollen, haben Sie sich die Folgen selb st zuzuschreiben! (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit, Lachen und Zurufe bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Wagner(fk.) ist für eine Beschränkung des Studium? der Ausländer. Das Berliner Museum für Staturkunde muß bald umgebaut werden, jetzt können die großen ostafrikanischen Dino- saurier, die größten Ungetüme der Welt, gar nicht aufgestellt werden. Der Redner tritt dann für verschiedene räumliche Aus- gestaltungen preußischer Universitäten ein. Kultusminister v. Trott zu Solz meint, daß die genaue In- formation der Abgeordneten üler Universitätsdiuge nur auf die Professoren zurückgeführt werden können. Aber die Professoren können des größten Wohlwollens versichert fein. Die Hamburger Universität wird keine Konkurrenz bedeuten, sie wird spezifisch baniburgisch sein, und wir können nur wünschen, daß der Staat Hamburg eine schöne Universität erhalte. Abg. Schmcdding lZ.) spricht über die Universität Münster und erklärt die Angriffe des Abg. Liebknecht auf diese Universität damit,'daß in M ü n st e r die Trauben der Sozialdemokratie zu hoch hingen. Er tritt dann für den Ausbau dieser Universität ein. Unterstaatssekretär Michaelis vom Finanzministerium erklärt, daß dieser Ausbau von der Beitragsleistung der Provinz Westfalen abhängt. Auch Abg. V. Geschcr(f.) tritt für Münster ein. Abg. Dr. Frhr. Schenck zn Schwei nsberg(k.) wendet sich gegen die Broschüre Prof. A ü l i ch e r S- Marburg über die Entmün- digung einer evangelischen theologischen Fakultät. Die Fakultäten haben der Kirche geeignete ihr zusagende Seelsorger zn liefern. Abg. Dr. Pachnicke(Vp.): Ja, aber sie haben auch die wissen- schaftliche Forschung zu leiten, und dazu bedürfen sie der Freiheit und Selbstbestimmung. Der Redner fordert Ausbau der Univcr- sitätskindcrklinik in Königsberg. Abg. Dr. Liebknecht(Soz.): Die Universitäten sollen freie Republiken des Geiste?, freie Forschuiigöstätten sein— aber Schenck v. Schlvcinsberg hat als ihren Zweck die D i e n st d a r k c i t gegen Staat und Kirche enthüllt. Wir freilich meinen, daß ihnen die Wissenschaft Selbstzweck sein mutz, und dafür brauchen sie die Selbstverwaltung. Völlig falsch ist der mir gemachte Vortvurf, daß ich die deut- scheu«tudcnten herabgesetzt und ihnen die Ausländer als Muster vorgcbatten hätte. ES ist aber unsere Aufgabe, die Schwachen gegen die Starken in Schutz zu nehmen, und mehr habe ich nicht getan. Ich frage den Minister, ob die Zcitungs- Meldungen richtig sind, daß die Zulassung russischer Studenten von einer genügenden Kenntnis der deutschen Sprache und von einem mindestens einjährigen Besuch einer russischen Universität nbhängig gemacht werden soll. Würde das doch eine starre Barriere gegen russisch-jüdische Studenten sein, deren Nichtzulassung an russische Universitäten eben eine Haupt- Ursache ihres Zuströmens nach Deutschland ist. Tie Zahlen de? '!bg. v. d. Osten über die Ausländer an deutschen Universitäten waren ganz unrichtig. Wir haben in Königsberg 13,02 Proz., an den preußischen Universitäten überhaupt 13,72 Proz., die Schweizer Universitäten aber 43 Proz. und sie sind dabei stolz darauf, der internationalen Wissenschaft dienen zu können. Wenn eine An- zahl deutschem Professoren die Reichsrcgierung ersucht haben, ihren Einfluß bei der russischen Regierung dahin zu gebrauchen, daß die Studienbeschränkungcn der Juden in Rußland aufgehoben werden, so ist mir cbvas Naiveres noch nicht vorgekommen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Haben doch die Vereinigte» Staaten von Nordamerika ihre ganze diplomatische und wirtschaftliche Ntacht vergeblich eingesetzt, um Rußland zum Aufgeben eines kleinen Teils feiner Sckükanen gegen die Juden zu bestimmen. Abhilfe kann nur gefchafsxn werden, wenn die deutschen Universi- täten im Interesse der Kultur es für ein nobles Amt, aber rncht für eine Last halte» werden, das Bedürfnis anderer Länder nach ivisscnschaftllcher Ausbildung an den deutsckien Universitäten zu stillen. Jä'! abe � gestern auch nickt Münster geschmäht, sondern nur Veranlassung genommen, mich gegen die Kleinlichkeit -n wenden, mit der man die sittlichen Verhältnisse an den großen Universitäten i» emen Gegensatz zu denen an den kleineren Uni- versitäten brachte. Münster habe ich nur als Beispiel heraus- gegriffen und natürlich nicht in pharisäerhaftem Geist über seine sittlichen Verhältnisse gesprochen, die selksstverständlich dort wie anderswo durck die gesamten sozialen Verhältnisse, u. a. auch durck die Garnison becinflußt werden. Meine Bemerkungen über den Geist in der deutschen Studentenschaft kann ick nur i n vollem Umfang aufrecht- erhalten, sie richteten sich natürlich nur gegen jenen Teil der Studentenschaft, der auf Ihrem Boden steht, den Sie in Schutz nehmen und als Blüte des deutschen Voltes bezeichnen— den kleinlich antisemitisch-..pnirioti scheu" ber deutschen Studentenschaft. Als der Engländer Norman An gell, der Verfasser einer Schrift, die in sachlicher Weise darzutun suckk, daß jeder curo- väisck'!- Krieg mthedingt für iede Macht, ob siegreich oder unter- liegend, ein schwercrVerlust sei» würde, als dieser Herr in Göttingcn auf Einladung �es internationalen Studcntenvereius einen Vortrag über sein Buch hielt, veranstalteten die Göttinger Verbindungen eine P rote st Versammlung dagegen, daß man diesem Engländer, diesem Ausländer, diesem Friedensfreund — das Schlimmste, tvas man heutzutage gegen jemanden sagen kann!— gestattet habe, vor deutschen Studenten zu sprechen. «Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das ist ein Beweis für den T i e f st a n d der g c i st i g e n und sittlichen E m p» findung! Wenn man humanitäre Bestrebungen nach Aufrecht- erhattung der friedlichen Entwicketung im Gegensatz zur kriegerischen nach besten Kräften zu fördern bestrebt ist, dann wird man es ohne Schmähungen durch antisemitisch-alldeutsche Kriegshetzer nicht mehr tun dürfen. Charakteristisch ist, das zwar nur ein Konservativer, aber drei Zcntrnmslcute ihre Anwürfe gegen mich ge- richtet haben. Das Zentrum ist eben der Parvenü des Patriotismus. (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.— Unruhe im Zentrum), und hat es deswegen nötig, ein klein bißchen prononeiert aufzutreten. Der Rechten glaubt man ihren„Patriotismus", dem Zentrum nicht, deshalb muß es dreimal unterstreichen:„Wir sind die Patent- Patrioten"! Freilich sind diese Zentrumsattacken von mir völlig abgeprallt. Wir sind uns ja längst darin einig, daß tvir uns über unsere Weltanschauung nicht einigen werden. Und selbstverständlich werden»vir in diesem Hause des Drciklassenwahlrcchts nicht gern gesehen. Wir sind aber auch nicht dazu da, um Ihnen Artigkeiten zu sagen. Wir sind hier nicht in eine ästhetische Tcegesellschaft zum S-Uhr-Tee eingeladen, um uns mit „Anstand" mit Ihnen auseinanderzusetzen.(Lachen bei der Mehr heit.) Wir Sozialdemokraten sind als ein Fremdkörper, als„Gift' in Ihrem Körper und fassen deshalb Ihre Abwehrbewegungen mit Gelassenheit und Humor auf. Herr Bell hat gestern seine patriotische Kindertrompete geblasen.(Vize- Präsident Dr. P o r s ch inahnt den Redner zur Mäßigung.) Aber Sic können uns nicht hindern, dem Volk die ganze innere Halt- losigkeit und Unwabrhaftigkcit speziell der Zentrumspolitik darzu- legen! Während sich die deutsche Studentenschaft heute wenigstens zu eine», Teil bemüht, durch bpzantinische Schlangenwindungen und höfische Veranstaltungen das Jahr 1813 zu feiern— zum Glück lehnt ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Studentenschaft die Beteiligung daran ab—, so denken wir daran, daß 1817 die deutsche Studentenschaft das Wartburgfest feierte, das sich gerichtet hat gegen die heute noch bestehende preußische Reaktion; damals blickte sie zurück auf 1813 als ein JahrdesVolkSbetrugs, Ivo das Volk die schwersten Opfer gebracht hat, die dann von den herrschenden Klassen in keiner Weise respektiert wurden. Damals betrachtete die Studentenschaft die heutigen preußischen Zustände nicht vom Standpunkte deS gesättigten Bourgeois und Kapitalisten oder des durch die nationale Wirtschaftspolitik gefütterten Groß- agrariers; wenn sie heute die Zustände betrachten würde, würde sie zu dem Ergebnis kommen, daß wir in der politischen Eni »vickelung seit damals nicht weiter gekommen sind. Wäre die deutsche Studentenschaft heute noch dieselbe wie einst, dann würde sie ein Wartburgfest»viederholen müssen, aber das ioird dem Proletariat überlassen bleiben. Wenn damals neben anderem ein preußischer Schnürleib, ein österreichischer Korporal stock und ein hessischer Zopf verbrannt wurden, so würden bei einem neuen Wartburgfest ein preußischer Schnürleib, ein preußischer Korporalstock und ein preußischer Z o p f zu verbrennen sein.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemo- kraten.) Abg. Dr. Mugdan(Vp.) entgegnet Dr. Liebknecht, daß der Halleschc Klinikerstreik auf ganz sachliche Motive zurückzu führen sei. Abg. Strosser(k.) führt au», daß Dr. Liebknecht seine 'gestrige Siede abgeschwächt hätte; Liebknecht stelle die russisch- lüdischen Studenten den russischen als Muster hin, diese aber werden Liebknechts Schmähungen nicht vergessen.(Beifall rechts.) Während Abg. Dr. Liebknecht zum Schriftführer hinauf eilt, um sich zum Wort zu melden, beantragt Abg. v. Pappen- heim(k.) Schluß der Debatte. Durch einige Ausein andersetzungen zur Geschäftsordnung ergibt sich darauf, daß Slbge- ordneter v. Pappenheim, wie er selbst zugibt, sich unter der Vor- aussetzung zum Wort gemeldet hatte, daß sich nach Strosser jemand zu in Wort melde. Der Präsident erklärt auf Liebknechts Anfrage, daß er solche eventuelle Wortmeldungen nicht für angängig halte und auch von der Pappenheimschen Wortmeldung keine Notiz genoinmen, sondern ihm erst ans seine erneute Meldung das Wort erteilt habe. In einer persönlichen Bemerkung wendet sich dann Dr. Lieb- knecht gegen S t r o s s e r und nimmt, da der Präsident schließlich seine Ausführungen als nicht persönlich bezeichnet, das Wort zur Geschäftsordnung. Kaum hat er wenige Worte gesprochei», ruft Abg. Frhr. v. Zedlitz(fk.) plötzlich überlaut:„Ist denn das eine persönliche Bemerkung?" DaS ganze Haus bricht in lauteS Lachen aus. Abg. Hoff mann ruft:„Herr v. Zedlitz hat ge- schlafen!"— Dr. Liebknecht bedauert nun noch, daß der Sprecher der fortschrittlichen Votkspartei kein Wort für die russisch-jüdischen Studenten gefunden hat, wo doch erst jüngst Herr Cassel sich als energischen Vertreter der Juden vorgestellt habe. Damit ist der Etat der Universitäten erledigt. Einige kleinere Vorlagen über die Slenocrung von Aintsgerichtsbezirkcn ivcrden ohne Erörterung angenommen. Bei dein Gesetzentwurf über die ländlichen Pflichtfortbildungsschulen in den Ivestlichcren Provinzen wünscht Abg. Dittrich(Z.) im Gegensatz zu anderen Rednern Kom- missionsbcratung,»veil man dabei der Einführung des Rcligions- Unterricht? vielleicht dock näherkommen tvürdc. Das Hans vertagt sich. Montag, 11 Uhr. Kleine Vorlagen, KultuSetat. Schluß gegen 4 Uhr. Soziales* Konferenz im Reichsversichcrungsamt. Im RcichsversicherungSamt beganp am 4. d. M. unter dem Vorsitz seines Präsidenten Dr. Kaufmann eine Konferenz mit Vertretern der Landesvcrsichcrungsämtcr, LandcsversicherungSanstaltcn und Sonderanstalten. Der erste Punkt betraf nach einem Bericht der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" insbesondere die Stellungnahme der Ver- sichcrungsanstaltcn zu den Anträgen auf Heilverfahren der frei- willig Versicherten im allgemeinen sowie solcher Personen, die als vcrsichcrungsfrcie Beamte auf Grund früherer Pflichtversicherung sich freiwillig weiterversichern. Die Mehrheit der Vertreter der Versicherungsanstalten usw.»var der Ansicht, daß freilvillig Ver- sicherte hinsichtlich der Gcivährung des Heilverfahrens grundsätz- lich nicht anders zu behandeln seien als die Zwangsversichcrten. Man»var sich ferner darüber einig, daß die Einleitung eines Heil- Verfahrens für die in Frage stehenden Beamten regelmäßig von der Leistung besonderer Zuschüsse, sei es der Beamten selbst oder der sie beschäftigenden Behörde, abhängig zu machen sei. Zu Punkt 2 der Tagesordnung wurde die Frage erörtert, in welchem Umfange die Laiidcsversichcruiigsanstaltcn Falle von Simu- lation oder kranlhaftcr Rcntensucht beobachtet haben. Auf Grund des Ergebnisses der Verhandlung stellte der Vorsitzende als einstimmige Ansicht der Anwesenden fest, daß Simulation, mag sie das Krankheitsbild ganz oder teilweise bestimmen, sehr selten auf- trete. Das gleiche gelte von der Rentenkampfhhftrrie, die noch seltener beobachtet werde als auf dem Gebiete der Unfallvcrsiche» rung. Wenn nun auch Anzeichen von krankhafter oder nicht krank» hafter Ucbcrtrcibung festgestellt Ivordcn seien, so sei dies keine Eigentümlichkeit der Arbeiterversicherui�g, sondern eine allgemein menschliche Erscheinung, die zum Teil auch in den Zeitvcrhältnisscn begründet sei. Darauf wurden tveitere Punkte der Tagesordnung erledigt. die u. a. die Gewährung der Altersgrenze von der Vollendung des 65. Lebensjahres an, die Einrichtung von Sammelkarten sowie die Vernichtung und die Erneuerung von Ouittungskarten betrasen. Bei der Frage der Herabsetzung der Altersgrenze auf das 65. Lebens- jähr einigte man sich dahin, daß die Prüfung dieser Frage nicht für sich, sondern in Verbindung mit der vom Reichstage geforderten Prüfung über die finanziellen Wirkungen einer Herabsetzung der Altersgrenze für die Altersrente auf 65 Jahre vorzunehmen� sei. Die Mehrkosten der Herabsetzung wurden von dem Berichterstatter auf Grund der von den Versicherungsträgern vorgenommenen AuS- Zählungen auf jährlich 47 Millionen Marl,»für das Reich und gfh Millionen Mark füi: die Versicherungsträger varanschlc�t. Tie Zentralkommission der Krankenkassen hatte zu einer Versammlung die Vorstände und Berwaltungsbeara- ten, vornehmlich die Krankcnkontrolleurc der Krankenkassen Berlins und der Bororte, eingeladen, die am Freitag in den Marinc-SSlen stattfand. Vertreten waren 48 Berliner Ortskrankenkassen, 3 Bcr- lincr Betricbskrankenkassen, 4 Berliner Jnnungskrankenkassen, 27 Vororts-Ortskrankenkassen, 2 Vororts-Betriebskrankenkassen, 12 freie Hilfskassen. Insgesamt 96 Krankenkassen. Den JahrcS- bcricht der Zentralkommtssion gab der Vorsitzende EimanowSki. Die Tätigkeit der Zentralkommission»var im abgelaufenen Jahr eine sehr rege. Einen erheblichen Teil der Beratungen nahm die Frage der Zentralisation der Krankenkassen in Anspruch. Die Zentralkommission hielt die Grnppenzentralisation für die geeig- uctste, da eine Zentralisation aller Krankenkassen Groß-BerlinS undurchführbar war. Leider»var eine große Zahl von Kranken- kasscn für die vorgeschlagene Verschmelzung nicht zu haben. Im Mai 1912 kam ein Erlaß, der den Aufsichtsbehörde», nahelegte, die Zentralisation der Kassen zu fördern, aber schon im Juli kam ein erneuter Regierungserlaß, der das strikte Gegenteil forderte. Welche Krankenkassen nach Inkrafttreten der R.V.O. zur Ver- schmelzung aufgefordert werden, könne man heute noch nicht sagen. Mit den Aerztcn mußten Verhandlungen stattfinden wegen der am- bulanten Behandlung mit Tuberkulin und Salvarsan. Die Aerzte verlangten für diese Leistungen eine Extraentschädigung. Die Zentralkommission weigerte sich, die Extraentschädigung zu über- nehmen und schlug vor, alle Patienten, die mit einem der genannten Mittel zn behanoeln sind, den Krankenhäusern zu überweisen. Schließlich erklärten sich die Aerzte bereit, die Einspritzungen ohne ExtraHonorar vorzunehmen. Es gelang der Zentralkommission, bei der Salvarsan-Fabrik neben dem Rabatt, den die Apotheken ge- »vähren, einen Extrarabatt von 10 Proz. zu erreichen. Differenzen bestehen mit der Königlichen Klinik. Die Klinik verlangte zunächst für jede kleine Extradiät eine besondere Entschädigung. Diese Extraforderung unterbleibt jetzt. Dagegen verlangt die Klinik auch jetzt noch, daß Extra-Hilfeleistungen, wie z. B. Röntgenauf- nahmen besonders bezahlt werden und zlvar fordert die Klinik den Betrag von den Patienten. Die Zentralkominission hielt das Vor- gehen der Klinik für unvereinbar mit den bestehenden Verträgen und ersucht die betroffenen Krankenkassen auf dem Klagewege gegen die Verlvaltung der Klinik vorzugehen. Nacktem das Rettungswesen in den Besitz der Stadl Berlin übergegangen war, stellte die Stadt Forderunpen, die so hoch waren, daß sie nicht angenommen»verde» konnten. Gegenwärtig schlveben Verbandlungen auf der Basis einer jährlich zu zahlenden Pauschal- gebühr. Wenn die Belastung der Krankenkassen nickt zu groß wird, werde auf dieser Basis ein Vertrag abgeschlossen»verde». Ein von den Zahnärzten geforderter einheitlicher Vertrag mußte abgelehnt werden. Ter Aerzte-Berband Grotz-Berlin hat angekündigt, daß er einheitliche Forderungen einreichen wolle. Das Organ des Leipziger Aerzteverbandes warnt dagegen in jeder Nulnmcr vor dem Abschluß von Verträgen mit den Krankenkassen. Ans diesem Grunde dürfte wohl der Berliner Vertragsentwurf bisher nicht eingegangen sein. Die Betriebskrankenkasse der Stadt Berlin hat den Antrag ge- stellt, im Institut der Zentralkommission Masseure auszubilden. damit die Gewähr vorhanden ist, daß den Patienten brauchbare Masscure zur Verfügung stehen. Die Zentralkommission hat in ihrem Hcilinstitut im Laufe des Jahre? ein Röntgeninstitut ge- schaffen, weil die Krankenkassen für Röntgenaufnahmen bisher exorbitante Preise zahlen mußten. Verhandlungen hat die Zentralkommission mit der Lande?- Versicherungsanstalt»vegen einer andcrwciten Regelung der Be-* zahlung bei der Bewilligung von Gebissen geführt. Leider fand eine Verständigung bisher'nicht statt. Bon der Errichtung eines cige- neu Zahninstituts ist vorläufig Abstand genommen worden. Angeschlossen sind der Zentralkommission jetzt 160 Kranken- kassen mit 900 000 Mitgliedern. Zur Erledigung der Geschäfte fanden insgesamt 118 Sitzungen statt. Am Schlüsse des Geschäfts- jahrcS gehörten der Kommission 61 Vertreter an. Die Finanzen find nicht günstig. ES besteht sogar ein geringes Defizit. Auf Antrag der Revisoren wird der Zentralkommission einstimmig Dcchargc erteilt. �, Den Bcricht über das Heitlnstltut gab Dr. Kaiserling. Das Institut wurde im Jahre 1912 von 3955 Männern und 1736 Frauen besucht. Die Heilerfolge sind durchaus erfreulich. Dadurch. daß noch ein Arzt engagiert ist, finden die Patienten jetzt von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr abends ärztliche Beratung,(tzcheimrat Brieger erklärte sodann, daß die Anstalt der Zentralkommission vorbildlich geworden sei und daß Aerzte ans allen Ländern die Anstalt mit Befriedigung besichtigen. Jüngst hat auch ein Re- gierungsvertrcter mit einer Anzahl Aerzte die Anstalt besichtigt und seine Befriedigung über dieselbe geäußert. Zum letzten Punkt der Tagesordnung hielt noch der Abgeordnete Genosse Giebel einen Vortrag über eine Musterdienstordnung �für die Beamten der Krankenkassen und empfahl den Krankenkassen- vorständen diese Dienstordnung zur Einführung. Zur Frage des GehaltsausschlusseS im Krankheitsfälle. In der Frage, ob erkrankten Gehilfen die durch§ 63 des Handelsgesetzbuchs gewährleistete Gehaltszahlung für sechs Wochen durch Vertrag entzogen»verde» kann, hat am Freitag mit Recht die I. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts entschiede», daß ß 63 zwingendes Recht ist. Also auch wenn vertraglich vereinbart war, daß dem Gehilfen für Krankheitetagc kein Gehalt zusteht, hat er es zu beanspruchen, da diese Vereinbarung ungültig ist.— Im cnt- gcgengesctztcn Sinne entschied kürzlich leider die 3. Kammer des- selben Gerichts.___ Jugendveranstaltungeu. Lichtenberg. Am Soimtaa, den 13. April, siudet im SKwarzcn Adler, Lichtenberg, Frcmtsurtcr Chaussee S/v. nachmittags l1/. II Hr. eine Fügendseier statt 7 An derselben wirken mit: Der Berliner' VolfSthor, Dirigent: Herr Dr. Ernst Zander; Nczitalion i Herr Otto Wiciucr; Au- sprach«: Heer Emil Eichhorn. Programme a 30 Pf. find in den Vcrkauf?- itcllen der Koniuingenossenschast zu babcn; Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Schon deS betonders ausgewählten ProarMNincZ wegen wird zahlreicher Besuch erwartet. □□□ ÖOÖ □□□ Theater und Vergnügungen sSiehe Wochen-Spielplan.) Freie Volksbühne. Sonntag, den K. April, nachm, 3 Nhr:. Deutsch. Schauspielhaus. 7.?lbfcilung (Gruppe 30—31): Der Kamps umZ Rosenrote. Thalia- Theater. 4.15. Abteilung (Gruppe 16— 20): Kulturpalast. Herrnseld- Theater. 3. Abteilung (Gruppe 11 u. 12): Eine glück- l i ch e Ehe. Rcsidcnz-Thcater. 2. n. 8. Abteilung (Gruppe 7 u. 34): Francillon. Montag, den 7. April, abends 8 Uhr: Deutsches Schauspielhaus. Abend- nbteilung 3(16. Abend): Ein idealer Gatte. Lessing-Thcater. 0. Abteilung(Gruppe 38—40): Glaube und Heimat. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, den 6. April, nachnnL'/, Uhr: Deutsches Theakcr: Peiithefilea. KammcrspiclhauS: Erdgeist. Nachm. 3 Uhr: NcueZ VolkS-Thealcr: Helden. Theater des Westens: Der Frauen- Keffer. Lchiller-Theater 0.: DaS Konzert. Schiller-Theater Charl.: Die Jung- trau von Orleans. Theater in der Königgrätzer Strafe: Hundstage. Metropol-Theater: Leichte Kavallerie. Flotte Bursche. Neues Theater: Der sidele Bauer. Kleine? Theater: Und das Licht scheint in der Finsternis. Trianon-Theater: Der selige Toupinel. Deutsches Opernhaus. Fidelio. Blüthner-Saal: Sinsonie-Konzert. ÄbendZ 8 Uhr: NeueS Volks-Theater: Die Hexe. Abends 8'/, Uhr: NeueS Dolks-Theater: Montag, Diens-, lag und Freitag: Ernst sein. Mitt- lvoch und Sonnabend: Die Hexe. Donnerstag: Helden. Urania Tanbenstraße 48/49. Wissenschaftliches Theater. Nachmittags 4 Uhr; Paris und die Königs- schlösscr von Versailles. Abends 8 Uhr: „Hohenzollern"- Fahrten. Montag 4 Uhr: ,, Hohenzollern'*- Fahrten. LOCISCHER GARTEN Heute am 1. Sonntag im Monat Eintritt 9� Pf die Person:£lü ll« Ab nachm. 4 Uhr: Mlllthr- Konzert. Tägl. nachm. 4 Uhr: Gr. Konzert. Neue Jahresabonnements täglich an den Schalterkassen erhältlich. Sehiller-TheaterO.lÄ: Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das Konzert. Sonntag, abends 8 Uhr: Klein Dorrlt. Montag, abends 8 Uhr: Her Vndere. Sehiller-Theater Ch�gen: Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Hie Jungfrau von Orleans. Sonntag, abends 8 Uhr: Fyrano von Bergcrac. Montag, abends 8 Uhr: Cyrano von Bergerar. Berliner Thealer. 8 uhr: Filmzauber. TiieaterimierKöiiiggrätzerHe Abends 8 Uhr: Das Buch einer Frau. JKontis öperetten-Theater (st. Neues Theater). Amt Norden 1141. Abends 8 Uhr: Her Xligeuncrprimas. Theater des Westens. s uhr- Der liebe Aiigustin. Saunt. 3>/,Uhr: Der Frauenfreffcr. Passage-Panoptikum Das Wunder Scheidens. HEB EEBEWDE LEICHNAM atavistischen Ver- lebexh: FUSSKÜNSTLERSARTON Her armlose PAGANINI Alles lebend!"THg Alles ohne Extra-Entree! Hentsches 8r hanspielhans Alt-Heidelberg. (Karl Heinz: Harry Waiden.) Residenz-Theater. Ansang 8 Uhr. Die Frau Präsidentin. (Madame la Presidente). Schwank in 3 Akten von M. Hcnnequin u. P. Veber. Morgen und solgende Tage: Hie Fran Präsidentin. TheateramKoIlendorfplatz Abends 8'/, Uhr: Extrazug nach Mizza. Sonnabend, 12. April, nachm.: 2. Auss. der Opernschule d.«ternschcn Konsero. LeUiselR-THeaier Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Im wunderschönen Monat Mai. Sonntag, abends 8 Uhr: Vor 10V Jahren oder: Napoleons Sieg und Fall. Montag, abends 8 Uhr: Premiere:\Ver war es? oder: Her Film als Hetektlv. I0SE=THEATE Grotze Franksurter Str. 132. Nachmittags 3 Uhr: _ü Verlassene Frauen. Abends 8 Uhr: Bherioek Holmes. Montag: Sherlock Holmes. Trianon-Theater. Täglich 8 Uhr: Wenn Frauen reisen.... Sonntag 3 Uhr: Der selige Toupinel. in die schulentlassene Jugend und deren Eltern! Heute, Sonntag, den 6. April 1913, nachmittags Z'j- vhr im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10—11: Mitwirkende; Gesangverein Typographla(M. d. A.-S.-B.)— Eezitation; Herr Schauspieler Richard vom Deutschen Theater in Berlin.— Ansprache: Herr Rudolf Wlssell-Berlin. Alle Arbeitereltem sind mit ihren schulentlassenen Söhnen und Töchtern freundlichst eingeladen. Das Programm ist aufs beste ausgewählt und verspricht einige genussreiche Stunden. Eintritt ist vollständig frei. 284/10* s IM? >| ♦| gaBaaxszxisizo Thilo'sehe Chöre(300 Sänger) Gesangvere in Namenlos. Männerchor Ost, Sängerchor Wedding (Mitglieder des D. A.-S.-B., Gau Berlin und Umgegend) Chormeister: Emil Thilo Sonntag, den 13. April, Im großen Saale der Brauerei Friedrichshain, am Friedrichshain KONZERT: Mitwirkende; Konzertsängerin Fräulein Meta Zlotnicka(Sopran) Berliner Konzerthausorchester(Leitung; Fr. v. Blon) D. a. gelangt zur Aufführung: SaalöffnangS LThr, Konzertbeginn präz. 6 Uhr. Eintritt 60 Pf., an der Kasse 75 Pf. Kinder unter 10 Jahren haben keinen Zutritt. 58/18 Ernlelied von Oskar Fried s *9* oppel- Konzert. Berliner Kindl-Branerei-Ansscliank| Hermannsfr. 214/18 Neukölln Fernspr.: Neukölln 79. Oekonom; Robert Bergner. Den verehrt. Voreinen, Gewerkschaften, Korporationen usw. stehen Säle zur Abhaltung von Versammlungen, Konzerten, Festlichkeiten usw. zur Verfügung. 4 Verbands- Kegelbahnen stehen zur Benutzung. Jeden Sonntag im Garten: Großes ausgeführt von den Musikvereinen Anfang 3 Uhr. Extra=Konzert „Harmonie-1 und„Echo". Im Saal: Großer Ball. Nlnr noch kurze Zeit! Zirkus Merl Schutnann. Heute Sonntag, den 6. April: £ gr. Gala-Vorsteilnngcn. Nachm. 31/, u. abends T1/. Uhr. Zu der Nachmittags-Vorstellung hat jeder Erwachsene ein Kind frei auf allen Sitzplätzen. In beiden Vorstellungen: Das erstklassige April-Programm ohne Kürzung. In beiden Vorstellungen: Das große Ausstattungsstück: Der unsichtbare Mensch. pagT" Zum Schluß: Das Fest des Maharadschah sowie Der Brand des Palastes. Kletropol-Thealer. Nachm. 3 Ubr: Leichte Cavallerie und Flotte Bursche Abends 8 Uhr: Die Kino-Königin. Operette in 3 Akten von Jul. Freund und G. Okonkowski. Musik von denn Kllbert. In Szene geseht v. Dir. Rich. Schultz.. Kael Bachmanü J. Giampietro G. Thielseher l Horhert iL Bailot J. Russka Ly Wintep Urban Gad's Meislerwerk »Der Tod In Sevilla' mit A.SXA. in der Hauptrolle findet tätlich einmütige begeisterte Aufnahme im Mozarffaal Nollendorfplaß und in den fünf U-T. Alexanderplaß Unter den Linden Morißplaß Hafenheide Reinichendorf erstraße sl 4 niiiiiiiiimiiiimmiiiiiiiiiiiuiiiimni.iiiiiniinmii f Trotz Billetsteuer keine\ erhöhten Preise| Xnr noch einige Tage! Zirkus Barum nebst gr. Raubtier- Dressurschau Berlin MW, Beusselstra3e. vis-a-vis dem Bhf. Beusselstraße SV Letzter Sonntag! Sonntag, 6. April, nachm. 4 U.: Große Fremden- n. Familien-Toratellnng m. ein. erstklass. Prachtprogr. Abends 8 Uhr: Gala- Sport- Abend m.vollständ. neuem Programm. In allen Vorstellungen die gesamten Raubtier-Dressuren und die übrigen Attraktionen. 248b Meukiilln, Pfliigerstrafie. Sonntag, den 6. April: .| Zwei yj Gala-Festspiel- Nachm. halbe Preise für Kinder. Nachmittags: Das ungekürzte Premlercn-Programin. YorstellDop. U— 81 Pahrverb.: Eloktr. Straßenb. 3, 13, 20, 27, 28, 29, 30, 47. 48, 58, 65, 89, 94, I, II. P, R. Auto-Omnibus 11. Städtische Straßenb. Stottmer Bahnhof— Urbanstr., Behrenstr.-Treptow Billett- Vorverkauf bei A. Werthelm- \r Excelslor■ Lichtspielhaus Neukölln iSÄ'i.L'liiü Passage Vom 4.-7. April einschl. Der Zufall des Glücks. Großes Lebensdrama in 3 Akten. Hauptdarsteller' Waldemar psMnder. -- K- Als zweiter Schlager im selben Programm* Sohn der Nacht � Drama in 2 Akten. Ab 8. April bis 10. April inkl. Buckelhannes. Die Tragödie eines Häßlichen in 3 Akten. Außerdem: (?) Sin rätselhafter 7all.(?) Drama in 2 Akten. Jede Woche zweimal neues Programm, enthaltend zwei große Schlager. Voigt-Tbeater. Sonntag, den 6. April 1913: Nachmittags 3 Uhr: Kutehrt. Abends 7 Uhr; Im Irrenhause. Schauspiel in 9 Bildern von H. Busse. Kassencröffn. 10 Uhr. Ans. Z u. � Uhr. '-„ßines" Nollendorf-Theater XoIIec�crf platz 4, Die Sensation von Berlin! Quo oadis? Das gewaltijrgte Film- Drama aller Zeiten! Alleiniges AuftUhrungsrecht. Heute Sonntag: Matinee 3 u. 5 Uhr Abends 7 und 9 Uhr. Eintrittspreise 1— 3 M. (Logen 4 IL) Vorverkauf täglich von 10 Uhr ab an der Kasse. Walhalla-Theater. Weinbergsweg 19/20. Täglich 8'/, Uhr Parsiei Walhalla! Große Jahresrevue. Vorzuplkarlen haben täglich Gültigkeit. Heute, nachm. 3'/, Uhr: Hasen, anns Töchter. rno ist CoEetti ? m Kino- Posse von Franz v.Schönthan, Hauptdarsteller in der Hauptrolle: Magde Lessing vom Metropol-Theater Hans Junkermann Aliein. Äuffütirungsreclit, Von 4—5, Sonnt, v. 3—5 Köniain Luise I. und II. Teil und das Ri'oße Programm zu halb. Kassen preisen ä 40, 50. 6ö, 75 Pf. u. 1 M. Casino-TSieater Lothringer«tr. 37. Täglich 8 Uhr Sturme der.Heiterkeit erregt die»nie urkomische Posse irlürs Flitlerwoclien. Dazu der crilllassigc bunte Teil. Nur Attraktionen 1. Nanges. Leute 4 Uhr: Tic Hochstaplcriu. Eomodie in 2 von .iutop u.Donat Herrnfeld. Liebesprobe. Plauderei in 1 v Ernst Klein. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf(Thoaterkassei, 1 Adiniralspalast EJsaArena Äber.o's 9 Uhr:, Das sensationelle Fisballett| Flift in Sl, Moritz, Die Meine Charlotte, j Bis 6 Uhr und von 10*/j ührj halbe Kasscnpreisc.■ Restaurant I. Ranges. Wein- und Bier- Abteilung- 1 Restaurant LZuiti Hackepeter" Gr. Frankfurter Str. 106. Oekonorn: Rudolf Hoffmann. Tagesspeisen der nächsten Woche: Montag: Frikasse« von Kalb.. 0,60 Fr. Schweineschinken. 0,60 Dienstag: Kalbs-Eoulade.... 0,60 Sauerbraten mit Kloß. 0,60 Mittwoch: Hamburger Bratklops. 0,50 Esterhizy-Eostbraten. 0,60 Donnerstag: Pökelkamm mit Sauerkohl und Erbspüree.... 0,60 Einderschmorstück, gespickt 0,60 Freitag: Schlesisches Himmelreich. Kabeljau, gebacken oder mit Mostnohsauce.... Sonnabend: Pökel-Kinderbrust m. Meer- rettigsauce..... Wiener Hackebraten... 0,50 0,50 0,60 0,50 SINDÄÜF DER HOHE Sämtliche Wurstsorten nach Hausmacher-Art zu den billigsten Preisen in und außer dem Hause. m Pharus«Säle Müllerstraße 142 Amt; Mb. 645.— Müllerstraße 142 Jeden Sonntag Großer BALL. ---—— Anfang 5 Chr.--------- Den Vereinen, Gewerkschaften usw. stelle meine großen Säle, 800, 1000 und 1500 Personen fassend, zu Versammlungen. Konzorten und Festlichkeiten zur Verfügung. c Voföit-ic-rJmrt-iö»- sind zu Sitzungen oder Uebungsstunden noch an einigen O V Ct wllldZlilliri vC Tagen zu vergeben. 495L 5 Verbands» Kegelbahnen. 5« ü&S Folies Caprice. Des Löwen Erwachen. Posse von Bernhard Hasfel. Der Rehboik. Posse mit Geiang vor» Theo Haiton. �lohs Seitensprünge. Posse von Glinger und Taussig. Ansang 8'/, Uhr. Vorverk. 11—2 Uhr. liieglöi Königstadt-Casino. EckeHolzmarft» u. Aleranderstraße. 1 Minnlc v. Bahnh. Jannowitzbrücke leb komme von Heri-u Meyer! und das erstklassige �peziati täten- Programm. r dertnania-frachisäle N., Chausseestr. 110. Karl Richter. Heute Sonntag: PsulMantlieys lustige Sänger 1 Anf. a'/j Uhr. Eintritt 50 Pf. Anscbließ. Familien-Kränzchen. 1 Im weißen Saale von 5 Uhr ab CJroöer Hall,"«m, | Jeden Jlittwoch: Paul Hanlheys 'uslige Sänger. Jeden Donnerstag:" Großes Mililär-Frei-Konzerf. �___ Große lt Sektion der Putzer. Ächtung! PutZ&r! tcllllilia! Alhambra TSalliler-Theatcr-Ztrasie 15. Orolier Ball. Grosies Orchester. Ansang Sonntags 5 Uhr. A. Kameitut. Jeden Sonntag: KonkonHa-Fesisäle. Jnh.: M Wendt und A.Schütze. Andreasntr. 64. Jcocn Sonnlng: Militäp-Streicli-KoBzerl imd die beliebte» Hoffmanns Sänger. Jede Woche neues Programm. Ansang des Konzerts 6 Uhr. der Vor- stellimg 7 Uhr. Im oberen Saale von 5 Uhr an: Großer Ball. Sl�sium Landsbergcp Allee 40-11. Jeben Sonntag:* OrollQr BsSS. Im Naturgarten: Frei�lConzert. Anfang 1 Uhr. Entree frei. Laut Beschluß der außerordentlichen Mitgliederverfammlnna vom 3V. Mörz d. I. muß die Wahl deS Sektionsvorstandes der Pucher erneut stattfinden. Es ist dazu Sonntag, dep 6. April, bestimmt; die Wahl selbst ist wiederum eine FrisUvahh so daß jedes Mitglied in einem der unten bezeichneten Lokale am Sonntag in der jjeit von 10 bis 1 Uhr mittags sein Wahlrecht ausüben kann. Die Funltionäre werden ersucht, in jedes Mitgliedsbuch den Vermerk K./4. zu machen. Tie Bezirks- bezw. Wahllokale sind folgende: Weddmg bei preppeim Mlvalker Str. 3. Kthuldbrulmen bei Tausch, Nnnmmllee 17. iloröftt I bei Hoffmanu, SioillkMiinder Str. 47. üorbfii II bei Kurzrock, ZiollsKirchplatz 5. Schönhauser UorKadt bei Sehmilll, Pappelalltt 64. ZlordoK bei Kruse, Kötzonistr. 8. Wen bei Hoßmanu. Kioigsberger Str. 28. Lichtenberg- Fritdrichsfelde bei fiekeuhageil, ScharniveberkraHe 69. LriedrichsHagen bei llllo ßchl'öllei', Seestraße 193. Siiblift u. Stralaner Jhertd bei Fröhlich, Musbaner Straße 1. Neukölln n. Srik bei Sartsch. Hemanngr. 49. Sübioest bei AaK, Kergmaunflraße 97. Uesten bei Ziemers. Aiilonistraße 58. Schöneberg bei Hhst, Martin-LutHer-Str. 69. Uilniersdorf u. Schmargendorf bei kilsche, Gaßeiner Straße 6. (fharlotteuburg im Volkshaus, Kofinenstraße 3. Moabit bei ßachstein, Saliivedeler Str. 16. Meißensee bei Peukert, Kerliner Allee 254. Nankoiv-Mtder-Schönhausen und Lrani.-Kuchhol; bei lllerilz, Lloraßraße 99. Steglitz u. Lnedenan bei Uehske, Mommsenstr. 7. Gr.-Lichterfelde und Nmgegeud bei Uahreilllors, Laebestraße 7. Biite diese Lokailiste auszubewahren. ?WANgS-lNNUNg der SilMaue? um Stukkateure Neuwahl des Gehilfeuausschnsies am Montag. 7. April, abends'Iß Uhr, bei Wilke, Sebastianftr. 39. Tagesordnung: 1. Neuwahl für die ausscheidenden Mitglieder, Bildhauer Gustav Mieket und Stukkateur Max Fuchs. 2 Neuwahl für den ausscheidende» Ersachmann, Brldhauer Max Walter. �l/17 Die Ausscheidenden sind wählbar.— Die Wahl beginnt pünktlich'1,8 Uhr. Deutscher Bauarheiter-Verband Sektion der Stukkateure. Anschließend an obige Versammlung: Mitglieder-Bersammlung Tagesordnung: 1. Die Vorschläge der Zabnerlommission zur besseren Durchführung des obligatorischen Arbcttsnachweti.es. 2. Der Mordtaris der Gipsbaubranche. 3. Verschiedenes._.. Vollzähligen Besuch erwartet Die Sektronsleltung. Verwaltnngsfielle Ktrlin. C. 54, Linienstr. 83—85. Verwaltung: Telephon; Amt Norden 1987. Kassierer: Arbeitsnachweis: Amt Norden 185. Amt Norden 1239, 9714. Dienstag, den 8. April ISIS, abends 8 Uhr: ÜersaHimlung aller» den k»->«esserbetncde« deschiistigwr Klempner und Kolitginneu in den Audreaa-k'estsAleu, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen L ü ck über:»Die gelbe Arbeiter. bewequug". 2. Distuision. 3.„Die gegenwärtigen Arbeitöverbält. nissc in den Betrieben»nd welche Stellung nehmen wir dazu?" 4. Branchenangelcgenheiten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Kollegen und Kolleginnen ersucht, zahlreich zu erscheine», insbesondere die Kollegen von der Städtischen und Englischen Gasanstalt. Achtung! Schlosser. Achtung! 141/19 Der Vorstand. Vorwärtslescr erhalten Stube uuü Küche von 15 Mark, einzelne Stücke 3 M. Anzahlung an. |Tannenzapf| Blinncnstr. Ä. LaudparMe! Äft Minstiger Stauf. Dircll am Bahnhof. --ald, Wasser, eventuell ohne Straßen- ,°üen.„Vorwärts'lefern schon mit 100 Mark Anzahlung. Kleine jähr- Teilzahlung. M. Buchhvlz, aU. 18, Kuiprvdestraße 19. 04/7 || Deutscher Arbeiter-Sängerbund. Gau Berlin und Umgegend. Sonntag, den 13. April 1913, vormittags pünktlich II Uhr, im großen Saale der Brauerei Vriedrichshain: Uebungsstunde. Geübt werden folgende Lieder: 1. Arbeiter-Wanderlied. 2. Empor zum Licht. 3. Ich warte Dein, 4. Zum l.�JIai. Im Nebensaale pünktlich lO Uhr: Ausschuß-Sitzung � für den ganzen(»an. Tagesordnung: 1. Aufnahme von 1 ereinen. 2. Bundesangelegenlieit.cn. Abrechnung der Billetts von den Konzerten der Hallenser."VlZ Der Vorstand. Der Mindestlohn der Bauschlosser beträgt vom 1. April ab t *== 60 Pfennig pro Stunde. Desgleichen der Lohn der NeuauSgelernten �2 Pf. pro Stunde. Wo diese Bestimmungen des Tarifs nicht eingehalten werde», ersuchen wir die Kollege», uns umgehend davon in Kenntnis zu setzen. Zu den in der„Metallarbeiter-Zeitung" angegebene» Zahllokalen sind noch folgende hinziizusügen: Kliapfl, V. Cirünthalerstr. 6. Bredow, KorsOrer Str. 8. Ziramermann, w, Pronziauei* auco Ivo. Frei lag, c, Vulsenstr. SO. Achtung! Die Bibliothek Osten, die bisher bei N i tz, Nominteiicr Str. Ii, lvar, ist vom 7. April an:' Warschauer Str. 8, Restaurant Ritz. Dieselbe ist geöffnet: Montags und Donnerstags von 7 bis 9 Uhr abends. 115/19 Tie Ortsverwaltung. Verwaltung Berlin.-— Musikinstrumentenarbeiter! Montag, den 7. April, abends 8 Uhr, im Gewcrkschastshanse, Engeluser IS(großer Saal): M Sraneben-Versamtnlnng s Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen R. Wcrner-Leipzig über das Thema: Tic Musikinstrumcntcnarbeiter und die Tarispolitik des Holzarbcitervcrbandes. 2. Diskussion. 3. Bericht von der Gencraloersaminlung. 4. Suiistige Branchen» und VcrbandSangelcgenheitcn. Bei der wichtigen Tagesordnung ist die Anwesenheit sämtlicher Ver» bandsmitgliedcr ans der Musiklnstrumentenbranche erforderlich. 81/9 --------——- Mitgliedsbuch legitimiert!-------------. Um piinftlichcs Erscheinen ersitcht Die Drt«verHvaItuug. Gegründet 1892 TlMchler-lnnnngsmeistcp Berlin N, Ackerstr. 131. fabrikpreise iiälitat; Ein- und Zweizimmer- Eioricbtungeu üroßes Lager in Schlaf-, Speiser, Herrenzimmern und KUohenmöbeln Wohnzimmer: Nussbaam furniert ,.».h> 25S.' Vorwärtsleser erhalten 5% Oeffentliehe politische Versammlungen. Sonntag, den 6. April, mittags 1 Volks'Versammlungen f 3n den sechs Berliner Wahlkreisen: Mlwhtehatts, Brandenburger Ufer 1. Carfö Gärtner, Holsteiner Ufer 27/28. Niktoria-Drimerei, Lützowstr. 111/112. Hockbrauerei, Tempelhofer Berg. Happoibts Krauerei, Hasenheide 32/38. Armmhalleu, Kommandantenstr. S8/59. Genrerbschafishans, Engelufer 15. Graumauu, Naunynstr. 27. Süd-Ost, Waldemarftr. 76. Kouxert- und Festsale, Koppenstr. 29. Prachtsäle des Ostens, Frankfurter Allee 151/152. Koebers Oesellschaftshaus, Weberstr. 17. Comeninssäle, Memeler.Straße 67. Krauerei Friedrichshain, An: Friedrichs- Hain 16-23. Glystum, Landsberger Allee 40/41. Prater-Theater, Kastanienallee 7-9. Kornssta-Säle, Ackerstr. 6/7. KastanienWaldchen lJnh. Walter), Badstr. 16. Pharns-Säle, Müllerstr. 142. Germania-Prachtsale, Ehausseestr. 110. Moabiter Gesellschastshans, Wiclefftr. 24. Im Wahlkreise Teltow- Beeshow- Storkow- Charlottenhnrg: Bohnsdorf. Uilla Kahl, Falkenruh. Brits. Kaddatz, Chauffeeftr. 39. Charlottenburg. Dolkshaus. Rosinenstr. 3 Köpenick. Stadttheater, Wilhelmstraße. F r iedenau- Steglitz. Albrechtshof, Steglitz, Albrechtftr. 1a. Johannisthal. Zur grünen Giche, Friedrichstr. 10(12 Uhr). Königs»Wusterhausen u. Umg. WedHor«, Altes Schutzenhaus. kanknuitz. Paradiesgarten(Schuh), Mühlenstr. 21. Kiariendorf. Gefellkchaftshans, Chauffeeftr. 305. Beuköiin. Kartschs Festsäle, Hermannstraße 49. Hohenstaufensäle, Kottbuser Damm 76. Pajsage-Festsäle, Bergstr. 151/152. Felsch, Knesebeckstr. 49. Nowawes. Singers Polbsgarten, Priesterstraße 31. Schöneberg. Schlostbrauerei, Hauptstraße 122-124. Steglitz» F r iedenau. Albrechtshof, Steglitz, Albrechtftr. 1a. Teltow. Konow, Berliner Straße 16. Tempeihof.„Wilhelmsgarten", Berliner Straße 9. Trebbin.„Gesellschastshans"(Emil Schul;)(3 Uhr). T reptow- Baumschulen weg. „Concordia", Treptower Park 69. Wilmersdorf. Kibtoriagarten, Wilhelmsaue 114/115. Im Wahlkreise Kieder-Barnim: Bernau. Franx Salzman«, Kasdorfer Straße. Borsigwalde. Korstgwalder Festsäle. Jnh. Wchard Hohn. Friedrichshagen.„Mskeller", Friedrichstr. W/97. Herzfelde.„Goldener Stern", Hauptstraße 57(4 Uhr). Hob.»schönhausen. Fritz Keyher, Kerliner Str. 93. Uchtenberg.„Schwarzer Adler", Franks. Ghaustee.— Cafe Kellevue, Kummelsburg, Hauptstraße. kiebenwaide. Restaurant Wagenseil, Zehdenicker Straße. liieder-Schönhausen.„Schwarzer Adler", Klankenbnrger Str. 4. Jnh. Aettig. Ober»Schöneweide.„Wilhelminen- Hof". Oranienburg.„Waldhans", Sand- Hausen. Pankow.„Zum Kurfürsten", Kerliner Straße 192. Beinickendorf-Ost.„Schützenhaus", Uestdenzstr. 1/2. Tagesordnung: Beinickendorf- West. Hartmanns Kranerei, Scharnweberstr. 191/4. Schönwalde» Schönerlinde. Schultz, Schönwalde(4 Uhr). Stralau.„Markgrafen-SLle", Mark- grafendamm 35. Tegel. Trapps Festsäle, Kahnhafstr. 1. Waidmannslust. Hermsdorf, „Kellenne", Jnh. A. Pfeffer, Schloßstraße. Weikensee.„Schloß Weißensee". VoiKzopter als Zsiiriilmäerlteier! ——__«S»«»!■ Gustav Bauer. Max Barth. H. Barenthin. Dr. A. Bernitein. Adolf Buhl. Otto Büchner. Otto Braun. Paul Brühl. Eugen ■■« SIIBH■ Brückner. Fritz Carl. Hermann Clajus. Ernst Däumig. Martha Demnining. Wilhelm Dentzer. Emil Dittmer. Wilhelm DUweli. Emil Eichhorn. Oskar Ewald. Robert Fendei. Richard Fifcher. Karl Freter. Ernst Gehrke. Karl Giebel. Theodor Glocke. Adolf Hoffmann. Karl tietzlchold. Karl Knoil. Joachim Klüß. Karl Jahn. Paul John. Wilhelmine Kähler. Emil Kloth. Georg Ledebour. Dr. Karl Liebknecht. Bruno Lieske. Paul Litfin. Emil Lfldke. Franz Marks, Karl Melle. Albin Mohs. Dr. Julius Mofes. Hermann Müller(Parteworst.). Leo Oltrowski. Wilhelm Pätzel. Wilhelm Pieck. Wilhelm Pfannkuch. Hugo Poetzlch. Adolf Ritter. Max Sailen. Hermann Silberfchmidt. Robert Schmidt. Artur Stadthagen. Heinrich Ströbel. Georg Ucko. Karl Wermuth. Frjia Wendel. Hermann Weife. Dr. H. Weyl. Mathilde Wurm. Fritz Zietfch. Fritz Zubeil. 199;7* Der Einbernfer. Eugen Ernst, Liesenstr. 16� Vkvmtwortlicher Rchalteur: Alfred Wiesepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantto.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag; Vorwärts Buchdruckere: u. BerlagSanstalt Paul Singer u. To., Berlin SM Nr. 80. 30. Jahrgang. 3. KilU Ks Jotmärtü" Derlim KlligdlR Sonntag, 0. Apnlt9!Z. Serickts- Leitung» Der„Vorwärts" vor dem Reichsgericht. T erlin rankf. a.M ?ünchen Wien 765 763i 763 -- 3 if NO NO O 754 NO 752 761 O SSW Vetter bedeckt wolkig 4 halb bd. heiter bedeckt 2shaw bd as A.II i* w5> «latwnen »lparanda etersburg Scilly Aberdeen Paris lIl 15 a � "b 765 768 759 774 752 S NW ONO N N S Vetter wollig btbeat bedeckt wölken! bedeckt e- "i — 1 0 8 6 8 Wetterprognose für Sonntag, den 6. April 1913. Nachts kühl, am Tage mäßig warm bei veränderlicher Bewölkung und silschen nordöstlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner W e t t e r b« r e a u. Neuheit: B Neuheit: C Neuheit: D Neuheit:£ Neuheit; P. Neuheit: 0 Neuheit: ff Neuheit: J Neuheit: K. | Jackett- Anzug Cj 1 reihtg Nr. 502* Gemnaterter Bnckekin, fein IQ,* gestreift und kariert........... J 0 M" Nr. 504* Fein gestreifter karamgarn- artiger Stoff mit hellen Effekten... L*J Nr. 500* Mittclgrau, braun und olir Qft__ Cheviot mit farbigen Effekten....• Nr. 508. 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Den Mitgliedern zur Nachricht. datz unsere Kollegin, die Stickerin Marie Schiefke gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonn- tag, den 6. April, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen KriedhoseS in Baumschulen- weg, Kiesholzstraße("Bahnstation Baumschulenweg) aus stall. Um rege Beteiligung ersucht 165/8"Die Ortsverwaltung. Dectscher Transportarbeiter-Verbanii. Bezirksverwaltung Groß-Berlin. Den Mitaliedern zur Nachricht, dasj unser Kollege, der Industriearbeiter kidiarä Stadie am 4. April im Alter von 23 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. April, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- balle bei Thomas- Kirchhofes, Hermannstrafie, aus statt. � Den Mtgliedern lerner zur Nachricht, dast unser Kollege, der Biersahrer Kar! Dada am 25. März im Alter von 43 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke«! 63/15 Die Bezirksverwaltung. VeMd.Gei!iein[l8-D.Staatsari). Filiale«reo Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nach- richt, datz der Kollege Valentin VVel? welcher im Betriebe des Wasser» Werkes Berltn-Tegel beschäftigt war, verstorben ist. Wir werden ihm«in ehrendes Andenken bewahre». Die Bestattung findet am Montag, den 7.?lpril, nach- mittags Z Uhr, von der Leichen- Halle de» Tegeler Friedhofes aus statt. 33/13 0ie Ortsverwaltuog. Am Sonnabendabend verschied mein lieber Mann, unser guter Vater ttennana Kimbauni im 54. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet Seima Blrnbanm u. Kinder Solmsstraste 14. Ort und Datum der Beerdigung ivird noch bekanntgegeben. Für die überaus herzliche Teil- nähme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters �rnLt klammer sagen wir allen Ireunden und Be- kannten, denr Sozialdemokratischen Wahlverein. Bezirk Lichtenberg, dem Deutscheu Metallarbeilerverband, den Mitgliedern der Kranken- und Sterbe- lasse der Metallarbeiter, den Kollegen der Firma Kilian und den Kollegen der Firma Dühring imseren herz- lichsten Dank. 280b Witwe Anna Klammer nebst Kindern. Für die Beweise herzlicher Teilnahme der Beerdigung meines lieben Mannes und gute» Vaters (Zusrav Stolze sagen wir allen Verwandten, Freun- den und Bekannten, insbesondere den Kollegen der.sdauSverwaitung der St. il.-G.(Ackerslraste), sowie dem Perband der Fabrikarbeiter Deutsch- land» unseren herzlichen Dank. 76A Die trauernden Hinterbliebenen Witwe Berta Stolze ppbst Sohn. Orts-Krankenkasse der Tabiiksiibrikarbtittt zu Berlin. Einladung zur — Orilcntllcben--------- General-Versammlung am Montag, den 14. AprU 1913, abends H'l, Uhr. nach dem Lokal des Herrn B o st, Weberstr. S. Tagesordnung: 1. Vorlesen des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2. Bcschlustsassuno über die Abnahme der Iahresrechnung sür 1312. 3. Verschiedenes. 268/2 Oer Vorstand. Jnnungs- Krankenkasse der Tischler-Jnnung. General-Versammlung der Bertreter der Kassenmit�lieder und der Jnnungsmitglleder am D i e n s t a g, den lö. April l3l3, abds. 8 Uhr, im.GewerkschastShauje", Saal I, Engeluser 15. Tagesordnung: >. Bericht des Vorstandes. 2. Ab. nähme der Jahresrechnung pro 1312 und Bericht der Revisoren. 3. Ver> schiedenes. 267/20 Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. Der Borftaud. Ortskrankenkasse Weber und verwandten Gewerbe. General-Versammlung sämtlicher Delegierten am Tonntag, den 13. April 4913, vormittags 10'/, Uhr. in Schmidts grostem Saal. Frucht- straste 36a(„Freischütz"). Tagesordnung: 1. Vorlage der Jahresrcchnung pro 1312. Bericht der Revisoren und Antrag aus Erteilung der Decharge. Wahl des KassensührerS und dessen Stellvertreters. Beschlustsastung über Zahlung der Beiträge zur Angestelltenversichc- rung. 5. Neuregelung der Bcamtengehälter. 6. Nachwahl eines ausgeschiedenen VorstandsmitgtiedeS für 1313 und 1314. 7. Verschiedenes. 213b Als Legitimalion dient Delegierten- karte. Berlin, den 6. April 1313. Der Borstand. B. Weymann. Vorfitzender. H. Postler, Schristsührer. Pünktliches Erscheiuen ist not- wendig Gemeinsame Orts- Krankenkasse für Mariendorf und Umgegend. Am Mittwoch, de» 19. April 1913. abends«'/, Uhr, im Lokal „Schwarzer Adler-, Marien- darf. Chansseeslr. 43: Ordentliche General-Versammlung Tagesordnung; 1. Vortrag über die Reichsversiche- ruiigsorduung. Referent: Herr Reichstags abgeordneter Giebel 2. Abnahm? der Jahresrechnung: a) Geschäfts- und Kassenbericht. b) Bericht der Revisoren. 3. Verschiedenes. Etwaige Anfragen oder Beschwerden, zu denen Einsichtnahme in die Ge- schästkbüchcr erforderlich ist, sind soätestens bis zum 12. AprU schristlich einzureichen. 268/1 Berlin-Mariendors, den 4. April 1313. Oer Vorstand. Aug. leip, E. Seile, Schristsührer. Vorsitzender. Sin Mi Fertig am Lager; t KeiMMdgeZM�! MWnzig8K:40M | Ffädt- Milse«; 6°: 40* Beinlileider IH5: 8u.| Fertige acbwarxa K-aidung (Ur Knaben und Jünglinge in größter Auswahl F e la e Naß- Antertlgnng In ca. 10 Stunden Baer Sohn Kleider•Wferke Berlin. Oegr. 1891. ChauuHttraS« 29— 30, II. Brlicksnitisß« lt. Gr. Frankfurter Str. 20. Scödnaberq. Hauptstr. 10. Den Genossen zur Kenntnis! Sarg-]ftagazlii Otto Wegner Oher-Schöneweide, SiemensstraBe 9. Führe Särge von den einfachsten bis zu den eleganlesten zu den billig. sten Preisen, da eigene Fabrikatton, Allgemeine Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Am Dienstag, den IS. April 1313, findet im Lokale deS Herrn Warneks Hierselbst, Wilhelminenhosstr. 18, eine Ersatzwahl der Bertreter der Arbeitgeber und Kass-nmitglieder statt. Die Vertreter der Arbeitgeber werden von diesen in ungeteilter Wahlversammlung in der Zeit von 3—4 Uhr nachmittags gewählt: zu wählen sind 3 Bertreter. Die Vertreter der Kaffenmitglicder werden ebenfalls in ungeteilter Wahlversammlung in der Zeit von S bis 7'/, Uhr nachmittags gewählt: zu wählen sind 13 Vertreter. Wahl- bercchtigtiind wählbar ist jedes Kassen- Mitglied, welches grostjährig und im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte ist. Zeder Arbeitgeber, welcher Beiträge aus eigenen Mitteln leistet, führt bei der Wahl eine Sttmme. Als Legitt- mation gilt der Mitgliedsausweis. Am Tieustag. den 39. AprU 1313, nachmittags 5'/, Uhr, findet im Lolale des Herrn Vkarnsks Hierselbst, Wilhelminenhosstr. 18, die Ordentliche General-Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Kassenmitglieder statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht sür daS Jahr 1312. 2. Bericht der Revisoren, Entlastung des Vorstandes. 3. Beschlustsassung über die Abänderung der Statuten aus Grund der Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung. 4. Ver. schiedenes. 268/3 Nach der Versammlung findet die Wahl eines Vorstandsmitgliedes der Arbeitnehmer statt. Als Legitimation gilt die Einladungskarte. Bcrlin-Oberschöneweide, den 81. März 1313. Ter Vorstand: Schneider, erster Vorsitzender. I,ikner, Schristsührer. Feuerbestattung Mark 1ÖO,—< mit allem Zubehör u. GeBüijrcn. BeerdigungS-Austalt „Flamme" Manteuffelftr. III. Anssührliche Broschüre gratis. Fernspr.: Moritzpl. 5582. Achtung! Achtung! Bevilligte Bäckerei. Allen Bekannten und einer werten Nachbarschaft zur Kenntnis, daß ich in Venkttiin, Elsenstr. 53, eine Srot- mib Fkinbitckem erössnet habe. Es wird mein Bestreben sein, durch Verarbeilung nur guter Zutaten das volle Vertrauen meiner werten Kund- schast zu erwerben. Georx Hohmann. Der Bertrauensmann der Böiker und Konditoren. �MzMfkSlieriiiMilij Extra-Abteilanff 1 1. Gesch.: BerlinW., Mohren- 1 Straße 37a(2. Haus von der| Jerusalemer Straße). |ll. Gesch.: Berlin HO., Große 1 Frankfurt. Str. 115(2. Haut| von der AndreasstraOa). 1 Sehrgr.Ausw. fert. 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Guthaben bei der Deutschen Bank Verschiedene Debitoren.... Passiva Akiienkapiial.................. Gesetzlicher Reservefonds.............. 7,«chnldverschreibnngen, AuSgabe 1839....... 3'/,°/, Schuldverschreibungen. Ausgabe l306...... 4 7, Schuldverschreibungen, Aufgabe 1307....... 4 Schuldverschreibungen, Am gäbe 1303....... 7, Schuldverschreibungen, Ausgabe 1910....... 4'/, Schuldverschreibungen, Ausgabe 1912....... Sypotheken aus erworbenen Grundstücken....... ahnantage-Tilgungssonds............. ErneuerungssondS................ ond» jür autzeraewöhnliche Ausgaben im Betriebe.... ückstellung für die Talonsteuer........... Im Jahre 1913 fällig werdende SchuldverschreidunzS-Zinsen sür das Jahr 1312.............. Noch nicht vorgelegte ausgeloste Schuldverschreibungen... Noch nicht erhobene Dwidenden und Zinsen aus Schuld. Verschreibunzen............... Verschiedene Kreditoren.............. Reingewinn des JahreS 1312............ Gewinn- und Verlust-Rechnung. !•» 7500000I- 61 645 006,60 40 999 975 47 9 670 642 36 7 445 932 i 29 154 793 22 4 646 92807 1|— 61 215j44 1 602 560:41 266 827,50 6 004 771160 139 998 653,36 38 j* 50 000 000 2 071 771 7 799 500,— 7 073 MO— 9 974 500,— 15 000 000!— 20 000 000!- 10 000 000 1558 750 1 213 900 4 371 379 500000 317 000 « 1073 051 12 083 33 498 5 467 812 3 531 906 �pezlalarzt f. Haut-, Harn-, ktzraueuleiden, nero.Schioächc, Bcinkranke jeder Art, Ehrlich Hata< Kuren in u.Co. konz. Laborat. j. Blut- Untersuchung., Fäden i. Harn usw. kil-tcklw,. SI, SAs.".. Spr. 10—:2, 5— 9, Sonnt. 11— 2. Honorar mästig, auch Teilzahl. Separates Tamenzimmer. LA 4.4, If m•�»SAS.SS Dr. Homeyer Debet. en der 4°/, Schuldverschreibungen. Ausgabe 1893. en der! en der en der,_ en der 4 Schuldverschreibungen, Ausgabe 1310. en der 4°/» Schuldverschreibungen, AuSgabe 1912. davon aus Bau. und GrunderwerbS-Konto der Er- weiteriingSlinien übertragen........ Rücklage für den Bahnanlage-TilgungSsondS.. Rücklage iür den ErneuerungssondS..... Rücklage sür die Talonsteuer........ VertragSmätzige Abgaben an die Stadtgemeinden Abschreibungen aus Gebäude........ Abschreibungen aui Bureauinventar..... Saldo; zur Verteilung verbleibender Ueberschutz. Jt\4 311 4801— 248 176 25 399 320— 600 0001— 800 0001— 366 666|65 2 725 642 90 1 103 087 29 1 622 555 61 154 000;- 735 000— 87 000— 178 739105 59 7321— 12 725165 3 531 906 31 6 381 658:62 Kredit Bortrag aus 1911 Betriebseinnahmen abzüglich Betriebskosten........ 4 124 271,80 Betriebseinnahmen.......... 8 309 179,75 M. rii Verschiedene Einnahmen, Jt\4 606117 48 4 184 907)3 1590 633 19 6 381 658,62 Die aus 6 Prozent festgesetzte Dividende gelangt mit 60 M. für die Aktie gegen Einreichung deS Dividendenschems Rr. 16 zur Auszahlung an der Gesellschaftskasse oder bei der Deutschen Bank und deren Filialen, oder bei der Berliner Handelsgesellschaft, oder der Mitteldeutschen Kreditbank in Berlin und Frankfnrt a. M., oder bei dem BanlhauS Jacquier u. SecuriuS in Berlin. Berlin, den 5. AprU 1313. Der Vorstand. Damentuche-M. und farbig... A5«ter von � an Kostümstoffe Äom: neuesten Dessins, Mtr. von � an Blaue Kammgarne Prima-Qualität, Meter von d au Blau8Kammg.-ChBy.�-2� Futter-Seide pJÄn Satln-Futter Äm Knöpfe und BesatzartikBl etc. Sämtliche Stoffe sind nadelfertig und 130 cm breit PSlßtOtS ▼on tchwan. Tuch- und Kammgarn- OA Iff. Stoffen......... Ton an Paletots TOS engli- J c M. sehen Stoffen.... von'— an Kostüme r*ic»» au*. wähl tu engl. Stoffen, 4 Q M. Kammgarn und Tuch von I U an Kostüm-Röcke A grOsste Auswahl.. von � Staub-Mäntel Loden-Capes (wetterfest) SO an frlaBsantertifiunn von M lCPELZ M Auteln u. Knalttmen Kottbuser Str. S Fernsprecher Moritzpl. 9884 Obst- und GortenstiiM Verkauf r. Pari. m. fertig angelegten Obstgärten und Ferieubäusern Biesdorf Station der Oatbahn □ Rate tOßlb. an Neu-Sadowa atftt.Sadowa, a.d. Slraue n.Bludarl □ Bote IS Mk.am Kaulsdorf am Bahnhol □ Rate 12 Mk, nn Petershagen Station Fradoradarf a. d. 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Lischewski wurde beschuldigt, im Dezember in der Leipziger Straße und im Januar in der Friedrichstraße unter dem Vorwand des Straßen Handels Bettelei getrieben zu ihaben. Vor dem Amtsgericht Be r l i n--'M i t t e, das er durch Widerspruch gegen das polizeiliche Strafmandat um richterliche Entscheidung ersucht hatte, erfuhr er, worin die„Bettelei" bestanden haben sollte. Der feit zwei Jahrzehnten erblindete, jetzt im 64. Lebensjahr stehende Mann handelt auf der Straße mit Klein- kram, den er in einem Kästchen vor sich trägt. Wenn er handeln geht, hängt er sich über die Brust ein. kleines Plakat, das die Aufschrift zeigt:„Völlig erblindet durch Sehnerven- s ch w u n d." Tie Polizeibeamtcn hatten nun bemerkt, daß Vor- übergehende ihm Geld gaben, ohne von ihm Ware zu entnehmen. Darin sahen sie eine Bettelei, und auf ihre Anzeige hin kam dann die Pvlizeistrafe. Als Zeugen mußten sie übereinstimmend bekunden, micht bemerkt zu haben, daß Lischewski die Vorübergehenden an- gesprochen hätte. Er habe aber, meinten sie, überhaupt micht handeln wollen. Seine Absicht sei gewesen, durch das Schild das Mitleid der Passanten zu wecken und sie zur Her- gäbe von Almosen zu veranlasien. Einer der beiden Polizcibcamtcn behauptet«, Lischewski habe Streichhölzer, Ehristbaumschmuck, Schnürsenkel usw. in seinem Kasten gehabt, der aber gar nicht offen gewesen sei. Lischewski erklärte, mit Schnürsenkel habe er nicht gehandelt, da müsse der Herr Kriminalschutzmann sich wohl virschen haben. Dieser wollte bei seiner Aussage bleiben und fügte die Versicherung hinzu:„Ich habe mir meine Eintragungen sofort gemacht". Auf Bckragung durch den Vorsitzenden holte er dann seine Notizen heraus und stellte fest, daß Lischewski— nicht mit Schürsenkcln gehandelt hatte. Dem Amtsanwalt genügte das Plakat als„B e w e i s", daß der Blinde durch Erregung von Mitleid das Straßcnpublikum zu Geschenken habe veranlassen wollen, die er ja dann auch angenommen habe. Das sei Bettelei, und dafür solle er mit zwei Tagen Haft büßen. Der A n- geklagte fragte, wie er ohne dieses Schild seinen Handel bc- treiben solle. Seine Blindheit sei ihm nicht ohne weiteres an- zusehen, darum könne er das Schild nicht entbehren. Er sei schon oft, weil man ihn für sehend hielt, heftig angerempelt worden und habe noch Grobheiten einstecken müssen. Das Gericht sprach den blinden Händler von der Anklage der Bettelei frei, weil das Schild noch kein Beweis einer Absicht zu betteln sei. Ganz ohne Strafe sollte er aber doch nicht davonkommen. Eine Handhabe zur Verurteilung bot sich in dem Umstand, daß er—> weil ein Blinder ja nicht nach Belieben durch die Straßen spazieren kann— eine fe st e Handelsstelle einge- nomine n hatte. In dem Weihnachtsmonat Dezember war ihm das in der Leipziger Straße erlaubt, im Januar aber frevelte er in der Friedrickistraße gegen das polizeiliche Verbot. Hierfür I wurde er zu zwei M<�rk Geldstrafe verurteilt. Wird nach diesem Urteil weiter die Polizei die Rechtsordnung gefährdet glauben, wenn ein blinder Straßenhändler ein zu seiner Sicherheit unentbehrliches Plakat trägt, das hei den Vorüber- gehenden Mitleid erregt? Nowawes. Mittwoch, den 9. April, abends S'/s Uhr pünktlich, im Lokal von Schmidt, Wilhelmstr. 41/43: Versammlung des Wahl- Vereins. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. 3. Wahl des Vorstandes und der Funktionäre. 4. Maifeier. S. Verschiedenes. LerUner I�acbrickten. Berlin und Treptow. Berlin und Treptow verhandeln seit längeren Monaten über die Einzelheiten einer Vereinigung beider Orte. Die Verhandlungen stehen auf dem Punkte, daß Treptow seine Forderungen für die Eingemeindung formuliert und an Ber- lin vor kurzem übcrsandt hat, worauf die vom Berliner Magistrat gebildete Kommission und die zuständigen Fach- deputationen mit der Prüfung betraut sind. Die Beratungen werden voraussichtlich einige Wochen ausfüllen. Mitten in diese durchaus fachlichen Verhandlungen fällt die politische Aktion hinein, welche von einer Nachbargemeinde veranlaßt und in der Gemeindekommission des Abgeordnetenhauses auf- genommen worden ist. Die Neuköllner Petition gegen die Eingemeindung-. ist dem Abgeordnetenhause zugegangen, ohne daß Berlin« in irgend einer Weise von diesem Vorgehen in Kenntnis gesetzt worden war. Die Mehrheit der Kommission des Abgeordnetenhauses hat die Petition zur Berücksichtigung für geeignet gefunden, ohne daß der Stadt Berlin irgend eine Gelegenheit gegeben wäre, ihrerseits Stellung zu nehmen. Dieses Vorgehen stellt sich auch insofern als ein einzigartiges dar, als, soviel ersichtlich, bei anderen Eingemeindungen, z. B. bei Mühlheim-Essen, keineswegs irgend eine Aktion dieser Art für notwendig befunden wird. Von Seiten Berlins muß dieses vorzeitige Hineingreifen in schwebende Verhandlungen als Kränkung und als ein Abweichen von dem Grundsatz gleichmäßiger Würdigung aller Interessen empfunden werden. Es ist unmöglich, die Vorteile, welche für Treptow wie für Berlin und auch für die Allgemeinheit aus der Vereinigung beider L�rte erwachsen werden, anders zur Darstellung zu bringen, als durch eine genaue Fixierung der Konzessionen, welche Berlin dem Treptower Gemeindewesen zu machen ge- willt und imstande sein wird. Deshalb ist der eingeschlagene Weg der einzige, welcher eine unparteiische Prüfung verbürgt, auf die Berlin und Treptow Anspruch haben. Partei- Angelegenheiten. Die Leiter der Sonntligsversammkungen�verden gebeten, der Redaktion des„Vorwärts" sofort nach Schluß der Ver- sammlung einen gedrängten Bericht über den Verlauf der- selben durch besonderen Boten zukommen zu lassen, damit von demselben noch für das Montagsblatt Gebrauch gemacht werden kann. Charlottenburq. Der Zahlabend der 7. Gruppe findet nur bei Thuuack, der der 8. Gruppe gemeinschaftlich bei Ahrens, Ansbacher Slraße II, statt. Aufstellung der Wahlmänner, Vorstandstvahl. Lichtenberg. Zu der am Sonnabend, den 12. April, im Bern- Hard-Rose-Tbrater statlsindenden Theatervorstellung»Die größte Sünde", von Otlo Ernst, ist noch eine beschränkte Anzahl von Billetts zum Preise von 75 Pf. einschließlich Garderobe in folgenden Ver- kaufsstellen zu haben: Wilhelm Schulz. Kronprinzenstr. 47; Oskar Blume, Alt-Boxhagen 5v: Krüger, Türrschmidl-, Ecke Lessingstr.: Erdmagn, Wilhelmstr. 86; Mielke, Möllendorfstr. 14; Rosenblatt, Grünberger Str. 13. Treptow-Baumschulcnnicg. Die Genossinnen und Genosien treffen sich heule Sonntag, mittags 12 Uhr in ihren Bezirkslokalen und gehen gemeinsam zur Protestversammlung. Karlshorst. Zum gemeinsamen Besuch der Protestversammlung in Obcrschöneweide Abmarsch pünktlich 12'/z Uhr von den Zahl- abendlokalen. Schmargendorf. Die Parteigenossen weiten ersucht, heute, Sonntag, an der Demonstrationsversammlung in Wilmersdorf teil- zunehmen., � Bohnsdorf. Mittwoch, den 9. April, abends h'/z Uhr. im großen Saal des Restaurants.Falkenruh"(Villa Kahl): Generalversammlung des Wablvereins. Tagesordnurtg: 1. Geschäftsbericht deS Vor- stände?. 2. Neuwahl des Vorstandes, des P. dungSausschusies. deS Jugendausschusies und der Funktionäre. 3. Aufstellung der Wahl- männer zur Landtagswahl. 4. VereinSangelegenheilen. S. Ver- schiedenes. Alt-Glicnickc. Zur Teilnahme an der Protestversammlung in Bohnsdorf treffen sich tue Parleigenossen und Genoifinnen um 11'/z Uhr vormittags im Lokal von Hentschel, Grünauer Straße. Ab- manch pünktlich 12 Uhr. Eichwaldc-Schmöckwitz. Die Parteigenossen loerden ersucht, sich an der Demonstrationsversammlung ,m„Alten SchützenhauS" in Konigswusterhausen zu beteiligen. Abfahrt 12 Uhr 9 Minuten mittags. Die Generalversammlung deS Wahlvereins findet am Mittwoch. den 9. April d. I.. in„WitteS Waldichloßchen" statt. Tagesordnuug: Geschäfts- und Kassenbericht. Neuwahl des Vorstandes. Aussprache über die Landtagswahlen. Von der Feuerbestattun«;. Das städtisch� Krematorium in der Gerichtstraße 37/38, welches bekanntlich seit dem 1. Dezember v. I. in Betrieb ist, hat in der kurzen Zeit seines Bestehens und trotz der Schwierigkeiten, die sich aus dem Fcucrbestattungsgefetz für die Leichenverbrennung in Preußen ergeben, eine nicht ikstbedeutende Steigerung seiner In- anspruchnahme durch das Publikum erfahren. Während seitens der Verwaltung für das erste Jahr 366 Einäscherungen vorgesehen waren, ist diese Zahl bereits jetzt, also nach Ablauf von vier Mo- naten, beinahe erreicht. Es haben nämlich in der Zeit vom 1. De- zembcr v. I. bis Ende März d. I. 256 Verbrennungen stattge- funden. Diese Zahl hätte noch größer sein können, wenn nicht eine große Anzahl von einzuäschernden Leichen den außerpreußischen Krematorien zugeführt werden mußte, da die gesetzlich vorge- schriebene letztwilligc Verfügung, in welcher der Verstorbene seine Einäscherung selbst anordnet, nicht vorhanden war. Das städtische Friedhofsbureau, Rathaus, Zimmer 164, erteilt in allen einschlägt- gen Fragen bereitwilligst Auskunft. Dort steht auch allen Jnter- cssentcn ein ausführlicher Prospekt über das gesamte Verfahren zum Zwecke der Einäscherung kostenlos zur Verfügung. Die An- Meldungen von Bestattungen werden auch von dem Inspektor des Krematoriums, Gerichtstr. 37/38, entgegengenommen. Ausbildung für Dienstboten. Wir werden um Aufnahme folgender Zeilen gebeten: Die Ber- kiner Hausfrauen klagen mit Recht über mangelhafte Ausbildung des HauspcrsonalS. Der Zciitralarbeitsnachlvcis gibt durch scinc Ausbildungskurse Gelegenheit, einige Lücken auszugleichen. Im Fcin-Plättkursus wird das Plätten von Kragen und Manschetten, Servitcurs und Oberhemden gelehrt, im Auöbcsserkursus das Stopfen von Küchen-, Tisch- und Leibwäsche, Flicken einsetzen in Wäsche und Kleider. Der Schneiderkursus gibt eine Unterweisung im Zuschneiden und Abändern von Schnitten nach Schnittmustern, Anfertigen von Hauskleidern, einfachen Röcken und Blusen. Die Kurse finden je einmal wöchentlich abends von'A8 bis '/Ü16 Uhr in den neuen Räumen des Zentral-Arbeitsnachweises, Eichhornstr. 1 1, statt. Der UnterrichtSprcis beträgt pro Kursus vierteljährlich 4,56 M. exklusive Material, für Mädchen unter 16 Jahren 3 M. Anmeldungen werden entgegengenommen vor- mittags von 8— 11 und nachmittags von 4— 7 Uhr im Zentral- Arbeitsnachwcis. �-rauenmord in Potsdam. Gestern früh wurde das 56 jährige Fräulein Getrud v. Schön- seid in ihrer Wohnung, Zimmerstr. 7 zu Potsdam, erdrosselt auf- gefunden. Nach den polizeilichen Feststellungen liegt Raubmord vor. Ein der Tat Verdächtiger ist bereits verhaftet worden. Wir er- fahren darüber noch folgende Einzelheiten: In der Zimmerstr. 7 in Potsdam bewohnte das Fräulein von Schönfcld in dem Gartcnhause eine Zweizimmerwohnung. Die Dame unterhielt zu der Potsdamer Gesellschaft mehrfach Beziehun- gen, lebte aber sonst sehr zurückgezogen, Freitag kehrte sie von dem Besuche einer Freundin zurück; um etwa 1 Uhr nachmittags hörte man sie ihre Wohnung betreten, die sie lebend nicht mehr ver- lassen hat. In den Nachmittagsstunden, etwa gegen 5 Uhr. fiel einem Fräulein Wernicke, das eine Treppe tiefer wohnt, ein merk- würdiges Geräusch auf. Sie hörte einen dumpfen Fall und ein Schleifen über den Tcppich. Auch war dem Fräulein aufgefallen, daß Fräulein v. Schönfeld ihren gewohnten Nachmittagsspazier- gang nicht unternommen hatte. Sie fand die Wohnung vcrschloffen. Nichts Gutes ahnend, rief sie mehrere Personen herbei und man öffnete mit einem Nachschlüssel die Wohnung. Den Eintretenden bot sich ein entsetzlicher Anblick. Am Fußboden lag Fräulein von Schönfeld mit einer Schlinge um den Hals, die am Piano befestigt war. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur den bereits ein- getretenen Tod feststellen. Ter Toten stand blutiger Schauni vor dem Munde, und der Körper zeigte noch Wärme. Fräulein v. Schönfcld ist im Jahre 1857 geboren und lebte in geordneten Vcrbält- nissen. In der letzten Zeit hatte sie mit Potsdamer Althändlern wegen des, Verkaufes wertvoller Porzcllanmedaillcn Unterhand- lungcn gepflogen. Freitag hatte sich ein Poisdamer Händler gc- meldet, der sie mit einem Berliner Kollegen besuchen wollte. Man hat jedoch keinerlei fremde Personen ein- oder ausgehen sehen. Auf Grund der schriftlichen Anmeldung seines Besuches wurde der Potsdamer Althändler verhaftet, dessen Namen jedoch von der Kriminalpolizei noch geheim gehalten wird. Es werden wertvolle Medaillons vermißt, während für die Annahme eines Selbste mordcs keinerlei Anhaltspunkte vorliegen. Eine Maßregelung beim Verband der deutschen Gewerbe- gehilfinncn verdient niedriger gehängt zu werden. In Nr. 51 des „Vorwärts" wur!� im Anschluß an die diesjährige Hauptversamm- hing dieses Verbandes berichtet, daß innerhalb des Vorstandes der Gedanke aufgetaucht sei, den Verband der Gewerbegehilfinnen an die freien Gewerkschaften als durchaus selbständige Sektion anzu- gliedern. Dazu wurde bemerkt, daß der Verband sich mit der Zeit von dem Kaufmännischen Verband für weibliche Angestellte, aus dem er hervorgegangen ist, völlig abhängig gemacht habe und unter der Vormundschaft des bekannten Dr. Silbermann stehe. Dieses entwürdigende Kotauverhältnis, das schlecht paßt zu den Bestrc- bunaen arbeitender Frauen und Mädchen nach mehr sozialer Selb- ständigkeit, kam in der Hauptversammlung zur Sprache, doch suchte die Mehrzahl der mit dem Kaufmännischen Verband und mit dessen Dr. Silbermann durch Dick und Dünn trabenden Vorstandsmit- glieder eine eingehendere Darstellung zu verhindern. Dabei sind die Gewerbegehilfinnen mit Hilfe rechtbeschnittener Satzungen der- artige Verbandswaisenkinder, daß sie den von ihnen gewählten Vor- stand durch den kaufmännischen Vormund bestätigen lassen müssen. iAm 1. April ist nun die langjährige Geschäftssührerin des Ge- lverbegehilfinnenverbandes, Fräulein H., mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Man zahlt zwar noch das Gehalt für einen Monat, stürzt sich also in Unkosten, setzte aber die Beamtin, die zugleich stellvcrtetende Vorsitzende lvar, binnen 24 Stunden vor die Tür. Die Behauptung, daß der Grund für die eilige Entlassung nicht in den gewerkschaftlichen Bestrebungen zu suchen sei, wird dem Vorstande niemand glauben. TaS monatlich einmal erscheinende Vcrbandsorgan„Die Gewerbegehilfin", welches die Maßregelung natürlich schämig verschweigt, sucht unsere Kritik qn der Selbstcntrcchtung zu entkrästeu mit einem langen konfusen Geseire, dem eine Widerlegung zuviel Ehre antun würde. Leute, die über die freien Gewerkschaften so dummes Zeug schwatzen, sind kaum ernst zu nehme». In derselben Nummer der„Gewerbe- gchllfin" wird eingeladen zu einer Versammlung, in der über die Auflösung der beiden Verbänden gemeinsamen Krankenkasse ver- handelt werden soll. Diese Auflösung tritt in kurzer Zeit todsicher ein und war der Hauptgrund, weshalb der Gedanke des Anschlusses an die freien Gelverkschaften, um den Verband vor dem Sterben zu retten, aufkam. Das Eingehen der Krankenkasse unter Weiter- bestand einer sinnlosen Abhängigkeit wird auch die letzten Mit- glieder hinaustreibcn,»nd dann ist der Verband der deutschen Gewcrbegehilfinnen durch die gloriose Tätigkeit seines Vorstandes glücklich pleite._ Ter Silberfund im Friedrichshain, über den wir berichteten, ist aufgeklärt. Die Besteckteile, die dicht unter der Erdoberfläche verscharrt lagen, rühren aus einem große» Einbruch her, der im Juli vorigen Jahres bei einem Rentier Abraham in der Schaperslraße zu Wilmersdorf verübt wurde. DP Täter kantelten damals die Wohnung, deren Inhaber verreist war, auf, hausten darin wie die Vandalen und erbeuteten für 9666 Mark Silberzeug. Die Schvnebcrgcr Kriminalpolizei ermittelte sie bald darauf und nahm sie fest. Es sind der Arbeiter Löffelbein und der Händler Lichte, die die Sachen zum größten Teil an einen Händler Gödke verkauften. Bis auf den Rest, der jetzt im Friedrichshain wiedergesunden wurde, beschlagnahmte die Kriminalpolizei die Beute damals schon bei Gödke. Die beiden Einbrecher und der Hehler sitzen noch in Untersuchungshaft. Der Bestohlene, dxr sich auf die Zeitungsnotiz über den Silberschatz hin nach dem Polizeipräsidium begab und dort die Sachen erkannte, ist jetzt wieder im Besitz deS ganzen ihm damals gestohlenen Gutes. Einige Sachen sind aller« dings von den Einbrechern, die. sie im Friedrichshain versteckten» zerbrochen worden. Ein Betriebsunfall ereignete sich gestern nachmittag im Glüh« lampcnwcrk der Firma Bergmann, Oudcnardcrstraße. Dort waren vier Arbeiter damit beschäftigt, einen Elektromotor umzuhängen. In dem Augenblick, als sie den Flaschcnzug befestigen wollten, stürzte das Gerüst zusammen. Drei der Beteiligten, der Arbeiter Albrecht, der Schlosser Stege und der Schlosser Emmerling, wurden dabei verletzt. Bom Arbeitrrrisiko. Einen tödlichen Ausgang hat ein Unfall genommen, den der 24 Jahre alte Arbeiter Heinrich Pietsch ans der Birkenstraße 76 zu Reinickendorf vor acht Tagen in den Borsig- Weckken in der Berliner Straße zu Tegel erlitt. Bei der Arbeit fiel dem Unglücklichen ein Eisenstück auf den Kops und verletzte ihn so schwer, daß er besinnungslos nach dem Paul Gerhardstift ge- bracht werden mußte. Hier ist er am Freitag gestorben. Ei» sehr gefährlicher Kcllcrbrand beschäftigte am Sonnabend- nachmittag die Berliner Feuerwehr in der Bredowstr. 8(Moabit). Als die 4. Kompagnie auf zweimaligen Alarm in großer Stärke erschien, stand der Keller in großer Ausdehnung in Flammen. Hof und Haus waren so verqualmt, daß die Rohrführcr mit Atmungs« apparaten ausgerüstet werden mußten. Sie drangen dann in den Keller ein und löschten nach längerem Wassergeben den Brand mit mehreren Schlauchleitungen ab. Der Keller mit seinem Inhalt an Hausrat und Kvhlenvorrätcn ist ausgebrannt und zum Teil unter Wasser gesetzt. Die Sängcrabtcilung I Süd-Ost(M. d. A.-S.-B.), Chormcistcc Herr Paul Kurz, veranstaltet heute, Sonntag, den 6. April, in der Brauerei Friedrichshain einen Heiteren Konzertabend. Mitwir- kcnde Arme Anni Sander, Vortragskünstlerin, Herr Armin Lieber- mann, Cello, Anfang 6 Uhr. Billetts im Vorverkauf 56 Pf., an der Kasse 66 Pf. Auf sonderbare Weise verschwunden ist das neunjährige Töchtcrchen Hilda des MoltcrcibesitzerS Otto Geiseler in Ober- Schönelveidc, Wilhelminenhofitr. 56 wohnhaft. Am Sonnabend, den 29. März, früh 8 Uhr, hatte das Kind fitr einige Kunden Milch ausgetragen, es kehrte jedoch nicht mehr zurück. Später wurden die Milchkannen in einem Hausflur vorgefunden. Am darauffolgenden Sonntag soll das Mädchen in Neukölln, Berliner Straße, gesehen worden sein, wo es Kindern erzählt, daß es«in Mann mitgenommen habe. Seit dieser Zeit fehlt jede Spur von dem Kinde. Es wird- angenommen, daß das Mädchen irgendwo verborgen gehalten wird. Bekleidet war dasselbe mit graumelierter Pelerine, Kapuze, schwarzen Strümpfen und grauen Segeltuch- schuhen. Personen, die über das vermißte Mädchen, das von frischer Gesichtsfarve ist und blondes Haar hat, Mitteilung machen können, werden gebeten, sich an die Eltern desselben zu wenden. Ein gefährlicher Wohmingsbrand brach gestern vormittag kurz vor 9'A Uhr in der Wichertstr. 156 im, zweiten Stock des linken Seitenflügels aus. Die Flamme« erfaßten Betten, Möbel, Klei- dungsstücke und Teile der Schaldeckel Als man die Gefahr de- merkt � war das Treppenhaus schon stark verqualmt, so daß sich der übrigen Mieter große Aufregung bemächtigte. In der brennenden Wohnung hielt sich zum Glück niemand auf. Die Feuerwehr mutzte von außen über Haken- und über Steckleitern vordringen, da ein Angriff über die verqualmten Treppen anfangs nicht möglich war. Unter Benutzung einer Schlauchleitung und eines Rauchschutz- apparateS konnte die Gefahr innerhalb einer halben Stunde bc- seitigt werden. Die erregten Mieter konnten durch die Feuerwehr- Mannschaften beruhigt werden.* Vorort- Nadmcbtem Nehmt Einficht in die UrWählerliste. Wilmersdorf-Halensee. Tie UrWählerlisten zur Landtagswahl liegen amilich von Mittwoch, den 9., bis Freitag, den 11. Slpril, im Wahlburcau des Magistrats, Gasteiner Strafe 11, 2 Treppen, öffentlich zur Einsichtnahme aus. Um den Wählern jedoch Gelegenheit zu geben, die Listen schon s r ü h e r, vor allem aber am Sonntag, einzusehen, wird der Sozial- demokratische Wahlverein eine Abschrift der Wählerliste von Sonntagbis zumFreitagin s o l g e n d e n L o ka l e n a us- legen: Für H a I e n s e e östlich der Eisenbahnbnicke beim Restaurateur Piche, Pauloborner Str. 26; westlich von der Eisenbahnbrücke beim Restaurateur Schwachenwald, Kursürstendamm 137. für den alten O r t S t e i l sim Süden von der Mecklenburgischen e und der WilhelmSaue, im Norden von der Güntzelstraße begrenzt), östlicher Teil der Uhlandstraße und die östlich hiervon gelegenen Strasien beim Restaurateur Schilling, Lauenburger Str. 20; westlicher Teil der Uhlandstraße und die westlich hiervon gelegenen Straßen beim Restaurateur Seile, Brandenburgische Str. 69. Für den Stadtteil nördlich der Güntzelstraße, östlicher Teil der Uhlandstraße und die östlich hiervon gelegenen Straßen beim Restaurateur G r ö sch ke, Kaiserallce 209; westlicher Teil der Uhlandstraße und die westlich hiervon gelegenen Straßen beim Restaurateur A d a m, Psalzburger Straße 27. Für den Süd bezirk, östlicher Teil der Weimarischen �Straße und die östlich hiervon gelegenen Straßen beim Restaurateur Stramm, Durlacher Straße 7; westlicher Teil der Weimarischen Straße und die westlich hiervon gelegenen Straßen beim Restaurateur P o t t s ch i e tz, Parehcr Straße 2. Wir bitten aber zu beachten, baß Reklamationen von den in Betracht kommenden Wählern persönlich in der Zeit vom 9. bis zum 11. Slpril im amtlichen Wahlburau, Gasteiner Straß- 11, 2 Treppen, anzubringen sind. Niederbarnim. Ahrensfelde. Am«., 7. und 8. April während der Dienststunden im Gemcindebureau. Eggersdorf. Am 6., 7. und 8. April, vormittags von 8— 11'/, und nachmittags von 1'/,— S Uhr im Gemeindebureau. Heinersdorf(Niederbarnim). Die Wählerlisten liegen nur noch heute von 10-�1 Uhr im Gemeindehause aus. Hohen-Schönhausen. Nur noch heute, am 6., und morgen, am 7. April, in: Rathauje, Hauptstr. SO, Ziminer 7, von 9 Uhr vormittags dtS 3 Uhr nachmittags, auch am Sonntag in der gleichen Zeit. Die Listen können auch im Lokal des Gen. R e y h e r, Berliner Str. 93, eingesehen werden. Mühlenbeck. Die Urwählerllste liegt sür den hiesigen Ort nur noch am 7. und 8. April im hiesigen Gemeindebureau von 9 bis 1 Uhr au». Diejenigen, welche selbst keine Zeit haben, die Liste einzusehen, melden sich beim Genossen A. Bärsch. Nieder- Schönhausen. Die Auslegung der Wählerliste findet sür unseren Ort noch am Dienstag, den 8., in der Zeit von 8 bis 3 Uhr im Zimmer 24 des Rathauses zur Einsicht sür jedermann statt. Röntgental-Zepernick. Sonntag, den«., von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, Montag, den 7., von 7,9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, Dienstag, den 8., von'/,9 Uhr vormittags bis 3 Uhr nach- mittags im Gemeindebureau in Zepernick, Dorsstraße. Tegel. Im Gemeindeamt, Steuer- und Wahlabteilung, Beitstr. 3. ständigleit' der Listen können innerh �Auslegung begonnen hat, bei dem Gcmeindevorstand Hierselbst angebracht werden. Woltersdorf. Nur noch am 6. und 7. Slpril im Amtsbureau mid zwar heule Sonntag von 10 vis 12 Uhr vormittags und Montag während der Dienststundcn. Spandau. Am S., 7. und 8. April im Rathause, Potsdamer Straße, Zimmer 29, im Obergeschoß, in der Zeit von 8—1 Uhr vormittags und 3—6 Uhr nachmittags Für den Stadtteil Nonnendamm und H a s e I h o r st liegen die Listen in den AmtSbureauS an: 6. April von S— 1 Uhr vormittags und am 7. und 8. April von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags aus. DaS AmtSbureau für den Stadtteil Nonnendamm besindet sich H e sn e r- st e g 2, dasjenige sür Haselhorst Gartenselder Str. 38. Diejenigen Wähler, die in Ermangelung von Zeit an der Einsicht in die Liste verhindert sind, wollen unter Beibringung ausreichender Legitimation einen bekannten Genossen mit der Einsichtnahme betrauen oder aber sich an den durch rote Plakate kenntlichen Stellen einzeichnen. Eharlottenburg. Eine von über 1000 Arbeitern der städtischen Betriebe CTHar» lotienburgs besuchte Versammlung, die am Freitag im„Volks- Hause" stattfand, protestierte gegen die erfolgte Ablehnung der An- träge der städtischen Arbeiter auf Lohnerhöhung und tarifliche Regelung der Arbeitsbedingungen. Zuerst erstattete Otto Schultze Bericht von der Sitzung des Allgemeinen Arbeiter- auSschusscs und unterzog den ablehnenden Standpunkt des Magistrats den Forderungen des Ausschusses gegenüber cjner scharfen Kritik. Der Hinweis, daß Tarifverträge nicht nötig seien, da ja die Arbeiterausschüsse beständen, sei nicht stichhaltig, da den letzteren unter den bestehenden Umständen keine Bedeutung zu- komme. Gleich diesen und anderen Forderungen, die der Referent anführte, fand auch der Antrag auf Schaffung eines Arbcitsnach- weises für städtische Arbeiter, wo die Arbeiter unentgeltlich Ar- beit erhalten können, nicht die Zustimmung des Magistrats. ,Jetzt müsse u. a. das Krankenhauspersonal bei privaten Stellenvermitt- lern 6 bis 7 M. für eine Vermittelung bezahlen. Einer von diesen nimmt sich sogar heraus, die Arbeitsuchenden zu fragen. ob sie organisiert seien. Sagen dieselben ja, so erhalten sie die' Antwort:„Für solche Leute habe ich keine Stelle n". Der Referent schloß seine eindrucksvollen Ausführungen mit der Aufforderung, Mann für Mann sich dem Verband der Staats- und Gemeindearbeiter anzuschließen. Besonders wies er auf die Tatsache hin, daß alles, waS bis jetzt für die städtischen Arbeiter geschaffen worden ist. in der Hauptsache dem energischen und un- ennüdlichen Eintreten der sozialdemokratischen Fraktion zu ver- Hanken sei.(Großer Beifall.) Sodann ging Stadtv. Zietsch auf die Ablehnung der An- träge der städtischen Arbeiter auf Lohnerhöhung und tarifliche Regciung der Arbeitsbedingungen ein. In trefflicher, sachkundiger Weise behandelte Redner die Materie und zeigte, wie berechtigt angesichts der heutigen Lebensbedingungen die Lohnforoerung-n sind. Er erklärte aber auch, daß er sich in dieser Hinsicht für die nächste Zeit wenig verspreche. Die Vertröstung des Magistrats auf die spätere Revision des Besoldungsetatö könne den städtischen Arbeitern wenig nützen. Notwendig sei es, daß der Magistrat dazu getrieben werde, Tarifabschlüsse einzugchen. Tie Arbeiter- ausschüsse kämen als Vertretung der Arbeiter ernstlich nicht in Betracht. Mit dem eindringlichen Appell an die Versammlung. unermüdlich zu werben und zu organisieren, uln einen stärkeren Einfluß durch ihre Organisation ausüben zu können, ließ der Referent seinen wirksamen Vortrag, der stürmische Zustimmung fand, ausklingen. Hierauf nahm Verbandsangestellter P o l e n s k e das Wort; er berichtete über die Verhandlungen mit dem Magistrat und erntete ebenso lebhaften Beifall, wie die ergänzenden AuS- führungen des Etadw. Gebert, der besonders auf die kommen- den Stadtberordnetenwahlen hinwies, wo die städtischen Arbeiter ja Gelegenheit haben, für ihre Interessen einzutreten. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die heute mi„Volkshause" versammelten städtischen Ar- heiter bedauern aufs lebhafteste den ablehnenden Standpunkt, den der Charlottenburger Magistrat gegenüber dem Verlangen der in städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter eingenommen hat, daß deren Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf Grund tarif- licher Vereinbarung zwischen dem Magistrat und den in Be- tracht kommenden Arbeiterorganisationen geregelt werden. Dem ablehnenden Verhalten des Magistrats gegenüber müssen die Versammelten erklären, daß sie nach wie bor an der Forderung einer tariflichen Regelung ihrer Lohn- und Arbeits- Verhältnisse festhalten, um so mehr, als sie der Auffassung sind, daß die ablehnende Haltung des Magistrats in erster Linie auf eine Verkennung des Wesens der Tarifverträge zurückzu- führen ist. Die Versammelten sprechen daher die bestimmte Erwartung aus, daß die Frage der Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit der Tarifverträge zwischen der Stadtverwaltung und den städtischen Arbeltern von den städtischen Körperschaften noch deS Eingehenderen geprüft werden möge." Lankwitz. Einen gehörigen Reinfall hat der Amtsborsteber Dr. Behendorff mit dem Verbot der vorjährigen Schulentlassungsfeier erlitten, durch das er bekanntlich im Kampfe gegen die Arbeiterjugend alle bis- herigen Methoden überbot. Wie erinnerlich, erklärte Herr Behendorff die damals arrangierte Veranstaltung mit folgendem Programm für eine politische Versammlung: Klavier-Solo Roncko Csippnovioso von Mendelssohn-Bartholdy; Festrede; Männerchor: Sonntags ist'S und Nicht verzagt; Geige- Klavier: Berceuse und Lied ohne Worte; Lieder zur Gitarre: Vöglein, ich folge Dir, Tanzlied im Mai; Rezitation: Die neuen Gebote und Abschied; Männerchor: Es zog ein Maienwind zu Tal, Tite, iike, tock; Geige-Klavier: Gavotte aus Iphigenie in AuliS; ein LiebeStraum; Lieder für Sopran: Der Lenz: das Veilchen; Rezitation: AuS dem schlesischen Gebirge; Platos Ochsen; Chorgesang. Gegen dieses Verbot wurde sofort Beschwerde beim Landrat erhoben, der nunmehr, nach elfmonatlicher eingehender Prüfung der Sachlage, erklärt, die Verfügungen des Herrn Dr. Behendorff nicht gutheißen zu können. Er, der Landrat, habe ihn, den Gemeindevorsteher, auf- gefordert, dieselben zurückzunehmen. Herr Dr. Behendorff hat darauf auch die betreffende Verfügung in aller Form zurücknehmen müssen. — Wie lange noch wird eS dauern, daß derartige Uebergriffe un« bestraft erfolgen dürfen? Heute nachmittag findet bei Schuh in der Mühlenstraße die diesjährige Schulentlassungsfeier statt. Es wird bei freiem Entritt ein erstklassiges Programm geboten. Mitwirkende sind: Männerchor Lankwitz-Südende. Herr Max Zechendorff und Herr Dr. Hanauer. Geige- Klavier. Frl. Jngeborg Heldberg,'Liedervor- träge, Herr Dr. Hanauer, Sologesang und Duett, Rezitation Herta Barwich. Alle Eltern werden gebeten, mit ihren schulentlassenen Kindern zu erscheinen; auch alle sonstigen Erwachsenen sind eingeladen. Ober-Schöneweide. Ein von der Gemeinde veranstaltetcs Sinfoniekonzcrt mit dem Blüthnerorchester findet am Sonntag, den 13. April, mittags 12 Uhr, im großen Saale des Restaurants Wilhelminenhof statt. Um auch Unbemittelten den Besuch des Konzerts zu ermöglichen, ist der Eintrittspreis auf 30 Pf. festgesetzt worden. Karten sind in allen mit den betreffenden Plakaten belegten Handlungen schon jetzt zu haben. ES ist zu hoffen, daß diese Veranstaltung der Gemeinde die ihr gebührende Beachtung findet. Lichtenberg. Gegeniidcr der Kritik, die das Organ des Dachdecker-VerbandeS in einer„Eine unverantwortliche Arbeit" überfchriebenen Notiz an den Dacharbeiten des neuen Krankenhauses übt, stellt die die Arbeiten ausführende Firma Otto Scharr NachfL, Jnh. H, Rindfleisch, die Be- hauptung aus, daß die Feststellungen der„Dachdecker-Zeilung" den Tatsachen nicht entsprechen. Im übrigen teilt uns die Firma mit, daß sie nur organisierte Leute in ihrem Bettiebe be- schäftige. Die nähere Untersuchung über die in dem Verbandsorgan der Dachdecker aufgestellten Behauptungen dürfte ergeben, ob die- selben zutreffend find oder nicht. Schmargendorf. In der Generalversammlung des Wahlvereins erstattete der Vorsitzende Genosse Reck den Jahresbericht. Danach war am 1. Juli 1012 ein Mitgliederbestand von 80, am Schlüsse«In solcher von 90 Mitgliedern vorhanden. Vorwärtsleser tvaren am Ansang des Jahres 140, am Schlüsse 132. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: 1. Vorsitzender Reck, 2. Vorsitzender Jrmisch, Kassierer Busse, Schriftführer K. Schmidt, Beisitzer Frau Schuschenk, Revisoren Praski und Klemm, Bildungsausschuß Wasewitz, Lokalkommission Plür, Bibliothekar Klemm. Spanvau. Vom Tode ereilt wurde gestern abend auf dem Heimwege von der Arbeit die Witwe Kraatz, Adamstr. 40 wohnhaft. Sie befand sich gerade auf dem Exerzierplatz an der Wilhelmstraßc, als sie von heftigen Herzkrämpfen befallen wurde und alsbald verstarb. Die Leiche wurde in die Leichenhalle geschafft. an, daß er in den Kanal gefallen und erttunken sei. Diese Annahme schien sich zu bestättgen, als man dieser Tage in der Nähe der Nölteschen Ziegelei seine Leiche bergen konnte. Allerdings erregte es Befremden, daß die Leiche über dem rechten Auge eine Stichwunde aufwies. Wie auf Grund der ärztlichen Untersuchung festgestellt wurde, liegt zweifellos Mord oder Totschlag vor, da der Tote noch sechzehn Messer st iche aufwies. Die Annahme, daß vor« sätzlicher Mord vorliege, wird noch dadurch gekräftigt, daß in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag vier maskierte Männer mit einem Handwagen die Leiche stehlen wollten, anscheinend um sie bei Seite zu schaffen. Eine andere Annahme ist die, daß es nach dem Fackelzug zu dem üblichen Trinkgelage gekommen ist und daß sich unter der Wirkung des Alkohols dann der Furor Teutonicus gegen einen der eigenen Landesbrüder gewendet habe, eine An- nähme, die sich mit vielen anderen gleichartigen Vorkommnissen bei solchen Gelegenheiten deckt. Bedauerlich ist, daß durch den Vorfall ein Familienvater von sechs unmündigen Kindern gerissen wurde._ Ein Aufrechter. Das ihm aus Anlaß feines Eintritts in den Ruhestand huld- vollst verliehene Verdienstkreuz in Gold hat der Gerichtsvoll- zieher Kapelle in Neustadt(Oberschlefien) in dem Augenblick abgelehnt, als es ihm vor allen versammelten Gerichts- beamten überreicht werden sollte.— Die Bestürzung der piepmatzlüsternen Patriotenseelen war ob der Nichtachtung der Allerhöchsten Gnadenbeweise natürlich groß. Sitzungstage von Stadt- nnd Gemeindevertretungen. Eharlotteuburg. Am Mittwoch, den 9. Slpril, nachmittags 6 Uhr, im Rathaus, Ober-Schöneweidc. Dienstag, den 8. März, nachmittag? S Uhr, in der Schulaula, Frischcnstr, 13, Lübars-Waidmannslnst. Am Montag, den 7. Slpril, nachmittags 7'/, Uhr, im Gemcindebureau. Auf der Tagesordnung steht u, a. die mit den Gemelndiinteressen in gar keiner Berührung stehende Forderung: B e- willigung von Mitteln für eine Kriege rvereinSsahnc. Diese Sitzungen sind öfseullich. Jeder GcmcindeangchSrlge ist be- rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Hus aller Welt. Das Wüten der Suffragetten. Die Erregung der Suffragetten macht sich in immer neuen Gewalttaten Luft. In K e l s o(Schottland) wurden Sonn- abend vormittag zwei Anhängerinnen des Frauen- sttmmrechts in dem Augenblick verhaftet, als sie die große Tribüne des Rennplatzes in Brand st ecken wollten. Sie hatten bereits mit Petroleum getränkte Papierstücke an- gezündet.— In der Nacht zum Sonnabend geriet die große Tribüne des Rennplatzes in A y r in Schottland in Brand und ist vollständig zerstört worden. Der Schaden beläust sich auf 300v Pfund Sterling. An der Brandstelle auf- gefundene Zettel weisen darauf hin, daß es sich um eine Tat von Anhängerinnen des Frauen st immrechts handelt._ Ein mysteriöser Leichenfund. Seit Montag, den 10. März, wurde der Arbeiter Julius Schiefelbein vermißt. Die bürgerlichen Vereine in Ricderfinow und Stechertschleuse hatten an diesem Tage einen Fackelzug ver- anstaltct und Sch. hatte daran teilgenommen. Man fand später seine Mütze in der Nähe einer Fabrik im Finowkanal und nahm Wer ist der Täter? Eine mysteriöse Mordaffäre beschäftigt die Hamburger Polizeibehörden. In dem Harburger Walde wurde von zwei Knaben ein Zettel gefunden, der die Adresse eines Hamburger Kaufmanns aufwies und die Worte trug:»Dieser ist mein Mörder." In der Nähe deS Fundortes wurde eine Damen- Handtasche und ein abgeschossener Revolver nebst 21 Patronen aufgefunden. Die polizeilichen Ermittelungen er- gaben, daß eS sich um die Braut des Kaufmanns handeln dürste, die wahrscheinlich den Mord vorgespiegelt hast ES ist aber nicht aus- geschlossen, daß ein Mord von anderer Seite geschehen ist und der Kaufmann verdächtigt werden soll. Der Kirchendiener als Mädchenschänder. AuS Mährisch-Schönberg wird der Wiener.Arb.-Ztg," berichtet: Die hiesige Polizei verhaftete den katholischen Kirchen- diener und Mesner Alois N e u m a n n aus Freudental, einen fanatt- sierten christlichsozialen Agitator, der sich in Freudental des Ver- brechens der Schändung in zahlreichen Fällen schuldig gemacht hat. Er hat in Freudental, wo er an der dortigen Kirche angestellt war, mit zahlreichen elf« und dreizehnjährigenMädchen Beziehungen angeknüpft und sie seinen verbrecherischen Neigungen dienstbar gemacht. Als man seinen Verbrechen auf die Spur kam, entzog er sich der Verhaftung durch die Flucht, doch wurde er nun in Mährisch-Schönberg festgenommen. Neumanu war in Freudental ein Führer der Ehristlichsozialen und gehörte allen christlichsozialen Vereinen an. Unter den Eltern der verführten Kinder herrscht große Erbitterung, auch deshalb, weil, wie die bürgerliche Presse meldet, man von»einflußreicher Seite' versuchte, sieunddieMädchen zum Schweigen zu bringen. Kleine Notizen. Aktiva sind nicht vorhanden. Der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Siegfried Lehmann, der durch Selbstmord endete, bat die ihm übertragenen Vermögensverwaltungen um 700 000 M. ge- schädigst Die Unterschlagungen sind nicht zu tilgen, da im Nach- laß Aktiva nicht vorbanden sind. Familientragödie. In WalterShausen hat sich Sonn- abend früh ein entsetzliches Eifersuchtsdrama abgespielt. Der Fa» brikarbeiter Sachse verletzte zuerst seine Frau durch einen Re» volverschuß lebensgefährlich, tötete dann drei seiner Kinder durch Revolverschüsse und entleibte sich s chl i e ß l i ch s e I b st. Ein lOjähriger Sohn hatte sich unter dem Bett v e r st e ck t und blieb so am Leben. Als Grund für die Tat wird Untreue der Frau angegeben. Schwer bestrafte Drohung. Der Tischlergeselle Freiberger, der aus München nach Wien gekommen war. um den LandtagSabge- ordneten K n n s ch a k, den Bruder des Mörders de» Abgeordneten Schuhmeier zu töten, ist wegen gefährlicher Drohung zu zwei Jahren schweren Kerker» verurteilt worden. Selbstmord des Automobilbanditen Lacombe. Im Pariser Ge- fängnis hat der Bandit Lacombe. einer der Führer der Auw- mobilbanditen, S e l b st m o r d verübt. Es gelang ihm, aus seiner Zelle auf das Dach des Gefängnisses zu entkommen. Als er sich entdeckt sah, sprangerindieTiefe und blieb mit völlig zerschmetterten Gliedmaßen tot liegen. Rrbeiter-Samariterbuud. Kreis Brandenburg. Lehrabend haben in dieser Woche: Berlin. Am Montag in den Rittersälen, Rittterstrahe 75. abend» 8'/, Uhr. Neukölln. Am Donnerstag in der Jdealpaffage, Weichselstraße 8, abends 8'/, Uhr, S ch ö n e w e i d e. Am Montag bei Schulz, SiemenSstr. IL, abends 8 Uhr. FrtedrichShagen. Am Donnerstag, gttedttchstraße 50, x. Hof, abends 8 Uhr. NowaweS. Am Dienstag in der Fortbildungsschule, abend» 8'/, Uhr. Berlin, Heute SonderkursuS bei Schulz, KönigSgraben 2, von 5 bi» 7 Uhr nachmittags._ Marktpreise von Berlin am 4.«pril IvlS, nach Ermittelungen deS königl. Polizeipräsidium», 100 Kilogramm Weizen, gute Sott« 19,74 bi« 19,90, mittel 19,42— 19,58. geringe 19,10—19,26. Roggen, gute Sott« 15,94—15,95, mittel 15,92—15,93, gettnge 15,90—15,91(ab Bahn», Futter- erste, gut« Sötte 15,20— 16,80, mittel 15,6fr— 16,10, geringe 15,00—15,50. >aser, gute Sötte 17,40— 19,70, mittel 16,30— 17,30(frei Wogen und ab Jahn), Mai»(mixed), gute Sötte 14,30—14,70. Mais(runder), gute Sötte 15,20—15,60, Richtstroh 5,00, Heu 5,60—7.00. Martthatlenpreis«, 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 30,00—50,00, Sveisebohnen, weitze 35.00—60.00. Linsen 35,00—60,00. Kartoffeln(KIcinhdl,) 5,00—8,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40, Rindfleisch. Bauchfleilch 1,30—1.80. Schweinefleisch 1,60—2,00. ftalbfleilch 1,40— 2,40. Hammelfleisch 1,50—2,40. Butter 2 40—3.00, 60 Stück Eier 3,40—5,00. 1 Kilogramm Karpten 1,20-2,40. Aale 1,60—3,20. Zander 1,40-3,60. Hechte 1,40—2,60. Barsche 1.20—2.40. Schleie 1.60— SM Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 2,50-30,00. WaiierstaudS-Nachrichten der Landesanstalt für G-wäffcrlunde, milgeleili vom Berliner Wetterbureau. Waffettland Memet, Tllfit P r e g« l. Jnsterburg Weichsel. Thoru Oder, Rattbor Krassen Franksutt Warthe. Schttmm Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Lciwieritz » Dresden » Barby , Magdeburg am 4.4, cm 328 47 201 142 140 157 84 73 26 63 —54 238 194 seit 3. 4. cm1) —17 -8 -14 —6 —5 -6 —6 0 +1 —4 +1 —9 -12 Wasserstand Saale, Srochlitz Spree, Spremberg») BceSlow Weser, Münden ' Minden Rhein, MaximilianSau Kaub ' Köln Neckar, Heilbronn Main. Hanau Mosel. Tner ')+ bedeutet Wuchs,_ Fall.—*) Unterpegel. 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Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen davon am Bilanztage gedeckt; a) durch Waren, Fracht- und, Lagerscheine.... M. 2 416 741.59 b) durch andere Sicherheiten..„ 2 991 000.60 Eigene Wertpapiere a) Anleihen und verzinsliche Schatzanweisungen des Reichs und der Bundesstaaten.... h) sonstige bei der Reichsbank und anderen Zentrajnotenbanken beleihbare Wertpapiere. c) sonstige börsengängige Wertpapiere.... d) sonstige Wertpapiere.......... Konsortialbeteiligungen........... Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen........ Jlebitoren in laufender Rechnung a) gedeckte.............. b) ungedeckte.............. c) Aval- u. Bürgschaftsdebitoren M. 37 577 594.66 Bankgebäude............... Sonstige Immobilien............ 120 038 507 770 806 116 471 20 530 17 017 028 30 15 5 235 223 17 978 728 28 7 015 661 78 337 854 890 71 163 512 21 989 976 13 24 652 252'54 120 946 376 44 56 834 849 124 729 505 S 981 972 47 246 541 45 440 304 I 19 054 309 95 409 018 403 15 461 904 98 163 355163 894 529 733! 13 Passiva, Aktien-Kapital.............. Reserven Kreditoren: a) NostroYerpflicht�ngen......... b) seitens der Kundschaft bei Dritten benutzte Kredite............... c> Guthaben. Deutscher Bauken und Bankfinnen............... d) Einlagen auf provisionsfreier Rechnung 1. innerhalb 7 Tagen fällig..... 2. darüber hinaus bis zu 3 Monaten fällig 3. nach 3 Monaten fällig....... «) sonstige Kreditoren 1. innerhalb 7'Tagen- fällig....... 2. darüber hinaus bis zu 3 Monaten fällig. S. nach 3 Monaten fällig «Akzepte und Schecks a) Akzepte.............. b) noch nicht eingelöste Schecks...... c) Aval- und Bürgschaftsverpflichtungen..... M. 37 577 594.66 Eigene Ziehungen......», 1 163 907,63 davon für Rechnung Dritter..„ 1 052 436.45 Weiterbegebene Solawechsel der Kunden an die Order der Bank— Sonstige Paesiva: Unerbobene Dividende......... Talonsteuer-P.eserve........... .Verrechnungskonto der Zentrale mit den Filialen und Niederlassungen.......... Gewinn- und Verlust" Konto 174 021 2 623 418 32 194 596,78 53 718 188 51 68 722 512; 56 39 493 309! 39 171 808 132 95 154 557 574 24 293 749 138 478 485 82 1 999 891 33 22 432 1 600 000 1 682 167 <*\Zi 160 000 000— 82 000 000- 547 591 505 140 478 377 3 304 600 11 155 300 Gewinn- und Verlust-Konto pro 1912. 894 529 783 50 20 Soll. Geschäfts-Unkosten: Handlungsunkosten(einschliesslich der Tantiemen an den Vorstand und die Oberbeamten im Betrage von M. 1 566 623.27, verteilt auf 183 Köpfe) Steuern................ .Gratifikationen an die Beamten(Weihnachten, Abschluss, Invaliden- und Krankenversicherung, Teuerungszulage), Ehrengaben an Beamte, Zuwendung an die Pensionskasso und für wohltätige Zwecke............. Abschreibung auf Immobilien und Mobilien,,. Talonsteuer-Reserve........... Gowinn-Saldo Verwendung des Gewinnes: 1. Dividende pro 1912 von 6'H% 2. Tantiemen des Aufsichtsrats. S. Gewinn- Vortrag...... M. 10 400 000.— 280 000.— 476 300.03 Haben. Provisionen Zinsen: a.) Zinsen- tmd Wechsel-Konto....... b) aus dauernden Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen........ c) aus Valuten........... Gewinne aus Bfltekten.... Gewinne aus Finanzoperationen Diverse Eingänge.... Gewinn- Vortrag von 1911■» 12 642 546 5» 558 270 95 620 000- 11 155 300 24 985 117 54 * 9 518 471:73 11 857 003 02 1 586 89+ 94 1 526 593 85 20 246(20 465 911:10 24 9« 117184 e/a dizp®pismrs Wasserbaustellen, Herrl am tönigl. Forst, Strafte, Serlln 3g!> � ErößteS: WA «VT aU» MM .W»0' - k 6e',ir0 ÜO lot eteS�' .v.W1 VmAW ' swse"' ,ü teder Ä 3C 1 B«s Ikul '«*ä Ii Vhe\-�4?0�te,'' Ä o kaufen Sie von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewe.«ne J�kettanzuge, Rockanzüge, Paletots, größtenteils auf Seide gearbeitet, von 9— 18 it» Q��gen- heitskäufe in neuer Maßgarderobe enorm billig. Riesen-Posten Klei�f, Kostüme, Mäntel, auf Seide gearbeitet, früher bis 150, jetzt 20—35 M Exfa-Angebot in Lombard gewesener Teppiche, Gardinen, Portieren, Betten, Wäscne so�ie Östren und Goldwaren zu enorm billigen Preisen.— Vorwärtslesff erh*tea 10 /o extra. I. MiinSiri, Nüss-Scftneifierei Rosenlhaler Str. Frankfarier Allee RelnlckendorferStr Nr. 36, I Hackescher Markt 1C4, parterre Ecke Frirdenstr. 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