Nr. 77. V 1 Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Poft: Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Quittung. Jm Monat März gingen bei der Parteikasse folgende Betträge ein: Uelzen 10 M. Frankenhausen i. Th. 20,-. Die vier alten Berliner 132,05. Sphing 681,30. Groß- Auheim 35,-! Mann3 Freitag, den 3. April 1891. Der Normal- Arbeitstag in seinen Wirkungen auf die Produktion. Expedition: Beuth- Straße 3. stellen, endlich auch die Massenartikel herstellenden Maschinenstickereien die genauesten Ergebnisse für die gewünschte Untersuchung bieten werden. Auf diese Industriezweige beschränken sich denn auch größtentheils die gemachten Erhebungen. Die nöthigen Angaben zu erIn wenigen Tagen wird der Reichstag wieder zu langen war nicht leicht, da die Unternehmer diesen Unterheim 25,-. IV. Berliner Wahlkreis, Often 150,-. Bertrauenssammentreten, um die Berathung der Arbeiterschutz- Vor- fuchungen vielfach passiven Widerstand entgegensetzten. Als der Kanton Glarus als erster Staat sich an mann im Osten Berlins 80,-. M. J. 159,70. Forst i. 2. 100,- lage fortzusetzen. Mann im Mond 3092,30. OberFinsterwalde 6,-. Obgleich der Entwurf der Reichsregierung eine Rege- schickte, es war im Jahre 1872, den elfstündigen einzuführen, da erklärten die lungwit i. S. 25,-. Façadenpuzer vom faulen Bau in Schöne- lung der Arbeitszeit erwachsener Arbeiter im Gegensatz Normal- Arbeitstag berg 3,50. Flöthe 11,85. M. Moabit 45,-. VI. Berliner Wahl zu den Versprechungen des kaiserlichen Erlasses vom Unternehmer, daß mit der Reduktion der Arbeits12 auf 11 Stunden eine Verminderung treis, Schönhauser Vorstadt 200,-. VI. Berliner Wahlkreis, 4. Februar 1890 nicht enthält, so wird doch die Frage zeit von Oranienburger Vorstadt, Wedding und Gesundbrunnen 435,- des Normal- Arbeitstages den Reichstag noch be- der Produktion von 8½½ pCt. und eine Vertheuerung des III. Berliner Wahlkreis 200,-. III. Berliner Wahlkreis schäftigen, denn die Vertreter der Sozialdemokratie Produktes um 11-12 pCt. parallel laufen müsse, sie ( alt) 100,-. III. Berliner Wahlkreis, auf Listen 74,50. werden dem Reichstage die Stellungnahme zu dieser wesent- machten damit denselben Einwurf wie die englischen UnterM. T. Berlin 3,-. Hannover 300,-. Bockenheim 22,15. V. H. lichsten Bestimmung jedes ernsthaften Arbeiterschutzrechtes nehmer und diesen dienstfertigen Dekonomen, als man in Berlin 34,85. Gräfrath 4,10. Nauen 10,-. Greiz 100,-. VI. nicht erlassen können, wenn sie auch überzeugt sind, daß jenem Lande eine einschneidende Aenderung in der ArbeitsBerliner Wahlkreis Rosenthaler Borstadt 174,65. A. J. Berlin die geschlossene Mehrheit des Reichstags in ihrer Kurzsich- zeit der erwachsenen Arbeiterinnen plante. Trotz dieser 6,-. Biegenhals 5,-. Giesen 10,-. Thal Pforzheim 10,- tigen Klaffenpolitik ihre Anträge auf Firirung der Arbeits- Einwürfe wurde aber der Maximal- Arbeitstag von Braunschweig 200,-. Die vier Alten Berlin, Osten 110,55. zeit erwachsener Arbeiter ablehnen und damit die deutschen 11 Stunden im Kanton Glarus eingeführt und auch durchB. Burgstadt i. S. 19,05. Annaberg i. B. 10,-. Durlach i. B. Arbeiter wieder einmal belehren wird, daß keine der geführt, aber die befürchteten Folgen stellten sich nicht ein. 25,-. Gudenburg 50,-. Auktion bei Schramm, Kastanien- bürgerlichen Parteien gewillt ist auch noch so begründeten Als schon nach 2 Jahren der Bundesrath eine Anfrage Allee Berlin 6,30. Prostken 20,-. Wahlkreis Wansleben 200,- Forderungen der Arbeiterklasse entgegenzukommen. über die Ergebnisse des Normal- Arbeitstages an die UnterDr. Br. Berlin 50,-. V. Berliner Wahlkreis 200,-. Laufigk 5,-. Man wird wiederum das alte Lied hören, daß im nehmer- Korporationen des Kanton Glarus richtete, mußte Hainichen 10,-. Arnstadt 20,-. Reichenbach i. Schl. 10,-. Burg- Interesse der Freiheit der Arbeiter, des Nationalwohl die Handelskommission von Glarus antworten: Steinfurt i.. 10,-. Forchheim 20,-. Langenfelde 9, standes und der Erhaltung unserer Stellung auf dem Spandau Juliusthurm 25,-. Nochmals Spandau Julius thurm Weltmarkte eine gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit 80,-.... 10,-. Rottbuser Genossen 30,-. Bochum nicht zugestanden werden dürfe. Die Konkurrenz mit dem 36,40. Boltmarsdorf- Leipzig 40,-. Wahlkreis Altenburg 50,- Auslande würde eine derartige Einschränkung der Personal der Hutmacher- Genossenschaft Berlin 50,-. Bieber heimischen Produktion gefährden, werden unsere Sozialbei Offenbach a. M. 25,-. Ohlau i. Schl. 25,--. Pforzheim reformer" freisinniger, nationalliberaler, ultramontaner und 20,-. P. S. 50,-.. B. 150,-. Jule, Ritterstr. 47, Berlin konservativer Parteistellung betonen. 24,10. IV. Berliner Wahlkreis 357,50. 2. durch Wette, Berlin Als rechtzeitige Antwort auf diese Einwendungen ,, be15,70. M., Mastenfest Berlin 11,-. Bodenleger 4,50. Barmen währter Arbeiterfreunde" erscheint soeben ein vortrefflicher 40,-. Hamm i. W. 5,05. Schwelm 75,-. Wahlkreis Offen- Aufsatz des eidgenössischen Fabrikinspektors Dr. Fridolin bach Dieburg 25,-. Mannheim 4,15. Neufchönefeld Leipzig Schuler über den Normal- Arbeitstag in I. Berliner Wahlkreis 150,-. Von der Bading'schen seinen Wirkungen auf die Produktion.*) Wir beeilen uns den Inhalt dieser reichhaltigen AbhandWerkabtheilung 15,-. Görlitz 22,80. Für die Weber im Eulengebirge gingen ein: Von Alb. Fabrikinspektoren erhielten schon vor 9 Jahren den AufH., lung unseren Lesern vorzuführen. Die schweizerischen trag, möglichst genaue Erhebungen über den Einfluß des elfstündigen Normal- Arbeitstages auf die Produktion zu Eine genaue Untersuchung über die Produktion einer machen. Nach längeren Erfahrungen kamen die Fabrik- großen Spinnerei im genannten Kanton ergab folgenAufsichtsbeamten zu der Ueberzeugung, daß die Baum- bes Resultat: Während im Jahre 1871/72 bei zwölfwoll- Spinnereien, Zwirnereien und Webereien, sodann stündiger Arbeitszeit und im Jahre 1872/73 nur bei elfdie Fabriken, welche leichte einfache Seidengewebe her- stündiger gearbeitet wurde, lieferte die Fabrik im letzten *) Abgedruckt im 1. Hefte des 4. Bandes von Heinrich Jahre doch 99,15 pCt. von dem, was sie bei der längeren Braun's Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik( Seite 82 Arbeitszeit im vorausgegangenen Jahre produzirt hatte, bis 103) Berlin, Berlag von J. Guttentag. Berlin 9,30 M. und 9,25 und P. K., Dresden 5,30. = Wir richten an die Parteigenossen das Ersuchen, mehr als bisher die Parteikasse zu unterstützen. Gin Blick in die bisher veröffentlichten Listen zeigt, daß ein großer Theil der Orte, dar unter sehr bedeutende, nur in geringem Maße und theilweise gar nicht, seinen Pflichten gerecht geworden ist. Berlin, ben 2. April 1891. Für den Parteivorstand: A. Bebel, Gr. Görschenstr. 22 a. Feuillefon. Nachbruc verboten.] [ 26 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Der günstige Einfluß dieser Bestimmungen( nämlich des elfstündigen Arbeitstages) ist unverkennbar. Seit der Verminderung der Arbeitszeit von 12 auf 11 Stunden macht sich eine größere Frische der Arbeiter bei ihrer Beschäftigung bebemerklich, so daß der Ausfall von 1/12 der Arbeitszeit nach Aussagen von Fabritbesitzern und Direttoren nicht die der Zeit nach erwartete Verminderung in der Produktion zur Folge gehabt hat.... Der Widerstand, den unser Fabrikgesets anfänglich, besonders bei den Herren Fabrikanten gefunden, hat allmälig der Einsicht Platz gemacht, daß ihre Interessen dadurch bei weitem nicht so verletzt worden sind, wie sie im Aufang befürchteten. Manche Industrielle würden die alte Ordnung der Dinge nicht mehr zurückwünschen." 1874: Und der Glarner Börsenverein antwortete am 12. Auguft .. Gleichwohl ist man hierorts grundsätzlich mit der Einführung der Maximal- Arbeitszeit von 11 Stunden einverstanden." demnach war der Ausfall nicht 8, sondern nur etwas nach dem Bruder ausgeschaut. Sie hatte sein Leibgericht fam er dazwischen immer wieder auf die Zeit seiner Abbereitet und mußte es auftragen lassen, obgleich er noch nicht wesenheit von Hause zu sprechen, bald durch eine Frage da war. Die Jungmagd hatte das Glockenbrett auf dem nach den Vorgängen auf dem Hofe, balo durch eine BeHofe angeschlagen und der Vater bereits Lisei's Namen scharf merkung über die Gefangenschaft. Sie lag ja nun hinter zur Thür hinausgerufen. Er that sich etwas zu Gut auf ihm und in dem Frohgefühl darüber erschien ihm manches seine pedantische Pünktlichkeit. Giebt es Leute, die ihre in einem komischen Lichte, selbst seine Langeweile, und der Pedanterie für Genialität halten, warum sollte er die seinige Humor, mit dem er sie schilderte, machten seine Zuhörer nicht für einen Bug von Charakterstärke halten? Er wußte oftmals lachen. Auch der Klosterbauer fonnte gelegentlich so gut wie Lisei und das Gesinde, daß Ambros heute aus ein Schmunzeln nicht unterdrücken und in seinen stählernen der Haft entlassen worden war, aber das war kein Grund, Augen gewann mehr und mehr der Stolz auf Ambros Stafi fuhr erschrocken zurüd. Ambros tröstete sie; sie um von der gewohnten Ordnung abzuweichen. Ja, er hielt die Oberhand. Wenn man dem Burschen zuhörte, war es sei seine Braut vor den Lebendigen und den Todten und heute fast noch strenger darauf als sonst und gedachte mit ein Vergnügen, eingesperrt zu sein und nichts luftiger er fragte den Alten herausfordernd, ob er etwas dagegen feiner Silbe des Sohnes. Die Rückkehr desselben sollte als der Verdruß, mit dem er den Leuten, die mit ihren einzuwenden hätte? Deine Schwester müßte froh sein, nicht als etwas Außergewöhnliches aufgefaßt werden; Kühen, Pferden, Schweinen, Ziegen aus dem Thale nach daß die Stafi nicht verlassen ist, sondern Einen hat, der denn er wollte dessen Gefangenschaft in absolutes Schweigen dem Brunecker Markte, der unmittelbar nach der Kornernte fester zu ihr steht, als Du es auf Deinen alten Beinen gehüllt wissen. Niemand sollte derselben gedenken, und als stattgefunden, gezogen waren, von seiner festen Burg aus fannst, alter Ohm!" Er umfaßte Stafi und zog sie an sich num Ambros während des Essens mit einem lebhaften: nachgeschaut haben wollte. und als David sie so innig an den hübschen stattlichen„ Grüß Gott, Alle!" in die Stube trat, Lisei von ihrem Size" Ja," sagte der Klosterbauer, indem er die Augen Burschen geschmiegt sah, mußte er deffen letzten Worten bei- aufsprang und ihn bei beiden Händen faßte und das Ge- schlau zusammendrückte und schmunzelte, ich hab' in Bruned pflichten und er murmelte:" Freilich, ich bin alt und Du finde grinsend und richernd seinem Gruß dankte, führte der auch an Dich gedacht, und auch was mitgebracht hab' bist jung!" Klosterbauer erst den Löffel, den er eben aus der Schüssel ich Dir." " " 1 Aber jetzt muß ich zu meinen Leuten, die sich wundern geschöpft hatte, zum Munde und sagte dann, seinen Dienst- Was denn?" fragte Ambros und der Vater versetzte, werden, daß sie noch nichts von mir zu sehen gekriegt boten einen strengen Blick zuwerfend, gleichmüthig: Grüß indem er dem Kuhbuben einen Wink gab, das Dankgebet zu haben," fuhr Ambros fort." Adjes, herzliebster Schatz! Jetzt Gott! Set Dich und iß!" Er selbst aß anscheinend ruhig sprechen:" Im Stall steht's." Er schmunzelte auch behagsind wir Bräutigam und Braut!" Er drückte Stafi fest an weiter. Seine Affettation half ihm jedoch nichts; denn lich, als er sich darauf zur Mittagsruhe in den Sorgenseine Brust und füßte sie wieder und wieder, trotz ihres Ambros rief, indem er zulangte: Schau, mein Leibessen! stuhl. setzte, dessen Lederbezug von Alter und Gebrauch Sträubens. David sah verlegen fort. Ja, wann's nach der Lifei gegangen wär', ich würde mit schwarz und blank geworden war. " Adjes, Ohm!" und Ambros war zur Thür hinaus. einem Bauch wieder gekommen sein. Und, Vater, daß Du Ambros war unterdessen dem Großknecht gefolgt, der Stafi warf sich mit flammendem Antlig vor dem mich auch nicht ein einziges Mal besucht hast! Warum bist ihn nach dem Pferdestall führte. Das ist's," sagte hier Kruzifig an der Wand nieder und betete aus durchstürmter denn nimmer gekommen?" der Großknecht und klopfte einem Apfelschimmel auf den Seele um Vergebung ihres Wortbruches und ihrer Liebe." Iß erst", sagte dieser. Ambros war indessen zu aufprallen Schenkel. Es war ein kräftiges Gebirgspferd, das Auf dem Klosterhofe hatte Lifei schon mehrere Male geregt, um die Ablenkung zu verstehen. Er aß zwar, doch bei der Liebkosung mit leisem Schnauben sich umschaute. Minus. über pCt., also nicht einmal ein Elftel des gefürchteten I verdiente, im Jahre 1881 bei 11 Stunden an drei Zahl- 1Zuwendungen aus dem Welfenfonds erhalten, keinen Respekt, tagen 83,85 Fr., an drei andern 87,50 Fr., durchschnitt- aber die Berantwortung für die Vergendung von StaatsAber auch aus Etablissementen, in welchen früher lich 85,70 Fr., also eine Einbuße von 5 Pfg. per Tag mitteln, für die dem Geiste und dem Inhalte des Gesetzes der 11 Stundentag als ein Unglück für die Industrie be- oder 2½ pCt. Aus der andern Spinnerei wurde be- über den Welfenfonds widersprechende Verwaltung der kontrachtet worden war, trat eine Wendung der Ansichten richtet, daß von den Erwachsenen in 11 Stunden geleistet fiszirten Vermögenstheile des Welfenhauses fällt eben nach ein. So erklärte 1880 einer der Leiter einer hervor- werde, was früher in 12, nicht aber von den Kindern. Inhalt und Geiſt des Gesetzes vom Jahre 1868 einzig und Inhalt und Geist des Gesetzes vom Jahre 1868 einzig und ragenden großen Spinnerei dem Fabrikinspektor Schuler, Zwei Arbeiter, beide seit mehr als neun Jahren hier als allein auf den Herzog von Lauenburg zurück.- folge dessen leistungsfähiger werden können. Sein Ziel, sein Ideal sei nach gründlichem Studium der englischen Spinner beschäftigt, nie wegen Krankheit oder Militär- Von einem Vorgehen des Staatsanwalts gegen den Berhältnisse geworden: feine längere Arbeitszeit als dienst abwesend, stets die gleichen Nummern mit den Fürsten Bismarck verlautet noch immer nichts. Es 11 Stunden, innerhalb dieser eine möglichst beträchtliche, gleichen Maschinen spinnend, verdienten 1877 bei zwölf ist dies um so unbegreiflicher, als die Thatsache der gesetzdurch verbesserte maschinelle Einrichtungen ermöglichte Stunden 201,55 resp. 203,95 Fr. und 1880 bei 11 Stun- widrigen Verwendung von Geldern des Reptilienfonds Mehrleistung der Arbeiter mit proportional erhöhten den 223,75 refp. 233,70 Fr. bei gleichem Lohntaris, aber jetzt ſtillschweigend von der Reptilpresse des Schuldigen ſelbſt Löhnen, so daß die Arbeiter sich besser nähren und in- besserer Baumwolle. zugegeben wird. Derselbe wird nicht nur nicht verfolgt, sondern läßt sich auch, mit eherner Stirn dem UrSehr häufig meldeten namentlich große Spinnereien, theil der Welt trohend, gerade im gegenwärtigen Moment fuhr er fort, fei theilweise durch Einführung größerer daß durch Einführung des Prämiensystems für gute von seinen Trabanten unter tollem Reklame- Tamtam als Maschinen erreicht, theils durch einen um 12 pCt. schnellern Leistungen das Produkt, welches bei Einführung des Ge- Ausbund aller Tugenden preisen. Wahrhaftig, wir haben Lauf auch der alten Maschinen, anfangs unter allgemeiner fetes um 1/12 zurückgegangen, sich wieder um ein Be- es weit gebracht in unserem ſittenstrengen Deutschland. Proteftation, gegenwärtig aber zu großer Zufriedenheit der deutendes gehoben habe." Noch häufiger äußerten ArArbeiter. Er mies nach, daß in besteingerichteten eng- beiter und Aufseher, daß sie ebensoviel verdienen wie zu etwas zu Schulden kommen lassen", hat sich vor sechs Eine allerliebste Auslegung des Ausdruckes: ,, fich lischen Spinnereien trotz einer gegenüber der 65 stündigen vor und die zwölfftündige Arbeitszeit nicht zurückwünschen. Jahren, als er noch auf dem Höhepunkt seiner Macht ſtand, schweizerischen Arbeitszeit um 9 Stunden kürzern Dauer Daß dies nicht nur bloße Phrase ist, beweist ein Vor- der große Ex- Reichskanzler geleistet. In der letzten Nummer der Arbeit und trotz fast doppelt so hohen Löhnen der kommniß der letzten Jahre in einer größeren Spinnerei. der" Post" veröffentlicht Dr. Ferdinand Schulz, Direktor englischen Arbeiter der auf eine Gewichtseinheit Garn ent- Derselben war bei strenger Kälte und infolge derselben in des fgl. Kaiserin Augusta- Gymnasiums zu Charlottenburg, fallende Arbeitslohn um ein weniges geringer sei als in Aussicht stehendem Wassermangel Arbeitszeitverlängerung eine Unterredung, die er am 3. Mai 1885 mit dem Fürsten der Schweiz, daß also die Leistungsfähigkeit der weit für einen Theil der Arbeiterschaft bewilligt worden. Aber Bismarck gehabt hat. Im Verlaufe des Gespräches, durch besser genährten englischen Arbeiter eine doppelt so als der Normal- Arbeitstag zu Ende war, vermochte kein welches Bismarck erfahren will, wie er am besten die ihm große sei. Zu einer Ueberraschung stellte man unserem Ge- zuhalten, da sie auf bald eintretendes Thauwetter hofften. Lehrerstandes verwenden könne, sagt derselbe:„ Ich wünsche, Zureden der Aufseher die Arbeiter vom Weggehen ab- bei Gelegenheit seines Jubiläums zu gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellten Gelder zu Gunsten des höheren währsmann aus einer zürcherischen Spinnerei, mit Hand- Erst als die Kälte blieb, waren sie ohne weiteres zur zu- daß die Zurückforderung( des Stipendiums) der Willkür spinnstühlen Nr. 100-120 herstellend, folgende, ebenfalls gemutheten Ueberzeitarbeit bereit. Sie erachteten also die entzogen werde, würde daher bestimmen, daß das einmal ganz zu Gunsten des elfstündigen Arbeitstages sprechende Verlängerung der Arbeitszeit ohne Zweifel als nicht nut- verliehene Stipendium nur entzogen werden dürfte, im Falle Tabelle zu, die so konstruirt war, daß für 4 ganz zufällig bringend für sich selbst. fich Jemand etwas zu Schulden kommen läßt, er also entherausgegriffene Spinner der Lohnbetrag für je zwölf weder ein Trinker, Spieler oder Sozialdemokrat Wochen aus den Jahren 1877 mit 12 Stunden und 1881 wird." Interessant sind solche Aussprüche, die einen kleinen mit 11 Stunden berechnet war. Es verdiente nach derEinblick in den Bismarck'schen Moralkoder gestatten, jedendaß Menschen die sich etwas zu Schulden kommen lassen", gerechnete Handlungen, nach Bismarck nicht dahin gehören wenigstens nicht, soweit sie ihn und seine Freunde angehen. selben bei gleichem Rohstoff, gleicher Betriebsweise und Politische Lebersicht. falls, besonders augenblicklich, ba die ganze Welt erfahren gleichem Fabrikat 1877 1881 Nr. 1 per Tag 2,87 2,84 2 2,50 " 2,81 3 " " 2,94 2,81 4 2,84 2,98 2,81 Alle 4 im Durchschnitt 2,78 worden waren: 1879 1880 11 " " " " " 388,88 " " Berlin, den 2. April. 11 Erst in der nächsten Session soll dem Landtage die Vorlage über den Wel fenfonds zugehen. Warum erst in der nächsten? Diese Frage leidet doch, dies ist heute Im Namen von Hamburger Bürgern, ohne jedermann klar, nicht den geringsten Aufschub. Unterschied der Parteistellung, hat Herr In einer anderen Spinnerei mit Selfaktors, in Die vom Reichskanzler- Amt beeinflußte Politische wünsche dargebracht. Herr Wörmann hat wohl vergessen, Wörmann dem Fürsten Bismarck seine innigsten Glückwelcher ebenfalls keine Veränderungen in Maschinerie, Korrespondenz" in Wien fündigt eine Mehrforderung von daß Hamburgs drei Wahlkreise von Sozialdemokraten verRohstoff oder Garnnummern vorgenommen waren, ergab 350 000 M. für die Geheimfonds des Auswärtigen treten sind. Die 60 000 sozialdemokratischen Wähler haben es sich, daß auf 10 000 Spindeln berechnet, produzirt Amtes an. Uns erscheinen schon die bisnun bewilligten Herrn Wörmann nicht das Recht gegeben, Bismarck zu bes 48 000 M. zu viel. Wir bekämpfen überhaupt jede Geld glückwünschen. Herr Wörmann hätte sich begnügen sollen, 1876 und 1877 bei 12ſtünd. Arbeitszeit täglich 372,18 kg Garn Abgeordneten werden gegen eine Erhöhung der Geheimfonds Exporteuren und Groß- Unternehmern dem ehemaligen Berbewilligung, über welche keine Kontrolle existirt. Unsere im Namen von Hamburgs Börsenbesuchern, Großrheder, stimmen. Diese Frage aber mit dem Welfenfonds zu verwalter des Welfenfonds zum Geburtstage zu gratuliren. Die Maschinen meist ältere, hatte man schneller laufen quicken, geht nicht an. Wir wollen Teufel nicht durch Dagegen hätte niemand etwas einzuwenden gehabt. lassen und lediglich damit und durch die vermehrte Thätig- Beelzebub austreiben lassen. keit der Arbeiter dieses günstige Resultat erreicht. Daß Herr von Bleichröder hat Bismarck auch zu seinem es aber vorwiegend anf letztere ankam, dürfte folgendes Berliner Abendpost" schlägt vor, Geburtstage beschenkt. Die" freifinnige" Das ist schön. Bismarck hat sich dent Herzog von Cumberland beweisen: dasselbe Geschäft arbeitete 1880 ein volles Viertelden Welfenfonds auch große Verdienste um die hohe Finanz erworben. auszuantworten. Dies geht nicht an. Der Welfenjahr lang eine Stunde Ueberzeit. Trotz dieser 9,1 pct. fonds gehörte doch nicht rechtlich der hannoverschen Ueber Herrn Jerufalem und seinen sozialdemo Vermehrung der Arbeitszeit nahm das Königs- Familie; hatte diese früher früher den Nießbrauch kratischen Kutscher erzählt die Nordsee- Zeitung" folgende Quantum des produzirten Garnes nicht davon, so wäre es doch thöricht, etwas, was dem hannover- heitere Geschichte: Die auf vergangenen Sonnabend in nur nicht zu, sondern um 0,9 pЄt. ab. Eine schen Wolfe gehört hatte, jetzt einem im Auslande lebenden Stotel anberaumte Wahlversammlung der Nationalliberalen, Beobachtung, die übrigens nicht nur hier Privatmaune zu schenken. Was expropriirt ist, soll es auch in welcher Herr Dr. Jerusalem reden wollte, hat nicht stattgemacht wurde. Namentlich in heißen, bleiben. Verwendung zu gemeinnützigen Zwecken wird sich gefunden, weil Herr Dr. Jerusalem aus unbekannten schlecht ventilirten Räumen werden die schon finden. Wünscht man vielleicht Borschläge? Wie Gründen der Versammlung fern blieb. Es stellte sich her Arbeiter, nachdem sie einige Wochen mehr wäre es etwa damit, daß man den Opfern ber miß aus, daß Dr. Jerusalem einen sozialdemokratischen Kutscher Arbeiter, nachdem sie einige Wochen mehr bräuchlichen Verwendung des Welfenfonds den Nießbrauch gehabt hat, der die Absicht des Fahrgastes gekannt und ihn produzirt, schlaff, nachlässig, das Pro- zuwieje? Da käme unsere Partei gut fort! nach Nickel statt nach Stotel gefahren hatte. dukt mindert sich, und es sind deshalb in der *) Unser Chefredakteur ist noch nicht aus Sachsen zurückSchweiz manche Industrielle von einer lange dauern- Die Münchener Allgemeine Zeitung", das süddeutsche Das„ Berliner Tageblatt" glaubt in der Aeußerung den Ueberzeitarbeit, auch wenn sie ihnen Bismarckblatt, wundert sich, daß die Anfeindungen wegen unseres Genossen Liebknecht*), die derselbe auf dem bewilligt wurde, ganz abgekommen. Aus der mifbräuchlichen Verwendung des Welfenfonds feinem reichen Material hebt Fabrikinspektor Schuler zwei 350 000 M., sondern gegen den„ so gut wie vogelfreien" gekehrt, er hat im Anschlusse an die Landesversammlung unserer sich nicht gegen Herrn von Bötticher, den Empfänger der Fälle hervor, weil von zuverlässigen Leuten ausgehend, Fürst Bismarck, den Vermittler des Geldes", richten. Be- sächsischen Genossen seinen Landtagswählern Rechenschaft abgelegt die aber dem Normal- Arbeitstag nicht sehr gewogen fonders glücklich ist dieser Versuch, die Verantwortung von uns aber Liebknecht schon vor seiner Abreise Mittheilung gemacht und hält heute und morgen in Leipzig Versammlungen ab. Da waren. Nach der einen Mittheilung hatte der nämliche den Schultern des früheren Reichskanzlers abzuwälzen, nicht. hat, daß er die vom„ Berl. Tageblatt" fenfationell aufgebauschte Arbeiter, der unter der Herrschaft des zwölfstündigen Ar- Sicherlich haben wir vor den Krüger, Stieber, Pindter Aeußerung thun werde, sind wir vollauf berechtigt, obenstehende beitstages 87,80 Fr. in drei Zahltagen sechs Wochen und wie all' die Männer heißen, welche durch Bismarck Erklärung abzugeben. werden." " Die Redaktion des Vorwärts". St. Georgen. Wir sprechen schon noch weiter darüber. Will Dich jetzt nicht weiter aufhalten. " Ambros betrachtete und untersuchte es mit Kennermiene sein im ganzen Land, als es der Peter Hueber hier herum und der Knecht lobte, daß es so sicher ginge, wie eine Rage ist in allen Thälern. Wenn das aber wahr ist von der auf einem Dachfirst. Der Bauer hätte es billig erstanden. neuen Steuer, wo soll da Unsereins für seine paar Kreuzer Er nickte Ambros mit zusammengezogenen Augen zu Es wären überhaupt wenig Käufer in Bruned gewesen, noch zu einem guten Trunk kommen? Das Wetter soll die und wandte sich nach der Tenne, woher der Taktschlag des fügte er hinzu, aus Desterreich und dem Reiche braußen sakrischen Bayern erschlagen." Dreschflegels klang. Um seinen breiten Mund lag wieder hätten sie ganz gefehlt und daher Mancher sein Vieh unverkauft wieder nach Hause treiben müssen. Ambros klopfte dem Schimmel lachend den Hals und das Schmunzeln, wie am Mittage. verließ den Stall. Draußen dehnte und rechte er seine Das Gamsmanndl, welches Ambros am Schabebod bes " Dann ist's wohl nicht so lustig wie sonst dort gekräftige Gestalt und betrachtete nachdenklich die Zacken und schäftigt fand, Ziegenfelle von den Haaren zu befreien, war wesen?" fragte Ambros, indem er dem Apfelschimmel das Schroffen, die in der klaren, schon herbstlich getönten ein zu leidenschaftlicher Jäger, um nicht auf dessen Vorschlag Maul öffnete und die Zähne untersuchte. Der Großknecht schüttelte verneinend den Kopf. Alle dachte aber weder an die neue Getränksteuer, noch an die daß sie sich am nächsten Morgen um zwei Uhr bei dem Luft mit scharfen Linien über den Wäldern standen. Er sofort einzugehen, und es wurde zwischen ihnen verabredet, Welt hätte über die theure Zeit geklagt und daß kein Geld Bayern, sondern daß jetzt die Zeit wäre, auf Gemsen zu monthaner Kapellchen treffen wollten. Sampognas's Gerzu kriegen wäre. Und sie würde noch schlechter werden, pürschen, und überlegte, ob er nicht Sampogna, das Gams- berei war bachabwärts das letzte Haus im Drte. Auf der hat es gehießen," fuhr er fort und lehnte sich mit beiden manndl, auffordern sollte, morgen in der Frühe mit ihm Landstraße kam dem heimkehrenden Ambros ein Wagen ent Armen auf den Rücken des Pferdes.„ Es ist viel davon ins Hochgebirge zu steigen. Er sprang auf seine Stube gegen, vor dem des Schneidemüllers Arigaya Schweißfuchs gered't worden, daß wir noch mehr Steuern zahlen und zündete sich die lang entbehrte Tabakspfeife an, um trottete. Der alte Müller selbst lenkte den Gaul und neben sollen und daß eine neue Getränkestener soll aufgelegt bas Gamsmanndl in Monthan aufzusuchen. Als er wieder ihm saß seine Frau. Er hatte Geschäfte in Zwischenwaffer herunterkam, trat auch der Klosterbauer eben aus seiner und dorthin fuhr er. " Oho!" rief Ambros und der Andere sagte:" Ja! Stube und beide verließen zusammen das Haus. Der Alte Und da hat Jeder noch' mal rechtschaffen sich satt trinten erkundigte sich nach Ambros' Vorhaben und nachdem er es und" hob den rechten Arm mit der Beitsche in die Höhe. Schau, schau, der Ambros!" rief er schon von Weitem wollen, dieweilen der Wein und Schnaps noch billig erfahren, äußerte er: sind; aber luftig ist Keiner dabei geworden. Den Bayern. Er hätte nicht nöthig gehabt, seine Frau dadurch aufmerkRann's mir schon vorstellen, daß Dich's nach einer sam zu machen; denn sie hatte Ambros fchon längst be und Franzosen mögen da wohl die Ohren geklungen haben; denn sie sind doch an Allem schuld. Absonderlich in dem rechtschaffenen Bewegung verlangt, nachdem Du so lang still merkt und eine jähe Röthe ihr Gesicht überzogen. Als jetzt Peter Hueber seiner Wirthschaft, da ist es immer wie in gelegen haft. Jetzt, was sagst zu dem Schimmiel?" ihr Mann anhielt und in seiner gutherzigen Weise Ambros einem Bienenkasten aus und eingegangen und hat Einer Die Antwort erwartend, stellte er sich breitbeinig hin. zu seiner wiedererlangten Freiheit Glück wünschte, zeigten vor Summen sein Wort nicht hören können. Ist aber kein Ambros lobte das Pferd und meinte:" Mit so einem Afra's Mienen jene Lauigkeit, mit der man einem gleichLachen und Singen gewesen. Unten in dem gewölbten Gespann, da könnt' Einer sich schon sehen lassen vor den giltigen Bekannten zu begegnen pflegt. Stumm und zerHausraum, in den Schenkstuben und auch auf dem Tanz- Leuten." streut hörte fie der Unterhaltung der beiden Männer zu. " Das will ich meinen," nickte der Klosterbauer und mit Sie hatte sich anf ihren Sitz zurückgelehnt und ihre schönen boden über zwei Stiegen, da hat Einer kaum einen Platz friegen können. Der Peter Hueber ist aber auch ein Mann, einem lauernden Blicke fuhr er fort:„ Wenn Du zwei- Augen sahen bald auf das Pferd, das von Zeit zu Zeit der Bescheid weiß in der ganzen Welt und beffer noch, spännig fahren willst, wäre wohl Rath zu finden. Zu mit Hinterfuß oder Schweif die Herbstfliegen von sich absagen sie, als es in den Zeitungen geschrieben steht. Ja, St. Georgen im Taufersthal, da soll ein Apfelschimmel zu wehrte, bald glitten sie über die Necker, die, bereits frisch der ist gescheidt und auf sein Wort kann Einer getrost ein haben sein, der zu dem unsrigen passt, wie ich in Bruned eingefäet und eingeeggt, mun braun zwischen den noch grünen gehört hab'. Könntest ja' mal hin und ihn Dir ansehen; Wiesen lagen, oder fie verfolgten die ziehenden weißen Haus bauen." Wölkchen. Kaum daß sie einmal flüchtig über Ambros hindas kostet nichts." Das wäre!" rief Ambros erfreut. Da will ich streiften, der auf der Seite ihres Mannes stand und den rechten doch gleich nächsten Sonntag nach St. Georgen. Wer ist Fuß auf eine Speiche des Hinterrades gesetzt hatte. Unbe fangen plauderte er mit dem gesprächigen Alten. Denn der Eigenthümer?" Eckschlager heißt er und ist der reichste Bauer von ( Fortsetzung folgt.) " Ich kenn' ihn schon," schaltete Ambros ein und ließ noch einmal das Auge wohlgefällig über das neu erstandene Thier gleiten. " Ja, wer kennt ihn nicht?" fragte der Großknecht. " Der Hofer vom Sand im Passeier kann nicht bekannter " sächsischen Parteitag in Chemnitz en passant gethan, daß er das sächsische Landtagsmandat beibehalte, da vielleicht Familien Verhältnisse seine Rückkehr nach Sachsen in einer späteren Zeit veranlassen könnten, eine pikante Nachricht" entdeckt zu haben. Das genannte Blatt zieht auch gleich Schlußfolgerungen aus der von Liebknecht angedeuteten Möglichkeit, indem es schreibt: Giebt Lieb knecht den Posten als Chefredakteur auf, so hat er auch aufgehört, Mitglied der Parteileitung zu sein." " Haupt geladen und die sie so furchtbar gebüßt haben, denn-| gehaßte Vahlte ich, der sich ebenfalls in Chicago, der noch bedauern, da sie ihrer fubjektiven Ueberzeu riesigen Gartenstadt", niedergelassen hat, muß abgewartet gung nach für das Vaterland zu streiten und werden. Wünschen kann man es ihm nur. welche die sozialdemokratische Legende um die Häupter der " zu leiden geglaubt haben. Indeß die Märtyrerglorie, Und zum Schluß seien die Verse zitirt, welche der NewKommunekämpfer gewoben hat, kann ihnen nicht zuerkannt Worker" Buck" vor etlichen Jahren an Johannes Most werden." Der Artikel Adlers wird schwerlich dazu beitragen richtete: können, diese Legendenbildung zu zerstören." Der Fritzsche ist' gangen längst zur Ruh, Von Hasselmann hörest Du So die Magdeburger Zeitung". Um es ihr recht zu machen, hätte Prof. Adler wider Wir haben darauf nur zu erwidern: Zunächst ist besseres Wissen die Kommunekämpfer anschwärzen und beunser Genosse Liebknecht noch Mitglied der Redaktion des kämpfen müssen. Unsere Gegner scheinen es ganz vergessen Borwärts" und nichts liegt vor, was zur Annahme be- zu haben, daß das„ Lügen" keine geistige Waffe" ist, und rechtigte, daß in diesem Verhältnisse in absehbarer Zeit eine daß die Verleumdung eines besiegten Feindes zu allen Zeiten Aenderung eintritt. Sollten aber Familienverhältnisse unter anständigen Menschen als ein Zeichen niedriger und unseren alterprobten und allzeit bewährten Vorkämpfer niederträchtiger Gesinnung betrachtet worden ist. bestimmen, seinen Wohnsitz wieder nach Sachsen zurück zu verlegen, so gehört eben die Phantasie des Tageblatt" Da wir uns gerade mit dem geistigen und moralischen dazu, um aus diesem Domizilwechsel den Schluß zu ziehen, Bankrott unserer Feinde beschäftigen, so sei noch nachdaß ein Austritt aus der Parteileitung die nothwendige stehender Notiz erwähnt, die jetzt durch sämmtliche DrdFolge sei. Wohnen etwa die Mitglieder der freisinnigen nungsblätter die Runde macht und der Gothaer Zeitung", Parteileitung ausnahmslos in Berlin? Stauffenberg wohnt in Schwaben, Professor Hänel in Kiel, und bei anderen Parteien ist es ebenso. Warum sollte also bei uns Sozialdemokraten die Eigenschaft eines Parteileiters vom Wohnsit in Berlin abhängig sein? wenn wir nicht irren einem Amtsblatte, entnommen ist: " Gera, 29. März. In dem Jahresberichte der oberstädtischen Volksschule wird als bemerkens werthes Zeichen der Zeit" erwähnt, daß sich um das vom Frauenverein für besonders bedürftige Schulkinder gestiftete Frühstück( Milch und Brot) ein sozialdemokratischer Arbeiter für seinen die Schule besuchenden Sohn mit der Begründung bewarb, daß er in den nächsten Tagen auf längere Zeit zu streiten beginne und dann wegen der erforderlichen Theilnahme an den öfteren Versammlungen nicht in der Lage sein werde, für den Unterhalt seiner sechs Kinder zu sorgen. Kaum einen Hauch. Der Vahlteich schustert im Walde, Warte nur, balde Balde schusterst Du auch." Nun Vahlteich schustert" nicht mehr. Er photos graphirt, wie gesagt und zwar sehr gut. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Eine sozialdemokratische Partei Konferenz für den 19. Hannoverschen Wahlkreis findet Sonntag, den 19. April 1891, Nachmittags 3 Uhr, in Celle im Gasthof Bum goldenen Löwen", Neuestraße 2, statt, mit folgender Tagesordnung: 1. Die Agitation in den ländlichen Bezirken. 2. Wahl einer Agitationskommission und Verschiedenes. Den Bergarbeiter- Streit zu provoziren scheint die Absicht der Kohlenbarone des Saarreviers Die Nachwahl im 19. hannoverschen Wahlkreise. Der zu sein. Sie sollen beabsichtigen, alle Bergleute zu ent Randidat der freisinnigen Partei, Rentier Adloff, aus Hamburg, laffen, welche an den Versammlungen zur Vorbereitung des unternahm unter Führung des Herrn Steudel jun. aus Stabe Sollte während der Ostertage eine Gastspieltour durch das Alte Land, internationalen Kongresses theilgenommen haben. um sich in den einzelnen Orten sehen zu lassen". Zu diesem sich diese Nachricht bestätigen, so werden die Bergarbeiter ben übermüthigen Unternehmern doch nicht den Gefallen Wir wissen nicht, ob das bemerkenswerthe Zeichen der Schauspiel hatten sich in den Wirthschaften, wo Halt gemacht wurde, 4-5 Personen eingefunden, um Herrn Adloff zu sehen. thun, zu einer Beit zu streiken, wo es den Millionären Zeit" wirklich in den erwähnten Schul- Jahresberichte vor- Gine Wählerversammlung wurde dann am Sonnabend Abend in paßt; unsere Bergleute werden aber diese Maßregelungen Berichts, falls er nicht ein gemeiner Lügner ist, ein be- Wahlaufruf und Herr Adloff erzählte, etwa eine halbe Stunde tommt. Wenn es der Fall ist, dann muß der Verfasser des Neuenfelde bei Estebrügge abgehalten. Herr Steudel verlas einen nicht vergessen und zu der ihnen passend erbauernswerther Schwachkopf sein, der sich von irgend einem lang, den Anwesenden seine Lebensgeschichte. Er habe einen scheinenden Zeit die Antwort darauf finden. Ulfpeter etwas hat aufbinden lassen. Daß aber sämmtliche außerordentlichen Drang zum Militär gehabt und habe deshalb In Sachsen verfolgt man mit einem Eifer, der einer nationalliberale und konservative Blätter den Blödsinn für schon mit 15 Jahren die militärische Laufbahn beschritten, um es besseren Sache würdig wäre, den schon früher von uns ge- baaren Ernst nehmen, das ist allerdings ein bemerkens: schließlich bis zum Oberstlieutenant zu bringen. Dann sei er Eigenthümer des Ronventgartens" in Hamburg geworden, den fennzeichneten Plan, die Sozialdemokratie dadurch zu tödten, werthes Zeichen der Zeit". er schließlich vortheilhaft an eine Aktiengesellschaft verkauft habe, daß man ihr die Geldmittel abschneidet. Erst verbot man die Tellersammlungen, dann das Erheben von Dem Hannoverschen Kourier" möchten wir emo baß er nun als 60 jähriger Rentier grade so eben von seinen Zinsen leben könne. Gin Redner sei er nicht, um Eintrittsgeld bei Versammlungen; und jetzt verbietet pfehlen, den" Vorwärts" stets zu lesen, bevor er gegen hohe Politik habe er sich nicht gekümmert, aber wenn man sogar den Verkauf von Zulaßkarten zu Ver- unsere Artikel polemiſirt, damit er nicht wieder in die eigen man ihn in den Reichstag wähle, dann wolle er bort fammlungen. Die Haussuchungen in Chemnitz, deren wir thümliche Lage kommt, gegen Behauptungen zu polemifiren, lernen und auf Ehre und Gewissen seine Pflicht thun. Nach Ber gestern erwähnten, hatten, wie wir nachträglich erfahren, welche gar nicht in unserem Blatte gestanden haben. Un lefung des Wahlaufrufs, in welchem gefagt wird, daß die freigestern erwähnten, hatten, wie wir nachträglich erfahren, anständig ist es, Dinge unter Anführungszeichen("") zu sinnige Partei volle Redefreiheit 2c. fordere, hatte Genosse Fischer darin ihren Grund, daß die Polizei den Verkauf von bringen, die sich bei uns gar nicht finden; so behauptet das aus Hamburg angefragt, ob die verlangte volle Redefreiheit auch, darin ihren Grund, daß die Polizei den Verkauf von Karten zu einer Versammlung, in welcher Liebknecht seinen Blatt, daß wir schrieben, unser Artikel über die Gewerbe- was eigentlich als selbstverständlich erscheine, in dieser freisinnigen Landtags Wählern Rechenschaft ablegen will, für eine gesetzwidrige Umgehung eines Polizeiverbots" hielt." Die gerichte täme von" hochgeschätzter Hand", woraus gefolgert aber eines Besseren und bemerkte, daß Herr Adloff nur sein arme Sozialdemokratie! Sie wird jetzt in Sachsen gewiß rührt; die Behauptung ist ebenso unwahr, wie die feien: eine Diskussion halte er für überflüssig. Nachdem Adloff verhungern! Für die Ordnungsparteien, die sich ins fein Programm entwickelt, d. h. seine Lebensgeschichte erzählt Fäustchen lachen, hat die Sache aber auch ihre bedenklichen Folgerung. hatte, erlaubte sich Fischer die Anfrage, ob Herr Adloff es im Seiten wegen der Konsequenzen, da die Polizei doch für Bei der am letzten Sonntag stattgefundenen Stichwahl Hinblick auf die im Wahlaufruf der freifinnigen Partei verlangte ordnungsparteiliche Einlaßkarten feinen anderen Maßstab im bernischen Mittelland( Schweiz) erhielt der konservative volle Redefreiheit mit feiner Stellung als freifinniger Kandidat haben darf als für sozialdemokratische. Oder doch? Kandidat 6219 und Genosse Reichel 4022 Stimmen. Die vereinbaren tönne, wenn man dem politischen Gegner in frei Die ganz selbstverständliche Thatsache, daß die Sozial- Stimmenzahlen im Amtsbezirk und in der Stadt Bern sind sinnigen Versammlungen das Wort abschneidet, worauf Adloff demokratie aller Länder am 18. März d. J. wiederum, wie folgende: Amt Bern: Steiger 3622, Reichel 3706; Stadt: erwiderte, daß er unter Rebefreiheit nicht eine Diskussion, alljährlich feit 19 Jahren ihren Sympathien für die Pariser demokratische Randidatur einen sehr schönen Achtungserfolg scheint Herr Adloff demnach keine Ahnung zu haben. Nach einer Steiger 2126, Reichel 3083. Es hat somit die sozial on der strafrechtlichen Unverantwortlichkeit der Abgeordneten sondern die Redefreiheit in den Parlamenten verstehe. Kommune Ausdruck verliehen hat, wird von der Ordnungspreffe aller Länder, und namentlich von der deutschen Bourgeois errungen. und Reptilpresse zu den gemeinsten und zugleich albernsten Angriffen auf die Sozialdemokratie benutzt. Da hat endlich die Sozialdemokratie ihr wahres Antlig gezeigt!" tönt es in wildem Gefreische die gräulichen Verbrechen der Kommune Brandstiftung, Geißel- Erschießung u. s. w. werden als nachahmenswerthe Großthaten gepriesen!" = " 0 Wie gut es oft die Hunde haben, geht aus folgender Mittheilung hervor, welche von den Bourgeoisblättern mit Schmunzeln wiedergegeben wird: Versammlung gewährt würde. Herr Steudel belehrte den Frager weiteren Anfrage wurde dem Fragenden das Wort entzogen und aus Estebrügge Herrn Adloff be= nun interpellirte Genosse B treffs feiner Stellung zu der Schwenkung des Herrn Rickert und Genossen bei der Abstimmung über den Marine- Etat. Herr Adloff meinte, wenn es wahr sei, daß Rickert für die MarineAdelina Patti hat Paris verlassen. Ein Mode- Bericht- forderung, betreffs der Panzerschiffe gestimmt habe, dann könne erstatter fann über Bestellungen Wunder erzählen, welche die er dies nicht billigen; er stimme mit Eugen Richter. Die Diva in Paris gemacht hat, und nicht für sich allein, sondern politische Unschuld des Herrn Adloff kann nicht drastischer auch für den" Prinzen Riofi", einen merikanischen Schoß- illustrirt werden. hund, welchen ihr angeblich der Kaiser von Rußland geschenkt Nun, die Sozialdemokratie hat niemals ein anderes Antlitz gezeigt hat niemals eine Maske vorgehabt. Die sogenannten Verbrechen" der Kommune aber sind aushaben soll. Sechs Toiletten" find für das kleine Wieh in Dornbusch bei Drochtersen. Bezeichnend dafür, mit nahmslos entweder bewußte Lügen unserer Feinde oder einem eigenen Koffer verpackt, zwei große" eine mittlere", welcher Art geistiger Waffen" man gegen die Sozialdemokraten Wahngebilde der erhitzten Phantasie des Angstbürgerthums. eine gewöhnliche", ein" Negligee-" und ein„ Reisekostüm". Bu tämpft, ist die Thatsache, daß der Wirth Diedr. Schröder, der uns Thatsache ist: in Paris war unter der Herrschaft der Rom jeder gehört ein besonderes Halsband; das eine mit goldener fein Lokal zu Versammlungen zur Verfügung gestellt hat, am mune die Sicherheit des Eigenthums und der Person größer Kette und dem Namenszug aus Türkisen, für die großen zweiten Ostertag die telegraphische Mittheilung erhielt, wonach „ Empfänge!" ihm von einem nationalliberalen Hypothekengläubiger ein Kapital als vorher und nachher unter der Herrschaft der Ordnungs- Wir leben eben in einer„ vernünftigen" Gesellschafts- von 1200 M. gekündigt wurde, weil er in seinem gofal eine parteien; die Gebäude, welche in den letzten Tagen der Kom- ordnung, wo es Menschen und Hunden, die Glück haben, sozialdemokratische Wählerversammlung( 19. hannov. Wahlkreis) mune zerstört wurden, sind entweder nothwendigen Ver- ausgezeichnet gehen kann, während Hunderttausende in bulde. theidigungszwecken geopfert oder durch die Brandgeschosse der Versailler zerstört. Und was die Er- Noth und Elend verkommen, trotz rastloser Arbeit und Paderborn, 1. April. Hier erscheint ein Blättchen unter Schießung der Geißeln betrifft, so fand sie, wie schon seit Länger als 19 Jahren aftenmäßig festgestellt ist, und wie " bestem Streben. 200 " dem Namen: Leo( Sonntagsblatt für das katholische Volf)", welches über die Sozialdemokratie höchft ergöglich zu räfonniren Die gerichtliche Untersuchung wegen des Attentats weiß; aber auch sehr anmuthig zu schimpfen versteht es, denn es von dem damaligen amerikanischen Gesandten in Paris, gegen Beltschew und Stambulow wird eifrig fort ist nicht nur vom Geiste Leo's, sondern auch vom Geiste Pius' Washburne, in dessen Denkwürdigkeiten" ausdrücklich gesezt, über das Ergebniß derselben verlautet indeß bis jetzt erfüllt. In einer der letzten Nummern wendet es die Schwanzbestätigt wird, erst nach dem Fall der Kommune statt, nichts. Fast täglich sind neue Verhaftungen vorgenommen worte" des Abimelechischen Lobliebes auf die Sozialdemokratie als jede geordnete Leitung aufgehört hatte, während die worden, einige der früher Verhafteten wurden wieder in an.( Dieſe„ Schwanzworte"- anscheinend ein technischer AusErschießung der Generale Lecomte und Thomas, welche Freiheit gefeßt. druck der Theologen lauten: So macht ihn doch zum König, ebenfalls in der ordnungsparteilichen Lügen- Chronik der Die türkische Regierung hat nach einer Meldung der sind die" Anstifter der Sozialdemokratie" zu verstehen) stammt Gebein und Fleisch hat er von Euch.")." Abimelech II.( darunter Kommune als furchtbares Verbrechen in die Schuhe ge- Politischen Korrespondenz" auf Ersuchen der bulgarischen nicht vom arbeitenden Manne ab." Denn diese Anstifter, nämlich schoben wird, mehrere Tage vor Gründung der Kommune Regierung einige Bulgaren in Konstantinopel, welche der die Jüden Mary und Lassalle nebst dem früheren Christen stattfand. Das Alles, wie gesagt, ist längst bekannt und Mitschuld an dem Attentat in Sofia verdächtig waren, ver- Riebknecht", haben nicht gearbeitet. Aber sie haben die Arbeiter über jeglichen Zweifel hinaus festgestellt. Trotzdem wurden haften lassen. Ohne daß die Untersuchung in Sofia bisher ins Unglück gebracht, indem sie die Revolution von 1848 machten. dieselben stereotypen Lügen immer und immer wieder von ein positives Resultat ergeben habe, besize die bulgarische Diese drei sind es damals wirklich gewesen, Beo" sagt's, unferen Gegnern aufgetischt, und werden wir für Greuel Regierung bereits Beweise dafür, daß ein sorgfältig vor der Baderborner" Leo", der von dem großen Leo in Rom perantwortlich gemacht, für die nur unsere Gegner, welche bereitetes und weit verzweigtes Komplot mit den Mittel- den Namen und" vielleicht auch ein wenig Weisheit geborgt fr erfunden haben, verantwortlich sind. Und ist einmal punkten in Belgrad und Konstantinopel beſtanben hate, hat. Die nächste Revolution aber wird der Jube Singer irgend ein bürgerlicher Journalist oder Gelehrter so ehr- beffen Ziel die Ermordung Stambulows, Ziwkows, Grefows werden ihm bei dem allgemeinen Rummel seine Millionen bemachen, und ernst geblieben! ,, die dankbaren Arbeiter lich, der Wahrheit, wenn auch blos theilweise, die Ehre zu gewesen sei, und in welches mehrere bekannte Agitatoren in laffen", dafür, daß er ihnen die Revolution machen hilft, von geben, so wird er mit Koth beworfen oder zum Mindesten Sofia verwickelt gewesen seien. mit einem benunziatorischen Rüffel bedacht. Man lese z. B. nachstehenden redaktionellen Erguß der„ Magdeburger Ztg.", Die noch relativ anständig ist: der also diesmal die Arbeiter den Vortheil haben. Die Leistung ist in der That ergöglich. Aber eine ernste Seite hat sie doch. Die Qualität der Presse ist der Gradmesser für die Intelligenz der diese Presse lesenden Bevölkerung, und unser Leo" behauptet, 50 000 Abonnenten zu haben. * Ueber zwei in Deutschland und namentlich in Berlin Die Sozialdemokratie fährt also fort, die Arbeitermassen wohlbekannte Genossen entnehmen wir einem Privatbrief zu einer Wiederholung der Gräuelscenen in den Monaten aus Amerika Folgendes: Fritsche, dessen brave Frau März, April, Mai 1871 anzufeuern, ganz im Sinne des Pro- nach längerem Siechthum gestorben ist, hat seit etwa brei Delsuit i. Voigtl. Ein sozialdemokratischer Innungs grammbriefes, der aus dem Nachlaß von Mary jüngst ver- Jahren seine Bierwirthschaft in Philadelphia aufgegeben Obermeister. Am 26. März d. J. wurde hier die Neuwahl des Öffentlicht wurde und in dem die Diktatur des Proletariats als die Schankberechtigung wurde von den Mäßigkeitsfanatikern Obermeister wurde Genosse Stölzel, zum zweiten Schriftführer Borstandes der Weber- Innung vollzogen. Zum stellvertretenden das Zwischenstadium zwischen der heutigen und fünftigen Ord- an immer schwierigere Bedingungen geknüpft, so daß Fritsche, Genosse August Wöllner gewählt; zu Ausschußmitgliedern: Robert nung der Dinge angekündigt über die Verherrlichung der Kommunarden durch die Sozial- war, keine Aussicht mehr hatte, sich auf die Dauer behaupten Otto Dölling. Die Wahl hat insofern für unsere Partei einiges war. Man darf sich übrigens der dieser scheinheiligen Gesellschaft natürlich ein Gräuel Sieber, Karl Thoß, Herm. Färber, Eduard Bär, Wilh. Kadner, demokraten nicht zu sehr wundern, wenn man in einem Artifel des Prof. Adler über die Kommune, der im 12. Heft des Hand zu fönnen. Er lebt jezt in Baltimore und ist Kustos" Interesse, als im vergangenen Jahre unser Genosse Jul. Stölzel wörterbuchs der Staatswissenschaften soeben erschienen ist, lieſt: D. h. Verwalter des dortigen Labour Lyceum( Arbeiter aus dem Ausschusse gedrängt werden sollte, und heute wird er, „ Eine furchtbare Straßenschlacht entbrennt. Die Föderirten schule) und zu gleicher Zeit Präsident des Vereins, welcher der noch vor einem Jahre seiner Gesinnung wegen für unwürdig ( die Kommunekämpfer) fämpfen gegen die ungeheure Ueber das Lyceum begründet hat, Sein jüngster Sohn, der in befunden wurde, dem Ausschusse anzugehören, zum zweiten Obermacht einen hei den müthigen Berzweiflungskampf; Leipzig die schwarze Kunst erlernte, ist Reporter am Balti meister gewählt. fie fechten ingrimmig wie Männer, die wie Männer, die an Rettung morer Journal"; einer der zwei älteren Söhne ist Soldat wie an Begnadigung verzweifeln; mitunter auch geben in der Vereinigten Staaten- Armee- in Berlin wird der fie mit lachendem Gleichmuth ihr Leben felbe noch Manchem im Gedächtniß sein. bahin, jenen nordischen Reden gleich, 11 Briefkaffen der Redaktion. Arbeiter Bildungsschule. Quittung. Von einem Freunde find uns hundert Mark überwiesen worden, worüber denen uns in alten Sagen erzählt wird. Der Paul Grott kau hat die Journalistik, in der er Straßenkrieg wird auf beiden Seiten mit ungeheurer Grausam verschiedentliche Haare gefunden hat, an den Nagel gehängt, geführt." Und am Schlusse des Artikels heißt es: Und und sich in Chicago als Photograph etablirt. Db er es bantend quittirt wird! so mag man nach diesen entseglichen Metzeleien die Föderirten" in diesem Geschäft zu solcher Tüchtigkeit und solchem Erfolg troh der schweren und blutigen Verschuldungen, welche sie auf ihr bringen wird, wie der, früher wenigftens glühend von ihm Arbeiter- Bildungsschule, Berlin, E. Vogtherr, Stephanjte, 27a, 1. Vorsitzender. Theater. Freitag, den 3. April. Opernhaus. Der Trompeter von Säffingen. Schauspielhaus. Der Sturm. Leffing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. Schuldig. Deutsches Theater. Das alte Lied. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Reſidenz- Theater. Bater u. Gen. Große öffentl. Tischler- Versammlung Fachverein der Tischler. am Montag, den 6. April, Abends 8% Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuser Straße Nr. 4a. Tages- Ordnung: 315/3 1. Abrechnung der Fünfer- Kommission. 2. Wahl der Vertrauensleute. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Die diesjährige Maifeier findet auf Beschluß der General- Versammlung am Viktoria Theater. Die fieben Verein zur Wahrung der Interessen der Klavier- Sonntag, den 3. Mai 1891, Raben. Bellealliance- Theater. Gavant, Minard u. Ko. Vorher: Die Odaliste. Oftend- Theater. Maria Stuart. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenTheater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Belle- Alliance- Theater. Donnerstag, den 3. April 1891: Zum 13. Male: Gavaut, Minard& Co. Schwant in 3 Atten von Edmond Gondinet. Deutsch von Weyl. Vorher zum 2. Male: Die Odaliske. Schwant in 1 Akt von O. Elsner. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Worstellung 71/2 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Arbeiter u. verw. Berufsgenossen. Am Sonnabend, den 4. April, Abends 8½ Uhr, in Keller's Salon, Bergstrasse 68: Vereins- Versammlung. Zages Ordnung: in der Nenen Welt, Hasenhaide, statt. Um derselben nun den Charakter einer großartigen Demonstration zu Gunsten der Verkürzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden zu geben, erwartet der Vorstand die allseitige Betheiligung der Tischler und gesammten Berufsgenossen Berlins. 1. Vortrag des Herrn Krause über Chemie, verbunden mit Experimenten. 2. Diskussion. 3. Bericht über den Streik. 4. Vereinsangelegenheit, Kollege daran Theil nehmen kann. Verschiedenes. Der Vorstand. 186/26 Freie Vereinigung d. Kaufleute. Versammlung Die Feier ist so arrangirt, daß bei einem billigen Eintrittsgeld jeder Die Feier soll gleichzeitig den Charakter eines Volksfestes tragen, Konzert. Auftreten des Künstler- Personals. Feuerwerk( bei günstiger Witterung), u. s. w. finden statt. Nachmittags 4 Uhr: am Freitag, den 3. April, Abends 8 Uhr, bei Norbert Feftrede des Reichstags- Abgeordneten August Bebel, ( früher May), Beuthstrasse 22, 1 Tr. Tages- Ordnung: worauf Abstimmung der in der Festzeitung enthaltenen Resolution erfolgt. 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenan über Wandlungen in der sozialiftischen Lehre". 2. Diskussion. 3. Mittheilung" über die Audienz beim Serren zu haben. Der Preis beträgt im Vorverkauf 20 Pf. Billets find auf allen Zahlstellen des Vereins und den untenstehenden Handelsminister( betr. Sonntagsruhe). 4. Wie feiern wir den 1. Mai? Diefe Billets sind mit dem Stempel des Fachvereins versehen und erhalten die 5. Bertheilung der Fragebogen zur Enquete. 6. Verschiedenes. Gäste will- Befizer dieser Billets die Maifestzeitung am Eingang der Neuen Welt kommen. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um recht zahl- gratis, während die Billets an der Kaffe 25 Pf. tosten und es auf dieselben reiches und pünktliches Erscheinen feine Maifestzeitung giebt. 188/9 Der Vorstand. Billets sind zu beziehen bei folgenden Herren: Achtung, Maurer!, Die neu gewählten Vertrauensmänner der Berliner- Maurer kaffiren in folgenden Lokalen vom Sonnabend, den 4. April 1890 ab: Osten: Garbe, Rüdersdorferstr. 8 bei Böhl, Restaurant. Röpchen, Markusfir. 31 bei Feige, Restaurant. Wieke, Staligerstr. 61 bei Witte, Restaurant. Süden: Hanisch, Hornstraße 11 bei Bechlin, Restaurant. Westen: Röhler, Bülowstr. 52 bei Bochland, Restaurant( gehört zum Süden). " " Räppel, tafsirt im alten Lokal. Centrum: ut, Rosenstr. 38 bei Kuhlmey. Norden: Harnisch, Anflamerstr. 49 bei Warting. " Gerike, Diedenhofer- und Treskowstr.- Ecke bei Schmidt. Weiße, Gerichtstr. 14 bei Barth. Moabit: Montags bei Holzbecher, Rathenowerstraße. Die Vertrauensmänner tafsiren nur Sonnabends und Sonntags von 9 Bratweil'she Bierhallen bis 10 Uhr in der Wohnung. Wenn Sonntags Verſammlung iſt, wird in der Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers E Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücks und reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. F. Sodtke. 703 Berl. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Täglich: Täglich: Alt- Berlin auf d. Bock. い Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Bock- Saison 1891, verbunden mit gr. Militär- Konzert. E Anfang:" Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berl. Original- Bockbier in Flaschen, direkt von der Brauerei, 20 Flaschen für 3 M. Pfand frei. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 Pf. Rinder 25 Pf. Versammlung Berlins, thut 234/15 Karl Weisse, Tegelerstr. 27. Achtung Maurer Charlottenburgs! Am Sonntag, d. 5. April, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße, Vormittags 9 Uhr: Mitglieder Versammlung der Zentral- Krankenkasse der Maurer, Gr. z. Einigkeit. Tages Ordnung: betreffs der Statutenänderung. 2. Verschiedenes. 1. Wahl der Delegirten zur außerordentlichen General- Versammlung, Wegen Wichtigkeit der Tages Ordnung ist es Pflicht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. 241/3 Stenographen- Schule. Der bereits angekündigte öffent. Lehrgang beginnt am Sonntag, den 5. cr., Nachmi. überraschenden Einfachheit und von feinent 2 Uhr, Dranienstr. 126, Gartenhalle, unter Leitung des durch seine Curse in Arbeiterfreisen bekannten Lehrers f. St. Claufen. Unterricht absolut frei. Lehrmittel 1,25 M. Nach beendet. Unterricht ist Jedem Gelegenheit gegeben. sich in Uebungsstunden die nöthige fertigkeit gegenstand ist die vereinf. Arendse Stenographie auserſehen, da dieselbe wegen andern System annähernd erreichten Schriftficherheit und dadurch bedingten leichten Wiederlesbarkeit allein geeignet ist, eine Dolfs furzschrift zu werden. Genanntes Syftent_ha, fich allein in diesem Winter in 6 in Arbeiterfreifen abgehaltenen Cursen aufs Beste bewährt. Zu einem denunächst begin= unentgeltlichen Schülerkursus find selbstgeschriebene Cheilnahmegesuche zu richten an Eltern, ihre Kinder auf diese Anzeige aufmerksam zu machen. 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Engels, Fr., Ludwig Feuerbach und der Ausgang der Klassischen deutschen Philosophie Dühring, E., Rritische Geschichte der Philosophie. 2. Aufl. 9, Der Werth des Lebens. 2. Aufl. Douai, A., BG des Wissens für die Denkenden. 4. Aufl. 0,15 Antwort an die Bekenner des Theismus 0,10" 0,25" 1, " " " 6, " 0,50 . " 0,30 9 " Jacoby, Leop., Die Idee der Entwicklung. 2. Aufl. 2 Bde. 3,20 Krasser, Fr., Marseillaise d. Christenthums.( 100 Ex. 2 M.) 0,05 Lassalle, Ferd., Die Philosophie Fichte's und die Bedeutung des deutschen Boltsgeistes 0,60 " " 糖 0,10 " Johannes Huß. 7. Aufl.. 0,30 " Marx, Karl, Das Elend der Philosophie ... 0,25 " Halbes und ganzes Freidenkerthum. 2. Aufl. Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. brosch. 1 M., geb. 1,50 Die Religion der Zukunft. 3. Aufl. 3,50 " " • 0,50 " .. 0,15 Möbel, Polsterwaaren eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunst. des Königl. Preuß Rechts- Bureau Amtsrichters a. 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Theurich, Chauffeestraße 76, v. 4 Tr.; Benschneider, Sorauerstr. 27; Häusler, Schulstr. 51; Bogasch, Friedenstraße 89, 3 Tr.; Hein( Neu- Weißensee), Charlottenstr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof 1. 2 Tr.; Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brizerstr. 40; Grunert, Manteuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerstr. 18, 313/37 Der Vorstand. Rixdorf! 露露 Sonntag, den 3. Mai 1891, in den Lokalen der Herren Niesegk und Barta: Große Maifeier unter Mitwirkung der Arbeiter- Sänger- Vereinigung von Rigdorf. ( 8 Gesangvereine,) Alle Gewerkschaften und Vereine werden gebeten, im Interesse der Sache von einer eigenen Feier Abstand zu nehmen. Näheres die Programme. Die Beauftragten. 335/20 auf Theilzahlung, Kommandantenftr. 51, Ecke Alexandrinenstraße, und 469L Oranienstraße 58, I., am Morigplay. Möbel Cohn Gebr., Einen Posten gebrauchter Möbel zu jedem Preise. Beamten ohne Anzahlung. 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Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Mehlhandlung L. Brachvogel, Manteuffelstr. 75. Hanffamen, Spizsamen à Pfd. 15 Pf. Futterhirse, Rübfamen 18 Futtererbsen, Widen n n 10 Mais, fleiner u. großer, à Pfd. 10u. 15 Pf. Leinfamen à Pfd. 20 Pf. " " Mohn, blauer u. weißer, à Pfd. 35 u. 45 Pf Hierzu eine.Beilage. d b e e b e Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 77. Internationaler BergarbeiterKongrek. Ueber den Bergarbeiter- Rongreß liegen folgende Meldungen der Depeschenbureaus vor: Paris, 2. April. Bergarbeiter- Kongreß. In der heutigen 5. Sigung wurden weitere Zustimmungstelegramme verlesen. Der Kongreß beschloß sodann mit 58 gegen 40 Stimmen, daß die Abstimmungen nach Nationalitäten erfolgen sollen. Sämmtliche englischen Delegirten hatten dagegen, alle übrigen Delegirten dafür gestimmt. Hierauf trat der Kongreß in die Berathung der Frage der Bildung einer internationalen Bergarbeiter Vereinigung ein. Bunte erklärte, die deutschen Delegirten feien bereit, der Bildung ner solchen Vereinigung, sowie der Bildung einer interionalen Kasse zuzustimmen. Mehrere englische Delegirte erhoben Einspruch mit Bezug auf den Grundsatz der verhältnißmäßigen Vertretung, von anderen Delegirten wurde denselben Verschleppung vorgeworfen. Nach einer sehr scharfen und unklaren Diskussion wurde die Weiterberathung auf morgen vertagt, um den belgischen Delegirten zu ermöglichen, ihren Antrag betreffend die Bildung einer Vereinigung festzustellen. V Freitag, den 3. April 1891. fapitalistische Wirthschaftsweise vollkommen aufgelöst ist, beschließt der Parteitag, eine lebhafte Agitation für die Beseitigung der Gesinde- Ordnung zu eröffnen. V. In Erwägung, daß sich die großkapitalistische Produktionsweise immer mehr auch auf die ländlichen Betriebe er streckt, daß also der ländliche Arbeiter immer mehr, gleich dem Industrie Arbeiter, der großkapitalistischen Ausbeutung unterworfen ist, beschließt der Parteitag, eine lebhafte Agitation für die Beseitigung aller dem Roalitions recht der Arbeiter sich entgegenstellenden Hindernisse zu entfalten. 8. Jahrg. noch höher", d. h. noch oberflächlicher gebildeten" Kindergärtnerinnen zu verwechseln sind, die Vormittage auch nicht einmal für sich haben, sondern für die praktische Ueberweisung" opfern müssen. Sie müssen Anfangs in einem Kindergarten nach Anleitung der Kindergärtnerinnen Handreichungen thun und später bei sogenannten Schutzdamen sich in wirthschaftlicher Thätigkeit und in der Pflege der Kinder üben. Zu dieser prattischen" Ausbildung bietet sich bekanntlich selbst für die jüngsten und ungeschicktesten Mädchen, da sich nicht übermäßig viele zu der mit allerlei Demüthigungen verbundenen Stellung eines Dienst oder Kindermädchens drängen, auch in jeder anderen Familie und noch dazu gegen Lohn hinreichende Gelegenheit. Die wohlwollende und förderliche Mitwirkung" der Schutzdamen ist also ziemlich überflüssig. Die Kosten des Unterrichtes sind nicht gering. Außer den Ausgaben für Lehrmittel find an Schulgeld u. f. w. zusammen 43 M. an die Schule zu zahlen. Dazu kommt der Lebensunterhalt für das Unterrichtsjahr, in welchem von einem Nebenverdienst natürlich nicht die Rede sein kann. die VI. Jn Erwägung, daß zur lebhaften und erfolgreichen Agitation auf dem Lande es vor allem der materiellen Mittel bedarf; in fernerer Erwägung, daß es den ländlichen Wahlkreisen nicht möglich ist, die zur Agitation erforderlichen Mittel aufzubringen, macht der Parteitag dem Parteivorstand den Vorschlag, die Gründung eines Fonds vorzunehmen, welcher lediglich die Agitation auf dem Lande mit materiellen Mitteln zu unterstützen hat. VII. Jn Erwägung, daß die Sozialdemokratie eine allmälige Was wird den Mädchen später dafür geboten? Der Jahresbericht Demokratisirung der ganzen Gesellschaft herbeiführen will, fabelt von einem Lohn von jährlich 150-240 Mark. Er unter: empfiehlt der Parteitag allen Genossen, für eine Reform scheidet übrigens sorgfältig zwischen dem„ Honorar" der der Verwaltungs Gesetzgebung mit ganzer Energie einzu- engagirten" Kindergärtnerinnen und dem„ Lohn" der„ gemietheten" treten und nicht eher zu rasten, bis die Verwaltung der Kinderpflegerin. Jede ältere Kinderpflegerin, welche bereits in Paris, 2. April.( Telegramm des Bureau„ Herold".) Landgemeinden der Kreise, der Städte zc. auf der breiten einer Reihe von Familien in„ Dienst" gewesen ist, wird es be Internationaler Bergarbeiter Kongreß. Die heutige von den Basis des allgemeinen gleichen Wahlrechts ruht. stätigen, daß der angegebene Lohn" selten oder nie gezahlt Franzosen und Belgiern besuchte Vorversammlung beschäftigte sich Zur Frage der Maifeier wird eine Resolution ange- wird. Und das hat seine guten Gründe. Wenn Professor mit der Unterstützungskaffe für Bergarbeiter, einem Gegen- nommen, daß die Regelung der Maifeier den örtlichen Verhält- Pappenheim in seiner Entlassungsrede über das Schiller'sche stande, der nicht unmittelbar mit den Hauptfragen zusammen- nissen entsprechend von den Genossen der einzelnen Orte geregelt Wort:" Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe hängt. Der Generalfizung präsidirten der Engländer Burt, der werden sollte. Preis", unter deutlichen Anspielungen auf die angebliche Ueber Belgier Carlewaert und der Deutsche Schröder. Der letztere In Sachen der Presse wurde befchloffen, die Magdeburger fchäßung der Handarbeit durch die Sozialdemokratie, den Werth verlas Depeschen aus dem Saarrevier, denen zufolge diejenigen Volksstimme" und das„ Volksblatt für Anhalt" als offizielle der geistigen Arbeit betonen zu müssen glaubte, so hätte er sich Bergarbeiter, welche an den Versammlungen zur Vorbereitung Partei- Drgane zu erklären, für die Kreise Kalbe, Aschersleben und nicht an die zu entlassenden Mädchen, sondern an des Kongresses theilgenommen haben, von den Grubenbefizern Halberstadt, sowie für die diesen Kreisen benachbarten Ortschaften zuhörenden Herrschaften wenden sollen, von denen einige entlassen sind. Burt erklärte, die über diese Maßregelung ent- das Halberstädter Sonntagsbl." als offizielles Partei- Organ zu eigens erschienen waren, um die zukünftigen Kindsmägde rüfteten Engländer würden den Deutschen telegraphisch ihre beſtimmen und für die übrigen Kreise des Regierungsbezirks auf ihre Brauchbarkeit anzusehen und den Prüfungsfaal Sympathie bekunden. Durch Handerheben wurde über den Antrag Magdeburg und des Herzogthums Anhalt eine Wochenausgabe als eine Art Börse oder Ausstellungsraum betrachteten, in welchem Defuet, betreffend die Abstimmung nach Nationalitäten an Stelle der Volksstimme" zu veranstalten. die lebendigen Erziehungsmaschinen in voller Thätigkeit vor derjenigen nach den Stimmen von je 1000 vertretenen BergIn regelmäßigen Zwischenräumen sollen für die ländliche geführt wurden. Die Damen der Bourgeoisie legen auf das Teufen, abgestimmt. Die Engländer erklärten sich einstimmig Bevölkerung geeignete Broschüren verbreitet werden. Als erste Geistige an der Arbeit dieser gebildeten" Kindermädchen gegen diesen Anirag. Die Franzosen, Belgier und derartige Broschüre wird dazu die Artikelserie der Volksstimme" nicht den geringsten Werth. Sie wollen nur eine Person haben, Deutschen, welche dafür sind, hatten die Majorität. Der Antrag über die ländliche Agitation in Aussicht genommen. welche richtig spricht, sich ein bischen zu benehmen weiß, den Defuet wurde mit 58 gegen 40 Stimmen angenommen. Burt In schließlicher Erwägung, daß nur durch eine eigene Frauen- Kindern zur Unterhaltung und der ganzen Familie zur Dekoerklärte, alle englischen Projekte über eine internationale Ber- zeitung die Frauenbewegung wirksam unterstützt werden kann, ration dient, dabei tüchtig in der Wirthschaft mithilft und einigung und Beiträge von je 1000 Arbeitern feien damit gefallen. fordert der Parteitag die Genossen auf, für die Verbreitung des wenig loftet. Sie geben bekanntlich für eine brauchbare Köchin Desuet und ein deutscher Delegirter forderten, daß der Plan des Organs„ Die Arbeiterin" energisch einzutreten. mehr aus als für eine Erzieherin, geschweige für eine KinderKomitees, betreffend die internationale Vereinigung und Kasse, pflegerin, deren Mitwirkung bei der Erziehung ihrer Kinder sie sofort berathen wurden. Burt erklärte, die Engländer hätten sich troy Fröbel ganz entschieden verbitten würden. Professor feine Instruktion empfangen, über ein anderes Projekt als das Pappenheim irrt auch, wenn er glaubt, daß seine Zöglinge num ihrige abzustimmen. Nach einer verwirrten Diskussion bezum Rampf ums Dafein" gerüstet seien oder, wie es im Jahres antragte Burt, sogleich über den Generalitreik zu berathen. Mit einem stürmischen Hoch auf die internationale Sozial- bericht mit ähnlichem Pathos heißt, daß ihnen eine für Basly forderte, daß man die Diskussion über die von den Fran- demokratie wurde der Parteitag, der von 106 Genossen, darunter alle Lebensverhältnisse ihrer Zukunft gleich verwendbare und zosen und Belgiern vorbereitete internationale Vereinigung auf 7 Frauen, besucht war, geschlossen. Vertreten waren 57 Drt werthvolle Mitgift" gegeben sei. Durch den„ Schliff", den sie morgen vertage. Die Engländer erklärten sich dagegen." schaften. dort erhalten haben, ist ihnen thatsächlich auch das Lehte ge nommen, was ihnen noch ermöglicht hätte, den Kampf ums Dasein mit einigem Erfolg zu führen. Je gebildeter" ein Mädchen ist, desto wehrloser ist es gegenüber den meisten Herrschaften, weil die Bildung" und der Anstand" gebieten, sich immer wieder zu ducken. In den Jahresberichten ist wiederholt um„ angemessene Behandlung" der Kinderpflegerinnen gebeten worden. Wir glauben", heißt es da, von den meisten Schülerinnen im voraus versichern zu können, daß sie, wenn man ihnen in den Familien mit Wohlwollen und Rücksichtnahme auf ihr bisheriges Bestreben, etwas zu lernen, entgegenkommt, dafür Verständniß und Dankbarkeit entgegenbringen werden. Behandle man sie also in mancher Beziehung anders, nachsichtiger und aufmunternder, als man sonst dienende Personen zu behandeln gewohnt ist!" Darnach kann man sich ein Bild von der Behand lung machen, welche den Kinderpflegerinnen in den Familien der Bourgeoisie bisher zu Theil geworden ist. Man macht folche Ermahnungen nicht, wenn man nicht genau weiß, daß sie nöthig sind. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Magdeburg, den 1. April. Der während der beiden Osterfeiertage hier unter Vorsiz des Genossen Adolf Schulze Magdeburg tagende Parteitag für die Regierungsbezirke Magde burg und das Herzogthum Anhalt faßte in Sachen der Land= agitation folgende Beschlüsse: I. In Anbetracht erstens, daß nur eine planmäßige Agitation auf dem Lande von Erfolg sein kann; in Anbetracht zweitens, daß die Agitation unter dem ländlichen Proletariat genau entsprechend den jeweiligen örtlichen Verhältnissen geschehen muß; in Anbetracht drittens, daß eine Agitation nur dann von durchgreifendem Erfolge sein kann, wenn die Frauen in dieselbe mit einbezogen werden; in Anbetracht schließlich, daß nur bei möglichst gründlicher Bildung, welche dem Proletarier von heute bei seiner gedrückten Klaffenlage nicht erreichbar ist, eine Hebung seiner Lage zu erwarten ist, Ein weiterer Antrag des Genossen Elze, die Verbreitung der Wochenzeitung und der Flugschriften durch besonders dafür honorirte Berbreiter zu betreiben, wird mit dem Hinweis auf die Opferwilligkeit der Parteigenossen abgelehnt. * Auch der Kölner Stadtrath bekämpft die Sozialdemokratie in seiner Weise. Vor einigen Tagen hatte der Stadrath den Sozialdemokraten die miethfreie Ueberlassung des Gürzenich verweigert. Auf ein erneutes Gesuch der sozialdemotratischen Partei um Hergabe des Gürzenich gegen die übliche Miethe von 300 m. bezw. 450 M. hat der Stadtrath nunmehr in geheimer Sigung beschlossen, den Sozialdemokraten den Gürzenichfaal überhaupt nicht mehr zu Versammlungen zu überlassen. ** ** " " 11 17= auch in diesem Frühjahr wieder durch die Presse zum Eintritt in die genannten Anstalten aufgefordert. Die Arbeiter können aber nicht dringend gewarnt werden, ihre Töchter in die Kinderpflegerinnen Schule zu schicken. Lieber sollen sie sie als gebildete" Kindermädchen verdingen. Da brauchen sie doch nicht zu fürchten, daß es ihrer Erziehung" schadet, wenn sie der Herrschaft gelegentlich zeigen, daß sie Haare auf den Zähnen haben. Die Sozialdemokraten müssen aber doch auch ihre Steuern zahlen und durch dieselben zur Erhaltung des Gürzenich mit beitragen. Wenn also andere Parteien denselben zu Versamm lungen erhalten, haben doch die Sozialdemokraten daffelbe Recht. Mainz, 31. März. Am Sonnabend hatte sich der Redakteur Springer der Mainzer Voltsztg." vor dem Schöffengericht wegen Beleidigung des Hauptmanns v. Busse vom 48. Inf.- Rgt. zu verantworten. Das Vergehen sollte begangen sein durch Ab- Die Kinderpflegerinnen Schule wird von den Töchtern des druck der einem anderen Blatte entnommenen Notiz, die in einer Proletariats besucht, da sie nur eine Volksschulbildung von ihren ganzen Reihe anderer Blätter unbeanstandet erschienen war. In Schülerinnen verlangt. Die höheren Töchter" besuchen das derselben war mitgetheilt, daß einem Soldaten des 48. Regts. Kindergärtnerinnen- Seminar. Der Berliner Fröbel- Verein" hat ein Zeugniß ausgestellt worden war, in dem es hieß, der Mann habe sich keine gerichtlichen oder disziplinarischen Strafen zu beschließt der Parteitag für den Regierungsbezirk gezogen, jedoch sich schlecht geführt und unzuverlässig erwiesen; Magdeburg und das Herzogthum Anhalt wie folgt: dieser Widerspruch war des Weiteren zum Gegenstand einer 1. Es wird ein Agitationskomitee in das Leben gerufen Kritik gemacht, die der Amtsanwalt als beleidigender Natur für mit seinem Sit in den Orten Magdeburg, Halber- den Aussteller des Zeugnisses, den Hauptmann v. Busse, er stadt und Dessau, von dem aus die ländliche Agitation achtete. Die Vertheidigung führte aus, es sei nicht nur das geleitet wird. Recht, sondern sogar die Pflicht der Presse, einen derartigen 2. Das Agitationskomitee sendet auf mindestens acht Tage Widerspruch in einem Zeugniß zum Gegenstand der Kritik zu vorher gestelltes Ersuchen Agitatoren oder Redner nach machen, und die Grenzen des Erlaubten seien in dieser nicht Schmargendorf wird, nachdem der Kreis- Ausschuß des Streifes den gewünschten Orten. überschritten. Beantragt war vom Amtsanivalt eine Strafe von 3. Dem gitationskomitee sind sämmtliche geeigneten 50. Das Gericht erkannte auf 25 M., Tragung der Kosten rednerischen und agitatorischen Kräfte namhaft und ist und Urtheilspublikation in der Mainzer Volksztg.", falls diese demselben alles verfügbare, die ländlichen Verhältnisse eingegangen sein sollte, im Mainzer Tagbl.". Die Volksztg." betreffende Material, sowie Angaben über geeignete bemerkt hierzu: Bei dieser Einschränkung scheint der Wunsch der taktische Maßregeln für die einzelnen Kreise zugänglich Vater des Gedankens gewesen zu sein, übrigens hoffen wir, daß zu machen. noch mancher unserer Gegner zu seinen Vätern heimgeht, bevor 4. In die ländliche Agitation sind vor allem auch die unser Blatt eingeht. Frauen mit einzubeziehen und eine Organisation nicht blos der männlichen, sondern auch der weiblichen länd lichen Arbeiter herbeizuführen. 5. Den Genossen aller Orten wird es zur Pflicht gemacht, überall energisch für die Forderung der unentgeltlichen Tokales. Lehrmittel für alle Lehrklassen aus kommunalen Mitteln ,, Gebildete" Kindermädchen einzutreten. D = XX. Chirurgen Kongreß. Der Bau der neuen Gasanstalt der Stadt Berlin in Teltow die Genehmigung zu der gewerblichen Anlage ertheilt und jetzt auch die ihm vorgelegten Spezial Bauzeichnungen genehmigt hat, nunmehr in Angriff genommen werden. Gleichzeitig wird auch mit der Anlage der Eisenbahn vorgegangen werden, nachdem im vergangenen Jahre zunächst die Regulirung des Terrains, welche in Folge der das umfangreiche Grundstück durchziehenden Mulde sehr umfangreiche Arbeiten erfordert hat, sowie die Ausschachtung der Baugruben für das GasbehälterBassin und für das Retortenhaus ausgeführt worden ist. Die Baukosten für die zunächst projektirten Gebäude betragen: für 1 Retortenhaus 668 000 m., 1 Kondensationshaus 98 500 mt., 1 Maschinenhaus 73 700 Mt., 1 Dampffesselhaus 72 600 wt., - sie führen den wohl- 1 Strubberhaus 105 700 Mt., 1 Pumpenhaus 115 500 Mt., 1 Gasklingenden Titel„ Kinderpflegerin"- werden in der unter Lei- behälterhaus 1 063 700 Mt., 1 Thorbaffin 172 000 Mt., 1 Wasser3 Grwägung, daß das Dreitlassen Wahlgesetz für tung des Prof. Pappenheim stehenden Rinderpflegerinnen- Schule thurm 56 400 m., 2 Werkstatthäuser 140 000 Mr., 1 Verwaltungs den preußischen und das Urwahlsystem für den an- des„ Berliner Fröbel- Bereins" ausgebildet. Am Dienstag hat die haus 134 500 Mr., 1 Beamtenhaus 142 800 mt., in Summa haltischen Landtag ganze Klassen der bäuerlichen Be- bekanntlich auch auf anderen Lehranstalten immer noch übliche 2842 900 Mt. völkerung und ländlichen Arbeiter- Bevölkerung politisch Komödie der öffentlichen Entlassungsprüfung stattgefunden. entrechtet, in fernerer Erwägung, daß dieses Wahlrecht Obwohl die Mädchen ihre sorgfältig auswendig gelernten Ant- Die gestrige Sigung des Kongresses, welche in der Königl. im schreienden Widerspruch zu dem direkten Wahlrecht worten mit der Promptheit eines Automaten von sich gaben, Klinik stattfand, ward um 10 Uhr vom Prof. Thiersch Leipzig des Reichstags steht, legt der Parteitag allen konnte die Oberflächlichkeit der Ausbildung doch nicht verdeckt eröffnet. Herr Thiersch theilt mit, daß Prof. Liebreich als Gast Genoffen die Agitation für die Einführung des werden. Der Vorwurf trifft weder die Schülerinnen, noch das anwesend sei, um auf einige Aeußerungen, welche Herr v. Bergallgemeinen und direkten Wahlrechts in Lehrpersonal, sondern die Einrichtung der Schule. Die Mädchen mann vorgestern in Bezug auf das Liebreich'sche Mittel gegen TuberPreußen und in Anhalt warm an das Herz. Jedes werden ein Jahr lang in wöchentlich 20 bis 22 Nachmittags- tuloſe gethan, zu erwidern. Herr Liebreich beschwerte sich zunächst Klaffen- Wahlgefet legt sich der friedlichen Entwickelung stunden unterrichtet in: Deutsche Literatur( Schiller's Balladen, darüber, daß Herr von Bergmann sein Mittel ohne vorherige der im Schooße der kapitalistischen Gesellschaft schlum-" Glocke",„ Tell", Göthe's" Hermann und Dorothea"), Grammatik, Verabredung besprochen habe und berichtet sodann über drei mernden ökonomischen Gegensaze hemmend in den Weg, Orthographie, Stilistit, Geschichte, Geographie, weibliche Handarbei- Lupusfälle, die er mit Bergmann zusammen beobachtet hat. Er und es muß daher die Einführung des allgemeinen und ten( Stricken, Nähen, Stopfen, Flicken, Wäschezeichnen), Fröbelsche erläutert sodann die Wirkungen seines Mittels, bei deffen Andirekten Wahlrechts im Interesse der friedlichen Ent- Bildungs- und Beschäftigungsmittel( Zeichnen, Flechten, Bauen, wendung er vor allen Dingen darauf bedacht gewesen sei, daß widlung selbst überall angeregt werden. Ausstechen, Ausnähen, Korbflechten; Erzählungen, Gedichte und es keinen Schaden anrichte; man habe auch infolge dessen noch III. In Erwägung, daß die ländlichen Arbeiter mit der Gin- Lieder für Kinder; Bewegungsspiele), Kopfrechnen, Erziehungs- nicht warnen brauchen. Herr Liebreich berichtet, daß von drei führung der Maschine auf das platte land und mit der funde, Naturkunde. Was bei diesem Unterricht herauskommt, Fällen bei zweien eine sichtliche Besserung zu konstatiren war Entwicklung der ländlichen Großbetriebe denselben kann sich Jeder selbst sagen; wozu eine Kinderpflegerin den und daß die Injektion in furzer Zeit günstige Wirkungen gezeigt sozialen Mißständen unterstellt sind, wie die Industrie-„ Tell" kennen muß, dürfte den meisten räthselhaft sein. habe. Dessen ungeachtet sei er weit davon entfernt, addittionell arbeiter, fordert der Parteitag die Genossen auf, eine Für die Mädchen ist das eine Unterrichtsjahr ein Jahr der zu denken und für längere Zeiträume sichere Heilung vorauszus lebhafte Agitation für die Einführung eines staatlichen Qual, da bei der Fülle des Stoffes das Hauptgewicht auf die fagen. Seien seine Untersuchungen auch noch nicht zum Abschluß Inspektorats zur Ueberwachung der ländlichen Betriebe zu häuslichen Arbeiten gelegt werden muß, und besonders die Her- gelangt, so strecke er deshalb keineswegs die Waffen. stellung der Fröbel'schen Beschäftigungsmittel( Flechten, Aus- Herr von Bergmann erwiderte darauf, daß er niemals IV. In Erwägung, daß das patriarchalische Verhältniß zwischen nähen u. f. w.) unendlich viel Zeit und Geduld erfordert. Dazu„ Mitarbeiter" des Herrn Liebreich gewefen. Gr glaube das Recht dem Gutsherrn und dem Gesinde durch die moderne, kommt, daß die Kinderpflegerinnen, welche übrigens nicht mit den zu haben, Alles, was in seiner Klinik vorgehe, zu besprechen. Daß eröffnen. er mit Herrn Liebreich nicht einer Meinung sei, wundere ihn Fertigstellung, des Empfanges und der Abgabe, der Name des Jabredete, die neue Wohnung am 1. April beziehen zu wollen. nicht, denn Herr Liebreich habe als Pharmakologe nicht die Arztes, an welchen letztere erfolgt ist, und eventuell das Datum Zufällig tamen im vorigen Monat zwei Hausbesitzer zusammen Sicherheit der Beobachtung wie ein Klinifer.( Beifall.) der Beseitigung des unverkauften Fläschchens aus der Apotheke. und besprachen die Greignisse. Hierbei erfuhr der eine über den Herr Liebreich antwortet darauf, er sei neben dem Pharma- 4. Wenn ein Fläschchen bis sechs Monate nach dem auf dem neuen Miether, daß derselbe bei den Eltern wohne und geisteskologen auch noch Arzt und glaube als solcher ebenso gute felben vermerkten Tage der Fertigstellung des Mittels unverkauft schwach sei. Im Irrfinn hat der sonst ungefährliche Mensch sechs Beobachtungsgabe wie jeder andere Arzt zu besitzen. Er hoffe, geblieben ist, so darf es nicht mehr verkauft oder sonst abgegeben Miethskontrafte mit Hauswirthen abgeschlossen, die nunmehr, da daß nach Ablauf eines Jahres Herr von Bergmann anderer An- werden und ist aus der Apotheke zu entfernen. Derartige der Bater des Geistesgestörten wohlhabend ist, auf Erfüllung des sicht über sein Mittel sein und erklären werde:" Ich habe mich Fläschchen werden von Dr. Libbertz gegen andere mit frisch her- Kontraktes dringen. geirrt, Herr Liebreich hat, trotzdem er Pharmakologe ist, Recht gestelltem Inhalt unentgeltlich umgetauscht werden. 5. Der behalten."( Große Heiterfeit.) Tarpreis des Tuberculinum Kochii wird hiermit( ausschließlich der Verpackungskosten) für das Fläschchen mit 1 ccm Inhalt auf 6 M., für das mit 5 ccm Inhalt auf 25 M. festgesetzt. Es folgen eine große Anzahl Demonstrationen, von denen wir nur diejenigen von allgemeinerem Interesse hier anführen wollen. A Selbstmord Unter den Linden. In der verflossenen Nacht gegen 1/212 Uhr erschoß sich auf einer nordseits stehenden Bank im Mittelgange der Straße Unter den Linden ein anständig gefleideter etwa 30 Jahre alter Mann. Derselbe hatte sich mittelst Dr. Lefer Halle stellt einen Patienten vor, der am Lupus Die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit treten wohl Revolvers in die Schläfe geschossen; der Tod trat sofort ein. Die leidend und mit Koch'schem Tuberkulin lange Zeit behandelt, selten so drastisch ans Tageslicht, als wenn es einmal einem un- Detonation lockte zahlreiche Bassanten zur Unglücksstätte, denen wie er glaubte, als geheilt gelten dürfte. Da derselbe jetzt neue berufenen Auge gelingt, eine jener famosen Fabrit- und Geschäfts- sich ein erschütternder Anblick bot. Mit zerschmettertem Schädel und zwar ganz erhebliche Wucherungen zeigt, so muß Redner die" Ordnungen" zu erspähen. Vor uns liegt eine Geschäfts- Ord- lag der Selbstmörder am Boden, Lehne und Sitz der Bank war Behauptung von der Heilung zurücknehmen und kann nur von nung" des Waarenhauses A. Lubasch, Oranien- und Komman- mit Blut bespritzt und eine große Blutlache war aus der Todeseiner allerdings eklatanten Besserung sprechen. Der Kranke leidet dantenstraßen- Ecke. Wir wollen uns möglichst darauf beschränken, wunde geströmt. Da kein Lebenszeichen mehr konstatirt wurde, feit 45 Jahren am Lupus, hat sich aber nach seiner eigenen Be- einige wesentliche Punkte aus der Ordnung" herauszunehmen fand die Ueberführung des Selbstmörders nach dem Zeichenschautundung Beit seines Lebens nicht in einem so menschenwürdigen und weitere Besprechungen ersparen, da die einzelnen Punkte hause statt. Zustand befunden, wie nach der Behandlung mit dem Koch'schen wohl für sich selbst sprechen dürften: Mittel. Im Anschluß hieran zeigt Herr von Bergmann einen Kranken, den er ebenfalls für geheilt hielt und von dem er erklärt, daß sich bei ihm die besten und günstigsten Erfolge unter 42 Kranken gezeigt hätten. Auch bei diesem Patienten sind in neuerer Zeit frische Wucherungen zu Tage getreten, von einer Heilung kann demnach feine Rede sein. Der Vorsitzende fügt hier scherzhaft hinzu, daß diese Fälle, bei welchen das Koch'sche Mittel nur anscheinend eine Heilung herbeigeführt hat, nicht die letzten sein dürften. T 1 Geheimer Rath Westphal- Berlin stellt drei Fälle von Gelent- Zuberkulose vor; sämmtliche Fälle sind außer mit Koch'schem Tuberkulin auch operativ behandelt worden. Die drei Patienten befinden sich auf dem Wege entschiedener Besserung. Schluß der Vormittags- Sigung. Die Lehrlinge und weiblichen Angestellten haben Eine jugendliche Lebensmüde hat vorgestern Nachmittag den morgens pünktlich zu erscheinen, den männlichen Angestellten Tod in der Spree gesucht. Gegen 5 Uhr bemerkten Passanten wird eine Frist von zehn Minuten gewährt. Bei noch späterem auf dem Flusse zwischen Treptow und Stralau ein kleines Boot, Erscheinen wird ein halber Tag vom Lohn abgezogen. Ein welches von einem jungen Mädchen allein fortbewegt wurde. anderer Paragraph schreibt den Angestellten vor, die Kleidung Dasselbe erhob sich plöglich und stürzte sich lautlos in fauber zu halten; schwarze Kleidung wird gewünscht, dunkle ist die Fluthen. Von beiden Ufern aus wurden fofort wird gekündigt. Bedingung, feste Fußbekleidung, weiße und reine Wäsche, sonst Boote flott gemacht und der Unglücksstelle zugerudert. Es gelang auch, die Selbstmörderin, als dieselbe wieder Das ist ja alles recht schön und gut, aber es ist nur dabei empor tauchte, zu erfassen und in eins der Fahrzeuge zu ziehen. zu berücksichtigen, daß dies alles eine beträchtliche Menge Geld Die Gerettete, welche bereits bewußtlos war, wurde in Stralau fostet. Da betrachte man sich aber die Gehälter der Verkäufe- gelandet und in einem Hause daselbst untergebracht, wo sie nach rinnen fragt mich nur nicht wie? einiger Zeit auch die Besinnung wieder erlangte. Das elegant gekleidete, hübsche, junge Mädchen gab auf Befragen an, daß es Anna H. heiße und in Berlin bei Verwandten in der Oranienstraße wohne. Ueber den Anlaß zu der verzweifelten That ver weigerte es jedoch jede Auskunft. " belegene Pianoforte Fabrik wurde gestern Vormittag von einem Brand einer Pianoforte- Fabrik. Die in der Annenstr. 8 Pianoforte- Fabrik Brande heimgesucht, welcher die Thätigkeit der Feuerwehr etwa zwei Stunden in Anspruch nahm. Es brannten Hölzer auf Hängegerüsten, die Decke und Balkenlagen. Gerichts- Beitung. = Am Dr. Urban- Leipzig zeigt eine junge hübsche Patientin von 21 Jahren mit vollkommen geheiltem Lupus, der sich an der linken Schläfe ausgedehnt hatte. Der Lupus ist außer mit Tuberkulin auch operativ behandelt worden und der Effekt der Operation Der§ 10 ist auch recht charakteristisch; jeder Angestellte, der behindert ist, zur rechten Zeit sich im Geschäft einzustellen, hat die Kranke hat an der linken Backe und Schläfe größere Haut- innerhalb zwei Stunden den Grund anzugeben und für den Fall theile eingesetzt erhalten ist ein durchaus zufriedenstellender. der Erkrankung innerhalb zehn Stunden ein ärztliches Attest ein Dr. William Levy- Berlin führt zwei Patientinnen, eine jüngere zureichen. Bleibt er aus dem Geschäft fort, und eine ältere vor, welche beide fünf Monate lang von ihm wird ihm jeder Tag auch im Krankheitsfall in mit Koch'schem Tuberkulin behandelt worden sind und an sehr Abzug gebracht, auch fann er ohne voran ausgedehntem Lupus litten. Trotz der langen Behandlung gegangene Kündigung sofort entlassen werden. weifen Beide noch eine beträchtliche Anzahl von Lupus Bei einem Fehlen am Nachmittag gelangt der fnötchen an verschiedenen Stellen auf. Patientin ist an einzelnen Stellen eine recht befriedigende Besse Bei der jüngeren ganze Zagelohn in Abzug. Nur mit wenigen Worten wollen wir hier einiges festnageln. rung zu fonstatiren gewesen. Polizeibericht. An der Ecke der Leipziger- und Mauerstraße Ist nun Jemand leicht erkrankt, unpäßlich zc., so muß er gleich fiel am 1. d. Mis. Vormittags ein Mann von einem in der Professor Sonnenburg stellt zwei Krante vor, die er wegen von seinem geringen Lohn sich ein theures ärztliches Attest Fahrt befindlichen Omnibus zur Erde und erlitt anscheinend beLungenhöhlen operirt hat, damit die Absonderungsprodukte einen besorgen, erhält dagegen keinen Lohn, Krankenversicherungszwang deutende Verlegungen am rechten Arm. Im Thiergarten, nahe freien Ausweg nach außen finden konnten. Die Patienten be- giebt es für kaufmännische Angestellte leider noch nicht, dem Göthe- Denkmal, versuchte ein Handlungslehrling zu derselben finden sich augenblicklich sehr gut und sehen recht kräftig aus. und tann gewärtig sein, sofort entlassen zu werden. Beit mittelst eines Taschenmessers sich die Pulsader an der linken Dieser Erfolg ist, zieht man den langen Winter in Betracht, ein Uebrigens pflegt allgemein in laufmännischen Geschäften Band zu öffnen, brachte sich jedoch anscheinend nur eine leichte ganz bedeutender und allein dem Koch'schen Mittel zuzuschreiben. Die Beit, in welcher Jemand krant ist, ihm nicht abgezogen Berlegung bei. In der Nacht zum 2. d. Mts. erschoß sich Geheimer Nath Hahn Berlin berichtet über drei ähnliche zu werden. Fälle aus seiner Praxis, von denen zwei gestorben, einer sich da Der nächste Paragraph verbietet den Angestellten sogar zum Hause 68 A., ein Kaufmann mittelst Revolvers. Unter den Linden auf der Mittelpromenade, gegenüber dem gegen recht leiblich befindet und sogar 12 Pfund an Körpergewicht Frühstück auf das Strengste warme Speisen, Knoblauchwürfte, 1. d. Mits. und am darauffolgenden Morgen fanden 4 Kleine zugenommen hat. Die beiden Todesfälle sind nicht infolge der alle Sorten Käse, Radieschen, Schnittlauch u. s. 1." zu verzehren. Brände statt. Einspritzungen, sondern wegen des schon sehr vorgeschrittenen Mittags wird für jede 5 Minuten Verspätung ein Lohnabzug Leidens erfolgt. von 50 Pfennig gemacht. Bei lebhaftem Geschäfts- Verkehr fann die Tischzeit auf 30 Minuten beschränkt werden. In diesem Falle erhält jeder mäunliche Angestellte 1 Mt. und jede weibliche Angestellte 75 Pig. Entschädigung, welche jedoch wegfällt, wenn der Betreffende fünf Minuten über die festgesetzte Zeit fortbleibt. Wie leicht fann nun eine solche geringe Verspätung durch irgend gericht Berlin II in Sachen des Köpenicker Aufruhrs hatte Gegen das Erkenntniß des Schwurgerichts am LandDie Nachmittagssigung, welche wiederum in der Aula der welchen Zwischenfall eintreten? Universität stattfand, begann mit einem Vortrage des Herrn Beschädigungen an den Einrichtungen oder den Verkaufs- Gefängniß verurtheilten Angeklagten Schulz das Rechtsmittel der Rechtsanwalt Stadthagen im Interesse des zu 9 Monaten Herzog- München über den Rückbildungsprozeß der Nabelgefäße, gegenständen, welche muthwillig oder unnützer Weise geschehen Revision ergriffen. Das Reichsgericht hat sämmtliche in der welcher ein ausschließlich fachwissenschaftliches Intereffe bietet. find, werden dem betreffenden Angestellten zur Last gelegt und Revisionsschrift geltend gemachten Beschwerdepunkte als zutreffend Der darauf folgende Vortrag des Herrn Gurlt- Berlin gab der entstandene Schaden von seinem Gehalt in Abzug gebracht. nicht anerkannt und die Revision verworfen. eine übersichtliche Statistit über die bei Operationen zur An- Auch kann er infolge derartiger Handlungen u. s. w. ohne wendung gelangenden Betäubungsmittel auf Grund zahlreicher Kündigung entlassen werden. Wird der Thäter nicht Eine Beleidigung, die in Wahrung berechtigter von Mitgliedern der Gesellschaft für Chirurgie eingegangener ermittelt, so werden die Angestellten der Ab- Interessen begangen wird, soll nach§ 198 des Str. G.-B. Berichte. Auch auswärtige Universitäten und Hospitaler haben theilung, in welcher die Sachbeschädigung vor- straffrei sein. Was aber wahrung berechtigter dabei ihr statistisches Material zur Verfügung gestellt. Im gekommen, zu gleichen Theilen zum Ersay Interessen nicht ist, zeigt eine Verhandlung vor der zweiten Ganzen liegen etwa 24 600 Betäubungen vor, von denen die herangezogen. Straffammer des Landgerichts II. Der Arbeiter Malemann überwiegende Mehrzahl durch Chloroform erzielt wurde. Von Also man giebt zu, daß vielleicht einmal der„ muthwillige" hatte über den Gendarmen Lippert zu Weißensee bei dessen vorandern Mitteln gelangten zur Anwendung: Aether, Mischungen Sachbeschädiger nicht ermittelt werden könnte, wer will nun aber gesetzter Behörde schriftlich Beschwerde geführt wegen ungebühr von Chloroform und Aether sowie Bromäthyl. Die Dauer der feststellen, ob der Schaden„ muthwillig" geschehen ist. Glücklichen Betragens. Es erfolgte Anklage wegen Beleidigung und Narkosen war eine sehr verschiedene, ebenso die Menge des licherweise brauchen die kaufmännischen Angestellten zu ihrem wurde Malemann zu 10 Tagen Gefängniß verurtheilt. M. legte jeweilig verwandten Materials. Im Ganzen scheint es, Beruf wenig Handwerkszeug, sonst müßten sie es sich auch noch Berufung ein und die Beweisaufnahme der gestrigen Verhand als ob das Chloroform gefährlicher als der Aether fei; denn die von ihrem hohen" Lohn anschaffen, das wenige, wie Scheere lung ergab, daß, nach Aussage von vier Zeugen, Lippert einen zur Beobachtung gelangten sechs Todesfälle sind sämmtlich durch und Bleifedern, was ihr Beruf erfordert, müssen sie laut jungen, schwächlichen Menschen, der bei einem Auflauf sich nicht ersteres hervorgerufen worden, und auch die übrigen üblen Zu- Ordnung" für ihr eigenes Geld anschaffen. fofort entfernte, blutig geschlagen hatte, daß ferner, nach fälle tommen in weitaus größerer Menge bei Anwendung von Aussage von 2 einwandsfreien Zeugen, Lippert angetrunken Chloroform in Betracht. Freilich ist mit Bezug auf die ge- In Bezug auf den verschwundenen Knaben Willy gewesen sei. Von diesem letteren Umstand will ein anderer Gennannten Todesfälle schwer anzugeben, ob diefelben wirklich Babendererde gewinnt die Ansicht Plaß, daß am Ende doch barm nichts bemerkt haben. Diese Thatsachen hatte Maleauf die Wirkung des Chloroforms an sich zurückzuführen find. ein Verbrechen an dem Kinde begangen sein dürfte. Die An- mann in seinem Beschwerdeschreiben wohl ein wenig übertrieben, Professor Bruns- Tübingen spricht den Wunsch aus, daßnahme, daß das Kind ins Wasser gefallen, erscheint fast unmög beruft sich aber mit vollem Recht darauf, daß von einem man die Beobachtungen noch weiterhin auf eine größere Anzahl lich, da die Zille des Schiffers B. in Charlottenburg etwa zwei Gendarm doch wohl ein anderes Benehmen verlangt werden von Fällen ausdehnen möge und der Vorsitzende Herr Thiersch- Wieter von der Böschung entfernt lag und von dem Kahn eine tönne und verlangt den Schutz des§ 193. Der Gerichtshof glaubt Leipzig stellt demzufolge einen diesbezüglichen Antrag, welcher von breite Laufplanke zum User führte. Schon zehn Minuten nach jedoch den beiden Gendarmen, meint von Wahrung berechtigter der Versammlung mit Majorität angenommen wird. dem das Kind verschwunden war, wurde es vermißt und da Interessen könne teine Rede sein und verwirft die Revision. Herr Bruns- Tübingen berichtet sodann über die glückliche man vermuthete, daß der Knabe ins Wasser gefallen sei, wurde Operation eines ungewöhnlich großen Kropfes und die Herren sowohl die Außenwand des Kahns, wie auch die Uferwand nach Daß die Ehen im Himmel geschlossen werden, ist eine Escher Triest und Landerer Leipzig erläutern sodann die Spritzflecken, die vom Wasser herrühren konnten, untersucht, doch Behauptung, welche durch die nackte Wirklichkeit gar häufig Lügen von ihnen gehandhabte Methode der Radikal- Operationen von fanden sich nirgends solche vor. Auch wurde der Strom später gestraft wird. Die Verhandlungen in den Ehescheidungs- Prozessen Leistenbrüchen. Diese sowie die folgenden Vorträge gehen so sehr auf weitere Strecken mittelst kleiner Eisenanter abgesucht, ohne liefern häufig den Beweis, daß die Rosenketten, welche sich um ins Einzelne, daß wir glauben uns die nähere Besprechung der- daß ein Resultat erzielt wurde. Die polizeilichen Nachforschungen ein Brautpaar schlingen, außerordentlich oft mit Dornen durchselben ersparen zu können. in der Sache sind noch nicht abgeschlossen. setzt sind und von den Betreffenden gar bald als eine Last Ermordung seiner in Bremen lebenden Braut verhaftete Matrose hiesigen Landgerichts I in einer Anflage wegen widerrechtlicher Der infolge seiner Selbstbezichtigung wegen angeblicher heimelnden Gheleben beschäftigte gestern die II. Strafkammer empfunden werden. Eine kleine Szene aus einem solchen anbezw. Maschinist Ehrlich ist auf Grund eines Physikats- Gutachtens Freiheitsberaubung gegen den Kaufmann Friedr. Aug. Bornsals gemeingefährlicher Geisteskranker der Frrenanstalt zugeführt Dorf. Es war im wunderschönen Monat Mai, als der Ange flagte mit einer jungen Dame den Bund fürs Leben" schloß; In Betreff des Koch'schen Heilmittels bringt das fgl. Jene gefällige Frau", welche Damen auf der Straße als auch schon die Klage auf Ungiltigkeitserklärung der Ehe von aber der Wonnemonat war noch nicht zu Ende gegangen, Polizeipräsidium folgenden Erlaß des Kultusministers vom anzusprechen und darauf aufmerksam zu machen pflegt, daß die dem Angeklagten eingereicht war. Das junge Glück war in Polizeipräsidentlichen Stenntniß: Dachbeutusministere base 1. März zur öffentlichen Kenntniß: Nachdem aus der Veröffent felben sich ihre Kleider, das Gesicht ze. beschmutzt haben und, wenigen Tagen von rauhen Winden zerstört, denn der Ehemann lichung des Geheimen Medizinalraths Professors Dr. Koch über während sie sich erbietet, die Schmutzflecke zu entfernen, ihren hatte über die ihm angetraute Genoffin auf der Pilgerfahrt durch die des Tuberkulose in der Deutschen medizinischen Wochenschrift vom Opfern das Portemonnaie aus der Tasche zieht, ist vor einigen das Leben Dinge in Erfahrung gebracht, welche es ihm nützlich Form seiner Zubereitung nach die Bestimmungen des§ 1 der Eigenthümer bisher nicht ermittelt worden sind, fand man bei der muß die häusliche Gemeinschaft nicht gewesen sein, welche das 15. Januar d. I. sich ergeben hat, daß auf dieses Heilmittel der Tagen verhaftet worden. Vier gestohlene Portemonnaies, deren erscheinen ließen, auf diese Reisebegleitung zu verzichten. Lieblich Allerhöchsten Berordnung vom 27. Januar 1. 3. Anwen bildeten vorwiegend die Linden-, die Kommandanten arie Ehepaar bis zu dem Ende Auguft erfolgenden trennenden Macht. dung zu finden haben, darf dasselbe fortan abge: Dranienstraße bis zur Manteuſſelſtraße. Bestodenten und die wort des Scheidungsrichters führte, denn eines Tages lockte die sehen vom Großhandel- nur in Apotheken abgegeben werden. Das unter Zeitung des Erfinders hergestellte Mittel ist Portemonnaies im Zimmer 97 des Polizei- Präsidialgebäudes junge Frau durch laute, zum Fenster hinausgesandte Hilferufe zwei Schuyleute herbei, welchen sie anvertraute, daß ihr Mann fie tagtäglich bei seinem Fortgange aus der Wohnung widerrechtDr. med. Libbert, Berlin NW., Lüneburgerstr. 28, seitens der In die Gefahr des Erstickungstodes gerieth, wie man lich einschließe. Sie beschränkte sich jedoch nicht auf diese mündliche Apotheken zu beziehen und wird auf Verlangen der letzteren in nachträglich erfährt, am zweiten Onterfeiertage Die gamitie des Mittheilung, sondern reichte auch noch eine Denunziation gegen ihren Original- Fläschchen mit 1 und mit 5 ccm Inhalt abgegeben in der Ackerstr. 32 wohnhaften Kohlenhändlers Weinberg. Der Ghemann ein, in welcher sie behauptete, bas berfelbe ſite fortwerden. Die Fläschchen sind mit Glasstopfen verschlossen, mit felbe hat vor dem Fest in seiner Wohnung einen Delanstrich ge- gefeßt ihrer goldenen Freiheit beraube und in der Wohnung als Schweinblase teftirt und mit einer Plombe versehen, welche das macht und übrigbleibende Farbe dazu benugt, um auch einen Gefangene halte. Der so schwer Beschuldigte war aber ganz Zeichen L. trägt. Ferner führen diefelben auf der einen Seite die eisernen Ofen zu verschönern. Derselbe wurde ordentlich be- anderer Meinung: er versicherte, daß diese ganze Anschuldigung Schilde, auf der anderen Seite befindet sich auf weißein Schilde Kohlenhändlers dar. Um zweiten Feiertage wurde der Dien ge- Chefcheidung sei und brachte Zeugen zur Stelle, welche bekunden der Namenszug des Dr. Libbert und ein Vermert, welcher an heizt. Es entwickelte sich aber ein so stinkender Qualm, daß die sollten, daß die Denunziantin wiederholt gedroht hatte, ihn noch giebt, an welchem Tage das Mittel fertig gestellt worden ist. Zeute bald bewußtlos wurden und nicht mehr die Fenster zu gehörig zu blamiren, bevor sie von ihm ginge. Zur Vernehmung Jedem Fläschchen wird eine gedruckte Gebrauchs- Anweisung bei öffnen vermochten, sondern in der Aufregung und Angst gleich dieser Beugin kam es aber nicht, denn die Hauptbelastungs gefügt werden. Hinsichtlich der Aufbewahrung und Abgabe des mehrere Scheiben entzwei schlugen, um frische Luft zu erhalten. zeugin, welche sich zu dieser Hauptaktion nicht nur eine sehr fesche Mittels in den Apotheken treffe ich die nachstehenden AnordToilette angelegt, sondern auch ein duftiges Roth auf nungen: 1. Das Tuberculinum Kochii ist in dem Giftschrank, Ein Irrsinniger hat zahlreichen Hauswirthen im Norden getragen hatte und über ihr gescheitertes Gheglück offenbar nicht und zwar in der für Alkaloide bestimmten Abtheilung aufzu Schaden verursacht. In den Monaten Februar und März er- fehr betrübt war, erklärte etwas schnippisch, daß sie ihr Zeugniß bewahren. 2. Dasselbe ist nur in den unversehrten Original- schien bei mehreren Hausbesitzern im Schönhauser- Thor- Viertel verweigere und nicht nöthig habe, Gründe dafür anzugeben. Fläschchen und nur gegen schriftliche Anweisung eines approbirten ein etwa 28jähriger Mann, welcher sich als Kaufmann H. aus Damit hatte sie dem Staatsanwalt die Hauptwaffe entwunden Arztes an diesen selbst oder eine von ihm beauftragte Person ab- der Landsbergerjraße vorstellte und erklärte, eine Wohnung und diesem blieb nur noch übrig, zu beantragen, der De zugeben. 3. Ueber Ankauf und Abgabe des Wiittels ist ein miethen zu wollen. S. gab sich nach Besichtigung der zu ver- nunziantin die gesammten Kosten des Verfahrens aufzubürden. besonderes Buch zu führen, in welches für jedes Fläschchen miethenden Räumlichkeiten mit denselben zufrieden, schloß Ron- Der Gerichtshof vermochte teine Bestimmung zur Rechtfertigung einzutragen ist: die Menge des Inhalts, das Datum der tratt ab, leistete sogar auf Wunsch kleine Anzahlungen und ver- eines solches Antrages zu finden und erkannte deshalb nur auk = Der Schluß der Sigung erfolgte pünktlich um 4 Uhr. Vor Beginn der Vormittagssigung unternahmen die auswärtigen Mitglieder des Kongresses einen Besuch des Krankenhauses im Friedrichshain, wobei der Leiter der chirurgischen Station, Herr Geh. Rath Hahn, die Führung übernahm. aur Zeit nur dem beauftragten Vertreter desselben, worden. Taschendiebin noch vor. refognosziren. " t. FEE& B 5 3 t t 1 t In Konstanz will die Polizei die Spuren eines anarchisti schen Komplotts entdeckt haben, die aus einigen großen Städten dorthin geführt haben. Das Reichsgericht wird die Sache dem nächst in einem Hochverrathsprozeß zu verhandeln haben. Arbeiterbewegung. # 7 bann Der Staat verfahre auch nicht gleichmäßig bei Freisprechung des Angeklagten. In heiterster Stimmung verließ| behaltung der Getreidezölle mit einem selbst bei einem Agrarier-[ Iei der 3. Das glücklich geschiedene Ehepaar den Gerichtssaal. blati ungewohnt durchsichtigen Egoismus auf. Die Begründung der Behandlung der Kinder der Arbeiter und der Kinder geschieht in einem Artikel: Reichstag, werde hart!" ungefähr der Bemittelten. Die Vermehrung der Schulen für letztere sei so: Arme Bauern würden" Sozialdemokraten werden; darum eine verhältnißmäßig stärkere als für erstere und stehe in keinem möge der Staat bewirken, daß die Bauern wohlhabend bleiben richtigen Verhältniß zur Vermehrung der schulpflichtigen Jugend oder werden! Der Artikel spricht immer von den Bauern, sach- überhaupt. In Zahlen ausgedrückt stelle sich dies etwa so, daß lich meint er dagegen die größeren Grundbesizer. Um der für die Volksschule 25 pCt., für die höhere Schule 75 und für die Sozialdemokratie unter den Bauern vorzubeugen, d. h. um einer Universität 84 pCt. herauskämen, oder wenn wir die Kosten in Produktionsordnung entgegenzuarbeiten, welche Allen einen Betracht ziehen wollten, so würde ein Kind pro Jahr der reichlichen Antheil an den erzeugten und alsdann viel reich- Volksschule etwa 18 M., des Gymnasium 3 80 M. und licher als heute erzeugten Gütern gewährt, soll ein Theil der Universität etwa 464 M. dem Staate resp. der auf Kosten des anderen Theiles bereichert Kommune kosten, wozu noch käme, daß ein Kindinder VolksPrag, 1. April. Die streifenden Maurer verhalten sich im werden. Das Umgekehrte wäre doch sicher Logischer und gefchule eine viel fürzere Beit zu verbleiben hätte, a Is Allgemeinen ruhig, weniger ruhig ist das Verhalten der Maurer rechter: Statt dem Ginen auf Kosten des Anderen zu geben, etwa in der höheren Schule und der Universität. gehilfen und der Handlanger. Auf zahlreichen Baustellen wird bewirke man durch Einrichtungen, welche auf der Grund- Das neue Voltsschulgesetz habe für uns nur sehr wenig fortgearbeitet, ebenso auf dem Ausstellungsplaße, welcher indeß lage der gesellschaftlichen Solidarität beruhen, daß Beide Erfreuliches gebracht und froh der Bestimmung, daß einklassige theilweise unter polizeilicher Bewachung steht. Zu einer heute mehr bekommen. In dem Artikel wird weiter Schulen 80 und mehrklassige Schulen nicht über 70 Schüler pro Nachmittag nach Araschnitz einberufenen Bersammlung hatten bramarbafirt, daß Bauern, soll heißen Großgrundbesitzer, Klaffe haben dürften, konnte im Jahre 1882 festgestellt werden, daß in Preußen ca. 9000 Kinder ohne Unterricht bleiben mußten, fich etwa 1000 Maurergehilfen eingefunden, die Erschienenen und Industrie, d. i. Großindustrielle, sich einig wären wurden von der Polizei ohne Mühe zerstreut. und was tommt bei diesem Bündnisse auf das Volk an. theils aus Mangel an Schulen, theils aus Mangel an LehrIn einem anderen Artikel:" Unteroffizierstand, Sozialdemokratie fräften, denn zu diesem Berufe halte es immer schwerer, geeignete und Landagitation" führt basselbe Blatt aus, man müsse die Kräfte heranzubilden, hauptsächlich der mangelhaften Besoldung Unteroffiziere so stellen und behandeln, daß sie sich als Vorgesezte und der ewigen Schuhriegeleien wegen. Referent sprach und Bevorzugte fühlen und nach unten als Gebieter auftreten, hierauf des Längeren über die Einwirkung der Kirche das Schulwesen, Er verlangte, daß endlich die zum blindlings Gehorchen" erziehen" und die Begehrlichkeit auf das Schulwesen, niederhalten. Der Berfasser des Artikels hat das heutige System die Verhebung aus der Volksschule verbannt, wohl begriffen: Suche Anschluß nach oben, geselle Dich zu den überhaupt der Unterricht konfessionslos werde. Der heutige Mächtigen und sie werden Dich unten fürchten und Dir dienen. Unterricht führe vielmehr zur Trennung anstatt zur VerJe mehr aber dies System auf die Spitze getrieben wird, um söhnung. Ebenso müsse die Erhebung des Schulso mehr naht es seinem Untergange. geldes fortfallen. Eine bessere Besoldung der Lehrer, eine Erhöhung der Lehrerwittwen- Pensionen sei nöthig, denn sonst wird es um die Bewältigung der Schülermassen sehr schlecht be stellt werden; es muß den Lehrern ein solches Gehalt gezahlt werden, daß sie sich auf allen Gebieten der Wissenschaften durch fortwährendes Studiren auf dem Laufenden halten können. Bum Schluß fam Referent noch auf die Jugend der Bourarbeiter dort keinen Glauben. London, 2. April. Wie aus New- York gemeldet wird, finden die Gerüchte von einem drohenden Streit der Kohlen Pittsburg, 2. April. Die streikenden Bergarbeiter stellen in Abrede, daß der Termin für die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit geändert sei. Die Lage im Kokesdistrift, in welchem sich die Anstrengungen der Bergarbeiter konzentriren, ist noch immer ernst. Die Grubenbefizer erwarten jeden Augenblick den Ausbruch des Streits. Soziale Lebersicht. Rosenstr. 30. H Achtung, Steinmetzen! An der St. Sebastian- Kirche ( Gartenplatz) haben die Steinmeßen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Der Steinmetzmeister Förster aus Riefa, der die Steinmetz arbeit übernommen hat( und, nebenbei gesagt, die Arbeit um ein ganz bedeutendes billiger liefert, als der Mindestfordernde der Berliner Meister), will nämlich nur 60 Pf. Lohn bezahlen, während die Gesellen Geschirr und Schärfe zu stellen haben, also mithin unter dem Berliner Minimallohn arbeiten lassen. Wir richten hiermit an sämmtliche Kollegen die dringende werden. Versammlungen. " " welche fich eines ganz guten Besuches zu erfreuen hatte. Bor Brückner gewählt. Bei der Ergänzungswahl zum Vorstande wurde Bitte, sich mit uns solidarisch zu erklären und den Zuzug nagehre bereits seit nahezu zweitausend Jahren bestehe, den Schluß erklärte sich damit einverstanden. Die Versammlung verbunden diesem Bau fern zu halten. St. Sebastian- Kirche. Achtung, Mechaniker! Die Arbeitseinstellung bei der Eine öffentliche Kommunalwähler Versammlung fand Firma Abler, Haas und Angerstein, Kommandantenstr. 18, ist am 1. April unter dem Vorsitz des Genossen Fritz in Krüger's geoisie zu sprechen und charakterisirte sie in deutlichster Weise. durch Vermittelung der Lohn Ueberwachungskommission der Salon" statt. Genosse W. Börner hielt das Referat über Sie sei es hauptsächlich, die uns als Gegner gegenüberstehe, aber Mechanifer Berlins beigelegt, indem die Firma die Fabrifordnung Die bevorstehende Ersatzwahl im 17. Stommunal Wahlbezirk." die Entscheidung in diesem Kampfe tönne nicht mehr allzu lange zurücknahm, den neunstündigen Arbeitstag wie den Minimallohn Redner wies darauf hin, daß man zwar in der Stadtverordneten- dauern. Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts anerkannte. Die Arbeit ist wieder aufgenommen. Die Kommission. Versammlung die soziale Frage nicht lösen werde, daß die möge die heutige Kapitalistentlasse noch ge des Kapitalismus sein und im Beginn des Den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Maurer Sozialdemokraten aber, wenn in genügender Bahl im rothen nießen, was zu genießen da ist, es wird Hause vertreten, immerhin dahin wirken tönnten, daß der ärmere Ende Berlins und Umgegend zur Kenntniß, daß alle diejenigen Theil der Bevölkerung Berlins zur Tragung der kommunalen neuen Jahrhunderts wird ein Morgenroth erscheinen, getragen Kollegen, welche ihre Statiſtikbücher noch nicht in Empfang ge- often nur in minimaler Weise herangezogen werde. Außerdem auf den Schultern und über den Häuptern der heutigen Jugend nommen haben, sie abholen können: Sonnabends und Montage Lasten in fämmtlichen Zahlstellen sowie täglich im Verkehrslokal bei gebe es viel in der Verwaltung der Stadt zu reformiren: so des Proletariats! Lebhafter Beifall wurde dem Referenten für Kuhlmey( in Vertretung Wernau), Rosenstr. 30, Ece Neue müßten z. B. alle Betriebe, welche direkt oder indirekt von der feinen Vortrag zu Theil und hohe Begeisterung sprach aus den Friedrichstraße. Kollegen! Wir ersuchen Euch recht dringend, die Stadt ihre Beschäftigung erhalten, in die Hände derfelben über- Bügen so mancher Mutter und manches alten Vaters, die mit dieser Sache das Werk unverzüglich zu beginnen, damit am Intereffenpolitit treibt. Weil sie dies thue, müßten wir dahin Genosse seine vollste Bustimmung zu dem Vortrage aus und Bücher abzuholen und in rechter Würdigung der Bedeutung geführt werden. Redner zeigt dann an vielen Beispielen, wie ihren zahlreichen Kindern erschienen waren und fast jedes Wort dieser Sache das Werk unverzüglich zu beginnen, damit am Die freisinnige" Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung dem Referenten vom Munde ablasen. In der hierauf folgenden Diskussion sprach ein älterer Jahresschluß eine recht umfangreiche Betheiligung an diesem Streben, den Fortschrittsring zu durchbrechen. Auch im Werte festzustellen ist. Der Vorstand. J. A.: Julius Wernau, 17. Bezirk müsse möglichst ein Sozialdemokrat durchgebracht forderte zur Verbreitung der Wissenschaft energiſch auf, um Die Ausführungen des Genossen Börner wurden so zur politischen und wirthschaftlichen Macht zu gelangen. An alle Bau- Arbeiter Berlins. Kameraden! In den beisällig aufgenommen. Eine Diskussion fand nicht statt. Genosse Auch der Referent betonte in seinem Schlußwort nochmals die öffentlichen Bau- Arbeiter- Versammlungen am 1. und 24. März W. Borner wurde einstimmig als Kandidat für den 17. Kom- allgemeine Bildung des Proletariats und wies auf die Voltsbühne" hin. Der Bildungsschule" und Seitens verschiedener Genossen wurde beschlossen, drei Delegirte zu dem am 6. bis 9. April cr. munal- Wahlbezirk anerkannt. in Halle tagenden Kongreß aller Bau- und gewerblichen Hilfs- wurde zu reger Betheiligung an der Wahl aufgefordert. Am Ueberschuß von der Tellersammlung im Betrage von 20 M. arbeiter Deutschlands zu entsenden. Um die Kosten hierzu decken nächsten Sonntag findet jedenfalls eine Flugblattvertheilung statt. 50 Pf. wurde dem Vertrauensmann übergeben. zu können, wurde ferner beschlossen, Listen durch die Vertrauens- o fich die Genossen, welche helfen wollen, zu melden haben, In der Versammlung der freien Vereinigung aller in männer ausgeben zu lassen. Es ist daher Pflicht aller Bau- wird vom Wahlkomitee im Vorwärts" bekannt gegeben. Die der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen Urbeiter Berlins, auf dieselben zu zeichnen und sie so schnell wie Genossen werden gebeten, darauf zu achten. Folgende Reſolution hielt Herr Rechtsanwalt Freudenthal einen mit Beifall aufgemöglich an die Vertrauensmänner zurückzugeben. Auch werden gelangte einstimmig zur Annahme:" Die heute in Krüger's Salon nommenen Vortrag über: Das rechtliche Verhältniß zwischen Listen am Sonnabend, den 4. April, Abends von 8-10 Uhr bei stattfindende Versammlung erklärt sich vollständig mit den AusSchmidt, Wallstraße 65, entgegengenommen. Mit kameradschaft- führungen des Referenten einverstanden und verpflichtet sich, mit Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zahlreiche Fragen bekundeten lichem Gruß: J. A. der Vertrauensmänner, H. Gaß mann, aller Energie bei der bevorstehenden Ersatzwahl in 17. Rom- das lebhafte Interesse der Versammlung für dieses so wichtige Ererzierstr. 4, III. munal- Wahlbezirk für die Wahl eines sozialdemokratischen Ver- und lehrreiche Thema. Das vom Vorstand ausgearbeitete Regle treters zu wirken, um denselben zum Siege zu verhelfen." ment für die Bibliothek fand einstimmige Annahme. Es wurde bekannt gemacht, daß die Aus- und Rückgabe der Bücher jeden Der sozialdemokratische Wahlverein des vierten Sonntag nach dem 1. und in den Vereinsversammlungen stattWahlkreises hielt Mittwoch Abend eine Versammlung ab, findet. Zu Bibliothekaren wurden die Kollegen Karpe und Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende, Genosse Ferner fand nach Grundmann, der während der Osterfeiertage dahingeschiedenen Kollege Witeck als Beisitzer gewählt. Genossen Jacobick, Krause, Biesenthal und Nürnberg und ersuchte lebhafter Debatte ein Antrag, das Gehalt des Lehrers für den die Anwesenden, sich zu Ehren der Verstorbenen von den Plätzen Gesangverein aus der Vereinskasse zu bestreiten, Annahme. Das zu erheben. Hierauf erhielt der Genosse Sievers zu seinem Vor- bestehende Vergnügungs- Komitee wurde nach Ausscheiden eines trage über die Kulturfeindlichkeit der Lehre Jesu das Wort. Der Mitgliedes desselben, auf ein Jahr neu bestätigt. Ferner wurde bekannt gemacht, daß am Sonntag, den 28. Juni cr., eine Referent äußerte sich darüber: Man sei heute vielfach geneigt, daraus, daß die chriftliche Dampferpartie nach Potsdam stattfindet und die Versammlung Mit tollegialischem Gruß: Die streikenden Steinmetzen der zu ziehen, daß dieselbe demzufolge auch wahr sein müsse. Das mit gemüthlichem Beisammensein findet für den 1. Mai bei. Christenthum würde aber nur dadurch seine Gristenzberechtigung Seefeldt, Grenadierstr. 33, statt. Am 3. Mai soll ein Ausflug NB. Die anwesenden Kollegen von Riesa arbetten vorläufig fundgeben, wenn es wirkliche Wahrheiten vertreten würde. Red stattfinden. weiter. Der ausführliche Bericht erfolgt am nächsten Sonntag in ner geht nun näher auf einzelne Punkte der christlichen Lehre Der Fachverein sämmtlicher in den Glacee- und einer öffentlichen Versammlung. ein und sucht an der Hand derselben einen kulturfeindlichen Kartonpapier- Fabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Charakter des Christenthums nachzuweisen. Er schließt ungefähr hielt am Montag, den 23. März, eine Generalversammlung ab. folgendermaßen: Kollege H. Pickert gab in ausführlicher Weise Rechenschaft über An die Former und Berufsgenossen Berlins! Kollegen Was ist es nun, was an Stelle der Glaubenslehre treten die Thätigkeit des Vorstandes im letzten halben Jahre. Nachdem und Gießereiarbeiter! Noch einmal wage ich an Euch heran- fönnte? Es ist vor allem die Wahrheit und diese findet man derselbe noch auf die Krise in der Industrie hingewiesen hatte, zutreten, noch einmal erinnere ich Euch an Eure Pflichten. Ihr heut zu Tage nur allein in einer Partei. Nur eine Partei ist unter welcher auch unsere Gewerkschaft zu leiden hat, da überall wißt selbst, was Euch bevorsteht, seitdem das Unternehmerthum es heute, welche sich bemüht, ihre Ideen auf der Erkenntniß der Stockungen in der Arbeit eintreten, und viele Arbeiter und Arglaubt, unfere Organisationen vernichtet zu haben, Ihr werdet Wahrheit aufzubauen und das ist der Sozialismus. Pflicht jedes beiterinnen beschäftigungslos geworden sind, wurde zur Wahl des Sadurch, daß Ihr die Fühlung nach Außen verloren habt, Euch Einzelnen ist es vor allen Dingen, dafür Sorge zu tragen, daß gesammten Vorstandes geschritten. Gewählt wurden: als erster immer mehr zu Kulis degradiren lassen. Wir befinden uns am die Kinder von den Glaubenslehren fern gehalten und in den Vorsitzender Adolf Jahn, zweiter Vorsitzender A. Hübenthal, erster Wendepunkte unseres Kampfes, Ihr fühlt den Druck der Unter- Geist der Wahrheit, des Sozialismus, von frühester Jugend ein- Schriftführer E. Krause, Beisitzende Frl. Heine, zweiter Schriftführer nehmer sehr schwer. Nicht allein, daß man Euch mit langer geführt werden.( Starker Beifall.) R. Rudolf, Kassirer 2. Benkert, Kassirerin Frl. Schüß, Revisoren Arbeitszeit bedenkt, die Preise der Arbeiter werden immer mehr An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Seihorst, G. Schertz und G. Fischer; Revisorin Frau Habicht. In die heruntergebracht; man sagt Euch dreift: Wenn Ihr es nicht David, Stabernack, Metzner, Kulicke, Heitmann, welche theils im Fachkommission wurden gewählt H. Ghling, D. Bartow, Krüger, machen wollt, so stehen draußen hundert Andere, die machen's Sinne der Ausführungen des Referenten sprachen, theils dessen Frau Krause und Fräulein Seller. Von der Feier zu Gunsten gern. Warum? frage ich Euch! Weil Ihr nicht organisirt seid. Gedanken weiter verfolgten. Außerdem meldete sich zuletzt noch des achtstündigen Arbeitstag am 1. Mai wurde Abstand geWie jagt man Euch durch Berlin, wenn Ihr arbeitslos feid, und ein Herr Möwes zum Wort, der die christliche Lehre zu vernommen und beschlossen, dafür am 3. Mai ein gemüthliches Beiam Orte angekommen sagt man Euch einfach, es ist Alles befeht. theidigen suchte, insoweit sie von Jesus selbst gelehrt sei, sammensein zu arrangiren. Da der Fachverein fein Unter Jeder denkende Arbeiter muß sich selbst sagen, wenn das so während er zugab, daß Manches durch die Ueberlieferungen ver- tüßungsverein ist und auch nicht mit den Vereinsgesetzen in weiter geht, bin ich rettungslos verloren. Ihr habt das Recht ändert sei. Der ausgesprochenen Ansicht, Jesus dürfte möglicher- Ronflift kommen will, wurde die Gründung des Streit- und zu fordern, wenn Ihr nur wollt; weshalb in der Ecke grollen weise gar nicht existirt haben, trat er entschieden entgegen. Unterstützungsfonds in eine öffentliche Versammlung verwiesen; und schimpfen? Damit ist nichts gemacht. Bufassen ist die Weiter meinte er, die Lehre von Jesus, welcher lehrte: Liebe es soll dann daselbst hierzu eine Agitationskommission gewählt Hauptsache; es wird Euch geboten, wenn Ihr nur wollt. Ich Deinen Nächsten wie Dich selbst, habe Aehnlichkeit mit dem werden. Nach Erledigung innerer Vereinsangelegenheiten wurde hoffe, der Mahnruf wird bei Euch nicht ungehört vorüberziehen, Sozialismus; in den ältesten christlichen Gemeinden hätte man die Versammlung geschlossen. Ihr werdet wieder die Alten von früher werden, man wird in die Güter unter einander vertheilt. großen Organisationen die unsauberen Elemente fernzuhalten Genosse Grundmann verwahrte den Sozialismus gegen diese Der Fachverein der Gas, Waffer und Heizungs- Nohrgeschlossen den Kampf wird Euch wieder vereinen, um Gleichstellung und erklärte dem Vorrebner, daß der Sozialismus leger und Gehilfen tagte am Sonntag, den 22. März. Genoffse gegen das Kapital zu führen. gar nicht an das ihm unterschobene Märchen:" Theilen" denke. Wach sprach über" Moral und wirthschaftliche Verhältnisse." Um zu verhüten, daß wir in diesem Kampfe unterliegen, müssen Auch Genosse Stabernack und der Referent in einem kurzen Eine Diskussion fand nicht statt. Bei der Wahl eines Komdie Organisationen weiter ausgebaut werden zu Organisationen, Schlußwort widersprachen die Ausführungen des Herrn Möwes. missions- Mitgliedes wurde an Stelle des Kollegen Emil Tolksdorf welche alle Berufsgenossen vereinen. Nur eine solche Organi Beim dritten Punkt der Tagesordnung wurden drei Re- Kollege Karpentiehl gewählt. Kollege Reglin beantragte, unserem fation ist fähig, ben anprall der Unternehmer zurückzuwerfen. visoren, die Genossen Gröschte, Otto und Zimmermann ein- schwer erfrankten Kollegen Krebs 20 Mt. aus der Vereinskaffe Ihr wißt, daß Ihr in der ganzen Welt als die Pioniere der stimmig gewählt. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegen zu bewilligen. Dieser Antrag fand einstimmige Annahme mit Arbeiterbewegung gegolten habt, foll Euch der Weltruf verloren heiten wurde unter Verschiedenem die Firma Hartwig Söhne bem Zusaß, nach Schluß der Versammlung noch eine freiwillige haben als gehen? Der alte Kern liegt noch in Euch, Ihr müßt aber un- und Bär einer Kritik unterworfen. Sammlung zu veranstalten. Der Rohrleger Gehilfe Fröhlich bedingt Euch in Massen organisiren, so schnell, als irgend wurde den Mitgliedern als Denunziant bekannt gemacht. Nachdem möglich; Euch wird jetzt die passende Gelegenheit geboten, mache In der öffentlichen Versammlung für Frauen und noch der Vorsitzende auf den neu gegründeten Verband der jeder mit seinem Verein glatte Rechnung, daß wir wie die an- Männer am Sonntag, den 22. März, Abends 7 Uhr, auf dem Eisen- und Metallarbeiter" aufmerksam gemacht und ersucht beren Vereine anständig übertreten tönnen und unserem Beruf Gesundbrunnen, hielt unter reger Betheiligung von Frauen und hatte, bei eventuell in nächster Zeit stattfindender Auflösung des teine Schande bereiten. Laffe jeder persönlichen Haß fallen, zeigt Männern Genoffe Ibert Auerbach einen interessanten Fachvereins fich demselben anzuschließen, wurde um regere BeEuch als Männer der Zeit, laßt den Muth nicht sinken, weil der Vortrag über: Die Schule und die Sozialdemò theiligung an den Sammlungen zum Agitations- und Unterletzte Ausstand zu unseren Ungunsten ausgefallen ist. Wir haben tratie." Zunächst ging Referent auf die Jugenderziehung nach ftützungsfonds der Metallarbeiter ersucht. Alsdann machte der durch den Ausstand viel Erfahrungen gesammelt, wir werden dem heute vorherrschenden System des Näheren ein, wobei er Vorsitzende auf die am 12. April stattfindende Fachvereins- Verfür die Folge die Kämpfe in geschlossenen Organisationen sicherer die Behauptung unserer Gegner, daß wir nirgends eine solche Sammlung aufmerksam und schloß darauf die Versammlung. führen, als früher in den kleinen Vereinen. Deshalb, Kollegen, Schule hätten, wie bei uns, ins rechte Licht stellte. Der Kapi. frisch ans Werk, organisirt Euch wieder, dann wird uns in kurzer talismus bedarf des intelligenten Arbeiters, Der Bildungsklub der Sausdiener hielt unter Vorsitz Beit der Kampf zum Ziele fübren. Mit follegialischem Gruß deshalb findet man auch, daß die Schulen als Bildungsstätten des Roll. Faltenthal eine Mitglieder Versammlung ab. Der Smil Jost, Vorsitzender des Fachvereins der Former, Berlin SO., in den Industriebezirken viel besser gestellt werden, als auf Vorsitzende theilte mit, daß der Vorstand im Namen des Klubs Mariannenstr. 21. auf den Gräbern der Märzgefallenen einen Kranz niedergelegt dem Lande. " Es müßten unbedingt mehr Schultanstalten und eine beffere Be- habe. Es fand dies die Zustimmung fämmtlicher Mitglieder. Deutscher Bauern- Bund" heißt nicht nur ein agrarischer folbung der Lehrer geschaffen werden. Was letzteren Buntt an- Hierauf sprach Koll. Dst. Wiemer über das Testament Beters Verband, sondern auch ein hier in Berlin schon im fiebenten betrifft, so wäre nach den Bigblättern ja allbekannt der heutige des Großen. Er erntete reichen Beifall. Die Diskussion war Jahr erscheinendes Blättchen. Dieses Blatt tritt für die Bei- Boltsschullehrer der Zypus eines Hunger- sehr lebhaft; es sprachen die Kollegen Lambrecht, Dopatka, Pinzer und Barthelt. Ferner theilte der Vorsitzende mit, daß| mit dem 1. April das Fachblatt„ Einigkeit" obligatorisch eingeführt sei. Nachdem noch einige Rollegen als Mitglieder aufgenommen waren, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Den Rest des Abends blieben die Mitglieder gesellig zusammen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( eing. Silfstaffe 29, Hamburg). Mitgliederversammlung am Sonntag, den 5. April, Bormittags 9 Uhr, im Moabiter Kasino( Jlges), Wilsnackerstr. 63. Tages: ordnung: 1. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. 2. Anträge, betreffend Statutenänderung 2c. Die Mitglieder werden unter Hinweis auf die zu erfcheinen. Depeschen. Morewood giebt die Zahl der bei dem Zusammenstoß zwischen ausständigen Arbeitern und Schuhmannschaften getödteten Arbeiter auf 11, diejenigen der verwundeten auf 27 an. Dieselben seien sämmtlich Ausländer. Gemeindewahlen verliefen im Ganzen ruhig; blos in der inneren Wien, 2. April.( Telegramm des„ Herold"). Die heutigen Stadt fanden Mittags Exzesse statt. Ein antisemitischer Advokat, Baron Berger, Sohn des ehemaligen liberalen Ministers, gerieth mit liberalen Wählern in ein Handgemenge. Mehrere Verhaf- Briefkaffen der Redaktion. tungen wurden vorgenommen. Die Wahlresultate werden erst in später Abendstunde bekannt. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. Wichtigkeit der Tagesordnung dringend ersucht, in der Versammlung sämmtlich des Pariser Kongresses erklärte einem Berichterstatter gegenüber, nach Iserlohn, sondern noch nach vielen anderen Orten in zahlParis, 2. April.( Telegr. des„ Herold".) Ein Delegirter Einsender in Iserlohn. Die„ Freis. 3tg." wird nicht blos Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 5. April, daß, wenn auch der Kongreß den allgemeinen Ausstand anSpiritgans 10 Uhr, Bortrag des Herrn 2. Bölsche: Freibenterthum und nehmen sollte, das Votum dennoch nicht durchgeführt werden reichen Gremplaren gratis und franko versandt. Gher wundert Spiritismus. Abends 7 Nhrf: Feier des 46. Stiftungsfestes.( Feſtrede Herr könnte, da es an der zur organisirung erforderlichen Zeit uns, daß das Blatt in keinem öffentlichen Lokale zu Iserlohn nächsten Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Herr Schäfer den Vortrag über die tagt werden. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenftr. 79, hält am mangele. Die Durchführung müsse bis zum nächsten Jahre ver- ausliegt; theilen Sie dies, falls Sie das Blatt gern einmal lesen, doch Herrn Richter mit, es wird ihm auf einige weitere GratisAstronomie als Erlöserin. Gäste willkommen. nächsten Tage zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags oder zwischen exemplare sicher nicht ankommen. P. Vitalis. Wollen Sie uns gefälligft an einem der 6 und 8 Uhr Abends besuchen. Wille.) Frauenfeld. Ihre Einsendung haben wir der Tischler Beitung übermittelt. einmal. Sie ist eine wissenschaftliche Revue. H. S., Neu- Ulm. Die„ Neue Beit" erscheint im Verlage von J. S. W. Dieh, Stuttgart, Furthbachstr. 12, wöchentlich Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr" Abends 9 Uhr demokratische Arbeiterpartei hat eine Bewegung inszenirt, welche Budapest, 2. April.( Telegr. d.„ Herold".). Die ungarische bei Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt.-" Süden", A Abends 8% Uhr bei Schwarzkopf, Stalizerstr. 11. Säfte, Damen und Herren, sich die Abwendigmachung der ungarischen Arbeiter von der durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, uebungs- Demokratie zur Aufgabe stellt. Am 12. April soll in dieser AnFeier des 1. Mai als Kundgebung der internationalen Sozialstunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gefangverein Collegia", Restaurant Reichenbergerstr. 16.- Gefangverein des Fachvereins der gelegenheit eine große Arbeiterversammlung stattfinden. Buzer Berlins und umgegend" Gemüthlich feit", Seydel= ftraße 30 bet Breußer.- Buchbinder- Männerchor" Berlin, Alte ergab die bisherige Untersuchung, daß eine Verschwörung gegen Sofia, 2. April.( Telegr. des Herold".) Wie verlautet, Jakobstr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner Schmiede", bei Tempe, Breslauerstr. 27.- Arbeiter- Gesangverein Nord", das Leben Stambulow's und zwei seiner Ministerfollegen beBrunnenstr. 38 bet Gnadt. Gefangverein orbeertrang", Restauraní stand. In Konstantinopel sind einige bulgarische Emigranten A. K., Konstanz. Sie können den Betrag nach Empfang Weinstr. 11. Raiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei als der Mitschuld verdächtig verhaftet worden; ein anderer Theil einsenden. Nürnberg. Gesangverein WiederhaII", Wrangelftr. 141 bet Schmidt. Arbeiter Gesangverein" Soffnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlitr. 34 der Verschwörer soll sich in Serbien aufhalten. 5. C. 16. 1. Da Sie in dem Kontratte voraussichtlich anbei Schulze. Summer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. erkannt haben, daß Ihnen die Wohnung mit ganzen Vefen überGesangverein„ Esmeralda", Stoppenstraße 35 bei Steller, Abends 8 Uhr. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) geben ist, und versprochen haben, dieselbe in dem gleichen Zu Wilhelm Seeger'sche Liedertafel", Abends 9 Uhr bei Truds, Reichenbergerstraße 83. · Gefangverein Zonblüthe", Görligerstr. 58 bei Paris, 2. April. Wie aus Angers gemeldet wird, haben stande zurückzugeben, so müssen Sie bei Ihrem Auszuge die Tolksdorf. Karthanscher" Gesangverein, Große Frantfurterstr. 99 bei 2000 Arbeiter in den Schieferbrüchen von Trelazé von Neuem Reparaturkosten für einen beschädigten Ofen ersehen, wenn Sie Krüger, Frankfurter Bierhallen. Keller, Bergstr. 68. Gesangverein" Jugendfreuden" bei die Arbeit eingestellt, da ihnen nunmehr endgiltig mitgetheilt nicht beweisen, daß die Beschädigung in dem mangelhaften rauschen", Markgrafenstr. 87 bei Weigt.- Männer- Gesang- Berein ,, union" Gesang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor Waldes: worden, daß die geforderte Lohnerhöhung nicht bewilligt werde. Bustande des Ofens ohne Ihre Schuld ihren Grund hatte. 2. Auch Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Brauerei. Paris, 2. April. Bergarbeiter- Konferenz. In der heutigen wegen dieses Anspruchs hat der Wirth ein ZurückbehaltungsGlode" 9-11, lebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Musikdilettanten- Verein Nachmittagssitzung wurde die Berathung über den allgemeinen, recht. 3. 6 Mark für die Entbindung und 1 Mark für jeden Bergnügungsverein Glück auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei möwes, internationalen Streit, als Mittel den achtstündigen Arbeitstag sonstigen Besuch. Fichtestr. 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. A. A., Schwedterstr. 236. Sie sind überhaupt nicht verBergnügungs durchzusehen, begonnen. Der Präsident Burt erklärte, die Engverein„ Be il che n", Gizung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bei länder seien dent allgemeinen Streit nicht abgeneigt. Gavrol und pflichtet, ein durch Ihre elfjährige Tochter zerbrochenes SchauGäste Geselliger Verein Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienſtr. 36. Defuisseaux sprachen sich dahin aus, daß der allgemeine Streit fenster zu bezahlen, wenn Sie nicht etwa Ihre Verpflichtung hierGüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im vor dem 1. Mai beginne. Der Deutsche Brodam hob die Ge- zu ausdrücklich anerkannt haben. Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr. 3. Gäfte Weinstraße 28. Raudhrub" Ohne Zwang", Abends s½ Uhr, bei 2. Spaeth, Statflub, Tournee", Abends s½ ühr, beim Genossen Karl üürich, Wrangelstr. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. willkommen. " Sprechlaal. " Immergrün Verein ehem. getbation fellt bie Benutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzus ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Der gestrige Sprechfaal- Artikel ist mit einem falschen Namen unterzeichnet. Der betreffende Herr heißt Max Maire. Literarisches. Er muß fahren hervor, die ein allgemeiner Streit mit sich bringe; es frage F. B. Pappelallee. Wenden Sie sich an den Kreisschulsich, ob die Bergarbeiter die Mittel hätten, um den Streit aus- Inspektor mit der Bitte, Ihren Sohn vorzeitig zu dispensiren. zuhalten; die Deutschen feien im Prinzip für den Ausstand; damit 2. S. 29. 1. Der Schuldschein ist giltig. Der Schuldner aber ein solcher gelinge, müsse er unerwartet tommen; man müsse ihn fann aber einwenden, daß er sich bei Ausstellung desselben über vorbereiten, aber es wäre zu zeitig, wenn er vor dem 1. Mai die Höhe seiner Schuld im Irrthum befunden hat. ausbräche. Basly erklärte sich Namens der französischen Ab- diesen Irrthum aber beweisen und darlegen, daß er nur eine ge ordnung mit dem Vorredner einverstanden; man müsse, bevor ringere Summe verschuldet. Schuldscheine unter 150 M. sind der allgemeine Streit erklärt würde, die Schaffung einer inter- überhaupt nicht stempelpflichtig. 2. Ihre Frage ist nicht recht nationalen Bereinigung abwarten. Wenn indessen die Belgier flar; zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. den Ausstand beschlössen, so werde man entscheiden können, ob, A. S., Straußbergerstr. Sie durften allerdings, während wenn die französischen, englischen und deutschen Bergbau- Gesellschaften den belgischen Gesellschaften Kohlen liefern würden, der allgemeine Ausstand beschlossen werden solle. Sie wegen Arbeitsunfähigkeit Krankengeld bezogen, nicht jener Nebenbeschäftigung nachgehen. Aber diese Ordnungswidrigkeit berechtigt die Vereine nicht, Sie als Mitglied auszuschließen. Wahrscheinlich könnten Sie mit einer beim Landgericht anzustellenden Klage durchdringen. Doch müßten wir, um ein be stimmtes Urtheil abgeben zu können, zunächst die Statuten ein sehen. Paris, 2. April. Bergarbeiter- Kongreß. In Fortsetzung der Sizung erklärte der Engländer Hannan, die Engländer seien der Idee eines allgemeinen Ausstandes nicht abgeneigt, aber man müsse zuvor die Folgen eines solchen erwägen. Defuisseaux besteht auf der Nothwendigkeit eines Ausstandes und bekämpft A. D. 22. Die Frau ist nicht altersversicherungspflichtig. Die Expedition der ,, Glühlichter" in Wien( I. am Bergel 1) die von den Deutschen verlangte Hinhaltung sowie die von denF. L., Wrangelste. Sie sind an Ihren Kontrakt gebunden. ersucht uns mitzutheilen, daß Nr. 38 dieses farbig illustrirten selben ausgesprochenen Befürchtungen. Baner hob hervor, man Wenn Sie nachweisen können, daß infolge einer unfreiwilligen fozialdemokratischen Witblattes als Mai- Festnummer erscheinen müsse ohne Furcht und Schwäche vorgehen und im Prinzipe den Veränderung in Ihren Verhältnissen Sie die Wohnung nicht ges wird. Dieselbe wird in fünf Farben kolorirte Illustrationen un- Streit annehmen, ohne jedoch das Datum festzusetzen. Der brauchen können, so sind Sie berechtigt, der Wirthin einen paſſenferes bewährten Genossen Kasteline enthalten, darunter ein Belgier Defuet brachte alsdann einen Antrag ein, der gedruckt, den Aftermiether zu stellen, und wenn sie die Annahme desselben schönes allegorisches Titelbild, ein großes, den Achtstundentag vertheilt und morgen berathen werden soll. Berselbe geht dahin: ohne stichhaltigen Grund verweigert, vom Vertrage zurückzuund das allgemeine Wahlrecht behandelndes Doppelbild und ein Der Kongres hält dafür, daß ein allgemeiner Ausstand noth- treten. in eine Kartouche zusammengestelltes Tableau der internationalen wendig ist, um den Achtstundentag durchzusehen. Zugleich wer sozialdemokratischen Arbeiterpresse. Außerdem einen musikalischen den alle Regierungen ersucht, sich über die Ausarbeitung von Beitrag( mit Noten) von Genossen Josef Scheu und ausgewählte Spezialgefeßen zu verständigen, die auf alle Bergarbeiter anBeiträge unserer besten Mitarbeiter. Briefkaffen der Expedition. gewendet würden. Hierauf wurde die Sigung auf morgen vertagt. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Philadelphia, 2. April. Nach hier eingetroffenen Meldungen Drugemüller, Wienerstr. 31, Ueberschuß der Schlackwurst. foll heute Vormittag in Morewood( Pennsylvanien) zwischen den Auktion 4,40. Ginige Handschuhmacher aus Friedrichshagen ausständigen Coke- Arbeitern und der bewaffneten Schußmann- 1,60. Gesammelt von den Parquetbodenlegern der Firma schaft ein thätlicher Zusammenstoß stattgefunden haben. Drei- Schramm bei Ausarb. e. n. Preistabelle 5,50. Regelklub„ Kalte bis vierhundert Ausständige seien nach den Werken der Neune" durch den Flötenwirth 10,-. Von Moabiter Genossen Trick'schen Coke- Gesellschaft gezogen, hätten die Thüren zu gesammelt beim Flötenwirth 3,10. Statklub Null ouvert durch den zertrümmern begonnen und auf die bei den Werten auf Flötenwirth 3, gestellten Sherifs gefeuert. Mehrere der Letzteren seien leicht verwundet worden. Die Sherifs hätten die Schüsse mit Remingtongewehren erwidert, sieben der Angreifer getödtet und eine größere Anzahl derselben verwundet. Um nun rechtzeitig die Auflage bestimmen zu können, ersucht fie, sobald als möglich die Bedarfsziffer mitzutheilen, damit sie an die Drucklegung schreiten tönne. Der Preis dieser Nummer im Einzelverschleiß ist diesmal ausnahmsweise in Anbetracht der riesigen Herstellungskosten 10 fr. 15 Pfg. = 15 Sts. Wir machen bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam, daß mit dem Drucke der vom Partei Vorstande herausgegebenen Festschrift in diesen Tagen begonnen werden wird, und daß es jich sehr empfiehlt, die Bestellungen sofort an unseren Verlag gelangen zu lassen. Fritz Baur Anna Baur zeigen ihre Vermählung an. Berlin, den 3. April 1891. 1841 b Unserm Proppenbruder Max Scholz zu seinem heutigen Wiegenfeste ein drei mal donnerndes Hoch! Die Proppenbrüder vom Wedding. Maye, een tönn'n wir noch nimm'n.] Dank. Philadelphia, 2. April. Eine späteres Telegramm aus W. M., Reichenbergerstr. Ihr Spediteur ist vollständig im Recht. Die Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure" ver folgt lediglich den Zweck der gegenseitigen geschäftlichen Unterstüßung ihrer Mitglieder und hat weder mit unserer Partei noch mit unseren Bestrebungen etwas zu thun. Für die zahlreiche Betheiligung bei Große öffentl. Versammlung Ortskrankenkasse d. Korbmacher. Nur Mark. der Beerdigung meines Mannes Robert Nürnberg der am 3. Osterfeiertag sage ich allen Freunden, Genossen und Genofsinnen meinen tiefgefühlten Dank, besonders den 3 Gesangvereinen, sowie dem Herrn Sievers für die trostreichen 7b Worte am Grabe. Dte trauernden Hinterbliebenen: 16 b Frau Emilie Nürnberg nebst Kinder. Den Genossen und Freunden, die Ernst, Georgu. Robert Nürnberg. mir an meinem letzten Geburtstag ihre Theilnahme bekundeten, sage ich hiermit herzlichen Dank. Chemnitz, den 31. März 1891. W. Liebknecht. Danksagung. Allen Freunden, Kollegen und Genoffen, welche bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Sohnes und Bruders, des Glasschleifers Karl Franke so herzliche Theilnahme Achtung, Moabit! befundeten, unseren herzlichſten Dank. Allen Genoffen Moabits empfehle meine neu eingerichtete Spedition sämmtlicher Arbeiter- Blätter. Früheste Lieferung versprechend, zeichnet Achtungsvoll Die trauernden Hinterbliebenen. Allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen, die meinem Mann August Ohnesorge die letzte 1353 b Ehre erwiesen haben, sage ich hiermit meinen tiefgefühltesten Dank. A. Schiefel, Gotzkowskystraße 8. Rieseneisbeine mit Sauerkohl, Portion 40 Pfg., bei gemüthlichem Stat oder Schafskopfspiel, vorzüglichem Weiß- und Bairisch9b Bier in Sturm's Restauration, Gollnowftr. 85. Empfehle mein Restaurant mit großem Vereinszimmer bis zu 50 Personen. Jüttner, Barnimstr. 16. Stempel H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik .9. Berlin N., Brunnenstr. * 8b Stempel! Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Artillerieſtr. 27. 8-20, 5-7, Sonnt. 8-10 18 b Die trauernde Wittwe Pauline Ohnesorge nebst Tochter. Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Gránit, Blüsch u. bunt. Stoff. Spottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Mein Rohtabak- Geschäft befindet sich jetzt Weinbergsweg 4 am Rosenthaler Thor. Eberhard Herz. der Kupferschmiede am Berlins und Umgegend Sonnabend, den 4. April, Abends 9 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Körsten. 2. Abrechnung des unterstützungsfonds und Bericht der Unterstützung der ausgesperrten Arbeiter Revisoren. 3. Beschlußfassung über die 3b General- Versammlung Klagen, Eingaben, Reklamationen, am Montag, den 13. April, Abends Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Be letzt Raupachir. 7, I. Auch Feiertags. 8 Uhr, bei Roll, Adalbertstraße 21. ziehung von Forderungen. Pollak, richt der Prüfungskommission. 3. Verschiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. 15 b Verein der Ban- Anschläger Berlins und Umgegend. Betten F. R. Retzlaff, Bettfedern Spezial- Geschäft Brückenstr. 5 ( Jannowig- Brücke) Theilzahl. geftattet. Lager Sonntag, 5. April, Borm. 10% uhr: Kinderwagen. Aurrashr. 23, 9.p Außerordentliche Deutschlands. 4. Stellungnahme zum 1. Mai. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Gr- General- Versammlung scheinen ersucht Der Einberufer. Achtung! bei 0. Kessner, Annenstr. 16. Der wichtigen Tagesordnung wegen wird um zahlreichen Besuch gebeten. 13b Der Vorstand. Kreisscheere, Rund-, Sidemaschine u. Werkbänke zu verk. Wasserthorstr. 39. Kochstr. 56 sofort Werkstatt zu 464 L vermiethen. Freundl. Schlafstelle Forsterstr. 40, 6b Verein der Filzschuh- Arbeiter Verein der Einsetzer( Tischler) 4 Fr. bei Siborius. und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Sonnabend, 4. April, Abends 8 Uhr: Große Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn H. Sievers über Arbeiterschutz Gesetze. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. 4. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission und Neuwahl derselben. 5. Verschiedenes. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Kollegen ist unbedingt nothwendig. Der Vorstand. 360/5 Friedrichshagen! Berlins und Umgegend. Sonntag, 5. April, Vorm. 10% Uhr: Ordentliche General- Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 1. Rassen- und Revisionsbericht vom 1. Quartal. 2. Jahresabschluß vom Vergnügungstomitee. 8. Innere Vereinsangelegenheiten und wie stellen wir uns zum 1. Mai. 4. Fragefaften. Arbeitsmarkt. Arbeiter, welche schon in Feldbahn- Fabriken gearbeitet haben, finden dauernde Stellung. Zu inelden Nachmittags 6-8 Uhr bei Freudenstein& Co., 910M] Unter den Linden 47, Rnabe oder Mädchen 3. Effentragen 2-3 Uhr. Dranienstr. 148, Hof part. Eine größere Silberwaaren- Fabrik Um rege Betheiligung wird gebeten. fucht einen tüchtigen Former, der vor Neue Mitglieder werden aufgenommen. allem auf leichten Feingut gut einDer Vorstand. gearbeitet ist. Offerten unter P. B. H. 145/7 467 L Sonnabend, 4. April, im Saale des Ein tüchtiger, strebsamer Geschäfts- in der Exped. d. 21. mann, guter Parteigen., sucht Tüchtige Kernmacher a. Gas und Herrn E. Conrad: Oeffentliche Ver- zur nothwendigen Erweiterung seines Wasser, Bestoßer a. Gas und Wasser, lammlung des Arbeiter- Bildungs- flott gehenden Geschäfts 600-1000 m. 50 Kilo 4 Mart. Grimm& Schulz, Vereins. Tagesordnung: 1. Vortrag. gegen Sicherheit anzuleihen. Beste Refe- Dresden, Pillnigerstr. 16. Näheres er 2. Diskussion. 3. Wie feiern wir den renzen stehen zu Diensten. Off. unter theilt Bätte, Wienerstr. 26, Hof I. Der Vorstand. Fr. K. O. an die Expedition ds. Bl. 1. Mai? Empf. all. Genossen mein Bürstenund Pinsel- Geschäft.[ 397 L A. Leue, Nostizstr. 16. Tüchtiger Schloffer, der selbständig Musikinstrumente, größte Ausw., bessere eis. Bettstellen 2c. anfertig. fann fowie Mufitwerte- Berleib. Aug. Kessler, findet dauernde Beschäftigung b. Ado Laufigerstr. 51. Theilzahlung gestattet. Müller, Bethanien- Ufer 6. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 109 M galb nur dar