Nr. 78. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 hr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Normal- Arbeitstag in seinen Wirkungen auf die Produktion. II.*) Sonnabend, den 4. April 1891. 12 Stunden. Expedition: Beuth- Straße 3. produkt bei einer Verlängerung der Arbeitszeit von 11 auf Arbeitstages auf das Produktionsquantum vor. Der schweizerische Fabritinspektoren- Bericht vom Jahre 1881 Allerdings gelten diese Angaben nicht für Webereien erwähnt eine Gerberei, die bei Reduktion der Arbeitszeit jeder Art. Namentlich solche mit ganz schlechten, alten, von 11 auf 10 Stunden ein Gleichbleiben der Produklangsam laufenden Maschinen vermochten mit den guten tionsmenge bei einem Besserwerden der Qualität nachArbeitern höchstens die Hälfte, mit den allerbesten nie über weisen konnte, Aehnliches wird von einer UhrenNoch günstigere Resultate als in den Baumwoll- 2/3 der Beiteinbuße einzubringen. Aber gerade in dem- fabrik gemeldet. Bemerkenswerth ist auch, daß die Spinnereien lieferten die Erhebungen in den Baum= jenigen Etablissement, daß die schlimmsten Zahlen aufzu- mechanischen Werkstätten von Anbeginn dem elsstündigen weisen hatte, sind seit der Einführung neuer Maschinen Normal- Arbeitstag keine Hindernisse in den Weg zu die Produktionsergebnisse genau gleich geworden, wie in legen suchten, ja daß viele sogar die Arbeitszeit auf andern Webereien. 10% Stunden freiwillig reduzirten. Ganz interessant ist, Ueber die Wirkungen des Normal- Arbeitstages auf die daß auch von Seite der Besitzer größerer und wohlStickerei Industrie theilt Dr. Schuler eine Reihe eingerichteter Ziegeleien, die keine Schlagplätze" oder Erfahrungen der Arbeiter mit. Ein Sticker schrieb ihm: Biegelformereien im Freien mehr kennen, seit langen woll- Webereien. Schon in den siebziger Jahren ermittelte Schuler in einer glarnerischen Weberei folgendes: Es betrug das Gesammtprodukt der Jahre 1871/72 1872/73 1878/74 bei zwölfstünd. Arbeitszeit bei elfstündiger Arbeitszeit 153 178 Pfd. 151 824 Pfd. 150 685 Pfd. oder die erste Zahl gleich 100 gesetzt, in den folgenden Jahren 99,11 und 98,37 oder mit anderen Worten die durchschnittliche Produktionsverminderung betrug in den ersten zwei Jahren nach Einführung des 11- Stundentages trotz Verminderung der Arbeitszeit um 8½ pCt. blos ca. 14 pCt., bei sonst in jeder Richtung gleich ge= bliebenen Produktionsbedingungen. Von einer einzelnen tüchtigen Arbeiterin konnte in Erfahrung gebracht werden, daß sie vom gleichen Artikel in dem Jahre 1871/72 bei täglich zwölfftündiger Arbeitszeit 3049 Pfund dagegen im folgenden Jahre bei nur elfstündiger Arbeitszeit 3137 dem- Eine von unserem Gewährsmanne aufgenommene verschiedenartigsten Industriezweige daß in den ersten nach um 86 Pfund mehr hergestellt hatte. Von zwei Lohnstatistik einer renommirten Feinstickerei ergab, daß der Tagen der Ueberzeitarbeit ganz Bedeutendes geleistet wor anderen Arbeitern erfuhr Schuler, daß sie im Jahre Verdienst der Arbeiter bei elfstündiger Arbeitszeit etwas den sei, aber mit jeder Woche weniger, und daß schließ1871/72 266 Franken, auf einen Webstuhl berechnet ver- höher war, als bei der früheren zwölfstündigen, in einer lich durch den Werth der Ueberzeitarbeit kaum die Verdient haben gegenüber 261 Franken im folgenden Jahre. anderen Stickerei war der Lohn sogar um 8 pCt. mehrung der verursachten allgemeinen Betriebsunkosten geDer Ausfall des Lohnes betrug demnach nur 1,9 pCt. nach Verkürzung der Arbeitszeit ge- deckt worden sei. Es wurde also zugegeben, daß mit Im Jahre 1881 entnahm Dr. Schuler den Büchern stiegen. Ein Stickereibefiger äußerte sich gegenüber dem der längern Dauer einer anderen Weberei, welche das anfängliche Defizit Fabrikinspektor wörtlich folgendermaßen: der Arbeitszeitdurch schnelleren Gang der Stühle zu decken gesucht hatte, Vermehrung verhältnißmäßig auch die Für die Stickerei, wo die Maschinen durch Handbetrieb Energie und Leistungsfähigkeit der Ardaß sie bewegt werden müssen, ist die Normal- Arbeitszeit eine wahre beitenden gesunken sei, eine Thatsache, die zu 1876 und 77 bei 12 Stunden täglich produzirte 778814 Meter Wohlthat für den Arbeiter und durchaus kein Nachtheil für den gleichen Schlüssen führt, wie die verschiedenen Zahlen1879 80 11 den Arbeitgeber." ihr Produkt hatte demnach bei 8% pCt. fürzerer Arbeitszeit um 6½ pCt. zugenommen! Inspektor Dr. Schuler bei den Arbeitern der Stickerei anderen Beobachtungen, welche jeder machen kann, der mit Durch Vermittelung eines Privatmannes ließ Fabrit angaben aus speziellen Industrie- Betrieben. Die angeführten Mittheilungen, sowie die zahllosen Eine große Weberei bezahlte für je 100 Webstühle Industrie über die Folgen der Arbeitszeit- Reduktion Um- dem Leben und Treiben der Fabriken in nähere Berühim Jahre 1875 bei zwölfstündiger Arbeitszeit 42 264 frage halten. Die meisten Antworten lauteten dahin, daß Franken 70 Cent. Lohn, während sie im Jahre 1880 sie von der verkürzten Arbeitszeit keine Nachtheile von der Arbeitszeit nur innerhalb gewisser Grenzen maßrung kommt, führen zu der Ueberzeugung, daß die Dauer bei elfstündiger Arbeitszeit 41 745 Franken 36 Cent. be- Bedeutung empfunden haben, wohl aber gesundheitliche gebend ist für die Arbeitsleistung, sie ist es um so mehr, zahlen mußte, so daß der ganz unbedeutende Ausfall an Vortheile. Der Unterschied in den Leistungen" schreibt Lohn keineswegs den großen Vortheilen der Verkürzung einer der Angefragten, ist bei einem soliden Arbeiter eben je weniger der Arbeiter durch seine Beschäftigung körperder Arbeitszeit gegenübergestellt werden könnte. lich oder geistig angestrengt wird, die Maschine ohne Es war zu erwarten, daß auch Ueberzeitarbeit, min- Was die anderen Industrien anlangt, so eigenen erheblichen Kraftverbrauch bedient; sie ist es in destens bei langer Dauer, schlechte Resultate aufweiſe. liegt wenig Material über die Einwirkung des Normal- sehr beschränkten Grade, wo es am Meiſten auf ein wohlEine große Seidenweberei berechnete nur 4 pCt. Mehrüberlegtes und exaktes Arbeiten ankommt. Wo mit Ma*) Der Lohn wird in der Maschinenstickerei nach der Stich- schinen gearbeitet wird, da wird der Arbeiter um so zahl berechnet. weniger lange zu einer normalen Leistung befähigt sein, Ich würde deshalb jene Zeiten, worin Jeder arbeiten Jahren keinerlei Einwendungen mehr gegen den 11- Stun fonnte, folange er wollte, nicht mehr zurückrufen.... Was dentag erhoben werden, ja daß einzelne ausdrücklich andie Leistungen anbetrifft, ist nicht in Abrede zu stellen, daß gaben, daß die Ueberzeitarbeit unrentabel" sei. eine Anzahl der fleißigern Arbeiter bei unbeschränkter Arbeitszeit es mit der Stichzahl) höher gebracht hat, dagegen werden Wichtig zur Beurtheilung der hier behandelten Frage von der Großzahl nach meiner Berechnung ungefähr gleich viel ist auch der Umstand, der aus vielen schweizerischen Stiche gemacht. Mancher Sticker, der arbeiten fonnte, tam oft- Fabrikinspektions- Berichten hervorgeht, daß auf be mals schon am Morgen nicht rechtzeitig zur Arbeit, den Tag willigte Ueberstunden häufig Verzicht hindurch ging's etwas leichtfertig zu und am Ende wurde noch in aller Nacht hinein gehändert bis die gewünschte Stichzahl geleistet wurde, was durch die Wahrnehmung einer fertig gebracht war und dann war schließlich die Arbeit nicht unverhältnißmäßiggeringen Steigerung so exaft, als wenn weniger Stunden daran, aber mit größerem des Produktes motivirt wird. In der Regel Fleiße gearbeitet worden wäre." wurde beigefügt und zwar in den Etablissements der *) I. siehe Nr. 77 d. Bl. Feuilleton. Rachbruc verboten.) 82981/4 ( 27 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. " nur sehr klein". überzeugt, daß Ambros seinem Vater, wenn dieser Seine Frau blieb stumm. Sie hatte die vollen, schwellenden noch einmal geheirathet hätte, nicht scheel nachge- Lippen zusammengepreßt, und ihre dunklen Brauen zuckten rechnet, was dieser seiner Frau zufließen ließ und von Zeit zu Zeit wie vor Ungeduld. Plötzlich sagte sie: noch weniger, wie es Jerg that, dafür durch hämische Au- Du hättest ihn nicht einladen sollen!" spielungen und spitze Bemerkungen an seiner Stiefmutter sich" Wieso denn nicht?" fragte er verwundert, und sie gerächt haben würde. Nur vor einigen Tagen war es des- dumpf dagegen, was er in der Mühle solle? halb zwischen ihm und seinem Sohne zum Streit gekommen. " Wenn nichts Anders, so bringt er frische Luft in die Er hatte gemeint, durch offenes Aussprechen mit Jerg fich Mühle," versezte er;„ du weißt schon, wie ich's meine. Es ist verständigen zu tönnen; hatte ihm vorgehalten, daß das schon was,' mal einen Menschen zu sehen, der nach unserem Vermögen sein eigen erworbenes wäre, mit dem er schalten Herrgott und der ganzen Welt nichts fragt, so wenig wie Er hatte sich niemals Skrupel über die rauhe Weise gemacht, und walten könnte, wie ihm beliebte; daß Mühle und die Taunen, die dort auf dem Berge wachsen. Wenn ich in der er uit Afra gebrochen, kaum, daß er während der langen Aecker nach seinem Tode Jerg zufallen würden; daß es todt bin, und lange werd' ich's ja nicht mehr machen, und Zeit, die seitdem verflossen, einmal an sie gedacht hatte. gewiffenlos wäre, wenn er nicht dafür Sorge trüge, daß du heiratheft wieder, denn das wirst du ja doch, dann wollt' Nun war es ihm dennoch lieb, daß ihr Zorn gegen ihn ver- seine Frau nach seinem Absterben nicht mittellos zurückbliebe. ich, du fonntest den Ambros kriegen. Da würdest du raucht war, fühlte er sich selbst doch durch die wieder- Jerg wäre in seinen Ausgaben von ihm nie beschränkt deines Lebens froh werden." gewonnene Freiheit und ben Sieg seiner Liebe gegen die worden; er könnte aber nicht verlangen, daß er, der Water, ganze Welt versöhnlich gestimmt. Afra stieß einen Ton aus, ben er für Lachen hielt, und Er sagte daher um seinetwillen sich Entbehrungen auferlegte. Alles das er selbst lachte. Es war aber ein dumpfes Aufröcheln geauch zu, als ihn Arigaya schließlich einlud, sich bald war in den Wind geredet gewesen, da der Alte sich ent- wesen. Ihn, Ambros, heirathen! Schreck und Zorn erfüllten auf der Mühle sehen zu lassen. Afra unterstützte schieden geweigert hatte, auf den Vorschlag, mit dem Jerg ihr Herz, Zorn gegen sich selbst und er machte sie einen die Einladung nicht, sie mochte sie überhören; denn jetzt offen herausgekommen war, einzugehen und sich auf den Augenblick blaß. sie war eben beschäftigt, den Regenschirm, der auf Altentheil zu sehen. Wäre er allein gewesen, so hätte er und ihre verletzte Eitelkeit niedergerungen. Ambros sollte Sie hatte ihm seine Unart vergeben den Boden des Wagens geglitten war, aufzuheben. vielleicht um des Friedens willen die Bügel aus der Hand und mußte ihr gleichgiltig sein, und sie hatte ihm Aber sie reichte, wenn auch flüchtig, Ambros zum Abschiede gegeben; aber der Gedanke an Afra steifte feinen Wider auch nur eben gezeigt, daß er es war. Ihr Stolz litt die Hand und nickte, die Lippen bewegend, als er, glückliche stand. Berrichtung wünschend, von dem Wagen zurücktrat. nicht, daß ein anderes, wärmeres Gefühl für ihn in ihr Der Müller war durch die Begegnung heiter gestimmt. gehören soll, die Mühle und die Landwirthschaft?" hatte Gefängniß war, dagegen gekämpft, es gewaltsam unterdrückt, Was redest du denn davon, daß mir alles einmal auffam. Sie hatte während der ganzen Zeit, daß er im Zwar erkannte er die Schwächen und Fehler in dem Ferg darauf giftig gerufen und die Thür hinter sich zu so oft es sich regen wollte. Und jetzt vollends, nachdem die Charakter des jungen Klosterbauers sehr gut, allein dessen geschlagen. offenes und frisches Wesen, mochte es auch nur zu leicht in Wutter und ihre Leute verlumpt. Seh' ich denn nicht, was giltig war, wie sie gegen ihn zu sein schien und wünschte, Bis es dahin kommt, sind wir durch die Begegnung mit ihm sie überzeugt hatte, daß sie ihm so gleichRücksichtslosigkeit und Sturm ausarten, that ihm wohl und sie ihnen alles zusteckt an Mehl und Butter und Speck und durfte ihr Stolz diese Regung nicht dulden. Sie empfand zwar in diesem Augenblicke um so wohler, je weniger er was weiß ich alles?" mit seinem eigenen Sohn zufrieden war. dieselbe wie einen brennenden Schimpf und drückte ihre weißen Er war Im Gegensatz zu ihm sang jetzt der Alte Ambros' Lob. Zähne so heftig in die eingezogene Unterlippe, daß sie je komplizirter die Maschine ist, je mehr Verständniß,[ in Form von Verlegungen anrichtet, und dies hat genügt, Aufmerksamkeit und Ueberlegung ihre Bedienung oder daß die Konstrukteure ihre Erfindungsgabe auch zur ErFührung erfordert. Daher überall die Erscheinung, daß möglichung sicherer Betriebsweisen, zum Bau sicherer die Arbeitszeit in denjenigen Industrien Maschinen anstrengten. am ehesten gekürzt wird, welche Arbeiter Politische Webersicht. 0 Berlin, den 3. April. Die Kolonialpolitik", jenes legte Trugbild, ver Wie aber, wenn die Gesetzgebung auch an die Schädi- mittelst deffen der Er- Reichskanzler die Massen in Deutschbedürfen, die intelligent sind und sich gung durch Ueberanstrengung infolge zu langer Arbeits- land über den Bankerott seiner Politik und Staatsmannszugleich ein gewisses Maß von Bildung zeit in allen Ländern zu denken, und dagegen Gesetze zu kunst hinwegzutäuschen versuchte, hat Deutschland die von erworben haben. Solche Arbeiter haben Kraft- erlaffen anfängt? Die Konstrukteure werden allen vernünftigen Leuten vorausgesagten Schädigungen, Ververbrauch durch körperliche und geistige Anstrengung wohl in gleicher Weise ihre Anstren- lufte und Blamagen gebracht. Ein kleiner Trost für den zugleich. Es ist freilich oft auffallend, bemerkte gungen darauf richten, daß die Beobach es den anderen Staaten, die auf das Eis der Kolonialnach Zufriedenheit strebenden Reichsbürger ist hierbei, daß hierzu Fabrik Inspektor Dr. Schuler, daß solche Leute tung dieser Geseze stattfinden kann, politit sich begeben haben, nicht besser ergeht- fa den sich nach ihrer Berufsarbeit noch einer weiteren ohne daß die Leistungsfähigkeit der meisten noch weit schlimmer. Die Italiener find durch Thätigkeit in Haus und Garten selbst auf dem Felde Gesammtindustrie darunter zu leiden ihren verrückten Raubzug nach Afrika in hingeben. Man vergißt, daß hierbei guten bat, ohne daß auch die ökonomische Existenz der ein- Schwulitäten gerathen, daß das neue Ministerium nicht solche theils andere, bisher noch nicht ange- zelnen Industriellen gefährdet wird, aber zugleich auch, weiß, was es machen soll, und daß der biedere Crispi strengte Muskelgruppen in Thätigkeit ohne daß der Erwerb des einzelnen Arbeiters und damit der die Suppe eingebrockt hat, sich nach dem Beispiel seines gesetzt werden, daß durch den Aufenthalt im Freien die ihn zu gehöriger Leistung befähigende Lebenshaltung deutschen Radaukollegen schon als Retter in der Noth auf. die Anregung der Birkulation und Athmung gleichzeitig geschmälert wird. Den Beweis, daß dies möglich ist, hat Rosten der Kolonialpolitik nicht länger zu tragen vermag. zuspielen beginnt. Thatsache ist, daß das arme Land die eine Erfrischung des Körpers zur Folge haben kann. Weit mehr machen sich, fährt Schuler fort, die im rischen Textilindustrie unter der Herrschaft des Fabrik- Tongking, wo sich jetzt, nachdem 500 Millionen Franks die Entwickelung des Maschinenwesens in der schweize- Rosten der Stolonialpolitit nicht länger zu tragen vermag. In ähnlicher Lage befinden sich die Franzosen in Körper angesammelten Ermüdungsstoffe durch Unluft oder gesetzes schon erbracht. Unfähigkeit zu geistiger Thätigkeit geltend. und 50 000 Mann geopfert worden sind, plötzlich heraus Es ist kein Allerdings wird weder dieser Fortschritt, noch die stellt, daß alle Arbeit umsonst war, und daß wieder vo Wunder, wenn die in Fabriken arbeitenden Kinder in Anpassung des Arbeiters an die veränderte Betriebsweise vorn angefangen werden muß. Auch die Spanier und ihren Abend- und Fortbildungsschulen nach ermüdender auf einen Schlag sich vollziehen, und dem wird auch der Portugiesen, sogar die Engländer haben Arbeit so wenig geistige Regsamkeit zeigen. Gesetzgeber Rechnung tragen müssen. Es wird vielleicht wieder Kolonialschmerzen, und Dank der unerbitt verausgaben. Dieses kann aber gemindert oder schnell oder langsam ermöglicht werden können, daß der begreifen werden, wie die Menschen einst so thöricht ſein Der Arbeiter hat ein gewisses Maß von Kräften zu diese Umgestaltung bei einzelnen Industrien so ungleich lichen und unbeugsamen Logik der Thatsachen wird die Beit sicher bald kommen, wo die Völker nicht vermehrt werden, je nach der Art der Er- Gesetzgeber auch hierauf Rücksicht zu nehmen genöthigt ist. konnten, in fremde Wildnisse zu rennen, statt ihres Glückes nährung und der gesammten übrigen Aber der Fortschritt wird lange auf sich Schmiede im eigenen Lande zu sein. Pflege des Körpers. warten lassen oder gar nie tommen, Es bewahrheitet sich übrigens auch hier wieder einmal der Bessere Lebenshaltung und größere wenn die Gesezgebung ihn nicht provo alte Erfahrungssaß, daß die Menschen nie durch theoretische Leistungsfähigkeit stehen in direktem ziert, ihn nicht erzwingt, indem sie ge- Argumente und das Beispiel Anderer, sondern nur durch Wechselverhältniß. wisse Forderungen aufstellt, denen bie eigenen Schaden tlug werden gerade wie die Daher können Arbeiter zu vermehrter Beistung Industrie in bestimmter Frist gerecht Kinder, die sich erst die Finger verbrennen müssen- che sie gebracht werden, wenn ihr Lohn, also die Mög- werden muß. m lichkeit besserer Lebenshaltung, verhältnißdratstondem Feuer fern bleiben. mäßig steigt. Dieselbe Wirkung hat auch die Besserung Die Demonstration der Millionäre und Solcher, Wir haben diesen Ausführungen der ersten Autorität die es werden wollen zu Ehren des Millionär Züchters ist der gesundheitlichen Verhältnisse der Arbeiter, das heißt in der Frage des Arbeiterschutes, des als Fachmann im elend ins Waffer gefallen, so daß die Veranstalter ganz die Bermeidung alles dessen, was sonst den Körperkräften Auslande wie in seinem Heimathslande gleich hochge- verblüfft find, und verlegen nach einer Erklärung suchen. des Arbeiters Eintrag thut. Aber auch auf andere Weise achteten Fabrikinspektors Schuler nicht viel beizufügen. fann die Arbeitsleistung in einer gegebenen Beit Man hat" so sagt ein Organ der sächsischen gesteigert werden, wenn die Kraftausgabe beweist er, daß die Verkürzung der Arbeitszeit, welche im höchstens 500 Mann( nicht Männer) start sahen man In schärfster Weise, er läßt eben Thatsachen sprechen, Aprilhelden, die sich zu ihrem Entsetzen bei der großen Dusterung in Chemniz blos etwa 200, und in Leipzig auf eine tleinere Anzahl von Arbeits- Intereffe der körperlichen und geistigen Gesundheit der hat offenbar vielfach gefürchtet, die Kundgebung könne als stunden sich vertheilt. Es ist möglich, wie die Arbeiterklasse von der ehrlichen Wissenschaft und den ihr Demonstration gegen den Kaiser und die neue Regierung angeführten Erfahrungen beweisen, daß bei sonst gleich- eigenes Interesse tennenden Arbeitern mit aller Entschieden aufgefaßt werden, woran doch Niemand gedacht hat." bleibenden Verhältnissen in elf und weniger heit seit Jahren, in Deutschland leider vergeblich, gefordert Letzteres ist eine erbärmliche Heuchelei. Wenn der ge Stunden dasselbe geleistet wird, wie wird, den Unternehmern nicht nur keinen Schaden zu ver- plante April Rummel überhaupt einen Sinn hatte, so früher in 12 Stunden. ursachen braucht, sondern direkt Gewinn bringen kann, konnte es nur der sein, die Rückkehr des Millionär- Büchters, Wenn dies so oft bezweifelt wird, so liegt der Grund ganz abgesehen von der damit verbundenen großen Er- getreuen Vasallen" und„ ehrlichen Maklers"( und Reptil wohl am meisten darin, daß das Tempo der Arbeit nur sparung an Nebenspesen, wie Beleuchtung, Heizung 2c. 2c. fonds- Verwalters) zu erzwingen- natürlich„ moralisch". allmälig ein anderes wird und werden kann. Wie das Und trotzdem wehren sich die deutschen Unternehmer betrifft, so hat dasselbe einfach darin seinen Grund, daß Rennpferd trainirt und zu außerordentlichen Leistungen mit allen Mitteln, lauteren und unlauteren, gegen die das deutsche Boll von dem genialen Staatsmann", de befähigt wird, trainirt sich auch der Sportsmann, heiße gesetzliche Beschränkung der Arbeitszeit. Man würde sich die Klinke der Gefeßgebung" nur als ein Mittel zur Aus er Bergsteiger oder Schiffer, der Athlet oder Kunstreiter aber täuschen, wollte man annehmen, daß dies eine plünderung und Unterdrückung des Boltes betrachtet und benut im Zirkus. So kann auch der Fabrikarbeiter sich durch besondere Eigenthümlichkeit des deutschen Unternehmer- hat, nichts wissen will, und sich mit Ekel und Berachtung allmälige Gewöhnung und lebung zu viel größerer Leistung thums ist. In England, in der Schweiz und in Dester von einem System abwendet, das uns diese neueste, in der in der gleichen Zeit fähig machen, wie dies dem englischen reich hatte man das gleiche Schauspiel zu genießen. Auch modernen Geschichte aller Völker ohne Seitenstück buster, Arbeiter gegenüber dem schweizerischen mit seinem be- dort wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ein- Reptilienfonds. Schande gebracht hat. dächtigeren Thun, dem indischen mit seiner so viel schneidende Arbeiterschutz- Maßregeln zu verhindern. Als und da drängt sich uns wieder die alte Frage auf: geringeren Ausdauer gelungen ist. Wo ist der Staatsanwalt? Soll diese Es versteht sie aber in Kraft getreten waren, erwiesen sich alle Besich von selbst, daß diese Steigerung nicht bis ins fürchtungen gegenstandslos, die Industrie ging nicht zu und unbestraft bleiben? sch machvolle Gesegesverlegung ungefühnt Unendliche geht. Wir wissen nicht, bei welcher Arbeitszeit- Grunde, der Konkurrenzfähigkeit auf den Weltmarkte Reduktion eine bleibende Minderleistung eintritt. Es ist wurde fein Eintrag gethan, ja nicht einmal das Die Freifinnigen scheinen Regierungspartei möglich, daß dies bei einer nach unseren jetzigen Begriffen produzirte Waarenquantum hatte die geringste Ver- werden zu wollen. Der eben erschienene Aufruf der Frei fehr kleinen Stundenzahl eintritt. Nur die minderung erlitten. Und dasselbe würden wir in sinnigen des neunzehnten hannoverschen Reichstags- Wahl Erfahrung kann uns dies lehren. Deutschland erfahren, wenn es der Regierung wirklich freises für den Freijinnigen Adloff, enthält nach dem„ Berl. ernst wäre mit ihren so feierlich verkündeten sozial- Tagebl." die Worte:„ Wenn jetzt ein bisher nationalliberaler Die Maschinenkonstrukteure leisten immer mehr und reformatorischen Plänen, wenu unsere Regierung, die dem Kaiser geschieden ist, in den Reichstag entfendet, so würde Wahlkreis den Fürsten Bismarck, der im Unfrieden vom Großartigeres, um mehr und Besseres zu produziren. Auslande und der Arbeiterklasse gegenüber fo stolz mit ganz Europa das auffaffen als einen Protest gegen die Das waren früher so ziemlich die einzigen Gesichtspunkte, ihrer Stärke prahlt, sich dem Unternehmerthume gegen- Politik des Kaisers." von denen aus ihre Leistungen beurtheilt wurden. Die über nicht stets überaus schwächlich und selbst den un- Mit anderen Worten heißt dies: Wählt Adloff, den heutige Gesetzgebung macht den Arbeitgeber für den berechtigsten Forderungen jener Seite gegenüber willfährig freisinnigen Mann, der die Politik des Kaisers und natür Schaden verantwortlich, den der Betrieb der Maschinen zeigen würde. lich daher auch die der Caprivi, Miquel ze. vertreten wird, befunden hätte. antrieb. * • * blutete. Ihn heirathen! Sie hätte ihn erwürgt, wenn brachten auch ihre Töchter mit. Sie erwähnten nicht, daß in Fluß zu bringen. Er wollte eine reiche Frau und es be sich in diesem Augenblicke in dem Bereich ihrer Hände sie wegen Ambros kämen und begnügten sich, diesem und dem war bekannt, daß Lisei's Heirathsgut nur gering war. Ein Blick, stechend wie ein Dolch, Vater die Hand zu schütteln. Nach ihrem Dafürhalten Vefa hoffte freilich, daß es ihren Vorstellungen und traf ihren Mann, der gutmüthig lachend das Pferd war ihr bloßer Besuch an diesem Tage ein hinlänglicher Schmeichelkünften, die dem Bruder stets das Bild seiner UnBeweis für den Klosterbauer, daß sie an Allem, was ihn übertrefflichkeit vor Augen hielten, gelingen würde, den Ambros war noch nicht lange wieder zu Hause, so betraf, Antheil nähmen. Auch Vefa und Lechner stellten Klosterbauer zu einem großmüthigen Aufthun seines Beutels fand sich Jerg mit einigen Freunden auf dem Klosterhofe sich ein und Ambros that, was er noch nie gethan: er ging zu bewegen; allein Ferg rechnete nur mit Thatsachen. ein. Da sich Ambros am Worgen heimlich von ihnen fort dem Schmied entgegen und schüttelte ihm die Hand, zur Lisei's Verhältniß zu dem Schmied kümmerte ihn nicht. So gedrückt hatte, so sollte er nun mit ihnen in den Stern stillen Freude Lisei's. Vefa war ganz Süßigkeit, als sie frei von Eitelkeit war er nicht, als daß er nicht überzeug kommen, denn der Tag seiner Freiheit müßte doch gefeiert ihrem Neffen Glück zu seiner Freiheit wünschte; bei ihrem hätte sein sollen, Wolf Lechner, der ja überdies ei werden. Dem Klosterbauer war es nicht recht, daß die Ge- Bruder aber fuhr sie mit ihrer Gratulation übel ab und Bayer war, mit Leichtigkeit aus dem Sattel 31 fängnißstrafe feines Sohnes gar durch ein Gelage den es dauerte eine Weile, bis sie über dem dummen Gänse- heben, sobald nur die Geldfrage in Ordnung war Leuten ins Gedächtniß geprägt werden sollte. Deshalb lud geschnatter", das er ihr zum Dank an den Kopf warf, wieder Eben wegen der Geringschäßung, mit der er auf er die Bursche ein, als seine Gäste auf dem Hofe zu ihre Fassung gewann. bleiben. den Schmied herabsehen zu können vermeinte, reizte es ihn Während nun die älteren Leute sich zusammensetzten, nun aber, daß Lisei seinen Stückchen keine Aufmerksamkeit " Bob Stern, ich will doch auch' was von meinem über Haus, Hof, Vieh, Kind, Magd und alles, was ihrer schenkte, und von dem genossenen Weine erregt, begann er Buben haben," sagte er. So viel Wein ihr auf seine war, bedächtig redeten und über die bösen Zeitläufte klagten, allerlei Gefalzenes und Gepfeffertes von den Bayern Gesundheit trinken mögt, hab' ich wohl noch im Keller. gab Jerg dem jungen Volle Räthsel auf, erzählte zu erzählen. Wem die Sticheleien galten, darüber war Und das könnt ihr mir glauben, daß es kein Schabser ist, Schnurren, machte Kunststücke und ließ seine Wizbolzen durch Niemand im Zweifel; auch Wolf wurde aufmerkſam wo Giner, der davon getrunken hat, sich nachher Nachts den Tabaksrauch sausen, mit dem die Pfeifen von Allt und Lifei's bittender Blick ließ ihn sich ruhig verhalten und er immer im Bett umkehren muß, damit ihm der Kräger kein Jung die Stube erfüllten. Die Lichter glühten nur noch fehrte Jerg seinen breiten Rücken zu. Sein ehrliches Gesicht Loch in den Magen frißt." wie rothe Pünktchen in dem Quali. Die Lungen aber nahm einen traurigen Ausdruck an. Die feindselige Lisei mußte ein Abendessen herrichten. Der. Wein, schien dieser nicht anzufechten; denn das Brausen der Stimmung gegen ihn war im Wachsen und die Leute er den der Klosterbauer dazu auftischte, war allerdings fein Stimmen und das Gelächter wurden immer lauter und aus- wogen nicht, daß Wolf unter der Fremdherrschaft eben so saures Gewächs aus Schabs; aber von dem besten Faffe, gelassener und es bedurfte blos noch der Andeutung eines schwer zu leiden hatte, wie sie selbst. In der letzten Beit bas er im Keller hatte, war er auch nicht. Von diesem Scherzes, mochte er beschaffen sein wie er wollte, um die war es wiederholt gekommen, daß kleine Buben in die zapfte er nur eine Halbe für sich selbst. Das junge Bolt Gitsche und Frauen vor Lust auftreischen zu lassen. hatte keine Weingunge. Es ließ sich denn auch Essen Schmiede hineingeschrieen hatten: Bayer! Bayer!" Der Ambros neckte sich mit den hübschen Dirnen und Lisei Klosterbauer aber hielt ihn nach wie vor hin. und Trinken munden und war fröhlich und guter Dinge. hatte sich mit Wolf in eine stille Ecke gesetzt, wo sie ungeJerg hatte sich bei Tische neben Lisei gesetzt und holte stört ein verständig Wort mit einander austauschen konnten. willst, hatte der Alte ihre letzte Unterredung ab Ich halte Dich nicht, wenn Du nicht länger warten fie geschickt aus, wann Ambros am Vormittage nach Hause Befa suchte thre. Nichte durch Blicken und Winken aus der geschlossen. gekommen wäre. Er argwöhnte, weshalb Ambros sich am Ecke zu locken, um Jerg Gelegenheit zu geben, sich ihr an- Jerg stellte Lechners Geduld auf eine harte Probe Morgen von seinen Freunden fortgeschlichen hatte, und Lisei genehm zu machen. Sie hatte ihren Plan, aus den Beiden Jetzt erzählte er eine Geschichte, wie ein altes Weiblein be bestärkte ihn ahnungslos in seinem Verdacht. Es war ein Paar zu machen, feineswegs aufgegeben und Jerg selbst Teufel überlistet hätte, obgleich er, um es zu schrecken, immer gut, sich in die Geheimnisse der Andern einzubohren; ihren dahinzielenden Andeutungen gegenüber sich nicht ab einer grimmigen Gestalt erschienen wäre. Er hätte ausge man fonnte nicht wissen, wozu solche Kenntnisse einmal lehnend verhalten. Befa hatte deshalb sogar ihre Abneigung schaut wie ein rußiger Schmied, und des weiteren beschrieb brauchbar waren. gegen Afra überwunden, die sie beschuldigte, ihr das Herz Ferg ihn, daß alle Augen sich nach der Stelle richteten, in Nach dem Abendessen kam noch mehr Besuch, Bekannte des alten Arigaya hinterliſtig entwendet zu haben und war Wolfs rothblonder Löwenkopf durch den Tabaksqualm des Klosterbauers und Herrenbauern wie er. Die Einen in der letzten Zeit häufig auf die Mühle gekommen. Noch dämmerte. kamen allein, die Andern mit ihren Frauen; und Einige aber war es ihr nicht gelungen, den zähen Jerg vollständig ( Fortfehung folgt.) " In Neapel, 2. April, Abends. Ein storreſpondent des cum pultu bab, in bent ma Neapel, 2. April, Abends. Ein Korrespondent des Corriere de Napoli" veröffentlicht den Bericht über eine Unterredung mit Liebknecht, welcher ihm gesagt haben soll, daß die Sozialdemokraten feinen Ausstand mehr veranstalten würden, weil ein solcher nicht zum Ziele führe. Wenn man bedenke, daß in Deutschland die Sozialdemokratie bereits so zahlreiche Wir werden von Herrn Peter Lawroff in Baris Anhänger zähle, dürfe man um die Zukunft unbesorgt sein.( 328 Rue St. Jaques) ersucht, Folgendes zu veröffentlichen: Der internationale Kongreß, welcher im Auguft in Brüssel tagen soll, werde das Programm der Partei auf Grund der marristischen Lehren feststellen. Darüber seien alle Sozialdemokraten einig. Im weiteren Verlauf der Unterredung soll Liebknecht die Bismarck'sche Politit scharf kritisirt haben. Angeblich soll Liebknecht gesagt haben, er werde wegen der Welfenfonds Affaire im Reichstage beantragen, den Fürsten Bismarc in Anklagezustand zu versetzen. bemnach für Getreidezölle, Zuckerprämien, Branntweinsteuer- Igelyncht wurde, hat der italienische Gesandte in Washington für Dezember und Januar hat er bis jetzt noch nicht. Er hat Geschente, indirekte Steuern, Arbeitertrug, endlose Ver- seine Bässe verlangt. Das soll nun Krieg bedeuten! Es fich jetzt an das Reichs- Versicherungsamt gewandt. mehrung des Heeres und der Marine und ähnliches ein- ist in der That wunderbar, was man der Leichtgläubigkeit Nun aber auch etwas Heiteres. Der hiesige Magiftrat will treten wird. Wir gratuliren Herrn Richter zu seinen Partei- der Menschen alles zu bieten wagt. Ein Krieg zwischen laut Ausschreiben die Anfertigung von zwei Paar hohen, waffergenoffen.Italien und den Vereinigten Staaten ein Krieg zwischen einem dichten Stiefeln" im Submissionswege öffentlich vergeben. Pinscher und einem Walfisch! Der Gedanke ist so sublim blödJm Wahlkreise Meppen soll nach dem Westfälischen sinnig, daß einem unwillkürlich das Irrenhaus einfällt. Die hiesigen Saalbefizer ihre Säle nicht zu Versammlungen her, ob Crimmitschau. Bekanntlich geben seit längerer Zeit die Merkur der Rechtsanwalt Karl Trimborn als Zentrums Herrn Angstmacher und Angstmeier mögen sich beruhigen: die aus eigenem Antriebe oder aus Furcht, laffen wir für jekt dahin gekandidat für den Reichstag aufgestellt werden. Sache wird in aller Friedlichkeit verlaufen. Daß der italie- stellt. Heute war es uns nun gelungen, ein größeres GesellschaftsDas Berliner Tageblatt" sucht seine Blamage nische Gesandte seine Bässe forderte, war eines jener Zotal eines befreundeten Wirthes zu erlangen und es war für feinen Lesern zu verhehlen. Statt unsere sehr deutliche Renommirstückchen, wie sie durch den prahlhanfigen Gerne Dienstag, als den 3. Feiertag, Abends, eine fozialdemokratische Antwort abzudrucken, will es aus dem Halle'schen Protokoll groß Crispi in die italienische Politik eingeführt worden Birth erfahren, daß er Angehöriger einer straffen Stadtgemeinde Parteiversammlung anberaumt. Jezt sollte aber auch unser nachweisen, daß Liebknecht nur als Chefredakteur des find, die Amerikaner werden nur mitleidig lachen, im fei. Es waren nämlich am Tage der angefesten Versammlung Vorwärts" Mitglied des Parteivorstandes sein könne. Uebrigen aber thun, was Rechtes ist. Und giebt die einige Schuhleute dort und maßen mit peinlichster Genauigkeit Das ist natürlich ganz falsch und hätte bestenfalls nur bis italienische Regierung sich damit nicht zufrieden je nun das bestimmte Bersammlungslokal nach Böhe, sowie Weite und Breite zu unserem nächsten Parteifongreffe Giltigkeit. Bis dahin -so läßt sie's bleiben. Weitere Folgen wird es nicht sorgfältig aus. Es folgte- Verbot der Versammlung; und, wir sind hiervon überzeugt und dürfen es wohl hoffen, haben. wale man auf deren Tagesordnung stand: 1. Die Feier des 1. Mai begw. Wahl eines Festkomitees. 2. Diskussion bezw. Umfrage. auch noch viel länger wird Genosse Liebknecht Chefredakteur des Vorwärts" bleiben. Der Kölnischen Zeitung" wird über die geftrige der That ein staatsgefährliches Thema! Wir erklären ganz entschieden, daß die Vermuthungen Sigung der Deputirtentammer in Athen ge- Das Berbot lautet wörtlich: An den Weber Herrn Johann August Meier! bes Berliner Tageblatt" genau so richtig sind, wie die In- Trikupis betreffe vorwiegend die gesetzwidrige Verwendung meldet, der Anklage- Antrag gegen das frühere Kabinet Ster! formationen des Kleinen Journal", die wir zur Erheiterung von 56 Millionen Drachmen. Tritupis habe nach einer gemeldeten sosialdemokratischen Parteiversammlung wird Ihnen Als Einberufer der von Ihnen für den 31. März cr. anunserer Leser im lokalen Theile beleuchtet haben. pleheftigen, für, die jetzige Kammermehrheit beleidigenden Rede hierdurch eröffnet, daß die unterzeichnete Behörde im Hinblick auf Für einen im öffentlichen Leben stehenden Politiker mit mit seinen Parteigenossen den Sigungssaal verlassen. bekanntem Namen kann es nichts Gefährlicheres geben, als Die Deputirtenkammer beschloß nach sehr erregten Ver- auch des für die Versammlung in Aussicht genommenen Rein die Gesellschaft irgend eines auf Neuigkeiten und sensatio- handlungen mit 64 gegen 26 Stimmen, sämmtliche Mit- ferenten, im Zusammenhalte mit der von diesen Personen auf nelle Nachrichten erpichten Reporters zu kommen. Tie glieder des Kabinets Trikupis vor eine aus 12 Mitgliedern schlossen hat, die obengenannte Versammlung auf Grund von fozialdemokratischem Gebiete bisher entwickelten Thätigkeit begleichgiltigste Aeußerung wird da tendenziös zugestutzt und bestehende Untersuchungs- Kommission zu stellen. Die Mit- 5 des Gefeßes, das Vereins- und Versammlungsrecht betreffend was das Opfer der interessirten Neugierde nicht selbst sagen glieder der Opposition nahmen an den Debatten keinen zu verbieten. will, das wird ihm in den Mund gelegt. So bringt das Theil. Das Ergebniß dieser Untersuchung dürfte der Crimmitschau am 81. März 1891. Bureau Herold" nachfolgende Depesche, von der, außer dem Kammer kaum vor dem Oktober d. J. unterbreitet werden. Die Stadt- Polizeibehörde. Beckmann. Umstande, daß unser Genosse Liebknecht vielleicht zufällig Griechenland ist eben ein wildes Land, in dem man Unb ba sage man noch, daß das Sozialistetigefeß aufin die Nähe des betreffenden Korrespondenten gerathen ist, über 56 Millionen Drachmen die gefeßmäßige Verwendung gehoben ist! Jusvab kaum ein Wort wahr sein dürfte. Die Depesche lautet: einem Kulturland, in dem man den Welfenfonds vergeuden landesgericht zu Colmar, wie vorher das Schöffengericht und die nachgewiesen haben will. Wir in Preußen leben aber in Metz, 1. April. In dritter Justang hat jeht auch das Oberläßt und Bismarck ungeschoren läßt. Straffammer des Meher Landgerichts, dahin erkannt, daß neben der Poft auch Zeitungsagenten Zeitungen ze. vertreiben dürfen. Selbstverständlich zahlen Beitungsagenten Gewerbesteuer; nun mußte aber erst ausdrücklich in drei Instanzen festgestellt werden, daß dieses besteuerte Gewerbe auch ein erlaubtes ift. Die Staatsanwaltschaft gab sich in allen drei Instanzen erdenkliche Mühe, Das Unterstützungskomitee für die bis vor Kurzem in das Gegentheil plausibel zu machen. Ja freilich, wenn nach dem Paris und jetzt in Angers eingesperrten Ruffen dankt Allen, Gefeß von 1849, einem Produkte der Bourgeois- Angst, die welche es in der Erfüllung seiner Aufgabe unterstützt haben. Spedition fozialdemokratischer Zeitungen unter deat Begriff der Besonders freudig war es berührt von der Sympathie, welche strafbaren distribution d'écrits fiele jene Freiheit, welche die die Sozialdemokraten Deutschlands und anderer Länder, die Bourgeoiste meint, wäre dann bald verwirklicht. Der frei sich auf dem Kongreffe zu Halle a. S. zusammengefunden gesprochene Bees wurde durch Rechtsanwalt Seiter vertheidigt. hatten, den von den franzöfifchen Gerichten Verurtheilten be- Boraussichtlich siegen nun auch die Colmarer Genoffen in ihrem wiesen haben. Die Gemeinderaths- Wahlen des 3. Wahlkörpers in Wien haben den Antisemiten einen riesigen Erfolg gebracht.Graf Taaffe scheint ernstlich entschlossen zu sein, ohne Hilfe der Deutschen regieren zu wollen, wenigstens spricht die Ernennung der neuen Herrenhaus- Mitglieder dafür. die sozialdemokratische Parteistellung sowohl des Einberufers, als Am 1. Oftober 1890 verblieben in der Unterstützungskaffe analogen Falle, der am 7. April zur Verhandlung kommt. 598 Franken 15 Gent. Hierzu famen in der Zeit vom 1. Oftober 1890 bis zum Sprechlaat: 1. März 1891: Aus Rußland 25 Rubel( 73 Frts. 85 Cent), von Frau Reinstein 20 Frts., von Frau Lavrenius 100 Frts., von Koch 2 Frts., von in Deutschland lebenden Ruffen 15 M., Die Rebattion ftellt die Benußung des Sprechfaals, fowett taum bafür abzuaus Lüttich 10 Frts., von Polen in Paris 14,50 Frfs., von der Zeitschrift„ Idée nouvelle" 54 Frts., von Sozialisten des 13. Arrondissements 5 Fris., Ergebnis einer von Ferroul in Halle vorgenommenen Sammlung. 1236 rfs., vom Londoner Komitee 500 Frts., zusammen 2629 Fris. 80 Cents., welchen Unterstützungen in der Höhe von 2006 Frts. 75 Cents. gegenüberstehen, so daß ein Kassenstand von 628 Frts. 5 Gents. übrig bleibt. geben ist, bem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt desselben identifisirt zu werden. Korrespondenzen und Parteinachrichten. zur eigenen Bertheidigung. zu Berlin in Ihrem geschäßten Blatte erfehe ich zit meinem GrAus einem Versammlungsbericht des Fachvereins der Former staunen, daß in Berlin das Gerücht verbreitet ist, ich hätte dem Fachverein der Former den Betrag von 2000 M. unterschlagen. Obgleich dem Berichte nach der Vorstand genannten Vereins diese Verleumdung zurückwies, bleibt die Thatsache doch bestehen, daß fich ein solches Gerücht verbreiten konnte. Die Wiener Arbeiterzeitung" schreibt: Wieder einer. Die armen Leute, welche den ,, Anarchistenprozessen" zum Opfer fielen, gehen einer nach dem andern zu Grunde. Am 8. März starb in Stein Leopold Raspari im Alter von 29 Jahren an der Tuberkulose, woran sie alle sterben. Er wurde genau vor 4 Jahren im großen Penziger Anarchistenprozesse" traurigen Angedenkens wegen ,, Brandlegung" 2c. zu 16 Jahren schweren Kerkers verurtheilt. Vier Jahre Stein Ich dachte, und war überzeugt davon, daß ich einen ehrhaben genügt, ihn umzubringen. Raspari war von allen damals lichen und geachteten Namen bei meinen Kollegen und Angeklagten die sympathischste Gestalt, ein Fanatiker ohne Genossen hinterließ, als mich die Verhältniffe, oder richtiger geKlarheit über die Mittel, aber ein energischer und fagt die Machinationen der Fabrikanten und des Verbandes der muthiger Mann. Man merkte der Vertheidigung des deutschen Eisenindustriellen nach dem unglücklichen Ausgang der damals von Kraft und Jugend stroßenden Mannes an, daß der Redakteur Noeller, und außerdem der Berleger Behrend nach fünfmonatlichem vergeblichen Suchen nach Arbeit in einem Frankfurt a. D. Am vergangenen Dienstag stand wiederum Aussperrung der Former im Mat vorigen Jahres dazu trieben, mehr als die schwere Anklage ihn die Erkenntniß zu Boden vor der Straftammer, um sich wegen einer Mitte November in fremden Lande meine Existenz zu suchen. Ich verkaufte meine drückte, daß er sein Leben fruchtlos und ohne jeden Nußen der Märkischen Voltsstimme" abgedruckten Korrespondenz aus wenigen Habseligkeiten und mit der materiellen Silfe meines kindisch vergeudet habe und daß er der teuflischen Bosheit Fürstenwalde, worin dem Gemeindevorsteher Gräbert in Hangels- Bruders gelang es mir, bis nach Amerika zu kommen. Ich bin nun von befoldeten Strebern in die schlau gelegten Schlingen ge- berg zum Vorwurf gemacht worden war, daß er für eine dortige nicht gewillt, meine Person oder meine Ehre in irgend einer Weise gangen. Die Philantropen" schwärmen für Abschaffung geistesschwache Person, eine gewisse Karras, nicht seiner Pflicht beschimpfen zu lassen, und fordere daher den Vorstand des Fach der Todesstrafe. Wir beantragen Einführung der Todes entsprechend gesorgt habe, zu verantworten. In der Verhandlung vereins der Former zu Berlin, ebenso die Mitglieder der dastrafe durch den Strick, welche furz und milde ist, statt stellte sich heraus, daß der Schreiber jener Korrespondenz höchstmaligen Streittommission, welcher ich als Kassirer angehörte, jener langsamen Todesstrafe durch Kerkerskorbut und Ge- leichtfertig gehandelt hatte, indem der betr. Gemeindevorsteher sowie die Revisoren, welche die Abrechnung nebst allen Büchern feiner Pflicht in vollem Umfange gerecht geworden war. Die sämmtliches Material befindet sich noch in deren Händen) ge= fängnißschwindsucht.. Wenn schon getödtet werden muß, Beugen bestätigten auch, daß die Karras selbst daran schuld trug, prüft haben, auf, der Wahrheit gemäß eine Erflärung im dann aufrichtig und vor allem- rasch! wenn die Anordnungen des Gemeindevorstandes illusorisch Borwärts" abzugeben über meine Thätigkeit innerhalb des nicht nannten, mußten sie die Verantwortung übernehmen, und kommission. Borgenannte Körperschaften sind sich und der ganzen blieben. Da die Angeklagten den Verfasser der Korrespondenz Vereins, wie über meine Thätigkeit als Kassirer in der Streik wurde beshalb Noeller au 150 M., Behrend zu 80 M., und Formerschaft, sowie meiner Person gegenüber dazu verpflichtet, Beide zur Tragung der Kosten verurtheilt, auch dem Beleidigten solche Gerüchte klar zu stellen. Mit sozialdemokratischem Gruß. die Befugniß zugesprochen, das Urtheil je einmal in der Achtungsvoll Märkischen Voltsstimme" und im Fürstenwalder Wochenblatt" Ostar Rohland, Former, publiziren zu lassen. Beantragt war gegen Noeller ein Monat Eliezabeth- Port, Bond Str. 250, Gefängniß. America, N. J. In Sligo ist der Antiparnellit Collery in das Barlament gewählt worden. Dieses Resultat hat in dem Wahl treife große Erregung hervorgerufen. Dies bedeutet einen großen Schlag für Parnell. Die Alarmpoltiker sind augenblicklich stark an der Arbeit. Die Vorgänge in Bulgarien bieten ihnen reichlichen Stoff. Daß die russische Regierung hinter der infamen Mordbande steht, welche das jüngste des viel gepriesenen Unfallversicherungs Gesezes erlaube ich mir beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen gegen meine Person habe Ohrdruf, 2. April. Folgenden Beitrag zu den Segnungen Auf die Warnung des Vorstandes der in der Kartonbranche Verbrechen int Sofia verübt hat, wird von keinem hnen beute mitzutheilen. Der Arbeiter. M., der in einer ich zu erflären: Menschen mehr in Bweifel gezogen. Die von einigen Schneidemühle das linke Bein verlor, außerdem sehr schwer hört H. Kannegießern verfochtene Meinung, die Berbrecher und Niemanden hatte, der sich seiner annahm, bis er endlich zu 1. G3 ist unwahr, daß ich auf selbst angefertigte Listen 0 seien Panflavisten" und nicht Agenten der russischen dem sozialdemokratischen Vertrauensmann tant, war auf der Suche fammelt habe, sondern richtig ist, daß ich auf Listen für den Geld für gemaßregelte Kartonarbeiter" geRegierung, zeugt von völliger Unkenntniß der Dinge. nach Arbeit der Reihe nach zuerst nach Mühlheim am Rhein, arbeitslosen Rartonarbeiter Jul. Schüler Geld Eine selbständige panslavistische Bewegung hat es dann nach Jchtershaufen und endlich hierher gekommen. Er niemals gegeben; der Panflavismus war zu allen hatte für die Monate Dezember 1890 and Januar 1891 eine gesammelt habe, und zwar auch erst dann, als alle Hilfsmittel Beiten ein Produkt und ein Werkzeug der russischen Regie fallrente von je 11 W. 90 Bf. au beziehen, und mußte, um diese erschöpft und mir jede Unterstützung Seitens des Vorstandes verweigert wurde. Ex- Kanzler sehr demagogisch ist und nach Bedarf sehr der Quittungen, ung, die gerade wie der ihr geistesverwandte deutsche au erlangen, folgende Schritte und Wege thun. 1. Weg zum Bürgermeister in Ohrdruf behufs Stempelung wenn fünf Sechstel der in Berlin bestehenden Kartonfabriken für 2. Ob ich als gemaßregelt zu betrachten bin oder nicht, revolutionär" fein kann, Die Führer" des Banslavismus der Quite des Bescheides vom Bürgermeisteramte, daß m. mich gesperrt sind, überlasse ich der Deffentlichkeit zu bestehen in demselben Abhängigkeitsverhältniß zu der russischen nach Ichtershausen zu überweisen sei und daß deshalb der Geurtheilen. 2. Infolge Regierung, wie bie Stipendiaten des Reptilienfonds zur meindevorstand in 3. die Unterschrift We.'s beglaubigen müsse, 3. G8 ist eine unwahrheit, wenn behauptet wird, daß mir weiland bismarck'schen gestanden haben. Schreiben an den Gemeindevorstand in J.( Porto hin und zurück innerhalb der letzten fechs Monate sowohl von dem früheren oder Gentg, die russische Regierung hat die Blutthat 40 f.) jeßigen Vorstande oder sonstwie Jemand Arbeit nachgewiesen von Sofia auf dem Gewiffen, und die Anhäufung russischer 8. 3. schickt die Quittungen nach Mühlheim; 20 Pf. Porto worden ist. Ich konnte infolge dessen die Arbeit auch nicht vernachlässigen. Truppen an der südwestlichen Grenze bestätigt die Ber- fallen dem M. zur Last. muthung, daß es auf einen großen Schlag abgesehen war. Geldes. Noch immer war von Mühlheim nichts eingetroffen. pflichtig erachte, ist wahr und habe ich diesen Weg des Bettelns 4. Nach zwei Wochen Weg nach J. behufs Abholung des 4. Daß ich die gesammte Berufsgenossenschaft für tributCharakteristisch ist die Haltung unserer" patriotischen" Geheimer Regierungsrath Anacker aus Gotha ließ bei einer vorgezogen, um nicht stehlen zu brauchen oder Treppe auf und Presse. Blätter wie des Leipziger Tageblatt" und andere Anwesenheit in J. den M. zu sich rufen und erklärte ihm, er ab zu gehen und vor fremder Leute Thüre zu betteln. Chauvinisten Organe befürworten einfach die- Ueber- fönne nicht begreifen, daß w. während dreier Monate teine Alle diese Thatsachen sind dem Vorsitzenden Heren Drews lassung Bulgariens an Rußland. Es ist un- Rente erhalten habe, er werde selbst den Vorstand der Thüringer feit Weihnachten bekannt und bin ich wegen meiner Handlungsglaublich. Die Feigheit versteigt sich da fast zum Lande 3: Baugewerks Berufsgenossenschaft darüber befragen, M. folle verrath. Denn den Russen die Balkaninsel ausliefern, nach 8 Tagen an den Vorstand schreiben, falls er bis dahin die weise zur Rechenschaft gezogen worden. heißt Oesterreich preisgeben und Deutschland Rente noch nicht habe. 5. Schreiben an den Vorstand. Keine Antwort. an Händen und Füßen gebunden dem„ nordischen Bär" überliefern. = Ich bitte die Vorstände der Vereine der Zeberarbeiter, Albumarbeiter und Buchbinder, den Vorstand der Kartonarbeiter zu 6. Reise nach Gotha. Bescheid seitens des Sekretärs des veranlassen, in einer gemeinschaftlichen Sigung die Anklagen genannten Geheimraths, das Geld liege auf dem Rentamte in gegen mich vorzubringen und darüber zu entscheiden, inwieweit Und das nennt sich„ Patriot" und schwärmt für den„ Säkular- Ohrdruf. ich Recht oder Unrecht habe, menschen" des 1. April, von dem der russische Minister 7. Weg zum Rentamte in Ohrdruf. Bescheid: Wir haben L Jul. Schüler, Giers einst sagte: er ist russischer als ich." teine Anweisung, Ihnen Geld auszuzahlen, wenden Sie sich nach Liegnigerstraße 11 bei Bech. Die Alarmpolitiker haben noch eine zweite Fund- und immer natürlich mit neuen Roften; allerdings mag der Mann aus Gotha an die Staatstaffe!! So geht es eine gute Weile weiter, Goldgrube in der neuen Welt: infolge der Vor- Unkenntniß und durch das ewige Hin- und Herschicken erst recht tommnisse in New Orleans, wo eine Anzahl Italiener dumm gemacht, einige überflüssige Schritte gethan haben. Die Rente " Theater. Sonnabend, ben 4. April. Opernhaus. Hiarne. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Das zweite Gesicht. Berliner Theater. Rean. Deutsches Theater. rich IV. König HeinFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Miß Helyett. Residenz- Theater. Die Tochter des Herrn Fabricius. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Gavaut, Vorher: Bellealliance- Theater. Minard u. Ko. Ddaliske. Oftend- Theater. Maria Stuart. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große Spezialitäten Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Sonnabend, den 4. April 1891: Bum 13. Male: Gavaut, Minard& Co. Schwant in 3 Aften von Edmond Gondinet. Deutsch von Weyl. Bocher zum 2. Male: Die Odaliske. Schwant in 1 Att von D. Elsner. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Ida Neumann Heinrich Ortland Vermählte. 25b Allen Freunden und Genossen bei meiner Abreise nach Amerika ein herzliches Lebewohl. H. Ortland. Bugbinder- Männerchor Achtung! Putzer. Achtung! Berlin. Allen unseren geehrten Gäften zur Mitglieder- Versammlung d. Fachvereins d. Putzer Berl. u. Umgeg. Nachricht, daß unser letter Unterhaltungs- Abend in diesem Winter am Sonntag, den 5. April, in Feuerstein's Garten- Saal stattfindet. Anfang 5 Uhr. Unserem Freunde und Genossen August Decker 27b zu feinem heutigen Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch. Die Kollegen der ,, Alten Schön Sonnabend, den 18. April, unser Gleichzeitig bemerken wir, daß am hauferstraße"( Ban ,, Knergel".) 2. Stiftungsfest in Feuerstein's dem Mauerpolier Unserem Freunde und Parteigenossen Salon, Alte Jakobstr. 75, gefeiert wird. 28b August Decker zum heutigen Wiegenfeste ein kräftiges 29b Der Vorstand. Central- Verein Hoch, daß der Bau bis in ſeinen Grund- deutscher Böttcher. mauern wackelt. Seine Parteigenossen vom Bau Oranienburgerstr. 54. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau Elsbeth John, Sonntag, den 5. April, Vormittag 11 Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21: Versammlung. Tagesordnung: 1. Der Lohnkampf ie ber Königsberger Kollegen. 2. 3. Vereinsangelegenheiten.- Bei der feiern die Mitglieder den 1. Mai? zähliges Erscheinen unbedingt nothWichtigkeit der Tagesordnung ist vollam Donnerstag, den 2. d. Mis., Nach Leiden an der Schwindsucht gestorben mittags 2 Uhr, nach langen schweren betrübte Gatte nebst 5 unmündigen wendig. ift. Um stilles Beileid bittet der tiefKindern. 316/8 Herm. John, Töpfer, Stettinerstr. 19a. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. d. M., Nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause nach dem St. Paulstirchhof statt. Danksagung. Den Genossen und Freunden von nah und fern fage ich hiermit für die mir zu m. letzten Geburtstag so zahlreich bewiesene Theilnahme m. herzl. Dant. Berlin, den 2. April 1891. 480L Theodor Metzner. Genossen und Freunden empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Mittagstisch( Hausmannskost) auch I. in Werkst. Ernst Magnan, Krautstr. 18. Evorabräu( à Glas 10 Pfg.) in Flaschen und Gebinden von 17 Liter an außer dem Hause empfiehlt 483L Otto Linke, Forsterstr. 45. Allen Kollegen und Parteigenossen Der Bevollmächtigte. Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Rottbuserstr. 4a Versammlung. 481L Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Sievers. 2. Beschließung der diesjährigen Männerpartie. 3. VereinsDer Vorstand. angelegenheiten. Lese- und Diskutir- Verein Proletarier", Bankow. Dienstag, den 7. d. M., Bersammlung bei Borcherdt, Schulzenstr. 27. Tagesordnung. 1. Abrechnung. 2. Vorstandswahl. 3. Vereinsangelegenheiten, 4. Die Maifeier. 5. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erbittet Der Vorstand. 854/7 Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. empfehle meine Restauration( Verein der Sattler Tageszeit warme Speifen); großes Großer Frühstücks- und Mittagstisch.ieber agiano für Generischaften und Fachgenollen. Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Bimmer mit und Vereine, Billard steht zur gefl. Verfügung. Um Zuspruch bittet[ 429 L Geschloßene Mitglieder- Versammlung. Adolph Flick, Simconstr. 23. Am Sonnabend, den 4. April, Abends 09 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: Empfehle den Genossen nnd Freunden mein 307L Grosses Concert Weiß- und Bairisch Bier- Lokal. ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücks: und reichhaltigen Mittagstisch, sowie W. Zippke, Grüner Weg 14. 1. Abrechnung des 1. Quartals. 2. Wahl des gesammten Borstandes und der Revisoren. 3. Lokalfrage. 4. Bibliothek- Angelegenheit. 5. Verschiedenes und Fragetasten. ordnung ladet zu regem Besuch ein Wegen der Wichtigkeit der TagesAllen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich das Lokal des Herrn Nachricht, daß ich das Lokal des Herrn Robert Nürnberg übernommen habe und bitte, das mir bisher geschenkte 261/6 Vertrauen auch ferner bewahren zu Der Vorstand. in am Sonntag, den 5. April, Vorm. 10 Uhr, den ,, Bürger- Sälen", Dresdener- Strasse 96. Zages Ordnung: 246/10 1. Rassenabrechnung pro 1. Quartal 1891. 2. Beschlußfaffung über die diesjährige Herren Fußpartie. 3. Wie stellen sich die Mitglieder zu dem geplanten Verband deutscher Maurer? 4. Verschiedenes. Mache noch besonders darauf aufmerksam, daß die Versammlung um 10 und nicht, wie bisher, um 11 Uhr stattfindet und bitte um zahlreiches und pünktliches Erscheinen Der Vorstand. Achtung! Achtung! Steinmeken Berlins. Grosse öffentl. Steinmetzen- Versammlung 286/6 am Sonntag, den 5. April, Vorm. 10 hr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakobstr. 48a. 1. Die Arbeitsniederlegung an der Sebastiankirche( Gartenplay) 2. Gewerkschaftliches. Jeder in Berlin arbeitende Steinmeh ist eingeladen. Der Einberufer. Herren- und KnabenGarderoben von R. Götze& Co. 168 Oranienstr. 168. Spezialität: Mittel- und feines Genre. Preisverzeichniß fertiger Gegenstände. A. Anzüge. 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Auch Feiertags. Ziemer, Cuvryftr. 16. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilage so D S I 11 9 fr D a a 21 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 78. Internationaler BergarbeiterKongrek. F. Paris, 1. April. 3weite Sigung. Sonnabend, den 4. April 1891. 8. Jahrg. Mit der Diskussion über diese Frage wurde sowohl die Vor- welcher uns sein Billardzimmer zur Verfügung stellte, wurde von mittags, wie die Nachmittagssigung verbracht, ohne daß es indeß unseren Gegnern sofort boykottirt. Unsere Gegner haben auch zu einer Einigung gefommen wäre. Hoffentlich erfolgt dieselbe mit dem hier noch herrschenden Unverstand der Massen größere in der morgigen Verhandlung nach ganz furzer Diskussion, Fortschritte gemacht, wie wir es für möglich hielten. Dieser Umum dann zu den eigentlichen Kongreßarbeiten übergehen zu stand spornt uns um so mehr an, unsere noch in Finsterniß fönnen. wandelnden Arbeitsbrüder zu uns heranzuziehen, und ihnen zu zeigen, wie gewisse Leute es verstehen, der Arbeitersache eins auszuwischen. Nicht genug, daß man die Sozialdemokraten laut „ Erkenntniß des Schöffengerichts zu Köpenick vom 16. Oktober 1890" ( Telegramm des Herold.) In der zweiten Sigung des Kongresses, die ich bereits gestern Um 4 Uhr Nachmittags begaben sich die Delegirten ins furz erwähnte, ergriff nach der Wahl des definitiven Bureaus, Stadthaus, wohin sie einer Einladung des Munizipalraths das aus Pickard, Generalsekretär; Meyer, Lamendin, Ashton, folgten, in dessen Namen der Präsident desselben, Levraud, fie öffentlich als Lumpen und Plunder bezeichnete, man versucht, und Sekretäre für die deutsche, französische und englische Sprache; begrüßte. Burt, Lamendin und Schröder dankten im Namen mit nicht wenig Erfolg, Kämpfer für die Volkssache wirth. Warken, König, Ottin, Callewaert, Tayne und Assions, Stimmen des Kongresses für die Einladung und den ihnen gewordenen schaftlich zu ruiniren. Herr Kleinschefsti, welcher von uns zähler, besteht, Burt das Wort. Seine ganze Rede athmete den Empfang in sehr beifällig aufgenommenen Worten, in welchen schon einmal einer Kritik an dieser Stelle unterworfen erfahrenen General zahlreicher Arbeiterschlachten, wenn man sich sie hauptsächlich der Verbrüderung aller Völker Ausdruck ver- wurde, sucht die Aufgabe der Lokalkommission ins Personso ausdrücken kann, da wo es sich um Kämpfe der Arbeit gegen liehen hatten. liche überzuführen, um damit Gäste anzuziehen; er möge fich das Kapital handelt. Der Inhalt seiner Rede läßt sich in die verantworten, wir sind jeder Zeit bereit Rede und Antwort Worte: Organisation, Disziplin und Kaltblütigkeit zusammenUeber den weiteren Verlauf des Kongresses liegen folgende zu stehen: die Lokalkommission dient nur allgemeinen Interessen faffen. Nachdem er eingangs hervorgehoben hatte, daß seit dem Mittheilungen der Depeschenbureaus vor: weiter nichts. Kongreß von Jolimont, wo sich die Bergarbeiter der verschiedensten Länder kennen lernten, es teine Fremden mehr unter ihnen gebe, sondern nur Freunde, die von denselben Gefühlen beseelt, dasselbe Ziel verfolgen, betont er die große Verantwortlichkeit, welche die Delegirten auf sich nehmen, für jeden Schritt, den sie unternehmen wollen, für jede Entscheidung, die sie im Verlaufe des Kongresses treffen werden, weil sie in ihren Händen gleichsam die bewegende Kraft aller Industriezweige halten. Man wird über die Streits diskutiren. Der Streit ist eine mächtige Waffe, die aber nicht leichthin gehandhabt werden dürfe. Der Streit ist ein Krieg und man dürfe sich nicht auf das Schlachtfeld begeben, ehe man gut organisirt sei, eine strenge Disziplin halte und die nothwendige Munition habe. Die jungen Gewerkschaften haben oft ein nur furzes Dasein, weil sie zu schnell vorwärts stürmen, ohne die nöthige Umsicht dabei walten zu lassen. Die englischen Bergarbeiter sind alte Soldaten, die alte Generale haben und darum auch nur den Kampf aufnehmen, wenn sie ihn mit Vortheil aufnehmen können. Wir sind Alle einig betreffs einer Reduktion der Arbeitszeit, aber was man auch diesbezüglich unternehmen möge, eine tüchtige Organisation, ein solider Bund aller Bergarbeiter, sei die erste sicherste Grundlage für alle Kämpfe, welche die Arbeiter für die Verbesserung ihrer Lage unternehmen. Er schließt mit dem Wunsche, daß die Brüderlichkeit unter den Arbeitern nicht blos ein Gefühl, sondern eine Realität sei. Folgende Wirthe geben ihre Säle unter folgender Motivirug Paris, 3. April. Die Mehrzahl der Theilnehmer an dem nicht her: internationalen Bergarbeiter- Kongreß waren gestern Abend im Koch, Waldkater, unter allbekannten schmeichelhaften Pokal des Cercle democratique belge zu Paris versammelt. Phrasen, wie:„ Meine Herren, thun Sie mir den einzigen GeDie belgischen Demokraten veranstalteten daselbst ein Festmahl fallen, verschonen Sie mich mit dergleichen Sachen." zu Ehren der Kongreßmitglieder. Zu der Soiree, an welcher wir wollen Herrn Roch mit unserer Gegenwart verschonen. auch Frauen theilnahmen, war auch eine Anzahl französischer Lenze, Restaurant Johannisthal, ist Derjenige, welcher Abgeordneter und Gemeinderäthe erschienen. Defuisseaux forderte die Sozialdemokraten mit Lumpen und Blunder betitelt hat; bie in feuriger Rede unter stürmischem Beifall zur Einigkeit auf, damit angeblichen Zumpen werden sich hüten, mit Herrn Lenze in allzu den Arbeitenden, den Leidenden Recht und Macht werde. So- nahe Berührung zu kommen. dann fand ein Konzert statt. Gin Sänger, der die mangelhafte französische Aussprache der Engländer parodirte, hatte einen ungeheuren Lacherfolg. Einen Zwischenfall dagegen rief ein anderer Sänger hervor, der sich deutschfeindliche Anspielungen gestattete. Die deutschen Delegirten verließen infolge dessen den Saal, tehrten indessen zurück, nachdem ein Pariser Gemeinderath den Sänger wegen seiner Zaktlosigkeit zur Rede gestellt. Eine diesbezügliche Entschuldigung wurde in drei Sprachen gedruckt vertheilt. Nach diesem Zwischenfall stimmte Defuisseaux die Marseillaise an, der andere revolutionäre Lieder, wie die Carmagnole, folgten. Ein Ball beendigte das Fest. Kleinschefsti erklärte vor einiger Zeit, solange die Rothen nicht mehr kommen, mache ich beffere Geschäfte." Nun, die Lokalkommission glaubt, daß alle Rothen nichts Beſſeres thun fönnen, als Herrn Kleinschefsti in seinem guten Geschäftsgang nicht zu stören. Herr Henneberg strahlte vor etwa einem Jahre vor Glück, wenn die Versammlungen gut besucht waren. Jetzt meint er: Die Demokraten möten rut!" nämlich aus Johannisthal. Der Wirth im Kurhause verweigert ebenfalls den Saal. " Nur Senftleben giebt seine Billardstube zur Versammlung. Der Vorwärts" liegt dort aus und wir bitten die Genossen Die heutige Vormittags- Vorversammlung der Franzosen und Berlins und Umgebung, dies Lokal bei ihrem Hiersein zu be Belgier sprach sich dahin aus, wenn ein Streit in Belgien aus- suchen. Ferner liegt der Vorwärts" im Materialwaaren- und breche, würden die vereinigten Bergleute die Belgier unterstüßen, Bigarrengeschäft von Mielenz aus. Schröder schließt sich den Ausführungen Burt's voll sei es für einen Generalstreit oder eine Einschränkung der Pro- In Rudow giebt es trotz der vielen und schönen Säle ständig an. In einer kurzen schlichten Rede, bei deren ersten buktion. In der öffentlichen Sigung ereignete sich nichtsteinen zur Versammlung. In Niederschönweide giebt die Worte man gleich den Eindruck gewinnt, daß er fein Wichtiges. Der englische Delegirte Abraham aus Wales erklärte, Borussia- Brauerei ihre Säle zur Versammlung, sonst Niemand. Freund langer Reden, aber ernster Arbeiten fei. Er zieht es die Majorität der Trades- Unions sei gegen einen Generalstreit Bei Siebenbaum liegt der Vorwärts" aus, und wir können den vor, zu handeln denn zu reden, wie er sich selbst ausdrückte. Ueber und wolle den Achtstundentag durch friedliche Mittel durchsetzen. Arbeitern dies Lokal empfehlen. Bei Maly, Schweizerhaus, liegt die Lage der Arbeiter brauche man hier nicht zu sprechen, da sie Der deutsche Delegirte Schröder sprach seine Freude darüber der Vorwärts" aus, der Besitzer giebt aber seinen Saal zu feiner Jeder aus eigener Erfahrung kenne, Jeder selbst den Druck fühle, aus, daß die Engländer in dieser Beziehung mit den Deutschen Versammlung. Derfelbe wies die Lokalkommission recht barsch der auf ihn ruhe; es handle sich somit blos um die Mittel, die übereinstimmen. Man sei im Prinzip einem Generalstreit nicht ab. Auch empfehlen wir das Zigarrengeschäft von Kurth, selbe zu verbessern und nicht zu ruhen, bis die Verbesserung ein- abgeneigt, ziehe es aber vor, den Achtstundentag auf friedlichem Niederschönweide, Berlinerstr. 22. Ferner findet sich keiner der getreten sei. Er erwähnt den Einfluß, den der Kongreß von Wege zu erreichen. Ein mißlingender Ausstand würde die Wirthe in Rudow bereit, den Vorwärts" auszulegen. Jolimont auf die Bergarbeiter- Bewegung in Deutschland hatte, in der Bildung begriffene Organisation schwer schädigen. BeDie Lokalkommission den Fortschritt, den diefelbe seit dieser Zeit gemacht habe. Bum fonders wäre es falsch, einen Streit im Voraus anzufündigen, Schlusse legt er den Delegirten den Ruf des kommunistischen denn die Bourgeoisie würde daraus Vortheil ziehen, um eine von Johannisthal- Niederschönweide und Umgegend. A. Backe. A. Dolch. F. Mielenz. Manifestes, den Ruf Karl Mary': Proletarier aller Länder, Hausse herbeizuführen. Der Schotte Weir erklärte, daß die Bergvereinigt Euch!" an's Herz und wünscht, daß die Inter- arbeiter, welche er vertrete, seit 21 Jahren nur 8 Stunden arnationalität nicht blos auf dem Papiere stehen, sondern in beiteten; sie würden indessen trotzdem behufs eines Generalftreits Fleisch und Blut der Arbeiter übergehen solle. Mit der Uebersehung der beiden Reden in die verschiedenen Sprachen schloß die zweite Sigung des Kongresses. " Im Verlaufe der beiden Sizungen wurden zahlreiche Beund den verschiedenen auf dem Kongresse vertretenen Ländern eingelaufen waren. 3weiter Verhandlungstag. die Arbeit niederlegen, um ihren Brüdern auf dem Kontinent zu helfen. Der Desterreicher Carnoch schilderte die trübe Lage der sei aber nicht für einen demnächſtigen Streik, da die gegenBergleute in Desterreich, wo der weiße Schrecken herrsche. Man In der Nachmittags- Sizung wird der Antrag Defuet berathen werden, an den sich ein in dilatorischem Sinne noch weiter gehender englischer Antrag schließen wird. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Das„ Kleine Journal" besitzt eine politische Größe allerersten Ranges. Bald bemerkt diese Größe mit adlerhaftem Späherblick sozialdemokratische Abgeordnete im preußischen Abgeordnetenhause, bald werden Provinzen und Reiche von ihr verpartei sind dem hellsehenden Politikus ein offenes Buch, und die theilt, als ob eine neue Völkerwanderung unsere friedlichen Ges filde überschwemmt hätte. Die innersten Interna einer jeden Sicherheit seiner Informationen wird höchstens noch durch den fühnen dichterischen Flug seiner Phantasie übertroffen. So wird die bekannte Aeußerung Liebknecht's im Kl. Journal" mit folgenden tiefdurchdachten Worten begleitet: " Der heutige Verhandlungstag ging fast gänzlich mit der Disfuffion über die Frage verloren, wie bei den vom Kongresse zu Wenn Herr Liebknecht nach Sachsen zurückkehrt, so wird er fassenden Beschlüssen zu stimmen sei; ob nach der Kopfzahl, der fiebente Sigung wurden Basly, Pickard und Warfen zu Prä-(„ Vorwärts") noch Mitglied der Parteileitung bleiben können. Paris, 3. April. Bergarbeiter- Kongreß. Für die heutige weder Chefredakteur des sozialdemokratischen Bentral Organs Mandantenzahl oder nach Nationalitäten. Seitens der englischen fidenten gewählt. Der Vertreter der Bergarbeiter im Loire- An seine Stelle, wenn auch nicht auf dieselben Posten, kommt der Delegirten wird vorgeschlagen:" Das Stimmrecht der Delegirten bepartemant, Hottin, und der Engländer Abraham sprachen sich Abgeordnete Bebel nach Berlin. Derselbe hat wegen Uebers werde wie folgt geregelt: je eine Stimme für tausend Auftrag gegen einen allgemeinen Ausstand aus; letterer trat für den bürdung" sein sächsisches Landtagsmandat niedergelegt und siedelt geber; ein angefangenes Tausend wird für voll gerechnet." gesetzmäßigen Weg ein, um von den Parlamenten Beschlüsse zu demnächst nach der Reichshauptstadt über." Dieser Antrag wird in erster Linie von Defuet( belgischer Gunsten des Achtstundentages zu erlangen. Schröder erklärte, Der Umstand, daß Herr Bebel bereits länger wie Liebknecht Delegirter) bekämpft. Die Annahme dieses Vorschlages meint er, bevor man sich für den allgemeinen Ausstand entscheide, müsse in Berlin wohnt, beeinflußt natürlich die Richtigkeit der übrigen wäre gleichbedeutend mit einer Niederstimmung sämmtlicher fon- man sich fest organisiren und verhindern, daß der Zeitpunkt für Kombinationen in feiner Weise. Dieselben treffen„ den Nagel tinentaler Bergarbeiter, da England allein fast ebenso viele den Ausstand vorher bekannt werde. Der Vertreter der böh- ins Schwarze" um im Stile eines noch größeren Politikers Stimmen vertritt, wie alle übrigen hier vertretenen Länder zu- mischen Bergarbeiter, Garnoch, erklärte, die österreichisch zu reden. Verhülle dein Haupt, Wippchen! fammengenommen. Er wünsche daher, daß nach Nationalitäten ungarischen Arbeiter seien im Prinzip für den allgemeinen abgestimmt werde. Jeder andere Modus verstoße gegen das Ausstand, dieselben würden an dem Tage, wo der Ausstand Brinzip der Gleichheit und das Gefühl der Internationalität. beschlossen werde, wie ein Mann und fest geschlossen vorgehen. Ihm schließen sich, bis auf die englischen Delegirten, alle übrigen Redner an, unter welchen seitens der französischen Delegirten finden sich am Schluß der 1. Beilage. Die nach Schluß der Redaktion eingetroffenen Depeschen beBasly, Abgeordneter des Norddepartements, und Lamendin, seitens der deutschen Delegirten Strunz und Siegel, seitens der belgischen Delegirten Gallewaert das Wort ergreifen, ohne daß sie vermögen, die englischen Delegirten von ihrem Standpunkt abzu bringen. wie gezogen Tokales. = XX. Chirurgen- Kongreß.( 3. Tag.) Die gestrige Vormittags- Sigung des Chirurgen- Rongresses, welche wiederum in der gl. Klinit stattfand und wieder von Herrn Thiersch- Leipzig geleitet wurde, begann sofort mit der Vorführung von Demonstrationen besonders schöner" Fälle. Profeffor Schönborn- Würzburg stellte einen jungen noch nicht 18 Jahre alten Patienten vor, an dem er eine äußere, schwierige Operation mit staunenswerthem Erfolge ausgeführt hat. Der betreffende junge Mann hatte durch grobe Gewalt- Einwirkung Strunz, Delegirter von Zwickau, führt in einer mit großem Beifalle aufgenommenen Rede gegen den Antrag aus, daß die einen sehr komplizirten Bruch der vorderen Schädelkapsel davon Diejenigen Genoffen, welche gewillt sind, am Sonntag, getragen; auch das Gehirn hatte Quetschungen erlitten. Drei englischen Delegirten berücksichtigen mögen, in welcher Lage sich den 5. d. M., bei der Flugblatt- Verbreitung im 17. Kommunal- Monate waren nöthig, um den Schwerverletzten wieder herzuDie deutschen Bergarbeiter gegenüber den Behörden und den Wahlbezirke mitzuwirken, werden ersucht, sich früh 8 Uhr in der ſtellen. Gs verblieb von diesem Zeitraume nur noch eine große Arbeitgebern befinden; daß sie in Deutschland sich nicht so frei fue in England bewegen können, daß ihre Thätigkeit Gefahren Restauration von Luhm, Brandenburgfir. 11, einzufinden. Die Knochenlücke und diese suchte Herr Schönborn dadurch zu decken, daß er von einem anderen Theile des Schädels einen Knochenfis fie berge, welche den englischen Arbeitern unbekannt seien; ienigen, welche bei den einzelnen Vertrauensmännern ihre Unter- lappen abmeißelte und in jene Lücke einfeßte. Dieser KnochenGesetzen und der Haltung der Grubenbefizer, ob er nicht für tein Delegirter sicher sei bei den in Deutschland herrschenden stügung zugesagt haben, werden ersucht, sich bei diesen zu melden. lappen heilte vollkommen ein, zeigte aber in der Folge einen so feine Anwesenheit auf diesem Kongresse dort zur Verantwortung Die Wählerliste liegt von Sonntag, den 5. d. M., ab im starken Haarwuchs, daß der Operateur die Haut darüber abtrug die Entfendung eines Delegirten stimmte, sein Brot verliere. Das Wahlkomitee. und kein Bergarbeiter, ob er nicht, weil er für Bigarrengeschäft von W. Börner, Ritterstr. 108, zur Einsicht aus, und wieder an ihre alte Stelle sette, um alsdann einen dem Oberschenkel entnommenen Hautlappen daraufzusetzen. Das Resultat Wäre dies nicht der Fall, würden die deutschen Delegirten bewar ein ganz überraschend gutes und veranlaßte Herrn Julius deutend mehr Bergarbeiter vertreten, als dies der Fall ist. Wenn weide und Umgebung ersucht bei dem herannahenden Sommer berichten. Die Lokal- Kommiffion von Johannisthal, Niederschön. Wolff- Berlin über einen ähnlichen glücklich verlaufenen Fall zu zeuge dies nur dafür, wie sehr die deutschen Bergarbeiter gesonnen Gleichzeitig ersuchen wir aber auch die Handwerker Berlins, würdigen Krankheitsfall. Es handelte sich um einen Soldaten, Weiterhin erwähnte Herr Benda- Berlin einen sehr merk ſeien, mit ihren Brüdern in allen übrigen Ländern Hand in welche bei uns hier draußen jett arbeiten, daß auch sie sich auf welcher burch einen unglücklichen Fall auf den Kopf mit fee Hand zu gehen behufs einer gemeinsamen Berbesserung ihrer den Boden der modernen Arbeiterbewegung stellen mögen und Erscheinungen der Epilepsie erkrankte( sogenannte traumatische Lage, einer gemeinsamen Befreiung der Arbeiterklasse. Die englischen Delegirten ihrerseits meinen wieder, daß es haben sind. Die Arbeiterfache macht ruhige, wenn auch etwas doch dazu, operativ vorzugehen in der Weise, baß er nach d nur die Lokale besuchen, welche für unsere Versammlungen zu Rindenepilepsie). So ernst der Fall lag, entschloß sich Herr Benda bem bemokratischen Prinzip entspreche, wenn jeder Bergarbeiter langsame Fortschritte, wir wären schon weiter, wenn die Herren Wagner'schen Methode die Schädeldecke aufmeißelte und ein Stück ein Botum in allen Angelegenheiten haben, welche sie betreffen wirthe mit den angeblich staatserhaltenden Glementen nicht gleiche Sirnwunde entfernte, und das mit überraschendem Erfolge. und wofür sie nöthigenfalls auch mit ihren Geldern einzutreten hätten. Sache machen würden, und uns nicht sämmtliche Sofale, Die Lähmungserscheinungen verschwanden, die Krampfanfälle und Wenn man befürchte, sagt Whitefield, daß nach dem Seitens der wo englischen Delegirten gestellten Antrag die Delegirten der übrigen würden. abhalten wir Versammlungen abtreiben Wahnvorstellungen hörten auf, und der Patient konnte als vollLänder überstimmt wurden, so zeuge das von einem Mißtrauen selbst zur Hurrah- Kanaille herabgesunken sind, doch unbekümmert Es ist bedauerlich, daß einige hiesige Arbeiter ständig geheilt entlassen werden. Unter den folgenden Vorträgen bot derjenige des Herrn gegen die englischen Grubenverbände. Ebenso gut fönnte er ob dieses Gebahrens kämpfen wir ruhig weiter für unsere Gate. Max Wolff- Berlin Ueber Strahlenpilz- Erkrankung"( Aktinofagen, daß, wenn nach Nationalitäten abgestimmt würde, die Wir werden, trotzdem das„ Teltower Streisblatt" ung mit Stoth mykose) ein ganz hervorragendes Interesse. Schon im vorigen englischen Delegirten von vornherein den Kürzeren zögen. Wenn zu bewerfen sucht, mit dem genannten Blatt in einer nächstens Jahre hatte der Vortragende zusammen mit Herrn Oskar Israel man die Majorität der Kopfzahl nicht anerkennen wolle, wie abzuhaltenden Versammlung ins Gericht gehen und werden be- eine Reihe von Versuchen angestellt; diesmal ist es ihm gelungen, sie die Minorität der Kopfzahl über sich entscheiden lasse. Wir mit man die Arbeiter unseres Kreises zu umgarnen sucht, und züchten. An der Hand zahlreicher Tafeln und Abbildungen ein dem Netz ganz bleibt, wofine schließt er, keine Führer, wir können nicht entscheiden nach zwar aus eigener Straft, ohne Hilfe und dazu unserer schildert Herr Wolff die Entwickelung dieſes merkwürdigen unferem Belieben, wir haben zu handeln, wie unsere Mandanten Führer. wollen, und es sei nur recht und billig, wenn sie verlangen, daß Pilzes und die Bedingungen, unter denen dieselbe stattfindet. bei allen Beschlüssen, deren Ausführung ihnen übertragen wird. Winter hatten wir nur ein Lokal, wo wir unsere gemeinsamen Genaueste studirt. Arbeiter, Genossen von Berlin und Umgebung, im vorigen Auch mikroskopisch hat der Vortragende den Attinomykes- Pilz aufs Kaninchen, welche mit Kulturen infizirt fie auch eine Stimme haben nach dem Grundsatz: One man Interessen besprechen fonnten; im Sommer tamen mehrere wurden, zeigten in der That die üblichen bei dieser Krankheit Wirthe, in diesem Winter hatten wir kein Zotal. Herr Senftleben auftretenden Knötchen. Was die Behandlung dieser eigenthümlichen one vote. tönnten, Krankheit betrifft, so sind in der Bergmann'schen Klinik einige feine zum 1. April neu gemiethete Wohnung nicht bezogen. Verunglückten fest, weshalb er dessen Ueberführung nach einem Patienten mit Koch'schen Einspritzungen behandelt worden, ohne Hoffentlich wird Herr Henning für immer von der Bildfläche Krankenhause anordnete. Im Krankenhause erholte er sich ein indeffen ein nennenswerthes Resultat geliefert zu haben. Auch verschwinden. das seit Koch so berühmt gewordene Glyzerin- Extrakt blieb ohne wenig, vermochte indessen noch nicht über seine Person Auskunft zu geben. Wirkung. Berlin beherbergte vorgestern einen hohen Gast. Er Herr Heusner- Barmen stellte eine Reihe von Kindern vor, überragte alles Menschliche um einen Meter. Das ist die Höhe Zu rekognosziren! Gestern Mittag gegen 12 Uhr wurde bei welchen er durch orthopädische Behandlung ihrer tuberkulösen der Stelzen, die sich Monsieur Sylvain Dornou aus Arcachon vor dem Hause Leipzigerstr. 94 eine schwerkranke junge Dame, Hüftgelenk Erkrankungen höchst befriedigende Resultate erzielt hat. in Frankreich untergeschnallt hat. Herr Dornou, seines Beichens die dort zusammengebrochen war, aufgenommen und in eine Herr Heusner hat in diesen und noch in zehn andern ähnlichen ein Bäcker, hat es unternommen die Freundschaft zwischen Frank- Droschke getragen, um nach der Charitee überführt zu werden. Fällen von der gerade in Deutschland allgemein giltigen operativen reich und Rußland dadurch zu illustriren, daß er von Paris nach Auf dem Transport ist die Erkrankte jedoch verstorben, fodaß Methode Abstand genommen und eine Schienenbehandlung ange- Moskau in einer vorgeschriebenen Zeit auf Stelzen geht. In nur noch ihre Leiche eingeliefert wurde. Vielleicht tragen diese wandt. Er tonstruirte vor einiger Zeit eine neue Schiene, welche unserer Zeit der hochentwickelten Verkehrsmittel verfallen überall Beilen dazu bei, die Rekognoszirung der vom Tode so jäh er dazu dient, die Anomalie der Gelenkstellung zu überwinden und Narren auf die verrücktesten Ideen, um darzuthun, daß man auch eilten Dame zu bewirken. Leben Berlin. = " zogen. Gerichts- Beitung. eine vollkommene Beweglichkeit der Hüfte zu gestatten. Sämmtliche ohne Eisenbahnen ganz gut fahren kann. Allerdings hat der Polizeibericht. Auf dem Hofe des Grundstückes AnnenPatienten find Dant dieser schonenden Methode dahin gelangt, Ristenmensch Freitag, der in Paris so großes Auf ohne nennenswerthe Beeinträchtigung zu laufen. Gelegentlich sehen erregte, für seine Fahrt schließlich die Eisenbahnstraße 34 wurde am 2. d. M. Morgens im Müllkasten die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. angewandte Einspritzungen mit Tuberkulin verschlechterten übrigens in Anspruch genommen. Seine Genialität" wäre noch größer gegenüber dem Grundstück Planufer 92, wurde Vormittags die Im Landwehrkanal, den Zustand, so daß Herr Heuser den Gebrauch des Koch'schen gewesen, wenn er sich in diesem hölzernen Gefängniß Mittels ganz aussette, während Einspritzungen mit Jodoform fich per Frachtwagen hätte expediren lassen. Dann folgte eine stark verweste Leiche einer unbekannten Frauensperson ange recht wirkungsvoll zeigten. Die Angaben des Vortragenden wurden Fiaker- Expedition von Wien nach Paris. Der fesche Droschten schwemmt. Im Hause Streligerstr. 11 wurde zu derselben Zeit durch die entsprechenden Krankendemonstrationen wirkungsvoll futscher war eine Beit lang der Selb des Tages. Nun macht ein Maurer mit einer schweren Verlegung am Kopfe, angeblich unterstützt. Herr Thiersch schlug dieses außerordentlich wichtige Herr Sylvain feine französisch russische Liebeswerbung auf von einer Schlägerei herrührend, aufgefunden und nach dem Thema als Gegenstand ausführlicher Besprechung für den nächsten Stelzen. Es sind nicht solche Stelzen, wie die deutsche Jugend in seiner Wohnung in der Brunnenstraße mit drei Schußwunden Lazarus- Krankenhause gebracht. Ein Arbeiter wurde Mittags Rongreß vor. sie in ihren jungen Jahren gerne benutzt, lange, die KörperIn der Nachmittagssigung wurde zunächst zur Wahl länge überragende Stangen, an denen einige Fuß über der Erde im Munde, welche er sich mittelst einer Teschinpistole beigebracht des neuen Präsidenten für das kommende Jahr geschritten. Von Klöße für die Füße angebracht sind, sondern untergeschnallte hatte, aufgefunden und nach Anlegung eines Nothverbandes nach 139 Stimmen vereinigten sich 94 auf Herrn Geh. Rath Barde- Stelzen, die mit dem Körper so innig verbunden werden müssen, der Von der Heydtbrücke in den Landwehrkanal und ein anderer der Charitee überführt. Nachmittags sprang ein Tischler von daß sie gewissermaßen einen Theil desselben bilden. Daß gerade Sodann sprach Herr Bardenheuer Köln über eine Anzahl ein Franzose diese Kunst unternommen, die für ihn anscheinend Tischler hinter dem Grundstück Vor dem Stralauer Thor Nr. 8B operativer Gingriffe, die aber lediglich fachwissenschaftliches Inter- feine brotlose ist, darf nicht Wunder nehmen. In Frankreich ist in in die Spree. Beide wurden noch lebend aus dem Wasser ge effe boten, während der darauf folgende Vortrag des Herrn einigen Departements die Stelze das unentbehrliche Hilfsmittel, Gartenstraße und ein Möbelpolirer in seiner Wohnung in der Abends wurde ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Lauderer- Leipzig auch in weiteren Streisen Beachtung finden um sumpfige Gegenden zu durchschreiten. In früheren Jahrdürfte. Der letztere erwähnte ein von ihm angewandtes Wer- hunderten fanden sogar große Volksfeste statt, auf denen Stelzen- Großen Frankfurterstraße erhängt vorgefunden. Nachmittags fahren zur Behandlung der Bacicositäten( Krampfadern). Das tämpfer zwischen topfreichen Schaaren den Mittelpunkt des Ber- fanden vier kleine Brände statt. felbe besteht in der Anwendung einer Art Bruchbandage, welche gnügens bildeten. Ganz unbekannt sind uns übrigens auch in auf ihrer Innenseite mit einem mit Wasser gefüllten Riffen ver- Berlin die Stelzkünstler nicht. Es sei nur an den Streichholzsehen ist. Dieses Kissen übt einen Druck auf die Blutgefäße aus, Berkäufer erinnert, der in der Friedrichstadt den Schrecken in deren Gebiet die Krampfadern sich befinden und hat sich nach aller Schuhleute bildet, weil er sein hölzernes Bein nicht den Angaben des Redners in sehr vielen Fällen als äußerst nütz- benutzt, um, wenn er etwas Unrechtes gethan hat, das lich erwiesen; in jedem Falle wird es von den Patienten allen Weite zu suchen, sondern das eine Bein abschnallt, um damit anderen Behandlungsweisen vorgezogen.- Herr Bardeleben auf seine Gegner loszuhauen. Auf Stelzen gehen heute, In der Privatklagesache der Genossen Kerstan und Berlin, der in der Diskussion das Wort nahm, verhielt sich zu den wo aus dem gesicherten Auftreten auf breiten, sogenannten Fiedler gegen den Töpfer Kemnitz stand gestern vor der Angaben des Vorredners etwas steptisch. englischen Hacken unsere Damenwelt auf die Jahre zurückblickt, 97. Abtheilung des Schöffengerichts Hauptverhandlungs- Termin Schließlich sei noch ein Vortrag des Herrn Rehn- Frankfurt in denen die Mode die hohen, spitzen, gefährlichen Hacken vor an. Kemnitz hatte im Bieland'schen Lokale die Genannten als a. M. erwähnt, welcher einen jugendlichen Patienten wegen schrieb, die ganz erstaunlich viel Unheil im Gefolge hatten, Spitzel an der Arbeiterbewegung bezeichnet. Er erklärt sich jedoch einer im Wirbeltanal gelegenen Geschwulst glücklich operirte, nach werden sie es kaum begreifen, daß sie sich jemals zu so viel bereit, die Beleidigung zurückzunehmen. Rerstan und Fiedler lag dem derselbe lange Zeit hindurch von den allerfurchtbarsten Unnatur entschließen konnten. Indessen, mit oder ohne hohe es daran, zu erfahren, aus welcher Quelle Kemnitz seine BeSchmerzen und Beschwerden gequält worden war. Der Patient Sacken, es giebt namentlich unter der männlichen jeunesse hauptungen geschöpft habe, die dahin gingen, daß Kerſtan und ist vollkommen wiederhergestellt und kann seinem Beruf angestört dorée unserer Tage eine ganze Anzahl, die auf unsichtbaren Fiedler behilflich gewesen seien, während des Hamburger Maurer nachgehen. Stelzen gehen, ja die, wenn man so sagen kann, auf unsichtsstreits Arbeiter für die Hamburger Unternehmer anzuwerben. Der Vorsitzende bedeutet den Klägern, daß er den Angeklagten Der Kongreß beschließt heute( Sonnabend) seine diesmalige baren Stelzen sprechen. Das ist das weitverbreitete Geschlecht Tagung. Die auswärtigen Theilnehmer desselben werden heute der Gigert, deren Auftreten, wie es im Gaffenbauer heißt: zu einer Angabe der Quelle seines angeblichen Wissens nicht in den Vormittagsstunden die Charitee unter Führung des Herrn vornehm, schneidig, pyramidal" ist. Monsieur Sylvain Dordou zwingen könne und begnügen sich dieselben daher mit folgender Bardeleben und das St. Hedwigs- Krankenhaus unter Führung sollte der Heilige sein, zu dem fie fortan beten, der Stelzen Erklärung, die der Vorsitzende zu Protokoll giebt: des Herrn Rotter besuchen. Major hätte verdient, daß ihm zu Ehren von ihnen in Berlin ein Der Angeklagte erklärt: daß er die am 6. Januar 1891 im Bantet veranstaltet würde. Im Uebrigen aber ist er in mancher Bieland'schen Lokale gegen die beiden Privatkläger ausgesprochene An der Grundsteinlegung zum Langenbeck- Hause, welche, wie Beziehung thatfächlich zu beneiden. Er braucht feine Ueberschuhe, Beleidigung mit Bedauern zurücknimmt und erklärt ferner ausbereits mitgetheilt, heute( Sonnabend) Mittags 12 Uhr stattfindet er braucht teine Pferdebahnen und er kann die kleingedrucktesten drücklich, daß er die beiden Privatkläger nicht als Spiel an der und in welchem in späteren Jahren die Versammlungen der Plakate hoch oben an den Litsaßsäulen lesen. Wenn es etwas Arbeiterbewegung erklären wolle und daß er hiermit ausdrücklich Chirurgen tagen werden, wird der Kongreß in corpore theil- au sehen giebt bei großen Veranstaltungen, braucht er teinen anerkennt, daß er in keiner Weise berechtigt sei, einen derartigen Tribünenplatz, Niemand kann ihm im Gedränge auf die Füße Vorivurf gegen die Privatkläger zu erheben. Die Privattläger nehmen hierauf die Klage zurück und ha Bei der neuen Kopfstation der Ringbahn am Pots. treten. Man sollte annehmen, daß er den Gleichmuth feiner Damer Bahnhof ist zum ersten Male auf preußischen Bahnen Seele nie getrübt sieht, denn er steht über den Dingen. Und der Angeklagte die Kosten zu tragen. ein neues Prellbock System zur Anwendung gelangt, welches, deshalb wird es ihn wohl auch schließlich nicht sonderlich kränken, Proletarierbetten. Was die Klasse der Besiklofen wenn sich dasselbe bewährt, wahrscheinlich auf sämmtlichen Kopf daß man ihm in Berlin keine Ehrenpforten gebaut hat und ihm geringes Geld oft zu kaufen bekommt, ohne daß es möglich i stationen des Staatsbahn- Netzes eingeführt werden soll. Daffelbe feine Begrüßungs Deputation entgegensandte, obwohl er Derbesteht in der Verbindung der Kolben- und Zylindergestaltung artiges wohl erwartet haben mag. Denn vom Harze aus hat er gegen die Berkäufer vorzugehen, zeigt eine Verhandlung, die des Langley'schen und der Windkessel- Anlage des Webb'schen den Berliner Zeitungen schon vor drei Tagen seine bevorstehende gestern vor der 12. Abtheilung des Schöffengerichts Berlin Il Wasser- bezw. Glyzerin- Prellbeckes. Die Anfertigung und Auf- Ankunft gemeldet. Er ist hier im Hotel Royal abgestiegen, wie zur Verhandlung stand. Der Handelsmann Ernst Sieber zu Stralau hatte an eine Frau B. zweimal Bettfedern ver stellung dieser Puffer war der Berliner Maschinenbau- Anstalt es sich für einen so hohen Gast ziemt. tauft. Der zweite Einkauf geschah 14 Tage später als ber efte von Hoppe übertragen worden, und zwar jeder Buffer zum Preise von 3625 Mart. Der Kolbenweg bei diesen Buffern beträgt In Sachen der verschleppten Akten auf dem Grundbuch- Frau B. hat dabei den Fehler gemacht, die Federn nicht genau zu besichtigen. Zwei Tage nach dem zweiten Ankauf erst schüttete 2,50 Meter. Beim Anfahren des Zuges gegen den Prellbock Amt zu Potsdam erläßt der Untersuchungsrichter beim Landgericht Frau B. die Federn in die dazu bestimmten Rissen, und be bringen die Kolbenstangen in die Zylinder und verdrängen in zu Potsdam folgende öffentliche Aufforderung: In der Straffache merkte erst dabei, daß die Federn voll Ungeziefer seien. Sie ging denfelben eine ihrem Inhalt gleiche Wasser- bezw. gegen den früheren Kanzleigehilfen Hermann Bolatnitowitz aus mit einem Bäckchen voll Federn und mit einem Glas, welches Glyzerinmenge. Die verdrängte Flüssigkeit wird in einen Neuendorf, zur Beit hier in Untersuchungshaft. 860. 91. mit einem Bäckchen voll Federn und mit einem Glas, welches Windlefsel gedrückt, aus welchem diefelbe in die Bylinder hat der 20 Jahre alte Angeschuldigte unter Aushändigung von aus den Federn gelesenen Schmutz und Ungeziefer enthielt, zu dem Angeklagten Sieber zurück, traf jedoch nur dessen wieder zurückfließt. Statt des Wassers wird als Füllung Glyzerin ihm unbefugt aufgestellter Sostenrechnungen in der Umgegend von Schwägerin an. verwendet, und zwar um ein Ginfrieren zu verhüten und wegen Potsdam Rosten in Grundbuchfachen des königlichen Amtsgerichts, Auf Anrathen übergab sie die Sache der Staatsanwaltschaft, der beträchtlicheren Zusammendrückbarkeit, welche diese Flüssigkeit bier, in betrügerischer Absicht eingezogen. Derfelbe hat in er- welche auch gegen Sieber Anklage erhob, durch Vorspiegelung besitzt. Zur Prüfung fuhr ein Zug von acht dreiachsigen Permittelten Fällen fälschlich angegeben, daß er mit der Einziehung falscher Thatsachen resp. Verschweigen gewiffer Umstände sich selbst sonenwagen und schwerer Lokomotive mit einer stündlichen Ge- beauftragt sei, weil diese wegen einer bevorstehenden Kaffenrevision einen Vermögensvortheil verschafft und das Vermögen der Frau schwindigkeit von 12 bis 15 Kilometer gegen den Prellbock an, erforderlich wäre. Diejenigen, welche an den Angeschuldigten in B. geschädigt zu haben. Im Termin wird ein Sachverständiger ohne daß ein allzu erheblicher Stoß verspürt wurde; nur an gedachter Weise Kosten in Grundbuchsachen gezahlt haben, werden vernommen, welcher bekundet, daß die Federn durchaus preiseinem der letzten Wagen sollen die Puffer gebrochen sein. Es ersucht, dies zu den genannten Atten mitzutheilen. Kosten entwerth feien( das Pfund kostete 2 m. 50 Pf.) und daß bei Federn mag hervorgehoben werden, daß in England derartige Brellböcke stehen dadurch nicht. An die Ortsvorstände zu Fräsdorf, in dieser Preislage eine Verunreinigung durch das den Enten nach den Systemen Langley und Webb schon längst in großer Michendorf, Alt- und Neu- Langerwisch, Tremsdorf, Saarmund und Gänsen fast immer anhaftende Ungeziefer unvermeidlich sei. Bahl eingeführt sind und sich bestens bewährt haben. Ein Un- und Fahrland sind dieferhalb bereits besondere Ersuchen ge- Trotzdem noch ein Zeuge bestätigt, daß die von ihm ebenfalls glücksfall, wie derselbe im vergangenen Jahre auf dem Anhalter richtet." von dem Angeklagten geprüften Federn mit Ungeziefer behaftet Bahnhofe durch Ueberrennen des gewöhnlichen Prellbockes stattfand, dürfte bei dem neuen System völlig ausgeschlossen sein. Cine Anklage wegen Erpreffung, welche augenblicklich waren, muß der Angeklagte freigesprochen werden, da der Uebrigens follen auch zwei solcher neuen Wasser- bezw. Glyzerin gegen den leitenden Redakteur der Allgem. Börsengtg.", Herrn Thatbestand der Vermögensschädigung nicht erwiesen sei. Also Prellböcke auf der noch im Bau begriffenen, rechts an den Bots- Merten, schwebt, dürfte ein Seitenstück zu dem Prozesse Frieden- Borsicht beim Einkauf von Bettfedern! bamer Bahnhof fich anschließenden Kopfstation für den Vorort verschiedenen Aktiengesellschaften gegenüber nicht so eingerichtet stechens zu 1/2 Jahren Gefängniß verurtheilten Telegraphen stein bilden. Der Angeklagte wird beschuldigt, sein Verhalten In der Angelegenheit des wegen angeblichen Meffer verkehr aufgestellt werden. zu haben, daß es vor dem kritischen Auge des Staatsanwalts Bestand hat, er soll namentlich in vielen Fällen die Unter- arbeiters Hofmann ist eine Entscheidung nach der einen oder der anderen Richtung noch nicht erfolgt. Der Verurtheilte hat seine nehmungen von Aktiengesellschaften und Bankinstituten in seiner Strafe angetreten, aber auch sein Bruder, welcher sich als SchulBeitung änßerst abfällig beurtheilt und seinen Tadel plötzlich in Strafe angetreten, aber auch sein Bruder, welcher sich als Schul diger der Behörde gestellt hat, sitzt noch immer in Haft. Die diger der Behörde gestellt hat, sigt noch immer in Haft. Die uneingeschränktes Lob umgewandelt haben, wenn ihm durch eine bezüglich der Selbstantlage eingeleitete Untersuchung wird so ge größere Summe Geldes ein Wink nach dieser Richtung hin gefördert, daß wahrscheinlich schon in den nächsten Tagen über die geben worden war. Der Beschuldigte war vor einigen Tagen in untersuchungshaft abgeführt worden, den Bemühungen seines Ver- Entlassung des einen oder des anderen der beiden Brüder end theidigers ist es jedoch vorgestern gelungen, die Haftentlassung giltige Bestimmung getroffen werden wird. gegen Stellung einer Bürgschaft in Höhe von 20 000 M. zu er Eine nuverbefferliche Taschendiebiu ist die Anna Hein geb. Petrifowsti, welche schon wiederholt Vorstrafen wegen nehmen. d Ei, ei, Herr Senning! Herr Henning ist in Schlächter Treisen eine sehr wohl bekannte Persönlichkeit; er ist nämlich Stellenvermittler oder zu deutsch: Kommissionär! Seit dem 1. Oktober v. J. ist derfelbe in Rompagnie mit Herrn Hoppe Bächter der Schlächter Herberge in der Grünstraße und wohl bestallter Arbeitsvermittler der Innung. Seine fegensreiche Wirksamkeit als Stellenvermittler wird einigermaßen beleuchtet durch folgenden Brief, der ihm nach seiner Bekundung per Post Geehrter Feind Hennig. zugegangen ist: wirten. Dort ist zur Du wirst wohl wißen das Du uns hast lange bum- Mit Bezug auf jene 10 000 Mart, welche, wie wir vor Taschendiebstahls erlitten hat und sich wegen gleichen Bergehens meln laßen da wir Spizbuben sollten sein, haft aber auch Kurzem mehrfach berichteten, hier in der Hagelsbergerstraße ver- gestern wiederum vor der ersten Straffammer hiesigen Land von weißt aber unsre Rache ist füß; wir werden Dir loren wurden, wird jetzt aus Leipzig über denselben Gegenstand gerichts I zu verantworten hatte. Dieselbe übt ihre Nanke gegen schon den Thee befalzen tannst Dir schon immer sachte das Folgende berichtet: Das Kouvert mit jenem bedeutenden fremde Taschen besonders Unter den Linden aus. einen Sarg bestellen und eine Stelle aussuchen wo Du Betrage war bald darauf von einem Kinde gefunden und mit auch immer eine Anzahl von Kriminalbeamten, welchen die ungefähr solltest eingebudelt werden; Du kannst Dir man nach Hause genommen worden, woselbst die kleine Finderin mit Verbrecherrubrik" Taschendiebe" unterſtellt ist, au Stelle mit noch immer was zu gute thun eh Du rüber nach die ihren Geschwistern, die Taufend- Mark- Noten für Blüthen haltend, und manche Roryphae" ist hier schon bei der Arbeit" abs Bude zieh'st, denn länger wie 14 Zage wirst Du da nicht damit spielte. Die Berliner Kriminalpolizei befaßte fich sehr bald gefaßt worden. Der Angeklagte war vor etwa vier Wochen zu regieren: Denn wir sind 3 geschworne Brüder vom Verein mit dem eigenartigen Fall, und wurde es hierdurch möglich, vier der gedachten Zeit unter den Linden beobachtet worden, wie sie regieren: Denn wir sind 3 geschworne Brüder vom Verein Stück der Tausend Mart- Noten wieder herbeizuschaffen. Sechs einer Dame in die Kleidertasche griff und sich dann eiligst ent - ferute. Der Beamte eilte ihr nach und traf sie in der Passage der rothen nun Adee wir sehen und ja bald Persönlich berfelben blieben aber spurlos verschwunden. Dieselben waren Schluß mein Freund. offenbar in die Hände von Personen gelangt, die ihren Werth mit der Hand eine Exkursion in eine fremde Tasche machte, ohne vor dem Schaufenster des Panoptikum wieder. Als sie auch hier Sieben Monate verstrichen, ohne daß es gelungen wäre, den sehr genau kannten. Durch die weiteren Grörterungen lenkte sich dort anscheinend etwas zu finden, wurde sie festgenommen. Man Schreiber dieses Drohbriefes ausfindig zu machen. Doch die der Verdacht, einige dieser Tausend- Mart- Noten widerrechtlich Mart- Noten Sonne hat ihn an den Tag gebracht oder vielmehr die Allgem. an sich genommen zu haben, auf eine früher in Leipzig aufhält fand bei ihr ein Portemonnaie vor, dessen Inhaberin sich Fleischer Zeitung", und zwar in Gestalt der Braut des früheren lich gewesene, jetzt in Berlin wohnhafte, geschiedene Buchhändlers- wenige Tage darauf infolge einer von der Kriminalpolizei Buffetiers des Herrn Henning! Nun wird man verwundert Ehefrau, sowie auf deren Geliebten, einen ebenfalls in Berlin erlassenen Bekanntmachung jich meldete und ihr Eigenthum fragen, was denn diese Dame auf so blutdürftige Gedanken ge- wohnhaften Ingenieur. Beide Personen befinden sich in Unter- zurück erhielt. Die Spißbübin war geständig und wurde mit bracht hat und warum Herr Henning die Uebelthäterin nicht zur suchungshaft. Ebenso ist am Mittwoch hier ein Buchhandlungs- Buchthaus, Ghrverlust auf zwei Jahre und Stellung unter Poli Rücksicht auf ihre Gemeingefährlichkeit zu 1 Jahr 3 Monaten gerichtlichen Verantwortung gezogen? Noch mehr verwundert Gehilfe aus Schopfhain verhaftet worden, welcher zu der Frau darf man aber fein, wenn man ferner hört, daß besagtes in näheren Beziehungen gestanden hat, und der zugestandener- seiaufsicht verurtheilt. 01 " Fräulein obigen schrecklichen Brief nach Dittat des Herrn Henning maßen zwei dieser Tausend Mart- Noten im Auftrag derselben Eine neue Schwurgerichts- Periode des Landgerichts I geschrieben und dieser selbigen eigenhändig an sich abgeschickt hat! gewechselt und damit seine, ihre, sowie die Schulden des In- beginnt am fommenden Wontag unter dem Vorsitz des Land Gi, ei, Herr Henning! Die ganze Geschichte hatte den Zweck, genieurs bezahlt hat. Der Buchhandlungs- Gehilfe wurde nach gerichtsraths France. Der Prozeß gegen das Heinze'sche Ghe die Bacht herunterzubrücken oder ihn ganz aus dem Bacht Berlin abgeliefert. paar, welches der Ermordung des Wächters Braun verdächtig verhältnisse zu befreien. Zu diesem Entschlusse ist Herr Henning ist, wird in dieser Periode noch nicht zur Verhandlung gelangen voraussichtlich um so mehr gedrängt worden, als er hat am Absturz in einen Fahrschacht. In den Zentralmarkthallen und ist überhaupt noch nicht abzusehen, wann dies geschehen wird, eigenen Leibe erfahren müssen, daß die Berliner Arbeiter nicht wurde mit sich spaßen lassen, indem ber über jenes Lokal f. 3. ver- Fahrstühle, welche zu dem Ausladeperron des Stadtbahnviadukts ba neue Thatsachen zu Tage getreten sind, welche eine neue Bor hängte Boykott konsequent durchgeführt wird. Nun, sein Wunsch ist führen, ein stark blutender und bewußtloser Mann vorgefunden. untersuchung nöthig gemacht haben. erfüllt, Henning hat, von Niemandem betrauert, das Schlächter- Ein sofort requirirter Arzt stellte sehr bedenkliche Verlegungen m Schädel und Gesicht bei dem unbekannten, etwa 50iährigen gewert Haus bereits verlassen und scheinbar auch Berlin, da er Arbeiterbewegung. sandt worden. Der österreichische Konsul erhielt die Nachricht, Charlottenburgerstraßen- Ede bet lebs. Gäfte haben Zutritt.- Vavis daß sich unter den getödteten Arbeitern mehrere österreichischer martre und Rue Etienne- Marcel. Jeben Sonnabend öffentliche VersammDeutscher fozialdemokratischer eserlub. Ecke Rue MontNationalität befinden. Der Konsul hat eine bezügliche Unter- fungen. fuchung angestellt. bilden. pampin Soziale teberlicht. " " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freund fchaft", Friebenftr. 48 bet Tollkühn.- Gefangverein Sanges Echo," Staligerstraße 142 bei Greiser. Gesangvereinyrania", Landsbergerftraße 31 bet Musehold. Grüne Giche", Rigdorf, senesebeck- und Hermannstr.- Ecke bei Beiler. Gesangverein Glückzu" bet Bergmann, PrinsenAllee 10.- Gesangverein" Treuer Bund" bei Ulrich, Arndt- und FriesenStraßen- Ecke. verein Pyonir", Steinmeyfir. 76, bet Semm. Aufnahme neuer MitgliederGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gefang Mufitverein„ orwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenfix. 14, part. Zitherflub Walbrofe"," Abends 9 Uhr bei Kleemann, Lausigerstr. 41.- Bitherklub, ar= Berein, Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. aufnahme neuer Mitglieder. monte, 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Frans- Grenadierplay 7. Tambour Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 Uhr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung Verein " Klub Adonis" bei Beib, Stoppenstr. 75. Gäste willkommen.Privat= Alle Kollegen und namentlich die Hausarbeiter- Kollegen Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im Lotal Beteranenftraße 9 bet Vettin. Theater- Verein Giaconda Abends werden geoeten, von dieser Einrichtung recht ausgiebigen uhr, Shung. Lustige Brüder" Abends 9 Uhr, ins: Brüderstr. 26. Vergnügungs- Verein" Bustige 18", Abends 9% Uhr, bei Gebrauch zu machen. Es würde sich empfehlen Liebzeit, Wrangelstr. 30. Gäste willtom. Bergnügungsverein Sorgen= besondere für größere Werkstätten wäre es sehr vereinfachend brecher", Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. aus ihrer Mitte je einen Sammler zu erwählen, der Roller'scher Stenographen Berein Süd- West Berlin", Abends Sonnabends die freiwilligen Beiträge in Empfang nimmt 8% uhr, im Restaurant seörner, Barutherstraße 1, Unterricht und Nebung. Rauchtlub„ Goldene Quafte", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. und sich Sonntags Vormittags Marken dafür einvechselt.club, Dornröschen", abends 9 Uhr, bet Restaurateur Pietsch, Hennigs= Bur weiteren Bequemlichkeit hat die Kommission folgende dorferstraße 24. 3a biste Ilen eingerichtet: Für den Norden: Hirtenstr. 10 bei Krüger( Gastwirthschaft). Nur Sonnabends von 8-9 Uhr. M Depeschen: Rauch ( Wolfs Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 3. April. Die Polizeibehörde hat nicht genehmigt, daß die sozialistischen Arbeiter am 3. Mai in geschlossenem Zuge durch die innere Stadt marschiren. Paris, 8. April. In der heutigen Nachmittags- Sitzung bes gg.Gigung Nachklänge von der Aussperrung der Hamburger Tabakarbeiter. Der Hamburger niederländische Konsul richtete nach der Köln. 3tg." folgenden Bericht an die Amsterdamer Handelstammer:" Unter der Firma Tabatarbeiter- Genossenschaft zu Hamburg haben die hiesigen, Altonaer und Ottensener Tabakarbeiter und Sortirer, welche Mitglieder zweier deutscher Ver bände find, laut beiliegender Statuten und Eintragung in das Achtung, Lederarbeiter Berlins und Umgegend! In Handelsregister eine Genossenschaft behufs Fabritation von Bigarren, Rauchtabafen und damit verbundenen Fabrikate für der öffentlichen Versanunlung am 3. März d. J. ward der untereigene Rechnung gebildet. Die Veranlassung zur Bildung dieser zeichneten Kommission die Befugniß gegeben, Marten im Werthe Genossenschaft wurde durch die in keiner Beziehung zu von 10 Pf. drucken zu lassen und aus dem Ertrage derselben rechtfertigende Forderung ber hiesigen Wer einen Agitations- beziehungsweise Refervefonds für alle Fälle zu bandsfabrikanten, daß die Arbeiter ihre ge= seglichen Koalitionsrechte aufgeben und aus Die Kommission ist diesem Auftrage nachgekommen und hat den Verbänden austreten sollen, gegeben. As Bens mit der Aufschrift Streiffonds der Lederarbeiter" an- turnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gymdie Arbeiter diese Forderung ganz entschieden weigerten, streiften die fertigen laffen. Dieselben können an jedem Sonntag, Vor- nafium, Elisabethstraße 57-58. Stattlub Ram fch", gegründet 1. Oftober 1800. Abends 9 Uhr, Sigung Fabrikanten, schlossen die Fabriken und machten etwa 3000 Ar- mittags von 10-12 Uhr im Leberarbeiter- Verkehrslokal, in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelfir. 141. Genossen sinb freundlichst beiter brotlos. Die Erbitterung der Arbeiter ist infolge dessen Annenstraße 16, von der dort immer vertretenen Kommission eingeladen. Gtattlub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Sumoristischer eine sehr große und die Konsequenzen davon sind die, daß außer in Empfang genommen werden. der bereits bestehenden Genossenschaft Filialen über ganz Deutschland mit dem Zentralfiz Hamburg geplant werden und sämmt liche Fabrikarbeiter Deutschlands in eine Genossenschaft auf genommen werden sollen. Durch diese Manipulation wird nicht nur den Fabrikanten das sämmtliche Arbeiterpersonal für immer entzogen, auch die Rohtabatmärkte Hamburg und Bremen werden für immer vernichtet werden, da die Arbeiter, sich infolge der Unterstüßung, welche den Fabrikanten durch die Hamburger und Bremer Rohtabathändler zu Theil geworden ist, die Verpflichtung auferlegt haben, nur von ausländischen Häusern den Rohtabak zu beziehen. Hervorzuheben ist, daß diese Bewegung und der Widerstand nicht nur von sämmtlichen deutschen Arbeitern, sondern auch von anderen Kreisen in jeder Beziehung thatfräftig unterstützt Für den Süden: wird. Die Haftpflicht jedes Arbeiters beläuft sich auf Antheilscheine Sebastianstr. 47 beim Kollegen Werkmann( Gastwirthschaft). von je 100 m. mit fukzessiver Einzahlung bis 25 M., Dividenden Täglich, Abends non 8 Uhr ab und Sonntags. follen 10 Jahre lang nicht vertheilt, sondern stets zum BetriebsFür den Südosten: tapital beziehungsweise Stärkung des Reservefonds verwendet Luisen Ufer 22( Oranienplatz) bei Sperling( Gastwirthwerden. Der Bestand der hiesigen Arbeiter beträgt 5 bis 6000 fchaft). Täglich, Abends von 8-9/ 2 Uhr und Sonntag BorMann und der ganz Deutschlands 100 000 Mann. Aus mittags von 10-11 Uhr. Ziffern ist bereits zu ersehen, welch großes Geschäft in der Bit Ferner auch gleich zur vorläufigen Anzeige, daß am Sonn Bergarbeiter- Kongresses wurde nach Schluß der Diskussion über funft darin ruht, wenn im Laufe der Zeit Filialen errichtet und tag, den 12. April, Vormittags 9/2 hr, bei den allgemeinen Streit der Unterantrag des Belgiers Defuet verdie Gesammtfabrikation in einer organisirten Genossenschaft liegt. Reßner, Annen str. 16, eine große öffentliche Verhandelt. Nach diesem Antrage soll vor jeder weiteren Entscheidung Um das Geschäft gleich von Anfang an in gedeihlicher und sammlung stattfindet, für welche Herr Stobert Schmidt das über den allgemeinen Streif eine Einladung an die Regierungen träftiger Form in Aktion treten lassen zu können, ist ein Betriebs- Referat über" Die Bedeutung des 1. Mai" über- und die gefeßgebenden Körperschaften von England, Frankreich, tapital von etwa 1 Million Mart und ein Rohtabat- Kredit von nommen hat. Deutschland, Desterreich- Ungarn und Belgien gerichtet wer etiva 2 Millionen Mark erforderlich, denen als Sicherheit die Näheres siehe nächsten Freitag Inserat. Um zahlreiches ben, behufs internationaler Ginigung über den AchtſtundenHaftpflichtsumme jedes einzelnen Genossenschafters und die fertige und pünktliches Erscheinen ersucht Arbeit als Aequivalent gegenüberstehen. Trotzdem hier bereits Die Agitations Kommissioniforderlichen Maßnahmen betraut werden, um den allgemeinen Tag. Gleichzeitig möge ein internationales Komitee mit den erRapitalien angeboten sind, so hat man doch sein Augenmerk auf Streit zu bewerkstelligen, falls nicht auf die an die Staaten zu Holland gerichtet, um von dort das nöthige Kapital und den dr ghapus richtende Aufforderung fofort eine befriedigende Antwort erfolgen Rohtabak- Kredit zu erhalten, um jeglicher Rücksichtnahme in follte. Die belgischen Delegirten Defuet und Mazwojell beDeutschland enthoben zu sein. Im Falle der holländische Markt gründeten dieses Amendement und befürworteten nament diesem Projekt genügen sollte und holländische Firmen gewillt fich die Bildung des internationalen Komitees. Thorne wären, burch Kapital und Kredit die Sache zu fördern, so würde Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Gastwirths. führte aus, die deutschen Delegirten mit Ausnahme von seitens der Genossenschaft den qu. Firmen bei gleichen KonSchröder seien Anhänger des allgemeinen Streits, obwohl sie furrenzpreisen ein Monopol eingeräumt und die Verpflichtung speziell derer aus dem Norden, fand am 2. April wüßten, welches Schicksal ihrer, sobald der allgemeine Streit beeingegangen werden, von keinen anderen Firmen zu beziehen. Nachmittags im Seefeldt'schen Lokale unter dem Vorsitz des schlossen werden sollte, bei ihrer Rückkehr nach Deutschland warte; Dazu bemerkt die„ Köln. 3tg.":" Der Präsident der Amster Herrn Polter statt. Herr Rechtsanwalt Wolfgang Heine wenn aber die deutschen Vertreter nur leere Drohungen im Munde damer Handelskammer hat diesen Konsulatsbericht einem dor- hielt einen Vortrag über Gewerbe- Gesetzgebung". Bunächst ging führten ohne zu handeln, so würden sie der Lächerlichkeit anheimtigen Matler übergeben und scheint also die sozial Redner auf die Entwicklung der heutigen gewerblichen Gesetz- fallen. Der Redner pries sodann die Bildung des inter demokratischen Umtriebe in Deutschland gebung ein. Bis zum Anfang dieses Jahrhunderts seien die nationalen Komitees und empfahl den Antrag Defuet. fördern zu wollen. Die Sache wird vor der Hand noch Gewerbetreibenden in Innungen organisirt gewesen, welche alle Als Basly auf's Heftigste die sofortige Ausführung eines allfehr geheim behandelt, doch hat sie insofern eine sehr ernste Seite gewerblichen Angelegenheiten zu regeln hatten; die ftaatliche gemeinen Streits bekämpfte, wurde er von den Tribünen herab für Deutschland, als der durch die Mac Kinley- Bill bedrohte Gesetzgebung fand wenig Gelegenheit, in derartige Angelegen von großem Lärm unterbrochen und mit den Zurufen Verholländische Tabakmarkt jede Gelegenheit ergreifen wird, um den heiten einzugreifen. Als nun Anfangs dieses Jahrhunderts die räther"," Gekauft" u. s. w. beschimpft. Nachdem sich der Tumult, ihm durch Amerika verursachten Schaden anderwärts einzuholen. Innungen ihre dominirende Rolle verloren, existirle nichts, was welcher die Ausführungen Basly's begleitete gelegt hatte, beEs ist zwischen den Zeilen zu lesen, daß der niederländische regelnd in das gewerbliche Leben eingreifen konnte, da die kämpfte Pickard den allgemeinen Ausstand, welcher 8 Millionen Konsul in Hamburg dem Plane durchaus geneigt ist und ihn zu staatlichen Gesetze sich mit diesem fast gar nicht befaßten. Engländer dem Elende preisgeben würde und empfahl einen fördern sucht. Die Holländer mögen indessen bedenken, daß ein Während im vorigen Jahrhundert der Kleinbetrieb vor- Abänderungsantrag, nach welchem der Achtstundentag durch berechnetes Eingreifen ihrerseits in die deutschen Arbeitsverhält- herrschend war, entwickelte sich im Anfang dieses Jahr Verhandlungen, und nicht durch Gewalt angestrebt werden solle. niffe Vergeltungmaßregeln der deutschen Konsumenten hervor hunderts und speziell seit 1848 die große, kapitalistische Industrie Dieser Antrag wurde mit allen gegen sieben Stimmen verworfen. rufen dürfte, die jene genossenschaftlichen Fabrikate ablehnen und in Deutschland. Sie schuf eine große Zahl von Leuten, die jede Gin Abänderungsantrag der deutschen Delegirten, welcher die gedadurch den von Holland gewährten Kredit auf schwache Füße Aussicht auf die sogenannte Selbständigkeit" verloren haften. fetzliche Regelung des Achtstunden- Tages verlangt und den allgestellen könnten." Je mehr die industrielle Entwickelung in dieser Richtung fort meinen Ausstand in kurzer Frist vorschlägt, wofern die Regieschritt, um so deutlicher stellte sich die Nothwendigkeit einer rungen eine bezügliche Gesetzgebung verweigern, sollte zur Abstaatlichen, in die gewerblichen Angelegenheiten eingreifenden stimmung gelangen. Es erhob sich indessen neuerdings ein solcher Lärm, Gesetzgebung heraus. Unter dem Eindruck des Kampfes der daß die Abstimmung unmöglich wurde. Das Publikum pfiff und Meinungen, ob Selbsthilfe oder Staatshilfe, erstere um jene Zeit schrie von den Galerien in den Saal und ließ den Präsidenten hauptsächlich von Schulze- Delißsch, leytere hauptsächlich von nicht zu Worte fommen. Erst nach einiger Zeit fonnte Pickard Raffalle vertreten, entstand dann im Jahre 1869 die Gewerbe- erklären, daß die Sitzung auf morgen vertagt und das Publikum Ordnung. Sie sah nur geringe Eingriffe in das Griverbsleben nicht mehr zugelassen werde. G3 ertönten neue Rufe, wie vor. Später wurde fortwährend an ihr herumgedoftert, bis 1883 Schande, Schinach u. f. w. Besonders Basly wurde von den zu= die letzte größere Menderung vorgenommen wurde. Die aller hörern geschmäht und mußte, nachdem die Sigung unter allge größte Aenderung ist bie, an welcher jetzt gearbeitet wird. Wie meiner Aufregung geschlossen war, durch eine geheime Thür das fie fich nun gestalten wird, ist noch nicht vorauszusehen. Redner Gebäude verlassen. geht dann auf die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung in ihrer s jetzigen Gestalt furz ein, ebenso erläutert er die Bestimmungen des jegt in Kraft getretenen Gewerbegerichts- Gesetzes und schließt fo fall es mit einer Aufforderung an die Anwesenden, sich mit den Beftimmungen diefer Gesetze, was sehr nöthig fei, genau bekannt zu machen, feinen lehrreichen Vortrag. Derselbe wurde mit Was uns an der ganzen Geschichte in erster Reihe interessirt, ist das gefunde und vernünftige Urtheil des niederländischen Ronfuls über die Tabatarbeiter- Aussperrung. Daß man selbst in bürgerlichen Kreisen das Verlangen der Fabrikanten als ein in feiner Beziehung zu rechtfertigendes" bezeichnet, ist um fo erireu licher, als leider diese Anschauung recht vereinzelt dasteht. Wenn die Köln. 3tg."" sozialdemokratische Umtriebe" darin erblickt, daß die Tabatarbeiter von einem gesetzlichen Recht: der genossen schaftlichen Vereinigung, Gebrauch machen, und nun gegen den hiesigen niederländischen Konsul geifert, so darf das ja bei dem rheinischen Unternehmerorgan nicht Wunder nehmen. 68 Versammlungen. Gehilfen Berlius, Literarisches. Auch die Tabatszeitung" druckt den Bericht des Konfuls nach und bemerkt aus Eigenem dazu: „ Wir dürfen dem Herrn Konsul seine Darstellung in Bezug auf den Ursprung des Streils in Hamburg wohl auf Rechnung feines Wunsches schreiben, dem holländischen Markt ein nach feiner Meinung lutratives Geschäft zuzuwenden, und wollen des halb nicht mit ihm rechten. Wir glauben aber, daß die Holländer großem Beifall aufgenonunen. Hierauf ergriff Herr Polter Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diez viel zu gute Kaufleute sind, um sich auf ein so gewagtes Geschäft das Wort, um seinen Kollegen den Zweck der Maifeier klar: Verlag) ist soeben das 27. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. einzulassen und einen Kredit von 3 Millionen Mark auf die mehr zulegen. Er rieth ihnen, da, wo sie den 1. Mai feiern könnten, Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Alkoholismus und feine als gewagte Annahme hin zu gewähren, daß vielleicht alle dies zu thun; aber zu arbeiten, wo es nöthig sei. An der nun Bekämpfung. Von Karl Kautsky. Das Problem der 100 000 Tabak- und Bigarrenarbeiter in Deutschland die Arbeit folgenden, theilweise äußerst stürmischen Diskussion betheiligte sich Ghe bei Fourier und Tolstoi. Eine Studie von Maximilian in allen bestehenden Fabriken niederlegen und sich an dieser eine ganze Reihe von Rednern. Es wurden die verschiedensten Wolting. Ein Beitrag zur deutschen Streitstatistit von 1890. neuen Genossenschaft betheiligen werden, so daß dann die Meinungen laut. Einig waren sich alle Redner bis auf einen, Notizen. Feuilleton: Die Familie Woronzoff. Ein Bild neue Genoffenschaft ein fattisches Zabatmonopol in Deutsch- daß die Maifeier auch von den Kellnern auf irgend eine aus der Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland. land befizt. Die flugen Holländer werden sich um so mehr beweise begangen werden müffe, nur über das Mie gingen Von Sonja Kowalewski. finnen, einem solchen phantastischen Zukunftsbild ihre alten guten die Meinungen auseinander. Endlich wurde folgende Kunden in Deutschland zu opfern, als ja die Sozialisten, welche Refolution angenommen:" Die heutige Versammlung der Kellner doch als treibende Kraft hinter der neuen Genossenschaft stehen, erklärt sich mit den Bestrebungen der internationalen Arbeitererst vor kurzem durch ihre Abstimmung im Neichstage bewiesen bewegung, fpeziell mit den auf den Achtstundentag bezüglichen, Briefkaffen der Redaktion. haben, daß sie für eine Erhöhung des bestehenden Schutzolles voll und ganz einverstanden und beschließt, den 1. Mai dadurch Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich auf Tabat, also für die Verdrängung des ausländischen Tabaks zu feiern, daß jeder Kollege verpflichtet ist, welcher am 3. Mai vom deutschen Markt sind. Der Herr Konsul wird wahrscheins arbeitet, 1 Mart von seinem Arbeitslohn für die Bewegung zu lich aus der Aufnahme, welche feine Rathschläge in Holland opfern. Der Beitrag ist einer hierzu zu wählenden Kommission ufer 65, Buchbruckerei von Maurer, Werner und Dimmick. finden werben, erkennen, daß die holländischen Zabathändler der zu überweisen, welche den Ertrag der Generalfommiffion deutscher Gruß! Meinung sind, er verstehe herzlich wenig von der Sache, über Gewerkschaften in Samburg überliefern muß." Außerdem wurde welche er einen so langen Bericht verfaßt hat." fod gradic sidos Antwort wird nicht ertheilt. V. B. Der Gastwirthgehilfe", Berlin SO., ElifabethEs ist natürlich vollkommen unwahr, daß die Sozialdemo- dreigliedrigen Kommission die Regelung der Feier zu überlassen. werden. beschlossen, den 1. Mai zu feiern, wo dies möglich ist, und einer Ihnen für Ihre Mittheilungen, die wir gelegentlich verwenden fraten im Steichstage für eine Erhöhung des Schutzzolles auf Gewählt wurden hierzu die Herren Kusserow, Jakobs Tabak gestimmt haben. Saarlouis, 2. April. Zwei weitere Vertrauensmänner des Rechtsschutz- Vereins wurden wegen fortgesetter Agitation gegen die Bergbehörden ohne Ründigung entlassen. Brüffel, 8. April. Der Industrie- und Arbeitsrath von Arbeitsräthe des Landes zu einer Berathung und Verständigung über die augenblicklich dringendsten Fragen, namentlich über diejenige eines allgemeinen Ausstandes, aufzufordern. W. K. 38. Wir haben Ihren Brief erhalten und danken Polnisch. Soweit Ihre etwas furzen Angaben uns ein und Ebert. Nachdem noch beschlossen worden, die Lohnfrage Urtheil gestatten, glauben wir Ihre sämmtlichen Fragen bejahen als ersten Punkt der Tagesordnung der nächsten Versammlung zu können. Es wird zunächst auf den Wortlaut des Urtheilszu verhandeln, wurde die Versammlung mit einem dreimaligen tenors ankommen. Möglicherweise brauchen Sie garnicht von Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung geschlossen. Neuem zu klagen, sondern fönnen sich vom Gericht die Ertung am Piontag, den 6. April, Abends& Uhr, Markgrafenfit. 89, herzustellen. Fragen Sie einem bortigen Rechtsanwalt und legen Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen. General- Versamm mächtigung ertheilen lassen, die Reparatur auf Kosten der Stadt uhr, geschäftliche Sigung bei Witte, Stralauerstr. 11. Merein Berliner Schirmmacher, Sonnabend, den 4. b. M., Abends Sie demselben die Prozeßatten vor. Derartige komplizirte Sachen Versammlung des Verbandes der Schneider und Schneiderinnen nicht richtig beurtheilen. laffen sich ohne genaue Kenntniß des vollständigen Materials bet Wetgt. s am Montag, den 6. April, Abends 8 Uhr, Rommandantenfir. 20, in den Arminhallen. Tagesordnung: Bortrag des Kollegen Zim über GewerbeNr. 10. Zwei Wettende. Uns ist nicht bekannt, ob dies Philadelphia, 2. April. Bu blutigen Zusammenstößen gerichte. bei der Marine üblich ist. Ethische Gesellschaft. Bersammlung am Sonntag, den 5. d. Mis., zwischen streitenden Kofesarbeitern und bewaffneten Schuhleuten Abends 6% uhr, Schwebterstraße 23. Bortrag des Herrn Siewers über natür( vermuthlich den berüchtigten Privatpolizisten Pinkerton's) scheintliche Erziehung, nachher gemuthliches Betsammensein. Gäste willkommen. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer Montag, es, wie schon gestern unter„ Depeschen" gemeldet, in Morewood den 6. April, Abends 8 Uhr, im oberen Saal des Herrn Hoffmann, OranienBriefhaffen der Expedition. gefommen zu fein. Nach der sehr unwahrscheinlichen Dar- ftraße 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Kersten; 2. Distuffton; Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: stellung des W. T.-B." sollen die Arbeiter den Kampf eröffnet. Aufhebung ber meitations Commission; 4. Wahl von 2 Reviſoren; 5. Berhaben. schtebenes. Bu vecht zahlreichem Besuch ladet ein die Agitations- Kommiffton. Ueberschuß einer Verloosung beim Tanzkränzchen der Leber Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben bearbeiter 18,00. Kommission der Bildhauer inklusiv 1 Referat Ichäftigten Arbeiter. Wtontag, den 6. April, in Feuerstein's oberem Saal, rechnung vom Rosenthal'schen Streit; Verschiedenes und Fragetasten. Alte Jakobstraße 75. 1. Bericht der Delegirten vom 8. Verbandstage; 2. Ab 7,00) 25,00. Puttkamerstr. 7-, 50, 28.-, 23. Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. " Heute liegt darüber noch folgendes Telegramm por: Philadelphia, 3. April. Nach später eingegangenen Nachrichten aus Morewood sind noch zwei der streikenden Arbeiter an ihren Wunden gestorben. Die Arbeiter drohen mit Repreffalien eine", Abends 9 Uhr, im Lotale des Herrn Bechlin, Hornfir. 11. und ist deshalb eine Abtheilung Truppen nach Moorewood ge- efe- und Distutirtlub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißensee, Möllte- u. Lefe und Distutirklub euerbach" fun Lotale des Herrn Schröder, Reichenbergerfir. 24. Zimmerleute! Generalversammlung d. Freien Vereinigung am Montag, den 6. April, Abends 8 Uhr, in Rehlitz' Salon, Bergstr. 12. 2.- D.: 1. Vortrag und Diskussion über:„ Rußland und die Nihilisten". Referent: Genoffe Baginski. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1891 und vom Stiftungsfest. 3. Verschiedenes.-Pflicht eines jeden Zimmerers ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen.[ 352/9] Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend 816/6 am Dienstag, den 7, April, Abends 7 Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstr. 77-79. Zages Ordnung: = 1. Die Ursachen der Arbeitslosigkeit.( Regierungs- Baumeister Kessler.) 2. Bericht der Delegirten von der letzten Bau- Arbeiter- Konferenz. 3. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen in dieser Versammlung bittet C. Thieme. Gauverein Berliner Bildhauer! Außerordentliche Generalversammlung am Dienstag, den 7. April, Abends 1/29 Uhr, bei Gaillard, Brinzenstraße Nr. 87, Hof part. Aeußerst wichtige Tagesordnung.- Das Mitgliedsbuch legitimirt. Außerdem werden alle Mitglieder dringend ersucht, ihre genauen Adressen dem Verwalter mitzutheilen. Der Vorstand. General- Versammlung 116/12 des Vereins der Lithographen, Steindrucker, und Berufsgenossen Deutschlands am Sonntag, den 5. April, Vorm. 10% Uhr, in Joël's Fest- Sälen( früher Steller), Andreasstraße 21. Zages Ordnung: = 1. Zweck und Ziele des Vereins. Referent: 0. Sillier. 2. Diskussion. 3. Wahl des Zentralvorstandes. 4. Stellungnahme zum Zentral- Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 281/12 Eintritt nur für Mitglieder gegen Vorzeigung der Quittungskarte über entrichtetes Einschreibegeld. Kollegen, welche schon ihr Einschreibegeld bezahlt und noch nicht im Befiß ihrer Quittungskarte sind, können dieselbe am Eingang des Saales in Empfang nehmen, auch werden dort Mitglieder aufgenommen. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung wird um recht regen Besuch und weiteste Verbreitung des Vorstehenden gebeten. Der Einberufer: J. A.: B. Dübelt, Lithograph, Gräfestr. 31, v. III. Grosse öffentl. Korbmacher- Versammlung am Montag, den 6. April, Abds. punkt 9 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstraße 33. Zages Ordnung: 198/2 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Zubeil über den 1. Mai. 2. Diskussion. 8. Wahl eines Mitgliedes zur Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen aller Kollegen bittet Der Einberufer: Paul Brückner, Neue Jakobstr. 8. Grosse öffentl. Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 5. April, Abends 6 Uhr, n ,, Schmiedel's Fest- Sälen", Alte Jakobstr. 32. Tages Ordnung: 881/2 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Im Auftrage des Vertrauensmannes. Verkauf nur gegen Baar au streng fest. Preisen. Geschäfts- Häuser Paletots nach Maaß 45 und 35 M. N. Ghauseestraße 24a. Sohn SO. Brüdenstraße 8. 0. Große Frankfurterstraße 16. Troß gegnerischer Anfeindungen werden die Geschäfte früher H. 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April, Vorm. 11 Uhr, im Lokale des Herrn Maue, Hermannstraße 18. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Pöus. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet [ 107/4 Der Vorstand. Allen Arbeitern, Freunden und Varteigenossen, sowie den Mitgliedern der Freien Volfsbühne und Arbeiter- Bildungsschule 12b A. Spandauerbrücke 6, am hiesigen Blaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Schuh- und Stiefel, bie gut halten, billigst Tapeten der Jeber Kunde hört die reine Wahrheit über unsere nur reellen Waaren. Eigene Werkstätten Anzüge nach Maß 45 und 36 Mr. Achtung! Klavierarbeiter und verwandte Berufsgenossen! Saarbrüder Tapetenfabrika& Co. haben die Arbeiter wegen von 12 Pfg. an bis zu den hochfeinsten Wachstuche, Ledertuche zc. sehr billig 49/50 Chauffeestraße 49/50. ( Ecke der Wöhlertstr.) 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S.W. täglich erscheinend. Wissenschaftliche Revue. Die Nene Zeit." Chef- Redakteur: Karl Kautsky. Ständige Mitarbeiter: A. Bebel. E. Bernstein. M. Schipper. Erscheint wöchentlich in Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Zeitungen. Bielefeld Volkswacht" Obernthorwall 23. " Brandenburg Volksblatt für Ost- und Westhavelland" " ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 33. Braunschweig Braunschw. Voltsfreund" Kannengießerstr. 18. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Martiniftr. 44. Breslau„ Schlesische Volkswacht" Weißgerbergasse 64. Chemnit Die Presse" Gartenstr. 16. 27 Sonnabend, den 4. April 1891. Alle 6 Wochen erscheint: Berlin Die Jugend." Eine Schrift zur Unterhaltung und Belehrung für Söhne und Töchter des arbeitenden Voltes. Elisabeth- User 55. Wikblätter. München Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 6, Erscheint monatlich einmal. Stuttgart„ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Erscheint alle 14 Tage. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg Der Gesellschafter" Große Theaterstr. 44. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse in Deutschland. II. Quartal 1891. Dreimal wöchentlich erscheinend. 8. Jahrg. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir je zu Beginn des Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vormerkung mit theilen zu wollen. Berlin SW ,, Razbachstraße 9, I. Der Parteivorstand. Lokal- gifte. Die Lokalkommission veröffentlicht nachstehend die Liste der Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich hergeben und bemerkt hierzu, daß diefelbe mit event. Abänderungen abgedruckt wird, ferner, daß Veröffentlichungen in Bezug auf die Lokalfrage nur von den Herren Wilhelm Werner, ElisabethUfer 55, August Insinger, Krautsstraße 48, und Otto Seindorff, Langestraße 70, auszugehen haben. Alle event. Ünregelmäßigkeiten sind an die genannten Herren zu berichten. Die Lokalliste tst bis auf Weiteres die folgende: Aftienbrauerei Moabit. Albrecht, Schönhauser Allee Nr. 103. ( Jäger- Haus.) Arminhallen, Kommandantenstr. 17. 6. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbraueret, Rixdorf. Beyer, Neue Grünftr. 14. Bielefeld, Hasenhaide( Neuer Spreewald). Bockbraueret, Tempelhofer Berg. Cöthen„ Volksblatt für Anhalt". Magdeburg, Schmiede- Leipzig- Renduit„ Der Correspondent" für Buchdrucker Böhmisches Brauhaus. hofstraße 5/6. Darmstadt Hessische Volksstimme" Schirmgaffe 16. Dortmund Westfälische Freie Presse" Lindenstr. 25. " " Dresden Sächsische Arbeiter Zeitung" Gerbergasse 1. Elberfeld Freie Presse" Kleine Klozbahn 10. Frankfurt a. M. Frankfurter Boltsstimme" Mainstraße 15. Fürth Fürther Bürger- Zeitung". " Geestemünde„ Norddeutsche Volksstimme" Schulzstr. 16. Halle a. S. Voltsblatt für Halle" Bölbergaffe. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Hanau Hanauer Bolts- Zeitung" Langstr. 40. Hannover Volkswille" Marktstr. 45. " Leipzig„ Der Wähler" Dörrienstr. 9. Magdeburg Volksstimme" Schmiedehofstr. 5/6. Main Mainzer Volkszeitung" Deutschhausgäßchen 1. Mannheim Boltsstimme" T. 8. b. 4. Münden Münchener Post" Senefelderstr. 4, I. Nürnberg Offenbach Fränkische Tagespost" Weizenſtr. 12. Offenbacher Abendblatt" Frankfurterstr. 36 Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. inse Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. 81 Bant Norddeutsches Boltsblatt" Adolffir. 1. Berlin Volksblatt" für Teltow- Beeskow- Charlottenburg, Oberund Nieder- Barnim, Elisabeth- Ufer 55. Burgstädt Die Voltsstimme" Augustusstraße. " " Caffel Boltsblatt für Seffen" Schäfergasse 26. Dortmund Boltsstimme". Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. Düsseldorf Düsseldorfer Arbeiter- Zeitung" Neuftr. 49. Erfurt Thüringer Tribüne" Gartenstr. 7. Frankfurt a. O.„ Märkische Volksstimme" Junkerstr. 13. Gelsenkirchen Gelsenkirchener Arbeiter Zeitung" Friedrichstraße 47. = Gotha„ Gothaisches Voltsblatt" Kinsleberstr. 11. Hagen Hagener Arbeiter Zeitung" Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. Iserlohn Märkische Arbeiter- Beitung" Grabenstr. 56. Mülhausen i. E.„ Elsaß- Lothr. Voltszeitung" Burggasse. Offenburg i. B." Boltsfreund" Meggerstr. 208. " Ottensen Norddeutsche Volks- Beitung" Gr. Rainfir. 23. Plauen i. V. Vogtländisches Voltsblatt" Fürstenstr. 82. Riesa Der Volksfreund" Albertplag 6. " Solingen Bergische Arbeiterstimme" Raiserstr. 29. " Saalfeld Saalfelder Volksblatt" Rosmarinfir. 15. Stettin Stettiner Volksbote". " Stralfand Stralsunder Volksstimme". Wilkan Allgemeiner Anzeiger" Kirchbergerstr. 189. Britz Der Boltsbote" Neumarkt 38. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Crefeld Niederrheinische Wolfstribüne" Grabenstr. 58. Sera Reußische Tribüne" Kurzestr. 16. " " Bln Kölner Arbeiter- Zeitung" Thieboldsgasse 66. angenbielan Der Proletarier aus dem Eulengebirge". Nordhausen„ Nordhäuser Volksblatt" Altendorfstr. 16. Rudolstadt Thüringer Wolfsblatt" Unt. Marktstr. 35. Sonneberg Thüringer Wolfsfreund" Köhlerhof. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Altenburg Der Wähler" Brüdergaffe 2. " Baut Die Nord- Wacht" Adolfstr. 1. " Berlin Berliner Bolts- Tribüne" Elisabeth- Ufer 35. Braunschweig„ Der Landbote" Kannengießerstr. 13. Breslau Schlesische Nachrichten" Weißgerbergasse 64. Dresden Mitteldeutsche Arbeiter- Beitung" Gerbergasse 1. „ Oberlaufizer Arbeiter- Beitnng" " Halberstadt Sonntags- Zeitung" Grudenberg 3. München Arbeiter- Beitung" Senefelderstr. 4, I. Nürnberg Arbeiter- Chronit" Weizenſtr. 12. " Bayrisches Wochenblatt" Weizenstr. 12. Beite Glückauf" Neumarkt 38. " Alle 14 Tage erscheint: Dresden„ Lichtstrahlen", Blätter für volksverständliche Wissenschaft, Annenstr. 47. Stendal Altmärkt. Sozialdemokrat" Schönebeckerstr. 16. Konstantinstr. 8. Wöchentlich erscheinend. Berlin Der Bauhandwerker" S. Urbanstr. 124, Qugb. IV. „ Solidarität"( für Vergolder) S. Urbanstr. 124, Q. IV. " Der Fachgenosse"( für Graveure, Biseleure 2c.) Andreasstr. 63. ,, Allg. Fahr Zeitung" Schüßenstr. 58. 31 Der Gastwirthsgehilfe" Annenstr. 14. Die Einigkeit"( für Hausdiener 2c.) Elisabethufer 55. Berlin- Riedorf Vereins- Anzeiger für MaIer", Pring Handjernstr. 87p. Burgstädt„ Der Textilarbeiter" Augustusstraße. Gelsenkirchen„ 3tg. der deutschen Bergarbeiter" richstraße 47. Böyor's Braueret. Bolzmann, Andreasstr. 26. Braueret Tivoli, Kreuzberg. Brauerei Königstadt. Brauerei Friedrichshain( Sips). Braueret Friedrichshöhe( Babenhofer). Brauerei Pfefferberg. Bräuer, Gr. Frankfurterstr. 74. Buß Galon, Gr. Frantfurterfir. 87. Buggenhagen, Mortyplay. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Konzertpart Oftend, Frankfurter Allee. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. Deutsches Volkstheater, Schönhauser Gisteller- Stablissement, Chauffeestraße. Elysium, Landsberger Allee. Allee. Feen- Palast, Wolfgangftraße. Feldschlößchen( Müller), Müllerstr. 142. Feind, Weinstr. 11. Feuerstein's Salon, Alte Jakobsir. 75. Freischüß", Fruchtstr. 86a. Friedaillard, Pringenftr. 87. Gebrandt, Gerichtsstr. 10. Krieger's Salon, Wafferthorstr. 69. Krüger's Bierhallen, Frantfurterfir.102. Kuhlmey's Gesellschaftshaus, Rösliner straße 17. Meißner, Gartenstr. 162. Minner, Rosenthalerstaaße. A. Möwes' Gesellschaftshaus, Fichte straße 29. Müller, Johannisfir. 20. „ Neues Gesellschaftshaus"( Reinhardt), Hasenhaide 57. Neustädtischer Boltsgarten, Prostauer straße 11-12. Norddeutsche Braueret, Chauffeeftr. 68. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Drschel, Sebastianstr. 39. Barlamentshalle, Landsbergerstr. 86. Nau's Salon, Stalizer. 125( Wolf u. Strüger). Reichert, Müllerstr. 7. Retschach'scher Brauerei Ausschank W. Mehliz, Bergfir. 12. Renz' Salon, Naunynfir. 27. Mennefahrt's Salon, Dennewitzfir. 13. Reyer, Alte Jakobstr. 83. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schübenhaus. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenfir. 16. Sanssouct, Rottbuserstr. 4a. Scheffer's Salon, Snfelstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. ( Stralau- Rummelsburg). Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Schmiedel's Salon( Orpheum), Alte ftraße 79. Gnadt, Brunnenstr. 38. Gotha Schuhmacher Fachblatt" Hamburg„ Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Gründet, Dresdenerstr. 116. " Rosenstr. 35. Die Arbeiterin" Rosenstr. 85. Fachzeitung für Drechsler" St. Georg, an der Roppel 79 I. Hamburg Der Grundstein"( für Maurer) Fürstenplay 2, I. ,, Bruder Schmied" Brüderstr. 10. Fachzeitung für Schneider" Rosenstr. 35. Neue Tischler- Zeitung" Eimsbüttel, Bismarckstr. " Der Zimmerer" Rosenstr. 85. Leipzig„ Der Gewerkschafter"( f. Cigarrenarbeiter) Dörrienstraße 9. : „ Reform"( für Buchdruck e r) Ulrichsgaffe 27-29 I. München„ Deutsche Böttcher Beitung" Senefelderstr. 4. Nürnberg Deutsche Metal Iarbeiter- Beitung" Weizenstr. 12, Stuttgart„ Buchbinder Zeitung", Heusteigstr. 30. " Monatlich dreimal erscheinend. Arnstadt„ Der Handschuhmacher." Altenburg Correspondent für Hutma cher" Moritstr. 22 1. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenoffe"( für Glas, Porzellan und Thonwaaren- Arbeiter) Wilsdrufferstr. 50. M Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg Fachblatt d. Mühlen arbeiter" Cotterigerstr. 201, 11. ,, Vereinsblatt der Weißgerber", Schützenstr. 16. Berlin Deutsche Bäcker Zeitung" Coloniefir. 20. " Organ für Bildhauer" Stralauerstr. 11, Allgem. Da ch decker Zeitung" RI. Markusstr. 10. Raufmännische Rundschau" S. Böchstr. 21 IV. r. ,, Gentralblatt der Pantinenmacher" Mariannenstraße 5. Allgem. d. Sattler Zeitung" Friedrichstr. 96 Hof 11. ,, Der Deutsche Steinfeger" Rosenthalerstr. 5. Dresden Der Barbier und Friseur"( für die selbständigen antizünstlerischen Meister) Pragerfir. 46. Gerechtigkeit"( für Werft- u. Hafenarbeiter. Hamburg " Stubbenhuk 22 III. Der Gerber" Rosensir. 35. ,, Der Gold arbeiter" Gründer's Salon, Schwerinstr. 13. Sabel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Hensel, Brunnenstr. 120. Berzog, Memelerstraße," Deutscher Kaiser". Herzog, Stromsir. 28. Seydrich's( Norbert) Säle, Beuthstraße 18-21. Fritz Flges, Wilsnackerstr. 63. Industrie- Hallen, Mariannenstr. 31-32. Joel( früher Keller), Andreasstr. 21. Steller's Sosjäger, Inh. A. Fröhlich, Dajenhalbe, Keller, Bergstr. cs. Königshof, Bülowstraße. Klein's Festfäle, Oranienfir. 180. Kltem, Hafenhaide. nebet, Badstr. 58( neben Weimann's Königsbant, Gr. Frankfurterfir. 117. Bollsgarten). Jafobstr. 32. Schnegelsberg's Salon, Jahnfir. 8. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178( Weddingpark). Schwarzmüller, Kolbergerstr. 23. Silber's Salon Schwebterstr. 24. N. Seefeld, Grenadierfir. 38. Specht( Braueret Ausschank), Neue Jakobfir. 26. Süd- Ost, Waldemarfir. 73. Thalia, Lichtenbergerstr. 16. Unionsbrauerei, Safenhaibe. Bereinsbraueret,( Dirdorf). Vittoriabraueret, Lügemfiraße. Bittoria- Salon, Berlebergerfir. 13. Boltsbrauerei( Moabit). Wedding- Kafino, Schulstr. 29. Weigt, Wartgrafenstr. 87. Wilfe Hochstr. 32 a. Wollschläger, Blumenftr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelfir. 9. Wuttte, Friedrichsbergerst. 20. Bemter, Münaftr. 11. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir die Parteigenossen, genau auf diese Liste zu achten, besonders machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsehung von Ver gnügungen auf diese Liste Bezug zu nehmen. Nach näherer Rücksprache mit dem Direktor des Feen- Palastes erklärte derfelbe, daß Versammlungen von über 1200 Personen unentgeltlich abgehalten werden können, bei schwächerem Besuch Bormittags der Saal für alle Versammlungen unentgeltlich frei100 M. für Beleuchtung; hingegen an Sonntagen und Feiertagen steht. Ferner geben wir bekannt, daß mit den Lokalbefizern Joel und Schnegelsberg wegen der dort vorgekommenen Unannehm lichkeiten Unterhandlungen im Gange sind und diese Angelegen heiten in furzer Zeit geregelt werden. Werner. Heindorff. Insinger. Gerichts- Beitung. A Die für die Weißbier Wirthe so wichtige Frage, ob ein Wasserzusatz zum Weißbier gestattet ist oder nicht, beschäftigte gestern noch einmal in eingehendster Weise die Berufungs- Straftammer des Landgerichts I. Es waren fünf Sachverständige geladen worden, welche in ihren Gutachten weit auseinander gingen. Der Schankwirth Bärwald war vom Schöffengerichte des Vergehens gegen das Nahrungsmittel Gesetz für schuldig er achtet und zu einer Geldstrafe verurtheilt worden. Der Gerichtschemiker Dr. Bischoff hat von dem Angeklagten Weißbier bezogen, welches nur 7,7 Grad Stammwürze enthielt, und da der Sachverständige 10 Grad Stammwürze als Grundlage verlangt, um Weißbier als unverfälscht bezeichnen zu können und ein Weißbier von nur 8 Grad Stammwürze die Bezeichnung„ Bier" überhaupt nicht mehr verdiene, so ist gegen Bärwald Anklage erhoben worden. Der Angeschuldigte gab an, daß er sein Weißbier aus der Goeroldt'schen Brauerei in Moabit bezog und zwar in " Deutsche Mechaniker- Zeitung" Rosenstr. 35. balben Tonnen zu 75 Litern. Diese Flüſigkeit hat er wie üblich während 3 Tagen in einem offenen Zober gähren lassen, bann " Der Schiffszimmerer" Rosenstr. 35. 15 Biter Jungbier, bas er ebenfalls aus der Goeroldt'schen „ Der Schlosser u. Maschinenbauer" Hammer brookstr. 86, Haus 5. Vereinsblatt der Biegel ei Arbeiter" Rosenstr. 35. Tapezirer Zeitung" Ederstr. 19. " Der Kürschner" " " Der Kupferschmied" Sophienstr. 37 St. Pauli. : IV. Brauerei bezog und 15 bis 20 Liter Wasser zugesetzt. Diese Mischung ist dann auf Flaschen gezogen und nach beendeter Dr. Bischoff ist der Ansicht, daß der Angeklagte gegen 80 Liter Nachgährung zu 10, beziv. 20 Pf. pro Flasche verkauft worden. Hannover Wasser zugesetzt haben muß, da das aus der Brauerei bezogene Banan Abamas"( für Diamantschleifer). Erscheint drei- Bier 10,21 pét. Stammwürze enthielt. Der Angeklagte blieb sprachig in Antwerpen. Deutsche Redaktionsadresse: er von dem Brauereibesitzer ,, Brauerei Weismantel, Schnurgasse". müsse und hierin wurde Goeroldt unterstützt. Der Lettere erklärte, daß man einen UnterLeipzig- Schkendi„ Graphische Presse" Wurzen, Schrotstr. 7. fchied machen müsse, ob man eine Weiße von Clausing oder Wiesbaden Der Glaser" Helenenstr. 26. Monatlich einmal erscheinend. dabei, daß er einen Wasserzusatz für nothwendig halten Haase oder in einem Schanklokale in Moabit, wie der Angeklagte eines beseffen, genieße. Der Leytere habe Arbeiter zu Kunden gehabt, welche des Tags über vor den Defen der Borsigschen Fabrik arbeiten, diese wollten ihren Durst in schneller Weise mit Hamburg Der Bürsten- und Pinsel macher" Rosenstr. 35. einem leichten Bier löschen und sich nicht den Magen voll RohlenGärtner Zeitung" Rosenstr. 35. Der Holzarbeiter" Rosenstr. 35. " Der Kundschafter"( für Barbiergehilfen) Reichenstr. 62. fäure pumpen. Anders bei Clausing oder Haafe, wo gewiegte Bierkenner stundenlang bei einer gehaltvollen Weißen sizen. Er balte einen Waffergusay, wie der Angeklagte ihn einräume, für Gr. Durchaus geboten und den Preis von 20 Pf. für eine ganze Flasche als einen angemessenen. Großbierverleger Heyden, als zweiter Sachverständiger, werde. werden. vernommen. Die heute tagende Mitgliederversammlung des Arbeiter bildungs- Vereins für Friedrichsfelde und Umgegend erklärt sich mit den Beschlüssen des Arbeiterkongresses zu Paris einverstanden, nimmt den Vorschlag der Fraktion, die Maifeier am ersten Sonntag im Mai zu begehen für dieses Jahr an, mit dem Bemerken, daß die Regelung der Maifeier in den fünftigen Jahren den nächsten Parteifongressen überlassen bleiben muß." Nachdem noch einige Angelegenheiten erörtert worden, schloß die Versammlung. " stand auf dem entgegengesetzten Standpunkt. Ein Wasserzusatz Die Versammlung war berufen um zu entscheiden, was mit den Hoffnung. Unter Anderem stand auf der Tagesordnung: | sei weder nothwendig noch zulässig. Man könne auch für 20 Bf. zwei rothen Bannern, einer rothen Fahne und einer Büste Stellungnahme zum 1. Mai." Nach einer lebhaften Debatte eine unverfälschte Weiße liefern, wie es seitens vieler Verleger werden sollte, welche seit 1878 vor den Polizeiarmen des wurde eine vom Genossen Baum eingebrachte Resolution an auch geschehe. Wenn ein Wirth durch Aushang eines Platats in Sozialistengefeßes bis jetzt verborgen waren. Sollege Steinberg genommen, welche lautete: seiner Gaststube den Kunden bekannt gebe, daß er Bier aus der führt in Kürze aus, wie 1871 ein Verein der Affordträger und Landré'schen Brauerei beziehe, so erwarten die Konsumenten auch, Bau- Arbeiter gegründet wurde, wie nach einiger Zeit die Mädchen daß sie Bier erhalten, wie es auch aus jener Brauerei geliefert und Frauen der Angehörigen desselben die rothen Banner u. f. w. dem Verein schenkten und wie dann die Fahnen bei Beerdigungen Dr. Bischoff unterstützte diese Ausführungen und hielt und Festen bis zum Jahre 1878 benutzt wurden. Redner kommt einen Wasserzusaz ebenfalls nicht für erforderlich. Das Pro- zu dem Schluß, daß die Banner u. s. w. der Freien Vereinigung dukt, welches in der Brauerei erzeugt werde, müsse maß der Bau- Arbeiter Berlins überwiesen werden müßten. Es gebend sein und jedenfalls müsse ein Wasserzusatz deklarirt sprachen sich in diesem Sinne noch die Kollegen Gadegast, Deredder, Unterlauf, Noack, Rennthaler u. a. m. aus, dann Dr. Jeferich vertrat einen anderen Standpunkt. Er halte wurde dieser Vorschlag einstimmig angenommen. Die Unkosten, einen Wasserzusatz innerhalb gewiffer Grenzen für zulässig und welche für Reinigung und Aufbewahrung entstanden sind, hat Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins polizeilich aufgelöst, Schöneberg, 1. April. Am 16. Februar wurde hier eine ein Weißbier, welches 7,7 pet. Stammwürze enthalte, verdiene der Verein zu erstatten. Mit einem Appell an alle diejenigen, weil es immer noch den Namen Bier. Wenn eine Brauerei 10 prozent. welche noch der Freien Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins Die Polizeistunde, welche die nach des Tages Arbeit der Ruhe Zeit sei, nach Hause zu gehen( um 10 Uhr 5 Minuten). Bier liefere, wofür die Verleger mit Fug und Recht 25 Pf. pro ferne stehen, sich derselben anzuschließen und mit einem Hoch auf bedürftigen Bürger um 10 Uhr nach Hause gehen heißt, gilt nach Flasche verlangten, so sei es durchaus angemessen, wenn für die Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die Versaminlung. 8 prozent. Bier 20 Pi. gefordert würde. Er könne einen Wasserder Auffassung des betreffenden überwachenden Polizeibeamten, zusaz aber schon um deswillen nicht für eine Nahrungsmittel- Glaceehandschuhmacher. Am 3. Osterfeiertag fand eine bezw. feines nächsten Vorgesetzten, auch für Versammlungen. Die Berfälschung bezeichnen, weil Weißbier als obergähriges Bier öffentliche Bersammlung der Glaceehandschuhmacher Berlins statt. Auflösung erregte vielfach Kopfschütteln. überhaupt noch nicht als fertiges Produkt anzusehen sei. Als Das Referat über„ Verkürzung der Arbeitszeit" hatte Genosse Jezt hat der Landrath des Kreises Teltow, Herr Stuben letter Sachverständiger wurde der Schankwirth Wehse Koblenzer übernommen. Derselbe führte in flarer, verständiger rauch, auf die selbstverständlich eingelegte Beschwerde geantEr erklärt sie für nicht begründet und stellt nunmehr Er fei seit vielen Jahren Weißbierwirth Rede uns vor Augen, daß es die erste und größte Pflicht der wortet. und gerichtlicher Sachverständiger und müsse mit aller Arbeiter wäre, zusammenzustehen, sich überall fest zu organisiren, überhaupt den Grundsay auf, daß auch Versammlungen Entschiedenheit behaupten, daß durchaus erforderlich sei. ein mäßiger Wasserzusatz den Gegner fennen zu lernen und zu bekämpfen. Mit einem Hin zur Polizeistunde geschlossen werden müssen Kein Weißbier Trinter werde weis auf die Pflicht eines Jeden, mit seinen Arbeitsbrüdern sich im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung." dadurch getäuscht, der Wasserzusatz sei von Alters her üblich und solidarisch zu erklären, und sich der allgemeinen Gewerkschafts- Es braucht kaum ausdrücklich bemerkt zu werden, daß die werde bestehen bleiben trotz des Nahrungsmittel- Gefezes. Bewegung anzuschließen, schloß der Redner seinen durch reichen Sache hiermit noch nicht erledigt ist. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Leonhardt Fried- Beifall belohnten Vorfall. Nach darauf folgender Diskussion ge- historiker aber wird mit einem eigenartigen Interesse die Zumann, führte aus, daß bei dem Mangel eines Biergeseges, wie langte folgende Resolution zur Aunnahme: In Erwägung, daß stände jener Tage erforschen, an denen Arbeiter- Bildungsvereine es in Bayern bestehe und welches jedem Brauer den Stamm wir erkennen, daß nur durch eine gesetzlich geregelte Arbeitszeit die unter die Polizeistunde gestellt wurden. würzegehalt seines Bieres vorschreibe, die Ansichten in der vor- Lage aller Arbeiter verbessert werden kann, und unter den heutigen liegenden Frage immer auseinandergehen würden. Er halte weder Verhältnissen der achtstündige Arbeitstag genügt, allen Anforde objektiv noch subjektiv eine Verfälschung von Nahrungsmitteln für rungen der Kultur gerecht zu werden, beschließt die heutige BerBriefkaffen der Redaktion. vorliegend und beantrage deshalb die Freisprechung des An- fammlung, sich so fest als möglich zu organisiren, und sich soligeklagten. A. A. 100. Ohne Einsicht in die Statuten der freien Der Staatsanwalt stellte sich dagegen auf darisch mit der allgemeinen Arbeiterbewegung zu erklären, und den Boden der Sachverständigen Dr. Bischoff und Heyden, er sich darum der von der sozialdemokratischen Fraktion vorge K. H., Marne. 1. Ihre drei ersten Fragen können wir bat, das erste Urtheil aufrecht zu erhalten und die Berufung schlagenen Demonstration anzuschließen. zu verwerfen. Der Gerichtshof erklärte, daß bei den wider- Es wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, den ohne Kenntniß des Ortsstatuts resp. der dortigen Polizeiverord [ prechenden Gutachten der Sachverständigen eine Entscheidung da 3. Mai zu feiern und am 1. Mai pro Mann 1 M. an die Ge- nungen nicht beantworten. 2. Sie bedürfen keiner polizeilichen hin, ob in objektiver Beziehung eine Nahrungsmittel- Berfälschung wertschaftskommission zu zahlen. Das gewählte Bureau wurde Genehmigung, um für eine öffentliche Versammlung Eintritts geld erheben zu fönnen. Die Versammlung braucht nur, wie vorliege oder nicht, überhaupt nicht habe getroffen werden können, beauftragt, diese Sache zu regeln. Nachdem der Vorfizgende noch jede andere, angemeldet zu werden. 3. Obgleich Sie nicht der jedenfalls habe dem Angeklagten aber nicht die Absicht inne ge auf die" Freie Volksbühne" aufmerksam gemacht und zum regen Gewerbesteuer unterliegen, mußten Sie doch den Beginn Ihres wohnt, das Publikum zu täuschen und schon aus diesem Grunde Beitritt aufgefordert hatte, erfolgte der Schluß. habe das erste Urtheil aufgehoben und der Angeklagte freigesprochen Gewerbebetriebes dem Magistrate anzeigen. Wir rathen Ihnen, werden müssen. Den Genossen des 2. Berliner Reichstags- Wahlkreises dies alsbald nachzuholen. Die Strafe fann, da ja eine Defrau Die für die Weißbierwirthe so wichtige Frage bleibt somit zur Kenntnißnahme, daß ich meine Wohnung von der York- dation der Gewerbesteuer nicht stattgefunden hat, nur gering ausstraße 71 nach Berlin W., Potsdamer str. 86a, 2. Hof, 1 Tr. fallen. verlegt habe. Berlin, 1. April 1891. Ferd. Kleinert, C. W. 1. Wenn das Dienstmädchen sich den kranken Fuß bei Gelegenheit dienstlicher Verrichtungen und ohne eigene Schuld zus gezogen hat, so muß die Herrschaft die sämmtlichen Kurkosten Der Arbeiterbildungs- Verein für Friedrichsfelde und tragen ohne Rücksicht auf die Länge der Zeit. 2. Lohn kann da Umgegend hielt am 19. März seine Mitgliederversammlung ab. gegen das Mädchen nur für die Zeit beanspruchen, während der Eine öffentliche Versammlung der Bau Arbeiter Die Genossen Voigt, Kuppermann und Frenzel es im Dienst war. 3. Dienstmädchen sind nicht frankenBerlins tagte am 29. März unter Vorsitz des Kollegen Noack. hielten jeder einen kurzen Vortrag über Glaube, Liebe und versicherungspflichtig. immer noch eine offene. Versammlungen. % Vertrauensmann des 2. Berliner Wahlkreises. Der fünftige Kultur Hilfskaffe können wir Ihre Fragen nicht beantworten. zin von Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin Heimstraße SO. 5. Reidenbergerstraße 5. So. Schuhmacherei seiniraje von 18. Wilh. Herbach. Heimstraße 18. Schuhwaarenlager] Anfertigung eigener Fabrik von Schuhwerk nach Maaß, für und aus den renommirtesten Fabriken Fußleidende der Form des Fußes des In- und Auslandes. und den Moden entsprechend. Reparaturwerkstatt im Hause. Grundsäße: Solide Waare. Mäßige, aber feste Preise. Gegründet 1873. !!! Billig und gut!!! fauft man in der Herren- u. Knaben- Garderoben- Fabrik v. Adolf Gerechter, quelle. Bezugs Direkte Fabrik und Lager: Spandauer- Strasse Nr. 36 u. 37, erste Gtage. Potsdamerstraße Nr. 57-59, lawr. 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