Nr. 79. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. GeldbeukelPatriotismus. Sonntag, den 5. April 1891. Expedition: Benth- Straße 3. Nyanza erscheinen könne. Mit anderen Worten: Das und gefügig und führen so den Plantagenbesitzern die ,, nationale, deutsche Interesse", von dem da die Rede ist, billigen Arbeitskräfte zu. ist nur das Geschäftsinteresse der Herren So bildet sich in der That der Zuschuß, den das Großhändler in Hamburg und Bremen Reich für die Verwaltung der Kolonien gewährt, zu einer Was mag es wohl sein, was unseren waschechten und in diesem Interesse wird vom deutschen Volke ver- staatlichen Subvention für die Rheder, Patrioten" zur Zeit am meisten Kummer macht? Ist langt, es solle so thöricht sein, die fehlenden hundert- Großhändler und Plantagen besiger heraus. es die Noth der schlesischen und sächsischen Weber oder tausend Mark aufzubringen. Damit ist aber die Gewinnsucht dieser Leute noch nicht die Lebensmitteltheuerung oder der stets drohende Berg- Das ist denn doch eine dreiste Zumuthung für das befriedigt; sie glauben, indem ihre Presse von„ bedrohten arbeiter- Ausstand oder gar das französisch russische deutsche Volk, das ohnehin aus dem Steuersäckel die deutschen Interessen" am Viktoria Nyanza faselt, auch Bündniß? Nichts von alledem! Die meisten Sorgen macht sicherlich ganz gerne wieder los wäre. Kosten für die Kolonialpolitik aufbringen muß, die es noch das gesammte Volk heranziehen zu können. Man spekulirt darauf, die hunderttausend Mark aus Arbeiter. ihnen der Wißmann Dampfer auf dem Wie es mit den deutschen Interessen" in Ostafrika groschen, aus den Sparpfennigen kleiner Viktoria Nyanza- See in Ostafrika. In den bestellt ist, ersieht man am Besten aus dem Programm, Leute zusammenzubringen, während die Kolonien für nationalliberalen Blättern lesen wir, daß es nothwendig das der neue Gouverneur, Herr von Soden, in den Arbeiter und Kleinbürger ganz gleichgiltig, ja im sei, den Dampfer, möglichst schnell" zu beschaffen Bezug auf die künftige Verwaltung aufgestellt hat. Er Hinblick auf die Steuern höchst überflüssig sind. und auszurüsten, denn es sei, Gefahr im Verzuge" will die Schußtruppe mit der Zeit vermindern und meint, Da wird hoffentlich Jedermann die Taschen zuhalten. und es könne den deutschen Interessen" am Viktoria die ganze Verwaltung könne mit 1 bis 2 Millionen be- Die Großhändler und Plantagenbesizer sollen doch die Nyanza ein, empfindlicher Schaden" erwachsen. stritten werden. Diese Summe will der findige Herr Kosten für ihre„ bedrohten Interessen" selber aufNun bestehen zwei Komitees, welche die Mittel für von Soden durch die Kolonie selber aufbringen, indem er bringen. den Dampfer auf dem Viktoria Nyanza beschaffen sollen; die eingeborene Bevölkerung- besteuert. Herrlicher das eigentliche Komitee für den Wißmann- Dampfer und Gedanke das und zweifellos höchst geeignet, die eindie Petersstiftung. Warum diese Komitees getrennt geborenen Neger und Araber, die bisher von solcher Beoperiren, weiß man nicht; wahrscheinlich um die Namen steuerung nichts gewußt, für die europäische Zivilisation der beiden Argonauten" Peters und Wißmann besser zu begeistern! Da soll es uns nicht wundern, wenn es fruftifiziren zu können. unter den Negern und Arabern dickköpfige Leute giebt, Die Kosten für den Dampfer, einschließlich Transport, die meinen, Steuerfreiheit fei schöner als die ganze eurobelaufen sich auf 400 000 m., während die beiden päische Zivilisation, die man wider ihren Willen' in's Komitees erst 300 000 M. aufgebracht haben. Land gebracht. Dann kann es einen kleinen Aufstand geben, es wird gegenseitig mit Feuer und Schwert gewüthet und wir daheim haben die Kosten zu tragen. Ursprünglich wollte jedes Komitee seinen eigenen Dampfer befchaffen; davon ist man aber nunmehr ab gekommen, seitdem man bemerkt hat, daß die Geldmittel nicht so reichlich fließen, als man gehofft hatte. " Die gröbliche Mangelhaftigkeit unserer Straf- Rechtspflege. II. Die fo argen Uebelstände unserer Strafrechtspflege, welche Herr Ballaske trefflich darlegt, und die so recht flar hervortreten prozeßwege Rechtsuchenden gewährt sind( und, nebenbei gesagt, beim Vergleich mit den Vortheilen, wie sie den auf dem Zivilauch hier nur dann voll und ganz ausgenügt werden können, wenn der betreffende Rechtsuchende die finanziellen Mittel dazu besitzt) diese argen Uebelstände unferes Strafrechts bestehen ebenso wie den Angeklagten viel zu wenig Zeit läßt, sich von doch u. A. darin, daß die Strafrechts- Ordnung den Angeschuldigten den gegen fie erhobenen Anschuldigungen oder Anklagen zu Herr von Soden erklärt uns auch den eigentlichen Zweck der Kolonien. Die ganze Verwaltung der Ja ja, die Rheder und Groß- Kaufleute in Hamburg Kolonien soll nur die Grundlage für wirth und Bremen sind ohne Zweifel begeisterte Patrioten; fchaftliche Unternehmungen bieten," heißt es aber sie halten den Daumen auf den Beutel und ihre in seinem Programm; der Gouverneur wird den Verkehrs- reinigen, ja daß sie dem Angeklagten, wenn er das große Unglück Begeisterung hält nur so lange an, als sie kostenfrei wegen und ihrer Ausbildung, die den Handelsbat, eines mit Zuchthaus bedrohten Verbrechens beschuldigt zu bleibt. und Plantagen Unternehmungen zu Gute urtheilung über ihn hereingebrochen ist. Mit sehr häufig geradezu werden, garnicht zur Besinnung tommen läßt, oft bis die Ver Herr Wißmann hat sie in Bremen und Hamburg kommen sollen, seine Kraft widmen und er will so- vernichtender Wucht trifft eine einigermaßen begründet erscheinende aufgesucht und hat ihnen Vorträge über den schwarzen gar für mäßige 3ins garantien durch das Reich für Anschuldigung, ein Verbrechen begangen zu haben, den Armen, Erdtheil gehalten. Sie haben ihn tüchtig mit Champagner fünftige Eisenbahnen eintreten, wenn erst die Eingeborenen der in den meisten Fällen, wenn er mit dem Strafgericht noch traktivt und haben ihn hoch leben lassen, daß es ihm besteuert sind. Schutz der Handels- Gesell- gegen die auf ihn einstürmende Anklage eigentlich thun soll. Der nicht in Berührung gekommen ist, gar keine Ahnung hat, was er schier überdrüssig geworden sein mag. Dann haben sie schaften und Missionen ist überhaupt der Wohlhabende nimmt sich einen Anwalt und ist dann auch, wen ihm für den Dampfer gerade so viel gezeichnet, als sie Hauptpunkt des ganzen Programms. er in Untersuchungshaft genommen wird, doch wenigstens fo halb glaubten, im Geschäftsinteresse ristiren zu sollen. Für Man sieht daraus ganz deutlich, daß es nur die und halb in der Lage, alles, was zu seinen Gunsten spricht, bei Diese Kapitalisten wäre es eine Kleinigkeit, die fehlenden Rheder, die großen Handelsherren und Plantagenbesitzer wohlhabenden wäre eine längere Frist sehr nöthig, um sich gegen der Hauptverhandlung geltend zu machen. Aber selbst für den 100 000 M. zusammenzubringen; allein das erlaubt die sind, die von den Kolonien ihren Vortheil haben. Wer die Antlage mit allen möglichen Mitteln waffnen zu können, von Krämer Filzigkeit nicht. Und darum muß nun die soll denn sonst in Ostafrika„ wirthschaftliche Unter- denen ihm die wichtigsten im ersten Schreck und in der Haft, zu Presse das Geschrei erheben, es sei„ Gefahr im nehmungen" betreiben? Die Missionäre werden von den der ihn die kurz bemessene Frist zwingt, wahrscheinlich sehr oft Verzuge" und und deutsche Interessen" seien bedroht, Handelsherren natürlich gern gesehen und aus guten wenn der Wißmann- Dampfer nicht bald auf dem Viktoria Gründen unterstützt, denn sie machen die Neger zahm D Feuilleton. Nachdruck verboten.] Die Falkner von St. Vigil. ( 28 gar nicht in den Sinn kommen. " Wenn ein wohlhabender Angeschuldigter in Untersuchungshaft genommen und vor der Hauptverhandlung nicht daraus ent" tam zu ihm, um des Bruders Unart gegen den Gast durch " Ja?" fragte der Klosterbauer mit zwinkernden Augen. ein freundliches Wort gut zu machen. Jerg beutete die Ge- Das ist gefcheidt. Eine junge Söhnerin im Haus, das legenheit aus, um feurige Kohlen auf Ambros' Haupt zu häte mir schon gefallen. Und sie wird's gut treffen, da sammeln. Es wäre freilich kein feines Stücklein von feine Schwieger auf dem Klosterhof nicht da ist. Go Ambros gewesen, äußerte er zu Lisei; aber einem eine Schwieger, und ist sie noch so klug, faun's halt nicht Freunde, mit dem zusammen er bereits Maitäfer von lassen, sich in der jungen Frau ihre Sachen einzumengen. Sen Bäumen geschüttelt hätte, könnte er nichts nach- Katz und Hund kommen cher in Frieden miteinander aus, Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol tragen. Er hätte nun so gutes Herz, als Schwieger und Söhnerin. Also was meinst Du?" und wen er lieb hätte, der könnte mit ihm machen, Ambros stieg das Blut ins Gesicht und mit einem von Robert Sa, weichel. was er wollte. Wolf aber hegte einigen Zweifel an feinem tiefen Athemzug fragte er, ob der Vater wirklich im Ernst Vefa schlug mit einem jauchzenden Aufschret die guten Herzen; denn er sagte später zu Lisei:„ Deinem spräche? Hände zusammen, Wolf stand langsam auf. Ehe er jedoch Bruder ist es zwar gleich, ob ihm Einer Freund oder Ein Spaß ist das Heirathen schon nicht," machte dieser den Mund öffnen konnte, rief Ambros:" So hat er nicht Feind ist; aber glaub mir, der Jerg vergißt ihm das einen Versuch zu scherzen." Deswegen mein' ich, wann ausgeschaut; das ist nicht wahr." nimmer." Es ahnte nicht, daß er selbst die größte Ursache Du am nächsten Sonntage nach St. Georgen fährst, Als Jerg die gewaltige Figur des Schmiedes fich er- hatte, sich vor Jerg zu hüten. schau Dir auch dem Eckschlager seine Tochter an. Hab' den heben sah, hatte er um das Herz herum ein unbehagliches" Hast ja dem Lechner seine Kante gehalten," sagte der Sartwanger in Bruneck auf dem Markt getroffen; der Gefühl. Rasch wandte er sich zu Ambros und sagte:„ Du Klosterbauer, nachdem die Gäste sich entfernt hatten und kennt den Eckschlager. Er hat dreißig Kühe Winters im mußt es freilich besser wissen, als wie ich. Weil Du nicht Ambros ihm gute Nacht wünschte, um auf seine Kammer Stall stehen und hübsch ist die Gitsche auch, hat mir der an ihn glauben willst, hat er Dich an einen Ort gelockt, zu gehen. Hartwanger gesagt." wo es keinem gefallen mag und Dich gründlich festgesetzt." Er ist doch mein Schwager," wandte Letzterer ein. " So!" rief Ambros gedehnt." Jeßt, wann ich hei" Ja", rief Ambros mit blizenden Augen in das aufMeinetwegen, was geht's mich an," versetzte der Vater. rathen will, brauch' ich dazu nicht den Hartwanger. Ich flatternde Gelächter,„ er schaut halt aus wie ein Aff und„ Aber von wegen der Schwagerschaft- hm!" Er schloß kann mir schon allein Eine aussuchen." langweilig ist er auch. Ich hab' ihn zuerst gar nicht ge die offene Stubenthür, zu der Lifei eben die leeren Flaschen Der Hartwanger kommt weit herum im Land und und Gläfer hinausgetragen hatte, und fuhr dann fort: schaut den Leuten in die Töpfe," bemerkte der Vater. Er leien auf die Bayern allmälig aufmerksam geworden Du nichts dazu thuft." Alle lachten, selbst die Alten, welche durch die Stiche- Hat wohl noch gute Wege mit der Verwandtschaft, wenn hat auch blos gemeint, der Eckschlaget in St. Georgen, der wär' Giner, wo das Anklopfen lohnt. Du schaust Dir seinen waren und zugehört hatten. Deutlich erkennbar war in Als ihn Ambros darauf fragend ansah, sagte er, tu- Apfelschimmel an und gefällt Dir die Gitsche nicht, nachyem Chor das kurze, harte Lachen des Klosterbauers. Nur dem er sich bequem in seinem Armſtuhl nieverließ:„ Bevor her that's wohl eine Andere. Aber sie wird Dir schon geVefa und Lifei stimmten nicht ein. Jerg aber warf Ambros Du der Zifei nicht den Chesprung vorgemacht haft, wird aus fallen." aus seinen kleinen Augen einen bösen Blick zu. Vefa, welche ihrer Heirath nichts, das weißt Du." Nein, Vater, fie gefällt mir nicht," sagte Ambros entnicht begriff, weshalb ihr Neffe die Partei Lechners nahm, suchte Jerg über seine Abführung zu trösten und auch Lisei werden," lachte Ambros. Wenn's weiter nichts ist, dazu könnte, wohl Nath schieden. fannt und ihm zugerufen: Grüß Gott, Jerg!" Der Klosterbauer machte verwunderte Augen. laffen wird, so empfindet er die verhängnißvolle Mangelhaftigkeit| 3weck muß die Sache der Angeschuldigten und Angeklagten mit unferer Strafrechtspflege auch schon sehr hart. Die Untersuchungs- allen nur irgend zu gewährenden Vortheilen ausgestattet, und es haft wirkt auf Geist und Gemüth jedes Menschen um so schlimmer, muß, abgesehen von den Pallaske'schen Forderungen, erstens je anständiger und feinfühliger er, und je gravirender die Anklage ist, jedem Angeklagten nicht nur wie bisher vor den Schwurder er sich unterworfen fühlt. Die sehr wünschenswerthe Ruhe, gerichten, sondern bei Gelegenheit jeder strafrechtlichen Verfolgung sich seine Situation recht klar zu machen und alles im Geiste zu ein Rechtsbeistand zur Seite gestellt werden. Zweitens muß die fammenzusuchen und zu einem geordneten Ganzen zu vereinigen, Vertheidigung in jeder Beziehung ebenso vortheilhaft gestellt sein, was zu seinen Gunsten spricht, vermag der Untersuchungsgefangene wie die Anklage und es muß dem Vertheidiger ermöglicht sein, nur sehr selten zu gewinnen. Außerdem ist er von der Außen- vom Beginn der Voruntersuchung an mit Rath und That dem welt gänzlich abgeschnitten, der Verkehr mit seinem Anwalt inner- Angefchuldigten beizustehen, den Vernehmungen beizuwohnen, halb des Gefängnisses oder des Gerichtsgebäudes ist immer ein die ihm nöthig scheinenden Anträge zu stellen, Vertheidigungsbeschränkter, ungenügender. Dauert die Untersuchungshaft lange, material herbeizuschaffen, Atten einzusehen u. f. w. so wirkt sie so herabstimmend und geistig wie förperlich ruinirend auf viele Angeklagte, daß fie bei der Hauptverhandlung nur zu oft wie gebrochene und schuldbeladene Menschen erscheinen, auch wenn sie in ihrem ganzen Leben nicht die kleinste Schuld auf sich geladen haben und daß sie zu ihrer Reinigung von der Anklage garnichts oder nur ganz unzureichendes beizutragen im Stande sind. Drittens muß die Untersuchungshaft, so sehr als es nur an geht, beschränkt und so mild gehandhabt werden als es ihr Zweck nur irgend gestattet. gung der jugendlichen Arbeiter in einzelnen Induſtries zweigen erlassen worden sind, und ebenso die Regelung der Beschäftigung von Arbeiterinnen in den Industriezweigen, in denen die Nachtarbeiten auch ferner noch für Frauen zugelassen werden sollen. Auf derselben Linie stehen die von den Zentralbehörden nach Art. 7 Abs. 3 zu treffenden Uebergangsbestimmungen für Betriebe, in denen bisher Nachtarbeit von Frauen stattgefunden hat, spätestens aber mit dem 1. Januar 1894 abgestellt fein muß. Sollte die Verabschiedung des Gesetzes sich noch lange hinausschieben, so würde es schwerlich möglich sein, diese Bestimmungen noch vor dem 1. Januar 1892 zu erlassen. Fast noch stärker fällt es ins Gewicht, daß verschiedene Bestim mungen des Gesetzes erst durch kaiserliche Verordnungen in Kraft gesetzt werden sollen, nachdem die zu ihrer Ausführung erforderlichen Bestimmungen des Bundesraths erlassen sein werden. Dahin gehören vor Allem die Bestimmungen über die Sonntagsruhe und die in§ 154 Abs. 3 vorgesehene Aus dehnung der Arbeiterschutz- Borschriften auf den Werkstätten betrieb. Namentlich die Ersteren können wohl als solche be zeichnet werden, deren Inkrafttreten von weiten Kreisen der Bevölkerung und zwar keineswegs blos der Arbeiterbevölkerung mit Sehnsucht erwartet wird. Es ist daher von der größten Bedeutung und dringend zu wünschen, daß der Bundesrath sobald als möglich in den Stand gesetzt wird, durch die Ver abschiedung des Gesetzes die schwierigen Vorarbeiten zu den von ihm zu erlassenden Bestimmungen zu erledigen. Viertens muß für unschuldig erlittene Untersuchungshaft ebenso wie für unschuldig ausgestandene Strafgefangenschaft möglichst ausreichende Entschädigung gesetzlich gesichert sein. Aber noch viel schlimmer ergeht es einem unbemittelten An- Fünftens muß es jedem Angeklagten freistehen, Richter abgeklagten, der teinen Anwalt mit seiner Vertheidigung beauftragen zulehnen.( Welche Grenzen diesem Rechte zu ziehen sein möchten, fann. Er ist, schon so lange er sich auf freiem Fuße befindet, im darüber erlauben wir uns vielleicht demnächst eine kleine AbAllgemeinen sehr ungünstig gestellt, sowie er sich aber in Unter- handlung an dieser Stelle zu veröffentlichen.) fuchungshaft befindet, ist er vollkommen wehrlos und ein Spiel- Sechstens wäre allerdings lebhaft zu wünschen, daß ball in den Händen der Anklage. Der wenig gebildete Unter- an Stelle der gänzlich unzureichenden Revision ein suchungsgefangene läßt sich durch die Leiden der Haft bei unseren Rechtsmittel ähnlich der von Ballaste vorgeschlagenen meist ganz unmäßig strengen und durch die Unmöglichkeit leidliche Wiederholung des Verfahrens träte. Dieses Rechtsmittel Unterhaltung und Beschäftigung oft bis zur Unerträglichkeit ver- müßte jedoch zu jeder Zeit auch nach Antritt der fchärzten Untersuchungshaft meist so verbittern, daß er auf der Strafe zulässig und durch einmalige Willenserklärung des BeUntersuchungsrichter und den Staatsanwalt erklärlicher Weise straften nicht für immer zu verscherzen sein und es müßte ferner einen viel ungünstigeren Eindruck macht, als es unter günstigeren den Bestraften zu dem Verlangen berechtigen, daß die WiederImmer netter werden die Enthüllungen über die Ver Umständen der Fall gewesen wäre, und er erscheint bei der Haupt- holung des Verfahrens vor einem anderen Gerichtshofe statt- wendung des Welfenfonds. Das Neueste hierüber verhandlung jedenfalls in einer Situation, die außerordentlich fände. bringt die Frankfurter Zeitung", welcher geschrieben wird: nachtheilig für die Vertheidigung und fast überwältigend günstig Nur durch solche tiefgehende Reformen unserer Strafrechts- Man erzähle fich in politischen Kreisen, daß einen für die Anklage ift. pflege können deren arge Schäden im Geiste unser weit fortwesentlichen Theil zu den Kosten dieser geschrittenen Kultur einigermaßen gehoben und es kann da wieder Gerechtigkeit eingeführt werden, wo heut nur zu oft mit dem großartigen Huldigung des Fackelzuges Schein des Rechts ausgestattete schonungslose ungerechtigkeit an I a Blich des 70. Geburtstages Bismards herrscht. die Revenuen des Welfenfonds hergegeben haben!" Des Ferneren aber bedenke man, und diesen gleichfalls ganz offen zu Tage liegenden Uebelstand hat Rechtsanwalt Ballaste gar nicht erwähnt, daß sehr viele Angeklagte das Unglück haben, Richtern ihr Schicksal in die Hand gelegt zu sehen, bei denen sich, vielleicht infolge langer strafrichterlicher Thätigkeit, meist wahrscheinlich sehr wider ursprünglich bessere Anlage und Absicht, die fchter unüberwindliche Neigung entwickelt hat, in jedem Angeklagten einen Verbrecher zu sehen und jeden An geflagten, wenn es sich nur irgend so obenhin motiviren läßt, anit recht schwerer Strafe zu belegen. Jeder Mensch, der viel mit Gerichten zu thun gehabt hat, Politische Leberlicht. Berlin, den 4. April. jeder Rechtsanwalt hat solche Richter kennen gelernt und weiß, bie Arbeiterschuh- Vorlage recht rasch zu erledigen d. h. Jm Reichsanzeiger" wird der Reichstag aufgefordert, daß diese Richter wir fönnen, wenn es gewünscht wird, Namen und bestimmte Strafsachen nennen wahre Geißeln für den Kommissionsbeschlüssen zuzustimmen. alle Angeklagten werden, die ihnen in die Hände fallen, und, obwohl sie überzeugt sein mögen, stets nach bestem Wissen und Gewissen geurtheilt zu haben; und es kann nicht bestritten werden, daß Richter dieser Art schon unfägliches Unheil und schlimmste Ungerechtigkeit verschuldet haben. n Wir kennen So muß uns Bismard immer mehr als der Schmied seines eigenen Ruhmes erscheinen. Er forrumpirte mit den Welfenfondszinsen den größten Theil der bürgerlichen Presse und erkaufte sich so die Herolde seines Ruhmes, er ließ Fackelzüge für sich aus dem Welfenfonds bezahlen, vielleicht Geschenken aus dieser Geldquelle fließen. So wird es uns auch Beiträge zu den ihm zum 70. Geburtstag gewidmeten immer klarer, daß wir uns früher geirrt haben, wenn wir Ob dieser Wunsch der leitenden Regierungskreise in bestritten haben, daß Bismarck ein Staatsmann ist, mit dem Erfüllung gehen wird, lassen wir dahingestellt. Sicher ist, kein anderer einen Vergleich aushält. daß die sozialdemokratische Fraktion bei jeder Gelegenheit wenigstens in der Geschichte aller Zeiten Niemanden, der das fordern wird, was sie als unerläßliche Bestandtheile sich ähnliches zu Schulden kommen ließ. eines genügenden Arbeiterschutz- Gesetzes betrachtet. Wird Aus unseren vorstehenden Ausführungen geht wohl zur Ge- hierdurch die Verabschiedung des Gesetzes verzögert, so ist nüge hervor, daß zur Besserstellung des Angeklagten im Strafbies Schuld der Regierung und des neuen Kartells, welche prozeß und zur Sicherung eines möglichst gerechten Richterspruchs die Vorschläge des Herrn Pallaske bei Weitem nicht genügen. nur den Wünschen der Unternehmer, aber nicht denen der Das leuchtet um so mehr ein, wenn wir an dieser Stelle noch Arbeiter gerecht zu werden suchten. darauf hinweisen, wie sehr viel ungünstiger die Vertheidigung Die Auslaffung des Reichsanzeiger" lassen wir hier bei Strafprozessen, und besonders bei strafrechtlichen folgen: Untersuchungen gestellt ist, als die Anklage. Während der Untersuchung steht der Angeschuldigte dem Untersuchungsrichter ganz ohne Rechtsbeistand gegenüber, auch wenn er sich einen Vertheidiger gewählt hat, und dieser hat durchaus nicht die Macht, irgendwie zu Gunsten seines Klienten einzugreifen. Erst wenn die Anklage einen festen Boden ge= wonnen und der Angeklagte sich vielleicht zu allerlei Aussagen hat verleiten laffen, die seine Vertheidigung und die Aufklärung des wahren Sachverhalts wesentlich erschweren, erst dann vermag der Bertheidiger seine Arbeit zu beginnen. Alldem gegenüber ist es nun zwar kein Zweifel, daß auch im Strafverfahren die dem Angeklagten gewährten Fristen viel geräumiger gestaltet werden müssen, als es jetzt der Brauch ist. Gewiß soll und muß auch der Angeklagte über die ihm zu Gebote stehenden Rechtsbehelfe von dem Richter so dringend als möglich und des Defteren belehrt werden. Aber hierdurch gewinnt der Angeklagte doch noch keineswegs die Mittel, sich in allen Fällen einen Rechtsbeistand zu wählen und ebensowenig die Einsicht, die Seeleuruhe und die prozeßrechtliche Möglichkeit, Alles zu seiner Vertheidigung zusammenzutragen und aufzuwenden, was geeignet sein möchte, die Gewitterwolken der Anflage zu zerstreuen, und desgleichen wird durch die Vorschläge des Herrn Pallaste die überaus schädliche Einwirkung der Unterfuchungshaft gar nicht berührt. Wenn eine nur einigermaßen ernstliche Reform unserer über die Maßen übelſtändigen Strafrechts- Ordnung stattfinden soll, dann handelt es sich zu allernächst um eines, und das ist, daß endlich einmal unser sogenannter Rechtsstaat sich daran erinnert, daß er nicht nur Vergehen und Verbrechen zur Strafe zu ziehen hat, sondern mindestens mit demfelben Gifer alle seine Angehörigen vor ungerechter Strafe schüßen sollte. Zu diesem Ja, kennst Du sie denn?" fragte er. " Das braucht's gar nicht," versetzte Ambros. Aber da wir' mal davon reden: ich habe mir schon selbst Eine aus gesucht, die mir paßt." " " Der arme Bismarck! Seine Kandidatur ist. Die Welfenfonds- Frage wird in der Münchener Allgemeinen Zeitung" von zwei Berliner Korrespondenten erörtert. Aus den langen Ausführungen sind nur zwei Punkte interessant: Die Furcht, daß die freisinnige Partei vor der Wahl im 19. hannoverschen Wahlkreise eine Erörterung der Verwendung des Welfenfonds im Landtage Die am 7. April wieder beginnenden Sitzungen des Reichs- erzwinge, dann der abenteuerliche Vorschlag, den Welfen tages werden zunächst für die Durchberathung der Novelle zur fonds im Interesse der Kolonialpolitik zu verwenden, Gewerbeordnung in Anspruch genommen werden, und es darf welcher Vorschlag weder beim deutschen Volke noch im die Hoffnung ausgesprochen werden, daß diefe Berathung nun- Reichskanzler- Amte Beifall finden könnte, wenn er über mehr einen etwas rascheren Fortgang als bisher nehmen wird. haupt staatsrechtlich erörtert werden könnte, da doch det Bekanntlich war die Novelle bie erste Gesetzesvorlage, welche Welfenfonds eine preußische, die Kolonialpolitik eine deutsche dem Reichstage bei seiner Eröffnung zuging, und man hoffte da mals, der Reichstag werde sie so rasch erledigen, daß Angelegenheit ist. das Gesetz mit dein 1. April 1891 in Kraft treten könne. Diese Hoffnung erschien um so mehr berechtigt, als der Entwurf in seinen wichtigsten Theilen( Sonntagsruhe, Frauen- und Kinder- wenn er durchfällt, eine Blamage, eit arbeit) fich eng an die Gesezentwürfe anschloß, die der Reichs- unheil, wenn er gewählt wird. Dies schreibt tag in früheren Seffionen bereits mit großer Mehrheit ange- einer der ehemals getreuesten Schildknappen seiner Durch nommen hatte. Der Verlauf der Kommissionsverhandlungen laucht, der freikonservative Universitätsprofessor Delbrück. ließ indessen bald erkennen, daß diese Hoffnung nicht in Erfüllung gehen werde, und als endlich am 17. Januar d. J. der Die National Zeitung" prophezeit dem sozial Kommissionsbericht dem Reichstag vorgelegt werden konnte, demokratischen Kandidaten Schmalfeldt in war im Art. 7 des Gefeßentwurfs an Stelle des 1. April 1891 19. Hannoverschen Wahlkreise eine große Stim bereits der 1. Januar 1892 als Zeitpunkt für das Inkraft men za hl. Aus des Feindes Munde derartiges zu hören, treten des Gesetzes in Aussicht genommen. Sollten die Be flingt angenehm.rathungen in dem bisherigen Tempo weiter gehen, so ist zu besorgen, daß auch dieser Zeitpunkt nicht festgehalten werden Der Bruderzwvist in der deutsch- konservativen kann und die Wirksamkeit des wichtigen Gesetzes noch eine Partei hat sich, wie wir vorausgesagt haben, durch den weitere unerwünschte Verzögerung erleiden wird. Besorgniß ist darin begründet, daß vor dem Inkrafttreten des Gesetzes noch eine Reihe wichtiger Bestimmungen vom Bundesrath erlassen werden müssen, zu denen die Vorarbeiten erst erledigt werden können, wenn das Gesetz verabschiedet sein wird. Dahin gehören namentlich die Revision der Bestimmungen, welche auf Grund des bisherigen§ 139a zur besonderen Regelung der BeschäftiAnkauf des" Deutschen Tageblattes" seitens der KreuzZeitungs- Gruppe nur verschärft. Dies geht aus einer von der Parteileitung herrührenden Notiz hervor, welche das Konservative Wochenblatt" abdruckt. Dieselbe lautet: Das von der Kreuz- 8tg," Parteigenoffen gegenüber für erlaubt erachtete Verfahren gehört einer Aktionslinie an, von der sich die besseren Oppositionsorgane bei der Auswahl ihrer " sie erst fennen gelernt haben wirst. Sie ist kreuzbrav und Was, ist's nicht genug, wenn ich als Dein Vater ein gutes Thiert, die Dich lieb haben wird, als ob Du ihr sage: ich mag sie nicht," eiferte dieser. Oder bin ich eigener Bater ipärest. Alleweile ist doch die Hauptsach', daß nicht mehr Herr in meinem eigenen Haus? Bist Du Dein sie mir gefällt." eigener Herr, daß Du nicht mehr nach mir fragen brauchst? Der Alte schaute ihn eine Sekunde lang mit zusammen Er machte eine Pause. Da der Vater aber, der in Denkst, Du kannst thun und lassen, was Du willst und ich gefniffenen Augen an; bann fragte er trocken: Also Du zwischen beide Ellenbogen auf die Tischplatte gestigt hatte müßt nach Deiner Pfeife tanzen? Oho!" haft schon gefunden, was Dir paßt? Wer ist denn die und die Hände in seinem strohgelben, mit Grau gemischtem Schon gut," versetzte Ambros mit einem ungeduldigen Reiche und Feine?" Haar vergraben, regungslos vor sich hinftierte, so fuhr er Achselzucken. Mit Dir ist heut nicht zu reden. Morgen „ Eine Feine ist's freilich und bildsauber ist sie auch," fort:" Ja, das ist die Hauptsach', dent ich. Denn ich will ist auch noch ein Tag." Er wollte die Stube rief der Sohn. Ob sie reich ist oder nicht, danach hab' mit ihr leben und nicht Du. Geld hat sie freilich nicht; Der Kloster aber das braucht's auch nicht. Das Geld allein macht nicht bauer aber rief:" Bub', willst Du denn Dein ich nicht gefragt." Nein, Geld hat sie nicht. glücklich und ich bin ja reich genug." ganzes Lebensglück mit Gewalt in den Brunnen werfen? Du?" warf der Klosterbauer jäh den Kopf auf. Ganz Vigil und Jeder, der Dich kennt, wird sich über Dich Und Du meinst, damit ist alles gut? Eine Betteldirne luftig machen. Schau, da geht der Ambros, werden sie als Söhnerin, dazu soll ich Ja und Amen sagen? Es ist sagen, hat immer zu höchst hinauswollen und hat jetzt um's Haar sich auszuraufen! Ins Narrenhaus laß ich Dich die Betteldien geheirathet, ha, ha!" sperren sammt Deiner Betteldirne." Jetzt, wer ist's?" fragte der Vater die Stirn krausend, und Ambros entgegnete: Ja, das räthst Du wohl nimmer. Die Stafi Lar feit ist's." Der Klosterbauer glaubte im ersten Augenblick nicht richtig gehört zu haben; dann schnellte er auf und schrie: " Bist Du toll?" Sein Gesicht war wie in Feuer getaucht. " verlassen. bie Stube Be „ Laß es nur Einen probiren," schrie Ambros mit ge ballten Fäusten. „ Eines will ich Dir doch gesagt haben, Vater," flammte Ambros auf. Die Stafi schimpfiren, das leid ich nicht, Alle werden es!" sagte der Klosterbauer heiser und Weshalb soll ich denn toll sein?" fragte Ambros Bater, von Reinem nicht, auch von Dir nicht." Lockerte an seinem Halstuche. Er stand auf und stellte sich gelaffen. Jezt aber ist's genug," schrie der Klosterbauer an eines der Fenster, auf dessen kleinen Scheiben er heftig Berrückt bist ganz verrückt," schnob der Alte und und schlug mit der Faust wild auf den Tisch." Willst Du zu trommeln begann. lief in der Stube hin und her." Die Stafi Larfeit!" Er Deinem Vater Vorschriften machen und ihm drohen, Du" Keiner wird's," protestirte Ambros und fuhr ge lachte höhnisch auf.„ Nein, Geld hat die freilich nicht, und Du- Du- Der Born nahm ihm die Sprache mäßigter fort:„ Warum sollt er's auch? Die Stafi steht und wohl mochte es auch der heiße Blick des Sohnes sein, in einem Ansehen, daß sie mich beneiden werden, das der ihn das Scheltwort unterdrücken ließ. fannst Du mir glauben, das ist gewißlich wahr. die nennt er fein!" Vater!" drohte Ambros. Der Vater trat mit einer kurzen Wendung dicht vor Ambros hatte das Bein vom Tische genommen und Schau, Bater, wir zwei Beide, Du und ich, sind ja immer ihn hin und funkelte ihn mit seinen zornglühenden Augen fagte mit erzwungener Ruhe:" Ich habe Dir nur bekannt gute Freunde zusammen gewesen und werden auch in diesem an. Ambros hielt den Blick fest aus und sagte: Ich geben wollen, daß ich so was nicht leiden thue. Es ist Stüd gut mit einander auskommen. Ueberleg's Dir nur erst weiß gar nicht, weshalb Du so wüthig bist? Komm, nicht der Stasi ihre Schuld, daß sie arm ist und feine recht. Ich kann schon noch warten." setz Dich daher, Vater, und laß uns vernünftig von der Schande ist's auch nicht. Jeht, was hast Du gegen sie?" Sach' reden." „ Und wenn Du bis in die Ewigkeit wartest, ich werde " Was ich gegen sie habe," fuirschte der Alte. Simmet, nimmer Ja sagen", wandte sich der Vater zu ihm um und Der Klosterbauer prallte zurück, als ob er einen Serrgott, ist's denn nicht tausendmal genug, daß sie mit riner Ruhe, die im schneidenden Gegensatz zu feinen mit Stoß vor die Brust bekommen hätte und knickte da nichts hat? Und wenn Du noch mehr wissen willst ich Blut unterlaufenen Augen stand, fuhr er fort:" Du meinst, bei auf die hinter ihm befindliche Fensterbank. Er starrte mag sie nicht und wenn sie dem Kaiser feine Tochter wäre." ich habe Geld genug? Ja, das hab ich, Gott sei Dank, Ambros an, als ob er wirklich an dessen gesundem Ver" Daß Du sie nicht magst, ist doch kein Grund für mich," und Du haft bis jetzt davon gelebt wie ein Graf. Aber staude zweifelte. Der aber legte den einen Schenkel über entgegnete der Sohn, indem er die Brauen zusammen- ich werde für Dich feines mehr haben, wann Du auf Deinen die Tischkante und begann: Schau, Vater, lieber wär' es 30g. Darin ist ja kein Verstand Darin ist ja kein Verstand nicht. Ich bin Stück bestehst. Noch bin ich der Klosterbauer und mit meinem mir schon gewesen, wenn Dir die Stafi angestanden hätte. fein Kind mehr und also verlang' ich ordentlichen Bescheid, Willen tommt mir die Aber ich getröste mich, daß sie Dir gefallen wird, wann Du weshalb Du die Stasi nicht magst?" ift mein letztes Wort." Larseit nicht auf den Hof. Das Fortsetzung folgt.) gehören. # Kampfmittel selbst dem Gegner gegenüber fernhalten. Für ein[ wanderung durch das am 1. d. Mts. in Kraft getretene Sozialdemokrat. Es wohnt dort ein Genosse, der Tischlermeister Blatt, welches das Kreuz als Symbol an der Stirne trägt, amerikanische Einwanderungsgesetz und durch die in Aus- Böhnke, welcher sich regelmäßig von Berliner Genossen Zeitungen hätte daneben wohl auch der Gedanke an das neunte und ficht gestellte Erhöhung der Zwischendeckpreise seitens der schicken läßt und dieselben eifrig vertheilt, wobei ihm seine alte zehnte Gebot und die Erläuterungen, welche Luther ihnen bei deutschen Auswanderer- Transportgesellschaften andererseits. Mutter hin und wieder mit zur Hand geht. Gegen eine der Der artige Verpestung bisher gefunden Stadt mußte gefügt hat, in die Wagschale fallen müssen." etwas unternommen werden, und zwar mögRussisches aus Ostpreußen. Daß in Bezug auf arbeiter- Kongresses haben die franzöfifchen Berglente in Beide die schreckliche Anklage feitens der StaatsKurz vor Zusammentritt des internationalen Berg- nun Und was geschah? wurde gegeat den groben Unfug das Ben Atiba'sche Wort seine lichst rasch. den groben Unfug das Ben Atiba'sche Wort seine Be- Commentry einen Kongreß abgehalten, dessen Ergebniß in anwaltschaft erhoben, in der Zeit vom Commentry einen Kongreß abgehalten, dessen Ergebniß in rechtigung verloren hat, ist längst schon allgemein anerkannt. Der Gründung eines nationalen Bergarbeiter 12. bis 28. Februar 1891 zu Bischofftein fozial. Immerhin wissen aber unsere Rechtshüter dem zu einer so Bundes von Frankreich( fédération nationale des bemokratische Beitungen an Schulkinder vertraurigen Berühmtheit gelangten§ 360 3ffr. 11 des mineurs) war, dem heute schon 55 000 Bergarbeiter antheilt und dadurch groben Unfug verübt zu haben, St.-G.-B. immer noch neue Seiten abzugewinnen. Go wird hinreichend verdächtig zu erscheinen." Gegen die uns jetzt aus Bischofstein in Ostpreußen berichtet, daß dort gegen Unser französischer Rorrespondent schreibt uns hierüber Mutter aber soll noch mit dieser Berhandlung die Untersuchungseine 60 jährige Frau fache mit verbunden werden; am 14. Februar 1891 3 u Anklage wegen groben Unfugs" erhoben ist, und zwar Bischofstein auf öffentlichen Straßen Druc um deshalb, weil die Frau nicht verbotene alte Zeitungschriften vertheilt zu haben, ohne daß sie dazu wiederholtbie Erlaubniß der Orts- Polizeibehörde erlangt nummern an Schulkinder ihr bekannter Eltern übergeben hat. Außerdem soll die Frau sich auch eines Verstoßes hatte.( Uebertretung der§§ 10, 41 des Preußischen Preß- Gesetzes vom 12. Mai 1857.) gegen die Bestimmungen des§ 10 des alten preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 schuldig gemacht haben. Um aber dem ganzen die Krone aufzusehen, mußte der Ortspolizist am 1. April den staunenden Einwohnern von Bischofstein mittelst Ausschellens bekannt geben, daß am 15. April Termin in der Sache stattfinde und alle Bewohner von Bischofstein und Umgegend dazu einladen. Eine solche öffentliche, amtliche Einladung zu einer Gerichtsverhandlung dürfte wohl bisher einzig dastehen. " , Erstrebenswerth" müssen die Ziele sein, wenn die Polizei zu Tellersammlungen ihre Erlaubniß geben soll hat eine sächsische Lokalpolizei entschieden. Was find nun aber erstrebenswerthe" Biele? Fürst Bismarck hält es für ein„ erstrebenswerthes Ziel", daß das deutsche Volk ausgeplündert wird, um" Millionäre" zu züchten; der Stöcker hält es für ein erstrebenswerthes Ziel", daß die Juden ausgerottet und alle Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden; die Prügelpädagogen halten es für ein ,, erstrebenswerthes Ziel", daß die Menschen in Unwissenheit und Elend aufwachsen und durch das allein selig machende Zuchtmittel des Stocks in Abhängigfeit und zufriedenem" Knechtsinn erhalten werden; die Manchesterleute halten es für ein erstrebenswerthes Ziel", daß der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital feine Schranken gesetzt wird; Herr Stumm hält es für ein erstrebenswerthes Biel", daß jeder seiner Arbeiter genau auf Kommando fühlt, denkt, sich abschindet und daß irgend eine Entdeckung gemacht werde, durch welche das Fühlen und Denken der Arbeiter abgeschafft werden kann; die Anbeter des Molochs Militarismus halten es für ein ,, erstrebenswerthes Ziel", daß alle Menschen, die eine Flinte zu tragen vermögen, von Jugend an zu lebendigen Mordmaschinen dressirt werden; und endlich die Sozialdemokraten halten es für ein„ erstrebenswerthes Ziel", die Verwirklichung aller vorgenannten erstrebenswerthen Ziele" sammt vielen anderen von ähnlicher Art wirksam zu verhindern, jeden Menschen nach seiner Façon selig werden zu lassen, und durch gemeinsame Arbeit einem jeden Menschen ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. Welches von diesen verschiedenen erstrebenswerthen Zielen" ist nun das richtige? Ja, darüber entscheidet die Polizei und bis jezt hat sie gefunden, daß das Ziel der Sozialdemokratie nicht erstrebenswerth ist. Thatsächlich läuft die betreffende Polizei- Entscheidung darauf hinaus, daß nur solche Personen und Parteien, deren Biele der Polizei erstrebenswerth scheinen, das Recht zu Tellersammlungen haben. Uebrigens ist in Sachen die Polizeipraxis mit Bezug auf Tellersammlungen und Erhebung von Eintrittsgeld bei Vorträgen u. f. w. nichts weniger als eine einheitliche. Jede Lokal- Polizeibehörde hat ihre eigene Bragis- und befolgt nicht einmal diese konsequent. Wir schrieben letthin über die Verhandlungen der kapitalistischen Interessenten des deutschen Bergbanes zur Hintanhaltung der Bestrebungen auf besserung der Lage der Bergarbeiter. Das Organ des Herrn Schweinburg, d. h. der Bergbau- Unternehmer, das gleichzeitig das Organ des Herrn von Caprivi ist, polemisirt heute gegen unsere Notiz, indem es bestreitet, daß es sich um einen folgendes: Die beschlossenen Resolutionen betreffen: 1. Die Kundgebung am 1. Mai, die dieses Jahr wiederholt werden muß und zu welcher die Bergarbeiter Delegirte nach Baris schicken werden, die sich der Pariser Delegation an die Behörden anschließen sollen. 2. Den internationalen Bergarbeiter- Ausstand, mit dem fich der Kongreß von Commentry im Prinzip einverstanden erklärt, ohne indeß dem internationalen Kongreß vom 31. März durch eine endgiltige Entschließung vorgreifen zu wollen. 3. Die Löhne, welche in Rücksicht auf den beträchtlichen Aufschwung der Kohlenindustrie seit 20 Jahren und in Rücksicht auf die stets wachsende Arbeitslast der Bergarbeiter um 80 pct. erhöht werden müssen. 4. Die Pensions- und Hilfskaffen, deren Neuorganisation der Kongreß auf folgenden Grundlagen fordert: a) Die Pensionskassen sind zu zentralisiren und zwar in der Weise, daß es genügt, wenn die Arbeiter eine bestimmte Frift, gleichgiltig bei welcher Gesellschaft, in Arbeit gewesen sind, um ihnen ein Recht auf Pension zu geben. b) Die Pension betrage 3. Fr. für den Tag unter Mitberechnung der Feiertage nach einer 25 jährigen Beschäftigung ohne Rücksicht auf das Alter, und eine verhältnißmäßige Summe von dem 16. Arbeitsjahre an und sie gehe im Falle des Todes ungeschmälert an die Wittwe oder, wenn keine solche vorhanden ist, an die Waisen. c) Die Hilfskaffen, die gegenwärtig unter der Verwaltung der Gesellschaften stehen, sind den an den Kassen Betheiligten zu übertragen, unter dem Vorbehalt, daß die Verpflichtungen, Die jetzt den Gesellschaften obliegen, nur dann auf die neuen Inhaber übergehen, wenn der Kassenbestand es erlaubt; anderenfalls bleiben alle Verpflichtungen auf den Gesellschaften lasten. Die Kranken und die Verwundeten sollen mindestens ihren unverkürzten Tagelohn ausgezahlt erhalten, ohne Anrechnung der Arzneimittel, die sie in ihrem Zustande bedürfen und für welche mit Recht die Gesellschaft aufzukommen hat. = Außerdem sprach der Kongreß noch den Wunsch aus: 1. Das Gesetz gegen die internationale Arbeiter Vereinigung möge aufgehoben werden, ebenso wie die Artikel 414 und 419 des Code pénal( Strafgesetzbuch). Der eigentliche Zweck dürfte vorläufig erreicht sein, die sechzigjährige Mutter unferes Genossen wagt sich gar nicht mehr aus dem Hause heraus. Noch weit schlimmer ergeht es dem sechsjährigen Sohne des Sozialdemokraten. Dieser muß zur Schule gehen, und wie es ihm hier ergeht, das brauchen wir wohl nicht erst zu schildern. Vor den Verhöhnungen der unverständigeren Kinder, seiner Mitschüler u. s. 10. weiß er sich nicht zu retten. Aber nicht genug hiermit! Vor einigen Tagen ging der Polizeidiener mit der Glocke durch die Straßen und verkandete den herbeiftrömenden, maulaussperrenden Völkerschaaren, daß dann und dann die Bestrafung der sozialdemokratischen Verbrecher in öffentlicher Schöffensißung vorgenommen werden würde und daß Jung und Alt von Bischofftein und Umgegend hier sich einfinden möge. Daß unser wackerer Genosse und seine alte- Mutter nicht ohne rechtskundigen Beistand bei der Verhandlung sein werden, dafür ist selbstrebend Vorkehrung getroffen. Maunheim, 4. April. Am 5. April tritt hier eine ParteiKonferenz der Genoffen des 11, badischen Reichstags- Wahlkreises zusammen. Auf der Tagesordnung steht: August Dreesbach. I. Die bevorstehenden Landtagswahlen. Referent: Genosse II. Bericht der auswärtigen Vertreter. III. Verschiedenes. 容 * * * kratische Blatt Voltsfreund" ist eine strafrechtliche Untersuchung Braunschweig, 31. März. Gegen das hiesige fozialdemo eingeleitet worden wegen eines am 18. März gebrachten Leit artikels. In den Geschäftsräumen des Blattes fand eine Haussuchung nach dem Manuskript statt; die noch vorhandenen Gremplare der Nummer vom 18. März wurden beschlagnahmt. Konstanz, 31. März. Wie ich schon früher mittheilte, verpflichtete sich Genoffe Arnold, wegen des von ihm inszenirten erblickte, als Buße 3,50 M. für wohlthätige Zwecke zu bezahlen. Fastnachtscherzes, worin der Oberkellner Bauer eine Beleidigung Damit hielt Arnold die Sache für abgethan, hat aber die Rech 3. Folgende Resolution möge dem Parifer internationalen nung ohne den Staatsanwalt gemacht, der ihm als Osterhase Rongreß vorgelegt werden:" Alles Lohn- Abzugsrecht ist den ein Strafmandat von 6 Wochen Haft wegen Verübung groben Gesellschaften zu entziehen; die Ueberschüsse sollen zur Schöpfung Unfugs zustellen ließ. einer allgemeinen Altersversorgungstasse benutzt werden, ein Schritt zur Vergesellschaftlichung aller Produktionsmittel, dem Ziele, dem wir mit allen organisirten Proletariern zustreben." 2. Das Gesetz, betreffend die Fachvereine, möge beseitigt und durch einen folgendermaßen lautenden Artikel ersetzt werben: Die Begründung und Wirksamkeit der Fachvereine ift frei." Arbeiterbewegung. Hamburg, den 4. April. Der Bericht des niederländischen Rudini, Crispi's Nachfolger, will mit denselben elenden Konfuls in Hamburg über den dortigen Bigarrenarbeiter- AusMittelchen der Arbeiterbewegung entgegentreten, wie stand an die Amsterdamer Handelskammer wird von dem niedersein würdiger Vorgänger. So wie Crispi im vorigen Jahre ländischen General- Konfulat in etwas gewundener Form dementirt. der ehr- und furchtsamen Bourgeoisie ein Schreckgespenst von Nicht von dem Konsul soll der Bericht herstammen, sondern von für den 1. Mai in Aussicht genommenen Verschwörungen diesen Bericht dem Präses der Handelskammer in Amsterdam nur der Hamburger Tabatarbeiter- Genossenschaft", Der Konful soll vorführte, um mit Zustimmung der herrschenden Klassen übersandt und ausdrücklich erklärt haben, feinen Inhalt nicht jede Demonstration der Arbeiter verhindern zu können, verantworten zu wollen. Dunkel bleibt troß diefes Dementi noch ebenso macht es sein wenig erfindungsreicher Nachfolger. manches und es wäre erwünscht, wenn die Betheiligten, in Aus Nom wird hierüber telegraphirt: diesem Falle die Hamburger Tabatarbeiter, das Wort nähmen. Dem Diritto" zufolge hat der Minister des Innern jede Leipzig, 3. April. Bei der Wahl der Beisitzer zum hiesigen Versammlung auf offener Straße am 1. Mai untersagt, weil Gewerbeschiedsgericht fiegte, nach einer Mittheilung der Boss. revolutionäre Kundgebungen geplant sein sollen.8tg.", in der Klasse der Arbeitgeber die Liste der vereinigten Innungen mit 505 Stimmen. In der Klasse der Arbeitnehmer Den letzten in Rom eingetroffenen Nachrichten aus wurden die sozialdemokratischen Kandidaten nahezu einstimmig geWashington zufolge ist eine baldige befriedigende wählt. Abgegeben wurden hier 1893 Stimmen. Lösung des italienisch- amerikanischen Konfliktes wahrscheinlich. " London, 4. April. Nach hier eingegangenen Nachrichten aus Nord- England ist den dortigen Eifenarbeitern von den Hüttenbefizern mitgetheilt worden, daß eine Reduktion des Lohnes in Es ist doch auffallend, daß wenige Wochen vor der Aussicht genommen sei. Es wird dies damit motivirt, daß die Geheim bund handle. Das Nebensächliche, daß es sich Maifeier überall Dynamit in Dynamit in den Händen von gegenwärtigen Produktionskosten den Marktpreis überstiegen und um feinen" Geheimbund", sondern um eine mit Anarchisten" gefunden wird. Von den belgischen daß, falls das Geschäft sich nicht bessern sollte, mehrere Hochöfen Wissen der Regierung z u Stande ge- Dynamitfunden haben wir schon unlängst gesprochen, außer Betrieb gesetzt werden würden. tommene Vereinigung handle, wollen wir berichtigen, jetzt telegraphirt Hirsch's Telegraphenbureau aus Barcelona aber dabei gleichzeitig hervorheben, daß die" Norddeutsche in Spanien: Allgemeine Zeitung" es unterläßt, zu dementiren, daß ein Kartell zwischen deutschen und englischen Unternehmern angestrebt wird zum Ziveck der Niederhaltung der auf Lohnaufbesserung 2c. gerichteten Arbeiterbestrebungen. schiveigt, gesteht zu, und in diesem Falle das Wichtigste, was wir ganz allein zu melden in der Lage waren, was demnach seitens der Kohlenbarone nicht für die Deffentlichkeit bestimmt war. Wer Sprechlaal. Die Polizei verhaftete soeben sechs Anarchisten, welche ver dächtig sind, heimlich Dynamitbomben verfertigt zu haben. Die Reb aktion ftellt die Benusung des Sprechfaals, soweit Kaum dafür abzus geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Sehr umfangreiche Haussuchungen bei ausständigen Arbeitern Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werden. ergaben zahlreiche Revolver und Munitionsvorräthe. Der Gou verneur verstärkte die Polizei und läßt alle öffentlichen Ge- Jm Sprechfaal der Nr. 76 des Vorwärts" ist eine Berichtibäude, sowie die Führer der Arbeiter überwachen. Die Polizei gung des Berichts der Versammlung der Bildhauer vom 23. März setzt die Haussuchungen nach Waffen ununterbrochen fort. enthalten. Was nun die Berichtigung angeht, so ist dieselbe beDas wird unzweifelhaft Bolizeimache sein, welche von rechtigt; jedoch geht es über den Rahmen einer solchen hinaus, sensationslüsternen Journalisten noch besonders aufgebauscht wenn jene Bildhauer, welche sich nicht den Auffassungen des Herrn Prüfer anschließen können,( und zwar nur aus ZweckDas Berliner Tageblatt" leistet sich wieder etwas in wurde. Sachen der Toleranz. Es beschwert sich, daß einem anti- Ja der Ma i kommt heran und es heißt die Zeit aus- mäßigkeit und nicht aus Prinzip) zu„ Anhängern der Vormundschaftsordnung"(!) gestempelt werden. Saben nicht die Redner, semitischen Turnverein eine Gemeindeschule zu den Uebungen nüßen, um der Bourgeoisie einen richtigen Schrecken einzu welche für die jeßige Form unserer Organisation eintraten, weil überlassen bleibt. Wir haben sicherlich keinerlei Sympathie jagen. für die qutisemitischen Turner, wir glauben aber doch be zu müssen, daß die städtischen Anstalten nicht nur für die Freisinnigen da sind. Jedenfalls ist das Vorgehen des Berliner Tageblatt" auch kein Kampf mit merken Blatte.Uns geht folgende Berichtigung zu: Die Bildhauer Berlins haben sich zu wiederholten Malen mit zu leisten. sie für uns durch eine bessere noch nicht ersetzt werden kann," sich gegen dieses Joch der Vormundschaft" ausgesprochen? ja, hat nicht sogar einer, im Interesse der Konsequenz, Befreiung In Nr. 76 des Vorwärts" vom 2. April 1891 findet von allen Bereinsgefegen verlangt? Weshalb denu sich die Bemerkung, daß die am letzten Sonntag( soll zu solch kleinlichen Mitteln Zuflucht nehmen?! wohl heißen Samstag) in Dortmund stattgehabte geistigen Waffen. Wäre auch zu viel verlangt von diesem Bergarbeiter Versammlung deshalb zur polizei- der Organisations( form) frage befaßt und dieselbe nach jeder fichen Auflösung führte, weil ich durch mein GeRichtung Richtung hin wohlerwogen. Wenn beshalb jene Versammlung am 28. März zur Annahme der Resolution Dupont tann, fo Die Voffische Zeitung" hat sich heute ein Lob schimpfe" auf den internationalen Berg- war dies das Resultat jener rubigen und vernünftigen Gr seitens des Herrn Pinbter erworben, weil sie für die Aus- arbeiter- Kongreß in Paris das Mißfallen wägung, welche nur geeignet sein kann, unserer Sache Vorschub schließung von Sozialdemokraten aus den Kriegervereinen der Bergleute" erregt habe. eingetreten ist. Die Tante Voß hat das Lob verdient. Ich erkläre demgegenüber, daß ich in der qu. Ver- Ob durch dieses Verhalten der Bildhauer dem Zeitgeist" sammlung den Pariser Kongreß auch nicht mit einem oder richtiger der Situation Rechnung getragen wird, das wollen Worte erwähnt habe. wir doch getrost der Beit überlassen; steht doch fest, daß durch den Beschluß, die bestehende Organisation möglichst zu fräftigen und auszubauen und zwar so lange, bis sich eine andere Organisationsform als besser bewährt hat, wodurch der Unterstützungsverein überflüffig und schädlich wird," der Sache. der Arbeit nicht gefchadet wurde. Hoffentlich werden wir auch in Zukunft von jenen Bruder tämpfen verschont, welche in verschiedenen anderen Gewerkschaften so großes Unheil anrichten. E. Seidel, Fürbringerstr. 10. Wir fondoliren. Die Hamburger Nachrichten", das Leiborgan des Fürsten Bismarck, leitartikeln über die schutzöllneria schen Uebertreibungen in Frankreich! Hat das ehrliche Blatt die Geschichte vom Splitter und Balken vergessen? L. Lensing, Verleger und Chefredakteur der Tremonia". Horrespondensen und Parteinachrichten. Laut einer New- Yorker Statistik sind im März dieses Jahres 7869 Staliener und 7081 Deutsche nach Amerika eingewandert. Beide Zahlen übertreffen die Einwandererzahl von jeder anderen Nation. Die Gesammtinwanderung Ländlich, fittlich. Uns gehen aus dem kleinen erzkatholi betrug 42 767 Personen gegen 29 333 im gleichen Monat fchen Landstädtchen Bischofstein im Grmland Mittheilungen zu, des Borjahres. welche fchier unglaublich scheinen würden, wären wir nicht all gemach an Verschiedenes worden. das Briefkaffen der Expedition. Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: Gesammelt bei Die starke Auswanderung nach Amerika im ver- stultur so weit ablice gentliche Stäbchen hat sich, wie Fermum 1 W. Herrenpartie, Verein Fröhlichkeit, burch Weifloffenen Monat hat ihre Ursache in der ungewöhnlichen Nothlage wir bereits einmal Binheen, frog aller noch, fo, forgfältiger mann 8,30 M. Bei der Feier eines ausgelernten Steinbruders in der Heimath einerseits, in der Erschwerung der Ein- Absperrung schließlich doch ein räudiges Schaf eingeschlichen, ein 4,15 M. Theater. Sonntag, den 5. April. Allen Freunden und Bekannten theile ich hierdurch mit, daß meine liebe Frau vorgestern früh 61/2 Uhr gestorben ist. Verein Grosse öffentliche Opernhaus. Tannhäuser und der Ich theile den Kollegen der Freien zur Wahrung der Interessen der zur Wahrung der Intereffen der Kommunalwähler- Bersammlung Sängerkrieg. Montag: Mignon. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Montag: Maria Stuart. Leffing- Theater. Thermidor. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Schuldig. Montag: Dieselbe Vorstellung. Vereinigung der Kutscher mit, daß die Beerdigung Sonntag, den 5. April, Nachmittag 4 Uhr vom städtischen Krankenhause Moabit aus stattfindet. 63b] Hermann Gleinig, Tegelerstr. 2. Auf Veraulaffung der Krankenkaffe habe ich meine Wohnung nach Schuhmacher. Montag, 6. d. M., Abds. 8½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandanten str. 20, 1. Vortrag des Kollegen Menzel Tagesordnung: über: Moderne Vagabunden." Deutsches Theater. König Hein C. Rosenthalerstr. 542. Diskussion. rich IV. Montag: Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Die Tochter des Herrn Fabricius. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Montag: Dieselbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Ko. Vorher: Die Odaliske. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Maria Stuart. Montag: Die Ahnfrau. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Diefelbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. verlegt. am Hackeschen Markt Sprechst. privat 9-12, 5-6. für Kassenkranke 10-1, 5-6. Sonntag 10-12. Poliklinik in demselben Hause ist 12-2 außer Sonntag. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 277/5 Fachverein der Dr. M. Radziejewski, Lederarbeiter Augenarzt. 51P des 17. Kommunal- Wahlbezirks am Montag, den 6. April, Abends 8 Uhr, 1 in ,, Krieger's Salon", Wafferthorstr. 68. Tages Ordnung: 330/2 1. Die bevorstehende Nachwahl. Refer.: Reichstags- Abgeordneter Rechtsanwalt Arthur Stadthagen. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Das Wahlkomitee. d. General- Versammlung sozialdemokratischen Wahlvereins d. sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises am Dienstag, den 7. April cr., Abends 8 Uhr, im Saale der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestraße Nr. 59. Tages Ordnung: 341/11 am Montag, den 6. April, Ab. 8% Uhr, 3. Vortrag des Genossen Ferd. Ewald aus Brandenburg über:„ Die Sozial 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. 2. Neuwahl des Vorstandes. im„ Klubhaus", Annenstr. 16, demokratie und ihre Gegner". 4. Diskussion. 3. Verschiedenes u. Fragetaften. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. Der Vorstand. Ich wohne jeht Friedrichstr. 104a Versammlung. bleibt Köpnickerstraße 102( Privat( 8-9. 4-5). Meine Poliklinik verSprechst. 11-12, öffentl. Sprechst. 12-2). Tagesordnung: 1.„ Das religiöse Vorurtheil". Ref. Dr. A. Blaschko, Serr Siewers. 115M] Arzt für Hautkrankheiten. Maler! General- Versammlung der Filiale( Ost) Concordia. Große Spezialitäten- Vereinigung. d. d. Maler C. Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Belle- Alliance- Theater. Sonntag, den 5. April 1891: Zum 14. Male: Gavaut, Minard& Co. Schwankt in 3 Akten von Edmond Gondinet. Deutsch von Weyl. Vorher zum 4. Male: Die Odaliske. Schwant in 1 Att von O. Elsner. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag, den 7. April, Ab. 81/2 Uhr, Blumenstr. 38 bei Hente. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vortrag. 3. Filial- Angelegenheit. 4. Verschiedenes. Die Bevollmächtigten. Versammlung 213/4 des Verbandes der Schneider und Schneiderinnen am Montag, den 6. April, Ab. 81/2 Uhr, Kommandantenstr. 20. Vortrag des Kollegen Timm über 270/5 Gewerbegerichte. Um zahlreiches Erscheinen der Kol legen und Kolleginnen ersucht Die Lokalverwaltung. Stuckateure! Montag, den 6. April, Ab. 71/2 Uhr, findet bei Zemter, Münzstraße 11, die 99 2. Vereins- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. 201/9 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Lese- und Diskutir- Verein Proletariert Pankow. Dienstag, 7. April, Abends 8½ Uhr, Haupt- Versammlung in Borcherdt's Gasthaus, Schulzestr. 27: Tagesordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Vorstandswahl. 3. Vereinsangelegenheiten( eventuelle Verlegung des Vereinsabends). 4. Besprechung über die Maifeier. Verschiedenes. 5. Zahlreiches Erscheinen erbittet 354/7 Der Vorstand. Freie Vereinigung Fachv. d. Tapezirer Berlins u. Umg. 即 311/6 Versammlung am Dienstag, den 7. April, Abends 812 Uhr. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten.' Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Unterstützungs- Verein der Maurer 酵 im Westen Berlins. Mitglieder- Versammlung Tam Montag, den 6. April, Abends 8 Uhr, im Königshof", Bülowstraße 37. Tagesordnung: 1. Wahl des gesammten Vorstandes. 2. Vereins Angelegenheiten.- Gäste haben Zutritt. Gäste haben Zutritt. Zahlreiche Betheiligung wünscht Der Vorstand. 239/3 Oeffentliche Versammlung für Frauen u. Männer am Sonntag, den 5. April, Abends 61/2 Uhr, der Graveure u. Ciseleure. in Krüger's Restaurant, Gr. Frankfurterstr. 99( Franks. Bierhallen). Montag, 6. April, Abends 82 Uhr: Versammlung 2. Die Beſchlüſſe der Fachkommission, 52b im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. Fachpresse. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis befindet sich im Tagesordnung: 1. Vortrag des Vereinslokal, täglich Abends von 812 Herrn Peus. Thema wird in der Ver- bis 10 Uhr. sammlung bekannt gemacht. 2. VerEtablissement Buggenhagen übliche Vereinsversammlung statt. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschaut von Payenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 einsangelegenheiten. 3. Verschiedenes Zentral- Kranken- u. Sterbekasse und Fragekasten. 271/10 Bor Eintritt in die Tagesordnung werden neue Mitglieder aufgenommen. Um pünktliches und zahlreiches ErDer Maler Filiale Berlin Süd- West V scheinen bittet Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung Bratweil'sche Bierhallen Berein deutscher Schuhmacher. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. F. Sodtke. 703 Berl. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Täglich: ( Filiale Berlin.) Montag, 6. April, Abends 81/2 Uhr: Mitglieder- Versammlung i.d. Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kördel über Die Zukunft d. Kleinmeisterthums". 2. Diskussion. 3. " Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. 272/9 Der Bevollmächtigte. am Montag, den 6. April, Ab. 81/2 Uhr, Der Vorstand. 221/1 Tages- Ordnung: f 1 1 e ฐ 9 IC to Ia D 2058 [ 59b e 1. Vortrag des Genossen Lazarus über: Die Bedeutung des 1. Mai 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung geselliges Bei Sammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Grosse öffentl. Versammlung für Frauen und Männer am Montag, den 6. April cr., Abends 8½ Uhr. im Saale des Herrn Hoffmann, Oranienstraße 180. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Sind die Franen gleichberechtigt"? Referea A. Körsten. 2. Diskussion. 3. Auflösung der Agitations- Kommission. 4. Wa zweier Revisoren. 5. Verschiedenes. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Die Agitations- Kommission. bei Burkhardt, Noftizſtr. 50. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzpläge ( Ortsverwaltung beschäftigten Arbeiter Deutschlands Achtung, Schlosser! Mitglieder- Versammlung Berlin). ſt P fu ge di 3 gt 101/1 fit al U er ge D ih da สิน 165/8 ar fr fü di ar ge WU Den Mitgliedern des Fachvereins für Schlosser und Maschinenbau- Arbeiter am Mittwoch, den 8. April cr., Abends 81/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tages- Ordnung: Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß die Vereins Versammlung am beider Arbeitsnachweis- Kommissionen und des Bibliothekars. 5. Berschiedene 1. Geschäftliches. 2. Abrechnung. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Wahl Montag, den 6. April, ausfällt. Die. nächste ordentliche General- Ver- und sammlung mit der Tagesordnung: Auflösung des Vereins" findet am Montag, den 20. April statt. Unterzeichneter Vorstand fordert hierEthische Gesellschaft. mit alle Diejenigen, welche noch FordeVersammlung Sonntag, den 5. d. M., Ab. 6% Uhr: rungen oder Verpflichtungen an den Verein haben, auf, sich dieserhalb an den Vorstand resp. den Kassirern Fr. Schwedterstraße Nr. 23 bei Lehmann. Herbst, Ritterstr. 116, vorn 2 Tr. und Vortrag des Herrn Sievert über A. Friedrich, Gartenstr. 33, zu wenden. Natürliche Erziehung". Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. NB. Die Wiitglieder werden ersucht, ihren Pflichten nachzukommen. Um zahlreiches und pünktl. Erscheinen ersucht Große öffentl. Volksversammlung für Wilmersdorf und Umgegend Dam Dienstag, den 7. April, Abends 8/2 Uhr, in Pietsch's Wolfsgarten, Berlinerstr. 40. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Bruns über„ Christenthum und Sozialismus Alt- Berlin auf d. Bock. Gesellige Unterhaltung und Tanz. Kassirern jeden Sonnabend von 8 bis Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachdem: Mitgliederbeiträge werden von den Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Bock- Saison 1891, verbunden mit gr. Militär- Konzert. W Anfang: E Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berl. Original- Bockbier in Flaschen, direkt von der Brauerei, 20 Flaschen für 3 M. Pfand frei. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. illerieſtr. 27. 5-10, B- 7, pont. 8 362/1 2. Gäste, Damen und Herren, haben 10 und Sonntags von 10-12 Uhr in Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahl Zutritt. Zur Deckung der Unkosten den Arbeitsnachweisen des Vereins reiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. findet Tellersammlung statt. 140/16 Süden: Dresdenerstr. 116 b. Gründel, Norden: Anklamerstr. 49, früh. Nürnberg, entgegengenommen. W. Pfeiffer, Schneidermeister, Dennewitz- Strasse 19, 2. Hof, D. I. empfiehlt sich zur Anfertigung eleganter Herren- Garderobe. Anzüge von 40 bis 60 M., Baletots von 30-40 M., Hosen von 12-20 M. Für guten Siz Garantie. Bedienung reell. -BRAVERE ACTIE FRIEDRICHSHAIN 33 b Aktien- Brauerei Friedrichshain Königsthor. Heute Sonntag: Der Vorstand. 275/8 Achtung Maurer Charlottenburgs! Karl Unverfärth, Naunynstr. 28. Am Sonntag, d. 5. April, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstrah Freie Kranken- u. Begräbnißkasse der Schuhmacher und Berufsgen. Berl.( E. H. Nr. 27) General- Bersammlung Montag, den 20. April, Ab. 81/2 Uhr, Fischerstr. 25. Tages Ordnung: Instrumental 1. Bierteljährliche Abrechnung. Konzert Arnold. 2. Innere Angelegenheiten. Quittungsbuch legitimirt. 38b Der Vorstand. J. A.: F. Luz. Anfang 4 Uhr, Achtung! Charlottenburg! Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. Heute Sonntag: Auftreten der Nordd. Sänger- Gesellschaft sowie der Duettisten Am Sonntag, den 5. April, in Bismarckhöhe( fleiner Saal), Wilmersdorferstr. 39, Nachm. 3 Uhr: Versammlung der Freien Dissidenten- Gemeinde. einen Die Mitglieder werden ersucht, wegen der Wichtigkeit recht pünktlich zu er Gemüthliches Beisammensein durch Der Vorstand. Vormittags 9 Uhr: Mitglieder Versammlung der Zentral- Krankenkasse der Maurer, Gr. z. Einigkeit Tages Ordnung: 1. Wahl der Delegirten zur außerordentlichen General- Versammlung betreffs der Statutenänderung. 2. Verschiedenes. Wegen Wichtigkeit der Tages Ordnung ist es Pflicht, pünktlich erscheinen. Freie Volksbühne ט fo ve bi V 2 al el бо ge be 111 ein 241/3 et Der Vorstand. ein lie sch ar bü pe ha 66b ein lie La bef B än Kr mt ge tri ha eir Der Vorstand. Hierzu zwei Beilaac Am Dienstag, den 7., und Mittwoch, den 8. April, finden 3 große öffentliche Versammlungen in folgenden Lokalen statt: am Dienstag, den 7. ds., Abends 81 Uhr, Vortrag über:„ Das verloren 1. Victoria- Brauerei, Lützowstr. 111-112, Paradies", Schauspiel in 3 Aften von Ludwig Fulda. 2. Brauerei Königstadt, Am Schönhauser Thor, am Dienstag, Abends 81/2 Uhr, zur Feier des Todestages Herwegh's: Vorlesung nebst einleitendem Vortrag aus Herwegh's Gedichten. 3. Konzerthaus Sanssouci, Sottbuser- Straße 4a, Nach der Versammlung: am Mittwoch, den 8. April cr., Abends 81/2 Uhr: Vorlesung nebst einleitender Geschw. Waldmann. 142/ Unterhaltung mit Tanz aufgenommen. In allen 3 Versammlungen werden Mitglieder zur III. Abtheilun Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 29. 18 " / 1 50 t 9 13 Sb ht I x). 3b RE er 12 It 11 3. l FREE 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 79. Internationaler BergarbeiterKongres. Paris, 2. April. Sonntag, den 5. April 1891. 8. Jahrg. mit einer Klappe treffen würden: Erhöhung der Kohlenpreise und der Wetter verunglückten englischen Bergleute. Der Antrag wurde Vernichtung der Grubenarbeiter- Verbände. Und mit den Gruben- durch Uebergang zur Tagesordnung angenommen. Der Deutsche befizern geht die Regierung, wie das Vorgehen Berlepsch' in der Bunte tadelte den Raubbau der Gruben und verlas eine Depesche Achtstundenfrage zeige, Hand in Hand. Man müsse sich fragen, aus dem Saarrevier, der zufolge drei deutsche Bergarbeiter wegen ob nicht Regierung und Ausbeuterthum gerne die Gelegenheit be- Theilnahme an der Streitbewegung entlassen sind. Die DisDritter Verhandlungstag. nüßen würden, die ganze Arbeiterbewegung auf Jahrzehnte fussion über den Antrag Defnet betreffend die Wahl der Delegirten zurückzuwerfen und das Prinzip„ die Flinte schießt, der Säbel wurde durch den deutschen Vertreter Thom fortgeführt. Nun Die Vormittagssigung beginnt mit der Wahl der Haut" zur Anwendung zu bringen." Die Attentatsgerüchte, die in ereignete sich ein schwerer Zwischenfall. Der französische DelePräsidenten. Callewaert( Belgien), Burt( England) und Schröder der Luft herumschwirren, scheinen seine Meinung nur zu be- girte Basly sprach sich gegen die Fassung des vierten Artikels ( Deutschland) sind hierzu ernannt. Unter den hierauf ver- stätigen. Wie zur Zeit Hödel's und Nobiling's, deren Attentate des Defnet'schen Antrages aus. Als darauf der Kongreß ein leſenen Begrüßungstelegrammen macht namentlich ein aus dem zu einer Ausnahmegesetzgebung gegen die Sozialdemokraten be internationales Romitee bestimmte, welches in kürzerer Frist einen Gaargebiete eingelaufenes Telegramm tiefen Eindruck und rust nützt wurden, obwohl jene nicht zu ihnen gehört haben, möchte Generalftreit bei Nichtbewilligung des Achtſtundentages herbeizugleich große Entrüstung hervor. Es besagt nämlich, daß alle man villeicht auch gerne den allgemeinen Streit zu einer Aus- führen foll, erinnerte Basly an den vorjährigen Streik in Anzin, Bergarbeiter, die für die Beschickung des Kongresses besonders nahmegesetzgebung gegen Die Bergarbeiter benutzen. Wir der nach seinem Mißlingen die Arbeiter ohne Arbeit und das thätig waren, aus der Arbeit entlassen wurden. dürfen, schließt er, den Grubengesellschaften nicht den Syndikat in Unordnung zurückließ, und erklärte, er habe den Gefallen erweisen, den Streit zu erklären, wenn fie Auftrag, gegen einen unmittelbaren allgemeinen Ausstand zu ihn wünschen, sondern dann, wenn er ihnen ungelegen und über- sprechen. Darauf erscholl Zischen und das Geschrei:„ Nieder mit rascht kommt. dem Erkauften!" Der englische Präsident Pickard drohte, die Tribünen räumen zu lassen und sprach seinerseits ebenfalls gegen einen Generalstreit. Man habe Gladstone befragt, der davon ab gerathen und die Belgier aufgefordert habe, in ihre Heimath zurückzukehren, die Frage von neuem zu studiren und sie dann einem neuen Kongreß vorzulegen. Englisch- deutsche Amendements befürworteten hierauf eine Milderung des Defnet'schen Antrages, und zwar solle die Abstimmung über das deutsche vorangehen. Der Belgier Paris, 4. April. Gestern Abend gaben die französischen Delegirten des Bergarbeiter- Kongresses den ausländischen einen Ehrenpunsch. Da das Publikum auf den Tribünen den französi schen Delegirten Basly mit Murren empfing, wagte dieser nicht Burt drückt seine Sympathie für die deutschen Bergarbeiter aus und zugleich den Abscheu über die Verfolgungen, denen fie ausgesetzt sind. Die Engländer, sagt er, sind bereit, Alles zu thun, was in ihrer Macht steht, um den Ar- Basly( Delegirter für Pas- de- Calais) schließt sich den Ausbeitern aller Länder das freieste Koalitionsrecht zu sichern. führungen des Vorredners an. Wenn wir französische Delegirte, Zur Tagesordnung übergehend, sagt er, daß Defnet seinen obgleich auch wir im Prinzip für den Generalstreit sind, denselben gestrigen Antrag betreffs des Abstimmungsmodus zurück gezogen nicht jetzt erklären, sondern auf später verschieben wollen, sagt er, und durch einen andern ersetzt habe, der aber ähnlich laute und so geschehe dies nur, weil wir noch nicht genügend hierfür vorkeineswegs die bereits gestern gemachten Einwürfe behebe. Er bereitet sind. Wir wollen, ehe wir hierzu schreiten, erst den interschlage daher vor, daß, um die Diskussion nicht in die Länge zu nationalen Verband schaffen, um die nöthigen Waffen und ziehen, man gleich zur Abstimmung schreite und diese durch einfaches Munitionen hierfür in Händen zu haben. Die Grubenarbeiter- Cavrot tadelte Basly wegen des auf die Belgier zielenden Theiles Händeerheben geschehe. Der Antrag wird angenommen und Gewerkvereine sind erst im Entstehen begriffen; wir hätten seiner Rede. Nun erhob sich neues Zischen und ein unbeschreib sämmtliche englische Delegirte- mit Ausnahme Pickard's, welcher übrigens im gegenwärtigen Augenblicke auch gegenwärtigen Augenblicke auch nicht die licher Tumult, als Basly erklärte, morgen würde das Publikum franteitshalber abwesend ist stimmen gegen Defnet's Antrag, Waffen hinter uns, die erst für unsere Syndikate ge- nicht mehr zu den Tribünen zugelassen werden. Unter allgewährend die deutschen Delegirten, mit Einschluß des öster wonnen werden müssen. Selbst bei Erklärung des General- meiner Verwirrung schloß die Sizung. Anarchisten erwarteten reichischen, sowie die belgischen und französischen Delegirten sich streikes würden doch nur die Arbeiter einzelner Gruben streiken. Basly am Ausgang, um ihn zu mißhandeln. Er entkam mit einstimmig für denselben erheben, also für die Abstimmung nach Wären die Arbeiter einig, dann brauchte man überhaupt keine den Journalisten durch eine Geheimthür. Nationalitäten sind. allgemeine Streits behufs Einführung des Achtstundentages zu Es soll nun zur eigentlichen Tagesordnung, und zwar zum organisiren, denn dann hätten sie im Parlament und in den ersten Punkt, Gründung eines internationalen Grubenarbeiter Stadtvertretungen eine genügende Zahl von Vertretern, die dafür Verbandes, geschritten werden; aber da fragt Burt, wie die sorgten. Das Einzige, was sie für ihre belgischen Genossen thun Majorität sich die Basis desselben denke, da sie das von den Eng- könnten, fagt Basly zum Schlusse seiner Ausführungen, wäre, zu präsidiren. ländern vorgeschlagene Proportionalsystem: je eine Stimme für einen Beschluß zu fassen, welcher dahin ginge, daß, wenn die Paris, 4. April. In der heutigen letzten Sizung waren tausend Auftraggeber, soeben zurückgewiesen habe. Da die Eng- Belgier einen allgemeinen Streik behufs Durchsetzung ihrer For- die Tribünen leer. Basly schreibt den Tumult am geftrigen länder sich nun in der Minorität befinden, sei es an der Majorität, derung des allgemeinen Stimmrechts ins Leben rufen, sich Abend den Anarchisten zu. Um sie fern zu halten, hatte er die diesbezügliche Vorschläge zu machen. Deutsche, Franzosen und Belgier bereit erklären, zu ihren resp. Tribünen schließen lassen. In der Sigung wurde nach stattDefnet erklärt, daß er prinzipiell nichts gegen das Pro- Grubengesellschaften zu sagen: Wenn Ihr Kohlen nach Belgien gehabter Debatte der Antrag Defnet angenommen; jedoch wurde portionalsystem als Basis des zu gründenden Bundes einzuwenden liefert, werden wir uns gezwungen sehen, uns dem Streit an- der gestern bekämpfte 4. Artikel gestrichen und an Stelle der habe, aber wie dem auch immer sei, jedenfalls für eine Diskussion zuschließen. Worte ein allgemeiner Ausstand wird erklärt" die Worte ge= der Statuten dieses Bundes sei und verlangt darum, daß die Haslam( Derbyshire) führt aus, daß 95 pCt. der Mitglieder sett: ein allgemeiner Ausstand könnte nöthig werden, um englischen Delegirten ihr diesbezügliches Projekt vorlegen mögen. ihres Bundes sich zu Gunsten eines allgemeinen Streits ausge- den Achtstundentag durchzusetzen." Die belgischen Delegirten Die englischen Delegirten bestehen darauf, daß das Projekt sprochen haben, und zwar nicht unter dem Eindruckte ihnen schlugen vor, zu erklären, daß die Bergarbeiter aller auf dem Länder einen von der Majorität vorzulegen sei. Die Diskussion wird eine gehaltener Reden, sondern nach reiflicher Ueberlegung, indem der Kongreß vertretener Ausstand in Belgien stets lebhaftere und zum Theil gereizte. Schließlich stellt Basly Bund jedem seiner Mitglieder ein Bulletin gesendet habe, auf unterstüßen werden, sei es dadurch, daß sie selbst ausden Antrag, daß, da die engl. Delegirten um jeden Preis wollen, welchent er seine Ansicht, frei von aller Beeinflussung, verzeich ständig werden, wenn die Unternehmer Kohlen nach Belgien Die British Mining Federation daß das Projekt von der Majorität ausgehe, man den ersten nete. Ihr Bund sei also senden würden, sei es in anderer Weise. Defuisseaux erklärte, Punkt der Tagesordnung vorläufig zurückstellen und zur Dis- bereit, den Kampf für den Achtstundentag aufzunehmen, jedoch daß die Internationale wieder hergestellt sein werde, wenn das fussion des zweiten Punktes, betreffend den internationalen all- unter der Bedingung, daß die Bergarbeiter des Kontinents gleich Projekt angenommen sein werde. Der deutsche Delegirte Bunte gemeinen Bergarbeiterstreit, übergehen soll. Bis zur Erledigung ihnen hierzu bereit seien. Zu diesem Zwecke sei es aber nöthig, gab dieselbe Erklärung ab, ebenso Parrot Namens der englischen dieses Punktes würden sie- Franzosen, Deutsche und Belgier sich gemeinsam zu organiſiren. Delegirten. Letzterer verspricht, daß die englischer Bergleute die Beit haben, das verlangte Projekt auszuarbeiten. Es sprechen noch Defuisseaug( Belgien), welcher meint, ausständigen belgischen Bergleute mit Geld unterſtüßen würden. Mit der Annahme dieses Antrages, gegen den blos die daß die Bourgeoisie sich nur den Anschein gebe, als wünsche sie Der Antrag der belgischen Delegirten wird einstimmig an Engländer stimmen, schließt die Vormittagssigung. den allgemeinen Streit, während sie ihn fürchte; Bauer( Deutsch genommen. Der Kongreß wählt das im September 1890 niederland), welcher verlangt, daß sich der Kongreß für den Generalstreit gesetzte Komitee aufs Neue und ertheilt demselben unbeschränkte erkläre, ohne jedoch jetzt schon das Datum hierfür zu bestimmen, Bollmacht, den Entwurf zu einem internationalen Bergarbeiterund schließlich Defnet, welcher einen Antrag einbringt, wonach Verbande zu redigiren. Ueber den Organisations- Entwurf wird einerseits die Regierungen und Gesetzgebungen der verschiedenen auf dem nächsten Kongreß verhandelt werden. Der Kongreß wird Länder eingeladen werden sollen, wie in Bezug auf Post, Tele- ohne jede Zwischenfälle geschlossen. graphen- und Eisenbahnwesen, so auch ein internationales Uebereinkommen bezüglich des Grubenwesens zu treffen, wonach durch ( Wolff's Telegraphen- Bureon.) ein Spezialgesez die tägliche Arbeitszeit in allen sowohl im Basly die gestrigen Tumulte zur Sprache und bezeichnete die Paris, 4. April. Zu Beginn der Vormittagssigung brachte Staats- wie Privatbetriebe stehenden Kohlengruben festgesetzt Anarchisten als Urheber derselben. Sodann zogen die deutschen werde andererseits aber das internationale Komitee beauftragt Delegirten ihren dem Antrage Defnet analogen Antrag zurück, werden soll, alle nöthigen Maßregeln für einen allgemeinen Streif worauf die Abstimmung erfolgte. Die deutschen, französischen zu ergreifen. und belgischen Delegirten beschlossen einstimmig den Antrag Defnet in folgender Fassung:" Der Kongres spricht die Meinung aus, daß zur Erreichung des Achtstundentages ein allgemeiner Ausstand der Bergarbeiter in Deutschland, Belgien, Frankreich, England und Desterreich- Ungarn nöthig werden könnte. Der Kongreß ladet die Regierungen und gefeßgebenden Körperschaften der verschiedenen Staaten ein, sich in's Einvernehmen zu setzen über ein internationales Abkommen betreffend das Studium einer besonderen Gesetzgebung für die arbeitenden Klassen." Dem Antrage stimmten in dieser Fassung auch 34 von den englischen Delegirten zu, während sich 5 gegen denselben aussprachen. In der Nachmittags Sigung, die um 2 Uhr beginnt, wird gleich in die mit allgemeiner Spannung entgegengesehene Diskussion über den Generalstreit eingetreten. Bei Eröffnung der Sigung erklärt Burt, daß es unrichtig sei, daß die Engländer die Diskussion über die anderen Fragen zu verlängern fuchten, weil sie, wie Einige behaupten, das Botum über den allgemeinen Streit verhindern wollten. Sie hätten umso weniger Ursache hierfür, als es eine nicht unbedeutende Zahl unter den englischen Delegirten gäbe, die einem solchen Streit günstig gegenüberstehen. Im Großen und Ganzen erklären sich nur die belgischen Delegirten für einen in Bälde zu erklärenden Generalstreik. Einer ihrer Redner, Cavrot, spricht gleich bei Beginn der Diskussion den Wunsch aus, daß derselbe noch vor dem 1. Mai zu erklären sei. Die Diskussion wird morgen festgesetzt, doch ist jetzt schon vorauszusehen, daß der allgemeine Streit vorläufig wenigstens nicht erklärt werden wird. Heute Abend begeben sich die Delegirten zu einem ihnen zu Ehren seitens eines hiesigen belgischen Demokraten- Vereins veranstalteten Festes in dem Restaurant: Au Rocher Suisse. Die Telegraphen- Bureaux versenden über den ferneren Verlauf des Kongresses folgende zum Theil sehr tendenziöse De Brodam( Gelsenkirchen) erklärt, daß die deutschen Bergarbeiter wohl im Prinzip für den Generalstreit seien, aber sie fragen sich zugleich, ob der gegenwärtige Moment geeignet hierfür sei und ob sie auch die hierzu nöthige Organisation, sowie die Mittel haben, ihn auszufämpfen. Darauf müsse er mit Nein peschen: antworten. Der Streit sei eine zweischneidige Waffe, welche sich gegen die wenden könne, welche sie gebrauchen. Im gegenwärtigen Moment seien es nicht die Arbeiter, welche diesen Streit wollen, sondern die Grubenbesitzer, weil sie gleichfalls zwei Fliegen Sonntagsplaudrei. ( Depeschen des Bureau Herold.) Paris, 3. April. Bergarbeiter- Kongreß. Zu Beginn der heutigen Abendsigung beantragte der englische Delegirte Pickard eine Beileidsadresse an die durch die jüngste Explosion schlagenParis, 4. April. Bergarbeiter Kongreß. Jm weiteren Verlaufe der Sigung wurde der Antrag der Belgier berathen, nach welchem die Bergarbeiter erklären sollten, daß sie mit allen neben seinem Ruhegehalte eine angemessene Summe von einige Zentner Silber zu seinen anderen Lasten aufhalfte, Welfengeld zugesprochen wurde. Wäre der Welfenfonds weil er wahrscheinlich von der nicht ganz unzutreffenden R. C. Der erste April ist in diesem Jahre ohne nicht vorhanden gewesen, so hätte man die sozialdemo- Meinung ausging, daß der Kanzler Gold bereits genug sonderliche Störungen für die öffentliche Ruhe und Ordnung kratischen Kassen sprengen müssen, um diesen erlauchten befäße. Es wäre boshaft, wenn man annehmen wollte, daß verlaufen. In Berlin regte sich feine Fackel, und man hat Staatsretter in würdiger Weise belohnen zu können. Dem die darbenden Großindustriellen vielleicht mit dem Silberbisher auch nicht vernommen, daß die Reichs- Telegraphen- Verdienste seinen Antheil am Reptilienfonds, das muß die geschenk andeuten wollten, daß Reden Silber, Schweigen Verwaltung von bierseligen Studenten in außergewöhnlicher Devise für alle strebsame Naturen werden, denn von der aber Gold ist. Einem Manne, der im Begriff steht, die Weise in Anspruch genommen wurde. Jufolge dessen konnte amtlichen Anerkennung und der Verleihung eines Titels Rednertribüne des Reichstages zu ergreifen, soll man mit auch der sprichwörtlich gewordene„ verbindliche Dank" dem allein kann auch der ausgepichteste Hungerkünstler auf die solchen unzeitgemäßen Anspielungen nicht kommen, sie verelektrischen Draht nicht überantwortet werden. Es mag Dauer nicht existiren-baar Geld lacht und für gemünztes bittern ganz unnöthig ein unschuldvolles Gemüth und streuen das vielleicht auch daran liegen, daß Privatleute in unserem Edelmetall sieht man den Teufel tanzen. den Samen der Zwietracht und des Mißtrauens zwischen gefegneten Staatswesen bisher immer noch ihre Telegramme Aber trotz alledem hatten sich zum Geburtstage des sonst eng verbrüderte Freunde. bezahlen müssen, und wenn Eins zum Anderen kommt, so großen Mannes in Friedrichsruh immer noch einige Gemachen auch schließlich kleinere Ausgaben in dem Budget treue gefunden, die dem Alt- Reichskanzler ihre Huldigung, Auch die getreuen Riebige in Jever haben in diesem eines nothleidenden Millionärs ein bemerkenswerthes Loch. und was mehr sagen will, Geschenke in greifbarer Gestalt Jahre die Treue dick bekommen, wie man zu sagen pflegt, Man muß die Groschen zusammenhalten, wenn man zu darbringen wollten. Ein Prinz von Reuß, für große und im ganzen Oldenburgerlande sollen in letzter Beit etwas tommen will, und wenn man Söhne hat, die in Bahlen haben wir leider kein Gedächtniß,- sammelte Riebige an die Skattische nur unter der Bedingung zulieren, so ist es kein Wunder, wenn den Herren Eltern herstellen zu lassen. einer luftigen Nacht Hunderttausende am Spieltisch ver- Markstücke, um einen Ehrenpokal für den Fürsten Bismarck gelassen worden sein, daß sie auch Gier legten. Wie weit Aus vielem Rognak und wenig eine derartige Zumuthung auf fruchtbaren Boden fiel, ließ schließlich die Haare ausgehen. Daher ist eine wohl Wasser soll die Mischung bestehen, die aus diesem Becher sich bisher noch nicht feststellen; es scheint aber, daß troß angebrachte Sparsamkeit entschieden eine Zierde jedes genippt werden soll, und noch in bieſent„ Gemeſter", soll ber des frühen Osterfestes die Eier nicht recht gerathen bürgerlichen Mannes nicht nur des zwangsweise Botal im Besitze des Gefeierten sein. Bis jetzt fehlt nur wollten. pensionirten Beamten allein und spare in der Zeit, so das Geld, um den glücklichen Gedanken zur That werden Juzwischen hat sich Berlin auch über den stelzenlaufenden hast du in der Noth," ist immer noch ein Sprichwort, dem zu lassen, und die Herren Studiosender sammelnde französischen Bäcker beruhigt. Kein Mensch ist auf den ver eine gewisse innere Wahrheit nicht abzusprechen ist. Brinz ist nämlich auch Student der Rechte werden tief nünftigen Gedanken gekommen, den Herrn zum SemmelEs ist traurig, aber wahr: vor den amtlichen Fonds in die Taschen ihrer Eltern greifen müssen, wenn sie austragen zu verwenden, und nun ist der Franzmann bereits liegt ein diebessicheres Schloß, und eine halbamtliche Aus- sich das Wohlwollen des Alt- Reichskanzlers erkaufen wollen. so weit weggeftelzt, daß unser Vorschlag eigentlich etwas lassung besagt, daß nunmehr über jede Zuwendung, die für Die Kanzler scheint übrigens von jeher eine gewisse post festum erscheint. Vielleicht erwirbt aber die Bäckerbesonders hervorragende Dienste geleistet wird, auch dem Vorliebe für Goldsachen ausgezeichnet zu haben. Schon innung, die auf ihren Berufsgenossen besonders stolz zu Baterlandsfeinde Rechnung gelegt werden soll. Die Zeiten Goethe läßt seinen Sänger die goldene Kette verschmähen; sein scheint, bei der Beliebtheit, deren sie sich bei der Beändern sich eben, und wir mit ihnen. Herr Polizeirath der Sangesbruder will, daß das werthvolle Schmuckstück hörde erfreut, das Recht, die Lehrlinge mit Stelzen auszu Krüger hat sich glücklicher Weise noch kurz vor Thoresschluß dem Kanzler überantwortet werde, der Geld und Geldeßwerth rüsten, damit diese in der schnellen und prompten Bemit einem erklecklichen Sümmchen ins Privatleben zurück- besser zu würdigen verstehe, als der Mann mit dem lieder- friedigung ihrer Kunden allen anderen Menschen den Rang abgezogen, und jeder wohlgefinnte Staatsbürger wird die Um- süßen Mund." Gieb sie dem Kanzler, den du hast, und laß laufen. Was nicht ist, kann immer noch werden, und wenn triebe preisen, die von den Agenten des welfischen Königs- ihn noch die goldene Last zu andern Lasten tragen" der Unternehmer Vortheil in der Neuerung erblickt, so hauses unternommen wurden. Sie allein ermöglichten es, daß der Verein der Großindustriellen wandte dieses Dichterwort werden wir vielleicht in kurzer Zeit mit einer segenbringeneinem hervorragenden Diener des Throns und Altars in etwas umschriebener Form an, indem er dem Kanzler den Einrichtung beglückt. zu betrachten. Lokales. XX. Chirurgen- Rongrek. worden. denunzirt " = Gerichts- Beifung. Er wohnte ihnen zu Gebote fiehenden Mitteln die belgischen Bergarbeiter in dern ist zufrieden, wenn der Hafen das Gewicht der Lampe| der Voraussicht des nächsten allgemeinen Ausstandes in Belgien trägt. Wird die Decke neu gestrichen oder will man den über unterstützen würden. Defuisseaur bat den Kongreß, für den An- der Lampe angebrachten Schüßer reinigen, so wird der Haken trag zu stimmen und so eine Internationale der Arbeiter zu be- heraus und später wieder in das alte Loch hineingeschraubt. Das Der blutige Kampf zwischen einem Kriminalbeamten gründen. Der Franzose Lemeudin unterstützte den Antrag und Loch wird dadurch immer größer, die Hitze der Flamme macht und zwei hiesigen Einbrechern, welcher am 2. März d. 3 versicherte die belgischen Bergarbeiter der Mithilfe seitens der außerdem mit der Zeit selbst das Holz vom Balken mürbe und in dem Hause Fischerbrücke 23 tobte und mit dem Tode des franzöfifchen. Bunte erklärte, die Deutschen würden die fchließlich genügt eine kleine Erschütterung, um die Katastrophe lung, welche gestern gegen Paul Karl Mizlaff wegen ver einen Verbrechers endete, bildete den Mittelpunkt einer Verhand Belgier mit allen Mitteln unterstützen. Der girte der Bergarbeiter in Yorkshire Parrot versicherte, Ansicht abzuhelfen, wenn man den kampenhaken nicht direkt in suchten schweren Diebstahls verhandelt wurde. Der 20 Jahre die Belgier könnten auf eine ausgiebige Beihilfe seitens die Wand der Decke schraubt, sondern zunächst an der Decke mit alte Angeklagte, welcher erst seit dem Jahre 1890 eine ver der englischen englischen Arbeiter rechnen. Der Antrag wurde gewöhnlichen starten Schrauben ein Stück Flacheisen befestigt, in brecherische Thätigkeit entfaltet, scheint ein sehr entschloffener fodann mit Einstimmigkeit und unter den Rufen: G3 lebe dessen Mitte sich ein dem Haken entsprechendes Loch mit Mutter- Bursche zu sein, dem es unter Umständen auf ein Opfer Belgien!" angenommen. Hierauf wurde die Berathung des Ent- gewinden befindet. Bei dieser Befestigungsweise kann ein Herab- an Menschenleben nicht ankommt. Er hatte Gelegenheit ge wurfes betreffend die Satzungen einer allgemeinen Vereinigung fallen der Lampen taum eintreten. Die Schrauben, welche das habt, die Verhältnisse des im Hause Fischerbrücke 23 woh aufgenommen: der Entwurf wurde jedoch durch den folgenden, Eisen halten, sind so weit vom Bereich der Hike entfernt, daß sie haften Rentiers S. Arnheim kennen zu lernen. von den Engländern vorgeschlagenen Antrag ersetzt: Der Kon- von ihr nicht mehr beeinflußt werden können, auch ist ein Ent nicht nur in der Nähe der Friedrichsgracht, sondern war greß ernennt neuerdings das Komitee, welches im September 1890 fernen der Blatte beim Streichen der Decke und dergleichen nicht auch mehrfach in der Behausung des Herrn Arnheim mit Schloffer in Brüffel tagte, und räumt demselben Bollmacht ein, einen Ent- nöthig. Das eiserne Gewinde aber, in dem der Campenhaken arbeiten beschäftigt gewesen und wußte daher nicht nur, daß wurf zur Errichtung einer internationalen Vereinigung der Berg- selbst sitzt, ändert sich weder durch den Gebrauch noch Siße und in guten Verhältnissen, sondern auch mit einem Diener allein Arbeiter porzubereiten und diesen Entwurf an die verschiedenen bietet an sich schon eine größere Sicherheit, wie die jetzige Holz- lebte, daß er in seinem Sekretär größere Geldsummen bewahrt Nationalitäten zu senden, die denselben in Erwägung ziehen schraube. Das Eisenstück läßt sich ohne Mühe in die Decke ein- und daß die Wohnung während der Mittagsstunden, wo A. uit sollen. Der Entwurf soll alsdann auf dem nächsten Kongresse, laffen und überstreichen. seinem Diener zu Tisch ging, völlig verwaist war. Er wußt welcher von dem Komitee einberufen werden wird, berathen werden. Nach kurzer Debatte wurde dieser Antrag einstimmig ferner, daß Herr Arnheim kurz nach dem Ersten eines Monat angenommen. Damit sind die Arbeiten des Kongresses be- richtet: Zur Verhaftung des Baukters Paul Polke wird be- infolge des Einganges der Miethen besonders viel Geld in seine Schon seit nahezu einem Jahre beschäftigt sich die Behausung hatte und er beschloß deshalb, am 2. März na endigt. Die Sibung wurde alsdann unter lebhaften Burufen ge- Kriminalbehörde mit einer Angelegenheit, welche die von Baul 12 Uhr Mittags der Wohnung einen Besuch abzustatte schlossen. Polte gegen die Schiffsbau Gesellschaft Germania" in seinem Er bemühte sich, in dem der Kriminalpolizei wol " Börsen- Zirkular" erhobenen Angriffe zum Gegenstand hat, da bekannten Niederwall Café einen Genossen zu dem Gi gleichzeitig mit jenen Angriffen eine Abonnements- Einladung auf bruch zu finden, er hatte auch schon einen Komplizen da fein Blatt bei der erwähnten Gesellschaft eingelaufen war. Es ausgewählt, derselbe hatte jedoch seine Zusage wieder zurü haben in dieser Angelegenheit, wie auch in Betreff verschiedener genommen, weil der Angeklagte zu sehr an feine Entschlossenhe anderer Fälle Erhebungen stattgefunden und sind auch mehrfach appellirt und immer wiederholt hatte:„ Wer mit mir geht, mus Börsenleute, namentlich solche, welche bei Aktiengesellschaften eine Rurage haben, sich gut decken und unter Umständen einen nieder Die gefirige letzte Sigung des Kongresses wurde mit Vor- leitende Stellung einnehmen, in Sachen Paul Bolte vernommen stechen!" Einen solchen entschlossenen Komplizen fand er schließ trägen der Herren Kader- Dorpat und Braun- Königsberg i. Pr. worden. Von zahlreichen Kunden des Paul Polke sollen lich in dem gleichfalls 20jährigen May Wolf, denen sich noch über die Symptome und einschlägigen Operationen bei Darmgleichfalls Denunziationen gegen denselben und zwar ein Dritter, unbekannt gebliebener Verbrecher zugefellte. Die Ab verschluß und Verschlingung, die eine lebhafte Diskussion zur der auf Grund des Artikels 249 d des Aktien- Gesetzes bei sicht war aber von einem früheren Komplizen, welcher einmal bei Folge hatte. Staatsanwaltschaft eingelaufen fein. Der Bankier der Vertheilung einer Diebesbeute zu kurz gekommen war und des Herr Schmidt- Stettin verbreitete sich über eine an Kindern Paul Polke hot nämlich in seinem„ Börsen- Zirkular", dessen Titel halb zürnte, der Kriminalpolizei verrathen worden und diefelbe mit Gefolg ausgeführte, wenn auch sehr schwierige und nicht börsenjournalistische Thätigkeit entfaltet und in Artikeln sowohl der Einbrecher. Bütow gelang es nicht, einen Kollegen fich ungefährliche Operation an der tuberkulös erkrankten Hüft- als auch in einer sehr mannigfaltigen offenen Korrespondenz zu attachiren und so ging er denn am 2. März, Mittags fur pfanne, wobei ein gutes funktionelles Resultat erzielt wurde. Herr Nissen- Halle a. S. stellte einen kleinen Knaben vor, diese Artikel, sowie die sehr zahlreichen Briefkasten- Notizen Gegen- Bewohner mit seinem Diener bald darauf verlassen wurde. Der Stimmung für und gegen gewisse Papiere gemacht, und bilden vor 12 Uhr, in die Arnheim'sche Wohnung, welche von dem welchen er wegen einer durch eine Verletzung entstandenen Gefäß- stand der strafrechtlichen Untersuchung. In der letzten Zeit sind Schutzmann Bütow, welcher wußte, daß die Diebe den hinteren ausbuchtung innerhalb des Schädels vor fieben Wochen in der zwei Angestellte seines Bankgeschäfts wegen begangener Unregel- Eingang benutzen würden, nahm in der etwas dunklen Küche Weise operirte, daß er die zuführende Halsschlagader unterband, mäßigkeiten von ihm entlassen und der Staatsanwaltschaft hinter einem seine Figur vollständig verdeckenden Beiler Aut mit überraschendem Erfolge. Kurze Zeit darauf waren die Beschwerden wesentlich gebeffert und der Knabe ist jetzt als geheilt Denunziationen ihrerseits an Paul Polfe zu rächen gesucht und einiger Zeit klingelte es an der Wohnungsthür eine Vorsichts Diese Angestellten sollen sich durch stellung und wartete der Dinge, die da kommen sollten. Nach In der Nachmittagsfißung gab zunächst Serr Rüfter- Marburg Daß Paul Bolte die Flucht zu ergreifen beabsichtigte. Thatsächlich wenden dann blieb es mehrere Minuten ganz ftill. Danach hörte u. a. die Mittheilung an die Staatsanwaltschaft veranlaßt haben, maßregel, welche die Einbrecher zu ihrer Sicherheit immer an als Kaffenführer der Gesellschaft den Geschäftsbericht über das ist nun die Verhaftung Bolte's wegen Fluchtverdachts" erfolgt. der Beamte deutlich, wie die zur Küche führende Thür mittelst eines verfloffene Rechnungsjahr. Nach Ertheilung der Decharge kamen die„ Bakteriologen" Staution nicht bewilligt. Das Gericht hat bekanntlich einstweilen die Haftentlassung gegen Dietrichs geöffnet wurde, da aber Hausbewohner die Treppe herab an die Reihe. tamen, machten sich die Einbrecher nochmals auf furze Zeit aus Herr Braaß- Heidelberg sprach furz und gedrängt über:" Das dem Staube. Mit einem Male hörte der Beamte von seinem Im 60 Pfennig! Ein tragischer Borfall hat sich soeben Versteck aus flüstern, die Thür öffnete sich geräuschloß und der Verhältniß der klinischen Chirurgie zur chirurgischen Bakteriologie." in Wilhelmsberg zugetragen. Dort wohnt der Handelsmann K., Angeklagte schlich sich in gebückter Stellung wie eine Rage in Redner wies darauf hin, daß die bekannten Wundkrankheiten der ein Holz- und Kohlengeschäft betreibt, welches ihn und seine die Küche und als er diese passirt und die daran stoßende Stuben durch ganz spezifische Batterien, deren Wesen bereits Koch studirt Familie recht gut ernährt. Der Chefrieden wurde jedoch durch thür erreicht hatte, gab er dem Wolf ein Zeichen, ihm nachzus hat, bedingt seien, wenn es auch noch nicht gelungen sei, das die Frau gestört, die kränklich und daher hochgradig nervös ist. folgen. Der dritte Genosse scheint inzwischen auf seine Mitwir Wesen gerade der den Menschen betreffenden Krankheiten genau Sie pflegte den ganzen Tag zu nörgeln und zu zanken. Am fung verzichtet zu haben, Wolf aber schlich mit derselben kazen zu ergründen. Donnerstag hatte nun der Mann auf dem Moabiter Kriminal- artigen Geräuschlosigkeit seinem Kumpan nach. In demfelbe Herr Jordan- Heidelberg glaubte die von Fehleifen auf gerichte zu thun gehabt. Als er heim fam, zählte seine Frau Augenblick, als er den Pfeiler passirte, hinter welchem gestellte Theorie angreifen zu müssen, nach welcher ein von diesem bas Taschengeld ihres Mannes nach und fand, daß derselbe auf der Schuhmann Bütow stand, packte ihn dieser mit entdeckter kroorganismus die ausschließliche Ursache der der weiten Tour alles in allem 60 Pfennig ausgegeben hatte. starker Hand am Arm und donnerte ihm ein energisches Bundrose bilde. Der Vortragende suchte aus zwei genau Diese winzige Ausgabe dünkte ihr als unverzeihliche Verschwen- Halt!" entgegen. Wolf war aber nicht der Mann der blassen beobachteten drankheitsfällen darzuthun, daß diese Erkrankung dung. Unausgefeßt regneten Vorwürfe auf den Mann wegen Furcht, sondern zeigte, daß der Angeklagte seiner Berwegenheit mit Recht nichts Spezifisches an sich trage, sondern lediglich durch Giterung seiner Lüderlichkeit", wie sie es nannte, bis ihm die Sache end- vertraut hatte: blizschnell schwang er ein Messer in seiner Hand, von innen heraus, d. h. durch Eiterungspilze bedingt sei. lich doch zu bunt wurde. Er ging auf den eine Treppe fetzte sich mit allen Kräften zur Wehr und der Beamte hatte alle Dieser Vortrag fand ebenso lebhaften Beifall wie der folgende über seiner Wohnung gelegenen Boden, um sich aufzuhängen. Mühe, sich vor Verlegungen zu bewahren. Es entstand ein ge des Herrn Brunner- Zürich, welcher auf Grund höchst ingeniöser Der Frau mochte nun doch wohl eine Ahnung aufdämmern, daß fährliches Ringen, wobei der Beamte schließlich seinen Revoted Untersuchungen die bedeutungsvolle Thatsache gefunden hat, daß ihr Mann Schlimmes im Sinne führte, fie ging ihm nach und nahm und damit auf seinen Gegner Loshieb. Hierbei muß wohl durch den Schweiz und den Speichelkrankheit erregende und unschul- tam gerade dazu, als derselbe den Kopf in die Schlinge steckte. der Finger dem Drücker zu nahe gekommen sein, denn plötzlich dige Batterien aus gefchieden werden, daß diese beiden Absonderungen Natürlich ließ sie das nicht zu, aber der Mann wurde über die donnerte ein Schuß los und Wolf stürzte mit lautem Aufschrei des Körpers unter Umständen gewiffe giftige Eigenschaften ent- Bereitelung feines Borhabens so wüthend, daß er die Frau zur von dannen. Diese ganze Schreckensszene spielte sich innerhalb halten, wie sich durch zahlreiche Versuche an Thieren ergeben Treppe hinabwarf. Sie brach dabei ein Bein und blieb hilfe- weniger Sekunden ab, so daß der Angeklagte feinerseits gar keine hat. Herr von Eifelsberg, der Assistent Billroth's in Wien, schreiend am Fuße der Treppe liegen. Jetzt tamen Nachbarn Gelegenheit fand, das Messer, welches er bei sich führte, in Ans berichtete über ähnliche Untersuchungen. hinzu, die sich sowohl der Frau annahmen, als auch den Mann wendung zu bringen und Proben seiner eigenen Entschlossenheit abzu Sodann hielt Herr Reichel Würzburg einen Vortrag über beruhigten. Letzterer wurde zwecks Beobachtung seines Geistes- legen. Kurz entschlossen hielt ihm Bütow den Revolver entgegen Immunität( Widerstandsfähigkeit) gegen das Gift der Giterkoffer zustandes nach der Charitee gebracht, die Frau aber liegt daheim und drohte, ihn niederzuschießen, falls er nicht sofort Alles, was ( Eiterpilze), aus welchem sich ergiebt, daß gewisse Thierarten, im Bett, das gebrochene Bein im Gipsverbande und das Alles er bei sich führte, auf das Bett legen würde. Der Angeklagte welche bereits eine Eiter- Infektion durchgemacht haben, gegen um 60 Pfennig halber. zog es vor, dem Befehle nachzukommen, legte das Meffer weitere Impfungen mit Eiter unempfänglich sind. Redner mehrere Dietriche und eine kleine, auch als Waffe brauchbare glaubt zwar, daß diese Unempfänglichkeit nicht allzu Wasserleichen. Vorgestern Nachmittag wurde in der Nähe Feile auf das Bett und ließ sich dann widerstandslos Enebeln lange anhalten werde und weiß nicht, ob sich aus der Halle'schen Thorbrücke die Leiche eines etwa 40 Jahre alten Als der Beamte mit seinem Gefangenen das Haus verlassen feinen Thierversuchen praktische Ergebnisse für den Menschen Mannes aus dem Kanal gefischt. Der Tode war bekleidet mit wollte, bemerkte er schon an der Thür Blutspuren, welche sich bis ziehen lassen. Glücklicherweise giebt ja der gegenwärtige Stand einem schwarzen Jaquet, Weite und Hose. In seinen Taschen zu dem Hause Wassergaffe 39 hinzogen. Auf dem Flure dieses der antiseptischen Wundbehandlung eine genügende Gewähr gegen fand sich eine Haarfette, eine Tomback- ührtette, mehrere Schlüssel, Sauses lag Wolf als Leiche. Derselbe hatte durch die die Gefahren der Eiterung. ein leeres Portemonnaie und ein Brief von einem Bruder, der Kugel des Revolvers, welche die Schlagader getroffen Wenig Antlang und viel Widerspruch fand ein Vortrag des sich Band nennt, mit dem Poststempel Selchow. Die Revier- hatte, eine gefährliche Verlegung erhalten, hatte sich aber Herrn Senger- Krefeld über die Behandlung eitriger Kopfwunden, polizei requirirte den Leichentransportwagen, um den Todten doch noch bis zu dem gedachten Hause geschleppt und war welcher nicht davor zurückschreckt, bei derartigen Verlegungen nach dem Zeichenhause überführen zu lassen; in dem Augenblick, bort an Verblutung gestorben. Der mit dem Leben davonge noch durchaus zweifelhafte Gingriffe vorzunehmen. Herr Senger in welchem man die Leiche in den Wagen schaffte, spülten die tommene Angeklagte suchte gestern das blutige Renkontre in versucht nämlich den Wundverlauf dadurch zu beschleunigen, daß Wasser eine zweite Leiche, die eines ca. 12jährigen Mädchens ans einem für den Schuhmann möglichst ungünstigen Lichte dar er den Schädelknochen entblößt und entweder anbohrt oder an User. Das Kind, welches verunglückt zu sein scheint, war be- zustellen, der Gerichtshof glaubte aber in eine Erörterung dar meißelt. Bisher ist bei derartigen Wunden ein operativer Ginkleidet mit grau und schwarz karrirtem Kleide, schwarzer Schürze, über, ob etwa den Beamten irgend ein Vorwurf treffen könnte griff unterblieben und man zog eine antiseptische Behandlungs wollenen Strümpfen und Filzschuhen mit dicken Sohlen. Die nicht eingehen zu sollen. Ueber das Vorliegen eines versuchten weise vor. Leiche dürfte sechs bis sieben Wochen im Wasser gelegen haben. fchweren Diebstahls konnte in diesem Falle, welcher so großes Zum Schluß seien noch einige sehr interessante Demonstrationen Herr Rydygier- Krakau vorführte. von feltenen Geschwülsten und Mißbildungen erwähnt, welche Amtsvorsteher der hiesigen Kriminalpolizei meldet, vorgestern ein der Gerichtshof auch den Angeklagten für einen Mann hielt Damit war die Tagesordnung des diesjährigen Kongresses erschöpft. nennt. Ein Findling. In Treptow hat sich, wie der dortige Aufsehen erregt hat, nicht der geringste Zweifel herrschen und da etwa fünfjähriger Knabe angefunden, welcher sich Bruno Schäfer dem es unter Umständen auf ein Menschenleben nicht ankommt Ueber seine vermuthlich in der Nähe des Schlesischen so verurtheilte er denselben zu zwei Jahren Zuchthau Thors wohnhaften Eltern vermag der Kleine nur anzugeben, daß und drei Jahren Ehrverlust. Der diesjährige Frühling" hat Vorgänger gehabt, die dieselben in einem Haufe wohnen, welches die Nummer 72 oder ihm, was Schnee und Kälte betrifft, weit über" waren. Ein 73 trägt. Der Knave trägt braunen Ueberzieher und schwarze alter Berliner schreibt der„ Boff. 3tg.": Am 8. und 9. April 1837 Mütze. Hoffentlich führt diese Notiz zur Ermittelung der Eltern fielen solche Schneemassen, daß Berlin nach Norden, Osten und des Findlings. Westen von aller Berbindung abgeschnitten war; hier lag der Schnee 2 Fuß, in Anhalt 4 Fuß hoch. Am 13. April blieb fönnen. Der verhängnißvolle Kranz. Das erste Opfer der jungen Bewegung der Berliner Schlächtergesellen war bekanntlich der Schlächtergeselle Aurin, welcher gemaßregelt und arbeitslos gemacht wurde, infolge dessen sich Aurin genöthigt sah, selbst Rekognoszirt. Die Leiche der jungen Dame, welche vormiethete Aurin in der Zentral- Markthalle den Stand Nr. 145 ständig das Schlächtergewerbe zu betreiben. Zu diesem Zweck die Kölner Schnellpost zum vierten Male aus. Im Harz ver- gestern Mittag in der Leipzigerstraße zusammenbrach und bei der und trat seinen ehemaligen Arbeitgebern als ebenbürtiger Ston tehrten einzelne Dörfer vermittelst Stollen, welche durch den infolge dessen bewirkten leverführung nach der Charitee auf dem furrent gegenüber. Je größer der Aerger seiner jetzige Schnee gegraben worden waren, im Thüringer Walde wurde Transport verstorben ist, konnte vorgestern Abend noch rekognoszirt Kollegen" hierüber war, desto größere Dimensionen nahm die der Baumbestand weiter Striche durch die ungeheure Last werden. Die vom Tode so jäh Ereilte ist ein Fräulein St. aus Freude seiner früheren Kollegen an und um dieser einen ebenso geradezu zerbrückt. Dazu gefellte sich eine Kälte, welche am der Leipzigerstraße. fichtbaren wie würdigen Ausdruck zu verleihen, stifteten letztere 10. April 5/2 Grad unter Null erreichte; die Schlittenbahn war stilvollen Kranz, welcher einer außer Polizeibericht. Vor dem Hause Neue Friedrichsstr. 1 fiel einen vorzüglich. Wir sehen also: es hätte noch schlimmer kommen am 4. b. M. Vormittags eine Frau infolge eines Jehitritts zur Schleife als Schmuck auch ebenfalls in rother Schrift " Boch lebe die Inschrift trug: Freiheit, Erde und erlitt dabei eine so bedeutende Verlegung an der Stirn, Diefer Kranz prangte Mittelst eingeschriebenen Briefes erhalten wir folgende daß sie nach der Charitee gebracht werden mußte.- Unter der Recht und die Gleichheit." Mittheilung: Bezugnehmend auf den Artikel Achtung! Stadtbahn- Ueberführung in der Kaiser- Wilhelmstraße wurde Vor- 3. Dezember v. J. in der Zentral Markthalle der Stadt Berlin Schmargendorf!" fordere ich Sie zum zweiten Male auf, mittags ein Zimmermann bewußtlos und mit schweren Ver- auf dem Stande 148 des Schlächtermeisters Aurin! Darob ent zu widerrufen, daß bei mir„ tein" Arbeiterblatt ausliegt. legungen im Gesicht, die er sich anscheinend durch einen Fall stand ein großes Entsetzen, die biederen Herren Schlächtermeister E. Müller, Restaurant Zum wilden Eber". infolge der Trunkenheit zugezogen hatte, aufgefunden und nach wurden roth vor Aerger und grün vor Galle und die Polize Es war uns bisher leider feine Nachricht zugegangen, daß der Charitee überführt. Mittags stürzte sich ein Tischler, nach nahm Veranlassung, die Entfernung des ominöfen Kranzes 8 im wilden Eber" fein Arbeiterblatt ausliegt. Wir hätten uns dem er bereits am vorgehenden Tage den Versuch gemacht hatte, dekretiren, sowie Aurin mit einem Strasmandate in Höhe von groben Unfugs zu bedenken. sonst beeilt, diese Thatsache zur Kenntniß unserer Leser zu dem Fenster seiner im bringen. 4. Stock des Hauses Memelerstr. 18-19 belegenen Wohnung auf Aurin hatte indessen fein Verständniß für diese Aufmertfamkeit Hof und brach das Genick, so daß auf noch war er sich eines groben Unfugs bewußt und trug Die Bearsunfälle, welche durch Petroleumlampen veran- Stelle eintrat. Im Landwehr- Kanal, nahe der Schöneberger bemzufolge auf richterliche Entscheidung an. laßt werden, len sich in Berlin in letzter Zeit sehr vermehrt; Brücke, wurden Nachmittags die Leichen eines älteren Mannes stand nun in dieser Angelegenheit Termin in und eines etwa 16jährigen Mädchens angeſchwemmt. –– " hafte Aufhängung der Lampen herbeigeführt worden. In fach: männischen Kreisen ist man daher der Frage näher getreten, wie auf diesem Gebiete eine größere Sicherung herbeizuführen sei. Die Ermittelungen haben ergeben, daß man sich in den meisten Fällen damit begnügt, den mit Holzgewinde versehenen Lampen haten einige Zoll tief in die Decke einzuschrauben. Man achtet dabei vielfach nicht darauf, daß man einen Balfen trifft, sonMann mittelst Revolvers. fleinere Brände statt. Die ar R be ist Ite Ia 34 A. be bef di ive 100 23 De fta al 907 ab ab gej W 36 for sch tal bei hie Lel fül Ur tör 10 dri au plc da 6. gej De: fei Lo ราย bei bei str tre 31 gr ru rü sct zie wi 12 jer git ric 100 10L De G DE Die fei sch in na sch Sa gu no vo 66 55 1, 3 6. rothen bas S am 201 C er Am 2. d. M vor dem hie be Abends igen Schöffengerichte an, und Aurin hatte in demselben die Petroleumlampen Brände. Viele derselben sind durch mangel erfchoß sich in einem Schankgeschäft in der Jüdenstraße ein junger Genugthuung, feine Anschauungen von dem Gerichtshofe getheill Im Laufe des Tages fanden drei au seben, natürlich nur in Bezug auf das Nichtvorhandrichtshof Thatbestandes des groben Unfuges, welchen auch der Gerichtshof nicht zu erblicken vermochte weder in dem Kranze mit der rothen Aurin von Strafe und Kosten freisprach. Seine Vertheidigung Schleife noch in der vorgenannten Inschrift, infolge dessen lag in den Händen des Rechtsanwalts Heine. Das Straf verfahren ist übrigens gegen Aurin bereits wieder in eines er intent D. J. e Des Yand. ver Jahre ver fener Opfer t ge vohu ohnte war offer allein ahrte Jußte onat eing 110 tte vol Ei da rüd theil mus eder Liep noch Ab I bei dest elbe Cung fich furz Dem Der erent üche Tuf tach hts an örte ines cab aus tem Der ein Den vir Sell bell nachweis des Vereins: Süden, Dresdenerstr. 116, bet Grünbel; Norden, anderen, auch mit der Schlächtergesellen Bewegung im Zu- sein werde. Auch Auch werde geplant, die Vorzimmer der Sonnabend von 8-10 Uhr und Sonntags von 10-12 Uhr in dem Arbeitssammenhange stehenden Angelegenheit eingeleitet worden und Schulräume als Lesezimmer einzurichten. Was die finanziellen Antlamerstraße 49, früher Nürnberg, von den Kassirern entgegen ge zwar wegen des bekannten Boykotts gegen den Schlächtermeister Verhältnisse betreffe, so verwies der Referent auf den diesbezüg- nommen. Sagert in der Zentral- Markthalle. Glück muß der Menschlichen näheren Bericht des Kassirers. Außer den Mitglieder- Montag, den 6. April, Abends 8 Uhr, General Bersammlung bei Keßner, Freie Vereinigung der Album- Arbeiter u.-Arbeiterinnen Berline, haben! beiträgen seien dem Vereine auch besondere Zuwendungen ge- Annenstraße 16, Eingang part. durch das Lotal. Tagesordnung: 1. Bericht macht worden und zwar von 100 M., 50 M. und 100 M. So des Kassirers; 2. Der Mugen des Arbeitsnachweises und Wahl der Arbeitssehr diese Summen auch gebraucht und so dankbar diefelben auch nachweis- Kommission.( Vorher Aufnahme neuer Mitglieder.) 3. Verschiedenes; entgegengenommen würden, so seien doch nicht minder werthvoll 4. Fragetasten. Da statutengemäß pünktlich angefangen und geschlossen wird, Soziale Uebersicht. Leipzig. In der Luruspapier- Fabrik von Wittkopf u. Ko., Gohlis, haben am 2. April sämmtliche Papierschläger wegen beabsichtigten Lohnabzuges die Arbeit niedergelegt. Dev Lohn it ein an sich schon so niedriger, daß es die Arbeiter vorzogen, lieber die Arbeit zu verlassen, als sich noch mehr drücken zu lassen. Zuzug, namentlich aus Berlin, München z., ist fern zu halten. Anfragen, Briefe 2c. sind zu richten an Herrn A. Block, Möckern, Hauptstr. 22. aber Versammlungen. Arbeiter- Bildungsschule. nannt. Flugblatt- Berbreitung für die Feen- Balaft Versammlung am 8. April mitzusammenkunft bei Norbert( früher May), Beuthstraße 22. Bibliothet ebenfalls dort. Gäste willkommen. Diejenigen Kollegen, welche gewillt sind, bei ber zuwirken, werden ersucht, ebenfalls am Montag sich dort einzufinden. im Saale des Herrn Müller, Johannisstr. 20. Tagesordnung: 1. Geſchäft Steinbildhauer- Verein. Montag, den 6. April, s½ Uhr, Bersammlung liches. 2. Verschiedenes. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Mitglieder- Versamm" tung am Montag, den 6. April, Abends 8 1hr, im goale, Balam pes handsbergerity, resor nördel. a. Disfuſſion. 3. Berſchiebenes Kleinmeisterthums. Sollege 2. s. und Fragetasten. Gäste willkommen. Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure. Versammlung am Montag, den 6. d. M., Abends 9 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Die Beschlüsse der Agitation4fommission, Fachpresse. 8. Verschiedenes. Der Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins hält am Dienstag. Nachmittags& hy bet inte re felder" Restaurant Triefchmann, Jüdenstraße Blas 7. die Mitgliederbeiträge der Arbeiter, die oftmals dem Nöthigsten so bittet pünktlich zu erscheinen der Vorstand. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag 8% Uhr gemüthliche die nicht in der Lage seien, die Vergünstigungen und Vortheile abgedarbt und die vielfach von Genossen dargebracht würden, der Schule in Anspruch zu nehmen. Nachdem der Vorsitzende so ein Bild von der bisherigen Wirksamkeit des Vorstandes entrollt hatte, ermahnte er nochmals, feine zu hohe Anforderungen an den Vorstand zu stellen, ihn jederzeit thatkräftig zu unterstützen und sprach die Ueberzeugung aus, daß dann in furzer Zeit die Berliner Arbeiterschaft sich an dem gedeihlichen Entwickeln ihrer Bildungsschule werde erfreuen können.( Großer Beifall.) Der im Anschluß hieran vom Genossen Gumpel erstattete Kassenbericht mies per ultimo März d. J. einen Kassenbestand von 1154 M. 15 Pf. auf. Namens der Revisoren beantragte Genosse Jahn die Entlastung des Kassirers. Diesem Antrage wurde seitens der Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse.( E. S. 71.) Generalversammlung entsprochen. Die pom Genossen Jahn bei Bureau: Nordost, Keibelstr. 40. Montag, den 6. April, Abends 8% Uhr, im Vittoria- Restaurant, Münzstr. 11, Vorstandssigung. Aufnahme neuer Mitdieser Gelegenheit nochmals angeregte Zurückzahlung der 80 M. glieder. Am 3. d. Mts. fand im Feen- Palast die Generalversammlung seitens des Genossen Heindorf, welche von einer Volksver- Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins„ Brüderschaft". der Arbeiter- Bildungsschule statt, die von Mitgliedern recht gut sammlung im Böhmischen Brauhause vom Ueberschusse der Teller- Bierteljahrs- Generalversammlung Sonntag Nachmittag a uby besucht war. Nachdem der erste Vorsitzende, Genosse Bogtherr, fammlung für die Arbeiter- Bildungsschule beſtimmt, vom Genossen den 7. April, seine dritte ordentliche General- Verfammlung ab. Tagesdieselbe eröffnet hatte, mußte sie sofort um 20 Minuten vertagt Heindorf aber dem Vertrauensmann des 4. Wahlkreises über- ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Abrechnung vom Weihnachtsfest un mastens werden, um den polizeilichen Anforderungen bezüglich Schaffung wiesen wurden, sand nach längerer stattgehabter Debatte dahin ball, Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Bierteljahrsberichte und unteuerVorstandes. 4. Geschäftliches und Fragetasten. Bersammlungslotal von 2 Meter breiten Gängen genüge zu leisten, wie auch zur ihre Erledigung, daß die Generalversammlung über diese An- stein, Alte Fatobftr. 75, 1 v. Witgliedstavte legitimirt. Die Versammlung Abwickelung der Kaffengeschäfte Zeit zu gewinnen. Nach erfolgter gelegenheit zur Tagesordnung überging. Die General- beginnt pünktlich. Kollegen als Gäfte gern gefehen. Wiedereröffnung der Versammlung erstattete Genosse Vogther versammlung vollzog hierauf die Neuwahl des Gesammtvor- abends 8 Uhr, bei Dräsel, Neue Friedrichstr. 35 einen Vortrag über die Der Naturprediger Johannes Guttjeit hält am Dienstag, den 7. b. M., den Bericht des Vorstandes über das verflossene Vierteljahr. ftandes für die Dauer eines Jahres. Der bisherige erste Tyrannet der Mode". Seinen Darlegungen zufolge konnte sich die Thätigkeit des Vor- Vorsitzende, Genosse Vogtherr, wurde einstimmig wiedergewählt. Vergnügungsverein ,, Gemüthliche Geister". Sizung jeden Sonntag standes während seiner ersten dreimonatlichen Amtsthätigkeit nur Die bisherige zweite Vorsitzende, Frau Nikolaus, lehnte eine Vormittags Lese- und Diskutir- Klub Mac Rayler" Sonntag, auf die Vorbereitung der Hauptaufgabe erstrecken, und diese drei eventl. Wiederwahl ab und es wurde aus diesem Grunde an ihrer 10% for, im Restaurant Ammer," Bergmannstraße Nr. 30. Gäfte, durch Monate waren gewissermaßen nur ein Vorstudium. Dennoch Stelle Genosse zu beil zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Sozialdemokratischer Leseklub haben diese drei Monate bereits Zeugniß davon der weitere Gesammtvorstand( Gumpe!, Kassirer; Ma, effing" jeden Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Spiekermann, Ost, Markusstraße 6: Vortrag." Bum Licht", Sonntag Vormittag abgelegt, wie die Berliner Arbeiterschaft die sich selbst Stabernack, Schriftführer; Frau Schneider, Fräulein 10 Uhr, im Restaurant Reßner, Annenstr. 16. gestellte Aufgabe erfaßt hat und diese zu lösen gewillt ist. Bader, Heindorf, Mattutat, Beisißer) wurde wieder Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Während bei der Konſtituirung der Schule kaum ein zahlendes gewählt. An Stelle der bisherigen Revisoren Jahn, In- hebungsstunde. Mufnahme neuer imate 55. Siebertafel ber Mitglied vorhanden war, zählt die Vereinigung heute bereits finger und Wernau traten die Genossen Janiczewski, maler und verwandten Berufsgenossen bei Berg, Kaiser- Franz- Grenadier3600 zahlende Mitglieder. Diese Thatsache bekunde am besten Berger und Scholz. Außerdem wurden sieben Ordner er Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, sowohl die entfaltete Agitation, als auch den Willen der Arbeiterbei Reimann. Gesangverein, armonie", Meyerbeerstr. 9 bei Dornblatt. schaft, das selbst geschaffene Institut groß zu machen. Zu AgiMänner- Gesangverein Sieberlust", Fichtestraße 29 bei Strosche( früher Der Punkt Verschiedenes" erbrachte noch läugere höchst woewes). Gefangverein, Geselligteit 2", Münzstraße 11 bei Zemter. tationszwecken sind 5 große öffentliche Volksversammlungen ein intereffante Debatten, vornehmlich die Maßnahmen der Polizei- Arbeiter- Gesangverein" Vorwärts"( Südost) bei Ziemer, Cuvryberufen worden, welche sämmtlich überfüllt waren. Der Vorstand Beamten betreffend, welche namentlich Genosse Stadthagen von 8 bis 10 hr. straße 16.- Gesangverein ,, 3yra", Charlottenburg, Rosinenstr. 3 bet Grischow hielt acht Sigungen ab, sowie vier Konferenzen mit den event. unter stürmischem Beifalle der Versammlung kritisirte. Da die Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am Lehrkräften. Naturgemäß feten, wie der Referent weiter aus Bersammlung in Uebereinstimmung mit ihm den Polizeibeamten Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, bends führte, große Schwierigkeiten zu überwinden, bevor ein solches nicht für berechtigt erachtete, wie geschehen, einen freien Mittel- 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Bant str. 9-10 im von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngenossenschaft" Unternehmen, wie die Bildungsschule, ins Werk gesetzt werden gang von 2 Meter Breite, sowie zwei freie Seitengänge von je effing- Gymnasium. Turnvereinsten", Behrlingsabtheilung, Montag könne und es sei demzufolge von Anfang an sein Wunsch ge- I Mieter Breite zu fordern, und da sie hierin überdies eine von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. wesen, dem Vorstande ruhig Zeit zu lassen und ihn nicht zu starke Beeinträchtigung der Ausnutzung der Versammlungs- Reichenbergerstr. 71. Rauch tiub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bei Siplinsti, drängen. Die gedachten schwierigen Verhältnisse bedingten es Räumlichkeit erblickte, so wurde beschlossen, aus diesem pou 9-11 Uhr, Streligerstr. 16, bet Becker. aucht lub, Weiße WoIte", Montag, Abends Rauchtlub Deutscher auch, daß der Gröffnungstermin der Schule nicht, wie ge" Zwischenfalle" einen Präzedenzfall zu schaffen und beim Polizei- i che t" Montag Abend von 8%-10% Uhr bet Schöneburg, Grüner Weg 9. plant, auf den 1. April d. I. verlegt werden konnte und Präsidium Beschwerde zu führen. Des Weiteren wurde vom Rauchclub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bet Wuttte, Friedrichsbergerdaß die Schule auch nicht, wie weiter geplant, Genossen Ebert wiederum die Kellnerfrage zur Sprache ge6. April eröffnet werden könne. Die Schuld hieran treffe, wie bracht und es entspann sich hierüber eine längere Diskussion, in traße 14 bei Rach. Berein Wanderlust", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, GrünauerVerein der Oberlaufiber", Montag, Abend 9 Uhr gesagt, nicht den Vorstand, sondern die Verhältnisse, mit denen welcher namentlich Genosse Stadthagen feinen entgegen: ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienſtr. 34. im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs: Verein", Derselbe zu rechnen habe. Hierbei tämen besonders die Schwierig gesetzten Ansichten mit den Beschlußfassern, daß die Kellner durch Berein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. feiten in Betracht, auf welche der Vorstand beim Miethen von Entziehung der üblichen Trinkgelder gezwungen werden sollen, Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Lotalitäten stoße. Kontrattlich gesichert seien zwei Lokale, und dem Vereine Berliner Gastwirthsgehilfen beizutreten, offenen AusBrinzenstraße 106. Bergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung zwar für den Stadttheil Norden: Kastanien- Allee 53, und für bruck gab. Der Vorsitzende wünschte indessen, daß derartige, mit Sonntag, Nachmittags 4 1hr, im Bittoria- Ballſalon, Beebergery. 1 11 int ben Often: Markusjir. 31. Für den Süden war ein Lokal in der Bildungsschule in feinem Zusammenhange stehende und zum Restaurant zum Reichsgarten", Oranienftr. 108. Vergnügungsverein Fidelio", Abends 9 Uhr im der Gitschinerstraße und für den Westen ein Lokal in der Krupp- Theil auch politische Angelegenheiten im Interesse des unpoliti- 8% uhr bei Wolff, Brunnenſtr. 85a. Damen und Herren als Gäste willkommen. Vergnügungsklub" Mephisto", Montag Abend straße für die Schulzwecke mündlich festgemacht worden. Die beschen Vereines von diesem jerngehalten würden, und so wird eben Montag im Restaurant Reichsgarten, Drantenſtr. 108. Vergnügungsverein, Edelweiß 2" Bergnügungstreffenden Wirthe der beiden letzteren Lokale hätten indessen ihre ich denn demnächst eine Volksversammlung mit der Kellner- Berein Amicitia", Montags von 9-11 Uhr Wilhelmstr. 118. Gäfte Zusage in letter Stunde wieder zurückgezogen mit der Begründung, daß sie nicht gewillt seien, ihre Lokalitäten zur Förde- frage beschäftigen, zu der Stadthagen bereits sein Erscheinen zu 10 Uhr bei Roth, Naunynftr. 31.- 3 Vergnügungsverein, Annita". Montag Abend von 8 bis Theater- Verein, Blumenlese", Bors. rung sozialdemokratischer Zwecke herzugeben.( Große Ent( Große Ent: gefagt hat. E. Wuthe. Sigung mit Damen. Sonntag Nachm. 4 Uhr im Dresdener Garten", Hiermit hatten die Verhandlungen ihr Ende erreicht und die Dresdenerstraße 45. Gäste willkommen. Privat- Theatergesellschaft, off= rüstung.) Der Vorstand hätte sich demnach weiter der äußerst Generalversammlung wurde mit drei brausenden Hochs auf das nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bet Krebs, Ohmgaffe 2. Säfte, Damen und schwierigen Aufgabe des Lokalfuchens bezw. Miethens zu unter: Wachsen, Blühen und Gedeihen der Arbeiter- Bildungsschule ge- Sonntag 8 Uhr im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 18. Gäfte mitomen. Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria". ziehen, jedoch sei Aussicht vorhanden, die entstandenen Lücken schlossen. Pollack- Club„ Eintracht", bet Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte will wieder auszufüllen und den Eröffnungstermin auf den fommen. Klub„ Gefelligfeit", Sigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, 12. April dieses Jahres verlegen zu können. Die Zahl Der Fachverein der Schlächtergesellen Vertins und Umgegend. Gonntag, Wrangelfir. 141. Geselliger Bergnügungsverein Nord" Sonntag Nachjenigen, die sich bis jetzt gemeldet haben, am Unterricht Theil den 6. April, Nachmittags 5 Uhr, in Norbert's( früher Way's) Festfälen, mittag 4 Uhr bei Nade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, willzu nehmen, konnte noch nicht festgestellt werden. Auch an sie Beuthstraße 22, 1 Tr., ordentliche General Bersammlung. Tages- Ordnung: richtete der Vorsitzende die Bitte, 1. Bierteljahresbericht und Abrechnung vom Feit am 8. Februar; 2. Bortrag freundliche Rücksicht des Herrn Peus über das Alters- und Invaliden Gefeß; 3. Distuffton; walten zu lassen, indem für den Anfang noch manches werde zu 4. Mittheilungen, Ergänzungswahl des Borjandes und Aufnahme von Mitwünschen übrig bleiben, besonders in Bezug auf Zahl und Lage sliedern; 5. Berschiedenes und Fragetaften. der vorläufig vorhandenen Schullokale, doch würden sich mit Sonntag, den 5. April, Abends 6% Uhr, in der Großen Frankfurterstraße 99 Große Geffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Briefhaffen der Redaktion. Geduld alle Unbequemlichkeiten und Uebelſtände beseitigen lassen. Frankfurter Bierhallen). Tages- Ordnung: 1. Bortrag über die Bedeutung Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Die sonstige Thätigkeit des Vorstandes habe sich vornehmlich auf Beisammensein mit Tanz.( Stehe Inferat.) des 1. Mai; 2. Distuffion; 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung geselliges die innere Gestaltung der Schule erstreckt. Als Lehrfächer sind Interessen- Verein der giftenmacher. General Versammlung Montag, Fragesteller. Der Gastwirthsgehilfe" ist[ Eigenthum des festgesetzt worden: Naturwissenschaft, Nationalökonomie, Ge- den 6. April, im Lokale des Herrn Reyer, Alte Jakobstraße 83. Anf. 8 Uhr. Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen. Die Expedition be= schichte und Deutsch, und für diese vier Hauptfächer sind je zwei Tages- Ordnung: 1. Neuwahl bes gesammten Vorstandes; 2. Abrechnung vom findet sich Berlin S., Annenstraße 14, die Redaktion Dresdener1. Quartal und den Sammel- Ststen. Stunden wöchentlich vorgesehen; ferner Rechnen, Schreiben, Verein selbständiger Borbmacher. Montag, den 6. April, Abends straße 114. Zeichnen, Stenographie und Buchführung, auf welche je eine s ir, bet gemter, Münzstraße 11, Bersammlung. Rothe Nelke. Ueber die Parteistellung des Deutschen Stunde wöchentlich entfallen soll. Dieser laufende Unterricht wird den riverfandrung in den Armin Hallen, Kommandantenstraße 20. Raucherbundes" ist uns nichts bekannt. in den gemietheten Lokalen abgehalten werden. In Aussicht ge-( Näheres flebe Inferat.) nommen sind ferner, mit dem Herbste beginnend, Cyclen wissen- und Maschinenbau- Arbeiter Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß die Vom Frühschoppen am 29. März bei Dewald Schensch Achtung! Schlosser! Den Mitgliedern des Fachvereins der Schloffer 11,65 an einen hilfsbedürftigen Genossen mit dem Motto: schaftlicher Vorträge, die allen Mitgliedern, nicht nur Schülern, zugänglich sein sollen und die deshalb auch in dentliche, General- Bersammlung findet am Montag, den 20. April statt. Der Vertrauensmann von Mariendorf. Vereins- Versammlung am Montag, den 6. April, ausfällt. Die nächste ordent Warum in die Ferne schweifen, steh', die Noth die war so nah! größeren Sälen stattfinden werden. Der Bibliothekenfrage konnte alle diejenigen Stollegen, welche noch Forderungen oder Verpflichtungen Achtung Pinneberg. Durch P. ist ein Gyempt. Friedrich, noch nicht praktisch näher getreten werden, jedoch ist Aussicht an den Verein haben, werben hiermit aufgefordert, sich dieserhalb der 1. Wat bestellt. Der Name des Bestellers ist aber nicht zu an den Vorstand resp. Kassirer Fr. Herbst Ritterstr. 116, v. 2 Tr., und vorhanden, daß zum Herbste wenigstens eine eingerichtet. Friedrich, Gartenstr. 33, zu wenden. Mitgliederbeiträge werden jeden entziffern. Sent mit Ches Ten echt and alle ge ohl lich rei alb ine Uns Bu gen งด รั gte er are In fen bis fe bie fen ber Dar ge in ar ar te tent es Da eft, nt gen Der 03 oft 48 114 Die fo re as in it Set it er N e of g Herzlichen Dank den Freunden für Gratulation zur silbernen Hochzeit. 55 b] J. Geschinsky nebst Frau. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren C. Tausendfreund am Sprechstunde jetzt wieder 9-11, 3-5.1 65b Dr. Rauert, Arzt, Neue Hochstr. 8. Emma Seidel, [ 1b Modiftin, Markuse. 12, L.( Choreingang), empfiehlt sich Genossinnen zur Anfertigung gutsitzender Garderobe. Linienstr. 88 werden von heute nahe Weinbergsweg. 222L ab, aber nur an Handwerker, gut er Solide Arbeit. 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Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4: Verschiedenes.- Es ist Pflicht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. 189/9 Achtung! Kutscher Achtung! und im Fuhrwesen beschäftigte Arbeiter. zu wollen Garten und Saal neu renovirt. D 491L Künstliche Zähne etc. Ich habe mich hier als Spezialarz niedergelassen. Neu: Kegelbahn mit Linoleum. Kaffeeküche. für die Krankheiten der Harnorgane Meine aufs prachtvollste eingerichteten Hallen gewähren meinen sämmt lichen Gästen bei ungünstiger Witterung hinreichend Schuh. Mein Saal nach wie vor dem Sozialistengeset stets zur Verfügung. Achtungsvoll Oswald Schensch jun. Billigste und reellste Bezugsquelle in Herren-, Knabenund ArbeiterGarderoben. Anzüge nach Maaß unter Garantie eleganten Sizes. [ 274 L S. Behrendt, Große Mitglieder- Versammlung der Freien Vereinigung 84. Grüner Weg 84. heute, Abend 7 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. [ 62b Centralv. d.Haus- u. Geschäftsdiener Berlins. Ordentliche General- Versammlung HCF am Dienstag, den 7. 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Geldbuße. » Coblenz. Genosse Schiel wegen Beleidigung des Herrn v. Stumm 30 M. Geldbuße, ev. 6 Tage Haft. Lägerdorf. Die Genossen Thomsen, Haß und Hinfche wegen unerlaubter Tellersammlung je 6,50 m. Geldbuße. . März. " 1. Saalfeld. Genosse Reißhaus aus Erfurt 3 M. Polizeibuße event. 1 Tag Haft wegen Fortsetzung einer aufgelösten Versammlung.( Er hatte zum ruhigen Fortgehen aufgefordert.) » Düsseldorf. Die Genossen Held und Wesch( aus Crefeld) ersterer 40, letzterer 60 M. Geldbuße wegen Vergehen gegen das Vereinsgesetz. U Lüdenscheid. Gen. Kat twinkel von der Anklage der Erpressung freigesprochen.( Er hatte durch öffentliche Annonce die mit ihren Steuern im Rückstande befindlichen Mitglieder des Allgemeinen Metallarbeiter- Vereins- ohne Namensnennung natürlich aufgefordert, diese Steuern zu zahlen, anderenfalls Ausschluß erfolge.) Dresden. Genosse Siegrist von der Anklage des groben Unfugs freigesprochen. Er hatte in einer Hutmacherversammlung, als ihm von der Polizei das Wort entzogen wurde, geäußert:" Schon wieder ein Maulforb?" Diese Aeußerung hatte die Polizei als groben Unfug" mit einem Strafmandat von 10 M. belegt. 2. Leipzig. Das Reichsgericht verwarf die vom Redakteur Watermann in Geestemünde eingelegte Revision in einer gegen ihn erkannten Gefängnißstraße von 8 Wochen wegen Beleidigung und Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen. 8. St. Ludwig i. Elf. Genoffe Meise 80 M. Ordnungsstrafe, weil er die Versammlungs- Einladung mit„ Der Einberufer" statt mit seinem Namen unterzeichnet; acht Mitangeklagte, die in erster Instanz mit je 100. bestraft waren, wurden freigesprochen. B " Dresden. Genosse Dr. Gradnauer, Redakteur der Sächs. Arb.- Zeitung", wegen Beleidigung des Meißener Tageblatt" Redakteurs vom Schöffengericht mit 150 M. bestraft, erhält in der Berufungsinstanz 60 M. Geldstrafe. Erfurt. Schuhmacher Mö 3 je wegen Beleidigung eines Werkführers begangen in einer Streifer- Versammlung, vier Tage Gefängniß. 4. Berlin. Zimmerer Schöntisch von der Anklage der Beamtenbeleidigung freigesprochen; der Staatsanwalt hatte 4 Wochen Gefängniß beantragt. 5. Neuenhagen. Genosse Koch wegen Beamtenbeleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt vier Monate Gefängniß. Berlin. Genosse M. Nimmich wegen Vergehens gegen § 16 und 20 des Sozialistengesetzes 3 M. Geldbuße, event. 1 Tag Haft. Leipzig. Redakteur Wittich wegen Beleidigung eines altenburger Landraths vom Schöffengericht zu 50 M. verurtheilt, vom Landgericht freigesprochen. 6. Schweidnitz. Schriftsteller Krohl wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 6 Monate Gefängniß. # Berlin. Klavier- Arbeiter Peetz wurde vom Landgericht I. wegen Aufreizung zu 100 M. Geldbuße verurtheilt. Weißenfels. Genosse Louis Schmidt wegen Be leidigung der Polizeiverwaltung 3 Monate Gefängniß. 7. Königsberg. Redakteur Gronheim in Berlin wegen Aufreizung 100 M. Geldbuße. Fürth. Der Redakteur der Bürger- Zeitung" wegen groben Unfugs 20 M. Geldbuße. Begangen bei abfälliger Besprechung des Fahnenschmucks anläßlich des Kaiser- Geburtstags. 9. Elberfeld. Genosse Grimpe von der„ Elb. Fr. Presse" wegen Beschimpfung der christlichen Kirche 1 Monat Gefängniß. 10. Dresden. Handarbeiter Adam aus Zöblit wegen Majestätsbeleidigung 5 Monate Gefängniß. " a in a Zwickau. Weber D. Lungwiß aus Glauchau wegen Majestätsbeleidigung, Beleidigung des Justizministers und des Amtsgerichts Glauchau 1 Jahr Gesängniß. Hamburg. Genosse A. Bringmann, Zimmerer aus agdeburg, von der Anklage der Majestätsbeleidigung freigesprochen; der Staatsanwalt hatte 2 Jahre Ge fängniß beantragt. B. wurde am 14. Februar in Magdeburg verhaftet, nach Altona transportirt und 31/2 Wochen in Untersuchungshaft behalten. 11. Beuthen Schl. Genosse Karl Biegler wegen Verbreitung der Probenummer der Gazeta Robotnicza" 75 M. Geldstrafe bezwv. 25 Tage Haft. 12. Hannover. Genosse Heinemann aus Gr. Berkel wegen Beamtenbeleidigung freigesprochen. Gera. Genosse Herm. Nündel wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen 30 M. Geldstrafe. 13. Dresden. Genosse Dr. Gradnauer vom Schöffengericht Riesa wegen Schutzmannsbeleidigung zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt, vom Landgericht Dresden zu 80 M. Geldbuße ev. 8 Tage Gefängniß. 14. Magdeburg. Genosse Stöst er wegen Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, begangen durch Abdruck des Heine'schen Weberliedes", 6 Monate Gefängniß. Wegen " Sonntag, den 5. April 1891. März. 8. Jahrg. Untersuchungen, die mit unserer Parteibewegung im Zu16. Saarbrücken. Bergmann Bachmann wegen Aufreizung fammenhang stehen, uns ungefäumt direkte Mittheilung zukommen 8 Monate Gefängniß. J. Auer, Kazbachstr. 9 I, Berlin SW. Mit sozialdemokratischem Gruße 17. Sonneberg. Der frühere Redakteur des„ Thür. Volts- laffen zu wollen unter der Adresse freund", Genosse Aug. Burkhard wegen Aufreizung ( Abdruck des Proletarierliedes") 3 Monate Gefängniß. Berlin. Genosse Hildebrandt wegen Beleidigung des Polizeipräsidiums 1 Monat Gefängniß. " W " 29 " Berlin. Genosse A. Auerbach wegen Aufreizung 300 M. Geldstrafe. Erfurt. In der Mühlhauser Aufruhraffaire wurden verurtheilt: Arbeiter Schulz 2 Jahre Zuchthaus, Arbeiter Klinkhardt 2 Jahre 3 Monate Buchthaus, Färber Günther 2 Jahre 6 Monate Zuchthaus, Schneiderlehrling Heß 1 Jahr Gefängniß. Halle. Dr. Völkel von Magdeburg wegen Gotteslästerung 6 Monate Gefängniß. 18. Effen. Redakteur Möller von der„ Bergarbeiter Zeitung" wegen Aufreizung und Beleidigung 11 Monate 14 Tage Gefängniß. Berlin. " Maurer Frit Schulz von der Anklage der Majestätsbeleidigung und Aufreizung freigesprochen. 19. Hann. Münden. Genosse Ernst Keese wegen Beleidigung des dortigen Arbeiter Bildungsvereins 100 M. Geldbuße ev. 3 Wochen Gefängniß. 10 W " D Dorum. Das Schöffengericht verurtheilte die Genossen Redakteur Watermann und Schneidermeister Rohrig zu je 50 M. Geldstrafe, sowie den Gastwirth Schlo bohm zu 15 M. wegen Uebertretung des Vereins- und Versammlungs- Gesetzes. Colmar. Die Genossen Gringel in Mülhausen, A. u. J. Lichtenauer in Bühl wegen unerlaubter Kolportage ( Austragen der Volkszeitung") 40 M. Geldbuße event. 6 Tage Haft. Zein. Redakteur Hofmann vom„ Volksbote" von Anflage der Beamtenbeleidigung wegen Verjährung freigesprochen. Mülhausen. Zimmermann Bitsch wegen des gleichen Vergehens 40 M. Geldbiße event. 6 Tage Haft. Braunschweig. Die Polizeidirektion wurde verurtheilt, die der Zahlstelle des Tischlerverbandes konsiszirten Bücher und Gelder wieder herauszugeben. 20. Berlin. Maurer Karl Müller wurde vom Kammergericht von der Anklage des Hausfriedensbruchs und Widerstands freigesprochen( er hatte troß Aufforderung des Wahlvorstehers in Trebbin das Wahllokal nicht verlassen und mußte durch den Amtsdiener fortgewiesen werden)." Löbau. Drei Genossen erhielten wegen Tragens republikanischer Abzeichen Strasmandate von je 20 M., weil die bei der Beerdigung eines Genossen von ihnen getragenen mit weißen Schleifen verzierten Kränze einige rothe Rosen enthielten. N N Der Vorstand. Gerichts- Beitung. Zu dem Verbrecherthum, welches unter Umständen vor Gewaltthaten nicht zurückschreckt, gehören die beiden Brüder May und Paul Krone genannt Drenški, welche sich gestern wegen schweren Diebstahls bezw. Bedrohung vor der zweiten Straffammer zu verantworten hatten. Der erst 15 Jahre alte Mar Krone ist bereits sieben Mal wegen Diebstahls vorbestraft, sein um Jahre älterer Bruder Paul hat drei Vorstrafen aufzuweisen. Am 26. Januar dieses Jahres trieb sich der erste der beiden jugendlichen Verbrecher mit einem Altersgenossen in der Stadt umher. Sie hatten mehrere Bierlokale besucht und befanden sich in einiger Verlegenheit, da sie dabei ein Markstück, welches dem einen der beiden Jungen gehörte, verzecht hatten, und nun nicht wußten, wie sie dasselbe ersetzen sollten. May Krone schaffte aber bald Rath. Er hatte schon einige Beit vorher ausbaldowert", daß bei der Kohlenhändlerin Frau Schmidt in der Wiesenstraße ein Diebstahl sich sehr lohnen würde und dahin lenkten die Tagediebe ihre Schritte, nachdem auch noch Paul Krone verständigt war und sich bereit erklärt hatte, Schmiere" zu stehen. In Abwesenheit der Frau Schmidt drückte" May Krone die Fensterscheibe der Kellerwohnung ein, stahl eine goldene Uhr nebst Kette und verschiedenene Schmuckgegenstände und reichte dieselben seinen Kumpanen hinaus. Der zweite Angeklagte war nun aber im„ Schmierestehen" noch nicht so geübt und so kam es denn, daß der Einbrecher von der heimfehrenden Frau Schmidt überrascht wurde. Diese packte den Jungen am Kragen, doch diefer wehrte sich nach Sträften und drohte wiederholt, die Frau niederzustechen, wenn sie ihn nicht laufen ließe. ist aber eine Frau Schmidt resolute Frau, fie fürchtete sich vor dieser Drohung nicht, sondern hielt den jungen Einbrecher so lange fest, bis ein Schuhmann herbeigeholt war. Der zweite Angeklagte hatte inzwischen mit dem mehr als stummer Zuschauer fungirenden dritten Jungen Reißaus genommen, und als man auch ihn festnahm, zeigten die bei ihm vorgefundenen Pfandscheine, daß er die Diebesbeute ganz nach der Art erfahrener Verbrecher schleunigst versetzt hatte. Der Gerichtshof verurtheilte den jüngeren Angeklagten zu Jahren und 1 Wo che, den älteren Bruder zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß. Wegen Betrugs in zwei Fällen, in Verbindung mit Berlin. Dreher Schrader von der Anklage der Land- Uebertretung der Gewerbe Ordnung, stand gestern die Wittwe raths- Beleidigung freigesprochen. Staatsanwalts- Auguste Leinert vor der ersten Straffammer des LandAntrag: 6 Wochen Gefängniß. gerichts I. Die Angeklagte war früher fonzeffionirte Stellen21. Bochum. Redakteur Jof. Jeup aus Gelsenkirchen vermittlerin, durch Beschluß des Bezirks Ausschusses ist ihr aber wegen Aufreizung 3 Monate Gefängniß. StaatsanwaltsAntrag: 9 Monate Gefängniß. # " Berden. Redakteur Watermann aus Geestemünde wegen Beleidigung 1 Monat Gefängniß. Berlin. Genosse Franz Drews von der Anklage der Beleidigung des Polizeipräsidiums freigesprochen. dieser Gewerbebetrieb untersagt worden, weil sie sich dabei Betrigereien zu Schulden kommen ließ, die auch ihre wiederholte Bestrafung zur Folge hatten. Troß dieses Verbots hat die Angetlagte das Gewerbe im Stillen fortgesetzt und wiederum in betrügerischer Weise. Sie suchte in den Zeitungen diejenigen Anzeigen heraus, in denen junge Mädchen Stellen als Ver23. Berlin. Wegen Fortsetzung einer verbotenen Versamim fäuferin wünschten. Sodann schrieb den Suchenden, daß sie eine lung wurden verurtheilt die Genossen Roloff zu ausgezeichnete Stelle zu vergeben habe und bat dieselben, sich zu ihr zu bemühen. Wurde 14 Tagen Gefängniß; Valernes und Feschke zu der Aufforderung Folge geje 10 M. Geldbuße ev. 2 Tage Haft. schenkt, so entlockte die Angeklagte den jungen Mädchen, Elberfeld. Ser Provinz geAnstreicher Hugo Obermeier wegen welche zumeist erst vor Kurzem aus Polizeibeleidigung( durch eine Rede in der Arbeitslosen- fommen waren, fünf bis zehn Mark Einschreibegeld und Natürlich war dort Versammlung) 6 Wochen Gefängniß. Staatsanwalts- An- gab ihnen dann eine Adresse auf, trag 8 Monate Gefängniß. Stelle nicht vakant, oder schon längst Dortmund. Genosse Lehmann, Redakteur der„ Westf. besetzt. Der Gerichtshof erklärte, daß nur die Geringfügigkeit Fr. Pr.", wegen Beamtenbeleidigung" 60 M. Geldstrafe der erschwindelten Beträge die Angeklagte vor dem Zuchthause ev. 10 Tage Haft; von der Anklage der Aufreizung wurde bewahrt habe, es wurde aber auf acht Monate Gefängniß und er freigesprochen. auf 50 M. Geldstrafe erkannt. Heidelberg. Genosse Morath wegen groben Unfugs" " B th 10 M. Geldbuße, ev. 1 Tag Haft. 24. Bielefeld. Redakteur Groth von der Volkswacht" " " te " wegen Beleidigung eines Amtmannes 100 M. Geldbuße, ev. 10 Tage Gefängniß. entweder eine Versammlungen. Eine öffentliche Branerversammlung Altona. Redakteur G. Stengele von der„ Nordd. Bolts- 3tg." wegen Beleidigung des Kieler Schlächtermeisters tagte am 2. d. Mts. im Joel'schen Saale unter Vorsitz des Mogensen 10 Tage Gefängniß und 1000 M. Geldbuße. Kollegen Preuß. Gingeleitet wurden die Verhandlungen durch. Staßfurt. Drei Genossen wegen Erhebung von Eintritts- einen Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Auer über das geldern zu Versammlungen Polizeimandate von je 30 m. Thema: Die moderne Arbeiterbewegung und Elberfeld. Genoffe Grimpe von der„ Elberf. Freien ihre Bedeutung", welches sich der Vortragende aus dem Preffe" wegen Beschimpfung von Einrichtungen der fatho- Grunde gewählt hatte, weil gerade im Braugewerbe sich noch lischen Kirche( Mönchsorden) 2 Monate Gefängniß. viele zünstlerische Rückstände vorfinden und demzufolge auch die 27. Altona. Schuhmacher Gosch wegen Majestätsbeleidigung Brauergesellen, welche vor nicht langer Zeit noch„ Brauknechte" 6 Monate Gefängniß. Angeber war Hittmeister a. D. titulirt wurden, in der modernen Arbeiterbewegung noch zurück Ottens in Jhehoe. und nach dieser Richtung hin der weitesten Aufklärung bedürftig Offenbach. Redakteur Jahn vom Offenb. Abendblatt" seien. In einem eineinhalbstündigen Vortrage that der Referent wegen Beleidigung eines Stadtverordneten 60 M. Geld das Seinige, die Brauergesellen über ihre soziale Lage auf ftrafe. zuklären, und feine Darlegungen wurden mit dem lebhaftesten 28. Dresden. Genosse Ebert, Redakteur des Gastwirth Beifalle belohnt. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen gehilfen", wegen Beleidigung eines Restaurateurs in Tolf- in größerer Anzahl. Hervorgehoben wurde besonders, daß die wiß 10 M. Geldbuße. feiner Zeit nach dem Streit bewilligte zehnstündige Arbeitszeit in den allermeisten Brauereien bereits wieder beseitigt und durch Volkszeitung" wegen Beleidigung eines Hauptmanns zu wurde der enge Zusammenschluß der Kollegen in den Brauereien, cine 14-16 stündige Arbeitszeit ersetzt worden sei. Allgemein . 18 " " Mainz. Redakteur Sprenger von der„ Mainzer 25 M. Geldstrafe. 31. Nürnberg. Die Genossen Scherm, Kraus und Leist sowie der gesammten Kollegenschaft und deren fester Anschluß an wurden wegen unerlaubter Sammlung( Versammlungs- die allgemeine moderne Arbeiterbewegung betont. Ein Antrag Eintrittsgeld) mit Polizeimandat von 10 bez. 5 t. be- einen besonderen Fachverein für Berlin zu gründen, da di glückt. Das Amtsgericht verurtheilte auf Berufung jetzige Organisation Gauverband und Brauerbund den Be Scherm zu 15 M., Kraus und Leist zu je 5 M. Geld- dürfnissen der Arbeiter nicht genügt, fand lebhafte Opposition buße. und wurde derselbe fast einstimmig abgelehnt. Eine Resolution, Frankfurt a. D. Die Genoffen Nöller und Beh welche sich mit den Ausführungen des Vortragenden einverstanden rend, Redakteur, bez. Verleger der„ Märt. Volksstimme" erklärt und zur regen Agitation unter den Brauergehilfen aufwegen Beleidigung eines Gemeindevorstehers 150 bezw. fordert, wurde angenommen. 30 M. Geldbuße. Eine öffentliche Bersammlung Frankenthal. Der 62 jährige Genoffe Anton Gifenfämmtlicher bei der Wäschefabritation beschäftigten Arbauer aus Bobenheim wegen Gotteslästerung zehn beiter und Arbeiterinnen, welche am Donnerstag Abend unter Tage Gefängniß; Staatsanwalts- Antrag: sechs Monate dem Vorsitz des Genossen Koopmann tagte, beschäftigte sich mit Gefängniß. den Zuständen in der Wäschefabrit von van Berlin. Arbeiter Wahlmann wegen Beleidigung eines 2 aat, Schmitz und Gltschig und mit der MaßGendarmen in Weißenfee 10 Gefängniß. regelung einiger bis dahin daselbst beschäf tigt gewefenen Kollegen. Den Bericht hierüber als einer der Mitbetroffenen hatte der Genosse Grashold übernommen, welcher in wenigen Worten bie bol einen Derben schilderte. So habe neulich das Geschäftspersonal einen derben Verweis erhalten, weil es ohne Genehmigung der Unternehmer ein Vergnügen arrangirt hatte, es wurde den Angestellten bemerkt, daß die Geschäftsinhaber ihnen auf das Strengste verbieten, mit einander außerhalb des Geschäfts einen geselligen Verkehr zu Majestätsbeleidigung 3 Monate Gefängniß. öffentlichen Lokal treffen sollten, so sollten sie verpflichtet sein, dies Naumburg. Hofmann und Genossen von der Anklage lungen oder Freisprechungen, aber nur von solchen, nicht, am nächsten Tage den Prinzipalen sofort zu melden. Lefen und Effen groben Unfugs( Weißenfelser Boykott- Prozeß) freigesprochen. wie es so häufig geschehen, auch schon von eingeleiteten sei den Arbeitern in der Fabrit ebenfalls untersagt. Die kaufmännis " " F Unsere seinerzeitige Aufforderung an die Genoffen, von allen Beleidigung des Schönebecker Magistrats und der Stadt Prozessen und Berurtheilungen ungefäumt uns zu benachrichtigen, verordneten- Bersammlung wurde er freigesprochen. Frankfurt. Genoffe Hoch von der" Frankfurter Volks- ist bisher nur theilweise berücksichtigt worden, so daß unsere je ftimme" wegen Beleidigung von drei Pfaffen 60 m. weilen veröffentlichten Straflisten" noch immer hinter der WirkGeldbuße ev. 6 Tage Haft. Staatsanwalts- Antrag: drei lichkeit zurückblieben. Wochen Gefängniß. Wir wiederholen daher heute diese Bitte und ersuchen ins # 1 Guben. Schuhmacher G. Nagel aus Crossen wegen besondere die Vertrauensmänner, von allen erfolgten Verurthei- pflegen, ja wenn sich zwei Angestellte zufällig einmal in einem schen Angestellten würden dort mit einem Beamtenapparat verglichen, Frau Wagner gewählt, welche die Angelegenheit näher unter-[ Bertrauensmann für Berlin und die Proving Brandenburg nieder. indem fie alle Borkommnisse sofort an ihre ,, Vorgesehten" zu berichten fuchen resp. über die Unterstützung der Gemaßregelten berathen Nachdem der zur Zeitung des Arbeitsnachweises u. f. w. gleichfalls hätten. Auch in dem Fall, der die heutige Versammlung zu be- sollen. Das Resultat soll einer Vereinsversammlung vorgelegt in Vorschlag gebrachte Kollege Schulz zu Gunsten des Kollegen schäftigen habe, sollen dem Geschäftsführer durch einen jungen werden. Mann Zuflüsterungen gemacht sein. Redner schildert nun einTimm verzichtet hatte, wurde Letterer einstimmig für dieses Amt Weiter wurde hinsichtlich der Maifeier die Veranstaltung gewählt. Desgleichen beschloß die Versammlung, dem Kollegen gehend den Vorgang, welcher zur Maßregelung von drei zu eines Vergnügens am 2. Mai beschlossen; ein Viertel des Arbeits- Timm für d'e mit der Leitung des Arbeitsnachweises u. f. w. vers schneidern führte. Die neun Akkordzuschneider sahen sich vor verdienstes am 1. Mai soll von allen in der Wäschebranche be- bundene Arbeit mit Rücksicht auf die augenblickliche schlechte Lage vierzehn Tagen etwa durch fortgesetzte Begünstigung des Lohn- schäftigten Arbeiterinnen geopfert werden. der Schneider vorläufig 24 M. per Woche zu gewähren und diese zuschneiders in ihrem Verdienst benachtheiligt. Als dann dies immer ärger wurde, verabredeten sie eine Zusammenkunft. Bei Seit halber von der Tagesordnung abgesetzt. Weitere Punkte der Tagesordnung wurden der vorgerückten Summe später zu erhöhen. der Besprechung wurden sie jedoch nur darüber einig, daß sie Zu Punkt 5 der Tagesordnung: Ergänzungswahl der Agi vorstellig werden wollten, aber sie konnten sich nicht insgesammt tationstommission theilte Rollege Rogge mit, daß sich die aus Eine öffentliche Versammlung der Klavierarbeiter geschiedenen Kollegen Erden und Steinborn eine Ergänzungswahl schlüssig werden, für alle Fälle solidarisch für einander einzustehen. und sämmtlicher in der Musikbranche beschäftigten Arbeiter und vorzunehmen sei. Gewählt wurden nach kurzer Debatte die Diese Uneinigkeit benutzt nun der Geschäftsführer Asch- dem- Arbeiterinnen tagte am Dienstag, den 31. März. Regierungs- Kollegen Rogge und Kretschmar. felben war alles brühwarm mitgetheilt worden und fündigte Baumeister Reßler hielt einen Vortrag über Organisation, welcher Ünter Verschiedenem" brachte Kollege Wiesemann die Vers den drei Kollegen, welche sich am meisten fompromittirt hatten, mit großem Beifall aufgenommen wurde. In der Diskussion hältnisse zur Sprache, welche bei der Firma Hoffmann in der schon am Tage nach der Besprechung zuerst ohne Angabe der sprachen sich die Kollegen R. Schmidt, Sparfeldt und Zubeil Friedrichsstraße herrschen. Die genannte Firma hatte im Sommer Gründe, später äußerte der Herr aber auf nochmaliges Befragen, ganz im Sinne des Referenten aus, befürworteten eine feste fein Plazgeld beansprucht, während sie im Winter, wo der Ver daß sie hinter seinem Rücken zusammen gekommen wären, um an Fachorganisation und forderten sämmtliche in der Musikbranche dienst bedeutend abzunehmen pflegt, für jedes Stück 1 M. Platz: seinen, des Herrn Geschäftsführers Anordnungen zu zweifeln und beschäftigten Arbeiter auf, sich dem Fachverein der Klavierarbeiter geld beansprucht: Es wurde mitgetheilt, daß sich die Agitations zu deuteln. anzuschließen. Den Bericht über den Streik in der Pianoforte kommission mit dieser Angelegenheit in nächster Zeit beschäftigen Als sie nun am letzten Sonnabend ihre Entlassungszeugnisse fabrit von Matz u. Ko. erstattete Kollege Meyer und führte aus, werde. erhalten hatten, habe er auf seinem ein fleines, schwer erkennt daß die Situation zwar noch dieselbe sei, nur mit dem Unterschied, Nachdem es den Kollegen und Kolleginan ferner dringend liches Merkzeichen wahrgenommen, indem nämlich die Unterschrift daß jetzt der Vorrath aufgearbeitet sei und die dort arbeitenden ans Herz gelegt war, von dem am 1. Mai von Seiten der eingeklammert war, ein Zeichen, welches vielleicht für den Unter- Kräfte sehr wenig zu liefern vermögen. Er fordert die Kollegen Generalfommission in Hamburg zur Ausgabe gelangender nehmerverein Interesse hätte.( Lebhafte Zustimmung.) Vor Be- auf, noch nicht den Muth sinken zu lassen und fleißig weiter Marken nach Kräften zu kaufen, wurde die Versammlung mit ginn der Diskussion forderte der Vorsitzende etwa anwesende Ber- zu sammeln, dann wird der Sieg in kurzer Zeit unser sein. Er einem dreifachen Hoch auf die Arbeiterbewegung geschlossen. treter der angegriffenen Firma auf, das Wort zu ergreifen. Es stellt hierzu folgende Resolution: Die Versammlung sämmtlicher meldete sich schließlich der schon im Referat mehrmals erwähnte in der Musikbranche beschäftigter Arbeiter und Arbeiterinnen Schöneberg. Geschäftsführer Herr Asch. Daraus, daß die Versammlung nicht beschließt, den Streit in der Pianoforte- Fabrik von May u. To. Eine öffentliche Volksversammlung fand am Donnerstag so sehr stark besucht war, es mochten etwa 350 Personen an- aufrecht zu erhatten. Sie gestattet aber den Streifenden, wenn Abend in der Schloßbrauerei unter Leitung der Genossen Frei wesend sein, will der Redner zunächst das Resultat ziehen, daß ihnen Arbeit nachgewiesen wird, sie anzunehmen. Hierüber wurde dank, Albrecht und Hackelbusch statt. Das Referat zum ersten feine Firma den hochanständigen Rang in Berlin einnimmt, wie abgestimmt und die Resolution gegen 5 Stimmen angenommen. Punkt der Tagesordnung:" Zweck und Ziele der Sozialdemo er es erwartete".( Bwischenrufe.) Ich verbitte mir alle Beifalls- Kollege Sparfeld befürwortete, den streitenden Kollegen zu ge- fratie", hatte Genoffe Glocke übernommen. Redner schilderte und alle Mißfallsbezeugungen, sonst höre ich sofort auf zu sprechen. statten, sich Arbeit zu suchen. Kollege Schulz stellte den Antrag, in etwa einstündigem Vortrage Entstehung und Entwickelung der ( Gelächter.) Herr Asch stimmt nun ein klagelied von der die streikenden Kollegen zu verpflichten, nur durch den Arbeits- Sozialdemokratie im Gegensaze zur bürgerlichen Demokratie, großen Noth der armen Unternehmer an, welche vollauf zu thun nachweis des Vereins Arbeit anzunehmen. Darauf wurde die weist die Angriffe und Berleumdungen der Gegner gebühreno hätten, um die liebe Kundschaft und die lieben Arbeiter" au- Versammlung mit einem dreimaligen Hoch auf die Arbeiter zurück und schließt, indem er als Endziet der Sozialdemokratie frieden zu stellen.( Ironische Zwischenrufe.) Unterlassen Sie bewegung geschlossen. die Sozialisirung der Gesellschaft bezeichnet.( Lebhafter Beifall.) die Zwischenrufe, sonst spreche ich nicht weiter.( Schallendes GeIn der Diskussion fordert Genosse Marasas zum Eintritt in lächter.) In der Fabrik habe Uneinigkeit geherrscht und da die Organisationen auf. habe ein junger Mann aus dem Geschäft das GerechtigkeitsBeim dritten Puntt, Maifeier", wird, nachdem Genosse gefühl() besessen, ihm dies zu melden und auch, daß Herr fand am Donnerstag, den 2. April, unter dem Vorsitz des Kol- Glocke die Bedeutung derselben kurz geschildert hat, folgende Reso Grashold von Straßenfegerlöhnen gesprochen habe. Herr Asch legen Rogge statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Ab- lution gegen zwei Stimmen angenommen: führt noch Berschiedenes an und versichert hinterher: Ich ver- Rechenschaftsbericht der Kongrepkommission und fonstatirte bei fung für Schöneberg erklärt sich für dieses Jahr betreffs ber rechnung der Kommissionen, gab Kollege Schulz zunächst den Die heute, am 2. April, tagende öffentliche Volksversamm fichere es auf mein Ehrenwort und an meinem Ehrenwort haben einer Einnahme von 216,10 M. und einer Ausgabe von 236 M., Maifeier mit dem Beschluß der sozialdemokratischen ReichstagsSie nicht zu zweifeln( Heiterkeit), die drei Zuschneider sind nicht ein Defizit von 19,90 m. Dieses Defizit ist durch die infolge fraktion einverstanden, spricht aber den Wunsch aus, daß für gemaßregelt, sie sind wegen ungebührlichen Betragens entlassen einer polizeilichen Auflösung einer Versammlung entstandenen spätere Zeit dieser Beschluß nicht bindend sei, indem gerade die und ungebührliches Betragen nenne ich es, wenn Jemand in der Unkosten auf 23,57 m. gestiegen. Auf einen Vorschlag des Kol- Feier des 1. Mai dazu mit beiträgt, die Verwirklichung des Werkstatt hegerische Reden führt.( 3wischenrufe.) Betreffs der Namensunterschrift will der Herr Asch das Beichen auf einen legen Timm beschloß die Versammlung, die Agitationskommission Achtstundentages herbeizuführen Eleinen Schreibfehler zurückführen, was nun in gehässiger Weise mit der Deckung dieses Defizits zu beauftragen. Ferner wird beschlossen, daß Diejenigen, welche am 1. Mai aufgebauscht werde. Wenn er tennzeichnen wolle, so Hierauf legte Kollege Wiesemann den Rechenschaftsbericht arbeiten, 1/4 ihres Arbeitsverdienstes an die Generalkommission ständen ihm ganz andere Mittel, Jemand den der Lohnkommission vor, laut welchem eine Einnahme von zu Hamburg übermitteln. Ein Antrag, am 1. Mai Abends eine Fabrikanten bemerkbar zu machen, zur Ver- 66,10 M., die Ausgabe derselben Summe entgegensteht. Stollege Versammlung abzuhalten, wird nach Widerlegung durch Genossen fügung als diese. Wir sind bekannt als Fabrikanten von Wiesemann theilte ferrer mit, daß die Thätigkeit der Lohnkom- Albrecht zurückgezogen, aber dem Wunsch Ausdruck gegeben, sich Prima- Waare, als ein hochanständiges Geschäft. Die anderen mission erloschen sei und diese selbst sich aufgelöst habe. der Demonstration am 3. Mai irgend einer der von Angelegenheiten gehen die heutige Versammlung nichts an, das Trotz wiederholter Aufforderung ist es nicht gelungen, die Berlin aus unternommenen Barthien anzuschließen. find Privatangelegenheiten, auf dem Vergnügen waren Kommission der Damenmäntel- Schneider- und Schneiderinnen Beim 4. Punkt theilt der Vorsitzende mit, daß die Beschwerde, feine Arbeiter, sondern nur das taufmännische Per- zur Abrechnung zu veranlassen. Da die betreffende Kommission welche gegen die Auflösung der letzten Versammlung eingereicht fonal( Ruf: Auch Arbeiter. Unruhe.) Ein junger Mann, der aber in einer öffentlichen Versammlung auch Rechenschaft ab- ist, zurückgewiesen sei, und zwar weil die allgemeine mir mittheilt, was in der Fabrik unter den Arbeitern vorgeht, zulegen hat, so wurde gemäß eines von den Kollegen Timm und Ruhe und Ordnung die Auflösung erfordert den nenne ich keinen Horcher, sondern einen sehr rechtlich denken Wiesemann gestellten und begründeten Antrages einstimmig be- ha be. Redner weist auf die antisemitischen Tumult- Versamm den jungen Mann, den ich sehr hoch achte. fchloffen, die Agitationstommiffion au beauftragen, im Vorwärts" lungen hin, welche bis Nachts 2 Uhr gedauert hätten, während Rückmann, einer der Entlassenen, geht nochmals genau die einen Aufruf zu erlassen, durch den die betreffenden Mitglieder für die Sozialdemokraten die Polizeistunde maßgebend sei und Zustände in der Fabrik von van Laat, Schwitz und Eltschig durch der Kommission für die Damenmäntel Konfettion in scharfer theilt mit, daß die Beschwerde weiter geführt werden würde. und geht ebenso wie die nachfolgenden Redner Zemfe, Bogel, Weise zur Ablegung des Rechenschaftsberichtes aufgefordert werden Herren Garre interpellirt. Genosse Albrecht theilt mit, daß Ser Hierauf wird die Lokalkommission wegen des Lokales des Vogt, Mattischeck, Koopmann und Springer mit dem Herrn Asch sollen. scharf ins Gericht. Im Laufe der Diskussion wird als bes Da der Referent, Stadtv. Zubeil, nicht erschienen war, so arre ihm gesagt habe, er habe schon im vorigen Jahre 3000 M zeichnend für die Behandlung der Arbeiter erwähnt, daß diese mußte der zweite und dritte Punkt der Tagesordnung abgesetzt Schaden gehabt, tönne aber seiner Stammgäste wegen nicht durch zwei große Fenster beobachtet würden. Als Grashold werden, und die Versammlung ging zum vierten Punkt über: Die geben. Herr S. habe übrigens eine Konzession vom Jahre 1880, ausführte: Aus den Auftreten des Herrn Asch in der heutigen weitere Regelung und Besetzung des Arbeitsnachweises und des Aus- sei ganz unbeschränkt und könne sich sehr gut auf diese Konzession Versammlung wird man sich leicht einen Schluß ziehen funftsbureaus. Hierzu berichtete Koll. Schulze, daß die Einrichtung berufen. tönnen, wie Herr Asch in der Fabrit auftritt( Stürmische Zu- des betr. Institutes eigentlich am 1. April hätte vollendet sein sollen Der Vorsitzende theilt noch mit, daß die Tellersammlun stimmung),-da erhob sich Herr Asch von seinem Sig und verließ durch unvorhergesehenen Zufälle werde sich die Bollendung aber wohl wieder verboten sei, daß aber der Prozeß, der in dieser Ang bröhnenden Schrittes den Saal. Der taufmännische Arbeiter bis zum 1. Mai verschieben. Im Uebrigen habe man den Kollegenheit schwebt, bald zu Ende geführt sei. Gegen die lez Heinze verwahrte sich dagegen, daß er ein Angeber fei, er habe legen Timm dazu ausersehen, die Leitung des Arbeitsnachweises freisprechende Entscheidung habe die Staatsanwaltschaft Be nur feine Pflicht gethan. Nach Empfang etlicher Antworten und des Auskunftsbureaus zu übernehmen. rufung eingelegt. Nach einer Aufforderung, für den Vorwärts ging auch dieser Herr. In der äußerst lebhaften Diskussion sprachen die Kollegen zu agitiren, wird die Versammlung mit einem dreifachen Hoch Es wurde hierauf eine Kommission von sechs Personen be- Kroll, Schulz, Schulze, Timm, Rogge, Wiesemann und Frau auf die Sozialdemokratie geschloſſen. stehend aus Schlesinger, Kobelt, Bubelweid, Hergt, Zemte und Wengels. Kollege Wiesemann legte gleichzeitig sein Amt als Eine öffentliche Versammlung der Schneider und Schneiderinnen bei fn Re M zuz S De J 8 ( a: KL U C 50 be zu ho en fi G fä 119 e G A Achtung! Festblatt zur Maifeier betreffend! Achtung! Die Bestell- Liste wird am 10. d. Mts. unbedingt geschlossen, weshalb wir noch beabsichtigte Bestellungen uns postwendend zu überschreiben bitten. Die Versendung des Festblattes an die auswärtigen Besteller erfolgt vom 20. d. Mts. ab, die Ausgabe an hiesige Besteller am 27. d. Mts., worauf wir in Hinsicht auf die vielfach an uns gelangten Anfragen noch besonders aufmerksam machen. Berlin SW., den 5. April 1891. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Beuthstr. 3. Sozialdemokratischer Wahlverein W. Gründel's Restaurant, für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große öffentl. Tischler- Versammlung S., Dresdenerstraße 116. General- Versammlung am Dienstag, den 7. April, Abends 8 Uhr, im Lokale Gipsstraße 3. Zages Ordnung: 1. Nechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 8. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes und Fragetaften. 340/11 Pflicht aller Mitglieder ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 6. April, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobftraße Nr. 75: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom dritten Verbandstage. 2. Abrechnung vom Rosenthal'schen Streit. 3. Verschiedenes und Fragetasten. 118/7 NB. Es wird gebeten, die Listen für die Neunstunden- Bewegung an die betreffenden Vertrauensleute abzuliefern. Der Vorstand. Stutz' Photographie- Atelier Berlin, Landsbergerstraße 82. 12 Visit-, Hamburg. Spezialität: 13 truß- od. niebilder u. wirklich. Rabinetbild zusammen am Montag, den 6. April, Abends 8% Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuser Straße Nr. 4a. Tages- Ordnung: 315/3 1. Abrechnung der Fünfer- Kommission. 2. Wahl der Vertrauensleute. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler Buchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, Sattler und Gärtner. 2211 2 Billards, Vereinszimmer und Saal Täglich: Frei- Concert. Nach wie vor mache ich meine werthe Kundschaft auf 185L meinen vorzüglichen Frühstück-, Mittag sämmtl. Bled-, Wagen- u. Möbel- Lackirer und Abendtisch, Berlins und Umgegend am Montag, den 6. April, Abends 812 Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Tagesordnung: 1. Der Kampf mit geistigen Waffen. Referent: Stadtv. Otto Klein. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 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