Nr. 296. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einget:. in der Boit Beitungs: Breislifte für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder Deren Raum 40 fg., für Vereins: und Bersammlungs: Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Stiefkind des Deutschen Reiches. Sonntag, den 17. Dezember 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 1. bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit alle Maßregeln ungefäumt zu treffen, welche er zur Abwendung der Gefahr für erforderlich erachtet; 2. unter der gleichen Voraussetzung, innerhalb des der Gefahr ausgesetzten Bezirkes diejenigen Gewalten auszuüben, welche der§ 9 des Gesetzes vom 9. August 1849 der Militärbehörde für den Fall des Belagerungszustandes zumeist; auf dem Seil der hohen Politik akrobatische Vor- bedarf, ist in Elsaß- Lothringen die polizeiliche Genehmigung stellungen giebt, um mit patriotischem Gegrinse einzuholen, und die wird abhängig gemacht von der Bürgdie Mächtigen dieser Welt für seine Pläne zu gewinnen, schaft 7 unbescholtener Staatsbürger für das Wohlverhalten machte allen Ernstes in der Zukunft" den Vorschlag, der Versammlung. Aufgelöst fönnen Versammlungen werden, 22 Jahre sind es her, daß Elsaß- Lothringen dem Deutschland solle sich nach einem siegreichen Kriege mit sobald nach Auffassung der bekanntlich nicht immer gerade Deutschen Reich einverleibt wurde, 22 Jahr hatte die Frankreich einige neue Provinzen abtreten lassen, deren sehr gebildeten Polizeibeamten von der Tagesordnung Die Genehmigung von Vereinen deutsch- preußische Bureaukratie Zeit und Gelegenheit, ihre französische Bevölkerung austreiben und dann das Gebiet abgewichen wird. Regierungsfünfte an dem wiedergewonnenen Bruder nach Flürscheim'schen Rezept mit deutschen Kolonisten neu ist fast durchweg von der polizeilichen Willkür abhängig gemacht, so daß unsere Genossen zu dem stamme" zu beweisen. Die Bureaukratie, sagen wir, denn besiedeln. der Reichstag ließ ihr völlig freien Spielraum, dort zu Doch wenn die preußisch- deutsche Bureaukratie auch Auskunftsmittel greifen mußten, nur kleine Klubs von thun und zu lassen, was sie wollte; er hat ihr niemals feine Narrenstreiche nach Braun'schem Muster trieb, so weniger als 20 Mitgliedern zu bilden, da diese nach ernstlich dreingeredet. Der Konstitutionalismus von Reichs- schlug sie doch gegenüber den Elsässern ein Verfahren ein, dortigem Recht nicht als Vereine angesehen werden. Das wegen machte an den Weißenburger Linien Halt und nur das ein Freiheit liebendes Volk nothwendig abstoßen' mußte. sind die Früchte, welche die preußisch- deutsche Bureaukratie ein ganz fümmerliches Vertragssystem wurde als Ableger Mit Schneidigkeit, Barschheit, Schroffheit und Pedanterie von dem Faulbaume napoleonischer Willtürherrschaft ge= nach Straßburg verpflanzt. Das ist der Landesausschuß, machten sich viele und leider viel zu viele der deutschen pflückt hat. Sie hat aber noch aus eigenem Scharfsinn das der indeß nur über allerhand wirthschaftliche Dinge zu be- Beamten an die sogenannte Germanisirung. Man braucht Ihrige hinzugethan. stimmen und nicht in die eigentliche politische Landesver- nur den Namen Feichter zu nennen, um daran zu erinnern, Am 30. Dezember 1871 wurden dem damaligen Chef dem Oberwaltung drein zu reden hat. welch treffliche Früchtchen neuerdings dieses System ge- der elsaß- Lothringischen Bundesverwaltung, Wie hat nun die preußisch- deutsche Bureaukratie ihre zeitigt hat. Die persönliche Unliebenswürdigkeit deutscher präsidenten, durch den sogenannten Diktaturparagraphen beAufgabe aufgefaßt? Mit großem Nachdruck hat sie betont, Beamten hätte indeß wohl nicht so abstoßend gewirkt, wenn sondere Machtbefugnisse übertragen, die später im Jahre 1879 Sie wolle die Bevölkerung der Reichslande germanisiren", ein freieres Rechtssystem den Elsaß Lothringern die auf den jener Zeit eingesetzten Statthalter übergingen. beffer gesagt für das Deutsche Reich gewinnen, ein Ziel, Möglichkeit gewährt hätte, sich unbevormundet und Hiernach ist derselbe befugt: selbstständig 311 entwickeln. an dessen Berwirklichung man mit idealen Mitteln hätte unbeargwohnt politisch wie leicht wäre es nicht der Reichsherantreten müssen. Aber kann ein Bureaukrat aus seiner Und Haut heraus, tann er anders wirken, als mit bureaukratischen verwaltung gewesen, auf diese Weise sich die Anerkennung Mitteln! Die preußisch- deutsche Bureaukratie hat die Elsaß der Elsaß- Lothringer zu sichern. Wir können in DeutschLothringer in der nämlichen Weise zu germanisiren ver- land nicht gerade entzückt sein über unsere politischen Rechte, sucht, wie sie den Sozialdemokraten die Unterthanendemuth das Vereins- und Versammlungsrecht und die Preßgesetze beizubringen dachte. Mit Zuckerbrot und Peitsche hat sie insbesondere, aber das ist doch noch Gold gegen den bleiernen in dem einen, wie dem andern Falle operirt und in dem Druck, der auf den Elsaß- Lothringern lastet. Das französische einen, wie dem andern Falle hat sie nicht erreicht, was sie Raiserreich hatte die Volksunterdrückung und Voltstäuschung wollte. in ein raffinirtes System von Gesezen und Verordnungen Die Gewalten, welche§ 9 des Gesetzes vom 9./8. 1849 Als Elsaß- Lothringen im Jahre 1871 dem Deutschen gebracht. Anstatt nun dieses System durch die immerhin der Militärbehörde zuweist, sind: unbeschränktes HausReiche angegliedert wurde, da tauchten in der deutschen noch eher erträglichen preußisch deutschen Bestimmungen ſuchungsrecht, Fortschaffung bestrafter oder auswärts domi Bresse die unsinnigsten Pläne auf, wie das zurückeroberte zu ersetzen, griff die preußisch- deutsche Bureaukratie in ihrer zilirter Personen, Abforderung von Waffen und SchießLand auch geistig zu gewinnen sei. Der damalige national- Berblendung nach diesen napoleonischen Unterdrückungs- bedarf, Verbot aller irgendwie den Regierungsorganen be liberale Abgeordnete Karl Braun meinte, man sollte das gesehen. Das ganze öffentliche Leben Elsaß Lothringens denklich erscheinenden Veröffentlichungen und Versammganze Gebiet unter die deutschen Fürsten vertheilen, je nach deren spielt sich bis auf den heutigen Tag in denjenigen Formen lungen. Das Besondere ist, daß die Ausübung dieser Verdienst und bisherigem Landbesig, und wenn die Bewohner ab, in die Napoleon III. es hineingezwängt hat. Während Gewalten in Elsaß- Lothringen von der vorgängigen Erdann nicht bald auf obrigkeitliches Gebot hin ihre bei Einführung freierer Geseze die Elsaß- Lothringer erleichtert klärung des Belagerungszustandes unabhängig ist; die Gesinnung umfrempeln würden, dann solle man sie kurzer aufgeathmet hätten und für Deutschland gewonnen wären Gefahr für die öffentliche Sicherheit ist die einzige Voraus Hand über die Grenze schaffen und ihre Stelle durch durch den Vergleich mit den früheren Zeiten napoleonischer setzung und darüber zu entscheiden unterliegt dem freien deutsche Reichskolonisten besezen. Da war denn doch sogar Unterdrückung, wurden sie jetzt um so mehr abgestoßen, wenn Ermessen des Statthalters. Die Diktatur, die durch diese trefflichen Bestimmungen die Bismarckische Reichsregierung immer noch umsichtiger, sie ihre eigene Lage unter deutscher Herrschaft mit den freieren als diese konftitutionellen Bourgeoispolitiker. Das neu Staatseinrichtungen, welche die Republif ihren französischen dem Oberhaupte der Landesverwaltung in Elsaß- Lothringen zusteht, beraubt die reichsländischen Bürger nahezu aller gewonnene Gebiet wurde ungetrennt als Reichsland einer Mitbürgern eingebracht hat, verglichen. bureaukratischen Sonderverwaltung unterstellt. Nur durch Wie sehr das gesammte öffentliche Leben in Elsaß- staatsbürgerlichen Rechte und persönlichen Sicherheit gegen die spätere Ausweisung der Optanten, also derjenigen Elsaß- Lothringen bedrückt wird, schlimmer noch, als es in irgend Polizeiwillkür. Wenn man bedenkt, daß während der Lothringer, die sich für die Beibehaltung des französischen einem deutschen Staate geschieht, mag ein kurzer Hinweis Bürgerrechts entschieden hatten, wurde dem Braun'schen auf die geltenden Rechtsvorschriften für das VersammlungsBoltsaustreibungsplan ein fleines Bugeständniß gemacht. wesen und die Presse zeigen. Eine Zeitung darf erst er Die Erinnerung daran ist aber auch jetzt noch zeitgemäß, scheinen nach Hinterlegung einer sehr hohen Kaution und da neuerdings wieder ganz ähnliche Pläne von phantastischen der Vertrieb der Blätter wird durch Einschränkung der Rannegießern befürwortet werden. Herr Michael Flür Kolportage arg behindert. Während zu einer politischen scheim, der Bodenbesizreform Apostel, der neuerdings Versammlung bei uns es nur der rechtzeitigen Anmeldung lassen wurden. Nur bureaukratisches Mißtrauen gegen das Feuilleton. Nachdrud verboten.) Betrachtungen über Arbeiter- Kolonien.") D 8. zur Ausführung dieser Maßnahmen, wie auch zu polizeime lichen Zwecken überhaupt, die in Elsaß- Lothringen stehenden Truppen zu requiriren. 22 Jahre deutscher Herrschaft in Elsaß- Lothringen niemals ein Aufstand, noch nicht einmal ein ernstlicher Krawall vorgekommen ist, der auch nur den Schatten eines Anlasses zur Beibehaltung oder Einführung solcher drakonischen Machtbefugnisse hätte geben können, so erscheint es geradezu ungeheuerlich, daß sie bis auf den heutigen Tag in Kraft be weis, daß auch auf anderen Gebieten sich Theorie und reaktionären Leibe probirt hat. Da der Vater und Begründer der Korrektionsanstalten in die Welt zu sehen verstand? Oder Natural- Verpflegungsstationen, diese Fangarme des Vam- handelt es sich um die an kompetenter Stelle wachsende [ Alle Rechte vorbehalten. pyrs Arbeiterkolonie, auch Vater und Begründer der Ar- Ueberzeugung, daß das öffentliche Leben, wie es die Gegenbeiterkolonien ist, nämlich jener eben genannte Pastor v. Bodel- wart hat und weiter entwickeln will, einzudämmen sei, und schwingh in Bethel bei Bielefeld, so erwartet aus der arbeitenden fühlt nun im Anschlusse an solche Erwägungen die moderne Bevölkerung wohl Niemand, daß ihm aus diesen volks- Geistlichkeit in ihrer Eigenschaft als schwarzer Gendarm den beglückenden" Instituten ein Segen irgend welcher Art Beruf, in praxi zu zeigen, wo und wie der Moment der Als vor einem Jahrzehnt die ersten Arbeiter- Kolonien erblüht. Daß der Herr Pastor von Bodelschwingh, dieser Zucht und Ordnung anzuwenden, um auf dem kürzesten Als vor einem Jahrzehnt die ersten Arbeiter- Kolonien auftauchten, wurden dieselben selbst von einem Theile des schlaue Rechenkünstler und Erfinder einer allgemeinen Wege das Volk wieder zur gefügigen, willenlosen Masse, zum Proletariats mit Freuden begrüßt. Die Mittheilungen in einen Kontrast bilden, indem er, wohl genährt und gut Kompromisse mit reaktionär- konservativen Elementen sich Menagestala für Arbeiterkolonien, und seine Kolonisten todten Werkzeug zu machen? Will diese Geistlichkeit im firchlichen, Kreis- und Amtsblättern, die gedruckten Be- fituirt, behaglichen Geistes in die Zukunft blickt, während populär machen und als Volksbeglückerin auf die Weltrichte, welche von Seiten der Geistlichkeit und ihrer Helfers- seine lieben Pfleglinge das Bild eines abgetriebenen, gebühne treten und so den ihr mißliebigen polihelfer über Arbeiter Kolonien in die Deffentlichkeit gesezt schundenen Gauls repräsentiren und fast blöd- und stumpf- tischen Parteien die Führerschaft über das Prolewerden, sind eine Falschmünzerei, die abfichtlich unrichtige finnig ins Leere starren, findet seine Erklärung in dem Hin- tariat abjagen? Handelt es sich einfach um einen Vorstellungen hervorrufen will; es foll bei dem Bug, der in Der Zeitluft liegt? großen Publikum die Vorstellung erweckt werden, Praxis oft sehr ungleich und unerquicklich in ihren Kon- Sind Arbeiterkolonien nur Kinder mit falschem Namen, ob die Unglücklichen in den den Kolonien alles sequenzen zeigen. U. A. haben auch Nationalökonomen von das Produkt jesuitischer Klugheit und schlauer Berechnung? das finden, was ihnen unter momentanen Ber Beruf, ihre weisen Lehren über Boltsernährung betreffend, Liegen Beweggründe vor, die auf Gebieten zu suchen sind, hältnissen mangelt. Daß die Entstehung der Arbeiter an sich selbst auszumitteln und in der Wirklichkeit zu durch welche zum Heil und Frommen der Kirche und ihrer Schäfkolonieen auf einen Att christlicher Liebe und Brüderlichkeit leben, einen unüberwindlichen Abscheu, gleich den Wund- lein mit dem dichtesten Schleier überdeckt bleiben? zurückzuführen sei, so fest und starr das auch von den geist ärzten, welche mit Vergnügen an fremden Körpern herum- Nachdem seit Jahrtausenden der Gedanke an die ur lichen Machern behauptet wird, glaubt sicher niemand, der schneiden, aber Ach und Wehe schreien, wenn einmal ansprüngliche Gleichheit der Menschen vergessen und die Gelegenheit gehabt hat, in das Wesen dieser Kolonien Ein- ihrem eigenen Fleische eine noch so geringfügige Operation Gegenüberstellung von Herren und Knechten so unantastbar blick zu thun, oder, wie Schreiber dieses, in den Arbeitergeworden, daß selbst die freie christliche Unterordnung, um folonien zu Berlin, Senda und Rickling unter der Zucht Zu welchem Zwecke und aus welchen Motiven errich- Gottes willen, zu einer Rechtspflicht gestempelt war, wuchs in und Pflege der modern evangelischen Boltsbeglücker einen tete man Arbeiterkolonien? Berkörpern dieselben auf dem diesem Jahrhundert das Heer der Knechte in staunenerregender Kurjus absolvirt und in dieser Zeit die Wirkungen des Gebiete der theologischen Sozialpolitik bloß einen Mißgriff Weise an. Selbst den staatlichen Korrektionsanstalten, die prattischen Christenthums à la Bodelschwingh am eigenen der modernen evangelischen Klerisei, welche, ihr Dasein selbst sich bis dahin auf der Höhe der Situation gehalten und *) Wir drucken vorstehende Schilderungen und Betrachtungen in Nothlagen fristend, auch nur mit Nothbehelfen aufwarten allen Bagabunden( so nennt man ja den arbeitsuchenden, eines Arbeiterkolonisten" ab, ohne uns deshalb mit allen Aus- kann und in ihrer Ohnmacht und Unbeholfenheit in allen hungrigen Mann analog den landräthlichen Verfügungen) nicht weniger Unterkommen, Art eit und Verdienst gewährt hatten, kam endlich führungen des Verfassers einverstanden zu erklären. Redaktion praktischen Dingen nicht mehr und als mißrathene, verkrüppelte Auflagen der staatlichen die Einsicht, daß je als Mädchen für alles" ausgedient als des Vorwärts". 0 vorgenommen werden soll. Bolk und bureaukratische Zähigkeit im Festhalten einmal| Sauptstreben darauf gerichtet, die noch nicht von bem fozia: Politische teberlicht. gewonnener Machtvollkommenheit einerseits, im Bunde mit listischen Gedanken erleuchteten Voltsmassen mit Abscheu vor echt deutscher Unterthanengeduld andererseits können die ungestörte Fortdauer dieses Zustandes erklären. Attentatspolitik. istin dem Sozialismus zu erfüllen, damit sie in demselben ihren Feind, Berlin, den 16. Dezember. statt ihren Retter erblicken. Das ist der sogenannte geistige Kampf", zu dem die kapitalistischen Parteien und Regierungen Gegen diesen elsaß- Lothringischen Ausnahmezustand, der ich haben entschließen müssen, nachdem sie von der Nutz- schäfte. Nur in Frankreich blüht augenblicklich ihr Weizen; Die Radieschenfamen- Händler machen schlechte Geeine verzweifelte Aehnlichkeit hat mit der Lage der Sozial losigkeit der Straßenschlächtereien( Juni 1848, Mai 1871) aus dem internationalen Attentat auf das Asylrecht und demokratie unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes, und der Ausnahmegesetze gegen die Sozialisten fich über aus dem geplanten Welt- Sozialistengeset wird aber nichts. haben seit Jahren alle Elsaß- Lothringer, in erster zeugt haben. Den Sozialismus zu einem Schreckbild zu Das Väterchen in Petersburg und sein Schildknappe in Reihe aber unsere Parteigenossen angekämpft. Und daß machen, ihm alle erdenklichen Gräuel und Verbrechen an die die Sozialdemokratie mit deniselben Eifer wie für die Rockschöße zu hängen, und auf diese Weise eine unübersteigliche Friedrichsruhe müssen mit langer Nase abziehen; die engsozialistischen Forderungen, auch für die Befreiung des Scheidewand zwischen die Sozialdemokratie und die noch im lische Regierung, auf die es in erster Linie abgesehen war, Volkes von unwürdiger politischer Unterdrückung eingetreten Bann der kapitalistischen Ideen befindlichen Volkskreise zu stellen hat den Radieschen- Hausirern eine Nase gedreht; und nun ist, hat den Ausschwung der Partei in Elsaß- Lothringen, Da der Sozialismus, feit der gährende Most sich geklärt hat, alles ver- gehabt haben nicht die österreichische, nicht die belgische, das ist das Ziel unserer Feinde im geistigen" Kampfe mit uns. will mit einem Mal niemand etwas mit ihnen zu thun wie er in den letzten Reichstags- Wahlen zu Tage trat, meidet, was jener Taltit Vorschub leisten könnte, und mit Leich nicht die italienische Regierung, und auch nicht die deutsche. hauptsächlich herbeigeführt. So erklärt es sich denn, daß tigkeit den Nachweis hat erbringen können, daß alle Greuel und Bon legterer glauben wir's der Schmuß, die Schande anch im Reichstage die sozialdemokratische Partei zuerst Verbrechen, deren der Kapitalismus uns anklagt, feine eigenen und das Fiasko des Sozialistengesetzes ist doch noch in zu am Blake gewesen ist mit der Ankündigung von Gesetz- Greuel und Verbrechen sind, und daß er uns nur deshalb anentwürfen, die den Elsaß- Lothringern ein freies öffentliches lagt und verfolgt, weil wir diesen seinen Verbrechen und frischem Angedenken. Leben und menschenwürdigere Bustände verbürgen sollen. Greueln ein Ende bereiten wollen so ist es uns, dant Internationale Abmachungen zur Bekämpfung Im Kampfe dafür wird sich die Partei auch diesmal be- einer planmäßigen Propaganda, gelungen, die Vorurtheile gegen des Anarchismus. Eine Meldung der hochoffiziösen währen als die Verfechterin der Volksfreiheit und Bundes- namentlich auf dem Land, wo ein Sozialiſt lange Beit als Snitiative betreffend den Plan der internationalen Beuns zu überwinden, und auch in die Voltskreise einzubringen wo ein Sozialist lange Zeit als Politischen Correspondenz" aus Madrid stellt fest, daß die genosjin aller Unterdrückten. ein Scheusal, ein moralisches und physisches Ungeheuer galt. Der Sozialist als Popanz zieht nicht mehr. Die fapitalistische tämpfung des Anarchismus von dem Madrider Kabinet Gesellschaft mußte für Ersatz sorgen, und der Anar ch ist wurde ausgegangen ist, welches seine diplomatischen Vertreter beerfunden. Die Reaktionäre aller Parteien und aller Länder auftragte, bei den betreffenden Regierungen anzufragen, ob haben brüderlich zusammen gearbeitet, um den neuen Bopanz dieselben zu Pourparlers über internationale Maßnahmen recht fürchterlich zu machen und den Glauben an ihn unter dem gegenüber dem Anarchismus geneigt wären. Mehrere ReWas eine Geschäftspanik ist, das weiß jedermann. Aber es Volfe zu verbreiten. Welche Mühe gab sich nicht die Pariser gierungen erklärten daraufhin, feine prinzipiellen Eingiebt auch ein Panit- Geschäft, ein Geschäft, welches in der Er- Polizei? Die paar Hundert Anarchisten", die sie mit den zeugung und Ausnutzung von Panifen besteht. Die alten Andrieur'schen 30 000 Frants das Jahr auf den Straßen, in den wendungen zu erheben, andere behielten sich vor, Stellung Griechen, deren Sprache das Work Panit entnommen ist, fannten Diebeshöhlen und vor den Narrenhäusern ausgelesen hatte, hielten zu nehmen, wenn Spanien mit präzisen Vorschlägen hervor nur eine Panik der Thiere, und zwar der nach dem allge- jede Woche große Voltsversammlungen" in allen Theilen der getreten sein werde. Letzteres ist bisher nicht geschehen. meinen Volksglauben geistig am stiefmütterlichsten bedachten Stadt ab, und die ganze Bourgeoispresse des In- und Auslandes Einige Regierungen nahmen das Projekt fühl auf, speziell Thiere: der Ochsen und Schase, die heerdenweise zusammen- brachte weitläufige Berichte über den haarsträubenden, blut verhielt sich das englische Kabinet ablehnend und einen gehen und mitunter von plöglichem Schreck erfaßt werden, welcher rünstigen Blödsinn, der da geschwatt ward. Jedes Wort war den englischen analogen Standpunkt nahm auch Frankfich bligartig der ganzen Heerde mittheilt und sie in wildem Mord, Brand, Dynamit. Hätten die Behörden die reich ein. Lauf blind voraustürmen läßt, ziellos, hilflos, toll drauf los, ins tolle Komödie für erust genommen, so waren sie Blaue hinein, über Stock und Stein, bis die Erschöpfung Ein- verpflichtet, und durch die bestehenden Geseze Der bayerische Eulenburg. Bei der Fortsetzung der halt gebietet, oder eine Wand, an der sich der Schädel einstößt, tausendmal in Stand gefeßt, die Mord, Brand- Generaldebatte über den Etat Ministerium des Innern eroder ein Abgrund, der die Hinabstürzenden verschlingt." Gott und Dynamitprediger in's Gefängniß oder in's Irrenhaus zu klärt der Minister, Freiherr v. Feilißsch der ehemalige Pan- der Gott der Natur, und insbesondere der Ochsen und sperren. Das fiel den Behörden aber garnicht ein. Sie fonnten Polizeipräsident in der bayerischen Rammer, gegen die Schafe ist in die Heerde gefahren," sagten die alten Griechen. doch nicht gegen sich selbst einschreiten. Die Auguren unter Sozialisten könne nur Energie und scharfe Zurüdweisung Und der Schrecken war ein panischer Schrecken". Die alten sich lachten verständnißinnig ob dieses anarchistischen HerenGriechen hatten uoch gesunde Nerven und sie dachten, nur Schafe fabbaths, der ja nur für die Dummen und die Angst meier etwas erreichen. Die Regierung werde den Sozialisten entund Ochsen könnten einen panischen Schrecken haben, nicht aber in Szene gesetzt war. gegentreten, soweit es das Gesez erlaube; jedoch hätten die Menschen. Das ist anders geworden. Die Zivilisation" hat Wir in Deutschland wissen auch ein Liedchen zu fingen. Sozialisten nichts zu befürchten, wofern sie das Gesetz beuns nervös gemacht; die kapitalistischen Menschen sind Heerden- Während in der Aera des Ausnahmegesetzes die Sozialisten geobachteten. thiere geworden und haben von den Rindern und Lämmern den ächtet waren und wie wilde Thiere herumgehegt wurden, er- Es wird den Herren Eulenburg und Feiligsch nicht gepanischen Schrecken gelernt. Je zivilisirter, desto nervöser freuten die anarchistelnden Hasselmänner und sonstigen Revo- lingen, die Entwickelung der Sozialdemokratie aufzuhalten. wird die bürgerliche Gesellschaft. Und je nervöser sie wird, desto lutionäre", denen die Sozialdemokraten nicht revolutionär Polizeimaßregeln können eine weltgeschichtliche Bewegung rascher folgen einander die Paniken so rasch, daß sie gar nicht genug" waren, sich der zartesten Behandlung seitens des Herrn nicht zum Stillstande bringen und wie das Sozialistengeseh mehr aus den Paniken herauskommt, daß die Panit, gleich der v. Buttkamer und feiner Leute. Mit welch selbstzufriedenem, bewiesen hat, auch nicht hemmen, wohl aber die Bewegung Geschäftskrise, in Permanenz ist, und daß die Panik von den pfiffigem Lächeln erklärte uns Herr v. Putttamer in Person:„ Ich bewiesen hat, auch nicht hemmen, wohl aber die Bewegung Leitern der bürgerlichen Gesellschaft zu einem der vornehmsten, ziehe einen Anarchisten einem Sozialdemokraten vor." und" mit schroffer, den Kampf unerbittlicher gestalten. wo nicht dem vornehmsten Regierungsfattor gemacht welchem Eifer haben sämmtliche Spigel des Herrn v. Buttkamer worden ist. Die bürgerliche Gesellschaft darf nicht zur Ruhe, Hunderte und Hunderte an der Zahl unseren Genossen nicht zur Selbsterkenntniß, nicht zur Einkehr und Sammlung| Anarchie und Dynan gepredigt! Jeder Spigel des kommen, denn dann würde sie entweder der Verzweiflung antheim Herrn Buttkamer war ein Apostel der„ Propaganda der That." fallen oder vernünftig werden und andere Bahnen ein- und wir Sozialdemokraten waren es, die die Lockspiel des schlagen. Und das ist es gerade, was die Lenker der Gesellschaft Herrn v. Buttkamer entlaroten, ihn selbst und seinen wür verhindern wollen. Ist die Gesellschaft einmal aus einer Panit bigen„ Chef" in den Sand streckten. heraus, oder hat sich so darq gewöhnt, daß sie wieder denk- Die Buttkamer, Krüger und Ronforten handelten, indem sie fähig zu werden beginnt, so muß sofort eine neue Panit ge- im Schweiß ihres Angesichts Anarchisten und Attentäter zu Todtschweigen ist die billigste und geistloseste Polemik, schaffen werden. unfere bürgerliche Gesellschaft und unsere züchten sich abquälten, durchaus nicht eigenmächtig sie handelten diese scheint die antisemitische, in Dresden erbürgerliche Staf Bauit ebener.atskunst, sind soweit gekommen, daß sie ohne im innigsten Einverständniß mit der Gesammt- Bourgeoisie, deren scheinende Deutsche Wacht", das Organ des Abgeordneten Schnetou o wenig sein fönnen, wie ein gewohnheitsmäßiger Gesammt- Presse bis auf den heutigen Tag für die weltgeschichte Bimmermann, gegen die Sozialdemokratie üben zu wollen; apstrinfer ohne Alkohol. Napoleon der Kleine und sein lichen Versammlungen und Reden der Berliner Anarchisten" to bringt sie in ihrer Nummer 116 vom 16. Dezember einen Schüler Bismarck lebten von der Banit, sie machten in Panit, unter denen der Buchdruckereibefizer Werner als geistiges Haupt Reichstagsbericht, indem sie die hervorragendste Rede des die Panik war ihr Geschäft, ihr Haupt- Machthebel. Wie um Hauptes.( nicht Kopfes Länge) emporragt, in spaltenlangen Tages, die des sozialdemokratischen Abgeordneten Schippel hat nicht Bismarck mit dem rothen Gespenst und mit dem Berichten Reklame zu machen pflegt. Kriegsgespenst manipulirt? Ohne diese zwei Panik- Erzeuger Die Bourgeoisie braucht den Wauwan- sie braucht Atten- einfach unterdrückt. Und dieses Volk präsentirt sich der wäre er schon 1878 aus dem Sattel geflogen. tate fie braucht Banifen. Und wenn sie mit ihren Brattifen Regierung als die beste Bekämpferin der Sozialdemokratie.einmal hereinfällt, fich tüchtig die Finger verbrennt, so bereitet wir leugnen es nicht eine recht herzliche SchadenWie herrlich ist doch die Aussicht auf Austellung uns das freude. Eine Gesellschaft, die ohne Attentate und Paniten nicht im Zivildienste! Verschiedene Blätter und auch wir be bestehen kann, ist schon im letzten Stadium des Verfalls. Und richteten gestern über ein Kuriosum, daß der Posten eines eine Gesellschaft, die sich von einem Ravachol und Baillant- Aktenhefters am Amtsgericht in Charlottenburg mit dem Marchal retten lassen muß, ist nicht um ein Haar breit besser als die Riesengehalt von 360 m. jährlich dotirt sei. Wie glücklich Ravachol und Baillant- Marchal. Will diese saubere Gesellschaft dieser Mann noch gegen andere Leidensgenossen fortkommt, uns den Anarchismus und seine Werke zuſchieben, so danken wir lehrt ein Blick in die offizielle„ Bakanzenliste für Militärhöflichst. Wir überlassen der bürgerlichen Gesellschaft ihr forgsam aufgepäppeltes Kindlein und rufen ihr lachend zu:„ Der Anwärter". Es werden augenblicklich gesucht: Wechselbalg ist Dein, Du haft durch reiche Alimentenzahlung ihn anerkannt, nun zahle auch die Kosten für Alles, was er thut und thun wird und trage die Folgen!" mi Namentlich das rothe Gespenst hat sich nützlich erwiesen. Ohne rothes Gespenst giebt es in der kapitalistischen Welt über haupt leine Regierung mehr. Und die geeignetste, wirksamite Form, in der das rothe Gespenst sich darstellt, ist das Attentat. Schon die Despoten des Alterthums fannten die Nüglichkeit dieses Artikels. Fühlten sie den Boden unter den Füßen nicht mehr sicher, so erfanden sie ein Attentat und hielten sich so lange auf den Beinen, bis ein richtiges Attentat tam und ihnen das Heute leben wir in der Aera der Sozialistenangst. Die tapitalistische Welt ist in der Auflösung begriffen, das Proletariat fordert sein Erbe, um das es betrogen worden ist, und die herrschende Klaffe, welche die Berechtigung des Sozialismus wohl fennt, aber nicht Luft hat, auf ihre wirthschaftliche Macht und Ausbeuterstellung zu verzichten, bietet alles auf, um die sozia listische Bewegung zu unterdrücken. Lebenslicht ausblies. Da dies mit Flinten und Kanonen nicht geht, so ist das M " " Unsere Feinde mögen sehen, wie sie mit ihrem Kindlein oder ist's nicht ihr Brüderchen?- fertig werden. Wir schauen vergnügt zu, waschen unsere Hände in Unschuld- und halten unser Pulver trocken. Sieg über die Franzosen erfochten. Die Gefangenen von Jm Spionenkrieg haben die Deutschen einen Sieg über die Franzosen erfochten. Die Gefangenen von Kiel haben sich in der That als militärische Kundschafter entpuppt, die nun die Folgen zu tragen haben. deutschen Spione sind diesmal also früher aufgestiegen, als die französischen Kollegen. Die Für das Kirchspiel Eichholz in Ostpreußen ein Kirchendiener. Der Mann hat die Balgen zu treten, die Gloden zu ziehen, Botengänge durch die Gemeinde zu besorgen, mit dem Klingelbeutet umzugehen, die Gräber anzuweisen, Waschungen und Reinigungen in und außer dem Hause zu besorgen und vieles mehr. Auch muß er im Winter die Wege zur Kirche vom Schnee freihalten. Und dafür erhält er ein jährliches Gehalt und nicht mehr im Stande seien, dem Massenandrange zu große ideale Dinge in Worten zu deklamiren, aber pastorale Man glaubte gern, denn die heille Vagabundenfrage, genügen. Nachdem die Ueberproduktion sich der Massen- Dinge, in denen nur Schaum geschlagen wird, eignen sich an der sich im legten Dezennium Städter und Dörfler, proletarifirung als natürliche Schwester zugesellt hatte, nicht zur Wiedergabe. hochgestellte Beamte und leichtfüßige Bregelbäcker weidlich konnte es nicht ausbleiben, daß die im Korrektionshause Was die Hülfe anbetrifft, welche den Besitzenden in abgearbeitet, lastete wie ein Alp auf den Gemüthern, die nicht untergebrachten arbeits- und verdienstlosen Leute das Aussicht gestellt wurde, so schließen ja kirchliche, Kreis- und Vagabundenplage, war überall geradezu unerträglich geLiebe Baterland überschwemmten und Vornehme und Be- Amtsblätter gern ihre diesbezüglichen Berichte mit dem worden; man freute sich, daß die so oft und vielfach güterte arg plagten mit der monotonen Litanei:„ Verzeihen Ausdrucke der Befriedigung darüber, daß die Wander- ventilirte Vagabundenfrage endlich ihrer nahen Lösung entSie, ein armer Reisender bittet um ein Almofen!" Natür bettelei gegen früher erheblich abgenommen habe, sie schweigen gegenharre. friebenen Indeß an Unzufriedenen und Mißtrauischen fehlt es lich, der reiche Mann der Gegenwart verstand es nicht, fich aber beharrlich davon, was die Besorgung der billigen gleich dem reichen Manne im Evangelium an den Anblick Arbeitskräfte angeht. Wahrscheinlich sind die Arbeitgeber in feinem Lande, denn kein Land ist ohne Ungerechtigkeit, des durch Hunger und Entbehrungen aller Art entstellten sehr bald zu der Ueberzeugung gekommen, daß ein Arbeiter, und so fanden sich auch nicht wenige, welche die neueste kirchliche armen Lazarus zu gewöhnen, und wies ihn von seiner Thür welcher in einer Arbeiterkolonie entträftet und ausgemergelt Weisheit blindlings zu honoriren Anstand nahmen. Daß die fort; allein so oft letzteres auch geübt wurde, so oft ftellte ist, allemal zu theuer wird, selbst wenn er blos ums liebe Klerisei mit Hochgestellten und Hochgeborenen, ebenfalls mit er sich mit vermehrten Leidensgefährten ein, immer dieselbe Brot zu arbeiten sich anbietet, und decken daher ihren Bedarf an Reichen ihres Reichthums wegen je und je geliebäugelt, war ihnen Litanei ausstoßend. Bauernhunde und Gendarmen waren Arbeitskräften mit Arbeitern, die nicht aus Kolonien kommen. bekannt, aber positiv unbekannt war ihnen, daß die Kirche diesem Korps gegenüber bald machtlos, lettere nachdem die Aber wie steht es nun mit der angebotenen Hilfe den ja einmal aus purer Humanität und Christlichkeit rücksichtsRorrektionsanstalten infolge Massenzuweisungen ihren ge- Besitzlofen gegenüber? Schön und erquicklich nehmen sich los und energisch den Armen und Elenden zur Seite ge fährlichen Nimbus verloren und zu bloßen Unterkunfts- die Herzensergüsse aus, welche den Besitzlosen auf dem standen. Wie, fragten sie erstaunt, bereitet sich im Schoße und Verpflegungsstationen degradirt waren, in denen Papier geweiht wurden. In so verschiedenen Formen und der Kirche ein Wunder vor, will diese mit aller und jeder arbeits- und verdienstlose Leute mehr oder minder lange Tonfällen dieselben auch zum Ausdrucke gelangten, alle Tradition brechen und die Lehren des Christenthums nach Beit gegen Arbeitsleistung Einkehr zu halten hatten. gipfelten fie in der Quintessenz, ein Aufenthalt in einer dem Geiste des Stifters derselben in die Wirklichkeit umAus diesem Wirrwarr heraus hörte man endlich orakelnde Arbeiterkolonie werde in dem Leben eines Jeden eine be- jegen? Erinnert sich die Kirche über Nacht", daß das Töne der Geistlichkeit, welche Besigenden sowohl wie Besitz deutende hervorragende Rolle spielen, ja selbst der ver- Christenthum, d. h. das unverfälschte, eine Gleichheitslofen balbige Hilfe zu bringen in Aussicht stellte. Erfahrene loddertste und bis aufs tiefste gesunkene Vagabund werde Religion ist, deren Lehren auf die innerste Brüderlichkeit Kenner der Weltlage erklärten zwar mit dürren Worten, daß in einer Arbeiterkolonie der Segnungen ganz theilhaftig, aller Menschen hinauslaufen, daß Christus nicht der Freund die evangelische Kirche der Gegenwart in praktischen Dingen welche die Macht des Reglements und das Verhältniß einer der Reichen und Hochgestellten, sondern daß das Evangelium ihre Unfähigkeit gezeigt, daß dieselbe weder im stande noch auch streng geregelten Gemeinschaft spenden. Die Koloniezeit die frohe Botschaft ist, welche den Armen gebracht wurde? Willens sei, durch Protegirung der Armen auf Kosten der Reichen so falbaderte man weiter werde die Krisis werden, wo- nein, die Kirche bleibt in starre, veraltete Formen einsich von letzteren abdrängen zu lassen, und daß nicht darauf nach Sturm und Drang, nach der Heimath- und Stellen- gezwängt, sie bejizt viel zu wenig Beweglichkeit und zu hoffen, daß diese Kirche Wandel schaffe. Allein Kurz losigkeit der Vagabundenjahre die Brücke zu widerkehrendem Lebensfreundigkeit. Die Klerisei hat noch niemals ihren fichtige und Leichtgläubige, welche tirchliche und kirchlich- Familienfinn, zur Eingliederung in das bürgerliche Leben, Beruf als schwarzer Gendarm verfehlt, und ist immer und inspirirte Blätter gelesen, wußten bald zu erzählen, daß in zu den Anfängen guter Vorsäge geschlagen, wo stille Einkehr überall an der Aufgabe betheiligt, dem Volke das ErKürze in Deutschland ein Paradies etablirt sein würde, und Selbstbesinnung nach Jahren des Harrens und Suchens wachen durch Schlaftränke zu verleiden oder im Zustande benn, sagten sie mit frömmelndem Pathos, die Kirche wolle eine Stätte finden werde. des Halberwachens zu erhalten. Des Pudels Kern für das sich ins Mittel legen und den Besitzenden dadurch helfen, Jn ähnlicher Tonart posaunte und trompetete die Geist- Auftreten und stürmische Vorgehen der Gottesgelahrten auf daß sie diesen die Bettelplage vom Halse nehme und ihnen lichkeit auf Märkten und Gassen weiter, und war in dem Gebiete der sozialen Politik liegt in einem anderen gleichzeitig billige Arbeitskräfte besorge, und den Besitlosen ostensibler Weise bemüht, aller Welt begreiflich zu machen, Beweggrunde, den sie kläglicher Weise mit einem heiligen dadurch, daß... damit... weil uun, fonkrete Dinge daß nur noch auf dem Wege der theologischen Sozialpolitik Schleier verdeckt hielten. Lassen sich schon referiren, auch ist es nicht schwer, über Rettung positiv möglich sei. ( Fortsetzung folgt.) 料 " diesen glänzenden Posten zu erhalten, insgesammt das Noch besser daran wird der Glückliche sein, der den Posten des Schuldieners in Deutsch Krone erhält. Dieser muß förperlich gesund und auch in der Lage sein, Berichte abzufassen. Diese Stellung wird mit 270 m. pro Jahr besoldet. Pension: ist nicht! Es werden ferner gesucht " von 60 M., sage und schreibe: sechszig Mark! Dazu erhält] gar lebensgefährlich verletzt. Vaillant- Marchal hat sich Nachwahl zum englischen Parlamente. In der, er an Gebühren für Dienstleistungen bei Taufen, Trauungen, notorisch mit Chemie beschäftigt, er mußte die Schwäche nächsten Woche findet in Accrington eine Nachwahl statt Begräbnissen 40 M., sowie für das Ausfegen der Kirche und der Ladung fennen, und es erscheint demnach die veranlaßt durch die Beförderung des jezigen( liberalen) andere Dienstleistungen noch weitere 30 M., sodaß der Be Möglichkeit ausgeschlossen, daß eine Vertreters des Kreises zu einer höheren Richterstellung. Ein neidenswerthe, dem es unter den zahlreichen Bewerbern gelingt, mais en megeleider Kammermitglieder ge- Theil der Sozialisten von Accrington will mit einem selbsthorrende Gehalt von 120 M. pro Jahr bezieht. Das macht plant war. ständigen Kandidaten in den Kampf eintreten, und da in pro Monat 12 M. und pro Tag etwa 4 Groschen. Kommentar Das überlegt man sich jetzt auch in Paris. Sogar der Accrington bei den letzten Munizipalwahlen 781 sozia ist überflüssig. Figaro", das reaktionärste und strupelloseste Hegblatt listische Stimmen abgegeben wurden, und der Liberale 1892 Frankreichs, das am meisten für die politische Frutti nur 547 Stimmen mehr hatte als sein konservativer Gegner, fiz irung" des Attentats gethan, macht sich jetzt in zynischer würde das Auftreten dieses dritten Kandidaten beim jezigen Weise über dasselbe lustig. Herr Casimier Perier muß sich Wahlsystem die Wiederwahl des Liberalen sehr zweifelhaft beeilen, daß er seine Ausnahmegesehe unter Dach und Fach machen. Noch ist die Sache nicht ganz entschieden, da ein bringt, sonst fönnten sie ihm unter der Hand wegschwimmen, Theil der Sozialisten die Zeit für zu kurz und die wie dem Gerber die Häute. Einstweilen ist der Heerden Situation auch sonst für zu ungünstig hält. Behält die geist der Kammer freilich noch der beste von der Welt. Die gegentheilige Ansicht die Oberhand, so wird diese Wahl tollgewordenen Hämmel stürmen wie toll hinter den ge- eine gewisse Bedeutung erhalten, indem sie Schlüsse auf die sellschaftsretterischen Leithämmeln her, hören auf teine vermuthlichen Aussichten der bevorstehenden allgemeinen Stimme der Vernunft und dekretiren im Handumdrehen Wahl gestatten wird. alle möglichen Gesetze, die ihnen vorgelegt werden. Nunweit werden sie nicht kommen, die armen nur auf dem Papier beendigten Ministerkrise die Lage In Italien ist, trotz der auf dem Papier, aber auch überaus kritisch. Auf Sizilien hat ein Bauernaufstand stattDie Gruben- Enquête vor der französischen gefunden, welcher der Anfang eines richtigen BauernRammer.*) Man schreibt uns aus Paris unterm frieges( Jacquerie) zu sein scheint. Unser italienischer 13. Dezember: Korrespondent, dessen neuesten Brief wir, Raummangels brachten und von den übrigen Mitgliedern der sozialistischen uns erschütternde Einzelheiten. Die gestern begonnene Debatte über den von Basly einge- halber, erst in nächster Nummer mittheilen tönnen, giebt begonnene Debatte " Ein Lohnschreiber für das Amtsgericht zu Pälitz, Gehalt Ein Bollziehungsbeamter für Bolondowo, Gehalt 360 m., Ein Kopist für das Amtsgericht in Wilsoroff, Gehalt 300 M. feine Benfion. unter" 30 Mart! feine Pension. feine Pension Die Zeitungen, die sich über das Riefengehalt des Aftenhefters entsetzten, können sich also beruhigen, es giebt noch andere Leute, die sogar für Arbeiten, die einen gewissen Grad von Bildung verlangen, ein noch geringeres Gehalt bekommen. Und wieviel Militäranwärter würden mit Freuden die oben gekennzeichneten Stellen annehmen, wenn sie dieselben nur erhielten! Hoch lebe die Freigebigkeit und Humanität der deutschen Staatsbehörden. Erbauliches aus Ostpreußen.( Modernes Helotenthum in Ostpreußen.) Man schreibt uns: " Thür halten muß; die„ gnädigen Herren" ſißen ja warm und er dann einen Thaler " Hämmel. DOW war. Er war darum mehreren " Darlamentarisches. " Fraktion mit unterzeichneten Antrag, betreffend die Einsegung einer Kommission zur Untersuchung des jüngsten Kohlenstreifs, sowie der allgemeinen in den Gruben herrschenden ArbeitsDie Thatsache, daß die sogenannte Sachsengängerei", bedingungen war, so weit wenigstens die Rede des Regierungsd. H. der Wegzug der ländlichen Arbeiter nach dem Westen, wo vertreters, des Arbeitsministers Jonnart, in betracht kommt, Die Wahlprüfungs- Kommiffion beantragt beim Plenum ihnen lohnender Verdienst winkt, in den Ostprovinzen troydem weniger eine Debatte über den vorliegenden Antrag, als eine des Reichstags, 1. die Wahlen der nachstehenden Mitglieder des die agrarischen Pascha's darüber Zeter und Mord schreien, Fortsetzung der Debatte über das Preßgeset. Während Basly, Reichstages für giltig zu erklären, und zwar: 1. von Arnswaldtimmer mehr zunimmt, werden diejenigen, welche die dortigen welcher Präsident des Grubenarbeiter Syndikats von Pas- de- Böhme im 5. hannoverschen Wahlkreise, 2. Buddeberg im Verhältnisse kennen, nur allzu begreiflich finden. In den öst- Calais ist, bei Behandlung seines Antrags fich blos auf That 1. Wahlkreise Königreichs Sachsen, 3. Dr. von Dziembowskilichen Provinzen Preußens herrschen vielfach noch wahrhaft fachen und unanfechtbare Dokumente stüßte und in seiner Rede, Pomian im 8. Wahlkreise Regierungsbezirks Posen, 4. Graf partriarchalische Zustände, von denen die meisten im Reiche" die in ihrer Einfachheit um so niederdrückender für die Gruben von Kanik Bodangen im 2, Wahlkreise Regierungsbezirks teine Ahnung haben. Hier harrt der Sozialdemokratie noch gesellschaften, die Verwaltungsorgane und die Regierung war, Gumbinnen, 5. Loße im 8. Wahlkreise Königreichs Sachsen, ein reiches Arbeitsfeld; freilich ist die Arbeit nicht leicht. Um überhaupt nicht erwähnte, was nicht in striftem Zusammenhang 6. Schmidt( Sachsen) im 15. Wahltreise Königreichs Sachsen, schlimmsten sieht es in Ostpreußen aus, und zwar im Süden mit der Frage gestanden wäre, sprach Herr Jonnart 7. Weidenfeld im 12. Wahlkreise Regierungsbezirks Düsseldorf; dieser Provinz, dem sogenannten Masurenlande, wo die Arbeiter von Kollektivismus, Internationalismus und vom Predigen II. a) die Wahl des Abgeordneten von Colmar im 1. Wahlzum großen Theil noch gewissermaßen als Menschen 2. Klasse des Klassentampfes, von welch letzterem er sagte, daß er fein treise des Regierungsbezirks Bromberg für giltig zu er behandelt werden, wenigstens von den agrarischen Paschas bürger- verbrecherisches und ruchloseres Wort" fenne, was ja von einem klären, b) den Reichskanzler unter Mittheilung des bei den Wahllichen, adligen oder gar gräflichen Geblüts. Wahrhafte Hunger- Schüßling der Débats" und Schwiegersohn des millionenreichen aften befindlichen Protestes zu ersuchen, den Bürgermeister Bager löhne finds, die gezahlt werden: 80 Pf. bis 1 m. täglich nebst Bankiers und Regierungsabgeordneten Aynard nicht verwundern in Czarnikau durch den königl. preußischen Herrn Minister des der obligaten Quantität Schnaps ist schon eine beffere Be- fann. Dabei verlas er aber auch Auszüge aus Beitungen, Innern reftiftziren zu lassen; III. a) die Wahl des Abg. Merzahlung, Weiber und Kinder erhalten bedeutend weniger, ja Broschüren und Neben, die nachweisen sollten, daß die Sozialisten bach im 9. Wahlkreise des Königreichs Sachsen für giltig zu er die Treiber erhalten bei den Jagden ihrer gnädigen Herren nur so thäten, als verdammten sie die anarchistischen Attentate, tlären, b) den Reichstanzler unter Mittheilung des bei den Wahlnur 40-50 Pfennige, natürlich dazu den üblichen Stoff während sie selber Dynamit predigten. Und da er dies nur atten befindlichen Protestes zu ersuchen, über die Richtigkeit der Schnaps", mit dem sie sich ihre erstarrten Glieder erwärmen, glaubhaft machen konnte, wenn er falsch oder unvollständig Proteft behauptungen Beweis erheben und für den Fall ihrer Beund sie müssen sich dabei höchstens noch unterthänigst bedanken, sitirte, fälschte und verstümmelte er die Bitate. Er wahrheitung die Wahlvorsteher in Lichtenberg, Weißenborn, Oberwenn ihnen solch ein ostpreußischer Großmogul eine Ladung that dies in einer um so unverschämteren Weise, als er voraus- bobrißsch, Kleinschirma und Holzhau auf das Unzulässige ihrer Schrot auf den Pelz brennt. Und in was für Wohnungen fezte, daß Niemand die zitirten Artikel, Berichte 2c. kenne oder Handlungsweise hinweisen zu lassen; IV. a) die Wahl des müssen diese modernen Heloten vielfach ihr fümmerliches wenigstens nicht hinlänglich kenne, um ihn gleich der Fälschung Abg. Stephann( Torgau) im ersten Wahlkreise des RegierungsDasein fristen! Wer einmal eine masurische Instfathe" ge- oder Lüge zeihen zu können. Was nachträglich die Angegriffenen bezirks. Merseburg für giltig zu erklären, b) den Reichskanzler sehen hat, und die Lehmhütten der Fellahs" am Nil kennt, oder, beffer gesagt, die Verleumdeten von ihm sagen, das sollte unter Mittheilung des bei den Akten befindlichen Protestes zu der wird kaum einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden ihm gleichgiltig sein, sobald nur einmal der auf die Kammer ersuchen, über die Richtigkeit der Protestbehauptungen, welche herausfinden. Nicht viel herrschaftlicher wird der herrschaft- berechnete Effekt erzielt nicht sich auf das Verhalten des Gemeindevorstehers Schuster in liche" Rutscher behandelt. Fährt der gnädige Herr" zur wenig verblüfft, daß ihm von sozialistischen Theisa und des Wahlvorstandes in Saathain beziehen, Beweis Stadt, um wieder einmal bei Wein und Seft und einem Spiel- Abgeordneten auch einmal ein träftiges:" Sie lügen!" erheben, für den Fall der Bewahrheitung derselben die Gechen Noth zu leiden", da kommt es oft vor, daß der Kutscher Es ist falsch!" entgegenscholl, als er unserm Freunde nannten auf das Unzulässige ihrer Handlung hinweisen zu lassen. stundenlang, ja bis in die späte Nacht hinein bei Wind Gabriel Deville unterschob, daß er in einer Studie über den und Wetter und grimmiger Kälte mit dem Fuhrwert vor der wissenschaftlichen Sozialismus gefagt habe: Das Dynamit und alle ſonſtigen ähnlichen Ueberrebungsprozeduren ſeien Whitel, um Parteinachrichten. fühlen es nicht, wenn draußen der„ Kerl" das ist ein bei die heutige widerspenstige Gesellschaft der fommunistischen Lösung den Herren Befihern sehr beliebter Ausdruck für den Roffe entgegenzuführen." Die Stelle anzugeben, wo sich dieser Say München, das katholische München wird immer s lenker vor Wetter und Frost zittert! Aber wie soll man findet, war diesem Falschmünzer, der anstatt in ein Arbeitsfozialdemokratisch durch feucht". Diese Thatsache die Knechte loben, tommt doch das ergerniß von oben! Wie ministerium in ein Arbeitshaus gehörte, natürlich unmöglich, da ruft den Merger der guten ultramontanen Köln. Voltszeitung" die Glieder, so auch das Haupt!" Vor noch etwa einem Jahre sich weder dieser noch ein ähnlicher Satz in einer der Deville'schen in ganz besonderem Maße hervor. Sie schreibt: hauste da in einem masurischen Kreise ein Landrath, dem die Schriften oder Reden jemals befunden hat. Anstatt sich nun zu München wird immer mehr sozialdemokratisch! So können allzugroße Nähe Rußlands wohl zu Kopfe gestiegen war. entschuldigen und zu bekennen, daß er diese Phrase seinem Vor- die Genossen" jetzt bald mit einem guten Schein von Recht Denn nicht nur, daß er auf offener Landstraße ihm entgegen gänger, dem Sozialistenfreffer Yves Guyot, entlehnt hat, dem ausrufen. Nachdem die bayerische Hauptstadt im Reichstage tommende Fuhrleute, die mit ihren schweren Lastwagen dem Deville erst jüngst( 27. November) in einer Konferenz ein öffent durch zwei Sozialdemokraten, im Landtage wenigstens zum Theil Gestrengen nicht ausweichen konnten, mit der Peitsche trattirte liches Dementi gab, fuhr der Minister der öffentlichen Arbeiten, durch einen Sozialdemokraten( nur die Uneigennüßigkeit der ( übrigens ein in Masuren auch für die ländlichen Arbeiter der nun bald den Titel„ Minister der öffentlichen Fälschungen" Bentrumspartei sicherte den Liberalen in München I den Sieg) beliebtes Buchtmittel), und seinen Kutscher öffentlich ohrfeigte führen wird, in seinen Verdächtigungen, Verleumdungen und vertreten ist, nachdem so eben der erste Sozialdemokrat ins -zur Belohnung, daß er sich's gefallen ließ, erhielt fälschungen fort, erhielt fälschungen fort, für die es um fo weniger eine Ent- Rathhaus eingezogen ist, haben jezt auch die Gewerbegerichtsihm verlesenen Zitate Wahlen einen Sieg, dieser Herr hat es schuldigung giebt, als die von und zwar einen vollen Sieg der auch fertig gebracht, in einem amtlichen Termine auf dem nicht nur ganz oder theilweise gefälscht bez. verstümmelt Sozialdemokraten ergeben. Es handelte sich um die Wahl der Lande einem Dorfschulzen seine Meinung mit einem Lineal sind, sondern auch mit der Enquêtefrage nichts gemein Gewerbetreibenden, also der Arbeitgeber; für die Wahl der beizubringen, so daß der biedere Dorfschulze einen blutigen baben. So fuhr er, nachdem sich die Entrüftung über Arbeitnehmer, welche am nächsten Sonntag stattfindet, ist der Kopf davontrug! Diefer geftrenge Selbstherrscher aller Ma- die an Deville begangene Infamie etwas gelegt hatte, fort: In Sieg der Sozialdemokraten von vornherein nicht zweifelhaft. furen" ist allerdings jetzt aus seinem Reiche versetzt worden; einer Nummer der" Petite République" vom 14 September 1898 Das Gewerbegericht ist jetzt vollständig den Sozialdemokraten er soll zur Belohnung eine Regierungsrathstelle bekommen diesmal präzisirte er lese ich"... und nun verlas er als überantwortet. Dieser Ausgang der Wahl wurde nur durch eine haben. Und wie arbeiterfreundlich die Gesinnung der Geld- Artikel dieses Blattes, was nur ein eingesendetes Schreiben war, beispiellose Lässigkeit und Gleichgiltigkeit vieler Handwerker und prozen auch in manchen Städten Westpreußens ist, geht aus das, wie hier bemerkt werden muß, in die Zeit fiel, in der Gewerbetreibender ermöglicht. Die Sozialisten siegten mit 402 der verbürgten Thatsache hervor, daß fürzlich ein reicher die ganze Bourgeois- Preßmeute, den Wahlfondsbeitrag der deut- gegen 374 Stimmen. Es wird immer schöner in München! Der Hausbesizer in Thorn mehrere harmlose Kanalisationsarbeiter, fchen Genossen zum Vorwand nehmend, die sozialistischen Ab- Meinung sind auch wir und hoffen zugleich, daß die Münchener die auf den Steinfliesen seiner Freitreppe ihr färgliches Mittag- geordneten in der elendeſten Weise angriff und ernstlich verlangte, Genossen dafür sorgen, daß es immer noch schöner wird. brot einnahmen, mit groben Worten fortjagte. Nicht wahr, daß deren Wahl für ungiltig erklärt werden sollte. Sich gegen lieber Leser, es giebt noch recht erbauliche Zustände in dem diesen Feldzug richtend, heißt es uun allerdings in dem Schreiben, Der Parteitag für beide Mecklenburg und Lübeck findet so hoch zivilinirten Preußenlande? Ja, ja; es muß noch wenn auch nur als Schreckschuß: Glaubt mir, treibt die Go- am 1. und 2. Januat 1894 in 2übed statt. Die Tagesordnung mancher reinigende Sturmwind darüberfegen! zialisten nicht zum Aeußersten; es ist besser, in seinem Bette an ist folgende: dem normalen Ende seines Daseins zu sterben, als in mehreren Zum Pariser Sardinenbüchsen- Attentat Was Stüden über sein Dach zu fliegen." Aber der Ehrenmann von Sardinenbüchsen- Attentat"? hören wir die staatsmännisch einem Minister vergaß bei der Verlesung nicht nur zu sagen entrüstete Mannesseelen- Stimme des ewigen Zukunfts- und darum gab er wohl das Datum an, daß das Bitirte Ministers vorwurfsvoll strafend ausrufen was Sardinen- feinem Artikel entnommen ist: vergaß nicht nur anzufuhren, sondern büchsen- Attentat? Es war ja keine Sardinenbüchse es unter welchen Umständen das Schreiben erschienen war, onber 4. Anträge und Wahl des Sizes der Agitationskommiffion. war ein Rochtopf!" Nun, wir wollen uns belehren lassen, auch und und das ist bezeichnend für seine Aufrichtig und Sardinenbüchse oder Rochtopf, das ist ja gehüpft wie feit daß die Redaktion dem Schreiben eine Note beifügte, gesprungen also: zum Pariser Kochtopfs- Attentat feien in der es heißt, daß sie das Schreiben veröffentliche, nicht weil sie etwa die Ansichten des Einsenders theile, sondern weil es heute ein paar charakteristische Thatsachen nachgetragen. ein sehr helles Licht auf den Geisteszustand wirft, in welchen 1. Wie die französischen Ordnungs- und Polizeiblätter eine illoyale Verfolgung unserer Gewählten selbst die ruhigsten ( Deveichen des Bureau Herold.) melden, wußte die Polizei acht Tage vorher, und überlegtesten Menschen versehen würde". Auch diese Infamie Kölu, 16. Dezember. Heute Mittag stürzte an einem Neubau oaß ein Attentat auf die kammer geplant wurde dem" Miniſter der öffentlichen Fälschungen" noch in der eine hohe Brandmauer ein, wodurch 4 Arbeiter schwer verletzt Wissen konnte sie das nur durch einen ihrer Sigung ins Gesicht zurückgeschleudert und zwar von Millerand, wurden. Einer derselben verstarb nach wenigen Minuten. Spigel. Das läßt tief blicken." dem Chefredakteur der Petite République". Noch infamer be- Prag, 16. Dezember. In einem benachbarten Orte stürzte 2. Acht Tage vor dem Attentat, nahm sich der Minister gegen den Reveil du Nord", ein in ein dreistöckiger Neubau ein. Sieben Arbeiter sind tödtlich verwie man sieht zur eine erscheinendes Tageblatt, das gleich der„ Petite République" wundet; acht Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. nämlichen Zeit, wo der Polizei die Anzeige zuging, ließ ganz auf Seite der Arbeiter steht. Aus diesem Blatte zitirte er Brüssel, 16. Dezember. Mehrere Deputirte richteten an den Vaillant- Marchal fich photographiren und schickte sein Bild nämlich einen Artikel, in welchem es, an die Arbeiter gerichtet, Justizminister ein Schreiben, worin er zur Vornahme energischer an Freunde und Zeitungen mit geheimnißvollen u. a. heißt:" Werfet die Dynamitbombe in die Kasernen". Schritte gegen die Anarchisten aufgefordert wird. Andeutungen, daß es bald sehr interessant, und Er hütete sich aber, den darauf folgenden Satz zu lesen, von dem Driginal viel die Rede sein werde. welcher lautet: Das Dynamit, deffen Gebraucht 1922010 Das läßt wiederum tief blicken. Es beweist, daß Vaillant- an preise, ist die sozialistische Idee." Wie schlecht Briefkaffen der Redaktion. Marchal ein größenwahnsinniger Narr ist, der ohne Zweifel muß doch eine Sache beschaffen fein, wenn man zu solchen entweder in den Händen von Spizeln oder selbst Spigel mit der Enquetefrage, nichts mit dem jüngsten Streit der ficherungsamt erscheint wenig aussichtsvoll. Waffen greift! Und dabei haben alle diese Zitate absolut nichts H. B., Wienerftr. Ein Rekurs an das Reichs Verwar. Daß solche Berrückte, deren die Polizei sich bedient, Grubenarbeiter, nichts mit deren Arbeitsbedingungen zu thun. Berkhahn. Die Versammlungsberichte der Diskutirklubs mitunter rollenwidrige Seitensprünge machen, und daß Explo: Darum handelt es sich aber allem Anscheine nach auch gar nicht, und der Landsmannschaften können, bei dem beschränkten Raum fionen nicht immer ganz programmmäßig verlaufen, das sondern nur um die Fruftifizirung des anarchistischen Attentats. der uns zur Verfügung steht, nur veröffentlicht werden, wenn haben wir ja an Ravachol gesehen. Wie es aber nicht gelang, durch die im vorigen Jahre verübten wichtige Sachen zur Verhandlung stehen. 3. Die gefüllte Sardinenbüchse, Verzeihung: der gefüllte anarchistischen Attentate die sozialistische Bewegung zu schädigen W. E., Barel. A. Fuhrmann, Berlin N., Passage, Rochtopf platte, infolge einer Ungeschicklichkeit des Werfers, Beweis: die Zahl der sozialistischen Abgeordneten wird es 2. der mit der ausholenden Hand anties, unmittelbar nach auch nicht mit dem neuen Attentat gelingen. Mögen die Herren Der Abschnellung. Wäre in dem Kochtopf oder der Sardinen noch so pfiffige Reden halten und die Sozialisten noch so sehr büchse Tynamit oder irgend ein anderer starker Spreng Wirbelwind und trod'ner Roth- Laß sie dreh'n und stäuben. Spreng- zu beschmuzen ſuchen, es wird ihnen alles nichts nügen stoff gewesen, so wäre der Werfer nebst ben ihm zunächst Stehenden oder Sigenden unfehlbar in Stüde ge-*) Wir drucken mit Rücksicht auf das große Interesse diese stattfand. Der Name rührt daher, daß die Aufständigen sich issen worden. Er erhielt aber nur ein paar leichte Rorrespondenz ohne Kürzung ab, obgleich wir den Stoff fchon Jacques le Bonhomme( ipr. fchad le bonnomm) nannten, d. h. Schrammen und überhaupt niemand wurde schwer, oder in unserer politischen Uebersicht behandelt haben. D. St. d.„ B." I der gute Jakob oder Jakob Gutfreund UG 10 a r. " " " " 1. Abrechnung der einzelnen Wahlkreise durch die Bertrauens leute, sowie allgemeiner Raffenbericht; 2. Bericht der Agitationstommission; 18. Drganisation und Agitation; tamil globA Anfragen find zu richten an: B. Effinger, Lübeck, Hundestr. 20. -sibro Depeschen. Eingang. siff C. M., Spandau. Nein; er kann als Stiefvater die Zinsen des Geldes seiner Stieftinder nicht für sich verwenden. *) Jaquerie( franz. sprich schackrih) ist der Name des großen französischen Bauerntrieges, der schon lange vor dem deutschen Für den Inhalt des Injerate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keiner Verantwortung Theater. Sonntag, den 16. Dezember.. American- Theater. Heute zum 61. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! 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Dezember 1893. öden Vergangenheit Schweißes! 10. Jahrg. am auch eine Aufgabe süßen rühmten Verbrechermustern hatte sie erst noch die Küche verunreinigt. Die Thür der Wohnung, die mit einem Schubschloß Die Junungen schmachten unter der ehernen Zuchtruthe der Polizei angezeigt worden. Gerade in der letzten Zeit sind der Sozialdemokratie. Dies wurde fürzlich in einer Versamm mehrere solcher Spezialdiebstähle bei der Kriminalpolizei gemeldet versehen ist, wurde von ihr einfach aufgelassen. Die Affaire ist lung der Berliner Schlächterinnung anschaulich dargelegt. In mehrere solcher Spezialdiebstähle bei der Kriminalpolizei gemeldet worden. Aus der Mittheilung geht leider nicht hervor, ob die derselben stand der Ankauf eines größeren Grundstücks in der Frankfurterstraße zur Frage, das nach erfolgtem Umbau als" Person", die die liebevolle Gastfreundschaft der beiden Samariter so Innungshaus benutzt und überdies natürlich auch als Vereins schnöde entgolten hat, männlichen oder weiblichen Gelokal öffentlich vergeben werden sollte. Die Innung nahm jedoch schlechts war. Die bekannte Straffache gegen den Rechtsanwalt von dem Ankauf des Grundstücks Abstand, nachdem in eindringlichen Worten auf die Bäckerinnung hingewiesen worden war, Dr. Moll hat einen tragischen Abschluß gefunden. die sich durch Aufführung der Germaniasäle von den Sozial- Dr. Moll ist bekanntlich vor ca. 9 Monaten vom Schwurgericht demokraten abhängig gemacht habe! Es war eben eine Innung, hiesigen Landgerichts I wegen wissentlichen Meineids die sich von solchen Erwägungen leiten ließ und das sagt alles. zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt worden, nachdem ursprünglich ein Verfahren wegen fahrlässigen Meineides eingeDie Klagen über die Nuzulänglichkeit von Räumen für leitet und die Staatsanwaltschaft selbst die Einstellung des Verdas Gewerbegericht im Hause Stralauerstr. 3-6 sollen endlich fabrens beantragt hatte. Die gegen das schwurgerichtliche Urberücksichtigt werden. Der Magistrat hat beschlossen, dem Ge- theil eingelegte Revision ist vom Reichsgericht zurückricht die durch den Umzug der Kirchen- und Schulabtheilung im gewiesen worden, Dr. Moll erhielt aber Strafaufschub, weil sein Röllnischen Rathhaus freiwerdenden Räume zu überweisen, wozu Bertheidiger Dr. Sello die Wiederaufnahme des Verfahrens dann noch die jetzt vom Stadtausschuß für Berlin benutzten betrieb. Auf grund einer großen Reihe neuer Beweise, welche Dem Stadtausschuß werden im Hause Dr. Sello durch unsägliche Mühe zusammengebracht hatte, hatte Wolkenmarkt 1 die nöthigen Zimmer überwiesen werden. Die die 5. Straffammer vor kurzem beschlossen, daß dem Antrage auf Räumlichkeiten treten. Gewerbedeputation wird die vom Gewerbegericht in der Wiederaufnahme stattzugeben sei. Gegen diesen Beschluß hatte Stralauerstraße bisher benutten Räume im ersten Stockwerk die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt, welche übernehmen. Donnerstag durch das Kammergericht geprüft worden ist. Die Durch Arbeitslosigkeit und Krankheit in den Tod ge: Entscheidung fiel au Ungunsten des Dr. Moll aus, indem trieben worden ist der in der Proskauerstraße wohnende Metall- das Kammergericht den Beschluß der 5. Straftammer aufhob arbeiter Hegener. Er war durch andauernde Krankheit und und den Wiederaufnahme- Antrag zurückwies. Am Freitag Arbeitslosigkeit in feinen petuniären Verhältnissen derartig zurück- Morgen 6 Uhr fand nun der Wärter den Dr. Moll in seiner gekommen, daß er nicht mehr imstande war, die Miethe zu zahlen Belle im hiesigen Untersuchungs- Gefängniß schwer röchelnd vor und damit bereits längere Zeit im Rückstande war. Infolge und es ergab sich bald, daß sich derselbe durch Morphium verdessen war nun der bedauernswerthe Mann vom Hauswirth auf giftet hatte. Zwei Heildiener und der Gefängnißarzt pumpten Räumung der Wohnung verklagt worden und am Donnerstag dem Kranken den Magen aus und machten mehrere Stunden Vormittag sollte er ermittirt werden. Er hatte es aber nicht hindurch Versuche, die Wirkungen des Giftes aufzuheben. Es erst so weit kommen lassen und sich noch vor Ankunft des Gerichts- gelang nicht; gegen 11 Uhr war Dr. Moll eine Leiche. vollziehers in Abwesenheit seiner Familie in der Stube am Zu dem Aufsehen erregenden Selbstmord wird weiter noch Spiegelhaken erhängt. Als der Gerichtsvollzieher die Wohnung mitgetheilt: Die Leiche des früheren Rechtsanwalts Dr. Moll ist öffnen ließ, fand er den Unglücklichen bereits todt vor; alle an- aus dem Untersuchungsgefängniß nach dem Zeichenschauhauſe gestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Auf dem übergeführt worden und wird nach Erledigung der vorTische lag ein mit Bleinist beschriebener Zettel, auf welchem die geschriebenen Formalien der Familie überantwortet werden. Worte standen:„ Liebe Marie, verzeihe mir, aber es ist so besser Bur Richtigstellung unserer ersten Nachricht über den Selbſt= für Euch alle. Julius." mord des Dr. M. mag hervorgehoben werden, daß derselbe nicht schon Donnerstag Abends 6 Uhr, sondern erst Freitag früh 6 Uhr Eine neue Polizeiverordnung, die auf dem handels- mit dem Tode kämpfend in seiner Belle vorgefunden wurde. Die gewerblichen Gebiete eine Umwälzung mit sich bringen wird, ist Versuche, ihn zum Leben zurückzubringen, sind außerordentlich in Sicht. Es handelt sich um eine Abänderung der Bestimmungen eifrige gewesen, schienen auch vorübergehend Erfolg zu verfür Wildhändler und Schlächter, bei denen viele Waaren noch sprechen, mußten aber schließlich doch aufgegeben werden. Dem nach der Stückzahl verkauft werden. Dies ist fast ausschließlich Bernehmen nach ist der Tod infolge des Genusses einer zu bei wilden und zahmen Geflügelarten der Fall. Ausnahmen starken Dosis Morphium erfolgt. Die Vermuthung, daß das bilden eigentlich nur die Gänse, während Buten, Enten, Hühner, Gift dem Berstorbenen auf dem Wege zum UntersuchungsLauben, Rebhühner, Fasanen, Krammetsvögel, Schnepfen u. f. w., richter unbemerkt zugesteckt sein könnte, trifft nicht zu, es scheint nach der Stückzahl gehandelt werden. Ebenso verhält es sich mit vielmehr, als hätte Dr. Moll das Mittel schon bei sich geführt, Echlächtern werden noch die kleineren Wurstarten( Jauersche, plögliche, ganz unerwartete Berbiaffen seines letzten Hoffnungs Hafen und einem Theil des Wildfleisches( Rehfeulen). Bei den als er in das Untersuchungsgefängniß abgeliefert wurde. Das Wiener Würste u. s. w. nach der Zahl abgegeben. Dies soll schimmers hat ihn zu der verzweifelten That getrieben. fünftig fortfallen, so daß die Hausfrauen alles nur nach dem Gewicht bezahlen werden. Bezüglich der Eier dagegen wird der Verkauf nach der Stückzahl beibehalten werden. Von der Lokomotive zermalmt. Ein entfehlicher Unglücksfall, der den sofortigen Tod eines Menschen zur Folge hatte, ereignete fich vorgestern Abend an der Warschauerbrücke. Ein bei der Stadt- und Ringbahn beschäftigter Maschinenmeister Tschek wollte sich vorgestern Abend nach Beendigung seines Dienstes vom SchlesiSterbefälle in Berlin im Jahre 1891. Die Zahl der im Jahre 1891 in Berlin Gestorbenen( einschließlich der Todt geborenen) war 34 949, und zwar 19 531 männliche und 16 418 weibliche Personen, gleich 21,82 pro Mille der Bevölkerung ( d. h. auf je 1000 Personen der Bevölkerung famen rund 22 Gestorbene). Die Sterblichkeitsgiffer ist seit einer längeren Reihe von Jahren, abgesehen von einzelnen, nicht unbedeutenden Schwankungen, im allgemeinen immer weiter herabgegangen und Faite mit 1888( 21,49 pro Mille der Bevölkerung) bereits den 1889 war sie dann wieder um ein Beträchtliches gestiegen( auf tieiſten Stand dieses ganzen Jahrhunderts erreicht. Im Jahre 24,18 pro Mille), aber in den folgenden beiden Jahren ist fi wiederum gesunken und zwar so weit, daß das Jahr 1891 bei nahe wieder das günstige Verhältniß von 1888 erreicht hat und die zweite Stelle im ganzen Jahrhundert einnimmt.+253 Statinische Jahrbuch der Stadt Berlin" weist jedoch in seinem neuesten Jahrgange ebenso wie in mehreren früheren non neuem darauf hin, daß das Herabgehen der Sterblichkeitssiffer sich aum großen Theile aus dem Niedergange der Geburtenziffer erklärt, deren Stand z. B. im Jahre 1890 ebenfalls zu den tiefsten dieses Jahr hunderts gehörte.( Vgl. Vorwärts", Nr. 283.) Ueberdies, so fagt das Jahrbuch", müffe die Bevölkerung großerStädte infolge des maffen buften Zuzuges von Personen der kräftigsten Altersklassen eigent. lich eine unternormale Sterblichkeit aufweisen. Die aus der Sterblichkeitstafel abgeleitete Sterblichkeitsziffer stelle sich für Berlin thatsächlich höher, und wenn man das Herabgehen der Geburtenziffer gebührend berücksichtige, ergebe ich, daß das Herabgchen der Sterblichkeitsziffer zum mindesten immer mehr nachlaffe. Die Vertheilung der Sterbefälle auf die einzelnen Monate des Jahres wird im Sommer durch die erhöhte Sterb. lichkeit der Kinder, im Winter durch die erhöhte Sterblichreit gewisser Altersklassen der Erwachsenen beeintußt. Im Jahre 1891 starben von Kindern unter 1 Jahr die meisten im Juli, Auguft und September( pro Tag durchschnittlich 35-56), allen übrigen Personen die meisten im Dezember( pro Tag durch schnittlich 82), im November( pro Tag 76) und nächst dem im Januar bis Mai( pro Tag zwischen 58 bis 54). In den ein zelnen Stadttheilen war das Verhältniß der Sterblichkeitsgiffer zur Bevölkerung( für 1890 und 91 zusammen berechnet) wieder, wie in den Borjahren, sehr verschieden. 63 starben pro Mille der Bevölkerung: in Friedrichstadt 12,34, Friedrich- und Schöneberger Borstadt 15,20, Berlin Cöln Dorotheen: stadt 16,09, Luisenstadt diesseits des Kanals mit Neu Cöln 16,72, Friedrich und Tempelhofer Borstadt 19,17, Spandauer Viertel 22,15, Friedrich- Wilhelmstadt, Thiergarten 29,69, Luisenstadt jenseits des Kanals, westlich 22,66, Rosenthaler Vorstadt, südlich 23,53, Stralauer Viertel, westlich 23,56, Oranienburger Borstadt Ueber den Geschäftsbetrieb an den lezten beiden 24,39, Luisenstadt jenseits des Kanals, östlich 25,86, Stralauer Sonntagen des Jahres, dem 24. und 31. Dezember, ist Biertel, östlich 26,40, Rosenthaler Borstadt, nördlich 27,87, nunmehr durch ministerielle Verfügung endgiltig entschieden schen Bahnhof aus nach seiner Wohnung begeben. Er benutte Königs Viertel 28,00, Wedding 28,72. Die Reihenfolge der worden. Die Minister für Handel und Gewerbe, des Innern den Weg auf dem Bahngeleise entlang nach der Warschauerbrücke Staditheile geht wiederum im allgemeinen parallel der Abnahme und der geistlichen 2c. Angelegenheiten haben die Regierungszu, als plöglich eine Rangirmafchine angefahren kam und den des Wohlstandes der Bevölkerung. Je größer der Wohlstand, präsidenten ermächtigt, den Geschäftsverkehr in offenen Verkaufs. erfaßte und buchstäblich zermalmte. Die gräßlich verstümmelte defto geringer die Sterblichkeit, je geringer der Wohlstand, desto stellen an den fraglichen Tagen im Falle des Bedürfnisses bis Leiche wurde sofort nach dem Obduktionshaus geschafft. Der größer die Sterblichkeit, eine längst bekannte Regel, die nicht spätestens 7 Uhr Nachmittags freizugeben. Der Geschäftsbetrieb Aermste hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder. nur für Berlin, sondern auch für alle anderen Groß- und In- darf indessen die Dauer von 10 Stunden nicht überschreiten; auch dustriestädte nachweisbar ist, di: auch in jedem Jahre auss neue müssen die Geschäfte während der Hauptgottesdienste geschlossen Zum Gharitee- Boykott. Als Ergänzung zu einer bereits Eestätigt wird und auf die eben deshalb in jedem Jahre sein. Diese ministerielle Ermächtigung bezieht sich auch auf früher gebrachten Mittheilung theilen wir auf Wunsch der beauf's neue hingewiesen werden muß. Die Verschiedenheit der diejenigen Orte, in denen schon an sechs Sonntagen des laufen- treffenden Interessen mit, daß die Orts- Krankenkasse der HandSterblichkeit in den einzelnen Stadttheilen wird allerdings zum den Kalenderjahres eine erweiterte Beschäftigungszeit gestattet schuhmacher sich bereits am 2. Oktober dem Charitee Boykott Theil durch die Kindersterblichkeit bedingt, die in den ärmeren worden ist. angeschlossen hat. Stadttheilen am meisten ins Gewicht fällt, weil hier mehr Kinder geboren werden und doppelt mehr Kinder sterben. Aber wenn Unsere Mittheilungen über Mißhandlungen verGegen die Juhaber eines hiesigen großen Patent- meintlich und wirklich Geistestranter in man die gestorbenen Kinder unter 1 Jahr abrechnet, so ergiebt bureaus, soll, wie wir zuverlässig erfahren, die strafrechtliche Privat- Irrenanstalten haben zu man die gestorbenen Kinder unter 1 Jahr abrechnet, so ergiebt einer amtlichen fich für das Anfteigen der Sterblichkeitsgiffer fast genau dieselb. Verfolgung wegen Betrug und Unterschlagung zc. eingeleitet sein. Recherche nach dem Maß von Mißhandlungen geführt. Anlaß Reihenfolge der Stadttheile, und besonders wird unter den Es soll sich um eine ganz beispiellose Ausbeutung von Erfindern Stadttheilen mit ungünstiger Ziffer fein eigentlich reicher Stadt- bandeln. Hatte beispielsweise Jemand eine herzlich unbedeutende hierzu scheint erst der Umstand gegeben zu haben, daß in der von uns neulich mitgetheilten Gerichtsverhandlung zu theil, unter denen mit günstiger Biffer fein eigentliches Arbeiter- oder nie zu verwerthende Erfindung gemacht, so waren die InDüren von der Staatsanwaltschaft und vom Gericht viertel gefunden. Sollte das Zufall sein? haber des Patentbureaus stets des Lobes voll über das epocheähnliche Mißhandlungen wie die an uns mitgetheilten machende Ereigniß und veranlaßten den glücklichen Entdecker, in Ein geradezu wahnsinniger Luxus wird von vielen allen Ländern doch die Patente nachsuchen zu lassen, was ihnen für erwiesen erachtet und demgemäß auch die Reformbedürftigkeit Frauen und Mädchen der Bourgeoisie in Toilettemitteln und natürlich große Summen im Verdienen brachte. Außerdem haben der gesammten Frrengesetzgebung anerkannt wurde. Immerhin Toilettegegenständen getrieben. Eine Probe davon bietet die sich die Angeschuldigten, wie es heißt, aber auch mehrere Ver- ist damit vorläufig dem Zweck unserer Veröffentlichungen näher neueste illustrirte„ Weihnachts- Preisliste" des biesigen Parfumerie gehen wie Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung schuldig getreten. Viele an uns in dieser Angelegenheit gerichtete Bu schriften beweisen, daß leider solche Mißhandlungen durchaus nicht fabrikanten Lohse. Man kann darin unter anderem finden: macht. vereinzelt vorkommen. Selbstverständlich werden wir nur diejenigen eine Flasche Parfum zu sechsunddreißig Mart, ein Topf Schminke zu vierzig Mart, ein Stück Seife zu fünf Von der Direktion des Admiralsgartenbad erhalten Fälle der Behörde auf deren Recherche hin unterbreiten, deren und einer halben Mart u. f. w. Um den Preis eines ein- mir zu den in Nr. 294 gebrachten Mittheilungen folgende Be- Mittheilung möglich ist, ohne endlich die der Pein Entronnenen in zigen Stückes solcher Seife als Lohn zu verdienen, muß manche neue Verlegenheiten zu bringen. Durchaus verkehrt war aber richtigung. Arbeiterin die Mühen von sechs Arbeitstagen auf sich nehmen, Auf die jüngste Veröffentlichung erwidern wir, daß in unfern die Annahme, daß allein durch strafrechtliche Verfolgung in einDie Haupt und sie hat dann für sieben Tage nicht mehr zu ihrem gesammten sämmtlichen Anstalten alle Besucher, ob dieselben Mitglieder von zelnen Fällen Abhülfe geschaffen werden könne. Lebensunterhalt, als manches Bourgeoistöchterchen in weniger Krankenkassen sind oder nicht, auf die gleiche zuvorkommende ursache für Mißhandlungen in Privatanstalten liegt darin, daß an Raum, Aerzte- und Wärterpersonal als fieben Tagen für das Waschen ihrer von feiner Arbeit Behandlung und Bedienung Anspruch haben und solche in aus- Privatanstalten So fostet in schmutzig werdenden Hände braucht. Um eine Flasche Parfum gedehntem Maße erhalten, es ist dies allen Badegasten ohne aus Liebe zum Gewinn zu sparen suchen. oder einen Topf Schminke der oben bezeichneten Art zu kaufen, unterschied bekannt; auch sorgt jeder schon dafür, daß seinen einer Privat- Frrenanstalt in der Nähe Berlins der monatliche müßte selbst ein Arbeiter, den man schon zu den gut bezahlten Wünschen nach allen Richtungen hin Genüge geschieht. Be- Aufenthalt eines Kranten in Pension erster Klasse 400 M. Die müßte selbst ein Arbeiter, den man schon zu den gut bezahlten schwerden über nicht ordnungsgemäße Behandlung, sind uns Anstalt besuchen 400-500 meist ständiger Hilfe bedürftige rechnet, mehr als eine ganze Woche arbeiten. Angesichts solcher weder mündlich noch schriftlich seitens Mitgliedern von Kranken- Patienten. Und trotzdem sind nur 2 bis 4 Aerzte für diese Thatsachen erweist sich alle Wohlthätigkeit" der Bourgeoisie, tassen geworden; im Gegentheil wird das Römische Bad zweiter Patienten thätig. Uebrigens soll infolge unserer Veröffentdie fich gerade um die Weihnachtszeit mit aufdringlichster Reflame in den Vordergrund drängt, als eitel Humbug. Es laffe, wie ja der Verfasser qu. Artikels eingangs felbft erklärt, lichungen die Behandlung in einigen Privat- Frrenanstalten eine macht sich wirklich sehr hübsch, wenn der Herr Kommerzienrath mit Vorliebe von den Mitgliedern der Krankenkassen besucht, beffere geworden und das Aerztepersonal verstärkt sein. für die Weihnachtsbefcheerung von vielleicht 1000 Kindern seines was ja auch aus der von Jahr zu Jahr steigernden Frequenz- Als ehrlichen Spizbuben" bezeichnet sich ein Mann, der Bezirks 100 M. spendet und dann seiner Frau Gemahlin oder differ dieser Abtheilung hervorgeht. an einem der letzten Vormittage aus dem Wartezimmer des seinem Fräulein Tochter unter anderem eine kleine Kollektion nicht nach dem Gebrauch gewaschen, sondern nur besprengt und wendet hatte, in dessen Tasche Obstmesser steckten. Am nächsten Die gleichzeitig vorgebrachte Behauptung, daß Badewäsche Dr. med. Goldschmidt, Anhaltstr. 11, einen Ueberzieher entvon, fagen wir: 1/2 Duhend Fläschchen Parfüm, 3 Töpfen geglättet wird, ist ebenso, wie diejenige über den Mangel an Morgen lief bei dem Beitohlenen vom Postamt 12 ein unfrantirtes Schminke und 1 Dugend Seifen zum Gesammtpreise von nur wäsche eine dreiste Unwahrheit. 400 M. auf den Weihnachtstisch stellt. Wir stellen es allen Vorstanden von Krankenkassen anheim, Recht charakteristisch für den vorsintfluthlichen Geist, der jederzeit von der ordnung- und sachgemäßen Behandlung ihrer in der„ Wossischen Beitung" herrscht, sind die Gegenstände, Mitglieder, sowie der peinlichsten Sauberkeit unserer Anstalten welche in der heutigen Sonntagsbeilage dieser Zeitung behandelt und der zu benutzenden Wäsche fich zu überzeugen. werden: Die legte Herzogin von Lothringen eine Tochter der Aus dem Landwehrkanal gezogen wurde vorgestern VorNikolai über Weimar im Jahre 1773. Theophrastus mittag um 9 Uhr die Leiche eines 40jährigen Mannes, der einen Ein Jugendfreund Friedrichs des Großen. Die" Boff. 3tg." ist die älteste und reichste Zeitung Berlins, grauen Backen- und Schnurrbart trug. Es scheint sich um einen sie ist das Organ der sattesten Berliner Grundbesitzer, Rentiers, jeglichen Anhalts nicht feststellen lassen. Die Bekleidung bestand sie ist das Organ der sattesten Berliner Grundbesitzer, Rentiers, Selbstmord zu handeln. Die Persönlichkeit hat sich mangels Bantiers und hoher Staatsbeamten. Theilnahmlos steht diese aus einem grau und braun farrirten Jaquetanzug und Schaft ist gestern in Weißensee verhaftet worden. Eine aus Knaben bestehende gefährliche Diebesbande Zeitung den großen sozialen Bewegungen gegenüber, die Schon seit langer dürftigen und oberflächlich freisinnigen Nachrichten, welche sie stiefeln. Die Leiche wurde dem Schauhause zugeführt. Zeit wurden in der Umgebung Berlins, wie auch in der Hauptzuweilen über soziale Fragen bringt, reichen gerade hin, um die Um nahezu 300 Mark gefleddert und noch dazu in stadt zahlreiche Zinkdiebstähle ausgeführt; die Diebe entkleideten Besitzenden und Wohlhabenden in angenehmem Dunkel über die ihrer eigenen Wohnung wurden, wie verschiedene Blätter berichten, nicht nur Figuren ihrer Umhüllung, sie entfernten die Dachrinnen, wichtigsten Aufgaben der Zeit zu lassen und die Gleichgiltigkeit in der Nacht zum Mittwoch zwei junge Männer, welche eine sich deckten Bintdächer ab und gingen hierbei mit solcher Sicherheit des im Ueberfluß badenden Reichthums gegen die trostlose ihnen zugefellende Person beherbergten. Die beiden Männer waren vor, daß alle Nachforschungen nach den Thätern erfolglos blieben. Armuth dauernd aufrecht zu erhalten. faum eingeschlafen, als die Person sich an eine Durchsuchung Vorgestern sah der Gendarm Krüger in Weißensee den 16jährigen Un Stelle der Wahrheit über die Gegenwart versorgt von Kleidungsstücken gemacht haben muß und nachdem sie die Sohn des Arbeiters P., Wörtherstraße wohnhaft, sowie den dieses Blatt feine Leser mit einschläferndem Klatsch aus einer reiche Beute gefunden, lautlos die Wohnung verließ. Nach be- 14jährigen Sohn des Schuhmachers E., Lothringerstraße wohn- Liselotte. Paracelsus. Packet ein, das die Obstmesser und ein Begleitschreiben enthielt. Der Dieb schickte die Obstmesser als ehrlicher Spizbube zurück udwig an der Ecke der Alexandrinen- und Sebastianstraße für und fügte hinzu, daß er den Ueberzieher bei dem Pfandleiher 6 M. verpfändet habe. Das Schreiben trug die Unterschrift Haase". Die Polizei ermittelte nun, daß bei Ludwig auf den Namen eines Malers ein Ueberzieher verpfändet, aber schon wieder abgeholt worden war. Dem Dieb scheint die Ehrlichkeit leid geworden zu sein. bajt, Binfrinnen auf einem Wagen transportiren. Er nahm die straße 118 infolge eines Fehltritts zur Erde und erlitt so schwere Beuge: Sie sollen es auch nicht thun, aber natürlich wird etwas beiden Knaben fest, welche das Geständniß ablegten, mit ihren Verlegungen am Auge und an der Stirn, daß ihre Ueberführung Schlimmes nicht darin gesehen. Präsident: Wie lange find Si beiden je 13 Jahre zählenden Brüdern gemeinschaftlich schon nach dem Elisabeth- Krantenhause erforderlich wurde. Im Laufe im Dienst? Beuge: Seit 26 Jahren. 14 Jahre war ich Schaffner, lange Zeit hindurch die Zinkdiebstähle betrieben zu haben. Als des Tages fanden sieben Brände statt. seit 12 Jahren bin ich Zugführer. Käufer der gestohlenen Sachen bezeichneten sie eine Frau Jäger und einen Arbeiter Jifowst, bei denen gelegentlich der gestern vorgenommenen Haussuchung eine große Menge gestohlenen Metalles aufgefunden wurde. Die Spitzbuben, sowie die Hehler wurden sofort verhaftet und nach dem Untersuchungsa gefängniß in Moabit überführt. Gerichts- Beitung. Leute. Zeuge Polizei- Inspektor Syler aus Mühlheim a. Ruhr gieb dem Angeklagten Biehhändler Philipps ein gutes Leumundszeugniß, er halte ihn für einen anständigen Menschen. Er sei nicht besonders hell( Heiterkeit), dabei etwas starrköpfig. Er Landesverraths- Prozeß. Leipzig, 16. Dezbr. Heute Vor- tenne auch die andern Mühlheimer Viehhändler alle, er wisse mittag 9 Uhr ergriff zunächst der Vertheidiger, R.-A. Butler, das nichts Nachtheiliges von ihnen, Michel Meyer fei etwas Ausgewiesen aus Berlin ist am 15. Dezember der ruffische Wort: Er betonte, daß er unserer Marine eine scharfe Waffe bullerig"( Große Heiterkeit), etwas massiv, aber sonst rechtUnterthan Tischler Kaminsky. Derfelbe ist in Preußen( Lauten- wünsche, daß aber das Gesetz vom 3. Juli d. J. diesen Zweck nicht schaffen. Die Viehändler seien überhaupt auch brave fleißige burg in Westpreußen) geboren, lebt seit 1874 ununterbrochen in erfülle. Seiner Auffassung nach beziehe sich§ 3 des Gesetzes nur Berlin, hat 9 Kinder, von denen eins an einen Preußen ver- auf fremde Schriften 2c., die sich jemand verschaffe, nicht schwört, daß er mit im Roupee geseffen habe, als ein Schaffner Zeuge Milchhändler von Zeuge Milchhändler von Lohr aus Mühlheim a. Ruhr bevon Zohr au heirathet ist und ein Sohn in diesem Jahre zur Militär- aber auf solche, die er selbst anfertige, er selbst anfertige, ferner nicht stellung in Preußen beordert war. Er ernährt noch auf die Kenntniß unbeweglicher, fondern nur die beweglicher den Angeklagten Mendel direkt zum Billetunterschleif verleitete. feine alte, gebrechliche Mutter. Seit 1874 ist ihm Gegenstände, sodaß also die Kenntnißnahme von der physikalischen Er war fünf Jahre mit dem Angeklagten Strauß bekannt, es von Jahr zu Jahr der Aufenthalt in Berlin, zuletzt Beschaffenheit des Landes, des Fahrwassers zc. auszuscheiden ist ihm nie bekannt geworden, daß Strauß Billetunterschleife gebis zum 3. Dezember 1893, gestattet worden. Nachdem habe. Er wolle damit allerdings nicht befürworten, daß die An- macht hat. er abermals am 20. November um fernere Gestattung des Auf- geklagten straflos ausgehen sollen, als Deutscher könne er dies Zeugin Willkom, Besizerin eines Gasthofes in Hamburg, enthalts eingekommen war, wurde er am 15. Dezember Abends nicht wünschen. Aber vollständig ausreichend seien die Be- bekundet, daß der Angeklagte Mary stets Abends in Hamburg 10 Uhr von der Polizei auf das Polizeibureau, von dort Nachts Stimmungen des Strafgesetzbuches über den versuchten Landes: angekommen sei. Martens hatte ausgesagt, er hätte ihn in mittels grünen Wagens nach dem Polizeipräsidium am Alexander- verrath(§§ 92 und 93). Das Interesse, welches seine Klienten einem Nachtzuge angetroffen und bei dieser Fahrt habe er ein play gebracht. Dort wurde ihm am Morgen des 16. Dezember er- an der Anwendung dieser Bestimmungen hätten, liege Fahrscheinheft behalten. öffnet, daß ihm als Ausländer, welchem ein gesetzlicher Anspruch auf der Hand da der§ 92 mildernde Umstände und Zeuge Packmeister Bickhölzer bekundet, Martens habe in auf Geftattung des Aufenthalts in dem Gebiete des preußischen Feftungshaft zulasse. Wenn der§ 92 Anwendung finde, so einer Wirthschaft einmal mit großen Nebeneinnahmen renommirt Staats nichts zufteht, der Aufenthalt in Berlin und dem werde nur auf Festungshaft erkannt werden können. Wenn und in einer Nacht wollte er einmal 60 m. verdient haben. preußischen Staatsgebiete von Landespolizeiwegen nicht gestattet auch der Reichsanwalt den verbrecherischen Willen als besonders Im übrigen giebt er den Schaffnern Wiese, Remmert werden könne und daß er daher aufgefordert werde, innerhalb stark bezeichnet habe, so habe er doch anerkannt, daß die Ange- und anderen ein gutes Leumundszeugniß. Ueber das Annehmen 8 Tagen das Gebiet des preußischen Staats zu verlassen" flagten nicht zu den mauvais sujets gehören, die aus Geldgier von Trinkgeldern befragt, erklärt Zeuge, nach der gedruckt vorWeshalb mußte diese fonderbare Weihnachtsfreude dem armen und niedriger Gesinnung handeln und deshalb ins Zuchthaus liegenden Instruktion sei das Trinkgeldnehmen verboten. Ein Familienvater mitten in der Nacht verkündet werden. Sollte gehören. Es verdiene auch die Frage Erwähnung, ob nicht der liebenswürdiges Trinkgeld" werde aber von den Schaffnern vielleicht die preußische Regierung annehmen, durch ein der$ 3 des neuen Gefeßes mildernde Umstände zulasse, da im§ 1 meistens doch angenommen. artiges nicht mehr vereinzeltes Vorgehen Vortheile für sich bei solche zugelassen seien. Die Höhe des beantragten Strafmaßes dem ruffischen Handelsvertrag herauszuschlagen, Freunde für halte er für exorbitant: zu berücksichtigen sei, daß die Reise der ruffische Manieren zu werben oder die Ideen des„ chriftlichen Angeklagten bereits geplant war, ehe dieses Gesetz erlassen wurde. Staates" der Verwirklichung nahe zu bringen? Kaminsky ist Er beantrage in erster Linie Festungshaft, eventuell nach§ 3 unbestraft in politischen Sachen nach keiner Richtung hin auf das niedrigste Strafmaß. getreten, als arbeitsamer Tischler in seiner Gegend allgemein be liebt, Vermögen befißt er bei seiner zahlreicher Familie nicht. bekannt gebliebener Gauner den bekannten Schwindel, daß er auf einem angeblich von der Hand des Grünframhändlers beschriebenen Bettel die Ueberweisung von acht Mart durch den Vorzeiger forderte. Die Frau schöpfte jedoch Verdacht und ersuchte den Unbekannten, auf einige Augenblicke zu warten. Der Schwindler mochte jedoch Lunte gerochen haben und zog es daher vor, zu verduften. Durch einen brutalen leberfall auf zwei junge Mädchen aus Berlin wird unfere Nachbarkolonie Schönholz seit dem vorigen Sonntage in Aufregung erhalten. Am gedachten Tage waren zwei Mädchen aus Berlin in Schönholz anwesend und tehrten Abends noch beim Gastwirth Liebergall ein, um rubig ein Glas Bier zu trinken. Kurz, nachdem sie das Lokal verlassen hatten, wurden sie von einem Schönholzer Einwohner überfallen Der Angeklagte Degouy appellirte in seinem Schlußworte für sich und noch mehr für seinen Genossen an die Nachsicht des höchsten Gerichtshofes. Delguen auf 4 Jahre Feftungshaft. Die Urtelsgründe sind uns Das Gericht erkannte hierauf gegen Degoun auf 6, gegen Delguen auf 4 Jahre Feftungshaft. Die Urtelsgründe sind uns noch nicht zugegangen. Vom Gericht in Essen ist nachträglich die Anzeige eingelaufen, daß der Angeklagte Kaufmann vielfach vorbestraft sei. Er soll zahlreiche Uebertretungen der Gewerbe- Ordnung begangen, auch wegen förperlicher Mißhandlung, Majestätsbeleidigung und wegen Diebstahls vorbestraft sei. Der Angeklagte bestreitet alles, Der Ober- Reichsanwalt begründet hierauf eingehend auch die übrigen Angeklagten aus Essen bestätigen, daß Kaufdas beantragte Strafmaß und meinte, die Franzosen müßten mann nicht bestraft sei. Der Präsident erklärt, er wolle gern glauben, daß Der alte Schwindel. Bei der Frau eines in der Frieden: werden, in Zukunft die deutschen Kriegshäfen als Versuchs- seitens des Essener Gerichts ein Frrthum vorliege. ftraße un- stationen für ihre Entdeckungsreisen anzusehen. Beuge Zugrevisor Schäfer erzählt den Vorfall, BroztiPhilipps. Schaffner Broyti sei, als er in Wanne revidirte, sehr ängstlich gewesen und habe wiederholte Versuche gemacht, an den Wagenabtheil zu kommen, in dem Philipps saß. Als er in dieses blick habe er, Zeuge, gefragt, wie weit er denn fahren wolle und Roupee gekommen, sei Philipps aus dem Schlafe erwacht und habe ihm sofort 3 M. entgegengestreckt. In demselben AugenPhilipps habe geantwortet, nach Essen. Er habe sich das Billet den Direktor des im Jahre 1891 mit großer Unterbilang falliirten war. Philipps habe den doppelten Fahrpreis 8. Klaffe für die Das Chemnitzer Schwurgericht verurtheilte am Freitag zeigen lassen und festgestellt, daß dieses schon um 12 Uhr abgelaufen Burgstädter Kreditvereins, Drlamünder, welcher maßlos ver- Strecke Hamburg- Essen nachzahlen müssen und erklärt, er werde schwendete und fingirte Kontos führte, wegen betrügerischen reklamiren. Beuge Biehhändler Gottschalt war auch in dem Bankrotts, Betrug und Unterschlagung zu 9 Jahr Zuchthaus und Koupee mit Philipp und er erzählt: Es war Streit im Roupee. 10 Jahr Ghrverlust. Der Schaffner sagte, das Billet sei um 12 Uhr abgelaufen und Direktorialwechsel. Der langjährige Vorsitzende der ersten in Bremen müſſe Philipps aussteigen oder ein neues Billet und mit einem gefährlichen Werkzeuge derart bearbeitet, daß das Etraikammer am Landgericht Berlin I, Landgerichts- Direktor lösen. Philipps aber sagte: Wenn die Fahrt vor 12 Uhr andetem Zustande in das verlassene Gasthaus zurück getragen lung des Landgericht I übertreten und die Rammer für Chesachen Dann hat der Zeuge geschlafen und ist erst aufgewacht, als der eine der Mädchen blutüberströmt liegen blieb und in verwun- Schmidt, soll mit Ablauf dieses Jahres in die Zivil- Abthei- getreten ist, dann ist das Billet giltig. Der Schaffner sagte, wenn er in Bremen fein neues Billet löse, müsse er ihn melden. werden mußte. Erst nachdem die Ueberfallene einigermaßen übernehmen. Mit ihm würde der unstreitig geistig und juristisch Revisor Schäfer eingestiegen sei. Philipps habe dem Revisor transportfähig gemacht worden war, konnte sie nach ihrer in der bedeutendste Vorsitzende der hiengen Straffammer zu Zivilfachen Geld gegeben und gesagt:" Bitte, lösen Sie mir ein Billet nach Zimmerstraße in Berlin belegenen Wohnung gebracht werden. übergehen. Seine umsichtige Leitung der Verhandlungen und Effen!" Er glaubte wohl, den Schaffner vor sich zu haben. Augenscheinlich liegt hier ein Racheaft vor und es wird start Klarheit bei der Urtelsverfündigung trat besonders in Effen!" Er glaubte wohl, den Schaffner vor sich zu haben. vermuthet, daß hinter dem Bot bringer der schimpflichen That lange Tage andauernden Prozessen gegen Der Revisor habe das Billet beanstandet und ihn aus dem Gauner, Be andere Personen stecken. Befremden erregt in weiten Kreifen, trüger, Bucherer und Wagen zum Stationsvorstand geführt. dergleichen hervor. Offenbar war daß, troydem der Gendarm zur Stelle war, bisher noch nichts in gerade Echmidt auch in politischen Prozessen bestrebt, unparteiisch über den Fall Philipps wie der Vorzeuge. Auch der Viehhändler Stock macht ähnliche Bekundungen dieser Angelegenheit geschehen ist, und würde es den Wünschen die Wahrheit herauszufinden und ohne politische Voreingenommen Gegen 6 Uhr vertagt der Präsident die Sigung auf vieler entsprechen, wenn Licht in diese Affaire gebracht würde. heit zu erkennen. Wenngleich von unseren Genossen manche morgen früh. Die nächstjährige Große Berliner Kunst Ausstellung auch unter seiner Leitung eine harte Strafe erlitten haben, so wird voraussichtlich am Himmelfahrtstage( 3. Mai) eröffnet und ging doch die allgemeine Ansicht dahin, daß Schmidt selbst ungern am Sedantage geschloffen werden. So kommt Kirchenthum elemmen wollte. Ob die Ueberzeugung, daß auf die Dauer politische Ansichten in Strafgesetzparagraphen zu stark einmud Mordspatriotismus in der Kunft zu gleicher symbolischer fein Richterfollegium dem Andrängen politischer Gewalten widerstehen kann, ihm die strafrechtliche Thätigkeit verleidet hat, ist Bedeutung. % Durch das ungeschickte Tragen eines Regenschirmes uns unbekannt. schwer verlegt wurde vorgestern Abend der in der Dresdenerstraße 100 um= Dritter Verhandlungstag. 91/2 Uhr und setzt die Beweiserhebung durch die Zeugen fort. Landgerichts- Direktor Burchard eröffnet die Sigung um Beuge Zugrevisor Echäfer: Wenn von dem Nichteingehen der Fahrscheine auf die Anzahl von Betrügereien geschlossen werden dürfe, so habe der Angeklagte Viehhändler Mendel sehr wohnende Buchhalter Deichner. Als er die Leipzigerstraße der festgesetzten Terminstunde traf am Sonnabend den Spedi- Bemerkung auf, hier seien nur die unter Anflage gestellten Fälle Eine empfindliche Strafe für gleichgiltiges Versäumen oft betrogen. Der Präsident erwidert, er fasse das als generelle passirte, blieb eine Dame, die, obwohl es gar nicht regnete, einen te ur Ernst Schindel aus Friedenau, von dem bereits zu beurtheilen. Wo kein Kläger, sei auch kein Richter. Beuge Regenschirm sehr ungeschickt offen trug, plöglich stehen und stieß Schäfer erzählt nun noch einige Spezialfälle, in denen er Undabei dem hinter ihr gehenden D. derart in das linke Auge, daß früher gemeldet wurde, daß er sich zahlreiche Unterschlagungen regelmäßigkeiten festgestellt habe. Auf Befragen des Präsidenten der Getroffene schleunigst die Hilfe eines in der Nähe wohnenden in seinem Geschäftsbetriebe zum Nachtheil seiner Kundschaft erklärt der Beuge, er halte dafür, daß die Durchstechereien Arztes in Anspruch nehmen mußte. Die offenbar ben besseren dem Schöffengericht am Amtsgericht II zwei diesbezügliche Ver- nun die Viehhändler die Schaffner verführt, oder habe zu Schulden kommen lassen. Am Sonnabend standen vor Haben Ständen" gehörende Person hielt es dagegen nicht einmal der dem Schöffengericht am Amtsgericht II zwei diesbezügliche Ver- viele Jahre lang verübt worden seien. Präsident: Mühe werth, sich zu entschuldigen, sondern eilte nach einem die andere um 11 Uhr. In beiden Fällen fehlte der Angeklagte, auf beiden Seiten sein, die größere Schuld liegt meiner Ansicht handlungen gegen Schindel an, davon die erste bereits um 91/2, gekehrt die Schaffner die Viehändler? Zeuge: 63 mag Schuld turgen Umdrehen ruhig weiter. um 12 Uhr kam derselbe, stolz in seinem Hohenzollernmantel auf beiden Seiten sein, die größere Schuld liegt meiner Ansicht Eine muthige That vollführte gestern Abend gegen 5 Uhr gehüllt, ganz gemüthlich den korridor entlang spazirt, so gemäch aber bei den Viehhändlern und es wundert mich, daß die ein Arbeiter in der Gr. Frankfurterstraße an der Ecke der Weber- lich, als hätte er noch stundenlange Zeit. Als er sich beim Ge- Schaffner sich hier alle der Versuchung bezichtigen lassen. Rechtsstraße. Das Pferd der Som. Ges. Weiß" aus Schöneberg wurde richtsdiener meldete, führte ihn dieser dem vorsitzenden Richter anwalt Oppenheimer: Eind auch auf anderen Bahnen solche fcheu und ging mit dem leichten Wagen durch; die rechte Scheeren- vor und da er für sein unentschuldigtes Ausbleiben feine Ent- Durchstechereien vorgekommen? Zeuge: Jawohl, aber so planstange hatte sich gelöst und der junge Kutscher hatte die Gewalt schuldigung beibringen konnte, meinte der Richter:„ Wir werden mäßig wie hier nicht. Rechtsanwalt Oppenheimer: Weil wohl über das Pferd verloren; er sprang vom Bock und überließ das Ihnen Respekt vor dem Gericht beibringen! Sie bleiben hier, nicht so planmäßig untersucht worden ist? Gefährt seinem Schicksal. Wie ein Rarouffel drehte sich das ich nehme Sie in Untersuchungshaft!" Und so geschah es. Pferd mit dem Wagen in die Runde, raste dann blißschnell in Die aufgestellten Weihnachtsbäume und riß einige derselben um. Niemand von den angesammelten Menschen wagte es, dem rafenden Pferde in die Bügel zu fassen, als ein hinzugekommener Arbeiter die Situation etannte und mit eigener Lebensgefahr das Pjerd zum Stehen brachte. " 1 Gin freundliches" junges Mädchen, die unverehelichte Anna R., betrat in der Nacht zum 13. b. M. den Laden eines Kaufmanns in der Invalidennraße und fragte nach einem Gafthofe, wo sie die Nacht bleiben fönne. Beide unterhielten sich schließlich in französischer und englischer Sprache, die R. forderte ein Glas Wein und machte dann den Kaufmann darauf aufmerksam, daß er seine Kleider weiß gemacht habe. Sie ging in ihrer Aufmerksamkeit so weit, ihm den Schmutz abzuklopfen, dann entfernte sie sich. Der Kausmann entdeckte nun, daß ihm die Geldtasche mit 37 M. und zwei Loosen der Nothen Kreuz- Lotterie verschwunden waren. Eine Vogelausstellung hält der Berliner Kanarienzüchter: Verein vom 23. d. M. bis zum 1. Jaunar in dem Naume des Hauses Invalidenftraße 35, Ecke Chausseestraße, ab. Der Riesenprozeß gegen die fünfzig Schaffner und Vichhändler. Zweiter Verhandlungstag. ( Fortsetzung.) Erster Zeuge ist der von der Vertheidigung geladene Zugführer Musta: Er sagt aus: Bevor der Zeuge Zilmann vereidigt wird, bittet Rechtsanwalt Oppenheimer ums Wort. Er führt aus: Jch bitte, die beiden Beugen Billmann und Winter nicht zu vereidigen. Sie haben sich nach meiner Auffassung der Anstiftung zu dem Verbrechen der passiven Beamtenbestechung sowie der attiven Beamtenbestechung verdächtig und schuldig gemacht. Es liegen verschiedene Fälle vor, so bei dem nun mir zu vertheidigenden Schaffner Quasebart, in denen vollständig unbescholtene Schaffner lediglich angeklagt sind, weil fie Ich kenne alle hier angeklagten Schaffner, ich habe alle in der Versuchung dieser beiden Kriminalbeamten erlegen und dem meinem Dienst gehabt. Sie haben sich als zuverlässige Leute be- von diesen an sie gerichteten Anfinnen, gegen ihnen gegebenes währt. Präsident: Waren Sie immer bei der königlichen Bahn? Douceur, sie umsonst mitfahren zu lassen, erlegen sind. Nur Beuge: Jawohl. Präsident: Wann müssen die Fahrkarten von durch Anstiftung der Kriminalbeamten sind diese Schaffner auf den Schaffnern abgegeben werden? Zeuge: Sie sollen vor Be- die Anklagebant gekommen. Abgesehen davon, liegt da aktive endigung der Fahrt auf den Zwischenstationen in die Hände des strafbare Bestechung vor, der eine passive nur dann zu fonZugführers gelangen. Aber es tommt häufig vor, daß einige struiren ist, wenn ein anderer attive strafbare Bestechung übt. Passagiere im Besiz ihrer Karten bleiben, auch daß die Schaffner Die Kriminalbeamten haben sich also dieses besonderen Verein Billet nicht koupiren, da fie bei großem Verkehr sehr mit gehens schuldig gemacht. Kriminalpolitisch sei ebenfalls die Arbeit überhäuft sind. Auf Befragen des Vertheidigers Dr. Beeidigung dieser Beamten zu verwerfen. So verdienstlich und Berthold giebt Zenge besonders den Schaffnern Quasebarth, anzuerkennen auch gewiß die Thätigkeit der Kriminalbeamten ist, Rogge und Remmert ein glänzendes Leumundszeugniß. Beuge die mit Gefahr und Aufopferung im Interesse der öffentlichen giebt seiner Verwunderung Ausdruck, daß diese sonst so verläß- Ordnung wirklich begangene Verbrechen aufdecken und zur Verlichen Beamten den Versuchungen der Polizei- antwortung ziehen, so liege doch der Fall vollstänig anders, beamten anheimgefallen sind. Der Präsident bittet, vorläufig wenn, wie hier, Beamte des Staates an unbescholtene Leute den Ausdruck Versuchungen" nicht zu gebrauchen, es werde sich herantreten, um sie zu neuen gar nicht bis dahin existirenden ja erit später ergeben, wie das Bergehen der Beamten zu Verbrechen durch Ueberredung und Geschenke zu veranlassen und charakterisiren sei. Der Zeuge wird nach der Führung aller solche Verbrechen neu zu schaffen. Solches Verfahren sei nur übrigen Schaffner gefragt und kann über feinen etwas Nach- geignet, das Rechtsbewußtsein im Bolte zu untergraben und das theiliges sagen. Bei den vielfachen unverhofften Revisionen habe Ansehen des Staats und seiner Organe zu schwächen. Das Geer niemals eine Unregelmäßigkeit entdeckt. Ueber den Schaffner richt werde deshalb mit Freuden die Gelegenheit benußen, um Borde äußert sich Zeuge besonders günstig. Er war immer der dadurch, daß es die Nichtbeeidigung dieser beiden Zeugen aus= Erste, der es angezeigt habe, wenn einmal ein Passagier ohne spreche, auch öffentlich den Unterschied zu statuiren, den es mache Billet im Zuge befindlich war. Rechtsanwalt Berthold: Wenn zwischen den Organen des Staates, die begangene Verbrechen nun hier Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, halten Sie diese aufdecken und denen die neue noch gar nicht existirende VerPolizeibericht. Am 15. d3. Mts. Morgens versuchte ein Unregelmäßigkeiten für die Folgen eines fomplottmäßigen Vor- brechen hervorrufen und schaffen. Dienstmädchen, in der Wohnung seiner Herrschaft, in der Culm- gehens? Beuge: Nein, ein Komplott sehe ich nicht darin, ein Präsident: Die Ansicht des Vertheidigers wäre sicherlich straße, sich die Pulsader an der Hand aufzuschneiden. Es wurde Komplott hätten die Borgefekten entdecken müssen. Vertheidiger: richtig, wenn die Zengen es gethan hätten, damit die Beamten noch lebend nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht. Vor- Werden die Beamten oft vom Publikum in Versuchung geführt? sich befiechen lassen, es ist ein Unterschied, ob sie es nur gethan mittags wurden vor dem Grundstück Rammerstr. 9 und auf dem 3enge: Das fommt, ich möchte sagen, bei jedem Zuge vor. hatten, um zu sehen, ob sich die Beamten bestechen lassen würden. Zimmerplatz Gubenerstr. 29 zwei Zeichen neugeborener Kinder auch mir ist so etwas schon oft paffirt. Staatsanwalt Buehle: Im letteren Falle würde der Dolus fehlen, der ja zur Anstiftung autgefunden. Im Landwehrfanal, in der Nähe der Charlotten- Ist es den Schaffnern erlaubt, Trintgeld anzunehmen? Beuge: gehört. Um aber den Antrag der Vertheidigung zu erledigen, burger Brücke, wurde die Leiche eines etwa 40 Jahre alten Nein. Das ist nur erlaubt, wenn gefrönte Häupter fahren. möchte ich vorschlagen, über die Frage der Beeidigung erst nach Mannes angeschwemmt. Im Garten des Schloffes Bellevue Präsident: Auch nicht, wenn die Schaffner besondere, gerade der Vernehmung der Zeugen zu beschließen. schoß sich ein Kaufmann zwei Kengeln in den Kopf. Nach An- nicht zu ihren Dienstobliegenheiten gehörige Dienstleistungen Rechtsanwalt Oppenheimer: Damit bin ich einverstanden. legung eines Verbandes wurde er nach dem Kvantenhause Moabit machen? Zeuge: Auch dann soll es nicht sein. Präsident: Rechtsanwalt Dr. Wallach bittet, den Beugen besonders gebracht.-Abends fiel eine Fomt vor dem Hause Potsdamer- 1 Dürfen die Schaffner auch, nicht einant eine Bigarre annehmen? darauf aufmerksam zu machen, daß er über solche Dinge, durch Treihundert Mark Belohnung sind demjenigen zugesichert, der die Person entdeckt, welche dem Kaufmann Friedländer am Montag die Höllenmaschine zugesandt hat. Der bekannte Einbrecher Adolf Krüger hat wahrschein lich in Frankfurt a. M. dieser Tage einen Einbruch verübt. Aus einer Wohnung wurden Werth- und Schmucksachen entwendet, darunter ein Tausendmarkschein, 8 Hundertmarkscheine, 4 Fünfzig martscheine, 45 M. in Silber, eine goldene Damenuhr mit un martscheine, 45 M. in Silber, eine goldene Damenuhr mit unechter Kette. " Soziale Ueberlicht. " " In Erwägung, daß sich der Arbeiter bei den großen Schwankungen des Arbeitsmarktes und der heutigen Produktionsweise sehr oft genöthigt sieht, bald da bald dort Arbeit zu suchen, is in der weiteren Erwägung, daß hierfür keine geregelten Einrichtungen bestehen, oder diese, wenn sie bestehen, entweder unbetrachten, und endlich in Anbetracht der gewiß nicht beneidensWahlverein der Zentrumspartei den Magistrat der Haupt- und merthen Lage des Arbeiterstandes überhaupt, ersucht der Arbeiter Residenzstadt München, die Errichtung eines Arbeitsamtes baldmöglichst in Angriff nehmen zu wollen und demselben 1. die fostenlose Arbeitsvermittlung für männliche und weibliche Arbeiter unter thunlichster Mitwirkung der Arbeiter selbst zu überAngelegenheiten, sowie ein Auskunftsbureau für alle die Arbeiter tragen und 2. mit demselben ein statistisches Amt für Arbeiternäher berührenden Fragen zu verbinden." genügend find oder die Arbeitsuchenden als Spekulationsobjekt Versammlungen. deren Zugabe er eine strafbare Handlung eingestehe, sein Zeugniß, fragte, ob die vierte Klasse nicht sehr stark besetzt sei. Ich wartete Zum Schluß erlauben wir uns an das Solidaritätsgefühl verweigern dürfe. dann ab, ob sie mir von selbst eine andere Fahrkarte anbieten aller aufgeklärten Arbeiter zu appelliren; es steht hier auf dem Der Präsident erwidert, daß er das den Zeugen bei Beginn würden. Darauf hatte ich besonders zu achten, ob die Schaffner Spiele Sieg oder Niederlage einer Organisation. Sämmtliche ugen bei Beginn der Verhandlungen generell gesagt habe. Er wolle es dem Zeugen bereits unterschlagene Fahrkarten im Besitz hatten. Der Handel Auständige gehören dem Verbande an Zillmann aber noch besonders wiederholen. mit solchen Fahrtarten wurde hauptsächlich in Bremen start be- Die streitenden Weißgerber Magdeburgs Beuge Karl Leopold Ostar Billmann, Kriminal- trieben. Die in Geestemünde stationirten Schaffner spielten dabei und Belzigs. fommissarius( 49 Jahre alt): Ich glaubte, daß meine Unter die Vermittler zwischen den Reisenden und den Hamburger Schaff: Geldsendungen unter bekannter Adresse. Um Abdruck wird gebeten. fuchungen nicht viel zu Tage fördern würden, und in der nern. Als ich auch hier genügendes Material beiſammen hatte, That waren die Kölner Schaffner sehr vorsichtig geworden, die ließ ich an einem Tage gleichzeitig in Köln, Bremen und Sam Münchener Arbeiter Wahlverein der Zentrumspartei" zu Ein Hauch sozialistischen Geistes scheint durch den Hamburger aber betrieben den Fahrkartenhandel ungenirt weiter, burg bei den Schaffnern Durchsuchungen vornehmen und dabei obwohl sie von dem Schicksal ihres Kölner Kollegen gehört hatten. wurden dann auch Fahrkarten und Fahrscheinhefte in größerer wehen. Derfelbe hat an den Magistrat der Stadt München Am Montag, den 20. März, fuhren die rheinischen Biehhändler Menge bei ihnen vorgefunden. Der Schaffner Martens legte ein Auch die Begründung des Antrages hat etwas von diesem Geiste das Gesuch um Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes gestellt, zum Hamburger Viehmarkt. Ich beschloß, die Reise zurück mit völliges Geständniß ab. Ich verhaftete ihn deshalb nicht. ihnen zu machen und eine Unterhaltung mit ihnen anzuknüpfen. Die Verhandlungen tommen heute noch nicht zu Ende und empfangen. Sie lautet: Die Viehhändler halten aber eng zusammen und dulden feine werden am Montag fortgefeßt werden. Fremden unter sich. Als ich in Hamburg in ein Koupee einsteigen wollte, wo 4 bis 5 Viehhändler zusammen saßen, schrieen fie: Raus! Raus! Doch gelang es mir dann, in ein Koupee zu fommen, worin sich der Viehhändler Josef Meyer befand. Ich Enüpfte mit ihm ein allgemeines Gespräch an, klagte über die theueren Fahrpreise, zog mein Fahrscheinheft hervor und meinte, es sei doch eigentlich schade darum, es habe noch so lange Gültig mission Formulare( Situationsberichte) versandt. Wir bitten An die Bildhauer! Abermals hat die unterzeichnete Rom feit; ich müsse häufig fahren und könne es doch nicht mehr be nun die Kollegen, darauf zu sehen, daß in jeder Werkstatt das nügen. Meyer wurde nun zutraulich und sagte, es wäre doch Formular ausgefüllt und auch an die Kommiſſion abgegeben fehr einfach, daffelbe Rundreiseheft zu benutzen; ich sollte wird. Die Berichte sollen monatlich gemacht werden und find nur dafür sorgen, daß es nicht durchlocht werde. Ich am ersten eines jeden Monats an die Kommiffion, Annenstr. 16 fragte nun, ob denn die Schaffner darauf eingingen. D ja, meinte er. Alle? Ja! Ich brauchte nur zu sagen, werden, auch für diejenigen Kollegen, in deren Werkstätten noch ja, meinte er. Alle? Ja! Ich brauchte nur zu sagen, bei Ehrenberg, abzuliefern, von wo neue Formulare ausgegeben ich hätte ein Buch". Er mache es immer so; er gebe bem ich hätte ein Buch". Er mache es immer so; er gebe dem Schaffner 5-6 M., daß sei so der Satz, und verdiene bei jeder eine Formulare gekommen fiud. Kollegen, wir ersuchen Euch Reife so 20 M. Am besten sei es, ein Fahrscheinheft für die nochmals, tüchtig in allen Werkstätten für diese Eure Sache zu Hinfahrt in Köln und eins für die Rückfahrt sich in Hamburg agitiren, damit die Arbeiten der Kommission bessere Resultate ausstellen zu lassen. erzielen. Ein drittes Zusammentreffen mit Meyer Die Wertstatt Delegirten Rommission. sagt Billmann weiter aus J. A.: P. Brachwiz. :( an hatte ich am 26. März. Den Wagen bediente der Schaffner Hahn; auch er sagte mir, obwohl er doch meine Aufruf Absichten noch garnicht tannte, ich sollte mit Meyer nichts über an alle Weißgerber sowie an alle Arbeiter Deutschlands! die Sache reden des Eisenbahnbeamten wegen. In Bremen stieg Wir fühlen uns verpflichtet, genau über unsere Lage zu beich auf Veranlassung des Meyer in ein anderes Wagentheil. richten. Im letzten Bericht ist hinsichtlich des Streits in Burg Meyer sagte: Wir wollen dort die Sache in Ordnung bringen. ein Fehler enthalten. Dieser Streit ist dadurch verloren geSchaffner Hahn tam und wollte mein Heft durchlochen, Meyer gangen, daß die ungelernten Gerberei- Arbeiter sich mit den Weißhinderte ihn, er sagte, ich wollte das Billet noch einmal be- gerbern nicht solidarisch erklärten. Die Niederlage in Burg nuzen. Meyer und ich gaben ihm ja fünf Mark, Meyer noch glaubten nun die Herren Saueracker, hier und Schlägel- Belzig eine Mark extra dafür, daß er statt 3. 2. Klasse fahren durfte. zu ihren Gunsten ausnuten zu können. Ende dieses Sommers Hahn temerfte, die eine Mark müsse er mit den Zugführer, stellte Herr Schlägel an 35 Verbandsgesellen das Ansinnen. Backmeister Birkhölzer theilen, da dieser wisse, daß Meyer 7-9 pet. billiger zu arbeiten; es tam zum Ausstand. Nach drei 2. Klaffe fahre. Präs.: Hatten Sie dann die Absicht, den Tagen gab der Herr seinen Wunsch auf, um aber nach furzer Schaffner für seine Pflichtwidrigkeit zu belobnen? Beuge: Nein, Beit allen zu fündigen und ordnungsmäßig zu entlassen. Wir ich wollte ihn nur überführen, ich hatte ja auch nicht die Absicht, ahnten, was tommen würde: Jetzt im Winter stellte dieser Herr das Billet wieder zu benutzen. Ich konnte mich doch aber auch abermals, wo neue Kräfte da sind, das Verlangen, auf welches nicht gleich zu erkennen geben, denn dann hätte ich nur einen am Montag mit einem Abwehrstreit geantwortet wurde. Schaffner und einen Viehhändler auf die Anklagebant gebracht, Die Weißgerber in Belzig haben die Sympathie aller Arwährend es so einundfünfzig geworden sind. Rechtsanwalt Fried- beiter Belzigs hinter sich, welche dadurch Unterstüßung leisten, mann: Kriminalkommissar Billmann hatte doch aber zweifellos daß wenn ein Streifbrecher kommt, derselbe nicht ins Logis gedas Bewußtsein, daß die Hergabe der 5 M. bei dem Schaffner nommen wird. Herr Schlägel verlangte von den dort arnothwendigerweise das Gefühl erwecken mußte, diese fünf Mark beitenden Magdeburgern, sie möchten doch von uns 15 Vererhältst Du für Deine Pflichtwidrigkeit". Das ist zum mindesten heirathete kommen lassen; dieser Herr will Ende der 70er Jahre der dolus arbitualis, ben Zillmann zweifellos gehabt hat, mel- als Mitglied der Lohnkommission thätig gewefen sein. Da nun cher aber im Sinne des Gefeßes für den Begriff der Anstiftung die Magdeburger zurückgekommen sind, so find in Belzig 3 Vere genügt. ed CS ash geheirathete und 12 Ledige im Ausstand. Hier ist dahin eine Es tritt nun die Mittagspause ein. Nach Wiedereröffnung der Verhandlungen fährt Zillmann dem Anfang des Streits, mit unterſtüßen. Die Fabrikanten Anzahl Bichhändler gewohnheitsmäßig Fahrkartenunterschiede Saueracker gehen würden. Jit einer der Streifenden auf der begingen, beschloß ich mit den Schaffnern in Verbindung zu Reise, so helfen wir seine Familie mit durch. treten. Der Dienst der Schaffner wurde auf meinen Wunsch Dant sagen wir allen Denen, welche uns schon so thatkräftig Tom Harburger Eisenbahnbetriebsamt so geordnet, wie ich unterstützt und mit ihrer Hilfe unsere Hauptfasse entlastet haben. es brauchte, um einige Schaffner besonders beobachten Es sind in Magdeburg 34 Verheirathete und 3 Familien zu zu können, die dem Amte schon vorher verdächtig waren. Ich unterstützen, deren Männer auf der Reise sind; insgesammt bin nun so vorgegangen, daß ich als Geschäftsreisender, Winter 86 Kinder und 7 Ledige. In Belzig 3 Verheirathete, 12 Ledige; als Bichhändler mit den Schaffnern ein Gespräch anfing und sie zusammengerechnet 40 Berheirathete, 86 Kinder, 19 Ledige. Vereinsbureau der Fr. Vereinigung der Büreau- Billig!!. garant. rein. BienenAugestellten, Dragonerstraße 49 a. Schriftliche Arbeiten, franz. und engl Ueberfeßg. u. Korrespondenz. 466/1 Nath in Rechtssachen u. Stellennach11 weis unentgeltlich. Damenkleider, fertige, verkaufe von 13M. an. 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Tagesordnung stehe heutiges Snferat. den 25. Dezember, Konzert und Ball zum Besten der streitenden Kollegen der Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, mechanischen Schuhbranche. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere und Friseure. Montag, ben 18. Dezember, Abends 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44, Versammlung. Vortrag über: Glektrizität und Astronomie. Referent: Herr Krause. Ortsverein der Schneider 1. Montag, den 18. Dezember, Abends Uhr, Alte Jakobftr. 88, Borstandswahl für das Theilungsgeschäft. Montagg ben 26. Dezember( 1. Feiertag), großes Weihnachtsvergnügen in Deigmüller's Salon, Alte Jakobftr. 48a. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( E. S. 71.) Bureau: Solzmarttftr. 67. Montag, den 18. Dezember, Abends 8% Uhr, im Restaurant P. Bodenburg, Kommandantenftr. 10/11, Vorstandsfizung. Bergerband der in Buchbindereien, der Bapter- und SedergalanterieBerlin. Montag, den 18. Dezember Alte Jakobstraße 75, Bersammlung. waaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Tagesordnung: Bortrag des Herrn Dr. Heymann über: Die Kirche des Achtung, Korbmacher! Die Dezember- Bersammlung fällt aus. Nächste Bersammlung 22. Mittelalters". 17. Dezember, Nachmittags 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Verein der Maschinisten und Heizer Berlins. Sonntag, den Bersammlung. Fidelitas. Vergnügungsverein Einigkeit. Nachmittags 8 Uhr Sigung bei Bachs mann, Dresdenerstr. 45. Vergnügungsverein guftige Jugend. Sonntag 4% Uhr Sigung im Grand Restaurant Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Nach der Sigung: Theaterverein Unikum. Sonntag Nachmittag 5 Uhr Sigung mit Damen im Bereinslotal, Kaiserstr. 11. Um 6 Uhr Damenabend. Vergnügungsverein Bruderherz. Sigung Sonntags Nachmittags 4 Uhr im Deutschen Sof, Lucauerstr. 16. Nachdem Fidelitas und Tanz. Vergnügungsverein Ascania. Sonntag, den 18. Dezember, um 4½ Uhr Sigung. Pünktliches Erscheinen erbeten. Hierauf Gesellschafts- Abend im Saale des Herrn Matthes, Oranienstr. 108. im Restaurant Albert, Landsbergerfir. 83, Bereinszimmer rechts. Fidelitas. Vergnügungsklub Eichenlaub. Sonntag 4% Uhr Sigung mit Damen 4½ Uhr Sizu Vergnügungsverein Fraternitas. Nachmittags 5 Uhr im KönigstadtRafino, Solzmarttftr. 72, Besprechung der Weihnachtsfeier. Fibelitas. Tanz. Borträge. Theater- und Vergnügungsverein Tritillaria. Sonntag Sizung bet Dreßler, Barnimstr. 16. Die illustrirte sozialistisch- humoristisch| fatirische, 8 Seiten starte Sylvester- Zeitung" befindet sich im Druck. Werthen Genossen empfehle mein 53742 Licht, Seifen- u. Petroleumlager. Verkaufspreis à Gremplar 10. " W. 53582. Wolff, Zoffenerstr. 19. Charlottenburg. Beihnachts- Bäume Wiederverkäufer erhalten sehr hohen hält zum Verkauf Rabatt. Bestellungen sind an die Buchhandlung des Vorwärts" und an 2 Vereinszim. jeden Tag frei Kaiser den Herausgeber der SylvesterFranz Grenadierplatz 7. Bum Heilig- Beitung", F. 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Um zahlreichen Besuch bittet Berlin. am Montag, den 18. Dezember, Abends 812 Uhr, bei Scheffer, Inselstraße: Monats- Versammlung. Tagesordnung: 1. Das Vertrauensmänner- System" Andreasstraße Nr. 21: 720b Großes Weihnachtsfeft verbunden mit Kinderbescheerung. 1. Bericht und Abrechnung der Vertrauensperson sowie Wahl derselben. und wie ſtellen ſich die Rolensleuten, Göpel, Bionstirchplay 5; Heber, Alexandrinenſtr. 14; Kehr, Röpnicerſtr. 126: den ehemaligen Vertrauensleuten, 345/17 welche bei der Filiale im Rückstande sind. 2. Abrechnung vom Sommerfest und von der Matinee. 3. Wahl eines Komitees zum Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 19. Dezbr., Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Salou, Alte Jakobstraße Nr. 48a: Derlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. P. Bernstein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 467/2 Stiftungsfeſt. zu Billets à 50 Pf. sind zu haben bei Günther, Große Frankfurterstr. 74; Peege, Rüdersdorferstr. 48; Pistor, Göbenstraße 9; Pütter, Gerichtstraße 28; W. Rübenow, Brunnenstraße 134; E. Vogtherr, Stephanstraße 27a( Moabit); W. Börner, Ritterstr. 108; H. Gumpel, Barnimstr. 42; P. Tutzauer, Stopnicerstraße 25; J. Heuer, Waldemarstr. 47; R. Stöpel, Dresdenerstr. 32; R. Amelung, Waßmannstr. 12 und in den Sonntags- Versammlungen Rosenthalerstraße 38. Achtung! 4. Gewerkschaftliches und Ver Achtung! schiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht Große öffentliche Versammlung. zahlreich und pünktlich zu erscheinen aller in der mechanischen Schuhfabrikation Die Ortsverwaltung. Bekanntmachung. Orts- Krankrukasse der Maler. Durch Verfügung des Ober- Präsiden Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. ten Staatsministers v. Achenbach vom Sonntag, den 17. Dezember, Abends 6½ hr, 1 im Lokale ,, Bum Freischük, Fruchtstraße 36a( oberer Saal): Große öffentliche Versammlung für Frauen u. Männer. 1. Vortrag der Frau Reimann über: Die jetzige und fünftige Stellung der Frau." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. 721b Der Einbernfer. Arbeiter- Bildungsschule Sonntag, den 17. Dezember, Vormittags 10 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandanten- Straße 57 Außerordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Antrag Jbicher und Genossen:„ Aufhebung des früheren Generalversammlungs- Beschlusses, die Schule in Gastlokale zu verlegen." 2. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Mitglieder, zu dieser äußerst wichtigen Versamm lung zu erscheinen. 454/4 Der Vorstand. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Am 25., 26. u 27. Dezember, Vorm. 10 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: General- Versammlung. Mitglieder haben freien Zutritt. Mitgliedsbuch legitimirt. Am 25. Dezember, Abends 7 Uhr, findet ein HF Kommers statt. Billets à 30 Pf. sind im Arbeitsnachweis Mariannenufer 4 zu haben. 488/7 Der Vorstand der Filiale Berlin 1. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Versammlung d.Parquetbodenleger am Dienstag, den 19. Dezbr., Abds. 81/2 Uhr, in ,, Röllig's Salon", Neue Friedrichstraße Nr. 44. 431/14 Tagesordnung: 1. Besprechung über: Lohn- und Arbeitsverhältnisse". " 2. Ausgabe der statistischen Fragebogen. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Ortsverwaltung. J. A.: Der Beisitzer, Vereins- Versammlung des Arbeiter- Bildungs- Vereins für Schöneberg und Umgegend am Montag, 18. Dezember, Abds. 82 Uhr, in der Schloßbrauerei. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Zunker über Herhka's" Freiland". 2. Dis tuffion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 108/13 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämintlicher Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins am Montag, den 18. Dezember, Abends& Uhr, im Lokale des Herrn Joel, Andreas- Straße Nr. 21. N Tages Ordnung: 1. Gefängnißarbeit und freie Arbeiter.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten von der Streit- Kontrollkonimission. Die Werkstatt der Pianofabrit von Mittag Nachfolger ist zu dieser Ber sammlung eingeladen. Achtung. Treptow. Achtung. Sonntag, den 17. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, in Bischoff's Restaurant", am Baumschulen weg: = 9. Dezember 1893 gemäß§ 53 Abs. 4 des Kr.- V.- Ges. treten vom 18. Dezbr. 1893 folgende Bestimmungen in Kraft: 1. daß die Kranten Unterstüßungsdauer auf das gefeßliche Mindestmaß von 13 Wochen herabgesezt und im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom frantung ab für jeden Arbeitstag ein dritten Tage nach dem Tage der ErKrankengeld in Höhe der Hälfte des durchschnittlichen Tagelohnes gewährt wird; 2. daß das Sterbegeld das 3wanzig fache des durchschnittlichen Tagelohnes beträgt; 3. daß die wöchentlichen Kassenbei beiträge für die erwachsenen männ lichen Kassenmitglieder, ausschließlich der Lehrlinge, 60 Pf., für die männ lichen Kassenmitglieder unter 16 Jahren und für die Lehrlinge 27 Pf. betragen; 4. daß der zweite Absatz des§ 21 fortfällt. H. Wentker, Vorsitzender. Der Vorstand. 7296 Verein deutscher Schuhmacher Bahlstelle 2. Versammlung Montag, den 18. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Pyrtet, Gipsstr. 3, Tages Ordnung: 1. Der christlich- soziale Staat der Jesuiten in Paraguay. Referent: Ge noise Sassenbach. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Zen Kollegen zur Mittheilung, daß am 7. Januar der Besuch der Urania stattfindet. Billets sind in der Versammlung zu haben. 464/3 Der Vorstand. Schneidermeister, S. Strauß, Fürstenwalderstr. 4, I, empfiehlt sich zur Anfertigung v. gutfizenden u. modernen Kleidungsstücken, sowie Stoffe zur Auswahl. 6246* Charlottenburg. Zum Weihnachtsfeste empfehle Herren- und Damen- Uhren in Gold 11. Silber, Regulateure, Wand- u. Wecker- Uhren. Gr. Auswahl in Goldwaaren, Ketten, auch in Doublé und Nickel. 0. Meibaum, Rückertfr. 1. Puppenwagen. Großer Weihnachts- Ausverkauf zu billigsten Preisen im Kinderwagen Lager von Max Brinner, Jerusalemerstr. 42 1, am Dönhoffs. Play( fein Laden) 52449 und Brunnenstraße 6, Hof part. Blücherstraße Nr. 11. 867b 474/1 Wilhelm Böhm. Hüte mit Kontrollmarken. Ausverkauf Lagers zu bedeutend berabgeſetzten Preiſen, da ich Große öffentl. Versamml. f. Männer u. Frauen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten Fritz Zubeil über:„ Die Sozialdemokratie und ihre Forderungen". 2. Diskussion. 3. Fortsetzung der Diskussion vom Bericht des Parteitages. 4. Bericht des Vertrauensmannes. des ganzen mein Geschäft ganz aufgebe. Billigste Bezugsquelle für Baarcinkäufe zu Engrospreisen. 5. Wahl des Vertrauensmannes, der Revisoren und der Lokalkommission. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreiches und Silb. Rem.- Uhren v. 11 M. an. pünktliches Erscheinen [ 745b] Homöopath. traße 149, 8-10, 5 Arzt Dr. Hösch, Linien7, Sonntags 8-10 Uhr. Roh- Tabat bis 51972* Der Einberufer. Briefmarken, einzelne, aus alten Briefschaften und ganze Saminlungen, fauft u. verkauft Julius Kaim, billigste Preise. Sumatra, schönste Farben, 52522] Cigarren- Import, 1/2 Pid. zum Laufend, à Pf. 1,75 M. Berlin SW., Friedrichstraße Nr. 286, Max Jacoby, Streligerstr. 52. 1 Regulateure 5338L* mit Schlagwert u. 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Achtung! 149/13 Achtung! Gr. Weihnachts- Vergnügen des Verbandes deutscher Schneider, Schneiderinnen und verw. Berufsgenossen am Montag, den 25. Dez.( 1. Weihnachts- Feiertag), im Friedrichstädtischen Kasino( Martens), Friedrichstraße 236, verbunden mit Grokem Konzert, ausgeführt von der Hauskapelle. Geschenke Berloosung, wozu jedes Kind beim Eintritt ein 2003 gratis erhält. Nach dem Konzert: Tanzkränzchen. Während der Raffeepause: Vorträge. Eröffnung 4½ Uhr. Anfang präzise 6 Uhr. Die Lokalverwaltung. 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Dezember 1893. ber 1868 10. Jahrg. damals noch Biscount Crambourne aus dem Freilich, eine Entschuldigung hat die Regierung. Die Kabinet Disraeli's austrat, weil dieses, um die Liberalen auf den Arbeitslosigkeit ist groß, aber sie ist nicht so groß, daß die GeSand zu setzen( to ,, dish" the liberals), die von diesen ange- meinden nicht im stande wären, die nöthige Hilfe zu schaffen. schnittene aber nicht fertig gebrachte Wahlreform in die Hand Jedenfalls wäre das Gegentheil erst zu beweisen. Weiter haben Seit Wochen ist das Parlament wieder beisammen, um zwei nahm, und der jüngst in Kardiff von der Wahlregistrirungs- bereits viele Gemeinden entsprechende Maßregeln zur Behand von der Regierung eingebrachte Vorlagen zu Ende zu berathen: Reform, die das Kabinet Gladstone angekündigt und die die lung der Frage in die Hand genommen. Und schließlich hat das Distrikts und Gemeinde- Vertretungs- Gesetz und die Haft- schreiendsten Ungerechtigkeiten des jezigen Registrirungssystems Hardie selbst seinen Gegnern die Waffe gegen sich in die Hand pflichtgefez- Erweiterung. Beides find, soweit sie gehen, ganz beseitigen soll, sagte, die Bill werde nur der umherziehenden geliefert, indem er nur Besprechung der Frage verlangte, ohne nüßliche Reformen. Ich habe sie schon früher charakterisirt und Stlasse der Bevölkerung und jener liebenswürdigen Sektion des mit einem positiven Vorschlag herauszurücken. Bewilligte die bemerke daher hier nur noch einmal, daß die erstere Vorlage Wahlkörpers zu gute fommen", er aber habe keine Luft, irgend Regierung dafür einen Tag, so mußte sie ein Schock ähnlicher hauptsächlich die Schaffung einer wirklichen Selbstverwaltung eine dieser beiden Staatssäulen zu unterstützen. Dies angesichts Forderungen gewärtigen, und doch drängt die Zeit, um wenig der ländlichen Gemeinden und Distrikte im Auge hat, während der Thatsache, daß mindestens zwei Millionen sonst wahlberechtigter itens die beiden zur Berathung stehenden Entwürfe durchs Haus das neue Haftpflichtgesetz der Abwälzung der Berantwortlichkeit Personen, meist natürlich Arbeiter, durch die heutige Art und zu bringen. für Betriebsunfälle vom Unternehmer auf irgend welche zahlungs- Bedingungen der Herstellung der Wählerliste ihres Wahlrechtes Die Arbeitslosenfrage ist nicht nur eine wichtige Frage, unfähige Zwischenpersonen oder die Arbeiter selbst bisher verlustig gehen! sie ist die wichtigste aller Fragen, die Frage der Fragen. Die möglich gemacht durch die juristische Theorie von der„ gemein- Dies nebenbei. Die konservativen Mitglieder im Haus der ganze Frage des Kapitalismus hängt an ihr, so lange die famen" Beschäftigung ein Ende, und ebenso die freien" Ver Gemeinen können sich nicht so offen äußern wie der Gesetzgeber fapitalistische Produktionsweise herrscht, wird sie sich immer träge, wodurch Arbeiter und Unternehmer sich bisher außerhalb von Geburts wegen, sind auch nicht alle in diesen Dingen so wieder einstellen, und darum ist es auch nur recht und billig, der Bestimmungen des Haftpflichtgesetzes stellen konnten, gefeßlich verbohrt wie er, und darum zeigen sie äußerlich große Sympathie fie stets von neuem in den Vordergrund zu rücken. Und wenn unwirksam machen soll. mit der Schaffung von ländlichen Gemeinderäthen, sie möchten Keir Hardir sich dies zur besonderen Aufgabe stellt, so ist die Die Nüglichkeit dieser letteren Vorlage, die thatsächlich die Vorlage, wie Herr Asquith gestern sich ausdrückte, vor Liebe Popularität, die er dafür erntet, nur verdient. Aber weil die eigentlich nur die Ausarbeitung einer seit Jahren von den schier erdrücken. Eine Unzahl von Verbesserungsanträgen sind Arbeitslosenfrage die Frage der Fragen ist, läßt sie sich englischen Trades- Unionisten gestellten Forderung ist, liegt auf der von ihnen eingebracht worden, und da die Vorlage selbst schon momentane Aushilfsmittel ausgenommen nicht von den anderen Hand. Trotzdem oder gerade deswegen haben die Konservativen ein Kompromißwerk ist, und Herr Fowler, Minister für die Lokal- Fragen, die der Emanzipationskampf der Arbeiter aufweist, ihr nach Kräften Opposition gemacht und schickt sich das Haus verwaltung, der sie ausgearbeitet, sich nur zu nachgiebig gegen trennen. Das aber scheint, nach einem Vortrage, den Keir der Lords an, sie zu verwerfen, resp. so zu verstümmeln, daß der die Reaktionäre zeigt, sehen sich auf der anderen Seite auch die Hardie gestern im hiesigen demokratischen Klub" gehalten, seine Effekt einer Verwerfung erzielt wird. Den Vorwand liefert das Radikalen zur Amendirung der Bill genöthigt. So zieht sich die Absicht zu sein. Er äußerte die Absicht, keine Maßregel, feine im Gesetz verübte Attentat auf die freie Verainbarung". Die Berathung unendlich langsam hin, zumal noch ein Theil der Zeit Gesegesvorlage unterſtügen สิน wollen, von welcher Freiheit zu schüßen, ist die Spezialität der Lords. Unterstützt des Parlaments durch die unvermeidlichen Fragen in Anspruch Seite fte auch tomme, bis diese Frage nicht in werden sie dabei durch die Kurzsichtigkeit einer allerdings genommen wird. die Hand genommen werde. Aber wie soll dies Eleinen Fraktionen der Arbeiter selbst. Einige fapitalistische Auf Einzelheiten der Debatte einzugehen ist hier nicht der Ort. geschehen? Reir Hardie sprach von den großen Strecken Landes, Unternehmungen, darunter verschiedene der großen Eisenbahn- Nur soviel, daß die Radikalen den Frauen, die selbständige die unbebaut liegen, während England Nahrungsmittel importire. gesellschaften, haben sich und ihre Arbeiter durch Rontratt außer Haushaltsvorstände 2c. sind- was event. also auch Ar- Aber die Arbeitslosigkeit herrscht vornehmlich unter den Industriehalb des Haftpflichtgefeßes gestellt und dafür eine freiwillige beiterinnen trifft das aktive und passive Wahlrecht in den Ge- arbeitern, und um die Landarbeiter zur Rückkehr aufs Land zu Unfallversicherung eingeführt, die in mancher Hinsicht kleine Vor- meinde- und Distriktsräthen gesichert haben, bei welcher Gelegen bewegen, braucht es einer Reihe von Maßregeln, die zum Theil theile gegenüber dem bisherigen Haftpflichtgesez bot, z. B. in heit Fowler eine Niederlage erlitt, da die Masse der Kon- die Form von politischen Gesetzen tragen. Er sprach von der dem den verletzten Arbeitern in Streitfällen der langweilige und ſervativen mit den Radikalen stimmte. Den Versuch der Tories, langen Arbeitszeit im Transportgewerbe und wieviel Arbeitern tostspielige Rechtsweg erspart blieb. Den Arbeitern ist nun die Bestimmung im Gesetz zu Falle zu bringen, daß die dort allein durch den achtstündigen Arbeitstag Beschäftigung vervon den Kompagnien und durch liebedienerische Persönlich. Sigungen der Gemeinderäthe nicht vor sechs Uhr Abends statt- schafft würde. Nach meiner Ansicht überschätzt er die Wirkung, feiten in ihren eigenen Reihen eingeredet worden, wenn finden dürfen, trat der bekannte Landarbeiter Arch, der jetzt aber das ist nebensächlich. Sicher dagegen ist, daß an diese Verdie neue Borlage durchgehe, würden ſie der Bor wieder im Parlament sitzt, in einer fräftigen Rede wirkungsvoll fürzung nicht zu denken ist, so lange die Arbeiter theile der jetzigen Versicherung verlustig gehen, und so entgegen. In den letzten Tagen hat es sich um die Abgrenzung nicht in ganz anderer Stärke als bisher ins Parlament werden allerhand Deputationen zu ftande gebracht, die der Vollmachten zwischen bürgerlicher und firchlicher Verwaltung einrücken. Und darum ist die Reform des Wahlrechts die maßgebenden Politiker beschwören sollen, ihnen doch ja die gehandelt, und bei dieser Gelegenheit hat sich Herr Fowler aufs von der Arbeitslosenfrage nicht zu trennen. Wohin diese freien Versicherungen nicht rauben zu lassen. Selbstverständlich Neue so weichgebacken gezeigt, daß der alte Gladstone und fein Trennung des politischen vom sozialen führt, zeigen die weiteren ist unter diesen Deputationen auch nicht ein einziger namhafter Lieutenant Harcourt einspringen mußten, um eine völlige Re- Ausführungen Hardie's. Er sprach, daß die Regierung nicht Arbeiter bezw. Gewerkschaftsführer die Sozialisten und Ar- bellion der Radikalen zu verhindern. Es handelt sich namentlich genug thue, die Kriegsflotte zu verstärken. Das ist der Parteibeitervertreter im Parlament haben sämmtlich für die Vorlage um vermögensrechtliche Auseinandersetzungen. Das bisher die kirch- ruf der Konservativen, die immer, wenn sie nicht an der Regiegestimmt aber in der Kapitalistenpresse wird nur um so lichen Organe die einzigen Verwaltungsorgane der Landgemeinden rung sind, mit derartigen Anklagen kommen. Außerdem baut größeres Aufheben von ihnen gemacht, und der manchesterlichste bildeten, so sind auch fast alle Stiftungen in ihren Händen. Die wollen man doch nicht Kriegsschiffe in's Blaue hinein. unter den politischen Parteiführern des Tages, Lord Salisbury, ste natürlich nicht aus den Händen geben, troydem es flar ist, er sich dagegen, daß man das Volk mit Fragen wie Entstaatempfängt eine nach der andern, um ihnen zu verkünden, daß er daß die meisten Stiftungen ihnen nur zugefallen, weil sie eben lichung der Kirche, Abschaffung des Hauses der Lords hinund seine Freunde ihr Bestes thun werden, die Freiheit zu bisher auch die weltlichen Vertreter der Gemeinden waren. Im halte. Ich will von den ersten beiden Fragen nicht reden, nur schüßen. Und da auch unter den Liberalen es nicht an Leuten übrigen sagte Gladstone gestern sehr richtig, daß die beständige der dritten seien noch einige Bemerkungen gewidmet. Der fehlt, die nur der Noth der Partei gehorchend, nicht dem Berufuug auf die von Sterbenden gemachten Stiftungen recht Londoner Grafschaftsrath hat verschiedene Straßenerweiterungen 2c. eigenen Trieb" für die Regierungsvorlage stimmten, so ist thr hinfällig sei. Man stelle dieselben als Atte außerordentlicher geplant, die sehr fostspielig sind und den Werth der betreffenden Schicksal zunächst noch ziemlich problematisch. Wohlthäsigkeit hin und als etwas besonderes Heiliges, man solle umliegenden Grundstücke bedeutend erhöhen werden. Er will doch aber nicht vergessen, daß die Verschenkungen vom Todbett nun, daß die Gigner dieser Grundstücke dafür durch eine aus das geringste Opfer, das unter solchen Umständen möglich entsprechende, von Sachverständigen zu bemessende Abgabe zu den ist, bildeten. Kosten der Verbesserung beitragen. Gewiß nur recht und billig, und das Haus der Gemeinen hat auch einem entsprechenden Gesetz seine Zustimmung gegeben. Aber dem Haus der Lords besser, der Landlords- beliebt es, dem Gesetz zu opponiren, und da es sich vorwiegend um Verbesserungen im Verkehrszentrum Londons handelt, an denen die Bourgeoisie hervorragend intereffirt ist, hat der Grafschaftsrath erklärt, zu streifen, d. h. die Verbesserungen nicht zu unternehmen, bis die Lords ihren Widerstand aufgegeben. Dadurch entgeht allerdings den Arbeitslosen ein gut Theil Beschäftigungsmöglichkeit, aber als Sozialist würde ich doch lieber die Verantwortung dafür dahin schieben, wo sie wirklich liegt, statt sie auf den Grafschaftsrath abzuladen. Kurz, ich glaube, Keir Hardie ist auf einem Wege, der, wenn so weiter befolgt, weder dem Sozialismus im Allgemeinen, noch den Arbeitslosen im Besonderen sich als fördernd erweisen wird, und will nur hoffen, daß er bald von der Idee, die soziale Frage als ausschließlich ökonomische behandeln zu wollen, zurückkommt. Seine uns sonst durchaus sympathische Unabhängigkeit den Liberalen gegenüber brauchte dadurch in feiner Weise Eintrag zu erleiden. Die Gemeinde 2c. Vertretungs- Vorlage ist ebenfalls nicht ohne Werth für die Arbeiterklasse. Durch fie würde der bis jetzt fast ganz rechtlose ländliche Arbeiter endlich Gelegenheit bekommen, ein fräftiges Wort in die Verwaltung der Keir Hardie hat in dieser Session schon wiederholt die Gemeindeangelegenheiten dreinzureden. Es handelt sich dabei Frage der Arbeitslosen zur Sprache gebracht und von der nicht etwa nur um Wege- Instandhaltung und dergleichen. Das Regierung und dem Parlament einen Tag zur Berathung der Gesetz giebt den zu schaffenden Gemeinden- und Distriksräthen Frage verlangt, aber nicht bewilligt erhalten. Die Regierung ziemlich weitgehende Vollmachten in Bezug auf zwangsweise An- hat auch dieses Jahr wieder ein Zirtular an die Munizipal käufe von Land behuss billiger Verpachtung in fleinen Loosen behörden Armenverwaltungen geschickt, worin fie an Landarbeiter( heute zahlen die Arbeiter für solche kleine Land- die verschiedenen Maßnahmen, die sich gegenüber der stücke oft das Drei- und Vierfache, was kapitalistische Bächter für Arbeitslosigkeit empfehlen, empfehlen, aufzählt, zu ihrer Inangriff gleiches Land zahlen), sowie in bezug auf den Bau von Arbeiter- nahme in Nothfällen ermuthigt und sich bereit erklärt, ihre Zuwohnungen, die den Ansprüchen der Hygiene entsprechen u. s. w.stimmung zur Aufnahme von Darlehen zu diesen Zwecken zu Mit alledem wird oder würde es nicht allzuviel gegen den Zug ertheilen. Damit glaubt sie das Ihrige gethan zu haben, zumal der Arbeiter vom Land in die Städte ausrichten. Gegen eine Reihe sie absolut fein gesetzliches Mittel an der Hand habe, die Gevon Faktoren, die auf ihn hinwirken, würde es auch versagen, meinden zur Aufnahme von Nothstandsarbeiten und dergleichen aber es würde doch die Handhabe bieten, dieser Strömung nach zu zwingen. Die örtlichen Verwaltungen zc. aber seien die Möglichkeit und ohne Belästigung der Arbeiter entgegenzuwirken, geeignetsten Instanzen, die Frage der Arbeitslosen in die Hand sowie die Lage der Zurückbleibenden in ökonomischer und allge zu nehmen. meiner sozialer Hinsicht zu verbessern. Die Konservativen scheuen sich deshalb auch, es offen au bekämpfen. Wie sie darüber denken, hat Lord Salisbury seiner Zeit ausgeplaudert, als er wegwerfend äußerte, ein Zirkus würde den Landarbeitern mehr Vergnügen machen als ein eigener Gemeinderath. Dieser wißig sein sollende Ausspruch ist des Mannes würdig, *) Wegen Raummangel verspätet. Sonntagsplauderet. Formell ist das alles sehr richtig, aber über Formalitäten nicht verhungern zu wollen, ist nicht minder berechtigt. Keir Hardie hatte also durchaus Recht, sich mit dieser Antwort nicht zufrieden zu geben. Sind die Gemeinden nicht im stande, dem Nothstand zu begegnen, oder fehlt es ihnen an der nöthigen Lust dazu, so ist es Sache einer Regierung, welche die Interessen der Arbeiter au vertreten behauptet, ihrerseits die Sache in die Hand zu nehmen, und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. " 1 London, 14. Dezember 1893. Vorgestern hat Reir Hardie nun doch eine ArbeitslosenDebatte im Parlament durchgesetzt, allerdings ohne daß es zu mehr als dem Austausch von Allgemeinheiten gekommen wäre. Hardie's Rede war, soweit sie sich auf die Schilderung der hat ein Vaterland, und die Besitzenden, gleichviel, ob fie in eine eigene Sache; und der reiche Millionenerbe kann Korn machen oder in Papieren, haben die Pflicht, sich eng hämisch und verächtlich auf den Hunderttausendthalermann Es ist gesche hen! Mit schwerem Sorgenpack beladen zusammenzuschließen, nicht sich zu entzweien, wofern sie für herabsehen und ihn abkanzeln: Du hast noch lange nichts ziehen die armen, gekränkten Bauern heim, nordwärts der ihr Vaterland einstehen. Es war herzbeweglich zu sehen, bei uns zu suchen, die wir uns an's Vaterland, an's theure, Graf Kanig und nach dem Süden der gute Luz. Ihnen wie Herr v. Bennigsen den Sturm zu beschwören suchte. angeschlossen haben. Von dem Wiener Bankier Königsbringen die Reichstagsferien keine Ruhe; nicht friedlich Flehentlich wandte er sich nach der rechten, fummervoll nach warter, der um seiner Verdienste" willen zum Baron und wärmend scheint ihnen der Kerzenglanz auf grünen der linken Seite der Bejizenden und die beiden wider gemacht wurde, wird folgende bezeichnende Anekdote Weihnachtsbäumen; kein freudiges Gläserklingen ertönt, strebenden vaterländischen Hälften suchte er zusammenzu erzählt: Man sprach davon, wie manch' ansehn wenn der knusperig gebratene Truthahn auf die festtägliche leimen. liches Vermögen von der Börse im Nu verschluckt Tafel kommt. In Thränen essen sie das Brot, das sie Sein prophetisches Gemüth malte Grauen und an- werde." Das kommit davon", sagte Herr Königswarter, ihren Landesgenossen, die nicht den Acker bebauen, niemals archischen Schrecken für die unfolgsamen Buben, dem grund wenn jeder Lump, der mit einer Million an die Börse zu sehr vertheuern können. Und da sollen sie faltes Blut bejißenden Max und dem kouponabschneidenden Moritz, die geht, sich schon einbildet, er sei ein Millionär". Für den bewahren und fein heilsamer Fluch über die verkehrte doch das Vaterland bedeuten. Als Herr v. Bennigsen noch Großmillionär war der Mann mit nur einer Million ein Ordnung der Dinge sollte über ihre Lippen kommen? dem Nationalverein vorstand, da pflegte man noch in dem armseliger Lump, ein frecher Eindringling. Aus solchen Vaterländische Gemeinsamkeit ist eine schöne Sache; aber Liede mit der Frage: Was ist des Deutschen Vaterland?" Borstellungen heraus ist auch der Vaterlandsbegriff eines der Teufel hole fie, wenn man in seinem Geschäft gestört die Antwort zu geben: Sein Vaterland muß größer sein!" Bennigsen und vieler anderer zu erklären. Die engsten wird, denkt jeder echte Bündler. Wer nicht dafür sorgt, daß Das ist heute anders geworden. Heute schließt man die Klassenbedürfnisse, das ist ihre Welt. Wer für sie sorgt, mein Rentengenuß wachse fort mit ihm. ungeheuren Mengen der Besitlosen und Beladenen von der ist der Heimathsgenosse. Jeder andere ist ein Frevler. Wenn irgend ein verzweifelter Plebejer" eine anti- Gemeinsamkeit aus und heute fingen die um Bennigsen: Wenn neue eroberungstüchtige Geschlechter aufsteigen, das dynastische Aeußerung thut, ins Loch mit ihm, schreit der Lieb Vaterland, magst kleiner sein, aber wahre uns die erfüllt sie mit Entseßen. Wenn diese Geschlechter, denen staatserhaltende Landwirth. Wenn aber internationale Eintracht der Besitzenden vor dem Ansturm der begehrlichen man Jahrhunderte lang in Wahrheit eine Heimath verHandels- und Verkehrserleichterungen sein Profitchen nur Bejizlosen! wehrt hat, sich nun selber eine Heimath einrichten wollen, einigermaßen beschneiden Graf Caprivi wird ja diesen Einstmals fangen die um Bennigsen und bierselig und menschenwürdig und wohnlich, eine Heimath, die den Herrschaften nicht allzuwehe thun wollen dann ist die thränenfeucht schüttelten sie einander in solchen Momenten Nachbar, auch wenn er in fremder Zunge spricht, nicht vielgerühmte bäuerliche Treue gegen das angestammte feierlich die Hände: Ein jeder echte deutsche Mann soll beengt und bedrückt und ihm nicht die Luft zum Athmen Herrscherhaus vergessen. Eine kleine, versteckt angebrachte Freund, soll Bruder heißen!" und heute, da neue welt- benimmt, dann nimmt es kein Ende mit den PropheMajestätsbeleidigung befreit das junkerliche Bauerngemüth bürgerliche Ideale das Herz der vorwärtsstrebenden zeiungen vom Unheil, von Gewalt und Verbrechen. Gevom Groll und Aerger und nebenbei: wie steht man mann- Menschheit bewegen, wird selbst das beschränkt- nationale schieht irgendwo in der Welt eine dumme Büberei, macht haft da vor seinen erstaunten Genossen! Ideal also gedeutet: Echt aber ist der deutsche Mann, der das Verbrechen irgend eines Jdioten von sich reden, da Mit tiefinnerlicher Betrübniß mußte das Herr über zahlreiche Hektar Boden, oder über einen schweren kommen die bedächtigen und neunmal weisen Zeichenv. Bennigsen erleben. Er wollte Del über die empörten Haufen blanken Goldes gebietet. Wie soll man denn deuter und verkünden Schreckliches über Schreckliches, Wogen gießen und es gelang ihm nicht. Der vaterländi anders die fromme Moral vom Vaterland der Besitzenden und Iamentiren: Das Vaterland ist in Gefahr! schen Gemeinsamkeit war auch sein Stoßgebet gewidmet, und deuten? Wo fängt das Anrecht an's Vaterland an? Nationale Schutzwehr herbei! Wo sind die Ausnahmein seiner Herzensangst legte der alte Mann eine rührende Wer über ein paar Hektar Landes herrscht, kann paragraphen? Ausnahmeparagraphen her!" Beichte darüber ab, was er unter vaterländischer Gemeinsamkeit der armselige Tropf nicht morgen oder übermorgen schon Vaterland! Natürlich, das Vaterland, das sie meinen, verstehe. Ganz naiv that er das Geständniß: Wer im Besiz ist, vom Mächtigeren aufgespeist sein? Mit dem Besiz ist es das ihnen Privilegien, Herrschaft und Willkür sichert. " 1 Das leichter machen als bisher u. f. w. u. f. w. = " er Arbeitslosigkeit und die Nothwendigkeit von Gegenmitteln bezog, I in Paraguay." Von einer Diskussion nahm die Versammlung| geeignet, der thatsächlich einer Zwangsjade ähnlich sehe. Die recht gut, seine Vorschläge dagegen, bezw. seine Andeutungen Abstand und ging zum gemüthlichen Theil des Abends über. Regierung habe es in der Hand, auf Grund der bestehenden Gedarüber, was geschehen solle, bewegten sich auf der in meinem Ichten Brief charakteriſirten Linie, und trifft auf sie zu, was ich dort Gesundbrunnen, hielt am 7. Dezember in Reinickendorf eine wesen, zu beseitigen; seit 20 Jahren habe der Berband gegen diese Art Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein, Filiale werbe- Ordnung die schreienden Mißstände, besonders das Lehrlingsder Ausbeutung sowie gegen die drückende Konkurrenz der Foster, hielt eine Beschwichtigungsrede. Nothstand sei da, aber anderversammlung ab, in der Fräulein Baader über den Beamten- und Militärmusifer durch Petitionen u. f. w. gekämpft. nicht so groß als Keir Hardie meine, 1886 und 1887 sei es englischen Kohlenstreik referirte. Rednerin betonte den Nugen e sei bekannt, daß in Berlin ca. 20 Institute bestehen, die bis schlimmer gewesen. Viel Arbeitslosigkeit sei durch den großen der Gewerkschaften und wies darauf hin, daß nur die festLockout der Bergarbeiter verursacht worden, nun derselbe vor geschlossene Organisation der englischen Arbeiter Den Siegel zu 60 Lehrlinge und dabei einen oder zwei Gehilfen haben, vormöglichte, worüber auch die Regierung informirt sei. Der Minister über, fange sich das Geschäft allmälig zu heben an. Für die möglichte, der ganz gewiß nicht ohne Rückwirkung auch auf mehr geeignet als die Zentralregierung, viele hätten bereits solche Frauen der Streifenden bei all dem Elend, das durch Verbandes ausgesprochen. Die Vorlage, welche einen UnterVeranstaltung von Nothstand arbeiten seien die Lokalbehörden unsere Verhältnisse sei. Sie hob aber auch hervor, wie die D. Berlepsch habe sich selber mißbilligend über diese„ Schweinewirthschaft" in einer Audienz gegenüber einigen Vertretern des in die Hand genommen und die Regierung werde jedes derartige fondern ihre Männer aufmunterten, auszuhalten, und dies ihnen tünstlerische Interessen verfolgen, mache, sei in ihrer jezigen den Ausstand hervorgerufen, den Muth nicht sinken ließen, schied zwischen gewöhnlichen Musikern und solchen, welche höhere Unternehmen, wo nöthig, unterstügen. Desgleichen in bezug auf die Veranstaltungen zur Arbeitsvermittlung. Die Regierung sei gewiß zur unvergänglichen Ehre gereiche. Auch sie, die Frauen, Gestalt unbrauchbar( Beifall und Widerspruch). Steinide bebereits dabei, die Arbeitszeit in ihren Werkstätten zu reduziren. hatten sich, das Wort gegeben, entweder zu ſiegen oder unterSie halte auch mit Keir Hardie die stärkere Bebauung des zugehen, nimmermehr aber den Ausbeuterthum nachzugeben. Die merkt, daß es schwierig sei, bei den Musikern zu bestimmen, wer Bodens in England für sehr wünschenswerth, aber dies sei nicht Vortragende sprach dann über den jetzt beendeten Streit der nach der Fassung des Entwurfs Gewerbetreibender sei. Bei der so leicht zu machen, gerade das jetzt dem Parlament vorliegende Arbeiterinnen einer Reinickendorfer Silberwaaren- Fabrit. Gine Audienz habe er den Minister darauf aufmerksam gemacht, so leicht zu machen, gerade das jetzt dem Parlament vorliegende anregende Diskussion war deshalb vorauszusehen; jedoch der habe, der ein Musikgeschäft annimmt. Das ergebe aber eigenthüm sei ein Schritt in dieser Richtung, es werde den Arbeitern die Gendarm Klötsch mußte wohl ein zu spätnächtliches Nachhause- liche Konsequenzen; heute sei er, Redner, unter Leitung eines Kollegen, Gesetz zur Einrichtung von Pfarrei und Distriktsräthen anregende Diskussion war deshalb vorauszusehen; jedoch der worauf Herr v. Berlepsch den als Gewerbetreibenden bezeichnet tommen deutscher Frauen und Jungfrauen nicht für sittsam Erlangung von Grund und Boden behufs eigener Bearbeitung halten, denn er löfte die Bersammlung um 1/210 Uhr auf. Der der infolge dessen der Fachgenossenschaft angehören müſſe, morgen nehme er ein Musikgeschäft an, werde dadurch Gewerbetreibender Nachdem noch eine ganze Anzahl Redner gesprochen, wurde Vorwärts" berichtete ja bereits die näheren Umstände, wie sie und Mitglied der Fachgenossenschaft, sein gestriger Meister könne der Antrag Hardie's, die Tagesordnung( Spezialberathung des zu unserem Heil getroffen wurden. heute event. schon sein Geselle sein!( Große Heiterfeit!) Pfarrei zc. Vertretungs Gesezes) behufs Spezialberathung der In einer Kürschnerversammlung, die am 10. d. M. Graß( Freie Vereinigung) erklärt sich gegen den Entwurf; Arbeitslosenfrage zu vertagen, mit 175 gegen 35 Stimmen ab- tagte, legte Kollege Wier die Abrechnung vom diesjährigen nach Annahme desselben werde die Lehrlingszüchterei in vergelehnt. Die Minorität bestand aus 20 Konservativen, 2 liberalen Streit vor. Es betrugen die Einnahmen 4403,23 m., die Aus: änderter Form weiter bestehen. Die Regierung könnte die BeUnionisten, 12 Liberalen resp. Radikalen und 1 Parnellit. Nicht gaben beliefen sich auf 4299,65 W., so daß ein Ueberschuß von amtenkonkurrenz beseitigen, wenn sie den Beamten höheren Geein Arbeiterabgeordneter stimmte für Hardie's Antrag. Burns 103,58 m. verblieb. Im weiteren führte Redner an, daß halt zahlen wollte. Die Musiter sollten sich mit der Arbeiter: und Woods sind krank, beide infolge von Ueberanstrengung. 24 Listen noch ausstehen. Die Betreffenden wären wiederholt schaft solidarisch erklären und mit dafür eintreten, daß dem Andere fehlten aus anderen Gründen, und die im Haus waren, schriftlich aufgefordert worden, die Listen und Gelder abzuliefern, Arbeiter durch Verkürzung der Arbeitszeit Gelegenheit geflimmten gegen den Antrag. Desgleichen eine Anzahl von sie hätten dieses bis jetzt aber noch nicht gethan. Von mehreren boten würde, auch an den Wochentagen an musikalischen GeRadikalen, die sonst mit den Arbeitern zu stimmen pflegen. Sie Rednern wurde betont, die Namen dieser Personen zu veröffent nüssen theilzunehmen. Die nachfolgenden Redner polemisiren würden dies schwerlich gethan haben, wenn die Sache nicht durch lichen und wurde sodann ein diesbezüglicher Antrag an in ihrer Mehrheit gegen die jetzige Fassung des Entwurfs. verschiedene Ungeschicklichkeiten selbst in Arbeiterkreisen dis genommen. Hierauf wird gegen eine starke Minderheit eine Resolution anTreditirt wäre. Kollege Went erstattete als Revisor Bericht, daß die genommen und eine 15gliedrige Kommission beauftragt, die Bücher und Belege in bester Ordnung und Richtig: Wünsche der Musiker zu formuliren und einer späteren Verfeit befunden feien und wurde darauf dem Kassirer jammlung zur Beschlußfassung vorzulegen. Die Resolution Decharge ertheilt. Hierauf wurde ein Antrag angenommen, dem lautet: Die Versammlung erklärt sich im allgemeinen mit den Kassirer 50 Mart für seine Bemühungen zu erstatten. Der Vorschlägen des preußischen Handelsministers, die Fachgenossenübrige Betrag sollte sodann nach Abzug der noch zu begleichenden schaften resp. die Regelung des Lehrlingswesens im MuſicerKosten für die im Vorwärts" zu veröffentlichende Abrechnung, stande betreffend, einverstanden und beauftragt eine aus ihrer dem Verband überwiesen werden. Punkt 2, Bericht des Ver Mitte gewählte Kommission von 15 Mitgliedern, die Vorschläge treters bei der Gewerkschaftskommission mußte, da derselbe nicht des Herrn Ministers zu berathen, das Ergebniß einer neu em anwesend war, vertagt werden. Es wurden sodann die Kollegen zuberufenden Versammlung vorzulegen und nach Genehmigung Springer, Rühl, Potnatti als Revisoren der Vertrauensleute dem fönigl. Polizeipräsidium zur weiteren Veranlassung einzubestimint. Kollege Hübner brachte sodann den Boykott der reichen." Charitee zur Sprache und forderte die Kollegen auf, in Krankheitsfällen diese Musterheilanstalt zu meiden, bis menschliche Zustände 10. b. M., in Rixdorf stattfinden. Als der Einberufer vier MiEine öffentliche Versammlung sollte am Sonntag, den dort eingeführt seien. Nachdem der Vorsigende aufgefordert nuten vor Ablauf der Stunde Wartezeit die Versammlung er batte, die nächste öffentliche Versammlung, welche am 21. Januar öffnen wollte, untersagte der anwesende Beamte dieses, weil bei Bolg, Alte Jakobstr. 75, stattfindet, rege zu besuchen, erfolgte feine Uhr schon zwei Minuten über die Frist hinaus zeigte. Schluß der Versammlung. Alles Protestiren half nichts, der Beamte bestand auf seiner BeVersammlungen. # " Der sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Ber. Der sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Ber: liner Reichstags- Wahlkreis hielt am 15. d. M. eine außer ordentliche Generalversammlung ab. Nach einem Vortrage des Reichstags Abgeordneten Kleez- Magdeburg über die Noth: wentigkeit der politischen Organisation, der recht beifällig auf genommen wurde, stand zur Tagesordnung die Bestätigung der von den Abtheilungsführern vorzuschlagenden Bezirksführer. Da über hundert Genoffen in Vorschlag zu bringen waren, so wurde aus taktischen Gründen beschlossen, daß die Abtheilungsführer dem Vereinsvorstande ihre Vorschläge zu machen haben und diefer zu ermächtigen sei, die Vorgeschlagenen zu bestätigen. Auch wurde der Vorstand beauftragt, eine Versammlung der BezirksI eiter zur Juformation derselben über den Organisationsplan zu Die Kistenmacher hielten am 19. Dezember eine gut behauptung. Eine Vergleichung die sofort nachher mit der Bahnveranlassen. Zur Tagesordnung stand ferner Beschlußfaffung suchte Versammlung ab, in der Mattutat unter regem Beifall hofs- Uhr in Rigdorf vorgenommen wurde, zeigte, daß die Uhr über die Ausgabe der Protokolle von den Verhandlungen des Kölner über Voltserziehung und Volksbildung sprach. An der Dis- des Einberufers richtig ging, der Beamte also im Unrecht war. Parteitages an die Mitglieder. Nach einem längeren Meinungsaus. fussion betheiligten sich Tschernig, Grunow und Torfstecher. Nun verlangte der Herr auch, daß die Anwesenden das Lokal tausch beschloß die Versammlung, von denjenigen Mitgliedern, welche Sodann erklärte die Versammlung ihre Zustimmung zu einer perlaffen sollten. Es wurde ihm bedeutet, daß er zu diesem Vergewillt sind, sich das Protokoll anzuschaffen, eine Extrasteuer von vom Fabrikantenverein vorgelegten Petition an die Regierung. langen nur bei einer Auflösung berechtigt sei, aber man war 20 Pf. zu erheben. Auch wurden 200 M. zur Landagitation be- In dieser Petition wird der Austritt der Kistenmacher aus der genöthigt, dem Befehl der hohen Obrigkeit nachzukommen. Troßwilligt. Tas Stiftungsfest des Vereins findet am 10. Februar Allgemeinen Ortstaffe gewerblicher Arbeiter und Aufnahme der dem wurde der Zweck der Versammlung. Gründung einer Ver waltungsstelle des Verbandes der Sattler und Tapezierer, erreicht. 11. J. in den Germania- Sälen( Chausseestraße) statt. Die Wahl selben in die Ortskrankenkasse der Tischler verlangt. Die anwesenden Kollegen begaben sich in ein Nebenzimmer und einer Vergnügungskommission wurde dem Vorstande überwiesen. Eine materielle Unterstützung des Streits der Arbeiter in des deutschen Holzarbeiter Verbandes, in der traten bet, so daß mit den bereits vorhandenen Mitgliedern eine Eine gut besuchte Vertrauensmänner- Versammlung füllten hier die Beitrittsscheine zum Verbande aus. 12 Rollegen mechanischen Schuhfabriken aus der Vereinskaffe wurde abge Wiedemann über die Organisation der Vertrauensmänner referirte, genügende Anzahl zur Bildung einer Verwaltungsstelle zu Ichnt, eine Betheiligung an den Listensammlungen dagegen zu tagte am 11. Dezember. In der Diskussion, die dem mit Beifall fammen fam. Die nächste Vereinsversammlung findet am Sonngefagt. Vom Vorftande wurde beantragt, den Bereinskassirer aufgenommenen Vortrage folgte, wurden die verschiedensten Miß- abend, den 16. Dezember, Abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn vierteljährlich 30 Mt. Mankogelder zu bewilligen. Genosse Gleinert stände zu Tage gefördert. So wurde über die Werkstätte von Schimkäse, Bergstr. 142, statt. Die Kollegen aus Rixdorf und lehnte die Annahme ab und ging die Versammlung über den Trempenau, Eisenbahnstr. 13 berichtet, daß dort Tischler, auch die Berliner Kollegen werden gebeten, diese Versammlung Antrag zur Tagesordnung über. Ein ausgesprochener Wunsch Drechsler und Bildhauer in der Weise beschäftigt werden, daß recht zahlreich zu besuchen. Es ist die Einrichtung getroffen, daß des Vorstandes ging dahin, daß die Hinterbliebenen verstorbener über jede dieser Arbeiterkategorien ein Meister formell als in den Vereinsversammlungen, die vom nächsten Sonnabend an Vereinsmitglieder, welche bei den Begräbnissen der Tröstungen Arbeitgeber figurirt. Durch dies System profitirt der Fabrikant alle 14 Tage im genannten Lokal stattfinden, Beiträge der Zentraleines Geistlichen nicht entrathen zu können glauben, dies dem insoweit, als er die Beiträge zur Alters- und Invaliditäts- kaffe der Tapezirer angenommen werden. Borstande bekannt geben möchten. Dieser balte es für seine versicherung, sowie zur Krankenkasse von sich auf die Meister Pflicht, tem Sarge eines verstorbenen Vereinsmitgliedes einen abwälzt. Zum Schluß wurde auf die am 27. Dezember stattStrang mit rother Schleife folgen zu lassen, welcher Umstand findende Versammlung der Ortskrankenkasse der Tischler und leicht bei der gleichzeitigen Gefolgschaft eines Geistlichen zu Un Bianofortearbeiter aufmerksam gemacht. In derselben steht die annehnlichkeiten führen könne. Delegirtenwahl auf der Tagesordnung. Eine öffentliche Verfammlung der Ost- und Westpreußen tagte am 8. Dezember. Genosse Saffenbach hielt einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag über:" Die Jesuiten und Spur war, daß 3 damit die Arvon der GeIn Steglitz fand am 14. Dezember eine sehr gut besuchte öffentliche Gemeindewähler- Bersammlung statt, Genosse Meßner aus Berlin legte in längerem Referate dar, warum es für unsere Partei erforderlich ist, sich an den Kommunalwahlen zu betheiiigen. Genosse Kaspar ging dann des Näheren darauf ein, in Norden Berlins zwecks Fortsetzung der Diskussion der Ver- verfahren. Diese Versammlung, in der ein so wichtiger Gegen Eine Versammlung der Maurer tagte am 14. d. M. im welcher Weise die Behörden in Steglit den Arbeitern gegenüber fammlung vom 12. November( Berichterstattung vom Kölner stand, wie die Gemeinde Angelegenheiten zur Berathung stehe Parteitage) und Besprechung der Baubuden. Der letztere Punkt und zu der auch mehrere( bürgerliche) Gemeindevertreter einMan staunt manchmal nicht wenig, wenn man sieht, wurde zuerst erörtert, da der frühere Referent bezw. Bericht- geladen feien, dürfe nur bis 11 Uhr tagen; dann verlange die an welchen Stellen anarchische Willfür als gutverbrieftes erstatter vom Parteitage, Genosse Keßler, bei Gröffnung der Polizei Schluß. Der Termin zur Wahl sei im Geheimen festBersammlung noch nicht anwesend war. Ueber die Berliner gefeßt und eine Weile geheim gehalten worden. Auch sonst Recht gilt und in welcher Weise das evangelische Wort vom Baubuden, soweit solche überhaupt vorhanden sind, ist von jeher werde möglichst viel geheim verhandelt, so im vorigen Winter Arbeiter, der seines Lohnes werth ist, aufgefaßt und er die größte Klage geführt worden, und wurden auch diesmal auch die Resolution der Arbeitslosen, läutert wird. Als Herr Bürgermeister Belle noch jung war wieder die lebhaftesten Klagen laut über die Zustände der Bau- beiter ja nicht erfahren, wie die Herren und noch nicht solch ehrwürdig- schönen Bart trug, wie buden. Auf vielen Bauten vertritt infolge des herrschenden meindevertretung gegen fie in Wirklichkeit gesinnt sind. jezt, da war er auch zu Zeiten Schriftsteller. Lang, Markensystems der Budiker die Baubuden, wie denn überhaupt Ein eigenthümliches Verfahren beliebten die Herren bei lang ist's her! Damals war er noch nicht das gravitätische die Markenfrage und die Baubudenfrage in engem Zusammen Vergebung der städtischen Bauten. Den Schulhausbau an der Oberhaupt der Stadt Berlin; damals war er noch nicht bange stehen. Allgemein wurde betont, daß an diefen Verhält Plantagenstraße habe man demselben Bau- Unternehmer über Fordenbeck's würdiger Nachfolger und es quälte ihn noch niffen nichts geändert werden würde, so lange die Maurer der tragen, der auch bei dem Bau des Gymnasiums, von dem nachnicht die angstvolle Frage: Wie schaffe ich der Bürgerschaft Behörden auszuüben vermögen. Da Keßler mittlerweise er erhielt und dann nach Fertigstellung des Baues noch eine be Organisation fernbleiben und demzufolge feinen Druck auf die her die Thürmchen abfielen, als Mindestfordernder den Buschlag den nothwendigen, allerhöchsten Schuß und wie befriedige fchienen war, so trat die Bersammlung in den ersten Punkt der deutende Nachtragssumme bewilligt erhielt. Das fehe aus, als ich die ästhetischen Wünsche am raschesten, die wir vom Tagesordnung ein. Reßler gab ein kurzes Resumee feines ob die Herren mit den städtischen Geldern in erster Linie ihren Schloß aus überbracht werden. Damals war Herr Belle feinerzeitigen Vortrages zur Einleitung der Diskussion. In der Bekannten große Verdienste zuzuwenden bestrebt seien. Redner noch ein freier Mann und durfte fingen; felben legte Jezorte das Hauptgewicht auf die geißelt des weiteren Mißfände, die im Amtsgebäude und in der mitunter entrang fich feiner Seele eine Gewerkschaftsbewegung, während Blaurod und Reßler Gemeindeschule hervorgetreten, und fordert dann die Arbeiter Meinung von jenem Humor, der aus dem Mitleid der die Gewerkschaftsbewegung auf, in das Gemeindekollegium eigene Vertreter zu wählen, denen mit der dürftigen Kreatur geboren ist. Er selber hat seine die lettere schließlich die ansschlaggebende sei. Schigolski zu ziehen, die jezt vor der Arbeiterschaft geheim gehalten würden. neben der politischen Bewegung nothwendig, daß aber es wenigstens möglich sein werde, Dinge an die Deffentlichkeit Jugendthorheiten wohl schon vergessen; und wenn er sich wünschte, daß aus der Maurerbewegung alle leitenden Die Versammlung proflamirt hierauf zunächst die Kandidaten, ihrer erinnert, so thut er's vielleicht, wie man sich flüchtig Berfonen entfernt werden, die nicht mit Hammer und und zwar für den ersten Bezirk Genossen Töpfer einer alten, längst verlorenen Jugendliebe erinnert. Er ist Kelle arbeiten, und befürwortete die Organisation. Jänsch Gustav Mittag, Schildhornstr. 78, und für den heute wie nennt man's doch?- ein hochmögender wandte sich in energischer Weise gegen Kaufmann und fand die zweiten Bezirt Genossen Buchdrucker Franz Realpolitiker geworden. Das hat er vorgezogen vor dem zumeist persönliche Debatte ihren Abschluß in einem Schlußworte Herrmann, Adolfstr. 4. Loos, ein idealistischer deutscher Novellendichter zu werden. Seßler's, welcher seinen Widersachern nichts schuldig blieb. Bei der Fortsetzung der Diskussion nahmen zwei der einAls Herr hält er's mit den Herrschenden; und er legt den Ein positives Ergebniß hatte die Debatte nicht. Ein Untergeladenen Gemeindevertreter, die Herren Hinge und West al, das Spruch: der Arbeiter ist seines Lohnes werth, also aus überwiesen. Zur Stärkung des Generalfonds wurde angeregt, würfe zurückzuweisen, womit sie indessen nicht viel Glück hatten, stügungsgesuch des Kollegen Wander wurde den Vertrauensmännern Wort, um einzelne vom Genossen Raspar ausgesprochene VorDu, städtischer Arbeiter! So lange Du arbeiten kannst, angesichts der schlechten wirthschaftlichen Verhältniffe 15 bezw. da die Genossen im Stande waren, ihnen fofort mit Beweis gebe ich Dir die ortsüblichen paar Groschen. Wenn Du 10- Pfennig- Marten einzuführen neben den 25. und 50- Pfennig material entgegenzutreten. Herr Hinge drückt außerdem, nach nicht arbeiten kannst, wenn Elementarereignisse eintreten, Marten. Einen diesbezüglichen Antrag erledigte die Bersamm- dem vor den Wahlen bei ben bürgerlichen Parteien stets üblichen wen zum Beispiel der Frost Erd- und Bauarbeit un lung durch Uebergang zur Tagesordnung. Nachdem noch zu Rezepte, fein Einverständniß mit einer Anzahl der sozialdemo möglich macht, dann kann ich nur mit den Achseln zucken zahlreichem Besuche der am Sonnabend, den 16. d. M., bei fratischen Forderungen aus. Er sagt z. B., über die Umgestalund muß Dich entlassen. Sieh zu, wie Du fortkommst und Brochnow, Sebastianstr. 39, stattfindenden zweiten öffentlichen tung des Submissionswesens lasse sich sprechen; aber die GemeindeDich durchschlägst! Thut doch jeder Maurermeister das Versammlung für Männer und Frauen aufgefordert war, erfolgte vertretung fönne feine Aenderung darin herbeiführen, der Gefelbe." Alle Herrlichkeit der Manchesterweisheit ist damit Schluß der Versammlung. meindevorstand schreibe ja keine allgemeine Submission aus, erschlossen. Der Arbeiter ist seines Lohnes werth, so lange fammlung der Berufsmusiker tagte am 14. Dezember im Hand- auf. Daß ferner den Schulkindern, die zum Theil einen weiten Eine von über 600 Personen besuchte öffentliche Ver- sondern fordere nur bestimmte Firmen zur Abgabe von Geboten ich ihm gnädig Arbeitsgelegenheit bewillige. Was kümmert werkersaal, um sich mit den Vorschlägen des preußischen Handels- Weg bis zur Schule haben, warmnes Frühstück verabreicht werde, mich im Uebrigen sein Elend im Winterfrost? Der ministers beziehungsweise der Organisation des Handwerks zu be- dafür müffe ja jeder sein, der ein Herz habe aber, wo solle Kummer seiner Angehörigen, die Noth seiner Rin- fchäftigen. Der Referent, Redakteur Wolf, empfahl die Vor- das Geld dazu herkommen? der, die in Verbitterung heranwachsen? Warum schläge, die im Wesentlichen auch für den Musiterstand annehmbar In der Erwiderung mußte Manches, was den Herren noch soll die Stadtverwaltung gegen ihre Arbeiter humaner feien. Etwaige Menderungen folle man durch eine Kommission bätte gefagt werden. fönnen, zurückgehalten werden, weil der fein, als der private Maurermeister Lübecke? vorberathen lassen, eine später einzuberufende Versammlung folle Gendarm um 11 Uhr erklärte:„ Die Versammlung ist geschlossen." Warum soll das Haupt der Verwaltung mit dem Beispiel dann endgiltig darüber entscheiden. Der Bentralausschuß der Auf das Ungerechtfertigte dieser Polizeimaßregel batte Genoffe humaner Grundsäße vorangehen. Geschah es denn aus Berliner Innungen habe sich zu den Vorschlägen im Großen und Megner noch in ein paar Worten hingewiesen, indem er be seiner bösen Absicht, daß Frost und Kälte tamen? Ja, Sandwerksmeister werde zu denselben Schlüffen kommen. Redner entschieden habe, daß im Bereinsgefeß nichts über den Schluß Ganzen zustimmend geäußert, auch die Kommission der freien merkte, daß schon Ende der sechziger Jahre das Rammergericht warum? Den möchte ich sehen, der mich zur Anerkennung hofft, daß der Entwurf die Schäden und Mängel, auch des der Versammlungen verordnet fei, und es daher im Belieben der freier Menschlichkeit zwingen taun. Mufitergewerbes, befeitigen werde.( Beifall.) Bunce, Präst- Bersammelten selbst liege zu schließen. Alpha. dent des Deutschen Musikerverbandes, hält den Entwurf für uns Central- Leihhans- Ausverkauf 72, Jägerstr. 72( when Kanonier- und Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. nen und 10 000 moderne Winter- Paletots und Winter- Anzüge wenig getragen zwischen Mauerstraße, parterre. 4864L* von Mk. 9, 12, 15, 20, 30 in besten Stoffen und neuesten Mustern Pracht- Exemplare). 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Die Agitations Kommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Achtung, Schuhmacher! Wir machen hiermit alle Kollegen aufmerksam, daß der Streik in den mechanischen Schuhfabriken von Simon Stern, Mauff, Klug und Buchholz fortdauert. Der Geist unter den Ausgesperrten ist ein sehr guter, namentlich unter den Zwickern und Zuschneidern. Wir werden festhalten an unseren Forderungen und die Arbeit nicht eher aufnehmen, bis wir zum Siege gelangt find. Darum appelliren wir an das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft Deutschlands und des Aus: lands, uns ihre Unterstützung nicht zu versagen, wenn nicht die Ausgesperrten in ihrer Energie geschwächt werden sollen. Sonntag. den 17 Dezember 1893. Gerichts- Beitung. Gewerbe- Gericht. worden. 10. Jahrg. auch in Nürnberg eine andere Praxis geübt zu werden, denn es ist spondenz unter Dölau geschrieben, daß die Taufe eines Kindes in dort jüngst den Frauen die Anwesenheit in einer Versammlung Caselwitz deshalb nicht vollzogen werden konnte, weil der Pfarrer nicht gestattet worden, in der ein Vortrag über die Bedeutung des nicht anwesend und man genöthigt war, die Taufe durch einen Fabrikinspektorats gehalten werden sollte. Die Aenderung der aus Greiz herbeigeholten Pfarrer vollziehen zu lassen. DesPraxis ist jedenfalls auf eine Aeußerung des Minifters des gleichen behandelte die Korrespondenz einen Trauaft, bei welchem Innern in der Abgeordnetenkammer zurückzuführen, der sich zu das Brautpaar sammt Gefolge ebenfalls unverrichteter Sache gunsten der schlechteren Münchener Gepflogenheit erklärte. In wieder heimkehren mußte, weil der Pfarrer gleichfalls nicht zu der Fabrik frohnden, dürfen die Frauen, darüber mitsprechen finden war und auch von einer Person, welche den Pfarrer beund mitbestimmen, in welcher Weise die Aussicht der Ueber- nachrichtigen sollte, nicht angetroffen worden ist. Leider war wachungs- Beamten zu geschehen hat, erlaubt man ihnen nicht. diesem Bericht ein Irrthum unterlaufen, der den Anlaß zur AnMit derartigen Maßnahmen wird man den Zweck, die Frauen flage gab. Der Pfarrer giebt den Sachverbalt zu, wie er hier dauernd dem sozialistischen Gifte" zu entziehen, nicht erreichen. geschildert wird; es fönnte ihm aber keine Schuld treffen, da er zu dieser Zeit beurlaubt gewesen sei, auch sei der ursprüngliche Termin der Trauung verschoben und dadurch ein Mißverständniß hervorgerufen des Auf Vorhalt Angeklagten Schenderlein, daß Abends, als das Brautpaar Don einem Spaziergang nach Hauſe tam, einen Brief vom Pfarrer in der Wohnung der Braut vorgefunden worden Rammer II. Vorsitzender: Affeffor fei, stellte der Pfarrer dies in Abrede, gab aber dann zu, daß von Schulz. Sizung vom 13. Dezember. es eine fleine Karte gewesen sein könnte, bis er, durch Zeugen Fräulein Schwentner, vertreten durch den Goldarbeiter überführt, eingestand, einen Brief geschrieben zu haben. Leider Faber, flagt gegen den Besitzer einer mechanischen Stickerei, fonnte der Inhalt dieses Briefes nicht mehr festgestellt werden. Herrn Mittendorfer. Sie bebauptet, der Beklagte sei ihr bei Bezüglich der Urheberschaft der fraglichen Korrespondenz konnte Aufgabe des Arbeitsverhältnisses, in welchem sie bei ihm gestan- Trognit teine Auskunft geben. Er glaubte nicht wider besseres den, 10,80 m. schuldig geblieben. Der Beklagte macht dagegen gel- Wissen gehandelt zu haben, hätte auch, da die Zuverlässigkeit tend, das Mädchen habe bei ihm das Ausschneiden von Stickereien des Korrespondenten ihm bekannt war, weniger Kontrolle geübt. Darum, Genossen, zeigt den Fabrikanten, daß die ganze erlernt, und ein Lehrmädchen erhalte feine Bezahlung. Dann wäre die Den Angeklagten Schenderlein schien man stark im Verdacht zu Arbeiterschaft hinter uns steht und uns materiell wie moralisch Angabe der Klägerin falsch, daß es für das Ausschneiden der haben, der Urheber der Korrespondenz zu sein. Der aufgebotene unterstüßt. Es sind noch 130 Kollegen im Ausstand, darunter Stickereien eines vier Meter langenStreifens 10 Pf. gebe, der aus seinen Beugenapparat aber konnte Belastendes gegen denselben nicht eine große Anzahl Familienväter, die am schwersten unter dem Büchern nachweisbare Lohn dafür sei nur 3 Pf. Klägerin würde, angeben. Der Angeklagte Schenderlein behauptet, eine wiffentDruck zu leiden haben. Wir fordern Euch nochmals auf, thue wenn ihr Anspruch auf die Bezahlung von 108 Streifen wirklich liche Verbreitung verleumderischer Schriften im Sinne des§ 187 ein jeder seine Pflicht und der Sieg wird unser sein. berechtigt wäre, nur 3,24 M. zu bekommen haben. Die Direktrice sich nicht schuldig gemacht zu haben, weil er am fraglichen Tage Wir bitten nochmals, den Zuzug fernzuhalten. des Beklagten, welche Fräulein Schw. angenommen hatte, be- erst gegen halb brei Uhr Kenntniß von der inkriminirten Buschriften und Gelder sind zu senden an R. Zemler, stätigt die Aussage desselten. Sie fügt hinzu, daß sie der Korrespondenz erhalten und infolgedessen die Ausgabe weiterer per Adr. Frau Bellin, Kaiserstr. 4. Klägerin gesagt habe, sie müsse das Ausschneiden erst Blätter verhindert habe; trotzdem beantragte die fürstl. StaatsDie Streiftommiffion. Ternen, wenn ſie es tönne, bekomme fie die Arbeit anwaltschaft die Bestrafung beider Angeklagten zu 9 Monaten Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. bezahlt. Klägerin habe sie, Beugin, bald um Bezahlung Gefängniß, Trognit wegen Vergehens gegen§ 186, Schenderlein Die Ueberlastung der Fabrikinspektoren ist an dieser 108 Streifen bestimmt zugesichert erhalten. Nur das Versprechen längerer Berathung seitens des Gerichtshofes wurde Trogniß zu angesprochen, nicht aber, wie dieselbe behaupte, solche für die wegen Vergehens gegen§ 187 des Strafgesetzbuchs. Stelle schon mehrfach gegeißelt und durch thatsächliche Beispiele habe Zeugin ihr gemacht, mit Herrn Mittendorfer darüber reden drei Monaten Gefängniß wegen Vergehens gegen§ 186 und erwiesen worden. So müßte die zeitraubende Kesselrevision unbedingt anderen Beamten übertragen werden. Eine geringe Er- zu wollen, ob sie schon Bezahlung erhalten solle oder nicht. Das Schenderlein wegen Bergehens gegen§ 187. zu 4 Monaten Geleichterung der Aufsichtsbeamten soll, wie die„ Berl. Pol. Nachr." zubessern Stunden in Anspruch genommen habe. Auf die ver- nommen, daß er sich wissentlich der Verbreitung verleumderischer Mädchen habe noch viel Stickereien eingeschnitten, die aus- fängniß verurtheilt. Bei Leyterem wurde als erwiesen angezu melden wissen, demnächst bevorstehen. Es sollen in Zukunft wunderte Bemerkung des Vorsitzenden, daß es nur drei Pfennige Schriften schuldig gemacht hat. die Mittheilungen über den Schuß der Nachbarn genehmigungs- für das Ausschneiden eines der dem Gericht vorliegenden pflichtiger Anlagen in dem Bericht der Gewerbe- Aufsichtsbeamten Streifen gebe, antwortete der Beklagte, eine gelernte Arbeiterin in Wegfall kommen. Daß diese Neuerung in feiner Weise ge- müsse im Tage 50 solcher Streifen ausschneiden können; die nügen wird, den Aufsichtsbeamten ausreichend Zeit zu geben, Arbeiterinnen eigneten sich eine große Geschicklichkeit an im Ber ihrer eigentlichen Aufgabe vollauf gerecht zu werden, hat uns richten dieser Arbeit. Er hätte sogar Arbeiterinnen, die es schon fürzlich ber Fabritinspektor von Hessen bestätigt, welcher in auf 24 M. die Woche brächten.( Na, na; ob's wahr ist? Und Herausgabe der Sachen, weil Schenkung vorliegt, klagen und ſeinem Bericht zugeben mußte, daß er einen unverhältnißmäßig wenn, wieviel Stunden mögen sich die Betreffenden am Tage die muß, da sie minderjährig und des Vaters Aufenthalt unbekannt, großen Theil der ihm unterstellten Betriebe nicht besichtigen Augen schier ausgeguckt und intensiv gearbeitet haben? Wieviel sich vom Gericht einen Pfleger zur Geltendmachung ihrer Rechte fonnte. Bermehrung des Beamtenpersonals müssen wir darum Streifen haben sie noch nach Feierabend, in der Nacht, zu Hause bestellen lassen. auch hier als das einzige und beste Mittel empfehlen, diese ausgeschnitten, Herr gerichtlicher Sachverständiger Mittendörfer? M. W. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr mit den Kalamität zu beseitigen. so Streifen schneiden.( Das macht erst 2,40 Mark, und die Der Berichterstatter.) Die Direttrice tönne in einem Tage bis Berträgen vor. Direftrice ist doch gewiß ein tüchtiges Mädchen.- Der Bericht ... " erstatter.) Nach Briefkaffen der Redaktion. W. St. 30. Die Braut ist im Rechte. Sie tann auf H. H. Ja: wie weit, das hängt vom Ghevertrag und von Der Umstand, daß Sie bereits seine N. Th. Nein. J. T. 100. zweite zu erhalten. Kammer VII. Vorsitzender: Assessor das Retentionsrecht zu. Sprechen Sie event. zwischen 12 und Martinickenfelde. Soweit crsichtlich, steht Ihrem Wirth 1 Uhr vor. H. H. Nein. F. H. Wenden Sie sich an die Arbeiterstimme" in Zürich. E. N. Leider unmöglich. 1 Uhr vor. Ihnen ein Anspruch nicht zu. Sprechen Sie zwischen 12 und Seidel. Soweit aus Ihrer Darstellung ersichtlich, steht Ihnen ein Anspruch nicht zu. Sprechen Sie zwischen 12 und Dante. Ein Testament muß von dem Erblasser unterschrieben und gerichtlich niedergelegt werden. W. 2. 65. Nein. die C. G. W. 1-5. Ja. Im Anschluß hieran dürfte es angebracht sein, auf einen weiteren Mißstand hinzuweisen, der darin besteht, daß die Ardem Güterrecht des Ortes ab, an dem die Eheleute den erſten beiter bei Beschwerden, ihren Namen dem Fabrikinspektor sagen Wohnsitz genommen haben. In Deutschland giebt es etwa 60 müssen. Der Köln. Voltszeitung" wird von einem Arbeiter folgendes geschrieben: Genosse Faber führte aus: Leider sei es in der Textil- verschiedene Gütereherechte. R. Orl. Ohne Genehmigung des Eigenthümers nicht. B. am 24./12. tönnen die Geſchäfte bis 6, am 31./12. Meiner Meinung nach ist das Fabriken- Inspektorat zum Industrie Usus, daß die jungen Mädchen, auch bei äußerst leicht erlernbaren Arbeiten, eine mehrwöchentliche Lehre durchzumachen Schuße der Arbeiter errichtet. Von verschiedenen Seiten habe haben, ohne einen Pfennig zu erhalten. In den meisten Fällen bis 7 Uhr offen halten, müssen aber von 10 bis 12 Uhr geich nun erfahren, daß diese sonst löbliche Einrichtung vieljach würden die„ Ausgelernten" abgeschoben", um für neue„ Lehrlinge" ſchloſſen halten. ihren Zweck verfehlt, weil die Arbeiter bei jeder Beschwerde von Platz zu machen. Eine unbezahlte Ausnutzung sei in Friedel 4. Der Vormund des unehelichen Kindes muß den Inspektor nach ihrem Namen gefragt werden, worauf dem befolchen Fällen der Zweck der„ Lehre". Daß auch in dem vor- auf Alimente lagen. Wenn dem Vater troß seines Verlangens treffenden Borgesezten mit der Klage auch der Name des liegenden Falle dies zutreffe, könne und wolle er nicht behaupten. wird, so muß es die Mutter auf eigene Roften ernähren. das Kind nach zurückgelegtem 4. Lebensjahre nicht herausgegeben Klägers genannt wird. Hier muß unbedingt Wandel geschaffen Die Klägerin habe aber thatsächlich für den Beklagten gearbeitet, Weist sie jedoch dem Vormundschaftsgericht nach, daß der Bater wird, so muß es die Mutter auf eigene Roften ernähren. werden, wenn das Inspektorat nicht einen wesentlichen Theil einen gewissen Nutzen habe er doch von ihr gehabt, darum sei Weist sie jedoch dem Vormundschaftsgericht nach, daß der Bater seines Zweckes verfehlen soll. Hier ein Beispiel. In einer Eisen- eine Entschädigung für ihre Thätigkeit wohl angebracht. Der zur Erziehung unfähig oder daß das Kind mütterlicher Pflege gießerei in der Umgegend von Köln ist den Buzern, welche die Borsigende fragt hierauf den Beklagten, ob er nicht der Klägerin bedürftig und erwirkt dann seitens des Vormundschaftsgerichtes gegoffenen Gegenstände in Affordarbeit putzen, keine Gelegenheit geboten, zu kontroliren, ob ihre Arbeit richtig bezahlt wird. Die freiwillig eine Vergütigung geben wolle. Der Beklagte nahm Rück- einen Beschluß, inhaltlich dessen das Kind dem Vater vorab Sachen werden verwogen ohne Beisein der betreffenden Arbeiter, Textilindustrie feinen Lohn erhielten und sah darin die Bezahlen. sicht auf Faber's Erklärung, daß die weiblichen Lehrlinge der nicht. herauszugeben, so hat der Vater die.limente zu worauf es dann nachher einfach heißt, so und so viel Zentner stätigung feines behaupteten Rechtes, der Klägerin nicht zur macht M. Ich fann nicht denken, daß die Fabrikordnung Bahlung von Lohn verpflichtet zu sein. Von dieser Vorunter den obwaltenden Verhältnissen sich zu beklagen? Aehn- Streifen mit 3,24 M. dieses zuläßt. Welcher Arbeiter wird aber den Muth haben, aussehung ausgehend, bezahlte er die 108 in Frage stehenden Restauration befizen, ist kein Hinderniß, die Konzession für eine liches habe von anderer Seite gehört; auch schon, daß infolge Gewerbegericht. folcher Anzeigen Entlassungen von Arbeitern vorgekommen find." Dr. Meier. Sigung vom 14. Dezember Für Militäranwärter. Fette Pfründen offerirt die Wichtig für Droschkentutscher. Der Droschken Vakanzenliste für Militär- Anwärter" vom 13. d. M. Im futscher Thiemes tlagt gegen den Fuhrherrn Deilig auf Zahlung Kirchspiel Eichholz( Bahnhof Lichtenfeld, Ostpreußen) wird einer Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung. Der ein Kirchen- Unterbedienter verlangt; derselbe muß Bälge treten, Kläger behauptet, 13 Stunden am Tage vor der Entlassung gefahren Glocken läuten, mit dem Klingelbeutel umzugehen wissen, Boten zu sein, was nicht zuviel für das Pferd wäre. Mit einem Hinweis gänge durch die Kirchengemeinde machen, Grabanweisungen aus auf sein angeblich zu langes Ausbleiben sei er am 2. Oftober stellen, die Reinigung der Kirche innen und außen vornehmen Vormittags entlassen worden; Herr Deilig habe zu ihm gesagt, und im Winter um die Kirche den Schnee wegschippen. Dafür als er anspannen wollte, für ihn habe er fein Pferd. Der Be erhält er aus der Kirchentasse 60 M. jährlich. Für Dienst flagte und dessen Ehefrau wenden ein, dem Kläger sei mehr als leistung bei Taufen, Trauungen zc., Waschen der Kirchengeräthe, einmal gesagt worden, er möge nicht zu spät nach Hause kommen. Decken u. f. m. giebt es weitere 20 m. jährlich. Um aber genau Er sei nicht entlassen worden, sondern habe sich selbst Buch und feitstellen zu können, ob der etwaige Bewerber alle diese Ar- Karte gefordert, als man ihm wegen seines späten Nachhause beiten ausführen tann, ist eine Probezeit von einem Monat fommens Vorwürfe gemacht und Beklagter zu ihm gesagt habe, nöthig und dann vierteljährige Kündigung festgesezt. Aussicht heute sei kein Pferd für ihn vorhanden. Nur an dem auf Berbesserung des Gehalts ist nicht vorhanden. Zum Schluß betreffenden Tage hätte er nicht fahren sollen, weil sein Pferd heißt es: Bei dem geringen Jahreseinkommen für diese Dienst durch die längere Thätigkeit am Vorabend abgespannt gewesen leistungen muß der Kirchendiener sich nebeneinkünfte zu ver- fei. Der Kläger bemerkt hierzu, Beklagter habe am selben Tage schaffen suchen, jedoch darf die Kirche nicht darunter leiden. Ob noch das angeblich unbrauchbare Pferd gefahren und zwar schon die Stelle auch pensionsberechtigt ist, darüber ist in der Aus- Mittags. Beklagter giebt das zu und sucht es damit zu recht schreibung nichts enthalten. Bewerbergesuche sollen bisher keine, fertigen, daß er als Fuhrherr, den Umständen Rechnung tragend, dafür aber desto mehr sehr wenig schmeichelhafte„ Dankschreiben" auch viel vorsichtiger mit dem Thier umgehe und ev. früher nach Hause fahre, als ein Kutscher. Das Amtsgericht Pölig sucht zum 1. Januar 1894 Das Gericht verurtheilte den Beklagten gemäß dem einen Schreiber mit monatlich 30 M. Gehalt. Ob derselbe amt- Klageanspruche unter folgender Begründung: F. B., chöneberg. Die Etatuten einer Krankenkasse liche Gelder in die Hände bekommt, ist nicht angegeben. Der Gerichtshof sei der Ueberzeugung, daß im Verhalten können leider das Krankengeld für den Fall ablehnen, daß die Der Magistrat von Tempelburg, einer kleinen des Beklagten thatsächlich eine Entlassung zu sehen war. Für Krankheit die Folge von Trunkfälligkeit ist. Ob das in den Sie Stadt in Pommern, sucht einen Magistrats- und Polizeisekretär. Das Urtheil fei aber noch folgende Erwägung maßgebend ge- betreffenden Statuten ausgesprochen ist, läßt sich ohne Kenntnis Derselbe muß mit der gesamten Verwaltungs- Gesezgebung verwesen: Wenn ein Arbeitgeber mit einem Arbeitnehmer das der Statuten nicht beantworten. traut sein und hat Magistrats-, Polizei- und Standesamts- Abkommen trifft, daß derselbe für ihn auf eigenes Risiko zu Gartenstr. Wenn Sie beweisen können, daß die Wohgeschäfte selbständig zu erledigen. Namentlich wird auch Kennt- fahren hat, so ist es seine Pflicht, für das benöthigte Material nung gesundheitsgefährlich, so können Sie vom Vertrage abniß der sozialpolitischen und der neuen Steuergesetzgebung vorzu sorgen. Ist der Arbeitgeber nicht gehen. Wenden Sie sich an die Arbeiter- Sanitätskommission ausgesetzt resp. verlangt. Nach dreimonatlicher, unentgeltlich zu in der Lage, dieses zu gewähren, so ist der Arbeiter berechtigt,( Dr. Bader, Annenſtr. 46). absolvirender Probezeit, muß der Bewerber 120 M. Kaution vom Vertrags- bezw. Arbeitsverhältniß zurückzutreten und Schaden- O. 8. G. 100. stellen, erhält weder Umzugs- noch Reisekosten vergütet, ist auch ersatz zu fordern, sofern nicht der Arbeiter selbst den Materialmangel nicht pensionsberechtigt. Das Jahresgehalt beträgt dafür verschuldet hat. Wenn in diesem Falle wirklich wahr wäre, daß der Kläger mehr wie sonst am Tage vor seiner Entlassung das Diese Militäranwärter, welche darauf anbeißen, sind zum Bierd anstrengte, so hätte das noch feinen Grund zur Entlaffung mindesten sehr genügsame Menschen, oder läßt sich auch bei abgegeben; der Beklagte habe selbst zugegeben, daß die Pferde ihnen das Dichterwort anwenden:" Der Noth gehorchend, nicht zuweilen zweimal fahren. Und wäre es nicht möglich gewesen, dem eigenen Triebe." Die Gehälter der hohen Bureaukratie dem Kläger am 2. Oftober um 9 Uhr wie gewöhnlich anspannen stehen zu den Almosen, mit denen die Beamtenproletarier, abzu lassen, dann hätte es um 11 sicher geschehen können. Köllner. Shriftliche Antwort ertheilen wir nicht. gespeist werden, in schreiendem Widerspruch. Dagegen, daß die Polizei an vielen Orten Wirthe auf PolizeiGreiz. Am 6. Dezember fand vor der fürstl. Straffammer stunde seht, sobald sie ihr Lokal zur Abhaltung on Rersamm Buntscheckig, wie unser liebes geeintes Vaterland" nun hier Verhandlung wegen Beleidigung des Pfarrers Hofmann in lungen hergeben, ist nur die Beschwerde möglich. Es dürfte sür einmal ist, sieht auch die Vereinsgesetzgebung aus. Außerdem Dölau, begangen durch eine Korrespondenz in der„ Reuß. Volts- Sie, wie viele andere Birthe, die derartig verirt werden, leider aber ist die Handhabung derselben von den verschiedenen Be Beitung", gegen den ehemaligen Redakteur Genossen Wilhelm nur der Anschluß an inen Berein von Gast- und Schantwirthen hörden eine verschiedene. So durften in Nürnberg feit Trogniß und den als Expedient mitangeklagten Genossen und die Abhaltung von öffentlichen Versammlungen anzurathen längerer Zeit die Frauen an öffentlichen Versammlungen theil H. Schenderlein statt. Der zur Anklage führende Thatbestand sein. Vielleicht treten Sie zu diesem Behuf mit Henke, B nehmen, in München dagegen war es verwehrt. Nun scheint ist folgender: In Nr. 16 der„ N. V." wurde in einer Korre ftraße 28, oder Zubeil, Naunynstr. 72, in Berbindung. eingegangen sein. 750 M. Pferd und Wagen 4 Miethe zu hinterlegen. Sprechen Sie( mit den sämmtlichen P. Rostock. Sie hätten wahrscheinlich am besten gethan, Papieren) gelegentlich zwischen 12 und 1 Uhr vor. A. 2. 100. Allerding ist es bercit. von Gerichten als ungebühr" aufgefaßt, wenn Jemand versehentlich einige Schritte eine Ungebührstrafe in Form sofort zu vollstreckender Haft festvor der Thüre im Gerichtssaal den Hut aussette und ist deshalb gesetzt. Derartige Folgen eines schneidigen" Systems sind nicht auffallend: je hohler ein Kopf, defto ängstlicher ist er bemüht, tärischen Gadavergehorsam geübt, desso triechender nach oben" tindischen Formeltram hochzuhalten. Je länger Jemand mil und unverschämter nach unten" wird er. 1. Bei Leistung des Offenbarungseides müssen alle Bermögensstücke, auch die unentbehrlichen, und alle Forderungen angegeben werden. 2. Go weit die Sachen vom Gerichtsvollzieher für unentbehrlich gehalten werden, find fie nicht zu pfänden. Eine Aufzählung, we I che Gegenstände für unentbehrlich zu halten find, enthält das Gefeß nicht. Die von Ihnen angegebenen Sachen werden wohl sämmtlich für unent behrlich gehalten werden. 3. Ja. Große Posten Teppiche mit kleinen Webefehlern, in Brüffel mit., Tapestry, Plüsch, Arminster, Brüssel, Tournay und Smyrna spottbillig, 52509* in Sophagröße 4, 6, 8, 10, 15--80 M., in Ealongröße 10, 12, 15, 20-100 in Saalgröße 25, 80, 50, 100-200 Portièren " " à 3, 4, 6-10.; Restbestände von 1-6 Shawls noch bedeut. herabgesetzt. Läuferstoffe und Brüffel per Wieter 30 Pf., 50 Pf., in Jute, Cocos, Wolle, Tapestry 1.- bis 4,50 m. Refte von 4 bis 12 M. spottbillig. Tischdecken in Gobelin, Chenille, Nips und plüsch Brifedecken in herrl. 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