Mr. 303. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando Biertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit Illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Streuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boit Zeitungs- Breisliste für 1898 unter Nr. 6708. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs== Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 28. Dezember 1893. Unsere Junker Der Zuckerbäcker- ,, Frieden".*) Paris, den 24. Dezember 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. O ja! Er könnte schon wenn. Wenn er den Casimir Périer der Kammer zwei Zwölftel" das heißt, die Landtag auflöst und den Reichstag auflöst und den Erlaß vom Bewilligung des Budgets für zwei Monate abgerungen, sind recht sonderbare Heilige und Helden. Während sie 4. Februar, an dem Die um den Herrn von und so daß das Minifterium jetzt auf einige Zeit Bahn furchtbar laut fchreien", wo keine Gefahr ist und wo sie Bu Hammerstein so nachdenklich herumschnuppern, fräftig frei hat. Gegen diese Art, der Etatsberathung zu entwischen, die Boltsvertreter um ihr Recht und ihre Pflicht der Kritik zu empfängliche Ohren vermuthen, sind sie jest, nachdem sie der anwenden läßt, dann wären die Herren Junter aus dem die Volksvertreter um ihr Recht und ihre Pflicht der Kritik zu betrügen, und ihnen die Ausübung ihres Mandats und die Regierung pathetisch den Krieg angedroht, und es Ernst Reichstag und aus dem Landtag hinweggeblasen, aber Prüfung der Ausgaben unmöglich zu machen gegen dieses werden könnte, auf einmal gar kleinlaut geworden. Und aber aber. Aber wer käme an die Stelle? fchmähliche Manöver erhob sich Belletan; allein er konnte während sie sonst, wo sie Hans- Hafenfüße vor sich zu haben Wer hätte den Vortheil? Wer wäre der lachende Dritte? nur zum Wort gelangen, nachdem er vorher die Erklärung ab vermuthen, den wilden Mann spielen und grimmig berserker- Und die Hand, welche den Handschuh hingeworfen, erstarrt gegeben hatte, daß er keine Krisis heraufbeschwören wolle. Und haft thun, laffen sie jetzt den Handschuh, welchen Herr bei dem Gedanken, wie der Arm der speerewerfenden da die Deputirten sich wohl bewußt sind, daß jetzt alles Stoff von Caprivi auf ihr großmäuliches Bramarbasiren ihnen Krieger beim Anblick des Medusenhauptes erstarrte. für eine Krisis ist, so beeilten sie sich, im Handumdrehen alle hinwarf, fein säuberlich am Boden liegen, beschnüffeln ihn Kanzler und Junker werden sich nicht weh thun. Sie Kredite zu bewilligen, die man von ihnen verlangte. aus der Entfernung wie kluge Jagdhunde einen Jgel, brauchen einander. Und der Sozialdemokrat steht vor der des Zuckerbäcker- Friedens haben die Sozialisten verhindert, Aber weder der anarchistische Kochtopf, noch das Nahen fuchen mit talmudistischem Scharfsinn sich und anderen weiß- Thüre. das Ministerium anzugreifen. Basly und Millerand zumachen, daß der Handschuh gar kein Handschuh ist, und geißelten von der Rednerbühne die Niederträchtigkeiten, die das sagen sich philosophisch, was einer der Jhrigen auch bei Ministerium Dupuy während des Ausstandes der Berg= einer denkwürdigen Gelegenheit einst sagte:„ Der Muthige leute verübt hat. Sie konnten die Ernennung einer parlaweicht kühn zurück." mentarischen Kommission, welche die Vorkommnisse an Ort und Stelle Ja, ja der biedere Ritter Falstaff kannte sich und seine untersuchen sollte, nicht durchsehen, aber troß dem heftigen WiderMitritter, als er die schöne Lebensweisheit verkündete:" Die Andenken an die Geburt Cbristi ein Schwein schlachtet, und man zwei verschiebenen Arbeitskommissionen ge Man feiert in Frankreich die Weihnachten, indem man zum streben der Minister haben sie die Kammer zur Einsetzung von Vorsicht ist der beffere Theil der Tapferkeit." Gum Der Erlaß vom 4. Februar 1882 ist keine Waffe, die Kaldaunen des geschlachteten Schweines verspeist. Der ge- Fürforge"( prévoyance sociale) und der Unterstützung( bei Bebegeht das Feſt, indem man Würste von dem Blut nnd den zwungen. Die eine derselben bezweckt Gefeße der sozialen uns trifft Herr v. Caprivi hat ihn nicht richtig ver- schichtliche Weihnachtsschmaus reveillon der nach der triebsunfällen, in Krankheit und im Alter 2c.) Und die andere standen der Erlaß war doch gegen Andere gemacht"-Mitternachts- Messe" statt zu finden hat- wird nur noch Rommission hat zum Zweck die Beziehungen des Rapitals und mit solchen Backfisch- Sophistereien suchen die Ausbunde der von den menschenfreundlichen Damen abgehalten in Er der Arbeit". Die sozialistischen Abgeordneten haben also die Ritterlichkeit und des superlativen Ehrenpuntts sich über innerung an die Liebe Jesu zu Maria Magdalena und anderen Herren Barlamentarier genöthigt, den fozialen Fragen neben die unangenehme Thatsache hinwegzutäuschen, daß ihnen ein liebenswürdigen Sünderinnen. Den ersten Tag des Jahres den Handels- und Industriesragen, die allein bisher für die fategorisches: hic Rhodus, hic salta hier ist Rhodus, Neujahr feiert man nicht mit Festgelagen, sondern mit Ber- Rammer vorhanden waren, einen ebenbürtigen Platz einzu hier tanzt! sieht, muß an diesem Tage den Damen, bei welchen er zugerufen worden ist, und daß sie entweder schenken von Süßigkeiten. Jeder Bürger, der auf seine Würde räumen. Basly hat den Angriff fortgesetzt und ihn dies Mal gegen tanzen müffen, oder zu Kreuz kriechen, Die nationalliberale Presse, die noch immer an die im Jahr vorher zu Mittag gespeist hat, Dragées und Pralines die Bergwerks- und Eisenbahn- Gesellschaften ( Buckerzeug) spenden. Das Zuckerbäcker- Geschäft blüht in gerichtet. Möglichkeit der Rückkehr Bismarc's glaubt, thut ihr Mögs dieser Jahreszeit ebenso der Handel mit Spielzeug, das Seit dem Beginn der Arbeiterbewegung in den Kohlenbecken lichstes, um seinen Mannen aus der Patsche zu helfen. Sie man den Kindern schenkt, um die Gunst der Eltern zu gewinnen. des Nordens haben die Bergleute des Pas de Calais eine gespricht höhnisch von der Schwäche Caprivi's, dem die feste Die übrigen Geschäftsleute wollen sich den günstigen Augenblick, werkschaftliche Organisation- ein Syndikat, das 15 000 Mitglieder Hand" seines Vorgängers fehle. Ja diese feste Hand! Die wo jeder die Hand leichter als sonst an den Geldbeutel bringt, zählt und in die übrigen Bergwertsgebiete seine Strahlen ausHerren Nationalliberalen erinnern uns an jene russische nicht entgehen lassen: fie stellen in Holzbuden, die auf beiden wirst. Die Bergleute haben zum Aerger der Patrioten auch geFrau, die sich beim Popen darüber beklagte, daß ihr Mann werden, alle die Waaren aus, welche sie während des Jahres zwei sozialistische Abgeordnete gewählt: Basly und Lamendin, Seiten der Boulevards und auf den größeren Pläzen errichtet lernt, fich des allgemeinen Wahlrechts zu bedienen; sie haben fie nicht liebe. Ja, wodurch zeigt er das?"" Er prügelt nicht los werden fonnten. Das Geschäft blüht, und um es nicht und in die Gemeindevertretungen haben sie Arbeiter geschickt, mich nicht!" Den Nationalliberalen fehlt die feste Hand", zu stören, find die Politiker übereingekommen, ihren Hader zu anstatt Ingenieure, Steiger und andere Bediente tie sie einft prügelte, oder, um in den Worten eines ihrer unterbrechen und den Zuckerbäckern einen Frieden" von etlichen der Gesellschaft, wie sie das früher zu thun pflegten. bekanntesten Führer, des verstorbenen Karl Braun- Wochen zu gewähren. Der soziale Krieg wüthet dort ohne Unterbrechung zwischen den ,, unser Braun" zu reden, sie wie Hausknechte" be- Die Partei, der es einfallen sollte, ein Ministerium vor Neu- Gesellschaften und den Bergleuten. Alle Erwählten des handelte. Das heißt wohlgemerkt: wie Haustnechte der jahr zu stürzen, würde die Verwünschungen des Publikums ernten. allgemeinen Wahlrechts sind aus den Gruben guten alten Zeit, denn ein moderner, mit sozialdemo- Das wissen die Minister und sie benutzen die Waffenruhe, um gejagt worden wie Calvignac in Carmaux. Aber das hat fratischen Ideen schon mehr oder weniger verseuchter" von den Abgeordneten, die schon mit einem Fuße im Eisenbahn- den Herren nicht genügt; man will jetzt auch die Wähler Hausknecht würde den rohen Patron, der ihm die Be- oupé ſind, die Geseze bewilligen zu lassen, die der Kritik am selbst fortjagen und sie durch Belgier erfeßen, meisten Handhabe bieten. Statt das Budget zu berathen, hat die fein Stimmrecht haben. Belgische Arbeiter werden handlung angedeihen ließe, über die Herr Braun sich in Massen eingeführt. Die Eisenbahn- Gesellschaft des Nordens weiland beklagte, so gründlich verdreschen, daß ihm seine*) Trêve des Confiseurs( spr. trähm dä kongfisöhr) Zucker- leiht dabei ihre Hilfe; sie hat Spezialzüge eingerichtet, säkularmenschlichen Manieren bald abgewöhnt wären. bäcker- Frieden, Zuckerbäcker- Waffenruhe- nennt man in Frank die des morgens die belgischen Arbeiter von Ja, Bismarck hätte es sicherlich anders gemacht als reich die Zeit von vor Weihnachten bis nach Neujahr, wo die ihrer( fehr nahen) Heimath nach den Gruben Caprivi gewiß: er hätte seine Junker nie in diese Zuckerbäcker regieren und der Kampf der Parteien ruht. Trêve fchaffen, und des Abends von den Gruben nach Patsche gebracht. Freilich, ist nicht auch Caprivi in fehl der Kirche die Fehden eingestellt werden mußten. Bekannt die Woche. Frist, innerhalb deren auf Be- der Heimath zurückfahren iſt das mittelalterliche trouga für 1 Franks( 80 Pf.) Die Belgier tönnen billiger arbeiten, als die der Patsche? Braucht er die Junker nicht? Kann er das ist der Gottes- Frieden", treuga Dei von Mittwoch Franzosen, denn sie bringen ihre Lebensmittel für den Tag mit Geld für die Steuerreform ohne die Junker im Landtag, Abend bis Montag früh, der von Kaiser Heinrich Vl. für das und in dem freihändlerischen Belgien kosten bie das Geld für die Militärreform ohne die Junker im Deutsche Reich zum Gesetz erhoben wurde in der Mitte des Lebensmittel viel weniger als in dem schuhReichstag bekommen? 11. Jahrhunderts. 3öllnerischen Frankreich. Das Interesse der GesellFeuilleton. Helene. Nachdruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten. [ 2 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Sie antwortete ihm nicht, aber an dem Wehen ihres Fächers errieth er ihre nervese Gereiztheit. Sie that ihm wohl; er erkannte aufs neue daraus ihre Wehrlosigkeit und seine Macht. Im folgenden Zwischenakt traten einige Herren in die Loge; Erich ersah die Gelegenheit und entschlüpfte. In dem großen fäulenverzierten Vestibüle tam Morre lachend auf ihn zu. " Nun, was sagst Du zu diesem Zufall?" " Da giebt's feinen Zweifel." Schade, daß ihre Umgebung so für Lente?" Sapristi, und was hast Du erfahren?" Morre weidete sich einen Augenblick an der brennenden Neugierde seines Freundes, dann sagte er gleichmüthig: „ Nicht viel," Aber doch?" Das Bild war ihm von auswärts zugekommen zugleich mit dem einiger Kongreßmitglieder." Aha, da habe ich doch Recht gehabt," rief Erich und erzählte dem Freunde triumphirend, daß, als er die Kleinbemerkt hatte, seine Meinung sofort dahin ging, fie müsse einer Gutsbesitzerfamilie angehören, die zum Kongreß hierher gekommen war. prangen denn nicht die Damen der besten Gesellschaft in allen Schaufenstern? Und Helene Röder war nur die Tochter eines Subalternbeamten, für den eine heranwachsende Tochter stets eine Verlegenheit bildet. Würde das Mädel auf diese Weise an den Mann gebracht, müßte das für den armen Teufel von Vater, der feit zehn Jahren nicht avancirte, ein wahrer Segen sein. Auf diese Argumentation hin, den löblichen Zweck im Auge, war der Edle erbötig, alles zu thun, was Baron Morre von ihm verlangte. Er entfernte das Bild des Mädchens aus dem Schaufenster und versprach, weitere Nachfragen unbeantwortet zu lassen. II. Die Möglichkeit, ihr bei den Festen zu begegnen, die zu Ehren der Kongreßmitglieder veranstaltet würden, lag für ihn nahe, aber er hütete sich, die Hoffnung laut werden Ein kleiner Beamter ein Vorbild der Mäßigkeit. zu lassen. Das offenbare Intereffe, das Morre dem Mädchen Es ist, als ob die Regierungen an ihren eigenen Dienern Sie ist es, nicht war?" fragte Erich lebhaft, ihn am entgegenbrachte, machte ihn diesem gegenüber behutsam und erhärten wollten, wie wenig ein treuer Unterthan und guter Arme fassend. ein wenig falsch. Arbeiter zum Leben braucht. Die Oper hatte ihren Fortgang genommen und die was sind das doch Freunde trennten sich, um in den Saal zurückzukehren. Uber Morre's sauertöpfische Miene wich, sobald ihn Erich verlassen hatte, dem Ausdrucke einer spöttischen Luftigkeit; der ihn zu täuschen glaubte, war der Getäuschte. Morre war über die hübsche Kleine und die Verhältnisse, in denen sie lebte, bereits auf das Genaueste " Sie ist hübsch genug, um meine Neugier zu recht- unterrichtet, der Photograph hatte mehr als die Adresse fertigen aber ich werde sie zu befriedigen wiffen." gewußt. Wie so?" Er kannte die Familie Röder persönlich und Mutter " Nichts leichter als das wenn man über eine Photo- und Tochter waren in sein Atelier gekommen, da er vergraphie Auskunft wünscht, geht man zum Photographen." sprochen hatte, die Beiden umsonst zu photographiren. " Hört, hört!" rief Morre, dann mit seinem malitiösesten Daß der Patron das junge Mädchen öffentlich ausLächeln sich ihm zuneigend:" Ich bin schon dort gewesen." stellte, war allerdings eine Judiskretion gewesen. Aber „ Höchst respektable, denke ich." " Nun ja, aber sonst?" " Was fümmert's Dich? auf die Kleine." " Du scheinst ganz erpicht Auch Joachim Röder, obgleich er bereits fünfundzwanzig Jahre dem Staate diente, zählte noch immer zu diesen Musterknaben. Er wohnte in der Lagerstraße in einem alten Hause mit dunkler Treppe und dunklem Korridor, und hatte mit Frau und Tochter und zwei halbwüchsigen Jungen zivei kleine Stuben inne, die schlicht und altmodisch eingerichtet waren, und von denen die eine dem Vater, so bald er aus dem Bureau nach Hause kam, ausschließlich eingeräumt wurde. Röder war nicht mehr jung gewesen, als er sich entschloß, ein Weib zu nehmen und er blieb auch nach seiner Verheirathung der verschlossene, grämliche Gefelle fich in seiner folirtheit gefiel. Sein Schrank, sein seine Bücher waren für die Familie geheiligte = schaften an diesem Zustand ist ein doppeltes: fie finden politisch Der König absolut, wenn er unseren Willen englischer Prinz und erhält als solcher von England ein wie wirthschaftlich ihren Vortheil. Und trotzdem hat das Mini- thut, war stets die Grundlage der streng monarchischen Jahrgeld. Wenn man sich auf den nationalen" Boden fterium, obgleich in ihm die Bergwerk 3- Geſellſchaften durch Gesinnung der Konservativen aller Länder, vor allem in stellt, auf dem die deutschen Fürsten doch zu stehen beKasimir Perier und die Eisenbahn- Gesellschaften durch Preußen. Wie schon die treffende Nede Schippel's bewiesen haupten wenigstens jetzt!, dann erscheint eine solche Raye al vertreten sind trotzdem hat es tapituliren müssen. Jonna rst, der Tropf und Fälscher", mußte die hat, stehen unseren Agrariern ihre kapitalistischen Interessen Praxis allerdings sehr wenig patriotisch, von der SchicklichErklärung abgeben, daß er das Fahren der Arbeiterzüge piel höher als die Monarchie. Ein weiterer Beleg hierfür feit gar nicht zu reden. Man denke sich einen sozialdemoüber die Grenze verbieten werde. Kasimir Perier begriff, in ist die folgende Stelle einer Erklärung des Freiherrn von tratischen Reichstagsabgeordneten, der von der französischen welch' falscher Stellung er dem Sozialismus gegenüber war: er Thüngen- Roßbach vom 16. Dezember: Regierung eine Pension bezöge das wäre ungefähr dasbestieg die Rednerbühne und verkündigte, daß er seine Entlassung Der derzeitigen Reichsregierung ist nicht mehr das Wohl selbe. Der Sozialdemokrat aber wäre unzweifelhaft ein als Berwalter der Bergwerks- Gesellschaft von Anzin genommen des Vaterlandes eberste Richtschnur, sondern der höhere Vaterlandsfeind, ein Söldner des Auslands. Freilich, man habe. Aber Sie bleiben doch immer Attionär!" Wille", wie es Herr v. Caprivi in rührender Offenheit bei wird sagen: das ist ganz etwas anderes. Und in der That, rief ihm ein sozialistischer Abgeordneter zu. einem parlamentarischen Effen ausplauderte, indem er meinte, es ist auch so. Die deutschen Fürsten sind allesammt durch die Konservativen müßten seine Politik unterstüßen, die fei jedenfalls tonservativ, denn er mache nicht seine eigene, son- ihre Familiengeschichte daran gewöhnt, Stipendien und Subdern die Politik seines faiserlichen Herrn. Damit ist aller fidien des Auslandes als nichts unfürstliches, ja sogar als dings der„ Kadavergehorsam" des Herrn von Caprivi von etwas echt fürstliches zu betrachten. ihm selbst in das richtige Licht gestellt, und man wird künftig, Deuschlands Ein- und Ausfuhr nach den Handelswenn man den Namen des Kanzlers unter einem öffentlichen Aftenstücke prangen sieht, nicht mehr im Zweifel über dessen ausweisen des kaiserlichen statistischen Amts hat betragen: eigentlichen Ursprung sein. Insofern hat die Situation an Die Einfuhr in das deutsche Zollgebiet im November dieses Klarheit entschieden gewonnen. Es wird bei den jeßigen Re- Jahres 26845 970 hkg.( 27 037 106 hkg. im November vorigen gierungsinhabern immer mehr Mode, sich den Rücken mit der Jahres in den 11 Monaten vom Januar bis zum November Krone zu decken, und doch verlangen sie, daß man den Träger 274 422 251 hkg.( im Vorjahre 271 832 322 hkg.), die Ausderfelben nicht in die Diskussion ziehen und nicht kritisiren fuhr aus dem deutschen Zollgebiet im November dieses solle. Ich halte diefen Grundsatz für durchaus verkehrt, und Jahres 21 193 412 hkg.( des Vorjahres 19 217 493 hkg.) er wird wohl nicht lange aufrecht zu erhalten sein. Der Die Sozialisten wollen den Kampf auf allen Gebieten führen. Bis jetzt dachten sie niemals daran, in den Senat einzubringen, dessen Abschaffung sie fordern, und der mit beschränktem Wahlrecht von den Abgeordneten der Kammer und von Delegirten der Gemeinderäthe der Departements gewählt wird. Aber δα wir uns jekt Size in den Parlamenten und in den Gemeinderäthen erobern, so ist es auch in unserer Macht, Senatoren zu ernennen. Die franzöfifchen Sozialisten haben deswegen beschlossen, zur Senatorenwahl, die am 7. Januar für ein Drittel des Senats sich vollziehen wird, Kandidaten aufzustellen; zwei sind schon bestimmt: Charles 2onguet für das Seine Departement und Thivrier für das AllierDepartement. Die Philister find starr vor Schrecken.„ Wie", rufen sie entsetzt, die Sozialisten wollen in den Senat eindringen, in dieses Allerheiligste der Reaktion! Wie, Senatoren sollten zu den Ausständigen gehen und die Arbeiter gegen die Gendarmen beschützen! Aber das wäre ja der Anfang vom Ende!" -W Monarch ist nach dem Ausspruche eines großen Königs der und in den genannten 11 Monaten 194 426 792 hkg.( im erfte Diener im Staate" und als solcher der öffentlichen Kritik Borjahre 181 214 934 hkg.) In den elf ersten Monaten unterworfen, unſomehr, wenn er sich nicht wie ein zalai- dieses Jahres ist also die Einfuhr um 2 um 2 589 929 hkg., die Lama zurückzieht, sondern überall selbstthätig ein- und an- Ausfuhr um 13 212 058 hkg. ftärter als die des Vorgreift; Herr v. Caprivi scheint anzunehmen, daß ein Monarch jahres. An der Hebung der Ausfuhr sind alle nichts anderes als tonservative Politit treiben tönne; man 43 Waarengruppen des Bolltarifs mit Aussollte es allerdings annehmen, allein man hat auch Beispiele nahme von 6, nämlich Holz, Flachs, Hopfen, Steinen und vom Gegentheil." Steinwaaren, Theer, Pech und Harzen und von Blei und Bleiwaaren betheiligt. Der Handelsvertrag mit Serbien soll am 1. Januar Der anarchistische Rochtopf bekümmert die Sozialisten nicht und doch hatte man so fest auf ihn gerechnet! Statt uns ins Bockshorn zu jagen, hat der Rochtopf nur die Bourgeois aus Dem Häuschen gebracht, denen den Ge fallen that, to rechtzeitig zu plazen. Herr de Mun, fo der katholische Agitator und Kreuzritter, verlangt christ ,, Unser herrliches Kriegsheer wird infolge der lich die Deportation von 400 bis 500 Anarchisten, die mit rasch aufeinanderfolgenden Heeresvermehrungen und der infolge Worten dynamiteln( Dynamitschnauzen haben); ein guter Spieß des Juduſtriealismus zunehmenden Degeneration der Arin Kraft treten. bürger fordert in einer Petition an die Kammer ganz einfach, beiterklasse immer weniger aus kräftigen, zur Ertragung daß alle Sozialisten nach Dahomey verschifft werden. großer Anstrengungen geeigneter Personen bestehen. Dies Pindter, der Schlaue, der das Gras wachsen sieht Ein Advokat im Staatsrath und Kaffationshof, ein Herr Paul beweist die unlängst veröffentlichte Statistik des Militär- und die Flöhe husten hört, hat entdeckt, daß die republiRobiquet, hat das Mittel entdeckt, noch gefeßlicher und radikaler Ersaßgeschäftes in Bayern. 1893 war das Resultat noch kanischen Amerikaner durch Schaden klug geworden au fein. In der" stafette", einem Journal, das für billiges 63,1 pct. im allgemeinen Untaugliche und 36,9 pCt. Taug- und zu der Erkenntniß gelangt find, auch im monarchischen Preßvergehen von Kriegsgerichten abgeurtheilt liche. Di Untauglichkeit nahm von Jahr Europa sei noch etwas zu lernen. Und als Beweis hierfür werden, wie während des Belagerungszustandes vom 9. Auguft zu Jahr in kleinen Sägen zu, 1888 waren es meldet der Kluge Pindter, daß die Amerikaner daran 1849. Er giebt als Grund an, daß die Geschworener: und Ma- bereits 65,6 pCt. Untaugliche und 34,4 pCt. Taugliche. denken, das schweizerische Referendum einzuführen. gistrate fich fürchten, die Anarchisten zu verurtheilen. 1889 wurde die Heeresänderung vom gleichen Jahre maß- Die Schweiz ist für Pindter natürlich ein monarchischer Geld sich an alle Ministerien verkauft, fordert er, daß alle Von der rettenden Bombe des Palais Bourbon erhoffte das gebend. Es gab sofort einen großen Sprung: 52,1 pct. Staat. Ministerium auch, daß sie die Sozialisten in der öffentlichen Untaugliche und 47,9 pCt. Taugliche. Das heißt mit Bei dieser Gelegenheit sei noch bemerkt, daß entweder Meinung vernichten werde. Es hatte jetzt Gelegenheit anderen Worten: Infolge der Heeresvermehrung wurden Pindter oder einer sciner Freunde eine andere große Entsich zu überzeugen, in welchem Maße dies ein getreten ist. Borigen Sonntag fand in dem vorwiegend zahlreiche sonst für untauglich gehaltene in die Militärjacke deckung gemacht haben, nämlich, daß die Amerikaner Luft ländlichen Corrèze Departement eine Wahl statt. Brives, die gezwängt. 1890 waren es dann 51,6 pCt. Untaugliche und haben, ein stehendes Heer nach deutschem Muster eingrößte Stadt des Departements, hat nur 12 000 Einwohner. Bei 48,4 pCt. Taugliche, 1891 das gleiche Verhältniß, 1892 zuführen. heilige Bindter- Einfalt! Gallus. der Hauptwahl im September kandidirte dort ein Sozial- 51,0 pet. Untaugliche, 48,1 pCt. Taugliche. Man darf, Friede auf Erden, über dieses Thema wird jezt demokrat von Bordeaux: Siauve Evausie. Es war das erste so schreibt die Frankfurter Zeitung", auf die Ziffern von wieder, wie alljährlich zur Weihnachtszeit, in den ver Mal, daß man im Arrondissement Brives das Wort Sozialist 1893 begierig sein, die gewiß wieder einen Sprung mar- fchiedensten Tönen geleitartikelt. Den Bogel schießt die hörte; der sozialistische Kandidat vereinigte 1470 Stimmen auf firen. Von den 1892 untersuchten Wehrpflichtigen waren Staatsbürger Zeitung" ab, welche den genannten Spruch seinen Namen. Zur neuen Wahl präsentirt er sich wieder. Das 3833 gleich 7,1 pct. dauernd untauglich. Ministerium und die Zeitungen posaunen aus, daß unser Kandahin erläutert, daß es eigentlich den Kampf verkündet, didat, nachdem der anarchistische Kopftopf die Schändlichkeit des Gegen die Quittungs- und Frachtbrief- Steuer. und zwar den Kampf bis aufs Meffer, bis zur Vernichtung. Sozialismus enthüllt, nicht die Hälfte der Stimmen von damals Der Stuttgarter Handelsverein hat an den Reichstag eine Der Friede auf Erden ist nämlich nur für das Christenbekommen werde. Und siehe da, vorigen Sonntag erhielt er Eingabe gerichtet, des Inhalts, es möge der Regierungs- verkündet; da nun dieser Friede nur möglich ist, wenn die thum und das mit demselben gleichbedeutende Deutschthum 2542 Stimmen. Mehr als tausend Stimmen vorlage über die Quittungs- und Frachtbrief- Stempelsteuer in weniger als drei Monaten gewonnen! Die Reaktionäre und Opportunisten sind in Verzweiflung. Sie die Zustimmung versagt werden. Der Wortlaut der Petition feindseligen Mächte, welche um die Herrschaft im Hause wissen nicht, was nun noch erfinden, da gegen den Sozialismus hat in der Presse Veröffentlichung gefunden und gleichzeitig und die Sozialdemokraten", nicht mehr existiren, so fordert des christlichen deutschen Reichsbau's ringen, die Juden sel: st das anarchistische Dynamit ohnmächtig ist. ist den Handels- und Gewerbevereinen des Landes je ein jener Spruch alle Christen, d. h. alle Deutschen, zum VerExemplar zur Kenntnißnahme zugeschickt worden. Von diesen, sowie von Seite vieler Einzelfirmen sind dem Vereine nichtungskampf gegen diesen Zweibund, Juden und Sozi, so viele Adressen mit hunderten von Unterschriften versehen auf. Schade, daß die Franzosen nicht als Dritte im mittheilt, ber Ueberzeugung unmöglich verschließen kann, zugekommen, daß man sich, wie die Frankfurter Zeitung" Bunde genannt sind. Dann wäre der Faschingsartikel vollständig. bie geplanten Steuern würden durchweg in den bethliligten Ausschußsizung vom 21. Dezember ist nun der Beschluß geKreisen als belästigend und belastend empfunden. In der faßt worden, die Buschriften zu sammeln, dem Reichstage einzusenden und zugleich den Stuttgarter Reichstags- Abgeordneten zu bitten, im Sinne der Petition zu wirken. Die österreichische Wahlreform. Von den GrundEin deutscher Fürst Stipendiat des Auslandes. säten der österreichischen Wahlreform Borlage scheinen, Der neue Herzog von Coburg- Gotha ist bekanntlich ein nach Informationen der Neuen freien Presse", bisher nur Iteberlicht. Politische Iteberlicht. Berlin, den 27. Dezember. Die Regelung der industriellen Sonntagsarbeit scheint bevorzustehen. Dem Bundesrath ist nämlich, wie die Kreuz- Beitung" meldet, ein Entwurf von Bestimmungen zugegangen, betr. Ausnahmen von dem Verbot der Sonntagsarbeit in gewerblichen Anlagen. Die nächste Plenarfizung des Bundesraths findet voraussichtlich in der kommenden Woche statt. als solche respektirt wurden. Er theilte den Mittagstisch mit den Seinen, aber darauf beschränkte sich so ziemlich der ganze Berkehr mit denselben. Sobald er gespeist hatte, beBab er sich auf seine Stube, um sich selbst auzugehören und niemand durfte es wagen, ihn dort zu stören. So war er es gewohnt, so war es immer gewesen. Seine Eltern waren biedere Kleinbürger gewesen, denen der„ studirte" Sohn den höchsten Respekt einflößte, und die zu ihm wie zu einem höheren Wesen empor sahen. Zwischen ihm und seiner Frau hatte sich ein ähn liches Verhältniß herausgebildet. Er hatte einst von einer ihm gleichstehenden Lebensgefährtin geträumt, ausgezeichnet durch Feinheit und Bildung, aber dieser Wunsch war ihm unerfüllt geblieben, wie so viele andere. Seine Elise gehörte zu jenen guten, beschränkten Seelen, die, wenn sie ja einmal Dinge und Verhältnisse in das Bereich ihrer Gedanken ziehen, diese nur oberflächlich zu ftreifen vermögen. Große Nachricht. Alle Bourgeoiszeitungen DeutschAnarchisten" eine wichtige Spaltung" sich vollzogen, und lands verkünden der Welt, daß im Lager der Berliner daß die Gemäßigten" sich von den Terroristen"( Hu! Hu!) getrennt haben. Wer lacht da- nicht? So fam es, daß Röder das Kostbarste, mit dem ihn gesetzlichen, unauflöslichen Verbindung führen. Je eher das Echicksal bedachte, nicht zu würdigen wußte, und daß fie unter die Haube tam, um so lieber sollte es ihm sein, derselbe Mann, der grollend klagte, daß er nicht erkannt denn er konnte sterben oder ihn sonst etwas treffen. und verstanden wurde, verständnißlos an seinem eigenen Um die Jungen war ihm nicht bange, bange, nur um das Kinde, seinem Töchterchen vorbei ging. Mädel. Es bleibt etwas Schreckliches für einen Vater, Er liebte sie ja, ganz natürlich; aber warum sollte ihr so ein armes Ding allein zurück zu lassen in einer vereine höhere Berücksichtigung zu Theil werden, als ein weib- borbenen Welt. liches Wesen verdient? Und so war ihre Erziehung so un- Und wenn die Lene, seiner Meinung nach, auch zehngeschickt und ungenügend, so ganz verfehlt nach jeder mal gescheidter als ihre Mutter war, ohne männliche Stütze Richtung hin, wie der meisten Mädchen des Bürgerstandes. würde sie sich niemals zurechtfinden, denn Weib bleibt Sie hatte frühzeitig Proben, eines lebhaften Geistes ab- Weib" pflegte er zu sagen, und das besißt keine Erfahgelegt, und eine entschiedene Fähigkeit, sich fremde Sprachen rung, feinen Muth und überhaupt kein logisches Denken." anzueignen bekundet, die er geneigt war, als Vererbung von seiner Seite anzuerkennen. Er selbst hatte zu Ende der fechziger Jahre, als die russische Literatur die Aufmerksamfeit des gebildeten Westens in ungewöhnlichem Grade erregte, augefangen, russisch zu lernen. Uebersetzungen in dieser Sprache wurden damals gut honorirt und er durfte hoffen, sich dadurch einen Nebenverdienst zu sichern, ohne den er nicht mehr auszukommen vermochte. Sie wußte sich's nicht zu deuten, wieso es tam, daß ihr Mann, der ihrer Meinung nach mehr wußte als der Als die Kleine so großes Interesse für die fremden Minister selbst, in seiner Subalterustellung verblieb, während Buchstaben zeigte und sie kennen lernen wollte, hatte er junge Gelbjchnabel weit rascher vorwärts famen. Sie machte in einer willfährigen Stunde angefangen, sie ihr zu er seine Bescheidenheit dafür verantwortlich, die ihn antrieb, klären. sein Licht beständig unter den Scheffel zu stellen, und hielt Ihre rasche Auffassung machte ihm Spaß; er setzte die mit ihren Ermahnungen und wohlgemeinten Vorwürfen Lektionen fort, bei denen er selbst lernte und bald war nicht zurück. Helene so weit, dem Papa sein Pensum abfragen zu können, Und dieser gute Mann und logische Denter that sein Möglichstes, um diese Fähigkeiten, wären fie auch vorhanden gewesen, im Reime zu ersticken, um so sein Kind der Gefahr gegenüber, die er kannte und fürchtete, in seiner ganzen Wehrlosigkeit zu erhalten. So ward auch Lene in die landläufigen Formen hineingezwängt und absichtlich in jener Unwissenheit und Unerfahrenheit groß gezogen, die bei der Jungfrau dem Manne so reizend erscheinen, und dem Jdeal entsprechen, das er nach seinen Wünschen sich selbst geformt hat. Sie erschien rührend in ihrer Unschuld, unaufgeklärt über alle Beziehungen des sozialen Lebens und gänzlich unwissend über diejenigen des Weibes zum Manne. Unbekümmert, in fröhlicher Gedankenlosigkeit wuchs sie empor. So erschien sie dem Vater liebenswerth und bequem, Sie sah es nicht, wie tief er unter den Demüthigungen das sie selbst immer schon auswendig wußte. Wohl war so würde sie es auch dem Gatten sein. und Ungerechtigkeiten litt, die er Jahr aus, Jahr ein zu ihm einmal der Gedanke gekommen, sie als Hilfsarbeiterin Sie war frühzeitig aus der Schule genommen worden, erdulden hatte, sie hatte keine Ahnung, wie sie ihn innerlich bei seinen Uebersetzungen zu verwenden, und so eine Mit- damit sie nicht durch den Umgang mit anderen Mädchen aufbrachten und erbitterten und ihm die Augen schärften verdienende zu gewinnen, aber bald verwarf er ihn wieder. verdorben werde. Die Mutter meinte, der Vater, der so für die zahllosen Mißstände in Staat und Gesellschaft und Das wirkliche Federvieh war ihm verhaßt, seine Lene furchtbar viel wisse und gelernt habe, werde sich's angelegen die überhandunehmende Korruption. sollte nicht dazu zählen; überdies ihm das sein lassen, ihr die sogenannte höhere Bildung beizubringen. Aber da sie nichts von dem begriff, was ihn bewegte Lehramt bald läftig geworden, und als eine Er- Der Bater aber schob sie der Mutter zu. und innerlich beschäftigte, achtete er sie gering; er drückte frankung seiner Tochter eine Unterbrechung ihrer An ihr sei es, das Mädchen, das bisher wie ein Knabe fie immer tiefer herab und degradirte sie selbst vor den Sprachstudien herbeiführte, wurden fie nicht wieder auf gelebt habe, mit ihren weiblichen Berufspflichten bekannt zu Kindern. Zwischen diesen Ehegatten gab es denn nichts genommen. Der Vater hatte inzwischen mit Vergnügen be machen. Gemeinsames als die Sorge um das tägliche Brot, und merkt, daß seine Zene hübsch war und immer lieblicher Tein anderes Behagen, als es gemeinschaftlich mit ihren wurde, und obgleich er tief darunter gelitten, daß er in Kindern zu verzehren. Röder besaß im allgemeinen eine seinem Weibe nur das Weibchen gefunden, dachte er bei geringe Meinung von den Frauen, und wie das Männern seiner Tochter doch nur an eine Entwicklung in diesem häufig paffirt, die eine einfältige Frau ihr eigen nennen, Sinne. erschien ihm jede Albernheit der seinigen, jede ihrer Schwächen Die wird den Männern schon in die Augen stechen als bezeichnend für das ganze Geschlecht und er sprach stets und Auwerth finden, dachte er, aber die Werbung sollte lural von diesen Weibern". - und darin gipfelte sein sittliches Gefühl- zu einer Aber Frau Röder war viel zu ungeduldig und konfus, um eine gute Lehrmeisterin abzugeben. Sie arbeitete unermüdlich vom Morgen bis in die Nacht, aber planlos und ohne Verständniß. Sie vermochte nichts zu erklären oder anzuordnen, grau blieb ihr die Theorie, aber ebensowenig verstand sie, ihr Töchterchen praktisch heranzubilden. her ( Fortsetzung folgt.) zwei festzustehen, nämlich daß das System der Interessen- Vertretung und das bisherige Schwergewicht der politischen Rechte des Bürger- und Bauernstandes ausrecht erhalten und daß eine Vermehrung der Zahl der Abgeordneten vor- genommen werden wird. Mit anderen Worten, es handelt sich blos um eine Scheinreform, es soll wesentlich alles beim Alten bleiben, nur sollen ein Paar Arbeiter zur Dekoration ins österreichische Parlament hineinkommen dürfen. Uebrigens ist selbst diese Scheinreform nicht einmal gesichert, denn ihre Annahme soll von einer Zweidrittel- Majorität ab- hängig gemacht werden.— Ein politischer Mord! Gelegentlich der VerHand- lnngcn des österreichischen Abgeordnetenhauses über den Prager Ausnahmezustand bezeichnete der jungczechische Ab- geordnete Herold einen Mann namens Rudolf Mrva, der unter dem Namen Rigoletto von Toscana bekannt war, als agsnt provocateur im jungczechischen Geheinibunde Omla- dina. In dem ersten Prozesse gegen die Mitglieder dieser Verbindung wurde zu allgemeinem Erstaunen Mrva frei- gesprochen und in dem demnächst vor dem Ausnahmegerichte stattfinoenden Monstreprozeß sollte Mrva als Kronzeuge seinen früheren Genossen viele Jahre Gefängniß und Kerker und der lobesamen österreichischen Regierung die Recht- fertigung für ihre Polizeimaßregeln verschaffen. Dieser Handschuhmacher Mrva ist am Sonnabend in seiner Wohnung in Prag von zwei ganz jungen Leuten unter seinem in der Ausschmückung begriffenen Weihnachls- bäume erdolcht worden. Die Verhöre der verhasteten Thäter geben den Zeitungen zu zahlreichen ebenso sensationellen als nnkontrollirbaren Mittheilungen Anlaß. Der Mord spricht jedenfalls für die hochgradige Erregung in Prag. Wie wir es begreifen, daß ein Mädchen ihren treulosen Liebhaber nieder- sticht, so verstehen wir es wohl, daß ein Mann sich Todfeinde verschafft, der wie Mrva mit der Gründung von Geheim- bänden in Prag den Anfang machte, alle Fäden in der Hand hatte und dann kalten BluteS seine Genossen ans Messer lieferte.— Aus der Schweiz wird uns geschrieben: Die sozialdemokratische Presse verurtheill einhellig das mit so großer Hast vom Bundesrath ausgearbeitete Anarchisten- Gesetz, während die übrige Presse, soweit sie nicht von dieser staats- und gesellschaftsretterifchcn Aktion hoch erfreut ist, sich darüber noch ausschweigt. Die liberale Basler „National-Zeiwng" verweist über ihrer Freude doch auch auf die Nothwendigkeit sozialer Reformen. Schlagend sagt der „Grütlianer", daß der vor drei Jahren vom Volke an- genommene Verfassungsartikel betreffend Einführung des staat- lichen Banknotenmonopols und Bundesbank noch immer auf das Ausführungsgesetz warte, hierzu habe der Bundesrath offenbar während drei Jahren keine Zeit gefunden, für ein Anarchistengesetz hatte er aber sofort die nöthige Zeit. Die am Sonntag in Zürich angeblich vorgenommene Ver- breitung eines anarchistischen Manifestes gleicht der Polizei- mache wie ein Ei dem andern. Niemand in Zürich hat irgend eine Verbreitung wahrgenommen und doch hat dies am Dienstag die.Neue Züricher Zeitung" berichtet und das„Manifest" abgedruckt, das ihr nach andere Blätter reproduzirten. Der Bundesrath hat nun den Bundesanwalt mit der Untersuchung der Angelegenheil beauftragt, deren Auf- klärung im hohen Grade wünschenswerth ist.— Wir sprachen oben von Polizeimache. Nun wir möchten sagen, daß die- selben Fanatiker, welche es fertig brachten, am Tage vor der Eröffnung des internationalen Sozialisten- kongresses in Zürich in den Zeitungen von einer Schmach und Schande zu reden, welche dadurch auf diese Stadt geladen werde, es auch fertig bringen könnten, ein anarchistisches Flugblatt herzustellen und verbreiten zu lassen— durch ihre Presse, um dadurch ihrer Ncaktionswuth und ihrem Sozialistenhasse Befriedigung zu verschaffen. Dem eidgenössischen Parlament in Bern pressirt es übrigens mit dem Anarchistengesetz nicht ebenso wie dem Bundesrath, der Ständerath hat nämlich seine Berathung auf die Märzsesston verschoben. Ter Bundesralh hat den in Cheaux-de-fonds wegen Ver- breitung revolutionärer Flugblätter verhafteten Franzosen Billerling aus der Schweiz ausgewiesen.— AuS der französische» Angstrcpublik erhalten wir die— absolut sichere— Nachricht, daß jedes abgehende und einlaufende Telegramm, ehe es an den Adressaten be- fördert wird, durch das Ministerium des Innern oder die Polizei zu gehen hat, um einer genauen Prüfung und Kontrolle unterworfen zu werden. Eine Kontrolle der Telegramnie findet auch in Deutschland statt— so toll ist es aber selbst in der Spitzelära der Bismarck-Puttkamer, Krüger nicht getrieben worden.— Die Attentatöpolitiker an der Arbeit. Aus Paris wird uns unterm 22. Dezember geschrieben; Der Minister des Innen, vulgo Polizeiminister hat seit Votirung der Attentaisgesetze eiiie Anzahl von Präfekten, namentlich jener Departements zu sich beordert, wo die sozia- listische Bewegung am lebhaftesten hervortritt, um ihnen die neuen Gesetze zu erläutern. Und als wollte er zeigen— woran wir ja keine» Augenblick gezweifelt haben— daß diese Gesetze hauptsächlich den Sozialisten gelten, hat er dem in solchen Dingen gewöhnlich gut unterrichteten„Figaro" zufolge den Präseklen ganz besonders aufgegeben, die sozialistischen Redner zu überwachen, die ihren Agitations-Feldzug wieder ausnehmen zu wollen scheinen und sich recht energisch zu zeigen, gleichgiltig, ob es sich nun um Abgeordnete oder sonstige Sozialisten handle. Und mit solchen Potizeimaßregeln, die das herrschende Regime nur noch verhaßter machen, glauben die Regierungsmänner, die sich einbilden, Staatsmänner zu sein, der sozialistischen Bewegung Einhalt lhun zu können. Diese Thoren scheinen nicht zu wissen, daß es eine sozialistische Bewegung nur in Ländern mit kapitalistischer Entwickelung giebt, daß jene mit dieser gleichen Schritt hält und wähnen darum die sozialistische Bewegung hemmen zu können, während sie gleich« zeitig die kapitalistische Entwickelung mit allen möglichen Mitteln zu fördern suchen, ja zu fördern gezwungen sind. Wenn Repressivmaßregeln den politischen Ueberbau der Gesell- schaft festzubannen vermöchten, während deren ökonomischer Unterbau sich verändert, dann wäre Herr Perier heute sicher- lich nicht Ministerpräsident, während Raynal, anstatt im Ministerium des Innern in irgend einem Ghetto feinen Wohn« sitz hätte. Und was das ehemalige Regime mit seinen ge- Heimen Verhaftsbefehlen, den lettres de cachet nicht gegen den anstürmenden Diers-sut(das Bürgerthum) vermochte, das wird das gegenwärtige Regime mit seinen Repressivmaß- regeln noch weniger gegen die anstürmende Arbeiterklasse ver- wögen. Wer sich ihr entgegenstellt, wird früher oder später, aber sicherlich zermalmt werden. Das haben schon größere Herren als Casimir Perier, Raynal u. Cce. erfahren. Also geht nur Ihr Herren Eurem eigenen Verderben entgegen. Die sozialdemokratische Partei Hollands hat sich gespalten. Uns geht folgendes Telegramm hierüber zu: Groningen, 25. Dezember. Der Parteitag des holländischen sozialdemokratischen Bundes beschloß laut An« trag der Abtheilungen Grogezand- Sappemeno mit 47 gegen 40 Stimmen und 14 Enthaltungen, daß künftig unter keinerlei Umständen, auch nicht aus agitatorischen Rücksichten, an Wahlen mehr theilgenommen werden soll. Ein solcher Beschluß muß, wie auf dem Parteitage von der Majorität selbst zugestanden wurde, zur Spaltung führen. Wir ersehen aus dieser Abstimmung, daß die Ge- sundung der holländischen Sozialdemokratie rasch fort- schreitet und daß der unselige Einfluß Domela Nieuwenhuis im Schwinden begriffen ist.— Die Agrarier in Dänemark. Auch in Dänemark haben sich die Agrarier organisirt und dem Parlamente zahlreiche Gesetzesvvrschläge eingereicht. In der Sitzung des Folkethings(Abgeordnetenhauses) vom 18. Dezember sprach sich der sozialdemokratische Abgeordnete Hördum über die Haltung der dänischen Sozialdemokraten gegenüber der agrarischen Bewegung aus. Die Sozialdemokraten, sagt er, hätten bisher eine passive Haltung gegenüber den Agrariern eingenommen. Es freue sie, daß die dänischen Agrarier die Preise der Lebensmittel nicht erhöhen wollen und die Stellung der Landarbeiter zu verbessern versuchen. Wenn man frage, wo das Geld dazu herkommen solle, müsse man darauf hinweisen, daß die Agrarier eine Ein- schränkung der„unproduktiven" Ausgaben in ihr Programm aufgenommen hätten. Auch die Sozial- demokraten forderten Einschränkung der unproduktiven, d. h. militärischen Ausgaben. Diese Gelder sollten zur Verbesserung der Lage der Arbeiter angewendet werden. Von der Einführung einer neuen Branntwein- Steuer, welche vorgeschlagen worden sei, könne uicht die Rede sein. Wenn oie Agrarier diesen Standpunkt fest- hielten, würden die Sozialdemokraten ihre Bestrebungen unterstützen. Die dänischen Agrarier scheinen weniger plumpe Be- gehrlichkeit zu zeigen wie die deutschen.— Crispi, der gefeierte Staatsmann der Bourgeoisie läßt offiziös verlauten, daß die Nachricht, daß sich unter den von der Regierung dem Parlament vorzulegenden Gesetz- entwürfen auch eine Erhöhung der Einkommensteuer auf Reute befinde, der Begründung entbehre. Herr Crispi hat ein Anrecht darauf, ein Liebling der Bourgeoisie zu sein. Mögen auch die sizilianischeu Land- arbeiter verhungern, der Koupon wird doch nicht ge- schmälert! Auf Sizilien ist es an verschiedenen Punkten zum Aufstand und zu blutigen Zusammenstößen mit Gendarmen (Cärabinieri) und Soldaten gekommen. Der Zorn des Volkes richtet sich überall in erster Linie gegen die Steuer- bchörden, und, wie das bei derartigen Erhebungen natür- lich ist, werden die Schlagbäume und Zollwächter-Häuschen, sowie die sonstigen Steuergebäude zerstört, die Steuer- beamten, wenn sie bewaffneten Widerstand leisten, miß- handelt. Bauern und städtische Arbeiter machen gemeinsame Sache, und die Frauen und Kinder ziehen mit— ein Beweis, daß es eine echte Volksbewegung. Wenn auch der Ausbruch bis jetzt nur von einzelnen Orten— freilich von einem halb Dutzend Orten zu gleicher Zeit— gemeldet wird, so unterliegt es doch keinem Zweifel mehr, daß wir es mit einer a l l g e- meinen Volksbewegung zu thun haben, die aller Wahrscheinlichkeit noch sehr bald auch das italienische Fest- land ergriffen haben wird. Herr Crispi sieht offenbar die Gefährlichkeit der Lage: er hat sofort frische Truppen nach Sizilien geschickt. Doch er will auch mit„moralischen Waffen" den Ausstand bekämpfen. Ein Telegramm vom gestrigen Tag meldet: !){ o m, 26. Dezember. In einem telegraphischen Zirkular an die Präfekten von Sizilien empfiehlt der Ministerpräsident Crispi die Maires aufzufordern, auf eine gerechtere Vertheilung der Gemeindesteuer» bedacht zu sein und dafür zu sorgen, daß die Verzehrungssteuer ohne Uebertreibung der fiskalischen Maß- nahmen erhoben würde. Ohne Uebertreibung! Aber e r selbst, Herr Crispi ist es ja gerade, der die„fiskalischen Maßnahmen" noch über das jetzige Uebermaß hinaus„übertreiben" will! Nachstehend bringen wir die wichtigsten der eingelaufenen Telegramme zum Abdruck: Palermo, 26. Dezember. In Lercara fand gestern vor dem Bürgermeisteramt eine Kundgebung statt. Die Demonstranten richteten gegen die Polizei einen Steinhagel und verwundeten viele Wachmänner. Auch die zur Unter- stützung der Polizei anrückenden Truppen griff die Menge mit Steinen und Beilen an und versuchte dieselben zu entwaffnen. Die Truppen machten von der Schußwaffe Gebrauch. Vier Individuen wurden getödtet, einige verwundet. Schließlich trieb das Militär die Tumultuanten auseinander. Die Ar- beitervereine des Ortes blieben übrigens der Manifestation fern; die Demonstranten gehören größtentheils nicht der Ge- meinde Lercara an. C a l t a n i s e t t a, 26. Dezember. In der Gemeinde Valguarnera entstanden infolge der Verhaftung eines Jndivi- duums. welches die Bevölkerung zum Widerstande gegen die Ortsbebörde aufreizte(!), Ruhestörungen. Der Polizeibeamle, welcher die Verhaftung vorgenommen hatte, mußte aus der Gendarmerie-Kaserne Hülfe holen. Die Gendarmen richteten an die Menge die wiederholte Aufforderung auseinanderzugehen und gaben schließlich mehrere Revolverschüsse in die Luft ab. Die Menge versuchte hierauf in die Kaserne einzudringen. Da ihr der Eingang jedoch verwehrt wurde, durchzog sie im Tu- multe die Straßen und steckte die Mairie, das Zivilkasino, das Haus des oben erwähnten Polizeibeamten, dce Bureaus der Telcgraphie, der Präsektur und der Post in Brand.— Der Sieg der Italiener über die Derwische des M a h d i, die arme ausgehungerte Bevölkerung Zentral- afrikas, welche mehr durch die Roth als durch religiösen Fanatismus getrieben einen Weg zum rothen Meer suchten, hat die Segel der italienischen Kolonialschwärmer und Abentenrer-Politiker geschwellt. Crispi hat diesen„Er- folg" gebraucht, um durch einen wohl vorbereiteten Theater- coup sich glänzend einzuführen und das Verlangen des ganzen italienischen Volkes, die inneren Fragen zu regeln in den Hintergrund zu drängen und die ganze Aufmerksam- keit auf die kriegerischen Ereignisse in Afrika zu lenken. Auch dem neuen Kricgminister M o c e n n i war es ein höchst willkommener Anlaß, seinen Nebenbuhler, den Ge- neral Barattteri, den Kriegsminister, den Zanardelli in Aussicht genommen hatte, möglichst weit von allem po- litischen Einfluß zu bringen, indem er ihn nach Afrika sandte. Man rathet nun in Italien und auch in der Re. daktion der„Kölnischen Zeitung", daß das gerade jetzt an dem Rand der finanziellen Leistungsfähigkiet angelangte Italien Kassala besetze, um ven Sieg zu vervollkommnen. Kassala ist der Sitz eines der Statthalter des Mahdi, es liegt weit im Innern von Afrika. Die Er- oberung dieses Ortes würde viele Tausende Soldaten un Millionen Lire Geldopfer fordern, ohne daß der Ort ge- halten werden könnte, wenn nicht auf Jahre hinaus starke Besatzungen der Wege zum Meere und kolossale Geld- summen dem italienischen Volke aufgebürdet würden. Natürlich spricht man, wie immer bei solchen Gelegenheiten, von der nationalen Ehre und der Verbreitung der Zivili« sation. Es sind dies die alten Mittelchen der großthuerischen und das Volk verwirrenden Politik Crispi's, welche� jetzt frevelhafter ist, denn je. Sie ist ein Spott auf das Elend der sizilianischen Bevölkerung, für die Italiens Staats- männer wichtigere und näherliegende zivilisatorische und patriotische Aufgaben zu lösen haben, als in den siber- schwangeren Küstengebieten Afrikas. Die Zivilisation wird übrigens in Sizilien wie Afrika von Herrn Crispi mit den gleichen Mitteln gefördert— mit Hinterladern und Kanonen.— Die Anklageschrift gegen das letzte liberale Ministerium in Serbien liegt leider nicht im Wortlaut vor. Telegraphisch wird blos gemeldet, daß sich die umfangreiche Anklage richtet gegen das gesammte Ministerium Awakumowitsch und die einzelnen Mitglieder desselben wegen verfassungswidriger Vertagung der Regentenwahl, Auf- lösung der Skuptschina, Verlängerung der Handelsverträge mit Oesterreich-Ungarn:c. Nach Verlesung der Anklage- schrift wurde der Bericht des Untersuchungs-Ausschusses der Skuptschina verlesen.— Unter den Albanesen rumort es wieder. Aus Ce- tinje, der Hauptstadt Montentgro's wird telegraphirt: Der türkische Spezialkommissar, der sich nach Gusinje begab, um die Individuen, welche den montenegrinischen Kommissar überfallen hatten, zu bestrafen, ist neuerdings von Albauesen angegriffen worden und mußte sich unter dem Schutze der Truppen nach Jpek zurückziehen. Die Zahl der Opfer des Zusammenstoßes ist noch nicht bekannt.— Ein theurer Fürst. Die bulgarische Sobranje hat dem Fürsten Ferdinand die Zivilliste auf eine Million Eranks(800 000 M.) erhöht. Sauer verdient wird dieses eidengeld nicht.— Aus Brasilien wird dem„Reuter'schen Bureau" ge- meldet, daß der Präsident Peiroto das Dekret über die Ausweisung der Auslander wieder zurückgezogen habe.— ZZsrkeiNKrhviöhken: Der Sozialiftenkongreß, welcher dieser Tage in Groningen(Holland) tagte, erklärte sich durch die Beschlüsse der internationalen Kongresse nicht für gebunden. Der Kongreß beschloß auch die Ausschtteßung der bürgerlichen Blätter. Polizeiliches, Gerichtliches re. — Genosse S tr ö b el, Redakteur der„Schlesw.-Holst. Volks-Zeitung" war vom Kieler Schöffengericht im Oktober dieses Jahres wegen Beleidigung durch die Presse zu einem Monat Gesängniß verurtheill worden. Seine Be- rufung an die Strafkammer hat den Erfolg, daß die Gesängstiß- strafe siel und eine Geldstrafe von 100 M. für ausreichende Sühne erachtet wurde. — Auf eine unleugbar originelle Idee, wie man den Sozialbemokratcn die Ausübung ihres Versammlungs- rechtes unmöglich machen kann, so schreibt man der„Franks. Zeitung" aus dem Fürstenthum Lippe, ist die Polizei in unserem Ländchen verfallen. Aus vorigen Sonntag war hierher eine Volksversanimlung einberufen, in welcher der sozialdemokratische Redakteur Grolh aus Bielefeld sprechen wollte. Die Versamm- lung war vorschriftsmäßig angemeldet und der Einberufer er- hielt auch von dem sürstlich lippischen Verwaltungsamt zu Schötmar die Beschelnigmig über die Anmeldung zu- gestellt. Zugleich aber gelangte an ihn von derselben Behörde die Aufforderung, für die durch Gendarmen auszu- übende Ueberwachung der Versammlung— an Gebühren drei Mark zu entrichten, iind zwar binnen 5 Tagen, widrigenfalls die 3 M. zwangsweise beigelrieben werden wurden. In Lippe gilt ein mit dein preußischen im Wortlaut genau überem- stimmendes Vereinsgesetz, und es ist daher jene Verfügung voll- kommen ungesetzlich. Selbstverständlich ist gegen dieselbe Be- schwerde eingelegt. Ginge es nach dem Verwaltuugsamt in Schötmar, so brauchte die Vergütung für die VersanimlungL- Ueberwachung gegenüber den Sozialdemokraten|unb anderen Reichsfeinden nur auf einen genügend hohen Satz normirt werden, und die Zahl der Versammlunge» würde bald ab- nehmen. — Staatsanwalt Romen übertrumpft! Der Staats- anwalt T r ö b e r am Landgericht Augsburg scheint dem Herrn Romen nachzueifern. Vor den Schranken des Gerichts stand ein armer Arbeiter einer Kuranstalt, welcher von seinen 17 M. Wochenlohn«in« sehr starke Familie zu ernähren hatte. Er war bezichtigt, einzg« Kilo Roßharre entwendet zu haben. Mit ihm zugleich war der Tapezier Graf angeklagt, der ihn zum Diebstahl verleitet haben soll. Nachgewiesen konnte ihm solches jedoch nicht werden, trotzdem verstieg sich der Staats- anwalt in seinem Plaidoyer zu folgendem geschmackvollen Aus- spruch: Die Handlung Graf's sei die soztaldemokratischs Eigenthumstheorie ins Praktische übersetzt, indem Graf dem Arbeiter Eeesried plausibel machte, er solle nur das Roßhaar nehmen, er dürfe sich nur nicht erwischen lassen. Den Beweis für diese Behauptung beizubringen, dürfte dem Staatsanwalt natürlich nicht gelingen. Weder in unserem Programm, noch in irgend emer Schrift ist auch nur eine Zeile vorhanden, die das rechtfertigen könnte. Nicht eine Anstiftung zum Diebstahl noch sonst irgend ein Vergehen läßt sich uns nachweisen, wohl aber haben wir eine andere Erklärung für dieselben. Der überaus größte Theil der Verbrechen wird nicht begangen aus Lust an denselben oder weil die Menschen schlecht an sich sind, so wie die satte Moral be- hauptet, sondern weil die Verhältnisse, in denen die meisten Menschen leben, schlechte sind. Es ist bedauerlich, wenn sich solche Dinge im Gerichtssaak absvielen, wenn dort hinein politische Gehässigkeiten getragen werden, wo die Devise herrschen sollte: Gleiches Recht für Me! Vrivkkapken dev Redcilikion. Müllerstraße. Majestätsbeleidigung verjährt in 5 Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Tage an welchem die Beleidi- gung ersolgt ist. M. St 83. Mangels Vereinbarung und da gesetzlich die Länge des Arbeitstages für Handlungsgehilfen noch nicht normirt ist, müssen Sie so lange im Geschäft bleiben, als es den Chefs beliebt dasselbe offen zu halten. O. H. 83. 1. und 2. werden höchstwahrscheinlich durch Ihren Miethsvertrag beantwortet. Lesen Sie denselben durch. H. Wetter. Die Beschäftigung einer versicherungspflicbtizen Person bei einem Jnnungsmitglieve hat die Zugehörigkeit der- selben zu der Jnnungs-»rankenkaffe zur unmittelbaren Folge. Ausgenommen sind die Mitglieder der genehmigten eingeschriebenen Hilsskassen. W. H. Wenden Sie sich an die Staatsanwaltschaft beim Landgericht I Berlin. Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 28. Dezember. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Deutsches Theater. Der Herr Se nator. Berliner Theater. Nora. Leffing- Theater. Ein Millionär a. D. Der ungläubige Thomas. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater Der Mustergatte. Neues Theater. Sappho. Central- Theater. Die eiserne Jung frau. Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Kapitän Grant. Die Kinder des Alexanderplate Theater. Die Luftigen Weiber von Berlin. National- Theater. Der Teufel in Berlin. Theater Unter Die Kosatin. den Linden. American- Theater. Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Wintergarten. Spezialitäten= Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Der Teufel in Berlin. Burleste Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aufzügen von Eugen Prudens. Musit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. 3um 46. Male: Die eiserne Jungfrau. Hierauf zum 1. Male: ,, Berlin 1893". Revue in 2 Abtheilungen. Musik von Alexander Krafauer.. Anfang der Vorstellung 1/2 Uhr. Anfang der Revue 914 Uhr. Morgen: Die eiserne Jungfrau. Beerlin 1893. American- Theater. Heute zum 72. Male: Die Gründung Roms in der Möckernstrasse. !! Auf vielseitigen Wunsch!! Die Trockenwohner oder: Das Kind in der Kommode. !! Neue Aufführung!! !! Nur 10 Vorstellungen!! Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 2 Uhr, Sonntags 62 Uhr. Präuscher's Museum. Taufende von anatomischen Präparaten. Schuhkanal durch fünf Körper. Morig Etablissement Morig Richard Ismer zu seinem 23. la. Buggenhagen. Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Säle für Versammlungen, Kommerje, dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten Vorstellung und Konzert. Nen! Nen! Neu! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef.von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Anfang der Pantomime 9 Uhr. Castan's Panopticum. Unserem Kollegen und Genossen Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volke? Wiegenfeste ein dreimal donnerndes für Berlin und Umgegend. 10126 Hoch, daß die ganze Nostizstraße tracht, Donnerstag, den 28. d. M., Abends 8 Uhr, im Kolberger Salon( oberer Saal), Kolbergerstr. 23: A. K. J. H. Du, Richard, eenen nehmen wir doch! Todesanzeige. Versammlung der Filiale Gesundbrunnen. Nachricht, daß mein geliebter Mann, Allen Freunden und Bekannten zur unser guter Vater, der Puzzer Herm. fussion. schlafen ist. Die Beerdigung findet am Grändorff, am 25. Dezbr., sanft entFreitag, den 29. d. M., Nachm. 1 Uhr, vom Trauerhause, Sorauerstr. 27, aus dem Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Geistige Knechtschaft. 2. Dis3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Herren als Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet 412/20 Der Vorstand. Die tiefbetrübte Wittwe nebst Kindern. Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Achtung! Am 25. d. Mts. entriß uns die Proletarierkrankheit unſern äjährigen Sohn Donnerstag, den 28. Dezember 1893, Abends 7½ Uhr, Alfred. Julius Hartwig. Hedwig Hartwig geb. John. Die Beerdigung findet am Freitag, den 29. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Weißensee, KönigsChaussee 33a, aus statt. 1002b Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen unseren geliebten, guten Mann und Vater, den Tanzlehrer Oscar Guichard 25. zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Er verschied am Montag, den Dezember, Nachmittags 51/2 Uhr, sanft und ruhig im Alter von 55 Jahren nach schweren, langen Leiden. 70/3 Berlin, den 27. Dezember 1893. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt am Weihnachts- Ausstellung Freitag, den 29. Dezember, Nach" Es war einmal!" Ein Märchen- Cyclus. PassagePanopticum. Ein WeihnachtsMärchen von Dr. Jul. Lohmeyer. Musik von Th. Krause. ratweil'sche Bierhallen Bi mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Friedrich- Werderschen Kirchhofes( Bergmannstraße). Nachruf. bei Seefeldt, Grenadierstr. 33: General- Derlammlung. Tagesordnung: 451/5 1. Aenderung der Statuten. 2. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlch zu erscheinen. Der Vorstand. Aufforderung. Den Mitgliedern des Vereins der in der Hutfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß die Wohnung bis spätestens 1. Januar 1894 dem Kassirer C. Kempe, Weinstraße 11, anzuzeigen ist. Der Vorstand. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler and anderer gewerblicher Arbeiter( E. H., Samburg). Donnerstag, den 28. Dezember 1893, Abends 8 Uhr: Gr. Mitglieder- Versammlungen Der in dem Keller'ichen Eta ämmtlicher Verwaltungsstellen Berlins. blissement langjährig thätig ge= wesene allgemein beliebte Tanzlehrer Herr 70/2 Oscar Guichard ist am 25. d. Mts. von seinen schweren Leiden erlöst. Ihm, der sich so viele Freunde erworben, werden auch wir stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Betheiligten des ,, Hofjäger". A. Fröhlich. Todes- Anzeige. Hiermit zur Nachricht, daß mein Kommandantenstr.77-79. Bruder, der Schneider Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Louis Karle 53972 Neues Programm. Entree 15 Pf. National- Konzert D. Obenlandler 14 in National- Tracht und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anfang 5 Uhr.- Entree 30 Pfennig. Anerkannt gute Küche. Säle für Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. ,, Sanssouci, Kottbuserstr. 4 a. Sonntag, den 31. Dezember: Große Sylvester- Ulf- Soiree der Stettiner Sänger, verbunden mit MilitärKonzert der 24 Mann starten Rapelle des Herrn Lehmann. Anfang 31./12. 1893 Nachmitt. 6 Uhr. Ende 1./1. 1894 früh 6 Uhr. Gladiatoren- Kampi. Tanz- Kränzchen. Großes Ulf- Programm! Wunderd. Ceroplastik u.Medjanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Großer Erfolg des gesammten neuen Progr. Die reizende Luftfee Evelini. Mr. Bollini. Marg. Braun. Die Crinolin- Fantasten. Anfang Wochentags 7, Uhr. Entree 15 Pf. Sonntag( Sylvester): Grosser Neujahrs- Scherz. R. Winkler. U. A.: am 28. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus beerdigt wird. Karle, Waldemarstr. 66. Nachruf. Tages Ordnung: = 1. Die am 21. Januar 1894 zu Hannover stattfindende GeneralVersammlung; Berathung der vom Vorstand und Ausschuß gestellten Anträge zu derselben event. Stellung weiterer Anträge. 2. Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. 3. Verschiedene Raffenangelegenheiten. Die Versammlungen finden statt für die Verw. A: in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. B: im Märkischen Hof, Admiralstr. 18e. " 1 " C: in Lehmmann's Lokal, Kreuzbergstr. 48. D: im Vittoria- Salon, Perlebergerstr. 13. " " E: ladet die Mitglieder brieflich ein. " F: in Nagel's Lokal, Schwedterstr. 23. " G: im Freischütz", Fruchtstr. 36a. 11 H: in Schweißberger's Lokal, Köpnickerstr. 3. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen, da die Vorlagen des Vorstandes zwecks Weiterbestehen der Kasse von großer Bedeutung sind, müssen fämmtliche Mitglieder in den Versammlungen erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 305/7 Die Ortsverwaltungen. Am Sonntag, den 24. d. M., starb Verein sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäscheder Genosse P. Rebhuhn 353/20 au den Folgen der Proletarier-Krantbeit. Seine rege Thätigkeit für die am Partei wird bei den Genossen des 6. Wahlkreises in ehrendem Andenken Der Vertrauensmann: C. Helbig, Rügenerstr. 23. Danksagung. und Kravattenbranche Berlins. Versammlung Donnerstag, den 28. Dezember, Abends 7½ Uhr, in Pastor's Salon, Neue Königstr. Nr. 7. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Revisorenwahl. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz und Vorträgen. Der Vorstand. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um rege Betheiligung wird kostbaren Kranzspenden allen Freunden, 384/16 Für die zahlreiche Theilnahme und ersucht. Neue Mitglieder werden aufgenommen.- Gäste sind willkommen. Bekannten und Genossen sowie den Mitarbeitern der Fabrik Lensch und Markerdt in Stralau und dem Gesangverein Liberté I für ihre freundliche Unterſtüßung unsern herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Bobzieu. 997b Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Donnerstag, den 28. Dezember, Abends 71/2 Uhr: Gr. Brillant- Vorstellung. Besonders hervorzuheben: Circus Renz. Donnerkag, den 23. Dezember, Abends 714 Uhr: Ein Künstlerfest. Der Arbeiter- Sängerbund Rheinlands beabsichtigt, seine Statuten in Form von Diplomen anfertigen zu lassen, welche geeignet sind, den Bereinslokalen Vollständig neue und glänzende Aus- als Bierde zu dienen. Wer solche anftattung. Leberraschende Wasser- und fertigt, wird ersucht, Zeichnungen oder Lichteffekte. Neue Einlagen. Stizzeu nebst Angabe des Preises pro 462/13 Außerdem: 6 engl. Springpferde, 100 Stüc an Friedrich Harrendorf, vorgef. v. Herrn R. Renz; Cromwell und der Steiger Alep, ger. von Frl. in Köln a. Nh., Saarstr. 19, einzusenden. Oceana Renz; ber urtom. ImitatorKlown Mr, Ybbs; d. Akrobaten Gebr. 3 Etagen- Caroussel mit 25 Pferden, Original Dressur des Herrn Max Schumann. Damen- Jockey Miss Oxford. etc. etc. Borletztes Auftreten d. Salon- Athleten Preise der Pläge wie gewöhnlich. Freitag: Ein Künstlerfest. Broth. Paxton. Fr. Renz, Direktor. W. Noack's Frediani; die Heittänfilerinnen Ge fchwister Hoffmann; Mr. Lavater Lee 500 Mart Prämie erhält derjenige, welcher die 3 vorge- Concert- und Gesellschafts- Säle, zeigten Tricks nachmacht. Driginal Brunnenstrasse No. 16. Täglich: m. Sown William Olschansky M. feines dressirten und Das Schulpferd ,, Albert", geritten v. Fr. Gr. Theater- u. SpezialitätenVorstellung. ,, Prost Neujahr! ämmtlich. Klowns. Fidibus, Spring Jeden Sonntag und Donnerstag Ensemble von Mensel. Am 1. Januar 1894. Eine Sylvester- Burleste. Entree 50 Pf. Reservirt 1 Mark. Montag, den 1. Januar 1894: Neujahrsfest- Soiree in Sanssouci. Dienstag, den 2. Januar: Soiree im Böhmischen Brauhaus. Adele Schumann. Spring- Entree von pferd, vorgeführt vom Direktor. Zum Schluß: Cancan vor Gericht. Ballet Burleste in 2 Tableaur. = 2. Tabl.: Vor Gericht. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. Serpentintanz von 4 Damen. Freitag: Große Vorstellung. Sonntag( Sylvester): 3ivet Vorstellungen, Nachmittags 4 Uhr: Rübezahl( 1 Rind frei). Abends 7/2 Uhr Cancan vor Gericht. Freunden u.Gen. empf. ich meinen tägl. Fleischvert. v. Rind, Kalb- u.Hammelfleisch zu den billigsten Breifen. Frau Hochachtungsvoll und ergebenst J.Schulze, Eisenbahnhalle, Stand 15. G. Schumann, Direktor, Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Franz Beyer, Weinhandlung u. Liqueurfabrik, Chausseestr. 103 empfieht Ungarwein. Bordeaux, Rhein- und Moselwein, fowie Cognac, Rum's, Punsch- Essenzen, Glühweinund Grog- Essenz, das Liter zu 1,50 M. ertl. Flasche, in Champagner- Fl. inkl. Fl. 1,50. abes Sanz- Strängen. Neujahrskarten Borstellung: Avis! Empfehle meine hocheleganten Säle mit elektr. Beleucht. f. Vereine und Privatfestlichkeiten zu den koulant. Bed. Neujahrskarten nur für Händler und Wiederverkäufer. Spezialität: Sozialdemokratische Glückwunsch- Karten. 53572 C. 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Am 1. Januar trat das Gesetz betreffend die Krankenversicherungspflicht für Handlungsgehilfen und Lehrlinge, sowie der in Geschäftsbetrieben der Rechtsanwälte, Notare, Gerichtsvollzieher, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Versicherungsanstalten beschäftigten Personen in Kraft. An demselben Tage leitete der fechte Wahlverein sein Mitglied, den Bauarbeiter Hermann Lüderit, zur letzten Ruhestätte. Am 3. Januar hielt der vierte Wahlverein seine Generalversammlung ab, in welcher der Abgeordnete des Kreises, Paul Singer, über die politische Lage sprach. Dem Proletariat sein Glend noch fühlbarer zu machen, brach eine fast zweiwöchige Schnee und Eisperiode über Berlin herein, während welcher verschiedene Versammlungen Arbeitsloser abgehalten wurden. Als erste fand am 5. eine Versammlung Arbeitsloser der Nahrungsmittel- Industrie( Bäcker, Schlächter, Konditoren, Kellner, Brauer, Köche 2c.) bei Joël statt, in welcher Bäcker Kretschmar referirte. Die Versammlung proteftirte in einer entsprechenden Resolution gegen die heutigen Gesellschaftszustände. Am gleichen Tage fand im" Rothen Hause" die Wahl der beiden Stadtverordneten- Borsteher statt. Herr Dr. Stryd hatte sich endlich bewogen gefühlt, fein Amt als erster Vorsteher niederzulegen. An feine Stelle wählte die Majorität seinen bisherigen Stellvertreter, Dr. Langerhans, und an dessen Stelle Herrn Dr. Alexander Meyer. Am 7. wurden die verantwortlichen Redakteure des Vorwärts", Enders und Held, wegen Beleidigung durch die Presse zu einer Geldstrafe von 1050 M. bezw. 200 m. verurtheilt. Festrede. 10. Jahrg. Der 18. März gab Veranlassung zu einer noch großartigeren erfolgte die Aufstellung der Kandidaten in den einzelnen WahlKundgebung des Proletariats als im Vorjahre. Eine Ueberfülle bezirken. Daneben machte das Auftreten Theodor v. Wächter's von Kränzen deckte die Gräber der Märzgefallenen. Zur Feier viel von sich reden. des Tages fanden zahlreiche Volksversammlungen und Gedenkfeiern statt. Die vom Genossen Wilfe herausgegebene rothe" Kommunalwahlen mit ungeschwächtem Eifer fort bis zum Tage Im Monat November bauerte die Agitation für die Festzeitung zum 18. März wie auch die„ rothe" Auflage des der Hauptwahl, dem 13. Bei dieser wurden wiederum glänzende Sozialist" wurden von Rechts wegen als staatsgefährlich polizei: Siege erfochten. Nicht allein wurden die drei in Frage ges lich beschlagnahmt. Von einem gleichen Schicksale wurde die tommenen Mandate: 13. Wahlbrzirk( Gottfr. Schulz), 37. Wahlrothe" Ausgabe des Teltow- Beeskower Volksblattes" ereist. bezirk( Gleinert) und 41. Wahlbezirk( Vogtherr) behauptet, Der Staat war somit wieder einmal gerettet. Sonstige sondern auch noch drei neue Mandate hinzuerobert und zwar Differenzen mit der Polizei fanden diesmal erfreulicher Weise der 16. Wahlbezirk( Tolksdorf), der 23. Wahlbezirk( Wilke) und der 36. Wahlbezirk( Gieshoit). Außerdem tamen im 9. und 29. Wahlbezirk unsere Genossen Kizing und Gumpel mit den Freisinnigen Ulstein und Meißner in die Stichwahl. Am 16. erfolgte die feierliche Eröffnung des Reichstages, welcher berufen ist, die Deckung für die neuen Militärlasten durch neue Steuern zu beschaffen. nicht statt. Am 19. veranstaltete der Leseklub„ Karl Mary" anläßlich des 10. Todestages von Karl Marx eine Gedächtnißfeier im Feenpalast und am 21. tam der Streit der Maßschneider zum Ausbruch, welcher längere Zeit hindurch die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zog. und 3. ein. Den Monat April leitete und läutete das Osterfest am 2. Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands benutzte die Osterfeiertage zur Abhaltung der ersten Generalversammlung nach zweijährigem Bestehen des Vereins in den Arminhallen. Ebenso fand am 2. Osterfeiertage eine Konferenz der Maurer der Provinz Brandenburg behuss Regelung der Agitation und Organisation statt. Am 11. und 13. nahm die Landes- und Reichs- GesetzgebungsMaschinerie ihre durch das Osterfest unterbrochene Thätigkeit wieder auf. 12. Die Maler Lint und Mausolf, indem sie zu je 100 m. Zwei neue Opfer des Aufreizungsparagraphen wurden am Geldstrafe verurtheilt wurden. wurde. Am 17. erfolgte die Berichterstattung der Delegirten vom Parteitage, an welche sich vielfache Auseinandersetzungen über die Bedeutung der Gewerkschaften und der Gewerkschaftsbewegung fnüpften. Vom 19. bis 25, tagte in den Konkordia- Sälen der deutsche Tabatarbeiter- Kongreß zur Abwehr der Tabat- Fabrikatsteuer und jeder Mehrbelastung des Tabaks. Auf dessen Veranlassung fanden am 23. in allen 6 Wahlkreisen Protestversammlungen gegen das Projeki der Tabat- Fabrikatsteuer statt. Der Monat Dezember brachte gleich an seinem ersten Tage die Stadtverordneten- Stichwahlen und mit ihnen die Niederlage unserer beiden Kandidaten im 9. und 29. BeDie neu er gänzte Stadtverordneten Versammlung hatte in ihrer Sizung zirk den vereinigten Gegnern gegenüber. am 14. über folgenden von Singer und Genossen eingebrachten Nothstands- Antrag zu berathen: V Am 17. d. M. begann Frau Kähler- Hamburg einen Zyklus " Um der in immer wachsendem Umfange hervortretenden von Vorträgen zur Agitation unter dem weiblichen Proletariate, während am 18. das Ende des Schneiderstreifes herbeigeführt Arbeitslosigkeit und dem sich hieraus ergebenden Nothstande der Arbeiter durch Beschaffung von Arbeit nach Möglichkeit zu in eine Berliner Gewerkschafts- Kommission erfolgte am 21. Der zeit der in den städtischen Betrieben- Straßenreinigung, ParkDie Umwandlung der Berliner Streit- Kontroll- Kommission steuern, ersucht die Versammlung den Magiftrat: I. Die ArbeitsAn demselben Abende beschäftigte sich eine Boltsversammlung. Rest des Monats wurde durch die Vorbereitungen zur Maifeier und Gartenverwaltung, Kanalisation, Gasanstalten, Markthallen Verwaltung, Viehhof u. s. w. beschäftigten Arbeiter auf acht in welcher Genosse Vogtherr referirte, mit der Dissidentenfrage in Anspruch genommen. und dem Schul- Religionsunterrichte, gleichzeitig Stellung nehmend Der Monat Ma i begann mit der am Montag, den 1. Mai, Stunden täglich festzusetzen, und die hierdurch erforderlich werdende zu einem diesbezüglichen Erlasse des Kultusministers Dr. Boffe. stattgehabten Maifeier, welche durch Versammlungen und von größere Anzahl von Arbeitern einzustellen. II. Alle durch die Die Versammlung beschloß eine Protestresolution gegen jeden allen Wahlkreisen mit Ausnahme des 5., welcher nur eine Abend- Stadtverordneten Versammlung bereits genehmigten Tief- und Religions- und Gewissenszwang. versammlung hatte, durch zwanglose festliche Busammenkünfte Hochbauten, energisch in Angriff zu nehmen und soweit irgend möglich im Winter fortzuführen. III. Die Straßenreinigungsbegangen wurde. der Militärvorlage. Es tonzentrirte sich hiermit das Haupt- Straßen und Bläße, auch der an der Peripherie belegenen, für Am 6. erfolgte die Auflösung des Reichstags wegen Ablehnung Deputation anzuweisen, zum Zwecke schneller Reinigung der den bevorstehenden Winter eine erheblich vermehrte Anzahl, sowohl Am 10. erfolgte die Wiedereröffnung der Häuser des Reichs- interesse auf den politischen Kampf. tages und des Landtages, welcher sich am 11. eine Versammlung Auf gewerkschaftlichem Gebiete trat am 9. der partielle der ständigen als der Hilfsarbeiter, einzustellen. Außerdem ersucht die Versammlung den Magistrat: Die arbeitslofer Bauhandwerker bei Joel anschloß, welche die sozial Streit der Filzschuharbeiter in den Vordergrund der Ereignisse. demokratischen Abgeordneten im Reichstage beauftragte, die Die Aufstellung der Kandidaten für die Reichstagswahlen Armendirektion zu veranlassen, daß den Almofen- und PflegegeldForderung der Einführung des gesetzlichen achtstündigen Maximal- erfolgte in allen sechs Wahlkreifen am 13. Als Kandidaten Empfängern für den Winter eine dem durch die nothwendige Arbeitstages zu stellen. Der 12. und 13. bot das ergögliche wurden aufgestellt: im ersten Wahlkreise Schneidermeister Täterow, Heizung u. f. w. entstehenden Mehrbedarf entsprechende Erhöhung Schauspiel einer Art Belagerungszustandes in Schöneberg und im zweiten Wahlkreise Schriftfeher Richard Fischer, im dritten ihrer Bezüge gewährt werde; und ferner: schleunigst in zwar infolge des behördlichen Verbotes der Abhaltung einer Wahlkreise Kaufmann Vogtherr, im vierten Wahlkreise Kaufmann verschiedenen Gegenden, namentlich in den östlichen und nordArbeitslofen wie auch einer öffentlichen Gewerkschafts- Versamm- Paul Singer, im fünften Wahlkreise Klavierarbeiter Robert lichen Stadttheilen, heizbare Räume zu beschaffen, in denen lung. Am 15. fonnte der 3. Wahlverein sein 2. Stiftungsfest Schmidt und im sechsten Wahlkreise Schriftsteller Wilhelm Lieb- Arbeitslose auch am Tage Aufenthalt nehmen können." Dieser Antrag wurde einem Ausschusse überwiesen. begehen. Reichstags- Abgeordneter Schmidt- Frankfurt hielt die knecht. Die Wahlagitation war hiermit in Permanenz erklärt und Das Weihnachtsfest brachte auch diesmal nicht den so oft Im Anschlusse an die dreitägige Nothstands- Interpellations- fie erlitt selbst durch das auf den 21. und 22. fallende Pfingstfest verkündeten Frieden auf Erden." Am 27. fanden in Sachen der Charitee und der angeregten Debatte im Reichstage fanden am 18., von den Vertrauens- teine Unterbrechung. Während der Festtage hielt die Vereini personen einberufen, vier Arbeitslosen- Versammlungen statt und gung der Schmiede Deutschlands hierorts ihre vierte General- Frage der Zentralisation der Ortskrankenkassen vier öffentliche Volksversammlungen statt, mit welchen die Arbeiterbewegung im zwar auf dem Bock( Referent Bebel), in den Kontordia- Sälen versammlung ab. ( Referent Singer), in Friedrichshain( Referent Dreesbach), und Auch im Monat Juni beherrschte die Reichstagswahl Jahre 1893 abschloß. im Schultheiß( Referent Liebknecht), welche Resolutionen und Agitation das öffentliche Leben bis zum 15., dem Tage der Deputationen an Minister und Ober- Bürgermeister entfendeten. Hauptwahl. Dieselbe brachte uns einen ruhmvollen Sieg, im Eine weitere Nothstands- Debatte brachte der 19. im rothen 4. und 6. Wahlkreise, sowie Stichwahlen in den 4 übrigen Haufe". Es debattirte die Stadtverordneten- Versammlung über Kreisen. Die Stichwahlen fanden am 24. statt und brachten und den Nothstands Antrag der sozialdemokratischen Vertreter, betr. noch drei weitere Mandate ein, sodaß mit Ausnahme des ersten die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit und Errichtung eines sich nunmehr alle Berliner Wahlkreise in unseren Händen bestädtischen Zentral- Arbeitsnachweises. Ober- Bürgermeister Belle finden. Am 24. begann gleichzeitig der Streit in der Kürschnerwar während der Sigung abwesend, weil er bei Hofe zu thun branche zur Beseitigung der Akkordarbeit. Die Steuereinziehung ist eine unangenehme Sache, hatte. Der Antrag wurde von der freisinnigen" Majorität Der 30. Juni sah unfern Genossen Enders aus seiner unangenehm für die, von welchen die Steuer erhoben wird, und natürlich abgelehnt. Das Finale zu diesem Trauerspiele bildete Familie, aus unserer Mitte scheiden, um eine elfmonatige Ge- unangenehm oft auch für den, welcher sie zu erheben hat. Wo gewissermaßen am 20. eine Versammlung arbeitsloser Möbel- fängnißstrafe in Plößensee anzutreten. nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Wo der Steuerpolirer. Am 4. Juli trat der neu gewählte Reichstag zusammen, trotz Mahnzettel, Zwangsvollstreckung und Versteigerung des am 15. bereits wieder geschlossen zu werden, nachdem er feine 8abler felber nichts zu beißen hat, kommen Staat und Gemeinde Schuldigkeit gethan und mit einer winzigen Mehrheit die abgepfändeten Gerümpels doch nicht zu ihrem Gelde. Der NothMilitärvorlage angenommen hatte. Doch während die Re- stand, der dem Berliner Magistrat nicht groß genug erscheint, gierung und die Bourgeoisie nun Ruhe hatten, beschäftigte um ihn zu einer träftigeren Abhilfe zu veranlassen, ist doch groß das Proletariat bereits wieder eine andere wichtige An- genug, um denselben Magistrat in den Berwaltungsberichten der gelegenheit, nämlich der am 6. August in Zürich abzuhaltende Steuerdeputation in bewegliche Klagen darüber ausbrechen zu internationale Arbeiterkongreß, zu welchem am 20. Die Dele- lassen, daß das Steuer- Einziehungsgeschäft von Jahr zu Jahr girtenwahlen vollzogen wurden. Mit dem Ende des Monats, mehr Schwierigkeiten macht und verhältnismäßig immer weniger am 29., erreichte auch der Kürschnerstreit seinen erfolgreichen lohnend wird. In dem eben erschienenen neuesten Bericht über Abschluß. die Zeit vom 1. April 1892 bis 31. März 1893 heißt es: Das schule gefeiert. " Am 21. wurde das 2. Stiftungsfest der Arbeiter- BildungsAm 22. veranstaltete der 6. Wahlkreis eine Gedächtnißfeier für die drei in der Nacht vom 22. zum 23. Januar 1887 verunglückten Genossen Hentschel, Lachmann und Nauen. Der 25. brachte vier weitere Arbeitslosen- Versammlungen, in welchen die Deputationen Bericht erstatteten. Die Versamm lungen faßten eine Protestresolution gegen den Handelsminister v. Berlepsch. Der Monat Januar fand seinen würdigen Abschluß mit der am 30. erfolgten Verurtheilung der Genossen Sillier, Janiszewski, Roch, Möller und Elisabeth Röhnisch wegen verschiedener im bürgerlichen Strafgesetzbuche vorgesehener Strafthaten( Aufreizung, Bergehen gegen Preßgefeß 2c.) zu 400, 300, 100 und 20 Mart. Der Monat Februar wurde eingeleitet durch Haussuchungen bei verschiedenen Genossen nach den Bildern aus der großen Revolution" von A. Wilz, nachdem die Aufführung der felben zum Stiftungsfeste der Arbeiter- Bildungsschule polizeilich verboten worden war. Das alte Jahr ist zu Ende. Was wird das neue Jahr bringen? Hoffen wir, ein weiteres Wachsthum unserer Partei, einen weiteren Schritt entgegen unserem großen Biele! Tokales. Am 1. August wurde die Kontrollmarke auf Brot im Steuer- Einziehungsgeschäft hat in noch erhöhterem Maße unter Bäckereigewerbe eingeführt. Im Uebrigen verlief der August noch den wirthschaftlich ungünstigen Verhältnissen der Zeit gelitten, stiller als der Juli. Die auf den 26. und 27. entfallende Lassalle- als dies im Vorjahr der Fall war. Dieselben haben im Vergleich feier hatte unter der Unguft der Witterung schwer zu leiden. Zu zu den beiden Vorjahren namentlich bei der seit dem 1. April Ende des Monats, am 30., erfolgte die Berichterstattung der 1892 an Stelle des Staats- Klassensteuer eingeführten Staatseiner dem Soll Einkommen gegen Delegirten vom Züricher Kongreß, welcher noch so manches Nach Einkommensteuer zu spiel im Gefolge hatte. In diesem Monat begann auch bereits über bedeutenden Mindereinahme, einer stärkeren Absetzung die Agitation gegen die Charitee, welche schließlich zu einem der Steuer wegen Unbeitreiblichkeit und zu einer größeren Wer Boykott führte und zahlreiche Versammlungen veranlaßte. mehrung der Reste geführt." Ungünstiger geworden, wenn auch Der Monat September trug auch noch das sommerlich nicht ganz so ungünstig wie bei der Staats- Einkommensteuer, ist Die Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung wand sich stille Gepräge. Zu erwähnen ist die am 3. vom zweiten Wahl- das Verhältniß der Jst zur Soll- Einnahme( d. h. der wirklich am 9. ein neues Blatt in ihren Ruhmeskranz durch Uebergang treise veranstaltete Gedächtnißfeier für die verstorbenen Vorfämpfer. gezahlten Steuerbeträge zu den eigentlich zu zahlenden) auch bei zur Tagesordnung über den Antrag der Genossen im rothen Am 21. sprach Frau Klara Bettin Stuttgart in den Konkordia- der Haus, Mieths, Sublevations- und Hundesteuer. Eswas Hause" betr. Einrichtung von Baubuden. Sälen; die Versammlung mußte, da sie während der Dis- günstiger geworden als in den beiden Vorjahren ist das VerDas dürfte Am 10. hielten die Metallarbeiter eine Arbeitslosen- Ver- fussion von der Polizei aufgelöst wurde, nach acht Tagen hältniß nur bei der Gemeinde- Einkommensteuer. sammlung ab. zu Ende geführt werden. Dieser Versammlung wohnte auch Frau jedoch daran liegen, daß in 1892/93 an Gemeinde- EinkommenAm 16. bekundete die Mehrheit der freisinnigen" Stadt Kautsky bei. Zu dieser Zeit weilte auch Friedrich Engels in steuer in Berlin nur 70 pCt. des Staats- Einkommensteuer- Solls, perordneten- Versammlung wiederum ihren reaktionären, anti- Berlin; ihm zu Ehren fand am 22. in den Konkordia- Sälen ein gegen 100 pet. in den Vorjahren, erhoben worden sind, sodaß die fortschrittlichen Geist durch Ablehnung des Antrages der Ge- Kommers statt. In diesem Monate kam es auch zu Differenzen Gemeinde- Einkommensteuer in diesem Jahre verhältnißmäßig Als unbeitreiblich wurden bei der Gemeindenoffen im rothen" Hause auf Einführung gleicher Unterrichts- mit der Verwaltung der Stadt- und Ringbahn bezüglich des weniger drückte. bücher in den forrespondirenden Klassen sämmtlicher Berliner Schließens der Roupeethüren. Der Monat Ottober brachte Einkommensteuer immer noch 275 218.= 12/8 pCt. des Gemeindeschulen. am 1. Oktober die Eröffnung des Bureaus der Berliner Gewerk- Gemeindesteuer- Solls, bei der Staats- Einkommensteuer 258 814 Der 15. und 16. brachten wiederum Haussuchungen bei verschafts- Rommiffion und nach turzer Ruhepause wieder die alt Mart 63/4 pet. des Staatssteuer- Solls abgesetzt; in Reft ver alt- Mart schiedenen Genoffen, diesmal nach den„ Erlebnissen eines Bucht gewohnte rastlose Parteithätigkeit. Zunächst stand der Parteitag- blieben bei der Gemeindesteuer 111 579 m. 2/3 pSt., bei der häuslers". in Köln bevor, zu dem am 6. die Delegirten gewählt wurden. Staatssteuer 64 017 m. 12/3 pCt. Bei der Gemeindesteuer Der 20. war der Tag der Wahlen der Beisiger zum Ge- Am 9. leiteten die Genossen des 4. Wahlkreises den braven Mit sind die Ausfälle zurückgegangen, haben aber den günstigen Stand werbegericht, deren Vorbereitung die Berliner Arbeiterschaft tämpfer, Bigarrenarbeiter Herrmann Laste, zu Grabe. Am von 1889/90( 11/4 pSt.) noch nicht wieder erreicht. Die Reste Bei der Staatssteuer feit langem in Anspruch nahm. Die Wahlerfolge waren 16. begannen die Töpfer ihren alljährlichen Fensterstreik. Der sind, wie seit Jahren, weiter gestiegen. glänzende. 24. brachte einen Sozialistenprozeß" in Moabit. Angeklagt find die Ausfälle besonders start gestiegen, von 43/4 pt. Seinen Abschluß in der Reihe der bemerkenswerthen Er waren Ruhlmey, Riesel, Schrinner, Wigel, Brigau, Werll, Hart in 1891/92 auf 63/4 pSt. in 1892/93. Das Steigen hat hier eigniffe fand der Monat Februar mit der am 25. d. M. er mann, Schulz, Gießhoit und Marten wegen Herstellung und seit 1884/85, wo die Ausfälle erst 12/8 pet. betrugen, ununterfolgten gerichtlichen Verurtheilung des verantwortlichen Redakteurs Verbreitung eines verbotenen sozialdemokratischen Liederbuches brochen angehalten. Die Reste sind seit 1885/86, wo sie erst des Vorwärts", Aug. Enders, wegen Majestätsbeleidigung und und Abhaltung einer unangemeldeten Versammlung, in welcher 2/8 pet. betrugen, ebenfalls ununterbrochen gestiegen. Die Reste E3 wurden werden natürlich nicht sofort als unbeitreiblich abgesetzt, sondern fonftiger Beleidigungen, Gotteslästerung zc. zu 9 Monate Ge- öffentliche Angelegenheiten erörtert wurden. fängniß. verurtheilt Kuhlmey und Kiesel zu je 50 M. Schrinner es wird erst noch eine Reihe von Maßregeln gegen die säumigen Jm Monat März fanden die im Monat Februar be- zu 4 Monaten 50 M., Wizel zu 3 Monaten, Steuerzahler angewendet. Bei insgesammt 3 207 664 im Laufe Schulz zu je 2 Mo- des Jahres 1892/93 fällig gewordenen Steuerposten mußte in gonnenen Vorbereitungen der Schneider zu einer Lohnbewegung Brigan, Werll, Hartmann und ihren regen Fortgang. Die Organisationsbestrebungen unter den naten. Gieshoit und Marten wurden freigesprochen. Die 599 421 Fällen gemahnt werden. 398 417 Fälle wurden dann Handlungsgehilfinnen erzielten ein greifbares Resultat durch Wahlagitation für die bevorstehenden Erfahwahlen zur Stadt: noch durch Zahlung erledigt. Die nach vergeblicher Mahnung bie am 15. erfolgte Gründung eines Fachvereins der Handlungs verordneten- Versammlung( es schied ein Drittel aus) nahmen die eingeleitete Zwangsvollstreckung verlief fruchtlos in 170 874 Fällen. gehilfinnen. Genossen den ganzen Monat hindurch in Anspruch. Vom 15. ab Pfändungen konnten 16 836 vollzogen werden, und zwar 3720 " 1 und : " nahme des Kranken. von Gold, 18 116 von Mobilien und sonstigen beweglichen Sachen. holte Versuche gemacht, diese Forderung bei D. einzuziehen und ist der neunzehn Jahre alte Hausbiener Josef W. festgestellt, der Zur Ableistung des Offenbarungseides wurden 250 Steuerschuldner die bisher vorgenommenen Pfändungen bei dem Bau- Unter- wenige Stunden vorher feine Stellung verloren hatte. W., der vorgeladen. nehmer immer auf Intervention wieder hatte freigeben müssen, schwer verwundet ist, wurde durch die Polizei einem KrankenVom kleinen und großen Einkommen in Berlin. Die versiegelte kurz und bündig den Weihnachtstisch mit allen darauf hause überwiesen. Ein zweiter Selbstmordverfuch hat Abends Zwei Arbeiter sahen am Steuerverhältnisse Berlins find wesentlich umgestaltet worden, ſtehenden werthvollen Geschenken, welche D. den Seinigen zuge- gegen 10 Uhr stattgefunden. nachdem am 1. April 1892 für die preußischen Gemeinden nach dacht hatte. Wohl oder übel mußte sich der biedere Bau- Unter- Südufer des Spandauer Schifffahrts Kanals ein Mädchen dem Gesetz vom 24. Juni 1891 eine allgemeine Einkommensteuer den Weihnachtstisch von dem ominösen Geschenk des Gerichts- Silfe eines Schiffers, der mit seinem Kahn in der Nähe nehmer dazu verstehen 800 m. nebst Kosten sofort zu zahlen, um ins Wasser springen. E3 gelang den beiden Männern mit eingeführt worden ist. Dem eben erschienenen Bericht der henk des Ge Steuer- Deputation des Magistrats über das erste Steuerjahr vollziehers frei zu bekommen. anferte, die Selbstmörderin, ein fiebzehnjähriges Dienstmädchen, nach Inkrafttreten des Gesetzes, das Jahr vom 1. April 1892 Aus dem chriftlichen Staat. Die beiden Anarchisten zu retten. Nachdem sie sich erholt, wurde sie nach dem Lazarusbis 31. März 1893, entnehmen wir die folgenden Angaben. Weise und und Wiesenthal sind unmittelbar vor dem Beginn war erst seit einem Vierteljahre in der Berlebergerstraße im frankenhauſe überführt. Die Lebensmüde heißt Emma 3. und Den Einkommensteuer- Listen für 1892/93 lagen zu Grunde die des gnadenbringenden Weihnachtsfestes wie es heißt von der Personenstands- Listen vom 26. Oftober 1891, die eine Be- Straße weg völkerung von 1559 638 Zivilpersonen( 399 620 unter 14, büßung einer verhaftet worden und zwar zum Zweck der Ver- Dienst. Der 3., deren Eltern gleichfalls in Berlin wohnen, war gegen sie erkannten Gefängnißstraße. am 15, gekündigt worden und Furcht vor Vorwürfen seitens der Alles 1 160 018 über 14 Jahren) und 19 345 Militärpersonen, zu- praktisches Christenthum. Eltern scheint das Motiv des Selbstmordversuches gewesen zu fammen 1578 988 Personen ergaben. Von den 1559 638 Zivilsein. Die 3. hat sich gleich nach der Bescheerung von ihrer personen blieben 584 nach Art. 38 der Ausführungs- Anweisung Nordbahnhof in der Bernauerstraße beschäftigte Rangirer R. ist aber statt dessen zur Ausführung des Selbstmordversuchs geArbeiterrifiko. Traurige Weihnachten hatte der auf dem Herrschaft die Erlaubniß erbeten, ihre Eltern besuchen zu dürfen, zum Einkommensteuer- Gesetz von der Steuer frei, bei 815 267 fonnte eine Besteuerung mit Staats- Einkommensteuer nicht er= Als derfelbe in der Nacht zum 25. d. Mts. damit beschäftigt schritten. Das junge Mädchen befindet sich glücklicher Weise folgen, weil ihr steuerpflichtiges Einkommen 900 m. jährlich war, zwei im Rollen befindliche Waggons von einander zu außer jeder Gefahr. Ebenfalls hat sich der Bizefeldwebel Das Motiv zur nicht überſtieg, 743 787 wurden zur Staats- Einkommensteuer ver toppeln, blieb er mit dem Stiefelabsatz zwischen den Echienen Wagnerowski am Weihnachtsabend erschossen. anlagt. Die der Staats- Einkommensteuer unterliegenden Ber- hängen und fiel auf das Geleise, wobei die nachfolgenden That soll eine ans Licht gekommene tleine Ungehörigkeit gewesen sonen vertheilten sich auf 300 027 Haushaltungen und Einzeln- Wagen über ihn hinweggingen und ihm das eine Bein sein, die Wagnerowski in seiner Stellung als Bataillonsschreiber steuernde, wovon( abgesehen von 3 Sondergruppen von z= vom Rumpfe getrennt wurde. Als seine Kollegen durch begangen hatte. galia, dom fammen 1253 Haushaltungen bezw. Einzelnsteuernden) 254 928 Beneßen mit Wasser den Ohnmächtigen auf einige Augenblicke Nach einem vergeblichen Fluchtversuch hierher zurücknach Einkommen von über 900 bis einschließlich 3000 m., wieder zum Bewußtsein brachten, waren seine einzigen Worte: 43 846 nach Einkommen von über 3000 M. besteuert Meine arme Mutter!" Nach schleuniger Requirung eines gebracht ist der geistestranke Dr. med. B. Er war vor einigen wurden.( Bei der Gemeinde Einkommensteuer, für die eben- Krantentorbes aus dem in der Bernauerstraße gelegenen Lazarus- Lagen entwichen und hatte sich nach Frankfurt a. D. begeben, wo er versucht hatte, als" Theateragent" für eine Berliner falls die Staatssteuer- Veranlagung die Grundlage bildet, wurden Krankenhause wurde der Verunglückte nach besagter Anstalt ge- Spezialitätenbühne Engagements zu vermitteln. Sein auffälliges außerdem 179 167 Haushaltungen bezw. Einzelnsteuernde nach bracht. Beim Hineinlegen in den Korb löste sich das Bein Einkommen von über 660 bis einschließlich 900 Mark besteuert.) gänzlich vom Körper. R. wollte am darauffolgenden Tage in Benehmen erregte Verdacht und führte zur Entdeckung und FestDie Gruppirung aller Steuerpflichtigen nach den einzelnen Ein- seine Heimath reisen und beabsichtigte, sich zu Neujahr zu vertommensstufen zeigt ein Heer von Unbemittelten und Armen heirathen. Einen Sprung in das Waffer machte am Mittwoch Morgen gegenüber einem winzigen Häuflein von Wohlhabenden und Die Weinkarte des Scala Theaters. Vor uns liegt ein etwa 19 Jahre altes Mädchen. Es wurde von Schiffern ge um 9 Uhr von dem Bollwerk an der Alsenbrücke in die Spree Reichen. Nach der Veranlagung beträgt das Jahreseinkommen eine von der Weingroßhandlung ausgestellte Abrechnung für das rettet und durch einen Bureaubeamten Arndt in ein Krankenhaus 660-900 Mart bei 179 167 Steuerpflichtigen, 900-1050 bei fürzlich verkrachte Scala- Theater, aus der zur Evidenz ersichtlich. 95 906, 1050-1200 bei 56 625, und so fort in raschem und ziem- welche ungeheuren Profite die Vergnügungslofale der Lebewelt eingeliefert. Hier zum Bewußtsein zurückgebracht, fagte das lich gleichmäßigem Fallen bis 2700-3000 Mart bei 5284 Steuer zum Theil abwerfen. Die Abrechnung führt einige sechssig ver- bei den Eltern wohne und gestern am zweiten Feiertage die Be junge Mädchen aus, daß es Elise H. heiße, in der Borsigstraße pflichtigen. Bei den Einkommen von über 3000 Mark ergab die schiedene Weinsorten auf, aus denen wir nur einige wenige auf fanntschaft eines Herrn gemacht habe. Von diesem sei sie durch Einschätzung 3000-3300 Mart noch bei 3505 Steuerpflichtigen, führen wollen. Das gewöhnliche Zeug, sog. Hochheimer und verschiedene Lokale geführt, betrunken gemacht und schließlich zu aber z. B. 11 500-12 500 m. nur noch bei weniger als 1000, Medoc St. Julien wird zum Preise von 1 M. 20 Pf. eingekauft später Stunde verlassen worden. Ihres Zustandes und Aussehens 48 000-50 000 Mart nur noch bei weniger als 100 Steuer- und für 3 M. servirt, Pontet Canet steht ein zu 1 m. 50 Pf wegen habe sie sich geschämt, ihren Eltern vor die Augen zu pflichtigen. Troßdem war die Zahl aller Einkommen über wird fervirt für 4 M., Rauenthaler Auslese toftet 2 M. 50 Pi, treten und deswegen ihrem Leben ein Ende zu machen versucht. 50 000 Mart noch 1371, davon über 100 000 Mark 489, davon Verkaufspreis 6 M. 74er Steinberger Rabinet kostet 5 M., wieder über 500 000 Mart 39, davon endlich über 1000 000 Verkaufspreis 15 M. 76er Onstricher Sonnenberg tostet Erhängt vorgefunden wurde am zweiten WeihnachtsMart 8, worunter 1 Einkommen sich auf rund 3/3 Millionen 7 M. 50 Pf., Verkaufspreis 20 m. 76er Schloß Johannis- feiertage in seiner Wohnung Tiedstraße 5 der 39 Jahre alte pro Jahr belief. Bei 33 Millionen Jahreseinkommen hat man berger fostet 8 M., Werkaufspreis 25 M. 75er Chateau Roch Emil Brüggemann. Nach ärztlichem Dafürhalten scheint es leicht, Genügsamteit zu predigen und über Begehrlichkeit" Morgaur fostet 12 M., Verkaufspreis 30 M. Etwas weniger der Tod schon am Heiligabend eingetreten zu sein. Brüggemann der Arbeiter zu schreien, die es noch nicht auf 900 Mart pro wird an den besseren Champagnersorten verdient, wahrscheinlich stand allein seine Ehefrau befindet sich in einem Krantenhause Jahr bringen. weil dieser edle Trant bei der Lebewelt und der mit ihr innig und hatte mit Nahrungssorgen zu kämpfen. Dies Die Eisenbahnverwaltung hat nicht versäumt, einem Theil verbundenen Halbwelt am meisten chic ist und daher am eifrigsten scheint die Veranlassung zum Selbstmord zu fein. ihrer Arbeiter die entsprechenden Weihnachtsfreuden zu vertilgt wird. Mume steht zu 8,50 M. ein und wird verkauft bereiten. Wie das Intelligenzblatt erfährt, ist am 23. auf dem für 15 M., Pommery dagegen kostet dasselbe, wird aber für der Reichenbergerstraße zugetragen, wo ein 19 jähriger KohlenEine Liebestragödie hat sich am Dienstag Nachmittag in Lehrter Bahnhof eine Anzahl Arbeiter ohne Kündigung entlassen 16 M. servirt. Man sieht, es fommt der goldenen Jugend und worden. Beruhigend fügt das Blatt hinzu, daß die Entlassenen den Barquettgreifen beim Amüsement nicht auf eine Handvoll händler und seine um 3 Jahre ältere Geliebte sich in der Wohfür die unfreiwillige Hunger- pardon Ferienzeit feine an; die Arbeiter bringen es ja ein und sind bei aller Begehr- nung der Eltern des Mädchens die Bulsadern mittels eines geUnterstüßung erhalten, aber in späterer Zeit nach Bedarf lichkeit, die ihnen vorgeworfen wird, eselhaft genug, mit dem wöhnlichen Küchenmessers durchschnitten haben. Die Veranlassung wieder eingestellt werden sollen. Wie mögen die Entlassenen am Betrage, den der Bourgeois im Chantant für eine Flasche Wein dazu gab der Umstand, daß keine Aussicht zu der von dem Fest der christlichen Liebe die Eisenbahnverwaltung gesegnet ausgiebt, sich und ihre Familie eine ganze Woche lang zu er- Glücklicherweise ist der Vater der unglücklichen Braut noch so Liebespaar gewünschten ehelichen Verbindung vorhanden war. nähren. Die Losung„ Morgen wieder luftig" hilft dem Bour- Glücklicherweise haben, die ihnen doch wenigstens diesen Hoffnungsschimmer ge laffen hat. Es geht doch nichts über die christliche Liebe und geois über die Sorgen hinweg, die ihm begehrliche Arbeiter be- rechtzeitig hinzugekommen, daß einer Verblutung beider jungen den christlichen ĕtaat. Leute vorgebeugt werden konnte. Das Paar wurde einem reiten, und wenn bei alledem das Scala- Theater pleite ging, so Krankenhause zugeführt und dürfte dort wiederhergestellt werden. lag es gewiß nicht an der Filzigkeit seiner Besucher. " Ju einigen Ort8- Krankenkaffen scheint nach den Klagen, die mehrfach zu uns gedrungen sind, noch mancherlei von dem häßlichen bureaukratischen Strimskrams zu haften, der gleich allen offiziellen Gebilden auch diese Institutionen der Arbeiter schaft widerwärtig gemacht hat und von ihr erst nach und nach beseitigt werden konnte. " Eine S1jährige Greifin hat sich am ersten Feiertage in Veranlassung zum Selbstmord soll in einem törperlichen Leiden ihrer in der Tilſiterſtraße belegenen Wohnung erhängt. Die gelegen haben. Einen eigenartigen Jug hat sich eine Dame" mit einem ihr bekannten, in der Bellealliancestraße wohnhaften Herrn, dem Kaufmann G., gemacht. Bei dem Pförtner des Hauses, in dem Serr G. wohnt, wurde für diesen eine Zigarrenfiste übergeben. Die Kiste trug die Aufschrift:" Absender Navachols Nachfolger. Vou einem Heuer heimgesucht wurde am Dienstag früh Tas Mitglied der Drts Krankenkaffe der Bigarrenarbeiter, verursachte nicht geringen Schrecken. Sie wurde mit großer liner in der Brunnenstr. 111. Der Brand zerstörte ca. 300 tr. Ich bin wasserscheu. Nicht versuchen." Der Empfang der Kifte um 1/26 Uhr die bekannte Weizenbierbrauerei von Oswald BerFrau Louise Rudolph, war vor etwa sechs Wochen wieder von Vorsicht nach dem nächsten Polizeirevier gebracht, das einen Malz, die sich in einem großen eisernen Behälter befanden. Des der Berufskrankheit, der Lungenschwindsucht, zu Bett ge Büchsenmacher ersuchte, die Kiste zu öffnen. Dem Büchsenmacher starken Qualmes wegen mußte der zuerst vorgehende Sappeur worfen worden und sollte, da in der Wohnung eine zweckdien- erschien die Sache auch unheimlich, er lehnte dankend ab und mit einem Rauchhelm versehen werden, zwei Rohre wurden vorliche Behandlung nicht angängig war, auf Anordnung des fie die Kiste wurde auf das Tempelhofer Feld gebracht, dort unter genommen. behandelnden Raffenarztes Dr. Wagner, Fruchtstraße, nach dem Wasser gestellt und geöffnet. Sie enthielt keine Höllenmaschine, Krankenhause überführt werden. Als aber die Angehörigen der wohl aber ein Gewicht, eine Uhrfeder und eine in Papier geübt worden. Die Diebe sind vom Hofe aus durch ein Fester in Ein Einbruch in den Rapfeller ist am Heiligabend ver Kranken auf dem Bureau der Kasse den erforderlichen Ausnahme- wickelte Masse. Man muß beinahe annehmen, daß die Dynamit die Kellerräume gestiegen und haben sich zunächst der Tageskaffe schein abholen wollten, fanden sie dort absolut tein Entgegen schäfereien allgemach in gewissen Gesellschaftsschichten, chic" tommen und die Beamten erklärten einfach, es fümmere sie durch- werden. In diesem Fall dürfte die Geschichte für die Urheberin in Höhe von 200 m. bemächtigt. Dann wurden verschiedene aus nicht, was der Arzt verordnet habe; sie schickten ihre Kranten übrigens recht eflig werden, da der Staatsanwalt nicht ver- Behälter erbrochen, deren Inhalt noch nicht genau hat festgestellt ins Krankenhaus, wenn es ihnen passe und nicht, wenn es dem fehlen wird, den so oft mißbrauchten Groben Unfug- Paragraphen werden können. Die Einbrecher find unbemerkt entkommen und Arzt beliebe. auch bisher nicht gefaßt worden. Mit Mühe erhielt die Kranke einen neuen Schein, der be an der rechten Stelle anzuwenden. sagte, daß sie an einen andern Arzt, Dr. med. Heim, KönigsNoch eine Höllenmaschine"? Die 16jährigen Arbeits- Polizeibericht. Am 23. d. Mts. verunglüdte Nachmittags bergerstraße 15, verwiesen werden solle. Das Resultat der von burschen Otto Vormelten aus der Lübbenerstraße und Rudolf auf dem Bahnhofe der Hamburger Eisenbahn ein Arbeiter, indem diesem Arzt angestellten Untersuchung war das gleiche: Bedarf Wolfenhauer aus der Friesenstraße, die in einer Wellblechfabrit er beim Verladen von Stroh hinfiel und das Schienbein brach. der Aufnahme ins Krankenhaus. Aber auch vom Vorstand der in der Köpnickerstraße beschäftigt find, waren am Sonntag einem unbekannten Manne überfallen und durch zwei Messerstiche Abends wurde in der Malplaquetstraße ein Bildhauer von Kaffe tam die frühere Antwort: Wir geben Ihnen teinen Auf- Morgen auf einem Frühausfluge nach dem Müggelsee begriffen, nahmefchein, machen Sie mit Ihrer Kranten, was Sie als Moldenhauer gegen 10 Uhr Vormittags auf dem Wege Naunynstr. 71 ausgebrochenen Feuer schwebten die beiden sechsam linken Unterarm verlegt. Bei einem am 24. d. M. in der wollen, wir sind nicht verpflichtet, die Krante Krankenhaus zu schicken. Und dabei blieb es. Man Während beide den Fund besahen, folgte plöglich ein knall, und und dreijährigen Kinder des dort wohnhaften Schlossers, da sie denke sich die Situation der Kranken. Der Arzt ver- Bormelten fiel ohnmächtig zu Boden. Ihm war die rechte sich allein in der Wohnung befanden, in Gefahr, durch den entordnet Aufnahme ins Krankenhaus; die Kaffe verweigert den Hand, mit der er den Gegenstand gehalten hatte, zerfleischt standenen starken Rauch zu ersticken. Ein Schußmann sprengte Aufnahmefchein, die Krankenhäuser, an die man sich wendet, worden, und sein Begleiter hatte Brandwunden im Gesicht jedoch noch vor Ankunft der Feuerwehr die verschlossene wollen die Kranke ohne solchen nicht aufnehmen; fonfequenter davongetragen. Bormelfen ließ sich zunächst in Grünau noth- Wohnungsthür und brachte die Kinder in Sicherheit. In weise verweigert der Arzt die weitere Behandlung, ja selbst das dürftig verbinden, und begab sich später mit Moldenhauer nach ihrer Wohnung, in der Reichenbergerstraße, versuchte eine ArUnterschreiben des Krankenscheines, so daß es schließlich nicht Berlin auf die Sanitätswache in der Adalbertstraße, wo der beiterin sich mittels einer aus Bündhölzern hergestellten einmal mehr möglich ist, die paar Mark Krankengeld zu erheben. Heilgehilfe Heije noch einen Bruch des Handgelenks feststellte Phosphorlösung zu vergiften. Ein noch rechtzeitig zur Hilfe Eine ungewöhnliche Langmuth setzt die Verwaltung der und die Aufnahme des Verlegten im Krankenhause am Urban gerufener Arzt ordnete die erforderlichen Gegenmittel an. Krankenkasse der Steinfeger- Innung bei ihren Mitgliedern voraus. veranlaßte. Gleichzeitig ist die Polizei von dem Vorkommniß der Friedrichstraße brach gegen Mittag ein unbekannter Mann, Das Bureau dieser Kaffe liegt im äußersten Nordosten der Stadt. in Kenntniß gesetzt worden und hat fofort Nachforschungen da- anscheinend infolge eines Krampfanfalles, plötzlich unmittelbar Kommt ein Krankengeld- Empfänger, was gerade nicht selten ist, hin angestellt, ob der Vorfall sich in der von den Betheiligten felbe so schwer am Stopfe verlegt, daß er im besinnungslosen Zu vor einer fahrenden Equipage zusammen und wurde durch dieaus den westlichen oder südwestlichen Vororten her, so hat er, geschilderten Weise zugetragen und was es für eine Bewandniß selbe so schwer am Kopfe verlegt, daß er im besinnungslosen Zunachdem er den anderthalb oder zweistündigen Weg gemacht, mit dem Explosivstoff hat. stande nach der Charitee gebracht werden mußte. Abends unter unglücklichen Umständen noch einige Stunden auf dem schoß sich ein Hausdiener an der Ecke der Charlotten- und Hof zu warten, da es im Kaffenlokal selber keinen Warteraum scheinen sechs junge Männer aus Charlottenburg gewesen zu nach der Charitee gebracht. Eine Weihnachtsreise. In recht animirter Stimmung Leipzigerstraße mit einem Revolver in die Schläfe. Er wurde giebt. Wie förderlich eine derartige Wartetur auf den förper: fein, die am Sonntag eine Bierreise durch Berlin gemacht dem Rangirbahnhof der Nordbahn in der Bernauerstraße ein - Am 25. d. M. früh wurde auf lichen Zustand der Krankengeld- Empfänger einwirken muß, liegt hatten. Gegen 8 Uhr Übends bestiegen sie einen offenen Ein Rangirer am linten Fuß überfahren. Am 26. d. M. früh flar vor Augen. In so seltsamer Beleuchtung felbstredend der spänner und schickten sich an, durch den Thiergarten unsere erhängte sich eine 80jährige Frau in ihrer Wohnung in der Vorstand einer Kaffe erscheint, bei der solche Zustände noch mög- Nachbarstadt wieder zu erreichen. Was aus fünf der Reisenden" Tilsiterstraße. Vor einem Haufe der Kaiserin- Augustastraße lich sind, so trifft in letter Neihe doch die Mitglieder die Schuld, geworden ist, vermag unser Berichterstatter nicht zu melden. fiel Morgens ein Schneider infolge eines Fehltritts zur Erde bie meiftentheils in ihrer Mehrzahl zu läffig waren, um sich bei tur über einen der jungen Herren liegt uns nachstehende Notiz und verlegte sich schwer am Fuße. der Zeitung in Respekt zu feyen. Das Wort:„ Ein jeder wird -Vormittags wurde behandelt nach Verdiens" gilt auch hier und in kleinen wie in des 33. Polizei- Reviers in der Bellevue- Allee einen Mann auf, gefunden. Ein Liebespaar versuchte Nachmittags in der vor: Am Sonntag Abend gegen 81/2 Uhr fand ein Schutzmann ein Koch in seiner Wohnung in der Tieckstraße erhängt vor großen Dingen wird man nur so lange als Subjekt gehudelt, der aus vielen Kopfwunden blutete und besinnungslos war. Wohnung der Mutter des Mädchens, in der Reichenbergerstraße, als man es fich eben gefallen läßt. Nach der Charitee geschafft, tam er erst am Montag früh wieder sich durch Zerschneiden der Pulsadern an den Händen zu tödten. zu sich. Er gab nunmehr an, Paul E. zu heißen, Theilnehmer G3 wurde jedoch daran verhindert und nach Anlegung eines an der genannten Bierreise gewesen zu sein und kann sich nur Verbandes nach dem Krankenhause am Urban gebracht. dunkel erinnern, daß er auf dem Heimwege aus dem Wagen ge dem Droschtenhalteplage am Anhalter Bahnhofe entstand Abends stürzt sei. Den Verlust", den die Gesellschaft dadurch erlitten, zwischen zwei Droschkentutschern eine Schlägerei, wobei einer habe sie sicherlich noch nicht wahrgenommen. derselben niedergeworfen wurde und einen Bruch des Ellbogen Brände statt.d gelents erlitt. Am 24., 25. und 26. d. Mts. fanden 18 kleine " Soldaten scheinen zu Weihnachten nicht allein von der arbeiterfreundlichen Postverwaltung, sondern auch von Privatunternehmern beschäftigt worden zu sein. Ein Parteigenosse berichtet uns, daß er neulich bei der Firma G. Lamm in der Brunnenstraße einen Einkauf machen wollte und zu seinem Er staunen dort vier Soldaten mit Handlangerarbeiten beschäftigt Traurige Weihnachten hatte die Familie des Pferdebahn fand. Auf die Frage, ob es denn keine Arbeitslofen in Berlin Schaffners Otto Milfuhn. Er wurde gestern Nachmittag vom gäbe, hatte der Inhaber des Geschäfts die charakteristische Ant Schlaganfall getroffen, gerade als er in das Hauptportal des wort, Arbeitslose möchten wohl genug vorhanden sein, aber er Krankenhauses Friedrichshain eintreten wollte, um sein diphtheriefönne nur ehrliche Lente in seinem Laden gebrauchen und in frankes Kind, das in der Genesung begriffen ist, zu besuchen. Berlin sei nicht jedermann zu trauen. Der Parteigenoffe ging m. war sofort todt. Er hinterläßt sechs kleine Kinder und deren fort, ohne etwas gekauft zu haben. Stiefmutter, seine zweite Frau. In Auf Hochzeitsflammen, Volksstud in vier Atten von May Theater.r Kreyer. Kaum auf der Bühne erschienen, ist dies Stück auch Cin seltsamer Weihnachtsmann war es, welcher am Weil er stellungslos geworden war, hat sich der Haus schon wieder anscheinend für immer vom Repertoire vers Sonntag Nachmittag einem Bau- Unternehmer D. in der Neuen diener Josef W. am Weihnachtsabend eine Kugel in den Kopf schwunden, weil es gar so unfittlich ist. Ja, dem Berliner PhiFriedrichstraße auf grund einer gerichtlichen Berfügung einen gejagt. Er wanderte durch die Straßen unserer Stadt und fab lifter kommt es so leicht nicht auf eine Bote oder eine verfängs recht angenehmen Besuch abstattete. Herr D. war gegen 5 Uhr fehnsüchtig nach den Fenstern, die im Kerzenschimmer der Tannen- liche Situation an, aber fie muß in Paris, oder wenn dennoch Nachmittags mit dem Ausbau des Weihnachtstisches beschäftiot, bäume strablten. An der Ecke der Leipziger und Charlotten- daheime, in höheren oder niederen Kreifen vor sich gehen, als solchen, als plößlich die Korridorglocke gezogen wurde und- ein Gestraße blieb er stehen, zog einen Revolver aus der Tasche und denen er selber angehört. Der Berliner Hauswirth ist das Irbild rid tsvollzieher erschien, um eine Forderung eines Tout and jagte sich mit den Worten: Jezt fommt die Bescheerung für der Plespektabilität, das allenfalls farrifirt, aber nimmer in werters über 800 W. einzuziehen. Ter Weamie, der schon wieders mich", eine Rugel in die rechte Schläfe. In dem Lebensmüden seiner wahren nachten Gesinnungslum, igkeit dargestellt werden " " MW. Gaßmann, Bauarbeiter, Grünthalerstr. 67. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% uhr: Nord Martusstr. 31: Unterricht in Gefundheitslehre. Südost Schule, ReichenSchule, Mullerftr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, bergerftr. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alt). Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dietgen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ece. Freunde bet Gnadt, Swinemünderstraße 120. Treptow. Sozialistischer gese und Distutirtlub Abends der Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenjir. 9, bei Broß. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im Annenftr. 16, bei Ghrenberg.- 2eiße Rofe, Reinickendorf, Seeschlößchen bet Kornblume, Blumenstr. 54, bet Buttte. Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bet Werner. Bregelfchluß, Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bet Friefecte. Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftftr.- Ede bei Schulz. inigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4, b. M. Meinhardt.- Sarmonie, Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth.- Ost- und Westpreußischer MännerGesangverein, Neue Königstr. 73, bet sahn.- Ebelweiß 2, Potsdam Brandenburger Kommunitation 16 bet Glaser. Boray, Grünauerstr. 16 bet Drüggemüller. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. 8utunft 3, Belten, bei W. Grunow. Kreuzberger Sar monie, Hasenhaide 52-53, Kurth's Salon. Morgengrauen,( Bäcker), 4-5 Uhr Nachm., Gipsfir 3 bei Byrtect. Steinfeger Sängerchor uftanien Allee Nr. 28 bet Maiwald. Liebes Echo, Reichenbergerftraße Nr. 145-146 bet Brandt. Liedertafel Westend, Blumenthalfraße b bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismarc Gesangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Seydelftr. 30 bei straße 80. Abendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. Breußer.- Arbeiter- Gesangverein Span da u Lynarstraße Restaurant Kieters. Victoriagarten. darf. Die energische Ablehnung des Kreger'schen Werks am] Aufforderung. Diejenigen Bauarbeiter( Maurer, SteinSonnabend Abend hatte daher feine guten Gründe und alle Be- träger u. f. m.), welche am 11. resp. 12. Oktober bei der Lohn mäntelungen der Philifterpresse über den vorgeblichen Mangel zahlung auf dem Bau Sandstr. 1d zugegen waren, ersuche ich, an Technik in der Handlung u. f. w. können über den wahren ihre Adresse bei mir abzugeben. Schmerz des Publikums nicht täuschen. Kreher hat in martigen Strichen das Sinnen und Denten einer emporgekommenen Kleinbürgerhorde geschildert. Fast alle in dem Stück aufDie politische Maßregelung in Kriegervereinen soll sieshott. tretenden Personen sind leidlich fituirt und der alte Hahnrei in ihm ist ein mehrfacher Hausbefizer. Was Wunder, daß er in nunmehr durch den deutschen Kriegerbund förmlich organisirt tub feiner schmutzigen Raffgier auch Begehren nach seiner Nichte werden. Der Vorstand des deutschen Kriegerbundes hat den Hafenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg trägt. Sie fträubt sich anfangs, denn sie hat im Grunde riegervereinen den Entwurf von Bestimmungen gesandt, die im s ühr, Reichenbergerfir. 157, Gigung. Diskutirflub, 8eitget st" jeden Gemüth und liebt ihren verbummelten Vetter, der gar Wortlaut in allen Vereinssatzungen fortan vorhanden sein müssen, Donnerstag nach dem 1. und 16. des Monats bet Tempel," Langeftr. 65, Abends Brüderlich fett Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Wernau, nichts hat und aus dem ohne des schäbigen Onkels Willen wenn die betreffenden Vereine Aufnahme in den deutschen Krieger- 8½ Uhr. Rosenstr. 30. bund finden sollen. nicht einmal ein ordentlicher Musiker werden kann. Dem aus dem Verein mit Verluft eines jeden Anspruchs Mit- im Restaurant Zubeil. Nach Distutirklub Gleichheit"( Weißenfee) bet Juzi, Langhansdiesen Normalfagungen werden und Wilhelmstraßen- Ecke, Abends 8% Uhr. August Getb Abends 9 Uhr Manne muß aber geholfen werden und mit ton= sequenter Logit bringt sie das fortgesette Liebeswerben glieder ausgeschlossen, welche sich durch ihr Verhalten mit den des Onkels auf den praktischen Gedanken, zwei Fliegen mit einer wecken des Vereins in Widerspruch sehen, insonderheit solche, Klappe zu schlagen. In ihrem Heirathskontrakt läßt sie die Be- welche den Anforderungen der Pflege und Bethätigung der Liebe dingung verzeichen, daß dem Musikus das Geld zur Ausbildung und Treue zu Kaiser und Reich, Landesfürst und Baterland nicht werden muß und das Andere wird sich finden. Zufällig entsprechen." tommt der etwas ungerathene Kousin am Hochzeitstage Recht so! Diefe Reinigung" ist ganz nach unserem Gezu Besuch und wird, nothdürftig in einen unerläßlichen Schmack. Diejenigen Arbeiter, die noch nicht ganz aufgeklärt Frack gesteckt, die Bescheerung gewahr. Er ist ein guter Taktiker sind, werden dadurch zur Vernunft kommen und den und sucht seine frühere Kousine und neugebackene Tante so Kriechervereinen" den Rücken fehren; sie gehören nicht lange zu uzen und zu ärgern, bis sie mürbe geworden in Vereine, in denen der Kadavergehorsam als Bedingung für ist und sich ihrer fläglichen Lage schämt. Allzu schwer wird dem die Mitgliedschaft gilt. verlaffenen Liebhaber seine Kunst nicht; stehen ihm doch die Der Kriegerverein in Blankenburg im Fürstenthum ganzen werthen Gäste moralisch zur Seite und ist doch der alte Schwarzburg- Rudolstadt hat nahezu einstimmig beschlossen, sich Ontel- Gatte ein so schäbiger Kerl, daß er Weib und Hochzeits- aufzulösen, weil die Behörde verlangt, er solle seine Statuten gäste über Hals und Kopf verläßt, als ihm die Nachricht von durch einen die politische Haltung seiner Mitglieder betreffenden dem Brande einiger ihm gehörenden alten Schuppen Baragraphen nach dem bekannten Schema ergänzen. Aus gleichem überbracht wird. Während er in Rixdorf an der Grunde hat sich der Kriegerverein in Cursdorf aufgelöst. Sprize steht, wird das junge Paar sich vollends einig Nicht alle Kriegervereine lassen sich demnach zu patriotischen und das melodische Ende vom Liede ist, daß der Alte, Knechtesdiensten verwenden, nachdem er, vergnügt über das gute Assekuranzgeschäft, das er gemacht hat, in sein Heim zurückgekehrt ist, auf Bureden seines Bufenfreundes nicht allein gute Miene zum bösen Spiel macht, sondern auch die felfenfeste Ueberzeugung gewinnt, es feien bei einer rechtlichen Scheidung von seiner Frau seine Interessen am allerbesten und sichersten gewahrt. In diese nur kurz angedeutete Handlung verwebt sich eine Fülle der töftlichsten Situationen, und was Charakteristik betrifft, so sind wahre Kunstwerke fleinbürgerlicher Typen geschaffen worden. Schade, schade, daß Kreger sich seines fratischen vergewissert hat. Gespielt wurde im Ganzen Bublifums so schlecht wergenfem Boltstud folgende Fahresaur miethweisen Ueberlassung des Gürzenich, zur Abhaltung des revue brachte der Direktor das widerwillige Publikum Bundesfestes des rheinischen Arbeiter- Sängerbundes, sind von wieder einigermaßen auf seine Kosten. Alle Etraßengestalten den Stadtvätern schnöde abgewiesen worden. Hier entscheidet und Volkstypen die Berlin auszeichnen, wurden in flott eben nicht das Recht, denn die Arbeiter bringen jedenfalls aneinander gereihten Bildern von frappanter Pracht dem auch in Köln, wie anderwärts, die meisten Steuern auf zur staunenden Auge vorgeführt und damit selbst höheren Erhaltung der Stadt, sondern die Macht, die in den Händen Ansprüchen Genüge geschehen konnte, kamen auch der urkomische der Karnevalsprozen liegt. Bendig, Buckelhans, die Prinzessin Pocahuntas, die Waschfrau Achtzehn neue Kirchen sind nach einer Zusammenstellung Wolf aus dem Biberpelz, Charleys Tante und der Himmel weiß, in Leipzig in den letzten 25 Jahren gebaut worden. Kasernen ver sonst noch, in harmonischen Reigen auf die und Kirchen, Säbel und Gesangbuch, das sind die Mittel, welche Bretter. Den Den Gipfel der Liebenswürdigkeit erreichten helfen sollen, den inneren Feind" auszurotten. Autor und Regisseur jedoch, als zum Schluß die Parteien des Reichstags fein farrifirt von schmucken Balletdamen dar recht brav. Zu was die Stadtväter Geld haben, das konnten fürzlich die Bürger Kölns erfahren. Der großen Karnevals: Gesellschaft wurde die mieths freie Ueberlaffung des Gürzenich( städtischer Besitz) zugesprochen, außerdem ein Buschuß von 1500 M. zur Abhaltung ihres Fastnachtsrummels zu gebilligt. Die Die mieth weise Ueberlassung des Gürzenich zu Bolksversammlungen, falls dieselben im sozialdemoGeruch stehen, sowie ein fowie pra" zur Beit von dem Arbeiter Gesangverein 1 Tottenburg, Wallstraße 54. Vorwärts 2 Schönhauser Allee 28 bei Stuhimen. Lyra 2, CharFelsenfest( Gemischter Chor), Badsir. 12, Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 81 bet Seehausen. Glodenrein( gemischter Chor) Kaftanien- Allee 95/96. Sängerrunde, Rottbuserstr. 6 bei Braun. Frohsinn 12, Friedrichsberg Sichtenberg, Frankfurter Chaussee bet Müller. Treu und Fest, Lebuserstr. 5 bei Nemit.- Brüderschaft Stallschreiberstraße 29" 8um eichenen Stab".- Freundestreue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehaufen.-& intracht 2, Neu- Glienicke, Rudowerstraße bet Sasdorf. Waldesgrün( gem. Chor) Böchftr. 8 bet A. Moewes. Arbeiter- GesangFeld= berein Rübene, so bet Wilhelm Meyer. Drantenburger Vorstadt, Hochstraße 32a bei Wire. Liberté 1, Cuvrystr. 24, bet Thielsch. Flöter'scher Gefangverein, Roppenstr. 43 c bet Lorenz. Eintracht 3, Eberswalde, Gisenbahnstr. 77 bet Düball. Morgenroth 4 in Köpenick, MüggelheimerCuvryitr. 48 bet Zielsch. straße 4 bei Held. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. P. Hentel, Rauchtlub Graue Wolte, Krautstr. 48. Berein Grüne Ver Alle Buſchriften den Bund betreffend find au richten an: geftellter Antrag Titania, Bergmannstr. 14, Sof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruderbund. Andreasfir. 3 bei Noll. Musikverein Ostris, Adalbert Straße 21. the( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Raporte. gnügungsverein Jugendlust, Dimgaffe 2 bet Krebs. Rauchflub Dezimalwaage, Frisch auf, Koppenſtr. 43 bei Lorenz. Rauchtlub Serautstraße 36 bei Infinger. Rauchklub Erholung, Wienerstr. 13 bei Drieschner.. Rauchtlub Gleira, Abends 9 Uhr bei Bringborn, Madaistraße Nr. 12. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männers Gesangverein Alt- Dessau, Abends& Uhr, bei kind, Wrangelfir. 91. weißensee und Umgegend. Gesangsabtheilung bes fozialdemokratischen Arbeitervereins für Abend; Donnerstags und Sonnabends beti Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gesangverein Giodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr Theaterverein Fideler Getst 2, Abends 9 Uhr, Große Frankfurter Theater- Verein Bultania 2" 9% Uhr, Vorstädtisches Für Armenunterstützung gab die Stadt Leipzig im bebetet einer open Sabres 250000 Mt. aus. Dieſe Summe bei gear, Jerein, gibeler S bedeutet einen außerordentlichen Zuwachs gegen das Vorjahr. straße 99 bei Martini. ernstesten Die Zahl der Unterstüßten betrug monatlich über 3000, durch Kasino, Ackerstr. 144. Theaterverein Freundestrets 9 Uhr im Restau schnittlich 210 Personen mehr, als im Vorjahr. Trotzdem besteht rant Bräuer, Solmsstr. 47. auch in Leipzig- tein Moth stand. Sosiale e per non pafto quen. Beim Anblick der vier hübschen Sozialdemokratinnen hätte sich der Parteigenossen zu einem milden Lächeln verziehen müssen trotz oder vielleicht wegen der teck auf dem Ohr fizenden Ballonmüte. 0000 Gerichts- Beitung. 1 Verein Theaterverein Grescendo bei Maißner, Gartenstr. 162. Theaterverein Matglöckchen, Englischer Hof, Neue Roßftr. 3.- Theater- Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9% Uhr, Zum Nothstand. Der Dresdener Stadtrath hat ein Chortnerstr. 55. Geselliger Klub Blau Bettchen, Abends 9 Uhr, bet Schönwälder, Einsehen gehabt und dem Nothstand der Stadtbauräthe Oranienstr. 135. Verein ehem. 22. Gemeindeschüler, puntt durch Gehaltszulage abgeholfen. Statt bisher 6500 bekommen fie ubr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends nun 7500 m., nach 6 Dienstjahren 7800 M., nach 9 Jahren Abends im Restaurant Gög, Oranienftr. 153. 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5.- Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Gewerbegericht. Kammer VII. Sigung vom 23. Dezember. 8100, nach 12 Jahren 8400, nach 15 Jahren 8700 und nach( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Gefangverein Proletariat Möwes, Böchstr. 8. Der Droschtentutscher als Pächter. Die Kutscher 18 Jahren 9000. Batermann und Blese beanspruchen von dem Fuhrherrn Engel- daß es für die Stadtbauräthe keine Weihnachtsfreude mehr gäbe. Berein univerfum, Sigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Behaupte man nun doch nicht mehr, Geselliger Verein Universum, Sigung mit Damen Abends% Uhr bei Hagemann, Lothringerstraße 81. Borträge, Fidelitas. Geselliger hardt eine Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung. Die Dresdener Straßenkehrer, denen man vor 2 Jahren Linienstr. 19: Vorträge, Fidelitas. Berein Gemüthlichkeit und klub Der Beklagte bestreitet, daß die Kutscher überhaupt in einem 2 oder 3 Pf. pro Stunde abgezogen hatte, lebten auch der Hoff- Sumor, Abends 8 Uhr, Lothringerftr. 105: Geselliges Beiſammenſein mit, Arbeitsverhältniß zu ihm gestanden hätten und behauptet, sie nung, daß ihnen eine Weihnachtsfreude werde in Gestalt der abends 9-11 Uhr, Papenhofer Ausschant, Landsbergerfir. 82. Damen, Fidelitas und Tanz. Männergesangverein Sangesfreunde, wären Bächter feiner Droschten gewesen. An jedem Morgen Wiederbewilligung dieser paar Pfennige. Mit solchen Lapalien Die alten Moabiter jeben Donnerstag Abends 8 Uhr und jeden hätten die Kläger eine bestimmte Pachtſumme( 6 M.) für die von scheint man sich in Dresden aber eben so wenig befassen zu Donnerstag nach dem 15. d. Mis. mit Damen bet Schirmer, Emdenerstr. 17, ihnen am selben Tage zu fahrenden Droschken zahlen müssen. wollen, als anderswo. Geselliger Verein Bertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Dadurch hätten sie jedes Mal das Recht erkauft, den Verdienst Verein Wanderflub( Norden), Sigung jeden In Amsterdam soll es, wie der Telegraph meldet, ge- walbesgrün, abends 9 Uhr Sigung bei Mebelin, Langeftraße 108. Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.des Tages in ihre Tasche zu stecken; somit tönne man sie nur als selbständige Unternehmer betrachten. Aus legentlich eines Straßen aufzugs der Arbeitslosen 8ttbertiub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bei H. Netmann, Alte SchönDiesen Gründen hält Bellagter die die Abweisung der zu einem Zusammenstoß mit der Polizei gekommen sein. Geel hauſerſir. 42. Gefelliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Klage für selbstverständlich. Im übrigen wendet er aber noch und Wollring, die Hauptredner der letzten Tage und Mit- Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sizung mit Damen in gegen die Klage des einen Klägers ein, daß derselbe zu spät glieder des Ausschusses, wurden schwer verwundet. Dichte nach Hause gekommen sei und sein, des Beklagten Bruder, des- Volksmassen, vermehrt durch Neugierige, standen vor der Polizeihalb mit der Entlassung jenes Mannes im Recht gewesen wäre, ſtation auf dem Boorburgwal, floben aber beim Perannaßen der auch wenn kein Bacht, sondern ein Arbeitsverhältniß vorgelegen Polizisten auseinander. Weitere Ruhestörungen werden heute hätte. Das Gericht verurtheilte den Beklagten gemäß dem nicht befürchtet. Klage Antrage. Gründe: Der Beklagte sei im Irrthum, wenn er annahm, die Kläger seien Bächter im gewöhnlichen führung gelangen. Der Abgeordnete L. Bramsen hat vor kurzem lub Nordstern, jeben Donnerstag nach dem 15. im Monat bet Gewerbegerichte sollen nun auch in Dänemark zur Gin- Süd eft, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flic. lichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch= Sinne des Wortes und selbständige Unternehmer. Das Reichs- einen Gesehentwurf im dänischen Parlament eingebracht, der sich G. Seinide, Friedrich- Karlstraße 11, Friedrichsberg. Versicherungsamt habe bereits entschieden, die im Droschten im Wesentlichen an die entsprechende deutsche Gesetzgebung an- matra, Abends 8½ Uhr, im Reſtaurant Strauſe, Stiſchinerftr. 98. NauchFuhrwesen übliche Zahlung einer bestimmten Abfindungssumme lehnt. Der Justizminister sprach sich sehr zu gunsten der Vor- flub& idelta, benbé ex Uhr im Reſtaurant Seine, stienbat. durch die Kutscher( Pacht genannt) gestalte deren Beziehungen lage aus, nach feiner Ueberzeugung dürften die Entscheidungen straße 24. Rauchflub Pfeifenbedel, Sigung Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, Lange zum Fuhrherrn zu teinem Bachtverhältnisse in dem Sinne, der Gewerbegerichte durch Berufungen auf höhere Richter nicht flub Rd märts, Abends 8 Uhr bei Arndt Ballifadenftr. 47. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Stat welcher den Pächter zu einem selbständigen Unternehmer mache. angefochten werden. - Stat Die Pacht sei hier nur eine Vorwegnahme des Unternehmertlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. zambour- Verein Einigkeit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um» Uhr Schießtlub ell, Abends 8 Uhr bet Nagel, Schwedterstr. 23. uebungsstunde, nach derfelben Sizung. Aufnahme neuer Mitglieder. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. weigverein Berlin. Mitglieder- Versammlung. Unsere Organisation und bie Selbständigen. Bereinslotal: Rosenthalerstr. 38. gewinnes und der Betriebsunkosten und der Kutscher Arbeit- Getödtet wurde von den streikenden Madrider Bäckernehmer, Gewerbegehilfe im Sinne der Gewerbe- Ordnung. Gegen gesellen ein Arbeiter, der sich dem Streit nicht angeschlossen die Annahme, die Kutscher wären selbständig", spreche schon, batte. Die Streifenden geriethen mit der Polizei in Konflikt, daß sie nicht ganz unabhängig in ihrem Thun und Lassen vom was zu 19 Verhaftungen führte. Wir haben natürlich kaum Fuhrherrn seien. Der Beklagte selbst habe es ja dem einen nöthig, zu versichern, mit einem derartigen Vorgehen nicht einKläger sehr übel genommen, daß er zu ihm nicht gelegener Zeit verstanden zu sein. Solche Ausschreitungen können aber auch erst das Fuhrwert ablieferte. Der Gerichtshof habe an- nur da vorkommen, wo die Arbeiter nicht organifirt, nicht genommen, daß es kein Grund zur sofortigen Entlassung ge- genügend aufgeklärt sind über die wahren Ursachen ihrer wesen sei, wenn der eine Kläger zu spät" auf den Hof fam. Misere. Der Bautier Hugo Löwy, der bekanntlich vor kurzem 4 9 zu Jahren& Monaten Gefängniß verurtheilt worden 9 Dersammlungen. ist, stand wegen verschiedener neuer Betrugsfälle einigen Tagen vor den Schranken des Landgerichts I. Das am Mittwoch in dem neuen Prozeß verkündete Urtheil hob den vom Schwurgericht ergangene Spruch auf und erkannte auf eine Gesammtstrafe von fünf Jahren Zuchthaus und sechs Jahren Ehrverlust. Soziale Ueberlicht. Die Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder bielt am 18. Dezember ihre Monatsversammlung ab. Zur Verhandlung stand auf der Tagesordnung:„ Das Vertrauensmännersystem und wie stellen sich die Kollegen zu den ehemaligen Vertrauensleuten?" Der Kassirer Sprenger giebt die Namen derjenigen bekannt, welche Beitrags- sowie Unterstützungsmarken feit Längerer Zeit dem Verein schulden. Es wurde, um diesen Bumme der Emdenerstr. 47 bei Schirmer. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Hermann Nohr, Naunynftraße 78. Rauchklub Waldesgrün, Abends 8% uhr, Restaurant . Gaspar, Reichenbergerfir, 1184.- Raudthub Obneforge, bends s uhr, bei 2. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arabi Pascha, Abends 9 Uhr, b. Reftaurateur Schröder, Stephanstr. 45.- Klub Ohne streit, Abends 9 Uhr Springftubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub Rauchklub Brüder= 29120 Sprecisaal. Rauchtlub Su= Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Naum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Internationale Arbeiterausstellung " in Mailand. ausstellung", die im nächsten Jahre in Mailand eröffnet werden Bei der Besprechung der Internationalen Arbeiter ausstellung", die im nächsten Jahre in Mailand eröffnet werden foll, hat der Vorwärts" in Nr. 290 d. Js. nur einen Theil soll, hat der Vorwärts" in Nr. 290 d. Js. nur einen Theil des Gesammtprogramms herausgegriffen, und zwar gerade den minderwerthigsten und am wenigsten charakteristischen jener die Fabrikarbeit betreffenden Theil. Schau, nämlich den die individuelle, die Genossenschafts- und " leien für fernerhin einen Riegel vorzuschieben, beschlossen: I. Die Der Grundgedante, der das Mailändische Komitee bei seinem Bildhauer! Wer noch im Besitz von Sammellisten für die in stehender Rubrik so lange zu veröffentlichen, bis sie alle verständliches und belehrendes Bild aller Bedingungen und genannten Restanten im Korrespondenz- Blatt" Winer Bildhauer ist, hat diese, leer oder mit Beiträgen schleunigst ihren Verpflichtungen nachgekommen sind. II. Die Ver- Verhältnisse zu bieten, unter denen der Arbeiter aller Länder bis sie Plane leitet, ist: ein möglichst vollständiges, anschauliches, für zurückzugeben an unterzeichnete Kommission. Anfang nächsten trauensleute sind verpflichtet, spätestens alle vier Wochen abzu- lebt, denkt und schafft, vor allen Dingen welche Einrichtungen Jahres soll endgiltige Abrechnung stattfinden in der ordent rechnen, widrigenfalls ihnen eine diesbezügliche Aufforderung er selbst zur Erhöhung und Erhaltung seiner förperlichen und lichen öffentlichen Halbjahresversammlung nebst Berichten und zugeht; find fie in weiteren vier Wochen ihren Verpflichtungen Neuwahl und zwar am 16. Januar( Dienstag) bei Ehrenberg, nicht nachgekommen, dann folgt Beröffentlichung wie ad I. geistigen Leistungsfähigkeit bisher getroffen hat. Annenstr. 16. Bugleich hält Genoffe Millarg einen Vortrag über Sierauf legte Kollege Donath die Abrechnung vom Sommerfest besprochenen Gruppe der Ausstellung von Arbeitsprodukten" Demgemäß werden außer der vom Vorwärts" neulich schon Unternehmergewinn und Arbeiterlöhne". In demselben Lokal vor, die ein Defiait von 24 M. aufweist. werden zur allseitigen Kontrolle die erledigten Listen bis zur noch zwei andere große und umfaffende Gruppen eröffnet werden, Abrechnung ausgelegt( Dienstags und Sonnabends) und Die Delegirten- Versammlung der Orts- Krankenkaffe nämlich betreffend Borforge" und Unterricht". In jener tann jich jeder von dem richtigen Eingang feines Beitrages durch der Töpfer, die am 21. Dezember tagte, wählte in den Vor zweiten, die Vorsorge" betreffenden Gruppe sollen durch bildEinblid überzeugen. Nach Beendigung des Streits dente nun stand folgende Personen: Thiele und Richter( Arbeitnehmer), liche Darstellung, Modelle, durch in Thätigkeit befindliche Maschinen jeter Kollege mehr als bisher an die freiwilligen Beiträge, die Thieme, Hagen, H. Hoffmann und Habang. Als Revisoren und übersichtliche Statistiken, die bei der Arbeit drohenden 5 Pf. Marken der Gewerkschaftskommission; fie sind ebenda zu wählte man Hildebrandt( Arbeitgeber) Peters und Vogel. So- Unbilden und die Abwehrmaßregeln dagegen dargestellt haben. Am 28. Januar( Sonntags Abends) findet eine öffent dann wurde beschlossen, den Rendanten Röhr am 1. Januar 1894 werden. Eine fernere Abtheilung dieser Gruppe wird liche Bildhauer Versammlung mit Frauen in den Arminhallen, zum 1. April 1894 zu fündigen, weil er nach Feierabend bei geradezu eine besondere ethnographische Ausstellung der ArKommandantenstr. 20, statt, in welcher Genosse Hoffmann einen Renz arbeitet. Als stellvertretender Krankenbesucher wurde beiter aller Länder bilden. Hier soll in möglichst umfassender Vortrag hält über„ Die zehn Gebote und die besitzende Klaffe". G. Rapputhun sen. gewählt; ebenso wurde beschlossen, die Ge- und anschaulicher Art vorgeführt werden, wie der Arbeiter der ( Juferate später.) Sorge jeber für weiteste Bekanntmachung des haltserhöhung des Hilfsarbeiters im Raffenlokal nicht wie der verschiedenen Länder und Berufe wohnt, fich fleidet und nährt. Vorstehenden. Vorstand beschlossen, vom 1. Januar 1894, fondern wie die Die dritte Gruppe Unterricht soll alle Einrichtungen umDie Agitation stomission der Bildhauer Berlius. Delegirten früher beschlossen, schon vom 1. Oftober 1898 gelten faffen, die die Erziehung und Ausbildung der Arbeiter bezwecken, J. A.: P. König. au laffen. also: Fortbildungsschulen, Versorgungshäuser, Kindergärten ac. Zur Verwirklichung einer so großartigen und einzigartigen der nächsten Sigung am Freitag wird mit dem Verhör der AnAusstellung ist natürlich das Zusammenarbeiten Aller noth- geflagten begonnen. wendig, die ein Interesse für die Sache des Arbeiters haben, Madrid, 27. Dezember. Der Prozeß gegen die Anarchisten, und das Mailändische Komitee glaubt sich nicht vergeblich an welche des im vergangenen Jahre unternommenen Versuchs, die die deutsche Arbeiterschaft zu wenden. Die Transportkosten für Deputirtenkammer in die Luft zu sprengen, angeklagt sind, beAusstellungsgegenstände werden zurückerstattet. Anmeldungen ginnt heute. müssen bis zum 31. Dezember erfolgen. Depeschen. Prag, 27. Dezember. Das Begräbniß des ermordeten Handschuhmachers Mrva ist ohne Störung verlaufen. Belgrad, 27. Dezember. Prozeß Awafumowitsch. Der an geklagte frühere Handelsminister Kundowitsch verlangte die Ausschließung des Richters Vasa Manojlowitsch auf grund der zwischen ihnen bestehenden Feindschaft. Nach Verlesung der Vertheidigungsreden von Ribarac Kundowitsch wurde die Sigung geschlossen. Ju Prämiirt Dresden 1874. Hirsch Sche Prämiirt Berlin 1879. Vermischtes. Fürstliches. Durch die Zeitungen geht folgende Notiz: Wie häufig der Fürstentitel im Kaukasus ist, ersieht man aus einer der legten Nummern der amtlichen russischen MilitärBeitung Rußti Invalid". Dort werden als verstorben 18 Offiziere der Miliz aufgeführt, von denen 9 Fürsten sind. Von diesen führen wiederum 5" Fürsten" den als Schäfername bekannten Namen Andronikow( Andronikus). In Wirklichkeit bezeichnet sich auch im Kaukasus jeder Besizer einer irgend wie größeren Schafheerde als Fürst. Alle diese SchafSchneider- Afademie, ältestes Lehrinstitut, Berlin C., Rothes Schloß Nr. 2. Größte, älteste, besuchteste und einzig preisgekrönte Fachlehranstalt der Welt. Gegründet 1859. Am 2. resp. 4. Januar, ferner am 1. u. 15. jeden Monats beginnen die neuen Hauptkurse in allen Abtheilungen der Herren-, Damen- und WäscheSchneiderei, sowie im Skinenzeichnen und Handelswiffenschaften. Perfekte Ausbildung zu Direktricen, Zuschneidern und Konfektionären. Absolut sicherer Erfolg wird garantirt. 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Viele uralte russische Fürstenfamilieu, wie Naryschtin, Wsjewoloshsti u. f. w. führen daher den Fürstentitel nicht, um nicht mit jenen Scheinfürsten auf gleiche Stufe gestellt zu werden, und begnügen sich mit dem fürstlichen Wappen. Nun sehr merkwürdig ist das nicht. Die Vorfahren aller unserer Fürstengeschlechter waren nicht mehr, und viele waren noch weniger als diese faukasischen Fürsten. Und wie mancher europäische Fürst wäre froh, wenn er ein kaukasischer Fürst wäre! Briefkaffen der Expedition. F. Harrindorf. Das Inserat tostet 2,60 m. Sozialistische Neujahrskarten. Empfehle in grosser Auswahl und sinnreicher Ausführung meine seit drei Jahren eingeführten sozialistischen Glückwunsch- Karten mit den Bildnissen unserer verstorbenen Vorkämpfer, nicht zu verwechseln mit den von anderer Seite auf den Markt gebrachten minderwerthigen Karten, wodurch, entgegen unseren Grundsägen, meist die lebenden Führer verherrlicht werden. Wiederverkäufern hoher Rabatt. Th. 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