Nr. 297. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerande: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Numme: 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Met., für das übrige Ausland& Mt.pr.Monat. Eingetr. ' n der Boit Beitungs- Preisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pig Inferate für Die nächite Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition is an Wochens tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Anarchie und Polizei. Paris, den 15. Dezember. " Das ist ausgezeichnet!" schrieb A. Meyer vom Gaulois" eine Stunde nach der Explosion im Palais Bourbon, als er die Katastrophe besprach, der Hunderte hätten zum Opfer fallen können. Die Anarchie hatte einen jener Schläge geführt, welche die Regierungen von ihr erwarten. Das Ministerium, dessen Erzeugung Carnot so viel Mühe gemacht hatte, schien nicht lebensfähig; die beiden ersten Abstimmungen nach seinem Eintreten in die Kammer gaben ihm nur eine Mehrheit von 28-33 Stimmen, der geringfügigfte Bufall Tonnte es in die Minderheit bringen. Die Rede Raynal's, des Sprechministers der Truppe, hatte einen schlechten Eindruck gemacht. Man brandmarkte das Ministerium mit dem Namen: Ministerium der großen Kompagnien") ( Gesellschaften). Kasimir Perier vertrat die Diebe der Bergwerke, Burdeau die der Bank und Raynal die der Eisenbahn- Gesellschaften. Die Konservativen waren in großer Besorgniß: da plagt der anarchistische Kochtopf, stellt die" Ordnung" wieder her und befestigt das Ministerium. Am Montag 48 Stunden nach der Explosion stieg Kasimir Perier stolz auf die Rednerbühne, ,, um an alle ehrlichen Leute, an alle guten Franzosen zu appelliren und einen neuen Bund der öffentlichen Wohlfahrt zu gründen( une nouvelle Ligue du Bien public)." Das Ministerium der sozialen Ausbeutung verwandelte sich in ein Ministerium zur Erhaltung der bürgerlichen Gesellschaft.( Ministère de la conservation sociale). Um seine Aufgabe au erfüllen, legte das Minifterium der Kammer vier Gefeße zur Bewilligung vor, eins gegen die Presse, eins gegen die Berbindungen der Uebelthäter, eins gegen die Inhaber von Dynamit und eins für die Polizei, für die heilige Polizei. Der gesunde Menschenverstand erheischte, daß man mit dem Gesetz gegen Dynamit und Sprengstoffe beginne und diese für die Uebelthäter unerreichbar zu machen fuche. Aber neiner verlangte im Gegentheil, daß man mit dem Gesetz gegen die Presse den Anfang machte und ein Gesetz verbesserte", Deffen Paragraphen niemals, weder in der Kammer noch sonstwo eine Explosion veranlaßt haben. Da die Interessen der Fabrifanten und Raufleute, welche mit der Herstellung und dem Vertrieb der Sprengstoffe zu thun haben, hier im Spiel waren, verwandelte fich das Ministerium zur Erhaltung der bürgerlichen Gesellschaft in ein Ministerium zur Ausbeutung der bürgerlichen Gesellschaft und opferte die öffentliche Sicherheit den Interessen der Kapitalisten. Die Kammer lacht, wenn man ihr vom Arbeiter- Glend spricht und von den Frauen, welche die Nächte hindurch in den Fabriken arbeiten; sie scherzt, wenn man von ihr verlangt, sie solle die Arbeiter gegen die Unfälle der Arbeit schüßen, sowie gegen das schlagende Wetter, das sie in den Gruben zu Hunderten tödtet. Wenn aber eine Bombe in ihrer Mitte platzt, dann machen die * Im Mittelalter nannte man so( grandes compagnies sprich grang fongpanjieh) die Räuberbanden, welche sengend, brennend, plündernd und mordend Frankreich durchzogen. So heißt das doppelsinnige Wort auch: Ministerium der großen Räuberbanden. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Dienstag, den 19. Dezember 1893. Dor " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Gefahren für Haut und Leben ihrer Mitglieder die Kammer brennung des Großen Buchs der Staatsschulden gefordert hatte, sehr ernst. Dreiviertel der Abgeordneten," sagt der Soleil", war seit dem Tage, an dem ihm die Republik ein öffentliches ,, die durch die Explosion erschreckt wurden, sind bereit, ihrer Amt übergab, ein wüthender Konservativer geworden. Die Zeit, Angst anarchistischen Attentaten alles zu opfern." die er in der revolutionären Luft von Lyon verbracht, hatte ihn Schreckensbleich, halb toll vor Angst, stimmen sie für das Gesetz die Nützlichkeit des Anarchismus im Kampf gegen den Sozialisgegen die Presse, ohne es nur zu kennen. mus erkennen lassen. Zum Polizeipräfekten in Paris ernannt, Man hatte beantragt, daß die Berathung 24 Stunden widmete er seine ganze Kraft der Verbreitung des Anarchismus. verschoben werde, das geschieht aber nicht, es muß sofort Im Jahre 1880 verschaffte er einem belgischen Polizeispitzel, fertig gestellt werden. Was lag ihnen daran, die Paragraphen Namens Spilleur( Spiller), Geld zur Gründung der des Gesetzes zu lesen und zu berathen? Sie wollten ja mit ge- ersten anarchistischen Zeitung in Frankreich, schlossenen Augen für alles stimmen. Hätte man von ihnen ver- der, evolution Sociale". Er selbst erzählte diese langt, sie sollten die Baumwollen- Zipfelmützen verbieten, weil Thatsachen in seinen„ Erinnerungen eines Polizeidie Baumwolle zur Herstellung von Schießbaumwolle dient, sie| präfetten." Am 10. September 1880 begann die„ Revolution würden mit Begeisterung für das Verbot gestimmt haben. Nur Sociale" eine Artikelreihe unter dem Titel dreiundsechszig sozialistische Deputirte fanden sich, welche die Würde des Hauses wahrten und gegen das Gesetz stimmten. Das freiheitsmörderische Gesez vereinigte 413 Stimmen auf sich. Das Ministerium war befestigt", es hatte seine Majorität man fonnte regieren; man ſegnete den anarchistischen Kochtopf und rief vergnügt, wie der Gaulois":" Wir werden eine furchtbare Reaktion haben une reaction formidable. Das Ereigniß des Palais Bourbon ist ausgezeichnet, um die Dinge zu beschleunigen." " „ Wissenschaftliche Studien", um unse= ren Freunden eine einfache und kurzgefaßte Anweisung zur Herstellung der stärksten Sprengstoffe zu geben. Wir werden von den Gefahren bei der Zubereitung, den Erfolgen, die man er zielen fann, kurz: von der Art und Weise ihrer Benugung sprechen. Wir werden in dieser ersten Nummer mit Potas che= Pitrat beginnen: Die Polizei wußte wohl was sie that, als sie in Frankreich die Anarchisten aufmunterte und sie in der Verfertigung und dem Ge( Es folgt eine sehr eingehende Anweisung für brauch von Sprengstoffen unterrichtete. Und um diese kostbaren Dienste die Herstellung, chemische Rezepte und anzuerkennen, schlägt Kasimir Perier vor, das jährliche Budget Gebrauchs- Anweisung 2c.)" der Pariser Polizei um 800 000 Frks. zu erhöhen und, was Die anderen Nummern geben Rezepte für noch viel wichtiger ist, fie dem Ministerium des Innern ein- die Herstellung von Dynamit, Nitroglycerin zuverleiben. Bis jetzt war es der Stadtrath von Paris, der das u. s. w. Budget der Polizei bestimmte. Verpflichtet, die Bevölkerung von Es mußten Anarchisten angeworben werden, die sich der Paris zufrieden zu stellen, von der er das Mandat erhalten hat, Sprengstoffe bedienten. Derselbe Andrieux, der die und die über die polizeilichen Rohheiten empört ist, hat der Anarchie übernommen hatte, sette das erste anarchiStadtrath seit Jahren das Budget der Polizei verweigert, die it is che Attentat, das gegen die Statue des sich zu feinen Reformen rerstehen wollte. Die Regierung Thiers in St. Germain gerichtet war, ins Werk. oftroyirte das Polizeibudget eigenmächtig. Dieses Jahr Die Anarchie war losgelassen; sie hatte ihre Theoretiker, ihre wollte der Stadtrath ein neues Eystem einführen und die Polizei- Chemifer, ihre Männer der That( hommes d'action) und ihr ausgaben Ziffer um Ziffer genau prüfen. Diese Aussicht machte Budget, das von der Polizei geliefert wurde. den Polizei- Präfekten erzittern. Der Vorschlag Kasimir Perier's Und nun begann man ben anarchistischen dagegen macht ihn wieder sicher, denn wird die Polizei dem Polizeikiieg gegen den Sozialismu 3. Lyon Ministerium unterstellt, dann ist es die Regierung, welche das und Vienne in dem Isère Departement Polizei- Budget festsetzt, und sie wird der Polizei ohne Bedenken ersten Zentren, in denen die Lockspizzel( Agents pro alles bewilligen, was dieselbe verlangt. vocateurs) ihre Fähigkeiten behätigten: sie machten VerDer Minister war der Polizei diese Belohnung schuldig. schwörungen und Attentate, die Jahre lang die Arbeiter Die Anarchie, welche die Internationale Arbeiterassoziation ge- bewegung schädigten, und eine Menge junger Leute ins Unglück spalten und in der Schweiz und in der Umgegend von Lyon brachten, die, durch die hochtönenden Redensarten der Anarchie Anhänger geworben hatte, erlosch in Frankreich lange vor dem verführt, ihre Leichtgläubigkeit mit Jahren Gefängniß und Bagno Tode des Russen Bakunin. Die bekannten franzöfifchen An-( Galeeren- Strafe) bezahlten, während die Valadier, Thevenin archisten hatten sich wieder zur richtigen Fahne gefunden; von und Brenain, die sie zu den Verbrechen gedrängt hatten, unden übrigen waren die Ginen in die Reihen der Bourgeoisie gestraft blieben und sogar zynisch belohnt wurden. zurückgekehrt, aus denen sie hervorgegangen waren, und die In Paris hebt man die Anarchisten auf Guesde und Anderen hatten bei einem possibilistischen Sozialismus Halt seine Freunde, welche die sozialistischen Lehren verbreiteten und gemacht, der sich mit den tapitalistischen Interessen sehr gut die Arbeiterklaffe zu einer politischen Partei organisirten, die sich vertrug. Die Polizei nahm es auf sich, die Flammen der An- des allgemeinen Stimmrechts bediente, um auf gefeßlichem Wege archie wieder anzublasen. die Staatsgewalt zu erobern. Guesde bekam ein Duell mit Herr Andrieur, der während des Raiserreichs ein rother Emile Gauthier, dem Führer der Anarchisten und jetzigem Umstürzler war und in öffentlichen Versammlungen die Ver- Redakteur am Figaro". Später, als Vaillant, " = wurden die dem Rechte des Stärkeren Gebrauch und schlagen mit jener über aufzehrt, letzterem eine Mart kostet, daß also die Furchtlosigkeit, die sich um das Wohl nnd Wehe des Mit- volle Tagestoft eines erwachsenen Menschen. Eine [ Alle Rechte vorbehalten. menschen nicht scheert, den Bettel der sog. armen Reisen- Mark toftet. In Arbeiterkolonien befinden sich viele, den todt, indem sie aus Gründen der Klugheit und Be- welche Soldat gewesen sind, desgleichen junge Leute, denen rechnung Arbeiterkolonien nebst Naturalverpflegungsstationen die Aushebung zum Militär bevorsteht. Aus dem Speiseaufmarschiren lassen. Journal der Arbeiterkolonie zu Berlin kann ich aber fonBetrachtungen über Arbeiter- Kolonien.*) rub So rettete sich die Kirche die alten unentbehrlichen statiren, daß die Tageskoft eines Kolonisten mit 32 Pf. Das Rollektiren, das Sammeln, das Betteln ist seit je Einnahmen aus dem Bettel, so blieben ihr ungeschmälert verrechnet wird. Kreis- und Amtsblätter machen bekannt, und je das ureigenste Gebiet der Kirche. Der Bettel lieferte die Mittel aus dem Bettel flüssig, welche sie zum Zwecke daß im verflossenen Jahre in der Arbeiterkolonie zu Seyda, derselben stets große Einnahmen. Ohne die großen Ein- eigener Existenz benöthigt, und sie giebt von dem Ueber- Provinz Sachsen, die Beköstigung pro Mann und Tag nahmen aus dem Bettel vermag die Kirche weder ihren Einfluß flusse heraus, wenn es ihr Vergnügen macht und nicht 49% Pf. betrug. Laut gedruckten Berichten des Vorstandes und ihre Autorität über die breiten Schichten des Volkes wehe thut. In der Natur der Sache liegt es nun, das der Arbeiterkolonie zu Rickling, Provinz Holstein, unteraufrecht zu erhalten und in ihrer gegenwärtigen Erscheinung einmal gewählte Mittel der Dupirung zu forciren, und die zeichnet von Grafen, Gutsbesizern und selbst weiter zu existiren, noch sogenannte innere Missionen, sowie gescheitelte Geistlichkeit versteht es meisterhaft, unter der verständlich, Pastoren, belaufen sich die Kosten des Tites den ganzen Troß spekulativer Unternehmungen zu unter- Toleranz und Mildthätigkeit Gott und aller Welt begreif Ernährung des Kolonisten" im Jahre 1891 pro Kopf b halten. Aus dem Bettel bei den kleineren Bürgersleuten lich zu machen, daß der an die Wand ge Tag auf 46,84 Pf., und im Jahre 1892 pro Kopf und Tag und niederen Beamtentlassen, aus dem Bettel bei der ge- drückte brot und arbeitslose Wanderer auf Ar- auf 54,8 Pf. Das sind ominöse Zahlen, welche zu denken sammten Landbevölkerung erzielte die Kirche seit Olims beiterkolonien nebst Natural- Verpflegungsstationen vor geben. Die arbeitende Bevölkerung, der die tägliche Et zeiten herrliche Einnahmen. Aber naturgemäß wälzte sich allem Ungemach und Fährlichkeiten dieser Welt fahrung zur Seite steht, erklärt kurz und bündig, ein Mann, der Schwerpunkt im Bettel der sogenannten armen Reisen- geschützt ist, daß er dort Nahrung und Kleidung in aus der von früh bis spät am Abend in freiem Felde oder ge den ebenfalls auf die gleichen Kategorien ab; die Wander- kömmlicher Weise findet, daß er dort überhaupt alles hat, schlossenen Räumen angestrengt zu arbeiten hat, tenn niat bettler machten in der Folge eine sehr fühlbare Konkurrenz, was ihm mangelt. Sogar zu der Ungeheuerlichkeit der mit rund 50 Pf. Tag um Tag erhalten werden, ohne bauernben und die Einnahmequellen zeigten sich um so weniger er Bitte verſteigt sich die Klerisei in ihrem wüsten, stieren Schaden an Leib und Seele zu nehmen. Pastor v. Bobelgiebig, als die Massenproletarisirung überhand genommen, Egoismus, nur ja teine Gabe an einen Wanderer zu verabschwingh und seine gelehrigen Jünger behaupt, daß bie so daß binnen Kurzem aus dem Bettel nur noch ein uns folgen, sondern diesen einfach an Arbeiterkolonien und Ver- Summe zur Genüge zulangt. Wer kein Taulthier genügendes Minimum übrig blieb für die Kirche, welche pflegungsstationen zu verweisen. Denn, sagen diese findet durch den Nebel schwarzröcklicher Berechnungen und Frommen, das Geld, das man anfing für sich und ihre Unternehmungen zu fürchten. den Wanderern Rechnungsführung keinen Weg. Blicken wir bem Titel Was nun? Das umstrittene Objekt, nämlich der gebe, verwenden sie zur Völlerei, während ja doch Ernährung des Kolonisten" einmal etwas näher ins un Bettel, bedingt die Lebensfrage sowohl seitens der Kirche ein allerliebster Gradmesser von der Uneigennützig- heimliche Angesicht und entkleiden ihn seiner Verschleierungen. als seitens der" Vagabunden"; ohne den Bettel vermögen teit, Humanität und Arbeiterfreundlichkeit der Gottes- In der Kolonie zu Rickling befinden sich 150 Rolo. beide Theile ihr Dasein nicht zu fristen. Soll sich die gelahrten ihre" Rollettanten fortgesetzt unterwegs nisten. Von diesen werden ca. 25 als Krechte, Handwerker, Kirche die Wurzeln gänzlich abgraben lassen und vor dem wären, um Geld und Gaben von freundlichen Gebern dank Kalfaktoren 2c. geführt und bekommen außer der gewöhn ungelenken Ronkurrenten, Bagabund genannt, die Segel barlichst in Empfang zu nehmen. lichen Tageskost zum Frühstück und Besper eine Zufort, streichen? Hat nicht die Kirche ein historisches Recht auf Und die Kehrseite der Medaille? Der Reichskanzler bestehend in Wurst, Speck, Käse belegten Butterden Bettel? Graf von Caprivi theilte in einer Rede betreffs der Ver- broden, Kaffee. Brüder und Aufseher leben feinen Ter Konkurrenzneid hat schon oft recht sonderbare pflegung der Soldaten mit, daß das Verpflegungsgeld pro schlechten Tag, denn eine ordentliche Welle Fleisch tebst Blüthen gezeitigt: auf grund der Haifisch- Philosophie, nichts Mann und Tag 1,00 M. beträgt, und giebt damit zu, Gemüse und Brühe bringen sie von beat Ueberflusse ihres geht mir über mich!" macheu Mitglieder der Klerisei von daß das, was der Soldat seinem Quartierwirth den Tag Tisches ihren Hunden. Außerdem delektiven sich an den D eville, Eudes, Lafargue u. In. eine gesetzliche Agitation der Arbeitslosen versuchten, lieg die Polizei die Anarchisten gegen sie los— unter Führung des berüchtigten M a r t i n e t. eines gemeinen Ganners und Diebes, der neulich an dem„Bankelt der Feder"(der Schriftsteller) theilnahm, auf dem sich auch Zola und andere Pariser literarische Berühmtheiten befanden. Die Volks- Versammlungen waren förmliche Schlachten, in denen die Polizei- spitzel, Zuhälter und rückfällige Verbrecher, angeworben von dem Anarchisten Marlinct, die Arbeitslosen zu Boden schlugen und mit Messern bearbeiteten. In die Redaktionszimmer des „Citoyen" und später des„Cri du Peuple" brachen die An- archisten mit Geivalt ein, und die Redakteure konnten nur mit einem Revolver in der Tasche und in Begleitung von Freunden ausgehen. In Bordeaux Roubaix, Marseille und überall,'wo der Sozialismus erschien, setzte die Polizei ihm den Anarchismus entgegen. Alle sozialistischen Versammlungen ivurden gestört und endigten mit Faust kämpfen. Anarchisten wurden mobil gemacht, um den sozialistischen Rednern von Stadt zu Stadt zu folgen. Lafargue begegnete auf einer seiner Agitations- Reisen in Lyon, Romans, Viemie, Marseille, Cette und Mon- pellier denselben Anarchisten; in Marseille feuerten sie mit einem Revolver auf G u e s d e; in Paris griffen sie R o u a n n e t und seine Freunde m i t M e s s e r n an, und als man znr Polizei schickte, erklärte sie, e s g e h e sie nichts an, wenn ein sozialistischer Gemeiuderath todtge schlagen würde. Die Bourgeoispresse unter st ätzte die Po- lizei in der Propaganda für den Anarchismus. Vor einigen Jähren gab ein anarchistisches Blatt in London, „Die Internationale", unter der Ueberschrifl:.Galavorstellung", die nöthigen Anweisungen, um die Oper in die Lust zu sprengen. Das Blatt wurde an der Grenze be- schlagnahmt; aber der„Figaro" beeilte sich, die Anweisungen abzudrucken, und die Zeichnung der Sprengbonibe zu geben, mit genauer Be- schreibung der Stoffe, mit denen sie zu füllen war. Der„Temps", der„Gaulois". der„Jour", kurz alle Bourgeois-Zeitungen erzählen mit Behagen in allen Einzelheilen die Handlungen und Thaten ihrer Freunde, der Anarchisten. Sie rühmen sie als logische, ehrliche, konsequente, jeden Kompromiß verachtende Menschen, während die Sozialisten Schwindler und Charlatane sind, blos darauf bedacht, sich eine politische Stellung und einträgliche Stellen zu verschaffen. Mehrere Bourgeoiszeitungcn nehme» Anarchisten in ihre Redaktion, damil diese auf die Sozialisien schimpfen, wie z. B. G s g o n t, der aus die internationalen Kongresse von Brüssel und Zürich ge- schickt ward, um Streitigkeiten hervorzurufen, unddieKongrcffe durch gefälschte Berichte lächerlich zu machen. Die Anarchie ist unter den Bonrgeois-Journalisten in der Mode. Sie ziliren ehrfurchtsvoll die Worte des Prinzen Krapolkin und greisen das allgemeine Wahlrecht in Artikeln an, welche die„Rc- volle" und andere anarchistische Blätter mit Wonne nachdrucken. Ein solcher Bourgeoisliterat äußerte sich wie folgt über das Kamnier-Attcntat:„W as liegt an den Opfern, wenn dieThat eine gute ist? Was liegt andem Tod geni einer Heer den menschen, wenn dadurch das Individuum zur Geltung kommt?" „Was liegt an dem Verbrechen und an den Opfern der Anar- chisten, wenn die Reaktion zur Geltung kommt und entfesselt wird!"— rufen die Kapitalisten—„wenn die Reaktion nur den Sozialismus zerschmettert(öcrass)— den verhaßten Feind!" Da man den Sozialismus auch nicht mit Hilfe der Anarchie besiegen konnte, so muß er mit ihr zusammen geworfen, demselben Abscheu, derselben Verdammniß überliefert werden.„Die Achtung vor der Gesetzlichkeit zerstören," ruft der„Temps" aus,„das heißt allen verbrecherischen Phantasieen die Thore öffnen—— der sozialistische Samen muß die anarchistische Raserei zur Frucht haben; der Sozialismus ist durch eine unerbittliche Logik an den Anarchismus gekettet". Und Herr Jonnart, der Minister der öffentlichen Arbeiten, steigt auf die Rednerbühne der Kammer und liest Artikel aus sozialistischen Zeitungen vor, um zu be- weisen, daß sie die Plünderimg, den Mord und das Dynamit anrathen.„Sie fälschen den Text! Sie lügen!" schleudern die sozialistischen Abgeordneten ihm in's Gesicht. Und unter dem Zischen der ganzen Linken muß Herr Jonnart eingestehen, daß er den Text— verändert hat. Den Tag darauf schickt unser Freund D e v i l l e, den er genannt hat, ihm seine Zeugen, Jourde und Duc-Quercy, mit der Aufforderung, ihm entweder aus der Rednerbühne oder mit den Waffen Genugthnung zu geben. Jonnart verweigert beides, aber er entschuldigt sich und behauptet, er sei durch ein Mißverständniß zu dein Jrrthum ver- leitet worden. Das genügt Deville nicht, der in einem von allen Resten dieses Tisches einige Kalfaktoren. Die Schreiber speisen an einem separaten Tisch, und dem Küchenpersonale wird es Niemand arg verdenken, ivenn es dafür Sorge trägt, nicht„hinten abzufallen". Der Herr Inspektor der Kolonie mit scii'er engeren und weiteren Familie, Mägden, Kinder- srau hat jedenfalls nicht nötyig,„schlecht" zu speisen, und da auch fromme Leute, alten Herkommens gemäß, einen„guten" Tisch lieben, so hat der Herr Pastor resp. Kandidat, welcher auf der Kolonie wohnt, keinen Grund, von der Regel eine Ausnahme zu machen. Lieber Besuch hat selbstverständlich Anspruch auf Gastfreundschaft.— Daß die Genannten mehr oder weniger über einen„kräftigen Tisch" verfügen, ist eine Sache, welche außerhalb des Bereiches dieser Betrachtungen liegt, aber andererseits kann doch nicht in Abrede gestellt werden, daß eine grausige Portion Un- vcrfrorenheit dazu gehört, die Summen, welche für die gc- schilderten Genüsse ausgegeben werden, ans Titel„Er- nährung des Kolonisten" abzuwälzen. Mit andern Worten: von den 46,84 Pf. pro 1891 resp. S4,8 Pf. pro 1892, welche auf den Kopf des Kolonisten ausgeworfen sind, müssen auch die Kosten für den Tisch des Herrn Pastor, Inspektor nnt Familie, den Brüdern, Auf- sehern. Schreiben!, Kalfaktoren, Knechten, Mägden, Hand- werkern ec. gedeckt werden.*) Was nun von den 46,84 resp. 54,8 Pf. als Restsnmme verblieben ist, dafür wird die Be- köstigung des Kolonisten bestritten, und zwar entsetzliche Kost hergestellt, die kein Hunger erträglich machen kann. Man übertreibt nicht, wenn man sagt, daß der Teckelhund eines Aufsehers zu einer Mahlzeit mehr Fleisch und Brühe bekommt, als der Kolonist die ganze Woche. Und wieviel kostet nun die Tageskost eiues Ko- lo nisten. Ohne erst ein Speise-Journal nachzuschlagen, sagen Kolonisten, welche Rickling, Seyda und Berlin mit- gemacht haben, übereinstimmend: da in der Arbeiter- kolonre zu Berlin die Tageskost 32 Pfennig kostet, so kostet die in Seyda 27 Pf. und die in Richling 22 Pf. Statt der 11i9 Gramm Fettheile, die nach eingehender Beobachtung von Männern der Wissenschaft dem menschlichen Körper zu- geführt werden müssen, um ihn intakt zu erhalten, gicbt die Kolonie Bichling pro Mann und Tag 60 Gramm(Schmalz) aus. Kein Wunder, daß der unglückliche Kolonist, wenn er, was ') Wir müssen es dahingestellt sein lassen, ob die Rechnung unseres Gewährsmannes stimmt. Die Red. d.„Vorwärts". Zeitungen veröffentlichten Briefe den Minister für einen„Fälscher" und„Trops" erklärt(faussaire et dröle1). Tie Monarchisten und Katholiken benutzen das Attentat als Agitationsmittel gegen die Schulgesetze, den Laien- Unterricht und die Revolution von 17S9— das seien die „Eltern der Anarchie".„Ihr werft dem Anarchismus vor,— sagen sie— daß er auf alle Bourgeois ohne Unterschied los- schlägt, weil es für ihn unter den Bourgeois keinen Unschuldigen giebt. Aber hat der„große Carnot", der Großvater unseres Präsidenten der Republik, zur Zeit als er Mitglied des Wohl- fahrtsausschusses war, nicht die Männer und Frauen des Adels ohne Unterschied auf die Guillotine geschickt, und erklärt: es giebt keine Unschuldigen unter den Aristokraten!"? Jetzt, wo man sich von der Attentats-?lufregung etwas zu erholen beginnt, fragt man schon, wie es kommt, daß Vaillant, der nicht arbeitete, immer Geld in der Tasche hatte, zwei Wohnungen besaß, und die zwei Miethen regelmäßig bezahlte. War er ein Lockspitzel, der einmal ohne Befehl auf eigene Faust handelte? Auch die russische Gesandtschaft wollte aus der Explosion im Palais Bourbon Profit ziehen. Der„Gaulois", das notorisch an die Russen verkaufte Blatt, dem sie in der Person ihres wohl- bekannten Agenten Herrn von Cyon einen Lenker gegeben haben, schlägt am 11. Dezember den Zusammentritt eines euro- päischen Kongresses vor, zu dem Zweck, ein Syndikat der Vertheidigung(einen Schutzbund) unter dem Vorsitz des Czaren zu organisiren, „der. weil am weitesten vom Sitze des Uebels�) entfernt, am sreiesten und unbefangensten die Verhandlungen zu leiten im stände sei". Das„Journal von St. Petersburg" beeilt sich zu antworten:„Da die anarchistische Gefahr eine internationale ist, so muß sie auch mit internationalen Mitteln bekämpft werden." Das Ministerium Kasimir Perier thäte indeß wohl daran, sich nicht allzu sehr auf seine Majorität zu verlassen: die Furcht, welche sie geschaffen hat, wird nicht ewig dauern,—„es ist ein Strohfeuer", sagte schon der„Figaro". In jedem Fall sind es die Sozialisten, die aus der Lage den meisten Vortheil ziehen, und schließlich die Frucht ernten werden. So lange die anarchistischen Attentate nur gegen Bildsäulen, steinerne Kreuze und Sozialisten gerichtet waren, ließ man die Polizei ruhig ge- währen, aber nun, da die schwachen Gehirne, die durch die anarchistische Propaganda aus dem Gleichgewicht gekommen sind, die Magistrate, die Deputirten. die Regierung angreifen, wird die Regierung sich gezwungen sehen, der Polizei zu befehlen, daß sie ihre Lockspitzel abschafft, und sie auch nicht niehr gegen die So- zialisten losläßt. Des Polizei- Anarchismus ent- ledigt, wird der Sozialismus frei und elementar! r ästig wachsen und sich ausbreiten. Gallus. Vor der Sataftroplze.'' (Aus Italien.) Ich schrieb Ihnen in meinem letzten Berichte, es herrsche allgemein das Gefühl, daß wir vor einem Chaos stehen. In- zwischen sind Ereignisse, sich überstürzend, eingetreten, welche den Ausspruch bewahrheiten: vor einem Chaos oder vor einer Katastrophe. C r i s p i ist zur Herrschaft berufen: aber er sucht noch immer ein Ministerium. Die wichtigste» Stellen: Krieg, Marine, Aenßeres, Unterricht sind bis zu diesem Augenblick noch nicht besetzt; Eines weiß man aus seinen Aeußerungen. Die radikale Linke hatte eine jährliche Ersparniß von hundert Millionen Franken gefordert; seine Antwort darauf ist: Nicht nur keine Ersparniß, sondern die Forderung von sechzig Millionen neuer Auflagen und Steuern. Dies Wort— se non ä vero, 6 ben trovato4)— hat sich wie ein Blitz verbreitet und an verschiedenen Stellen >) ärdls(drohl) entspricht ungefähr dem„dummen Jungen" der deutschen Universitäten— es ist ein Schimpf, der das Duell nach sich ziehen soll. 2) In Rußland hat„Väterchen" allerdings keine„Anarchisten" — seine Polizei hat sie bloß im und für's Ausland gezüchtet. Dafür hat er ober Nihilisten, die ihm die Hölle so heiß machen, daß er nicht wagt, aus dem Hause zu gehen. Er soll sich erst selbst Helsen und dafür sorgen, daß sein Hausarrest aus- gehoben ivird. N. d.„V.". 3) Ter Artikel lief ein vor der Konstituirung des Ministeriums Crispi. Raummangel hinderte uns, denselben vorher zu ver- öffentlichen. Wir glauben, daß er auch jetzt unsere Leser inler- essiren wird. 4)„Wenn nicht wahr, doch gut erfunden." Die Antwort charakterisirt Crispi. selbstverständlich nur vereinzelt der Fall, von außen keine Zuwendungen hat, bald mit den„Kolonievogel" be- haftet tst. Das heißt: infolge der ungenügenden Nahrung treten bei ihm dieselben Symptome zu Tage wie beim Schnapstrinker, welcher mit dem Delirium tremens kämpft. Die entsetzlichen augenlosen Pfaffensnppen sind gleichfalls die Ursache, daß eine andere Krankheit, Hühner- kicke genannt, stehender Gast auf Kolonien ist. Die be- dauernswerthen„Hühnerblindcn" sehen periodisch am Tage alles gelb vor sich werden, während bei ihnen mit Unter- gang der Sonne Stockblindhcit eintritt, so daß sie an der Hand geführt werden müssen. Das ist die Bescherung, mit welcher die Klerisei sich dem großen Publikum gegenüber als Volks- bcglückerin und Stütze der Gesellschaft aufzuspielen wagen, und von einer Wohlthat, geleistet den Armen und Arbeits- losen, salbadern, welche nur aus dem Schooße christlich fromnier Männer geboren werden konnte. Einen wahrhaft gruselig- widerlichen Eindruck macht es, wenn so ein „frommer" Redner den Kolonisten predigt, daß alles, was sie um und an sich haben, daß ihnen der Tisch gedeckt, daß sie Lagerstätte, Arbeit und Verdienst, mit einem Worte, eine Existenz haben, daß ihnen das Wort Gottes verkündet wird u. s. w., u. s. w., daß sie alles das der christlichen Liebe und frommen Männern zu danken haben. Und da, wo das Almosen der christlichen Liebe und Barmherzigkeit, d. i. augenlose Pfaffensuppen nebst fronimen' Sermonen, nicht hinreichen, da bekommt der arme Kolonist Traktätchen, worin ihm schwarz auf weiß klar gemacht wird, daß all sein Elend, all sein Kummer und Hunger nach göttlichem Rath- schluß nur zu seinem Besten ist, Entsagung und Himmels- lohn ihm überall predigend. Gegenwärtig heißt das Losungs- und Schlagwort: Hebung des Kolonisten nach innen und außen. Die Berliner Arbeiter- Kolonie sucht das Mittel der Hebung und Erziehung in einer Strenge, welche das Individuelle im Leben eines jeden ignorirt und einen fast hündischen Gehorsam erzeugt. Uebel angebrachte Devotion, Erbitterung, Aufsässigkeit sind die Folgen dieser Erziehungsniethode, welche sich selbst richtet. Daß der auf die Straße entlassene Kolonist der ersten an ihn herantretenden Versuchung zum Opfer fällt, ist unausbleiblich. Die Kolonien zu Seyda und Rick- ling kennen nicht, wie die Berliner, das entsittlichende Ueber- wachungssystem des Kolonisten durch Kolonisten, sondern des Südens zu gewaltsamen Volksausbrüchen geführt. So sehr diese zu beklagen sind, so leicht sind sie als Akte der Verzweif- lung durch die bestehenden Zustände zu erklären. In dem Provinzstädtchen Bitonto, in der Nähe der Hafenstadt Bari, wollte das Land- und Stadtvolk eine Prozession feiern. Für den Mörser zu den Böllerschüssen aber sollte— hier ist ja alles und jedes besteuert— eine Steuer bezahlt werden. Da dies nicht geschah, nahm die Finanzwache den Mörser in Beschlag und trieb die Protestirenden aus dem Festzuge zurück. Das erbitterte Volk stürmte die Finanzwache; diese rief Karabinieri zu Hilfe, welche mit Revolverschüfsen zwei Bauern und ein Kind tödteten. In dem offiziellen Bericht ist von diesen Opfern gar nicht die Rede. Nun wuchs die Wuth des Volkes zur Raserei. Die Karabinieri mußten flüchten und die erste Ursache des Unheils, der Finanzwächter, wurde hervorgezogen, gemißhandelt und an einem angezündeten Feuer arg verbrannt. Er befindet sich schwer verwundet im Spital. Hier sieht man so recht, wie der Ausbruch der Volkswuth sich gegen die Organe der Besteuerung wendet, wie die infame Art der Besteuerung, durch die das Land bis aufs Mark ausgesogen wird, die Haupt- schuld des Elends trägt. Aehnliche Vorfälle, doch mit größerem Umfange und mit zahlreicheren, blutigen Opfern sind in Sizilien geschehen. In der Kommune Giardinelli in der Nähe von Palermo, einem Orte von etwa 800 Einwohnern, war das Volk über die Höhe der Steuern, Staats- und Kommunalsteuern, seil lange erbittert. Insbesondere gehaßt war eine durch den Ein- fluß des Bürgermeisters eingeführte Steuer zur Besoldung der Oberaufseher der Felder. Ich schrieb Ihnen von ähnlichen Steuern in den Kontrakten der Landbarone mit ihren Bauern. Am 12. Dezember sammelte sich unter dem Ruf:„Nieder mit den Steuern! Nieder mit den Munizipiun!" eine wüthende Menschenmenge, darunter viele Frauen, vor dem Hause des Bürgermeisters. Die vorhandenen Karabinieri und ein benach- barter Posten Bersaglieri wurden vom Bürgermeister zur Hilfe herbeigerufen. Diese schritten zum Angriff gegen die Menge vor und als ein Steinwurf erfolgte, gaben sie Feuer. Tobte und Verwundete stürzten; darunter zwei Frauen und ein zehnjähriges Mädchen aus dem benachbarten Orte Moutelepre. Als die Menge das sah. erfaßte sie wahnsinnige Wuth. Viele stürzten ,n ihre Hütten, um sich Waffen aller Art zu holen— ein Zeichen, daß die Menge bisher nicht an gewaltsamen Angriff gedacht hatte— das Haus wurde gestürmt und da man den Bürgermeister nicht fand, sein Unter- beamter(un messo communale) mit Namen Gaetano Nicosia und auch dessen Weib von den Rasenden getödtet. In dem benachbarten Montelepre wurden die Bauern bei der Nachricht von der Niederschießung der Ihrigen durch die Gendarmen und Bersaglieri so erregt, daß sie in Haufen sich an- schickten, ihren Brüdern zu Hilfe zu eilen. Der Ausgang des Racheakts hielt sie zurück.— In einem anderen Ort derselben Provinz Palermo, Partinico. geschah ganz derselbe Vorfall, die Steuer« und Finanz- wächter wurden von einer Bauernschaar angegriffen. Diese riefen Karabinieri und Bersaglieri zu Hilfe. Die letzten gaben Feuer und Todte und Verwundete bedeckten den Boden. Der offizielle Bericht über diesen Vorgang giebt ausdrücklich zu, daß die öffentliche Macht unverletzt blieb(„la forza pubblica b rimasta affatto illesa"). Von Palermo wurde nach Partinico ein neuer Trupp Karabinieri und mit ihnen zwei Kanonen ge- schickt. Ein Berichterstatter hat die aus Giardinello und Partinico nach Palermo gebrachten Verwundeten in den Hospitälern besucht; er fand ihrer 16, darunter 6 schwer Verwundete, unter diesen ein Kind und ein junges Mädchen von achtzehn Jahren. Um das äußerste Elend der Landbewohner Siziliens, ihre fortwährend an Hungersnoth grenzende Lage vor aller Augen zu zeigen, hat Garibaldi Bosco dem Abgeordneten Colazanni nach Rom mehrere Brote gesendet, welche die Bauern in allen Landbezirken Siziliens essen. Man kann auS ihnen Stücke Stroh und Wurzeln herausziehen. Colajanni wird sie in der Kammer vor- zeigen und sie den geehrten Volksvertretern zum Schmecken geben. Ich habe ähnliche Brot« einmal gesehen. Es war gegen Ende der Belagerung von Paris im Februar 1871. Während des Waffenstillstandes wurden diese Brote aus der Stadt über die Barrieren an die Außenstehenden hinübergehandelt, um sie als historische Merkwürdigkeit zu bewahren.— Diese Gegenwaris- bilder sind die Willkommensgrüße, mit denen das Land Italien das neue Regiment Crispi's empfängt.— Wie einst mit feuriger Schrift zu Babylon an den Wänden des Thronsaals das Urtheil erschien, das Belsazar's Schicksal besiegelte,) so steht heute flam- mend vor aller Augen die Prophezeiung, die einst M a z z i n i aussprach: „Crispi wird der letzte Minister der Mon- archie in Italien sein!" haben Brüder zu Wächtern bestellt. Sehen wir uns hier einmal die Kolonie-Erziehung an, die Kennzeichen der inneren und äußeren Hebung, welche Endresultate aus der kirchlichen Moral hervorquellen. Es ist Winter und kalt, das Thermometer zeigt —20 Grad R. Nachdem die Kolonisten Andacht und Morgenbrot eingenommen, auch das Frühstück in die Tasche geschoben, setzt sich der Zug in Bewegung, deni Arbeitsfelde zu, das 40 Minuten von der Koloine entfernt liegt. Da sie mit Anbruch der Dämmerung das Tagewerk zu beginnen haben, legen sie den ver- chneiten Weg im Dunkeln zurück, ebenso am Abend, wo erst mit völliger Dunkelheit die Arbeit eingestellt wird. Weder Baum noch Strauch, weder Hügel noch die Nähe von Häusern gewähren auf den öden Haide- und Moor- stächen Schutz vor dem eisigen, schneidenden Winde, der von der Nord- zur Ostsee streicht. Der„General- Anzeiger für Hamburg- Altona" bringt in seiner Dienstag- Nummer vom 24. Januar ds. Js. folgende Nachricht.„Bei der furchtbaren Kälte der letzten Tage sind auf der Arbeiterkolonie zu Rickling in Holstein acht auf der Haide beschäftigten jkolonistcn Nase, Ohren und Hände erfroren. Die Bedaucrnswerthen befinden sich in ärztlicher Behandlung." Trotz der Kälte sind die Bewegungen der Kolonisten langsam und kraftlos. Sie scheinen an einer ausgesprochenen Schwäche der Beine zu leiden, welche die Gehsähigkeit sehr beschränkt, denn sie gehen langsam, ohne Eile. Ter indolente, stupide Gesichts- ausdruck legt den Schluß nahe, daß das intellektuelle Ver- mögen angegriffen und geschwächt ist, in eine unklare, beängstigende Situation hineingewürfelt, vermögen sie in ihrem entnervten und erschlafften Zustande nichts mehr vom Leben, von den Kämpfen ums Dasein zu be- greifen, erstarren sie in ihren Anschauungen beinahe; die all- gemeine Apathie macht sie untauglich gleichwohl zu besonderer Freude als zur Empfindung des Leidens. Ter Anzug ist schofel, unordentlich, thcils mit in allen Farben schillernden Flicken besetzt, theils zerrissen und zerlumpt, gleich dem des Landstreichers, nur mit dem Unterschiede, daß dieser an seinen Kleidern Fettflecke aufzuweisen hat, die jener entbehrt. (Schluß folgt.) ,, Ueber Thema darf nicht gesprochen werden." Politische Ueberlicht. Gin Luftspiel, das auf dem Berliner Hoftheater schon einBerlin, den 18. Dezember. Ueberall Dynamitfunde! Nächstens wird's Dynamit schneien wenn die Polizei dem Segen nicht Einhalt gebietet. Den deutschen Attentatspolitikern empfehlen wir, unseren heutigen Brief aus Frankreich recht genau zu lefen und über den Inhalt nachzudenken. Wenn sie ehr= lich sind und Dentfähigkeit befizen, werden sie erkennen, daß wir von Anfang an durchaus recht hatten, als wir das letzte, wie auch die früheren anarchistischen Attentate der bürgerlichen Gesellschaft und deren poli tischen, insbesondere polizeilichen Agenten in die Schuhe schoben. Die Thatsachen, die unser aufs Beste unter richteter Rorrespondent( ein besser unterrichteter dürfte wohl nicht zu finden sein) vorbringt und aneinandermal zur Aufführung gelangt war, ist plöglich dem Interdikt verfallen, weil die Heldin sich wenig respektvoll über das Sedansfest äußert. Eine Kritik des Heiligen Sedan ist also von der preußischen Zensur verboten. Ob die Herren Hofbeamten nicht wissen, daß, was die Kritik nicht verträgt, unter der Krititift?. " Bern, 18. Dezember. Der Bundesrath unterbreitet der Bundesversammlung ein Gesetz gegen die Anarchisten. Ueber den Inhalt des Gesezentwurfes ist noch nichts bekannt. Ueber den Stand der österreichischen Wahlreformfrage liegen folgende Depeschen vor: Wien, 18. Dezember. Die Regierung wird während der Reichsrathsferien die Wahlreform- Borlage feststellen und dieselbe dem Abgeordnetenhause sofort nach Wiederzusammentritt vorlegen. Wien, 18. Dezember. Wie die ,, Montagsrevue" erfährt, werden zwei neue Kurien geschaffen werden, eine für Steuerzahler unter 5 Gulden und eine für industrielle Arbeiter. Der Ruhm der Herren Jonnart nnd Benningsen hat den bayerischen Minister des Innern Herrn Polizeibirektor a. D. v. Feiligsch nicht schlafen lassen. Auch er hat, der Wahrheit nicht die Ehre gebend, Anarchismus und Sozialismus zusammengeworfen. Dieselbe Presse, welche Im Februar soll die Vorlage, an deren Ausarbeitung die Abfertigung, die Schippel Herrn v. Benningsen zu Theil die Führer der reaktionären Parteien theilnehmen sollen, werden ließ, feig unterschlug, druckt jest wohlgefällig dem Abgeordnetenhause vorgelegt werden. Die ArbeiterHerrn v. Feiligsch's Phantasiestück ab. klasse wird durch diese Lösung der brennenden politischen reiht, reden eine so deutliche und so beredte Sprache Bei der heute begonnenen Spezialberathung des Etats des bleibt mit allen seinen Ungerechtigkeiten bestehen, die Aus der bayerischen Kammer der Abgeordneten. Frage in Defterreich nicht befriedigt werden, das Wahlsystem daß ein Mißverstehen nicht möglich. Die der mitgetheilten Thatsachen sind unseren Lesern Ministeriums des Innern beantragte Grillenberger in reaktionären Parteien sichern sich weiterhin die Majorität nicht fremd, und sind zum Theil sogar schon von unseren längerer gegen den Minister gerichteten Rede, von der das und dem Proletariat wirft man einen möglichst kleinen Vertretern im Reichstage vorgebracht worden; allein unser offiziöse Wolff'sche Bureau nichts mittheitt, die wir aber Bissen hin. Mit dieser Politik steigert man nur die Aufregung und den Klassenhaß des Proletariats. Die überfranzösischer Genosse hat sie vervollständigt und so über nachtragen werden, die Verwerfung des Postens Minister schlaue Bourgeoisie glaubte mit ihrer Ablehnung der sichtlich geordnet, daß sie ein Gesammtbild geben, dessen gehalt". Der Minister des Innern, Freiherr v. Feilitsch, Taaffee'schen Wahlreform- Vorlage ihrer Klasse vor großen Eindrücken kein Vorurtheilsloser sich entziehen fann. berichtigte die seitens der Sozialisten aufgestellten Be Gefahren gerettet zu haben, jest gräbt sie munter an ihrem hauptungen erklärte, die Entschließung des eigenen Grabe. Ministeriums sei längst erlassen worden, durch welche die Errichtung von Gewerbegerichten empfohlen werde. Die französische Rammer mit ihrer Angstgeset= Staatsregierung sei für Einführung der Gewerbe- Memter, gebung gegen die Anarchisten, d. h. Sozialisten hat die diese sei aber Sache der Gemeinde. Was die angefochtenen begeisterte Zustimmung des Er- Hausmeiers der HohenBerbote von Versammlungen angehen, so würden dieselben zollern erhalten. Das geschieht ihr recht. Besagter Er bedurch die Reichs- Strafprozeß- Ordnung gerechtfertigt. Die nutt beiläufig die Gelegenheit, um für sein Sozialistengesetz Sozialisten hätten in den Vereinsreden die Religion, eine Lanze zu brechen. Daß es ihn zum todten Mann und Monarchie und die Staatsgesetze, die edelsten Güter der die Sozialdemokratie zur größten und stärksten Partei in Nation, auf das Unerhörteste angegriffen. Der Minister Deutschland gemacht hat, das scheint dem altersschwach geappellirte schließlich gegenüber den Sozialisten an die wordenen Herrn aus dem Gedächtniß entschwunden zu Rammer. Aub stimmte im Namen der Liberalen dem sein. Minister bei, ebenso Orterer im Namen des Zentrums. Das Ministergehalt sowie die nächsten Kapitel des Etats beg wurde genehmigt. Man sieht, die Bekämpfung der Sozialdemokratie wird in Frankreich mit denselben verwerflichen Mitteln betrieben, wie bei uns. Dort wie hier planmäßige Züchtung von Anarchisten unter Beihilfe der gesammten Bourgeoispresse; dort wie hier systematische Vorbereitung und Ausnutzung von Attentaten im Interesse der Reaktion. In Deutschland hat sich seit dem Sturze des Hausmeiers und Ober- Spizelpatrons in dieser Beziehung wohl Manches geändert; indeß ganz hat das Spigelthum auch bei uns noch nicht aufgehört, und wir werden vielleicht an anderer Stelle gelegentlich uns zu erkundigen haben, ob und wie weit Spizel von den Behörden amtlich be: schäftigt sind. " und Die Natürlich! Aus Paris wird telegraphirt:„ Zweihundert ausländische Anarchisten oder Sozialisten Und nun ein Wort an die Adresse der„ Magdeburger sind von der Polizei ausgewiesen." Es freut uns, daß die Zeitung". Dieses würdige Blatt, in dem der vom Grafen ,, Einen kräftigen gefehlichen Schnitt durch die Polizei uns so prompt Recht giebt. Die Anarchisten" find Arnim als Verleumder gebrandmarkte Hans Blum sein vermoderten Bergamente der elsaß- Lothringischen Sonder nur die Anstandshöschen für die schmachvolle Ausweisung Wesen treibt, meint in bezug auf einen unserer jüngsten gesetzgebung" fordert die„ Kölnische Zeitung". Das klingt der Sozialisten. Unter den in Frankreich verArtikel, es sei nicht richtig, daß die Scheidung zwischen sehr radikal; wenn man aber bei näherem Zusehen entdeckt, hafteten Ausländern wird uns ein Baron von StackelSozialdemokratie und Anarchie in Deutschland so klar er daß die„ Sondergeseze, in denen der Geist der französischen berg genannt, bei dem sehr kompromittirende Schriftstücke" folgt sei, wie wir behauptet. Auf dem St. Gallener Kongreß Revolution" weht, gemeint find, so merkt man die gefunden sein sollen. Nun, wir tannten einst in Leipzig hätten sich einige Genossen noch der unbedingten Verurtheilung Absicht und lacht. Diese Geseze abschaffen, dagegen einen Baron von Stackelberg. Wenn dieser gemeint ist, des Anarchismus widersetzt. Die„ Magdeburger 3tg." scheint die, in welchen der Geist der französischen Reaktion dann hat die Pariser Polizei sich einen gewaltigen Bären nicht zu wissen, daß das Wort„ Anarchie" in sehr verschiedenem weht, beibehalten, und daneben noch die Gesetze der aufbinden lassen. Sinne gebraucht wird. MarStirner und Proudhon deutschen Reaktion einführen, das wäre nach dem haben die Anarchie verherrlicht-kein vernünftiger Mensch Geschmack der Kölnischen Zeitung" und ihrer Geistes- Auf grund der Reklamationen seitens des bisherigen Nachklänge zu den Kämpfen von Aigues Mortes. wird diese zwei Anarchisten" einem Ravachol und Vaillant verwandten. Für die armen Elsaß- Lothringer gäbe es dann italienischen Ministers des Auswärtigen, Brin, theilte die Marchal gleichstellen. Ferner wird in vielen Ländern jeder kein Entrinnen aus der Zwickmühle, in die sie seit der französische Regierung mit, sie stelle der italienischen Reitalienischen Ministers des Auswärtigen, Brin, theilte die Arbeiter, der sich verzweiflungsvoll gegen die heutige Gesell Annektirung gezwängt find. schaft auflehnt, als Anarchist bezeichnet. Es fällt uns nicht gierung 420 000 Frants als Entschädigung für die Opfer ein, diese Unglücklichen zu verurtheilen. Aber der Evangelisch- sozialer Kurfus in Dortmund. Schon von Aigues Mortes zur Verfügung. In Paris wird zu Anarchismus, der darin besteht, im Frieden gegen in Berlin war es bei dem hier abgehaltenen evangelisch- dieser Meldung bemerkt, daß auch die italienische Regierung Individuen oder Körperschaften Mordanschäge sozialen Kursus aufgefallen, daß innerhalb der Bewegung für die Schäden, welche in Rom, Genua und Neapel an zu richten, privates oder öffentliches Eigenthum zu stehlen zwischen der Stöcker'schen Richtung und Denjenigen, läßlich der dortigen Demonstrationen französischen Unteroder zu zerstören, ist von uns, und zwar von uns allen, denen die Beschäftigung der sozialen Frage thanen zugefügt wurden, der französischen Regierung Entallezeit als gemeines Verbrechen betrachtet worden, dessen Hauptsache und nicht nur Mittel zur Stärkung der Kirchen- schädigung angeboten habe. Die hierzu erforderlichen Urheber, wenn fie auch hundertmal das Wort Revolution macht ist, ein immer schärferer Gegensatz sich herausgebildet Kredite werden voraussichtlich sowohl dem französischen als im Mund führen, mit der ehrlichen Sache der Arbeiter hat. Männer, wie der Pfarrer Naumann aus Frank dem italienischen Parlamente zur Bewilligung vorgelegt nichts gemein haben. Die Magdeburger Beitung" hat furt a. M. und der Kandidat Göhre, denen es Ernst ist werden. also wieder einmal gelogen. mit der Arbeitersache, können auf die Dauer mit den Stöcker- Beernaert, der belgische Ministerpräsident, droht mit lingen, die die Mehrheit der chriftlich- sozialen Bewegung bilden, seiner Demission für den Fall, daß das proportionale Wahlnicht zusammenarbeiten. Man sucht sie jetzt schon alles verfahren von der ultramontanen Regierungspartei nicht Einflusses zu berauben, Bezeichnend ist, daß der nun für Dortmund zum 14. bis 16. Januar anberaumte evangelischsoziale Kursus einen ganz reaktionären Charakter trägt. Väterchen in Nöthen. Nach einem Telegramm der Das tritt nicht nur in der Person der in Aussicht ge- Kleinen Republik" von Paris wurde in Moskau eine nommenen Lehrer, sondern auch in den angekündigten Vor- geheime Nihilistenversammlung, bestehend aus 72 Männern trägen zu Tage. So wird ein Pfarrer Weber über und 8 Frauen von der Polizei überrascht. Im Handdie Bedeutung des Glaubens für die Ueberwindung der gemenge wurden auf beiden Seiten mehrere Personen gesozialen Gefahren" sprechen, und den Schluß des ganzen tödtet, eine schwer verwundet. Zweiunddreißig Nihilisten Kursus macht Pfarrer Arndt mit einem Referat über die gelang es, zu entkommen; die übrigen wurden gefangen, sozialdemokratischen Verdrehungen und Entstellungen der nachdem mehrere sich erschossen hatten. Bibel". Als besonderes Zugmittel wird angekündigt, daß Griechenland hat seinen Bankerott erklärt. der Hofprediger a. D. Stöcker für den 16. Jannar sein Erscheinen zugefa gt hat". Hoffen wir, daß die Verhandlungen sich seiner würdig erweisen werden. Die Ravachol und Baillant- Marchal sind die Produkte und Zöglinge der bürgerlichen Gesellschaft, der wir ihre sauberen Früchtchen gern überlassen. Daß sie vor ihrem eigenen Kind fich zu fürchten beginnt, das kann uns blos Freude bereiten. Den Anarchismus, der beiläufig ihr eigener Geist ist, hat sie heraufbeschworen, und jetzt, da er ihr fürchterlich geworden, kann sie ihn nicht bannen. Es ist die alte Geschichte vom Bauberlehrling. Und wie heißt's doch in der Bibel? Womit Du gesündigt hast, damit sollst Du gestraft werden!" mit acceptirt wird. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wien, 18. Dezember. Wie polnische Blätter melden, sollen Anarchismus und Falschmünzerei. Der Anarchismus" ist die Etikette, die heutzutage allen möglichen gemeinen Verbrechen aufgeklebt wird. Brandstifter, Raubmörder und sonstige interessante Verbrecher nennen sich Anarchisten" und die Kammerer, Stellmacher, Ravachol find von verwandten Seelen zu Märtyrern und Heiligen ge- Stickereiindustrie, die ungefähr auf gleichen Grundsägen Die Verbände der schweizerischen und fächsischen macht worden. Daß russische Falschmünzer und Spitzel in der aufgebaut worden waren und die Beseitigung der ärgsten in Russisch- Polen wieder mehrere Berhaftungen wegen sozialisti Schweiz lange ihr Geschäft trieben, ist bekannt. Nicht ganz Misstände durch Einführung einer gewissen Ordnung zum fcher Umtriebe stattgefunden haben. Mehrere Angestellte der überraschend ist daher folgende Notiz, die unwidersprochen Zwecke hatten, erfahren gleicherweise das Schicksal eines Lodzer Fabrikbahn, sowie die Direktorin der Fröbel'schen Kinderjetzt durch die Zeitungen geht: Mainz, 15. Dezember. Es scheint, daß sich am Rhein rapiden Niederganges und Berfalles. Der einst blühende und schule in Lodz, Bronowska, befinden sich unter den Verhafteten. Anarchisten zur Anfertigung und Verbreitung von falschem mächtige schweizerische Stickereiverband hat die wichtigsten Wien, 18. Dezember. In einer Versammlung haben die Geld verbunden haben. Kaum ist der dieses Verbrechens an- feiner in der That auch für die Arbeiter wohlthätig hiesigen Buchdruckergehilfen beschlossen, vom 1. Januar nächsten getlagte Anarchist Wiesner hinter Schloß und Riegel, so kommt wirkenden Einrichtungen über Bord geworfen und einen sehr Jahres ab eine Erhöhung des jetzt herrschenden Lohnminimums aus dem nahen Bischofsheim die Nachricht, daß dort gestern großen Theil seiner Mitglieder verloren. Der sächsische von 12 auf 15 Gulden zu beanspruchen. Diesbezügliche UnterAbend drei Burschen festgenommen worden sind, die falsche Stickereiverband konnte zwar bei dem Widerstande der handlungen mit den Arbeitgebern sollen sofort beginnen. Zweimartstücke mit dem Bildniß König Ludwigs II von Bayern dortigen Fabrikanten gegen solche Einrichtungen, wie sie Arbeiterbund" in Monreale eine Rundgebung unter dem Rufe: Palermo, 18. Dezember. Gestern Abend wurde von dem verausgabten. Die Festnahme der drei ist einem Wirthe zu das schweizerische Vorbild besaß, nie das werden, was dieser" Nieder mit der Stadtverwaltung! Nieder mit der Ververdanken, bei dem sie eingekehrt waren. Auch ihn bezahlten fie mit einem Falsifitat. Mit Hilfe des Stationsaffiftenten und war, aber nun hat er seit einiger Zeit auch schon seine sehrungssteuer!" veranstaltet. Nachdem die Manifestanten verschiedener Arbeiter gelang es, die Burschen auf dem wenigen nüßlichen Einrichtungen zumeist preisgegeben einige Bollwächter mißhandelt und mehrere Steuerhäuschen Bahnhofe, wohin sie aus der Wirthschaft geeilt, festzunehmen. und jetzt jetzt kommt die Meldung aus Plauen, daß in Brand gesteckt hatten, trieben Polizei und Militär Sofort wurde eine Durchsuchung ihres Gepäcks vorgenommen, der Stickereiverband auch die Bestimmungen über die Manifestanten auseinander und nahmen einige Verund fand man darin nicht allein eine Menge falsches Geld, den Verbandsverkehr mit Neujahr 1894 außer haftungen vor. Die Manifestanten beftürmten darauf die sondern auch Werkzeuge zur Anfertigung falschen Geldes und Kraft setzt, da mit diesem Zeitpunkt viele Mitglieder und Kaserne, um die Berhafteten zu befreien. Im Handgemenge wurde eine Anzahl anarchistischer Schriften. Die Boffische Zeitung", der wir die Notiz in dieser Verband unter diesen Umständen nicht mehr im stande ist, bewaffnete Macht enthielt sich des Schießens. Die Verhafteten, Maschinen ausscheiden( ein Drittel des Bestandes) und der ein Sergeant der Bersaglieri, zwei Gensdarmen und zwei Bersaglieri leicht verwundet, zwölf Manifestanten verletzt. Form entnehmen, drückt sich jedenfalls falsch aus ftatt feine Aufgaben zu erfüllen. Die Fanatiker der wilden beren Zahl 32 beträgt, wurden in der Nacht nach Palermo zu sagen: Anarchisten treiben Falschmünzerei, sollte es Konkurrenz oder wie sie in ihrer Art sagen, der Freiheit verbracht. Heute Vormittag wurde die Manifestation unter heißen: Falschmünzer geben sich für Anarchisten aus. des Geschäfts" haben also auch in Plauen gesiegt und die Hochrufen auf den König und die Königin und unter dem Rufe: Das Fiasko der Anarchistengesetter wird jetzt schweren Kosten dieses Sieges werden in Sachsen wie in Nieder mit der Verzehrungssteuer" erneuert, aber ohne offiziös zugegeben. Die bankrotte spanische Regierung ging buktion ber ohnehin bier wie dort arg gedrückten niederen band sich mit der Manifestation von Monreale und versuchte der Schweiz die Arbeiter zu tragen haben. Weitere Re. Rampf zerstreut. Der Arbeiterbund" von Villapioppo vervoran, einige- wahrscheinlich auch bankrotte Regierungen schlossen sich an, die Engländer und Franzosen Löhne, schrankenlose Anwendung der bekannten schmußigen zuhissen, was dank der versöhnlichen Dazwischenkunft von Offizieren der Löhne, anderen Regierungen sich von dem Unsinn überzeugt hatten, der Fabrik werden Hand in Hand gehen mit toller gegen abgesetzt und vor Gericht gestellt. anderen Regierungen sich von dem Unsinn überzeugt hatten, der Arbeitszeit in der Hausindustrie und Ueberstunden in Verstärkungen geschickt. Der Bürgermeister von Monreale wurde so unterblieb die Narren- Expedition ins Wolkenkukutsheim der internationalen Polizei und Lockspigelei. Es wäre aber seitiger Preisunterbietung seitens der Kaufleute und Fabriauch gar spaßig gewesen, wenn z. B. Herr v. Caprivi, der ohne die Stimmen der Sozialdemokraten unzweifelhaft heute einer schönen Idee zur Regelung der ProDer Niedergang dieser Verbände bedeutet den Bankrott ein geschlagener, wahrscheinlich ein gestürzter Mann wäre, buftion innerhalb der bürgerlichen Ge- zutreffen, noch jetzt verpflichtetes und berechtigtes Mitglied an einem donquixotischen Feldzug gegen die Sozialdemokratie fich betheiligt hätte, denn daß man Maßregeln gegen die ellschaft, die bürgerlichen Ideologen sind um eine der Kasse. Anarchie sagt, und Maßregeln gegen die Sozial- schwere Enttäuschung reicher das ist der Gewinn! demokratie meint, daß ist doch so sonnenklar, daß Es thut mir in der Seele weh, daß ich Dich in nur ein ungewöhnlich dummer oder ungewöhnlich verlogener der Gesellschaft seh', muß man jetzt von der Schweiz Mensch es in Abrede stellen kann. agen, wenn man das folgende Telegramm liest fanten. " Die Briefkaffen der Redaktion. Straßenabonnent N. Sie sind, soweit Ihre Mittheilungen Apollo. 1. Ja: das ergiebt die Heirathsurkunde. 2. Nein: tein Mensch achtet darauf. 8. Unmöglich. P. S. 100. Das ist verschieden: erkundigen Sie sich auf dem betreffenden Polizeiamt. Häse und J. K. 35: Nein. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 19. Dezember. Opernhaus. Margarethe. Schauspielhaus. Basantasena. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Chic. Leffing- Theater. dame. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Groke Theater- u. SpezialitätenNeu! Vorstellung. Neu! Von der Straße. Posse mit Gesang in 2 Atten von A. Anno. Wochentags 15 Pf. Sonntags 30 Pf. R. Winkler. Entree: Die Camelien- MorigFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Die Dragoner. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jung frau. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Alexanderplat Theater. Die -O Ronfektioneuse. National- Theater. Maria Stuart. Theater Unter den Linden. Die Kosatin. American Theater. Die Trodenwohner oder das Kind in der Kommode. Die Gründung Roms in der Möckernstraße. Play. Etablissement Freie Hilfskasse der Zimmerer. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß bas Mitglied 667/19 Paul Pluge am Sonnabend früh gestorben ist. Die Beerdigung findet heute, den 19. d. M., Nachmittags 22 Uhr, vom Krankenhause Friedrichshain aus nach Wilhelmsberg statt. Der Vorstand. Am 16. Dezember, Nachm. 23/4 Uhr, entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden mein innigft gebliebter Mann, Moriß- unser Bruder, Schwager und Dntel, Play. der Gürtler Buggenhagen. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Albert Spies Gr. Frühstücks- u. Mittagstifdy. im 45. Lebensjahre. Um stille TheilSpezial Ausschant von Pakenhofer nahme bitten Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Häle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Castan's Panopticum. Wintergarten. Spezialitäten Bor Weihnachts- Ausstellung stellung. V Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Volks- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Fräulein Gertrud Ortry. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften von Friedr. von Schiller. Regie: May Samft. Rasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71½ Uhr. Montag: Voltsvorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum letzten Male: ,, Es war einmal!" " Ein Märchen- Cyclus. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Helt. u. größt. Etablissem. Berl. 61/2 Uhr ab. Neues Programm. Täglich b. freiem Entree Matinee von 12 Uhr ab und Abends von National- Konzert D. Obenlandler in National- Tracht und Auftreten von Künstlern.. Spezialitäten 1. Ranges. Die eiserne Jungfrau. Anf. Wochent. 7%, Ubr. Entree 15 Bf., Mittwoch, Donnerstag, Freitag wegen Vorbereitung geschlossen. Sonnabend, 23. Dezember, Zum 1. Male: Hochzeitsflammen. Volksstück in 3 Atten v. Max Kreger. Berlin 1893. Revue in 2 Abtheilungen. Musik von Alexander Krakauer. Adolph Ernst- Theater. reservirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. 877b Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 20. d. M., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Louisen- Kirchhofes, Bergmannstraße, statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, insbesondere den Herren Kollegen für ihre gemeinsame Unterstützung während der langwierigen. Krankheit meines geliebten Mannes, Otto Hensel, unseres Baters, des Steinbildhauers fowie für die rege Betheiligung und bie vielen Kranzspenden, wie für die troftreichen Worte des Predigers Kramm Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 19. Dezember, Abends 8½ 1hr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: Kes Versammlung. Zages Ordnung: Berathung der Anträge zum Reglement der Stellenvermittlung. Holzbildhauer- Abend. Der Wichtigkeit der zur Berathung stehenden Anträge halber ist es nöthig, daß die Mitglieder zahlreich erscheinen. Um dem Verwalter den Jahresbericht zu erleichtern, werden die Mitglieder ersucht, die Beiträge bis Schluß des Jahres zu entrichten. Es sei hier gleichzeitig darauf hingewiesen, daß nach§ 6 des Statuts Mitgliedern, die mit ihren Beiträgen über 6 Wochen im Rückstande sind, die Auszahlung fämmtlicher Unterstügungen verweigert werden muß. Mittwoch, den 27. Dezember( 3. Feiertag), in Schmiedel's Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 32: Weihnachtsfest. Anfang 6 Uhr. Eintrittspreis mit Tang 30 Pf. Billets sind bei den Kollegen 0. Meyer, Streligerstraße 28; C. Stötzer, Waldemarstr. 65 und im Vereinslokal, Annenstr. 16, zu haben. Hente Vorm. 10 Uhr erscheint in 148/1 A. Hoffmann's Verlag, Pankow- Berlin, eine neue Broschüre, enthaltend: Friede auf Erden? und Aus der Feder des Genossen A. Hoffmann, am Grabe meinen herzlichſten Dant. Ein neues Jahr- ein schlimmes Jahr! Berfaffers ber 875b Ww. Hensel nebft Kindern. Danksagung. Allen Gebern vom Bau für die uns geleistete Geldunterstützung bei meinem Unfall fagen wir unseren herzlichsten Dant. Preis 5 Pf. ,, Zehn Gebote Bei Partiebezügen hoher Rabatt. Gegen Einsendung von 8 Pf. in Briefmarken erfolgt portofreie Zusendung nach allen Orten. Sämmtl. einschl. Arb., auch stunden- u. halbe 873 Buchführung. tageweise übern. Kölln, Saarbrückerstr. 7, 1. Gustav Liersch und Familie, Arndtstr. 38. Dantjagung. Musikinstrumente. Für die zahlreiche Theilnahme und Violinen, Guitarren, Flöten, Zithern, Trommeln, Spieldosen, fostbaren Kranzspenden allen Kollegen, Mundharmonika's, Concertina's etc. Besonders empfehle meine 1, 2, Freunden und Bekannten, sowie dem 3 und 4 reihigen Harmonika's in jeder beliebigen Holzart und Stimmung. Gefangverein„ Borar" für deſſen e C. Eibich, Instrumentenmacher, Koppenstraße 30. fang am Grabe meines lieben Mannes meinen herzlichsten Dank. 8786 Frau Ritzenfeld nebst Kindern. Reparaturen und neue Stimmungen in anerkannt guter Ausführung.[ 868b Ernst Quester's Musikinstrumenten- Geschäft, Präuscher's Museum. Gr. Frankfurterstr. 15, empfiehlt Harmonikas, Saiten und andere Musikinstrumente zu Fabrikpreisen. Verleih- Institut für Manopans, Taufende von anatomischen Präparaten. Serophons. Reparatur- Werkstatt sämmtl. Instrumente. 50982* Schußkanal durch fünf Körper. Künſtl. Zähne, vorzügl. u. Garantie, ſchmerzl, Zabnſchmerz befeitigt, ſchmerztoses Bahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123 Gladiatoren- Kampf. Täglich von 9 früh bis 10 Abends Wunder d. Ceroplastiku.Mechanik. für erwachsene Herren. Bekanntmachung Christbaumkonfekt, Dienstag und Freitag: Damentag.der Orts- Krankenkasse für den Circus Renz, ( Karlstraße.) Dienstag, den 19. Dezember, Abends 714 Uhr: Carl Koch. Gr. außerordentl. Vorstellung. " Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Charley's Tante. An allen 3 Weihnachtsfeiertagen Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt v. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Heute zum 63. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Entrée 50 Pf. Jeden Abend: Neues Programm. Unter anderem: 6 englische Springpferde, vorgef. vom Direktor Fr. Renz; Cromwell, ger. von Frl. Oceana Renz; Prinz, ger. v. Smitator Mr. Ybbs, der Klown Merkel Herrn R. Renz; d. urkomisch. Klown: mit seinem Efel Pipifax, Mr. Lavater Lee etc. Zum Schluß: Huldigungsgruß an Berlin. Gr. Parade- Schauftück v. Dir. Fr. Renz, mit Auszügen, Festspielen, Solo- und Ensemble- Tänzen von 80 Damen, Preise der Pläte wie gewöhnlich. Mittwoch: Große Vorstellung. Fr. Renz, Direktor. Sonntag, den 31. Dezember: Circus G. Schumann, Großer Sylvester- ut. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Soiree in Sanssouci, verbunden mit Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Borstellung von nur Künstlern I. Ranges: Familie Ueberle, Afrobaten( 6 Pers.). Signorina Kathi, Schlan genbame. Frl. Möller, Drahtseilfünftlerin. The Chantoell, Herr und Dame, musikalische Klowns. Fräulein Melani, Chansonette. Georg Cordes, Gesangshumorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang:{ Wochentags 8 Uhr. Sonntags 75 Pf. Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Entree: Neues Club- Haus 72, Kommandantenstr. 72. Militär- Konzert, Tanzkränzchen und Neujahrs- Ueberraschungen. Auf Wunsch vieler Eltern! KinderVorstellung Mittwoch, 20. Dezbr., Nachm. 41/2 Uhr. Das WeihnachtsMärchen von J. Lohmeyer. Nur im PassagePanopticum. Kinder 25 Pfennig. W. Noack's Concert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstrasse No. 16. Täglich: Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker, betreffend die Delegirten Wahl. Mit dem 31. Dezember 1893 faufen = Waare, 1 Rifte, Inhalt ca. 430 Stüd, reizende Neuheiten, nur genießbare 2,50 M. 1 Rifte, Inhalt ca. 270 große Stücke, 3 M. Siegfried Brock, Berlin, Waßmannstr. 37. 62/15 Blumenhandlung P. Abromeit, glüdherstraße 69, Berlin SW. 18736 Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. w. schmackvoller Ausführung. die Mandate sämmtl. Vertreter der Generalver Arbeitgeber für die fammlung ab und haben demgemäß auf grund der§§ 49 und ff. des Statuts vor Ablauf d. J. die Neuwahlen Billigste( Markthallen) Breise bei ge392 Vertreter und zwar für die nächste derselben stattzufinden. Zu wählen sind diesjährige Wahlperiode vom 1. Ja nuar 1894 bis 31. Dezember 1896. Leiertästen, Harmonitas, Bithern, Geigen, Zur Vornahme der Wahlen findet Trommeln gut und billig Perleberger Deshalb im Kassenlokal, An der Stadt- ftrake 261, Ld. bahn No. 46, Hof Quergebäude I., am Mittwoch, den 27. Dezember, Abends Spieldosen, 7596 81/2 Uhr, eine Versammlung statt, zu Christbaum- Konfekt 2,50 M. welcher die Arbeitgeber, welche für die viele Neuheiten, Inhalt sort., empf. von ihnen beschäftigten Personen Bei- viele Neuheiten, Inhalt sort., empf. 1 Rifte ca. 430 Stück. träge aus eigenen Mitteln zur oben- 1 genannten Raffe zahlen, eingeladen Berlin," Landwehrstr. 27, Laden. 270 große Stücke 3,- M. erben mit dem Bemerken, daß um Wahlakt Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. 9 Uhr der Mablatt beginnt und wäh Dienstag, den 19. Dezember, Abends 71/2 Uhr: Große Extra- Vorstellung. Besonders hervorzuheben: 3 Etagen Caroussel mit 25 Pferden, Original- Dressur des Herrn Max Schumann. Fidibus, Springpferd, vor geführt vom Direktor. Miss Margarethe, Reitkünstlerin. 2 Athleten zu Pferde. Parforcereiter Mr. Lecusson und Ricobono. Nelusko, geritten von der Schulreiterin Mlle. Eugenie Lecusson. Paul und William, mufital. Klowns. Gastauftreten der berühmten Fechterinnen Geschw. Ferno. Gastauftreten der Gold Gladiatoren Broth. Paxton. Original- Klown Olschansky. Bum 11. Male: Cancan vor Gericht. Ballet Burleske in 2 Tableaux. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. Gr.Theater- u. Spezialitäten- 2. Tabl.: Vor Gericht. Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag Nach der Lanz- Kränzchen. Vorstellung: Avis! Empfehle meine hocheleganten Säle mit elektr. Beleucht. f. Vereine und Privatfestlichkeiten zu den koulant. Bed. Tempel's Bierhaus Serpentintanz von 4 Damen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. rend die§ 38 Abs. 4 des Statuts geschlossen werden. Berlin, den 4. Dezember 1893, Der Vorstand: Wald- Vögel aller Arten zu den billigsten Preisen, sowie echte Harzer Kanarien- Roller von 53599* Groll, Vorsitzender. Scherk, Schriftf. 15 Mart bis 10 Mart. Kanarienroller, VogelPapageien, bauer, große Auswahl, billig, Schnelle, Invalidenstr. 7. Mieths- Gesuch. F. Schnelle, Stalizerstr. 132. Werthen Genossen empfehle mein Licht, Seifen- u. Petroleumlager. 53582* W. Wolff, Zossenerstr. 19. Frol. Schlafft. zu verm. Elisabeth. Ufer 35, H. 3 Tr., bei Winter. 8726 Bitherinstitut 8 Stunden 4 M. Januar Gesucht zum 1. April 1894 ein Raum, 50-60 Personen fassend, in der Nähe des Kottbufer- oder Heinrichs- Plates. Schülerkonzert. Albrecht, Dresdener869b* Offerten mit Preisangabe an die Straße 8, am Rottbuserthor. Arbeiter Bildungsschule( SüdKartoffels u. Heringsgesch., Rolle, Grünfram, schöne Räume, vert. billig, da ich ein Schankgeschäft übernehme, Waldemarstr. 13. 874b 0 D), Reichenbergerſtr. 183, 2 Tr. Auf 3 Mark Honigkuchen 1 M. 10 Pf. Rabatt giebt dieses Jahr nur die Deutsche Honigkuchen- und Chokoladen- Fabrik Brunnenstraße 177, Invalidenstraße 138. Charlottenburg. 879b Kanarienhähne, hochfeine St. Andreasberger Tourenroller, find hier im City- Hotel, Annenstraße 42, zum Verkauf eingetroffen, Eing. City- Passage, Portal II, 1 Tr. Pfeifen, Stöde, Schirme, echte Freunden u. Gen. empf. ich meinen tägl. Meerschaumspitzen, Hirschhornwaaren, Fleischvert. v. Rind-, Kalb- u.HammelWeichselspitzen zu Engroß- Preisen, fleisch zu den billigsten Preisen. Frau eigenes Fabrikat. 53782*.Schulze, Eisenbahnhalle, Stand 15.* Drechsler, A. Klinger, Krummeftr. 11. Louisenstadt. Klubhaus, Achtung! Geſchäfts- Eröffnung. Empfehle mein großes Schuh- und Annenstraße 16. Stiefel- Lager zu soliden Preisen. Saal zu Versammlungen und Ver- J. Schlesiger, Schuhmachermeister, Langestraße 65. 5147L* gnügen sowie Vereinszimmer empfiehlt Köpenick, Kiek 1. Gr. Vereinszimmer mehrere Tage frei. 48402* L. Ehrenberg. Reparaturen- Annahme. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin, Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 5 Säle( Bühne) zu Festlichkeiten u. Bersamml. Amt I 7421. H. Ebert. Arbeitsmarkt. Töpfer. Ofensetzer verlangt G. Piepenburg, 8816 * Reibelftr. 38. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 297. Boykott- Lifte für die Berliner Lokale. Folgende Lokale sind nicht zu haben: 1. Wahlkreis. Kroll's Etablissement, Sommerstraße. Belt Nr. 1. Dräfel, Neue Friedrichstr. 35. Brandenburger Haus, Mohrenstr. 47. Gustav Richter, Burgstr. 12( Hotel König von Portugal). Gesellschaftshaus, Niederwalstr. 20. Altstädter Hof, Kaiser Wilhelmstr., Ecke Neuer Martt. KonzertHaus, Leipzigerstr. 48. Hinspeter, Krausenstr. 10. Miegel, Stralauerstr. 57. Feen- Palaft. 2. Wahlkreis. Schröder, Stegligerstr. 18. Anhaltische Refsource, M. Süßer, Mödernstr. 114. Rothacker, Belleallianceftr. 5. Philharmonie, Bern: burgerstraße. Restaurant Sur Lehmkute", am Kreuzberg( verlängerte Raybachstraße). 3. Wahlkreis. Keller, Köpnickerstr. 96/97. 4. Wahlkreis. Steffen, Landsberger Allee 150. Martini, Gr. Frankfurter: ftraße 99( ft. Wenzel). Alhambra, Wallner- Theaterstr. 15. KönigstadtKasino, Holzmarktstr. 72. Königstädtisches Kasino, Gr. Frankfurterstr. 76. 2. Haase, Große Frankfurterstr. 47( gegenüber der Markusstraße). 5. Wahlkreis. Siemund, Linienftr. 9. Neumann, Linienftr. 19. Ahrens, Weinmeisterstr. 9. Heinrich, Ballsalon, Joachimstr. 12. Tonhalle, Friedrichfiraße 112. Fiebig, Kleine Auguststr. 14. Diesener, Landsbergerstr. 40. Saal des Handwerkervereins, Sophienstr. 15. 6. Wahlkreis. Artushof, Perlebergerstr. 28. Schwarz, Hohenzollern Saal, Bandelstr. 35. Schulz, Stettinerstr. 57. Marienbad, Gesundbrunnen Moabiter Kasino, Wilsnackerstraße 63. Bittoria- Ballsalon, Brunnenstr. 145. Gens, Elfafferstr. 9. Elsasser- Ballsalon, Elfafferstr. 15. Kaftantenwäldchen, Gesundbrunnen. Zimmermann, Badftr. 58. Unterschrieben, ihre Lokale zu Versammlungen hergeben zu wollen, haben: ftraße 36a. J. Mezel, Schulzendorferstr. 27. Fr. Bölkerling( Zum Freischüß), FruchtAlle Zuschriften, die Lokalfrage betreffend, sind von jetzt ab an den Genossen Gumpel, Barnimstr. 42, zu richten. Die Lokalkommission. J. A.: H. Gumpel, Barnimftr. 42. Lokalliste für die Umgegend von Berlin. Kreis Augermünde. Oderberg. Gafihof zum Scharzen Adler( A. Sommerfeld). Kreis Nieder- Barnim. Alt- Landsberg. Neubauer. Bernau.„ Schüßenhaus"," Elysium", Versammlungslokale. Bu empfehlen sind: Gary, Wallstr. 2. Sering, Mühlenstr. 4. Kluge, Kronenstr. 4. Zonn, Berlinerstraße Ecke Königstraße, W. Sernitow, macherstraße 162. M. Beeger, Königstraße, am Martt. W. Seder, Berlinerstraße 113. Bohre, Kaiserstraße. Dienstag, den 19. Dezember 1893. Schützenhaus, Residenzstr. 63. Wirsing, Hauptstraße( altes Dorf). Sandhagen, Hauptstraße( altes Dorf). Maurer, Hoppestr. 25. Reinickendorf( westlich). Zu Bersammlungen zu haben: Franz Gottschalt, Eichbornstr. 69( fleiner Saal). Bu empfehlen: P. Kohlschmidt, Wirthshaus zur Post, Scharnweberstraße 19 Wagener, Berlinerstr. 52. Karl Wolf, Berlinerstr. 56. Schanowsky, Eichenbornstraße. Gesperrt: Wirthshaus zum Brocken, am Chauffeehaus. Philipp Teichert's Schüßenhaus, Scharnweberstraße. A. Müller, Scharnweber- und Blantestraßen- Ecke. Th. Marts, Scharnweberstraße( an der Antonienstraße). Gördes, Wald- und Eichbornstraßen- Ece. Rüdersdorf( Kaltberge). Zu Versammlungen zu haben: G. Schwedersty, Gasthof zum Deutschen Haufe". E. Mißler, Gasthof zur Berghalle"; bet beiden liegt der Vorwärts" aus. 3u empfehlen: Köppen, Gasthaus„ Glückauf"; Dampferstation, Seestraße. Rummelsburg. Zu Bersammlungen zu haben: Wilhelm Borchmann's Ballsalon und Garten, Hauptstr. 83. Rudolph Weigel's Ballsalon, Türrschmidtstr. 45. Gustav Walter's Ballsalon, Hauptstr. 87. Müller, Ballsalon und Garten, Neue Prinz Albertstraße. Rummel, Restaurant und Garten, Hauptstr. 18, Weg nach der Köpenicker Haide. 8u empfehlen sind sämmtliche Restaurationen. Gesperrt: Café Bellevue", A. Ment, Hauptstr. 2. Wagner's Ruh, Inh. Kammler, an der Köpenicker Haide, gegenüber dem Chauffeehaus. Sachsenhausen bei Oranienburg. Zu Versammlungen zu haben: Wilhelm Malsty, Gasthof Sachsenhausen. Gesperrt: Gustav Schwarz, Restaurant zu„ Drantenburger Berg". Ferdinand Zoltsdorf, Gastwirthschaft Sachsenhausen. Georg Posch, Sanssouci in Sandhausen. Sandhausen. Gesperrt: Richard Dally, Waldhaus Sandhausen. Schöneiche. Kein Lokal. Schönwalde a. d. Prenzlauer Chauffee. Bu empfehlen: Schulz, Gasthof. Stralau. Zu Versammlungen zu haben: Gräflich Reischach'sche Restaurant, Stralau 18. Chriſtian Schrödter, Alte Taverne, Stralau 25-27. Brauerei, Stralau 62. E. Gursch, Restaurant, Stralau 5. Mar Krause, Restaurant, Stralau 3. Schonert's Garten, Restaurant mit Saal. Neu- See3u empfehlen: Wwe. Ramlau, Restaurant, Stralau 50. Gubisch, Tand." Reschte, Restaurant, Martgrasendamm. Bigarrenfabrik von Julius Mahlig, Stralau 17. Gesperrt: Raffeehaus von August Braun, Stralau 15. Krüger's Restaurant 3um Storchneft", Stralau 16. Julius Tübbecke, Restaurant, Stralau 22. Stolpe. Bergemann, im Dorf. Casdorf. Gasthof zum Deutschen Haufe( Saal). Tegel. Kein Lotal. 3u empfehlen: G. Rentner, Spandauerstr. 15. Gastwirth Langer zum Schwan, Tegelort. Gesperrt: W. Rübsam( früher Schult), Schloßitr. 7-8. Gwest, Hauptstraße 6. Jude, Hauptstr. 14. Klippenstein, Spandauerstr. 4. Waidmannslust. 3u empfehlen: Gastwirth Berbe, gegenüber der Lampenfabrit. Gesperrt: Kurhaus, Inhaber Sporn. Restaurant Waidmannslust ( Lehmann). Reſtaurant Schweizerhäuschen( Pommer). Restaurant zum Zannenwäldchen( Neet). Weißenfee. Zu Bersammlungen zu haben: Karl Geduld, Bum Prälaten, Königschauffee 42. Sannemann, Gustav- Adolfstr. 142. Café Rettig, Berlinerstr. 11, Inh. Otto Heinrich. G. Esrhardt's Elysium, Langhans Tuch- Straße 24-26. Abel's Vereinshaus, Charlottenburgerstr. 150. Glebs, Charlottenburger- und Rölteftraßen- Ecte. Sengbeil, Königs- Chaussee 49. Dewein's Gesellschaftshaus, Königs Chauffee. Sternecker's Brauerei. Kothe, GeeTerraffe, Berlinerstr. 144. Hähling, Langhansstr. 106. E. Backhaus, Prenzlauer Chauffee. Juzi, Langhansstr. 137. Birkenwerder a. d. Nordbahn. Saal zu Versammlungen stellt zur Verfügung Karl Hiezig, Schüßenhaus". Borgedorf. Kein Lokal. Balldorf. Gesperrt: Gafthof Hermann Jahn, Hauptstr. 32( Saal). Lokal Gustav Kalbe, Hauptstr. 23. Lotal Hermann Pienig, Dranienburgerstraße 1. Lofal Gustav Benice, Dranienburgerstr. 27. Gasthof Friß Schulze, Oranienburgerstr. 15( Saal). Erhner. Kein Lotal. Freienhagen. Zu Versammlungen zu haben: Schreiber's Gasthof. Gesperrt: Drews Gafthof. Friedrichsberg- Lichtenberg. Sämmtliche Säle sind zu haben. Friedrichsfelde. Zu Bersammlungen zu haben: Maitowski, Eaal und Garten, Wilhelmstr. 11. 3u empfehlen: W. Dorn's Restaurant, Brinzen- Allee 35. Momber, Wilhelmstr. 10. Müller, Berliner- und Schloßstraßen Ecke. Franzte, BerIinerftraße 103. Gesperrt: Rohlhaase, Schloßstraße. Maßer, Schloß- Restaurant. Barthels, Berlinerstraße. Meßte, Berlinerstraße( Restaurant Hoppegarten). Salzmann, Wilhelmstraße. Friedrichshagen. Zu Bersammlungen zu haben: Conrad ( Goldene Krone), Friedrichstr. 134. Kemperling( Fischerhütte), Geestr. 12. Koslowsky( Waldkater), Köpenickerfir. 37. Liepert( Gesellschaftshaus), Friedrichsir. 65/66. Mar Lerche( Bürgerfäle), Friedrichstr. 109. Petznic ( Deutsches Haus), Friedrichstr. 111. Richter( Eisteller), Friedrichstr. 94. Schulze( Seeschlößchen), Seesir. 57/58. Täschner( Müggelschlößchen). Wandrey ( Reichsgarten), Friedrichstr. 135. Wulf( Bad Bellevue), Mühlenweg. Freiwald ( Waldhaus, früher Schmidt), Friedrichstr. 67. Bu empfehlen: Diet, Wilhelmstr. 43. Eigendorf, Wilhelmftr. 67. Geyer, Echarrnweberstr. 113. Handle, Friedrichstr. 119. Hohensee, Seeftr. 31. Kalesty, Wilhelmstr. 40. Blante, Friedrichstr. 48. Bandlow, Linden- Allee 14. Büttner, Kirchstraße, Ecke Wilhelmstraße. Beerenstecher, Seeftr. 29. Baum gart, Sceftraße, Kantine 1 der Berliner Wasserwerte. Dermißel, Kirchstr. 6. Sappel, Friedrichstr. 123. Kurgte, Friedrichstr. 75. Kurfis, Kirchstr. 17. Nostel, Friedrichfir. 44. Geelig, Friedrichstr. 104. Teidel, Kaftanien- Allee 14. Schmidt( Brauerei- Ausschant) Friedrichstr. 1. Rademack, Friedrichstr. 10. Büge, Seefir. 62. Bimmermann u. Schöntnecht, Seeftr. 39. Kautsch( Raven stein). Noack, Seestraße. Gesperrt: Schrammer( Am grünen Strand der Spree), Sprigenweg. Weber( Kantine 2 der Berliner Wasserwerke). Bonne, Seeftr. 104. Becker ( Kantine 3 der Berliner Wasserwerte). Hohmann, Röpenickerstraße 22. Araaz( Kaiserhof), Friedrichstr. 68/69. Franz Lerche, Friedrichstr. 78/79. Magd. burg( Haidepart), Seeftr. 1. Hohmann, Rahnsdorferstr. 34. Glienicke bei Hermsdorf i. d. M. Gesperrt: Sand- Krug( Inh. Hausotter). Restaurant Trampel. Bermodorf i. d. M. 3u empfehlen: Th. Wangenheim, Berlinerftraße 6( Blatt liegt aus). Gesperrt: Restaurant Feldschlößchen", F. Bleyle, Tegelerstraße. Restaurant Bur Soolquelle", F. Schmeyer, Berlinerstr. Restaurant Bellevue", A. Pfeffer, Schloßstr. Restaurant" Forsthaus". J. Hüttt, Augusta- Vittoriastraße. Restaurant von W. Schulze, Berlinerstraße. Gasthof Bur Mühle", A. Woftrack, Berlinerstraße. Gasthof von Chr. Lauck, Berlinerstraße. Gasthaus Zum Waldschlößchen", Th. Löffler, Bahnhofstr. Hohen- Neuendorf( an der Nordbahn). Jwert( früher Schmohl). Hohen- Schönhausen. Zu Versammlungen zu haben: Jaenide, Steuer, R. Schulze, Kienast. Bu empfehlen: F. Weber, Kuß, Kabbisch, Möhring( Weiße Taube). Gesperrt: Sommer, Gohlte( Weiße Taube). Kl. Schönebeds. Kein Lofal. Schönholy. P. Niebergall, Kaftanten- Wäldchen. Lanke. Kein Saal. 3u emfehlen: Gastwirth Rempfer. Gesperrt: Das Lofal von Otterstein. Lichtenberg( Friedrichsfelde rechts der Ostbahn). Bu empfehlen: Belten, Frankfurter Chauffee 1. Stübbe, Frantfurter Chauffee 3. Sinte, am Bahnhof. Kirchbach, Prinzen- Allee. Schulze, Prinzen- Allee. Siebenthal. Gastwirth Thiele. Malchow. Lindecke. Malz und Friedrichsthal. Gesperrt: Wwe. Barthels Gasthof, Malz. Wwe. Köppen, Gasthof, Friedrichsthal. Schüler, Gasthof, Friedrichsthaler Glashütte. Waffenhaide und Germendorf. Gesperrt: Bollmann, Gasthof Linbentrug", Naffenhaide. Knobloch, Gasthof in Germendorf. Heinrich, Gasthof in Germendorf. Nieder- Schönhausen. Elysium( früher Großjean), Lindenstr. 25. Semper, Buchholzerstr. 8. Siewert. Sämmtliche andere Lotale sind für uns gesperrt. Ober- Schönweide. Zu Bersammlungen zu haben: Haferland. Dolinsky( Wilhelminenhof). zu empfehlen: Rudolph, Restaurant. Kühne, Restaurant. Oranienburg. 3u Bersammlungen zu haben: Ferd. Süste, Kanalstr. 38. H. Löwenheim, Berlinerstr. 1. Bu empfehlen: Biehm, Kanalstraße. Schulz, Lehnthstr. 6. 2h. Mohaupt, Bigarrengeschäft, Kanalstr. 67. Gesperrt: Ostar Brederet's Restaurant, Berlinerstraße. Albert Fromm, Gasthof zum Oranienburger Wappen, Breitestraße. Giler's Hotel, Loutsenplay. Nitolas, Gasthof, Bernauerstraße. Emil Greinert, Schützenhaus, Bernauerstraße. Wilhelm Gänside, Restaurant zur Kurfürstin, Lehnißstraße. F. Fathte, Schloßrestaurant, Havelhausen. Pankow. Ringel, Bellevue", Breiteftr. 21a. Störs' Gesellschaftshaus", Mühlenstraße. Vereinshaus, Schulzeftr. 28. Bum Thürmchen", Kaiser Friedrichftr. 50. Nordstern", Wollantstraße. Sollo, Berlinerstraße. Alle übrigen Säle sind von den Genossen zu meiden. Arbeiterblätter liegen in den meisten tleinen Lokalen aus. Vinnow bei Birkenwerder. Rosinsty's Restaurant. Plöhensee. Zu Bersammlungen zu haben: Otte's Eisschlößchen, Plößensee. Bu empfehlen: Zum Pfeifen- Müller, Königs- Chaussee 38. Wenfickendorf bei Oranienburg. Kein Lotal. Wilhelmsberg. Zu Versammlungen zu haben: G. Trinthaus, Wilhelmsberg. Echiele, an der Landsberger Chauffee. Neupert, an der Landsberger Chauffee. Bu empfehlen sämmtliche Lokale. Woltersdorf. Gasthof Wilhelmshöhe" von G. Gillmann, Saal und Vorwärts". " Woltersdorfer Schleuse. Rein Lokal. Zehlendorf und Schmachtenhagen. Gesperrt: D. Sehns, Gasthof, Waidmannslust, Zehlendorf. Hildebrandt, Gasthof, Behlendorf. Genß, Gast hof, Schmachtenhagen. Kreis Ober- Barnim. 10. Jahrg. Gesperrt an Sälen: Rudolph's Restaurant, Wilhelmsaue. Restau rant Schramm und Seeschlößchen, beide am See gelegen, Kaiserstraße. An Restaurants: Züllich, Berlinerstraße 48. Schramm, Berliner- und Nassauischestraßen- Ece. Gesell, Berliner- und Prinzenstraßen- Ecke. Friedenau. Spremberg( Kurhaus). Baaz. Groß- Lichterfelde und Lankwik. Zu Versammlungen zu haben: Wilhelm Grieß, Berlinerstr. 129. Bu empfehlen: Wolter, Heinersdorferstr. Abraham, Cantwizerstr. Tornat, Dürerftr. H. Lähn, Dorffir. Braaz, Steinmeßftr. Albert Schlüter, Wilhelmstr. 33. Gottwald, Dürerftr. Eberth, Berlinerstr. Ruppert, Drakestr. Märtens, Kommandantenstr.( find Restaurateure, welche den Vorwärts" auslegen). Gesperrt: Lofale mit Saal: Arnold, Wilhelmstr. Hundertmart, Berlinerstr. 136. Maffurath, Beefeftr. 22. Härtert, Potsdamerstr. 2. Henning, am Anhalter Bahnhof. Lücke, Berlinerstr. 127. Bießnat, Chauffeestraße. Fichtel, Stegligerstraße. Alt- Glinicke. 3u empfehlen: Witte, Köpenickerstr. Paul Hars dorf, Rudowerstr. Beide teine Säle. Legen den Vorwärts" aus. Gesperrt find: Massahnle, Rudowerstr. Bohne, Köpenickerstr. Keine Säle. Hofmann, Köpenickerstr. Haberecht, Friedrichstr. Weihmann, Grünauerstraße. Hannemann, Friedrichstr. Sämmtlich Saalbefizer. Grünau. Zu Bersammlungen zu haben: Heder, Bur Rathshalle", Friedrichstr. 1. 3u empfehlen: Ruttkowsky, Köpenickerstr. 108. Lindenhayn,„ Boltsgarten", Friedrichstr. 3. Alle übrigen Lofale find streng zu meiden. Grünau- Schmöckwik. Paul Rehfeld. Johannisthal. 8u Versammlungen zu haben: Senftleben, Friedrichstraße. Parlow, Kaiser Wilhelmsplay. Benze, Friedrichstraße. Kleinschefsty, Friedrichstraße. Henneberg, Friedrichstraße. Hampsch, Kaiser Wilhelm- und Waldstraßen- Ecke. Gesperrt: Köpenick. 3u Versammlungen zu haben: Klein, Stadttheater. Scheer, Wilhelmsgarten, Rudowerstraße. Kautsch, Kaiserhof, Grünstraße. Gerisch, Lindenstr. Dalbiig, Goldener Hirsch, Friedrichshagener- Chauffee. Ludwig, Marienstraße. Bu empfehlen: Schmidt," Bu den drei Linden", Grünauerstraße. Gabriel, Grünauerstr. 6. Babel, Grünauerstr. 25. Joch, Grünauerstraße. Leberecht, Glienickerstr. 22. Schulz, Glienickerstraße. Schulz, Schönerlinderstraße 3a. Dertel, Bahnhofstraße. Stub, Schloßstraße. Martan, Grünstraße. Gaul, Grünstraße. Briz, Altenmarkt. Troppens, Rosenstraße. Linsener, Kiez. Stahn, Kiez. Schulz, Müggelheimerstraße. Schimmeßect, Müggelheimerstraße. Tauchert, Müggelheimerstraße. Enger, Amtsfeld. Seifert, Gartenstraße. Held, Müggelheimerstraße. Bindner, Gartenstraße. Gesperrt: Wwe. Schulz, Müggelheimerstraße. Zabbert, Hirschgarten, Friedrichshagener Chauffee. Saase, Ostend. Löwendorf. Gasthof zur Sonne. Mariendorf. 8u Versammlungen zu haben E. Silgert, Ackerftraße 14. Bu empfehlen: Schramm, Dorfftr. 31. Ww. Stolzenburg, ChauffeeStraße 64. Rockel, Chauffeestr. 8. Dahlemann, Chauffeestraße( legt den„ Borwärts" aus). Gesperrt: Frit Saat, Dorfitr. 1. Freiberg, Chauffeeftr. 35 u. 53 gegen= über. Karl Saat, Chauffeeftr. 26. Blocksdorf, Chauffeeftr. 58. Wm. Schensch, Feldstr. 14. Außerdem legen teine Parteiblätter aus: Martwig, Dorf- und Chauffeestraßen- Ecke. Bahr, Chauffeeftr. 70. Marienfelde. Zu Versammlungen zu haben: Ferd. Teutschbein( Boltsbatt"). 3u empfehlen: Fried. Bogeler, Alter Krug( Vorwärts). Friz Gädice, Villen- Kolonie( ,, Vorwärts"). Gesperrt: Serm. Petsch. Aug. Rohrbeck, Gasthof zum braunen Roß). Ferb. Berger, Gasthof zur grünen Sinde. Mittenwalde. 3u empfehlen: Hermann Trebe, Bigarrengeschäft ( ,, Borwärts" liegt aus). Nieder- Schönweide. Su Versammlungen zu haben: BorussiaBrauerei, Berlinerstraße. Bu empfehlen: Thiele, Grünauerstr., Strecker, Grünauerstr., Stebenbaum, Berlinerstr., Hinz, Berlinerstr., Burkhardt, Berlinerstr. Gesperrt: Hanisch( Zum Kurfürsten), Berlinerstraße. Nowawes. 8u Versammlungen zu haben: Gärtner, Wallstr. 55. Bu empfehlen: Leuenberg, Wallstr. 17. Karl Wolter, Lindenstr. 36. Reinbeckel, Wallstr. 16. Paul Neumann( Bigarrengeschäft), Kreuzftr. 4. Herrmann Bathe( Bigarrengefchäft). Wilhelmstr. 50. Gesperrt: Ernst Schmidt, Wilhelmstr. 3. Gebauer, Wilhelmstr. 24. Risdorf. Bergschloß- Braueret, Hafenhaide. Vereinsbraueret, Jägerstraße. Maue's Variété- Theater, Hermannstr. 18. Kummer's Salon, Berlinerstr. 136. Hoffmann's Festsäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, Bergstr. 129. Barta, Canner Chauffee. Wiersing's Salon, Knesebecstr. 77. Ww. Apolt, Knesebeckstraße 15. Nitschte, Steinmetzstraße 45. Rudow. Kein Lokal. Biefenthal. Gasthof zur Sonne( Inhaberin Wwe. Müller). Reftaurant Deutsches Wirthshaus, Bergstr. 120. Stolzenburg's Kaiser Wilhelmsbad, Wernigt. Budow bet Müncheberg. Kein Lokal. Eberswalde. 8u empfehlen und Arbeiter blätter Itegen aus: Restaurant Bittertagarten"( Inhaber Grundmann). Freter, Jüdenstraße. Fürböter, Töpferstraße. Kägler, Eisenbahnstraße. Diball, Gasthof zum Prinz von Preußen, Eisenbahnstr. 77. Dehnert, Restaurant, Eisenbahn straße 66. Groß, Restaurant, Richterplay. Gesperrt: Restaurant Mewes, Restaurant Bur Mühle", Inhaber Schernbeck( das Boltsblatt" liegt zwar aus, aber der Saal wird verweigert), sowie alle anderen Lokale. Freienwalde. Gasthof" Bum goldenen Anker", Inhaber W. Raddaß, Kanalstr. 3. Bu empfehlen: Fleischmann, Restaurant, Eberswalderstr. 7. Heegermühle. Zu Bersammlungen zu haben: Auguft Schröder, Gastwirth, Schüßenhaus. 3u empfehlen: Albert Bennig, Schöpfurterstr. 5a. Das„ Voltsblatt" Itegt aus bet: Alex Roloff, Barbier, Eberswalderstr. 24. August Kaufmann, Barbier, Dorfstraße. Gesperrt: Hotel Bastian, Inhaber Gustav Bastian. Hermann Prahl, Gastwirth, Eberswalderstraße. Julius Gerlach, Restaurant zum füßen Grund. Jagdschlößchen, Inh. H. Wegnorowski. Strausberg. Für uns zu haben: Kaffeehaus August Weber, WilhelmStraße. Otto Lange, Gasthof zum goldenen Stern, Marit Nr. 1. Gesperrt: Hinze, Restaurant, Wriezenerstraße 9. Gerber, Gasthof, Großeftr. 52. E. Städtefeld, Hotel, Großeftr. 55. Proste, Hotel, Großeftr. 63. Kühne, Gasthof, Großefir. 72. Schönnagel, Restaurant zum Deutschen Kaiser, Großeftr. 1. Scheibner, Gasthof zur Sonne, Martt 10. Schüßenhaus. Kreis Potsdam- Osthavelland. Behin. Samel, Restaurant. Frige, Restaurant. Marwik bei Belten. Zu Versammlungen zu haben: Wilhelm Noelte, Gastwirth. Bu empfehlen: Otto Ehrhardt, Gastwirth. Aug. Jden, Restaurateur. Nauen. Zu Versammlungen zu haben: Hobusch, Marktstraße. 3u empfehlen: Demuth, Chauffeestraße. Pichelswerder bei Spandau. Adolf Winkel, Restaurant Wilhelmshöhe. Potsdam. Brandenburger Kommunikation 16. Restaurant„ Charlottenhof", Alte Louisenstr. 32. Gesperrt sind die Lokale um Sanssouct, Konzerthaus, Mauerstraße, Mühlenberg- Grotte, Café Heere, Lennéstraße, und das Botal von Schade, Bimmerstraße. Bogt's Blumengarten. Auf diese Lotale haben die Berliner Genossen genau Acht zu geben. Größere Gesellschaften sollen bei der Kommission vorher ihren Befuch anmelden. Stolpe bet Wannsee. A. Mattausch, Restaurant zum Lindenhof. Spandan. 8u Bersammlungen zu haben: Spandauer Bergbraueret. Restaurant Witte, Pichelsdorf, zum weißen Schwan. Bu empfehlen: Ratte, Neumeisterstr. 5. Rieter, Linarstr. 35. Klintsch, Pichelsdorferstr. 103. Bernhart, Pichelsdorferstr. 20. Gallicker, Frobenstr. 12. Andere Lokale sind zu Bersammlungen für die sozialdemokratische Partei nicht zu haben und bitten wir die Berliner Genossen, bei Ausflügen nach hier auf vorstehende Lotale Bezug zu nehmen. Velten. Zu Bersammlungen zu haben: M. Grunow, Wilhelmftraße 19. Zemlin, Wilhelmstr. 21. G. Gericke, Bergftr. 12. G. Schröder, Breitestr. 7. Das Boltsblatt" liegt aus bei Schulze, Karlstr. Arndt, Friedrichstr. Waubte, Friedrichstr. Wendland, Friedrichstr. Müller, Vittoriaftr. Bollchow, Bittoriastraße. Kettner, Breitesir. Kersten, Mühlenfir. Beyer, Wilhelmstr. Saube, Luisenstraße. Eggert, Luisenstraße. Konrad, Luisenstraße. Engel, Sturzestraße. Gesperrt: Tübbicke, Breitestr. 67. Kreis Ruppin Templin. Zehdenick. Stegemann, Gasthof. B Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Adlershof. 8u empfehlen: Auble. Miffera. Poranste. Schwabe's Gesellschaftshaus( W. Theise). Pauligt's Restaurant. Gesperrt: Leopold, an der Wahn. Albrecht's Restaurant. Freude's Restaurant. Stippetohl's Restaurant. Wölstein's Luftgarten( F. Schröder). Alt- Markgrafpieske. Su Versammlungen zu haben: Wilhelm Graßnic, Langendamm bei Martgrafpieste. Diegel, Braunsdorf bei Martgrafpieste. Pöschte, Neu- Woltersdorf bet Martgrafpieste. Baumschulenweg( Neu- Treptow). Bischof. Hochstein( früher Lauff). Brit. Zu Versammlungen zu haben: Güldner, Rudowerstr. 66. Adam, Rudowerstraße, Buschkrug. Chymert, Chauffeeftr. 15. Bethge, Chauffeeftraße 39. Rudolph, Chausseestr. 97. Lüderig, Chauffeestr. 69. Bu empfehlen: Richter, Rubowerstr. 4. Wugler, Nudowerstr. 85. Dorn, Bürgerstr. 4. Walter, Bürgerstr. 19. Müller, Werderstr. 87. Wasmann, Werderstr. 15. Witte, Chauffeeftr. 64. Lamert, Chauffeeftr. 63. Schrammert, Chauffeefir. 27. Lipinsky, Chauffeeftr. 193. Bolte, Wilhelmstr. 9. Gesperrt: Rathsteller, Ghauffeeftraße. Schulz, Rudowerstr. 64. Gesperrt: Gustav Habermann, Insel- Restaurant, Plößensee. Moabiter Schüßenhaus. Reinickendorf( östlich). Zu Bersammlungen zu haben: Dähne, Dorfstr. 17. Reitowsty, Chauffee 3. Winterstein, Chauffee 10. Böttcher's See- Schlößchen, Markstraße 1/2. Südicke, Amendeftr. 1. Neubauer, Charlottenburg. Zu Versammlungen zu haben:„ Bismards: Hausotterstr. 81. Budewig, Hausotterstraße 4. Bente's Storchneft", höhe", Hermann Krause, Bismardstr. 80. Gambrinus- Brauerei", Bachmann, Nordbahnftr. 1. Wirthshaus zur Tanne, Nordbahnstr. 15. Stadi, Provinz- Wallstr. 46. H. Krause, Bismarckstr. 74. Klubhaus, Westend. Grosjan. straße 45. Borstells, Residenzstraße 4. Adeler( Lindenpart), Residenz- und Restaurant Baat, Kantstr. 53. Amendestraßen- Ece. Alle übrigen Lokale sind zu meiden. Deutsch- Wilmersdorf. Zu Versammlungen zu haben: Mölter's Boltsgarten, Berlinerstr. 40. Schulze's Restaurant, Berliner- und Augustastraßen- Ecke. Bittoria- Garten, Wilhelmsaue. 3u empfehlen: Emil Kirsch, Residenzstr. 20. Weigt, Gesellschaftsstr. 2. Hartmann, Gesellschaftsstr. 12. Handtte, Residenzstr. 14. Malchin, Residenz firaße 101a. Apelt, Residenzftr. 117. Klahn( Eisbörse), Residenzitr. 37. Gesperrt: Kaiser Friedrich- Bad( vorm. Süß). Meinide, Residenzfir. 108. Goldacter, Residensstraße, Gabler, Provinz- und Bürgerstraßen- Ecte. Müller's 8u empfehlen: Restaurateur Gräz, Brandenburgischestr. 106. Restaurateur Finder, Brandenburgischestr. 194. Försterling, Mecklenburgischestr. 29. Schmargendorf. Zu Bersammlungen zu haben: Wirthshaus Schmargendorf( Friedrich), Warnemünderstr. 6. Schüßenhaus( R. Wegener), Hundefehleſtr. 20. Sanssouci( A. Pöting), Ruhlaerstraße. Wirthshaus zum Schwan( W. Jarette), Grunewald. 3u empfehlen: G. Walter, Destillation und Bierlokal, Breiteftr. 25. Aug. Heuer, Bigarren- und Tabatgeschäft, Breitestr. 23. Gesperrt: Gesellschaftshaus( Tourley), Warnemünderstr. 1. Schwar Adler( Krägenbrint), Bopaterstr. 3. Waldschlößchen( F. Schumann), Waer münderstraße 4. Forsthaus( G. Löther), Warnemünderstraße 7. Waldkater ( R. Götsch), Warnemünderstraße 10. Wilder Eber( M. Werner), Warnemünderstraße 12. Alter Biethen( Danter), Tepligerstr. Franzensbader Garten ( Lücking). Wirthshaus Deutsches Haus( S. Balz), Breitestr. Schmöckwik. Restaurant Segler- Schlößchen. Restaurant zur Palme ( Kurras). Schöneberg. 8u Versammlungen zu haben: Schloßbraueret, Hauptstr. 60/63. Jakob,( Saal u. Garten), Grunewaldstr. 110. Gesperrt( Saalinhaber): Weidt's Restaur. Lindenpart, Hauptstr. 16. Ramm's Restaur., Hauptstr. 81. Birkenwäldchen( Sarre), Hauptstr. 34. Möhring's Restaur., Spohnholzstr. 27.( Restaurants): Halle, Bürgerliches Bierhaus, Stubenrauchstr. 9, Hohenstein, Hohenzollern, Kaiser Friedrichstraße 18. Gründer, Grunewaldstr. 106. Graf, Nollendorf- und Maaßenstr.Gde, im Keller. Hirsch, Bülowstr. 6. Restaurant zur Dampfbahn, Stethenstr. 6. Breitenstein jetzt Schulz, Friedenauerstr. 60. Gasthof zum Hirsch( Ahloff), Haupt- und Tempelhoferstr.- Ecke. mm, Hauptstr. 121. Malzahn, NollenDorfstr. 22. Uhlig( Bum Bahnhofsschlößchen), Kolonnenstr. 56. Pannier, Kolonnenstr. 46. Strauchmann, Kolonnenstr. 35. Pohl, Kolonnenftr. 28. Rathsi teller, im Rathhause, Hauptstr. 2. Steglik. Görlich, Ahornstraße 15a,( Gaal zur Verfügung.) Borsdorf, Schloßstr. 66. Dabergoß, Schloßstraße 84. Gärtner, Schloßftr. 8. Günther, Martsteinstr. 9. Wm. Hörig, Schloßftr. 11. Hannusch, Düppelstr. 26. Jutte, Albrecht str. 108. Riemann, Düppelstr. 27. Lempert, Schloßftr. 24. Meinert Ahornstr. 32. Ratten, Schüßenftr. 51. Sternisty, Beefeftr. 4. Schellhafe, Schildhornstr. 79. Schivelbein, Schildhornftr. 4. Schneider, Düppelstr. 82. Schmidt, Schüßenfiraße. Tiete, Albrechtstr. 125. Weißenfeldt, Schloßftr. 92. Stolpe bei Wannsee. Restaurant Sindenhof"( Inhaber A. Mattausch). Teltow. Zu Bersammlungen zu haben: Schüßenhaus und Schwarzer Adler( Wirth Anthauer). Bu empfehlen: E. Derk( Boltsblatt"), F. Kupsch( Vorwärts"), D. Dugrain( Boltsblatt"). Albert Meyer( Boltsblatt"). Gesperrt: W. Matenzy, Gastwirth. Gottfried Stublemat, Gastwirth. Förster, Gastwirth. Julius Reibe, Kaufmann. Hermann Thiele, Kaufmann. w. Bastian, Gastwirth. Rehfeldt, Kaufmann und Gastwirth. Tempelhof. 8u empfehlen: Gerth, Restaurant, Dorfftr. 10. Dube, Restaurant, Dorfstr. 29. Weidler, Restaurant, Ringbahnstr. 58. Wesenberg, Restaurant, Schönebergerweg 1. Fischer, Restaurant, Berlinerstr. 41. A. Reifen, Bigarrengeschäft, Berlinerstr. 44. Gesperrt: Teichert, Restaurant mit Saal, Berlinerstr. 80. Tillmann ( Jnh. Langhammer), Restaurant mit Saal, Berlinerstr. 33. Trebbin. Kein Lokal. Treptow. 3ornow's Restaurant. Bender's Restaurant. Heydrich's Restaurant. Jacob, Ausschant der Bock- Braueret. Otto( früher Henze), Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Boltsgarten. H. Rümpel, köpnicer Landstraße. Bischof, Restaurant zur Baumschule. Gesperrt sind: Braun( am Bahnhof Treptow), Benner, Ackermann, Eichbaum, Riemer, Paradiesgarten"," Wilhelmsgarten",„ ites Glerhäuschen", Neues Gierhäuschen", Landsberg( früher Ntetsch), Gräzuweit( früher Appelt). Wannsee. Kein Lotal. Behlendorf. Su haben: Soft, Karlstraße. Der Vorwärts" Itegt aus: Warnite, Teltowerstr. 23. Saupt, Potsdamerstraße. Dohrmann, Machnowerstraße. Benthen- Handels Ablage. M. Schrobach. Die Adreffen der Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin find folgende: Adlershof: B. Casper, Bismarckstr. 62a. Bernau: G. Schröder, Mühlenstr. 4. Brik: R. Schönberner, Rirdorf, Juliusstr. 89. Budiow bei Müncheberg: F. Siemon, Schneidermeister, Charlottenburg: A. Röttger, Chriftftr. 6. Dalldorf: E. Gallin, Hauptstr. 35. Deutsch- Wilmersdorf: G, Reuter, Berlinerstr. 29. Eberswalde: F. Bittner, Breitestr. 34. Freienwalde a. O.: Robert Schiele, Alt- Riez 4. Friedrichsberg- Lichtenberg: Edmund Liepe, Friedrichsberg, Blumenthalftr. 20. Friedrichsfelde: G. Junge, Prinzen- Allee 35. Friedrichshagen: Senfelder, Scharrnweberstr. 47. Alt- Glienicke: Hermann Berg, Grünauerstr. 34. Groß- Lichterfelde- Lankwik: W. Bölkel, Porallelstr. 10. Grünau: H. Schneider, Köpenickerstr. 103. Heegermühle bei Eberswalde: C. Dölfs, Schuhmacher, Heegermühle. Hohen- Schönhausen: G. Lück, Wilhelmsberg 18. Johannisthal: G. Elze, Friedrichstr. 19. Köpenick: G. Israel, Gartenstr. 8. Alt- Margrafenpieske: Krause. Mariendorf: Silgert, Ackerstr. 14. Marienfelde: Paul Kalow, Chauffeeftr. 78. Marwik b. Belten: A. Lehmann, Töpfer. Bauen; S. Kohn, Mittelstr. Wieder- Schönweide: G. EIze, Friedrichstr. 19( Johannsthail). Howawes: F. Schuster, Lindstr. 15a. Ober- Schönweide: Gustav Elze, Johannisthal, Friedrichstr. 19. Oranienburg: Th. Mohaupt, Kanalftr. 67. Pankow: Ernst Ko3, Wollantstr. 115, 3 r. Potsdam: A. Krause, Charlottenhof. Reinickendorf: Rosenfeld, Soppeftr. 4. Riedorf: B. Schent, Knesebeckstr. 10, Rüdersdorf( Kaltberge): Matthes. Rummelsburg: Auguft Dehlting, Türrschmidtstr. 20, v. 3 Zr. Schmargendorf: Paul Abraham, Rösenerstr. 4. Schöneberg: L. Weisgerber, Grunewaldstr. 116. Spandau: A. Senftleben, Bergstr. 9. Steglik: J. Otto, Schildhornstr. 75a. Stralan: H. Krumm, Stralau Nr. 17, 4 Tr. Strausberg: Albert Hering, Schuhmacher, Klosterstr. 22. Tegel: Auguft Berndt, Berlinerfir. 96. Teltow: Hermann Reßler, Badftr. 26. Tempelhof: A. Reisen, Berlinerstr. 44. Welten in der Mart: A. Paris, Bittoriaftr. 30. Weißensee:$. Gampe, Gedanftr. 5. Zehlendorf: D. Bielte, Machnowerstr. 30. Die Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin werden ersucht, Buschriften, die Lokalfrage betreffend, nur an Genoffe Gumpel, Barnimftr. 42, einzuschicken; die Verantwortung über die richtige Ausstellung der Liste tragen die Einsender selbst. Direkte Abmachungen mit Wirthen der Umgegend von Berlin in Lokalangelegenheiten lehnt die hiesige Lotalfommissionab; dieselben haben sich in dieser Angelegenheit an die dortigen Kommissionsmitglieder zu wenden. J. A.: Die 2otalfommission. H. Gumpel, Barnimstr. 42; Halfter, Lübbenerstr. 22; 3aafe, Küstriner Platz 8. Tokales. Dabei müssen wir sagen, daß unsere Händler eine gewisse Anpassungsfähigkeit haben. Der Markt am Arkonaplaz, mitten im Proletarierviertel des Nordens, hat auch ein Proletarier aussehen angenommen. Die luxuriös ausgestatteten Buden, die sonst am Schloßplatz ihr Domizil aufschlugen, sind verschwunden; an stelle dessen sieht man eine große Anzahl fleiner primitiver Buden, nach deren Aussehen und Inhalt man sagen könnte: die " Armuth" izt zu Markte. Dem Verwaltungsdirektor der Charitee, Geh. Oberregierungs. rath Spinola ist in diesen Tagen eine von sämmtlichen dreizehr dirigirenden Aerzten der Charitee und dem Direktor des patholo gischen Justituts unterzeichnete Adresse überreicht worden, woria die Unterzeichner ihr volles Vertrauen zu der Amtsführung des Herrn Spinola, sowie ihre Mißbilligung über die gegen ihn er hobenen Angriffe ausdrücken und die Hoffnung aussprechen, daß er in seiner Stellung ausharren werde. Indem wir Herrn Geh. Oberregierungsrath Spinola zu diesem Auch die Buden mit den Zehnpfennig- Artiteln bringen uns das genügend zum Bewußtsein, denn auf Schritt und Tritt tönt Vertrauensvotum beglückwünschen, verfehlen wir auch unsererseits uns der Ruf entgegen: Hier immer noch zehn Pfennig jedes nicht, dem Herrn die erfreuliche Mittheilung zu machen, daß Stüd." Und trotzdem drängte sich niemand zum kaufen, viel- der Boykott der Charitee nicht gegen seine Person gerichtet Als echte, rechte Sozialdemokraten bekämpfen wir immer mehr schien das Geschäft recht still zu sein und eine der ist. Händlerin äußerte denn auch in ihrem Unmuth zur Nachbarin und überall das System, die Personen nur insoweit, als gewendet: Die tiefen man blos, aber fofen bhun se nischt". sie Träger dieses Systems sind. Können wir dafür, daß Herr Ja, wie viele Proletarierkinder werden sich mit dem„ Kieken" Spinola die Angriffe auf die Charitee persönlich nimmt, weil er sich mit der Charitee identifizirt? ,, Charité, c'est moi!" läßt begnügen müssen und den Weihnachtstisch leer finden. die Staatsbürger- Zeitung" Herrn Spinola fagen. Ein nicht viel anderes Aussehen bietet der Markt in der Frankfurterstraße. Wenn auch hier der Verkehr ein lebhafterer und das äußere Aussehen ein besseres ist, so ist es doch immerhin ein Schatten gegen früher. Ueber die städtische Armenpflege erstattete der Berliner Magistrat den Verwaltungsbericht für die Zeit vom 1. April 1892 bis 31. März 1893. Der Bericht läßt erkennen, daß die wirth schaftliche Lage des ärmeren und ärmsten Theiles der Bevölkerung Berlins bis zum Ablauf des Berichtsjahres sich weiter verschlechtert hat. Laufend unterstützt wurden im Jahre 1892/93 monatlich( Durchschnitt aus allen 12 Monaten): Almosen- Empfänger: 21 787, gegen 20 169 in 1891/92 und 19 087 in 1890/91; in Pflegefinder: 8399, gegen 7976 in 1891/92 und 7751 1890/91. Die Zunahme betrug also: " Das Sparsystem des preußischen Staats und die militärische Bucht, unter denen der Proletarier in der Charitee zu leiden hat, die Mangelhaftigkeit der Krankenräume und Einrichtungen, der Krankenpflege und Krankenwartung, der eines Krankenhauses unwürdige Kasernenton und die unwürdigen Beschränkungen der persönlichen Freiheit, die nicht durch die Erkrankung geboten find, das sind die Dinge, gegen die sich der Boykott der Charitee richtet. Mit der Verwaltung beschäftigen wir uns nur in der einen Forderung, welche die Unterstellung der Verwaltung und des gesammten Wärterpersonals unter die Oberleitung der Aerzte verlangt, und darin find wir doch wohl der Zustimmung der dirigirenden Aerzte sicher. bei den Almofenempfängern 1890/ 91-1891/ 92: 1082= 5,67 pet. erforderlich halten, das führt der Verwaltungsrath aus, sondern 1891/ 92-1892/ 93: 15687,77" 1890/ 91-1891/ 92: 225= 2,90" 1891/ 92-1892/ 93: 4235,30 5481 " 71 805 in überlebt. Ein voll So spricht in allen Dingen die Verwaltung allein das entscheidende Wort, erst kommen die Interessen der Verwaltung, dann die der Patienten noch lange nicht: Jedes Eckchen wird inspizirt, ob nicht noch ein Bett eingeklemmt werden könnte, denn das bringt 2 Mart täglich, überall wird gespart Herr Spinola beweist seiner Reund geknapp ft. gierung, welch ein unerfetzliches Verwaltungsgenie er ist.-Die Militärverwaltung ist längst dahinter gekommen, daß ein Krankenhaus nur etwas leisten tann, wenn die gesammte Gewalt in der Hand eines Arztes liegt, dem die Verwaltungsbeamten untergeordnet sind. Spinola. Schrieb doch ein Arzt aus der Charitee in der Staatsbürger- Zeitung":" In der Charitee heißt es nicht, erst tommen Friede auf Erden. Die Weihnachtszeit ist allgemach die ärztlichen Leiter und was diese im Interesse der Kranken für herangerückt und mit ihr die Gelegenheit, das schöne Verheißungs wort vom Frieden auf Erden in der üblichen schamlosen Weise erst tommt Herr Spinola mit seinen Beamten, und nur wenn zu mißbrauchen. Friebe auf Erden heuchelt der Kommerzienrath bei den Pflegekindern diese gesonnen sind, etwas für die Kranken zu thun, so dürfen auf der Kirchenbank, während seine Arbeiter wegen einiger die Aerzte es fanttioniren. In den geringfügigsten KleinigDie Bevölkerung Berlins hat in der letzten Volkszählungs feiten macht sich das Ueberwiegen der Verwaltung bemerkbar und Pfennige im Lohnkampf liegen, Friede auf Erden näselt der Junker, während seine Landarbeiter bei Buttermilch und Kar- Periode( 1885-90) jährlich nur um 3,65 pet. zugenommen. lähmt überall die Thätigkeit des Aerztepersonals, das schließlich toffeln ihre Weihnachten feiern und das wohlgenährte Vieh ihres Die Zahl der Unterstüßten ist also stärker gestiegen, als nach von seinen Bemühungen absteht, weil es sieht, wie schwer es ist, unter der Voraussetzung, etwas zum Wohl der Kranten durchzudrücken. Patrons beneiden; Friede auf Erden heuchelt die ganze Gesell- der Bevölkerungszunahme und schaft, die das dem Untergang geweihte heutige System noch zu daß die Lage der besiglosen Klasse sich nicht verschlechtert ständig entkräfteter, schwindsüchtiger Mann hat bereits zu Die Unterstützten machten feiner Diät die Extrazulagen bekommen, die gestattet sind. ftützen sich berufen fühlt. Was es mit dem gesellschaftlichen hätte, zu erwarten gewesen wäre. Frieden auf sich hat, sollte auch der Mann erfahren, von dem in 1890/91: 1,72, in 1891/92: 1,77, in 1892/93: 1,85 pt. Der Arzt will ihm zur Kräftigung noch ein Beefsteat es mußte verordnen und stellt deshalb den erforderlichen Antrag. wir heute berichten wollen, und dessen Schicksal sozusagen typisch der Bevölkerung aus, mit anderen Worten: ist für den Leidensgang, den der Arbeiter zu gehen hat, in 1890/91 jeder 58., in 1891/92 schon jeder 57., in 1892/93 Nach drei Tagen erscheint nicht etwa der Generalarzt, sondern der es wagt, auch nur ganz schüchtern an die Verbesserung seines gar schon jeder 54 Zivileinwohner unterstützt werden. Diese Serr Spinola und sieht sich den Kranten mit sachverständigem deutlich für jeden, der Blick an, und bereits nach acht Tagen war das Beafsteak gefläglichen Looses zu denken. Der Former K., der in der Eisen- Bahlen reden eine deutliche Sprache, gießerei von Hartung hierselbst für einen Hungerlohn gearbeitet sie verstehen will. Sehr lehrreich ist auch die Zunahme der nehmigt. Leider hat der Unglückliche diese Freude nicht lange hat, wurde vor kurzem bei seinem Meister um eine geringe Er:" Extra- Unterstützungen", die theils als besondere Zulage an die nehmigt. Leider hat der Unglückliche diese Freude nicht lange höhung feines Lohnes vorstellig. Die Antwort war die bei Almosen- und Pflegegeld- Empfänger, theils an solche Personen folchen Gelegenheiten übliche: Er solle sich bei der Arbeit nicht gezahlt werden, die noch nicht fortlaufend unterstützt werden, also umsehen und fleißiger sein, dann werde er schon mehr verdienen. erst am Anfang vom Ende stehen. Leider ist nur die Zahl der K. that nun nicht das, was ein Arbeiter zu thun hat, der sich unterstützungs Fälle, nicht der Personen angegeben, die schon zu solcher Frechheit verstiegen, er zog sich nicht mit ein- die„ Extra- Unterstübungen" erhielten. Sie ist von 43 183 Fällen 1890/91, auf 55 998 in 1891/92 und gezogenem Schwanz an seinen Arbeitsplatz zurück, sondern murrte in geftiegen. Das Jahr 1890/91 war für die gegen die heiligen Gebote des Gottes Kapital. Die Strafe folgte 1892/93 Berlins schon sehr hart und noch härter der Sünde auf dem Fuße, R. erhielt feine Entlassung und Armen außerdem die Verheißung, daß man ihm sein Benehmen 1891/92, weil ein allgemeines Darniederliegen von Handel, Inschon anstreichen werde. Und beim heiligen Kühnemann, so dustrie und Gewerbe in Verbindung mit einer Theuerung der geschah es. Wer kennt nicht den Verband der Metallindustriellen, nothwendigsten Lebensmittel die Zahl der Darbenden besonders mit seinem Bureau, dem die Macht gegeben ist, zu binden und im Winter außerordentlich vermehren mußte. Aber seitdem Aber in der Charitee, die doch sonst einen so ausgeprägten zu lösen und der da entscheidet über Leben und Sterben alles scheinen sich die Verhältnisse hier nicht gebessert, sondern noch militärischen Zuschnitt hat, scheint man das nicht erreichen zu dessen, was in seinem Machtbereich sein Dasein fristen will. Der weiter verschlechtert zu haben, trotzdem immer das Gegentheil fönnen. Denn als der neue Generalarzt, der sich wahrlich etwas Arbeitsnachweis der Unternehmerorganisation besiegelte auch das versichert wird. Ueber den Antheil der Arbeiterbevölkerung an mehr von der Bevormundung seines koordinirten Kollegen Schicksal des unbotmäßigen Formers. Wie zum Hohn hatte sich den Almosen Empfängern giebt der Bericht leider nur un- Spinola emanzipiren sollte, seine Stellung antrat, fand es die Bon den 22 546 Almosen Em Verwaltung für unzulässig, daß der ärztliche Direktor in der das Glück diesem günstig gezeigt, er hatte Arbeit zugesagt be vollkommenen Aufschluß. kommen und es galt nur noch, sich von der Unternehmer- pfängern, die am 31. März 1893 in den Listen standen, Charitee wohne. Herr Spinola bezog die Wohnung des General24,31 pŒt. organisation die Erlaubniß zu holen, für seinen fünftigen Aus waren 17 065= 75,69 pt. weiblich arztes und ließ seine eigene zu Bureauzwecken herrichten. Was beuter Mehrwerth schaffen zu dürfen. Ja, da lag es. Auf dem männlich. Bei den weiblichen ist der eigene Beruf beziehungs- braucht ein Krankenhaus anch seinen ärztlichen Leiter in seinen 13 343 waren Wittwen nicht Arbeitsnachweis- Bureau erhielt der Former K. die Mittheilung, weise der des Mannes wohnt. Der Herr Verwaltungsdirektor hat auch einen Privatdaß es vorläufig keinen Arbeitsschein gebe, er müsse bis zur in Betracht gezogen werden. Von den Männern ist bei 5391 Mauern zu haben, wenn nur der Herr Verwaltungsdirektor darin 54,42 pet. nächsten Konferenz warten und könne sich dann Bescheid holen. der Beruf angegeben, und zwar waren 2984= Die Strafe war vollzogen. Das Rapital straft firenge und Sandarbeiter, 207288,43 pet. gewerbetreibende Bersonen, garten, und ein Chariteegärtner ist den ganzen Tag damit berächt ein Vergehen gegen sein Gebot nicht nur an seinem Miffethäter 288= 5,34 pet. handeltreibende Personen, 97= 1,79 pet. fchäftigt, um die Rosenstöcke, die grünen Rasenflächen und den felber, sondern zieht, gerecht wie es ist, auch dessen Familie in frühere Beamte, Lehrer, Gelehrte, Künstler u. s. w. Nach der Lawn- Tennisplatz in Ordnung zu halten, aber wer einmal den Mitleidenschaft. Der Former K. fitzt denn auch jest in feinen Rubrizirung, die in den Verwaltungsberichten des Berliner of, wo die Kranken sich ergehen, gesehen hat, hat den Eindruck, findet." tahlen vier Wänden und übt sich mit Weib und Kind in der Magistrats üblich ist, muß angenommen werden, daß unter als wenn er sich auf einer Abladestelle für Schutt bebrotlofen Kunst des Hungerns, dieweil die Herren Unternehmer, gewerbetreibende Personen" auch die Gewerbe gehilfen ein Die Person des Herrn Spinola ist uns im übrigen sehr die fich während der Woche im Schweiße ihres Angesichts mit begriffen find. Zu den Ursachen der Unterstüßungsbedürftigkeit dem Jahresabschluß abgeplagt haben, am Festag der christlichen der 22 546 Almofenempfänger bemerkt der Bericht bei 12 006 gleichgiltig. Auch er glaubt zu schieben und wird geschoben. Doch Liebe das Gotteshaus" beschreiten, alldorten fattglänzenden gleich 58,25 pGt. wegen hohen Alters( über 65 Jahre)", bei 6396 thun wir ihm nicht Unrecht; auch zu schieben versteht Herr Auges auf ihre Bäuche niederblicken und mit der ganzen Frömmig- gleich 28,37 pt.„ wegen andauernder Krankheit oder Siechthums", Er schiebt den ,, coordinirten" ärztlichen Direktor zum Krankenfeit, die der heutige gute Ton verlangt, in den Hallelujahgesang bei 4144= 18,38 pet. wegen nicht zureichenden Erwerbes oder haus hinaus und schiebt denselben; ärztlichen Direktor der Ge des Priesters ihrer Steligion einftimmen: Friede auf Erden und nicht genügender bezw. mangelnder Erwerbsfähigkeit". Selbst- fellschaft für öffentliche Gesundheitspflege vor, um die Bertheiden Menschen ein Wohlgefallen! verständlich liegt bei allen nicht zureichender Erwerb" vor, bigung der Charitee zu übernehmen, nachdem er fürsorglich demDie Geschichte des Formers R. ist simpel, trofilos einfach nur die Ursachen, aus denen der Erwerb theilweise oder ganz felben den Wunsch unterschoben, daß eine Diskussion nicht stattund schon hundert, tausendmal dagewesen. Gar mancher Ar mangelt, sind verschieden. Die dritte Gruppe schließt außer finde. beiter hat gefühlt, was die Behme eines Fabrikantenrings be Lahmen, Blinden, Taubftummen und Krüppeln auch diejenigen welch' glückliche Schiebung, pardon Fügung! deutet und bei Bielen mag das trostlose Bewußtsein plakgegriffen Personen ein, welche, obwohl gesund und jung, doch feinen zu-attestiren die Herren dirigirenden Aerzte der Charitee sämmthaben, daß jeder Widerstand an der Macht des furchtbaren reichenden Erwerb" haben. Sie betrug im Vorjahr nur lich ebenso freiwillig, wie nur je tönigs- und bismardtreue Gegners zerschellen werde. Aber die Verhältnisse predigen 2565 Personen= 12,81 pt. aller Almosenempfänger. Sie ist Lohnarbeiter unterschrieben, gespendet und gefacelt haben, ihren eine noch mächtigere Logit als die Des also von 1891/ 92-1892/ 93, für sich berechnet, um 1579 Personen Abschen vor den gegen Herrn Spinola erhobenen Angriffen. Ja, Kapitals, und jede Maßregelung, die ein Unternehmer verübt, 61,63 pet.() gestiegen. Auch darin wird ein Zeichen einer 3uia, Herr Spinola versteht's! fordert zu neuem, besser als früher organisirtem Widerstand gegen nahme der Arbeitslosigkeit erblickt werden müssen. Im übrigen die scheinbare Uebermacht heraus. In der Organisation lernt fann die Nothlage der Arbeiterbevölkerung aus dem Umfange Wann verjähren Forderungen? Mit dem Ablauf der Arbeiter, der bisher noch geistig blind war, denken und das der Armenpflege nur bis zu einem gewissen Maße hervorgehen. schreiende Unrecht erkennen, das die heutige Gesellschaft fenn- Die jüngeren, träftigeren und gesünderen Arbeiter und Ar- on 2 Jahren verjähren die Forderungen der Fabrit zeichnet. Und das organisirte Proletariat wird neue und wieder beiterinnen kommen hierbei nur zum allergeringsten Theile in unternehmer, Kaufleute, Krämer, Künstler, Handwerker und neue Heerschaaren werben aus der Masse der Enterbten und mit Betracht. Sie verschmähen es mit Recht, sich im Falle der Ar- Apother für Waaren und Arbeiten. Ausgenommen von dieser gewohnter Ausdauer den Krieg führen gegen die Macht des beitslosigkeit an die Armenpflege zu wenden, weil sie nicht bie furzen Verjährung sind solche Forderungen, welche in bezug auf Rapitals, bis sie zu Boden geworfen ist und das Wort vom mancherlei mit dem Almosen verbundenen Nachtheile und De- den Gewerbebetrieb des Empfängers der Waare oder Arbeit Frieden auf Erden unverlegt zur Wahrheit geworden ist. müthigungen mit in den Rauf nehmen wollen. Bon den 22 546 entstanden find. Mit dem Ablauf von 2 Jahren verjähren ferner Almofenempfängern waren 15 98070,88 pet. über 60 Jahre die Forderungen der Fabrikunternehmer, Raufleute, Krämer, Künstler und Handwerker wegen der an ihre Arbeiter Auf dem Weihnachtsmarkte. Nun hat man den unalt. Im Alter von 20-60 Jahren, das man etwa als gebehrlichen Gesellen gänzlich aus dem Zentrum der Stadt bas eigentliche Arbeitsalter ansehen kann, standen davon gegebenen Vorschüsse, der Schul- und Verpflegungsanstalten für Unterhalt, Unterricht und Erziehung, der Lehrer, hinausgewiesen. Das war ein heißes Bemühen und manche 6468 nur von 20-50 davon 28,77 pt. im Alter der Fabritarbeiter, Handwerksgesellen, TagePetition mußte zusammengestoppelt werden, um zu beweisen, daß 2799= 12,42 pet., im Alter von 20-40 davon gar nur löhner und anderer gemeiner Handarbeiter" der gute Bürger unferer Stadt so nöthig der Ruhe bedarf, die 1113= 4,94 pet. Ginem jüngeren Arbeiter, der noch einen ge- wegen rückständigen ohnes, der Fuhrleute und der fröhliche, oft übersprudelnde Lärm des Weihnachtsmarktes fo jäh zerriß. Nun hat er's erreicht und kann als guter Lokal funden Appetit hat, kann das von der Stadt gezahlte Almosen patriot auf der Stätte, wo zu dieser Zeit ehedem der Bolts- überhaupt nur wenig nüßen. Es fann zwar bis über 30 Mart Schiffer wegen Fuhrlohn, Frachtgeld und Auslagen, der Gasthumor das Gebiet beherrschte, im Stillen den Projekten der Zu den meisten( 12 343) lag es zwischen 9-15, bei 5094 unter 9, lichen, Kirchenbeamten wegen der Gebühren für firchliche HandZu- ben e3 on 4 Jahren verjähren die Forderungen der Kirchen, Geistpro Monat hinauf, aber auch bis unter 3 M. hinabgehen. Bei wirthe für Wohnung und Beköftigung. Mit dem Ablauf funft nachhängen und für Terrassenanlagen und Ententeiche sein bei 5099 über 15 M. Der Durchschnitt betrug 12,81 m. gegen lungen, der Anwälte und Aerzte wegen ihrer Gebühren und Wirken entfalten. Gin gar trauriges Aussehen zeigt in diesem Jahre der Weih. 13,88 im Vorjahre. Das Minus erklärt sich daraus, daß die Stadt Auslagen, der Handlungsgehilfen und des Gesindes wegen Geverordneten- Versammlung im Vorjahre für die Wintermonate halt, Lohn u. s. w., der Lehrherren hinsichtlich des Lehrgeldes, nachtsmarkt. Gegen das tofende Stimmengewirr, gegen den oft eine" Theuerungszulage" beschlossen hatte, die im Berichtsjahre des Prozeßgegners wegen Erstattung verauslagter Prozeßtoften, ohrenbetäubenden Lärm des Waldteufels, der Knarren, der nie wieder in Wegfall gekommen ist. Daher ist denn auch, froß bebes Fistus auf Nachzahlung für garnicht oder zu wenig geforderter ermüdenden Stimmen tausender von Händlern, die immer wieder deutender Zunahme der Zahl des Unterstüßten, die Summe der ausin allen Variationen ihre Waare den zahlreichen Besuchern am gezahlten Gelder nur um 114 778 m., von 4 490 509 auf 4 605 287 m. Gerichtskosten. In 4 Jahren verjähren ferner die Rückstände sogenannten goldenen Sonntag anpriesen; im Vergleich zu diesem gestiegen. Wenn nicht bei den Extra- Unterstügungen, die von für vereinbarte Binsen, die Rückstände an Mieths- und PachtTrubel, ist es heute nur noch die Stimme eines müden Greises, 495 431 auf 655 601 m. gestiegen sind, so viel hätte zugesetzt geldern, Pensionen, Besoldungen, Alimenten, Renten und allen der sein nahes Ende fühlt. Wer denkt nicht von den Berlinern, werden müssen, dann hätte im Berichtsjahre sogar ein Theil der anderen zu bestimmten Zeiten wiederkehrenden Abgaben und ob jung ob alt, an den Weihnachtsmarkt, und wer gab nicht dem im Vorjahre zugebilligten„ Theuerungs- Zulage" wieder heraus- Leistungen, desgleichen die Rückstände an Wage- und Pachtgeldern. Verjährung beginnt bezüglich der Gebühren und Auslagen. Drängen der Kinder nach, um der schauluſtigen Jugend den Genuß geschlagen werden können." An Almojen- Empfänger wurden, in- Die Verjährung beginnt bezüglich der Gebühren und Auslagen. Wo diese kurzen Verjährungsfristen von 2 und 4 Jahren zu gönnen, allen Reichthum und alle Schönheiten des Dar: folge Fortfalles dieser Zulage, nur 3340 612 M. gegen 3 358 875 gebotenen in Augenschein zu nehmen. Wenn er auch nicht tief im Vorjahre, alfo 18 263 m. weniger gezahlt, für Pflege. nicht Anwendung finden, sowie für die Fälle, in denen die Forin den Geldbeutel hineinfaßte, ohne eine Mehltute oder ein finder 609 075 m. gegen 636 204 im Borjahre, also 27 129.derung eingeklagt ist und eine Verurtheilung stattgefunden hat, Päckchen Mehlweis durfte er doch seinen Heimweg nicht antreten, es hätte ihm sonst niemand geglaubt, daß er dem Weihnachts weniger, trotz bedeutender Zunahme der Almosen- und Pflege- findet im allgemeinen eine Verjährungsfrist von 30 Jahren Anes hätte ihm sonst niemand geglaubt, daß er dem Weihnachtsgeld- Empfänger. Das nennt man eine weise Sparsamteit". mendung. Von den noch fürzeren als zweijährigen Berjährungsmarkt einen Besuch abgestattet hätte. Jest wälzt sich der Strom Wenn aber nachher ein Hungriger auf der Straße zusammen- fristen ist vor allem der Anspruch des Militärsoldaten auf Entder Neugierigen die lebhaften Verkehrs- und Geschäftsstraßen bricht, wenn er zum Selbstmord oder Verbrechen schreitet, dann schädigung für durch den Dienst herbeigeführte Verlegungen hervor entlarg, um seine Schaulust zu befriedigen; jest staut er sich vor betreuzt sich die bürgerliche Gesellschaft und fragt erstaunt:" Ja, subeben: solche Ansprüche müssen innerhalb 6 Monaten gerichtlich den großen Bazaren, die in tausenderlei Artikeln der Auswahl aber warum wandte sich denn der Mensch nicht an die Armen- vierjährigen Verjährungsfristen anlangt, so ist hervorzuheben: die geltend gemacht werden. Was die Berechnungsart der bei- und und Kaufluſt neuen Anreiz geben. Wo kann da der kleine Geschäfts- geltend gemacht werden. Was die Berechnungsart der zwei- und Verjährungsfrist beginnt rücksichtlich der in Prozessen und Untermann tonfurriren? Und diese Aenderung in unserem Geschäftsleben läßt auch den Wellenschlag dieser Bewegung dem kleinen Ge- Herr Spinola und der Boykott der Charitee! Bürger- suchungen vorkommenden Gerichtskosten und desgleichen mit dem liche Blätter bringen folgende Meldung: schäftsmann auf dem Weihnachtsmarkte verspüren. legten Dezember desjenigen Jahres, in welchem der Prozeß oder brutale = direktion?!" Und nun ie Untersuchung durch rcchtSlräftiges Urtheil, Entsagung oder Vergleich beendet worden ist. Bei den anderen Forderungen beginnt die Verjährung mit dem auf den festgesetzten Zahlungs- tag folgenden letzten Dezember, und wenn ein Zahlungslag nicht besonders festgesetzt ist, mit dem letzten Dezember desjenigen Jahres, in welchem die Forderungen entstanden.'Durch ein ausdrückliches Anerkenntniß wird die Verjährungs frist unterbrochen.— Den vorstehenden Bemerkungen geben wir Raum, um wiederholten Anfragen aus/ unserem Leserkreise zu genügen, ersuchen diese Zeilen sich aufzubewahren und fügen zur Er- läuterung ein praktisches Beispiel an. Der Schauspieler Schulze kaust im Jahre 18S1 einen Anzug(nicht zu seinem Gewerbebetrieb). anerkennt seine Schuld nicht und wird im Jahre 1894 auf Zahlung der Kaufsumme verklagt. Die Forderung ist seit dem 31. Dezember 1893 verjährt, die Klage ist auf den Einwand der Verjährung hin abzuweisen.— Wer also die Verjährung unterbrechen will— dieser Rath gilt insbesondere kleineren Geschäftsleuten— trage Sorge dafür, daß seinen seit 1891 restirenden Schuldnern noch vor dem 31. Dezember 1333 Zahlungsbefehl oder Klage zugestellt wird. Bei der Küudignna von Wohnungen wird häufig, ins- besondere in Berlin, infolge der mit allerlei Chikanen gespickten Miethsverträge, von den Miethern die Frist versäumt. Es sei aus folgendes hingewiesen: Die in dem Miethsvertrage ange- gebene Frist ist maßgebend. Wenn dort zum Beispiel angegeben ist, es muß innerhalb 3 Monaten und 3 Tagen vor Ablauf des Vertrages gekündigt sein, so muß die Kündigung spätestens dem Wirthe gegenüber am 28. Dezember erklärt sein. Er- folgt die Kündigung schriftlich, so muß der die Kündigung enthaltende Brief spätestens am 28. Dezember in die Hand des Wirths gelangt sein. Es ist zu empfehlen, mit der Kündi- gung nicht bis zum letzten Termin zuwarten.: die früher, also etwa am 24., erklärte Kündigung ist giltig. Die vielfach verbreitete Ansicht, daß nur an dem im Ver- trag bestimmten Tage, nicht früher, gekündigt werden könne, ist irrig. General z. D. Kirchhoff, der den bekannten Hausfriedens- bruch und den Mordversuch auf den Redakteur Harich unter- nahm, soll, wie die, Staatsbürger Zeitung" aus sicherer Quelle erfahren haben will, vom Militärgericht zu einer geringfügigen (mehrmonatlichen) Festungshast verurtheilt sein und die Haft Ende Roveinber in der Magdeburger Festung angetreten haben, nach Verbüßung von etwa 14 Tagen Haft aber begnadigt sein. Uns ist von dem militärgerichllichen Verfahren nichts bekannt geworden. Die.Staatsbürger Zeitung" scheint, soweit das mililärgerichtliche Verfahren in Betracht kommt— die Frage, ob eine Begnadigung staltgehabt hat, intcressirl uns nicht— stark düpirl zu sein. Weder das Militär-Strafgesetzbuch noch das ReichS-Strasgesetzbuch lasseu als Strafe für versuchten Mord Festungshast zu. Wer vorsätzlich einen Menschen tobtet, wird, wenn die Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt wird, nach§ 211 des Strafgesetzbuches wegen Mordes mit dem Tode bestraft. Liegt nur Mordversuch vor, soll auch nach§ 44 Zuchthausstrafe zwischen 3 und IS Jahren eintreten.— Demnach kann das Militärgericht nicht wegen versuchten Mordes aus eiu paar Monate Festungshaft erkannt haben. Rur die Heimlichkeit des militärgerichtlichen Verfahrens macht die Kolportirung solcher Rachrichten, wie sie der„Stantsbürger-Zeitung" zugegangen ist, möglich.— Oder sollte die.Slaatsbürger-Zeilung" nicht düpirl sein? Tann theilt ihr Gewährsmann vielleicht genauer mit, wie das Urlheil gelautet haben könne. Ein eigenartiger Droschkenkutscherstreik wird gegen wärtig gegen das städtische Krankenhaus Am Urban durchgeführt. In diesem Krankenbauso werden auch geisteskranke Personen inilergebrachl, deren Ueberführung nach der Irrenanstalt in Dall- dorf sich als nothwendig«rweist. Diese Ueberführung geschieht mittels Droschken zweiter Klasse, welche von der.Urban-Ecke" geholt werden, und solche Fahrten sind oft sehr ausregender Natur, indeni es vorkommt, daß die Irren sich ungeberdig zeigen md ein besonderes Vergnügen darin erblicken, die Fensterscheiben der Troschke zu zertrümmern. Für eine Fahrt vom Urban nach Dalldorf sind nach dem amtlichen Wegemesser 3 M. zu entrichten, welche Taxe sich indeffen meistens durch den unvermeidlichen Aufenthalt erhöht. Run soll es, wie der„Allgemeinen Fahr Zeitung" von Interessenten mitgetheilt wird, zu den Gepflogew Heiken der Krankenhaus-Verwaltung gehören, den Kutschern weder die Wartezeit tarifmäßig zu bezahlen, noch für die durch die Irren angerichteten Schaden auszi komnien. Beschwerden bei der Polizei übe: die Höhe des Fahrgeldes seien an der Tagesordnung, wodurch den Droschkenkutschern Scherereien und Unkosten un- nöthigerweise erwachsen. Die betheiligten Droschkenkutscher haben nun beschlossen, derartige Fuhren in Zukunft nicht mehr auszu- führen, indem sie der Meinung sind, daß sie nicht verpflichtet iverden können. Geisteskranke in ihren Droschken zu befördern, und gedenken, es eventuell auf eine gerichtliche Entscheidung an- kommen zu lasten. Auch nach Ansicht der„Allgem. Fahr-Ztg." können Droschkenkutscher zu Transporten von Geisteskranken nicht gezwungen werden, wenngleich nach tz 34 des Droschken- Regle- ments nur mit ansteckenden Krankheiten behaftete Personell von dem Transport mittels Droschken ausgeschlossen sind. Die Klage» über mangelhafte Bedienung an den Post- schaltern, namentlich der größeren Postämter, wie solche Klagen kürzlich in der Presse geführt worden sind, haben, wie gemeldet wird, eine Untersuchung der angegebenen Uebelstände veranlaßt. wobei sich namentlich herausgestellt hat, daß einzelne Ei»- richtungen zum Zzveck der schnellere» Abfertigung getroffen sind. die man aber im Publikum wenig kennt. So ist bestimmt, daß Telegramme an einem Postschalter, an welchem auch andere Post- fachen abgefertigt werden, jeder Zeit außer der Reihe der auf Abfertigung wartenden Personen abgenommen werden. Ferner sollen Postmarken und Postkarten ,» geringeren Mengen an jedem Postschalter verkauft werden. Auf einzelnen Post- ämtern befindet sich auch ein öffentlicher Anschlag. welcher die hierauf bezügliche Mittheilung enthält; bei anderen größeren und stark srequentirten Postämtern und zwar gerade bei solchen, wo der Verkehr des Publikums ein sehr reger ist, fehlt dieser Anschlag. Auch Ermittelungen über den Umfang des Verkehrs aus einzelnen Postanstalten, wo über den zu große» Andrang geklagt worden war, sind veranlaßt worden: doch scheint es sich hier mehr um besondere Gewohnheiten bestimmter Postreviere zu handeln, die ihre Postauflieferungen alle zu gleicher Zeit besorgen und dadurch eine Ueberfüllung der Schalter zu gewissen Stunden herbeiführen. Die genauen Er- Mittelungen über den Gcschästsumfang bei einzelnen Postämtern, wo über mangelhafte Abfertigung Klage gesührt war, lassen an- nehmen, daß die Öbcr-Postverwaltung eutschlvsteu ist, Abhilfe durch Vermehrung des Beamtenpcrsonals zu schaffen, wo eine solche nölhig ist/— Na, na! Eine eigenartige Petition an das Polizeipräsidium zirkulirt gegenwärtig im Osten der Stadt. Die Anwohner der Reick enbergerstraße ersuchen die Behörde, die auf dem Bürger- steig dieser Straße stehenden Bäume entfernen, oder einen jeden derselben mit tiner„Laterne" versehen zu lassen, da man sonst Gefahr lause, Nachts durch„Karambolage" Schaden zu nehmen. So meldet das„Grundeigenlhum". Tie Beleuchtung der Reichen- bergerstraße ist Nachts wirklich eine so mangelhafte, daß etwas „mebr Licht", allerdings in anderer Weise als die Petenten wünschen, zu beschaffen nothwendig ist. Die Finsterniß in vielen Gegenden des Ostens und Südostens hat häufig zu durchaus be- rechtigten Klagen Anlaß gegeben. Der Magistrat kann denselben abHelsen. Wird er es auch? Große Klage herrscht unter den Händlern der Markthalle am Gesundbrunnen über die besten Preise, die sie für ihre Stände zu zahlen gezwungen sind. Für einen Stand von etwa 8 Quadrat- meiern ist ein Preis von 8 M. pro Quadratmeter, tnsgesammt also 80 M. zu zahlen. Die Händler wollen sich, wie es heißt, nunmehr mir einer Beschwerde an die zuständigen behördlichen Organe wenden und auf eine Herabsetzung der Standgelder dringen. Merken auch die Geschäftsinhaber wenig von festlicher Kauflust, so wird doch das Publiknm, das sich vor den Schau- senstern aufhält, oft unliebsam daran erinnert, daß man trotz mangelnder Kaufkraft die paar Groschen in der Tasche los werden kann. Die Taschendiebe machen sich die Gelegenheit der Schaufensterbesichtigung gegenwärtig in ganz außerordentlichem Maße zu nutze. Ii, den letzten Tagen sind allein vor zwei großen Geschäften in der Rosenthalerstraße neun Taschendiebe von der Polizei dingfest gemacht worden. Unter den Jnhaftirten sind drei Russen, von denen zwei angeben, sich auf der Rückreise von Chikago nach der Heimaih zu befinden, also wahrscheinlich auf der Weltausstellung Gastrollen gegeben haben. Unter den ihnen abgenommenen Gegenständen befinden sich mehrere Geld laschen, deren Eigenthumer nicht ermittelt sind. Eine enthält 36 M., eine andere außer einem Taschenspiegel 3,30 M., eine dritte einen aufgetrennten Briefumschlag, auf dem ein Gedicht steht, eine andere(in Form eines Etui) einen Spiegel, Kamm Handschuhknöpfer und Zahnstocher. Auch eine der Edelsten und Besten. Ein rheinisches Blatt schreibt: An mehrere wohlhabende Familien in Essen sind in letzter Zeit zieinlich iverthlose Handarbeiten aus Berlin gelangt um deren Ankauf die Einsenderin, eine Frau v. Quitzow aus Berlin, im Hinweis auf die große Nothlage, in der sie sich be finde, in einem lehr rührseligen Begleitschreiben bittet Es sei vor dieser Bittstellerin mit dem Namen eines der ältesten märkischen Adelsgeschlechter entschieden gewarnt, da sie sich schon seit Jahren auf diese Weise ein höchst bequemes und angenehmes Leben zu verschaffen sucht. Seitdem sie i» Berlin, wo sie vor etwa zwei Jahren als Schwilidlerin entlarvt und als solche auch vor Gericht verurtheilt wurde, mit ihren lügenhaften Vorstellungen keinen Glauben mehr findet, hat sie das Feld ihrer Thätigkeit nunmehr nach der Provinz verlegt, wo sie sicher schon manche schönen Erfolge zu verzeichnen hat; mit Vorliebe wendet sie sich an ihre adeligen Standesgenossen. Erwähnt sei noch, daß besagte Frau v. Quitzow die von ihr eingesandten Handarbeiten nicht selbst anfertigt, sondern sie von wirklich nothleidenden Leuten für einen ganz geringen Lohn anfertigen läßt. Gemeiusam in de» Tod gegangen ist am Sonntag Morgen ein Liebespaar in Groß-Lichterfelde. Um 9Vj Uhr sahen Vorübergehende an der neu angelegten noch nicht be bauten Herwarlhstraße hinter Strauchwerk dicht an dem Wasser- lauf Bäke zwei Personen neben einander ausgestreckt liegen, so daß sie zu schlafen söhienen. Es ergab sich, daß man es mit den Leichen eines jungen Mannes und eines Mädchens zu thun hatte. Das letztere hatte eine Schußwunde in der linken Schläfe, der erstere eine solche in der Herzgegend. Zur rechten Seile des Mannes lag ein Revolver, aus dem die beiden Schüsse abgefeuert waren; die Waffe war noch mit 4 Patronen geladen. Tie Leichen wurden auf Beranlassang der Polizei nach der Halle auf dem Friedhofe an der Lorenzstraße gebracht. Augenscheinlich ist die That geschehen, nachdem sich beide neben einander auf den grasbewachsenen Boden gebettet hatten. Der junge Mann, dessen Leiche beim Aufsinden noch nicht völlig er kältet war, hat zuerst das Mädchen, dann sich selbst erschossen. Aus bei ihm ausgcsnndcnen Papieren geht hervor, daß es sich um den am 17. November 1869 zu Bischoffsee geborenen Maschinenbau-Arbeiter Friedrich Paschke handelt, der Weiden� weg 61 bei seinem Schwager, den» Schlächter Krüger, wohnte, und erst am Sonnabend seine Entlassung aus der Maschinenbau- Aktiengesellschaft von H. F. Eckert genommen hatte. Auf einen Zettel hatte er mit Blei die Worte geschrieben:„Den Revolver und die Patronen bekommt mein Schwiegervater, vielleicht braucht er ihn noch. Vergnügte Feiertage. Unser letzter Wunsch ist. daß wir beide zusammen begraben werden." Be- züglich der Persönlichkeit des Mädchens ist ermittelt worden, daß es die am 23. August 1373 geborene Tochter des Memeler straße 46 wohnenden Schlossers Junick ist. Beide jungen Leute waren miteinander verlobt, bis Paschke am Sonnabend vor acht Tagen einen Absagebrief von seiner Braut erhielt, mit der er sich übenvorsen hatte. Als er sich später bei ihren Eltern einfand, wurde er hinausgewiesen.— Anna Junick arbeitete für das Konfeklionsgeschäsl von S. in der Königslraße. Als sie dort am Montag Abend in einer Droschke fahrend, ihre Maare abliefern wollte, folgte ihr Paschke in einer anderen. Zwischen dein Liebespaar kam jetzt eine Versöhnung zu stände. Da aber die Eltern der Braut sich nicht umstimmen ließen, wollte Paschke seine Braut nach Frankfurt a. O. bringen, wo seine Mutter lebt. Diese hatte sich aber zur Aufnahme des jungen Mädchens nicht willfährig gezeigt, wie sie am 16. d. M. brieflich mitgetheilt halte. Jetzt beschlossen die jungen Leute, sich im Tode miteinander zu vereinen. Am Sonnabend Nachnültng verließen beide ihre Wohnungen, Anna Junick in ihrer besten Kleidung, der sie noch ein neues Schnürleib hinzufügte; Paschke, nachdem er vorher seine gesnmmte Habe veräußert hatte. Schon um 7 Uhr Abends lief bei den Junick'schen Eheleuten die Nachricht ei», daß das Paar gemeinsam sterben werde. Die beiden jungen Leuee sind nun wahrscheinlich die Nacht über umhergeirrt, bis sie gegen Morgen an jenen stillen Ort gelangten, wo ihre Leichen später aufgesunden wurden. Traurige Weihuachten wird die Familie des Lokomotiv- ührcrs Sleiumetz verleben. Als der S3 Jahre alte Mann an einem der letzten Abende von einer Fahrt in seine Wienerstr. 41 belegene Wohnung zurückkehrte und im Begriffe war, das Abendeffen einzunehmen, fiel er urplötzlich um und war alsbald lodt. Er hinterläßt außer der Eheftau drei Kinder. Vermißt wird seit dem 30. Oktober das 16 jährige Dienst- mädchen Anna Pauline Göbel. Die Eltern, Reichenbergerstr. 72» wohnhast, befürchte», daß ihrem Kinde ein Unglück zugestoßen ist, und ersuchen alle diejenigen, die über den Verbleib ihrer Tochter Mittheilungen machen können, ihnen solche umgehend zugchen zu lassen. Ein etwa 40 Jahre alter Lüstling wurde am Sonntag Abend in einem Hause in der Wrangelstraße von mehreren Ar- beitern dabei ertappt, wie er mit einem Knaben unzüchtige Hand- lungen vornahm. Auf der Polizeiwache, wohin man de» Menschen brachte, meldeten sich im Verlaufe des Abends noch drei Knaben im Alter von 10—12 Jahren und ein kleines Mädchen, die ämmtlich hier nicht wiederzugebende Alischuldigungen gegen das Scheusal erhoben. Ein sauberer Werkmeister muß es sein, den der bei den, Bäckermeister Eubcrt, Artilleriestr. 25, beschäftigte Lehrling Alfred Hirschfeld zum Vorgesetzten bat. Der arme Junge ist von diesem Menschenfreund derart zu Schanden geprügelt worden, daß er die Hülfe eines Arztes in Anspruch nehmen mußte, der ihm 'olgendes Attest ausstellte: Ich bezeuge hierdurch, daß der Bäckerlehrling Alfred Hirsch- eld ganz brutal mißhandelt worden ist. Der ganze Rücken war iedeckt von blutunterlauseneii Striemen und grüngelben Beulen, erner waren zwei tiefe Löcher zu konstatiren, auch war das iianze linke Schulterblatt geschwollen. Außer diesen frischen i Zerletzungen waren auch deutliche Spuren früherer Mißhandlungen zu erblicken. Wie wir hören, ist von zuständiger Seite Strafantrag gegen den Prügelheldm gestellt worden. Der Unterschlagung und Fälschung bezichtigt ist der Bankbeamte Georg Barten, der bisher bei der Nationalbank an- gestellt war. Er wurde heute festgenonimen und giebt an, daß die Anschuldigungen nur theilweise auf Wahrheit beruhen. Er räumt ein, schon vor mehreren Jahren 1200 M. in 4proz«iitigen Vorsitzender des Vereins, dem sie gehören, umschreiben zu laffen und die er verpflichtet war, auf der Reichsbank niederznlegun, zur Begleichung von Privatschulden verwandt zu habew Um die Revisoren zu täuschen, hat er einen Depotschein der National- bank fälschlich angefertigt, inhalts dessen der Depotschein der Reichsbank, den er den Revisoren hätte zeigen müssen, bei der Nationalbank niedergelegt war. Eine zweite Anschuldigung geht dahin, 10 000 M., die er von einem Maler zum Ankauf von Effekten erhalten, für sich verbraucht zu haben. Barten will aber dazu die Zustimmung des Eigenthumers erwartet und auch wach- träglich erhalten haben. In dem im Kreise Niedrrbarnim gelegenen Dorfe Hammer ist eine Masern-Epidemie ausgebrochen. Für den Umfang des Gemeindebezirks Hammer ist deshalb auf grund des Regulativs für das bei ansteckenden Krankheiten zu beobachende Verfachren die allgemeine Anzeigepflicht angeordnet worden. Die Staatsanwaltschaft in Nürnberg verfolgt den Handelsmann Siegmund Rebitzer aus Ottensees, der im BPirs- amt Hersbruck für 10 000 M. Hopfen auf Kredit gekauft, wieder zu Geld gemacht und dann unter Hinterlassung bedeutender Schulden von Nürnberg nach Berlin abgereist ist. Die„Strafe" des höheren Beamten. Zur Wohlthat geworden, so wird berichtet, ist eine Strafe, die im Weg« des Disziplinarverfahrens gegen einen höheren Beamten verhängt war. Der Beamte B. war mit einer Geldstrafe von 30 M. be- legt worden, um deren Niederschlagung er in Anbetracht seiner mißlichen Verhältnisse bat. In dem ihm von der vorgesetzten Behörde zugegangenen Antwortschreiben wurde die Strafe er- lassen, weil die Richtigkeit seiner Angaben festgestellt war. B. nutzte nun die amtliche Anerkennung seines Nothstandes dahin aus, daß er sie zur Grundlage eines Unterstützungsgesuches machte. Auch hiermit hatte er Erfolg, denn die Kasse wurde angewiesen, ihm 300 M. auszuzahlen. Ob ein armer Schlucker aus niederer Sphäre wohl dasselbe Glück und denselben— Muth gehabt hätte? Polizeibericht. In der Nacht zum 16. d. M. sprang an der Eisernen Brücke ein Schlosser in den Spreekanal und ertrank. Am 17. d. M. Nachmittags wurde vor dem Hause Linien- straße 101 eine Handelsfrau durch einen Arbeitswagen über- fahren und an beiden Beinen so bedeutend verletzt, daß ihre Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde.— Abends fiel ein Tischler vor einem Hause der Oranicustraße zur Erde und erlitt so schwere Verletzungen im Gesicht, daß er nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte.— In der Nacht zum 16. d. M. entstand auf dem Grundstück Gitschiner- straße 80 in einer im 4. Stock des Quergebäudes befindlichen Pianoforte-Tischlerei Feuer, welches die angestrengte Thätigkeit her Feuerwehr längere Zeit in Anspruch nahm.— Außerdem fanden am 16. und 17. d. M. noch acht unbedeutende Brände statt._ Lessing-Theater. Sonntag, den 17. Dezember, zum ersten Male:„Der ungläubige Thomas", Schwank in drei Akten von Karl Laufs und Wilhelm Jacoby. Vorher zum ersten Male: Ein Millionär a. D.", Lustspiel in einem Akt von Labiche und Legonvö. Das etwas veraltete und unter dem Titel„Die Grille und die Ameise" schon längst bekannte französische Lustspiel konnte das Publikum nicht erwärmen und auch nicht erheitern. Die Schuld trug das Publikum, das von den beiden Hauptpersonen, Herrn Reicher und Fräulein Lehmann, mehr erwartete, als sie an diesem Abend boten. Die zweiten Rollen wurden von Herrn Höcker und auch von Frau v. Pollnitz sehr gut dargestellt. Der Schwank der Herrn Laus's und Jacoby„Der ungläubige Thomas" brachte trotz aller seiner Unwahrscheinlichkeiten und der störenden Selbstgespräche das Publikum in die heiterste Stimmung. Den Inhalt des Stückes zu erzählen, lohnt nicht, es sei blos angedeutet, daß ein an den Spiritismus nicht glauben- der Ehemann sich von seinem Neffen unter Beihilfe seiner Frau und Kinder das Gedächtniß wegsuggeriren läßt. Alles glaubt an die Wirkung der Hypnose, iveil das angebliche Opfer der- elben sich bei allen seinen tollen Scherzen wohl zu beherrschen versteht. Doch wir wollen einhalten, ein Schwank läßt sich nicht erzählen, er läßt sich auch nicht kritisiren, denn wie man tiefer auf seinen Inhalt eingeht, muß mau alles als unmöglich und kindisch bezeichnen. Doch das will man nicht gern; muß doch der ehrliche Kritikus zu seinem größten Leidwesen bekennen, daß er herzlich gelacht und sich gut unterhalten hat. Gespielt wurde sehr flott, sodaß wir es unterlassen können, die Leistuiigen der einzelnen Darsteller hervorzuheben, alles klappte vortrefflich, nichts störte, sodaß das Publikum in trefflicher Stimmung das Haus verließ. Auch wir, denn wir haben uns wohl gehütet, über das Stück nachzudenken. Theater Unter den Linden. Gar schnell ist die Operette von der genialen Höhe herabgestürzt, auf die Meister Offenbach 'röhlichen Andenkens das frische übermüthige Kind gehoben und ängst sind die Zeiten vorbei, wo man mit froh-gespannter Erwartung einer Novität auf dem Gebiet der leichtgeschürzten Muse entgegensah. Auch am Sonnabend Abend sind wir bei der Baudeville-Operette„Die Kosaken", deren aus Fankreich über- übernommenes Sujet von einem Wiener Koinponisten, Johann Brandt, in Musik gesetzt ist, in unseren mäßig gespannten Er- Wartungen nicht getäuscht worden und recht oft ge- dachten wir mit Wchmuth des armen Komponisten, der an einem faden Stoff seine, wenn auch nicht originelleitt o doch oft recht anmulhcnden und prickelnden Melodien ver- chwendet hat. Der Musik, sowie der gefälligen Darstellung dürste es zu danken sein, wenn das Stück sich über die ersten Abende hinaus auf dem Repertoir halten sollte. Vor allem gebührt der übermüthigen Darstellerin der Titelrolle, Frau Jlka v. Palmay, trotz ihrer kleinen Indisposition uneingeschränktes Lob und einige Pikanterien, die sie mit vollendeter Grazie vor- trug, vermochten daS für derartige Sachen hochempsängliche Publikum des Lindenthcaters zu stürmischem Beifall aufzurütteln. Mit gutem Humor standen ihr die Mitglieder des Theaters, unter denen Herr Steinberger besonders lobenswerth spielte, zur Seite. Gerirltks-Zeikttng. Der Riesenprozest gegen die fünfzig Schaffner nud Biehhändler. Dritter Verhandlungstag. Zillinann erzählt dann noch mehrere Einzelfälle, bringt aber nichts eigentlich Neues vor. Rechtsanwalt Oppenheiiner fragt den Zeugen, ob er den Schutzmann Winter beauftragt habe, nur die verdächtigen Schaffner anzufassen und zu überführen, oder es mit allen Schaffnern zu versuchen. Zillmann: Nur die vom Betriebsamt in Essen als verdächtig Bezeichneten. Zeuge Winter wird nun in den Saal gerufen; er giebt an, rüher uniformirter Schutzmann gewesen zu sein und seit einiger Zeit Kriminalschutzmann zu sei». Zillmann habe ihm gesagt. worum es sich handele und ihm Instruktionen ertheilt. Zillmann 7abe ihm ausdrücklich gesagt, er solle sich des Provozirens ent- alten. Er habe die Maske eines Viehhändlers angelegt: eine Mütze, einen langen Staub- und Regenmantel, Plaid über die Schulter. Er sei viel auf dem Viehhof in Essen gewesen, habe aber natürlich kein Vieh gekaust. Er habe sich mit den Vieh- Händlern bekannt gemacht und der Angeklagte Schönthal habe ihm schließlich die Billetschwindcleien erklärt. Der Zeuge giebt Konsols, die er erhalten hatte, um sie auf seinen Namen als»- u, wiederholt Kognak und Bier zum Besten gegeben zu Um 5 Uhr erklärt der Präsident, so erschöpft zu sein, daß er nicht mehr weiter verhandeln könne. Auf Wunsch des Vertheidigers Dr. Oppenheimer vernimmt der Präsident aber noch den Polizeikommissar Becker aus Effen. Er giebt die Auskunft, daß der Angeklagte Kaufmann nicht bestraft sei, im Gegentheil, Kaufmann sei ein achtbarer Bürger und genieße hohes Ansehen. Der bestrafte Kaufmann heiße auch Herrmann, sei aber auch Christ. Er empfehle auch die anderen Effener Viehhändler der Milde des Gerichts.( Heiterkeit.) Hierauf wird die Sigung auf Montag früh vertagt. ftraße 26. bei Dreßler, Eisenbahnfiraße 6. Gesangverein Alpenrose Abends 9 Uhr bei Tschentscher, Schönlein. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Aenderungen im Bereinsbei Momber. S 14 4 den haben, um sich mit den Schaffnern anzufreunden. Er Der Theater- Verein Morgenroth" zu Friedrichsberg tagt mit Damen Die Katechismen der geoffenbarten Glaubensgenossenschaften bestreitet aber, daß er von den Billetgeschichten gesprochen feben Dienstag, Abends 9 Uhr. Vereinslokal bei Chriften, Friedrich- Karl- find an und für sich kein nachahmenswerthes Vorbild für eine habe. Er behauptet, die Schaffner hätten ihm stets die Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8X- 10% Uhr. Nord- dem Grundsaze wissenschaftlicher Entwickelung huldigende freie Fahrt angeboten. Er würde sich als Beamter wohl Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in: Kaufm. Rechnen. Korrespondenz. Bewegung. Das Frage- und Antwortspiel giebt nothdas Ge darzulegenden Grundsätzen das hüten, Jemanden zu verleiten. Quafebarth habe ihm ein Fahr- Schule, Markusstraße 31: Unterricht in: Deutsch( unt.). Südost- wendigerweise Reichenbergerstraße 133. Unterricht in: Mathematit. Der Verfertiger eines scheinheft gegeben und er habe ihm nach Beendigung der Fahrt Bei allen Unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch fest, präge dogmatischer Verknöcherung. 2 M. gezahlt. Rechtsanwalt Dr. Wallach: Waren Sie sich denn im Laufe des Semesters, eintreten. solchen Katechismus muß sich bemühen, auf jede Frage in Arbeitervereine Berlins und Umgegend. nicht bewußt, daß Sie sich an einer strafbaren Handlung be- ne Buſchriften, en Bund betreffend, find a rien angeser; tnappen Worten eine abgeschlossene Antwort zu geben. Durch theiligen, wenn Sie sich ein gestohlenes Billet zur Benuhung geben Bergmannstraße 14, hof 2 Tr. Dienstag. Louisenstädtischer Theaterverein diese Abschließung der Form nach wird es ihm erschwert, die laffen und dafür bezahlen. Beuge: Ich mußte das doch thun, Frohsinn bet Möhring, Admiralstr. 18c. Musttverein Hoffnung, logische Verbindung mit den voraufgegangenen und nachfolgendenn wenn man nichts bezahlt, thun es doch die Schaffner nicht. münstermann, bei Wilte, Hochftr. 32a. üebungsstunde und Aufnahme dem Leser das Bewußtsein rege zu erhalten, daß die Wiffen= Geselliger Mufifbilettanten- Berein den Säßen herzustellen, und ganz unmöglich wird es ihm, in Präsident: Das geben Sie wohl zu, daß Sie die Leute durch neuer Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim das Spendiren von Bier und Kognat zutraulicher machen wollten. Anbaltiner, Tempelhofer Ufer. Theater- Gesellschaft 2iberte, Rottbuser schaft, auch die nationalökonomische, auf alle Fragen nur Beuge: Jawohl! Wie sollte ich sonst mit Ihnen bekannt werden? bet went, 8% Uhr. Schüßenverein Freitugel, Staligerstr. 34 bet Sente fann. Das find Bedenken, die einem jeden Katechismus entDamm 103 bei Meier.- Eheaterverein Freie Kunst, Blumenstraße Nr. 46 eine bedingte, niemals eine abschließende Antwort ertheilen Er erzählt dann ausführlich, wie er jeden einzelnen Schaffner überführt hat; die Fälle sind bei der Vernehmung der Angeklagten ftraße 25. gegenstehen. Wenn aber einmal zu dieser Form der Darlegung bereits erörtert worden. Die Angeklagten geben nur das zu, talender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Er. Dienstag, gegriffen werden soll, dann ist es nothwendig, die Antworten was fie schon gelegentlich ihrer verantwortlichen Vernehmung bbs. 9 Uhr, Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft, mit möglichst wissenschaftlicher Genauigkeit zu ertheilen und bei zuzugeben haben, bestreiten aber andere Strafthaten, die ihnen het Dewald Berliner, Brunnenstr. 114.- Olympia, Adalbertstr.bet Formulirung der Begriffe auf Klarheit und Schärfe des AusSauermann. Schildhorn, Usedomstr. 33 bet mielte. der Zeuge Winter noch zur Last legt. Allegro, bruces zu sehen. Diese Anforderungen erfüllt der vorliegende Brangelfir. 141, bei Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. Bruderhers, Andreasfir. 26 bei Wilte Ihn'scher Humor, Strauß Versuch von Knorr indeß nicht. So wird in dem ersten Abschnitt bergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Jagomstr. 20 bet Linke. über Kapital" und" Arbeit" von dem Kapitalgewinn der UnterArbeiter- mat: nehmergewinn, ja sogar der Beamtengehalt nicht hinreichend att apelle, Reichenbergerstr. 19 bet Roscher. bund, Nowawes, Wallstraße bet Gärtner. Gängertette, Rottbuser Damm 74 bei. Silte. gesondert. Alle diese Einkommensquellen werden in der BeKreuzberg, Sichterfelberftr. 7-8 bei Winter. bei Gütler. Ite Linde, Mariannenstraße 48 Borwärts4, sprechung zusammengeworfen. Auf die Frage 6:" Du siehst Ginigteit die Thätigkeit des Unternehmers, des Kapitalisten, des Beamten Rathenow, Restaurant Sur Erholung bet M. Friefecte. Weinstraße 11 bet Feind. Gefangverein der Böttcher Steineich e, antwortet Knorr:„ Gewiß arbeitet ein Südenstr. 65 bet Trieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bei Wilhelm Mölte.' nicht als Arbeit an?" Silaria, Frankfurterftr. 30 bei Haberecht.- Wiederhall, Röpenicker- großer Theil der Genannten und leistet der Gesellschaft NüzDann Straße 191 bet Boge. Borwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 liches. Er wird aber dafür zu hoch belohnt... Gesangverein Rothe Nelte 2, bet Rabe, Ruppiner- und Schönholzerstraßen- Ede.-- neeglöden 1, Rigdorf, Karlsgarten wird diese zu hohe Belohnung dadurch erklärt, daß alle Profiraße bei Silpert. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, duktionsmittel in den Händen einer Minderheit von Kapitalisten Restaurant Hinz. Mohr'fches Doppelquartett, Neue Königstr. 73 bei sind. Zu solchen oberflächlichen Erklärungsversuchen braucht Wie sehr Sahn.- Gefangverein Frohsinn in Stralau, Gräfl. Reischach'sche Braueret. Friedrichshagen, Blant's Restaurant.- Epbeu, Gerichtsfir. 10 bet Gebrandt. sich der Verfasser im Ausdruck vergreift, geht aus der Deutsche Liebertafel, Grüner Weg 29 bei Säger.- Sängergruß, man wirklich feinen Katechismus zu schreiben. Gefangverein Goa 9 Uhr Abende Uebungsstunde bei Reimann, Alte Schön- Frage 8 hervor, die bie, Erzeugungskosten der Arbeitsbauferftr.42. Gesangverein Gerechtigteit Westen, Bülowstr. 66 Da ist von der Fortpflanzung der 8eughoffir. 8 bet Behlendorf.- Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, AdlersGefang und Theaterverein" cacte"( gemisch. Chor). traft behandelt. Rasse" der Lohnarbeiter die Rede, das ist eine ganz hof, Restaurant Ruble. Freies Lied i, Friedrichsberg, Friedrich faloppe Anwendung des Ausdrucks„ Rasse". Merkwürdigerweise Wacht auf Schwedterstraße 23 bet Karlstraße 11 bet Seinecke. Freiheits, entrüstet sich der Verfasser in Frage 55 darüber, daß man von Blumenlefe, Sebastianstr. 3, bet Meier. Bernau, im Schüßenhaus. Freie Gloden, Mariannenstraße 31-33 Menschenrassen spricht. Ich kenne teine Rasse", schreibt stolz bei Doberstein. Senefelder, Landsbergerstr. 31 bei Geehausen. Echo 3, der nämliche Mann, der ein Dußend Seiten vorher die Rasse Behlendorf, Karlstraße bet Regler. Männergesangverein auf der Lohnarbeiter erfunden hat. Unrichtig drückt er sich ferner Bankow, Wollantstr. 115 bei Hermann Sonntag.- Männergesangverein ,, Eichentrans", Brenalau, im Kaifergarten. – Männergesangverein„ ot tbuferbar aus, wenn er die Frage 10 Weshalb find die Arbeiter nicht monie Gräfeftr. 8 bei Schonheim.- Webbinger Sarmonte, Müller: einig?" mit dem Sah beantwortet: Weil sie damit Straße 7.dann weiter Gefangverein der Klempner und Berufsgenossen das Interesse des Kapitals verlegen", und Siemensstr. 17 bei 2. Biet. Männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee bei Ferd. Krause. Harmonie Rigdorf, Bergstr. 120 bei Bartha( Deutsches ausführt, mit welchen Mitteln das Kapital die ArbeiterWirthshaus). organisation hindert. Es schwebt ihm dabei wahrscheinlich der richtige Gedanke vor, daß der Einfluß des Kapitals das Auftom men des Solidaritätsgefühls bei den Arbeitern verhindert. Unsäglich platt sind die Definitionen der uns seindlichen Parteien. Was für eine Belehrung soll wohl ein wissensdurstiger Arbeiter aus folgender Erläuterung schöpfen:„ Ein Ronservativer ist ein verknöcherter alter Kerl, der sich schlecht tonfervirt hat". In diesem Tone werden auch die andern Parteien abgehandelt. Derartige faule Kalauer mögen hin und wieder in einer Winkelversammlung Beifall erwecken, in einem ernsthaften politischen Katechismus sind sie nicht am Play. So sehr wir die gute Absicht des Verfassers anerkennen wollen, müssen wir doch unsere Ansicht aussprechen, daß ein Sozialdemofrat, oder jemand, der sich über die sozialdemokratischen Bestrebungen Klarheit verschaffen will, aus seinem Büchelchen uns gl. möglich zuverlässige Belehrung schöpfen kann. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Karl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nummer 12 hat folgenden Inhalt: Im Urtel über den sog. Landesverraths- Prozeß wurde in den Gründen hervorgehoben, daß die Angeklagten feine niedrige Gesinnung bei ihrer That an den Tag gelegt hätten. Deshalb sei auf Festungshaft, und nicht auf die vom Oberreichsanwalt beantragte Buchthausstrafe erkannt. Auf die langwierigen Strafen von 4 und 6 Jahren sei mit Rücksicht darauf, erkannt, daß die von den beiden Franzosen verfertigten Zeichnungen möglicherweise Deutschland schwer hätte schädigen tönnen. Die Berurtheilten sollen hoffen, daß in Frankreich Deutsche abgefaßt werden, die französische Küstenplätze abzeichnen, und daß die beiderseitigen Staatsverbrecher" dann ausgewechselt werden. Einen besonders günstigen Eindruck kann es für Militärmacht schwärmer schwerlich machen, daß Deutschlands Sicherheit durch einige Bleistiftstizzen schwer gefährdet werden könne. Der frühere Kaufmann Franz Engelmann wurde gestern der ersten Straftammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich wegen Kuppelei und Körperverlegung zu verantworten. Der Angeklagte hat jeden moralischen Halt verloren. Nachdem er mehrfache Strafen, darunter auch wegen Kuppelei, erlitten, hat er eine Person geheirathet, die in fittlicher Beziehung auf einer tiefen Stufe stand. Die eingegangene Ghe sollte nur als Deckmantel für das unsittliche Gewerbe der Ehefrau dienen. Als Beschützer" seiner Ehefrau verging der Angeklagte sich in der Weise, daß er einen Mann zu Boden schlug und ihn mit den Stiefelabfägen bearbeitete. Das Gericht verurtheilte ihn zu zwei Jahren Gefängniß, 5 jährigem Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. " bet Werner. Nagels. haus. -LO I menrausch, Manteuffelstraße 9 bei Nowack. Heimathtlänge, Röpenid, Rosenstraße bet Troppenz. Gängerfrethett Naunynftr. 86 bei gubeil. Arton, Wittenberge, Zhurmftr. 28, Bentralhalle. edesfreiheit 2, Strausberg, Wilhelmstraße, Weber's Raffeeturit 1, Steglis, Ahornftr. im Gambrinus. Frog Hoffnung( B. W.) Kulmftr. 36 bet Raumann. Bu Gefang-,& urn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangveretn Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bet Reßner, Annenstraße 16.- Mufitverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerftr. 6, bei Sendte. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8x- 10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. I ust", 1 -Ber " ... " Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Edgers, Gartenstr. 13-14. Brivat- Theater- Gesellschaft Berliner Sumor, Abends 9 Uhr, Spider: straße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bet Micolay, Elisabethtirchstr. 14. Theaterverein Bultanta bet Täger, Die letzte diesjährige Schwurgerichts Tagung endete Gartenstraße 13-14.- Theaterverein Bultania z Abends 9 Uhr AcerTheaterverein Freundestrets", am Sonnabend mit der Verhandlung gegen den Tischler Marstraße 144 Vorstädtisches Kasino. Walter und dessen Bruder, den Schlächter Karl Walter. Sigung 9 Uhr, Restaurant Razorte, Sol msstr. 1. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. welche des Straßenraubes beschuldigt waren. Die An Bergnügungsverein Nordw a cht, Abends 9 Uhr, im Lokale bei Hermer: Geselliger geklagten find nach ihren Vorstrafen für die öffentliche Sicher- schmidt, Perlebergerstraße 28. Berein Brüderschaft Bergnügungsheit gefährliche Personen, Am Abende des 25. August ver- Abends 9 Uhr, im Restaurant Dittmann, Berlebergerstr. 9. Bergnügungsverein Saturnalia, Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Sigung. schleppten sie den Rohrleger Krause nach einer Gegend, die im verein Fidelio, Abends Uhr Gigung mit Damen bei Seifert, Mehr Licht", Abends 9 Uhr, Volksmunde Kamerun" genannt wird. Es ist dies ein großes Oranienfiraße 21. Geselliger Berein Touristentlub Wander Stück Ackerland an der Petersburgerstraße, welches in fleinen Große Frankfurterstr. 133 bet Golds. Bur Reform der Invaliditäts- und Altersversicherung. Abends 9 Uhr, Franfeciftr. und Schönhauser- Allee- Ece. Trennstücken vom Magistrat verpachtet wird. Fast jeder Pächter Geselliger Arbeiterverein Hoffnung. Bereinslotal bei Bittler, Mariannen- Von Dr. E. Lange. Zur Reform der Armenpflege in Bayern. Geselliger Verein bat auf seinem Stück ein fleines Gartenhäuschen, so daß das ftraße 48. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. Zuzug nach Berlin. Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit Ganze den Eindruck einer Regina Sigung mit Damen Oranienftr. 153 bei Schönwalder. Laubenkolonie macht. In= in Berlin. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Chikago. Von Oskar Weltner. Die mitten dieser Kolonie betreibt der Restaurateur Obst im gnügungsverein una. Gigung bei Saberecht, Große Frankfurterstraße 30, Fidelitas. Männerchor Walbesrauscheb im Restaurant Sohen- Sozialstatistisches aus Ungarn. Sommer eine Schankwirthschaft. Hierhin führten die Angeklagten zollern", Eendelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends 9 Uhr Lage der Kellnerinnen in England. Von Dr. Emil Löw. den Krause. Als sie sämmtlich mehr oder weniger angetrunken, abends 8 Uhr, bet G. Fischer, Beuffelftr. 66, Moabit. im Restaurant Proß, Annenstr. 9. Gefelliger Verein unter uns", Bevölkerung und Armuth in London. Bestimmungen über die Arbeiter- Bitherverein die Obft'sche Schankwirthschaft gegen 11 Uhr verließen, war es intgfeit, abends 8 Uhr Uebungsstunde bet Gründel, Dresdenerstr. 116. Nachmittagspausen der jugendlichen Arbeiter in Spinnereien. Orientalischer Rauchflub Spar- und reditverein, Abends Uhr, Sonntagsrnhe im Handelsgewerbe zur Weihnachtszeit. ringsum still und menschenleer. Plöglich fühlte er sich von hinten Rauchflub Dammermolte, umfaßt, zu Boden gerissen und so start am Halse gewürgt, daß Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. Böchstr. 51.- Rauchflub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bei Stabernac, schrift über die Arbeitsverhältnisse in Ladengeschäften. er feinen Ton hervorzubringen vermochte. Gleichzeitig spürte Büd lerstr. 49.- Rauchflub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Raspar, Restaurant Allgemeine Arbeiterkranken- und Unterstützungskasse in Wien. Kostenver er, daß seine Taschen durchsucht wurden und daß man ihm seine zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub Unverzagt bei G. Ruppin, Revision der Unfallversicherungs- Gesetzgebung. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Die Wohnungsverhältnisse Uhr losneftelte. Er verlor für wenige Augenblicke die Besinnung; Blumenstraße 49. theilung in der Unfallversicherung. Rauchklub Wrangelstraße Nr. 136. als er wieder zu sich kam, sah er die Angeklagten in der Rich abends 9 Uhr bet Achsel, Köpeniderstraße 161.- Rauchtlub Blaue Luft, Wiens. Von Heinrich Adler. Die preußischen Volksschullehrer. tung nach dem Viehhofe davonlaufen. Trotzdem Krause mit Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowfir. 65. Rauchflub Abguß, 8 Uhr, Von Dr. H. Lux. voller Bestimmtheit dabei blieb, daß außer den Angeklagten bei Schulze, Weberstr. 10. Mawrod Markusstraße 23. Rauchtlub Brüne Quaste", Abends Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Niemand in seiner Gesellschaft gewesen und trotzdem die Uhruhr Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist. Rauchklub Eldo: des Beraubten am folgenden Tage in dem Besize des Angeklagten rabo Abends 8% Uhr bet Gayer, Pallisadenitraße Nr. 66-67. flub Zabats blüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 19. May Walter gefunden wurde, bestritten die Angeschuldigten tiub& olumbus, Abends 8% ühr, bet A. utte, Oppelnerstr. 23. dennoch die Thaterschaft. Der Raub müsse von anderen Per- intracht Abends 9 Uhr bei Grande, Lausitzerstr. 50.- Stattlub Roth= sonen begangen sein und einer der Thäter dem May Walter die Junge Gigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielabend alle Dienstage Uhr heimlich in die Tasche gesteckt haben. Die Geschworenen von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bei Herrn Herrath.- Büglerverein Norden". Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Sigung, Kastanienbejahten die Schuldfragen unter Ausschluß von mildernden Um- Alee 40, im Restaurant. ständen. Der Staatsanwalt hielt es für angezeigt, das gefährliche Brüderpaar für lange Zeit unschädlich zu machen; er beantragte eine Zuchthausstrafe von je acht Jahren. Das Urtheil lautete auf je fünf Jahre Zuchthaus nebst den üblichen Nebenstrafen. Rohn, Gemüthlich feit 2, Rauch klub Abguß 1. Abends sk Uhr bei Literarisches. Rauch Rauch Stattlub Sozialdemokratischer Katechismus für das arbeitende Bolt von Ludwig Knorr. München, Verlag der Münchener Post". Das Kleine Heftchen von 59 Seiten Text ist ein Versuch Gauverein Berliner Bildhauer. Heute Versammlung. Stehe Inferat und leider kein glücklicher, den Kern der sozialdemokratischen Ideen durch Fragen und Antworten verständlich zu machen. Versammlungen. in diefer Nummer. Rechtsbureau des Königlichen Amtsrichtersa. D. AlteJakobstraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags. 49222* Als anerkannt reelle und that= sächlich billigste Einkaufsquelle bes Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Teppiche!! Vortieren!! Gardinen!! Steppdecken!! tauft man am billigsten in der Fabrik von Hackescher J. Brünn, Markt 4. SF Stadtbahnhof Börse. T Strohhutzwirn, alle Stärken und Farben vorräthig. 53312 Katsch u. Richter, Wallstr. 13. Bu Weihnachtsgeschenken bietet KonkursmassenAusverkauf der der J. Adler Söhne'schen TeppichFabrik die feltenste und billigſte Gelegenheit. Die Restbestände bestehend in: Teppichen, Bortièren, Gardinen, Möbelstoffen, Tischdecken, Steppdecken, Läuferstoffen, müssen bis Ende dieses Monats geräumt sein Spandauerstr. 30 gegenüber dem Rathhause. 882b Die Verwaltung. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. KRONEN 1000 GARN YARDS + 4 Dent Die Verlag) ist soeben das 11. Heft des 12. Jahrgangs er. schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Börsensteue und die Sozialdemokratie. Stizzen zur Tabaksteuer. Von Unus.( Fortsetzung.) Preußische Gewerbe- Inspektion im Jahre 1892. Von Dr. Mar Quard.( Schluß.) Das erste sozialdemokratische Bilderbuch. Von E. Erdmann. Das Ende der deutschen Schnapsausfuhr. Literarische Rundschau. Feuilleton: At Davan. Stizze aus dem sibirischen Leben von Wladimir Korolenko. Deutsch von Norbert Hoffmann.( Schluß.) -OTO Merrie England. By Nunquam. Dedicated To A. M. Thompson. London. Clarion Office 4. Bouverie Street, Fleet Street, E. C. Price one Shilling. Clarion Pamphlets No. 2: The Living Wage." By Nunquam. London. Clarion Office 4, Bouverie Street, Fleet Street, E. C. Rechts- Bureau. Eiserne Oefen Mendelsohnstraße 14 von 3-9. Rath und zuverlässige Ausführung in allen Rechtsangelegenheiten.[ 5163L Topolinski, fr. Bureauvorsteher. Pelzwaaren Einzelverkauf 5135L* zu Engros- Preisen direkt in der Fabrik von Goebel& Reinecke, Stallschreiber- Strasse 50/51, 1 Treppe, Ecke Alexandrinen- Straße. Bestellungen und Reparaturen billig. Vereinszimmer m. Pianino ist zu verg. 50582 Beuthftr. 11. G. Sangkutt. 51492 Bestes Nähgarn!!! Roh- Tabak!! Die be ste und billigste DamenmäntelFabrit Berlinerstr. 76, 1 Treppe, in Charlottenburg, vertauft Estimo- Jaquets 5-71/ 2 M., PlüschJaquets 15 M., Regenmäntel 31/2 bis 71/2 M., Capes 71/2 M., PlüschJaquets und Damassé- Capes von 30 M. an. 5044L* Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt Heinr. Franck, tabakHandlung, Brunnenstr. 185. Vereinszimmer mit Pianino zu vergeben Manteuffelstr. 86, part. Ofenrohre, Tischlampen, Hängelampen, Solinger Stahlwaaren, Hand- und Küchengeräthe, sowie sämmtliche Eisenwaaren zu billigsten Preisen. 53292* G. M. Hartmann, N., Panfstr. 45. 12 5 Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8 Langestr. 26, Falkensteinstr. 28 Empfehle mein Geschäft in frischen 3528 L Blumen und Kränzen. Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. fabrikate, Landesprodukte zc. liefert Mehl, Hülsenfrüchte, Mühlenpreiswerth zu herabgefeßten Preisen P. Herrguth, Berlin, Müllerstr. 180( Weddingplak). Wiederverk. besond. Vorzugspreise. Nähmaschine zu vert. b. Rothlamm, 7016 Schönleinstr. 10, 4 Treppen. 683b* Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 297. Die Dienstag den 19 Dezember 1893. 10. Jahrg. Frage der Arbeiterwohnungen. her muß sich auch hier der Meiſter zeigen in der Beſchränkung, ditor Bola vernommen. Er fagt aus, die bewußten Kiſten ſeien " und V nach dem gegenwärtigen Plan eine Rentabilität, das heißt gleich habe aber Beklagter ihm mitgetheilt, hinfort würden auch eine verlustireie Kapital- Verzinsung nicht herausrechnen, ihm die Ueberstunden nicht bezahlt. Als Zeuge wird der Konund diese Beschränkung, diefe Rechnung auf die Bedürfniß seiner Schäßung nach etwa 1 bis 11/4 Bentner schwer gewesen. Das Zentralblatt der Bauverwaltung", das Organ der losigkeit der Arbeiterfamilie ist gerade das, was alle solche Die Arbeiter hätten solche Kisten stets ohne Beihilfe die Treppe peeußischen Staats Baubehörden, beschäftigt sich in Nr. 42 und Bourgeoisunternehmen fennzeichnet als dürftige Nothbehelfe, die hinaufgefantet. Nachdem Kläger wiederholt sich geweigert, die 43 mit mit zwei großen Bau- Entwürfen für Arbeiterwohnungen. als wirkliche Lösungen großer sozialer Aufgaben niemals be- Stiften allein fortzuschaffeu, und wiederholt Hilfe verlangt hätte, Der eine diefer Entwürfe mit einem Kostenanschlage von trachtet und von uns niemals gebilligt werden können. sei ihm vom Chef bedeutet worden, wenn er die Kisten nicht 360 000 Mart ist bereits in der Ausführung begriffen für den Doch wir wollen der Phrase vom Schüren der Unzulrieden- allein hinaufbringen wolle, müsse er eben gehen. Eine Zeugin Berliner Spar- und Bauverein, der zweite Entwurf mit einem heit gerade weil sich's hier um ein Unternehmen handelt, das in hat nach ihrer Aussage bei der letzten Lohnzahlung vor des Kostenüberschlag von 1½ Million ist ausiührlich dargelegt die Million geht, sachlich noch etwas weiter auf den Leib rücken. Klägers Entlassung Herrn Greiser zu diesem sagen hören, die in einer fleinen Druckschrift von Weisbach und Messel, Mit- Wir erkennen an, der Arbeiter wird in den fleinen Wohnungen sein fünf von ihm gemachten Ueberstunden bekomme er Weihnachten gliedern des Vereins zur Verbesserung der kleinen Wohnungen eigner Herr sein, und geben zu, es bildet das ganze Unternehmen bezahlt.( Unter der Form einer Gratifikation ist damit gemeint. in Berlin. nach dieser Richtung einen erträglichen Gegensatz zu den Unwohl- Der Berichterstatter.) Für uns Sozialdemokraten existirt die Frage der Arbeiter- fahrts Einrichtungen, den Fabritarbeiter Wohnungen großer Urtheil: Der Gerichtshof sehe in dem Verhalten des wohnungen in dem Sinne der heutigen Menschenfreunde über- Fabritherren, die ihre Arbeiterwohnungen nur dazu benutzen, Klägers, wie es durch die Beweiserhebung festgestellt sei, feinen haupt nicht, sie existirt nur im Klassenstaat, in dem man Arbeit- den Arbeiter desto eindringlicher auszubeuten, niederzuhalten und gefeßlichen Grund zur sofortigen Entlassung. Darin liege geber d. h. satte und schwelgende Fabrikanten, andererseits im Falle eines Widerspruchs nicht bloß aus der Arbeit zu ent- feine beharrliche Verweigerung der Ausführung Arbeitnehmer d. h. hungernde und frierende Proletarier sieht, lassen, sondern gleichzeitig mit seiner Familie auf die Straße zu seiner dienstlichen Obliegenheiten, wenn ein Arbeiter, ganz gleich und diese erbärmlichen Verhältnisse für natürlich und unab- werfen. Solche Arbeiterwohnungen sind im Grunde genommen ob mit oder ohne Grund, sich weigere, allein bestimmte Arbeiten änderlich hinzustellen fich bemüht. So wenig wir also glauben, weiter nichts als eine Arbeiter Festungshaft mit dem auszuführen, aber bereit sei, es mit Hilfe eines zweiten zu thun. es fönne in der heutigen Wirthschaftsordnung eine durchgreifende Schein der Freiheit! Was den rückständigen Lohn für die Ueberstunden betreffe, fo Besserung des Looses der Arbeiter erreicht werden, ebenso wenig Jit nun auch in dem bevorstehenden Millionenbau die Selb habe der Beklagte( nach der Aussage seiner Zeugin) seine Verhalten wir diese Mittelchen, Arbeiterwohnhäuser in großem Stil ständigkeit des Einzelnen gewahrt, so verdirbt uns doch die ganze pflichtung zur Zahlung anerkannt und sie nur auf Weihnachten zu bauen, für geeignet, die Wohnungsfrage wirklich Anlage mit ihren 4 Treppen hoch belegenen Wohnungen ganz verschoben. Infolge der früher erfolgten Entlassung des Klägers organisch zu lösen. Schon die bloße Absicht, die Arbeiter in und gar den Geschmack, den man wegen der Billigkeit noch für die sei diefelbe auch früher fällig geworden, nämlich zur Zeit der große Kasernen zusammen zu bringen, sie abzusondern als die Sache haben könnte, und wir müssen hier gleich aus allgemeinen Entlassung. Aus den angeführten Gründen habe das Gericht ewig Unbemittelten, ist trotz aller Verheißungen in jener Schrift Gesichtspunkten bisher wenig erörterte tiefgehende Mißstände dem Kläger die verlangten 35,25 M. zugesprochen, beziehungsin feiner Weise zu billigen. Man bildet auf diese Art große beleuchten, die dem Architekten entgehen, weil er sie sein Leben weise den Beklagten verurtheilt, ihm die Summe zu zahlen. Armenhäuser, ja ganze Arbeiterviertel und fördert die Aufrecht- lang nicht anders gesehen hat, und für den Arbeiter als gut haltung des Zustandes der sogenannten unteren Klassen! genug betrachter! Theilweis verdorbene Wurst. Zum Schuße des FleischDie ganze Anlage trägt den Charakter Tie Armen bleiben unter sich, das ist der Wille des Groß- eines Fabrikgebäudes, und wenn die Treppen, wie sie die Zeich Berliner Landgerichts I eine allgemein intereffirende Entscheidung waaren tonsumirenden Publikums hat heute die VI. Straffammer bürgerthums, der besitzenden Klassen, welche von den unteren nung zeigt, auch als genügende anzusehen sind, so sind es doch gefällt. Ein beim Schlächtermeister Rogalla am Nachmittag Klaffen ernährt werden. immerhin vier solche Treppen, die eine arme Frau oft zur des 19. Juli cr. gekauftes Stück Leberwurst für 20 Pf. stellte sich Das ist aber keine Art die sozialen Aufgaben zu lösen, das äußersten Ermattung angreifen. Wenn es eine nichtswürdige, als angegangen und deshalb ungenießbar heraus. Erwiesen ist noch nicht einmal ein Anfang dazu, sondern weiter nichts den Menschen in seiner bodenlosen Niederträchtigkeit kennzeichnende wurde, daß später von derselben Leberwurst verkaufte Stücke als eine Mildthätigkeit, bessere Asyle für Obdachlose zu Einrichtung giebt, so ist es die in ganz Deutschland ver durchaus wohlschmeckend waren, und der deshalb vernommene schaffen als die bisherigen waren. Ich muß hier gleich einen breitete fluchwürdige fluchwürdige Fabrik= und Hintertreppe. Ge= Punkt erörtern, der bei allen Arbeiterwohnungsfragen eine heimste Bauräthe, Regierungs Sachverständige Polizeithierarzt Dr. Claus erklärte, daß es nicht besondere Rolle spielt. Man spricht bei dieser Gelegenheit immer Maurer- und Zimmermeister wetteifern mit den allerschlimmsten vielleicht nicht gut genug gestopfter Theil in Fäulniß überPrivat Baumeister, ungewöhnlich sei, daß namentlich bei weicher Wurst nur ein von Wohlfahrtseinrichtungen". Diese Bezeichnung allein schon Miethetasernen Vampyren in der thunlich schlechtesten, hals gehe, während die übrige Burst gut bleibe. An sehr heißen fasernen- Vampyren Tennzeichnet den ganzen Stand der Dinge. Man will mit diesen brecherisch gefährlichen Anlage von Hintertreppen und Tagen trete manchmal ein solcher theilweiser Fäulnisprozeß recht gehe, während die übrige Wurst gut bleibe. An sehr heißen neuen Arbeiterkasernen dem Proletarier eine Wohlthat er Fabriktreppen. Auf den Hintertreppen verkehrt ja nur der Tagen trete manchmal ein solcher theilweiser Fäulnißprozeß recht weifen, man will zeigen, was es doch für gute Menschen giebt, Dienstbote, was braucht dieser Haussklave auf vernünftiger schnell ein, und der 19. Juli cr. sei ein solch heißer Tag gewesen. welche lebhafte Theilnahme viele so verkannte reiche Leute für Treppe zu laufen, eine Leiter thuts auch! Die Hintertreppe ist solches Wuristücks der von Andern wahrgenommene üble Geruch Der Sachverständige fügte sogar noch hinzu, daß dem Verkäufer den armen Arbeiter haben. Gerade das wollen wir nicht, wir gerade die am stärksten benutzte, denn die gelangweilte Hausfrau sehr wohl entgehen könne, weil es in einem Fleischladen stets wollen keine Wohlthaten für die armen Arbeiter, denn der schächert das Mädchen 3 Treppen hinunter, für einen Groschen etwas rieche. Trotz dieses Gutachtens gelangte der Gerichtshof Arbeiter ist nicht arm, wenn man ihm das giebt, Salz zu holen, und wenn das Mädchen eben oben ist, dann hat entsprechend der von dem Staatsanwalt geltend gemachten Anficht was er zu beanspruchen hat, er wird künstlich die Hausirau in ihrer Denkfaulheit den Zimmt vergessen und zu einer Verurtheilung des Angeklagten wegen fahrlässigen durch die heutige Ausbeutungs Ordnung in Armuth schicht das Mädchen schnell noch einmal 3 Treppen hinunter, um Inverkehrbringens von der menschlichen Gesundheit schädlichen erhalten. Das werden wir täglich und stündlich beweisen, für 5 Pf. 3immt zu bekommen. So geht das in vielen Nahrungsmitteln, indem er annahm, daß es an sehr heißen Tagen und wenn man uns tausend Mal zuruft, wir schüren die Häusern feinen gewohnten Gang, bis das Mädchen Unzufriedenheit so werden wir tausend Mal erwidern: die Un- wegen Anlage" zur Verpflichtung des Fleischverkaufes gehöre, sich von der Unzur Schwindsucht entlassen wird. zufriedenheit schafft Ihr denn Ihr wollt den Arbeiter zu der Aber dennoch arbeiten die Architekten für den Bourgeois so wurde auf 10 M. bemessen. verdorbenheit des verkauften Stücks zu überzeugen. Die Strafe verwünschten Bedürfnißlosigkeit erziehen, welche erst die wahre weiter, die Hintertreppe wird in den knappsten Raum auf die Ursache seines Elends wird. denkbar schändlichste Art hineingezwängt. Ganz ähnlich steht es Wegen eines groben Vergehens gegen das Nahrungs mit den Fabrittreppen, nur daß diese vom Arbeiter nicht so mittel- Gesetz war die Schlächtermeisters- Wittwe Emilie übermäßig belaufen werden, wie die schönen Hintertreppen in Schadow zu einer Geldstrafe von 300 Mart verurtheilt worden. den Palästen der Besitzenden. Wie viele Hunderte legen mit der Sie war durch die Beweisaufnahme für überführt erachtet fortgesetzten Ertletterung von Hintertreppen den Grund zu un- worden, daß sie in ihren Verkaufsständen in den Markthallen heilbarer Schwindsucht! Monate hindurch Pferdewurst als reine, aus Rind- und Ich wiederhole, der Architekt des in Rede stehenden Pro- Schweinefleisch gefertigte Wurst" verkauft hatte. Bu ihren Hauptjekts hats mit den Arbeitern glimpflich gemacht und wenns nach lieferanten gehörte auch der frühere Scharfrichter Krauts, der den Zeichnungen geht, dann sind die Teppen erträglich, aber, daß der nach Niederlegung seines Amtes in Nixdorf eine Pferdeschlächterei Arbeiter überhaupt drei und vier Treppen steigen muß, das ist ein gegründet hat. Die Verurtheilte legte Berufung ein. Sie machte bitteres Uebel, welches aus der Kaserne des Miethe schraubenden im gestrigen Termine Dor der Straffammer des LandHauswirths herübergenommen und den Frauen mit allen ihren gerichts I geltend, daß sie völlig unschuldig sei. Das Ge Leiden der Schwangerschaft und des Kinderschleppens am schwersten schäft gehöre ihrem Schwiegersohne, dem Schlächter erträglich wird. Da ist sogar nicht einmal die Wohlthat des meister Philipp. Sie habe nur ihren Namen als Menschenfreundes" zu spüren, der Bauentwurf auf seiner jetzigen Geschäftsinhaberin hergegeben, um ihrem von Gläubigern beGrundlage gestattet eben teine Aufzüge und doch sind sie auch drängten Schwiegersohn das Geschäft zu erhalten. Sie habe für Arbeiterquartiere, wenn man an vierstöckigen Häusern über auch von der Wurstfabrikation keine Ahnung gehabt, sondern ihre Erdgeschoß festhält, auf die Dauer nicht zu entbehren. Die Thätigkeit habe sich darauf beschränkt, ab und zu als Verkäuferin Gefahr unvorsichtiger Handhabung ist auch kein hinreichender auszuhelfen. Der Vorsitzende stellte fest, daß inzwischen auch der polizeilicher Grund mehr gegen die Anlage von Aufzügen, ebenso Schlächtermeister Philipp und dessen Ehefrau wegen desselben wenig wie unvorsichtiges Abspringen von Pferdebahnwagen gegen Bergehens ebenfalls zu je 300 M. Geldstrafe verurtheilt worden ihre verständige Benutzung speicht. Zum Allermindesten sollte der find. Die Beweisaufnahme fiel für die Angeklagte noch un Architekt die Qual der Erreichung des 4. Stocks in den Arbeiter- günstiger aus, als in der ersten Instanz. Die Ehefrau des Wohnungen dadurch verringern, daß er darauf Bedacht nimmt, Pferdeschlächters Greil bekundete, daß die Angeklagte wiederholt die Stufensteigungen mit zunehmender Stock Ginfäufe in ihrem Laden gemacht habe. Die Berufung wurde wertshöhe zu vermindern. Die Wohlthat des sehr verworfen. großen Gartens, den die Wohnungen einschließen, vermag das werden. Wie aber die Dinge nun einmal liegen, ist zu erwarten, daß jene Arbeiterwohnungen, die ja immerhin den heutigen Zustand mildern, sehr gesucht und schnell besetzt sein werden, außerdem werden diese neuen Wohnungen dem Arbeiter seine unabhängige Stellung wahren, weil er zur Miethe wohnen wird, und endlich sollen die Wohnungspreise nicht gesteigert und die Wiether bei Erfüllung der gewöhnlichen Pflichten nicht gekündigt Diese Bedingungen sind, wenn sie sich als wahr erweisen, im Verhältnis den bestehenden immerhin als günstigere zu bezeichnen und wir haben uns aus diesen Gründen die Entwürfe auch vom technischen Standpunkte etwas näher angesehen. Vielleicht können wir dazu beitragen noch etwas mehr Berständniß für die wirklichen Bedürfnisse des Arbeiterstandes bei den Bauherrn zu wecken und Uebelstände, die auch in den neuen Entwürfen so wiederkehren, wie sie in den alten Miethskasernen vorhanden sind, mildern oder beseitigen. = Als Miethspreis für Stube, Küche und Zubehör, bestehend in Klofet, Speisekammer, Keller und Bodengelaß find 200 m. in Aussicht genommen, und für Stube, Kanımer, Küche und Zubehör 330 M. Diese im Verhältniß zum Bestehenden niedrigen Säße sind aber nur durchführbar, wenn eine erste Hypothek zu beschaffen in in Höhe von 3/4 des Baukostenwerthes einschließlich des Bodenwerthes! Es ist dabei in erster Linie an die Beleihung aus den Mitteln Der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt gedacht." Das Ganze ist also ein echtes Bourgeois- Unternehmen mit Staatshilfe und diese Staatshilfe ist im Grunde genommen auch nur Uebel der Viertreppen- Wohnung nicht abzuschwächen; zumal die die f. 3. erfolgte Verurtheilung eines Mannes, der aus einem Die durch die Zeitungen gegangene Mittheilung über die Hilfe der Arbeiter. Miether der so hoch gelegenen Wohnungen sich schwer entschließn Schantlokale drei Streich hölzer mitgenommen hat, erregt Sehr merkwürdig und so recht bezeichnend für den Almosen werden, von der Benutzung des Gartens Gebrauch zu machen; in juristischen Kreisen lebhafteres Interesse. Die Staatsanwalt Charakter, den das Ganze tragen wird, ist die Auslaffung im fie sind froh, wenn sie oben sind! Zentralblatt der Bau- Vereine, womit die Beschränkung der Also troß der Größe des Entwurfs bleiben die schlimmsten schaft scheint die Nachricht zu bezweifeln, denn sie hat Schritte Häumlichkeiten begründet wird. Es heißt auf S. 447: Härten, die Knappheit des Raums, die schwere Erreid, barkeit des aber thatsächlich zu. Wie uns mitgetheilt wird, hieß der Ver= gethan, um die betr. Aften zu ermitteln. Die Nachricht trifft „ Die Wohnräume sind durchweg so bemessen, daß Raums der obersten Geschosse bestehen, und wenn man erwägt, gerade dem Bedürfniß genügt wird, namentlich wie wenigen felbit mit solchem Millionenbau geholfen wird urtheilte Fischer, der Denunziant war ein Destillateur Namens bei den Küchen ist die äußerste Naumbeschränkung durchgeführt, im besten Falle 700 Menschen- so muß man schon deshalb Rampfmeier. um damit zugleich zu verhindern, daß dieselben, wie es in Berlin bei dem Gedanken stehen bleiben: es ist ein Mothbehelf, weil Unter der Anklage des Naubes standen am Freitag der mißbräuchlicherweise ziemlich allgemein geschieht, als Schlafraum die heutigen Zustände weder viel solcher günstig gelegener Land- Feilenhauer Richard Albrecht, der Klempner Friedhelm benutzt werden." Eine recht nette Begründung, welche zeigt, ftücke, noch die Möglichkeit darbieten, sie unter so vortheilhaften Schmidt und der Buchdrucker Gustav Razel vor dem wie verständnißlos man vielfach den Arbeiterverhältnissen gegen Umständen zu vermiethen. Der traurige Stempel Unternehmer- Schwurgericht des Landgerichts I. Dieselben befanden sich eines über steht. Die Arbeiter schlafen doch nur in den Küchen, weil Risiko" ist dem ganzen Werke aufgedrückt, und dieser Stempel Tages in dem Schanklokal des Gastwirths Paul in der Alten hohe Miethen und erbärmliche Hungerlöhne sie dazu zwingen. Schließt es aus, daß selbst solche Bauwerke mit allen bezeichneten Jakobstraße, in welchem auch der Tischler Priewe zechte. Als Intem man dem Arbeiter jetzt so trofilos knappe Küchen, die nur Mängeln zahlreich genug entstehen könnten, um auch nur den Letterer die Schantitätte verließ, wurde er auf der Straße plötz den Namen Kochgelasse verdienen, anweist, versagt man Anfang zu bilden für die Lösung einer von den vielen lich von mehreren Männern überfallen, er erhielt Fauftschläge Vielen in Krankheits- oder Entbindungsfällen die Kinder in der sozialen Aufgaben, die ihrer Bewältigung seit Jahrhunderten ins Gesicht und man raubte ihm das Geld, welches er bei sich Rüche unterzubringen, die immer als ein willkommener Nothbehelf vergeblich harren. angesehen wurte! Gerichts- Beitung. trug. Für die dreiste That wurden die drei Angeklagten Don der Angeklagebehörde verantwortlich gemacht. Auf grund einer umfangreichen Beweisaufnahme gewannen die Geschworenen die volle Ueberzeugung von der Schuld der beiden ersten Angeklagten, während gegen Rayel der Wahrspruch auf Nichtschuldig lautete. Albrecht wurde zu sieben Jahren, Schmidt zu sechs Jahren Zuchthaus verurtheilt. Soziale Leberlicht. Die Droschkenkutscher von Neapel haben zum großen Röstlich ist auch der zweite Grund der hier für die Schaffung ter Kochgelasse angeführt wird: Man will die bedauerliche und schädliche Uebervölkerung der Wohnungen verhindern. Die verehrten Menschenfreunde werden sich überzeugen, sobald die Wohnungen bezogen sind, wie sie mit Schaffung dieser übermäßig Gewerbegericht. Rammer VI. Vorsitzender: Assessor Le o. verengerten Räume die Uebervölkerung ganz und gar nicht ver- Sihung vom 15. Dezember. Der Hausdiener Gottschleck war bei hindern, sie zwingen die Darbenden, in einer Stube stets zu dem Konfiturenfabrikanten Greifer in Stellung, Eines Tages fammen zu sein und nehmen der Ordnung liebenden Arbeiterfrau wurde ihm aufgetragen, mehrere Kisten vom Hof nach der ersten die Möglichkeit fast ganz, beim sogenannten gründlichen Reine- Etage zu transportiren; er sollte sie die Treppe hinauf ,, klanten". machen die Kinder in der Küche unterzubringen. Die Koch- Dessen weigerte Gottschlect sich, jedoch mit der Einschränkung, gelaffe find vielfach so klein bemessen, daß die Kinder, daß er es thun wolle, wenn man ihm Hilfe zur Seite stelle. welche sich naturgemäß den Tag über an die Mutter Die gefüllten Kisten allein zu transportiren, hielt er sich für Theil die Arbeit eingestellt; einige Verhaftungen wurden voranfchmiegen, fortgesezt in Gefahr kommen, verbrannt nicht kräftig genug. Der Prinzipal entließ ihn auf der Stelle, berbrüht, getreten und gestoßen zu werden. Die Arbeiterfrau obwohl die an und für sich schon giltige gesetzliche Kündigungs- genommen. muß alles allein besorgen, sie ist also in den seltensten Fällen frist noch besonders durch Vereinbarung von G. und Gr. als Beschäftigung von ArbeitsInfeu foll, wie wir bereits lein in der Küche, die Kleinen laufen ihr nach und wollen geltend anerkannt worden war. Gottschleck flagte nun auf Bah- mitgetheilt, auch diesen Winter wieder in Krefeld von der der Nähe der Mutter sich beschäftigen. Dabei ist noch der lung einer Lohnentschädigung von 34 M., außerdem beanspruchte Kommune aus in die Hand genommen werden. Ueber die bisher ganz unerörtert, wo die Frau Küchenarbeit verrichtet und er für 5 geleistete Ueberstunden 1,25 M. Der Beklagte erklärte bei der städtischen Beschäftigung von Arbeitslosen gemachten ein Kind auf dem Arm behält, also vielerlei Arbeit mit einer sich für im Recht befindlich. Die Entlassung sei eine begründete des- Erfahrungen veröffentlicht Herr Beigeordneter Dr. Waldschmidt Sand macht! Geht nur mal hin, geehrte Wohlthäter, und seht halb, weil Stläger sich beharrlich geweigert habe, seine aus in der neuesten Nummer der Blätter für soziale Praxis" einen Euch die Zustände an! Bei Lichte besehen ist aber auch der dem Arbeitsverhältniß resultirenden dienstlichen Verpflichtungen interessanten Aufsatz, der vielleicht für die Verwaltungen anderer Grund, man wolle Uebervölferung in den Wohnungen verhindern, zu erfüllen, troß mehrmaliger Aufforderung dazu. Auch die fünf Städte in gleicher Lage nicht ohne Interesse sein dürfte. Als eine herzlich faule Ausrede. Sobald der Architekt selbst nur Ueberstunden hätte Kläger fein Recht gehabt bezahlt zu ver- die geeignetsten Arbeiten haben sich, so lange die Witterung sie ganz bescheidene Küchen Don 9 und 10 Quadratmeter langen. Als derselbe bei der ersten Lohnzahlung Ueberstunden gestattet, Erd- und Wege Arbeiten erwiesen, wie Graben von auf dem Weisbach'schen Terrain anlegt, dann kann er bezahlt verlangt habe, feien sie ihm wohl bezahlt worden, zu- Kies und Sand, Erdanschü.ungen, Planirung projektirter Straßen a in Fall und Pläge, Befestigung und Ausbesserung von Wegen, An-| Filzhüten, welche in heißem Wasserdampf erweicht und dann versehen worden. Bei der Besichtigung fann man schütten von Banketts und Promenaden mit Sand; ferner schnell und fest über eine Holzform gezogen werden, eine Blase sich bisweilen des Eindrucs nicht erwehren, Gartenarbeiten, wie das Umgraben von Rasenplägen, Fällen an der rechten Hand zugezogen. Diese hatte sich bald darauf als ob es den Fabritbesibern nur darum zu und Ausäften abgestorbener Bäume, Zerkleinerung des Holzes, geöffnet, worauf die verlegte Stelle schmerzhaft geworden war, thun war, dem Buchstaben der PolizeiverordAnlage von Baumpflanzungen, endlich die Räumung von Claus hatte zunächst noch gearbeitet, dann aber der Schmerzen nung zu genügen, nicht aber darum, einen Gräben. Diese Arbeiten wurden in Abtheilungen von 30 bis wegen damit aufhören müssen. Der alsbald zugezogene Arzt wirklich benugbaren Rettungsweg für den 40 Mann unter Anleitung von städtischen Wege Aufsehern und stellte eine Blutvergiftung fest, infolge deren eine eingreifende Fall der Gefahr zu schaffen." besonders ausgewählten Polizeibeamten( diese in Zivil) aus- Operation an der Hand nothwendig wurde, als deren Folge eine Für Vergrößerung der Lebensgefahr dagegen wird alles geführt. Das Arbeitsgeräth wurde von der Stadt beschafft. dauernde Unbrauchbarkeit der rechten Hand für gewerbliche mögliche gethan. " = Ein δα Bei zunehmender Kälte wurden zunächst die älteren Leute in Thätigkeit zurückblieb. Die Berufsgenossenschaft hatte die Ent- In der Regel findet hier( in älteren Zertilfabriken) eine einem großen Fabrikraume mit Flechten von Matten beschädigung des Verletzten abgelehnt und das Schiedsgericht sich sehr große Ausnutzung der Räume statt. In mehreren Spinne schäftigt. Leider ist aus dem Bericht nicht zu ersehen, ob diese ihr angeschlossen, weil kein Betriebsunfall vorliege, sondern reien haben sogar direkt unter den Dachsparren in Arbeiten etwa für einen Fabrikanten ausgeführt, beziehentlich in dem Entstehen der Blase höchstens eine gewerbliche ganz niedrigen und engen Bodenräumen noch einige Spinna angekauft werden; dies würde leicht Veranlassung geben tönnen Krankheit gesehen werden könnte. Auf den Rekurs des Verlegten maschinen Aufstellung gefunden. Viele Arbeitsräume sind so zu Bohndrückereien oder gar Entlassungen der ständigen Arbeiter. sprach ihm das Reichs- Versicherungsamt die Unfallrente zu. dicht mit Maschinen befeßt, daß kaum ein bequemer Durchgang Damit wäre natürlich der Zweck, die Folgen der Arbeitslosigkeit Aus der Begründung ist folgendes von allgemeinem Interesse: verbleibt, welcher obenein bisweilen noch durch körbe voll Wolle, abzumildern, vereitelt, denn das billigere Angebot der von der Ob die allmälige Entstehung der Blafe infolge Biebens der Filze Garnkisten und dergleichen verstellt oder eingeengt ist. Kommune beschäftigten Arbeitskraft würde dahin wirken, daß ein Betriebsunfall oder eine Gewerbskrankheit ist, will das Spinnsaal war in der Breite so ausgenugt, daß von der auf der anderen Seite Arbeiterentlassungen eintreten. Reichs- Versicherungsamt dahingestellt sein lassen, es spricht sich Eingangsthür die hinteren Spinnmaschinen Bei der Festsetzung der Löhne fam in Betracht, daß sie nicht jedenfalls nicht für die Annahme einer Gewerbskrankheit aus. nur dann zu erreichen waren, wenn man unter so gering sein dürften, daß daneben doch Armenunterstüßung hätte Dagegen meint es, daß jedenfalls das durch die Arbeit herbei- ben vorderen Spinnstühlen hindurch troch." geboten werden müssen, und nicht so hoch, daß sie ein Anreiz hätten geführte Berreißen der Blasenhaut eine plögliche Schädigung Bei der Besichtigung einer Lohnweberei in der Stadt Aachen werden können, bestehende Arbeitsverhältnisse zu lösen. An Arbeiter der förperlichen Unversehrheit des Klägers infolge der Betriebs- wurde festgestellt, daß in sämmtlichen Stockwerken die Noth bis zu 19 Jahren wurde ein Tagelohn von 1 M., an ältere under thätigkeit darstellt. Der ursächliche Zusammenhang dieses Be- ausgänge zugenagelt waren, und daß der Versuch, heirathete wurde 1,30 M., an verheirathete 1,50 M. gezahlt. triebsunfalles mit dem jetzigen Zustande der Hand des Klägers fie mit Gewalt zu öffnen, erfolglos blieb. Unter Mit Außer den Löhnen übernahm die Stadt die Krantens und aber sei schon dadurch gegeben, daß die Verlegung das Einwirkung der Polizei Behörde wurde eine sofortige Invalidenversicherungs- Beiträge ganz. Wenn mehrere Mitglieder dringen der Infektionsstoffe ermöglicht habe, mögen diese Beseitigung des Misstandes herbeigeführt." Derselben Familie beschäftigt waren, wurde an diese im Ganzen außerhalb der Betriebsthätigkeit des Klägers, Auch der schlechte Zustand wird erwähnt, in dem sich der nicht mehr als 2,50 m. gezahlt. In bezug auf die Brauchbar- oder noch während oder infolge derfelben eingedrungen sein. Fußboden mancher älteren Spinnereigebäude befindet. Von feit der Arbeiter muß der Berichterstatter zugeben, daß außer einigen wenigen Ausnahmen die meisten willig und Wie in unseren heutigen Kulturstaaten" Obdachlose durchgreifenden Reparaturen wird meistens abgesehen, da als fleißig" waren, ein Schlag ins Gesicht für alle diejenigen, fanden ein Geraer Gendarme und ein Nachtwächter in einer Fabrikanten, sei in anbetracht des schlechten Geschäftsganges behandelt werden. Auf einer nächtlichen Razzia begriffen, dann die Epinnstühle auf einige Beit außer Betrieb gesetzt werden müßten. Das aber, so lautet die Ausrede der benen Arbeitslosigkeit immer gleichbedeutend ist mit Biegelei zwei arme obdachlose Teufel, welche sich an diesen Drt „ Arbeitssche u". Insgesammt wurden 1810 Arbeits Tose während 31 Wochen mit 57 843 Arbeitstagen be- gemacht hatten, um in der Nähe des wärmenden Diens die Nacht und, weil im Sommer der öfters eintretende Wassermangel schäftigt. hinzubringen. Sie bekundeten, den ganzen Tag vergeblich Um- hnefchin schon Unterbrechungen des Betriebes zur Folge habe, Un Löhnen einschließlich Versicherungs- Beiträgen schau nach Arbeit gehalten zu haben. Der Gensbarm beschränkte nicht möglich. Und so wird fortgewurstelt. Jeder der Unter wurden 86 000 Mark., für Handwerksgeräth 7500 ich nun nicht etwa barauf, seines Amtes zu walten, und die nehmer fucht in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Mehrwerth an Fuhrlöhnen 1650 M., insgesammt 95 150 m. verausgabt; beiden in Gewahrsam zu nehmen, sondern soll den einen arg mis- aus seinen Arbeitern herauszupressen, ohne Rücksicht auf Leben hiervon entfallen fast neun Bebute! auf die Arbeiten an handelt haben. Der Geschlagene giebt an, daß er, nachdem er einige und Gesundheit derselben. Wegen und Gräben, ein Rehntel auf die Mattenfabrikation. Die Worte der Entschuldigung gestammelt, einige Faustschläge ins Aus dem Reichs- Versicherungsamt. D. war Arbeitgeber Gesammt- Einnahmen bezifferten sich auf rund 25 000 M., so daß Gesicht erhalten habe; mehrere große blaugelbe Flecke an den und Arbeiter; er besaß selbst eine kleine wirthschaft und arbeitete die Beschäftigung Arbeitsloser im Winter 1891 der Stadt Grefeld Augen, von denen das eine gefährlich verlegt, herausgequollen auch für fremde Personen. Eines Tages hatte D. für einen auf 70 000 M. zu stehen fam. Ist es auch herzlich wenig, was hier auf 70 000 M. zu stehen kam. Ist es auch herzlich wenig, was hier und roth erscheint, bestätigen feine Angaben. Der linte Backen anderen Landwirth Safer gemäht und ging gegen 7 Uhr Abends den Aermsten der Armen gewährt wurde, so ist es doch noch der ist an seinem unteren Theile dick angeschwollen, ebenso die eine mit der Sense auf dem Rücken nach Hause. Ein drohendes Armenunterstützung vorzuziehen, welche auf den Empfänger ent- Hand und am Ellenbogen befindet sich eine Verwundung. Zudem Gewitter bewog ihn, noch schneller zu marschiren, um sein Häuswürdigend wirkt und ihn politisch rechtlos macht; schließlich it will der Mann einen Stolbenstoß gegen den Brusikasten erhalten chen zu erreichen. Blößlich durchzuckte ein Blik die Luft, D. damit seitens der Stadt zum Mindesten die Pflicht anerkannt, für haben, der ihm Schmerzen beim Athmen verursacht, und bei wurde geblendet, fiel in eine tiefe Grube und durchschnitt sich die Arbeitslosen ihrer Gemeinde zu sorgen. einem zweiten Stoß zur Erde gefallen sein, sodaß auch die mit der Sense die Sehnen der Beine. Die landwirthschaftliche Der Verband zur Besserung der ländlichen Schulter schmerzt. Bon seinem Rock, der jedenfalls sein einziges Berufsgenossenschaft lehnte jede Entschädigung ab, da nach der Arbeiterverhältnisse im Gebiete des land. Eigenthum ist, ist das Bordertheil auf einen halben Meter Länge Rechtsprechung des Reichs Versicherungsamts Unfälle auf den wirthschaftlichen Bentralvereins der Proving heruntergerissen, turz, daß diese Fliege von Mann schweren ge- Wegen von und zur Arbeit teine entschädigungsflichtigen feien. Das Schiedsgericht verurtheilte Sachfen u, f. w." hielt am 14. Dezember in Halle a. G. waltthätigen Angriffen ausgesetzt gewesen ist, ersieht man aus Betriebsunfälle feine Generalversammlung ab. Wer da annimmt, daß dieser alledem, und er giebt vor, daß der Gendarm ihn so zu jedoch die Berufsgenossenschaft zur Rentenzahlung, Verein mit dem langen Titel Verbesserung der Lage ter land gerichtet habe. Seine Bemühungen beim Polizei- Arzte, Aufnahme der Unfall lediglich durch die Sense, ein Betriebsgeräth, worden wäre. Gegen diese Entscheidung wirthschaftlichen Arbeiten durch Herbeiführung höheren Lohnes, im Strantenhause zu finden, sind bis jest erfolglos geblieben. verursacht befferer Behandlung u. f. w. im Auge hat, dürfte durch die Ist es schon ein Hohn auf unsere vielgepriesene Bivilisation, legte die verurtheilte Berufsgenossenschaft Returs beim ReichsBerhandlungen, welche auf jener Generalversammlung gepflogen wenn es Menfchen giebt, welche in einer Biegelscheune fiber Versicherungsamt ein und beantragte Aufhebung der Vorwurden, sehr enttäuscht sein. Der Verein mit dem langen Namen ver- nachten müssen, so fordert es die strengste Sühne, wenn sich Be- entscheidung und Abweisung des Verletzten. Die Wege von und steht vielmehr unter Verbesserung" eine weitere Rechtloßmachung amte berufen glauben, in solcher Weise mit den Opfern der zur Arbeit tönnten nicht um beswillen, weil sie im weiteren Der Dienfiboten und landwirthschaftlichen Arbeiter, er verlangt heutigen Wirthschaftsordnung umspringen zu dürfen. Sinne die Arbeitsverrichtung ermöglichen, für Betriebsvorgänge erweiterten Schuß gegen den Kontraktbruch der Arbeiter". Durch einen eigens dazu angestellten Anwalt der Arbeiter sind bei der Scheu der staatlichen und städtischen gelangen und nach Beendigung desselben ins Privatleben zurück Thatsächliche Angaben über die Wohnungsverhältnisse erachtet werden. Sie feien vielmehr als Handlungen anzusehen, die nur zu dem Zwecke erfolgen, um erst zu dem Betriebe zu läßt der Verein alle Sontrattbrüche der Arbeiter" Behörden vor der Ausstellung ungeschminkter Statistik immer zukehren, feine Betriebsvorgänge. Arbeiter" Behörden verfolgen. Mit welchem Erfolg diefe" Berböserung" betrieben erwünscht. Wir entnehmen daher einem Auffah von Freese in erlärte die Ansicht der Genossenschaft für gewöhnliche Fälle als Das Reichs- Versicherungsamt wird, zeigen folgende Zahlen: Conrad's Jahrbüchern über Wohnungsnoth und Absaykrisis" " Hinsichtlich des Echutzes seiner Kontrattbruch der Arbeiter, heißt es im Bericht, Jalousiefabrik Heinrich Freese", in welcher die Arbeiterschaft durch das Betriebswerkzeug veranlaßt worden und müsse daher Schutzes feiner Mitglieder gegen einige Angaben. Herr Freese ist Besitzer der„ Samburg- Berliner zutreffend; hier aber liege ein eigenartiger Fall vor, der zu einer anderen Auffassung Veranlassung gebe. Der Unfall sei hier ist zu erwähnen, daß beim Vorstande 137 Fälle von Kontrakt immerhin etwas günstiger gestellt ist, als sie im Durchschnitt in als Betriebunfall angesehen werden, den die Berufsgenossenschaft Fruch, begangen durch 272 Personen, angemeldet worden sind Berlin steht. Zwar sind die Löhne nicht besonders hoch, und Boy diefen 137 Fällen sind 34 durch Bestrafung der Schuldigen, übertreffen feineswegs den Satz, auf welchen gelernte Arbeiter 54 entschädigen habe. 14 durch freiwillige Rückkehr, 5 burch polizeiliche Zurückführung, auch in anderen Betrieben fommen, nämlich 25/2 M. wöchent 10 durch Vergleich, 2 durch Zurückziehung des Strafantrages, lich im Durchschnitt für verheirathete Arbeiter; aber einmal der burch Freisprechung, im Ganzen also 68 Fälle erledigt. Bon den 8stündige Arbeitstag, und dann, was in bezug auf die Wohnungsübrigen Fällen wurden 6 wegen Verjährung, die nach 14 Tagen miethe besonders in die Wagschale fällt, die Sicherheit des Lohneintritt, und 8 deshalb nicht erledigt, weil der Aufenthaltsort fazes für zwei Jahre, für welche Zeit die Akkordtarife jeft verder Sontraktbrüchigen nicht zu ermitteln war; für 35 sind zwar einbart sind, lassen die Arbeiterschpft doch als eine verhältniß. Ju der Versammlung der Textilarbeiter und Ardie Strafen schon feftgesetzt, jedoch noch nicht vollstreckt worden. mäßig gut gestellte ansehen. Trotzdem zeigten sich auch hier bei beiterinnen, die am 9. Dezember tagte, referirte Fräulein In einer Reihe von Fällen ist nicht blos die Bestrafung kontrakt einer Untersuchung der Wohnungsverhältnisse, welche Herr Freese Wabuit in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über das brüchiger Arbeiter erfolgt, sondern es sind auch noch zivilrecht im Verein mit den Arbeitern vornahm, die elendesten Zustände. Zu- Thema: Andere Länder, andere Sitten." An der Diskussion liche Ansprüche erfolgt, meist durch den Rechtsbeistand des Ver nächst trat auch hier wieder die preußische Belastung nach unten betheiligten sich mehrere Redner, von denen Kollege Grunert zu bandes. Weiter sind 50 Rechtsgutachten an Verbandsmitglieder scharf hervor. Während der Unternehmer nur 3,67 pet. feines den von der Vortragenden geschilderten schlechten Verhältnissen abgegeben." Der Verband hat auch einen Arbeitsnachweis Einkommens auf die Miethe zu verwenden hat, beträgt diefe der Hausindustrie in Schlesien, Beispiele aus der Berliner Haus und sich mit als zuverlässig erprobten" Agenten in Ver Last bei seinem Arbeiter 18,07 pCt., und auch hier ist sie bei industrie bekannt giebt. Bei Erledigung der Tagesordnung bindung gefeßt. Leider verschweigt der Bericht, in was denen mit über durchschnittlichem Ginfommen niedriger, 17,18 pSt., Verschiedenes wurde unter anderm beschlossen, einen gemeinschaftdie Buverlässigkeit der Agenten" besteht. Da er aber zum bei denen mit unter durchschnittlichem Einkommen höher, lichen Besuch der Urania zu arrangiren. größten Theil sogenannte Sachfengänger vermittelte, fo liegt 18,86 pCt., im einzelnen steigt fie fogar bis zu 28,40 pe. Bei die Vermuthung nahe, daß die Zuverlässigkeit" der Agenten diesen Bablen sind aber die Beträge, die durch Abvermiethen recht billige und willige Arbeiter aus dem Osten nach Beträge doch nur unsicher sind, sind die genannten Zahlen also bann als erprobt" angesehen wurde, wenn er im Stande war, von der Miethe abgehen, schon in Abzug gebracht; da diese den Buckerrübenplantagen Sachsens zu versenden". Der Be nur als günstigste anzusehen, richt über die Wohlfahrtseinrichtungen für Arbeiter fiel recht fläglich aus. Der Referent wünschte, daß ihm in Zukunft dar auch die Ueberfüllung der Räume; vielfach leben acht, in einem Den hohen Prozentfäßen der Miethe angemessen ist dann Versammlung am 8. Januar 1894 stattfindet. Die in der Kürschnerbranche beschäftigten Ar über mehr Nachrichten zugehet right, daß von einer Falle ſelbſt zehn Personen( die Eltern, ſechs Kinder, zwei Frembe) beiter und Arbeiterinnen hielten am 11. Dezember stellung ließe sich dann vielleicht zeigen, daß von einer im Ber: in einer Wohnung, die aus Küche und Kammer besteht. Mit ihre monatliche Mitgliederversammlung ab. Frau Palm sprach hältniß der ganzen Bahl der Arbeitgeber a war vielleicht Recht fragt Freese: Wie muß es aussehen in den Taufenden in einem sehr lehrreichen Vortrag über Voltsernährung und noch geringen Bahl Wohlgefinnter doch schon Ervon Arbeiterfamilien, deren Oberhaupt nur mit beständigen Volkserziehung." An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Erecht hebliches(?) für das Wohl der Leute gethan ist." Mie fehr bie edlen, nur stets verkannten Rübenbarone auf Unterbrechungen Arbeit findet, deren Verdienst ein geringer und Riem und Thomsen im Sinne des Referats. schwankender ist, und die deshalb erheblich weniger verdienen, Gine recht eigenartige Illustration zum Zwischenmeisterdas" Wohl ihrer Leute" bedacht sind, ersieht man dentlich aus der nachfolgenden Verhandlung, wo gesagt wird, daß die Gesetz als die vorgenannten. Wir glauben, daß es schwer ist, sich in Syſtem liefert folgender Borfall: Frau Schenk, die bei einem der nachfolgenden Verhandlung, wo gesagt wird, daß die Gesetz die Wohnungsverhältnisse solcher schlecht gestellten Arbeiter Meister in der Wallstr. 19 arbeitete, weigerte sich am Buẞtag gebung in bezug auf Bestrafung des Kontraktbruchs mangelhaft, familien hineinzufinden, schwerer noch, zu begreifen, wie es den Nachmittag zu arbeiten. Die Folge war, daß sie ent daß es eine gebieterische Mothwendigkeit" fei, Diese Entlassung wurde jedoch von der Ar diese zu verschärfen. Bu einem Gesetzentwurf betreffend die Familienvätern und ihren Frauen immer gelingt, den brückenden lassen wurde. beiterin nicht ruhig hingenommen, denn sie deutete dem Regelung" der landwirthschaftlichen Arbeiterverhältnisse wurden Miethezins zu beschaffen." Die Textilbrauche ist jedenfalls derjenige Juduſtriezweig, würde. Darauf erhielt sie die Antwort vom Meister: Das Herrn an, daß sie eventuell eine 14 tägige Ründigung beanspruchen Borschläge gemacht, die dem Verein mit dem langen Namen alle Ehre machen. Werden diese Gesez, danu wehe den armen Sachfen wo die Maschine bereits fast alle Funktionen, die ehedem Klagen würde ihr nichts nützen, denn er habe nichts; was da gängern und Dienstboten, ihre Rechtlosigkeit wird eine noch größere Menschenhände verrichteten, übernommen hat. Die stetig voll ist, gehört seiner Frau. Wohl oder übel mußte sich die Frau werden, als sie heute bereits ist. Gelingen wird es hoffentlich fommener sich gestaltende Technik macht physische Straft mehr mit dieser Erklärung begnügen, aber zur Warnung möge es den den Schnaps- und Zuckerbaronen nicht, eine noch schlimmere und mehr überflüssig, so daß der Fabrikant in den Stand gefeßt anderen Arbeiterinnen dienen. Kollege Kopsch machte hierauf Knebelung der ländlichen Arbeiter herbeizuführen. Und wenn ist, die Männer durch billigere Frauenarbeit und diese wieder bekannt, daß in kürzester Zeit eine Delegirtenversammlung der erst, was ja schließlich doch durch das uncblässige Bordrängen durch noch billigere Kinderarbeit abzulösen. Der nunmehr er- Serankenkasse stattfindet. Er bittet deshalb die Kollegen und der Sozialdemokratie einmal geschehen muß, die Dienstboten schienene Bericht der preußischen Gewerberäthe für das Jahr Kolleginnen, die dazu gewählt sind, pünktlich zu erscheinen, da Ordnung gefallen, ein wenn auch noch so spärliches Roalitions 1892 zeigt uns unter anderem wieder, wie weit das Bestreben ein äußerst wichtiger Punkt auf der Tagesordnung zur Berhandrecht für die ländlichen Arbeiter erkämpft ist, so dürften die der Unternehmer, die Arbeitskraft der Kinder auszubeuten, geht. Lung steht. Unverschämtheiten unserer ostelbischen Krautjunter und sächsischen Gleich zu Anfang des Berichts heißt es: Gegen den Besitzer Rübenbarone am Anfang vom Ende angelangt sein. " Versammlungen. " In der Filiale des Allgemeinen deutschen Tapezirer. unter Berschiedenem wurde bekannt gegeben, baß die nächste Vereins beschäftigte man sich am 11. Dezember mit einer ge schichtlichen Vorlesung, woran sich eine kurze Diskussion schloß. einer Spinnerei und dessen Ausfeber ist das gerichtliche Straf- Eine Verbandsversammlung der in Holzbearbeiverfahren eingeleitet worden, weil jugendliche Arbeiter an tungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Bescheidenheit ist eine Bier, doch weiter kommt man einem Zag 17/2 Stunden( zwei Schichten) hindurch be- Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands ohne ihr. Das find jedenfalls auch die Ansichten des Herrn schäftigt wurden." ( Berlin, Filiale II N.) fand am 12. Dezember statt. In der Dis. v. Sönnerit, Oberstlieutenant a. D., der in Sachsen ausFerner: In einer Weberei wurde festgestellt, daß 9 junge fuffion, betr. den Beitritt zum Juduftrieverband, wurde nochmals gedehnte Besizungen fein eigen nennt. Auf den Pachtzetteln, Beute( unter 16 Jahren) an Webstühlen täglich 11 Stunden die Resolution von der legten Generalversammlung in Bremen worauf den Bächtern die vierteljährlichen Pachtzinsraten quittirt beschäftigt wurden. Der Arbeitgeber erklärte, daß ihm nach verlesen. Diese befagt im Wesentlichen, daß der Verband noch werden, ist folgende handschriftliche Nachbemertung zu lesen: Mer ben vierteljährlichen Bacht bis 15. April, 15. Juli, feiner Auffassung die Bekanntmachung des Reichstanzlers vom auf ein ferneres Jahr bestehen bleiben soll. Die Kollegen erWer den vierteljährlichen Bacht bis 15. April, 15. Juli, 20. Mai 1879 hierzu die Berechtigung gebe. Er wurde belehrt, tlärten daher, daß der Delegirte wiederum die Aufgabe habe, 15. Ottober und 15. Januar nicht gezahlt hat, hat alsdann pro baß eine solche Auslegung der übrigens nicht mehr in Kraft für das Weiterbestehen des Verbandes einzutreten. Die InMark und Tag 3 Pfennige Verzugszinsen zu entrichten. stehenden Bekanntmachung eine irrthümliche sei. Als durch duftrieverbände haben jedenfalls das Erwünschte noch nicht erFrhr. v. Könnerit." Diese Verzugszinsen" machen die Kleinigkeit von über eine Nachbefichtigung der Fabrit festgestellt zielt, das beweisen die Branchen, die ihren Rücktritt bewirkt 1000 pet. aus. Im gewöhnlichen Leben nennt man das Wucher- wurde, daß die unzulässige Beschäftigung der haben. Unsere Branche würde hauptsächlich auf Hindernisse zinsen. Wo steckt denn hier das unteutsche, die kleine Land- jugendlichen Arbeiter nicht aufgehört hatte, stoßen, da wir mehr Nachtheil als Vortheil voraussehen; sowohl wirthschaft ruinirende Judenthum, dem man sonst nur die We- wurde die gerichtliche Bestrafung des Arbeitgebers eingeleitet." in bezug auf die Erhöhung der Beiträge, wie auch in der Reisewucherung zuschreibt? Für uns war es natürlich schon längst nicht einmal die behördliche Aufforderung konnte also den Unter- unterstüßung. Das Ergebniß der geheimen Wahl bestätigt dies besonders, indem die Majorität das Bestehen des Verbandes tlar, daß, christliche Juden und jüdische Christen, sobald sie nehmer veranlaffen, fein ungefeßliches Gebahren zu ändern. Weiter heißt es: Eine besondere Beachtung wurde den Noth forderte. Hierauf wurde Kollege Fischer als Delegirter aur Rapitalisten, im Allgemeinen die gleichen guten Eigenschaften be- ausgängen und Nothtreppen gewidmet. Auf grund der Polizei- Generalversammlung, die am 25. und 26. Dezember stattfindet, fizzen. verordnung vom 24. April 1875 ist jedes mehritöckige Fabrit- gewählt. Die vom Kassirer verlesene Abrechnung von den Ver Betriebsaufall oder gewerbliche Krautheit? Der gebäude, sofern es nicht bereits zwei feuerfeste Treppen an ver- gnügungen weist einen Ueberschuß voa 105,50 M. auf. Im Sutmacher Claus batte sich bei dem sogenannten Plattiren von schiedenen Eeiten besaß, feinerzeit mit einer eisernen Nothtreppe weiteren wurde für den Kommers zu Ehren der Delegirten auf wie es der merksam gemacht. Billets à 30 Pfg. sind bei den Vorstands| Lohnzuschlag gewährt wird. Aehnlich liegen die Verhältnisse| dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Kellners mitgliedern zu haben. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, daß bei Kaiser u. Schmidt, Groß u. Graf, Willing organisationen zu benußen wünschten, wollten die Herren Herzdie nächste Versammlung am 16. Januar 1894 stattfindet. u. Violet, Mix u. Geneft und auch bei der Weltfirma berg, Ebert und Andere einen Kongreß, der eine Des In einer gutbesuchten Versammlung des allgemeinen und Siemens u. Halske in Charlottenburg. Bei Siemens monstration gegen das Trinkgelder Unwesen darstelle, Halste beträgt der Silfsarbeiter und Arbeiterinnenvereins, die 36 Pfennig. Der Obermeister Raabe bezog zu diesen Lohn- die Tabaksteuer war, und verlangten daher auch Zulassung der gewöhnliche Stundenlohn ähnlich Rongreß der Tabatarbeiter gegen am 18. Dezember tagte, hielt Reichstags- Abgeordneter Förster fäßen Mechaniter aus Schwaben. Die Frauenarbeit Kellner, welche auf dem Boden des Genfer Vereins oder des einen recht interessanten Vortrag über:" Die Ursachen der Ar- nimmt infolge der sich immer mehr vervollkommnenden Maschinen- des deutschen Kellnerbundes stehen. Herr Behrend, Vorstands, beitslosigkeit". Eine Diskussion über den Vortrag fand nicht technik stetig zu und trägt wohl mit die Hauptschuld an den mitglied des Genfer Vereins, erklärte hierbei, daß von den statt. Dem hierauf gegebenen Kassenbericht ist folgendes zu ent- unauskömmlichen Löhnen und schier unerträglichen Arbeitsver 200 Mitgliedern seines Vereins etwa die Hälfte der Sozialdemo nehmen: Das Stiftungsfest weist eine Einnahme von 242,50 M. hältnissen. Wo der Fabrikant aus dem einen oder dem anderen tratie sympathisch gegenüber ständen. Die Beschlußfassung über und eine Ausgabe von 166,75 M. auf: mithin ein Bestand von Grunde keine Arbeiterinnen beschäftigt, verlegt er sich, wie die diese Frage wurde schließlich ausgefeßt, bis die Hamburger 75,65 M. Der Jahresbericht ergiebt eine Einnahme von 182,40 M. Statistik beweist, desto eifriger auf die Ausbeutung der oft über- Rongreßkommission Bericht erstattet hat. Die Versammlung und eine Ausgabe von 128,26 M.; mithin ein Bestand von großen Anzahl von Lehrlingen. Auf 28 Firmen vertheilen sich wählte alsdann eine Kongreßkommission von sieben Mitgliedern 59,24 M. In den Vorstand wählte die Versammlung folgende 221 Lehrlinge. Dit kommen in einem Geschäft auf 15 Lehrlinge nur 1 und verstärkte die Agitationskommission um vier Mitglieder. Kollegen: Erster Vorsitzender Kollege Jahn; zweite Boriißende oder 2 Gehilfen. Mit diesen elenden Arbeitsverhältnissen steht die Kollege Ebert forderte noch zu schleuniger und gewissenhafter Frau Anna Köppen; erste Schriftführerin Frau Elise Arbeitslosigkeit der Kollegen in folgerichtigem Zusammenhang. Ausfüllung der Fragebogen auf und schlug folgende Resolution Müller; zweiter Schriftführer Kollege Weiß; erster Raffirer Auch hierüber giebt der Fragebogen genügenden Aufschluß. Von vor, die angenommen wurde: Die Bersammelten erklären sich mit Kollege Arndt; zweiter Kassirer Kollege Nicolai; Beifizer 268 Gehilfen, die sich an der Statistik betheiligten, waren 63 dem Vorgehen ihrer Vertreter im Ausschuß des Gewerbegerichts die Kollegen Ende, Karbe, Scholz und Wölfe; Revisoren die und zwar durchschnittlich je 69 Tage im Jahre außer Stellung. insofern einverstanden, als sie mit diesen der Meinung sind, daß die Kollegen Thal, Hartmann und Zimmermann. Die Statuten- Andererseits verdient auch mitgetheilt zu werden, daß ein Kollege gegenwärtig bestehenden Arbeitsverhältnisse einer gefeßlichen Regeberathung und die Namensänderung des Vereins soll in der schon 34 Jahre auf einer Stelle arbeitet, ihm aber nach und lung bedürfen. Sie verpflichten sich darum, bei der Beschaffung von nächsten Bersammlung zur Verhandlung kommen. Sodann wurde nach der Lohn so gekürzt wurde, daß er jetzt nur noch 36 Mart statistischem Material, der von der Erhebungskommission verauszum Schluß auf die von der Gewerkschaftskommission arrangirte Monatsgehalt() bezieht. Der Fall ist für die gabten Fragebogen bei der Beantwortung behilflich zu sein, um ( 1) Matinee, welche am zweiten Weihnachtsfeiertag stattfindet, hin- Harmonieduseler sehr zum Nachdenken geeignet.- Redner er dem Bundesrath den Beweis zu liefern, daß die im gastwirthschaft. gewiesen. mahnte die Kollegen, aus dem Vorgeführten die Lehre zu ziehen, lichen Gewerbe bestehende lange Arbeitszeit auf die Gesundheit Eine öffentliche Versammlung der im graphischen daß, um die vor 8 Jahren durch die Macht der Organisation der betreffenden Arbeiter schädlich wirke, was dem Bundesrath Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeite errungenen Pofitionen, aus welchen man durch die Fabrikanten durch Anwendung des§ 120e Abfaz 3 der Gewerbe- Ordnung rinnen tagte am 14. Dezember im Böhmischen Brauhause. nach und nach verdrängt worden sei, wieder zurückzuerobern, es zu verhindern möglich ist und deshalb gefordert wird. Der Reichstags- Abgeordnete Legien- Hamburg hielt den auf- nur ein Mittel gebe und zwar dieses, den Schlendrian von sich Die Stuckateure hatten am Sonntag, den 17. Dezember, mertfam Zuhörenden einen mit vielem Beifall aufgenommenen zu werfen und sich wieder mehr als bisher um die Organisation für den Norden eine Versammlung einberufen, um die Kollegen Vortrag über:„ Die Gewerkschaftsorganisation im Emanzipations- zu schaaren.( Beifall.) An das Referat schloß sich eine aus der nördlichen Bororte ebenfalls zur Organisation heranzuziehen. fampf der Arbeiterklasse". Nachdem Redner eine sehr treffende gedehnte Debatte. Lange machte dem Vertrauensmann daraus Kollege F. Grüneberg schilderte unter anderem in seinem Kritit der heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse gegeben, tam einen Vorwurf, daß er diese Versammlung nicht schon vor Neferat, wie gefährlich es auch für das Publikum sei, wenn die er des Näheren auf die Gewerkschaftsbewegung zu sprechen. einigen Wochen bei besserer Geschäftskonjunktur einberufen habe. Unternehmer die Rüstung nicht von den bazu bestimmten BerDem Bestreben der befizenden Klaffe gegenüber, welches darauf Jetzt fei nichts zu erreichen und sollten die Kollegen höchstens fonen, sondern durch die Stuckateure bauen ließen, um das hinausgeht, die Lebenshaltung der Arbeiter immer mehr zu ver auf die Verweigerung von Ueberstundenarbeit bedacht sein, damit Rinko von sich abzuwälzen. Zu bekämpfen sei ferner die Lichtschlechtern, haben wir die Aufgabe, die Massen aufzuklären, und wo irgend angängig, mehr Leute eingestellt, mindestens aber arbeit, die von den Putzern noch vielfach geleistet wird. In der hierzu sollen unfere Organisationen, politische sowohl wie geber 25proz. Lohnzuschlag gezahlt werde. Wiesenthal erblickte Diskussion nahmen die Arbeitsverhältnisse der Firma Isch prota, wertschaftliche, dier en. Beide müssen Hand in Hand arbeiten, die Ursache des Rückganges der Organisation in den hohen über welche früher schon mehrfach geklagt wurde, einen breiten sich gegenseitig ergänzen. Der Behauptung von einer Seite, daß( Woche 10 Pf.?) Beiträgen des Verbandes, welche faſt Raum ein. Die Vertrauensleute wurden beauftragt, gegen den die Macht der Gewerkschaften bei der Konzentration des Kapitals ausschließlich der Arbeitsnachweis verschlingt.( Widerspruch.) Serrn Wölfel, welcher sich besonders in dem Kampfe gegen seine Grenzen habe, bestreitet Redner. Sind die Kapitalien in äther wünschte, daß die Beiträge eher erhöht als erniedrigt Sie Arbeiter hervorgethan hat, in geeigneter Weise vorzugehen. wenigen Händen, und dadurch größere Arbeitermassen mehr zu würden. Die Nothwendigkeit des Arbeitsnachweises werde bisher Zum Vertrauensmann für den Norden wird Kollege Weich ſammengedrängt, fo läßt sich weit Lichter eine Organisation be- vom Groß der Berliner Metallarbeiter noch immer anerkannt. brodt, Rielerstr. 18, und zu Revisoren für denUnterſtüßungsfestigen, erfolgreicher ein Kampf durchführen. Beweis sei der englische Die Grörterungen, welche diesen betreffen, gehörten übrigens in fonds die Kollegen Daste, Morche und Papst gewählt. Bergarbeiterstreik. Kein Grund liegt vor, nach einer Niederlage die Generalversammlungen des Verbandes und nicht in eine der Organisation fernzubleiben. Diejenigen, welche feiner Ge- öffentliche Bersammlung; dort ließen sich aber gewöhnlich die Weißenfee. Am 10. Dezember tagte hier im Prälaten eine wertschaft angehören, dürfen am allerwenigften behaupten, Anhänger der freien Individualität nicht blicken. Organisiren öffentliche Versammlung für Frauen und Männer in welcher Gewerkschaften nützen nichts. Gewerkschafts- Organisationen fei durchaus nöthig, um im nächsten Jahr gerüstet zu sein. Frau Reimann ein sehr beifällig aufgenommenes Referat hielt. erziehen die Indifferenten zum politischen Kampf, politische( Beifall.) Schwarz polemisirte im Sinne Wiesenthal's In der Diskussion wendet sich der Anarchist Frouböse gegen die Organisationen stehen hinter den Forderungen der Gewerk- gegen Mäther, und trug die Geschichte feiner Entlassung bei Ausführungen der Vortragenden, während Genosse Mai sich im schaften, eine ist eben ohne die andere nicht denkbar.( Lebhafter der englischen Telegraphengesellschaft vor, wobei er dem Verband Sinne des Vortrages ausspricht. Nach Schluß der Versammlung Beifall.) Fräulein Baader wendet sich gegen die Meinung den Vorwurf machte, er habe ihn und weitere acht Mann, die fand geselliges Beisammensein statt. des Referenten, daß die Konzentration des Kapitals nicht unter sich mit ihm solidarisch erklärten nicht genügend unterstützt. Der Mariendorf. Am 13. d. M. fand hier eine öffentliche Umständen eine Schwächung der Gewerkschafts- Bewegung herbei- Arbeitsvermittler des Verbandes, Genosse På hold, vertheidigte Volksversammlung statt. Der Rechenschaftsbericht den der Verführen könne. Dem Kapitalisten kommt die große Zahl un- den Vorstand gegen derartige Unterstellungen. Nachdem die acht gelernter Arbeiter zu gut, welche mit immer vollkommener Kollegen die Arbeit selbst niedergelegt hatten, fonnte der Bor: trauensmann gab weist einen Bestand von 35,10 M. auf. Bur werdenden Maschinen ebenfalls leistungsfähig arbeiten können. stand nicht mehr vermittelnd eingreifen. Hätten sie vorher und Prüfung der Richtigkeit desselben, wurden die Genoffen Hollmach, Angesichts der Thatsache, daß alle größeren Streits in legter rechtzeitig Meldung gemacht, dann wäre unbedigt Rücksprache Krüger und Sopp zu Revisoren gewählt. Hierauf referirte der Zeit zu Ungunsten der Arbeiter ausgefallen sind, muß nach einer mit dem Fabrikanten vor sich gegangen und auch womöglich von einer Diskussion des beifällig aufgenommenen Vortrages anderen Kampfesweise gesucht werden. Nach dem Schlußwort des ihre Entlassung zurückgenommen worden. Der Verband habe wurde Abstand genommen und einer Refolution zugestimmt, die Referenten, der nochmals ausführlich auf die englische Bergarbeiter- bisher jederzeit seinen Mitgliedern den nothwendigen Schuh ge- ihr Einverständniß mit dem Vortrag ausspricht. Nach einem bewegung zu sprechen fomnit, nimmt die Versammlung eine im währt. Nachdem noch weitere Redner zu dieser Sache ge Sinne des Referats gehaltene Resolution an. Hierauf gab der Kollege sprochen hatten, gelangte schließlich eine Resolution zur An- Bericht der Lokalkommission wurden folgende Genossen in die Sillier den Bericht über den Stand des Streits in Branden- nahme, wodurch sich die Anwesenden für den Anschluß an den Kommission für Tempelhof gewählt: Gaebe, Wende, Grusdorf und Suchland. Untet Verschiedenem beantragt Gaede den burg. Redner erklärte, daß derselbe als verloren gegangen gelten Verband erklärten. Boykott über das Lokal Teichert in Tempelhof aufzuheben und müsse, da einerfeits feine Mittel mehr zur Verfügung waren, Eine Protestversammlung gegen die geplante Neu- nur das Lokal von Käthner( früher Tillmann) gesperrt zu halten. andererfeits die Streifbrecher ein Weiterführen des Streites ver- uniformirung halten die Berliner Droschfentutscher zum 15. De Dem stimmte die Versammlung zu.blo hinderten. Eine moralische Niederlage sei dem Unternehmer doch zember einberufen. Genosse Rohrlack führte in einem beigebracht worden, von Woche zu Woche sind die Aftien der Ge- wirkungsvollen Vortrage den Anwesenden vor Augen, wie im sellschaft heruntergegangen und von 89 auf 54 M gefallen, auf Fuhrgewerbe, ebenso wie bei allen anderen, die Kapitals- chönweide und Johannisthal, welche am Sonntag, grund diefes Streifes fei es auf Jahre hinaus total unmöglich, tonzentration und damit eine steigende Ausbeutung der Arbeiter den 17. Dezember, bei Bischof, Baumschulenweg, tagte, nahm den Aktionären Dividende zu zahlen. Hier us sei zu lernen, vor sich geht. Die Mehrzahl der Fuhrherren zahit heute nur durch das Eingreifen des überwachenden Beamten ein vorzeitiges daß ein Streit, der länger dauere, wie einige Wochen, doch ge- noch 1 M. Tagelohn und 25 pGt. der Einnahme und das für Ende. Die Genossen, welche mit ihren Frauen sehr zahlreich erwonnen werden fönne. Hatte man auch aus angeführten eine 14 stündige Arbeitszeit in Wind und Wetter! Zu Allem Genossen Glze, entgegen, wonach die Einnahme 487,40 m. beträgt. ſchienen waren, nahmen den Bericht des Bertrauensmannes, Gründen die Waffen strecken müssen morali tommt noch der Tarameter mit dem berühmten weißen Lackhut, # durch die Die Parteiverfammlung für Treptow, Niederfcher Sieg doch errungen worden. Kollege Albrecht erwähnt der den Kutscher zu einem wandernden Reklamefchild für die Diverse Ausgaben sind 284,30 M., an die Parteikaffe abgeliefert noch einmal fürs bie Ursachen des Streiks und hebt die voll- Tarametergesellschaft degradirt. Abgesehen davon, daß derselbe 192 M., so daß ein Bestand von 11,10 M. zu verzeichnen ist. ftändige Einigkeit unter den Kollegen und Kolleginnen beim Bewegen feiner Farbe unpraktisch ist, muß auch hiergegen deshalb Genosse Elze wurde als Vertrauensmann wiedergewählt und ginn desselben hervor. Seit Beginn des Streits haben die protestirt werden, weil, falls der Hut im Besitz des Fuhrherrn die Genossen Wagner, John und Schiefke zu Revisoren, Unternehmer eingestandenermaßen noch keine ruhige Stunde ge- bleibt, durch den öfteren Wechsel des Personals Krankheiten durch sowie Noat, Kordes I und Elze zu Lokalkommissions- Mithabt; heut feien fie froh, wieder gelernte Arbeiter zu bekommen; denselben übertragen werden können; ebenfalls muß energischer gliedern bestimmt. Die Versammlung batte schon eine noch feien nicht alle Maschinen besetzt. Eine Aenderung der Protest erhoben werden gegen den geplanten neuen Mantel, den Stunde getagt und die beiden lezten Punkte der Tages Arbeitszeit der Lithographen( von Licht zu Licht) habe die Tagameter Gesellschaft Polizeibehörde ordnung, Vortrag des Reichstags Abgeordneten 3ubeil der stattgefunden. Einige Streifbrecher, denen ein Lohn nächstens den Kutschern aufzwingen will.( Stürmischer und Fortsetzung des Berichts über den Rölner Parteitag, zutheil wurde, wie ihnen solcher wohl nie wieder in Un: Beifall). In der Diskussion wurde das Gebahren follten erledigt werden, als der überwachende Gendarm betracht ihrer Leistungen geboten wird, haben freiwillig die der genannten Gesellschaft einstimmig verurtheilt. Schließ- plößlich das Ansinnen an den Vorsitzenden ſtellt, bie Frauen aus Arbeitspläge verlaffen. Auf Anfrage des Kollegen Sentel lich verlange man von den Kutschern, die heute schon ohne dem Saale zu weifen! Trotzdem der Vorsitzende, Genosse gicbt Rollege Gillier dahin Bescheid, daß jezt noch wöchent die Mitarbeit ihrer Frauen nicht existenzfähig sind, daß dieselben in welcher ausdrücklich bie Anmeldung einer Bersammlung für Pietsch, auf die Bescheinigung des Amtsvorstehers hinwies, lich 540 Mark an Ausständige bezahlt werden müßten, unter in Frack und Lackstiefeln auf dem Bocke ſizen sollen. Da von Männer und Frauen bestätigt ist, und der Genoffe Zubeil lchteren befinden sich 35 Lithographen und Drucker, die übrigen einigen Rednern dem Verein, bezw. dem Komitee der Berliner fich bemühte, dem Vertreter des Gesetzes feine eigenthümliche Männer und Frauen bestätigt ist, und der Genoffe Zubeil find Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Kollege Albrecht be- Droschkenfutscher Lässigkeit in Verfolgung dieser Angelegenheit Turbet, daß der Streitbrecher, welcher als Oberdrucker in der vorgeworfen war, so wurde von Seiten der Kollegen Schütte und Stellung zum Vereinsgefez klar zu machen, blieb er bei der Fabrik angestellt war, diese Woche sich aus dem Staube gemacht Schneider festgestellt, daß schon vor Wochen eine darauf bezüglakonischen Erklärung: Das geht mich alles gar nichts habe. Nachdem einige Redner für folgende Resolution plaidirt liche Petition an das Polizeipräsidium abgegangen sei. Weil an." Als der Borfizende nunmehr dem Genossen Zubeil bas hatten, wurde diefelbe einstimmig angenommen:" Die heutige hierauf keine Antwort erfolgt ist, habe man sich beschwerdeführend Wort ertheilte, löste der Beamte kurzerhand die Versammlung auf. öffentliche Versammlung der graphischen Arbeiter und Arbeite- an den Minister gewandt, doch auch von dieser Stelle sei bis Einigen Genossen, welche sich sofort zum Landrathsamte berinnen hat nach den Ausführungen des Referenten Sillier die heute noch kein Bescheid ertheilt. Einstimmig wurde hierauf gaben, wurde der Bescheid, daß man dort die Auflösung für leberzeugung gewonnen, daß der mit außerordentlicher Umficht und folgende Resolution angenommen: ungerechtfertigt ansehe; wie der Amtsvorsteher darüber denkt, Energie geführte Streit der Steindrucker, Lithographen und Berufsgenoffen in Brandenburg infolge der fehlenden materiellen Mittel Referenten einverstanden, und protestirt energisch gegen die PoliDie 2c. Bersammlung erklärt sich mit den Ausführungen des weiß man nicht. und des leider geringen Solidaritätsgefühls derjenigen, welche zeiverordnung bez. der Zaxameterbroschten. Die Anwesenden sich als Streitbrecher hergaben, für beendet erklärt erklären, den weißen Hut sich zum 1. Januar nicht anschaffen werden mußte. Der heldenmüthige Kampf der Streifenden, zu wollen, sondern lieber auf den Betrieb der Taxameterdroschten wie die Oferwilligkeit der Arbeiter Deutschlands und zu verzichten. darüber hinaus, haben bewiesen, daß dieser Kampf Die Gastwirthsgehilfen, Köche und Berufsgenoffen ein gerechter war. Wenn die Streifenden auch der Aktiengesellschaft scheinbar unterlegen find, so sehen wir doch in dem un- batten am 15. Dezember eine öffentliche Versammlung, in der fireitig moralischen Sieg der Streifenden nur einen Waffen zum ersten Punkt der Tagesordnung Genoffe Pözich zu der Frage Wie stellen sich die Gastwirthgehilfen zu einem allstillstand, um den Kampf zu gelegener Zeit mit verstärkten Kräften referirte: wieder aufzunehmen. Die Versammlung verpflichtet sich, die gemeinen Kongreß der im Gastwirthsgewerbe Angestellten?" Eammlungen fortzusetzen, um die ausstehenden Kollegen auch Redner bemerkte, daß gegen den Vorschlag, den Kongres in Berlin abzuhalten, fich faum noch ein Widerspruch erheben ferner unterstüßen zu können." werde. Er sprach sich dann dafür aus, daß zu dem Kongreß Die Mechaniker, Optiker und verwandten Benur Kellner, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung rufsgenossen hielten am 14. Dezember im Louisenstädtischen stehen, eingeladen werden; die" Elite"-Vereine würden ja doch Kenzerthaus eine öffentliche Versammlung ab. Ohne sein Wissen einem von unserer Seite ergehenden Rufe keine Folge leisten. war Reichstags- Abgeordneter Legien vom Einberufer als Ne Auf der Tagesordnung werde leider die Organisationsform eine ferent arsersehen worden; der angefegte Vortrag über den Werth Hauptrolle spielen. Des Weiteren werde es sich handeln um die Der Gewerkschaftsorganisation mußte jedoch ausfallen, da Legien Grörterung der Lage der Gastwirthsgehilfen, um die Agitation am selben Abend in einer Versammlung der im graphischen Ge- und um die Schritte, die zu thun sind, die Lage der Kollegen zu werbe beſchäftigten Berſonen referirte und im legten Augenblick verbessern,&. B. Gorberung, eines Gefeges, zum z. zum Schuße ein Erfaß sich nicht finden ließ. Kollege Biegler besprach den der Gastwirthsgehilfen. Bezüglich der Form bemerkt Redner, 2. Punkt der Tagesordnung: Die Mißstände in unserer Branche." daß er weder enragirter Zentralist, noch berartiger Die vor einiger Zeit vom Berliner Metallarbeiter- Verband heraus- Lokalist fei; er halte persönlich jedoch wegen der Behinderung gegetenen Fragebogen zweds Aufnahme einer Statistik geben der Kellner, in Arbeiterbildungsvereine oder Arbeiterbildungsbart ber Aufschluß. Die Arbeitszeit dauert im Allgemeinen( oder schulen zu gehen, die lokale Organisation für erforderlich, weil soll dauern) 9 Stunden, bei der Firma Welles, Engel- Ufer 1 die Gewerkschaft den Kellnern auch die sozialpolitische Aufnech 10 Etunden, jedoch werde überall bei Bedarf nach Feier- flärung gewähren müsse. Bisher habe sich auch das Vertrauens cbend und des Sonntags gearbeitet ohne daß dafür der seiner männer- System bewährt. Die Diskussion brehte sich hauptsächlich Leit errungene 25 pet. Lohnzufchlag gezahlt werde. Bei darum, ob ein Kongreß aller oder nur ein Delegirtentag der U Gebüber Nagle, Waldemarstraße, erfreuen sich die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden dort beschäftigten Arbeiter der sogenannten englischen Kellner zusammenberufen werden soll. Die Versammlung sprach Arbeitszeit mit einer einhalbstündigen Mittagspause, jedoch fich einstimmig dafür aus, daß ein Kongreß nach Berlin im nur solange, als wenig zu thun ist. Drängt eine Bestellung, nächsten Frühjahr einberufen wird. Es wurde hierauf noch eine so muß bei eben dieser halbstündigen Bause 12, 14 und selbst Weile die Zulaffungsfrage debattirt. Während die einen, welche 16 Stunden gearbeitet werden, ohne daß auch nur der geringste dem Referenten zustimmten, den Kongreß zum Ausbau der auf ollo Literarisches. M Von den im Verlage von J. H. W. Diez in Stuttgart er scheinenden beiden naturwissenschaftlichen Werken Die Pflanzenwelt" und„ Die Thierwelt" von R. Bommeli ist soeben Lieferung 18, 19 und 18a, 19a erschienen. Heft 18 der Pflanzenwelt enthält die Farbentafel Insektenfressende Pflanzen im Torfmoor"; ebenso enthält Heft 18a der Thier welt die Farbentafel Giftschlangen". Die beiden reichilluftrirten Werte sind jedem, der sich für die Naturwissenschaften interessirt, auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Preis pro Lieferung 20 Pf. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Are beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diez' Verlag) ist uns foeben die Nr. 25 des 3. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Besten Dant für die Quittung, Herr Minister! Die Tabat- Fabrikatfteuer. Die steigende Betheiligung der Frauen an Verbrechen gegen das Eigenthum. Bur Lage der Holzarbeiter und Holzarbeiterinnen auf dem Kamme des Erzgebirges. Feuilleton: Eine Nacht in dem Asyl für obdachlose Frauen in der Rue St. Jacques in Paris. Von Angéle Devancaze. Schluß.) Attalea principes. Märchen von W. Garschin. Aus dem Russischen von Julie Romm. Arbeiterinnen- Be wegung. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis ber Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Beitungsliste für 1893 unter Nr. 2609) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Kleine Notizen. Arm und Neich. Der Arbeit ABC. Ein lehrreiches Bilder buch für fleine und große Kinder. Berlin( Pankow). Verlag von A. Hoffmann. L Grösstes Manufactur- und Mode- Waaren- Haus des Ostens 5519L Grüner Weg 32 M. Löwinsohn( nh. L. N. Jacob) Grüner Weg 32 Verkauf nur gegen Baar. Streng feste Preise. !! Achtung!! Motto: Großer Umsatz, Kleiner Nutzen. Um dem geehrten Pue olifum den Weihnachtss eintauf zu erleichtern, verkaufe ich meine selbstgefertigten Schuhwaaren äußerst billig. Herren Schaftstiefel 0 von 6 M. an, Herren- Zugft. v.5M.an, Damen- Bugstiefel von 4 M. an, Kinder- Schuhe u.-Stiefel v. 0,40 M. an. Reichhaltiges Lager v. Herren-, Damen- und Kinder Hausschuhen, Filzschuhen u. Pautoffeln in jeder Qualität und 52732* Größe. Damen- und Herren- Gummischuhe, bestes Fabrikat! Nur Oranienstr. 5 3. schlanken beim lieben Gustav. Gegründet 1859. 3983 L* Franz Schulte( Sohn). Schuhmachermftr. Spiel5 Waaren anerkannt billigste Bezugsquelle. Von den billigsten bis zu den feinsten Sachen. 52179* A. Wronkow, Berlin S., Oranienstr. 162. Massen Artikel für Verloofungen u. Bescheerungen. Turin HECH R.HECHT BERLIN Stempelfabrik CG von R. Hecht BERLIN S. Oranienstr. 55 liefert schnell und billig alle Arten Stempel. M. Schäfer, Hollmannstrasse No. 43, Ecke d. Alexandrinenstrasse: Wäsche, Tricotagen, Weiss- und WollwaarenZu Festgeschenken empfehle mein reich assortirtes Lager Don Jugendschriften, Märchenbüchern, Klassikern, wissenschaftlichen Werken. Neuheiten in großer Anzahl stets auf Lager. Billigste Bezugsquelle von sozialistischen Bildern und Haussegen, auch eingerahmt. 5333* L Th. Mayhofer Nachf. Sozialdemokratische Buchhandlung. Berlin N., Weinbergsweg 15 b. Fabrik reeller Schuhwaaren C. Hübner, 13 Rosenthalerstr. 13.[ 5292L* Herr.- Zug- Arbeitsstiefel v. 5, M. an,| Damen- Lederzugstiefel von 4, M. an, do. Zug- Doppels., sch. Faç. 6,50 do. Knopfstiefel. 6,60 do. Schaftstiefel 0, do. Tuchstiefel, schnür. v. 3,75 sowie elegante Herren, Damen- und Kinder- Pelz- und Tuchtiefel, Filz- u. Gummischuhe in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. "" " " " " Für Agitation in Stadt und Land. Sozialdemokratischer Katechismus für das arbeitende Volk. Bon Ludwig Knorr. Preis 15 Pf. 64 Seiten in Taschenformat. 1. Rapital und Arbeit. die Sozialdemokratie. 5. Statistisches. Inhalt: 2. Von der Lage des Volkes. 8. Was will 4. Was über die Sozialdemokratie gelogen wird. 6. Die zehn Gebote des Kapitalismus. 7. Programm der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Für Berlin hat den Alleinvertrieb die Buchhandlung 93 Teppiche, Portièren, Tisch- u. Chaiselongue des Vorwärts" übernommen. Wiederverkäufer erhalten Decken, Plüsch- u. Möbelstoffreſte Engrospreis werden unterm ausverkauft im Engros- Lager Raupachstr. 13, part. I. 5349L* Die GESCHAFTSHAUS S. HEINE besteht seit 1873. Grosse Weihnachts- Messe! Auslage von Neuheiten in Kleiderstoffen Begs für die Frühjahrs- Saison 1894. Ausverkauf von Lagerbeständen für die Hälfte des bisherigen Verkaufspreises. * BERLIN N.CHAUSSEESTR.14 tir Wiederverkäufer. bligste Bezugsquelle 735 b Weihnachts- Verkauf zu aussergewöhnl. billigen Preisen. Cohn's Hosenfabrik Pallisadenstr. 7 u. Landsbergerstr. 41 hat auf Wunsch ihrer Kunden sich jetzt Herren- Anzügen.Herren- Valetots augelegt u. verkauft dieselben im Detail 3u Engrospreisen; außerdem Verkauf zurückgesetter Kinder- und BurschenAnzüge zu Spottpreisen. Auch einzelne Leibchen wid Kniehosen von 1 M. an find immer noch vorräthig. 4857L* Große Auswahl in guter Qualität. Reste und einzelne Roben spottbillig. MusikInstrumente wie Zithern, Geigen, Guitarren, Mandolinen u. s. w. Grösstes Lager Harmonikas jeder Grösse. Spieldosen zum Drehen und selbstspielend( alle mit Arbeiter- Liedern), Schweizer Werke. Musik- Automaten für Restaurateure. Heropkons, Aristons 11. f. 10. Aug. Kessler, Lausitzerstr. 51. Magazin für Haus- und Küchengeräthe PAUL KREBS als praktische und nüßliche Weihnachtsgeschenke empfehle: Fleischhack- und Wringmaschinen, Brotschneide- und ReibeMaschinen, Küchenwagen, Schirmhänder, Ofenvorseher, Kupfer- und Messingkessel, Hanapotheken, Gewürzschränke, Servirbretter mit u. ohne Einlage. Nickelplattirte kaffee- u. Theeservice, Thechenel in Nickel u. Emaille. Nickelplattirte Tablettes u. Brothörbe. Schlitten u. Schlittschuhe. KinderHobelbänke, Laubsägekäften, Solinger Stahlwaaren. Neu! Der Weihnachtsmann. Neu! Weihnachtsbaumfuss mit Wasserbehälter, 10 Kilo schwer, vermeidet das Umfallen des Baumes, die Feuersgefahr sowie das Abfallen der Nadeln. Neu! Weihnachtsbaum- Schraubleughter! Neu! Kochmaschinen, Werkzeugkasten, Zinnsoldaten. Emaillewaaren zu Fabrikpreisen. Nr. 42 Grüner Weg. Berlin O. Grüner Weg Nr. 42. Möbel- Tischlerei u. Lager Polster- und Dekorations- Werkstatt August Herold, Tischlermeister 8384 Oranienstr. 83/84 Berlin SW., 8384 Oranienstr. 83/84 zwischen Alexandrinen- und Alte Jakobstrasse. Eigene Tischlerei. Eigene Tapezierwerkstätten. Verkauf nur gegen Cassa ohne Zwischenhandel zu Werkstattpreisen. Billige aber feste Preis sehr hohen Rabatt. Bu Weihnachtsgeschenken empfehle ich folgende Erscheinungen meines Verlages: Märchenbuch für die Kinder des Proletariats. Ster druckbildern in elegantem Einband mit 5 Bunt Preis I Mark. Spigel auf Reisen. Ein neues Gesellschaftsspiel. Preis 75 Pf. Gekrönte Häupter. 1-5. Glegant gebunden. Preis 1,50 Mk. 5346L Hans Baake, City- Passage. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplag größtes Lager Berlins. Muster bücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle Kinderwagen, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Eager Berlins habe. F. Metzner. August Schulze AS. 35, 35 Goldarbeiter 1 Tr. Kommandantenstr. 1 Tr. Trauringe: massiv goldene Ringe, Ketten, Korallen, Bitte auf Haus2 Dukaten 21 M. Motto: Die Granaten etc. No. zu achten. Das Bette ist das Detailverkauf sämmtl. Sorten Billige. Schund ist für jeden Preis zu theuer. Roh- Tabak Uhrenfabrik Rud. Völcker& Sohn, von C. Jägermann Gegründet 1866. Nachfl., Berlin W., Friedrichstraße 77, nahe Jägerstraße, verkauft u. versendet unter reeller dreijährig. Garantie ihre anerkannt besten Nickel- Remontoir- Uhren, Marke Diogène( Gingetr. Fabrikm.) mit Sekunden- Mk. 12. zeiger Silb. Cylinder- Remontoirmit Goldrand, auf sechs Eteinen gehend, Marke Mk. 20. Teutonia do. auf 10 Steinen gehend, Marke Jägermann, beste Mk. 25. silberne Remontoir- Uhr 14 karät. goldene DamenRemontoir- Uhren, starke Gehäuse, solide Uhr, auf Mk. 36. 10 Steinen gehend do. do. in elegantester Ausfüh- Mk. 45-200. rung von Goldene HerrenAncre- Uhren ( Präzisions- uhr) Mk. 60-1000. Regulateure Köpnickerstr. 45.[ 681b m.kleinen Teppiche Webefehl. Sopha- Grösse 5, 6, 7, 8-10 M, Salon- Grösse 12, 15, 20-50 M. Portièren 3, 4, 5, 6-10 M. Bettvorleger à Stück 1,00, 1,50, 2,00, 3-5 M. Läuferstoffe 0,50,0,60-1,50 M. Tischdecken 2, 3, 4, 5-10 M. Steppdecken 4, 5, 6, 7-10 M. Fabrik A. Michaelis, Berlin, Friedrichstr. 7, am Belle- Alliancepl Ausverkauf wegen Aufgabe des Geschäfts. Mache ergebenst auf meinen reellen Ausverkauf nur selbst= gefertigter Schuhwaaren aufmerksam, und bitte das geehrte Publikum bei Bedarf um gütigen Zuspruch. Franz Schulte, Schuhmachermeister, Alte Jakobstr. 48a. Vollständiger Ausverkauf! Leipzigerstr. 91, 1 Treppe, nur bis 15. Januar. Jaquets, reich garnirt, 7,00 M., Jaquets in großartigster Ausführung 12,50 Mart. Seidens plüsch Jaquets bisher 60,00 Mart, in 28,00 Mart, lange WinterBesichtigung der Lagerränmeerwünscht. Illustrirte Musterbücher kostenfrei.. Compl. Wohnungs- Einrichtungen von 333-3000 M. Solideste Preise. Sauberste Ausführung. Reelle Bedienung. 181 Müllerstrasse 181. 5307L in 100 verschiedenen Mk.12-35. Musteru, nussbaum polirt, 14 Tage gehend . 5344L* Jede Uhr ist auch nach Ablauf de, Bjährigen Garantiezeit ein zuverlässiger Zeitmesser. Illuftr. Preis- Courant gratis u. franto. Feste Preise. Mode- Waaren- aus M. Grünberg am Weddingplatz. = Patetots sonst 80,00 m., jest 10,00 m., Capes in herrlicher Ausführung früher 30,00 M. jetzt 12,50 M. Wintervisites mit Pelz und Federbesatz sonst 25,00 M., Abendräder in allen Farben, bisheriger jekt 7,00 m., Hunderte Straßen- und Regenmäntel 4,50 nur Leipzigerstr. 91, Preis 80 M., jett 20-36 M., 200 1 Treppe. 50909* 181 Müllerstrasse 181. Der Ausverkauf des gesammten Waarenlagers dauert bis Ende Dezember dieses Jahres. Verkauf nur gegen Baar zu streng festen Preisen. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.