Nr. 300. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingerz. in der Boit Zeitungs- Breislifte für 1893 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für Sie fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammiungs- Anzeigen 20 Bfg Fnierate für die nächie Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Grpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Rockefeller, Nobel, Rothschild und Co. Während die Wände des Reichstags- Gebäudes in der Leipzigerstraße tagtäglich von dem Jammergeschrei der an Eeft und Weibern, Spiel, Herrenreiten und Sauhat nothleidenden ostelbischen Großgrundbesitzer erzitterten, die kon servativen Agitatoren und Tintentuli, weil neue Handelsverträge abgeschlossen und endlich einmal auch die Zölle auf russisches Getreide herabgesetzt werden sollen, von Klagen und Vorwürfen, Flüchen und Verwünschungen, Beschwö rungen und düsteren Prophezeiungen übersprudeln, daß selbst der alte Jeremias und die gleich ehrwürdige Cassandra sich vor Neid in ihren Gräbern umdrehen müssen; während das ganze deutsche Volk, mit Ausnahme der Prozen, des Herrn Miquel und seiner Preß- Künstlertruppe unwillig und voll Abscheu aufschreit vor den Echröpfköpfen und Blutegeln der neuen Steuergeseze hat sich in aller Stille ein Ercigniß vollzogen, das in seinen Folgen das arbeitende Volt nicht nur Deutschlands sondern der ganzen Welt ebenso scharf treffen wird wie Steuern und Zölle auf Nahrungsund Genußmittel. Freitag, den 22. Dezember 1893. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Eine Zweig- Kompagnie wurde gegründet, eine große Faß- führt eine große Menge fester und fremder Stoffe, deren fabrik erbaut, in den bedeutenderen Hafen- und Binnen- völlige Ausscheidung nicht gleich nach den ersten Versuchen städten sollten große Niederlagen, mächtige Bassins erstehen, glückte. Anfangs glaubte man überhaupt nicht, daß das und Hunderte von Tankwagen sollten den Konsumenten russische Petroleum zu Beleuchtungszwecken Verwendung und Kleinverkäufern das Petroleum bis ins Haus, bis in finden könnte und man begnügte sich damit, das Naturden Keller liefern. Wäre das Unternehmen so durchgeführt produkt zu Schmierölen zu verarbeiten; das ist auch die worden, wie es projektirt war, der größere und mittlere Ursache, weshalb Rußland in diesem Artikel jede Kondeutsche Zwischenhandel wäre mit einem Schlage erdrückt furrenz siegreich zu Boden geschmettert hat. Später gelang worden. Diejenigen, denen es an den Kragen gehen sollte, es, das Rohprodukt so zu raffiniren, daß die Ausfuhr mögrochen aber sofort Lunte, und allsogleich erschallte ihr Zeter- lich wurde und sich lohnend gestaltete. In diesem AugenMordio- Geschrei über die frechen fremdländischen Ausbeuter; blick, es war in den achtziger Jahren, trat der Pariser die gesammte bürgerliche Presse bildete, besorgt um ihre Rothschild auf den Kampfplay. Nobel hatte einen Theil fetten Inserate, den weithintönenden Resonanzboden, der in- der Naphtaquellen angekauft, eine Anzahl neuer erschlossen, ländische Ausbeuter behielt vorderhand die Oberhand über Rothschild trat von allem Anfang an als Zwischenhändler den Ausländer. Die neue Gesellschaft trat ins Leben, hielt auf. Er schloß mit einer großen Zahl von kleinen aber ihre Thätigkeit in engen Grenzen. Wenn man nicht Grubenbesitzern Lieferungsverträge, raffinirte die rohe ab und zu ihre rothen Tankwagen, welche das Volk„ Krebse" Naphta, legte große Lagerräume und Röhrennennt, durch die Straßen fahren sähe und ihre Jahres- leitungen an, ließ Tankschiffe bauen und Tankwagen Bilancen zu lesen bekäme, die große Allgemeinheit würde fonstruiren, welche auf den Bahnschienen rollen konnten. nicht einmal gewahr werden, daß eine derartige Gesellschaft In der ersten Zeit respektirten die beiden Hauptmatadore existirt. noch gewissermaßen gegenseitig ihre Jagdgebiete; Nobel versorgte hauptsächlich Rußland, Rothschild wandte sich nach dem östlichen und südlichen Europa. Es konnte nicht ausbleiben, daß die Beiden miteinander in scharfe Konkurrenz geriethen. Aber viel zu schlau, um sich gegenseitig zu unterbieten, wußten sie es so einzurichten, daß die Preise für rohe Naphta und die Arbeitslöhne in Baku von Stufe zu Stufe herabgingen. Und ihr Abjazgebiet erweiterte sich; fie stießen auf die Standard Dil Company, nahmen, begünstigt durch die geringere Entfernung der kaukasischen Quellen und durch die niedrigeren Arbeitslöhne, den Wetts bewerb auf und gewannen von Jahr zu Jahr mehr Terrain. In kurzer Zeit beherrschten sie die Balkanhalbinsel, überschwemmten Italien und lieferten Deutschland den zehnten Theil seines Bedarfes. Ueberaus bezeichnend für die ungeheure Macht des internationalen Leihkapitals und recht charakte ristisch für sein beutelschneiderisches Vorgehen ist die Art und Weise, wie Rothschild die Standard Oil Company aus Desterreich- Ungarn fast vollständig megfegte. Die von dem Wiener Rothschild beherrschte Kreditanstalt für Handel und Gewerbe gründete in Fiume eine große Petroleum Stadt Baku gelegenen Naphtaquellen aber erst, seitdem es Raffinerie. Diese Fabrik raffinirt raffinirtes Petroleum den Russen gelungen war, den ganzen Kaukasus sich dauernd und macht dabei einen Heidenprofit. Reines, russisches Pezu unterwerfen. Nach dem letzten Türkenkriege gelangte troleum wird, ehe man es nach Desterreich einführt, künftBatum, der einzige größere Hafen an der Ostküste des lich getrübt und zahlt statt zehn Gulden in Gold, nur zivei Schwarzen Meeres in russische Hände, wurde mit Baku Gulden und etliche vierzig Kreuzer Zoll. Der Unterschied durch eine Eisenbahn verbunden, und allsogleich warf sich wandert in die Taschen der raffinirten Raffineure. das Großkapital auf die Ausbeutung der Naphtaquellen. Der Konkurrenzkampf zwischen russischem und ameriDer erste, der dies im Großen versuchte, war Nobel, ein tanischem Petroleum tobte mehrere Jahre. Jeden Vorstoß Neffe des Dynamiterfinders. Es dauerte aber eine geraume der Russen beantworteten die Amerikaner mit einer PreisBeit, bis das russische Petroleum wettbewerbend auf den herabseßung. Hält man sich das bereits Gesagte vor europäischen Markt treten konnte. Die kaukasische Naphta Augen, so wird man es verstehen, wie so es den Amerikanern Der stehende Widerspruch des deutschen Zwischenhandels und der Bourgeoispresse war der eine Grund, weshalb die Das Weltmonopol in Petroleum steht in sicherer Standard- Dil- Company nicht mit aller ihr zu Gebote stehens Aussicht. den Macht und in einem Zuge ihr Projekt zur VerwirkDer Bedarf an Petroleum wird heute hauptsächlich von lichung brachte, aber es war nicht der Hauptgrund. Rocke zwei Ländern befriedigt, von Nordamerika und Rußland. feller und seine Kumpane mußten plößlich die Bemerkung In den Vereinigten Staaten wurde die Erschließung der machen, daß ihnen ein Konkurrent erwachsen, der ausgerüstet Fundstätten, das Raffiniren des Rohpetroleums, der Ver- mit einem ungeheuren Kapital direkt aufs Ganze ging, und sandt und Verkauf des marktfähigen Produkts schon seit weil er in Europa selbst ansässig war, manche Vortheile der Mitte des Jahrhunderts im Großen betrieben; das in voraus hatte. Und sie zogen ihre Macht zusammen und den einzelnen Betrieben angelegte Kapital konzentrirte sich nahmen den Kampf auf. in kurzer Zeit, die kapitalschwächeren Unternehmen wurden Seit es eine Geschichte giebt, erzählt sie von den geentweder ausgekauft oder auf dem Konkurrenzwege zu Grunde heimnißvollen, auf der Halbinsel Abscheron am Caspis- See gerichtet, seit Jahren kontrollirt die Standard- Dil- Company lohenden Erdfeuern, dem ersten ewigen Licht", vor dem ein neun Zehntel der gesammten amerikanischen Petroleum Priester flehend im Staube lag. Plutarch berichtet, daß, produktion. Dieser Riesentrust, an dessen Spitze der hundert- als der macedonische Alexander nach der völligen Besiegung fache Millionär Rockefeller steht, eignet die ergiebigsten des Darius zu Ekbatana im Bade saß, man mit seiner ZuQuellen, ihm stehen die Raffinerien zu Gebote, in seinem ſtimmung einen aufwartenden Knaben mit Naphta überstrich Besitz befinden sich die meilenlangen Röhrenleitungen, welche und zum Ergößen der ganzen Hofgesellschaft in Brand setzte. das Petroleum bis nach den Hafenstädten zu den Schiffen Industriell auszubeuten begann man die in der Nähe der bringen, er hat die Tankschiffe bauen lassen, eiserne Ungethüme, welche den Leuchtstoff nach Europa schaffen und dadurch, daß sie das Petroleum nicht wie früher in Fässern, sondern lose in großen Bassins im Schiffsraum bergen, die Frachtfäße auf ein Minimum herabgedrückt. Und Jahre hindurch beherrschte das amerikanische Petroleum den europäischen Markt vollständig. Das in der Standard- Dil- Company verkörperte Monopol funktionirte so tadellos, daß man vor ein paar Jahren den Versuch wagen fonnte, nun auch den gesammten größeren Zwischen handel speziell in Deutschland in die Hände zu bekommen. Feuilleton. Nachbruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten. Der Gemaßregelte. Eine Weihnachtsgeschichte von Friedrich Thieme. Fritsch drückte sie gerührt an seine Brust. Mein lieber Fritsch," begann er endlich, ich habe Ihrethalben Ungelegenheiten gehabt." " Meinethalben? In wiefern?" fragte dieser erstaunt. Hm nicht gerade direkt hm=" Der Buchdruckereibesizer strich sich mit der linken Hand nervös den Bart. Darf ich ohne Umschweife mit Ihnen sprechen und bin ich Ihrer Diskretion für das, was ich Ihnen jetzt im Vertrauen sage, sicher?" Mit solchen Ansichten werden Sie nicht weit kommen," versetzte sein Prinzipal ironisch. Das wäre noch schöner, wenn ich nicht mehr das Recht haben sollte, mir nur Lente zu nehmen, die meiner eigenen Gesinnung sind. Weß' Brot ich esse, deß Lied ich singe." " Ich esse durchaus nicht Ihr Brot, sondern mein eigenes," erklärte Hermann ruhig. Und zwar mein recht sauer und wohlverdientes Brot. Doch es dürfte zwecklos sein, mich hierüber mit Ihnen auseinander zu sehen, Sie würden mich doch nicht verstehen. Also sagen Sie mir " Ich danke Dir, liebes, theures Weib!" rief er voll Inbrunst. Ich wußte wohl, als ich Dich zur Meinen machte, daß Du mit mir fämpfen und fühlen würdest. Je offener Sie mir sagen, was Sie gegen mich haben, Dein scharfer natürlicher Verstand faßte rasch den Kern der je besser, Herr Schneeberg. Ob ich aber Berschwiegenheit offen, was Sie von mir wollen." Jdeen, die ich Dir mittheilte. Du begriffst so schnell, weil geloben kann, weiß ich nicht, ich muß doch erst hören, Dein weiches, edles Herz voll Mitgefühl ist für alle Armen warum es sich handelt." Schneeberg biß sich auf die Lippen. Die stolzen Worte und Unterdrückten, Ich darf stolz auf Dich sein, Anna,"" Hmseh'n Sie, Sie haben in letzter Zeit durch seines Gehilfen ärgerten ihn und doch fühlte er sich nicht in schloß er und wandte sich auf's Neue zu den Freunden. allzu" eifrige Agitation unliebsames Aussehen erregt. Sie der Lage, es im Wortstreite mit dem geistig hoch über ihm " Wir sprechen uns heute Mittag, laßt mich bis dahin er sind zu eifrig ins Zeug gegangen, lieber Fritsch. Sie stehenden Arbeiter aufzunehmen. Er schluckte daher seinen wägen, ob es für unsere Sache ersprießlicher ist, wenn ich hätten mehr Rücksicht auf mich und mein Geschäft nehmen Groll hinunter und sagte: Ja oder Nein sage." sollen, man trägt es mir ohnedies nach, daß ich Sie in " Sie wissen ja am besten, daß ich Sie schäße, Fritsch. Die Genossen waren einverstanden und verließen gleich- meiner Offizin dulde." Indessen, wir leben in einer aufgeregten Zeit, und ich bin zeitig mit Hermann das Haus, sich auf der Straße von Fritsch stand auf und sah seinen Arbeitgeber freimüthig in einer moralischen Zwangslage. Ich muß Sie daher erihm herzlich verabschiedend. Jeder der drei begab sich an ins Gesicht. suchen, die schriftliche Verpflichtung einzugehen, sich während seine Arbeit, Fritsch aber erst, nachdem er noch ein Inter-" Herr Schneeberg", erwiderte er stolz, bulben Sie des gegenwärtigen Wahlkampfes oder überhaupt für mezzo mit seinem Prinzipal hinter sich hatte. Raum hatte mich etwa aus Mitleid bei sich oder behalten Sie mich, die Zukunft jeder öffentlichen Thätigkeit und besonders er nämlich seinen gewöhnlichen Stand am Segkasten ein weil Ihnen meine Arbeit werthvoll erscheint? Würden Sie jeder Agitation für sozialdemokratische Zwecke zu entgenommen, als plöglich der Druckereibote auf ihn zukam niir, falls meine Thätigkeit Sie nicht befriedigt, auch nur halten. Wollen Sie das nicht, so bin ich genöthigt, Ihnen und ihn aufforderte, sogleich ins Komtoir zum Alten" zu für eine Stunde Salair bezahlen? Wohl nicht. Nun wohl, aufzukündigen." " kommen. Verwundert folgte Fritsch der Weisung, er be- ich arbeite Ihnen und Sie zahlen mir mein Geld dafür Ueber Hermanns Antlig glitt ein halb bitteres, halb griff nicht, was Herr Schneeberg von ihm wollen konnte. und zwar nicht allzuviel, das ist alles, was wir mit ein- ironisches Lächeln. Der Buchdruckereibefizer empfing ihn mit außerordentlich ander zu thun haben. Was ich außerhalb meiner Eine derartige Verpflichtung werde ich nun und liebenswürdigem Lächeln und lud ihn ein nicht gewöhn- Arbeitszeit thue, darüber bin ich, falls es nicht gegen die nimmer eingehen," erklärte er fest. Einen Maulforb lasse licher Vorgang zum Sigen ein. Moral und das Gesetz verstößt, niemand Rechenschaft schuldig ich meiner Ueberzeugung niemals anlegen. Was ich thun Fritsch ließ sich erwartungsvoll auf einem Stuhle als mir selbst. Meine Arbeit habe ich Ihnen vermiethet, meine und lassen will, muß allein meinem eigenen freien Entschlüsse nieder. Ueberzeugung aber und meine Freizeit sind mein Eigenthum überlassen bleiben. Was würden Sie sagen, Sie, Herr Schneeberg nahm ihm gegenüber an seinem Pulte Platz und ich gestatte Ihnen darauf so wenig irgendwelchen Ein Schneeberg, wenn wir, Ihre Arbeiter, Ihnen plöglich erund spielte verlegen mit einem Blatte Papier, das er in fluß, als Sie mir auf Ihr Denken und Handeln gestatten. Klärten, wir würden die Arbeit niederlegen, falls Sie sich der Hand hielt. Dies ist meine Auffassung unseres beiderseitigen Bertrags." nicht verpflichteten, sich jeden öffentlichen Eintretens für die beikam, in Deutschland den Zwischenhandel todt zu schlagen. Wenn er nicht mehr da war, konnte er auch kein russisches Petroleum mehr beziehen. Im letzten Sommer lief durch die Blätter die Nachricht, die Standard Dil Company müsse sich auflösen, weil in einigen Staaten der Union Antitrustgeseze durchgegangen seien. Nun, die Kompagnie gab sich eine neue Organisation und ihr erstes Lebenszeichen war eine abermalige Preisherabsehung. 9 Den Krieg Caprivi's mit den Junkeru? Die„ Kreuz-[ Dienst wohnung opfern und dafür eine Privatwohnung be Beitung" nahm sich gestern die sehr überflüssige Mühe, der ziehen würde, so glauben wir, daß es nur des Hinweises Regierung die Freundschaft förmlich zu kündigen. Das auf die Gesundheit so vieler Beamten bedarf, un Tafeltuch ist zerschnitten!" rief sie theatralisch aus." Der menschenfreundlichen Herren diesem Verlangen geneigt zu machen. Wenn wir uns erinnern, wie vorsichtig der Staats- Anzeiger" hat prompt geantwortet, indem er heute Berichterstatter Dr. Buhl in der 59. Sigung der verflossenen Abend folgendes veröffentlicht: Etatsberathungen( Amtliches Protokoll Seite 1463) über die Ministerium des Innern. Frage nach der Größe der Dienstwohnungen der" höheren" In dem Allerhöchsten Erlaß vom 4. Januar 1882 find die Beamten hinwegging, wohl weil er Debatten über die GesellGrundsäße angegeben, welche den königlichen Beamten für ihr schaften von 500 Personen faffende Wohnung des Herrn politischen Verhalten nicht nur bei den Wahlen, sondern unter allen v. Stephan vermeiden wollte, so fönnen wir der obigen MitBerhältnissen zur Richtschnur zu dienen haben. Die politischen theilung nur Dank wissen. Gegensätze und Kämpfe der Gegenwart, namentlich auf wirthschaftlichem Gebiet, geben mir Veranlassung, diesen Allerhöchften Erlaß in Erinnerung zu bringen und seine Beachtung wieder holt zur Pflicht zu machen. Euer Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenst, die Ihnen unterstehenden Beamten hierauf hinzuweisen. Berlin, den 20. Dezember 1893. Der Minister des Innern. Graf zu Gulenburg. einer Jetzt fam die Sache zum Klappen. Rothschild ver weigerte furz entschlossen die Ausführung der mit den Kleinindustriellen in Baku geschlossenen Uebernahmsverträge Höchst sympathisch berührt uns das Verlangen der Magdeund die ganze russiche Petroleumindustrie stand vor dem burger Telegraphenbeamten, daß, da doch alle größeren Zusammenbruch. Das konnte der russischen Regierung Etablissements von Zeit zu Zeit in sanitärer Hinsicht revidirt nicht gleichgiltig sein. Kam's zum Krach, entgingen ihr werden, auch das Magdeburger Telegraphenamt solchen Kontrolle unterworfen werde. Mit aller Macht nicht blos Igroße Steuersummen, ihre kaukasischen Bahnen wurden auch auf Jahre hinaus unrentabel. Sie betrieb wehrt sich aber die Reichspostverwaltung dagegen( siehe also mit allen Mitteln eine Verständigung. Und in der Dambach. Ausführungen zum S Postgesetz§ 1 ad 6), zweiten Hälfte des Monats November ist denn ihren Betrieb als einen gewerblichen gelten zu laffen. Sie auch nach mehrwöchentlichen Verhandlungen eine behauptet vielmehr, ihre Thätigkeit nicht zu dem Zwecke, einen An sämmtliche Königlichen Regierungs- Präsidenten. Einigung zwischen Gewinn, eine Einnahme zu erzielen," sondern mit Rücksicht auf den russischen Petroleum InDer Erlaß vom 4. Januar 1882 befiehlt den Staats- das Gemeinwohl" auszuüben. Wers nicht glaubt, zahlt einen dustriellen untereinander, einerseits, der russiischen und amerikanischen Konkurrenz andererseits zu Stande gekommen. beamten bei Wahlen und sonst im Sinne der Regierung Thaler. Aber was wäre auch sonst die Folge? Die Betriebe An der Spize des russischen Kartells stehen fünf Mitthätig zu sein, und keinen Gegnern der Regierung Vorschub wären der Aufsicht des Fabritinspettors unterworfen und es träte der§ 134b der Gewerbe- Ordnung in Anwendung, glieder, durch welche der Export und Verkauf des russischen zu leisten. der u. a. besagt, daß die Arbeitsordnung Bestimmungen Da es in Deutschland und namentlich in Preußen Petroleums auf den ausländischen Märkten vermittelt und ihrer Festsetzung, wenn ste in wird. Die Höhe des berechnet nach der längst teine konservative Partei mehr giebt und die so enthalten muß über die Art und Höhe der Strafen, ports wird deren feine Ste G Einziehung und Der Export- Antheil genannte konservative Partei bisher nur eine Regierungs- Gelb beſtehen, auch über Ausfuhrmenge des Jahres 1892. eines jeden Kartell- Mitgliedes richtet sich nach seinen An partei war, so wird es sehr interessant sein zu sehen, was über den 3wed, für welchen fie verwendet außerdem sollen; müssen alle theilscheinen, diese wieder nach dem Prozentsaz, mit welchem aus den sogenannten Konservativen wird, wenn die Regie- werden Besten der Arbeiter der er im Jahre 1892 am Export betheiligt war. Wer mehr rung fich gegen sie wendet. Freilich zu einem ernsthaften Strafgelder zum Besten Kampf wird es sicherlich nicht kommen. Die Regierung Fabrit verwendet werden, während sie jetzt unter exportirt, als ihm zukommt, zahlt für jeden Meterzentner braucht die Junker, und die Junker brauchen die Regie: Zitel 7 des Boftetats als etatsmäßige Einnahme erscheinen und das Dreifache des jetzigen Petroleumpreises in Baku als rung. Wir zweifeln nicht, gelegentlich werden die feind Strafe. Die russische Regierung übernimmt die Ueberwachung des Kartellbetriebes und setzt die Frachttarife der lichen Brüder sich wieder in den Armen liegen und weinen Batu Batum- Bahn um ein Bedeutendes herab. Die Ver- vor Liebe und Freude. Und darum haben wir hinter ständigung mit der Standard- Dil- Company soll derart ge-" Junkerkrieg" ein Fragezeichen gemacht. schehen, daß von dem Weltbedarf an Petroleum 30 pet. Ein Antrag auf Einführung des allgemeinen von Rußland, 70 pCt. von Amerika gedeckt werden. Wahlrechts für den sächsischen Landtag ist von den Kneipen mußt Du fürder meiden, Die gigantische Vereinigung wurde zu dem Zwecke ge- sozialdemokratischen Abgeordneten des sächsischen Landtags Rehbock fann so was nicht leiden." schlossen, die Petroleumpreise in die Höhe zu schnellen. Es eingebracht worden. Wenn wir den Magdeburger Telegraphenbeamten auf ihre giebt niemand, der dem Treiben der vereinigten Petroleumfönige Einhalt gebieten könnte, ihr Wille ist fortan Gesetz. Die Kammer ertheilte die Ermächtigung zur strafrechtlichen weis auf den 1. Mai antworten, an dem wir für den 8stündigen Aus der bayerischen Kammer der Abgeordneten. Klage, daß ihr früherer 8ftündiger Dienst feit vergangenem Früh jahr in einen 81/ 2-9stündigen verwandelt wurde, mit dem Hin Und wenn es auch Einen gäbe, er würde keinen Finger Verfolgung des Landtags- Abgeordneten und Kassirers des Arbeitstag manifestiren, d. h. die Woche zu 6 und nicht rühren. Die ganze Zeche bezahlt ja das arbeitende Volk Gerolzhofener Kreditvereins, Leonhard Schmitt, welcher der su 7 Arbeitstagen gerechnet, so glauben wir am und nur das arbeitende Volk. Der Wohlhabende und Unterschlagung und Untreue beschuldigt wird. Hierauf Schlusse doch die Ansicht aussprechen zu müssen, daß die in der Reiche benutzt heute ganz andere Brenn- und Leuchtstoffe, wurde die Generaldebatte über zahlreiche agrarische N. D. G. u. V.- 3tg." zum Ausdruck gekommenen Beschwerden dem ausgeschundenen Arbeiter ist das Petroleum so nöthig, und soziale Reformanträge fortgesetzt. Die Ver- beffer in den Spalten der Deutschen Verkehrs- Zeitung" erwie seine trockene Kartoffel; er ist also dem Monopol auf treter des Bauernbundes erklärten sich bereit, ihre Sonder- fchienen wäre. Denn trägt dieses Blatt nicht am Kopfe die Be Gnade und Ungnade ausgeliefert. Die Unternehmer bilden anträge aufzugeben und dem Zentrumsantrage beizutreten.ch en 2erfehrsbeamten" und wird es nicht in Berlin zeichnung:" Organ für die Intereſſen der deutKartelle, um die Gestehungskosten zu vermindern, die Löhne Der Minister des Innern Freiherr v. Feilitzsch hob hervor, in der Leipzigerstraße gemacht"? schen herabzudrücken, so weit es nur immer möglich ist. Das die Reformanträge seien theilweise überholt, theilweise unKartell der Besitzenden, der heutige Staat belastet mit durchführbar, theilweise jedoch der Erwägung werth und Die arme freisinnige Volkspartei hat schon wieder Steuern und Zöllen jeden Bissen Brot, jedes Korn Salz, zum Theil gehörten sie zur Kompetenz des Reiches. Der eine empfindliche Schlappe zu verzeichnen. Auf dem deutschjeden Happen Fleisch, jeden faulen Hering und jeden Justizminister wies darauf hin, daß das fünftige Reichs- freisinnigen Parteitage zu Nürnberg haben sämmtliche freiTrunk, und die aus den Arbeitern herausgepreßten Riesen- Bivilgesetzbuch die Regelung des Grundbuchwesens mit- finnige Landtagsabgeordnete, ausgenommen Seyboth und summen dienen dazu, das Proletariat niederzuhalten. Was enthalten werde. Hierauf wurde die Spezialdebatte auf v. Stauffenberg, dem Anschluß an die freisinnige Volkspartei Unternehmer und Staat entgangen, nach dem schnappen den 8. Januar 1894 vertagt. gegenüber einen ablehnenden Standpunkt eingenommen. die Monopoleigenthümer. Wohin soll das führen? Rafernen und verwendet werden. Darum also ist zum Uebrigens mögen sich die Magdeburger Telegraphenbeamten es so eingerichtet, daß die Beamten„ nig to feggen" haben. über bas Nichtvorhandensein eines frischen Trunk Wassers berubigen und zur Erfennung ihres unberechtigten Verlangens den Kladderadatsch" Nr. 30 vom vergangenen Jahre nachlesen, der schon damals sagte: " Politische Leberlicht. Beitung"( Nr. 44 vom 15. Dezember) einen Schmerzensschrei land. Durch eine Nummer der„ Hannover'ſchen Post", die Berlin, den 20. Dezember. " Die Telegraphenbeamten Magdeburgs stoßen in der Der Hannover'sche Courier" galt uns bisher als Neuen Deutschen Eisenbhn- und Verkehrs- bas roheste und reaktionärste Blatt des nördlichen Deutsch aus über ihre Arbeitsverhältnisse. Es wird da gesagt, daß in uns heute zugesandt wird, sind wir belehrt worden, daß dem Dienstgebäude Räume von ca. 8-12 m Länge und 6 m die Balme der Gemeinheit nicht dem Organ des Herru Bundesrath. In der am 20. d. M. unter dem Vor- Tiefe zur Aufnahme von 15-20 Beamten dienen, daß v. Bennigsen zukommt, sondern der„ Hannover' schen Bost". Bundesrath. In der am 20. d. M. unter dem Vor- Ventilationseinrichtungen gar nicht vorhanden sind und daß in Wir sagten uns sofort: den Nationalliberalen im Punkte siz des Bizepräsidenten des Staatsministeriums, Staats- den Abendstunden 20-22 Betroleumlampen die Luft derart ver- Wir sagten uns sofort: den Nationalliberalen im Punkte sekretärs des Innern Dr. v. Bötticher, abgehaltenen Plenar- pesten, daß die Beamten an Leib und Seele geschädigt werden. der Gemeinheit schlagen kann nur ein Antisemit. Und siehe fizung des Bundesraths wurde dem Gesezentwurf, betreffend So find gegenwärtig 10-15 Beamte frant und arbeits- ba, auf unsere Nachfrage erhielten wir auch den die Gewährung von Unterstügungen an Invalide aus den unfähig". Weiter heißt es dann wörtlich:" Für alle die Bescheid, daß die„ Hannover'sche Post" ein Organ des Auf das wüste, echt LiebermannKriegen vor 1870 2c., in der vom Reichstag beschlossenen vielen Menschen in den Sälen" ist noch nicht einmal für Antisemitismus ist." Fassung die Zustimmung ertheilt. Der Gesetzentwurf über einen frischen Trunk Wasser gesorgt, sie müssen sich je 20 Böckel'sche Geschimpfe des sauberen Blattes gehen wir nicht die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschifffahrt und an der Bahl an einem Handtuch die Hände trocknen, das ein- um die Unwissenheit und Logik desselben zu kennder Flößerei wurde den Ausschüssen für Handel und Verkehr nur alle 8 Tage gewechselt wird. 80-100 Beamte haben zeichnen, sei blos erwähnt, daß wir ihm deshalb als Bernur einen einzigen Play zur Bedürfnißbefrie= und für Justizwesen überwiesen. Die Handels- zc. Verträge bigung und müssen aus den heißen Zimmern 2 und 3 Treppen wandte der Anarchisten gelten, weil auf dem Züricher mit Spanien, Rumänien und Serbien, sowie das Muster- hinab in den Hof. Ist das menschlich und fürsorglich geban Rongreß lange über die Zulassung der Anarchisten diskutirt und Markenschuh- Uebereinkommen mit Serbien werden zur delt? Niemand frägt darnach, obs gut ist oder nicht, die gerechten worden ist. Aber die Züricher Debatten dauerten ja blos allerhöchsten Ratifitation vorgelegt werden. Den Anträgen Klagen der Beamten ersticken vor dem Willen eines einzigen deshalb so lange, weil die sogenannten" Unabhängigen" 2c. des III. und IV. Ausschusses, betreffend die Anwendung Mannes, des Oberpostdirektors." den Anarchismus hartnäckig verleugneten. Doch von einem der Sätze des allgemeinen Bolltarifs auf aus Rußland Und wer ist dieser Ober- Postdirektor? Er heißt Rebbod, antisemitischen Blatt kann man die Kenntniß der notorischen kommende Waaren wurde zugestimmt. Endlich wurde über derfelbe, der vor Jahresfrist durch den von uns mitgetheilten Thatsachen ebenso wenig verlangen, wie den einfachsten einen wegen Besetzung einer Rathsstelle beim Rechnungshof dem Kaiser zu unterbreitenden Vorschlag und über die Vergebung zweier Arbeitspläge bei der zoologischen Station in Rovigno, sowie über eine Anzahl von Eingaben verschiedenen Inhalts Beschluß gefaßt. die billige Unterbringung der mit 60 M. monatlich entlohnten und so viel Menschenfreundlichkeit athmenden Erlaß betreffend Anstand. Postgehilfen so berühmt geworden ist. Wenn daher die Tele- Von einem Blatt, wie der Hannoverschen Post" ein Schritt. " Magdeburger Zeitung" ist nur graphenbeamten der Ansicht sind, daß ihre Verhältnisse gelindert zur mit der werden könnten, wenn Herr Rehbock seine in demselben Hause Dieses ehrsame Blatt hat nicht genug die wir ihm befindliche und aus mindestens 16 8immern" bestehende Lektion, neulich ertheilt. Es an schlossen hinzu, werde ich thun. Sollte jedoch eintreten, Zweifel, was zu thun und ob überhaupt eine Bewas ich befürchte, daß mir nämlich alle Werkstätten ver- theiligung den jezigen Wahlen Wahlen räthlich sei, in mir mir eine solche Zuversicht, schlossen sind, so wirst Du Gelegenheit finden, Deinen heute nunmehr fühle ich Morgen an den Tag gelegten Muth zu bethätigen." daß ich mit allen meinen Kräften in den Kampf eintreten werde. Beraumt, sobald ihr wollt, eine Versammlung an, ich empfinde das Bedürfniß, öffentlich die mir ge schehene Unbill zu besprechen." Du sollst mit mir zufrieden sein, Hermann. Wir sind ja beide unschuldig an unserem Geschick, denn daß Du nichts wider Deine Ehre und Ueberzeugung thun kannst, ist selbst verständlich. Um so leichter werden wir alles Ungemach, was etwa hereinbrechen sollte, zusammentragen." Ziele der nationalliberalen Partei, der sie angehören, zu begeben?" Ach, das ist ja etwas ganz anderes", rief Schneeberg spöttisch. Nein, es ist ganz dasselbe." Lassen wir das wollen Sie den Schein unterschreiben? Ich rathe Ihnen wohlmeinend, es zu thun, Fritzsch. Sie sind erst vier Wochen verehelicht. Das Weihnachtsfest steht vor der Thüre, eine andere Unterkunft zu finden, wird Ihnen jetzt schwer werden, also entschließen Gleich nach dem Essen kehrten die Delegirten der sozialSie sich." demokratischen Partei zurück, um seine endgiltige Entschließung zu vernehmen. Entrüftet hörten sie die Nachricht von seiner Entlassung. " So bist Du also der Unsere?" Mit Leib und Seele." bind diagn Befriedigt und hocherfreut schüttelten ihm die Delegirten die Hand und verließen das Gemach. stor Echon zwei Tage später fand die gewünschte Versammlung statt. Fritsch traf etwas spät ein, er hatte den vergangenen und den heutigen Tag benutzt, sich neue Beschäftigung zu suchen. Aber was er befürchtet, bestätigte sich, überall wies man ihn entweder mit bedauerndem Achselzucken oder in Ich habe mich schon entschlossen. Was Sie mir zu erwägen geben, habe ich alles bereits bei mir selbst überlegt Ich will in jedem Falle lieber ein larmer Teufel, als ein Ihr seht, Genossen," sprach er traurig, daß mir ehrloser Lump fein." jedenfalls nichts anderes übrig bleiben wird, als nach Ablauf der vierzehntägigen Kündigungsfrist N. zu verlassen." Höpfner lief aufgeregt in der Stube auf und ab. schroffer Form ab. Es geht auf keinen Fall," rief er in entschiedenem Einige hatten vielleicht keine Arbeit für ihn, andere wollten Tone. Teine Abreise würde zur Zeit unserer Sache einen ihn seines politischen Glaubensbekenntnisses wegen und schweren Schlag versetzen. Du mußt kandidiren und weil er als Apostel für dasselbe auftrat, nicht einstellen. agitiren, und um beides zu können, mußt Du nothwendig hier sein. Du mußt bleiben!" 群 Diesen Standpunkt begreife ich wirklich nicht," meinte achselzuckend Schneeberg. Aber wenn Sie Ihren Entschluß nicht ändern ollen, so muß ich Sie, so ungern ich es thue, entlassen. Nn, noch einmal, wollen Sie gehen oder bleiben?" Ich gehe," fagte Hermann Frisch und verließ mit furzem Gruße das Komtoir. 111. Fritsch war ernster und nachdenklicher als gewöhnlich, als er Mittags nach Hause tam. Seine junge Frau gewahrte mit dem den Frauen eigenen Scharfblick sofort, daß irgend etwas vorgegangen war. Theilnahmsvoll fragte fie, was ihn bedrücke. " Eine lange Pause entstand. Fritsch blickte ernst vor sich nieder, Anna betrachtete ihn zärtlich, Höpfner durchmaß das Bimmer und sein Begleiter sah nachdenklich von einem zum andern.ibits Hooding s Er fühlte noch den Nachhall der Verbitterung in sich, welche das gegen ihn beobachtete Verfahren und die dadurch ihm aufgedrängte Existenzfrage in ihm wachgerufen, und ernst, fast traurig, doch festen Schrittes erschien er auf der Tribüne und überschaute mit prüfendem, sicherem Blick rag die nach Hunderten zählende, auch von zahlreichen Gegnern besuchte Versammlung. Alle Augen ruhten gespannt auf ihm, wie er langsam seine Rede begann, anfangs mit etwas bewegter, bald aber mit ruhiger, fester, durchdringender Stimme und mit einer Sicherheit und Begeiste rung, wie er sie noch nie an sich wahrgenommen. Er ging aus von dem, was am nächsten war, von sich selbst. Ju einfachen, ergreifenden Worten erzählte er die Geschichte seiner Maßregelung, legte er dar, wie sie, so häufig solche Vortommnisse sind, doch für die heutige Gesellschaft Auf einmal ergriff Hermann in seiner ruhigen bestimmten Weise das Wort: Mein Entschluß ist gefaßt, Freunde. Ich erkenne an, daß meine Gegenwart in N. Liebe Anna," entgegnete er ernst, was wir heute früh vorläufig auch noch nothwendig ist und ich werde bleiben. befürchteten, ist bereits eingetreten. In vierzehn Tagen Meinen Widersachern zum Trotz werde ich mich hier werde ich ohne Beschäftigung und Verdienst sein." behaupten, sie sollen von ihrer Saat das Gegentheil dessen Anna erschrat. allation chi ernten, was sie gehofft haben; sie selbst haben mich außer Wie ist das so schnell gekommen?" halb aller Rücksichten gestellt, die mein Pflichtgefühl irgend Ich bin gemaßregelt worden," berichtete der Schrifts wie noch hätte nehmen fönnen, sie selbst haben mich auch setzer und erzählte ihr den Sachverhalt.„ Alles, was ein äußerlich zu dem freien Manne gemacht, als den ich mich charakteristisch sei. Die erwähnte Thatsache sei ein AusMensch thun tann, um Arbeit zu finden, sezte er ent- innerlich fühle. Bisher, werthe Genossen, war ich in fluß der politischen Intoleranz des Kapitals und diese min Ueber das Aftenmaterial des italienischen Bank skandals faßte die italienische Kammer folgende Refolution: tommt mit der Hartnäckigkeit eines Ahlwardt, dessen, Jaurès in Frankreich vor; er hat, einen dahin zösischen Kammer, welche bei den Ereignissen von Fourmies ehernstirnigen„ Glauben" auch die handgreiflichsten Beweise gehenden Antrag bereits in der Kammer eingebracht. Die fühllos geblieben war, nicht anschließen. nicht zu erschüttern vermögen, auf seinen Glauben zurück, Privateinfuhr fremden Getreides ist verboten; nach jeder daß wir in St. Gallen doch anders über den Anarchismus Ernte wird berechnet, wie viel Getreide für den Jahres: gedächt hätten, als wir jegt sagten. Nun, dagegen ist nicht verbrauch fehlt, und der Staat tauft den Fehlbetrag im zu argumentiren. Wir beschränken uns darauf, der Magde: Auslande ein. Die„ Vossische Zeitung" nennt das höhnisch burger Zeitung" zu versichern, daß wir heute noch jedes eine einfache nnd elegante Löjung aller Schwierigkeiten". Wort des St. Gallener Referats über Anarchismus auf Ja einfacher ist's jedenfalls, als die jetzige Art der Getreiderecht erhalten und vertreten. Das ist doch wohl deutlich.versorgung. Freilich spekulirt" wird dann nicht mehr. Damit soll übrigens nicht gesagt sein, daß wir mit dem Vorschlag durchaus einverstanden seien. Eine recht ungehörige Notiz bringt die Bege tarische Rundschau" in ihrem letzten Heft( 12). Dieses Vereinsblatt des deutschen Vegetarierbundes" schreibt nämlich: Eine rechte Ueberraschung wird vielen Freunden der Volksgesundheit die Notiz des sozialdemokratischen„ Vorwärts" vom 30. November betr.„ Aufhebung des Impfzwanges" gebracht haben. Es heißt darin:" Die Abgeordneten Bock, Vlos, 08 Meister, Reißhaus, Schmidt Berlin, Schmidt- Frankfurt, Schmidt Eachsen, Wurm, Brühne, Hofmann Chemniß. Schulze- Königsberg, Geyer und Seifert haben einen Antrag auf Aufhebung des Jmpfzwanges eingereicht. Unterstützt ist derselbe von der 32 Mehrzahl der ſozialdemokratischen hien bisherigen Leitern " Die Reaktion gegen die Reaktion sett in Frankreich bereits fräftig ein, Jm Stadtrath von St. Denis bei Paris wurde dem Sozialist Pillot stürmischer Beifall zu Theil, als er sich gegen einen Antrag auf Entsendung eines Glückwunsches an die Kammer( zur Rettung aus Attentatsnoth) mit den Worten erklärte: Ueberlassen wir das Gratuliren den Bourgeois, welche die Lunte angezündet haben, und der Regierung, die dieser Bombe bes durfte, um die Amnestie zu verweigern und niederträchtige Knebelgesetze anzufertigen. Mögen die gegen Verbrechen protestiren, die schuld an ihnen sind!" Das Amendement Rudini, nach welchem von der Ver öffentlichung der Akten und Dokumente der UntersuchungsKommission der Kammer betreffend die Banten, diejenigen Schriftstücke ausgeschlossen werden sollen, welche die Untersuchungs- Kommission für die geheimen Archive bestimmt hat, wurde in namentlicher Abstimmung mit 151 gegen 140 Stimmen angenommen. Zehn Deputirte enthielten sich der Abstimmung. Im weiteren Verlaufe der Sigung wurde der zweite Theil der Tagesordnung Cavalotti, die Aktenstücke der UntersuchungsKommission drucken zu lassen, angenommen und schließlich ebenso bie Tagesordnung Cavalotti's im Ganzen mit dem Amendement Rudini. " Bildungsmonopol der Reichen. Der Politischen Korrespondenz" wird aus St. Petersburg geschrieben: Der von einer besonderen Kommission unter dem Vorsitze des Fürsten Wolkonsky ausgearbeitete Plan für die Reform der Mädchen Gymnasien ist bereits dem Reichsrathe zugegangen. Einer der wichtigsten Vorschläge ist der, das Recht der absolvirten Schülerinnen dieser Gymnasien zur Forts segung ihrer Studien auf den Universitäten auf= zuheben. Ferner sollen in die Mädchen Gym nasien in Zukunft nur Kinder der höheren Gesellschaftstlassen aufgenommen werden. = Vom serbischen Ministerprozeß. Aus Belgrad wird telegraphirt: Vor dem Staatsgerichtshofe begann heute Vormittag die öffentliche Schlußverhandlung des Prozesses gegen das frühere Ministerium Avakumovitsch. -lancite T- Isois Parteinachrichten. Es scheint, als ob die Partei ihren Bebel, Liebknecht, Singer, Auer u. a. nicht mehr so willig Die Entsendung einer Glückwunsch- Adresse unterblieb. folgen will wie bisher, denn feiner dieser Parteigrößen ist hier Die Gefühle, die in den Worten Pillot's zum Ausdruck genannt. Man wird in dieser Vermuthung dadurch bestärkt, kamen, werden von allen französischen Arbeitern und von von daß erst vor Kurzem, auf dem Kölner Parteifongresse, durch dem gesammten radikalen Kleinbürgerthum getheilt. Und Singer und Bebel die Ablehnung eines Antrages( Halle) er bis tief hinein in die bürgerliche Demokratie betrachtet folgt ist, welcher die Bekämpfung des Impfzwanges von Partei wegen bezwedte. Singer meinte u. a.(. Vorwärts" vom man mit Unruhe und Zorn die Fruktifizirung des 26. Oktober), daß der Impfzwang nichts mit der politischen Attentats. Herr Casimir Perier wird sich sehr beeilen Stellung der Partei zu thun habe, Bebel erklärte, daß im müssen, wenn er seine vier Knebelgesetze noch endgiltig Falle der Annahme dann auch die Gegner der Vivisektion, durchbringen will. Zur Zeit Ravachol's waren seine Vordes Vegetarismus und der Naturheilkunde( foll wohl heißen gänger bereits ebenso weit, wie er jetzt ist. Das Geset Freunde des Vegetarismus und der Naturheilkunde) mit Forde- gegen die Presse das weitaus wichtigste der Knebel- Iu Türkisch- Armenien kam es, wie wir der rungen fommen könnten. Es freut uns, daß die Partei damit die alten Geleise ver- gesetze- war in erster und zweiter Lesung bereits ange- Bossischen Zeitung" entnehmen, zu heftigen Straßenläßt und anerkennt, daß es auch noch andere schwere und u. G. nommen; inzwischen hatte sich aber die republikanische fämpfen, bei denen eine große Anzahl Armenier und Türken as tins, die schwerere Uebel in der Welt giebt, als die, welche vom Kavi- Mehrheit von der Schädlichkeit eines solchen Gesetzes, das verwundet wurden. Der Sultan sette den höchsten Betalismus herrühren. Wir wünschen, daß die genannten Ab. nur den reaktionären Parteien von Vortheil sein tann, amten ab und ließ ihn unter Polizei- Eskorte nach Kongeordneten an diefer neuen Art von Politik Freude erfeben und überzeugt, und das Gefeß blieb in den Kommissionen stecken ſtantinopel kommen. Der Steuerdruck und die ausbeuterische Geschmack daran finden. H. 3. bis der Baillant'sche Kochtopf es wieder lebendig ge- Wirthschaft der türkischen Beamten dürfte den Aufstand Die Notiz ist nicht die erste ihrer Art. Was der Verfaffer macht hat. veranlaßt haben. Derselben, mit Ausnahme einigen Krakehlens gegen die Führer", Ein Gutes hat das Attentat in jedem Falle für die eigentlich will, ist schwer ersichtlich. Mitglieder der Fraktion internationale Sozialdemokratie gehabt: es hat überall da, haben den Antrag eingebracht, tein Mitglied der Fraktion wo aus Freude an revolutionären Phrasen die Scheidung hat widersprochen- was will man denn mehr? Daß die von den Anarchisten noch nicht mit genügender Schärfe und Fraktion fich identisch erkläre mit der Anti- Impferei Nettigkeit erfolgt war, Klarheit geschaffen und unsere ( nebst Vegetarianismus“ und„ Naturheilkunde")? Das Genossen veranlaßt, die falschen Revolutionäre dahin zu geht nicht. Ob das Impfen heilsam oder nicht, ist keine weisen, wo sie hingehören, nämlich zur Polizei und zur Barteifrage, sondern eine Frage der Wissenschaft. Bourgeoisie. In Frankreich, England, Belgien, Amerika 2c. Wer da meint, die Gegner des Impfens hätten die Wissen- ist vielfach noch eine sentimentale Nachsicht gegen die gtan Polizeiliches, Gerichtliches 2c. schaft für sich, dem lassen wir seine Meinung; wer anderer fonfusen Schwäger geübt worden, die ähnlich den spieß- Der Staat ist wieder einmal gerettet worden und Ueberzeugung ist, dem laffe man seine Ueberzeugung. Jeden bürgerlichen Fürstentödtern( Fürstenkillers") der Jahre 1848 zwar durch den tautschutartigen Unfugs- Parafalls würden die bisherigen Leiter" der Partei einen sehr und 1849 ihren Spaß daran haben, mit den fürchter- graphen. Der Frevler war diesmal der Genosse Rasen. schlechten schle chten Dienst leisten, wenn sie die Parteimitgliedschaft von lichsten Mordinstrumenten zu arbeiten natürlich nur in berger in Magdeburg; er hatte das Bontottflugeinem Schwur auf das Anti- Impfdogma abhängig machen Worten und alle Feinde mit dem Tode zu bedrohen blait verbreitet, welches die Magdeburger Genossen Wirthen und Behörden aufgezwungenen Kampf um die VerNotizen schreiben, wie die vorstehende, der Sache, der sie Man übersah dabei, daß hinter diesen an sich fammlungslokale fiegreich durchzufämpfen. 100 M. Geldstrafe doch dienen wollen, und der wir, von lächerlichen Ueber- harmlosen Maulhelden, die mit ihren Kraftphrasen oder 10 Tage Haft lautete das Urtheil. Die Antlage fand die treibungen und handgreiflichen Frrthümern abgesehen, dem blos die persönliche Ohnmacht und Feigheit zu verbergen Thatbestandsmerkmale des groben Unfugs- man passe auf! Kerne nach durchaus sympathisch sind, einen sehr schlechten suchen, zielbewußte Agenten des Kapitalismus sich zu in der Verbreitung frivol erfundener Nachrichten sensationellen zu Dienst leisten. sammenfanden, die aus dem anarchistischen Spielzeug eine Gepräges, welche geeignet sind, Bestürzung in den Massen des gegen die Volksfreiheit und das Publikums hervorzurufen, und in der öffentlichen Aufforderung, Einen antisemitischen Erpressungsversuch macht gefährliche Waffe in der Probenummer Frei Deutschland". Das neueste Proletariat schmiedeten, und die Phrasen, deren Ur- bestimmte Gewerbetreibende unter Sperre zu stellen, eine Maßregel, geeignet, eine große Voltsgruppe, die sämmtlichen GaftAhlwartblatt schildert den jezigen Stand des Fall Paasch in rettende Thaten für die reaktionären Gewalten des Bestand der öffentlichen Ordnung zu gefährden. Dürfen wir in heber nie daran dachten, Ernst zu machen wirthe Magdeburgs, in Bestürzung zu versehen und den äußeren und schreibt dann wörtlich: " Hoffentlich wird aber die Sache im Reichstage Rapitalismus umsetzten. Zu unserer Freude sehen wir, daß Deutschland froh sein, einen" groben Unfugsparagraphen" noch zur Sprache tommen, wenn nicht die das Bedenkliche dieses Spielens mit der anarchistischen zu haben; tann doch auf diese Weise teine staatsgefährliche preußische oder die Reichsregierung es vorziehen wird, Phrase überall erkannt worden ist, und daß die Emanzipa That" ungerochen geschehen. Herrn Paasch durch eine Entschädigungssumme tion von der Phrase mit wünschenswerther Gründlichkeit für die ihm zu Theil gewordenen Widerwärtigkeiten vor sich geht. und Vermögensschädigungen schadlos zu halten " In Offenbach a. M. siegten bei der am 19. Dezember statte gehabten Gewerbegerichtswahlen die Liste des Gewerk fchaftskartells mit großer Majorität. erichtliches e, 310 ரு wollten. Und ebenso gewiß ist, daß die, welche solche natürlich ohne an natürlich ohne an die Ausführung zu bedenken gezwungen waren zu erlaffen, um den ihnen von den bortigen Von nidul " totnidul@ Da wir gerade beim Kochtopf- Attentat find, so sei bier und so die unangenehme Geschichte aus der mitgetheilt, daß der Verdacht, dasselbe gehe wenigstens inWelt zu schaffen, was für alle Theile das Beste wäre und direkt von der Polizei aus, mehr und mehr an Stärke gewomit sich auch Herr Pa as ch, wenn wir nicht sehr irren, völlig einverstanden erklären würde. Paasch ist eben winnt. Sehr auffällig ist z. B. der Umstand, daß die von Natur kein streitender Charakter, er will nur sein Recht." Pariser Polizei, nachdem sie positiv behauptet hatte, es feien Das ist der Ton der Revolverpresse niedrigster Gattung. bei anderen Anarchisten die kompromittirendsten SchriftHerrn Paasch wollen wir wegen seines Geisteszustandes aus stücke und sonstiges Belastungsmaterial gefunden worden, Dem Spiele laffen. Er mag als kämpfer für sein Recht" iezt plöglich mit höchst seltsamem Eifer die Ansicht verficht, weiter gelten, aber feinen publizistischen Anwälten scheint Baillant babe teine Mitschuldige. Das sieht es weit weniger auf Recht als auf Geld anzukommen. gerade so aus, als habe die Polizei allzu bekannte Und dieses Bolk wagt es, sich als Rämpfer gegen die Kor- Mitschuldige entdeckt, die von den Rockschößen nicht abruption auszuwerfen! zuschütteln wären. Das Staatsmonopol des Getreidehandels mit dem Ausland schlägt der. sozialistische Abgeordnete Die Sozialisten in der italienischen Kammer er klärten, daß sie sich der Kundgebung zu gunsten der franLiterarisches, szins der Neuen Beit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: In der erlag) iſt foeben das 12. Seit des 12. Jahrgangs erEchwebe. Moralische und unmoralische Spaziergänge. Bon Ed. Bernstein. Ein sozialdemokratischer Katechismus. Stizzen zur Tabatsteuer. Von Unus. Von Karl Kautsky. ( Schluß.) Zur Bewegung der Handlungsgehilfen. Von Alfons Borchardt.- Literarische Rundschau. Notizen: Gin legtes Wort. Das langsame Tempo des Bordringens der Dampfmaschine in der Landwirthschaft.- Feuilleton: Lebensbilder aus England. Von Andreas Scheu. Briefkaffen der Redaktion. einer Majorität von zwanzig Stimmen über seinen tartellistischen Gegner obficht Einiger in dreißig Jahren, nach der richtigeren Ansicht A.. 63. Eine ausgeklagte Forderung verjährt nach Angesiegt, er war der erste sozialistische Abgeordnete, Anderer nie. im Landtage des Staates seinen Einzug hielt! CIV. „ O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit!" A. 10. Miethe ift postnumerando zu zahlen, wenn nicht im Vertrage das Gegentheil vereinbart ist. Solche Vereinbarungen bilden in Berlin die Regel. Dadurch, daß ein Wirth ein Jahr lang trop der Vereinbarung die Miethe postnumerando angenommen hat, begiebt er sich des kontraktlichen Rechtes nicht. C. R. Die Wittwe ist, falls der Vertrag nichts günstigeres bestimmt, ein halb Jahr lang nach Ablauf des Quartals, innerbalb deffen der Tod erfolgt ist, an den Miethsvertrag gebunden. Karl B. Auch Ausländer sind klebegefeßpflichtig( vergl. Vertrag. Wenn die Forderung der Gerichtskaffe eine ältere Intoleranz selbst wieder nur ein einziges der vielen Miß bräuche und Uebelstände, welche durch das bestehende ta pitalistische Produktionssystem bedingt wurden. Scharf und klar zeichnete er den Zusammenhang zwischen diesem System und allen bedeutungsvollen Fragen der Gegenwart und dessen Einwirkungen selbst auf alle Probleme und Er fahrungen auf religiösem, ethischem und wissenschaftlichem Gebiete. Seine Augen leuchteten, während er sprach, feine Stimme hob sich und unwillkürlich streckte sich wiederholt sangen die frierenden Kurrendaner vor den Thüren. Die seine Hand gegen diejenigen im Saale aus, denen seine Glocken läuteten den Weihnachtsabend ein, die schnees Anklage galt. Seine Worte hatten tiefen Eindruck ge- bedeckten Straßen erschienen verlassen, hinter den Fenstern macht, das verrieth ihm der begeisterte Beifall der Genoffen leuchtete in vielen Häusern das Licht des Christbaums auf. und das Echweigen, womit die Gegner seinen Ausführungen Da öffnete Hermann Fritsch hastig die Thür seiner kleinen§§ 1 und 14 des Gesetzes). anwohnten. Niemand von letteren meldete sich auch zum bescheidenen Wohnstube und eilte mit herzlichem Gruße abre une Wort, sie waren zwar in der Mehrzahl, aber da ihre auf die kleine Frau zu, die leise vor sich hin singend auf ist als das Datum des Vertrages, so tann sie pfänden zc., und Führer dieses Umstandes nicht von vornherein sicher waren, einem Stuhle am Fenster saß und ins Freie blickte. Es zwar steht dann A. mit seinen Ansprüchen nach. Für künftige so schwiegen sie lieber still, als daß sie sich der Gefahr fah keineswegs mehr so traulich und behaglich im Zimmer Rosten 2c. liegt das Rechtsverhältniß jo, daß A. lediglich als einer Abfertigung ausseßten, die sie nicht auf grund ihrer aus, als vor sechs Wochen, das Sopha und ein oder Pfandinhaber, nicht als Eigenthümer, zu erachten, aber mit seiner gewöhnlichen Taktik rechtzeitig abschneiden konnten. zwei andere Gegenstände, die sich früher darin be- Forderung der der Kaffe vorgehen würde. Dieser Abend bedeutet $. B. 100. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Dieser Abend bedeutet für uns einen gewaltigen funden hatten fehlten, dabei brannte weder Licht moralischen Erfolg," bemerkte nach Schluß der Ver- noch Wilhelmsplay. Die Ehegatten thun gut, ein wechselseitiges im Ofen ein wärmendes Feuer Feuer und die Teftament zu errichten, in dem sie sich wechselseitig und ihre sammlung, die unter stürmischen Hochrufen auf den Land- Scheiben der beiden Fenster zeigten sich dick mit etwaigen Kinder zu Erben einsetzen und dem Ueberlebenden von tagskandidaten Hermann Fritsch auseinander gegangen phantastischen Eisblumen bedeckt, durch welche sich Anna ihnen unbeschränkte Verwaltung und Verfügung über den Nachlaß war, Höpfner zum Brunner. Frizsch hat sich mittels Anhauchens eine wenn auch nur beschränkte und einräumen. Das Testament bedarf zu seiner Giltigkeit der heute selbst übertroffen. Ich glaube, er hat manche über- mühsame Aussicht auf die Straße eröffnet hatte. Niederlegung bei Gericht. zeugt, die bisher noch wenig von unseren wahren Grund- Beim Eintritt ihres Mannes wischte sich die junge Strasburg M. 1. Eine vor der Verheirathung erfolgte ber Berbeirot fäßen gewußt haben. Paffe auf, mein Gefühl betrügt mich Frau hastig eine Thräne aus den Augen und reichte ihm daß jemand bestraft ist, kann auch für den Fall ihrer ErweislichBestrafung ist kein Ehescheidungsgrund. 2. Die Behauptung, den Mund zu einem innigen Kusse. Zwanzig Tage waren verflossen, Tage regster und Kommst Du endlich, lieber Hermann?" fragte sie leise, ie leise, teit als Beleidigung bestraft werden. angestrengtester Thätigkeit für den Wahlkandidat. Er war und es flang ganz wie früher die hoffnungsvolle, ver- B., Hannover. Maßgebend für die Erbrechtsfrage ist das völlig erschöpft, als in den letzten Tagen des November trauende Liebe aus ihrer Stimme. Du hast mich lange Gefeß des Drtes, an dem Ihr Ontel seinen letzten Wohnfit geendlich die Stunde der Entscheidung anbrach. Pünktlich warten lassen." nicht, er wird gewählt." in Richt nahm die Wahl ihren Anfang, die Betheiligung war eine Sie blickte ihn erwartungsvoll an, mit Augen, die noch weit zahlreichere als sonst. Mit unendlicher Spannung er- den früheren Glanz besaßen, aber mit einem weniger vollen wartete die Einwohnerschaft von N. das Resultat. Endlich, und frischen Gesicht, wie damals, denn ihre Wangen trugen Abends gegen 8 Uhr, wurde es bekannt, die vereinigten die blaffe Schminke der Sorge und des Mangels. reichstreuen" Parteien schäumten vor Wuth, die Sozial- Hermann senkte traurig den Kopf. demokraten jubelten vor Freude: Frisch hatte mit ( Schluß folgt.) N. Sp. Nein. habt hai. Sie haben leider diesen Ort anzugeben unterlassen. Innerhalb der Innerhalb der Provinz Hannover selbst eristiren auf dem Gebiete des Cherechts und des Erbrechts sehr verschieden artige Gefeße und Rechtsprechungen. Es dürfte sich deshalb empfehlen, daß sie sich direkt an einen Anwalt des Ortes wenden, an dem Ihr Ontfel seinen legten Wohnsiz hatte. Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 22. Dezember. Opernhaus. Götterdämmerung. Schauspielhaus. Die Ahrenshooper. Hannele. Deutsches Theater. Faust's Tod. Berliner Theater. Biel Lärm um Nichts. Leffing- Theater. Casa paterna. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Rehdenz- Theater. System Ribadier. Heues Theater. Jugend. Central- Theater. Geschlossen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Geschlossen. Alexanderplat- Theater. Maria, Schwester vom rothen Kreuz. National- Theater. Geschlossen. Theater Unter den Linden. Die Rosakin. American- Theater. Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Etablissement morikBuggenhagen. Plaz. Moriz Play. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Payeuhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations: räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété. Am Stadtbahnhof Alexander- Platz. Wegen Vorbereitung einer großen Pantomime: Das Stiergefecht, bleibt das Theater bis zum 24. Dezember geschlossen. ratweil'sche Bierhallen G Kommandantenkr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich b. freiem Entree Matinee von 122 Uhr ab und Abends von 61/2 Uhr ab. Unserm Sangesbruder Johannes Pottel die herzlichsten Glückwünsche zum heutigen Wiegenfeste. Die Mitglieder des Gesangvereins der Metallarbeiter „ Often. 447/7 Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( E. H., Hamburg). Donnerstag, den 28. Dezember 1893, Abends 8 Uhr: Gr. Mitglieder- Versammlungen Am 20. d. M. verſtarb unſer liebes sämmtlicher Verwaltungsstellen Berlins. Trudchen. Beerdigung Sonntag, den 24., 3 Uhr Nachm., von der Halle des Neuen Jakobi Kirchhofes( Brizer Chaussee). H. Bendig und Frau, Prinzenstr. 22. 9006 = Tages Ordnung: 1. Die am 21. Januar 1894 zu Hannover stattfindende General- Versammlung; Berathung der vom Vorstand und Ausschuß gestellten Anträge zu derselben event Stellung weiterer Anträge. 2. Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Neue freie Volksbühne. Sonntag, 31. Dezember, 2 Uhr: III. Ab- Verw. theilung. Jugend" von Mar Halbe. 453/5 Montag, 8. Januar, 8 Uhr: Kammermusikabend bei Buggenhagen. 30 Pf., Gäste 40 Pf. Circus Renz. ( Karlstrake.) Freitag, den 22. Desember, Abends 71/4 Uhr: Große Extra- Vorstellung mit besonders humoristischen Einlagen. Unter anderem: Cavallerie zu Fuss; der urfomische Klown " 1 Die Versammlungen finden statt für die A: in Hoffmann's Festsälen, Oranienſtr. 180. B: im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. C: in Lehmann's Lokal, Kreuzbergstr. 48. D: im Vittoria- Salon, Perlebergerstr. 13. 11 1! E: ladet die Mitglieder brieflich ein. " F: in Nagel's Lokal, Schwedterstr. 23. " 1 G: im Freischütz", Fruchtstr. 36a. " 1 H: in Schweißberger's Lokal, Köpnickerstr. 3. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen, da die Vorlagen des Vorstandes zwecks Weiterbestehen der Kasse von großer Bedeutung sind, müssen sämmtliche Mitglieder in den Versammlungen erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltungen. 305/7 Glown- Smitat. Mr. Ybbs, der kl Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer u. Berufsg. Berlins u. Umgegend. Merkel mit sein. Esel Pipifax; Sign. Moglio mit f. dress. Affen; die gross. Tremplinsprünge mit Brillant- Feuer werk; ferner 6 Rappen und Caroussel Am Montag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag), im Lokale des Herrn Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: von 30 kaufmanu'a Variété. Spezialitäten National- Konzert R Renz bas Springpierd Blitz, ger. Vorstellunge National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. D. Obenlandler in National- Tracht und Auftreten von R. von Frau Reuz- Stark etc. Zum Schluß: Huldigungsgruß au Berlin. Gr. Parade- Schaustück v. Dir. Fr. Renz, mit Aufzügen, Festspielen, Solo- und Preise der Pläge wie gewöhnlich. Sonnabend: Große Vorstellung. Sonntag: Nur eine Vorstellung, Nachm. 4 Uhr, 1 Kind frei. Freitag und Sonnabend gefchloffen. Künstlern. Spezialitäten niemble- Tänzen von 80 Damen. Sonntag, den 24. Dezember, Nachm. 4 Uhr: Boltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aften von Friedr. von Schiller. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 8 Uhr. Anfang der 3 Borstellung 4 Uhr. Montag, den 25., Dienstag den 26., Mittwoch, den 27. Dez.: Abendvorstell. 1. Ranges. Anf. Wochent. 7 Uhr. Entree 15 Pf., refervirt 30 Pf. Anf. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf., reservirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Fr. Renz, Direktor. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer. Ecke Karlstrasse. Freitag, den 22. Dezember, Abends 71/2 Uhr: Carl Koch. Gr. Brillant- Vorstellung. Der Teufel in Berlin. Castan's Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten. Dienstag, den 26. Dezember, Nachmittags 8 Uhr: Volfsvorstellung. Wilhelm Tell. Mittwoch, den 27. Dezember, Nachmittags 3 Uhr: Voltsvorstellung. Demetrius. Dienstag, den 26. Dezember, Mittags 12 Uhr: Matinee, Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Freitag wegen Vorbereitung geschlossen. Sonnabend, 23. Dezember, Zum 1. Male: Hochzeitsflammen. Panopticum. Besonders hervorzuheben: Jeu de bar, geritten v. drei Herren, Ad. Schumann, Aguimoff und von Kotic. Original Clown William 01und Kazen. Die 4 Sonnenstrahlen, m. schansky. feinen breſſirten Ratten Weihnachts- Ausstellung eigens bierzu drefsirten Hengsten nach Es war einmal!" Ein Märchen- Cyclus. Präuscher's Museum. Tausende von anatomischen Präparaten. Schußkanal durch fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. Wunder d. Ceroplastik u.Medhanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachseite Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. 9170 Vollstück in 4 Atten v. Max Kreger. Sanssouci", Hierauf zum 1. Male: Berlin 1893". Revue in 2 Abtheilungen. Musik von Alexander Krafauer. American- Theater. Heute zum 66. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner ober: Das Kind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Kottbuserstr. 4a. An allen 3 Weihnachtsfeiertagen Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. der Musik Ta- ra- ta- boom- da- ay 0 Original Dressur des Herrn Max Schumann. Damen- Jockey, dargest. on Miss Oxford. Damen- Hurdlerace, ger. von 14 Damen mit engl. Halb- und Vollblutvferden. Auftreten der musikalischen Clowns Paul und William. Zum 13. Male: Cancan vor Gericht. Ballet Burleske in 2 Tableaug. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. 2. Tabl.: Vor Gericht. Serpentintanz von 4 Damen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Sonntag, den 24. Dezember( Weihnachts Heiligabend): Große ExtraVorstellung. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigt. Berufsgenossen. Entrée 50 Pf. Wir laden die Mitglieder und Jeden fämmtliche Kollegen zum Montag, den Abend: 25. Dezember( erster Weihnachtsfeier Neues tag), Bormittags 10 Uhr, bei Keller, Programm. Bergstr. 68, stattfindenden Frühschoppen ergebenst ein und hoffen auf zahlreichen Besuch. -130/19 Sonntag, den 31. Dezember: Großer Sylvester- Ult. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Soiree in Sanssouci, verbunden mit Militär- Konzert, Tanzkränzchen Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 62 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. und Neujahrs- Ueberraschungen. W. Noack's Schwank in 3 Atten v. Brandon Thomas. Concert- und Gesellschafts- Säle, Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gejang in 1 Att u. Ed. Jacobson und Benno Jacobson. In Szene gefegt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53 Annenstr.42/ 43 Ganz neues Programm. Die Luftfee Eveline, Mr. Bollini, Damen- Terzett Die 3 Backfische, Die Crinolin- Fantasten u. s. w. Wochentags 71 Uhr. Sonn- u. Festtags 5 Uhr. Entree: Wochentags 15 Pf. Anf.: { Sonn- u. Festtags 30 Pf. 1. und 2. Gr. Matinée. Feiertag: Entree frei. I R. Winkler. Brunnenstrasse No. 16. Täglich: Gr. Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Der Vorstand. Den Witgliedern des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhält Abendunterhaltung 470/2 unter Mitwirkung unseres Gesangvereins ,, Sängerchor der Töpfer! Nachher: Tanzkränzchen. Entree frei. Anfang Nachmittags 5 Uhr. Da das Vergnügen fein öffentliches ist, so ersuchen wir die Kollegen, sich mit dem Mitgliedsbuch zu versehen. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Berlag des ,, Borwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. Ats passendes Weihnachtsgeschenk empfehlen wir: Ferd. Tallalle's Reden und Schriften. Neue Gesammt- Ausgabe. Mit einer biographischen Einleitung herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands Don Ed. Bernstein, London. Der Herausgeber schickt dem Werte eine interessante tritisch- biographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", die auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerkungen oder fritischen Randnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der Herausgeber den heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partet, wo dieser verändert ist, oder erleichtert das historische und politische Verständniß der Materie. Die einzelnen Broschüren folgen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Bur Beurtheilung der geschichtlichen Entwicklung und des Wesens der deutschen Sozialdemokratie tst diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Der erste Band ist mit einem Stahlstichportrait Baffalle's geschmückt. Band I: elegant geheftet in Leinen gebunden • --in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band II: elegant geheftet in Leinen gebunden in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Band III: elegant geheftet in Leinen gebunden •• Wit. 2,50 3,00 " • " 4,00 4,00 " 4,50 " 5,50 " 3,50 . 4,00 " " 5,00 . • -- in Halbfranz gebunden( Liebhabereinband) Einbanddecken für alle drei Bände sind zum Preise von à 50 Pfennig( Leinen), von à Mt. 1,20( Halbfranz) zu beziehen. Unsere Lassalle- Ausgabe kann auch bezogen werden in 50 Tieferungen( je 3 Bogen) à 20 Pfennig. 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An Stelle von 20 240 M. sind nur 13 630 M. bewilligt; Dienstwohnung zu flein, fie wird auf Staatskosten vergrößert, die Kürzung des Staatszuschusses beträgt also 6610 M. oder ist beendet und belastet mit 16 Jahren 2 Monaten Gefängniß auch ausgestattet, wenn's sein muß; reicht das Einkommen nicht, etwa ein Drittel der Gesammtsumme, vertheilt sich aber auf die wanten 22 Schaffner aus dem Gerichtssaal, denen von allen nun die Klinke der Gesetzgebung wird ja von Klassengenossen einzelnen Schulen sehr ungleich. Bewilligt sind für dieselben in Seiten das beste Zeugniß ausgestellt wurde. Heuchlerisch und gehandhabt; ist der eine oder der andere in Verlegenheit, wozu der obigen Reihenfolge 1080, 4500, 1320, 1430, 1600, 2650, 800 dankend schlägt unser fatter Bourgeois die Augen auf zum sind die Unterstüßungsfonds da; alles zwar auf Staats- und 250 M. Die Stellmacherſchule erhält hiernach noch 6/7, die Himmel, daß er nicht so ist, wie jene. Dieser Pharisäer! In fosten, alles aber hübsch gesetzlich oder auch, mitten unseres heutigen Erwerbslebens, das den Egoismus auf beim Welfenfonds ungefeßlich, den Thron setzt und die nackte Selbstsucht triumphiren läßt, das den Profit, den Betrug verherrlicht, steht der untere Beamte mit feinem färglichen Einkommen. Bereichert Euch! Bereichert Euch um jeden Preis, streift das Zuchthaus mit dem Aermel, betrügt und wuchert soviel in Euren Kräften steht, aber last Euch dabei nicht fassen, das ist die heutige Moral, das sind die Grundsäge der besitzenden Klassen. Und treffend wird diese Moral charakterisirt durch die doppelsinnige Antwort, die der Bourgeoisvater seinem Söhnchen auf deffen Frage nach dem am schnellsten zum Reichthum führenden Wege giebt: Ehrlich, mein Sohn, währet am längsten. Aber von dem Beamten wird eine andere verlangt, als die in den Kreisen der Besitzenden pflegte Unmoral. Er Kommunales. wie Schneiderschule dagegen nur 1/8 des erbetenen Staatszuschusses. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 21. Dez., Nachmittag 5 Uhr. Der Stadtv. Nicolai, seit mehr als 25 Jahren ununterbrochen Mitglied der Versammlung, ist gestorben und heute beerdigt worden. Die Versammlung ehrt sein Andenken durch Erheben von den Sitzen. Moral In den Ausschuß für den Antrag Singer, betreffend Maß geregeln gegen den Nothstand und die Arbeitslosigkeit, sind auch soll ehrlich bleiben, er soll die Stadtv. Singer und Wernau gewählt. allen Versuchungen widerstehen, er soll sie Don fich abschütteln die faulen Atome, die ihm in einer durch und durch weigert, feine Pflichten als Mitglied der Einkommensteuer- Vor Der Kaufmann Langenscheidt, Burgsdorfstr. 3, hat sich gestinkenden Atmosphäre anfliegen. Wie leicht ist das dem gut Einschäßungskommission, Unterfommission 149, zu erfüllen, und bezahlten oberen Beamten, wie unendlich schwer fällt es dem seine Weigerung damit motivirt, daß er die ihm bleibende freie unteren. Denn werden die besitzenden Klassen auf den Weg der Zeit dazu verwenden müsse, auf die Jagd zu gehen.( Große Unmoral gedrängt durch ihre Gier, ihre Sucht nach Ueberfluß, Heiterfeit.) Da gesetzliche Gründe für die Weigerung dem Geso andererseits die Besiylosen und unter diesen auch die Schaffner, nannten nicht zur Seite stehen, auch sein ganzes sonstiges Verdurch die Furcht vor Mangel. halten als von Böswilligkeit diktirt erscheint, beantragt der Magistrat, den Herrn Langenscheidt nach§ 74 der Städteordnung auf 3 Jahre an der Vertretung und Verwaltung der Gemeinde auszuschließen und ihn um 1/8 stärker als die übrigen Gemeindeglieder zu den direkten Kommunalabgaben heranzuziehen. Unter allgemeinem Beifall wird demgemäß ohne weitere Debatte einstimmig beschlossen. Um zu verhindern, daß in Folge dieser Reduktion der Mittel der lektionsplanmäßige Unterricht der Schulen schon im Februar geschlossen wird, beantragt der Magistrat die Ergänzung der Staatsbeihilfen bis auf den genannten Betrag aus dem Dispositionsfonds für unvorhergesehene Ausgaben. in einem Ausschuß von 5 Mitgliedern. Es werde in demselben Stadtv. Sa ch 3 I. beantragt die Vorberathung der Vorlage zu erörtern sein, ob nicht der Staat zu bestimmen sein möchte, einen festen Prozentsaz an Zuschüssen für diese Fachschulen zu zahlen, um Schwierigkeiten, wie sie hier eingetreten feien, zu vermeiden; andererseits müßten die Innungen, die die Schulen fast ausschließlich in der Hand hätten, doch höhere Beiträge als bisher leisten. Stadtv. Kalisch spricht sich dagegen im Prinzip dafür aus, diese Schulen ganz auf den städtischen Etat zu überhandeln, so daß man auch den Staatskommissar los würde, dessen nehmen, mit dem Staate aber gar nicht mehr zu ver Mitwirkung, wie er gehört habe, mehrfach ein Hemmniß gewesen sei. Sachs 1, daß beim Auftauchen von Differenzen mit den Stadtschulrath Bertram bemerkt gegen den Stadtv. Innungen immer dafür gesorgt ist, daß die städtische Gewerbedeputation zu ihrem Rechte kommen kann. Die Kooperation mit dem Staatskommissar habe die Verwaltung dieses Zweiges des Schulwesens nicht gehemmt, sondern gefördert. Die Stadtv. Meyer I und Hermes find ebenfalls für Ausschußberathung. Stadtv. Hermes nimmt dabei den Handels minister in Schuß; nicht dieser, sondern der Finanzminister sei für die erfolgte Kürzung verantwortlich zu machen. Stadtv. Singer: In einem Ausschuß von 5 Personen Um Betrügereien und Unterschlagungen mittelst bereits be nutter Fahrtkarten aufzudecken, wurden Kriminalbeamte an Ort und Stelle beordert. Es galt bereits verübte Fälle festzustellen, es galt auch, die im Verdacht der Hinterziehung stehenden Schaffner und Viehhändler zu überwachen und sie event. bei neuen Betrügereien in flagranti abzufassen. Was geschah? Mit Getränken und Speisen wurden die Schaffner traktirt, durch falsche Angaben, Mit der Einsegung einer gemischten Deputation zur daß das Billet zum Fenster hinausgeflogen sei u. s. w., be- dauernden Verwaltung der städtischen Markthallen kann man doch wohl kaum ein vollständiges Bild von der ganzen schwindelt; in Strömen floß der Rognat. In der Rolle und an Stelle des bisherigen Markthallen- Kuratoriums hat sich der gegenwärtigen Lage des Fachschulwesens gewinnen. Wegen der den Prattifen der nun verurtheilten Viehhändler hantirten die niedergesetzte Ausschuß einverstanden erftärt. Die Deputation 6610 M. ist ebenfalls ein Ausschuß nicht nothwendig. Die Beamten mit großer Eicherheit und mancher Schaffner, der ihnen foll aus 5 Magistratsmitgliedern und 10 Stadtverordneten be- Stadtverwaltung hat sich doch einfach zu fragen, ob ihr die beim ersten Male noch widerstand, fam beim zweiten Anlauf zu stehen, am 1. April 1894 in Funktion treten und im Wesentlichen Schulen so viel werth sind, daß sie das Geld auch noch daran Falle. So wurden die Fälle gemacht", so wurde Material her- dieselben außerordentlichen Vollmachten ausüben dürfen, wie sie wagt. Ich wundere mich gar nicht darüber, daß der Finanzbeigeschleppt. dem bisherigen Kuratorium ertheilt waren. Es sind dies 1. die Fest- minister diese Summe nicht übrig hat; ich hoffe, er wird sie Aber was wollen wir? Bietet nicht die Bergangenheit ähn sehung und Erhebung der Gebühren für die Verkaufsstände, Keller- übrig haben, wenn er seine Steuervorlagen durchbekommen hat. liche Vorgänge dar? Hatten wir nicht die Lockspitel und Lagerräume, 2. die Vermiethung der in den Markthallen( Heiterkeit.) Worin aber Schröder, Haupt und Konsorten? Wenn in Fachkreisen und vorhandenen Wohnungen, Läden, Kontore u. dergl., 3. die An- schulen die Förderung der Fachdurch Fachzeitungen erstaunt die Frage ventilirt wurde: Warum nahme der oberen Beamten und die Festsetzung der Anstellungs- bestanden die Theilnahme des Staatskommissars wurden Kriminalbeamte entfendet? haben soll, weiß Gebietet ich nicht und wäre die Eisenbedingungen für das Beamtenpersonal, 4. die Zulassung von verbunden, wenn ich davon etwas Näheres erführe. Nur einmal bahn- Verwaltung nicht über eine stattliche Anzahl von Betriebs- Verkaufsvermittlern, Matlern oder Auftionatoren, 5. die Be- hat man von solchem Einfluß gehört, nämlich damals, als der und Verkehrskontrolleuren, die zur Aufdeckung der Schwindeleien fugniß zur Aufhebung von Mieths- und Pachtverträgen unter Sonntagsunterricht verboten wurde, ein Schritt, der mir sehr verwendet werden konnten? so ist die Antwort: Allerdings, 3000 m., sobald es das Interesse der Stadtgemeinde erfordert. sympathisch war. aber Diese würden nur beobachtend aufgetreten fein, Die Ausübung der Befugnisse ad 3-5 ist an die Genehmigung nicht aber provozirend. Sind aber die Rosenberg, des Magistrats geknüpft. Goldschmidt, Kern 2c., die den Beamten Geldgeschenke angeboten, Die Ausschußanträge gelangen ohne Diskussion unverändert versprochen und gewährt haben, um sie zu Handlungen, die eine zur Annahme. Verlegung der Amts- und Dienstpflicht enthielt, zu bestimmen", Den Ankauf des den Munk'schen Erben gehörigen Grundunter Auflage gestellt worden, so ist zu erwägen, ob stücks Lichterfelderstr. 6-8 zur Erweiterung des Victoria nicht 3illmann und Winter ebenfalls auf die parts für den Preis von 370 000 m. hat der Ausschuß geAntlagebant gehören. Das verlangt das„ beleidigte nehmigt, einstimmig aber beschlossen, den Ankauf an die Be: öffentliche Rechtsgefühl", nicht aber die hohe Bestrafung der dingung zu knüpfen, daß der vorhandene Fahrweg, welcher an Schaffner. der Grenze des Grundstücks nach der Lichterfelderstraße führt, in Wegfall kommt. Dem Ausschußantrag wird auf Antrag Frenzel am Schluffe hinzugefügt soweit Privatrechte nicht entgegenstehen"; mit diesem Busage wird der Ausschußantrag angenommen. = Diefer Prozeß fordert gewiß zu manchen Vergleichen heraus. Nur waren es hier nicht die Spigen der Gesellschaft, die auf den Leim gingen, sondern es waren fleine Beamte, deren Einkommen, wie wir bei dieser Gelegenheit feststellen wollen, nicht 14-1500 m. beträgt, sondern die ein Gehalt von 860-1440 M. beziehen, dem zwar die monatlichen Fahrtgelder mit ca. 30 m hinzutreten, von denen aber gut zwei Drittel durch Reisebedürfnisse und den theueren Lebensunterhalt unterwegs in Anspruch genommen der die Bearbeitung aller neuen wohlthätigen Zuwendungen, werden. Noch schlechter sind die mit 2 bis 2,50 pro Tag entlohnten Arbeiter gestellt, denen bei der Beschäftigung im Fahrdienste als Hilfsbremser und Hilfsschaffner der obige Tagelohn mit Rücksicht auf die Fahrtgelder noch um 30-60 Pf. verkürzt wird. So sehen die Einkommensverhältnisse der Beamten aus, von denen der Arbeitgeber Staat die höchste Pflichterfüllung verlangt. Der Magistrat beantragt die Einsetzung einer besonderen aus 2 Magistratsmitgliedern, 4 Stadtverordneten und 2 Bürgerdeputirten bestehenden städtischen Stiftungs- Deputation, soweit dieselbe nicht ausdrücklich anderen Stellen vom Testator oder Geschenkgeber übertragen ist oder übertragen wird, zugewiesen werden soll. Die Vorlage wird angenommen. Im Stadthaushalts Etat für 1893/94, Spezialetat für gewerbliches Unterrichtswesen" waren als Staatszuschüsse für verschiedene Fachschulen folgende Summen an genommen: Stadtschulrath Bertram: Die Bestimmung über Bes schränkung des Sonntagsunterrichts in den Fortbildungsschulen ist vom Reiche, nicht vom Staate ausgegangen. Ich habe vorhin nur von der Korporation der städtischen Verwaltung mit dem Kommissar des Handelsministers gesprochen. Die Förderung spricht sich in einer ganzen Reihe von Dingen aus, u. a. in der Bereicherung unserer Personalkenntniß betreffs geeigneter Diref toren für die Webeschule und andere Schulen. Die Stadtvo. Dinse und Genossen haben folgenden An trag eingebracht: 0 Die Versammlung beschließt, den Magistrat um Ausfunft darüber zu ersuchen, wieweit die Verhandlungen mit der Großen Berliner Pferdebahn Gesellschaft und den maßgebenden Behörden, betreffend die Ueberführung der Pferdebahn durch die Charlotten straße über die Linden und durch die Straße Hinter der Katholischen Kirche über den Opernplay gemäß den Beschlüssen der Versammlung vom 9. März cr., gediehen sind. In Vertretung des erkrankten Antragstellers begründet Stadtv. Schulz den Antrag. Seit den Debatten vom gegeben, daß diese so wichtige Angelegenheit energisch gefördert 9. März habe man sich in der Bevölkerung der Hoffnung hire werden würde. Aber seit neun Monaten sei bis zu der Vera fammlung auch nicht das Geringste darüber durchgefickert, was Wie der Hannoversche Spieler- und Wucherprozeß wird auch der jezige Prozeß den Antisemiten wieder Gelegenheit zu der Magistrat gethan hat, welche Verhandlungen eingeleitet und 1. für die Sattlerschule 1335 M.; 2. für die Malerschule wie weit diese gediehen seien. Ebenso seien damals Resolutionen ihren einseitigen Urtheile über die jüdischen Viehhändler 6090 M.; 3. für die Barbier- und Friseurschule 2020 M.; 4. für gefaßt worden, z. B. über die Einführung von Arbeiterwagen geben, die aber, nebenbei gesagt nicht besser und nicht schlechter die Stall- und Rademacherſchule 1665 M.; 5. für die Schuh mit ermäßigten Preisen. Von dieser gleichfalls hochwichtigen find, als alle diejenigen, die den Staat durch falsche Angaben macherſchule 2200 M.; 6. für die Tapeziererschule 3890 M.; Frage sei ebenso wenig bis jetzt etwas zu hören gewesen. bei der Steuereinschätzung um Hunderttausende schädigen. Hier 7. für die Korbmacherschule 1000 m.; für die Schneiderschule Der Anschluß des neuen Nordbahnhofes an das Pferdeaber liegt die Frage so: Wer trägt die Schuld an 2040 m. diesen Schwindeleien? Nicht zum geringsten das System, bahnnetz und der Zehnpfennig- Tarif feien fernere GegenDurch Zuschriften des Polizeipräsidenten vom 7., 9. und 12. stände der damals beschlossenen Refolutionen gewesen. das seine unteren Beamten zur höheren Ehre Molochs wirth v. M. hat der Minister für Handel und Gewerbe, Frhr. v. Ber- allem diesem sei es still geblieben. Hoffentlich schaftlich so schlecht stellt, daß sie, auf Trinkgelder angewiesen, von lepfch, den Magistrat benachrichtigen lassen, daß die erbetenen Magistrat die wohlwollende Beantwortung dieser Anfragen noch Hoffentlich werde der Gefälligkeiten nur zu leicht zu Pflichtwidrigkeiten übergehen müssen. Subventionen nicht in der angegebenen Höhe gewährt werden heute übernehmen. Zur Frage der Jugendliteratur. Bedeutung dieses Kampfes erkennen lernen. Dann aber zwingt in der That, daß es möglich ist, dieſen Zweck auch ohne Märchen Selbst das Kind uns alle die Taktik der Gegenpartei dazu, schon in der frühesten zu erreichen. Giebt es eine stärkere und gesundere Anregung der Von Jahr zu Jahr ertönt innerhalb unserer Partei der Jugendzeit den Samen des Klassenbewußtseins, der Erkenntniß Phantasie, als die Beschäftigung mit dem Werden und Bergehen Ruf nach Jugendliteratur, und wenn das Bedürfniß nach einer des Klaffengegensatzes auszustreuen! Mit welcher Sorgialt wird in der Natur? Erzählungen aus dem Thierleben, aus der solchen sich schon sonst mächtig bemerkbar macht, so drängt sich nicht von Jenen die Verherrlichung des Militarismus, des Krieges Pflanzenwelt erscheinen mir für das Kindergemüth von der allergerade um die Weihnachtszeit die Frage nach gesunder geistiger gepflegt! Wie wird nicht der Unterricht schon auf der ersten höchsten Bedeutung. Dazu kommt, daß hierdurch das Kind zu Kost für die Kinder auch solchen auf, die im drängenden Lärm Stufe mißbraucht, um den Kindern falsche historische Begriffe eigener Beobachtung des Alltagslebens nicht allzu oft zum Nachdenken kommen. In beizubringen, eine blinde, abgöttische Verehrung des angeftammten Denten schärft, indem sie sich selbst kontrollirt. angeregt wird, die sein kritisches diesem Jahr hat man ja nun von verschiedenen Seiten den Herrscherhauses", fanatischen Haß gegen alle Bestrebungen, welche in der großen Stadt ist es möglich, daß Versuch gemacht, Bücher für die Kinder des Proletariats auf der Sache des Volkes dienen sollten, Bewunderung für die wohl das Erwachen des Frühlings, das Knospen der Sträucher bis den Markt zu bringen, unferes Erachtens freilich größtentheils geordnete bürgerliche Gesellschaft, Verachtung für die Jdeen, welche zur völligen Ausbildung des Blätterschmuckes mit offenen Augen noch ohne großen Erfolg der starte Absatz, den die Erzeug. den Köpfen der besten Denker entstammen. niffe trotzdem finden, beweist, wie wichtig es ist, hier die bessernde verfolgt, daß es in einem oder zwei Blumentöpfen Erbsen, Frucht Ja die Brutalität der Unterrichtenden" geht häufig so weit, ferne oder Blumensamen säet, um nachher das Aufteimen und Hand anzulegen. Und andererseits beweist das vielfach Ver- ganz unverfüllt von der Verderblichkeit der Umsturzparteien, von das Wachsthum der Pflanze zu verfolgen; zu derartigen Dingen fehlte, wie schwierig es ist, auf diesem Gebiete Gutes zu leisten. Der Verblendung und bodenlosen Schlechtigkeit der Sozialdemo- sollten unsere Jugendschriften in frischen fleinen Artikeln ohne Sollte es da nicht angebracht sein, wenn wir die Zeit des fraten zu sprechen. Gewiß ist es nicht erfreulich, Zwiespalt im pedantische Gelehrsamkeit anregen. Ein weiteres reiches Feld allgemeinen Interesses für die Jugendliteratur dazu benutzen, Kindergemüth zu wecken, weit schlimmer aber ist es, das Kinder- bieten Schilderungen aus Industrie und Technit, wenn nament Ansichten, Wünsche und Vorschläge zur allgemeinen Besprechung zu gemüth jenen dunklen Mächten ausgeliefert zu wissen und ruhig lich dargethan wird, wie mühselig früher die einzelnen Stücke bringen? mit anzusehen, wie das ständig eingeträufelte Gift unsere Kinder hergestellt werden mußten, während heute die Maschine Dutzende Einsender dieser Zeilen, der, abgesehen von anderen Gründen, unsern Herzen entfremdet. als Bater gezwungen ist, der Frage näher zu treten, bemerkt mit größter Regelmäßigkeit und Schnelligkeit hervorbringt. In Sind wir also überzeugt, daß wir der ausgesprochenen solchen Artikeln ist auch Raum für Ausblicke, welche die Ergleich zum Voraus, daß er noch feine feite Anschauung darüber Tendenz in unfern Kinderschriften nicht entrathen tönnen, so tenntniß der gegenwärtigen Zustände und unsere Ziele fördern; hat, welche Ansprüche an eine gute Jugendliteratur gestellt meinen wir andererseits, daß die Tendenz nicht alles andere und wie lebhaft läßt sich die Phantasie anregen, werden müssen, daß er auch nicht alle seine Gedanken hierüber in überwuchern soll. Vor allen Dingen gehört die Tendenz nicht wir andeuten, daß nur der Umstand, daß die Maschinen 2c. wohlgeordneter Form und in wissenschaftlichem Gewande vor- in jede einzelne Numiner hinein. Gewiß ist es richtig, daß unser im Besitz weniger sind, den Segen in Fluch verwandeln. Und führen will. Märchenschatz nicht mehr in seiner ganzen Ausdehnung als gewiß werden sich noch viele Dinge anführen lassen, ich Eine ernste Frage wird die sein: Ein wie weites Feld sollen geeignetes Material für unsere Jugend erscheint, aber erinnere nur noch an die Schilderung fremder Länder und wir in unseren Jugendschriften der ausgesprochenen Tendenz ein- liefern wir einen Ersaß, wenn wir Tendenzmärchen bieten? Völkerwelche zur Beschäftigung der Phantasie des fleinen räumen? Daß der Tendenz überhaupt Raum gegeben werden Meines Erachtens sollte gerade das Märchen alt oder neu Volkes dienen können. Und dort, meine ich, sollen wir den muß, scheint mir zweifellos, wenn auch hier und dort der Ge- von der Tendenz frei bleiben; auf mich hat es einen recht un- Kindern die Märchen nicht vorenthalten; es giebt eine solche danke auftauchen mag: Wäre es nicht gut und schön, wenn erfreulichen Eindruck gemacht, als ich auf dem ersten Bild des Fülle von Schönem und Schönstem, das man nur anzugreifen wir wenigstens der zartesten Jugend alles Tendenziöse, das doch Baate'schen Märchenbuchs den Drachenleib mit der Inschrift braucht. Und damit komme ich zu einer dritten Frage: Warum naturgemäß auf den Kampf hinweist, ersparen könnten?" Einmal Meloch" geziert sah. Wo die noch dazu deutungsbedürftige suchen wir für unsere Jugendliteratur nicht unter den Schäßen werden es immer nur vereinzelte Ausnahmen in unseren Reihen Allegorie, wie in unseren Wigblättern, anfängt, hört die des Ueberlieferten?" Diese Frage verdiente eigentlich ein tieferes fein, bei denen die Kinder nicht durch die brutale Macht der Poesie auf. Verhältnisse schon in allerfrühester Jugend unter den Folgen des Eingehen. Ich habe nämlich das Gefühl, als ob sich in weiten Hier tnüpft sich eine zweite Frage an: Sollen wir unsern Parteitreisen eine stetig wachsende Abneigung auch gegen die Rampfes zu leiden haben, so daß es für sie geradezu eine Besse- Kindern überhaupt Märchen bieten? Ist es nöthig, ihre Phan wissenschaftliche und literarische Erbschaft der Vergangenheit rung auch in dieser Hinsicht ist, je früher sie die wahrhaft große tasie durch Wiärchenstoffe zu wecken und anzuregen? Ich glaub breit machte. Genährt wird dieselbe nur allzu leicht durch wenig wenn Amendement erklären. " " an " ausfällt. B 0 sunf Stadtv. Virchow weist darauf sei, daß das Kastanien- weiß, wen noch alles, überflüssig machen. Daher ist der 3. Für chirurgische Krante: Dr. Güterbock, Neuenwäldchen an der Universität tein offener Besitz, sondern Eigen- Vorschlag, der Bedienung einen solchen Ratechismus auf burgerstr. 14; Dr. Hadra, Markusstr. 1; Dr. Levy, Prenzlauer thum der Hochschule sei. Dieselbe habe sich gegen die Vorbei den Weihnachtstisch zu legen, wirklich teine üble straße 36a; Dr. Settegast, Oranienstr. 75; Dr. Schleich, Friedrichführung der Pferdebahn erklärt und gebe den in Betracht dee. Wir sind auch überzeugt, daß manche Gnädige" straße 250; Professor Dr. Wolff, Am Zirkus 9. kommenden Behörden anheim, einen andern Uebergang über die den trefflichen Rath befolgen wird. Der Preis ist ja nur 4. Geistestrante: Maison de Santé in Schöneberg Linden zu suchen. 30 Pfennig", wie die Annonce vorsorglich bemerkt, und selbst( auch für alle übrigen Kranten[ 150 Betten]); Dr. Stadtv. Singer: Das Schweigen des Magistrats ist sehr wenn die Herrschaft sich den entschieden genialen Ginfall, dem Destreicher in Nieder- Schönhausen( 150 Betten); Dr. Oliven in es zu nicht zu Bankow, Brett heilen wir mit, da beredt. Ich glaubte, es würde wenigstens ein Wort über die Mädchen lieber einen Honigtuchen weniger zu kaufen, nicht zu Bankow, Breitestr. 18( 100 Betten). Sache verloren werden, auch in einem Moment, wo noch kein eigen macht, so kommt sie doch noch billig genug, vom Ruhme Außerdem theilen wir mit, daß sich der Besitzer einer HeilBeschluß über den Antrag gefaßt ist. Sonst ist der Magistrat der Freigebigkeit abgesehen, zu einem ganz annehmbaren Vor- anstalt erboten hat, eventuell in einem Vorort von Berlin eine doch nicht so spröde. Namentlich eine Aeußerung darüber theil. Den Haupts und eigentlichen Vortheil von der ganzen größere Anzahl von Baracken für innerlich Kranke zu errichten. wäre erwünscht, ob er für angemessen erachtet, daß diese Sache hat nämlich die Herrschaft. Sie bekommt Die Krantentassenn Rommission. Pferdebahnfrage erst nach Erledigung des Königstraßen- durch die Unterweisung, die die Hausmädchen- Schule, sei J. A.: Alb. Heumann, Lindenstr. 95 II. Projekts zur Erledigung kommen soll.( Bewegung.) Bielleicht es in mündlichem Unterricht und praktischer Aus: Arbeiter Bildungsschule. Wir machen darauf aufmerkhat die Mittheilung des Herrn Virchow die Entscheidung bildung, sei es nur durch den Katechismus den Mäd fam, daß der Unterricht in der Rechtskunde heute, Freitag, für Versammlung und Magistrat erleichtert. Wenn die chen zu Theil werden läßt, eine anstellige, zu allem Durchlegung durch das Kastanienwäldchen scheitert und brauchbare Bedienung, und sie spart obenein auch noch am Lohn. die Ueberführung fonach überhaupt unmöglich wird, so würde Das Mädchen, daß nicht nur den herrschaftlichen Diener, sondern Schnurrige Anforderungen stellt die Polizei an unferen ich von diesem Ausgange der Sache sehr befriedigt sein. Auch auch den Bohner, Tafeldecker u. s. w. ersetzt, wird trotzdem immer Parteigenoffen Jahn, der bekanntlich, nachdem er sechszehneinhalb über die Resolutionen wäre doch Auskunft dringend erwünscht noch schlechter bezahlt als ein einziger Diener. Das Vorwort Monat im Rottbuser Gefängniß gelitten, mit der monftrösen Die Pferdebahn kann nur dadurch zum Entgegenkommen gegen des Katechismus weist darauf hin, daß bereits heutzutage der Reiseroute, die wir kürzlich als Denkmal von unserer Zeiten die Bürgerschaft Berlins gezwungen werden, daß ihr bei Gr herrschaftliche Diener in den meisten herrschaftlichen Häusern ein Größe im Vorwärts" niedriger gehängt haben, auf den„ Schub" theilung neuer Konzessionen gezeigt wird, daß die Stadt überwundener Standpunkt ist", und daß das feine Hausmädchen gebracht worden ist. Jahn pfiff natürlich auf die Reiferoute; verwaltung Ernst macht mit den Forderungen, welche die Bürger- den Diener mehr und mehr überflüssig gemacht" hat. Man sei er hielt sich nach seiner Entlassung aus dem Gefängniß, entgegen schaft an diese Gesellschaft zu stellen berechtigt ist. Sie hat das in herrschaftlichen Kreisen zur Einsicht gekommen, daß ein der ihm gegebenen Weisung", unterwegs so lange auf, als es ihm Monopol von der Stadt bekommen und beutet es in der unglaublichsten Mädchen bei ihren geringeren Ansprüchen mehr leistet". gut schien und kehrte zu einem von ihm beliebten Zeitpunkte Weise zum Nachtheil der Bürgerschaft aus; die hygienischen" Weniger Lohn und mehr Arbeit, da haben wir nach Berlin zurück. Nachdem er hier eine Wohnung Einrichtung der Wagen find geradezu eine Schande für Berlin. es flar und unzweideutig ausgesprochen, worauf das ganze gefunden, meldete er sich auf dem zuständigen Polizeirevier am ( Unruhe.) Die Heizung der Wagen, der Behnpfennigtarif, die Unternehmen hinausläuft. Die Hausmädchenschule, die sich als Louiſenufer an. Diese Meldung wurde aber nicht angenommen, Einführung von Arbeiterwagen, allen diefen Forderungen gegen gemeinnützige" und wohl gar als wohlthätige" Veranstaltung vielmehr bedeutete man Jahn, daß nicht er, sondern seine Wirthin über verhält sich die Gesellschaft so zugeknöpft wie nur je. Es giebt, nügt weniger den Haus- und Stubenmädchen als den einzig befugt sei, eine im Polizeistaate giltige Meldung zu be ist die allerhöchste Zeit, daß ganz abgesehen von der Hauptfrage gnädigen Frauen", weniger den dienenden Mädchen des Prole- wirken. Was blieb nun anderes übrig, als daß die Wirthin den des Antrages, der Magistrat sich entschließt, der Gesellschaft tariats als den befehlenden Damen der Bourgeoisie. Durch Gang zur Polizei machte. Aber wunderbarer Weise wurde deren mitzutheilen, daß, wenu sie diese hygienischen und Verkehrs- dieses Unternehmen geräth der Fröbel- Oberlin- Verein in eine Meldung auch nicht angenommen; vielmehr wurde ihr gesagt, forderungen nicht erfüllt, ihr neue Konzessionen nicht Reihe mit den zahlreichen anderen Vereinen, die von der daß nun Jahn wieder auf die Polizei kommen solle. Wir sind gegeben werden. Allerdings könnte der Magistrat mit Recht er- Bourgeoisie begründet sind und die Interessen des Proletariates gespannt, wie lange die Polizei dies eigenartige Bezierspiel fortwidern, daß der Gesellschaft heute an Konzessionen gar nichts zu vertreten vorgeben, zum Theil vielleicht auch wirklich gewillt sind, sehen will. mehr liegt, weil sie nicht sicher ist, ob ihr dte Konzession ver: in letzter Linie aber immer wieder nur das Interesse der längert werden wird. Aber selbst dann sollte der Magistrat doch Bourgeoisie fördern. In einer oder der anderen Form thut das Ein zweiter Personen- Bahnhof für Schöneberg wird diejenigen Einrichtungen treffen, welche unumgänglich noth- jeder dieser Vereine, und einmal fommt schließlich bei jedem der von den Bewohnern des Ortes schon seit Jahr und Tag an wendig sind bis zu der Zeit, wo wir die Pferdebahn in eigene Pferdefuß des Teufels Egoismus zum Vorschein. Dasselbe ist gestrebt. Bis vor kurzem waren jedoch alle Bemühungen, von Regie nehmen. Aus die Gnade einer Gesellschaft braucht die jetzt auch dem Verein" Jugendschuh" passirt, der lange der Eisenbahnverwaltung die Anlegung einer neuen RingbahnBerliner Bevölkerung nicht angewiesen zu sein. Hoffentlich Beit hindurch wirklich auf nichts anderes als auf uneigennützige, ſtation bei Alt- Schöneberg( an der Maystraße) zu erlangen, veräußert sich der Magistrat wenigstens über diese Fragen! nur ein flein wenig moralisirende Nächstenliebe und allenfalls geblich, trotzdem der Besizer des erforderlichen Terrains, BauEine Bemerkung vom Magistratstische erfolgt nicht. Der noch auf die Eitelkeit und Vereinsmeierei der Bourgeoisdamen rath Hein, sich erboten hatte, dasselbe unentgeltlich abzutreten. Antrag Dinse wird mit großer Mehrheit angenommen. zu rechnen schien. Der Verein hat Schneiderkurse eingerichtet, Jetzt endlich ist dem Genannten auf eine Eingabe an den EisenAuf Antrag der Wohlfahrtskommission der deutschen Gesell- in denen nicht blos feine Pfleglinge( anhangslose, auf eigenen bahnminister vom Betriebsamt der Stadt- und Ringbahn der schaft für ethische Kultur will der Magistrat gestatten, daß die Erwerb angewiesene Mädchen, die in seinen„ Heimen" wohnen), Bescheid ertheilt worden, daß Ersterer bereit sei, die Anlegung von dieser Kommission eingelieferten, zum Geschent an Be- sondern auch andere Frauen und Mädchen das Schneidern des in Frage stehenden Bahnhofs zu genehmigen, jedoch mit der dürftige bestimmten Kleidungs- und Wäsche stücke unerlernen fönnen. In der letzten öffentlichen Versamm- Maßgabe, daß außer der kostenlosen Hergabe des Terrains auch entgeltlich in der städtischen Anstalt desinfizirt wer- lung hat die Vorsitzende des Vereins, wie uns mit noch die Baukosten in Höhe von 180 000 Mart seitens der den, und ersucht die Versammlung um ihre Zustimmung. getheilt wird, den anwesenden Damen empfohlen, ihre Dienst- Interessenten aufgebracht würden. Die Verhandlungen für AufStadtv. Hermes beantragt, die Zustimmung nur zu geben mädchen gegen ein Honorar von 6 M. pro Halbjahr daran theil- bringung des angegebenen Baukapitals werden bereits in den Man habe nehmen zu lassen. Sie könnten ja unter dem Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs". merkwürdige Ueber nächsten Tagen beginnen. immerhin Grund, mit der Ertheilung solcher Vergünstigungen einstimmung mit dem Vorstand der Hausmädchenschule!- die Eine neue Flußbade Anstalt auf der Oberspree, und vorsichtig zu sein. 6 M. ihrem Mädchen auf den Weihnachtstisch legen. Natürlich zwar in der Nähe der Cuvrystraße, soll, wie die Interessenten Oberbürgermeister 3 elle: Anders war der Antrag auch machen die Bourgeoisdamen auch hier wieder nur sich selber ein jener Gegend verständigt worden sind, zum kommenden Sommer nicht gemeint, ich kann die Zustimmung des Magistrats zu dem Geschenk, da das Dienstmädchen ihre neugewonnenen Kenntnisse errichtet werden. Der bereits vor zwei Jahren projektirte Bau zu allererst für die Herrschaft verwerthen und dieser die Flickfrau mußte damals unterbleiben, weil die benachbarten Uferbeſther Stadtv. Dr. Zadek bittet, das Amendement abzulehnen. und in leichteren Fällen auch die Schneiderin ersparen Einspruch gegen die Anlage erhoben. Inzwischen ist eine BerTie neue Einrichtung solle doch nicht der Gesellschaft, sie solle muß. E3 haben sich denn anch gleich eine Anzahl ständigung mit den Interessenten erfolgt, so daß dem Bau kein dem großen Ganzen zu gute kommen, die bedürftigen Damen Drt und Stelle bereit erklärt, ihren Hinderniß mehr im Wege steht. Gesunden schützen. Den Unterantrag aunehmen, hieße der Stadt Mädchen das empfohlene Geschenk" zu machen. Das Prinzip, lediglich ein Armuthszeugniß ausstellen. Wäre vor einem Jahre das diesem Verfahren zu Grunde liegt, hat über das Weihnachts- Die vierte Volfsküche ist dieser Tage im äußersten Südder Antrag des Redners auf allgemein unentgeltliche Desinfek fest und über die genannten Vereine hinaus seine Bedeutung. often der Stadt, Forsterstraße 39, eröffnet worden. Ueber eintion angenommen worden, so hätte die Gesellschaft jetzt ein sol- Es ist lebendig in allen gemeinnützigen" und wohlthätigen" hundert Kinder haben sich, wie berichtet wird, hier zur Frühches Ansuchen gar nicht zu stellen brauchen. Veranstaltungen, die die Bourgeoisie für das Proletariat ins fpeifung gemeldet, Kinder, die unter ihren bisherigen Verhält Stadtv. Meyer I: Die Gesellschaft ist heute gut ver- Leben rust, und wirkt als treibendes Moment in der staatlichen nissen fein warmes Mittagsmahl bekommen haben. Denn wohlwaltet; wer fann aber für alle Zukunft garantiren? Jeden- Sozialreform". Alle Geschenke", die dem Proletariat von dem gemerkt, es mußte in der Auswahl der zu speisenden Kinder eine falls wird der Magistrat nur im alleräußersten Nothfall wider- herrschenden Theile der Gesellschaft gemacht werden, laufen, ob sehr weise Beschränkung getroffen werden, da die augenblicklichen rufen. mit, ob ohne den Willen der Spender", auf dasselbe hinaus. Buwendungen an den Verein so geringe find, daß, wie der VorWelches auch ihre Absicht sei, die Wirkung ihrer Ge- izende sich ausdrückte, die bangsten Sorgen die Leiter des Werks fchente" fann nur eine Förderung der Interessen der besitzenden bedrücken müssen. Unter honetten Leuten ist nun einmal sehr wenig Klaffe und eine Stärkung der bestehenden Gesellschaftsordnung sein. für Wohlthätigkeit, die nichts einbringt, übrig, und eigentlich hat man ja auch schon genug gethan, wenn man zum Besten der Bur Chariteefrage erfährt die National Zeitung", daß Armen einmal getanzt hat. Und Staat und Gemeinde? Ja der Direktor des hygienischen Instituts, Prof. Stubner, im Auf- diese haben vollauf zu thun, der geistigen Noth, die das Hirn trage des Kultusministers mit einer Untersuchung der hygieni- einiger Frommen vor dem Herrn martert, zu wehren; fie bauen schen Zustände im Charitee Krankenhause beschäftigt ist. Das Kirchen und auch Dome zu zehn Millionen Mark. Man sieht, Auch ein ,, Weihnachtsgeschenk"! In den letzten Wochen Gutachten werde neben baulichen Mißständen eine Reihe hygieni- daß unter gegebenen Umständen die Mahnung an die Rektoren Tonnte man wiederholt die folgende Annonce in den Zeitungen scher Unzuträglichkeiten hervorheben, deren Hauptursache in der der umliegenden Schulen, ja vorsichtig in der Auswahl zu sein nur solche Kinder zur Speisung Speisung vorzuschlagen, lesen:" Gnädige Frau, faufen Sie lieber einen Honigkuchen Ueberfüllung der Charitee mit Kranken zu suchen ist. Diese und weniger und legen Sie Ihrem Hausmädchen oder Mädchen für Ueberfüllung sei hervorgegangen einerseits aus dem Prinzip von denen sie ganz genau wissen, daß selbe zu Hause warmes Effen erhalten tönnen, sehr wohl Alles statt dessen den„ Katechismus für das feine Haus oder der Verwaltung, die Krantenziffer zu erhöhen, fein Bum Ueberfluß wurden die hungernden Würmer, die Stubenmädchen" auf den Weihnachtstisch. Dieser, von der Haus- um durch Vermehrung der Einnahmen das Platz war. mädchenschule des Fröbel- Oberlin- Vereins heraus- drohende Defizit zu decken, andererseits aus dem Be- mit der Wohlthat eines warmen Mittagessens bedacht wurden, gegebene Ratechismus enthält in Fragen und Antworten alles streben der Aerzte, ihr zu Lehrzwecken dienendes Krankenmaterial auch noch selber einer Art mündlichen Examens unterzogen, das, das, was ein Hausmädchen kennen und wissen muß, um einen zu vergrößern. Der erste Schritt zur Besserung der Verhältnisse wie zur Genugthuung berichtet wird, im ganzen befriedigend aus herrschaftlichen Diener erfeßen zu können u. s. w." Wir sind nach der werde hiernach darin bestehen, die jezige Krankenziffer von gefallen ist. Die Fragestellung war nach dem„ Berliner TageDurchsicht dieses Katechismus zu der Ansicht gekommen, daß die vom 2000 Betten auf etwa 12-1800 Betten herabzusehen. Weiterhin blatt" etwa die folgende: Die Ehrendame" frägt ein schmächVorstand der Hausmädchenschule unterzeichnete Annonce nicht zu soll der Umbau der Charitee ernstlich in Angriff genommen tiges, blasses Mädchen: Was" haft Du gestern zu Mittag geBrot." Und Du? gessen? Schrippe", war die Antwort. viel verspricht. Ein Mädchen, das den Katechismus auswendig Indem wir vorstehende Mittheilung den Lesern des Vor- Die Dame fragte weiter und nur das eine oder andere Kind konnte gelernt hat und richtig anzuwenden weiß oder gar nach seinen Paragraphen praktisch in der Hausmädchenschule ausgebildet wärts" zur Kenntniß geben, dürfen wir wohl darauf hinweisen, mittheilen, daß es am vergangenen Mittag noch irgend etwas wurde, muß in der That imstande sein, einen herrschaftlichen daß dieser erste Schritt zur Besserung lediglich der Agitation für Warmes zu sich genommen habe und somit von Rechtswegen Diener vollständig zu ersetzen; ia, noch mehr: es wird auch den den Boykott der Charitee zu verdanken ist. Damit der ernst- seinen Löffel Suppe zu Unrecht hinunterschlucke. Das sind die Tafeldecker, den Stubenbohner, den Difiziersburschen und wer liche" Umbau der Charitee nicht blos auf dem Papier stehen Wohlthaten und Demüthigungen, der sich hungernde Kinder zum bleibe, damit nicht nur obige, sich mit Theil 1 unseres Pro- gnadenbringenden Weihnachtsfest im christlichen Staat untergramms deckende Forderungen, sondern ebenso unsere Forde- ziehen müssen! gebildete Agitatoren, die auch hier die berufenen Beurtheiler rungen bezüglich der Krankenbehandlung und die Spezialforde= Das gerichtliche Zustellungsverfahren, wie es gegen spielen zu müssen glauben. Sie verfahren dann nur allzu leicht rungen bezüglich der neuen Charitee erfüllt werden, dazu giebt nach dem Rezept, welches in einer satyrischen Broschüre: Die es nur ein Mittel das Fortbestehen und die immer weitere wärtig in Berlin durch Aufgabe der gerichtlichen Sendungen zur Poft bewirkt wird, giebt in den Außenbezirken der Stadt zu Kunst, in 30 Minuten ein Kenner zu werden" angegeben war. Ausdehnung des Boykotts. Dort hieß es: Wenn von den berühmten Malern der älteren Der Charitee Bontott ist, nachdem nunmehr fait recht vielen Unzuträglichkeiten Anlaß. Die Postverwaltung hat Zeit gesprochen wird, so sage man einfach: Gehen Sie doch alle Berliner Strankenkassen sich demselben angeschlossen haben, in diesen Bezirken an verschiedenen Stellen die ftrenge Grenzweg mit den Alten. Halten Sie sich an das Moderne, bewundern als eine Thatsache zu betrachten. Freilich wird es, um denselben scheide zwischen dem Gemeindebezirke Berlin und der NachbarSie das frisch aussprossende Leben, statt im Staube im Jahre 1894 fiegreich durchzuführen und durch ihn die gesteckten gemeinde im Intereſſe einer schnelleren Postbestellung fallen Der Vergangenheit zu wühlen." Diese Methode hat den Vortheil, Biele zu erreichen, nun auch nöthig sein, daß man sich in den lassen, so daß eine Postsendung von demselben Postboten bestellt daß man von der Alten gar nichts zu wissen braucht. Raffen nicht damit begnügt, den Boytott beschlossen haben, sondern wird, auch wenn der Adressat aus seiner früheren, auf Nichts verderblicher, als wenn wir uns von dem geistigen vor allem, daß die Kassenvorstände und die Kassenbeamten den- Berliner Gebiet belegenen Wohnung in eine andere, auf benachbartem Gemeindegebiet belegene verzogen ist. Diese BeErbe der Bergangenheit abwenden. Mit Stolz spricht es Friedrich felben in die That umfezen. Das ist augenblicklich bei der stellung ist aber sehr häufig juristisch ein erheblicher Mißgriff, Engels aus, daß wir die geistigen Erben von Männern wie herrschenden Influenza- Epidemie nicht leicht; denn selbst wenn Kant, Fichte und Hegel feien, mit heiligem Tone wendet sich seitens der Kaffen kein einziger Patient der Charitee überwiesen nämlich in all den Fällen, wo der Empfänger der Poſtſendung Laffalle gegen die" Unwissenheit, die miserable Verkennung alles wird, so tommt, wie wir in Erfahrung gebracht haben, doch durch das Verlassen des Berliner Gebietes auch seine Eigenschaft als Gingesessener des Berliner Gerichtsbezirks Land- und AuntsKranken auf Umwegen Großen, was in der Nation geleistet worden ist" gegen die noch ein großer Prozentsatz der gericht I verloren hat; er ist dann in den meisten Fällen der schmählichste Gleichgiltigkeit und Theilnahmslosigkeit für alle borthin. Da nämlich die nädtischen Krankenhäuser der Influenza Gerichtsgewalt der erwähnten Gerichte nicht mehr unterworfen, geistige Größe der Nation", tritt er ein für die( literarischen) halber überfüllt sind, so schicken sie in der Regel die Kranken, sondern unterſteht dem Land- und Amtsgericht II Berlin. In Kulturheiligthümer der Nation". Doch wir wollen bei unserer welche dort feine Aufnahme finden können, in die Charitee. eigentlichen Frage bleiben und da meinen wir, daß diejenigen, Es wird daher fich vorderhand empfehlen, daß seitens der der Gegend des Zoologischen Gartens, welche Jugendschriften schaffen wollen, in dieselben recht reichlich Kaffen nur solche Stranke den städtischen Krankenhäusern zu Perlen aus dem vorliegenden Schatz der Literatur aufnehmen geführt werden, welche akut und sieberhaft erkrankt sind, während sollen. Und gerade hier wird es richtig sein, daß recht viele fich alle übrigen Patienten von vornherein den Darüber aussprechen, was sie für unsere Jugend für besonders Privatkliniken zu überweisen wären, welche sich zur geeignet halten, zumal da wenige von denen, die ein Intereffe Aufnahme erkrankter Kassenmitglieder zu den ortsüblichen Säßen für unsere Aufgabe haben, einen umfassenden Ueberblick über diese bereit erflärt haben. Schätze haben. Der Magistratsantrag wird darauf mit dem Amendement Hermes angenommen. Schluß 72 Uhr. " Tokales. " " " werden. Die vervollständigte Liſte dieser Privatkliniken lassen wir hier nochmals folgen: 1. Für Haut- und Geschlechtstrante: Dr. Blaschko, Friedrichstraße 104a. Dr. Jsaat, Friedrichstraße 171. Dr. Lassar, Karlstraße 19. Dr. Rosenthal, Oranienburgerstr. 41. Dr. Witte, Friedrichstr. 188. " " am wo auch noch die Zuständigkeit des Amtsgerichts Charlottenburg in Frage kommt, ist es mitunter besonders schwierig, einen Schuldner in giltiger Form laden zu lassen, der geschickt und rechtzeitig seinen Umzug aus dem einen in den anderen Gerichtsbezirk zu bewerkstelligen weiß, und da in jener sich zahlreiche Neubauten und noch mehr leerstehende Wohnungen befinden, so sind die verfehlten gerichtlichen Ladungen der erwähnten Art gerade nichts Seltenes. Die vom Publikum für den Postverkehr so viel gewünschte Beseitigung der Gemeindegrenzen erweist sich für die gerichtliche Zustellung vielfach als unzuträglich. Für heut möchte ich nur hinweisen auf die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, die neben vielem, was gänz lich ungeeignet für die Jugendlektüre erscheint, ganz prächtige Ueber die Verhältnisse im städtischen Obdach wird uns Dinge enthalten, auf die Mährchen von Hauff, von denen 3. B. mitgetheilt: Der Andrang zur sogenannten Palme in der FröbelDer junge Engländer und der Hirschgulden sich in einem Buch 2. Für Frauentrantheiten: Dr. Abel, Potsdamer- straße ist zur Zeit start und es werden auf 2 Pritschen 3 Perfür die Kinder des Proletariats trefflich ausnehmen würden, Herrliche Straße 122. Dr. Arendt, Potsdamerstr. 114. Dr. Bunge, Louisen- sonen vertheilt. Wer bis 7 Uhr erscheint, muß baden, die schließlich auf die Mährchen von Chr. Andersen. Schilderungen ließen sich aus Humboldt's reichen Werken ent- Ufer 17. Dr. Bröse, Oranienstr. 131. Dr. Czempin, Karlstr. 38. fogen. Schaler( Lumpensammler) suchen das Asyl erst nach 8 Uhr nehmen; ähnlich verhält es sich mit Darwin's Reise eines Natur- Dr. Dührssen, Schiffbauerdamm 31/32. Dr. Landau, Philipp- auf, baden sich garnicht und halten das tägliche Waschen und forschers' um die Welt", das ich vor Kurzem las, und, so meine ftraße 21. Dr. Wackenrodt, Johanneum, Johannisstraße. Profeffor Kämmen für Nebenfache. Sie sind durchweg mit Ungeziefer be ich, werden viele bei ihrer Lettüre auf geeignetes Material ge- Dr. Martin, Elsasserstr. 85. Dr. Odebrecht, Königgrägerstr. 98. haftet und übertragen es auf die an Reinlichkeit gewöhnten Er. Veit. Königin- Auguftastr. 12. Menschen. froßen sein. " Sollte es nicht möglich sein, im städtischen Obdach durchweg J. auf Reinlichkeit zu halten? In dem Güterzug Berlin- Leipzig, der in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag vom Anhalter Bahnhof kommend, gegen 4 Uhr Morgens in Bitterfeld eintraf, war in einem verschlossenen nach Württemberg bestimmten, dem Bahn- Postamt II gehörenden Wagen auf bisher unerklärliche Weise Feuer ausgebrochen. Der Der Wagen ist bis auf die Ayen niedergebrannt und nur etwa der dritte Theil der Ladung gerettet worden. Die Untersuchung nach der Ursache des Feuers ist in vollem Gange. in gaben leiden nicht. Der Direkter der hiesigen Sternwarte hat Auch ein Beitrag zu dem Ausspruch: Die KulturaufSem Reichsanzeiger" folgende bezeichnende Zuschrift zur Veröffentlichung eingesandt: Auf dem Weihnachtsmarkte in der Rosenthalerstraße ge-| Beschwerde, wonach er auf der Wache arg gemißhandelt fein boren wurde vorgestern in den Abendstunden ein kleiner Erden wollte. Diese Behauptung soll aus der Luft gegriffen sein. Der durchdringendes Kindergeschrei. Mehrere Frauen nahmen sich habe sich an einen Winkelfonfulenten gewendet, der die Sache weit bürger. In einem Hausflur der Rosenthalerstraße ertönte plöglich Angeklagte gab dies im Termine halb und halb zu, er der Wöchnerin- es war die Frau eines in der Elsasserstraße schlimmer gemacht, als ihm geschildert worden sei. Er habe wohnenden Arbeiters- sofort an, und brachten sie nach ihrer denselben später beauftragt, den Inhalt zu widerrufen; hierfür babe er noch einmal bezahlen müssen. Er bitte nur um eine Behausung, wo sie schwer trank darniederliegt. eines Fuhrgeschäfts einen Rollwagen im Werthe von 1500 M. Mihhandlung burch bie Schußleute gar keine Rede sein konnte, Dreifte Diebe. Die Wittwe Burtig hatte als Inhaberin möglichst milde Strafe. auf einem Plaze in der Hussitenstraße aufstellen lassen. Am Bartsch hatte nur etwa eine halbe Stunde stets unter den legten Freitag erschienen dort drei Männer, die den Wagen eingehend besichtigten. Der Vervalter des Grundstücks glaubte, Augen des Polizeilieutenants im Bureau zugebracht und dort mittag fanden sich zwei der Männer mit zwei Doppelponnys geben, daß die Eigenthümerin ihn verkaufen wollte. Am nächsten Nach zu einem energischen Einschreiten gar keine Veranlaffung gewiederum dort ein und fuhren angeblich im Auftrage der Der Staatsanwalt beantragte vier, der Gerichtshof erkannte Frau Burtig mit dem Wagen davon. Von den Dieben fehlt jede Spur. auf zwei Monate Gefängniß. Berlin, den 19. Dezember 1893. Der unterzeichnete Direktor der hiesigen Sternwarte, der sich feiner Zeit gemeinsam mit mehreren Kollegen für die Entwicke lung der technisch- wissenschaftlichen Einrichtungen der Urania Säulen bemüht hat, sieht sich leider veranlaßt, auf Wunsch der Säulen Gesellschaft dem Publikum mitzutheilen, daß infolge der Ungunst der Verhältnisse, durch welche die finanziellen Erträge des Säulenbetriebs bis jetzt an der pollen Entfaltung verhindert worden sind, die Fort: führung eines Theils der bisherigen gemein nügigen Leistungen des Unternehmens bis auf weiteres aufgegeben werden muß. Es werden nän: lich die meteorologischen Darbietungen der Säulen auf die Ablesbarkeit der jeweiligen Thermometer, Barometer- und Hygrometer- Standes eingeschränkt werden, sodaß der nächst vorangegangene Verlauf der Veränderungen dieser Angaben in der bisherigen Weise nicht mehr ersichtlich gemacht wird. Außerdem werden die Wetterkarten, die wissenschaftlichen, die statistischen und die Verkehrs- Mittheilungen, sowie die selbstthätigen Einrichtungen in Wegfall fommen, welche im Falle eines Stehenbleibens oder des Eintritts einer die Viertelminute erreichen den Abweichung einer der Uhren die theilweise Verhüllung derselben herbeiführten. : Das von fachmännischer Seite lebhaft unterstützte Bemühen, Das von fachmännischer Seite lebhaft unterstützte Bemühen, zu gunsten der Fortführung aller über die vertragsmäßigen Anforderungen der städtischen Konzession hinausgehenden bisherigen Leistungen der Gesellschaft einen vorübergehenden Zuschuß aus städtischen Mitteln zu erlangen, ist daran gescheitert, daß der Magistrat jenen Mehrleistungen teinen fo hohen Werth beilegt, um die Gewährung des beantrag ten Zuschusses für gerechtfertigt zu halten. Der Gesellschaft bleibt also nur die Wahl, die Mehrleistungen einzuschränken, in der Hoffnung, daß sie später auf ihre bisherigen gemeinnüßigen Darbietungen in vollem Umfange zurückProfessor Wilh. Foerster." tommen tann. Es wird also von den„ Darbietungen" der Uraniafäulen, die seit deren kurzem Bestehen sozusagen wie das tägliche Brot von den Berlinern hingenommen wurden, so ziemlich garnichts Säulen werden außer durch ihre Form sich hinfort kaum von den Litfaßsäulen und ähnlichen Reklamemitteln unterscheiden. Ein aus Sibirien entflohener russischer Fürst zu sein, giebt ein etwa 45 Jahre alter Mann an, der sich in Gasthäusern und bei Privatpersonen einmiethet und mit Hinterlaffung von Schulden plöglich verschwindet. Auf grund der Vorspiegelungen hat er an verschiedenen Orten seine Prellereien mit Erfolg durchgeführt. Die erste Schwurgerichtstagnng beim Landgericht I beginnt im kommenden Jahre bereits am 2. Januar unter dem Borsitz des Landgerichts- Direttors Hoppe. Sachen von größerer Bedeutung werden nicht zur Verhandlung gelangen. Einen Mitleid erregenden Eindruck machte eine junge Arbeiterfrau, die 19jährige verehelichte Anna Becker, welche gestern vor der zweiten Straftammer des Landgerichts 1 stand Der rumänische Gesandte hat sich hilfesuchend an die unter der Beschuldigung, durch Fahrlässigkeit den Tod ihres einhiesige Kriminalpolizei gewandt. Der Rechnungsbeamte Gabriel jährigen Knaben verursacht zu haben. Am 23. Oktober d. I. Cohen, der bei dem Börsensyndikus Margaritesco in Bukarest Sie begab sich zu einer in der Friedensstraße wohnenden Be follte eine verstorbene Freundin der Angeklagten beerdigt werden. flüchtig geworden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er seinen Weg zu sehen. Sie stellte sich hier mit dem Rinde auf dem Arm angeſtellt war, ist nach Unterschlagung von 6471 Breinen met kannten, um von deren Fenſter aus den Leichenzug vorüber dem über Berlin nehmen wird. an das Fenster. Durch eine plöhliche heftige Bewegung Das Dienstmädchen Pauline Fiedler, welches am des Kindes entglitt dasselbe den Händen der Mutter nnd stürzte Dienstag Abend beim Fensterpuzen aus dem zweiten Stockwerk aus dem zweiten Stock hinab auf das Straßenpflaster. Es starb des Eckhauses an der Blumen- und Markusstraße auf das nach kurzer Zeit infolge eines Schädelbruchs. Trottoir stürzte, ist bereits am Mittwoch Mittag im städtischen Krankenhause im Friedrichshain gestorben, ohne noch einmal zum Bewußtsein gelangt zu sein. Der Präsident rügte die Unfitte vieler Berliner Frauen, ihre kleinen Kinder zu allen Schauftellungen mitzunehmen. Die Angeflagte gab völlig zerknirscht zu, daß sie fahrlässig gehandelt. Polizeibericht. Am 20. d. M. Mittags entstand in einer Das Urtheil lautete auf eine Woche Gefängniß. Der Vorsitzende ohnung in der Alexanderſtr. 15 eine Schlägerei, bei der eine rieth der Verurtheilten, sich an die Gnade des Kaisers zu wenden. Wittwe und ihr Sohn von ihrem Aftermiether, Hausbiener Fuhr- Bezüglich der drei Streichhölzer, wegen deren Entmann und dem Schneider Kühn schwer gemißhandelt wurden. wendung fürzlich die Aufsehen erregende Strafe von einem Tage Die Frau erlitt außer zwei bedeutenden Verlegungen am Kopfe Gefängniß verhängt sein soll, hat sowohl die Staatsanwaltschaft, einen doppelten Armbruch und ihr Sohn eine schwere Verlegung als auch die Kriminalpolizei nähere Nachforschungen angestellt. am Auge. Die beiden Thäter wurden verhaftet. In der Beide Behörden haben die Richtigkeit der Nachricht nicht festWeinstraße wurde Nachmittags eine Frau schwer erkrankt auf- ftellen tönnen. Ein Gastwirth Kampfmeier, der als Bestohlener gefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge- und Urheber der Anzeige genannt wurde, ist zwar vorhanden, er bracht. Sie hatte versucht, sich zu vergiften. Abends lief vor will aber von der Angelegenheit nichts wissen. dem Hause Wallstr. 2 ein etwa 30 Jahre alter Mann gegen die Pferde eines vorüberfahrenden Postwagens, wurde niedergeworfen Eberswalde mit ihrer Tochter beim Eigenthümer Ghling eine Die Fran eines hiesigen Fabrikanten S. hatte in und erlitt anscheinend eine Gehirnerschütterung, so daß seine Sommerwohnung inne gehabt und aus den Betten der WirthsUeberführung nach der Charitee erforderlich wurde.- Im Haufe leute etwa 11, Bfund Federn entwendet, um damit die mit Lessingstr. 45 fand ein Gardinenbrand statt. 16 st gebrachten eigenen Betten aufzufüllen. Sie wurde zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt. mehr nachbleiben, was wissenschaftliche Bedeutung hätte und die nag Gerichts- Beifung. Soziale Ueberlicht. Der verschwundene Rendant des Konsum Vereins ,, Friedrichshain", Schlüßler, war stellvertretender ArmenKommissions Vorsteher, Mitglied der Schuldeputation und auch Mitglied der Einschätzungs Rommission. Das Strafverfahren gegen ihn ist noch am Tage seiner Flucht von dem Vorstande des Konsum- Vereins beantragt worden. Man nimmt übrigens mancherseits an, daß Sch. fich bereits baseban nommen habe; bafür sprechen wenigstens zwei hinterlassene Briefe:. In dem einen mehr ber Großapitalist und die großen Magazine ber Briefe: In dem einen an seinen Hauswirth gerichteten schreibt er u. a.:„ Ich muß Ihnen leider mittheilen, daß ich ein Kassen manto von über 3000 m. habe; ist stehe vor dem Zusammen sturz des Geschäfts und somit meiner Existenz; ich kann dies In demselben Sinne äußerte er sich in einem an seine Ehefrau gerichteten Briefe. nicht überleben." Ein alter Sünder stand gestern in der Person des breis eigensie wegen mehrerer Gittlichkeitsverbrechen vor der ersten undsechzigjährigen Schuhmachers Rudolf Strüch aus NeuUeber die Zulassung von Frauen in Vereins Ver Straffammer am Landgericht II. Der alte Mann hat im verGepriesen sei aber der Magistrat, der„ den Mehrleistungen sammlungen fällte das Ober- Berwaltungsgericht am gangenen Winter und im Frühjahr d. J. in zahlreichen Fällen feinen so hohen Werth beilegt", sondern in weiser Voraussicht 18. d3. Mts. eine für die Arbeiter sehr wichtige Entscheidung: fleine Mädchen im Alter von 3-5 Jahren in seine Wohnung darüber wacht, daß wenn auch nicht zu wissenschaftlichen Zwecken, In einer Bersammlung der Verwaltungsstelle gelockt und unzüchtige Handlungen an denselben vorgenommen. so aber doch zur Ausschmückung der Stadt beim etwaigen Bebe 3 deutschen Metallarbeiter Verbandes in Der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gefängniß. such fremder Fürstlichkeiten Geldsummen vorhanden sind. Remscheid, in der über den achtstündigen Arbeitstag verhandelt wurde, hatte der überwachende Polizeibeamte unter Androbung der Auflösung die Entfernung der anwesenden Frauen gefordert. Der Leiter der Versammlung hatte diesem Verlangen Ober- Bürgermeister erhoben. Dieser billigte jedoch das Verhalten natürlich nachkommen müffen, demnächst aber Beschwerde beim des Polizeibeamten, weil in der Versammlung politische Gegen- Jedem wird es wohl flar werden, wohin das vielgerühmte System An die Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins! Kollegen! stände erörtert worden seien, und daher Frauen nach§ 8 des der freien Konkurrenz führt. Die kleinen Betriebe verschwinden Vereinsgefehes vom 11. März 1850 nicht hätten zugelaffen werden immer dürfen. Nach Erschöpfung der Beschwerde Instanzen erhob der herrschen den Markt. Das Kapital Konzentrirt sich in immer Vorsitzende der Versammlung Klage beim Ober- Verwaltungs- weniger Hände, das Proletariat wird immer zahlreicher. Das gericht, die durch Urtheil des ersten Senats vom 13. Dezember cr. tleine Fabrikantenthum sucht die Frist seiner Auflösung zu verfür begründet erachtet wurde. Der Gerichtshof führte aus: Die längern, auf Kosten der Arbeiter durch Herabdrückung der Löhne Bulässigkeit der Klage sei von dem beklagten Oberpräsidenten mit und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Wie das Unterunrecht angezweifelt worden. Die Anordnung, beſtimmte Ber- nehmerthum vorgeht, beweist der Pianofabrikant Joseph, in Firma sonen aus einer Versammlung zu entfernen, enthalte unbedenklich mittag Nachf., welcher für sich die Ehre in Anspruch nehmen Eine ganz eigenthümliche Verwechselung von Personen ein polizeiliches Gebot, das zwar zunächst nur von einem Ab kann, der erste zu sein, der in der Pianofabrikation die Geist dieser Tage im Krankenhause am Urban vorgekommen. Der geordneten der Polizei erlassen, demnächst aber, indem es auf fängnißarbeit einführt. Dieser Unternehmer läßt seine Umbau Arbeiter Eichholz, Naunynstr. 65, erhielt die Schreckensbotschaft, Beschwerde von dem Chef der Polizeiverwaltung bestätigt wurde, und Rasten in Strausberg im Korrektionshause anfertigen. Der daß seine Ehefrau Marie in jenem Krankenhause an Bauchfell auch formell zu einer polizeilichen Verfügung geworden sei, gegen Staat hat die Verpflichtung, feine Zuchthäusler zu Entzündung gestorben sei, obgleich sie sich wohlbehalten an seiner welche die gewöhnlichen Rechtsmittel der Klage und Beschwerde nähren, der freie" Arbeiter hat das staatliche Recht, zu Seite befand. Der Ehemann begab sich nun mit dem merk- stattfänden. Sachlich habe die Anordnung für unberechtigt er verhungern. Welche Kunstwerke in der Musikindustrie würdigen Schreiben nach dem Krankenhause, woselbst sich der achtet werden müssen, weil nach der Bekundung der Polizei durch eine solche Produktion hergestellt werden, kann sich Borgang in folgender Weise aufklärte: die Frau Eichholz ist eine beamten politische Gegenstände in jener Versammlung nicht er- jeder erklären. Jammertöne wird ein solcher Kasten genug aufgeborene Marie Richter und im Jahre 1864 geboren, während örtert worden seien. Die Besprechung über eine Agitation zur genommen haben; das ist dem Unternehmer Nebensache, wenn die Verstorbene als eine im Jahre 1855 geborene Marie Gräfel Berkürzung der Arbeitszeit sei als ein politischer Gegenstand nur nur der Profit" recht groß ist. Kollegen! Wachet auf! Denkt gebucht war. Als Wohnung war eben das Haus Naunynstr. 65 darüber nach, was soll aus Euch werden? Wollt Ihr ruhig genannt, wo die Verstorbene nicht gewohnt hat. Man vermuthet zusehen, wie Ihr mit Weib und Kind dem Hunger in die Arme nun, daß eine Frau Marie Blaurock, geborene Gräfel, auf die getrieben werdet? Kollegen, diese Zustände sollten für jeden die sonstigen Angaben passen, irrthümlich unter dem Namen der denkenden Arbeiter ein Ansporn sein, sich der Organisation anFrau Eichholz in die Bücher des Krankenhauses eingetragen war. zuschließen. Ein feftes und einmüthiges Zusammenhalten der Arbeiter vermag alles. Deshalb tretet alle Mann für Mann dem Durch Beleihung falscher Saphire ist, wie wir gestern meldeten, das Preußische Leibhaus nicht unerheblich geschädigt Eine bemerkenswerthe Entscheidung wurde gestern von Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins bei. Der Verein hält alle 14 Tage feine Versammlungen ab. Er worden. Diese Mittheilung ist in einem Punkte falsch, wie sich der fünften Berufungsstraftammer des Landgerichts I gefällt. aus folgendem Schreiben ergiebt, das uns von der betreffenden Eine Frau hatte von einem Abzahlungsgeschäft eine Nähmaschine gewährt Rechtsschutz in gewerblicher Streitigkeiten und unentgeltGesellschaft heute zugestellt wird. Das Preußische Leihhaus entnommen. Sie hatte 6 M. angezahlt und weitere Abzahlungen lichen Arbeitsnachweis. Ferner steht den Kollegen die aus 400 schreibt nämlich: in Zwischenräumen von je 14 Tage versprochen. Der letzteren Bänden bestehende Bibliothek zur Benutzung frei. Der MitVerpflichtung fam fie nicht nach, worauf die Firma, auf gliedsbeitrag beträgt wöchentlich 10 Pfg.; also ist es selbst dem ihrem Vertrage fußend, zwei Die Frau verweigerte oder persönlichen Verhältnissen haltet Euch fern. Eine geschlossene Maschine wieder abholen joutente schickte, welche die Wermsten möglich, sich uns anzuschließen. Nicht aus kleinlichen den beiden Männern den Zutritt zu ihrer Wohnung, dieselben Masse wollen wir dem Unternehmerthum fampfbereit gegenüber stießen die Frau aber bei Seite, drangen in die Wohnung und stehen. holten die Maschine heraus. Wegen dieses Verhaltens " Bezüglich der Notiz in Ihrer Nummer 299 von heute, nach der unsere Gesellschaft durch die Beleihung falscher Saphire„ nicht unerheblich geschädigt sein soll", bitten wir Sie ergebenst, eine Berichtigung dahin bringen zu wollen, daß es sich im ganzen nur um einen Verlust von 550 M. für uns dabei handelt." Das Brotfrume. dann anzusehen, wenn als Mittel zur Erreichung dieses Zieles eine Einwirkung auf die gefeggebende Gewalt in Aussicht genommen werde. Handelt es sich aber, wie im vorliegenden Falle, nur um eine lokale Vereinigung der Arbeiter zum Zweck der Einwirfung auf die Arbeitgeber, so sei das keine politische Frage im Sinne des§ 8 des Vereinsgesetzes. in der " " Der Vorstand des Fachvereins der Musikinstrumenten Arbeiter Berlins. er 3u Tia preußische Leihhaus hat Recht und wir stehen nicht an, wurde gegen die beiden Ungeſtellten der Firma der Strafzu erfläven, Faß wir uns gestern höchst ungeschickt ausgedrückt antrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Das Schöffengericht haben. In der jetzigen Zeit, wo die Pfandleihen dank dem sprach die Angeschuldigten frei, da angenommen wurde, daß An die Mitglieder der Orts- Krankenkaffe herrschenden Elend rasende Geschäfte machen, sind fünfhundert sie sich in ihrem Rechte geglaubt. Der Staatsanwalt der Schneider! fünfzig Mart für diese Institute nur ein Lumpenschilling, dessen stellte zweiten Instanz die Freisprechung ander Vertheidiger plaidirte für Freisprechung. Am 11. Dezember d. J. ist der§ 29 des Statuts der Verlust kaum eine andere Rolle spielt, als für den Arbeiter eine Der Gerichtshof hob aber das erste Erkenntniß auf und Schneiderkasse dahin geändert worden, daß der Wochenbeitrag verurtheilte die Angeklagten zu je 40 M. Geldstrafe. Der Leih- um 3 Pf. erhöht wird. Da läßt sich ja nun freilich nichts mehr Die Jofty- Brauerei- Ruine in der Prenzlauerstraße 59/60 fontraft unn dessen Paragraphen fonnten nur bei einer Zivil- daran ändern. Nothwendig hat es sich aber erwiesen, daß wir drohte dieser Tage einzustürzen. Das Kleine Häuschen ist der flage in Betracht kommen, das Hausrecht müsse unter allen Um- mehr wie bisher bei der Verwaltung ein Wort mitreden. artig baufällig geworden, daß bereits in der letzten Zeit der ständen gewahrt bleiben und ein Zivilanspruch berechtige Nie- Jetzt wo die Saison zu Ende ist und die angespannten Stuck von den Wänden herabfiel und zwar in solchen Mengen, manden dasselbe zu verlegen. Der Gläubiger habe einfach die Kräfte zur Ruhe kommen, fühlen wir uns alle frank, nun wird daß die Passage auf dem Trottoir der Prenzlauerstraße gefährdet Mittel anzuwenden, auf welche ihn die Zivil- Prozeßordnung ver- überschwemmt, denn nach Aussage des Vorstandes giebt es die die Rasse mit ausgesaugten und ausgehungerten Simulanten war. Jufolge dessen ist der gelockerte Stuck zum Theil abweise. meisten Simulanten unter den weiblichen Mitgliedern. Meiner geschlagen worden, und wo dies nicht angängig, sind die Wände mit Dachpappe versehen worden. Da aber auch Mauersteine Welch Uuheil durch die Thätigkeit eines Ansicht nach sind es weniger Simulanten, als entkräftete und Winkelkonsulenten angerichtet werden kann, ausgepreßte Arbeiterinnen. Denn die weiblichen Arbeiterinnen Balkenlagen und der Ruine nicht mehr zuſammenbalten, et als die Decke des Thoreinganges, wie auch das Mauerwerk in der lehrte eine Verhandlung, welche gestern vor der 2. Straffammer find viel mehr der Willkür der Unternehmer preisgegeben, als Flucht der Jostystraße abgefteift werden. Die Ruine gehört des Landgerichts I stattfand. Der Arbeiter Anton Bartsch die männlichen Arbeiter und daß es viel mehr weibliche Kranken dem Magistrat. hatte sich wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und als männliche giebt, ist leicht erklärlich, da von den Kassenwegen wissentlich falscher Anschuldigung zu verantworten. mitgliedern zwei Drittel weibliche Mitglieder sind. Bei diesem Wie toll raste gestern Abend kurz nach 9 Uhr ein Gefährt Der Angeklagte traf in der Frühe des 7. August auf großen Prozentsatz der weiblichen Mitglieder ist es nun auch der Angelsplanen der arbeitslos 7. über den Echloßplay und die Kurfürstenbrücke. Die Passanten dem Dönhoffsplatz einen Bekannten, war unsere Pflicht, uns mehr um die Verwaltung der Kaffe zu retteten sich mit tnapper Noth vor dem Ueberfahrenwerden, aber gleich thm. Sie leerten viermal die Schnapsflasche tümmern. Freitag, den 29. Dezember ist bei Feuerstein, Alte an der Ecke der Poststraße fuhr der Lenker des Wagens wie und geriethen in eine luftige Stimmung. Der Bekannte Jakobstraße, eine Delegirtenwahl. Unsere Aufgabe muß nun wir erfahren, der Wichsefabrikant S. aus der D.- Straße mit des Angeklagten verübte groben Unfug und wurde zur Wache sein, recht viel weibliche Delegirte zu wählen, damit auch wir voller Gewalt auf eine Droschte. Anstatt nun klein beizugeben, gebracht. Bartsch erklärte, sich von seinem Freunde nicht trennen Vertreterinnen in der Kaffe haben, die für die Rechte ihrer wollte der augenscheinlich stark angetrunkene Lenker des Vehikels zu wollen. Er folgte mit zur Wache, und mußte wiederholt aus Kolleginnen eintreten. Die Wahl der Delegirten geschieht durch dem Droschkenfutscher obenein noch zu Leibe gehen. Die lebhaft dem Bureau gewiefen werden. Dann machte er auf der Straße Stimmzettel und erweist es sich als nothwendig, daß wir eine erregte Menge zwang ihn jedoch, sein dampfendes Roß am Skandal und wurde nun verhaftet. Er widersetzte sich nach Liste der zu wählenden Delegirten aufstellen. Wir fordern desBügel führend, den Weg nach der Polizeiwache in der Kloster- Kräften und mußte von vier Schuhleuten getragen werden. Nach balb diejenigen Mitglieder, die zwei Jahre und darüber der straße anzutreten. leinigen Tagen richtete Bartsch an das Polizei- Präsidium eine Kaffe angehören und gewillt sind, ein derartiges Amt zu über nehmen, auf, ihre Adresse, wenn möglich auch die Buchnummer,| Hoffnung, irgend wo anders Unterkunft zu finden und kosten| fnackt!" Dem Lieutenant wird während seines Stubenarreites an Frau Selma Schwarz, Wienerstr. 68, vorn 4 Tr., oder an daher das Glend lieber erst bis zur Neige, ehe sie für wenige die Schwarte faum gefnackt haben. Aber das Opfer seiner Verdie Unterzeichnete zu senden. Pfennige ihre Gesundheit auf's Spiel setzen." führungskunst war ja auch nur eine Tochter des Volkes! Frau Emma Reimann, Wrangelsir. 58, v. 4 Zr. Der Wiener Bildhauerstreik wurde am 3. Dezember für beendet erklärt; über die wenigen Firmen, welche die Forderungen nicht bewilligen, wird die Sperre verhängt. Sieg errungen. $ Für die zwei Aufsichtsbezirke, der Fabrikinspektion, Einen Beitrag zur Löfung der sozialen Frage leistete welche auf das Großherzogthum Hessen entfallen, vor kurzem der Magistrat von Kattowig, indem er den Hauswerden von der hessischen Regierung bei der Kammer insgesammt befizern, wenn auch nicht wörtlich, so doch dem Sinn nach in einer 14 370 Mart gefordert. Eine wahre Lappalie gegenüber der Er- Bekanntmachung zurief, sie möchten sich hüten vor zuziehung höhung der Gehalte der Oberforstmeister und Forstmeister, die armer Familien mit vielen Kindern. Dieſe ſeien Einen glänzenden Sieg im Kampfe um ihr Brot errangen jährlich bis zu 4800 m. neben sehr beträchtlichen Bureau, Pferde- oft nicht in der Lage, die Miethe zu zahlen, fielen dann der 54 Feinspinnerinnen einer Wiener Spinnerei. Sofort, nach- fourage- und Transportkosten erhalten, um weitere 14 053 M. unbedeutende kosten.- Hut ab vor solcher Sozialreform! dem ihnen angekündigt worden war, daß ihr so schon färglicher Also eine Gehaltserhöhung für die ohnehin gut besoldeten höheren Armenkasse zur Laſt und verursachten dadurch der Stadt nicht Lohn noch um 2 Gulden wöchentlich gekürzt werden sollte, legten Forstbeamten von gerade derselben Höhe, als für die ganze Wirklich ein probates Mittel. Man schließe die Stadtthore, laffe fämmtliche Frauen einmüthig die Arbeit nieder, verließen die Fabrikinspektion aufgewandt werden soll. Hoffentlich wird die feine Armen mehr herein, die Wohlhabenden bleiben hübsch unter Fabrit, wählten ein Lohnfomitee und stellten nun ihrerseits Mehrheit der Kammer anderer Meinung sein. sich, müßten aber auch, wenn sie nicht auf ihren Geldsäcken verForderungen. Diese bestanden in Beibehaltung des bisherigen selbst arbeiten und damit erfahren, daß ohne Auflösung des fächsischen Stickerei Verbandes. Der hungern wollten Lohnes, Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Eßpausen bei Stillstand der Maschinen( bisher hatten sie beim Gang der Maschine ihr Zentralverband der Stickerei- Industrie in Sachsen hat beschlossen, Arbeit feine neuen Werthe entstehen. Frühstück und Besperbrot hinunterwürgen müssen). Des weiteren vom Jahre 1894 an die Bestimmungen über den Verbandsverkehr Zum Krankenversicherungs- Gesek. Nach einem Entscheid mußte fich der Fabrikant verpflichten, vor Ablauf von 6 Monaten außer Straft zu sehen, da von dieser Zeit an viele Mitglieder. keine der am Streit betheiligt gewefenen Frauen dieserhalb zu und Maschinen( ein Drittel des Bestandes) ausscheiden und unter es berverwaltungsgerichts ist eine törperliche entlassen. Die Entschlossenheit und Einmüthigkeit der Frauen, diesen Umständen der Verband nicht mehr im stande ist, seine Mißbildung an sich keine Krankheit, sondern wird es erst, wenn sie ärztliche Behandlung nothwendig macht. Die Bestimsowie der Umstand, daß durch den Streit der Spinnerinnen, alle Aufgaben zu erfüllen. mung des§ 26 Abs. 4 Nr. 2 des Krankenversicherungs- Gesetzes Arbeiter und Arbeiterinnen der Fabrik, ungefähr 600, feiern Der Herr Lieutenant amüsirt sich! Das„ Hamburger vom 15. Juni 1883( jezt§ 26a Abs. 2 Nr. 2 in der Fassung der mußten, bewirkte, daß das Memorandum, welches Dienstag überreicht wurde, schon Nachmittags genehmigend unterschrieben Echo" bringt folgende, für die Moral unserer adligen Krieger- Novelle vom 10. April 1892), daß Mitgliedern, welche sich die taste recht bezeichnende Notiz:„ Der Lieutenant von Rhein Krankheit vorsätzlich zugezogen haben, daß statutenmäßige Krankenwurde. Und somit haben die Spinnerinnen einen vollständigen baben von der 2. Kompagnie des 76. Regiments ist zu fünf geld gar nicht, oder nur theilweise zu gewähren ist, findet auch Tagen Stubenarrest verurtheilt worden, weil er ja, das ist Anwendung, wenn ein Kassenmitglied sich einer Operation unterEin Weihnachtsgeschenk. Die Firma A. Heckmann, fo eine eigene Sache. Geht dann am Sonnabend, den 2. d. M., zogen hat, um einen Schönheitsfehler zu beseitigen oder um eine Steingut Fabrik in Annaburg, Regierungsbezirt die 18 Jahre alte Tochter eines in St. Pauli wohnenden Tischlers Beschränkung seiner Erwerbsfähigkeit zu heben. Halle, hat den bei ihr beschäftigten Drehern eine Lohnreduzirung zu Balle und kommt weder am Sonnabend, noch am nächsten Aus dem Reichs- Versicherungsamt. Am 2. Mai 1892 von 5-10 pCt., den Malern eine solche von 5-25 pet. per Sonntag nach Hause. Der Vater des Mädchens, ängstlich ge2. Januar 1894 angekündigt mit dem gleichzeitigen Bemerken, worden, sucht den jungen Mann auf, mit dem seine Tochter war der Sohn des Fuhrherrn F. im Begriff, mit seinem mit wer damit nicht zufrieden sei, sollte am 15. Dezember seine ausgegangen, und erfährt dort, daß sie mit einem anderen Steinen beladenen Wagen die Ecke der Friedrich- und ButtkamerMann, einem flotten Tänzer, nach Hause gegangen sei. Der straße zu passiren. F. jun. fiel dabei vom Wagen und Kündigung einreichen. E3 entstand ein bedeutender Auf: Die Arbeiter haben darauf hin in einer am 12. d. M. statt- flotte Tänzer sei ein Lieutenant gewesen, der das junge Mädchen wurde überfahren. gefundenen Versammlung, zu welcher telegraphisch ein Vertreter dann heimlich durch das Offizier- Kasino nach der Kaserne lauf, welcher eine Verkehrsstörung zur Folge hatte. von einem Schuhmann den des Vorstandes der Porzellanarbeiter verlangt und anwesend war, eingeschmuggelt haben sollte. Das wollte zwar dem Vater Dienstmann Büttner erhielt er machte sich aber doch mit Auftrag, das Fuhrwerk des Verlegten nach der Polizeieinstimmig beschlossen auf eine Lohnreduzirung nicht einzugehen. nicht recht einleuchten; Büttner, welcher diesem Auftrage nur ( Vor gar nicht langer Zeit erst war eine solche vorgenommen seinem Sohne auf den Weg. Man zeigte ihm in der Kaserne wache zu fahren. auch das Zimmer des Herrn Lieutenants v. Rheinbaben mit dem widerwillig Folge leistete, hatte das Unglück, daß er ebenfalls worden, welcher sich die Arbeiter fügten. Am anderen Morgen versuchte eine gewählte Kommission Bemerken, daß dieser wohl das Mädchen bei sich haben würde. vom Wagen fiel, überfahren und schwer verlegt wurde. Büttner unter Buziehung des Vorstandsvertreters nochmals Rücksprache Auf sein Klopfen erschien der Herr Lieutenant, soll aber nach machte später Entschädigungsansprüche gegen die Fuhrwerks. Letztere lehnte indeß jede behufs gütlicher Beilegung der Differenz zu nehmen, wurde aber der Aussage des Vaters die Anwesenheit des Mädchens geleugnet Berufsgenossenschaft geltend. von der Firma gar nicht vorgelassen. Es haben am 15. d. M. haben. Sie war aber da und wurde von ihrem Vater mit nach Rentenzahlung ab, da sie der Ansicht war, daß die deren Vornahme Büttner verunglückt sämmtliche Dreher( 68) gekündigt, die Maler( 21) wurden am Hause genommen, dem sie erzählte, daß sie erst von dem Herrn Handlung, durch nicht im Interesse des Fuhrwerksbetriebes, son13. schon, weil sie sich der Reduzirung nicht fügten, gekündigt Lieutenant betrunken gemacht und dann mit nach seinem Zimmer ist, nicht und treten somit sämmtliche Dreher und Maler der Steingenommen worden sei. Bezeichnend ist übrigens ein Ausspruch dern auf Anordnung eines Polizeibeamten im Interesse des gut Fabrit Annaburg am 2. Januar 1894 in den Aus- von mehreren Soldaten, die vom Korridor aus den Verhand- öffentlichen Verkehr geschehen sei. Mit seinem Appell an das stand. Porzellanarbeiter! Haltet den Zuzug lungen des Tischlers mit dem Lieutenant zuhörten. Als Ersterer Schiedsgericht hatte Büttner auch kein Glück, dagegen ist, wie der mit feinem Sohne und der Tochter die Kaserne verlassen wollte, Fuhrh." mittheilt, das Reichs- Versicherungsamt nach mehrmaliger trengstens fern! fagte man ihm, es sei gut, daß einmal Angehörige eines Mädchens Berhandlung zu einer dem Kläger günstigen Auffassung gelangt. Den Mannheimer Arbeitslosen wurde die Forderung fich selbst um die Sache fümmerten und das H.... nest einmal Die Vorentscheidung wurde als unzutreffend aufgehoben und die eines Tagelohnes von 2,30 m. bei den Nothstandsarbeiten ausgenommen würde. Schneidiger Offizier, der Herr Lieutenant Berufsgenossenschaft zur Rentenzahlung verurtheilt. seitens des Stadtrathes abgelehnt. Die Arbeiten sollen auch v. Rheinbaben, was?" Die einzige Schande in den Augen der Spießbürger fällt In London hat dieser Tage auf Einladung des Gemeinde Dieses Jahr, wie früher, in kollettiv Akkord ausgeführt werden. Auch eine Erhöhung des Akkordlohnes wurde ab- nach ihrer Moral natürlich auf das leichtsinnige Mädchen. raths eine Versammlung von Vertretern der einzelnen Distrikte gelehnt, nur den in weiterer Entfernung Arbeitenden eine Zu- Dem Lieutenant," heißt es, tann man es gar nicht verdenken!" stattgefunden, in welcher beschlossen wurde, eine Deputation an lage von 20 Pf. zugebilligt. Gegen 200 Arbeitslose haben sich, Natürlich wird der Herr v. R. in aristokratischen Kreifen nach die Regierung zu entfenden, um dieselbe aufzufordern, sofort der weitverbreiteten Betrotzdem unter dem Arbeitsmodus und dem geringen Lohnfah dieser pikanten Affäre nur noch um so mehr Erfolg bei den Schritte zu ergreifen, thatsächlich nur wenige Groschen zu verdienen sind, sofort ge- Damen haben. Die Vorgesetzten des Herrn Lieutenants scheinen schäftigungslosigkeit entgegen zu arbeiten. Als wirk Natürlich", so bemerkt unser Mannheimer Bruder die Angelegenheit auch nicht viel anders aufgefaßt zu haben. samstes Mittel soll empfohlen werden, den Bau von Neben fünf Tage Stubenbahnen in Angriff nehmen zu lassen. Mit diesem Projekt organ hierzu, find das die Arbeitslosen Mannheims noch lange Man diftirte dem Schwerenöther nicht alle. Wie mancher ist infolge mangelnder Kräfte, infolge arrest! Wahrscheinlich zu seiner Erholung. Wenn ein Soldat würde nicht nur dem Mangel an Arbeit in etwas abgeholfen, von Krankheit, Ungeübtheit in solchen Hantirungen zu dieser das geringste Versehen macht, ist ein Lieblings- Kasernenwort: sondern würde auch der Landwirthschaft durch Vermehrung und Arbeit nicht fähig. Viele aber auch tragen sich noch mit der Die Kerrle muß man hoch nehmen, daß ihnen die Schwarte Verbilligung der Transportmittel dauernden Vortheil bringen. meldet. Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 99 Berlin SW., Beuth- Straße 2. 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Sängerverein Sorgenfrei Melchiorstr. 15 Gefang bei Stehmann. Eine öffentliche Schlächterversammlung tagte verein Rosalia Gr. Frankfurterstr. 81 bei Müller. am Stern, Altonaerstraße 27 bei gipte. Bineta, Swinemünderstr. 35 10. Dezember. Kollege Schwarz referirte in derselben über Die bei Queitsch. Freie Siebertafel, Neue Königstr. 73 bet Hahn. Zustände im Schlächtergewerbe und das Unwesen der Stellen- Brandenburger Männer Gefangverein in Brandenburg a. S., vermittelung." In seinem Vortrag kam Redner auf die vor furzem abgehaltene Versammlung der freien ſelbſtändigen Edblad termeister zu sprechen. Reenerigens der Die von uns schon oft geschilderten Mißstände in unserem Be: rufe, als schlechte Echlafstellen, niedrige Löhne, 16-20 stündige Arbeitszeit, Ausbeutung der Gesellen durch gewissenlose Stellen vermittler mußten nothgedrungen in jener Versammlung auch von einigen Meistern zugegeben werden. Wenn die Meister es aber mit den Gesellen und Mamsells wirklich ehrlich meinten, dann liege = A preußischen Handelsministers Frhrn v. Berlepsch. Von Hugo Böttger. Braunschweig. Verlag von Alb. Limbach. lustrirtes Familienbuch der Natus- Heilkunde. Bon Ludwig von G. Schreantel. Heft 2. Rexhäuser. Leipzig. Berlag von Die moderne Gesellschaft. Beitschrift für Gefundheitspflege und naturgemäße Sozialreform. Herausgegeben von Dr. Sturm. Fretbett, Sygichiſche Siørvelpembeng. Berausgegeben von 2. Biered. Brauer Johanni Am Dftbahnhof 7 bei W. Schulze. Einigteit 3, Groß- Lichterfelde bei Gefelligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gaithaus. Gries, Giesensdorf. Matengruß, Röpenick, Grünstraße 53 bet Gaul. Bülowstr. 65 bei Richter Männerchor Süd Ost, Köpnickerstr. 191 bei Foge Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bei Päzold.- Arion, WittenOberon, Raifer Franz- Grenadier: berge, Thurmftr. 23, Bentralhalle. plas 7- armonte 2, Weinstr. 11 bet Feindt.- Fris, Naunynſtr. 86 bei Friz Zubeil. Bund der gelelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. 1 München und Dr. Wettstein- Berlin. Verlag: Charlotten burg, Wilmersdorferstr. 63.0, ,, Die Zeitschwingen." Soeben erschien das 12. Heft, 4. Jahrgang. Inhalt: Mein Gelöbniß. Gedicht von E. Alberti. Bom Fortschreiten des Menschengeschlechtes. Von Karl indem sie sich in dieser and, berartige Zustände abzustellen, grauen find zu fenden an 3. Sentel, Bergmannstr. 14, 6of 2 Tr Literarische Wiesenthal. Idealismus und Realismus. diefen Stellenvermittlern feine Gesellen bereitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmngasse 2 bei Krebs. Etattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonfir. 23. Studie von Moritz Köhler. Die natürliche Erziehung. sorgen lassen und ihren Gefellen eine geregelte Arbeitszeit ge- Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GejangVon Leopold M. Laa. Quartettperein Bur Impffrage. Von Heil währen. Sehr energisch ging der Referent mit dem Redakteur verein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, eue Hochstr. 49. Männerchor mann( Schluß.)- Die öffentliche Meinung. Von Karl des Schlächtermeister- Organs, Zentral Fleischer Zeitung", in's aidesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, Deartgrajenitr. 87.- Privat Ewald. Die Macht der Einbildung. Von Franz Lill. Gericht. Betreffender Herr, ein ehemaliger Schlächtermeister, Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Buriouferstr. 35. Das Zeitalter der Maschine. Von Pastor Naumann in versucht es, die Ausführungen Bebels in der Versammlung vom Mufit- Dilettantenverein Tonita, Abends s½ Uhr bei Schent, Krautnr. 39, Ucbungsstunde. Musikverein Frischauf, Restaurant Schröder, Reichen- Frankfurt.-Feuilleton: Weihnacht. Feuilleton: Weihnacht. Gedicht von Ernst 3. Dezember, zu widerlegen; stellt sich jedoch so plump dabei an, bergerir. 24. Krauß. Ohne Glück. Von Wilhelm George. Aus daß der unaufgeflärteste Schlächtergeselle nach dem Lesen seiner allen Gebieten der Wissenschaft: Krieg und Erziehung. Die gegen Bebel gerichteten Artikel, sich unbedingt der SozialdemoLiteratur. Arnuth in England. fratie anschließen muß.( Lebhafter Beifall.) Redner ging sodann Neue Revue.( Wiener Literatur- Zeitung.) Redaktion: Heinr. auf die Ausbeutung der Gesellen und Mamsells näher ein und empfiehlt zum Schluß den Berufsgenossen eine gute Organisation, Often, Dr. Edm. Wengraf. Wien I, Wallnerstr. 9. helfend eintreten fann. die für eine Besserung der Lage der er Gesellen und Mamsells Dranienstr. 188 p. Nach derselben Tanz. Briefkaffen der Redaktion.. R. S. Unser Parteigenosse Jahn wohnt Prinzenstraße 85 Treppen rechts, bei Frau Wienecke. Leser des Vorwärts. Sie scheinen den Vorwärts" erst Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Lessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turn halle des Lessing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10, Vergnügungsverein Weilchen, Abends 9 Uhr, bei Braune, Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Alte Jakobftr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenfeitraße 3. Lepidopt. Vereinigung Die Fortsetzung der Versammlung fand am 17. Dezember Drion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenftr. 95, Restaurant Gffenberg. statt. Das einleitende Referat hielt der Kollege Kaslinte. In Mufifverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde ProskauerStraße 35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina. der Diskussion erklärten sich alle Redner für die Gründung eines Abends 9 Uhr im Restaurant Sur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Tanzlehrer- Verein Solidarität, Bereins und wurde bemgemäß eine Statutenberathungs- Rom- bends 3 Abends 8 1hr im Lotale Don Ehrenberg, Annenstraße Mr. 16, mission, bestehend aus 5 Mitgliedern gewählt. Sigung. Rauchtlub to the Fahne, Freitag Abends Kollege Schwarze stellte hierauf unter„ Verschiedenem" den Cuvryfir. 48 bei fericheldorff Ruderverein Borwärts, Sigung fürze Antrag, den Delegirten der Schlächtergesellen zur Gewerkschafts- Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowigbrücke. Gefangverein Kommission zu beauftragen, bei der genannten Kommission den Freya( gemischter Thor) Rirdorf, Abends 9 Uhr, bet Barta, Bergitr. 120. schon selber beantworten können. Fahren Sie im eifrigen Lesen English Conversational Club Shakespeare. unferes Blattes fort und Lesen Sie inzwischen diese oder jene Antrag zu stellen: über das Geschäft des Schlächtermeisters Meeting every Eriday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Agitationsbroschüre, z. B. Bracke's" Nieder mit den Sozialdemo Pruchtnow, Linienstr. 6a, den Boykott zu verhängen. Antrag Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. traten" und sie werben bald im Klaren sein. steller begründete seinen Antrag wie folgt: Er sei am 8. Dezbr. vor dem Arbeitsteller des Pruchtnow erschienen, um einen Handzettel, welcher eine Anzeige zu der Versammlung am 10. Dezbr. enthielt, den Gesellen des Pruchtnow zu übergeben. Pruchtnow war selber Arbeitsraum Derselbe Schwarze elite, pm or aus dem Keller und wari lich auf ihn mit den Worten: Wollen Sie machen, daß Sie vom Hofe tommen, Sie versluchter Sozialdemokrat!" Auf der an gekommen, foll Pruchtnow den Schwarze mit einen Meffer be droht haben. Schwarze beabsichtigt, gegen den Herrn Strafantrag zu stellen. Der Untrag, betreffend den Boykott, wurde bierauf einstimmig angenommen. Die nächste Versammlung findet Mitte Januar statt. Im Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter sprach am 17. d. M. Kollege Schneider über die Thätigkeit des Gewerbegerichts. Redner gab den Anwesenden eine eingehende Schilderung der Prozeßführung am Gewerbegerichte und kritisirte mehrere prinzipielle Entscheidungen desfelben. Nach Grledigung einiger Vereinsangelegenheiten erfolgte Sprecisaal. Stolp i. P. G. R. Die Frage, ob die Einziehung eines Bürgergelbes u. dgl. zulässig ist, hängt davon ab, ob ein dahingehender Kommunalbeschluß gefaßt ist. Bejahendenfalls ist gegen Aids die Aufforderung nichts zu machen. einez A Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem " 1 . rbeitgeber. 190UL A. B. Erben sind die Eltern und die Geschwister. Dieſelben müssen sich gütlich einigen, eventuell Theilung bei dem Amtsgericht Berlin I beantragen. astc, wat 3or Sie Redaktion stellt die Benugung des Sprechfants, soweit der Raum dafü: jährt in 4 Jahren. Der Beginn der Berjährung fängt mit dem abzugeben ist, dem Bublifumt zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen 31. Dezember des Jahres an, in dem die Forderung entInhalt desselben identifizirt zu werden. afstanden ist. Eoviel Behauptungen, soviel unrichtigkeiten enthält der Bur Scheldt. Der Arbeitgeber. allgemeinen Information" geschriebene Sprechsaal- Artikel der Herren Walther und Dölling. Wer andere über eine Sache in formiren will, soll zunächst selbst dieselbe eingehend kennen zu lernen sich bemühen, widrigenfalls er, wie es denn auch in diesem M. 2. 19/20. 1. Zu Lebzeiten Ihrer Mutter fönnen Sie Falle zutrifft, im Kreise der Sachkundigen einfach ausgelacht dieselbe selbstverständlich weder beerben noch einen Theil Ihres wird. Erbtheils von ihr verlangen. 2. Falls Ihre Mutter vor Ihnen Dafür, daß wir vom Harmoniedusel" frei sind, ist der versterben sollte, sind Sie und Ihr Vater, nicht Ihr Stiefvater, objektive Beweis für jeden erbracht, der das Programm und die Ge- Erben. schichte unserer Vereinigung fennt, oder der auch nur die Themata der H. 1. Adoptiren ist überflüssig. Die in der Ehe von der vom Ehemannn erzeugt, orträge gelefen hat, welche in öffentlichen und Vereinsversammlungen Ghefrau geborenen Kinder gelten als vo gehalten worden sind. Durch Errichtung einer fleinen Schreib- auch dann, wenn beide Eheleute wissen, daß die Zeugung nicht stube, die hauptsächlich den Zweck hat, dem den kostenlosen stattgefunden hat. 2. Der betr. uneheliche Erzenger hat weder Im Verein der Einsetzer( Tischler) fand am Sonntag, Arbeitsnachweis besorgenden Kollegen die Griftenzmittel zu ver- Ansprüche auf, noch auch leider Verpflichtungen gegen die den 17. Dezember, die Generalversammlung statt, in der die schaffen, ohne den noch jungen Verein über alle Maßen zu be- Kinder. Neuwahl des gesammten Borstandes erfolgte. Es wurden von lasten, sollen wir die Arbeitsmarktverhältnisse so stark beeinflussen, G. G. 11. 1. Behufs Erlangung des Armenrechts müssen der Versammlung folgende Kollegen gewählt: 1. Vorsitzender: daß die Chefs an Verlängerung der Arbeitszeit denten tönnen! Sie sich 3 nächst an den Armenkommissions- Vorsteher, später an Bitters; 2. Vorsitzender: Abels; 1. Kassirer: Fleischer; Diese, von blindem so wollen wir zu Ehren das Landgericht wenden. 2. Die Mittheilung in einer Zeitung, 2. Kaffirer: Martin; Dirksen, Schönau, Rudolf Schulz, Albert der Herren annehmen diftirte Behauptung wird gefügt durch daß man für die Schulden seiner Frau nicht hafte, ist wirEchulz und Kersten zu Beisigern, und zu Revisoren: Herrguth, den ebenso kostbaren Say, daß erfahrungsmäßig" derjenige, welcher fungslos. Walter und Lorenz. Als ein erfreulicher Erfolg unserer Be in geschäftsflotter Zeit Engagement gefunden hat," so leicht auch in Edelbach. Wenn Sie wissen wollen, wie es Sch. 30. Klagen und pfänden Sie. mühungen ist zu erwähnen, daß von den Mitgliedern der Be- nicht wieder hinausfliegt. Erfahrungsgemäß wo haben die schluß: Im Winter nicht bei Licht zu arbeiten", mit geringen Herren ihre Ueberlegung gelassen? daß sie wirklich des naiven in Bukunftsstaat aussteht, dann müssen Sie sich bei dem AbAusnahmen streng innegehalten wird; dagegen wird beobachtet, Glaubens leben, die Arbeitgeber halten in Beiten der Geschäfts- geordneten Eugen Richter oder Bachem erkundigen. Diese daß bei Kollegen, die dem Verein fernstehen, leider von der stille das gesammte Personal in patriarchalischer Harmonie an wissen es ganz genau. Gleiche Bezahlung" erhalten die MenLampe noch der ausgiebigste Gebrauch gemacht wird. ihren brotspendenden Bureautischen fest? Jedes Kind weiß, daß schen gewiß nicht Alle werden aber als Menschen einander gleich fein, Herren und Knechte, Hohe und Niedere giebt's nicht. Im Verband der in den Buchbindereien der Papier das stritte Gegentheil der Fall ist. und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Also der kostenlose Arbeitsnachweis, den die Herren natürlich H. H. Betreffende Kasse ist eine Orts- Kranten. Arbeiterinnen wurden am 18. d. M. mehrere Berufsangelegen- mit feiner Silbe erwähnt haben, hatte die Errichtung der Schreib- taffe heiten verhandelt. Lebhafte Entrüstung vief die Mittheilung eines Mitgliedes hervor, der sich um die in einer Charlotten- lich auf die Arbeitsmarktverhältnisse teinen Eindruck machen, nissen gilt für Preußen Folgendes: a) Der Dispens einer Frau burger Beitung ausgeschriebene Stelle eines Aftenhalters beim wohl aber kann er den blutsaugerischen Privatvermittlern das von der zebnmonatlichen Wartefrist nach dem Tode ihres ersten dortigen Amtsgerichts beworben hatte und dem für diese Handwert legen und schützt vor gewissen anderen Mißbräuchen. Mannes ist bei dem Amtsgericht anzubringen und wird vom Stellung ganze 360. als Jahresgehalt geboten wurden. Der Bom heutigen Staat, der Organisation der Besitzenden, die ihre einer Hebamme oder eines Arztes entschieden. b) Das Gesuch m. Diese Andeutung wird hoffentlich den Herren verständlich sein. mtsgericht Diese Andeutung wird hoffentlich den Herren verständlich sein. Amtsgericht im allgemeinen nach Borlegung des Gutachtens Betreffende glaubte, die Arbeit beanspruchte nur einige Stunden des Tages, es wurde ihm aber ausdrücklich gesagt, er habe alle Machtstellung der Unwissenheit der Massen verdanken, erwarten um Dispensation vom heirathsfähigen Alter ist an das AmtsTage vollauf Beschäftigung. Pensionsberechtigung ist natürlich unsere Stritiker und das im Angesicht des kulturmordenden Mili- gericht zu richten. Das Amtsgericht fendet sodann ein Gutachten zur an mit dieser glänzend dortirten Anstellung nicht verknüpft. Für tarismus Einrichtungen zur Bildung eben dieser Massen! an den Justizminister und dieser entscheidet. c) Das Gesuch um diese vom Staat betriebene Ausbeutung hatte die Versammlung Welcher Harmoniedufel!! Unsere Bildungsstreberei" reduzirt Dispensation bei Ghebruch ist bei dem Ghefcheidungsgericht ein einstimmiges Pfui! Der Vorstand erhielt den Auftrag, noch ich im übrigen auf den Versuch zur Etablirung einer Fach( Landgericht) anzubringen. Ueber daffelbe entscheidet in einzelnen mals die Angelegenheit im Baake'schen Verlag zu untersuchen. Schule, die also der Arbeiter- Bildungsschule in keiner Weise Fällen direkt, in anderen entscheidet nach gutachtlicher Aeußerung 2. Die Dis Weiter wurden zwei Kollegen auf ein Vierteljahr vom Arbeits- Ronkurrenz machen wird. des Ehescheidungsgerichts der Justizminister. nachweis pensationsgesuche bedürfen nicht der Unterschrift durch einen Anwalt. 3. Das Erziehungsrecht über das Kind steht dem Vater zu. Bureau- Angestellten. Redaktionell eine VersammlungsAnzeige nicht erhalten. haben ausgeschlossen, weil sie von dort Stellung angenommen ftube zur Voraussetzung. Auch diese Stellenvermittlung kann natür- N. 3. 34. 1. Bezüglich der Dispensationen von Ehehinder" Der Vorstand haben, diese aber nicht antraten. Den arbeitslosen Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bureau- Angestellten. wurden als Weihnachtsgeschenk je 3 M., bei nur vierwöchent- Indem beide Richtungen zu Worte gekommen sind, ist für licher Mitgliedschaft 1,50 m. bewilligt. uns die Angelegenheit erledigt. M " Die Redaktion. Der Arbeiter Bildungs- Verein für Schöneberg und Umgegend hielt am 18. Dezember seine Bereinsver fammlung ab, in der Genosse 3 unter einen Vortrag über Herzla's Freiland" hielt. In der darauf folgenden Diskussion Nr. 51 der Blätter für soziale Pragis"( Frankfurt a. M., betheiligte sich Herr Kabenstein, der als Mitbegründer der Freilandbewegung einige Puntte Harlegte und ergänzte und sich erbot, in der nächsten Bersammlung über dasselbe Thema zu sprechen. Der Vorfißende ersuchte die Mitglieder, recht pünktlich in den Sigungen zu erscheinen. Qu Eingelaufene Druckschriften. Berlag von Joseph Baer u. Co.) hat u. a. folgenden In halt: Der Mangel an Strankenpflegerinnen. Von Dr. N. Brückner, an Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Verschwunden. Schwant in 1 Aufzug von Edmond Duesberg. Ueberschung von E. Neumann. Lorke.§ 9 des preußischen Preßgefehes vom 12. Mai 1851 lautet: Anschlagzettel und Blafate, welche einen anderen Inhalt baben als Ankündigungen über gesetzlich nicht verbotene Berfammlungen, über öffentliche Vergnügungen, über gestohlene, verrichten für den gewerblichen Verkehr, dürfen nicht angeschlagen, angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt werden. Auf die amtlichen Bekanntmachungen öffentlicher Behörden sind diese 72 wir nicht erhalten. richten für gefundene Sachen, über Verkäufe oder andere NachZentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler u. f. w. Die Orts Anleitung zue Pflege, Behandlung und Zucht des biche Bestimmt ugen nicht anwendbar.- Das avifirte Erkenntniß verwaltungen Berlins verfanuteln sich am Freitag, den 22. 6. Mts., Abends ben 22. 6. 8 Uhr, bei Quandt, Stralauerstr. 43. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% Uhr: Nord: Schule, Kanarienvogels in allen seinen Rassen. Von Friedrich E. W. Das Kouplet Der Zukunftsstaat" tönnen Sie Arnold. durch jeden Rolporteur beziehen. Allotria. Von Georg Bötticher. fubrung. Pils cute, Viar fusir 31: Unterricht, in Befchicle( alte). Boetius. Die Tröſtungen der Philosophie. Uebersetzt von vom Bleichstag bevilligt. Die Frage Brief wegen der StraßSüd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gefeßestunde und Buchführung. 1 Bei allen Unterrichtsfächern Tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr. Abends sy uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Lese- und Tistutirklub Otto Retmer, Abends sy Uhr, Wilhelmshavener ftraße 23 bet Ruba. Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 r. Alle Renderungen im Vereinstalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffetftr. 49, D. 2 Tr. Freitag. Nebungsunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raifer= icher Männerchor, Schönhauser Allee 29, bei Kubluey.-Nord, Bergstraße 6s, bet Keller.- Borwärts 1, G.D. Adalbertiir. 21, bei Stoll. ummer's cher Gesangverein, Langeftraße 65, bei Tempel. binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. glödchen, Hochftr. 32a, bei Wilte. Gemüthlt ch feit Buyer, Seydelfir. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth Röpenic, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus'scher Gefang= Gesangrerein Morgenroth 2. Charlottenburg, Bisinardstr. 74.- Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenftr. 20.- Gesangv. Nordwacht, Buch= Mat= Rich. Scheven. 3wei Kriminalnovellen von A. Groner. Aus dem Morgenlande. Von Prof. Dr. H. Brugsch- Pascha. Johann von Paris. Komische Oper in 2 Aufzügen von François Adrien Boeldieu von St. Just. Die tuehrlichen. Schauspiel in 3 Auszügen von Gerolamo Rovetta. Deutsch von Otto Gisenschüß. dem Entwur Ahorn. Natürlich werden alle Ausgaben für das Militär nicht beantworten. Wir haben Ihren burger Versammlung dem Parteivorstande übermittelt. 23. S. 1083. Wenn die Kohlen im Keller gesiebt werden, so werden Sie nichts machen können. Versuchen Sie es immerhin mit einer Beschwerde an die Polizeibehörde. Carl Kühne. Derartige Mittheilungen bitten wir zunächst in der betreffenden Organisation vorzutragen, ev. fie von der selben bestätigen zu lassen. übrigen bitten wir Sie, ſich Abends zu uns zu bemühen. Das Lotteriewesen nuserer Zeit. Eine humanistische Studie von Ferd. Brandt. Hamburg. Verlag von J. W. Rademacher. Preis 1 M. K. M. Setzen Sie sich mit dem in Lemberg erscheinenden Erläuternde und kritische Betrachtungen zu dem Entwurfe jüdischen Parteiblatt„ Der Arbeiter" in Verbindung. des Weinstener Gesetzes. Von Ed. Goldschmidt, G. F. Sie wollen die Anfragen genauer stellen: Wollen Maing. Verlag der Teutschen Wein- Zeitung"( J. Diemer). Sie wissen, ob das Kind aus der Schule genommen werden oder Die Nothwendigkeit einer Erweiterung der Beob es dem Religionsunterricht fern gehalten werden kann. Dölferungsstatistit in der Schweiz. Von Dr. M. N. Ist Kündigung nicht ausdrücklich ausgeschlossen, so G. H. Schmidt. Zürich. Verlag von Albert Rau- gilt 14tägige Ründigung. Sie würden mit der Klage leider abſt ein. gewiesen werden. Müller fir 7, bei Beichert.- Gefangverein Schmargen dorf in Schmargen. Tie Mißachtung des Geldes in Prenken. Von Egon Kar $. 9. 2. Sie sind nicht zur Zahlung, auch nicht zur dorf, Wirthshaus. 3utunft 1, Steglis, Ahornstraße, im Gambrinus Gesangverein Gollegia i, Wanteuffelstr. 9 bei Nowiacks. Gesang den. Werlin SW., Verlag von Hugo Steinig. Reinigung verpflichtet. didih dod verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise. 味 Berlag des ,, Vorwärts" B:: finer Volksblatt Berlin SW., Beuth Straße 2. Den Parteigenossen empfehlen wir zur Anschaffung: Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Abgehalten zu Köln vom 22.- 28. Oktober 1893. ca. 18 Bogen 8° elegant broschirt Preis 40 Pfennig. Die Verhandlungen des Kölner Parteitages dürften wegen ihrer Bedeutung das lebendigste Interesse eines jeden Parteigenossen in Anspruch nehmen. 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