Nr. 286. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, möchentlich 38 Pig frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Big. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1898 unter Mr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infections- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Beritzeile oder deren Raum 40 Vig., für Vereins: und Bersammlungs: Anzeigen 20 Big Inferate für die nächte Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grvebition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 1hr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 4186. Telegramnt- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW.19, Beuth- Straße 2. Das Schächten der Hubertussau. bjer Mittwoch, den 6. Dezember 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. des Schächtverbots gekommen sein, wir haben bei Prüfung Mit vegetarischer Rost, unter Zuhilfenahme von Giern, der Frage uns nur davon leiten zu laffen, ob wirklich Milch, Fischen und Geflügel könnten aber rechtgläubige fittliche Gründe gegen ein solches Schlachtverfahren sprechen Juden, die dem Genuß von geschächtetem Fleisch widerund ob nicht andererseits dessen Verbot sich als eine schwere streben, sich vollauf ernähren. Sie würden allerdings Die Antisemiten des Deutschen Reichstages haben, an Ungerechtigkeit darstellt. Zur Beurtheilung der Frage, ob einen Genuß entbehren müssen, den sie glauben, geftachelt durch den Erfolg, den die Bewegung in der wirklich die jüdische Schlachtmethode grausamer ist, als das sich nur durch ein der Volksmoral als unsittlich geltendes Schweiz gegen das Schächten erzielt hat, einen Antrag auf Schlachten mit der Schlachtmaste, fühlen wir uns nun aller- Mittel verschaffen zu dürfen. Regelung des Schlachtwesens eingebracht, deffen ausges dings ebensowig befähigt wie die Gesammtheit der AntiAber zu dieser Anschauung ist die Volksmoral ebensosprochener Zweck es ist, für die Zukunft das Schächten nach semiten des Reichstages, einschließlich des christlich- sozialen wenig gekommen, wie die Wissenschaft bisher festgestellt hat, jüdischem Ritus zu verhindern. Sie berufen sich darauf, Sofprebigers a. D. Stöder. Die einzigen Autoritäten, die wenig gekommen, wie die Wissenschaft bisher festgestellt hat, daß dieses Schlachtverfahren quälerischer ist, als dasjenige, wir zur Entscheidung dieser Frage anerkennen können, sind daß das Schächten schmerzerregender sei, als das Schlachten mit der Schlachtmaste. Der beste Beweis dafür liegt in das durch die Anwendung der Schlachtmaste ermöglicht wird. Männer der Wissenschaft, Mediziner, Anatomen. Aus diesem der Gleichgiltigkeit der öffentlichen Moral gegen das FerkelEs ist zweifellos eine Sache der Menschlichkeit, den Lager sind nun bisher immer noch verschiedenartige Ant stechen, Maleschinden und das Beßen von Hirschen, Hasen zu erleichtern. Die Menschen werden glücklicherweise von Schächtverbot abgegeben, andere, und das sehr gewichtige weit grausamer sind als das Schächten. Wenn deshalb sich Todestampf der zur Nahrung bestimmten Thiere möglichst worten ertheilt worden, einige haben ihr Gutachten für das stechen, Maleschinden und das Heßen von Hirschen, Hafen und Sauen, Tödtungsmethoden, die doch sammt und sonders Jahrhundert zu Jahrhundert feinfühliger in dieser Hinsicht. Autoritäten, erklären das Schächten für nicht schmerzreicher, die Antisemiten ein Recht erwerben wollen, gegen das Das Mitgefühl mit den Mitgeschöpfen, das in Indien be- als das Tödten mit der Schlachtmaske. Für uns, wie für Schächten ein gesegliches Einschreiten zu veranlassen, so reits durch den Buddhismus zu den äußersten Ronse alle unbefangenen Leute erscheint deshalb die Frage noch mögen sie erst Gefeßentwürfe gegen jene quälerischen Thierquenzen gekommen ist, so daß ein frommer Hindu es feineswegs spruchreif, und also ein Einschreiten des Staates mögen sie erst Gesezentwürfe gegen jene quälerischen Thiertödtungsmethoden einbringen. Das Ferkelstechen wird zwar als Sünde betrachtet, ein Thier überhaupt zu nicht rechtfertigend. durch die Form der antisemitischen Schlachtregelung gleichtödten, ist in Europa bei Weitem noch nicht so Doch nehmen wir einmal an, es sei erwiesen, daß start entwickelt. Sehr verschieden in der Ausbildung das Schächten dem Thiere mehr Schmerzen verursacht, falls getroffen. Wie aber steht es z. B. mit der Sauhatz? des Mitgefühls mit Thieren zeigen sich da die ein also grausamer ist, als das Tödten mit der Schlachtmaste, Wird auch der antisemitische Antrag zum Gesetz er-. zelnen Länder. Weichherziger, dem Verständniß für Thier- oder auch irgend eine andere noch sicherer den Tod herbei hoben, so werden doch nach wie vor auch die Edelsten der leiden und Thierfreuden zugänglicher sind die Nord- führende Schlachtmethode, die später entdeckt werden könnte. Nation mit dem aus dem Mittelalter überkommenen barEuropäer, empfindungsloser die Südländer. In weiten Wie liegt die Frage dann? Bon orthodox- jüdischer Seite barischen Vergnügen einer Sauhat sich verlustigen können. Kreisen, in deutschen sowohl wie in anderen Kulturländern, wird geltend gemacht, daß das Schächtverbot auf eine Die Sauhat nimint im allgemeinen folgenden Verlauf: In hat der Abschen vor der Thiertödtung bereits dahin geführt, Religionsstörung, eine Gewissensbeeinträchtigung hinaus einem Gehege werden ein Dußend Wildsanen gehalten; naht daß die Thierfreunde sich aus ethischen, nicht aus Ge- kommen würde, daß es also unter feinen Umständen er die Zeit der Schweinehas, dann wird beim Futtern ein Keiler schmacksrücksichten, des Fleischgenusses völlig enthalten und lassen werden dürfte, auch dann nicht, wenn das eingefangen, gefesselt und auf den Rücken geworfen. Dann der vegetarischen Lebensweise sich zuwenden. Schächten schmerzerregender sei, als irgend eine andere werden ihm die beiden gefährlichen Haner abgesägt und Schlachtmethode. Dieses Argument geht indeß von einer rund gefeilt, was, wie jedermann bezeugen muß, der einfalschen Voranssehung aus. Es seht voraus, daß das Schächten mal in die Hände von Zahnärzten gerieth, sicher nicht zu ein integrirender Bestandtheil der jüdischen Religion sei den Annehmlichke iten des Lebens zu rechnen ist, für unveretwa wie das Abendmahl zu den Religionsübungen der nünftige Wildsch weine ebenso wenig, wie für vernünftige christlichen Kirchen gehöre. Nun schreiben aber nicht die Menschen. So der Möglichkeit beraubt, sich ernstlich zu jüdischen Religionsbücher vor, daß von Zeit zu Zeit, oder wehren und seinen hündischen und menschlichen Gegnern den Die Antisemiten wollen nun nicht dem Schlachten der bei bestimmten feierlichen Gelegenheiten, ein Thier ge- Bauch aufzuschlitzen, wird der Keiler bis zum Jagdtage in Thiere überhaupt, sondern nur einem bestimmten Schlacht schächtet werden muß, damit die ganze Gemeinde, die dieser engem Gewahrsam gehalten. Sind die Sportsleute verfahren ein Ende bereiten. Der Gedanke ist ihnen aus- erhebenden Handlung zuschaut, oder die einzelnen Gläubigen, Pferde und die buntscheckige Jagdmente zu Fuß erschienen, gesprochenermaßen gekommen während ihres Kampfes gegen welche von dem geschächteten Fleisch essen, einen dann läßt man den Keiler los ins Freie hinein; er erhält das Judenthum. Als sie nach allerhand Fehlern und Ver- größeren Anspruch auf Heiligkeit oder Seligkeit haben, einen kurzen Vorsprung und dann jagen Jäger und brechen der Juden eifrig Umschau hielten, stießen sie auch die jüdischen Religionsvorschriften besagen nur, der gläubige Meute hinter ihm her über Stock und Stein, durch Wasser, auf das Schächten, und da riefen sie: siehe da, das ist auch Jude solle kein anderes Fleisch essen, es sei denn geschächtetes. Wald und Feld, mit Hussassa und Horrido! bis er schließlich so ein luwesen, das dem Judenthum anhaftet, so ein Sie ge bieten ihm nicht das Essen von geschächtetem Fleisch, von der Meute gefaßt und gedeckt" wird. Die Hunde barbarischer Brauch, durch den es sich absondert von den sie ver bieten ihm nur den Genuß ungeschächteten Fleisches. verbeißen sich in ihm, so daß er sich nicht mehr von der germanischen Christen! Laßt uns suchen, ob wir nicht Es kann Jemand der rechtgläubigste, sittlichste Jude sein Stelle rühren kann. Wer nun von den Jägern zuerst wissenschaftliche oder fittliche Gründe dagegen zusammen sein lebelang, ohne je einen Happen geschächteten Fleisches am Blaze ist, hat dann die Ehre, sich an tlauben tönnen! Und da sie die wissenschaftlichen und fitt- in den Mund zu stecken. Würde deshalb unwiderleglich Schächtung des Wildschweins eigenhändig zu betheiligen, lichen Gründe gefunden zu haben glauben und noch nicht und wissenschaftlich erwiesen, daß die jüdische Schlacht- oder ihm den Fang" zu geben, wie es auf Jägerlateinisch start genug sind, um mit Aussicht auf Erfolg rufen zu methode grausam ist und der Boltsmoral widerspräche, so heißt. Der eine Schächtgesell hebt den Keiler aus, d. h. er tönnen: Fort mit den Juden!" rufen sie vorläufig:" fort ließe sich die Gewissensfreiheit nicht als Grund gegen den faßt ihn am Hinterlauf und zerrt ihn aus Leibeskräften mit dem Schächten!" Erlaß eines Schächtverbots geltend machen. Eine Beein- nach hinten in die Höhe; der zweite tritt mit dem Schächtträchtigung der Gewissensfreiheit wäre es nur, wenn den messer, hier je nach der Form Saufeder oder Hirschfänger Juden geboten würde, ungeschächtetes Fleisch zu essen. genannt, vorn auf ihn zu und stößt ihm die Waffe in die Wenn diese Leute gegen das Schächten ebenso wie gegen das Schlachten überhaupt eifern, so steht das im Einklang mit ihrer ganzen Lebensführung. Gelänge es ihnen, die Menschheit von der Richtigkeit ihrer Ansichten zu überzeugen, was wir allerdings stark bezweifelu, so wäre damit auch die Schächtfrage ein für allemal gelöst. Doch Motive hin, Motive her; mögen die Antisemiten auch durch ihren unvernünftigen Judenhaß zur Forderung Nachbruck verboten.] Feuilleton. Skizzen [ 25 hielt sie davon ab..... Es gab Augenblicke, wo sie bereit war ein Geständniß abzulegen, aber dann wurde sie wieder schwankend. Ein Monat war vergangen, man schien sie ganz vergeffen zu haben, sie war zu keinem Verhür mehr verlangt worden. Bücher hatte sie feine, auch wäre sie unfähig gewesen, irgend etwas zu lesen... sie konnte sich mit ihrem 812 der Nun habe ich alles eingestanden. Ich schwäre Ihnen, daß ich nichts verheimlicht habe!" sagte Frau Jsjumkin und erwartete weinend die Entscheidung des Staatsanwalts. ,, Vorläufig kann ich Ihnen nur versprechen, daß Sie morgen Ihre Kinder wiedersehen werden," sagte dieser und ging hinaus, um so rasch wie möglich Frau Jsjumkin's Aussagen auszunützen. aus der sozialistischen Bewegung Schiajal nicht aussöhnen, fie magerte ab und die Angen Nach einer Woche wurde sie gegen Bürgschaft befreit, in Rußland. ( Aus dem Russischen überfekt.) „ Ich will ein Geständniß ablegen-dachte sie-man wird mir glauben, daß ich wirklich aus ganzer Seele mein Bergehen bereue." fielen ihr ein. Eines Abends, als ihre Verzweiflung den höchsten Grad erreicht hatte, vernahm sie auf dem Korridor Schritte, die sich ihrer Belle näherten; jetzt blieb jemand vor ihrer Thür stehen und diese wurde geöffnet. da man keinen Grund hatte, an ihrer Aufrichtigkeit zu zweifeln. Nach einem halben Jahre erhielt sie folgendes Urtheil: In anbetracht der Dienste, die sie durch ihr offenes Geständniß geleistet habe und wodurch es gelungen ist, vier Staatsverbrecher zu arretiren, und ferner, weil sie nicht als Anhängerin, sondern aus Leichtsinn gestattet hatte, daß in ihrer Wohnung sich die Verschwörer versammelten, wird dahin entschieden, daß Frau Jsjumkin auf administrativem Wege zur Verbannung in die weniger entlegenen Gegenden Sibiriens verurtheilt wird. Der Egoist. Der Staatsanwalt trat ein, grüßte und fragte sie: Dann kam ihr der Gedanke, daß man sie auffordern Haben Sie mir nichts zu sagen?" Seine Stimme würde, die Namen aller derer zu nennen, die sie besucht tlang ihr so wohlwollend, so theilnehmend. hatten. Das regte sie auf. Dja!" rief fie in voller Ekstase- hören Sie " Ja, aber sie sind doch alle schon arretirt fiel ihr mich an, lassen Sie mich zu meinen Kindern gehen! Ich freudig ein ich kann ihnen nicht mehr schaden, wenn sie sterbe hier.... Ich will Alles eingestehen, ich bin keine cs auch nicht gesagt haben sollten, daß sie mit mir bekannt Sozialistin... ich bin mur verführt worden... mir gewaren, und so kann ich sie auch nicht dadurch kompro- fielen diese Versammlungen. In meiner Wohnung vermittiren, daß ich mit ihnen bekannt gewesen bin." jammelten sich die Verschwörer." Bei der Berathung der Verschwörer, die in der Der Gedante, ein offenes Geständniß abzulegen, als Die Augen des Staatsanwalts blickten vor Wohnung der Frau Jsjumkin stattgefunden hatte und von einziges Mittel, die Freiheit wieder zu erlangen, befestigte Freude wie bei einem Jäger, der auf ein seltenes der im vorhergehenden Abschnitt die Rede war, hat der Leser sich immer mehr in ihr, doch konnte sich Frau Jsjumkin Thier gestoßen ist. Er hörte aufmerksam zu, lund Ardaljon kennen gelernt. noch nicht sofort dazu entschließen, und obgleich sie sich sie beichtete so aufrichtig, als ob ein Geistlicher vor vorredete, daß das ihren Bekannten nicht schaden könnte, ihr stünde, welcher, nachdem er ihre Beichte angehört hatte, und diese sich als ihre Feinde erwiesen hätten, hielt sie ihr sagen würde:" Deine Sünden sind Dir vergeben, ziche immer noch ein instinktives Gefühl davon ab. Unterdessen in Frieden zu Deinen Kindern." Frau Jsjumkin nannte wurde ihr die Gefängnißhaft immer unerträglicher; ihre die Namen ihrer Gäste, und der Staatsanwalt zog schnell Verzweiflung war schon so groß geworden, daß sie daran aus seiner Tasche das Notizbuch heraus und schrieb sie alle dachte, aus dem Bettuch eine Schlinge zu machen und sich auf, ohne die Erzählerin auch nur mit einem Worte zu zu erhängen, und nur der Gedanke an ihre Kinder unterbrechen. Er war der Sohn eines kleinen Beamten und von Kind auf daran gewöhnt, sich als einen kleinen Gott zu be trachten, weil sein Vater ihn unter den den übrigen zehn Kindern besondern bevorzugte. Als er in das Gymnasium eintrat, beachtete er mit allen Kräften danach, daß sein Name auch auf die goldene Tafel käme, auf der die Namen der Schüler, die besonders befähigt waren prangten. Aber Ardaljons Fähigkeiten waren nur schwache: In allen Brust, wobei feineswegs fofort der Tod dieses Opfers der jetziger Tintenfuli, Herr Siebengescheidt, versucht anläß-| Internationales Spigelthum in Berlin. Wir hatten Jagdlust herbeigeführt zu werden pflegt. lich der bevorstehenden Verhaftung des Abgeordneten schon früher Gelegenheit auf das ausgedehnte Spigelsystem, " O -W Nun fragen wir die vereinigten Antisemiten, ob eine Stadthagen in würdiger Seelenübereinstimmung mit dem hinzuweisen, welches die russische Regierung in folche Schweinehat nicht eine weit grausamere Tödtungssollen, ehrlichen" Berliner Tageblatt darzulegen, daß die Berlin organisirt hat. Es wimmelt hier von russischen methode ist, als die ungeschickteste Schächterei. Wenn sie Verhaftung, nach der Auslegung, die der Art. 31 von Spigeln, die namentlich unter den russischen und anderen deshalb wirklich einer humaneren Behandlung der Thiere Seiten aller Faktoren der Gesetzgebung damals und auch flavischen oder sonst einer für Rußland politisch interBahn brechen wollen, so mögen sie mit der Bekämpfung später erfahren hat von Rechts wegen" erfolgen werde. effanten Nationalität angehörigen Studenten u s. w. in der Sauhat den Anfang machen, da wohl diese Frage, nicht Herr Siebengescheidt ist höchlichst verwundert, daß Stadthagen, frechfter und aufdringlichster Weise ihr Mesen treiben. Obaber die des Schächtens völlig spruchreif ist. ,, der bazu noch Jurist ist", die Richtigkeit des jetzigen Stand gleich das Gesindel sehr zahlreich ist, so ist es für die Religiöse Gründe können nicht geltend gemacht werden punkts der Frantf. 8tg." nicht einsehen wolle. Vielleicht hat russische Regierung doch noch nicht zahlreich genug, denn gegen die Beseitigung der Sauhat. Zur Tödtung der Herr Siebengefcheidt aus unserer geftrigen Nummer ersehen, ein Theil der russischen Spizel und Rotspiel bemüht Jagdthiere ist die Kugelbüchse ein weit sichereres und ja daß den Ausführungen Stadthagen's und der früheren An- sich aufs Gifrigste, neue Spigel zu werben. Hier sonst auch gebräuchlicheres Mittel als die Schächtung nach schauung des Herrn Sonnemann sowohl in Sachen Schmidt und da mit Erfolg. Denn es fehlt der Bande nicht an vorangegangener quälerischer Verstümmelung, Heße und wie in Sachen Kunert das Reichsgericht, das bazu noch Geld; ganz beträchtliche Monatsgehalte für vertrauliche Berfleischung. Sollten aber irgend welche, uns bis- aus Juristen zusammengefeht ift", gefolgt ist, wiewohl felbft Berichte" werden geboten und falls der Adressat sich Es wäre lang unbekannt gebliebene Interessen von Staat und Gesell- er nicht wird behaupten vollen, daß das Reichsgericht etwa bereit findet, auch gezahlt. auch aus schaft die feierliche Tödtung eines Wildschweins erforder aus besonderer Vorliebe für Stadthagen jene Urtheile fällte. höheren politischen Gründen sehr zu wünschen, lich machen, so sollte doch diese Beremonie mindestens Die Frankfurter Zeitung" war einmal demokratisch ange- daß die deutsche Regierung sich um dieses standalöse Treiben auf die humaneren Formen einer jüdischen Schäch- haucht- lang ist's her. etwas fümmerte. Berlin ist doch noch keine russische Stadt. tung gebracht werden. Anstatt den Reiler erft Justizreform. Der im Justiz- Ministerium aus- Ein Reinfall. Die Fahrkarten der Reichszahnärztlich zu behandeln, ihn dann zu heben und gearbeitete Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des tags Abgeordneten wurden Ende 1873 eingeführt von Hunden zerfleischen zu lassen, ehe er abgestochen wird, Strafprozeßverfahrens, liegt nach der Norddeutschen All- und galten damals für alle Eisenbahnen Deutschlands. sollte man ihn gleich, nachdein er gefesselt ist, nach allen gemeinen Zeitung" augenblicklich dem Staatsministerium Die Kosten für das Reich betrugen etwa 14 000 M. für's Regeln der Kunst schächten. Herr Rickerb und die Seinigen, die sich durch ihre wort- feits allertaunten thurmhohen Schäden der Strafprozeß- Die Bismard fich und seinen Leuten in die Tasche gesteckt zur Beschlußfassung vor. Wie verlautet, soll trotz der allWie verlautet, soll troh der all- Jahr eine Lappalie verglichen mit den Riesensummen, reiche Bekämpfung des Antisemitismus den Ehrennamen ordnung der Gefeßentwurf lediglich sich mit der Frage der hat. der Judenschutztruppe erworben haben, werden sicher diese Berufung beschäftigen. Ein wie bedeutungsloser Flickpuzen schwenderischen Abgeordneten an, die es sich in den Coupees Trotzdem fing bald das Geheze gegen die verschöne Gelegenheit ergreifen, um einmal wieder, wie bei der diefe Menderung ist, solange die erfte und die folgenden erster Klasse wohl sein ließen und ihre Freifahrt zu Annahme des Militärgefeges, mit ihren sonstigen Gegnern, Instanzen mit den nöthigen Garantien einer möglichst un Agitationszweden mißbrauchten. Und 1884 wurde die Giltigden Antisemiten einträchtiglich zusammen zu wirken in der parteiischen und gerechten Rechtspflege umgeben sind, haben feit der Fahrkarten auf die Fahrt zwischen Berlin und dem Einbringung eines Gesetzes, das für die Saubat die wir wiederholt dargelegt. Der Gesetzentwurf wird schwerlich Wohnort des Abgeordneten beschränkt mit der offiziösen pit Anwendung der jüdischen Schächtmethode zur Pflicht macht mehr enthalten als die Aufpfropfung einer neuen schlechten Andeutung, gewisse Abgeordnete hätten die Fahrkarten in Da ein jüdischer Schächter aus konfessionellen Gründen bei Instanz auf eine erste, garantielose Instanz- das giebt unverschämtester Weise ausgenügt. In seiner bekannten einer Wildsauschächtung nicht mit Hand anlegen könnte, übrigens jetzt auch ein tonservativer älterer Gerichts- gehässigen Kleinlichkeit ließ Bismarck von den Einsenbahnwürde es nöthig sein, einige Jägersleute kunstgerecht rath zu. im Schächtverfahren unterweisen zu lassen. beamten eine Statistik der von den einzelnen Abgeordneten Und den rechtgläubigen Rabbi Hirsch Hildesheimer wird sein patrioReservelieutenant und Rechtsanwalt. Gegen den zurückgelegten Streden anfertigen und dunkle Drohungen tisches Herz sicher antreiben, zu dieser Unterweisung seine Rechtsanwalt Dr. Hertwig, der erst kürzlich die ihm mit beschämendsten Enthüllungen gingen durch die Reptil erfahrene Hand zu leihen und seinen Segen zu geben. militärischerseits auferlegte 3monatige Festungshaft verbüßt preffe. Die Enthüllungen tamen aber nicht, und es wurde hat, schwebt, wie wir hören, noch ein militärgerichtliches mit einem Mal mäuschenstill. Die Statistit hatte nämlich Berfahren. Derselbe wird wegen seines Verhaltens gegen die im ergeben, daß die Abgeordneten, welche die weitesten Strecken Judenflinten Prozeß" vernommenen Offiziere und mili- zurückgelegt hatten, nicht Sozialdemokraten oder sonstige Reichsfeinde, sondern Junker, Landräthe und andere Freunde Antlage ist bereits erhoben worden. Die Thatsache, daß das des Fürsten Bismard waren, und daß der, welcher das militärische( wohl das sog. ehrengerichtliche) Verfahren Höchste geleistet, niemand anders gewesen als der große Aus dem Reichstag. Die heute eröffnete Debatte gegen einen Reservelieutenant eingeleitet wird, weil dieser Schweiger" moltte. über die neuen Steuer- Vorlagen der Regierung hat sich in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt und Vertheidiger der Das neue franzöfifche Minifterium entging gestern herzlich ledern angelassen. Man merkt, daß sowohl die Militär- Auflagebehörde Unangenehmes gethan hat, ist Regierungsvertreter wie auch die Abgeordneten ihr Bulver geeignet, vielen die Augen darüber zu öffnen, wie wenig mit knapper Noth einer Niederlage. Die erste Abstimmung, während der vier Tage Etat- Debatten verschossen haben. vereinbar die Reservelieutenants- Qualität mit einem Beruf in der thatsächlich die Vertrauensfrage gestellt war, hätte Der bayerische Finanzminister Dr. von Riedel leitete die ist, der Unabhängigkeit voraussetzt. In Konsequenz des dem Ministerium das Lebenslicht ausgeblasen, wenn nicht Debatte über den Börsensteuer- und Stempelgesey- Entwurf Borgehens gegen den antisemitischen Rechtsanwalt müßte 48 Mitglieder der Rechten sich seiner erbarmt und ihm eine ein und der Reichsstaatssekretär von Posadowski übernahm auch dann militärgerichtliche Anklage erhoben werden, wenn flägliche Majorität von 257 gegen 226 Stimmen gegeben später die Polemit gegen den Abgeordneten Richter, welcher ein Reservelieutenant, der auch" Richter ist, in Ausübung hätten. Ohne die Rechte tann das Ministerium nicht leben; das ablehnende Votum seiner Fraktion eingehend be- seiner Richterpflicht einigen Militärs Unangenehmes sagt, und mit ihr kann er nicht leben und nicht sterben. Armer ⚫ gründete. Außer Richter sprach von Den Ab etwa Beleidigungsanklagen gegen Militärpersonen als völlig Cafimir Perier. geordneten noch der Graf von Kanik und zwar für unhaltbar zurückweist. Nichts geht über die Unabhängigdie Vorlage. Die Erwartung, welche der Herr Graf am feit der Justiz. Beginn seiner Rede aussprach, daß der schleppende Gang Jns Münchener Gemeinde Kollegium wurde, wie der Verhandlungen durch sein Eingreifen in die Debatte uns eine Privatdepesche mittheilt, bei der heutigen Wahl einem munteren Tempo Play machen werde, erfüllte sich zum ersten mal ein Sozialdemokrat und zwar der Seichstagsnicht. Die Stinimung blieb matt, und als Graf Ranig Abgeordnete Birt gewählt.seinen Speech zu Ende geführt hatte, beschlossen die drei Dugend, welche im Hause etwa anwesend waren, einstimmig Bertagung. Morgen Fortsegung der Debatte, wobei von unserer Fraktion Genosse Singer sprechen wird. G. L. Politische teberlicht. tärischen Sachverständigen zur Verantwortung gezogen. Die Berlin, den 5. Dezember. _ Kommission für Arbeiterstatistik. Die Neuwahl der vom Reichstage zu wählenden 6 Mitglieder der Komission für Arbeiter statinik für die gegenwärtige Legislaturperiode wird demnächst stattfinden. Da die Abgeordneten Hartmann, Hirsch und Buhl, Die bisher der Reichskommission angehörten, dem Reichstage nicht mehr angehören, muß jedenfalls mindestens die Hälfte der Reichstagsmitglieder durch andere ersetzt werden. Zur Immunität der Abgeordneten. Die früher einmal demokratische Frankfurter Zeitung" häutet sich auch in der Immunitätsfrage. Ihr Eigenthümer Sonnemann legte im Jahre 1874 anläßlich der Verhaftung des Abgeordneten Majunkte dar, daß diese Verhaftung verfassungswidrig sei und verlangte dementsprechend die Entlassung des Abgeordneten Majunke aus der über ihn verhängten Haft für die Dauer der gegenwärtigen Sigungsperiode" Stenographischer Bericht 1874 Seite 740/741). Sein " Fächern, bei denen die Aufgaben sich auswendig lernen ließen, tam er vorwärts, nur in der Arithmetik leistete er gar nicht, und der Lehrer der russischen Sprache litt das Hersagen des Answendiggelernten nicht und forderte ihn auf, mit eigenen Worten zu erzählen. Als Ardaljon sich überzeugt hatte, daß es ihm nicht gelingen würde, auf die goldene Tafel zu kommen, vernachlässigte er das Lernen, und machte sich über die besten Schüler Instig und nannte sie Streber. Nachdem Ardaljon mit Mühe und Noth die fünfte Klasse erreicht hatte, in jeder war er einmal fizen geblieben, wurde er aus dem Gymnasium aus geschlossen. Unterbessen waren sein Vater und seine Mutter gestorben, und Ardaljon sah sich genöthigt, auf irgend welche Art seinen Lebensunterhalt sich zu verdienen. Er erhielt einen Posten als Schreiber in einer Kanzlei. Hier mußte er die Nolle eines kleinen Despoten, die er im elterlichen Hause gespielt hatte, aufgeben; in dieser Kanzlei bestand eine ganze Hierarchie von Despoten, vom Direktor angefangen bis zum Tischvorsitzenden hinunter, welch letterer bei jeder passenden Gelegenheit Ardaljon zu fühlen gab, daß er ihm untergeben war, gerade wie es Ardaljon seinen jüngeren Geschwistern gegen über gethan hatte. Wie sehr sehnte sich Ardaljon nach der Stellung eines Tischvorsitzenden, um dann seine Untergegebenen seine Macht fühlen zu lassen. Um diesen Posten aber zu er langen, mußte man viele Jahre dienen, Ardaljon wollte diesen Posten sofort haben und da er ihn nicht betam, entwickelte sich bei ihm ein Haß gegen alle Vorgesetzten; dieser Haß entsprang nicht aus dem Mitgefühl für die vont den Borgesetzten Unterdrückten, sondern nur aus dem Grunde, daß er selbst kein Vorgesetter war. Zufälliger Weise wurde Ardaljon mit einigen Sozialisten bekannt, welche auf diesen, von seinem Vorgesetzten geärgerten Schreiber aufmerksam wurden. Sie intereffirten sich für ihn und nach einigen Wochen hatten sie ihn für ihre Partei gewonnen. ( Fortsetzung folgt.) A Mit fremden Federn. Man schreibt uns aus Mainz: Wie sehr auch das freie deutsche Hochstift geneigt ist, die Bedeutung des jüngsten Sprößlings seiner voltswirthschaftlichen Sektion, des am 8. und 9. Oktober ds. Js. stattgehabten fozialen Rongreffes, in den Vordergrund zu drängen und zu überschäßen, beweist folgende Auslaffung in dem von ihm herausgegebenen Berichte 1894, Heft 1( S. 114): Die Bedeutung des Kongresses für die Sozialpolitik und die praktische Verwaltung spricht sich aber vielleicht am besten in einer Refolution aus, die zwei Tage nach dem Kongreß am 9. Ottober in einer in Mainz abgehaltenen Versammlung auf Antrag des Referenten, Herrn Kloß- Stuttgart, gestellt ward. Diese Resolution lautet: Polizist über Anarchist. Der belgische General direktor der öffentlichen Sicherheit und Oberspigel, General Delatour, hat sich in einem Interview mit einem Redatteur der Independance Belge" wie folgt ausgesprochen: Wir werden niemals im stande sein, vollständig die Anarchie zu hemmen; die wahren Anarchisten verstecken sich gut; nur die Werkzeuge der Anarchie können wir erkennen und ver folgen. Man kann ebenso wenig die Anarchie bekämpfen, wie man die Flucht eines rasenden Jrren oder eines wilden Thieres nicht vorhersehen kann. Wir glauben, nicht vieles Geräusch über die Maßnahmen machen zu sollen, die wir ergreifen, aber feien Sie überzeugt, daß sie gut getroffen sind. Wir kennen alle Anarchisten des Landes. Außer dem Sicherheitsdienste, der sich mit ihrer besonderen Ueberwachung befaßt, haben wir neuerdings und zwar infolge der letzten Anschläge in Barcelona, Dublin und Berlin eine vollständige Gendarmeriefette längs der Grenze errichtet, um den Eintritt der Anarchisten in dieses Land zu überwachen. Da diese Maßnahme noch unzureichend ist, denn Der Anarchist trägt auf seinem Gesichte kein besonderes Abzeichen, so find unter den weiteren Vorsichtsmaßnahmen be fonders diejenigen zu erwähnen, welche die Geheimpolizei ergreift, die bei jeder Regierung von denjenigen Ländern, die nationale Anarchisten jenseits ihrer Grenzen zu überwachen haben, errichtet worden ist. Kurz, unsere Schuhmittel gegen den Anarchismus sind in den letzten Tagen verstärkt worden und sollte trotzdem auf belgischem Gebiete ein Dynamitanschlag verübt werden, so würden wir wenigstens das Bewußtsein haben, unsere ganze Pflicht gethan zu haben." " Ju Erwägung, daß in Arbeiterkreisen längst das Bedürf niß nach einem alle Zweige der Erwerbsthätigkeit umfassenden unentgeltlichen Arbeitsnachweis und Auskunftsbureau besteht, beschließt die heutige Versammlung, bei der Stadtverordneten Versammlung der Stadt Mainz zwecks Errichtung eines der artigen Bureaus vorstellig zu werden. Dieses Bureau foli auf Kosten der Stadt Mainz errichtet, durch einen befähigten mit den Verhältnissen vertrauten Arbeiter geleitet und unter Namentlich wenn Herr Pourbaix die Dynamit Aufsicht einer von den Beisitzern des Gewerbegerichts zu anschläge macht, wie bei dem Kohlenarbeiterstreik im Jahre wählenden und je zur Hälfte aus Arbeitgebern und Arbeit nehmern bestehenden Kommission gestellt und mit dem Vor- 1887. Damals war Herr Delatour schon im Amt und sie dieser Kommission der Vorsitzende des Gewerbegerichts vermuthlich gingen durch seine Hand die Geldsummen, betraut werden. In fernerer Erwägung, daß es in hohem welche das Ministerium Bernaert jenem Biedermann regelGrade wünschenswerth und geboten erscheint, über die Berhält mäßig für seine Dynamitanschläge auszahlte. Daß Herr nisse der Arbeiter im Allgemeinen, sowie über Löhne, Arbeits- Delatour, alle Anarchisten des Landes kennt", das glauben Tofigkeit, Krankheit und Wohnungsverhältnisse im Speziellen wir ihm gern. Jedenfalls tennt er auch alle Adressen zuverlässig unterrichtet au sein, spricht die Versammlung die für etwaige Geldsendungen. Erwartung aus, daß durch den bereits im Dienst der Stadt für etwaige Geldsendungen. m stehenden statistischen Hilfearbeiter oder durch das genannte Arbeitslosigkeit in Holland. Einer Korrespondenz Bureau statistische Erhebungen stattfinden." der Bossischen Zeitung" aus Amsterdam entnehmen wir: " Hier finden sich flare, durchaus durch führbare und doch prinzipiell tiefgreifende Während die Verhandlungen der Zweiten Rammer nur in Forderungen aufgestellt, welche für die gefehr untergeordneter Weise das allgemeine Interesse in Anspruch meinschaftliche Thätigkeit der Arbeiter und nehmen, wird die Aufmerksamkeit durch eine Bewegung, die durch bares Arbeitsfeld schaffen." Soweit der Bericht. hervorgerufen ist, in Athem gehalten. In Friesland und Gro Mit der der Mainzer Resolution vora u 3- ningen, besonders aber in den Städten Rotterdam und Amster gefchidten Einleitung und den Schlußworten dam, ist das Elend der arbeitenden Klassen schon zu bedenklicher wird dieselbe quasi als Ausfluß des Frank Höhe gestiegen, obwohl der eigentliche strenge Winter sich noch furter fozialen Kongresses dargestelt und nicht einmal eingestellt hat. In den nördlichen Provinzen giebt mit dieser Darstellung schmückt das Freie es für die Landarbeiter jährlich höchstens 37 Arbeitswochen, in deutsche Hoch stift den im Ottober stattgehabten Amsterdam suchen etwa 70 pet. der Bodenarbeiter Arbeit, fozialen Kongreßthatsächlich mit fremden Federn, während die Maurer mit 80, die Zimmerleute mit 40, die Andenn die in der Mainzer Versammlung angenommene Restreicher mit 90 Arbeitslosen vom Hundert vertreten sind. Nach folution steht weder zu den Verhandlungen des mäßiger Berechnung sind in Amsterdam etwa 1800-2000 3immerfozialen Kongresses noch zu dem Referate unseres Genoffen gefellen ohne Arbeit. In Rotterdam und Amsterdam halten die Kloß Stuttgart in irgend welcher Beziehung. Die Arbeitslosen auf den Rath ihrer sozialdemokratischen Leiter Umfelbe ist verjaßt von unserem Genossen Jöst im Auftrage des züge durch die Stadt, um den Reichen und Vermöglichen das Mainzer Gewerkschaftsfartells. das sich schon Monate vor Glend des Volkes zu zeigen. Der Bürgermeister von Amsterdam dem Frankfurter Kongreß mit der Errichtung eines Arbeits- hat einer Abordnung Rede und Antwort gestanden und sich bereit nachweis- und Auskunftsbureaur beschäftigt und Genossen Jöst erklärt, das Mögliche zur Linderung der Noth zu thun.mit der Abfassung der Resolution behujs Eingabe an die W städtische Verwaltung betraut hatte. Der Inhalt der Re- Bon englischen Staatswerkstätten und Gemeinde solution war schon 5 Tage vor dem Kongresse redaktionell arbeiten. Der englische Kriegsminister hat die Einführung fertig gestellt. Der Vortrag des Genossen Kloß hatte die Gewerk des achtstündigen Arbeitstages im Arsenal von Woolwich schaftsbewegung zum Thema und es war reiner Zufall, beschlossen. Der Minimallohn für Arbeiter im Marine daß jene Resolution gerade in dieser Versammlung zur An- Geschüßdepartement foll 20 Mark die Woche betragen nahme gelangte. 19 M. 50 Bi. Die Weisheit also, die in diefer Resolution steckt, ist und im Armee Geschützdepartement nicht vom Frankfurter Rongreß bezogen worden, sondern ist Das Prinzip der fair wages( Festseßung angemessener unbestrittenes Gigenthum der Mainzer Arbeiter und wer sich Löhne), das darauf beruht, daß in allen Arbeitszweigen, bieselbe zu eigen macht, schmückt sich mit fremden in denen Arbeiter- Organisationen bestehen, die Unternehmer Federn. städtischer Arbeiten Lohn und Arbeitszeit nach den Satzungen 3 der betreffenden trades unions festzusetzen haben, ist fetzt culch von 140 englischen Ortsbehörden eingeführt worden. Ein weiterer Fortschritt ist außerdem noch zu verzeichnen. Die Londoner Stadlverordneten(Coimtrz?- Comroil) haben beschlossen, das Prinzip auch auf die Arbeitszweige aus- zudehncn, in denen es noch keine Arbeiterorganisationen giebt. Allen städtischen Unternehmern werden in London jetzt also Arbeitszeit und Arbeitslohn für ihre Arbeiter vorgeschrieben.— Aber in Deutschland?— Die italienische Ministerkrife soll zu Ende sein. Fragezeichen.— Ein Ansnahmegsetz gegen die Slnarchiste» wird vom spanischen Justizminister ausgearbeitet. Das ist jeden- falls das schlechteste Mittel gegen anarchistische Attentate.— In Rustland Verschwörungen und Verschwörungen. Verschwörung in Warschau, Verschivörung in Charkow, Ver- schwörung in 5?iew. Angeblicher Zweck: Loslösung von Rußland und Zertrümmerung des russischen Reichs.— Ein Arbeiter-Unfallentschädigungsgesetz liegt dem russischen Staatsrathe vor.— Der Rubel auf Reisen. Ter„Anarstist* Iwanow, welcher den Fürsten von Bulgarien ermorden wollte, steht seit Langem im Dienste und Solde der russischen Regierung, von der er— laut einer geheimen Mittheilung der russi- scheu Gesandtschaft in Bukarest schon 1887 einen Jahres- g e h a l t von 8000 Franks bezog. Wäre der Mardanschlag gelungen, so wäre dem fetten Gehalt natürlich eine noch fettere„Liebesgabe" hinzllgefttgt worden.— zperrlaurenksvilAzes. Berichtigung. In dem gestrigen Bericht über die Handels- oertrags-Kommisslon heißt es: Prof. Pansche sei vor den Wahlen „völlig" gegen den Bund der Landwirthe gewesen. Natürlich muß es heißen:„willig" gegen den Bund. »» VI. Kommission. Handelsverträge. Bor Beginn der heutigen Verhandlungen verlangt Heer v. Plötz, festzustellen, daß der Handelsvertrag mit Spanien nicht mit IS gegen S, sondern nur mit 14 gegen ö Stimmen angenommen worden sei. da Herr v. Polenz(kons.) bei der Abstimmung nicht zngegen war. Dr. Lieber spricht dann die Zustimmung des Zentrums zu den Handelsverträgen mit Rumänien und Spanien aus; er erklärt, daß die Mehrheit seiner Partei eine Schädigung der Landwirth- schaft in diesen Verträgen nicht erblickt und kündigt eine Re- solulion an, wonach der Regierung der Schutz der Landwirth- schalt empfohlen werden soll. Die Resolution soll nach Beendigung der Berathungen verhandelt werden. Es folgt die Berathung derjenigen Zölle, welche Rumänien erhebt. Die Agrarier bringen wieder ihre bekannten Schmerzen zmn Ausdruck. Der nationalliberale Abgeordnete Schulze- Hamm erblickt in der Handelsvertragspolilik eine Schädigung der Landwirthschaft, weil er für seine Gerste nicht den von ihm geforderten Preis erhalten konnte, da die rumänische Gerste billiger war. Auch der Abg. Klose(Z.) kann sich nicht für den Handelsvertrag mit Rumänien begeistern, weil er fürchtet, es sei dies eine Etappe zum russischen Handelsvertrag. Ten weiteren schon ermüdenden Ausführungen dieser Art wird durch Annahme eines Schlußa»trages ein Ende gemacht. Gras Arnim, der da- durch ums Wort gekommen ist, macht seinem Nachbar Grafen Kaiiitz Vorwürfe, weil auch dieser für Schluß gestimmt bat. Bei der Berathung der Einfuhrzölle auf Vieh befürchtet Adg, v. Plötz(kons.), daß die rumäuischen Ochsen den Vertretern der Landwirthschast Konkurrenz machen. Direktor Reichardt und Laildwirthschaftsminister von Heyden zerstreuen diese Besorgnisse, indem sie erklären, daß zunächst die Ein- sührung rumänischen Viehes verboten ist. weil be- fürchtet wird, es könnten durch dasielbe Viehseuchen einge- schleppt werden. Abg. v. Plötz ist durch diese Erklärung zwar befriedigt, sie kann ihn aber noch nicht milder stimmen. Eine kleine dramatische Szene spielte sich hierauf zwischen Herrn v. Hammerstein und dem Frhrn. v. Marschall ab. Der Ritter der„Kreuzztg." war noch nicht darüber beruhigt, daß die Land- wirthschait keinen Schaden habe und wollte wissen, wie es mit dem russischen Handelsvertrag stehe. Frhr. v. Marschall er- widerte kurz, er lehne es ab. sich über den Stand der VerHand- lungen mit Rußland auszusprechen. Herr v. Hammerstein meinte dar- auf entrüstet, das sei keine Art und Weise. die Abgeordiicten sozu behan- del». Frhr. v. Marschall lehnte es ab, Belehrinigen anzunehmen und erllärte nvchmels, daß er es ablehnen müsse/Auskunft zu geben. Die Abgg. v. Stumin und Dr. Lieber beeilten sich, dem bedrängten Slaatsselrelär in seinein Verhalten Recht zu geben, worauf Herr v.Plötz erklärte, daß seine Bedenken also doch gerechtfertigte seien. Bei der Position Zucker wünscht Abg. Schulze- Jena(natl.) eine größere Berücksichtigung der Landwirthschaft. Bei Position Wolle macht Staatssekretär v. Bötticher daraus aufmerksam, daß dieser Artikel günstiger gestaltet sei als gegenüber Frankreich. Graf v Kanitz(kons.) erkennt die Herabsetzung der Zölle auf Gewebe nicht als ein Verdienst an. Bei der Posilion Papier hält Graf Arnim wegen des hohen Zollsatzes eineEinfuhr»ach Rumänien nicht für möglich; die gleiche Ansicht hat Abg. Paasche(natl.) hinsichtlich der Glaswaarcn. Die Regierungskommissare suchen diese Be- sorgnisse zu zerstreuen; namentlich wird hervorgehoben, daß die von der Chromolithographie hergestellten Erzeugnisse(Gratulations- karten u. s. w.) leicht nach Rumänien gelangen könnten. Die Berathungen werden um 1 Uhr aus morgen Vormittag lv Uhr verlagt. Im übrigen muß bemerkt werden, daß die Agrarier, nachdem einmal ein Schlußantrag angenommen worden war. sich weniger wie früher zuin Wort meldete», daß aber die Regierungs- komuiiffare die Verhandlungen verschleppten, indem sie oft ganz ibcrflüsflger Weise das Wort ergrissen. � Im RcichStaa werden vorcuissichtlich am 15. Dezember die Ferien beginnen und bis S. Januar dauern. pnvketncirsmiQkim: Tie Landeskonferenz der hessischen Sozialdemokratie hat am 0. d. M. unter reger Betheiligung|in Mainz stattgefunden und wurde sie durch eine» Genossen aus Darmstadt im Auf- lrag des Landeskomitees eröffnet. In das Bureau wurde gewählt Conrad-Maiu; als erster Vorsitzender. Nach der Präsenz- liste waren anwesend 71 Delegirle. Ein Antrag Darmstadt, die von dem Arbciler-Wahlverein Bcssungen ausgestellten beiden Mandate für ungiltig zu erklären, da eine Konferenz des Wahl- kreises Darmstadt-Großgerau beschlossen habe, den genannten Verein als eine zur Partei gehörige Korporation nicht mehr zu betrachten, fand leine Annahme. Beschlossen wurde vielmehr, mit dem Wunsche, die Genossen von Darmstadt und Bessungen möchten die persönlichen Streitigkeiten beizulegen suchen und unter der Voraussetzung, daß eine zu schaffende Zentralorgani- sation für das ganze Großherzogthum Hessen dein Wahlverein Bessungen die Existenz unmöglich mache, zur Tagesordnung überzugehen. Nachdem Genosse Cramen-Darmstadt den Kassenbericht des Landeskomitees und einen Rückblick über die stattgehabten hes schen Landtagswahlen gegeben hatte, beantragte nach längerer Debatte Ulrich-Offenbach, dem Landeskassirer Decharge zu ertheilen und den einzelnen Bezirken des Landes anheimzugeben, ihr aus der Wahl herrührendes Defizit selbst zu decken; im Falle der Unmög- lichkeit jedoch dieS dem Landeskomitee mitzutbeilen und diesem zur Regelung zu übertragen. Der Antrag Ullrich wurde ein- stimmig angenommen und folgte Debatte über � einen vom Landkomitee vorgeschlagenen Organisations-Entwurf, welcher be- zweckte, alle in Hessen bestehenden Wahlvereine, Arbeitervereine w. als Mitgliedschaften zu einer Landesorganisation zu verbinden, an deren Spitze daß Landeskomitee stehen solle und sollten die Mitgliedschaften verpflichtet sein, einen be- stimmten Beitrag an den Kassirer des Landeskomitees abzuliefern. Folgende Resolution des Genossen Jöst-Mainz, durch welche dieser Punkt Erledigung fand, wurde einstimmig angenommen: „Die heutige Landeskonferenz beschließt, daß in jedem Orte des Großherzoglhums nur eine Organisation bestehe« soll, da die Organisation über das ganze Großherzogthum Hessen aus- gedehnt wird und daß daS zu wählende Landeskomitee auf der Basis des vorgelegten Entwurfes unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Wahlkreisorganisationen für die nächste Landes- konferenz ein Statut auszuarbeiten hat. Im Weiteren wird der Aertrauensperson jeder einzelnen Organisation zur Pflicht gemacht, seine Adresse an das Landeskomittee zu übermitteln und für periodische Znsendmcg von Beiträgen an die Landeskasse besorgt zu sein." Es folgt die Debatte über die Stellung der Partei zu den Gemeindewahlen. Das Referat hatte Genof Ullrich-Offenbach und wurde nach kurzer Debatte folgende Reso- lulion zum Beschluß erhoben:„Die Landeskonferenz erklärt, da es Pflicht der Genossen aller Orte ist, bei den Gemeindewahlen in den Wahlkampf einzutreten, aber nur solche Kandidaten au zustellen, welche auf dem sozialdemokratischen Programm stehen und Gewähr dafür bieten, daß sie auch nach der Wahl ihrer Fahne treu bleiben. Bei Bürgermeister- und Beigeordneten- wählen empfiehlt die Konferenz, so lange für beide Aemter das Bestätigungsrecht der Regierung besteht, sich als Partei nicht an der Wähl zu betheiligen. Sie überläßt es den Genossen der einzelnen Orte, in diesem Falle zu thun, was sie für das Richtige hallen." Dem letzten Punkt« der Tagesordnung,„die Stellung der Sozialdemokratie zu den Sozialkongreflen der bürgerlichen Parteien" behandelte in längerer Ausführung Genosse Jöst-Mainz, Redner gab aus dem Berichte des freien deutschen Hochstifres zu Frank- surt eine kurze Darstellung der Vorgeschichte und der Entstehung des sogenannten sozialen Kongresses und nahm dabei den Stand- punkt ein, daß ohne die Tbeilnehmer an dem Kongreß tadeln zu wollen, es doch für die Zukunft besser fei, wenn man die Beschickung unterlasse, da dort die soziale Frage nicht gelöst werden und die bestehende Kluft zwischen Kapital und Arbeit nicht über- brückt werden könne. Die Befreiung des Proletariats müsse viel« mehr ans eigener Kraft erkämpft werden. Zum Schluß? ging Redner auf die Gewirkschaftsdebatte des Kölner Parteitages ein, dabei den Slandpiinkl vertretend, welchen die Mehrheit der Delegirten des Kölner Parteitages zu dem ihrigen gemacht hatte.— Bei der hierauf vorgenommenen Neuwahl des Landeskomitees wurden die Genossen Cramer. Müller und Berihold- Darmstadt wieder- gewählt, und weiter wurde das Komiiee noch um vier Mitglieder verstärkt und zwar durch Jöst-Mainz. Ulrich-Offenbach und Orbig und Back-Gießen. Sitz des Landeskomitees bleibt Darmstadl. Mit einem Hoch auf die internationale, revolutionäre Sozial- demokratie schloß hierauf Genosse Conrad die Konferenz, daran sangen die Genossen stehend die Arbeiter-Marseillaise. »» * - Eine Parteikonferenz für den Wahlkreis Potsdam- Spandau-O st Havelland findet am 31. Dezember d. I., Mittags 12 Uhr, im Lokale des Herrn Glaser in-Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16, statt. Tagesordnung: 1. Bericht und Abrechnung der Vertrauensperson. Referent: Bräuer-Velten. 2. Tie verflossenen Reichstagswahlen und die Taktik der Gegner. Referent: I. Wernau-Bcrliu. 3.'Agitation, Organisation und Lokalfrage. Referent: Zl. vchröer-Spcmda». 4. Die Presse und ihre Bedeutung. 5. Neuwahl der Vertrauensperson. 6. Anträge. Anfragei» sind zu richten an:> R. Bräuer. Vertrauensmann. Velten. G Bei der Stadtverorduetmiwahl in H ö h s ch e i d sind in der dritten Avtheüung zwei Sozialdemokraten gewählt worden, desgleichen einer in W a l d.— In O h l i g s kommen sie in die Stichwahl. «» Wie daß Volk seine Tobte» ehrt, das konnte die D o r t- m u n d e r Bourgeoisie, wohl nicht ohne Bangigkeit, am Montag Morgen bei Gelegenheit des Begräbnisses unseres alten Partei- genossen C. W. T ö l ck e beobachten. Zur Ergänzung unserer gestrigen Depesche seien darüber noch folgende, unserem Dort- munder Parteiblatt entnommene Einzelheiten mitgetheilt: Trotz der ungünstigen Stunde— das schlechte Wetter wollen wir als Hinoerungsgrund nicht einmal erwähnen, den» die meisten Proletarier sind gewohnt, sich um Wind und Wetter nicht zu kümmern— zogen zweitausend Personen nach dem Friedhof hinaus; wo der Mann iu der Fabrik sein mußte, da nahm die Frau an der Bestattung Theil; das ganze arbeitende Dortmund war ans den Beinen und die nichr mitzogen, bildeten auf den Straßen der Stadt für das Leichengefolge Spalier. Die Polizei hatte alles Reden, zeden Gesang, jedes die Farbe der Liebe tragende Abzeichen ver- boten— übrigens wurde in letzter Stunde doch eine kleine Mildenmg dieser Verbole für zweckmäßig gehalten aber die Gesinnung, das Fühlen der Arbeiter kann keine Gewalt ver- bieten, und dieses Empfinden der Dortmunder Arbeiter ist gestern zum mächtigen Ausdruck gekommen. Doch nicht blos die Arbeiter Dortmunds, auch die Gesinnungsgenossen aus ganz Westfalen und die Vertreter unserer Partei aus den verschiedensten Theilen Deutschlands waren gestern erschienen, um unserem theuren Tobten die letzte Ehre zu erweisen und an seiner Bahre zu ge- loben, daß sie in seinem Sinne den Kamps um die Befreiung der Arbeiterilasse und der Menschheit fortsetzen wollen bis zum gewissen, endlichen, ruhmvollen Sieg. Mehr als 100, meist >ehr stattlicher und prächtiger Kränze wurden am Grabe nieder- gelegt. Genosse Börner, der die Parteigenossen Berlins vertrat, wurde von der Polizei ausgefordert, die rothe Schleife vom Kranze zu entfernen; er erklärte, dies nur dann thun zu wollen. wenn der Beamte andernfalls Gewalt anwende, worauf Polizei- kommissar Meyer die Schleife weguabm und konfiszirte. Die konsiszirte Schleife enthielt folgende Widmung:„Was Du mit- schufest, wird am Lebe» bleiben. Was Du mitsätest, hoch und höher treiben. Wir, die wir sind des alten Todlen Erden. Wir wollen auch so unentwegt einst sterben." Der„Vorwärts", das „Hamburger Echo" und die„Rheinisch-Westfälische Arbeiter- Zeitung" ließen gleichfalls Kränze niederlegen. Von Dort- m und fehlte wohl keine Arbeiterorganisation. Am Grabe trugen die Dortmunder Ardeiter-Gesangsvereine das Lied:„Friede" vor. das Einzige, was gestattet worden war. Auf dem Friedhof hatte die Polizei übrigens nur den kleinsten Theil der Leid- tragenden hineingelassen; darauf wurde er abgesperrt. Zu der gleich nach der Beendigung abgehaltenen Gedächtniß- feier waren gleichfalls so viele Personen erschienen, daß obge- sperrt werden mußte. Die Feier hielt sich in einfachen würdigen Formen. Zuerst schildert« Genosse Lehmann das Partei- genösstsche Wirken des Heimgegangenen in Dortmund und Westfalen. Dann entwarf Genosse G e r i s ch ein kuches Lebensbild des Tobten und legte t» tief zum Herzen gehen'der Weise daS Bermächtniß Tölckes an die überlebenden GemVssen dar: rastlos zu kämpfen, bis die letzte Feste des Feindes ge- fallen. Nachdem noch der Abg. Harm dem Enschlafenen herz- liche Worte ver Erinnerung gewidmet, schloß die imposante die den Beweis geliefert hat, daß die Arbeiterklasse das Gerächt- niß Tölckes unauslöschlich fest zu halten gewillt ist. PolizeMcheS, Gerichtliches ,e. — M a g d e b u r g i s ch e Z. Als der frühere Redaktamr der „Volksstimme", Leopold Löske, sich am 1. Dezember Nachmittags auf dem Wege zum Bahnhof befand, um sich nach Berlin- zu begeben. wurde er auf der Straße von Geheimpolizisten sig.irt und nach dem Untersuchungsgefängniß gebracht. Motiv: Flucht- verdacht! Natürlich dachte Löske nicht im Traum daran, wegen noch zu verbüßender drei Monate zu fliehen. Gegen 2000 M. Kantion wurde er anderen Tages wieder in Freiheit gesetzt. — Beitrag zur klein staatlichen Vereins- gesetzgebung'. In Eise nach wurde kürzlich eine öffent- liche Gewerkschaftsversammlung, in der Genosse Volderau referiren solle, verboten. In der Begründung wird angeführt, daß der Referent als berufsmäßiger Agitator bekannt und des- halb zu befürchten sei, daß die öffentliche Ordnung gefährdet werde. Dies ist also noch möglich in Sachsen- Weimar- E i s« n a ch. Da wäre es allerdings an der Zeit, nicht ein allgemeines deutsches Vereins g e s e tz, wohl aber allgemeine Vereins f r e i h e i t zu verlangen. — Genosse A. Langer, Buchhändler in Chemnitz. wurde vom dortigen Landgericht wegen Beleidigung des Polizei- direktors zu vier Monaten Gefängniß verurtheiit. Oepefrlren. Privat-Telegramm des„Vorwärts". Leipzig, 5. Dezember. Bei der Stadtverordnetl?nwahl ver» einigten die Sozialdemokraten auf ihre Listen SSB-0 Stimmen gegen 4300 im Jahre 1892. Die Kartellstimmen gingen von 8600 auf 5400 zurück. Auf die Bürgerpartei fielen 2000 Stimmen gegen 1200 im Jahre 1V92. Zwei Sitze sind de» Sozial- demokrateu sicher. (Wolsf's Telegraphen-Bureau.) PariS, 6. Dezember.(Deputirtenkammer.) Dvtpuy wurde mit 251 Stimmen gegen Brisson, welcher 218 Stummen erhielt, zum Präsidenten gewählt. Glasgow, 5. Dezember. Die schottischen Bi'rgleute be- schlössen heute Nachmittag einstimmig, die 17 000 Mann, welche letzthin eine Lohnerhöhung von 1 Shilling erhielten, zur Ein- stellung der Arbeit zu veranlassen und an Gladstone zu schreiben, um die Vcrmittelung der Regierung zu erbitten. Dviefkalken ver Nevakkton. Frankfurt a. O. 1. Lesen Sie Kautsky und Schönlank, Grundsätze und Forderungen der Sozialdemokratie; Kautsky, das Erfurter Programm, Kautsky, Karl Marx ökonomische Lehren. Bebel, Die Frau. 2. Schwegler, Geschichte der Philosophie in Reckam's Universal- bibliothek. 3. Conrad Schmidt, Bodenreform uud Soziale Frage, Heft 7 der Berliner Arbeiterbibliothek. 4. a) Die Gemeinden haben keine gemeinsame Leitung. d) Sie müssen sich an die Gemeinden selbst wenden. SM. E. S. ad 1. Das Buch ist in Arbeit, d-xh läßt sich bei der vielseitigen Inanspruchnahme des Verfassers der Zeit- punkt des Erscheinens nicht voraussagen. ad 2. Leider laufen die Parlamentsberichte in der Redaktion erst gegen Schluß der Redaktion ein, so daß es schwer ist. Ihrer Anregung Rechnung zu tragen, doch sind wir Ihnen für Ihre Bemerkung sehr dankbar, wir werden bemüht sein, Ihren Wunsch zu erfüllen. ad 3. Arn besten ersparte man sich alle Zitate dieser Art. Leider enthält die Schrift auch viele andere Druckfehler so bez. des Zahlenmaterials. Zur Entschuldigung sei angeführt, daß sie in wenigen Tage» geschrieben, gesetzt, korrigirt, gedruckt und verschickt werden mußte!— Die Offenbacher Frauen- uud Mädcheu- Kranken- lasse, sowie die Mainzer Zuschußkass« wird um gefällige Auf- gäbe iyrer Berliner Adressen im„Vorwärts" ersucht. 100. Franz, Wallstr. Ueber Tanzunterricht finden Sie im Anzeigeulheil hiesiger Blätter die von Ihnen gewünschten Angaben. I. R., Köpenickerstraße. Sie thun besser, wenn Sie die beobachteten Schäden zunächst in ihrer Gewerkschaft zur Sprache bringen oder dem Fabrikinspeklorat Berlin miltheileu. F. K., Nendorferstraße. Geschäftsemvsehlungen bringen wir nicht im redaktionellen Theil. Sehen Sie doch im Adreß- kalender nach. R. Müller. Für Sie gilt das Gleiche. H. W- An den Magistrat. SC. B, Hollmannstraße. Leider ist in unserer herrlichen Strafprozeß-Ordnimg nicht vorgeschrieben, wie lange jemand in Untersuchungshaft gelassen werden darf. Köpenickerftr. 100. Das hängt vom Inhalt der Statuten ab. Sprechen Sie gelegentlich zwischen 13 und 1 Uhr vor."" F. H., Moabit. 1. Sie hasten keineswegs für die vor- ehelichen Schulden Ihres Mannes. 2. Des Kindes Erbschaft kann leider im vorliegenden Fall angegriffen werden. F. Kbt. Keiner von Beiden haftet. Bcrf. Nicht der Empfang der Statuten, sondern bereits der Allfnahmeantrag bindet den zu Versichernden. O. B. Nur, ivenn nicht Sie eine dahingehende Ver- pflichrnng in Ihrem Vertrag(ZZ 3 und 4) übernommen haben, ist der Wirth zum Ersatz der Ladenfe, ister verbunden. W. B. i« M. I-avatus ist lateinisch und heißt der Ge- waschen?. G. G. in H. Wenn Sie au den„Sozialiste" schreiben (26 Avenue d'Orleans, Paris), so wird Ihnen ein Verzeichniß von Schriften geschickt werden. Ter„Soziallste" wird von dem „Sekretär des Nationalraths"(Lecretairs du Conseil National) redigirt, an de» Sie auch adressiren können, wie folgt: Au Secretaire du Conseil National, 28 Avenue d'Orleans, Paris. Sie erhallen von ihm alle gewünschte Auskunft. Wo möglich. ichreiben Sie aber französisch, wo nicht, wenigstens deutsch in lateinischer Schrift, was man sich überhaupt Ausländetn gegenüber zu merken hat. F. T. 1. 1.„Zur Reserve Beurlaubte" bedürfe» keiner militärischen Heirathsgenehmigung. 2. Anzeige beim Bezirss- eldwebel über erfolgte Heirath ist nicht erforderlich. 3. Steuer st vom Einkoinmeil zu zahlen: eine Frist, innerhalb welcher Jemand nach Entlassung aus der Ferienkolonie als ein solcher nicht erachtet werden kann, der steuerpflichtiges Einkommen besitzt, besteht nicht. Steigert. Ob Jemand Dissident. Atheist. Jude, Christ oder Muhamedaner ist, ist für die Frage, ob er den Zeugeueid leisten muß, gleichgiltig. 2. Ein Zeuge kann mit Recht die Frage nach feinem politischen Glaubensbekenutniß verweigern: Thät- achen. nicht Urtheile sollen dem Richter etwas angehen. I. Sch. 0. Ohne Durchführung des langwierigen und kost- 'pieligen Aufgebotsverfahreus erlangen Sie keine Rechte aus den zu Ihnen gelaufenen Hund. H. L. LO. Sie müssen die Sachen herausgeben und haben kemen Anspruch aus Aufbewahrungskosten. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch den 6. Dezember. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Nara. Bajazzi( Pagliacci). Schauspielhaus. Ein Sommernachts= traum. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die guten Freunde. Lemny- Theater. Obette. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die schöne Helena. Rendenz- Theater. Die Dragoner. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die sieben Raben. Alexanderplatz- Theater. Die Ehe brecherin. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz Großen Gala- u. Benefiz- Vorstellung für Herrn Bernhard Leitner, Athlet. Täglich: Grosse mo Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet und Preisringer. Kraftproduktion in, 2 Pferden. Familie Ueberle, Bara terre- Gymnastiter. Gebr. Palmer, Gymnast. Zahnproduktion. Signorina Kathi, Drahtseilkünstlerin. Frl. Möller, Schlangendame. Frl. Torci Kör, Ungarische Sängerin und Tänzerin. Georg Cordes, Gesangshumorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. { Sonntags 75 Pf. Entree:{ Wochentags 50 ẞf. National Theater. Der Schloffer. Theater Unter den Linden. MoritzDer Mikado. American Theater. Die Trodenwohner oder das Kind in der Kommode. Die Gründung Roms in der Möckernstraße. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. A. Zimmermann. Etablissement Morig Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Sozialdemokratischer Wahlverein Bekannten, fowie den Kollegen der für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Becker und Hoffbauer'schen Fabrik, dem Kummer'schen Gesangverein und dem Gesangverein Hoffnung" für die zahlreiche Betheiligung beim Begräbniß meines lieben Mannes und unseres lieben Vaters fagen wir hiermit unsern 564b berlichsten Dank. Wwe. Bolzmann nebst Kindern. Danksagung. Herzlichen Dant sagen wir allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Verein der Geschäftsdiener und Berufsgenossen, die unserem lieben Sohn und Bruder über: Donnerstag, den 7. Dezember, Abends 8½ 1hr, bei Philipp, Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Gen. R. Schmidt Die neue Steuervorlage". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 1 379/1 Der Vorstand. Berl. Gewerkschafts- Kommission. Donnerstag, den 7. Dezember, Abends 8 Uhr, im Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16: Albert Müller Oeffentliche Versammlung der Delegirten. das letzte Geleit gaben. 567b Wwe. Müller und Söhne. Castan's Zages Ordnung: 1. Antrag der Töpfer bezügl. Umänderung der Kommission und Einführung einer Sammelmarke. 2. Antrag des Ausschusses bezügl. eines im nächsten Frühjahre einzuberufenden allgemeinen Gewerkschafts Kongresses. 3. Revisorenwahl. 4. Berschiedenes. In dieser Versammlung werden die Billets für die Matinee am 2. Feiertage zur Ausgabe gelangen. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 274/17 Panopticum. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Ohne Extra- Entree. Play. Buggenhagen. Play. Die 17jährige Siamesin ,, Krao" Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. der Uebergang vom Affen zum Menschen. Spezial Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Ronzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in bem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. National- Theater. ratweil'sche Große Frankfurterstraße 132. Novität! Novität! Der Schloffer. Soziales Lebensbild in 5 Aufzügen von Franz Gottscheid. Regie: Rohde Ebeling. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Boltsvorstellung für Erwachsene und Kinder. Schneewittchen und die sieben Zwerge. Hierauf: Der Glöckner won Notredame. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Poffe mit Gesang in 1 Aft D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Heute zum 50. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6/2 Uhr ab: Concert). ungarisch. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 7 Ubr. Entree 15 Bf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pi. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mittwoch, den 6. Dezember, Abends 71/4 Uhr: Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Francis Era amañiatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Im vierten Stock. Charakterbild in 1 Akt. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. & PassageDeutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 6. Dezember, Abds. 82 Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstr. 23: Branchen- Versammlung der Modelltischler. des Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Th. Glocke. Angelegenheiten und Verschiedenes. 2. Distusfion. 3. Verbandss Zu dieser Versammlung sind alle Modelltischler freundlichst eingeladen. Die nächste Vertrauensmänner- Versammlung für den Westen findet am Mittwoch, den 6. Dezember, Abends 8½ Uhr, bei Raumann, Culmftr. 36, statt. 431/11 Die Ortsverwaltung. Um rege Betheiligung ersucht Achtung! Sonntag, den 10. Debr., Abends 6 Uhr: Deffentliche Versammlung Achtung! aller im Tapezirer- Gewerbe beschäft. Personen ( Gehilfen, Näherinnen 2c.) im Lokole des Herrn Boltz, Alte Jakabfte. 75( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. Nach Panopticum. ad der Bersammlung: We Gemüthliches Beisammensein. 50 Pf. NB. Da in diesem Jahre fein Weihnachts- Vergnügen stattfindet, so erfuchen wir, zahlreich und pünktlich in dieser Versammlung zu erscheinen. 561b] Die Agitations- Kommission der Tapezirer Berlins und Umgegend. Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. incl. Theater. Sonntag, den 10. Dez., Vorm. 101/2 Uhr, bei Bötzow( v. d. Prenzlauer Thor): Große öffentliche Versammlung. Aufklärung! 821/16 Tagesordnung: Bericht der Kongreß- Kommission sowie Berichterstattung Der August Kapell in Friedrichs- der Kongreß- Delegirten. Verschiedenes. hagen hat geäußert, sein SchwiegerDie Kongress- Kommission der Tabakarbeiter. vater habe noch 6000 M., was jedoch auf unwahrheit beruht. 5278 Verein z. Wahrung der Interessen d. Maurer Huth sen. Achtung, Töpfer! Auf Beschluß des Vorstandes werden von jetzt ab die Prozentabführungen zu unserm letzten Fensterstreit eingestellt und nicht mehr erhoben. folgt nach. Berlins. Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 7. d. M., Abends 82 Uhr, Sebaftianstr. 39. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion und Vereinsangelegenheiten. Um regen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Bom Sonnabend, den 9. b. M. ab, sind in sämmtlichen Zahlstellen Gala- Sport- Vorstellung. Die Streifabrechnung, sowie Bericht Eintrittskarten zur Bolts Versammlung am Sonnabend, den 16. d. M., zu 170 ber edelsten und bestdress. Pferde in der Manege. Unter anderen: Blondel, neu dressirt und vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. MonstreTableau von 60 Pferden, drefsirt und vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Gr. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Hurdle- Race von 20 Pferden. Quadrille Anfang Wochentags/ Uhr, Sonntags 61/2 Uhr. Central- Theater. Die de la haute équitation, geritten von 6 Damen und 6 Herren. Die Post mit 12 Pferden, geritten von Herrn Gustav. Ferneres Auftreten des Clown- Imita tors Mr. Ybbs und der hervorragendsten Spezialitäten. Zum Schluß: Huldigungsgruß an Berlin. eiserne Jungfrau. Gr. Barade- Schauftück v. Dir. Fr. Renz, Alte Jafobstraße 30. Bum 28. Male: Morgen und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau. mit Aufzügen, Festspielen, Solo- und Ensemble- Tänzen von 80 Damen. Preise wie gewöhnlich. Billet- Vorverkauf an der Zirkuskasse und beim ,, Sanssouci", Invalidendant, Markgrafenſtr. 51a, Kottbuserstr. 4a. Donnerstag, den 7. Desember: tekte Donnerstag- Soiree der Stettiner Sänger Donnerstag: Große Vorstellung. Fr. Renz, Direttor. Circus G. Schumann, Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Abends 71/2 Uhr: Mittwoch, den 6. Dezember, Weihnachten. Gr. außerordentl. Vorstellung. Dor Besonders hervorzuheben: WalkürenAnfang 8 Uhr. Manöver, geritten von 16 Damen. Entree 50 Bf. Im Borverkauf v. Hrn. Adolf Schumann. Mile. Jeanette, Albion", in der hohen Schule geritten 40 Pf. ( flebe Platate). Entree der Clowns Paul unb William. Reitkünstlerin. Riesenköpfe, fomisches Urkomisches Programm. Luftpotpourri der Geschw. Lecusson. Freitag: Letzte Soiree vor Weih- Grand Batonde americain. Potpourri mit 6 Pferden, Original Dressur des nachten in der Viktoria- Brauerei. Herrn Max Schumann. Damen- Jokey Präuscher's MUSEUM geführt von Herrn Miss Oxford. Said, Aportirpferd, vor Max Schumann. Jen de bar, geritten von den Herren Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstra ße Adolf Schumann, Aguimoff und Frhrn. anatomisches Viel Neues, darunter der Schußkanal der Kugeln des deutschen Militärs, fünf Körper durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. von Kotic 2c. 2c. 1 Preise der Plätze: Logensis 8 M., Sperrsiz und Tribüne 2 M., 1. Platz M., 2. 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Diese Sammlung der gedankenreichsten und formenschönsten deutschen Freiheits- Rieder von Goethe bis auf die Dichter des jüngsten Deutschland hat ihren politischen und literarischen Werth in der Person des Herausgebers verbürgt, der als Dichter wie als Freiheitssänger in der Deutschen Arbeiterwelt seit langem und bestens bekannt ist. Das Buch der Freiheit" sollte jeder Genoffe erwerben, deffen Herz für Freiheit und Schönheit schlägt. Für die tommende Festzeit kann es kein schöneres und passenderes Festgefchent geben als das Buch der Freiheit". Zahlreichen Aufträgen sieht entgegen " " 415/9 Buchhandlung des ,, Borwärts: 99 Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplaz größtes Lager Berlins. MusterKinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zable ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Eager Berlins habe. F. Metzner.. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 286. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Mittwoch, den 6. Dezember 1893. $ 10. Jahrg. durchaus nicht Wunder nehmen. Ist es föderativ, daß die Merger über den Verlust an auswärtigen Papieren ein solches Einzelstaaten beim Reiche um Zuschüsse betteln? Ehe man solche Gesetz machen, wäre thöricht; aber ich bestreite, daß es sich hier Zuschüsse bewilligt, müßte man doch die ganzen bayerischen überhaupt um eine Maßregelung der Börse oder etwas derartiges Finanzverhältniffe prüfen. Das Reich soll schon die Haupt handelt. Es handelt sich hier lediglich um ein Finanzgefeh. 13. Sigung vom 5. Dezember 1893. 1 Uhr. finanzquellen in Beschlag genommen haben; das zu sagen war Man mag über die Börse denken, wie man will, ste ist ein wirthAm Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, v. Böt nicht besonders geschickt, gerade bei den jeßigen Steuern. Das schaftlich nothwendiges Institut, welches internationale Beicher, Graf v. Posadowsty, Miquel, v. Riedel. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Gesetz diese Steuerquellen werden zum Theil erst den Einzelstaaten ent- nichten. So wenig ich verkenne, daß die Börse ein nothwendiges Reich hat keine Weinsteuer, keine Steuer auf Frachtbriefe u. f. w.; ziehungen pflegt; ihre nationale Isolirung würde die Börse verentwurfes wegen Abänderung des Gesetzes, betr. die Erzogen. Warum will man nicht eine bayerische Frachtbriefsteuer, Institut ist, so wenig wird verkannt werden, daß an der Börse hebung von Reich 3 stempelabgaben. eine pfälzische Weinsteuer einführen! Das wagen oft bedenkliche Geschäfte gemacht werden. Die Arbitrage ist eine Bayrischer Finanzminister v. Niedel: Wenn ich zu diesem Sie gar nicht in Ihren Einzelstaaten; damit fallen Sie nothwendige und nüzliche Börsenmanipulation; aber es fehlen Gefeßentwurfe das Wort nehme, so geschieht es darum, weil die einfach durch bei Ihren Landsleuten.( Sehr richtig! lints.) die Merkmale, welche sie unterscheiden von den anderen bayerische Regierung den höchsten Werth auf die Annahme dieser Unser positives Programm ist die Aufhebung der Liebesgabe und Spekulationsgeschäften. Die verbündeten Regierungen haben Vorlage legt. Die Einzelstaaten befinden sich schon jetzt in den wir stimmen darin überein mit der preußischen Regierung, welche fein Mittel gefunden, um die berechtigte Arbitrage zu schoen. größten Verlegenheiten und suchen jezt schon nach Mitteln, um im vorigen Jahr die Liebesgabe zu einem Biertel befeitigen Daneben ist aber zu beachten, daß die Arbitragegeschäfte die durch die Höhe der Matrikularbeiträge und die sich ver- wollte, und wer war damals negativ? Der bayrische Finanz- conto à meta gemacht werden. Von anderer Seite wird mindernden Ueberweisungen entstandenen Lücken auszufüllen. minister hat diese Vorlage zu Fall gebracht!( Sehr richtig! verlangt, daß jedes Zeitgeschäft höher besteuert werden foll Gegen die Einführung der mehrfach vorgeschlagenen Reichs- lints.) Die Tabaksteuer soll wieder fommen. Das wollen wir als das Kassengeschäft, einkommensteuer muß ich mich vom Standpunkte der bayerischen abwarten; das wurde auch beim Tabak- und Branntwein Spielgefchäft ist. Das ist unrichtig. weil es ein Differenz, also ein Regierung mit derfelben Entschiedenheit erklären, wie die Monopol gesagt, und sie sind nicht wieder gekommen. Wenn die geschäfte abgeschlossen, weil man augenblicklich keine paraten Mittel Das ist unrichtig. Es werden viele Zeits preußische Regierung. Wenn Ungerechtigkeiten und Unzuträglich- Tabatsteuer angenommen wird, dann wird eine weitere Erhöhung hat oder weil man sich einen bestimmten Kurs sichern will. feiten vermieden werden sollen, müßte man die einzelstaatlichen derfelben allerdings nicht mehr vorkommen, aber wohl das Zeitgeschäfte und Kaffengeschäfte kann man gar nicht von einGinfommensteuern beseitigen. Das würde so tief eingreifen, daß Monopol, weil die Betheiligten selbst die Sehnsucht haben, von einander trennen. In allen Staaten beschäftigt man sich damit, icht blos die einzelstaatlichen Regierungen, sondern auch die den Verationen des jezigen Tabaksteuer Gesezes Landesvertretungen mit allen Mitteln fich dagegen wehren zufommen. Der Hinweis auf England, Frankreich u. f. w. wärtigen Staaten gegenüber nur in sehr bescheidenem Maße. los die Börsenpapiere stärker heranzuziehen; wir thun das den auswürden, daß ihre Autonomie zerstört wird. Wieweit das fun- paßt nicht; denn wir haben 2, dirte Einkommen besteuert werden soll, spielt dabei eine große Frankreich 26 und England 131/2, Der Quittungsstempel trifft die Arbeiter nicht; denn alle JuDesterreich 8 Milliarden Schulden. validen- Versicherungspflichtigen sind vom Stempel befreit. Die Rolle. Das Reich müßte sich also tief in die Verwaltung und Man sagt, unsere Zeit lebe im Zeichen des Verkehrs, und die Fälle, daß der kleine Handwerker den Stempel trägt, find akaVeranlagung von Steuern einmischen. Sehr recht hatte der Vorlage zum Stempelsteuergesetz ist ein drastischer Widerspruch demisch konstruirt. Nach der Statistik haben bei der Reichsbank preußische Finanzminister, wenn er da fragte: Was bleibt denn dazu; Steuerbeamte stellen sich in die Bahn des Verkehrs und die Checks einen Durchschnittsbetrag von 15 125 Mark, bezi. von der Selbständigkeit der Einzelstaaten noch übrig? Nach der verlangen wie die Reisigen in alter Zeit einen Steuerbetrag, die rothen Checks von mehr als mehr als 7000 Mark gehabt. Entwickelung der Dinge ist es daher natürlich, daß das Reich ohne daß eine Gegenleistung für den Verkehr vorhanden ist. Daß da der kleine Stempel nichts ausmacht, ist selbstverständlich. zur Deckung feiner Ausgaben sich zuwendet den durch die Man foll Steuern erheben vom Einkommen, man tann Steuern Der Frachtbriefstempel hat sein Vorbild ebenfalls in England, Reichsverfaffung ausgebildeten indirekten Steuern. Die ver vom Verbrauch erheben; aber falsch ist es, Geschäfte zu besteuern, Frankreich und Desterreich. Daß die Sammelladungen nicht bündeten Regierungen waren bemüht, die Vorlagen so zu die erst ein Einkommen schaffen sollen, vielleicht aber einen mit einem Stempel belegt werden, sondern daß der Stempel gestalten, daß die Lasten möglichst wenig fühlbar sind. Die Schaden bringen. Ich bin deshalb ein grundsäßlicher Gegner jedes einzelne Stück trifft, ist selbstverständlich. Mit englischen Regierungen haben es vermieden, nothwendige Lebensbedürfnisse von Umsatzsteuern. Ich lasse mich auch nicht dadurch bestechen, Berhältnissen dürfen wir die unsrigen nicht vergleichen. Würden zu belasten. Ungerecht ist der Vorwurf, daß wir mit diesen daß man diesen Stempel eine Börsensteuer nennt. Es giebt ja Sie uns die englische Malzsteuer geben, die 200 Millionen einSteuervorlagen ben wirthschaftlich Schwächeren treffen.( Wider dumme Leute, die sich einreden lassen, daß hier einzelne reiche Leute, bringt, so könnte man darüber sprechen. Das Finanzbedürfniß spruch links.) Ein solcher Vorwurf trifft jedenfalls den Entwurf die an der Börse spielen, besteuert würden. Die Einkommensteuer ist kommt von der Verstärkung unserer Wehrkraft, die nothwendig des Stempelgesetzes nicht. Bedenken werden nur gegen die das Mittel, diese reichen Leute zu treffen. Mich leiten weder war durch unsere geographische Lage. Wäre diese Lage nicht so Quittungssteuer erhoben im Interesse des fleinen Mannes.( Sehr Sympathien noch Antipathien für die Börse. Dort find alle ungünstig, so brauchten wir die Steuern wahrscheinlich nicht. Daß richtig! lints.) Solche Bedenken mögen ja bestehen, aber ernst- Parteien vertreten, die Konservativen mit ihrer großen Land- der Frachtstempel die kleinen Lente trifft, ist nicht zuzugeben; 47 pet. haft kämen sie doch nicht in Betracht bei der Geringfügigkeit der fundschaft, auch Antisemiten und auch solche, die politisch ge- aller Frachtsendungen und 97 pet. aller Postpackete find steuerfrei. Stempelfäße und bei der großen Zahl der Einwohner. Der finnungslos sind. Aussteller einer Nota, einer Quittung hat gar fein Intereffe haben bei der letzten Wahl Gelder gesammelt für die Durch den wirthschaftlichen Verkehr wie andere Steuern. Die Regierung Große Finanzbanken und Börseninftitute Gerade diese Stempelsteuern werden weniger tief eingreifen in daran, daß eine solche ausgestellt wird, das ist Sache des führung der Militärvorläge. Die Stempelsteuer trifft nicht die braucht die Steuern, sie nimmt an, daß diese Steuern die schwachen Empfängers der Waare 2c.( Gelächter links.) Die Weinsteuer Börse, sondern wird abgewälzt wie Porto und Zelegramm Schultern am wenigsten belasten. Ich fann Sie deshalb nuv ist nur gerichtet gegen einen Lurusartikel. Wäre die Weinsteuer- gebühren auf die Auftraggeber. Einige Arten von Geschäften bitten, die Vorlage anzunehmen.( Beifall links.) Borlage nicht gemacht worden, so hätte man uns die lebhaftesten werden unmöglich gemacht und dadurch Leute geschädigt, die Vorwürfe gemacht.( Sehr richtig! rechts.) Man behauptet, daß ganz solide Geschäfte machen. Abg. Graf Kanit( dt.): Jede neue Steuer ruft ein gewisses Man wird Schauergeschichten Mißbehagen hervor. Hier handelt es sich um die Kosten der durch die Labatsteuer das ganze Reich aus dem Leim gehe, daß erzählen von der Schlechtigkeit der Börse. Die Steuern find Militärvorlage, deren Kosten die Mehrheit des Reichstages an= die Regierung nichts anderes zu thun hätte, als möglichst viele tein Mittel dazu, die Moralität der Börse zu heben. erkannt hat; dann aber haben wir es zu thun mit der Deckung Existenzen zu vernichten. Dabei haben die Intereffen der Ar-( Sehr richtig! lints.) Das würde darauf hinauslaufen, des Ausfalls der Zolleinnahmen infolge der Handelsverträge. beiter der Regierung in erster Linie am Herzen gelegen. Der zur Bekämpfung des Spielteufels den Spielfartenstempel Herr Richter hat die Steuervorlage als schlecht bezeichnet; er ist Vorwurf, daß die Tabaksteuer auch die breiteren Volksschichten und angesichts der Wuchergeschäfte den Wechselstempel zu erhöhen. ein Gegner der Militärvorlage. Aber wo bleiben dann die trifft, ist nicht unberechtigt. Aber der Vorwurf verliert bedeutend Je gewagter ein Geschäft ist, desto größer wird der Gewinn, Handelsverträge? Davon spricht er allerdings nicht. Herr Richter, an Gewicht, weil ja niemand zu rauchen gezwungen ist( Wider desto weniger fallen solche Unkosten ins Gewicht. Die foliden jetzt decken Sie den Einnahme- Ausfall bei den Zöllen. Die Börsenpruch links), und weil die verbündeten Regierungen von einem Geschäfte aber fönnen eine solche Auflage nicht vertragen. Die fteuer ist zuerst zur Berathung gestellt worden. Das ist mit irationellen, die billigen Tabake besonders schwer belastenden Wirkung des Gesezes wird sein, daß die Provinzialbantiers geweiser Ueberlegung geschehen; denn die anderen Steuern Etenersystem, zu einem Werthsteuersystem übergehen. Wenn das schädigt werden, daß die kleinen Bankiers von den großen Banken sind auf mehr Widerstand gestoßen als die Börsensteuer. Reich feine neuen Steuern erhält, wie sollen die Einzelstaaten an den Börsenplägen aufgesaugt werden, daß endlich das Arbitrage: Man denkt dabei an die Ausbeutung des unerfahrenen Publikums, austommen? Dann müßten die direkten Steuern erhöht werden. geschäft unterdrückt wird. Die scharfen Kontrollmaßregeln werden an die ungünstige Beeinflussung der Preise durch das Treiben der In Bayern sind unter den Steuerpflichtigen nur 217, welche eine von den Bankiers als ein unberechtigstes Mißtrauen betrachtet, Börse u. f. w. Für alle diese Sünden soll nun die Börse büßen; Hente von mehr als 30 000 m. haben. Eine Heranziehung der während doch feststeht, daß die Bantiers die Stempelsteuer- Gefeße die Börsensteuer wird als eine gerechte Strafe für diese Ausbreiten Masse wäre also auch bei der direkten Steuer unaus gewissenhaft beobachtet haben, daß nur wenige Defraudations schreitungen bezeichnet. Mein Standpunkt ist ein anderer. Die bleiblich. Wollte man die Steuererhöhung auf eine geringere Anfälle vorgekommen sind; es wurden bei der Stempelsteuer in Börse an sich ist nüßlich; ich verschließe das Auge vor den Mißzahl von Schultern legen, müßten sie so erheblich herangezogen wer einem Jahre 238 M., bei der Branntweinsteuer 232 000 m. de ftänden nicht; aber ein Steuergesetz darf niemals einen strafden, daß eine entschiedene Rückwirkung auf Handel und Wandel fraudirt. Für die Besteuerung der ausländischen Effekten ist rechtlichen Charakter haben. Wir müssen uns fragen, ob das und damit auch auf das Wohl des Arbeiters unausbleiblich ist. Stimmung vorhanden, weil das Publikum daran viel verloren Steuerprojekt ein geeignetes ist, ob der Ertrag der Steuer ein Wiit dem, was ich vorgetragen, find die Motive der Regierungen hat. Vor solcher Gesetzgebung vom Standpunkte des Er- ficherer und nachhaltiger ist und nicht berechtigte Interessen verfür ihre Vorlagen noch nicht erschöpft. Ein Hauptmotiv bildeten zürnten sollte man sich aber hüten; durch die Steuer werden letzt werden müssen. Von diesem Gesichtspunkte habe ich die auch die Beziehungen des Reichs zu den Einzelstaaten. Das die schlechten Papiere nicht ferngehalten werden von Deutschland. Börsensteuer geprüft und kann sie nur als wirthschaftlich Reich hat die hauptsächlichsten Quellen der indirekten Steuern Die Lotterien hätte man lieber ebenso wie die Spielbanken auf und politisch gerechtfertigt bezeichnen. für sich in Anspruch genommen; durch die Gesetzgebung wird heben sollen. Wer den Quittungsstempel annimmt, mit dem ist hat ihren Abschluß gefunden; wenn die Ergebnisse bekannt Die Börsenenquete ein Theil der Einnahmen auf die Einzelstaaten überwiesen, so- überhaupt nicht mehr zu streiten. Der Reichs- Schatjekretär hat werden, wird man sagen: Der Berg hat eine Maus geboren. weit sie nicht durch Matrifularbeiträge aufgebraucht werden. erzählt: Wer baar bezahlt, bedürfe feiner Quittung. Ich weiß Die Minderheit der Kommission hat weitergehende Anträge Nimmt man die Sache zu leicht, so steht man über Nacht vor nicht, woher er diese Erfahrung hat. Der Quittungsstempel ift geftelt, ist aber nicht durchgedrungen. Ich mache meinen Kollegen einem Defizit, dessen Deckung fehr schwierig wird. Die eine Steuer auf den Ordnungssinn im Geschäft. Wenn der feinen Vorwurf aus ihrer Ueberzeugung. Aber ich hoffe, daß die Ansicht, daß die Einzelstaaten teine Ansprüche auf die finanzielle Stempel so gering ist, warum haben denn die Minister sich aus- Minorität bald Gelegenheit finden wird, ihren Wünschen AusBeihilfe des Reichs haben, ist nach dem Gange der deutschen genommen. Da hätten sie doch mit gutem Beispiel vorangehen druck zu geben. Der nominelle tägliche Umsatz der Börse, z. B. Steuerreform- Berhandlungen von 1879 nicht begründet. Man sollen. Das ist so recht eine Steuer, die den Mittelstand belastet. der Berliner Börse, ist ja ein enormer. Es handelt sich aber ging damals von der entgegengesetzten Anschauung aus. Mit dem Frachtstempel hat man sich in der Deffentlichkeit wenig meist nur um Differenzgeschäfte; ob dieselben moralisch oder Die Versagung jeder finanziellen Beihilfe seitens des Reichs beschäftigt, wohl weil man ihn nicht ernst nahm. Die Reichs- unmoralisch sind, darauf kommt es nicht an. Wenn beim Umfah würde auch unbillig sein. Nicht blos Ausgaben find durch die verfassung fordert die möglichst niedrige Tarifirung der Massen von Immobilien ein hoher Stempel gezahlt wird, warum foll Ueberweisung des Reichs beftritten, sondern es sind auch Er- artifel; das wurde also ein Grundrecht bezeichnet, wichtiger als die Börse nicht eine Umsatzsteuer zahlen? Aber ich bin auch leichterungen geschaffen worden, die z. B. in Bayern 5 Millionen alle politischen Grundrechte. Jetzt wird ein Stempel eingeführt, der Meinung, daß eine allzu große Erhöhung des Stempels Mart betragen. Daß auf Vorrath Steuern bewilligt werden der gerade bei den geringwerthigsten Artikeln besonders be- nicht zur Vermehrung, sondern zur Berminderung der Einsollen, tann man nicht sagen in anbetracht der großen Schuld- lastend ist; so z. B. bei einem Waggon von Packsteinen, der nahmen führen wird. Der Ertrag der Börsensteuer ist in fumme des Reichs. Wenn eine Ueberweisung seitens des Reichs 50 Pi. Gewinn abwirft, beträgt der Stempel von 20 Pf. 40 pCt. der lezten Zeit schon in der Abnahme begriffen gewesen. nicht stattfindet, werden die Einzelstaaten anderweit die Mittel des Werthes. Die Sammellabung war ein Fortschritt, jest will Die fleinen Steuerbeträge scheffeln, nicht die großen. Ist der aufbringen müffen. Die Tabat Fabrikatsteuer, wenn Sie fie man bei Sammelladungen jedes einzelne Stück besteuern. Wenn Stempel zu hoch, so wird die Anzahl der Geschäfte sich verheute ablehnen, wird in der kürzesten Zeit wieder er der Fiskus Geld braucht, dann nimmt er eben gar teine Rück- mindern. Ich hoffte aus der Rede des Abg. Richter etwas scheinen. Wir wollen und erstreben eine feste Ordnung, sicht.( Sehr richtig! lints.) Bom Parteistandpunkte aus tönnten lernen zu fönnen, aber die Hoffnung ist nur theilweise erfüllt welche dem Reiche und den Einzelstaaten eine ftetige mir nur die Annahme der ganzen Steuervorlagen wünschen; die worden. In einem Punkte kann ich mit ihm übereinstimmen, Finanzwirthschaft sichert. Wir wollen ferner, daß die Menge der Placereien und Scherereien würde die Anschauung wo er eine Abschaffung der Staatslotterien verlangt. Ich verErhöhung ber direkten Steuer möglich ft wach rufen, daß wir doch das richtig vorausgesehen haben. lange allerdings nur eine Reform. Wir haben fünf verschiedene vermieden und hintenangehalten wird. Wir Gerade diejenigen Parteien, welche die Militärvorlage ange- Staatslotterien und es darf nicht geduldet werden, daß die kleinen wollen endlich, daß die indirekten Steuern so eingerichtet nommen haben, hätten alle Ursache, uns vor diesen Schädlich Staaten fich auf Rosten der anderen bereichern. Hamburg bezieht werden, daß fie möglichst leicht getragen werden fönnen. Aus feiten zu bewahren.( Beifall links.) aus seiner Staatslotterie fast 2 Millionen, der preußische Staat diesem Gesichtspuntt bitte ich, die heute zur Berathung Schaßfekretär Graf v. Posadowsky: Wenn eine neue nur 8 Millionen! Aus Mecklenburg habe ich nichts erfahren stehende Vorlage und die übrigen zu würdigen.( 3Zustimmung Steuer vorgeschlagen wird, dann ertönt der Kassandra Ruf tönnen; es wird mir mitgetheilt, daß dort die Staatseinnahmen rechts.) mit lapidarischer Kürze: Die ganze Branche wird ruinirt. und Ausgaben nicht bekannt gegeben werden.( Heiterkeit.) Es wäre Abg. Richter( Freis. Vp.): Als wir im Kreise der Parteien Wenn wir uns dadurch bange machen ließen, dann würden wir zweckmäßig, die Staatslotterien abzuschaffen und dafür eine einüber die geschäftliche Behandlung der Vorlagen sprachen, waren niemals zu einer Steuer fommen. Es ist immer ein schmerzlicherheitliche Reichslotterie einzurichten. Beim Arbitragegeschäft wir der Meinung, daß nicht allgemeine Steuerfragen in die Vorgang, wenn ans der Einzelwirthschaft etwas in die Allgemein scheint doch noch etwas verdient zu werden; denn die deutsche Debatte gezogen werden. Der Präsident ist einem Minister wirthschaft übergeführt werden soll. Gegen die Börsensteuer hat Bant hat noch ganz erfreuliche Dividenden vertheilt, wenngleich gegenüber nicht in der Lage, ihn zur Sache zu rufen. Der Herr sich die Börse selbst ziemlich ruhig verhalten. Sie hat sich ge- bei ihr das Arbitragegeschäft in den Hintergrund tritt. Herr Minister hätte das alles sagen tönnen bei der ersten Berathung fagt, fie tann es ertragen.( Buruf links: Sie weiß, es nüht ihr Richter hat geklagt über die Verstaatlichung der Eisenbahnen, des Etats, bei welcher er nicht anwesend war. Aber man scheut nichts!) Auch die Meinung des Hauses war, daß die Börse wodurch die Leute zu den ausländischen Papieren gedrängt wor die Kritik der einzelnen Vorlagen und sucht die Aufmerksamkeit herangezogen werden fönnte. Man hat gefagt: Die Börse hat den find. An die Stelle der Eisenbahnpapiere sind die Konsols auf andere Dinge zu lenten. Was abgesehen von bayrischen sich refignirt unterworfen. Aber ich fann Sie beruhigen: Die getreten und wenn der Kapitalist ausländische Papiere bevorBahlen, die wir nicht fritisiren können, der Minister vorgebracht Börse rührt sich wieder und fängt an, den Fehler wieder gut zugt, so ist das seine Schuld. Wenn der Binsfuß sinkt, dann hat, das hat der preußische Finanzminister schon viel beffer ge- zu machen. Ueber die Erfahrungen mit der Börsensteuer habe muß der Kapitalist sich einrichten( Aha! links). Andere fagt. Als Handlanger der Reichs- Finanzverwaltung haben wir ich hier einen amtlichen Bericht, der geschrieben ist nach müssen sich auch einrichten und wer sich nicht einden Vorrebner nicht angesehen. Nein, die Finanzminister Erlaß der bestehenden Börsensteuer. Es wird berichtet, richten kann, der wird in der Regel den kürzeren ziehen. gleichen sich alle, sie wirthschaften alle gern aus dem Bollen, von dem Rückgang der Geschäfte und von den geringen Ein- Meine Freunde haben sich sehr interessirt für eine besondere und vom bayerischen Finanzminister gilt das insbesondere. nahmen aus der Börsensteuer. Dieser Bericht ist 1885 ge- Emissionssteuer auf ausländische Werthe; nach genauerer Brüs Warum haben Sie das vor der Berathung der schrieben, wie ich annehme, mit voller ehrlicher Ueberzeugung. fung fann ich mich nicht dafür aussprechen, weil die Papiere Militärvorlage nicht gefagt, daß die Einzelstaaten Aber die Verfasser des Berichts haben sich getäuscht zum Bor- dann im Auslande emittirt und nachher in das Land gebracht tein einwandfreies Budget mehr aufstellen können ohne theil der Börse und auch der Reichstaffe. Die Banken haben da werden. Eine Emissionssteuer würde eine Prämie auf, die neue Steuern vom Reich? Sehr richtig! links.) Die mals mit 1248 Millionen Kapital gearbeitet, jegt arbeiten sie mit schlechten ausländischen Papiere sein. Daß das Reportgeschäft Ueberweisungen auf die Einzelstaaten find durchaus tein 1651 Millionen und ihre Rentabilität hat sich gesteigert von 6/3 entlastet werden soll, hält Redner nicht für nöthig. Wenn man Grundgedanke der Reichsverfassung; umgekehrt: die Einzelstaaten auf 72/3 pet. troß des erhöhten Stempels. Man sagt: aber jeht aus Intereffententreifen gedroht habe, das Reportgeschäft werde follen zu den Kosten des Reichs zuschießen, folange nicht direkte liegt das Börsengeschäft danieder! Kein Sachverständiger wird als Lombardgeschäft behandelt werden, so kann das der RegieReichssteuern eingeführt sind. Angesichts der indirekten Steuern der Meinung sein, daß die Stempellast daran schuld ist.( Sehr rung gleichgiltig fein. Ich vermisse eine Berechnung des Bayerns, die namentlich wegen des Malzaufschlages sehr hoch richtig! rechts.) Das sind lediglich die Folgen der großen Ueber- Einnahme Ausfalls, der entstehen wird durch Fortfall des find, würde eine Erhöhung der bayerischen indirekten Steuern spekulation, man hat das Bertrauen verloren. Daß wir aus doppelten Schlußsteinftempels für die Provinzial Bantiers, 0 = # durch Die Erleichterung der " " Reportgeschäfte u. f. w. Iraths Bertram zu gebrauchen) kein Bedürfniß vorliegt." Wenn Kaufmann H. nach der Dresdner Bank geschickt wurde, um einen Weshalb ein Quittungstempel nicht eingeführt werden soll, tann heute die sozialdemokratischen Stadtverordneten die städtische Brief mit 7 Tausendmarkscheinen abzugeben. Er ist auch dort ich nicht begreifen. Bedenklich ist nur die Belastung des Ver Verwaltung wieder einmal an ihre Pflicht mahnten und einen gewesen und sollte später wiederkommen, dann ist er aber weder tehrs durch die verschiedenartigen anderen Stempel. Quittungs- Antrag auf Speifung jener Tausende von hungernden Kindern nach der Bant, noch zu dem Prinzipal zurückgekehrt. Wie stempel, Check und Girostempel, Stempel auf Frachtbriefe und aus Gemeindemitteln einbrächten, wir sind fest überzeugt, daß feststeht hat er sich bis Abends 9 Uhr mit einem Kellner in Connoissements find alles verschiedenartige Stempel, die in ihrem der Stadtverordneten- Versammlung und der bürgerlichen Klasse einer Wirthschaft aufgehalten und erklärt, daß er nach Amerika Betrage nicht hoch sind, aber viel Scherereien mit sich bringen. von hervorragender Stelle die beruhigende Versicherung gegeben gehen wolle. Ferner ist ermittelt, daß er einen Schein geMan sollte eine von diesen Stempelarten auswählen und sie er- würde: Es giebt keine hungernden Kinder! Wer dann etwa wechselt und sich einen grauen Mantel und grauen Hut ge= höhen und dafür die anderen streichen. Wenn solche Verkehrs- trotzdem noch Hunger haben sollte, der tann warten, bis der kauft hat. abgaben eingeführt werden, dann müssen sie so eingerichtet Verein für Kinder Boltstüchen" genügende Mittel zusammenwerden, daß sie das Publikum möglichst wenig belästigen, aber gebracht hat, um einige hundert Küchen zu eröffnen und alle recht viel einbringen. Frankreich zieht aus der Stempelsteuer hungernden Kinder fatt zu machen. Wem das aber nicht paßt, 168 Millionen Franks, trobem es nur 36, Deutschland 30 Millionen der kann inzwischen verhungern, bie einzige Freiheit, die die Einwohner hat. Trotzdem hat man niemals Klagen über die Beſiklofen, die Kinder wie die Erwachsenen, unter der Herrschaft Stempelstener gehört; die Leute haben sich daran gewöhnt, jedes des Kapitalismus wirklich unumschränkt besitzen. Stück Papier, welches eine Quittung bedeutet, zu stempeln. Das Bublifum wird sich auch bei uns daran gewöhnen. Ich schlage Ihnen vor, den Gefeßentwurf einer Kommission von 28 Mit gliedern zu überweisen. Wir werden wohlwollend in die Bes rathung eintreten. fehr richtig bemerkt, die gestern von uns gebrachte NothstandsAus dem Straßenschmus haben wir, wie die Kreuz- 3tg." notit über das Kavalier- Mittagessen zu 157 Mart hervorgesucht. Die Krenz- Zeitung" scheint nicht au wissen, daß man sich sehr Dierenz- Zeitung" scheint nicht zu wissen, daß man sich sehr oft die Nase zuhalten muß, wenn man das Treiben ihrer diversen Schüßlinge aufdecken will. Oder wollte sie vielleicht Charitee Zukunftspläne. Uns wird geschrieben: Quandeuten, daß nicht die Rechnung, sondern der Empfänger der M. 281 berichtet der Vorwärts" über geplante Charitee Neus felben in den Straßenschmuß gehörte? bauten and Herr Generalarzt Dr. Schaper, der darüber vor Nach fiebenmonatlicher Untersuchungshaft ist die Wirthgetragen hat, erweckte im Leser den Glauben, als ob mirklis fchafterin Schimpfäse aus Neu Weißensee aus dem Gefängnisse Abg. v. Buchka( bk.) erwidert dem Vorrebner, daß in Mecklen etwas Gesprießliches zur Milderung der Mißstände be entlassen worden. Vor etwa acht Monaten brach in dem Hause burg die Lotterie nicht zu den Gegenständen gehört, welche der absichtigt werde. Ich sage zur Milderung. Denn man darf des Musikers Keitsch in der Lothringerstraße des genannten VorBeschlußfassung der Stände unterliegen, sie ist eine landesherr fich durch diese Sukunftspläne über die Wirklichkeit nicht biniveg ortes ein erheblicher Brand aus, der mehrere Bewohner in Lebensliche Angelegenheit und verpachtet. Wenn der Vorredner gemeint täuschen laffen. Neubauten allein machen es nicht! Was bgefahr brachte. Der Verdacht, diesen Brand vorfäglich angeftiftet hat, daß über die mecklenburgischen Finanzverhältnisse nichts befonders schwer empfunden wird, das ist die Behand zu haben, lenkte sich auf Keitsch und dessen Wirthschafterin, Frau fannt gegeben werde, so muß er sich wohl an eine apokryphe lung.die den Kranken seit Jahrzehnten zu Theil Schimptase. Ersterer vermochte sich von dem Verdachte zu reiapokryphetungen alten Wig, den auch der Vorwärts" wieder nigen, so daß kein Verfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Aber Stelle gewandt haben.( Heiterfeit rechts.) Darauf wird die weitere Berathung bis Mittwoch 1 hr auffrischte, von dem Manne, dem die Thierarzneischule als An- auch der auf Frau Schimpfäse ruhende Verdacht hat sich tros vertagt. stalt bezeichnet wird, wo die Hunde wie die Menschen beder langen und eingehenden Untersuchung derartig verflüchtigt, handelt werden, während in der gegenüber liegenden daß das Verfahren eingestellt und die Haftentlaffung angeordnet Charitee die Menschen wie die Hunde behandelt werden, diesen werden mußte. Wer entschädigt die Unglüdliche? alten Wiz hat mir mein Vater vor 25 Jahren erzählt! wie Tokales. Die Redaktionsräume des Vorwärts" befinden fich jezt Beuthstraße 2, 2 Treppen. Bei der Stichwahl im 5. Charlottenburger Kommunal Wahlbezirk, die am Montag stattfand, unterlag unser Parteis genoffe gegenüber dem freisinnigen Kandidaten. wird. alt müssen also die Zustände in der Gharitee Wieder auf freien Fuß gesetzt ist der unter dem Verfein, the fich felch ein Boltewig herausbilden dacht, Hedwig Frante in Spandau erdrosselt zu haben, fefttonnte. genommen gewesene Maschinist Kirschstein. Trotz aller Anzeichen hat sich der Verdacht nicht aufrecht erhalten laffen. Die Polizei fteht, wie oft in ernsthaften Fällen, vor einem räthselhaften Dunkel. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wagte sich eine Bourgeoir Beitung mit einzelnen Mittheilungen heraus, aber wie so unendlich vieles der Selbsthilfe der Arbeiterpartei überlaffen bleibt, so beginnt man erst jest Dank der Energie der Arbeiter und Mit dem Eintritt des reichlicheren Schneefalles hat ihrer Preffe daran zu denken, daß hier Abhilfe geschaffen werden ble ferbebahn auch wieder mit ihrem leidigen Salzstreuen Am Ende ihres Lateins ist die bürgerliche Gesellschaft müffe. Wohlgemerkt, man beginnt daran zu denken, denn so begonnen, gegen welches alljährlich ohne jeden Erfolg protestirt jedesmal, wenn zu Beginn des Winters das permanente Elend großartig sich die neuen Pläne lejen, so weit sind sie von ihrer wird. Nicht nur, daß durch das flüssig werdende Salz das sich aus seinen Höhlen herauswagt und an die öffentliche Mild Berwirklichung entfernt! Schuhzeug der Straßenpassanten ruinirt wird, die Streuerei thätigkeit appelliren muß, die von einigen Wenigen gewiß aus Zunächst muß das Geld bereitgestellt werden. Die gegen bringt auch noch eine größere Gefahr mit sich, nämlich die, daß warmem Herzen, von gar Bielen zwar nur des äußeren Anwärtige preußische Volks- Vertretung wird bewilligen und wird das durch das Pflaster hindurchfickernde Salzwasser die eisernen sehens willen, stets aber mit einer Wirkung ausgeübt wird, die mit bewährter Zahmheit sich Anstandshalber nachträglich ent Brücken in ihrer Dauerhaftigkeit beeinträchtigt, indem es von im besten Falle nur dem Augenblicke genügt. Es ist noch Spät rüften, aber in welcher Zeit wir Abhilfe zu erwarten haben, das den eisernen Trägern den schüßenden Farbeüberzug abfrißt und herbst, die grauenhaften Wirkungen der Kälte und der immerfort deutet der Bericht schon selbst an: Die Dauer des Umbaues die Rostbildung in hohem Maße begünstigt. Es wäre doch zunehmenden Arbeitslosigkeit treten erst in den nächsten Monaten dürfte 3hn Jahre in Anspruch nehmen" oder mit anderen wirklich ein kleines, die Pferdebahnschienen auf eine andere hervor und dennoch welch ein erschütterndes Bild bietet das Worten: man wird dem elenden hariteehunde jährlich ein Stück Weise zu reinigen, als durch das Salzstreuen. Aber bekanntlich in der Oeffentlichkeit registrirte Glend schon jetzt dar. Bereits chen von seinem Schwanz abschneiden und diese Schneiderei foll ist ja die Pferdebahn nicht für das Publikum, sondern das im Monat November benutzten das Asyl für nächtliche Obdach sich zehn Jahre hinziehen! Das ist so recht bezeichnend für ben Publitum für die Pferdebahn da, und der von Natur gutTofe36 093 Personen, nämlich 85.072 Männer und Willen, für die Energie, Energie, die in den maßgebenden müthige Berliner läßt sich eben gefallen, was zwet gott1021 Frauen, die nicht wußten, wo sie ihr Haupt Kreisen herrscht. In der der heutigen Bewegung des begnadete Direktoren in ihrer Weisheit zu thun für gut behinlegen und ihren Hunger stillen sollten. Jut städti Riefenverkehrs und der Riesenfortschritte sind zehn Jahre finden. schen Obdach befanden sich am 1. November 51 Fa eine Spanne Zeit, in der die ganze medizinische Wissenschaft milien mit 170 Personen, darunter 15 Säuglinge; am 1. Dezem umgefrempelt sein fann, und es würde bei dieser Schlendriun ber war der Bestand 60 Familien mit 198 Personen, darunter Banthätigkeit vielleicht der erste Pavillon- Meubau Schon wieder 18 Säuglinge. In welchem Zustande sich die Armen, welche veraltet sein, wenn die fette Barade 1004 vollendet ist. Der diese Institute in Anspruch nehmen mußten, befunden haben, schwere Reichstagebau hat für 17 Millionen noch nicht zehn begreift man an der Thatsache, daß 123 in einem Zustande Jahre gedauert, und diese Chariteeherren werden sich um ihren waren, der es nothwendig machte, sie öffentlichen Heilanstalten trockenen Krankenhaus- Umbau für 6-7 Millionen ins Wert u zu überweisen. 441 Männer und 16 Frauen dagegen erhielten feßen ze hn Jahre Zeit nehmen. für längere Zeit Versorgung, indem sie der Polizei übergeben Herrn Dr. Schaper fann man diese Mittheilung nicht übel wurden! Auch eine Hilfe in der Noth. Gelbit bürgerliche nehmen, er weiß nicht, was eine cnergische Bauverwaltung zu Blätter geben die Ausdehnung und die Größe des Massenelends leisten vermag; aber für jene Baubeamten ist die Ansu; so schreibt ein hiesiges Blatt, indem es zur Spendung von gabe, ben Gesammt Umbau auf zehn Jahre zu vertröbeln Wäsche und Bekleidungsstücke auffordert: ein beschämendes Zeugniß. Die Annahme, als ob es fich darum Der Zustand der das Obdach aufsuchenden Personen handle, den Umbau ohne Störungen" für die Gesammtanstalt spottet jeder Beschreibung. Das Herz erzittert bei dem Anblick zu vollziehen, kann nur als Scherz aufgefaßt werden, dem cin diefer Aermsten, welche in der denkbar mangelhaftesten Bekleidung fehr bewährter Hintergedanke zu Grunde liegt. Wenn nämlich erscheinen. Ohne Fußbekleidung, und der allernothwendigsten mit dem Bauen erst begonnen ist, dann ergeben sich die Störungen Wäschestücke entbehrend, zitternd vor Kälte betreten sie die An- ganz von selbst. Die geehrten Baubeamten verstehen es vor stalt. Wie amtlich zugegeben wird, befinden sich unter den tr fflich, sich behaglich und gemüthlich in ihren Banbureaus eine Obdachlosen sehr viele, die ohne eigenes Verschulden, lediglich zurichten, und man frägt nachher garnicht, wie viel Stationen durch die gegenwärtigen schlechten Erwerbsverhältnisse in so außer Betrieb gesetzt werden müssen, wenn der Lärm der Bau traurige Lage versetzt worden sind." withätigkeit, thätigkeit, das Marken, der feine Fabrikate für die Mark Brandenburg in der Bereits verhaftet ist der Fälscher von AltersversicherungsUmgebung Berlins zu verkaufen suchte. Gin Kaufmann in merksam gemacht worden, ließ den Burschen, der bei ihm gestern Weißensee, der durch die betreffende Notiz auf den Betrüger auf. ansprach, verhaften, als er die„ Waare" zum halben Preise angeboten hatte. Der Festgenommene, der über seine Personalien ansprach, verhaften, als er die Waare" zum halben Preise anjegliche Auskunft verweigert, ist bereits nach Moabit überführt. Wegen Todesfalls geschlossen ist, wie Ankündigungen besagen, die Korsetfabrik von Leonhard Lachmanski, Alexanderfraße 51/52, die bis vor kurzer Zeit in dem Haufe Königstr. 57a bestand. Wie hierzu berichtet wird, hat der Fabrikinhaber Hand an sich felbst gelegt, indem er sich wahrscheinlich in der Nacht zum Montag in feinen Geschäftsräumen erfchoß. Der 36 Jahre alte Mann erschien noch am Sonnabend Abend spät in dem Geschäft und hat sich bis spät in die Nacht hinein mit Briefschreiben beschäftigt. Am Montag früh fanden Arbeiterinnen die Räume verschlossen und benachrichtigten die Polizei, die sich vom Hofe aus gewaltsam Butritt verschaffte. In einem Mittelzimmer lag Lachmansti als Leiche auf dem Fußboden; er hatte der Bauarbeiter, fich durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe getödtet. So sieht das Glend nach bürgerlicher Schilderung jetzt aus, basieren Prachige Schreien der Mauersteine auf den Ob die Annahme, daß ungünstige Geschäftsverhältnisse die VerRüstungen das wüthende Antreiben und Echinden anlaffung zum Selbstmord gegeben haben, zutrifft, hat sich noch der Pferde, das Aufschlagen der eisernen Träger beim Abladen, nicht genau feststellen lassen. wenn all dieser Lärm die Kranten zur Verzweiflung bringt. Doch vielleicht habe ich schon zu viel gejagt, ein zur Charitee ver wo es sozusagen erst am Anfang seiner Entfaltung ist. Und das Ende? Ei, nun, vielleicht läßt sich noch weiter wursteln, viel leicht auch nun, das Ende des Massenelends schildern hieße zugleich ein Bild vom Ende der bürgerlichen Gesellschaft geben -wessen Phantafie reichte dazu aus und artiger Geschäftsbetrieb mit sich, der neuerdings von fliegenden Eine Thierquälerei abscheulicher Art bringt ein eigenurtheilter muß eben starke Nerven haben. Aber trotzdem giebt es noch so vicle rein sachliche Hinder Händlern ausgeübt wird. Man sieht des öfteren in Gastwirthniffe, die es rein unwahrscheinlich machen, dan Beſchaften das Schauspiel einer Zaubenverloosung. Der Händler ohne erhebliche tommt mit einem Korb voll der armen schlecht genährten Thiere, Störungen au daß vollziehen, bietet sie feil und wenn dann keiner der Gäste einen Kauf abAufrechthaltung der bisherigen abschrecken Hungernde Kinder! Am 15. November sind hier zwei Kinder- Volkstüchen" eröffnet worden, eine für den Norden in der Stalsunderstraße und eine für das Zentrum in der Kloster: trieb straße. Der Verein für Kinder- Voltstüchen" bittet jegt in einem nur unter Aufruf edeldenkende Menschen", ihn durch Zuwendung von den Krankenbehandlung die Banthätigkeit ohne Etö: schließen will, fchlägt er vor, eine Taube auszuwürfeln. Oft Jahresbeiträgen und Geschenken zu unterstützen, damit die rungen( nämlich für Gesunde) zu entwickeln wäre und genug wird auf diesen Kniff eingegangen und mit dem Würfelbeiden Anstalten erhalten und noch weitere errichtet werden felbst für diese auch nicht. Denn das zerriffene Auseinander. becher geht dann auch die Taube von Hand zu Hand, wird be. tönnen.( Die nächste Anstalt ist für den Often bestimmt und liegen der ausgeführten Neubauten und der alten in Betrieb be- tniffen, eingehend begutachtet und von ungeschickten Fingern soll bereits in dieser Woche in der Münchebergerstraße eröffnet findlichen Stationen wird der langfamen, bequemen, verroftcten wenn vielleicht auch wider Willen in abscheulicher Weise werden.) Dieser Aufruf spricht von„ armen, hungernden Kindern, Charitee- Verwaltungsmaschinerie recht unbehaglich zum mindestei malträtirt. Ist das Spiel zu Ende, so weiß der glückliche Gewinner meistens nicht, was er mit dem armen Wesen beginnen von denen die Residenz trotz aller humanitären Maßnahmen beim Früdstücken werden. leider noch eine allzugroße Zahl aufweist", und sagt, es sei Wäre es der Staatsregierung wirklich ernst, hier endlich foll und die Quälerei beginnt dann gewöhnlich noch einmal festgestellt, daß täglich Taufende von Kindern ungenügendes Abhilfe im Bau zu schaffen, so läßt sich innerhalb der Hälfte wieder. Wir glauben, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um oder gar kein warmnes Effen erhalten, weil die Eltern ohne jeden der angegebenen Zeit, das heißt in fünf Jahren, einfichtige Leser zu veranlassen, einer solchen Quälerei mit EntVerdienst, oder die Mutter, um zu erwerben, außerhalb des das Großartigfte leiften. Großartigste leiften. Dazu gehörte freilich, daß schiedenheit entgegenzutreten. Hauses arbeitet, oder durch Krankheit behindert ist, zu tochen".üchtige, schnell arbeitende, umsichtige Baubeamte herangezogen Ein raffinirter Betrug ist gegen die Miether eines Hauses Zum Beweise, daß diese Schilderung den Thatsachen entspricht, würden, die bautechnische Erfahrungen haben der Berlinerstraße in Rigdorf verübt worden. Die Miethsheißt es dann weiter über die beiden bereits eröffneten Kinder- und die selbst einer durchgreifenden Kontrolle unterliegen. beträge dieses Hauses, welches unter Subhastation steht, werden Boltstüchen:„ Schon jetzt nehmen täglich gegen tausend Kinder Aber erfahrene bautechnisch tüchtige Staatsbaubeamte feit einiger Zeit stets durch den Gerichtsvollzieher eingezogen. die Anstalten" in Anspruch, die zumeist das Essen umsonst er- find mit der Laterne zu suchen und selbst mit einer elektrisch Am Sonnabend erschien jedoch der Gerichtsvollzieher nicht perhalten; ber Andrang in der Stralsunderstraße ist ein leuchtenden kaum zu finden. daher die vorsichtige Annahme: der sönlich, sondern ein Stellvertreter, welcher den Miethern das gewaltiger und liegen zahlreiche Anmeldungen noth Jau würde zehn Jahre dauern. Ein Mufterban diefes Schlages ihnen befannte Quittungsformular vorlegte, worauf sie die Miethe noth- Bau Leidender Kinder von Schulrektoren und Armen- Kom- ift das in seinem Bauzustande weit und breit bekannte Kriminal bezahlten; da einige der Miether Vormittags nicht angetroffen miffionen vor." Hier könnten wir fragen: Wo bekommen Gericht. wurden, so erschien derfelbe Stellvertreter Nachmittags und auch die Armenkommissionen und die Schulrektoren mit einem Male Doch das alles erweckt nicht unsere nächste Theilnahme. Wir für die säumigen Zahler am Montag noch einmal in dem betr. die hungernden Kinder her? Nach der Versicherung der bürger wollen wissen, welche organischen Menderungen die Kranken- Hause, um die Miethen prompt einzuziehen. Gestern Nachlichen Klasse und ihrer Vertreter, wie ihrer Preffe giebt es ja behandlung felbft erfahren wird, und wann endlich Reinmittag erschien nun aber der richtige Empfänger der Miethen gar feine hungernden Kinder in Berlin. Wie oft haben wir lichkeit, menschliche Behandlung, ein gewisser Anstand gegen die weib- und war höchlichst erstaunt zu erfahren, daß fein Stellvertreter" Diese Erwiterung bekommen, wenn von unserer Seite die Forlichen Stranken, genießbares Effen, rechtzeitige Abwartung und Hilfe- fchon tafsirt haben solle. Den Betheiligten wurde nur zu schnell derung einer Speisung besonders der Gemeindeschul- Kinder auf Leiftung bei den allernächsten Bedürfnissen, Aufsicht über die Wäsche, tlar, daß sie alle einem ganz raffinirten Gauner, der doch wohl Kosten der Stadt aufgestellt wurde. Sind diefe bungernden Beseitigung oder wenigstens Milderung des Beamtenthums, Be- mit den Berhältnissen ganz genau vertraut gewesen sein muß, Kinder vielleicht plötzlich über Nacht aus dem Boden empor- feitigung jauler, läffiger und dienstlich ungeeigneter Kranten zum Opfer gefallen sind. Die Miether werden wohl oder übel gewachsen? Oder hat sich ihre Zahl erft in der letzten Zeit so wärter und vieler anderer berühmter, von den Aerzten verbie Beträge noch einmal zahlen müssen, und man bat zunächst vermehrt, daß die Privatwohlthätigkeit eingreifen und der Ge- fchwiegener, tief eingewurzelter Mißstände zu erwarten find? auch nicht den geringsten Anhalt, um des Schwindlers habhaft meinde ihre Verpflichtungen abnehmen muß? Gerade die Armen- Wo in der Mann, der angesichts der für ihn in Aussicht stehenden zu werden. tommiffionen und die Schulrektoren würden bestätigen fönnen, prächtigen, vornehmen Tienstwohnung bereit sein wird, den baß das nicht der Fall ist, daß nicht erst in der legten Zeit die Taufenben armen Stranken, die diese troftlose Anstalt aufsuchen Noth unter den Proletariertindern so überhand genommen hat, müffen, ein Recht auf menschenwürdige Pflegebehandlung zu verdaß die Verhältnisse schon seit mehreren Jahren genau so liegen. fchaffen? Sollen etwa bis zur Erwerbung dieses Da drängt sich dann freilich die andere Frage auf: Warum Rechts auch noch volle zehn Jahre vergehen? haben die Kommissionen und die Reftoren bis jetzt geschwiegen? Mit entwertheten Marken der Alters: und Juvaliden- ausgekommen. Dem angeftrengten Arbeiten der Feuerwehr gelang Warum sind sie nicht aufgetreten, als die Berliner Sozialdemo- Versicherung wird, wie die Kriminalpolizei erfahren hat, ein es jedoch, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Gegen tratie Schutz und Hilfe für diese Kinder forderte, und haben schwunghafter Handel getrieben. Eine Gesellschaft scheint ein 8 Uhr bereits war das Feuer gelöscht. erklärt, daß ihre Schilderungen der bestehenden Noth nicht über Geschäft daraus zu machen, in öffentlichen Wirthschaften solche trieben find? Es dürfte sich das daraus erklären, daß die Marken weit unter dem Werth aufzukaufen und anderswo zu Friedrichstraße wird berichtet. Gestern Abend gegen 7½½ Ühr Heber einen Selbstmordverfuch auf dem Bahnhof Armenkommissions- Vorsteher und die Schulrektoren ihren vor- vertreiben. Nach§ 154 des Alters Versicherungsgesetzes wird gefeßten Behörden gegenüber alle Selbständigkeit verloren haben, daß sie weiter nichts als Grekutivbeamte jind, die gehorsamfiber, der entwerthete Marken abläßt und verkauft, mit Gefängniß traf ein junger Mann dort ein, der sich von dem Wärter Brozki nicht unter 3 Monaten benraft, auch kann auf Ehrverlust erkannt den Schlüffel zu einem abgelegenen Ort ausbat. Bald darauf auszuführen haben, was ihnen von oben herab befohlen wird. werden. Auch der ist strafbar, der die Marten anfauft, da er pernahm der Wärter röchelnde Töne, brach die Thür auf und Die Armenkommissionen und das Lehrpersonal der Gemeindefchulen fommen allein in birekte Berührung mit den der Unter- fich ber Theilnahme schuldig macht. Gestern find 2 Personen, fand den Unbekannten an der Klinke bängend auf. Bolizeiftigung bedürftigen Kindern. Aber ob eine solche Unterfügung ein Möbelpolierer und ein Knopfmacher festgenommen, weil sie beamte der Bahnhofswache ftellten Wiederbelebungsversuche an, riefen den Lebensmüden in das Bewußtsein zurück und brachten gewährt werden foll, ob sie überhaupt nöthig ist, das wird folchen Handel gewerbsmäßig betrieben haben. ihn nach einem Krankenhause, wo er als der 27 Jahre alte stellungslose Hausbiener Albert Hauban aus der Marienste. 15 festgestellt wurde. Er scheint von Nahrungssorgen arg heims am grünen Tisch entschieben. Und am grünen Tisch findet man Mit 7000 Mark durchgegangen ist wahrscheinlich der dann fast immer, daß( um ein Lieblingswort des Stadtfchul- 24jährige Hausbiener Valerian Konrad, der gestern von dem gegen 6 Uhr bie 2. Sagelberg'sche Luruspapierfabrik in der Abermals vom Fener heimgesucht wurde heute Morgen gegen 6 Uhr die W. Hagelberg'sche Luruspapierfabrik in der Warienstraße, deren Fabrikräume bekanntlich vor Kurzem zum Theil eingeäfchert wurden. Diesmal war das Feuer in dem Rellergeschoß des Marienstraße 18 belegenen Theils der Fabrik N gefucht zu fein, benn er erklärte: Wenn Sie mich auch jest wieder herstellen, so werde ich mir nach meiner Entlassung boch das Leben nehmen." Ju Sachen des verstorbenen Stallmanns Winter. Es zahlt die Berufsgenossenschaft der Wittwe jetzt eine Rente von monatlich- 14 M. 93 Pf. 39 Mann noch lebend vor. Drei schwere Jungen, der Maler Holzapfel, der Dach decker Stolpe und der Vergolder Marker, die alle erst vor Kurzem aus der Strafhaft entlassen wurden, find wieder hinter Schloß und Riegel, da festgeftelt ist, daß sie eine Reihe von Sonntag Nachmittag- Diebstählen verübt haben. Sie haben Pretiofen, Gold und Sparkaffenbücher gestohlen. Gerichts- Beifung. mit 100 Thalern war er nach Amerita ein. der 111= Anschlag, der Anfangs von der Behörde nicht bemerkt sein mochte, aufstellungen ein. Als im Jahre 1892 Hemmerling in Konkurs widersprechend lauteten, beschloß der Charitee zu unter: werfen. Dermisdites: des jebigen Standes der Jrrengefeßgebung eine Schande für einen Rechtsstaat" und für die behördlicher Beaufsichtigung unterliegende " Gewissenhaftigkeit" vieler Jrrenärzte ist. Unseres Wissens ist Ein Beitrag zur Behandlung Geiftestranker in Pri ber vorliegende Fall der erfte, in dem ein preußischer Staatsvatirrenhäusern und zur Dringlichkeit der Reform des Jrren- anwalt diese Schäden gebührend gegeißelt hat. Gin Wunder wefens. Aus Düffeldorf berichtet die„ Germania" über folgenben ist es, wenn ein geistig Gesunder, wie Feldmann, trotz der ihm Prozeß. Nach zwölftägiger Verhandlung ist am Dienstag vor widerfahrenen Behandlung nicht wirklich den Verstand verliert. Ein Schaffner der großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft der hiesigen Straftammer ein Prozeß zu Ende gegangen, der in Daß in unserem Kampf gegen diese Barbarei sobald aus wurde am Dienstag Morgen 10 Uhr an der Weidendammer mehrfacher Hinsicht Aufsehen zu erregen geeignet ist. Dem Prozeß Staatsanwaltstreifen uns Hilfe wird, hatten wir nicht Brücke von einer Broschke überfahren. Man schaffte den Ber lag folgender Thatbestand zu Grunde: Hermann Feldmann, der erwartet. unglückten mittels Droschte nach seiner Wohnung. Sohn einer armen Färberfamilie, ging nach Amerita und arbeitete fich burch eigene straft rasch empor. Wegen Vernichtung und Beiseiteschaffung von Mekunden Der Wit einem afirmeffer batch Meter as feinen Coppteh ternte er die Familie Broich in der Schweis fennen und heirathete for der erfien Straftammer des Landgerichts 1. Dohmann war Mitte der 50er Jahre stand gestern der Staatsanwalts- Sekretär August Dohmann sich Dienstag früh um Uhr ftraße 20 belegenen Geschäft den Hals bis auf die Wirbelsäule 1862 eine Tochter dieser Familie, die Vermögen, aber fein feit 1887 Borsteher einer sogenannten Annahmestelle, sämmtliche durchschnitten. Meier, der verheirathet und Vater von zwei erhebliches besaß. Im Jahre 1871 kehrte Feldmann als einlaufende Atten und Briefe gingen durch seine Hand. Er soll Kindern war, hatte feit fünf Nächten Bierreifen unternommen, nervöser, abgearbeiteter Mensch nach Europa zurück; feinen Kollegen gegenüber ein wenig verträgliches Wesen gezeigt war aber stets Morgens in seinem Geschäfte erschienen, um gegangen, haben. Mit dem Gefretär Frenzel überwarf er sich in einer seinem Berufe objuliegen. Gestern Morgen um 7 Uhr schickte und durch raftlose Thätigkeit hatte er sich über eine Million Meife, daß beibe sich beim Ersten Staatsanwalt beschwerten. dem ersten Sekretär Staatser seine Frau fort, um Frühstück einzuholen. Als diese später Mart Vermögen erworben. Zwischen den Geschwistern Broich Dieser forderte von heimkehrte, floß vom Hängeboden Blut herab, und fie fand ihren wurbe 1872 ein Erbvertrag geschloffen, wonach Frau Feldmann anwaltschaft einen Bericht über das Verhalten des An5800 Thaler erhielt. Diese Summe legte Hermann Feldmann geklagten Er wurde mittels des Kopp'schen Der Bericht lautete für Dohman Krankenwagens nach der Charitee gebracht, wo er bald nach in feinem amerikanischen Geschäfte, dessen stiller Theilhaber er günstig. Er fam ihm zu Gesicht, als er feine Personalatten, feiner Aufnahme starb. Meier hat die That wahrscheinlich in noch geblieben war, an. In den Jahren 1880 und 1881 hatte bem ber Bericht beigefügt war, an den Ersten Stantsanwalt einem Anjall von Säuferwahn verübt. Feldmann einen Anfall von Melancholie, und diese Krankheit zurückschicken sollte. Wie der Angeklagte zugab, hat er die für wurde so stark, daß er sich auf ärztliches Anrathen in die Irren- ihn ungünstig lautende Stelle des Berichts in der ersten ErAuf gräßliche Weise ist am Sonnabend der Böttcher anſtalt Grafenberg begab. Dieser Schritt sollte für Hermann regung mit einem Blauſtiftzeichen verſehen, dann hat er sich beGustav Trogisch auf seiner Arbeitsstätte, Wallstr. 29, Charlotten Feldmann sehr verhängnißvoll werden. Nachdem er bis zum müht, dies Beichen wieder auszuradiren und hierbei sei ein Loch burg, verunglückt. Trogisch war damit beschäftigt, Fässer aus Herbst 1888 in der Anstalt Grafenberg geweilt, fehrte er in sein im Papier entstanden. Nun habe er die folgenschwere That begangen, einem mit siedendem Wasser gefüllten Bottich herauszunehmen, Haus in Düsseldorf, zurück, wurde nach einem Tobsuchtsanfall den Bericht aus den Alten zu entfernen. Er mußte die Seitenzahl als er das Gleichgewicht verlor und im Wasser derart verbrühte, im Januar 1884 wieder nach Grafenberg gebracht und später in den Atten ändern. Die That wurde doch entdeckt und zur Anzeige daß er nach fünf Stunden unter entfehlichen Schmerzen verstarb. nach Andernach und dann nach Düren übergeführt. Aus der gebracht. Wieder ging das Aftenstück durch die Hände des AnSeine Mitarbeiter haben in dem auf so furchtbare Weise Ber- Anstalt in Düren entwischte er im Jahre 1885 und floh nach geklagten und der Fluch der ersten bösen That tam zur Geltung. unglückten einen treuten und braven Genossen verloren. der Schweiz. Nach Deutschland zurückgekehrt, tonfultirte er Er verheimlichte das Altenstück und erklärte auf Befragen seiner mehrere Jrrenärzte und wurde 1888 wieder in die Dürener vorgesetzten Behörde, daß es nicht durch seine Hände gegangen Anstalt gebracht. Als Feldmann im Jahre 1884 zum fet. Nach längeren erfolglofen Ermittelungen wurde ihm fo zweiten Mal in die Irrenanstalt Grafenberg gebracht worden fortige Verhaftung angedroht und nun gab der Angeklagte die war, wurde er entmündigt und feine Frau zum Vormund bestellt. Aften, die er so lange verheimlicht hatte, heraus. Im Termin Frau Feldmann hatte feit 1883 an dem Zementwaarenfabrikanten erklärte der Angeflagte, der eine zwanzigjährige tadelfreie Joseph Hemmerling voit hier einen Freund gewonnen, dem fie Dienstzeit hinter sich hat, daß er die That, wodurch er sich und nach und nach fait eine halbe Milion Mark von dem Vermögen feine Familie unglücklich gemacht habe, aufs tiefste bereue. Er Dem Rowdythum unter der studirenden Jugend suchte ihres Mannes aushändigte. Auch außerdem wurde ein Theil müffe aber ohne jede Ueberlegung gehandelt haben, infolge einer ein Berliner Sneipwirth durch eine Bekanntmachung am des Vermögens des Hermann Feldinann durch leichtsinnige Wirth vor Jahren erlittenen Kopfverletzung werde er bei der geringsten Schwarzen Brett Borschub zu leisten, nach welcher polizeiliche fchaft verschleudert, und zur Verdeckung dieses Treibens reichte Erregung jeder Ueberlegung beraubt. Da die Gutachten der Erlaubniß zu Menfuren in seiner Raufbude vorhanden set. Der Frau Feldmann dem Vormundschaftsgericht falsche Vermögens: Sachverständigen in Betreff des Geisteszustandes des Angeklagten der Gerichtshof, ihn auf nuo eridanse oni gerieth, tam biefe Verschleuderung des Feldmann'schen Vermögens sechs Wochen einer Untersuchung in der Charitee zu unterPolizei- Bericht. Am 4. d. M. Vormittags wurde ein 84 Tage. Frau Feldmann und Hemmerling standen jetzt vor der Kaufmann in seinen Geschäftsräumen in der Alexanderstraße mit Straffammer unter der Anklage, das Vermögen des Feldmann einer Schußwunde im Kopfe todt aufgefunden.- Abends wurde um den Betrag von 780 000 m. geschädigt zu haben. Das Urein Schloffermeister in seiner Wertstatt in der Zimmerstraße theil lautete gegen Joseph Hemmerling auf 4 Jahre Gefängniß, erhängt vorgefunden. Auf dem Abort des Bahnhofs Friedrich gegen Frau Feldmann auf 2 Jahre und 3 Monate Gefängniß. straße versuchte ein Hausdiener sich zu erhängen. Gr wurde Acht Donate Untersuchungshaft wurden für beide in Anrechnung Durch einen heftigen Orkan, so wird aus Cagliari be jedoch noch rechtzeitig abgeschnitten und nach der Charitee ge- gebracht. In der Beweisaufnahme hatte die Vernehmung der richtet, wurde die Ueberschwemmung des Gebietes mehrerer jedoch noch rechtzeitig abgeschnitten und nach der Charitee ge: Sachverständigen und Frrenärzte über den geistigen Zustand des meinden herbeigeführt und großer Schaden angerichtet. Vier bracht. Ein Maurer wurde auf dem Tempelhofer Felde, bet Es Menschen sind durch den Einsturz einer Brücke getödtet worden. der Ringbahnüberführung, mit einer aufcheinend durch einen Fall Berimann Feldmann einen großen Raum eingenommen. herbeigeführten schweren Berletzung am Fuße aufgefunden und wurden vernommen Geheimrath Dr. Belman- Bonn, Geheimrath Bahlreiches Bieh ist umgekommen, der Eisenbahnverkehr ist unterBimmer- brochen. nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Im Laufe des Naffe- Bonn, Geheimrath Finkelnburg- Bonn, Geheimrath Bimmer brochen. mann Düsseldorf, Professor Rumpf Hamburg und Professor Tages fanden vier Brände statt. John Tyndall, einer der bedeutendsten Phyfiter der GegenFlechfig Leipzig. Ihre Urtheile wichen weit von einander ab. wart, ist am Sonntag Abend in seiner Vaterstadt London geStaatsanwalt Dr. Kretschmar sprach sich über die Entmündigung ftorben. Tyndall hat sich vor allem durch populär- wissenschaftund den geistigen Zustand Hermann Feldmann's der Kölnischen liche Vorträge, die er später zu gemeinverständlichen Schriften Beitung" zufolge folgendermaßen aus: Daß Feldmann im verarbeitete, in weiteren Kreisen einen Namen gemacht. Seine Januar 1884 trant war, darüber kann kein Zweifel sein, daß er phänomenalen Forschungen gingen übrigens über das Gebiet der Leffing Theater. Italiens berühmteste Tragödin, Eleonore nicht gemeingefährlich gewesen ist, steht aber ebenfalls fest. Die Physik weit hinaus und erstreckten sich auf die verschiedensten Dufe, weilt wiederum in Berlin zu Gaste. Als die Schau- Entmündigung war das Verfehltefte für Hermann Feldmann. wissenschaftlichen Gebiete. Der große Gelehrte ist 78 Jahre alt spielerin im Vorjahre ersten Male nach Deutschland kam, In jene Zeit fällt die Bekanntschaft der beiden Angeklagten, geworden. um hier in Berlin ihr großes Können zu zeigen, bn wirtte, ihre Frau Feldmann preiſt, Semmerling in ihren Briefen als Lebens- en Sonntag Fenterte auf dem frischen Saff in der Nähe da Kunst verblüffend. Nichts Monumentales, nichts stola Pathetisches retter, als den uncigennützigsten Menschen der Welt u. f. w. des Fischerdorfes Peise ein Fischerboot. Von den 6 Infassen hatte diese Kunst an sich; sie liebte teine heldenhaften Posen, fie Das Leben der Frau Feldmann ist seit ihrem Bekanntwerden mit desselben sind o ertrunten. fannte feinen Theaterdonner und vor allem scheute fie die Hemmerling eine einzige Rette von Unwahrheiten. Hemmerling Die Brunnenkatastrophe in Schneidemühl ist immer Erscheinung schon war von gröbstem Eigennus geleitet, als er sich an die Anwidersprach dem Heldenhaften. Ein zierlicher, wunderfam ge- geklagte Feldmann brängte und ihr Rapital nach Rapital aus schmeidiger Leib und ein Organ, durchaus nicht gefchaffen für den Händen zog, um fein vollständig verkrachtes Geschäft den Drommetentlang etwa einer Brünhilde. Und doch wußte wieder in die Höhe zu bringen. Aus allen Umständen ist Frau Dufe die Zuschauer aufzurütteln und zu erschüttern zu schließen, daß aus dem Herzen der Frau Feldmann die Liebe und schauspielerisch zu vertörpern, was ein armes Menschenhera und aus ihrem Gehirn das Gedenken an ihren Mann ge in feinen Tiefen bewegt. Wie sie ihr Kunststück fertig bringt? schwunden und der Angeklagte Hemmerling vollständig den Plazz In Gothenburg tritt die Influenza mit großer Heftigdurch ein wesentlich modern- künstlerisches Temperament, das den ihres Mannes eingenommen hatte. Die Briefe der Angeklagten feit auf; in der Vorwoche wurden 332 Erkrankungsfälle geverfeinerten Seelenstimmungen voll ihrer Mannigfaltigkeit mit sind schauspielerisch, in jeder dritten Beile tommt der Name meldet. außergewöhnlicher Schmiegfamkeit folgt. Leidenschaften und Gottes vor. Da möchte man der Angeklagten zurufen: Lassen Aus Konstantinopel wird vom 5. Dezember gemeldet, daß Qualen der Menschen brücken und peinigen heute nicht minder Sie hier wenigstens den Herrgott aus dem Spiel! Feldmann dort in den letzten 48 Stunden 107 Cholerafälle vorkamen, von als sie gestern und ebegestern gepeinigt haben; aber ihre Aus- fchrieb an seine Frau aus der Dürener Anstalt um Befreiung. denen 27 tödtlich verlaufen find. drudsformen sind andere geworden. Nora' braucht keine Das hatte zur Folge, daß ermann Feldmann 30 herrifchen Worte zu machen, um die tiefe Schmerzempfindung über Tage lang in einer nadien folirzelle liegen die Erkenntniß, wie man ihre Menschen- und Frauenwürde ge- mußte zur Strafe, weil er den wärter be fnechtet hat, darzuthun; und Santuzza, die fizilianische Bäuerin, it ochen. Der Arzt hat hier vor den Schranken bricht schwer aufstöhnend in sich zusammen, wie ein todtwundes des Gerichts gefagt: Das muß so sein." Nein, Die Rebattion ftellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür Reh, da sie betrogen und verlassen ist. Diese Töne fand Frau das muß nicht so fein, meine Herren, das darf abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Duse, so schlicht, so ergreifend, daß man im Ueberschwang der nicht so sein! Das jezige Entmündigungsverfahren ist zu Sutereffes zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifigirt zu werden. Verehrung der Künstlerin zutraute, fie tönne alles treffen. Und beklagen, es missen bessere Garantien bei der Entmündigung Aufruf. das war zuviel gesagt. Kritiklose Leute überschätzten die Kraft in jeder Hinsicht geboten werden, damit solche Vor- Derjenige Parteigenosse, der in der Versammlung des dritten dieser Individualität. Wo geheimer Gram an einer Frauenseele fommnisse, wie sie bier in so trauriger Weise in die Wahlkreises vom 29. April 1892 bei Brochnow( früher Orschel's sehrt, wo das Gemüth einer Verbitterten sich zur Empörung, Erscheinung treten, sich nicht wieder ereignen können. Dann Salon), Sebastianstraße 39, am Eingang Maibillets verkaufte, zum Hohn, zur Hache auffchwingt, da erreicht das Talent der follte auch darauf gebrungen werden, daß die Frrenanstalten und mit dem ich dann später am 26. Mai( Himmelfahrtstag) Frau Duse das beste, was es zu geben hat. Da decken sich mit den Strafanstalten nicht auf eine Stufe gestellt und dafür am Abend auf dem Bahnhof in Hohen- Neuendorf vor seiner Kunst und Natur. Straffe, ungebrochene, nicht nude angesehen werden. Gs gelang schließlich Hermann Feldmann, Frauennaturen vermag sie nicht in gleicher Vollkommenheit aus der Dürener Anstalt zu entfliehen; nach dem, was wir über bfahrt längere Zeit sprach, ersuche ich umgehend, mir seine Adresse anzugeben. darzustellen; und auch fie muß da zu Virtuosenmittelchen diese Anstalt hier gehört haben, habe ich die Flucht nur als eine greifen. Das fah man gestern wieder, als Frau Dufe die Erlösung des armen Mannes ansehen können. Mit Feldmann Duoise Magda in Sudermann's Beimath spielte. Ich hätte dem stolzen, war darauf der Zeuge Blank beim Gebeimrath Nasse in Bonn. herrischen, felbfitrohigen Weib den Ausdruck lebendigerer Boll- Wir haben gehört, daß Naffe nicht unterscheiden konnte, wer Traft gewünscht; als aber Magda bie Herrschaft über sich ver- von den beiden geistestrant war, aber nichtsdestoweniger atteftirte loren, als die jämmerlichen Vorurtheile der preußischen Soldaten- Naffe am nämlichen Tage, daß Feldmann nicht nur geistestrant, familie fie einengen, fie foltern, als fie innerlich gebrochen ist, sondern auch gemeingefährlich sei. Nasse war von den Anmittelung seiner Adresse gebeten. und mitunter in ihren Martern die Entrüstung gegen die Unter- geklagten büpirt worden, und dann Feldmann war ja schon brüder auflodert, da bewies Frau Duse eine solche tragische einmal in der Irrenanstalt gewesen! Wenn Sie, meine Herren Kraft, daß ich ihr auf deutscher Bühne nichts Gleiches entgegen- Richter, in derselben Weise Ihr schuldig" aussprechen wollen, zujeßen wüßte. Schade, daß die Kunst der Frau Duse zumeist wie es bier mit dem Worte gemeingefährlich" und geistestrant" nur von zahlungsträftigen Leuten genoffen werden kann, die geschehen iſt, ſo müßte die Achtung vor der preußischen Juftis Briefkaffen der Redaktion. Heuchelten sie diese Begeisterung nicht, so wäre es nicht möglich, Diese Gerichtsverhandlung erhärtet auf das Evidenteste, wie fie ohne Wahl es daß fie ohne Wahl das Berfehlte und Schwächliche, wie das berechtigt unfere vielfach vorgetragenen Klagen darüber sind, daß Das pas Meisterliche im Spiel der Künstlerin durch hohlen Beifalls- die Behandlung angeblich und wirklich Geistestranter in Jrren- der häusern Brutalitäten besonderer Art zeitigen und daß die Folgen to Theater. doch stumpfsinnig dafißen und Mode- Enthusiasmus heucheln. ganz erheblich finfen." baß cummel anerkennen würden. 566b Großer Weihnachts- Ausverkauf zu billigsten Preisen im Kinderwagen Lager von Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 I, am Dönhoffs= Play( fein Laden) 52448* noch nicht beseitigt. Leider ist trotz der über zwei Meter hohen Aufschüttung die Quelle nicht verfiegt, sondern das Quellwaffer dringt über das Terrain hin, aus dem Sandhügel hervor. Man ist heute, trotz der Aufschüttung nicht weiter, als an dem Tage, an welchem der Brunnenmacher Beyer die Arbeiten einstellen mußte. disbid diti Spredtlaal: Ferner berjenige Parteigenosse, der im vorigen Jahre eine Bekanntmachung im Vorwärts" erließ, daß er jemand, der ihm einen Bogen Bons vorzeigte, wahrscheinlich in der Absicht, Bertrauen zu erwecken, einige Listen übergeben, bisher aber eine Burücklieferung noch nicht bewirkt hat, wird gleichfalls um UeberBurücklieferung noch nicht bewirkt hat, wird gleichfalls um Uebermittelung seiner Adresse gebeten. Der Vertrauensmann für den britten Reichstags- Wahlkreis. Friz, Fürstenstr. 11, 4 Tr. O. G. 14. Verjährt nicht. 200 Hebeammen. Die geforderten Säge bewegen fich innerhalb Tagen. Berling. Der Arbeiter ist im Recht. Reparaturen an Uhren und Gold- Ein Genosse mit Bett sucht SchlafAdressen Preisen. Gut erhaltene Zylinder- Uhren unter 2A. K. Postamt 41. von 4,50 M. an. Oranienste, 65, I. Georg Wagner, Uhrmacher." 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März 1850 und einer Uebersicht des Vereins- und Versammlungsrechts nach den reichsgesetzlichen und landesrechtlichen Vorschriften. Mit einem Anhange, enthaltend: eine Zusammenstellung des Tertes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Vereins- und Versammlungsrecht und alphabetischem Sachregister. VIII u. 210 Seiten, 80. Preis eleg. geheftet Mt. 2,50 in braunen Bädekerband gebunden Mt. 3, Unentbehrlich für die Vorstände der politischen Vereine und Gewerkschaften in allen deutschen Bundesstaaten. M13 Leitfaden für Arbeiter auf dem Gebiete des Vereins- und Versammlungsrechtes sind folgende Broschüren dringend zur Anfchaffung zu empfehlen: Anlei Benutzung des Vereins- und Versammlungsrechts. 48. Mt. 0,20 Rathschläge zur Leitung von Versammlungen. Anleitung zur Bennkung des Vereins- und Versammlungsrechts Generalkommission der Gewerkschaften in Deutschland. Herausgegeben von der Mt. 0,30 Deutschlands. 96 Seiten geheftet. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 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Kläger wendet sich mit der Klage gegen Hilliges; er beweist durch die Vernehmung mehrerer Zeugen, daß Herrn Hilliges vom„ Grundbesitzer" Magnus die Baugelder zedirt wurden und sein Engagement durch ersteren erfolgte; ferner, daß Magnus kein Interesse mehr nach der 3e dirung am Bau batte. Hilliges, welcher nicht erschienen war, wurde demzufolge zur Zahlung der Klagesumme verurtheilt. Mittwoch, den 6. Dezember 1893. 10. Jahrg. verhalten. Sie hätte frei über die Gesammtsumme verfügen das Unternehmerthum gegen jede auch so geringfügige wollen. Thatsächlich sei ja das Mehr über eine Mart den Maßregel zum Schuße der Arbeiterinnen. Und der Staat, Babedienern zu gute gekommen; es sei eine Vergnügungs- und der als Militärstaat schon allein ein lebhaftes Interesse daran Unterstützungstaffe geftiftet worden, in welche das Geld tam. haben müßte, gesunde Bürger und sei es auch nur als„ BaterDas Urtheil lautete auf Bahlung von je 30 m. an die Kläger. landsvertheidiger" zu haben. Das Gericht war einstimmig der Ansicht, daß die Bezahlung des Bades mit 1,35 M. die Trinkgelder in sich schloß und zwar so, daß der Betrag, der über 1 W. gegeben wurde, als Trinkgeld aufzu fassen war. usuellen Bezahlung als Lohn den Bediensteten, u. a. den Das Trinkgeld gehörte aber nach der im Bade Klägern. Die Forderung von 30 M. fei mit bezug auf die Dauer des in Frage stehenden Arbeitsverhältnisses als nicht übertrieben betrachtet worden. rofefter Strenge jede vermeintliche Gesezesübertretung der ArWie ohnmächtig übrigens dieser felbe Staat, der mit rigobeiter ahndet, gegenüber der Unternehmerklasse ist, wie sehr er hervor, wie wenig die Arbeiterschutzgesetze von jener Seite besich nur als" Kommis der herrschenden Klasse" fühlt, geht daraus achtet werden. So berichtet der als weißer Slabe bekannte badische Fabritinspektor: E3 Die Vorschrift des§ 137 Abs. 4 der Gewerbeordnung, daß Die Stuckateure Giefert, Lorenz und Wernicke flagen gegen Siehe, wie fein und lieblich ist es ic. Ein charakteristi- über 16 Jahre alte Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen zu den Bau- Unternehmer Kühne, sie verlangen 291,23 Mart an scher Beleidigungsprozeß wurde dieser Tage in der Oberpfalz besorgen haben, auf ihren Antrag eine halbe Stunde vor wenn diese nicht Restlohn, behauptend, Rühn habe ihnen versprochen, er würde, verhandelt. Der Stadtpfarrer Mühlbauer von Hemau, der der Mittagspause au entlassen sind, betämen sie von ihrem Meister Bruchmüller nicht, was ihnen Rooperator( Hilfspfarrer) Hinderer von dort und drei Kranten mindestens ein und eine halbe Stunde beträgt, hat feinerlei zukomme, für den Sohn forgen. Beklagter bestreitet das; er habe hausschwestern waren vom dortigen Krankenhausarzt Dr. Hundert- Wirkung ausgeübt. Wo eine solche Begünstigung seither nur versprochen, Br. etwas mehr zu geben, damit dieser nicht pfund wegen fortgesetzter schwerer Beleidigungen, Heßereien, find dies Fabriken, in denen durch die frühere Beendigung der schon üblich war, ist sie bestehen geblieben. zu sehr mit den Lohnzahlungen zurückbleibe, er habe es auch ge- Chikanen aller Art, lügenhafter Eingaben zc. verklagt und wurde sind dies Fabriken, in denen durch die frühere Beendigung der than. Uebrigens habe Bruchmüller noch eine Forderung an ihn, ersterer zu 100, der Kooperator als Hauptheher zu 300, die Arbeit durch die Arbeiterinnen keine Störung entsteht, oder Geresultirend aus den fraglichen Arbeiten, bie er begleichen Schwestern zu je 20 M. Strafe und Tragung von 11/12 der genden, in denen die weibliche Arbeit sehr gesucht ist, in denen wolle, dann könne ja Bruchmüller den fehlenden Lohn an seine Roften verurtheilt, der Arzt, dem auch die Geduld geriffen und man daher auf die Arbeiterinnen Rücksicht nehmen muß. Wo Leute auszahlen. Folgender Vergleich kam zu stande:„ Beklagter ein Lausbube"( für den Kooperator) dem Gehege feiner Zähne dies nicht der Fall ist, und wo die frühere Entlassung stört, verpflichtet sich, sofern er noch an den Unternehmer Bruchmüller entflogen war, muß den geistlichen Lausbuben, den er einmal dürfen die Arbeiterinnen gar nicht wagen, den genannten Antrag Es besteht darüber bei denselben auch gar kein Zahlungen in gleicher Höhe zu leisten hat, an die Kläger direkt bei den Ohren nehmen wolle", mit 20 M. und 1/12 der Kosten zu stellen. zu zahlen. Er verpflichtet sich, unter Buziehung des Herrn Bruch- büßen. Der von den Geistlichen versuchte Wahrheitsbeweis für Zweifel. Wie wenig die Regelung dieser Verhältnisse von der müller und der Kläger die Aufmessung der Arbeiten sofort zu ihre Behauptungen war vollständig mißlungen. Das Urtheil obigen gefeglichen Vorschrift beeinflußt wird, geht schon daraus veranlaffen. Zeuge Bruchmüller erfärt Herrn Kühne gegenüber, stellt unter anderem fest, daß die Angriffe 2c. gegen Dr. Hundert hervor, daß in einigen Fabriken den Arbeiterinnen der einen damit einverstanden zu sein, daß dieser à conto seiner Forde- pfund systematisch und wider besseres Wissen erfolgt, daß fie Betriebsabtheilung gekündigt wird, wenn sie den Antrag stellen, rung die Löhne der Kläger direkt zahlt. Für den Fall der Nicht- seine berufliche Ehre zu vernichten, seine Existenz zu gefährden eine halbe Stunde vor der Mittagspause entlassen zu werden, einigung wird zum 5. Dezember ein neuer Termin anberaumt." beabsichtigten, daß die Eingabe der Schwestern das perfideste während in den anderen Betriebsabtheilungen einem solchen Wie sehr das letztere angebracht war, sollte dem Gerichtshof bald Schriftstück und vom Rooperator verfaßt gewesen sei, der blos Antrage stattgegeben wird." So sieht die vielgerühmte Gleichheit vor den Gefeßen aus. bewiesen werden. Kaum hatte nämlich die folgende Partei den der Schreiber gewesen sein will und die Verantwortlichkeit hierGerichtsraum betreten, als auch schon einer der Kläger pustend für in wenig ritterlicher Weise von sich abzuwälzen und auf die Eine herrliche Illustration unserer gegenwärtigen Zufich wieder einstellte und meldete, Herr Kühne und sein vor der Schultern der Schwester zu überbürden suchte, die blos den stände bildet eine dieser Tage vor dem Wiener Bezirksgericht Thür wartender Stiefsohn drohten, niemanden auf den Bau zu Kanzel schimpfen kann ich auch", sei blos die Thatsache ausgewachsener Knabe batte laut polizeilicher Meldung von ber Namen hergegeben. Mit der Aeußerung des Arztes:" Von der verhandelte Angelegenheit. Ein kaum den Kinderschuhen entsprochen, daß die Verkündigung des Wortes Gottes auf der offenen Auslage eines Gebäckhändlers drei Semmeln gestohlen. Gewerbegericht. Sigung vom 1. Dezember. Rammer IV. Ranzel, namentlich auf dem Lande, häufig in Schimpfen über Die Verhandlung nimmt folgenden Verlauf: Borfizender: Assessor Wel h. die fündige Menschheit bestehe." Bezüglich der Schwestern er- Richter: Du heißt Rudolf Groiß, wie alt bist du?- Angekl.: Der Tischler Badepuhl tlagt gegen den Tischlermeister kennt das Urtheil an, daß sie lediglich vom Rooperator verführt' rad fünfzehn Jahre. Hirschmann auf Auszahlung eines Affords, er beansprucht 8 M. worden seien und bei Dr. Hundertpfund wurde die gereizte Der Beklagte will ihm nur 3 M. geben; Kläger hätte, fo be Stimmung, in die er durch die fortgesetzte Ignorirung feiner hauptet er, für 2 M. Material versaut" und 3 M. habe ein Persönlichkeit durch den an Jahren bedeutend jüngeren Kooperaanderer Tischler dafür erhalten, daß er die Arbeit des Klägers for Hinderer versetzt worden, als strafmildernd erkannt. Die fertig machte. Dieser sei entlassen worden, weil er miserabe! ganze Verhandlung bot ein Bild der Zustände, wie sie zuweilen, gearbeitet habe. Nach Bernehmung zweier Tischler, welche noch bei besonders auf dem Lande, vorkommen, wenn Herrschsucht, Haß Herrn Hirschmann thätig sind, wurde folgendes Urtheil ge- und Verfolgungssucht sich ungebührlich breit machen. fällt: Es fei erwiesen, daß Kläger nicht das genügende Geschick gezeigt, die fraglichen Möbel brauchbar herzustellen. Unter den Umständen konnte dem Beklagten nicht zugemuthet werden, daß er, der die Spinden gut zu liefern hatte, ihn in Arbeit be hielt, er mußte die Fertigstellung des Akkords einem anderen Gehilfen übergeben. Für 3 M. Arbeit habe Kläger thatsächlich nach Abzug des durch ihn verursachten Schadens nur erledigt. Eigentlich wären ihm nur 3 Mt. zuzubilligen gewesen, der Gerichtshof habe ihm aber mit Rücksicht darauf, daß er mehrere Tage bei der Arbeit zuge bracht, 6 M. zugebilligt. In Betracht sei dabei auch noch gezogen worden, daß der Beklagte gewußt habe, Kläger sei erst aus der Lehre gekommen. laffen. haus. Richter: Wo bist du geboren? Richter: Wer war deine Mutter? Angell.: Jm Findels Angefl.: Das weiß ich Nichter: Du mußt ja einen Vormund haben?- Angekl.: Vormund? Ich hab noch nie einen gesehen! Richter: Du hast dich an fremdem Gute vergriffen... drei Angefl.: So lang gebaut wor Semmeln haft du genommen? den ist, hab ich immer was verdient... da ist der Bau eingestellt worden, ich hab' feinen Kreuzer mehr gehabt zwei Tag' lang hab ich den Hunger ausgehalten... da hab ich die Semmeln gesehen... und ich war hungrig... so hungrig ( weint). Dem Tischler Bär wurde eines Sonnabends früh von seinem Arbeitgeber, dem Tischlermeister Pingel, eröffnet, er müsse fortan für einen etwas geringeren Sohn arbeiten wie in letzter Beit; um 1 M. sollte der Lohn reduzirt werden. Bär war nicht begeistert davon, er protefiirte; als das nichts nugte, ging er. Der Tag wurde ihm nicht mit bezahlt, wie er verlangt hatte, er wandte sich deshalb allein Schuldige an dem ganzen Vorgange, legitimirte sich hier an das Gewerbegericht. Ihm wurden die beanspruchten 4,35 m. zugesprochen: Kläger brauchte, als ihm am Sonnabend Morgen gefagt wurde, er müffe von jetzt ab bei Pingel fängt die Arbeitswoche am Sonnabend an für 26 M. arbeiten, es nicht dafür thun. Weil er in der Meinung, für den letzten Lohn weiter arbeiten zu können, auf diese Weise unnüß zur Arbeitsftätte gefommen war, hätte er auch den Tag bezahlt erhalten müssen. Die Mittheilung von der Lohnherabsetzung wäre am Abend vorher angebracht gewesen. nicht. Richter: Hast du Verwandte? Ungetl.: Das weiß ich auch nicht, ich kenne niemanden und niemand auf der Welt sieht sich um mich um. Eine charakteristische Polizeigeschichte gelangte am SonnRichter: Wo wohnst du? Angell.: Nirgends. Richter: Du mußt ja doch irgendwo schlafen? Ange abend vor dem Schöffengericht zur Sprache. Ein Tischlermeister aus Weißensee, namens G., tam am 21. August d. J. mit seiner flagter: Ginmal bin ich als unterstandslos aufgegriffen worden Frau nach Berlin und machte hier bei Bekannten, die in der und da hab ich fünf oder sechs Wochen im Polizeihaus geNeuen Königstraße wohnen, eine Geburtstagsfeier mit. Abends wohnt. Richter: Und wo schläfst du sonst?- Angekl.: Wo gegen 11 Uhr trat das Ehepaar den Nachhauseweg an. Während G. eine Bedürfnißanstalt aufsuchte, ging die Frau weiter nach grad' ein Bau ist, da schau ich auch, daß ich etwas arbeiten der an der Ecke der Greifswalderstraße gelegenen Pferdebahn- fann. Haltestelle. Hier wurde sie von einem Poftunterbeamten in zudringlicher Weise angesprochen. Während sie den Menschen abwies, tam ihr Gatte hinzu. Dieser stellte den Beamten zur Rebe, der lettere antwortete herausfordernd und es tam zu einem von Thätlichkeiten begleiteten Wortwechsel, der einen Auflauf verursachte und bald auch einen Nachtwachtmann herbei führte. Das Ehepaar und der Postbeamte mußten dem Wächter nach dem nächsten Polizeibureau folgen. Der Postbeamte, der Der Richter sprach den Angeklagten frei, da er aus peinigenund konnte, da er in Berlin ansässig war, wieder seiner Wege gehen. Das Ehepaar dagegen, da es aus Weißensee war und dem Hunger gestohlen habe, ein Zustand, der die Geistestrafte feine Legitimationspapiere bei sich führte zu Geburtstags zu trüben geeignet ist. Da der Freigesprochene unterstands und feiern pflegt man sich nicht mit dergleichen auszurüsten mußte fubfiftenglos ist, mußte er wieder der Polizei zurückgestellt wer nach dem Polizeigefängniß. Aha, aus Weißensee! Der grüne den; doch wurde er vor seinem Abführen vom staatsanwaltschaftWagen kommit gleich!" hieß es. Der Mann wurde in eine Belle lichen Funktionär beschenkt. Was wird der Wermste, der Niemanden tennt", gesperrt und die Frau in eine andere, in der sich mehrere Proflituirte befanden. Erst am nächsten Morgen wurde das Ghe- mun wohl beginnen, wenn die wenigen Groschen, die ihm gepaar in Freiheit gesetzt. Dem Tischlermeister ging in der nächsten schenkt wurden, verzehrt sind? Betteln ist verboten, das Stehlen Beit wegen Verübung groben Unfugs ein Strafmandat über 2 M. nicht minder, Arbeit findet er nicht, wie soll er seinen Hunger Gewerbegericht. Kammer I. Sigung vom 2. Dezember. und dem Postbeamten ein solches über 5 M. zu. Beide erhoben stillen? Jetzt war er noch ein Kind, die Gerichte nahmen RückGegen die bekannte Firma Gerson u. Komp. richtet sich eine hiergegen Widerspruch und am Sonnabend kam die Sache vor dem ficht auf seine Jugend und seinen Hunger. Gin nächstes Mal, Klage der Schneiderin Fräulein Pommerente, welche ohne Kün- Schöffengericht zur Berhandlung. Das Ehepaar wurde hier nicht denn er wird sicher wieder vor Gericht erscheinen müssen, wird digung und gesetzlichen Grund entlassen zu ſein behauptet. Die müde, feine traurigen Erlebnisse im Polizeigefängnisse zu schildern. er wohl so glimpflich nicht weg kommen, er wird härter bestraft. beklagte Firma wendet ein, die Klägerin, welche mit ihrem Ein- Solch ein Schluß einer Geburtstagsfeier war ihm noch nicht und so lernt er das Scham- und Ehrgefühl unterdrücken und auf verständniß aussette", aussette", habe am 1. September ihre vorgekommen. Nachdem die Beweisaufnahme den vorstehenden die Bahn des Lasters gedrängt, wird er schließlich zum Gewohn Stellung wieder antreten sollen, es fei ihr aber Sachverhalt ergeben hatte, beantragte der Vertreter der Amts- heitsverbrecher" und rächt sich an der Gesellschaft, die des Rechts ausdrücklich aufgegeben worden, sich im Laufe des anwaltschaft, den Tischlermeister freizusprechen, den Posibeamten der Existenz ihn beraubte. August mal vorzustellen. Dies habe die Klägerin jedoch nicht dagegen zu einer Geldstrafe von 10 M. zu verurtheilen, indem gethan. Zu ihrer Wiederbeschäftigung hätte man sich darum er ausführte: der Tischlermeister habe sich bei dem Vorgange sehr nicht verpflichtet gehalten. Durch die Aussagen mehrerer, noch ruhig und gemäßigt gezeigt. Wenn ihin, dem Amtsanwalt, der für Gerson thätigen Zeuginnen wird nicht erwiesen, ob die jenem artiges widerfahren wäre, hätte er sich gegen den Zudringlichen Einwande entgegengesetzte Behauptung der Klägerin, sie sei am noch viel entschiedener benommen. Das Gericht erkannte hierauf 31. Auguft nachfragen" gekommen, auf Wahrheit oder Unwahr: dem Antrage des Amtsanwalts gemäß. heit beruht. Der Gerichtshof griff deshalb zum Beweismittel des Eides. Die Klägerin erklärte fich bereit, ihre Aussage zu beschwören. Der Gerichtshof urtheilte, leifte die Klägerin in einem neuen Termin den Eid, dann habe die Beklagte 27 M. an sie zu zahlen, leiste sie ihn nicht, sei sie abgewiesen. Soziale Ilebersicht. J. A.: Georg Liebenow. " " Die Ein- und Ausfuhr des Deutschen Reiches im Jahre 1898 hat nach dem Oktober- Ausweis des Raiserlichen Statistischen Amtes über den auswärtigen Handel im Oftober sowohl, als auch in den abgelaufenen zehn Monaten dieses Jahres zugenommen. Es betrug in hkg(= 100 kg) im Jahre 1898: die Einfuhr im Oftober: 28 187 071, Januar/ Dftober: 247 576 281, gegen das Vorjahr mehr 481 023, Januar/ Dttober: die Ausfuhr im Oftober: 2781 065; im Oftober: 20 615 641, Januar/ Oftober: 173 283 580, gegen das Vorjahr mehr Der Bügler Wachsmuth war 21/2 Tage bei dem Schneider- An die Mitglieder der Ortskrankenlasse der Drechsler meister Machnow beschäftigt, wofür er 10 M. verlangte, aber nur und verwandten Gewerbe! Da es in der letzten Verfanimlung 5 M. erhielt, die er bei Aufgabe des Arbeitsverhältnisses bereits obiger Kaffe, die am 3. Dezember stattfand, nicht möglich war, im Oltober: 2385 205, Januar/ Oktober: 11 236 139. als Borschuß weg hatte". Wegen der übrigen 5 M. Hagte er. für sämmtliche Branchen die Kandidatenliste zur Delegirtenwahl Jm Termin behauptete der Meister, Kläger sei bei ihm in vollständig aufzustellen, so werden die Mitglieder, die gewillt Praktisches Christenthum übt die Verwaltung einer Afford thätig gewesen und habe taun die 5 M. verdient. Der find, eine Kandidatur anzunehmen, aufgefordert, sich für die im Fabrit" in Grüneberg. Sie leistet nämlich einen regel. Kläger beschwört, in Lohn gearbeitet zu haben, worauf der Be- Kaffenlokal, Kleine Stralauerstr. 12/13, ausliegende Lijte mündlich mäßigen namhaften Zuschuß zur Anschaffung und Verbreitung flegte verurtheilt wurde, die Klagesumme demselben zu erstatten. oder per Postkarte bis zum 12. Dezember zu melden. Es fehlen christlicher Schriften an den Kreisverein für innere Mission. Gewerbegericht. Rammer VI. Die Herren Schniesa Kandidaten der Holz, Horn, Elfenbein, Knochen-, Knopf- und Wer nun hieraus den Schluß ziehen wollte, daß die Arbeiter der und Buchmann, welche von der Gesellschaft Admiralsgarten- Bad" und Buchmann, welche von der Gesellschaft„ Admiralsgarten- Bad" Hartgummi- Branche. Bei Meldungen ist die Nummer des Kaffen- Firma demgemäß eine recht christliche Behandlung erfahren, gegen Trinfgelder beschäftigt worden waren, verlangen je 30 m. buches anzugeben. Wählbar sind männliche und weibliche Mit- vor Lohnkürzungen bewahrt bleiben u. s. w., der irrt sich. Go glieder. erhielten bis vor Kurzem die Nachtweber 8 Pf. Buschlag. Jezt, von der Gesellschaft. Sie behaupten, daß ihnen der auf sie fallende Theil des Geldes, welches von einer Reihe von nach dem Brand Vereinsfabrik ist nun der Firma auch die Nachts Die zunehmende Erwerbsthätigkeit der Frauen hat arbeit der Frauen gestattet worden. Sofort wird die herrschende Krankenkassen als Trinkgeld für die Angestellten des Bades zur Folge, daß auch die Zahl der annormalen Geburten in er Arbeitsnoth ausgenügt und der Zuschlag von 8 auf 3 Pf. herabs bestimmt gewesen sei, einbehalten wurde. Die betreffenden schreckender Weise sich häufen. Im neuesten Band des gesetzt. Echt chriftlich! Nicht wahr? Da fällt schon etwas ab Kaffen zahlten für römisch- irische Bäder 1,25 m. bezwv. 1,20 M. statistischen Jahrbuchs für das Großherzogthum Baden werden für die innere Mission. Auch sonst soll es in diesen Fabriken Was über 1 M. gezahlt werde, gehöre den Angestellten, die es hierüber folgende intereffante Mittheilungen gemacht. Danach sehr christlich zugehen. Die Meister reden ihre Untergebenen, aber nicht ausgezahlt belämen. Der Vertreter der Beklagten betrug die Zahl der Geburten im Großherzogthum Baden: besonders die weiblichen, in der Regel per Du an. Die Strafen bestreitet, daß die Kläger wie die anderen Badewärter 2c. ein von 1882-86 im Jahresdurchschnitt 54 423 für Fehler in der Arbeit, Zuspättommen 2c. werden auch unerAnrecht auf die Differenz zwischen einer Mark und dem, was Sie blieb also so gut wie unverändert. Im Gegensatz zu würden es infame Heuchelei nennen. Die Kassen mehr zahlen, hätten. Die Herren Schindler( Vorsitzender bittlich eingezogen. Das ist- praktisches Christenthum, wir Der Vereinigung freier eingeschriebener Hilfskassen von Berlin diesem Konstantbleiben der Gesammtzahl der Geburten stieg die und Umgegend), Springer( Sefretär der Kaffe der Feuerwehr) und jährliche Durchschnittszahl der vorzeitigen Geburten von 1039 in Hildebrandt von der Ortskaffe für das Gastwirthsgewerbe sagten den Jahren 1882-86 auf 1244 in den Jahren 1887-91: Sie aus, daß sie immer der Meinung gewesen feien, von dem von nahm also um ganze 20 pet. zu: ihren Kaffen für römisch- irische Bäder gezahlten Preise( 1,25 Noch mehr aber als die Zahl der vorzeitigen Geburten stieg bezw. 1,20 m.) erhielten die Badewärter 25 bezw. 20 Pfennig die Zahl der Geburten, denen eine Operation vorangehen mußte. als Trinkgeld. Herr Schwarze, ehemals Inspektor im Admirals Von 1882-86 betrug sie im Jahresdurchschnitt 1118, von 1887 garten- Bade, bezeugt, die Berwaltung deffelben habe sich seiner bis 91 dagegen 1885, d. h. sie stieg um fast 25 pet. Zeit gegenüber der Bedingung der Kassen, für das Bad 1 M. Diese Zahlen sprechen eine Sprache, die an Deutlichkeit und 25 Pfennig direkt als Trinkgeld zahlen zu wollen, ablehnend nichts zu wünschen übrig laffen aber trotzdem sperrt sich eignete sich dieser Tage in Düsseldorf, wobei 3 Arbeiter. = 1887--91 54 465 Seilig ist der Profit. Um Dividende zu schlucken, läßt der Kapitalist arbeiten, Profite berauszuschlagen, ist das Leitmotiv seiner Spekulation. Die Gewinnsucht läßt ihn dabei alle Rücksicht seinen Mitmenschen gegenüber hintansetzen. Diese rohe, herzlose Gier nach Gewinn äußert sich sehr häufig auch an Bauten, die oft in der leichtfertigsten Weise mit dem schlechtesten Material aufgeführt werden, sodaß Einstürze nicht selten. Ein solcher Unglücksfall es handelte sich um einen Neubau er . ihr Leben einbüßten und 3 andere verlegt wurden. Der herzu- Jeinigten Staaten haben in Colorado die Vertreter des Frauen- Imate zur thatkräftigen Agitation, damit am Tage der Wahl eilenden Feuerwehr gelang es zwar, 3 davon schwer verwundet, Stimmrechts einen durchschlagenden Sieg erfochten. Dort werden unser Kandidat, Genoffe Auguft Täterom, als Steger aus der doch noch am Leben, hervorzuziehen, von denen einer später noch in Zukunft die Frauen nicht blos bei Schul- und Gemeinde- Wahlurne hervorgeht. im Krankenhause verschied. Was tümmert das den Unter wahlen, wie in einigen anderen Staaten, sondern bei allen nehmer, sind ja doch Leute genug vorhanden, welche die ent- Wahlen das Stimmrecht ausüben, in ganz demselben Umfange, Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale 3) hielt am standenen Lücken auszufüllen bereit sind, felbft auf die Gefahr wie die Männer. Bei uns im Lande der„ Gottesfurcht und Sonntag, den 26. November eine Vereinsversammlung ab. Gehin jeden Augenblick von dem gleichen Schicksal ereilt zu frommen Sitte" dürfen die Frauen wohl" im Dienste be3 noffe Mähr referirte unter allgemeiner Zufriedenheiz der Verwerden. Kapitals frohnden, auch durch indirekte Steuern zur Erhaltung ſammlung über das Thema:" Die preußische Verfassung". Nach bestimmend einwirken zu können, werden sie wohl noch lange zu für den SW. Solmstr. 44 bei Fränkel und für den W. Bülowdes Staates mit beitragen, auf das Recht, auf ihre Geschicke mit einer längeren Debatte über die Versammlungsberichte im Vorwärts" wird bekannt gegeben, daß die Versammlungen vorläufig warten haben. straße 59 bei Werner abwechselnd alle 14 Tage stattfinden. Am 7. Januar findet in der Urania eine Vorstellung statt, zu der Billets bei den Vorständen zu haben find. leber vierzig Zwicker der Schuhfabrik von Ochsenhirt und Behrens in Offenbach haben gestern die Arbeit eingeftellt, nachdem die Firma bei ihrer Weigerung, die an sie geftellten Forderungen zu bewilligen, beharrte. re Auch eine Beleidigung. Die Bezeichnung als Sozialdemokrat" ist eine Beleidigung, so hat das Schöffengericht zu Ratibor erkannt und, wie die Kreuz- 3tg." berichtet, den Arbeiter B., der den Gastwirth G. einen Sozialdemokraten genannt hatte, au 30 M. Geldstrafe verurtheilt. " Heber die im europäischen Rußland im Jahre 1893 erzielte Grnte im Vergleich zu der vorjährigen und dem Durchschnitt der Jahre 1883-87 macht das russische AckerbauDepartement folgende Angaben: 1892 Geerntet 1893 • 131 074 000 14 666 500 43 593 550 117 184 500 40 144 000 108 887 300 15 285 400 29 378 700 80 469 100 31 489 000 Tschetwerth ( à 209,90 Liter) 1888-87 durchschnittlich 118 990 000 12.625 240 29 865 650 95 265 000 26 176 200 Der Fachverein der Firmenschilder- Brauche hielt am 27. November eine Generalversammlung ab. Der Kaffenbericht ergab einen Bestand von 69,51 M. Dem Raffirer wurde Ent laftung ertheilt. Sodann wählte die Versammlung den Kollegen Neumann als Beisitzer und Mersiowski als Ausschußmitgled. unter Verschiedenem wurden besonders die Mißstände bei der Firma A. Leonhardt u. Ko. von einigen Kollegen beleuchtet. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 29. Januar 1894 bei Wienecke statt. Der Geschichtsunterricht in deutschen Volksschulen ist, noch mehr wie alle anderen Unterrichtsgegenstände, darauf zu Roggen geschnitten, in dem Kinde den Autoritätsglauben, den Glauben Winterweizen an die Unfehlbarkeit der Fürsten, die ihm alle als die reinsten Sommerweizen Tugendbolde vorgeführt werden, zu befestigen. Alles, was Hafer deutsch ist, wird als vortrefflich, was außerhalb der Grenz- Gerste Eine öffentliche Versammlung der Krankenkassenpfähle, als bestenfalls minderwerthig hingestellt. In neuester Gegen die Vorjahre also eine glänzende Ernte und da Vorstände beschäftigte sich am 30. November in Deigmüller's Zeit kommt hinzu, daß auch die Sozialdemokratie durch die wir im Zeichen des Verkehrs" stehen, über gute Eisenbahn- und Saal mit dem Charitee Boykott und der Ueberfüllung der Schule bekämpft werden soll. So hat ein Herr C. A. Krüger, Schiffsverbindungen verfügen, so würden wir, wenn es die Krankenhäuser. Dr. 8 adet referirte über den derzeitigen Stand Königsberg, ein Buch erscheinen laffen, welches sich betitelt: Ordnung", in der wir leben, gestattete, schließlich einmal recht der Bewegung und gab zum Schluß bekannt, daß am 8. DeGeschichtsbilder für Schulen", und welches zum geistigen billiges Brot haben können. Anstatt dessen werden sich die 3ember in den Germania Sälen, Chauffeestraße, eine Kampfe" in der Schule Verwendung finden soll. Brot- und Mehlpreise auf der alten Höhe erhalten, um damit große Voltsversammlung sich mit dem Boykott der den„ nothleidenden Landwirthen" die Taschen zu füllen, die Charitee beschäftigen wird. Da in der Debatte verschiedene Verrussische Landwirthschaft aber wird, da der Export über die treter von Betriebskassen erklärten, über die Ursachen des zu Westgrenze fehlt, in ihrem Ueberfluß förmlich ersticken. So Boykotts der Charitee noch nicht unterrichtet au sein und deswill es die heilige Ordnung. halb noch keine Stellung zu demselben genommen haben, empfahl König, die Berichte über die bisherigen Versammlungen diesen Raffenvorständen nachträglich zuzusenden. Beschlossen wurde, alle Kaffen, welche fich bisher dem Boykott nicht angeschlossen haben, " " Zwischen Arbeiter nud Arbeitgeber drängen sich noch eine große Anzahl Parasiten, welche von dem Mark der Arbeiter leben. Unter der Firma Vermittlungsbureau, Agentur, Kommissionsgeschäft u. s. w. treiben jene edlen Seelen ihr licht fcheues Wesen. Jeder dieser Stellenvampyre hat ein anderes Syftem, eine andere Methode, seine Opfer ins Garn zu locken. Die Behörden stehen diesem Treiben in der Regel machtlos gegen über. Diese Elemente verstehen es ausgezeichnet, ohne sich in die Maschen des Gesetzes zu verwickeln, fortwährend das Zuchthaus mit dem Aermel zu streifen. Außer den Dienstboten, Kellnern, Köchen, Schlächtern u. f. w., unter welchen diese Spezies von Geschäftsleuten" ihre reichste Ausbeute findet, werden auch Arbeiter der Land wirthschaft( gewöhnlich per Stück durch Inserate angepriesen) und der Industrie von denselben heimgesucht. Die Letteren haben es allerdings schon mehr verstanden, den Arbeitsnachweis an sich zu reißen. Zur Ehre der betreffenden Herren muß es aber gesagt werden, daß es auch ganz reelle Leute unter ihnen giebt, welche mit wünschenswertheſter Deutlichkeit mit den Kunden" vorher vereinbaren, wie viel sie an dem in Aussicht stehenden Geschäft" in ihrer Bescheidenheit nur zu verdienen" wünschen, wie folgender im Original uns vorliegender Revers" beweist. Hierdurch verpflichte ich mich, an Herrn H. Adami zu Stettin eine Provision von 3/5( Drei Fünftel) meines ersten Monatsgehalts refp. Einkommens und zwar beim Engagements Abschluß und in Stettin zu zahlen, wenn ich durch dessen Angabe oder Vermittelung eine Stelle erhalte. " In Glasgow( Schottland) drohen 17 000 Bergleute die Arbeit niederzulegen, weil die Grubenbesitzer sich weigern, eine Lohnerhöhung zu bewilligen. Versammlungen. zu veröffentlichen, damit die Kassenmitglieder eventuell einen Druck auf ihre resp. Borstände auszuüben in der Lage sind. Es sind das die Ortstassen der Bäcker, Barbiere, Brunnenmacher, Böttcher, Dachdecker, Gastwirthe, Friseure, Gürtler, Handschuhmacher, Korbmacher, Photographen, Schlächter, Schornsteinfeger, Tuchmacher, Zeugschmiede, Wäschefabrikation und Zinngießer. EhrenVon den vielen Kapiteln greifen wir eins heraus und zwar auf Seite 103, Nr. 88, betitelt: Wie Kaiser Wilhelm I. für das Wohl der Arbeiter sorgte" Der erste Abschnitt dieses Kapitels handelt von den Gründerjahren, der folgende, für uns in betracht tommende Abschnitt handelt von den Volksverführerischen Lehren". Wir lassen denselben hier folgen: Besonders aber mehrte sich die Zahl derjenigen, welche von Religion, Königthum und Vaterlandsliebe nichts wissen mochten. Diese lehrten: Wir müssen darnach trachten, daß der„ vierte Stand", die unteren Voltsklassen, zur Herrschaft kommt; alle Fürsten sind zu stürzen.„ Krieg den Palästen" lautete das Feldgeschrei, das gegen die besitzenden Klassen gerichtet war. Unter der Herrschaft der Voltsmehrheit sollte alles Grundeigenthum, das Fabrikwesen und alles, was Ge bringt, dem Staate, d. h. der Gesammtheit der Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten winn Die Betriebskaffen: Aktiengesellschaft für Wellblech, Bewohner, gehören und Jedermann gleichen Antheil an den Berliner Reichstagswahlkreis hielt am 4. d. Mts. Balte, Pietschmann und Söhne, Meierei Bolle, Chemische Fabriken, erzeugten Gütern und Werthen empfangen. Daß solche Lehren im Königshof" eine Mitgliederversammlung ab. Dieselbe war Eisenmann, F. Hirt, W. und G. Keßler, L. Löwe, Neue Maschinenvielen Leuten gar lieblich flangen, und noch heute wohlgefallen, so zahlreich besucht, daß das Lokal polizeilich gesperrt wurde. bauerkasse, Packetfahrtgesellschaft, Neue Berliner Pferdebahn, Große tann man sich denken; aber leider begreifen auch unzählige nicht, Reichstags- Abgeordneter August Bebel hielt einen Vortrag Berliner Pferdebahn, Porzellan- Manufaktur, Firma Schneider, daß solche scheinbar paradiesischen Zustände niemals eintreten über den Erlaß des Ministers von Eulenburg und die Sozial- Krause u. Ro., Bachstein und die der Omnibus- Aktiengesellschaft. Bebel erinnerte daran, daß dieser Minister im fönnen. Wenn aber wirklich eine derartige Gütertheilung statt- demokratie. c. die Innungstassen: der Barbiere und Friseure, fände, so würde der einzelne Mensch in seinem freien Willen und Jahre 1878 namens der Regierung die Vertretung des Sozialisten Damenmäntel- Schneider, Fuhrherren, Konditoren, Schneider, der Entwicklung der Kräfte gehemmt werden. Keiner dürfe für gefeges dem Reichstage gegenüber übernahm und dem Reichs- Schmiede, Schornsteinfeger, Steinfeger, Strumpfwirker, Weber seine Person mehr erwerben, als ein anderer. Dem Verschwender tage versprach, das Gesez in loyalster Weise" zu handhaben. und der Glaser. würde ebenso viel zugetheilt werden, als dem Sparer. Der Träge Wie Graf Eulenburg diefe loyale Handhabung" auffaßte, hat Hierauf gelangte folgende Refolution zur einstimmigen als " Die Versammlung erklärt es bekäme denselben Lohn wie der Fleißige, und auf diese Weise der kleine Belagerungszustand u. f. w. bewiesen. Der in Rede Annahme: Das Sozialisten pflicht aller Krankenkassen, ben Boykott der der Charitee müßte alles freudige Streben und Schaffen aufhören. Ja die stehende Erlaß sei von vielfachem Interesse. Menschen wären übler daran als heute die Zuchthäusler." gefeß sei gefallen, zerrissen durch die Sozialdemokratie, durch das moralisch und materiel zu unterstüßen. Sie beschließt An unseren Proletarier- Vätern liegt es, bei dem heran- Anwachsen der sozialdemokratischen Partei zur stärksten Partei allgemein, große Voltsverfammlungen einzuberufen, um die wachsenden Geschlecht dafür zu sorgen, daß solche„ Geschichts- Deutschlands und die Enthüllungen und Entlarvungen der Lock gange Bevölkerung zur Unterstützung des Boytotts aufzurütteln. zerr- bilder" nicht von den Kindern für baare Münze hin- spigel in den Jahren 1888, 1889 und 1890 durch die sozialdemo- Weiter wurde die Kommission der Krankenkassen aufgefordert, genommen werden. Das ist unerläßliche Pflicht und Schul. fratische Fraktion. Der in Rede stehende Erlaß spreche in einem die Ausarbeitung und Vertheilung eines Flugblattes betreffend ganz anderem Tone, als man es vom Grafen Eulenburg gewöhnt des Boykotts der Charitee in Erwägung zu ziehen. Schließlich Digkeit. war. Redner nahm an, daß die Jahre, in denen Graf Gulen wurde einem Antrage zugestimmt, den Verwaltungsdirektor, soburg nicht Minister war, an ihm nicht spurlos vorüber ge- wie sämmtliche dirigirenden Aerzte der Charitee zum Besuch der gangen seien, daß auch er etwas gelernt habe. Der Erlaß sei Bolksversammlung am 8. Dezember durch Schreiben einzuladen, zu einer Zeit erlaffen, als das Resultat der legten Reichstags- und ebenso einem weiteren Antrage, im Versammlungsbericht die wahlen noch nicht in feiner Gesammtheit statistisch bekannt war. Der Namen derjenigen Kliniken bekannt zu geben, welche bereits erRegierung mußte diefes Resultat sehr unangenehm sein, was sehr für lärt haben, den Krankenkassen Betten zur Verfügung zu die Bedeutung der Wahlen spreche. In lezter Zeit sei vielfach die stellen. Frage aufgeworfen, ob man die unangenehmen Veröffentlichungen Es sind dies: a) ausschließlich für Frauen: Dr. Landau, geheimer Aktenstücke nicht verhindern könne. Redner war der philippstr. 20; b) für Geiftestrante beider Geschlechter: Dr. Meinung, daß dies unmöglich sei, da die Sozialdemokratie Desterreicher in Nieder- Schönhausen( 150 Betten); c) für überall zu finden sei, Wolle man die Veröffentlichung in der Geschlechtstranfe: Dr. Güterbock, Neuenburgerstraße 14 deutschen Preise mit Strafe bedrohen, so stehe die ausländische( 20 Betten); Dr. Blaschko, Friedrichstr. 104a( 15 Betten); Preffe zu Gebote, aus welcher man dann abdrucken könne. Der Dr. Rosenthal, Oranienburgerstraße Nr. 41( 20 Betten); beste Echutz sei. überhaupt nicht derartige geheime Erlasse zu Dr. Witte, Friedrichstraße Nr. 188( 20 Betten); d) für erlaffen. Redner ging nun näher auf die Einzelheiten des Er förperlich und geiftig Krante, auch Geschlechtskrante; lasses ein und kam hierbei auch auf den legten englischen Berg- Maison de santé in Schöneberg( mit 150 Betten). Jm weiteren arbeiterstreit zu sprechen. Zwischen England und Deutschland Verlauf der Debatte wurde von Mäther bekannt gegeben, daß besteht ein gewaltiger Unterschied. Während die englischen Berg- am 10. Dezember in den Konkordiasälen eine große Versammlung arbeiter bestens organisirt waren und gefüllte Kaffen hatten, von Mitgliedern fämmtlicher Ortstassen stattfindet zwecks Fördeferner eine Gesetzgebung, die den Arbeitern große Freiheit biete, rung der Agitation für die Zentralisation der Otrs- Krankenkassen. während die englische Bourgeoispresse auf Seiten der Arbeiter Nachdem noch die, über sämmtliche Krankenhäuser auf deren stand und bedeutende Sammlungen veranstaltete, fie moralisch Krankenbestand auszuübende, regelmäßige Kontrolle unter den und finanziell unterstüßte, waren die deutschen Verhältnisse beim Delegirten der Krankenkassen- Vorstände geregelt worden war, großen Bergarbeiterstreit in Rheinland- Westfalen im Jahre 1889 wurde die Versammlung, an der auch einige Aerzte theilgerade entgegengesezte. Die Folgen sind bekannt, Gewerbe- nahmen, gegen 12 Uhr vom Vorsitzenden Herrmann geOrdnung mit den Trußparagraphen, Bestrafung des Kontrakt- schlossen. bruches, Verschärfung des§ 153 2c. Bon den berechtigten Im Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Forderungen der Bergarbeiter seien sehr wenige erfüllt worden troh Kaiserdeputation und trotz kaiserlichen Erlaffes, welcher die Wäsche und Kravattenbranche sprach am 30. November Frl. Baader über das Thema:" Vom Rechte das mit uns gestaatlichen Bergwerke zu Musteranstalten herausgebildet boren". Die Versammlung folgte den Ausführungen der Vorwünschte. Nicht anders war e3 bei dem Streit im Mit einer energischen AufSaarrevier. Mit der Rücksichtslosigkeit eines Privatunter tragenden mit lebhaftem Intereffe. nehmers seien die Bergbehörden gegen die Arbeiter vorgegangen. forderung an die Anwesenden, fich der Organisation anzuIn der Diskussion äußerte sich Redner erachtete die Furcht des Herrn Ministers vor der Agi- schließen, schloß die Rednerin. tation unter den Frauen und Kindern für einen deutlichen Wink Kollege Hergt in demselben Sinne. Ferner theilte Kollege für diejenigen, welche ber Arbeiterinnenbewegung theilnahmslos Finger abgequetscht hat, im wesentlichen ist es die mangelhafte just mit, daß in einer Fabrit eine Arbeiterin sich den gegenüberstehen. Neues biete der Grlaß nicht, nur das alte Be- inger abgequetscht hat, im wesentlichen ist es die mangelhafte ftreben, die Sozialdemokratie einzudämmen, in abgeschwächter, Schuhvorrichtung, der die Schuld beizumessen ist für den Unfall. gemilderter Form. Die Staatsretter feien ganz gewaltig auf dem Kollege ergt kritisirt die Art der Recherchen, die von den Holzwege, wenn sie glauben, noch lange zuversichtlich auf die Fabrikinspektoren ausgeübt wird, indem dieselben nicht die Arvon ihnen beinflußten Kreise rechnen zu können. Wenn man zu von den Fabrikanten ihre Informationen zu schöpfen. Ferner beiter zu rathe ziehen, sondern sich ganz darauf beschränken, nur alledem noch mit Steuerprojekten komme, wie sie jetzt vorliegen, wurde ein Antrag angenommen, daß wenn der Verein der so müsse die Sozialdemokratie immer mehr wachsen und wir Außerdem soll aber auch mein derzeitiger Prinzipal oder hätten alle Ursache, auszurufen: E3 leben unsere Freunde, die Blätterinnen die Gründung eines Arbeitsnachweises ablehne, der feinerzeitiger Prinzipal hiermit beauftragt und unwiderruflich be- Feinde!( Lebhafter Beifall.) Eine Diskussion fnüpfte sich an Feinde!( Lebhafter Beifall.) Gine Diskussion fnüpfte sich an Verein einen selbständigen Arbeitsnachweis gründet. vollmächtigt sein, mir diese vorstehende Provision von meinem den Vortrag nicht. Bekannt gegeben wurde, daß Richard Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt Gehalt 2c. jederzeit in Abzug zu bringen und Herrn Adami aus- Schultz sein Amt als Beisiger im Vorftande niedergelegt habe. 30. November eine Versammlung ab, in der Genosse Türk ein zuzahlen. Zu Zur Verschwiegenheit über die mir von Herrn Adami nach- Bu Ghren des verstorbenen alten Zölde erhoben sich die Ber- Referat über das Vereinsorgan Der Handelsangestellte", und sammelten von ihren Plägen. einen warmen Hinweis auf die künftigen Aufgaben der Gewerkgewiesenen Stellungen verpflichte ich mich bei einer an Herrn Für den 4. Kommunal- Wahlbezirk fand am 4. Dezember schaft gab. Der Vortragende, sowie sämmtliche Redner in der Adami zu zahlenden Konventionalstrafe von 50 M. eine gut besuchte öffentliche Kommunalwähler- Versammlung in sich anschließenden Diskussion, vertraten die Ansicht, daß es an Marten's Salon statt. Genosse August Zäterow, der der Zeit sei, den Ausbau der Organisation energisch zu beKandidat des Bezirts, hielt einen mit großem Beifall auf- treiben. Im Anschluß an diese Debatte wurde im Statut der genommenen Vortrag, in welchem er, bezugnehmend auf die Paragraph betreffend den Mitgliedsbeitrag festgelegt und damit nothwendig gewordene Ergänzungswahl, allen Anwesenden zur für drei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder die Genossen die Umarbeitung der Statuten abgeschlossen. Weiterhin wurden Pflicht machte, am Tage der Wahl gewissenhaft ihre Schuldig: Adler, Kohnte und Ritterbrandt gewählt. feit zu thun, die Säumigen heranzuholen und feine Gelegenheit Die in Brauereibetrieben beschäftigten Arbeiter vorübergehen zu lassen, nachdrücklich für die Wahl zu agitiren. Redner geißelte unter Zustimmung der Versammlung das( Brauer, Mälzer, Böttcher, eller- und HofRothen Hause Kliquenwesen im und behandelte einarbeiter, Fahrer, Stallleute u. s. w.) hielten am gehend die Verwerflichkeit der indirekten Steuern, haupt- 1. Dezember eine gutbesuchte öffentliche Versammlung ab. Vor Man muß gestehen, die Bescheidenheit des Herrn Adami sächlich die ungerechteste aller, die Miethssteuer. Die Ver- Eintritt in die Tagesordnung erbat sich der Vorsitzende der kennt fast keine Grenzen; mit drei Fünftel des ersten Monats: treter des Bürgerthums haben weder Verständniß für die Orts- Krankenkasse, Lang, das Wort, und gab die Erklärung gehaltes will er sich zufrieden geben und das jährliche Einkommen Lage der arbeitenden Masse, noch sind sie je gewillt, für wirk- ab, daß er und die übrigen Vorstandsmitglieder der Kaffe um des Arbeiters will er mit Beschlag belegt wissen, selbst wenn es fiche Besserung derselben auch nur das Geringste zu thun. Bulaffung zu einer Vereinsversammlung der Bierbrauergesellen weniger als lumpige 1500 M. betragen sollte. Doch Scherz bei( Lebhaftes Bravo). Troß mehrfacher Aufforderung meldeten nachgesucht haben, da genannter Verein eine Besprechung der Seite. Die Arbeiter mögen daraus von neuem ersehen, wie viel fich Gegner nicht Jum Wotte. Genosse Petersohn Verhältnisse der Ortstasse auf die Tagesordnung gestellt batte, Nothwendiges sie in ihren Gewerkschafts- Organisationen noch zu wendete sich ebenfalls an die fleinen Gewerbetreibenden, sse seien jedoch abschlägig beschieden worden. Dieses tennzeichne thun haben, um es dahin zu bringen, daß der Besizer der und Aussichtslose ihrer Lage zeigte ihnen das wies der Bierbrauergesellen Verein" als Gegner der organisirten Arbeitstraft auch der alleinige Verkäufer derfelben barauf hin, wie auf grund unserer ökonomischen Entwickelung Brauerei- Arbeiter. Hierauf hielt Genosse Rohriad an stelle werde, anstatt daß Dritte darüber zu verfügen sich anmaßen der Mittelstand, die fleinen Geschäftstente, immer mehr ins des Kollegen Hilpert einen Vortrag über den Werth der dürfen. Proletariat gedrängt werden. Deshalb haben auch sie alle Ber- Gewerkschaftsbewegung und forderte zum Beitritt in den VerDas Frauenstimmrecht hat in Amerita einen neuen anlassung, fich der Sozialdemokratie anzuschließen. Der Vor- band auf. Nach ihm referirte Rollege Richter über die Era Sieg zu verzeichnen. Bei den Novemberwahlen in den Ver- sigende, Genosse Krubat, veranlaßte die Anwesenden noch folge der Agitationskommission. Er schilderte zunächst die Bor( Hierbei wird bestimmt, daß freie Station mit 40 m., freie Wohnung mit 15 M. und- freie Feuerung mit 10 M. monat lich zu berechren sind und zwar gleichviel ob der erste Monat in den Winter oder Sommer 2c. fällt.) Sollte ich ich mit meinem Willen eine Probezeit eingehen, welche ich mich hiermit verpflichte, nicht über 4 Wochen auszuDehnen, so zahle ich beim Antritt dieser Probezeit spätestens den vierten Theil diefer Provision an Herrn Adami und zwar als Entschädigung im Fall ich die Probezeit nicht bestehen sollte." Sollte ich dem Vorstehenden nicht pünktlich nachkommen und Herr Adami deswegen Klage gegen mich erheben, so willige ich hiermit darin, daß wegen dieser Provisionsforderung mein fünftiges Einkommen, auch wenn es weniger als 1500 Mart jährlich betragen sollte, seinem ganzen Betrage nach einer Pfändung unterworfen sein soll. den. · ten... 189 ( Name.) Anmerkung: Um mich in Zukunft gegen die so vielfach erlittenen Verluste zu schüßen, bin ich zu obiger Abfassung des Reverses gezwungen worden, und haben Minderjährige denselben außer ihrer Unterschrist, auch noch von ihrem Vater oder Vormund genehmigend unterschreiben zu lassen, widrigenfalls ihr Gefuch als nicht annehmbar zurückgelegt wird. H. Adami. = tommniffe in der Vereinsbrauerei Rigdorf, mit denen sich bekanntlich| Verfügung stehen, die Schloßbrauerei und das Sokat von Jakob auch die Gewerkschaftskommission beschäftigte. Nach Rücksprache in der Grunewaldstraße. Ueber 100 Schankwirthe haben Parteides geschäftsführenden Ausschusses mit Direktor Spielhagen blätter ausliegen, gegen 20 nicht. Die bereits begonnenen, gegen bat ersterer die Zusicherung erhalten, daß die angeregten Miß die Lokalfommission gerichteten Debatten, sowie die Neuwahl der stände in Zukunft sich nicht wiederholen werden. Desgleichen Lokalkommission wurden indeffen vertagt. gab Richter das Resultat in Sachen 2 ang fontra Böhmisches Brauhaus bekannt. Die Versammlung nahm ohne Debatte da von Kenntniß. Kollege Träger beleuchtete ausführlich die Arbeitsverhältnisse und die damit in Verbindung stehenden SparPraktiken des Direktors Rösike in der Pankower und Fürsten: walder Mälzerei der Schultheiß- Brauerei. Kollege Schneider bemerkt, daß sich in nächster Zeit die Agitationsfommission und vielleicht auch die Deffentlichteit mit den Lohndrückereien in einigen Weißbierbrauereien beschäftigen wird. Böttcher Müller ermahnte die Brauer und Hilfsarbeiter, aus geführten Mißständen die Nothwendigkeit der Zugehörigkeit zur Organisation gut erfkennen und verwies auf die Erfolge seiner Organisation hin. Böttcher Lehmann verbreitete sich ebenfalls über die Arbeitsverhältnisse in der Weißbier- Brauerei von Thomas Bolle, Friedrichstr. 128, und führte unter anderem an, daß der Lohn der Hilfsarbeiter bei einer Arbeitszeit von Morgens früh 4 Uhr bis Abends 1/210 nur 2,30 M. beträgt und nach jahrelanger Thätigkeit bis zu 2,50 M, steigt. Die Versammlung genehmigte schließlich eine Resolution, in der sie sich mit allen diednern in betreff der Bekämpfung ber Mißstände auf den verschiedenen Brauereien einverstanden erklärte und die Agitationskommission aufforderte, die geeigneten Schritte einzuleiten. aus den anDer Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hielt am 2. Dezember eine öffentliche Versammlung ab. Genosse Hoffmann sprach in einem mit Beifall aufgenommenen Vortrag ber„ Die zehn Gebote und die besigende Klaffe". Nach dem Referat wurde die Vesammlung geschlossen und folgte eine gesellige Unterhaltung mit Tanz. Da der Vortrag erst bis zum 4. Gebot vollendet ist, so findet am Sonnabend, den 16. Dezember, wiederum eine derartige Versammlung statt. Fortsetzung des Vortrages im Lokal des Herrn Brochnow, Sebaftianstr. 39. " Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. - Gefund Gletch Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umg gegend. Alle Nenderungen im Vereinstalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwochy. UebungsLiebesfreiheit 1, stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser= Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Bereinsversammlung am Mittwoch, den 6. Dezember, Abends 8 Uhr, in ben Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über:„ Die Nervenschwäche des Menschen und die moderne Wirthschaftsordnung": Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nords Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittt.). Oft- Schule, Südost: Schule, ReichenbergerMarkusstr. 81: Unterricht in Logit. In einer Banarbeiter Versammlung für Schöneberg fraße 183: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen unterund Umgegend, die am 3. Dezember stattfand, referirte Genoffe richtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest, in Laufe des D. Antrid über„ Die Gewerkschaftsbewegung und der Partei- Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet Friz herige Entwickelung der Gewerkschaftsbewegung behandelt hatte, feb. Wonats, Ab. 8% Uhr, im Reftaur. Grube, Mariendorferstr. 10. tag zu Köln." Nachdem Redner ausführlich Ursprung und bis- Biegle, Schwedterstr. 33. kam er auf die Stellungnahme des Parteitages bezüglich dieses brunnen, Abends 8 Uhr, bet Saferland, Bellermannſtr. 87. Heine, Rirdorf Theils der Arbeiterbewegung zu sprechen. Nachdem die sozial- heit, Abends 8% Ubr bei Stramin, Ritterstraße 123. Abends 8 Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, parterre. Otto Reimer, bei demokratische Partei abermals, so führte er u. a. aus, durch die a. Brosch, Wilhelmshavenersiv. 23.-- Ginigte it, Abends 8% Uhr, bei bekannte Resolution( Auer und Genossen) gezeigt habe, daß sie Beige, Triftstraße 1. nach Kräften die Gewerkschaftsbewegung fördern wolle, sei es Zeit, endlich die Beschuldigungen der Vernachlässigung durch die Partei fallen zu lassen. Statt der ewigen Vorwürfe möge man lebhaft für die berufliche Organisation und die wirthschaftliche Bewegung der Arbeiter agitiren, welche er, Redner, für ebenso nothwendig halte wie die politische. Von Nugen werde für die Gewerkschafts- Bewegung sein, wenn eine Verständigung über die Organisationsform und damit die Beendigung des leidigen und gewiß nicht die Bewegung fördernden Streites über dieselbe herbeigeführt wird. Im übrigen vertrat Redner den bekannten Standpunkt Auer's. An der Distussion betheiligten sich die Genossen Behrend und Bensch. Ersterer befürwortete die lokale, lezterer die zentrale Organisationsform als die beste. Hierauf stellte der Referent in einem Schlußwort mehrere Irrthümer richtig, welche Behrend unterlaufen waren. Folgende von Behrend gestellte Resolution wurde ein: stimmig angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit dem Referat des Genossen D. Antrick einverstanden und verspricht, den Beschlüssen des Parteitages in Deutschland Anerkennung zu verschaffen. hagen, Rundtheil, b. Lerche. Sorbeertrans, Bichtenbergerstr. 21 b. Seise. Unverzagt 1 Manteuffelstraße bet Nowac. Andreasstr. 26, bet Wilte. ftraße 22-23, Böhow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 32 a, bet wilke. Deutsche Gich e, Grüner Weg 29 bet Säger. Echo 1 Bankow, Schulzeftr. 27. Steinmegen, Flemmingstr. 6 bet Mann. yra i, Mariannen- Ufer 2 bet Wills.- hand in Sand 1, Reichenbergerstraße 16 bel Pägoldt. Schneeglöd ch en 2, Potsdam, Brandenburgerkommunikation 16, bet Glafer. Unverdroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, indowerfir. 26.- Rütit, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, FriedrichsGübo ft 1. Röpniderftr. 191, Reſtaurant.- Sto the Nette, Schöneberg, Golzftraße 43, bei Siegeler.- Kupferschmiede, Weinstr. 11 bet Feind. Deutscher Männer Concordia, Gitschinerftr. 55 bet Baase. Freiheitst länge, Alte ang Belforter fir. 15, bei Schneider. Jatobftr. 68. Lorbeer tra na 2, Oranienstraße 190 bei Katsch. Stedes luft in Fürstenwalde bei Haupt, Müncheberger Chaussee. Sängerchor der Maler, StallAuce 46 bei Buffe.- Soffnung 3, Brandenburg a. S., Wilhelmsdorferschreiberstraße 29 zum eichenen Stab. Freiheits- Gruß, Schönhauser straße Reft. Concordia. Gangesblüthen, Blumenstr. 38 bei Hente. moabit, Waldstr. 52 bet Gohr. Bieberlust, Dresdenerstr. 45, Dresdener Garten. Gleichheit, Pappel Alee 3-4 bet A. Meinhardt. Byras, Briz, Werberstraße 15. Freiheitstlänge 2 Eberswalderstraße 5.- Kaiser'scher Quartettverein, Srautstr. 6 bei Rudolf. -Arbeitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerfir. 4 bei Dorn.--Junge ich e, Reinickendorf, Gesellschaftsfir. 11 bei Hartmann. Georginta, Manteuffel ftraße 45 bei Liewald. Einig, Straußbergerstr. 8 bet Birk. Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bet Kaprolatis. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bet Greinert. Dämmerlicht, Doppel Quartett, Landsberger Allee 152 bet Krause. Süd- Ost 2, Faldensteinstr. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, KrautGemischter Chor Webbing, Müllerstraße 7 bet straße 6 bei Rudolph. - Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28, bei HermerBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu Schriften find zu richten an B. Senter, Bergmannstraße 14, of 2 Tr.) Mittwoch: Pollack- Klub& u stige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Siewald. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Rauchtlub Giferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Soffmann Humo= Berein Brüderlichteit Georgenkirchstraße 65 bet Müller. ristis cher Rauchtľub, Görlizerstraße 42 bei Picht. Gefelltger Musikverein Bautenschwengel Annenstraße 16 bet Ehrenberg. Verein Rhetorit Naunynfir. se bei Rubeil Abends s½ Uhr. Geselliger Verein offnung Rauchklub Gutgeftnnter Sebuserstraße 5 bet nemis( alle 14 Tage). Theaterverein Broletariat, Naunynfir. 83 bei Köhn. Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Vergnügungsverein Amor II, Brinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touristentlub Freiheit und Wohlergeben, Neuenburgerstr. 37 Mauchklub Rothe bet egenberg. Stat flub kreuz- Solo Krautitr. 48 bei Ratife. Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerftr. 44, Restaurant Taubenbörse. Reichert. schmidt. " Rowy bei Mebelt n. Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Bangestraße 108 Männer- Gefangverein' a Ibtapelle 2, Abends 9 Uhr, In Friedrichsfelde sprach am 3. Dezember vor einer äußerst start, namentlich auch von Frauen besuchten Voltsversammlung Reichstagsabgeordneter Stadthagen über die politische Die Zimmerer Moabits hielten am 3. Dezember eine Bage. Stebner hob, nachdem er auf die im gegenwärtigen Reichsgut besuchte öffentliche Versammlung ab. Der Genoffe off- tage erfolgte Annahme der Militärvorlage verwiesen hatte, die mann legte in einem mit großem Beifall aufgenommenen Bor- Ungerechtigkeit hervor, zu welcher die Wahlkreiseintheilung führt, trage flar, aus welchen Gründen sich jeder Arbeiter der Gewerk- indem den Großgrundbesitzern und Bechenbaronen ein beson schafts- Organisation anzuschließen habe. Die Kollegen Tamm, derer Einfluß eingeräumt wird. Redner unterwarf hierauf Obst, König und Joppenlab führten in der Diskussion die Politik unserer Regierung, wie sie durch den in voriger aus, daß man dem stetigen Druck auf die Lebenshaltung der Woche im Vorwärts" veröffentlichten Ministerialerlaß gekenn Arbeiter nur begegnen könne durch den Zusammenschluß. Auch zeichnet war, einer eingehenden Kritik. Mit allgemeinem Beifall die Versammlung ihre Zustimmung zu dem Vortrage die Poliere und sogenannten Poftengesellen sollten sich ihres gab Ursprungs erinnern und nicht den schönen Augen der Unter- zu erkennen. Von einer Diskussion wurde, da Gegner sich nicht nehmer zuliebe der Organisation entgegentreten. Gine im Sinne meldeten, bei der vorgerückten Beit Abstand genommen. Genosse des Vortrags gehaltene Resolution wurde einstimmig an- Junge berichtete sodann über die Thätigkeit der Lokalkommission. Als Vertrauensmann für Moabit wird Kollege Das Lokal von Maikowski, das den Genossen zur Verfügung genommen. Soppenlab, Stephanstr. 49, gewählt, als Stellvertreter steht, sei zwar groß genug für die Versammlungen, aber so lange Ortmann. Raffirt wird Sonntag Vormittag von 10-12 nicht auch die übrigen Saalwirthe ihre Lokale hergäben, würden bei Gebauer, Birkenstr. 24. auch die Maßnahmen der Polizei nicht aufhören. In Friedrichsberg könne die Polizei den Wirthen, die unseren Genossen Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Gefangverein Eine öffentliche Versammlung der Steinarbeiter nahm den Saal hergeben, nichts anhaben, weil dort fämmtliche no spe, Abends& uhr, im Reſtaurant Wahlstatt, Belle- Allianceſtraße. am 3. Dezember den Bericht der Tarifkommission für die Marmor Birthe uns die Lokale zur Verfügung stellen. Um dies und Granitbranche entgegen. Der von ihr ausgearbeitete Tarif auch in Friedrichsfelde zu erreichen, müßten die Arbeiter Restaurant Kayfer, Staltzerftr. 22. Muftt- Dilettantenverein rectofa, soll zunächst in Flugblattform allen Kollegen zur Begutachtung bei den Wirthen, wo sie sich nicht zur Besprechung ihrer Lage bends 8-11 1hr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und vorgelegt und nach erfotgter Korrektur in einer weiteren Berversammeln dürfen, auch nicht ihre Groschen verzehren. Nach Tegelerstraßen- Ecke. sammlung dann als Brochüre herausgegeben und zur Durch dieser Aufforderung, der noch zwei andere Parteigenossen teuffetfir. 9.Turnverein offnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, ManKraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonnführung gebracht werden. Stoop gab bekannt, daß die Turnverein Gesund Liquidationstommiffion des aufgelösten Fachvereins der Marmor- beigetreten, wählte die Versammlung die Genossen Junge, abend 9-11 Uhr abends bei Babe, Beughoffir.§. brunnen. Die 2.3 Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends Katscha und Löba als Lokalkommission. Unter Verschiedenem in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.- Kraftturnverein Berolina, und Granitarbeiter" in der nächsten Versammlung ihre Abforderten mehrere Redner die Frauen auf, in ihren Kreisen abends suhr nebungsstunde bet Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. rechnung verlesen und gleichzeitig einen Bericht über die neunjährige Thätigkeit des Vereins erstatten wird. Die Versamm- träftig zu agitiren und einen Frauenverein zu gründen. An die Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenstraße 154, Lokal Konkordia. Männer erging die Aufforderung, sich dem Arbeiter- Bildungslung beschloß, alle noch vorhandenen Bücher und andere Uten verein anzuschließen. Der Vorsitzende theilte mit, daß die Reed, Lothringerftr. 94. Theater- und Bergnügungs- Verein Sumanitas abends X Uhr bei Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, filien des Vereins dem Vertrauensmann zur Aufbewahrung zu Agitationstour, welche in 14 Tagen stattfinden sollte, erst nach bet Schuls, Beteranenftr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, übergeben. Dem vor einigen Wochen auf der Straße verunglückten Weihnachten unternommen wird. Restaurant Lothringerstraße 101. Theater- und Leseklub Morgenroth, Kollegen Hann ich wurde eine Unterstüßung von 40 M. bewilligt. jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Nachoem fich Paulitat, Buchmann, Stoop und einige In einer öffentlichen Gewerkschafts- Versammlung in Theaterverein erres tagt jeben Mittwoch, Abends a Uhr, bet Güzlaff, Großgörschenstr. 3. Gäfte willkommen. weitere Redner mißbilligend über die in der letzten Versammlung Rigdorf, die am 3. Dezember tagte, referirte Genosse Faber Gefelliger Vergnügungsverein Regia, benbs uhr, im Sestaurant vorgekommenen persönlichen Streitereien einzelner Kollegen über: Sozialdemokratie und Gewerkschaft". Der Referent wie Sommer, Grünftraße 21.- Rrenafidel, bet Gumlich, Reichenberger straße 149. Fidele Brüder, bet H. Mrose, Lachmannftr. 5. Touristengeäußert hatten, erfolgte Schluß der Versammlung mit dem die Diskussionsredner betonten die Verpflichtung der sozialdemo verein" Frei Weg" Abend 9 Uhr bet Steblutad, ManteuffelHinweis, daß dieselben in Zukunft stets pünktlich eröffnet werden. fratischen Partei, die Gewerkschaftsbewegung zu fördern, und straße 86. Abends Arbeiter Bitherflub Frethe+ tstlänge", 8-11 Uhr, bei N. Pommerente, bekämpften die vom Genossen Bebel auf dem Parteitag gemachten bon Bahnhof Bahnstraße 23, am Schöneberg. Die am 30. November hier stattgehabte von Ausführungen. Neumann schlug vor, unter den Gewerkschaften uebungsabend Gipsfir. 11 bet Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Großgörschenstraße. 8ithertlub Alpenglöckchen@ belweiß. Frauen und Männern sehr stark besuchte Volksversammlung Rigdorfs eine engere Fühlung herzustellen durch Begründung winkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung nahm den Bericht des Delegirten zum Kölner Parteitage, Ge eines Gewerkschaftskartells, um bei Streits eine beffere und mit Damen bei Weigmann, Andreasitr. 82. noffen 3ubeil, entgegen und knüpfte sich an denselben eine schnellere Unterstützung zu erzielen. Genosse Vieweg( Metall- Rauchttub to the Nette, bei Steuer, Weinftr. 22. Rauchklub Roodh Ioch, abends 9 Uhr, bei Kierstein, Abmiralstr. 33. Humoristischer mehrstündige rege Debatte, die sich vorwiegend um die Gemert- arbeiter) stimmte dem Referenten darin bei, daß die Reise- Unter- Raucht tub, Abends& Uhr, bet A. Niemann, Görlitzerfir. 42.- Rauch flub schaftsfrage drehte. Hadebusch bedauerte zunächst die NichtRauchklub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr verlegung der Parteitage in die Zeit zwischen Weihnachten und füßung viele Arbeiter zur Organisation heranziehe, wenn sie Sans fouct, Boechstraße 61.Rauchfluh Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchttub, Bultan, Abends 9 Uhr bei Neujahr und legte im weiteren den Schwerpunkt auf die Gemert- auch, wie Genosse Thomas gesagt hatte, in einzelnen Gewert bei Späth, Wetnfir. 28. schaften, z. B. in derjenigen der Bauhandwerker und nach fall, Waldemarstr. 18.- Rauchtlub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr schaftsbewegung. Däumig erklärte sich durch die auf dem anderer Saisonarbeiter, nicht durchführbar sei. Genosse Köppen bet muß, Josinstraße 8. Mauchtlub Schmotes Werte, KöpenickerParteitage erfolgte Regelung der Maifeier für befriedigt und hielt bemerkte, auf dem bet Schöbel. Nauchklub Borwärts Süd- Dft" Kölner Parteitage fei fein Wort straße 121a Waldemarstraße 74 bet George. Sumoristische Pfeifenbrüder vor allem eine Regelung der Frage der Form der Gewerkschaftsorgani- gegen die Gewerkschaften gefallen, was Faber in seinem Schluß abends 9 Uhr, lofterstraße 88, beim Genoffsen W. Salzwebel, Rauchklub fationen für Berlin und Umgegend für erforderlich. Köster wort bestritt, indem er behauptete, Indifferente ließen sich durch Deutsche Etche, abends 9 ühr bet John, Waldemarftr. 62. Rauchklub wünschte eine größere Bethätigung der politischen Führer in und für Worte, wie sie Bebel in Köln gebraucht, vom Anschluß an eine gullige ber bends up Fernhard, Staligerjir. s die Gewerkschaftsbewegung und hielt dafür, daß jeder Sozialdemokrat Organisation abschrecken. Die Versammlung stimmte hierauf Rauch- Klub Einfach, Abends uhr, Manteuffelftr. Nr. 5 bei Bogt. auch einer Gewerkschaftsorganisation anzugehören habe, sonst sei dem vom Genossen Neumann gestellten Antrage zu, der folgender- Artdeutscher auch klub bet Gabecke, Münchebergerfir. 5. Rauchklub derselbe nur ein halber Sozialdemokrat. Er maß die Schuld an maßen lautet:" In Erkenntniß des Nußens der Gewerkschafts- tothe Fahne", Mittwoch abends 8 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant zur Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bet Tuguntte. Rauchklub den Auseinandersetzungen zwischen Legien und Auer auf dem bewegung und der Nothwendigkeit einer regeren und einheitlichen Zaubenbörse. Parteitage beiden bei und hielt es für angezeigt, daß in Zukunft Agitation innerhalb der Organisationen am Orte beschließt die auf Parteitagen neben dem politischen auch ein gewerkschaftlicher Versammlung, ein Gewerkschaftskartell, bestehend aus je einem Bericht erstattet werde. Der Resolution Dr. Arons gab er den Delegirten der verschiedenen Berufe, einzusehen. Die Wahl der Borzug. Seidel hätte gewünscht, daß auf dem Parteitage die Delegirten bleibt den einzelnen Berufen überlassen und muß diese Frage, ob lokale, ob zentrale Gewerkschaftsorganisationsform auf Bahl in öffentlichen Bersammlungen stattfinden." Die Fünferdem Parteitage zum Austrag gebracht worden wäre. In den fommission soll die Geschäfte bis zum Zusammentritt des Startells heftigsten Angriffen gefiel sich Heinze. Gr verlangte weiter führen. Die gewählten Delegirten haben ihre Adressen an thätige Mitarbeit der Parteigenossen. Nicht könne es Genossen Böttcher, Göthestr. 1, zu senden. augehen, daß von der Kazbachstraße aus regiert werde und die Arbeiter To tanzen, wie Dort gepfiffen -Rauchklub Arcona von 9-11 Uhr bei 41. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Sabet, Frankfurter Allee 90. German American Club. 9 o'clock Restaurant BelLadies and Gentleman vedere, An der Jannowitz- Brücke. are invited. English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. welcome. Guests are Club Uncle Sam. 9 o'clock Jack's Restaurant, 15 Hoher Steinweg. English speaking guests are quite welcome. Vermischtes. Friedrichsberg. Am 3. d. M. fand hierselbst eine öffent werde. Wenn das so weiter gehe, werde die Zeit kommen, wo liche Versammlung der Möbel polirer statt, um, wie dies die Arbeiter nicht mehr willens sind, Hammelberde zu sein. In bereits in Nixdorf und Weißenfee geschehen ist und in weiteren der Beuthstraße schreibe man nur noch nach Jugenderinnerungen. Vororten noch geschehen soll, eine Bahlstelle des Verbandes der Man habe infolge verbesserter Lebensstellung sich dem proles Möbelpolirer zu gründen. Die aus Berlin erschienenen Kollegen. tarischen Denken und Fühlen entfremdet. Der Parteitag babe Kurth, Reuter und Weber veranschaulichten die Zweck nicht auf der Höhe der Zeit gestanden. Die eigentliche Arbeiter mäßigkeit und Nothwendigkeit derartiger Bahlstellen in den Vor- Von der Stimmung in Sizilieu. In bürgerlichen frage, die Gewerkschaftsfrage sei ungenügend erörtert worden, orten, in welche das Kleinmeisterthum und die Hausindustrie Beitungen ist zu lesen: Im Dome von Piana der Greci( Provinz während nebensächlichere Dinge eine eingehende Behandlung er immer mehr bineingedrängt würden, welche eine große Arbeiter. Balermo) fand im Beisein des königlichen Kommissars, der Befuhren. Man befürchte, daß neben den politischen Machtfaktoren masse ohne Zusammenhalt beherbergten. Die Gründung einer hörden und des Klerus gestern, wie alljährlich an diesem Tage fich noch gewerkschaftliche herausbilden. Er höffte, daß in Bahlstelle des Verbandes entsprach den eigenen Wünschen der( 22. November), das große Schulfest mit Preisvertheilung statt. Zukunft die Gewerkschaftsfrage mehr gewürdigt werden würde. Friedrichsberger Kollegen und wurde demzufolge beschlossen. Als die Beremonie beendet war, stimmten sämmtliche Schul3u bet! ging in seinem Schlußworte in scharfer Weise zum Bevollmächtigten wurde Kollege Iursch, zum Kassirer finder gegen Taufend! plößlich und wie auf Kommando gegen Heinze vor und widerlegte die fachlichen Einwendungen Kollege Peutert, zum Verkehrslokal dasjenige von D3tar in den Ruf ein:" Hoch der Sozialismus!" Die Kundgebung anderer Redner. Nach mehrmaliger Abstimmung gelangte mit Schulz, Friedrich Karlstraße 34 gewählt. Hiermit war um so bezeichnender, als das Schulfest bisher stets mit einer Mehrheit von elf Stimmen, nachdem sich die Versammlung war der Hauptzweck der Versammlung erreicht. Den Kollegen Sochrufen auf den König zu endigen pflegte. Sofort stürzte bereits start gelichtet hatte, folgende von Röster und Bäumler wurde noch nahe gelegt, sich dem Arbeiter- Bildungsverein anzu- fich die Polizei(!) auf die Kinder und trieb sie mit Flachhieben beantragte Resolution zur Annahme: schließen und für den Boykott der Berliner Charitee in den aus der Kirche! Die heutige Voltsversammlung für Schöneberg erklärt sich Gemeinde- Krantentassen Propaganda zu machen. Das Ausrufungszeichen rührt nicht von uns her, sondern von uns b mit den Beschlüssen des Kölner Parteitages einverstanden außer ist mit abgedruckt. Sozialdemokratischer Agitatiensverein für bie in der Gewerkschaftsfrage, von welcher sie erwartet hätte, daß wittenberg, Torgau u. f. w. Heute, Mittwoch, Abends 8 Uhr, Ein Advokatenfuiff. Ein in einem australischen Bankgerade diese Frage eingehender behandelt werden würde, und Neue Grünfstraße Nr. 14 bei Lehmann, Vortrag des Genoffen Bobfe über geschäft Angestellter verspielte am Totalisator 4000 2. Er hat bedauert ben Standpunkt, welchen Auer hierbei einge- egitimität". das Geld der Bankkasse entnommen, tann es nicht ersehen und Günfter Berliner Reichstage- Wahlkreis. Donnerstag, den 6. d. M., nommen hat. Sie erwartet, daß den künftigen Parteitagen, abenos 8% Uhr, bet Philipp, Rosenthalerftr. 38, Versammlung. Bortrag des schüttet dem alten Rechtsbeistande" seines Vaters sein Herz aus. außer einem Berichte über den Stand der politischen Bewegung Reichtstags- Abgeordneten. Schmidt über:" Die neuen Steuergesetze". Bie viel fannst Du noch nehmen, ohne fofort erwischt zu auch ein solcher über den Stand der Gewerkschaftsbewegung vor werden?" 6000 2. etwa."" Gut, so bringe sie mir." Darauf gelegt wird. Die Parteigenossen Schönebergs erklären es ferner zählt der biedere Advokat 1000 2. ab:„ Siehst Du, mein Sohn, jir eines jeden Sozialdemokraten Pflicht, sich seiner Gewerkschaft die sind für mich! Diese weitern 1000 2. find für Dich!" Und anzuschließen, indem nur die Gewerkschaftsbewegung geeignet ist, nun schreibt er der Bank:„ Der bei Ihnen angestellte N. N. hat den Arbeitern schon jest innerhalb der heutigen Gesellschafts- ben 6. Dezember, Abenbe Uhr, im„ kommandanten- Garten", Rom: 10 000 2. unterschlagen; der Familie ist es mit Aufbietung aller ordnung Vortheile zu verschaffen." Straft gelungen, 4000 2. zusammenzubringen. Falls Sie mit diefer Summe zufrieden sein und dem jungen Mann Straflosig feit zufichern, sollen Sie das Geld haben." Selbstverständlich nahm die Bank die angebotene Summe. reife Abends 9 Uhr, uebungsabend fm Restaurant Bollmann, Gipsstr. 11. Zitherklub Alpenglöckchen- Edelweiß". Mittwoch, den 6. Dezember, Verband deutscher Zimmerleute.( Lotalverband Charlottenburg.) Bersammlung am Mittwoch, den 6. Dezember, Abends 8 Uhr, im Lokal don Krause, Bismarckstr. 74. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, mandantenir. 10-11, große Bersammlung mit Damen. Aufnahmé neuer Vorher hatte der Vertrauensmann Masa ch die Abrechnung Mitglieber. vorgelegt. Diefelbe wies 176,46 M. Einnahme, 264,65 M. Aus- Mitglieder- Bersammlung am Mittwoch, den 6. Dezember, Abends s uhr, Freie Bereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend. gabe und unter Verrechnung der Marken und Außenbestände bei philipp, Rosenthalerstr. 38. einen Bestand von 60,01 m. auf. Ferner hatte Weiß gerber Verband der Geschäftsdiener, Padrer und Berufsgenossen. Mittwoch, Eine größere Gesteinmasse ist am Donnerstag in Kirstens den 6. Dezember, bei Gründer, Stopnicerfir. 100, Bersammlung. Bortrag des namens der Lokalfommission Bericht erstattet. Demfelben ist zu Reichstags- Abgeordneten Ferd. Bueb über:„ Die wirtung der neuen Gfeuer- Steinbruch in Rathen( Sachsen) niedergegangen. Drei Personen entnehmen, daß den Schöneberger Genossen nur zwei Lokale zur vorta gen auf das Berufsleben der ungelernten Arbeiter". wurden dabei getödtet und einer verwundet. Sorben erschien In meinem Verlage: Märchenbuch für die Kinder des Proletariats. der Bär. Söhne. 160 Seiten mit 5 Buntdruckbildern in elegantem Prachteinband. Preis 1 Mark. Inhalt: Hirtenflöte und Wanderstab. Illustrirt. Der Bauberspiegel. Illustrirt. -OWO Jm Käfig. Gedicht. Die Bienen und Das Pferd und der Gsel. Gedicht. Der Vater und seine Die drei Schlangen. Der arme Reiche. Illustrirt. Die rothe Blume. Das Schwein und der Mensch. Der Wunderbaum. Illustrirt. Die Bienen. Gedicht. Die Eule und die Lerche. Die Affen. Zwei Brüder. Illustrirt. Unzufriedenheit und Zwietracht. Gedicht. Der schöne Bogel,- Der Mensch und das Kameel. Gedicht. Der arme Konrad. Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch, in der Form des Märchens und der Fabel das junge. Proletariat in die Welt der sozialistischen Idee einzuführen. Es bietet der Jugend keine trockene Lektüre, sondern reißt ihre Phantasie hin, um ihre Begeisterung für die Ideale ihrer Eltern zu erwecken. Der Verlag glaubt, das Buch allen Parteigenossen als vorzügliches Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder empfehlen zu können. Der Preis ist tros des außerordentlich reichen Inhalts, des starken Umfanges und der guten Ausstattung des Buches so niedrig als möglich gestellt. Das ,, Märchenbuch für die Kinder des Proletariats ist zu beziehen durch alle Partei. Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie direkt vom Verlag: Hans Baake, Berlin S., Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Bolksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. In der Herstellung befindet sich und wird Mitte Dezember cr. zur Versendung kommen: Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Köln vom 22.- 28. Oktober 1893. ca. 18 Bogen 80- elegant broschirt Preis 40 Pfennig. City- Passage. Die Verhandlungen des Kölner Parteitages dürften wegen. ihrer Bedeutung das lebendigste Interesse eines jeden Parteigenossen in Anspruch nehmen. Die erschöpfenden Verhandlungen über die Gewerkschafts- Bewegung sind überaus wichtig und ihre Kenntniß nach dem stenographischen Bericht jedem Parteigenossen. nothwendig. In Rücksicht darauf und auf den zudem hohen agitatorischen Werth und die dadurch wünschenswerthe MassenVerbreitung haben wir den überaus billigen Verkaufspreis40 Pfennig pro Gremplar bei sorgfältiger, geschmackvoller Ausstattung- festgesetzt. Um die Auflagehöhe bestimmen zu können, bitten wir uns den ungefähren Bedarf der einzelnen Orte schon jekt bekannt zu geben; nur so find wir in der Lage, allen an uns gestellten Anforderungen rechtzeitig genügen zu können. Die Versendung erfolgt gleichzeitig nach allen Plähen Deutschlands. Porto und Frachten zu Lasten der Besteller. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bet Aufträgen von Außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto 20 Pfg. extra). von 4 Mk. Kein Laden! p. Meter v. 30 Pf. an, Teppiche Gardinen an, Portièren 3,20 Met lang von 2 Mk. an. Läuferstoffe, Tisch-, Stepp- G. Littmann Special- Geschäft: u. Divandecken enorm billig. Landsbergerstr. 97 pt. Zurückgesetzte, wenig fehlerhafte Teppiche!! Bortièren!! Gardinen!! Steppdecken!! fauft man am 5143L billigsten in der Fabrik von Emil Lefèvre, Berlin S., Orantenstraße 158. Illustrirter Pracht- Katalog!! ( ca. 200 Seiten start), umsonst. 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Das Bebel'sche Buch ist, wenn man von den Schriften eines Karl Mary und und Friebrich Engels abfteht, das bedeutendste litterarische Erzeugniß, welches der deutsche Sozialismus hervorgebracht hat. Wer den Inhalt des Sozialismus und feine Biele genau tennen lernen will, wird nicht umhin tönnen, fich der Lektüre desselben zu unterziehen, deffen großer Fleiß und strenger, fittitcher Ernst selbst bei den delikatesten Fragen auch seitens des Gegners offen anerkannt werden müffen. Sein Leben und seine Theorien. Mit einem Charles Fourier. Borträt Fouriers und einer Abbildung des Phalanstères. Broschirt Mt. 2,- Gebunden Mt. 2,50 mt. 0,30 Unsere Biele. Sine Streitschrift gegen die demokratische Korrespondenz. Neue Auflage. Die Schrift ist ein hiftorisches Dokument der deutschen Sozialdemokratie, tropbem ber damalige Standpunkt des Verfaffers nach verschiedenen Richtungen hin überholt ist. Zu den Landtagswahlen in Sachsen. gelegentlich der Ergänzungswahlen zum fächs. Landtage im Jahre 1891. t. 0,15 Bur Lage der Arbeiter in den Bäckereien. mr. 1, Nach einer vom Berfaffer vorgenommenen Enquete, welche die schauberhaften Bustände über Arbeits-, Lohn- und Wohnungsverhältnisse im Bäckergewerbe zum ersten Mal statistisch bloslegt und nicht blos unbestritten blteb, sondern burch die fettherigen Untersuchungen nur bestätigt wurde, ohne ble geforderte gesegliche Regelung zu finden. vom 16. bis gegen Ende des Die Entwickelung Frankreichs 18. Jahrhund. Mt. 0,15 Eine fulturhistorische Stizze über Frankreichs Reformationstämpfe, die Betten des Fürstenwahnsinns und der tollsten Verschwendungssucht, die darauf fol gende Revolution der Geister, welche in der politischen Revolution von 1789 in die äußere Erscheinung trat. und sein Programm vom Mt. 0,10 Das Reichs- Gesundheitsamt sozialistischen Standpunkt beleuchtet. Ein nach dem Fall des Sozialistengesetzes doppelt intereffant gewordene Broschüre: wie die Sozialdemokratte 1878 zu Regierungsvorlagen ftand, wenn sie in dem Boden moderner Entwicklung wurzelten, und wie die bürgerlichen Barteten unterschiedslos frondirten, wenn dem privattapitalistischen Ausbeutungsschwindel Gefahr drohte. Die parlamentarische Thätigkeit des Deutschen Reichstage von 1874-1876. 2. Auflage. mt. 0,25 Die Thätigkeit des deutschen Reichstags 1887/89. Mt. 0,50 Die beiden Broschüren, gleichsam eine furze fritische Geschichte der deutschen Reichspolitit während der verfloffenen anderthalb Jahrzehnte, bieten eine folche Summe historischen Materials, daß sie für jeden unentbehrlich sind, der am politischen Leben der Gegenwart Intereffe nimmt. zu Yves Guyot's und Sigismond Lacroir's" Die wahre Gloffen Gestalt des Christenthums"( Etude sur les doctrines sociales du christianisme). Nebst einem Anhang: Ueber die gegenwärtige und künftige Stellung der Frau. 3. durchgesehene Auflage. mt. 0,30 In tnappen, scharfen Umriffen, eine Darlegung, daß alle religiöfen Bewegungen im Grunde fozialer Natur find, insbesondere mit Bezug auf Luther's reatitonäre Reformationsbewegung. Der Anhang ist die Quintessenz der betreffenden größeren Schrift aus des Verfassers geber. 1 Christenthum und Sozialismus. Eine religiöse Bolemik zwischen Herrn Kaplan Mt. 0,10 Hohoff in Hüffe und Bebel. Jit zur Maffenverbreitung namentlich in fatholischen Gegenden sehr geeignet. Rede Unsere wirthschaftliche und politische Lage. er gehalten im September 1892 im Kasino Zürich. Mt. 0,20 Stehendes Heer oder Volkswehr? Rede Bebel's zur Militairvorlage, gehalten im Reichstage am 13. Dezember 1892. Mt. 0,10 vor dem deutschen ReichsDie Soldatenmihhandlungen tage. Stenographischer Bericht über die Sigung vom Freitag den 13. März 1891. Enthält Reden Bebel's und Anderer. Mt. 0,15 Verhandlungen des ReichsMt. 0,25 Die Soldatenmishandlungen. tags v. 10. u. 21. März 1893. Enthält Reden Bebel's und Anderer. -Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Bei Aufträgen von außerhalb ersuchen wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Big que pug te * 18919 100 " and 861" N Grosses Lager in Herbst- und Winter- Neuheiten, Fabrik- Niederlage von Teppichen, Gardinen und Tischdecken. Ferner empfehle mein großes Lager in Trikotagen, Wäsche, Unterröcke, Schürzen, Schirme, Schulterkragen, Korsetts, Tücher, Schlaf- und Reisedecken. Feste Preise. Koulante Bedienung. 50412* Damen- u. Mädchenmäntel S. Lazarus Am Kottbuser Thor. Dresdenerstraße 135. von 22 Mk. an. Am a pou Mozon yaqvZ- naavvmgjo vz ugog лaq bunavdjag qun uaд ßß ßǝa Беттену mg полеемпепелох рип-перепел Buy a pop опортов понеже- лен рип- пеше пеперто - pun eq proper uoa Rottbuser Thor. Cohn's Hosenfabrik von 16 Mk. an. Bon heute ab: Bedeutend herabgesetzte Preise! 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