Nr. 289. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljabrlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big fret in's Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Einget:. in der Boit Zeitungs: Breislijte für 1893 unter Str. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pig Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedirion ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Decadence.") Sonnabend, den 9. Dezember 1893. Wir in Deutschland haben uns an diese Tollheiten allmälig gewöhnt und find für den Aberwiz etwas abgestumpft. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Man betrachte nur nachstehenden Erguß, den wir dem Bolt" von gestern Abend entnehmen: Der Abgeordnete Liebknecht hat neulich im Reichstage die Ueberflüssigkeit der Juden frage bei uns damit begründet, daß es in anderen Kulturländern, wie in England und den Vereinigten Staaten von Nordamerita, eine Judenfrage nicht gebe. Da möchte ich die Leser dieser Zeitung an einen Ausspruch Stöcker's, der ja leider jett feine Ordnung in den Wirrwarr der Reichstagsdebatte bringen konnte, erinnern. Er sagte:„ Wenn London einen so großen Prozentsab von Juden hätte, wie Berlin, auch eine Judenfrage." Dann aber wollen wir doch ja nicht vergessen, daß die Eng länder mit ihrem Schachergeiste den Juden viel näher stehen, wie wir. Die Juden müssen es dort also schon ziemlich arg treiben, wenn man auf sie aufmertfam werden soll. In Amerika steht es ähnlich. Mein Bruder, der ununterbrochen neun Jahre hindurch in den verschiedensten Staaten Nordamerikas als Geistlicher thätig gewesen ist, also die Verhältnisse dort wohl einigermaßen fennt, antwortete mir auf meine Frage, wie es dort mit dem Antisemitismus stehe: Die Amerikaner fennen den Antisemitismus nicht, sie sind selber Juden." Ich meine: Je mehr man selbst innerlich Jude ist, desto weniger versteht man den christlichDie sozialen Antisemitismus, wie ihn Stöcker vertritt. Juden fann zwar niemand recht leiden, aber den jüdischen Geist wagen so wenige offen zu bekämpfen. Und viele Judengegner richten darum nichts aus, weil sie, wie die reinen Antisemiten, nur die geborenen Juden bekämpfen und So nicht die zu Juden gewordenen Deutschen. lange die Judengenossen ungeschoren bleiben, regieren durch sie die Juden. Massow. R. Schmidt, Paftor. Der Herr Pastor schreibt zwar für ein Stöcker'sches Blatt, allein die subjektive Wahrheit sagt er doch, d. h. er glaubt, was er sagt. Und nun verfolge man seine GeHeute lachen wir über die Streiche Cagliostro's und den Heuchelei- obgleich der Heuchler und Betrüger unzählige Einfluß, den er ausübte; wir begreifen nicht, wie er sind. Es ist ein Naturgesez, das sich vollzieht: das Das Wort Decadence- zu Deutsch: Verfall, Nieder- Gläubige und Anhänger finden, und zu verschiedenen Gesetz des Falls oder der Schwere, das für den Geist ebenso gang, langfames Absterben, Berseßung der Säfte und Momenten sogar eine bedeutsame tolle in der Politik gilt wie für den Körper. Schwinden der Lebenskraft haben der Gegenwart ipielen fonnte. Und doch ist hierin nichts Wunderbareres die heutzutage, unter unseren moderne, namentlich französische Schriftsteller als Charakter als in der Rolle, mal und zugleich als Urtheilsspruch auf die Stirn geschrieben, Augen und Händen z. B. der Bimetallismus und Die Frege und wie der Förster an die Bäume, die aus dem einen oder der Antisemitismus spielen. anderen Grunde gefällt werden sollen, sein Zeichen sett. Kardorff schlagen dem gefunden Menschenverstand nicht Fin de Siècle das Jahrhundertende das Ende des weniger heftig ins Gesicht wie Cagliostro, und sie haben Jahrhunderts der Bourgeoisie und der kapitalisti- lange nicht den Geist, nicht die imponirende Persönlichkeit schen Herrlichkeit ist als das Zeitalter der De- dieses Erzschwindlers, der, gleich den meisten Erzcadence von der geistigen Blüthe der bürgerlichen Welt schwindlern nicht blos Betrüger, sondern auch Betrogener Opfer des eigenen Schwindels. selbst gekennzeichnet worden. Wir nehmen Att von diesem war dann hätte es Für einen nüchtern denkenden Menschen, der in den Afte der Selbsterkenntniß und eines gewissen Galgenhumors. dunklen Winkeln des menschlichen Seelenlebens nicht Bescheid Stiefel muß sterben, und die Bourgeoisie auch. Die Decadence äußert sich bei Einzelmenschen, bei weiß, ist es einfach nicht zu begreifen, daß Männer, die Ständen und Klassen, bei Parteien, Staatsbildungen und ohne weiteres doch weder unter die Irrenhäusler, noch unter Gesellschaftsformen durch gewisse Erscheinungen, die ein die Hochstapler zu rechnen sind, bona fide, in ehrlichem Ernst untrügliches Zeichen der vor sich gehenden Auflösung sind. der Ansicht sein können, alles wirthschaftliche Elend werde Große Reizbarkeit, die sich bei jedem Anlaß abwechselnd mit einem Schlage beseitigt, wenn man die Juden aus dem in nervösen Ausbrüchen der Angst, in lächerlichen Wuth- Land jage und die Doppelwährung einführe. anfällen, in polternden Betheuerungen der Kraft äußert, und ein kritikloser Glaube an Wundermittel, die jede Krankheit des persönlichen, politischen oder sozialen Körpers Anders im Ausland, wo man von diesen Spielarten der unfehlbar heilen. In diesem, jedes Denken bei Seite sezenden Glauben verräth sich das sorgsam der Deffentlichkeit Decadence- Krankheiten nicht so arg heimgesucht ist. So spricht entzogene Bewußtsein, daß es Matthäi am letzten ist- malt ein schweizerisches Blatt, das uns zugeschickt ward, die jich die hilflose Verzweiflung. Der Extrinfende, der krampf- Basler Nachrichten", seine Verwunderung aus, daß wir haft nach dem Strohhalm greift, fragt nicht erst, ob der Sozialdemokraten uns im Deutschen Reichstage noch mit Strohhalm ihn auch tragen fann, er greift zu und glaubt Antisemiten herumschlagen müssen, und meint, wir würden die Rettung zu greifen. Als das Römerreich und mit ihm selbst zugeben müssen, daß dies ein Zeugniß von der Undie alte heidnische Gesellschaft zu Grunde ging, blühte der reise politischer Bildung in Deutschland" sei. Ganz gewiß Wunderglaube, blühten die Wunderpropheten und Wunder- ist es das. Allein nur in dem Sinne, daß es in Deutschdoktoren aller Art und auf allen Gebieten. Als in der land noch Bevölkerungstheile giebt, deren politische Bildung zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die gepuderte sehr unreif" ist, und deren Urtheilskraft unter dem Druck Bopfwelt des Feudalabsolutismus und des Ancien Régime**) der wirthschaftlichen Misère und des Bewußtseins der den Todeskeim in sich verspürte und die Morgenluft, den Rettungs- und Rathlosigkeit gelitten hat. Sturm einer neuen Zeit witterte, da begann die Aera der Wenn ein Fallsüchtiger die Asche einer bei Neumond dankensprünge. Der Boden, auf dem er steht und springt, politischen und unpolitischen Cagliostro's, die für die gefangenen und unter christlichen Gebeten verbrannten ist die Judenfrage", von deren Berechtigung er überzeugt tranten Menschen und Staaten das Lebenselixier hatten, Dohle, wie Frau Fürstin Bismarck sie zu spenden pflegt, ist. Er ist überzeugt, daß die Juden in Deutschland an dem und dem abgelebten Greisenthum den Vollsaft und die gläubig verspeist und dadurch von seinen fürchterlichen herrschenden Nothstand schuld find. Nun erfährt er, daß Lebensfrische der Jugend zurückzugeben vorgaben. Gebresten befreit zu werden hofft, warum soll nicht der gleiche Nothstand, und noch schlimmer, in England und Jetzt haben wir eine ähnliche Erscheinung. Für das, ebenso gut ein von Schulden erdrückter Bauer glauben, den Vereinigten Staaten von Nord- Amerika besteht, wo was unmittelbar um und vor uns ist, fehlt uns meistens daß, wenn ein paar Dutzend Juden geschlachtet und von einem wirthschaftlichen und politischen Einfluß der Ein gesundes Hirn der richtige Maßstab. Das Ferne, dem wir objektiv, urtheils womöglich geröstet und die Uebrigen gerupft und verbannt Juden nicht die Rede sein kann. frei gegenüberstehen, wird meistens richtiger beurtheilt und würden, er von allen Uebeln der fündhaften Erde ge- müßte hieraus schließen, daß die Annahme, der Jude habe abgeschätzt als das Nahe und Nächste, das, gerade weil es nesen werde? Die psychologische Ursache ist in beiden Fällen in Deutschland verschuldet, was in anderen Ländern uns berührt, auch unser Urtheil beeinflußt und trübt. die nämliche: Verzweiflung an der eigenen Kraft, notorisch ohne Einwirkung von Juden vorhanden ist, eine etnem Wort: Decadence. falsche gewesen sei, und es hätte nach einer gemeinsamen Ursache des gemeinsamen Uebels geforscht. 3 *) Französisch auszusprechen: Dekadangs, Verfall 2c. Französisch auszusprechen: angfjäng refchihm vorrevolutionäre Regierungssystem. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Skizzen mit Und ist einmal der Geist auf diese schiefe Ebene gerathen, das alte oder hat sich in den Frrgarten einer figen Jdee verrannt, dann giebt es fein Einhalten, keine Umkehr. Es ist das teine [ 28 fort Nicht so das Hirn unseres Pastors. Es verrichtet soein Wunder, und verwandelt die Engländer und Nein, ich wünsche es nicht!... Und Sie werden mich welchen Verbrechens er beschuldigt sei. Bald aber war der Vorsatz vergessen. Als Ardaljon in das Zimmer trat, wo zu nichts zwingen können." das Berhör stattfinden sollte, sahen ihm der bereits an-" Im gegebenen Falle ist Ihr Wille uns Gesetz," sagte wesende Gendarmerie- Oberst und der Staatsanwalt scharf der Staatsanwalt in seinem sehr liebenswürdigen und an; sein abgespanntes Gesicht infolge der schlaflosen Nacht achtungsvollen Tone, wir zwingen niemand, Aussagen und seine bei der körperlichen Untersuchung zerrissenen zu machen; aber ich halte es für nicht überflüssig, Ihnen mitKleider machten auf den Obersten einen so schlechten Gins zutheilen, daß Sie zweier politischer Morde angeklagt sind, und aus der sozialistischen Bewegung bruck, daß er mit einem unverkennbaren Gefühl des Ekels baß dafür Beweise vorliegen, daß sie die Morde vollbracht in Rußland. ( Aus dem Russischen überfest.) Ardaljon vergaß es, daß er selbst unvorsichtig gewesen Ardaljon schweigend andeutete, auf dem Stuhl Play zu nehmen. Ardaljon bemerkte es und ärgerte sich darüber: " Ich werde Dich schon zwingen, mir Achtung zu erweisen".. sagte er zu sich. haben. Uns ist überdies Ihre Reise nach Petersburg be fannt, ebenso Ihre Theilnahme an den Berathungen der Verschwörer in der Wohnung der Frau Jsjumkin, auf deren Aussagen hin Sie arretirt worden sind." " Das ist nicht wahr... Sie werden mich nicht fangen... Frau Jsjumkin hat mich nicht verrathen." Der Staatsanwalt blätterte in den vor ihm liegenden Akten herum und sagte, sie Ardaljon zuschiebend: " Wenn es Ihnen gefällig ist, so lesen Sie die Akten Ardaljon las Frau Jsjumkin's Aussagen. So eine Nichtsnußige! Wie durfte sie mich verrathen!" ,, Aber haben Sie denn nicht erkannt", sagte der Procureur, was für eine Sozialistin die Frau Jsjumkin war? Eine Schwärmerin für romanhafte Berwickelungen, weiter nichts. Ist Ihnen nicht gefällig zu rauchen?" „ Wer sind Sie?... Sie sind wohl noch ein unwar und nahm an, daß man ihn von Petersburg aus ver- mündiger Edelmann?"... fragte ihn der Oberst mit fangen. fragte ihn der Oberst mit folgt hatte; wahrscheinlich war die Wohnung, welche er spöttischer Miene. dort benutzt hatte, verdächtig, und man hatte ihn nicht ge-" Ich bin Mitglied des Exekutivkomitee's" antwarnt; er beschuldigte seine Kameraden in Petersburg einer wortete Ardaljon laut und mit Nachdruck. unverzeihlichen Nachlässig.it bezüglich seiner persönlichen Der gewünschte Effekt war erreicht, war erreicht, der Oberst durch." Sicherheit. Dann dachte er darüber nach, welche Beweise richtete fich auf und blickte Ardaljon scharf an; man wohl ihm gegenüber haben könnte; er erinnerte sich, daß zuerst hielt er die Antwort für Prahlerei, dann aber er den Offizier mit dem Stuhl geschlagen hatte, aber das konnte verschwand der verächtliche Ausdruck aus seinem Gesicht rief Ardaljon aus. nicht als bewaffneter Widerstand angesehen werden; möglicher wie bei einem Menschen, der nach der Kleidung seinen weise waren die Zeitungen ganz verbrannt, aber wenn Gast für einen unwichtigen Mann angesehen hat, und nun auch nicht, so war seine Schuld nicht so groß, man wird plöglich sieht, wie dieser sich als ein wichtiger Bogel entihn nach Sibirien verschicken, und von dort aus tann er puppte. Der Oberst blickte den Staatsanwalt an, welch die Flucht ergreifen. Letzterer sich Ardaljon's Gesicht genau betrachtete. Ardaljon wurde in seinem Nachdenken durch den Ge- Es verging eine Minute des tiefsten Schweigens; fängnißwächter unterbrochen, der ihm mittheilte, daß man Ardaljon lehnte fich in seinen Stuhl zurück und erfreute sich ihn zum Verhör in die Abtheilung der politischen Polizei an dem von ihm hervorgebrachten Eindruck. Er war sich führen wird. noch nicht bewußt, daß er eine große Dummheit begangen Als Ardaljon auf den Hof hinaustrat, bemerkte er hatte, weil er seinem Vorsaße nicht treu geblieben war, eine bereitgehaltene Kutsche; der Egoist war davon sehr aber ein Egoist ist ein ewiger Stlave seines Egoismus, und angenehm berührt, da er noch niemals in einer dieser führt ihn oft in das Verderben. Kutsche gefahren war. Unterwegs beschloß er, daß" Wünschen Sie nicht irgend welche Aussagen zu er nichts aussagen wollte, bevor er nicht erfahren habe, machen?" fragte der Oberst Ardaljon. Der Staatsanwalt reichte Ardaljon das geöffnete PorteBigarre hin. Diese Liebenswürdigkeit und Aufmerksamkeit schmeichelte Ardaljon sehr; er nahm schweigend eine Zigarette und rauchte sie au. ,, Welches Urtheil habe ich zu erwarten?" fragte Ardaljon nach kurzem Schweigen. „ Sie können sich selbst diese Frage beantworten." " Doch nicht den Tod durch den Galgen?" Selbstverständlich..." Ardaljon fuhr zusammen. Er fürchtete den Tod nicht, Amerikaner Knall und Fall in Juden. Er hat keine von Werth, zu sehen, wie tiefer denkende Männer über| Salzsteuer, aufgehoben würden. Für jeden Verständigen Ahmung davon, daß er ein Kräftstück glänzendster Philo- die gegenwärtigen Zustände und das Bukunftsgeschick ist es klar, daß wir keinen anderen Standpunkt in der Frage sophie des Unbewußten" verübt und immer unbewußt Italiens fich äußern. Cesare Lombroso in Turin, der Börsensteuer haben können, aber ebenso klar ist es, daß an die sozialdemokratische Lösung der Judenfrage von dessen Hinwendung zum Sozialismus wiederholt auch im die Antisemiten bemüht sein müssen, das Volk über unsere Vorwärts" die Rede war, wurde dieser Tage von einem beherauschießt, und an ihr vorbei. An dieser unserer freundeten Journalisten, C. Gobrero, aus Mailand auf- Beweggründe zu täuschen. Denn thäten sie das nicht, so Lösung, die darin besteht, daß der sogenannte jüdische gesucht, zu dem er äußerte: Die Entwickelung der Dinge in würden die Antisemiten, soweit sie ehrlich sind, in Massen Geist der Geist des Kapitalismus ist, daß zwar Italien nimmt eine Gestalt an, die den schließlichen Sieg des zu uns übergehen. Trotz aller elenden Praktiken der antinicht jeder Jude ein Kapitalist, aber jeder Kapitalist ein Sozialismus als ein nothwendiges Ergebniß voraussehen läßt. femitischen Partei wird dies doch früher geschehen, als sie Jude ist, und daß die Emanzipation der Juden und der Alles ist forrumpirt in den gegenwärtig herrschenden Zuständen, es ahnen. übrigen Menschen zusammenfällt mit der Emanzipation der und die Korruption bei uns erscheint so eingewurzelt, daß ihre menschlichen Gesellschaft von dem jüdischen und sonstigen Ausrottung schließlich ohne umstürzende Umgestaltung sich nicht Kapitalismus. Probatum est! denken läßt. Meine Ueberzeugung aber führt mich dahin, daß, Die Narrheiten der Cagliostro's und Kardorffe sind das phosphoreszirende Leuchten einer faulenden Gesellschaft; und dieser sinnberückende, irrlichternde Phosphorglanz der Verwesung mischt sich mit den Strahlen der anbrechenden Morgenröthe einer neuen Gesellschaft. Einkommensteuer- Reform in Sachsen. Nicht blos Der Herr Pastor freilich, den wir hiermit an die zu fann, erst eine andere Bartei bei uns das Huder ergreift, und seines Einkommensteuer- Gesezes beschäftigt. Der Herr Pastor freilich, den wir hiermit an die zu bevor der Sieg und die Herrschaft des Sozialismus eintreten Samburg, auch das Königreich Sachsen ist mit einer Reform Die wesent Juden gewordenen Deutschen" verweisen, begreift das nicht, so diese, andere Partei wird, staunen Sie nicht, die der lichen Bestimmungen des Gesezentwurfes sind die folgenden: wenig Herr v. Kardorff begreift, daß die Rückzahlung in Silber Kleritalen sein. Sie find flug genug gewesen, sich Der Entwurf besteht aus zwei Artikeln. Er rückt laut von in Gold währung kontrahirten Schulden heutzutage wenigstens äußerlich von der Korruption frei zu halten, Art. I die Grenze des steuerfreien Einkommens von 300 auf simpler Betrug wäre, Betrug sans phrase, Betrug im und wie fie als Vorgänger des kommenden Sozialismus 500 M. herauf und stellt in§ 12 die Stala im übrigen wie Sinne des Strafgesetzbuchs. Das ist nicht Bosheit, nicht gegenwärtig offiziell in Belgien die Regierung führen, ja wie sie folgt fest: in Klasse 1 bei einem Einkommen von über 500 bis 600 M. 2 M., in Klaffe 2 von über 600 bis 700. 3 M, Schlechtigkeit, nicht Bauernfängerei von Seiten der Herren heute sich anfchicken, als ausschlaggebende, dominirende Partei im in Klasse 3 von über 700 bis 800 m. 4 m., in Klasse 4 von Kardorff, Frege und Kompagnie; durchaus nicht, sie sind Reichstag in Deutschland die Politik des Deutschen Reiches zu bestimmen, so bin ich sicher, daß sie auch bei uns eine furze über 800 bis 950 M. 6 M., in Klasse 5 von über 950 bis allesammt Ehrenmänner es ist Decadence. Reihe von Jahren offiziell herrschen und regieren werden, bis 1100 M. 8 M., in Klasse 6 von über 1100 bis 1250 M. 11 M., dann um so gewaltiger, allgemeiner und plöglicher der Zu- in Klasse 7 von über 1250 bis 1400 M. 14 M., in Klasse 8 fammenbruch der alten Welt erfolgt.- Es läßt sich dieser von über 1400 bis 1600 m. 17 M., in Klasse 9 von über Schlußsolgerung des berühmten Psychologen ein gewisser Wirk- 1600 bis 1900 M. 22 M., in Klasse 10 von über 1900 bis lichkeits dust der Aktualität nicht absprechen. 2200 M. 30 M., in Klasse 11 von über 2200 bis 2500 M. 38 M., in Klasse 12 von über 2500 bis 2800 M. 46 M., in Klasse 13 von über 2800 bis 3100 m. 54 M., in Klasse 14 von über 3100 bis 3400 m. 62 M., in Klasse 15 von über 3400 bis 3700 m. 72 M., in Klasse 16 von über 3700 bis 4000 M. 82 M., in Klasse 17 von über 4000 bis 4300 M. 96 M., in Klasse 18 von über 4300 bis 4800 m. 112 M., in Klasse 19 von über 4800 bis 5300 M. 128 M., in Klasse 20 von über 5300 bis 5800 m. 144 M., in Klasse 21 von über 5800 bis 6300 M. 160 m., in Klasse 22 von über 6300 bis 6800 M. 176 M., in Klasse 23 von über 6800 bis 7300. 192 M. in Klasse 24 von über 7300 bis 7800 m. 208 M., in Klasse 25 von über 7800 bis 8300 M. 224 M., in Klasse 26 von über 8300 bis 8800. 242 M., in Klasse 27 von über 8800 bis 9300 M. 260 m., in Klasse 28 von über 9300 bis 10 000 M. 278 M., in Klasse 29 von über 10 000 bis 11 000 m. 300 M. Gegenwartsbild aus Italien. Unser italienischer Korrespondent sendet uns den folgenden Artikel, der durch die rasche Entwickelung der Thatsachen über holt ist. Das Ministerium Banardelli kam nicht zu stande. Trotzdem wird die Charakterisirung derjenigen Personen, denen die Leitung der italienischen Bolitik und Verwaltung anvertraut werden sollte, und die gelegentlich wieder auftreten werden, unsere Leser intereffiren. Wir lassen den Artikel folgen: Das Ministerium Giolitti ist gefallen, erstickt in dem Echlamm"( soffocato nel fango") der Korruption und der Bankstandale. Wie wird es wirthschaften und wie wird es enden? Aller Wahrscheinlichkeit nach in derselben Weise öder und stupider Unvernunft wie seine Vorgänger. Man bedenke nur folgende Thatsachen. Der neue Justizminister, Senator Inghilleri ist ein intimer Herzensfreund von Crispi und man betrachtet diese Ernennung als ein direttes Ergebniß der Ueber eintunft zwischen Zanardelli und Crispi. Auch der neue Unterrichtsminister Gallo ist ein eifriger Verehrer des Nachahmers des deutschen Säcularmenschen und nicht minder der Unterstaatssekretär Antonelli des neuen Ministers des Auswärtigen mit Namen Bara tieri. Wie sehr die ganze neue Regierungsfombination unter Crispi steht, Crispinischen Geist athmen wird, ist auch daraus zu er tennen, daß er selbst, der edle Wechselschuldner von 250 000 Francs an der Banca Romana, ganz allgemein als der zu wählende Präsident des demnächst eröffneten Parlaments genannt wird. Politische Iteberlicht. Berlin, den 8. Dezember. Der Eulenburg'iche Erla treibt Blüthen. Dem Hannoverschen Aktenstück zur Veröffentlichung zugegangen: Volkswillen" ist nachstehendes geheime Wennigjen, den 28. Oktober 1993. Zweigverein Wennigfen. Ew. Wohlgeboren haben im April d. J. sich vorläufig durch Unterschrift erklärt, dem Verbande zur Besserung der ländlichen Arbeiterverhältnisse als Mitglied beizutreten. Nach dem nunmehr eine große Anzahl Mitglieder zur Aufnahme sich bereit erklärt haben, hat der landwirthschaftliche Zentralverein der Provinz Sachsen die Aufnohme beschlossen. Nachdem Ew. Wohlgeboren Sich nicht abgeneigt erklärt haben, als Mitglied dem gedachten Vereine beizutreten, wird ergebenst ersucht, zur definitiven Erklärung über Ihren Beitritt und zur Wahl eines Bezirksvorstehers am Sonnabend, den 25. November d. J., Morgens 11 Uhr, zu der Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins zwischen Deister und Leine im Saale der Gastwirthschaft zu Pinkenburg in Wennigsen zu erscheinen. Unter Bezugnahme auf die frühere diesseitige Mittheilung wird als Hauptzweck des Vereins ergänzend Folgendes mitgetheilt: Der Verband verfolgt den Zweck, das Recht und die ehrliche Arbeit seiner Mitglieder zu schüßen und ihnen in ihren Bestrebungen zur Besserung der Lage ihrer ländlichen Arbeiter zu helfen. Zur Erreichung dieser Zwecke unternimmt es der Verband: a) seine Mitglieder zu schüßen gegen den bolosen Rontrattbruch ländlicher Arbeiter; b) feine Mitglieder zu unterstützen durch den Nachweis von Arbeitern und durch Anstellung und Ueberwachung von Agenten, insbesondere auch solcher für die soge nannte Sachfengängerei; c) feine Mitglieder zu vertheidigen gegen die immer zahlreicher in der Presse auftretenden Hezartitel; d) seinen Mitgliedern beizustehen im Rampfe gegen die sozialdemokratische Agitation auf dem Lande; e) seinen Mitgliedern zu helfen bei den Einrichtungen zum Wohle ihrer Arbeiter. Die vollständige Eröffnung des Verbandsstatuts wird in der gedachten Generalverfaminlung erfolgen. Die äußerste Linte der Bourgeoisrepublikaner hat ein Manifest erlassen voll schönklingender Phrasen. Das wesentliche daran ist das Verlangen einer Ersparniß im Jahresbudget von im Ganzen mindestens 100 Millionen Francs. Da sie aber in keiner Weise bestimmt aussprechen, wie die Ersparniß bezweckt werden soll, da sie als wüthende Vertheidiger des Privatfapitals sich wohl hüten, an die großen Vermögen zu rühren und eine direkte progressive Einkommens Stetter vorzuschlagen, so wird die Wirkung ihres Manifestes gleich Null sein. Der Geist Crispi's, der über den Wassern des neuen Ministeriums schwebt, bürgt dafür, daß aus dem Mark des ausgesogenen, durch die indirekten Steuern bankrotten Landes fein Bataillon der neuen schönen Kavallerieregimenter und kein neu geplantes Panzer- oder Torpedoboot weniger in den Dienst des Dreibundes und des Größenwahns gestellt wird. Inzwischen offenbaren sich die Zeichen des Verfalles der heutigen Wirthschaft in diefem unglücklichen Lande immer deutlicher. Das Eisenbahnunglück von Limito bei Mailand hat einen allgemeinen Schrei des Entsetzens hervor gerufen. 27 verkohlte Leichname unter den 46 Getödteten und ben zahlreichen Verwundeten waren in keiner Weise mehr wiederzuerkennen. Da hieß es in dem offiziellen Bericht: Nr. 15 ein weibliches Becken und ein Oberarm, Nr. 8 ein verkohlter, männlicher Schädel u. s. w. Das Ganze rief aus's lebhafteste die Er innerung zurück an den fürchterlichen Ringtheaterbrand in Wien. Wie Oesterreich durch Schlamperei mitregiert wird, so wird des landwirthschaftlichen Vereins zwischen Deister und Leine. Italien ganz vorzüglich mitregiert durch Korruption. Das ganze gez. v. eimburg. Hartmann. Eisenbahnunglück ist der Ausbeutungssucht der Kapitalisten geDas Amt Winnigsen gehört zu dem Landkreise Linden fchuldet, der schmutzigsten Profitgier der Verwaltung der Eisen- bei Hannover. Im Uebrigen bebarf der geheime v. Heimbahnen, die hier belanntlich alle gegründet" d. h. in den burg- Hartmann'sche Filialerlaß ebenswenig eines CommenHänden von Privat- Attiengesellschaften sind. Welch ein Abgrund tars wie der geheime Eulenburg'sche Originalerlaß. von Fäulniß, von Mißwirthschaft in diesen Eisenbahn- Verwal tungen herrscht, davon kann sich nur der einen Begriff machen, Die Stellung der sozialistischen Fraktion und der bei Gelegenheit eines Prozesses die Gerichtsaften über die Presse zur Börsensteuer Frage hat trotz aller VerGeheimnisse dieser Verwaltung in die Hände bekommt. Es ist begungen der bürgerlichen Presse, von der Bossischen Beitung" bis zum Volk", durchaus keinen Widerspruch aus den Reihen unserer Partei hervorgerufen. Hätte ein Sozialdemokrat zu Gunsten des Militarismus auch nur die geringste Steuer befürwortet, so wäre überall der Ruf ertönt: Keinen Groschen dem Militarismus". Wir sind eben eine Partei, die aus prinzipiellen Gründen handelt und die Es muß angenommen werden, daß durch das Nichter scheinen in der Bersammlung am 25. n. Mts. Die Beitritts. erklärung zum Verbande definitiv abgelehnt ist. Der Vorstand = Bon da bis zu einem Einkommen von 100 000 m. steigen die Kassen um 1000 M. und bei Einkommen von über 100 000 m. um je 2000 M. Die Steuersäge steigen bis zu 25 000 M. Einkommen, Klasse 43, um je 30 M., von da bis 31 77 000 M. Einkommen, Klasse 95, um je 40 M., von da bis zu 100.000 m. Einkommen, Klasse 118, um je 50 M. Bei allen weiteren Steuerklassen beträgt die Steuer vier vom Hundert desjenigen Einkommens, mit welchem die vorausgehende Klasse endet. § 13. Bei denjenigen Beitragspflichtigen, deren Einkommen den Betrag von 5800 M. nicht übersteigt, tönnen besondere, die Steuerfähigkeit wesentlich vermindernde wirthschaftliche Verhältnisse insoweit berücksichtigt werden, daß denselben eine Ermäßigung der in§ 12 vorgeschriebenen Steuersätze um höchstens drei Klassen, oder, falls dieselben einer der drei untersten Steuertlassen angehören, gänzliche Steuerbefreiung gewährt wird. Als Verhältnisse dieser Art kommen lediglich außergewöhn liche Belastung durch Unterhalt von Kindern, durch Verpflichtung zur Unterhaltung armer Angehöriger, andauernde Krankheit und besondere Unglücksfälle in Betracht. felir Artikel II bestimmt, daß das Gesetz am 1. Januar 1895 in Kraft treten soll. Für das Jahr 1894 werden die nach § 12 des Einkommensteuergesetzes vom 2. Juli 1877 fich er gebenden Steuersäge bei Einkommen von über 80 000 bis zu 100 000 Mt. um 10 vom Hundert, bei Einkommen von über 100 000 Mt. um 20 vom Hundert erhöht. Soweit sich für die betreffenden Beitragspflichtigen nach dem im Artikel I unter § 12 bestimmten Tarif ein die vorerwähnte Erhöhung nicht erreichender Steuersatz berechnet, hat die Erhöhung nur bis zu diesem letteren Steuersage einzutreten. Wie einfach wäre es, durch einen Aufschlag auf die höheren Steuerstufen, wie es der Abg. Bebel im Reichstage vorgeschlagen hat, die Ausgaben des Reiches zu decken oder zum mindesten die neuen Steuern überflüssig zu machen. Aber freilich eine Regierung, welche die Interessen der Bourgeoisie höher stellt, als die der breiten Boltsschichten, wird diesen Vorschlag niemals akzeptiren. Was uns auch recht sein kann. Gegen den Kolportagebuchhandel richtet sich ein Antrag der Zentrumspartei. Die Interessenten beginnen fich dagegen zu wehren. Von einem Berliner AgitationsKomitee zur Bekämpfung dieses Antrages geht uns die folgende Mittheilung zu: Zur Bekämpfung des den Buchhandel und alle mit ihm Derbundenen Buchgewerbe aufs ärgfte schädigenden und bie Preßfreiheit beschränkenden Antrages Gröber, Hize u. G. auf Abänderung der Gewerbe- Ordnung haben sich in den verschie denen deutschen Städten Komitees gebildet, welche aus Mitgliedern des Buchhandels, der Buchgewerbe und der Schrift stellerwelt bestehen. Zwei der bedeutendsten Komitees, das Berliner Agitationskomitee und die Leipziger Kommission, haben fich bereits zu gemeinsamem Handeln vereinigt, und der Beitritt der in den anderen Städten bestehenden Komitees steht bevor. Von Seiten des genannten Komitees ist eine Flug schrift über die in Betracht kommenden Fragen ausgearbeitet worden, die in nächster Zeit an alle Interessenten, sowie die Behörden, Abgeordneten u. s. w. verbreitet werden soll. Weitere Schritte der durch den genannten Antrag bedrohten Erwerbstreise stehen in Bälde bevor. da er nicht feige war; nur war ihm ber Gedanke an den Tod fürchterlich, weil er überhaupt noch nicht das Leben genoffen hatte. Dann überlegte er es fich, daß möglicher weise der Staatsanwalt gesehen hatte, daß er zusammen gefahren war und solches als Feigheit auslegen könnte; Opportunitätsrücksichten, wie etwa die Zentrumspartei, sein Egoismus regte sich bei diesem Gedanken auf. nicht fennt und auch nicht kennen darf. Ebenso Was liegt daran, sterben muß man doch!... sagte wenig dürfen persönliche Motive bei irgend einer EntArdaljon verächtlich. Weitere Fragen haben Sie nicht an fchließung unserer Partei mitspielen. Wenn bie mich zu richten?" antisemitische Preffe die Sache so barstellen will, Aber Sie selbst wünschen nicht zu antworten". als ob unsere Stellung zur Börsensteuer Frage auf bemerkte der Staatsanwalt. innere Bewegründe des Herrn Singer" zurückzuführen ist, fo beweist dies nur, daß wir Recht haben, wenn wir den ,, Ein eigenthümliches Schlaglicht" auf die Antisemiten eine bodenlose Unkenntniß unserer Partei- Sozialdemokratische Selbstverwaltung" verhältnisse vorwerfen. Das„ Volk" will aus der Saltung will die„ Germania" mit folgender Notiz werfen: unserer Partei weitgehende Schlüsse ziehen. Es schreibt: Der Jude Lassalle nannte die Börse„ das eiternde Ge schwür am Leibe der kapitalistischen Gesellschaft". Der Jude Singer stimmt gegen die. Börsen steuer. Die ganze Entwicklung der Sozialdemokratie in den letzten dreißig Jahren liegt in diesen Gegensägen umschlossen. Juden haben der Sozialdemokratie immer den Stempel aufgedrückt. Aber vor dreißig Jahren regierte die Partei ein wenn auch eitler, so doch in gewissem Sinne idealistischer Fanatiker. Heute besorgt dies Geschäft ein kühl berechnender Großkapitalist." Wir werden Sie nicht mit Fragen belästigen," fügte er noch hinzu. Ardaljon wurde wieder in das Gefängniß zurück gebracht. Den ganzen Tag nach dem stattgehabten Berhör dachte Ardaljon nur an das eine Wort:" Galgen". Dieses Wort setzte sich so fest in sein Gehirn, daß, als die Dämmerung eintrat, er glaubte an dem Fenstergitter eine Schlinge hängen zu sehen; er trat heran, und die Schlinge ver schwand. Er ging in seiner Zelle auf und ab, an der weißen Wand wiegte sich wieder eine Echlinge hin und her; er brehte sich um, jett hing die Echlinge an der gegenüberliegenden Wand. Gegen dieses memento mori proteftirte Ardaljon's gefunder Organismus sehr energisch. Ich will nicht sterben," sagte er. Dann dachte er darüber nach, wie er sich vom Tode erretten tönnte; nur zwei Möglichkeiten fielen ihm ein: die Flucht und die Befreiung durch seine Kameraden. Die sozialdemokratische Partei wird nicht von einzelnen Personen regiert, fie regiert sich selbst, daher wird die ebenso blödsinnige wie niederträchtige Berleumdung, daß Genoffe Singer das Heft der Partei in Händen hält", von der die antisemitische Presse zehrt, von den Partei genossen nur mit ungetheilter Heiterteit über die bodenlose Unkenntniß der gegnerischen Presse aufgenommen werden. Und sicher ist, daß der Jude Lassalle", fäße er Erftere mußte er aufgeben, als er seine Belle näher heute im Reichstage, genau so stimmen würde, wie die betrachtet und sich die firenge Bewachung vergegenwärtigt Bebel, Liebknecht, Aner, Singer 2c. Und ebenso sicher ist, hatte; ohne Hilfe von auswärts war eine Flucht unmöglich. daß wir für die Börsensteuer stimmen würden desto eber, Aber die Hoffnung, daß seine Kameraden ihn befreien würden, je mehr diese den Börsenschwindel trifft, aber nur dann, hielt einen vollen Monat lang bei ihm an. Bochum, 6. Dezember. Nach einem Bericht des nationalliberalen Rheinisch- Westfälischen Tageblattes" hat am Sonntag in einer Versammlung der Unterstützungskasse rheinisch- westfälischer Bergleute" der ehemalige Bergmann und jezige fozialistische Bergarbeiterführer Joh. Meyer folgende höchst interessante Thatsache mitgetheilt: Herr Gustav Lehmann, der gewesene fozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Beinah", hat von den eingegangenen Unterstützungsgeldern noch 1400 M. im Besitz. Als Meyer jüngst nach diesen Geldern gefragt, hat ihm Lehmann geant wortet: Wenn Ihr bescheiden seid, so will ich Euch was geben, sonst muß ich den Antrag dem Komitee vorlegen. Das Streiffomite, auf das hier Lehmann Bezug nimmt, besteht unseres Wissens nicht mehr, und da die geforderte Bescheidenheit" nicht Jedermanns Sache ist, so hält Herr Lehmann einstweilen den Daumen drauf, und die„ unartigen" Bergleute, für die das Geld zusammengebracht worden ist, be tommen nichts, weil Herr Lehmann nicht geruht, die Auszahlung vorzunehmen. Das ist echt sozialdemokratisch! Derfelbe Herr Lehmann, der fortgefest über die Noth und das Elend der Arbeiter jammert, hält 1400 M. Jahre lang feft, als ob in der ganzen Welt teine Noth und kein Elend vorhanden wäre! Jeder mit den Verhältnissen nicht vertraute Leser die Erträgnisse dieser Stenter nicht für den der Germania" wird natürlich annehmen, daß Genosse " Sie müssen mich befreien," sagte sich Ardaljon, sie Moloch Militarismus, sondern für Kulturaufgaben bestimmt Lehmann 1400 M. Arbeitergelder unterschlagen habe und müssen alles darau sehen, um mich zu retten werden oder wenn drückende Steuern, wie z. B. die dies bezweckt unzweifelhaft die eble Germania" und ihre wenn J Quelle das„ Bochumer Tageblatt". In Wirklichkeit liegt die Sache so, daß Lehmann im Auftrage einer Reihe nam hafter Parteigenossen 1400 M. zurückbehalten hat zur Unterstützung der großen Anzahl wegen Bergehen gegen Beschlüssen des Kölner Parteitags gemäß am letzten Sonntag Eine Parteikonferenz des Kreises Solingen hat den § 110 verurtheilten Bergleute und ihrer Familien. Die Germania" wird doch wohl nicht etwa schon den Grad dauernden persönlichen Streitigkeiten im Kreise zu regeln. Man alb von den Kollegen, daß sie strenge darauf achten, daß die von Frivolität erreicht haben, daß die wegen politischer einigte sich schließlich über die Wahl eines Kreisvertrauensmannes, nachkommen, sowohl an freiwilligen, wie an Vereinsbeiträgen, noch in ihren Verpflichtungen Bergehen verhafteten Arbeiter und deren Famlien feine als welcher Genoffe G. Hesmer- Solingen mit 15 gegen 6 Stimmen damit auch wir unseren Verpflichtungen nachkommen können. Noth und Elend litten und nicht in erster Linie ein An- gewählt wurde. Als Stellvertreter wurde mit 14 gegen 4 Stimmen Der Vorstand. recht auf Unterstützung hätten. Das Blatt einer Partei, Genoffe Wolfers- Solingen bestimmt. Zur Festsetzung der Komwelches bis vor kurzem der frühere Reichstags- Abgeordnete petenz des Kreisvertravensmannes wurde folgende Resolution Sonntagsarbeit. Vom Bundesrath abgewiesen wurde ein und Münchener Gemeindebevollmächtigte und Berather beschlossen:" Der Kreisvertrauensmann hat die Pflicht, die Ver- Gefuch des Vereins der Cement-, Kalt- und Gypsfabrikanten, ihres Bruderorgans, des Münchener Fremdenblattes" fammlungen zur Wahl der Delegirten für nationale und inter- welches dahin ging, den Befchluß, betreffend den„ Nacht- und Herr Konrad Fischer, angehörte, hätte allen Anlaß, sich zu nationale Parteitage, fowie zur Aufstellung eines Reichstags: Sonntagsdienst in ben Fabriken" abzuändern, den PortlandKandidaten einzuberufen gratuliren, wenn alle Parteigänger so rein daständen, wie fabriken mit kontinuirlichem Brenn- und Trockenverfahren auch Die Regelung der Preßangelegenheiten soll in einer deman Sonntagen den Gang der Mühle gestatten und den Portlandunser Genosse Lehmann. 01 ad astunächst vom Kreisvertrauensmann einberufenen Versammlung er- fabrifen mit periodischem Ofenbetrieb, sowie den Gyps- und folgen. Hoffentlich ist nunmehr der Weg bereitet, endlich den Kaltfabriken das Mahlen bis Sonntag Morgens 6 Uhr und von Die Bedientenfeelen in Deutschland, Desterreich schlimmen persönlichen Zwistigfeiten im Wahlkreise Solingen, Sonntag Abends 6 Uhr erlauben. Diefer Verein war aber, und Ungarn können sich vor Freude gar nicht fassen, daß welche die Bewegung dort bereits schwer benachtheiligt haben, wohlverstanden ein schweizerischer und der Bundesrath, der so eine bayerische Prinzessin einen Baron geheirathet hat. ein Ende zu machen. 3ft auf beiden Seiten der gute Wille vor wenig Verständniß für die Unternehmerintereffen zeigte, hat nicht Selbst Leitartikel werden diesem allen unbetheiligten Per handen, fo fann der Erfolg nicht fehlen. etwa in Berlin, sondern in Bern seinen Sig. fonen ganz gleichgiltigen Ereignisse gewidmet. Für uns ist blos die Aufnahme des Ereignisses in der bürgerlichen Breffe beachtenswerth, denn sie zeigt ihre Bedientenhaftig feit im hellſteit Lichte. sollen, daß er deffen Zeichenbegängniß beiwohnt, wenn dies dem unsere Schulden gedeckt find. In feiner Testen Sigung kam der Ausbeuter seiner Arbeitskraft nicht angenehm. Vorstand dahin überein: die Prozentabführung aufzuheben, um die Kollegen nicht allzusehr in Anspruch zu nehmen. Wie aber noch ein Schuldenkonto von 500 M. aus der Annonce im Borwärts" ersichtlich, haben wir immer Der Vorstand erwartet IS " Die Aera der Ministerkrisen. Aus allen Ecken und Enden Nachrichten von Ministerkrisen. In Italien ist Canardelli mit seinem Versuche der Kabinetsbildung endgiltig gescheitert. Der unvermeidliche Crispi ist von dem König berufen worden, und da Crispi einer jener Leute ist, die feinen Strupel haben, moralische Bedenken nicht kennen, und um einen Augenblick der Macht zu er kaufen, bereit sind, heroftratisch ein Land in den Abgrund zn stürzen, so wird er ohne Zweifel die Aufgabe auch übernehmen. Und da es noch ziemlich viel ähnliche Leute in Italien giebt, so wird er die nöthige Zahl von Kumpanen du mich eben Reben geben inno lleberraschungen, und viel ichimligiges Gewerbe betreiben. zusammen bekommen, und das„ neue Ministerium" bilden. Standale. Ist doch Crispi ein mit allen Hunden gehegter in Hamburg und Umgegend sein schmußiges Gewerbe betreiben. Panamist. Auch die deutschen Kannegießer, die in ihm einen Freund des Dreibundes begrüßen, können sonderbare Enttäuschungen erleben, denn Crispi hat noch keiner Berson und keiner Sache angehängt, die er nicht leichten Herzens" verrathen hätte. Zum Glück ist dafür gesorgt, daß die tödtliche Erschöpfung Italiens ihn an gefährlichen Sprüngen verhindert. - Volks- Tribüne" fündigt seinen Lefern an, daß es vom 1. Januar( Rheinland) wurde dieser Tage der Polizeidiener beerdigt. Er Unser Würzburger Partei- Organ, die Unterfränkische Ein Proletarier im Amtskleide. In Heusweiler in größerem Format erscheint; die Redaktion und der Verlag verfah zur allgemeinen Zufriedenheit feit dem Jahre 1871 das machen bekannt, daß der Abonnementspreis trotzdem nicht erhöht Amt eines Flurschüßen, Polizei und Bürgermeisterei Dieners. werde, fordert aber die Genossen auf, recht rege für die Ber- Für diese Dienstleistungen hat er täglich 80 Pfg. Gehalt be Platz fit, wenn man bedenkt, daß mit der größeren Auflage amtenlaufbahn auf jede Pension verzichten. Der Arzt soll nach breitung ihrer Presse einzutreten, eine Mahnung, die sehr am sogen, außerdem mußte derselbe gleich beim Beginn seiner Be einer Zeitung fortschreitend auch eine Verbilligung des Abonne- dem Ableben des so färglich Befoldeten festgestellt haben, daß ments eintreten tann, ungenügende Ernährungsweise zum Theil schuld am Lode des Hensweiler Polizeidieners gewesen sei. Am Ende des 19. Jahr fich erfitt seit einiger Zeit versuchen unfautere Glemente infolge„ ungenügender Ernährungsweife ,, Vorsicht! hunderts im Reiche der sozialen Reform" ein Gemeindebeamter geftorben. Bei Genossen vor dem Verkehr mit solchen zweifelhaften Gesellen und Laufenden und Abertausenden von Ürbeitern würde sich, mittelinsbesondere vor einem etwa 20 Jahre alten bartlosen jungen har oder unmittelbar, dieselbe Todesursache, nämlich langfames Berhungern feststellen lassen. Mann, der unter dem Namen Linstt, Leginsti, Schiff, Rosen- fames Berhungern feststellen lassen. baum 2c. die Genossen zu brandfchaßen versucht und sich als Allerlei aus der besseren" Gesellschaft. Die StrafLeer megen polnisch- russischer Student ausgiebt. Derselbe hat den polnischen fammer des Landgerichts Posen verurtheilte den Großdeftillateur Genossen Berlins viel Unannehmlichkeiten bereitet und soll jetzt Lewek wegen Steuerdefraudation zu 76 868 M. Geldstrafe oder 11/2 Jahren Gefängniß. Der grrroße badische OrdnungsDer Vorstand mensch, der frühere Abgeordnete Friderich, Präsident der Budgettommission der badischen Kammer, ist wegen Steuerhinterziehung SO Laufigerstr. 37, 2 Treppen. 397 legte erit vor furzer Zeit fein Mandat aus Gefundheitseiner Gelbſtrate on 9000 Mark bestraft worden. Der Herr mrücksichten" nieder. Vor dem Ulmer Schmurgericht wird gegen Polizeiliches, Gerichtliches: c. den Polizeikommissar Lipp von Göppingen wegen Ber Genosse Redakteur Schmidt, Frankfurt a. M., war brechens im Amt, Urkundenfälschung und Sittlichkeitsvergehen angeklagt, groben Unfug" durch 16 Boykotterklärungen verhandelt. Der Prozeß wird 4 Tage in Anspruch nehmen. um begangen zu haben. Es handelte fich theils um die Aufforderungen Der frühere bayerische Reichstags- Abgeordnete Conrad Fischer in Ortschaften der Umgegend. Schmidt hatte im Oktober für gehörte dem Zentrum an, ist aber von diefer Partei längst fallen bezüglich mehrerer Brauereien, theils um Saalveriveigerungen wird steckbrieflich wegen einer Meineidsfache verfolgt. Fischer obige Bergehen" einen amtsrichterlichen Strafbefehl von gelassen worden. In Koblenz erschien vor der Straffammer 820 W. erhalten, dagegen aber Einspruch erhoben. Am der Bürgermeister Heinrich Schulze aus Kirchsberg( Hunsrück), 7. Dezember fand die Verhandlung statt; fie endete mit Freider wegen einer einfachen Unterschlagung, 7 Unterschlagungen sprechung. In der Begründung wurde bemerkt, daß die von in amtlicher Eigenschaft empfangenen Geldern und falscher Boykotterklärung mit keinem Strafparagraphen bedroht sei. Gs Beurkundung in einem Falle zu einer Gefängnißftrafe von zwei gäbe wohl manche Handlungen, die vom Standpunkte der Moral Jahren unter Anrechnung von drei Monaten der erlittenen als Unfug bezeichnet werden tönnten. Der Strafrichter habe sich Untersuchungshaft verurtheilt wurde. aber richt von moralischen, sondern lediglich von strafrechtlichen Lediglich Gründen leiten zu lassen. Ju Serbien und Frankreich, wo soeben Mis nisterien zusammengeflickt wurden, sind diese so wacklig, daß von einem Ende der Krise noch nicht die Rede sein kann. Die Lage in Portugal ist sehr ernst die Cortes ( Kammern) sind von der topf- und rathlosen Regierung auf gelöst worden und man erwartet einen Staatsstretch, der unfehlbar den Bürgerkrieg zur Folge hätte. Und an Portugal grenzt Spanien, wo ein herüberfliegender Funke eine Explosion verursachen, und einen revolutionären Feuerbrand hervorrufen kann. Nach den neuesten Nachrichten ist die Aufregung in Italien sehr groß. Die Ministerkrise wird allgemein als eine Regierungskrisis aufgefaßt, und ein großes Blatt, der Popolo Romano"( das Römische Bolk") erklärt offen, bie Krise gefährde das Haus Savoyendie Monarch ie! Wir sagten das gleich zu Anfang. Ein franzöfifches Chauvinistenmärchen. Der Pariser Figaro", dieses Sammelbecken, in dem aller reaktionär- chauvinistische Klatsch und Schlamm aus Frank reich und der übrigen Welt zusammenrieselt, hat seinen Lesern die Jagdgeschichte aufgebunden, Italien habe im September dieses Jahres einen Angriff auf Frankreich geplant. Man denke Italien! Und das Komischste ist, es giebt Leute, die den Blödsinn für Ernst nehmen und Zeitungen, die ihn zu widerlegen suchen. = der polnisch sozialdemokratischen Partei. August Berfus, zu Die Wegen unrichtiger Lohnnachweisungen des im Jahre 1892 an seine Arbeiter gezahlten Gesammtlohnes, mußte gegen einen in der Nähe von München wohnhaften Ziegeleibefizer Straf antrag gestellt werden und hat das Reichsversicherungsamt auf Soziale Ileberlicht. dessen Beschwerde hin im Hinblick auf§ 106 des Unfall- Versicherungsgesetzes die Ordnungsitrafe von 200 M. auf den Betrag Bildhauer! Wer noch im Besitze von Listen für die Wiener von 100 m. ermäßigt. Im Wiederholungsfalle würde selbstBildhauer ist, hat diese leer oder mit Beiträgen umgehend abzu- verständlich eine höhere Strafe in Wollzug gesetzt werden. liefern, Sonnabend oder Dienstag Abend bei Ehrenberg, Annen- herrschende Moral nimmt an derartigen Steuerbinterziehungen Straße 16 an unterzeichnete Kommiffion. Der Streit der Wiener wenig Anstoß; der„ Hereingefallene wird von seinen KlaffenKollegen ist beendet. Wir machen ferner aufmerksam auf die genoffen höchstens bebauert. Der arme Teufel aber, der, um am 12. Dezember dieses Jahres in der Königebant" Große feinen Hunger zu stillen, nur einen noch so geringen Werth unterFrankfurterstraße 117( an der Andreasstraße) stattfindende öffentschläge oder stiehlt, wird hinter Schloß und Riegel gebracht. liche Bildhauerversammlung mit Vortrag des Herrn Dr. Hey: Dem Geschäfts- und Nechnungs- Bericht der Invaliditätsmann, über„ Die Organisationsformen des Proletariats", sowie Rückblick auf den Wiener Streit. Versäume Niemand diese Ver- und Alters- Versicherungsanstalten für das Jahr 1892 entnehmen sammlung und mache Jeder Fernstehenden dieses bekannt.( Siehe wir folgende Ginzelheiten. Ausgezahlt wurden im Deutschen Reich Reich a Inserat am Sonntag.) st an Alters und Invaliditätsrenten im Ganzen 13 032 341,40. Die Verwaltungsfoften waren ganz erhebliche; sie betrugen 4 546 150,51 M., was für den Kopf des Versicherten eine Ausgabe von etwa 0,49 m. ergiebt oder 5,14 pct. der Gesammteinnahme an Beiträgen ausmacht. 3. Die Agitationskommission der Bildhauer Berlins. J. A.: P. König. Schuhmacher des Westens! ( Siehe Zur Arbeitslosigkeit in Holland wird uns von einem holländischen Parteigenossen als Berichtigung und Ergänzung der von uns der Vossischen Zeitung" entAm Montag, Morgens 9 Uhr, findet wiederum eine Vernommenen Notiz in Nr. 286 des Vorwärts" folgendes breitung von Flugblättern und Handzetteln für den Westen statt. geschrieben: Kollegen, welche fich betheiligen wollen, werden ersucht, sich ein" Der Bürgermeister von Amsterdam, der sich bereit zufinden bei Werner, Bülowstr. 59. Daselbst ist auch am Rosten der Kontrolle 128 a. Kosten der Einziehung der Beiträge(§ 112 Absatz des Invali Von den Verwaltungskosten entfallen 804 026,34 M. auf die ditäts- und Alters- Versicherungsgefeßes), 488 849,85 M. auf die die stoften ber Schiebsgerichte...) und 361001,82 M. auf Die Gesammteinnahme aus Beiträgen belief sich mit Eine schluß der Beiträge für Seeleute auf 88 530 628,80 m. Die Zahl der verkauften Beitragsmarken beträgt rund. 100 Millionen in Lohntlasse I, II, 171 95 58 III und IV; erklärt haben soll, das möglichste zur Linderung der Noth Abend 8 Uhr die Versammlung der dritten Filiale des Bereins zu thun, hat nichts versprochen; im Gegentheil hat er, deutscher Schuhmacher. als die Kommission der Arbeitslosen eine Unterredung mit J. A.: Heinr. 2 au, Bergmannftr. 22. ihm hatte, gesagt, er begreife eigentlich nicht, An die Metallschleifer Berlins und Umgegend. Kollegen! was sie wolle. Er machte es also wie die Behörden Keine Branche innerhalb der Metallindustrie steht der Ausbeutung im ganzen Lande, und zeigte sich durchaus unfähig dem von seiten des Fabrikanten und des Kleinmeisters fo wehrlos Nothstande abzuhelfen. Nur ein Gemeinderath, in Fries- gegenüber, wie die der Metallschleifer. Wohl hört man fortgefekt überall die Kollegen über schlechte Löhne tlagen, wohl land, desjen Majorität aus Sozialdemokraten besteht, hat fürchtet jeder die ihm bevorstehende lange Arbeitslosigkeit, und an Doppelmarken werden rund 158 000 als verkauft nach es versucht, der drohenden Arbeitslosigkeit vorzubeugen. obwohl schon jest bereits ein Drittel existenzlos in den Straßen gewiesen. Er wollte Land antaufen und bearbeiten lassen. Cine Berlins umberirrt, findet sich doch immer nur ein fleiner Theil, lich des Berthes der Inventarien belief sich bei Ablauf des Der Vermögensbestand der Versicherungsanstalten einschließhöhere liberale Behörde hat ihn daran gehindert. welcher ernstlich gewillt ist, diefen Uebelständen entgegenzutreten. Die Arbeitslosigkeit in Holland nimmt schon große Darum, Kollegen, legt Guren Schlendrian endlich ab! Laßt alle Jahres 1892 auf Dimensionen an. Die Arbeitslosen drohen, falls ihnen Vorurtheile und persönlichen Streitereien fallen und schließt Guch nicht geholfen wird, diesen Winter in einem großen Auf der bestehenden Organisation an, denn nur durch festen Busam- wovon bis dahin suge nach der Residenzstadt, dem Haag, zu ziehen, um vor werdenden Uebergriffen unserer Arbeitgeber nachhaltigft ent- dem Refervefonds(§ 21 a. a. D.) überwiesen worden find. menschluß werten wir im Stande sein, den immer maßloser ben Augen der Regierung zu demonstriren. gegenzutreten. Ich ersuche deshalb alle Kollegen dringend, in Die durchschnittliche Verzinsung der Kapitalanlagen erfolgt der Branchen- Berfammlung der Schleifer, die am Montag, den wie im Vorjahre mit 8,67 pet. 11. Dezember, Abends 81/2 Uhr bei Billig, Neue Friedrichstraße 44 stattfindet, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Alles Weitere befagt das Inserat. Parteinachrichten. Das Andenken Tölcke's soll durch die Herausgabe einer Biographie geehrt werden und ersucht die Redaktion der Rhein. Wefif. Arb.- 3tg." die Genossen und Freunde des Verstorbenen, alles hierzu geeignete Material ihr einzusenden. 151 891 192,87 Mart, 12 717 225,14 Mart, größern fich fort und fort; nichtsdestoweniger wird weder die Die Einnahmen der preußischen Staatsbahnen ver Friz Sasse, Bogenstraße 40, 3 r. Lage der Arbeiter im Bahnbetriebe verbessert, noch finden Ver= befferungen zu gunsten des Publikums ftatt. Preußen wie Achtung, Textilarbeiter! Da zur Beit die Arbeitslosigkeit überhaupt Deutschland hintt in allen Einrichtungen, die den bierselbst einen hohen Grad erreicht hat und die Löhne dem- Fabrgäften zugute tommen, fast allen anderen Staaten hinterentsprechend äußerst niedrige find, werden die Textilarbeiter brein. Das wird natürlich so lange der Fall sein, als alle Deutschlands gebeten, den Zuzug von Neumünster fernzuhalten. Reffortminifterien mit ein ander wetteifern, mit ihren UeberDa die Fabrikanten namentlich aus Sachsen fich neue Arbeiter schüssen den Militärmoloch zu füttern. Die Einnahmen der Im Nachtasse des Todten befinden sich zahlreiche zu verschreiben suchen, werden die sächsischen Kollegen besonders preußischen Eisenbahnen betrugen 1893: werthvolle Trudschriften, Briefe und Aufzeichnungen, die sich auf gewarnt. Die Arbeiterpresse wird um Nachdruck gebeten. die Arbeiterbewegung und insbesondere auf den Allgemeinen Die Textilarbeiter Neumünsters. Teutschen Arbeiterverein beziehen. Mit der ihm eigenen pein Achtung, Weißgerber! Zu dem Streit der Weißgerber lichen Gorgialt hat Tölde alles, was ihm von Bedeutung schien, gefammelt, aufbewahrt und geordnet, und namentlich ist das in Magdeburg ist zu berichten, daß derselbe unverändert weiter von ihm selbst Geschriebene von durchsichtiger Klarheit und durch besteht. Es ist bahin eine Henderung eingetreten, daß die übGenauigkeit des Inhalts ausgezeichnet. Auf den Wunsch des Partei- rigen Fabrikanten unserer Branche unseren Prinzipal auf invorstandes, daß diefer foftbare Schatz an das Partei- Archiv über- direktem Wege beistehen, indem sie ihre ältesten Arbeiter mit gehe, ist die Familie Zölde sofort bereitwillig eingegangen. 6-8 Kindern entlassen uud jüngere Leute behalten. Man glaubte jedenfalls, daß die Entlassenen die Pläge der Streifenden beseker ift auch für sie gesorgt. Der Buzug ist bis jetzt ferngehalten und würden. Aber weit gefehlt. Durch unsere gute Organisation bitten wir, denselben auch für die Zukunft fernzuhalten, dann ist Wegen seiner Betheiligung am Leichenbegängniß Zöldfe's ist der Feilenhauer W. aus der Arbeit entlassen worden. Sein Unternehmer besorgte dies in folgender, sehr gewählter" Form: uns der Sieg sicher. Wir beide passen nicht zusammen, denn ich habe Sozialdemo fraten genug in meiner Fabrit, Ste tönnen aufhören." Einigen Benossen ist es möglich gewesen, bem Entlassenen sofort wieder Arbeit zu verschaffen. So kann der Unternehmer durch seine ökonomische Macht seine Arbetter zwingen, zu sprechen, zu lesen, zu denfen, was er für gut hält. Mehe dem Arbeiter, wenn er das Andenken eines Lahingefchiedenen glaubt dadurch ehren zu Lohntommission der Weißgerber Magdeburg- Neustadt. Sämmtliche Arbeiterblätter werden um Abbruck gebeten. Perfonens verfehr M. 20 589 676 +787 242 164 426 176 Getra ordinarium im Ottober: aldey Güter m. alle 62 136 835 +8 821 902 April S Bufammen mesm M. 4521 188 +842 814 87 247 699 +4 451 958 Oktober: 884 753 193 28 139 257 577 318 626 +6 639 832+21 712 796+914 719 +29 267 347 Ende Oktober waren auf den preußischen Staatsbahnen 25 840 Kilometer im Betriebe oder 349 Kilometer mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die Total- Einnahme stellte sich im Oftober auf 8378 M. für das Kilometer oder 128 M. höher als im Vorjahre. Gin Riesentrust hat sich in Wisconsin( Amerika) gebildet, An die Töpfer und Berufsgenossen von Berlin und dem 150 Millionen Francs Kapital zur Verfügung stehen. Der Umgegend. Die letzte Vereinsversammlung beschloß die Ab- felbe stellt sich die Aufgabe, 10 Minen von Wisconsin und führung der Beiträge zum Streitfonds so lange fortzusetzen, bis Michigan auszubeuten und hofft alle Konkurrenz zu besiegen. Für den Inhalt der Inferate über. Adolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Taute. gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Theater. - Sonnabend, den 9. Dezember. Opernhaus. Mara. Die Puppenfee. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Aus eignem Recht. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Zum 30. Male: Unserem ersten Revisor W. Bredow ein drei Mal donnerndes Hoch zu seinem 40. Wiegenfejte. Nu aufgepaẞt! 599b Die Ortsverwaltung III. Todes- Anzeige. Allen Genossen, Freunden und Befannten hiermit die traurige Nachricht, daß unsere uns unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante, die Wittwe Johanna Kleinert geb. Mayer, am 5. d. M. nach kurzem Krantenlager im Alter von 69 Jahren plötzlich verGrosse Wähler- Versammlung für den 4. Kommunal- Wahlbezirk am Sonntag, den 10. Dezember, Vormittags 10% Uhr, in Martens Lokal, Friedrichstraße Nr. 236. Zages Ordnung: 1. Die Bedeutung der Wahlen zur Berliner Stadtvertretung. Referent Abgeordneter Paul Singer. 2. Diskussion. Zu der vorigen Versammlung war derfelbe durch nothwendige Reichstags- Geschäfte verhindert, diesmal ist sein Erscheinen gesichert. storben ist. Die Beerdigung findet am der Leffing- Theater. Mauerblümchen. Die eiserne Jungfrau. Bubr, von der Leichenhalle d. Matthias Friedrich- Wilhelmnädt.Theater. Der Bettelstudent. Residenz- Theater. Die Dragoner. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplat- Theater. Die Kons feltioneuse. National- Theater, Maria Stuart. Theater Unter den Linden. Der Mikado. American Theater. Die Troden wohner oder das Kind in der Kommode. Die Gründung Roms in der Möckernstraße. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. = Reichshalleu- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Posse mit Gesang in 3 Akten von Charles Clairville. Musik von Louis Varnay. Anfang: 7/2 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Francis Era am aflatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Im vierten Stock. Charakterbild in 1 Akt. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Castan's Panopticum. National- Theater. Ohne Extra- Entree. Große Frankfurterstraße 132. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften von Schiller. Kaffeueröffnung 6% Uhr. Anfang Regie: May Samist. Vorstellung 71/2 Uhr. der Morgen Sonntag: Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen. Anfang 7 Uhr. Der Glöckner von Notredame. Hierauf: Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. American- Theater. Heute zum 53. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner Sonntag, den 10. Dezember, Nachm. Uhr, gemeinde in Südende aus statt. Um 52932 stilles Beileid bittet Im Namen der Hinterbliebenen Ferdinand Kleinert. Lüzowstr. 113. Berlin W., den 6. Dez. 1893. 6096 Todes Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die Große öffentliche Versammlung oft- und westpreußischen Sozialisten Sonntag, den 10. Dezember, Abends 6 thr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Straße Nr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen F. Riesop über:" Die Frauenfragen und der Sozialismus". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Der ost und westpreußische Männergesangverein ist anwesend. Die Agitations- Kommission. 254/19 traurige Nachricht, daß meine innight Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter geliebte Frau Louife Behrens, geb. Graul, am 7. d. M. plötzlich entschlafen Berlins und Umgegend. der ,, Urania", Wrangelstraße 10: ift. Die Beerdigung findet am 10. b. M., Montag, den 11. Dezember, Abends 8½ Uhr, im Saale Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes statt. Der tiefbetrübte Gatte nebst Kindern. Georg Behrens, Wrangelstr. 97. Moritz Play. Etablissement moritzBuggenhagen. Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausichant von Vakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Bezirksversammlung für den Süden. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Montag, den 11. Dezbr., Abends 8½½ Uhr, im Restaurant Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Branchenversammlg. der Metallschleifer. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über:„ Die GewerkschaftsKonzert in den unteren Restaurations Organisation und ihre Bedeutung". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitdem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. täminen, Entree 10 Pf., Sonntag in glieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die 17jährige Siamesin Säle für Versammlungen, Rommerse, der ,, Krao" Uebergang vom Affen zum Menſchen Festlichkeiten 2c. Präuscher's MUSEUM anatomisches Heute, Sonnabend, den 9. Dezember, Abends 81/2 Uhr, Vertrauensleute des Nordens bei Wilke, Hochstraße 32. Morgen, Sonntag, den 10. Dezember, Vormittags 10 Uhr, VertrauensBöhmisches Brauhaus, Friedrichstraße 65a, Ecke Mohrenstraße leute des Südens bei tau, Staligerstraße 126. Sonnabend, den 9. Dezember: Viel Neues, darunter der Schußkanal der 9 Kugeln des Große Ertra- Soiree deutschen Militärs, fünf Körper Der gehend durch Stettiner Sänger. Geöffnet von früh 9-10 Uhr Abendz Anfang 8 Uhr. für erwachsene Herren. Entree 50 B Dienstag u. Freitag: Damentag. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Besonders amüsantes Programm. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Sonntag: Soiree in Sanssouci. oder: Das Kind in der kommode. Circus G. Schumann, !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet und Preisringer. Kraftproduktion m. 2 Pferden. Familie Ueberle, Parterre- Gymnaftiter. Gebr. Palmer, Gymnaft. Zahnproduktion. Signorina Kathi, Drahtseiltünstlerin. Frl. Möller, Schlangendame. Prl. Torci Kör, Ungarische Sängerin und Tänzerin. Georg Cordes, Gesangshumorist. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Entree:{ G Wochentags 8 Uhr. Sonntags 75 Pf. Wochentags 50 f. A. Zimmermann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Sonnabend, den 9. Dezember, Abends 7/2 Uhr: Große Elite- Borstellung mit vorzüglich gewähltem Programm. Gastauftreten der berühmten Fechterinnen Geschw. Ferno. Als Konkurrent mit den Damen Floret zu fechten, hat sich angemeldet Herr Fedjtlehrer Neumeister. Zum 1. Male: Cancan vor Gericht. Ballet Burleske in 2 Tableaux. Arrang v. d. Balletmeisterin E. Strigelli. Mufik v. Kapellmstr. Hrn. J. Schumann. Vorkommende Länge: Harlequinade von 8 Damen u. 8 Herren. Tyrolienne, 4 Damen. Schottisch, Schmetterling, Bolta 2c. Neu! Zum 1. Male: Neu! Grosser Serpentintanz von 4 Damen. Cancan à la Parisienne vom gesammten Personal u. f. w. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachmitt. 4 und Abends 71/2 Uhr.( Nachmittags 1 Kind frei). Auftreten der Fechterinnen Geschw. Ferno. Cancan vor Gericht. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. ratweil'sche Circus Renz, Bierhallen ( Karlstraße.) Sonnabend, den 9. Dezember, Abends 74 Uhr: Hommandantenir.77-79. Gala- Sport- Vorstellung. 170 der edelsten und bestMelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 61/2 Uhr ab: dressirten Pferde in der Manege. 1. a.: Blondel, neu dressirt und vor. geführt vom Dir. Fr. Renz. MonstreConcert D. ungarisch. Tableau von 60 Hengsten, vorgeführt Magnaten- Kapelle und Auftreten von vom Dir. Pr. Renz. Grande Quadrille de la haute équitation, geritten von 6 Damen und 6 Herren. Great HurdleRace von 20 Pferden. Die Post mit Künstlern. Spezialitäten 12 Bferden, geritten von Hrn. Gustav. 1. Ranges. Anf. Wochent. 7% Uhr. Entree 15 Bf., reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Bf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. Der unnachahmliche Clown Imitator Mr. Ybbs. Mr. Lavater Lee u. f. w. Zum Schluß: Huldigungsgruß an Berlin. Entree 50 Pfg. Sonntag, den 10. Dezember: 3wei Urania- Vorstellungen. Vormittags 9 Uhr und Nachmittags 1 Uhr. Beginn der Vorstellungen 10 Uhr resp. 2 Uhr. 231/9 Der Vorstand. Achtung! Böttcher. Achtung! Am Sonntag, den 10. d. M., Vorm. 10 Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21: PassagePanopticum. 112/20 Ein Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Möller über: Die Gewerk. schaftsbewegung und der Kölner Parteitag". 2. Diskussion und Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Böttchers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann: V. Müller. Weihnachts- Sattler- Versammlung Märchen von Dr. Jul. Lohmeyer. Musik von Th. Krause. Orts Krankenkasse 3 der Gelbgiesser. Tie außerordentliche General verfammlung findet am Sonntag, den in Rixdorf am Sonntag, den 10. Dezember, Vormittags 10% Uhr, in Nitschke's Lokal, Steinmetzstraße Nr. 45. Tagesordnung: 1. Unsere Lage. 2. Gründung einer Verwaltunge stelle des Verbandes der Sattler und Tapezirer. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 290/20 17. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. im Saale des Herrn Frädrich, Alte Jakobstr. 89, statt, wozu sämmtliche Arbeitgeber, welche Beiträge aus eige General- Versammlung nen Mitteln zur Kaffe zahlen, sowie am Montag, den 11. Dezember, Abends 8 1hr, im Lokal jämmtliche großjährigen Kaffenmitglieder hiermit eingeladen sind. Quittungsbuch legitimirt. Tages Ordnung: von Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: 1. Wahl der Werkstatt- Kommission und des 2. Vor604b sigenden. 2. Antrag des Kollegen Riediger,§ 2 des Statuts. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 1. Newahl für 24 Arbeitgeber- Bertreter und 53 Vertreter der Kassenmitglieder 253. 20 gemäß§§ 47, 47a und 47b des Statuts. 2. Verschiedenes. Berlin, den 8. Dezember 1893. 601b Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Bormittags 104 Uhr, Rosenthalerstraße 38: Vortrag von Herrn Waldeck Manasse: Nathan der Weise. Gäste sind sehr willkommen.[ 417/15 Bon 3-5 Uhr: Fortbildungsstunden, von 5 Uhr ab: Wohlthätigkeits- Bazar mit Konzert und gesell. Beisammensein. Um zahlreichen Besuch ersucht höflichst Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche besch. Arbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, den 10. Dezember, Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeld, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streif. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission. 3. Wahl von drei Revisoren zur Prüfung der Rechnungen der Vertrauensleute. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersuchen 196/10 Die Vertrauensleute. Bontobuch- Arbeiter! Weihnachts- Ausverkauf. Montag, den 11. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: von 65 Pf. Tischdecken pr. Std. ant. Gardinenstoffe von 30 Pf. pr. Meter an. Läuferstoffe. v. 25 Pf. pr. Mtr. an. Oeffentl. Versammlung. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage der Kontobud- Arbeiter. Referent Rollege Bernh. Jost. 2. Diskussion. 3. Werkstuben Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 458/2 Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 0 Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Stralauerstraße 18, 1 Tr. der Steinfegrammer und Berufsgenossen Berlins und Umgeg. am Sonntag, den 10. Dezbr., Vorm. 10 1hr, Gr. Parade- Schauſtück v. Dir. Fr. Renz, Ginzel- Verkauf nur von 12-8 Uhr im Lokale des Herrn Hensel, Invaliden- Straße Nr. 1. mit Aufzügen, Festspielen, Solos und Ensemble- Tänzen von 80 Damen. Preise der Pläge wie gewöhnlich. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind frei) und Abends 7/2 Uhr. Buldigungsgruß". Fr. Renz, Direktor. " Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Wollen die Nammer und Berufsgenossen Einem Theil der Auflage unserer eine Filiale des Verbandes der Steinfeßer und Berufsgenossen Deutschlands heutigen Nummer liegt ein Pro- gründen? Referent A. Knoll. 4. Verschiedenes. spekt der Firma M. Löwinsohn, Um zahlreiches Erscheinen ersucht Berlin O., Grüner Weg 32, bei. 6185 Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 289. Kommunales. Sonnabend. den 9. Dezember 1893. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten haben folgenden Antrag bei der Stadtverordneten Versammlung ein gebracht: 0 Tokales. Fernsprechanschluß der Redaktion, Expedition und Buchhandlung des Vorwärt 3" Amt I Nr. 1508. " M Um der in immer wachsendem Umfange hervortretenden Arbeitslosigkeit und dem sich hieraus ergebenden Nothstande der Arbeiter durch Beschaffung von Arbeit nach Möglichkeit zu blattvertheilung im 4. Rommunal Wahlbezirk statt und werden Am Sonntag, den 10. d. M., früh 8 1hr, findet FlugSteuern, ersucht die Stadtverordneten- Versammlung den Magistrat: I. Die Arbeitszeit der in den städtischen Betrieben- Straßen- die Genoffen, welche sich daran betheiligen wollen, ersucht, recht reinigung, Part- und Gartenverwaltung, Kanalisation, Gas- pünktlich Schützenstr. 58 bei Kiesel zu erscheinen. anstalten, Markthallenverwaltung, Vichhof u. s. w.- beschäftigten Die Arbeiter- Bildungsschule, welche am 13. Januar 1894 Arbeiter auf acht Stunden täglich festzusehen, und die hierdurch drei Jahre besteht und mit Begeisterung gegründet wurde, hat erforderlich werdende größere Anzahl von Arbeitern einzustellen. ganz besonders unter den heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen II. Alle durch die Stadtverordneten- Versammlung bereits zu leiden. Die Schüler, meist aus armem Arbeiterstande, welche genehmigten Tief- und Hochbauarbeiten energisch in Angriff zu des Tages über schwer arbeiten, befizen einen solch großen nehmen und soweit irgend möglich, im Winter fortzusehen. Wissensdrang und verbinden Fleiß und Aufmerksamkeit für den Unterricht, daß sich die Söhne reicher Leute ein Beispiel daran nehmen könnten. Leider aber müssen viele von ihnen oft den Unterricht aufgeben, weil sie aus Arbeitsmangel ihre Stellung verlieren. Die Schule ist vorläufig nicht im stande, in den verschiedenen Fächern gratis zu unterrichten, was für später III. Die Straßenreinigungs- Deputation anzuweisen, zum Zweck schneller Reinigung der Straßen und Pläge, auch der an der Peripherie belegenen, für den bevorstehenden Winter eine er heblich vermehrte Anzahl sowohl der ständigen als der Hilfs arbeiter einzustellen. Außerdem ersucht die Versammlung den Magistrat: Die Armendirektion zu veranlassen, daß den Almosen: und Pflegegeldempfängern für den Winter eine, dem durch die noth wendige Heizung u. s. w. entstehenden Mehrbedarf entsprechende Erhöhung ihrer Bezüge gewährt werde, und ferner: als Ziel gesteckt ist. und 10. Jahrg. Es erhält für die innerhalb eines 24 stündigen Zeitraums -vom Beginn der Beschäftigung ab gerechnet- verrichtete Arbeit an Lohn: die " 1. der Aushelfer im Beamtendienste.... 3 Mart 2. der Aushelfer im Unterbeamtendienste. 3 Vormerfung und Empfangnahme der Beschäftigungs Die zur Beschäftigung vorgemerkten Personen erlangen durch bedingungen feinen Anspruch auf thatsächliche Verwendung. Es werbern ausdrücklich vorbehalten; auch können die Bewerber ebenbleibt vielmehr der Verwaltung die Auswahl unter den Besowohl vor dem Antritt der Dienstleistung als während derselben jederzeit ohne weiteres von der Beschäftigung ausgeschlossen werden. 2. Die Beschäftigung ist eine vorübergehende. in demselben stets nüchtern sein, er muß die ihm übertragenen 3. Jedermann muß pünktlich zum Dienste kommen und Dienstgeschäfte willig, eifrig und ohne Unterbrechung ausführen, auch den Anordnungen der vorgesetzten Beamten bz. der Packmeister sofort nachkommen. Die Lage der Handlungsgehilfen tann taum deutlicher, als durch die folgende Annonce gekennzeichnet werden, die wir heutigen ofal- Anzeiger" finden: " Junger Mann für Komtoir, mit guter Handschrift, 20 Mart monatlich, wird sofort verlangt. Ferd. Grubert u. Sohn, Fabrikant für Kanalisations-, Gas- und Wasseranlagen, Krausenstr. 31." werden sofort entlassen und haben für den Tag, an 4. Personen, welche diesen Anordnungen nicht entsprechen, me I chem sie ausscheiden, teine Löhnung zu be anspruchen. Bei Antritt der Beschäftigung und Erhebung welchem sie ausscheiden, teine Löhnung zu beder Löhnung ist die Quittungstarte über die InvaliditätsDurch die jezigen vielen Erfahrungen sind Schäden, welche und Altersversicherung, sowie dieses Schriftstück mit zur sich in der Praxis gezeigt haben, beseitigt worden, Stelle zu bringen. durch strenge Ordnung in allen Einrichtungen, wie durch Quittungsfarte der Lohn nicht gezahlt. Die Auszahlung des Den Versicherungspflichtigen wird ohne Vorlegung der Sparsamkeit in finanziellen Sachen, wird die Schule gleichviel in welchem Umfange 1894 erit recht lebensiäfig bleiben ohnes geschieht für gewöhnlich an dem Tage nach der letzten Schleunigst in verschiedenen Gegenden, namentlich in den und bestehen, zum Theil in Privaträumen. Die besten wissen- Dienstleistung, und zwar in der Zeit von 9 Uhr Vormittags bis östlichen und nördlichen Stadttheilen, heizbare Räume zu beschaftlichen Vorträge auf allen Gebieten sollen vom Januar an Uha Nachmittags. schaffen, in denen Arbeitslose auch am Tage Aufenthalt nehmen wieder alle 14 Tage in öffentlichen Versammlungen gebalten Kaiserliches Packet Poft amt. tönnen." werden, in uneigenügiger Weise haben sich bereits geeignete Kräfte des Herrn v. Stephan gestellt? Nicht wahr, humane Arbeitsbedingungen werden im Reiche Dieser Antrag wird in der nächsten Stadtverordnetensißung dazu erboten. Jede kleinliche Streiterei über die Form der zur Verhandlung kommen. Schule muß nun fallen; wir müssen das Hauptziel im Auge behalten, Aus der Magistratsfitung vom Freitag. Die städtische das ist dem Arbeiter, soweit er Beit hat für wenig Geld, Schul- Deputation hat dem Magistrat einen Plan zur GrBildung zu verschaffen, ihm eine wissenschaftliche Grundlage zu im richtung einer Gewerbeschule für Mädchen unter- geben, damit er dann in seiner Gewerkschaft, in seinem Wahlbreitet, welcher in der heutigen Magistratssitzung zur Berathung verein dieselbe verwerthen kann. Dies hat sich schon bei so gelangte. In diefer Schule sollen Mädchen, welche der eigent manchem Schüler erfüllt. Es ist somit Pflicht eines jeden lichen Schulpflicht entwachsen sind, sich eine weitere allgemeine Genossen, der Schule als Mitglied oder Schüler beizutreten, daFür 20 Mark monatlich muß der Handlungsgehilfe aber und eine gewerbliche Ausbildung aneignen können. Die Schule mit die Schule finanziell besser gestellt wird und allen foll von einem Direktor geleitet werden, welcher die erforder- vernünftigen Anforderungen genügen tann. Bei allseitigem Zu- auch eine brave harmonieduselige Gesinnung zur Schau tragen. liche allgemeine Bildung befißt und mit den technischen Fächern sammenwirken wird sich auch die richtigste Form und werden sich Angeblicher Cholerafall in Berlin. Einige Blätter vertraut ist. Derfelbe soll zugleich als Juspektor der Vladchen- die nöthigen neuen Einrichtungen finden. theilten mit, eine Frau sei am 5. Dezember als choleraverdächtig Fortbildungsschulen fungiren. Die Stelle ist bis auf weiteres Jede bekannte Zahlstelle nimmt Mitglieder und Schüler auf, in das Moabiter Krankenhaus eingeliefert. Wir hatten der auch als fündbar vorgesehen und soll auch an eine Dame über- es ist auch gestattet, daß solche, die aus Interesse einmal dem uns zugegangenen Nachricht keine Aufnahme gegeben, weil es tragen werden fönnen. E3 wird für nothwendig Unterricht beiwohnen wollen, eine beliebige Schule besuchen, nur uns im höchsten Grade unwahrscheinlich erschien, daß in der erachtet, daß in das bildende Kuratorium ชิน müssen sie sich dem Obmann der Schule vorstellen oder sich vom jetzigen Jahreszeit eine Diagnose auf Cholera habe gestellt werden auch Damen berufen werden können. Das Magistratskollegium hat Vorsitzenden eine Karte geben laffen. Denjenigen Freunden der können. Die angestellten Ermittelungen haben folgendes Resultat zunächst zur Vorberathung dieses Antrages der Schuldeputation Schule, welche durch jährliche Beisteuern zur Erhaltung der An- ergeben, das unsere Vermuthung vollauf rechtfertigte. Am die Einfegung einer Kommission bestehend aus sieben mit ftalt beigetragen haben, sei hier noch Dank abgestattet. Mögen 4. Dezember ertältete sich die Ehefrau des Maurers Brünning gliedern aus seiner Mitte beschlossen. fie auch ferner auf diese Weise dem ausgebeuteten Proletariat( Steinmezitr. 29) gelegentlich einer Beerdigung. Ihr Ehemann helfen! ließ einen Arzt, Dr. Apolant, Potsdamerstraße, rufen. Dieser Aushilfskräfte für die Post. Da trotz der koloffalen behauptete, es liege Choleraverdacht vor, wiewohl lediglich die Anstrengung der unteren Postbeamten deren Kräfte zur Bewälti- Erscheinungen eines gewöhnlichen Brechdurchfalls zu Tage gung des Weihnachtspacketdienstes nicht ausreichen, so werden traten, der durch die Tags zuvor stattgefundene starke bekanntlich für die Weihnachtszeit Hilfskräfte eingestellt. Tausende Erkältung seine natürliche Erklärung findet. Noch am 5. De Arbeitsloser melden sich, um eine derartige Aushilfestelle, die im sember, Abends, wurde Frau Brünning nach dem Moabiter allgemeinen auf höchstens 5 Tage Arbeit gewährt, zu erhalten. Krankenhause gebracht, am 6. Morgens ebendahin 7 Kinder im Diese Stellensuchenden müssen zunächst Zeugnisse über ihre Alter von 5-21 Jahren; der Gatte und eine 16 jährige Tochter frühere Beschäftigung und ein polizeiliches Führungsattest( das entgingen dem gleichen Schicksal, weil sie sich auf Arbeit befanden. bekanntlich 1,50 m. Stempel foftet) einreichen. Der Theil von Auf Anregung der Polizei wurde jedoch die 16 jährige Tochter ihnen, der dann für aufnahmefähig erachtet ist, erhält die Auf- aus dem Geschäft entlassen. Die Wohnung wurde so gründlich forderung, am 21 Dezember, 6 Uhr Morgens zur abermaligen desinfizirt, daß eine Uhr ,, Wäsche u. s. w. gründlichen Schaden persönlichen Prüfung sich einzufinden. Gleichzeitig erhält der nahm. Die sieben Kinder wurden als völlig gesund am aus bem Krankenhause entlassen. Frau Stellungsuchende die Geschäftsbedingungen für die Festzeit" geftrigen Tage Brünning leidet zweifellos lediglich an Brechdurchfall fäuberlich lithographirt, zugestellt. Dieselben lauten: = An den Magistrat ist von dem Vorsitzenden der Wohlfahrts: Kommission der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur ein Gesuch gerichtet worden, wonach Kleidungs- und Wäschestücke, welche an die Auskunftsstelle über Berliner Wohlfahrts einrichtungen" geliefert werden, um sie von dort an Bedürftige weiterzugeben, in den städtischen Desinfektionsanstalten unent geltlich desinfizirt werden sollen. Mit Rücksicht darauf, daß bereits benutzt gewesene Bekleidungsgegenstände, welche vor ihrer anderweiten Benutzung nicht desinfizirt werden, für die Gesund heit der Empfänger Gefahren mit sich führen, hat das Magistratskollegium beschlossen, den Antrag zu genehmigen und die Zustimmung der Stadtverordneten Versammlung hierzu einzuholen. In dem neulich ergangenen Erlasse des Oberpräsidenten an den Magistrat bezüglich der Einverleibung sind bestimmte Gebiete als folche bezeichnet, welche mindestens einverleibt werden müßten, und es ist der Magistrat zu einer Aeußerung nach Anhörung der Stadtverordneten- Bersammlung aufgefordert. Nach dem die Sache durch eine Kommission des Magistrats vorgeprüft worden ist, hat dieser beschlossen, den Oberpräsidenten um Angabe derjenigen Gründe zu ersuchen, die der Staatsregierung maßgebend sind dafür, daß bei jenen Gebieten eine Nothwendig feit der Einverleibung anzunehmen sei. Der Magiftrat glaubt ohne Kenntniß dieser Gründe außer stande zu sein, die Beschlußfassung der Stadtverordneten- Versammlung gehörig vorbereiten zu tönnen. Sozialpolitische Literatur. wacht". 1. Die zur Aushilfe berangezogenen Personen haben sich in und wird morgen zur Entlassung gelangen. Wer entschädigt Bezug auf die Art, die Zeit und die Dauer ihrer Beschäftigung die Familie für die ihr zugefügten Nachtheile? Kann sie da der Bestimmung des Packet- Postamts zu unterwerfen. G3 macht für, daß irriger Verdacht sich auf sie lenkte und sie schwer jedoch hinsichlich der Bezahlung feinen Unterschied, ob schädigte? So wenig wir gegen Vorbeugungsmaßregeln im die Beschäftigung in die Tageszeit oder in die allgemeinen fanitären Interesse sein können, so sehr muß andererNa chtzeit fällt; für den Nachtdienst wird daher feits peinlichste Gewissenhaftigkeit vor Ergreifung von Familien auch eine besondere Vergütung nicht gezahlt. Schädigenden Maßregeln verlangt werden und ferner muß voller Ebenso wird, wenn die Beschäftigung erit während eines Nach- Schadenersatz in Fällen, wie der oben geschilderter von Stadtmittags beginnt und sich bis in den nächsten Tag eritreckt, aber wegen eintreten. insgesammt nicht über 12 Stunden dauert, nur der Lohnfaz für einen Tag gewährt. Eine ganz unzarte Weihnachtsbescheerung hat der In haber einer Filzschuh- Fabrit, Herr Landsberger, Barnim cinmal ausgesprochen wird, weil seit Jahren der Dr. May Hirsch Entrüstung über dieses Teufelswert, das nach pfäffischer Ausdamit herumrenomirt, daß er 1868, nachdem er sich einige Wochen legung der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur entstammt. in England mit dem Studium der Trades Unions befaßt Gchicken sie sich an, es zu befämpfen, so ergreifen sie in VerRede von Wilhelm Liebknecht über den Kölner Parteitag hatte, zuerst dem deutschen Publikum einen Einblick in diese tennung der wirthschaftlichen Ursachen des Uebels gerade Maßregeln, mit besonderer Berücksichtigung der Gewerkschaftsarbeiterverbände verschafft habe. Daß er ihre Einrichtungen die es noch verschlimmern. Ste verstärken die Fesseln der Bewegung, gehalten zu Bielefeld am 29. Ottober gründlich misverstand, hat ja das Fiasko der Hirsch- Duncker- heutigen Gesellschaftsordnung, deren Druck diese eiternden Wunden 1893. Preis 25 Pf. Bielefeld, Buchhandlung der„ Volts: schen Gewerksvereine, dieser Talmi- Imitationen der Trades hervorgebracht hat. Demgegenüber erkennen die Vorkämpfer Unions, unzweifelbar erwiesen. Herr Hirsch sollte nun einer neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung ihre Aufgabe Die Verhandlungen des Kölner Parteitages über die Gewerk- aber doch endlich einmal aufhören, sich als den Propheten darin, durch gründliche und vorurtheißfreie Forschung die tiefern schafts- Bewegung haben nachträglich noch zu einem higigen der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland anzupreisen. Lieb- Ursachen der Prostitution, wie auch aller andern GesellschaftsMeinungsaustausch geführt. Zur Klärung einer jeden necht sagt in seiner Broschüre:" In der ersten Rede, die ich schäden aufzudecken. Sie kommen dann sammt und sonders zu Die proletarische Sache berührenden Frage ist ein 1862, aus England zurückgekehrt, in Deutschland hielt, in der dem Schluß, daß die Prostitution eng verknüpft ist mit der Grundsolcher Meinungsaustausch unter den Genossen Genossen durchaus ich zur Gründung von Gewerkschaften aufforderte, verglich ich organisation einer Gesellschaft, die alles und jedes käuflich wünschenswerth, felbft wenn da in der Form ter die damaligen englischen Trades Unions mit jenem Riefen- Dampf zu machen sucht, und daß deshalb nur mit der Beseitigung Polemik von dem einen oder andern über die Schnur ge- hammer, von dem gesagt wird: er kann eine Gierschale ger- biefer herrschenden Ordnung der Räuflichkeit auch die hauen werden sollte. Schließlich kann einmüthiges Handeln nur brechen, ohne den Dotter zu zerdrücken und er kann den härtesten Räuflichkeit des Geschlechtsgenusses sich beseitigen läßt. durch solche Erörterungen herbeigeführt werden. Genoffen, die Stahlblock mit einem Schlage in Atome zerschmettern. Bis In diesem Sinne hat auch Genosse Lux die schwierige Frage der vorzugsweise sich der Gewerkschaftsbewegung gewidmet jetzt haben die englischen Gewerkschaften nur Gierschalen zer- Prostitution in der vorliegenden Broschüre behandelt und ist zu haben und andere, deren Hauptthätigkeit auf dem drückt, wenn aber der richtige Geist und Wille den Hammer dem gleichen Schlusse gekommen. So sehr wir nun auch cin politischen Gebiete liegt, find bisher fait ausschließlich führt, dann zerschmettert er die fapitalistische Gesellschaft zu verstanden sind mit seiner Grundauffassung und den Schlüffen, in dieser Frage zu Wort gekommen. Auf Gegner Staub. Und ich hatte Recht." Der Ausspruch, wie er hier an- welche er aus seiner Beobachtung zieht, so scheint es uns doch, hat der Verlauf der Polemik vielfach den Eindruck geführt ist, fönnte, für sich betrachtet, zu Mißdeutungen Anlaß daß er in der Behandlung der Frage nicht systematisch genug gemacht, als ob es sich um ernstliche Meinungsverschiedenheiten geben. Leute, die für eine ausschließliche Gewerkschaftsbewegung zu Werke gegangen ist. Vor allem hat er es fehlen laffen au handele. Die Parteigenossen wissen zwar, daß das nicht der Fall eintreten, tönnten der Versuchung nachgeben, ihn für sich auszu einer Darlegung der seelischen und wirthschaftlichen Prozesse in ist. Grwünscht ist es aber doch, daß einmal jemand ohne direkte nutzen. Liebknecht's ganze Lebensarbeit, die vorzugsweise der der Menschheitsentwickelung, welche durch die Einführung des Antheilnahme an der Polemik diejenigen Anschauungen zum politischen Bewegung gewidmet war, läßt aber eine solche Besitzrechtes an Menschen und Dingen die Prostitution Ausdruck bringt, au denen sich die Gesammtheit der Deutung nicht zu. Der richtige Geist und Wille, der gleichzeitig mit der Zwangsehe nothwendig hervorbringen Genossen bekennen fann und im Interesse des großen mit dem Hammer der Gewerkschaftsbewegung die heutige mußten. Er hilft fich über die Erläuterung der AnEmanzipationstampfes der arbeitenden Klassen bekennen fapitalistische Gesellschaft zerschmettern fann, ist der fänge dieser Entwickelung hinweg mit der furzen muß. Ein solches Wort zur rechten Zeit hat Liebknecht in Geist der Klassenkampjes, der auf allen Lebensgebieten Bemerkung, daß von einer Prostitution, d. h. von einer durch Bielefeld gesprochen. Es ist deshalb sehr erfreulich, daß die sich durchsetzt, in Deutschland vorzugsweise im staatlichen Leben anderen, äußeren 3wang als durch Liebe veranlaßten Hingabe Bielefelder Genoffen die Rede in Broschürenform auch weiteren zur Geltung gekommen ist, in England jezt aber auch die Ge- des Weibes an den Mann feine Rede sein kann, so lange das Kreisen zugänglich gemacht haben. Liebknecht betont mit aller werkschaftsbewegung erfaßt hat. Mutterrecht herrschte. Erst mit dem Aufkommen des Vater Echärfe, daß die Sozialdemokratie Deutschlands sowohl den po- Wie Liebknecht sich im einzelnen, das Zusammenwirken der rechtes, mit dem Hand in Hand die Entstehung des Privatlitischen Kampf, wie die gewerkschaftliche Bewegung pflegen politischen und Gewerkschaftsbewegung denkt, mag man in der eigenthums ging ,, war ber Mann in Der Lage, muß, daß sie weder das eine noch das andere vernachlässigen Broschüre selbst nachlesen, die auch auf andere wichtige Tages- bie Frau in jeder Weise seinem Willen สิน unterdarf. Eine sehr intereffante Thatsache, die er erwähnt, fragen interessante Schlaglichter wirft. werfen. Sie wurde als Gattung betrachtet seine Hörige." giebt uns noch zu einigen Bemerkungen Anlaß. Liebknecht hat Diese Ansicht, daß zur Zeit des Mutterrechts feine andere Urnach dem Scheitern der 49er Revolution bekanntlich 18 schwere fache die Hingebung des Weibes hätte veranlasser können, als Flüchtlingsjahre in England verlebt und damals eine eingehende die Liebe, zeugt von einer viel zu starken Idealisirung der Zeit Kenntniß von den englischen Gewerkschaften, den Trades Unions, des Mutterrechts. Was wir vom Mutterrecht aus den Anfangsgewonnen, die ihm für seine spätere Thätigkeit in Deutschland In feiner anderen Erscheinung unserer heutigen Gesellschafts- perioden der Barbarei wissen, ist nur blizwenig. Wir kennen es trefflich zu statten fam. Er stellt nun fest, daß nach seiner verfaffung treten ihre Schäden in so schaudererregender Weise eigentlich nur indirekt aus den Spuren, die es in den RechtsHüdkehr im Jahre 1862, er als der erste in Deutschland den zu tage, wie in der Prostitution, und bei keiner anderen Er- institutionen und Gesellschaftsformen einer ganzen Anzahl Arbeitern die Bildung von Gewerkschaften nach englischem scheinung rümpfen die Hüter dieser Gesellschaftsordnung so sehr barbarischer und zivilisirter Völker der heutigen Zeit hinterMuster ans Herz gelegt hat. Es ist des halb wichtig, daß das die Nase, wie bei ihr. Sie ergehen sich in Tiraden sittlicher lassen hat, wie man aus Fußabdrücken in den Die Prostitution, ihre Ursachen, ihre Folgen und ibre Be tämpfung. Von Dr. H. Lux. 2. neu bearbeitete Auflage. ( Berliner Arb. Bibl. III. Serie, 4. Heft.) straße 22, feinen Arbeitern angekündigt. Weil feine Arbeiter| Zuständen beschämend ist, fällt auf ganz andere Leute zurück. I zwanzig Mark Silbergelb zu geben. Nachdem er das Geld er einen Revers zu unterschreiben sich weigerten, der ihre Rechte Aber wenn denn schon einmal die Gesellschaft die Löhne sparen halten, erklärte er dem Schaffner, er wolle das Geld sofort holen. fürzte, hat der Herr ihnen eröffnet, daß sie allesammt zu will, dann sollte sie wenigstens soviel Menschlichkeit besitzen, dem Der Schaffner, der in dem Glauben war, es mit einem HausWeihnachten entlassen würden. § 7 den Zusatz anzufügen: Lohn wird der Babedienerschaft nicht diener eines in der Nähe liegenden größeren Geschäfts zu thun Volks Badeanstalten. Der mit der Vorberathung der verpflichtet ist, den Preis des Bades durch einen kleinen darauf in ein Haus der Friedrichstraße, das einen zweiten Ausvon uns gezahlt." Dann wüßte doch jeder Besucher, daß er zu haben, ließ den Diener ruhig gehen. Der Gauner begab sich Magistratsvorlage wegen Errichtung von Volks- Badeanstalten Aufschlag zu erhöhen, der für die Badediener den ihnen von gang hat, und ist natürlich seitdem spurlos verschwunden. beauftragte Ausschuß hat sich unter Borsitz des Stadtverordneten Rechts wegen zukommenden Lohn, für die Aktionäre aber ein Schwalbe mit bezug auf die ihm überwiesene Petition von Trinkgeld bildet. Privat Badeanstaltsbesizern mit Rücksicht darauf, daß die projeftirte Volts Badeanstalt eine Gefährdung der vorhandenen Brivatanstalten voraussichtlich nicht herbeiführen werden, dahin schlüssig gemacht, daß er keine Beranlassung habe, von seiner früheren Beschlußfassung abzuweichen und daher über diese Petition zur Tagesordnung überzugehen beantrage. Mehrere Tage im Waffer gelegen hat eine Leiche, die gestern Nachmittag um 12 Uhr an der Luisenbrücke gelandet Unentgeltliche Lebensmittel! Die Humanität der Menschen wurde. Sie gehört einem 20jährigem Mädchen an, das einen geht heutzutage bekanntlich so weit, daß sie sich sogar der schwarzen Mantel und ein schwarzes Kleid trug, baares Geld hiere annehmen. Darum läßt die königliche Forstverivaltung bei sich hatte und eine Sportbroche( Goldenes Hufeisen und Reitdem Wilde, das durch die Unbill des Winters, durch Hunger peitsche) und Ring an der linken Hand besaß, welcher letztere drei und Kälte hindurchgerettet und für den ehrenvolleren Tod durch Perlen und einen Rubin zeigt. In das Taschentuch ist das Monodie Kugel des Jägers aufgefpart werden soll, im Grunewald gramm O. M. in rother Farbe eingestickt. Die Unbekannte hat Nochmals die' Antisemitenkneipen. Der Besitzer der deutschen Wirthshäuser Friedrichstraße 210 und Friedrichstr. 131c, reichliches Futter schütten. Darum läßt auch der Magiftrat den blondes Haar und auffallend kleine Nase. Vögeln in den städtischen Anlagen Schuhhütten bauen und Körner Herr Emil Bodect, theilt uns in bezug auf die von uns gestreuen. Man sieht: er ist nicht so schlecht, wie er gemacht wird, Die schnell arbeitenden Diebe scheinen sich zu einer gebrachte Notis über den in diesen Antifemitentneipen ge der Berliner Magistrat, wirklich nicht. Beherzigt er doch fährlichen Spezialität herausgebildet zu haben, denn wiederum triebenen Unfug mit, daß in seinen Räumen Rüpeleien wie die sogar das Mahnwort, welches alljährlich die bürgerliche Presse wird uns vom gestrigen Donnerstag Abend ein größerer Eingefchilderten noch nie vorgekommen feien und auch, soweit feine ihren Lesern ins Gedächtniß zurückrufen zu müssen glaubt:" Ge- bruch, der innerhalb 10 Minuten ausgeführt wurde, gemeldet. Macht reiche, hinfort nicht vorkommen würden. Auch Juden, dentet der hungernden Bögel!" Und die Schaaren Der in der Weinstraße 5 wohnende Händler S. hatte sich gegen die in seine Lokalitäten einträten, würden nicht mißhandelt, menschlicher Arbeitsloser, Darbender und Hungernder 8 Uhr Abends mit seiner Frau in ein in der Nähe belegenes sondern in entsprechend höflicher Form darauf aufmerksam ge- vermehrt der Magistrat durch Entlassungen und Bau- Restaurant begeben, wohin bald darauf der 12jährige Sohn des macht, daß er nur auf christliche Gäste rechne. Speziell habe er schlendrian. Ehepaares nachkam. Um 1/49 Uhr fehrte die Familie nach durchaus nichts dagegen, daß Hanfirer, wenn diese sich sonst anständig benehmen, bei ihm ihren Geschäften nachgehen. So Die armen" Aktionäre. In der Generalversammlung Hause zurück und fand die Korridorthüre mittelst Nachschlüssels wenig wir mit den politischen und Rassenanschauungen einer ersten hiesigen Maschinenfabrit bedauerte der Herr Direktor, geöffnet, die Stuben boten das Bild größter Unordnung. Aus des Herrn Bodeck zu thun haben, so freut es uns daß die Gesellschaft im Jahre 1892 65 167 m. 1 pGt. Divider gewaltfam erbrochenen Kommode war der Inhalt derselben dennoch, zu vernehmen, daß er Unfläthigkeiten der von uns ge- dende an Steuern mehr bezahlen mußte, als im Vorjahre. herausgerissen, Kleidungs- und Wäschegegenstände lagen verstreut schilderten Art fernsteht. Hoffentlich hat die von uns ge- Woraus hervorgehe, mit welch bedeutenden Schwierigkeiten die auf dem Fußboden. Aus einem Kästchen, in welchem Goldbrachte, Notiz die gute Wirkung, daß die unzähligen Klagen über Industrie in den gegenwärtig so schlechten Zeiten zu kämpfen fachen aufbewahrt wurden, waren Uhren, Retten, Ringe u. f. 1., antisemitische Anrempeleien, die zu unsern Ohren gedrungen hätte, und wie mühevoll natürlich für die Direktiones fowie 300 Mart baares Geld geraubt. Von den Dieben, welche jetzt fei, einen guten Gewinn auszuschütten. find, allmälig verstummen. die Gelegenheit und die Gewohnheit der kleinen Familie, auf wenige Minuten allabendlich sich vom Hause zu entfernen, genau wurde auf 15 pet. festgefeßt. gekannt haben müssen, fehlt jede Spur. Der rüde Ton, der in diversen Lokalitäten antisemitischer Roulör gang und gäbe sein muß, wird übrigens zur Genüge = Die Dividende illustrirt durch die plakate, die in einer renommirten" Kneipe taffe der Korbmacher hat am 27. v. M. beschlossen, der Charitee dieser Art angeschlagen find. Es heißt da: 1. Es wird gebeten, die Kopfbedeckung im Lokal abzunehmen. Rufe 2. Tas Rufen Sut ab" ist nicht gestattet. 3. G3 wird gebeten, das übermäßige Lärmen, Pfeifen, auf die Tische hämmern 2c. zu unterlassen, da das Abhalten von Konzerten nur unter dieser Bedingung erlaubt ist. Wir bemerken noch, daß dies Botal teine beschränkte Polizeistunde hat. Sterneder'schen Grundstücke in Weißensee von den Kauf Bei der heutigen Zwangsversteigerung wurden die fünf leuten Herman und Adolf Burchardt zu Berlin für 1 235 000 M. erstanden. Die zwölfte allgemeine Ausstellung des Vereins » Canaria" wurde heute in der Kommandantenstraße 10 er öffnet. Sie ist von 82 Ausstellern beschickt, die außer ungefähr 600 Vögeln auch allerlei Silfsmittel zur Bucht und Pflege des Stanarienvogels ausgestellt haben, wie Heckeneinrichtungen, Käfige, Minkästen, Nefter, Futterproben, Bogelstimmpfeifen und Erzeug nisse der Fachliteratur. Zum Verkauf waren 213 Bögel an gemeldet im Preis von 6 bis 18 M. Jm ganzen wurden 18 erste Preise, 209 zweite Preise und 68 dritte Preise zuerkannt. Die Ausstellung dauert bis einschließlich den 12. Dezember und schließt mit einer Versteigerung der bis dahin nicht veräußerten, zum Verkauf angemeldeten Bögel. " zweiten, Bum Chariteeboykott! Der Vorstand der Ortsfrankenteinen Kranken zu überweisen. " Gabriel in der Joachimstraße wird mitgetheilt, daß dem Anschein Zu dem angeblichen Ueberfall auf den Schlossermeister nach die Verlegungen durch einen Fall von der Treppe entstanden find. Ein Raubanfall wird behördlich nicht angenommen, da Uhr und Kette noch vorhanden waren. Das Fehlen des Geldes erklärt sich wohl daraus, daß G. aus einem Wirthshause ziemlich angeheitert fortgegangen ist und nicht gewußt hat, daß er kein Geld mehr bei sich hatte. Die Kopfverlegung an sich ist nicht erheblich, wohl aber hat sich der 65 Jahre alte Gabriel durch stundenlanges Liegen auf dem falten Flur eine so starke Erkältung gezogen, daß er noch jest völlig gelähmt iſt. Versammlungen. Der Verband der Möbelpolirer hielt am 20. November Ein städtisches Königreich Stumm? Gespannt darf man auf den Ausgang einer Angelegenheit sein, über welche in der legten Sigung des Gaft- und Schankwirthe- Vereins Wedding, dessen Vorsitzender, Herr Deneke, folgende Mittheilungen machte: Die Arbeiter der 7. Gasinspektion, die dem Revierinspektor Herrn John unterstellt sind, seien früher seine Gäfte ge wesen. Eines schönen Tages habe Herr John aber seinen Are beitern das Lokal des Herrn Denefe verboten. Dieser habe davon sei eine Klage des Herrn John wegen Verhinderung in der nun versucht, das Verbot rüdgängig zu machen. Die Folge Ausübung seiner Amtsgewalt gewesen. Ihm, Denete, sei infolge die dortigen Einwohner bereits auffallend lange Zeit nicht mehr Ju Oranienburg brennt es schon wieder! Nachdem dessen nichts anderes übrig geblieben, als sich seiner Haut zu durch Feuerlärm aus ihrer Ruhe aufgeschreckt worden waren, wehren und da habe er denn in der Klagebeantwortung anfühlten fie sich wieder einigermaßen sicher. Sie hofften, daß die gegeben, daß Herr John ohne jede Berechtigung die Arbeiter, die Brandstifter endlich ihrer Schandthaten selbst überdrüssig gevon der Stadt bezahlt werden, in seiner Häuslichkeit und zu worden seien und daß jetzt wieder die normale Feuersicherheit Privatzwecken verwendet habe. Herr John habe einen Privat eintreten werde. Leider hat man sich hierin schwer getäuscht. detektiv angenommen, um zu ermitteln, welche Arbeiter bei Herrn Am Montag Abend gegen 11 Uhr schreckten die nachgerade un Deneke verkehren. Dieser babe festgestellt, und dies dem Magiftrat heimlich bekannten Feneralarm- Signale aufs neue die Bewohner angezeigt, daß Herr John regelmäßig Arbeiter zu Privatzwecken der Stadt auf: Es standen zwei Scheunen auf den Gehösten verwende und dies zu vertuschen wisse. Dem Magistrat gegen von Lauter und Kühne in Flammen, welche beide bis auf die über babe sich Herr Teneke verpflichtet, diese Behauptungen unter Grundmauern niederbrannten. Die Gebäude nebst Inhalt sind Beweis zu stellen. Nachdem diese Angelegenheit seit Jahren versichert; gerettet ist jedoch so gut wie nichts. Es wird auch schwebe, habe Herr Denefe jetzt den Bescheid erhalten, daß das hier wieder böswillige Brandstiftung vermuthet. Untersuchungsverfahren gegen Herrn John eingeleitet und das Badediener. Um das Trinkgelb der Gäste, auf das die Lokalverbot aufgehoben set. Trotzdem entlasse Herr John noch Angestellten gewiffer Gewerbebetriebe ausschließlich angewiesen icht jeden Arbeiter, der bei Herrn Deneke verkehre. Diese Anfind, weil sie von ihren Arbeitgebern teinen Lohn bekommen, gelegenheit habe sich eine Berliner Groß- Destillation zu Nuze gemacht und einen John- Bitter" fabrizirt, wozu Plakate anwurde dieser Tage, wie wir mittheilten, ein Prozeß geführt. gefertigt feien, welche die Handlungsweise des Herrn John handelte sich um mehrere Babediener des Admiralsgarten- Bades illuftriven. Die Versammlung beschloß, die beiden an den oder der zugehörigen Filialen, die sich ihren Antheil an dem Berliner Magistrat in dieser Sache gerichteten Schreiben der Wahlkreis bielt am 7. Dezember eine gut besuchte Versammlung Der sozialdemokratische Wahlverein für den fünften von Vereinen und Krankenkassen für die Bäder von Mitgliedern an die Direktion gezahlten Gelde erst vor dem Gewerbegericht er- Deutschen Gastwirthe- Zeitung" zur Veröffentlichung zu über- ab. Genoffe Rob. Schmidt fritisirte unter dem Beifall der geben. streiten mußten. In den Anstalten der Aktiengesellschaft, AdmiralsHoffentlich wird sich noch vor dem Ende des Jahrhunderts Steuergesehentwürfe. In der Diskussion sprachen einige als gakten Bad" wird das Trinkgelbunwesen ausgenutzt, um den heraussteller, in wie weit die Angaben des Herrn Tenete sich Gäste anwesende Handwerksmeister, im Wesentlichen übereinAnwesenden eingehend die im Reichstage zur Berathung stehenden Lohn für Angestellte zu sparen und die Dividenden ter bestätigen. Sollte sich die Angelegenheit in der That so ver- stimmend mit dem Referenten, worauf die folgende Resolution Attionäre zu erhöhen.§ 7 der in den Badezellen aushängenden balten, wie dieser Herr fie in Wahrung seiner Interessen ge- einstimmig angenommen wurde: Die heutige Versammlung Anstaltsordnung" lautet:" Die Badegäste sind zur Zahlung schildert, so verdiente nicht allein der Revierinspektor die ge- erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden von Trinkgeldern an die Babedienerschaft nicht verpflichtet; es ist das Zahlen von Trinkgeldern gaus dem Ermessen der Gäfte bührende Kritik, sondern es müßte auch die betreffenden Arbeiter, und spricht der sozialdemokratischen Fraktion ihre volle Zustim die ohne Widerstreben dem Gebot des Mannes gefolgt sind, der anheimgestellt. Die Badebedienung, welche einen höheren Betrag ihnen wohl in bezug auf die Arbeit zu befehlen habe, den aber mung bezüglich ihrer Stellung zu den Steuervorlagen aus. Der fordert, als der Badegast freiwillig giebt, wird streng bestraft." ihr privates Thun weiter nichts angeht, ein Theil des Tades hatte, wurde auf Beranlassung des überwachenden Beamten zur Genosse Grie pentrog, der sich an der Diskussion betheiligt Das ist eine gwar indirekte, aber gang deutliche Aufforderung treffen. Wohl ist es richtig, daß unter dem heutigen Wache sistirt. an die Gäste, unter allen Umständen ein Trinkgeld zu zahlen. Elend der Proletarier sein bischen Brot so viel wie Wer es aber trotzdem unterläßt, dem kann es pafsiren, möglich festhalten muß, aber jedem Arbeiter sollte auch daß er beim Verlassen der Anstalt einen noch deutlicheren Wink durch die Angestellten erhält, die Wahrung der Anonymität bestehende Schäden auszudecken. Eehr einem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über Wintourch bie bekannt sein, daß seine Bresse das berufene Organ ist, unter feine Monatsversammlung an, in der Kollege B. Frankl in ihm förmlich in den Weg treten, und sogar, wenn die zur traurig ist es, daß erst ein Gastwirth in Wahrung seines Ge- prinzipielle Gewerbegerichts- Entscheidungen" sprach. Der AnEmpfangnahme des Trinkgeldes berechtigte Perfon gerade nicht zur Stelle ist, diese unaufgefordert herbeirufen und eventuell bis fchäftsinteresses unfreiwillig dem Arbeiter zu seinem Recht trag mehrerer Kollegen, ein Weihnachtsvergnügen abzuhalten, auf die Treppe nachschicken. Goll man das den Babedienern superhelfen suchen muß. Und wozu sind Arbeiterorganisationen wurde ohne Debatte angenommen. Die Verlesung der Mitverdenfen? Bon der Zuft kann niemand leben. Was an diesen ba? waren die Arbeiter, an die das betreffende Verbot er- glieder- Lifte ergab, daß dem Verein jezt 311 Rellegen angehören. gangen sein soll, organisirt? Wir glauben nicht. Organisirten Auf Antrag des Kollegen Neuter wurde der Möbelpolirer Arbeitern wagt ein Sabrilpafcha faum mit Zumuthungen, die Julius Neumeister bauernd von der Organisation ausge jetzt zu Schiefer erstarrten Thonschichten auf das Vor- ihr Privatleben betreffen, au fommen, weil er weiß, daß schlossen. Alsdann wurde beschlossen, den§ 8 des Statuts handensein längst ausgestorbener Thiergeschlechter schließen diese ihm, wie wie es sich gebührt, ins Gesicht lachen der bestimmt, daß Mitglieder erst dann in die vollen Rechte des fann. Als die Zeit des Mutterrechts müffen wir die- und höchstens die Frage an ihn richten würden, ob es in Verbandes eintreten, wenn sie im Besige des Mitgliedsbuches jenige Entwickelungsperiode betrachten, in der sich die Horde aus seinem Verstandskasten nicht ganz richtig sei. Wenn nicht sind und 18 Wochenbeiträge aufweisen tönnen voll und ganz ber Verfassung der absoluten geschlechtlichen Promiscuität, des sonst noch tausend Gründe für die gewerkschaftlichen Organisa- in Anwendung zu bringen. Anlaß zu diesem Beschluß haben geschlechtlichen Verkehrs aller Männer mit allen Weibern, zu den tionen sprächen, so beweist schon diese eine Thatsache, daß die bie Machinationen verschiedener Kollegen gegeben, die sich Anfängen eines dauernden Familienzusammenhanges, als deffen Organisation aus dem Arbeiter von Grund aus das Laiter während ihrer Arbeitslosigleit als Mitglied aufnehmen lassen, Zentrumn nothwendiger Weise zunächst die Mutter allein zu gelten der Unterthänigkeit und der Zufriedenheit mit seinem Schicksal nur um Arbeit zu bekommen und sobald sie dieselbe haben, sich hatte, fortentwickelte. Aber nichts berechtigt uns zu der An- auszumerzen vermag, ihre bedeutungsvolle sittliche Nothwendigkeit. um nichts mehr. Kümmern. Die Beschwerden der Kollegen nahme, daß Liebe in unserem Sinne allein den Geschlechtsver Noch einmal die Polizeimatronen". In einer am Bleide, H. Reuter und Barthold wurden bis zur Vorstandssitzung tehr geleitet habe. Die Anfänge einer dem Gefühl, das wir Liebe Mittwoch abgehaltenen öffentlichen Versammlung des Vereins vertagt. nennen, entsprechenden Empfindungsweise können sich damals erst" Jugendschuh" ist die von uns bereits besprochene Einführung in schwachen Reimen entwickelt haben. Meist wird, wie von Polizeimatronen", die der Verein auch für Berlin wünscht, eine Vereinsversammlung ab, in welcher Genoffe Saffenbach Der Fachverein der Stuckateure hielt am 4. Dezember zur Zeit der Promiscuitat der animalische Geschlechtstrieb allein eingebender erörtert worden. Dabei soll, nach einer uns zu über das Thema:„ Der christlich- soziale Staat der Jesuiten in ben Geschlechtsverkehr veranlaßt haben, und ba mag sogar häufig gehenden Mittheilung, zur Sprache gekommen sein, daß bereits Paraguay" referirte. Von einer Diskussion wurde wegen der genug das stärkere Gefchlecht mit Zwang seine Wünsche durch jetzt auf Veranlassung des Berliner Männerbund zur Bes noch zu besprechenden wichtigen Vereinsangelegenheiten abge gesetzt haben. Die Liebe in unferem Sinne tritt als einfluß- tämpfung der öffentlichen Unfittlichkeit" auf der Polizei gewiffe fehen. Ein Antrag, der Verein möge auf den Bauhandwerker" reiche und anerkannte Macht im Gesellschaftsleben erst auf einer männliche Personen stationirt feien, welche sich der männlichen und den Grundstein" abonniren und dieselben in den Verkehrs weit höheren Kulturstufe auf. Leider erst dann, wenn schon Arreñänten annähmen. Welcher Art die Einwirkung der Agenten lokalen auslegen, wurde abgelehnt mit der Begründung, daß es vorher tas System der Käuflichkeit ihren alles zerrüttenben Ein des Männerbund" auf die Arrestanten ist, wurde nicht gefagt. Pflicht eines jeden Kollegen wäre, auf das Gewerkschaftsorgan fluß auf das Seelenleben der Menschen ausgeübt hat. Es fehlt Wir vermuthen jedoch, daß sie sich im Rahmen der sonstigen Bezu abonniren. Sodann beschwerten sich einige Kollegen über die uns hier leider der Ranu, unt diesen Gebantengang ftrebungen dieses Männerbundes" bewegen wird. Dann dürfte Mißstände in der Firma Zichyrota; diese zahlt Löhne, die den weiter bei der Betrachtung der Zwangsehe und der Bro auch unsere Befürchtung, daß die geplanten Polizeimatronen" Rollegen das Weiterarbeiten unmöglich machte, infolge deffen fie stitution, dieser, beiden Seiten ein und derselben schlechten sich bald auf innere Mission" werfen werden, nicht unbegründet entlassen wurden. Den Betreffenden wurde der Rath gegeben, Münze, durchzuführen. Wir wollten nur andeuten, in welcher sein. Sie sollen augenscheinlich das weibliche Seitenstück zu ihr Recht beim Gewerbegericht geltend zu machen. Weise die im übrigen sehr lesenswerthe Schrift des Dr. Lug zu jenen männlichen Agenten bilden. Dann bleibt uns weiter nichts ergänzen ist. übrig, als dem anmuthigen Bund zwischen Polizeifuchtel und Gebetbuch unseren Segen zu wünschen. Kann der Jugend- rinnen und verwandten Berufsgenossen tagte Eine Mitgliederversammlung des Vereins der Plätte Warum verarmen wie und wie ist dem abzuhelfen? schub" allein junge Bette und alte Betschwestern nicht auf- am 5. Dezember. Der Antrag Herght auf Gründung eines allVon Viktor Bruching, Berlin. treiben die oben bezeichneten Unfittlichkeitsvereine werden ihm gemeinen Arbeitsnachweises für sämmtliche Arbeiter und Ur Selten haben wir eine so oberflächliche Schrift zur Lösung helfen. beiterinnen der Wäsche Kravattenbranche gab Veranlassung zu ter sozialen Frage", diefem neuen und beliebten Gesellschafte fpiel, in die Sand bekommen. Der Verfasser, der zwar die mittag der 52 Jahre alte Arbeiter Adolf Hänice, der in Schulz, Weniger und Zemke, betheiligten. Der Antrag wurde Von einem Kahn ins Wasser gestürzt ist gestern Bor- einer längeren Diskussion, an der sich Hergt, Möhring, Frau Uebermacht des Kapitals bekämpfen will, aber doch die Alles Straße XI zu Charlottenburg wohnte. Er war im Auftrage gegen 8 Stimmen angenommen und befindet sich für sämmtliche gleich machenden Bestrebungen der Sozialdemokratie" verwirft, der Ministerial Baukommission damit beschäftigt, im Stichtanal Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Kravattenbranche hat folgenben genialen Plan ausgebeckt: Von einem bestimmten Termine ab barf Niemand über nabe der Gasanstalt im Nordufer den Wasserlauf zu reinigen vom 1. Januar 1894 der Arbeitsnachweis Holzmarktstr. 8, ReVon einem bestimmten Termine ab barf Niemand über und fiel dabei über Bord. Obgleich er schon nach kurzer Zeit ſtaurant Deter. Die Unkosten, welche durch den Arbeitsmehr als 30 Millionen Mark Merth insgesammt lettwillig ver wieder aufgefischt wurde, blieben doch die angestellten Wiedernachweis entstehen, haben beide Vereine zur Hälfte fügen. Der Mehrwerth fällt an das Reich. Dieser Mehrwerth" 3it tragen. Unter Verschiedenes sprach Herr Möhring ( welche unpassende Anwendung des Worts!) wird dann zur Ab- belebungsversuche ohne Erfolg. über den Charitee Boykott, sowie über die Zustände bilfe aller Noth verwandt. Der Verfasser weiß also noch nicht Mit einer geradezu empörenden Frechheit ist gestern in der Krankentasse und regte an, ob es nicht durchzuführen sei, einmal, baß es den Millionären kinderleicht sein würde, ein sol Mittag ein Pferdebab Schaffner an der Haltestelle der Behren eine freie Hilfskaffe für die Wäschefabritation zu gründen. ches Gesch zu umgehen. Nicht ein Pfennig würde in die straße und Friedrichstraßen Ecke um zwanzig Mark geprellt Hierzu soll im Januar 1894 eine große öffentliche Bersammlung Staatstaffe fließen. Giner weitern Kritit der hochtrabenten worden. Gegen 12 Uhr Wittogs erschien plöglich ein uniformirter in der Brauerei Friedrichshain Stellung nehmen. Zum Schluß Albernheit sind wir wohl überhoben. gl. Diener mit bloßem Kopfe und bat den Schaffner, ihm doch für macht der Vorsitzende bekannt, daß am 8. Februar 1894 ein . " " " " " N Maskenball im Saale der Brauerei Friedrichshain stattfindet.| Freie Meinungsäußerung. An der darauf folgenden Diskussion beFerner werden am Sonntag, den 17. Dezember, Vormittags bis theiligten sich die Genoffen Siegeler, Stöfter, Schubert, Bunter 12 Uhr bei der Kassirerin Frau Schulz, Grenadierstr. 4a, 4 Tr., und Mailing, die den Vortrag noch in Einigem ergänzten. Billets zur Vorstellung in der Urania, die am 14. Januar statt Sodann wurde als Thema für die nächste Versammlung Herzfas findet, ausgegeben. Freiland" bestimmt. Am 2. Weihnachtsfeiertag wird der Verein ein geselliges Beisammensein in Jakob's Salon, Grunewaldstraße, veranstalten. Der Fachverein der Bilderrahmenmacher hielt am 5. d. Mts. feine Vereinsversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende in warmen herzlichen Worten des dahingeschiedenen Genossen Tölcke und ehrte die Versammlung das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von ben Sigen. Hierauf wurde die Berathung des Lohntarifs zu Ende geführt. Ferner beschloß die Versammlung, den Arbeits: nachweis vom 1. Januar 1894 ab nach der Fürstenstraße 7 zu dem Kollegen Jeonneret zu verlegen. Das Vereinsvergnügen, welches am 2. Weihnachtsfeiertag abgehalten werden sollte, findet erst am 14. Januar statt. Eine lebhafte Diskussion führte der Antrag des Vorstandes herbei, sich durch Kartellvertrag mit dem Verbande der Vergolder an deren Gewerkschaftsorgan zu betheiligen. Schließlich wurde der Vorstand beauftragt, in der nächsten Versammlung mehrere Exemplare des Glaser", der Holzarbeiter Zeitung" und des Verbandsorganes der Vergolder mit genauer Kostenberechnung vorzulegen. Die Versammlung am 19. d. M. fällt aus; dafür findet aber am 26. d. Mts. eine öffentliche Versammlung in Gemeinschaft mit den Glasern statt. Trebbin. Am 3. d. M. hielten die hiesigen Tabakarbeiter und Arbeiterinnen die benachbarten in Löwendorf eine gutbesuchte öffentliche Versammlung ab, in der Kollege Riesel aus Berlin in einem längeren Referat über den Kongreß der Tabakarbeiter den Anwesenden die Ergebnisse des Kongresses mittheilte. Der Delegirte Gräfe schildert hierauf eingehend die auch in Trebbin herrschende Ausbeutung der Kinder in ter Tabatindustrie, die bei einem Lohn von 3 Pf. pro Stunde emsig thätig sein müssen im Joche des Kapitalismus In der Diskussion behandelten die Genossen Kühne und Behrend nochmals eingehend die Schäden, die die Tabak- Fabrikatsteuer für die Arbeiter zur Folge haben würde. Nachdem der Kollege Kiefel gleichfalls ausführlich den Gefeßentwurf frittfirt hatte, ließen sich in der Pause mehrere Kollegen in die Vereinigung ausnehmen, so daß jezt die Zahlstelle des Unterstützungsvereins der Tabalarbeiter 44 Mitglieder zählt. Behuss einer tüchtigen Agitation wählte die Versammlung eine Agitationstommission, bestehend aus 5 Kollegen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. 6. Nr. 29, Hamburg), Filiale 4. Berlin. Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den 9. Dezember, Abends 8% Uhr, bet Schlüter, Kl. Martusstr. 10. Ortsverein der Porzellan- und Glasmaler Berlin 2. Gonnabend, den 9. Dezember, abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenftr. 16. Vortrag. Achtung, Schaftarbeiter! Heute, Sonnabend, den 9. Dezember: Große öffentliche Bersammlung bet Scheffer, Inselstr. 10. Nachdem: Gemüth: liches Beifammenfein und Tanz. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 9. Dezember: abends 9 Uhr, Vereinsversammlung Rosenthalerstr. 88. Vortrag der Mart bet Restaurateur Schulz. Borbeersweig, Swinemünder rafie as bei Quech Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend De Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: B. Senfet, Bergmannftr. 14, Hof 2 Er. Sonnabend: Theaterverein phigenia, bei Kramer, Nixdorf, Hermannstr. Nr. 140. Theaterverein Aurelia, Mendelssohnftr. 9 bet Wiethe Abends 9 Uhr. Bergnügungsverein Ginigtett, Manteuffelstr. 67, Abends 9% Uhr. Bitherklub Geselliger Verein Deutsche Eiche, Rohlen- Ufer 2, bei Bech. Nordklub Ge= Gemüthlichte it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. fellig tett, Brenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Steichenbergerstraße 118, Ecke Forsterstraße. Tagesordnung: Verein ehem. Schüler der 30. Gemeindeschule. Gonnabend 9 Uhr Restaurant Richet, Koppenstr. 65, Bortrag. 10% br, stofenthalerftr. 8. Bortrag des Herrn Walbec Manaise:„ teifing's Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 10. Dezember, Bormittags Nathan der Weise". Nachmittags 3 6 ühr: Jugend Fortbildungsstunden 9 Uhr bei unter Leitung von Frl. Jda Altmann. Nachmittags 6 Uhr: Wohlthätigkeits: Bazar, verbunden mit Konzert und Gefangsvorträgen. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 10. b. Mts., Abends 6 Uhr, zwei Besammlungen. Die 1. Kommandantenftr. 79, Bortrag des Herrn Mattutat über:" Idealismus und Materialismus". Die 2. Schwedterstr. 23, Borttag des Herrn Dr. Pinn über:" Geistige Knechtschaft". Nach beiden Ber: fammlungen Tanz. Theaterverein Morgenroth". Sonntag 5 Uhr, Friedenstraße 74, General- Versammlung. Nachher: Fidelitas, Tanz, Vorträge. Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen Montag, den 11. De gember, Abends 8x uhr, Filiale 1 bei Wilke, Andreasfir. 26; Filiale 3 bei Werner, Bülowstr. 59. Achtung, Brih. Volksbildungs- Verein für Brit und Umgegend. Sonntag, den 10. Dezember, Nachmittags 4 Uhr, Mitglieder- Bersammlung in Rudolph's Calon( Landhaus), Brth, Chauffeefir. 97. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wergener über: Die Ursache des Verbrechens". Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Ost schule, Martusstraße 81: Untericht in Rechnen. Süd- Ost- Schule, Reicherbergeritr. 133: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. In allen unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im aufe des Semeſters, eintreten. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Borstzender Ad. Neumann. Alle Renderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich ortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsftunde. ftraßen- Ece bet Beyerle. aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rigdorf, Hermann- u. nefebec 2grania, Landsbergerstraße 81 bei Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bet Bubett. Musehold. Glück zu, Freundschaft 2, Friedenfiraße Nr. 48 bet Tollfühn. Prinzen- Allee 57. Gsmeralda, Fruchtstr. 70 bei Ritsche. Bieber: trans in Brandenburg, Mengert's Boltsçarten. Hand in hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Gesundbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Brinzen Allee 10. Frisch auf, Friedrichsberg, Rummelsburgerfiraße bei Deckert. Vorwärts 7, Der Arbeiter Bildungsverein für Schöneberg und -Immer Umgegend hielt am 4. Dezember feine Vereine versammlung ab, Rummelsburg, Goethe- und Kantstraßen- Ecke bei Greinert. grün, Tegel, Spandauerstraße bei Rentner. Freier Männer in der Genosse Seidel in einem Vortrage das Thema behandelte: or often Fruchtstr. 69 bei Lehmann. Frisch auf 2, Schönwalde in Weichfel Pfeifen, Tabakdosen, Elfenbein-, Bern#tein u. echte Wiener Puppen, Puppen 1 Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Don 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39.- Zurnverein ich te ( Mitglied Ses Märtifchen Arbeiter Turnerbundes) turnt Sonnabend von 9 bis 11 in ber Turnhalle Friedenftr. 37. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bet Zeichnis, Rönigsbergerstr. 24. Brivattheatergesellschaft Schneeglödchen, Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weid, köpe: niderstraße 68. Theaterverein 2essing. Jeden ersten und legten SonnPrivat Theatergefeufchaft en eta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend Aber, abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Rudolph, Strautstr. 6. Pape Kolbergerstr. 22. Theatergesellschaft Edelweiß, Sonnabend 9% Uhr, Sigung mit Damen bet Raoul Adree, Chorinerstr. 53. Geselliger Verein Freundschaft, jeden Gonnabend Abend 9 Uhr im Restaurant Bauß, Blumenftr. 10, Sigung mit Fidelitas. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Suftige Jugend Abends 9 Uhr im Restaurant Bergnügungsverein Bustige Becher Abends Lautenbach, Cuvryftr. 3. 9% Uhr Mendelssohnftr. 9. Bergnügungsverein Garmen Sylva Sigung Geselliger Verein Ber9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.Linde jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grame, Brunnenftr. 147. gnügungsverein harmlos, Gigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Theaterverein Freundes Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. freis 9 Uhr, im Restaurant Raporte, Solmsstr. 1.- Vergnügungsverein bei Falbe, Reichenbergerstr. 149. u stig, Sigung Abends 8½ Uhr, Rauchflub Blaue Qua fte, Sonnabend 9 Uhr bet Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Rauchtlub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bei Krüger, Fennstraße 5. 1 Nauch tlub Weiße Wolfe, Bernauerstr. 14, bei Henoch. Stattlub Gordischer Knoten, jeben Sonnabend 9 Uhr bei Kar Schilling, Bücklerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Verein ehemaliger Schüler Freia), Lindenft caße 106 bei Boppe. ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Koppenfiraße 65.- Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Rolbergerfir. 23. 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Genossen! der Buchbinder etc. Mitgliederversammlung Kauft nur Cigarren mit der Achtung! Achtung! Mitglieder und Delegirte der Allgem. Drts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen! am 18. Dezember 1893, Auf vielseitigen Wunsch findet Sonntag, den 10. Dezember, Vorm. Abends 8 Uhr, Oranienstr. 170 91, Ubr, in Bolh' Salon, Alte Jakobstr. 75, eine öffentl. Versammlung sämmtlicher Mitglieder statt. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission Die Kommission. ( Oraniensalon.) Kontrollmarke der wat ber Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Kontroll- Schuhmarke der Tabakarbeiter. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schußmarte führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. H. F. Diuslage, Rottbuserstr. 4. R. Fiebig, Böchstr. 21. Otto Ley, Schönleinstr. 17. Rosenthaler Vorstadt. Reinhold Anders, Streligerstr. 45. S. 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Gräff, Holzmarktstr. 42. August Heck, Gr. Frankfurterfir. 4. besgl. Weidenweg 96. Th. Hodde, Langefir. 108. Erhard Hoffmann. Memelerfir. 32. Johann Liebich, Memelerstr. 8. * August Motes, Posenerstr. 11. Fr. Peters, Koppenstr. 94. Johann Schirlitz, Holzmarktstr. 63. Otto Schreiber, Blumenstr. 51c. Rich. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21. Emil Tilesine, Weidenweg 80. Otto Unterberg, Koppenstr. 8-9. Gustav Hennig, Coloniefir. 147. August Sirte, Swinemünderftr. 67. Emil Höhne, Aderstr. 89. Joseph Husam, Grünthalerstr. 9. Louis Kuoch, Grünthalerstr. 5. Löffler, Badftr. 42-43. B. Moritz, Bernauerstr. 18. 7. Stern, Putbuserstr. 42. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 23. Hermann Vogel, Demminerstr. 62. C. Walter, Hussitenstr. 35. Max Winkelmann, Ackerstr. 153. Georg Wolter, Ackerstr. 58. H. Zechert, Putbuserstr. 37. Schönhauser Vorstadt. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. C. Herm. Diets, Pappel- Allee 2. " Johaun Hahn, Febrbellinerir. 3. Lorenz Heidemann, Danzigerstr.10/ 13. Rudolf Maguus, Weinbergsweg 10. 2. Malkowi, Kastanien- Allee 95/96. S. Mehuert, Diedenhofenerstr. 3. Gustav Pinner, Trescowstr. 32. Aug. Schönfeld, Danzigerstr. 16. NO. Hermann Bailoff, Pallisadenstr. 79. Beyer, Landsberger Allee 131. S. Kraft, Landsbergerstr. 112. Baul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gebr. Levy, Marienburgerstr. 37. Gustav Mirak, Georgenkirchstr. 12. Jakob Neul, Weinstr. 11, Hof 3 Tr. Gustav Richter, Landsberger- Allee 145. NW. Paul Böuiug, Bremersir. 56-57. Joh. Bösenberg. Beusselstr. 64. * Robert Keru, Stromstr. 45. G. Reinde, Stromstr. 5. Rudolf Runge, Rostoderstr. 13. Carl Stiller, Stephanstr. 24. Stralau- Rummelsburg. Theodor Ritter, Kantstr. 6. 3. Ulbrich, Schillerstr. 1. B. Unterlauff, Frankfurter Allee 117.2. Weigel, Lessingstr. 1. Gustav Vogel, Koppenstr. 83. W. Wolf, Andreasstr. 60. P. Wotschke, Andreasstr. 3. C. * Robert Drescher, Linienstr. 50. Max Flatauer, Landsbergerstr. 72. Hermann Gumpel, Barnimstr. 42. Oranienburger Vorstadt. 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Verschiedenes. Jahre 1894 und 1895. Achtung! Tages- Ordnung: Um 8 Uhr Abends: Wahl von 360 Vertretern der Arbeit. nehmer. Um 9 Uhr Abends: Wahl 6016 Achtung! Große öffentliche Versammlung Arbeitgeber.mechanischen der in der von 180 Bertretern der Arbeitgeber. mechanischen Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Sämmtliche Arbeitgeber, welche Beiträge aus eigenen Mitteln zahlen, sowie jämmtliche Arbeitnehmer, welche das 21. Jahr überschritten haben, sind wahl Sonntag, den 10. Dezember, früh 92 Uhr, in der Königsbank, Große Frankfurterstraße 117. 2.- D.: 1. Der Streitbericht des Streiffomitees. Wie stellen wir uns berechtigt und wählbar. Quittungsbuch zu der Lohnkommission der Fabrikanten? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. zur Legitimation erforderlich. 458/3 Der Einberufer: Paul Hildebrandt. Der Vorstand, 462/6 C. Hoffmann, Borfühender. Fachverein der Färber, Dekateure, Appreteure u. Berufsgenossen, Den Herren Arbeitgebern zur Nachricht, daß Medizinscheine im Bureau in Empfang genommen werden können. Achtung! Achtung! Rixdorf. Gr. Versammlung des sozialdemokratischen Vereins ,, Vorwärts." Dienstag, den 12. Dezember, Abends 8 Uhr Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Oeffentliche Versammlung am Sonntag, den 10. Dezember, Vormittags 9 Uhr, bei Gründer( früher Mundt), Köpnickerstr. 100. Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Greifenberg über:" Die Lage der Arbeiterin, und wie derselben abzuhelfen ist." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 469/1 Der Einberufer. im Lokale des Herrn Klempke( früher Achtung! Barta) Bergstraße. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Disfuſion. 3. Berſchiedenes und Vereins: aller angelegenheiten. fcheinen ersucht Um zahlreiches Der Vorstand. Gäste sehr willkommen.[ 433/11 Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! tauft man am billigsten in der Fabrik von J. Brünn, arkt 4. Hackescher Stadtbahnhof Börse. Ausverkauf wegen Aufgabe des Geschäfts. Mache ergebenst auf meinen reellen Aus: verkauf nur selbst= gefertigter SchuhVergolder! Achtung! Große öffentliche Versammlung im Vergoldergewerbe befchäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen am Sonntag, den 10. Dezember 1893, Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstr. 16. 1. Vortrag des Genossen Adler. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht der Agitationskommission. 4. Ergänzungswahl der Agitationstommission und Neuwahl der Revisoren. 5. Verschiedenes. Die Agitationskommission. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen sämmt licher Kollegen und Kolleginnen dringend erwünscht. Die Berufsgenossen sind hiermit besonders eingeladen. Achtung! Stralau. Sonntag, den 10. Dezember 1893, 358/15 Achtung! im Saale des Herrn Christian Schröder( Alte Taverne): Grosse Spezialitäten- Vorstellung ausgeführt von der Gesellschaft ,, Vorwärts", Berlin( Dir. B. Strzelewicz). Nach dem Theater: Tanz. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Hierzu ladet ganz ergebenst ein Der Vorstand des Theatervereins ,, Thalia". 462/5 Sozialdemokrat. Vegetarier- Verein. Sonntag, den 10. Dezember, waaren aufmerksam, im Luisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobstraße Nr. 37: und bitte das geehrte Bublifum bei Bedarf um gütigen Zuspruch. Franz Schulße, Unterhaltungsabend mit reichhaltigem Programm, unter freundl. Mitwirkung des Gesangverein? Schuhmachermeister, Schildhorn".- Zwei Theaterstücke, ernste und humoristische Gesangs Alte Jakobstr. 48a. vorträge, Geigenvirtuose, Trapezkünstler 2c. Zum Schluß: Apotheose der Sozialdemokratie und des Vegetarismus. Christbaum- Konfekt. Darauf: Tanz. Um 11 Uhr: Cottillon. Viele Neuheiten empfiehlt: 1 Kiste fort. Juhalt ca. 480 Stück 2,50 M. ca. 270 gr. Stck. 3,00 M. Berlin' NO., Landwehrstr. 27, i. Lad. 1 Blücherstraße Nr. 11. 602b Entree( mit Tanz) Herren 50 Pf.. Damen 30 Pf. Anfang 5 Uhr Nachmittags. 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Dezember, Vormittags 10 Uhr, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64: Oeffentliche Versammlung weds Besprechung über Verschmelzung fämmtlicher Ortskrankenkassen: c Berlins in eine einzige Ortskrankenkasse für Berlin und Vororte. Referent: Carl Gutheit. Die Vorstände, Arbeitgeber und versicherten Mitglieder aller Berliner Krankenkassen, die die Nothwendigkeit einsehen, daß für Berlin bessere Krankenkassen- Zustände geschaffen werden müssen, werden dringend ersucht, an dieser Versammlung theilzunehmen. Zie Kommission. Martin. Dähne. Guthait. Buchholz. Allert. Schiele. Seidel. 587b 614b Gräfl. Reischach'sche Brauerei Fernspr.- Amt Stralau 13. in Konkurs. Fernspr.- Amt Stralau 13. Möbel- Tischlerei u. Lager Polster- und Dekorations- Werkstatt August Herold, Tischlermeister 83/84 Oranienstr. 83,84 Berlin SW., 8384 Oranienstr. 83/84 zwischen Alexandrinen- und Alte Jakobstrasse. Eigene Tischlerei. Eigene Tapezierwerkstätten. Verkauf uur gegen Gasa ohne Zwischenhandel zu Werkstattpreisen. 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Der Gerichtshof beschloß die Erhebung des Wahrheits- nächsten Versammlung zu vertagen. beweises und vertagte deshalb die Verhandlung. סטן " in " viel Daudert gab die Erklärung ab, daß die im Kartell vers einigten Baugewerbe sich wieder in der Gewerkschafts- Kommission vertreten lassen werden. Ein zweiter Antrag der Töpfer be traf die Einführung einer Sammelmarke für alle Gewerkschaften. Er lautet: Zu der Angelegenheit erhalten wir heute noch die Mit- Die Berliner Gewerkschaftskomisfton hielt am 7. De Gewerbegericht. Kammer V. Sigung vom 6. Dezember. theilung, daß dem ebenfalls wegen der gebrachten Meldung an- fiche Monatsversammlung ab. Faber, Kretschmer und zember im Louisenstädtischen Klubhaus, Annenstr. 16, ihre öffentDie Firma Michaelis u. Komp. flagt gegen den Vater des geflagten Münchener Tageblatt" eine amtliche Buſtellung Scholz wurden ins Bureau gewählt und hierauf der Antrag Mechaniferlehrlings Majewsti auf Rückkehr des legteren in das zugegangen ist, wonach gegen diese Zeitung das Verfahren ein- der Töpfer bezw. des Bauarbeiter Kartells, betreffend die Umvon ihm aufgegebene Lehrverhältniß beziv. auf Bahlung von gestellt wurde und zwar wegen mangelnder Klageberechtigung des änderung der Kommission, einer Diskussion unterzogen. Der An150 M., zieht aber die Klage zurück, weil sie sich nicht auf einen sächsischen Kriegsministeriums. schriftlichen Lehrvertrag füßen kann. Die Herausgabe des trag lautet: Die Delegirtenversammlung wolle beschließen: zur Arbeitsbuches verweigert dagegen der Vertreter der Klägerin. daß vor einer der Straffammern in Moabit einer der ver- zu verringern und zwar so, daß von jeder Industriegruppe nur Zum Fahrkartenschwindel. Fast fein Tag vergeht, ohne Ermöglichung leichteren Arbeitens die Anzahl der Delegirten Die von Herrn Majewski auf Herausgabe desselben gegen Michaelis u. Komp. angestrengte Widerklage wird auf Beschluß haiteten ungetreuen Schaffner und sonstigen Eisenbahn- Unter- ein oder höchstens zwei Telegirte gewählt werden, welche sich des Gerichts im Anschluß an die Sache Michaelis wider Ma- beamten aus der Untersuchungshaft vorgeführt würde. Es mit den der Regelung bedürfenden Verhältnissen der verwandten jen sti sofort verhandelt. Michaelis behauptet, es sei mündlich scheint, als ob die Reihe der Angeklagten noch lange nicht zu Berufe ihrer Gruppe vertraut zu machen haben, um dann das mit dem Vater des Lehrlings M. eine vierjährige Lehrzeit ver- Ende sei. Die Dezentralisation und die Einzelverhandlung der gesammelte Material in der Gewerkschafts- Kommission zur Beeinbart worden. Majewski weiß von einer ausdrücklichen Ab- einzelnen Fälle hat auf der einen Seite das Gute, daß der große sprechung bringen zu fönnen." Von allen Rednern, außer dem machung nichts; er habe sich, führt er aus, einmal bei Michaelis Apparat, der zu einem Riesenprozeß nothwendig wäre, ver- Antrogsteller Töpfer Daudert, wurde der Antrag als unaneingefunden, um Kontrakt zu machen, diefer habe aber dazu mieden wird, auf der anderen Seite erwächst für die An- nehmbar bezeichnet. Die jetzige Zusammensetzung der Kommission feine Seit gehabt. Der Vorsitzende, Assessor Leo, machte geklagten der Nachtheil, daß sie bezüglich der Strafen, die ermögliche eine schnellere Erledigung wichtiger Fragen, als es die Parteien auf das Unerquickliche eines durch ge ibrer warten, ganz auf den Zufall angewiesen sind, vor bei einer Zusammenseßung nach Industriegruppen der Fall sein setzlichen 3wang aufrechterhaltenen Lehrverhältnisses welche Straffammer sie nach dem Anfangsbuchstaben ihres würde. Uebrigens feien im Ausschuß, der die kleinen merfiam und erzielte dadurch, daß Herr Michaelis sich zur fo- Namens tommen. Aus der verschiedenartigen Zusammenseßung Angelegenheiten endgiltig regelt und wichtige vorberathet, fortigen Auslieferung des Arbeitsbuches verpflichtete. der einzelnen Straftammern, die natürlich jede für sich nach alle Industriezweige vertreten. Von mehreren Delegirten ihren Vera Die Dreher Fr. und G. fordern von der Firma Binsch 27 bezw. bestem Wissen urtheilen, ergiebt sich dann die Thatsache, daß wurde gerügt, daß die Gewerkschaften von 30 M. rückständigen Lohn. Sie werden mit der Klage ab- Fälle, die subjektiv und objektiv ganz gleich liegen, im Strafmaß tretern der Kommission zu wenig auf dem gewiesen, weil sie erst nach drei bis vier Monaten den Anspruch doch recht ungleich angesehen werden und sich oft Verschieden Laufenden erhalten werden und diese dann nur auf den erhoben haben, während auf ihren Lohnzetteln vermerkt ist, daß heiten bis zu mehreren Monaten herausstellen. In vielen Fällen furzen Bericht im Vorwärts" angewiesen sind; so oft wie nur Beschwerden und Reklamationen sofort bei der Empfangnahme schwindel angegeben. Häusliche Noth machte auch ein Bremser ihrer Berufe Bericht erstatten. Der Antrag der Löpfer Beschwerden und Reklamationen sofort bei der Empfangnahme wird häusliche Noth als Entschuldigung für den Fahrkarten immer möglich sollten sie in den öffentlichen Versammlungen des Geldes erhoben werden müssen. Kammer Vll. Vorsitzender: Assessor Meier. Sigung geltend, welcher gestern vor der I. Strafkammer des Land- wurde abgelehnt. vom 7. Dezember. Der Kutscher Mertinat flagt gegen die gerichts I zur Verantwortung gezogen wurde. Der Mann be= Speditionsfirma Vary und Komp. auf Zahlung seiner Kaution 80g, wie er versichert, anfangs 2 M. pro Tag, im Betrage von 40,50 m., die ihm bei seiner Entlassung ein- päter 2,25 M. und hat Frau und 4 Kinder zu er behalten wurde. Die Beklagte wendet ein, d rch den Kläger fei nähren, deren älteftes, durch Krankheit geihr ein Schaden zugefügt worden, welcher die Raution, an der ähmt, sich nicht bewegen tann. Auch er ist dem sich die Firma auf grund eines Kontraktes schaldlos halte, be: Kriminalkommissorius Billmann in die Echlinge gelaufen. Herr" Zur Ausbringung der unbedingt erforderlichen Mittel, zur deutend übersteige. Der Kläger habe an einem Sommertage mit Billmann hatte sich in Stralsund an den Angeklagten gewandt, Erkämpfung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen beschließt die noch anderen Kutschern den Auftrag gehabt, vom Anhalter Bahn- um angeblich die billigste Fahrgelegenheit nach Berlin zu er heutige Delegirtenversammlung an stelle des fich als unzuverlässig hof Margarine zu bolen und abzufahren. Er sollte für mehrere fahren. Der Angeklagte beorderte ihn zu einem bestimmten Zuge und darum unzweckmäßig erwiesenen Sammellisten- Systems eine Firmen laden, was ihm nicht gepaßt habe. Gegen seinen Auf- nach dem Bahnhoie, erwartete ihn daselbst und ließ ihn ohne beffer kontrollirbare, geregelte freiwillige Steuer bei allen Gewerktrag habe er deshalb 142 Kübel mit Margarine für ein Ge- Billet in ein Abtheil dritter Klaffe. Nach einiger Beit ließ fchaften einzuf hren." schäft geladen; auf dem Wege nach dem Bestimmungsort feien er sich von dem Fahrgast eine Bigarre schenken, dann Daudert begründete den Antrag mit dem Hinweis auf verschiedene Kübel infolge der zu großen Ladung vom Wagen ließ er Herrn Billmann gar in eine Abtheilung zweiter Klaffe, die durch das Markensammel- System erzielten Erfolge in seinem gefallen und ihr Inhalt im Werthe von 176 W. unbrauchbar zwei Herren faßen, die den dritten Mann zum Stat Berufe bei Gelegenheit der alljährlich wiederholten Fensterstreits. geworden. Kläger hätte wissen müssen, daß er im Sommer, wo suchten. Er hatte dem Kriminalkommissarius aber die Weisung Lohntämpfe oder Abwehrstreits siegreich durchzuführen bedürfe die Margarine durch ihre Umhüllung schwiße und die Außenseite gegeben: falls Kontrolle kommen sollte, müsse er sagen, daß er es bedeutender Mittel, die man aber nicht erst während de derselben glibberig mache, nicht so viel laden durfte. Der ihm( dem Angeklagten) bereits Geld gegeben habe, um ihm ein Ausstandes zusammenschnorren, sondern vorher gesammelt haben Kläger, als deffen Beistand der Maler Wiener fungirt, ist der Zuschlagsbillet zu dem Billet zu besorgen, welches ihm der An- müsse. Bei jedem Streit zeige es sich aber gewöhnlich, daß eine Meinung, 142 Kübel seien nicht zu viel für eine Ladung; schon geflagte in die Hand gesteckt hatte. Nach ungefährdeter Ankunft beträchtliche Anzahl ausgegebener Sammellisten nicht wieder öfter sei fo viel mit einem Male transportirt worden. Herab- in Berlin gab der Kommissarius dem Angeklagten 5 M. und beizutreiben sind. Dieser Krebsschaden könne durch Eingefallen seien die Unglückskübel, weil er in der Haytestraße, die trank dann noch ein Glas Bier mit demselben, wobei er sich noch führung von Sammelmarken in jeder Gewerkschaft sehr leicht sehr abschüssig sei, mit dem Wagen habe ausbiegen müssen. Ein mancherlei von den Schiebungen der Schaffner erzählen ließ. beseitigt werden. Tabatarbeiter Börner erblickte in dem AnZeuge, noch Rutscher bei Bary, sagt aus, der Wagen des Klägers Der Argeflagte hatte dabei trenherzig geäußert:" Das Vergehen trage nichts neues, bei seiner Gewerkschaft sei diese Art Sammsei ordnungsmäßig beladen gewefen. Auf eine Frage erklärt ist nicht gar so schlimm, man muß sich nur nicht von lung schon längst eingeführt. Man könne sie jedoch nicht diktiren, derselbe, daß im Winter, wo die Margarinekübel viel einem„ Gebeimen" faffen lassen!" Er hatte keine sondern müsse jeder Gewerkschaft die Regelung dieser Frage selbst Ter Ge- überlassen. tester lägen wie im Sommer, schon 140 und 142 der Ahnung davon, daß er einen solchen vor sich hatte. felben auf einem Wagen fortgeschafft worden seien, ob richtshof verurtheilte den Angeklagten zu 6 Monaten GeTschernig( Riftenmacher) stellte hierzu folgenden Anes auch im Sommer vorgekommen sei, wisse er aber nicht. Gin fängniß. trag: Die Gewerkschafts Kommission beschließt: Die Gewerf anderer Zeuge, ebenfalls noch bei Bartz u. Ko. Kutscher, weiß A18 ein hartnäckiger Verfechter feines vermeintlichen Schaften Berlins wollen in nächster Zeit in öffentlichen Versamm betreffs jenes Unglücks gar nichts auszusagen, auch nichts über Rechts zeigte sich der Posamentier Went, welcher sich gestern ungen dazu Stellung nehmen, ob die eine Hälfte des Ertrages den dem Kläger gewordenen, und angeblich nicht erfüllten Auf- vor der 188 Abtheilung des Schöffengerichts wegen Widerstandes der dauernden Markensammlungen der Gewerkschafts- Kommission trag. Befragt nach seinem Gutachten darüber, ob 142 Kübel zu gegen die Staatsgewalt zu verantworten hatte. Wenk war und die andere der jeweilig sammelnden Gewerkschaft für ihre Zwecke viel für eine Ladung im Sommer feien, meint er, im Sommer eines Abends mit den Hütern der öffentlichen Ordnung zu überlassen sei." Börner bekämpfte auch diesen Antrag als lägen die Kübel schlecht". Nachdem Wiener die Schuldlosigkeit in Streit gerathen und hatte natürlich den Kürzeren gezogen. unannehmbar, desgleichen Uhrmacher Mäther und mehrere des Klägers an dem in Frage stehenden Schaden nachzuweisen Er will auf der Wache mißhandelt worden sein. Zum Beweise nachfolgende Redner. Die Gewerkschaften müssen freie Hand be gesucht hatte, fällte der Gerichtshof ein abweisendes Urtheil. für diese Behauptung hatte er sich ein ärztliches Attest halten und nach ihrem Dafürhalten Gelder an die GewerkschaftsBegründet wurde dasselbe wie folgt: Der Kläger habe seinen ausstellen lassen, welches er dem Gerichte eingesandt hatte. fommission abliefern. Der Antrag Tschernig wurde hierauf Auftrag nicht ausgeführt und die ihm vorgeschriebene bestimmte Durch die Beweisaufnahme hielt der Gerichtshof nur für er- abgelehnt, dagegen ein Antrag des Genoffen Stein angenommen, Latung nicht vollzogen, sondern gegen den ausdrücklichen Willen wiesen, daß der Angeklagte sich des Widerstandes gegen die dahingehend: Die Beschlußfaffung auszusehen und den Antrag des Vertreters der Beklagten eine andere Ladung genommen. Staatsgewalt schuldig gemacht hatte, nicht aber daß er von den der Töpfer den Gewerkschaften sowie dem geschäftsführenden Wäre das Unglück passirt, wenn er die Ladung nahm, die ihm Beamten mißhandelt worden war. Als der Angeklagte das auf Ausschuß zur nochmaligen Durchberathung zu überweisen. Das die Firma durch ihren Vertreter auftrug, dann hätte 20 M. lautende Urtheil vernahm, gerietheft und wollte von 64 Gewerkschaften. Ohne Entschuldigung fehlten die sele in große Verlesen der Präsenzliste ergab die Anwesenheit der Delegirten diese den Schaden tragen tragen müssen. Das Gericht habe Erregung. Er verlangte das ärztliche Attest die Neberzeugung gewonnen, daß bei dem Durchschwitzen sich bei dem Besch eire des Vorsitzenden, daß dasselbe girten der Droschkentutscher, Roll- und Lastfuhrwerkstutscher, der Margarine im Sommer an ein Festliegen der Kübel bei bei den Aften verbleiben müsse nicht beruhigen. Dachdecker, Bimmerer, Alle Glaser, Schmiede, Einfeger, einer Ladung von 142 Stück nicht zu denken sei. Die geringste Aufforderungen, den Saal zu verlassen, waren erfolglos, Stellmacher, Filzschuharbeiter, Stereotypeure, Chirurgische Erschütterung bringe ein Herunterfallen solcher Kübel mit sich. der Uhrmacher, Angeklagte erklärte immer wieder, daß er ohne Photographen, Musiker, Daß Kläger ausbiegen mußte, darüber hätte er sich in einer das Attest nicht von der Stelle gehe, er wolle sich beim Kaiser schleifer und Schlächter. Hilfsarbeiter Thai entschuldigt Stadt wie Berlin flar sein müssen. Ein Verschulden des über die ihm von den Beamten widerfahrene Behandlung be- fein Fehlen in letter Sigung durch zu späte Benachrichtigung. Klägers liege vor; mit seiner eigenmächtigen Uebernahme der fd weren und brauche dazu das Attest. Schließlich sah der Vor- Die Karten sollen den Delegirten von jetzt ab 48 Stunden vor fraglichen Lavung habe er die Verantwortung für dieselbe mit sigende sich genöthigt, andere Saiten auszuspannen, er drohte dem der Versammlung zugehen. Hierauf unterbreitete Möbelpolirer übernommen gehabt. Angeklagten mit einer sofort zu verbüßenden Haftürafe. Went rante der Bersammlung folgenden Antrag des geschäftsDer Arbeiter E. wurde mit einer Klage abgewiesen, weil ließ sich auch hierdurch nicht zum Fortgehen bewegen; er brachte führenden Ausschusses: das Gewerbegericht unzuständig sei, über Entes dahin, daß der Gerichtshof ihn nach dem Antrage des Die 2c. Versammlung beschließt: Die Generalfommission schädigungsansprüche zu entscheiden, welche Staatsanwalts wegen Ungebühr in eine sofort zu verbüßende der Gewerkschaften Deutschlands in Hamburg aufzufordern, im aus der Einbehaltung des Krankenkassen- dreitägige Haftstrafe nahm. Went ließ sich ruhig abführen und nächsten Frühjahr einen allgemeinen Kongreß der Gewerk Buches hervorgehen. " Branche, " Blas Der Arbeiter Schler batte fich eines Tages bei seinem bat nur noch den Gerichtsdiener, derselbe möge seiner Frau Schaften einzuberufen, auf dem alle Gewerkschaften jeder Versammlungen. sind, der sich neben anderen Termin wahrnehmen müsse und überdies einen franken Fuß nach Verlassen des Polizeigewahrsams ärztlich attestirte Spuren bal und aber sprachen sich für Abhaltung des Kongresses Arbeitgeber, Herrn Berger, damit entfchuldigt, daß er einen betrofien Wie kommt es, daß so mancher polizeilich Sistite Dingen hauptsächlich mit der endgiltigen Regelung der Organisations orm- Streitigkeiten befassen soll." Hilfsarbeiter habe, der ihn verhindere zu arbeiten. Er wurde entlassen, von Wißhandlungen aufweist und daß eine Mißhandlung sich hal und Faber sprachen sich für Abhaltung des Kongresses worauf er eine Entschädigungsklage beim Gewerbegericht doch so selten beweisen läßt? aus, alle übrigen Redner bestritten dessen Nothwendigkeit. anhängig machte. Das Gericht wies ihn ab, indem es Mechanifer Neumann verwies auf den Beschluß des Halberauf seine Aeußerung, daß er einen schlimmen Fuß gehabt und städter Gewerkschaftskongresses, den nächsten Kongreß erst einzudeshalb, außer wegen des Termins, nicht arbeiten konnte, bezug berufen, wenn sich zwei Drittel der zentralisirten Organisationen nahm. Die Arbeitsunfähigkeit berechtige nach der Gewerbedafür aussprechen. Former Körst en sprach seine Verwunderung Ordnung unter allen Umständen zur sofortigen Entlassung. darüber aus, daß der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission Der Beklagte Oriwall war in drei aufeinander folgenden fich als Filiale der Generalfommission in Hamburg betrachte. Jetzt Für die Arbeiter und Arbeiterinnen in der mechanischen arbeiten Zentralisten und Anhänger der Lokalorganisation in Berlin Terminen nicht erschienen, weshalb zum vierten Termine sein persönliches Erscheinen unter Androhung einer Strafe von 30 m Schuhfabrikation fand am 7. Dezember eine recht gut besuchte ziemlich friedlich neben einander, durch einen Kongreß würde der angeordnet wurde. Wer wieder ausblieb, war Herr Driwall. öffentliche Versammlung statt, in wela er der Kollege önig die Streit in„ Halberstadt in verbesserter Auflage" erstehen und die Zunächst bekam er als unausbleiblich die 30 M. Straje zudiftirt. Bustände bei den Firmen: Simonsohn u. Stern, Kluge, Mauf Gegensätze" sich wieder verschärfen. Maurer Silberschmidt Dann wurde er zur Zahlung von 37,80 M.( Lohnentschädigung wärtiger äußerst ungünstiger Geschäftskonjunktur zwangen, die Zeit für den Kongreß gar nicht vor. Uebrigens werde die un Bi chholz zur Sprad e brachte. Zustände, welche troß gegen- äußerte sich in ähnlichem Sinne. Genügendes Material liege zur und rückständiger Lohn) verurtheilt. Das Gericht ging von der Arbeit bei genannten Firmen niederzulegen. Die Diskussion war Generalfommission als Spitze der Gewerkschaften Annahme aus, daß es gegenüber dem Berurtheilten eine über eine recht lebbafte und gab den Anwesenden ein Bild von und Zuruf: Doch nur ber sentralistensen. Der Antrag Franke Widerspruch mäßige Langmuth babe obwalten lassen, um ihm zu gestatten, bei gelegener Beit Zeugen für seine Einwendungen herbeizuschaffen. Er habe sich geradezu entseglichen Zuständen in den einzelnen Fabriken. Allge- schon selbst die Initiative hierzu ergreifen. Der Untrag Franke mein wurde deshalb auch der Streit als gerecht anerkannt, wurde schließlich fast einstimmig abgelehnt. augenscheinlich nicht viel um die Zeugen gefümmert, denn er habe trotz der ihm dazu gelaffenen Zeit nicht einmal eine richtige gaben die Zusicherung ab, fest zusammenzuhalten und auszuharren Daudert, Pußer Schulz, Roch Felgentreff und jedoch von einem Generalnreit abgerathen. Die Ausständigen Als Revisoren für das legte Halbjahr wurden Töpfer Adresse derselben anzugeben vermocht. Weil er den Beweis für im Kampf um ihre gerechte Sache, während die in Arbeit stehen- Berger gewählt. Faber gab einen turzen Bericht über die feine Behauptungen gegen den Klageanspruch schuldig geblieben den Kollegen alles aufbieten werden, für die nöthige Unterstüßung Inanspruchnahme des Gewerkschafts- Bureaus, Rosenstraße 28, sieben- Berger sei, wären die des Klägers Helbig als richtig anzuerkennen und zu sorgen. habe deshalb die Verurtheilung erfolgen müssen. und theilte zum Schluß mit, daß für Berlin ein größerer SchuhHierauf gelangte eine Resolution zur Annahme, die den Strei- macherstreit in Aussicht stehe. Wegen Beleidigung durch die Presse wurde gestern der tenden die Zustimmung der Versammlung fundgiebt und ver verantwortliche Redakteur des Vorwärts", Genoffe Wilhelm spricht, die Streikenden moralisch und materiell zu unterſtüßen. Der Verband deutscher Schneider und Schneiderinnen Schröder, vor der VII. Etraffammer des Landgerichts I zur Nach der Wahl einer siebengliederigen Streitfommission wurde und verwandten Berufsgenossen hielt am Montag, den 4. ds. Verantwortung gezogen. Unter Anklage gestellt war ein Artifel ein Antrag angenommen, der die Arbeiter der Rogge eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. In derselben in Nr. 171 vom 23. Juli d J. unter der Ueberschrift Typhus schen Schuhfabrik, aus der gleichfalls in der Debatte schildert Kollege Pfeiffer feine Erlebnisse und sein wirken in ten Ferienkolonien". Im Termin erklärte Rechtsanwalt mehrere Mißüände zur Kenntniß gegeben waren, auf für den Verband auf seiner Agitationstour in Brandenburg und Freudenthal, daß in dem Artikel lediglich bezüglich der fordert, dem Fabrikanten den Lohntarif vorzulegen und Schlesien. An der Diskussion betheiligte fich Kollege Spätha, Krankheits art ein Irrthum untergelaufen sei, da es sich nicht wenn die Bewilligung desselben die Bewilligung deffelben abgelehnt werden sollte, Frau Gubela und Frau Kleinvogel, die in eingehender Weise um Zyphus, sondern um eine ähnliche Krankheit gehandelt habe. die Arbeit niederzulegen. Dasselbe gilt auch für die Hausin- die Zustände bei den Zwischenmeistern schilderten. Im Januar Ter Vertheidiger machte eine Reihe von Personen namhaft, dustriellen. Sodann betraute die Versammlung zwei von den soll zur Besprechung dieser Angelegenheit eine Versammlung in welche befunden sollen, daß beim 100. Leib- Regiment in Dresden Kollegen mit der Aufgabe, besonders den Kollegen in Mitten- Moabit einberufen werden. Sodann wird bekannt gegeben, daß um die fragliche Beit thatiächlich viele Soldaten nach dem Gewalde die hiesigen Verhältnisse tlarzulegen und vor am ersten Weihnachtsfeiertag bei Martens, Friedrichstr. 286, ein nuffe von Konserven an tolifartigen Erscheinungen erfrankt und Zuzug zu warnen. Nach der Wahl der Generalfommission Bergnügen stattfindet Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Am 10. Dezember 2c. erscheint in unserem Verlage: Buch der Freiheit. Gesammelt und herausgegeben Don Karl Henckell. Zwei Bände, je zirka 20 Bogen umfassend, à Mark 1,75 elegant in Prachtband gebunden, komplet Mark 5, Bei Voraus Bestellungen, die bis 10. Dezember eine gehen, gewähren wir Vorzugspreise: Marf 1,50 pro Band und Mark 4,50 für den kompleten Prachtband. 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