Nr. 298. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Biertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pig. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Deiterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Bost- Zeitungs- Breisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Veritzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müsien bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Geftagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Eernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. 20 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 20. Dezember 1893. Weihnachtliche Sozialreform. 著 " 9 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. zugelassen werden sollen, wenn sie nicht in diejem kläglich fiel die Begründung der Interpellation durch Mit einer Jahre für Heiligabend und Sylvester Giltigkeit den Antisemiten Häuptling Werner aus! Es hat gewirkt, was wir unter gleicher Ueberschrift gewinnt." Die Gelehrten der„ National Zeitung" aber, verschämten Verwahrung dagegen, daß er und seine in der vorigen Woche über die Schamlojigkeit jener Unter die das Ausbeuterthum in der fachlichen" und" ruhigen" Freunde vom Profitthum die taufmännische Sonntagsruhe nehmergruppen ausführten, welche gerade während der Nüance vertreten, theilten sich die gewonnenen Mehrstunden im Allgemeinen antasten wollten, begann er. Was war seligen, fröhlichen Weihnachtszeit" die kaufmännische Sonn- bereits auf die beiden Sonntage ein; fie ließen durchblicken, aber die ganze Interpellation anders, als der Versuch, ein tagsruhe vollständig aufgehoben, die unbeschränkte Aus- daß man es so machen werde: man werde in zwei Mittags- neues Loch in den ohnehin schon durchlöcherten Schuh der mugung ihres Ladenpersonals als Prinzip der christlichen" stunden, in denen doch Nichts herauszuschlagen sei, in den Ladenangestellten zu stoßen? Und mit einem verschämten Feiertage erklärt haben wollten. Diejenigen Reichstags- Stunden von 12 bis 2 Uhr die Läden schließen; dafür könne Hinweis auf die Gegnerschaft der Sozialdemokraten schloß Abgeordneten, die sich zu Wortführern jener Schamlosigkeit man dann schinden nach Herzensluft bis 10 Uhr Abends. der Interpellant; seht, was wir für staatserhaltende Elemente durch Unterzeichnung einer Interpellation gemacht hatten, Die Nationalliberale Korrespondenz" schlug, im Vorgefühl sind, wenn die ft Sozialisten uns auch hier bekämpfen find am Montag wie die begossenen Pudel untergekrochen, der befriedigten Unternehmerivonne bereits einen nachfichtig, so endete er würdig seine Rede. Aber es half ihm nichts. als sie vor der Deffentlichkeit ihr sauberes Handwerk aus wohlwollenden Ton gegen die Verfechter der Weihnachts. Die Gesellschaft dieser schäbigsten aller Ausbeuterkliquen üben sollten. Sie hatten sich gerühmt, daß An- ruhe an. Sie schrieb:„ Die Anregung ist eben ohne jede war der Regierung doch zu kompromittirend. Andererseits von politische Tendenz lediglich aus praktischer Fürsorge für durfte es Herr v. Boetticher natürlich mit den Unternehmern gehörige aller Parteien" zu ihnen gehörten, den Antisemiten, Freifonservativen über die National- viele ohnehin schwer kämpfende Erwerbszweige hervor- nicht verderben. Und so zog sich die Regierung auf die Gleichwohl erhebt sich von konservativer, rein formelle Seite der Sache zurück. Die Polizeiliberalen bis zu den sogenannten" Freisinnigen". gegangen. die möchten sich die Ganz recht: Das geflügelte Wort von der einen reaktio- tleritaler und namentlich sozialdemokratischer Seite ein behörden sind zuständig, an nären Masse" war dadurch wieder einmal recht deutlich geradezu leidenschaftlicher Widerspruch, von ersterer Seite Freunde der Ausnahmen wenden. Natürlich stünde es illuftrict worden; denn wo das Unternehmerinteresse und aus religiösen Gründen einer übertriebenen Sonntags- ja sehr wohl bei der Regierung, eine Anweisung an die der Geldbeutel anfängt, da hören alle bürgerlichen Partei heiligung, von letterer aus dem Gesichtspunkte einer falsch Polizeibehörden dahin ergehen zu lassen, daß für die Weihin den Geschäften nachtszeit die ganze Nacht auch an den Sonntagen zum unterschiede auf, und nur die Sozialdemokratie stand außer verstandenen Fürsorge für die in halb des unsauberen Bündnisses als einzige Verfechterin Angestellten. Wir hoffen gleichwohl, daß die Verkauf freigegeben werde. Wenn es der Regierung nüzlich Der Arbeiterinteressen. Speziell die antisemitische Führung Behörden den wohlthätigen 8 med dieser erscheint, hat sie schon ganz andere Anweisungen in die Und die Gefeße hineininterpretirt und sie den Unterbehörden sehr und Begründung der Interpellation war ein Schauspiel Anregung anerkennen werden." für Götter; daß sich Rickert und Konsorten dieser eblen Magdeburger Beitung" ftellte jedenfalls, auch für den nachdrücklich zur Nachachtung empfohlen. Aber diesmal Führerschaft bedienten, wieviel Geelenkampf im Interesse Fall, daß sich die Regierung ablehnend verhalte, ein war ihr die Berufung auf die angebliche formelle Unmögdes Geldsacks mag es ihnen gekostet haben. Sie überwanden fürchterliches Strafgericht, eine Debatte großen Styls in lichkeit bequemer. Herr von Bötticher machte ja auch eine ihn zum Ruhme des Kapitalismus, und sie trugen ihren Lohn Aussicht; fie drobte: Wie aber auch die Antwort aus kleine Abschweisung, auf das sozialpolitische Gebiet baziy davon: sang- und klanglos verschwand die Interpellation nach fallen möge, jedenfalls wird sich an die Anfrage eine Er- nöthigte ihn die stetig wachsende Gehilfenbewegung, die bei den einer sehr zahmen Antwort des Allerweltsministers Boetticher örterung knüpfen. Es ist den Fragestellern darum zu thun, jämmerlichen, von der Reichsenquête in den Ladengeschäfte im Orfus, und mit welch' ganz anderen Erwartungen einmal der wachsenden Mißstimmung über das Sonntags aufgedeckten Zuständen, bedrohlich" zu werden anfängt und die e waren die edlen Rumpane in die Arena gezogen! ruhe- Gesetz überhaupt und besonders über die Ausführungs- bereits fertig gebracht hat, daß man über den Handlung Voran als Fahnenträgerin des kapitalistischen Aus- bestimmungen im Lande Ausdruck zu verschaffen. Vielleicht gehilfen als Diener" nicht mehr einfach zur Tagesordnung beuterthums die Voss. Ztg." Wenige Stunden vor der kommt es auch zu Mittheilungen über den ganz außer hinweggehen kann. Daher die Wendung des Staatssekretärsm Reichstagsverhandlungen schrieb sie noch:" Gerade in diesem ordentlichen materiellen Schaden, der der Geschäftswelt Wir haben es nicht aus dem Auge gelassen, daß wir fü Jahre kann die Bedürfnißfrage billiger Weise nicht ver- durch das Sonntagsruhe- Gesetz schon jetzt erwachsen ist." die Sonntagsruhe der Gehilfen sorgen müssen." Wir neint werden. Denn taum jemals haben die Ladeninhaber So schüttelten sie die Löwenhaut vor dem Montag und quittiren im Namen der zielbewußten Gehilfenschaft über mit ungünstigeren wirthschaftlichen Verhältnissen zu kämpfen am Montag, als die versuchte Einschüchterung nichts ge- dieses Sugeständniß. Aber das war ja nur so nebenbei gehabt. Andererseits sind der Tag vor Weihnachten und holfen hatte, als Regierung und Reichstag kühl bis ans Wie leicht hätte sich an die formellen Ausflüchte des Staats der Sylvester diejenigen Tage des Jahres, an denen sich im Herz hinan der großen Dinge warteten, die da kommen sekretärs eine Debatte im Sinne der profitwüthigen Inter Kleinhandel die größten Umjäge zu vollziehen pflegen. Wenn sollten, da kamen die Efelsohren unter der Löwenhaut zum pellanten knüpfen lassen; der Reichstag sollte sich ja na zu erwarten ist, daß der Reichstag möglich ft Borschein und die Muthigen wählten der Tapferkeit befferes der Bossischen Zeitung" der Interpellation einmüthi einmüthig fich der Interpellation anschließt, Theil, die Vorsicht. Sie ließen den Antisemiten die zweifel- anschließen", und wo fonnte sich die ,, wachsende Mißstimso wird die Reichsregierung noch einmal die Angelegenheit hafte Ehre, die Interpellation wegen Ausdehnung der mung", von der die Magdeburger Zeitung" so eindringlich prüfen müssen und sie wird dann nothwendig zu einem günstigen Ladenstunden zu begründen", sie nahmen die aus formellen gesprochen hatte, besser äußern, als in einer recht lebhaften Ergebniß kommen. Wir wüßten nicht, wozu die Bestim- Gründen ablehnende Antwort der Regierung als verdienten Diskussion? Sie schwiegen aber von Richter bis Stumm, mung in der Gewerbe Ordnung nüße ist, daß für einzelne Backenstreich geduldig hin und sie waren heilfroh, als Nie- feiner wagte vor dem Andern den Antrag auf Besprechung nur hinterher Sonn- und Festtage, an welchen örtliche Verhältnisse einen mand aus dem Hause die Besprechung der Interpellation der Interpellation zu stellen, und erweiterten Geschäftsverkehr erforderlich machen, Ausnahmen beantragte- so verlief der großartige Vorstoß. Und wie schimpft der große Eugen in seinem Leibblatt ,,, daß Nachdruck verboten.] = erfolgt, so verfügen sich alle auf dem kürzesten Wege auf den Schlafsaal, wo sie, faum auf ihren Lagern aus [ Alle Rechte vorbehalten. gestreckt, in einen krankhaft tiefen, unnatürlichen Schlaf sinken. Feuilleton. Betrachtungen über Arbeiter- Kolonien. " " " T befeitigt worden find. Für Kleidungsstücke, die im Reinigungsofen unbrauchbar werden, kommt die Kolonie nicht auf. ff fe § 3. Erklärt er sich hinsichtlich des Arbeitslohnes mit dem ihm vom Hausvater oder dessen Vertretern zugebilligten Lohnsägen znfrieden und entsagt allen Ansprüchen wegen angeb licher Unangemessenheit des Lohnes. Insbesondere erklärt er sich ausdrücklich damit einverstanden, in den ersten 14 Tagen nur für Rost und Obdach zu arbeiten. Die Vorschriften, nach welchen die Kolonisten sich zu richten, athmen den Geist der russischen Reichskanzlei, und beginnen, gleich den gedruckten Vorschriften für Sträflinge und Zuchthäusler:§ 1, sie müssen den Befehlen oder Aufträgen§ 5. Der Hausvater ist jederzeit berechtigt, den Arbeiter Das Mittagessen wird auf einem Dchfenwagen nach ihrer Vorgesetzten unbedingt Folge leisten. Der Arbeiter- zu entlassen, und braucht jener einen besonderen Grund hiergebracht. War das Frühstück in der Tasche gefroren, kontrakt, welchen der arbeitslose, auf den Naturalverfür nicht anzugeben. Der Arbeiter hat sich zu bemühen, daß io erfaltet das Mittag unter den Händen". Damit die pflegungsstationen halb verhungerte und verkommene Wanihm außerdem ein gutes Zeugniß mitgegeben werden kann. Komik der Situation zu ihrem Rechte kommt, darf man derer bei seiner Aufnahme in die Kolonie zu unterschreiben den Kontratt aufgenommen, laut welcher der Kolonist sich Die Kolonie zu Rickling hat außerdem die Klausel in nur die neuen" Kolonisten beim Verzehren ihrer Mittags hat, mag allen Jenen als warnendes, abschrecken portion betrachten. Da es zum Niederfißen oder Stehen zu des Schriftstück Schriftstück dienen, die sich veranlaßt finden, verbindlich macht, wenigstens volle vier Monate in der falt, so macht sich jeder, Napf in der einen und Löffel in einmal einer Arbeiterkolonie Leib und Seele anvertrauen Kolonie auszuharren. der anderen befaufthandschuhten Hand, Bewegung; die Einen zu wollen; ich zitive aus dem Kontrakte nur einige ParaDie Handhabung des Arbeiterkontraktes, dessen Paras wiegen sich von einem Beine auf's andere, Andere machen graphen, aus denen ohne Kommentar erhellt, weß Geistes graphen immer und überall auf Willkür und Laune ausmit furzen Edhritten einen Rundgang, die Mehrzahl fällt Kind die Schöpfungen der Arbeiterkolonien sind. laufen, liegt den Brüdern resp. Hausvätern und Inspektoren in einen furzen Trab, so das Essen anslöffelnd oder ausNachdem dem Kolonisten die Hausordnung, Tagesordnung ob, welche in Ausübung ihrer Wirksamkeit dem Gedanken trinkend. Während die alten" Kolonisten sich schon Uebung und die Verhaltungsmaßregeln für die Arbeiter der Arbeiter des Kontraktes gern Raum geben, während das Verhalten im geschickten. Ausweichen angeeignet haben, farambuliren folonie Seyda bekannt gemacht waren, erklärte er, sich denselben seitens der Kolonisten nur Heuchelei und Speichelleckerei sein die neuen" gar zu leicht und nicht vereinzelt wird bei der nach allen Seiten hin zu unterwerfen und verpflichtet sich, unter tann, zu denen er seine Zuflucht nimmt, um Duldung zu Gelegenheit die ganze Portion auf die Erde verschüttet folgenden Bedingungen die Arbeit in der hiesigen Kolonie an- finden. zutreten: zum Gaudium der Feldkrähen, welche sich um die Mittagszeit in der Nähe ansammeln. In dem Versammlungssaal, in welchem sich am Abend die Kolonisten zusammengefunden haben, entwickelt sich bald eine Luft, wie sie bei Leuten zu fein pflegt, die kein Fleisch auf dem Tische sehen und sich faft nur von Brot und Kartoffeln nähren. Nachdem die Abendsuppe mit mehr oder weniger gieriger Haft eingenommen und das Geschäft der Kartoffelschälerei beSeitens endet ist, reiht sich die Abendandacht an. der Kolonisten besteht diese im gedankenlosen, mechanischen Hinhorchen; selbst das übliche Abfingen eines Gesangbuchverses vermag die weihevolle Stimmung weder zu schaffen, noch die allgemeine Schläfrigkeit, welche bei nicht ganz Wenigen als ein unästhetisches Ropfnicken in die Erscheinung tritt, zu verscheuchen. Ist endlich das Signal zum Schlafengehen Die Brüder, Hausväter, Inspektoren rekrutiren sich § 1. Er erklärt hiermit ausdrücklich, daß er, ohne andere aus dem Handwerkerstande und sind Leute, welche rechtArbeit finden zu können, aus Barmherzigkeit in die Kolonie Seyda aufgenommen worden ist und daß er durch seinen zeitig zu der Einsicht gekommen sind, daß sie in ihrem Aufenthalt in derselben teinerlei rechtlichen Anspruch erwirbt, erlernten Handwerke nichts leisten werden. daß er zufrieden ist, wenn er nur für Kost und Obdach arbeiten Der Zubrang dieser Art Leute ist ein lebhafter, fann, und daß Alles, was ihm mehr als dieses gewährt wird, fie überbieten sich in ihren Bewerbungen, sogar mit freie Güte des Borstandes der Kolonie ist. Im Falle er sich der Zusage, billiger zu wirthschaften wie ihre Vorgänger, in irgend einer Weise, wie durch ungebührliches Betragen und welche schon auf Kosten der armen Kolonisten Ersparnisse dergleichen, die Unzufriedenheit des Hausvaters zuzieht, fann machten. Daß die Brüder unter dem ihnen in der er nicht nur jeder Beit entlaffen werden, sondern hat dann Bruder Vorbildungsanstalt umgehängten frömmelnden auch alle ihm freiwillig zugesagten Belohnungen für fleißige Mantel fröstelnd und unsicher tappend, oft auch ein wenig Arbeit verwirkt. § 2, alinea 2. Wenn er die Kolonie wieder verlassen will, fonfus in die Erscheinung treten, ist ihnen in anbetracht ehe er die erhaltenen Kleider verdient hat, so hat er nur An- der mangelhaften elementaren Kenntnisse zu Gute zu spruch auf die Kleider, die er mitgebracht hat, und zwar auf halten. diese auch nur insoweit, als fie früher nicht als unbrauchbar Was die Ausführungen des Kontrattes über Arbeits gefährlich. Der Gestern sagten wir( das ist der„ Vorwärts") bereits: Dupuy und Perier sind von der Vaillant Marchal'schen Sar: dinenbüchse lebendig geschossen worden wie weiland unser verfrachter Hausmeier vom Hödel'schen Sackpuffer lebendig geInallt wurde." Revolver her! General Kirchhoff, der seiner Zeit wegen eines die Tochter des Generals beleidigenden Artikels auf den Redakteur des„ Berliner Tageblattes", a rich, schoß, ist, wie wir schon gemeldet haben, vom Militärgericht zu mehrwöchiger Festungshaft verurtheilt worden. Kirchhoff trat fürzlich die Strafe auf Beweis: Denn der„ Borwärts" hat erklärt, solche gnadigt. eine viel wirksamere Bombe und viel mehr Menschen todt. 14 tägiger Festungshaft vom Raiser beAlso, Behauptung: Die Sozialdemokratie wünschte der Festung Magdeburg an, wurde jedoch nach Attentate geben nur der Reaktion neues Leben. sind zu höflich, um uns darüber weiter zu äußern. Wir man mit der Entscheidung solcher lokalen gewerb die oben wiedergegebene Stelle" vollständig, ohne ein Wort lichen Fragen lediglich VerwaltungsVerwaltungs- und Polizei- wegzulassen? Man höre: behörden betraut hat und nicht auch Vertretungskörper der Kommunen und von Handel und Gewerbe für zuständig erklärte." Der freisinnige" Führer möchte die manchesterlichen Aeltesten der Kaufmannschaft, lauter Prinzipale, über die Sonntagsruhe der Gehiljen entscheiden lassen. schlag mündlich im Reichstag zu äußern, war ihm doch zu Das sieht ihm ähnlich. Aber diesen grandiosen Vor Verlauf dieser ganzen Angelegenheit ist symptomatisch. Einmal werden die unklaren Köpse in der Gehilfenschaft, die jetzt noch dem Antisemitismus in Echaaren nachlaufen, ihre Freunde ja wohl als diejenigen erkannt haben, die sie sind, als Manlhelden und Boltsfeinde, die für jede reaktionäre Regung etwas übrig haben. Dann aber hat sich bei dieser kleinen Frage einmal wieder die ganze Halt und Kraftlosigkeit der bürgerlichen Mittelparteien offenbart. Sie standen hinter dem Lärm, welcher der Interpellation voranging und sie versagten, als es galt, für die Sache persönlich einzutreten. Nur das Junkerthum in der Kreuz- 3tg." auf der einen Seite, und die Sozialdemokratie, als die zielbewußte Vertreterin des Proletariats auf der anderen Seite konnten flare und feste Stellung nehmen. Zwischen diesen beiden Wächtern wird ſich auch in Zukunft der Entscheidungskampf abſpielen, in welchem die Mittelparteien noch vollends zu demjenigen pulverifirt werden, was sie eigentlich schon lange sein sollten-- zu Staub und Brei. 89812-01 We moniq Leberlicht. Politische Leberlicht. Berlin, den 18. Dezember. Dann schreibt die National Zeitung" zum Ueberfluß noch, die Sozialdemokratie habe nach der oben wieder gegebenen Stelle" die Borstellung zu erwecken gesucht, als ob dieser Artikel noch gar nicht veröffentlicht(?) gewesen sei, als Herr v. Bennigsen sein scharfes Urtheil aussprach. Dem gegenüber ist festzustellen, daß die Rede des Herrn von Bennigsen am Nachmittag des 13. Dezember gehalten wurde, der fragliche Artikel aber bereits am Morgen des 13. Dezember erschienen war. Die milde Bestrafung, die nur der Form nach eine Bestrafung ist, und die Begnadigung durch den Kaiser könnten vermuthen lassen, daß es in den leitenden Kreifen für eine berechtigte, zum mindesten nicht strafbare Handlung gilt, jemandem, der eine beleidigende Notiz in die Zeitung gebracht hat, die Pistole auf die Brust zu sehen und ihn niederzuschießen, wenn nicht sofortiger Widerruf erfolgt. Da es ganz gleichgiltig ist, ob die beleidigende Bemerkung mündlich oder schriftlich gemacht wird, und da der Begriff der Beleidigung so dehnbar ist, daß jeder in jedem Worte der Kritik eine Beleidigung erblicken fann, so ist durch die thatsächliche StraflosDie erste Behauptung ist falsch, die zweite zutreffend! Erklärung des Generals Kirchhoff ein jeder Mensch, der Aber leider enthält der steuographische Bericht über die jemals in die Lage kommen kann, eine Kritik zu üben, für Reichstagsfizung vom 15. Dezember auch das offene Ein- vogelfrei erklärt. Was dem Kirchhoff recht ist, ist jedem geständniß Bennigsen's: Die Nummer hatte ich in der Revolverheld billig. Da heißt es denn: Revolver gegen Sigung von vorgestern noch nicht gelesen." Herr Revolver! Man lasse sich sofort einen Waffenschein geben, v. Bennigjen wagte also mit teinem Worte, die von ihm schaffe sich einen guten Revolver an, und tommt irgend ein gelesenen Nummern des Vorwärts" zum Beweise für seine verdächtiges Individuum, das verdächtige Bewegungen macht, Behauptungen heranzuziehen, jeder Versuch wäre hier so schieße man es sofort todt, wie einen tollen Hund hoffnungslos gewesen. Zur Rede gestellt, kam Herr v. Ben- was bekanntlich in einigen Landstrichen Amerikas durch die nigsen wie Herr Ahlwardt mit neuen Aften". In diesen Selbsterhaltung gebotene Sitte ist. ſteht aber erst recht nicht, was Herr v. Bennigsen- um Wenn das verdächtige Individuum ein militärisches mit der National- Beitung" zu reden am 13. Dezember Aussehen hat, dann ist doppelte Schnelligkeit bei Ausübung ben Gesellschaftsretter martiren, so wird er es vorsichtiger zum Tragen eines Revolvers nicht erhält, der versorge sich brandmarkte". Will Herr v. Bennigsen wieder einmal der Selbsthilfe geboten. Wer die polizeiliche Erlaubniß mit irgend einer anderen erlaubten Waffe, die er sofort zur Hand hat, und auf die er sich, zu schleunigster Unschädlichmachung des Angreifers, verlassen kann. " " und geschickter anfangen müssen. idsdrs death ind Die Froude. Wer der letzten Sigung des Reichstags Der„ Segen des offenen Wahlverfahrens. Das vor den Ferien beiwohnte, konnte ein amüsantes Schauspiel nicht geheime Wahlverfahren ist die Quelle von Denun erleben, das die Theilnehmer freilich für ein weltgeschicht ziationen, politischer Kezerrichterei. Wozu dieses System Kirchhoff die nöthigen praktischen Lehren, dann werden die Zieht das Publikum aus der Behandlung des Generals liches halten mochten. Als Herbert Bismarck in Ab: ausgenügt werden kann, beweist eine von der Freisinnigen Kirchhoff'schen Praktiken bald außer Kurs kommen. wesenheit Ahlwardt's der wirkungsvollste Clown des Reichs- Zeitung" veröffentlichte Berufsstatistik der antisemitischen tags, feine auswendig gelerute Rede, Luft schnappend, Wähler bei der letzten Stadtverordnetenwahl. Wer sich die Aus der bayerischen Kammer der Abgeordneten. ftöhnend und stotternd, hervorgestoßen und einen unbestrit Wählerlisten zur Hand nimmt, kann unschwer an Stelle Bei der fortgesetzten Spezialberathung des Ministeriums tenen Heiterteitserfolg sich gesichert hatte, stürmten, während der Berufsbezeichnungen die Namen der Wähler selbst sezen. des Innern wies der Minister des Innern, Freiherr von die Mehrzahl des Hauses ihre Lachmusteln spielen ließ, So entschieden wir das nicht geheime Wahverfahren be- Feiligsch die Bemängelung der Thätigkeit der Fabrikdie sonst gegen den Sohn seines Vaters etwas zurückhalten- fämpfen, so unbedingt müssen wir diesen publizistischen inspektoren seitens der Sozialdemokraten zurück, da die Anzahl den Junker auf den Schweiß von der Stirn wischenden Mißbrauch desselben als unstatthaft bezeichnen. Daß aber derselben ausreichend scheint. Die Anregung, weibliche InEx Bukunfts Hausmeier los, drückten ihm mit mög ein solcher Mißbrauch möglich ist, sollte alle Parteien ver- spektoren, besonders in der Hausindustrie einzuführen, würden lichster Auffälligkeit die Hände, wünschten ihm Glück und anlassen, mit Energie dieses unwürdige System, das einer eventuell berücksichtigt. Eine Abgrenzung der Instruktionsschleppten ihn in die Reichstags- Restauration, wo einigen Einschränkung der freien Meinungsäußerung gleichkommt, bezirke nach den Gewerbe Betriebsarten wäre vielleicht Dußend Flaschen Sett der Hals gebrochen ward. Unsere zu bekämpfen. nüßlich, aber jedenfalls kostspielig. Die Kammer lehnte im Junker find zwar mit geistigen Fähigkeiten nicht überreich Verlaufe der Sigung den sozialistischen Antrag ab, die Beausgestattet, allein daß sie sich über die geistigen Fähigkeiten Revision der Unfallversicherungs: Gesekgebung. soldung der Vorstände der Altersversicherung auf die des Herbert Bismarck Täuschungen hingeben könnten, ist Dem Vernehmen der Berl. Polit. Nachr." zufolge liegt es Staatstaffe zu übernehmen und die Gemeinden für un doch ausgeschloffen. Verglichen mit ihm ist selbst Kardorff in der Absicht, demnächst dem Reichstage drei Vorlagen zu kosten der Altersversicherung zu entschädigen. Die betreffenein Genie. Es handelte sich also nicht um einen Ausdruck unterbreiten, die sich auf die Unfallversicherung beziehen. den Kapitel des Etats wurden genehmigt. der Bewunderung, sondern um eine Demonstration: Die eine betrifft die Ausdehnung der Unfall- Die Rede Grillenberger's tragen wir morgen, nach. in dem Sohn reichten die rebellischen Junker dem Vater die versicherung auf das Handwerk. Dieser GesetzHand und haben sich damit dem Chef der Fronde entwurf ist bereits vollständig ausgearbeitet und ist nur noch Herr Profeffor Dr. Ludwig Büchner, der bekannte gegen Caprivi und den Kaiser zur Verfügung gestellt. den Einzelregierungen zur Begutachtung zugestellt. Die zweite Materialist, hat früher mit dem Sozialismus fofettirt, ihn Biel will's ja nicht besagen, aber erwähnt muß es werden.- ist eine Novelle zu den verschiedenen Unfallversicherungs- aber, wie es scheint, niemals versto.nden. Dies beweist sein Gejezzen. Auch diese ist fertiggestellt und dürfte schon in Artifel über Sozialdemokratie und Jesuitimus Ahlwardt Bennigsen. Beweise! geweise! he ulte es durch die nationalliberale Bresse und Partei, als cher Zeit dem Bundesrathe zugehen. Die dritte endlich ist in Nr. 347 des General- Anzeiger für Leipzig und Umverr Ahlwardt ſeine Beschuldigungen gegen ein paar Bersicherung zu unterstellen. Nach dem§ 1 des Jesuiten gesetzes gestimmt haben. Würde er die Parteiperr Ahlwardt seine Beschuldigungen gegen ein paar dazu bestimmt, die Strafgefangenen der Unfall gehung" r fann nicht begreifen, daß wir für Aufhebung Parteiführer und Regierungsmitglieder erhob. Und mit welcher Entrüstung sprach man dann das Urtheil, als die des Unfallversicherungs- Gesezes vom 6. Juli 1884 sind alle geschichte teunen, so müßte er wissen, daß wir stets für AufBeweise des Rektors aller Teutschen nicht ausreichten. Für in Fabriken u. s. w. beschäftigten Arbeiter versichert. Nach hebung aller Ausnahmegesetze eingetreten sind. Was speziell Herrn v. Bennigjen übernehmen jetzt die nationalliberalen einer Entscheidung des Reichs- Versicherungsamts gehören das Jesuitengesetz anlangt, so haben alle Parteiblätter den Preßmyrmidonen selber die Beweisführung aber sie ist hierunter die Strafgefangenen nicht, und zwar weder in Standpunkt unserer Partei ebenso wie Genosse Blos im auch danach und steht noch tief unter der Ahlwardt's. noch außerhalb der Strafanstalt. Jedoch hat es sich aus Reichstage dargelegt. Nicht der mindeste Widerspruch gegen Herr v. Bennigsen hatte am 13. Dezember nach der verschiedenen Gründen als zweckmäßig herausgestellt, diese die Haltung der Partei ließ sich aus den Kreisen der GeNational- Zeitung" gesagt: Lücke der Unfallversicherung auszufüllen, und zwar soll nossen vernehmen. Herr Professor Büchner beurtheilt Ich habe im Vorwärts" mit Verwunderung einen diese Versicherung durch einen besonderen Gesezentwurf ge- unsere Partei vom Standpunkte der Freidenkerei. Unser Artifel gelesen: e3" wäre noch nicht die richtige Bombe regelt werden, weil die bei den Strafgefangenen zu berück Standpunkt ist ein von Nebenrücksichten, auch freidenkerischen, gewesen, nicht mit dem richtigen verbrecherischen Juhalt, fichtigenden Verhältnisse von denen der freien Arbeiter in unbeeinflußter.es wären nicht genügend Menschen todt u. 1. 1. vielen Punkten verschieden sind. Beweise! Beweise! riefen wir nunmehr. Und die National- Zeitung" müht sich damit ab. Worauf es allein Revision der Arbeiterschutz Gesetzgebung. Der antommt schließt sie mit gutem Gewissen Ausschuß des Bundesrathes für Handel und Verkehr hielt ob sein( Bennigsen's) Urtheil über das Verfahren des heute eine längere Sigung ab und berieth eine große Zahl offiziellen Organs der Sozialdemokratie begründet von Eingaben, welche sich zumeist auf Regelung der ift. Darüber wird. angesichts der oben Arbeitszeit im Bädergewerbe und die wiedergegebenen Stelle nirgends ein Sonntagsruhe im Handelsgewerbe bes 8 weifel fein." Nirgends ein Zweifel! Und wie lautet ziehen. " 11 to ist, and son Sozialdemokratische Gymnafiaften". Bürgerliche Blätter schreiben: Die Sozialdemokratie scheint ihre Fühler jetzt auch nach den höheren Lehranstalten ausstrecken zu wollen. In Greifswald haben Primaner des dortigen Gymnafiums Beziehungen zu der sozialdemokratischen Partei angeknüpft, indem sie die Parteiführer in ihrer Wohnung auffuchten und sozialistischen Versammlungen beiwohnten. Von der Schulbehörde wurde eine Untersuchung eingeleitet. Einer der Be lose und Belohnungen anbetrifft, so macht die Kolonie, zu Und zu was nügen nun dem abgegangenen Rolonisten ihr sie erkennen!" Arbeiterkolonien sind mit nichten aus Ridling bei der Abrechnung dem Kolonisten gar zu gern die aufgehalften Kleidungsstücke? Abgejagt, übermüdet und dem Geiste christlicher Liebe und Brüderlichkeit geboren, die Mittheilung, daß sein Soll und Haben" in Null auf- hungrig tommt er am Abend auf einer Herberge an. Sie sind weiter nichts, als der baare Egoismus. gegangen sei. Dagegen ist in Senda Usus, daß dem Da er erst aus der Arbeit kommt, wird ihm die Ein Gutspächter, seiner Schäbigkeit und Filzigkeit wegen Kolonisten, welcher alle in der Kolonie vorkommenden Unterstützung für mittellose Wanderer nicht zu Theil. gegen Dienstboten in meilenweiter Runde anrüchig, fann Arbeiten voll und ganz geleistet hat, nach Ab: Was nun? Der Bedauernswerthe folgt dem Zuge feinen Gesindebestand nicht mehr aus einheimischen Leuten machung eines fünfzehnwöchigen Kursus 13 Wochen der Nothwendigkeit und verkauft seine ihm erst am Bor- tompletiren; er wendet sich daher an die entlegene Arbeiterà Arbeitstag 30 Pfennig( nach Abrechnung der Ver- mittag desselben Tages in der Kolonie mit 7-8 m. auf- folonie mit dem Antrage um Ueberweisung des manfirenfäummißtage wegen Witterung, Militär Polizei, genöthigten Kleidungsstücke auf der Herberge mit 70-80 Pf., den Personals. Der Inspektor der Kolonie wählt nun ein Krankheit zc. im ganzen rund 17,00 M.), und nach Ab- nicht um, wie ihm vorgehalten, Kouvert zum Thaler zu ihm geeignet erscheinendes Exemplar unter den Kolonisten machung eines 10wöchigen Kursus 8 Wochen à Arbeits- soupiren, ach nein! um das Schlafgeld zahlen und seinen aus und giebt diesem mit einer gewissen Feierlichkeit betag 25 Pf.( wie vor rund 7,00 M.), und nach Abmachung großen Hunger mit Brot und ein wenig Wurst stillen zu fannt, daß er, nämlich der Kolonist, in der nächsten Zeit in ein es 6wöchigen Kursus 4 Wochen à Arbeitstag 10 Pf. in fönnen. der vortheilhaften Stellung eines Rubfütterers Verwendung Rechnung gestellt werden. Aber der abgehende Kolonist, Man muß bekennen, daß, welches Loos auch den finden könne: guter Lohn, Brot und Zubrot gut, auskömmder nach diesem Modus sein kleines Guthaben berechnet Kolonisten treffen mag, sein Zustand sich nicht verschlimmern lich, Dienst von Dauer u. s. w. sind die lockenden Floskeln, hat, empfindet gar bald, daß er die Rechnung ohne den kann. Das Clende und Jammervolle seiner Lage bis zum welche zungenfertig hinzugefügt werden. Gewiß, der Kolonist Herrn Pastor gemacht hat, welcher zugleich Juspektor der Efel empfindend, in Anbetracht seines entfräfteten, aus- begreift trot blöder Gleichgiltigkeit und geistigen StumpfKolonie ist und den Schlüssel zum Geldspinde besitzt. Bu- gemergelten Körpers, der keine Widerstandskraft mehr be- seins den Hohn der Situation, sein beharrliches Schweigen nächst entdeckt der Kolonist, daß die kleinen Sachen, welche fitzt, selbst der Aussicht beraubt, als niedrigster Tagelöhner zeigt mit trasfer Deutlichkeit, daß er in die Worte seines er von der Kolonie auf Kredit entnommen hat, wie Rauch- sich sein Brot zu verdienen, ohne Geld am Abgangstage vor ihm sizenden Inspektors dasselbe Mißtrauen fett, mie und Kau-, Näh- und Flick- Utensilien, Briefmarken, Papier, aus der Kolonie, ohne Anhalt und Zukunft, ohne der ländliche Arbeiter in das Thun und Treiben seiner Dinte, Echreibfedern, Kamm, Streichhölzer, Messer, vielleicht Energie und Selbstvertrauen wird er unausbleiblich Gutsherrschaft, von welcher er weiß, daß diese ihn nur als auch Socken, Sacktuch, Halstuch, Hemde 2c. eine ungleich eine Beute seiner ausgesprochenen Absicht, nämlich Lastthier betrachtet und erbarmungslos ausbeutet; aber wie größere Summe repräsentiren, als er gedacht hatte. Gleich das Betteln in der Weise zu betreiben, daß er mit die in Sachen der Politik schwerfälligen ländlichen Arbeiter zeitig wird ihm geschäftsmäßig eröffnet, falls er dem Strafrichter, welcher die Ueberweisung an die Landes- angesichts der mißlichen Erfahrungen mit ihren konservativen noch Guthaben bei der Kolonie hat, daß seine Polizeibehörde auszusprechen hat, in Berührung gelangt. und agrarischen Reichstagsboten sich nicht zu dem Entvon der Arbeit, Beit und Witterung arg zu- Die augenlosen Pfaffensuppen und die Kolonie Erziehung schlusse aufzuraffen vermögen, in geschlossener Phalang den gesezte Garderobe aus der Kolonie Kleiderkammer haben seinen förperlichen und intellektuellen Fähigkeiten und Freunden der Wahrheit und des gleichen Rchtes für alle zu restauriren sei. Seine Einwendungen, daß er in einer Fertigkeiten den letzten Rest gegeben und ihn bis zur die Palme entgegen zu tragen, so auch der entnervte und Kleiderhandlung billigere und für seine Zwecke passendere blöden Gleichgiltigkeit abeftumpft; Ehrgefühl und Selbst ermattete Kolonist, welcher selbst in diesem kritischen AugenKleidung kaufen könne, daß die geringe Summe, welche sein vertrauen sind ihm abhanden gekommen, ohne Krücken kann blick sich aus den Fesseln und Banden der pfäffischen BeGuthaben ausmache, gerade nur zur Deckung der Eisenbahn- er nicht mehr gehen. vormundung, welche ihn lenkt, loszumachen nicht den Fahrkosten zulange, alle diese und andere Einwendungen und angesichts der geschilderten standalösen Vorgänge Muth findet. Das Ende vom Liede ist, daß der Unglückfruchten nichts. Uebrigens verzichtet der Rolonist auch bald hat die moderne evangelische Geistlichkeit, noch den trauliche sich der Illusion hingiebt, mit dieser gerade ihm vom ohne weiteres auf fernere Demonftrationen, denn dem Vor- rigen Muth, die Arbeiterkolonie als ein Institut zu pro- Herrn Pastor zugedachten Stelle als Rubfütterer" sei es halten gegenüber, daß der abgehende Kolonist sich für sein tegiren, aus welchem dem Proletariat Heil und Segen er dies Mal" eine vortheilhafte Ausnahme. Aber, ach! Die Geld doch nur ein Frühstück zum Thaler kaufe, fehlen ihm blüht! Noch streckt die Kirche die Hand aus nach der Freude zerstiebt bald, wie die Spreu vor dem Winde. Den die Worte, als Antwort hat er nur noch ein Kopfschütteln. Führerschaft des Proletariats! An ihren Früchten sollt ersten Rippenstoß empfindet der willfährige Kolonist bei der = es Die Münchener Gewerbegerichts- Wahlen, welche am theiligten erklärte dem Direktor bei dem Verhör unter anderm,[ für niemanden in Zweifel stehen; ebensowenig wie es in 3peife I feine politischen Ansichten hätten sich noch nicht geflärt, er stehen kann, daß jeder von der sozialistischen Fraktion ausgehende An- Sonntag für die Arbeitnehmer stattfanden, endeten, wie wüßte daher noch nicht, ob er sich wirklich den Sozialdemo- trag von dieser Majorität zurückgewiesen werden wird. Das kann vorauszusehen war, abermals mit einem Siege der Sozialdemotraten anschließen würde. Von den maßgebenden Behörden den sozialistischen Abgeordneten übrigens gleichgiltig sein, da es traten. Das Gewerbegericht München hat nun 54 Mitglieder, werden die entsprechenden Maßregeln getroffen, um in Butunft ihnen ja weniger darum zu thun ist, die Bourgeoisie von der welche sämmtlich der sozialistischen Partei angehören. Von den Schlechtigkeit der ihr zu gute kommenden Gesellschaftsordnung 4334 abgegebenen Stimmen fielen 3720 auf die Sozialdemokraten, Die entsprechenden Maßregeln" werden ähnliche Vor- zu überzeugen was ja auch ein faum auszuführendes Kunst- während nur 683 auf die Arbeiter der Zentrumspartei treffen. gänge nicht verhindern, obgleich die Sozialdemokratie als stück wäre als die unter dem Schutze der öffentlichen Ge- Die sozialdemokratischen Arbeiter, welche bei dieser Wahl, wie Partei sicherlich nie etwas gethan hat und thun wird, um walten begangenen Infamien des Ausbeuterthums vor aller schon mitgetheilt, in zwei Parteien spalteten, erhielten in der Welt aufzudecken. unter halbreifen jungen Leuten Propaganda zu machen. Debatte vollauf geschehen, so daß Millerand neben Basly fißer und Hilfsbeisiger entfielen, so daß diese also gewählt find. Und das ist während dieser zweitägigen Majorität 2773 Stimmen, welche auf die Kandidaten der BeiAber die Sozialdemokratie als geistige Macht treibt trotz und Lamendin, der Hauptredner in dieser Debatte- mit Recht Die sozialistische Minorität vereinigte 947 Stimmen auf ihre aller Maßnahmen selbst uns fernstehende Gruppen in sagen konnte, daß eine Ablehnung des Enquete- Antrages der Kandidaten, welche also eintretenden Falls als Ersaßmänner in's unseren Kreis. Sozialistischen Partei nur eine Schaar neuer Anhänger zuführen Gewerbegericht eintreten, so daß die Zentrumspartei auch bei Soldatenmishandlungen. Ueber eine brutale Gol- verde, da diese dadurch überzeugt würden, daß die Republik der Minorität unterlegen ist. Ein Stimmenzuwachs der Sozialohne Sozialismus nichts als eine eitle, trügerische Dekoration demokraten ist diesmal nicht zn verzeichnen, und ist der Grund dateumißhandlung berichtet die Westfälische Rundschau" fei. Wenn die Enquete nichtsdestoweniger zurückgewiesen darin zu suchen, daß entgegen der letzten Wahl die Nichtdeutschen, aus Wesel: Ein Soldat hatte sich, dem genannten Blatte wurde, so geschah dies aus dem einfachen Grunde, weil die die Gehilfen der Steinmetz, Maurer, Zimmer- und Baumeisterzufolge, bei der Rückkehr aus den Baracken zu Friedrichs- Herren nur zu gut wußten, daß eine Untersuchung über Innung, sowie die Arbeiter der Staatswerkstätten von der Wahl feld in die Garnison ertältet, er fühlte sich am anderen den Streik vom Pas de Calais, sowie über das Gebahren der ausgeschlossen waren. Daß unsere Genossen zwei Listen aufTage unwohl. Als er sich an den Ofen gesetzt hatte, Rohlenfompagnien im allgemeinen alle die Anklagen, welche gestellt hatten, ist nicht als eine Bersplitterung derselben anweil ihn fror, tam plöglich der Stuben- Unteroffizier feitens der Arbeiter und ihrer Vertreter gegen diese Kompagnien zusehen, sondern bedeutete jedenfalls nur eine sehr luge Tattit, und und stürzte ihm mit den Worten Was will der und ihren Stüyen erhoben wurden, bestätigen würden. Das durch die sie sich nun auch die Ersaßmänner gesichert haben. bieße aber all den lügenhaften Berichten der kapitalistischen Lümmel hinter dem Ofen?" einen Eimer eiskalten Waffers Bresse über Ursache und Verlauf des Streits ein öffentliches Die Beerdigung des Genossen Dammann fand am vers über den Kopf. Nach diesem Sturzbade erkrankte der Dementi geben und damit gleichzeitig der Regierung, die in dem gangenen Sonntag unter zahlreicher Betheiligung der Ham. Lümmel" so gefährlich, daß er ins Lazareth geschafft werden ganzen Streite nichts als der Gendarm der Kohlenkompagnien burger Arbeiterschaft und auswärtiger Delegirter statt. Die mußte. Erst nach einigen Wochen wird sich nach Aussage war, einen unverkennbaren Tabel aussprechen. Es ist natürlich große Anzahl von Beleidstelegrammen, die aus allen Gegenden mig) singen 2er this werden des Arztes beurtheilen lassen, ob der Unglückliche die viel leichter das Grubenarbeiter- Syndikat und die Sozialisten Deutschlands eingelaufen, und die vielen prachtvollen Kränze, die Sprache, die er seitdem verloren hat, überhaupt wieder auf grund der von den Kohlentompagnien und Präfetten man ihm gewidmet, legen Beugniß ab von der Achtung und erhält. verfaßten Berichte aller möglichen Verbrechen zu zeihen, Freundschaft, die der Todte überall genoß. In der Kapelle auf Wie die sozialdemokratische Bolfsstimme" in Mann besonders dann, wenn man sich hierbei gefälschter oder ver dem Friedhof zu Ohlsdorf fang die Liebertafel einen Trauer. heim berichtet, wurde auf dem Binshausplatz cin Soldat tümmelter Zeitungsausschnitte bedient, als auf grund einer gefang, am Grabe hielt der Reichstags- Abgeordnete Frohme Enquete den Kompagnien wie Behörden Recht zu geben. Und eine ergreifende Ansprache, in der er das Leben und Wirken durch einen Unteroffizier gezwungen, so lange Laufschritt wenn der Wolf das Lamm zerreißen will, dann fann ee feine des Verstorbenen, seine Verdienste um die Sache des Proletariats, mit Sack und Back zu machen, bis er vor Erschöpfung zu Frage sein, ob dieses ihm das Wasser getrübt habe oder nicht, der er schon seit seinem 20. Lebensjahre gedient, hervorhob. fammenbrach. Auf Befehl des aufsichtsführenden Offiziers dann muß das Lamm es getrübt haben. Wozu dann auch noch Möge sein raftloses Wirken für die Emanzipation der Arbeit wurde er dann von Soldaten zur Kaserne getragen. Das eine Enquete? Die Ausbeuterpresse rief denn auch schon am andern ein Anfporn sein. Vorkommniß erregt begreifliches Aufsehen. ersten Tag der Debatte, nachdem der Arbeitsminister seine famose G. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Rede beendigt hatte: Die Enquete ist gemacht! - Plauen, 15. Dezember. Im Leipziger Tageblatt" lesen Wer wird auch Enqueten veranstalten, wo es gilt die Gewir: gwei der sozialdemokratischen Partei angehörende hiesige sellschaft zu retten? Es ist noch schön, daß man den Enquete Handwerksgesellen hatten am 11. Juni d. J., also wenige Lage Antrag überhaupt diskutirte. Das hat er wahrscheinlich nur vor der Reichstagswahl, in Pausa während des Gottesdienstes dem Umstande zu verdanken, daß er schon vor dem Attentat ein- Stimmzettel und Flugblätter der sozialdemokratischen Partei gebracht worden war. Nach dem Attentate eingebracht, wäre er von Haus zu Haus getragen und deshalb, weil sie dies günstigstenfalls, d. h. wenn überhaupt zur Diskussion gebracht, gewiß während des Gottesdienstes gethan je einen Strafbefehl ebenso schnell abgelehnt worden, als alle seither vorgelegten in Höhe von 3 M. erhalten. Nachdem sie auf gerichtliche gesellschaftsretterischen Gefeßentwürfe angenommen wurden. Entscheidung angetragen, erhielten sie am 18. Oktober vom uttuvis Bei diesen war jede Diskussion sozusagen ausgeschlossen. Wozu Schöffengericht Pausa wegen Uebertretung gegen§ 366 Nr. 1 überhaupt noch diskutiren? Das Attentat macht jede Diskussion des St.-G.-B.( bestraft wird derjenige, der den gegen die Das schweizerische Anarchistengesetz liegt nun in überflüssig. Ist das Preßknehelgeset in faum zwei Stunden mit Störung der Sonn- und Festtage erlaffenen Anordnungen zuseinen wesentlichen Bestimmungen vor. Dieselben lauten: einer großen Majorität angenommen worden, dann ist es nicht widerhandelt) je 3 M. Geldstrafe, eventuell je einen Tag Wer zu verbrecherischen Handlungen aufmuntert, welche zu verwundern, wenn die Gesetzentwürfe, betr. die Explosivstoffe, Saft. Auf die von ihnen gegen dieses Urtheil eingelegte Bes das Leben von Personen in Gefahr bringen, wird mit Bucht die Bereinigungen von Uebelthätern, sowie die Vermehrung von rufung erzielten sie heute vor dem hiesigen Landgerichte ihre haus bestraft, und zwar von mindestens 5 Jahren, wenn die Polizeikommissaren im Handumdrehen votirt wurden. Es heißt kostenlose Freisprechung. Der Vorsitzende des Ge Absicht des Umsturzes der staatlichen und gesellschaftlichen freilich, daß alle diese Geseze nur den Anarchisten gelten. Wie richtshofes führte aus, eine Bestrafung der Angeklagten nach Ordnung vorlag. Wer Sprengstoffe, von denen er weiß, fie aber weder dem Titel noch dem Inhalte nach blos den An-§ 1 des Gefeßes vom 10. September 1870, die Sonntagsruhe daß sie zu Verbrechen gebraucht werden sollen, herstellt, auf archisten gelten, wird es auch in der Praxis der Fall sein. Rann betreffend, sei aus rechtlichen Gründen nicht angängig. bewahrt oder damit umgeht, wird mit mindestens 5 Jahren dem Wortlaute des ersteren Gesetzes nach Jeder, der sich ohne habe sich dann noch gefragt, ob grober Unfug vorliege. Ein Zuchthaus bestraft.- Wer Sprengstoffe zu verbrecherischen behördliche Erlaubniß im Besitze irgend einer Waffe befindet, von solcher würde vorgelegen haben, wenn die AlgemeinZweden gebraucht, wird mit 10 jährigem bis lebenslänglichem 6 Monaten bis 5 Jahre Gefängniß bestraft werden, wird das heit des Publikums in ungebührlicher Weise belästigt Zuchthaus bestraft. Wer einen Menschen, der den ver- Gesetz über die Vereinigung von Uebelthätern( loi sur les asso- worden wäre, z. B. durch Vertheilung von Stimmzetteln brecherischen Gebrauch von Sprengstoffen plant oder Spreng ciations de malfaiteurs) nur das Lockspielthum großziehen. und Flugblättern auf öffentlichen Straßen und Plätzen; das stoffe zu verbrecherischen Zwecken gebrauchte, der Behörde nicht und daß die Vermehrung der Polizeikommisjäre hauptsächlich der ruhige Abgeben der Stimmzettel im Hause sei aber nach anzeigt, wird mit Gefängniß von mindestens 3 Monaten be- ueberwachung der Sozialisten dienen wird, darüber kann schon der Auffassung des Gerichts noch keine ungebührliche Beläftigung. straft. Wird die Aufmunterung oder Anleitung zu Berbrechen, heute fein Zweifel bestehen, da schon seit gestern all die be- Die Angeklagten hatten noch beantragt, die Kosten der Verwelche das Leben von Menschen in Gefahr bringen, durch die zeichneten Geseze wurden vorgestern angenommen jede sozia- theidigung und die ihnen durch die Verhandlungen entstandenen Presse begangen, so werden diejenigen, welche zur Vervielfälti- listische Versammlung, und wäre es auch nur ein von Sozialisten Kosten auf die Staatstaffe zu übernehmen. Dieser Antrag wurde gung oder Berbreitung der Schrift wissentlich mitgewirkt haben, arrangirter Vergnügungsabend, sich der Anwesenheit eines Polizei- aber abgelehnt, da es nicht anständig fei, mit Geldstrafe bis zu 10 000 Frants oder mit Gefängniß oder tommissars zu erfreuen hat. Haben die Sozialisten auch die während des Gottesdienstes Stimmzettel und mit beiden bestraft. Stommisjäre nicht zu scheuen, das was sie zu sagen haben, können fie Flugblätter zu vertheilen, gleich viel, von nicht nur, sondern wollen sie auch vor aller Welt fagen, so tann welcher Partei aus dies geschehe. es doch feinem Zweifel unterliegen, daß damit eine Unzahl von( Wir verstehen diese lettere Entscheidung ebensowenig wie Tendenzprozessen gezeitigt werden, namentlich wenn Kommissäre die Begründung.„ Anständigkeit" ist tein juristischer Begriff entfendet werden, die auf Beförderung bedacht sind, und das ist und läßt sich überhaupt gar nicht befiniren. Wenn kostenlose doch bei den meisten der Fall. Freisprechung in einer öffentlichen Sache erfolgt, dann müssen anständiger Weise auch die Kosten der Vertheidigung vom Staat übernommen werden. R. d. V.) Ein französisch- österreichischer Zollkrieg droht, da Desterreich- Ungarn fest entschlossen sein soll, die von Frankreich beanspruchte Begünstigung französischer Weine selbst in dem Falle nicht zu bewilligen, wenn Frankreich mit der Kündigung des Handelsvertrags drohen sollte. Die Zivilehe- Vorlage wurde vom Justizausschusse des ungarischen Abgeordnetenhauses einstimmig in der Generaldebatte angenommen. nun Anständigicht " E3 Anarchismus und Astronomie. Wir erwähnten gestern der Verhaftung eines Herrn v. Stackelberg durch die Pariser Polizei. Die Nachricht war nicht ganz richtig. Verhaftet wurde Stackelberg nicht er hatte sich vor der Horde, die in seine Wohnung einbrach, geflüchtet- Wie sehr übrigens das Polizeiregime ausgedehnt werden soll, dafür wurde seine Wohnung um so gründlicher durchsucht. geht schon daraus hervor, daß sich bereits Stimmen erheben, die lub mit glänzendem Erfolg-meldete der gesprächige wie der„ Temps", die Gemeindepolizei den Bürgermeistern ent-Wie die deutschen, so halten auch die östers zogen wissen wollen, da es keine Garantie dafür gebe, daß reichischen Sozialdemokraten im Laufe dieses Winters Telegraph. Sehr kompromittirende Papiere wurden ge- Rommissäre, die unter dem Befehl eines sozialistischen Bürger- zahlreiche Landes und Bezirkskonferenzen ab, um die Organi " Gehr fleinlaut gemeisters stehen, einen Sozialisten oder einen Anurchisten" an fation weiter auszubauen. Es finden solche statt in Mährischstanden, daß die sehr kompromittirenden Papiere" den Leib rücken." Man sieht, wie das Attentat auf die Kammer Schönberg, des weiteren in Klagenfurt und endlich auch astronomische Berechnungen waren, die von von der panamistischen Bande ausgebeutet wird. Und dabei in Salzburg. ben den unwissenden Polizisten für Bombenrezepte gehalten weiß man noch nicht, ob der Attentäter nur ein unbewußtes Gegen den Nürnberger Polizei Utas, durch Werkzeug der Reaktion ist, ob nur er sich um jeden welchen den Frauen die Theilnahme an öffentlichen Vers Preis berühmt" machen wollte, oder ob er nicht viel fammlungen verboten sein sollte, ist seitens der dortigen Genossen Die Attentatspolitiker an der Arbeit. Aus Schlimmeres ist. Für ersteres spräche, daß er sich kurz Beschwerde eingelegt. Baris wird uns unterm 17. Dezember geschrieben: vor dem Atentat ein Duhend Photographien machen ließ, für Der Zigarrenmacher Juncker zu Duisburg war Die Fruttifizirung des Bomben Attentats letteres, daß er gleich nach der Verhaftung angab, mit dem In vou dortigen Schöffengericht zu 5 M. Geldstrafe oder zu einem wird von der Regierung wie von der Gesammtbourgeoisie eifrig genieur Paul Reclus, einem Neffen des Geographen Elisee Tag Haft verurtheilt worden, weil er in öffentlichen Orten un fortgefeßt. Daß der Antrag auf Einfegung einer Untersuchungs- Reclus, in Verbindung gestanden zu haben. Infolge deffen fand entgeltlich eine Druckschrift vertheilt hatte, die sich als ein Auftommission, die sich an Ort und Stelle über den jüngsten Rohlen bei diesem denn auch eine Haussuchung statt, bei welcher nament- ruf an die deutsche Arbeiterschaft darstellte, ohne polizeiliche Er streit sowie über die allgemeinen Arbeitsbedingungen in den Kohlen- lich nach einem Schriftstück gefahndet wurde, welches ihm der laubniß hierzu erlangt zu haben. Der Aufruf enthielt die Aufgruten zu informiren hätte, von der Kammer mit einer großen Attentäter eingestandenermaßen übergeben hat. Wo liegt die forderung an die Bigarrentonsumenten, nur Tabalfabrikate mit Majorität abgelehnt werden wird, das fonnte nach dem der Regierung Wahrheit? Sie zu finden, geben sich die hiesigen Sozialisten Kontrollmarke" zu faufen. Dies Urtheil wurde auf die Berufung und ihren Siüßen nur allzu gelegen gekommenen Bombenattentat alle Mühe, da sie eben nicht glauben tönnen, daß der. Attentäter bes Angeklagten hin von dem Duisburger Landgerichte aufgehoben blos ein unbewußtes Werkzeug sei. Wie dem auch sei, jedenfalls und under freigesprochen. Aus der Begründung ist fpricht alles gegen ihn. folgendes hervorzuheben: wurden. Mittheilung, daß seine Legitimationspapiere in einigen Tagen der neuen Herrschaft direkt per Post übersandt würden, während ihm selbst ein Kulischein in Form einer offenen Begleitadresse zugefertigt wird, ein echt und recht schlauer Kniff, denn ohne Legitimationspapiere ist der unbe mittelte Mann in der Fremde unmöglich. Und nachdem nun noch einige Förmlichkeiten in der Kolonie abgewickelt sind, unter andern, daß er keine Ansprüche mehr an die Kolonie durch Namensunterschrift dokumentirt hat, macht der„ ges weiene" Kolonist sich anf die Wanderung seinem angewiesenen Bestimmungsorte zu. Von Gendarmen und Polizisten hat er unterwegs in der Regel keine Belästigungen zu erdulden, sein ungelent scheues, frommes" Wesen, das ungesundblaffe, geschwulstig angehauchte Gesicht verrathen diesen Leuten, daß er zur Zeit ungefährlich und erst ganz kürzlich irgendwo aus der" Kur" entlassen ist. Raum hat er sich seinem neuen Herrn vorgestellt, so hört er als Erstes von diesem, daß die Stelle eines Kuhknechtes nicht vakant, aber andere Arbeit vorhanden sei; zunächst habe man alle Morgen 8 Uhr mit dem Ausmisten der Ställe zu beginnen; er gebe wöchentlich 14 Pfund Brot, 1/2 Pfund Schmalz, 2 Räschen, jeden Sonntag zu Mittag Fleisch, Lohn jährlich und zwar B Russische Einmischung in Serbien. Das Herold- preußischen Preßgefeßes bestimmt, daß niemand ohne polizeiliche Der vom ersten Richter zur Anwendung gebrachte§ 10 des Bureau meldet aus Belgrad: Erlaubniß an öffentlichen Orten Druckschriften ausrufen, ver Nach dem Begräbniß Dofic's wurde der russische Gesandte tausen, vertheilen, anheften oder anschlagen" darf. Denselben Perfiani in längerer Audienz vom König empfangen, bei welcher Gegenstand regeln aber§ 48 der Reichs- Gewerbe- Ordnung und Gelegenheit der Gesandte den König im Namen des Baren auf§ 5 des Reichs Breßgesetzes vom 7. Mai 1874. Der erstere es vom 7. Mai 1874. Der erflere die gefahrvollen Folgen des Prozesses gegen das frühere liberale Baragraph verbietet nämlich das gewerbsmäßige Ausrufen, VerRabinet aufmerksam machte. Der Gesandte gab dem König taufen, Vertheilen, Anheften und Anschlagen von Druckschriften den Rath, von dem Prozeß abzustehen im Intereffe der ohne polizeiliche Erlaubniß und der genannte§ 5 bestimmt, daß serbischen Dynastie und der Konsolidirung Serbiens. Wie die nichtgewerbsmäßige öffentliche Verbreitung von Druckbestimmt verlautet, machten die Worte des Gesandten einen schriften durch die Ortspolizeibehörde denjenigen Personen vergroßen Eindruck auf den König. Gestern Abend hat in diefer boten werden kann, welchen nach§ 57 der Gewerbe- Ordnung ein Angelegenheit bereits ein Ministerrath stattgefunden, nichts Legitimationsschein versagt werden darf und daß Buwiderhandlungen destoweniger haben die Extrem- Radikalen beschlossen, zu ver- gegen ein solches Verbot nach§ 148 der Gewerbe- Ordnung zu be langen, daß der Prozeß zu Ende geführt werde. trafen sind. Durch diese Reichsgefeßlichen Vorschriften ist daher Wenn der kleine Alexander allzuwillig folchen Ein- der§ 10 des preußischen Preßgefeges außer Kraft gesetzt worden flüsterungen folgt, so kann er bald russischer Garde- Offizier und es folgt hieraus ferner, daß§ 30 Abs. 2 des Reichs- Preßsein, was nach der Meinung seines Vaters, des dicken geseges, welchen das Recht der Landesgesetzgebung, Vorschriften Milan's, bedeutend angenehmer ist, als Serbien zu über das öffentliche Anschlagen, Anheften, Ausstellen, sowie die regiren". 198328d 19w99-18tgl 3 11 OTO Parteinachrichten. den Leistungen angemessen, und noch bevor man der vollendeten die legten Stadtverordneten- Wahlen ist von der Stadtverordneten Der Protest der Brandenburger Parteigenoffen gegen Thatsache gegenüber, von dem Inspektor der Arbeiter: Bersammlung abgelehnt worden. Die Angelegenheit wird damit folonie und dem Gutspächter vor langer Hand ihren Abschluß noch nicht gefunden haben, da unsere Genossen an vorbereitet, recht zur Besinnung gekommen, ist man schon die höhere Instanz appelliren werden. -öffentliche unentgeltliche Vertheilung von Bekanntmachungen, Plakaten und Aufrufen zu erlaffen, aufrecht erhält, den§ 10 des preußischen Preßgefeßes nicht betreffen tann. Von den Bestimmungen des preußischen Preßgefeßes ist nur das im§ 9 desselben enthaltene Verbot des politischen Platats aufrecht erSeite 58, unter IV, und namentlich Johow, Jahrbücher der halten worden. Vergleiche Liszt, das deutsche Reichs- Preßrecht, Entscheidungen des Kammergerichts, 12. Band( 1893), Seite 148. Wegen Verhöhnung von Staatseinrich= tungen wurden die Genossen Jähning und Westerburg vom Landgericht zu Halle a. S. zu je 50 Mart Geldstrafe der Kolonist ist seitens der Arbeiterkolonie an eine solche Ju Oldenburg sind die drei von unseren Genossen auf- event. 10 Tagen Haft verurtheilt. In einem von den Beiden Herrschaft auf die Dauer eines Jahres vermiethet um gestellten Kandidaten zum Gewerbe- Schiedsgericht ein verlegten Flugblatt war unter anderen ein Baffus enthalten, in dem bemängelt wurde, daß höhere Beamte oft nach verhältnißnicht zu sagen: verhandelt und vertauft. Wer lacht da?! stimmig gewählt worden. Ein Priester namens Las Casas war es, welcher die Anmäßig furzer Dienstzeit eine sehr hohe Staatspension erhalten. In Elsterberg( Sachsen) haben bei der Stadt- währenddessen der Arbeiter, wenn er sich von seinem 14, bis zu regung zum Stlavenhandel gab, und Geistliche sind welche in ihren Arbeitertolonien nicht selten ein dem Kgemeinderaths Bab! am 14. de. Mis. Die Sozial- 70. Lebensjahre für die Gesellschaft abgeradert habe, 8312 Pf. demokraten einen vollständigen Sieg errungen. Es find pro Tag erhalte. Darin erblickte die Staatsanwaltschaft eine handel verzweitelt ähnliches System in Aufnahme gebracht alle ihre Kandidaten gewählt worden. Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen und beantragte fechs Wochen Gefängniß. mit Mistgabel und ähnlichen Instrumenten bedacht, d. h. haben. • Morig Etablissement Moriz Todes- Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Präuscher's Museum. W. Noack's nimmt die Redaktion dem Bublifu. Buggenhagen. Blay. Nachricht, daß meine liebe Frau und Tausende von anatomiſchen Bräparaten. Concert- und Gesellschafts- Säle, gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 20. Dezember. Opernhaus. Siegfried. Schauspielhaus. Die Ahrenshooper. Hannele. Deutsches Theater. Kollege Grampton Berliner Theater. Kean. Leffing- Theater. Ein Millionära. D. Der ungläubige Thomas. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Residenz- Theater. Die Dragoner. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Geschlossen. Adolph Ernst- Thenter. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die sieben Naben. Aleranderplah Theater. Maria, Schwester vom rothen Kreuz. National- Theater. Der Trompeter Don Säkkingen. Theater Unter Unter den Linden. Die Rosatin. American- Theater. Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänferichs. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Volts- Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Der Trompeter von Säffingen. Romantisches Schauspiel mit Gesang in 7 Bildern von Emil Hildebrandt und Jul. Keller. Regie: Hugo Hummel. Kasseneröffnung 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 7% Uhr. Morgen: Voltsvorstellung. Sonntag, den 24. Dezember, Nachm. 4 Uhr: Voltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Die Räuber. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Atten p. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajani. Parodistische Pofje mit Gesang in 1 Akt D. Ed. Jacobson und. Benno Jacobson. In Szene gesett von Adolph Ernst. Anfang 7/4 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jalobstraße 30. Mittwoch, Donnerstag, Freitag wegen Vorbereitung geschlossen. Sonnabend, 23. Desember, Zum 1. Male: Hochzeitsflammen. Volksstück in 3 Alten v. Mag Kreger. Hierauf zum 1. Male: ,, Berlin 1893". Revue in 2 Abtheilungen. Musik von Alexander Krafauer. American- Theater. Heute zum 64. Male: Die Gründung Roms Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifdj. Spezial Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., ftatt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr. 42/43 Täglich: Große Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Neu! Neu! Von der Straße. 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Soeben ist erschienen und zur Ausgabe gelangt: Rathschläge zur eitung von Versammlungen. 48 Seiten mit Umschlag. Preis 20 Pfennig. Bierhallen Arbeiter- Bildungsschule Am Dienstag, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag) findet Kommandantenstr.77-79. in der Urania", Invalidenstraße, eine Sonder- Borstellung: Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich b. freiem Entree Matinee von 122 Uhr ab und Abends von 61/2 Uhr ab. National- Konzert D. Obenlandler in National- Tracht! und Auftreten von Großer Sylvester- ut. Künstlern. Spezialitäten Soiree in Sanssouci, verbunden mit Militär- Konzert, Tanzkränzchen und Neujahrs- Ueberraschungen. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mittwoch, den 20. Dezember, Abends 71/4 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung. 170 der edelsten u. bestdress. Pferde in der Manege. Unter anderem: Blondel, neu dress. und vorgeführt vom Dir. Fr. Renz; Monstre- Tableau von 60 Hengsten, vorgef. v. Direktor haute équitation; Great Hurdle- Race Fr. Renz; Grande Quadrille de la 1. Ranges. refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Pf., Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. Bekanntmachung der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker, betreffend die elegirten Wah I. Mit dem 31. Dezember 1893 laufen v. 20 Pferden; Die Post, m. 12 Pierd., die Mandate sämmtl. Vertreter der ger. von Herrn Gustav; d. utfomisch. Arbeitgeber für die Generalversamm Clown- Imitat. Mr. Ybbs, Mr. Lavater lung ab und haben demgemäß auf grund der SS 49 und ff. des Statuts vor Ablauf d. 3. die Neuwahlen der felben stattzufinden. Zu wählen sind 392 Vertreter und zwar für die nächste dreijährige Wahlperiode vom 1. Jas nuar 1894 bis 31. Dezember 1896. Lee etc. Zum Schluß: Huldigungsgruß au Berlin. Gr. Parade- Schaustück v. Dir. Fr. Renz, mit Aufzügen, Festspielen, Solo- und Ensemble- Tänzen von 80 Damen. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Donnerstag: Große Vorstellung. Fr. Renz, Direttor. Zur Vornahme der Wahlen findet deshalb im Kassenlokal, An der Stadtbahn No. 46, Hof Quergebäude I., am Mittwoch, den 27. Dezember, Abends eine Die Wunder der neuen Welt" für die Mitglieder der Schule statt. Eröffnung des physikalischen Saales um 1 Uhr, Beginn der Vorstellung 2 Uhr. Die Mitglieder sind hierzu höflichst eingeladen. Billets à 40 Pf. sind in den Schulen, bei Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a: H. Gumpel, Barnimstraß 42 und beim Rassirer H. Königs, Dieffenbachstraße 30, zu haben. 454/7 Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen.( Filiale Berlin.) Donnerstag, 21. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstraße 38: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann: Waun beginnt die Revolution? 2. Diskussion. 8. Rassenbericht. 4. Anträge der Verwaltung.( Errichtung eines Vereinsbureaus. Weihnachts- Unterstüßung arbeitsloser Mitglieder.) 5. Ber schiedenes. NB. Da in dieser Versammlung ein Beschluß von außerordentlicher Bedeutung gefaßt werden soll, ist jedes Mitglied verpflichtet zu erscheinen. 210/14 Die Verwaltung. Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen. Mittwoch, den 27. Dezember, Vorm. präzise 10 Uhr, bei Bötzow, Vor dem Prenzlauer Thor: Versammlung. Tagesordnung: Der Entwurf des Tabaksteuergesetzes und die fernere Agitation gegen denselben. Bemerkenswerthes vom Tabalarbeiter- Rongres. Abrechnung der Rongreß- Kommission. 321/18 Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet, weil der Saal um 1 Uhr geräumt werden muß. Die Kongress- Kommission. Verband deutscher Zimmerleute. ( Lokalverband Berlin); Mittwoch, 20. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Lehmann, Kreuzbergstraße 48: Bezirks- Versammlung. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Jeder Berufsgenosse hat Zutritt. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen ersucht NB. Die Bersammlung am 18. b. Mts. Tonnte Umstände halber nicht stattfinden. 472/1 !! Auf vielseitigen Wausch:: Circus G. Schumann, welcher die Arbeitgeber, welche für diVerein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse Die Trockenwohner oder: Das Rind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. von ihnen beschäftigten Personen BeiMittwoch, den 20. Dezember, träge aus eigenen Mitteln zur obengenannten Kasse zahlen, eingeladen Abends 7/2 Uhr: Gala- Sport- Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Auf vielseitiges Verlangen: VorfühAnfang Wochentags 2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Kaufmann's Variété Stadtbahn- Station Alexanderplatz. Täglich: Grosse Spezialitäten Borstellung von nur Künstlern I. Ranges: Familie Ueberle, Afrobaten( 6 Pers.). Signorina Kathi, Schlan gendame. Frl. Möller, Drahtseilfünftlerin. The Chantoell, Herr und Dame, musikalische Klowns. Fräulein Melani, Chansonette. Georg Cordes, Gesangshumorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 75 Pf. Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. Entree: Bitherinstitut 8 Stunden 4 M. Januar Schützerkonzert. Albrecht, Dresdener Straße 8, am Rottbuserthor. 869b* der Töpfer u. Berufsg. Berlins u. Umgegend. werden mit dem Bemerken, daß um Am Montag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), 9 Uhr der Wahlakt beginnt und wäh rend desselben die Thüren gemäß§ 58 Abs. 4 des Statuts geschloffen werden. Berlin, den 4. Dezember 1893. Der Vorstand: rung der vor 2 Jahren in 10 Tagen dressirten ungarischen Stute ,, Elsa" ( Eigenthum des Herrn G. Eichler). Groll, Borsigender. Scherk, Schriftf. Promenade des fleurs, ger. von Mlle. Lecusson. Die 4 Sonnenstrahlen, nach Generalversammlung der Musik Ta- ra- ta- boom- da- ay dress. der Delegirten im Lokale des Herrn Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: Abendunterhaltung unter Mitwirkung unseres Gesangvereins ,, Sängerchor der Töpfer" 470/2 Nachher: Tanzkränzchen. Entree frei. Anfang Nachmittags 5 Uhr. 4 Hengste, Original- Dressur d. Herrn Max Schumann. Mr. Lecusson, vor der Orts- Krankenkasse des haben Zutritt. Um recht rege Betheiligung ersucht Töpfer- Gewerbes zu Berlin Da das Vergnügen kein öffentliches ist, so ersuchen wir die Kollegen, fich mit dem Mitgliedsbuch zu versehen. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, Der Vorstand. züglicher Saltomortal- Reiter. Borlegtes Gastauftreten der berühmten Fechterinnen Geschw. Ferno. Damen- Hurdle- race, ger. v. 14 Damen mit engl. Halb- und Vollblutpferden. Original Clown Olschansky m. seinen dressirten Ratten und Ragen. Doppelte hohe Schule ohne Baum und Bügel, geritten von Frl. Lecusson. Gastauftreten der Gold Gladiatoren Broth. Paxton. Musikalisches Entree der Clowns Paul und William. Morgen: Große Vorstellung. Letztes Auftreten der Fechterinnen Geschw. Ferno. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. am Donnerstag, den 21. Dezember 1898, Actien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe Abends 6 Uhr, im Gartensaale des Herrn Keller, Bergftr. 68. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 2. Wahl dreier Kassenrevisoren( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer) zum Jahresabschluß. 3. Anträge. 4. Wahl vormals Patzenhofer Berlin ND., Landsberger Allee 27. Außer unserem bekannten dunklen Gebräu liefern wir auch ein eines Krantenbesucher- Stellvertreters kräftig eingebrantes helles Lagerbier auf 1 Jahr. 5. Verschiedenes.( Nach § 47 des Statuts.) Nur Delegirte haben Zutritt. Der Vorstand: Gustav Erbe, 1. Vorsitzender, Spandau, Großer Wall in der Havel. Rudolph Bahlke, Schriftführer, * Madaistr. 9. 327/7 in Flaschen und Gebinden und bitten, Bestellungen zum Feßt möglichst zeitig an uns gelangen zu lassen. Berlin NO., Landsberger Allee 27. Fernsprecher- Amt VII Nr. 5535. 53649 Boltz' Festsäle, S. Normals G. Peuerstein 75, Alte Jakobstrasse Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Amt I, 1082. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 298. Aus England. London, 14. Dezember 1893. Mittwody. den 20. Dezember 1893. 4 Tokales. stehen und in führung, neue Schüler aufgenommen werden. im " 10. Jahrg. sprengt und geplättet wird, ist eine dreiste Unwahrheit", so ist damit unsere Behauptung noch nicht widerlegt, denn die Direktion sagt nichts, was wir nicht auch sagen: gewaschen werden die Bademäntel, aber erst nachdem sie 10-15mal benutzt wurden. Die Sprechstunde der Redaktion wird fortan nicht Das Pariser Dynamit- oder Pikrin- Attentat hat auch in mehr Mittags, sondern Abends von 7 bis 8/2 Uhr abEngland seine Wirkung gehabt ob im Sinne feines Verübers gehalten. Redaktion des Vorwärts". Wenn wir nun davon sprachen, daß angesichts des oftmaligen will ich dahingestellt sein lassen. Bei Leuten wie dieser VaillantGebrauchs der Bademäntel ein Mangel an Wäsche vorhanden Marchal wird man wohl nicht fehlgehen, wenn man eine frant Armen- Krankenpflege. In der Zeit vom 1. April 1892 sei, so wollen wir uns gern befehren lassen, wenn das nicht der hafte Neigung zur Gewaltthätigkeit um der Gewaltthätigkeit bis 31. März 1893 waren für die„ offene", d. h. nicht in An Fall ist. Um so verwerflicher ist jedoch dann das Sparsystem, willen als hervorragendstes Motiv ihres Verhaltens betrachtet. stalten ausgeübte Armenkrankenpflege 70 befoldete Armen Aerzte das im Admiralsgarten- Bad geübt wird, und das dazu dienen Unterstützt und gefördert werden diese Tendenzen durch die Art, thätig. Der neueste Verwaltungsbericht des Magistrats über die kann, daß man sich dort durch die reinen" Bademäntel etwas" wie die Sensationspresse solche Attentate und die Verüber der städtische Armenpflege bringt aus den Jahresberichten diefer wegholen fann. Wie steht es denn mit der Aeußerung der Oberselben behandelt. Nach einigen pflichtgemäßen Entrüstungs- Armen- Aerzte einige Mittheilungen. Von 61 166 Armen- Kranken wäscherin? Warum geht die Direktion mit so nichtachtendem Phrasen beginnt die intensive Beschäftigung mit That und Thäter.( gegen 57 469 im Vorjahre) waren 17 pet. Männer, 51 pet. Stillschweigen darüber hinweg? Ist das auch eine dreiste UnDer Lehtere wird zur interessantesten Persönlichkeit des Tages: Weiber, 32 pCt. Kinder. Auf je 1000 Zivileinwohner tamen wahrheit" Wir sind der Meinung, daß eine dreiste" Ab36 ( gegen etwa der größte Denter, der unermüdlichste Arbeiter für das 37 bis 38 Armen- Kranke Vor leugnung der Thatsachen eher bei der Direktion des AdmiralsWohl der Menschheit könnte nicht das Behntel der Aufmerksam- jahre). Ueber 54 988 Wohnungen von Armen- Kranken find garten- Bades zu suchen ist. E3 teit auf sich ziehen, die einem erfolgreichen Zerstörer von Feststellungen die Höhenlage erfolgt. lagen Ein Selbstmord. Gestern Nachmittag 4%, Uhr wurde am Menschenleben gewidmet wird. Freilich, der Ruhm dauert nicht im Keller 6289= 11 pt., im Halbstock 3131 pet., im Erdlange, aber was ein französischer Wigmacher einmal von den geschoß 6477 12 pet., im I. Stod 8009= 15 pCt., im Spandauer Schifffahrtskanal ein Mann bemerkt, von dessen HänFrauen gesagt, daß, wenn es ein Kostüm gäbe, das alle anderen II. Stock 9593 17 pCt., im III. Stock 11233 20 pCt., im den Blut herabriefelte. Er schien sich die Pulsadern geöffnet zu an Kleidsamkeit überträfe, aber nur auf dem Wege zum Schaffot IV. Stock 12135 22 pet., im V. Stod 977= 2 pet., im haben. Als man ihm zu Hilfe tommen wollte, stürzte er sich getragen werden dürfte, alsdann Hunderte von Frauen sich VI. Stock 12 Wohnungen. Der Bericht bemerkt hierzu: Wenn mit den Worten: Laßt mich, mir ist nicht zu helfen!" ins töpfen lassen würden, um nur dieses Kleid tragen zu fönnen, auch viele schlechte Wohnungen besonders durch Niederreißen Wasser. An dem Plaze, den er verlassen hatte, befand sich eine dieses Spottwort gilt, soweit richtig, auch für das männliche alter Häuler verschwunden sind, so stehen doch auch in neueren große Blutlache. Den sofort angestellten Rettungsversuchen geDer Geschlecht. Wie soll also bei Leuten, die schon an sich stärker Gebäuden oft die Hinterhäuser in tragischem Gegensatze zu den lang es nur, einen todten Körper ans Land zu bringen. als Andere zu Zeistörungsaften neigen, die Aussicht, im Falle eleganten meist sauberen Vorderhäusern. Viele Keller find noch Todte, ein stattlicher Mann mit dunklem, am Hinterkopfe ein der Abfassung eine Zeitlang alle Augen auf sich zu lenfen, feucht, dunkel, schwer zugänglich, zumal von Hofwohnungen wenig gelichtetem Haupthaare und dunklem Schnurrbart, hatte anders als anreizend wirken? Hinzu kommt aller( felbst im Innern der Stadt); im Halbstock fönnen oft einen Chapeau clacque( Firma: Luisenstraße) und einen Spazier dings noch die kritiklose Berherrlichung solcher Akte Erwachsene nicht gerade noch nicht stock aus rothem Holze zurückgelassen, an dessen Beschlag sich der Dr. med. Ad. Awater, durch die Leute, die zwischen einem wirklichen Frei- fanalisirten Straßen läßt die Sauberkeit der Wohnungen Name Dr. Awater eingravirt befand. heits kampfe und der Parodie eines solchen nicht unterscheiden noch mehr zu wünschen übrig als anderswo. Auf einen ärzt- praft. Arzt, Spezialist für Frauenkrankheiten, wohnte früher in fönnen cder wollen. Indeß soweit dieselben den Muth ihrer lichen Antrag wurden vier Wohnungen geschlossen." Gleiche und der Luisenstr. 44. Als seine jezige Wohnung ist im Adreßbuch thörichten Ansichten haben, stehen sie immer noch auf einer anderen noch schlimmere Dinge haben die Feststellungen der Arbeiter- Hindersinstr. 1 aufgeführt. Stufe als das Preßbanditenthum, das die That zu verabscheuen Sanitätsfommission ergeben, die unseren Lesern bekannt sind. Zur Verhaftung des Bankbeamten Barten werden noch vorgiebt, und sie doch nur als willkommene Gelegenheit betrachtet, Diese Feststellungen haben den Beweis geliefert, daß alle folgende Einzelheiten berichtet: Es sind ausschließlich Katholiken vermittels ihrer Geld zu machen". Baupolizei Ordnungen und alle behördliche Aufsicht nicht geschädigt worden. Die denselben unterschlagene Summe beträgt Hier, wie wohl auch anderwärts, find es vornehmlich die imstande ist, die besiglose Klasse vor der Ausbeutung nach dem eigenen Geständniß des B. 36 000 M., aber die Größe Abendblätter, die von der Eensation leben. Die Morgenblätter durch Wohnungswucher treibende Grund- und Hausbesizer zu der Defraudation liegt noch mehr in der gemeinen Gesinnung haben meist ihr feftes Publikum und dürfen daher die Form schützen, so lange die bezüglichen Bestimmungen vor der„ Heilig dessen, der den Betrug ansgeführt, als in der Höhe der unteretwas mehr beobachten, aber die Abendpresse, und insbesondere feit" des Kapitals Halt machen und einer ernſteren Schädigung schlagenen Summe. Denn das Geld war für die Waisenkinder die für die kleinen Leute berechneten Halfpenny- Blätter betreiben der Hausbesitzer ausweichen. Aus den weiteren Angaben der katholischer Konfession gesammelt worden. Daß diese Kinder ein die Vermünzung von Verbrechen, Unglücksfällen und sonstigen, armenärztlichen Jahresberichte sei noch hervorgehoben, daß wieder, eigenes Heim erhielten, war der Jahre lang gehegte Wunsch der der Schattenfeite des Lebens zugehörigen Ereignissen mit einer Scham- wie in jedem Jahre, vorzugsweise Krankheiten der Luftwege und hiesigen katholischen Gemeinde. Man schritt zur That und das Tofigkeit, wie fie eben nur die auf den Gipfel getriebene Konkurrenz, besonders Lungenschwindsucht zur Behandlung kam. Aus zehn Ergebniß der Sammlungen, an denen sich auch die Aermsten bediese vielbewunderte Göttin des Fortschritts, herausbilden konnte. Medizinalbezirken wurden 13 Genesende in die Heimstätten ge- theiligt, war jene Summe. B., der im Vereinsleben der fatho Die Plakate, auf denen zur Anlockung von Käufern die wichtigsten schickt, stets mit großem, wenn auch oft nicht anhaltendem Gr- lischen Gemeinde eine bedeutende Rolle spielte, auch bei der Neuigkeiten verzeichnet sind, die die betreffenden Ausgaben ent- folge", fügt der Bericht hinzu. Daß der Erfolg nicht anhält, ist Geistlichkeit als fleißiger Kirchgänger sich einzuschmeicheln wußte, halten, find die widerwärtigste Lektüre, die man sich denfen kann. bei so elenden Verhältnissen allerdings begreiflich. hatte es dahin zu bringen gewußt, daß man ihn mit dem UnterDinge, für die der Arbeiter fich vorwiegend interessirt oder inter- Arbeiter Bildungsschule. Auf vielseitigen Wunsch be- bringen der Gelder betraute. Vor etwa acht Tagen nun hielt effiren sollte, sind da nie angekündigt, aber der Ausgang von ginnen die Weihnachtsferien am Sonntag, den 24. Dezember, der katholische kaufmännische Hilfsverein eine Sigung ab, zu der Pferderennen, die Thatsache, daß irgendwo ein gräßlicher und endigen am 1. Januar 1894. Der Unterricht in Buch- wie stets, auch B. erwartet wurde. Statt seiner traf jedoch ein Brief Mord" geschehen, eine fürchterlich verstümmelte Leiche" aufgeführung in der Ost- Schule findet jedoch am Sonntag, den ein, in welchem er den Verein für die frohen Stunden dankt, die er funden, ein fenfationeller Scheidungsprozeß" eingeleitet ist, 24. Dezember, noch statt. Der erste Unterrichtstag fällt 1894 auf in feiner Mitte verlebt, und sich von den Mitgliedern veraboder daß das Blatt Einzelnheiten über irgend einen Mörder den 2. Januar, an welchem Tage in allen Fächern, außer Buch- schiedet, die ihn nun doch wohl nicht mehr würden kennen wollen, bringt, werden mit ganz besonders fetten Buchstaben andenn er habe die für das Waisenhaus bestimmten Fonds untergekündigt. schlagen. Trotz der begreiflichen Entrüstung machten sich doch Im Ganzen sind sich die Blätter der verschiedenen Partei Trotzdem der Geschäftsverkehr am letzten Sonntag nach Stimmen geltend, die von einer Anzeige nichts wissen und die richtungen in dieser Praxis gleich. Wenn indeß einmal die allgemeinem Urtheil im Verhältniß außerordentlich schwach war, ganze Sache vertuschen wollten. Diesmal aber hat der Betrüger, Krone der widerwärtigen Spekulation mit Sensationsnachrichten haben es doch manche Ladenbesizer nicht über sich gewinnen wie feine Verhaftung lehrt, sich doch verrechnet. B. hat sich erst ertheilt werden soll, so gebührt sie in London demjenigen Blatt, tönnen, zur festgesetzten Zeit Schluß zu machen. Bezeichnender- vor 8 Wochen verheirathet. tas die Sache der Partei der ,, Gentlemen" vertritt, dem Lafaien- weise waren es gerade die Inhaber größerer Geschäfte in der Vielleicht giebt dieser Vorfall diversen katholischen Blättern blatt der Konservativen. Und dieses Blatt grade von allen Friedrichstadt, die ihr Personal, umbekümmert um die bekannte Veranlassung, fich hinfort mit etwas weniger Behagen als bisher macht auch am meisten in und aus-Dynamit Polizeiverordnung, ruhig nach 6 Uhr weiter schanzen ließen. zu räteln, wenn irgendwo einmal in sozialdemokratischen Kreisen attentaten und Verschwörungen. Natürlich in der edelsten Erwähnt sei z. B., daß Herr Lubasch sein Geschäft in der ein Lump an den Branger gestellt werden sollte. Schufte können Absicht von der Welt: um sie zu denunziren. Daß die Oranienstraße erst gegen 7 Uhr schloß, nachdem einige von sich überall einschleichen, liebe Germania", und der Unterschied Aufbauschung dieser Dinge auch noch andere Wirkungen hat, als Bassanten herbeigeholte Polizeibeamte sich für seine geplagten ist nur der, daß sie sich weit leichter zu frommem Augenaufgewissen Lesern eine wohlihuende Gänsehaut zu verursachen, Angestellten ins Mittel gelegt hatten. Wenn die Kontrolle an schlag verstehen, als zum muthigen Gintreten für Prinzipien, den nächsten beiden Sonntagen nicht strenger ausgeübt wird als die, wie in der Sozialdemokratie, gegen eine ganze Welt verJedenfalls haben die„ Evening News" jezt ihren Triumph: am vergangenen, so dürften die Bestimmungen des PolizeiDas Pariser Attentat hat die Londoner Presse zu fast ein- Präsidenten den Handesangestellten wenig zu Gute kommen. stimmigem Eintreten für Repressionsmaßregeln veranlaßt. Nicht Im Interesse der Handelsangestellten und Arbeiter wäre es In der Backstube seines Meisters erhängt hat sich nur die konservativen Blätter, Times", Standard"," Daily übrigens dringend zu wünschen, daß das kaufende Publikum für heute Morgen gegen 5 Uhr der erst 19 Jahre alte Bäckergeselle Telegraph"," Morning Post"," Pall Mall Gazette" 2c., auch das seinen Theil ebenfalls die Befolgung der genannten Bestimmungen Johann Stegmann, der bei einem Bäckermeister in der UsedomOrgan des englischen Liberalismus, Daily News", trat für die unterstützte, anstatt zu Uebertretungen beizutragen. Bemerfen traße beschäftigt war. Stegmann trug seit gestern Abend ein Unterdrückung der Anarchisten- Blätter, die die Propaganda der wollen wir noch, daß die Organisation der Kaufleute Anzeigen sonderbares Benehmen zur Schau, sodaß angenommen werden That predigen, ein, und das radikale Daily Chronicle" erklärte, von Uebertretungen der Polizei Verordnung in ihrem Bureau, muß, er habe in einem Zustande von Geistesgestörtheit Hand an von den Betheiligten an anarchistischen Gewaltaften müsse der Restaurant" Neue Post", Beuthstr. 20/22 ständig entgegennimmt. fich gelegt. Die Leiche ist dem Schauhaufe zugeführt worden. Schild, den wir so stolz waren, über den politischen Verschwörer Die Erhebungen über die Verhältnisse der im Wegen wiederholter Sittlichkeitsvergehen, begangen an zu halten, abgezogen werden mit anderen Worten, ihnen sei Gastwirthsgewerbe angestellten Personen soll der siebenjährigen Emma Brase, wurde der Schuhmacher Hänel das Asylrecht zu versagen. So schreibt ein radikales Blatt, wo nun auch in Berlin vorgenommen werden, nachdem dasselbe verhaftet. Hänel wohnt im Keller des Hauses Rheinsbergerbisher ſelbſt fonservative Engländer sich scheuten, in das Asyl- bereits in fast allen größeren Städten Deutschlands geschehen. ftraße 22, in welchem die Eltern der Brase ein Grünframrecht auch nur die kleinste Lücke reißen zu lassen! Selbst wenn Es sind zu diesem Zwecke eine Anzahl Fragebogen ausgegeben gefchäit betreiben. Er ist verheirathet und Bater zweier Kinder. diese Einstimmigkeit in der Presse nur das Produkt der ersten worden, durch welche die Befragten zur Hälfte find es Arbeit. Das schwer erkrankte Mädchen hat eingestanden, daß es dem Aufregung war, bleibt sie eine zum Nachdenken herausfordernde geber, zur Hälfte Arbeitnehmer- Auskunft geben sollen über Wünſtling bereits vor dem Juli d. I. zum Opfer gefallen ist. Arbeitszeit, Sohn, über tägliche Rubepausen; Die Frau Hänel's betreibt Rolportagegefchäite, und so war es Es giebt Anarchisten, die in der Beseitigung des Asylrechts auch wird über die Höhe der für die Stellung bezahlte Ber- ihrem Mann möglich, daß Kind in die Wohnung zu locken, in fein Uebel, sondern vielmehr einen erfreulichen Fortschritt er mittelungsgebühr Auskunft verlangt. Die Bogen find von der der er meist sich allein befand. bliden. Eoweit diese Leute selbst dabei in Betracht kommen, Polizei ausgegeben und werden von ihr wieder abgeholt. Zur Warnung. Die Ehefrau des in der Staligerstraße wäre es Unsinn, mit ihnen zu streiten. Wer nicht will, dem ge- Die Erfahrungen, die bei den Erhebungen im Handels- wohnenden Eisenbahnschaffners Winter hatten ihrem 11/2 Jahre schicht mit der Versagung kein Unrecht. Tas Asylrecht ist aber gewerbe gemacht worden sind, sowie die Bestimmung, daß in den alten Kinde, einem Mädchen, Löcher in die Ohren stechen lassen, ron Wichtigkeit für Leute, die nicht aus Laune, sondern weil Geschäften, wo nur Lehrlinge beschäftigt find, der Prinzipal die in die später ein Paar goldene Ohrringe gehängt werden sollten. ihnen kein anderes Mittel der Vertretung ihrer Jdeen blieb, zur Fragebogen ausfüllen soll, in anderen aber stets der Oberkellner, Die tluge Frau", die dies Geschäft besorgte, hatte zuvor das Gewalt übergingen, für die Freiheitsbewegung in despotisch re- müssen befürchten lassen, daß das Bild viel zu rosig werden Ohr tüchtig gerieben und dann beim Stechen ein blaues Wollgierten Ländern. Ist jedoch einmal mit dem Riß der Anfang wird. Von dieser Erwägung gehen wohl auch die hiesigen fnäuel hinter das Ohrläppchen gehalten. Schon in der Nacht gemacht, so ist auch für sie das Asylrecht resp. der Asylschutz in organisirten Gastwirthsgehilfen aus, wenn sie wie wir aus nach der Prozedur schwoll das Ohr des bedauernswerthen Kindes Zukunft sehr problematisch geworden. sicherer Quelle erfahren zu gleicher Zeit 2000 Fragebogen in Tie Realtion äußert sich aber nicht nur in der bürgerlichen Umlauf jeßten, um eventuell der Regierung mit dem gewonnenen die Kleine, troß sofort zugezogener ärztlicher Hilfe, unter furchtzu gleicher Zeit 2000 Fragebogen in in besorgnißerregender Weise an und am Sonnabend Abend ist Presse, sie zeigt sich auch in der Theilnahmslosigkeit der Arbeiter Material dienen zu fönnen. Das ist umso nothwendiger, als baren Schmerzen an den Folgen einer Blutvergiftung ge schaft gegenüber dem Verbot des Anarchistenmeetings auf Tra- die Regierung in ganz Berlin nur je hundert Fragebogen für storben. Wahrscheinlich ist von dem blauen Wolfnäuel giftiger falgar Square durch den Polizeiminifier Asquith. Noch vor Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Umlauf brachte. Farbstoff in die frische Wunde gekommen und hat so das Unglück etlichen Wochen hatte Herr Asquith den Muth, dem Drängen einiger Tories mit der Erklärung entgegenzutreten, Repressiv Der Engros- Handel in Weihnachtsbäumen ist bereits herbeigeführt. maßregeln gegen Worte seien die falscheste Politit, nur Hand- beendet; auf dem Schlesischen Bahnhof ist der Gesammtvorrath Als Kindesmord stellt sich ein Vorfall heraus, der einem lungen gegenüber sei dergleichen am Plaze. Bald darauf aber erschöpft, auf dem Görliger Bahnhof stehen nur noch 60 Schock am 15. d. M. gemachten Leichenfund zu Grunde liegt. Auf dem änderte er seine Meinung und verbot die Abhaltung eines Tannen zum Verkauf und auch der Stettiner- und Dresdener Grundstück G..benerjir. 29 wurde ein in Papier gehülltes Packet Anarchistenmeetings auf Trafalgar Equare, weil der Einberufer Bahnhof find fast völlig geräumt. Die Preise der Bäume sind entdeckt, das eine in braunes Zeug eingewickelte Kindesleiche Redatteur eines Blattes sei, in dem die Fabritation von Bomben gegenwärtig noch sehr hoch, beeinflußt durch die allerdings sehr enthielt. Das Kind ist erwürgt und an den Fundort gelegt empfohlen worden. Zweimal haben seitdem die Anarchisten ver- bedeutenden Einkaufspreise. Die Händler mußten für das Schock worden. sucht, das Recht der Abhaltung von Meetings auf Trafalgar gewöhnlicher Tannen 36 Mart bezahlen; bessere Bäume, Fichten Als Urheber der zahlreichen Raubaufälle bei Tegel und Equare zu erzwingen, jedesmal natürlich, um gegenüber der und Silbertannen, welch lettere diesmal in großen Mengen auf organifirten Polizei das Feld räumen zu müssen. Nicht so natür den Markt gekommen sind, toften 45-80 M. pro Schock. Die Tegelhorst sind vorgestern zwei jugendliche, bislang noch nicht lich aber ist, daß ihre Proteste in der Arbeiterwelt absolut feinen augenblicklich noch hohen Einzelpreise der Bäume bürsten bei refognoszirte Personen festgenommen und in Untersuchungshaft Widerhall gefunden haben. Beim ersten Meeting verhielten sich den elenden Zeiten, in denen mancher brave Familienvater seinen abgeführt. Wie bereits gemeldet, find seit einiger Zeit in der die etlichen Hundert Neugierige, die sich die Sache Spaßes halber Kindern faum Brot, geschweige denn einen Weihnachtsbaum Umgebung von Tegel eine Reihe von Ueberjällen begangen worden, denen in wenigen Tagen eine Frau, ein Landbriefträger, mitansehen, immerhin neutral, beim zweiten aber nahmen sogar spenden kann, wohl noch ein wenig herunter gehen. ein Fleischergeselle und ein kleines Mädchen zum Opfer fielen. die Zuschauenden gegen die zur Vertheidigung der Redefreiheit" Admiralsgarten- Bad. Zu der Berichtigung", die die Vorgestern wurde wieder ein Arbeiter von dem Gesindel anerschienenen Anarchisten Partei, und einer der letzteren entging Direktion des Admiralsgarten Bades über unsere Motiz in gegriffen; derselbe ergriff die Flucht, entkam und begab sich nur mit Hilfe der Polizei einem unfreiwilligen Bad in einem Nr. 294 bringt, bemerkt unser Gewährsmann der Direktion, daß nach Tegel, wo er sein Abenteuer erzahlte. Ein Gendarm begab der Bassins des Square. Diese Ironie der Thatsachen wäre fast die Kranken und Badenten nicht noch nöthig haben, sich bei ihr sich sofort an die Verfolgung der Thater und es gelang ihm spaßhaft zu nennen, wenn nicht die Deduktion des Herrn Asquith selbst zu beschweren. Gerade die Badegaste bemerken in den auch zwei Burschen, auf welche die von den Räubern gegebene und die stillschweigende Hinnahme derselben durch die sonst auf allerfeltensten Fällen, was sie für reine" Wäsche bekommen, Beschreibung paßte, in dem Spandau- Tegeler Forst festzunehmen. das freie Versammlungsrecht so eifersüchtigen englischen Arbeiter weil dieselbe das Aussehen frisch gewaschener Wäsche hat. einen bösen Präzedenzfall lieferten. kommt dabei nicht in Betracht. Erscheinung. " " fochten werden sollen. Wenn die Direktion jedoch sagt:„ Die gleichzeitig vor Dynamit. Eine verdächtige Postsendung beschäftigte am gebrachte Behauptung, daß Badewäsche nicht nach dem Gebrauch Montag Morgen wieder einmal die Polizei. Gegen 10 Uhr lief gewaschen( wir sprachen davon, daß die Bademäntel erst nach bei der Wittwe des Bereiters Frize, Elsasserstr. 32, ein starker 10-15maligem Gebrauch gewaschen werden), sondern nur be: Brief ein, dessen Absender auf dem Umschlage nicht vermerkt war. Die Empfängerin stand noch unter dem Drucke der hier des Vertheidigers, Rechtsanwalt Heine, hielt die Zeugen wegen böhmische und italienische Arbeiter genügen nicht mehr, um den in jüngster Zeit geschehenen Ereignisse und befühlte zähneklappernd ihrer Feindschaft gegen die Angeklagte nicht für glaubwürdig Preis der einheimischen Arbeitskraft zu drücken, es müssen noch den Brief. Sie glaubte Körner darin wahrzunehmen. Da außer- und fällte ein freisprechendes Urtheil. arabische herangezogen werden. Da fehlen nur noch die Kulis. " dem ein schwefelartiger Geruch der Sendung entströmte, so wagte Aus den Geheimnissen der Polstermöbel- Fabrikation. Rechtshilfe für Arbeiter hat, wie die Schles. Voltsztg." die arme Frau nicht, sie zu öffnen und ließ die über ihr wohnende Ein empörender Betrug führte heute den Möbelhändler Karl berichtet, das Gericht in Breslau eingeführt. Um zu verhüten, Modiftin Harnisch rufen. Diese riß mit Todesverachtung den Mäther und dessen Ehefrau aus Rummelsburg vor die erste daß die arme Bevölkerung bei Einholung von juristischen Rath= Umschlag auf, erschrak nun aber gleichfalls, da ein gelblich- weißes Straftammer am Landgericht II. Beide Eheleute waren vom schlägen auf die sogenannten Winkelkonsulenten angewieſen iſt, Pulver zum Vorschein kam. Man wandte sich an die Revier Schöffengerichte zu je einer Woche Gefängniß verurtheilt worden hat an jedem Werttage ein dazu bestimmter Rechtskundiger allen polizei, die das Bulver einem Chemiker vorlegte. Die Unter- und hatten hiergegen Berufung eingelegt. Nach den Ergebnissen Anfragenden unentgeltlich Rath zu ertheilen. fuchung stellte sofort den Inhalt als gänzlich ungefährlich, näm- der Beweisaufnahme hat der Schlossermeister Bofert bei den Schreibkräfte, welche demselben beigegeben sind, ſehen ihn in den lich als Seifenpulver fest. Außerdem wurde eine Karte Angeklagten, die in Rummelsburg ein offenes Möbelgeschäft be- Stand, auch Anträge, Gesuche u. f. w. sofort ausarbeiten zu vorgefunden, auf der ein Droguist S. als Absender die Vorzüg- treiben, im März d. J. eine Plüsch- Garnitur für 210 M. bestellt. laffen. Das bedeutet einen kleinen Fortschritt zwar, jedoch, bei lichkeit seines Waschmittels hervorhob. Im Oranienburger um ganz sicher zu sein, daß er gute Waare bekomme, nahm Bofert dem jest herrschenden theuren Gerichtsverfahren wird der UnViertel machte bald die schaurige Geschichte von dem neuesten teine fertige Garnitur, sondern legte den Schwerpunkt auf bestellte bemittelte gegenüber dem Reichen doch im Nachtheil bleiben. Dynamitattentat die Runde." " A Die nöthigen Als Blaumachen ist anzusehen, wenn ein Arbeiter unentschuldigt aus dem Geschäfte wegbleibt oder weggeht, oder sich durch falsche Vorspiegelungen von seinem Arbeitgeber Urlaub erwirkt und ihn anders ausnutzt. § 7. Des weiteren dürfen Mitglieder Arbeitern, welche Arbeit". Es wurde ausdrücklich verabredet, daß nur neues Ueber die Zwecke und Ziele von Fabrikantenvereinen Hilflos anfgefunden wurde gestern( Montag) Abend gegen Werg und Indianafaser zur Polsterung verwendet werden, 11 Uhr durch einen Schuhmann des 29. Polizeireviers vor dem und diese mit weißem Nesseltuch überspannt werden solle. Kaum ist das Schuhmacher Fachblatt" in der Lage, ein recht Hause Dresdenerstr. 114 ein Mann, in dem später der 29 Jahre hatten die Bosert'schen Eheleute die Garnitur drei Wochen lang im bezeichnendes Beispiel zu veröffentlichen: Die Tuttlinger alte Arbeiter Karl Sonder aus Rixdorf festgestellt worden ist. Besitz, so nahm die Polsterung eine bedenklich veränderte Form Fabrikanten haben einen Verein zum„ Schutz und zur Hebung" der Schuhfabrikation gegründet. Wie sie das zu bewerkstelligen Der Beamte brachte ihn nach der Sanitätswache in der Adalbert ein, die Size sackten bretterartig zusammen. Die Käufer waren Straße, wo zwei Flaschen bei ihm vorgefunden wurden, deren bereits überzeugt, übervortheilt worden zu sein, um sich aber gedenken, mögen einige Baragraphen des Statuts beweisen. Da eine mit Schnaps gefüllt war, während die andere fünfprozentige möglichst harmlos aus der Affäre zu ziehen, proponirten sie den heißt es z. B. im§ 6: Es ist ferner Pflicht jedes Mitgliedes, Rarbolsäure enthielt. Jufolge einer Verwechselung hatte Sander Angeklagten den Umtausch der Garnitur, was aber Frau Nather unehrliche und widerspenstige Arbeiter, sowie Blaumacher dem aus dem das Gift enthaltenden Gefäß getrunken nnd sich inner- rundweg ablehnte. Nunmehr trennten die Bosert'schen Eheleute Borstande bekannt zu geben. lich so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhause am Urban die Garnitur auf, und da fanden sie die Bescheerung. Statt gebracht wurde. Dort wurden Gegenmittel angewandt, und man des weißen Nesseltuches unter dem Ueberzug zeigte sich rohe Sack hofft, die Lebensgefahr beseitigt zu haben. leinewand, von Indianafaser keine Spur, das gesammte PolsterPolizeibericht. Am 18. d. M. Nachmittags wurde ein material bestand aus Qumpen, Stroh, seu und alten, Dienstmädchen an der Ecke der Calvinstraße und der Straße Alt- errissenen Rohrmatten. Der als Zeuge vernommene Moabit durch einen Arbeitswagen überfahren und am Fuße be- Tapezirer Menkki, der die Tapezierarbeiten an der Garnitur ge- wegen Verstoßes gegen§6 dem Vorstande und von diesem deutend verlegt. In der Fennstraße zerbrachen Abends in macht hat, bekundete, daß er das Material genau nach den An- sämmtlichen Arbeitgebern angezeigt sind, wenn es sich um Blaueinem Pferdebahnwagen zwei mit Säuren gefüllte größere Glas- ordnungen der Frau Näther genommen und verarbeitet habe. machen und Widerspenstigkeit handelt, vor Ablauf von drei flaschen, die ein Kaufmann in seinen Armen hielt; durch die In dem Näther'schen Geschäfte werde über Monaten inner- und außerhalb der Fabrik teine Arbeit mehr Die geben. Flüssigkeiten wurden feine Kleider und die zweier neben ihm haupt teine andere Waare hergestellt. Bei Unehrlichkeit darf der betreffende Arbeiter überhaupt fizenden Damen zerstört, außerdem erlitt der Kaufmann be- ganze Garnitur fei höchftens hundert Mart on feinem Mitgliede mehr beschäftigt werden. Da nun durch die Beweisaufnahme aber auch deutende Verletzungen an den Beinen.- Im Haufe Mittenwalderstraße 29 fiel ein Almofenempfänger von der Treppe und festgestellt wurde, daß der Ehemann Nather sich um sein§ 8. Etwaige vorkommende Streitigkeiten und Meinungserlitt eine bedeutende Verlegung am Kopfe, so daß seine Ueber- Geschäft absolut nicht fümmert und daß lediglich die Ehefrau verschiedenheiten der Mitglieder untereinander oder solche führung in das Krankenhaus Am Urban erforderlich wurde. Der Ghemann freigesprochen werden. Bezüglich der Mitangeklagten Durch einfache Stimmenmehrheit. Diesem Beschluß haben sich die betrügerischen Manipulationen angeordnet hatte, so mußte zwischen Arbeitgebern und Arbeitern entscheidet der Vorstand Vor dem Hause Dresdenerstr. 119 wurde ein Arbeiter schwer Ehefrau bedauerte der Staatsanwalt, daß nicht auch die Anklage: die Betheiligten unbedingt zu unterwerfen. frank aufgefunden und nach dem Krankenhause Am Urban ge- behörde Berufung eingelegt habe, er würde sonst eine bedeutend§ 9 erklärt die Geheimhaltung von Beschlüssen der Verbracht. Er hat sich anscheinend mittels Karbolsäure vergiftet. Am 19. d. M. Morgens wurde ein Bäder im Keller des Hauses höhere Strafe beantragt haben. Auch der Gerichtshof sprach sein fammlungen, von gemachten Mittheilungen für Ehrenfache und Usedomstr. 34 erhängt vorgefunden. Im Hause Weinstr. 28 fonnte, et mußte sich daher darauf beschränken, die Berufung Aufgagen desselben auch diejenige der Führung der nach§ 6 anBedauern darüber aus, daß die Strafe nicht erhöht werden bedroht Zuwiderhandlungen mit Ausschluß. Im Abschnitt Vorstand" bezeichnet der§ 10 unter anderen fand Nachmittags ein kleiner Brand statt. fostenpflichtig zu verworfen. zulegenden resp. angelegten schwarzen Liste. Gerichts- Beitung. 10 erth. Wie diese Arbeiter mit ihren Löhnen schlemmen mögen, wie sie überhaupt im Stande sind, diese Unsummen zu verschwenden, zumal diese Leute jedenfalls wenig Sinn für die aristokratischen" Bergnügungen wie Roulettespiel, Reiten, Saujagden u. s. w. zu haben scheinen. Der folgenschwere Brand, der am Abende des 8. Februar d. J. im Hause Andreasstraße 48 stattfand, beschäftigte gestern Die durchschnittlichen Jahres- Arbeitsverdienste der die vierte Strafkammer des Landgerichts I. Das Unglück soll land. und forstwirthschaftlichen Arbeiter in Württemberg Gewerbegericht. Sigung vom 16. Dezember. durch die Unvorsichtigkeit der Verkäuferin Emilie Kallmann sind von den Kreisregierungen zur Berechnung der Unfall- und Rammer I. Vorsitzender: Assessor Löwe. entstanden sein, die sich folgedessen wegen fahrlässiger Brand- Krankenversicherungs- Kosten für die Zeit vom 1. Januar 1894 Die Plätterin H. flagt gegen Frau Weber, Inhaberin einer stiftung zu verantworten hatte. In dem genannten Hause be bis 81. Dezember 1897 in folgender Weise( Normalfäße) festgesezt Blättanstalt, auf Bahlung von 15 M. rückständigen Lohn. Die findet sich das Weißwaaren- Geschäft des Kaufmann Lewinski. worden: durchschnittlicher Jahresverdienst für männliche ErKlägerin hatte bei der Beklagten für einen Tagelohn Als die Angeklagte an dem erwähnten Abende die Gaslampen wachsene im Donaukreis 450 M., Nedarkreis 400 M., Jagstkreis von 50 Pfennig und für das Eisen" gearbeitet. Die in dem Echaufenster anzünden wollte, soll sie mit dem Anzünder 400 M., Schwarzwaldkreis 400 m.; weibliche Erwachsene im Klagesumme ist also der Lohn für fünf Wochen. Die Beklagte einer Spizendekoration im Echaufenster zu nahe gekommen sein Neckarkreis 275 M., im Jagstkreis 275 M., im Donaufreis erkennt an, der Klägerin den Lohn in der angegebenen Höhe und dieselben entzündet haben. Das Feuer griff wegen 270 M., im Echwarzwaldkreis 250 M.; für jugendliche Arbeiter schuldig zu sein, macht aber eine Gegenrechnung auf: 4,50 m. der vielen leicht brennbaren Stoffe mit großer Schnellig( männlich) im Neckarkreis 250 M., Schwarzwaldkreis 250 M., für Kaffee, 2 M. dafür, daß Klägerin mit ihrer Erlaub feit um sich. Die Verkäuferinnen mußten sich schleunigst Donaukreis 210 M. und Jagstfreis 200 M.; weibliche jugendliche niß einen Tag nicht für sie, sondern für ihre Tante gearbeitet in das Nebenzimmer flüchten. Hier befand sich der Geschäfts: im Neckarfreis auf 180 M., in allen übrigen Kreisen auf 150 M. hat, 2 M. für das Plätten von Kleidern der Klägerin, 50 Pf. inhaber mit seiner Familie. Alle Personen mußten auf den Hof für Wäscheplätten, 75 Pf. für einen Plätteifengriff, den flüchten, die betagte Mutter des Lewinski ging aber wieder in Klägerin ruinirt bat, und 80 Pf. für Invalidenmarken. Als die Stube hinein, wurde vom Rauch erstickt und später von der Zengin wird die Tante der Klägerin, Frau Kr. vernommen. Feuerwehr in halbverkohltem Zustande als Leiche vorgefunden. Diese sagte aus, Frau Weber habe partout nichts für das jetzt Der ganze Laden war ausgebrannt. Die Angeschuldigte bestritt, in Anrechnung gebrachte Plätten der Kleider und der Wäsche daß sie den Anzünder unvorsichtig gehandhabt habe, die Gas ihrer Nichte nehmen wollen, fogar die Bezahlung der Feuerung flamme müsse beim Entzünden zu weit herausgeschlagen sein und habe sie zurückgewiefen. Der Plätteisengriff sei einschließlich die Spigen in Brand gesezt haben. Der Gerichtshof hielt durch feiner Befestigung höchstens 20 Pf. werth. Beugiu versteht die die Beweisaufnahme auch nicht für genügend erwiesen, daß die Gegenrechnung der Beklagten überhaupt nicht, da ihre Nichte Angeklagte eine Fahrlässigkeit begangen und fällte deshalb ein für die 50 Pf. und das bischen Effen oft bis 10, 12 und auch freisprechendes Urtheil. schon bis 8 Uhr Nachts habe arbeiten müssen". Die Klägerin giebt zu, 3,50 M. in den letzten fünf Wochen ihrer Thätigkeit bei der Beklagten erhalten zu haben; diese Summe wird von den eingeklagten 15 M. abgerechnet. Das Gericht nahm an, daß die Beklagte nur berechtigt sei, 60 Pf. für Klebemarken und An die Töpfer und Berufsgenossen in Berlin und 20 Pf. für den Plätteisengriff gegen den Arbeitslohn der Umgegend! Allen denjenigen Kollegen und Berufsgenossen, Klägerin zu kompenfiren und verurtheilte sie zur Zahlung der welche zum Generalfonds der Töpfer Deutschlands beitragen, Klagesumme, abzüglich der bereits gezahlten 3,50 M. und jener wird hiermit bekannt gegeben, daß unsere freiwillige Sammelfarte als tompensationsfähig anerkannten 80 Pf. für das nächste Jahr vom Sonnabend, den 30. Dezember 1893, in der Gipsstr. 3 sowie in allen bekannten Bahlstellen an die Kollegen verabfolgt werden. Soziale Leberlicht. Gustav Melzer, Vertrauensmann der Töpfer Berlins. Die Zahl der Zwangsveräußerungen von Grundstücken betrug im Großherzogthum Baden in den Jahren 1883 1454, 1887 799, 1888 820, 1889 857, 1891 960. Von den Zwangsveräußerungen des Jahres 1891 betrafen 254 nur Gebäude, 283 nur Land, 423 betrafen Haus und Land. Landwirthschaftliche Anwesen, d. h. Bauernhäuser nebst dem dazu gebörigen Land, geriethen in 418 Fällen zur zwangsmäßigen Ver äußerung. Von den besitzlos gewordenen Eigenthümern aller veräußerten Liegenschaften waren 367 Landwirthe, 518 Gewerbe- und Handeltreibende, 75 hatten einen andern oder keinen Beruf. Die gesammte Fläche des zwangsweise verkauften Landes betrug 1561 Hektar, davon waren 1116 Hektar landwirthschaftliche Anbaufläche( gleich 0,14 pCt. der landwirthschaftlichen Gesammt- Anbaufläche). Als Hauptgrund der Zwangsveräuße rungen giebt der amtliche Bericht eigene Verschuldung" der Eigenthümer an; die wenigsten Zwangsverkäufe seien der llebervortheilung, Ausbeutung 2c. der Eigenthümer durch dritte Perfonen zuzuschreiben; Wucher wäre in feinem Falle als Ursache des Zwangsverkaufs angegeben worden. Frau Marie Kunert stand gestern vor der vierten Straf kammer des Landgerichts I unter der Anschuldigung, mittels der Presse zu Gewaltthätigkeiten verschiedener Bevölkerungsklassen gegen einander aufgereizt zu haben. Während Genosse Kunert im Frühling 1892 nach Schluß des Reichstags verhaftet Die Düsseldorfer Gewerkschaft3- Kommission ersucht uns Handelt nach meinen Worten, nicht nach meinen und in Untersuchungshaft geführt wurde, schickte die An- mitzutheilen, daß sie mit dem 1. Januar 1894 eine 3entral- Thaten, mag der Pfarrer gedacht haben, der fürzlich in Thur geschuldigte eine Sammlung Gedichte ihres Ehemannes, die Herberge, Flingerstr. 37-39, errichtet und ladet alle( Schweiz) verstarb und ein Vermögen von 30 000 Frants den Titel Soziale Weckrufe" trugen, an den Buchhändler Große, Bureifenden ein, nur dort zu verkehren. Damit in Verbindung hinterließ, bei seinen Lebzeiten aber nur 1000 Frants versteuert in Halle a. S. mit dem Auftrage, dieselben drucken zu lassen und soll ein Bureau eröffnet werden, durch welches un hatte. Der Ansicht, daß Nehmen Seliger ist, denn zu verbreiten. Das Wert ist beschlagnahmt worden, weil der entgeltliche Auskunft ertheilt wird in allen gewerblichen Streitig eben, sollen auch bei uns manche geistliche Herren zuneigen. Inhalt den öffentlichen Frieden gefährden soll. Der Vertheidiger, feiten, in Unfall, Alters- und Invaliditätsversicherungs- Angelegen Rechtsanwalt Freudenthal, bestritt im geftrigen Termine, daß heiten. Das Bureau ist jeden Tag geöffnet. das hiesige Gericht zuständig sei. Die Verbreitung sei von Halle aus erfolgt und das dortige Gericht habe über die eventuelle " Strafbarkeit zu entscheiden. Der Gerichtshof schloß sich der Auschauung des Vertheidigers an, erklärte sich für unzuständig und legte die Kosten der Staatstaffe auf. 200 Derlammlungen. Von Seiten unserer Genoffen in Karlsruhe werden in den nächsten Tagen statistische Erhebungen über die Wohnungsverhältnisse der arbeitenden Bevölkerung in Karlsruhe angestellt. Die Erhebungen sollen durch Fragebogen gemacht werden. Das Die Genossen des 2. Berliner Reichstags- Wahlkreises ist wieder eine der Aufgaben, die von Rechts wegen dem Staat hatten eine öffentliche Parteiversammlung zum 18. Dezember nach zufallen. Was fümmerts aber den Klassenstaat, wie die Arbeiter der Bockbrauerei einberufen. Der Kassenbericht vom Vertrauens Ein von dem Führer eines Krankenwagens begangener leben, viel besser der Mantel der christlichen Liebe bleibt darüber mann Werner gestaltete sich folgendermaßen: Die Abrechnung vom Mai ergab: Einnahme: 1001,45 0. Betrug beschäftigte gestern die II. Straffammer des Land- gedeckt. Ausgabe: 638,16 M. Ueberschuß: 363,29 M. Sommerfeft: gerichts I. Ter Schneidermeister R. mußte seine Ehefrau ins Ausgabe: 379,70 M. Ueberschuß: Eine patriotische Firma ist jedenfalls die Woer Einnahme: 417,75. Krankenhaus bringen laffen. Er begab sich zum Fuhrherrn Kopp mann'sche in Hamburg wer wollte das bezweifeln hat 38,05 m. Jahresabrechnung: Einnahmen inkl. Lassallefeier, und bestellte deffen Krantenwagen, wobei er den verlangten Preisie doch ihren Schiffen, welche zu der„ ostafrikanischen Dampfer- Sonntags- Versammlungen, Waifeier, Ueberschuß vom Sommervon 10 M. fofort zahlte. Am folgenden Tage brachte ihm der linie" gehören, nur echt deutsche, hochpatriotische Namen zuge- fest und von der Reichstagswahl: 8062,20 M. Diverse AusKutscher Albert Fehler, der die Kranke überführt hatte, eine legt, wie„ Kangler",„ Bundesrath"," Kaiser"," Reichstag" u. f. 1. gaben und an die Parteitasse abgeführt: 8062,20 m. Von den Rechnung über 13,50 M., von der die 10 M. bereits abquittirt Der Reichstag" aber ging erst am 5. d. M." wieder mit ara- Revisoren wird die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt. Der waren. Fehler gab dabei an, daß die Mehrkosten von 3,50 M. bischen Heizern und Trimmern in See. Diese Leute waren nun folgenden Wahl des Vertrauensmannes ging eine längere durch die Desinfektion des Wagens entstanden seien, welche fich etwa acht Tage vor der Ausreise mit dem„ Kaiser" angekommen Debatte vorauf, die sich um die Frage drehte, ob mehrere Bernach der Benutzung durch die Stranke als nothwendig erwiefen und mußten dann sofort das Schiff wechseln. An Lohn erhält trauenspersonen gewählt werden follen, und der Kreis in Bebabe. S. schenkte dem Stutscher keinen Glauben, erkundigte sich der Einzelne pro Monat 20 Rupien à 1,25 m., also nach sirte eingetheilt werden soll, ähnlich wie im sechsten Wahlkreis. Fehler hatte die Rechnung selbst ausgeschrieben. Der Gerichtshof erhalten, so macht die Gesellschaft bei jeden einzelnen Mann Genosse Werner zum Vertrauensmann wiedergewählt und let patte die felbſt unserem Gelde 25 Mr. Da nun unfere Heizer 60 M. refp. 50 M. Diefen Anregungen wurde eine og hielt diefen Schwindel für besonders gemeingefährlich, der An eine Ersparniß von 50 und mehr Prozent. Weit mehr noch Genosse örner als beffen Stellvertreter. Nunmehr wird geklagte wurde troß seiner bisherigen Unbescholtenheit zu zwei mindestens 75-80 pet.- fpart fie an den sonstigen Ausgaben. in die Fortsetzung der Diskussion der vorigen Versammlung über Monaten Gefängniß verurtheilt. Branntwein und andere geistige Getränke zu genießen, verbietet den Kölner Parteitag eingetreten. Genosse Nikolai findet die Sütet Euch vor Tenunzianten! Eine Anklage wegen den Arabern ihre Religion und sie erhalten auch thatsächlich Ansicht Bebel's falsch, daß bei der Konzentration des Kapitals Majestätsbeleidigung wurde gestern vor der vierten Straffammer nichts dergleichen. Reis und wieder Reis, einfach in Waffer ab- die Bedeutung der Gewerkschaften ihre Grenzen fänden und gleich des Landgerichts I gegen die Händlerin Holzmann verhandelt. gefocht, bildet ihre Hauptnahrung. Sie besigen eine eigene Küche Null wären. Frau Gubela erblickt ein gewisses Mißtrauen darin, Als Belastungszeugen traten der Handelsmann Jibor Wilzig auf dem Schiffe und holen sich von dort das Essen in Blech bei jedem zum Parteitag zu stellenden Antrag vorher von einem und dessen Tochter auf. Der Erstere schilderte in drastischer töpfen. Dabei sind sie noch so wenig von der Kultur beleckt, daß Vertrauensmann beglaubigen zu lassen, daß auch der AntragWeise den Vorfall, der der Anklage zu Grunde lag. Er habe sie nicht einmal Löffel gebrauchen. Mit den Fingern wird der fteller Genosse sei. Genosse Massini behauptet, aus vereins. mit Auszeichnung zwei Kriege mitgemacht und sei um so stolzer Reis zu einer Kugel zufammengerollt und dann verspeist. Jeden- gesetzlichen Gründen habe die Partei als solche mit den Geertdarauf, da er Jude sei. Seiner Gewohnheit gemäß habe er falls macht die Gesellschaft gute Geschäfte bei Leuten mit solcher fchaften absolut nichts zu thun, und so umgekehrt, wohl aber am 2. Eeptember d. J. eine Fahne haben die Genossen ein reges Interesse an den Gewerkschaften. zum Fenster Bedürfnißlosigkeit. seiner bescheidenen Hofwohnung herausgesteckt. Hierüber Diese Echwarzen werden natürlich nur, wie Herr Wörmann Reduer wendet sich kurz gegen die Ansicht des Genossen habe die Angeklagte sich aufgehalten und gesagt, er im Reichstag versicherte, aus„ Humanität" beschäftigt. Wenn Dr. Schoenlant, sowie gegen die Auffassung des Genossen Antrick, solle lieber seinen Kindern Schuhe und Strümpfe kaufen. dabei ein gut Stück Geld mit abfällt, so thut das der Menschen- der der Gewerkschafisbewegung eine mehr defensive als offensive AIS er sie wegen dieser Aeußerung zur Rede gestellt freundlichkeit keinen Abbruch. Im„ nationalen Intereffe" werden Stellung empfiehlt und polemifirt des längeren gegen Auer und habe, fei die Angeklagte grob geworden und habe eine höchft 900 000 m. jährlich Subvention an diese Linie bezahlt, im Kepler. Redner schließt mit dem Wunsch, den Beschlüssen des despektirliche Aeußerung über den Kaiser gemacht. Die bean- nationalen Intereffe" werden auch die deutschen Arbeiter zu Parteitages nun nachzukommen, damit die angenommene Resostandete Bemerkung wurde von der Angeklagten bestritten. Die Hause gelassen. lution bald zur That werde. Zu einigen Richtigstellungen Beweisaufnahme drehte sich darum, ob die Zeugen glaubwürdig Echt„ chriftliches" und„ nationales" Handeln von„ könig- nimmt hierauf Genosse Auer das Wort. Redner bemerkt, es seien oder nicht. Während der Staatsanwalt die Angeklagte lichen Kaufleuten"! Deutsches Eisen, deutsches Getreide und was müsse dein Genossen Bebel doch frei stehen, seine Meinung zu für überführt hielt und gegen sie eine Gefängnißstrafe von drei nicht Alles sonst noch erfreuen sich des sogenannten nationalen vertreten. Auf dem Parteitage ist aber auch gegen die Gewerk Monaten beantragte, folgte der Gerichtshof den Ausführungen Schutes; die deutsche Arbeitskraft bleibt ungefchüßt. Polnische, schaften nichts gesprochen worden.( Ruf Nikolai: Genosse Auer selbst.) 63 1 1 Nur gegen den Streit um die Organisationsform ist die herbe nügend zur Verfügung habe, die sich ihm noch billiger anbieten. richtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch fest, tm Laufe des Kritik gerichtet, fonft bekenne er sich als alter Anhänger der Beschwerden würden jederzeit angehört.( Widerspruch.) Strafen Gemefiers, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frib Bentralisation. Von der Gründung der Generalfommission fei habe er verhangen, um den Leuten einen Denkzettel zu geben. Stegte, Schwebterfiraße 33. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei er natürlich nicht entzückt gewesen, man tönne nicht einen Thurm Ebenso gut hätte er sie dem Staatsanwalt zur Bestrafung an- Saferland, Bellermannſtr. 87, Gleichheit, Abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. bauen, bevor nicht eine Grundlage vorhanden, eine solche babe zeigen fönnen, was er aber unterließ, um sie nicht unglücklich Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjernstr. 60, parterre. Otto Reimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. der Generalfommission gefehlt. Ganz entschieden bestreitet zu machen.( Buruf: Wie mitleidig.) Obgleich die Saison Ginigteit, abends 8% Uhr bei Beige, Triftstraße 1. Redner, daß sowohl er selbst sowie irgendwelcher nennenswerthe nur von Oktober bis Ende Januar dauert, entlasse Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen Parteigenoffe jemals gegen die Gewerkschaften gewesen sei, nie- er im Sommer feine Arbeiter. Daß der Verdienst der Gesell- im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und umgegend. Mittwoch. Uebungsmals feien denselben Unterstügungen moralischer und finanzieller fchaft ein guter sei, bestritt auch er nicht. Zum Schluß warnte stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siedesfreiheit 1, Natur versagt worden. Irgend ein positiver Beweis hiergegen er seine Arbeiter vor dem Eintritt in den Metallarbeiter- Verband, Andreasstr. 26, bei Wilfe. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhaufer Hilaritas, Hochstraße 32 a, bei laffe fich durchaus nicht erbringen. Die ganze Debatte ist durch da dieser nicht ihre Interessen vertreten könne, weil die Wenigsten traße 22-28, Bögon's Brauerei. Wilke. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Bantow, leidige Mißverständnisse hervorgegangen, welche die Vertheidiger von ihnen gelernte Metallarbeiter seien.( Beifall des gesammten Schulzefir. 27. Steinmeyen, Flemmingstr. 6 bei Mann. der Gewerkschaften nunmehr hinzugefügt haben. Dem Genossen Komtoirpersonals.) Lyra 1, Martannen- Ufer 2 bei Wills. Hand in hand 1, Reichenbergerstraße 16 bei Päboldt. Maffini entgegnet Redner, daß eine theortische Abhandlung auf Giese bestätigte die vom Referenten gerügten Uebelstände kommunikation 16, bei Glaser.- unverbroffen, abends 8% Uhr, bei Sachs, Schneeglöd den 2, Potsdam, Brandenburgers die aggressive Rede Legien's gänzlich unverständlich gewesen vollinhaltlich. Alle Monteure seien um Lohnerhöhung bei der Lindowerstr. 26.-Rütit, Friedenau im Kurhaus. Bor wärts 5, Friedrichssein würde. Bezüglich des Genossen Keßler fönne man wohl Direktion vorstellig geworden; sie wurden abschlägig beschieden hagen, Rundtheil, b. Lerche. Lorbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 b. Hetse. mit Recht behaupten, daß diefer in allen Dinge seine eigenen und dabei auf die Triukgelder verwiesen. Möbis, der zur ftraße 43, bei Siegeler.-upferschmiede, Weinstr. 11 bei Feird. Sudo ft 1. Köpnicerfir. 191, Restaurant.- Rothe Nelte, Schöneberg, SolzWege gehe. Zeit noch bei der Gesellschaft in Arbeit steht, fonstatirt ebenfalls, Concordia, Gitschinerstr. 65 bet Saafe. Deutscher Männers Nach einem Schlußwort der Genossen Antrick und Silber daß daselbst skandalöse Verhältnisse und Zustände herrschen, die fang, Belforterstr. 15, bet Schneider. Freiheitstlänge, Alte gorbeer schmidt wird folgende Resolution angenontmen: jeder Beschreibung spotten. Nur hätte er gewünscht, die Kollegen frans 2, Oranienstraße 190 bet Statsch. Jakobstr. 68. Unverzagt 1 Manteuffelstraße bei Nowack. Liebesluft in Fürstenwalde Die Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des hätten unter sich eine Kommission gewählt und wären vorstellig bei Taschenberg, Junterstraße 5.- Sängerchor der Maler, Kaiser Kölner Parteitages einverstanden. Spricht aber gleichzeitig die geworden, ehe sie gleich mit ihren Beschwerden an die Deffentlich- Franz Grenadier: Play 7.- Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46, Erwartung aus: Daß alle diejenigen Genossen, welche in der feit treten. Papte rügte besonders den Verkehr des Komtoir: Straße Seit. Concordia.-Ganges blüthen, Stralauerplay 10/11 bet poppe. bet Buffe. Soffnung 3, Brandenburg a. 5., Wilhelmsdorfer c Gewerkschaftsfrage abweichender Meinung sind, Το viel personals mit den Arbeitern. Junge Buchhalter behandelten Moabit, Waldstr. 52 bei Gohr.£ teberlust, Köpenickerstr. 100 demokratisches Zaftgefühl besigen, jetzt, nachdem der Parteitag ältere Arbeiter in unverantwortlich geringschäßiger Weise. bei Gründer( fr. Mundt). Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bet A. Mein2yra 3, Briz, Werderstraße 15. Freiheitstlänge 2 gesprochen, die Streitagt zu begraben. Oder aber falls die Dis- Er wünscht eine Aenderung in der Anbringung der Be- swalt Eberswalderstraße 5.- Raiser'scher Quartettverein, Krautftr. 6 bei Rudolf. fussion noch weiter geführt wird, dies in einem Zone zu thun, schwerden, weiter anständigere Behandlung und auskömmlichen Arbeiterg fangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Junge wie er bisher unter Parteigenossen üblich war. Georginia, Lohn, den die Gesellschaft bei ihrem Verdienst sehr gut gewähren Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bei Hartmann. Die Versammelten erwarten dieses um so dringender, weil tönne. Er beantragte die Wahl einer Kommission, welche im vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ede bei Greinert. Manteuffelstraße 45 bei Liewald. Einig, Straußbergerstr. 3 bei Birt. ein Kampf, in der bisherigen Weise geführt, der Partei nur Auftrage der Versammlung die Wünsche und Beschwerden der Geeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bet Raprolatis. Schaden, den Gegnern aber Vortheil bringen kann. Direktion unterbreiten soll. Ingenieur Tasch forderte die An- Dämmerlicht, Doppel Quartett, Landsberger Allee 152 bei Krause. Felfenburg, Krautwesenden auf, alle Wünsche ungeschminkt vorzubringen, niemand Sub- D ft 2, Faldensteinstr. 7 bei Trittelwig. Straße 6 bei Rudolph. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bet Die Arbeits- und Lohnverhältnisse in der deutschen hätte davon Nachtheile zu befürchten.( Buruf: Na na!) Räther Reichert„ Glühlicht"( gem. Chor), Perlebergerstr. 28, bet HermerSteinnelte, Neue Hochstr. 49 bei Altmann. Glasglüblicht Aktiengesellschaft( am Molten- frug nach der Verwendung der Strafgelder, welche laut Arbeits- fchmidt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 8umarkt) bildeten die Tagesordnung einer am 17. Dezember in den Ordnung in eine Unterstüßungskasse fließen, von deren Wohl- schriften find zu richten an P. Senter, Bergmannstraße 14, Hof 2 r.) Arminhallen stattgefundenen öffentlichen Versammlung sämmt- thaten bisher aber keiner der dort Beschäftigten etwas gewahr mittwoch: Boulad- klub& uftige Brüder, Marteuffelstr. 46 bei Stewald. licher dort beschäftigten Personen. Die Direktion sowie das wurde. Ingenieur Tasch antwortete ausweichend. In dieser Komtoirpersonal waren ebenfalls hierzu eingeladen. Erstere Weise dauerte die Debatte, an der sich noch weitere Arbeiter der hatte mit ihrer Vertretung den Ingenieur Herrn Tasch be- Gesellschaft betheiligten, bis gegen 2 Uhr. Inzwischen war auftragt. Das Komtoirpersonal war vollzählig am Blaze und folgende Resolution eingelaufen, deren Verlesung mit Beifall mad te fich auch bald nach Eröffnung der Versammlung begrüßt wurde: durch wiederholte förende Zwischenrufe bemerkbar; Die Versammlung ist der Ueberzeugung, daß die Zustände Referent, Uhrmacher Mäther, ließ es jedoch an der nöthigen in der Deutschen Gas- Glühlicht- Gesellschaft wahrhaft erbärmliche Burechtweisung nicht fehlen. Einleitend bemerkte Redner, daß, find, geeignet, die Arbeiter wirthschaftlich und körperlich zu da sich die Direktion gegen vorgebrachte Beschwerden ihrer Ur- ruiniren. Die Versammelten erklären es daher als die Pflicht beiter unzugänglich zeigten, fie gezwungen wurden, diese der jeden Arbeiters, demgegenüber mit allen Mitteln für eine Hebung Deffentlichkeit zu übergeben. Den dort beschäftigten ca. 300 ihrer Lage einzutreten und zu diesem Zweck Mann für Mann Arbeitern und Arbeiterinnen bezahle die Gesellschaft, die 65 pCt. dem Berliner Metallarbeiter Verband beizutreten." Knospe, Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Wahlstatt, Belle- tancestraße. Vorwärts Beim Echlußwort des Referenten fam es zu turbulenten Musikverein Dividende ihren Aktionären giebt, geradezu erbärmliche Löhne. Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 Männer- Gefangverein Waldrapelle 2, Abends 9 Uhr, Der Durchschnittslohn beträgt 12-15 M. Die etwa 80-90 fo- Szenen, auf die es, wie es schien, die Herren Komtoirbeamten bet Nebeli n. Restaurant Kayser, Staltzerftr. 22.- Mufit- Dilettantenverein rectofa, genannten Monteure fangen mit 12-15 M. Wochenverdienst an abgesehen hatten, um die Abstimmung der Resolution zu ver- abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und und erreichen in den feltensten Fällen einen solchen von 24 bis hindern. Noch während Nather sprach, verlangte Ingenieur Tegelerstraßen- Ece. 27 M. Die ca. 100 Burschen( Gehilfen der Monteure), erhalten Tasch laut und kategorisch das Wort zur faktischen Berichti- im Restaurant Schulze, Beuthstraße. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Man8,50-12 M., weibliche Arbeiter nur 6-9 M. Die Arbeitszeit gung". Näther sowohl als der Vorsitzende Lang erklärten, teuffelftr. 9.- Straftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonnsell 91 Stunden betragen, ist aber für Arbeiten außer dem Hause daß er es sofort nach Beendigung des Schlußwortes erhalten abend 9-11 Uhr Abends bet Lade, Beughofftr. 8. meift unbestimmt. Für Ueberstunden und Sonntagsarbeit giebt es solle, der Herr gab sich jedoch, unterstützt von seiner Suite, nicht brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, feinen Lohnzuschlag, sondern nur den gewöhnlichen Stundenlohn. damit zufrieden, drängte nach dem Bureautisch, beschimpfte abends s uhr Uebungsstunde bet Faufimann, Reichenbergerstraße 78a. Die Gesellschaft verweist ihre Angestellten auf die vielen Trink Nät her und verlangte in richtigem Reservelieutenantston, daß athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnengelder", die es aber in der Regel nicht giebt. Um gegen Ueber- er erst zum Wort fomme. Es entstand ein unbeschreiblicher ftraße 154, 2ofal Kontordia. vortheilung bei Bezahlung von Ueberstunden gesichert zu sein, Lärm, es bildeten sich Gruppen, und nur dem Bureden bemuß sich der Arbeiter von jedem Kunden der Gesellschaft über sonnener Genossen war es zu danken, daß es nicht zur Schlägerei die Dauer der Arbeitsleistung eine Bescheinigung ausstellen lassen. tam. Da die Ruhe nicht wieder herzustellen war, schloß der Für die zum Rücktransport des Werkzeuges nach der Fabrik ge. Borshende die Versammlung resultatlos. Beim Berlassen des brauchte Beit giebt es teine Bezahlung.( zwifchenrur des In Lokals drückten einige der Herren ihre besondere Freude und genieurs Tasch: Lüge.) Es melden sich jedoch sofort Ar- Genugthuung darüber aus. Der Zweck der Versammlung war beiter, welche das Angeführte bestätigen. Neben ihren niederen immerhin erreicht. Löhnen zeichnet sich die Gesellschaft durch eine sehr humane" Fabrikordnung aus. Für alle möglichen kleinen Berstöße gegen die Arbeitsordnung find Strafen festgefeßt, die mit den miserablen Löhnen der 11 Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Rauchflub Giferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann- Sumoristischer Rauchflub, Görlizerstraße 42 bei Bicht. Gefelliger Berein Brüderlich teit Georgenfirchstraße 65 bet Müller. Musikverein Verein Rhetorit Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Naunynftr. 86 bei Zubeil Abends 8 Uhr. Geselliger Verein Hoffnung Bebuferstraße 5 bei Nemig( alle 14 Tage). Rauchflub Gutgesinnter Freunde, Wein- und Mehnerstraßen- Ecke Abends 9 Uhr.- Theaterverein Vergnügungsverein Amor II, Broletariat, Naunynitr. 88 bet Stöhn. Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touristentlub Freiheit und Wohl ergeben, Neuenburgerstr. 37 bet Regenberg. Rauchflub Rothe Stat fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerfir. 44, Reſtaurant Taubenbörſe, flub Kreuz- Solo Krautir. 48 bei Rattle. Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbertstraße 8. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein Regel- Klub 8ustige 18", Gefangverein Apollo( gem. Chor) Abends 9 Uhr Turnverein Gesund Theater- und Vergnügungs- Berein Humanitas Abends sy Uhr bet Reed, Lothringerstr. 94.- Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Beteranenftr. 18. Theater- und Lefetlub Morgenroth, Restaurant Lothringerstraße 101. jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Theaterverein erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bet Güzlaff, GroßBörschenstr. 3. Gäste willkommen. = Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Kreuzfidet, bet Gumlich, ReichenbergerStraße 149. Touristen- Fidele Brüder, bet s. Mrose, Lachmannftr. 5. Derein Abend Frei Weg" Eine öffentliche Versammlung aller in der mechani- ftraße 86.bei 9 Uhr Steblutab, ManteuffelEine öffentliche Versammlung affer in der mecha Arbeiter Bitherklub Freiheitstlänge", Abends schen Schuhfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen von 8-11 Uhr, bet R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof 8itherklub Alpenglöckchen Edelweiß. tagte am Montag, den 18. d. M. in Joel's Festsälen. Zum Großgörschenftraße. in gar feinem Verhältniß ersten Punkt: Bericht der Streiffommission, theilte König mit, willtommen. Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler Berein Wohlgemuth jeben Mittwoch 9% Uhr Sigang stehen. Außer den Strafen, die in der Fabrikordnung daß die Lage des Streits, welcher bereits 13 Tage dauert, noch mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. niedergelegt sind, werden auch für Vergehen außerhalb der dieselbe ist. Leider ist zu konstatiren, daß bei der Firma Mauf Rauchflub Rothe Nette, bei Steuer, Weinfir. 22. Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralftr. 88. Betriebsstätte vom Herrn Ingenieur Tasch was der Herr sich bereits eine Zahl Streifbrecher eingefunden haben. Hier seien Raucht lub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerstr. 42. Humoristischer Rauchflub auch zugestand eigenmächtig verhängt. Arbeiter, welche von es hauptsächlich die Zwicker. Auch bei der Firma Simonsohn Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchklub One 3wang, Abends thr Der Arbeitsstelle außer Hause bis zur Fabrit mit der Zigarre und Stern sind einige Streitbrecher in Arbeit getreten und hat bei Späth, Beinftir. 28. Rauchflub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bei betroffen wurden, mußten 1 M. Strase zahlen. Beschädigungen die Firma schon Kleinmeister in Schlüter, Kleine Markus str. 10. Rauchtlub Bultan, Abends 9 Uhr bet Rauchtlub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr Rauchflub Schmotes Werte, Köpenicker= Rauchklub Vorwärts Süd- Ost Humoristische Pfeifenbrüde Rauchtlub Rauchtlub Waldemar lofteritage, beim Benoffen W. Galswedel. Waldemarstraße 74 Deutsche Gich e, abends ühr bei John, Waldemarstr. 52. unige Brüder Abends 8% Uhr Púdlerstr. 61 bet Faulhaber. Rauch- klub Ginfach, bends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bet Bogt. attdeutscher Rauch flub bei Gadede, Münchebergerstr. 5. Granada, Abends 9 Uhr, Forsterftr. 40 bei Tuguntte. Rauchflub the abne", Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerfir. 44, Restaurant aur Rauchflub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerftr. 41.Rauchklub Taubenbörse. an Werkzeugen und bei der Arbeit zerbrochene Leitungskörper 2c. trotzdem aber wird sie die erſte ſein, Pelche Renommen, Rachfall, Waldemarür. 18. tapituliren bet Muß, Joflystraße 8. müffen zum vollen Preise, wie sie den Kunden angerechnet muß, da sie ohne Maschinenarbeiter nicht eristiren tann. faße 121a bet Schöbel. werden, von den Arbeitern ersetzt werden. Der Grund für viele In der Diskussion beschäftigte man sich eingehend mit einem Mishelligkeiten liegt zum Theil in der eigenthümlichen 2 tung Artikel aus dem Echuhmacher Fachblatt, der sich gegen den des Betriebes. Behn Buchhalter vertheilen Die recit, Streif richtet. Hierauf wird ein Antrag, eine Kommission von stellen Leute ein, entlassen sie auch, je nach Gutten. fünf Personen zu wählen, um diese Angelegenheit zu verfolgen, Der Referent stellte hierauf dieser mit Hochdruck betriebenen gegen eine Stimme angenommen. Unter Berschiedenem theilt Ausbeutung der Arbeitstraft den ungeheuren mühelosen Gewinn Pfeifer noch die Einzelheiten seiner und der trei anderen Kollegen der Aktionäre der Gesellschaft gegenüber, die, wie alle ihre Verhaftungen mit, die auf Veranlassung des Fabrikanten Kluge Klaffengenossen, jedenfalls nicht genug über die Unmoralität und erfolgte. Nachdem der Vorsitzende die Streifenden zum Ausharren Begehrlichkeit der Arbeiter schimpfen werden, und forderte ermahnt hatte, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die fchließlich, um den Mißständen mit Energie gegenüber treten zu Schuhmacherbewegung geschlossen. tönnen, die Anwesenden zum Anschluß an die Organisation, den Berliner Metallarbeiter- Verband, auf.( Lebhafter Beifall.) Jugenieur Tasch suchte die Ausführungen des Referenten sowohl wie die bisher in der Presse verlautbar gewordenen Mit theilungen über die Entstehung und den Gewinn der Gesellschaft zu entträften. Ghe zur Verwerthung des Patents geschritten werden Tonnte, seien Unsummen verwendet worden. Die Arbeitsverhältnisse Club Uncle Sam. 9 o'clock Jack's Restaurant, föune nur er als Fachmann am besten beurtheilen. Die Löhne ute. Dietr. 170: Unterricht in Geſchichte( mittl.). Oftule, 15 Hoher Steinweg. English speaking guests are quite müssen doch noch immer hohe sein, da er jeder Zeit Leute gefaße 188: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bet allen Unter- welcome. !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Braud, in billighter Preislage, empfiehlt Heinr. Franck, tabakHandlung, Brunnenstr. 185. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biefigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! 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Gegen die ViehBeamten in jedem ähnlichen späteren Falle Bedenten tragen, im händler beantrage ich außer Freiheitsstrafen erhebliche Geldich g Interesse der Dienste ihre Persönlichkeiten zu exponiren. Die strafen, um sie an dem Gliede zu strafen, womit sie gesündigt Zudem sind es sämmtlich wohl Thätigkeit eines wirklichen agent provocateur verurtheile er auf haben, am Portemonnaie. das Entschiedenste und würde selbst ihn vor Gericht stellen. Der habende Leute, die durchweg nicht darauf zu sehen hatten, Fall liege aber hier nicht vor. ob sie ein paar Mart sparten." Sie haben aus schnödefter Gewinnsucht, gewerbs und gewohnheitsmäßig betrogen. Die Untersuchunge haft beantrage ich mit 6 Monaten den Angeklagten anzurechnen; sie hat ohne ihr Verschulden sich wegen des großen Umfanges des Prozesses so unendlich lange hingezogen. Gegen alle Angeklagten, deren Strafe 6 Monate übersteigt, beantrage ich Haftbefehle und außerdem die Einziehung der zur Bestechung verwandten Summen zu gunsten der Staatstaffe. Ich beantrage folgende Strafen; und zwar gegen die Schaffner: Rechtsanwalt Friedmann wendet sich hiergegen, indem er einen gewissen Unterschied zwischen der Thätigkeit der beiden Beamten macht. Zilmann tenne er seit langen Jahren als tüchtigen, zuverlässigen Beamten, von dem auch nicht festzuftellen sei, daß er hier feine Befugnisse überschritten habe. Anders liege cs allem Anschein nach bei Winter, der die Leute vielfach traktirt habe. Uebrigens genüge ja schon der Verdacht einer Theilnahme an der Bestechung, um die Vereidigung auszuschließen. Rechtsanwalt Oppenheimer und Wallach schließen sich diesen Ausführungen an. Rechtsanwalt Berthold findet, daß man die Frage überaus zimperlich anfasse. Außerhalb des Gerichtes würde sich Niemand darüber wundern, daß die Polizei, um Bestechungen festzustellen, selber Bestechungsversuche mache. Das Gericht setzt die Beschlußfassung über die Beeidigung bis zur Nachmittagsizung aus. EhrDer Vorsigende eröffnet furz nach 91 Uhr die Sigung und feht die Vernehmung des Zeugen Kriminalschuhmannes Winter fort. Ter Zeuge erzählt von einem Falle, wo ihm der Angeflagte Schmidife auf der Fahrt von Bremen nach Hamburg eine nicht durchlochte Rückfahrtkarte für 2 m. verlauft habe. Der Angeklagte Echmidtke bestreitet das. Er habe allerdings 2 M. erhalten, habe aber dafür dem Winter Frühstück und Bier und Rognat besorgt. Auf nochmaliges Befragen des Präsidenten giebt Winter zu, daß die Rückfahrtkarte durchlocht gewesen sei Bräsitent: Sie haben doch vorhin das Gegentheil erzählt!-Auch der Angeklagte Grüner ist an dem Fall betheiligt; er soll von Schmidtfe 1 M. abbekommen haben und hat das vor dem Untersuchungsrichter auch eingeräumt. Heute nimmt er dies Geständniß zurück. Er erzählt, wie Winter sich an ihn heranQuafebarth 9 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrverlust, Papengemacht und ihn gefragt habe, wie es ihm gehe, ob er Familie hagen 15 Monate Gefängniß, 2 hr Ehrverlust; Rogge 18 Mohabe. Ja, habe er erwidert, Frau und sechs Kinder, von denen nate Zuchthaus, 2 Jahr Ehrverlust; Meinicke 7 Monate Gevier noch in die Schule gehen. Da wären Sie wohl auch befängniß, 1 Jahr Ehrverlust; Remmert 15 Monate Zuchthaus, dürftig, ein Trinkgeld anzunehmen?" habe Winter weiter ge2 Jahr Ehrverlust; Edler 9 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrmeint. Grüner erzählt, daß Winter bei der Voruntersuchung in verlust; Rhode 10 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrverlust; Thoihn hineingeredet habe, doch alles zuzugeben. Er habe ihm maschefsky 3 Jahre Zuchthaus, 3 Jahr Ehrverlust; Buck 18 Mofogar Bier gegeben und mit ihm Brüderschaft getrunken. Nach zweistündiger Berathung des Gerichtshofes verkündet nate Zuchthaus, 2 Jahr Ehrverlust; Philipp 6 Monate Ge Präsident: Es ist doch ganz unglaublich, daß Winter der Präsident, daß beschlossen sei den Zeugen Billmann zu befängniß, 1 Jahr Ehrverlust; Grüner 2 Jahre Zuchthaus, die Dreistigkeit besessen haben soll, mit mit Ihnen in cidigen, weil gegen ihn durchaus nicht der Verdacht der An- 2 Jahr Ehrverlust; Lewandowsky 18 Monate Zuchthaus, einem Vorzimmer des Justizgebäudes Brüderschaft zu trinfen. stiftung zu einer pflichtwidrigen Handlung vorliege. Winter wird 1 Jahr Ehrverlust; Hahn 6 Monate Zuchthaus, 1 Jahr 1 Jahr Er würde sich denn doch ganz ohne Grund einer strengen dis- dagegen nicht vereidigt, weil, wie der Präsident ausführt, der Ehrverlust; Held 9 Monate Buchthaus, ziplinarischen Bestrafung aussehen. Angeklagter Grüner: Es Verdacht gegen ihn durch die Beweisaufnahme doch nicht völlig verlust; Schmidtke 2 Jahr Buchthaus, 2 Jahr Ehrverlust; ist die Wahrheit. Zeuge Winter: Keine Ahnung. Ich bin zerstört sei, daß er in seinem Verhalten den Schaffnern gegen Wiese 10 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrverlust; Borchers mit den Leuten garnicht hier in Berührung getreten. An- über bei diesen die Hoffnung erweckt habe, für ihre Dienstver9 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrverlust; Martens 5 Jahre geflagter Grüner: Es war bei der ersten Vernehmung auf dem gehen Belohnungen zu empfangen. Ausdrücklich festgestellt wird Buchthaus, 5 Jahre Ghrverlust; Grünwald 7 Monate Gefängniß, Stadthause. Winter meinte: Erst müssen wir' mal trinken! jedoch, daß das Gericht der festen Ueberzeugung sei, Winter habe 1 Jahr Ehrverlust Schuldt 3 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehr nahm zwei Gläser und eine Flasche Bier und ging mit mir auf durchaus nicht in irgendwelcher bösen Absicht gehandelt. verlust; Bindge Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrverlust; den Korridor. Der Kommissar Zillmann war bei diesem Vorfall Inzwischen ist der auf Antrag des Rechtsanwalts Berthold Bürger 6 Monate Gefängniß, 1 Jahr Ehrverlust; Hummelstein auch dabei. Zeuge Zillmann: Das ist völlig aus der Luft noch geladene Zugführer Schradiek, derjenige Zugführer, der von 15 Monate Buchthaus, 2 Jahre Ghrverlust; Frank 9 Monate gegriffen. Angeklagter Grüner: Der Kontrolleur Brennicke dem Zeugen Zillmann als ein gegen die Schaffner besonders Gefängniß, 1 Jahr Ghrverlust; und gegen die Viehhändler: und noch zwei Herren haben es auch gesehen. Winter drängte strenger Borgefeßter bezeichnet worden war, erschienen. Er stellt Mary 4 Monate Gefängniß, 400 M. Geldstrafe; v. Ofen 5 Momich zu Aussagen. Der Angeklagte erzählt dann von einem fämmtlichen angeklagten Schaffnern das beste Leumuudszeugniß nate Gefängniß, 600 M. Geldstrafe; Schönthal 6 Monate Ge zweiten Falle, der ihm zur Last gelegt wird. Er soll Winter aus. Es folgt dann die Bereidigung Billmann's und Schluß der fängniß, 600 M. Geldstrafe; Goldschmidt 6 Monate Gefängniß, ohne Fahrschein von Hamburg nach Bremen befördert haben. Beweisaufnahme um 514 Uhr. 600 M. Geldstrafe; Ifidor Rosenberg 4 Monate Gefängniß, Nach seiner Darstellung ist Winter an ihn herangetreten und hat Hierauf folgt das Playdoyer des Staatsanwalts Buehl: 400 M. Geldstrafe; Lutas 6 Monate Gefängniß, 600 m. Geldihm gedroht, wenn er ihn nicht umsonst nach Bremen mitnähme, Weit über die Grenzen Hamburgs hinaus hat dieser Prozeß un- strafe; Leser Wolff 9 Monate Gefängniß, 1500 m. Geldstrafe; so werde er, der einen einflußreichen Freund in Hamburg habe, gewöhnliches Aufsehen erregt. Und das mit vollem Recht. Ein Michel Meyer 5 Monate Gefängniß, 500 M. Geldstrafe; B. ihm ein Unglück in den Weg legen". Beige Winter bestreitet betrübendes Bild haben die Verhandlungen in diesen Tagen ent- Moses 6 Monate Gefängniß, 600 M. Geldstrafe; Philipps 6 Modie Richtigkeit dieser Darstellung. Präsident: Angeklagter rollt. Es zeigte sich, daß in einer bestimmten Beamten- Kategorie nate Gefängniß, 1000 M. Geldstrafe; Strauß 6 Monate Ge Grüner überlegen Sie sich wohl, was sie thun. Sie treten hier die Korruption einen Grad erreicht, wie er nicht für möglich fängniß, 600 M. Geldstrafe; Levy 9 Monate Gefängniß, 1500 M. mit Anschuldigungen hervor, von denen Sie vor dem Unter- gehalten wurde, und dem gegenüber ganz empfindliche Strafen Geldstrafe; D. Wolff 6 Monate Gefängniß, 1000 M. Geldsuchungsrichter fein Wort sagten. Sollte es sich herausstellen, Play greifen müssen. Ich werde hohe Strafen gegen die schul- strafe; Kauffmann 6 Monate Gefängniß, 600 M. Geldstrafe; daß Sie hier noch verleumden, nachdem Sie sich haben bestechen digen Schaffner beantragen, einmal um dem beleidigten öffent- Martus 4 Monate Gefängniß, 300 M. Geldstrafe; Simon Moses Lassen, wie können Sie dann noch auf mildernde m- lichen Rechtsgefühl Sühne zu verschaffen, dann, damit den 9 Monate Gefängniß, 1500 M. Geldstrafe; Abraham Mendel fände rechnen, die Sie vor dem Zuchthaus retten würden. Echuldigen selbst die gebührende Etrafe werde, und drittens, 1 Jahr Gefängniß, 2000 M. Geldstrafe; Moses Moses 1 Jahr Wollen Sie in dieser Art der Vertheidigung, die ich Ihnen mit weil es geboten erscheint, die nicht gefaßten, zahlreichen Kollegen Gefängniß, 3000 m. Geldstrafe; Joseph Meyer 1 Jahr Gefäng meiner Bemerkung nicht beschränken will, fortfahren, nur um den der Angeflagten von ihrem Treiben abzuschrecken und ihnen eine niß 2500 M. Geldstrafe; Mühlemeŋer 4 Monate Gefängniß, Beugen Winter vor Ihren Kameraden und dem Publikum an den heilsame Lehre für das ganze Leben zu geben. Weiterhin hat es 400 M. Geldstrafe; Aron Rosenberg 6 Monate Gefängniß, Pranger zu stellen? Angeklagter Grüner: Ich sage die Wahr mit Recht großes Aufsehen erregt, daß eine große Bahl wohl 1000 M. Geldstrafe; Kern 4 Monate Gefängniß, 400 m. Geldbeit. Der Angeklagte Schmidtke bestreitet dann noch, gewußt habender Leute, die Viehhändler, beständig Beamtenbestechungen strafe; Gottschalt 9 Monate Gefängniß, 1500 M. Geldstrafe. verübt zu haben, daß die Rückfahrtkarten nicht übertragbar seien. den Fiskus betrogen hat. Gegen sie Als der Staatsanwalt die Strafen gegen die Schaffner( im Beuge Zillmann bemerkt, daß in fast allen Wartejälen sich An- werde Freiheitsstrafen und sehr erhebliche Geld Gesammtbetrage von 19 Jahren Buathaus und 10 Jahren schläge der Betriebsämter befänden, die das Publikum darauf strafen beantragen, um sie auch so zu treffen. Aufsehen 1 Monat Gefängniß beantragte, brache tie Angeklagten und aufmerksam machten, daß die Uebertragung einer Rückfahrtskarte hat aber auch die Art und Weise erregt, wie die Sache ihre Frauen im Zuhörerraum in Thränen aus. Eine rührende auf einen Tritten von den Gerichten als Betrug bestraft würde. entdeckt und zur Kenntniß der Behörden gebracht worden ist. Szene spielte sich dann noch auf dem Vorsaale des Justizgebäudes Der Präsident fragt nun ganz allgemein: Mußten die zu danken ist dies der Thätigkeit Zillmann's und Winter's. ab, als die in Haft befindlichen Schaffner wieder zurückgeführt Schaffner das Empfangen von Geld so auffassen, daß sie durch br gegenüber gilt das Wort, daß außergewöhnliche Maßregeln wurden. Händeringend und unter lautem Schluchzen stürzten die diefes für eine begangene Pflichtwidrigkeit belohnt werden sollten außergewöhnlichen Zuständen gegenüber berechtigt sind. Frauen auf ihre Männer zu und konnten nur mit Gewalt von Winter: Ten Umständen nach mußten sie dieses glauben. den Schußleuten ferngehalten werden. Präsident: War es dann weiter Ihre Absicht, die Leute zu bestechen, oder wollten- Sie nur erforschen, ob dieselben bestechlich seien. Winter: Nur das letztere. und ich Schluß nach 7 Uhr. Morgen Plädoyers und Urtheil. i Sprechlaal. " An diese Bemerkungen schließt der Staatsanwalt eine allge meine juristische Auseinandersetzung darüber an, welche rechtlichen Gesichtspunkte bei der Beurtheilung der Strafthaten in Frage kommen. Ein Sichbestechen lassen liege auch dann vor, Der Vorsitzende fragt dann den Zeugen, ob es wahr sei, wenn dem Beamten erst nach der Verübung der pflichtwidrigen daß er den Schaffnern sehr durch das Spenden von Getränken Handlung Vortheile nachträglich gewährt würden; was die zugesetzt und sie so hauptsächlich zu der Pflichtwidrigkeit verleitet aftive Bestechung beträfe, so müsse allerdings das Anerbieten, Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür habe. Der Zeuge antwortet darauf, daß er die Getränke den Versprechen oder Gewähren der Vortheile der pflichtwidrigen abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Leuten nur aus Gutmüthigkeit gespendet habe. Die Antwort Handlung vorhergegangen sein, es müsse aber in diesem Sinne Interesses zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem veranlaßt den Rechtsanwalt Oppenheimer dazu, Winter zu auch schon ein solches Verhalten genügen, aus welchem die fragen, ob diese Gutmüthigkeit in der Absicht bestanden habe, die Beamten schließen sollten und mußten, daß es auf neue BeLeute eines Verbrechens zu überführen, auf welchem die Strafe ftechung abgesehen sei. Wenn ferner kürzlich in auswärtigen des Zuchthauses stände. Darauf verweigert Winter die Antwort. Gerichten Fälle zu gunsten von Schaffnern mit Freisprechungen Auf Antrag des Rechtsanwalts Oppenheimer wird dann folgende geendigt hätten, in denen diefelben im unbefugten Besitz von Frage an den Zeugen zu Protokoll genommen: 3u welchem Rückfahrkarten und Fahrscheinheften befunden worden seien, so Zwede und aus welchem Grunde hat der Zeuge einigen liege hier die Sache in so fern zumeist anders, als die Zurück Schaffnern, wie z. B. dem Mitangeklagten Lewandowski, nach dem die Fahrt beendet war und er mit Wissen dieses Schaffners ohne Vorzeigung eines Fahrscheines gefahren war, solchen Schaffnern, wie z. B. Lewandowski, nachträglich noch Geld gegeven? Darauf antwortet Beuge Winter:" Ich habe dieses Geld gegeben, damit es nachher nicht unter den Schaffnern heiße: Der Mann fährt umsonst und zahlt uns nachher nichts dafür!" so daß ich nicht in den Ruf eines sogenannten Nassauers täme, wodurch mir die Fortseßung meiner übernommenen Rolle erschwert oder unmöglich gemacht wäre. Ich kann nicht in Abrede stellen, daß ich dabei Glaubens war, daß die Schaffner das Geld als ein Geschenk ansehen würden, welches ich ihnen deshalb gewährte, weil sie eine Pflichtwidrigkeit begangen hatten. " Auf weiteres Befragen der Vertheidigung, welche besonderen Vergütungen der Zeuge für seine Reisen erhalten habe, giebt er an, Diäten und Kilometergelder empfangen zu haben. Die Aus. gaben für Kognat und Bier habe er als Ausgaben im Verkehr mit den Schaffnern und in Lokalen" gebucht. Damit ist die Vernehnung des Zeugen Winter beendigt. Der letzte Beuge, Bugrevisor Krall erzählt, wie er den ersten Fall eines Billetunterschleises der Viehändler entdeckt habe. Die Sache spiele erit ſeit 1893. Begonnen mit den Unterschleifen hätten die Viehhändler aus Mühlheim, die aus Essen seien dann nachgefolgt. Bei den Schaffnern hätten auch die bösen Beispiele gute Eitten verdorben. Es sei nicht festgestellt, daß die hier an geflagten Schaffner etwa die ersten gewesen feien, die mit UnterSchleijen begonnen hätten. Damit ist die Zeugenvernehmung beendigt. E3 handelt sich nun um die Frage, ob Zillmann und Winter nachträglich beeidigt werden follen. Staatsanwalt: Beuge Bill mann, Sie sind schon früher einmal in einer ähnlichen Angelegen heit thätig gewesen? Wurden Sie damals vereidigt? Bill mann: Ja, der Fall im Jahre 1881 lag ganz ähnlich. Die Frage meiner Beeidigung wurde aber gar nicht erst erörtert. Vertheidiger Dr. Friedmann: Ist Ihnen bekannt, daß vor den Berliner Gerichten konstant diejenigen Personen nicht vereidigt werden, die im Auftrage des Polizeipräsidiums bei Droguisten Geheimmittel taufen, um die Bestrafung dieser Droguisten berbei zuführen?- Der Zeuge weiß es nicht. Präsident: Wurden in den früheren Fällen, deren Entdeckung Sie herbeiführten, die angeklagten Beamten zu Buchthaus verurtheilt?- Beuge: Nein, zu Gefängniß. Zu der Frage der nachträglichen Vereidigung der Beugen Billmann und Winter nimmt der Staatsanwalt Buehl das Wort, Inhalt desselben identifizirt zu werden. An die Bureau- Angestellten! Durch den Aufruf in Nr. 279 des Vorwärts" betreffend die Errichtung einer Schreibstube„ der Freien Vereinigung der BureauAngestellten", sehen wir uns veranlaßt, zur allgemeinen Information uns mit den vom Harmoniedusel beseelten Humanitätseinrichtungen jener Leute erläuternd zu befassen. Durch die Thatsache, daß jene Leute, indem sie an Beitungsexpeditionen, behaltung zum betrüglichen Gebrauche anzunehmen sei. Bei Rechtsanwaltsbureaus 2c. die Bitte um Ueberweisung von Arder Feststellung der einzelnen Strafthaten tommt das beiten richten, tragen sie nicht zu einer Verkürzung, Beugniß des Kriminal Schumannes Winter und das Gesondern zu einer Verlängerung der Arbeitszeit bei, ständniß des Angeklagten Martens in Betracht. Bei Winter machen den heutigen Ausbeutern das Geschäft des Ausbeutens ist allerdings festgestellt, daß er sich bei seiner Aussage einmal nur leicht. Wenn angenommen ein Geschäft mit Arbeiten geirrt hat. Das thut aber feiner Glaubwürdigkeit selbst überlastet ist, so wird dasselbe durch Neueinstellung von Arbeitsverständlich keinen Abbruch, die vorhanden ist, obwohl er nicht kräften diesem Umstande Rechnung tragen, und derjenige, vereidigt wurde. Der eine Fall, in dem er sich geirrt hat, wird welcher in geschäftsflotter Beit Engagement findet, fliegt so leicht erfahrungsgemäß ihn jedenfalls veranlaßt haben, bei seiner weiteren Aussage noch auch nicht wieder hinaus vorsichtiger zu sein. Martens ist mir nicht sympathisch, aber die die Einrichtungen jener Leute Eingang finden, dann werden die unwahrheit hat er nach dem Eindruck, den ich von seiner Aus- vorhandenen Kräfte noch mehr bis in die sinkende Nacht auf das sage gewonnen, hier nicht gesagt. Er hat sich in einzelnen Aeußerste ausgenugt, und wenn die vorhandenen Kräfte Fällen geirrt, aber das ist erklärlich, weil er am meisten schließlich sich doch als unzulänglich erweisen, dann erinnert denunzirt hat und eine verwirrende Fülle von Einzelheiten vorlag. man sich der famosen Schreibstube jener Leute, wohin ein Ein Motiv, hier zu lügen, hatte er jedenfalls nicht. paar Arbeiten abgeschoben werden. Es wird allerdings nunmehr anders wenn Der Staatsanwalt geht nun zu den einzelnen Fällen über. ein paar Bureauangestellten vorübergehend den Hunger stillen 300 Straftbaten liegen vor. Wollte er nur zwei Minuten über können, aber bliebe vielleicht die Arbeit unverrichtet, wenn jeden einzelnen Fall reden, so würde das 600 Minuten, also diese Schreibstube nicht bestänbe? Was die Bildungsstreberei 10 Stunden, in Anspruch nehmen. Er könne also nicht alles anbelangt, die jene Herren einzuführen beabsichtigen, so kommt in erschöpfend behandeln. Bei denjenigen Viehhändlern, die ihr erster Linie diese Aufgabe dem heutigen Staate, der heutigen ursprüngliches Gingeständniß zurückgezogen haben und dadurch Gesellschaft zu, in zweiter Linie haben die Arbeiter sich eine die Zahl der ihnen zur Lait gelegten Strafthaten herabzumindern Bildungsstätte geschaffen( Arbeiter- Bildungsschule). Weiter befuchten, nimmt der Staatsanwalt an, daß das ursprüngliche steht in Lohnfragen ein Bureau der Gewerkschafts- Kommission, Eingeständniß die Wahrheit enthielt. Unter den Schaffnern be: wo in zweifelhaften Fällen der Arbeiter sich Rath holen wird, finden sich vier, Broyli, Brauns, Lorcke und Palm. gegen die wohin er sich als kompetente Quelle wenden kann. Statt die die Verhandlung nichts ergeben hat. Gegen sie beantragt der bestehenden guten Organisationen thatkräftig zu unterstützen, Staatsanwalt Freisprechung. Dann fährt er fort: Es ist die Frage suchen jene Leute durch Einführung von Humanitätseinrichtungen aufgeworfen worden, wem die Hauptschuld zufällt, den Schaffnern glauben zu machen, daß dadurch die großen sozialen Aufoder den Viehhändlern. Ich glaube, sie wird am einfachiten gaben sich lösen ließen. Um aber den petuniär schon traurig so beantwortet, daß man sagt, daß beide Theile gleich schuldig genug genellten Bureauangestellten vor Schaden zu bewahren, find. Die Schaffner sind sozial schlecht gestellt auf diese Weise dem Mitgliederfang au verfallen, mögen diese Sie haben ein Ginkommen von jährlich 1500 m., aber das Beilen zur Vorsicht mahnen. Es besteht hier ein Verein der Leben auf der Reise, der Aufenthalt auf den Bureauangestellten und verwandter Berufsgenossen, der sich auf Stationen nöthigt sie zu mancherlei Ausgaben. den Boden der modernen Arbeiterbewegung gestellt und den Ihr Andererseits aber sind es in Eid und Pflicht genommene Be- in Eurem eigenen Interesse zu unterstüßen habt. amte, an deren Ehrlichkeit besonders hohe Anforderungen ge= R. Walther. H. Dölling. stellt werden müssen. Wenn ein Beamter sich vergeht, so ist es besonders schlimm, wenn ich auch zugebe, daß manche Einrichtungen der Verwaltung, besonders die Rundreisehefte, dann Briefkaffen der Redaktion. aber auch die mangelhafte Kontrolle mit Schuld daran tragen, daß es mit den Schaffnern so weit gekommen ist. Aber die Reinhardt. Papiergeld sind Sie nicht verpflichtet anKorruption war doch so hoch, daß ich nur dort mildernde Um zunehmen. Indessen ist es doch für einen Arbeiter gleichgiltig, stände annehme, wo wenig Strafthaten nachgewiesen sind. Dort ob er 20 M. Lohn in Papier, Gold- oder in Silbergeld erhält. wo fie sich häufen, oder wo der Angeklagte einen schlechten per- Fr. Neew. 1. Wenn der Widerruf der Schenkung innerhalb sönlichen Eindruck macht, werde ich Zuchthausstrafe beantragen.6 Monaten erfolgt ist: ja. 2. Nein. Damen- u. Mädchenmäntel S. Lazarus Am Kottbuser Thor. Dresdenerstraße 135. Am Kottbuser Thor. 5279L* Bon heute ab: Bedeutend herabgesetzte Preise! Plüsch- Jaquets von 22 Mk. an. Winter- Jaquets Kinder- Mäntel Kein Feilschen tein Handeln, sondern fireng feste, sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Zadelloje Maaßanferti gung unter Leitung eigener erster Meifter. Don 7 Mk. an. von 3 Mk. an. Winter- Frauenmäntel von 16 Mk. an. Winter- Räder von 7 Mk. an. Hochelegante Capes Baer Sohn BERLIN. 1. Geschäftshaus: 24 a. Chausseestrasse 24 a. 2. Geschäftshaus: 8. Brückenstrasse 8. 3. Geschäftshaus: 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Wegen überfüllter Läger General- Ausverkauf aller Winter- Bestände. 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