Mr. 288. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuz band: Deutschland u. Deiterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boft Beitungs- Breisliste für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " " Freitag, den 8. Dezember 1893. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. diesen Ladenkulis nun auch noch extra jede sonntägliche Er-| Die Ladeninhaber der genannten großen Städte haben Weihnachtliche Sozialreform. holungspause. Zum Lohn dafür, daß sie an den Wochen- gerochen, daß die Stellung der Regierung in Sachen der tagen ausgepreßt werden, wie die Zitronen, fällt Sonn- faufmännischen Sonntagsruhe eine schwächliche sei. Und so Schamloser als je ist in den letzten Wochen die Profit- tags jede Ruhe weg. Mit anderen Worten: Die Gesetz haben sie kaum ein Jahr nach Einführung der neuen Vorsucht einer bestimmten Klasse von Unternehmern an den Tag gebung begünstigt die Ausbeutungswirthschaft noch ganz schriften Sturm geblasen gegen die Beschränkung" der Begetreten: diejenige eines großen Theils der Ladeninhaber besonders; sie sagt dem Prinzipal ungefähr: Du thätigung ihrer Profitfucht auch nur auf die Zeit bis 6 und kaufmännischen Prinzipale. Dabei meinen wir nicht hast ganz Recht, Deine Leute in der Weihnachtszeit oder 7 Uhr Abends an den Dezembersonntagen. Die vollen die unglaublichen Ucbergriffe, die aus der Geschäftsordnung" zu schinden bis aufs Blut; Du hast ganz Recht, Dezembersonntage wollen sie zur Ausnutzung ihres Personals eines großen Berliner Kleiderbazars bekannt wurden und keine Aushilfskräfte einzustellen und die Arbeits- haben, bis 8, 9 und 10 Uhr Abends, d. h. unbeschränkt, unter der Spitmarke„ Europäisches Sklavenleben" sogar zeit auszudehnen, soweit es nur geht; ich gebe Dir und zu Pontius und Pilatus, zum Polizeipräsidenten, zu durch die ganze bürgerliche Klasse gingen; wir meinen auch deshalb noch 10 Stunden am Sonntag zu, dann wirst den Aeltesten der Kaufmannschaft, zu den Handelskammern, nicht die brutalen Rundgebungen, welche namentlich Berliner Du schon das Mark Deiner Leute genügend aussaugen zu den Kaufmännischen Vereinen, zu den Stadtbehörden, zu Prinzipalsvereinigungen gegen die Einführung eines Maximal- tönnen." den Ministern, zu den bürgerlichen Zeitungsredaktionen sind arbeitstages für Ladengeschäfte losließen. Wir meinen viel- Eine volksthümliche Arbeiterschutz Gesetzgebung hätte sie gelaufen, um Alles, Alles mobil und rebellisch mehr den Ansturm, welchen große Gruppen von Laden- natürlich umgekehrt verfahren müssen. Die Ausdehnung zu machen für ihre Profitsucht. Und sie haben es fertig inhabern in Berlin, Breslau, Halle, Frankfurt a. M. 2c. gegen der Ladenzeit hat mit der Dringlichkeit der Einkäufe des gebracht, durch ihre Schamlosigkeit und Brutalität Eindruck die sogen. Sonntagsruhe" während der fröhlichen, seligen" Publikums gar nichts zu thun. Im Gegentheil: je stärker zu machen. Wenn es auch an den ersten drei DezemberWeihnachtszeit gemacht haben und der ihnen bei der Rück- die Nöthigung für die Einkaufenden ist, bis zu einer fountagen in Preußen beim 6 oder 7 Uhr Schluß Abends gratlosigkeit unserer Bureaukratie auch bereits halb geglückt bestimmten Zeit sich zu versorgen, desto mehr werden sie geblieben ist welche Stärke des christlich- sozialen" Staats, ist. Die Schamlosigkeit des Unternehmerbegehrens steht bei sich mit der Deckung ihrer Bedürfnisse eilen. Zur die Entweihung der Weihnachtssonntage durch Arbeit wenigdiesem Anlaß in so schreiendem Widerspruch mit der Weihnachtszeit besteht die Nöthigung darin, bis zum stens von 7 Uhr ab zu schützen!!, so verlautet doch, daß falbungsvollen Betrachtungsweise, welche die Bourgeoisie Abend der Bescheerung Alles bereit zu haben, bereit zu haben, wo einzelne Polizeibehörden für den 24. Dezember, für den für gewöhnlich in der Weihnachtszeit beliebt, daß man sich mit man seine Lieben überraschen will. Weiß man im heiligen Abend", für den Sonntag, an welchem die gar fein befferes Beispiel kapitalistischer Skrupellosigkeit Voraus, daß der Einkauf bis zu der und der Zeit Ladengehilfen sozusagen auch Menschen" sein und von denken kann. besorgt sein muß, so richtet man sich danach; weiß den beispiellosen Strapazen der vorhergehenden Wochen Eines der größten Löcher, welches die Gewerbenovelle man dagegen, daß die Besorgung zu r- beliebigen Stunden ausruhen könnten, die Entscheidung über eine weitere von 1891 von vornherein in die sogenannte kaufmännische auch noch vorgenommen werden kann, weil die Läden un- Verlängerung der Arbeitszeit sich vorbehalten haben. Sonntagsruhe gemacht hat, besteht in der Gestattung beschränkt offen sind, so läßt man es auf die letzte Minute Diese Entscheidung mag nun ablehnend oder zustimmend beinahe schrankenloser Ausbeutung des Personals vor ankommen. Je dringender eben der Bedarf des Publikums ausfallen, die Thatsache allein, daß preußische RegierungsWeihnachten. Was schon die allgemeine Bestimmung, ist, desto besser kann man es auch daran gewöhnen, zubehörden eine solche Ausdehnung der Weihnachtsarbeit in paß die kaufmännische Sonntagsruhe an gewöhnlichen einer vernünftigen Zeit einzukaufen. Gerade zur Weihnachts- Frage kommen lassen können, redet Bände über ihre Sonntagen aus fünf Stunden- Arbeit bestehen soll, eine zeit wäre also die Sonntagsruhe für Ladengehilfen, die Bolts- freundlichkeit. Es wäre offenbar eine Schande für den starte Zumuthung an das Vertrauen des kaufmännischen ihrer zu dieser Zeit doppelt bedürftig sind, am leichtesten größten deutschen Staat, wenn er sich durch Hamburg, Personals auf die offizielle Sozialreform, so schlug der Zu- ohne jeden Schaden für das Verkaufsgeschäft durchführbar Bremen und einige andere Duodesstaaten, die bereits die saz, daß an Dezemberſonntagen bis zu 10 Stunden ge- gewesen. Kein Mensch hätte den Einkauf eines Geschenkes Weihnachtssonntage bis 9 oder 10 Uhr freigegeben haben, arbeitet werden dürfe, dem Faß den Boden aus. An den deshalb unterlassen, weil dasselbe am Sonntag nicht an Unternehmerfreundlichkeit übertrumpfen ließe. Wochentagen des Dezember wird die Ausnutzung des Per- zu haben gewesen wäre. Kein Bruchtheilchen des Unter diesen Zeichen der Zeit gehen wir wieder einmal sonals in den Ladengeschäften erfahrungsgemäß von den Weihnachtsumfazes wäre den Prinzipalen verloren dem Freuden-, Friedens- und Familienfeste" Weihnachten Brinzipalen aufs Höchste getrieben. Da hat der Laden gegangen, weil Jedermann seinen Bedarf bis zum entgegen. Salbungsvolle Prinzipäle und fromme Arbeitgehilfe seine Kräfte aufs Aeußerste anzustrengen, die Kunden Fest decken will und muß, auch wenn die offizielle Sozial- geber drücken dann dem abgerackerten Gehilfen, wenn er bis spät in die Nacht zu bedienen, dann bis Mitternacht reform den Muth gehabt hätte, mit einem alten Schlendrian fertig ausgebeutet ist, zum Feste ein Douceur mit scheinaufzuräumen, auf jede nennenswerthe Pause am Mittag zu brechen und gerade auch zur Weihnachtszeit mit seiner heiligen Redensarten von Geschäftsinteresse und Aehnlichem und Abend zu verzichten, überall zuzugreifen, beim Backen, Üeberanstrengung ordentliche Sonntagsruhepausen für das in die Hand. Wer lacht da?... beim Schaufensterdekoriren, ja womöglich beim Austragen Personal einzuführen. Der Verfasser der preußischen Ausder Waaren, wenn das mit äußerster Sparsamkeit ange- führungs- Verordnung zur kaufmännischen Sonntagsruhe stellte Geschäftsdienerpersonal nicht ausreicht. Der Laden- hat eine leise Ahnung von dieser wirklichen Sachlage gegehilfe ist in diesen Zeiten kein Mensch mehr, sondern ein- habt: er legte den elenden§ 105b in strenger Weise dahin fach ein Lastthier. Denn Hilfskräfte einzustellen fällt den aus, daß 10 Stunden mur im äußersten Nothfall für die meisten Prinzipalen nicht ein; im Gegentheil, wenn es nach Dezembersonntage zu bewilligen seien, und daß die Arbeit Neujahr still wird im Geschäft, fliegen möglicherweise die niemals über 6, höchstens 7 Uhr Abends dauern dürfe. untersten der Kommis, auf welche vor Weihnachten Alles Das war eine kleine Einschränkung der Ausbeutungsabgeladen worden ist, zum Lohn dafür auf die Straße in freiheit, freilich eine höchst schwächliche, der man die Angst das Elend der Stellenlosigkeit. Die für die Weihnachts vor den Unternehmern ebenfalls anmerkte. Und darauf ist sonntage gefeßlich zugelassene zehnstündige Arbeitszeit nimmt denn auch der verdiente Lohn erfolgt. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skinen [ 27 Wagen ein und beglückt sein Gefolge, vielleicht mit folgen den Worten: Politische Leberlicht. Berlin, den 7. Dezember. Aus dem Reichstage. Endlich ist nach dreitägiger Dauer die Redeschlacht über die Börsen- resp. Quittungssteuer zu Ende geführt. Wenn man bedenkt, daß für diese Vorlage von dem dreiköpfigen Steuerbouquet noch die meiste Aussicht auf Annahme vorhanden ist, so muß es Wunder nehmen, daß Ardaljon ein Sozialist war: da er mit ihnen Hand in Hand ging, waren andere Beweise überflüssig. " Der König wünschte jedem Bauer ein Huhn in den In Petersburg theilte man Ardaljon mit, daß ein Topf, tonnte es aber nicht ausführen; ich aber habe ihm neues Attentat gegen Alexander II geplant wurde und nicht allein ein Huhn, sondern auch noch den Braten und forderte ihn auf, daran theilzunehmen. Aber Ardaljon Kuchen gegeben." schlug das entschieden aber wollte mit Niemanden sich Ardaljons Aussprüche erhielten eine historische Be- in den Ruhm einer erfolgreichen That theilen. Wohlthäter des Volkes neue Beweise der Achtung und Verehrung. aus der sozialistischen Bewegung deutung. Der Zug fährt weiter und es erwarten den in Rußland. ( Aus dem Russischen übersetzt.) Der Egoismus malte ihm alle diese Bilder in lebhaften Ardaljon malte sich in Gedanken seine Reise durch Farben aus. Rußland lebhaft aus, nachdem der sozialistische Staat in Ardaljon hatte keinen klaren Begriff weder vom seinem Sinne hergestellt worden war. Er reist in einem Sozialismus noch von der Bedeutung des politischen Extrazuge, welcher aus den kaiserlichen Wagen zusammen Kampfes der Sozialisten, noch von dessen voraussichtlichen gestellt ist; seine Kameraden bilden sein Gefolge und Folgen. Er war aber überzeugt, daß dieser Kampf ein er achten ihn so, wie der Wohlthäter Rußlands geachtet werden folgreicher sein würde, weil er sich an demselben betheiligt, muß. Die Stationen find mit Blumen geschmückt, auf den und er gedachte, die Erfolge für seinen eigenen Vortheil ausPlattformen derselben drängt sich das Volt, die Bauern werfen zubeuten. Welche Reformen er einführen und was er in fich vor ihm auf die Knie und rufen aus: feinem Manifeste sagen würde, damit giebt er sich gar nicht ab. " Du, Väterchen, bist unser wahrer Vater!" Die Musik spielt eine neue Hymine, welche selbstverständlich von dem besten Komponisten zu Ardalion's Ehren komponirt wurde. Die Frauen überschütten ihn mit Blumen; viele berühmte Schönheiten verlieben sich sofort in ihn und halten es für ein Glück, wenn sie ihm in das Gesicht blicken und einige Worte von ihm hören können. " Ich werde alles machen..." sagt er sich. Die Phantasieen diefes sinnlosen Egoisten regten seine nervöse Natur dermaßen auf, daß er oft ganze Nächte nicht schlafen konnte. Ich werde allein vorgehen, sagte er, Andere sollen sich nicht hineinmischen, wenn einer allein das Ziel erreichen tann; und das erreiche ich. Ich bringe die Zeitung fort, kehre dann hierher zurück und im Laufe eines Monats wird Alles gemacht sein." Man bat ihn, seinen Plan auseinander zu sehen. " In einer Woche kehre ich zurück, dann werde ich Alles mittheilen, jetzt liegt noch keine Nothwendigkeit dazu vor", antwortete Ardaljon. Die Sache war aber die, er hatte keinen Plan, war aber überzeugt, daß er es am besten machen würde. Nur im äußersten Falle, wenn es einem Einzelnen nicht möglich sein sollte, das Attentat zu vollbringen, war er entschlossen, es mit Hilfe einiger Kameraden zu unternehmen, aber nur unter der Bedingung, daß er die Hauptsache auszuführen hätte. Ardaljon kehrte noch hochmüthiger aus Petersburg zurück, als er es bei der Hinreise gewesen war. Seine Kameraden erzählten ihm, daß unterdessen mehrere Personen, darunter auch Frau Jsjumkin, arretirt worden seien und empfahlen ihm sehr vorsichtig zu sein. Er lächelte nur verächtlich zu dieser Warnung; die ersten Erfolge hatten ihn geblendet- er verließ sich auf seinen guten Stern, der über ihm wachen mußte, wie über den vom Schicksal Auserwählten. Auf dem Bette liegend, das sich in einem ärmlich Einige Tage nach der Berathung bei Frau Jsjumkin möblirten Bimmer befand, erhob Ardaljon die Hand räumte Ardaljon den Spion aus dem Wege und reiste nach und es schien ihm, als ob das jauchzende Volt Petersburg ab. Er war schon früher mit einigen Petersund die Musik infolge dieser Geste verstummte. Er spricht burger Sozialisten bekannt geworden; feine energischen, ereinige Worte, die von allen begierig aufgefaßt und in alle folgreichen Thaten erweckten Interesse für ihn, und niemand Von der Reise ermüdet, legte sich Ardaljon mit VerWelt hin durch den Telegraphen verbreitet werden. Dann, fiel es ein, nachzuforschen, welche Eigenschaften dieser gnügen auf sein ärmliches Bett und gab sich seinen gegeleitet von den jauchzenden Zurufen, steigt er in seinen Energie zu Grunde lagen, und keiner zweifelte daran, daß wohnten Phantasien hin. -O M aber Strafe! " über dieselbe die Debatte drei Tage hingezogen werden Zur Frage der Immunität der Abgeordneten. I was zu den üblichen, leider sehr kostspieligen und vom Volk fonnte. Der Oberstaatsunwalt zu Hamburg hat dem Abgeordneten, zu bezahlenden Loyalitäts- Vorstellungen Anlaß gab. Ueber An sachlichem Juhalt war freilich die Debatte von Genossen Stadthagen mitgetheilt, daß er die Straf- diese Vorstellungen machte sich u. A. die Wurzener einzelnen Rednern abgesehen auch herzlich arm. auch herzlich arm. Was vollstreckung so lange aussett, bis der Senat als oberste Zeitung" Iuftig. Drob großer Lärm im Lager der 3. B. heute die Reservelieutenants- Schnoddereien des Herrn Justizverwaltungs Behörde über die Beschwerde Stadt- Loyalitätsfräcke; und auch im Lager der Staatsanwälte. Dr. Hahn mit der Steuervorlage zu thun hatten, ver- hagen's gegen Androhung eventueller Berhaftung entschieden und eines schönen Morgens erhielt unser erstaunter Genosse mögen wir nicht und vermag wohl auch sonst Niemand haben wird. Thiele eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung! Das war zu ergründen. Die Wahl der Kommission für Arbeiterstatistik denn doch selbst einem sächsischen Amtsgericht zu stark Herr Dr. Hahn mag sich durch das Arrangement von fonnte bis jetzt im Reichstage nicht vollzogen werden, weil indeß Strafe muß sein, und so wurde Thiele denn vor Bismarck- Deputationen Berdienste um den ehemaligen Kanzler erworben haben, es mögen diese Verdienste auch zwischen den einzelnen Parteien es noch zu keiner Ver- einigen Tagen von der Majestätsbeleidigung freigesprochen auf den Allerwelts- Unfug- Baragraphen hin zu ihre klingende Anerkennung gefunden haben dadurch, daß ständigung über die Vertheilung der Mandate gekommen 6 der Herr von der Deutschen Bank mit irgend einer kleinen. Im vorigen Reichstage stellten zur Kommission das Wochen Gefängniß verurtheilt der höchsten zulässigen Eincture belohnt wurde; aber damit, daß irgend ein sinnigen und Sozialdemokraten je einen Abgeordneten. eine derartige Praxis gefallen lassen? Zentrum 2 und die Konservativen, Nationalliberalen, Frei- Wie lange wird das öffentliche Rechtsgefühl sich noch Reklamemacher von einem großen Geldinstitut irgendwie Jetzt beanspruchen die Konservativen ebenfalls zwei Size, untergebracht wird, ist doch noch kein Anrecht darauf er fodaß eine der anderen Parteten dann ausfallen müßte. Die ,, Germania" tann sich noch immer nicht darüber worben, um in wichtigen Steuerfragen das große Wort zu Die einfachste Lösung wäre wohl, das Regulativ dahin ab- beruhigen, daß wir von der besonderen Eignung des Herrn führen. Herr Dr. Hahn sprach dann auch in ebenso ge- quändern, daß die Zahl der Kommissionsmitglieder ver- Size zum Universitätslehrer der Sozialpolitik nicht übergeläufiger wie durch Sachkenntniß nicht getrübter Weise zeugt werden können. Sonderbar ist die neueste Widervon tausend und einigen Dingen nur von der auf der mehrt wird. Tagesordnung stehenden Steuervorlage sprach er nicht. Er ist zum Ternen zu alt. Der geheime Chef- legung, die sich in folgender Korrespondenz nicht aus Der geheime Chef Daß der Herr sich auch berufen fühlte, im Namen des Redakteur der„ Hamburger Nachrichten" schimpft und Münster, sondern aus- Innsbruck findet: Offizierkorps, Protest gegen die Angriffe auf die bei dem wettert wieder einmal wie ein Fischweib gegen die SozialHannoverschen Spielerprozeß betheiligten Offiziere einzulegen, demokraten. Es gebe nur ein Mittel, sie unschädlich zu macht ja seinem kameradschaftlichen Geiste alle Ehre, seine machen und das fei dafür zu sorgen, daß der Schüßlinge mögen aber, wenn sie erfahren, von wem und unvermeidliche Zusammenstoß unter für wie sie vertheidigt wurden, ausrufen: Der Herr bewahre den Staat günstigen Bedingungen und uns vor unseren Freunden! namentlich stattfindet, so lange noch auf Etwa auf derselben Höhe, nur in der Form etwas die Armee mit 3uverlässigkeit zu rechnen gröber, war die Rede des Antisemitenhäuptlings Liebermann ist". Leichter gesagt als gethan. Der Ex- Hausmeier hat von Sonnenberg gehalten. Dieser wollte zwar heute ernst ia das Rezept in Anwendung zu bringen gesucht, als er genommen fein und er versprach deshalb im Eingange noch etwas zu sagen hatte" es ist ihm aber nicht geseiner Rede uur sachlich zu sprechen. Bald aber mochte er lungen. Und mit seinem Rezept ist er heute nur ein ohn fühlen, wie wenig der ernste Ton sein Element mächtig teifender Greis. Hübsch aber, daß er sein letztes sei, und so verfiel er nach wenigen Säßen wieder Wort Geheimniß können wir nicht sagen so offen seiner alten Gewohnheit in mehr oder minder ungehobelter ausplaudert und vielleicht auch das Anderer. Weise sich an den Juden zu reiben. Ein Zwischenfall, der sich dabei zwischen den Ab- Industrie. In einer Rebe, welche Genosse Sillier aus Die Tabak Fabrikatstener und die Lithographische geordneten Schmidt( Elberfeld), Singer und dem Redner Berlin in Detmold über die Wirkung der geplanten Tabakabspielte, zeigte, daß der Vizepräsident von Buol seinem Fabrikatftener hielt, sei folgender Absatz hervorgehoben: Posten auch nicht entfernt gewachsen ist. in Wenn es im Reichstag Sitte werden soll, daß Vorwürfe, wie die der„ bewußten Umwahrheit" vom Präsidium ungerügt bleiben, dann wird die Zeit nicht mehr fern sein, wo an stelle der Debatten der Faustkampf treten wird. Der deutsche Reichstag ist ja mit der Beschung der zweiten und dritten Stellen im Präsidium von jcher nicht verwöhnt worden, so schwache Kräfte, wie in dieser Legislatur periode haben aber früher au diesen Posten doch nie gestanden. Soweit dies von einem Nationalliberalen erwartet werden kann, sprach Herr Dsan sehr vernünftig! Mit ihm sprach der dritte Nationalliberale zu der Vorlage, wobei sich ergab, daß jeder von den drei Rednern dieser Partei eine andere Meinung hat. Berfahrener wie die Nationalliberalen jetzt sind, konnte der polnische Landtag auch nicht sein. Von unserem Genossen Meist wurde noch besonders auf das drückende der geplanten Quittungssteuer hingewiesen, während Graf von Arnim seinem Schmerz darüber Ausbruck gab, daß von seiten der Regierung die Börse zu sehr geschont werde. Echließlich wurde die Vorlage an eine Kommission von 29 Mitgliedern verwiesen. Bundesrath. In der heutigen Sigung des Bundesrathes wurde eine Denkschrift über das Patentgesetz vom 7. April 1891 und über das Gesetz, betreffend den Schutz von Gebrauchssteuern vom 1. Juni 1891 zur Kenntniß ge nommen. Eine Dentschrift über die Anwendung des Militärtarifs für Eisenbahnen bei der Beförderung von Kriegsbedürfnissen wurde den betreffenden Ausschüssen überwiesen. Ten Vorschlägen des Ausschusses, betreffend die Einnahmen an Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchs stenern, ferner die in Anrechnung zu bringenden Verwaltungsausgaben für das Etatsjahr 1890/91 wurde zn gestimmt. In einem angenehmen Traume sah sozialistischen König. Er dachte daran, daß, nachdem er den Sozialismus in Rußland eingeführt hatte, er den übrigen Herrschern in Europa den Krieg erklären könnte. Dann warf er plöglich die Frage auf: " Aber wo wäre es besser meine Residenz aufzuschlagen in Petersburg oder Moskau?” Ueber diesem Gedanken war er eingeschlafen und wurde unsanft durch das Klopfen an seiner Thür und das Rasseln der Säbel aus seinem Schlaf geweckt. eine grobe Stimme. finden. " " Betrachten wir uns nun die Nebengewerbe, welche bei der Tabakjabrikation mit betheiligt sind. Da ist es zunächst die Lithographie, welche start in Mitleidenschaft gezogen wird. Nicht allein, daß bei einem Drittel am Rückgang des TabatTonsums auch ein Drittel von Zigarrenpackungen( Buntdrucke) weniger gebraucht werden, es kommt vielmehr noch als wichtiger Faktor hinzu, daß erstens infolge der vertheuerten Zigarren zunächst auch die Buntdrucke weniger kostspielig gemacht werden, und zweitens sind gerade diese theueren Lithographien zumeist auf die mittleren und besseren Zigarren mit ausländischem Tabat verwendet. Nach der neuen Steuervorlage verschwinden jedoch die jetzigen 5 und 6 Pfennig Bigarren, weil aus ausländischem Tabak hergestellt, vom Wiartte. Man wird diese Zigarren dann wohl von dem so beliebten" Pfälzer herstellen müssen, und die Folge ist, daß aus diesem Grunde die besseren Etiquetten immer mehr und mehr verschwinden und dafür andere, vielleich ein- und zweifarbige Sachen, mehr verwendet werden. Es sei deshalb nicht zu viel behauptet, daß, wenn die neue Tabak- Fabrikatsteuer angenommen wird, mindestens 50 pct. von denjenigen Arbeitskräften brotlos werden, welche bis jetzt die oft funstvoll ausgeführten Bigarrenpackungen fabrizirten. Welche Unsummen von Werthen alsdann auch mit einem Echlage entwerthet werden, ergiebt sich daraus, daß Millionen von Mart in Lithographien, Stempeln, Maschinen u. f. w. angelegt sind. Wohl an 8000 Arbeiter und Arbeiterinnen, Lithographen, Steindrucker und deren Hilfsarbeiter 2c. sind bei der Herstellung von Tabakverpackungen direkt oder indirekt gegenwärtig beschäftigt. Es ergiebt sich also nach alledem die Thatsache, daß die Tabak Fabrikatsteuer nicht nur auf der Masse des Volkes schwer lasten, sondern eine nach Tausenden zählenden Volkemenge wird durch dieselbe erwerbe- und brot los gemacht, jie vermehrt das Heer der bereits Arbeit Iosen, welchen zuletzt als rettender Engel" Aimenpflege, Gefängniß und auch Zuchthaus winken." nen unum= In diesem Semester hält Profeffor Dr. Biederlad S. J. ( Jesuit) sehr lehrreiche und interessante Vorträge über die soziale Frage. Bei dieser Gelegenheit möchten wir den Vorwärts", der die Vorlesungen des Professors Hize in Münster nur von einigen Convictoristen besucht wähnte, darauf aufmerksam machen, daß die Vorlesungen des Professors Biederlack von 300-400 Zuhörern besucht werden, und zwar nicht nur von Theologen, sondern von Angehörigen aller Fakultäten; ein Beweis, daß die Studenten einerseits von der Wichtigkeit der Sache, anderseits aber auch von der Tüchtigkeit des Herrn Professors auf sozialpolitischem Gebiete überzeugt sind. Es ist auffallend, daß das fromme Blatt uns nicht lieber gleich mitgetheilt hat, wie viel Zuhörer Herr Hize in Münster hat. Es muß damit recht windig aussehen, wenn selbst im ersten Semester, wo doch jeder neue Lehrer großen Bulauf hat, hierüber nichts Rühmenswerthes zu erzählen ist. stoß wird der Pos. 8tg." aus Schroda, 5. Dezember, beRevolverhelden. Ueber einen blutigen Zusammenrichtet: Seit einiger Zeit war hier das Gerücht verbreitet, daß Herr Rittergutsbesitzer G. aus N. Herrn Rittergutsbesiger v. M. aus S. und Herrn Rittergutsbesitzer R. aus Gr. Sl., letztere Beiden dem Offiziersstande angehörig, zum Duell ge fordert haben soll. Man glaubte allgemein, daß die Duelle nicht stattfinden würden, zumal sich sehr hochgestellte Persönlichkeiten um ihre Vermeidung bemühten. Diese Bemühungen scheinen indeß erfolglos geblieben zu sein, denn als sich die beiden Erstgenannten gestern Abend furz nach 4 Uhr hier auf dem Hofe eines Hotels begegneten, gab Herr G. nach kurzem Wortivechsel dem Herrn v. M. eine Ohrfeige, worauf dieser sofort einen geladenen Revolver aus der Tasche zog. Herr G. darauf vorbereitet, zog ebenfalls feinen geladenen Revolver, und das geplante Duell fand auf dem Hofe des Hotels ohne Hinzuziehung von Sekundanten oder Aerzten seine Erledigung, Verwundungen haben beiderseits stattgefunden, doch sind diejenigen des Herrn D. M. nach Ausspruch der sofort herbeigeholten Aerzte, die Verbände anlegten, schwerer Natur, denn außer dem Schuß ins Bein ist noch eine Knochenzersplitterung durch die Kugel festgestellt worden. Herr G. ist dagegen leicht am Bein verwundet. Nach den Aeußerungen des Herrn G., die er nach stattgegehabtem Zusammentreffen gethan, findet ein solches mit Herrn K. aus Gr.-S. ebenfalls in nächster Zeit bestimmt statt. Bei der Plöglichkeit des Duells wäre noch ein größeres Unglück geschehen, denn auf dem Hofe des Hotels, wo das Duell stattfand, waren mehrere Kutscher beschäftigt, die von dem Vorgang keine Ahnung hatten, als einem der felben eine Stugel dicht am Kopfe vorbeifaufte." Hierzu bemerkt die Bossische Ztg." im wesentlichen treffend: Der fast unglaubliche Vorgang wird auch von anderer Seite bestätigt. Die Veranlassung wird darin gefunden, daß die Rittergutsbesitzer Gregor, Kohlfaat und Mikulski in eine Kommission gewählt wurden. Rohlfaat und Mikulski erklärten, fie fönnten mit Gregor, der nicht Offizier ist, gemeinschaftlich nicht arbeiten. Darauf forderte Gregor die beiden anderen zum Duell, und als sie ablehnten, drohte er sie zu ohrfeigen, wo er sie träfe. Das weitere ging dann in der oben geschilderten Weise vor sich. Der Duellunfug hat fich kaum jemals in abschreckenderer Gestalt gezeigt als bei diesem Vorgang. Die hochmüthige Abschließung der Offizierstaste gegen alle Nichtoffiziere, auch wenn im bürgerlichen Leben beide Theile dieselbe Stellung einnehmen, die Nichtachtung der bürgerlichen Geseze treten hier in abstoßender. Nacktheit hervor. Man kann die Regierungen von einer Mitschuld nicht freisprechen, wenn, wie es im bayerischen Landtage geschehen ist, ein Minister das Duell zu vertheidigen unternimmt. Hoffentlich sind wenigstens die Richter un befangen genug, den Revolverhelden klar zu machen, daß in Deutschland nicht ein falscher Ehrbegriff, sondern das Gesez regiert. wurden. Bur Militärmufifer- Frage. Das Präsidium des AIIgemeinen deutschen Musiker Verbandes hat wegen der Konkurrenz der Militärmusiker eine Petition an den Reichstag gerichtet. Darin wird gebeten, den Militärmusikern den schränkten Gewerbebetrieb im Allgemei er sich als zu verbieten. Sollte das nicht angängig erscheinen, so wird gefordert, daß 1. den Militärmusikern ber Gewerbebetrieb im Umherziehen, also das Spielen gegen Entgeld außerhalb des zweimeiligen Umkreises von ihrem Garnisonorte nicht gestattet ist; 2. daß den Militärmusikern das gewerbliche Musiziren in Uniform und in kleineren Abtheilungen, vornehmlich das Spielen auf Bällen, Hochzeiten, Kirmessen, überhaupt auf Tanzsälen untersagt wird; 3. daß den Militärmusikern bei ihren rein geschäftlichen Reisen, zu Konzerten u. f. w. ferner nicht gestattet wird, mit Militärpässen die Eisenbahn zu Eines vergißt die Vossische Zeitung", daß zwar im " Deffnen Sie, sonst schlagen wir die Thür ein," rief ermäßigten Fahrpreisen zu benutzen; denn vornehmlich Prinzipe die deutschen Richter fast stets Duellanten, Ardaljon fiel es ein, daß auf dem Tische ein Baket der damit ist ihnen eine Vergünstigung gewährt, die es ihnen wenn auch freilich zu sehr mäßigen Strafen, verurtheilt Zeitung Der Wille des Volkes" lag; er juchte bie möglich macht, sich überall billiger anzubieten und die haben, daß aber auch fast stets die Berurtheilten begnadigt Streichhölzer, konnte sie aber in der Dunkelheit nicht gleich 3ivilmusiker zu verdrängen. Gelegentlich der Berathung des Militäretats in der Hamburgische Staatsfinanzen. Das Hamburgische bayerischen Abgeordnetenkammer bemerkte Desfuen Eie"... rief es noch lauter. Endlich ge- der sozialdemokratische Abgeordnete Grillenberger zu dieser Staatsbudget für das Jahr 1894 beziffert die Ausgaben lang es Ardaljon das Licht anzuzünden, und nun machte Frage, daß er eine Buschrift erhalten habe, in der sich die 6771 338 M. Der Senat beantragt zur Deckung des auf 69 909 188 Mart. Das Defizit beträgt er sich daran, die Zeitung zu verbrennen. Plötzlich stürzte die Thüre mit lautem Krachen in das Münchener Berufsmusiker über die Konkurrenz beschweren, selben einen Zuschlag von 55 pCt. zu der Einkommensteuer Zimmer hinein, einige Polizisten und Gendarmen drangen welche ihnen seitens der Militär- Kapellen gemacht werde. mit Ausnahme der Einkommen von 600 bis 1000 m., Zimmer hinein, einige Polizisten und Gendarmen drangen Die Beschwerde richte sich hauptsächlich dagegen, daß die ferner eine Erhöhung der Erbschaftssteuer und die Einunter der Anführung eines Offiziers in das Zimmer. Üm Militärmusiker meistens in kleinen Abtheilungen von 5 bis ferner eine Erhöhung der Erbschaftssteuer und die Eindie nöthige Zeit zum Verbrennen der Zeitung zu gewinnen, Mann konzertiren und daß hierbei auch Militär- Musik- führung einer Firmensteuer. erfaßte Ardaljon einen Stuhl und schlug damit auf den schüler verwendet werden. Das ist vernünftiger als die Schuldenwirthschaft und Die Zivilmusiker werden sich die Vermehrung der indirekten Steuern ins Aschgraue, wie Offizier los, der sich auf die brennende Zeitung gestürzt übrigens in einer ausführlichen Petition mit ihrer drinhatte, fiel aber selbst dabei zu Boden und im selben Augen- genden Beschwerde an den Landtag wenden, wo sich dann fie die Finanzgenies Miquel, Riedel und Posadowsly dem blicke fühlte er, daß ihm die Hände gefesselt wurden. Nachdem man Ardaljon tüchtig geschlagen hatte, brachte Gelegenheit bieten werde, auf die Angelegenheit näher ein- deutschen Volke vorschlagen. Jm badischen Landtage bekämpfte Genosse Ruedt man ihn in das Gefängniß, stieß ihn in eine Belle hinein Der Kriegsminister erklärt sich bereit, diese die Miquelschen Steuerpläne und den Militarismus, den Gar zu schroff war der Uebergang von dem Nach- Klagen entgegen zu nehmen, wenn die Petition eingereicht Zichvater der Steuerreform.denken über den besten Ort seiner Residenz, in der werde. Die Gastwirthe verlangen kleinere lufit- Abthei er sich als sozialistischer Bar aufhalten wollte, zur gebe es in Bayern nicht. lungen, wegen des Kostenpunktes. Militär- lusikschüler Gefängnißzelle, von dem erhofften Siege über ganz Rußland, zu den empfangenen Schlägen; von der Perspektive Der Unfugsparagraphen- lufug wird in Deutscheiner Weltherrschaft zu dem Strick, mit dem seine Hände land immer ärger. Alles, was man sonst nicht bestrafen wird in der Schweiz beabsichtigt. so fest zusammengeschnürt worden waren, daß er tiefe Ein- tann, wird dem bekannten Reimsprüchlein gemäß brücke hinderlaffen hatte. Ardaljon wälzte sich, halb be- unter den Unfugsparagraphen gebracht und bestraft. Was Ausdehnung der Unfallversicherung in Defterreich. wußtlos und ohne seine Kleider auszuziehen, auf der Britsche alles ist nicht schon zu grobem Unfug" gemach worden- Das österreichische Abgeordnetenhaus nahm eine Vorlage herum; er litt heftig unter dem moralischen Druct, zitterte von einem rothen Schlips an bis zu einer Włajestäts- der Regierungen, welche nicht blos die Revision des behäufig am ganzen Körper und konnte die ganze Nacht nicht beleidigung. Letzteres ist allerdings eine Neuerung, die stehenden Unfallversicherungs- Gesetzes, sondern die Ausschlafen. Gegen Morgen beruhigte er sich meist, daß er wir natürlich, wie alle Neuerungen dieser Art, den gedehnung der Geltung dieses Gesetzes auf Betriebe und Unter über seine Lage nachdenken konnte. und befreite seine Hände von den Fesseln. Weshalb hat man mich arretirt?" fragte er sich. ( Fortjegung folgt.) zugehen. Der württembergische Minister des Innern, v. Schmid, bekannt durch seine ungenirten Wahlbeinflussungen, ist gestern gestorben. Die Errichtung einer staatlichen Bundesbank" müthlichen" Sachsen verdanten. Vor einigen Wochen nehmungen, welche demselben bisher nicht unterstellt waren, feierte, wie der Leser wohl erfahren hat, der beabsichtigt. In erster Linie kommt hierbei der EisenKönig von Sachsen sein 50jähriges Militärjubiläum; bahubetrieb in Betracht, durch dessen Einreihung in die Kram. 20 versicherungspflichtigen Betriebe mehr als 50 000 Arbeiter| Arbeitergesellschaft Brüderlichkeit", in Sofia eine mit Die Wahlprüfungs- Kommiffion erklärte in ihrer ersten unter das Gesetz gestellt werden sollen. Als versicherungs- vielen Unterschriften bedeckte Petition um ein Arbeiter. Sigung am Mittwoch Abend die Wahlen der Abgeordneten pflichtige Betriebe werden durch die Vorlage ferner erklärt schuh- Gesez an die Volksvertretung gerichtet. Diese Hofang( V. Magdeburg), Wender( Düsseldorf), Winterfeld- Menkir die Binnenschifffahrt, die Baggereien, Unternehmungen, die Bewegung scheint, so bescheiden auch unsere Forderungen( Reg. Bez. Potsdam), Jebsen( Flensburg), Wollschläger( Pole), fich gewerbsmäßig mit der Reinigung von Straßen und Ge- sind, die Regierung erschreckt zu haben. In Kustendje wurden Brockmann( 1. Reg.- Bez. Trier), Wellstein( Koblenz), von der Arbeiter, welche die Petition verbreiteten und Unterschriften Decken( 7. Hannover), Legien( Kiel), Haus( Aschaffenburg), bäuden befassen, Waarenlager- Unternehmungen, insbesondere fammelten, von der Polizei mit Verhaftung bedroht. Trozdem Anker( Memel), Timmermann( 1. Münster), Hilpert( 6. MittelLagerhäuser und der Großbetrieb von Holz- und Kohlen hat die Petition viele Unterschriften erhalten. In Sofia allein franken), Graf von Mirbach( 7. Reg.-Bez. Gumbinnen), von lagern, ständige Theater, Berufs- Feuerwehren, die Betriebe haben über 500 Arbeiter unterzeichnet, desgleichen über 1000 in Leipziger( 2. Reg.- Bez. Merseburg), Weiß( Fürth) für giltig. der Kanalräumer und Rauchfangkehrer, endlich die Be- Philippopoli, Rustschuk, Warna, Tirnowo, Ulowiga. In den Gegen die Wahlen der genannten Abgeordneten lagen Proteste triebe der Steinmehe, Zimmerleute, Zimmerleute, Brunnenmacher, zwei Hauptzentren unserer Textil- Industrie: Grabowo und vor, welche theils sich nur auf ganz nebenfächliche Punkte bewaren bereit Pflasterer und Eisenkonstrukteure. Die Ausdehnung der Slievesow ihre zu Taufenden Unterzogen, theils zurückgezogen sind( der freisinnige Protest gegen Berficherungspflicht auf die hier erwähnten Kategorien fchriften zu geben. Das paßte Herrn Stambulon nicht in den des Grafen von Mirbach's Wahl), oder zu spät eingingen( von bildet den Kernpunkt des Gesetzes, während eine vom Aus von Polizisten und Gendarmen in das Lotal des Vereins ficht gestellte Begründung nicht eingegangen ist. Am Abend des 16./28. November brach eine Horde Leipziger), oder bei denen die von den Protesterhebern in Ausschusse vorgeschlagene Resolution die Einbeziehung des Brüderlichkeit" ein, hausten wie die Wilden, erbrachen und Die Entscheidung über die Wahl des Abgeordneten Harm Post- und Telegraphenbetriebes in die Unfallversicherung Durchstöberten alle Kasten und Schränke, nahmen alle vorhandenen( Elberfeld), gegen welche ebenfalls ein verspätet eingegangener fordert. Petitionsbogen und Petitionsformulare weg und verhafteten Protest vorliegt, wurde ausgesetzt. Der Wahlkreis Elberfeld geGegen den Inhalt der Vorlage ist eine prinzipielle etliche 40 Mitglieder, darunter den Präsidenten des hört zu jenen Kreisen, welche durch Butheilung von Orten, welche Einwendung nicht erhoben worden. Der Widerstand, Vereins, und verschiedene Studenten. In derselben Nacht wurden früher anderen Kreisen einverleibt waren, geändert worden sind, welcher namentlich in der klerikalen Gruppe sich bemerkbar auch in Philippopoli und an anderen Orten Polizeirazzias und ohne Rücksicht auf die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. In der Sitzung vom Donnerstag Bormittag beanstandete machte, richtete fich nicht gegen die Gegenwart, sondern Verhaftungen vorgenommen. Und bis heute ist keiner frei Was macht man mit unseren Kameraden? Es ist die Kommission die Wahl des Abgeordneten Pichler( Passau). gegen die Zukunft, insbesondere gegen die Ausdehnung der tiefftes Geheimniß. Diejenigen aber von uns, die schon in den Bichler ist mit einer Stimme Majorität gewählt und erfolgt die Unfallversicherung auf die Landwirthschaft und auf das Händen der Polizei waren, können sich denken, wie mit unseren Kassirung dieser Wahl zweifellos. Kleingewerbe. gefangenen Kameraden umgesprungen wird. Unsere Polizei ist Sie prügelt die Ge= Gegen die Sonntagsruhe vor Weihnachten. Der Abg. noch schlimmer als die ruffische. fangenen bei dem geringsten Anlaß. Nicht mit Stöcken oder der Werner hat, unterstützt von 36 anderen Abgeordneten verschiedener Knute, sondern mit„ Sandsäcken", die feine Spuren hinterlassen Fraktionen, folgende Anfrage beim Reichstag eingebracht:„ Sind und den Körper weit mehr erschüttern und gefährden. Man wird die verbündeten Regierungen geneigt, angesichts der allgemeinen mit diesem fürchterlichen Instrument unbarmherzig auf Leib und schlechten Geschäftslage dieses Jahres für die in§ 1050 der Rücken geschlagen, und häufig auf die Brust. Ein harter Gewerbe- Ordnung angeführten Gewerbe eine Verlängerung der Schlag auf die Brust hat sofort Blutspucken zur Folge, und Geschäftsstunden bis Abends 10 Uhr am 24. und 31. Dezember d. J. sieht, wenn wiederholt, fa ft sich er den Tob nach sich. eintreten zu laffen?" faſt ſicher Der Arzt, dem die Leiche vorgelegt wird, stellt dann Schwind-( Wir verweisen auf unseren Leitartikel, der diese Wünsche sucht" fest. Und man läßt die Gefangenen hungern. Zwei, behandelt.) drei Tage lang erhalten fie oft nichts zu essen und nichts zu trinken, und dann, um den Durst zu steigern, wird Salz- Anträge der Deutschen Reformpartei. Dr. Böckel hat fisch verabreicht. Schreit der Gefangene nach Wasser, so wird mit Unteriüßung der Deutschen Reformpartei im Reichstage drei er ausgelacht, bis man glaubt, er sei mürbe" geworden. Dann in Gesetzentwürfe eingekleidete Anträge eingebracht. Sie beziehen tommt der Untersuchungsrichter vor die Belle und läßt frisches sich auf die Abänderung des deutschen Gerichtstoften- Gesetzes in Das italienische Ministerium ist noch immer nicht Wasser anbieten unter der Bedingung, daß ein der durch die Novelle vom 29. Juni 1881 umgestalteten Fassung, zu stande gekommen. Der Telegraph hatte uns, wie wir das Geständniß abgelegt wird. Weigert der Gefangene betreffend Abänderung der Gebühren- Ordnung für Rechtsanwälte gleich vermutheten, zum zweiten Male belogen in dieser sich, so dauert die Qual fort, bis das Fieberdelirium tommt vom 7. Juli 1879, betreffend Abänderung der BivilprozeßSache. Herr Zanardelli, einer von dem alten politischen oder das Geständniß. Ordnung vom 30. Januar 1876. Geschäftskonsortium, hat zwar das Ministerium für konstituirt So macht man in Bulgarien Komplotte! erklärt, aber es fehlt die Hauptperson: der Finanz- Publikums zu entziehen, hat man ausgesprengt, die Gefangenen Sizungen des Reichstages ist vorläufig wie folgt bestimmt worden: Um unseren unschuldigen Kameraden die Sympathien des Arbeitsplan des Reichstages. Ueber die nächsten minister. Italienischer Finanzminister das heißt ent- feien Anarchisten". at man ausge Am Donnerstag wurde die erste Berathung des Stempelsteuer- Ge weder Minister ohne Finanzen oder Bankrotts In ganz Bulgarien giebt es keinen einzigen Anarchisten". fetzes zu Ende geführt. Am Freitag ist katholischer Feiertag. Am minister. Und feins von beidem will irgend ein Mensch Es sei denn, daß wir das Gesindel, welches im Solde Stambu- Sonnabend und Montag gelangen, wenn überhaupt Sigung sein, der noch etwas Ruf zu verlieren hat. Indeß auf die low's und seiner würdigen Feinde und Lehrmeister: der russi- stattfindet, Kleine Sachen zur Verhandlung. Am Dienstag beeine oder andere Weise wird Herr Zanardelli, der schon schen Diplomaten stehen, als Anarchisten bezeichnen wollten. ginnt die zweite Lesung der Handelsverträge und wird am seit der Gründung" des Königreichs Italien im Geschäft Das ist die Wahrheit über Bulgarien. Mittwoch fortgesetzt. Am Freitag fünftiger Woche findet die ift also cine geriebene Hand- der Welt, die betrogen sein So weit unser Korrespondent, dessen Mittheilungen dritte Lesung der Handelsverträge statt, dann beginnen die will, ein für ein U vormachen. Was natürlich nicht wir keinen Kommentar hinzuzufügen haben. Bezüglich des Weihnachtsferien. Der Seniorentonvent wird heute über diesen verhindern kann, daß er bald Bankrott macht und Gandsacks, sei erklärend bemerkt, daß dieses unheimliche Blan noch im einzelnen befinden. Nach vorstehendem Blan wirb Instrument in verschiedenen Ländern im Gebrauch ist also die erste Berathung des Tabaksteuer- Gesetzes und des MeinItalien auch. Crispi steht lauernd bei Seite und wartet auf besonders in einigen Theilen Spaniens, wo der Sand- steuer- Gesezes erst nach Neujahr stattfinden. Zanardelli's Sturz, hoffend das Portefeuille dann zu er- ad- sablero, ein einfacher, etwa 10 oder 15 Pfund zu haschen. Vielleicht aber auch nur, um e3 bald zu verschwerer Candsack, der an einem Stricke geschwungen wird lieren. Eine feste Regierung giebt es in Italien nicht- für die tödlichste und heimtückiſchſte Wordwaffe gilt- Parteinachrichten. mehr vor der Sündfluth, die das Panamino- Gesindel weg- denn er wirkt sicher und hinterläßt am Körper des Opfers teine sichtbaren Spuren. schwemmt und Play macht für das Volk der Ehrlichen: das Proletariat.-a Die Anarchistengefehler haben Pech. Einer der Londoner Dynamiteriche hat sich als harmloser Geschäftsreisender, der ein paar Dynamitproben bei sich hatte, entpuppt, und ein anderer wird mit dem Bismard'schen Oberspikel Krüger in Verbindung gebracht. Und da aller guten Dinge drei sind, so legt sich jetzt die Presse der jest ba russischen Regierung für die Nothwendigkeit eines internationalen Anarchistengesezes mit obligater Regelung" des Asylrechts ins Zeug. John Bull kennt das, und hätte er Schwächeanfälle gehabt, durch die russische Offenherzigkeit wäre er geheilt. Kurz der Radicschenfamen" ist auf steinigen Boden gefallen. " 490 30 Nach den letzten Nachrichten sollen Meinungverschieden heiten zwischen dem König und Zanardelli zu Tage getreten Wer unterschiebt?", so frägt der Berliner Brieffcin. G3 heißt, letterer hätte die Absicht, gleich nach der schreiber der„ Neuen Zeit" aus Anlaß unserer Notiz„ Ein Konstituirung des Rabinets die Kammerfession zu vertagen Typus?" im Vorwärts" vom 25. November. Wir beund das halte der König für gefährlich. Heute soll eine dauern diese Frage deshalb, weil sie uns zum zweiten Male letzte Besprechung stattfinden und falls diese ergebnißlos zwingt, den Berliner Briefschreiber der Neuen Zeit" als bleibe, werde Zanardelli auf die Aufgabe, ein Ministerium den zu bezeichnen, der unterschiebt. zu bilden, endgiltig verzichten. Wir wissen nicht, was Wahres an der Sache ist, glauben es aber gern, daß dem König die Lage bedenklich vorkommt. Sie ist wohl noch etwas mehr als bedenklich. " einst # die Erfolge unserer Leipziger Genoffen bei den diesjährigen Gemeindewahlen verdienen an dieser Stelle erwähnt zu werden. Leipzig ist zwar seit langem nicht mehr eine Hochburg des Nationalliberalismus, der auch dort längst abgewirthschaftet hat, aber es ist die Hochburg der vereinigten Reaktionsparteien Sachsens. In feiner Stadt Sachsens, ja wir tönnen ſagen Deutschlands it bie reaktionäre Maffe" so gut organisirt, hat sie durch ihre Kliquen- und Betternwirthschaft so vollständig von allen einflußreichen Stellen Besitz genommen, und verfügt sie über größere Machtmittel und ein größeres Maß von Rücksichtslosigkeit als gerade in Leipzig. Deshalb kann diese Feste Einer Unterschiebung haben wir ihn nicht in bezug auch nicht durch Ueberrumpelung gewonnen werden, wie weiland auf seine Kritit unseres Artikels Sozialliberal" zu zeihen, Dresden. Es bedarf einer regelmäßigen Belagerung. Und diese wie er in Nr. 10 der Neuen Zeit" behauptet, sondern in wird durch unsere Genossen seit nun 20 Jahren die doppelte bezug auf seine Einwürfe auf unsere Notiz Akademisches weiter werden die Laufgräben vorgetrieben. Jede Wahl stellt einen Zeit der Belagerung von Troja- planmäßig geführt. Immer Denunziantenthum". Freilich wird bestritten, daß im bedeutenden Fortschritt fest. Und niemals sind erfreulichere Fortschritte Artikel der Neuen Zeit" an diese Notiz überhaupt gedacht festgestellt worden als bei der vorgestrigen Gemeindewahl: nämlich wurde. Wir drucken deshalb diese Stelle aus Nr. 8 der verglichen mit dem Vorjahr 1000 Stimmen mehr für unsere Neuen Zeit" ab: und 700 weniger für den Ordnungsbrei. Und da hat bas Männer wie Lassalle und Marx und Engels sollten uns das Leipziger Tageblatt" den traurigen Muth- oder ist's Paz, zu hoch stehen, als daß wir gleich vor Entzücken taumeln, Galgenhumor? zu sagen, wir hätten eine Niederlage erlitten, wenn irgend ein deutscher Professor ihnen eine verstohlene weil wir noch feinen unserer Genossen in die StadtverordnetenVerbeugung macht. Auch die allzu enge Befassung mit Versammlung gebracht! Nun im nächsten Jahr werden periodischen oder nichtperiodischen Schriften, die wir Ernte halten. unter der hochtönenden, aber unfindbaren Flagge der Und bald wird auch bei den Reichstagswahlen das rothe reinen Wissenschaft" sich dem ausdrücklichen Be- Banner auf die Pleißenburg aufgepflanzt. Da aber Leipzig vielfenntniß, sei es zur fapitalistischen, sei es zur sozialistischen leicht die festeste Festung unserer Feinde in Deutschland war, Welt entziehen, scheint uns für die Arbeitersache von sehr so zeigt sich an Leipzig auch, daß es in Deutschland keine feindzweifelhaftem Werthe zu sein. Und niemals haben wir in liche Festung giebt, die wir nicht erobern tönnen. Der Ruffenhaß, welcher in Bulgarien allgemein ist, bildet das gewaltige Halloh über, Denunziation" einstimmen das politische Kapital Stambulow's, der jedesmal, wenn er in tönnen, wenn in den bürgerlichen Professoren- Zänkereien der Verlegenheit sich befindet, den russischen Wauwau aufmarschiren eine dem anderen den Vorwurf marristischer Joeen" macht. läßt. Jetzt hat er wieder ein russisches Attentat entdeckt Wer weiß, daß wir Beiträge aus Schmoller's Jahr gewiffer wa now soll einen Mordanschlag gegen das Leben unferes Ferdinand gemacht haben. Was Wahres daran ist, weiß buch, einer periodischen wissenschaftlichen" ich nicht, aber das steht fest, daß Herr Stambulow unter dem Beitschrift zum Anlaß der Notiz Akademisches Vorwand, das Land vor russischen Intriguen und Attentaten Denunzianten thum" genommen haben, sieht ein, beschützen zu müssen, das abscheulichste Polizeiregiment organisirt daß nicht wir, sondern der Briefschreiber der Neuen Zeit" hat und jede oppositionelle und freiheitliche Strömung mit unterschoben hat. wahrer Wuth verfolgt. Aus Bulgarien schreibt uns ein Genosse: Sofia, den 2. Dezember. Stambulow ist auf seine alten Lieblingsmittel zurückgekommen und hat ein Attentat in Szene gesetzt. Er lebt eigentlich von Attentaten, ähnlich wie weiland 3hr Bismard, der ihm auch Vorbild ist. Was hat er nicht seiner Zeit aus der Ermordung Beltscheff's gemacht. Und doch handelte es sich damals garnicht um ein politisches Verbrechen", sondern um einen einfachen Att Macedonischer Blutrache für die Erschießung Panizza's). fcheff war beiläufig ein Ehrenmann und allgemein geachtet, was man von Stambulom nicht sagen fann, der nicht blos ebenso brutal ist wie sein deutsches Vorbild, sondern auch ebenso habgierig ein Und vor allem richtet sein Grimm sich gegen die Sozial. demokraten, die in unserem Land mehr und mehr an Boden gewinnen namentlich unter den Arbeitern und der studirenden Jugend, aber auch unter der elend ausgesogenen Bauernbevölke rung. Mit welcher Rohheit, man kann sagen Befiialität Die Polizei hier vorgeht, das kann man aus folgendem Beispiele ersehen. Am Oktober ds. Js. wurden in Parlamentarisches. " Ebenso unaufhaltsam sind die Genossen in München vorgedrungen und wird hier in Butunft wenigstens ein fozialdemokratischer Hecht die Ruhe der Satten, die im Münchener Rathhaus bisher unter sich" waren, stören. Vater Birt" tritt als Erster in das" Stadthaus ein; bei der nächsten Wahl werden ihm sicher noch mehr folgen, denn die sozialdemokratischen Stimmen haben feit der legten Wahl um 122 pet. zugenommen, während alle anderen Parteien zurückgegangen find. So dringt die Sozialdemokratie unausgesezt vor; um ihren Siegeslauf aufzuhalten, vergeffen die Gegner alle frühere Todfeindschaft" und verbinden sich zum Kampf gegen den gemeinsamen Feind", so= daß, was auch in München der Fall war, die wunderlichsten Kartelle zusammengestoppelt werden. Nur schade, daß auch dies nichts mehr hilft! Die Budgetkommission hat gestern Mittag noch eine Eine Konferenz der Vertrauensmänner des Wahlkreises zweite Sigung abgehalten, in der über den Antrag Bebel auf Oft- Brignis fand am 26. November in Britwalk statt. Um die gibed to mm 10/277 offer bio nomen polizer Fassung einer deſointion für Grweiterung des Militär- Invaliden! Agitation beffer betreiben zu können, beſchloß man, ben in mißhandelt. Im Handgemenge wurde überfallen und furchtbar gesetzes Beschluß gefaßt werden sollte. Bevor man in die Be- Prizmalt bestehenden Wahlverein über den ganzen Kreis agenten und Gendarmen auf der Straße * einer der Gendarmen in rathung der Resolution eintrat, wurde feitens des Referenten zu erstrecken. Die Presse, wurde den Daumen gebiffen. Einige Tage später rächten sich die Gen- Dr. Bieschel angeregt, den vorgestern auf Antrag des Abg. beschlossen, das Volksblatt für Ost- und Westhavelland darmen hierfür, indem sie einen Arbeiter, Namens Singer gefaßten Beschluß zu§ 6 des vorliegenden Gefeß- als offizielles Parteiorgan anzuerkennen und anzuerkennen und für dessen Nemoriboff, den sie verhaftet hatten, mit ihren entwuris rc gängig zu machen, da durch denselben zweierlei Berbreitung zu agitiren. Die von Berlin erschienenen ParteiSäbeln bearbeiteten und ihm den Arm glatt abschlugen, Recht geschaffen worden sei, er stehe mit den Bestimmungen des genoffen Jacobey und Rieh machten darauf aufmerksam, so daß dieser aufs Pflaster fiel. Um dieselbe Zeit wurde der§ 115 des Juvalidengesetzes vom 27. Juni 1871 in einem ge- daß die Genossen des Kreises die Berliner Parteigenossen des Redakteur der„ Robotnit"( Arbeiter") von Spigeln halb todt wissen Widerspruch. Der Referent beantragte, einen Busaz zu 6. Wahlkreises in ihrer Agitation in den Kreisen Ost- und Westgeschlagen, und" brangen in das Klublokal des Sozialistischen§ 6 anzunehmen, der die Giltigkeit der Bestimmungen des Ge- Prigniß rege unterstüßen sollten. Als Kreis- Vertrauensmann Vereins von Tirnowa Bolizei- Agenten ein, die alles zerschlugen jeges von 1871 auch für das vorliegende Gesez ausspreche. wurde Genosse Luz wiedergewählt, mit dessen Haltung sich die und die anwesenden Mitglieder mißhandelten. In Philippopoli, Dieſem wurde zugestimmt. Delegirten vollständig einverstanden erklärten. Rasgrad und an anderen Orten sind die Sozialisten internirt" Hierauf entstand eine lebhafte Debatte darüber, ob die von worden, d. h. unter Polizei- Aufsicht gestellt, und werden in der den Abgg. Pieschel, Bebel und Schädler eingebrachte Resolution Polizeiliches, Gerichtliches ze. Stadt, die sie nicht verlassen dürfen, auf Schritt und Tritt von angenommen werden solle oder nicht. Mehrere der Regierungs- Genosse Gewehr, Elberfeld, hat am 5. Des Bolizei begleitet. All diese Maßregeln verhindern aber nicht die fommissare befämpften dieselbe mit Hinweis auf die unüber- sember seine 16wöchentliche Gefängnißstrafe, die ihm wegen„ BeFortschritte der Propaganda. febbaren materiellen Mehrleistungen, welche die Verwirklichung leidigung" der Elberfelder Polizei zudiktirt worden war, anIm Anfang der jezigen Session der Sobranje"( Deputirten der Resolution dem Reiche auferlege. Die Abgg. v. Kardorff getreten. fammer) wurde, wesentlich dant" den Bemühungen des und Gröber schlossen sich dieser Auffassung an, die Vertheifozialistischen Blattes" Drugar"( Genosse") und der digung der Resolution durch die Abgg. Piesches und Bebel blieb erfolglos, dieselbe wurde mit neun gegen fleben Stimmen Briefkaffen der Redaktion. Panizza stand aber erwiesenermaßen im russischen Sold und abgelehnt Rudolf. Legen Sie sofort Berufung ein und übermitteln auch die Macedonier, die Beltscheff, tödteten, standen unzweifel- Im Laufe der Verhandlungen wurde mitgetheilt, daß die uns das Erkenntniß; die Verurtheilung erscheint unberechtigt. haft mit russischen Agenten in Verbindung.. N. d.„ V." gewünschte Kodifikation der Militär Invalidengefeßgebung im Ihren Brief haben wir Abg. Herbert als Beitrag zur BehandReichskanzleramt fertig gestellt sei und die Vorlage nächstens den lung Invalider übermittelt. Justanzengang antreten werde. E. M. S. 1. Ja. 2. Amtsgericht. 3. Eine Frist ist ge feblich nicht bestimmt. 4. Jedem Kinde 1/20. *) Die Bulgaren haben, gleich den Russen, noch den alten Gregorianischen Kalender, der 12 Tage hinter dem unferigen zurück ift. = Für den Inhalt der Injerate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 8. Dezember. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf. Wartburg. Schauspielhaus. Die fluge Räthe. Deutsches Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Francis Era am asiatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Im vierten Stock. Charakterbild in 1 Akt. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Berliner Theater. Graf Waldemar. Morig- Etablissement Moritz Leffing- Theater. Froufrou. Friedrich- Wilhelmstädt.Theater. Der Bettelstudent. Residenz- Theater. Die Dragoner. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplatz- Theater. Am Altar. National- Theater. Tischlein deck dich, Eselein streck dich, Knüppel aus dem Sad. Hierauf: Das Play. Buggenhagen. Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Käthchen von Heilbronn, mit dem Präuscher's MUSEUM Vorspiel: Das heimliche Gericht. anatomisches Theater Unter Unter den Linden. Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße Der Mikado. American Theater. Die Troden wohner oder das Kind in der darunter der Schußkanal der Kugeln Viel Neues, Des Kommode. Die Gründung Roms deutschen Militärs, fünf Körper in der Möckernstraße. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Boltsvorstellung für Erwachsene und Kinder zu bedeutend ermäßigten Preisen. Anfang 7 Uhr. Anfang 7 Uhr. Tischlein deck dich, Eselein streck dich, Knüppel aus dem Sack. Zaubermärchen in 8 Bild. v. E. Prudens. Regie: Hugo Hummel. Hierauf: Das Kätchen von Heilbronn. Romantisches Ritterschauspiel in 5 Aften und einem Vorspiel: Das heimliche Gericht. Von Heinr. Kleist. Regie: M. Samst.. Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Morgen: Voltsvorstellung für Kinder und Erwachsene. Die Puppenfee. Zaubermärchen in 6 Bildern. Hierauf: Der Glöckner von Notredame. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 30. Male: gehend durch Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abends für erwachsene Herren. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung vonl nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet und Preisringer. Kraftproduktion m. 2 Pferden. Familie Ueberle, Parterre- Gymnastiker. Gebr. Palmer, Gymnast. Zahnproduktion. Signorina Kathi, Drahtseilkünstlerin. Frl. Möller, Schlangendame. Frl. Torci Kör, Ungarische Sängerin und Tänzerin. Georg Cordes, Gesangshumorist. Anfang:{ Entree:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 75 Pf. Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. PassageOtto Plath ich weiß Rath! Hol' zum heutigen Wiegenfest 590b Noch mehr Knickeier aus dem Nest. Die Gratulanten Berlin I 16-20. Todes- Anzeige. Allen Genossen, Freunden und Befannten hiermit die traurige Nachricht, daß unsere uns unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Tante, die Wittme Johanna Kleinert und geb. Mayer, am 5. d. M. nach kurzem Krankenlager im Alter von 69 Jahren plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 10. Dez., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle d. Matthiasgemeinde in Südende aus statt. 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Musit von Louis Varna y. Anfang: 7/2 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atien v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Beuno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Heute zum 52. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. ( Karlstraße.) Freitag, den 8. Dezember 1893, Abends 7/4 Uhr: Erste gr. Komiker- Vorstellung. Auftreten sämmtlicher Clowns in ihren besten Nummern, n. a.: Mr. Ybbs, Clown- Smitator. Gebr. Krasucki, egentr. musit. Clowns. Herr Merkel mit seinem Esel Bipijar". Mr. Lavater Lee. Die gr. Tremplinsprünge mit " Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. J. A.: Der Beifiker. Die nächsten ertrauensmänner- Versammlungen finden statt: Südosten: Montag, den 11. Dezember, Abends 8½ Uhr, bei Hoffmann, Oranienstraße 180. Südwesten: Montag, den 11. Dezember, Abends 8% Uhr, bei Lüdke, Zoffenerstraße 10. Moabit: Dienstag, den 12. Dezember, Abends 8½ Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26. Wedding- Gesundbrunnen: Mittwoch, den 13. Dezember, Abds.8% Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstr. 23. Osten: Montag, den 18. Dezember, Abends 812 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstr. 64, Krautstr. 38 ( oberer Saal). Rosenthaler Vorstadt: Montag, den 18. Dezember, Abends 82 Uhr, bei Keller, Bergstraße 68. Tagesordnung in allen Versammlungen: Berathung über die Arbeits- und Lohnverhältnisse in unserem Gewerbe. Ausgabe der statistischen Fragebogen. Um recht zahlreiches Erscheinen in allen diesen Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. 481/12 Brillant- Feuerwerk zc. Ferner Bal et Achtung! Concert hippique, vorgeführt von Herrn R. Renz. Maestoso und der Steiger Alep, geritten von Frl. Oceana Renz. Das Springpferd Blitz, geritten von Fr. Renz- Stark c. Zum Schluß: in Huldigungsgruß au Berlin. Gr. Parade- Schaustück v. Dir. Pr. Renz, mit Aufzügen, Festspielen, Solo- und Ensemble- Tänzen von 80 Damen. Preise der Pläge wie gewöhnlich. Sonnabend: Große Vorstellung. Sonntag: 2 Vorstellungen. Fr. Renz, Direktor. Ortskrankenkassen! Achtung! Sonntag, den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr, den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Oeffentliche Versammlung zwecks Besprechung über Verschmelzung sämmtlicher Ortskrankenkassen zc Berlins in eine einzige Ortsfrankenkasse für Berlin und Vororte. Referent: Carl Gutheit. Die Vorstände, Arbeitgeber und versicherten Mitglieder aller Berliner Krankenkassen, die die Nothwendigkeit einsehen, daß für Berlin bessere Krankenkassen- Zustände geschaffen werden müssen, werden dringend ersucht, an !! Auf vielseitigen Wand: Circus G. Schumann, Diefer Versammlung theilzunehmen. Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Hur 10 Vorstellungen!! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags/ Uhr, Sonntags 61/2 Uhr. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. Freitag, den 8. Dezember 1893: Letzte Soiree Der Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Freitag, den 8. Dezember, Abends 7/2 Uhr: Gr. Extra- Vorstellung. treten der berühmten Die Kommission, Martin. Dähne. Gutheit. Buchholz. Aftert. Schiele. Seidel. Oeffentliche Versammlung 587b Besonders hervorzuheben: Gastauf der Fr. Vereinigung der Bauarbeiter Berlins am Sonntag, den 10. Dezember, Vorm. 11 Uhr, Damen- Hurdle- race, geritten von im Saale der Habel'schen Braueret, Bergmannstr. 5-7. Fechterinnen Geschw. Ferno. Tagesordnungs 14 Damen. Pas de deux gracieux, ausgeführt von Frl. Emma und Herrn 1. Vortrag des Genossen Paetzel.. Diskussion. 3. Wahl eines Adolf Schumann. Vorführung der 8 in weiten Schriftführers und eines Zahlstelleninhabers für Südwesten. 4. AbFreiheit dreffirten Rapphengste durch rechnung vom 3. Quartal 1893 und vom Stiftungsfest. 5. VereinsangelegenMax Schumann. The Eugene Troupe. beiten und Verschiedenes. Grand Pas de Valse von 20 Damen. Um recht regen Besuch bittet Der Vorstand. Reitkünstlerin Miss Margerithe. DamenStettiner Sänger Jokey Miss Oxford. Tandem mit zwei vor Schulpferden, geritten von der SchulWeihnachten. reiterin Mlle. Eugenie Lecusson. Auftreten fämmtlicher Clowns und des 129/11 Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Filiale Nord, Anfang 8 Uhr. Miniatur August Mr. Sécard u. f. w. Sonntag, den 10. Dezember, Vorm. 10% hr, im Wedding- Park, Entree 50 Pf. Im Vorverkauf Sonnabend: Gr. Vorstellung. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachmitt. 40 Pf. 4 und Abends 71/2 Uhr.( Nachmittags ( siehe Platate). 1 Kind frei). Urkomisches Programm. Morgen Sonnabend: Grosse ExtraHochachtungsvoll und ergebenft G. Schumann, Direktor. 51492 Müllerstraße 178: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Warnst über: Alfers u. Invalidenversicherung. 2. Wahl der gesammten Verwaltung. 3. Wahl eines Bibliothekars. 4. Verbandsangelegenheit und Verschiedenes. 485/6 Jedes Mitglied ist verpstichtet, pünktlich am erscheinen. Soiree im Böhmischen Brauhause mit Vereinszimmer m. Pianino ist zu verg. darauf folgendem Tanzkränzchen. Beuthstr. 11. G. Langkutt. Die Verwaltung. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Ratiné mit Floconné mit Zanella Frisé mit Tuch Montagnac m. Seiden Kammgarn mit Paletots exquisit 34686 " " " " 13 " " " 14 " 16 " " " 18" 16 " " " 1 " 29 " " " 30 " " " " " 1 45 11 " H v. 12 M. an 10 " "" 15 " " " " " do. 32 Abtheilung II. Reisemäntel Raifer- Baletot Ulfter Ulfter m. halb. Pelerine ,, 18 Uliter m. ganz. Pelerine ,, 27" Raiser- Mäntel Hohenzollern- Mäntel 2222 12 " " 27 " " Abtheilung III. Romplette Anzüge in blau Cheviot Buckskin Krimmitschauer Diagonal Velour v. 8 M. an 9" 14 " " " 18 " " " 20 Satin Rammgarn " "" 26 " " " 19 " " do. rayé 26 " " " Gehrockfacon 30 " " " do. hochfein 36 " " 17 Abtheilung IV. Hosen Hosen und Westen in interbucatin schwarzem Tuch Kammgarn v. 3 M. an 5 " " " " 61/2" " 8 " 1 " " P 37 " Sof.u.West.i.geb.Stoff" 82" Hose u. Weste hochfein ,, 14 Nouveauté- Hosen " 91/2" Abtheilung V. Juppen fürs Haus v. 6 M. an Loden- Juppen Ged. Jagd- Juppen Inter. Fac. Juppen 7 " 11 " " " " " 15" Spec. in Juppen besseren Genres. Abtheilung VI. Schlafröcke in Double Schlafröcke in Satin Schlafröcke in Bel. " v. 7 M. an 9 " " " 101/2 " " " i. Double Face, 15 " " i. Frisé Mont. ,, 20 " " " i. Floc. 21 " " " 1 " m. Steppfutter, 22 " " " Türkisch. 29 " " Abtheilung VII. Westen, einzelne v. 11/2 M. an Schwarze Tuchwesten, 3 Weiße Westen Hocheleg. Westen B · "" 2 # " 4 " " Abtheilung VIII. la. Knaben- Anzüge v. 2 M. an " in Cheviot 3 " " in Diagonal Haute- Nouveauté- Anzüge, n " wie solche nur Spec.- Gesch. führen. Ib. Burschen- Anzüge v. 5 M. an Ib. Jünglings- Anzüge ,, 7 n in Cheviot 53/4 in Satin v. 6 hochfeine, 8 " " " " " #T и " " " " i. Cheviot 8 " Diagonal v. 11 i. Rammg., 14 hocheleg. " 11" " " " 18 " 1 " " " 23/4" " 6 " ST" 7 " " 8 " " " 21/2 " " IIa. Knaben- Paletots Palet. m. Plüsch Balet. m. Peler. Schuwalows Raiser- Mäntel Haute- Nouveautés- Paletots zu jedem Preise. IIb. Burschen- Paletot Herr.- Faç. b. u. v. 5 M. an Schuwalows m. Pelerine Menchikows IIc. Jüngl. Palet. do. m. Peler. Jüngl.- Ulster Rais- Mäntel HohenzollernMäntel ##" 6 """ " 7 "" " 7 " 11 " " " " 8 " " 71/2 " " 13 """ ## ,, Zum " Prophet" am Dönhoffplatz, Ecke Leipziger- u. KommandantenStrasse. Frack- Verleih- Institut. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 288. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Freitag, den 8. Dezember 1893. 5 10. Jahrg. gesunden Industrie produktiv, das schädliche Kapital plündert, das ganze Material überhaupt veröffentlicht werden. Ob sich ohne wirkliche Arbeit zu leisten, das Publikum aus und ist ein großer Leserkreis dafür finden wird, lasse ich dahingestellt. hauptsächlich an der Börse zu finden, und wenn dieses Kapital Abg. v. Plök( dt.): Mit gemischten Gefühlen hat die sich meistens in den Händen der Juden befindet, so können wir Landwirthschaft den Steuergesetzen entgegengesehen; mit Freude 15. Sigung vom 7. Dezember 1893. 1 Uhr. nicht dafür.( Zustimmung rechts.) Der Reichskanzler sagt: Alles Er hat sie das Stempelgefez aufgenommen, das hoffentlich in der Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Miquel, sengen der Unzufriedenheit kommt heute der Sozialdemokratie zu gute. Kommission noch verschärft wird. Eine scharfe Börsensteuer in Graf v. Posadowsky, v. Riedel. Wäre es wirklich wahr, dann gäbe es in Deutschland keinen mächtigeren Verbindung mit einer Börsenreform ist eine Forderung des Gingegangen sind die gesammten Rechnungsergebnisse der Förderer der Sozialdemokratie als den Reichskanzler.( Beifall Bundes der Landwirthe. Wir fordern: eine Börsenreform, Berufsgenossenschaften. bei den Antisemiten.) Denn so viel Unzufriedenheit wie durch Wandel in der Währungsfrage und Wiederherstellung des SilberDie erste Berathung des Gesezen twurfs wegen Abänderung seine letzte Rede gegen den Antisemitismus können alle Anti- preises, Aufrechterhaltung des 5 M.- 3olls für Getreide. Sind des Gesetzes betreffend die Erhebung von Reichs- Stempelfemiten und Sozialdemokraten in 10 Jahren nicht fertig bringen. uns diese Forderungen erfüllt, so erkennen wir das dankend an Abgaben wird fortgesetzt. Glücklicherweise liegt es nicht so schlimm; die Unzufriedenheit und werden erst nach und nach mit anderen Forderungen Abg. Dr. Hahn( natl.): Meine politischen Freunde unter: fommt nicht der Sozialdemokratie, sondern sehr viel dem Anti- tommen.( Seiterfeit.) Der Reichskanzler hat uns vorgeworfen, scheiden tei dieser Vorlage zwei Dinge, die eigentliche Börsen- femitismus zu gute.( Sehr wahr! bei den Antisemiten.) Vom daß wir keine schöpferischen Ideen gehabt hätten. Wir sind ja Steuer und die andern neuen Stempelabgaben. Bezüglich der Parteistandpunkte aus tönnen wir mit dieser Erregung erst neun Monate alt.( Präsident v. Levetzow bittet den letzteren fönuen wir manches von dem unterschreiben, was der von Unzufriedenheit sehr zufrieden sein. Die antisemitische Be Redner, bei der Sache zu bleiben.) Es handelt sich darum, die Abg. Singer gesagt hat; es werden die kleinen Leute dadurch wegung thut schon der Sozialdemokratie Abbruch.( Widerspruch Landwirthschaft wieder steuerfähig zu machen.( Präsident belastet und belästigt werden, wie durch das Klebegesetz, unter bei den Sozialdemokraten.) Sie können mir keinen nennens v. Levezom bittet den Redner nochmals, bei der Sache zu bleiben.) deffen Wirkungen die Ordnungsparteien bei den Wahlen zu leiden werthen Agitator nennen, der von uns zu Ihnen gekommen ist; Der Stempel für Ankaufsgeschäfte, Giro- und Checkanweisungen gehabt haben. Einige meiner Freunde können der Quittungs- aber umgekehrt haben sich viele von Ihnen abgewendet, um von ist entschieden zu niedrig. Im Gegensaß zum Grafen Kaniz halte steuer überhaupt nicht zustimmen; andere halten es für der internationvlen zur Bethätigung der nationalen Unzufrieden- ich eine Emissionssteuer für nothwendig, schon zur Fernhaltung nöthig, Abstufungen zu machen, Damit die kleineren heit überzugehen.( Heiterkeit.) Wenn die Börse von Ausschreitungen der erotischen Worte. Bei Einführung dieser Steuer könnten wir Leute entlastet werden. Denn es ist nicht richtig, daß die fleinen gereinigt wird, dann ist sie ein nüzliches und nothwendiges Organ. vielleicht den Quittungs- und Frachtstempel entbehren. Leute Quittungen sich nicht ausstellen lassen. Bezüglich der Herr Richter meinte, an der Börse wären auch Antisemiten vertreten. Schaziekretär Graf Posadowsky: Der Vorredner hat einen Börsensteuer fann die nationalliberale Partei, wenn die Frei- Allerdings giebt es an der Börse auch Antisemiten: Das sind die Emissionsstempel verlangt. Diese Frage ist unter Zuziehung von finnige Vereinigung, welche von der Börse so sehr unterstützt christlichen Angestellten semitischer Firmen, Telegraphen- und Sachverständigen eingehend erwogen worden, aber wir sind auf worden ist, durch ihre berufenen Vertreter sich für die Börsen- Postboten. Aber Geschäft machen sie dort nicht.( Heiterkeit). große steuertechnische Bedenken gestoßen. Der Effektenstempel für steuer erklärt, in bezug auf den Schutz der Börse nicht weiter Herr Richter meinte, daß man wieder Räubergeschichten von der inländische Werthe hat schon den Charakter eines Emissionsstempels. sehen. Durch das Attiengeset haben sich die Verhältnisse der Börse erzählen würde. Ja was fann man denn sonst für Ge- Ein besonderer Emissionsstempel würde eine Doppelbesteuerung Börse gebessert, nicht weil die Menschen besser geworden sind, schichten von der Börse erzählen?( Heiterkeit). Raub und enthalten. Für fremde Papiere giebt es drei Möglichkeiten: sondern die Besserung war sehr zwangsweise durch die Gesetz- Plünderung ist ja doch die Hauptthätigkeit der Börse auf ihren Entweder die gesammte Emission zu besteuern, was leicht von gebung herbeigeführt. Herr Singer behauptet, daß ein großer großen Fischzügen gegen das Nationalvermögen.( Heiterkeit). anderen Staaten zu Repressionen führen tönnte, oder das im Prozentsatz der Edelsten der Nation in den Spielerprozeß in Ueber den mühelosen Erwerb an der Börse tann Herr Meyer in Inlande emittirte Quantum zu besteuern. Diese Quoten tönnten Hannover verwickelt seien. Dieser Prozentsaz der Edelsten den Prozeßverhandlungen gegen Löwy nachlesen. Wie hat da wir aber nur erfahren durch Recherchen bei den emittirenden Der Nation ist aber ein ganz verschwindender gegen der ehrliche Ehrlich nomen et omen!... verdient.( Bu- Bankiers, und es würde bedenklich sein, dieselben durch gesetzliche über dem Prozentsatz der Männer aus dem Alten ſtimmung rechts). Herr Singer wollte einmal trivial sein und Bestimmungen zur Auskunft darüber zu zwingen. Die dritte Testament( Unruhe links, Zustimmung rechts), die daran das ist ihm ausgezeichnet gelungen.( Zustimmung rechts). Der Möglichkeit wäre das französische Verfahren, wonach der Finanzbetheiligt sind. Sie( zu den Sozialdemokraten) und außer Prozeß Löwo hat gezeigt, wie die Jobber leben; da mag Herr minister ganz subjektiv entscheidet, welche Quote bei fremden Ihnen die Freifinngen haben den Hannover'schen Prozeß benutzt, Singer seine Besserungsvorschläge machen.( Buruf Singers: Emissionen als in Frankreich emittirt anzunehmen ist. Bei um dem Offizierkorps etwas anzuhängen. Aber wir antworten Ehrenscheine!) Herr Singer macht sich wieder zum Träger von unseren Institutionen aber würde der Reichstag wohl nicht dem Ihnen darauf einfach: Haust Du meinen Lieutenant, so haue ich Insinuationen, die ich parlamentarisch nicht bezeichnen fann nnd Reichskanzler oder der Reichs Finanzverwaltung eine solche Deinen Juden.( Sehr gut! rechts und bei den Nationalliberalen.) die ich mehrmals schon als bewußte unwahrheit bezeichnet habe. Bollmacht ertheilen. Der Betrag der fremden Papiere, der in In Ihrem Lager( zu den Sozialdemokraten) gehören die jungen Er macht sich dadurch zum Genossen von Wucherern.( Abg. Deutschland emittirt ist, ist nicht so groß, wie man annimmt. Leute zu denjenigen, welche Sie als halbwüchsige Jungen bezeichnen, Singer: Unverschämte Frechheit! Große Unruhe; der Abg. Nach amtlicher Auskunft des Reichsbank- Direktoriums sind in die in Ihren Versammlungen Radau machen( Widerspruch links.) Schmidt- Elberfeld begiebt sich zum Vizepräsidenten v. Buol, um den letzten sechs bis sieben Jahren durchschnittlich nur Wenn der und die Sie zu Ihrem Bedauern nicht in Zucht und Schranken mit diesem zu sprechen; Abg. v. Liebermann bemerkt dies und 495 Millionen jährlich in Deutschland emittirt. halten können. Ich muß es energisch zurückweisen, daß so viel- fährt zum Abg. Schmidt gewendet fort:) Lassen Sie doch den Reichstag dazu tommen sollte, an stelle des Firstempels fach einzelne Vorkommnisse im Offizierkorps ausgebeutet werden Präsidenten entscheiden, ob ich zur Sache spreche und mischen für Checks und Giro Anweisungen auf große Beträge einen gegen den ganzen Stand.( 3uruf: Stempelabgaben.) Ich freue Sie sich nicht in meine Angelegenheiten.( Abg. Schmidt- Wortstempel zu sehen, so würde die Reichsregierung sich dagegen mich, Gelegenheit zu haben, dies aussprechen zu dürfen gegen- Elberfeld: Unverschämtheit!) Herr Schmidt hat als Mitglied nicht ablehnend verhalten, sobald solche Vorschläge steuertechnisch über dem Abg. Richter und anderen Leuten, welche fast des Hauses nicht die Aufgabe, den Präsidenten darauf aufmerk- möglich sind. gar feine Gelegenheit haben( Präsident v. Levezzow: sam zu machen, daß ich nicht zur Sache spreche.( Abg. Abg. Ofann( natl.): Herr Hahn hat nicht in allen Punkten Ich bin zwar zu meinem Bedauern nicht in der Lage, die Richter: Natürlich! wenn der Präsident nicht aufpaßt!) Der namens unserer Partei gesprochen. Wir betrachten die antiDebatte in den Schranken zu halten, wie ich es gern Präsident wird Ihnen schon antworten. semitische Agitation als eine Verirrung. Der Grundgedanke der möchte, aber ich bitte Sie doch, nicht allzuweit von der Sache Vizepräsident v. Buol: Ich habe wohl gehört, daß der Börsensteuer ist uns durchaus akzeptabel, ich bestreite aber dem abzuschweifen).... welche fast gar keine Gelegenheit haben, Redner einem der Herren auf dieser Seite bewußte unwahrheit bayerischen Finanzminister, daß nur durch diese Steuervorlagen sich über das Offizierkorps genügend zu orientiren und deshalb vorgeworfen hat. Ich muß diesen Ausdruck ernstlich rügen. der nothwendige Bedarf gedeckt werden kann. Eine Anzahl zu einem Urtheil gar nicht ermächtigt und berechtigt sind. Durch Abg. Liebermann von Sonnenberg( fortfahrend): Wenn meiner Freunde hat sich nicht überzeugen lassen, daß eine eine höhere Besteuerung der Börse fönnen ihre Schäden nicht der Abg. Singer von einem nobile officium spricht, dann ver- Reichs- Einkommensteuer unausführbar ist. Die Verschieden beseitigt werden, das kann nur eine organische Gesetzgebung weise ich ihn an die Mäntelfabrikanten, da hat er genug zu artigkeit der Gesetzgebung in den einzelnen Staaten kann thun, die eine Börsenorganisation ins Auge faßt, eine Revision thun.( Unruhe links: Nufe: Pfui!) Die Sozialdemokraten und uns nicht zurückschrecken, es muß ein einheitliches Gesetz für das des Aktiengesetzes von 1884 und ein Bankdepotgesetz. Es fehlt der Freifinn haben ein besonderes Wohlwollen gegen die Börse. Reich geschaffen werden, auf grund dessen nachher die Einkommenjegt an einer gemeinsamen gleichmäßigen Börsenorganisation. Natürlich: Wer erst Kostgänger wird, mit dessen Selbständigieit steuer ganz gleich erhoben wird. Wenn wir jetzt auch nicht mit Jeßt in der Zeit des wirthschaftlichen Niederganges wäre es ist es bald vorbei. Herr Richter hat sich die Eingabe der diesem Gedanken durchdringen, er wird nicht von der TagesZeit, für einen wirthschaftlichen Aufschwung einen Schutz des Frankfurter Börsenfirmen in einer Weise zu eigen gemacht, ordnung verschwinden. In 5 oder 10 Jahren sind wir ge Bublikums vorzubereiten. Das Publikum ist überhaupt zu als wenn er selber der Verfasser wäre. Ist das zwungen zu diesem Gesetz.( Bustimmung.) Die Einkommensteuermancher Spekulation verleitet worden und nicht aus Differenzgeschäft wirklich nicht fo furchtbar verbreitet, Gesetzgebung in Bayern ist noch so wenig entwickelt, daß gerade eigener Initiative darauf gekommen. Die Provinzial- warum wehrt man sich deun so sehr gegen diese Steuer? dort ein reiches Feld für diese Steuer vorhanden ist. Einen bankiers haben vielfach ihre Aufgabe darin erblickt, das Beim Termingeschäft tritt das effektive Geschäft vollständig in Gingriff in die Rechte der Einzelstaaten, von dem der preußische Publikum zur Spekulation zu veranlassen. Die Zurückschraubung den Hintergrund gegen das Spielgeschäft. Darin zeigen sich die Finanzminister gesprochen, fann ich nun vollends in einem des Ultimogeschäftes würde für die Börse allerdings bedenklich Ausschreitungen der Börse besonders. Alle solche Uebelstände Reichseinkommensteuer- Gesetz nicht erblicken. Die Bölle und Verfein, aber nicht für das Publikum. Das allgemeine Publikum müssen durch eine Reform der Reichsbank beseitigt werden, und brauchssteuern des Reichs werden ja auch von den Beamten und sollte man überhaupt möglichst von der Börse fernhalten. Die diese wird hoffentlich noch früher kommen, als die Privilegirung Behörden der Einzelstaaten für das Reich erhoben, warum sollte Börse wird das neue Gesetz schon ertragen können. Von der derselben abläuft. Man sagt:" 3wischen dem reellen Termin- es nicht auch mit der Einkommensteuer der Fall sein. RealPolitik, sogar von der Kolonialpolitik hat niemand größeren geschäft und dem reinen Differenzgeschäft sei kein Unterschied zu steuern den Kommunen, direkte Steuern den Staaten und indirekte Vortheil gehabt, als die Börse.( Zustimmung rechts.) Die deutsche machen"; der Anschauung hat auch Graf Kaniz Ausdruck ge- Steuern dem Reich sind doch kein unfehlbarer Say. Als Kontrolle der Landwirthschaft hat von dem großen nationalen Aufschwunge geben; ich würde es bedauern, wenn er seine Arbeitskraft nicht Reichseinkommensteuer müßte eine Reichs- Erbschaftssteuer erhoben Deutschlands nicht den Vortheil gehabt wie die Börse. Im mehr der Börsenreform zur Verfügung stellen sollte. Die Emissions- werden. Warumist man dem Gedanken, den der Reichskanzler mehrfach Gegentheil: durch die Entwickelung des Berkehrs haben wir uns steuer soll ohne Organisation der Börse nicht möglich sein. als in Ausarbeitung begriffen bezeichnet hat, nämlich Luxusmehr und mehr fremde Konkurrenten geschaffen, die wir früher Dann müßte man gerade dieser Emissionssteuer wegen die Organi- steuern anzuführen, nicht näher getreten? In England find nicht hatten. Die patriotische Auffassung gewinnt in fauf- fation herbeiführen, damit es nicht mehr möglich ist, solche frag- solche Luxussteuern vorhanden. Warum nimmt man aus Engmännischen Kreisen inner mehr an Umfang, wenigstens finden würdigen Papiere wie die Serben, Argentinier, Meritaner, Portu land blos das, was die Massen drückt, und nicht das, was blos sich überall Ausäße dazu. Das kann man daraus sehen, daß die giesen, Spanier, Griechen unter das Publikum zu bringen. Es giebt einzelne drück? Nicht blos Equipagen und Reitpferde brauchen Börsenmänner geneigt sind, den preußischen Lieutenants ihre ein ungebundenes Kapital, welches immer da auftaucht, wo vorbesteuert zu werden. Die Tantiemen der Verwaltungsräthe und Töchter zu geben.( Große Heiterkeit.) übergehend ein schneller Verdienst zu machen ist. Da wird das Kurs Direktoren der Aktiengesellschaften, das ist ein ganz gewaltiger Abg. Liebermann von Sonnenberg( Antisemit): Ich kann treiben begünstigt, welches nicht im Interesse des Publikums liegt. Luxus. Die Steuerfrage ist ein Gegenstand der Unterhaltung der nationalliberalen Partei nur meinen aufrichtigsten Glück Ein wirthschaftlicher Vortheil fann es nicht sein, daß man mehr zwischen Wählern und Abgeordneten geworden. Die Militärwunsch aussprechen für den hörbaren Rud von ihren Waaren handelt, als vorhanden sind, daß man noch nicht ge- vorlage ist angenommen worden wegen des Uebergangs zur zweiformalistischen Anschauungen des politischen laisser faire, wachsenes Getreide handelt, daß man Zucker handelt, dessen jährigen Dienstzeit, und weil die Kosten bestritten werden sollten laisser aller zum Schutz der wirthschaftlich Schwachen( 3u- Rüben noch auf den Feldern stehen. Der Getreidebau lohnt aus Einnahmen, welche die Leistungsfähigen aufbringen stimmung rechts). Das wird ihnen neue Lebenskraft zuführen, allerdings, aber nicht den Landwirthen, sondern den Börsen- sollen. Wenn der Reichskanzler seinen damaligen Standvenn es nicht blos ein scharfer Anlauf, sondern eine dauernde spekulanten, sonst hätte man längst Aktiengesellschaften für Ge- punkt in sonderbar verschobenen Worten dahin geändert hat, Umstimmung gewesen ist. Ich habe außerordentlich viele Betreidebau. Redner verweist auf zwei Broschüren über das daß er jetzt behauptet, er habe das nicht gesagt, sondern rührungspunkte mit dem Vorredner; der antisemitische Zug ist fünstliche Kursmachen, wofür ein Geheimbund an der Börse be- nur versprochen, danach zu trachten, so meine ich, er hätte seine in seinen Ausführungen zum Ausdruck gekommen, wenn auch stehen soll; die Regierung werde hoffentlich diese Dinge auf- Finanzkünstler vor seiner Erklärung fragen sollen. Aber feiner nicht in derjenigen Klarheit, wie ich es mir wünsche. In sein flären. Wenn die Behauptung wahr wäre, dann ist das Börsen seiner Kommissare hat damals eine Andeutung gemacht, daß man Lob des Patriotismus der Börse fann ich nicht einstimmen. spiel viel verwerflicher als das Spiel des ollen ehrlichen See- mit solchen Steuervorlagen tommen würde. Wenn das Volk Die 17 Börsenfirmen haben eine do ut des- Politit getrieben; mann mit seinem Roulette mit der doppelten Kugel, der diesen Männer gewählt hat, welche die Militärvorlage angenommen sie hofften wieder etwas zu bekommen( Zustimmung rechts). Die Leuten gegenüber eigentlich mit der Tugendrose ausgestattet haben, dann darf es auch die Einlösung des ausgestellten Wechsels Frage liegt nahe, ob nicht eine Reform der Börse an werden müßte. Ich hätte gewünscht, daß die Regierung einzelne verlangen. Allein, was hier geboten wird, ist nur entwerthete Haupt und Gliedern nothwendig ist. Der Finanzminister Vorlagen über die verschiedenen Stempel gemacht hätte; denn Währung. Es wird weiter nichts übrig bleiben, als z. B. die Miquel wird hoffentlich sein großes Talent und seine mit der Quittungssteuer, wie sie jetzt ist, wird mancher die Börsensteuer zu verschärfen, zunächst bezüglich der Emissionen. große Arbeitskraft darauf richten, sobald als möglich Börsensteuer nicht annehmen. Die Börsensteuer fann möglichst Die Schwierigkeiten werden überwunden werden; gerade auf ein Börsenorganisations- Gesetz zu schaffen. Jetzt genügt hoch sein, denn die Börse ist es, welche die Sozialdemokratie diesem Gebiete muß den maßlosen Ausschreitungen entgegendie Börse den Anfordrungen nicht, die man vom volkswirthschaft groß zieht, und durch die Beseitigung ihrer Ausschreitungen getreten werden, durch welche unser Volt Millionen verloren lichem Standpunkt an sie stellen fann, wie die Fälle Löwy, Wolff, werden Sie der Welt einen großen Dienst erweisen.( Beifall hat. Die inländischen Emissionen können leicht besteuert werden Sommerfeld a. f. w. beweisen. Herr Bebel hat abweichend von rechts.) und wer mit soliden ausländischen Papieren in DeutschSirger fich gegen die Börsensteuer deshalb erklärt, weil der Bizepräsident v. Buol: Nach dem stenographischen Bericht land Geschäfte machen will, machen will, der läßt sich durch den Staat nicht aus einem an sich unmoralischen Geschäft Einnahmen hat Herr v. Liebermann zu dem bereits gerügten Ausdruck gegen- Emissionsstempel nicht abschrecken. Die Schwierigkeit der Beziehen dürfe, und Herr Richter sagte: Eine Steuer macht ein über dem Abg. Singer noch hinzugefügt:" Sie machen sich zu steuerung der Zeitgeschäfte ist nicht zu verkennen. Aber greifen unmoralisches Institut nicht besser." Die Börsenenquete soll Genossen von Wucherern." Ich muß diese Aeußerung ebenfalls wir doch einmal hinein, dann wird man ja sehen, leider ein schwaches Resultat ergeben haben, aber das deutsche noch nachträglich tadeln und rufe deshalb den Abg. Liebermann was herauskommt. Es wird zuerst mancher Unschuldige mitBolt kann wenigstens eine Veröffentlichung aller Verhandlungen v. Sonnenberg zur Ordnung. Ich muß ferner den Zwischenruf getroffen werden. Aber dieser Unfug, der nicht blos an den verlangen, damit man sieht, wie die Sachverständigen über die des Abg. Singer rügen, weil er dem Abg. v. Liebermann Un- Börsen spielt, der durch ganz Deutschland geht, die Jagd nach Ausschreitungen der Börse denken. Wir möchten wissen, verschämtheit vorgeworfen hat. Ich habe diesen Zwischenruf dem Glück, muß verhindert werden; denn diejenigen, welche bei ob die Regierung noch an der Auffassung des früheren vorhin nicht gerügt, weil ich die vorhergegangenen Aeußerungen dieser Jagd verunglücken, fallen der Sozialdemokratie zu. Man Ministers Maybach von dem Giftbaum der Börse fest- auch nicht gerügt habe, weil ich nicht genau wußte, daß sie sich könnte sogar soweit gehen, die Spieler und Spekulanten mit hält oder hier ähnliche Anschauungen noch vorhanden auf ein Mitglied des Hauses bezogen. Strafe zu belegen. Die Lotterieloose sollten, wenn man nicht sind, wie bei dem Reichskanzler über den Antisemitismus. Abg. Singer: Mein Zwischenruf ist nur erfolgt, weil der eine Reichslotterie einführen will, stärker belastet werden, nicht Der Reichskanzler hat uns vorgeworfen, unser Antisemitismus Herr Präsident den Ausdruck des Redners nicht gerügt hat. mit 8, sondern mit 10 pSt. Gegen die Quittungs- und Frachtrichte sich am letzten Ende gegen das Kapital. Gerade diejenige Abg. v. Komierowski( Pole) schließt sich namens der Polen briefsteuer sind ein Theil meiner Freunde, weil sie eine Belastung Partet, deren Beifall sich der Reichstanzler durch seine Aus den Ausführungen des Zentrumsredners an; namentlich die der Massen sind. Nur im Nothfalle tönnte man zu diesen führungen zuzog, beweist das Gegentheil. In sozialdemokratischen eigentliche Börsensteuer sei dringend nothwendig. Steuern greifen, und für diesen Nothfall müssen wir solche Bersammlungen wirft man uns vor, wir bekämpfen nur das Staatssekretär v. Bötticher: Ich bin selbst noch nicht Steuern reserviren. Wir wissen nicht, was uns die Geschichte jüdische Kapital, die Sozialdemokraten das Kapital überhaupt. im Besitz des Berichts der Börsenenquete- Kommission, ob- bringt. Ich bitte also, die Gedanken der Reichs EinkommenWir unterscheiden zwischen schädlichem und nützlichem Kapital. gleich die Protokolle schon lange vorliegen. Sobald das und Reichs Erbschaftssteuer nicht von der Tagesordnung ver Das nügliche Kapital arbeitat in der Landwirthschaft und in der der Fall sein wird, wird der Bericht nicht blos sondern schwinden zu lassen. H Präsident v. Levehow rügt es nachträglich, daß der Vorredner von den sonderbaren, verschrobenen Worten des Reichstanzlers gesprochen habe. Abg. Meist( Soz.): Herr Liebermann von Sonnenberg hat vorhanden ist, aber nach oben Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Nachmittags 5 Uhr. R Die Ausschußanträge werden ohne Debatte angenommen. für die Fachschule des Fachvereins der Maler erfolgt ohne Die Bewilligung eines einmaligen Beitrages von 300 M. Debatte. Der Die die Linden mit der Verbreitung der Königstraße und des Schloßplates verquickt, so daß jetzt ein ganzes Konglomerat von Forde rungen und Wünschen vorliegt, die alle sich auf die Verwirklichung dieses Projekts stüßen. Die Vorlage führt ästhetische feine Invektiven gegen unsere Anschauungen gerade deshalb ge- Oeffentl. Sigung vom Donnerstag, den 7. Dezbr. Rücksichten für die Berbreiterung auf der Südseite richtet, weil diese von unserem Fraktionsgenossen Singer zum an. In der vorigen Berathung aber hat die Versammlung Ausdruck gebracht wurden. Unsere Auffassung über die Ausbeutung richtet sich nicht nach dem Religionsbekenntniß oder der Wahl resp. Wiederwahl zu Stadträthen angenommen. Die Herren Fürstenau, Hirsetorn und Namslau haben die doch sehr deutlich erklärt, daß sie Schönheitsrücksichten für so bedeutende Ausgaben als ausreichend nicht ansieht und dieRaffenabstammung. So lange die kapitalistische Gesellschaft besteht, wird auch die Ausbeutung bestehen durch Juden und zu der Vorlage, betreffend die Verbreiterung der Rosenstraße, an Die Inhaber der Baufirma Kayser und von Großheim haben ſelben nicht in den Vordergrund gestellt wissen will. Magiftrat deutet mur an, daß die alte Post" als VerwaltungsChristen. Diese Angriffe gegen die Juden waren daher garnicht die Versammlung ein Schreiben gerichtet, wonach sie bitten, es gebäude für die Stadt eingerichtet werden könnte. Auch aus teit Thür und Thor. Die Belastung des fleinen Geschäfts- vom Ausschusse beschlossenen 22) bewenden zu lassen. am Blaze. Der vorliegende Gefeßentwurf öffnet der Ungerechtig bei einer Verbreiterung der Rosenstraße auf 20 Meter( statt der diesem Grunde kann doch nicht hergeleitet werden, daß nun die Königstraße auf dieser Seite verbreitert werden muß. Ich finde betriebes durch die Quittungs- und Frachtsteuer ist ungerecht. Zur Verbindung der Perleberger resp. auch den Preis für die alte Poft" feineswegs billig. Hält der Nach meinen eigenen Erfahrungen als lleiner Geschäftsmann Stromstraße in Moabit mit der Wilhelms Magiftrat den Kauf für zweckmäßig, so kann das Haus werde ich mindestens 50 M. jährlich für Quittungs- und Frachthavenerstraße hatte der Magiftrat die Anlegung einer boch angekauft angekauft und zu Bureauzwecken eingerichtet stempel zu bezahlen haben. Wie kann der durch die Einkommen: Verbindungsstraße auf dem Grundstück Stromstr. 51- Wilhelmsworden; dazu ist doch der berühmte Kolonnadengang Steuer schon vollständig herangezogene kleine Geschäftsmann noch havenerstraße 11 vorgeschlagen. Der für die Borlage nieder: nicht nöthig. Die Furcht, daß die neue Vorlage ebenso wie die diese 50 M. extra bezahlen? Fragen Sie sich, ob ein Beamter gefeßte Ausschuß hat nach vorangegangener Besichtigunng an frühere doch im wesentlichen zur Folge haben wird, daß das etwas Aehnliches zu leisten hat. Für den kleinen Geschäftsmann Ort und Stelle beschlossen, den Magistratsantrag, der auf eine Projekt der Verbreiterung des Schloßplates und die Anlage der ist es nicht gleichgiltig, ob er 50 M. mehr in seinen Ausgaben Verlängerung der Berlebergerstraße hinausläuft, abzulehnen und Schloßterrasse zur Ausführung gelangt, wogegen die Versammeinzustellen hat. Als kleiner Geschäftsmann muß ich für 8 oder der Versammlung die Anlegung der Verbindungsstraße im Zuge lung wiederholt Stellung genommen hat, besteht noch heute fort. 10 einzelne Sendungen 8 oder 10 Mal den Frachtstempel der Buggenhagenstraße und Waldenserstraße direkt zur Markt. Kommen die Pläne des Magistrats zur Annahme, fallen die bezahlen, während der 12 Rolli auf einmal den Frachtstempel nur einmal bezahlt. Stromstraße 54, auf dem sich zur Zeit ein Pferdebahn- Depot das Schloßplatz- Projekt eingenommen haben, wieder auf. große Fabrikant vielleicht für halle zu empfehlen. Zu diesem Zwecke wäre das Grundstück Häuser des Schloßplatzes der Verschönerungsluft zum Opfer, dann leben alle die Bedenken, welche uns gegen Die Kontrole ist beim Frachtstempel ja leicht, weil die Be: befindet, anzukaufen. Dasselbe ist 2156 Quadratmeter groß förderung von Gütern durch die Eisenbahnen, also hauptsächlich und für 260 000 M. angeboten; die Quadratruthe käme auf Ich bewundere den Muth des Magistrats, in einer Zeit schweren burch Staatsanstalten, erfolgt, aber beim Quittungsstempel ca. 1700 W. zu stehen, während für Stromstr. 51 ca. 1900 protothstandes, bei hereinbrechendem Winter, in einer Zeit, wo die werden sich der Kontrolle große Schwierigkeiten entgegenstellen. Ruthe, im Ganzen 292 000 m. gezahlt werden sollen. Es wurde nächste Zukunft der Stadt sehr schwere finanzielle Aufgaben Man kann da nicht annehmen, daß jeder seine Pflicht und ferner erwogen, daß früher oder später auch die nördlich gelegene ſtellt, uns immer wieder mit solchen Projekten zu kommen. Auf Schuldigkeit von selbst thun wird. Beim Wechselstempel wird Wiclefstraße eine Verlängerung bis zur Stromstraße unbedingt die Hoffnung, daß die Kommunalsteuerreform neue Einnahmen ja jetzt schon zwecks Bereicherung in großem Stil Defraudation nöthig habe, und daß diese beiden Projekte entschieden der erschließen wird, kann man sich doch nicht verlassen. getrieben. Die Sucht nach Erraffung von Reichthümern hält Vorzug vor der Magistratsvorlage verdienen. Der Ausschuß hat Die Bürgerschaft verlangt doch für die Einführung der neuen felbst gute Patrioten, auch gute Christen, nicht davon ab, auch seinen Beschluß einstimmig gefaßt und den Stadtv. Vogt herr Stommunalsteuern die Aufhebung oder den Erlaß anderer, wie der in solcher Weise Vortheil zu ziehen. Eine Firma im zum Berichterstatter ernannt. Derselbe theilt mit, daß inzwischen Miethssteuer. Dieser Gesichtspunkt tritt doch den übrigen noch Kreiſe Gummersbach hat großartige Defraudationen getrieben. Die Besizer des Grundstückes Stromstr. 51 ihre Forderung auf hinzu. Trozdem verlangt der Magistrat wiederum von uns die Bei der Untersuchung ist allerdings nichts herausgekommen, aber 270 000 und zwölf Stunden nach diesem Angebot sogar auf grundsätzliche Zustimmung und behält sich alles Uebrige vor. es liegen thatsächliche Beweise vor, die ich hier deponire, aus 253 000 m. ermäßigt haben, daß der Ausschuß aber bei seinem Wie in einer geordneten Finanzverwaltung solche Vorschläge denen hervorgeht, daß ein System darin liegt. Ich hoffe, daß Vorschlage, den er nach wie vor als den zweckmäßigeren be- gemacht werden können, ist mir nicht verständlich. Das Allerman den Schuldigen doch noch fassen wird. Die Laften der trachtet, stehen bleibt. erste ist doch, daß man sich über die finanzielle Wirkung neuer Militärvorlage müffen auf die Schultern gelegt werden, die sie Projekte vergewissert. Kommerzienrath Israel will 100 000 M. tragen tönnen. Gerade wegen des föderalistischen Charakters fordert 2000 M. für den Quadrat des Reiches dürfen sich die Einzelstaaten ihrer Beitragspflicht erkannt hat, sollen doch überhaupt nicht von Geschenken von zuschießen und meter. Ausgaben, welche die Stadt als nothwendig nicht entziehen. Eine Reichs- Einkommensteuer würde wenigstens das eine Gute haben, daß man nicht mehr so leicht neue AusGegen den Neubau einer Turnhalle auf dem Privatleuten abhängig gemacht werden.( Zwischenrufe.) Ernstgaben bewilligt, sondern sie genauer prüft, weil dann der Geld- Grundstücke der Vittorias chule, Prinzenstraße 51, spricht hafte Bortheile gewinnt die Stadt in diesem Falle aber nicht, beutel der Besigenden in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Stadtv. Wagner und beantragt Ausschußberathung. Vittoriafchule, weil die Forderung von 2000 M. doppelt so hoch ist als der Ich fordere die Edelsten der Nation auf, ihren Edelfinn dadurch Stadtschulrath Fürstenau befürwortet den Antrag. Preis des Grundes und Bodens, wie ihn der Magistrat uns zu bewahren, daß sie so opferwillig sind, zu den Lasten beizutragen. Bei der Beichs- Einkommensteuer in progressivem Sinne Ausschuß. Nach kurzer weiterer Debatte geht die Vorlage an einen 13. mitgetheilt hat. Wir wollen uns nichts schenken laffen, aber auch nicht über den Kopf bezahlen( Unruhe), und das würde geschehen, würden die Besitzenden nur so getroffen werden, wie sie getroffen werden können. Wenn Herr Miquel fein Einkommensteuer- Geset grundsätzliche Zustimmung zur Verbreiterung der lung der Stadt nicht entsprechend, ſich auf solche Anerbietungen Bon neuem sucht der Magistrat bei der Versammlung die wenn wir dieses sogenannte Geschenk annehmen. Es ist der Stelin Preußen lobte, so vergaß er dabei, daß die Progreffione önigstraße auf der Südseite unter Beseitigung der freiwilliger Spenden einzulassen. Daß die Pferdebahn keinen deffelben an der Stelle absprang, wo sie erst in Wirklichkeit an dem Marstall vorgebauten Häuser Schloßplatz 7-16 nach. In Beitrag giebt, freut mich, weil dies das Zustandekommen des gesetzt werden mußte, daß die Progression wohl nach unten der Vorlage wird weitläufig dargelegt, weshalb eine Ver- Projetts erschwert und weil es meine Stellung zu dem Privatfehlt. Da hat sich breiterung auf der Nordfeite, wie sie die Versammlung in ihrem betriebe der Pferdebahn aufs Gründlichste rechtfertigt. Herr Miquel vor den Truhen der reichen Leute geneigt, Beschlusse vom 3. Oktober empfohlen, dem Magistrat unthunlich Bjerdebahn zieht Millionen aus dem Berliner Publikum, will anstatt die Millionen da zu treffen, wo sie vorhanden sind. erscheint. Insbesondere werden folgende Gründe angeführt: aber jetzt nichts geben, weil die Konzession bald abläuft. Das Prinzip der Gerechtigkeit ist längst verlassen worden, und 1. Die wegen des Haupt- Postamtes faum mögliche Ver- Die Stadt nehme die Betriebe in eigene Regie, dann weil es verlassen ist, dokumentirt es sich selbst durch den Volks- breiterung der Königstraße auf der Nordseite, zwischen Heilige- braucht sie sich nicht in die Lage von Bittenden bei Privatwillen. Wenn Herr von Liebermann fich freut, daß Agitatoren geiststraße und Spandauerstraße; 2. die größere kostspielig- gesellschaften zu bringen und braucht sich auch nicht abweisen von uns zu ihm herübergekommen sind, so beglückwünschen wir teit dieser Verbreiterung; auf der Nordseite müßten etwa zu laſſen. Ich bedauere, daß Ausschußberathung beantragt ist, ihm zu diesen Agitatoren herzlichst, wir weinen denselben keine 701 Quadratmeter, auf der Gübfeite nur etwa 599 Quadrat- direkte Ablehnung wäre das Richtigste. Was soll denn aus der meter erworben werden; 3. in ästhetischer Beziehung die un Ausschußberathung herauskommen? Wollen Sie die Vorlage Befassen Sie sich nur mit der Reichs- Einkommensteuer! schöne Vergrößerung der vorspringenden Ecke auf der Ditfeite jet annehmen, dann gratulire ich Ihnen dazu, daß Sie in Schaßsekretär Graf v. Posadowsky: Es ist verschiedentlich der Spandauerstraße, Nordseite der Königstraße von etwa wenigen Wochen anderer Meinung geworden sind; dann würde dem Reichskanzler der Vorwurf gemacht worden, daß er die bei 2 Meter auf 3,5 meter; 4. die unzweckmäßige Einführung der die Vermuthung zur Wahrheit werden, daß eine Reihe von der Berathung der Militärvorlage abgegebenen Versprechungen Pferdebahn aus dem Theile der Königstraße östlich der Span- Kollegen nach den Stadtverordnetenwahlen ja sagen würde, während nicht vollständig gehalten habe.( Redner verliest den Wortlaut dauerstraße in denjenigen Theil der Königstraße westlich der sie vor denselben nein fagten.( Große Unruhe.) Auch der Hinweis der Erklärungen des Reichskanzlers vom 7. Juli gegenüber dem Spandauerstraße, wie solche in dem der Vorlage beigefügten auf die Pferdebahnverbindung und die Spreeregulirung verfängt Abg. Böckel und vom 15. Juli gegenüber dem Abg. Rickert.) Plan eingetragen ist. Ebenso würde der Vortheil, welchen die nicht, denn es hat sich in der Lage dieser Fragen nicht das GeDie Börsensteuer ist ergiebiger gemacht worden; die schwächeren zurücktretende Baufluchtlinie des Rathhauses auf der Süd- ringite geändert. Der geschlossene Vertrag über die Ausführung Schultern sollten geschont werden; dieser Versuch kommt bei der feite Der Königstraße und auf der Strecke zwischen der Spreeregulirung muß ausgeführt werden; wir können uns Zabat- Fabrikatsteuer zum Ausdruck, indem man an die Stelle der Ge- Spandauerstraße und Jüdenstraße in so glücklicher nicht nach den Wünschen richten, welche alle 2 Jahre im wichtsteuer eine Werthsteuer einführen will.( Sebhafter Widersprach.) Weise darbietet, bei Ministerium sich ändern und heute diesen, morgen jenen der KönigVerbreiterung der Wer Denn wer billigere Bigarren raucht, zahlt weniger Steuern. Straße auf der Südseite voll ausgenutzt werden, bei der auf der ästhetischen Gesichtspunkt in den Vordergrund stellen. Solche Erklärungen sind doch immer nur mutatis mutandis zu Nordfeite aber gänzlich unverwerthet bleiben. Ge fönnte, meint nicht die Absicht hat, der Vorlage näher zu treten, kann verstehen. Die Landwirthschaft ist von Steuern verschont geblieben; der Magistrat, vielleicht bei dieser Sachlage die Auficht hervor eine Ausschußberathung nicht für nothwendig halten; wer fie andenn die Weinsteuer trifft nur den Luxus, nicht die Landwirth treten, daß zwischen der Post und der Spandauerstraße die Ver- nehmen will, handelt nicht so, wie es das Interesse der schaft.( Widerspritch.) breiterung auf 17 Meter an der Südseite in Aussicht genommen Bürgerschaft verlangt. Geben wir die prinzipielle Zustimmung, Abg. Gräfe( Antisemitischer Reformparteiler): Meine Freunde werden könne. Dann würde aber auch auf der Südseite die dann sind wir nachher zu Ausgaben gezwungen, die wir vorher geben dem Gedanken der Besteuerung der Börse ihre volle Zu- Fluchtlinie der Alten Post gegen die Fluchtlinie östlich der Post- nicht übersehen haben. Ich kann daher nur wünschen, daß die frimmung, finden aber den vorliegenden Gefeßentwurf weder Straße um etwa 3 Meter vorspringen, und es würde in die Vorlage im Ausschuß und in der Versammlung fällt. richtig, noch der großen Bedeutung des Steuerobjekts entsprechend. Pferdebahngeleise eine dem Verkehr äußerst lästige Kontrekurve stehen mit der Vorlage an einem Wendepunkte. Wollen Sie die Wir verhalten uns ablehnend gegen die Quittungssteuer und den gelegt werden müssen, da alsdann die Achseln der beiden Entscheidung in städtischen Angelegenheiten in den Händen der Frachtstempel, an deren Stelle wir in der zweiten Lesung andere Straßenecken um etwa drei Meter von einander abweichen Versammlung belaffen, dann müssen Sie die Vorlage abSteuern vorschlagen werden. Dem Grafen Bosadowst erwidere ich, würden. lehnen( Dho. In weiten Kreisen der Bürgerschaft( Lärm) daß der Reichskanzler bet der Debatte über die Militärvorlage uns gesagt hat, wir möchten nur Vertrauen zur Regierung haben, genannten Alten Post, wodurch es der Stadtgemeinde ermöglicht Sie Sodann ist Mittheilung gemacht über ein Angebot der so lesen Sie doch die Blätter Ihrer Richtung, da werden baz bestätigt finden macht sich ein macht sich ein großer unsere Postulate würden berücksichtigt werden. Wir können nicht wird, für 3 440 OCO W. in den Besitz des ganzen Grundstücks Mißmuth darüber geltend( Unruhe), daß zu dieser Vorlage der finden, daß diese Postulate hier zum Ausdruck gekommen find, zu kommen; es würde dadurch möglich sein, vielfach Schwierig Magistrat eine Stellung eingenommen hat, die man sonst von sondern fühlen uns in dem Vertrauen, welches wir dem Reichs feiten, die bei der früheren Berathung der Angelegenheit hervor Behörden, die neben einander zu arbeiten berufen sind, nicht getangler entgegengebracht haben, vollständig getäuscht.( Beifall bei gehoben wurden, zu vermeiden, sowie gleichzeitig dem vorhandenen wohnt ist. Der Versammlung bleibt nichts übrig, als ihre Abden Antisemiten,) großen Bedürfnisse nach Bureauräumen auf längere Jahre ab- lebnung zu wiederholen, damit der Magistrat endlich erkennt, Abg. Graf Arnim( R.P.): Die Börsensteuer trifft doch zuhelfen. Endlich sind auch mit der Großen Berliner Pferde- daß die Versammlung nicht gewillt ist, nach vier Wochen ihr wohl nur die wohlhabenden Leute, aber auch dagegen sprechen eisenbahn- Gesellschaft Berhandlungen wegen eines Beitrages zu den Mein in ein Ja zu verwandeln. die Freisinnigen und Sozialdemokraten sich aus; jede Steuer, Kosten des ganzen Unternehmens angeknüpft. Der Magistrat hat seinen Stadtbaurath Sobrecht: Die Versammlung hat nicht blos die geeignet ist, Frieden und Eintracht zu fördern, wird von früheren Antrag auf grundfäßliche Zustimmung zu dem Projekt B die Borlage des Magistrats abgelehnt, sondern ihn auch aufgefordert, den Herren bekämpft. Wenn man liest, wie die Löwy u Gen. wiederholt und hervorgehoben, daß diese grundsägliche Ent- eine Vorlage über die Verbreiterung der Königsstraße auf der mit geringem Kapital groze Umsätze gemacht haben, so wird scheidung fibrigens dringend sei, weil vor derfelben die erforder- Nordseite zu machen. Diese Frage behandelt die neue Vorlage man begreifen können, weshalb die Börsensteuer so viele Freunde lichen Brückenbauten nicht begonnen werden können, um die in der Hauptsache. Wir halten die Verbreiterung auf der Nordhat. Wir haben die Militärvorlage afzeptirt, wir werden auch Schifffahrt durch die Mühlendamm Schleuse zu ermöglichen. feite für verfehlt und waren verpflichtet, unsere Ansicht darüber die Mittel bewilligen, um die Kosten zu decken; aber ich hoffe, Schließlich fügte er hinzu, daß bei einer zur Aye der der König wiederum auszusprechen. Wir haben aber mit der Vorlage ferner daß die Regierung nun auch dafür sorgen wird, daß die Börsen- straße schiefwinkligen Anlage der neuen Kurfürstenbrücke und bei ausgesprochen, daß wir alles gethan haben, was möglich ist, steuer wirksam wird. Das kann aber nur geschehen, wenn die Erhaltung der Häuser am Schloßplatz ein Antrag auf Gestattung um den Bau der Kurfürstenbrücke nicht zu präjudiziren. Ist die Faktoren des wirthschaftlichen Lebens auch lebensfähig erhalten einer Pferdebahn gänzlich aussichtslos ist. Auf der Kolonnaden Brücke erst gebaut, dann liegt die Sache für alle Zeit werden. In der Börsenenquete- Kommission ist unser Minoritäts- anlage will der Magistrat nicht unbedingt beitehen. fest, und es wird nicht mehr möglich sein, die Königstraße zwed antrag gegenüber den Regierungsvertretern nicht durchgedrungen. In einer Nachtragevorlage giebt der Magistrat bekannt, mäßig zu verbreitern.( Sehr richtig!) Wenn mehr erreichbar ist, Eine Regierung, die so energisch die Interessen der Börse ver- daß der Sommerzienrath Israel für das von den Grundstücken so werde ich auch mehr verlangen; beute bin ich in der treten hat, fann teine Steuervorlage machen, welche die Börse Königstraße 11-14 und Spandaueritr. 26 abzutretende Terrain Page, mich mit 17 m Breite der Königstraße zu beruinirt. Ich bitte die Regierung, das ganze Material der von etwa 164 qm 2000 m. für den qm fordert, dagegen aber gnügen.( 3wischenruf: Königstraße 17, Rosenstraße 22 m! Börsenenquete wenigstens den Mitgliedern der Kommission zur zu dem Unternehmen einen Beitrag von 100 000 m. leisten will. Große Heiterfeit.) Die finanzielle Bedeutung der Vorlage haben Verfügung zu stellen; besonders die Verhandlungen innerhalb Die Direktion der Großen Berliner Pferdebahngesellschaft hat wir, so weit es ging, zu ermitteln gesucht; jedenfalls wird die der Kommission, welche nach der Vermehrung der Sachverstän- erklärt, daß sie neben der für die Ueberführung der Pferdebahn Anlage nicht das fosten, was gefordert worden ist. Der Preis digen stattgefunden haben, sind von Wichtigkeit. über die Linden in Aussicht gestellten Million noch einen be- für die Enteignung wird unter diesen Forderungen bleiben. Ein Staatsfelretär v. Bötticher: Ich taun mich in bezug auf fonderen Beitrag für die Verbindung Spandauer-- Breite Straße Geschenk nehmen wir nicht an. Wir haben Ihnen Mittheilung die Materialien der Börsenenquete nur auf meine früheren Er- in Aussicht zu stellen nicht in der Lage sei. gemacht von dem Schreiben des Herra Jsrael. Wer hindert flärungen beziehen. Wenn Graf Arnim meint, daß die in der Stadtv. Meyer I beantragt Ausschußberathung. uns, diese Offerte abzulehnen und auch diese Grundstücke zu Börfenenquete anwesenden Regierungsvertreter für die Börse( einStadtv. Singer: Bei Durchsicht der Vorlage habe ich expropriiren? Unsere Berechnungen stellen sich immer mehr als getreten sind, daß man danach also nicht eine durchgreifende bedauert, daß unsere Geschäftsordnung und verhindert, einen richtig heraus, die ganze Anlage in Verbindung mit der Be Beschlußjafjung seitens der Regierung erwarten könne, so taun Antrag zu stellen, den ich sehr gern gestellt hätte, über die Vor- feitigung der Häuser auf dem Schloßplate wird 2 bis ich nur erklären, daß die betr. Herren feine Instruktionen erhalten a foften( Bewegung und Unruhe). Ueber haben über den Standpa ntt, welchen fie einnehmen sollten. Cie Lage zur Tagesordnung überzugehen.( Obo!) Nachdem die 8 Millionen waren in die Kommiffiou berufen, weil sie durch ihre amtliche Versammlung vor einigen Wochen mit Majorität beschlossen jeden Anlauf, über jede Expropriation hat ja die Ver Stellung in der Lage waren, Ginsicht in die Sachen zu nehmen. Aus hatte, die grundsägliche Zustimmung zu dem Projekt vor voll- fammlung volle Freiheit des Entschlusses; wir wollen nur der Stellung dieser Vertreter tann also fein Schluß auf die ständiger Klärung der finanziellen Seite der Sache nicht zu endlich festen Boden für die Ausführung des Brückenbaues ist es wunderbar, daß dieselbe Vorlage uns gewinnen. Der Brückenbau braucht 2 Jahre und diese 2 Jahre Thräne nach. weiter verfolgt werden. einer W Wir Stellung der verbündeten Regierungen gezogen werden, weil die- geben, wieder präsentirt wird. Neue Gründe für die Noth- haben wir Zeit zu jedem Schritt, der als Konsequenz des Baues felben überhaupt noch nicht Stellung zu dieser Frage genommen wendigkeit der Zustimmung habe ich vergeblich gesucht. fich ergeben würde. Von einer Nothwendigkeit, in diesem Winter haben. Wir erwarten den Bericht und dann wird die Sache Nur ein Unterschied liegt vor: In dieser Vorlage fehlt der Hin- bedeutende Suminen aufzuwenden, ist gar nicht die Rede, das Darauf schließt die Debatte mit einer Reihe persönlicher weiß, daß die Vorlage e in stimmig vom Magistrat beschlossen fann verschoben werden, aber die Brüde müffen wir bauen. worden ist. In der Zwischenzeit ist ja das möglichste Die Finanzen der Stadt sind nicht ungünstig, wir haben Bemerkungen. Die Vorlage wird an eine Kommission von 28 geschehen, um die Vorlage schmackhafter und mundgerechter die Mittel, und Rücksichten auf die Finanzlage tönnen Mitgliedern verwiesen. Die Nachtragsvorlage uns von einem solchen Schritt nicht zurückhalten, Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 2 Uhr. zu machen in der Presse und sonst. beutete uns an, daß ( Anträge des Zentrums betr. Stevision der Invalidenversicherung angeboten sind und Liebesgaben für die Verbreiterung wenn er nothwendig ist. Auf der anderen Seite wird man uns angenommen werden sollen. Kurz, dann auch seitens der Staatsbehörden das Entgegenkommen und das Genossenschaftsgesetz.) man hat die Sache nach allen Richtungen hin zu poussiren ver- erweisen, dessen die Stadt dringend bedarf. Wenn Herr Singer sucht. In der Presse hat man das Projekt der Pferdebahn überlauf Preßagitationen hinweist, auf Schloßterrassen und dergleichen, einer erschöpfenden und ausreichenden Kontrolle Mißbräuchen schließlich so gestoßen sein, daß er mit dem Gesicht gegen eine und Indiskretionen Thür und Thor geöffnet würden. Ein armer offenstehende Thür stel. Er wünscht eine ärztliche Bescheinigung Teufel, der den besten Willen haben mag, sich mit seinem Hunde- der dadurch erhaltenen Verlegungen. lohn durchzuschlagen will ſagen seinen Schneider zu befriedigen, dies aber nicht fann, tommt einfach in die Liste der Proffribirten und leidet Schaden ohne sein Verschulden. Und wer bürgt denn dafür, heißt es mit wohl angebrachter Entrüstung, daß nicht Leute nur aus Rantüne eingetragen werden. Die Listen dringen in die weitesten, zum Theil unberufenen Kreise, der Betroffene erfährt aber naturgemäß nur in den seltensten Fällen etwas davon. so haben wir damit absolut nichts zu thun. Nehmen Sie den Antrag an; es ist unser Wunsch, der Stadt einen dauernden Dienst zu erweifen.( Beifall und Zischen.) Stadtv. Meyer 1: Aendert sich die Meinung einer großen Versammlung, so wird man ihr daraus keinen Vorwurf machen. Roftet die Verwirklichung nur 3 Millionen, so können doch selbst die bisherigen Gegner dafür stimmen.( Lachen und Widerspruch.) Ausschußberathung ist nothwendig, damit wenigstens etwas Greif bares über die Geldfrage ermittelt wird. Stadtv. Vogt herr: Auch Herr Meyer I findet nur den Ankauf der Alten Post" als das Novum heraus, welches die Verweisung an einen Ausschuß rechtfertigen soll. Er Und so brüllt der bürgerliche Lörpe weiter. Wort für Wort selbst hat aber auch an dieser Angabe alles mögliche paßt auch auf die gegen Arbeiter gerichteten schwarzen Listen auszufchen. Der Stadtbaurath Hobrecht hat sich thatsächlich nur daß letteren gegenüber sich die Schuldnerliste der Schneider und mit seinen Ausführungen im Jahre 1890 in den schroffften Konfektionäre ausnimmt, wie eine Ratte zum Tiger, wie ein rostiger Widerspruch versetzt. Damals erklärte Herr Hobrecht, daß ihm Schießprügel aus der Rumpelfammer zum scharf und auf ungeheuere von dem Abbruch der Häuser am Schloßplah nichts befannt sei; Entfernungen hin treffenden Achtmillimetergewehr. Wir verdamals befürwortete Herr Hobrecht ein Brückenbauprojeft, welches urtheilen auch die Schneiderliste auf's schärfste; wie harmlos ist eine Verbreiterung der Königstraße nach Süden geradezu ausschloß. aber ihre Anwendung, sei es in bezug auf einen Rauf- und Der Ausschuß sprach damals ebenso ausdrücklich davon, daß die Saufbold aus den Reihen der Edelsten und Besten, sei es auch in Verbreiterung der Königstraße nach der Festlegung der Bauflucht Hinsicht auf einen wirklich Unverschuldeten, wenn man sich die linie auf der Südseite nur noch auf der Nordseite in Aussicht furchtbare Wirkung vergegenwärtigt, die die Uriasbriefe des genommen werden könne. Selbstverständlich hat dann auch die Unternehmerthums ausüben. Hier rührt sich taum ein Finger, Verbreiterung der Brücke ebenfalls nach Norden zu erfolgen. dort aber entrüftet man sich, weil ihre Wirkung auf bürgerliche Die Kosten mit 3 Millionen einzuschätzen, ist doch mehr als ge- Interessen hinübergreift. wagt. In Wirklichkeit wird die Ausführung des Magistrats 9 Als objektiven Befund zeigte sich eine 11, 3entimeter Lange, etwa 1/2 Bentimeter tiefe Wunde auf der linken Hälfte der Oberlippe mit glatten Rändern. Eine 2 Zentimeter lange Wunde mit unregelmäßigen Rändern befindet sich außerdem am Kinn. Die Umgebung beider Wunden ist stark geschwollen, das Gesicht ist mit Blut besudelt. Weitere Verlegungen find nicht festzustellen. Dem Befunde nach handelt es sich um zwei frisch entstandene Quetschwunden des Gesichts, und es ist demzufolge nicht unwahrscheinlich, daß die bestehenden Verlegungen auf dem von dem p. p. Schramm angegebenen Wege zu stande gekommen sind. Weitere Gefahren für die Gesundheit werden durch die vorhandenen Beschädigungen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht herbeigeführt. Dieses bescheinigt der Wahrheit gemäß Berlin, den 4. Dezember 1893. ( Unterschrift des Arztes.) Die zahlreichen neuen Abfuhrunternehmer, welche sich gegenwärtig um die Gunst der Berliner Hauswirthe bewerben, haben zwar die Frage nach der besten Art der Müllabfuhr noch nicht endgiltig gelöst; dagegen scheint es, als ob das Berliner Abfuhrwesen durch die neue Konkurrenz in nächster Zeit um Bum Charitee- Boykott. In der am Dienstag, den 5. d., einen wichtigen Schritt vorwärts gebracht werden wird. Die abgehaltenen Bersammlung der Ortskrankenkasse ber Böttcher alten Unternehmer, die sich in dem Bestande ihrer bisherigen Berlins wurde einstimmig beschlossen, sich dem Boykott gegen die Kundschaft ernstlich bedroht sehen, haben sich entschloffen, einen Charitee anzuschließen und fortan nur Krante auf ihren aus- seit Jahren von den Hauswirthen nicht blos, sondern auch in weiten Kreisen der übrigen Berliner Bewohner gehegten Wunsch drücklichen Wunsch in dies Institut zu senden. zu erfüllen und die Abfuhr des Hausmülls während der NachtNoch einmal die hungernden Kinder. Aus Anlaß der stunden zu besorgen, so daß die Abholung im Sommer um 6 Uhr, bereits am Mittwoch erfolgten Eröffnung einer dritten„ Kinder- im Winter um 8 Uhr Morgens besorgt sein muß. Die VorVolksküche" in der Münchebergerstraße beschäftigt sich die Boffstellungen bei den Behörden, um den Erlaß einer Verordnung, Zeitung" in der Nummer vom Donnerstag früh mit der Frage, welche die Müllabfuhr auf die Nachtstunden beschränkt, wurde ob die Noth unter den ärmeren Kindern in Berlin wirklich so bisher mit dem Hinweise auf die in Aussicht stehenden anderbitter fei, und sie behauptet hierbei, daß die Zahl der mangelhaft weiten Einrichtungen zur Abfuhr und Beseitigung des Mülls ernährten Kinder verhältnißmäßig flein fei". Das Blatt abgelehnt. Durch die freiwillige Entschließung der Abfuhruntermeint, glücklicherweise fei es eine Uebertreibung, daß in nehmer würden die zahlreichen Klagen hoffentlich gegenstandslos, unseren Gemeinde Schulen Gemeinde Schulen viele Tausende von Kindern die seit Jahren über die vielen Nachtheile der am Tage bewirkten hungerten". Es scheint also den Angaben des Vereins Müllabfuhr laut geworden sind. für Kinder Volksküchen", auf dessen Aufruf wir uns in unseren Ausführungen über die Noth unter den Proletarierkindern beriefen( vergl. unsere Mittwochs- Nummer), sehr wenig Glauben beizumessen. Wir müssen den Artikel der„ Boffischen Beitung" als gegen den Verein, nicht gegen uns gerichtet betrachten, da wir unsere Mittheilungen über die gegenwärtig bestehende Noth armer Kinder diesmal ausschließlich dem erwähnten Aufruf entnommen haben und eben nur unsere Schlußfolgerungen Beschlagnahmte Leiche. Gestern Morgen um 61/2 Uhr daran geknüpft haben. Oder wollte der Angriff des" freifinnigen" wurde auf dem Flur des Hauses Kl. Markusstraße 4a die Leiche Blattes doch nach einer anderen Seite hin gerichtet sein? Der einer Frau aufgefunden, in der die in demselben Hause wohnende betreffende Artikel preist nämlich gleichzeitig das Vorgehen eheverlassene 50 Jahre alte Auguste Bade festgestellt worden ist. des Vereins als verdienstvoll und zweckmäßig. Weiter Spuren äußerer Verlegung waren nicht wahrnehmbar, und man unten heißt es dann wieder, vielfach sei nicht der weiß auch nicht, wann die Frau den Hausflur betreten hat. Mangel schuld an der unzureichenden oder unzweckmäßigen Er- Bur Aufklärung des Sachverhalts ist der Leichnam in behörd nährung eines Kindes, sondern die Abwesenheit der Mutter, die liche Berwahrung genommen worden. = M : " Ein gutes Werk haben die vereinigten Angler Tegelorts vollführt, indem sie aus freiwilligen Gaben, sowie aus dem Ueberschuß eines Vergnügens einen Fonds stifteten, der zur Anschaffung einer Rettungsleiter, die jetzt am See postirt ist, verwendeten. Hoffentlich leistet die Leiter bei etwaigen Unglücksfällen auf dem Eise vortreffliche Dienste. projekts das doppelte koften. Der Gedanke, die„ alte poſt" als Bureaugebäude anzukaufen, ist dem Magistrat offenbar sehr gelegen gekommen. Wenn wir für 32 Millionen ein neues Verwaltungsgebäude kaufen wollen, braucht es nicht ein solches verkrachtes zu sein. Wenn nun bei der Verbreiterung der Straße auf der Nordseite die Ausführung der Pferdebahn für unmöglich erklärt wird, da dieselbe dann zu nahe an das Schloß gelegt werden müßten, so ist dieses Argument ganz besonders schief, weil auf der Westfeite des Schloßplates die Pferdebahn um volle 6 Meter an das Schloß rückt. Von der Hauptsache, dem Ankauf der Häuser am Schloßplatz, ist heute gar nicht die Rede gewefen. Ich ge winne aus dem Verhalten der Behörden den Eindruck, daß diese sammt dem Hausministerium und der Krone an der Verbreiterung der Königstraße absolut tein Intereffe haben, sondern lediglich an der Beseitigung der Häuser auf dem Schloßplage, von der wir wiederum nichts wissen wollen. Daß die Finanzlage Berlins nicht ungünstig ist, hätte ich lieber vom Kämmerer gehört.( Unruhe und andauernder Lärm.) Derselbe Kämmerer hat erklärt, die ungünstige FinanzLage verbiete die Ermäßigung der Gaspreise; hier, wo es sich um Luxusausgaben, um fostspielige Liebhabereien handelt, ist das Geld plößlich in Fülle vorhanden. Immer und immer wieder lehnt es die Stadt aus finanziellen Gründen ab, durchgreifende wirthschaftliche Reformen in die Wege zu leiten ( Widerspruch); fie darf sich also auf derartige Tändeleien und Spielereien nicht einlassen!( Große Unruhe und Pfuirufe.) Ober- Bürgermeister Zelle: Der Kämmerer, der heute nicht anwesend ist, hält es als Kämmerer für ganz unbedenklich, die hier geforderten Mittel aufzuwenden. Daß die Finanzlage der Stadt je gehindert hätte, nützliche und nothwendige Aufwendungen in machen, in mis met.( Stadtv. 30gt herr ruit: Lehrmittel!) Es handelt sich nicht um Spielereien. fomme. Das ist selbstverständlich richtig, aber das ändert doch Menschen herbeigeführt hätte, ereignete sich Donnerstag VorBis zum Ueberdrusse haben wir von dieser Stelle aus nichts an der Thatsache, daß auch solche Kinder halb oder ganz mittag zwischen 10 und 11 Uhr in der Ludw. Löwe'schen Gegeführt, daß es unmöglich ist, die wichtige Pferdebahnverbindung bungern müssen. Daß die bürgerliche Presse die Wirkung der wehrfabrik in Martinikenfelde. Der bortselbst beim Anschuß der vom Rathhause nach dem Werderschen Markt zu gewinnen, vom Verein für Kinder- Volksküchen" aufgestellten Behauptungen argentinischen Gewehre von der argentinischen Rommission abs wenn wir nicht die beabsichtigte Verbreiterung in der vor- eben init Rücksicht auf die Schlußjolgerungen, die sich Schießschüße beschäftigte Dreher Hausstein hatte soeben ein zuu geschlagenen Weise vornehmen. daran fnüpfen laffen, gelegentlich abzufchwächen suchen Anschuß gestelltes Gewehr geladen und gab damit in der Schießwürde, hatten wir ja erwartet; aber daß das in halle daselbst den fünften Schuß ab, als in demselben AugenVerbindung mit mit einem Bericht über die Küchen dieses blick die Hülse des Gewehres zersprang, das Geschoß nach Vereins felber geschehen würde, hätten wir nicht hinten drang und dem Schießschüßen Hausstein gerade auf dem für möglich gehalten. Ueber die Eröffnung der dritten Küche Kopfe eine ziemlich bedeutende Verwundung beibrachte. Der berichtet ein anderes Blatt, die" Berliner Zeitung", daß ganze Berunglückte wurde in das in der Fabrik befindliche KrankenSchaaren von Kindern gekommen seien. Der Berichterstatter zimmer gebracht, dort von dem Fabritsarzt behandelt und nachwill gegen 600 gezählt haben, wobei wir annehmen müssen, daß her nach seiner Wohnung transportirt. Hoffentlich wird die er nicht die ganze Zeit von 12-2, sondern nur kurze Zeit an- Untersuchung ergeben, worin die Ursache des Unfalles zu wesend gewesen ist. Im übrigen verweisen wir die" Boffische suchen ist. Zeitung" noch einmal auf den Aufruf, den wir ihren eigenen Wegen Brandstiftung und schweren. Betruges verhaftet Spalten( Nr. 552 vom 25. November) entnommen haben. Dort fann fie es felber noch einmal nachlesen, daß täglich Taufende schäfte, und zwar in der Lehrter, Invaliden- und Hessischenist gestern der Kaufmann Albert Winkler. Er hatte drei Gevon Kindern ungenügendes oder gar kein warmes Eisenstraße. Am 30. v. M. wurde über sein Vermögen der gerichterhalten."( Die gesperrt gedruckten Worte sind auch im Driginal liche Konkurs eröffnet. In einer Nacht des September fand in traße. Am 30. v. M. wurde über sein Vermögen der gerichtgesperrt gedruckt.) Wir glauben jedoch, daß die„ Bossische Beitung" trotzdem ihre Haltung nicht ändern wird. Des Pudels seinem in der Lehrterstraße belegenen Laden ein Brand statt. Kern ist nämlich der, daß die an den Aufruf von jedem denkenden Dem Handlungsgehilfen K., der sich bis 1 Uhr Nachts in einem Menschen zu knüpfenden Schlußjolgerungen für die bürgerliche in demselben Hause befindlichen Wirthshause aufgehalten hatte, Gesellschaft im allgemeinen und für die Gemeindeverwaltung der und R. sah auch beim Fortgehen, daß es im Laden brannte. war schon vorher ein Brandgeruch im Hause aufgefallen, Stadt Berlin im besonderen sehr wenig schmeichelhaft sind. Das mit mehreren Gästen verschaffte er sich Zugang zur Brandstelle Blatt möchte aber zum mindesten die städtische Verwaltung von und bemerkte auf dem Fußboden einen zusammengefehrten Haufen dem Vorwurf rein waschen, daß sie einen Theil ihrer Ber- Papier, das nach Petroleum roch und in hellen Flammen stand. psichtung, die ärmere Bevölkerung und ihre Kinder vor dem erhungern zu schüßen, der Privatwohlthätigkeit überläßt. Auch waren einige Regale bereits vom Feuer erfaßt. Es gelang Daher das dem Verein, trotz des Aergers über den indeß dem Gehilfen, des Brandes mittels herbeigeholten Wassers Schwupper zu großer Offenheit, gespendete Lob und die wieder- Herr zu werden. Dann wurde ein zweiter Heerd im Keller holte Versicherung, daß seine Thätigkeit zweckmäßig sei und aus- unterhalb des Ladens, der mit dem Keller durch eine Fallthür Daher auch die Bemerkung, daß die in Paris längst Wahrnehmung, daß auf der Fallthür Winkler's Regenschirm lag, in Verbindung stebt, entdeckt, Hier machte man die merkwürdige bestehenden Veranstaltungen zur Beköstigung von Schulkindern Berautaltungen zur vo in Berlin bei den hier ganz anders gearteten" Berhältnissen obwohl der Gehilfe wußte, daß der Schirm bei Schluß des Ge( wie so anders"?) zur Zeit nicht nothwendig seien. Dabei nahme, daß W., was er freilich bestreitet, noch nach Schluß des schäfts dort nicht gelegen hatte. Es ergab sich die sichere Unfann sich die Tante Voß" die Kundmachung der Entdeckungnahme, daß W., was er freilich bestreitet, noch nach Schluß des Ladens dort gewesen war. Da feine Vermögenslage schon ba nicht verkneifen, daß, je mehr die Frauenarbeit die Mutter aus mals ungünstig war, auch Waaren und Einrichtung geständlich dem Hause führe, um so mehr derartige Hilisquellen zur Noth- mals Schwarze Listen geboren bekanntlich zum eisernen Bestand wendigkeit werden. Also gegen die Unstaltsspeisung, mit der über den Werth versichert waren, so ist es unzweifelhaft, daß im Arsenal des Unternehmers. Die Art ihrer Anwendung ist man sonst großen und kleinen Kindern vor dem" Zukunftsstaat" Winkler das Feuer angelegt hat, un sich in den Besitz der Verja nicht hübsch; sie zirkuliren geheim und aus sicherem Versteck graulich zu machen sucht, hat sie nichts; es darf nur nicht die ſicherungssumme zu bringen. wird der Arbeiter, der durch Erfüllung seiner proletarischen Reichen treffen, und, was die Hauptsache ist, der Stadt keine Der Totalisator. Wegen fortgesetter Unterschlagung der Pflicht sich beim Unternehmer mißliebig gemacht hat, meuchlings Kosten verursachen. Summe von insgesammt 8000 M. ist der Kaufmann Albert H. festgenommen, der als Reisender in einer Butter- Großhandlung außer dem Hauſe arbeite und oft erst recht spät am Abend heim- Ein Unglücksfall, welcher beinahe die Tödtung eines Die Vorlage wird darauf einem Ausschusse von 15 Mitgliedern überwiesen. Zum Stadtfyndikus wird mit 80 von 88 giltigen Stimmen Etadtrath Meubrint gewählt. Ueber die Vorlege betr. die Verbreiterung der Rosenstraße, sowie eines Theils der Neuen Friedrichstraße und der Klosterstraße berichtet Stv. Kyllmann. Der Ausschuß hat der Vorlage zugestimmt, sodaß aljo der Vertrag mit der Firma Koppel u. Co. dabin abgeschlossen werden soll, daß in zweijähriger Frist das zur Verbreiterung nöthige Straßenland der Stadt gegen 1 500 000 m. Entschädigung zur Verfügung gestellt wird. Doch hat der Ausschuß eine Verbreiterung der Rosenstr. statt auf 19 auf 22 Mtr. für nothwendig erachtet. Die Firma Koppel u. Co. resp. die hinter ihr stehende große Architektenfirma haben jedoch erklärt, daß eine solche Modifikation das ganze Angebot hinfällig machen würde, und bieten schließlich, wie das Eingangs erwähnte Schreiben zeigt, ein Rompromiß dahin an, die Verbreiterung bis auf 20 Meter auszudehnen. Von verschiedenen Seiten wird ein dementsprechender Antrag eingebracht. Stadtv. Sa ch 3 II empfiehlt die Vorlage mit dieser Ab. änderung, worauf die Ausschußanträge demgemäß angenommen Nach Erledigung einiger fleinerer Borlagen schließt die Sigung um 1/29 Uhr. werden. lede Lokales. inotida? will Hernsprechanschluß der Redaktion, Gxpedition und Buchhandlung des Vorwärt 3" Amt 1 Nr. 1508 bis auf weiteres. " Geheizte Pferdebahnwagen will auch die Neue Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft vom 1. Januar nächsten Jahres ab Die Große Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft spart immer noch. Eine strenge Verkehrskontrolle übt seit neuerer Zeit das Kommiffariat für das öffentliche Fuhrwesen Berlins. An allen Punkten der Stadt, an denen der Verkehr ein besonders lebhafter ist, sind Beamte postirt, die ihre Aufmerksamkeit lediglich dem Verkehre zuzuwenden haben, und die durch fünf Offiziere kontrollirt werden, deren Aufsicht der gesammte Verkehr untersteht. Es soll hierbei namentlich darauf gefehen werden, ob zu Boden gestreckt. Hübsch ist es, wie gesagt, nicht, einen Maun Das Organ derer, denen es ein Greuel ist, daß der ge- angestellt war und mit eintafsirten Geldern unglücklich spekulirt ohne Verhör, ohne ihm Gelegenheit zur Bertheidigung gegeben zu haben, mit Weib und Kind dem Hungertode zu überant- wöhnliche Mann überhaupt nothdürftig Schreiben und Lesen und am Totalisator gespielt hat. Bei den Edelſten und Besten worten- in sittlicher Beziehung steht der Unternehmer, der lernt, die fromme„ Kreuz- Zeitung", veröffentlicht zum Amüsement wird ein derartiger Reinfall vom nothleidenden Spirituspapa folches thut, ungefähr auf der gleichen Höhe mit dem ihrer Leser folgendes„ drollige" Schreiben eines Kranken an seinen wieder gut gemacht. Louis und Straßenräuber, der Nachts bem harmlosen Arzt: Passanten auf menschenleerer Straße das Messer ins Genick stößt Sie Her Arzt ich Leide seit acht Tagen Reizen in Allen aber die schwarzen Listen sind so überaus wirkungsvoll und das Glieder so das ich kaum in Bet ligen fonte auch frost durch Alle rum klatscht auch die bürgerliche Presse aus vollem Herzen Bei- Glider was alle zimlich wider ist aber leider ein Schwärer Dunf fall, wenn ihre Anwendung sich auf den Arbeiter be- das ich öfters Last habe zu otmen denn der Rauswurf wil auch schränkt. Aber nun ist es im Menschenleben häßlich eingerichtet, nicht Rechtlohs fan auch nicht Gut Schlafen Lieber Her Dokter daß der Appetit beim Effen fommt. Große Entrüstung herrscht ich bitte haubtzeglich für Dunf Ein zu Richten ich glaube es ist zur Zeit in der bürgerlichen Presse, daß Unternehmer, die der Villenza auch Erteltung.( Unterschrift.) harmlose Arbeiter zum Hungertode verurtheilen, ihrem Wirkung- Die Kreuz- Zeitung" giebt bekanntlich vor, für sich und ihre freis weitere Ausdehnung geben und auf die bürgerliche Gesell- Parteigenossen den Patriotismus ganz besonders in Erbpacht sajast hinübergreifen. Da ist vor furzem ein" Institut zur genommen zu haben. Als patriotisches und staatserhaltendes Wahrnehmung von Interessen der Schneider- und Herren- Organ sollte dies Blatt sich hüten, folche Denkmäler von Deutsch Konteltionsgeschäfte gegründet worden. Dies Bureau, so heißt lands Schande der Deffentlichkeit preis zu geben. Es die Pferdebahnen und Omnibusse nicht überladen sind und ob das es in bürgerlichen Blättern, bezweckt weiter nichts, als es dem weiß doch, daß gerade in den Gegenden, wo Junker vorhandene und in Dienst gestellte Material zur Bewältigung Arbeiter bei Strafe des Hungertodes unmöglich zu machen, sich die Herrlichkeit mittelalterlichen Patronatrechts beinahe noch un- müssen beispielsweise statt der einspännigen Wagen zweispännige und Pfaff ein fast unbeschränktes Regiment führen, wo des jeweiligen Verkehrs ausreicht. Ist dies nicht der Fall, so gegen schamlose und unmenschliche Ausnutzung seiner Arbeitsfraft zur Wehr zu setzen. Bardon, nicht ganz so heißt es. Das angetastet blüht, auch am meisten Kinder aufwachsen, ohne eine eingestellt werden. Hieraus erklären sich auch die vielfachen Bureau bezweckt vielmehr, für den Fehler leichtsinnigen Kredit- andere Schulbildung" genossen zu haben, als die in dem Aenderungen der Fahrpläne. Ob auch die Arbeiter und Angebene( sic!) andere büßen zu laffen, Das gekennzeichnete Schreiben, welches das Blatt ihren Hintermännern unfreiwillig gestellten der Pferdebahn gegen die unerhörte Ausnußung ihrer Institut fertigt nun nach diesen Blättern als Brandmal ausdrückt manifeftirte. Pfui über Leute, die Zu- Arbeitskraft in Schuß genommen werden sollen eine Art Proffriptions: lifte an, in bie alle verdächtigen Arbeiter nein, alle Schuldner, stände konserviren wollen, deren Resultat Briefe und Brief- lautet nichts. nicht blos die leichtfertigen, eingetragen werden. Auf diese Liste schreiber sind, wie die, mit denen die Kreuz- Zeitung" ihre Leser die einmal monatlich erscheint, fann gegen Erlag von zwanzig amüsirt! Mart jeder Interessent bei dem Institute abonniven. Die Dem Polizei- Präsidium empfehlen wir im Intereffe der Abonnenten haben bas Mecht, jeben mißliebigen Arbeiter, nicht Sicherheit des Publitums den folgenden Fall zur eingehenden blos die eigentlichen Aufheber- Berzeihung, jeden Schuldner, Untersuchung: aus welchen Gründen immer in diese schwarze Liste eintragen zu lassen, ohne daß das Institut in der Lage ist, die Richtig feit der Angaben zu prüfen. Nun wäre ja an sich gegen ein der artiges Jufiitut, so meinen die Organe des Bürgerthums weiter, nichts einzuwenden( aha!), wenn nicht durch die Unmöglichkeit Ein uns vorliegendes ärztliches Attest lautet: Der Schloffer Herr Robert Schramm, Dalldorferstr. 2, 31 Jahre alt, giebt an, am Montag, den 4. Dezember, um 10 Uhr Abends, auf der Polizeiwache des 81. Polizeireviers mißhandelt zu sein. Er will, nachdem er schon weitere Mishandlungen bas elbst erfahren hatte, davon ver Der„ olle, ehrliche Seemann", ein in der Friedrichstraße ausgebotenes Verierbild, sollte nach Meldung eines Berichterstatters vor einigen Tagen beschlagnahmt und die damit handelnden Personen zur Wache fiftirt worden sein. Wie nun mitgetheilt wird, ist diese Beschlagnahme nur deshalb erfolgt, weil auf den Bildern der Name des Druckers und Verlegers fehlte. Nachdem diesem Fehler abgeholfen ist, dürfen die Händler die Bilder weiter verkaufen, und nun tönt im unteren Theile der Friedrichstraße wieder der Ruf: Wo is denn bloß der„ olle, ehrliche Seemann"?" wantte. Eine Dynamit- Sprengung hat Mittwoch, in der Elfaffer: I preußischen Armee zu verantworten. Der Kriegsminister hatte| Geschlechts, Dienstboten und Lehrlinge, die Aufstellung von ftraße, Ede der Rosenthalerstraße, stattgefunden. Dortselbst wird den Strafantrag gestellt. Gelegentlich einer Wahlversammlung Statistiten über Lohnverhältnisse, Lehrlingswesen u. f. w. auch zur Zeit ein Straßenbrunnen gebohrt, welcher bereits zu einer soll der Angeklagte davon gesprochen haben, wie der Militarismus die Auskunftsertheilung über gewerbliche Fragen. Tiefe von 40 m gediehen ist. Bei der Bohrung waren die in das Civilleben übertragen werde. Der Reserveoffizier genieße Die Erledigung des Antrages im Sinne der vorstehenden Brunnenmacher auf einen großen Stein gestoßen, der am gestrigen einen Borzug, gleichviel, ob er flug oder dumm sei. Man Ausführungen dürfte wohl geeignet sein, den sogenannten Vormittag gesprengt werden mußte. Durch eine Röhre wurde finde häufig, daß fie ruppig und stolz nach unten, triechend Stellenwucher, wie er z. B. ganz besonders den Arbeitern im eine Damitpatrone hinuntergelassen und mittelst elektrischen und devot nach oben seien. Diesen Bemerkungen wollte die Gastwirthsgewerbe, im Bäckerei- und Schlächtereigewerbe, den Drahles zur Explosion gebracht. Die Erschütterung, welche die Anflage auf den ganzen Stand der Referveoffiziere bezogen wissen, Dienstboten und Hausdienern fühlbar wird, abzuschaffen. unterirdische Sprengung hervorries, war so start, daß die Fenster- während der Angeschuldigte behauptete, daß seine Ausführungen Hier ist dem Magistrat nun Gelegenheit gegeben, eine Einscheben der Häuser auf fünf Minuten Umkreis flirrten, die nur auf einen gewissen Typus der Reserve- Offiziere gemünzt ge- richtung zu schaffen, die der Ausbeutung der Aermsten der Personen, welche sich in den nächstliegenden Gebäuden aufhielten, wesen seien, welche diese Eigenschaften befäßen, und daß sie Armen eine Schranke setzt. Wenngleich es jedem Menschen freian ein Erdbeben glaubten, da der Boden unter ihren Füßen innerhalb berechtigter Kritit sich hielten. Staatsanwalt Müller II gestellt ist unter der heutigen Gewerbefreiheit, auch eine Stellenwar anderer Ansicht und beantragte eine Geldstrafe von 300 m. vermittelung zu betreiben, so zeigen sich doch auf diesem Gebiete Arbeiterriffo. Zwischen Himmel und Erde schwebte am oder 30 Tage Gefängniß. Der Vertheidiger, R.-A. Heine, derartige Auswüchse, daß die Gemeinden selbst Hand anlegen Mittwoch gegen Mittag ein auf einem Grundstück in der Frieden- führte aus, daß die Worte sich nur auf die nicht militärdienstliche müssen, wenn sie nicht dem Stellenwucher, der ja nur unter einer straße beschäftigt gewesener Dachdecker. Derselbe hatte eine Re- Thätigkeit der Reserve- Offiziere beziehen, denn nur so fönnten die bestimmten Voraussehung und unter besonderen Verhältnissen geparatur auf dem Dache vorzunehmen, plöglich verlor er das Ausführungen als Jaustration dafür dienen, wie der Milita- feßlich geahndet werden kann, das Wort reden wollen. Gleichgewicht und rollfe, einen fürchterlichen Schrei ausstoßend, rismus in das Zivilleben übertragen werde. Wenn dies aber Viel Zutrauen werden die Arbeiter bezügl. ihres Antrages abwärts der Tiefe zu. An der Dachrinne hielt er sich in seiner angenommen werde, so sei der Kriegsminister nicht berechtigt, zu den bürgerlichen Parteien im rothen Hause selbst nicht haben; Todesangst fest. Es war ein ganz entsetzlicher Anblick und mit den Strafantrag zu stellen. aber hier ist diesen Parteien ja nun Gelegenheit geboten, etwas Spannung wurden die sofort ins Wert gesetzten Rettungsarbeiten beobachtet. Dieselben waren um so schwieriger, als der in so gefährlicher Lage befindliche Dachdecker sich nicht rühren durfte, weil sonst die Dachrinne, die sich unter seinem Gewicht schon ganz bedeutend gebogen hatte, sicher gebrochen wäre. Endlich gelang es doch, dem Verunglückten ein Seil um den Leib zu schlingen, an dem er dann emporgezogen und dem gräßlichen Tode entrissen werden konnte. Kleine Ursache, große Wirkung. Die 53 Jahre alte ebeverlassene Frau Johanna Köppen, Müllerstr. 22a, lemmte sich vor einigen Tagen in einem Nachbarhause das Kleid in eine Thür ein und fiel beim Weitergehen 4 Treppenstufen hinab und trug eine Verlegung davon. Sie mußte nach der Charitee gebracht werden, ist dort aber inzwischen infolge der innerlichen Verlegungen gestorben. Die Leiche wird zwecks genauer Feststellung der Todesursache voraussichtlich gerichtsärztlich geöffnet werden. Das Eisenbahnunglück in Bitterfeld. Zu dem gestern gemeldeten Unglücksfall giebt das Eisenbahnbetriebsamt Anhalter Bahnhof bekannt: 1 Der Gerichtshof erkannte nach längerer Berathung auf Ein- für die Arbeiter zu schaffen. Man wird vielleicht, wie es bei stellung des Verfahrens. Der Angeklagte habe zweifellos nur ähnlichen Anlässen war, von Beschränkung der Gewerbefreiheit das außerdienstliche Verhalten der Reserve- Offiziere fritifiren( foll heißen Freiheit der Ausbeutung) reden und es wird beim wollen und hieraus folgere, daß der Kriegsminister nicht Alten bleiben. Aber gleichviel! Auf alle Fälle zwingen die legitimirt sei, den Strafantrag zu stellen. Weshalb nun ist Arbeiter durch diesen Antrag die liberale Stadtverwaltung, zu Stadtverordneter Dr. Zadek mit solch abzuweisender Anklage beweisen, ob sie gewillt ist, für die Arbeiter etwas zu thun. erst beglückt? Weil der Kriegsminister anderer Ansicht war. Rosten konnten nach dem bestehenden Verfahren dem Kriegsminister nicht aufgelegt werden. Soziale Uebersicht. Licht flellte. Vermischtkes: * Sangertodt. Kopenhagen, 3. Dezember. Aufsehen erregt in schwedischen wie überhaupt standinavischen Studentenfreifen der vor einigen Tagen erfolgte Tod des Studenten der Die Berliner Gewerkschafts- Kommission hat bezüglich Theologie Hilmer Carlson in Upsala. Der 27jährige junge des Ueberhandnehmens der Arbeitslosigkeit und der dadurch von Mann ist, wie die Untersuchung der Leiche ergab, an Hunger einer großen Bahl von gewiffenlosen Elementen herbeigeführten gestorben. Ganz mittellos, hatte er vergebens versucht, durch an den Magistrat von Berlin folgenden Antrag gerichtet: Ausbeutung der Arbeitslosen beim Stellung und Arbeitsuchen, Unterrichtgeben seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Seit Juli hatte er, nach Aussage seiner Wirthin, von 20 Kronen gelebt. " Der Magistrat von Berlin wolle beschließen: Die Zentrali Bollkommen entkräftet, halb wahnsinnig und von Hallucinationen von Berlin um 9 Uhr 40 Minuten abgehende Personenzug schafts- Arbeitsnachweise zum Zwecke einer geregelten Arbeitsver- pät jedoch, um noch gerettet werden zu können. Die Frage, wie " Gestern Mittag 1 Uhr fuhr der ſirung sämmtlicher in Berlin bestehenden Branchen- und Gewert geplagt, fand er endlich in einem Krankenhause Aufnahme, zu in Bitterfeld auf eine im Hauptgeleise stehende Reserve- mittelung vorzunehmen." eine solche Noth seinen Kameraden und den Mitgliedern der maschine auf. Hierbei wurden 10 Reisende und 4 Beamte durch Schrammen und In der Begründung wird angeführt: In Erwägung der Vereinigung, der Carlson angehörte, unbekannt bleiben konnte, Der Materialschaden ist gering. Kontufionen leicht verletzt. Nothwendigkeit, daß die Stadtgemeinde der arbeitslosen und liegt nahe, und die schwedische Studentenwelt beklagt zu spät Auf grund der vorläufigen Untersuchungen dürfte schon jetzt mit Bestimmtheit bearbeitsuchenden Bevölkerung das Arbeitfinden durch Errichtung ihre Gleichgültigkeit, die ihre Kollegialität in ein so ungünstiges eines städtischen Zentral- Arbeitsnachweises, der sich eventuell zu hauptet werden können, daß die Schuld sowohl den dienst- einem städtischen Arbeitsamt auszugestalten habe, möglichst Aus Verzweiflung. Mainz, 5. Dezrmber. Lezte Nacht habenden Stationsbeamten, als auch den Führer der Reserve erleichtern soll und angesichts der Thatsache, daß es eine hat sich der Schloffermaister St. auf dem Flachsmarkt ermaschine trifft. Ersterer hat es instruktionswidrig unterlassen, große Zahl von Personen giebt, die durch das Ueberhand- schossen. Der Mann, der früher in sehr guten Verhältniffen sich vor Einfahrt des Personenzuges zu überzeugen, daß das Hauptgeleis frei war. Der Führer der Reservemaschine hat in nehmen der Arbeitslosen die Nothlage diefer ausbeuten, lebte, war ohne eigentliches Verschulden in seinen Verhältnissen fofern gegen die Instruktion gefehlt, als er sich nicht vor Ein- Arbeit vermitteln wollen d. h. ihnen gegen unverhältnißmäßig hohe Gebühren zurückgekommen und hatte kürzlich auch seine Frau verloren. fahrt des Personenzuges auf das Nebengeleis begeben hat, der Stadtgemeinde, das Wohl aller ihrer Mitglieder im Auge in weiterer Erwägung der Pflicht welches zum Halten der Reservemaschine durch die Fahrordnung zu haben, sie vor Uebervortheilung durch geeignete Maßnahmen vorgeschrieben war. Der allerdings ganz besonders starke Nebel und Einrichtungen und in anbetracht deffen, daß die Mitglieder dürfte weder dem einen noch dem anderen Beamten als Ent- der Stadtgemeinde doch zu den Kosten zur Erhaltung aller Einschuldigung zur Seite stehen. richtungen, die dem Gemeinwohl dienen, herangezogen werden Hessen- Nassau. fordern die Arbeiter- Beisitzer des Berliner Gewerbegerichts und Die Berliner Gewerkschaften die Errichtung eines städtischen Zentral- Arbeitsnachweises resp. die Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes auf Kosten der Stadt. Polizeibericht. Am 6. d. M. Mittags wurde in der Mendelssohnstraße eine Frau, als sie bei zwei sich schlagenden Männern vorüberging, von einem derselben umgestoßen und fie! so unglücklich mit dem Hinterkopfe auf das Pflaster, daß sie bewußtlos liegen blieb. Auf der Kreuzung der Straußbergerund Pallisadenstraße gerieth ein Arbeiter unter einen Bierwagen und erlitt außer mehreren unerheblichen Fleischwunden einen Bruch des linken Oberschenfels.- In der Greifswalderstraße 44 brannte ein einstöckiges Gebäude. Außerdem wurde die Feuerwehr im Laufe des 6. d. M. noch zweimal zu unbedeutenden Bränden gerufen. Gerichts- Beitung. Der sozialdemokratische Stadtverordnete, prakt. Arzt Dr. Zabeck, hatte sich gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I wegen Beleidigung der Reserveoffiziere der Bezüglich der Organisation eines solchen würden folgende Punkte in Betracht zu ziehen sein: Das Arbeitsamt steht unter Aufsicht einer Kommission von Mitgliedern, die aus den Beisigern des Gewerbegerichts und von diesen selbst zu wählen sind. Den Vorsitz dieser Kommission führt ein vom Magistrat zu ernennender städtischer Beamter eventuell der Vorsitzende des Gewerbegerichts. Die Verwaltung und Leitung des Arbeitsamtes wird in gewerbliche Abtheilungen geschieden( Metallindustrie, Baufach, Holzindustrie u. s. w.) und sind dazu befähigte, mit den Verhältnissen in ihrer Industrie vertraute Personen von den Arbeitern der betreffenden gewerblichen Abtheilung zu wählen und städtischerseits anzustellen und zu besolden. Briefkaffen der Redaktion. 22. Wiesbaden, Regierungsbezirk Wiesbaden, Provinz nehmungen, nicht aber Beeidigungen von Zeugen stattfinden. Stolp 10a. 1. Seitens der Polizeibehörde können Ver2. Unverständlich. 2. M. 96. Sobald die Berufsgenossenschaft Ihre Rente herabseht( wegen angeblich vermehrter Erwerbsfähigkeit), müssen Sie abermals beim Schiedsgericht tlagen. Sterbefasse( Sit Mainz) hat in Berlin folgende Adressen: Be Krankenkassenanfrage. Die allgemene Zuschuß- Kranken- und vollmächtigter H. Schulz, Memelerstr. 60a; Kassirer J. Dachs, Rottbuser Ufer 5. Mitglieder werden jeden Sonntag bei Lempel, Langestr. 65, Vormittags von 9 bis 11 Uhr aufgenommen. Das Einschreibegeld beträgt 1,30 M. Die Adresse der Offenbacher Frauenkasse ist: Frau Luz, Puttkamerstr. 7. P. L., Barnimstraße. Der Bericht für uns nicht geeignet; derselbe gehört vielmehr in die Märkische Voltsstimme" Frank furt a. 5. W. 100. Wenn das Verhältniß noch andauert, liegt Ber Das Arbeitsamt übernimmt außer der fostenlosen Arbeitsvermittelung für gewerbliche und kaufmännische Arbeiter beiderlei jährung nicht vor. Deffentliche Versammlung!! Roh- Tabak!! Arbeiter Bildungsschule( ord). Arbeiter- Vereins Sonntag, den 10. Dezember, Abends 6 Uhr, Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, in den Germania Sälen, Chauffee- Straße 103: gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt = Versammlung. Verein der Former. Die Fußpartie des Vereins findet am Sonntag, den 10. d. M. statt und führt über Johannisthal, Grünau und Friedrichshagen. Treffpunkt 9 Uhr Morgens Schlesischer Bahnhof, Eing. für Rummelsburg u. Umgegend Heinr. Franck, Robtabak- Bariser Kommune. 2. Distusjſion. – Nach der Versammlung geſelliges Bei- Madaiſtraße. Um rege Beteiligung Sonntag, den 10. Dezbr., Mittags 12 Uhr, bei Gursch in Stralan. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ge nossen Ledebour über:„ Welche Mittel fördern den Emanzipationstampf des Proletariats?" 2. Dis fussion. 8. Verschiedenes. 111/3 Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Töpfer und verw. Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Berlin. Sonntag, den 10. Degember, Vorm. 10 Uhr: Handlung, Brunnenstr. 185. Als anerkannt reelle und that: sächlich billigste Einkaufsquelle des Süd- Ostens für Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Witz über: Die sammensein und Tanz. 565b Gäste, Damen und Herren, willkommen. Die Schulkommission. Johannisthal, Nieder- Schönweide und Umgegend. Montag, den 11. Dezember, Abends 8 Uhr, Gold-, Silber-, im Saale der Borussia- Brauerei" zu Nieder- Schönweide: Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Generalversammlung Pelzwaaren bei Pyrtek, Gipsstraße Nr. 3. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Borstands- Ersatzwahl. 3. Verschiedenes, Regelung der Zahlstellen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 327/6 Der Vorstand. Einzelverkauf 5135L zu Eugros- Preifen direkt in der Fabrik von Goebel& Reinecke, Stallschreiber- Strasse 50/51, 1 Treppe, Ecke Alexandrinen- Straße. Oeffentliche Volksversammlung für Männer u. Frauen. Tages Ordnung: 1. Wahl des Vertrauensmanns. 2. Wahl der Lokal- Kommission. 3. Wahl der Revisoren. 4. Fortrsehung der Diskussion über den Kölner Parteitag. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Verband der Sattler und Tapezirer. Sonnabend, den 9. Dezember, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Wienede, Alte Jakobftr. 83: Versammlung = Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Näther über: Den Kampf ums Dasein. Bestellungen und Reparaturen billig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 290/19 Der Vorstand. Metallarbeiter! Apfelfinen- Händler Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Die Sigungen der Werkstatt- Verist die billigste Bezugsquelle trauensleute finden für den Morden M.Wypler, Alte Jakobstr.52 jeden zweiten Sonnabend im Monat, Abends 8%, Uhr, bei Wilke, Hochin der Ecke( Laden) Sonntag, den 10. Dez., Vorm. 10¹1/ 2 Uhr, bei Bötzow( v. d. Prenzlauer Thor): Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Bericht der Kongreß- Kommission sowie Berichterstattung straße 32, für den Süden jeden Sonn- zw. Stallschreiber u. Sebastianstraße. der Rongreß- Delegirten. Verschiedenes. tag vor dem 15. des Monats, Vorm. 9% Uhr, bei Rau, Staligerstr. 126, statt; diesen Monat also am 9. resp. am 10. Jm Interesse unserer Organi sation ist es nothwendig, daß alle Ber trauensmänner die. Sihungen regelmäßig besuchen. Gleichzeitig werden die Kollegen der Werkstätten, in denen noch keine Vertrauensmänner sind, ersucht, unverzüglich solche zu ernennen. Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. V. Neumann, Rottbuserstr. 2, Hof 3 Tr. Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! fauft man ain billigsten in der Fabrik von 321/16 Die Kongress- Kommission der Tabakarbeiter. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, bittet Der J. A.: Alb. Mewes. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Christbaumkonfekt, reizende Neuheiten, nur genießbare Waare, 1 Kiste, Inhalt ca. 430 Stück, 2,50 M. 1 Rifte, Inhalt ca. 270 große Stücke, 3 M. 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Sie habe preußische Staat um ein Geringes mehr für die Arbeiter gethan, erwidert, daß sie diefen Weg für den richtigen gehalten habe. als die anderen Bundesstaaten, das findet natürlich nicht den Dann habe der Beklagte von Arnim in schreiender Weise das Beifall der Offiziösen, die sich zum Sprachrohr der Unternehmer Wiener flagt gegen den Malermeister Mittag uf Zahlung einer Ausdruck Schmutzblatt" set noch der gelindeste gewesen. Der Be- mit Genugthuung, daß der Stadtrath zu Gera die BeschäftigungsKl. Journal" mit den ärgsten Schimpfworten bezeichnet. Kl. Journal" mit den ärgsten Schimpfworten bezeichnet. Der im Handelsgewerbe machen. So berichten die" P. N. Nachr." Lohnentschädigung von 57 M. und auf Bezahlung einer Ueberstunde mit 75 Pf. Herr Mittag wendet gegen die Klage ein, flagte v. Arnim bestritt, daß seine Auslaffungen so gelautet seit an den vier, Weihnachten voraufgehenden Sonntagen auf Kläger fei ohne Kündigung engagirt worden, und beruft sich zum wie die Zeug in Kulite angegeben, jedoch müsse 10 Stunden verlängert und so vertheilt hat, daß die Stunden Beweise dieser Behauptung auf die ihm durch den Kläger bei seiner er zugeben, daß er den Ausdruck Schmutzblatt" gebraucht habe. von 7 bis 9 Uhr früh, 11 bis 1 Uhr Mittags und 1/28 bis Annahme übermittelte Karte vom Zentral- Arbeitsnachweis der Maler Dies wurde auch von den beiden Schuhleuten, die bei der Ver- 1/29 Uhr Abends als Geschäftsstunden gelten sollen. Berlins, auf welcher die Worte stehen:„ Kündigung findet nicht nehmung der Frau Kulike zugegen gewesen waren, bestätigt. Sonntagsruhe- Borschriften werden demgemäß in Deutschland statt". Wiener hält dem entgegen, daß wohl jene Worte, die er Der Vertreter des Klägers Spiz, Rechtsanwalt Leipziger, führte nicht einheitlich gehandhabt. übrigens nicht beachtet habe, auf der Karte stehen mögen, daß aus, daß das Benehmen des Beklagten v. Arnim nicht dazu dienen Im Fürstenthum Reuß j. 2. erfreuen sich die Geschäftsleute er aber vom Nachweisvorsteher weder besonders auf sie hin- tönne, das Ansehen des Beamtenstandes zu erhöhen, es fönnte einer anderen Behandlung als in Preußen. In Preußen ist gewiesen sei, noch durch seine Unterschrift sie als verbindlich für Weise über eine Zeitung herzuziehen, weil die zu Ver- vom 10. Juni 1892 nothwendig geworden, das Gesetz besagt demselben keineswegs das Recht zustehen, in dieser diese Behandlung aber nur durch den genannten Ministererlaß fich anerkannt habe. Und zu ihm gesagt:„ Kündigung giebt es also nicht", habe der Beklagte auch nicht. Demnach liege nehmende nur von ihrem guten Rechte Gebrauch gemacht habe, über die Vertheilung der 10 zulässigen Beschäftigungsstunden auf tein Kündigungsausschluß vor. Als Zeuge wird Genoffe dieselbe zur Veröffentlichung einer ihr widerfahrenen Unbill zu die einzelnen Tageszeiten nichts. Zu einer Renderung auf diesem Wendiker, Vorsteher des Arbeitsnachweises der Maler, vernommen. benußen. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Schwindt hielt mit Gebiete würde es demnach keiner Gesetzesumgestaltung, sondern Gr behauptet, Wiener sei bekannt gewesen, daß auf grund Rücksicht auf die ganze Sachlage nur eine ganz geringe Strafe nur einer anderen Verfügung der Minister bedürfen. Es braucht eines Versammlungsbeschlusses der Nachweis alle Stellen unter am Blaze, event. bat er um Bertagung, bis eine Anklage gegen darin nur die eine Vorschrift über die Festsetzung der Grenze, der Bedingung des Kündigungsausschlusses vermittele. Aller- das Kleine Journal" entschieden sei, welche mit dieser Sache bis zu welcher eine Beschäftigung an den Sonntagen vor Weihdings habe der Arbeitgeber des Klägers, Herr Mittag, versäumt, zusammenhänge. Am 18. August d. I. fei nämlich das nachten gestattet werden darf, gestrichen werden und die höheren die übliche Unterschrift auf jener Karte vom Kläger zu ver- Berhalten des Beklagten v. Arnim im Kleinen Journal" Verwaltungsbehörden werden in der Lage sein, nach eigenem Iangen. Der Beklagte giebt noch an, mit Hinsicht auf die Worte tritifirt worden. Es komme darin fo'zender Satz vor: Wir Ermessen und entsprechend den besonderen Bedürfnissen der verder fraglichen Karte, welche auf die Kündigung bezug nehmen, haben immer gehofft, daß ein preußischer Beamter Ehre schiedenen Ortschaften die zulässigen 10 Beschäftigungsstunden auf geäußert zu haben:„ Na, das sind ja die alten Geschichten". Es genug im Leibe habe, um sich nicht mit der katilinarischen Tendenz die Tageszeiten zu vertheilen. wird vom Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht, daß diese der Staatsbürger- Zeitung" zu befreunden. Leider haben wir Hoffentlich soll damit angedeutet werden, bemerkt hierzu die Aeußerung ohne Belang sei. Das Gericht verurtheilte uns getäuscht." Wegen dieser beleidigenden Aeußerung würde offiziose„ Korrespondenz", daß die, wie von uns, so von allen den Beklagten zur Zahlung der Lohnentschädigung unter Staatsanwalt ihm nicht zuvorgekommen wäre. Der Gerichtshof und Neujahr für das Handelsgewerbe bis zehn Uhr Abends zu den Beklagten zur Zahlung der Lohnentschädigung unter der Beklagte von Arnim Widerklage erhoben haben, wenn der Seiten geforderte Freigebung der Sonntage vor Weihnachten folgender Begründung: Das Gericht habe sich zwar der Ueberzeugung nicht verhielt nur die Beleidigung für erwiesen, inwieweit sie von den erwarten sei. schließen können, daß dem Kläger bekannt war, ihm sei die beiden Schuhleuten bekundet worden war und hielt hierfür eine Das bedeutet einen Wink mit dem Baumpfahl. Sollte sich Ausschließung der gefeßlichen Kündigung beim Meister Mittag Geldstrafe von 5 M. für eine ausreichende Sühn der Herr Minister nicht erweichen lassen? zugedacht; es habe aber im Urtheil auf die strengen Formen Rücksicht nehmen müssen, welche für einen Arbeitsvertrag nothwendig find. E3 habe angenommen, daß die Kündigung ausschließende ausdrückliche Verein barung nicht zu stande gekommen ist zwischen dem Kläger und dem Beklagten, daß ein wirkliches Ueber- An die Mitglieder der Orts- Krankenkasse gewerblicher einkommen nicht vorlag. Ein Arbeitsvermittler könne die Ar- Arbeiter und Arbeiterinnen! Da wir am 1. Januar 1894 beitsbedingungen für die Parteien nicht ohne direktes, gegen die freie Arztwahl einführen und verschiedene Delegirte und seitiges Einverständniß derselben feststellen. Mit seiner Mehr Mitglieder wünschen, daß die Kommission zur Einführung freier forderung von 75 Pfennigen für die Zeit, welche er nach Aerztewahl vorher Bericht über ihre Thätigkeit erstattet, fo seiner Entlassung auf den Lohn warten mußte, wurde Kläger findet am 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr, eine öffentliche abgewiesen. Versammlung fämmtlicher Mitglieder obiger Kaffe in Bolt Wegen eines unfittlichen Angriffs gegen ein un- Salon, Alte Jakobstr. 75, statt. Da an diesem Tage noch eine bescholtenes junges Mädchen stand gestern der Schuhmacher: große Versammlung sämmtlicher Ortskaffen Berlins stattfindet, meister Malczynski vor der dritten Strafkammer des Land- o ersuchen wir fämintliche Delegirte und Mitglieder pünktlich gerichts I. Die Berhandlung wurde unter Ausschluß der Deffent: erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich um 10 Uhr er lichkeit geführt. Aus der Urtheilsverkündung ging hervor, daß öffnet. Alles Nähere siehe Inserat am Sonnabend. Malczynsti gelegentlich einer Vereinsfestlichkeit einem jungen Mädchen nach der Garderobe gefolgt war und hier eine grobe thätliche Beleidigung gegen dasselbe begangen hatte. Das Urtheil Tautete auf 600 m Geldstrafe, der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefän iß beantragt. eine Soziale Leberlicht. Im Auftrag der Kommission. Rud. Dröhmer. Charlottenburg. Hiermit ersuchen wir alle diejenigen Parteigenossen, welche noch im Besige von Kommunalwahl Sammellisten sind, dieselben möglichst bis Sonntag, den 17. De ember, mit oder ohne Zeichnung an die Ausgabestellen resp. an den Genossen Otto Goerte, Wilmersdorferstr. 46, IV, absuliefern. Das Wahlkomitee. „ Ein Gewaltakt der Berliner Polizei." Unt.r dieser ,, Ein Gewaltakt der Berliner Polizei." Unt.r dieser Epißmarte erschien im August dieses Jahres cin Artikel, der einen wahren Rattenkönig von Prozessen und Strafverfahren zur Folge gehabt. Es wurde darin geschildert, daß die Posamentier Die Handhabung der Ausnahme- Bestimmungen über Ehefrau Kulicke unzulässiger Weise verhaftet worden fei, weil die an den Sonntagen vor Weihnachten und Neujahr zulässige sie dem an sie abgesandten Schuhmann nicht den Ausweis zu Beschäftigungszeit im Handelsgewerbe sind in den verschiedenen liefern vermocht habe, daß sie eine ihr wegen Gewerbevergehen deutschen Vaterländern natürlich sehr verschiedene. auferlegte tleine Geldstrafe bereits bezahlt habe. Das Benehmen der Die Gewerbeordnung bestimmt allgemein, daß für die letzten Frau Kulide bei diesem Vorgange soll ein derartiges gewesen sein, vier Wochen vor Weihnachten die Polizeibehörde eine Verlängedaß sie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Beamten- rung der sonst zulässigen Beschäftigungszeit auf 10 Stunden gebeleidigung zur Verantwortung gezogen wurde. Am 14. Auguſt ſtatten darf. Die Stunden, während welcher diese Beschäftigung wurde sie in dieser Sache von dem Kriminalfommissarius ftattfinden darf, werden durch statutarische Bestimmungen oder, v. Arnim verantwortlich vernommen. Der Letztere soll sich das wenn diese nicht vorhanden sind, durch die Polizeibehörde fest bei zu Auslaffungen beleidigender Natur gegen das Kleine gestellt. In Preußen ist eine ministerielle Anweisung über die Journal" haben hinreißen lassen. Frau Kulike machte den Ge- Sonntagsruhe im Handelsgewerbe vom 10. Juni 1892 ergangen. schäftsleitern der genannten Zeitung, dem Redakteur Spitz und Diese überläßt den Verwaltungsbehörden die Festsetzung der dem Rechtsanwalt Leipziger, von dem Inhalt ihrer Vernehinung Stundenzahl, um welche eine leberschreitung der fünfstündigen Mittheilung, worauf diese beiden Herren auf dem Wege Arbeitszeit zuzulassen ist, setzt jedoch ausdrücklich fest, daß die Der Privaiklage gegen den Kriminalkommissar v. Arnim Beschäftigung niemals über 7 Uhr Abends hinaus zuzulassen ist. vorgingeu. Geftern fand die Verhandlung vor der Es ist demgemäß bisher in Preußen für keine Behörde gestattet, 144. Abtheilung des Schöffengerichts statt. Die als Zeugin die gefeßliche Sonntagsruhe an den Sonntagen vor Weihnachten bernommene Frau Rulite gab folgende Darstellung ihres Ver- so zu modifiziren, daß es möglich wird, die Angestellten in GeBilderbücher und Ingendschriften. M leber den Umtausch von Quittungskarten der Invali ditäts- und Altersversicherung giebt das Ministerium des Innern und das Handelsministerium folgende Anweisungen: Versicherungspflichtigen Mitgliedern einer auf grund der versicherung, vom 22. Juni 1889, vom Bundesrath anerkannten §§ 5 bis 7 des Gesetzes, betreffend die Invaliditäts- und Altersbesonderen Rasseneinrichtung*), bei der die Beiträge nicht in der nach§§ 99 ff. a. a. D. vorgeschriebenen Form erhoben werden, ist die Quittungskarte auf ihren Antrag jederzeit aufzurechnen. ( Biffer 15 ff. der Anweisung vom 17. Oftober 1890.) Bescheinigte Krankheiten und militärische Dienstleistungen sind bei der Aufrechnung der Quittungskarte nur insoweit zu berücksichtigen, als sie für die Zeit zwischen dem Ausstellungstage der aufzutrechnenden Quittungskarte und dem Zage des Eintritts in die kaffeneinrichtung nachgewiesen werden. Ueber das Ergebniß der Aufrechnung ist gemäß Ziffer 25 der Anweisung vom 17. Oftober 1890 eine Bescheinigung auszustellen, auf deren Vorderseite unten der Vermerk:" Eine neue Quittungskarte ist nicht ausgestellt worden" zu sehen ist. Eine neue Quittungskarte ist erst beim Ausscheiden der Versicherten aus der Kasseneinrichtung auf grund dieser Bescheinigung auszustellen. Hierbei ist in die neue Quittungskarte die Zahl einzutragen, die auf die in der Bescheinigung bezeichnete Starte folgt. Wird die Bescheinigung nicht vorgelegt, so erhält die neue Quittungskarte die Bahl, welche auf die Zahl der für den ist, folgt, eventuell die Biffer 1.( Biffer 14 der Anweisung vom Versicherten zuletzt ausgestellten Karte, soweit diese zu ermitteln 17. Oftober 1890.) Die Ausstellung und die Aufrechnung der Karten erfolgt int diesen Fällen stets kosten- und gebührenfrei. Danzig haben ergeben, daß 6 pCt. der Volksschüler unterDie Crhebungen über hungernde Schulkinder in stützungsbedürftig sind. In Weißenfels, wo die Beköftigung armer Schulkinder schon im Vorjahre stattgefunden hat, sind vom 21. Dezember 1892 bis 3. März 1893 50 Rinder mit einem warmen Mittagbrot bedacht worden. Wir sind überzeugt, daß noch ein großer Theil Kinder von dieser Wohlthat" gern " Solche Kasseneinrichtungen sind zur Zeit in Preußen: Die Pensionskasse für die Arbeiter der preußischen Staats- Eisenbahn Verwaltung in Berlin, die Norddeutsche KnappschaftsPensionskasse in Halle a. S., die Knappschaftstasse des Saarbrücker Knappschaftsvereins in St. Johann a. d. Saar und der Allgemeine Knappschafts- Verein in Bochum. und und Bild den Kindern in die Hand drücken, ist der ernsthaftesten Hans Röder war der Sohn eines Bergmanns und mußte es erErwägung werth. leben, wie der Bergwerksbesitzer in tyrannischem Uebermuth seine Mir ist eine ganze Reihe von Jugendschriften in den letzten Arbeiter marterte. Das ist grell- brutal aufgetragen, als ob grellWochen, da Alles für den Weihnachtsmarkt sich rüstet, an Gesicht brutal tünstlerisch volksthümlich wäre. Wer jemals in seinen reiferen Tagen unter Mühsal und gekommen. Arm verhältnißmäßig ist die Auslese dessen, was die Matrose, erleidet Schiffbruch, tommt an eine einsame Insel, wo Hans Nöder wird beklemmenden Gewissenstämpfen von sich schütteln mußte, was Phantasie des heranwachsenden Geschlechts auf Grund einer ein Indianerstamm haust und sich friedfertig von Bananen nährt. ihm an Vorurtheilen, an firchlicher Gebundenheit, an unfreier neuen, dem Erdendasein zugewandten Anschauung erquicken und Nun hat er sein Ideal gefunden:„ Wir Wilden sind doch bessere ergebener Demuth in seiner Kindheit eingepfropft wurde, den regsam befeuern kann, und das trok der üppigen Spekulation, Menschen". So läuft denn die Geschichte auf eine lügenhafte muß das Verlangen beseelen: Erspare denen, die nach dir heran- die auf diesem Gebiet sich breit macht, und mit flüchtig auf Verherrlichung primitiver Kultur hinaus; als ob die Mittel der wachsen, all' die bedrückenden Zweifel. Sorge, daß die teimende gelesenen sozialistischen Brocken flappert, daß es eine Art hat. Bivilisation und nicht der Mißbrauch dieser Mittel das Ver erste Jugend sonnenfreudig sich gestalte. Weihe sie in die Lehre Aus dieser Gattung von Jugend- Litteratur möchte ich ein paar derben wäre. Und 10 Pfennige blos, 10 Pfennige foftet die ein, wie man stolzen und aufrechten Ganges über die Erde Beispiele herausheben. ganze Geschichte. Das ist Voltstüchen Nahrung, schreitet! Verscheuche die trüben Schatten einer Weltanschauung, Wenn ich von den Erfahrungen meiner eigenen Kindheit in seiner grellen Manier, mit seinen grellen Illustra die sich verdüsternd auf das weich empfängliche Kindergemüth ausgehen darf, darf, so weiß ich zu berichten, daß mir tionen fann es doch auch nicht geschmack und schönlegt und die in müder Entsagung das Weltenheil rühmt! das Aufdringlich- Lehrhafte am stärksten zuwider war. heitsfördernd wirken! Auch hier, und hier zuerst gelte Mach ein Ende mit dem kläglichen Singfang: Entbehren Vielleicht ist das Beispiel meiner Kindheit nicht im Durchschnitt der Grundsah: Das Beste sei gerade gut genug für unsere solist du, solist entbehren! Was greifenhafter Unmuth zutreffend. Ich wuchs in Gebirgsabgefchiedenheit auf, zur Schule Kinderwelt. Mit äußerlichen Deklamationen prunft ein anderer erfann, das taugt nicht für die zarte Kinderfeele, die der war es mehr als eine Stunde Wegs und später, als Knaben sonst, Berlag, A. Hoffmann in Bankow, in einem Bilderbuch, Arm und freudigen Glückverheißung, der erfrischenden Energie bedarf wie erhielt ich einen halbwegs geregelten Unterricht. Um so gieriger Reich, einer geschmacklos übertriebenen verzerrten Nachahmung Der grünende Roggen des warmen Regens. wuchs meine Lesewuth, als das Fürchterliche überstanden war des Dietz'schen Bilderbuchs für Groß und Klein. Nid to segensreicher, als so Einfluß zu gewinnen über die und ich buchstabiren konnte. Viel gekümmert hatte sich nie wer Ein Märchenbuch im Verlag von Hans Baake, das ja im nairen, scheinbar so einfach gestalteten, und doch so feinfühligen um mich und so las ich, was mir wahllos überlassen war. Das Wesen gutgemeint sein mag, hat mir besonders deutlich gezeigt, Kinderherzen. Nichts unglücklicher, als wenn die nüchterne Spe- Gine aber weiß ich genau: Die pastoralen Jugendschriften, die wie's der gute Wille allein nicht macht, wie die lehrhafte fulation sich aufthut und einen an sich erwärmenden Gedanken, Erzeugnisse einer Literatur, deren einzige Weisheit auf fromme Müchternheit zum Hemmschuh wird für phantasievolle Lebendigter Empfindungswelt der Jugend nahezubringen, wozu die Er- Unterwürfigkeit ausgeht, triegte ich bald satt. Was war mir der feit. Da ist z. B. ein Märchen drin vom mitleidlosen Reichen kenntniß der Erwachsenen sich emporgerungen hat, mit frostigen stille, demüthig ergebene Leonhard, den man überall knuffte, und mit Namen Felsenhaut. Händen berührt. Es ist ein mühseliges Stück Arbeit, auszujäten, der dennoch in Bremen die schöne Adelheid, die Tochter eines ihrem franten Kind als lästige Bettelbrut von seinem Hause. Felsenhaut jagt eine arme Wittwe mit was an schaler, todter Ueberlieferung sich des Kindergemüths be- Großlaufmanns heirathete und selber ein angesehener Herr wurde? Der Himmel grollt und Gewissensbisse peinigen den armen mächtigt hat. Es ist des Schweißes der Edlen werth, das junge Ich flüchtete lieber zu den aufregenden Märchen und Geschichten Reichen. Da hat mir die naive Volksmähr von der Frau Hütt Erdreich geistig zu befruchten. Je weitere Massen das Bewußt einer Dienstmagd. am Inn in Tirol, in der ein gleicher Vorwurf behandelt ist, fein von nothwendiger Befreiung durchdringt, je inniger sich die Es mag sein, daß das Phantasiebedürfniß von großwegen ihrer starten himmlichen Kraft einen ungleich stärkeren Menschheit der uralten und wieder junggewordenen Botschaft er städtischen Kindern im allgemeinen eingeengter ist. Wer in der Eindruck hinterlassen, als dieses wortreiche Kunstmärchen. Naiv innert: Raum für Alle hat die Erde und uns des Daseins zu Stadt zu gehen gelernt hat der muß sehen, wo er hintritt und thun und naiv empfinden ist zweierlei. Was das Volksgemüth in freuen sind wir da, nicht es zu bejammern; nm so zäher, um er darf mit offenen Augen nicht Augen nicht träumen. Allein Jahrtausenden an Märchenweisheit geschaffen hat, das birgt so leidenschaftlicher wird der Widerstand derer sich erheben, die so sehr verschieden abgeſtumpft sind die kindlichen Individuen Schätze in sich, die man heute nicht mit leichter Hand verfür sich die Herrenmoral, für sich alle Erdenlust in Anspruch nirgends, als daß nicht in ihnen Allen, in ihren hungrigen streuen und verzetteln sollte. Und die Bekenner moderner Weltnehmen, und den Silaven, den Märtyrer der Noth auf die Seelen der Hang nach schwunghafter Phantasiethätigteit lebte. anschauung, dia Kämpfer in den Reihen des Proletariats, follten Seligkeiten des Jenseits verweisen. Je schwieriger von Natur Und da hapert es am bedenklichsten. Die trockene Geschichts nicht in die Fehler der Gegner verfallen, die der Jugend, deren aus dem Verstand des Kindes Klassenunterschiede, die Gesetze flitterung mit sozialistischer Etikette thut es freilich nicht. Des Pulsschläge nun einmal heftiger flopfen, mit falten Abstraktionen nationaler Begrenzung, chauvinistischer Hochmuth, wie er künft- Kindes Lebhaftigkeit durftet nach sinnlicher Anschauung, und da und mit schulmeisterlichen Predigten kommen. Liebes Weniges lich und systematisch kraft der staatlichen Gewalten großgefüttert fomnt man ihm mit steifen Reflexionen und moralischen und im tünstlerischen Sinne durchgearbeitet, als unerbetene wird, begreiflich sind, um so hiziger, um so eindringlicher wird Predigten. Vor mir liegt ein Büchlein: Hans Röder's Marktwaare, der ein schreiend- sozialistisches Mäntelchen umgegerade in den Schuljahren der Grund zur Duerköpfigkeit in Abenteuer"( im Verlage von Ernst Wiest, Leipzig). Hans Röder hängt wird, damit sie Massenabsatz finde. diesen Dingen gelegt. Hier gilt es, freier Menschlichkeit Weg war ein ruhiger, fleißiger Junge. Während feine Kameraden sich und Ziel zu ebnen und was wir als Jugendschriften in Wort balgten, las er immer eine schöne Indianergeschichte oder derlei. 22' Alpha. Gebrauch machen würde, wenn allen diesen Unternehmen eben nicht das Odium einer Wohlthat" anhaftete. Das wird aber so lange der Fall sein, als man das Verabreichen von Mittageffen von dem Nachweis der Bedürftigkeit" abhängig macht, auch wohl darnach forscht, ob das Kind beziehentlich die Eltern dieser Gnade, würdig" find. Die Verwendung jugendlicher Arbeitskraft nimmt in erschreckender Weise zu, während die bejahrten Arbeiter mehr und mehr verdrängt, als zu alt" aufs Pflaster geworfen werden. Der Gewerbeaufsichtsbeamte für den Regierungsbezirk Köln giebt die Gesammtzahl der jugendlichen das heißt aller weniger als 16 Jahre alter Arbeiter im Regierungsbezirke Köln auf 5097 an. 3 fommt auf je 11 Erwachsene ein jugendlicher Arbeiter. Das ungünstige Verhältniß findet sich für männliche Arbeiter in dem polygraphischen Gewerbe und in der Textilinduſtrie; es ist das 5: 1 und 7: 1. Für weibliche Arbeiter stellt heraus. Namentlich gilt dies in der Ziegel und Nahrungsmittelindustrie mit 3: 1 und zwar in letzterer besonders hervor ragend mit 2,7: 1 in der Großindustrie, während in den Ziege leien gerade die mittleren und kleinen Anlagen eine sehr hohe Ausnutzung der jugendlichen Kräfte aufweisen. Das Verhältniß von erwachsenen weiblichen Personen zu den jugendlichen stellt sich für Großbetriebe auf 6: 1, dagegen das der Mittel und Sleinbetriebe auf 1,3: 1 und 1,4: 1! Die Verwendung von Kinderarbeit in größerem Maßstabe findet sich größtentheils in Der Textilindustrie und zwar in erster Reihe in der Groß industrie der Kreise Gammersbach( Wollengewebe) und Bonn ( Juteindustrie), daneben auch in der Industrie der Steine und 0 des Militarismus. " Erde. Erstere beschäftigt 58 Prozent, lettere 22 Prozent aller in des Gesetzes vom 22. Juni 1889 den Nachweis liefern, daß er damit abzuthun, indem man sagt:" Die Wissenschaft hat bewiesen, Arbeit stehenden Kinder. " anwesend waren, welche 1616 Stimmen vertraten! Die Ver- übrigen Parteien zu demselben und forderte am Schluffe seine? waltung theilte nämlich mit, daß die Gesellschaft sich um die hochinteressanten und mit Beifall entgegen genommenen Vor von Siemens u. Halste projektirte elektrische Hochbahn nicht trages zur unermüdlichen, ungefchwächten Agitation für die mitbeworben habe, um mit dieser Firma nicht in scharfen Wett- Jdeen der Sozialdemokratie auf. An der Diskussion betheiligten bewerb zu treten, da sie von ihr gleiche Rücksichtnahme erwarte. fich G. Schulz, König und A. Schweizer im Sinne des Die Firma Siemens u. Halste wird jedenfalls vollstes Verständ- Referenten. Von Ladewig wurde bekannt gegeben, daß niß für diese zarte Rücksichtnahme haben und als Gegenleistung Billets zu dem am 14. Januar( Sonntag) in der Berliner der Allgemeinen Elektrizitäts Gesellschaft einen anderweitigen Ressource" stattfindenden Stiftungsfest zunächst bis zum 1, Januar fetten Biffen ungeschmälert überlassen. Eine Hand wäscht die nur an Mitglieder abgegeben werden. Nach Erledigung von andere und beide stehen sich gut dabei! Vereinsangelegenheiten unwesentlicher Bedeutung erfolgte Schluß Eine nene Steuer, die hauptsächlich das Volk bebrüden der Bersammlung. Das Andenken an Genosse Tölde ehrte würde, räth die Magdeburger Zeitung" an. Also nicht nur die die Versammlung vor Eintritt in die Tagesordnung in der üblichen Weise. Nahrung, auch die Kleidung des fleinen Mannes soll besteuert werden und zwar das Pfund um 10 Pf. Die Versammlung des sozialdemokratischen WahlDie Fürsorge des preußischen Eisenbahnministers für vereins im 4. Berliner Wahlkreise am 5. Dezember war die Arbeiter seines Refforts fennt fast keine Grenzen mehr. Ginem von über 1000 Personen besucht. Vor Eintritt in die Tages50 Dienstjabre hinter sich haben und nicht im Besitze des das Thema: Wie fördern wir die geistige Entwickelung? Die Erheben von den Plägen. Hierauf referirte Dr. Aron 3 über allgemeinen Ehrenzeichens find, ein Geldgeschenk von 100 Mart Erkenntniß unserer Ziele muß das Gemeingut der Masse werden, erhalten. Auch Arbeiter mit einer längeren Dienstzeit sollen diese fo ungefähr äußert sich der Redner, das ist das Ziel unserer Agitation. Remuneration erhalten. Bisher wurde nach 25 jähriger Dienst: Das Menschenmaterial, welches der Kapitalismus erzeugt, ist hierzu zeit ein Geschenk von 30 Mt. und nach 50 jähriger ein solches wenig geeignet, sondern muß erst zum Denten erzogen werden. von 60 Mt. gewährt. Was sich wohl die im Besitze des allgemeinen Ehrenzeichens befindlichen Arbeiter, wenn fie 50 Jahre Dem Kinde wird in der Schule der Kopf gefüllt mit dem Kultus im Dienst sind, freuen werden, daß sie nicht die 100 wt. in brutale Kampf um die Existenz ein Entfalten des Geistes. Redner Empfang zu nehmen brauchen. Oder ob es doch wohl folche geben mag, welche das Ehrenzeichen gein für die 100 mt. um- Wort„ Wissenschaft" vielfach Unfug getrieben werde. Wenn z. B. die zeigt dann an Beispielen, wie auch in Urbeiterfreiſen mit dem tauschen würden? Gottidee eine Hypothese, und für die Naturwissenschaft überflüssig Wer eine Altersrente haben will, muß auch nach§ 157 fei, so ist es unrichtig, die Religion, welche reine Gefühlssache ist, während der dem Inkrafttreten dieses Gesetzes unmittelbar vor- daß fein Gott eristirt" 2c. Da sei die Frage zu stellen: Wie ist Erft, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, angegangenen 141 Wochen hindurch in einem nach diesem Gefeße eine gründliche Aufklärung möglich? Die großen Rejerate hält deckt man ihn zu. In einer Aachener Fabrik brach vor einigen die Versicherungspflicht begründenden Arbeitsverhältniß gestanden Redner nicht für geeignet, die Gedanken, welche im Gehirn des Tagen Feuer aus, wobei vier Personen ihr Leben einbüßten; hat. Dieser Nachweis wird besonders den nicht ständigen Ar- armen abgerackerten Arbeiters lagern, zum Leben zu erwecken, wäre es der Feuerwehr nicht gelungen, im legten Augenblick ein beitern unendlich schwer; manche greifen dann in ihrer Noth zu abgesehen davon, daß bei den Wahlvereinen, welche die eigentvergittertes Fenster zu öffnen, so würden die hinter demselben Mitteln, die ihnen nicht die ersehnte Rente verschaffen, sondern lichen Träger unserer Joee sein sollen, den Frauen um Hilfe jammernden Arbeiter ebenfalls um's Leben gekommen die alten bisher unbescholtenen Bewerber ins Gefängniß bringen. Der Eintritt verschlossen ist. Redner hofft, Redner hofft, daß der fein; die Zahl der Berunglückten würde dann zwölf betragen Am 30. November d. J. verurtheilte das Kammergericht den Ar- fürzlich vom Vorwärts"( Nr. 278) veröffentlichte Organisationshaben. Am 8. Januar 1886 fanden in derselben Fabrit sieben: beiter G. zu 14 Tagen und seine angebliche Arbeitgeberin zu drei entwurf das letzte Mittel sein wird, um größere Massen der zehn Personen den Flammentod. Gleich nach letterm Unglück Tagen Gefängniß wegen Betruges resp. Beihilfe. Dem Ange- sozialistischen Wähler zu überzeugten Genossen zu machen.( Beierließ Herr Polizeipräsident Hirsch von Aachen eine Polizei- flagten fehlten 12 Wochen, um die kritischen 141 Wochen nach- fall.) Genosse Mattutat als erster Redner in der Diskussion verordnung, laut welcher in den Aachener Fabriten jedes zweite zuweisen; Frau T. ließ sich erweichen und bescheinigte dem alten geht des näheren auf den genannten Entwurf ein und bemerkt, Fenster so eingerichtet werden sollte, daß es sich um seine Age Rentenbewerber, daß er 12 Wochen bei ihr gegen Tagelohn ge- weil die Bande, welche den Einzelnen mit der Partei verknüpfen, drehen oder in sonstiger Weise öffnen lasse. Außerdem sollten arbeitet habe. Die Beweisaufnahme ergab aber die Unrichtigkeit feit dem Falle des Sozialistengesetzes etwas gelockert seien, bezweckt an diesen Fenstern Sperrstangen angebracht werden, an welchen dieser Bescheinigung. Die Straffammer verurtheilte dann den der Entwurf, den die Verfasser den Berliner Genossen zur auf jeder Etage bereit zu haltende Rettungstaue befestigt werden Greis und die angebliche Arbeitgeberin zu oben erwähnter Ge- Prüfung vorlegen, dieselben wiederum feſter zu knüpfen. könnten. Wenn nun troß dieser Verordnung in derselben Fabrit fängnisstrafe; die Revision der Verurtheilten beim Rammergericht Der Wahlverein mit ca. 1500 Mitgliedern sei eine unzureichende nach 6 Jahren wiederum es geschehen konnte, daß Arbeiter fonnte von Erfolg nicht begleitet sein. Auch ein Segen der Organisation gegenüber den 46 000 Wählern; die Genoffen, ihren Tod in den Flammen finden mußten, so ist dies Altersversicherung! welche an der Peripherie des Kreises wohnen, müssen nothentweder ein Beweis, daß jene Vorschriften nicht genügen, oder aber fie werden nur in lager Weise Die Altersversicherungs- Quittungskarten sind, wie das wendigerweise vernachlässigt werden. Der Entwurf soll das gehandhabt. Warum werden nicht alle Fenster so ein Reichsgericht neuerdings wiederum feitgestellt hat, nicht bloße befeitigen und dazu beitragen, die Genossen auch gefellschaftlich einander näher zu bringen.( Bravo). Genosse gerichtet, daß fie geöffnet werden können? Müssen die Arbeiter egitimationspapiere im Sinne des§ 363 St.-G.-B. Adler unterscheidet zwei Arten der Parteiangehörigen: hinter Gittern arbeiten wie die Zuchthäusler? oder bloße Zeugnisse über die Art und Dauer der Beschäftigungen solche die durch kritisches Denken dahin gebracht sind und Wie besorgt ist hingegen der Besitzende um fein des Inhalts, fondern öffentliche Urkunden, auch bie Gläubigen", die sogenannten Mitläufer, welche ihre eigenes theures Jch. Die Theater sind mit zahlreichen schon vor der Ginklebung der Marken, da durch sie die Ver- Ueberzeugung nicht begründen fönnen und deshalb mit Vorliebe Nothtreppen und Ausgängen versehen; jede Gasflamme ficherungsberechtigung und Verpflichtung von der zuständigen große Referate hören. Wenn Hinz und Kunz oder Müller und ist vorsichtig mit Draht umhüllt, damit eine Ratastrophe Behörde festgestellt und bescheinigt wird. Nach der Ginklebung Schulze am Biertische polemifirt haben und selten eine Differenz große Referate hören. Wenn Hinz und Kunz oder Müller und möglichst vermieden werde. Und ganz recht so; die technischen der Marken werden sie Urkunden, welche die Entrichtung der in ihren Anschauungen zu Tage getreten ist, so wird deren GeVolkommenheiten aller unferer Erfindungen gestatten uns, unser der Zahl der Marken entsprechenden Beiträge beweisen. Wenn sichtskreis auch nach dem neuen Entwurf nicht erweitert, falls Leben so gegen Gefahren zu schüßen, daß Unglücksfälle auf ein sich daher in den Motiven des Gesetzes zu§ 108 die Bemerkung nicht vorgeschrittene Genossen in den kleinen Zirkeln das äußerst geringes Maß beschränkt bleiben können. Aber ist das befinde, das Quittungsbuch folle niemals eine andere Bedeutung treibende, leitende Element bilden. Im übrigen sei es zweifel. Leben des Fabritarbeiters nicht ebenfogut werth mit allen zu haben, als die eines Nachweises über die Dauer der Beschäfti Gebote stehenden Mitteln geschützt zu werden? Finden aber gung und den Berufszweig, in dem sie stattgefunden hat", so sei baft, ob genügend Kräfte für die Bezirksleitung vorhanden sind. ( Beifall.) jene Mittel, welche zum Schuße des Lebens des Arbeiters vor- dies nur dahin zu verstehen, daß die Quittungsfarten nicht handen sind, auch wirklich Anwendung? Die Berichte der Fabrik- auch einen Nachweis über die Führung des Inhabers und die inspektoren belehren uns hierüber eines anderen. Sie müssen Qualität seiner Leistungen zu erbringen bestimmt seien. alle zugestehen, daß das Unternehmerthum die möglichste Mühe fich giebt, felbst die allereinfachten Schuhvorrichtungen zu um gehen. Wozu auch das Leben derjenigen noch besonders schützen, Die alle Werthe hervorbringen; ob sie bei ihrem fargen Lohn Sämmtliche 45 Spinnerinnen haben die Arbeit eingestellt. langfam verhungern oder ob ihr Körper durch die Maschine Ursache ist eine 20- bis 25 prozentige Lohnreduzirung. Forde Gadegast warnt, über diese Frage Beschlüsse zu fassen, verstümmelt wird, ist dem Kapitalismus vollkommen gleichgiltig. rungen sind: Bahlung des alten Sohnes, Einhaltung der Ruhe- bevor sie reiflich diskutirt sei. Flugblätter sind hier zum Theil mit derselben Schnelligkeit wie in Hamburg vertheilt Bum Kapitel der Harmonie zwischen Kapital und pausen, Vergütung für das Buten der Maschinen. Arbeit. Die freisinnige Breslauer Zeitung" entrüstet sich über Von einer Kulturblüthe aus dem Ende des 19. Jahr- worden; was die petuniäre Leistung betrifft, so zahlt Hamburg einen Fall, der ihr aus der Gemeinde Iacobine im Kreise hunderts wissen Wiener Zageszeitungen zu erzählen: Pro Kopf und Jahr ca. 18 Pf. an die Partei; Berlin dagegen Ohlau gemeldet wird. Dort erhielt ein Nachtwächter von dem In einem dortigen Krankenhause erschien fürzlich eine alte, Wahlverein wieder der Zentralpunkt der poltitischen Aktion 46 Pf. Heymann: Durch den Entwurf wird der Gemeindevorstand folgendes Schreiben: ihrem ganzen Auftreten nach den besseren Ständen angehörende im Kreise. Die Massen sollen nicht nur mitrathen, sondern Jacobine, 8. November 1893. Dame. Sie sei 68 Jahre alt, feit 20 Jahren Finanzwachkom- auch mitthaten. miffärs- Wittwe. Der Grund ihres Kommens sei nicht, sich zur auch mitthaten. Die Reform ist nicht verfrüht; große Streife der Parteigenoffen wünschen dieselbe. In Pflege ins Hospital aufnehmen zu lassen, sondern drückende Noth, der weiteren Debatte, an der sich außer den vorgenannten Gebrechlichkeit und Arbeitslosigkeit zwingen fie, ihren Körper Rednern noch Schöpftein, Otto und Wengels betheiligen, dem pathalogisch- anatomischen Institute zum Ankaufe anzubieten, Es wird Ihnen infolge dessen auf Grund dieses, und bei für welches, wie sie überzeugt sei, derfelbe von großem wissen weist Letterer darauf hin, daß der 4. Kreis bei der jetzigen Organisation Ihrem vorgerückten Alter, vom unterzeichneten Gemeindevorstande schaftlichen Werth sein dürfe. immerhin die verhältnißmäßig größte Stimmenzahl bei den letzten Nach weiteren Auseinandervom 15. d. M. ab, Ihr Dienst als Nachtwächter und Wege- feßungen, die keineswegs Geistes gestörtheit verriethen, bat Wahlen erhalten haben. Ein Antrag Heymann, einer KomAufseher in hiesiger Gemeinde gekündigt, so daß Sie am die Matrone flehentlich, ihren Körper zur Sektion mission die Vorarbeiten in dieser Frage zu übertragen, wird, 15. Februar fünftigen Jahres Ihres Gemeindedienstes quitt, Sfeletirung nach ihrem weil Widerspruch erfolgt, zurückgezogen; der Antrag Mattutat, Tode anzulaufen die Noth in der nächsten Generalversammlung die Frage weiter bezw. erledigt sind. zwinge fie dazu, mit ihrem Körper ein Geschäft zu machen. zu behandeln, angenommen. Die übrigen Punkte wurden von Die Erklärung des Arztes, daß ein Verkauf des Körpers für der Tagesordnung abgesetzt, nachdem die Genossen Neuhaus, Sektionszwecke wohl möglich fei, jedoch in Desterreich nicht vor- Raiser und Hente zu Revisoren gewählt waren. komme, machte auf die Greifinn einen niederschmetternden Ein- Raiser und Henke zu Revisoren gewählt waren. druck. Schrecklich, grauenhaft ist die Sprache, welche diefer Vor- Der sozialdemokratische Wahlverein für den gang spricht. Nicht, daß die Thatsache selbst, nach dem Tode 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis tagte am feinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung gestellt zu wissen, 5. d. Mts. Nachdem das Andenken der Genoffen Tölde und etwas so gräßliches wäre; diese Voraussicht verliert ihren Sohlwegler in üblicher Weise geehrt, hielt Genosse Schrecken mit dem Umfichgreifen der atheistischen Weltanschauung. Sassenbach einen Vortrag über:" Der christlich- soziale Staat Aber die Gründe, welche die jedenfalls noch in religiöser Prüderie der Jesuiten in Paraguay", welcher mit großem Interesse befangene alte Dame zu diesem Schritte trieben, laffen erkennen, entgegengenommen wurde und dem eine ebenso anregende Dis wie oberfauf unsere ganze Gesellschaftsordnung ist. Darum fort fussion folgte. Bekanntgegeben wurde sodann, daß über 14 Tage eine außerordentliche Generalversammlung stattfindet, welche über die Verausgabung der Protokolle vom Parteitage zu beschließen und in welcher Reichstags- Abgeordneter Bueb einen Vortrag halten wird. Sodann widmete der Vorsitzende dem Genoffent Tölcke einen besonderen Nachruf. Sie haben sich bei der lezten Wahl in Ihrer Person als Nachtwächter durch unziemende Handlungen in der Art vergangen, daß Sie in einer fonservativen Gemeinde als Nachtwächter nicht mehr fungiren fönnen. Sollten Sie bei ihrem vorgerückten Alter den befagten Dienst den 1. Januar quittiren, so ist dieses ebenfalls annehmbar. Ein Vertrag, er uns auf irgend eine andere Weise zu binden hätte, liegt nicht vor. Der Gemeindevorstand. ( gez.) Fuchs. Otto. Gruhs. An den Nachtwächter Franz Winter hierselbst. " In der„ Ersten österreichischen Jute Spinnerei und Weberei in" Simmering ist ein Streit der Spinnerinnen ausgebrochen. Der alte Winter scheint sich also des Verbrechens schuldig gemacht zu haben, freisinnigen Anschauungen zu huldigen. Die Bresl. 3tg." verfällt darüber in die tiefste Entrüstung, fie schlägt den Ton fittlicher Empörung an ob jener Gesinnungstüchtigkeit mit ihr! des Gemeindevorstandes. Daß wir selbstverständlich unbeschadet " " und dessen, daß es sich hier um einen Freisinnigen" handelte, der Alle großbritannischen Kohleuminen zu einem einzigen wegen seiner Gesinnung gemaßregelt wurde, das Verfahren jenes Rohlentrust zu vereinigen, ist bekanntlich ein Projekt Sir tonfervativen Gemeindevorstands verurtheilen, bedarf wohl kaum der George Eliot's, welches durch den großen Kohlenstreit neue Versicherung. Einem Harmonie- Organ aber, welches eine Partei Nahrung erhalten hat. Sir George Eliot glaubt, die Kämpfe vertritt, deren Anhänger in unzähligen Fällen sich gleichartiger zwischen Unternehmer und Arbeiter dadurch beseitigen zu können, Intoleranz gegenüber Andersdenkende zu Schulden kommen daß er die letzteren an dem Gewinn betheiligt wissen lassen, steht es schlecht an, in Entrüftung zu verfallen, wenn ein- will. Vor kurzem fand in Newcastle ou Tyne eine Konferenz der mal ihre eigenen Anhänger betroffen wurden. Wie die soge größten und einflußreichsten Grubenbesitzer des nördlichen Engnannten Freifinnigen" handeln, wo sie die Macht haben, das lands statt, um diesen gigantischen Plan in Erwägung zu ziehen. möge die Bresl. 3tg." aus folgendem Beispiel ersehen, was wir Die Verhandlungen wurden mit Ausschluß der Presse abgehalten, soeben zur Hand bekommen und welches nur eins unter vielen aber es verlautet, daß sich die Versammlung nach gründlicher darstellt. Die Märk. Voltsstimme" schreibt: Erklärung des Blanes durch Sir George Eliot felbst und nach Mit welchen Mitteln freisinnige" Unternehmer ihre Ar- eingehender Debatte über die wichtigeren Details zu Gunsten der beiter drangfaliren, beweist folgender Fall. Bei Gebrüder Schäfer, Idee aussprach. Es wurde vorgeschlagen, das Projekt zunächst in Firma Schäfer Söhne, arbeiten mehrere Mitglieder des Ge- sektionsweise auszuführen, wobei jede Versuch 3- Sektion einen der Ob durch fangvereins Vorwärts". Letztere waren der Meinung, daß sie, großen kompakten Stohlendistrikte zu umfassen hätte. wenn sie für einen Wochenlohn von 12-15 m. fich täglich die Verwirklichung dieses Planes der soziale Frieden" hergestellt zwölf Stunden für die Unternehmer geschunden hätten, nun nach werden würde, daran zweifeln wir zum mindesten. dieser Zeit ihre eigenen Herren wären und über die Verwendung destoweniger oder gerade deshalb ist das Zustandekommen dieses der ihnen noch zur Verfügung stehenden Beit selbst entscheiden Riefentrusts nur herbeizuwünschen im Juteresse der Konzentration tönnten. Nicht so dachten aber die Gebrüder Schäfer, welche und damit zugleich auch der schnelleren Abwirthschaftung des turz und bündig erklärten, daß die in Rede Stehenden entweder Kapitals. aus der Arbeit oder aus dem Verein scheiden müßten. Daß die Betroffenen das letztere wählten, ist angesichts der schlechten Erwerbsverhältnisse erklärlich. Bur Charakterisirung der Gebrüder Schäfer sei erwähnt, daß dieselben Führer der freisinnigen" Partei sind und als solche auch die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit bei dem Gewerkverein pflegen. " Versammlungen. NichtsDer sozialdemokratische Wahlverein für den dritten Berliner Reichstagswahlkreis hielt am 5. Dezember eine Von welcher zarten Rücksichtnahme die Großkapitalisten Versammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Me ist besprach die mitunter beseelt find, wenn es die Wahrung ihrer Interessen", neuen Steuervorlagen der Regierung", welche zur Zeit den d. h. des heiligen Profits gilt, das trat recht drastisch in der Reichstag beschäftigen und fast das alleinige Tagesgespräch aller stattgehabten Generalversammlung der Allgemeinen Elektrizitäts- Boltsschichten bilden. Redner behandelte eingehend die VerGesellschaft zu Tage, in welcher, nebenbei bemerkt, 23 Aktionäre werflichkeit des indirekten Besteuerungssystems, bie Haltung der Ledebour betont, daß die großen beschließenden Verfammlungen bestehen bleiben sollen, neben diesen tagen fleinere Versammlungen, für welche die Referenten von der vorhergehenden Versammlung aus dem Kreise der Anwesenden beftimmt werden. In Schöneberg sei das mit Erfolg durchgeführt auch in Hamburg hat sich die detaillirte Eintheilung der Kreise gut bewährt. Der Frauen und Mädchen Bildungsverein des ar beitenden Volkes hielt am 30. November eine Wanderversamm lung in Charlottenburg ab. Fräulein Wabnih referirte in einem beifällig aufgenommenen Vortrage über das Thema: Die Freu in der Gewerkschaftsbewegung. In der Diskussion gab der Genoffe Schulze einige Erlebnisse aus Schlesien zum besten. Sodann gelangte ein Antrag zur Annahme, in nächster Zeit in der Kronen- Brauerei eine öffentliche Bersammlung einzuberufen. In ihrem Schlußwort richtete die Vortragende noch einmal an die Anwesenden die ernste Ermahnung, sich der Organisation anzuschließen. Die Blumen- und Putfeder- Arbeiter und Arbeiterinnen hatten am 5. Dezember eine Versammlung, in welcher unter dem ersten Punkt der Tagesordnung ein Abschnitt aus Bebel's Buch Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" vorgelesen wurde. Eine Diskussion schloß sich daran nicht. Unter Verschiedenem theilte der Vorsitzende mit, daß er den Wieneckeschen Saal in der Alten Jakobstraße für die Versammlungen des Vereins gewonnen habe; dort wird die nächste Versammlung am. Dienstag, den 2. Januar, stattfinden. Im Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach am 4. d. M. Genosse Pinn über: Alte und neue Moral". Sodann berichtete der Vorstand über die Untersuchung, die er im Auftrage der voraufgegangenen Versammlung geführt hatte, um zu ermitteln, ob die in Nr. 265 des Vorwärts" veröffentlichte Berichtigung des Wertführers der As helm'schen Kontobücher- Fabrit, Herrn Niederée, nach der Kollege Macat bei Ashelm entlassen worden sei, weil er sich gegen die Der Vorstand hat als festgestellt angenommen, daß M. sich nicht so benommen hat, wie es organisirten Arbeitern geziemt, und sprach hierüber die schärffte Mißbilligung aus. Durch das Schreiben des Herrn Ashelm sei aber auch bewiesen, daß der Hauptgrund zur Entlassung die Macat zugeschobene Mittheilung an die Arbeiter- Sanitätskommission gewesen ist und sage die Berichtigung des Herrn Niederee die Unwahrheit, indem sie dieses bestreitet. Dagegen sei glaubwürdig dargethan, daß nicht Herr Niederée die Kündigung betrieben hat. Ueber die Denunziation einer im Interesse der Arbeiterschaft liegenden Handlung, wie dies die Mittheilung an die Arbeiter- Sanitätskommission war, gab der Vorstand seiner Verachtung Ausdruck. Sodann wurde aufgefordert, zum Zweck eines befferen Ausbaues der Organisation Werkstuben- Vertrauensleute zu wählen und deren Adresse dem Vertrauensmann der betreffenden Branche mitzutheilen. Der Vertrauensmann der Buchbinder erhielt deu Auftrag, die Verhältnisse in der Buchbinderei von G. Kroszewski, Jerusalemerstr. 66, zu untersuchen. 3 Berliner Naturheilverein 2. Freitag, den 8. Dezember, Abends 8 Uhr. im Grand Hotel Alexanderplatz, blauer Saal, Eingang Neue König ftraße, Vortrag des Herrn R. Gerling über: Hypnotismus, verbunden mit praktischen Versuchen. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, abends von 8%-10% Uhr: Nord: schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Gefundheitslehre und BuchOst Schule, Martusftr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). führung. Süd- ft- Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gesezestunde und Hat den Streif Arbeiterinnen ungehörig benommen habe, auf Wahrheit beruhe.| Delegirten statt. Ferner veranstaltet der Verein am Sylvefter: Die angeblichen Separationsbestrebungen" der GeneralHerr Ashelm, den der Vorstand um Auskunft gebeten hatte, hat Abend in den Kontordiasälen ein Vergnügen. Die nächste Ver- fommission, bas Nasen- und Ohrenabschneiden" in den Gewerkgeantwortet, die Entlassung M.'s sei erfolgt infolge eines ano- sammlung ist am 8. Januar. nymen Schreibens, in dem Macat denunzirt wurde als Verfasser schaftsversammlungen wurden von mir besprochen. der bekannten Publikation der Arbeiter- Sanitätskommission über Dann fuhr ich fort: Eine Versammlung der Maler und Berufsgenossen die sanitären Misstände in der Ashelm'schen Fabrik. Die Ent- tagte am 5. b. Mts. Nach Erledigung der Statutenberathung versucht, daß er behauptete, sie hätte bei den wirthschaftlichen Auer hat die Generalfommission weiter dadurch herabzusehen lassung sei gegen den Wunsch des Werkführers erfolgt und Herr wählte die Versammlung die Kollegen Schweizer, Nikolei und Kämpfen ihre Meisterschaft nicht bewiesen, sie habe es nicht verlaffung sei gegen den Wunsch des Werkführers erfolgt und Herr Böhling zu Delegirten für die Generalversammlung. Bum Schluß standen, den streikenden Arbeitern den Rückzug zu decken. An Ashelm habe, da M. bestreite, die angezogene Notiz veröffent licht zu haben, dieselbe rückgängig machen wollen. Das machte Rifop bekannt, daß am Dienstag, den 12. d. Mts. eine allerwenigften ist wohl Auer berechtigt, der Generalkommission Ashelm'sche Personal habe aber in einer Gigung bestätigt, daß öffentliche Versammlung stattfindet, in der Reichstagsabgeordneter einen solchen Vorwurf zu machen. Hat er etwa eine derartige Macat Dummheiten" gemacht habe. Herbert- Stettin referiren wird. Meisterschaft bewiesen, als er bezüglich des Bergarbeiterstreiks Der allgemeine Verein der Töpfer Deutschlands( Filiale nach dem Reichstagsbericht damals ausführte: Berlin) hielt am 3. d. M. eine Versammlung ab. Der Vor" Der Minister und auch die ihm folgenden Redner haben fizende schlug der Versammlung vor, in der nächsten Sigung ein an uns das Ersuchen gerichtet, wir möchten unseren Einfluß aufReferat auf die Tagesordnung zu sehen mit dem Thema:" Der wenden, um den Streit im Saarrevier zu beendigen. Dem Kölner Parteitag und die Gewerkschaftsbewegung." Dem wurde gegenüber muß ich erklären: Wir sind dazu ebenso wenig im zugestimmt. Die vom Kassirer verlesene Abrechnung ergab eine stande, als wir geneigt sind, die Verantwortung für den Streif Einnahme von 1368,24 M. und eine Ausgabe von 963,43 M.; zu übernehmen. Wir haben auf jene Arbeiterschaften keinen mithin ein Kassenbestand von 405,41 M. Hervorzuheben ist, daß Einfluß. Wir haben es von vornherein als un 700 m. an die Zentralfaffe abgeführt und an Wanderunter überlegt bezeichnet, daß die Bergleute im Saarrevier stüßung 268,48 M. ausgezahlt wurden. Im Anschluß hieran diefen Streit begannen, aber wir können nichts dagegen thun." wurde bekanntgegeben, daß die Delegirten Steuermarken vom Ferner erklärte Auer im Laufe der Debatte: Man hat Zentralvorstand sich im Vertrieb befinden. Die Regelung und weiter bei der Besprechung des Streits die Worte Frivolität und Neugründung der Bahlstellen ergab folgendes Resultat: Für Leichtsinn gebraucht. Am Blaze wäre das Wort Unverstand." Moabit Kollege Wiefert, Zablftelle Perleberger- und Havel- Diese Ausführungen Auer's inmitten des Kampfes von der bergerstraßen- Ecke, Restaurant Rieger; für den Westen Kollege Tribüne des Deutschen Reichstages herab waren doch wahrlich Satscher, Restaurant Graiunder, Ziethen und Schwerinstraßen- nicht dazu angethan, den Bergarbeitern den Rückzug zu decken. Gcfe; für den Osten und Friedrichsberg Kollege Biebach, Restau- Man fann Dor Eintritt in einen Streif wohl die grant Emil Böhl, Frankfurter Allee 74. Die genannten Kollegen Meinung vertreten, derselbe sei unüberlegt, der Zeitpunkt Die Filiale Berlin des Verbandes der Ber- faffiren am Sonnabend Abend, während Kollege Kopfchinsti in für denselben sei schlecht gewählt; ist derfelbe jedoch seitens der golder hielt am 27. November ihre Monatsversammlung ab, Weißensee des Sonntags Vormittags im Restaurant Seling, Arbeiter beschloffen, befinden sich die Arbeiter inmitten des in welcher Rollege A. Hoffmann über„ Das moderne Raubritters Langhansstraße 106, faffirt. Zu einer eingehenden Besprechung Kampfes, dann darf ein derartiges Urtheil im Interesse der thum" referirte. Die Versammlung pflichtete den Ausführungen führten die Arbeitsverhältnisse beim Töpfermeister Brucks. Im fämpfenden Arbeiter öffentlich nicht gefällt werden. Dann ist des Vortragenden bei und hielt eine Diskussion für überflüssig. Laufe der Debatte stellte sich heraus, daß nicht nur beim Ofen- dech wohl auch noch ein Unterschied, wo man seine Ansichten Unter Gewerkschaftlichem wurde der Antrag der Bahlstelle Leipzig, feßen, sondern auch bei den Maschinen unter den Tarif gezahlt ausspricht, ob in einer Arbeiterversammlung oder von der Erhöhung des wöchentlichen Beitrags auf 25 Pf. für die männ wird. Der Arbeitgeber glaubte unter den gegenwärtigen Tribüne des Deutschen Reichstages herab vor den Ohren der lichen Mitglieder und den Unterstützungsfonds fallen zu lassen, schlechten Arbeitsverhältnissen feinen Arbeitern diese Bumuthung ganzen Welt. Wer ist denn überhaupt im stande, mit absoluter besprochen und empfiehlt die Filiale Berlin, den Antrag bis zur stellen zu können. Die Versammlung beschloß deshalb, das Vor- Sicherheit vorher sagen zu fönnen, ber Streit wird gewonnen nächsten Generalversammlung zu vertagen. Es wurde gerügt, gehen der Kollegen gut zu heißen und über genannte Firma die oder verloren werden. wohl einer an daß in einigen Fabriken Sonntags- und Ueberarbeit stattfände; Sperre zu verhängen. Im Winterhalbjahr soll der Arbeits- der englischen Bergarbeiter geglaubt? Und doch werden ein Beschluß in der gerügten Sache wurde nicht gefaßt, weil nachweis von 6-7 Uhr Abends abgehalten werden. voraussichtlich die englischen Bergarbeiter den Kampf gewinnen jetzt die Saifonzeit für unser Gewerbe ist, und nur eine feste zum Triumph der organisirten Arbeiter der ganzen Welt. Ich Organisation im ftande ist, dem abzuhelfen. Giner scharfen felbft hielt damals den Streit der deutschen Bergarbeiter für Kritik wurde der Indifferentismus einiger Kollegen der A. Werkaussichtslos, aber ich würde mir lieber den fleinen Finger meister'schen Fabrik unterzogen, welche, trogdem von Anderen lassen, als daß ich im Augenblick des abhacken die Arbeit wegen Preisreduzirung zurückgewiesen ist, billiger arKampfes ftreifende Arbeiter dem Gegner gegenüber bloßbeiten und dann vorschüßen, nichts zu wissen. Es wurde ihnen empfohlen, sich in künftigen Fällen bei ihren Kollegen nach den stellen, ste als unverständig, ihren Streit als unüberlegt bezeichnen Preisen zu erkundigen. Hierauf folgte Echluß der Versammlung. So meine diesbezüglichen Ausführungen in der Versammlung des 2. Hamburger Wahlkreises! Der Fachverein der Photographen hielt am 1. Dezember Zunächst also eins. Das, was ich Auer sagen ließ, war feine zweite Versammlung ab. Der vom Vorstand vorgelegte wörtlich dem Reichstagsbericht des" Hamburger Echo" vom Entwurf einer Geschäftsordnung, sowie Stellenvermittelungsund Bibliothekordnung werden einstimmig angenommen. 14. Januar d. J. entnommen, ich hatte mir die betreffende Stelle Punkt 3 der Tagesordnung: Stellungnahme zum Verein photo- Ad. Neumann, Brunnenstraße 180, 2 r. Alle Benderungen im Bereins ausgeschrieben und verlas diefelbe. Ist es Zug, Trug graphischer Mitarbeiter", machte der Referent Fritz Hansen Mit- talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. und Verleumdung, wenn ich wörtlich zitire?! Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaifer theilungen von seinen Erlebnissen in der Sigung des ge- fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmen. Nord, Bergnannten Vereins, der sich, obgleich im Schlepptau der Prinzipale ftraße 68, bet fteller.- 23 or wärts 1, G.. Adalbertiir. 21, bet Roll. Buch befindlich, als Vertreter der Gehilfen aufspielt. Die Versammlung Rummer's cher Gesangverein, Langestraße 65, bet Zenivel. binder Männerchor Berlins, Holzmarttitraße 3, bei Deter. mai= nahm in der Angelegenheit eine Resolution an, die in geharnischter a löckchen, Hochftr. 32a, bei Witte. Gemüthlichkeit Puzzer, Weise die Insulten, die in jener Versammlung gefallen waren, Seydelfir. 30. Balme, in Welten, bei Schröder. Morgenroth 4, Meine Ansicht mag diesem oder jenem falsch scheinen, Auer's zurückweist. Köpenick, Müggelheimerftr. 8 bei Held. Karthaus'scher Gefang Vorgehen im Augenblick des Streits mag anderen richtig scheinen, verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise. Gesangverein Morgenroth 2. Die Wehrheit der Fraktion kann ihm sogar gratulirt haben zu Charlottenburg, Bismarcftr. 74.- Typographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenftr. 20.- Gefangv. Nordwacht, dieser seiner rhetorischen Leistung, meine gegentheilige Meinung Müllerftr 7, bei Reichert. Gefangverein Smargendorf in Schmargen. auszusprechen, halte ich bei alledem nicht nur für mein Recht, Im Fachverein der Uhrmacher und verwandten dort, Wirthshaus. Butunft 1, Stegliz, Ahornftraße, im Gambrinus- sondern sogar für meine Pflicht. Berufsgenossen sprach am Sonnabend, den 2. Dezember cr., Derein Freiheit Moabit, Walditraße 8 bei Johnte. Gesangverein Collegia 1, Manteuffelftr. 9 bei Nowiads.- GefangVereinte Aber kurz vor Debatteschluß soll ich dieses gesagt haben und Genosse Mähr über die Verfassungsgeschichte". Hierauf ertheilte Sangesbrüder Moabit, Stromstraße 28 bet Lange. dann natürlich mit der bestimmten Absicht, die versammelten der Kollege Runge die Abrechnung vom letzten Wintervergnügen, Gängerverein Sorgenfrei Melchiorftr. 15 bei Stehmann. Gefang: Genoffen zur Annahme eines Tadelsvotums gegen die Parteidie Einnahme betrug 151,50 M., die Ausgabe 101,50 M.; mit verein Rosalia Gr. Frantfurterfir. 81 bet Müller. Stern, Altonaerftraße 27 bei Lipte. Bineta, Swinemünderstr. 35 leitung im allgemeinen und Herrn Auer insbesondere zu bestimmen, hin ein Ueberschuß von 30 M. Diefer soll zur Hälfte der Vereins- Queitsch. Frete giedertafel, Königftr. 73 bet Hahn. behauptet letterer. bibliothet zur Anschaffung neuer Werte und der Reft dem öffent- Brandenburger manner. Gefangverein in Brandenburg a.. sig unwahr! Bezüglich des Schlusses der Debatte_zuRothe Fahne, Görltherstr. 52 bei Vogel. lichen Fonds überwiesen werden. Sodann wurde bekannt ge- Gängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Mengert's Bolfsgarten. Brauer nächst das Eine: Als die Versammlung ihren Anfang nahm, geben, daß am Sonntag, den 10. Dezember, Abends 5/2 Uhr, in Gesangverein Gerstenähre, Alte Jatobfir. 88 bet Wienecke.- Männer meldete ich mich sofort zum Wort. Den Arminhallen eine öffentliche Uhrmacher Versammlung statt- Gefangverein Steinnette, Röslinerstr 17 bet Wendt. Johanni Die Versammlung war eine Fortsetzung. Daß vor mir nun Ginigtett 8, Groß- Lichterfelde bet findet. Die nächste Vereinsversammlung ist am Sonnabend, den Am Ditbahnhof 7 bei W. Schulze. Gries, Giesensdorf. Geselligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gaithaus. noch vielleicht schon aus der vorhergehenden Versammlung fünf 16. d. M., bei Wienecke, Alte Jakobstr. 83, in der ein Vortrag. Matengruß, Köpenick, Grünftraße 53 bei Gaul. Freiheit 1, bis sechs Redner eingezeichnet waren, ist doch nicht meine Schuld. über das Krankenkassengesez auf der Tagesordnung steht. Bülowstr. 65 bet Richter. Männerchor Süd Oft, Köpnickerstr. 191 bei Foge Am Schlusse meiner Ausführungen sprach ich jedoch ausdrücklich Maiglöckchen 2, Netchenbergerstr. 16 bei Pagold. Arion, Wittenberge, Thurmſtr. 23, Sentralhalle.-Oberon, Kaiser Franz- Grenadier- den Wunsch aus, es möge noch eine Versammlung abgehalten werden, weil mir die sachliche Bedeutung dieser Angelegenheit plas 7. Sund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. alle Buschriften find zu senden an 8. Bentet, Bergmannir. 1egend: durchaus noch nicht genügend erörtert schien. Ich stimmte gegen die angenommene Reso Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Regel- Klubu stige 13", Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbert: Iution, weil dieselbe den Kernpunkt der Sache, die Bedeutung straße 8. Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flict, Simeonstr. 23. der Gewerkschaftsbewegung absolut nicht zum Ausdruck brachte Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Freitag. Männer- Gelang und sich viel zu viel mit der Person des Herrn Auer befaßt. verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei Männerchor Mir war es nicht darum zu thun, Herrn Auer eins auszuwischen, Bedding, Abends s½ Uhr, bei Schäfer, Keue Hochstr. 49. Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bet Weigt, Wtartgrafeuftr. 87. Privat sondern darum, für die Folge eine größere Berücksichtigung Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Butrouserstr. 85. Musit- Dilettantenverein onifa, Abends s uhr bei Schent, trautnr. 39, der wirthschaftlichen Kämpfe innerhalb der Partei zu erwirten. Auer's Rechtfertigung ist teine Rechtfertigung. Mir ist bis Uebungsstunde. Musitverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichen bergerstr. 24. heute noch kein organisirter Arbeiter zu Gesicht gekommen, der es billigen würde, wenn feitens feines Gewerts ein Streit beBeschluß für unüberlegt und unverständig bezeichnet. schlossen ist, daß dann ein Arbeitervertreter im Reichstage diesen " Die nächste Versammlung findet der Weihnachtsgeschäfte wegen erst im Januar statt. # = Im Ostbezirk des deutschen Holzarbeiter Verbandes sprach am 3. Dezember Dr. Joël über das Thema: Aus den ältesten Tagen der Menschheit." Die Versammlung folgte den Ausführungen des Vortragenden mit lebhaftem Interesse. Eine Diskussion fand nicht statt. Zu Werkstatt- Angelegenheiten waren die Kollegen aus den Werkstätten von Wolfner, Königsbergerftraße 30; Hansen, Fruchtstr. 25; Rohland, Grüner Weg 87; Trebe, Gr. Frankfurterstr. 32; Belder u. Plathen, Königsberger: straße 10, besonders eingeladen. In allen wurde von Seiten der Kontrollkommission Ueberstunden- und Sonntagsarbeit festgestellt. Aus den ersten drei war Niemand erschienen. Von der Werkstatt des Herrn Trebe bestritt der anwesende Kollege die Behauptung der Kontrollkommission, mußte aber doch endlich zugeben, daß Ausnahmen stattfinden. Ueber die Werkstatt von Belder und Plathen entspann sich eine lebhafte Debatte. Von den dort arbeitenden 26 Kollegen waren ungefähr die Hälfte erschienen, die sich dann mit der Versammlung einverstanden erklärten dafür zu forgen, diese Unfitte abzuschaffen. Nur einige waren der Meinung, daß wenn sie nicht nach Feierabend oder Sonntags arbeiten, sie in einer regelrechten Arbeitszeit mit faum 20 M. nach Hausen gehen müssen. Es werden in dieser Werkstatt Löhne von 10 bis 24 M. gezahlt, so daß derjenige, der mehr als 20 m. verdienen will, seine Arbeitskraft bis aufs äußerste ausnuten muß. In der Freien Vereinigung der Gravenre und Ziseleure hielt am Montag, den 4. Dezember, Herr Waldeck Manasse einen Vortrag über: Das Christenthum und der Friebe." Nach dem Berichte des Kollegen Barth hat das Sommerfest mit einem Defizit von 40,20 m. abgeschlossen. Der Vorsitzende macht bekannt, daß die statutengemäße Generalversammtung erst am Montag, den 8. Januar 1894, im Vereinskokal, Dresdenerstr. 45, stattfindet. Am 3. Weihnachtstag arrangirt der Verein einen Familienabend. Buchführung. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lefe- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Mart, Abends 8 Uhr, -Westen, bei H. Werner, Bülowftr. 59. bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Lefe- und Distutirklub Otto Reimer, Abends 8% Uhr, Wilhelmshavener ftraße 23 bei tuba. Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Borsigender ― Nord- West: Quartettverein Berliner Zurngen offenfchaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% uhr in der Turnhalle des die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turn Leffing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. = würde". Daß ich Auer's Ausführungen nicht billigte, daß ich an denfelben eine scharfe Kritik übte, ist mein unbestreitbares Recht, welches ich mir nicht von ihm verkümmern lasse, selbst wenn er noch so sehr schimpft. Auer selbst wußte, daß die Bergarbeiter in den Streit Bergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, Dranienfir. 183 p. Gefeutger Arbetterverein Graphia, Abends 8% uh, hineingetrieben wurden. Er selbst schildert in seiner Rede die Alte Jakobstr. 128( Logenhaus). Unterhaltungstlub Schiller, Abends Vorbereitungen zum Streit, die Abstimmungen der Vertrauenss uhr im Restaurant Solsbächer, Dreyfeftraße 3. Lepidopt. Vereinigung leute der Bergarbeiter, die einstimmigen Beschlüsse der BergOrion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenftr. 95, Restaurant Effenberg. Musttverein Soffnung, Abends von 9-11 Uhr lebungsstunde Prostauer- arbeiter- Versammlungen für den Streit und sagt dann sehr bestraße 35-37 bet Schneider. Bergnügungsverein Berolina, zeichnend: abends 9 Uhr im Restaurant Bur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Der Unwille der Bergarbeiter war es, der Sigung. Nach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Verein Solidarität, bends 8 Uhr im von Ehrenberg, Aunenstraße Nr. 16, thatsächlich zu dem Streit geführt hat, nicht die Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Heßerei. Hier hat sich das bekannte Wort bewahrheitet: man Ruderverein Vorwärts, Sigung Abends 8 Uhr, in der Spreeterraffe, Jannowizbrücke. Gefangverein glaubt zu schieben und wird geschoben. Die Leitung des BergFreya( gemischter Chor) Rirdorf, Abends 9 Uhr, bei Barta, Bergstr. 120. manns- Verbandes ist thatsächlich geschoben worden. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Lokale Sizung. Cuvryir. 48 bet Kricheldorff. Sprecisaal. Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Ar- Die Rebattion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Naum dafür beiterinnen( Ortsverwaltung Berlin 1) hielt am 4. Dezember Interesses zur Verfügung: sie wahrt fich aber gleichzeitig dagegen, mit dem abzugeben ist, dem Bublitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen feine Mitgliederversammlung ab. Ein Vortrag des Genossen Inhalt desselben identifizirt zu werden. Rohrlack über Arbeitslohn und Kaptaleinkommen" wurde von der Versammlung mit großem Beifall aufgenommen. An der Antwort an Herrn J. Auer. Diskussion betheiligten sich Frau Balm und die Kollegen Stein, Zug, Trug und Verleumdung wirst mir Herr Auer in Nr. 274 Korkowsky und Wolf, die sich im Sinne des Referenten äußerten. des Vorwärts" vom 21. November in feiner bekannten liebensHierauf debattirte die Versammlung über die Frage, ob sie den würdigen Art und Weise an den Kopf, weil ich auf eine gegen Lelegirten zur Generalversammlung verpflichtet, ein gebundenes die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands seiner Am Sonntag, den 15. Januar d. J., berichtete das Hamburger Echo" über den Stand des Streiks: Jin Saarrevier sollen am 13. Januar 18 594 Mann angefahren sein, 2547 mehr, als am Tage zuvor. Den geringsten Prozentsaz der Anfahrenden weist die Umgegend von Bildstock auf. Die am Donnerstag in Bildstock ab= gehaltene Generalversammlung, welche von über 8000 Personen besucht war, beschloß, weiter zu streifen." Am Donnerstag also noch beschließt eine Versammlung von über 8000 Arbeitern, weiter zu streiten: am Tage darauf, am Streit als unüberlegt hin. Freitag, hält Auer im Reichstag feine Rede und stellt ihren Sollte wirklich die Meinung eines vom eigentlichen Kampfgebiet entfernt lebenden ReichstagAbgeordneten größere Berechtigung haben, als die von 8000 kämpfenden Arbeitern? Und mag ich hundertmal überzeugt sein, der Kampf ist verlären, habe ich kein Recht," mich über ihre Beschlüsse hinwegzuforen, so lange die Arbeiter ihn selbst nicht für verloren cr= Mandat zu übernehmen. Auf die Aufforderung des Kollegen feits ausgesprochene, unbewiesene Behauptung mir auch einmal feßen, Die streikenden Arbeiter beschließen weiter zu streiken, erStein, doch die Tagesordnung der Generalversammlung erst bekannt eine Kritik seiner Handlungen erlaubte. In dem furzen gezu geben, erwidert der Vorsitzende, daß ihm bis jetzt der Haupt- brängten Bericht, welchen das„ Hamburger Echo" über meine laffen Aufrufe an die gesammte Arbeiterschaft Deutschlands, um vorstand die Tagesordnung noch nicht zugeschickt habe. Es wird Ausführungen brachte, ist nun gerade der Theil, gegen welchen Unterstützung( siehe Hamburger Echo" vom 15. Januar), schnelle sich aber um die Frage drehen, wie stellen wir uns zu dem Herr Auer sein Geschoß richtet, am knappsten behandelt und muß Hilfe ist doppelte Hilfe, heißt es dort. Industrieverband Die Mehrzahl der Redner sprach sich gegen ich deshalb einmal etwas präziser meine Angriffe gegen Herrn Ja, wenn erst einmal von der Reichstags- Tribüne herab den Industrieverband aus und wendet sich Kollege Zimpel gegen Auer wiedergeben. Von den meinen Rednern in der Versammpon einem Arbeitervertreter selbst der Streit für aussichtslos den Antrag, den Delegirten ein gebundenes Mandat zu geben, lung des 2. Hamburger Wahlkreises am 14. Nomber d3. J3. hingestellt worden, wer wird für eine verlorene Sache dann noch da ja nach der Diskussion der Beauftragte die Stimmung der war die Gewerkschaftsdebatte in Köln in dem Sinne geschildert unnütz Geld ausgeben? Berjammlung fennt. Als Delegirter wurde Kollege Rühl geworden, als handle es sich dabei nur um die persönlichen, Aus- Wer deckte also damals den Arbeitern den Rückzug? wählt. Ein Antrag des Vorstandes, dem Vertrauensmann 30. einandersetzungen zwischen Auer und Legien. Ich betonte daß aus der Vergnügungskasse zu überweisen, wurde angenommen. mir dieses das Nebensächliche sei, für mich handle es sich um die Kollege Hoffmann giebt bekannt, daß an seiner Stelle zum Ver- in Köln geübte Herabwürdigung der Gewerkschaften und der Ge: trauensmann der Agitatiostommission Kollege Fischer, Hennigs- werkschaftsführer seitens Auer's und noch vielmehr um die nach dorferstraße 24, gewählt ist. Am ersten Weihnachtsfeiertag meiner Meinung vollständig irrigen Ausführungen Bebel's über findet bei Säger, Grüner Weg 29, ein Kommers zu Ehren der die Gewerkschaftsbewegung. Herr Auer, der ihnen durch seine absprechenden Ausführungen im Deutschen Reichtage die Quellen der Unterstützung verstopfen half oder die Generaltommission, welche energisch für deren Unterstüßung eintrat? Hamburg, am 1. Dezember 1893. A. von Elm. Festgesente aus dem Berlage von J. S. W. Dich in Stuttgart. Naturwissenschaftliche Werke. ( Für die reifere Jugend geeignet.) Weltschöpfung und Weltuntergang. Die Pflanzenwelt. Das Wissenswertheft Die Entwidlung von Himmel und Erde. Bon Dewald Röhler. Dritte unveränderte Auflage. Mit 64 Abbildungen und 2 Sterntarten. Preis gebunden Wit. 3.50. Die Geschichte der Erde. Von R. Bommeli. Mit vielen Juuftrationen und 3 Karten. Preis gebunden in Prachtband Mt. 5.90. Der Mensch und seine Rassen. Bon Dr. B. Tangkavel. 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Hafenclever, K. E. Frohme und Adolph Lepp. Zweiter Band: Ges bichte von Jacob Audorf. Dritter Band: In Neih und Glied. Gedichte von einem Namens lofen. Bierter Band: Gedichte von Mag Kegel.- Fünfter Band: Gedichte v. Andreas Scheu. Jeber Band ist einzeln zu beziehen. Preis pro Banb elegant gebunden Mt. 1.Freie Gedanken. Sieber und Ballaben von Wilhelm Honk. Der Ring der Ewigkeit. Eine kosmische Phantasie von Wilhelm Houk. Beides in cinem eleganten Prachtband Mt. 1.50. ilderbuch für große und kleine Kinder für das Jahr 1893. Inhalt: Der boffnungsvolle Entel. Gemalt von G. Jauß. Farbiger Holzschnitt.. Den Alten und ben Jungen. Gedicht.. Am Scheibewege. Einleitung.. Der Löwe. Däumling unb Krieger. Gebicht.- Hüben und Drüben. Erzählung.-- Ums tägliche Brot. Gedicht. Das Dromedar. Die Puppe. Gedicht. Wieders Die verfolgte Wahrheit. Ein Märchen. gefunden. Eine Erzählung aus Hamburg. Die böse Here. Ein Märchen.- Das Geheimnis ber Acht. Gebicht.- Der reiche Peter und der arine Klaus. 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