Nr. 292. Gridheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags- Nummet mi tului. Sonntags- Beilage Meue Belt" 10 Big. Boit- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter freus: band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für pas übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Ginger:. in der Von Zeitungs- Brets lifte für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgeipaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Bersammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition in an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn: und Fentagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Explosion in der französischen Kammer ist ein gefundenes Fressen für die Reaktionäre aller Länder. Wie gierige Nasgeier stürzen sie sich auf die Beute, und jeder trachtet für sich möglichst große Bissen herauszureißen. Die Burschen sind so gierig und bekunden ihre Freude mit se naiver Offenherzigkeit, daß man wirklich auf den Gedanken kommen kann, die Explosion sei bestellte Arbeit. Wer den Satz der Kriminalistit für richtig hält: is fecit cui prodest- der hat es gethan, dem es nüßt der muß zu dem Schlusse gelangen, daß Herr VaillantMarchal ein Werkzeug der nationalen und internationalen Kultur- Umsturzpartei ist: der kapitalistischen Reaktionsdemagogie. Allein obgleich die Lockspitzel und deren Hintermänner vor Blut keine besondere Schen haben in der Stube oder einem Saal ein paar Dugend Menschen tödten und verwunden, ist doch gewiß nicht weniger moralisch, als ein paar Tausend Sozialisten auf der Straße todtzuschießen, der Lieblingswunsch und Gipfel der Moral unseres militärischen und unmilitärischen Streberthums- trotzdem können wir in diesem Falle nicht an Polizeimache glauben, denn am eigenen Fleisch machen die Herren Gesellschaftscetter feine derartigen Vivisektionsversuche. Mittwoch, den 13. Dezember 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. und schamlosesten treibt es in Deutschland natürlich die die Förderung der Reaktion. Wir haben schon nationalliberale Presse und Partei; und innerhalb dieser früher gesagt: es giebt ehrliche und vernünftige AnPartei der politischen Verkommenheit das schamloseste und archisten, aber die vernünftigen sind nicht ehrlich und verlogenste Organ ist natürlich das Leibblatt des ewigen die ehrlichen nicht vernünftig. Die einzig vernünftigen Zukunftsministers Bennigsen, der„ Hannoversche Kourier". Anarchisten sind die Spigel". Allein so gewiß Dieses nationalliberale Bentralorgan des Lockspitzelthums vom Polizei- oder sagen wir richtiger: vom Lockspitzelhat die Frechheit, in seiner gestrigen Nummer zu schreiben: Standpunkt aus, das französische Kammer- Attentat sehr verDas Bombenattentat in der französischen Kammer nünftig, d. h. sehr nüglich ist, so konnte doch ein verist nicht von einem Anarchisten, sondern nünftiger Lockspigel nicht auf dieses Mittel verfallen, von einem Sozialdemokraten, einem Mit das vielleicht nicht das Leben, aber doch den Körper und glied des sozialistisch- revolutionären Komitee's verübt die Gesundheit der kapitalistischen Gesellschaftsspitzen schwer worden." gefährdete. Ganz unvernünftig ist die That vom " N wohl Der„ Kourier" quält sich dann in bekannter Denun revolutionären Standpunkt. Jeder Denkfähige muß ziationswuth ab, Baillant Marchal der deutschen Sozial- begreifen wir haben das hundert Mal ausgesprochen demokratie an die Rockschöße zu hängen. Nun, mit dem daß derartige Thaten" nicht revolutionär, sondern nur Kourier"-Bolk reden wir noch an anderer Stelle. Für reaktionär wirken, daß sie statt zu revolutionärem, im jetzt nur so viel, daß das Organ des Staatsmanns Gegentheil zu reaktionärem Handeln aufstacheln und in den Bennigsen den notorischen Anarchist Vaillant- Marchal mit Boltsmassen eine Empörung erzeugen, die vor der unserem Genossen Eduard Vaillant verwechselt!- rücksichtslosesten Lyuchjustiz nicht zurückschreckt. In Paris Und nun Einiges zur Beurtheilung der That und des mußten Anarchisten" sich unter polizeilichen Schutz stellen, Thäters. und in London wäre der anarchistische Schwadroneur Guesde, um seine Meinung über das Attentat und Nicholl am vorigen Sonntag von der erbitterten Menge beiin worden. Stücke gerissen Die über Anarchismus befragt, antwortete einem Redakteur des nahe SalonWas ist voit dem Attentat zu sagen? Wer und Wirthshaus Anarchisten werden Figaro": thun, immer er sein möge, ein Frrsinniger oder was soust, er hat zu bedenken, die daß anarchistische Revolutions Wie die Dupuy, Perier und Konsorten das Attentat sich außerhalb der Menschheit gestellt. Und was die An- spielerei und Schwazerei anfängt, gefährlich zu werden. fruftifiziren, das haben wir schon mitgetheilt. Wir Deutsche archisten betrifft, so habe ich sie schon seit langem in drei Dabei haben wir nicht die Polizei im Auge, die dem haben Erfahrung in diesen Praktiken. Genug- das Bis- Kategorien eingetheilt: die Hanswürſte( fumistes) und Anarchismus nie viel zu Leide thun wird. Wir meinen mard'sche Rezept, das ja ursprünglich aus Frankreich Schwadroneure, die sich als revolutionäre Mordsterle auf das Volf, welches unter dem Eindruck der Vorgänge von stamnit, wird jetzt in Frankreich genauestens befolgt, und spielen, die Polizeispiel und die Tollhäusler." Barcelona und Paris die anarchistischen Phrasen für Ernst vorläufig auch mit Erfolg. Gestern sagten wir bereits: Wir erwähnen diese Aeußerung, die sich mit unserer nehmen, und die Phrasenmacher für die Thaten ihrer an Dupuy und Perier sind von der Vaillant Marchal'schen schon oft ausgesprochenen Ansicht vollständig deckt, haupt geblichen Genossen verantwortlich machen könnte. Eardinenbüchse lebendig geschossen worden wie weiland sächlich deshalb, weil sie die, durch fast alle Bourgeois- Nach Ravachol's Ruall- Effekten durfte sich in Paris eine unser verkrachter Hausmeier vom Hödel'schen Sackpuffer Zeitungen gehende Lüge widerlegt, Guesde habe sich im Zeit lang fein Anarchist auf der Straße sehen lassen- kommt lebendig geknallt wurde. Nur find die Franzosen in solchen ersten Augenblick billigend ausgedrückt. Das ist nicht wahr jezt noch eine neue anarchistische That dieser Art, so Dingen noch etwas schneller als wir mit all unserer was er that, war, daß er einem reaktionären Abgeord- wird jeder Anarchist eine Leibgarde von Polizisten gebrauchen. , affenartigen Geschwindigkeit". Sie haben ihr Au3neten, der ihn auschrie:„ Das ist Euer Wert!" entgegen- und der Anarchismus wäre dann a mt l'i ch unter dem Schutz nahmegeset binnen 24 Stunden unter Dach und Fach rief: Nein, es ist das Wert Eurer Gesellschaft, die der kapitalistischen Gesellschaft, die ihn als ihren Zwillingsgebracht Einzelheiten werden nachträglich in Ordnung Verbrecher züchtet". Und auch damit hat Guesde Recht. bruder, trotz aller Familienfeindschaft, unter der Hand thatgebracht. Was fümmert man sich in solch' weltgeschicht- Ueber die Kategorie, in welche Vaillant- Marchal, der sächlich allezeit gehegt und gepflegt hat. lichen Momenten um Einzelheiten und Kleinigkeiten? Urheber der Kammer Explosion, gehört, kann nach allem, Ueberall find die Reaktionsunken aus ihren Löchern was bis jetzt bekannt ist, ein Zweifel nicht obwalten. Es gekrochen und quaten: Schutzmaßregeln gegen die ist einer jener sogenannten Verbrechertypen, jener frankhaft Anarchisten! veranlagten Menschen, die an der Schwelle des Irrenhauses Und sintemalen die Buttkamer und Konsorten vor herumschwanken, und, wenn sie in ihrer geistigen Umnachtung den Anarchisten- ungeachtet aller Entrüstungs- und oder" Gutartung" eine Blutthat verüben, je nachdem ihr Schreckens- Komödie gar keine, vor der Sozialdemokratie geistiger Zustand erkannt wird, in der Zelle für Tobsüchtige aber sehr große Angst haben, so ist ihr eifrigstes Bestreben oder auf dem Schaffot enden. Nur ein Wahnsinniger, darauf gerichtet, die Maschen des Polizeinetes, das sie nur ein Unglücklicher mit anormalem Hirn konnte es sein, Europa umwerfen wollen, so herzurichten, daß die der am Sonnabend die geladene Sardinenbüchse in die franSozialisten drin gefangen werden. Und bei diesem sauberen zösische Kammer warf. Ein vernünftiger Mensch hat bei jeder Werkt hilft sogar unsere Fortschrittspresse: Tante Voß Handlung einen bewußten Zweck- das ist es gerade, was 3. B. hat die Stirn, Baillant Marchal für einen sozialen den Vernünftigen vom Unvernünftigen unterscheidet. Und nur Umsturzmanu" im Sinne der Pariser Kommune einen vernünftigen, d. h. logischen, wenn auch zu erklären. Am schlimmsten, das heißt am reaktionärsten teuflischen Zweck jener Handlung können wir uns denken: = Nachdruck verboten.] Feuilleton. Skizzen : Ardaljon theilte nun alles mit, was ihm bekannt war, und leider wußte er sehr viel... Er nannte die Familienund Rufnamen der Verschwörer, ihre Adressen, zählte Alle [ 31 auf, die er irgend wann besucht hatte; er überjah auch nicht die geringste Kleinigkeit, deren er sich erinnerte. So sprach Ardaljon mehrere Stunden lang. Der Wir lassen die wichtigsten auf die Explosion des 9. Dezember bezüglichen Nachrichten folgen: Paris, 11. Dezember. In der Kammer hatten sich Deputirte und Publikum sehr zahlreich eingefunden. Die beiden Tribünen auf der rechten Seite waren auf Anordnung der Justizbehörden geschlossen. Dupuy beglückwünschte die Quästoren zu ihrem Verhalten am Sonnabend und sprach allen Personen, welche für die Verwundeten gesorgt hatten, Dant aus. De Mahy beglückwünschte Dupuy zu seiner festen, entschloffenen Haltung. ( Lebhafter Beifall.) Nachdem die Interpellation über die Einfuhr franzöfifcher Weine in Oesterreich auf Donnerstag vertagt war, legte der Ministerpräsident Casimir Périer die Gesetzentwürfe zur Verhütung und Unterdrückung anarchistischer Verbrechen vor und bezeichnete diese Entwürfe, welche feinen Eingriff in die überkommenen Freiheiten enthielten, als nothwendig. zu ihm und ein Staatsanwalt, aber nicht derselbe, der ihn früher besucht hatte, sondern ein anderer jüngerer Mann. Sie haben einige Male in einem frechen Tone den Staatsanwalt verlangt," sagte der Oberst, was wollen Sie denn?" " ans der sozialistischen Bewegung Staatsanwalt war müde geworden, aber er überwandt sich, achtung an, als bei dem erſten Verhör. Dasselbe that der in Rußland. ( Aus dem Russischen übersetzt.) " da er befürchtete, es könnte in den Wortschwall Ardaljons irgend etwas störend eingreifen; er wollte mit einem Male die Zitrone bis auf den letzten Tropfen auspressen. Endlich sagte Ardaljon: Der Oberst blickte Ardaljon mit noch größerer VerWächter und der jugendliche Staatsanwalt. „ Ich erwarte die verdiente Belohnung," sagte stolz Ardaljon. " Die Verhandlung in Ihrer Sache sollte im Laufe dieses Monats stattfinden," sagte der Oberst, aber infolge Ihrer Aussagen sind noch einige Arrestationen nothwendig geworden, und Sie werden zusammen mit Ihren Kameradent gerichtet werden, daher müssen Sie noch sieben bis acht Monate warten." " Sie haben mich nicht verstanden, ich habe Sie gefragt, wann mir die verdiente Freiheit gegeben wird?" sagte Ardaljon. Der Oberst lächelte. " Ein Dugendmensch," fuhr Ardaljon fort, kann vor dem Worte Verrath" zurückschrecken, aber für einen, der Ich bin müde... ich werde nachher fortfahren." nach einem höheren Biele strebt, existirt dieses Vorurtheil" Wenn es Ihnen gefällig ist, so sezen wir die Arbeit nicht. Solange ich glaubte, daß der Sozialismus für heute Nachmittag fort." Rußland nüßlich sei, daß nur die Sozialisten Ruß-" Ich bin damit einverstanden," sagte Ardaljon. land die Freiheit verschaffen könnten, habe ich Nach dem Mittagessen begann er von neuem und es mein Leben dafür geopfert, und als ich in das Ge- wurde Mitternacht, bis er geeudigt hatte. fängniß gerieth, habe ich nicht an Verrath gedacht, um mich Der Staatsanwalt triumphirte und nicht ohne dadurch zu befreien. Aber nachdem ich ruhig die Grund, hatte er sich doch so viele Monate lang verstellen Sache erwogen und die Frage nach allen Seiten müssen, um diesen eitlen Egoisten auszuforschen. Die Aushin beurtheilt habe, bin ich zur Ueberzeugung gelangt, daß sagen in seine Mappe legend, erhob er sich und sah Ardaljon Sind Sie denn wirklich so naiv, zu glauben daß Sie alle Sozialisten sich im Irrthum befinden, daß verächtlich an, aber dieser verstand den Blick nicht; er war sie nur der Freiheit hinderlich sind, die die Regierung noch so selbstbewußt, daß er es garnicht für möglich hielt, Rußland verleihen wird, sobald fie die Sozialisten besiegt von jemandem verachtet zu werden. hat. Ich halte es daher für meine heilige Pflicht, alle Die Thür schloß sich hinter dem Staatsanwalt, und Hindernisse, die der Freiheit im Wege stehen, weg der Retter des Vaterlandes, ermüdet von seinem Siege, zuräumen und die Sozialisten in die Sozialisten in die Hände der legte sich schlafen. Den anderen Tag erwartete er, daß, Blos gescherzt hat er," antwortete faltblütig der Regierung auszuliefern. Ich bin überzeugt, daß der sobald seine Thür geöffnet, man ihn in Freiheit Oberst; wenn Sie, um Rußland zu retten", fuhr er mit Sozialismus ein gefährliches Spiel erwachsener Kinder sehen würde, aber man brachte ihm wie gewöhnlich unverhüllter Ironie fort, Ihre Kameraden verrathen haben, ist und muß ihn deshalb vernichten, toste es, was das Essen und der Wächter revidirte seine Belle wie immer. fo war der Staatsanwalt berechtigt, zu scherzen, um Sie zu so es wolle. Das ist meine heilige Ueberzeugung. Mit So verging eine Woche im fruchtlosen Warten, der Staats- veranlassen, Rußland zu retten." dem Bewußtsein, daß ich Rußland dieses schuldig bin, anwalt tam nicht, obgleich Ardaljon ihn schon öfter schrift- Ardaljon erbleichte und zitterte am ganzen Körper. schreite ich zur That." lich eingeladen hatte. Endlich kam der Gendarmerie- Oberst„ Aber trösten Sie sich, Ihnen wird infolge Ihrer Aus frei werden, nachdem Sie zwei politische Morde begangen haben?" " So hat der Staatsanwalt gelogen!" rief Ardaljon aus, und das Blut stieg ihm in den Kopf, als ob er einen Schlag in das Gesicht erhalten hätte. = ( Lebhafter Beifall). Périer Périer verlangte verlangte für die Novelle Paris, 12. Dezember. Zum Schuße der öffentlichen Dent- 1 zum Preßgesetz die Dringlichkeit und die sofortige Be- mäler und der Theater sind umfassende Vorsichtsmaßregeln gerathung. A13 er sodann diesen Entwurf verlas, wurde troffen. Etwa 30 ausländische Anarchisten sollen verhaftet werer mehrfach durch Beifalls Kundgebungen unterbrochen. den. Auch die Maitresse Vaillant's, Namens Marchal, wurde Nach dem Entwurf wird die Aufforderung zur Plünderung, in Haft genommen, da sie von den Absichten Vaillant's Kenntniß zur Brandstiftung und zu Attentaten, desgleichen auch gehabt haben soll. die Verherrlichung dieser Verbrechen, mit 5 Jahren Gefängniß Alle gemäßigten republikanischen Blätter billigen das gestern bestraft; Präventivrerhastiungen und Beschlagnahmungen werden von der Kammer angenommene Preßgesetz. Die radikalen Blätter zugelassen. Nachdem die Dringlichkeit erflärt, bekämpfte Goblet machen der Kammer den Vorwurf, nur der Furcht nachgegeben den sofortigen Eintritt in die Diskussion, indem er die Befürch- zu haben, da sie ein so reaktionäres Gesetz annahm. Die tung aussprach, der Entwurf enthalte einen Augriff auf die konservativen Organe bezweifeln, ob das Gesetz die erhoffte Preßfreiheit. Ausnahmemaßregeln seien unnöthig; die Depu- Wirkung haben werde. tirten sollten faltes Blut bewahren.( Unterbrechung im Ben trum; Beifall auf der äußersten Linken.) Der Ministerpräsident Cafimir Perier tefürwortete den Entwurf und forderte die Kammer auf, ihm ein Zeichen ihres Vertrauens durch die Anunahme des vorgeschlagenen Entwurfes zu geben.( Lebhafter Beifall.) Ramel( von der Rechten) und Lavy( Sozialist) betämpfen eine sofortige Diskussion, Pelletan( äußerste Linke) verlangt die Vertagung wird hierauf mit 404 Paris, 11. Dezember. Von den am Sonnabend verhafteten Personen, welche der Kammersißung beigewohnt hatten, werden 11 in Freiheit gesetzt werden, nur vier werden wegen Landstreicherei unter Anklage gestellt werden. Die Polizei forscht gegenwärtig nach einem gewissen Raynal, welcher mit Vaillant sehr viel verkehrte, aber seit gestern verschwunden ist. Paris, 12. Dezember. Allen hervorragenden Instituten bis morgen. Die Bertagung wird seitens der Polizei die größte Aufmerksamkeit geschenkt. gegen 143 Stmmen abgelehnt. Jeder einigermaßen Verdächtige wird gezwungen, sich einer förperRamel beantragt sodann, die Kammer folle lichen Untersuchung zu unterwerfen. fich in den Bureau's versammeln, behufs Wahl einer Kommission, welche den Entwurf sofort zu prüfen habe. Cajimir Périer weist diesen Antrag zurück.( Zustimmung im Zentrum. Lebhafter Widerspruch auf der äußersten Linken. Große Be wegung.) Auch dieser Antrag wird mit 389 gegen 156 Stimmen Die Aussichten der Steuervorlagen. Die Freisinnige Zeitung" schreibt: 1 zunächst Die Steuerfommission des Reichstags für das Stempelsteuergesetz ist nunmehr gebildet. Die 28gliedrige Kommission setzt sich nach der Haltung der betreffenDen Parteien gegenüber den Steuerprojekten wie folgt zu sammen: Gegen: Freis. Volkspartei: Nichter, Träger, Dr. SchneiderNordhausen. Sozialdemokraten: Diet, Singer, Schoenfant. Antisemit: Werner. Für: Konservative: Frhr. v. Manteuffel, Gescher, v. d. Gröben, Graf Dönhoff- Friedrichstein. Freikonservative: Gamp, Graf Arnim. Antisemit: Liebermann v. Sonnenberg. 3weifelhaft: Zentrum: Rinteln, Stephan- Beuthen, Lieber, Schädler, Frhr. v. Buol, Frizen, Gröber, Nadbyl. Polen: v. Komierowski, v. Koszielsti. Nationalliberale: v. Bennigsen, Böttcher, Frhr. v. Heyl, Blacke. Demnach liegt die Entscheidung beim Zentrum, das sich durch die Aufhebung des Jesuitengesetzes und die Erfüllung der Wünsche, welche sie gegen die preußische Volksschule hegt, für die Steuervorlagen gewinnen lassen wird. abgelehnt. Viviani erklärt, die Sozialiſten wollten die Gejege Politische teberlicht. iſt nebst einer Anzahl Anlagebänden am 11. b. M. bent Heich studiren, aber nicht ohne Diskussion beschließen. Die Sozialisten würden sich daher nicht mehr an der Debatte betheiligen. Toussaint( Sozialist) erklärt die Majorität sei eingeschüchtert. ( Tumult). Schließlich tritt die Kaminer in die sofortige Disfussion ein. Berlin, den 12. Dezember. Der gedruckte Bericht der Börsen- Enquete- Kommission dem tanzler durch den Vorsitzenden der Kommission überreicht worden. Der Bericht umfaßt auf 190 Folioseiten außer einer Einleitung von Provinzialen, die Bänte des Saales eingenommen von und zur Notiz; 3. Terminhandel; 4. Maklerwesen und KursAus dem Reichstag. Foyer und Tribünen be setzt Abschnitte: 1. Rechtliche Stellung und Organisation der Börsen; 2. Emissionswesen, Zulassung von Papieren zum Handel Im weiteren Verlaufe der Situng verlas Dupuy den Inden Abgeordneten, dies ist das Bild, das heute das Reichs- feststellung; 5.' Kommissionsgeschäft. Die Anlagen enthalten: halt der Preßgesez- Novelle unter Proteftrufen auf der äußernen parlament bietet. Die Gegenstände, welche auf der Tages- Die bestehenden Bestimmungen über die wichtigsten Börsen des Linken. Pourquery de Boisserin verlangt eine Erklärung des ordnung stehen, sind es nicht, welche dieses allgemeine In- In- und Auslandes; vier Foliobände stenographischer Berichte Justizministers. Derselbe entgegnet, es handle sich einfach darum, tereffe erregen, denn die Handelsverträge mit Spanien und über die Bernehmungen der Sachverständigen nebst einem dazu der Freiheit des Verbrechens Fesseln anzulegen. Es gäbe eine Serbien sind ziemlich nebensächlicher Natur und selbst der gehörigen systematischen Sachregister; einen Band statistischer Organisation der Anarchie, welche eine Vereinigung von Ver- Vertrag mit Rumänien hat nur Bedeutung insofern, als Materialien, sowie verschiedene Denkschriften; endlich zwei brechern sei, die Regierung fenne deren Leiter und Führer, diese die Entscheidung über denselben, gewissermaßen als Kraft- fyftematische Darstellungen der übrigens auch am Rande des Individuen wolle die Regierung treffen. Die Regierung mache feinen probe für den in Aussicht stehenden russischen Vertrag zu Materialien sind noch nicht ganz vollständig, werden aber in Berichts abgedruckten Vorschläge der Kommission. Die statistischen Unterschied zwischen der Verherrlichung und der Aufreizung, man betrachten ist. Ohne dieses wäre es ganz undenkbar, daß nächster Zeit abgeschlossen werden. fönne die Berherrlichung von Attentaten wie diejenige zu Barce- ein deutsches Parlament den Vertrag mit Rumänien ablehnen lona nicht ungestraft laffen. Wenn die Kammer ihr die Mittel tönnte. Selbst die rabiatesten Agrarier haben darau gäbe, so sei sie entschlossen, dieser Gesellschaft von Bösewichten ein Ende zu bereiten. Pourquéry de Boisserin beantragt sodann kein Interesse, denn für rumänisches Getreide bestehen zur ein Amendement. Der Ministerpräsident bekämpft jedoch jede Zeit bereits die ermäßigten Getreidezölle von 3,50 M. per Abänderung des Regierungsentwurfs. Das Amendement wird Doppelzentner. mit 360 gegen 186 Stimmen abgelehnt und sodann nach kurzer weiterer Debatte die Preßgesetznovelle mit 413 gegen 63 Stimmen angenommen. Hierauf wurde die Sigung geschlossen. Daneben kommt in Betracht, daß die deutsche Industrie ganz erheblich an der Ausfuhr nach dem aufstrebenden Douanstaat betheiligt ist, und daß dieser Export alle Aussicht hat, in den nächsten Jahren noch bedeutend zu steigen. Paris, 11. Dezember. Die Novelle zum Preßgesek bestraft die Aufforderung zum Verbrechen ohne Unterscheidung einer direkten oder indirekten Aufforderung. Ein zweiter Gesetzentwurf bezweckt die Wenn trotz dieser Sachlage dieser Vertrag von den Abänderung der auf verbrecherische Gesellschaften bezüglichen Agrariern auf das wüthendste bekämpft wird, so geschicht Artikel des Strafgesetzbuchs, so daß dieselben auf Anarchistens dies aus der nicht unberechtigten Annahme, daß bei dem Vereinigungen anwendbar werden. Ein dritter Gefeßentwurf Vertrag mit Rumänien das Schickjal des Vertrages mit verschärft die Strasbestimmungen des Gesetzes von 1872 gegen Rußland entschieden wird. die Besitzer von Explosivstoffen und will nicht nur den Die armen Bauern" unter Führung der Grafen MirBesitz von fertigen Explosivstoffen bestraft wissen, sondern bach und Kanit sind deshalb bis auf den letzten Mann zur auch den Besitz Substanzen, von welche zur Her Stelle und die Rednerliste ist so lang, wie sie schon seit stellung solcher dienen. In einem vierten Gefeßentwurf wird die Erhöhung des für die Polizei in den Provinzen bestimmten Jahren bei keinem Gegenstande mehr war. Die Debatte Kredits im Budget des Ministeriums des Junern um 820 000 Frts. selbst bietet freilich wenig bemerkenswerthe Momente; denn gefordert, um die Thätigkeit der Polizei schneller und wirksamer Behauptungen, wie die heute vom Grafen Mirbach zum zu gestalten! besten gegebene, daß die Existenz von 12 Millionen Deutschen daran hänge, daß der Getreidezoll nicht unter 5 M. herabgesetzt werde, sind so abgeschmackt, daß sich selbst ein Vollblut- Agrarier schämen sollte, sie in den Mund zu nehmen. Freilich bessere Gründe haben die Herren von der Brotvertheuerungs- Liga nicht vorzubringen und so müssen sie sich eben mit Phrasen und Schlagwörtern genügen laffen. Bei der Vorlegung dieser Gefeßentwürfe in der Kammer hob der Ministerpräsident Kajimir Périer hervor, es set noth wendig, die Vorbereitung zum Verbrechen zu bestrafen. Die Regierung wolle nur diejenigen treffen, welche sich selbst außer halb der menschlichen Gesellschaft stellten. Unter allen recht: lich denkenden Franzosen werde sich eine Vereinigung ehrenhafter Männer bilden. Zu feiner Beit fei es nöthiger gewesen, die Uebereinstimmung zwischen Regierung und Parlament zu be fiegeln. Die Regierung werde nicht verfehlen, ihre Pflicht zu thun, die Ordnung im Innern und den guten Ruf Frankreichs nach außen aufrecht zu erhalten. Die Regierung werde verstehen, die Sache der Ordnung ebenso, wie die der öffentlichen Freiheiten, zu vertheidigen. Im Zwei Gegenwartsbilder aus der freien Schweiz. Grütlianer" lesen wir: " Thatsachen, nicht Phrafen, meine Herren! Ein Bernischer Leser unseres Blattes schreibt uns unterm 27. November: Bekanntlich schreibt das eidgenössische Gese bei Sterbefällen die ärztliche Bescheinigung der Todesursache durch den behandelnden( resp. erst nach dem Tode herbeigezogenen) Arzt vor. Durch Zufall find mir zwei solche Sterbefarten zu Gesicht gekommen, die auch für ein größeres Publikum nicht ohne Interesse sind. Die eine betrifft das zweijährige Kind eines Sägers( Lohnarbeiters) und als Todesursache wird: " Folgen der Influenza( vermuthlich)" angegeben. Die ärztliche Behandlung fehlt und dafür steht am Fuß der Karte die Bemerkung:" Es wurde kein Arzt berathen oder beigezogen für dieses notharme Kind; nur zwei Zeuginnen bezeugten schriftlich die vermuthliche Todesursache." Die zweite Karte ist für eine verheirathete Frau von erst 25 Jahren ausgestellt, und als Todesursache wird in gleicher Weise:„ Kindbettfieber( Lungen auszehrung und Wassersucht)" angegeben. Am Fuß der Karke die Bemerkung:" Troy Retlamationen und wegen Armuth der Familie teine ärztliche Bescheinigung erhalten." Wohl auch keine ärztliche Behandlung wird man fich dazu denken müssen! Diese leinen Sterbefarten sind in ihrer lapidaren Einfachheit so schreibt unser Gewährsmann- ein besseres Denkmal für den Stand des Kulturfortschrittes am Ende des 19. Jahrhunderts, als einige hundert Seiten statistischer Sie betreffen beide den Kanton Bern( Amtsbezirke Thun und Konolfingen), dessen öffentliche Meinung" bekanntlich foeben den Anlanf genommen hat, sich im Brustton der Ueberzeugung gegen den staats- und gesellschaftsstürzenden Vorschlag einer unentgeltlichen Krantenpflege zu erheben. Ob frei" oder nicht wo der Geldsack herrscht, muß Tabellen. Die Debalte wurde schließlich auf morgen vertagt und wird dann wohl auch die Abstimmung erfolgen. Wie diefelbe ausfallen wird, ist noch unsicher. Vom Zentrum werden die Bayern unter Dr. Schädler's Führung und die Mehrzahl der schlesischen Abgeordneten gegen den Vertrag Paris, 12. Dezember. Die Rammer wird heute die Rom- stimmen. Geschlossen stimmt die Linke dafür, doch hat diemission wählen für die außer der gestern angenommenen Preß selbe heute noch starke Lücken aufgewiesen. Hoffentlich sind die Menschheit leiden, und ist die Menschlichkeit ein leeres gesetz- Novelle von Cafimir Périer noch eingebrachten drei Negie- dieselben morgen ausgefüllt. Unsere in den Landtagen in Wort. rungs- Vorlagen. In einer Sozialistenversammlung in der„ Maison de peuple" Bayern, Sachsen und Hessen beschäftigten Genossen sind griffen die Redner die Repressivgeseze heftig" an und erklärten, per Telegraph berufen und werden sie sich morgen eines sei nicht die Aufgabe der Sozialisten, das Attentat vom Sonn- finden. Die Entscheidung kann an wenigen Stimmen abend zu verdammen. hängen. sagen, das Leben geschenkt werden," sagte der Oberst und verließ die Zelle. Dor. Er hatte nie Ardaljon befand sich in einer verzweifelten Lage. Er fühlte, daß man ihn beleidigt hatte, wie noch nie zu an seinem Verſtand gezweifelt und nun hatte man ihn, wie einen Dummkopf, über tölpelt. Er hatte sich in seiner Rechnung versehen und stürzte nun von der Höhe einer Pyramide in den Koth hinunter. Sogar der Gendarm hatte mit Verachtung den Hetter des Vaterlands angesehen. Gedanke. war getödtet und konnte nicht mehr auferstehen. Mit Schrecken dachte er an den kommenden Tag. hatte. Das Gefängniß. Zum Attentat auf die französische Kammer wird uns aus Paris unterm 10. Dezember geschrieben: Wie vorauszusehen war, benügt die ganze fapitalistische Presse, die Regierungspresse natürlich obenan, das gestern verübte anarchistische Attentat, um auf die- Sozialisten einzuhanen und nach reaktionären Maßregeln zu rufen. Der„ Siècle" ruft durch den Mund seines Chefredakteurs, des bekannten Aber Ardaljon sollte den kommenden Tag nicht mehr Sozialistentödters Yves Guyot:" Die revolutionären Soerleben. Als um sechs Uhr Morgens der Wächter in die zialisten lies Kollektivisten und die Anarchisten find Belle trat, um sie zu revidiren, sah er, daß Ardaljon sich solidarisch. Wenn die Abgeordneten, die vor acht Tagen mit Hilfe des Bettuches an dem Fenstergitter erhängt die Amnestie votirten, eine Lektion benöthigten, so haben fie fie. Ich denke, daß sie heute einsehen, daß es nicht mehr gilt, mit den Protagonisten der sozialen Revolution zu spielen." Also los gegen die Sozialisten! Mit Recht konnte da Herr Arthur Meyer, der allzu bekannte Direktor des Und ebensowenig wie ihm der Gedanke, daß er für Das Gefängniß, welches wir von der Vogelperspektive Gaulois", gleich nach dem Attentate rufen:„ Wir werden den Sozialismus leidet, eine moralische Stüße war, als er aus flüchtig betrachten wollen, hat keine Mauern und ist eine fürchterliche Reaktion haben. Das heutige Ereigniß ins Gefängniß gebracht wurde, ebensowenig war ihm der trotzdem fester, als irgend eine Bastille. Die Leibeigenschaft ist ausgezeichnet, um die Dinge zu beschleunigen." Also los Gedanke, daß das Vaterland durch seinen Verrath gerettet hat es mit einer magischen Mauer umgeben und Millionen gegen die Sozialisten. Dabei ist nicht zu vergessen, daß sei, jezt ein Trost. von Gefangenen den Stempel der Sklaverei aufgedrückt. Herr Arthur Meyer, wie so manche andere Direktoren anti" Ich bin nicht gerettet", das war Ardaljon's einziger Dieses Gefängniß ist das unglückliche Rußland, das jetzt sozialistischer Blätter nicht nur mit den Anarchisten liebdie traurigen Folgen der Leibeigenschaft durchzumachen hat. äugeln, sondern sie auch gelegentlich zu Mitarbeitern Wenn man ihn entlassen hätte, würde Ardaljon Alle Sowohl das Volk als auch auch die bürgerliche Gesell- natürlich gegen die Sozialisten gebrauchen. Nach dem und sich selbst versichert haben, daß er aus Ueberzeugung schaft, verdorben von dem Gifte der Leibeigenschaft, Temps" sind die Neden der Sozialisten nur Ermuthigungen und aus Liebe zum Vaterlande seine Kameraden verrathen befinden sich in einem Zustande der Hilflosigkeit. Jahr für die Anarchisten zur Propaganda der That, denn sos haben. Jetzt gestand er sich es ein, daß er, als er sich dem hunderte der Unterdrückung haben die Kraft des Bauern bald man die Achtung der Gesetzlichkeit verliert und einige Sozialismus anschloß, mir an seinen Ruhun, und als er lahm gelegt, haben ihn daran gewöhnt, sich nicht als Herr Zärtlichkeit oder Nachficht für ein gewaltsames Verfahren seine Kameraden verrieth, auch wieder nur an sich, au seine seines Schicksals zu betrachten, sondern sich von der Gnade zeigt, öffnet man allen verbrecherischen Phantasien die Thür". Befreiung gedacht hatte; jest galten ihm das Boll und das irgend eines Anderen abhängig zu fühlen. Nach dieser Also nur immer darauf los gegen die Sozialisten, wie der Refrain Vaterland gar nichts mehr. Richtung hin äußert sich auch das Gift der Sklaverei in aller panamistischer Blätter lautet. Und doch werden die Ardaljon dachte daran, wie viel Männer er durch seine der guten Gesellschaft. Gewohnt, am Gängelbande der Re- Anarchisten von Niemandem mehr als von ihnen gehätschelt. Aussagen in das Unglück gestürzt hatte, und schämte sich gierung geführt zu werden, führte sie das Leben eines ver- Man lese doch einmal nach, mit welcher Zärtlichkeit sic sehr. Er erinnerte sich, daß der Oberst ihm gesagt hatte, wöhnten Kindes und wußte nichts anderes, als daß, sobald sonst die Anarchisten behandeln, wie sie sich noch jüngst er würde zusammen mit seinen Kameraden gerichtet werden. fich neue Bedürfnisse einstellen, die Eltern nicht zögerten, der Anarchisten annahmen, die vom Züricher, wie von allen Wie konnte er ihnen in das Gesicht blicken und welche dieselben zu befriedigen. Als durch die Bildung früheren internationalen Sozialistentongressen ausgeschlossen Haltung sollte er einnehanen? Er fann nicht als trium sich das Niveau der Bedürfnisse der Gesellschaft hob, ent- wurden, mit welcher Bereitwilligkeit sie immer ihren phirender Verräther, als Retter des Vaterlandes auftreten, wickelte sich in ihr auch der Wunsch nach politischer Frei- Schimpfergüssen gegen die Sozialisten ihre Spalten öffnen, für den er sich während des Verhörs gehalten hatte, als heit; intelligente russische Männer sahen den Bar- Befreier" wie gierig sie nach jedem ihrer Worte haschen, um den er glaubte, daß er für die Rettung des Vaterlandes mit ebenso verlangend an, wie Kinder ihre Mutter, wenn sie Autoritäten" eines auszuwischen, mit welchem Behagen der Freiheit belohnt würde. Aber jetzt, was gilt ihm das nach Süßigkeiten Verlangen tragen; sie fürchteten sich, den sie darüber berichten, wenn es da oder dort den Anarchisten Vaterland, wenn er trotzdem zur Zwangsarbeit verurtheilt Wunsch nach einer Konstitution direkt zu äußern und gelingt, eine sozialistische Versammlung zu sprengen oder werden sollte. deuteten ihn nur durch mehr oder weniger verhüllte Winke gar wenn sie die Sozialisten dort thätlich angreifen. Nein, Und der Gedanke, daß man ihn übertölpelt hatte, daß an. Die Reformen der 60er Jahre erweckten eine laute, es wird der Ordnungsbande nicht gelingen, die er so viele Leute vergebens ins Verderben gestürzt hatte; das tindische Freude; man vergötterte den Zaren und war fest Anarchisten oder deren Attentate an die Rockschöße der Bewußtsein seiner Nichtigkeit, die Schande und der Schmerz versichert, daß er seine Kinder mit Gnadenbezeugungen über- Sozialisten zu hängen und sollte auch der eine oder andere seiner gekvinkten Eigenliebe quälten Ardaljon Tag und schütten würde. Anarchist einmal irgend einer sozialistischen Gruppe angehört Nacht. Ihm war es so unmöglich, weiter zu leben: sein Ich haben. ( Fortsetzung folgt.) " Die Anarchisten stehen nicht nut viel näher den Yves Guyot, Meyer, Hébrard und Konsorten als den Sozialisten, gleichgiltig ob diese Guesde, Jaurès, Lafargue oder Vaillant heißen( auch der Attentäter heißt Vaillant, hat aber ebenso wenig etwas mit unserem Freunde Eduard Vaillant als mit dem seinerzeitigen Administrator der„ Revue Socialiste", René Vaillant, etwas gemein), sondern sie stehen überhaupt nur ihnen nahe, sie sind geradezu ihre Zwillingsbrüder oder wenigstens ihre Milchgeschwister. Die einen wie die anderen sind ausgeprägte Individualisten und heftige Gegner der Sozialisten. Möge nun die Ordnungsbande nach Repressivmaßregeln rufen; die Sozialisten werden fortfahren, das Proletariat zu organisiren. " Die Vertreter aus diesen Gegenden sind für eine starke Sind wir uns erst unserer Stärke bewußt, dann sind wir Herabsetzung des Alters und beantragen, statt des bisherigen auch im stande, diese menschenunwürdigen Zustände zu beAlters das 16. Lebensjahr als das Alter festzusetzen, in welchem feitigen. Zu diesem Zweck laden wir die Kollegen am Sonntag, don der Arbeiter wirthschaftlich selbständig wird und einen neuen unterstützungs- Wohnsitz, erwerben kann. Die Anträge der Kon- 17. Dezember, Vormittags 10 Uhr, nach dem Viktoria- Garten. Badfervativen und des Zentrums wurden abgelehnt und das in der Straße 12, Gesundbrunnen, ein.( Siehe Inserat in der FreitagsBorlage in Aussicht genommene achtzehnte Lebensjahr als der nummer des Vorwärts".) Zeitpunkt bezeichnet, von welchem ab ein neuer Unterstügungs- Es ist Ehrenpflicht aller Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Die Vertrauensleute in Berlin Wohnsitz erworben werden kann. und Umgegend. Darteinachrichten. Wahlen. " J. A.: 2. Kleinert, Bülowstr. 40. Der Streik der Steindrucker und Lithographen in Brandenburg ist beendet. Nach einem 17 wöchentlichen harten Kampfe mußten die Arbeiter die Waffen fireden, weil einestheils die Mittel nicht mehr in dem gewünschten Maße eingingen, hauptsächlich aber auch, weil sich doch einige Streifbrecher gefunden hatten, welche durch ihr böses Beispiel demoralisirend auf die sonst fest gefügten Massen der Streifenden wirkten. Aber auch aus dieser Niederlage, die übrigens den Unternehmern sehr theuer zu stehen kommt, werden die Arbeiter lernen, sie werden daraus die Lehre schöpfen, daß sie Skollegen Klaſſenbewußtsein beizubringen haben, dann werden auch Streitbrecher immer seltener werden. Dahingegen dauert der Streit der Lithographen und Steindrucker in Wien ungeschwächt fort. Das Wiener Streiffomitee fordert zu energischer Unterstützung der Streifenden auf und bittet den Zuzug fern zu halten. Leider haben auch hier sich Arbeiter gefunden, welche gegen das Interesse ihrer Genossen und ihr eigenes die Stelle der Kämpfenden einnehmen. Aus dem Justizgefängniß in Glatz wurde am 10. De Eine fizilianische Vesper. Herr Crispi hat Pech; zember der Genosse Bisch et aus Wüstegiersdorf entlassen, der Pischel eine Metzelei in Sizilien bezeichnet den ersten Tag seiner 9 Monate hinter Rerfermauern hat sißen müssen, weil er sich nenen Ministerschaft mit einem dicken blutigen Strich. Eine eine Majestätsbeleidigung hatte zu Schulden kommen lassen. Megelei von Sizilianern ist die erste That des zum zweiten Dies Vergehen wurde darin erblickt, daß Pischel während der Mal Minister gewordenen Sohnes von Sizilien". Und Ausbringung eines Hochs auf Kaiser und Papst den Saal ein verließ. Ironie des Zufalls! in einem idyllischen Garten Garten selbst in jenem irdischen Paradies- in Giardinelli,") einer Stadt in der Nähe von Balermo was die Bei den Gemeinderaths- Wahlen in Loschwitz bei nene sizilianische Vesper. Die Bürger der Stadt und die Dresden brachten unsere Gcnoffen zwei ihrer Kandidaten durch. Die Ordnungsparteien sind erstaunt und erschreckt über Bauern der Umgegend, durch die unerschwinglichen Steuern den großen Stimmungszuwachs unserer Partei seit den letzten zur Verzweiflung gebracht, votteten sich zusammen, es gab Kundgebungen gegen Gemeindebeamten, namentlich, wie es scheint, die Steuerbehörden Militär Als eine verbotene Kollekte wollte die Breslauer Behörde wurde herbeigerufen, und ohne Weiteres in den Aufruf, der während der Wahlperiode in der Breslauer die dichte Masse hinein geschossen. Acht Volkswacht" erschien und in dem die Leser zur Beitragsleistung Personen getödtet, vierzehn schwer verwundet, werden ein- an den Wahlfond aufgefordert wurden, aufgefaßt und bestraft gestanden. Natürlich waren es weit mehr. Die Soldaten wissen. Der verantwortliche Redakteur erhielt deswegen eine hatten teine Verwundeten- also die reinste Megelei. Das Strafverfügung. Auf seinen Einspruch wurde er in der Berufs instanz von der Strajkammer verurtheilt. Der Straffenat des Volk stob auseinander, allein der kochende Zorn trieb die Kammergerichts hob jedoch auf die Revision des Angeklagten Entschlossensten wieder voran und das Militär mußte zu das Vorderurtheil auf und erkannte auf Freisprechung. Der Urückgezogen werden. Hintennach läßt die Regierung aus Senat verneinte, daß der Angeklagte selbst eine Kollekte verDer Streit der Zwicker in Offenbach dauert fort. Die sprengen: das Militär habe aus Mißverständniß gefeuert. anstaltet, d. h. eine auf die Einsammlung von freiwilligen BeiWenn es schief geht mit der Blut- und Eisentur, dann ist's trägen zu einem bestimmten Zweck gerichtete Handlung vor- Fabrikanten scheinen ihre Zuflucht zu Einschüchterungen zu neh bekanntlich immer ein Mißverständniß. genommen habe. Der Angeklagte habe vielmehr nur, so weit men. Einige derselben erklärten ihren Arbeitern, daß, wenn der wenigstens ersichtlich, auf andere einzuwirken gesucht, für den Streit nicht bis zu einer bestimmten Beit beendet sei, eine allgeWahlfonds beizutragen, und damit nur die Zwecke der Ein- meine Aussperrung folgen werde. Die Arbeiter werden sich dasammler gefördert. Der Angeklagte fönne nur Beihilfe zur Ver- durch hoffentlich nicht einschüchtern lassen, sondern wie ein Mann anstaltung einer Kollekte geleistet haben, für diese aber, da sie su ihren Kollegen stehen. sich nur als eine Uebertretung darstelle, strafrechtlich nicht in Anspruch genommen werden. ? Was weiter werden wird in dem unglücklichen Sizilien Ob der Aufstand von Giardinelli sich ausdehnen wird? In Sizilien herrscht die Blutrache. Jedenfalls ist dieses Blutbad ein böser Anfang für das neue Crispi'sche Regiment. Ob auch eine Vorbedeutung? Wird es fortfahren mit Blutver und endigen womit es angefangen hat. gießen? * der In der Klavierfabrik von Brüder Stingl in Favoriten stehen die sämmtlichen Klaviermacher, 50 an der Bahl, im Streif. Brüder Stingl ist die einzige Firma unter den Klavierfabriken Wiens, die die längste Arbeitszeit und die niedrigsten Löhne hat. Forderunden: 20 prozentige Lohnerhöhung und neunstündige Arbeitszeit. Zuzug ist fernzuhalten, Unterstüßung erwünscht. Ueber die Nachmittagspansen der in den Spinnereien beschäftigten jugendlichen Arbeiter erläßt der Bundesrath auf Grund des§ 189a der Gewerbeordnung folgende BeI. Nachahmenswerth ist ein Beschluß, den das Wilhelm 3- stimmungen: burger Gewerkschaftskartell in seiner letzten Sigung faßte. Die Verstaatlichung der Bergiverke wird in furzem Um dem Tagen mehrerer Partei- und Gewerkschafts- Versamm In Spinnereien, welche der Ortspolizeibehörde angezeigt das englische Parlament zu beschäftigen haben. Kair Hardie lungen an ein und demselben Tage vorzubeugen, wurde beschlossen, haben, daß sie von der durch diese Bestimmungen nachgelassenen hat bereits einen diesbezüglichen Entwurf im Unterhause jede Gewerkschaftsversammlung mindestens acht Tage vorher Ausnahme Gebrauch machen wollen, darf die für jugendliche eingebracht. Derselbe bestimmt, daß nach dem 1. Januar 1895 dem Obmann des Kartells anzumelden. Dieser solt wiederum Arbeiter durch§ 36 Absatz 1 der Gewerbeordnung vorgeschriebene alle Gruben und Mineralien der Krone übertragen und verpflichtet sein, dem Vertrauensmann der Partei Mittheilung Nachmittagspause am Sonnabend, sowie an Vorabenden der Nationaleigenthum werden sollen. Die gegenwärtigen Be- au machen, eventuell sollen, wenn Parteiversammlungen geplant, Festtage unter folgenden Bedingungen wegfallen: fiter sollen aufgefordert werden, ausführliche Angaben über die Gewerkschaftsversammlungen ausfallen. Man glaubt mit den Umfang ihres Vermögensinteresses an dem Eigenthum Recht, den Versammlungsbesuch dadurch etwas heben zu können. dem Minister des Innern einzuliefern, worauf amtlich ernanute Taratoren ohne Rücksicht auf den Betrag des an gelegten Kapitals oder der Gewinnansichten" die Einschägung der Minen und Mineralien vorzunehmen hätten. Auf dieser Grundlage sollen die Besitzer in Konsols entschädigt werden, indem gleichzeitig für einen Amortisationsfonds Sorge getragen, wird. Menderung der Mac Kinley Bill. Der Zeitpunkt für das Jukrafttreten des neuen Tarifs joll nunmehr auf den 1. Juni 1894 festgesetzt werden. Die erste Eisenbahn im Kongostaate. Nach in Brüssel eingegangener Meldung ans St. Paul de Loanda ist die erste Sektion der Kongo Eisenbahn von Matadi bis Kenge am 4. Dezember mit großem Erfolg offiziell eröffuct worden. Parlamentarisches. Bei der am Montag in München stattgefundenen Wahl der Arbeitgeber beifizer zum Gewerbegericht siegte die Liste der sozialdemokratischen Kandidaten. Nur wenige Stimmen wurden für die Liste des Gewerbevereins abgegeben. langjähriger Vertrauensmann von Solingen, ist im Alter Todtenliste der Partei." Der Genosse Ernst Stamm, von 50 Jahren nach längerem Krankenlager seinen Leiden erlegen. Bei den Solinger Parteigenossen wird der Verstorbene, der ein stets eisriger Verfechter unserer Prinzipien gewesen, in stets gutem Andenken gehalten werden. In Freiburg i. B. ist in einer Versammlung des sozialdemokratischen Vereins dem Vorsitzenden der Auftrag ge worden, dem Vorwärts" folgende Erklärung zu über mitteln: Die Freiburger Parteigenossen sprechen sich mißbilligend aus über die seit Beendigung des Kölner Parteitages im Vorwärts" von den Genossen Auer, Bebel und v. Elm geführte „ Gewerkschaftsdebatte", welche mehr einen persönlichen, als sach lichen Charakter trägt, aus, indem sie der Ansicht sind, daß diese der Partei mehr schaden als nußen kann; sie wünschen, daß diesem ein Ende gemacht werde". In der Reichstags- Kommission für den Gefeßentwurf zur austausches tann man allerdings verschiedener Meinung sein; ( Ueber den Nutzen oder die Schädlichkeit eines MeinungsAbänderung des Gesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen wurde heute Art. 1 ist aber gegen irgend eine Seite überhaupt ein Vorwurf zu ererledigt. Der neu vorgeschlagene§ 4, welcher dem Reichskanzler dieser Debatte die Veranlassung gegeben. Wir im Gegentheil heben, so kann er sich nur gegen diejenigen richten, welche zu die Ermächtigung zur Herstellung und Erhaltung, einheitlicher halten das Zentralorgan" für die geeignetite Stelle, wo solche Maßnahmen in den Einzelstaaten ertheilt, wurde einstimmig an- Meinungsverschiedenheiten zum Austrag zu bringen sind und be: genommen. In§ 17, der bestimmt, daß alle Vieh- und Pferde- dauern nur den beschränkten Raum unseres Blattes, der uns oft märkte durch beamtete Thierärzte beaufsichtigt werden sollen, abhält, dies in dem gewünschten Maße stattfinden zu lassen. wurden auch die Schlachthäuser der obligatorischen Aufsicht Red. d.„ Vorwärts"). unterstellt. Dieser Paragraph wurde mit großer Mehrheit augenommen. Kolonialpolitisches. Dem Reichstag find Denkschriften über die Schutzgebiete von Kamerun, Togo und den MarschallInseln vorgelegt worden. Die weiße Bevölkerung in Kamerun " Soziale Ileberlicht. 1) An denjenigen Tagen, an welchen die Nachmittagspause fortfallen soll, darf die Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter nicht länger als neun und eine halbe Stunde und nicht über fünf ein halb 1hr Nachmittags dauern und nach der Mittagspause vier Stunden nicht überschreiten. 2) An diesen Tagen muß den jugendlichen Arbeitern gestattet werden, das Vesperbrot während der Arbeit einzunehmen. 11. Gebrauch machen wollen, ist in Räumen, in denen jugendliche In Spinnereien, welche von den vorstehenden Bestimmungen Arbeiter beschäftigt werden, neben der nach§ 138 Absatz 2 der Gewerbe- Ordnung auszuhängenden Tafel eine zweite Tafel auszuhängen, welche in deutlicher Schrift die Bestimmungen unter I wiedergiebt.. 111. Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Tage der Verfündigung in Kraft und haben bis zum 1. Januar 1904 Gültigkeit. Die Zahl der Beschäftigungslosen in Chitago soll, wie der Telegraph meldet, 117 000 betragen. Diese ungeheure Zahl wird zum Theil auf die beendete Ausstellung zurückzuführen sein, welche große Arbeitermassen angelockt hat. Ju einer Konferenz der Vertreter der Wohlthätigkeitsanstalten des Staates Illinois wurde ein Komitee ernannt, um einen Unterstüßungsfond. von einer Million Dollars aufzubringen. 193 Briefkaffen der Redaktion. Mr. 290 des Vorwärts" sind die Einzelbeiträge des 2. Berliner Verichtigung. In der Quittung vom 10. Dezember 1893 Wahlkreises nicht in der richtigen Reihenfolge aufgeführt. Es muß heißen: 2. Kreis 617,19( darunter amerit. Auft. Gedächtnißfeier 18,05. Maurer im Westen 10,- Amerik. Auft. von Schonheim 4,40 M. K. durch Ehling 80, Bum Sterbetag des Lese- und Diskutirklub Vereinte Kraft 22,-. A. Gerisch. " W. 3. Wie jeder Utopist sind Sie nicht zu überzeugent. Sie behaupten, die vom Staate beschäftigten Arbeiter müßten diese Scheine annehmen, was ihnen aber nicht einfallen wird. Wie könnte sie denn der Staat zwingen, ihre Arbeit gegen betrug am 31. Juli 1893 215 Europäer, darunter 24 weibliche. Achtung! Den Genossen zur Nachricht, daß am Donnerstag, Papier zu verkaufen. Ebenso wenig wird irgend jemand Tie Zahl der Teutschen betrug 145, darunter 38 Regierungs- den 14. Dezember, Abends 71 Uhr, eine öffentliche Volksver sonst diese Scheine annehmen. Da wir ihr Projekt nicht be beamte; die Bevölkerung der Eingeborenen hat noch nicht ge- fammlung für Steglit im„ Gambrinus", Ahornstraße 15a, greifen und eine weitere Diskussion mit Ihnen für werthlos zählt werden können, der Duallastamm anf beiden Seiten des stattfindet, bebuss Stellungnahme zur bevorstehenden Gemeinde- halten, rathen wir Ihnen, Herrn Dr. Miquel Ihre Vorschläge Kamerunflusses wird sehr verschieden geschätzt, am richtigsten vertreterwahl am hiesigen Orte. ersuchen die Genossen zu machen. Der braucht das Geld und würde nach Annahme wohl auf 20 000. Im Schußgebiet Togo haben 56 Europäer, im Intereffe der Sache recht zahlreich zu erscheinen. Auch Ihrer Vorschläge viel rubiger schlafen. darunter 2 Frauen, ihren Wohnfiz; hiervon sind 17 Regierungs- werden die Genossen gebeten, sich an der Flugblattvertheilung, D. B., Köpnickerstraße. Sie sollten diese Zustände zubeamte. Auf den Marschall- Inseln wohnen 118 Freinde, da die am Sonntag früh 8 Uhr stattfindet, recht rege zu betheiligen. nächst in Ihrer Organisation zur Sprache bringen. von 74 Weiße, und von diesen sind 37 Deutsche; 4 hiervon find Treffpunkt Restaurant Schellhaase, Fichtestraße 72. B. 3. Sprechen Sie auf der Redaktion vor. Unserev DisRegierungsbeamte. Die Zahl der Eingeborenen wird auf 15 000 fretion fönnen Sie selbstredend sicher sein. geschätzt. E. K., Freiburg i. B. Wir sind außer Stande, über das Mittagsessen B.'s Auskunft geben zu können, fühlen uns auch gar nicht berufen, uns um die Privatangelegenheiten irgend eines Mannes zu kümmern. Sollte dort ein so lebhaftes Juteresse für diesen Klatsch vorhanden sein, so werden Sie schon nicht umhin tönnen, sich direkt an die richtige Adresse zu Der Gefehentwurf, betreffend die Abänderung des Geseyes über den Unterstügungswohnsitz ist an eine Kommission überwiesen. Diese Kommission hatte am Dienstag ihre erste Sitzung. Die Wahl findet am Dienstag, den 19. d. M., Nachmittags von 4 bis 6 Uhr statt. Wähler, ist jeder der eine eigene Wohnung hat oder in Chambregarni wohnt, das 24. Lebensjahr erreicht hat, ein Jahr am Orte anfäjiig tit, mindestens 4,50 m. Steuern bezahlt und mit den Steuern nicht im Rückstande ist. Genossen! Gebt am Tage der Wahl nur denjenigen Kandidaten Eure Stimme, die von der sozialdemokratischen Partei aufgestellt sind. Die badischen und rheinländischen Mitglieder der Kommission wünschen, daß das Gesetz sofort mit auf Elsaß- Lothringen aus- Im ersten Bezirk: Töpfer Gustav Mittag, Schild. gedehnt werden soll. Die Vertreter der Regierung, welche die horu str. 73. Im 2. Bezirk: Buchdrucker Franz Herr Berechtigung dieses Wunsches anerkennen, erklären einem dahin mann, Adolfstr. 4. gebenden Antrag widersprechen zu müssen, weil die GemeindeOrganisation in den Reichslanden nicht derart ist, daß die Gemeinden ohne weitere Vorbereitung zu Armenverbänden organisirt werden können. Ein Abgeordneter aus Württemberg erklärte, daß in seiner Heimath große Sympathien für das alte Heimathrecht, wie solches noch in Bayern besteht, vorhanden sind. In vielen Kreisen würde man eine Rückkehr zum Heimathrecht mit Freuden begrüßen. J. A.: des Wahlfomitees: Ernst Sudrow. An die Stuckateure und Berufsgenossen in Berlin und Umgegend. Kollegen! Wir stehen furz vor der Jahres wende. Reich waren die Mühen und wenig der Lohn. Das profitgierige Unternehmerthum unserer Branche hat es verstanden, die Krisen iniolge der schlechten Baukonjunktur voll und ganz auszunügen, unsere unter schweren Opfern erkämpften Errungenschaften theilweise zu zerstören. Bon mehren Seiten geht man von dem Grundsatz aus, daß ein Rechtsanspruch für den Armen nicht vorhanden ist, der Mann Wir erinnern nur an nicht tarifmäßige Lohnzahlung, ist nun Objekt der Armenverwaltung und die Regelung der Rüftungsbau, Verlängerung der Arbeitszeit und dergl. solcher Interessen der Gemeinden, ist Aufgabe dieses Geseyes. Durch kapitalistischer Blüthen Nun wird doch ein jeder von Euch das bisherige Gefeß, wonach die Erwerbung eines neuen Unter- überzeugt sein, daß solche Mißstände auf die Dauer unhaltbar stützungs- Wohnsitzes erst nach dem vollendeten 24. Lebensjahre sind, daß sie von unserer Seite beseitigt werden müssen und eintreten fonnte, sind die Gemeinden in den östlichen Provinzen jedem von uns muß es klar sein, daß der einzelne Kollege absolut start belastet. nichts bedeutet, sondern daß wir alle in die Organisation hinein gehören, damit wir eine Macht bilden gegen jede Unternehmerwilltür. *) Schöner Garten auf Deutsch. wenden. ben. D. Reiber 35r Freund E. D. Leider hat Ihr Freund die Kosten zu tragen. Mädchen ohne Genehmigung des Vaters oder Vormunds das C. St. Das Gesetz regelt die Frage, ob und wann ein elterliche Haus verlassen darf, nicht. Das Amt des Vormundes endet mit dem 21. Lebensjahre. Mit der Verheirathung endet die väterliche Gewalt. E. M. Sie find an Ihren Vertrag die Vertragszeit hindurch gebunden. Sie müssen tündigen. J. 2. 41. Der ohne Willen des Ehemanns oder ohne gerichtliche Ermächtigung getrennt von ihrem Ehemann lebenden Frau ist der Mann zu Alimenten oder dergl. nicht verpflichtet. P. S., Koloniestraße. Warum fagen Sie denn dem Wirth nicht selber Ihre Meinung ins Gesicht? Im Uebrigen müssen wir die Zustimmung der Frau haben. D. M. Wenn Sie den Inhalt der Briefe nicht angeben, ist eine Beantwortung der Frage nicht möglich. Sprechen Sie doch zwischen 12 und 1 Uhr war. Emanuel E. Sie wollen das Mädchen veranlassen uns zwischen 12 und 1 Uhr zu besuchen. Kortum. An den Tagen, an welchen der Vereinskalender fehlt oder unvollständig ist, bin nicht ich", sondern Raummangel schuld. Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 13. Dezember. Opernhaus. Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Was ihr wollt. Deutsches Theater. Der Weg zum Herzen. Berliner Theater. Aus eignem Recht. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. La Cocandière. Friedrich- Wilhelmstädt.Cheater. Der Bettelstudent. Residenz- Theater. Die Dragoner. Heues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jung frau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Circus Renz, ( Karlstraße.) Charlottenburg. Dem C. Werder'schen Ehepaar ein dreimal donnerndes Hoch zur silbernen Mittwoch, den 13. Dezemb. 1893, Hochzeit, daß die ganze Grünstraße Abends 71/4 Uhr: wackelt. 676b E. Sasse. H. Ahrendt. Grande soirée équestre. 150 d. edelsten Pferde in der Manege. 11. a. Blondel, neu dress. u. vorgeführt v. Dir. Fr. Renz; MonstreTableau von 60 Hengsten, dress. und vorgef. v. Dir. Fr. Renz; Grande Quadrille de la haute équitation, ger. v. 6 Damen u. 6 Herren; Hurdle- Race v. 20 Pferden; d. urkomische ClownImitator Mr. Ybbs; Mr. Lavater Lee 2c. Zum Schluß: Huldigungsgruß an Berlin. Gr. Parade- Schaustück v. Dir. Fr. Renz, mit Aufzügen, Festspielen, Solo- und Ensemble- Tänzen von 80 Damen. Preise der Pläge wie gewöhnlich. Donnerstag: Grosse Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Mittwoch, den 13. Dezember, Abends 71/2 Uhr: Alexanderplay- Theater. Gin Rind Gr. Brillant- Vorstellung. der Sünde. Gavotte. Todes- Anzeige. Heute Abend gegen 7 Uhr entschlief infolge der Betufskrankheit nach langen schweren Leiden unser lieber braver Gesinnungsgenosse und langjähriger Vertrauens mann, der Schleifer Ernst Stamm im 50. Jahre seines Lebens. Sein grades offenes Wesen und feine strenge Rechtschaffenheit sichern ihm ein bleibendes Andenken. Leicht sei ihm die Erde! Die Solinger Vertrauensmänner. Solingen, den 11. Dezember 1893. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Nachm. 3 Uhr, vom 5332L Trauerhause aus statt. Todes- Anzeige. Hational- Theater. Der Trompeter Besonders hervorzuheben: 12 Hengste von Säffingen. in 3 Abth., vorgeführt v. Herrn Max Am 10. Dezember, Nachm. 1/24 Uhr, Theater Unter den Linden. Schumann. Die Sonnenstrahlen, nach Der Mikado. Hierauf: Pierrot der bekannt. Musik Ta- ra- ta- boom- day. entschlief nach längerem Leiden unser Grand Batonde americain, Salto- und guter Vater, Schwiegervater, Bruder, American Theater. Die Troden Doppel- Saltomortales über eine Anzahl Schwager und Onkel, der Gürtler wohner oder das Kind in der Pferde. Die Schulpferde Albert und Oskar Müller Kommode. Die Gründung Rome Albion, geritten von Frl. Adele u. Hrn. in der Möckernstraße. Adolf Schumann. Aportirpferd Said. im 52. Lebensjahre. Wintergarten. Spezialitäten Vor- Konkurrenz- Fechten zwisch. d. berühm. stellung. Fechterinnen Geschw. Ferno und dem Reichshallen Theater.Spezialitäten- Fechter Herrn Lorenz auf Säbel. Vorstellung. Apollo Theater, Spezialitäten Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten: Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Bolts- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. von Gattingen. Der Trompeter von Säffingen. Romantisches Schauspiel mit Gefang in 3 Atten und 7 Bildern von Emil Hildebrandt u. Julius Keller. Regie: Hugo Hummel. Dirigent: Kapellmeister Wiedecke. Rajseneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71% 11hr. Morgen: Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Akten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater. Alte Jafobjirage 30, Vorlegte Woche. Zum 35. Male: Zum 5. Male: Cancan vor Gericht. Ballet Burleske in 2 Tableaux. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. 2. Tabl: Vor Gericht. Serpentintanz von 4 Damen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direltor. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Melt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 61/2 Uhr ab: Concert d. ungarisch. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 7% Uhr. Entree 15 Bf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Die eiserne Jungfrau. MeritPosse mit Gesang in 3 Aften von Charles Clairville. Musik von Louis Barnay. Anfang: 72 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau. American- Theater. Heute zum 57. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! Nene Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Anjang Wochentags 2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten- Vorstellung von nur Künstlern I. Ranges: Bernhard Leitner, Athlet und Preistinger. Kraftproduktion m. 2 Pferden. Familie Ueberle, Barterre- Gymnastifer Gebr. Palmer, Gyumast. Zahnproduktion. Signorina Kathi, Drahtseiltünstlerin. Frl. Möller, Schlangendame. Frl. Torci Kör, Ungarische Sängerin und Zänzerin. Georg Cordes, Gesangshumorist. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Sonntags 75 Bf. Entree: Wochentags 30 Pi. A. Zimmermann. Carl Koch. Etablissement Blaz. Buggenhagen. MorigPlay. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14. Dezember, Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban aus nach dem Thomas- Kirchhof 674b statt. Allen Genoffen, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Gatte, der Zimmermann August Seegebarth, am 10. d. M., 62 J. alt, verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag 3 Uhr von der Leichenhalle des Zions- Kirchhofes in Weißensee aus statt. 671b Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Den Zigarrenarbeitern der Bigarrenfabriken von F. Hamacher und N. Martienssen, sowie allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die liebemeiner Frau meinen herzlichſten Dank. Der trauernde Gatte H. Freitag volle Theilnahme bei der Beerdigung 669b nebst Kindern. Passage" Große öffentliche Versammlung aller im graphischen Gewerbe beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen am Donnerstag, den 14. Dezember, Abends 8%, Uhr, im Saale des Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11-13. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten C. Legien aus Hamburg über: Die Gewerkschaftsorganisation im Emanzipationstampfe der Arbeiterklasse". 2. Bericht über den Stand des Streits in Brandenburg. Referent: Kollege Otto Sillier. 3. Diskussion. In Anbetracht der außerordentlich bedeutungsvollen Tagesordnung bittet um recht zahlreiche Betheiligung aller Branchen Der Einberufer. Legien hat sein Erscheinen bestimmt zugesagt. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Zentralverband der Brauer. Zweigverein Berlin. 210/13 668b Donnerstag, den 14. Dezember, bei Joël( großer Saal), Andreasstraße Nr. 21: Monats- Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Kölner Parteitag und die Gewerkschaftsorganisation. Referent: R. Wiehle aus Hannover. 2. Agitations- und Rechtsschutz Kommission. 3. Innere Vereinsangelegenheiten. 4. Vergnügungs- Angelegenheiten. 5. Berschiedenes. Die Hilfsarbeiter sind zu dieser Versammlung mit eingeladen. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! der in der Achtung! Große öffentliche Versammlung mechanischen Schuhindustrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen hente, Mittwoch, den 13. Dezember, Abends 8½ Uhr, im Lokale ,, Königsbank, Große Frankfurter Straße Nr. 117. Tages Ordnung: 1. Der Streitbericht des Streitkomitees. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer: Paul Hildebrandt. 462/7 Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung der Mechaniker, Optiker und verwandten Berufsgenossen am Donnerstag, den 14. Dezember 1893, Abends 8½ Uhr, im Louisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Legien über:" Der Werth der Gewerkschaftsorganisation".. 2. Die Mißstände in unserer Branche. Referent: Rollege Ziegler. 8. Diskussion. 8. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Freitag, den 15. Dezember 1893, Nachmittags 5 Uhr, beim Kollegen Lorenz, Koppenstr. 47: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über die Gewerbesteuer- Veranlagung und Diskussion. 2. Be Panopticum.ichtertattung der Bierkommiſſion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. VereinsEin WeihnachtsMärchen von Dr. Jul. Lohmeyer. Musik von Th. Krause. Castan's Panopticum. Spezial- Ausschank von Patenhofer Weihnachts- Ausstellung Lagerbier, hell und dunkel An den Wochentagen findet das Stonzert in den unteren Reſtaurationsdem oberen Gaal, Entree 25 Bf., ftatt räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. W. Noack's " Es war einmal!" Ein Märchen- Cyclus. Präuscher's MUSEUM anatomisches Friedrichstraße 65a, Ede Mohrenstraße darunter der Schußkanal der Kugeln des Concert- und Gesellschafts- Säle, Viel Neues, Brunnenstrasse No. 16. Täglich: angelegenheiten und Verschiedenes. 164/4 Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Die Vertheilung der neuen Mitgliederverzeichnisse findet statt. Freie Vereinigung aller in der chiurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß in diesem Jahre keine VersammIung mehr stattfindet. Die nächste Versammlung findet am Sonntag, den 21. Januar 1894 statt. Gleichzeitig laden wir die Mitglieder zu dem am Montag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), Vormittags 10 Uhr, bei Keller, Bergstraße 68, stattfindenden Frühschoppen ein und bitten um zahlreichen Besuch. 130/18 Der Vorkand. Freidenker deutscher Zunge sammelt euch 5331L in den Tagen wachsender Unterdrückung des nach Freiheit ringenden geistigen Lebens um das Rorrespondenzblatt und Organ des deutschen Frei- denker- Bundes; Der Freidenker". Mitarbeiter: Prof. Ludw. Büchner, Wilh. Bölsche, Dr. Eugen Dreher, Dr. Ewald Haufe, Dr. Klenke, Mannhart, Fr. Krauss, P. A. Köhler, deutigen Militär, fünf Körper G. S. Schäfer, Arnim Tille, Hedwig Henrich- Wilhelmi u. a. Gr.Theater- u. Spezialitäten Geoffnet von früh 9-10 Uhr Abends Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Nach der Lanz- Kränzchen. Vorstellung: Avis! Empfehle meine hocheleganten Säle mit elektr. Beleucht. f. Vereine und Privatfestlichkeiten zu den koulant. Bed. Zum Ungegypsten Geöffnet Leipziger Str. 11920. Tag und Nacht sowie Tag und Nacht Ia. Austern gratis. 672b Oswald Nier. für erwachsene Herren. Schriftleitung: Dr. Bruno Wille. Dienstag u. Freitag: Damcutag. 30 Bf. vierteijährlich durch alle Poſiämter( Poſtliſte 1429, Nachtrag 15), ſo vie Entree 50 Pfg. Alcazar. Das Blatt erscheint monatlich, und wird jedem Mitgliede des deutschen Freidenker- Bundes unentgeltlich zugesandt; Nichtmitglieder fönnen es für durch den Kassirer des Bundes, Herrn W. Gerling, Köln a. Rhein, 5331L* Herwarthstrasse, beziehen. vormals G. 75, Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Boltz' Festsäle, S. Alte Jakobstrasse Täglich: Theater- u. SpezialitätenVorstellung.. Francis Era mañiatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Neu! Neu! Von der Straße. Posse in 2 Aften von A. Anno. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. Gesellschaften und Vereinen empfehle meine Säle, Zimmer und Lokalitäten. Albert Schulze, Oranienstr. 51( Am Morikplay). Schmiedel's Festsäle, Festsäle, 677b Alte Jakobstrasse 32, empfehle meine hocheleganten Säle zur Abhaltung jeder Art Festlichkeiten. Wwe, E. Schmiedel. Stempel Vereins- Abzeichen 2c. H. Gnttmann, Brunnenstr. 9. Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Tokaner med. füßer Ungarwein, Literflasche 2,10, 5 Fl. à 1,85. Eugen Neumann& Co. Amt I, 1082. 442 6a Belle- Allianceplatz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. Bing gun дaup] зanvävda * 18919 861 esse unag 861" N S ' MOZIT on yaqvf- naavvatgjo qvz usaq aq Bunavdlag qun on ßß ßat Битуше племпепелом рип- пл Buy a pas( эпертоб панели плени- попро Mos-шед pun- Proper Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 292. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Mittwoch. den 13. Dezember 1893. 10. Jahrg. Abg. Barth( fr. Vp.) Wir bedauern nur, daß man in der Zollermäßigung nicht weiter gegangen ist. Der Zorn der Agrarier erklärt sich daraus, daß man hier eine Kraftprobe vornehmen will zwischen der Regierung und den Agrariern. Trotz der wiederholten Zustimmung von agrarischer Seite sind die wenigen positiven Angaben, welche ihren allgemeinen Betrachtungen als Beweismaterial dienen sollen, durchaus unrichtig. Die differentielle Behandlung der Einfuhr schädigt die Landwirthschaft und schützt sie nicht; denn wenn das rumänische Getreide beim direkten Import ausgeschloffen wird, dann kommt es auf den Weltmarkt und drückt dort den Preis ebenso, wenn nicht mehr. Wenn dieselbe Regierung trotz der konservativen Anschauungen sich zu dieser Handelsvertragspolitit entschloffen hat, so muß man darin den Grund sehen, daß sie die Politik wirklich als im allgemeinen Interesse liegend erachtet. Wenn sie nur fest auf ihrem Standpunkte steht, dann wird sich auch noch in diesem Reichstage eine Majorität für den Russischen Handelsvertrag finden. bereits in der Kommission gemacht worden; ich habe mich bereit uns geht wie in England, wo eine vernichtete Landwirthschaft erklärt, die Gründe der Minorität in den Bericht aufzunehmen; der blühenden Industrie gegenüber steht. Die Garantirung der einer ge aber die Herren wollten die Arbeit nicht übernehmen, sie hätten Preise der landwirthschaftlichen Produkte von feine Zeit dazu und meinten, das sei meine Sache. Die Kom- wissen Höhe ist nicht möglich; aber darauf muß die 18. Sigung vom 12. Dezember 1893, 1 Uhr. mission ließ der Minorität Zeit zur Formulirung ihrer Gründe, Regierung wenigstens einzuwirken suchen, daß die Preist Am Tische des Bundesraths: Graf v. Caprivi, aber sie müssen doch wohl nicht so flipp und flar gewesen sein; nicht dauernd zurückgehen unter das Niveau der Selbstkosten v. Bötticher, v. Marschall, v. Heyden, v. Berlepich. denn die Zeit reichte nicht aus, sie zu formuliren, und so ver- Bei unserer gegenwärtigen Finanzlage ist der Zollausfall nicht Nachdem das Haus entsprechend dem schleunigen Antrage zichtele die Minorität darauf, wie es der Bericht ausdrücklich ohne Bedeutung. Wäre der Bollertrag nicht zurückgegangen, der Abgg. Auer und Genossen die Einstellung des Straf- hervorgehoben hat. Auch ich bin der Meinung, daß die große dann brauchten wir keine Tabats- und Börsensteuer, welche das verfahrens gegen den Abg. Dr. Sigl beschlossen hat, wird in Mehrheit der Landwirthe gar keine Ahnung davon hatte, als die deutsche Volt zu tragen hat.( Zustimmung rechts.) Es ist uns die zweite Berathung der Handelsverträge mit wünte Agitation begann, daß es sich hier um die Erhaltung des gesagt worden, wir sollten abschreiben. Ja, das ist bald gesagt Spanien, Rumänien und Serbien eingetreten und Bolles von 3,50 M. handelte, nicht um dessen Ermäßigung. Wir können ja dann auch die Gehälter der höheren Beamten zwar wird auf Antrag des Abg. v. Manteuffel( dk.), dem die( Heiterkeit.) Bei den Kommissionsverhandlungen fragte der Führer etwas ermäßigen; denn sie müssen mit einem guten Beispiel Abag. v. Bennigfcu( ntl.) und Graf Hompesch( 3.) beitreten, des Bundes der Landwirthe, Herr v. Plöß. über den Tisch hinüber, vorangehen.( Heiterkeit rechts.) Ich empfehle dem Herrn Staats. gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freisinnigen be- ob wir denn die Meistbegünstigung Serbien schon zugestanden hätten. sekretär das Studium der englischen Bodenkulturverhältnisse, schlossen, den Handelsvertrag mit Rumänien zuerst zu ver- Ich wußte es auch nicht; ich glaubte es aber annehmen zu dürfen. Die einen Rückgang des Getreidebaus zur Folge gehabt haben. handeln. Berichterstatter ist der Abg. Paasche. Thatsächlich haben wir Serbien die Meistbegünstigung nicht zu Wir bewegen uns, fürchte ich, auf einer abschüssigen Bahn; die Beim ersten Artikel des rumänischen Vertrages wendet gestanden. Der Vorsitzende des Bundes, welcher diejenigen als Herren, welche die nationale Produktion, nicht blos die LandAbg. Graf Limburg- Stirum( dk.) sich gegen die Stelle des die größten Demagogen bezeichnet, die solchen Handelsverträgen wirthschaft vertreten, möchten sich die wirthschaftliche Lage des Berichts, in welcher es heißt: Seitens der Minorität wurde zustimmen, wußte diese wichtige Thatsache nicht einmal.( Große deutschen Vaterlandes klar machen, dann werden sie hoffentlich gegen die vorstehenden Ausführungen vielfach Widerspruch er- Heiterkeit.) mit uns gegen den Handelsvertrag stimmen.( Lebhafter Beifall hoben, dieselbe verzichtete jedoch darauf, die Gründe ihres Wider= Abg. v. Staudy( dk.) hält die Vorwürfe gegen die Bericht rechts.) spruchs in diesem Bericht zur Darstellung zu bringen." Das erstattung aufrecht und weist darauf hin, daß die Minorität fah so aus, als ob die Minorität sich in ihrer Ohnmächtigkeit eine Berechnung des Ausfalls an Bolleinnahmen, welcher in Aurückgezogen und gar nicht gesprochen habe, während doch die folge der Handelsverträge entstehen würde, vorgelegt habe, aber Bedenken, welche gegen die Handelsverträge erhoben sind, sehr die Aufnahme dieser Berechnung in den Bericht wurde verbedenklicher Art waren. Wie der Referent seine allgemeinen weigert, nachdem der Staatssekretär v. Marschall sich dagegen Bemerkungen für die Handelsverträge aus den Ausführungen ausgesprochen. des Staatssekretärs v. Marschall und des Abg. Paasche Abg. Hammacher( Vorsitzender der Handelsvertrags- Romzusammengestellt hat, so hätte er die allgemeinen Be- mission): Der Vorwurf des Vorredners richtet sich also wohl mertungen gegen die gegen die Handelsverträge aus den Reden meniger gegen die Kommission, als gegen den Herrn Staatsdes Grafen Kanik und feiner Fraktionsgenossen zusammen- Sekretär v. Marschall. Redner weist ferner darauf hin, daß die stellen können. Ich glaube, daß noch niemals ein solcher Minorität von der Kommission aufgefordert wurde, selbst die Bericht einem Parlament vorgelegt ist( Sehr richtig! rechts). Gegengründe zu formuliren, was sie aber nach 1/12 Stunden Man ist in der Kommission von der Thatsache ausgegangen, daß nicht fertig brachten. Darauf wurde der getadelte Passus in Rumänien gegenüber der Zoll von 3,50 M. in Kraft ist; aber den Bericht aufgenommen. ein solches Provisorium ist doch keine Thatsache, die ein dauern Staatssekretär v. Marschall bestätigt den vom Abgeordneten des Verhältniß begründen muß. Man hat ferner in der Kom- Hammacher geschilderten Vorgang. mission den Vorwurf erhoben, daß die Gegner des Vertrags kein Beweismaterial erbracht haben. Die ganze loyale deutsche landwirthschaftliche Bevölkerung ist der Meinung, daß man sie ungerecht behandelt und ihr Nachtheile zugefügt hat.( Sehr richtig! rechts). Ich habe getadelt, daß die Autonomie des Zolltarifs aufgegeben ist. Warum könnte man denn nicht Verträge schließen, die vortheil für die Induſtrie waren, ohne daß die Landwirthschaft geschädigt würde? Wenn wir zu der Ansicht fommen, daß ein neuer Handelsvertrag für die Landwirthschaft schädlich ist, so werden wir denselben ablehnen. Sollte die Judustrie geschädigt werden, so bedaure ich das; aber wir können nicht gestatten, daß die Landwirthschaft benachtheiligt wird. Man meint, daß die Annahme des rumänischen Vertrages nicht hindern wird die Ablehnung des russischen Vertrages. Ich meine, Daß es Ihnen schwer sein wird, wenn der rumänische Vertrag verträge bestehen und sie haben auch eine sehr reale Unterlage, ginnt. Ich kann einen Theil der Ausführungen des Abg. SchädAbg. Schädler( 3): Die Strömungen gegen die Handelsmerksamkeit für die Interessen der Landwirthschaft zu zeigen be angenommen ist, den russischen abzulehnen.( Sehr richtig! rechts.) Denn die Ablehnung eines Handelsvertrages mit Ruß- welche in dem Nothstande der Landwirthschaft liegt. Ich komme ler zu den meinigen machen. land würde als eine politische Spitze gegen Rußland angesehen mit dem Grafen Limburg- Stirum dazu: Der Handelsvertrag Abg. Buddeberg( frs. Vp.) spricht sich für den Antrag aus, werden. Wir sind nicht in der Lage, dem Vertrage mit Rumänien verschlechtert die Lage der Landwirthschaft, und ich werde mit weil dadurch der Industrie das Absatzgebiet gesichert werden zuzustimmen, selbst auf die Gefahr hin, daß dadurch eine einem Theile meiner Freunde gegen den Vertrag stimmen. Aber tönne, das sie in früherer und neuerer Zeit gewonnen habe. Schädigung der Industrie eintritt. wir sperren uns damit nicht prinzipiell gegen die Handelsverträge Den Bruderstreit der Industriellen und Landwirthe kann ich auf Abg. Rickert( Frs. Vg.) hält es, um die allgemeine Debatte und wollen nicht in den Ton einstimmen, welcher der Regierung sich beruhen lassen, denn eine Ermäßigung der wirklich bestehenzu ermöglichen, für zweckmäßig, mit Art. 1, Art. 7 zu verbinden, alles Vertrauen entzieht, womit ich aber nicht sagen will, daß den Getreidezölle wird durch den Vertrag nicht herbeigeführt. welcher lettere den Bolltarif enthält. wir ihr alles Vertrauen entgegenbringen. Den österreichischen Die Blüthe der fächsischen Industrie kommt auch den landwirthAuf Antrag des Abg. Barth( Frf. Vg.) wird auch der und italienischen Vertrag wollen wir nicht aufheben, weil wir wirthschaftlichen preußischen Provinzen zu gute, welche Getreide, Artikel 2, welcher die Meistbegünstigungsklausel enthält, mit zur schäßen die Industrie nicht, aber wir sind auch nicht der Meinung, find ungefähr 15 000 Arbeiter hauptsächlich für Rumänien beuns der politischen Bedeutung desselben bewußt sind. Wir unter- Mehl und Vieh dorthin liefern. In der sächsischen Industrie Berathung gestellt. Staatssekretär v. Marschall: Wenn die Industrie nicht daß Deutschland nur ein Industriestaat sei. Die Landwirthschaft schäftigt: in ganz Deutschland wird die Zahl derselben noch gefördert wird, so werden Arbeiter entlassen werden.( Buruf ist der Industrie mindestens gleichberechtigt. Infolge des größer sein, und der größte Theil wird entlassen werden müſſen; gefördert wird, so werden Arbeiter entlassen werden.( Buruumänischen Vertrages wird die Einfuhr landwirthschaftlicher denn auch der wohlwollendste Fabrikant kann nicht auf die rechts: Tabatsteuer!) Wenn die große Unzufriedenheit vorhanden ist, dann wird man den Ursachen derselben nachgehen Rohprodukte in die Höhe schnellen und ein Preisdruck herbei Dauer für das Lager arbeiten, wenn die Artikel feinen Absatz und die Landwirthschaft fördern müssen.( Buruf rechts: Worte!) getührt werden; die bayerischen Bauern werden besonders finden. Sie werden uns doch nicht glauben machen wollen, daß Man sagt, daß sind Worte. Ich will meinen Worten darunter leiden. Die Landwirthschaft hat die Opfer für den durch die Ablehnung des Vertrages die Landwirthschaft so viel Worte der österreichischen und italienischen Vertrag gebracht, deshalb sollte der Kauffraft gewinnt, daß sie die Industrieprodukte kaufen die die Abg. v. Hammerstein( of.): Es ist eine neue Uebung, einen allgemeinen Theil dem Bericht voranzusehen, welcher nur ein- Abg. Silpert( Bayrischer Bauernbund): Als Vertreter feitig die Ansicht der Mehrheit vorträgt. Das Schriftstück ist eines Wahlkreises( Rothenburg in Mittelfranken), der durchweg uns erst kurz vor Beginn der Verhandlungen vorgelegt worden, eine der Landwirthschaft angehörige Bevölkerung hat, halte ich wir tonnen deshalb eine Darstellung des Standpunktes der mich für verpflichtet, das Wort zu ergreifen. Bei uns ist die Minorität nicht geben. Ich beantragte die Streichung des all- Ueberzeugung allgemein, daß die Landwirthschaft, wenn die gemeinen Theils; das wurde nicht angenommen. Ich wollte den Dinge so weiter gehen, sich nicht halten kann. Wenn bei uns allgemeinen Theil bezüglich der Minoritätsmeinung bis zum die Landwirthe ihre Eristenz einbüßen, gehen sie in die nächste Sonntag Mittag zur Verfügung stellen, aber es wurde gesagt, beste Stadt; fehren sie dann auf das Land zurück, so sind sie mit Sonnabend Nachmittag 5 Uhr müsse der Bericht zum Druck den Ansprüchen, die der ländliche Arbeiter stellen darf, nicht mehr gehen. Man hat uns also einfach majorisirt. zufrieden und vermehren so die Nothlage und die Unzufrieden Abg. v. Standy( dk.) bemerkt, daß sein Vorwurf dahin heit. Im Interesse der Einwohnerschaft meines Wahlkreises bin gehe, daß man nicht neben der rumänischen Statistik auch die ich für Ablehnung des Vertrags mit Rumänien und freue mich sehr, daß ein großer Theil des Zentrums jetzt mehr Aufdeutsche mitgetheilt habe. man sie nicht noch weiter schädigen, wie das durch den jetzt vor: liegenden Vertrag geschieht. Redner führt eine Reihe von Zahlen aus den Anlagen des Kommissionsberichtes an. Der Verdacht, daß russisches Getreide über Rumänien nach Deutschland eingeführt wird, scheint nicht ohne Grund zu sein. Weil die Landwirthschaft und die bayerische Landwirthschaft besonders bebenachtheiligt wird, deshalb müssen wir gegen den Handels vertrag stimmen.( Zustimmung rechts.) kann, welche jetzt nach Rumänien gehen. Wenn der Vertrag angenommen wird, wird aber nicht ein Quadratmeter weniger beackert werden als vorher. Darauf wird um 54 Uhr die weitere Berathung bis Mittwoch 1 Uhr vertagt. Tokales: Fernsprechauschluß der Redaktion, Expedition Die Genossen des 4. Kommunal- Wahlbezirks entfalteten am gestrigen Wahltage von früh an rege Thätigkeit, um so eifriger, da sie mit zwei Gegenkandidaten zu rechnen hatten. Es hatten die Antisemiten in aller Stille für einen von ihnen aufgestellten Kandidaten agitirt. Das Resultat lautet: Abgegebene Stimmen für Genossen feine Bedeutung weiter beilegen, aber Regierung find jedenfalls ebenso viel werth, Thaten des Bundes der Landwirthe.( Lebhafte Zustimmung links.) Die Handelsverträge sind abgeschlossen mit einigen Staaten, nun will man sagen, jezt wird die Thür zugemacht, wer draußen ist, bleibt draußen. Diese differentielle Behandlung führt dazu, den Bollfrieg zur dauernden Einrichtung zu machen und darauf werden sich die verbündeten Regierungen nicht einlaffen.( Bu stimmung links.) Wir leben heute in einer wirthschaftlichen Depression, die mit den Handelsverträgen garnicht in VerAbg. v. Stumm( R.): Ich kann nicht zugeben, daß die bindung steht. Jit es deshalb nothwendig, von Ort zu Ort die Landwirthschaft einen größeren Nachtheil erleidet dadurch, daß Agitation zu treiben? Die Nothlage ist noch viel schlimmer in rumänisches Getreide nach Deutschland kommt, als dadurch, daß den Ländern, die Getreide exportiren, als in denen, die Getreide es auf den Weltmarkt kommt und anderes Getreide nach Deutschimportiren. Das ist der Beweis dafür, daß bei uns die Land- land importirt wird. Konstatiren kann ich, daß ich dem russischen wirthschaft nicht schlechter behandelt wird als die Industrie. Handelsvertrag, er mag ausfallen, wie er will, als einen für die und Buchhandlung des Vorwärts" Amt 1 Nr. 1508. Die große Mehrzahl der Landwirthe weiß bis heute überhaupt Landwirthschait schädlichen betrachten muß, wenn der Landwirthnoch nicht, daß es sich nicht um eine Ermäßigung der bestehenden schaft nicht ganz erhebliche Konzessionen gemacht werden.( Lachen Zölle, sondern um deren Aufrechterhaltung handelt.( Wider rechts.) Das ist der Standpunkt, den ich seit 26 Jahren vertreten. spruch rechts, Bustimmung links.) Der Bund der Landwirthe Lehnen Sie den rumänischen Handelsvertrag ab, so führt das zum hat das selbst nicht gewußt.( Sehr richtig! links.) Denn sonst Abschluß des Handelsvertrages mit Rußland. Wenn die Industrie würde er nicht eine Erklärung aufgestellt haben, welche das nicht gefördert wird durch den Abschluß von Handelsverträgen, direkte Gegentheil von dem enthält, was er jetzt ausspricht. Die wenn hunderttausend Arbeiter entlassen werden müssen, wenn Steuer- und Wirthschaftsreformer haben Anfang dieses Jahres dadurch die Löhne herabgedrückt werden, dann wird die Gnt- Täterow 245 gegen 175 voriges Mal abgegebene Stimmen. auf ihrer Versammlung. Graf Mirbach war der Redner des rüstung so groß werden, daß der russische Vertrag zu Gunsten Die Antisemiten hatten es auf 280 Stimmen gebracht. Für Tages einstimmig eine Resolution beschlossen, wonach mit der Induſtrie sehr viel leichter durchgedrückt werden wird.( 3uDr. Hermes wurden 606 Stimmen abgegeben. Mithin gilt lekterer Rumänien und Rußland ein Vertrag nicht abgeschlossen werden immung links) Unsere Einfuhr nach Rumänien hat sich ge als gewählt mit 81 Stimmen Majorität. fönne, solange diese Länder ihre Valutaverhältnisse nicht teigert, weil Desterreich mit Rumänien im Zollfrieg liegt; geändert hätten. Die Herren wußten also garnicht, daß diesen Vortheil wollen wir uns nicht entgehen lassen. Die Ent,, Ehret die Frauen, fie flechten und weben himmlische von Arbeitern ist die Folge der Rumänien schon lange die Goldwährung hat.( Heiterkeit links.) lassung Ablehnung Kränze in's irdische Leben!" singt Schiller in idealer BeDie Einschmuggelung von russischem Getreide ist durchaus nicht des rumänischen Vertrags. Das ist nicht die Absicht, geisterung. Wenngleich den Frauen im heutigen irdischen Leben nachgewiesen. Es wäre Aufgabe der Herren, welche der Land- aber die Wirkung dieses Schritts. Dann beginnt auch im allgemeinen eine ganz andere Thätigkeit zugewiesen ist, so Landwirthschaft, den scheint man doch die oben angedeutete ideelle Thätigkeit der wirthschaft rahe stehen, daß sie unseren deutschen Landwirthen der Kampf der Juduſtrie gegen die über den rumänischen Vertrag etwas bessere Informationen als ich mit meinen schwachen Kräften immer zurückgehalten habe. Frauen wieder in unserem nüchternen Zeitalter neu beleben zu bisher geben. Die deutschen Landwirthe sind intelligent genug, Dann wendet sich die Industrie wieder dem Freihandel zu, die wollen, wenigstens plant eine Vereinigung von Männern und um die Richtigkeit dessen, was ich hier vorbringe und die Un- Industriezöllezölle werden dann fallen, aber auch die Getreide Frauen aus den verschiedensten" Berufen", die Frauen, namentrichtigkeit dessen, was von anderer Geite vorgebracht, zu be- zölle und die Liebesgabe werden dann fallen. Alls die Freilich die weibliche Jugend der„ befferen" Stände, zur„ sozialen greifen( 3uftimmung links). Es wird bestritten, daß Rumänien händler den Bogen überspannten, kam der Schutzzoll. Wenn Hilfsarbeit" heranzuziehen. Zu diesem Zwecke fand dieser Tage den Zolltrieg eröffnen wird; aber sobald der Vertrag abgelehnt die Schutzöllner den Bogen überspannen, wird wieder eine Aera im Bürgersaale des Rathhauses eine Versammlung statt. In wird, müssen wir den Fünfmarkzoll gegen rumänisches Getreide des Freihandels kommen. Dafür möchte ich nicht verantwortlich derfelben beklagte Herr Dr. Köbener, daß unsere Gesellschaft einführen und darauf wird Rumänien mit einer Aussperrung sein, deshalb stimme ich für den Handelsvertrag mit Rumänien. leider fast in zwei Klaffen zerrissen sei, die keinerlei Berührungspunkte mit einander hätten und einander fremd, wenn nicht der deutschen Industrieerzeugnisse antworten, die 120-150 Mil( 3ustimmung links.) lionen Mark deutscher Arbeit repräsentiren. Daß die Sozial Abg. Graf Mirbach( dk.): Wenn Herr v. Stumm von der feindlich gegenüberständen. Zwischen Arbeitgeber und Arbeitdemokraten und Freisinnigen der Regierung zustimmen, wird Entlassung von 50 000 Arbeitern sprach( Buruf: 100 000!); ach nehmer fei stelle des gemüthlichen Verhältnisses" uns ausgelegt, als wenn die Regierung schon freisinnig oder das ist ja ganz egal!( Große Heiterkeit lints.) Wer zuletzt lacht, der streng juristisch geregelte Lohnvertrag getreten. wieder persönlich persönlich herzustellen, müſſe jozialdemokratisch geworden ist. Wir sollen also eine schlechte lacht am besten. Gegenüber den 12 Millionen Landwirthen zerrissenen Fäden ja, die Hälfte der Bewohner Deutschlands sind die Pflicht der Frauen sein. Er hielt es für Pflicht jedes Handelspolitik treiben, weil sie auf der rechten Seite Bei all( Lachen links) findet und nicht die gute, weil die Freisinnigen ihr Beifall zollen. Landwirthe hat das doch nichts zu bedeuten. Die Bewegung Einzelnen, insbesondere der Jugend, sich über die Vorurtheile 1879 wurde das Echutzzollsystem eingeführt, damit wir zum Ab- der Industriellen, mit welder Herr v. Stumm droht, kann ja aller- des Besizes hinwegzusehen und für Pflicht der Besitzenden, zu schluß günstiger Handelsverträge tommen fonnten. Und nun, dings viel energischer, viel schlimmer werden, als die der Landwirthe. erkennen, daß Arbeit nicht schände, sondern nur Nichtarbeit. alle Welt hohe Zölle eingeführt hat, sollen wir Man sagt, wir hätten Rumänien schon provisorisch die Ermäßi- Frau Schulrath Kauer wies sodann darauf hin, daß junge Mäd= die Besiegten sein und für uns feine Ermäßigung, erreichen? gung auf 3,50 M. gewährt, deshalb müßten wir den Vertrag chen der besseren" Stände in Blindenanstalten, Krankenhäusern, Der Schußzzoll für landwirthschaftliche Produkte ist immer noch jetzt genehmigen. Das war allerdings eine Konnivenz, die uns Kinderhorten 2c. durch Vorlesen, Musiziren, Krankenpflege, größer als er 1879 war. Ich will mich auf diese Bemerkungen nicht wiedr passiren wird. Gegenüber Rumänien konnte nur von Spielen und Belehren der Kinder 2c. ein reiches Feld der Bebeschränken. der Aufrechterhaltung des autonomen Zolltarifs die Rede sein. thätigung fänden. Die soziale Arbeit" gehört heute zum guten Refernt Abg. Paasche( natl.): Der Vorwurf, den mir Graf Nicht die Herabsehung, sondern die Bindung der Zöue hat das Ton und kann daher auch diese neue Blüthe sozialen Sports nicht Limburg Stirum bezüglich der Berichterstattung gemacht hat, ist Volf in Bewegung gesetzt. Es kann dahin kommen, daß es beil überraschen. Derselben ist nur ein fröhliches Gedeihen zu an Die Die Spindlersfelder Bahn wird direkt mit bis wünschen im Interesse der weiblichen Jugend der besseren" eines halben Tages ihre geschäftlichen Pflichten hatten vernach-| erfolgen. Stände! Nicht, daß wir von der sozialen Hilfsarbeit der Frauen lässigen müssen, sich darin fügen, daß die Eheschließung auf Stadtbahngeleise verbunden werden. eine Wiederanknüpfung der zerrissenen Fäden" erwarteten oder gefchoben wurde und vorher dieselbe im früheren Wohnort gar erhofften, die heutigen Klaffengegenfäße sind unüberbrückbar Wilmersdorf des Restaurateurs zur Publikation gebracht wurde. jugendlicher Schwindler, namens Ernst Kelm verhaftet. Gr An einem hiesigen Postschalter wurde dieser Tage ein und der Klassenkampf unaufhaltfam! Wohl aber würde es den Hätte sich alles dies, hätten sich die für die Betheiligten feines hatte sich als Mittel zum Zweck folgende Spezialität erforen. jungen Dämchen der besseren" Stände sehr dienlich sein, wenn wegs annehmlichen Geschäftsstörungen und nicht zu vergessen Gr verschaffte sich Adressen der Eltern, die außerhalb Berlins fie anstatt ihre Zeit mit Toiletten, Romanlesen, Klavierspielen, die für Unbemittelte nicht unerheblichen Geldkosten von der Bemit Bällen und sonstigen standesgemäßen" Beschäftigungen hörde nicht vermeiden lassen können? Wer entschädigt die Be- wohnen und ihre Söhne in Berlin studiren lassen. Dann telezu vertrödeln, dieselbe nützlicher anwenden würden, fie hinausträten ins volle Menschenleben und erkennen lernten, amten? Wäre es nicht Pflicht der Behörde gewesen, den" Form: sei ihm auf den Fersen, und der Gerichtsvollzieher würde das wenn troffenen für einen Formfehler" der Behörde oder eines Be- graphirte er den Eltern im Namen des Sohnes, daß sie schleunigft Geld schicken mögen, aber postlagernd, denn der Manichäer daß Arbeit nicht schändet, sondern nur Nichtarbeit, daß aber fehler" vorher als im letzten Augenblick aufzudecken oder gehörte Geld sofort pfänden, wenn der Stephansbote den Fuß in die diese lettere heute allein das Leben lebenswerth macht, während dies schlechterdings in den Bereich der Unmöglichkeit? die Arbeit in Noth und Elend verkommen läßt. Vielleicht " Bude" setze. In einigen Fällen ist dem Schwindler das Makommen fie doch zur Erkenntniß ihrer jämmerlichen Rolle, die Keine Cholerabazillen. Die Untersuchung des unfiltrirten, növer auch geglüct; ein Papa aus Kyrth aber sandte kein Geld, fie spielen als Salon- und Zierpuppen und lernen in ihres an der Schöpfstelle der Berliner Wasserwerke vor dem Stralauer sondern machte sich nach Berlin auf die Strümpfe, um einmal Nichts durchbohrendem Gefühle die Arbeiterinnen achten, über Thor entnommenen Spreewassers auf Cholerabazillen ist, wie der nach dem Filius zu sehen. Da wurde der Schwindel offenbar. welche sie sich jetzt hoch erhaben dünken. Wenn die Vereinigung bogenten und Assistenten am hygienischen Institut Dr. Carl eine Falle; eine fleine Summe wurde postlagernd abgesandt und jezt veröffentlichte siebente Bericht des mit ihr betrauten Privat Man legte nun dem unternehmenden Jüngling von Amtswegen von Männern und Frauen aus den verschiedensten Berufen" auch andere Zwecke verfolgt, erzielt die foziale Hilfsarbeit" Günther ergiebt, bis zum 28. September d. J. wöchentlich ein- der Schwindler in dem Augenblick verhaftet, als er sich am Postder weiblichen Jugend der besseren" Stände die vorerwähnte mal, vom 28. September ab wöchentlich zweimal und zwar bis schalter nach Eingängen erkundigte. einschließlich 6. November ausgeführt worden. Zur Auffindung von Cholerabazillen haben Ueber merkwürdige Briefporto Verhältnisse wird der fondern Realismus und so sollte die soziale Hilfsarbeit" nur Außerdem wurde vom 28. September d. J. ab bis einschließ. Nat.- 3tg." aus Friedenau berichtet, und zwar in betreff gewisser lich 6. November das unfiltrirte Stralauer Wasser wöchentlich selbst und solchen aus dem mit jenem fast verwachsenen und aus Friedenau zweimal auch auf das Vorhandensein von Typhusbazillen ge- deshalb auch zum dortigen Postbestellbezirk gehörigen sogenannten prüft. Auch die letzteren Organismen sind in dem Wasser nicht Friedenauer Ortstheil von Schöneberg gemacht werden. Es ausgefunden worden. werden nämlich gewöhnliche Briefe mit Uebergewicht auf grund verwachsenen Vororte bei ungenügender Frankirung nicht mit der bekannten Nachlassungsbestimmung für die mit Berlin baulich Strafporto belegt, sofern sie einem Schöneberg- Friedenauer Brief= fasten entnommen sind. Stammen solche Briefe aber aus einem Briefkasten von Friedenau selbst, so wird das Strafporto prompt eingezogen. Die nicht zu weit von der Grenze ab wohnenden Friedenauer helfen sich nun zwar damit, daß sie Uebergewichtsbriefe einfach zum Schöneberger Briefkasten tragen. aufgefaßt werden. Es giebt keinen Nothstand, wenigstens nicht, wenn die sozialdemokratischen Abgeordneten Maßregeln der Behörden dagegen verlangen. Wenn dagegen die Wohlthätigkeit glänzen kann, dann ist es etwas anderes. Im Aufruf der 16. ArmenCommission zur Weihnachts Bescheerung für arme Kinder heißt es:" Möchten in diesem Jahre, wo noch größere Noth und Sorge, wie seit Jahren herrschen, die Gaben auch gleich reichlich fließen." Ob die Herren Stadtverordneten, deren Namen unter diesem Aufruf prangen, gegen die sozialdemo: Tratischen Anträge zur Linderung des Nothstandes stimmen werden? liner Ballhaus befiger ein Gesuch überreicht, worin um die Er Dem Minister des Juuern hat eine Abordnung der Berlaubniß zum Offenhalten der öffentlichen Tanzlokale bis 4 Uhr Morgens gebeten wird. Man führt an, daß die Ballhausbesitzer einschließlich der Unkosten an Miethe und Steuern fast eine Million Mark aufzubringen haben und eine so hohe Summe bei der jetzigen Polizeistunde bis 2 Uhr nicht beschaffen können. Vielleicht zeigt der Minister diesen Leuten angesichts der von ihnen repräsentirten Sittlichkeit mehr Entgegenkommen, als den Besitzern von Arbeiterlokalen. Das böse Gewiffen. In Paris ist zwar durch das Attentat des Vaillant glücklicherweise fein Deputirter lebensgefährlich verEinbruch auf dem Weihnachtsmarkt. Ein Einbruchs letzt worden, aber wer bürgt dafür, daß sich nicht solche ruchlose diebstahl ist in der vergangenen Nacht in einer auf dem WeihBombenanschläge mit mehr Erfolg wiederholen? Die Laternenpfähle will ein Unternehmer zu Reklame- nachtsmarkt in den Frankfurter Linden stehenden Verkaufsbude Glücken die zwecken verwerthen. Explosionen nicht in Paris, so glücken sie vielleicht anderswo und Blech unmittelbar unter den Laternen anbringen und erbietet die Thür der Bude gewaltsam erbrochen, einen Korb mit SpielDer Mann will Annoncenschilder aus verübt worden. Der Einbrecher, ein ca. 20jähriger Bursche, hatte ist es nicht denkbar, daß ein fanatischer Wicht das Heiligste auf sich, für diese Konzession der Stadt entsprechende Abgaben zu waaren vollgepackt und wollte gerade damit verschwinden, als der kapitalistischen Erden, die Berliner Börse zum Opfer feiner infernalischen Zerstörungswuth erfiesen fönnte? Waib sablen, sowie eine gewisse Anzahl Schilder zu Hinweisen auf er von einem zufällig hinzukommenden Revierwächter ergriffen geschrien! Die Börse ist so empfindlich, bei jedem Windhauch Feuerwehr, Post, Polizeibureau's unentgeltlich zur Verfügung und dingfest gemacht wurde. steigen und fallen die Papierches; wer wagt da die fallenden zu stellen Ueber die Veraubung eines Berliner Güterzuges wird Berzenze auszumalen, die der auf die entsetzliche Weise ver- Weihnachtsbäume. Zu der fürzlich von uns gebrachten uns geschrieben: In der Nacht zum Sonntag war der Güterurfachte Tod einiger Börsenmatadore unabwendbar zur Folge haben Notiz über das Plasgeld für feilgehaltene Weihnachtsbäume, wird zug 522 aus Berlin abgelassen worden und hatte in Groß- Lichtermuß Ja und selbst, wenn es gar nicht zum Aeußersten kommt, uns von Herrn Hermann Krüger geschrieben: Das Städtegeld felde, von wo er planmäßig um 11 Uhr 16 Minuten abfahren wenn nur ein der Börse übelgesiunter Wigbold- es giebt dieser wird nach einem, vom Polizeipräsidium und dem Magistrate von sollte, infolge Bruches zweier Verkuppelungen eine Verspätung Leute so viele in Berlin sich einen Uit macht und vor ver- Berlin festgesetzten Tarif vom 1. Januar 1875, erhoben. Es bebis um 11 Uhr 42 Minuten. Um 12 Uhr 16 Minuten lief auf sammeltem Volt Ifrael einen Schwärmer auf der Galerie ab- trägt, wie schon seit vielen Jahren, pro laufenden Meter jeder der Haltestelle Groß- Lichterfelde die Drahtnachricht von dem Frennt! Die Hausse kann muthlos werden und der einzige Verkaufsstelle von Weihnachtsbäumen 40 Pfennig. Ein willfür 3 weigbahnhof Groß- Lichterfelde- Süd ein, daß hier eine größere lumpige Schwärmer, den man engros bei drei Monat Biel fürliches Erhöhen der Platzmiethe ist also vollständig ausgeschlossen. Anzahl Kisten aufgefunden seien, um deren Sicherstellung gebeten sechs Dreier faust, fann es fertig bringen, daß der schon heute Angeblich aus Schwermuth hat sich in der verflossenen werde, da sie aus einem Eisenbahnzuge herzurühren schienen. arg genug bedrängten Finanzwelt Millionen verloren gehen. Nacht der 27 Jahre alte Buchhändler Gust. Granter durch einen Sofort wurden Arbeiter dorthin abgesandt, und auch der zu Man faffe das Uebel daher bei der Wurzel an und führe den Schuß ins Herz getödtet. gleicher Beit benachrichtigte Polizei Kommissar Mohr Schluß der Börsengallerie herbei, auf daß kein Bösewicht mit begab sich an den Fundort. Fundort. Man Man stellte den fol teuflischen Plänen im Kopf sich dem Allerheiligsten nahe. Gin genden Sachverhalt fest: Der Bahnwärter Auer mußte solcher Antrag soll an die Börsenvorstände gestellt werden. um Mitternacht den Dienst in Groß Lichterfelde Süd Gott gerechter! übernehmen. Auf seinem Gange dorthin bemerkte er in dem Graben an dem Eisenbahudamm entlang, in geringen Entfernungen von einander mehrere Kisten, beorderte den von ihm abgelösten Beamten zur Aufsicht dahin und gab die Depesche auf. Später stellte sich heraus, daß die Diebe in der kurzen Zeit zwischen der Entfernung Auer's von den Kisten und dem Ein treffen der Ablösung mit geradezu affenartiger Geschwindigkeit zwei Risten bei Seite gebracht hatten. Im ganzen wurden noch acht Frachtstücke gefunden und nach dem Güterschuppen gebracht. Von den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur; ebenso wenig weiß man, wohin die beiden fehlenden Risten gebracht sind. Die Diebe müssen den Zug beim Abfahren bestiegen haben und konnten von den vier Begleitern nicht bemerkt werden. Professorale Bedientenhaftigkeit. Jedes Land hat seine eigenthümlichen Produkte, die man nirgends anders so gut be tommt. Spanien hat seine Weine, Italien den Gesang, England die Konstitution, Nußland den festesten Juchten, Frankreich die Revolution, und in Deutschland gerathen die Bedienten am besten." Eeit Immermann die Worte vor mehr als 50 Jahren schrieb, ist das Lakaienthum unter der deutschen Bourgeoisie noch viel üppiger ins Kraut geschossen. Die Berliner Universitäts: professoren sind zur Leibgarde der Hohenzollern" vorgerückt, und eine Anerkennung aus hohem Munde" wirkt 100 Mal schwerer, als wissenschaftliche Leistungen. 27 Vor uns liegt eine lithographirte Karte, in welcher ein berühmter Berliner Chirurg und Professor, tein anderer als Herr v. Bergmann, zu einer Festlichkeit in seinem Hause einlädt. Als besonderer Anreiz zum Annehmen der Einladung prangen auf ihr die Worte:" Der Herr Minister hat sein Erscheinen zugefagt." Wie der Herr Professor sich durch das Erscheinen des Ministers hochgeehrt und beglückt fühlt, so meint er auch, ist für ſeine Gäste dies das wichtigste Ereigniß des Abends, haben sie doch Gelegenheit, sich Exzellenz persönlich aufs beste empfehlen zu fönnen und so ihre Aussichten auf Beförderung zu verbessern. Vom Domban. Bezugnehmend auf den Artikel Bom Dombau" in Nr. 280 des Vorwärts" sendet uns Herr Steinide, der Restaurateur des Baues, folgende Berichtigung: " = = Was die Größe meiner Bierflaschen anbetrifft, so führe ich nur 4/ 10- Literflaschen. Aus Versehen der Brauerei waren früher 8/ 10- Literflaschen dazwischen gekommen, sie sind aber längst abgeschafft. Kein Arbeiter ist gezwungen, seinen Bedarf von mir zu entnehmen, es ist jedem gestattet, den Bauplatz während der Bausen zu verlassen. Blechmarken gebe ich an Arbeiter, da ich unmöglich alle fleinen Posten anschreiben kann. Selbstverständlich halte ich darauf, daß ich am Zahltag mein Geld bekomme, denn es ist wohl genügend, wenn ich 14 Tage lang Kredit gewähre. Trotzdem ist es vorgekommen, daß entlassene Arbeiter mich um meine Forderung geprellt haben. Was die Qualität und das Quantum der Speisen und Getränke anbelangt, so sind die bei mir verkehrenden Arbeiter mit dem Verabfolgten sehr zufrieden.( Anmerkung der Redaktion: Dieses ist unserem Ueber ein neues Höllenmaschinen Attentat theilt ein recherchirenden Berichterstatter von mehreren befragten Arbeitern Lokal- Berichterstatter mit: Am Montag Vormittag um 10 Uhr bestätigt worden.) Die Beschwerde geht jedenfalls nicht von den lief bei dem 45 Jahre alten Kaufmann Moritz Friedländer, der Arbeitern aus, sondern von der Konkurrenz, die ich sowohl auf Mitinhaber der Baumwollwaaren- Fabrik von Gebrüder Frieddem Bauplatz selbst, als auch in der Umgegend des Dombaues länder u. Maaß in der Heiligengeiststraße ist und Neue Wilhelmhabe. Poliere und Vorarbeiter erhalten von mir kein Freibier straße 2 wohnt, ein in Papier gewickeltes Packet, das etwa und haben also kein Interesse daran, meine Partei zu ergreifen. 10 Zentimeter lang war und die Form eines weiten Lampen zylinders hatte. Es war auf dem Postamt 40( Lehrter Bahnhof) Nach den Ursachen eines eigenartigen Todesfalls aufgegeben und trug als Absender den Namen„ Dr. Cohn, recherchirt gegenwärtig die Staatsanwaltschaft am Landgericht I. Müllerstraße." Das Packet wurde in Abwesenheit des Empfängers Tas also find die Vertreter der Bildung und Intelligenz". In der Weißenburgerstraße wohnt das junge Gärtner Schm.'sche durch die 37 Jahre alte Erzieherin Charlotte Platz in Empfang Mahrlich, der Umstand, daß sie ihre Bedientengesinnung so offen Ehepaar, dessen dreijähriges Töchterchen seit einiger Zeit angenommen und bis zum Eintreffen Friedländer's ungeöffnet aufvor aller Welt auspofaunen, zeigt, wie sehr schon„ Bildung und einem hartnäckigen Lungen- Katarrh litt. Der behandelnde Arzt bewahrt. Als der letztere zur Mittagszeit heimkehrte und von Intelligenz" unserem Bürgerthum abhanden gekommen sind, wie hatte Inhalationen von Salzwasser- Dämpfen empfohlen. Nun der Sendung Kenntniß erhielt, äußerte er zu Fräulein Play: weit der Zersehungs- und Verfaulungsprozeß schon vor- fehlt es aber armen Leuten meist an dem Nöthigsten, um sich„ Na, dann öffnen Sie nur gleich." Dies geschah denn auch, geschritten ist. kostspielige medizinische Apparate anzuschaffen und die Mutter während ein kleiner Sohn des Herrn Friedländer daneben stand. des Kindes mußte sich daher begnügen, das kochende Wasser in Beim Zerreißen der Umhüllung erfolgte plötzlich eine Explosion, Eines der charakterischsten Gebresten am kranken Gesell einem gewöhnlichen Topfe dem Kinde unter die Nase zu halten. bei der Blechstücke nach allen Seiten spritzten. Fräulein Plaz schaftskörper ist die Gefängnißnoth". Wegen Raummangels Das that sie auch am 21. November. Sie legte ein Brett übertrug an den Händen und im Gesicht Verletzungen davon, dem werden die hier abgeurtheilten Gefangenen jetzt vielfach vom die Beine des aufrecht im Bett sitzenden Kindes und hielt den Knaben wurde das Haar versengt, und außerdem wurde die Untersuchungsgefängniß aus direkt nach Provinzialgefängnissen Kopf desselben über den Topf. Das Kind war aber etwas un- Decke des Tisches, auf dem das Packet geöffnet wurde, theilweise übergeführt, während sie sonst sämmtlich nach Blößensee" famen gebärdig; in einem Augenblick als ihm die Mutter eine Hand- vernichtet. Die Sendung bestand aus einem zusammengebogenen und diese Anstalt wenigstens als Zwischenstation" durchmachten. reichung nachte und dabei den Topf mit dem kochenden Wasser Stück Blech, das mit gewöhnlichem Schießpulver und Blechstücken Es ist aber noch eine weitere Steigerung der Gefängnißnoth zu los ließ, stieß das Kind den Topf um und verbrühte sich mit der gefüllt war. Die Entzündung ist wahrscheinlich durch ein erwarten. Das Untersuchungsgefängniß ist bis auf den letzten heißen Flüssigkeit Unterleib und Oberschenkel 111 gaus schwedisches Streichholz bewirkt worden; denn ein solches wurde Play befeht und beherbergte gestern nicht weniger als 1320 Ge- bedeutender Weise. Es wurde nun in ganz korrekter Weise mit abgebrannt unter dem Inhalt aufgefunden. Durch den in demfangene; auch Plößensee leidet trotz der Entlastungen fortgesezt Leinöl und Kalkwasser gekühlt, bis der Arzt eintraf. Dieser selben Hause wohnenden Vorsteher des 3. Polizeireviers, Freiau Ueberfüllung, der gestrige Bestand überſtieg um 391 die ur- legte einen Jodverband an, der mehrere Tage liegen blieb und herrn v. Malhahn, wurde die Kriminalpolizei benachrichtigt, die fprünglich angenommene Belegungsziffer, mit der Rummelsburger eine so wesentliche Verschlimmerung des Leidens herbeiführte, sofort an Ort und Stelle erschien und die Reste der entzündeten Filiale zählte Plögensee gestern 2322 Gefangene. Im Weiber- daß ein am 24. November zugezogener zweiter Arzt die schleunigite Sendung mit Beschlag belegte. Ob es fich um einen Rachealt gefängniß in der Barnimstraße, das gestern mit 531 Weibern Ueberjührung des entsetzliche Schmerzen leidenden Kindes in das ober was sonst handelt, unterliegt der triminalistischen Festbesetzt war, macht sich ein bedenkliches Anwachsen der Zahl der St. Hedwigs Krankenhaus anordnete. Dort ist tajjelbe am stellung. Herr Friedländer vermag gar keinen Verdacht auss Jugendlichen" bemerkbar. Und so weiter mit Grazie. An der 5. Dezember seinen unsäglichen Leiden erlegen. G3 fragt sich zusprechen. Der Name des Absenders ist natürlich falsch anGefängnißnoth merkt man am augenscheinlichsten, wie herrlich nun, ob neben der Mutter des Kindes auch der behandelnde weit es die tapitalistische Kultur am Ende ihres Lateins ge- Arzt infolge seiner Anordnungen wegen fahrlässiger Tödtung unter bracht hat. Anklage gestellt werden muß. Die bereits angeordnete Obduktion der Kindesleiche wird für die Einleitung des Verfahrens entscheidend sein. Kontrolleur, wenn 9 gegeben. Schon wieder Feuer in Oranienburg! Zum 26. Male Fallen gestellt werden einer Lokalforrespondenz zufolge den seit dem letzten Sommer ertönten in der gestrigen Nacht die Fenerglocken, und nur dem energischen Eingreifen der Feuerwehr Bahnsteigschaffnern auf den hiesigen Bahnhöfen. Die Verkehrsist es zu danken, wenn das verheerende Element diesmal feinen Kontrolleure, die während der Fahrt die Züge abgehen, um sich Die Denunziationswuth, welche jeht ihre Orgien feiert größeren Umfang gewann. Es brannte ein dem Bäckermeister von dem Vorhandensein von Fahrkarten, von der Benuzung der und an die traurigen Verhältnisse im alten Rom unter der Re- Stolle gehöriges Stallgebäude bis auf den Grund nieder. Die richtigen Wagenklassen u. f. w. zu überzeugen, haben auch die gierung des Kaisers Tiberius erinnert, hat vor einiger Zeit eine Gefahr war aber auch für die Nachbargebäude sehr groß, da die Umjicht der Bahnsteigschaffner auf die Probe zu stellen. Sie be charakteristische Beleuchtung dadurch erfahren, daß, wie von uns Straße sehr dicht bebaut ist. Natürlich ist auch hier die Entnuhen dazu theils ungiltige einfache Fahrtarten, theils auch berichtet wurde, ein Arbeiter Karl Hoffstädt( Pallisadenstr. 58) stehung des Feuers wieder unbekannt. Die Verhältnisse nehmen Rückfahrkarten, deren Benutzungszeit abgelaufen ist. Wird der von seinem eigenen patriotischen" Großvater mit Erfolg die in Oranienburg nunmehr einen völlig unhaltbaren Charakter an er beim Verlassen des Bahnsteigs solche Hauptverhandlung findet am 2. Januar statt wegen Majestäts- und es steht zu wünschen, daß sich endlich die KriminalStarten abgiebt, nicht angehalten, so seht sich der Bahnsteig beleidigung denunzirt wurde. Einen anderen, wenn auch nicht polizei mit der Angelegenheit beschäftige. Oder hat die Polizei schaffner natürlich einer Rüge oder Bestrafung aus. Jedermann so krasjen, doch immerhin bemerkenswerthen Fall hatten wir in Oranienburg zu viel mit Ueberwachung sozialdemokratischer weiß, mit welcher Haft die Bahnsteigschaffner arbeiten müssen vor einigen Tagen selbst Gelegenheit zu beobachten. Ein Herr, Umtriebe zu thun? und wie leicht sie dahe: das Opfer einer Täuschung werden der auf dem Vorderperron eines den Dönhoffsplay passirenden Polizeibericht. Am 11. b. M. Nachmittags explodirte in tönnen. Wozu ihnen daher noch absichtlich neue Fallen stellen Pferb75ahnwagens stand und, ohne es zu merfen, den Pferden einer vorüberfahrenden kaiserlichen Equipage der Wohnung des Kaufmanns Friedländer, Neue Wilhelmstr. 2, Eine Eheschließung mit Hindernissen und doch keine mit Koth besprigt wurde, that, vom Pferdebahn ein kleines, in blauen Karton eingehülltes Postpacket in dem Ebeschließung war es, die am Sonnabend, den 9. Dezember, im futscher darauf aufmerksam gemacht, eine zwar geschmack Augenblick, als die Erzieherin auf Anweisung des Hausherrn den Standesbureau zu Gr. Lichterfelde stattfand. Der dortige lose oder unvorsichtige, aber immerhin harmlose Bemerkung. Deckel abhob. Sie erlitt leichte Brandwunden im Gesicht und Restaurateur G., seit Juni d. J. in Gr.:L. ansässig, hatte sich Staum hatte er diese Worte gesprochen, als ein neben ihm an den Armen, einem neben ihr sitzenden Kinde wurden die Kopfam angegebenen Tage früh 10 Uhr mit seinen Beugen ein- stehender, hochelegant gekleideter Herr herabsprang und auf einen haare versengt. Im Luisenstädtischen Kanal, an der Wassergefunden, um seine standesamtliche Eheschließung vornehmen zu Schuhmann zueilte, worauf letzterer, dem er einige Worte zuge- thorbrücke, wurde die bereits start verweste Leiche einer etwa Abends wurde ein Drechslerlaisen. Wie ihm und seinen zum Theil aus Berlin herbei- flüstert hatte, den Pferdebahnwagen halten ließ und den Uebel- 30jährigen Frau angeschwemmt. geselle in seiner Wohnung, in der Naunynstraße, erhängt vorgeeilten Zeugen bedeutet wurde, konnte jedoch der Eheschließungs- thäter zur 2ache fiftirte. gefunden. In der Nacht zum 12. d. M. erschoß sich ein BuchAft nicht vorgenommen werden, infolge eines Formfehlers seitens handlungsgehilfe in seiner Wohnung Am Friedrichshain.- Vor des Herrn Bureausekretärs. Diese Gröffnung mußte alle Andem Hause Alte Jakobstr. 65 fiel ein Arbeiter infolge eines Fehlwesenden um so unangenehmer und peinlicher berühren, da von tritts zur Erde und erlitt einen Bruch des Unterschenkels. In dem zukünftigen Ehemann ake der fandesamtlichen Eheschließung rorangchenden Formalitäter, nach bestem Wissen beobachte: Der Umban des Bahnhofes Johannisthal- Nieder- der Belle- Alliancestr. 3 fand ein Schornsteinbrand statt. warez. Nothgedrungen austen Die Gifcienenen, die während Schönweide soll, wie uns ein Berichterstatter mittheilt, sicher! Mit der Verbreiterung der Gertraudtenstraße, zwischen Petrifirchplay und Friedrichsgracht, foll am kommenden 1. April begonnen werden. Gerichts- Beitung. " Unverzagt 1 Manteuffelstraße bei Nowack. Lorbeer welcher gern an seine Arbeiter Prügel austheile, fürzlich an den| Satobftr. 68. tranz 2, Dranienstraße 190 bei Ratsch. Stebeslust in Fürstenwalde Unrechten fam, und von diesem windelweich gedroschen wurde. bei Taschenberg, Junterstraße 5. Gangerdor der Maler, Kaiser ( Heiterkeit und Bravo.) Vielleicht merke sich der Herr das für Franz Grenadier Blag 7. Freiheits: Gruß, Schönhauser Allee 46 Hoffnung 3, Brandenburg a. H., Wilhelmsdorfer: Ein Anarchistenprozeß beschäftigte gestern die vierte die Zukunft. Alle Redner forderten zum Festhalten an den ge- bei Busse. Strafkammer des Landgerichts I unter dem Vorsitz des Land- ftellten Bedingungen auf. Die Versammlung genehmigte folgende Straße Reft. Concordia.- Sanges blüthen, Stralauerplag 10/11 bei poppe. Moabit, Waldstr. 52 bei Gohr.- Liederlust, Köpenickerstr. 100 gerichts- Direktors Martin 3. Auf der Antlagebant befanden sich Resolution: bei Gründer( fr. Mundt). Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bet A. MeinLyra 3, Briz, Werderstraße 15. Freiheitsklänge 2 Ser Bigarrenarbeiter Wilhelm Hermann und der Schlosser Die 2c. Versammlung beschließt, die Ausgesperrten so lange bardt. Eberswalderstraße 5. Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. Wiesenthal, welche der Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten über Wasser zu halten, bis die Forderungen bewilligt sind und Arbeitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bet Dorn.- Junge verschiedener Klassen gegeneinander beschuldigt waren. Am weiter jeden Streifbrecher moralisch zu züchtigen. Den Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsftr. 11 bei Hartmann. Georginia, Ginig, Straußbergerstr. 3 bet Birt. 16. August d. J. fand in den Konkordia Festjälen in der An- ledigen Arbeitern und Arbeiterinnen, welche anderweitig Manteuffelstraße 45 bei Liewald. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe: und Kantstraße- Ecke bei Greinert.. dreasstraße eine Anarchistenversammlung statt, in der die beiden nicht untergebracht werden können, wird zur Pflicht Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bei Kaprolatis. Angeklagten als Redner auftraten und nach der Aussage des gemacht, abzureisen. Die Verheiratheten sollen je nach Zahl Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bei Krauſe. Polizeibeamten durch verschiedene Aeußerungen sich des obigen ihrer Kinder in Arbeit gebracht werden. Die Sperre über die Süd- Ost 2, Falckensteinstr. 7 bei Trittelwig. · Felsenburg, Krautstraße 6 bet Nudolph. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bei Bergehens" schuldig gemacht haben sollen. Beide Angeflagte Fabriken, deren Arbeiter sich im Streit befinden, bleibt so lange Reichert, Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28, bei Hermererklärten, daß die ihnen von dem Beamten in den Mund ge- bestehen, bis die Fabrikanten kapitulirt haben.". schmidt.- Steinne Ite. Neue Hochstr. 49 bei Altmann. legten Aeußerungen aus der Rede herausgerissen seien und so einen ganz anderen Sinn bekämen, als wenn sie im Zusammen hange vorgetragen würden. Erfannt wurde bei jedem Angeklagten auf drei Monate Gefängniß. Der Staatsanwalt hatte gegen Hermann zwei und gegen Wiesenthal sechs Monate Gefängniß beantragt. Der Kollege Hildebrandt wurde schließlich ermächtigt, beim Ausschuß der Gewerkschaftskommission die Abstempelung der Sammellisten zu veranlassen. Gelder und Zuſchriften find an Richard Temmler,( Restaurant Bellin), Berlin NO., Kaiserstr. 4 zu richten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Su schriften sind zu richten an P. Hentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Mittwoch: Pollack- klub 2uftige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Liewald. Schulz, Theaterverein Bultania 2", Abends 9 Uhr, Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Theater- und Leseklub Morgenroth, Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Humo Rauchflub Giferne Pfeife, Triftftr. 1 bei Soffmann ristischer Rauchflub, Görligerstraße 42 bei Picht. Geselliger Verein Brüderlichteit Georgenkirchstraße 65 bet Müller. Musttverein -Verein Rhetorik Auch die Schneider und Schneiderinnen hatten sich's Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Naunynſtr. 86 bei Zubeil Abends 8½ Uhr. Gefelliger Verein Hoffnung Nothwehr. Der Hutfabrikant Herr Wilhelm Rother theilt zur Aufgabe gemacht, die ziemlich beträchtliche Anzahl ihrer im Sebuserstraße 5 bei Nemiz( alle 14 Tage). Rauchtlub Gutgesinnter Theaterverein uns zu dem am 10. Dezember unter Gerichtszeitung gebrachten 4. Bezirk wohnenden kommunalwahlberechtigten Kollegen zu einer Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr. Vergnügungsverein Amor II, Bericht über die am vorherigen Tage stattgefundene Schöffen öffentlichen Versammlung am 11. Dezember, dem Vorabend des Proletariat, Naunynftr. 88 bei Köhn. Touristentlub Freiheit und Wohlergehen, Neuenburgerstr. 37 bei Regenberg. gerichts: Sizung mit, daß der angeführte Fall wesentlich anders Wahltages, zusammen zu berufen. Der Kandidat des Bezirks, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Rauchtlub Rothe Stat liege, als im Vorwärts" angegeben. Frau Rother sei thatsäch- Rollege August Täterow, legte den zahlreich Erschienenen Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. lich so arg von dem Broške gemißhandelt worden, daß sie die Forderungen der Partei auf fommunalem Gebiete dar und flub Kreuz- Solo Krautir. 48 bei Raftte. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gesangverein Etriemen auf dem Kopfe und eine blutunterlaufene Hand davon behandelte dann eingehend die Mißstände, die bei Vergebung der no spe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Vorwärts, Abends 8% bis 10% Uhr, Langestraße 108 getragen habe. In der Nothwehr habe er, Rother, sich und Arbeiten von seiten der Kommune sich bemerkbar gemacht haben, musikverein Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, seine Frau dann in einer Weise vertheidigt, die vom Gericht an deren Aenderung auch die Schneider ein Interesse bet Nebelin. Restaurant Kayser, Staligerstr. 22. Musit- Dilettantenverein Preciosa, gar nicht anders denn als Nothwehr betrachtet werden konnte. haben. Die lebhaften Zustimmungsbezeugungen während des Vor- Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Aureizung zu Gewaltthätigkeiten verschiedener Betrages bewiesen, wie durchaus einverstanden die Versammlung Tegelerstraßen- Gde. mit den Ausführungen des Referenten war. Nach einigen erTurnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manvölkernnusklassen und Beschimpfung christlicher Einrichtungen gänzenden Ausführungen des Kollegen Pfeiffer forderte Kollege abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8. teuffelstr. 9.- Seraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und SonnTurnverein Gesund follte die Broschüre„ Der Zeitgeist" nach Ansicht der Staats- aase zur regen Betheiligung an den praktischen Arbeiten am brunnen. Die 2.Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends anwaltschaft enthalten, und war der verantwortliche Verleger Wahltage auf. Unter" Verschiedenem" stimmte die Versammlung in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, der Broschüre der Expedient des Vorwärts", Genosse nach vorheriger Klarlegung des Sachverhaltes durch den Dele- athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, BrunnenAbends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Th. Glocke, vor der Strafkammer I Landgericht I am Frei- girten der Gewerkschafts- Kommission, dem Kollegen Adolf fraße 154, Lokal kontordia. tag zur Verantwortung gezogen. Nach Verlesung der Broschüre Schulz, einem von demselben gestellten Antrage einstimmig zu, Theater- und Vergnügungs: Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei beantragte der Staatsanwalt unter Aufrechterhaltung der An- der dahin lautete, daß es jeder Gewerkschaft überlassen Beothringerenstr. 18 flage wegen Anreizung zu Gewaltthätigkeiten 300 M. Geldstrafe bleiben müsse, Sammlungen nach ihren Verhältnissen zu Restaurant Lothringerstraße 101. event. 30 Tage Haft. Der Rechtsanwalt Freudenthal bestritt, regeln, und das Sammelwesen zu belassen, wie jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. daß der Juhalt der Broschüre zu Gewaltthätigkeiten anreize. Der es bisher gewesen sei. Zum Schluß forderte der Vorsitzende, Theaterverein#erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Güzlaff, GroßInhalt enthalte lediglich eine scharfe Kritik der Parteien und Kollege W, Schulze zur regen Betheiligung für die nächste Beſelliger Bergnügungsverein Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant unserer heutigen Gesellschaftszustände mit der Definirung des Werkstatt- Delegirtensizung auf, die am 18. Dezember bei Frey- Sommer, Grünstraße 21. Kreuzfidel, bet Gumlich, ReichenbergerTouristenVerhältnisses zwischen Kapital und Arbeit nach der wissenschaft- gang, Schüßenstraße 18, stattfindet. Hierauf wurde das am ftraße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5.verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Sieblutad, Manteuffellichen Jeststellung der Nationalökonomie. Abends 1. Weihnachtsfeiertag in Marten's Festfälen stattfindende Weihstraße 86.- Arbeiter Bitherklub Freiheitstlänge", am Bahnhof Lie Verhandlung wurde wegen vorgerückter Tageszeit bis nachtsvergnügen bekannt gegeben, und auf die zwischen Weih von 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, Montag, den 11. Dezember, vertagt. Nach längerer Berathung nachten und Neujahr stattfindende Versammlung der Drts: Großgörschenstraße.- Bitbertlub Alpenglöckchen- Edelweiß. des Richterkollegiums an diesem Tage verfündete der Gerichts- Krankenkasse der Schneider besonders aufmerksam gemacht. Hier ebungsabend Gipsſtr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als stipuleg Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung vorsitzende das Urtheil dahinlautend, daß der Gesammtinhalt steht die Delegirtenwahl auf der Tagesordnung, und es ist mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 82. wohl geeignet erscheine, verschiedene Bevölkerungsklassen gegen hauptsächlich Pflicht der weiblichen Mitglieder zur Stelle zu sein, Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchflub Nothe Melte, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer einant er aufzureizen und sei deshalb auf eine Geldstrafe von um auch aus deren Mitte Delegirtinnen zu wählen. Rauchtlub Raucht lub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerstr.42.100 M. erkannt und die Beschlagnahme dieser Broschüre und Sanssouci, Boeckhstraße 51.- Rauchklub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr Vernichtung der für Herstellung derselben benutzten Platten anbei Späth, Weinfir. 28. Rauchklub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei zuordnen. Schlüter, Kleine Martusstr. 10. bet Mluß, Josiystraße 8. Rachfall, Waldemarfir. 18. traße 121a bei Schöbel. Waldemarstraße 74 bei George. abends s uhr, lofterstraße 83, bei denen aldemarit. 52. zustige Brüder Abends 8 Uhr Bucklerstr. 61 bet Taulbab 41 Rauchklub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Stalbet Boat.Altdeutscher auch flub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5.Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Tuguntte. tothe Fahne", Mittwoch abends 9 Uhr, Oppelnerfir. 44, Restaurant zur Taubenbörse. Etattlub Treff, Abends s½ Uhr, bei Otto Babet, Frankfurter Allee 90.Stattlub stare a u- bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. German American Club. 9 o'clock Restaurant Belvedere, An der Jannowitz- Brücke.- Ladies and Gentleman Nächstenliebe einem Polizeibeamten abzusprechen, ist nach einem Urtheil des Landgerichts Potsdam vom 2. Auguft für jenen teine Beleidigung, wohl aber liegt eine solche vor, wenn dem Beamten vorgeworfen wird, er habe einem Arbeitgeber mit getheilt, einer seiner Arbeiter ſei Sozialdemokrat, wodurch er dann bewirkt habe, daß der Arbeiter seine Stellung verlor. Einen solchen Vorwurf hat der Tapezirer Johann Christian Albert Scher dan in einer sozialdemokratischen Wahlversammlung gegen einen nicht genannten Polizeikommissar von Potsdam erhoben und er ist deshalb zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Ihm selbst soll es passirt sein, daß er auf die erwähnte Art aus der Arbeit gekommen ist. Die Revision des Angetlagten behauptete, der Strafantrag für die sämmtlichen Polizeitommiffare von Potsdam sei nicht korrekt gestellt, doch erachtete das Reichsgericht die Rüge für hinfällig und verwarf deshalb am Sonnabend die Revision. Das Reichsgericht hat das Urtheil des Sandgerichts Gotha Dom 7. Oftober 1893, durch welches der Redukteur Boshart wegen Beleidigung des Ministeriums zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, aufgehoben, weil der Vertagungsantrag vom Landgerichte nicht genügend berücksichtigt und die unter Anklage gestellten Artikel des„ Gothaer Tageblatts" nicht verlesen waren. Die Sache wurde nach Meiningen verwiesen. Versammlungen. 1 Rauchflub, Vultan, Abends 9 Uhr bet Rauchklub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr Rauchtlub Schmotes- Werte, Röpenickers Rauchklub, Borwärts Süd- Ost" Humoristische Pfeifenbrüder Rauchklub Rauchklub Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr John, Vermischtes. Rauchtlub Rauchklub Guests are Die Anarchistenversammlung, welche am 11. d. M. in den Konkordiasälen tagte, war von höchstens 400 Personen besucht, zumeist Neugierigen, welche die vielversprechende Tagesordnung: Die internationalen Regierungsmaßnahmen gegen den Anarchismus" angelockt hatte. Die gehegten Erwartungen wurden gewaltig getäuscht. Der Verlauf der Versammlung war ein fast spießbürgerlicher; die drei Redner, welche überhaupt nur das Wort nahmen, vermieden es sorgsam, auf die Bomben attentate der Neuzeit näher einzugehen und ergingen fich zumeist in langweilenden akademischen Auseinandersehungen. Der erste Redner, Bigarrenarbeiter Hermann, wiegelte von vorneweg ab. Er machte einen Unterschied zwischen Anarchismus und Terrorismus und glaubte nicht, daß der letztere das Prole. tariat erlösen werde. Aufgabe des Anarchismus sei es nicht, Thaten, wie geschehen, zu begehen. Auch sei Deutschland fein geeigneter Boden dafür. Hier bestehe eine große Arbeiterbewegung, are invited. und alle, welche das heute herrschende System bekämpfen, ge English Conversational Club Shakespeare. hörten zusammen. Der Terrorismus könne sich aber nicht auf Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at eine große Bewegung stüßen. Er glaubt, daß durch eifrige Agi- Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. tation, Propaganda für die Aufklärung und eine allmälige Ent- welcome. wickelung das Proletariat zur Freiheit gelangen werde. Die Club Uncle Sam. 9 o'clock Jack's Restaurant, deutsche Regierung habe bis jetzt noch keine Ursache, sich der 15 Hoher Steinweg. English speaking guests are quite internationalen Anarchistenheze anzuschließen. Sollte sie es den welcome. noch thun die Idee des Anarchismus werde durch drakonische Maßregeln nicht unterdrückt werden. Schuhmacher König beklagte sich darüber, daß, obgleich noch nicht festgestellt sei, wer die letzten Bombenattentate in Spanien und Frankreich begangen habe, dieselben ganz allgemein den Anarchisten in die Schuhe geschoben würden, polemisirte in wirrer Weise gegen die heutigen ZuStrafporto für nordamerikanische Postkarten. Seit stände und hielt eine Vorlesung über ethischen" Anarchismus, etnigen Tagen erhebt( wie die Breslauer Zeitung" mittheilt), bis sich das gelangweilte Auditorium zu energischen Schlußrufen die Post von den nordamerikanischen Postkarten( Postal Card Eine öffentliche Versammlung aller in der mecha veranlaßt sah. Buchdrucker Werner machte die heutige bürger One Cent), welche nur mit einer( zweiten) Centmarke beklebt nischen Schuhfabritation beschäftigten Arliche Gesellschaft verantwortlich für die Schreckensthaten, wie sie sind, ein Strafporto von 25 Pfennigen. Bisher find solche beiter und Arbeiterinnen tagte am Sonntag im Lokale vorgekommen. Die bürgerliche Gesellschaft liefere den Samen Karten, wie z. B. die von der Weltausstellung in Chitago mit " Königsbank", Große Frankfurterstr. 117. Kollege König gab für die Attentate. Diese seien aber lediglich Temperamentsfache einer Kolumbusmarte zu 1 Cent, zu vielen Taufenden nach Den Situationsbericht über den am 3. d. Mis. in den Schuh- des Einzelnen und würden ebenso wenig aufhören durch dra- Deutschland gekommen, ohne daß Jemand daran gedacht hat, waarenfabriken von Simonsohn u. Stern, Mauf, fonische Maßnahmen, wie die Todesstrafe die Morde verhindere. Strafporto zu erheben. Jezt hat man bei einer Messung der Kluge und Buchholz ausgebrochenen Streit. Er führte Ebenso wenig werde durch Gewalt die Theorie des Anarchismus Karten festgestellt, daß sie statt 14 Zentimeter 152 Bentimeter zunächst der Versammlung die Ursachen desselben vor Augen. unterdrückt werden. Die Regierung werde keinen Unterschied lang und statt 9 Bentimeter 9/2 Bentimeter breit sind, also das Die Bedrückung der Arbeiter durch die genannten Fabrikanten machen zwischen Terroristen und Anarchisten, nicht danach fragen Weltpostmaß um 1½ bezw. 1/2 Bentimeter überschreiten. Die zu habe in den lezten Wochen ihren Höhepunkt erreicht, ob jemand ein Attentat begangen habe oder nicht, sondern ein- großen Karten werden als Briefe behandelt, welche frankirt es sei nicht mehr zum aushalten gewesen. Namentlich fach alle als Anarchisten behandeln. Redner schloß: Wir haben 25 Centimes fosten, und da 2 Gent= 10 Centimes, wird das wäre versucht worden, den Lohn zu schmälern, sowie das das Sozialiste.gesetz überstanden, wir werden auch ein inter- fehlende Porto von 15 Centimes doppelt vom Empfänger eingeRealitionstecht den Arbeitern zu rauben, in einigen Fabriken nationales Anarchistengesetz überstehen. Ob sich die deutsche Rezogen. Wie die in Newyork und Boston aufgedruckten Stempel seien Arbeiter und Arbeiterinnen von den Chefs bezw. den Werk- gierung dem internationalen Anti- Anarchistenbunde anschließt. 15 beweisen, sind die Karten der deutschen Reichspostverwalführern geschlagen worden. Um menschenwürdige Zustände und oder nicht wir können nichts dafür und nichts dawider thun tung mit Nachtare überwiesen. Arbeitsverhältnisse zu schaffen, habe man trotz des vor der Thür zerbrechen wir uns nicht den Kopf darüber. Ein weiteres Der Schweizer Bundesrath hat die Einführung der fichenden Winters zum letzten Mittel gegriffen. Die Forde- Redebedürfniß herrschte bei den Versammelten trotz der deutlichen mitteleuropäischen Zeit für die Eisenbahn-, Post- und rungen: 10stündige Arbeitszeit, 10-15 prozentige Lohnerhöhung, Aufforderung des Einberufers Wiesenthal nicht und so wurde Telegraphenverwaltung vom 1. Juni n. J. ab verfügt. Lieferung der kleinen Zuthaten, wie Wachs 2c.; anständige Be- denn der Anregung Hermann's, die Versammlung zu schließen, Die Cholera. Petersburg, 8. Dezember. An Cholera handlung, die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen Folge gegeben. Nach kaum einstündiger Dauer erreichte die Ver- erkrankten bezw. starben vom 5. bis 7. d. Mts.: in Petersburg hinsichtlich der sanitären Zustände, einen einheitlichen fammlung um 10 Uhr Abends ihr Ende. 7 bezw. 5, am 26. v. Mts. in Kronstadt 0 bezw. 1, in den Lohntarif und so weiter seien ohne Anhörung rundweg Schuhmacher. Alle in den mechanischen Schuhfabriken befchäftigten Gouvernements vom 26. v. Mts. bis 2. 6. Mts.: in Kowno 25 von den Fabrikanten abgelehnt worden. Deshalb hätten die Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 13. Dezember, Abends bezw. 11, Livland 3 bezw. 0, Minst 7 bezw. 4, Radom 40 Kollegen im Einverständniß mit ihren weiblichen Kollegen ein- Uhr, öffentliche Bersammlung in„ Königsbant", Große Frankfurter: bezw. 15, Petersburg 7 bezw. 2, Sjedlez 4 bezw. 2; vom 19. bis müthig die Arbeit niedergelegt und werden bis aufs eßerste Verein der Bayern. Mittwoch, den 13. Dezember, Abends 8 Uhr, 27. v. Mts. in Podolien 95 bezw. 33. Konstantinopel, ausharren. Es streifen gegen 300 Personen. Der Fabrikant gangner's Restaurant( Vereinshaus), Wilhelmstr. 118. Landsleute will: 9. Dezember. Vom 3. bis 7. d. Mts. erkrankten in Ronstantinopel Mauf hat seinen Leuten brieflich Mittheilung gemacht, daß sie fominen. die angefangene Arbeit fertig zu machen haben, widrigenfalls er den 13. Dezember, Abends 8 uhr, Busammenkunft der Schleswig- Holsteiner tamen nur einige sporadische Fälle vor. Sandemansschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, an Cholera 186 Personen, es starben 79 Personen. In Pera Anzeige wegen Kontrattbruchs erstatte. Das Werkzeug derjenigen mit Tamen im Vereinslokal Kommandanten- Garten, Stommandantenstr. 10-11. Arveiter, welche mit ihrer Arbeit fertig waren, hat er Ausgabe der Billets zum Eylvester- Kränzchen bei Bolz, Alte Jakobir. 75. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord: beim Polizeipräsidium deponirt und die Arbeiter entlassen. Schule, Müüerfir. 179 a: Unterricht in Gefchichte( mittl.). Oft- Schule, Ebenso will die Firma Simonsohn u. Stern nur Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Südon Schule, Reichenbergerdie ihr angenehmen Arbeiter wieder einstellen, diese aber haben straße 188: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bet allen Untererklärt: entweder sie nimmt Alle oder Keiner geht in die Fabrik. richtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jetzt, im Laufe des ( Bravorufe.) Troydem die leyte öffentliche Versammlung be- Lele- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Friz Bonn, 12. Dezember. Wie die Reichszeitung" aus an schlossen habe, die Ausständigen hochzuhalten, haben sich dennoch Ließte, Echwedterir. 33. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. geblich authentischer Quelle meldet, soll Finanzminister Miquel jed. Monats, Ab. 8% Uhr, im Restaur. Grube, Mariendorferstr. 10.- Gesund bei Simonsohn u. Stern 5 Ueberläufer( Stepper) ge- brunnen, Abends 8½ Uhr, bei Haferland, Bellermannitr. 87. Gleich geäußert haben, daß er die Wein- und Tabak- Fabrikatsteuer- Gefunden. Falls sich keine Zwicker finden, wird ihres Bleibens beit, Abends 8% Ubr bei Stamm, Ritterĭtraße 123. Seine, Rirdorf feße mit Hilfe der Konservativen als Landessteuer im preußischen in der Fabrik jedoch nicht von langer Dauer sein, da dann jedes Abends 8 Uhr, Prinz- Handjeryfir. 60, parterre. Otto Reimer, bei Landtage durchbringen werde, wenn die Gefeße im Reichstage Arbeiten unmöglich ist. Die Fabrikanten Kluge und Buch Beige, Triftstraße 1. Einigkeit, Abends 8½ Uhr, bei durch etwaige Gegenagitation des Zentrums abgewiesen würden. holz haben sich bisher nicht herbeigelassen, zu ver= Arbeiter- Sängerbund Berlins und lmggegend. Alle Aenderungen Wien, 12. Dezember. Da die feuchte Witterung noch immer handeln. Die Haltung der Streifenden sei musterhaft, ob im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 r. anhält, greift die Influenze immer mehr um sich und nimmt die Die gleich die Fabrikanten allerlei Echachzüge benutzen, Arbeiter Sänger- Sund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs: Epidemie nachgerade einen bedenklichen Charakter an. stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Stedesfreiheit 1, fie waufelmüthig zu machen. Vertrauend und hinweisend auf andreasstr. 26, bet Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser Hospitäler und die Privatkliniken sind mit Kranken überfüllt; das Solidaritätsgefühl der übrigen Arbeiter, ermahnte er zu traße 22-23, Bögow's Braueret. Silaritas, socitraße 32 a, bei auch in den Militärlazarethen liegen viele Soldaten an der Krant Wilte. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bet Säger. Echo 1 Pantow, heit darnieder. feitem Zusammenhalten, dann werde der Sieg nicht ausbleiben. Steinmeyen, Flemmingstr. 6 bei Mann. ( Beifall.) Die Tebatte gestaltete sich äußerst lebhaft. Es wurde yra 1, Mariannen- Ufer 2 bei Wills. Sand in Hand 1, Reichenberger- Paris, 12. Dezember. Der gestern noch bei der Kammermitgetheilt, daß die Fabrikanten versuchen, Tapezirer, Sattler, straße 16 bet Päßoldt. Schneeglöden 2, Potsdam, Brandenburger- fizung zugegen gewesene Anarchist Sardau wurde heute verhaftet. Rommunikation 16, bei Glaser.-Unverdroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs. Außerdem wurde noch ein Anarchist eingeliefert, der jedoch seinen Hausdiener zc. als Zwider anzulernen und diesen hohe Löhne in Aussicht stellend. In Wahrheit beträgt der Durchschnitts- bagen, Rundtheil, b. Lerche. Lorbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 b. Setfe. Namen hartnäckig verschweigt. Die Haussuchungen werden sehr verdienst eines Zwickers höchstens 15 M., der eines Buyers Südo ft 1. Köpniderstr. 191, Restaurant.- Rothe Nelte, Schöneberg, Golz- streng in der Umgegend weitergeführt. Zahlreiche ausländische Arbeiter, die anarchistischen Clubs angehören, sollen in den 18-20 M., worauf diese Leute aufmerksam gemacht wer- ftraße 43, bet Stegeler.- Kupferschmiede, Weinstr. 11 bei Feind. Concordia, Gitschinerstr. 65 bei Haase. Deutscher Männerten sollen. Ein Kollege theilte mit, daß der Fabrikant E.sang, Belfortersir. 15, bei Schneider. Freiheitstlänge, ate nächsten Tagen ausgewiesen werden. um straße 117. Semesters, eintreten. A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. Schulzeftr. 27. Linbowerir, 26, Rütli, Friedenau im Kurhaus.-Vorwärts 5, Friedrichs-OW Depeschen. ( Deveichen des Bureau Herold.) Generalversammlung den Genoffen zur Beachtung! der Delegirten der Orts- Krankenkasse des Töpfer- Gewerbes zu Berlin am Donnerstag, den 21. Dezember 1893, Abends 6 Uhr, im Gartensaale des Herrn Keller, Bergstr. 68. Tages Ordnung: Meyer& Eichler Buchdruckerei 5426* 52 Chauffeestraße 52. Anfertigung sämmtlicher Druckarbeiten. Eiserne Oefen Ofenrohre, Tischlampen, Hänge: H. 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Jahrg. gezeichnet waren 14 Redner) wurde abgelehnt. Buchholz ( Maurertasse) sprach sich für Zentralisation aus. Man spreche immer von dem glänzenden Bestehen der Kassen. Ob die Mitglieder bestehen können, danach frage Niemand. Ein Kartellverband sei zu verwerfen. Herr Röhn( Tischlerkasse) wünschte, daß der Leipziger Bericht den Kassenmitgliedern gedruckt vorgelegt werde, um die Vortheile der Zentralisation voll ermessen zu tönnen. Als einen Hauptvortheil erachtete er die Familienunterstügung. Herr Martin( Maschinenbauer) bezeichnete ein Gewerbegericht. Ein interessanter Prozeß, Lange wider Echeffel, wurde am 8. Dezember von der Kanimer III zu Ende geführt, nachdem bereits vor längerer Zeit ein Termin in der Sache stattgefunden hatte. Herr Lange, vertreten durch Herrn Weigert, flagt auf Aufhebung des Lehrverhältnisses eines feiner Zöglinge( einer Waise), welche im Betriebe des Herrn Scheffel Die Töpferei erlernen sollte; außerdem beansprucht Kläger 93 M. Die Kommiffion der Orts- Krankenkassen des Arbeiter Sträuben gegen die Sentralisation als eine Verfündigung an Entschädigung. Herr Weigert begründet die Klage folgender Bertreter- Vereins hatte zum 10. b. Mts. eine öffentliche der Arbeiterschaft. Die Kommission sei mit Herzensfreudigkeit maßen: Herr Scheffel fei Großfabrikant und nicht Handwerks Versammlung einberufen zur Besprechung über Verschmelzung an diese Frage herangetreten und es gehöre eine große Hartmeister, als welchen sich derselbe betrachte. Denmach hätte auf sämmtlicher Ortskaffen Berlins in eine einzige Ortskasse für herzigkeit dazu, gegenüber dem allgemeinen Arbeiterwohle einen feinen Betrieb die Arbeiterschuh- Bestimmungen der Gewerbe- Berlin und Umgegend. Hundertmark, der Rendant der Klempner- leinlichen rechnerischen Standpunkt zu vertreten. Herr StuhlOrdnung Anwendung. Troydem sei durch den Lehrvertrag der tasse, habe, wie Gutheit einleitend hervorhob, bereits vor mann( Steindruckerkasse) sprach sich gegen Zentralisation aus, Bögling des Klägers verpflichtet, unentgeltlich auch Nachts Ar 16 Jahren eine derartige Bentralisirung angeregt, allerdings nur welche seiner Meinung nach den Mitgliedern zum Schaden ge= beiten zu verrichten, und thatsächlich habe er die Woche einmal zu dem Zwecke, um mit dem Gewerks- Krankenverein zu brechen. reichen würde, gab aber zu, daß so wie heute nicht weiter geNachts arbeiten müssen. Da der fragliche Lehrling noch jugend- Diese Bentralisation tam nicht zu Stande. Jetzt sei diese Frage wirthschaftet werden könne. Herr Lange( allgemeine Ortslicher Arbeiter, das heißt unter 16 Jahr alt fei, wäre wieder hervorgetreten und hätten die Vertreter im Arbeiter- Ver- tasse) wies ebenso, wie bereits Buchholz gethan, auf die allgemeine damit das Gesetz verlegt worden. Gin Lehrvertrag treter- Verein die Möglichkeit der Zentralisation bejaht. Solidaritätspflicht hin, auch den Minderbegünstigten an besseren sei hinfällig, wenn Die Zentralisation eine Gesetzesverlegung in Den Ortsfaffen seien viele Erschwernisse auferlegt worden. Verhältnissen theilnehmen zu lassen. sich schließe, gleichgiltig, ob dem Lehrherrn dies bekannt Die Schaffung eines Reservefonds habe zur Folge gehabt, würde die größten Vortheile bieten, würde es ermöglichen, ein war oder nicht. Herr Lange habe angenommen, Scheffel daß die Beiträge zu den Kassen erhöht und die Leistungen eigenes Krankenhaus und eigene Apotheken zu errichten. Man ſei Handwerksmeister. Die, übrigens erst nachträglich der Kassen möglichst beschränkt wurden. Die Krankenkassen- No- folle nicht warten, bis die Zentralisation von den Behörden von Weigert auf 93 M. ermäßigte Entschädigungsforderung velle verbot den Arbeitern, zwei Ortskrankenkassen anzugehören. dekretirt werde. Herr Meier beantragte zur Geschäftsordnung, glaube man geltend machen zu können, weil der Junge die Da die Arbeiter häufig die Beschäftigung wechseln, fo gingen fie in anbetracht der Wichtigkeit der zur Debatte stehenden Frage Summe mehr verdient hätte, wenn er als jugendlicher Arbeiter auch der erworbenen echte in den jeweiligen Kaffen verlustig. die Debatte abzubrechen und dieselbe am 21. Januar n. J. in thätig gewesen wäre, statt bei Scheffel auf grund eines ungesetz: In Berlin bestehen gegen 63 Ortstassen mit 63 Rendanten, 63 demselben Lokale mit demselben Bureau wieder aufzunehmen. lichen Vertrages zu lernen. Der Beklagte behauptete, er sei Borständen und 63 Staffentlokalen. Durch eine Zentralisation Dieser Antrag wurde gegen eine Stimme angenommen. Die Handwerksmeister, gab aber selbst zu, bisweilen über 100 Ge- würde naturgemäß viel Geld gespart werden. Auch herrsche Kommission ersuchte, für diese Bersammlung die regste Agitation hilfen( wovon allerdings der größte Theil auf Bauten unter den verschiedenen Rassen eine große Konfusion bezüglich su entfalten und an diesem Tage möglichst teine Versammlungen arbeitet) und zur Zeit 36 Lehrlinge in Beschäftigung der Zugehörigkeit der Arbeiter, welche nur durch eine Zentralis abzuhalten. Das Schlußwort erhielt Herr Uhlemann, welcher zu haben. Den Handwerkscharakter feines Betriebes begründete fation behoben werden könne. Gine Zentralisation würde die sich bereit erklärte, sein Material der Kommission zur BerScheffel damit, daß er die in demselben angefertigten Racheln Verwaltung in großartiger Weise erleichtern, die Mitglieder fügung zu stellen. Alle Anträge wurden vertagt. selbst verwerthe; er hätte stets etwa in 12 Bauten die Töpfer würden es viel bequemer haben und ihre erworbenen Der Verband der Geschäftsdiener, Packer nnd Bearbeiten auszuführen. Ein in jenem ersten Termin ver- Slechte nicht verlieren. Einer Zentralisation würden rufsgenossen hielt am 6. b. M. eine gut besuchte Mitnommener Sachverständiger vermochte nicht zu begutachten, ob allerdings die Kassenvorstände große Hinderniffe bereiten. gliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte der Betrieb des Herrn Scheffel ein solcher sei, der den Arbeiter Man denke aber nicht daran, die Vorstände anzugehen, die Versammlung das Andenken des verstorbenen Kollegen schutz- Bestimmungen unterliege. Um sich darüber zu vergewissern, sondern man werde an die Mitglieder appelliren. Diese hätten Müller durch Grheben von den Plägen. Hierauf hielt Reichsordnete der Gerichtshof, beziehungsweise Assessor Cuno, einen für eine Zentralisation zu sorgen. Eine große Zahl von Kassen tags- Abgeordneter Brühne einen mit reichem Beifall aufgeLokaltermin zur Besichtigung des Scheffel'schen Betriebes an, zu mit ca. 90 000 Mitgliedern haben sich bereits im Prinzip für nommenen Vortrag über das Thema: Die neuen Steuerdem einen Vertreter zu senden der Gewerberath v. Stülpnagel Bentralisation erklärt. Aus Leipzig war Herr Uhlemann, vorlagen und deren Wirkung auf unser Berufsleben." Besonders aufgefordert wurde. Dieser Termin fand am 8. Dezember Geschäftsführer der dortigen zentralisirten, feit dem 1. Januar 1887 eingehend tritisirte Redner die Tabatfabrikat- Steuer, sowie die Vormittagv 9 Uhr, statt. Als Vertreter des Fabrikinspektorats bestehenden Orts- Krankenkasse, einem an ihn ergangenen Grsuchen Stellung der einzelnen Parteien zu derselben. Am Schluß seiner für Berlin war Herr Dr. Heyroth erschienen, welcher schon Folge gebend, erschienen, welcher die Verschmelzung von neunzehn sehr interessanten Ausführung fam Redner auch auf die vielam Tage vorher den Betrieb, Lindowerstr. 10 und 11, besichtigt Leipziger Kassen zu einer gemeinsamen Zentraltasse schilderte gerühmte Sozialreform zu sprechen und zeigte an einer Reihe hatte. Um 11 Uhr fand der Schlußtermin auf dem Gewerbe- und die Vortheile dieser Zentralisation in anschaulicher Weise von Beispielen die Unzulänglichkeit des Krankenkassen-, Unfallgericht statt. Herr Dr. Heyroth gab hier sein Gutachten dahin erläuterte. Die Folge der Zentralisation waren beträchtliche Er- versicherungs- und Invaliden- und Altersversicherungs- Gesez. Von ab, daß er den Betrieb für einen fabrikmäßigen halten müsse. höhungen der Leistungen der Kaffe, Wegfall der drei einer Diskussion über den Vortrag nahm die Versammlung Abstand. Die Werkmale träfen zu, welche in einem Ministerialerlaß als tägigen Karrenzzeit, Wegfall des Eintrittsgeldes, Erhebung Unter Verschiedenem ersuchte Kollege Grauer die Kollegen, bezeichnend für eine Fabrit angegeben feien; vornehmlich eine von Wochenbeiträgen, Einführung von Familienunterstützung mit den rückständigen Billets recht bald abzurechnen. Ferner ausgeprägte Theilung der Arbeit, dauernde Anwendung von in Gestalt von freiem Arzt und Apotheker und eines wurde bekannt gegeben, daß der Gastwirth Gründer seinen Saal, Elementarkräften( Gasmotor, Knetmaschine, Glasurmühle) und Sterbegeldes an Frauen und Kinder. Die Kaffe zähle heute ein großes Lager der angefertigten Produkte. Was die Theilung 87 000 Mitglieder und habe sich durchaus bewährt. Die Verder Arbeit betreffe, so würden die verschiedenen Vorrichtungen waltungskosten betrugen bei vortrefflichen Einrichtungen 8,1 pct. von bestimmten Gruppen von Arbeitern ausgeführt, die sogar im Jahre 1892; der Mitgliedsbeitrag beläuft sich bis zu einem räumlich von einander getrennt seien. Der Betrieb sei in einem Wochenlohn von 24 M. für den Arbeiter auf 48 Pf. pro Woche; die vierstödigen Fabrikgebäude installirt, das 6 Fenster Front babe. Raise steht mit 167 Aerzten in Verbindung( freie Aerztewahl), die Die Lokalkommission des dritten Berliner Wahlkreises, die Durchschnittlich seien das ganze Jahr durch einige 30 Personen im Apotheker gewähren für Rezeptur 25 pet. Ein Vertragsverhältniß anwesend war, verhandelte hierauf mit dem Wirth und gab die Hause beschäftigt im Ganzen habe Scheffel zur Beit 61 Gefellen besteht mit 53 Apotheken. Ferner bestehen zwei Heimstätten im Erklärung ab, daß der Gesangverein Liederlust" jedenfalls zurückund 37 Lehrlinge. Auch der Umfang des Betriebes spreche dafür, daß fächsischen Erzgebirge für Männer und Frauen, zu denen er- treten würde der Verband aber auch darauf sehen müßte, dem man ihn als eine Fabrit betrachten müsse. Ob die im Lager angehäuften mäßigte Fahrpreise gewährt sind. Erhoben werden die ver- Wirth so viel wie möglich ein gutes Geschäft zu bringen. Die Vorräthe von Kacheln zum direkten Verkauf bestimmt seien oder schiedensten Statistiken, Kontrollen ausgeführt 2c. Auch besorgt einzelnen Redner des Verbandes erklärten hierauf, daß der Verfür die eigene Verarbeitung, nachdem die Bauherrn aus dem die Kaffe die Geschäfte der Invaliditäts- und Altersversicherung band immer darauf ein volles Haus zu haben, er sich aber Vorrathe sich das Passende ausgewählt haben, sei seines Er- mit. Angesichts dieser vielfachen Vortheile falle die geringfügige nicht verpflichtet fühle, nur den Vortheil des Wirthes zu wahren. achtens nicht maßgebend. Unter den von Scheffel beschäftigten Höherstellung der Verwaltungskosten, als diese im Durch Hierauf gelangte ein Antrag zur Annahme, der den Vorstand Arbeitern befänden sich auch Schlosser und Bildhauer. Der schnitt bei den Berliner Ortskaffen sich stellen, nicht ins beauftragt, für das kommende Vereinsjahr ein neues Lokal zu Erziehungsinspektor, welcher den Knaben bei Scheffel in die Gewicht. In Berlin betragen diefelben bei 60 Kassen 7,9 pCt., in Versammlungen und geselligen Abenden zu nehmen. Ein Kollege Lehre gegeben hatte( für den Lehrjungen war Zwangserziehung Leipzig 8,01 pet. Redner glaubte, daß auch für Berlin eine giebt nun folgende kleine Episode zum besten. Ein Ministerialangeordnet worden), antwortete auf eine bezügliche Frage des Zentralisation durchführbar und vortheilhaft seien und ebensolche Beamter sei Morgens um 1/29 Uhr in ein hiesiges Geschäft ge Vorsitzenden: er hätte nicht gewußt, daß der Betrieb Scheffel's Befriedigung erzielen würde, wie es in Leipzig und Dresden der kommen und habe hierbei einzelne Fragen an den Hausdiener eine Fabrik sei, er fenne nicht die Unterschiede, welche zwischen Fall sei. Herr Mugdan( Buchdruckerkasse) hielt den Beweis gerichtet. Nach Beantwortung derselben sagte er unter anderem: einer solchen und einem handwerksmäßigen Betriebe gemacht des Vortheiles einer Bentralisation nicht für erbracht. Derselben Ach Sie leben ja ganz schön, ich muß bis 12 Uhr Nachts würden. Der Gerichtshof war sich darin einig, daß der in würden nur die Kassen zustimmen, die die gefeßlichen Reserve arbeiten." Kollege Grauer bemerkt zu diesen Ausführungen, daß Augenschein genommene Betrieb ein fabriksmäßiger sei. Troß- fonds nicht aufzubringen vermögen. Die Absicht einer Zentrali- der Staatssekretär Lohmann bei der Besprechung im Reichsamt dem nebenher der handwerksmäßige Betrieb des Öfensetzens gehe, fation hätte bei den Behörden schon lange bestanden, doch hätten des Innern ebenfalls sagte, daß er zwei Nächte hinter einander sei doch die ganze Anlage mit ihrer Arbeitstheilung und ihrem sich die Kassen dagegen gesträubt. Ob von den Behörden oder gearbeitet habe, was die Handels- Hilfsarbeiter nicht brauchten. Arbeiten auf Vorrath, wenn auch zum selbständigen Verbrauch, von unten herauf" zentralisirt werde, würde auf eins heraus: Jedenfalls habe der Herr Lohnmann wohl ein Interesse daran, fabrikmäßig. Scheffel hätte demzufolge jugendliche Arbeiter des kommen. Es würde alles schablonenhaft zugehen, jeder noch daß die Arbeiten forrett ausgeführt würden, da dann seine Nachts nicht beschäftigen dürfen. Das Gericht habe angenommen, vorhandene freie Geist erstickt werden. Viele Einrichtungen, Tüchtigkeit anerkannt und er sehr leicht zu einer höheren Stellung daß der Lehrvertrag ungiltig sei, und zwar auf grund der in wie in Leipzig, beständen auch in Berlin. An Stelle gelangen könnte, was aber den Handels- Hilfsarbeitern nicht in demselben enthaltenen Verpflichung für den Jungen, auch Nachts der Zentralisation. befürwortete Redner ein Kontroll- Aussicht steht welchen der Vorstand zum ersten Weihnachts- Feiertag gemiethet hat, an den Gesangverein„ Liederlust" vergeben habe, ohne dem Vorftand davon Mittheilung zu machen. Hieraus entspann sich eine lebhafte Debatte, unter andern mit Herrn Gründer und den Vertretern des Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen. und ohne Entgelt arbeiten zu müssen( was gesundheitsschädlich verhältniß. Dadurch ließen sich alle bestehenden Mängel Alt- Glinicke. Am 26. November fand hier eine öffentliche sei); des seinerzeitigen Frrthums des Vormundes, es handele sich beseitigen und Vortheile erzielen. Als Beweis dafür, Versammlung statt, in der Genosse Dastig einen recht beifällig um feinen Großbetrieb, und der ebenfalls kontraktlichen Abzüge daß die Behörde ein großes Juteresse an der Zentralisation aufgenommenen Vortrag hielt. In der Diskussion gaben mehrere von 50 Pfennig pro Woche, die bestimmt waren, im Falle des habe, führte Redner an, daß er Tags zuvor von einem Vertreter Unabhängige wieder einmal die alten Vorwürfe gegen die Partei Weglaufens" des Lehrlings den Lehrherrn schadlos zu des Polizeipräsidiums ersucht worden sei, der Behörde mit zum besten. Der Referent fowie einige Parteigenossen widerhalten. Solche Abzüge dürften nach der Gewerbe- Ordnung ins theilungen zu machen über die seitens der Versammlung gefaßten legten aufs eingehnofte diese Angriffe. Die Versammlung gesammt den Betrag eines Wochenlohnes nicht übersteigen. Der Beschlüsse, was er indessen abgelehnt habe. Redner schloß mit wählte hierauf zum Vertrauensmann den Genossen Gallasch und Gerichtshof habe die Differenz zwischen dem Kostgeld des Lehr- der Behauptung, daß die Kaffenmitglieder sich unbewußt vor den zu Lokalkommissions- Mitgliedern die Genossen Großert, Berz und lings( 4,50 M.) und dem, was er hätte verdienen fönnen, wenn Wagen der Reaktion spannen würden, wenn sie der Zentralisation Sutte. Sodann nahm die Versammlung eine im Sinne des er nicht bei Sch. in die Lehre getreten wäre, auf 2 M. geschägt zustimmen. Ein Antrag auf Beschränkung der Redezeit( ein- Steferats gehaltene Resolution an. " auch davon abgesehen, so findet man jenen Fabel-, Märchen- find meines Erachtens die bisherigen Anfänge einer proletarischen Nochmals über Jugendschriften. und Sagenschatz in seiner unversehrten Naivetät höchstens in mehr Jugendliteratur höchst anerkennenswerth. Sie mögen noch diesen oder minder wissenschaftlichen Werken, während er in der bürger- oder jenen Mangel haben; wenn irgendwo, gilt hier das Wort: In Nr. 288, 2. Beilage, des Vorwärts" findet sich ein Auf- lichen Jugendliteratur, soweit sie den arbeitenden Klaffen zugäng- Aller Anfang ist schwer. So hat Alpha in dem Märchen vom fatz über Bilderbücher und Jugendschriften von Alpha, der übe lich sein mag, mehr oder minder im Interesse der heute mitleidlosen Reichen Felsenhart nicht gerade die stärkste der die Anfänge einer sozialistischen Jugendliteratur das Urtheil herrschenden Klassen verfälscht ist. Unter diesen Umständen neunzehn Numinern herausgegriffen, aus denen das Märchenbuch fällt: unerbetene Marktwaare, der ein schreiend sozialistisches ist es nur ein neuer Beweis für den gesunden Justinkt des von Baate besteht, obgleich sein Tadel auch hier viel zu weit Mänteld en ungehäugt wird, damit sie Massenabfaz finde." Wir flaffenbewußten Proletariats, daß es nach einer selbständigen geht. Aber man bekommt ein ganz schiefes Bild von der Sache, find von dieser Jugendliteratur das Bilderbuch für große und Jugendliteratur verlangt. wenn man über dem Wenigen, was noch nicht geleistet sein mag, fleine Kinder von Dietz und das Märchenbuch für die Kinder Deshalb aber wollen die Arbeiter auch nicht im Entferntesten das Viele übersieht, was schon geleistet worden ist. Ich des Proletariats von Brake bekannt, und wenn ich auch an- mit leichter Hand verzetteln und verstreuen, was, fann keine„ lehrhaite Nüchternheit", teine trockene Geschichtsnehmen muß. daß Alpha das anderweitig schon mit verdientem wie Alpha fich ausdrückt, das Volksgemüth in Jahr- flitterung mit sozialistischer Etikette" u. f. w. darin sehen, wenn Lebe im Vorwärts" angezeigte Bilderbuch nicht gemeint hat, so taufenden an Märchenweisheit geschaffen hat." Die Märchen das Märchenbuch von Baafe sich eng an die überlieferten Märchenstoffe bleibt sein Urtheil ebenso ungerecht wie hart, wenn er es ausweisheit wollen sie schon, so weit sie ihnen noch Weisheit ist. anschließt, aber allen muffig romantischen Kram ausscheidet und drücklich auf das Märchenbuch bezicht. In wie weit es auf Aber was ihnen Thorheit geworden ist in den Märchen, das dem Gemüthe des Kindes überall den rostgen Schimmer einer andere Veröffentlichungen ähnlicher Tendenz zutrifft, vermag ich wollen sie nicht mehr den Geistern ihrer Kinder eingeprägt wissen. Welt auftauchen läßt, in der es keine Könige mehr giebt und nicht zu beurtheilen; jedenfalls aber sind die allgemeinen Gesichte nicht mehr der romantische Nebelkram der Vergangenheit, sondern teine Unternehmer, feine Herren und feine Sklaven, teine Reichen punkte, von denen Alpha ausgeht, so anfechtbar, daß einige der Ausblick in eine freie und große Zukunft soll die Phantasie und keine Armen, sondern gleich glückliche Menschen, von denen gegnerische Bemerkungen namentlich auch zu gunsten des ihrer Kinder beschwingen. Wenn Alpha das ein schreiend- einer für alle ſteht und alle für einen. Weshalb soll diese VorMärchenbuches von Baake nicht ganz überflüssig sein werden. sozialistisches Mäntelchen" nennt, nun, so fagt er mit anderen stellung denn weniger dichterisch sein als der buntscheckige Bon, unerbetener Marktwaare" fann zunächst schon deshalb Worten dasselbe, womit der schon bei Lebzeiten hochselige Pro- Wirrwarr feudal- bürgerlicher Romantik? nicht gesprochen werden, weil fich thatsächlich feit langen Jahren feffor Bodmer vorfam, als Leijing in seinen Fabeln dem über- Schon die einfache, flare, nirgends trockene, aber auch in dem klassenbewußten Proletariat ein lebhaftes Verlangen nach lieferten Fabelschaße ein schreiend- bürgerliches Mäntelchen" nirgends überladene Sprache erhebt das Märchenbuch weit über einer gefunden Jugendliteratur fundgegeben hat. Und das ist umbing. In Baate's Märchenbuch ist beispielsweise die Fabel die bürgerliche Jugendliteratur. Es ist eine fleißigé, tüchtige und durchaus erklärlich. Der Fabeln, Märchen- und Sagenschatz der Das Pferd und der Esel", ich sage nicht eine Lessing'sche Fabel, in allem Wesentlichen erfolgreiche Arbeit, die das Interesse der Borzeit enthält zweifellos viel echtes Gold, was sich schon daraus aber allerdings eine Fabel nach Lessing'schem Muster. Jede Arbeiterklasse verdient und hoffentlich auch finden wird. Vor erklärt, daß sich in ihm vorzugsweise das Geistes- und Gemüths- lebensstarke und zukunftsfrohe Klasse modelt die ihr überkommenen dem proletarischen Denken und Empfinden, das seine Blätter leben der arbeitenden und deshalb unterdrückten Klassen früherer Geistes schäge nach ihren Bedürfnissen um, und es fennzeichnete bejeeli, verblaßt alles romantische Denken und Empfinden, und Comantiſche Jahrtausende abgespiegelt hat. Aber daneben enthält er auch einen gewaltigen Kulturrückschritt des deutschen Bürgerthums, das von Rechtswegen. Mancherlei, was mit dem Geistes und Gemüthsleben des als nach Lessing Herder und die romantische Schule den Fabel" heutigen Proletariats in gar keinem Zusammenhange mehr steht, und Märchenschaß des Volkes in ursprünglicher, d. 5. feudal- A und als mythologisch romantisches Nebel die Phantasie mittelalterlicher Reinheit wiederherstellten. M der Arbeiterkinder nicht sowohl beschwingt, als mißleitet. Aber Soviel über das Brinzip. Und gemessen an diesem Prinzip H F. Mehring. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. A Soeben ist erschienen und zur Ausgabe gelangt: Rathschläge zur eitung von Versammlungen. 48 Seiten mit Umschlag. Preis 20 Pfennig. 9 Uhren n. Goldwaaren 5320* in solidester Ausführung billiger wie in jedem Laden Georg Wagner, Uhrmacher, Oranienstrasse 65, 1 Treppe, zwischen Morisplay u. Kommandantenstr. Bitte auf die Hausnummer zu achten. Eigene Werkstätte. Gegründet 1877. 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