Nr. 294. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 m, wöchentlich 28 Bfg. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Big. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Einget:. in der Boft Beitungs- Breislifte für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg.. für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Ubr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition in an Wochentagen bis 7 or Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Wormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 890 Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Klebegesek in Preuken. Freitag, den 15. Dezember 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Diesen Leuten würde der größte Gefallen gethan, wenn Uebertragung der Invaliditätsversicherungs- Geschäfte an die nicht blos der„ unhaltbare Mechanismus", wie der Abg. Krankenkassen in Sachsen, Thüringen, Württemberg, Baden, von Staudy sagte, sondern die ganze Versicherungs- Gesetz- Hessen, Braunschweig und den Hansastädten ist nur eine halbe gebung in der Versenkung verschwände. Wenn sie es auch Maßregel, wie die ganze Versicherfing selbst. Wenn man gegen Flickarbeit ist bis jetzt die ganze deutsche Arbeiter- nicht aussprechen, so steckt doch dieser Wunsch in den ge- die Verschmelzung der Verwaltung der drei Versicherungsversicherungs- Gesetzgebung gewefen, und Flickarbeit wird heimsten Falten ihres Herzens. Bezeichnend dafür war der arten einwendet, es müßte dann erst eine einheitliche Aufauch jede Aenderung an derselben sein, die in absehbarer Ausspruch des Zentrumsmannes Aichbichler:" Aufheben bringung der Mittel für die drei Versicherungen gefunden Zeit zu erwarten ist das haben die Debatten im kann man das Gesetz nicht, weil inzwischen Rechtsansprüche werden, so ist zu erwidern, daß die einheitliche Aufbringung Reichstag vom legten Sonnabend über die ultramontanen entstanden sind." Wäre dieses Hinderniß nicht, so könnte längst da ist, wenn auch nicht in der Form, so in der und tonservativen Anträge zur Invaliditäts- und Alters- das ganze soziale Reformwerk" zum Teufel gehen. Sache: die Arbeiter tragen den Haupttheil, selbst bei der versicherung wieder bewiesen. Ein Fehler zieht den anderen Die Arbeiter befinden sich dem gegenüber in der vor Unfallversicherung, wo der Unternehmer scheinbar die Um nach sich. Wenn man zuerst etwas thut, das ein Uebel theilhaften Lage, die Auseinandersetzungen zwischen Unter- lagen allein aufbringt. Es wird doch alles abgewälzt auf nur bepflastern und verkleistern soll, so kann man später nehmer und Staat als schadenfrohe Dritte mit ansehen zu die Löhne. Man könnte also ruhig einen dicken Strich nicht mehr schneiden oder gesund machen wollen, denn können. Da sicher auch nicht ein einziger Arbeiter der durch all die Drittel machen und die Versicherungsdamit würde ja das erste Pflaster zum Teufel gehen. Man Sozialdemokratie durch die Versicherungsgesetze abspänstig mittel durch einen Zuschlag zur Steuer aufbringen. fann eben in diesem System immer nur neue Pflästerchen gemacht wird, so hat sich die Regierung mit ihren sozialen Selbst den Unternehmern wäre dies statt der jezigen neben und auf das alte setzen. Wer die erbärmliche Lage des Pflästerchen glücklich zwischen zwei Stühle gejezt und damit Blackerei annehmbar, wie aus der Debatte am Sonnabend Arbeiters im Alter und im Falle verminderter Erwerbs- unfreiwillig die Unmöglichkeit gedeihlicher Reform vom ganz deutlich herauszuhören war. Auf diesem Wege käme fähigkeit, die aus der heutigen Ausbeutungswirthschaft sich Boden der heutigen Gesellschaftsordnung aus bewiesen. man freilich nicht zu einer Ermäßigung der Beiträge, die ergiebt, mit Renten von ein paar hundert Mark heilen Andererseits hätten ja die Arbeiter manchen Verbesserungs- von den Besitzenden recht gut noch höher geleistet werden will, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel vorschlag auch zur Invaliditäts- und Altersversicherung zu können, sondern zu einer Erhöhung der Leistungen, die sind, der mag sich noch so sehr den Kopf zerbrechen: solange machen, da das Klebegesetz sobald noch nicht von der Ober- bitter Noth thut, wenn man die jetzigen Bettelrenten beer die Ausbeutungswirthschaft beibehält, wird er nie zu fläche verschwinden wird und für diese Zwischenzeit ein paar trachtet, von denen nur die elende Armenpflege profitirt, einem befriedigenden Resultat kommen. Die Arbeiter werden Verbesserungen im Interesse der betroffenen Arbeiter immer die wir jetzt haben. Der Wuft von Kasten", von dem der ihn auslachen, wie sie die heutige Gesellschaft mit ihren hin wünschenswerth wären. Bahlen ja doch die Arbeiter Ab g. Gamp bezeichnenderiveise sprach, das bureaukratische Blästerchen auslachen, und die Unternehmer werden über die Hauptkosten auch dieser Versicherung: ein Drittel direkt, Be stehen auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung, jede Belästigung durch die Pflasterthätigkeit murren; denn ein Drittel Staatszuschuß insosern, als sie mit den in sowie die unendlichen Kalkulationen über Beitragswochen wenn der Staat ihr Recht zur schonungslosen Ausbeuterei diretten Steuern das Hauptgeld dazu aufbringen, und wie und Aehnliches fämen dann auch in Fortfall und eine anerkennt, wie er es thatsächlich thut, so soll er fie doch oft das Drittel des Unternehmers schon zu Lohnbrückereien einzige Versicherungs Organisation, in der Hauptsache mit sonstigen Blackereien möglichst in Ruhe lassen. geführt hat, davon können sie auch ein Liedchen singen. billig von Arbeitern verivaltet, gespeist durch die mit Steuern erhobenen Mittel würde hundert Die legttägigen Verhandlungen des Reichstags Also die Arbeiter könnten schon eine bessere Versicherung den waren denn auch wesentlich von dem Unternehmer- brauchen, und aus der Praxis ihrer Kasseneinrichtungen, Mal besser für Krankheitsfälle, Unfälle, Invalidität und interesse nicht von irgend welcher Sorge für eine die lange, lange schon da waren, ehe die Regierung an Alter der arbeitenden Bevölkerung sorgen, als das SchreiberVerbesserung der Versicherunsleistungen im Intereffe Zwangskaffen dachte, hätten sie auch die nöthigen Er- und Beamtenheer, die Fluth von Papier, Tinte und Druckerder Arbeiter veranlaßt. Jenes gegen jede Arbeiter- fahrungen zu guten Verbesserungsvorschlägen. Aber es schwärze, welche die jeßige Versicherungs- Gesetzgebung in der versicherung gerichtete Unternehmerinteresse tam verschiedene ist ja so gut wie überflüssig, mit solchen praktischen Er- Hauptsache geschaffen hat. Die heitere Schlußnote für diese Betrachtungen hat, Male in den Sonnabendsdebatten zum offenen Ausdruck. fahrungen aus Arbeiterkreisen zu kommen, denn die Die konservativen und klerikalen Redner erklärten über Bureaukratie weiß doch immer Alles, Alles besser. wie schon so oft, Herr v. Bötticher am Sonnabend gebracht. von Bötticher hat am Sonnabend Er hält das verwickelte Beitragssystem für nothwendig, einstimmend, teine Anfrage sei in den Wahlversammlungen Staatssekretär häufiger an fie gestellt worden, als diejenige nach der Ab- gesagt, man man dürfte die Verwaltungskosten der In- weil die Reute nach Maßgabe der Beiträge steigen soll; sie schaffung des Klebegesetzes. Natürlich! Da sich die Ber- validitäts- und Altersversicherung nicht in ein Ber- darf keine Prämie auf die Faulheit sein". Wir sind der Per- validitätsfonen, welche Wahlversammlungen der klerikalen oder kon hältniß zu den Renten, sondern nur zu den Prämien unmaßgeblichen Meinung, daß der Staatssekretär davon, ob fervativen Politiker besuchen und gar als Redner dort bringen, hier betrügen sie nur 4,16 Prozent". Würde und wie viel Faulheit" in Arbeiterkreisen herrscht, wohl auftreten, wesentlich aus groß- und kleinkapitalistischen aber die Versicherung von Arbeitern für Arbeiter verwaltet, überhaupt keine Ahnung hat. Seine Vorstellungen von FaulKreisen rekrutiren, und da ein klassenbewußter Arbeiter dann wäre nicht einmal von diesen nur 4,16 Prozent" die heit stammen aus ganz anderen Regionen. Da mögen sie in solchen Konventikeln überhaupt nicht zum Worte Rede; die Arbeiter machten es billiger. Wenn es nach zutreffen. Er soll sie aber nicht auf die Arbeiter übergelassen wird, so wurden den Reichstags Kandidaten ihnen ginge, müßte zu allererst der unsinnige Apparat von tragen und eine Debatte über Versicherungs- Gesetzgebung Dieser bürgerlichen Klassen der Unternehmerschmerz über drei Verwaltungen für Invaliditäts, Unfall- und Kranken- mit solch' kindlichen Argumenten verschonen. die Versicherungsbeiträge in allen Tonarten vorgetragen und versicherung, die doch meist in einander greifen, sofort verdas getreue Echo hat der Reichstag am Sonnabend gehört. schwinden. Schon damit würden Millionen gespart. Die Nachdruck verboten.] Feuilleton. Skizzen M [ 33 21 D wurden, behandelte die Gesellschaft dies Sozialisten mit Am anderen Tage aber war die Presse gezwungen, die Herablassung, betrachtete sie als Phantasten und sym- naivsten Grimassen zu machen: anstatt des erhofften Frühpathifirte mit ihnen in einigen Beziehungen, weil jeder lings war der strenge Winter eingezogen. Dieses Mißvergebildete Mensch gerne für eine Verbrüderung der ständniß klärte sich bald auf, die Reaktion verfolgte ihren Menschen in ferner Zukunft schwärmt. Die Gesell Weg mit festem Schritt und die Gesellschaft schimpfte auf schaft sah von ihrer Höhe auf den Sozialisten herab die Sassulitsch und ihre Anhänger, als ob diese, und nicht wollte; da sie dies aber nur für eine phantastische Theorie seien, daß wieder neue Schläge den geduldigen Rücken des und keine wirkliche Ueberzeugung hielt, so dachte man, die Russen trafen. Jugend ergößt sich eben an allen möglichen phantastischen Der Uebergang der Sozialisten zum politischen Kampf, die Ausbreitung, Dingen, lebt sich aus und wird vernünftig. die Energie und Zähigkeit der aus der sozialistischen Bewegung und wußte, daß dieser die bestehende Ordnung umstoßen die slavische Unterwürfigkeit der Gesellschaft, daran Schuld in Rußland. ( Aus dem Russischen übersetzt.) Der Terrorismus der Regierung, welcher sich nach dem Attentate des Selowjem zu einer asiatischen Despotie entwickelte, Das Bestreben der Sozialisten sich dem Volke zu nähern, Terroristen zwangen die Gesellschaft, diese als eine Macht entfremdete sich auch die treuergebensten Anhänger. Der Be- wurde zuerst als ein findisches Vorgehen betrachtet, welches anzuerkennen, als die einzige Macht, die zu einem aktiven lagerungszustand, die Unterdrückung der Presse, die Ver- nie zu einem praktischen Resultat führen konnte. Einige Vorgehen befähigt war; aber der Druck, den die Regierung schiebungen auf administrativem Wege, die Todesstrafen mit und Erfolge der sozialistischen Propaganda im Volke, welche ausübte, überzeugte gleichzeitig die Gesellschaft, daß von ohne Beweise und das Spionirsystem, das die Gesellschaft um sich in einer gewissen Bewegung unter den Bauern bemert- Alexander II. die Einführung der Konstitution nicht zu ers gab, alles dieses erregte die Unzufriedenheit der treuesten An- bar machte, ließ die Gesellschaft die Gefährlichkeit dieses hoffen war. Zur selben Zeit, als die Gesellschaft ihre eigene hänger Alexander II. Die sympathische Erscheinung des tindischen Spieles erkennen. Die Gesellschaft hatte nichts Ohnmacht einsah, erschienen thatkräftige Männer, die das importirten Liberalen Bar- Befreiers wurde durch die finstere Figur des Zar- einzuwenden gegen die getroffenen Maßregeln, um diesem selbe anstrebten, wofür die Despoten verdrängt. Der Eindruck des Terrorismus der gefährlichen Spiele ein Ende zu machen, aber die schweren schwärmten. Wahr ist, daß diese Männer die KonRegierung war ein so tiefer, daß sich im Verhalten Strafen, die die Prapagandisten zu erleiden hatten, ärgerte stitution nur zu dem Zwecke anstrebten, um mit ihrer der Gesellschaft zu dem Attentate des Solowjew und zu fie doch. Hilfe den Samen des revolutionären Sozialismus in dem Bolte auszusäen, aber bis dahin hat es noch gute Weile. Was liegt daran, ob die Sozialisten die Konstitution als Mittel und die Liberalen als Ziel erstreben, beide erstreben man schimpfte über die Ungeschicklichkeit der Sozialisten. Das Attentat der Sassulitsch auf den Oberpolizeimeister doch nur das Gleiche. Dadurch entstand der natürliche Was den ersten März anbelangt, so wurde dieser Tag nicht Trepom machte auf diejenigen, denen dessen hartes Berfahren Wunsch, daß die Sozialisten Erfolge erringen möchten, allein von den Sozialisten gefeiert, die ganze Gesellschaft gegen Bogaljubom bekannt war, einen guten Eindruck. Dann, als und man sympathisirte mit ihnen und half ihnen freute sich darüber, daß sie von dem Zaren befreit war, diese Angelegenheit dem Geschworenengericht zur Aburthei- heimlich, was aber nur von geringer Wirkung war, die Furcht die Gesellschaft ängstlich gemacht der es verstanden hatte, zum Schluß seiner Regierung eine lung übergeben wurde, glaubte die Gesellschaft darin den da die Furcht die russischen Liberalen sind sehr vorsichtige Leute, große Unzufriedenheit zu erregen. Die Liberalen feierten den Wunsch der Regierung, mit den reaktionären Maßregeln hatte 1. März mit Festgelagen, bei denen der Champagner in ein Ende zu machen, zu erkennen und triumphirte über sie wouen nichts ristiren und sind bereit geduldig zu leiden, Strömen floß und genossen im Voraus die Kastanien, die die Freisprechung der Saffulitsch. Die Presse, die während die Kämpfer ihre Sache verfechten. Wenn diese fremde Hände für sie aus dem Feuer hatten holen sollen. nicht begriffen hatte, daß dieses Urtheil die Regierung den Sieg erringen, werden die Liberalen dann schon dafür Die Beziehungen der Gesellschaft zu den Sozialisten ärgern mußte, da dieselbe mit Bestimmtheit eine Versorgen, daß diese von der Herrschaft ausgeschlossen werden. waren, gleich denen zum Zaren, vielfachen Veränderungen urtheilung erwartet und nur aus diesem Grunde die Sache Dieser Art war die Sympathie der Gesellschaft zu den unterworfen. Anfangs, so lange die sozialistischeu Ideen dem Geschworenengerichte übergeben hatte, erging sich in Sozialisten. uur in den Kreisen der intelligenten Jugend kultivirt überschwänglichen Artikeln. Logisch denkende Menschen hätten begreifen müssen, der Explosion auf der Krasker Eisenbahn ein großer Unter- Man sollte ihnen lieber die Ruthe geben," sagte man schied bemerkbar machte; das Mißlingen dieser Explosion scherzend, als sie gleich zu 15-20 Jahren Zwangsarbeit zu rief nicht ein lebhaftes Gefühl der Freude hervor, sondern verurtheilen!" 01 Ausgezeichnet! A Ausgezeichnet!" Ausnahmegesetz gegen die An- Erhöhung der Einkommensteuer in den Einzelarchisten! schreit die bankrotte Bourgeoisie aller Länder im staaten. Nicht nur im Königreich Sachsen und in Dezember 1893. C'est excellent! Das ist ausgezeichnet! mit diesen Worten begrüßte Herr Arthur Meyer, einer der forruptesten und einfluß- Und Ausnahmegesetz gegen die Anarchisten! ist nur die Hamburg geht man an die Erhöhung der Einkommenreichsten Geschäftspolitiker Frankreichs, die rettende Nachricht Etikette für ein Ausnahmegesez gegen den Sozialismus. Steuer, auch Sachsen- Weimar und Lippe- Detmold bevon dem Platen der Eardinenbüchse Baillant Marchals. Tas Vor der Handvoll konfuser Bierbant- Schwadroneure, die Ne fassen sich mit der Neuordnung der Einkommensteuer. ist ausgezeichnet!" hatte ein Anderer 151/2 Jahr früher innerlich volution reben und nicht daran denken, auch nur einen Floh zu Interessant ist der Versuch mit einer beweglichen ausgerufen, als ihm der rettende Terzerolschuß Hödel's gemeldet fnicken, fürchtet sich, mit Ausnahme etwa des Herrn v. Bennigsen, in tommensteuer, den Lippe Detmold eben worden war und er sein berüchtigtes Telegramm: Aus fein Mensch mit fünf Sinnen; vor den Revolutionärsten aller macht. Die Rheinisch- westfälische Zeitung" schreibt nahmegese gegen die Sozialdemokraten!" nach Revolutionäre, welche da sind Lockspizzel, fürchtet sich feiner der hierüber: Berlin telegraphirte, noch ehe er irgend etwas über die Person Eingeweihten; und gegen die Verrückten und Verbrecher giebt es Hödel's und dessen That wußte. Fürst Bismarck war damals, wahrhaftig Geseze, Polizei und Staatsanwälte genug. Das wie er feltst 11 Jahre später cincm russischen Journalisten weiß jeder Vernünftige unter den Seulmeiern, die jest Ausnahmebeichtete, am Ende seines Lateins in einer Sackgasse: die gesetze fordern, ebenso gut, wie Fürst Bismarck es 1878 mußte. nationalliberale Weichthier- Majorität war zerflossen, verdunstet; Das ganze Geschrei ist auf seiten der Ma cher eine nieder nichts weiter. die Mehrheit des Reichstages verweigerte die Heerfolge, und trächtige Komödie Indep auch unter seinen eigenen Leuten im Ministerium zeigte sich Meuterei. Komödien find ost ernst, und können sogar in eine Tragödie Kurz, er war fertig. Nur noch ein Wunder konnte ihn retten. Und siehe auslaufen. da, das Wunder ward aus der Pistole geschossen d. h. aus dem Sadpuffer Hödel's. Ausgezeichnet! Ich bin gerettet! Den Strom der Zeit nur rasch bei der Stirnlode gefaßt( um mit dem armen Bethusy- Huc zu reden)!- Ausnahmegefeß gegen die Sozialdemokraten!" " Die Sozialdemokratie zu treffen, das ist der Zweck des Spektakels der einzige Zwed. Um ihn zu erreichen, Die Einkommensteuer ist nach wochenlanger Berathung mit 12 gegen 8 Stimmen vom Landtage angenommen. Nach dem neuen Gesetz sind Einkommen unter 300 M. Steuerfrei. Die Steuer wird in monatlichen Beträgen erhoben, und wird der Landtag jährlich bestimmen, wie viel Monats= raten erhoben werden. Auf die Anzahl der Hebung wird es antommen, wie sich unsere Säge im Verhältniß zu Preußen stellen. Bei zwölfmaliger Hebung sind die Säge um ein Geringes höher als in Preußen; vorläufig wird angenommen, daß zehn- oder eifmalige Hebung genügen wird. -W über sich gewinnen fönnen, sie abzuleiern. und fute fieri pul " dan " " ist die gesammte Bourgeoisie aller Länder auf's Gifrigste bemüht. In Sachsen- Weimar wird eine erhebliche Die Gemeinplätze eines Bennigsen finden sich wörtlich im Parijer Erhöhung der Eintommensteuer ins Auge geTemps", und die Heßereien und Denunziationen des Bennigfen faßt. Man beabsichtigt die Steuer aller Steuerklassen um Warum gegen die Sozialdemokraten? Was hatten fchen Moniteurs find gleichfalls wörtlich zu lesen in der Pariser 1 pt. des zu versteuernden Einkommens zu erhöhen, aber die Sozialdemokraten mit Höbel und seinem Sadpuffer zu thun? Schmuhe und Reaktionspresse denn beides fällt dort zuGar nichts! Dafür hatte Fürst Bismarck desto mehr mit den fammen, ganz wie bei uns. Alles stereotype Redensarten! So man will es natürlich unterlassen die Progression zu verSozialdemokraten zu thun. Sie standen ihm im Weg, und stereotyp, so abgedroschen, daß nur Leute vom geistigen Kaliber schärfen. die Maffe der Ungebildeten hatte noch Angst vor ihnen diese eines Bennigsen dieses verkörperten Gemeinplatzes, dieser menschVom bekannten Kulturdefizit. Angst ließ sich ausnuten. Appell an die Dummheit! Und gewordenen Phrafe, dieses rhetorischen Luftballons es noch Kultusminister Dr. Bosse hatte seinerzeit eine Vorlage Appell an die Furcht! Das fonnte helfen. Und es hat ge Ter Sozialismus und der Anarchismus haben eine eingebracht, in welcher zur Verbesserung des holfen für einige Jahre. und nur in bezug auf die Mittel Volksschulwesens des Dienstein= Wie der reikommene halbidiotische Stöckerling Hödel in Wurzel und ein Ziel einen Sozialdemokraten umgelogen, durch Fruktifizirung des weichen sie von einander ab!" Das ist heute das Schlagwort fom mens der Lehrer" in Preußen 10 Millionen Stöckerlings vermittelst des bekannten Verbrecher Kontagiums der Herren Reaktionäre. Mark gefordert wurden. In der parlamentarischen Beder Nobiling gemacht ward, wie durch tausenderlei Grusel- Gelogen! Und mit vollem Bewußtsein ge- handlung der Vorlage schrumpft sie zusammen auf ein Gelogen! heidung awischen Sozialismus und Anmärchen die Masse des Bolles in unzurechnungsfähige Angst logen! Die Scheidung zwischen Sozialismus und An- Gesez, betreffend Beihilfen zu Schulbauten", wofür zwei gejagt und dann an die Wablurne geschleift ward, um archismus ist namentlich in Deutschland- feit 20 Jahren Millionen jährlich aufgewendet werden sollten. Aber auch Die„ Gesellschaft", nämlich den Fürsten Bismard mit seiner und mehr, so gründlich, so ausführlich erfolgt, theoretisch erfolgt, Damit hapert's anscheinend gar sehr. Geld ist eben nur begehrlichen Land- und Schlotjunkerbande zu retten", und den praktisch erfolgt daß für keinen Gebildeten und Dentfähigen für militärische 3 we de stets flüssig. Auf die großen Milliardenaderlaß am deutschen Wolfe zu ermöglichen mehr die geringste Unklarheit, der geringste Zweifel bestehen mehr die geringste Unklarheit, der geringste Zweifel bestehen Bwede Das brauchen wir hier nur anzudeuten es ist Geschichte, und kann. Wer heute nicht weiß, daß Zweck und Ausgangspunkt Gesuche der Regierungen um Zuwendungen aus eins der schmachvollsten Blätter der Geschichte, nicht blos unserer, des Sozialismus und Anarchismus diametral entgegen diesem Fonds ertheilt, wie wir in der Preußischen Lehrersondern aller Zeiten. gesezt sind, daß jener die Organisation der Gesellschaft, Beitung" lesen, nunmehr der Minister eine Antwort, die Ausgezeichnet!" das hat nicht blos Herr Arthur Meyer- Dieser die Auflösung der Gesellschaft erstrebt, daß das zur sachgemäßen Beleuchtung des unterrichtlichen das hat mit ihm, in echt Bismarc'schem Attentatsjubel, die ganze gegen die Wurzel des Anarchismus eins ist mit der Wurzel der Nothstandes in Preußen ebenso geeignet tapitalistische Gesellschaft Frankreichs und anderer Länder auf Ichsucht beruhenden bürgerlichen Gesellschaft ift wie die Auslassungen Dr. Bosse's im Abgeaufjauchzend gerufen! Die ganze Gesellschaft, wir meinen die wer das heute nicht weiß, der ist ein Ignorant oder ein Tummordnete nhause. Der Minister sagt: Uebrigens find Gesellschaft als Ganzes, nicht jedes einzelne Gesellschaftsglied. fopf. Und wer kein Ignorant oder Dummkopf ist und es dennoch die zu meiner Verfügung gelangten Mittel im Vergleich Denn das Bürgerthum ist im Allgemeinen, individuell betrachtet, heute noch behauptet, der ist ein Schuft. entfeßlich feig; und der Knall der Sardinenbüchse ist ihm arg Und mit Ignoranten, Dummitöpfen und Schuften wird die zu dem im Jahre 1890 von den fönigl. Regierungen in die Glieder gefahren. Das Ausgezeichnet"! tam bei den meisten Sozialdemokratie fertig. ang ustfndlistnachgewiesenen Gesammtbedürfniß( 20 Millionen!) erst nach vierundzwanzig Stunden topflosen Schreckens. Und nur gering. Um so mehr ist eine Beschränkung viele sind heute noch nicht von ihrem Schrecken geheilt. Ja, fie der Anträge auf ganz besonders bringliche ift entfetlich feig, diese bürgerliche Gesellschaft. Man denke: Baufälle, eine Einschränkung der Baupläne diese Gesellschaft, die über Millionen von Soldaten ver nach dem Bau umfange und der Art der Bauausführung fügt, Millionen von Polizisten, Gendarmen, Richtern, StaatsBerlin, den 14. Dezember. anwälten, Nachtwächtern und sonstigen Stützen" befißt, fie Aus dem Reichstag. Die heutige Debatte brachte eranziehung der Gemeinden zur Deckung der auf das äußerst zulässige Maß, aber auch eine wird vom Plazen einer mit Feuerwertstoff gefüllten Sardinen noch ein kleines Nach- Gewitter zu dem Sturme, der geſtern Baukosten im vollen Umfange ihrer Steuerkraft geboten. büchse auf den Rücken geworfen, wie Wilde, die nie eine Feuer- und vorgestern aus Anlaß des rumänischen Vertrags tobte. Gemeinden, die nicht gewillt sind, einige Opfer zu der ge waffe gesehen, vom Knall einer Flinte! Und diese großmächtige Die Konservativen ließen durch ihren Führer, Herrn v. Man- planten Hebung ihres Schulwesens zu bringen, obwohl sie bürgerliche Gesellschaft, diese beste der Welten, sie getert nach einem„ Retter" wie ein Kind, das in die Goffe gefallen ist. teuffel erklären, daß die der Regierung so unbequeme Agi- nach Auficht der königlichen Regierung hierzu im stande Kann es ein täglicheres Schauspiel geben? Wer fann sich eines tation der Agrarier nun erst recht losgehen werde und daß find, werden eventuell zurücktreten müssen." Gefühles der Verachtung, des Gfels erwehren beim Anblick die Regierung zusehen möge, wie sie in Zukunft ohne die Die Gemeinden sollen von den Regierungen zur Anfolcher knieschlotternden Waschlappigkeit, solchen Mangels an konservativen Hilfstruppen fertig werde. Allzu tragisch sammlung von Baufonds aufgefordert werden, damit nothSelbstvertrauen, folchen Durchdrungenfeins von dem Gefühl des braucht diese Kriegserklärung aber wohl nicht genommen wendige Schulbauten wenigstens später ausgeführt wer eigenen erbärmlichen Nichts. zu werden und der Kanzler, der während der Rede des den können, zugleich soll den betreffenden Gemeinden Und hierzu sagen wir: Ausgezeichnet! Eine Gesellschaft, konservativen Redners geholt wurde und in großer Uniform, angedroht werden, daß sie, falls diese Kapitalsansammlung die selber nicht an sich glaubt, die selber begriffen hat, daß sie die Brust mit Orden aufgeputzt, erschien, ließ sich auch nicht von ihnen versäumt wird, bei Eintritt des Baufalles auf verfault und brüchig ist, haben wir nicht zu fürchten, sie muß im Kampfe mit uns erliegen. eine Unterstützung aus staatlichen Mitteln keinesfalls zu Doch die bürgerlichen Hafenfüße haben neben ihrer Feigheit rechnen haben. auch einen feinen Klasseninstinkt, der selbst aus dem schmutzigsten Junkern und der Regierung immer wieder ernst nimmt, Da werden die Herren Junker sicher keine Gefahr Schmuß den Profit herauswittert, und sie können rechnen. ist der Abgeordnete Rickert, der auch heute sofort wieder laufen, so schnell in ihrer Nähe Schulpaläste" erstehen zu Und Sobald das Bitterfieber etwas nachläßt, denten sich und seine Freunde für den Fall in Erinnerung brachte, sehen. sie sofort wieder ans Geschäft. Was läßt sich aus dem„ Attentat" machen? Wie läßt sich's verwerthen? Welcher Daß durch die Abzweigung der Junker in der RegierungsLandwirthschaftskammern. Das Staatsministerium Profit ist herauszufchinden? Und den faltblütigen Echurken, die truppe eine Lücke entstehen sollte. Davon abgesehen, hatte gleich im ersten Moment die Lage überschaut und den Profit Herr Rickert den köstlichen Einfall, eine Liste jener national bat fich im Gegensatz zu einem Beschlusse des Landesökonomieerkannt haben, wird zur geschäftlichen Fruftifizir- Arbeit liberalen Abgeordneten zu verlesen, welche während der follegiums für die obligatorische Einführung von Landwirthschaftskammern ausgesprochen. Beifall geflatscht und die nöthigen Handlangerdienste werden Wahlagitation und um die Stimmen der Mitglieder des Handwerkerkammern für die Kleingewerbetreibenden, ihnen geleistet. Bundes der Landwirthe zu gewinnen, sich schriftlich oder Landwirthschaftstammern zur staatlichen Organi Ausgezeichnet!" Ausnahmegesetz gegen die So- mündlich verpflichtet hatten, für die Forderungen des fation des Bundes der Landwirthe, aber unter feinen Umzialdemokratie! schrie der bankrotte Hausmeier Bismarck im Bundes einzutreten. Jene von diesen Herren, welche troßständen Arbeiterkammern. Das ist die Gerechtigkeit dieser Versprechungen gestern für den rumänischen VerMai 1878. Politische Iteberlicht. aus seiner Gemüthsruhe stören. Der einzige, der diese kleinen Zänkereien zwischen den trag stimmten, tamen durch diese Nennung ihres Namens unserer Reichsregierung, und dann beklagen sich die Verdaß sie die kämpfende Partei mit Mitteln zu unterstützen in eine recht unangenehme Situation. In der treter des heutigen Systems, wenn man unsere Regierung hätten, um auf die Weise den Qualen, die die harte Hand Form von persönlichen Bemerkungen wollten sie den offen- eine Klassenvertretung der Bourgeoisie nennen würde. des russischen Tespotismus ihnen zufügte, ein Ende zu baren Widerspruch zwischen ihren Worten vor den Wahlen Ein ,, Staatsmann". Der geheime Chefredakteur der machen. Aber die eine Ebschaft, die der russischen Gesell- und ihren Thaten jeht aus der Welt hinweg disputiren, Hamburger Nachrichten" hat den Stein der Weisen ges schaft von der Leibeigenschaft vermacht worden ist, ist die ein Versuch, der aber nicht gelang. Es war ein Bauern- funden, nämlich ein unfehlbares Mittel gegen anarchistische stlavische Furcht vor der Regierung, und diese Furcht ist so fang in des Wortes voller Bedeutung, den eine ganze An- Verbrechen. Es ist sehr einfach: Stod prügel. Der groß, daß sie alle anderen Gefühle bei ihr vernichtet zahl dieser Herren getrieben haben, da hilft fein Reden Entdecker wäre gewiß auch mit der Knute zufrieden, für jowohl die Liebe zu den Eltern, als auch die eheliche Liebe, und kein Deuteln. Für uns Sozialdemokraten hat diese die er ja immer geschwärmt hat. Und dieser Mann war den Stolz und die Kühnheit. Nasführung der Bauern insofern ein besonderes Interesse, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fast ein MenschenWenn der Russe es erfährt, daß irgend jemand seine Frau als es fich fast überall um sozialdemokratische Gegen- alter hindurch allmächtiger Regent des Boltes der Denker". getüßt hat, so becilt er sich, diesen Taugenichts zu schlagen oder kandidaten handelte, zu deren Bekämpfung die Bauern D Drenstierna, daß Du fo wahr gesprochen, haft Du wohl auch zu erschlagen, aber wenn er in diesem Taugenichts seinen bündler sich bereit finden ließen, um nun die Erfahrung selber nicht geglaubt! Borgesezten erkennt, beruhigt sich der russische Othello sofort und zu machen, daß sie hinter's Licht geführt worden sind. Was über die Anarchisten jetzt zusammengelogen verwandelt sich in ein friedliches Schaf. Jn Rußland be Nach Schluß der bis kurz vor 6 Uhr sich hinziehenden wird, übersteigt schon alles Maß. So verbreitet das weinen tausende von Müttern den Tod ihrer Söhne und Debatte wurden der spanische und serbische Vertrag in zweiter Depeschenburean Herold eine Uebersicht über die anarchistische Töchter; schon länger als zehn Jahre dauert die un- Lesung mit großer Majorität angenommen. Morgen soll Bresse, wonach z. B. in Deutschland 10 anarchistische e.bittliche Ausrottung der Blüthe der russischen Intelligenz, die dritte Lesung der Verträge erfolgen und dann der Blätter erscheinen sollen. Hierzulande ist nichts davon und in dieser ganzen Zeit hat weder eine Mutter, noch eine Reichstag in die Ferien gehen. bekannt, trotzdem druckt die Bourgeoispreffe das TeleEchwester, noch eine Frau, noch eine Geliebte den Tod eines Bundesrath. In der heutigen Sigung des Bundese gramm behaglich ab. Wenn nur die Spießer Furcht beihr Nahestehenden gerächt. raths wurden die Beschlüsse des Reichstags zu der Denk- kommen. Man darf nicht glauben, daß die russischen Frauen im schrift betr. die Ausführung der seit 1875 erlassenen AnAllgemeinen der Rache nicht fähig feien, nein, faft in jeder leihegesetze und zu dem Antrage v. Benda und Genossen Jungtschechen Herold auf Nichtgenehmigung des AusnahmeDer Prager Ausnahmezustand. Der Antrag des Beitungsnummer fann man Thatsachen finden, die das Bor- betr. die Eisenbahn- Freifahrtkarten der Mitglieder des handensein dieser Eigenschaft bestätigen; aber ihre Rache Reichstages den betreffenden Ausschüssen überwiesen. Der zustandes wurde mit 185 gegen 73 Stimmen abgelehnt und verfliegt, sobald der Beleidiger ihr Vorgesetzter ist. Ebenso internationale Vertrag betr. die Unterdrückung des Brannt- Kenntniß zu nehmen, mit 185 gegen 73 Stimmen an der Antrag des Ausschusses, den Ausnahmezustand zur find die Männer. Väter wissen, mit welcher Grausamkeit weinhandels auf der Nordsee wurde zur Ratifikation ihre Kinder gequält werden, aber sie rächen sie nicht und und Allerhöchsten Vollziehung überwiesen. Der Ent- genommen. Ferner wurde der weitere Antrag Herold auf verstummen vor den Beinigern, weil diese ihre Vorgesezten wurf von Bestimmungen über den Nachrichtendienst in sofortige Aufhebung der Suspension der Geschworenengerichte mit 186 gegen 75 Stimmen abgelehnt. sind. Tschertkom und Tetschen konnten sich ohne Gefahr Viehseuchen Angelegenheiten wurde dem Ausschuß Ueber die heutige Kammerfihung wird aus Paris telegraphirt: unter den Menschen bewegen, denen sie das Leben durch die überwiesen. Die Denkschriften über die Schutzgebiete Zum Präsidenten der schweizerischen EidgenoffenBeraubung ihrer liebsten Familienglieder vergiftet hatten. von Kamerun, Togo und den Marschallinseln, ferner schaft wurde das am weitesten links stehende Mitglied Aber diese selben Menschen, die sich ihren Vorgesetzten jo die Mittheilung betreffend das Abkommen das Abkommen mit der des Bundesraths, Oberst Frey, ernannt. An stelle des verruhig unterordnen, fangen wie das Pulver Feuer, sobald ihre britischen Regierung über die Abgrenzung der beiderseitigen storbenen Bundesrathes Ruchonnet wurde das Mitglied der Beleidiger nicht ihre Vorgesetzten sind. Der Russe giebt Interessensphären im Hinterland von Kamerun wurden zur radikalen Partei, Ruffy, gewählt. seinem Vorgesetzten das Recht, ihm jede Beleidigung zuzu Kenntniß genommen. Dem Antrage der Ausschüsse, betr. fügen. Es liegt die Thatsache vor, daß bei einem jungen die Anwendung der Säße des Allgemeinen Zolltarifs auf Manne eine Haussuchung vorgenommen wurde. Dieser aus Rußland kommende Waaren, sowie dem Entwurf von nimmt irgend ein Papier in den Mund, um es zu ver- Vereinbarungen über erleichternde Vorschriften für den schlucken; die Gendarmen bemühen sich den Mund zu öffnen, wechselseitigen Verkehr zwischen den Eisenbahnen Deutschaber der Jüngling preßt mit aller Kraft die Zähne auf- lands, der Niederlande, Desterreichs und Ungarus, sowie einander; der Gendarm stößt ihm den Säbel in den Mund, der Schweiz wurde zugestimmt. Der Bericht des Aus schlägt ihm die Zähne aus, so daß ihm das Blut aus dem schusses über eine Eingabe des Synodalvorstandes der DiöMunde fließt, und der Vater steht dabei und wagt zese Schönau, betreffend die Abänderung des Verfahrens nicht, auch nur mit einem Worte dagegen zu protestiren. bei Abnahme von Eiden vor Gericht wurde dem Reichs. ( Fortsetzung folgt.) tangler überwiesen. ddod ispist Die heutige Kammerfizung wird völlig von dem Antrage Basly in Anspruch genommen werden. Millerand tritt als erster Redner auf. Der Ministerpräsident wird seine Er klärungen vom letzten Dienstag wiederholen und der Ernennung einer Untersuchungskommission energisch entgegentreten. Die Radikalen beschlossen, gegen den ersten und für den zweiten Theil des Antrages Bašly zu stimmen. dad Vom Pariser Anarchistengesetz. Aus Paris wird madepeschirt: Die Die Kommission der Deputirtenkammer zur Vorberathung Der Vorlagen über die Vereinigungen von Anarchisten und die Herstellung, sowie die Innehabung von Explosivstoffen nahm diefelben mit einigen unerheblichen Modifikationen an. beiden Berichterstatter werden den Bericht morgen der Kammer vorlegen; ebenso wird morgen der Bericht der Kommission vorgelegt werden, welche mit der Vorberathung des Antrages, einen Kredit zur Vermehrung der Polizeibeamten zu eröffnen, beauftragt war. Die Minister des Innern und der Justiz haben an die Präfekten und General- Staatsanwälte Rundschreiben gerichtet, in denen sie dieselben auffordern, die Beitimmungen des Pres gesetzes über die Hinterlegung von Pflichteremplaren sorgfam zu überwachen, die bezüglichen neuen Gesetze zur Anwendung zu bringen und die Polizeikommissare anzuweisen, den Ber fammlungen beizuwohnen und über gefezwidrige Aeußerungen ein Protokoll aufzunehmen. mus auf dem Gewissen hat. Ausbeutung, Unterdring eit Todtenliste der Partet. In Hamburg ist am Mittwoch Elend, Verzweiflung. Verbrechen, Wahnsinn das sind ein alt bewährter Parteigen offe, der Maurer Dammann, im Glieder einer Kette. Der Wahnsinn der Opfer der Ge- Alter von 38 Jahren gestorben. Dammann, der schon seit sellschaftsordnung. die Verbrechen der Opfer der Gesellschafts Jahren lungenleidend war, hat trok feit fortdauernden Kränklichordnung werden nicht verschwinden, bevor der Wahnsinn und teit sowohl an der Parteis als an der Gewerkschaftsbewegung die Verbrechen der Nutznießer dieser Gesellschaftsordnung verftets regen Antheil genommen und wir gehen wohl nicht fehl, schwunden sind. wenn wir annehmen, daß die aufreibende geistige BeNiemand fann schärfer den wahnwißigen, feigen und schäftigung, der er selbst in seinen Leidenstagen nachmuhlosen Meuchelmord verurtheilen, als wir Sozialdemokraten. ging, zur Beschleunigung seines frühen Todes beigetragen Aber wir verurtheilen jeden Mord, jede Feigheit, jeden hat. Maurer von Beruf, machte er sich namentlich in den Wahnwig.achtziger Jahren um die gewerkschaftliche Organisation seiner Berufskollegen hochverdient. Später wurde er Kassirer der Heute sollte das Ministerium Crispi sein Amt Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands und in dieser antreten. Es haben sich noch immer nicht die waghalsigen Eigenschaft dürfte sein Name auch weit über die Thore HamMänner gefunden, welche das Staatsschiff durch die tosende burgs hinaus unter der deutschen Arbeiterschaft ehrenvoll beBrandung des hochbewegten Volkswillens zu leiten wagen tannt geworden sein. würden. -VO tila Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der neue Ravachol. Ein hiesiges Blatt bringt fol Ein Attentat auf den Zaren war unlängst gemeldet, Gegen bas freisprechende Urtheil der gende Pariser Korresondenz, d. d. 11. Dezember: aber sofort dementirt worden. Etwas scheint aber doch Straffammer in Wiesbaden betreffend den Gen. Wilhelm, Die Blätter füllen ihre Spalten mit endlosen Berichten an der Sache gewesen zu sein, wenigstens bringt das der wegen Ausbringen eines Hochs auf die revolutionäre über den neuen Ravachol", August Vaillant, als wenn es auf Pariser Journal" einen Brief von einem russischen Offizier, Sozialdemokratie" angeklagt war, hat der Staatsanwolt Berufung eines pat ber der ganzen Welt nur noch diesen reichlich mit bösen aus welchem hervorgeht, daß die Attentatsgerüchte dadurch eingelegt. Infintten, Trägheit und schlecht verbauten veranlaßt worden sind, daß bei der Vorüberfahrt des dieser Tage ein fleiner Nachflang zu den badischen Landtags= or dem Mannheimer Schöffengericht fam wissenschaftlichen Theorien ausgestatteten Dummtopf gäbe. Die Blätter schicken ihre Reporter nach Baren gleichzeitig von einem Tramwaywagen eine Patrone wahlen zum Austrag. In dem Wahllokale auf der Mühlau allen Richtungen, um festzustellen, wie dieser geistige überfahren wurde, welche dabei, ohne Schaden anzurichten, fuchte der nationalliberale Zimmermann Friz den Genossen Schwächling fich räuspert und spuckt, und so ist wohl der explodirte. Durch den heftigen Knall wurden jedoch die Süskind dadurch zu vertreiben, daß er ihm auf die Füße trat. Augenblick nahe, wo ihm Hunderte von exzentrischen Ba- Pferde des kaiserlichen Wagens scheu und konnten nur mit Dafür diftirte ein bezirksamtlicher Utas Süßtind drei Tage Design Small die riferinnen in rofenfarbenen, meist nicht unterzeichneten Billets Mühe gebändigt werden. hinter die schwedischen Gardinen. Süßfind nahm die Strafe ihre Liebe erklären werden und wo ein durch solche nicht an und ließ die Sache vor das Schöffengericht kommen. Reklame belohnter Heroftratismu 3. Hundert Der Matabele- Krieg sollte für die Engländer In der gestrigen Verhandlung wurde er, und zwar auf Antrag geistig Arme, aber auch fittlich Berkommene zur siegreich beendigt sein. Heute kommt die Nachricht, daß fie des Vertreters der Staatsbehörde selbst, unter Uebernahme der Nachahmung anfeuern wird. Ich frage mich immer und immer eine Niederlage erlitten haben. Roften auf die Staatstaffe freigesprochen. Vor Ausfertigung wieder, ob eines der wirksamsten Mittel gegen die„ Epidemie hört, sondern einfach auf die Meldung der Schuhmannschaft hin des bezirksamtlichen Strafbefehls war Süßtind nicht einmal gedes Anarchismus" nicht das wäre, über einen derartigen Schuft mit den drei Tagen bedacht worden. Mit welchem Grad von Berechtigung hat die Verhandlung bewiesen. Ein neuer Stern im Banner der Vereinigten schnell zur Tagesordnung überzugeben, nachdem er natürlich Staaten. Die Repräsentantenkammer nahm eine Bill, unschädlich gemacht ist. Man stelle fest, was psychologisch wonach das Territorium Utah zum Staate erklärt werden und sittengeschichtlich interessant ist in dem Vorleben des zu soll, mit einem Amendement an, daß die Vielweiberei zu eibere Falls rechnungsfähigen oder unzurechnungsfähig en verbieten sei. Utah ist der Sitz der Mormonensekte. Verbrechers, beispielsweise ob er von Kindheit an Baga- der Beschluß der Repräsentantenkammer zum Gesetz erhoben ſein scheint, ob er an den Boltsversammlungen, an der wird, werden die Vereinigten Staaten aus 45 Republiten bund, Dieb und Bummler war, wasderFall zu Verlammlungen. Verlammlungen. Für Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein hielt am fozialistischen Bewegung und in welcher Art theilnahm, ob er wirt und nur noch 4 Territoren( Provinzen) bestehen. lich ein so vortrefflicher Organisator" war, wie behauptet wird, Utah bedeutet die Erhebung zum Staate vollständige Selbst 6. d. M. seine Vereinsversammlung ab. Dr. Heymann hatte ein Sob ihn Jules Guesde mit Recht oder Unrecht verleugnet, furzum, verwaltung, Vertretung im Senate durch zwei Mitglieder Referat zugesagt, aber in legter Stunde abgelehnt, und mußte anstelle deffen ein Leseabend abgehalten werden. Zur Vorman flare alles auf, was wirklich Tehrreich ist; aber man hüte sich und Vertretung im Repräsentantenhause durch stimm- lefung tam ein Artikel aus den Zeitschwingen" über Volksvor dieſer romanesten Art der meiſten Wazifer Blätter, aus berechtigte Abgeordnete, vor dieser romanesten Art der meisten Pariser Blätter, aus berechtigte Abgeordnete, während es als Territorium im literatur. Hierauf entspann sich eine lebhafte Diskussion, an der einem armen Barbaren einen Helden zu machen, über wesentlichen der Oberaufsicht des Präsidenten der Union sich die Frauen Ihrer, Klaute, Schädlich, Krey, Wengels und dessen dürftigste Kundgebungen und Aeußerungen man seine untersteht, im Senate gar nicht und zu der Repräsentanten Frl. Bien betheiligten. Es wurde von allen Rednerinnen auf in pikanter und " mysteriöse Existenz" auf dem Laufenden zu erhalten hat. Ae fammer blos durch Abgeordnete mit berathender Stimme die Schund. und Schauer- Romane hingewiesen und den Frauen Blos Alaska, Arizona, Neu- Merico und ans Herz gelegt, derartige Schriften weit von sich zu weisen und greift man denn nicht, daß diese Art der Berberr- vertreten ist. it man benn lichung eines Lumpen andere Sumpen viel Ollohama würden fünftighin als Territorien behandelt dafür eine zeitgemäße und unserem Sinne angepaßte Literatur mehr zur Nachahmung treibt, als das Ver- werden. Tieselben haben zusammen blos etwas über anzufchaffen. Frau Ihrer wies auf verschiedene gute, erst kürz lich neu erschienene Bücher hin, dieselben den Anwesenden zum brechen selbst? 300 000 Einwohner. fleißigen Studium empfehlend. Bu Vereinsangelegenheiten wurde Von der Mac Kinley- Bill. Der Finanzminister bekannt gemacht, daß vor Weihnachten keine Versammlung stattder Repräsentantenkammer der Vereinigten Staaten hat hat, sondern die nächste Generalversammlung am 10. Januar angeordnet, daß der Kommissionsbericht über die Tarif- stattfindet. In einer Reſolution sprachen die Mitglieder ihre Entrüstung aus, daß der Vorwärts" den Bericht über das erste vorlage dem Repräsentantenhause am Dienstag unterbreitet Stiftungsfeft nicht gebracht hat. werden solle. Stalbei Die in der mechanischen Schuhindustrie beschäftigten 922 Arbeiter und Arbeiterinnen hatten sich am 13. DeParlamentarisches, ember in der„ Königsbant" verſammelt, um den Streitbericht " August Baillant( Marchal) foll geäußert haben, er habe sich zu seinem Anschlage erst entschlossen, als die Amnestie in der Kammer verweigert war, und voraussichtlich wird man diese sinnlose Bemerkung( sinnlos, weil dieser vom Zerstöruns wahn Befallene selbst zugiebt, schon vorher einen Anschlag geplant zu haben, nur ohne noch zu wissen, gegen wen) wieder für oder gegen die Amnestie ausbeuten und dadurch dem Schwachtopf eine Bedeutung beimessen, die er durchaus nicht besitzt. Diese Retlame wird noch dadurch erhöht, entgegenzunehmen. Kollege Demmler berichtete, daß der Kampfes daß sich die gemäßigten Republikaner einerseits, die muth, mit dem die Arbeiter in den Streit eingetreten sind, fortRadikalen und Sozialisten andererseits die Verantwortung Für die Nachwahl im Reich 3 tags: Wahltreise bestehe. Nur ein paar Streifbrecher haben sich gefunden; bei gegenseitig zuzuschieben fuchen. Die einen fagen:" Der Wald, Neustadt, wo der Abg. Citronowsti sein Mandat Simonsohn u Stern haben am Dienstag einzelne Puzer ander den Wolf zeugt, hat sich nicht zu beklagen, Baillant ward niederlegte, hat der Schles. Voltszeitung" zuiolge eine zahlreich gelangen, die allein nicht lange arbeiten tönnen, bei Mauf in sozialistischen Bersammlungen groß." Die anderen:„ Wenn besuchte Wahlmänner Versammlung in Büls den Ritter baben drei Bwicker die Arbeit aufgenommen. Kluge erklärte die die gesellschaftlichen Zustände verbessert worden wären und gutsbesizer Deloch auf Dobersdorf, Kreis Neustadt, als Lohnforderungen für berechtigt, nur will er fie jest nicht einihr euch dem nicht widersezt hättet, wäre es garnicht erit zu kandidaten aufgestellt. feitig bewilligen. Er wird, wenn die Kollegen fest bleiben, sicher 99 dem ist es übrigens, 290 dem Verbrechen gekommen." Bemerkenswerth ist es übrigens, nachgeben. In der Diskussion daß die anarchistischen Blätter Révolte"," Père Reinard", ist. Kollegen bei FürstenPère Duchesne" u. f. w. das Geschehene in einer mehr oder ist dem Reichstage zugegangen. obro beim haben moralische Unterstüßung zugesagt. Genosse Faber weniger deutlichen Weise billigen. Die Sozialisten freilich verforderte die Streifenden zum ftrengen Aushalten auf und zum urtheilen es in ihrer Presse und in ihren öffentlichen Ber- Von den Deutsch- Konservativen. Die Abgeordneten Prinz eifrigen Heranziehen der Indifferenten. Im weiteren Verlauf sammlungen auf das entschiedenste. zu Hohenlohe Schillingsfürst und Pöhlmann, Hospitanten der der Debatte wurde die Handlungsweise der Streifbrecher, die Tiefe im ganzen sehr vernünftigen Auslassungen deutsch- konservativen Fraktion, welche bei der gestrigen Abstim zum Theil Streifunterstützung fich haben vorschießen lassen, finden sich in der Kreuz- Zeitung", die unseren fortschritt- mung über den Handelsvertrag mit Rumänien, wie gemeldet, an den Pranger gestellt. Die Fabrikanten, bei denen die lichen und nationalliberalen Blättern damit ein be- im Gegensah zur Fraktion für den Vertrag gestimmt, haben, Arbeit fortdauert, haben eine vollständige Liste sämmtund stellen teinen von diesen ein. schämendes Beispiel von Freifinnigkeit und Unbefangenheit nach der Kreuz Beitung", ihren Austritt aus der Fraktion licher Streifenden giebt. Bei Buchholz ist inzwischen Maßregelung zweier Kollegen, welche od ou du ogollas jalat der Gewerkschaft angehörten, festgestellt worden. Die tüchtigen nicht mehr Viehfenchen Kommission. Die Kommission des Reichs. Arbeiter werden daher bei diesem Herrn nicht mehr lange in Weitere Preßitimmen über das Pariser BombenAttentat. Eine sehr vernünftige Betrachtung über das tages zur Vorberathung der Novelle zum Biehfeuchen Gefeß ge- Arbeit bleiben. Die Polizei tommt den Unternehmern wieder lette Bombenattentat enthält die„ Frankfurter Zeitung" lichen redaktionellen Zenberungen angenommen mit unwesent nach Möglichkeit zu Hilfe, fie verwendet eine Anzahl uniformirte wurde. 19 und nicht uniformirte Beamten dazu, die Streitbrecher vor einem Sie schreibt: Zusammenkommen mit Streifenden zu bewahren. Ein Fall wurde " Der Entwurf eines Gesetzes über Abzahlungsgeschäfte Stand der Streits fein schlechten tätigten die Redner, daß der erklärt. D = Der Anarchismus ist nicht bloß ein Verbrechen, sondern Aus der Wahlprüfungs- Kommission. In der Sigung mitgetheilt, in welchem ein Streifbrecher von einem Nichtunifor auch eine schwere Krankheit, deren Urfachen tief in der gegen vom Mittwoch Abend wurden die Wahlen der Abgeordneten mirten bis nach Hause begleitet und am nächsten Morgen sogar wärtigen Gesellschaft stecken und die man durch Behandlung Graf v. Kaniz- Podangen, Colmar( 2. Bromberg), Schmidt aus dem Hause wieder abgeholt wurde. Mehrere Arbeitgeber, mit Steed frame it, mit Kerker und Fallbeil nicht turirt. Gewiß, das Mittel, das rt. Gewiß, das Mittel, das die Anarchisten anwenden, ist verrückt und verbrecherisch zu( Sachsen), v. Arnswaldt- Böhme( 5. Hannover), v. Dziembowski bei denen gestreift wird, suchen ihren Arbeitern bereits ein wenig gleich, aber ist denn die moderne Gesellschaft wirklich so vor. Bornian( 8. Posen), Loze( 8. Sachsen), Buddeberg( 1. Sachfen), entgegenzukommen, fie werdeu bald ganz tapituliren müssen. Die freiflich organisirt, daß die Doktrin des Anarchismus nicht Stephann( Torgau), Weidenfeld( 12. Düsseldorf), Merbach Versammlung beschloß, die Handlungsweise der Fabrikanten in wenigftens einen Echein der Berechtigung für sich anführen( 9. Sachsen) für giltig erklärt. Gegen die Wahlen der genannten der Presse ju geißeln und zu brandmarken, bis endlich der StarrTönnte? Und was thut denn die Gesellschaft, um die in ihr Abgeordneten waren Proteste eingelaufen, die indeß, theils nur finn gebeugt wird, sowie Front gegen die schwarzen Liften zu enthaltenen zahlreichen Widersprüche und Gegenfäße, die eben sehr ungenügend motivirt, theils nur gegen nebenfächliche Buntte machen und den Ausstand so lange aufrecht zu erhalten, bis Ferner erklärt die Verfo viele Ungerechtia feiten und Med te verlegungen find, ab gerichtet waren, so daß denselben eine weitere Folge nicht gegeben alle Forderungen bewilligt sind. Waaren anfertigen zu lassen, zufchaffen oder wenigstens zu mildern? Man erinnert sich noch werden fonnte. Die Kommission wird erst nach den Weihnachts, fammlung, feine fremden Die Lohntommission wurde beauftragt, die Streitbrecher nicht des kürzlich auf den serbischen Gesandten in Paris verübten ferien ihre Arbeiten wieder aufnehmen. 10 nur im„ Vorwärts", sondern auch im Schuhmacher- Fachblatt zu Attentate, Der Thäter, ein Schuster Namens Lauthier, hat Die VI. Kommiffion, welche zur Berathung der sog. Kleinen veröffentlichen, damit es ihnen ähnlich gehe, wie einzelnen das Attentat in einem ausführlichen Echreiben zu rechtfertigen versucht. Er erzählte darin, daß er überall vergebens Arbeit Handelsverträge eingesetzt war, beschäftigte sich gestern mit der älteren Streitbrechern, die in ganz Deutschland vergebens gesucht habe, und daß ihm in Noth und Verzweiflung der vom Zentrum beantragten Resolution, deren Wortlaut wir bereits dauernde Arbeit gesucht haben. Nachdem noch Maßnahmen, die Gevante gekommen sei, th der Gesellschaft, die ihn so in einer früheren Nummer mitgetheilt haben. Es wird in der in Mittenwalde zu treffen sind, besprochen waren, wurden die grausam behandle, mit irgend einer Unthat zu rächen: er seiben verlangt, daß bei Abschluß von Handelsverträgen oder Kollegen an ihre Pflicht erinnert, sämmtlich am Blaze zu sein, wollte den nächsten besten ber ihm begegnenden Satten" mit im Anschluß an solche auf eine gemeinsame Regelung des damit die Kontrolle in genügendem Maße ausgeübt werden könne. Der sozialdemokratische Verein seinem Handwerkzeug erstechen. In diesem Briefe haben wir Währungssystems, des Börsenwesens und der Arbeiterschutzsozusagen die Philosophie des Anarchismus. Der Anarchin Gesetzgebung Bedacht genommen werden foll; ferner wird Rigdorf hielt am 12. Dezember in Barta's Salon, Bergfieht, daß eine Art Kriegszustand herrscht in der Ge- die berufsgenossenschaftliche Organisation der Landwirthschaft straße 120, eine Mitglieder- Versammlung ab. Genosse Pinn und die Schaffung eines Agrarrechts verlangt. Versellschaft zwischen den Satten und den Hungrigen, besprach in einem ausführlichen Vortrag die sozialen Zustände die Resolution Don den Reichen und den Armen, den den Zentrums Ab im Alterthum". Genosse Bech er verlas hierauf den KassenMächtigen und heidigt wurde den Glenden; er nimmt den Krieg auf und führt ihn geordneten Dr. Lieber, Bachem und Gröber, gegen diefelbe bericht vom 2. Stiftungsfest. Die Einnahmen betrugen 236,90 mit den Miiteln, die ihm am näuften liegen. Diefer b. Cloudy. bordneten 1. Hammerstein, Graf Arnim und Mart, die Ausgaben 173,80 m., fomit verblieb ein Ueberschuß Sprachen die v. Striegszustand ist wirklich vorhanden, in der reichen demo- v. Staudy. Abg. Dr. Schoenlant erklärte, daß für die sozial von 68,10 Mt. Bach Erledigung interner Vereinsangelegenheiten fratischen Republit vielleicht mehr als anderwärts. Und was demokratischen Mitglieder der Kommission nur. der Punkt über erfolgte Schluß der gutbesuchten Bersammlung. hat die französische Republik gethan, um ihn in Frieden u Dr. Lieber die beiden letzten Forderungen zurückgezogen hatte, die Arbeiterschuß- Gefeßgebung annehmbar sei. Nachdem Abg. verwandeln? So viel wie nichts. In den nahezu zwanzig wurde der erste Punkt( gemeinsame Regelung des Währungs Jahren unbeschränkter Parlamentsherrschaft ist fein einziges großes foziales Reformgesetz durchgeführt worden, während die items, des Börsenwesens und der Arbeiterschuß- Gefeßgebung) herrschenden Kreise stets für ihre Interessen besorgt sind und in einer vom Abg. Paasche neu formulirten Fassung mit 8 gegen noch in der vorigen Legislaturperiode ihre Schutzzollpolitik durchgefeht haben. Es ist ganz richtig, was der Abgeordnete Jaurès fürzlich in der Kammer gefagt hat: Der französische Arbeiter fann einen Minister aber er fann sich nicht Tage " 7 Stimmen angenommen. +1197 Parteinachrichten. " solA teaterous „ Vorwärts" in Sprecisaal. 58010 Die Redaktion ftellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafü: ilabzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fte wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inbalt deifelben identifigirt zu werden. Zur Jugendschriftenfrage. Vom Genossen Hoffmann geht folgende Berichtigung zu: " In der Nr. 288 des Vorwärts" wird in einem Artikel unter dem Strich, betitelt" Jugendschriften und Bilderbücher", gezeichnet Alpha" behauptet, das in meinem Verlage erschienene Bilderbuch wäre eine geschmacklose, übertriebene, verzerrte nach a hmung des Dieß schen Bilderbuchs. Ich erkläre hierDiez'schen mit, daß die Behauptung der Nachahmung auf unwahrheit beruht, da an dem Material zu meinem Bilderbuch eher davor schützen, daß er am an tein Brod hat. So lange folche Zustände herrschen und so lange es die Republik Genosse Jean Martin, ehemaliger Redakteur ber Elsaß 119 folche nicht ernſter nimmt mit ihren fozialen Pflichten, werden auch Lothringer Boltszeitung", welcher sich bekanntlich durch Flucht die Quellen des Anarchismus nicht vertrocknen." der über ihn verhängten Freiheitsstrafe entzogen hatte, hat sich Die Wiener Arbeiter- Zeitung" schreibt treffend: jest, nach bem feine Gesundheit wieder hergestellt, freiwillig ber Das Bombenattentat auf die Parifer Kammer wird mit Mühlhausener Gefängnißverwaltung gestellt. Recht als Ausgeburt des Wahnsinns bezeichnet, gleich jener Schreckensthat in Barcelona, der harmlose Theaterbesucher zum Bei der Gemeinderathswahl in Heilbronn brachten gearbeitet wurde, als Dieß mit der Idee, ein solches heraus Opfer fielen. unfere Genossen einen der ihrigen durch; außerdem wurden zugeben, an die Deffentlichkeit trat. Dhne Zweifel also Wahnsinn! Aber der Wahnsinn wie das gewählt 5 Boltsparteiler und 2 Nationalliberale. held to Verbrechen sind Boltskrankheiten geworden, die der Rapitális- 1 TIMST A. Hoffmann's Verlag, os Bantom( früher Beiß). Etablissement Moriz Am 12. b. Mts. entschlief nach langen Morit Leiden unser Bruder, Schwager und Ludwig Ehlert Freie Volksbühne. Für den Inhalt der Inferate über Blas. Buggenhagen. Blas. Ontel, bui nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 15. Dezember. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Ein Schritt vom Wege. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Berliner Theater. Aus eigenem Recht. Lessing- Theater. Cavalleria rusticana. La lacondiera. 6966 Täglich Gr. Instrumental- Konzert. nach vollendetem 44. Lebensjahre. Dies am Montag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), findet für die Am Sonntag, den 17. Dezember findet für die III. Abtheilung, Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. zeigen tiefbetrübt an Spezial Ausschank von Patzenhofer IV. Abtheilung eine Vorstellung im National- Theater statt. Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Reſtaurations: räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Castan's Die Hinterbliebenen. Nachm. 3 Uhr, auf dem Luisenstädtischen Die Beerdigung findet am 16. d. Mts., Kirchhof, Bergmannstraße, statt. Die nächste Vorstellung für die V. Abtheilung, die eigentlich im Januar stattzufinden hat, findet statt am Sonntag, den 31. Dezember( Sylvester). Allen Verwandten, Kollegen und Der Beitrag für diese Vorstellung( als Januar- Vorstellung) ist 60 f. Bekannten die traurige Nachricht, daß mit dem Zuschlag von 30 Pf., alfo 90 Bf. Sämmtliche Vorstellungen beginnen um 22 Uhr. Zur Aufführung gelangt: unser guter, lieber Sohn und Bruder, der Musiker Conrad Goldhorn Panopticum. gestorben ist. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Weihnachts- Ausstellung Der Bettelstudent. Residenz- Theater. Die Dragoner. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Aleranderplay- Theater. Ein Kind der Sünde. National Theater. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Hierauf: PierrotGavotte. American Theater. Die Trodenwohner oder das Kind in der " Es war einmal!" Ein Märchen- Cyclus. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Melt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 62 Uhr ab: Kommode. Die Gründung Roms Concert d. ungarisch. in der Möckernstraße. M Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Bolts- Borstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Preciosa. Schauspiel in 4 Aufzügen von Pius Alexander Wolf. Mufit von Carl Maria von Weber. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/ Uhr. Magnaten- Kapelle und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Regelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Morgen: Bolts Vorstellung zu be Spezialitäten Vorstellung deutend ermäßigten Preisen. Lehmann auf der Weltausstellung in Chicago. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Vorletzte Woche. Zum 37. Male: Die eiserne Jungfrau. Posse mit Gesang in 3 Atten von Charles Clairville. Musik von Louis Varnay. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die eiserne Jungfrau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Alien v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att D. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Heute zum 59. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags/ Uhr, Sonntags 61/2 Uhr. Circus Renz, ( Karlstraße.) Freitag, den 15. Dezember," Abends 71/4 Uhr: Große Komifer- Vorstellung. Unter anderem: Prinz Carneval und sein Gefolge, vorgeführt von Herrn R. Renz. Jeu de la rose, geritten von Frau Renz- Stark und Miss Edith. Der urkomische ClownImitator Mr. Ybbs. Die gr. Tremplinsprünge mit Brillant- Fenerwert. Der Clown Merkel mit seinem Esel Pipifax. Mr. Lavater Lee mit dem kleinsten Elephanten der Welt. Signor Moglio mit seinen dressirten Affen u. s. w. Zum Schluß: Huldigungsgruß au Berlin. Gr. Parade- Schaustück v. Dir. Fr. Renz, mit Aufzügen, Festspielen, Solo und Ensemble- Tänzen von 80 Damen. Preise der Pläge wie gewöhnlich. Sonnabend: Grosse Vorstellung. von nur Künstlern I. Ranges Bernhard Leitner, Athlet und Breisringer. Kraftproduktion m. 2 Pferden. Familie Ueberle, Barterre- Gymnastiker. Gebr. Palmer, Gymnast. Zahnproduktion. Signorina Kathi, Drahtseilkünstlerin. Frl. Möller, Schlangendame. Frl. Torci Kör, Ungarische Sängerin und Tänzerin. Georg Cordes, Gesangshumorist. Anfang: Entree: & Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 75 Pf. Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Auf Wunsch im 26. Jahre am 23. September im Krankenhause in Hongkong an Durchfall 693b Die tieftrauernd. Eltern u. Geschwister, Neue Hochstr. 39. Gauverein Berl. Bildhauer. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß am 11. d. Mts. unser Kollege und Mitglied, der Steinbildhauer Otto Hensel in seinem 35. Lebensjahre nach Iangem Krankenlager seinem schweren Leiden( Schwindsucht) erlegen ist. Die Beerdigung findet heute, Freitag, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Zwölf Apostel Kirchhof ( Schöneberg, nahe bei Friedenau) statt. 147/19 Um zahlreiche Betheiligung der Mitglieder bei derselben bittet Der Vorstand. Neue freie Volksbühne. Die Jugend" 453/3 von Max Halbe. Sonntag, 17. Dezbr.: I. Abthl. 21/2 Uhr. Sonntag, 31. Dezbr.: III. Abthl. 2 Uhr. 3ahlstellen: Norden: E. Klein, Granseerstr. 10. C. Engel, Chorinerstr. 9. Aug. Adamczak, Auguftstr. 6a, I. Alb. Knapp, Kastanien Allee 95. Nord- Osten: A. Reißner, Marienburgerstr. 36. A. Hüttrich, Gollnowstraße 5. R. Bohn, Neue Königstr. 2. Paul Heinicke, Pallisadenstr. 10. Rob. Berger, Gr. Frankfurterstr. 92. = Nord Westen: A. Schiefel, Got fowskiftr. 8. Süden: H. Luhm, Brandenburgstraße 11. Wilh. Hagemann, Oranien straße 144. Herm. Bobsien, Romman dantenstr. 62. Süd- Osten: B. Back, Oppelnerstr. 45. C. Lüdtke, Manteuffelstr. 32. Th. Die Weber. Schauspiel aus den vierziger Jahren. Von Gerhard Hauptmann. Verloren sind im Theater: Ein schwarzes Portemonnaie; eine goldene der letzten Vorstellung im Nationaltheater ein Muff. Die Finder werden Kravattennadel; eine Korallentette( 10 Mt. Finderlohn). Bertauscht ist bei bringend gebeten, die Gegenstände bei dem Unterzeichneten abzugeben. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Golmsstr. 24. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 17. Dezember, Vormittags 10 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandanten- Straße 57: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Antrag Jbscher und Genossen: Aufhebung des früheren Generalversammlungs- Beschlusses, die Schule in Gastlokale zu verlegen." 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Mitglieder, zu dieser äußerst wichtigen Versammlung zu erscheinen. 454/4 Der Vorkand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Freitag, den 15. Dezember, Abends 8½ Uhr, in den Germania- Festsälen, Chausseestr. 103: Außerord. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Nothwendigkeit der politischen Organisation. Referent: Reichstagsabgeordneter Bueb- Mühlhausen. 2. Diskussion. 3. Bestätigung der von den Abtheilungsführern vorzuschlagenden Bezirksführer. 4. Beschlußfaffung über die Ausgabe der Protokolle von den Verhandlungen des Kölner Parteitages an die Mitglieder. 5. Berschiedenes und Fragekasten. 6. Wahl eines Vergnügungskomitees zum Stiftungsfest. 241/61 NB. Das Stiftungsfest findet am 10. Februar 1894 in den GermaniaFestfälen statt. Der Vorstand. Studiateure! Oeffentliche Versammlung Stampehl, Mariannenstr. 26. Wily der Stuckateure und Berufsgen. für Moabit, Wedding, Schmidt, Wrangelstr. 141. Aug. Günther, Gesundbrunnen, Reinickendorf, Pankow u. Weissensee Josephstr. 10. Hugo Köhn, Naunyn Camiltona: ſtraße 83. Ferd. Hoffmann, Waldemar bei O. Coany( Bittoria- Garten), Badtr. 12, vis- à- vis d. Adlerbrauerei. Tagesordnung: straße 61. Süd- Westen: Ed. Behrens, Gneifenauftr. 80. C. Werling, Bellealliancestraße 96. 1. Nußen und Zweck der Gewerkschaftsorganisation.( Referent wird in der Versammlung befannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. Often: Aug. Insinger, Krautstr. 36. Zu dieser Versammlung werden namentlich die im Norden Berlins Georg Lamcke, Blumenstr. 4-5. Westen: Felix Jacobowski, Pots- zahlreich einzufinden. wohnenden Kollegen, insbesondere die der Firma Jschyrota ersucht, sich damerstr. 103 a. Arbeitslose Kollegen sind von der Tellersammlung ausgeschlossen. Die Vertrauensleute. Wilmersdorf: Otto Bad, Medlen- 6925 vieler Eltern! burgischestr. 18. KinderVorstellung Sonnabend, 16. Dezbr., Nachm. 41/2 Uhr. Das WeihnachtsMärchen Don J. Lohmeyer. Nur im PassagePanopticum. Kinder 25 Pfennig. Sanssouci, Kottbaserstrasse No. 4 a. Sonntag, den 17. Dezember: 453/4 Circus G. Schumann, Zentralverb. d. Maurer Deutschlands Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Freitag, den 15. Dezember, Abends 7/2 Uhr: Große Brillant- Borstellung. Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 17. Dezember, Vormittags 11 Uhr, im Lokale Annenstr. 16: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Zagesordnung: Besonders hervorzuheben: Caroussel mit 25 Pferden, Original1. Verlegung des Versammlungslokals. 2. Berathung event. Anträge Dressur des Herrn Max Schumann. Spring- Potpourri von sämmtl. Glowns. bandstag. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Mitauf Aenderung des Statuts für den am 5. März 1894 stattfindenden VerMille, Jeanette unb Mathilde Leeusson, slieber erfucht, recht zahlreich am Blake zu sein. Faust u. Gretchen, in Freiheit dressirt und vorgef. von Herrn Adolf Schumann. Letzte Soiree Gastauftreten der berühmten der 249/7 Der Bevollmächtigte. Regterinnen Geign. Ferno. Achtung, Zimmerer! Geschw. Stettiner Sänger Damen- Jockey, dargestellt von Miss Sonntag, den 17. Dezember, Vormittags 10 Uhr, bei v.Weihnachten. Oxford. Original Clown Olschansky Neu! Anfang 7 Uhr. Entrée 50 Pf. Neues Programm. Unter anderem: Kommt a Vogel geflogen." Große musikalische Parodie. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annen str. 42/43 Täglich: Theater- n. SpezialitätenVorstellung. Francis Era amafiatisch. Luftapparat Arthur Valleno, der fünfjährige Wunderknabe. Neu! Neu! Von der Straße, Posse in 2 Atten von A. Anno. Entree: Wochentags 15 Pf. R. Winkler. mit seinen drefsirten Kagen und Ratten. Bum 7. Male: Cancan vor Gericht. Ballet Burleste in 2 Tableaug. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. 2. Tabl.: Vor Gericht. Serpentintanz von 4 Damen. Morgen: Gr. Borstellung. Sonntag: 712 Uhr.( Dachm. 1 Kind frei.) 2 Vorstellungen. Nachm. 4 und Abends Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Präuscher's Museum. Taufende von anatomischen Präparaten. Schußkanal durch fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. Wunder d. Ceroplastik u.Mechanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. Empfehle den Genossen mein Weiß und Bairischbier- Lokal. 11 verschiedene Arbeiterzeitungen liegen aus den meisten Provinzen Deutschlands aus. Ein Vereinszimmer zu Fr. Renz, Direttor. Knabenhoſen, Einzelverkauf, billigt 40 Personen ist frei. W. Grube, Norbert, Beuthstraße 22, 1 r.: Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgeg. Tagesordnung: 428/8 1. Vereinsangelegenheiten und Gewerkschaftliches( Lohnfrage). 2. Vortrag über: Fortschritt und Armuth". Referent Genoffe Sassenbach. Zutritt hat jeder Zimmerer. Um recht zahlreiches und pünktliches Ercheinen ersucht Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonnabend, den 16. d. M., Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Wahl des gesammten Vorstandes für das Jahr 1894. Quittungsbuch legitimirt. Die Mitglieder werden ersucht, die§§ 3 und 4 des KrankenkassenStatuts zu beachten. Der Vorstand. Schöneberg. 333/5 Freie Vereinig. der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Schönebergs und Umg. Am Sonntag, den 17. Dezember, Nachmitt. 1½ Uhr, in Jacob's Salon, Grunewaldstraße 110: Mitglieder- Versammlung. Grenadierftr. 34., Golmsstraße, Ede der Mariendorferstr 121/17 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Berlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 294. Parlamentsberichte. Tarif. laß, Deutscher Reichstag. V Freitag, den 15 Dezember 1893. 10. Jahrg. geändert; ein Zeichen dafür ist das Aufkommen des Bundes der bar, daß die Spanier so thun, als wenn die ganze spanische Landwirthe, gegen den ich an sich nichts einzuwenden habe, den Arbeit an Deutschland ausgeliefert würde. Herr v. Plötz könnte ich mit Herrn v. Bennigsen für berechtigt halte, soweit sein sich in dieser Beziehung die spanische Presse zum Muster nehmen. 20. Sigung vom 14. Dezember 1893. 1 Uhr. Auftreten vereinbar ist mit dem Gesammtwohl des Staates. Ein Ich habe den Reichskanzler bedauert über das Maß von AnGefeß, welches für das Wohl einer Klasse eintritt, schädigt andere strengungen, welche er leistet, um die Herren auf der Rechten zu Am Tische des Bundesraths: Graf v. Caprivi, Klassen, und diese Klippe wollten die Regierungen vermeiden. verföhnen. Es sieht fast so aus, als ob er die Herren um Entv. Marschall, v. Bötticher. Mag der Bund zündende Gedanken und lichtvolle Ideen haben; schuldigung bittet für seine Stellungnahme. Damit wird er bei Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Berathung wir werden bereit sein, sie durchzuführen, der Reichskanzler oder den Herren fein Glück haben. Je sanfter er ist, desto schärfer des Gesehentwurfs betr. die Gewährung von Unterstützungen an die Einzelstaaten. Aber davon war bis jetzt noch nichts zu werden sie ihn angreifen. Man sagt, die Massen der Bauern In valide aus den Kriegen vor 1870 und an deren Hinterbliebene. merken. Ich wende mich gegen die agitatorische Methode, die wollen das, was Sie hier verlangen. Ach nein! Sie Bu demselben lag ein Antrag des Abg. v. Schöning vor, wonach eingetreten ist. Es ist nicht konservatio, Majorität gegen schwören die Massen ein auf das, was Sie wollen, die Militärpersonen, welche infolge Verwundung an den ferneren Autorität, die Massen gegen die Autorität der Regierung in's und dann lassen Sie sich nachher Telegramme kommen. Unternehmungen des Feldzuges theilzunehmen gehindert waren. Gefecht zu führen. Die Regierung muß sich stüßen auf große Dieses ewige Klagen à la Ruprecht, dieses Betteln um Staatsberücksichtigt werden sollen bei der Berechnung der Dienstjahre. Theile der Bevölkerung; wie unsere Verhältnisse sind, ist es aus- hilfe, das ist verwerflich. Wenn die Anträge des Herrn Dr. Der Antragsteller zieht den Antrag für jest zurück und behält sich geschlossen, daß eine Regierung sich auf eine einzelne Partei stüßt. Schulz- Lupiß auf Ermäßigung der Eisenbahntarife u. s. w. Dor, ihn später wieder einzubringen. Welch eine? Sind Sie( rechts) im stande, eine Majorität zu kommen, dann werden wir dabei sein. Die Tivoliversammlung Abg. Beckh( dfr.) macht darauf aufmerksam, daß die Be- bilden, mit der regiert werden fann? Seitdem ich mein Amt wird auch Herr v. Bennigsen nicht billigen. Die Herren Ritteramten des Heeres und der Marine, welche in diesem Gefeße inne habe, ist nichts anderes übrig geblieben, als das, was gutsbesitzer tönnen bei der Vertheilung der Kommunal- und den übrigen Personen des Soldatenstandes gleichgestellt sind, in die Regierungen für recht halten, durchzuführen mit Schullasten, bei der Vertheilung der Stimmen auf den Kreisdem Militärpensions Gesetz von 1886 vollständig übergangen der Unterstützung verschiedener Parteien. Ich habe das damals tagen u. f. w. fich als wahre Bauernfreunde zeigen. Ein Gefeien, und fragt die Reichsregierung, ob sie diese Lücke auszufüllen ausgedrückt: Wir nehmen das Gute, wo wir es finden. meindevorsteher hat sogar die Beiträge zum Bunde der Landgefonnen sei.. Daß ich die Unterstüßung gern von Ihnen( rechts) hätte, brauche wirthe mit den Steuern zusammen erhoben; sogar Mittel von Generallieutenant v. Spik erwidert, daß die gewünschte ich nicht erst zu sagen. Leihen Sie mir sie nicht, so suche ich sie landwirthschaftlichen Vereinen und Kreditinstituten fließen in die Gleichstellung der Militärbeamten mit den Offizieren nur auf wo anders.( Heiterkeit.) Sich auf Mehrheiten stüßen, ist ein Kasse des Bundes. Da ist es doch nicht wunderlich, daß die Bedem Wege einer Menderung des Reichsbeamten Gesetzes erfolgen durchaus untonservativer Gedanke, der auch für die Parlamente wegung eine solche Ausdehnung bekommt. Die kleine Bresse, die könne. schädlich ist. Wenn Sie sich auf die Massen stützen und im- den Landräthen untergeordnet ist, ist zum Theil das Organ des Das Gesez wird hierauf unverändert nach den Beschlüssen perative Mandate annehmen, schädigen Sie das Ansehen des Bundes der Landwirthe. Muß das Bolt nicht auf den Gedanken zweiter Lesung im ganzen definitiv angenommen. Parlaments: wenn seine Thätigkeit beeinflußt wird von den kommen, daß der Bund die Ansicht der preußischen Regierung vertritt. Es folgt die zweite Berathung des spanischen Massen, dann ist der Reichstag keine Autorität mehr für das Der Reichstanzler hat ganz recht, die Herren können der ReHandelsvertrags, von welchem zunächst die Artikel 1 Volt. Dann wird er abhängig vom Volke. Der Abgeordnete gierung keine Majorität bieten. Wenn die Machtmittel der Re und 8 zur Berathung gestellt werden. Ersterer enthält hat die Pflicht, auf den Wahlkreis einzuwirken; er muß die gierung angewendet werden, kann vielleicht eine solche Majorität die Bestimmung der Gleichberechtigung der Angehörigen beider Interessen seiner Wähler vertreten, aber er muß die durch den geschaffen werden; aber auf wie lange? Die Herren hier( zu vertragschließenden Theile, letzterer enthält als Anlage den Verkehr mit den Kollegen gewonnene bessere Einsicht geltend den Sozialdemokraten) können es ruhig abwarten, bis das Ge machen. Wenn Herr v. Manteuffel sagt: Die gestrige bäude zusammenfällt. Machen Sie eine voltsthümliche Politik, Abg. Bürklin( natl.) weist darauf hin, daß in diesem Ver- Sizung wird dahin führen, die agrarische Bewegung zu aber zerreißen Sie nicht das Band der gemeinsamen Interessen trage der Weinzoll das Hauptkompensationsobjekt bilde. Die stärten, so wäre es seine Pflicht, die agrarische Bewegung durch die Begünstigung des Bundes der Landwirthe. Alle Regierungen haben über die Wirkungen des italienischen Handels- einzuschränken( Lachen rechts), die nicht gut belehrten Wähler Höflichkeit hilft nichts, die Antwort derselben wird dieselbe vertrages günstig berichtet; aber diese Berichte beruhen wohl aufzuklären. Aber Ihr Gelächter zeigt mir, daß sie diesen Stand- bleiben, die ein landwirthschaftlicher Verein gegeben hat: Der nur auf dem Urtheile der Handelskammern, die nur das Inter- punft nicht theilen, und daraus folgere ich erst recht: Das, was Reichskanzler versteht nichts von der Landwirthschaft, wir effe des Weinhandels berücksichtigen, was begreiflich ist, woraus Sie treiben, ist bedenklich; denn Sie wollen nicht den Massen haben unbegrenztes Mißtrauen gegen ihn; er muß gehen! ihnen auch niemand einen Vorwurf machen kann. Aber die entgegentreten, sondern wollen von ihnen geleitet sein; Sie sehen Abg. Kropatschef( dk.): Herrn Rickert's Rede erinnerte Weinbauern sind anderer Meinung; sie fühlen den Preisdruck in den Massen eine Kraft, die Sie vorwärts treibt. Endlich hat mich an meine Lehrerzeit, wenn hinten aus der Ecke der Schuldes ausländischen Produkts sehr stark. Redner ist trotzdem für der Abg. v. Manteuffel die Währungsfrage berührt und mir ſtube ein kleiner Snabe einen Finger aufhebt und sagt: Herr den Vertrag, weil der spanische Verschnittwein besser sei, als der einen Vorwurf darüber gemacht. Wenn das die letzte Patrone Lehrer, die da vorne haben etwas Böses gethan!( Heiterkeit). italienische; man braucht vom spanischen Wein weniger zum ist, die Sie gegen mich verschossen haben, dann kann ich es mit Das allerdings fann ich auch dem Reichskanzler sagen: Seine Verschnitt und seht deshalb mehr deutschen zu, als bei dem ansehen. Was habe ich gethan? Was habe ich verbrochen? Liebenswürdigkeiten helfen bei der rechten Seite nicht, ebenso italienischen Wein. Redner bedauert, daß man die gesetzlichen Zur Zeit der Brüsseler Münzkonferenz sollte ich nicht das Richtige wenig wie die Liebenswürdigkeiten des Herrn Rickert.( HeiterVorschriften nicht richtig beachte. gethan haben. Ich habe die Instruktion vorgelesen and dieselbe keit.) Herrn Rickert's Mahnung an Herrn v. Manteuffel halte Staatssekretär v. Bötticher: Nach den Erfahrungen hat keinen Widerspruch erfahren. Wir sahen, daß aus dieser ich nicht für berechtigt. Kleiner als Herr Rickert mit seinen des Jahres 1892 haben wir jedenfalls teinen An- Konferenz nichts herauskommen würde und warum wir uns an Freunden jetzt ist, fann er doch nicht werden. Herr v. Stumm die Herabseßung des Weinzolls zu bereuen und einem Fiasko aktiv betheiligen sollten, kann ich auch heute noch hat nicht nachgewiesen, daß 50 000 Arbeiter brotlos werden; es Spanien das zu verweigern, was wir Italien bewilligt haben. nicht einsehen. Ich habe damals es als bedenklich bezeichnet, handelt sich nur darum, daß sie nicht mehr eingestellt werden in Das Produkt, das aus dem Verschnitt hervorgeht, findet einen daß der Bimetallismus agitatorisch betrieben wird. Ich halte Bukunft.( Lebhafter Widerspruch links); denn die neuen Abfahleichten und guten Absatz, eineu besseren, als das deutsche Pro- diese Meinung auch heute noch aufrecht und kann nur bedauern, gebiete sollen doch erst eröffnet werden.( Lebhafter Widerspruch dukt allein. Die Regierung wird dahin streben, daß sie über die daß die Meinung von der konservativen Partei nicht getheilt wird. links.) Der Reichskanzler und Herr Rickert haben sich dagegen Wirkung dieser Maßregel fortlaufend unterrichtet wird. Was Denn die Ueberzeugung werden Sie mir nicht nehmen, daß die Wäh- gewendet, daß Abgeordnete sich dem Bund der Landwirthe gegen das Verbot der Verwendung von Kunstweinen betrifft, so besteht rungsfrage nicht geeignet ist, von den Massen beurtheilt zu werden. über gebunden haben. Das ist doch freiwillig von ihnen gebei den Zollbehörden fein Zweifel darüber, daß der Verschnitt Wenn Sie die Doppelwährung einführen wollen, ergreifen Sie schehen; sie brauchten sich ja nicht zu äußern. Wenn der spanische mit Kunstweinen nicht zulässig ist, und wenn dazu noch besondere die richtigen Wege; Sie haben ja einen Gesezentwurf einge Handelsvertrag noch günstiger wäre, als er ist, ich lehne ihn doch Berordnungen nöthig sein sollten, so werden die verbündeten Re- bracht. Ich bin gar nicht stier in der Frage. Ich bin über- ab( Bewegung lints), weil ich die ganze Handelsvertragspolitik gierungen geneigt sein, diese zu erlassen. zeugt, wir haben die beste Währung. Wenn man mich vom veriverfe. Ich verstehe unter Agrarier einen Mann, der der Abg. v. Manteuffel( df.): Aus politischen Ansichten konnte Gegentheil überzeugt, so würde ich mit mir reden lassen. Die Ansicht ist, daß die Landwirthschaft in Deutschland eine solche Beman im Jahre 1891 sehr anders über Handelsverträge denken föniglich preußische Regierung befaßt sich mit der Sache ebenso deutung hat, daß Handel und Industrie davor zurücktreten müssen. als heute.( Sehr richtig! rechts.) Man sagte damals, daß es ernst, wie das Reich. Der preußische Handelsminister hat Ueber die Thaten des Bundes der Landwirthe follte Herr nothwendig sei, das gute Verhältniß im Dreibunde zu stärken. Recherchen angeordnet, die nicht von heute auf morgen erledigt v. Marschall doch nicht so abfällig urtheilen. An der Annahme Ich will nich nicht auf die hohe Politik einlassen; ich kann aber sein können; denn dabei kommen auch fremde Welttheile in Be- der Militärvorlage hat der Bund der Landwirthe doch zum nur ein gutes Verhältniß im Dreibund wünschen. Daß tracht, wenn man die Goldproduktion der Welt ermitteln will. guten Theil mitgewirkt( Sehr richtig! rechts). bei Ablehnung Des Vertrages fich das Verhältniß Warten wir also ruhig ab( 3uruf des Abg. v. Hammerstein: Abg. Lieber( 3.): Wir befinden uns seit ein paar Stunden verschlechtert hätte, 811 beweisen, würde allerdings sehr Sehr ruhig!), und wenn wir nicht abwarten wollten, wenn wir nicht mehr bei der Berathung des spanischen Vertrages, sondern schwer sein. Im Dreibund ist Deutschland am schwersten ändern wollten, wir tönnten gar nichts ändern. Wer will es in einer allgemeinen Debatte( Sehr richtig! links). Deshalb belastet durch die Rüstung, und in Deutschland trägt wiederum denn veranlassen, daß die englische Regierung unter dem jetzigen will ich darauf verzichten, den Vorredner darüber zu belehren, die Landwirthschaft die größte Laft.( Sehr richtig! rechts.) Premierminister, der der schärffte Gegner der Doppelwährung ist, daß nicht 60 000 Arbeiter neu eingestellt werden sollen, sondern Die Preise der landwirthschaftlichen Produkte waren 1891 unge- eingeht auf eine Veränderung der Währung? Bisher ist die daß sie ihr Brot nicht verlieren sollen. Gegenüber dem russischen wöhnlich hoch, und es lag die Gefahr nahe, daß die Zölle erheb- Welt doch mit wenigen Ausnahmen einig darüber gewesen, Handelsvertrag binden wir uns weder wirthschaftlich, noch lich reduzirt würden, wenn nicht durch die Handlsverträge die daß eine Aenderung der Währung ohne Theilnahme Englands politisch. Ich kann erklären, und zwar in Uebereinstimmung Sache abgemildert würde. Wir mußten uns verlassen auf die nicht durchführbar ist. Ich persönlich habe diese Ueberzeugung mit meinem Freunde Schädler, daß wir für den Vertrag mit Zusage des Reichskanzlers, daß die Bölle nicht ermäßigt werden noch heute. Sie haben also fein Recht, aus meiner Haltung in Spanien stimmen werden. follten. Alle diese Gesichtspunkte, die damals maßgebend waren, der Währungsfrage einen Vorwurf herzuleiten. Wenn ich der Abg. Graf Limburg- Stirum( dt.): Die Bauern verstehen find heute, wo wir 100 m. pro Wispel weniger bekommen, nicht fanatischste Bimetallist wäre, im gegenwärtigen Augenblicke ist allerdings wissenschaftlich nichts von der Währungsfrage; aber mehr vorhanden. Dadurch ist der Widerspruch in der Abstimmung es rein unmöglich, einen Schritt zu thun.( Zustimmung links.) aus dem Vertrage haben sie gelernt, praktisch zu erfassen, daß von damals und heute schon erledigt. Ich habe für die Ver- Staatssekretär v. Marschall: Ich bin nach wie vor ein sie mit Rußlund wegen der schlechten Valuta nicht tonfurriren träge 1891 gestimmt, habe aber bald eingesehen, daß das ein durchaus konservativer Mann und ein Schutzöllner. tönnen. Ich habe mich nicht für imperative Mandate auspolitischer Fehler war, und von diesem Augenblicke an schieden Abg. Dr. Schultz- Lupiz: Ich habe gestern für den gesprochen; ich habe das Gegentheil gesagt. Ich bin auch Ansich unsere Wege von denen der Regierung. Der Reichskanzler rumänischen Vertrag gestimmt, nachdem ich mit der Lupe ver- hänger der Autorität, nicht der Majorität. Deshalb ist es mir bat uns auseinandergefeßt, wie er gegenüber der Landwirthschaft geblich den Beweis gesucht habe, weshalb er der deutschen schmerzlich, daß ich nicht mehr der Autorität des Reeine gebundene Marschroute habe, da zur Kompetenz des Reichs Landwirthschaft schaden könnte. Herr v. Manteuffel irrt fich, gierungstisches folgen tann, wie früher, als eine große nur das Veterinärwesen und einige andere Punkte gehören. wenn er glaubt, daß 99 pet. der Landwirthe hinter ihm Autorität in der Regierung war. Zur Autorität kann man Beim Abschluß der Handelsverträge müssen aber die Landwirthe stehen. Diese ganze Bewegung ist herbeigeführt durch eine nicht durch ein Patent ernannt werden, da wächst man hinein berücksichtigt werden, aber das einzige Aequivalent sind die land- Agitation ohne gleichen und sie wird nimmermehr zum Wohle durch eine schwere, lange Thätigkeit.( Sehr richtig! rechts.) wirthschaftlichen Zölle gewesen. Das wird nicht dazu beitragen, Deutschlands und der deutschen Landwirthschaft ausschlagen. Autorität erwirbt man sich nur durch die richtige Verwaltung dem Reichskanzler bei der Landwirthschaft besondere Freunde Ein fester Boll von 3,50 M. ist mir lieber als ein 5 M.- 3oll, feines Besitzes. Die Tivoliversammlung war feine Massenzu erwerben. Glauben Sie, daß durch die gestrige Abstimmung der jeden Augenblick ermäßigt werden kann. Die Krise der versammlung; ich bin dorthin gegangen mit der Befürchtung, die Bewegung der Agrarier eine schwächere werden wird? Landwirthschaft muß auf anderen Wegen beseitigt werden. daß es eine Radauversammlung werden würde. Ich war erNein, fie wird nur neue Nahrung erhalten. Zu den Die Produktivität des Grund und Bodens ist noch lange staunt über die Versammelten; das waren solche Leute vom Kompetenzen der verbündeten Regierungen gehört auch nicht erschöpft. Es steht uns zur Seite die Wissenschaft, eine Lande, wie ich sie ihnen geschildert habe. Jm preußischen Wahlganz unzweifelhaft die Währungsfrage, und bezüglich der tüchtige Arbeiterschaft und ein guter Kredit. Hoffen wir, daß gefeße haben die Autoritäten noch ihren Einfluß, und was der Währungsfrage steht steht der der Reichskanzler den Wünschen dieser Kredit durch die agrarische Bewegung nicht erschüttert Ginfluß ist, haben Sie bei den letzten Landtagswahlen gesehen. der Landwirthschaft entgegen. Hier eine Besserung zu werde.( Beifall links.) ( Bustimmung rechts, Lachen lints.) schaffen, wäre er wohl in der Lage.( Sehr richtig! rechts.) Abg. v. Heyl zu Herrnsheim( ntl.): Man kann sehr Agitation sollte doch Herr v. Bennigjen uns am wenigsten vor wohl gegen den rumänischen und serbischen Handelsvertrag werfen, er, der den Rütlibund gegen das Boltsschul- Gesetz auf stimmen, ohne zugleich gegen den Vertrag mit Spanien zu stimmen. gerufen hat.( Sehr richtig! rechts.) Die damalige Agitation Der größte Theil meiner Partei wird für diesen Vertrag war ein schweres nationales Unglück.( Widerspruch links.) Die stimmen. Damit schließt die Diskussion. In persönlicher Bemerkung erklärt Abg. v. Bennigsen, daß er dem Bunde der Landwirthe die Berechtigung nicht abgesprochen habe. Wenn Herr v. Manteuffel gemeint hat, er sei am wenigsten geeignet, dem Bunde der Agitation ist keine gemachte. Ich spreche hier im Namen meiner Abg. v. Stumm: Dafür, daß durch diesen Vertrag die Landwirthe Agitation vorzuwerfen, und wenn er auf meine ganzen Fraktion( Lebhafte Zustimmung rechts) und ich glaube deutsche Landwirthschaft geschädigt werde, ist ein Beweis nicht Aeußerung aus Anlaß des Schulgesetzes hinwies, so möchte der Konservativen im Lande. Trotz der Ausführungen des Herrn einmal versucht worden. Auf der anderen Seite hat unzweifel- ich zur Ehre des Herrn v. Manteuffel annehmen, daß v. Bennigsen stehen 99 pCt. sämmtlicher Landwirthe auf meiner haft unsere Exportindustrie von diesem Vertrage einen er durch seine Aeußerung nicht die freie Meinungsäußerung Seite und werden unterstützen, was ich gesagt habe. Das wollen großen Vortheil. Herr Lutz hat gestern bestritten, daß die Aus- eines Beamten, eines politischen Beamten hat beschränken wollen, die Herren bedenken, darum bitte ich und das hoffe ich.( Leb- fuhr nach Rumänien, Spanien zc. nicht die Arbeit von 100 000 daß er mich nicht beschuldigt hat, mich an der starken Agitation hajter Beifall rechts.) Arbeitern darstellt; er meint, in den 160 Miaionen stecken nur im Lande hervorragend betheiligt zu haben. Hätte ich das geReichskanzler Graf Caprivi: Ich habe es ursprünglich für 4 pet. Arbeitslohn. Wenn das wirklich der Fall wäre, dann than, mich an der Bewegung im Lande betheiligt, so würde ich möglich gehalten, daß wir auf 3 M. zurückgehen können. Aber würde ich versucht sein, auch Sozialdemokrat zu werden. mich in Widerspruch zu meiner amtlichen Stellung gefeßt haben. ich gestehe, daß ich dafür keine Zustimmung fand. Ich gebe Der Betrag des Arbeitslohnes ist ein sehr viel höherer. Ich Ich hätte erwarten können, daß Herr v. Manteuffel die größte auch zu, daß alle der Meinung waren, daß es besser sei 5 M. würde ein ganz anderes Rechenexempel aufmachen können als Vorsicht gebraucht hätte, ehe er eine solche Bemerkung machte. Boll a behalten. Wenn ich die 5 M. Ihnen hätte lassen können Herr Luß. Ich glaube, daß mindestens die Hälfte des Werths Abg. v. Manteuffel( dt.) erklärt, daß er nichts davon geund dabei doch einen Handelsvertrag hätte bekommen tönnen, so auf den Arbeitslohn entfällt, ausgenommen sind vielleicht die fagt habe, daß in seiner Aeußernug auch nicht der Schimmer würde ich nicht heruntergegangen sein. Damals 1891 war die Waaren, welche aus Stoffen hergestellt sind, die nicht aus Deutsch eines Vorwurfs gelegen habe. Er sei selbst Beamter und habe Stimmung in den agrarischen Kreisen keine sehr scharfe. Man land stammen. Da würde ein Theil des Arbeitslohnes auf das doch auch ziemlich deutlich gegen die Vorlage gesprochen. stand unter dem Eindruck des Ansturms gegen die Getreidezölle, Ausland entfallen und könnte nicht angerechnet werden. Ich bitte, Bwischen seiner und Herrn v. Bennigsen's Auffassung bestehe man war bereit, fie zeitweilig ganz aufzuheben. Ich habe mir dem Vertrage mit Spanien Ihre Zustimmung zu geben, zumal nur der Unterschied, daß Herr v. Bennigsen seine Aeußerung als damals ein Verdienh um die Landwirthschaft erworben, dadurch, von Seiten der Landwirthschaft keine Bedenken geltend gemacht eine Warnung bezeichnet, während sie ein Aufruf an die gedaß ich einer Reduktion der Hölle auf Beit mich entgegenstellte. werden können. sammten liberalen Parteien war. Also nicht blos politische Mücksichten' waren damals maßgebend. Abg. Rickert( frs. Wg.): Die Unzufriedenheit des Bundes der Die Agitation, welche die Landwirthschaft beherrscht, hatte da Landwirthe rührt aus dem Invalidenversicherungsgesetz her, welches mals noch nicht den hohen Grad erreicht wie jest. Man war Frhr. v. Manteuffel ebenso angenommen hat, wie den österreichischen noch im ftande, objektiv zu urtheilen und stand nicht unter dem Handelsvertrag. Der Vertrag mit Spanien ist durchaus nicht Eindrucke subjektiver Beeinflussungen. Die Verhältnisse haben sich so werthvoll; der mit Rumänien ist werthvoller. Es ist wunderAbg. v. Bennigsen: Diese Aufklärung stellt mich zufrieder Die Abgg. v. Stumm, Pieschel, v. Slaski, Paasche und Ofann erklären, daß sie sich nicht auf die Forderungen des Bundes der Landwirthe verpflichtet hätten. Abg. Meyer- Halle erklärt, daß eine Zwischenbemerkung des Abg. Kropatschet, als er sich seinem Plage genähert habe, von der Nachwelt( Heiterkeit) mißverstanden werden könne; er folle die Hände über die Rede des Herrn Kropatschef gerungen haben. Das fei aber nicht richtig; er habe nur eine Brise genommen. ( Stürmische Heiterfeit.) Die einzelnen Artikel des sganischen Handelsvertrags werden darauf genehmigt; gegen dieselben stimmen nur die Konservativen und die Antisemiten. Es folgt die zweite Berathung des Vertrages mit Serbien. Abg. Münch Ferber( ntl.) empfiehlt die Annahme des Vertrages, welcher die Landwirthschaft nicht schädige, der deutschen Industrie aber durch die Verwandlung des bisher bestehenden serbischen Werthzolles in einen Gewichtszoll eine große Er leichterung gewähre. Die Mitglieder der nationalliberalen Partei würden mit wenigen Ausnahmen den Vertrag annehmen. Darauf werden die einzelnen Artikel des serbischen Vertrages genehmigt. In dritter Berathung erledigt das Haus ferner das Uebereintommen mit Serbien betreffend den gegenseitigen Muster- und und Markenschutz. Schluß nach 5%, Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr. ( Dritte Lesung der Handelsverträge.) Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 14. Dez., Nachmittag 5 Uhr. angenommen. und auch ant aus: stätten der Stadt ein kleines Krankenhaus ersparen könne, habe I müssen, da der Winter eine natürliche Einschränkung der Arbeiten der Magistrat schon vor Jahren, als man die Einrichtung plante, zur Folge hat". Das schreibt diese städtische Behörde, nachdem ausgesprochen. Ausschußberathung werde sich empfehlen. Das man uns Jahre lang stets versichert hat, daß, was an der Berjeßige Heimstätten- Kuratorium sei auch heute nicht ein Theil der waltung liegt, die Arbeiter ihre Beschäftigung behalten sollen. Riefelgüter- Verwaltung, sondern eine selbständige Behörde. Die Warum werden denn nicht auch ein paar Stadtbauräthe ab Vorlage wolle lediglich ein vereinfachtes Verfahren. Mache man bestellt den Winter hindurch?( Große Heiterkeit und Unruhe.) die Benußung unentgeltlich, so werde allerdings die Füllung der Kann denn der Mann dafür, daß er nur Chauffeearbeiter ist? Anstalten sehr bald erreicht werden, aber es sei doch fraglich, ob( Wiederholte Heiterfeit und Lärm.) Vom Standpunkt der Ardies der Zweck der Anstalt sei. beiter, der Arbeitslosen aus sollten Sie ein wenig die Sache beDie Vorlage geht an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. trachten, dann wird Ihnen die Ungerechtigkeit noch fühlbarer Der Ausschuß zur Vorberathung der Frage wegen Errichtung werden. Gewiß ist die Stadtbaudeputation nicht im stande, die von Voltsbadeanstalten hat beschlossen, der Versammlung Qualen eines armen Familienvaters zu verstehen. Dem Mann zu empfehlen, den Antrag des Magistrats, je eine Badeanstalt mußte erst der Oberbürgermeister zu Hilfe tommen, da zu errichten: a) für den Süden der Stadt im 74. Stadtbezirke, mit ihm der verdiente Lohn acht Tage später b) für den Südwesten in der Nähe des Dennewißplates, e) für gezahlt würde. Das hier von der Deputation geübte die Stadttheile Wedding und Gesundbrunnen in der Nähe des Verfahren wird leider allgemein geübt. Was aber scheinbar geLeffing- Gymnasiums oder des Ringbahnhofes Wedding, d) für spart wird, muß die Stadt auf der andern Seite doch zahlen, die Schönhauser Vorstadt im 248. Stadtbezirt, mit der Maßgabe nämlich auf dem Wege der Armenverwaltung; nur daß dann zu genehmigen, daß für den Wedding eine Badeanstalt innerhalb dem armen Chauffeearbeiter auch noch seine politischen Rechte der Ringbahn in der Nähe des Ringbahnhofes Wedding und für entzogen sind. Die Worte des Oberbürgermeisters, daß man für den Gesundbrunnen eine besondere Anstalt errichtet werde; ferner beffer halte, viel zu thun und wenig darüber zu sprechen, stehen den Magistrat zu ersuchen, in Erwägung zu ziehen, 1 zu a), ob mit dieser Praxis der Baudeputation in schärfftem Widerspruche. sich nicht eine Verschiebung nach dem 78. Stadtbezirke ermöglichen Dank der sorgsamen Nicht- Wahl unserer Freunde in diese wichtigen lassen, 2. ob die Badeanstalt in der Auguststraße, welche zur Er- Deputationen und Kuratorien fönnen wir die Dinge in diesen richtung einer höheren Bürgerschule( Realschule) angetauft ist, Verwaltungszweigen nicht verfolgen wir werden ja allmälig 05 nicht als Voltsbade- Anstalt erhalten werden kann, unter der auch da hinein kommen aber das steht fest, daß das System Voraussetzung, daß für den Ban einer höheren Bürgerschule in verfolgt wird, möglichst viel Arbeiter zu entlassen. Herr unmittelbarer Nähe ein anderes Grundstück erworben wird. Meubrink hat das im vorigen Jahre selbst zugegeben. Dem Ausschusse ist die Vorlage vor 14 Tagen nochmals Wir verlangen, daß die Arbeiten, welche im Winter fortzurückgegeben worden, zugleich mit einer Petition von Bade- geführt werden können, fortgeführt werden, Das Andenken des am 12. d. Mts. verstorbenen Bürger- anstalts- Besitzern und-Pächtern, die sich durch die Errichtung zwar weit energischer als jetzt. Ich habe nicht begriffen, meisters Dun der wird in der üblichen Weise geehrt. den Hafenanlagen am der städtischen Anstalten in ihrem Besitz und Erwerb gefährdet wie langsam die Arbeiten Urban fortgeschritten sind. Ebenso langsam ist es mit Stadtrath Meu brind hat die Wahl zum Stadtfyndifus glauben und an die Stadt das Ersuchen richten: Die bisherigen Anstalten in wirkliche Volts Bade- den Müggelwerfen gegangen. Ich weiß in der That nicht, Die städtischen Heimstätten für Genesende beanstalten, in welchen lediglich warme Bäder, Echwimm- woran das gelegen hat. Bei einigem guten Willen fann die bäder und Brausebäder zu sehr billigen Preisen verabfolgt Bauverwaltung auch bei der Kanalisation und Pflasterung stehen seit 6 Jahren, haben aber in ihrem Besuch noch immer werden, umzuändern und im Falle einer Vermehrung von hunderte von Arbeitern mehr beschäftigen. Alle diese Einzelnicht die erwartete Höhe erreicht. Die Stationen in Blankenburg Bolts- Badeanstalten auf die Lage der einzelnen bestehenden heiten erörtern sich beffer in einem Ausschuß. Die vermehrte und Heinersdorf sind wohl zwei bis drei Sommermonate hinPrivatanstalten gebührend Rücksicht zu nehmen. Einstellung von Hilfskräften bei der Straßenreinigung fordern wir ebenfalls. Wenn uns gefagt wurde, mehr als 2000 Hilfsfräfte ließen sich nicht einstellen, weil es nicht an Schmut denn den giebt es in Berlin immer( Heiterkeit) wohl aber Die Eingabe des Berliner Vereins für Volksbäder, worin an Aufsichtskräften fehle, so ist mir auch nicht verständlich, derselbe bittet, seine beiden Volks- Badeanstalten in der Wall warum nicht aus den 7-8000 Stamm- oder Vorarbeitern die beziv. Gartenstraße auf die Stadt zu übernehmen und den auf genügende Anzahl von Aufsichtskräften gewonnen werden Frankfurt diese Anstalten für ihn entfallenden Vermögensantheil unter fann. geschieht dies, mag ZwischenAbzug der Leistungen der Stadtgemeinde zu erstatten, soll nach andern dem Antrage des Ausschusses durch die Beschlußfaffung über die Unternehmerthum wird dort mehr. und mehr verdrängt und die Kosten reduziren sich durch dieses verständige, Vorlage als erledigt betrachtet werden. Verfahren auf die Hälfte. Der Haupttheil unseres Antrages aber ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden. Nehmen Sie den nicht an, dann fönnen Sie den Zweck des Ganzen, die Verminderung der Arbeitslosigkeit, nicht erreichen. Sie werden mit absoluter Nothwendigkeit gezwungen werden, die Arbeitszeit auf acht Stunden herabzusetzen; ich sehe Ihnen die Gründe deswegen nicht auseinander, weil die Herren, welche bie Vorgänge in diesem Sommer im Auslande verfolgt haben, sich den Beweis für diese Behauptung selbst führen können. Wir verlangen hier diese Einrichtung nicht ständig, aber für den Winter und für die Dauer des Nothstandes. Betrachten Sie daher den Antrag nicht vom Standpunkte der politischen Gegnerschaft, sondern nur aus dieser Erwägung heraus. Ich hoffe, Sie werden im Ausschusse über den kleinen Rahmen dieser AnWir sind nicht solche Utopisten, daß träge hinauskommen. wir meinen, den Nothstand innerhalb der heutigen Gesellschafte ordnung beseitigen zu können.( 3wischenrife und Lärm.) Wir fönnen ihn nicht beseitigen, wir bieten Ihnen aber die Hand dazu, ihn nach Möglichkeit zu lindern, die Härte dieses Noth ftandes nicht die entgelten zu lassen, die arbeiten wollen und nicht für sich selbst und ihre Familien sorgen fönnen. Die Stadt ist verpflichtet, hier nach Möglichkeit entgegenzukommen. Der Nothstand wächst so ungeheuer, wie man es im vorigen Jahre nicht annehmen fonnte. Das Asyl hat im vorigen Jahre einmal über 2000 Obdachlose beherbergt. Heute fommen wir troß der Vergrößerung der Anstalt unter jene Marimalzahl gar nicht mehr herunter, ein schreckliches Zeugniß für das Elend und seine Ausdehnung, die im Winter erst recht in die Erscheinung treten wird. Die gerühmten" Thaten" der Stadt dürfen nicht darin bestehen. daß man die Arbeiter entläßt. Der Ausschuß hat keine Veranlassung gefunden, von seinem früheren Beschlusse abzuweichen, und empfiehlt, über die Eingabe zur Tagesordnung überzugehen. durch voll, im Winter dagegen kaum bis zu einem Drittel ihrer Bettenzahl belegt gewefen. Die Heimstätte in Blankenfelde, die anfänglich zur Aufnahme von Wöchnerinnen bestimmt war, jetzt aber auch tuberkulose Frauen aufnehmen soll, und die zu Malchow für brusttrante Männer sind sogar im Sommer durchschnittlich nur zur Hälfte befeßt gewesen; augenblicklich stehen diefe beiden Anstalten mit zwei Dritteln ihrer Bettenzahl leer. Die Ursache der schwachen Benutzung ist darin zu finden, daß das Verfahren zur Aufnahme der Pfleglinge zu schwer fällig und langwierig ist. Zur Vermeidung der jetzt sich geltend machenden Uebelstände sollen die Heimstätten unter Bei behaltung ihres bisherigen Charakters den städtischen Eine Konkurrenz der projektirten städtischen mit den Privat: Krantenhäusern angegliedert werden, damit die anstalten hält der Ausschuß für fast gänzlich ausgeschlossen, da Merzte der Krankenhäuser in die Lage tommen, ihre Patienten selb- der Magistrat in seinem Antrage den Interessen der letzteren ständig in die Heimstätten verlegen zu können. Die Heimstätten werden schon jede billige Rücksicht habe zu Theil werde laffen und eine damit Abtheilungen der Krankenhäuser zur Aufnahme der nicht weitere Herabsetzung der Preise für die Bäder den Privat mehr bettlägerigen, aber noch erwerbsunfähigen Kranken werden. anstalten nur noch mehr Abbruch thun, die städtischen Steuer Stadtv. Virchow ist mit der Vorlage feineswegs einver- 3ahler aber gleichzeitig höher belasten würde. Stadtv. Gaffel empfiehlt die Ausschußvorschläge mit der standen; er will die Heinistätten als besondere Unterabtheilung Bitte, daß der Magistrat seine Entschließung hinsichtlich der der Verwaltung der Rieselgüter angesehen wissen und der Kanalisationsdeputation unterstellen, so jedoch, daß die Krankenhäuser etwaigen Erhaltung der Badeanstalt in der Auguftstraße möglichst über die Belegung zu entscheiden hat. Es handle sich um die bald treffen möge. Die Versammlung tritt ohne weitere Debatte den Ausschuß endgiltige Organisation dieses Verwaltungszweiges, und in diesem Einne sei der Magistratsvorschlag unzweckmäßig. Der einzige anträgen bei. Grund für denselben sei die ungenügende Besetzung der AnDie Stadtvv. Kyllmann u. Gen. beantragen, die Verstalten. Dieser Umstand sei allerdings durch ein langwieriges sammlung wolle dem Magistrat zur Erwägung anheimfstellen, Bureauverfahren eingetreten. Werde nun die Beförderung der im Rath haufe einige Personenaufzüge aufzustellen. betreffenden Genesenden resp. Wöchnerinnen beschleunigt, so Stadtv. Kyllmann empfiehlt seinen Antrag. Man sei sei das sehr erwünscht, deshalb brauche man aber feinem bezug auf derartige Bequemlichkeitsanlagen, die den Dienst Henderung der Organisation. Das Aufnahmeverfahren sei doch erleichtern, beschleunigen und fördern, bei uns gegen das Aus von der Verwaltung der betreffenden Häuser ganz unabhängig. land noch weit zurück. Des Stoftenpunktes wegen beantragt Redner Ausschußberathung. Die Nieselgüter feien zu fanitären Zwecken erworben, es feien besondere Gutsärzte vorhanden, denen zugleich die Pflege der in den Heimstätten befindlichen Retonvaleszenten anvertraut sei. Nun feien allerdings Retonvaleszenten in dem Sinne, wie sie der Versammlung bei der Errichtung der Heimstätte für Schwind süchtige vorschwebten, überhaupt nicht vorhanden gewesen, und man habe zu Wöchnerinnen, und als auch diese nicht kamen, zu anderen Leichtkranken seine Zuflucht genommen. Immerhin aber feien die Infassen der Anstalten auf die Einrichtungen der Rieselgüter angewiesen. So groß sei teine der Anstalten, daß man ständig Aerzte dort stationiren tönne. Die neue Ein richtung würde eine Zersplitterung der vorhandenen, einigermaßen einheitlichen Verwaltung bedeuten. Das ganze Heimstättenwesen sei sprungweife behandelt worden; auf diesem Wege dücfe man nicht weiter experimentiren. Redner empfiehlt Ausschuß berathung. Die Versammlung beschließt demgemäß. Mit der Erörterung der Angelegenheit wegen Beseitigung der durch die Verlegung von Prozeßabtheilungen des Amts gerichts I nach dem Hotel Germania am Alexander play hervorgerufenen Uebelstände in gemischter Deputation er ilärt sich die Versammlung einverstanden. Die Wahl der zehn Mitglieger der Versammlung in diese Deputation soll vor der nächsten Sigung erfolgen. Die Stadtv. Singer u. Gen. haben am 8. d. M. folgenden Antrag eingebracht: In Städten am Main, in London und in Oberbürgermeister Belle: Erst wenn die Versammlung Um der in immer wachsendem Umfange hervortretenden über den Antrag in bejahendem Sinne entschieden haben sollte, Arbeitslosigkeit und dem sich hieraus ergebenden wird der Magistrat darüber zu befinden haben. Ich beschränke Nothstande der Arbeiter durch Beschaffung von Arbeit mich daher für jetzt darauf, die gegen die städtische Bauverwaltung nach Möglichkeit zu feuern, ersucht die Versammlung den erhobenen Vorwürfe zu entfräften. Ein einziges Beispiel hat der Magistrat: 1. Die Arbeitszeit der in den städtischen Antragsteller für seine Behauptungen angeführt. In der event. Betrieben Straßenreinigung, Bart- und Gartenver- Ausschußberathung sind wir bereit, die Aften des Falles vorzu waltung, Ranalisation, Gasanstalten, Markthallen Verlegen. Ich warne davor, ohne Kenntniß der Atten ein Urtheil Schon in einem früheren ebenfalls von jener zwar auch, es ist vieles in der Anlage der Einrichtung echt Stunden täglich festzusehen, und die hierdurch Seite vorgebrachten Falle stellte sich das Sachverhältnis waltung, Biebhof u. f. w. beschäftigten Arbeiter auf 3 fällen. erforderlich werdende größere Anzahl von Arbeitern ein aftenmäßig als ein ganz anderes heraus. Ich bin nicht zustellen. II. Alle durch die Stadtverordneten Versamm: Techniker, habe mir aber fagen lassen, daß, wenn der lung bereits genehmigten Tief und Hochbauten Frost die Erde hart macht, nicht fortgearbeitet und nicht weiter Stadtv. Dr. 3 adet: Auch ich beantrage Ausschußberathung. Nicht, taß ich alle Bedenken des Vorredners theilte; ich meine verfehlt und es bestehen zahlreiche formale Schwierigkeiten, aber Vortheile bringt die Vorlage doch. Bei den Heimstätten ist die Zahl der unentgeltlich Verpflegten eine sehr geringe, während in den olde M B wird. An diesem Unterschiede und an der scharfen Eintreibung Krankenhäusern ein großer Theil der Patienten umsonst verpflegt is energisch in Angriff zu nehmen und soweit irgend mög- gemauert werden kann; aber ich habe noch nicht gehört, daß man Der Gebühren liegt es, daß die beiden Anstalten bisher so schlechtlich im Winter fortzuführen. III. Die Straßenreinigungs- fagt, der Meister habe die Gesellen auf die Straße geworfen, gefüllt find. Die Organisation des Wöchnerinnenasyls war falsch, Deputation anzuweisen, zum Zwecke schneller Reini wenn so naturgemäß die Arbeiten eingestellt werden müssen. nicht aber sind die Aerzte daran schuld, sondern die Stadt- gung der Straßen und Pläge, auch der an der Stadtv. Meyer I: Wir werden einhellig für Ausschußverwaltung trägt die Schuld, sie wollte verheirathete Wöchnerheblich vermehrte Anzahl, ſowohl der ständigen als der es eines fo feurigen Appells, wie ihn der Antragsteller an uns Peripherie belegenen, für den bevorstehenden Winter eine berathung stimmen. Zur Berücksichtigung von Nothständen bedarf Silfsarbeiter, einzustellen. richtete, gar nicht. Die Rede war im Wesentlichen blos eine Außerdem ersucht die Versammlung den Magistrat: Beschwerde gegen die Baudeputation. Die Hoffnung, daß der Die Armendirektion zu veranlassen, daß den Almojen Ausschuß über den Antrag hinausgehen wird, theile ich aber nicht. und Pflegegeld Empfängern für den Winter Ueber die beiden prinzipiellen Forderungen des Rechts auf Arbeit eine dem durch die nothwendige Heizung u. s. w. ent- und des Achtstundentages tönnen wir mit den Antragstellern gar stehenden Mehrbedarf entsprechende Erhöhung ihrer nicht diskutiren. Auf die Verkürzung der Arbeitszeit würde ja daß die Aerzte der Krankenhäuser ohne Rücksicht auf die Bezahl schiedenen Gegenden, namentlich in den östlichen und nörd ist doch die kürzere Arbeitszeit, aber denselben Lohn wie für die Bezüge gewährt werde; und ferner: schleunigit in vers die Verwaltung gewiß eingehen, aber was Sie darunter verstehen, lungsfrage die Kranken auszuwählen und hinein zu schieten fichen Stadttheilen, heizbare Räume zu beschaffen, längere.( Rufe: Allerdings! Selbstverständlich!) Darüber können haben. Weshalb sollen dies aber blos die Aerzte der Strankenbenen Arbeitsloje auch am Tage Aufenthalt wir eben mit Ihnen nicht diskutiren. häuser zu thun berechtigt sein? Schon bisher ist ein Theil der Kranken durch Privatärzte auf dem Umwege über die rinnen hinein haben, und die sind dort nicht hinauszubekommen. Meinen Vorschlag, uneheliche Wöchnerinnen dort aufzunehmen, haben Sie abgewiesen, weil Sie die Kosten scheuten. Die be friedigende Lösung der Angelegenheit wird immer an der Geldfrage scheitern. Solange Sie diese Rekonvaleszentenpflege nicht unentgeltlich machen, werden Sie über die Schwierigkeiten nicht hinweg kommen. Einen fachlichen Fortschritt sehe ich aber darin, 31 in nehmen tönnen." Stadtv. Bergeman: Das Verlangen nach Erhöhung der Krankenhäuser dort hinausgeschickt worden. Das Bedürfniß ist Mitantragsteller Stadtv. Stadthagen: Ich beantrage Almosen- und Pflegegelder trifft den Kern der Sache nicht; es im hohen Grade vorhanden, daß Kranke auch durch Privatärzte in Gemäßheit der Geschäftsordnung, da ja durch die Annahme wird dabei die große Menge der verschämten Armen übersehen, oder Krankenkassenärzte den Anstalten zugeführt werden können bes Antrags Kosten erwachsen werden, einen Ausschuß einzu- ebenso wie die zahlreichen Fälle, wo der Familienvater seine Dazu muß diesen Aerzten auch ein geeigneter Weg gewiesen fetzen. Niemand fann leugnen, daß der Nothstand nicht nur Pflicht vernachlässigt und die Familie darben läßt. Man soll die ganze werden. In der Boff. 8tg." wird ein bezüglicher Vorschlag ge ebenso groß ist, wie in den vorhergehenden Jahren, sondern daß er Angelegenheit der Armenpflege belaſſen. Aus diesem Grunde macht, der darin gipfelt, daß im Rathhaufe eine ärztliche Zentrale progressiv wächst, mit Nothwendigkeit wachsen muß, da die wirthschaft- bin ich nicht für Ausschußberathung, sondern für Uebergang zur errichtet wird, von der aus die Belegung der Heimstätten geregelt liche Krise immer noch andauert und jetzt noch die Unbilden des Winters Tagesordnung.( pind 3) onla wird. Hätten wir ein städtisches Gesundheitsamt, hätten wir hinzukommen. Der außerordentliche Nothstand, der infolge der Stadtv. Friedemann: So cavaliérement fann man so ärztliche Gesundheitsbeamte in den verschiedenen Stadttheilen, Arbeitslosigkeit eintritt, legt der Stadt aus verschiedenen Grün- eruſte Fragen doch wohl nicht abthun. Wir sind daher für dann befäßen wir auch die Elemente, welche die Verbindung der ben nahe, zu erwägen, was dagegen gemacht werden kann. Ausschußberathung, damit die thatsächliche Lage genau geprüft Heimstätten mit dem Publikum durch die Aerzte darstellten. Der Von dem tapitalistischen Standpunkte aus, der der Forderung werden kann. Nur eine Bemerkung schon jezt: ber Vergleich, Magistrat hat die Vorlage wohl wesentlich aus dem Grunde nicht nachgiebt, denjenigen Arbeit zu verschaffen, welche arbeiten den der Oberbürgermeister zwischen der Kommune und einem gemacht, um die Strankenhäuser zu entlasten; er hat ein böses wollen, werden Sie nothwendig den Etat der Armendirektion privaten Arbeitgeber beliebt hat, scheint mir nicht ganz paffend. Gewiffen( Oho! und Heiterkeit); er weiß, daß dem Andrange tolossal wachsen sehen. Trotzdem dort mit so geringen Mitteln( Bustimmung.) der Kranten faum entsprochen werden kann, da die neuen Kranten- gearbeitet wird und manche Kommissionsvorsteher sich besonders Stadtv. Dr. Meyer ll spricht sich ebenfalls für Ausschußberahäufer noch nicht fertig sind. Thatsächlich würde eine ganze als Hüter den Finanzen der Stadt ansehen, ist die Ausgabe- thung aus, ist aber der Verkürzung der Arbeitszeit unter Beibehaltung Reihe von Kranken, die heute in den Krankenhäusern nicht genügend fumme schon auf 8 Millionen angewachsen, und troß dieser des vollen Lohnes entschieden entgegen. Den Arbeitslihn in verpflegt werden, einen Vortheil von den Heimstätten haben. Mittel und tros der privaten Wohlthätigkeit werden die An- einer Zeit des Arbeitsmangels zu erhöhen, sei verkehrt: di Folge Bedauerlicherweise will die Frage der Reorganisation unferer forderungen an die Armenverwaltung immer höher steigen. würde ein maßloser Andrang zu dieser Arbeitsgelegenheit fein. Krankenhäuser noch immer nicht vorwärts gehen. Der Magistrat Selbst vom Standpunkte desjenigen, der den gefüllten Säckel der Die Stadt dürfe sich den Gesezen nicht entziehen, welche den müßte doch endlich einmal mit einer Vorlage fommen, denn Stadt höher schäzt als die Milderung der Noth, müßten Sie Weltmarkt beherrschen. diefe allgemeine Frage ist ebenso dringlich, wie diejenige der mit der Forderung vermehrter Arbeitsgelegenheit einverstanden Heimstätten. sein. Die städtische Baudeputation steht allerdings auf einem Persönlich bemerkt der Antragsteller Stadthagen, daß Stadtrath Marggraff weist die Annahme zurück, als ob entgegengesetzten Standpunkte. Sie schreibt an einen Arbeiter, der er nur vorläufig des Beispiels halber ben einen Fall zur Die Vorlage aus dem bösen Gewissen des Magistrats oder aus 13/4 Jahre lang tadellos in dieser Deputation als Illustration seiner Beschwerden gegen die städtische Bauverwaltung den schlechten Zustande der Krankenhäuser entspringe. Weter Chauffeearbeiter thätig war, er sei entlassen, müsse aber auf sein angeführt habe. von schlechter Verpflegung der Stranten, noch von Plazmangel Geld warten, da die Deputation noch kein Geld habe; sie be- Ter Antrag wird darauf on einen Ausschuß verwiesen. tönne die Nebe sein. Daß die richtige Einrichtung der Seim- merkt dalei, ein Theil der Arbeiter habe entlassen werden Schluß 8 Uhr. Ein Schlußantrag wird angenommen. Tokales. red ling gewiesen ist, daß die gröblichsten Butterfälschungen nicht erst in| aus mehreren Kopfwunden heftig blutend vor der Herrentoilette der Stadt, sondern schon auf den Meiereien selber vollführt bewußtlos liegen blieb. Der Bahnhofs- Portier und ein UnterVon Landstreichern und arbeitslosen Leuten sollen mit werden? Bruder Junker, nothleidend wie immer, ist zwar tölpel- offizier vom Franz- Regiment nahmen sich des Verunglückten an haft, aber er weiß ganz gut, daß der Städter und brachten ihn zwecks Anlegung eines Nothverbandes zu einem Eintritt des heurigen Winters die Ortschaften in der Umgegend in manchen Dingen noch einen Grad dümmer ist als in der Nähe wohnenden Heilgehilfen. von Berlin mehr denn sonst überschwemmt werden und soll dies, er, und felten darauf Dom verfällt, frische Butter wie berichtet wird, ganz besonders hart die Gegend bei Lande auf ihre wahren Bestandtheile untersuchen zu lassen. vorstellungen leidet, follte durch einen Wärter nach Berlin in Die Frau eines Breslauer Kaufmanns, die an WahnWaßmansdorf empfinden. Landstreicher" und" Arbeitslose" find für alle Stügen der heutigen Gesellschaft nur zwei verschiedene Munter weiß er sich daher in das Unglück zu schicken, daß sein eine Irrenanstalt gebracht werden. Während der Fahrt benutte Bezeichnungen für dieselben Begriffe. Arbeitslose sind in den einstiger Herzenswunsch, die Margarine abschreckend blau zu fie einen unbewachten Augenblick und sprang zum Wagen Augen dieser Helden Landstreicher und Vagabunden, gleichwie färben, unerfüllt geblieben ist und ein Margarinefäßchen nach hinaus. Der Zug wurde zum Stehen gebracht und man fand Sozialdemokraten Leute sind, die nicht arbeiten wollen! Daß dem andern wandert darum in die Meierei, um als beste frische die Frau schwer verlegt auf dem Bahnkörper liegend. Der Tod die Arbeitslosigkeit sich in diesem Winter noch fühlbarer macht Rubbutter, die dem nothleidenden Landwirth doppelt fetten trat bald ein. Gewinn sichert, wieder hervorzukehren. Der Polizeipräsident von W Berlin soll dem Verband feine Unterfügung zugesagt haben. Beraubt wurde vor einiger Zeit eine Frau Haupt in ihrer Wohlan, wenn dem so ist, wird es nicht allzu schwer halten, sich Wohnung in der Naunynstraße von zwei Männern, die sie mit u vergewissern, daß neben den Nahrungsmittel Fälschern Dolch und Revolver bedrohten. Der eine der beiden Thäter, Wesen treiben. Vielleicht stellt sich dann heraus, daß bei den worden, den zweiten hat jetzt die Polizei in Stettin in der Person in der Stadt auch solche auf dem Lande frisch und munter ihr ein Mann Namens Theodor Albrecht, ist alsbald verhaftet billigeren Butterforten, die der Proletarier genießt, der noch des Biseleurs Gensicken aufgegriffen. Jilid id ist land nicht ganz auf die Margarine angewiesen ist, die Mantscherei Jugendliche Räuber. Die Schlächterfrau J., die sich zweimal, einmal auf dem Lande und vorsichtshalber noch einmal nebenbei Geld durch Handarbeiten verdient, schickte am vom Berliner Butterfälscher geübt wird. Alles in allem aber wird die von dem Verbande hinterpommerscher Molkerei- Ge- 12 Dezember, Nachmittags, ihren 12 jährigen Sohn mit fertiger nossenschaften verkündete Mähr, daß der ganze durch die Butter- Arbeit zu einem Kunden. Der Knabe erhielt von diesem 30 M. fälscherei erlittene Ausfall auf nicht weniger als 56 Millionen dafür. Als er auf dem Heimwege in die Nähe des Arkonaplazes zerrten ihn in eine noch nicht benutte Weihnachtsbude hinein Mark zu schätzen fei, nicht allzu tragisch aufzunehmen sein. Um fam, drängten sich vier ihm etwa gleichaltrige Burschen an ihn, und nahmen ihm mit Gewalt das Geld ab. gekehrt vielleicht wird ein Schuh daraus. had e - vielleicht Gerichts- Beitung. = Bürger als sonst, ist leicht begreiflich. Daß um die Gegend von Waßmansdorf ganz besonders unter der Ueberschwemmung von Landstreichern und arbeitslosen Leuten" zu leiden haben soll, Damit hat es seine eigene Bewandtniß. Dort wird nämlich feit dem Frühjahre an der Kanalisation und der Drainage des Riefelfeldes gearbeitet. An die Stelle der entlassenen oder freiwillig aufhörenden Arbeiter treten sofort andere und so entsteht ein aufhörenden Arbeiter treten fofort andere und so entſteht ein beständiges Rommen und Gehen und bei der herrschenden Arbeitslosigkeit ein erklärliches Zusammenftrömen von Arbeit fuchenden. Daß sich hierbei viele befinden werden, welche der schweren Arbeit nicht gewachsen sind, kann nicht Wunder nehmen, da eben in der Noth jeder zuzugreifen sucht, wo sich nur immer Gelegenheit dazu findet. Jedenfalls ist dies aber der befte Beweis für die vorhandene Arbeitsluft und den vorhandenen Arbeitswillen. Wenn daher weiter gesagt wird:" Beschäftigungs: los treiben sich dann die meisten von ihnen( von den die Arbeit Fortgesetzt kommen uns Klagen über die Fehlerhaftigkeit verlafsenden Arbeitern) vagabondirend umher. Ruhe und Sicher der Fahrtarten Automaten zu Ohren. Es ist immer heit ist durch diese arbeitsscheuen Menschen gefährdet. Die die alte Geschichte, der Arbeiter, der, um dem Schalterbeamten Polizei vermag hiergegen wenig zu thun," so ist dies der Aus die Mühe zu ersparen, feinen Nickel- vielleicht den letzten druck einer so niedrigen Gesinnung, wie sie nur dem echten in den Automaten hineingeworfen hat und vergebens nach der Spießbürger oder dem verbohrtesten Bierbanfpolitifer innegu Rarte zieht, geht dann schließlich doch mit seiner Beschwerde zum Der Riesenprozeß gegen die fünfzig Schaffner und wohnen vermag. Daß Zeitungen, die so gern mit ihrer Schalter und erhält dort die stereotype Antwort, daß dies eine Bichhändler, welche auf den Hamburger und Rheinischen ,, Liberalität" fofettiren, sich zum Sprachrohre solcher Gesinnungs Angelegenheit sei, die nicht in das Ressort der Bahnverwaltung Bahnen Billetunterschleife verübt haben, hat am Mittwoch vor lumpereien und Denunziationen hergeben, ist eine, wenn auch gehöre; wolle man sein Geld wieder haben, so müsse man sich der dritten Strajkammer des Hamburger Landgerichts seinen alltägliche, so doch immerhin beachtenswerthe Erscheinung. Die an die Direktion der Aktiengesellschaft wenden, die die Automaten Anfang genommen. Angeklagt sind 28 Schaffner und Bremser geängsteten Waßmannsdorfer Helden tönnen indessen ruhig aufgestellt habe. Schrumm! Taß felten jemand so viel Zeit hat, und 22 Viehhändler, und zwar 1. Schaffner Chriftian Queseschlafen gehen. Auch ohne verstärkten polizeilichen Schuß wird um wegen eines Ruckels viel a hin und her zu laufen, fümmert ja bart, 2. Schaffner Friedrich Papenhagen, 3. Schaffner Friedrich ihnen fein Härchen gekrümmt werden. Leute, die bei der Kanalis die Bahnverwaltung anscheinend nicht. Uns dünkt aber doch, Rogge, 4. Schaffner Johann Meinecke, 5. Schaffner Bernhard fation Arbeit fuchen und arbeiten, sind keine Landstreicher", fie daß dieselbe wenigstens moralisch mithaftbar ist, denn von ihr Memmert, 6. Schaffner Heinrich Edler, 7. Schaffner Wilhelm find auch nicht arbeitsscheu", sondern ehrliche Arbeiter, welche hängt es doch ab, die Ausstellung der Apparate zu geftatten oder Rohde, 8. Schaffner Heinrich Tomaschefsky, 9. Schaffner Martin die Ruhe und Sicherheit durchaus nicht gefährden wollen. zu verweigern und vernünftiger wäre es, lieber feine Automaten Buck, 10. Schaffner Carl Philipp, 11. Bremser Heinr. Grüner, Von der höheren Bildung höherer Schüler. Erst kürz: Nickel gebracht wird. Selbsthilfe des Publikums giebt es da Brauns, 14. Schaffner Karl Hahn, 15. Schaffner Johann Held, Von der höheren Bildung höherer Schüler. Erst fürz als solche aufstellen zu laffen, bei denen der Paffagier um seinen 12 Bremser Ferdinand Lewandowsly, 13. Schaffner Friedrich lich berichteten wir, daß vielfach die in Stadtbahnwagen an gebrachten Reklameplatate verstümmelt würden. Wie der Bolts- faum, denn selbst das Verfahren, das ein Arbeiter fürzlich am 16. Schaffner Ferdinand Schmidtke, 17. Bremser Adolf Wiese, zeitung" nun von einem Herrn, der täglich die Stadtbahn benutzt, Schlesischen Bahnhof angewendet hat, dürfte faum als eine Rom- 18. Schaffner Heinrich Borchers, 19. Schaffner Georg Lorde, zeitung" nun von einem Herrn, der täglich die Stadtbahn benutzt, pensation wirken. Dieser Mann hat nämlich, als er weder eine 20. Schaffner Wilhelm Martens, 21. Schaffner Johann Palm, mitgetheilt wird, fand er in der zweiten Wagentlasse auf vielen Blataten geradezu rohe und zotige Bemerkungen und Zufäße. Fahrkarte, noch einen Nickel wieder heraus bekam, furz und sämmtlich aus Hamburg; 22 Schaffner Wilhelm Grünwald, 24. Schaffner Friedrich Diefelben waren theils mit Buntstiften, theils sogar mit Tinte bündig den ganzen Automaten vom Gestell herabgehoben und ihn 23. Schaffner Friedrich Schuldt, geschrieben, was die Vermuthung nahelegt, daß hier Schüler ihr ins Inspektionszimmer als corpus delicti hinein getragen. edge, sämmtlich aus Geestemünde; 25. Schaffner Johann aus Kalt, 26. Schaffner Carl Hummelstein Unwesen treiben, denn nur solche führen für gewöhnlich der Welche Antwort ihm dort zu theil wurde, ist uns leider nicht aus Deutz, 27. Schaffner Benedict Broyti aus Deutz, artiges Schreibmaterial bei sich; auch bestärkte der Inhalt der mitgetheilt worden. 28. Schaffner Peter Frank aus Deutz, 29. Viehhändler rohen Scherze, so unfittlich er auch war, diese Annahme. Die Bestandtheile des hier feilgebotenen Honigkuchens Franz Mary aus Borbeck, 30. Viehhändler Johann v. Ofen aus Ob es denn gar so schwer fällt, einmal einen dieser höheren sind nach dem jetzt vorliegenden sachverständigen Gutachten fol- Borbeck, 31. Viehhändler Jakob Schönthal aus Altendorf, Kreis jugendlichen Taugennichtse abzufassen und ihm durch eine derbe gende: Roggen- oder Erbsenmehl, Schaumzucker oder Syrup und Essen, 32. Biehhändler Josef Goldschmidt aus Jbbenbüren, Tracht Prügel die Luft zu ferneren Unfläthigkeiten zu verleiden? zuweilen eine Spur von Gewürzen. Die Händler solcher Schund 33. Viehhändler Jidor Rosenberg aus Münster, 84. Viehhändler Der Eifenbahnminister hat mit Rücksicht darauf, daß den waare erhalten von den Fabrikanten einen Habatt bis zu 75 pet. Max Lucas aus Mülheim a. d. Ruhr, 35. Viehhändler Leser beiden Weihnachts- Feiertagen ein Sonntag unmittelbar vorher. Demgegenüber sei mitgetheilt, daß zur Herstellung des richtigen Wolff aus Effen, 36, Viehhändler Michel Meyer aus Mülheim geht, hinsichtlich der Giltigkeitsdauer der Rückfahrt Honigtuchens Havannas oder Balparaiso Honig, Weizenmehl, a. d. Ruhr, 37. Viehhändler Bernhard Moses aus Mülheim Karten auf den preußischen Staatsbahnen folgendes bestimmt: Mandeln erforderlich sind. Der minderwerthe Honigkuchen er- a. d. Ruhr, 39. Biehhändler Ed. Strauß aus Effen, 40. WiehKardamom, Nelken, Zimmt, Mustatblüthe, Gier, Bitronat und a. d. Ruhr, 38. Viehhändler Abraham Philipps aus Mülheim Sämmtliche drei und viertägige Rückfahrt- Karten, die am Sonnabend, den 23. Dezember, gelöst werden, sind zur Rückfahrt deugt bei Kindern Durchfall. Eltern werden gut thun, ihre Gin händler David Levy aus Oberhausen, 41. Viehhändler David noch am fünften Tage, also bis einschließlich Mittwoch, den fäufe nur in reellen Geschäften zu besorgen, wenn sie überhaupt Wolff aus Effen, 42. Vichhändler Herm. Kauffmann aus Essen, 27. Dezember, giltig. Sämmtliche am Sonntag, den 24 Dezember, daran denken können, ihren Kindern einen kleinen Weihnachts- 43 Viehhändler May Marcus aus Essen, 44. Viehhändler Simon Moses aus Broich, 45. Viehhändler Abraham Mendel aus Hamgelösten dreitägigen Rückfahrt- Karten gelten noch am vierten Schmaus zu bereiten, die and Tage, also bis einschließlich den 27. Dezember. Endlich können Ein Aft der Volksjuftig ist gestern Abend auf dem Plaz burg, 46. Viehhändler Moses Moses aus Mülheim a. d. Muhr, auch die am 30. Dezember gelösten dreitägigen Rückfahrt- Karten am Oranienburger Thor an zwei befneipten jungen Leuten aus: 47. Viehhändler Josef Meyer aus Mülheim a. d. Ruhr, 48. Viehnoch am vierten Tage, also bis einschließlich den 2. Januar, geübt worden. Diefelben trieben allerhand dumme Streiche und händler Friedrich Wilhelm Mühlemeyer aus Mühlheim a. d. Ruhr, zur Rückfahrt benutzt werden. Für alle weiteren hier nicht belästigten die Passanten in unverschämter Weise. Als dieselben 49. frühere Viehhändler, jeziger Rentier Aron Rosenberg aus genannten Fälle ist die normale Giltigkeitsdauer maßgebend. aber schließlich dazu übergingen, des Weges tommende Ar- Burgsteinfurt, 50, Mühlenbauer Fr. Ad. Kern aus Ottensen. Die Schaffner befinden sich fast alle in Untersuchungshaft, Eine neue Gebührentage hat der Aerzteverein beiterinnen der B.'fchen Luruspapier- Fabrik zu dem Zielpunkt Moabit aufgestellt, die von jezt an den Liquidationen ihrer Späße zu machen und sich obenein zu anstößigen Hand- während sich die angeklagten Biehhändler gegen Kaution auf bien au feitens der Mitglieder zu Grunde gelegt werden soll. Die Ge- greiflichkeiten verleiten ließen, war die Geduld des entrüsteten freiem Fuße befinden. Die Schaffner find fämmtlich bisher unbühren werden innerhalb der Minimal- und Maximalsäge theils Bublikums zu Ende. Man fiel nun über die Gigerin her und bescholten, von den Biehhändlern find Michel Meyer und nach der Schwierigkeit der Verrichtung, theile nach den Ver- prügelte fie mit ihren eigenen Gigerlitöcken durch. Schußleute Aron Rosenberg wegen Beleidigung bezw. wegen Betruges vornach der Schwierigkeit der Berrichtung, theils nach den Bere entrissen die Geschundenen endlich der gefährlichen Situation und bestrafte mögensumständen der Zahlungspflichtigen normirt. Die Billetunterschleife und Fahrkartenschwindeleien wurden verlangt u. a. für den ersten Besuch in der Wohnung des Kranfentirten sie zur Polizeiwache. Dort wurden in den Sistirten die 2-12 M., bleibt dieser Besuch der einzige, mindestens 3. 3öglinge eines hiesigen Pensionats( Militär- Borbereitungs- Anfang dieses Jahres entdeckt. Den Stationsbeamten in RuhrFür jeden folgenden Besuch werden 2-6 M., für Besuche in der instituts), Söhne achtbarer vermögender Eltern aus der Provinz, ort war es aufgefallen, daß die Viehhändler, die allwöchentlich Nachtzeit, von 9 Uhr abends bis 7 Uhr Morgens 6--30 M. be- feitgestellt. Der Strafrichter wird, da die beleidigten Arbeiterinnen zum Viehmarkt nach Hamburg fuhren, meist nur Fahrkarten bis Nachtzeit, von 9 Uhr abends bis 7 Uhr Morgens 6--30 M. be rechnet. Bei gleichzeitiger Behandlung mehrerer Kranker in dem Strafantrag stellen wollen, den Burschen wohl noch eine ernste Oberhausen oder Wanne lösten. Man schöpfte Verdacht, daß sie Lektion zu Theil werden lassen. im Einverständniß mit den Schaffnern die Weiterfahrt ohne felben Hausstand wird für den zweiten und weitere Patienten Fahrkarten bewerkstelligten. Auch Aeußerungen der Viehhändler, nur die Hälfte in Anfaz gebracht. Für Besuche, die außer Ueber zwei ausgesetzte Kinder wird mitgetheilt, daß am die sich auf Fahrkartenschwindeleien bezogen, tamen zur Kenntniß halb des täglichen Rundganges oder zu einer bestimmten 11. d. M. Abends gegen 9 Uhr auf der Treppe des Hauses des Betriebsamtes in Gffen. Anfang Februar entdeckte ein ZugTageszeit gefordert werden, oder für eilige Tagesbesuche Kommandantenstraße 40 ein etwa 14 Tage altes Mädchen ge- revisor die erste Unregelmäßigkeit und zwar bei dem Angeklagten werden en 8 bis 15 Wart erhoben. Jede Konsultation funden wurde, das in ein olivfarbiges Tuch gewickelt war und Schaffner Philipp und nun ließ sich die Behörde zur weiteren in der Sprechstunde kostet 1,50 bis 10 Mart, aus ein Parchendhemde mit einem eingestickten R. trug, sowie ein Untersuchung den Kriminalkommissar Büllmann aus Berlin nahmsweise 1 M.; außerhalb der Sprechstunde 2-10 ,, während neues Wickelband mit rother Kante. Das andere Kind wurde fommen. der Nacht 4-20 M. Für ein ärztliches Zeugniß oder einen am 30. v. M. Abends gegen 93/4 Uhr im Vorgarten der Haide Todtenschein werden 8-10 M. erhoben; für Impfung einschl. ftraße entdeckt. Es ist ein 4 bis 6 Wochen altes Mädchen, das Impfschein 3-6 M.; Beiftand bei einer natürlichen, leichten in dürftige Kleider gewickelt war. Beide Kinder sind nach dem im des schriftlich zu 8319 IV 28/93 entgegengenommen. Fällen gelungen, die Schaffner zu verleiten und zu bestechen, G3 Auch die jezt häufiger als je vorkommenden Aussetzungen wurde festgestellt, daß die Schaffner einen sehr unifangreichen von Kindern kommen als Zeichen der zunehmenden sozialen Noth Sandel mit Fahrkarten betrieben. A13 Börse" diente der Es ergeht daher an alle Leute, die nicht zu dem glücklichen in Betracht. Ein derartiges Vergehen wird gewiß nicht leichten Bahnhof in Bremen, wo alte Fahrkarten oder Fahrscheinhefte, Kreis der oberen Zehntausend gehören, die dringende Warnung, Herzens begangen und eine Mutter entschließt sich erst nach die die Schaffner nicht durchlocht und der Instruktion zuwider fich nicht den Luxus einer Krankheit zu geftatten. qualvollen Martern des Hungers und der Sorge bazu, ihr behalten hatten, von Neuem an die Viehhändler verhandelt an Von einem Butterkrieg ist in hiesigen Blättern die Rede. Diebtes von sich zu stoßen. Es liegt am Proletariat, au ſeinem wurden. Eifer, Zustände zu schaffen, in denen teine Mutter mehr in die Bei der scharfen Kontrolle mußten die Beamten oft ein sehr Führung lassen. Genaue Feststellungen in diefer Beziehung dürfte erst die für die nächsten drei Tage Verbands direktor v. Blandenburg veröffentlicht in einer land- und Wetter preisgeben zu müssen. wirthschaftlichen Zeitschrift einen Kriegsbericht" etwa folgenden In der Markthalle VI von der Treppe gestürzt ist heute angesezte Verhandlung zu Tage fördern. Inhalts: Morgen um 7 Uhr die 82 Jahre alte eheverlassene ApfelfienenErster Verhandlungstag. Ter Krieg begann in der Weise, daß in verschiedenen Ge- händlerin Hauboldt, Demminerstr. 4. Als sie ihr im Keller be- Die Verhandlungen werden um 91 Uhr von dem Vorschäften Berlins täglich bis zu 100 Butterproben unauffällig findliches Waarenlager betreten wollte, wurde sie von Krämpfen sizenden. Landgerichtsdirektor Dr. Burchardt, eröffnet. entnommen wurden. Die Proben untersuchte der Gerichts- befallen, fiel in die Tiefe und erlitt einen Genickbruch. Der Tod finden im großen Schwurgerichtssaale statt. Vor Beginn der chemiker Dr. Bischoff, und zwar insgesammt 1900. Von den trat auf der Stelle ein. Sigung waren die angeklagten Schaffner von etwa zwanzig gekauften Proben waren, auf 1000 berechnet, 174,44 verfälscht; davon enthielten 22,11 bis 30 pet. Margarine, 83,33 zwischen der 33 jährige Arbeiter Robert Schramm als Mittel zum SelbstEine Mischung von Bilsenkraut und Chloroform bat Konstablern in den Saal geleitet und von einen Gerichts= diener gruppirt worden. Sie haben mitten im Saale auf 30 bis 60 pct., 21,11 über 60 pct., und 48,88 bestanden aus mord benugt. Er hatte seinen elf Jahre alten Sohn ohne Wissen fünf Stuhlreihen Plaz gefunden; die ersten Reihen nehmen die reiner Margarine. Der tabellarischen Zusammenstellung und den der Ehefrau nach einer Droguenhandlung geschickt, um sich das Schaffner, die letzten die Viehhändler ein; das ganze erButterkrieg- Büchern des Verbandes sind folgende Thatsachen zu Gift holen zu lassen. Nachdem er die Mischung in der Spree- innert ein wenig an eine kleine Volksversammlung. Der Anstraße 6 belegenen Wohnung zu sich genommen hatte, legte er sich geklagte Quafebarth, unter dessen Namen die ganze Sache geht, A Züllmann tam in Begleitung eines Kriminalschuhmaunes Winter und befuhr die Strecke Köln- Hamburg, die Schaffner zu Billet Unterschleifen verleitend. Büllmann trat dabei als Geschäftsreisender, Winter als Viehhändler auf. Entbindung soll mit 15-30, künstliche Entbindung mit 30 bis Friedrichs Waisenhause gebracht. Mittheilungen zur oder als Zeugen die Hauptrolle, denn es ist ihnen in gar vielen Leistungen werden noch besonders mit 15-50 M. in Rechnung geftelt. Zur Nachtzeit tritt auch hier eine Erhöhung um 5 bis 20 M. ein. hinterpommerscher Molterei- Genoffenfchaften" übernommen. Der entfeßliche Lage kommt, ihr eigenes Rind dem Zufall von Wind komplizirtes Verfahren trolle must oft ein sehr entnehmen: Sie 1. Es herrscht in Berlin in großem Umfange ein gewohn- auf ein Sopha und verlor auch alsbald das Bewußtsein. Eine iſt ein Mann Anfang der Fünfziger, ein blonder, träftiger Bommer. beitsmäßiger betrügerischer Verkauf von Margarine und von halbe Stunde später fand ihn die Ehefrau, als er sich auf dem Als 51. Angeklagter ist der Viehhändler Max Gottschalk hinzuButter, die mit Margarine vermischt 2. Wo Butter verfälscht wird, geschieht dies zumeist durch beben in Krämpfen wand und ließ einem Strantenbaule Die Bertheidigung ruht in den Händen von nicht weniger Fußboden ihn Zusatz von mehr als 30 pet. Margarine. 3. 42 Butterhändler verkaufen zwei Mal, 7 drei Mal Trant genommen zu haben. Als Beweggrund wird Truntfucht als 12 Rechtsanwälten. angefehen. 3 Siebzehn Zeugen sind geladen; bie markantefte Erscheinung während der Kontrolle Margarine oder gemischte Butter statt darunter ist der Kriminalfommiffarius Billmann aus Bankow bei reiner Butter; von 77 Händlern ist aus gewissen Anzeichen an- Ein in der Unglückschronik der Bahnhof- Unglücksfälle Berlin. Es ist wunderbar, daß es diesem Beamten gelungen ist, zunehmen, daß fie bei fortgesetter Kontrolle immer wieder Mar- wohl noch nicht dagewefener Unfall ereignete fich, wie nachträg in den Augen der Schaffner als biederer Viehhändler zu er garine verkauft haben würden. lich berichtet wird, am Dienstag Abend auf der Station Friedrich- scheinen; er ist seinem Aeußeren nach der Typus des Berliner Ein untersetter Miann mit Neigung zur Bon den ersten 1000 Proben waren 262 oder 26 pct. ftraße. Ein elegant gekleideter, ca. 60jähriger Herr wollte mit„ Geheimen". und dem legten Stadtbahnzuge sich nach dem Schlesischen Bahnhofe Korpulenz, einer großen Platte einem verfälscht. blonden, Es folgt nun ein Klagelieb darüber, daß der Landwirth begeben, verspätete sich aber um wenige Sekunden, so daß ihm fräftigen Schnurrbart, einem sogenannten„ Schnauzer", dessen Berliner Façon für den Kriminalbeamten schaft infolge dieses unredlichen Verkaufs große Beträge verder lezte 8 g vor der Nase fortfuhr. Nachdem ihn die Kontroll- militärische foren geben; allein für Berlin stelle sich ein Schaden von beamten darauf aufmerksam gemacht, daß er noch vom Extern- charakteristisch ist. Unter den Zeugen, die der Mehrzahl nach 9 600 000 m., auf acht Monat berechnet, heraus. bbahnhof nach dem Schlesischen Bahnhof gelangen tönne, rannte Bugrevisoren, Zugführer und Packmeister sind, befinden sich zwei Dies Register glauben wir, hat ein Loch. Die Be er mit einer solchen Eile die Treppe herunter, daß er das am Frauen, die Schneiderin Bollow aus Hamburg und Frau Willstrebungen des hinterpommerschen Verbandes in allen Ehren; ersten Treppenabsaz befindliche Geländer übersah und über das komm aus Vorbeck. aber ist es denn das erste Mal, daß in der Preffe darauf hin- felbe hinweg mehrere Meter tief in das Bestibül stürzte, wo er 10mb 13:00 Der Zuhörerraum ist überfüllt; auf der einzigen Bant, die sich in thin befindet, sist eine Reihe blasfer, ärmlich ge-| Simon Moses, Mendel, Moses Moses, Josef Meyer, Mühle| Philipp bei seinen ersten Bernehmungen selber angegeben habe, diese fleideter, bekümmert drein blickender Frauen, Frauen der ange- meŋer, Aron Rosenberg, in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Fahrkarte von einem anderen Reisenden geschenkt erhalten zu flagten Schaffner. Die Verhandlungen gestalten sich für die Vermögens- Vortheil zu verschaffen, das Vermögen des preußischen haben. Philipp bezeichnete diese Aussage als irrthümlich, hielt Berichterstattung insofern sehr schwierig, als die Akustik des großen Eisenbahnfiskus geschädigt zu haben, daß sie durch Vorspiegelung aber seine heutige Behauptung schießlich auch nicht aufrecht. Saales sehr mangelhaft ist und auch durch die ausgespannten falscher Thatsachen einen Frrthum erregten, Um 1 Uhr tritt eine dreiviertelstündige Mittagspause ein. Nege und Schallleiter nicht wesentlich verbessert wird." würde. 8. den Schaffnern Remmert, Martens, Bürger, Brozki, an- Die Nachmittagssigung wird um 2 Uhr wieder eröffnet. Nach Gröffnung der Sigung ruft der Präsident die einzelnen deren Angeklagten zur Begehung des Vergehens des Betruges Die Aussagen der einzelnen Schaffner bewegen sich in demselben Angeklagten der Reihe nach auf; er ermahnt sie, nicht etwa durch That wissentlich Beistand geleistet zu haben. Rahmen. Der Präsident bemerkt unter Heiterkeit:„ Wir wollen Durchstechereien zu verüben oder sich durch Zettel verständigen Der Angeklagte Quasebarth hat sich durch den als Vieh- doch in der Verhandlung den guten alten, deutschen" Ausdruck ,, Billet" zu wollen. Der Vorsitzende richtet seine Mahnung besonders an händler verkleideten Schuhmann Winter bestechen laffen. Er gebrauchen, mit den Fahrscheinheften und Rüdfahrtkarten" fomme Diejenigen Angeklagten, die im Gefängniß schon derartiges ver- giebt zu, ein Glas Bier von ihm angenommen und dann für die ich nicht zurecht. Der Schaffner Grüner erzählt, der Kriminalfucht und deshalb Disziplinarstrafen erlitten haben. Er habe Fahrt Bremen Hamburg 2 M. erhalten zu haben. Er habe schuhmann Winter habe einen Liter Kognat geholt. Präsident: bei der großen Anzahl Angeklagter nicht neben jeden einen Winter teine Rückfahrifarte gegeben zum eventuellen Ausweis. Wo ist denn der Kognat geblieben? Angeklagter: Den hat der Schuhmann gefeßt, er hoffe, daß das auch nicht nöthig werden Auch der Schaffner Borde habe Bier mitgetrunken, von dem Schuhmann allein getrunken. Präsident: Machen Sie sich doch Gelde habe er aber nichts bekommen. Der Schaffner Papen nicht lächerlich. Wo haben Sie denn die Retourkarte her, die Es erfolgt der Zeugenaufruf. Der Präsident richtet an die hagen hat sich von dem Kriminalfommissar Zillmann bestechen Sie dem Winter überließen? Angeklagter: Ich fand Sie in Zeugen Billmannn und Winter die Bitte, ihre Notizen mitzu- laffen. Er hat ihm auch eine Rückfahrtkarte und zwar eine der Tasche. Präsident: Merkwürdig, die Retourtarten wachsen bringen; da es sich um die Beurtheilung von 301 Straithaten schon durchlochte eingehändigt, die er vom Angeklagten wohl in der Tasche? handle, sei die Zuhilfenahme der Notizen jedenfalls nothwendig. Rogge erhalten haben will. Rogge bestreitet das nicht, er Bertheidiger Rechtsanwalt Berthold bittet ausdrücklich darum, Die Feststellung der Personalien ergiebt, daß die Angeklagten faft giebt zu, von Zillmann dafür 5 M. erhalten zu haben, die er daß jeder Angeklagte ausführlich gefragt werde, wie Billmann sämmtlich unbestraft sind. Bei dem Viehhändler Aron Rosenberg dann mit Papenhagen getheilt habe. Nach den Gehaltsverhält- und Winter sich an ihn herangemacht hätten, da so erst eine ist die Feststellung mit einigen Schwierigkeiten verknüpft. niffen befragt, geben bie Schaffner an, daß sie an Gehalt, Grundlage für die Vertheidigung gewonnen werden könnte. Der Präsident: Aron Rosenberg, Rosenberg, sind Sie schon bestraft? Wohnungsgeldzuschuß und Kilometergeldern ungefähr im Jahre Schaffner Lewandowsky erzählt denn auch, daß Winter vorRosenberg: Mit fleinen Geldstrafen. Präsident: Ja, 14-1500 bezogen haben. Der Angeklagte Schaffner Meinecke ist gegeben habe, sein Billet sei ihm zum Fenster hinaus wegen versuchten Betruges im Jahre 1886 mit 20 M. am 2. Mai verhaftet worden, in seinem Besitz wurden sechs gefallen. Er habe es ihm geglaubt und habe ihn ohne Billet Geldstrafe. Rosenberg: Das weiß ich nicht. Präsident: Rückfahrtkarten gefunden, die nur einmal durchlocht waren. Die mitfahren lassen. In Hamburg habe er dann von Winter 1,50 M. Das müffen Sie doch wissen. Rosenberg: So was behält man Karten waren für die Tage vom 1. bis 3. gültig. Präsident: Wollten erhalten und er habe geglaubt, diese kleine Entschädigung" anfich doch nicht. Der Präsident läßt aus den Akten feststellen, daß Sie die Karten noch einmal benußen? Angeklagter Meinecke: Nein. nehmen zu dürfen. Rosenberg in Burg Steinfurt thatsächlich wegen Betruges be- Präsident: Weshalb haben Sie dieselben nicht das zweite Die Schaffner Schmidtke, Martens und Held haben sich die ftraft ist. Rosenberg: Wegen Betruges ist mir nichts bekannt. Mal durchlocht? Angeklagter: Ich habe es vergessen. Er Trinfgelder" getheilt. Präsident: Warum theilten Sie denn Die Atten sollen aus Burg- Steinfurt eingefordert werden. giebt zu, von Billmann Geld genommen zu haben. Er erzählt, das Geld? Sind Sie denn verpflichtet, es anzuzeigen, heftig weinend, daß er Vater von vier Kindern sei, er hätte sich wenn Einer bei dem Anderen eine Pflichtwidrigkeit begeht. nichts dabei gedacht. Präsident: Nun, haben Sie auch mit dem Angeklagter Schmidtke: Nein. Aber der Eine hat die zweite, Angeklagten Stern etwas zu thun gehabt? Meinecke: Jawohl. der Andere die dritte Klasse. Nun sind doch die Hamburger Kern fragte auch hier in Hamburg, ob ich etwas hätte, und ich Herrn in Deutschland und der ganzen Welt berühmt, daß gab ihm eine Fahrkarte dritter Klasse. Ich kannte ihn nicht. sie die nobelsten sind und den Schaffnern die besten Trinkgelder Kern behauptet, Meinecke habe ihm gesagt, er fönne 3. Klaffe geben. Präsident: Sie sprechen hier von ehrlichen Trinkgeldern, fahren, er habe nur ein Billet 4. Klasse gehabt und habe, um bequemer Sie haben sich doch aber von Winter bestechen lassen, haben fahren zu können, das Anerbieten angenommen. Er habe dem Sie denn dieses Geld auch getheilt. Schmidtte: Jawohl. PräMeinecke dann ein Trinkgeld gegeben. Auch die Angeklagten fident: Ronnten denn die Anderen glauben, daß dieses Geld Edler und Schuldt sollen sich von Billmann haben verleiten aus ehrlichen Trinkgeldern stammte. Angeklagter Schmidtke: laffen. Beide leugnen jede Schuld. Bei Edler sind drei Fahr: Jawohl, Thränen im Auge erzählt nun der Angeklagte, wie ihn scheinhefte vorgefunden worden. Er behauptet, die Hefte nur aus Winter verleitet habe. Er habe ihm 4 Rognats und 2 Biere Versehen nicht abgegeben zu haben. Rhode hat sich zwei Mal auch ein Butterbrot mit Knackwurst zum Besten gegeben. Schließvon Winter auf der Fahrt Hamburg- Bremen bestechen lassen lich sei er seinen guten Vorfäßen untreu geworden. Der Un4. den Schaffnern Quasebarth, Papenhagen, Rogge, Meinicke, und jedesmal 2 M. dafür erhalten. Angeklagter Wiese hat sich geklagte Held erzählt, Winter habe den Namen„ Kognaksbruder" Remmert, Edler, Thomaschefsky, Buck, Philipp, Gruner, von fünf Viehhändlern auf der Strecke Wanne- Hamburg bestechen gehabt, so viel Rognats habe er zum Besten gegeben. Lewandowsky, Brommos, Held, Schmidtke, Wiese, Borchers, lassen und 25 M. erhalten. Er will dem Rhode einen Theil Grünwald, Biedge, als Beamte Eisenbahnfahrkarten, Fahrschein- davon gegeben haben, was dieser aber bestreitet. hefte, Fahrunterbrechungsmarken, welche sie in amtlicher Eigenschaft empfangen und in Gewahrsam hatten, sich rechtswidrig zu geeignet zu haben, Die Eröffnungsbeschlüsse legen 1. den Angeklagten Quasebarth, Papenhagen, Rogge, Meisecke, Remmert, Edler, Rohde, Thomaschefsky, Buck, Philipp, Gruner, Lewandowski, Hahn, Held, Schmidtke, Wiese, Borchers, Lorcke, Martens, Palm, Grünwald, Viedge, Bürger, Hummelsheim, Brohti, Franz zur Last, als Beamte für Handlungen, welche die Verlegung einer Amts- und Dienstpflicht enthielten, Geldgeschenke angenommen, gefordert, auch sich haben versprechen zu lassen, 2. den Schaffnern Grünwald, Viedge, Schuldt, zur Be gebung des Verbrechens der passiven Beamtenbestechung durch Rath und That wissentlich Hilfe geleistet zu haben, 3. dem Schaffner Hahn, als Beamter für eine in sein Amt einschlagende, an sich nicht pflichtwidrige Handlung ein Geldgeschent angenommen zu haben, Die weitere Vernehmung der Schaffner bietet dasselbe Bild. Sie sind in der Mehrzahl der Fälle von dem Kriminalkommissarius oder von seinem Gehilfen zu den Billetunterschleifen verleitet 5. den Schaffnern Papenhagen, Rogge, Schmidife, Lorce, worden. Einige von ihnen widerstanden beim ersten Male, Martens, Sachen, von denen sie wußten, daß sie mittels Amts- unterlagen aber der zweiten Versuchung. Die Taktit, die der unterschlagung bezw. was den letzten Fall des Martens an- Fallensteller nach der Schilderung der Angeklagten dabei an langt passiver Beamtenbestechung erlangt waren, an sich gewandle, war immer dieselbe. Er sprach die Schaffner an, gab bracht zu haben, ihnen ein Glas Bier zum Besten und fragte sie dann, ob sich 6. der Viehhändler Mary von Dfen, Schönthal, Gold- nichts machen ließe". Meistens ließ sich etwas machen" mit nicht schmidt, Ifidor Rosenberg, Lucas, Leser Wolff, Michel Meyer, abgelieferten Fahrkarten oder Rückfahrtscheinen. Das Trinkgeld", Bernhard Moses, Abraham Philipps, Eduard Strauß, daß die Schaffner aus der Kasse der Polizeibehörde gewissermaßen Levy, David Wolff, Hermann Kaufmann, Simon Moses, Mendel, dafür erhielten, schwankte zwischen 1 und 5 M., je nachdem der krimi Moses Moses, Josef Meyer, Mühlemeŋer. Aron Rosenberg, dem nalistische Proteus und sein Geselle als Viehhändler oder GeMühlenbauer Kern, Eisenbahnschaffnern und Bremsern, Beamten schäftsreisende auftraten. Einer der Angeklagten, der Schaffner Geldgeschente angeboten, versprochen und gewährt zu haben, um Philipp, stellte bei der Schilderung dieser Vorgänge sogar die sie zu Handlungen, die eine Berlegung ihrer Amts- und Dienst- Behauptung auf, daß Zillmann ihm selber die Rückfahrtkarte pflicht enthielten, zu bestimmen, zweiter Klasse von Bremen nach Hamburg in die Tasche gesteckt 7. den Biehhändlern Mary. von Ofen, Schönthal, Gold- haben müsse, die er dann gefunden und dem vierter Klasse reisenschmidt, Ifidor Rosenberg, Lucas, Leser Wolff, Bernhard Moses, den Beamten gegen 3 M. überlassen habe. Der Präsident be: Abraham Philipps, Strauß, Levy, Wolff, Kaufmann, Marcus, Izeichnete diese Erklärung als unglaublich und stellte fest, daß Achtung! Verein zur Wahrung " Schaffner Borchers foll dem Anmmissar Zillmann freie Fahrt von Hamburg nach Wanne angeboten haben gegen ein Entgelt von 6 M. Der Angeklagte bestreitet, den Zillmann überhaupt zu fennen. Zillmann hat in seiner Anzeige den 18. April als Tag des Vorfalles angegeben. Borchers behauptet, an diesem Tage gar nicht im Dienst gewesen zu sein, da er schwerkrank gewesen, er will sein Alibi nachweiſen können. Schaffner Martens beschuldigt die Viehhändler Marcus, Schönthal und Goldschmidt, sie hätten widerrechtlich Fahrten von Wanne nach Hamburg gemacht und ihm dafür 4-5 m. ge geben. Marcus bestreitet, den Martens zu kennen. Er habe nie eine Bestechung begangen. Schönthal giebt zu, daß er einmal widerrechtlich einen Fahrschein doppelt benutzt habe und dem Schaffner 4 M. gegeben habe. Ob Martens der Schaffner sei, tönne er nicht mehr sagen. Briefkaffen der Redaktion. Paul u. Magnus 23. Breslau 385 186, Hamburg 323 923, Ropenhagen 240 000. E. 2. 181.„ Schneien" ist richtig. W. Noack's 4. Berl. Reichstagswahlkreis. der Interessen der Berliner Concert- und Gesellschafts- Säle, Sonnabend, den 16. Dezember, Abends 8 Uhr, in den Concordia- Festsälen, Andreas- Straße Nr. 64: Knopfarbeiter. Sonntag, den 17. Dezember 1893, Vorm. 10 Uhr: Gr. Votal- und Instrumental- Concert Instrumental- Concertsammlung arrangirt von Parteigenossen des IV. Berliner Reichstags- Wahlkreises. bei Stabernack, Püdlerstr. 49. Tagesordnung: Brunnenstrasse No. 16. Täglich: Gr. Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag Nach der Borstellung: Lanz- Kränzchen. 1. Die Thätigkeit des Gewerbegerichts. Avis! Empfehle meine hocheleganten Unter gütiger Mitwirkung der Geſellſchaft Strzelewicz sowie mehrerer Bergetichtse Paul Scheiden for. Gesangvereine.( M. d. A.-S.-B.) Nach dem Concert: Großer Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach, nicht 50 Pf., wie irrthümlich auf den Billets vermerkt. Anfang 8 Uhr. 350/10 Entree 30 Pf. Da der Ueberschuß des Festes wohlthätigen Zwecken zu gute kommen soll, ersucht um recht rege Betheiligung Das Komitee. Achtung, Schäftearbeiter u. Arbeiterinnen! Vereins- Versammlung Sonnabend, den 17. d. M., bei Scheffer, Inselstr. 10. Tages Ordnung: Wie stellen wir uns zum Streit der Arbeiter der mechanischen Schuhfabriken? Der wichtigen Tagesordnung wegen erscheint recht zahlreich! Nachdem Tanz. Gäste willkommen. Beifizer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Unbedingte Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in der Versammlung zu erscheinen. In dieser Versammlung gelangen die Billets zum Stiftungsfest zur Ausgabe. Der Vorstand. 193/6 Achtung! Geschäfts- Eröffnung. Empfehle mein großes Schuh- und Stiefel- Eager zu ſoliden Preiſen. J. Schlesiger, Schuhmachermeister, Köpenick, Kick 1. Reparaturen- Annahme. 6996 Streng feste Verkaufspreise. Verein d. Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. Dezember, Vormittags 10 Uhr, bei Herru Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl des gesammten Borstandes, sowie der Nevisoren. 2. Ber schiedenes. 145/20 Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet SpielWaaren anerkannt billigste Bezugsquelle. 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Rammer III. Sigung vom 9. Dezember. Boden, den ich und andere Genossen in Köln eingenommen haben. Wie liegen aber die Verhältnisse in Deutschland? Der Zimmerpolier Gretnau verlangt vom Dachdeckermeister Die gleiche Erkenntniß hat auch die englischen Gewerk- Wir haben ein elendes Versammlungs- und Vereinsgefeß, Giebel die Bezahlung für eine Woche, in welcher er Tag für schaften genöthigt, mehr und mehr den politischen Kampf in den eine sehr eingeschränkte Preßfreiheit, ein sehr mangelhaftes Tag zur Arbeit bestelt zu sein behauptet, ohne- wegen Mangel Bordergrund zu stellen; sie bewog einen Mann wie John Koalitionsrecht. Die Gewerkschaftsorganisationen sind aus diesem an Material- thätig sein zu fönnen. Weiter beansprucht Burns, der am eifrigsten für die Neugründung von Gewerk- und einer Reihe anderer Ursachen, die ich zum Theil in meiner Kläger eine Lohnentschädigung dafür, daß er ohne Kündigung schaften unter den sogenannten ungelernten Arbeitern Kölner Rede anführte, deren Aufzählung und Begründung hier aber entlassen wurde. Der Beklagte wendet ein, dem Kläger sei am thätig war, schon vor Monaten zu erklären: Die Zeit zu weit führen würde, schwach, ihre Kaffen unbedeutend. Die ersten Tage jener Woche gleich gesagt worden, er müsse auszu aggreffiven Streits sei vorbei, es gelte mit aller Energie den deutschen Bergarbeiter hatten, als sie 1889 den Steit begannen, feßen; wenn er dann jeden Tag zur Arbeitsstätte gekommen ist, politischen Kampf um die Eroberung der politischen Macht zu weder Organisation noch Geld, noch Preſſe. Obgleich der Streit fei das feine Sache. Auf die Kündigungsfrist habe Kläger führen. so gerechtfertigt war, wie je einer, bekämpfte ihn ein großer Theil feinen Anspruch. Durch die Aussagen mehrerer Zeugen wird Und was sagte kürzlich einer der Führer der französischen Sozia- der bürgerlichen Preffe auf das nachdrücklichste. Die Regierung festgestellt, daß dem Kläger wohl am Montag gesagt wurde, er listen Jules Guesde, anläßlich des Kampfes des Herrn Dupuy und beeilte sich, dem Verlangen der Unternehmer zu entsprechen und müsse aussehen, daß ihm aber zum Donnerstag bestimmt Arbeit Konsorten gegen die Syndikate? Guesde sagte: sandte ganze Kompagnien Gendarmen, und Militär in Masse versprochen worden ist. Um seine Angabe betreffs der Kündi " In der That, vor dem energischen Vorgehen des Herrn in die Bezirke der Streifer. Und was jene dort thaten, gungsfrist zu beweisen, legt Beklagter dem Gericht eines der beDupuy war die Gefahr für uns vorhanden, durch die bisherigen ist bekannt. Als der Streit zu Ende war, begannen die kannten Formulare vor, auf denen sich die Arbeiter durch ihre Erfolge der so ziemlich aller Orten gebildeten gewerkschaftlichen heftigsten Verfolgungen und Maßregelungen. Es folgten harte Unterschrift mit dem Ausschluß der Kündigung einverstanden erOrganisationen auf Abwege zu gerathen. Es war das Be- Verurtheilungen durch die Gerichte, Verbot der Versammlungen, flären. Der Name des Klägers fehlt auf demselben. Er hatte wohl streben vorhanden, den Klaffenkampf auf das wirthschaftliche Maßregelungen der Leiter 2c. als Polir die ihm unterstehenden Arbeiter zum Unterschreiben be Gebiet zu beschränken, während dieser Kampf doch Die Regierung fam weiter dem Unternehmerthum dadurch wogen, jedoch sich selbst davon dispensirt. Der Beklagte wurde nur auf dem politischen Gebiet endgiltig zu entgegen, daß sie, gewissermaßen zur Krönung des taiserlichen verurtheilt, für eine halbe Woche( vom Donnerstag bis SonnEnde geführt werden kann. Wir hatten uns vergebens Erlasses vom 4. Februar 1890, in die neue Gewerbe- Ordnungs- abend) dem Kläger seinen Lohn zu zahlen. Außerdem wurde heiser geschrien, um das Volk auf den gefährlichen Abgrund Novelle die berüchtigt gewordenen Paragraphen über den diesem die Lohnentschädigung zuerkannt. Das vorgelegte Foraufmerksam zu machen. Bergebens verwiesen wir auf die tläg Kontraktbruch und die sogenannte Verlegung der Koalitions- mular, so wurde das Urtheil begründet, beweise nicht, daß Kläger lichen Erfahrungen der Trades- Unions in England, wo John freiheit aufnahm, Bestimmungen, die, wenn sie Gesetz wurden, sich mit dem Inhalt desselben einverstanden erklärt hat. Im Burns erklärte, die Zeit der Streits sei vorüber. die letzten Reste der Koalitionsfreiheit in Deutschland ver- ganzen hat der Beklagte 78 M. zu bezahlen. Wer weiß, ob man auf unsern Ruf geachtet hätte und ob nichteten. Rammer VIII. Sigung vom 11. Dezember. Die Einen anderen Beweis ihrer Stellung gegen die Arbeiter Arbeiterinnen Gl. und H. Hlagen gegen den Buchbindermeister uns nicht eine mehr oder weniger lange unfruchtbare Ge werkschaftsperiode vorbehalten gewesen wäre, wenn Herr lieferte die preußische Regierung als im Januar d. J. im Saar: Pohl, dessen Frau als seine Vertreterin erscheint. Die Klägerinnen Dupuy nicht durch Thaten bewiesen hätte, indem revier der Streit der Bergarbeiter ausbrach. Die Maßregelung verlangen je 5 m., den Lohn für eine Woche. Frau unfere Organisation einfach vernichtete daß die von Taufenden derselben wegen ihrer Betheiligung am Streit Bohl wendet ein, die Klägerinnen hätten, weil feine Arbeit vorGewerkschaften feinerlei Widerstand leisten können. Damit war und ihrer Zugehörigkeit zum Rechtsschutzverein war Die die Gefahr aber sofort abgewendet. Die fanatisirtesten Anhänger Antwort darauf. Die staatlichen Behörden ruhten nicht eher, nirgends bezahlt; außer, setzte sie weisheitsvoll hinzu, wenn handen war, aussehen" müssen, und das Aussehen werde der Syndikate( Gewerkschaften) marschiren jetzt auch auf der bis die Organisation der Bergarbeiter mit Stumpf und Stiel die Betroffenen monatliches Gehalt belämen. Eine der großen breiten Straße des Sozialismus und folgen dem helden- ausgerottet war. Klägerinnen führte aus, sie seien beide die ganze Woche haften Beispiel, das die Kämpfer der Junitage und der Kommune Und wie stellte sich die Presse, die öffentliche Meinung zu hingezogen worden. Alle Tage wären sie zu Pohl gekommen, dem internationalen Proletariat in so großherziger und ergreifender all diesen Maßnahmen? Gin kleiner Theil beschwerte sich, ein um dann ein paar Stunden oder auch gar nicht arbeiten zu Form gegeben haben. anderer schwieg, der größte Theil billigte das Vorgehen der tönnen. Einmal hätten sie sich einen ganzen Tag bei Pohl aufJetzt fämpfen wir alle Mann für Mann, um die politische Regierungsorgane. In Deutschland geht man fogar soweit, gehalten, es sei aber keine Arbeit gekommen". Für die in der Macht zu erringen, und mit welchem Erfolg, das können die daß man anläßlich des letzten Bergarbeiter- Ausstandes in Eng- fraglichen Woche geleistete Arbeit hätten sie 2,80 m. bekommen Herren Floquet, Maujan und Genossen darlegen. land und mit Hinweis auf denselben die Wiedereinbringung der sollen. Bellagte erkennt die 2,80 m. an. Der Vorsitzende, Da wo im vorigen Sommer nur eine Gewerkschaft stand, abgelehnten Paragraphen über Kontraktbruch und Verlegung des sollen. Beklagte erkennt die 2,80 m. an. ſteht- Dr. Freund, äußerte, mit dem Aussehen sei es nichts; sieht jetzt eine sozialistische Armee, und statt der Republikaner, Koalitionsrechtes verlangte für Deutschland. Der Unter- wenn man Arbeiterinnen habe, müsse für Arbeit gesorgt werden. die durch die Reformgefeße eine Brotzulage zu erringen hofften, schied in der Lage der organisirten Arbeiter in Deutschland und könne man dies nicht in der Weise, daß die Leute fortlaufend hat man es mit 40 000 Revolutionären zu thun, welche die England ist also sehr bedeutend. beschäftigt seien, dann solle man die Kündigung ausschließen. politische und wirthschaftliche Expropriation ihrer Sieger fordern, Der Kampf der englischen Bergarbeiter mit ihren Unter Kündigung, meinte hierauf die gefeßeskundige Bertreterin ihres und was das richtigste ist, alle proflamiren laut, daß sie unter nehmern ist vorläufig beigelegt, wie er end giltig ausgeht, Gatten zu dem Gerichtshof, gebe es überhaupt nur in Fabriken, der rothen Fahne marschiren wollen." weiß heute niemand. Ginen nicht gewollten Erfolg hat er aber nicht aber in einem Privatgeschäft". Das Gericht war sehr ungehabt; er hat die kleinen Betriebe am schwersten geschädigt dankbar für diese Belehrung, denn es verurtheilte Herrn Pohl und sie zum Verspeisen für die großen Betriebe reif gemacht. Die Konzentration des Kapitals hat also gerade durch den Streitur Zahlung von je 5 M. Lohnrückstand und einer Versäumnißgroße Fortschritte gemacht und die Kraft der großen Unter- gebühr von je 1,95 m. nehmer für fünftige Rämpfe gestärkt. Rommt nun gar der geplante Trust der großen Kohlenwerte zu stande, dann steht das vereinigte Kapital der Macht der Arbeiter in einer Weise gegen über, daß die Lehteren nur noch ganz ausnahmsweise den Kampf aufnehmen können. N er Ich gehe nicht so weit wie Jules Guesde, auch nicht so weit wie John Burns. Ich stellte in Köln erst für die nächste Zukunft in Aussicht, was diese beiden schon in der Gegenwart erblicken. Was aber find die Erscheinungen, die solche Urtheile hervorrufen? Einmal die Thatsache: da ß mit der bürgerlichen Entwickelung die Krisen immer häufiger, im mer intensiver und immer länger werden; dann die andere Thatsache: daß durch diese Krisen die Ronzentration des Kapitals immer rascher fortschreitet und während die Arbeiterklasse an Widerstandsfähigkeit verliert, das Kapital dabei gewinnt. Die stetig wachsende Reservearmee hilft weiter die Widerstandsfähigkeit der Arbeiter zu schwächen. Schließlich tritt auch die Staatsgewalt imminer mehr auf Seiten des Kapitals, je mehr die Gegensäße sich zuspißen. Wer wissen will was diese Trusts und Riesenringe der Gewerkschaftsbewegung schaden, der braucht nur die Entwicklung der Dinge in den Vereinigten Staaten, wie sie sich in den letzten fünf Jahren vollzog, zu studiren. Gewerbegericht. Kammer 111. Sigung vom 12. Dezember. Der Puter Hilpert und der Maurer Brenner flagen gegen den Bau- Unternehmer Drewisch auf Zahlung von rückständigem Lohn. Der Beklagte erklärt, den Leuten nichts schuldig zu sein. Er habe, was noch drin war"( von einem Kolonnenakkord nämlich), an den Kolonnenführer ausgezahlt. Die Beweiserhebung erbrachte, daß Brenner oft Kolonnenführer war, dann plötzlich wegen nicht genügender Leistungsfähigkeit" vom Unternehmer abgesetzt wurde, worauf seine Stelle jemand erhielt, der eine Wie die Konzentration des Kapitals sich auch in Deutschland Art von Meistbegünstigung einführte, indem er vor allen Dingen vollzieht, ergiebt folgende Statistik. Die Zahl der Hauptbetriebe in 42 M. als verdient" in seine Tasche steckte, bevor er an die Der Sieg der englischen Kohlenarbeiter, auf den n. Elm sich der Steinkohlen Produktion betrug in den Jahren 1871 Bezahlung der Kolonnenmitglieder dachte. Das Gericht war der beruft, und der auch das Urtheil anderer Köpfe verwirrt hat, bis 1875: 623, im Jahre 1889 war sie auf 406 zurück Meinung, daß der Beklagte sich wohl einen anderen Kolonnenändert in dem Angeführten gar nichts. Bekanntlich macht gegangen. Dagegen stieg die Produktion in dem erwähnten führer hinstellen konnte, wenn es ihm paßte, daß er jedoch vorher eine Schwalbe feinen Sommer und giebt es keine Regel ohne Beitraum von 34 485 400 Tonnen auf 67 342 000 und die Zahl mit dem alten Vorarbeiter hätte vollständig abrechnen müssen. Das Ausnahme. Der mittleren Belegschaft stieg von 172 074 Röpfe auf Rolonnensystem beruhe auf der gemeinschaftlichen Arbeit und der geDie englischen Kohlenarbeiter befanden sich in einer Aus- 239 954. Die Betriebe verminderten sich also um 34 pet., meinschaftlichen Auftheilung des von der Kolonne Verdienten, deshalb nahmelage. Als die englischen Kohlenbarone im Juli ihren Ar- die Zahl der Arbeiter stieg unt 40 pct., das Produkten sei das Verfahren des neuen Kolonnenführers, sich vor allem durch beitern die unverschämte Zumuthung machten, auf 25 pet. des quantum aber wuchs um fast 100 pCt. Die gleichen Resultate Vorwegnahme von 42 M. schadlos zu halten, unzulässig. Die Lohnes zu verzichten, bewiesen sie damit, daß sie den lassen sich für eine große Reihe anderer Industriezweige nach zur Verfügung der Putkolonne gestandenen 100 m. hätten unter Ausstand wollten. Damit war aber auch die Sympathie des weisen, Resultate die zu Ungunsten der Arbeiter noch durch die dieselbe nach Abzug des Lohnes für den Hilfsarbeiter ordnungs Publikums auf Seiten der Arbeiter. Wie sich diese Sympathie auch in Deutschland schon bestehenden Kartelle und Trusts ver- mäßig vertheilt werden müssen. Wäre das geschehen, so hätte während des viermonatlichen Ausstandes bethätigte, zeigen die schärft werden. Ich resumire mich: R. 19,32 und. 8,88 m. mehr bekommen wie in Wirklichkeit. sehr bedeutenden Summen, die aus den Reihen des Publikums 1. Die Gewerkschaftsbewegung ist ein nothwendiger Bestand zur Zahlung dieser Beträge sei Beklagter zu verurtheilen. den Bergarbeitern zuflossen. So erwähnt der Londoner Korre- theil der allgemeinen Arbeiterbewegung, und sie ist deshalb nach spondent des Vorwärts" in Nr. 278, daß eine Nummer des Kräften zu unterstützen.( Resolutionen von Halle und Köln.) bürgerlichen„ Daily Chronicle" unter anderen Beiträgen zwei Die Gewerkschaftsbewegung bildet, auch ohne daß die Gevon à 500 Pfund( à 10 000 m.) quittirte und daß im Revier wertschaften" Politit" treiben, ein Rekrutirungsfeld für die von Cannod Chase( Staffordshire) allein 7000 Pfund( 140 000 M.) Sozialdemokratie. aufgebracht wurden. Der Puzer Hesemann flagt gegen die Maurer Wessel und Wegener. Die Beklagten hatten auf einem Bau des Unternehmers Keller die gesammte Pusarbeit auszuführen übernommen. Infolge einer Differenz mit Keller waren sie nicht in der Lage, dem Kläger 20 M. Lohnrückstand zu zahlen. Wegener, 2. Die sozialen und politischen Zustände Deutschlands bilden gegen den Kläger sich hauptsächlich wendet, verspricht diesem für Die englischen Kohlenarbeiter hatten aber durch das brutale vielfach Hindernisse, welche die Gewerkschaftsbewegung nicht zu den Fall die 20 M., daß er einen gegen Keller angestrengten Vorgehen der Kohlenbarone, die, sobald der von ihnen gewollte dem werden ließen, was sie in anderen Ländern geworden ist. Prozeß gewinne. Der Kläger geht auf den Vorschlag Ausstand ausbrach, ihre Rohlenvorräthe mit enormen Pro3. Die Entwidelung der bürgerlichen Gesellschaft häuft nicht ein, feine Klage zurückziehen, welche ihm der Befiten abseiten, nicht blos das Publikum auf ihrer Seite, fie gere Wiederkehr und immer längere Dauer und Schwere der lagte im Anschluß an jenes Versprechen macht. Wegener hatten im Vergleich zu den deutschen Kohlenarbeitern auch noch Krisen, welche die materielle Opferfähigkeit der Arbeiter wurde verurtheilt, die 20 M. zu zahlen; feine Klage gegen andere Vortheile für sich. schwächen, aber auch den Mittelstand vernichten begünstigt Keller gehe den Kläger nichts an. Er möge sehen, wie er sich Die englischen Kohlenarbeiter gehören zu einer der ältesten ben natürlichen Trieb des Kapitals nach Konzentration. Indem mit Keller auseinandersetze. und best organisirtesten Gewerkschaften Englands; sie hatten dies den rein ökonomischen Kampf der Arbeiter immer schwie- Der Stuckmeister und Bildhauer Steinbach hatte für einen halbwegs gefüllte Kaffen; sie fonnten wenigstens zum Theil auf riger gestaltet, wird die Empörung der Arbeiter Bau des Unternehmers Drachholz den Stuck zu liefern und ihn die Unterstützung der übrigen Gewerkschaften rechnen, wenn diese tasse auf die Spike getrieben und wird sie ansetzen zu lassen. Die letztere Thätigkeit führten in seinem Aufauch nicht so fräftig ausfiel, als sie erwarten mochten. Die gezwungen, den politischen Kampf immer nachtrage die Stuckateure Hahn und Bolz aus. Eines Tages gerieth englischen Arbeiter besitzen ferner ein Maß von Versammlungs, brück I icher zu führen. er, dem wegen seiner Lässigkeit von Herrn Drachholz schon öfter Rete, Preß- und Koalitionsfreiheit, wie es die deutschen Ar- Letzter Zweck dieses Kampfes ist: Eroberung der po- Vorwürfe gemacht worden waren, mit diesem in Streit. Er erbeiter nicht entfernt besitzen. litischen Macht durch das Proletariat als higte sich dabei so, daß er seine Leute abrief. Er forderte sie Auch der Umstand, daß die englischen Bergarbeiter, ge- ebel zur ökonomischen Umgestaltung der bür auf, feinen Schlag mehr für Drachholz zu thun. Die Beiden zivungen durch das Vorgehen der Unternehmer, die Arbeit ein gerlichen Gesellschaft. waren aber nicht mir nichts dir nichts damit einverstanden, daß stellten, und durch die lange Dauer derselben eine ganze Reihe ihnen ihr angefangener Atford auf diese Weise unterbrochen industrieller und Verkehrsunternehmungen in schwere Wiitleidenwurde. Sie wurden klagbar. Das Gewerbegericht verurtheilte schaft zogen, foftete ihnen bei der Objektivität des englischen Volts. Herrn Steinbach zur Zahlung von 50 M. charatters solchen Kämpfen gegenüber keineswegs die Sympathie der öffentlichen Meinung. Die letztere nöthigte vielmehr die ReDer Landesverraths- Prozeß gegen die beiden in Genosse Auer veröffentlicht im Sprechfaal des Hamburger Riel verhafteten Franzosen begann heute Vormittag gierung, sich schließlich zum Schiedsrichter in dem Streite aufzuwerfen und zu Gunsten der Arbeiter einen Schritt zu thun, eine Antwort auf meine Erklärung in der Nr. 273 des Echo" gerichts unter Leitung des Senatspräsidenten v. Wolff. Die Echo" folgende Erklärung: Nachdem Herr von Elm endlich um 9 Uhr vor dem vereinigten 2. und 3. Straffenat des Reichsden schwerlich eine deutsche Regierung gethan haben würde. Hierfür wirkte allerdings auch der Umstand, daß die meisten gefunden hat die Antwort ist auch darnach- habe ich nur Anklage vertreten Ober- Reichsanwalt Tessendorf und ReichsBergarbeiter Wähler sind; daß bei der fast gleich starken zu erklären, daß ich weder von meinen Ausführungen in Köln, anwalt Treplin. Die Angeklagten geben an zu heißen Jean Stellung der beiden Parteien im Parlament eine Ver- noch von meiner Erklärung im„ Echo" ein Wort zurück zu Baptiste Charles Robert Matthieu Degony und Jacques und Delquey Malevas schiebung der Gewählten um wenige Köpfe eine Vernehmen habe. Ob ich durch meine Reichstagsrede am 13. Januar 1893 die unter den Namen Raoul Dubois und Maurice Jean schiebung der politischen Machtverhältnisse herbeiführte, eine Gefahr, die in einem Lande mit Interessen der Partei und der Arbeiterschaft verletzt habe, wie Daguet gereist zu sein. Der Angeklagte Degony ist 41 Jahre rein parlamentarischer Regierung, die poli: Herr v. Elm behauptet, darüber überlasse ich getrost die Ent- alt, der ersten Sektion des Generalstabes der französischen Marine attachirt und Ritter der Ehrenlegion, sowie Lieutenant tifchen Parteien und die Regierung zwingen, scheidung den Parteigenossen. Ueber das Urtheil des Herrn v. Elm habe ich mich in meiner 3. S. 1. Kl., Angeklagter Delquey ist Lieutenant 3. S. 2. Kl., den Arbeitern in einer Weise entgegenzu Grklärung bereits mit vollſter Deutlichkeit ausgesprochen und 31 Jahre alt und dem Generalstab der französischen Marine beihabe ich dem dort Gesagten nichts hinzuzufügen. Berlin, 7. Dezember 1893, tommen, wie das in Deutschland ebenfa113 zunächst noch undenkbar ist. In diesem parlamentarischen Regime des Landes und der fast gleichen Stärke der maßgebenden politischen Parteien liegt hauptfächlich das Geheimniß der politischen Macht der englischen Arbeiter, nicht in ihren Gewerkschaftsorganisationen. Diese günstigen Umstände, verbunden mit der großartigen Opferwilligkeit der englischen Bergarbeiter und ihrer Frauen, die Hiermit schließe ich meine Auseinandersehungen. Berlin, den 9. Dezember 1893. A. Bebel. J. Auer." Marie Josephe gegeben. = räumen ein, Als Zeugen sind geladen: Ober- Polizeisergeant Maßen und Lieutenant zur See v. Renter, beide aus Kiel; die Schußleute Hannemann und Barowski, beide aus Cughafen; Lootse Jacobs aus Toenning; Landrichter Brandt aus Berlin. Ats Sachverständige find Kapitän zur See Graf v. Baudiffin und Kapitän Lieutenant Scheck, beide aus Berlin, geladen. : zu machen. F 0 A. Dahlke, E. Knöpchen, Friedrichsfelderstraße 9. Gr. Frankfurterstraße 112. H. Huth, Grüner Weg 35. Aus dem Eröffnungsbeschluß ist hervorzuheben, daß die beiden die Folge davon nothwendigerweise eine Verkümmerung und An die Gewerkschaften Berline. Angeklagten im Auguft 1898 im Inland, insbesondere auf der Entartung großer Theile der Bevölkerung in allen Ländern. Genossen! Die Arbeiter in den mechanischen Schuhfabriken Insel Helgoland, an der deutschen Küste von Borkum bis Tön- Diese Erscheinung erschreckte zuerst die aufmerksamen Beob- Berlins wurden durch unerhörte Maßnahmen ihrer Unternehmer ning, auch auf dem Festlande bis zum Kieler Hafen, in gemein- achter und sie bewirkte in Verbindung mit dem energisch en Be- in den Streit getrieben. schaftlicher Ausführung unter den Namen Dubois und Daguet gehren der Arbeiterschaft selbst die ersten Anfänge einer Arbeiter- Rörperliche Mißhandlungen, die Bersagung es unternommen haben, sich in den Besitz von schriftlichen Beschuß- Gesetzgebung. des Koalitionsrechts durch Maßregelungen merkungen, Zeichnungen und photographischen Aufnahmen zu Unter schweren Kämpfen mit der Klasse der Industriellen so wie die ungeheuerlichsten sanitären Mißsetzen, sowie fich die Kenntniß von Gegenständen zu verschaffen, haben eine Anzahl von Ländern begonnen, eine Schrante fest- stände in den Fabriken, mußten dazu dienen, den deren Geheimhaltung im Interesse der deutschen Landesvertheidigung zusehen, über die hinaus die Verwendung bestimmter Arbeits- Arbeitern die Waffe des Abwehrstreits in die Hand zu drücken. geboten erscheint; namentlich auf Helgoland und an der deut- kräfte nicht gehen darf. Die guten Erfolge der Gesetze haben Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission hat schen Küste in Cughafen und im Kieler Hafen, insbesondere allmälig viele überzeugt, daß der Staat auf diesem nun zur Unterstützung der Ausständigen die Sammelliſten derüber die Ausrüstung des Fahrwassers, gewisse Mert ege weiter fortschreiten sollte. Aber immer noch sind selben mit dem Stempel der Kommission versehen und werden male der Küste, die An- und Auffegelung der Ems, des Ems- viele Länder mit der Arbeiterschutz Gefeßgebung im Rück- die Gewerkschaften gebeten, die Streifenden moralisch und materiell Jahde Kanals, der Elbe und der Gider, den Anferplatz bei stande, theils fehlt sie ganz, oder sie ist ungenügend, zu unterstüßen. Borkum 2c., sowie über das deutsche Kriegsschiffs- Material in der Vollzug ist mangelhaft oder sie bezieht sich nur auf einzelne Der geschäftsführende Ausschuß Wilhelmshaven. Es wird den Angeklagten vorgeworfen, diese Schichten der Arbeiterklasse, während andere schuhlos blieben. der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Schriften und Kenntnisse sich verschafft zu haben in der Absicht, Der tapitalistische Großbetrieb aber erobert in rapidem Fortdavon in einer die Sicherheit des Deutschen Reiches gefährdenden schreiten immer neue Gebiete, er revolutionirt die ganze Technik die immer mehr und mehr um sich greifende Arbeitslosigkeit im An die Maurer im Often Berlins. Rollegen! Durch Weise durch Mittheilung an die französische Regierung Gebrauch und schafft immer neue Formen menschlicher Ueberanstrengung, Maurergewerbe, die es den Berliner Kollegen immer mehr erwährend auf der anderen Seite Krise und Arbeitslosigkeit immer Beide Angeklagte erklären, da infolge der großen Entwide- mehr zu einer ständigen Erscheinung werden. Dadurch mehren schwert, sich Arbeit zu verschaffen, sahen sich die Mitglieder des lung der deutschen Marine in den letzten 3 bis 4 Jahren in sich die Fieberzustände und Erschütterungen, denen die Gesellschaft Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins verfranzösischen Marinekreisen große Besorgniß entstanden sei und ausgefetzt ist und schlimme Katastrophen sind zu erwarten, wenn anlaßt, einen fostenlosen Arbeitsnachweis zu gründen, um dafie die Ueberzeugung erlangt hätten, daß die Kenntniß der deutschen die Staaten nicht viel energischer als bisher zu sozialen Reformen durch bessere Arbeitsgelegenheit für diejenigen, welche sich daran Rüftenbefestigungen lücken- und mangelhaft sei, wären sie zu dem greifen. Die erste und nothwendigste aller sozialen Reformen betheiligen, zu verschaffen und somit die Solidarität unter den Blane gekommen, gemeinschaftlich auf eigene Hand durch direkte aber besteht in gesetzlichen Vorschriften zum Schuße der arbeiten Kollegen zu pflegen. Da sich der Arbeitsnachweis bis dato gut Beobachtung diese Kenntniß zu verbessern und hätten zu diesem den Klasse gegen Ueberanstrengung. bewährt und durch denselben vielen Kollegen Arbeit geschafft 3wed eine englische Vergnügungs Yacht gemiethet. Sie hätten Der Schweizerische Bundesrath hat schon mehrmals die wurde, so richten wir an die Berliner Kollegen und hauptsächlich ihre Handlungsweise nicht für ftra bar gehalten. Ueber ihre Initiative ergriffen, um die Regierungen der Industrie- die des Ditens das Ersuchen, von demselben den ausgiebigsten Beziehungen zu dem französischen Marineministerium wollten die länder zu Verständigungen über ein gleichartiges Ver- Gebrauch zu machen. Es finden zu diesem Zwecke jeden SonnAngeklagten sich nur dann auslassen, wenn die Deffentlichkeit der gehen in dieser Richtung zu veranlassen. Bis jetzt ist tag Vormittag bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8, Frühsprachen Verhandlung ausgeschlossen werde. Der Ober Reichsanwalt aber noch nichts Wesentliches erzielt worden. Die An ftatt und ist dort Jedeni Gelegenheit gegeben, sich über die widersprach diesem Berlangen. Um 1 Uhr wurde wegen fichten der einzelnen Regierungen gingen zu weit aus- Arbeitsvermittelung zu unterrichten. Es der Bernehmung der Sachverständigen die Deffentlichkeit auseinander. haben nun die sozialistischen Arbeitergeschlossen. organisationen durch ihre internationalen Rongreffe und ihre Die Bernehmung der Sachverständigen in geheimer Sigung Mai- Demonstrationen eine energische Bewegung für gefeßliche dauerte bis 4 Uhr Nachmittags. Die Fortsetzung ist auf Verfürzung der Arbeitszeit begonnen. Der Arbeitertag in Biel morgen 9 Uhr Vormittags anberaumt. Die Plaidoyers dürften fand nun, es sollten alle Arbeiterfreise, die für entschiedene Anmorgen Nachmittag, wie man glaubt, öffentlich gehalten werden. bandnahme des staatfichen Schutzes der Arbeiter find, zu einer Der Prozeß gegen den Zimmermann Schlodinski und gemeinsamen Besprechung der anzustrebenden Ziele und der zu ergreifenden Mittel aufgerufen werden. deffen Geliebte, die Wäscherin Petronella Ostrowska, die zuUnd gewiß ist es des Versuches werth, ob es nicht gelingt, fammen gegen die Ehefrau Schlodinski's einen Mordanschlag in allen Bändern eine starke Bewegung, an der sich alle Angeptant haben sollten, ist am Mittwoch, vor dem Schwurgericht hänger des gesetzlichen Arbeiterschutzes ohne Unterschied der des Landgerichts I noch zu Ende geführt worden. Die Ge- politischen oder religiösen Richtung betheilißen, hervorzurufen, schworenen verneinten nach längerer Berathung die Schuldfragen, die überall die gleichen Postulate aufstellt und die in ihrer geworauf der Staatsanwalt nur die Freisprechung beantragen einten Kraft bald unwiderstehlich werden dürfte. Sehen sich alle fonnte, die der Gerichtshof auch beschloß. Regierungen einer fo starten Bewegung mit einheit Die Bewohner der Greifswalderstraße hatten im ver- lichem Biel gegenüber, dann dürfte es in furzer floffenen Sommer viel durch den üblen Geruch zu leiden, der Beit gelingen, sie zu internationalen Verständigungen und zu von einer gewerblichen Anlage ausströmte, in welcher Borsten eingreifenden Reformen zu bewegen. soweit hergerichtet werden, daß sie zu Industriezwecken zu ver Selbstverständlich kann der Kongreß in Zürich nur dann zu wenden find. Nachdem dieserhalb viele Beschwerden eingelaufen Erfolgen führen, wenn seine Theilnehmer von vornherein darüber waren, hielt der betreffende Revier- Vorstand eine Reviston in einig sind, daß das Eingreifen des Staates zu Gunsten der Arder Anlage ab. Er fand in einem Schuppen einen großen beiterklasse durch Verkürzung der Arbeitszeit, Verbot der Haufen frischer Borsten liegen, von denen ein unerträglicher Sonntagsarbeit, besondere Schutzbestimmungen für Frauen, junge noch schlimmer, dem Laster zu verfallen. Vermesungsgeruch ausging. Sie waren mit Tausenden von Leute und Kinder berechtigt, nothwendig und dringend sei. Maden durchsetzt. In der Konzessionsurkunde, die dem Be- Nur Solche, die von dieser Ueberzeugung Achtung Tischler! Die Hof- Möbelfabrit von Eißer siger der Anstalt ertheilt worden ist, war demselben zur Be- durchdrungen sind und sich verpflichten, da Nürnberg sucht durch Inserate Tischler nach dort zu ziehen. bingung gemacht, daß er nur frische Borsten verarbeiten für ernstlich zu wirken, werden zum Kongreß Wie uns von dort geschrieben wird, besteht kein Mangel an dürfe und daß die Borsten sofort nach der Ankunft vom Vieh- eingeladen und nur Solche werden zugelassen tüchtigen Kräften und so die betreffende Firma den Leuten eine hofe in den Raum gebracht werden müßten, wo sie verarbeitet Nicht darüber, ob staatlicher Arbeiterschuh berechtigt, nothwendig entsprechende Behandlung neben gebührendem Lohn zukommen werden sollten. Der Befißer Samter wurde in eine Polizeiftrafe und dringlich sei, soll diskutirt werden, sondern nur über das faffen wollte, würde es ihr niemals an Arbeitskräften mangeln. genommen und diese Strafe vom Schöffengericht bestätigt. Hier Maß des Arbeiterschutzes und über die Mittel zu seiner Vergegen legte der Angeklagte Berufung ein, worauf die Sache fürz- wirklichung. lich vor der Straffammer des Landgerichts I zur Verhandlung gelangte. Der Polizeilieutenant erklärte, der Gestant sei so arg gewesen, daß selbst die Nachbargrundstücke entwerthet worden feien, ein Hauseigenthümer habe verkauft fort um ziehen zu können. Der Angeklagte behauptete, daß streng die ihm auferlegten Pflichten erfüllt habe, der üble Geruch sei von seinem Gewerbebetrieb unzertrennlich, zumal zur heißen Sommerzeit. Die Boriten seien thatsächlich als frische" zu bezeichnen, tros des Zustandes, in welchem sie von bem Polizeilieutenant gefunden wurden. Sie hätten sich erst 12 Stunden in der Zubereitungs- Anstalt befunden und stammten von Schweinen her, welche Tags zuvor auf dem Viehhofe geschlachtet seien. Ein als Sachverständiger vernommener Bürstenwaarenfabrikant begutachtete, daß der Geruch von den fleinen Fleischtheilen herrühre, welche an den Wurzeln der Borsten zu haften pflegten. An heißen Tagen trete die Verwesung so schnell ein, daß sie sich schon auf dem Viehhofe bemerkbar madhe. Rechtsanwalt Goldstein, als Vertreter des Angeklagten, beantragte die Freisprechung desselben, da alles gefchehen sei, was die Konzessionsurkunde vorschreibe. Es sei doch nicht verboten, übelriechende Materialien zu verarbeiten, da man ja sonst alle chemischen Fabriken, Färbereirn u. f. w. schließen müffe. Der Gerichtshof beschloß, noch eingehendere Gutachten einzuholen und dazu den Gewerbe- Inspektor v. Tschorn und den Gewerberath v. Stülpnagel zu laden. Soziale Leberlicht. Der internationale Arbeiterschuh- Kongrek im Jahre 1894. An die Arbeiter aller Länder! er Die Dauer des Kongresses darf auf eine Woche( vom Montag bis zum Sonnabend) angenommen werden. Als Tagesordnung stellen wir vorläufig folgende Punkte auf: 1. Die Sonntagsarbeit; 2. die Arbeit der Kinder und jungen Leute; 3. die Arbeit der Frauen; 4. die Arbeit erwachsener Männer; 5. Mittel und Wege zur Verwirklichung des Arbeiterschutzes. Die Tagesordnung fann vielleicht durch den Kongreß um den einen oder andern Punkt vermehrt werden, aber sie soll durchaus nicht über das Gebiet des Arbeiterschutzes hinaus gehen. Die Arbeitseinstellung der Kaffeeverleferinnen bei der Firma Schwarze und Wichmann, Ham burg, ist nach ganz kurzer Dauer bereits wieder beendet. Die Raffeeverleserinnen obengenannter Firma haben sich gestern nach und nach zu gewohnter Zeit auf dem Blaze eingefunden. Bis auf die sieben Kommissionsmitglieder sind sie denn auch eingestellt worden, nachdem ihnen unter der Hand Versprechungen auf spätere Verbesserung ihrer Lage gemacht worden sind. Der Ausbruch des Streits scheint der Handlungsweise des Betriebs leiters Röfer, sowie des Meisters Böttcher zuzuschreiben sein. Gerade diese Beiden sollen den Arbeiterinnen in recht unliebsamer Weise entgegengetreten sein. Es ist bedauerlich, daß ein begonnener Streit so ohne weiteres und ohne jeden Erfolg aufgegeben wird. Trotzdem der Arbeitsverdienst der vorigen Woche den Höchstbetrag von 10 bis 12 W. erreicht hat die Wochen vorher war der Durchschnittsverdienst 5-10 m.- mögen doch viele von den Arbeiterinnen sich veranlaßt gesehen haben, die Arbeit wieder aufzunehmen, um nicht der Armuth oder, was Bestellte Arbeit. Von seiten des großherzoglich- hessischen Ministeriums find die hessischen Handelskammern zur schleunigen Aeußerung darüber ersucht worden, ob in ihren Bezirken in letzter Zeit Arbeitseinstellungen und Arbeiterentlassungen in größerem Umfange vorgekommen oder im Laufe des Winters noch zu erwarten sind, sowie darüber, ob bezüglich einzelner in dem Handelskammer- Bezirke vertretener Produktionszweige augenblicklich besonders ungünstige wirthschaftliche Verhältnisse bestehen und worauf dieselben zurückzuführen sind. Die betreffenden Erbebungen sollen, wie es heißt, dazu dienen, um übertriebenen, die Deffentlichkeit aufregenden Behauptungen über augenblicklich be stehende Nothstände im gegebenen Falle entgegentreten zu können. Die Handelskammern werden sich jedenfalls der ihnen geBei einem Kongresse, der Vertreter der verschiedensten poli- wordenen Aufgabe in dem gewünschten Sinne entledigen tischen und religiösen Richtungen umfaßt, gilt es als Voraus- wenn's auch schwer fällt. segung, daß innerhalb des Kongresses jebe Richtung die andere Weihnachtsgratifikationen bilden bei dem Unternehmerrefpettire, daß Angriffe vermieden werden, daß die Debatten sich ftreng auf die Tagesordnung und die sachliche Begründung der thum immer ein besonderes Belobigungsmittel für die Arbeiter, gestellten oder zu stellenden Anträge beschränken und daß jede die recht„ artige Kinder" sind; denn das Unternehmerthum Richtung fich politischer oder religiöser Bekenntnisse oder Mani- spielt auch hier den Weihnachtsmann und sondert die bösen feftationen enthalte, die geeignet sind, eine andere Richtung zu ver- Böcke von den Schafen, wie folgendes Beispiel beweist. Eine lezen. Zu freier Meinungsäußerung bietet ja das fachliche Gebiet Brauerei prämiirt ihre nichtorganisirten Arbeiter zu des Arbeiterschutzes noch genügend Platz und Anlaß. Für die Weihnachten wegen ihrer Nichtzugehörigkeit zur Organisation Bildung des Bureaus wird ein proportionales Verfahren ein- in Form eines Weihnachtsgeschenkes, während die organi. zuschlagen sein, berart, daß sowohl fede Nationalität, wie jede firten Brauer und Böttcher leer dabei ausgehen. in ihr vertretene Hauptrichtung repräsentirt fei. Das gleiche Die Mitglieder der Berliner Krankenkassen und die Verfahren sehen wir voraus bei der Zusammensehung der Kom Kaffen selbst scheinen nachgerade als das ergiebigste Feld der Aus miffion zur Berberathung der verschiedenen Punkte der Tagesbeutung betrachtet zu werden. Während die Staffenkranken bei ordnung. Wenn es nöthig sein sollte, so werden wir zur vor berigen Verständigung über die Geschäftsordnungsfragen eine Vortonferenz einberufen. nachdem sie einem Theil der Krankenhäuser und der Herren Aerzte eine ganz besondere Zurückfehung erfahren und sozusagen als Kranke 11. Kl. behandelt werden, verfällt man bei den Privat- Badeanstalten in Anträge betreffend die Tagesordnung und die Geschäfts- dieselbe Praxis. Das Admiralsgartenbad, Friedrichstraße, wird ordnung nehmen wir bis Ende Februar entgegen; fte werden mit Vorliebe von einer ganzen Anzahl von Rassen benügt, wenn dann zusammengestellt und werden wir dann im April 1894 ein ihren Mitgliedern vom Arzte Bäder verschrieben werden. Nun E3 wurde bereits berichtet, daß der Vorstand des schweizerischen zweites Rundschreiben mit den nöthigen Vorlagen folgen laffen. glaubt der Laie, daß diese Rassenmitglieder für ihr gutes Geld Arbeiterbundes in Ausführung des bezüglichen Beschlusses des Sie der Bundesvorstand des schweizerischen Arbeiterbundes auch gute und reine Badewäsche erhalten, und jeder vernünftige Bieler Arbeitertages für den Monat August 1894 einen inter- aus den verschiedenen, in ihm vertretenen Richtungen Mensch muß das auch annehmen, wenn man bedenkt, daß sehr nationalen Kongreß für Arbeiterschuß nach Zürich einberufen proportionell zufammengefeßt ist, ist, so hat er auch in hat. Ebenso wurde bereits mitgetheilt, daß der schweizerische feiner Sigung vom 4. November 1893 ein Organisationskomitee bäder zu nehmen haben. Leider ist das jedoch nicht der Fall. häufig Haut- oder syphilitisch Kranke doit Schmier- oder SchwitzBundesrath an die voraussichtlich bedeutenden Kosten dieses Kon- für den internationalen Kongreß für Arbeiterschutz bestellt, in So werden die Bademäntel immer erit, greffes auf das Gesuch des Bundesvorstandes hin 3000 Franken dem alle Richtungen, soweit sie für die Sache und ihre Durch von 10-15 Personen benüßt, das heißt nachdem 10 Beitrag bewilligte, unter der Bedingung jedoch, daß dem Kon- führung sind, vertreten sind. Damit ist für den weiten Boden, bis 15 Personen ihre ihnen greß der neutrale Charakter, den ihm das Einladungszirkular auf den der Kongreß sich stellen soll, eine sichernde Grundlage hinterlassen haben, gewaschen. Freilich sieht so ein Bademantel, Hautausdünstungen in zutheilt, gewahrt werde. Dieses Zirkular lautet: gegeben. G3 ist also jede Richtung, die überhaupt für Arbeiter wenn ihn der Badende erhält, schön steif, glatt und unbenutzt Internationaler Rongreß für Arbeiterschuh, schuß eintreten und mitwirken will, sicher, zu Gehör zu kommen. aus; wir wollen jedoch sogleich dieses Geheimniß der Deffent3ürich 1894. Wohl zum ersten Male in der Geschichte der sozialen Be- lichkeit übergeben. Nach dem jedesmaligem Gebrauche des Badewegung hat der schweizerische Arbeiterbund ein Beispiel gegeben, mantels wird derselbe mit Wasser besprengt und geglättet und Durch Beschluß des schweizerischen Arbeitertages in Biel am wie Vereine und Personen, die sich bisher auf dem politischen so erhält er das Ansehen, als ob er frisch gewaschen wäre und 3. April 1893 ist der Bundesvorstand des schweizerischen Arbeiter Gebiete als Gegner gegenüberstanden, sich zur Erreichung geber Badende glaubt fest und sicher Wäsche zu haben, die vollbundes beauftragt worden, auf das Jahr 1894 einen internationalen meinsamer Zwecke auf fozialpolitischem Gebiete vereinigen. Auf ständig rein und unbenutzt sei. Bemerkenswerth und das Obige Rongreß für Arbeiterschuß einzuberufen. Dieser Kongreß soll dem ersten Tage von Aarau im Jahre 1887 traten Sozial- ergänzend ist ferner noch folgender Fall: Ein Badediener, der allen Vertretern von Arbeitervereinen oder Körperschaften demokraten, katholische Vereine und neutrale Krankenkassen zu seinen Badegästen den Gebrauch dieser reinen" Bademäntel ohne Unterschied der politischen oder religiösen Richtung offen sammen und gründeten den Arbeiterbund, der jeder Richtung doch nicht zumuthen wollte und der deshalb bei der Oberstehen, die das Eingreifen des Staates zu gunsten der Arbeiter- offen steht, die mitwirken will. Und obgleich jede Richtung sich wäscherin reine Bademäntel verlangte, wurde von derselben mit tlaffe burch Berkürzung der Arbeitszeit, Verbot der Sonntags ibre freie Bewegung vorbehielt, haben sie doch gemeinsam Manches folgenden Worten abgewiesen: Zuerst fommt die erste Klasse arbeit, besondere Schutzbestimmungen für Frauen, junge Leute erreicht. und Kinder als berechtigt, nothwendig und bringlich betrachten Schließlich versichern wir Alle, die den ernſten Willen mit- und dann kommen erit ihre Kaffenfranken und für diese sind die Bademäntel gut genug!" und sich verpflichten, an ihrem Orte für das Inkrafttreten dieses bringen. in der Frage des gesetzlichen Arbeiterschutzes einen Vrbeiterschutes ernstlich zu wirken. Mögen sich die Arbeiter und die Krankenkassen auch hier energifchen Schritt nach vorwärts zu thun, der freundlichsten vor Uebervortheilung schüßen. Der Bundesvorstand des schweizerischen Arbeiterbundes kommt Aufnahme. Sie werden hier als Freunde und Mitkämpfer herz- Daß das Admiralsgartenbad zu wenig Badewäsche hat, dem ihm gewordenen Auftrage nach, indem er feftſeßt, daß dieser lich willkommen sein. Möge unsere Einladung in den Arbeiter darf freilich nicht Wunder nehmen; wird doch über Mangel an Stongres 1894 in Zürich abgehalten werden soll und hiermit alle organisationen aller Länder ohne Unterschied der politischen oder Krantenwäsche in einem staatlichen Krankenbaus geklagt und Arbeitervereine und Störperschaften aller Länder einladet, sich auf religiöfen Richtung einen freudigen Wiederhall finden. eine starte Vertretung am Stongreß zu rüsten. Tie Vorarbeiten für den Kongreß macht das schweizerische wenn der Staat in seinen Krankenhäusern den PrivatunterDie sich selbst überlassene, auf der freien Konkurrenz beruhende Arbeiterfekretariat in Zürich, das speziell hierfür eine neue Arnehmern mit so gutem Beispiele vorangeht, so können diese das mit Recht nachahmen. fapitalistische Waarenproduktion hat auch die menschliche Arbeits- bits frajt erhalten hat. fraft und damit den Menschen selbst in das Getriebe der freien Das Organisationskomitee ist folgendermaßen zusammen Konkurrenz hineingerissen. Ohne Rücksicht auf das Geschlecht, gesetzt: Werner, Buberbühler und Zimmermann( leitender Aus das Alter, Die Stellung und die Pflichten gegen schuß); Dr. Decurtius- Truns, Blum- Derlikon und Lautenschlager, über der Familie und der politischen und religiösen Zürich( katholische Verbände); Conzett, Curti, Lang- Zürich und Gemeinschaft hat sie alle Mittel angewandt, um möglichst viel Scherrer St. Gallen( Grütliverein); Kerl- Zürich und Mauchlis nicht etwa böse auf mich, weil ich Dir schon so lange nicht ge Arbeit aus der arbeitenden Bevölkerung herauszupressen und ihre Derlikon( Gewerkschaftsbund); Reimann Bern( internationaler schrieben habe; dafür schreibe ich Dir heute etwas mehr. Hier Arbeitszeit auf das denkbar höchste Maß auszudehnen. Da bei Buchdrucker- Verband); Fauquez- Lausanne( welſche Arbeiters in Crefeld ist eine traurige Zeit. Es ist kaum zu glauben. diefer Entwicklung auch die Ernährung verschlechtert wurde, war vereine); Greulich und Schnißguebel( Arbeiterfekretariat). Vorige Woche tagte eine Bersammlung der Arbeitslosen im Wie groß das Elend in den Arbeiterfamilien ist, möge folgender Brief, welcher dem„ Sächs. Voltsbl." zur Veröffentlichung übergeben wird, von Neuem beweisen; er lautet: Crefeld, d. 28. 11. 93. Sieber Schwager! Du bist doch großen Rebec'schen Saale. Es hatten fich ungefähr 5000 Ber- geben; auf die Prioritätsattien tommen davon 46 500 m., Die Töpfer und Berufsgenossen hielten am 12. b. Mts. fonen eingefunden. Der Oberbürgermeister sowie der ganze das find 6 pCt. Dividende. Die Brauerei Pfefferberg hat nach eine öffentliche Versammlung ab. In derselben referirte G. Thieme Stadtrath waren eingeladen, es ist aber feiner von den Herren reichlichen Abschreibungen und den Tantiemen und üblichen Rück über" Die Neugestaltung unserer Organisation über Deutschland". erschienen. Da kannit Du wohl leicht denken, welche Reden da lagen für ihre Aktionäre noch 224 000 M. oder 8 pCt. Dividende Wie derselbe mittheilte, ist das Bureau einer früheren Verfammgehalten wurden. Vorige Woche stahl ein zwölfjähriger Junge übrig. Schultheiß' Brauerei- Aktiengesellschaft, die im vorigen lung, welches beauftragt worden war, bie erforderlichen Schritte einen Laib Brot, er wurde aber ertappt und zur Polizei ge- Geschäftsjahre für die alten Aktien in Betrage von 2 400 000 m zu thun, die früher bestandene Organisation( Bentralisation auf bracht. Er gab an, fein Vater hätte schon 8 Wochen teine Arbeit, 16 pet., für die neuen im Betrage von 3 000 000 m. dagegen Grund des Vertrauensmännersystems) wieder herzustellen, seiner er hätte noch 5 jüngere Geschwister. Sein Vater hätte schon Alles nur" 8 pet. Dividende auszahlte, so daß sich die durchschnitt Aufgabe dadurch gerecht geworden, daß es den Kollegen der gleichen gleichen Meinung sind, ein zum Pfandhaus gebracht, fie hätten schon zwei Tage fein Schnittchen liche Verzinsung auf ca. 11% pet. stellte, vertheilt in diesem Deutschlands, welche Brot im Hause, er fonnte nicht mehr anhören, wie feine fleinen Jahre für das gesammte Aktienkapital von 5 400 000 m. 15 pet. Flugblatt mit einem Geschäftsplane unterbreitete; somit Geschwister um ein Stückchen Brot schreien. Es wurde ein Polizei- Dividende, nämlich 810 000 m., während weitere 148 522 M. find die laut Geschäftsplan erforderlichen Maßnahmen zur tommissar beauftragt, sich bei den Eltern zu erkundigen. Als er allein für Tantièmen und 30 000 M. für Remunerationen und Gestaltung der neuen Organisation im Gange. Redner wandte bei den Leuten ankam, war die Frau am Ofen mit einem Topf Unterstützungen aufgewendet wurden. Wieviel von den in der sich in seinem Referate gegen das Verhalten des Verbandes und beschäftigt. Die Frau wurde erschreckt, fie hielt ihre Schürze Brauerei hergestellten Werthen den Arbeitern in Geftalt von des Verbandsorgans den Anhängern der losen Zentralisation über den Topf. Dem Beamten fam diefes verdächtig vor. Weil Lohn erstattet wurde, geht aus der vorliegenden Uebersicht nicht und den politischen Führern gegenüber und wies besonders in letzter Zeit fehr viele Hunde abhanden gekommen find, glaubte hervor; es findet sich nur die Angabe, daß die eigentlichen darauf hin, daß die lose Zentralisation auch unter den Scheibender Beamte, vielleicht hier im Topfe tönnte ein Stück Hund sein. Fabritationstoften, wie Braufteuer, Löhne, Gehälter der töpfern viele Anhänger zähle. Gewissermaßen das Rorreferat Er befahl der Frau, die Schürze vom Zopfe zu thun aber, Betriebsbeamten, Bech u. s. w., zusammen nur 1523 249 hielt der Vorsitzende des Zentralverbandes, Kollege Raulich, betragen haben. wie groß war fein Erstaunen, als er geftampfte Kartoffelschalen Mart Die Brauerei zum Wald welcher der Meinung war, daß mit Lokalorganisation nichts erblickte, welche die Mutter für ihre sechs Kindelein gefocht hatte! fchlößchen in Dessau zahlte im vorigen Jahre 10, in diesem gar erreicht werden könne. Den beiden Referaten folgte eine langNoch zu bemerken ist, daß es sehr brave Leute find. Solche 12 pet. Dividende( 120 000 m.). Die Maschinenfabrit wierige Auseinandersehung zwischen Vertretern beider Dr Familienverhältniffe fann man hier taufende finden. Ich bin nun Schwartkopff hat Rückgang ihrer Aufträge infolge des deutich ganisationseinrichtungen. Das Resultat derselben war die Wahl schon 18 Jahre in Crefeld, aber so schlecht habe ich es hier noch ruffischen Rolltrieges zu beklagen. Sie schränkte daher die Ar- einer Geschäftskommission zur Handhabung der Geschäfte für die nicht gekannt, ich habe auch schon viel Arbeitsmangel gehabt, ich beitszeit ein und entließ im Laufe des Jahres 200 Arbeiter. Lokalorganisation, bestehend aus den Kollegen Thieme als Vorsitzenwill aber noch immer zufrieden sein gegen andere Familien. Es Gleichwohl ist sie in der Lage, 15 pCt. Dividende zu vertheilen, den, Heinrich Hoffmann als Kassirer und Reuschel, Mit überwältigender Die Hagen und David als Beisizer. ist ein traurig Treiben hier, die Leute können feinen Hauszins da fie 1 193 225 M. Mehrwerth aufgespeichert hat. zahlen und die Hauseigenthümer tönnen ihren Kapitalisten die Düsseldorfer Baggonfabrit bedenkt ihre Aktionäre mit 108 000 m. Majorität erklärte sich die sehr zahlreich besuchte Versammlung Binfen nicht geben. Die Folgen sind: die Häufer kommen untern oder 9 pet. Dividende. Die Thüringische Nadelfabrit klagt für Zentralisation auf dem Boden des Vertrauensmännersystems. Hammer und gehen zum Spottpreis zum Kapitalisten über. So über fortdauernde Geschäftsflaue, hat aber gleichwohl so viel Es folgte ein Proteft gegen die Handlungsweise des Vorstandes geht es Tag für Tag, so verschwindet hier der Mittelstand, noch Mehrwerth zusammengerafft, daß die Aktionäre, wie im Vor- der Töpfer- Ortskrankenkasse. Referent hierzu war Heinrich Von Hoffmann. Derselbe trug verschiedene Beschwerden gegen ein paar Jahre, dann ist hier blos noch Edelmann und Bettel- jahre, 6 pCt, Dividende( 90 000 M.) erhalten können. mann.( Sier folgen familiäre Mittheilungen.) Grüße' alle weiteren vorgeschlagenen Dividenden feien erwähnt: Bismarcs den Vorstand als Delegirter vor, welche die obwaltenden Mißherzlich! Dein Schnager( Name) nebst Frau und Kindern." hütte 8 pet.; Charlottenburger Wasserwerke 91/2; Hildebr. Stände in der Ortskrankenkasse illustrirten. Hieran knüpften sich Dieser Brief in seiner schlichten Sprache spricht ganze Bände. Mühlenw. 12; Hoefel Brauerei 9; Stärkefabrik Köhlmann 14; ebenso langwierige und erregte Debatten wie vordem und wurde Gestampfte Kartoffelschalen" als Nahrungsmittel Union, Fabrit chemischer Produkte, in Stettin 10; Vereins die Versammlung noch vor Erledigung der Tagesordnung nach für die Mutter und ihre sechs Kinder und das am Ende des brauerei Rixdorf 7/2 resp. 51/2; Westfälische Draht- Industrie beinahe fünfstündiger Dauer geschlossen. Eine beantragte ProtestResolution gelangte nicht zur Abstimmung. 19. Jahrhunderts. Und das zu einer Zeit, wo von allen Seiten 8 pet. bie Nachrichten einlaufen, daß dieses lettvergangene Jahr an Fruchtbarkeit nichts zu wünschen übrig ließ, wo die statistischen Erhebungen über die letzte Ernte darthun, daß diese an Ergiebigleit die der letzten Jahre weit überschritten. Gest ampfte Kartoffelfchalen, während rings herum eine Fülle von Produkten und Lebensmitteln lagern. Oh über diese herrliche, beste der Welten. Wie in den Orts- Krankenkassen Wahlen zu ftande kommen. Eine Packetfahrt- Karte mit folgendem Inhalt giebt darüber Aufschluß: Berlin, den 21. November 1893. Die Vertreter der Grubenarbeiter Englands traten am 13. d. M mit den Vertretern der Bergwerksbesitzer zu einer Konferenz in London zusammen. Da sie sich über die Wahl eines Vorfizenden nicht einigen fonnten, wurde beschloffen, daß der Präsident des Unterhauses gebeten werden solle, einen Vorsitzenden zu bezeichnen. denen Dersammlungen. " Marienfelde. In einer gut besuchten Versammlung, die am 3. Dezember tagte, referirte Genoffe Zubeil unter großer Aufmerksamkeit der Zuhörer über das sozialdemokratische Parteiprogramm. Redner behandelte eingehend die einzelnen im Pros gramm aufgestellten Forderungen. Die Ausführungen des Redners fanden die lebhafte Zustimmung in der Versammlung. Nachstehende Resolution gelangte hierauf einstimmig zur Annahme: Die Versammlung erfennt die Ausführungen Zubeil's als richtig an. Sie protestirt protestirt gegen jede des Boltes, insbesondere gegen bie ge Neubelastung nur die arbeitende " plante Tabalsteuer, da diese Steuer Bevölkerung treffen würde. Die Versammlung beauftragt ihren Vertreter im Reichstage, jede derartige Steuer abzulehnen." Hierauf wurde zur Neuwahl eines Vertrauensmannes geschritten und von der Versammlung August Trebus einstimmig gewählt. 3u Revisoren wurden die Genoffen Timian, Stof und Schliebenow beſtimmt. Genosse Schmidt erstattete Bericht über die Thätigkeit der Lokalkommission und ermahnte die Genossen, strenger die Lokalliste zu beachten und nur die Wirthe zu berücksichtigen, wo Arbeiterblätter ausliegen resp. diejenigen, welche ihr Lokal zu Versammlungen hergeben. Hierauf wurden Schmidt, Büttner und Bliffe als Lokalkommission gewählt. = dhule, mullerfraße 179a: Unterricht in Gefundheitslehre und BuchArbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord: führung. Schule, Marfusftr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). Süd- Ost- Schule: Reichenbergerstraße 183. Unterricht in Gesetzestunde und Buchführung. bet Gruber, Martendorferstr. 5. traße 23 bet stuba. OF Bei allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jegt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, Westen, bei S. Werner, Bülowstr. 59. Lese- und Diskutirklub Otto Reimer, Abends 8 Uhr, WilhelmshavenerVorsitzender Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Vereins Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Aufnahme von Mitgliedern. Uebungsftunde Abends 9 Uhr. talenber sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Ruhlmey. ftraße 6s, bet seller. Borwärts 1, G.D. Adalbertir. 21, bet soll. bin ber männerchor Berlins, polzmarktstraße 8, bei Deter. Gemüthlich feit Buzer, Summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. Raiser= Nord, BergBuch= MaiDer Verband der Bauarbeiter( Zahlstelle Berlin) hielt Sehr geehrter Herr! am 3. Dezember feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Auf Befchluß der am Montag Abend stattgefundenen Ver- In einem ausführlichen Vortrage behandelte Rollege Marafas fammlung der Meisterschaft werden Sie hierdurch nochmals auf das Thema:" Die Gewerbe- Schiedsgerichte". Unter anderm das Dringendste an Ihre Pflicht als Delegirter aufmerksam ge- macht Redner ganz besonders auf das Auskunftsbureau der Gemacht, am Donnerstag den 23. November, Abends 7/2 Uhr, bei weitschaften, Rosenstr. 28, aufmerksam und ersucht die Kollegen, Bolz, Alte Jakobstraße 75, zur Generalversammlung in streitigen Fällen dieses Bureau, das allen Kollegen unentgelt unferer Ortstasse zu erscheinen; zugleich bitten wir, nur den lich Rath ertheilt, zu benutzen. In der Diskussion fragte Kollege Personen ihre Stimmen zu geben, welche Ihnen von unseren Gutsch an, wie man sich bei Fällen zu verhalten habe, wo der Bertrauensmännern genannt werden. Es ist Ehrenpflicht, daß Unternehmer außerhalb wohne. Die Frage wurde dahin beantlein Einziger von uns bei der Abstimmung fehle, anderenfalls wortet, die Klage ist an dem Orte geltend zu machen, wo die ſteht uns eine weitere Erhöhung der Beiträge in sicherer Aussicht. Arbeit vollzogen ist. Alsdann wurde die Abrechnung vom Szymanzig. Sindemann. Rahardt. Schröder. 3. Quartal 1893 verlefen und von den Revisoren die Richtigt eit Den dem Vorstand der Orts- Krankenkasse der Tischler und derselben bestätigt. Die Abrechnung vom Stiftungsfest ergab ein Weißensee. In der am 4. Dezember bei Bendorf Pianoforte- Arbeiter angehörenden 4 Arbeitgebern war befannt Defizit von 2 M. 10 Bf. Die nächste Mitgliederversammlung tagenden Bersammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins geworden, daß die Arbeitnehmer- Delegirten beabsichtigten, an findet am 7. Januar 1894 ftatt. zu Weißensee wurde der Genosse Beliz einstimmig als erster stelle des in der Kahlerstraße ein Schantgeschäft innehabenden Der Verein der Burean- Angestellten und ver- Vorsitzender gewählt; der bisherige Vorsitzende hatte niedergelegt, und wenig beliebten stellvertretenden Rendanten Furchtbar eine wandten Berufsgenossen hielt am 5. d. M. eine Mit- da er das Amt als Vertrauensmann für Weißensee überandere Persönlichkeit zu wählen. Um das zu hintertreiben, gliederversammlung ab, in welcher nach Erledigung einiger Ver- nommen. wurden alle Arbeitgeber- Telegirten durch vorstehende Karte zum einsangelegenheiten seitens des Vorsitzenden ein Schreiben des Ge Der zweite Punkt der Tagesordnung, Vortrag, konnte leider zahlreichen und pünktlichen Erscheinen eingeladen. Wenn ihnen nossen Gerisch zur Verlesung gebracht wurde, welches letzterer an den nicht stattfinden, da fein Referent zu bekommen war, und bean der Person des jezigen 2. Rendanten( Altgesellen) soviel ge- Schriftführer in Erledigung der an die Bureau- Angestellten des schloß die Versammlung daher, über örtliche Verhältnisse zu Legen war, so ist gegen die Extra- Einladungen wenig einzuwenden, Parteibureaus erfolgten Einladung zum Beitritt des obigen Ver- disfutiren. An derselben betheiligten sich die Genossen Gerstenjedoch werden die Herren in der nächsten Generalversammlung eins gerichtet hat. Aus demselben ging hervor, daß Genosse Gerisch berger, Preiß, Boffelt und andere, welche gerechte Kritik über die über die im letzten Sah enthaltene Verdächtigung Aufschluß zu bereits Mitglied des Metallarbeiter- Verbandes sei und bleiben wolle. Gemeindevertreter übten, die ihre Verpflichtungen den Steuergeben haben, inwiefern eine Erhöhung der Beiträge nothwendig werde, Hierauf entwickelte sich eine rege Diskussion über folgende Anzahlern von Weißensee gegenüber nicht in gehörigem Maße nachwenn andere als ihnen angenehme Personen Kassenbeamte würden. gelegenheit: Die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten zc. fommen; es wurde beschlossen, in nächster Zeit eine Kommunalwelche die unleidDie Karte hat für diesmal ihre beabsichtigte Wirkung erreicht, hat hierselbst einen unentgeltlichen Stellennachweis errichtet und wähler Versammlung einzuberufen, bis auf 8 waren alle Arbeitgeber Delegirten vertreten und da biefes in Nr. 279 des Vorwärts" vom 28. November cr. mit lichen Zustände von Weißensee etwas näher beleuchten soll. ihnen einige Arbeitnehmer- Delegirten durch ihre Quertreibereien dem Hinzufügen bekannt gegeben, daß gleichzeitig eine Arbeitsgegen die von den organisirten Arbeitnehmer- Delegirten auf- ftätte für arbeitslose Schreiber damit verbunden sei und ersucht gestellte Person noch obendrein Hilfe leisteten, so gelang es den um Zuwendung von Schreibarbeiten. Nach Ansicht aller AnMann ihres Herzens wieder durchzubringen. Vielleicht bewesenden würde durch diese Arbeiten den Schreibern nicht gefchäftigt fich die nächste Vorstandssigung genannter Kaffe mit holfen werden, sondern nur der Gesammtheit Nachtheile entder interessanten Angelegenheit. stehen können. Die Arbeitgeber werden zuerst versuchen, ihre Bevölkerungsbewegung im Jahre 1892. Jm Deutschen Angestellten durch Verlängerung der an und für sich schon ausReiche betrug 1892 die Zahl der beschließungen 398 775, gedehnten Arbeitszeit nur noch mehr auszubeuten, um die die der Geburten 1856 999, die der Sterbefälle 1 272 430. vorhandene Arbeit zu erledigen, unter Hinweis auf die vorhanArbeitskräfte. von der Freien Vereinigung empfohlenen Unter den Geburten und Sterbefällen find 61 028 Todtgeborene mitgezählt. Der Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle Die erste Pflicht der Kollegen ist, sich zu organisiren und mit der betrug 584 569, gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1893/92 übrigen Arbeiterschaft solidarisch zu erklären, um dann Front cbfolut 12 354 mehr, im Verhältniß zum Tausend der Be zu machen gegen das auch im Schreiberberufe bestehende völkerungszahl aber weniger, 1883/92 tommen im Durchschnitt Ausbeutungssystem. Dann werden sich alle den Stempel der auf 1000 Personen 37,38 Geburten, 1892 nur 36,93; indessen Wohlthätigkeit tragenden Einrichtungen als überflüssig erweisen. sind auch die Sterbefälle, und zwar von 26,06 auf 25,31 ge- Die Arbeiter Bildungsschule( Nord) hielt am 10. Dezember öden, Sochftr. 32a, bet Witte. Palme, in Belten, bet Schröder.- Morgenroth 4, Karthaus'scher Gesang= funken. Absolut und relativ haben sich nur die Eheschließungen eine gutbesuchte Bersammlung ab. Der Vortrag des Genossen stöpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Gesangverein Morgenroth 2, vermehrt, nämlich um 20 103 absolut und von 7,89 auf 7,93 ih über die„ Die Pariser Kommune", sowie die Ausführungen verein, Sichtenbergerstr. 21, bet Heise. Charlottenburg, Bismarckstr. 74.- 2ypographia, Gesangverein Berliner relativ. Die Zahl der unehelich geborenen Kinder stieg gegen der folgenden Redner riefen lebhaften Beifall hervor. Genosse Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenir. 20.- Gefangv. Norb wacht, über der Durchschnittszahl nur um 249( von 169 419 auf Sigg legte 3wed und Ziel der Arbeiter- Bildungsschule klar und Müllerstr. 7, bet Seichert. Gesangverein Schmargendorf in Schmargen. 8utunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im Gambrinus169 668), relativ ist sie gefallen( von 9,29 auf 9,14). Die Todt forderte zum Beitritt und zur Unterstützung derselben auf. Die dorf, Wirthshaus. Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowiacts. geburten dagegen fanten absolut und relativ: von 65 796 nächste Versammlung ist am 21. Januar in den Germaniajälen. verein Freiheit Moabit, Waldfiraße 8 bet Johnte. Vereinte bei Moabit, Stromstraße 28 Sangesbrüder des Durchschnitts auf 61 028, und von 3,61 pro Tausend Die Bildhauer hielten am 12. Dezember im Lokale Frank Gängerverein Sorgenfrei Melchiorftr. 15 bei Stehmann. Gefang auf 3,29. Nord West= Vineta, Swinemünderstr. 35 Zucker- Erzeugung und Besteuerung. In der Zeit vom furterstraße 117 eine Versammlung ab. Dr. Heymann sprach verein Stofalia Gr. Frankfurterfir. 81 bet Müller. 1. August 1892 bis zum 31. Juli 1893 waren im deutschen über" Die Organisationsform des Proletariats" und bemerkte Stern, Altonaerstraße 27 bei Sipte. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Bollgebiet 401 Buckerfabriken mit Rübenverarbeitung, 58 anknüpfend an den Streit, der sich nach dem Kölner Parteitage bei Quéitsch. Freie Siebertafel, Neue Königfir. 78 bet Hahn. in der Presse und in den Versammlungen erhoben hatte, daß Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bet Vogel. BrauerJohanni, Die Zuderfabriken verarbeiteten 9 811 940 Zonnen Nüben( à 20 diese Debatten der gewerkschaftlichen Idee keinen Abbruch thun, Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. Am Oftbahnhof 7 bei W. Schulze. Ginigteit 3, Groß- Lichterfelde bet Zentner), 323 938 Tonnen mehr als im vorhergegangenen Jahre. fondern im Gegentheil fördernd und anregend auf die Gewerk Gefangverein Gerstenä bre, Alte Jakobstr. 88 bet Wienecke. schaften einwirken. Nach einem geschichtlichen Rückblick auf die Gries, Giefensdorf. Gefelligtett, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Freiheit 1, 15,41 pet. aller Rüben waren von den Fabriken felbst gewonnen, ursprüngliche Form der Organisation und auf die Erfolge der MaiengrußB, Köpenick, Grünstraße 53 bet Gaul. Männerchor Süd Oft, Köpnickerstr. 191 bei Foge. 33,66 pet. lieferten veriragsmäßig die Aktionäre der Buder Arion, WittenMaiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bet Pägold. Oberon, Kaiser Franz- Grenadierfabriken und 50,93 pct. Rüben wurden eingekauft zu durchschnitt- englischen und australischen Arbeiter begründet der Redner eingehend Bülowstr. 65 bei Richter. lich 2,09 M. für 100 Kilogramm. Die Wienge des gewonnenen seinen Standpunkt, daß der Entwickelung der Technik gemäß berge, Thurmsir. 23, Bentvalhalle. Der Vortrag wurde plas 7. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Robzuckers betrug 1 175 187 Tonnen oder durchschnittlich 11,98 Ki mit lebhaftem Beifall aufgenommen; Diskussion fand nicht statt are Buschriften find zu senden an B. Hentet, Bergmannitr. 14, Sof 3 Tr. logramm auf je 100 Kilogramm Rüben. Zur Herstellung von Kollege Roßberg gab hierauf eine Uebersicht des Wiener Freitag: Vergnügungsverein Frisch auf, Abends& Uhr, Ohmgasse 2 bet 1 Kilogramm Rohzucker waren im Durchschnitt 8,35 Kilogramm Streits. Troydem seitens der Gegner alle Mittel angewendet krebs. Stattlub ta tro, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. Rüben nothwendig. Der Verbrauch an Konsumzucker betrug auf wurden und selbst 16 Eleven der Kunstschule zu Streifbrecher verein unton, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. den Kopf der Bevölkerung im Bollgebiet durchschnittlich 9,9 Kilo- diensten angehalten sind, ist der Streit günstig abgeschlossen. wedding, abends 8% Uhr, bei Schäfer, Neue Hochstr. 49. Männerchor gramm( gegen 9,5 Kilogramm im Jahre 1891/92). Innerhalb Nach einer kurzen Debatte wurde folgende Resolution des Kol- Wat de srauschen, Abends 9 Uhr, bet Weigt, Markgrafenftr. 87. Des Zollgebiets wurden in den freien Verkehr gesetzt von ausländischem Zucker 2418 Tonnen, von inländischem Zucker 830 073 legen Winkler angenommen: Die 2c. Versammlung spricht den Theaterverein Grescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Burouſerſtr. 35. Wiener Kollegen in ihrem mannhaftem Eintreten für den Acht- uebungssunde. Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, ReichenTonnen. Die Ausfuhr deutschen Zuckers betrug 695 352 Tonnen, fiundentag ihre wärmste Anerkennung aus, fte sieht in ihrem bergeritr. 24. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung ,, Entbehrungslöhne" der Kapitalisten. Die Lindener Vorgehen ein Stück Kulturarbeit verrichtet. Die Versamm turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Zurnverein Gesundbrunnen Aftienbrauerei, welche im letzten Geschäftsjahre ihren Arbeitern lung erwartet von den österreichischen Kollegen, daß sie durch effing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. einen Gesammtlohn von 110 000 m. zahlte; erzielte dabei einen unermüdliches Organisiren ihre Errungenschaften festhalten die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turnund verspricht die Versammlung durch eifrige halle des Lessing Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Beilchen, Reingewinn von 336 036 M., wovon nach reichlichen Abschreiwerden, Abends 9 Uhr, bet Brauns, für den Achtstundentag denselben auch in Dranienfr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, bungen und Tantièmen" 272 160 m. als 24 pCt. Dividende Agitation Unterhaltungsflub Schiller, Abends In Bezug auf Alte Jakobfir. 128( Logenhaus). Die Bittoria- Brauerei, Deutschland so bald als möglich zu erfämpfen. unter die Aktionäre vertheilt werden. 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenfeftraße 3. Lepidopt. Vereinigung Aktiengesellschaft, ist, trotzdem sie größere bauliche und Betriebs- den Antrag der Töpfer( Sammlung für die Gewerkschaftstom Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenstr. 95, Restaurant Effenberg. erweiterungen aus den laufenden Einnahmen des letzten Jahres mussion), nahm die Versammlung auf Vorschlag des Genossen Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde ProstauerBergnügungsverein Berolina, beftritten, sowie hohe Abschreibungen gemacht hat, im ftande, König einen Antrag an, der besagt, daß die Bildhauer, weil ftraße noch 96 000 m. als 6 pet. Dividende ihren Aktionären zu über sie sich feine besonderen Bortheile von einer Aenderung ver- Abends 9 Uhr im Restaurant 3ur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Verein Solidarität, Lokale Don Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, weisen. Die Kloster Brauerei Röderhof hat im abgelaufenen sprechen, daß Listensystem vorläufig beibehalten. 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Büchner, Wilh. Bölsche, Dr. Eugen Dreher, Dr. Ewald Haufe, Dr. Klenke, Mannhart, Fr. Krauss, P. A. Köhler, Oranienburgerstr. 2. G. S. Schäfer, Arnim Tille, Hedwig Henrich- Wilhelmi u. a. Bitte lesen Sie! Schriftleitung: Dr. Bruno Wille. Das Blatt erscheint monatlich, und wird jedem Mitgliede des deutschen Freidenker- Bundes unentgeltlich zugesandt; Nichtmitglieder tönnen es für 50 Pf. vierteljährlich durch alle Postämter( Postliste 1429, Nachtrag 15), sowie durch den Kassirer des Bundes, Herrn W. Gerling, Köln a. Rhein, 5331L* Jedem Genossen, der feinen Bedarf an Herwarthstrasse, beziehen. Winter- Paletots, sowie Anzügen, einzelnen Röcken, Jaquets, Hofen, Westen u. s. m., ferner Stiefeln, Hüte, Wäsche, Betten, gold. und silberne Herren- u. Damen- Uhren, Waschkessel, Heise und Holzkoffer u. s. 1. billig und gut faufen will, empfehle mein bekanntes reichhaltiges Lager in Alt und Neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. 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