Ur. 173. 80. Jahrg. BbonncmcntS'Bedingungen: W A�JH v!e TnfcrflonS' Gebühr ® ormsmcrüS- Dreis pränumerando: I tjBf l beträgt für die fechsgespaltene Kolonel- «ierteljährl. 3.M MI�. monatl. 1,l0 Md. // WD W> WM ��--WUTZJ Zeile oder deren Raum W Pfg., für wöchentlich 2S Pfg. frei ins Hau»., // H politische und gewcrlschaftlichc Vereins- Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. IrmU I �W)■ MU W) W> 1�. DU«W-- y/ und Bersmnmlungs.Slnzeigen 30 Pia. nummer mit illustrierter Sonntags- I �W WD � M» HB IM W» W) H§■ //„Kleine Mnzeigen", das fettgedruckte Seilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- W�W ßW �W �W>W MW �M H H W �M! Mt*. Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte klbonnement: l.10 Marl pro Monat. I> W> 1 H �W �W �W �W �W«W WW Worte), iedes weitere Wort 10 Pfg. Eingetragen in die Post-Leitung». 1 I BH■ �W �BV WM M s Stellengesuche und Schlafstellenan- Preisliste. Unter Kreuzband für I MM! �M. �BV �M zeigen das erste Wort tO Pfg., jedes TeiUlchland und Oesterreich. Ungarn I I �B I JBt\ // H weitere Wort ö Pfg. Worte über 1ö Buch. 2,50 Marl, für da- übrige Ausland t�MU l�BX �W/ Zr\/ � S � // HB f toben zählen für zwei Worte. Inserate 4 Mari pro Monat. Poslabonncmems----- S ▼/ /J��. HB\ für die nächste Nummer Müllen bis nehmen an: Belgien. Dänemark.-D> � �---.-v ▼/ 5 Uhr nachmittags in der Erpedition Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. vAi A/Z) � abgegeben werden. Die Expedition ist liiumänien, Schweden und die Schweiz. �» ✓ bis 7 Uhr abends geöffnet, ' Berliner Volksblntt. s«;. Tentralorgan äer tozMdcmokrzti fchen Partei Deutfchlands. Redaktton: 85Q. 68, Linden Strasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1383. Sie Malsenitreikfrage. 1. Es ist eine alte Erfahrung, daß nach großen Wahl- siegen unserer Partei eine gewisse Reaktion eintritt. Trotz aller theoretischen Einsicht knüpfen sich an solche Siege un- bestimmte Erwartungen, vage Hoffnungen auf augenblick- liche Erfolge und, wenn diese nicht eintreten, wenn nament- lich auf sozialpolitischem Gebiet der Reichstag versagt, dann sinkt die Stimmung, und Selbstkritik sucht zu finden, welche Ursachen denn an solchen wirklichen und vermeintlichen Miß- erfolgen die Schuld tragen. Solcher Ursachen kann es zweier- lei Reihen geben. Ter Fortschritt der Partei hängt einmal ab von objektiven Umständen, von der bestimmten p 0 l i t i- sch e n Situation, in der wir uns auf einem bestimmten Grad gesellschaftlicher EntWickelung befinden. Er hängt zum anderen ab von der Art. wie wir uns in der gegebenen tvituation benehmen, wie wir unsere Kräfte benützen, welche subjektive Auffassung wir von den objektiven Bedingungen unseres Kampfes haben, kurz: von unserer Taktik. Natür- lich ist geschichtlich unsere Taktik bestimmt durch die objek- tiven �Umstände, hängt der Grad unserer Einsicht von dem Stande der gesellschaftlichen EntWickelung ab. Aber diese schlreßliche Bestimmtheit der Taktik geht hervor aus dem Kampf der Meinungen der einzelnen Parteigenossen, ist die Resultierende ihrer verschiedenen Anschauungen und er- scheint so als das Bestimmbare, unmittelbar Beeinflußbare gegenüber der objektiv gegebenen politischen Situation. So knüpft jede Tiskussion in de? Partei naturgemäß an eine Kritik der bisherigen Taktik als des scheinbar sofort Beränderlichen an und muß sich um den Nachweis bemühen, daß diese nicht mehr den geänderten Verhältnissen entspricht. Nur wenn dieser letztere Nachweis gelingt, nur wenn nachge- wiesen wird, daß die Verhältnisse selbst neue Mittel niöglich und nötig inadjen, wird die Diskussion zu fruchtbaren Er- gebnissen führen, unseren Kampf erweitern und verschärfen. Es ist das Charakteristische und Erfreuliche der gegen- wärtigen Tiskussion. daß sie sich in einem gar sehr von mancher früheren unterscheidet. In früheren Jahren wurde der Partei von ihren Kritikern vorgeworfen, sie lege nicht genug Wert auf momentane praktische Erfolge, sie schätze die Kleinarbeit zu gering, sie nütze parlamentarische Kon- stellationen zu wenig aus, sie betone allzusehr das revo. lutionärc Endziel, anstatt all ihre Aufmerksamkeit auf die Bewegung des Tages zu konzentrieren. Jetzt klingt es anders. Klagen ertönen, daß unsere Fortschritte zu langsam, daß das Erreichte zu gering, daß die Alltagssorgen unsere Leidenschaft lähmen, daß die Tätigkeit in den parlamentarischen Ver- tretungskörpern unseren Blick ablenke von unseren großen Zielen und von den Mitteln, sie zu erreichen, von den Aktionen und Kräften der Massen. Und gerade Genossen, die früher als die Anwälte nüchternster Gegenwartspolitik galten, treten jetzt jenen zur Seite, die nach Verschärfung unserer �aktik rufen. Und als konkretes Ziel bezeichnen sie die Wiederaufnahme des Wahlrechtskampfes in Preußen und die Einsetzung der proletarischen Kanipfeskraft zur Eroberung des gleichen Wablrechts, wenn es sein muß auch durch den Massenstreik. Diese Forderung ist ohne weiteres verständlich. Wir haben eben die preußnmcn Landtagswahlen hinter uns und mußten wieder voll Bitterkeit und Zorn erleben, daß das Treiklassenwahlrecht ledern Ansturm bei den Wahlen stand- hält, daß eine Aenderung der Majoritätsverhältnisse, die eine wirklick)« Reform verbürgte, unter diesem Wahlrecht aus absehbare Zeit säst iinnioglich ist, daß die Wahlreform also nicht von dem Dreiklassenparlament, sondern nur von dem Druck von außen zu erwarten ist. Zugleich zeigte uns Belgien ein Proletariat, welches bereits zum dritten- mal zu dem Mittel des Massenstreiks griff, um die Wahl- reform durchzusetzen. Und der Verlauf der belgischen Be- wegung Hai der Idee des Massenstreiks neue Anhänger ge- worden. Zum erstenmal wurde ein so gewaltiger politischer Streik nach rein gewerkschaftlichen Grundsätzen durchgeführt. In unerschütterlicher Ruhe blieben die urbeiter der Arbeit ftru, Zusammenstöße wurden vermieden, und war auch der unmittelbare Erfolg gering, so blieb die Kampffähigkeit des Proletariats ungcschwächt. die Organisationen nahmen zu. die Siegeszuversicht des Proletariats war gewachsen, die Aussichten auf Fortführung des Kampfes bester als zuvor. Der politische Massenstreik erscheint so als ein Mittel. oa» zwar seinem Wesen nach revolutionär ist. weil es die unmittelbare ökonomistfo Macht des Proletariats zum Aus. druck bringt, aber zugleich als ein Mittel, das von den prole- tarlsche»p Organisationen auch während seiner Anwendung beherrscht werden kann, dessen Ausmaß sie bestimmen können. das mcht verlangt, daß alles auf eine Karte gesetzt wird. sondern das ie nach dem Widerstande, der sich dem Prole. Entgegensetzt, abgemessen werden kann. Nicht um die Entscheidungsschlacht, um den Besitz der politischen Macht. sondern um ein Gefecht im Klassenkampf, um eine Teil- forderung. scheint es sich zu handeln. -Ues erklärt uns, warum die Idee des Massenstreiks jetzt auch bei den Genossen Anklang findet, die ihr früher ab- lehnend gegenüberstanden. Für sie bedeutet die Wahlreform Sonnabend, den 1Ä. Juli 1913. in Preußen die Vorbedingung jeder weiteren parlamen- tarischen Arbeit. Die Junkerherrschaft in Preußen trägt für sie die Hauptschuld an der Ohnmacht der Parlamente, vor allem an der des Reichstags. Tie Junker haben dem Klassen- kämpf in Deutschland die scharfen Formen gegeben, sie halten auch das Bürgertum nieder, verhindern jedes Zusammeii- gehen des Bürgertums mit der Sozialdemokratie und da- mit die allniähliche Demokratisierung, die sie in süddeutschen Parlamenten angebahnt glauben. Deshalb ist die preußische Wahlreform ein gemeinsames Interesse der Arbeiterschaft und des Bürgertums, u"d da das Bürgertum nun einmal zu feig und zu schwach ist, um dieses Interesse durchzusetzen, so muß das Proletariat zum Massenstreik greifen, um die Bahn auch in Preußen freizumachen für den Fortschritt der Demokratie. Ohne Massenstreik kein brauchbares Parlament, ohne ein solches Parlament kein Fortschreiten der Entwicklung. Also müssen wir zum Massenstreik greifen. Ganz anders argumentiert eine andere Gruppe von Kri- tikern der Parteitaktik. Auch ihr ist der Fortschritt zu lang- sani, auch sie fordert, die Partei müsse ihre Angriffskraft steigern. Und auch sie verlangt die Anwendung des Massenstreiks. Aber sie erwartet von ihm ganz andere Wirkungen, als die bloße Eroberung des Wahlrechts und die Aenderung einer parlamentarischen Situation. Der Massenstreik wird den gesamten Widerstand der herrschenden Mächte finden; ein gewaltiges Ringen um die Macht beginnt, in dem sich die Zusammenstöße der beiden Klassen immer wieder wiederholen; immer neue Schichten von indifferenten oder gegnerischen Ar- beitergruppen werden gewonnen und in den Kampf cinbe- zogen; es kommt zu einer Aufeinanderfolge immer gewalti- gerer Massenstreiks und Massenaktionen, zu einer revo- lutionären Periode, in der sich das Schicksal der bürgerlichen Welt�erfüllcn wird. So stehen sich eine reformistische und«ine an- scheinend revolutionäre Auffassung des Massenstreiks gegenüber, die. so grundverschieden sie sind, doch praktisch zunächst darin einig sind, die Anwendung dieses Mittels für den preußischen Wahlrechtskampf zu empfehlen, dessen Durchführung und Folgen sie sich aller- dings ganz entgegengesetzt vorstellen. Beiden Richtungen ist aber noch ein anderes gemein- sam: sie beide sind mit der momentanen Situation unzu- frieden; sie wollen sie ändern und glauben im Massenstreik das Mittel zur Aenderung gefunden zu haben. Sie fragen nicht, wie ist die Situation, welche Taktik bedingt sie; sondern sie suchen nach einer Taktik, die die Situation n m g e st a l t e n soll. Es ist im letzten Grunde die ideologische Auffassung, daß es nur das richtige Mittel zu erfinden, die rechte Taktik auszuklügeln gilt, um die Welt nach Wunsch zu gestalten, während es niarristische Erkenntnis ist, daß die Taktik sich aus der Situation entwickeln, aus ihr mit Notwendigkeit hervorgehen muß. Es gilt also die Situation zu prüfen, in der sich das deutsche Proletariat befindet, um danach über die ent- sprechende Taktik zu entscheiden und insbesondere darüber, ob und welche Lehren aus den Erfahrungen, die im Ausland mit dem Massenstreik gemacht worden sind, für Deutschland zu ziehen sind. II- Da sck)eint uns nun allerdings das deutsche Proletariat vorerst noch in einer einzigartigen Situation zu sein. Die deutsche Sozialdemokratie umfaßt ein Drittel des deutschen Volkes, sie ist in stetem Vornmrsch begriffen, und alle staat- lichen und gesellschaftlichen Machtmittel der Herrschenden werden unausgesetzt angewandt, um unser Fortschreiten zu hemmen. Vergebens, es geht unaufhaltsam vorwärts, muß vorwärts gehen, denn für uns wirkt die rapide industrielle Entwicklung, das Anwachsen der Proletarierarmeen, die Land- flucht, und jede neue Berufszählung ist ein neues mSmovto inori, eine neue Todesmahnung für die Herr- schenden. Ganz anders in Ländern mit langsamerer ökonomischer EntWickelung oder mit eineni noch wenig klassenbewußten Proletariat. Tort erscheint das Pro- letariat viel weniger als eine unmittelbare Bedrohung der Herrschaft der Bourgeoisie. Tie bürgerlichen Par- teien selbst stehen sich noch viel schroffer gegenüber, und sie suchen im Proletariat den Bundesgenossen. Die politnchen Forderungen des Proletariats erscheinen noch nicht als eine für alle bürgerlichen Parteien annähernd gleiche Gefabr. Wenn in Holland heute die Liberalen die Sozialdemokratie bei den Stichwahlen unterstützen, um die klerikale Herrschaft zu brechen, wenn sie bereit sind, das gleiche Wahlrecht nn Bunde mit uns durchzuführen, so deshalb, weil dort die Ar- beiterschaft und namentlich die klassenbewußte noch einen ver- bältnismäßig kleinen Teil der Wählerschaft bildet und die Bauern eine noch auf lange hinaus sichere Schutzwehr dar- stellen. Und erst recht ist das der Fall in Ländern wie Dane- mark oder Oesterreich oder gar Rußland, wenn auch dort die agrarischen Verhältnisse manche Besonderheiten aufweisen. In solchen Ländern erscheint die Sozialdemokratie den Geg- nern noch als eine Partei wie die andern. Nicht u m den Besitz der politischen Macht, nicht um das Endziel, sondern um eine Gegenwartsforderung wird ge- kämpft, um eine Aenderung in der Zusammensetzung des Parlaments, dessen Nutznießer in erster Linie eine be- Expedition: SM. 68, Llndenstrasse 69« Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr. 1984. stimmte Schicht der Bourgeoisie ist, so wichtig und notwendig auch die Durchsetzung des Wahlrechts für das Proletariat ist. Aber die Erlangung der Herrschaft bedeutet den Sieg noch lange nicht. Es bedeutet zunächst, daß die Sozialdemokratie 10 oder auch 20 Proz. der parlamentarischen Vertretung stellt. Es ist noch nicht ein Machtkampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat, sondern eine Ausnutzung der Machtkämpfe innerhalb der Bourgeoisie durch das Proletariat. Ties be- deutet aber, daß der Wahlrechtsforderung des Proletariats ein viel geringerer Widerstand van Herrschenden, die den Feind zugleich im eigenen Lager wissen, entgegengesetzt werden kann und es erklärt, warum auch im Fall einer Niederlage die Macht des Staates und der Unternehmer nicht mit voller Wucht gegen das Proletariat zur Anwendung gebracht werden kann. Ganz anders in Teutschland, und darüber täuscht sich die reformistische Auffassung des Massenstreiks ignindlich. Noch sind wir nicht die Majorität, aber wir sind auf dem Wege, es zu werden, und in unserer katastrophenreichcn Zeit, wo jedes Jahr die Gefahr des Weltkrieges heraufbe- schwört, wächst die Unsicherheit der Bourgeoisie noch rascher als unser Wachstum. Da sieht die Bourgeoisie in unserer Wahlrechtsforderung nicht eine Gegenwartsforderung, son- dern die unmittelbare Bedrohung ihrer Herr- s ch a f t, da betrachtet kein Teil uns als Bundesgenossen, son- dern als gefährlichsten Feind. Wenn unser Liberalismus so feig, so miserabel, so nationallibcral ist, so doch nur ans Angst vor unserer Stärke. Nicht eine Aenderung der Par- lamentarischcn Konstellation sieht die Bourgeoisie bis in die Fortschrittskreise hinein in unserer Wahlrechtsfordcrung. son- dern den Kampf um die Macht. Hinter der Demokratie sieht sie den Sozialismus. Und deshalb bedeutet der Massenstreik tu Teutschland etwas wesentlich anderes als in den Ländern, in denen er bisher angewandt worden ist. Ein siegreicher Massenstreik eröffnet dem deutschen Proletariat, ja dem Pro- letariat der ganzen Welt den Weg zur politischen Macht. Das wissen die Herrschenden und deshalb werden sie das Aeußerste an Widerstand entgegensetzen, um einen solchen Sieg zu verhindern. Das erkennt die andere Gruppe der Massenstrcikpropa- gandisten ganz richtig. Aber sie verfällt dabei in andere Illusionen. Sie erwartet von dem Massenstreik, daß er die revolutionäre Entwickelung herbeiführt, statt daß er aus ihr entspringt. Er soll uns die Mehrheit in der� Bevölkerung geben, uns fernstehende Schichten gewinnen. Sie konstruiert deshalb einen Gegensatz zwischen der Masse, den Unorgani- sierten, und der Partei und ihren Organisationen. Uns er- scheint dieser Gegensatz, der in der russischen � Revolution allerdings von großer Bedeutung war, in Deutschland nicht zu eristiercn. Der Einfluß der Sozialdemokratie erstreckt sich ja keineswegs nur auf unsere Organisation. Er zeigt sich bei den Wahlen; es sind über ein Drittel nicht nur der Stimmenden, sondern des Volkes; zu uns gehören ja auch die Frauen und die Jugendlichen, die nicht stimmen, �.ic Zahl der politisch Indifferenten ist, wie die hohe Wahlbc- teiligung lehrt, nicht groß. Daß aber der Massenstreik, wenn ihn die Partei für das preußische Wahlrecht begönne, uns sofort die Indifferenten oder gar die gegnerisch Orgaiu- sierten zuführte, ist eine Annahme, deren Optimismus un- begreiflich ist. Wenn diese Erwartung irgendwann berech- tigt war so beim letzten Bergarbeiterstreik, wo sie wohl auch von d-'n erfahrenen Gewerkschaftsführern geteilt worden war. Das Gegenteil ist eingetreten, trotzdem es sich um Forderungen handelte, deren elementare Kraft wohl alle Arbeiter mit sich hätte fortreißen können. Und keine Stärkung der Kampf- fähigkeit, sondern Ermüdung und verstärkte Indifferenz war die Folge. Das soll natürlich nicht besagen, daß diese Massen nicht auch für uns gewonnen werden können. Nur müssen sie zuerst durch aufrüttelnde Ereignisse zur Empörung gebracht sein. sollen sie an einem Massenstreik teilnehmen; nicht aber daß ein Massenstreik, der sie als Gleichgültige oder Gegner sieht, sie im weiteren Verlauf mit fortreißen müßte. Auch in Belgien standen die klerikalen Arbeiter, obwohl Anhänger der Wahlreform, abseits und blieben es. Noch weniger Ueberzeugnngskraft hat die Konstruktion von einer Aufeinanderfolge.von Massenstreiks, sobald nur einmal die Partei zur Offensive übergegangen, und die Lehre von der relativen Unschädlichkeit von Niederlagen. Ihr widerspricht zunächst alle Erfahrung. Der schwedische Massenstreik, der für das Koalitionsrecht geführt worden war und mit der Niederlage endete, hat die gewerkschaftliche Organisation auf ein Drittel reduziert, auf Jahre hinaus die Kampffähigkeit geschwächt. Ebenso der belgische Streik von 1903 der das PiAletariat entmutigte, die Stimmenzahl bei den Wahlen verminderte und die Partei jahrelang ganz in reformistische Bahnen lenkte. Das alles aber wäre ein Kinderspiel gegen Deutschland. Staatsmacht und Unternehmerorganisationen würden sich vereint auf Partei und Gewerkschaften stürzen und alles an- wenden, um die Wiederkehr der Gefahr, der sie eben ent- rönnen, zu verhüten. Gewiß auch eine solche Niederlage würde überwunden, der endgültige Sieg ist nicht zu per- hindern, aber die Bewegung wäre vielleicht auf Jahre zurück- geworfen. m. Spricht das nun gegen den Massenstreik? Mit Nichten! Auch wir sind überzeugt, daß der Massenstreik ein wirksames Mittel ist, daß es zu seiner Anwendung auch in Deutsch- land. sei es zur Abwehr, sei es zum Angriff, kommen wird. Aber weil es sich in Teutschland dabei um entscheidende Machtproben handeln wird, deshalb darf er nicht von der Partei den Massen aufgedrängt werden als ein taktisches Auskunftsmittel, um über eine momentane Situation hin- wegzukommen. Weil die Fortschritte zu langsam, weil in einer bestimnüen Frage ein Erfolg noch nicht erzielt, weil man mit der Teilnahme der Massen nicht zufrieden ist, des- halb soll der Massenstreik propagiert werden, wie man einenr lebensschwachen Patienten eine Kampferinjektion verabfolgt! Wir meinen gerade umgekehrt: Wenn die Massen in stiirmi- scher Erregung sind, wenn sie vorwärts drängen, wenn sie um bremsende Führer sich nicht mehr kümmern, wenn sie um jeden Preis, koste es was es wolle, ans Ziel gelangen wollen. dann ist der Augenblick, nicht wo der Massenstreik diskutiert und dann proklamiert ist, sondern wo er da ist. geboren aus der zwingenden unwiderstehlichen Gewalt der Massenbewe- SiMg. Ein solcher Streik, von der Masse selbst mit unwidersteh- licher Wucht verlangt, der bietet dann auch ganz andere Aus- sichten für den Sieg, und selbst eine Niederlage bleibt, weil die Massen selbst die Notwendigkeit des Kampfes als un- vermeidbar gefiihlt hatten, nur eine bald überwundene Episode. Ter deutsche Parteitag wird sich jedenfalls mit der Frage des Massenstreiks beschäftigen und wir hoffen, daß die Tis- kussion über die Bedingungen des Streiks erhöhte Klarheit schaffen wird. Als unmittelbar praktische Frage wird er den Massenstreik in der augenblicklichen Lage, am Beginn einer Wirtschaftskrise, angesichts der Ungewißheit der poli. tischen Situation in Preußen, kaum behandeln können. Es wäre verderblich, die preußische Frage so anzusehen, als wäre hier die Partei in einer ausweglosen Situation. Tie preußische Wahlrechtsfrage ist sicher ein Zentralproblem un- serer gesamten inneren Politik. Aber sie ist. und das unter- scheidet sie wesentlich von dem österreichischen, belgischen. holländischen und dänischen Wahlrechtsproblem, nicht das einzige. Tie Konzentration unserer Kraft findet hier die Schwierigkeit, daß andere Probleme der Reichspolitik da- zwischentreten, wo wir ein ganz anderes Kampffeld vor- finden. Und das gleiche Wahlrecht im Reich hat die Ar- beiterschaft auch gegen die Errungenschaft eines preußischen Wohlrechts kritischer gestimmt. Auch sie fühlt, daß es hier den Einsatz der ganzen Kraft erst lohnt, wenn es um die Entscheidung der politischen Machtfrage geht. Das Bewußt- sein zu wecken, daß es zu solcher Entscheidung kommen wird und muß, und die Arbeiterschaft darauf agitatorisch und or- ganisatorisch vorzubereiten, ist eine unserer wichtigsten Auf- gaben, ist die beste Vorbereitung und zugleich die unum- gängliche Vorbedingung für den Massenstreik. Wir hoffen, daß die Diskussion in diesem Sinne wirken und dazu bei- tragen wird, daß die revolutionäre Situation, der wir ent- gegengehen, uns dann auch bereit finden wird. vle Rumänen auf bulgarischem Gebiet. Ein Teil der rumänischen Armee hat die Donau überschritten und bulgarisches Gebiet besetzt. Auch die Hafenstadt Silistria ist bereits in Händen der Ru- mänen, ohne daß irgendwie von den Bulgaren Widerstand geleistet worden wäre. Rumänien will durch sein Vorgehen feinen Ansprüchen Nachdruck verleihen und sich die erstrebten Gebietsteile durch eine rechtzeitige militärische Besetzung sichern. Gleichzeitig mit dem Einmarsch in Bulgarien erfolgte auch die Abberufung des rumänischen Ge- sandten in Sofia. Bulgarien will es auf einen kriege- nschcn Konflikt mit Rumänien nicht ankommen lassen; der bulgarische Gesandte in Bukarest hat Anweisung erhalten, auf seinem Posten zu bleiben. Vertreter der bulgarischen Kriegspartei haben bürgerlichen Journalisten gegenüber alle Vermittln ugsaktionen ihrer Regierung abzuleugnen versucht. Tatsächlich sind diese Aktionen, vor allem die Rußlands und Frankreichs im vollen Gange. Wie es heißt, sind Serbien und Griechenland zu einem Waffenstillstand bereit, wenn ihnen die Teile Ma- zedoniens, auf die sie vor Ausbruch des Bruderkrieges An- spruch erhoben, zugestanden werden. Auf dem Kriegsschauplatze gewinnen Serben und Griechen noch weiter Terrain, da die bulgarische Armee ihre Ilmfassungsabsichten nicht durchführen konnte. Drollig ist dabei das Verhalten eines großen Teils der deutschen Presse. die anfangs felsenfest an einen bulgarischen Sieg geglaubt hatte, jetzt aber auf einmal herausfindet, daß Bulgarien schwere polftische Fehler gemacht habe und schon aus mili- tärischen und psychologischen Gründen nicht habe siegen können. Hätten die Herrschaften die vor allem aus Wien kommenden Meldungen etwas kritischer und kühler behandelt, brauchten sie sich jetzt nicht selbst desavouieren. Eine Kundgebung der rumänischen Regierung. Paris, 11. Juli. Dir Blätter veröffentlichen den Text einer rumänischen Note, in der es heißt: Tie ru- mänische Regierung hat bei Zeiten die bulgarische Regierung davon verständigt, daß Rumänien in dem Falle, daß die Balkanverbündetcn sich im Kriegszustand befänden, die von ihm im Interesse des Friedens bisher beobachtete Reserve nicht bewahren könne und sich genötigt sehen würde, in Ak- tion zu treten. Die bulgarische Regierung habe es nicht für nötig gehalten, aus diese Mitteilung zu antworten. Im Gegenteil, der Krieg brach leider infolge der plötzlidjen An- griffe der Bulgaren auf die serbischen Truppen und ohne daß die elementarsten Regeln vorheriger Notifizierung beob- achtet wurden, welche zum mindesten die Achtung vor den internationalen Abmachungen und Gebräuchen bewiesen hatten, aus. Angesichts dieser Lage hat die rumänische Re- gierung ihrer Armee den Befehl erteilt, in Bulgarien einzu- marschreren. Der rumanrsche Einmarsch. Bukarest, 11. Juli. iMeldung des Wiener K. Telegr.-Kor- cesp.-Bureaui.) Ter Einmarsch der rumänischen Truppen in Bulgarien hat begonnen und der rumänische Gesandte in Sofia, Ghika, ist abberufen worden. Tie Besetzung Silistrias. B u k a r e st, 11. Juli.' sAmtliche Meldung.) Silistria ist ohne Widerstand besedt worden. 200 oder 300 bulgarrsche Soldaten haben sich ergeben. Als erste zog eine Abteilung des 5. Jägerregiments zu Pferde in die Stadt ein. Tie bulgarischen Abteilungen leisteten bei der Ent waffnung keinen Widerstand. Tie rumänische Armee ist 10 bis 15 Kilometer in bulgarisches Territorium eingedrungen. Die rumänische und muselmanische Bevölkerung ist begeistert. Das Verhalten Bulgariens. Sofia, 11. Juli.(Meldung der Agence Bulgare.) In dem Augenblicke, wo die russische Vermittlung zur Beilegung der bewaffneten Konflikte zwischen Bulgarien, Serbien und Griechenland im Begriff war. ihr Ziel zu erreichen, und wo man den Frieden am Balkan gesichert glaubte, hat die ru- mänische Regierung durch ihren Gesandten in Sofia eine Note überreicheiü lassen, in welcher sie. eben diese Konflikte zum Vorwand nehmend, die bulgarische Regierung benach- richtigt, daß sie der rumänischen Armee Befehl gegeben habe, in Bulgarien einzurücken. Angesichts dieser Lage hat die bulgarische Regierung ihren Truppen be- fohlen, den Rumänen keinen Wider st and entgegenzusetzen. Ter ruwänische Gesandte Prinz Ghika verläßt morgen Sofia mit dem Personal der Gesandtschaft, nachdem er die Gesandtschaftsgebäude der italienischen Gesandtschast über- geben haben wird. Der bulgarische Gesandte bleibt in Bukarest. Bukarest, 11. Juli. Ter bulgarische Gesandte Dr. Ka- linkow hat von seiner Regierung den Auftrag erhalten, in Bukarest zu bleiben. Tie Bermittlungsaktiou. Paris, 11. Juli. Tie„Agence Haoas" meldet aus Sofia: Tie Mächte tun bei den kriegführenden Parteien getrennt, aber in Nebcreinstimmung miteinander» Schritte, um das Aufhören der Feindseligkeiten zu veranlassen. Rußland ist in dieser Sache besonders dringend und wird sehr wahrscheinlicherweisc um so mehr Gehör finden, als es die Initiative zu einem Schiedssprüche er- griffen hatte, bevor die kriegerischen Ereignisse begonnen Hutten,. die gegen den Willen der Regierungen durch die Erregung der Truppen hervorgerufen wurden. Jetzt dürfte Bulgarien bereit sein, die Ratschläge Rußlands und der andere» Mächte zu b. folgen. Luch Serbien, das den Verlust von vielen Soldaten zu beklagen hat. wünscht wohl nicht den vernichtenden Krieg fortzusetzen. ES ist sehr wahrscheinlich, daß es auch in Athen den Mächten gelingen wird, zu veranlassen, die griichische Armee aufzuhalte», obwohl sie durch die jüngsten Ereignisse in einen SiegeStaumrl versetzt ist. London, 11. Juli. Wie das Reutersche Bureau erfährt, hat Bulgarien vor zwei Tagen an Rußland die Mit- teilung gerichtet, daß es zu einer Einigung mit Griechen- land und Serbien bereit sei, und daß es Rußland auffordere, diese Aufgabe zu übernehmen. Rußland habe eingewilligt, unter gewissen Bedingungen seine guten Dienste zu leisten, und nachdem es sich mit Sofia verständigt hatte, sei es mit Belgrad und Athen in Fühlung getretep und habe Serbien und Griechenland aufgefordert, die Femdseligkeiten einzu- stellen, um mit Rußlands Hilfe ein Uebereinkommen zu er- zielen. Die Antworten Griechenlands und Serbiens sind noch nicht eingetroffen. Tie Nachricht, daß Bulgarien Ru- mänien keinen Widerstand entgegensetzen werde, macht den günstigsten Eindruck. Tie Griechen in Kavalla. Athen, 11. Juli. Admiral Kondurioris hat die Be- setzung von Kavalla amtlich bekanntgegeben und den Kapitän z. S. Anetzis zum Gouverneur der cotadt ernannt. Tie Umgegend ist von KomitatschiS gesäubert worden. Bei der Bevölkerung herrscht großer Enthusiasmus, an dem auch die Mohammedaner teilnehmen. Tie Kämpfe der Griechen im Strumitzatale. Athen, 11. Juli.(Meldung der„Agence d'AtheneS".) Nach der Schlacht bei Strumitza konzentrierten sich bei Demirhissa auf dem linken Ufer der Struma, wo sich die Trümmer der miS Kil. kitsch vertriebenen bulgarischen Armee befanden, etwa 4 Bataillon«. Sie errichteten dort Befestigungen, die sie mit Belagerungsartillerie verstärkten, außerdem besetzten sie die Höhen von Vetrina auf dem rechten Ufer der Struma. Eine Armee von drei griechischen Divi- sionen unter dem Befehl des Generals Manussoyanki erhielt den Befehl, die den rechten Flügel der Strumitza angreifenden Kräfte zu decken und zu gleicher Zeit die gesamten feindlichen Streitkräfte vom Berge Beles und vom rechten Ufer der Struma zu ver- jagen. Tie Griechen griffen demzufolge den rechten feindlichen Flügel an, den sie aus KsfiSlik hinauswarfen, worauf dann auf dem Bormarsch die griechische Infanterie von den 9 Kilometer tra- genden bulgarischen Festungsgeschützen beschossen wurde. Da die griechische Artillerie auf diese Entfernung das Feuer nicht er» wiedern konnte, wurde dcki: Kampf unentschieden abgebrochen. In der Nacht aber rückte die griechische Artillerie unter dem Schutze der Dunkelheit vor, und am frühen Morgen begann die griechische Infanterie mit einem heftigen Angriff den Kampf. Sie warf die Bulgaren aus Vetrina heraus und über da» rechte Ufer der Struma hinüber. Auf ihrer Flucht zerstörten die Bulgaren einen Teil der Eisenbannbrück«. wodurch der Bormarsch der Griechen für den Augenblick angehalten wurde. Die Griechen aber folgten mit ihrer Gebirgsartillerie auf dem rechten Ufer deS Flusses gegen Norden. Dies zwang die Bulgaren in größter SUe ihre Stellun- gen zu räumen unter Zurücklassung von vier Feftungsgefchutzen und von großen Mengen von Granaten und Lebensmitteln. Die Griechen verfolgten den fliehenden Feind. Gin Zentrumsvorkhlag zur preußiiehen Blahlrcform. Si scheint dem Zentrum die Einsicht aufzudämmern, daß auch in Preußen mit dem blinden Zusammengehen mit den Junkern keine politischen Geschäfte mehr zu machen sind. Aus der Furcht, durch einen ähnlichen schmachvollen Handel wie im Jahre 1910 vollends Fiasko zu machen, erklärt sich wohl der auf die Schacherbedürfnisse der bürgerlichen Linken spekulierend« Vorschlag, den da« genannte Rheinische ZentrumSorgan veröffentlicht. Die Anregungen der „Kölnischen BolkSzeitung" haben folgenden Inhalt: 1. Wahlpflicht. 2. geheime Stimmabgabe, 3. direkte Wahl, 4. Verhältniswahl in den einzelnen Reg'erungSbezirken, 5. Zu. teilung von Mehrstimmen für Alter. Arbeitseinkommen und Familiengründung(Schulbildung und DermögenSbesttz sind kein Maß für staatsbürgerliche Leistung). An diesem Vorschlag fällt zunächst auf. daß die Partei für „Wahrheit und Recht", die seit mehreren Jahrzehnten unentwegt versicherte, daß sie mit aller Energie für das gleiche, direkte und geheime Wahlrecht eintrete, abermals auf ein Kompromiß hin. arbeitet, durch das die Rechte der breiten Masse deS Volkes aufs schwerste geschädigt werden würden. Die etwaige AuSrede, daß sich bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des preußischen Abgeord- netenhauseS das Reichsiagswahlrecht, das die Programmforderung des Zentrums bildet, ja doch nicht durchsetzen ließe, wäre ebenso oberfaul, wie die Beschönigungsvcrfuche der Zentrumspresse für den schmachvollen Pakt mit den Konservatwen bei der letzten Wahlrechts» Vorlage. Denn auch das Zentrum weiß ganz genau, daß eine preußische Wahlrechtsreform, die die Privilegienwirtschaft der Junker und Schlotbarone wirklich zu beseitigen vermöchte, natürlich nicht im Dreiklassenparlament selbst durchgeführt werden könnte, sondern nur durch eine WahlrechtSaktiongrößtenStil» außerhalb des Parlaments. Wenn sich nur einmal das Zentrum mit den Fortschrittlern und» der Sozialdemokratie in der öffentlichen Propaganda ernstlich auf die Forderung des gleichen Wahlrechts einlassen wollte, so würde die klägliche Mi ndexzahl der Wahlrechtsfeinde so offenkundig hervortreien, daß die Regierung sich scheuen würde, den pluwkrati- schen Wahlrechtsgegnern noch fernerhin die Stange zu halten. Aber dos Zentrum will eben nicht die Uebertragung deS Reichstags- Wahlrechts auf Preußen, sondern es will nur eine Flickreform. die der blau. schwarzen Koalition nach wie vor die Mehrheit sichert. Deshalb ist auch der Wahlrechtsvorschlag der„Kölnischen Volks. zsitung" den reaktionären Bedürfnissen des Zentrums listig ange« paßt. Durch die Einführung der Wahl Pflicht glaubt man die Masse der rückständigen Wähler in den von Landräten, Amtsvor» stehern und Geistlichen beherrschten finsteren Bezirken Preußens für die Reaktion mobil machen zu können. Die geheime und direkte Wahl aber soll weiterhin durch ein P l u r a l stimmen-Wahlrecht für Alter, Familiengründung und Arbeitseinkommen paraltzfiert werden. Ja, wenn eS sich noch um«in wirkliches Arbeitsein. kommen handelt! Aber das Zentrum würde schon mit den Junkern dafür sorgen, daß als Arbeitseinkommen auch die agrarische und industrielle Ausbeutung angesehen würde. Höchstens dem mobilen Kapital würde man einige Abzüge machen. Und ebenso würde man bei der Einführung der Verhältniswahl in den einzelnen Regierungsbezirken allerhand Bosheiten gegen die Liberalen und Sozialdemokraten durchzusetzen versuchen. Ter Vorschlag des ultramontanen Blattes betpeist deshalb nichts als den Versuch, durch ein neues taktisches Manö» ver das Volt um die Erfüllung seines immer dringenderen Wahlrechtshcischens zu prellen. Für das Proletariat ergibt stch auS der Haltung des Zentrums nur das eine, daß sein Ansturm gegen die unerträgliche WahlrechtSschmach und seine politischen De» monstrationen bei der Reichstags- und Landtagswahl keines- Wegs so erfolglos geblieben sind, wie das die schwarz-blau« Presse bislang hinzustellen beliebte. Tie entrechteten preußischen Wahlrechtsheloten werden deshalb zu ihrer Genugtuung aus dem Vorschlage entnehmen, daß sie sich mit ihrem Kampf auf dem rechten Wege befunden haben und daß eS nur des B e r h a r r e n s in diesem Kampfe und weiterer möglichst energischer Steigerung ihrer Aktionen bedarf, um der Reaktion ernsthafte Zugeständnisse abzu» ringen!' politische debersicbt. Das amtliche Wahlresultat m Salzwedel- Gardelege«» Nach amtlicher Feststellung wurden bei der Reichstags- stichwaül in Solzwedel-Gardelegen bei 20 472 Wahlberech- tigten 26 073 gültige Stimmen abgegeben. Es erhielten: Hauptritterschaftsdirektor v. Kröcher-Vinzelberg(k.) 11 896. Privatdozent Dr. Böhme-Groß-Lichterfelde(notl. Bauern- bündler) 14 177 Stimmen. Tr. Böhme ist somit gewählt. Gegenüber der Hauptwahl vom 2. Juli cr. erhielt der konservative Kandidat v. Kröcher ca. 700 Stimmen mehr als zusammen für v. Kröcher und seinen konservativen Mit- kandidaten Schulz-Rietze abgegeben waren. Die Stimmenzahl des bündlerischen Nationalliberalen Dr. Böhme wuchs um ca. 1500 Stimmen über die Stimmenzahl hinaus, die bei der Hauptwahl für Tr. Böhme und den sozialdemokratischen Kandidaten abgegeben worden waren. Erstens kommt es immer anders, zweitens als man denkt. Nicht die Sozialdemokratie ist das Objekt der Gesetzgebung des Herrn v. Kröcher geworden, sondern Herr v. Kröcher wurde das Objekt der Sozialdemokrat� und hört auf. Ge- setzgeber zu sein. Er verläßt den Reichstag, dem er seit 1838 angehört und in dem er allerdings in seiner Art für Auf- klärung über die Bolksfeindschaft der Konservativen gesorgt hatte. Tie konservative Presse ist über den Verlust eines der besten Männer ihrer Partei, wie die„Kreuzz." ihn nennt. sehr betrübt und um so�wütender über Herrn Böhme, der die sozialdemokratischen Stichwahlbedingungen anerkannt hat. Und ihr Schmerz ist um so größer, weil auch diese WabI die schwarzblaue Minorität weiter geschwächt hat. nachdem sie bei den Nachwahlen bereits Hagenow-Srevesmühlen und -Waldeck verloren hat.__ Korruption. Zuschriften, die bei der Redaktion des„Vorwärts" eingegange». sind, entnehmen wir. daß hier und da die seltiam« Auffassung ver» breitet ist, daß die Redaktion sich über die Zustände auf dem Gebiet« des luftmilitaristischen GründungSweienS und der kapüalisti'chen Slimmungsmache für die Luftschiffahrt etwa durch Herrn Lrtur Müller selbst habe informieren lassen. I» Wirllichke.t haben wir unsere Angaben zwei der Redaktion zugegangenen Brmauren ent- nommen, nämlich einmal der Broschüre„Moderne Gründungen" von Ä. Greeven und zum anderen der Broschüre de5 Herrn «rtur Müller„ThersiteS. nicht Gracchus'. Da die.'e Broschüren sicherlich der g»samt«« Presse zu. gegangen sind, ist da« Scbweigen der übrigen Blatter— dl« „Staatsbürger-Zeitung" ausgenommen— überaus befremdlich. Oder sollte man Angst haben, daß durch e.ne Berossentl>chung der Affäre noch allerhand sonstige D'Nge an« Tageslicht gebracht werden würden?__ Die zweijährige Dienstzeit ist zu lang: Diederbolt und Soldaten als Rausreißer in Lohnkämpfen ver« wandt worden. S'« solch« w�d jetzt wieder aus Ostpreußen gemeldet Die Firma Hildebrandt»n Malbeuten, die bekannt gibt, daß sie nur mit.eigenen unorganisierten Hand- wcrkern" Bauten ausführt, laßt auf dem Gute Bey dritten einig« Scheunen errich'en und b-fchaftlgt dabei 33 Pionier- vom Pionierbataillon 9c?. 18 m Königsberg. Die Sol« datcn erhalten einen Tagelohn von 4 M.; davon erhält die Kom- gagnie die Hälfte de« Tagesverdienstes, wofür st« da» erforderlich« Werkzeug zur Verfügung stellt. In Königsberg sind Zimmerer arbeitslos: sie müssen zusehen, wie ihnen hier die Soldaten das Brot wegnehmen. Ein sehr gute» Geschäft macht die Baufirma. Sie soll an Zimmerer 63 Pf. Stundenlohn und einen Stundenlohn al« Wegeentschädigung zahlen. Den Pionieren aber gibt sie 4«. und dafür arbeiien fie täglich 11—12 Gtunden. Infolge ihrer Weigerung, die Lohntarife der Arbeiter nicht anzuerkennen, gelingt tS der Firma nicht, die nötigen Arbeitskräfte zu bekommen. Die Militärverwaltung springt nun bereitwilligst ein und stellt die mili« tärischen RauSrrißer._ Tas goldene Kalb des Klerus ist krank In der ultramontanen Presse findet man täglich hämische Bemerkungen darüber, daß(nach einem beispiellosen Aufstieg der letzten(Zahre) unsere Parteiorganisation an manchen Orten infolge der ungünstigen Wirtschaftslage einen vorübergehenden Stillstand verzeichnen muß. Man jubelt, daß die Arbeiter endlich einzusehen beginnen, wie unnütz es ist. ihre Groschen den Parteikaffen zuzu- führen, damit die Angestellten ein angenehmes Leben fuhren können. Wie immer, schließen die guten Leute auch hier nur von sich auf andere; denn Tatsache ist, daß das goldene Kalb, um das die �mtrumspriester tanzen, schwer krank ist, und daß der Bettel um Geld immer weniger einbringt. so beklagt sich Pfarrer Dr. Piontek aus KöSlin im„Schle- sischen Bonifaziusblatt", daß im frommen Oberschlesien die Kol- letten für den BonifoziuSverein nichts mehr einbringen. Mancher dürste„erstaunt gewesen" sein, oder„unwillig den Kops geschüttelt" haben, der die Zusammenstellungen über die Er- gebnisse der Kollekten für den Bonifaziusverein durchgesehen habe. Ln Äönigshütte sind aus je lOOO Katholiken nur 1,27 Mark erbettelt worden. In Eleiwitz, Sarau(O.-Schl.) und M h s- low itz brachte die Bettelei auf je 1000 Katholiken nur 1,36 Mark. In B e u t h e n bringt die Bonifaziuskollekte in einer Pfarrei mit 10 000 lebendigen Seelen schon drei Jahre lang nur immer 10 Mark. In Königshütte gibt es eine Pfarre, die seit ISN nur 2 Mark jährlich für den heiligen Bonifaz opfert. Dem Artikel fehlte nichts, als daß der Verfasser darauf hingewiesen hätte, daß Oberschlesien nicht nur das gelobte Land der größten Frömmigkeit ist, sondern daß dort auch die reich st en katholischen Magnaten von ganz Europa sitzen, denen der heilige Bonifaz anscheinend überhaupt nichts mehr gut. Der Artikel hat in den oberschlesischen Zentrumskreisen nicht geringe Ausreguug hervorgerufen. Pfarrer Rassel in Tarnowitz weist die Porwürfa seine» AmtsbruderS energisch zurück. Ober- schlesien sei ein armeS Land. Zudem hätten die armen Familien meist 8 bis 10 Kinder zu ernähren.„Dazu kommt," heißt es wörtlich,„daß«in großer Teil der oberschlesischen Jndustriebevölkarung infolge der Verhetzung immer mehr abrückt und indaSsozialistischeLager übergeht. Die letzte ReichStagSwahl 1S12 hat in dieser Rich- tung eine sehr deutliche, düstere Sprache gesprochen." Ferner soll an den schlechten Ergebnissen des Bettels schuld sein, daß die pol- nischen Katholiken den Bonifaziusverein als einen Germanisa- tionsverein ansehen. Und nicht zuletzt wird auf die große Not- läge der Bevölkerung infolge der herrschenden Teuerung hingewiesen, wobei freilich zu sagen vergessen wird, daß hieran die Zentrumspolitik die Hauptschuld trägt. Die frommen Zentrumsbrüder werden also gut tun, sich zunächst einmal um die„opferfreudige Stimmung" in ihren eigenen Reihen zu kümmern, ehe sie die Herzensfalten der sozialdemokra tischen Arbeiter durchforschen. Tie Nationalliberalen im Glashause. Bekanntlich ist pflegen die Wahl einiger konservativer Reichstag? abgeordneten in Ostpreußen von den Liberalen Protest erhoben worden. Die bekannten Uebergriffe der Konservativen,' die ins- besondere die Wähler mit riesigen Mengen Schnaps und Bier der- »orgt baben, sind kürzlich in den Zeitungen erörtert worden. Das Junkerblau für Ostpreußen, die.Ostpreußische Zeitung", hält jetzt hen Nalionalliberalen den Spiegel vor und weist nach, daß die Rationalliberalen in Ostpreußen die Wahlen ganz »ach konservativer Art zustande gebracht haben. So schreibt da» Vlatt: Richtig ist. daß solange eS ReichstagSwahlen gegeben hat. in Rasuren am Wahltage Bier getrunken wurde, und daß dieses Bier nicht immer von allen Wählern selbst, sondern von einzelnen wohlhabenden Männern natür lich nicht aus Sümmenfang(??) für ihre weniger bemittelten Parteifreunde bestellt wurde. Diesen Um st and aber haben sich gerade die R a t i o na l l i b e r a le n in un- erhörte st em Maße zunutze gemacht, al« sie die gut kon'etvauve Bevölkerung der Südostecke der Pro- vinz sür ihre Ideen zu gewinnen suchten. Die nalionalliberalen Parteiangesiellien machten beim letzten ReichStagSwahlkampfe auch gar lein Hehl daraus, daß sie überall, wo national- liberale Versammlungen abgehalten wurden. das Geld für Alkohol mit vollen Händen aus- st r e u l e n. Es sind nicht etwa klein« Summen gewesen, um die c» sich handelte, sondern meistens gingen die Ausgaben für Frei schnaps, Freibier und freie Zigarren in den nationalkiberalen Versammlungen stark in die Doppelkronen.... Den Erfolg vou Ivw haben die Nationalliberalen zum guten Teil dem Alkohol zu verdanken.... Sollte eS wirklich zur Nachwahl in Oletzko- Lyck kommen, so sind wir recht neugtertg.wie sich die Liberalen dann ver- halten werden. Mit Alkohol dürfen sie als konsequente Leute nach ihrem Wahlprotest doch nun nicht mehr den polilischeu An jchauungcn der Bevölkerung nachhelfen. Dos konservative Blau fuhrt dann noch einige Beweise für die Agitation der Nationalliberalen aus dem konservativen Protest gegen die Wahl des nalionalliberalen Abgeordneten Laser in Angerburg- Lotzen an. Hier sei ebenfalls schnaps und Bier von den National- liberalen verteilt worden, und Polizeibeamt«, Nachtwächter, ja der nalionaUtberalo Kandidat� selbst sollen in unzuläisiger Weise Agitation betrieben baden, so soll der Kandidat. Bürgermeister Laser, im Wahllokal ut Aichuren Wahlaufrufe verteilt haben........ Es ist vollkommen zutnstend, dag die Nationalliberalen genau wie die Konservativen die Hilfe des Alkohol« in Anspruch genommen baben. um„staatSerhallende Wahlen zustande zu bringen. Und wir sind auch gar nicht neugierig, wie sich die Liberalen in Zukunft ____ C—iM 1 Marktnetz 1 Rosshaarhandfeger 1 Teppichhandfeger 39 n. IFuss- 39 1 bank gedrehte Füsse 2 Gazeglocken....... 39 � 1 Gewürzetagere.. 39 p«. zusammen 1 Ringständer..1 � 1 Feuerhaken...j 39 1 Pfeifermühle...... 39 1 Kammkasten B GewarztönHciien 39» 1 Zylinderpntzer gros» 39 �555� 6 Alumininm- 39 pf. mi SÄMWW-V-Ät« 1*®«'■s'StS lMWXW 1 Meter Häkelspitze S 1 Kissenpolster"'öm«q. (Pflanzendaunen)........... 00 Pf. 2 Nachttischdecken qq aus Linon, vorgezeiohuet---- 00 Pf 2 Tabletidecken 1 KissenhezugsÄtÄ 1 Mittendecke �Äet Teelöffel 39 n 3 Alumininm- Gsslöffel39 pf. 8 Pakete Blitzblank Karton 39 1 Eierschrank 39». 1 Puddingform 39 pl 1 Wäscheleine 39 p IFleisch hrett mit Klopfer 39» 1 Besteckkasten 3 Pakete Stahlspähne 4 Ahornquirle...... 39?< 1 Gurkenhobel...... 39» 1 Schilftasche...... 39». Q__ 1 Zwiebeloder Seiumtl- ' uebälter 1 Springform ca.-i cm39 pf. - Waschstoffe Musseline sehr grosse Sortimente, Zephir in vielen Streifen............. Perke I Voile 1 grosses Küchen- hrett 1 Kaffeebüchse\ 1 Zuckerbüchse I 39 pl 1 Deckelhalter'eteHiq'Sg?. 1 Pütz- öder Wichskasten. grau Uga» 1 Sand-, Seife-,.oda-Gar. itur Delftdexor 1 Kleiderbürste...... 39 pl , 1 Haarbürste 39 pt 30 cm 1 Königskuchenform i Glanzbürste... j Aultragebürste 1 Schmutzdürste pl 1 Klosetbürste mU',?�ertem IKokos-Möbel- bürste 39» 1 Paar Solinger Bestecke mit schwarzen oder vor nickciten Heften...... 1 Tee-Ei"jj 1 Kaffeesieb Aluminium 39 1 Teesieb?>- 1 Stanbwede..... 1 Garderobenleiste mit Metallhakcn.......... m 39». 39 pi 39 pi. MnMllWllii 3 Gerstenkorn-HandtiiGbep39pf 3 Küchenhandtücher grau 1 Frottierhandtuch qQ ca. 40x100 cm............ 00 PL 3 Geschirrtücher kariert, ca. 45X43 cm. gesäumt und gebändert SgelbePolierlttcher»q ca. 34 X 40 cm............. J"» 3 imit.Ledertücher43xTäcm Meter Streifen oder Punkte, gestreift, Pfennig Ein Posten stück Stuben- oder Küchenhandtücher ca. 48X100 cm, gesäumt u. gebändert, weiss oder bunt gestreift MF ». Herren-Artlliel 1 Serviteur farbig...... 39 1 Paar Manschetten 39 pi 1 Paar Hosenträger oq für Hp.rrpn nrier Knaben....�*» pl 1 Südwester ödrMädciran39 p,. 1 Stehumlegekragen für Herren. amerikan. Form 1 Prinz-Heinrich-Mütze für Knaben 1 Spoptkpagcn * Herren 39» 1 Sport- od. Reise-Mütze für Herren oder Knaben 1 Begatte, Binder oder Schleife Ärz od.e: 39 pl Kurzwaren 2 Paar Armblätter 4Taillenverschlüsse�h: 8 Dutzend vruckkuöpte�f. 12 Dutzend Wäscheknöpte 1 Stück Bettlitze) jj5- 2 Gapnitupen Senkel l 39». 2 Hutnadelscbtttzer]£0 2Blnsennadeln... j pl Calonierle 1 MädchentasclieUc m,t 1 Garderobenriegel i Markttasche ca. 33 cm, OQ mit Lederhenkel» 1 Handtasche oll 1 Portemonnaie für Damen QQ oder Herren....'• 1 Rasiergarnitur..... 39 pl 1 Handtuchhalter 1 Wandspiegel ca. 27 X35 cm... 39 Pf 1 Eckgarderobe mit Haken, ca. 30 cm 1 Wetterhäuschen 1 Glasieuchtep WMM 1 Meter Filztuch- . Lambrequinstoff 1 Meter Poriiereustofi 1 Tttll-Tischläuter Lederriemen mit 5 Haken ca. 45 cm lang aiÄJ 1 Wacbstucb-WandsGnonep la�g 1 Wachstuoh-Köchentisch-j ög decke, 1 Leitungsschoner� pf. 1 Türvsrleger ttr 33 pl 1 Meter Läuferstolf 39 n 6 Dosen Scbohcreme schwarz 39». 1 Semtenr weis», weich Pikee 39fl 2 Paar Ersatzlauel für Damen, schwarzl oder lederfarbig.l feinfidig od. starke! Qualität 39p| r IPaarfieifeDSCdtEDl schwarz oder farbig,| mit besticktem Fussblatt 39 '?!. 1 Paar tierreaso toi schwarz od.modernel Farben, mit Eingel- 1 od. Jacquardmuster 1 39?,. 1 mit Metallblende und fi"' Zylinder 39 6 Wassergläser Dismantmuster 39 1 Honigdose mit Deckel 39?,. 2 Blumen� vasen modernes Frei muster 39?,. 1 Stickerel- Waschgürtel in vielen Mustern 39? 1 grosse Saiatechnssel Diam ntmuster 39?,. 6 Wassergläser erOßs. neue Form 39«. 7b Papier- Servietten bunt, gazackt 39 3 Gazedeckel| verschiedene Grössen (BeMtiMSebafteur; Albert Wachs, Berlin. In /eratenteil veranttv.: Tb.Glicke.BerL>n. Druck u. Verla« i Vorwärts Buchvi-n Perlagsanstal! HäülS'nger t Co-, Berlin SW. Hierzu Z Beilagen u.nnterhaltuag»b� ». 175. 30.3.�.118. i leilnfle des.Fsmarts" Krlim WldsdlM. Z-°.°b.«d.�z-.ilg� Parteigenossen! Auf Grund des Organisationsstatuts beruft der Partei- Vorstand den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 14. September, abends k Uhr, nach dem Volkshause in Jena ein. Die Eröffnung und die Konstituierung des Parteitages werden am 14. September stattfinden. Die Festsetzung der Geschäfts- und der Tagesordnung und die Wahl der Mandats- Prüfungskommission sollen am Montag, den 15. Sep- tember, zu Beginn der Sitzung vorgenommen werden. Als vorläufige Tagesordnung ist festgesetzt: 1. Geschäftsbericht des Parteivorstandes. a) Allgemeines. Referent: Genosse S ch e i d e m a n n. b) Kassenbericht. Referent: Genosse Braun. 2. Bericht der Kontrollkommission. 3. Bericht der Reichstagsfraktion. Referent: Genosse H. Schulz. 4. Maifeier. Referent: Genosse E b e r t. 5. Steuerfrage. Referenten: Genossen Wurm und Dr. Süd eku m. 6. Anträge. 7. Wahl des Parteivorstandes, der Kontroll- k o m m i s s i o n und des Ortes, an dem der Partei- tag 1914 stattfinden soll. Parteigenossen! Bewirkt die Vorarbeiten für den Partei- tag— die Wahl von Delegierten und die Stellung von An- trägen— rechtzeitig. Wo mehrere Delegierte zu wählen sind, soll nach§ 7 des Organisationsstatuts unter den Delegierten möglichst eine Genossin sein. Die Anträge der Parteiorganisationen müssen spätestens am 12. August im Besitze des Parteivorstaudes, Adresse: W. Pfaunkuch, Berlin SW. 68, Lindcnftr. 3 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 10 Abs. 2 des Organisationsstatuts im„Vorwärts" veröffentlicht werden und in der gedruckten Vorlage Aufnahme finden sollen. Den Anträgen etwa beigegebene Begründungen werden weder im „Vorwärts" noch in der den Delegierten zugehenden Vorlage abgedruckt. Die Vorstände der Wahlkreisorganisationen werden dringend ersucht, dem Partcivorstande die Namen der gewählten Delegierten unter genauer Adressenangabe alsbald mitzuteilen, damit ihnen die Vorlagen und sonstigen Mit- teilungen zugehen können. Außerdem müssen sich die Dele- gierten beim Lokalkomitee melden. Tie Adresse des Lokal- komitees lautet:... H. Leber, Jena, Magdelstieg 3. Die Mandatsfornlulare werden voin 13. August ab durch das Parteibureau versandt. Mit sozialdemokratischen Grüßen Der Parteivorftand. Nie gewinnen wir«lle Jugend vom 18. bis 21. Jahre? Die staatliche und bürgerliche Jugendpflege wendet sich an die Jugend vom 14. bis zum 20. Lebensjahre bezw. bis zum Eintritt in den Militärdienst. Der Zweck dieser Bemühungen ist zu durch- sichtig, als datz er mit Erfolg verschleiert werden tonnte. Es handelt sich dabei nicht um die sogenannte Jugendfürsorge" oder„Ertüchtigung" der Jugend, sondern um nichts anderes als um die Heranbildung gehorsamer königstreuer Rekruten. Das bekannte Wort aus berufenem Munde vom Schießen auf Vater und Mutter sagt in dieser Beziehung genug und kann nicht besser illustriert werden, als durch die hurrapatriotische Art und den kriegerischen Aufputz der staatlichen Jugendpflege.>' Mag es auch in der vom preußischen Kultusministerium über die Jugendpflege in Preußen herausgegebenen Denkschrift heißen,„daß die Aufgabe der Jugendpflege die Mitarbeit an der Heranbildung einer frohen, körperlich leistungsfähigen, sittlich tüchtigen, von Gemeinsinn und Gottesfurcht, Heimat- und Vaterlandsliebe erfüllten Jugend � bckhrt uns doch ein anderer Passus in der gleichen Denkschrift,„der Schwer- Punkt aller Maßnahmen ist nach der Absicht des Staatsministeriums auf die Heranziehung der männlichen Jugend zu legen", über den wahren Zweck des staatlichen Jugendpflegerummels. Nun genießt die staatliche Jugendpflege den unschätzbaren Vorteil, daß sie sich ungehindert entfalten kann, daß sie schalten und walten kann wie es ihr gutdünkt, ohne auf irgendwelche Schwierigkeiten zu stoßen. Sie wendet sich daher unterschiedslos an die Jugend bis zum zwanzigsten Lebensjahre und zwar ohne Rücksicht auf die für Jugendliche unter 18 Jahren gezogenen Schranken des ReichSver- einSgesetzes. Die proletarische Jugendbewegung befindet sich in einer weniger glücklichen Lage. Ihr kommt die der bürgerlichen Jugendpflege in so reichem, die Grenzen des Gesetzlichen überschreitenden Maße gewährte Toleranz durch die Behörden nicht zu- gute. Sie muß vielmehr, da nach der Weisheit unserer geborenen und berufenen Gesetzgeber die politische Reife des Jugendlichen mit Ablauf des achtzehnten Lebensjahres eintritt, die Jugend einteilen in die Schichten unter und über 18 Jahre. Die Schichten unter 18 Jahren 'ucht die proletarische Jugendbewegung gegenwärtig zu erfassen und zwar durch eine reine BildungS- und Erziehungs- arbeit, von der alles, was auch nur im geringsten nach Politik rrecht, ängstlich ferngehalten wird. DaS alles hindert natürlich die preußische Polizei, die als„mustergültig" bekannt ist in bezug auf die gleiche Behandlung aller Staatsbürger, und die preußische Staatsanwaltschaft, die.objektivste Behörde der Welt", nicht, die proletartsche Jugendbewegung mit einer geradezu rührenden Sorg- falt zu behandeln und selbst aus den harmlosesten Ber- unstaltungen bildender und geselliger Art schwerwiegende Fälle poltwcher Beetnflusfung der Jugend zurecht zu drechseln. Jeder, der etwa? mehr von Pädagogik versteht als ein säbelrasselnder Polizei. leutnant. wertz. daß ez nicht» Bedenklichere» geben kann, als den Jugendlichen, oum daß«r die Schule verlassen hat. hineinzuziehen »n den Strudel des politischen Lebens und der Parleikämpfe.- Anders steht es natürlich init dem Jugendlichen über 13 Jahre, der schon eine gewisse Reife erlangt und eine gewisse Lebens- erfahrung erworben hat. Hier muß eS uns darauf ankommen, diese Schichten für die Parteiorganisation zu gewinnen und zu Pflicht- und zielbewußten Sozialdemokraten zu erziehen. Das Gewinnen dieser Schichten ist schon eine schwierige Sache: noch schwieriger aber ist eS, diese Schichten an die Organisation zu fesseln und so zu er- ziehen, daß sie Interesse für die Partei und Parteiarbeit haben. Es müssen daher innerhalb desRahmens unsererParteiorganisation oder in Anlehnung an diese Einrichtungen geschaffen werden, die sowohl in agitatorischer als auch erzieherischer Hinsicht zweckmäßig und wir- kungSvoll sind. Der Gedanke einer besonderen Jugendorganisation für die ältere Jugend, wie er kürzlich wieder in der„Neuen Zeit" angeregt wurde, scheint uns zu wenig diskutabel, als daß es sich lohnte, darauf näher einzugehen. Es kann nicht im Interesse der Sache liegen, neben der Parteiorganisation noch eine zweite selb- ständige Organisation erstehe» zu lassen. Unser Augenmerk muß in erster Linie darauf gerichtet sein, die Anhänger der freien Jugendbewegung, sobald sie das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, für die Parteiorganisation zu gewinnen. Die Schwierigkeit liegt allerdings dann darin, diese Schichten an die Organisation zu fesseln und zu pflichtbewußten Mitgliedern derselben zu erziehen. Es kommt nicht nur darauf an, daß jemand Mitglied ist, sondern auch, daß er weiß, warum er eS ist. Nur dann wird er gern und freudig die Pflichten, die im Jntcr- esse der Partei notwendig sind, erfüllen. Die Ueberzeugung von der Notwendigkeit der parteigenössischen Pflichterfüllung kommt aber— abgesehen von einzelnen Fällen der Selbsterziehung— nicht von selbst, sondern muß anerzogen werden. Diese Erziehungsarbeit zu leisten, muß Aufgabe der Parteiorganisation sein. Leider ist unser heutiges Parteileben wenig geeignet, diese wichtige Erziehungsarbeit zu leisten. Unsere Parteiversammlungen und Veranstaltungen gewähren dem Jugendlichen, der geistig angeregt ist, nicht die geringste Befriedigung. Es ergibt sich aber hieraus die Folgerung: Für die Jugend- lichen von 18 bis 21 Jahren müssen besondere Veranstaltungen getroffen werden und zwar solche Veranstaltungen, die einen beleh- renden und anregenden Charakter tragen. Diese Veranstaltungen sollen so gestaltet sein, daß sie auf die geistigen Bedürfnisse deS Jugendlichen zugeschnitten sind. Freilich müßte es sich um regel- mäßige Veranstaltungen handeln, damit der Jugendliche sich an ein gewisses Organisationsleben gewöhnt. Ob sich die Einrichtung besonderer Seklionen für jugendliche Parteimit- glieder empfiehlt, hängt von den besonderen Umständen ab— in Kreisen, in denen das Parteileben gut floriert und ge- eignete Kräfte zur Verfügung stehen, sowie auch die Jugendbewegung stark Wurzel gefaßt hat. sollte sie angestrebt werden. Eine solche Sektion besitzt den Vorteil, eine Organisation zu sein. Sic erzieht die Jugendlichen zur Organisationsarbeit. Dadurch, daß ihren Mitgliedern ein weitgehendes Maß von Selbstbestimmung, beschränkt nur durch das Interesse und das Uebergewicht der Gesamtorganisation, eingeräumt wird, fesselt man sie an diese Ein- richlung. Die Veranstaltnngen dieser Sektion müßten sowohl b e- lehrender als unterhaltender Art sein. Belehrender Art in dem Sinne, daß der Jugendliche durch Vorträge und Dis- kussionen, durch Darbietung einer Bibliothek zu gründliche!» Ver- ständniS der Arbeiterbewegung und ihrer einzelnen Zweige erzogen. daß er stir den politischen Kampf geschult und nach Möglichkeit theoretisch durchgebildet wird. Unterhaltender Art dergestalt, daß Wanderungen, gesellige Zusammenkünfte und festliche Veranstaltungen dem gerade in der Zeit der Jugendjahre besonders tief eingewurzelten UnterhaltungSbedürfniS des Menschen Rechnung tragen. Da die SektionSmitglieder zugleich Parteimitglieder sind, so müßte darauf gesehen werden, daß sie auch die Parteiveranstaltungen besuchen und sich an der Parteiarbeit beteiligen. Die gemeinsame Betätigung innerhalb der Sektion wäre geeignet, ihnen diese Pflichten nach- drücklich zum Bewußtsein zu bringen. Wenn die Sektionen bei aller Bewegungsfreiheit, die man ihnen läßt, sich streng im Rahmen der Parteiorganisationen halten, dann werden sie im Interesse der Partei wertvolle und fruchtbringende Arbeit leisten. In zahlreichen Fällen läßt sich freilich die Einrichtung derarti- gcr Sektionen nicht ohne weiteres durchführen. Dann ist es zweck- mäßig, besondere A u s s ch ü s s e zu schassen, denen die Aufgabe, die ältere Jugend heranzuziehen und aufzuklären, zukommt. Auch dort, wo Sektionen bestehen, erscheinen mir derartige Ausschüsse nicht überflüssig. Ihre Tätigkeit bestände ebenfalls darin, agita- torisch zu wirken und besondere Veranstaltungen für die über 18- jährigen zu treffen. Das letztere darf nie übersehen werden, denn dem Jugendlichen muß man, seiner besonderen Eigenart e»t- sprechend, auch etwas Besonderes bieten. Nur dadurch kann man ihn fesseln. Was die agitatorische Tätigkeit der Ausschüsse anlangt, so müßte sich diese nach verschiedenen Richtungen hin entfalten. Im einzelnen hängt das von den besonderen örtlichen Verhältnissen ab. Es muß aber versucht werden, nicht nur' an die fraglichen Altersschichten im allgemeinen, sondern auch an den Jugendlichen im einzelnen heranzukommen. Tie Erfahrung lehrt, daß der Jugendliche um so eher zu gewinnen ist, je mehr man unmittelbar an ihn herantritt, je mehr man ihn als Persönlichkeit, als den Ein- zelncn, auf den es ankommt, behandelt. Sind nun diese Altersschichten schon an und für sich— auch soweit man sie bereits als aufgeklärt ansprechen kann— schwer erreichbar, so gilt dies im besonderen Maße von der großen Schar der Indifferenten. Zu den letzteren gehört auch die beträchtliche Zahl derer, die alljährlich aus der Provinz nach der Großstadt kommen. Ter größte Teil von diesen taucht unter in den Fluten des Großstadtlebcns. Ein großer Teil der Indifferenten bevölkert in starkem Maße die sogenannten nationalen Sportvereine. Daß es unter den Mitgliedern dieser Vereine viele gibt, die für uns gewonnen werden können, läßt sich kaum bestreiten. Die meisten sind Mitglieder dieser Vereine entweder aus mangelnder Urteils- fähigkcit, aus Gleichgültigkeit oder aus irgend welchen anderen Gründen— am allerwenigsten jedenfalls au? Gründen der lieber- zeugung. Diese Schichten der Indifferenten sind dabcr am ehesten noch zu erfassen durch die Gewerkschaften und die Ar- b c i t c r s p o r t v c r e i n c. Die wirtschahlichc Not fühlt auch der Indifferenteste und über kurz oder lang schließt er sich der gewcrk- schaftlichen Organisation an. um so mehr, wenn seine Arbeits- kollcgen alles tun, um ihn in dieser Beziehung aufzuklären. In den Fabriisälen und Werkstätten wird ein gut Teil Agitations- und Aufklärungsarbeit geleistet, die auch für die Parteiorganisationen >n stärkerem Maße als bisher nutzbar gemacht werden könnte. Die Arbeitersportverein« berechtigen bei dem allgemeinen und erfreu- lichen Aufschwung, den die sportliche Betätigung aus allen Gebieten in den letzten Jahren erfabrcn hat, zu mancherlei Zukunftshosfnun- gen. Die Jugend stellt den Hauptteil der Sporklustigen und wendet sick, meist den zahlreichen bürgerlichen Sportvereinen zu. Daneben bestehen allerdings noch unzählige Sportvereine und Vereinchcn, die man weder als bürgerliche noch als proletarische Sportvereine an- sprechen kann. Diese Vereine und der Sport, der bei ihnen gepflegt wird, nehmen oft das Interesse des Jugendlichen in so starkem Maße in Anspruch, daß er für andere Dinge überhaupt nichts mehr übrig hat. Das mag eine unangenehme Erscheinung sein, aber man muß sie verstehen lernen und die notwendigen Schlüsse daraus ziehen. Durch die Förderung der Arbeitcrfportvereine, durch die Steige- ruug ihrer Leistungsfähigkeit läßt es sich erreichen, daß die sport- und vereinslustigen Schichten der Bevölkerung, wovon der größte Teil zu den Jugendlichen über 18 Jahre gehört, immer mehr von der Arbcitcrsportbewegung erfaßt werden. Daraus muß es uns zunächst ankommen. Ist der Jndiffercute erst einmal eingetreten in den Bannkreis der modernen Arbeiter- bcwcgung, dann kann es nicht ausbleiben, daß er mit der Zeit auch zur sozialdemokratischen. Ueberzeugung gelangt und für die poli- tische Organisation gewonnen wird. Dazu ist aber wie in jeder anderen Beziehung eine gründliche und planmäßige Agitations- tätigkeit notwendig, deren Angelpunkt wieder besondere von den bc- reits erwähnten Ausschüssen getroffene für die"Jugendlichen über 18 Jthre zurechtgcschnittcne Veranstaltungen sind. � Wenn die hier bezeichneten Wege— aus der Praxis dürften sich deren noch mehr ergeben— beschritten werden, dürfte ein g c- w i s s e r Erfolg nicht ausbleiben. Uebertricbenc Erwartungen sind allerdings nicht am Platze. Man bedenke, daß sich in der Zeit des 18. Lebensjahres und wohl auch schon früher das Erwachen des Geschlechtstriebes im Menschen vollzieht, das von so durchgreifen- dem Einflüsse auf das Seelenleben des Menschen, auf seine Stim- mungen, auf sei» Tun und Handeln ist, daß es ihn in vielen Fällen fast vollständig in Anspruch nimmt. Auch der bevorstehende Eintritt in den Militärdienst hält so manchen Jugendlichen davon ab, in die Parteiorganisation einzutreten. Je früher die geistigen Bedürfnisse eines Menschen geweckt und angeregt werden, je früher seine Charakter- und Willens- bildung einsetzt, um so eher und kräftiger wird sich damit auch ein gewisses moralisches Pflichtbewußtsein in ihm entwickeln und ihn in den Stand setzen, späteren schädlichen Einflüssen erfolgreich zu widerstehen und sich durch die Nöte und Jrrgänge der" Geschlechts- und Flegcljahre hindurchzuwinden, ohne dabei seine geistigen Bc- dürfnissc und seine Pflichten gegenüber der modernen Arbeite»- bewegung zu vergessen. Damit gelange ich zu Hein Ergebnis: Stärken und fördern wir die freie Jugendbewegung, suchen wir den Jugendlichen so früh als möglich, sobald er die Schule verläßt, zu gewinne» und im Sinne der proletarischen Weltanschau- ung, zu einem geistig und sittlich gesestigten Menschen zu erziehen, damit er, wenn er in die Zeit der politischen Reife eintritt, um so leichter erkennt, wohin cr gehört und die Konsequenz. daraus zieht, oder aber, falls kr dies nicht tut, durch die einsetzende Agitation mit Leichtigkeit für die Parteiorganisation gewonnen wird. Sorgen wir dann aber auch dafür, daß der Jugendliche durch ge« i gn e i e Einrichtungen— so schlägt z. B. der Berliner Bezirksbildungsaus- schütz in seinem Leitfaden den Organisationen besondere Ein- sührungskurse für die Jugendlichen von 18—21 Jahren vor— innerhalb der Organisation an diese gefesselt wird, so gefesselt wird, daß er ihr mit Leib und Seele ergeben bleibt!. R. V. Hus der Partei. Sozialistische Blindeuliteratur. Von der„Neuen Zeit, Organ zur Pflege sozialistischer Welt- anschauung unter den Blinden deutscher Zunge", sind die Nummern' 4 und 5 des vierten Jahrganges erschienen. Die Hefte haben u. a. folgenden Inhalt: Marx und Darwin. Von A. Panne- loek. Rüstmrgstaumel und Jubiläumsrausch. Von P. Richtsteig. Das kommunistische Manifest. Wider die religionSseindliche Sozial- demokratie. Aus der Gegenwart: Die preußischen Landtagswahlen. fjll Jahre sozialdemokratische Partei. Bücherschau: Die Erwerbs- Verhältnisse der Blinden. Feuilleton: Die Nachbarn. Bon Marie v. Ebner-Eschenbach. Hierzu die wissenschaftliche Beilage.— Der Bezugspreis des in Brailleicher Kurzschrift gedruckten Blattes bc- trägt bei jährlich sechsmaligem Erscheinen 3,S0 M. für Deutschland und Oesterreich-Ungarn und 4,50 M. für die übrigen Staaten.— Anfragen und Bestellungen sind an A. Mendt, Berlin NW. 20, Wiesenstr. 36, zu richten. Die Zeitschrist wird nicht durch den Buch- Handel vertrieben, sondern kann nur durch die obige Stelle bezogen werden. Die Parteigenossen werden gebeten, die ihnen etwa be- kannten Blinden auf'das Organ aufmerksam zu machen. Em Industrie und Handel. Ter Beutezug der Gemüsebauern. Einen gehörigen Fischzug wollen die Handelsgärtner und Ge- müscbaucrn gelegentlich der nächsten Handelsverträge machen. Zu einem hohen Zoll auf ihre Produkte ist es bei den letzten Verhand- lungen nicht gekommen, iveil die verschiedenen Standcsvcrcinigu»- gen sich über die Höhe ihrer Forderungen sticht einigen konnten. Dieser Uebel stand ff oll diesmal von vornherein vermieden werde» und alle am Gemüsebau beteiligten Kategorien tagen gegenwärtig gleichzeitig in Breslau, um ihre Forderungen an die Regierung zu sormulicrcn. Wie sie das anstellen, zeigt, daß sie gelehrige S-büIer des Bundes der Landwirte sind. Ter Referent in der Versammlung der Handelsgärtner, ein Herr Beckmann, rief in den Saal:„Wir sind zwar keine Millionäre, aber die Ausgabe für die neue Heeres- vorläge zwingt uns, für neue Einnahmen zu sorg an! Wck bleibt die Gegenleistung de r Re g i e r u» gk 1813 hat das Volk unser Land von der Fremdherrschaft Napoleons befreit, jetzt möge die Rc- ierung ihre Versprechungen wahrinachcn und uns von der Frei» d- e r r s ch a f t der ausländischen Gemüse befreien!" Man sieht, der hohe Idealismus des deutschen Landwirts wetterleuchtet förmlich in diesen Argumenten, in denen die Herrschaften auch die Rückzahlung des Wchrbeitrages durch die minderbemittelte Bevölkc- rung schon berechnet haben. Nicht viel inilder ging der Referent im Verein der Gemüsezüchter, Herr Buhl-Fricdenau ins Zeug, der sich über die Unmassen ausländischer Gemüse beklagte, die in Deutsch- land eingeführt und gegessen werden. Ter deutsche Gemüsebau sei vom Reich stiefmütterlich behandelt worden, von den 22 Mit- lUrnen(?), die für die Landwirtschaft ausgegeben seien, babe der Gemüsebau gar nichts erschnappt. Die wahren Freunde der Ge- müscbaucrn seien die rechkSstebcnden Parteien, denn die Linke habe den Kartosselzoll ausgehoben! Schließlich nahm man folgende Resolution an: „Tie heute zu Breslau in der Hauptversammlung des Ver- bandcs Deutscher Gemüsezüchter zahlreich versammelten Gärtner und Landwirte erkennen dankbar die von der Staatsregierung in Aussicht genommenen Maßnahmen zur Förderung des heimischen Gemüsebaues an. Sie erblicken jedoch einmütig in einem aus- reichenden, bisher einseitig vernachlässigten Zollschutzc für unser deutsches Gemüse den sichersten und mächtigsten Hebel sowie den. wirksamsten Anreiz, dem deutschen Geniüsebou die ihm gebührende Stelle in unserer Landeskultur und Volkswirtschaft zu verscbaffcn," Zu beachten ist besonders, daß sich dennoch sofort ein Regie- r n n g s v e r t r e t c r, Geheimrat.Bönisch, erhob und sein Einder- ständnis mit den Forderungen der Gemüsebauern aussprach; er ficQtc überdies ien Gärtnern in Anssichi, daß ihnen von der prciiyischen und der Reichsregierung alle Forde- rung werden Würde. Die Höhe der Zollforderungen wird vor- läufig noch geheim gehalten, soll aber Ende Juli in der Fachpresse publiziert werden. Die deutschen Hausfrauen, werden dann ihr blaues Wunder erleben._ Ti« Schlag gegen die deutsche Agrarpolitik. Als IVOS der Wuchertarif im Reichstage beraten und die Bieh- zolle auf eine geradezu verrückte Höhe geschraubt wurden, behaupteten die RegterungSvertreter, das» man mit den Zöllen die Viehzucht so weit heben sollte, daß Deutschland seinen Fleischbedars selbst deckt. SS warde zugegeben, daß wir auf Zufuhren von Getreide an- gewiesen seien, aber unsere Viehzucht sei leicht so weit zu steigern. daß der Bedarf gedeckt werde. Die Steigerung werde eintreten, so- bald da? fremde Bieh vom deutschen Markt ferngehalten werde. Unsere Genossen behaupteten da« Gegenteil. Sie sagten, daß man den Viehstapcl steigern könne, wenn man keine Getreidezölle habe und derjenige, der sich Futter kaufen muß, auch mit Nutzen Vieh- Haltung treiben kann. 190« ist der Wuchertarif in Kraft getreten. 1.907 und 1912 fanden Viehzählungen statt, und die Resultate dieser beiden Zählungen zeigen, wie die Wucherzölle gewirkt haben. ES wurden gezählt: lSv? l9t2 Proz. Rindvieh... 20«30 844 20 188 738— 41780« 2.8 Schweine... 22 14« 532 21 888 078— 2S1 480 1,2 Schafe.... 7 703 710 5 787 848—1919 862 24,9 Ziegen.... 8 638 970 3 888 971— 149 99-' 4,2 Rechnet man es auf Großvieh um, wobei 1 Rind— 4 Schweine --- 10 Schafe= 12 Ziegen gerechnet wird, dann hatten wir 1907 einen Biehstapel von 27 232 042 Stück Großvieh. Fünf Jahre Wirkung des ÄnchertarifeS bracht« statt eine Steigerung einen Rück- gang auf 2« 490 787 Stück Großvieh, also um 2,7 Proz., und das in einer Zeit, in der dt« Bevölkerung um mehr als 9 Proz. wuchs. Run werden aber die Herren Posadowskh, Herold, PodbielSli, Hahn, Wangenheim und Genossen sagen, daß der Rückgang noch schlimmer geworden wirr, wenn wir die Zölle nicht gehabt hätten. Sie würden wahrscheinlich behaupten, daß in FreihandelSlSndern der Rückgang noch größer sei, wenn diese nicht auch Viehzählungen hätten. Vergleicht man aber die beiden letzten Zählungen der Freihandelsstaaten, dann gibt es folgendes Bild: Großbritannien und Irland: Großbritannien 1906 1911 Irland... Rindvieh... Schweine... Schafe.... Großvieh... Rinder l. Schweine.. Schafe... Großvieh. 1907 11«87 349 8841 129 29 23« 969 16 691 328 1011 11 825 990 4 237 273 30 402 428 16 925 661 Niederlande: 1904 1910 1690 468 9 026 948 861 840 1 269 844 606 786 889 036 1966 601 3 480 808 Dänemark: + 138 641 + 596 144 +1 165 459 + 404 223 + 386 480 + 398 004 + 282 251 + 464 207 Prozent - 2,« Prozent ---22.6 Prozent 1903 1909 Rinder ,1.» 1 840 46« 2 263 082+ 418 61« Schwein«... 1 466 609 1 467 822+ 11 128 Dchase.... 876 880 726 879— 140 951 Großvieh... 2 292 299 2 698 625+ 401 326=-- 17,6 Aus Belgien liegen Zählungen der Schweine und Schate au« neuercr Zeit nicht vor, aoer der Rinderbestand stieg von 1 779 678 im Jahre 1906 auf 1866 838 im Jahre 1909. Also alle Freihandelsländer zeigen steigenden Viehstapel, nur Deutschland zeigt eine Abnahme. Daß e? so kommen werde, haben unsere Genossen 1902 bei Beratung de« Wnchertarifes schon nachgewiesen. Die Zölle find nicht ein Anreiz zur Steigerung der Vieh Produktion, sondern umgekehrt ein Anreiz zur Steigerung des Manko?. Je weiter die Produktion hinter dem Bedarf zurückbleibt, um so höher find die Preise. Freilich drücken steigende Preise den Konsum herab. Die Lehre, daß man hohe Profite erlangt, wenn man den Konsum nicht deckt, ist von Agitatoren des Bundes der Landwirt« stark propagiert. Da« Ideal der Agrarier ist nicht, eine gesunde Ernährung de« Volte» herbeizuführen, sondern hohe Profite den Grundbesttzern zuzuführen, und diese Politik wird von der Re- gtarnng gefördert._ Gevicdts-2eitung. Gerechtigkeit im Jnnkeroaradirs. Hin Gutsvrsitzrr in Kosaken(Kreis Goldap) hatte seinen Inst- mann mit einem Stock mißhandelt und war vom Goldaper Schöffen- gcricht wegen gefährlicher Körperverletzung zu 100 M. Geldstrafe verurteilt worden. Der Mann legte Berufung ein und machte vor der Jnsterburger Strafkammer geltend, daß er sich eigentlich in Rotwehr befunden hätte(Gutsbesitzer mißhandeln oder erschießen ihre Arbeiter stets in der Notwehrl) und freigesprochen werden müßte. Das Gericht konnte aber Notwehr unmöglich annehmen, e» erklärte jedoch, die Strafe fei zu hoch und ermäßigte sie auf SO Mark. Gleich darauf kam vor dasselbe Gericht ein junger Knecht, der sich im betrunkenen Zustande an einem Jnstmann vergriffen und ihn verletzt hatte. Drei W»chen später hatte ihm deshalb sein Herr, ein Gutsbesitzer au» Sodehnen, Vorhaltungen gemacht. Darüber ergrimmt, hatte der Knecht dem Herrn gedroht, ihn mit der Forke zu erstechen. Solche Drohungen sind in der Regel nicht ernst zu nehmen. Da« Schöffengericht hatte den Knecht aber zu fünf Mo- naten Gefängnis verurteilt. Bor der Jnsterburger Strafkammer bat der Verurteilte um Herabsetzung dieser hohen Strafe. Doch dieselbe Kammer, die vorher die Strafe des Gutsbesitzer» um die Hälfte herabgesetzt hatte,»erwarf dt« Berufung de» Knecht»!! '"■ reo« eigenen Geständnisses freigesprochen. Durch einen Satzfehler im' gestrigen Bericht ist die Begrün- dung des die GastwirtSfrau M-th« freisprechenden Erkenntnisse» der Strafkammer etwa» entstellt. Die Strafkammer sprach d,e Ansicht au», die Angeklagte bezichtige sich selbst zu Unrecht. Zum mindesten reich« da» eigene Zugeftäudni- der Angeklagten unter den vorliegenden Umständen nicht au», um zu einem Schuldspruch �u kommen. Da» Gericht sprach deshalb die Angeklagte im Gegen- «tz zu kern Antrag ihre» Verteidiger» frei. I Wer freigesprochen wird. Der AmtSvorstcher Behling aus Modelwitz bei Schkeuditz stand am Donnerstag unter der Anklage der vorsätzlichen gefährlichen Körperverletzung im Amte vor der Hallrschen Strafkammer. Der Amtsvorsteher, ein dkjähriger ehemaliger Oberwachtmeister von außergewöhnlich großer, kräftiger Konstitution, war beschuldigt. eiktdn bei einer Schlägerei verhasteten Mann so schwer mißhandelt zu haben, daß der Verletzte drei Wochen lang arbeitsunfähig war. Ter Verletzte Meierholz war von dem zur Schlichtung einer Schlägerei herbeigerufenen Ämtddiener angetrunken und mit einem großen Beil in der Sand angetroffen worden. Andere an der Schlägerei Beteiligte riefen, Meierholz habe Revolver und Schlag- ring in der Tasche. Al» der festgenommene M. dann dem Amts- Vorsteher vorgeführt wurde, hat sich dieser— nach der Anklage— sofort mit dem Ruf:„wo hast Du Revolver und Schlagring?' «uf ihn gestürzt, ihn an Brust und Kehle gepackt und nieder- geworfen. AIS M. sich wieder ausrichtete, soll der Amtsvorsteher ihn nochmals so heftig niedergeworfen haben, daß er wie tot liegen blieb, und sei»och mit Fußtritten bearbeitet worden. Ter angeklagte Amtsvorsteher gestand ein, daß er den M. an- geschrien und angepackt habe, aber umgefallen sei M. nur wegen seiner Trunkenheit. Und daß er den nach dem zweiten Sturz wie tot Daliegenden„mit dem Fuße berührt" hat, gab er auch zu. Aber er habe ihn damit nicht mißhandeln, sondern— nur zum Aufstehen bewegen wollen. Demgegenüber sagten aber der Orts- Vorsteher Heßler, ein Bäckermeister und ein Kaufmann ziemlich übereinstimmend aus, daß der angeklagte Amtsvorstrher den Bor- geführten an der Kehle gepackt, gekratzt, zu Boden gedrückt und dann Mit dem Fuß auf das jetzt noch nicht geheilte Ohr und auf Hände und Brust getreten habe. Andere Zeugen— ein Landwirt, ein Hofmeister und zwei Lehrer— wollen„nichts Genaues" gesehen haben. Ein Lehrer erklärte direkt, er sei so nervös und habe sich weggewendet, um nichts zu sehen; und der Amtsdiencr konnte das gewaltsame Zubodcnwerfen nicht bekunden: er habe gerade in den Militärpatz des Verhafteten geguckt; er hätte wohl etwas„bumsen" gehört, aber nichts gesehen. Das Gericht erklärte, der Ortsvorsteher und der Bäckermeister hätten zugegeben, mit dem Angeklagten verfeindet zu sein. Die weiteren Zeugen hätten nichts Genaues bekundet. Deshalb sei der Amtsvorsteher freizusprechen. Aus Liebe zur Diebin geworden ist dw 28jährige Verkäuferin Helene Luhm, gegen welche gestern die 5. Strafkammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Land- gerichtsdirektors Rohrmann eine Anklage wegen fortgesetzten Dieb- stahl» zu verhandeln hatte. Wegen gewerbsmäßiger Hehlerei waren ferner der Bräutigam der L., der 22jährige Reisende Hans Schcwc und der Agent Willi Beermann mitangeklagt. Die Angeklagte Luhm war seit 12 Jahren bei der Goldwaren- ffrma Busse als Verkäuferin angestellt. Schon vor längerer Zeit entdeckte der Prokurist oer Firma, daß wertvolle goldene Uhren nebst Ketten sowie andere Goldwaren verschwanden. Die Nach- forschungen blieben ergebnislos. Eines Tage traf bei der Firma ein anonymer Brief ein, in welchem mitgeteilt wurde, daß der Angeklagte Schewe, der damals in einem Warenhause in der Leip- ziger Straße als Verkäufer angestellt war, zu den Goldwaren- diebstählen in gewisser Verbindung stehe. Wie sich später ergab, war der Brief von der früheren Geliebten des Schewe, einer Kellnerin, aus Rache geschrieben worden. Auf Grund angestellter Ermittelungen wurde Schewe verhaftet. Al» man dann der Luhm, an die bei der Firma niemand gedacht hatte, da man sie für die fleißigste und zuverlässigste Angestellte hielt, die Diebstähle auf den Kopf zusagte, brach sie völlig zusammen und räumte ihre Ver- fehlungen ein. Sie gab unter Tränen an, daß sie dem 6 Jahre jüngeren Schewe, der sie heiraten wolle, als er sich in Geldver- legenheiten befand und ihr seine Not klagte, helfen wollen und habe zuerst eine goldene Uhr verschwinden lassen, nachdem sie ihm schon vorher ihre eigenen Schmucksachen und ihre gesamte» Ersparnisse in Höhe von zirka 700 Mark geopfert hatte. Später habe sie auf die Ausforderung des Schewe weiter gestohlen. Die Ermittelungen ergaben,� daß Schewe, der der Sohn eines höheren Beamten ist, mit Hilfe des Mitangeklagten Beermann die ihm von der L. ausgehändigten gestohlenen Goldwaren zu Geld gemacht und dieses dann zumeist auf der Rennbahn verwettet hatte. Außerdem hatte er den noblen Kavalier gespielt und sich in ganz kurzer Zeit für 1000 Mark Anzüge anfertigen lassen. Bei seiner Verhaftung wurden 10 neue Anzüge, 6 Paar Lackstiefel, 50 Paar zum Teil seidene Strümpfe be, ihm vorgefunden.— Die bestohlene Firma bezifferte ihren Schaden auf zirka 16 666 Mark. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Luhm IM Jahre Gefängnis, gegen Scheloe und Beermann wegen gewerbsmäßiger Hehlerei je 14h Jahre Zuchthaus. Das Gericht erkannte gegen die Luhm auf 1 Jahr Gefängnis, gegen Schewe und Beermann weaen einfacher Hehlerei aiif 1 Jahr 7 Monate bczw. 10 Monate Gefängnis. Da die Angeklagten sich über ein halbes Jahr in Untersuchungshaft befunden hatten, wurde ihnen diese bis zur Höhe von 7 Monaten angerechnet. Die Luhm wurde außerdem aus der Haft entlassen. Berechtigte Ablehnung der Veröffentlichung eines Urtrilötcnors. Eine für das Pressewesen wichtige Entscheidung fällte jetzt das Hanseatische Obrrlandesgcricht in einer Anklage, die sich gegen den verantwortlichen Redakteur einer Hamburger Zeitung richtete. Der betreffende Redakteur war von der Hamburger Staatsanwalt- schaff aufgefordert worden, den Tenor eines Urteils zum Abdruck zu bringen, daS in einer die Branche betreffenden Strafsache ge- fällt worden war. In diesem Urteilstenor war einer der Ver- urteilten mit vollem Namen genannt,' während die übrigen Ver- urteilten nur mit ihren Anfangsbuchstaben angeführt waren. Auch stellte die Staatsanwaltschaft das Verlangen, daß nur das Sirafurteil selbst, nicht aber das den Abdruck anordnende Er- suchungsschrciben abgedruckt werde. Der Redakteur verweigerte die Veröffentlichung mit dem Hinweis, er setze sich selber der Gc- fahr einer Beleidigungsklage aus. Ter eine mit Name» genannte Verurteilte könnte in der Hervorhebung gerade seine» Namens eine beabsichtigte Ehrenkränkung finden. Auch sei das Ersuchen der Staatsanwaltschaft nicht als amtliche Bekanntmachung anzusehen. Während Amts- und Landgericht den Redakteur zum Abdruck des Urteilstenors verurteilten und außerdem über ihn eine Strafe wegen Vergehens gegen Z 10 des Pretzgesetzes verhängten, gab das Oberlandcsgcricht der Revision des angeklagten Redakteurs statt und sprach den Verurteilte» frei. In der Begründung heißt es: An und für sich ist ein Redakteur nicht verpflichtet, solche den Verurteilten schwer bloßstellenden Urteile in sein Blatt aufzu. nehmen. Er ist auch nicht denen gegenüber verpflichtet, denen die Befugnis zur Veröffentlichung aus Kosten des. Verurteilten in seinem Blatte zugesprochen ist. Wird der Redakteur von einer Behörde dazu in Gcmätzheit des Pretzgesetzes gezwungen, so hat er ein berechtigtes und erhebliches Interesse daran, daß die Ver- öffemlichung unter dem Namen und auf ersichtliche Verantwortung der Behörde geschieht. Wollte die Staatsanwaltschaft die Ver- öffentlichung des Strafurteils durchsetzen, dann hätte sie eine Veröffentlichung verlangen müssen, in der zum Ausdruck kam, daß diese Publikation von ihr ausgehe. ZlBgemeine Kranken- und Sterbetaffe der Nietallarbeiter. (E. H. 29, Hamburg.) Filiale Pankow. Sonnabend, den 12. Juli, abends 9 Uhr, bei Schrölcr, Zlorastr. 3/6. Bericht von der General- Versammlung. Arbeiter Radfahrer Bund„Solidarität». Ortsgruppe Ober- Schönewcidc. Sonntag, den 13. Juli, früh 6 Uhr. nach Teuditz (Tornows Idyll). Start bei Schiffler, SlemenSftraßc. Gälte willkommen. Marktpreiic von Berlin am IV. Juli 1913, nach Ermittelungen des königl. Polizeipräsidiunls. 106 Kilogramm Weizen, gute Sorte 20,14 bis 20,20, mittel 20,02—20.08, geringe 19.90—19,96. Roggen, gute Sorte OL ,00— 00,00, mittel 00,00—00,00, geringe 00,00— 00,00(ab Bahn). Futtergerste, gute Sorte 16,50— 16,80, mittel 16,10—16,40, geringe 15,70—16,00. Safer, gute Sorte 17,40—18,90, mittel 16,30—17,30. Mais(rnired), gute orte 00,00—00,00. Mais-runder), gute Sorte 14,90—13,30. Richtstroh 0,00. Heu, alt 0,00, neu 0,00— 0,00. Martthallenvreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Koche» 30.00—30.00. Svcisebobnen. weihe 30.00-60.00. LMIen 33.00-60.00. Kartoffeln(Kleinhdl), alte, 0,00—00,00, neue 10,00— 16,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70—2,40. Rindfteiich, Banchsleisch 1.30— 1,80. Schweinefleisch 1,40—2.00. Kalbfleisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,30—2.40. Butler 2,20—3,00. 60 Stück Eier 3.40— 3.40. 1 Kilogramm Kardien 1,60-2,80. Aale 1,60—3,20. Zander 1,40-3,60. Hechle 1,60—2,80. Barsche 1,00—2,40. Schleie 1,60— 3,50. Bleie 0,80—1,80. 60 Stück Krebse 1,00-60,00._ Witterungsübersicht vom 11. Juli 1913. «tatlanev i ST Qeüa el » Swmemdc. 739 NW Hamburg 759 NO Berlin 17580 Franti. a.M 757, NO München 7,58' SS Wien 756 D »8! 0% Ii M« | 1 heiter 1 17 ! 1 bedeckt! 15 l wölkend 18 1 l bedeckt| 13 ! 3 Regen I 10 1 halb bd 7 15 -»ff l|i Ctattoncn\£0 B u � Wen« vt ü Sk i,, tavarando 764 30 4 wolle»! 21 cterSburg 761 0' 2wolkenl 22 cilly!76SNNW t wolkig! 14 «bcrdeen! 759 NN« � 1 bedeckt' 13 Paris;760M9t».'Regen 13 Wctterprognolc für Sonnabend, de» 1£. Juli 1913. vielfach heiter, am Tage ziemlich warm, aber veränderlich, mit etwas Gewitterneigung und meist schwachen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. WasierflandS-Nachrichten der Landesanstalt sür Gewässerlundc, mNgetelll vom Berliner Detterbureau >)+ bedeutet Wuchs,— Fall.—*) Untervegcl. [ Todes-Anzeigen YephanflderSattleru.Porteleiiiller Ortsvcrwaltung Berlin. Den Kollegin hiermit zur Nach- richi, daß unser Milglied, die Sicppertn Berts Schubert geb. Hcbolx, verstorben ist. Ehre ihrem Andenke»! Die Beerdigung stndct am Montag, den 14. Juli, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle de» Gemeinde-FricdhoscS in Teupib au» statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 137/6 Di« Ortsverwaltung. Fahrgelegenheit ab Görlitzer Babnhos 12 Uhr 20 Min. SozialdeiDokratisetierWaiiivereiii Keukölln. Am DonncrSiag. den 10. Juli, verstarb unsere Parteigenossin Verls Vedudert (Jägersir. 47, 18. Bezirk). Ehre ihrem Andenke»! Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Juli, nach. mittaas 3 Ubr, von der Seichen- balle veS FrlrdhosS der Landes- Jrrinansiätt Teuoitz auS statt. Um rege Betclligung ersucht Z7/i�����eer�oNwn�� Men-UnlmlüMiipteellez Tlschlervereins zu Berlin. (Elngeschr. Hilfskasse No. 89.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Max Logan Usedomstr. 33. im Alter von 60 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 12. Juli, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle de» St. Elisabetb-Kirchhofes, Prinzen> Allee, Aollanlstr. 66, aus statt. 287/4 Der Vorstami. Deutseber Holzarheltenrerbanii. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Max Logan (Usedomstr. 33) im Alter von 60 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Bcerdianng sindct heute Sonnabend, den 12. Juli, nach- mittags i'l, Uhr, von der Halle des Elisabclb-KirchhoseS, Prinzen- Allee, aus fwlt. Um rege Beteiligung ersucht 83/16 Die Orlsverwaltung. tierburch die traurige Nachricht, meine liebe Frau Berta Schubert geb. Sclial« am Donnerstag nach schwerem Leiden im 38. Lebensjahr ver- starben ist. 14 A Dies zeigt, um stille Teilnahme bittend, liefbetrübt an kSaz Sobudert. Neukölln, Prinz-Handjery-Str. 60 Die Beerdigung findet am Man- tag, nachmittags 3 Ubr, von der Halle de« Friedh ss der Irren. anslal Teuditz auS statt. Abfahrt ' örlitzer Bahnhos 12.20 Uhr. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Jana/ Heyden sagen wir allen Berwandten. greun- den und Bekannten, insbesondere den Kollegen imseren herzlich'icn Dank. Heyden +57 und Kinder. WESTMANN MOHRENöTR.äfs. eR.FWlNKfURTER5TR115. Varkauf na oh autaerhalb gagan Nachnahme. Paiaende» für atarka Figuren In allen Abteilungen. Inventur-Verkauf Lodenmäntel...... Inventurprew 12.— LodenKostume..... Inventurpreis 15.— Lodencapes....... In-enuiipiei« 8-— Kostüme rngliscber Art.. Inventuipreis 18.— fcostüire blau, acbwan, weise Kammgarn..... Inveniurpieis 25.— Seiden-KonieKtion, Mamel.TUlI, doppele Seide Inventutpreis 28.— Staub- u. AlpaHamäntel.. imprälftnert........ Inveoturpreiä 974 WaschKostume..... Inveniui preis 8— Flanschmäntel..... Inventuipreis 18.— Ilnv.-Prei» 3öa—'55a— sonst bis 89- sonet bla 48- sonit bis 22- eonal bla 59- sonst b'a 106.- aonst bla 182- aonat bla 37.- sonat ble 42.- aonst bla 66.- 78.- Pelzmäiitel sonst bis 142.— 210.— 255.— Idv.- Preis 1 00a— 200»— 300»— 1 sonst bis 250.— 620.- 740.— S�natea geAttaet 8 bin 10(ihr vorasltlaon. Franz Abr ah am fianb. Measina-u.Römertrank-Kell. C.25 Btttelatr. 8a, Fernsp. Kgst. 13708 Bestes alkoholfreies Getränk. Berlin 0,Radolfstr.4. Si-Si_ namburger Laden, Charl.,WtIlit.69 � Auto-Fahrschiilen � QsnlrD Gr. Frankfurterstr. 44 OCiUKC Eintr.tägl., Teilz.gest. f Bäcliemlen, HonditorTj ßl ottner's GrofibSckerei Geichafte in Bnrlin. Charlottenbupo. SchBneberg,_ Wilmersdorf.■> Albredit, E., Fruchtstr. 29. Asmui, Wilhq CecUtiüiDiltnlr. II. Frledr. Barz, Landau. Allee 146 Faul Beiger, Mirbafhatr. 29 S. Biedermann, Gryphinsstr. 18. Paul Deliy, Markussfra£e 15. Albert Denkewi�, Jalloukiitr. 14 Dnllwa, Ferdinand Torellatr. 4 IErs _ ü Erscheint 2 mal Schentlich. (�_Bawdanen�ummlw. j R. Bänke, Stralauer Str. 56. Berkholz, Köpenick eratr. 70. Lange, A. E., Brunnenstr. 167. Liepe, Schoneberg, Granevaldstr.SO. Meyer,P.,NklIii.,BerIiner8tr.49— 50 J. Ch. Polimaon, Lothringerstr. 60. Reiche, A. 1«� | BezMgsqueiiewVerzeichnBSs C Beleucht.-Genenat. j Büttner, A., Danzigeratr. 96. c Droeen u. Farben 40 Filialen ® in Berlin und Vororten � August Holtz �9DÄ F. MAGEN 22 Verkaufsstellen 22 8 liJrot-Fabr}k,,Vorwärt8"| j Hermann ÜUrich�JCo�enick�| Reinh. Assmus, Gericbtstr. 10. Gustav Bersug, Wcidenweg 80 KMWMMWM Drogerie Sudrow. Ebertystr. 23. Prinz Handjerlesü'.2 Nkl.G. Wolff. Krehl's Drogerie, Fcnnstr. 51. Klahn, H,,NkllB. Kaiser- rriedrich8t.236 H!!BS0llKk-BrßLHer™t.U9. KröeingtÄdler-Drogerie.Esmletiit.?. P.Lehrke.RoubüpcrDamm8I.S2.Psrfaai Alfr. Marsdh, Culmstr. 87. Carl Müßig, Grüner Weg 68. Raltiani-Drogerle,SWlo.Doii»Ddr. 24. fiBffflaniiMG.R!ui(8"a PrenzeL Franz Fanlwetter, üsnlMffehtr.l?. Friedr.Flemmlng, Boxbagen.nir.27. E. Freyer.BIamenilr. 72. E. Marlosiit Georg Oenz, Memeleratr. 20 Onmnior, R. Posenerstr. 16. GSring, Hugo Greilswaiderat. 225 M. Ornschka, König3borgcrgt.35 I 7S Geschalte allen Stadtteilen Berlin« und in Rixdorf. Gegründet 181»». Prinzenstr. 103 H�nn Fr. Schlngsnnsa. Liebauerstr. 22. Hugo Schultz, Müll erdtr. 166a.. Hyg.Gummiw,. Photogr.- Artikel WöM.iZ kÄS. ÖberstkönwciJc Wiilipiniiiieniiofsir. 46 Erich PreuB Progea, bra. Gniiaiwtr., Seiten bitligot. Werder-Drogerie, Driiz.Bnilowerjl. 6a Zobel, Georg, N, Ackerstr 50 t1oppe'oN'nekf.Iraai>rek,Ad>lbertotie Max Kniffert, Landab. Allee 29. Paul K5berni<4, Willi. Stoizestr.. 15 Ernst Küster, Frankf. Allee 197. Felix Kynast, Dänenstr. 5. Ladenihln.OÄ". Emil Lieske, Grüner Weg 122. Ew. Liesegang. Danzigerstr. 42 Carl Lindenberg, Lycbesentr. 4. August Mante, Ebertystr. 57. Hermann Markau, Rigaerstr. 107 B. Mertlns, Keicbenbergerat. 168. Mflblstelf, Spandau, Biimsrckstr. 5. Fritz Mülle, Gräfestr. 4. Alfred Müller, Brunnenstr. 87. Roman Nowak, Wienerstr. 8. Friedrldi Oste, Madaistr. 10. Paul Otto, Danzigerstr. 31 Herrn. P reell, Nonnendamm, Friedrich Probst, Andreasstr. 51 Bäckerei„Nordstern-1 Inhur Gast. MOIIer Filinleni. verschied. Stadtteilen üanfft fieicbenliereerstr.nß Ii Ulli Ii MiniraM u. 19a OttoReetwisch, SimonDachstr.l. F. Risleben, Samariterstr. 11. Arthur Roemer, Kottb. Damm 101 Walter Rohr, Anklamerstr. 26. Max Sander, Dunkers tr. 21. Otto Schmidt, Adalbortstr. 27. Helnr. Schubert Boxh. Chauss. 5 6 BikonU,Veileue« Jeinenlsrfsntr.1 1 R. Schade, P aUss-gt.9 Fil.On.NO Paul Sorge, Proskanerstr. 21 Rieh. Schenk"sSt» P. Scbinaner, Anklamerstr. 15. Gustav SchOflscb, Dolzigerstr. 31 Paul Schulz, Bufelandstr. 1 Paul Schürer, Tilsiterstr. 12. H. SplUmann, Grüner Weg 115. P, Sygnsch, Scbönh. Allee 150 Gsstsr Tsnplts, Prinzen-AUee 61. Carl Tennert, Schlesischeatr. 19. F. Tledemann, Boxk-B., Ksststr 47. Turban rilialen"nSUdt- Josef Ullrich, Hanteuffelstr. 103. Volksbrot, Lö. Hl. kB. Otto Wagnltz, MOUerstr. 28 LüdwigMer, Bufelandstr. 37. Fritz Wahl. Koppenstr. 46 E. Walter jr., Lüwestr. 18 Chorinerstr.85 Fll. Ackerstr.1 Clemens Weise, Jsblonskistr. 1 Wi!tielma!nd"r.22. Otto Winkler, Nsnnynstr. 73. E. Wölfl, Grüner Weg 75. Zühike, Glatzerstr.7. Gürteist. 22a ��BmdMn�jte��J Arkona-Bad, Anklsmer-Str. 34. BadÄlt-HoabitlOU-��,. ww a Landsbergerstr. 107 EÜJ.G* Oolinowstr, 41. Börgerhad Canitz-Bad, Münzstraße 2. [ential-Büd AnzengÄbCTstr. 25. I Neukölln, I Münchenerstr, 51 (Bad Frankfurt, Gr. Frkf t. Str. 136. Lieferant sämtl. Krankenkassen Bad Friedrichabaia.LaiidibAUMl» Bad Hufeland, Hufelandstr. 46. Kalser-Frledrlchs-Bad.Chtrl.s.Bh. früher Mflnsel, Wallstr. 70/74 N'ational-Bad, Brunnenstr. 9. Bad Ostend»k-en Passage- Bad Reform-Bad, Wiener Str. 85. S i I ß S 1<1 sSiTesiscbeSt" 3? IKtonla-Bad——— Kottbnser Damm 75 FrledrlchWIlhelmmbad Chaussee str. 87. V £ Bßttfßdern u. Betten � G. Behrends, N'eik. KoMebeekstr. 106 BullnBkljPehrbplliBcrstr. 1, E.Schöüh.A. Carl Henze, Aidreantr. 55, RelnigiDg Landsberger Allöel49 reell und billig. �Boerdlg�Aniit., Sargni� Otto Bttttner, NeakdlIn,P.ingbalinst32. IPifrhflr �kllB., HohenzoIlernpl.il eliaUildf Buckow a.Bixd.Kr«&keDliaB8. MaY Fnrhf Oppelnerstr. 1 MuA ryilia Frankfurter-Allee 170 HaalidivWei6eBseePrei)zUuerProiD.191 Biekel, Fr., Gr. Hamburgerst. 87 Gust. Nobert, Potsdamerstr. 115a H. Petermeier, Strelitzerstr. 8. Pct©r-Schley, Wilh. ,ZosMiier«tr. 1 1. f Berufskleiduno J Keiner, Otto, Gerichtstr&ße 86. Roter Laden, Seh öaeh..Ha op tatr. 108 { BßerdrsuereBSn?>ßrR.� i r �t8eig«BeDtt�lgMehäfte "Wilö. Pleö, BiitterpBMlg.3 BerlinC.M, Rosenthalerst. 40 1 (llaclesc!ieraldg.,ViIm«r»4»rI«rsc.1 27 tHauc- u. Küchewgeräte� Spandau, Scbönew.St.92 Emaille, Glas, FonellaD.Lamp. ühly& Wolfram Vereinigte 48 Pommersche Mm\i Meiereien ��CacsOjjChocoladel Adler s Konditorei, Wnngelalr. 87. Althans, KiiBter-Boab.,li«dowers1r.l6. �TOlLWERO� Gold Silber Kupfer Schokolade- Kakao In drei Preislagen. Die verschiedenen Sorten sind untereinander gleichwertig und unterscheiden«ich, wie die deutschen Edelwcine, nur durch ihr Aroma._ Äkt.-Brauer.Potßdam.Kig.Nicderl. Berlin SW, Tempelhofcr Ufer. 15 Brandenbarg a. H..Mibeim«dorier,t.l 10 Spez. Potsd. Stangenbier !yliax,G., Ferd.Hahn,BerliB)Perteribarflerit.72 Filialen i. all Stadtteilen. IMMeiWlMe"-�' ! u. Salibier IBiani W« feinste Qualitätsbiere. BraüereiTiToliWeißu- M'111 Bier-Brauerei, Fruchtstr. 87 RBissbier- CaraniEibiBP Brauerei E. Willner Pankow, Q roter jans Halzbier.sckrak.JiUe. uo.i.m.eotb C.Habels Brauerei bell— Habalbrlu— dunkel. Hempel, E., Uüllerstr. 138 d. Unser Goldbier ist nicht nur ein Erfrlschongsgctrink, sondern auch ein Gcsundheitsbicr ersten Ranges. Berliner Dnions-BfanereiBefBe 5. Seiffirt, E., tilial-'° Bcr"1' und Vororten Fordern Sie W esenber� P Hnefer, Kottbuser-Damm 79 1 Ritter»! 77, Adiiir>l«t8. DreidcBerat.l6.| Klein, Wilh. Krakow, Fr. NW. Wiclefstr. 47. J. Notbmann, NW 87 Tnrmstr. 89. G. AS.Peterke, SO. Kolttiaientr. 14. W. Sdtuster Nf., Neanderstr. 23. Alb.Werner,Ecks Elniiro Ackerstr (���rnenkontejetion� j DombrowsKySK�iü KeitloierittBigi 79 RestatyJ. Lnlsenbranerei Wetßensee. 8erliD.t lifffn-Branerei vorzügliche Faß- und Flaschen-Biere. Scholz, Herrn., Schönleinstr. 33. Tereio!-BraoereiTeDtfiDia,tlWB7. BroDBeaitrlt f Eißen'Tr�tahTw., Waft. � W. Allner, Mulackstr. 24. Beutel, C.,Boxh.fNeueBabnh.St.26 Herrn. Braun, Landabg. Allee 149. OttoBeliflw.tÄ� I Emil Braun, Anlrusst. 75 Ecke Eresl- G. Brucklacher, Ä. I Flsek, E., Speidss, SckönevaHeriit. 34. Carl Jung, Stromstr. 31. FranzPfeif er, O. Frankf. Allee 439. Engen Henm, Nklln. Walterstr.19 lungbiuth, lariaiinsti. 172. H. Rockstroh, RGhlinann,P.AfüIler8t.40b, E.Soest. F.Schubelt.Veigtet. 1 0,£. Schrcinentr. Seilach, Tb..Nklle,, Herrn annstr. 48 E.Timm, Schleif., Waldemarstr.73 Victoria-Brauerei Victoria-SaazerbrAu Weissbier, C. ßreitlianpt, PaUaadenstr.97. Tel.-A. Vit, 2884. Oskar llberto», Müllerstr.41. Blnmen-Flscher-Zöllner Seest60 E.l}egsr,Rixd.(Ksi8.Friedr.St.30,Berg8t58 O. Hahn, Stcglitz.AIbrccbtsir. 101 Menzel. Neukölln, Bergstr.UO/lll F. Möller, Danzigerstr. 27. GdrtQer.A.&F.Meitzner.Nkll.BiDgbhfst. Ww.RutscbkeNklln.Hermannst.62 Topfpftaitzen aller Art BriÖtRudowerstr.92/93Tol.Nettk.l34 Zastrow, H. Turinerstr. 24. Q�Butter�ElerjJCS««�� Drei Kronen o.Uü°hn Danne, Karl Cborinerstr. 36. Alex Weimar EÄbÄiJS (lab. Otto Janke). � Fahrrld., Wähmaach.) Falirtaö-leitiliaüs Ulimarj Neue SchSnbauser-Str 11. Fahrrad- Dans. Frisciiauf Brunnenstr. 35. GrOndang und Eigentum der radfahienden Aibeitersdiaft. K. Christ, Eibingerstraße 68. Ph. Christ, Petersburgerstr. 4 a. Dargc, O., Fiuowstr. 5. Thilo Dorgerlob, Lithauerstr, 23 St. Dorszewski, Ebertystr. 29. W. Dorr, Schivelbeincrstr. 27. August Fenger, Grünauerstr. 8 Feyerherm, F., Alt-Boxhagen 11. W. Friedmann, Nklln..Wartheatr.?. Oskar Fllidi, Qelüigstr. 16. WilIyGeritko,Petersburgerstr.31 Albert Golz, Frankf. Allee 12t. Fr. Gerlacb, Tauroggsnerstr. 1 s. Gustav Girre, Waldcmarstr. 21. Rob.OIene,Wtil«i3ee,Giut.Ad9irstr.l3 OttoCfrubeHoch.ULJ7. Gn8inde,Rich.straßeT7. Gutsiiiiniini's�ÄiÄÄ O. Gleich, Neaköiln, Hohenzollernpl. 7 F. Gutschmledt, Koloniestr. 32. E. Harzöecher fÄ A. Herold, Ackerstr. 62 G. Herrmann, LJchtubg.,Oder8t.4 Heinrich Höhne, Skalitzerstr. 97. Janik, C. Fr. Jenl«cb,KoUbs.DafflB 35, Fleisch, Wurii B Immin Fleisch- u. Wurstw. . iülllJiy Manteuffelstr. 102. Helnr. Jodiiuann, Ziethcnstr. 41. Wilhelm Kitz, Kniprodestr. 118. Fritz Klein, Kottbuserdamm 12. Bruno Keiler huhÄ». Otto Koch, Alte Jaeobstr. 17. Bruno Kusche. Fruchtstr. 23. Ernst Kolbe, 0.112. Weichselstr.15 Ä.KruiBia,»Ä%VJ« Krumm, Reinh., Oreifeuhagencr Str 16 M.Hops, Reiaickend.. Residenzitr. 154.' H. Kunert. S'cbönebg. Gothenst.41 A. Lange, Beinickdr�Sciitrnwebdrstr.l IS Rob. Liiidiier,Seustr.8.i Wilhelm Liebherr weg11??.: Fr. Lindemann, Emdenerstr. 45. I August Lincke, Alte J acobstr. 26. Emil Lindigkoit, Mictielkirohitr.8.! Lochmann, Malplaquetstr. 32. hU Rostockerstraße 43.! kill. Fleisch.n Wurstfabr. j Aug. Maar, Schulstraße 103.; Märk.Fiei8chkon8.,NkllB.,Warlhe8i.7S Paul Matscbke, Thaerstr. 17 j M.Mauer8berger,XkIlD.,Kaiuieritr,16 Max Metzler, Rigaerstr. 16. töoers.fltto GresternÄner- R. Müller, Fankow, WoIlankst.lOl c Herren-Artikol B.Bodc.A'tDköUs, Kaiser FrislrleliiLlO. KrauselWilb.lNklIn., Herrn.-St. 168 Nordring, Brunnenstr. 84. Ad. Mahnke RS".3 A-Samuel, O.JIirbach8t.62, Schirme. Scholz, Osw.�H�Ä.i": .46 W.Seniiler QWepran-tLKnab� JTtsiaxv. B« ���b��jenTwäsch©�� Groß-Dampfwäsdierei „Spreenixe" Berlin SO., Forst erstr. 5-6 Tadelloge Wäsche? Billigte Preise! I.W. 1 fiansa Gei$\u\m* Rodewald, PreDiI.*Ilee29 T.Kst.3203. Franz Rose, Frsskf. Cbsasies 31t. Ottomar Rudolph, Gärtnerstr.17 Herrn. Randibeld, Ziethcnstr. 13. A.Rehmot,Moab„PerIebergerst.2 E. Rnmmelaudt, Thaerstr. 60. Hermann Schmidt, Thaerstr. 48. Gebr. Schulz, Lithauerstr. 7. W. Segllng, Christburgerstr. 43. Helnr. Sdiilz, Danzigerstr.>7 Max Sdiladk, Langestr. 67. Tb.Sdieanemann, H elmboltzst.l. Scbramm,PaiIer8t.23,T[ept.]lpl. 11797 OttoSdileusener, Kklln. Baiizerst. 8 Aug Szczyglel.XIIIa.Teapitzersl.l 19 Otto Schreiber E. Schauer, Huttenstr. 70. E. Schenberg, Keiniclendf.. UsnsHt. 9. Max Schubert Müi66e"tr' PauISor nahend, Crosscnerstr.S5 Siitäanl.Fleiscb-Zen'rale.SlaiganlersLet Tliuriag. Fleisch- n. i\ ur-t-Kahr F. Soinm.r?Honii. Boxbageiierat.36 E.Trapp.lVnrsizentraie.Walileiiacrslr.lä Gust Tscbeutke, Brusselcrstr. 53 Tsoberbner, Straßmannstr. 8. Max Tümmel,Christburgeistr.24. Uari llnfp Nannynstraße 17 IVIIT Uli IC ff. pieiscb- all orel*. Ltjig. Paul, Koppenstr 28. G.Vettin fgr7ünü\e| Warschauer Fleisch- u. Warst- Centrale, Warschauerstr. 88 Fritz Gernll, Beusselstr. 75. HcWampailguiriaif™" Kopernibositr. It. Nicderbatiimir. 19. Heinidte,Wilh.,Markgrafend. 97. Fritz Hühner, Bcbliemannstr. 11. Kohle, W., Lichtenberg, Usgenatr. 59. Kramer, Rldi., O.KranpTiueutr. 37/18 Ups, Chamissoplatz 8 Lostier, O., Warschauer Str. 5. KarlMercier,Huttenst.3 HMiillor GcbeaufWar.Se/oR. ■ muiier Tegelerst. 1 1I 7002. Illilln, f. Kottbnser Damm 31 InUllcf, U. Benn.St.lSS.KteaebecketlS Priebe, E., Boxbag.-Cbautsee 22. A. Rambold, Prinzen-Allee 18. CarlRobrn, LanghanB3tr.58u.14S. Willy Rolme»ÄV Runge, Otto, Kklls, Hermannst 56. A. Sägebartb, Fehrbelliaer StT.24. Schneider, F., KWIii.Kalker-Frled.St 75 Scbeffler, Carl, Badstr. lt. Fritz Scheel, Schwedters tr. 47. Scblenlher, Emil, Huttenstr. 7. Rudolf Spremberg,Wörthcrstr.t. Wilh. Thomas, Keiaiclead.-Slr. 54 Otto Tüdc, Gubenerstr. 11, Willi Wegcner, Posenerstr. 6. � Korbwaiv._Kln4lepwaB. � IVKaxf v■■ Filiale .'■» f.Il*-« Bensselstr.67. �Jlrankunbednpfiitirtl�j Fischer, Wilh.,N, Swiaemiad.-Sl. 116 I»r.cret. A. P.. Pninnonaitr. 187 Mövelkeiegendeit Anklam, Charlottbg-, Wallstr, 69. Hngo Mob, IV. 67, roladanierslr. 82«. tmil tfutlar Tischler-Innungsmeister Prinzenstr. 34 Schmidt, OttoSÄ Clßhobii Ii) Gneisenaustr. 18 UlCUCny, Ml. cig.TischL-Tapt-Wlkfi! A. Sehnst kirjOb.SchÖDOweide.Edisönst. 59 Schwanke. Rlidf.tHermannstr.229 , EckeManteuffelstr. Ch.Tenuigkeit,Elsaßerstr. 21. c Hlfibei-TraiisDort 1) P.Enders,Gneiaeiaaat.7i,T.Krrst 4156. Helnr. Kaufmann, Linienst. 145. J. Lange, Eitter.st.9G. Klotz. 4195. Paul Schur, G.m.b.H., Dirkeeaitr.Eg 82. HaxElsermpnn,Cb8ri.,Kebria9ttr.l6. M.ix Unsse Br?7n5°ie776tr' Ellinghausen, Gebr., Grüaerireg 41 P.Cädtke, Elbf.-Slr. 40 E. All Moabit. J. Gebhardt ÄÄ Ernst Gräber» Brunnenstr. 78. KniebnscbeW.« Frft. Cliaussee6I Lehmann, Alb., Frankf. Allee 40 Nolte, K, Siraon-Dachstr. 13. Albln Pohl, Winsptr. 53. -brunnenstr. 112. M »Brunnenstr. 81 J Qultzow, Job., Müllerstr. 1 a. Emil Quade[fÄÄ G. Scharnou', Oranienstr. 45. H.Schmelz, be�rst?."� Max Storch, Elbingerstr. 100. A.Trenner, IVilbelmarob.Haoptstr. 12. Wers'chepungon 1 „Deutschland" Berlin Arbeltervcrskhcrung— Schützen- Sterbekassenvcrslchcrg. Straße 8. „Friedrich Wilhelm" Berlin W8, Behrenstr 58—61 Lebens-, Stertekassen-n.Arbeilcrrcriicig. Mit u. ohne ärztl. Untersuchung Jahres-, Monats-, Wocbenbeiträga rurupu .Iduna'zu Halle a. 3. Berlin, Charlottenstr. 82 Volks- und Lebensversicherung. c Molkapeien 'J PH.SMlLÄpÄr.ß.. G. Gollsch, Putlascrsl.tO.E.HaBinilerst. NiiicEi-Schmidt NeukSlln Hcrmannstr. 53, Hermannstr. 95-90. Bcrlinerslr. 75 Bergstr. 157_ „Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46.!l Tel. O 2565. Musikalien 3 Unlinl» Frankfurter Allee 73b UlllUlü Frankf.-Chaussee 115. Musikinstrumente D KIrst, R. Brunnenstr. 45. Noten. Lorenz Rabmol, Oranienstr. 183 c Nähmaschinen J Bcllmann,£., üollnowstr. 26. Waachmasch. Nähmaschinen Lüden In allen Stadtteilen. Maoer, yertr.tfllk8,�"1'Btr"''""-M HemaaufiL 59/66. Afrena-Nähmaschinen 0, A. BilltierAbdmaalr. 79, Petersbnrger- str. 87, Spandau, 8cbbnwalderalrl9. c Optiker J Dflse, Paul» N. Müllerstr. 174. Groß, Paul, Warschauerstr. 66.. Schubert, Carl, Nklln. Berg8tr.l48 Vv ienstrudt,Spandaa.Polsdai!;erslr. 1 9. ( Papier- u. Schrelbw. � 09 42 D Warenhäuser j Wilh. Herrn. Lesser ■KoIon»!54 Schöneberg KolonstSt jjBei Jedem Einkauf Rabattm. Weine, Liköre u. Fruchtsäfte ) 60 Filialen in allen Stadteilen pAnva?) Großdestillation UÜUI«II Oranienstr. 207 Upnbnm Cf NW. Wiclefstr. 47. ilidRuW» II.Elnzelverk.E.Engr.fMisei. WMMMAM Großd., Zur Sonne', P. Frendenberg [ WelB-, Wollw., TrlkotT� Chausecestr. 67. nJlorrJolc Beusselstraßo 76 •"UmULIa Tauroggenerst. 10 Hoppe, E., Scharnweberstr. 52. Juncker, H. gee"n.tr.i7i Carl Klein, Höchstestr.l 6, N.O.18. Robert Kutsche, Gubenerstr. 56. Fr. Oliwctaki, Alte Mobstr. 137. Schrom, Lina, Mirbnchstr. 31. Hermann Meyer, ScbiTeibeiner S! i U L. Schneider, Wob erstr. 61 Albert Vogt C Wild u. Geflügel P. Hildebrandt Äm. Schmidt» E.» Spandau, Havelst.19 Zastrow, Landsberger- AI lee 147. Fische. c Zni n-fitoüar O. ProGhnaw.Kklln iicmaimsir. 69 Seidler, Louil.Nklln.Borgstr. 42 Pfandleihen Langer.iyr»»6tl«lT.t2,Bllllg«[Tert»iif. A. Meusel, I. Gcrichtstr. 39 BllligerVcrkauf, II. Müllerstr. 168 Schmidt. Fennstr. 3 Düby, H., Ncatö.In. Dergsl, ISN-K. 1 1 79 SI.Gorod'skl, BlitzKacbf.Brugiicnst.SI O.HUlerlVeiiinslitsnL19>UT.Kd.767L Her6d,H.,El3»s«erst 97(llosent.l.t'UU) Körber, 0.,M9riend«rf.Cbau.ii«eitr.396 W. Kyrath, 0. 112, Voigtstr. 8, 1. H. Llndeke, Warschauerstr. 80. M. Rasenke, Birkenstr- 22. Karl Sommer, Frankfartrr Alle« 104, Witte, Max" Ecks Ksiteiflelilr. »traniwortlich-v WfMftFiw;«Wert Wack». Berlin. Für de» Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck U.Verlag: Vorwärt» Buchdruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer u.Co., Berlin SM Oranien-Straße 29 Ecke Aclalbert-JStraße (Hochbahn Kottbuser XorJ Schuhhaus Neptun Opanien-Stpaße 29 Ecke Adalbert-8traße (Hochbahn Kottbuser Tor) Opanien- Sipaße Ken eröffnet! Einheits-Preis: Für Damen- u. fierren-Stiefel in schwarz, braun und Lackleder. Bepg-Stiefel und Ppomenaden-Schuhe. Jedes Paar ebne Ausnahme — Ecke Adalbert Hen eröffnet! Ich bringe nur eleganteste, neueste Formen und übernehme für jedes Paar volle Garantie. In dieser Preislage bringe ich etwas Ueberraschendes. Ein Blick in die Ihnen alles. Schaufenster sagt Jpeadaers Jedes Straße(Hochbahn Kottbuser Tor)- Paar ohne Ausnahme Opanien• Sipaße 29 iiis-GaiMe! 4—500 Betragene Anzüge für Herren: Smoking. Frack- und Gehrock- Anzüge(auch zu ver- leihen), Sommerüberzieher sowie v. Kavalieren getragene, jast neue Sachen(a.Seide), s.jed.Figurpass. -in gröBter Auswahl j. unübertrojf, billigen Preisen. 1Tr.,dezhalbbilliger roieim Sahen. Bi>selil{iefertiauffl,sÄ'r3i Dr. R. Reiss •-Kinder-Puder» I�VlirAf-Hautcreme tSIIIW I.wund-u.P.hd«"> gleich wertvoll für Damen zur Teintpflege.— Dose eopt. Beste, von ersten Aerzten empfohlene Wund- und Kühlsalbe. Zur Kinder- u. Schönheitspflege.—(60 Pf.) beseitigt Hautgeruch und nur den übermäßigen Schweiß, also kein„Schweißvertreibungsmittel". GroBe Dose 75 Pf.(Apotheken und Drogerien). f _-EiS- Fabrikanten u.Händler die Reichels Eis- Aroma- Essenzen verarbeiten. erhöhen ihren Absatz durch die vollendet leine Qnalltftt. Sämtl. Sorten in Himheer-, Erdbeer-, Ananas-, Zitronen-, Vanillegeschmack usw. und aUe sonst zugehörigen Substanzen billigst. Erprobte Rezepte gratis. Ottor Reichel.Berlin SO 43,Elsenbahnst.4 kaufen Sie von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackettanzuge, Rockanzüge, Paletots, größtenteils auf Seide gearbeitet, von 9— 18 M. Ferner Gelegenheitskäufe in neuer Maßgarderobe enorm billig. Riesen-Posten Kleider, Kostüme, Mäntel, auf Seide gearbeitet, früher bis ISO, jetzt 20— 35 M. Extra-Angebot in Lombard gewesener Teppiche, Gardinen, Portieren, Betten, Wäsche sowie Uhren und Goldwaren zu enorm billigen Preisen.— Vorwärtsleser erhalten 10% extra. DhAaimacati üAenicet- Fabrik inal IN5WB I Id vQI I Berlm-Ciiarlottenburg4. Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig Zfettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. | Kleine Anzeigen ANZEIGEN (Gr die nächste Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bfs I Uhr. für die Vororte bis 12 Uhr, In der Haupt-Uxpeditlon, Llndenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Verkaufe. (Korbtnen! Steppdecken! Portieren! Tischdecken! auxcrgcwöbnlich billig! Vorwärtsleser 5 Prozent Rabatt extra! Gardinenhaus Brünn, Hacke- scher Markt 4(Bahnhof Börse). Sonntags geöffnet.' Aors übrige eieganieHerrcnanzüge «no Paletot- aus ieinffen Magitoffcn 20— sO Mark, Hosen 6— 14 Mark. Ver'andbauS Germania, Unter den Linden 21,* Teppich- Thomas, Oranicnstr. 126, . berkaust sarbscblcrhaste Teppiche spott- billig) Gardinen, Steppdecken, Tisch- decken halben Preis. Vorwärlslesern 5 Prozent Extrarabatt. 785.(1* Pfandleihhaus Hermannplak 6. Spottbilliger Bettenverkaus. Wäschc- vcrkaus. Gardinenoerkaus. Tcppich- vcrkaus. Goldwarenlager. Riesen- auswahl Herrengarderobc. Sonntags- vorkauf ebenfalls.* Teppiche!(jebi-rbaile) m allen Grützen, jast für die Halste des WerieS Tevvichlager Brünn. Hackciwer Markt 4. Babnboi Börse.(Leier des »Vorwärts* erhalten ö Prozent Nabatff) SonnragS geöftnel!* Bettcnftand 9,—. stratzc 70, im Keller. Brunnen- 1200(1» Moiiatsanzngc nno Sommer- ..paletotZ von 5 Mari sowie Hosen pon 1,50, Mebrockanzüge von 12.00, Fracks von 2,50, sowie sür korpulente Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preisen, aus Pjandleiben oer« sallcne Sachen kauii man am billigsten bei Nag. Mnlackstratze 14.* !stindcr»uagcn. Geschästsausgabc. Stiapplnagen. dtinderbetten, spoltbillig. Ruttbulerdamm 00.(-58� »Nene Zelt". MV,.— 00. Dahrgang, neu, in Lriginalcinbnnd, 18., 10., 20.(tahrgmig in Bibllotbefeinband . verkäiistich oder gegen naturwissen schastliche Bücher-u vcriauschen. Olly . Oltmanns. Gcwerkschastssckrctär, Beuthen O.-S., Pielarcrstratzo 19.* ÄlkittclbachS Radfahrerkarle. Gau 20(Berlin), reichend von Renstrelitz � bis Torgan, von Stendal bis(kott- lms. ausgezogen, in Karion 2.60 M. . Buchhandlung Vorwärts, Linden- siratze 69, Laden.* Vkoiiatsanziigo. Paletots, grotzcs Lager, jede Figur, kaust man am billigsten beim Fachmann; jede Aendernng nach Wunsch in eigener Werkstatt. 5 Prozent billiger für Vorwärtslcler. Fürstenzelt, Schneider- mcislcr, Rosenthalcrstratzc 10. Pfandlcibbaus. Wilmersdorf, Augustastratzc66. Spottbilliger Beltcn- verlaus, Wäichevcrtaus, Gardinen- verkauf. Tepoichverkaus, Herren- garderobc, Goldsachcn. Sonntags geöffnet.___ 615K* »Klappwagen«. Kinderwagen Teilzahlung 0,50 wöchentlich. Mciscls, �Andrcasstratzc 4. 747K* Gargmagazi» und Bccrdignngs- Kontor. Licserung nach allen Kranken« Häusern. Schumacher, Swinemündcr- Pratze IIS. f91* Wisse« Sie, Herr Schlesinger, mit meinem besteh'Freund habe ich Krach gehabt Ihretwegen. Ich gignbte, er wollte mich verulken, und da wurde ich halt grob. � Na, louruyi denn? Na, er erzählte mir so mir nichts, dir nichts. Ich habe mir heut eine Wintcrjoppe gekaust. Eine Winter- joppe i Ist Dir die(Mtzc ju Kops gestiegen oder willst Du eine Erb- schast durchdringen? Nichts von alle- dem; ich kaufte mir eine Winterjoppe statt für 17 Mark sür 12 Mark im saisonverlaus bei Schlesinger. Sie wird wohl auch nicht mehr lvert sein? Kuck her. So, bin, hm, und da Hab' ich mir sie angesehen, und da mutzte ich noch die Lage bezahlen, die ich verwettet habe, und nun bin ich hier. Wollen Sie auch eine floppe? Nein, meine ist noch gut, die ich vor drei Iahren von Ihnen hatte. Aber einen Winterpaletot brauche ich, und Ivcnn ich ihn jetzt billiger bekomme, lause ich ihn schon jetzt. So kommt man im Hochsommer zu Wintersachen bei Herrmann Schlesinger. Turmstratze 38. Vetainabel Bellmanns verbesserte Tambuiier-Maschine gesetzlich geschützt sowie Hokcmeyer- Taindurier- Ma- jchinen,' alleiniger Fabrikant Bellmann. Gollnowstratze 26, bei Teil- zahlung kulanteste Bedingungen. Teppiche(Farbenicdlci» enorm billig. Gardinen, Steppdecken direkt Fabrik. Mauerbofs, Grotze«Frank» inrierStratzc 9, parterre.„Vorwärts*- lejer zehn Prozent! 609(1* Betten k Prachtvolle Betten, rosa- rote Inletts 6,75! 9,75! Brautbetten 12,75, 15,75, 18,75. Daunenbetten 19,75. 22,50. Prachtvolle Aussteuer- Wäsche. Tepviche. Portieren. Gar- dinen. Tischdecken. Stores. Tüll- decken. Steppdecken. Uhren. Ketten. Schmucksachen. Paletots. Anzüge spoltbillig! Pfandleihe Paul Krüger. Brunnenstrabe 47. 8ö4K* Slionato-GarderoOen-Hans oer- laust spoltbillig ersiltassige wenig ge- trdgenc Cutaway mir Weste und ge streister Hose, Zackcttanzüge, Gebrock- anzüge, Sniokinganzügc, Jrackanzügc, omincrpaletots, Beinkleider, auch Bauchanzüge. Prinzenstratzc 28. I (Eckhaus Ritlcrstratzc). 86151* Waschkleider, Waschkostümc, Blusen, Rö kc, Lcincnröcke, Staubmäntcl, Palctols, Alpakamäntel, Kostüme direkt ans Arbeitsstnbcn. spottbillig Blücherstratze 13, I. Etage. Sonn tags geöffnet. 774(1' Schönhauicr Allee 114(Rina- babnbos). Pfandleihhaus. Grog- Berlins spottbilligste Einkauisquelle! ('(ackettanzüge, Eonimerpa etots, Monatsgarderobe, Prachtleppiche, Bettenverkaus, Gochwarcntagcr, Taschenuhren, Wanduhren. Bilder- vertäut, Gardinenlager, Portieren- lager, Stcppdcckcnlager, Aussteuer- Wäsche. Fahrtvcrgütung. 381K Touriftendeckc».«chlasdecken, Riescnauswahl, 1.15, 1.85 bis 10.75. Wolfs Teppichhaus, Dresdener» stratze 8(Kottbuserlor). Abonnenten 10 Prozent Rabatt!_ 85SÄ* Kinderwagen. Teilzahlung, Woche i,~. Klappwagcn! Riesenauswahl! spottbillig. Meisels Nachf, Warschauer- stratzc 80. 679(1* Leiterwagen, extrastarker, sast neu. Kietzling, Gneiienaustratze 15. ivtonatsanzüge, Sommerpalctots, Gebrockanzüge, Smokinganzüge, Frack- anzüge, Hosen spottbillig. Rosen- ibalcrstratze 48, eine Treppe. 116/13* Geld! Geld! Sparen Sie, wenn Sie im Leihbaus»Rosentbaier Tor', Linienstratze 203/4. Ecke Roientbaler- stratze, nur 1 Treppe, kein Laden, tanjen. Anzüge 9,—, Ulster, Pale- totS 5.—, Silberuhren 3,—, gol- dene Damenuhren 8,—, Goldwaren, Betten. Wäiche, Gardinen, Teppiche. Tischdecken, Diwandccken, Freischwin- ger, Fahrräder. Alles enorm billig. Sonntags geöffnet. K67K* Monatsgnrdcrobe, staunend billig. Kleinmann, Rojenihaler- stratze 59, kein Laden. 116/5* Hobelbank, eventuell Fahrrad gegen Tausch. Schauer, Tcltower- stratze 8. 116/12 Wunderkaitonen mit Plätze, alle Zubehörteile billig. Kühn. Neu- kolln. Bergstraffe 78, Ringbahnhof. Qeschäftsverkäafe. (Sckdestillation, Zahlstellen, gutes Geschäft, wegen Krankheit. Erfragen: Gabron, Müllerstraffc 59 b. tl97 Gcklokal, Zahlabend, Vereine, Bau, sofort billig. Näheres Rainler- straffe 35, vorn l links. t53 Restauration, Vorgarten, am Kirchhof, Werkstellen im Hanse, ver- käuflich. Prinzenallee 83, Uhren- geschäft. 116/11 Milchgeschäft krankheitshalber billig verläuflich. Neukölln, Zohann- Hutzstratze 9. f-97 Dbst-, Gemüsegeschäit, Faluilien existenz. mit anschliebender Wohnung. monatliche Einnahme 2300 Mark. »mitändewege» sofort preiswert ver- länslich. Nentölln, Hermannstr. 176 I, Walter.(-67 Milchgeschäft. 27 Jahre alt, samilienhalbcr billig zu verkaufen. K. X. Postamt 4. 15036 Möbel. Möbel ohne Geld! Bei kleiner Anzablung geben Wirtichasten und einzelne Stucke aui Kredit unlcr äutzerner Preisnotiernng, auch Waren aller Art. z-er ganze Osten tauft bei uns. Krctichinunn u. Co.. Koppen- straffe 4.(Schlemcker Babnboi.)* Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung bei beliebiger Anzahlung zum Kassenpreis. Stets Gelegenheits- läusc in gebrauchten und. zurück- geletzten Möbeln, auch aui Teil- zahlung. Nachweis van Kunden wird gut honoriert. Offerten Post- amt 90.Postlagerkarte 44* Möbel! Für Brautleute günstigst. Getegenbcit. sich Möbel anzuschaffen Mit kleinster Anzablung gebe schon Stube und Külve. An jedem Stück deutlicher Preis. Uebervorteilung daber ausgeichloffen. Bei Krankbeits- fällen und ArbeilSlostokcit anerkannt grotzte Rücksicht. Möbelgeschäft M. Goldstaub. Zojsenerstratze 38. Ecke Gneifenaustratze. Z9V1K' Möbel aus bequeme An- und Ab- tablung. Großes Lager jeder Art. iZöbel-Lechner i t. Geschäft! Brunnen- straffe 7, 2. Geschäft: Müllerstraffc 174. Sonntags 8—10 geöffnet. 850K Moedel- Boedel. Oranien stragefMoritzolatz) 58, Fabrikgebäude, liefert als Spezialität! Ein- und Zweizimmer-Nnrichtungen. Größte Auswahl. 9 Etagen in 2 Fabrik- gebäuden. Billigste Preise. Ein Zimmer und Küche 230,—, 335,—, 407,—, 475.—. 496,—, 537,—, 574—, 609.-. 651.— bis 1000,—. Zwei Zimmer und Küche 445, 536.—. 640,—, 690—, 756,—. 895,—, 939,— 1035,—, 1105,— bis 2000,—. Schlafzimmer 189,—, 262,—, echt Eiche 343,—, 371,—, 434.—, Wohnzimmer, modern 215,—, 268,—, 306,—, 341,—, Speisezimmer, echt Eiche, 341,—, 414,—, 475,—, 562,—, Herrenzimmer 334,—, 424,—, englische Bettstelle mit Matratze 40.—. Trumeau, geschliffen 36,—, Plüschsoja 58,—, Umbau 50,—. Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten. Füns Jahre Garantie. Eventuell Zahlungscrleichterungen. Geöffnet 8—8. Sonntags 8—10. Kein Laden Perkauf im Fabrikgebäude. I9K* Möbelkatalog, reich illustriert, versendet aus Wunsch gratis Möbel- sabrik M. Hirschawitz, Skalitzerstraffc 25 (Hochbahn Kottbuscrtor). 873K* Bettstelle, Matratze, guterhalten. 8,—, verkäuslich. Kullack, Camphauscn- straffe 3. f40 Britstellen(Wanzenrcin), kleine Küchencinrichtung. Bierlochgaskochcr spottbillig Revalernraffe 13, Zigarren- laden(Warschauer Brücke). 1509b Musikiztslcunieitte. Pianino. krcuziaitig. 120,—, (event. Teilzahlung). Zander, Turm- »raffe 0.____ 116/10* Nnstdaumpianino, stabil gebaut, hervorragend llangvollcr Ton, wenig gebraucht, verkäuflich. F. Manthcy u. Co. Potsdamer Str. 31. 207/12* EadcrSder. Rund-nm-Berlin-Räder und Pneumatiks, anerkannt erstklassig, preis- wert und elegant. Riesenauswahl, kulante Bedingungen. Zahlungnahme älterer Räder. Nene Spezialrädcr, Jadrcsgarantie. mit Pneumatik 35,00. Phonographcn-Katz. NurWcimneistcr- straffe 2. Cbaussecslraffe 92, Große Franksurtcrstraffe 144. Neukölln. Dcrmannplatz 6, Bergstraße 4.* Brcnnadorrad, gulerhaiten, 25,00. öchrader, Webersir. 42.___ Fahrrad 20,—. Kraus, Andrcas- itratze 54. 115/18» Teilzahlungen. Fahrradhaus In- validxnslraffe 20. Wilhelmshavencr- straffe 73(Eckhans Turmstraffe). Boiwärtsleser süns Prozent Rabatt. Frcilaufrab, 30,—, neucrhallen Herrenfahrrad. Kraus, Andreasstr. 54. kllder. Bilder. Sie kauten Bilder nirgends billiger als direkt Fabrik bei Bilder- Bogdan, Weinmeifterstraffe 2. 2248K Bilder, billigste Bezugsquelle, solide Preise sür Einrahmungen. Große Franksurterstraffc 64. Kauixesucke. Goldschmelze fauft Silber, Platin- abfülle. Zahngcbisse. Quecksilber, Stanniol, alle Metalle, böchstzahlend Witwe Marie Meper. Nur Köpenicker- stratze 157. 479K* Platinabfälle, Gramm 5.70. Ast- gold, Silber, Zabngcbisfe, Stanniol. Quecksilber kaust höchslzablend Blümel, Schmeizerei. Auguststratze 19 III. Zahngebisse, Goldsachen. Silber- jachen, Platniabsällc, sämtliche Metalle höchstzahlend. Schmeizerei Christionat, Köpenickeritratze 20 a(gegenüber Manieuffelstratzc). 111/1* Zahngebtsse, Zahn bis 1.25(komm- abhoten), Platina 5,75, AUgold, Alt- silbcr. Goldschmied Bruckard, Mulack stratze 22. nahe Roscnthalerslratze. K Zahngebisse, Plattnabsälle. Gold- :inta»s, Silber, Ouecksilber. Stanniol höchstzablend Schmeizerei Müller. Tcltowcrjtraffe 10, t4S5b* Altmetall, Kupier, Messing, Zinn, Blei, Stanniol nliv. höchitzahlend. Will» Cohn. Brunnenstraße 25. 1481b* Wegners Leihhaus. Potsdamer- straffe 47 I, laust und beleiht höchst- zahlend Irillanteit-Psandscheine, Gold- lachen, Uhren, Bronzen, Platin, Ge- wehre, Warenposten. Stoffe, Pianinos, Zigarren, Pelzsachen, Kleidungsslückc, Wäsche, Besten. Schreibmaschinen, Brockbaus. Mcycr-Lcrikon, Klassiker, wisscnschastlichc Bücher. Fahrräder, Nähmatchuten, sowie jede Wertsache. Sonntags von 8—10 geöffnet. Dii- krete Bedienung, weitgehendes Eni- gegentommen._ 115. 20* • Zur Leitung einer modernen Zeitungs- und Akzidenz-Truckerei wird zum möglichst baldigen Ein- tritt ein Faktor gesucht. Geeignete Bewerber wollen ihre Bedingungen unter Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit bis zum 20. d. Mts. an die Buchdructerei BolkSblatt (sozialdem. Qrg.), Bochum. Hcrmannsköbe 7, senden. Tttctitlx« tUtccc Feinmechaniker und 116/7 Optiker gegen hohen Lobn und dauernde Stellung sür sofort gesucht. Opttactae Anstalt OIGEE, Schöneberg, Bahnstr. 21—22. Zahngebisse, Zahn bis 1.00. Platinabsälle, Goldankauf, höchst- zahlend.Geldkontor-, Alle Jakobs stratze 190/140.__. lt Zahngebisse, Zabn bis 1.30. Platiii- absallc 5,75, Eoldsachen. Siwersachen, Quecksilber, Stanniolpapier, Zinn 3.50, Kupjcr 1,24, alle„Metalle- höchstzahlend. Edelmetall- Einkauts« bureau Wcberftratze 31. 864K* Unterricht Unterricht»in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fort. geschrittene, emzdn oder im Zirkel. wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebersetzungen an- gefertigt. G. Swienth- Liebknecht Cbarlottenburg. Stuttgarterplatz 0 Gartenhaus III. 44K' Verschiedenes. Batentanwalt Müller, Gitschiner» stratze 31. Z43SK« Pareittanwal» Wessel, Gstschmcr» straffe S4»._ Fahrräder. Nähmaschinen, Möbest Pianos beleiht höchstzahlend Lager- speichcr Beuffelstr. 45. Moabit 3184.* Höchstbclcihcnd. Schwedterstratze 11. Ptandlcihe, 248,19" Motorboote vermietet billig Hoff- mann, Tegel, Strandschlotz. 118/9 Vermietungen. Sctianflokat mit Konzession so. jort zu vermieten. Ztcukölln, Sieg- seiedstratze 23. Ausgang Bahnboi Hermannstratzc.(-67 Wolmunxeu. Drei- bezw. Zweizimmerwohnung mit Bad 44 bezw. 33 Mark, zum 1. Oktober. Beste Verbindung, Ring- und Stratzenbahn. Neukölln, Julius- stratze 70. 910K Zimmer, Möbliertes Vorderzimmer, 18.— mit Kaffee, allein. Sosort, Dresdener- stratze 134, IV rechts. 1400b LckilaksteUen. Schlafstelle(Herrn), gut möbliert, sofort oermietbar" Klemmer, Wranqcl- straffe 4, Hochparterre. 1507ö Vrheitsmarht. Stellenangebote. _ Schrifthauer, perfekter, r erlangt Stahl u. Herzog, Neukölln, Hermannstratzc 196. 15086 Tüchtige Maschincnfchlelfcr, Fräser und Handschleiscr verlangt Marmor- wert Biesenthalerstratze 10.-sbZ Ar. 175. 30. Ishrgaug. 2. Irilooe Ks Jotmärts" Sftliutt öoltisllutt Sonnabend, 12. Inß 1913. Gcwcrhrcbaftlicbes. Sin Ricrenkatnpf in Lodz. 40000 Textilarbeiter ausgeiperrt. In dem russisch-polnischcn Manchester, in Lodz, ist seit zwei Wochen einer jener verzweifelten Kämpfe zwischen Kapital und- Arbeit im Gange, die, wie ein verheerendes Feuer mit Btttzesschnelle um sich greifend, sich zu einer Kata- sirophe im ökonomischen und sozialen Leben auswachsen. Das Martyrium der Lodzer Textilarbeiterschaft seit einer Reihe von Jahren läßt sich kaum beschreiben. In den Jahren 1903— 1906 haben die Lodzer Arbeiter mit Feuereifer am Ausbau ihrer Gewerkschaften gearbeitet— der Lodzer Textil- aroeiterverband zählte z. B. U 000 Mitglieder— und er� reichten durch musterhafte Solidarität und Disziplin im Kampfe eine namhafte Lohnerhöhung und allgemeine Besse. rung ihrer Arbeitsbedingungen. Im Jahre 1907 kam die Rache der Unternehmer! Gestützt auf die Blut- aktion der zarischen Soldateska und der Galgenjustiz, holten die Fabrikanten zu einem vernichtenden Schlag aus: eine Riesenaussperrung von 40000 Arbeitern, die sechs Wochen dauerte, sollte die„begehrlichen" Arbeiter von ihrem Kampf- geist durch den Hunger auskurieren. Die durch die zarischen Bluthunde terrorisierte, durch die langen Hungerqualen nieder- gedrückte Arbeiterschaft mutzte zähneknirschend in das verHatzte Joch zurückkehren. Seitdem beginnt eine systematische Lohn- drückerei, die nach und nach bis zu wahren Hungerlöhnen getrieben wurde. Es genügt zu sagen, datz im letzten Jahre der Verdienst weniger besser gestellter Arbeiter in der grötzten Lodzer Textilfabrik von Scheibler z. B. Z'/z bis 5 Rubel, das heitzt 7'/z bis 11 M. in der Woche betrug. Durchschnittlich ver- dienten erwachsene männliche Arbeiter 7 bis 8 M. in der Woche. Und damit sollten mehrköpfige Familien bei der exorbitanten Teuerung aller Lebensmittel auskommen! Es sollte jedoch noch besser kommen. Im letzten Winter traten zu der Peitsche der Hungerlöhne noch die Skorpione der Arbeitslosigkeit. Eine schwere Krise erschütterte die Lodzer Textilindustrie. Die Zeitungen gaben die Zahl der Arbeits- lasen auf 30000 bis oOOOO an. Die Not in Lodz war ent- setzlich, Leute fielen buchstäblich auf der Stratzc tot vor Hunger. Die„Gesellschaft für schnelle ärztliche Hilfeleistung" wurde vom Lodzer Polizeihauptmann über die Zahl der vorkommenden Unfälle am 9. März dieses Jahres befragt und antwortete ihm folgendes: Wir haben die Ehre, folgende von der Rettungsstation der Gesellschaft in Lodz registrierten Angaben mitzuteilen. Im Januar «des Jahres 1813) wurde schnelle Hilfe bei 419 Unfällen, im Februar bei 332, im März gab es bis zum 9. des Monats, also in neun Tagen, 309 Unfälle. Die einen Unfälle bezogen sich auf eingetretenen Tod, die anderen auf volle Kräfteerschöpfung infolge des HungernS, und alle diese Erscheinungen bezogen sich in ihrer Mehrzahl, streng genommen, auf die Ar- beitslosigkeit. Im Mai gab es in der Petersburger Duma eine Jnter- pcllation der sozialdemokratischen Fraktion in Sachen des Notstands und der Arbeitslosigkeit in Lodz. Endlich erfolgte im Frühjahr eine Besserung. Auf die Krise folgte eine starke allgemeine Belebung der Geschäfte in der Textilindustrie. Seit Mai/Juni haben die Fabriken in Lodz alle Hände voll zu tun. Selbstverständlich beschlossen die Arbeiter, auch für sich von der guten Konjunktur einigen Nutzen zu ziehen, um wenigstens einen Teil der ihnen seit 1907 entrissenen Lohnaufbesserungen wieder zu erringen und sich der ärgsten Not zu erwehren. Sie stellten im Juni all- gemein Lohnforderungen, die sich auf 20—23 Proz. Auf- besserungen beliefen, und da die Fabrikanten ein kategorisches Nein entgegenstellten, so trat ein Teil der Arbeiter in den Streik. Nun aber holten die Lodzer Kapitalmagnaten aber- mals, wie 1907, zu einem vernichtenden Schlag aus: auf den Streik antworteten sie mit einer R i e s e n a u s s p e r r u n g. Gegenwärtig sind bereits alle namhaften Fabriken ge- schlössen: bei Scheiblcr, Geyer, Koznanski, Kunitzer, Krus che, En der, Bennich, Kindler, Gebr. Steigert, Findcisen, Ei sert. Kerstan berg usw. n alten Hause zu Ende, ohne aufgeputzte Abschiedsvorstellung, ohne schwungvollen Epilog." Tic Einfachheit dieser Worte ist um so crsreulichcr, als das Königliche Schauspielhaus in Dresden tatsächlich in einer Weise ge- leitet worden ist. die auch in der sozialdemokratischen Presse kritische Unterstützung gesunden hat. Wie aber soll sich nun der demokratische Journalist in Würde fassen, wenn er seiner Freude über diese Einfachheit einen geschickten Ausdruck geben will? Soll er vielleicht sagen: Obwohl diese Worte aus höfischen Kreisen kommen, haben sie uns gefreut? Oder muß er sich umgekehrt so ausdrücken: Gerade weil diese Kundgebung der Einfachheit aus höfischen Kreisen kommt, scheint sie uns bemerkenswert zu sein? Wie soll er in diese«« Falle seinen Bleistift spitzen, damit ein bescheidener Stich dabei herauskommt? Wir wollen einen Gelehrten fragen.' Zwei Vckcnntnisbricfc Verdis. Zwei interessante, für das Temperament und die Weitherzigkcit Verdis charakteristische Briefe des Meisters, beide an einen Freund in Sant Agata gerichtet, wer- den im römischen„Orseo" veröffentlicht. In dem ersten, der vom 4. Juli 1875 datier! ist. schreibt Verdi:„Ich kann Dir nicht sagen, was aus dieser musikalischen Gärung herauskommen loird. Dieser will melodisch«vie Bellini sein, jener harmonisch wie Meherbecr; ich möchte weder das ciije noch das andere, ich möchte,-daß der junge Musiker,«venu er sich an seinen Arbeitstisch setzt, niemals daran dächte. Melodiker zu sein oder Harmoniker oder Idealist oder Zukünstlcr und wie der Teufel auch alle diese Pedanterien heißen. Melodie und Harmonie sollen in den Händen des Kunst- lers nur ein Werkzeug sein, üm Mnsik hervorzubringen, nnd ein Tag wird komnien, da man nicht mehr von Melodie, von Harmonie, von deutscher oder italienischer Schule, von Bergangen- heil oder Zukunft usw. usw. sprechen wird,— dann wird vielleicht das Reich der Kunst beginnen. Es ist ein Fehler unserer Zeit, daß die Werke der Jungen A n g st p r ob u k t e sind. Keiner schreibt init ganzer Hingebung; wenn diese Leute zu schreiben be- ginnen, beherrscht sie der Gedanke an das Publikum und an die Kritik. Du sagst mir. ich verdankte meine Erfolge der Berschmel- zung beider schulen. Ich habe nie daran g e d a ch t." Und in einem späteren Briese aus Genua, von'. 17. Mai 1883, schreibt der Meister:„In Fragen musikalischer Usberzeugungen muß man weitherzig fein und ich für meine Person bin duldsam. Ich lasse alle gellen: Melodiker, Harmoniler und andere Leute; ich lasse die Vergangenheit gelten, die Gegenwart, und wenn ich die Zu- kunft kennte, würde ich auch sie gelten lasten und gut finden. Kurz: Melodie, Harmonie, Bortrag, Klangeffekte, Lokalfarben(ein Wort, das so viel gebraucht lvird, und so oft nur dazu dient, Mangel an Gedanken auszudrücken) sind nur Mittel. Macht mit diesen Mitteln gute Musik und ich lasse jede Gattung gelten. Zum Beispiel in:„Barbier" die Stelle:„Signor, Giudizio per Carita"— das ist weder Melodie noch Harmonie; es ist deklamiertes Wort, richtig, wahrhaft, und es ist Musik. Amen!" Musik. Sommer-Oper im Schiller-Theater 0. Der Auf- führung des»Don Juan" von Mozart mochte man wohl mit einiger Besorgnis entgegensehen. Dies um so mehr, als einem voll- kommene» Gelingen hier vorneweg die unzulängliche technische Bühnen- einrichtung widerstrebt: auch setzt ja der allzukleine Orchesterraum dem Justrumentalkörpcr unübersteiglich enge Grenzen. Nun, die Regie erwies sich auch diesmal als umsichtig genug; und die kleine von Alfred Schink verständig geleitete Kapelle tat ihre Schuldigkeil. Auch mit den Künstlern aus der Bühne konnte man zufrieden sein. Adolf Per m a n n bringt für den Titelhelden neben guten stimm- lichen Mitteln, vornehmlich eine sehr geeignete Figur mit. Er versteht sich ganz passabel auf den Weiberherzen knickenden Edelmann und verleugnete selbst in dem zungenbrechenden Champagnerlied, an dem schon mancher gescheitert ist, nicht den geschmackvollen Sänger. Die Rolle des Leporello hatte im letzten Moment Direktor Leopold Sachse übernommen und führte sie, weniger allerdings in gesanglicher als darstellerischer Hinsicht, recht glücklich zu Ende.' Mimt Poeusgen(Donna Anna) leistete unter allen Vertreterinnen weiblicher Rollen wohl das beste. Dann kann noch Theodor Simons ob seines eindringlichen Komtur und auch Hans Will (Masetto) genannt sein. Einzelne Ensembleszenen waren plastisch herausgearbeitet. Die Aufführung— wenn auch die allzu großen Pausen beim Umbau störend empftlnden wurden— hinterließ einen recht günstigen Eindruck.«. K. Notizen. — Eine neue Berliner Volksoper plant Direktor Hagin, der zurzeit die Krolloper gepachtet hat. Es ist bereits eine G. m. b. H. gebildet worden, die nur ein passendes Theater sucht. — DaS Deutsche Künstler-Theater(Sozietät), das seine Vorstellungen Anfang September mit„Wilhelm Teil" beginnt, bringt als zweite Aufführung Kleists Lustspiel„Der z e r- brochenc Krug" und„Hanneles Himmelfahrt" von Hauptmann. — Im Josef-Kai n z- Theater am kleinen Wannsee wurde am Donnerstag zum ersten Male Goethes„Iphigenie" aufgeführt. Dieses für ein Freilichttheater besonders geeignete und über seine Leistungsfähigkeit entscheidende Drama fand eine würdige und gelungene Wiedergabe. — Der Platz für das Heine-Denkmal. Das von Lederer für Hamburg entworfene Heine-Denlmal hat nunmehr seinen definitiven Platz vom Senat angewiesen bekommen: in dem neu anzulegenden �tadtpark in Winterhude. Ter Senat hat sich also von den Heine-Gegnern nicht einichuchtern lassen und sein Ver- sprechen eingelöst. — Fixigkeit der Buchmache. Es wird eine Broschüre angekündigt, die Bürgermeister Trömels Erlebnisse in der Fremdenlegion(selbstverständlich illustriert) behandell. Die.„Sensation des Sommergeschäftes" verspricht sowohl Auf- klärung über das Verschwinden Trömels wie Schilderung seiner Erlebnisse in der Legion.— Woher nehmen und nicht stehlen, sagte man früher. '— Gorkis Rückkehr nach Rußland, die wiederholt angekündigt und— dementiert wurde, wird wieder einmal in Aus- ficht gestellt. Die russische literarische und künstlerische Welt de- grüßte die lllachricht mit großer Freude. Man hofft, daß Gorki nach seiner Rückkehr auf den heimatlichen Boden einen starken dichterischen Aufschwung erleben wird. Wenn Väterchen trotz der Amnestie ihn nicht gelegentlich nach Sibirien verschickt. Im übrigen teile ich Ihnen mit, baß e» mir gar nicht darauf ankommt, mal ein Sxtrazug von 300 Mann berufsmäßiger Streikbrecher nach dort zu schicken, und Ihnen dann diese zu überlassen, ob Ihre Kasse das ab kann, das ist die Frage, aber ich kann mir das leisten, ich will Sie nun auch noch dahin auf- merksam machen das Sie versuchen die Arbeitswilligen durch Vorspiegelungen falscher Tatsachen zu beeinflussen, hiermit kommen Tie natürlich nicht weit, ich warne Sie, Sie können einmal an die unrichtigen kommen, und es kann ihnen unter Umständen, weil Sie den Beweis Ihrer Behauptungen nicht an- treten können einmal ein teuerer Spaß werden, aber leider ist ja bei solchen Leitern dieser Verbände nichts zu holen und man muß sich mit dem Sprichwort begnügen: „Voll das Maul uno leer die Taschen!" Ich gebe Ihnen nun noch den wohlgemeinten Rat, lassen Sie meine berufsmäßigen Streikbrechern alleine gehen, denn so vielen Leuten können Sie die Retourreise gar nicht geben, wie ich nach dort schaffen kann. Tenn unser Vorhaben wird im Kreise des Publikums noch immer höher eingeschätzt, einen arbeitslosen Menschen Arbeit zuzuführen, als Ihre Tätigkeit, durch große Fräsen so und so- viele Arbeiter aus ihrem täglichen Brot heraus zu reißen, und dem Elend preis zu geben. Die Versicherung haben Sie von mir, die Arbeitswilligen im Emder Hafen verlassen Emden nicht eher bis die alten Arbeiter die Arbeit bedingungslos wieder aufgenommen haben. Hochachtungsvoll Adolf Hcsberg." Aus dem Briefe kann man herausfühlen, wie schmerzhaft die Abschiebung der Streikbrecher den Emdener Hafenbetriebsherren und— Herrn Hesberg ist, der ja Garantie für seine Ware zu leisten hat. Ter Brief zeigt aber auch, auf welch hohem Pferde die Herren strcikbrechcrlicferanten sitz«n. Das Geschäft scheint noch seinen Mann zu nähren, wenn der Mann kulturell auch noch ein bißchen weit zurückgeblieben ist. Vielleicht ist das um so günstiger für ihn._ Tie beiden Mülhauser Streitopfer wurden am Donnerstag, wie wir schon gestern telegraphisch be richteten, unter ungeheuer zahlreicher Beteiligung der politisch und gewerkschaftlich organisierten Arbeiter beerdigt. Am Grabe sprach der Reichs- und Landtagsabgeordnete Emme! und bezeichnete die beiden Verstorbenen als Opfer der Polizeidiktatur. Er gab bei dieser Gelegenheit eine Verfügung der Polizei bekannt. wonach die Teilnehmer an der Beerdigung nicht im geschlossenen Zuge nach Hause gehen durften. Es sind nunmehr Verhandlungen eingeleitet, die Freitag zum positiven Abschluß führen werden; der Streik wird also am Freitag beendet weiden. Soziales. Sind Angestellte im Automatenrestaurant unfallvcrsicherungs- pflichtig? Der schwere Mangel der Unfallgesetzgebung, daß nicht alle Be- triebe, sondern nur ein Teil der Versicherungspflicht unterliegen, und auch.in den versicherten Betrieben nicht überall jede Bcschäfti- gung, führt zu vielen Prozessen. Vom sozialen und Rechtsstand- punkte aus völlig unverständlich ist diese Lücke: weshalb soll ein Arbeiter, der einen Unfall erleidet, nur dann Entschädigung erhalten, wenn in demselben Betriebe eine gewisse Anzahl Arbeiter arbeiten? Oder: weshalb ein Spüler oder Zapfer der Versicherungspflicht unterstellt sein, nicht aber der Koch oder Hausdiener? Diese offen- bare Lücke verRnikt ihre Entstehung und ihre Aufrechterhaltung allein der Tatsache, daß die Unfallversicherung nicht eine Versicherung der Arbeiter, sondern eine solche der Arbeit g e b e r sein soll und ''"eine Z w a n g s körporation und ZwaitgSherrfchäst der großen Be- -triebe- in der Form der Bcrufsgcnossenschaften schaften sollte und b» M«basfen hat. Wieviel Schererei die Lücke dem emzelnen bringt, '"zeigt folgender jetzt vom Reichsvcrsichcrungsamt zugunsten des Arbeiters entschiedener Rcchtsfall. Ein Hausdiener erlitt in einem Automatenrestaurant beim Spülen der Gläser oder beim Zusammentragen des Geschirrs eine Blutvergiftung, die eine Versteifung an der rechten Hand und ver- minderte Erwerbsfähigkeit herbeiführte. Sein Anspruch aus Rente wurde von der Nahrungsmittel-Jndustrie-Berufsgenoffenschnst ab- geiwesen, weil nur die Spüler und Zapfer, nicht aber die im Küchen- betrieb beschäftigten Personen versicherungspflichtig seien. Das Schiedsgericht für Arbeiterversicherung Stadtkreis Berlin wies die Berufung zurück, weil die Verletzung dcS Fingers nicht beim Spülen, sondern beim Zusammentragen des Geschirrs erfolgt sei. Auf eingelegten Rekurs hin verurteilte das Reichsversicherungs- amt die LagereibcrufSgenossenschaft zur Zahlung einer Rente. In den Gründen heißt es: „Durch die Bekundung des Zeugen ist die Angabe bestätigt, daß er nicht in der Bierquellc, also in dem mit Kcllnerbedienuny gc- führten Restaurant, sondern in dem in gleichem Gebäude befind- lichcn Automatenrestaurant beschäftigt war, das im Zusammenhang mit der Bierquelle betrieben wird. Seine Tätigkeit hat ebenso wie die des Zeugen in der Hauptsache in dem Rein i g e n(Spülen) der von den Gästen benutzten Gläser lWein-, Likör-, Bier- usw. Gläser) bestanden; das Wegtragen der Eßgeschirre zum Büfett oder an eine andere zum Absetzen bestimmte Stelle hat ihn in weit ge- ringerem Maße in Anspruch genommen. Die Reinigung de? Ge- schirr? erfolgte durch andere Personen. Nach der Art des in der- artigen Automatenrestaurants eingeführten Betriebs erscheint diese Angabe des Zeugen durchaus glaubhaft. Die Firma A. steht als Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragen. Der in dem Automatenrestaurant sich vollziehende Betrieb weist die Merkmale eines Lagerungsbetriebes im Sinne des§ 1 Ziffer 7 des Gewerbe-Unfallversicherungsgesetzes auf, weil das Aufstapeln und Aus stellen erheblicher Vorräte der für den Umsatz bestimmten.Speisen und Getränke, die unter Benutzung automatischer Verrichtungen vom Publikum selbst entnommen werden, Lagerungsarbciten dar stellte. Diesen eigentlichen Lagerungsarbciten ist das Reinigen (Spülen) der Gläser als Hilfstätigkeit zuzurechnen. Bei der Größe des Betriebes sind diese Lagerungsarbciten auch, wie ohne Bedenken angenommen werden kann, so erheblich, daß sie einen ver- sichcrnngspflichtigcn Lagcrungsbetrieb bilden. Die Beklagte hat denn auch anerkannt, daß der Kläger mit dem Spülen der gebrauch, ten Gläser eine versicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt hat. Nun hat er allerdings nicht hierbei, sondern bei dem Abräumen und Weg- tragen eines Tellers zum Büfett den Unfall erlitten, und er war auch bei dieser Tätigkeit versichert, weil es sich hierbei um einen Dienst handelte, zu dem er als in der Hauptsache versicherte Person neben der vorliegenden Beschäftigung als Spüler im Lagerungs betriebe vom Arbeitgeber oder dessen Beauftragten herangezogen worden ist(Sj 3 des Gcwcrbe-Unfallversicherungsgesetzes). Hiernach ist der von ihm erhobene Entschädigungsanspruch gerechtfertigt." So vieler Umstände und Auseinairdersetzungen bedarf es, um klarzustellen, daß nicht das volle Risiko der Arbeit einem in einem Automatenrestaurant Angestellten aufgebürdet werden darf. Anders läge es. wenn statt der durch die Unfallversicherung durchgeführlen Versicherung der Arbeitgeber der von der Sozialdemokratie schon vor mehr als 40 Iahren im Reichstag ausgestellte Rcchtssatz endlich sich durchgerungen hätte: Jeder Unternehmer, der aus fremder Arbeitskraft Gewinn zieht, ist verpflichtet, vollen Schadenersatz für die Beeinträchtigung dieser Arbeitskraft durch einen Unfall zu ge, währen, und: kür den Schaden haftet eine vom Unternehmertum zu unterhaltende Rcichsvcrsichermngsanstalt. Aber bei der Unfall Versicherung handelt es sich ja nicht um Anerkennung und Durch- sctzung von Rechten der Arbeiter, sondern um„Weiterentwicklung der Ideen, welche der staatlichen Armenpflege zugrunde liegen" und um zwangsweisen Zusammenschluß des Unternehmertums in den Be- rufsgcnosscnschaften, den Organisationen zur Beherrschung der Ar- beiterklasse und der Staatsorgane durch die Behörden des Unter- nehmertums._ Hub aller Weit. Frauenmord bei Landsberg a. W. Bei Landsberg a. W. ist am Donnerstagabend gegen 9Vz Uhr auf der Feldmark Hcinersdorf die Ehefrau des Arbeiters Troschke ermordet aufgefunden worden. Nach dem Befunde scheint der Mörder ein Sittlichkeitsvcrbrechen an seinem Opfer verübt zu haben. Der Täter ist nach der Aus- ührung des scheußlichen Verbrechens in der Richtung nach Bayersdorf geflüchtet. Nach der Beschreibung, die Leute, die ihn gesehen haben, von ihm geben können, ist er ungefähr 40 Jahre alt, etwa 1,68 bis 1,72 Meter groß und kräftig, hat dunkles, meliertes Haar und einen dunklen, langen, dünnen Vollbart und trug ein schäbiges, graues Jakett, eine weiße Schirmmütze und Schnallenschuhe, wie sie in Besserungs- anstalten getragen zu werden pflegen. Er trug einen abge- chälten, weißen Stock. Da angenommen wird, daß der Mörder versuchen wird, nach Berlin zu kommen, um � hier unterzutauchen, fahndet auch die Berliner Kriminalpolizei auf ihn.__ Ueberschwemmungskataftrophc In Ungarn. Die hochangeschwollene Theiß und deren Nebenflüsse haben durch Ueberschwemmung große Verheerungen angerichtet. Die Dämme sind an vielen Stellen durchbrochen und zahlreiche Ortschaften zerstört worden. Der Eisenbahnverkehr mußte eingestellt' werden. In Huszt sind vier, im Dorfe Bethien drei Personen ertrunken, viel Vieh und Feldfrüchte von mehreren Millionen Kronen sind zugrunde gegangen. Bon größeren Städten sind besonders MaramaroSsziget und Nemeti durch Hochwasser be- droht. Pioniertruppen sind ausgerückt, um an den Rettungsarbeiten teilzunehmen._ Einsiedelmann ist nicht zu Haus... Vom„heiligen Veit von Staffel st ein" läßt sich die „Köln. Volksztg." unterm 4. Juli berichten: „Wieder em Ivo!" Diesen freudigen AuSruf konnte man hier gestern allenthalben hören. Die Kunde wird gewiß auch bei allen ungen und alten Studenten Interesse finden, die so oft gesungen: Zum heiligen Veit von Staffelstein Komm ich emporgestiegen Und seh die Lande um den Main Zu meinen Füßen liegen. In der Tat scheint der neue Einsiedler Bruder Valentin Mühe aus der Einsiedlerverbrüderung der Regensburger Diözese dem seligen Ivo nicht nur äußerlich durch die braune Gewandung zu gleichen, sondern eS leuchtet ihm auch eben so viel gewinnende Liebe und Güte aus dem Auge wie seinem Vorgänger." Bekanntlich heißt es in dem Scheffeischen Kantus weiter: „Einsiedelmann ist nicht zu HauS, Dieweil es Zeit zum Mähen. Ich seh' ihn auf der Halde drauß' Bei einer S ch n i t t r i n stehen. Verfahrner Schüler Stoßgebet Heißt: Herr, gib uns zu trinken, Doch wer bei schöner Schnitt'rin steht, Dem mag man lange winken." Das kleine Versehen. Man schreibt uns aus Brüssel: Diesen Sonntag sollte in Ostende der neue Seebahnhof eingeweiht werden. Wenn man be- denkt, daß in einer belgischen Stadt schon die Eröffnung einer neuen Trambahnlinie Anlaß zu örtlichen Feierlichkeiten mit Reden und Lampionsbeleuchtung bildet, so kann man sich vorstellen, welche Be- deutung der obenerwähnten Angelegenheit zukommt. In der Tat hatte der Eisenbahnminister bereits zugesagt und an Reden, Feier» lichkeiten und Festlichkeiten hätte es nicht gefehlt. Das Gebäude war auch richtig fertig, nur eben die Beleuchtungsgegenstände waren noch anzubringen. Aber siehe, wie die Handwerker sich an die Arbeit machen, stellt sich ein kleines Versehen heraus. Man hatte leider vergessen, die Gas- und Elektrizitärsanlagen anzubringen.... Es kann demnach am Sonntag nicht„ein- geweiht" werden, der Minister wird vielleicht in Ostende ein Bad nehmen, aber dort keine Rede halten und so nebenbei müßten in dem fertigen Gebäude die schönen Mauern. Böden und Plafonds aufgerissen werden, damit die vergessenen Drähte und Röhren an ihre Stelle kommen. Wer nächstes Jahr nach Ostende kommt, wird aber zuverlässig den Seebahnhof elektrisch beleuchtet finden. Kleine Notizen. Julikälte i» Frankreich. Aus T o u l o n wird gemeldet: Seit einigen Tagen herrscht hier eine vollständig anormale Temperatur. Eisig kalter Wind weht und die Bevölkerung hat die Winterkleidung wieder hervorgeholt. Die Ernte ist sehr sckiwer gefährdet. Das Meer ist stark bewegt, und zahlreiche Schiffsunfälle werden ge« meldet. Gestrandeter Vergnügungsdampscr. Der Vergnügungsdamvier „Atlanta" ist mit zahlreichen Ausflüglern an Bord, auf dem Wege von Lymouth nach Torquay lEngland) auf einen 200 Meter von der Küste entfernten Felsen gestoßen. An Bord brach eine Panik aus. Glücklicherweise war die Havarie nur sehr leichter Art, daß der Dampfer seine Fahrt bis nach Salcombe fortsetzen konnte wo sämtliche Passagiere an Land gesetzt wurden. Lriefkalten der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde findet Liuden st raste SS, dorn Pier Treppe» — Fahrftudl—, wochentäglich von iMt Iii 7 Vi Uhr abends, Sonn ade ad», don»Vi bis 6 Uhr abend» statt. Jeder für den Briestafteu bestimmten Anträge ist ein Bachstade and eine Zahl al» Merkzeichen»eiznsügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnemeatsquittuug beigefügt ist, «erden nicht beantworiet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Schriftliche Arbeiten werden in der Sprechstunde bis einschließlich den 19. Juli er. nicht erledigt. I. P. 100. 1. Für Aachen und zwar nach dem vorauSfichtlichen Ein- kommen dcS Steuerjahres. welches non der Veranlagungsbehörde»u schätzen ist. 2. Aus ein Kind nichts, bei zwei Kindern um eine Steuerstuse. *---------------— i der 33. ,..WW._ itbaxi ist lein ScheidungSgrund. 2. Dazu reicht der Raum deS Briefkastens nicht aus.— S. B. 10. Falls im MietSocrtrage nichts andere? bestimmt, bis 1t llhr. F. W 100. 1. Eine Verpflichtung, die Sachen versteigern zu lassen, haben sie nicht. 2. Falls Anschlutzpfäudung vorgenommen wird, kann der anichlutzpsändende Gläubiger aus Versteigerung dringen. — Abonnent 1909. Der freihändige Verkauf ist unzulässig. Sie können, nachdem Sie dcir Schuldner unter Fristsetzung zur Einlösung ausgesordert haben, die freiwillige Versteigerung durch einen Gerichtsooll lassen. Der VersteigerungSIermin, von dem schul zieher vornehmen benachrichtig! gerechnet, st huldner cn ist, darf nicht früher alS 1 Monat von der Androhung tattsindcn.— S. R. 9S. Sofern nicht im Vertrage ver Sie kem ungünstig c„ Anfrage und geben Sic noch an, wann und wo die zweite Ehe geschloffen einbart, haben Sic kein RücktrittSrecht; eine Klage per Firma würde dem- nach jllr Sie unzünstta auslaufen.— BS Z. 71. Wiederholen Sie Ihre ist.— M. B. 103. 1. Ja und zwar 50 Vs. 2. Sosern ein iermin in der Schuldurkunde sesigesetzt ist. ist eine nochmalige Kündigung nicht erforderlich.— K. 2l. 39. Sofern daS Kleid vor llrteilerlaß zurückgegeben ist, beliebt ein Rückforderungsrecht nicht, andernfalls ja. — L. I. 30.' Die Veranlagung entspricht dem Gesch. Berusung ist aus- fichtslos.— Z. W. 13. Ja.-«.2.33. New.— M.«. 40. 1. Allerdings kommen auch unseres Erachten» die Grundsätze deS Bürger» lichen Gefetzbuches über den Dienstvertrag zur Anwendung. Die Kün- drqung wäre nur bis zum 15. eines Monats mit Wirkung dcS daraus folgenden MonatS zulässig. sallS nicht ein wichtiger Grund im sinne des K 626 V.G.B, vorliegt. 2. und 3. Der unverzügliche Hinweis aus die Kündigungsfrist ist zweckmäßig.— P. Zt. III. 1. Aus den ebelichen Namen. 2. Ja 3. Der Anwalt ist zur Herausgabe deS Urteils oerpstichtet. 4. Nein.— F. R. 187«. 1. In vier Jahren. Die Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem der Anspruch sallig geworden ist. 2. Ja. und zwar ohne Rücksicht aus die Höhe deS Nachlasses, sofern Nachlaßteilung erfolgt ist.— K. Z. 26. Die Kündigung betragt 6 Wochen vor Bcendi. gung eines Quartalsschluises(ß 133» Gewerbeordnung).— M. H. 30. Wir halten die Frau nicht für versicherungspfiichtig.— 8. 8. 67. Wir baltc» die Libcbung des Stempels für unbegründet. Führen Sie Be, fchwerde beim Finanzministcr. Stf Unserem Genossen Robert ® Barmelater und seiner ö lieben Frau zu Ihrem fünf- *!, undzwanzigjährigen She- £• jubiiäum die herzlichsten V Glückwünsche. y Die Genossen u. Genossinnen des 347. Bezirk», 4. Krei». 10 Ißark monatliche Teilzahlung liesert elegante Serrengarderobe nach Maß, eigenes lofflag. Per Kasse Preisermäßigung. J.Tomporowskl. Schneidermst, jetzt SW 47, Dreibuudftr. 47, ander Bellealliancestr. u. Tempclhoser Feld. Berkreterbesuch jederzeit. Saifon-Ausverkauf der alten Stiller-Firma Zentrale: Berlin C, Jerusalemer Strafe 32*35, am Dönhoffplatz Potsdamer Strafe Nr. 2 Tauentzien- Strafe 19 a Taucnizicn-- Strafjc 7 b Friedrich- Strafe Nr. 75 König-Straße Nr. 25-26 Rosenthaler Strafe Nr. 5 Oranicn-Straßc Nr. 161 Gr. Frankfurter Str. 129 Chaussee-Strafe 1l4 115 ScfaönebcrgjHauptstr. 1 46 Neukölln, Bcrg-Strassc 25 Chart., WOmertdorfer Str. 45 Beachten Sic unsere billigen Preise! AUONAUSVERKAUF T�t � Ä O � sind Restbestände in Jackett- und Rockanzügren |\|t If* f\OCff\ M f*1 trot» der billigen Saisonausverkaufspreise bisteil- A �" weise auf<„e|fg|fte des Preises herabgesetzt Jackett-Anzüge für Herren Jackett>Anzüge für Herren Rockanzflge, Cutaway u. Westen Serie I 1350 Serie V Serie II ä"' r.rÄ 19" Serie VI gemusterte Buckskins, 2 reihig....... Jetzt marengo, blau und fein gemust Mellon- Cheviots, 1 und.. 2 reih:.......... Jetzt gemust. Cheviots u Kammgarne, 1 und 2 reihig Jetzt 37 41 50 SO c• IV gemusterte und schwarze 1 Q50 oenelA fcoA-Anzüge____ Jetzt 1-7 gemust. Cheviots- u. Kamm- ��50 c. TII Cheviot- und Kammgarn- O/j 50 ■Serie m �len. 1 und 2 reihig jetzt e., blau, marengo u gemusterte(2075 bene 1 V Cheviots, 1 u. 2 reihig Jetzt „Ersatz für Maß", vornehm jera. A l*e)C Serie VII Jetzt 4j aas Maßstoffen gefert.««j Qawi'a VIIT Muster u.Modcllela Aus-; oene viu ffihru0?i 1 UBd 2Teihi? 6Z. aas Maßstoffen gcfert. ���00 Serie X �arn. Rock- Anzüge Jetzt c. vi Cutaway u. Weste, marengo 0050 Oerie XI Cheviot auf 2 u. 3 Kn. Jetzt CuUwiy und Weste, mer-nx» A M CA C V II Mellon- Cheviot, vornehme rt 1 0\ß oene All Alljföhnjnr.7,..... Jetzt*1 1 1 Gehrock-Anzüge 37" M Gehrock-Anzüge 46™ Prompter Versand nach außerhalb! Oben aufgeführte Artikel sind zum größten Teil Erzeugnisse unserer Kleiderwerke und zeichnen sich durch vorzüglichen Sitz und gute Verarbeitung aus Prompterüersand nach außerhalb! Sonntags nur von 8 bis 10 Uhr geöffnet I I { I BERLIN— GEGRÜNDET 1891 Chausseestraße 29-30 11 Brückenstraße 11 Große Frankfurter Str. 20 Schöneberg, Hauptstr. 10 lleutscher llictallarbciter Verband. Verwaltungsstelle Berlin.— C. 54. liinienstr. 83/85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714._ Am Montag, den 14. Juli 1013, abends pünktlich 8 � Uhr findet eine außerordentlkbe Generalversammlung unserer Verwaltungsstelle statt im großen Saal der Brauerei Friedrichshaiu, Am Friedrichshain 23. Tagesordnung: Der internationale Metallarbeiterkongretz in Berlin. Mitgliedsbuch und Legitimationskarte find vorzuzeigen; ohne diese kein Zutritt. Vertretung ist nicht zulässig. mF" Besondere Einladungen erfolgen diesmal nicht. lälrH Die Ortsverwaitnng. ttr» Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Montag, den 14. Juli, abends 8'/, Uhr, bei W i l k e, Sebastianstraste 30: IV Versammlung'MK Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht vom zweiten Quartal. 2. SeltionSangelegenheiten. tcskkbxsbl Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch aller im Gipi- und Betonbaugewerbe beschästigten Kollegen erwartet mit kollegialem Gruh 143/15* Oer Tektionsvorstand. I. St.: Paul Hähne, Kreuzberger Harmonie! ü Das Waldfest in d?r Königsheide am Sonntag, den J j den 13. Juli, findet umständehalber nicht statt.. 39/12,, Ortskrankenkasse der Drechsler und verw. Gewerbe zu Berlin. Eine Außerordentliche General-Versammiung findet am Donnerstag, 17. Juli ISIS, abends präzise 8 Uhr, im Marinehaut, Brandenburger User 1(RuhmeSsaali, statt, wozu die Berlreter der Kasse ergebenst eingeladen werden. 1303b Tagesordnung: Stellungnahme zum Bescheide deZ QberversicherungSamtS. Der Verstand. J, A.: G. Ticdt, Vorsitzender. 300 Mark � Anzahl, an verk. Parz. von 2099 M. an. 19 Pj.-Tour eleltr. Bahn. Linie Ifit. Hohenschönhausen, Hauptstr. 17, Hs. pt prelKkiliSkiws Schuhhaus ersten Ranges x Zentrale: '*•*«««« 4 ••••••* Nur erstklassige Fabrikate! Konkurrenzlos in Qualität u. Paßform. Unser diesjähriger, Btodlbelcailllt billiger pkelMmiMW V erkauf sstellen: Undreasstrape 59 Tumstrape 58 Hönigsberger Strape 8 Frankfurter Chaussee\ Wümersdorfer Str. 57 teils unsortiert im Preise herabgesetzt und werden, soweit der Vorrat reicht, zum Verkauf gestellt. JeaetUtUSthalCr StHlPe 8 Einige Beispiele unserer sensationellen Billigkeit Kein Umtausch.-— An Jedem Paar ist der frühere Preis ersichtlich.— Besichtigung ohne Kaufzwang wird erbeten. 58 bietet außergewöhnlich große Vorteile. Wir bezwecken damit die vollständige Räumung der im Laufe des Jahres angesammelten Sorliments-Reste. Ohne Rücksicht auf den früheren Wert sind sämtl. Waren Riodboz- u. Roß-Chomam-SchnörsUefel mit Derßy-Lackkappcn, auch Zugsticiel u. Scbaallenstieiel früher bis 10.50. jelit Gelb-Kalblcdei-'Schnürtchnhe, glett Box- calf-Zugstidel, la Chromlack, schwarz n. braun Chevreanx-Schnfirschnhe m. hochmodernen Einsätzen. Origin.- Goodyear- welt---- früher 12.50 16.50, jetzt Herren-Stiefel 90 Br.nn und ichvin Cb.rr.iu.Schoör- nad Knopfstiefel, raitu. ohne Lackkappen, in Original- Goodyear Welt, früher 12- 50 Herren-Knopf- u Schnur-Stiefel in Chrom- {ackbesatz u.hochmod Einsätzen, sowie hellgelb kalblcd., � S'nS 7 Ooodycar- 9�9@0 �lUrüri.'a.SO IB. 80. jetn m. 5 8" jetzt 190 Damen-Stiefel Schw.n Cliroiiildd-Scta4r»ü»l.l Derby-| Aßt QQ Lackk.ppen......... trüber 7.60 letzt j.tit RoC-CherrMui-Scbnör- nod Knoplicbeh. in braun und aclm-arz mit Lackkappen. früher 7.60 8.60. ietit Braun BoicaU, b.l(. und er., br.nn tt�.l.Ku0|rf.chqh��n5,s•Wiener Handarbeit..... trüber 10.60 jetit G.nx Ctarom-Leck-Pnop., Crford.chnhe früher 12.60 Ctaron-Uck-Sctanür-, Knopt-, Pomp, sad Oifordschühe mit Samtkalb oder Slof- fim-ttaeo.— Original-Ooodyear-Welt_ früher 12.60 14.60, jetzt Damen-Halbschuhe Ein Posten 490 690 Ca. 2000 Paar Damen-Abend- u. Straßen-Schuhe, feinste Wiener u. fran- züslschesowiebeste inländische Fabrikate, in Lack, Samt, Atlas. Bronze. Samtkalb, Wert v. 10.50 bis 18. Bra.a u. tchv.rz Cb.rmnz und Bozcalf- Schnür- u Knopfiti.fel, Orig.Qoodyear- Welt, verschied. Aus- führung. auch in ganz Mn«TW Lack. früh v. 12.60 bis 18.—••)•'« 4 md Bon k.Qoodyl 6 Chrom-Lack-Besati-Knepf- u. Sehnnritiefel] �>90 ------------- mo/ M so 1 m HO90 mit Kammgarn und Stoff-Einsätzen» neue j" amcrilcanischc Formen, früher bis 12.50 J Chrom-Lack-Besatz-Knopf- u. Schnürstiefel mit la Samtkalb-Einsätzen in verschied. Farben, früher 18.50 Jetzt Ein großer Posten Leder-Hansschnhe in schwarz« braun Damen 1.75. Herren 2.45 Kinder-Stiefel as Braun. Ziege, Schnür- und Knopfs tief«1. auch mit Lackblatt, Grollen 18—27, früher 4 bis M. 2.80............................ Jetxt■ Klnder-Bfsd-Boz-Sclinirslieftl, dauerhafte t Braun und ithwtrz Chuntau> SefcaSntleiel Strallenstiefel, breite bequeme Form, Jetzt mit Lackkappen 23—24 25—2« 27—30 31—33 23—24 2S— 26 27—30 ,31—33 S.iO i.K S.ä5~X7BlB.ftB 3.23 4.ä» 4.S0 Bomen-t elnen-ScImlie SS: 1.1.',« 2-- (irSWwe dewnSchat BgUe-Alllante-Str. 104 eine neu« V«rkauf88tetlo) Theater» Sonnabend, den 12. Juli 1913 Anfang 4 Uhr. Deutsches. Die Schiffbrüchigen. Ansaiig Vit Uhr. Pratcr. Das Bummclmädchen. Anfang 8 Ubr. Urania. Im Lande der Mttcr- nachtSionne. Kroll-Lpcr. Mignon. Schiller O. Die Jüdin, Kleines.'Professor Bcrnhardi. «erliner. Filmzauber. �rbalia. Pul>l)chen. Metropol. Die Kino-Königin. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8'lt Ubr. Komodieuhaus. Hochherrschaftliche Wohnungen. Friedr.. Wilh. Schauspielhaiis. Das Farmcrmädchcn. Lustspielhaus. Der lustige Kakadu. Rose. Tagebuch einer Verlorenen. Luisen. Die Allwördens. Folieö Cnprice. crin Pechvogel. Die Krampfsache, Anfang 8>fz Uhr. Deutsches. Die Schiffbrüchigen. Deutsches Schauspielhaus. Eine Vergangenheit. Theater am Nolleudorfplatz. Der Mann mit der grünen MaSke. Anfang 9 Ubr. AdmiralSPalast. EiSballettl Flirt in St. Moritz. '.' Sternwarte, Jnvalidenstr. 67—«2. Festbeleuchtg. Eintritt 1 Mark, von 6 Uhr ab 50 Pf. Kinder unrar 10 Jahren die Hälfte. j Passage-Panoptikum | a>or persische Aiigenfaklr in seinen fanat. Derwisch- Martern Hiebt n. a. mit den Augen schwere Gewichte). S Schwestern Liliput, die kleinst. Schwest. der Welt. ' Alles lebend! fthne Extra-Entree! Schiller-Theater 0. Wallner-Dheater. (Sachse- Oper.) Heute abends 8 Uhr: Die Jüdin. Berliner Prater-Theater 7—9 Kastanien-Allee 7—9. HSJT" Täglich:-MM Das Bummelmädchen Gr. Ausstattungsp. in 4 Akt. v. M.Hey« Musik von Hirjch und Schreher. Erftklass. Spezialitäten, Konzert. Ansang i'l, Uhr. Eintritt 35 Pf. LaP HHHilARK Heute Sonnabend: bei prachtvollem Rlesen-Feuerwe'rk Kletropol-Theater. Abends 8 Uhr: Die Kino- Königin. Operette in 3 Alten von Jul. Freund und G. Olonkowski. Musil von Scan Gilbert. In Szene gesetzt v. Dir. Rich. Schultz. Berliner Theater. s uhr: Filmzauber. HentschesSchausplclhaas S'/3 Uhr: Eine Bergaugenheit. Kr*o»< Oper 8 Uhr: Million. (Gastspiel: Ethel Hansa.) Sonntag: Die Meistersinger. TbeäteratnKoltetuforfplatz Täglich S'l, Uhr: Burleske Süiole. DerManü mit der grünen Maske 'Außerdem: vas erstklassig o VarlotSprogramm unit llino. Große Frankfurter Str. 132. E»semdI.-Lastsii.0eliak-l.otr Tagebueh einer Verlorenen. jSl Anfang 8'/, Uhr. Zlnf der Gattenbühne: .�i'htwng! IC«»cht 1«»: Anfang 4'/. Uhr. Beiehshallen-Iheater Miinst 8Siiger. D. grode �(sottlieb. J1' y— Burleske von Meysel. Ani. 8 Uhr. Ab 16. Juli: \V yAM Gastspiel der * berühmten Dresdener Vlctorfa-SÄnger V olgt- Theater Badstraste 38. Soimtag, beu 13. Juli: Gewonnene Herzen. VoltS stück mit Gesang und Tanz in 3 Akten von H. Müller. Vollständig neue Spezialitäten. Kasfenöffn. 10 Uhr. Anfang 4 Uhr. W Kneift zu! �51 ■Ted. Herrn, der sich eleg. u. bill. kleiden will, empfehle eleg. Mo- natsg�rderobe in feinsten Werk- statt Berlins gearb., von Herr- s chackten.D oktoren, Kavalieren nur kurze Zeit gebr.(für jed.Fig.pass.) Monats-Jackett-Anziige 8,10, 14, 18M. Konais-Rock-AnzOge 10, 12, 16, 20 M. Monats-Paletots 8, 10, 14, 18 M, Monats-Kerren-Hosen 2,50, 5,00 M. Ulster,«ehr billig.* Große Abteilung neuer Garderobe MnlHailOI' Gr. Frankfurter Str.»8 1 1 1 u; Juucr,.(Nähe Strausberger PI.) Bitte genau auf No. 98 zu achten! Admiralspalast Elnz. Eispalast der Welt mit prunkvollen Eisballetten. Angenehm kühler Aufenthalt. Allabendlich Flirt In 8t. Horitz. Bis 6 Uhr und von lO"/, Uhr Reederei Kabul& Herlzer kÄImS: SÄT Billige Extrafahrten ab: WZOIlIlMe Jeden Montag, Dienstag, llgnnrilapf über SrHnan-Iirampen» Donnerstag u. Freilag nach HEI llJllUI I barg- RTene Hfl hie mit Rundsahrt bis zum Ulleisee auf der idyllisch schönen Lanle. Abs. 0-/. Uhr. Hin u zur. SO Pf., bis Reue Mühle 50 Pf. Kinder 40 u. 25 Pf. Jeden Mittwoch"K"«Ifh«««.« Wf. S'/.UHr. Hin u. zurück nach» SS. AsF-F T0 � Kinder 35 Pf. Täglich„ach Neue Mühle sigt.Ä; Jeden Montag u. Tounerstag Wenden- Mi", 1,1s schlov-tZrtinnn-Hrnnipenhnrg lxeUeivlUllie Jede» Dienstag und Freitag nach..... WnltOfd �phloiKP Ä.- Ahlbeck, Friedrichshagen uüllti iD. UCUlbUjC Jeden Mittwoch nach WendenschloL- 7ianat%Ua\c Griinan-Krampenborg....... Zlcgennalh Jeden Mittwoch nach Hin und zurück sonntags 1 M. Teupltz(TTdn;.rs) Abfahrt 2 Uhr, •hin u. z. 50 Pf. Kind.2S Abfahrt 8 Uhr, hin u. zurück 2 M. 'Achtung! Am Sonntag, To, ,«11, /Tornows) Abfahrt VL Uhr, Achtung! 27. Juli, nach ICUpilk l Idyll) hin u. zurück 2 M. Fahrscheine sind auch vorher in unseremKontor zu haben.-MW Von Cale Alscn tSchles. Brücke) Abfahrt je>/, stunde später. __ Ab Xciikölln- Wtldenbrnchbrncke: »ollersi Seite Jeden Dienstag u. Freitag».Wenden- VT/w.a MAhto f9''' schlolS-tjirünau-K.ranipenbnrg'�'-UC irlUOIC| vorm. Jeden Mittwoch nach«Zrünan-Kram- 7 a-naAnft) Abfahrt penbnrg-\enc Mtthle.... Z-ernSUOri| g uh�- Hin und zurück 55 Pf., Zernsdorf 80 Pf.. Kinder 25 und 40 Pf. Jeden Montag und Donnerstag nach Halirnlan/I X.-Ahlbech-Friedrlcbshag. l�eU-lieigOiana Müggelheim Krampenbarg Ab Gatb Alsen(Schlesifche Brücke) Abfahrt ca.'/, Stunde später. Dampfer find an Vereine usw. billig zu vergeben.-U Abfahrt l'/.Uhr, hin u. z. 50 Pf. Kmd.'25 Reederei Zachow. Abfahrt v. d. Sllebael- brücke am Stadtbahnbogen. Morgen, Sonntag 9 Uhr Extrafalirt nach Krampenburg und Schmöckwitz. Preis hin 45 und zurück 45 Pf. Außerdem täglich 9'/, und 2'/, Uhr mit Musik nach Woltersdorfer Schleuse(Cafä Ruhwald) Strandpromenade. Ferner Montag u. Donnerstag 10 Uhr nach Neue Mühle, Krampenburg und Schmöckwitz. Preis hin und zurück 40 Pf. Kinder zahlen halbe Preise. Tel. Kgst. 6363._ 116/8 MIalirtstelie SeöilliiigsliÄ � � am Schlesischen Bahnhof. Täglich•t-JllXA KXx "���WILFerien-Eitrafalirten mit Woltersdorfer Schleuse und Neu-Helgoland n-L�u. Sehuiöckwitz'u'SuÄf! Sonntags Woltersd. Sehl. W&,"3a ft: Knach Rest. KjIthäuser.lo�,130o||:Sonntajn.Donnerst.:Militär- n. 30 Mann Musik n. Neue '"" 15046 HOMrtU. Rai!. Sliühle.° Dort jeden Mittwoch gr.«iuderfeft. kzresuvnoi k'nivTßi'ivkskain Am Köuigstor. Lei.: Ernst Fiebing. NW leden Dienstag- und Donnerstagnachmlttag:"M> Mshee-Frei-Vorstellung der XorddeittGcke» bei freiem Entree. und A.p«»H«• Sttneer Freitags: Frel-Souzert. Buchhanillung Vorwärts Lindenstr. 69(Laden) Ansiehtskarten vom Riesengebirge, Harr, Sächsische Schweiz, Dresden, Berlin in reicher Auswahl. Stück 3 Pf. Nur tcljt mh Schulanute ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerderz VcemZtt beim Alte« Freund. Voraehme Herren V_y Kleidung fertig und nach Maß erhalten Sie in der modernen Mass- Schneiderei j. Kurzbers bregründet 1898 mit ähnlich lautenden Firmen nicht r.n verwechseln Jtuf Wunsch Wochenrate ZentraihaustnodierrenbekleldunQ I.: Nene FrlcdrlchBtr. 85 an der Zentral-MarltHalle U.: Tnrnivtr. S7, I. Etage, liefert an jedermann elegante Lerreu-lisrljei'obell DV nach Haß__ unter Karantie für tadellosen Sitz gegen wöchentliche Deilzahluug v°n 1 Mark Zufchneiderei u. Werkstatt ünHause. Aus Wunsch Besuch des Reifenden mit neuesten Stoffmustern. Hcaondere Abteilang für fertige Garderobe. Sonntags geöffnet. ' Getragene> Maßgardnobe von Herrschasten, Kavalieren:c. in ersten WerlNStlcn gearbeilet leinz. auch auf Seidel, für jede Algur. auch stärtere. ttel- ner« Herren passend, auf Laaer, früherer»nlchaffüngsprelZ bis M. I!».—. stehen zum B-rkauf: J-ckett-Aaz. M. 10 1« SO:c. Paletots„ S 8 12 Ro«t-«n,uge„ 18 18 SO «edrock-lstn,.„ 18 fti S7 Mft«».„ ,1« 1«** NünglingS-iluz., 7 10 14 Hofen„ S 8— 6 W. II: Neue Bekleidung. Inetilut tflr Verleihung eleg. Ceeelleoher» Cerderobe. (iard£ro!]6Dli.Or.franl({arlerst.116 a. d. AudreaSflroße. Ueut.: tlaasjeeslr. 89. Wanderkarten hält stet» vorräng " Vor (Laden) Buchhandlung Vorwärts SM» � 10_____ unwiderruflich z.ienyng—. am 2 3, Juil 1913 jf| Schleswig- A A• �e-vteTt£- 3261 Qewicne im Qtsämtwttrt roa Mtrk eeooo •psz, 49 Pferde ucc 4 Eqmptfcn Mert W» 3216 vollwertige Sübergewiniie Mark mm 1. Hauotgcwina: eia ologenter Vler�finner Mark•» ipooo LOSe f SSk. Tereehieder.cn T•oe.ndco 10 �k. Porto oDd Liste 30 Pst. extra empfiehlt und Terendet 0Deebif 6usf."Pfordfe, Essen-t�uhr •Qwie in tUtn durch Pluhefe twnäiehes Verkeafastellen. Schleswig-Holst. Lose ä 1 M.( 11 Lose 10 M. Porte und Lille 30 PI. extra empfiehlt und versendet ebenfalls H. C. Kröger, Berlin W 8, Friedrichstr.193a —————— Xclegr.-AiJr. OoWquelle Berlin,———— Rosenfbalcr Strasse 3 1..Etage, Frankfurter Allee 104 Boke Friedenstrasso, Relnicbendorler Sir. 4 Weddingplatz. Ausnahmepreise! xLium?? Kohlen=Briketts- Großhandlung Lagerplatz u. Haupt kontor BERLIN 0. 17 Kttderadorfer Straße 71. Tel Amt Königstadt 3040 u. 3096. Ab Platz: la Bruch-Briketts... la Halbstein-Briketts. la MarienglUck... la Diamant ges. gesch. la Perle des Bergbaus ges. gesch. unübertroffene Qualität, gräBtes Format., 1—, la Cadä Marke Diamant n 2 20, sowie sämtliche anderen Brennmaterialien. Von 5 Ztr. ab billigere Preise. Handwagen stehen meinen werten Abnehmern gratis zur Verfügung. Sonntags von 8—10 Uhr geäftnet. Keine Filinlen. 1 Nark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante Herren- Moden fertig und nach Mass! Garantie für tadellosen Sitz. Jonas kurzbers Oranienstr.1601- zwischen iMoritz- u. Oranienplatz. I 1 Bitte genau auf Strasse! lu Hausnummer zu achten.) Dr.Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Äpuu 10— 2. 5— 7. Sonntags 10— Ii Reiseführer, Wanderkarten und Bücher, Kursbücher hält stets am Lager Buctihandlung Vorwärts Lindenstr. 69. Spezialarzi'Kr und Syphilis. Ehrllch-Hata-Kuren. Blutuntersuchung, Schnelle, sichere Heilung. Maß. Preise. Dr. med. WockenfuB, Friedrichstr. 125, Oranienb.Tor. Kpr. 8-8, Sonnt. 8-9. von Wilhelm Schnurmacher jetzt nnr Im Laden 108 Mtzer Straße 108 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in wenig getragenen sowie neuen Herren- g a r d e r o h e n für jede Figur passend zu sehr billigen Preisen. 112,8" J. Baer BadstrJ Herren- Ecke Prinz.-AIIee und Knaben- [ Noden, Berufskleidung, , Eleg. Paletots. GroBcs I Stoff Ii Kera-Hoilen fertig u nach Mass von 1 Mark wöchentliche Teilzahlung. SJoltuch FrankMr Allee 15 EingangTilsiterStrasse II......... gung nach MaB. Aller- billigste streng feste Preise. H.Pfau, Baoilaipst 8c."n Direkseustraße 20 zwischen Bahnhos Alexanderplatz und Polizeipräsidium.— Amt Ks:. 3208. Für Damen Frauen-Bedienung.* Sieferant für alle Krankenkassen. Wochenrate 2 Mk. Herren> Anzüge für Gesellschaft. Straße und Sport, sowie Jünglings- und Knaben-KIeidung.— Riefen- läger— Alles in bester Kon- fektion.— Ersatz für Maß. Eioldsteln. Yorckair. 51, an der Billowstraße. / Ilm mein grcasca Lager In « HerrenModen. zu räumen, habe ich häMbgeaetzt. Trotzd. � die Preise bis zu JO bleibt d.wöchentllche» Teilzahlung ven 1 MdPlt•" bestehen.» Julius Fabian Schneidermeister oju«. 8r. Frankfurter Str. 37 1 ej!-,.., Turmstrasse 18' �: Ä: Mottbuser Str. 14«1,2.«,.: "'........ » jpeertxrnffe_ x.inuemu. wa twimni- mmm �-_ SSercmitoorilicher Redakteur� Albert Wachs, Berlin. Für den Lni'eratenteil vcrantw.:Th. Glocke, Berlrn. Druck u.Verlag:LorwärtI Luchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Finger u.Eo� Berlin Kr. 175, 30. Zahrgaag. 3. Stilojc des.Mmrls" fittlintt MsM Sonnabend, 12. Juli 1918. Die beleidigte Kutter und der beleidigte Cebrer. Von Zeit zu Zeit lesen wir im„Gemeindeblqtt" der Stadt Berlin tie Bekanntmachung, daß wieder wegen Beleidigung eines Lehrers oder einer Lehrerin ein Vater oder eine Mutier zu so und so viel Strase verurteilt worden ist.?lus der kahlen Nachricht ist niemals etwas Näheres über die Sache zu ersehen, die Gegenstand der Gerichtsverhandlung war. Die Zeitungen ersahren von den meisten dieser Strafprozesse nichts, so daß nicht durch ausführliche Berichterstattung weiteren Kreisen bekannt werden kann, wie solche Beleidigungen zu st an de kommen. Wir meinen ober, daß ans manchem Fall mancher sehr viel lernen könnte, nicht nur der Beleidiger, sondern auch der Beleidigte. Nur eine rückhaltlose Bekanntgabe des Sachverhalts scheint uns geeignet, als Warnung zu wirken. Das erwarten wir auch von der hier folgenden Besprechung eines Prozesses wegen Lehrerbeleidi- gung, der für eine angeklagte Mutter mit Verurteilung geendet hat. Leider haben wir von ihm erst erfahren, nachdem die Angeklagte bereits vor zwei Gerichten, vom Schöffengericht Berlin-Mirte und in der Berusungsverhandlung auch vom Landgericht Berlin I, ver- urteilt worden war. Wir wollen daher nur wiedergeben, was daS Landgericht(Strafkammer 6) in seinem schriftlich ausgefer- tigten Urteil sagt. Dieses Urteil und seine Begründung empfehlen wir zur Beachtung nicht nur der Eltern, sondern mindestens ebenso sehr auch der Lehrerschaft— und ein klein wenig auch der Schuldeputation unserer Stadt Berlin. In der 24 0. K n a b« n- G emein de sch u l c(Waldenserstraße) fand der Lehrer Viktor v. Rutkowski am Katheder seiner Klasse die mit roter Tinte geschriebenen Worte:„Herr V. v. Rutkowski ist dow." Dahinter stand ein Zusatz, der diese Inschrift als von einem bestimmten Schüler der Klasse herrührend bezeichnete. Der bestritt, der Täter zu sein, und lenkte den Verdacht auf den Sohn einer Stein- machefrau K., die in der Schule beschäftigt wurde. Zwar besucht« der Knabe K. nicht diese Schule, aber er begleitete manchmal die Mutter hierher, wenn sie sich an ihren Reinigungsdienst begab. Der Lehrer fand noch einen angeblich von K. geschriebenen Zettel, dessen Schriftzüge mit denen der Katbcderinschrift übereinstimmten. Lehrer v. R. forderte, daß sein Rektor Walter einschritte. Der aber lehnte das ab, weil kein genügender Beweis für die Täterschaft K s. vorliege. „Tatsächlich war K.," so führt auch das Urteil in den Grün- den aus,„offenbar nicht der Schreiber der Kathederinschrift; denn abgesehen(»avon.�daß nicht fesisiand, daß er am 19. Dezember nicht bloß in der Schule, sondern auch in der Klasse des v. R. war, kannte der Knabe den Namen dieses Lehrers überhaupt nicht, wie der Zeug» Rawe festgestellt hat. Der von v. R. vorgefundene Zettel rührie auch, wie später festgestellt wurde, gar nicht von der Hand de» Knaben her und hatte als'Schriftprobe keinerlei Wert. v. R. verließ den Rektor mit dem Bemerken, seine Keile kriegt der Junge doch." Also das Gericht nimmt mit dem Rektor W. an, daß Ä. gar fl: chtderTäter war. Lehrer v. R. aber wär anderer Meinung. „Seine Keile kriegt der Junge doch!" hatte er dem Rektor'geantwortet. Er ließ K. kommen, und als dieser bestritt, am fraglichen Tage in der Klasse gewesen zu sein, prügelte er ihn. Frau K. beschwerte sich hierüber bei Rektor W., so daß dieser den Lehrer v. R. rufen lassen mußte, um in dessen Gegenwart und in Gegen- wart der Frau K. den Jungen zu befragen. Er versicherte wieder, zwar in der 240. Schule, aber nicht in der Klasse des Lehrers v. R. gewesen zu sein. Was dann folgte, schildert das Urteil so: „Nun riß v. R. das Verhör an sich und wandte sich an die Angeklagte mit den Worten:„Sic wollen doch eine katholische Frau sein, und Ihre Religion verbietet Ihnen, zu lügen und zu stehlen, aber Ihr Junge lügt und stiehlt!" Erregt erwiderte die Angeklagt«:„Was werfen Sic mir die Religton vor? So sind die Evangelischen, und w:r Katholischen sollen ihre..... fressen." v. R. blieb bei seiner Bezichtigung und erklärte im weiteren Ver- «lauf:„Sehen Sie doch mal den Jungen an, er sieht aus wie ein Schwein!" Tatsächlich war, wie der Slcktor fpäicr feststellte, der Knabe zwar ärmlich, aber völlig sauber. Darauf erwiderte die Angeklagte:„Wenn mein Junge ein S cb w c i n i st. sind Sie ein S ch w c i n e t r e i b e r!" v. R. entfernte sich dann. Als er nach längerer Zeit auf den Korridor kam, rief ihm die Angeklagte wieder zu:„Schweineireiber, schlimmer als ein Schweineireiber!" Von seinen Älassenkindcrn erfuhr er später, daß die Angeklagte ihn später auch noch aus der Straße einen„kahlkopftgen Hund" genannt habe." Wundern muß man sich, daß bei diesem Sachverhalt die Schul- deputation es für unbedingt nötig gehalten hat, Strasantrag. gegen Frau K. zu stellen. Tie durch den Lehrer gereizte und beleidigte Mutter wurde aus die Anklagebank ge- schleppt, weil in begreiflicher Erregtheit auch sie sich zu Bclcidi- gungen hatte hinreißen lassen, v. R. hat vor Gericht,' als Zeuge vernommen, eine andere Tarstellung gegeben. Hierzu sagt das Urteil: „V. R. bestreitet zwar, im Amtszimmer den Knaben K. „Schwein" genannt zu haben, will auch nur bei seinem Verhör auf das 8. Gebot hingewiesen haben. Vor seine« Zeugnis, dem einer Partei und dazu eines erregbaren Menschen, verdient aber durchaus den Vorzug die ruhige, sichere, sehr zuverlässige Bckun- düng des Rektors W., der seine Wahrnehmungen in der objek» tivercn Rolle gewissermaßen eines Richters gemach, hat. Dem- nach aber hat sich der Vorgang im Amtszimmer so abgespielt, wie er oben geschildert ist." Bei der Prüfung der Schuldfrage ist das Gericht zu dem Ergeb- nis gekommen, daß v. R., indem er den Jungen ein „Schwein" nannte, die Mutter beleidigt habe. Diese habe„in der Erregung hierüber wie über die vorhergegangene nach ihrer Ueberzcugung grundlose Züchtigung des Sohnes und die un- sachgemäß� Anspielung aus ihre katholische Religion die Beleidigung auf der Stelle durch das Beleidigende Wort„Schweinetreiber" er- widert. Sie habe aber darüber hinaus noch nachher vor Schul- lindern die'e Beleidigung wiederholt und neue hinzugefügt, warst: eine e wa noch fortwirkende Erregung nicht geltend gemacht ,»erden könne. Das Schöffengericht hatte auf 30 M. Geldstrafe er- kannt, das Landgericht hielt 1 0 M. für ausreichend mit Stück- ficht darausi daß Frau Ä.„durch das in mehrfacher Be- ziehungunsachgemäßeBcrhaltendesv R. gereizt" worden sei. Eltern und Lehrer können aus diesem Prozeß lernen, und diesen wie jenen sollte der vor Gericht festgestellte Sachverhalt als War- nung dienen. Was bat zu dem„in mehrfacher Beziehung unsach- gemäße» Verhalten" des Lehrers v. R. die S ch u l d c p u t a t i o n zu sagen? Wie denkt sie über einen Lehrer, von dem das Gericht. wenn auch entgegen seiner eigenen Aussage, als festgestellt ansieht, daß er einenzwar ärmlichen, abervöllig sauberge- kleideten Jungen in Gegenwart der Mutter als ch w e i n" b c s ch i m P f t h a t? Wie gefällt der Schuldeputation die Aeußerung„Seine Keile kriegt der Junge doch!" die er dem Rektor erwiderte, als dieser die Beweise der Täterschaft für nicht ausreichend hielt? Hat die Schuldeputation di« Staatsanwaltschaft ersucht, daß sie prüfe, ob die„Keile" im Rahmen des Züchtigungs- rechtes lag? Man muß leider fürchten, daß auf alle diese Fragen die Schul- deputation nicht antworten wird. Wir werden uns wohl an der Tatsache genügen lassen müssen, daß sie Strafantrag gestellt hat gegen eine Mutter, die von einem Lehrer beleidigt wor- den war uird er st dann selber sich zu Beleidigungen des Lehrers hinreißen ließ. Nächstens wird das„Ge- meindeblatt" wieder registrieren:„Eine hiesige Einwohnerin ist wegen Beleidigung eines Gemeindeschullehrers zu 10 M.. Geldstraf« verurteilt worden." Unser« Leser wissen jetzt, wie die Beleidigung zustande gekommen ist. Partei- /Zngelegenkeiten. Zweiter Wahlkreis. Heute, Sonnabend, bei Rabe, Fichte« strotze 29: K a f f e e k o ch e n der 7. und 8. Abteilung, mit Sommer« nachtsball, Verlosung usw. Rege Teilnahme erwarten Die Bezirksführer. Vierter Wahlkreis. Am Montag, den 14. Juli, nachmittag? 2 Uhr, findet von der 37. Abteilung ein Kaffeekochen im„Elysium", Landsberger Allee 40, statt. Ferner veranstalten die Genossinnen der 40. Abteilung am Montag, den 14. Juli, einen Ausflug nach Hirschgarten, Restaurant „Aussichtsturm". Treffpunkt Vz2 Uhr Bahnhof Landsberger Allee. Gäste willkommen. Am Mittwoch, den 16. Juli, unternehmen die Frauen und Kinder einen Ausflug, verbunden mit Äaffeekochen.nach Ludwigs„Viktoria« garten", Treptow. Am Treptower Park. Treffpunkt nachmittags 2 Uhr am Bahnhof Jannowitzbrücke. Fahrpreis 10 Pf. 5. Kreis. Frauenlefeabend 2. und 8. Abteilung! Dampferpartie nach Neu-Ahlbeck, Montag, den 14. Juli. Abfahrt mittags 1 Uhr von der Jannowitzbrücke, Reederei Nobiling. Fahrpreis hin und zurück für Erwachsene 40 Pf., Kinder 20 Pf. Fünfter Wahlkreis. Die Genossinnen der l. und Ig. Ab- teilung veranstalten am Montag, den 14. Juli, im Restaurant Grätzig, an der Tunnelbahn in Treptow, ein gemütliches Kaffee- kochen. Gemeinsame Hinfahrt nachmittags 2 Uhr vom Bahnhof Weißenfee. Fünfter Wahlkreis, 5. Abt. Sonntag, 13. Juli: Familienaus« flug nach Spindlersfelde. Abfahrt 10,10 vom Bahnhos Börse.— Nachzügler: Treffpunkt Restaurant Ruhwald in SpindlerSfelde. Rcinickcndorf-Wcst. Am Dienstag, den 15. Juli, abends 8'/, Uhr, findet im Lokal von Wohlfahrt, Eichbornstraße 18, eine Mitglieder- Versammlung statt. Ter Wahlvcrein Storkow und der Radfahrerverein Solidarität (Ortsgruppe Alc-StahnSdorf> feiern am Sonntag, den 13. Juli, in ßummersdorf bei Helling ihr Sommerfest, wozu die Arbeitervereine der Umgegend freundlichst eingeladen sind. Friedrichshagen. Am Sonntag, den 18. Juli, findet ein Familienausflug nach Müggelfchlößchen statt. Treff- punkr nachmittags 3 Uhr am Marktplatz. Bernau. Dienstag, den 15. Juli, abends 8>/z Uhr. findet bei Salzmann, BaSdorfer Straße, erne öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung:„Mehr Soldaten— mehr Kirchen! KriegSrummel und Gottesglaube!' Referent: LandtagSäbgeordneter Adolf Hoff- mann. Steglitz-Friedenau. Wir machen bekannt, daß der für Sonntag, den 13. Juli, geplante Familienausflug mit Rücksicht auf die Ferienipiele ausfällt. Der BildungSauSschuß. HermSdorf- WaidmannSlust. Sonntag, den 18. Juli: Familen- Tagespartie. Fahrt bis Bahnhof Stolpe, von hier Wanderung über Dorf Stolpe nach der an der Havel gelegenen Stolper Ziegelei. Treffpunkt für HermSdorf 8 Uhr früh Kaiserplatz, für WaidmannS- lust 8 Uhr früh am Bahnhof. Badezeug ist mitzubringen. Fahr- preis 20 Pf. �___ ßcrüncr Nachrichten. Vom Angeln. Wer niemals nach allen Regeln der Kunst geangelt hat, wird auch niemals die Freuden des Angelsports richtig be- greifen. Um den Mund des schnoddrigen, waschechten Ber- Ilners zuckt wohl ein ironisches Lächeln, wenn er auf den Landseen und an den Flußläufen der Mark die Angclbrüdcr jetzt haufenweise am llfcr oder in ihrem Kahn starr wie die Pagoden sitzen sieht. Den Angler stört es nicht in seiner stoischen Ruhe. Er weiß es ja besser, welcher Hochgenuß es ist. in frühester Morgenstunde, wenn kaum die Sonne über den Horizont taucht, die Eigenwelt des Wassers und der Wasser- tiere zu belauschen. Jede Phase des täglichen Erwachens der Natur lebr er mit und beobachtet sinnenden Geistes,>vas Millio- nen von Langschläfern ewig fremd bleibt. Lange Zeit galt der Angler als Außenseiter im Sportlagcr. � Heute haben sich schon viele Hunderte von Anglern im Deutschen Anglerbund organisiert, der cS sich angelegen sein läßt, seinen Mitgliedern immer neue fischreiche Gewässer zu entdecken und zu eröffnen. Er pachtet ganze Seen und Flußstrichc in allen möglichen deutschen Gauen und sichert dadurch dem Angelsportler eine wirklich ergiebige Fischwaid. So konnte auch den unverschämt hohen Gebühren, welche viele Landgemeinden für die Aus- fertigung einer Angelkarte fordern, ein Riegel vor- geschoben werden. Aber noch viele Seen, selbst in der Mark, sind deni Angelsport sast gänzlich verschlossen. Tie Pacht liegt in Privathänden, die den Fischrcichtum oft gar nicht ausnutzen können und trotzdem Angler nicht zu- lassen. Tie Erkenntnis, daß der Angelsport, wenn er immer mehr ausgeübt wird, auch eine volkswirtschaftliche Seite hat, ist hieb noch nicht aufgedämmert. Freilich besteht zwischen Angeln und Angeln ein erheblicher Unterschied. Die„wilden" Angler, die es schon als Jagdglück betrachten, wenn ein Jkelci oder ein Frosch anbeißt, sind für die Zischivaid kein Vorteil. Ter gelernte Angler ist ein Meister in seiner Kunst und verwendet, ehe � er eine Angel auswirft, manche Arbeit darauf, durch Fütterung die Fische nach einer be- stimmten Stelle hinzulockcn. Er hat den Fischen in vielen einsamen Jagdstundcn ihre Geheimnisse abgelauscht und ver- steht es. jede Fii'chgattung bei ihrer speziellen Eigenart mit den, Angelhaken zu fassen. So hat sich auch das Angelzeug immer mehr vervollkommnet. Mit allen Finessen geht man den Kaltblütern zuleide, die bekanntlich gegen die Menschen um so vorsichtiger sind, je delikater sie munden und je mchrsic begehrt werden. Wer benutzt heute noch Regenwürmer als Köder? Stur der Anfänger, der au veralteter Fangnlanier klebt. Nächst der Wahl der Angelgeräte ist die Art des Köders von größter Bedeutung. Bei der Jagd auf starke Fische wie Hechte werden die sogenannten Spinner, künstliche kleine Fische aus blinkendem Metall, überall vorgezogen. Das Ausiverfeu der so vorzubereitenden Rute an langer, dünner und doch haltbarer Seidenschnur ist dann aber wieder eine besondere Kunst, die nur in langer Uebung erworben wird. Und wie oft zieht bei aller Kunst so ein dreipfündiger Hecht wieder von der Leine los, wenn man in der Aufregung des Augenblicks zu„gieprig" ist und der Beute nicht genügend Zeit läßt, sich rettungslos festzubeißen I Das kann dann stundenlange Mühe für den ganzen Tag gründlich versalzen, und obendrein spart Mutter, die in der Angler- kolonic auf das billige Mittagsmahl wartet, nicht mit Liebens- Würdigkeiten über das Unglück des Herrn Gemahls. Der echte Angelbrudcr läßt sich deshalb sein Pech nicht lange anfechten. Er hält es nnt dem ollen Petrus, dem Schutz- Patron aller Fischer, und zieht, um die Scharte auszuwetzen, von neuem auf den Fang mit dem Glücksruf: Petri Heill Zählung der Berliner Kirchenbesucher. DaS Komitee„Konfessionslos" hat durch seine Vertrauensmänner in Berlin und anderen Stadien eine Kirchenbesuchs-Statistik ver» anstaltet. Die Statistik zeigt, daß durchweg die evangelischen Kirchen. in Berlin, Chemnitz, Nürnberg, Hannover und LudwigShafeu im. Durchschnitt sehr schwach besitzt sind, während die katholischen Kirchen durchweg überfüllt sind. In Berlin waren im Februar und am 18. Mai(Trinitatisfest) nur der Dom und die Kaiser-Wilhelm« Gedöchtniskirche gut besucht. In den anderen 66 evangelischen Kirchen Berlins ergab sich folgendes Resultat: 77 Besucher(1000 Sitzplätze, 34 005 evangelische Seelen), 100 Besucher(1800 resp. 42 800), 171(1600 resp. 40156), 51(783 resp. 10269). 175 (2600 resp. 36 370), 34(1220 resp. 12 467), 110(1250 resp. 48 816). Im ganzen wurden in 68 evangeliicherr Kirchen bei ca. 1 700 000 Evangelischen an einem Vormittag 11 252 Personen gezählt, in 8 katholischen Kirchen(von 12 Kirchen und 88 Kapellen) über 10000, bei ca. 250 000 Katholiken. In der Arbeiterstadt Neukölln bei Berlin wurde für 5 Sonntage(darunter der 1. Psingstfeiertag) ein DurchschnittSbesuch von 860 für 205 000 Evangelische festgestellt, während 26 000 Katholiken einen Durch» schnittsbesuch von weit über 1000 aufwiesen. In Wrnberg waren bei 380 000 Einwohnern('/i0 Protestanten) in den 15 evangelischen. Hauptkirchen 7 607 Besucher, in den 4 katholischen Kirchen bei 2 535 Sitzplätzen 3653 Besucher. In Chemnitz mit 300 000 fast aus- schließlich protesiantischen Einwohnern waren in den 11 pro- testantischen Kirchen bei ca. 10000 Sitzplätzen 2 248 Besucher, wahrend die beiden hauptsächlich von österreichischen Bauarbeitern besuchten katholischen Kirchen allein 983 Personen zeigten. In. Ludwigshafen a. Rh. waren die katholischen Kirchen überfüllt, die protestantischen nur zur Hälfte besetzt. In 17 von 21 evangelischen Kirchen Hannover-Lindens wurden bei 380 000 Seelen, zumeist Protestanten, 4036 Besucher gezählt. In der Reinoldikirche in Dort- mund, Traubs Wirkungsstätte, wurden an« 25. Mai 210, am 1. Juni 332 Personen gezählt, die große Kirche gähnte vor Leere, während früher bei Traub die Leute in den Gängen stehen mußten. Während am 25. Mai in der Reinoldikirche 210 Be» sucher waren, sprach zu. der gleichen Zeit Traub~ vor 3— 4000 Menschen in der Kronenburg zu Dortmlind, wo die Leute zum Teil im Garten Platz nehmen mußten. Di« Zähler des Komitees berichten durchgängig, daß in allen, auch in den katholischen Kirchen, die Besucher zu% aus Frauen und Kindern bestehen und daß daS letzte Drittel aus Männern zumeist vorgerückten Alters besteht. Die Statistik ergibt für Berlin, daß mit Einrechnung des Abendgottesdienstes der Airchenbesuch 1 Proz. der evangelischen Bevölkerung beträgt, für Neukölln Proz, für Hannover 3 Proz. Immer noch zu viel, aber neue Kirchen werden trotzdem noch gebaut.__ Das gelbe Haus. Kann aus§ 66 Teil 1 Titel 8 des Slllgemeinen LandrechtS wegen eines grellen Hausanstrichcs polizeilich eingeschritten werden? In dem älteren preußischen Recht gibt§ 66 Teil 1 Titel 8 dcS Allgemeinen Landrechts ein Mittel, der gröblichen Verunstaltung der Straße durch Bauten vorzubeugen. Diese Borschrift ist des- balb von besonderer Bedeutung in allen den Gemeinden, wo keine statutarischen Vorschriften auf Grund der neueren VerunstaltungS- gesctzc bestehen. Auf diesen K 66 stützte nun der Berliner Polizeipräsident eine Verfügung an den Goldschmiedemeister Freundlich, binnen drei Wochen den grellfarbigen gelben Anstrich seines Hauses in der Großen Frankfurter Straße zu Berlin durch einen anderen An- strich ersetzen zu lassen. F. machte in einer Beschwerde geltend, der farbige Anstrich führe in keiner Weise eine Verunstaltung der Straße herbei. Die angezogene Bestimmung des Landrecht» könnte auch nur Anwen- dung finden bei Bauten und baulichen Aendcrungen, die einer Genehmigung bedürften. Der Anstrich an sich bedürfe aber keiner Genehmigung. Der Oberpräsident verwarf aber die Beschwerde und betonte. der fragliche Anstrich verletze aber jedes Auge, auch ohne daß eS eine besondere künstlerische Bildung oder verfeinerten Geschmack de? Beschauers erfordere. Nachdem I. die Klage eingereicht hatte, sah sich daS Oberverwaltungsgericht das Haus einmal selber an. In der neuen Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht hob der Vertreter des Obcrpräsidenten auf eine Ausführung des Vertreters des Klägers hervor, daß auch die kleineu Leute, die in der Großen Frankfurter Straße wohnen, gegen häßliche Wirkungen geschützt werden müßten. Das Oberverwaltungsgericht setzte die polizeiliche Verfügung außer Kraft und führte begründend aus: Abwegig sei der Standpunkt des Klägers,»aß§ 66 gegen Anstriche, die keiner Genehmigung bedürften, überhaupt nicht zur Anwendung kommen könne. Der Senat stehe aus dem Standpunkt, daß es auf die Genchmigungspflicht gar nicht ankomme. Es könne auf Grund der Bestimmung eingeschritten werden, auch bei Bauten und baulichen Aendcrungen, die nicht der Genehmigung be- dürften. Es könne, das sei zu betonen, aus§ 66 gegen grell- farbige und ähnliche Anstriche sehr wohl polizeilich ein- geschritten werden, wenn von ihnen eine gröbliche Verunstaltung ausgehe. Eine gröbliche Verunstaltung in dem Sinne sei eine solche, die einen positiv hätzlichen, jedes offene Auge verletzenden Zustand herbeiführe. Im vorliegenden Falle könne über ein solcher Zustand nicht angenommen werden. Es komm« ist Bciracht, beiß allerdings eine Verfügung an sich zu beurteilen sei nach dem Zeit» Punkt, wo sie erlassen werde, daß es aber doch aus den dauern- den Zustand ankomme, der geschaffen sei, hier durch den An» strich, nicht aus den, der im Augenblick nach der Herstellung Nxä nun ein Anstrich etwas nachdunkelt und erst in dieser Ver- fafTung dauernd sei, so sei bei der Beurteilung des Falles von diesem Zustand auszugehen. Ter Senat habe nun aber hier durch die Augenscheinnahme die Ueberzeugung gewonnen, daß dieser dauernde Zustand kein positiv häßlicher sei, der jedes offene Auge verletze. Deshalb habe die Verfügung des Polizeipräsidenten aufgehoben werden müssen. Das Haus kann also gelb bleiben, selbst wenn es innen recht rot aussehen sollte. � Der Abfohrbefehl wird auf einzelnen Stationen von den Auf- sichtsbeamten sowohl, wie von den Zugführern, oft so frühzeitig gegeben, daß die ein» oder aussteigenden Reisenden gefährdet wer- den. Die Eisenbahndirektion hat ihre Beamten daher wiederholt auf das strengste angewiesen, während der Ausenthalte dem Ein- und Aussteigen die größte Aufmerksamkeit zu widmen und den Abfahrbefehl erst dann zu geben, wenn das Ein- und Aussteigen beendet ist. Di« Untersuchung de« Eiscnbahnfrevcls vom 4. d. Mts. hat ergeben, daß bei Km. 13, Sä des Fernbahngleises Potsdam-Berlin, zwischen den Bahnhöfen Reubabelsberg und Zehlendorf-Mitt«, an einem Schienenstoß vier Laschen und an drei nebeneinanderliegen- den Schwellen die Schrauben der letzteren herausgeschraubt worden find. Dieser frevelhafte Eingriff in die Gleisanlage wäre wohl geeignet gewesen, einen Eisenbahnzug zum Entgleisen zu bringen. Von den Tätern fehlt bisher noch jede Spur. Die Staatsbahnoer- waltuttg hat jetzt rote Plakate auf den Bahnhöfen und sonstigen Dienststellen zum Aushang bringen lassen, auf welchen demjenigen eine Belohnung von 30l) Mark zugesichert wird, der die Täter derart bezeichnet, daß ihre gerichtliche Bestrafung herbei- geführt werden kann. Sieben Fahrraddiebe festgenommen. Sieben Fahrraddiebe wurden gestern auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Zum Teil hatten sie die Bestohlenen noch recht- zeitig genug beobachtet, in einigen Fällen war Kriminalbeamten ihr Treiben aufgefallen. Der schlimmste von allen ist ein 22 Jahre alter Polierer Franz Dau. Er wurde ertappt, als er in der Reichen� berger Str. 56 sich ein Rad aneignete, das ein Arbeiter dort einen Augenblick hingestellt hatte. Ein gewisser Paul Thews folgte heim lich einem Arbeiter, der in dem Hause Wrangelstr. 166 wohnt. Er sah. daß der Viann sein Rad nach den? unverschlossenen Keller hinabörachte und dann die Treppe hinaufging. Als er sich sicher glaubte, schlüpfte er in den Keller hinein, um mit dem Red zu verschwinden. Der Arbeiter, der zum Mrtch�ssen nach Hause gekommen war, kam auf den Gedanken, noch emi-ftöl tu den Keller zu gehen und erwischte dabei den Dieb. Der dr/tte Marder wurde dabei abgefaßt, als er einem Arbeiter aus der Pasteurstraße i» Weißensee das Rad stehlen wollte. Der vierte wollte mit einem Rade davonfahren, das er einem Mann aus Char lottenburg aus dein Flur des Hauses Friedrichstraße 203 entwendet hatte. Der fünfte Dieb, ein Musiker Ewald R., der gemeinschaftlich mit einem unbekannten Manne in der Bärwaldstraße 43 eine Gast rolle gab, wurde festgenommen, während eS seinem Helfershelfer ge lang, unerkannt zu entkommen. Gemeinschaftlich.arbeiteten" auch der sechste und siebente Dieb, ein Schlosser Wenzel T. und ein Ar> -beiter Gustav R. Diese schlichen sich in der Chausseestraße 130 in eine offene Werkstatt ein und nahmen hier von einem Motorrad, daS dort unbeauffichtigt stand, das Hinterrad ab. um damit zu ver schwinden. Zwei Kriminalbeamte, die jedoch ihr Beginnen bemerkt hatten, uahmeu sie fest. Fünf der Verhafteten wurden dem Unter- suchungSrichter zugeführt, während die beiden anderen, weil sie feste Wohnung haben, vorläufig auf freien Fuß gesetzt wurden. Aufhebung einer Buchmacherzentrale. Ter Schöneberger .Kriminalpolizei ist es gelungen, eine Buchmacherzentrale aufzu» heben. Ter frühere Reftaurateur R. betrieb in der Gustav-Müller- Straße eine Buchmacherzentrale, die sehr bald großen Zuspruch hatte, so daß nach und nach 15 Wettannahmestellen errichtet werden konnten. Der Schöneberger Kriminalpolizei fiel es bald auf, daß bei R. viel Radfahrer verkehrten, und nachdem sich der Ver- dacht gegen ihn verstärkt hatte, stattete die Kriminalpolizei dem R. einen Besuch ab und überraschte den Buchmacher und zahlreiche Wetter in vollster Tätigkeit. Ein erheblicher Geldbetrag sowie zahlreiche Wettzettel und sonstige Papiere wurden beschlagnahmt. Achtet auf die zum Einholen ausgesandten Kinder. Eine jener gefährlichen Gaunerinnen, d�e es auf Kinder ab- gesehen haben, die von ihren Angehörigen zum Einholen geschickt worden sind, treibt in Schöneperg zurzeit ihr Unwesen. Sie schickt ihre Opfer mit irgendeinem Auftrag in ein Haus und läßt sich von ihnen das zum Einkauf mitgegebene Geld geben. um es bis zu ihrer Rückkehr aufzuheben. Die Schwindlerin, die natürlich längst verschwunden ist. wenn die Kinder zurückkommen. ist ungefähr 25 bis 28 Jähre alt, mittelgroß und untersetzt, hat dunkelblondes Haar und trägt eine himmelblaue Bluse, einen weißen, flachen Strohhut und weiße Handschuhe. spannten zwei Pferds bor einen J'agdwagen und fuhren damit nach Berlin. Pferd und Wagen wurden beschlagnahmt, während ein Jagdgewehr, das sie ebenfalls mitnahmen, noch verschwunden ist. Von den? Haupttäter fehlt bis jetzt noch jede Spur.— Ein.,Spe- zialist", der noch unbekannt ist, hat es nur auf das Bestehlen von Milchsuhrwerken abgesehen. Er stahl zuletzt, gestern mittag, einen mit leeren Fässern beladenen Wagen des Milchgeschäfts von Wuhlke aus der Müncheberger Straße, als er einen Augenblick ohne Aufsicht vor der Markthall« am Luisenuser stand. Während man den Wagen mit den Fässern am Spandauer Schiffabrtskanal bei Plötzensee auffand, fehlte von dem Verbleib des Pferdes jede Spur. Es ist eine kleine braune Stute, die am Vorderbein und an der Hesse Hornauswüchse hat.— In der Maske eines Helfers trat der wohnungslose Arbeiter Otto Steputat auf, um Gelegen- heit zum Fuhrwerkdiebstahl zu bekommen. Der Landwirt Mar- ouard aus Neuenhagen war mit einer Fuhre Heu nach Berlin ge- kommen, um es in dem Hause ekalitzer Straße 9 abzuladen. Steputat fragte den Landwirt, ob er ihm nicht beim Abladen be- hilflich sein könne. Er arbeitete auch fleißig mit und zum Dank dafür ging der Landwirt mit ihm in eine Kneipe, wo sich beide gründlich stärkten. Als Steputat sich entfernt hatte, um die Toilette aufzusuchen, wunderte sich der Landwirt, daß er so lange blieb. Als er sich jetzt nach ihm umsah, war er verschwunden und mit ihm sein Fuhrwerk. Der hilfsbereite Dieb war damit davonge- fahren und hatte es gleich mehreren Fuhrherren zum Kauf an- geboten, ohne es jedoch los zu werden. Ein Mann, dem er es in der Reichenberger Straße anbot, benachrichtigte die Polizei, die ihn daraufhin festnahm.— Wieder angefunden har sich auch das Gespann, das einem Kutscher der Spedition Wendschlag und Pohl vorgestern in der Oramenstraße gestohlen wurde. Ein Schutz- mann hielt.das führerlose Gespann abends in Moabit an und benachrichtigte die bestohlene Firma. Diese stellte fest, daß der größte Teil der Ladung sich noch auf dem Wagen befand. Wahr- scheinlich hatten die Diebe dafür keine Verwertung. Gestohlen Hatten sie nur eine Kiste mit Schuhwaren, die I. L. u. Co. gezeichnet ist. und 10 Kollis Autoreifen, die die Zeichen A. 6. 3225 bis 3234 tragen. Zwei große Dachstuhlbrände kamen gestern nachmittag im Norden und im Nordwesten Berlins zum Ausbruch. TaS erste Fever entstand in der I ü l i ch e r Str. 4. Als die Löschzüge 21 und 23 eintrafen, stand der Tachstubl deS Hauses schon fast in ganzer Ausdehnung in Flammen. Der Dächstuhl wurde zum größten Teil zerstört.— Weiter ging der Dachstuhl des Hauses Döberitzer Str. 2 in Flammen auf. ES eilte der 13. Löschzug zu Hilfe, der gleichfalls lange Zeit Wasser geben mutzte, um den Brand zu ersticken. Auch hier konnte nur wenig von dem Dachstuhl gerettet werden. Die Gebrüder Otto, Reinhold und Karl Bergemann in Neukölln. Bruno-Bauer-Str. 17s, ersuchen uns mitzuteilen, daß sie mit dem in dem Artikel:„Ein angenehmer Kollege" genannten Bergemann nicht identisch sind. Eine Monats-Fahrkarte der Stadt- und Ringbahn auf dem Wege zwischen Berg-, Richard- und Saalestraße, mit dem Namen Lisiy Müller, ist verloren worden. ES wird um Abgabe bei Müller, Neukölln, Knesebeckstr. 20 1, gebeten. Kleinliche Rache. Die Wut unserer Gegner in Nieder-Barnim über die glänzende Niederlage bei den LandragSwahlen muß schon gar keine Grenzen mehr kennen, so daß ihnen jeder vernünftige Maßstab für ihr Tun und Lassen abhanden gekommen ist. Glaube» doch zwei stramme Patrioten in Ahrensfelde sich dadurch rächen und unserer Sache Ab- bruch tun zu können, daß sie drei Urwähler, die für die Sozial- demokratie stimmten, die Wohnungen zum 1. Oktober kündigten. WaS würde zum Beispiel der eine dieser konservativen Helden, der Bauer Wegner, der konservativer Wahlmann und leider auch gewählt wurde, sagen, wenn die Berliner Arbeiterschaft sich weigern würde, sein Gemüse, das er regelmäßig nach Berlin bringt, zu kaufen? Und der andere, der Dorfschmied, kann sich nur gesagt sein lassen, die„Blumberger Zeit", wo man unsere Ideen noch mit Knütteln totzuschlagen hoffte, sind denn doch vorüber. So lächerlich die neuerlichen Maßnahmen auch sind, so sind sie doch dazu angetan, aufrüttelnd zu wirken und unserer Sache zu nützen. Fuhrwerksdiebe treiben in der letzten Zeit wieder in größerem Umfange ihr Unwesen. Sie beginnen sich nach und nach in„Spe- zialisten" einzuteilen. Die einen haben es besonders auf die Pferde abgesehen, die anderen mehr auf die Ladungen. Die Wagen selbst lassen beide in der Regel irgendwo stehen. Tie Kriminal- Polizei hat jetzt ein besonderes Augenmerk aus diese Gesellen gelegt und wiederholt gelingt es ihr auch, den einen oder anderen zu fassen. Durch die Aufmerksamkeit eines Pferdehändlers wurde jetzt wieder eine Gesellschaft von Dieven und Hehlern unschädlich ge- macht.'Dem Pferdehändler Riedel in der Ackerstraße boten zwei Männer ein Gespann im Werre von 2000 M. für nur 250 M. an. Der Händler ging zum Schein auf den Kauf ein. sorgte aber dafür, daß die Verkäufer festgenommen wurden. Sie ent- puppten sich als die Arbeiter Gehrte und Müller, die jedoch das Gespann nicht selbst gestohlen, sondern nur zum Verkauf über- nommen hatten. Ihren Austraggeber wollten sie nicht kennen. Dieser hafte wohl„Lunte gerochen" und war verschwunden. Die Kriminalpolizei ermittelte ihn jedoch in einem Rohrleger Otto Jost auS Spandau und nahm ihn fest. Es ergab sich, daß der Haupttäter ein noch unbekannter Mensch ist, der sich mit Jost in Ält-Landsberg auf dem Tanzboden getroffen hatte. Beide kneipten dort und tanzten bi» in die Nacht hinein, gingen dann nach See- berg bei Hoppegarten und erbrachen dort Stallung und Scheune Vorort- Nachritten« KaWerge- Rüdersdorf. Aus der letzten Gemeindevertretersitzung. Unter Genehmigung der vorgekommenen Elatsüberschreitungen wurde dem Kassenführer, Gemeindevorsteher LübkeS, für die von der RechnungSprütungS- kominission revidierte JahreSrechnung der Gemeinde Entlastung er- teilt.— Als KrankenhauSverbandSausschußmitglied und Schuwor- standSmitglied an Stelle des verzogenen Oberbergrat» Siegemann wurde der jetzige Chef des hiesigen fiskalischen Bergwerks Ober bergrat Crsmer gewählt.— Nach Vornahme einer weiteren Wahl teilte der Vorsitzende etwas über die GasversorgungSangelegenhest mit. Danach soll eine Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht, bestehend aus dem Kreise iowie den Gemeinden Kleinschönebeck, Woltersdorf, Rüdersdorf. Kalkberge und Tasdorf gebildet werden. Der KreiS beteiligt sich an dem Unternehmen mit 100 000 Mark, die aufgeführten Gemeinden haben je 40 000 Mark beizutragen. Zweck der Gesellschaft ist der Ankauf vezw. Uebernahme der Gaswerke in Rüdersdorf und Kleinschönebeck. Durch diese Gas- anstalten. die allerdings eine entsprechende Umgestaltung erfahren müssen, soll dann der Bezirk mit Gas versorgt werden. Einen Be- 'chluß faßte die Vertrelung hierzu noch nicht. Zur besseren In- formalion wird in nächster Sitzung jedem Gemeindevertreter eine diesbezügliche Vorloge überreicht werden. Tegel. Die Gemeindevertrctnug hielt Donnerstag trotz der festgesetzten xerieu eine außerordentliche Sitzung ab, um m nichtöffentlicher Ver- Handlung eine Anzahl dringender GrundstückSverkäufe durch die Ge- meinde zu erörtern, zu denen der nächste Woche stattfindende Kreistag noch feine Zustimmung zu geben hat. In öffentlicher Sitzung wurde dem Antrage der Firma Borkig zugestimmt s nachdem der Ge- meindevorstand schon eine vorläufige Zusage erteilt hatte wegen be- schleunigter Inangriffnahme), eine Koblentransportbahn als Schwebebahn anzulegen, um die betreffenden Straßen von dem starken KohlentranSport sreizuhalten. Es handelt sich nach den vorgeführten Zeichnungen um eine ähnliche Anlage, wie sie schon tn der Berliner Straße zwischen den Anlagen der Berliner Gaswerke seit langem vorhanden ist. In Betracht kommen die Spandauer und Schöneberger Straße. Der abzuschließende Bertrag lautet u. a. zu- nächst auf 50 Jahre bei einer einmaligen Abfindungssumme von 1000 M. und einer jährlichen AnerkennungSgebühr von 50 M., die die Firma Borsig an die Gemeinde Tegel zu leisten bereit ist. Wie der stellvertrelenve Vorsteher Herr Reichelt zur Begründung dieser sonst ungewohnten Beschleunigung von Anträgen hervorhob, müsse die Gemeinde doch darauf hallen, daß solchen großen Firmen weilest entgegengekommen wird i daS verlangen icho» die Gemeindeinleresien. Hoffentlich erleben wir eS auch bald in Tegel, daß Anträgen unserer- seit« mit demselben Eifer begegnet wird; daS verlangen auch die Interessen der zahlreichen Tegeler Arbeiterschaft. — Im weiteren wurde von der wiederholt besprochenen, vom preußt- schen Staate wieder eingerichteten Präparandie(Seminar) Kenntnis genommen. Die Gemeinde haue nur bis 1. Okiober 1912 die Zu- stimmung gegeben, die llnterrichtsräume, Lehrpersonen usw. gestellt auf Kosten des Staates und dann die Sache fallen gelassen: sie ist aber zur Fortsetzung von den Schulbehörden durch ministerielles Reskript veranlaßt worden. Unkosten sollen der Gemeinde angeblich nicht erwachsen, und so wurde denn heute unter dem abermaligen Widerspruch des ältesten Gemeindevertreters Herrn Gutstein der be- treffende Etat im Betrage von 6760 M. zwar nicht, wie auf der Tagesordnung stand, genehmigt, sondern nur„zur Kenntnis ge- nommen". da die Gemeinde den staatlichen Anforderungen einfach nachzukommen habe. Rowawes. In der letzte« Wahlvereinsversammlung gedachte der Borsitzende zunächst der verstorbenen Mitglieder Hennann Rietz und Robert Pitzing.— Bei der am 15. Juni vorgenommenen HauSagitation wurden nach Mitteilung des Vorsitzenden 40 neue Mitglieder gewonnen. Ueber das Resultat der Aussprache des Vorstandes mit den zwecks Rechtfertigung wegen Fernbleibens von der LandtazSwahl vorgeladenen Mitgliedern entspann sich eine längere Diskussion, nach deren Schluß folgende Resolution Annahme fand:„Die heutige Mitgliederversammlung des Wahl- Vereins NowaweS vermag die von einzelnen Genossen mitgeteilten Gründe für ihre Nichtbeteiligung an der letztenJJandtagSwahl nicht als ausreichende Entschuldigung anzuerkennen. Sie beauftragt daher den Borstand, diese Genossen auf ihre Pflicht bei ferneren Wahlen aufmerksam zu machen und denjenigen, die dem Ersuchen de? Vorstandes auf mündliche oder schriftliche Aeußerung über die Gründe ihres Fernbleibens von der Wahl nicht Folge geleistet haben. dieserhalb eine Rüge zu erteilen."— Gegen die polizeiliche lleberwachung der Vorträge über das Ersurter Programm hat der Vorsitzende beim Amtsvorsteher Be- schwerde eingelegt und ihm mitgeteilt, daß bei etwaiger Erfolg- losigkeit der Verein dieserhalb bis zur höchsten BerwaltungSinstanz zu gehen entschlossen sei. Gegen das ihm zugestellte polizeiliche Strafmandat von 3 M. wegen Duldung jugendlicher Personen bei der Maifeier im Schmidtschen Saale hat der Vorsitzende richterliche Entscheidung beantragt, ein Bescheid ist ihm jedoch noch nicht zu- gegangen.— Nach dem Kassenbericht betrugen die Einnahmen im 1. Quartal 1017,09 M.. die Ausgaben sinkt. Abführung von zwei Dritteln der Einnahmen an die Zemralkasse in Höhe von 678,06 M.) 989,57 M,: es verblieben somit in der Kasse 27,52 M. Die örtlichen Ausgaben allein betrugen 311,51 M. Die Mitgliederzahl stieß am Schlüsse des 1. Quartals aus 1006. Für die LandtagSwahl gingen ein 457,35 M. Nach Abzug der Ausgaben in Höhe von 400,10 M. verblieb ein Ueberschuß von 57,25 M.— Den Bericht über die letzte Verbandsgeneralversammlung erstattete Genosse Thiele.— Zwecks Vorbereitung der in diesem Jahre zum ersten Male stattfindenden WeihnachtSbescherung bedürftiger Hinterbliebener verstorbener Mit- glieder wurde eine siebengliedrige Kommission gewählt. Zpanvau. Ei» Waldfest, veranstaltet vom Arbeiter-BildungSauSschuß. findet morgen Sonntag, nachmittags von 2 Uhr ob, in dem schönsten Teil deS Stadtwaldes, der idyllisch an der Oberhavel gelegenen Bürger- ablage sGrafenaue), statt. Außer Künstlerkonzert sind turnerische Aufführungen, Kinderspiele, Reigen usw. vorgesehen._ Da also für Unterhaltung in jeder Weise gesorgt ist und auch Getränke und Etz« waren zu billigsten Preisen zu haben sind, verspricht das Fest ein richtiges BoUsfest zu werden. Die Bürgerablage ist sowohl von Hakenfelde wie von Papenberge bequem zu erreichen. Festlarten a 10 Pf. sind nur von den GewerkschastS- und Parteifunttionären zu haben. Versammlungen. Eine Richtigstellung. Der..Vorwärts" vom 10. Juli d. I. enthält einen Bericht ü6et eine Versammlung des 4. Berliner ReichStagswahUreises, in der Genosse Z u b e i l über den politischen Massenstreik sprach. In diesem Bericht werde auch ich erwähnt, und zwar in einer Form. daß es scheinen könnte, ich hätte für diese Versammlung als Korreferent zugesagt, wäre aber nicht erschienen. Hierzu möchte ich bemerken, daß ich im Februar d. I. dem Genossen K a u l f u ß als Viertelssührer einmal zugesagt habe. gelegentlich über dieses Thema zu sprechen. TaS diesbezüglich« schreiben lautet folgendermaßen: Berlin, den 8. Februar 1913. Herrn Georg K a u l f u ß. Werter Genosse! Ihrer freundlichen Einladung, in ein« Versammlung im Petersburger Viertel meine Meinung über den Massenstreik zu sagen, wurde ich gern nachkommen, trotzdem eigentlich das Thema aus Parteitagen usw. erschöpfend behandelt ist. Nun bin ich aber in Verlegenheit wegen des TageS. Denn ich habe für den 18. Februar bereits in ein« Abteilung des 6. Kreises ein Referat zugesagt und kann beim besten Willen nicht an zwei Orten zu gleicher Zeit sein. Wenn Sie also auf mich reflektieren, müßte die Versammlung verlegt werden, oder aber, wenn dieS nicht geht, müßten Sie sich nach einem anderen Genossen umsehen, der als Korreferent in der Versammlung spricht.. Des weiteren will ich noch bemerken, daß Sie mich, wenn wir uns über den Tag verständigen, nicht ohne weiteres als Gegenreferent des Genossen Zubeil bezeichnen dürfen. Denn die spezielle Stellung deS Genossen Zubeil zur Frage deS Massenstreiks kenne ich nicht, und ist es schließlich möglich, daß ich in oer Anschauung über den Massenstreik mit dem Genossen Zuheil durchaus konform gehe. Wollen Sie mir bitte möglichst bald Nachricht zukommen lassen, damit ich meine Dispositionen danach treffen kann. Mit Parteigrutz Adolf Cohen. Daraufhin erhielt ich unterm 11. Februar vom Genoffen Kaulfuß folgendes Schreiben: Berlin, den 11. Februar 1913. Herrn Adolf Cohen. Werter Genosse! Nach Rücksprache mit dem Genossen Zubeil habe ich die Versammlung um 14 Tage verschoben, und findet dieselbe nunmehr am Montag, den 3. März 1913, abends 8'A Uhr, statt in den„Prachtsälen des Ostens". Genosse Zubeil will sich mit Ihnen in Verbindung setzen wegen dem Referat und mir dann Mitteilung zugehen lassen. Ich hoffe, daß Ihnen der Tag zusagen wird und habe die? den Funktionären mitgeteilt. Im voraus bestens dankend Mit Parteigrutz Georg Kaulfuß. Das war ja nun eine etwas eigenmächtige Festsetzung de« Versammlung, doch habe ich versucht, zu verhüten, daß dem Ge- nassen Kaulfuß Schwierigkeiten entstehen. Ich teilte dem Genossen Kaulfuß mit. daß ich zwar überrascht sei durch die etwa? eigen- mächtige Ansetzung der Versammlung. Um aber zu verhüten, daß er dadurch in Verlegenheit käme, wollte ich mich nach dem Reichstag begeben, wo ich an diesem Tage ohnedies zu tun hatte, um mit dem Genossen Zubeil zu reden. Ter Genosse Zubeil erklärte mir im Reichstag, daß er an dem betreffenden Tage unabkömmlich sei. denn er habe an dem Tage eine wichtige Angelegenheit in der RathauSfraktion zu erledigen. Damit ffel die Möglichkeit, die Versammlung an dem betreffenden Tage mit dem verabredeten Thema und den vorgesehenen Rednern abhalten zu können. Irgend eine weitere Zusage habe ich nicht gemacht, und wurde ich erst wieder«n die Sache erinnert, als ich am 9. Juni vom Genossen Kaulfuß gefragt wurde, ob ich in einer Versammlung am 1. Juli d. I. in Gemeinschaft mit dem Genossen Zubeil reden wolle. Daraufhin habe ich dem Genossen Kaulfuß da» folgende Schreiben gesandt: Berlin, den 10. Juni 1913. Herrn S. Kaulfuß. Werter Genosse! Antwortlich Ihrer Anfrage teile Ihnen mit, daß ich morgen auf 12 Tage Berlin verlasse. Ich fahr« zu unserer Verbandsgeneralversammlung in Breslau. Bei meiner Rückkehr habe ich derartig viele Zusagen bezüglich Ver» sammlungen usw. zu erledigen, daß ich in absehbarer Zeit nicht daran denken kann, Ihnen eine Versammlung zuzusagen. Mit Parteigruß Adolf Cohen. AuS allem geht wohl hervor, daß man mir einen Vorwurf irgend welcher Art nicht machen kann. Adolf Cohen. Jugendvcranstaltunge». Reukolln. Sonntag, den 13. Juli: Wanderung nach Potsdam-. Lienewitzsee(Baderast). Kaputh- Potsdam. Abfahrt Bahnhof Bergstrotze 6.10 bis Potsdam Fahrgeld IM.— Jeden Mittwoch, und Sonnabend. abend von 7— S'/, Ubr finden auf dem städtischen Spielplatz, Sehger-, Ecke Kaifer-Friedttch-Straße. unsere Spiele statt. Jugendausschust Dreptow-Baumschulenweg. Sonntag, den IS tzust. vormittags: Badepattie nach Grünau. Nachmittags: Spiele m der Sömg«- Heide. Trettpunkt 6 Uhr Bahnhof Baimsschulenweg. Badeanzug nicht ver» geiien. Liederbücher mitbringen. HermSdorf-WaidmaunSlnst. Die Ferienspiele finden MoutagS und Donnerstags von 4—7 Uhr statt. Treffpuott für HermSdorf'l4i Uhr Kanerplatz. für Waidmannslust V,-l Uhr schweizer haus. Charlottenburg. Sonntag, den 13. Juli: Spielpartte nach»eftend, Abmarsch 2 Uhr WilhelmSvlatz. Sonntag, den 20. Juli: AuSjlug in einzelnen Seittonen nach lladoe». Gliche Arbeiter und Arbeiterinneu. die daran teilzunehmen wünsch— gebeten, fich baldigst im Jugendheim, Rofioenstr. 3, zu— Jugendli werden uar yoyjEcgm-tc« mty vull �lhuuhr uci wiiuuu/, yicfc syciwiTw uuf rqtc w- sougicu FahrpreiS 50 Pf. �__ wi-—rt�r' Verantwortlicher Redakteur; Albert Wachs, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Lerltn. Druck». Verlag: Vorwärts Suchdruckeret u. Verlagsanstalt Paul Singer lt. Co� Berlin LM KcBs-Kei>U des Lswörts" fir Mm-Weße». 1?. Juli 1913. Vorori- I�ackrickten. Pankow. Herr Polizcitommissar Becker, der sich bekanntlich um den Posten eines Polizeiinspektors für Brandenburg m H. beworben hatte und vom dortigen Magistrat hierfür auch zum 1. Oktober d. I. aus- ersehen war, soll Pankow weiter erhalten bleiben. Sein forsches Auftreten Hierselbst Hai nicht blast Mistfallen erregt. Eine Anzahl besonder» ängstlicher und polizeibegeisterter bürgerlicher Leute— es sollen sich auch Gemeindevertrctcr darunter befinden— sind von der Schneidigkeit des Herrn Kommissars so entzückt, dast sie sich veranlastt fühlten, an den zuständigen Stellen Schritte zu unternehmen, ihn am Ort zu halten. Diese Bemühungen sind denn auch von Erfolg gekrönt gewesen. Wie verlautet, soll eine wesentliche Aufbesserung im Gehalt und sofortige Anstellung auf Lebenszeit— was Herrn Becker den Verzicht auf den Brandenburger Polizeiinspektorposten leicht machen dürfte— durch Beschlust der Gemeindevertretung bereits erfolgt und damit sein Bleiben gesichert sein. Da Herr Becker, wie an dieser Stelle kürzlich bereits ausgeführt ivurde, für unsere Partei in agitatorischer Hinsicht in der verhältnismästig kurzen Zeit seines Wirkens am Orte bereits Ausgezeichnetes geleistet hat, so könnten auch wir— wenn auch in einem anderen Sinne als unsere polizeibegeisterten bürgerlichen Spicster— mit seinem Bleiben zufrj�dcn sein, wenngleich wir ihm im anderen Falle auch keine Träne nachweinen würden. Kinderspiele. Der Arbeiter-Turnervercin Pankow veranstaltet des SonntazSmorgens mit den Kindern Spiele aus dem Turnplatz an der Kissingenstraste am Amtsgericht. Die Eltern der Kinder von Pankow werden ersucht, ihre Kinder dem Verein zuzuführen. Treff- punkt der Kinder um 9 Uhr Ecke Kaiser-Friedrich-Straste und Pankow, Nordbahnhof. Krütmit. In der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvcrcins, die leider schwach besucht war, sprach Genosse Neumann-Adlershof in einstündigem Bortrag über„Unsere gegenwärtigen Ausgaben". Der Redner streifte kurz das wenig ermutigende Ergebnis der letzten Landtagswahlen. Die Stimmung in weilen Kreisen der Partei- genossen ist eine flaue. Die Resolutionen und Massenversammlungen beeinflussen die Gegner nicht. Der spoütan entflammte Massenstreik in Rustlaud und der planmästig vorbereitete Massenstreik in Belgien hätten großen Eindruck gemacht und bedeutende Erfolge gezeitigt. Der Redner ist der Ansicht, dast auch für Deutschland die Diskussion über den Generalstreik aktuell ist und er empfiehlt, den Gedanken in allen Kreisen zu diskutieren. Die Anwesenden erklärten sich ein- mütig mit den Ausführungen des Redners einverstauden.— Genosse Moritz erstattete den Bericht von' der Verbandsgeneralversammlung. Zur Generalversammlung am 3. August wird Genosse Bluhine delegiert.— Der Bericht dcö Kassierers gibt ein wenig erfreuliches Bild. Danach ist die Mitgliederzahl um 17 zurückgegangen, so dast nur noch ein Bestand von 81 Mitgliedern zu verzeichnen ist. Die Abrechnung über die verflossene Landtagswahl ergibt ein Defizit von 31 M. Der Bildungsausschust gab sein Wintcrprogramm be- kannt. Im September ist eine öffentliche Versammlung geplant, die sich mit Kirchenfragen beschäftigen soll. Das diesjährige Stiftungsfest soll am 11. Oktober in Bcllehue gefeiert werden. Reinickendorf- West. Ferienspiele. Während der Ferien werden jeden Dienstag und Donnerstag von 2—6 Uhr nachn-ittags Kinderspiele veranstaltet unter Aufsicht von Genossinnen. Treffpunkt sür alle Veranstaltungen Scharnweber- und Graf-Haeseler-Strasten-Ecke. Die Eltern werden ersucht, sür zahlreiche Beteiligung der Veranstaltungen zu sorgen: auch bittet die Bezirksleitung, den Kindern etwas Mundvorrat mit- zugeben. Nicder-Schönstausen, Nordend. Nicder-SchönhausK-Nordcnd. Kiudcrausflug. Morgen Sonntag, findet der geplante Ausflug der Kinder und deren Eltern nach Herms- dorf statt. Treffpunkt früh 8 Uhr aus dem Marktplatz. Nachzügler können uns treffen nachmittags 3 Uhr in Glienicke bei Hermsdorf im Lokal Kronprinzen-Festsäle, Wilhelmstrasto. woselbst das Kaffcekochen statt- findet. Fahrgeld hin und zurück für Erwachsene 20 Pf., Kinder unter 10 Jahren 10 Pf. Lldlershof. GcwerkschaftSfcst. Sonntag, den 13. Juli, findet in Wöllsteins Lustgarten, Bismarckstr. 24, das Gewerkschaftsfest statt. Für Unter- hallung jeder Art ist gesorgt. Friedrichsfelde. In der letzten Mitglicderznsammcnriinft sprach die Genossin Anna Matschke über„Militarismus und Arbeiterschaft". Ihre Ausführungen gipfelten in der Mahnung: Wenn auch die gewaltige Militärvoriage nicht abzuwenden war, doch immer unermüdlicher im Kampf gegen den Militarismus auszuharren. Stach kurzer Diskussion legte dann Genosse Schwenk die Stellung der Bezirksleitung zu den Fragen dar, die demnächst die Vcrbands-Generalversammlung be- schäftigen werden. Die Mitgliederversammlung billigte diese Stellung- nähme, die sich gegen die Einführung des Wochen- abonnements für den„Vorwärts" richtete und für Kom- nrissionsberatung der Reorganisationsfrage ist. Als Delegierter zuni Parteitag wird auf einmütigen Be- fchlnst Genosse Emil L e h in a u n in Vorschlag gebracht. Zum Schluß konnte der Versammlungsleiter darauf hinweisen, dast die Agitation der letzten Zeit 24 N e u a u f n a h m en, darunter bin den Landorten, ergeben hat. Britz-Bnckow. Die hiesigen Fcricnspicle der Arbeiterschaft sind wie folgt fest- gesetzt. Der Treffpunkt ist stets Rungiusstraste, Ecke Jahnstraste, und zwar: Montag mitlag 1 Uhr nach Körners Wäldchen, Dienstag früh 9 Uhr nach Königsheide, Mittwoch früh 9 Uhr nach Treptow lSpiel- wiese), Donnerstag mittag 1 Uhr nach Körners Wäldchen, Freitag Mittag 1 Uhr nach Körners Wäldchen. Aenderungen der Spielzeil oder der Ausflüge sind der Spielleitung überlassen, werden jedoch den Kindern rechtzeitig bekanntgegeben. Getränke und Mundvorrat haben die Kinder mitzubringen: Glasgefäste jedoch nicht. Den Ge- nossinnen und Genossen sowie Freunde der Ferienspiele ist ange- legentlichst zu empfehlen, ihre Kinder an diesen Spielen resp. Aus- flügen teilnehmen zu lassen. Köpenick. Auf zum Bolksfest! Der organisierten Aebeiterschaft Köpenicks nochmals zur Nachricht, dast unser Volksfest am nächsten Sonntag, den 13. d. Mis., im Walde beim Müggelschlöstchen stattfindet. Der Ausmarsch erfolgt mittags l'/.z Uhr vom Wilhelmsplatz. Da am selben Tage mehrere Laubenkolonien Sommerfeste ab- halten und auch nach Rücksprache mit den in Frage kommenden Kolonisten dieselben nicht davon abgehen, so ersuchen wir die organisierten Arbeiter, ihre eigenen Beschlüsse hochzuhalten und mit ihren Angehörigen zum Vollsfest und nicht zu den Laubenfesten zu gehen.____ Eingegangene Druckrebnften. Die Rückgabe des Elsaff an Frankreich unmöglich! Don Dr. H. G. Schloesser. 60 Pf. O. Hillmaim, Leipzig-Go. Recht und Irrsinn, eine Studie von Dr. v. Kautzsch. Leipzig, 33. Opetz. Geh. 1 M. Hundert Frauen. Ein lustiges Buch von G. Hochstctker. 3 M., geb. 4 M.' Dr. S. Rabinomitz Verlag, Leipzig. Der Flieger. Roman von L. Adell. 3 M., geb. 4 M. Nutten u. Locning, Frankfurt a. M. Altärz. Heft 27. Wochenschrist von A. Langen und L. Thoma. 50 Ps. — Selbstverlag, München. Der Kampf. Sozialdem. Monatsschrist Oesterreichs. Hesl 10. Jährlich 6 Kr.— Verlag: G. Emmerling, 3Aien V 1. Die wichtigsten Bestimmungen über die Unfallversicherung und über die Invaliden- und Hmterbliebcnenvcrsicherung nach der Reichs- vcrsichcrungsordnuilg. 2. Aufl. Preis 10 Pf. 10 Exempl. 80 Pf. Vereinigung zur Fürsorge sür kraule Arbeiter in Leipzig. Saison- Ausverkauf'! S. Hoff mann, Charloitenburg Wllmeredorfer Straße 12, Ecke Schulstraße empfiehlt zur RClSC' SiUSOD sein reichhaltiges Lager von guten Herren- und Knaben-Garderoben»ube-l deutend herabgcBetatcn Preisen. j MaßsAnZÜge aus den modernsten Stoffen von 48 M. an I in eigener Bctrlebswcrkstfitte. Lieferant der Konsumgenossenschaft E. G. m. b. H. Berlin und Umgegend. Sonntags von 8—10 Uhr geöffnet. Elektrische Beleuchtung zu Pauschalpreisen für 1,2 u.SZiminer- wohnungen in Schöneberg, Wilmersdorf und Schmargendorf. Der jährliche Strompreis beträgt für 1 Zimmerwohnungen 24 M. „ 2 ,, 36 ,, »i �»? 54 ,, Zählermieten oder sonstige Gebühren werden nicht erhoben. Die Installationen für obige Wohnungen werden nach näheren Bedingungen, welche in unserem Verwaltungsgebäude Berlin-Wilmersdorf, Mötzstr. 48, zu erhalten sind, ausgeführt. Jede\Veitere Auskunft erteilt bereitwilligst Elektrizitätswerk Südwest Aktiengesellschaft, Berlin-Wilmersdorf, Motzstr. 48. Herab�esefzfe Preise fellweise bis zur Hälfte. aufoik.* EAusverMoui ANZÜGE SERÜE I: Buckskinstoffe i oOO früh. Preis b. 27.00 xO SERIE 11: Cheviotst., coul. rtoOO früh. Preis b. 30 00££ SERIE Hl: Färb. Cheviotst. rj�OO früh. Preis b. 38.00 äO SERIE IV: z.T.reinw. Cheviots t.r)fv 00 früh. Preis b. 45.09 Zl/ Tussor-Anzüge creme, 1- u. 2-reihig 1 StOO 24.00, 19.00, 16.00, AU PALETOTS SERIE I: Dkle. Cheviotst. f c 50 früh. Preis b. 25.00 A J SERIE II: Marengo-Stoff rt /l 50 früh. Preis b. 36.00 3050 SERIE III: Melton-Stoff früh. Preis b. 42.00 SERIE IV: Reinwoll. Stoffe 00SO früh Preis b. 54.00«JO HOSEN SERIE I: Zw im-Buckskin fi Oh. Preis bis 6.00 SERIE II: >50 Buckskin'-Stoffe �50 früh Preis bis 1 0.00 SERIE III: Kammg.-St.,gsir. früh. Preis bis 1 2.00 SERIE IV: 850 Kammg.-St.gstr.-t i 50 früh. Preis bisl 7.00 11 ANZÜGE 1! SERIE Ii! Blau u. marengo rwinn' chev.-sti-n-m: SERIE II: Blau u. marengo n sqq Chev.-St l-u.2 rh. O O SERIE Uli Reinw. gem. Kamm- a f/vv garn-St. I» u.2rh.40 SERIE IV; Reinw. uni n. gem. c£00 Cheviot. Stoffe JO Lüster-Sakkos blau, schwarz u gestr. aqo 14.00, 10.00, 8.00, 4 Pelerinen wasserdicht«aa 26.00, 19.00, 14.00,/ Loden-Anzüge wetterfeste Stoffe 4 oOO 45.00, 36.00, 25.00, Ao m GottliebTOfeiss Schoneberg, Hauptstrasse 161, Ecke Stubenrauchstrasse Graf Glasgow. Bon Eusemia. Gräfin von Milersselde-Balestrem. (Bücherschatz 900— m.) 10 Ps.— Die Beichte des Spions. Au» hintalassenen Papieren des Obersten R. Em Roman von 2 M. H. Hillger, Berlin IV S. lhomas' BolkSbncher. Nr, 98—101. Unser Wald von Dr. L, Lämmermaoer. S0 Pf., geb. l.10 M. Nr. 102—104. Weinbau und Weinbereitung von Dr. E Molz. 60 Ps. geb. 8» Pf. Skr. 105—106. Tie Ziervcuschwache von Dr. G. Luda. 40 Ps.. geb. 65 Ps. Nr. 107 bis 109. Die wichtigsten Faserpflanzen von Dr. R. Thiele. 60 Ps., geb. 85 Ps.— Th. Thomas, Leipzig. Go. Roman von Martin Berndt. 1,— M.— S. Fischer. Berlin, BAowstraße 90. Schwer erziehbare Kinder. Ein Ratgeber. Van G. Major. 2�0 M. — C. Marhold, Halle a. S.„ �. Qesterrcichischer Zlrbeiter-Daschenkalender für daS Jahr sSl4. Preis 40 Ps.— Verlag Wiener VollsbuchhaiUilung Jgnoz Brand u. Co., Wien VI. Ter hessische Laechbote. Von S. Büchner. Des Bersaffers Leben und politisches Wirke,,.. Von Dr. Ed. David. 24 H.— Das Weib, fein unglückliches Schicksal in der gegenwärtige» Gesellschaft, sei« Glück ,» der zukünftige» Geweinschaft. Don Cabet. 24 ß.— Der Sonncnftaat. Von Th. Canipanella, deutsch von E. Wesirlv.' 60 ß.— Die Wohnnug�Sfrage und die Sozialdemokratie. Bon L. Cohn 40 H.— Dir. Juden als Verbrecher. Bon Dr. H. Lux. 24 H.— Utopia. Vo/i Th. Morus, dcmsch von Dr. I. Bcsselh.'80 H.— Etnflust der Krisev? und der Steigerung der Lebensmittelpreise ans das GesellfchgftSleben. Studie von I. S. 20 H.— Aus be« Klaffen. kämpf. Soziale«edichle. Herausgegeben von Ed. Fuchs, A. Kaiser. E. Klaar. 60 H. Wiener Bollsbuchhandlung I. Brand u, Eo. Wien VI Geheime Wiffeuschaftcu. Bon Dr. med. Ferd. MaaL. Elias Artista redivivus oder Das Buch vom Salz und Raum. Breis drosch. 5 Vi., geb. 6,50 M. Verlag von Hermann BarSdors, Berlin W. 30, Rembranbt-Mappe. Zehn farbige Bilder.— SpiNweg. Mappe. Acht larbige Bilder. Preis je 3 M. Verlag von S. A. Scemami. Leipzig nrad>ma-illia 93 c (neues Genossencchcftcli«.) II I Beerdigung»-! Institut " W. Loschner Marktplatz 3 Laldi.iivagen kostenlos Organisierte S, ErmaBigg. Viepron-'unr"" Kn.i�on-Partlerobe_ 'oESn«VeIIen5chnciderlnTI E«rL NW., SchlecwigcrUfer 1 1 Herrenkonfektion nach MaS,i garant. guter Sitz z. bin. Freie.■ L.Vortlsch Nowawes rriedr((Mt36u,Gf®8eraisli; Kolonialwar. irliir Paulow8kiKFanrm.u5 Bettfedern PaiiJeSiliEs [ Brauereien immi W. Seilst l.C. Potsdam Feinste Qualität« Blefc. IWanufakturw.j EMIL DELOCK Nowawes Friedrlchklrchpiab 1 L Heliraä, iwawet Bayrlachblcr n. Potsdamer . Staneenbler Brauerei. Maß- Garderobe Butter. Eier, Käse G.Schmidt Hultenslraße63 Herren ü. Damenschneider iMii». ütendalerslr»? Filial.: Stuttgartcrpl. l.Ber- linerstr. 130 Charlottenburg. BIT.! LVortlschJowawes IBesohlanstall cEneBcötleröroöriSTresT lKlrek»tM7,fftliliii.40,Knfp«tr.lI SigappeHhandlangaR NMerai. Becker, Uotzkowsky- ]str. 10, Inh.: Auguste Becker. Damen-Konf. „Elegant" Blusen. Röcke, Kost., Mäntel» Charlottbg, Wilmersdorf er- straße 46. Ecke Schfllerstr. U Mehlhandlg. rTTTTägmacEer!- TOoänere Straße 43<9, Schoneberg. B Molkereien Nord- West Mllchwlptschaft Bredowstr. 86. Joghurt Speal«l-Ce«di>ft. j HKimr�EEP jProg. u. Farb.j Drogerie 3 Zwerge Erwin Okowiack Nowawes OreBbcerenstraße 17. Drogenhaus Becher NowaWes Priester-Ecke Fnednchslf PhotobedarF Droger.e ouvtr.n,\\ iiHt. nCocf [Hrlia»r»l.rn,v.-c.-T. C'jl.«r-K!iT_f tjerinanla-brog. A. Slerfan Spti4»», f iclicl.brf.rzl- 9 1 c. Inrlnc Spandau Scb.RicslicriUM I Möbel-Magazine und! •Fabriken| Max Bierwirth Spandan, Filkcnbagenerst.12 Wilhd.sir. Ecke Drikzrjcrilr. Mod. WohnungieinrlchangCR in jeder Frelalage. VorwSrtaleser bei Kasse 5,'( Teilzahlungen gestattet. Nowawes (irctheertasUS Q.Beroniannü Polsterwar., Teppiche, Linoleum, Tapeten, Wachstuche. U/ilh MhIIap Nonnendamm IfllD. iriiillgL\08He«daain-4nee85 rHlieSS Fsüdamcritr. t. Patilßtter•"owawcs Lind<»n«tr. 10 j Schuhwaren B iVi'i 1' S 7*1 5 iiL i 1 1 iTt* i mif Torrn anowi YorhStr.5iam ßatinlio! YorK5tr Billig[inKaufsqu.r.Cjen ITKnKcrNowawcs.triediichh ~| Consum-Rabattmarkcn, W? i.:<7 ..........— MTSKäSiI ScHoli-YertrieUüriiislf.� A. AUeckia NW-Ro-,tocker Hei straße 10. Beusseictr. Ecke Turractr. Spandau Fickclulcrlerst.tt AJitscbricli, Alt-IKoabitllfi 01{fl8cliiil2e,*erttsiratiEll] Seifen 'j.Maniasek %■ Neue i Culmst.l. j Elsen., Stahlwaren JEUen-� am «-.»tavil Waffen �eiB-�ollw.,! Trikotagen| Steglitz Albrcehtctr. 4 Ado) Rnobelcdortstr. Ecke Xehringclr, Iiiilin B. R»«l»ck KU- llulp rhera.»»mll. Bcp' iwiBÄ Emaillieren n. Verniekeln, II Reparaturen simtl, Sycteme Fahrräder Uolt EKUi V.(in Towawct (.lllll Lindenstruße 93.| Grammophone -Sihrilters�pjTlMsl'oU'ljmeiiir.JV> USft. iabrri.dcr Re ptrstur.« SysitB»> miurheroll-n Wasobmaaotünen ringmaschmen Robert Ziegler Spazlel-Fabrik gegr. 1S66 Berlin SO. zg Marlgnnonplatz Nr. 10 Spandau"j pandauerberjj KS eum um Tcppiche öiMiiSSS ; Brauerei . empfiehlt lihrt|trtbtK6mmlidien Eiere. ß«