Ztr. 239. Abonnements-Bedingungen: Abonnements• PreiZ pränumerando: «ierteljährl. SL0 MI, monatl. 1.10 Md. wöchentlich 23 Pffl. frei, in? HauZ. einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntag-- Beilage.Die Neue Well- lll Pfg� Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Vost-ZeitungS- vrei-liste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn Z50 Marl, für das übrige Ausland « Marl pro Monat. Postabonnements nehmen am Belgien. Dänemark, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, Sumünien. Schweden und die Schweiz. 39» Itthrg. vwelltt tZgllch. Berliner Volkcsblnkl. Die Tnferflons-GebDfjr Betrügt für die fechSgespallene Kolonel- zeile oder deren Raum 60 Pfg, für politische und gewerkschaftliche Vereins- und Versnmmlungs-Anzeigeu il) Pfg. „Kleine Mnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckt- Worte), zedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort ö Pfg. Worte über lbBuch- 'toben zählen für zwei Worte. Inserate ': die nächste Nummer müssen bis Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: „Sozialdemokrat Berlin". ZcntraUmjan der rozialdemokratffchen parte» Deutfchlands. Redaktion: SM. 68, Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Morissplak, Nr. 1983. Sonntag, den 14. September 1913. Expedition: SM. 68, �.indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Dem Parteitag in Jena. Wenn die Delegierten sich in Jena im schönen Saale des Volkshauses zusammenfinden, werden sie und wird die ganze Partei in ihren Reihen. einen Mann schmerzlich vermissen, der-— mit Piner- einzigen.Ausnahme— auf allen Parteitagen die Sache des Proletariats voll sprühenden Tempera- mentes, aber auch voll abwägender Klugheit geführt hatte: August Bebel. Einmal nur, vor Jahren, fehlte er, weil ihm ein Augenleiden absolute Ruhe auszwang. Aber damals weilte unser Bebel doch im Geiste mitten unter dem deutschen Ar- beiterparlament. Damals konnten wir uns dessen getrösten, daß er uns doch sonst allerwege mit Rat und Tat beistehen werde. Heute ist uns Bebel auf ewig entrissen, seine schlanke und doch so energische Gestalt fehlt für immerdar auf der verwaisten Rednertribüne und sein zündendes Wort wird nie mehr unser Herz höher schlagen lassen. Keinen wird es in Jena geben, auf dessen Empfinden der an dieser Stätte doppelt fühl- bare Verlust des Unvergeßlichen nicht seinen schwarzen Flor senkte. Dennoch werden all die in Jena ihre erste Enttäuschung erleben, die da schadenfroh die Hoffnung hegten, die sozial- demokratische Partei werde nunmehr, ihres ersten Führers be- raubt, steuerlos umherschwanken oder sich gar in wilder Bruderfehde selbst zerfleischen. Verrät doch solche Hoffnung allzu geringes Verständnis sozialistischen Geistes und ganz- liches Verkennen der historisch- ökonomischen Grundlagen, auf denen die moderne proletarische Bewegung sich auf- baut. Wohl war Bebel der Bannerträger, der Wort- sührer, der Vorkämpfer in so mancher Schlacht, der eindrucks- volle Friedensmahner bei manchem inneren Streit— aber er war nicht der Schopfer der Bewegung, sondern nur Geist von ihrem Geiste; nicht der Generalissimus, der für die ganze Armee denkt und sie eigenmächtig dirigiert, sondern nur ihr tapferster, vorbildlichster Soldat. Im Sinne der ideolo- gischcn Heroenlegende ist Bebel niemals Führer der Partei gewesen, und deshalb kann sein Tod, so nahe er den Millionen ge- gangen, auch niemals zur Deroute der Partei führen. Der wahre, unsterbliche Führer der kämpfenden Arbeiterklasse ist der proleta- rische Emanzipationsgedanke, ist die sozialistische Weltanschauung. Sie wird dem kämpfenden Proletariat ihre Marschroute vor- schreiben, und selbst dann, wenn es einmal zu Abirrungen kommen sollte, wird der proletarische Geist, wie er in den sozialistischen Theorien als historisches Produkt seinen Nieder- schlag gefunden hat und durch die wirtschaftlichen Verhältnisse immer wieder von neuem erzeugt wird, aus den Zuständen und den Massen heraus immer wieder von neuem geboren werden! Unsere lieben Gegner erhoffen schon vom Jenaer Partei- tag eine Verschärfung der inneren Konflikte der Partei, wenn sie auch merkwürdig darin voneinander abweichen, wer den Gewinn aus der neuen Situation ziehen werde— der Radikalismus oder der Revisionismus. Sie werden jedoch sehen, daß der Parteitag trotz aller Meinungsverschiedenheiten im einzelnen ein Bild imponierender Einigkeit bieten wird, eine wichtigste Kundgebung des deutschen Proletariats dafür, daß die deutsche Arbeiterschaft wie in der Vergangenheit so auch in der Zukunft geeint marschieren und geeint schlagen will! Daß es über verschiedene Fragen zu lebhaftestem Meinungsaustausch kommen wird, ändert an dem Willen und der Tatsache der Einigkeit der Partei nicht das geringste. So eindeutig und klar fipd die komplizierten Fragen einer ernsthaften Politik natürlich nicht, daß sie sich in allen Köpfen völlig uniform spiegeln müßten. Es wäre im Gegenteil das schlimmste Armutszeugnis für eine so große Partei, wenn niemals Differenzen der Anschauungen auftauchten, wenn die Parteitage nicht häufig Gelegenheit erhielten, auftauchenden Streit nach gründlichster Erörterung des Für und Wider als oberste Instanz zu schlichten. Ueberhaupt sind Debatten über innere Fragen für eine Partei nur dann vom Uebel, wenn sie das Parteileben zu überwuchern und die Aktionskrast der Partei nach außen hin zu lähmen drohen. Davon ist innerhalb der deutschen Sozialdemokratie bisher erfreulicherweise noch nie die Rede gewesen. Sonst aber zwingen gerade die Parteidebatten alle geistig regen Parteimitglieder, sich eingehender mit allen strittigen prinzipiellen und taktischen Fragen zu befassen und da- durch tiefer in das Wesen des Sozialismus einzudringen. Nur eine Voraussetzung für die Ersprießlichkeit solcher Debatten ist unerläßlich: dw Sachlichkeit der Diskussion. Nicht der Meinungskampf selbst schädigt Partei und Partei- leben, sondern lediglich die unsachliche Führung des Kampfes. Selbstverständlich soll man nicht über jedes kräftige Wort oder jeden beißenden Sarkasmus greinen, der in der Debatte mit unterläuft. Wohl aber vergiftet es die Debatte, wenn man seinen Gegnern falsche Motive unterstellt, sie von vorn- herein für Krakeeler, Quertreiber und dergleichen erklärt, kurz die Absichten und den Untergrund ihrer Kritik verdächtigt. Wo es noch zu einem Skandal kam, war allemal solche Illoyalität die Ursache; wogegen der schärfste, rücksichtsloseste Meinungskampf und das Fassen der energischsten Beschlüsse— vergleiche Magdeburg-» noch niemals der Partei die geringsten Unannehmlichkeiten bereitet hat. Auch diesmal werden verschiedene Verhandlungsgegen- stände zu scharfen und eingehenden Auseinandersetzungen führen. Schon beim Fraktionsbericht wird die Debatte über die Haltung der Fraktion gegenüber der Wehr Vorlage und den zu ih rer D e ckun g d i enend en Steuern energisch einsetzen. Ist es doch bekannt, daß hier innerhalb der Fraktton erhebliche Meinungsverschiedenheiten zutage getreten waren. Und da der Parteitag sich mit der Frage der Steuerbewilligung in dergleichen Zwangslagen leider nicht schon früher befaßt hat, wird es diesem Parteitag vorbehalten bleiben, die tattischen Richtlinien festzulegen. Unseres Dafürhaltens wird sich der Parteitag im großen und ganzen auf den Standpuntt stellen können, den Genosse Wurm in seinen Thesen niedergelegt hat. Um so mehr, als ja auch schließlich einer der Wortführer der Fraktionsminder Heft, Genosse Hoch, zu dem gleichen Ergebnis gekommen ist, wenn er die Thesen auch anders formuliert wissen will. Nim, über die Form wird man sich wirklich nicht allzu sehr aufzuregen brauchen, wenn man in der Sache auf dem gleichen Boden steht. Unter dem gleichen Boden aber verstehen wir den Standpunkt, daß die sozialdemottatische Reichstagsfrattion berechtigt und verpflichtet ist. Besitzsteuern zu bewilligen, wenn die Rüstungsausgaben an sich völlig unabwendbar sind und die dringende Gefahr besteht, daß bei einer Ablehnung der den Besitz treffenden Steuern solche Steuern angenommen werden würden, die die nichtbesitzenden Klassen belegten. Freilich, auch wenn man sich im Prinzip über eine solche Haltung einigt, wird es in manchem konkreten Falle noch immer sehr auf die Beurteilung der jeweiligen Situatton ankommen. Es wird sich immer darum handeln, ob denn wirklich das Los einer Wehrvorlage unabwendbar entschieden ist, namentlich auch, ob denn die Zustimmung der Sozialdemokratie zu den Besitzsteuern wirklich nur das einzige, oder auch nur das beste Mittel ist, um eine Belastung des Proletariats durch neue indirette Steuern zu verhüten. Es scheint uns nicht allzu wichtig zu sein, darüber zu streiten, ob es richtig war, nicht nur für die Vermögens- zuwachssteuer zu stimmen, sondern auch für den einmaligen Wehrbeitrag, weil dessen Annahme vermutlich ja ohnehin ge- sichert gewesen sei. Denn wenn die vom Genossen H a a s e verlesene Deklaratton, die die Partei energisch gegen die etwaige Unterstellung verwahrte, als bedeute die Bewilligung der Mittel auch eine Billigung des Verwendungszweckes, für die Zustimmung zur Vermögenszuwachssteurr ausreichte, so mochte sie wohl auch für die Bewilligung des Mehrbetrages eine solche Mißdeutung ausschließen. Jedenfalls aber handelte sichs hier nur um eine untergeordnete tattische Frage, nicht aber um eine parlamentarische Kardinal- und Prinzipienfrage. Viel verständlicher ist uns, wenn man seine Bedenken dagegen richtet, daß man die ganze Frage viel zu sehr vom rein parlamentarischen Standpunkt aus behandelt habe, statt das Hauptgewicht auf die Agitation, die Erregung und Auf- peitschung der Massen, die Propaganda gegen den Militarismus und Imperialismus zu legen. Denn hier ist in der Tat für den modernen Klassenkampf des Proletariats die Unttefe, auf der einmal das parlamentarische Schiff auflaufen könnte. Wenn man sich allmählich daran gewöhnte, immer nur parlamentarische Aktionsmöglichkeiten zu sehen, wo letzten Endes doch nur die Aufklärung und Aufrüttelung der Massen und deren Aktion helfen kann, so läge zweifellos die Gefahr einer re- sormistischen, opportunistischen Versandung der Partei nahe. Das Nächstliegende für die Partei war sicherlich der Versuch die Wchrvorlage einstweilen zum Scheitern und damit den Reichstag zur Auflösung zu bringen. Diese Möglichkeit ist ja bestritten worden; aber auch nach dem gedruckten Fraktionsbericht ist das Mißtrauen nicht überall geschwunden, daß auch die Besorgnis vor einer eventuellen Auflösung des Reichstags für die Stellungnahme der Fraktionsmehrheit eine Rolle gespielt habe. Jedenfalls sollten solche Bedenken innerhalb einer revolutionären Klassenpartei niemals ausschlag- gebend sein. Muß doch der Appell an die Massen der Sozialdemokratie stets willkommen sein. So viel agitatorisches Geschick darf sie sich und so viel Einsicht den Wählermassen schon zutrauen, daß die Notwendigkeit des äußersten Kampfes gegen den Militarismus vollstes Verständnis gefunden hätte. Aber selbst momentane Mandatsverlustc, selbst ein äugen- blicklicher kleiner Rückschlag dürften die Partei niemals ab- halten, den proletarischen Kampf in völliger prinzipieller Klarheit und Entschiedenheit zu führen. Möge die Aussprache auf dem Parteitag dazu dienen, die Massen diese Gefahren, die der Parlamentarismus nun einmal mit sich bringen kann, klar erkennen zu lassen. Denn so notwendig und außerordentlich wertvoll die parlamentarische Betätigung ist, so unerläßlich ist es doch auch, sie stets unter die wachsame Konttolle des sozialistischen Grundgedankens zu stellen. Einen so breiten Raum auf dem Parteitag gerade diese Debatte einnehmen mag, für so ersprießlich halten wir sie, wenn sie sich nicht in Kleinlichkeiten und persönlichen Reibereien verliert, sondern die großen Gesichtspunkte ent- schieden zur Geltung bringt. Das gleiche möchten wir von der Aussprache über den politischen Massen st reik sagen. Man hat be- hauptet, Akademiker und Literaten hätten diese Frage wieder hervorgezerrt, während die Masse von solcher Diskussion gar nichts wissen wolle. Das ist zum mindesten eine Ueber- tteibung. Das deutsche Proletariat müßte ja auch Fischblut in den Adern haben, wenn ihm die unerträglichen Zustände -- die sozialpolitische Stagnation, die Arkgriffe gegen das Koalittonsrecht, der militaristische Aberwitz und die fortgesetzte Brüskierung der Massen durch die preußischen Machthaber— nicht eine Zornwelle nach der andern ins Gesicht jagen würden. Es müßte ein geradezu sträfliches Phlegma besitzen, wenn es nicht begierig alle Kampfmittel erwöge, die es rascher vorwärts bringen könnten. Und da sollten zwei Parteitage den politischen Massenstteik debattiert und mit gewalttger Mehrheit Resolutionen angenommen haben, die ihm den Charatter eines wichtigen politischen Kampsmittels zusprechen, nur damit man diese Resolutionen um so seelenruhiger in den Aktenschrank legen kann? Nein, auch der deutschen Arbeiter- Lasse trauen wir Kampfeslust genug zu, um, wenn die Stunde einst ruft, nicht nur über den Massenstteik zu reden. Auf der anderen Seite ist der Deutsche schon an sich nicht so impulsiver Natur, daß er sich blindlings in ein gewagtes Abenteuer stürzen könnte, und die wohldisziplinierte Arbeiterschaft wird erst recht keine Unbesonnenheiten begehen. Man braucht sich also wirklich nicht davor zu ängsttgen, daß das deutsche Proletariat zu früh los- schlüge. Da aber der politische Massenstreik einmal kommen wird, kann es nur von Vorteil sein, das den Massen immer wieder einzuprägen, sie vorzubereiten auf daS Unvermeidliche. Daß die Stärkung der Organisationen und ihre Erfüllung mit sozialistischem Geiste einstweilen die beste Vorbereitung für den Massenstreik ist. hat ja bereits eine von einem Parteitag be- schlossene Resolution ausgesprochen. Unter diesen tattischen und theoretischen Fragen wttd der Jenaer Partettag auch praktische Forderungen zu erörtern und an den Gegenwartsstaat zu stellen haben. Vor allem wird er die Frage der Arbeitslosenversicherung von neuem aufrollen. Wie ungeheuer wichttg dies Problem für die Arbeiterklasse ist, wird ihr gerade jetzt durch den Nieder- gang der wirtschaftlichen Konjunktur und die immer weiter um sich greifende Arbeitslosigkeit eindringlichst zum Bewußtsein gebracht. Schon einmal hat ein Parteitag, der 1902 in München tagte, die Inangriffnahme der Arbeitslosenversicherung ge- fordert. Der in demselben Jahre tagende vierte Gewerkschafts kongreß hatte sich ebenfalls mit der Frage beschäfttgt und sich durch eine Resolution dahin ausgesprochen, daß die Arbeitslosen- Versicherung nur auf der Grundlage der steten Selbstverwaltung der Arbeiterorganisationen durchgeführt werden dürfe. In der Tat ist auch eine, wenn auch nur kleine Zahl von Städten bei uns dazu übergegangen, nach dem Genter System den Gewerkschaften Zuschüsse zu bewilligen. Die Schaffung eines Obligatoriums— wie sie in England bereits für mehrere Millionen Arbeiter eingeführt ist, und zugleich die nachdrücklichste Berücksichttgung der.Interessen der Organi- sationen— das ist es, was das sozialisttsche Proletariat Deutschlands durchzusetzen bemüht sein muß. Möge der Parteitag sachliche Aussprache pflegen und gute Arbeit leisten. Möge er dazu bcttragen, die innere Klarheit und Einheit der Partei zu erhöhen, ihre Organisationen zu stärken und ihre Stoßkraft dem kapitalistischen Staate gegenüber zu erhöhen! Möge er in seinen Debatten und Be- schlüssen so verlaufen, daß unser Bebel sich seiner ungettudt hätte steuen können! Die Slaftl des Parteivorfitzenden. Jena, den 15. September 1913.(Pridattelegramm des„Vorwärts".) Der Parteivorständ. die Kontroll- kommission und der Parteiausschuß sind bereits an? Freitag in Jena zusammengetreten, um unter anderem auch die Frage der Besetzung des Postens eines Vorsitzenden der Partei zu erörtern. Unter den drei Körperschaften ergab sich erfreu- liche Uebereinstimmung. Einstimmig wurde beschlossen, dem Parteitag den Genossen Fritz E b e r t als Vorsitzenden der Partei neben dem Genossen H a a s e vorzuschlagen. Als Vor- sitzende des Parteitages werden die Genossen E b e r t und Bock- Gotha vorgeschlagen. Genosse Bebel hat dem Verein„Arbeiter presse", wie der Vorsitzende Genosse Wurm in der heutigen Generalversammlung mitteilte, 10000 M. letztwillig hinterlassen._ Die flrbeltsloilglieit. Als eine immanente Erscheinung der kapitalistischen Produk- tionsweise hat Karl Marx uns die Arbeitslosigkeit zu begreifen ge- lehrt. Früher kannte man die Arbeitslosigkeit als eine Plage, die die Arbeiter schwer empfanden, die sie als ein« Schande betrachteten, die sie derbargen, wenn sie nicht, zur Verzweiflung getrieben, in Massen gegen die Folgen der kapitalistischen Produktionsweise demonstrierten, deren Opfer sie waren. Die Arbeitslosigkeit als eine fast regelmäßig innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft auf- tauchende Erscheinung neben der Arbeitslosigkeit als Folge immer wieder erscheinender Krisen hängen aufs innigste zusammen mit der kapitalistischen Produktionsweise. Unter keiner Erscheinung leiden die Arbeiter so stark, wie unter der Arbeitslosigkeit. Das Reich, das die Arbeiter in eine Arbeiterversicherung ge- zwungen hat, das die Versicherung gegen Krankheit, Unfall, Inda- lidität und gegen die Folgen des Alters geordnet hat; dieses Reich tut nichts, um die Arbeiter vor den Folgen der Arbeitslosigkeit zu bewahren. Eine entwürdigende Armenfürsorge ist das einzige, was die Gemeinden für die Arbeitslosen übrig haben. Diese Arbeitslosen sind nicht ein festumschriebener Kreis von Proletariern. Jeder, auch der bestgeschulte Arbeiter, auch der Arbeiter, der viele Jahre beim gleichen Unternehmer gewirkt hat, der sich in seiner Existenz vollständig sicher fühlte, kann arbeitslos werden, er mutz mit diesem Schicksale immer rechnen. Und dieses Schicksal birgt größere Gefahr als Krankheit und- Unfall. Den Arbeiter, der beschäftigungslos wird, drückt die Arbeitslosigkeit mehr, als die Krankheit. Die Krankheit, ja selbst ein Unfall emp- findet der Arbeiter als ein Schicksal, das auch andere trifft, aber die Arbeitslosigkeit empfindet er als ein Opfer, das ihm die kapi- tqlistische Produktionsweise aufzwingt. Die Arbeitslosigkeit ist bei ihm eine Erscheinung, die ihm das soziale Unrecht aufs Deutlichste vor Augen führt. WaS dem Arbeitslosen tiefste soziale Erniedrigung, empfind- lichster Druck, ja Herabwürdigung ist, da? ist für den Unternehmer oft eine bedeutsame Quelle der Reichtumsvermehrung. Der tech- nische Fortschritt, die Einführung arbeitsparender Methoden in der .Produktion führen üi der Regel zur Entlassung van Arbeitern wie �ür Ersparnis an Arbeitszeit und Arbeitslohn. Die ganze Geschichte der kapitalistischen Produktionsweise kennzeichnet sich durch die 'Relative Verminderung der Arbeiterzahl: mit immer weniger Arbeitern wird die gleiche Produktenmenge erzielt. Je kräftiger diese Tendenz zur Geltung kommt, desto größer wird die Arbeits- losigkeit und die Unsicherheit der Existenz der beschäftigten Arbeiter einerseits, die Steigerung des Mehrwertes, die Reichtumsanhäufung bei den Kapitaleignern andererseits. So erkennen die Arbeiter, daß die Arbeitslosigkeit im engsten Zusammenhange mit der Reich- tumSanhäufung steht. Niemals klafft die Kluft zwischen Kapitalisten- klasse und Proletariat weiter als in den Zeiten der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit ist aber nicht nur eine Folgeerscheinung der kapitalistischen EntWickelung zu höchster Leistungsfähigkeit der In- dustrie, die Arbeitslosigkeit ist auch für die Kapitalistenklasse ein Ventil, um sich vor den Verlusten zu sichern, um die Produktion dem Bedarfs anzupassen. Auch da zeigt sich, daß die Arbeitslosigkeit, die Quelle stärkster Not für die Arbeiterschaft, zum Vorteil für das Unternehmertum werden kann. All« Nachteile der Arbeitslosigkeit haben die Proletarier, alle Vorteile haben die Kapitalisten. So ergibt sich, daß das Problem der Arbeitslosigkeit immer wieder von den Arbeitern aufgeworfen wird, daß aber das Unter- nehmertum und die ganze Kapitalistenklass« die Arbeitslosigkeit als eine Erscheinung empfinden, von der zu sprechen unerfreulich und unerwünscht ist. ES ist noch gar nicht so lange her. da hat man den Arbeitslosen keinen anderen Trost gewußt, als daß jeder, der ar- betten will, auch Arbeit findet, und daß Arbeitslosigkeit und Faul- heit sich wie Wirkung und Ursache gegenüberstehen. Heute ist eS nicht mehr so leicht möglich, diesen Standpunkt weiter zu vertreten. Heute wagt nur noch ein hinterwäldlerischer Pfarrer die Behaup- tung, daß die, die arbeitslos auch faul sind. Aber man will sich die Sorge für die Arbeitslosen nicht aufbürden lassen. Man will nichts wissen von der sozialen Verpflichtung, für die Arbeitslosen zu sorgen. Man beschimpft und bekämpft die Gewerkschaften, die mit den Mitteln der Arbeiter bisher ganz allein den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit geführt haben. Man lehnt gleichzeitig«ine Ver- pflichtung des Staates, für die Arbeitslosen zu sorgen, ab. Man stellt sich interesselos zur Erörterung der Arbeitslosigkeit. Man stellt sich gleichgültig zu einer Erscheinung, von der man freilich weiß, daß sie für die bürgerliche Gesellschaft die schwersten Gefahren in sich birgt. Die Geschichte der englischen Sozialpolitik, ja selbst die Arbeits- losenzählungen des reichsstatistischen Amts in Deutschland und die Denkschriften des Reichsamts des Innern belehren uns aber doch, daß man auch in den maßgebenden Kreisen sehr wohl weiß, daß dem heutigen Staate Pflichten gegen die arbeitslosen Arbeiter erwachsen sind. Aber man muß an diese Pflichten gründlich erinnern, denn aus eigener Anregung tun die herrschenden Gewalten nichts für die Arbeiterklasse. So hoch jedermann daS einschätzen muß, was unsere Gewerkschaften zum Schutze der Arbeitslosen geleistet haben, so sehr man begreifen mutz, daß die Gewerkschaften der Erhaltung dieser Er- rungenschaften die größte Bedeutung beimessen, während sie andererseits das lebhafteste Interesse empfinden müssen, das ihnen die schwere Bürde einigermaßen erleichtert wird, die durch die Arbeitslosigkeit auf ihre Finanzgebarung gelegt wurde, so stark müssen wir aber andererseits doch auch betonen, daß mit der Förde- rung der gewerkschaftlichen Arbeitslosenunterstützung, so notwendig sie auch ist, die Pflichten des Staates und der anderen öffentlichen Körperschaften nicht erledigt sein können. Sicherlich sind die Ge- werkschaften schon um der vielen Erfahrungen willen, die sie ge- sammelt haben, in erster Reihe geeignet, die Träger der Arbeits- losenversicherung zu werden. Aber wir müssen, trotzdem wir die Gewerkschaften in den Vordergrund jeder Betrachtung über die Arbeitslosenversicherung stellen, dafür Sorge tragen, daß die Arbeitslosenversicherung allen denen zugute kommt, die mit den Gefahren der Arbeitslosigkeit zu rechnen haben. Deshalb ist«s wichtig, daß der sozialdemokratische Parteitag, die höchste Ver- einigung der Arbeiterschaft, zum Probleme der Arbeitslosigkeit Stellung nimmt. Nun, wo der Parteworstand dem Wunsche vieler Parteigenossen Rechnung tragend, auf die Tagesordnung der nun beginnenden Verhandlungen die Arbeitslosenversicherung gesetzt hat, muß daran erinnert werden, daß die sozialdemokratische Partei Deutschlands, so auf dem Münchener Parteitag im Jahre 19<>2, die Gewerkschaften Deutschlands auf zahlreichen Generalversammlungen und allgemeinen Gewerkschaftskongressen, der internationale Sozia- listen- und Gewerkschaftskongreß in-Kopenhagen die Frage der Arbeitslosenversicherung zum Gegenstand der Beschlußfassung ge- macht haben. In der Resolution Molkenbuhr zur Arbeiter- Versicherung wurde die Einführung der Arbeitslosenversicherung und die Organisation des Arbeitsmarkts, sowie die Einführung der Witwen- und Waisenversorgung beschlossen. Wenn auch in ganz ungenügender Weise haben wir in der Reichsversicherungsordnung Bestimmungen, die sich mit der Witwen- und Waisenversorgung be- fassen; der Forderung der Arbeitslosenversicherung, die auch von unserem Parteitag vor elf Jahren aufgeworfen wurde, haben wir nun, in dieser Zeit weit verbreiteter BeschästigungSIosigkeit und erschrecklichem Elend drohenden Winter kräftigsten Nachdruck zu verleihen, Die Arbeitslosigkeit ist zu bekämpfen, weil sie Not und Elend im Gefolge hat, weil sie die Arbeiter körperlich und geistig unter- drückt, manche so tief, daß sie sich niemals wieder erheben können. Das Wachstum der Kriminalität steht in zeitlichem und ursächlichem Zusammenhange mit der Arbeitslosigkeit. Hunderte Gründe ließen sich anführen, um zu erweisen, daß die Gesellschaft wie das Proletariat einer gründlichen Arbeitslosenversicherung aufS dringendste bedarf. Die Gesellschaft überläßt es aber der Sozialdemokratie, den Kampf um die Arbeitslosenversicherung zu führen. Der Parteitag der deutschen Sozialdemokratie wird dem Willen des deutschen Proletariats auch auf diesem Gebiete klaren und festen Ausdruck verleihen.__ Bebels Erinnerungen. Seit dem Hingang unseres teuren Bebel war ich bis in die letzten Tage von Berlin abwesend. Daher komme ich erst jetzt in die Lage, einen Brief zu veröffentlichen, der die Ant- wort auf eine Frage enthält, die in den letzten Wochen oft gestellt, aber entweder gar nicht oder unrichtig beantwortet wurde; die Frage, wie es mit dem dritten Bande seines Buches„Aus meinem Leben" stehe. Am 21. Juli dieses Jahres schrieb mir Bebel einen Brief darüber, in dem es unter anderem, nicht hierher gehörigen heißt: Zürich, den 21. Juli ISIS. Lieber Karl! Ich habe eine letztwillige Verfügung getroffen und hoffe, Du bist damit einverstanden, daß, wenn ich zur großen Armee abberufen werden sollte, bevor der dritte Band.Aus meinem Leben" fertig geworden ist, Du die Herausgabe übernimmst, soweit das Manuskript druckfertig vorliegt. Ich habe noch wenig zu tun, so ist der Band bis mit 1382 abgeschlossen. Nachher gehts rascher. Voraussetzung ist, daß an dem Manuskript kewe andere» als nur stilistische Aenderungen vorgenommen werden. Tat- sächliche nur dann, wenn sichs herausstellt, daß eine von mir angegebene Tatsache eine irrtümliche ist, die ich selbst berichtigen müßte. Insbesondere sollen auch keine Namen noch lebender Personen, die ich nenne, unterdrückt oder abgekürzt wieder» gegeben werden, soweit ich dieses nicht selbst im Manuskript getan habe. Da ich mit Wissen niemand Unrecht getan habe und die historische Wahrheit es erfordert, daß nicht gefärbt wird, so liegt kein Grund vor, an dem Niedergeschriebenen zu ändern. Die Briefe von mir an meine Frau, an Engels, an Dich, bleiben Familieneigentum. Die Briefe von mir an Vollmar, Motteler, Auer usw. gehören ins Archiv. Die Briefe an Schlüter sind diesem wieder zuzustellen. Ebenso gehören alle an mich nicht persönlich gerichteten Briefe, die ich zwecks Information an mich nahm, ins Archiv. Sämtliche Broschüren und Aktenstücke sind mein Eigentum. Ich bitte Dich, diesen Brief besonders sorgfältig aufheben zu wollen zwecks Deiner Legitimation. Mein Befinden ist augenblicklich zufriedenstellend..... Ich arbeite jetzt am dritten Band so, daß ich jeden Abschnitt druckfertig machen und dem übrigen Manuskript hinzufüge. Herzlichen Gruß von Haus zu HauS Dein A. Bebel. Ich erwiderte öarauf sofort, daß ich ihm für diesen Beweis seines Vertrauens und seiner Ueberzeugung von unserer Ueber- einstimmung herzlich danke und natürlich bereit sei, seine Anordnungen auf das gewissenhafteste auszuführen, daß ich aber darauf rechne, meine Arbeit werde nicht notwendig werden und es Bebel vergönnt sein, seine Erinnerungen selbst zum Abschluß zu bringen. Er sei so zäh und elastisch, daß er die beste Aussicht habe, mich zu überleben und mir die Grab- rede zu halten. � � Darauf bemerkte er in seiner Antwort vom 29. Juli: „Mit dem Sterben, das laß hübsch sein. Der Unterschied zwischen Dir und mir ist der. daß Du noch arbeitsfähig bist, ich nicht mehr. Es ist ein scheußlicher Zustand, eingreifen zu wollen und doch vor dem Kampf zurückschrecken zu müssen. Den dritten Band mutz ich ja mal wieder unterbrechen. Aber wenn ich das Material mitschlepp«, hat die Reise keinen Zweck." Er meinte die Reise nach Passugg. vor der er eben stand. Ter Schlußsatz zeigt bereits, wie das Wort von seiner Arbeits- Unfähigkeit zu verstehen ist. Die ausgedehnte Korrespondenz, die er bis zu seinem letzten Tage führte, betrachtete er nicht als Arbeit: ja nicht einmal die Abfassung seines Werkes er- schien ihm nicht recht als solche. So eifrig betrieb er diese, daß er sie am liebsten auch während seiner Kur fortgesetzt hätte. — Die eigentliche Lebensarbeit war ihm der Kampf, und nicht mehr kämpfen zu können, das bedrückte ihn. Ein Leben ohne Kampf galt ihm nur als halbes Leben. Da er nicht mehr kämpfen konnte, trachtete er wenigstens noch durch seine Erinnerungen auf die Umwelt und Nachwelt §u wirken. Unermüdlich arbeitete er an ihner.. Als ich ihn im letzten Frühjahr an einem schönen Sonntagnachmittag wieder bei seiner Arbeit traf, bat ich ihn, sich zu schonen und Ruhe zu gönnen. „Das darf ich nicht," meinte er;„ich kann ieden Moment abschnappen und mein Buch vermag niemand für mich zu Ende zu führen. Für mich wird jede Minute Arbeitszeit kostbar. Wer weiß, über wie viele ich noch verfüge." In solchen gelegentlichen Bemerkungen sahen wir mehr die ungebrochene Lust am Schaffen und Wirken, als die düstere Todesahnung, und das half uns zu glauben, was wir wünschten, so daß das Unheil uns wie ein betäubender Schlag traf. Venn Ihr euch zur tat entschließt. Wenn ihr euch zur Tat entschließt. Wenn ihr eurem Beschluß unzweideutigen Ausdruck gebt. Wenn ihr beweist, daß e« gefähr- lich ist, euch entgegenzutreten. Dann wird das alte System ver- schwinden. Dann werden die Träume erfüllt. Dann wird die Un- gerechtigkeit Abbitte tun und entsagen. Dann, erst dann. So- lange ihr euer selbst unsicher seid. Solange ihr nicht ganz sicher wißt, was geschehen soll. Nicht ganz sicher, wann etwas geschehen soll. Nicht ganz sicher, ob eS nicht besser wäre, die Dinge zu lassen, wie sie sind, als eine Veränderung zu wagen. Nicht ganz sicher, ob die Ungerechtigkeit auch so ungerecht sei, wie ihr meintet, oder ob die Gerechtigkeit auch so gerecht sei, wie ihr glaubtet. Solange wird jeder Mensch fortfahren gegen jeden andern zu sein, statt daß jeder für den anderen wäre. Einen Mittelweg gibt es nicht. Die» ist das Gesetz de» Leben». DaS Gesetz eure» Willen», daS nur durch ein anderes, da» ihr vorbereiten und einführen müßt, ersetzt werden kann. Die ganze Welt des Rechts wartet unterdessen geduldig auf eure per- sönliche Welt deS Unrechts. Harrt. Lauscht auf euren Befehl. Erwartet sonst keine Befehle. Denn sie weiß, daß sie keinem an- deren zu folgen braucht.. Ihr. die Arbeiter. Ihr, die Schöpfer. Ihr. die Erbauer. Ihr hofft, daß irgendein Mensch oder irgendeine Macht außer euch die soziale Gerechtigkeit herstellen werde. Ihr sehr euch nach Wundern um. nach Wohltätern, nach dem guten Menschen, nach der guten Partei. Hört nur auf. Verschwendet keine Sehkraft mehr. Alles, wonach ihr euch umschaut, liegt in euch selbst. Alle Gerechtigkeit. Alle Wunder. Alles Wohltun. Ihr werdet eure eignen guten Menschen sein. Ihr werdet eure eigne gute Partei bilden. Wenn ihr acht Stunden wollt, werdet ihr sie bekommen. Sie werden euch nicht von andern geschenkt. Ihr werdet sie euch selbst schenken. Wenn ihr auf der Einführung des kooperativen Systems besteht, so wird eS kommen. Niemand wird eS euch auf dem Präsentier- teller bringen. ES wird euch nicht als Legat testamentarisch ver- macht.' ES wird aus eurem eigenen Herzen hervorgehen. Aus eurer eigenen Einsicht. AuS eurem eigenen Willen. Die Welt ist euer, ihr, die ihr die Arbeiter der Welt seid, ihr, die ihr das Gut und BöS der Welt verbessert oder verschlimmert. Wann werdet ihr eure Ansprüche erheben? Die Kasten werden euer Recht nicht für euch vertreten. Ihr müht eS selbst tun. Wenn euer Wille endlich zum Wollen gelangt ist, wird euer Wille ge- schehen. Ich meine nicht eine kleine Anzahl von euch; sondern euch in der Gesamtheit. Die Gesamtheit von euch, die ihr ar- beitet. Die Gesamtheit von euch, die ihr aufbaut. Die Gesamtheit von euch, die ihr die reinlichen wie die schmutzigen Arbeiten der Welt tut. Die ihr den Gefahren der Welt besonders ausgesetzt seid. Die ihr für die Welt lebt und für die Welt sterbt. DaS Feld liegt vor euch ausgebreitet. Werdet ihr ernten? Oder werdet ihr immer ohne Widerspruch zuschauen, wie von fremden Händen ge. erntet wird? Die weiten«ecker sind euer. Die versperrte Aus- ficht bietet die Fülle, die ihr die ersten und die letzten Opfer treuen Dienstes dargebracht habt. Ich sage nicht: Nehmt sie euch mit Gewalt. Ich sage: Laßt sie euch nicht mit Gewalt wegnehmen. Ich behaupte nicht, daß ihr ein Recht hättet, sie für einige wenige zu nehmen. Ihr habt nur ein Recht. Das Recht sie für alle zu nehmen. ES ist nicht die Sache des Gravitationsgesetzes, zu handeln. Noch die Sache des Gesetzes von der Fortdauer des Tauglichsten. Noch die Sache von Wohltätern, oder Kirchen, oder Universitäten, oder Armenkomitees, oder Vermittlern und Beschützern irgend- welcher Art. Sure Sache ist es zu handeln. Ihr seid die Gra- vitation. Ihr seid die Tauglichen. Ihr werdet so lange noch weiter denken und weiter straucheln und weiter verzweifeln und weiter fluchen, bis ihr endlich bereit seid. Dann werdet ihr einen letzten KriegSrat abhalten. Den letzten Kriegsrat, der zugleich die erste Friedensversammlung sein wird. Dann werdet ihr eure Be- fehle erlassen. Befehle, gebietend durch ihr Gewicht und ihren In- halt. Kein Mensch, keine Macht wird daran denken, den Gehorsam zu weigern. Ungehorsam wird den Tod bedeuten. ES werden Be» fehle der Liebe sein. Befehle der Kommune. Heute gibt es Mein und Dein. Und eS herrscht Krieg. Morgen gibt es kein Mein und Dein mehr. Und es herrscht Friede. Die Welt wird nicht mehr über Besitzrechte streiten. Sie wird das Besitzrecht zerstören. Die Kasten waren imstande, Kasten zu bleiben, weil ihr unfähig wart, eine Klasse zu werden. Ihr Arbeiter, die herrschenden Diener, die dienenden Herrscher der brüderlichen Erde. Während ihr wartend euch sorgtet und fragtet, was ihr tun dürstet und wolltet, haben die Kasten die formellen Rechte der AuSerwählten eiftig befestigt. Doch daS Recht des Widerrufs war stets in euren Händen. Jederzeit hättet ihr der Ausbeutung eures ErbeS ein Ziel setzen können. Aber ihr wart unentschlogen. Ihr wußtet und wagtet nur halb. Die ewigen Gesetze sind bereit, euch zu helfen.- Sie werden ihre ganze Macht für euch einlegen. Ihr braucht nur zu verlangen. Ihr braucht euch nur zu entschließen. Nichts kann euch entgegenstehen, wenn ihr einmal selbst für euch einsteht. Alles ist für euch bereit. Fremde Unterstützung ist nicht nötig. Mit euch selbst, mit eurem Innern habt ihr zu schaffen. Mit eurem eigenen Zweifel, eurer eigenen Energie habt ihr zu kämp- fen. ES gibt nirgends eine feindliche Gewalt, deren Wesen auch nur den' Rand eures Wollens zu beschatten vermöchte. Wenn ihr» die Arbeiter, euch zur Tat entschließt. Wenn ihr sozial« Gerechtig» keit wollt; Gemeinschaften statt Kasten und Klassen. Wenn ihr die Forderung stellt, daß ihr nichts besitzt, aber das Recht habt, alle» zu gebrauchen. Wenn ihr den Grundbesitz einzieht und die Läden und alles Eigentum in jeglicher Form. Zieht alles ein, nachdem e» so lange ausstand. Zieht es an euch. Wenn, ihr, die Herr, schenden Diener, die dienenden Herrscher, euch zur Tat entschließt. Gorace Träubel. Rascher, a!S ich gedacht, ist der Austrag fällig geworden, hea mir Bebel in seinem Briefe vom 21. Juli erterlt. Daß ich ihn als ein heiliges Vermächtnis betrachte und Lhn mit größter Gewissenhaftigkeit ausführe, ist selbstver- ständlich. Ich werde stachwn, das Bebelsche Fragment mög- lichst bald herauszubringen. Aber noch von früher her ob- liegen mir einige wichtige Aufgaben: ich habe im Laufe des kommenden Winters die neue Auflage des 1. Bandes des Marxschen„Kapitals" zu besorgen, und eine neue Auflage meiner seit langem vergriffenen„Agrarfrage" ist notwendig geworden, die eine völlige Umarbeitung bedeutet, da sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Lage der Landwirtschaft fundamental geändert und eine erdrückende Fülle von Ma- terial angehäuft hat. Jetzt, wo noch die Herausgabe der Bebelschen Memoiren als dringende Aufgabe hinzukommt, ist es unerläßlich, soll ich meinen Verpflichtungen neben den laufenden Geschäften meines Redakteurpostens gerecht werden, daß ich meine Kräfte für die nächste Zeit vollständig auf jene großen Aufgaben kon- zentriebe. Ich werde daher trachten, mich durch Provokationen nicht ablenken zu lassen, sondern sie, soweit es angeht, zu ignorieren. Mag man mich als Offiziosus des Parteivorstandes der- dächtigen, wie es jüngst versucht worden ist. Was mit dieser Bezeichnung verächtlich gemacht werden soll, das zähle ich zu den stolzesten und erhebendsten Erinnerungen meines Lebens. Es ist die Tatsache, daß ich mit August Bebel in vollster Jdeenübereinstimmung lebte und wirkte bis zu seinem letzten Atemzuge, und nie in höherem Grade als in den letzten Jahren. K. Kautsky. Der Lebarstreiß.� Von A. KautSky. Eine der überraschendsten Erscheinungen der jüngsten Zeit ist das enorme Interesse, das in Berliner Versammlungen für den Gebärstreik bekundet wurde. Es war erheblich größer als das für den Massenstreik. Was vor kurzem noch als sonderbare Schrulle verlocht werden mochte, muß jetzt ernst genommen werden, denn jede Idee, die die Massen bewegt, verdient Beachtung. Damit ist natürlich noch nichts für die Nichtigkeit solcher Ideen gesagt. Wie der einzelne, kann auch die Masse irren, und es ist ganz unangebracht, wenn ein Massenverehrer einmal den Massen schmeichelt und ihnen zuruft, sie seien stets gescheiter als ihre Führer, um sich ein andermal der Massen zu schämen, wenn sie sich anschicken, andere Wege' zu gehen, als ihrem Verehrer paßt. Weder schämen noch schmeicheln ist der Masse gegenüber am Platze. Was wir zu tun haben, ist zu versuchen, sie zu begreifen. Und da scheint es mir kein Zufall, daß gleichzeitig mit der Idee des Massenstreiks und anscheinend noch mehr als diese die des Gebärstreiks das Interesse breiter Schichten des Proletariats erweckt. Beide bezeugen den mächtigen Drang, der in ihnen lebt, neue Methoden des Vorwärtskommens zu entdecken, da die alten uns anscheinend nicht vorwärts bringen. Tie ökonomische Situation des Proletariats verschlechtert sich feit einigen Jahren immer mehr, was um so unangenehmer empfunden wird, als es sich über ein Jahrzehnt lang an ent- fchiedenes, ununterbrochenes Fortschreiten gewöhnt hatte und als seine gewerkschaftlichen und politischen Organisationen immer kraftvoller anwachsen. Wir sind die stärkste Partei im Reichstag geworden und den Proletariern geht es immer schlechter. Bezeugt das nicht deutlich, daß unsere bisherigen Methoden unzureichend sind? Man kann es den Massen nicht verübeln, wenn sie so argumentieren. Gibt es sogar geschulte Marxisten, die in gleicher Weise schließen, und doch bezeugt die eben geschilderte Situation nur die Unwiderstehlichkeit der Gesetze der kapi- talistischen EntWickelung, die sicher keine Gewerkschaft und keine parlamentarische Vertretung, aber auch kein Massen- und kein Gebärstreik in ihr Gegenteil zu wenden vermag, solange nicht das Proletariat mit der politischen Macht die Kraft gewonnen hat, den ganzen kapitalistischen Organismus in einen sozialistischen umzuwandeln. Die gegenwärtige Situation macht es aber nicht nur be° greiflich, daß die Massen nach neuen Mitteln des Vorwärts- kcmmens suchen, da ihnen die bisherigen nicht auszureichen scheinen. Sie macht es auch begreiflich, daß gerade die Idee des Gebärstreiks ihre Aufmerksamkeit erregt. Der Geburtenrückgang ist eine Erscheinung, die seit einigen Jqhren in allen industriellen Ländern in auffallender Weise auftritt. Zum Teil kann er physiologischen Ursachen zugeschrieben werden, namentlich der Frauenarbeit und den Geschlechtskrankheiten, die beide eine wachsende Zahl von *) Vorliegende Zeilen wurden in meinem Ferienaufenthalt ge- schrieben, fern von allen literarischen Behelfen, angeregt durch den Bericht, den der..Vorwärts" über die Berliner Versammlungen gab. die sich mit dem Gebärstreik beschäftigten. Eben, wie ich den Artikel' nach Stuttgart zum Drucke befördern will, erhalte ich von dort die„Neue Zeit" mit dem langatmigen Angriff der Genossin Luxemburg auf mich. Sie hatte ausreichend Zeit gehabt, diesen Angriff früher zu veröffentlichen. Aber wenn sie mit seiner Ein- sendung bis au_ einem Termin wartete, der es mir unter den gegebenen Umständen unmöglich machte, ihr ausreichend noch vor dem Parteitag zu antworten, so bin ich ihr dafür sicher Dank schuldig. Ich hätte mich sonst vielleicht verleiten lassen, den Ratten- könig von Entstellungen und Verdrehungen zu entwirren, den sie künstlich zurechtgemacht hat, um mich als offiziösen„NichtSalS- Parlamentarier" zu präsentieren und so mit leichter Mühe totzu» schlagen. Und doch wäre eS recht überflüssig, mich dagegen zu wehren. Wozu der Genossin Luxemburg bei ihrem Bestreben helfen, die bisher rein sachlich geführte Diskussion über Meerfelds Artikel unmittelbar vor dem Parteitag in einen persönlichen Disput zu verwandeln und das Interesse von der entscheidenden Frage ab- zulenken, die sie selbst zu beantworten hat? Nickt um den Massenstreik handelt eS sich heute. Der ist theoretisch längst anerkannt, und praktisch will ihn unmittelbar niemand anwenden. Diese Frage ist eine ander«. Genossin Luxemburg und ihre Freunde wollen unsere bisherige, seit vier Jahrzehnten bewährte Taktik über Bord werfen, um sie, die sie wegwerfend als„Defensive" bezeichnen, durch eine neue Taktik zu ersetzen, die der„Offensive" und„kühnen Initiative". Diese beiden Worte gefallen ihnen so gut. daß sie sie unausgesetzt wieder- holen. Aber mit keiner Silbe haben sie bisher verraten, welche besonderen Aktionen w,r darunter verstehen sollen. Die Syn- dikalisten, die die gleichen Phrasen gebrauchen, lassen wenigstens deutlich erkennen, welche Taktik sie damit befürworten. Die Luxemburfl�he Taktik will nicht mehr die bisherige sozialdemo- kratische, aber auch nicht die syndikalistische sein, trotzdem ihre Ar- gumcntation ganz auf diese hinausläuft. Eine ersprießliche fach- liche Diskussion darüber ist natürlich erst möglich, wenn sie zu be- stimmten Forderungen formuliert vorliegt. Warten wir ab, ob der Genossin Luxemburg diese Formulierung gelingt. Tirol. K. KautSky. Frauen zur Unfruchtbarkeit verurteilen. Aber es ist gar keine Frage, daß daneben die bewußte Verhütung der Empfängnisse eine steigende und wohl die entscheidendste Rolle spielt. Bisher waren es vornehmlich die Besitzenden, die ihre Kinderzahl beschränkten, einmal deswegen, weil sie ihr Erbe nicht zersplittern wollten, und dann, weil die Damen trachteten, alle Arbeit von sich abzuwälzen. Da es nicht anging, die Mühen der Schwangerschaft und Geburt Dienstsklavinnen zu- zuweisen, blieb nichts übrig, als die Zahl der Empfängnisse möglichst einzuschränken. Bei den Proletariern dagegen gibt es kein Erbe, das durch eine übermäßige Zahl von Kindern für das einzelne geschmälert werden könnte. Und die Frau des Proletariers war bisher das geduldigst« Lasttier, so mit Plage überhäuft, so daran gewöhnt, für andere zu sorgen und zu denken, daß sie gar nicht dazu kam, an sich selbst zu denken und sich zu fragen, ob die herkömmlichen Anschauungen vom„Kinder- segen" auch berechtigt seien. Ihr fiel der Löwenanteil an allen den Mühen und Sorgen zu, die eine zahlreiche Familie mit sich brachte. Sie trafen weit weniger den Mann. So empfand auch dieser keinen allzu starken Antrieb zur Be- schränkung der Familie. � Dem ist es wohl zuzuschreiben, warum bisher Kinder- reichtum als Kennzeichen der Armut, kleine Familien als eines der Wohlhabenheit galten. So gibt es auch heute bürgerliche Oekonomen, die in dem Geburtenrückgang das unverkenn- bare Zeichen dafür sehen, daß der Wohlstand der Massen in raschem Aufstieg begriffen ist. In Wahrheit ist er nur ein Zeichen dafür, daß die Armut anfängt, eines ihrer Merkmale aufzugeben, die sie bisher kennzeichneten. Das geschieht namentlich durch die Aenderung in der Stellung der Frau. Die industrielle und kommerzielle Erwerbsarbeit der Frauen beschränkt sich immer weniger aus die unverheirateten, und sie hört immer mehr auf, ein bloßes Durchgangsstadium zu sein. Ein neues Arbeitsgebiet ersteht für die Frau, wo- durch es ihr immer schwerer gemacht wird, Mutterpflichten zu erfüllen und in jenem innigen Verhältnis zu ihren Kindern zu bleiben, das allein für die Opfer und Mühen der Mutter- schaft zu entschädigen vermag. Aber aus der � neuen Arbeit für den Kapitalisten er- wachsen der proletarischen Frau auch neue Aufgaben gegen» über der Gesellschaft und'ihrer eigenen Klasse. Sie fängt an, selbständig über ihre Lage nachzudenken, sie wird es müde, bloße Koch-, Wasch- und Gebärmaschine zu sein. Wie die wohlhabende Frau beginnt jetzt auch die Proletarierin be- wüßt die Zahl ihrer Kinder einzuschränken, freilich aus ganz anderen Motiven als die Dame, nicht aus Faulheit, Genuß- sucht und Egoismus, sondern als Kämpferin für eine bessere Existenz und für die allgemeine Sache. Aber das Resultat ist dasselbe: Verringerung der Ge-' burten. Und diese wird nun recht fühlbar, seit sie in den Massen ebenso vor sich geht wie in den oberen Klassen. Begünstigt wird diese Entwickelung noch durch die Fort- schritte der medizinischen Technik. Schreckten früher viele Frauen vor der künstlichen Einschränkung ihrer Familien zurück, weil nur barbarische, vielfach schädliche Methoden dafür bekannt waren, so hat die Technik heute unschädliche und unmerkliche Mittel geschaffen, die bisher meist nur den wohlhabenden Frauen durch ihre Hausärzte bekannt waren, die jetzt aber auch im Proletariat Eingang finden. Man sieht, der Geburtenrückgang ist eine notwendige Er- scheinung. Er geht aus der Revolutionierung der Stellung der Frau durch den Kapitalismus und den technischen Fort- schritt hervor, und er wird andauern, solange die kapitilistische Ausbeutung der proletarischen Frau das Mutterglück der- kümmert und ihr die Aufziehung gesunder Kinder zu einem freudigen Dasein fast unmöglich macht. Wollten die Verfechter des Gebärstreiks nichts anderes, als uns die Ursachen und die Unvermeidlichkeit des Geburten- rückgangs im Proletariat darlegen, vielleicht auch noch die Aufgabe der im Proletariat wirkenden Aerzte betonen, über- all dort, wo eine Proletarierfrau aus physiologischen oder ökonomischen Gründen durch einen Familienzuwachs geschädigt würde, ihr an Stelle roher, primitiver Mittel verfeinerte der neuen Technik zugänglich machen, so ließe sich nichts dagegen einwenden. Nur hätte das alles mit Politik und Partei nichts zu tun. Sie gehen aber weiter. Sie sehen in einer unvermeid- lichen Erscheinung der kapitalistischen Gesellschaft eine scharfe Waffe gegen diese Gesellschaft. Sie wollen aus der An- Wendung einer Methode, die bisher Privatsache war, eine Aufgabe des proletarischen Klassenkampfes machen, und dabei schießen sie weit über das Ziel hinaus. . Derselbe Vorgang gibt, als Massenerscheinung betrachtet, ein ganz anderes Bild wie die Einzelerscheinung. Wohl kann der einzelne Proletarier leichter kämpfen, wenn er keine Familie hat, aber wenn alle so dächten, hieße das, die Pro- letarierklasse zum Aussterben verurteilen. Wie soll sie dann die politische Macht erobern, wodurch allein die Möglichkeit geboten wird, den Kapitalismus in eine höhere Gesellschafts- form zu verwandeln? Man glaubt doch nicht etwa, die Kapitalisten würden das freiwillig aus Furcht' vor dem Aus- sterben der Proletarier tun? Die Geburtsstreikler sagen, man müsse dem Heere die Soldaten, den Ausbeutern die Ausgebeuteten nehmen. Aber der Prozeß, durch den das erreicht werden soll, ist ein recht langwieriger. Nehmen wir an, es gelänge unserer Agitation, zu erreichen, daß im nächsten Jahre 50 000 Proletarierkinder weniger geboren werden, als sonst geschähe. So ergäbe das vielleicht nach zwanzig Jahren ein Minus von etwa'10 000 Rekruten. Was bedeutete das für die Armee! Vielleicht konnte sich nach dreißig Jahren ein fühlbarer Ausfall von Rekruten einstellen. Wir schmieden aber doch Waffen für den Kampf der Gegenwart, nicht für den nach dreißig Jahren. Es wäre ja möglich, daß wir bis dahin den Sieg noch mcht errungen haben— wir Marxisten haben zwar in der Regel recht behalten mit unseren Prophezeiungen über die Richtung der Entwickelung, über das Tempo aber haben tvlr uns bisber oft recht empfindlich getäuscht. Das braucht nicht immer der Fall zu sein, und die Revolution kann näher stehen, als wir glauben. Sie kann aber auch noch in weiter Ferne liegen— darüber läßt sich gar nichts Bestimmtes sagen. Wenn d,e Geburtsstreikler heute schon für die Kämpfe nach •im �Q�ren rüsten wollen, so kann man ihnen sicher nicht mit Bestimmtheit die Behauptung entgegenhalten, daß die entscheidenden Kämpfe bis dahin bereits geschlagen und das Heer, soweit ein solches noch notwendig, in ein Milizheer verwandelt sei. Aber wenn nach dreißig Jahren noch ge- kämpft werden muß, dann wird es sicher unter ganz anderen Bedingungen geschehen wie heute, denn die Welt bleibt bis dahin auf keinen Fall stehen. Unter Bedingungen, von denen wir zurzeit noch keine Ahnung habe« können. Welchen Zweck hätte es da, heute die Kräfte unserer Agitation auf das Schmieden einer Waffe aufzuwenden, von der wir gar nicht wissen können, ob und wie sie jemals zur Anwendung kommen kann. � Aber nehmen wir den ganz unmöglichen Fall, nach dreißig Jahren herrschten noch_ die gleichen Zustände wie heute, und der Gebärstreik habe bis dahin seine volle Wirkung getan. Was hätten wir damit erreicht? Daß aus der Armee die sozialdemokratischen Soldaten s» gut wie verschwunden wären, daß in ihr nur noch Soldaten aus den Schichten, die der Sozialdemokratie schwerer zugänglich sind, aus Bauern und Kleinbürgern gefunden würden. Und noch eines ist möglich: es gibt Kolonien, die ein brauchbares Soldatenmaterial abgeben können. Frankreich beginnt bereits, von dort die Folgen des Geburtenrückganges für seine Armee wettzumachen. Sollte er sich einmal bei uns fühlbar machen, hindert nichts die deutsche Armeeverwaltung, desgleichen zu tun. Die Kolonien werden dann eine neue Funktion für den deutschen Kapitalismus erhalten: die, ihm Verteidiger zu liefern. Eine unserer Hoffnungen auf den schließlichen Sieg unserer Sache beruht darauf, daß die Zahl der Sozialdemo- kraten in der Bevölkerung und damit auch in der Armee immer mehr zunimmt, bis diese Zahl so groß geworden ist, daß man nicht mehr wagt, das Heer gegen den„inneren Feind" aufzubieten. Die Geburtsstreikler glauben im Gegen- teil unsere Sache dadurch zum Siege zu führen,_ daß die Armee ausschließlich aus den reaktionärsten Teilen des Landes, ja der Kolonien zusammengesetzt wird! Aehnlich wie mit der Armee verhält sich's mit der In- dustrie. Auch da wird ein jetzt einfetzender Gebärstreik erst nach längerer Zeit, wenn auch etwas früher als im Heere, etwa nach zwanzig fahren, seine Wirkungen geltend machen können. Nehmen wir abermals den Fall an, daß dann noch die gleichen ökonomischen und technischen Bedingungen herrschen wie heute, ein ganz unwahrscheinlicher Fall, aber der einzige, den wir untersuchen können, so wird das Ver- siegen der Quelle einheimischer Proletarier keineswegs den industriellen Kapitalismus zum Stillstand bringen. Soweit ihn nicht äußere Gewalt des Proletariats fällt, kann er sich stets weiterentwickeln, solange neben ihm Agrarländer be- stehen, die ihm seine Jndustrieprodukte abnehmen und dafür Rohprodukte und Arbeitskräfte liefern. Je mehr die Zufuhr einheimischer Arbeitskräfte versagt, desto mehr wird er aus- wärtige Arbeitskräfte heranziehen. Das industrielle Proletariat hört damit nicht auf, aber feine Zusammensetzung ändert sich. An Stelle„begehrlicher" Arbeiter treten bedürfnislose Kulis, unterwürfig und kämpf- unfähig, da fremd, ohne Rückhalt und ohne Rechte. National gespalten, verfügen diese ausländischen Arbeiter über keine Presse oder wenigstens über keine freie, da sie ganz von der Gnade der Verwaltungsbehörden abhängen; über kein Koalitionsrecht und unter allen Umständen über kein Wahl- recht. Da hätjen wir dann den richtigen Zukunftsstaat der Kapitalisten: ein Heer, aus dem alle Sozialdemokraten ver- schwunden sind, und ein Proletariat, dem alle Rechte fehlen, das ihrer Willkür völlig ausgeliefert ist. Das ist das Ziel, dem die Geburtsstreikler zusteuerten, wenn ihre Agitation das ganze deutsche Proletariat erfaßte. Könnte es wirklich unsere Aufgabe sein, eine solche Agitation zu betreiben? Sicher nicht. Birgt aber nicht auch schon der Geburtenrückgang, wie er sich bisher spontan eingestellt hat, eine große Gefahr für den proletarischen Klassenkampf? Zunächst keineswegs. Seine schädlichen Wirkungen könnte er erst nach Jahrzehnten äußern. Die erste Wirkung der Verkleinerung der proletarischen Familien dürfte nur eine günstige sein, die Vermehrung der Kampffähigkeit und Energie der einzelnen Proletarier, namentlich der proletari- sehen Frauen, also ihrer Qualität. Und die Qualität der kämpfenden Proletarier ist nicht minder wichtig wie ihre Masse. Aber freilich, die schönsten Qualitäten nützen dem Pro- letariat nichts, wenn ihm die nötige Massenhaftigkeit fehlt. Eine Erhöhung der Qualität auf Kosten der Quantität wäre noch schädlicher als das Umgekehrte. Ob der Rückgang der Geburten schließlich so weit kommt, daß seine schädlichen Wirkungen auf die Quantität der Masse größer sind, als seine vorteilhaften Wirkungen auf die Qualität der einzelnen überwiegen, was am Ende, wie wir gesehen haben, auch zu einer Verschlechterung der Qualität der Gesamtmasse führt, da an Stelle hochstehender rückständige Arbeiterschichten treten— darüber läßt sich natürlich heute gar nichts sagen. Doch braucht man nicht pessimistisch zu sein. Der Drang nach Mutterschaft ist im gesunden Weibe so stark und die Annahme neuer Sitten geht so langsam vor sich, daß es noch einige Zeit dauern dürfte, bis der Geburten- rückgang eine bedrohliche Höhe annimmt. Bisher macht er noch keine Miene, wenigstens nicht in Deutschland, eine Ver- Minderung der Bevölkerung herbeizuführen, denn dem Ge- burtenrückgang steht ein starker Rückgang der Sterblichkeit gegenüber, der nicht zum wenigsten durch den ersteren be- dingt wird. Aber auch ein absoluter Rückgang der proletari- schen Bevölkerung braucht noch lange nicht ein Rückgang der arbeitenden Bevölkerung zu sein. Er könnte zunächst nur einer des arbeitsunfähigen Teiles, der Kinder, sein. Ob dann schließlich der Geburtenrückgang das ein- heimische Proletariat nicht bloß guantitativ, sondern auch qualitativ schädigt und damit seinen Emanzipationskampf verzögert, hängt von den Erfolgen ab. die es bis dahin er- zielt hat. Gelingt es dem Proletariat, innerhalb der nächsten Jahrzehnte eine Machtposition zu erringen, die es ihm er- möglicht, den Kapitalismus umzuwandeln, dann verschwinden die Ursachen des jetzigen Geburtenrückganges und damit auch seine Gefahren. Die Frage nach den Wirkungen dieses Rückganges auf die soziale Entwickelung löst sich also auf in die Frage: welche der beiden Bewegungen rascher vor sich geht: die Verminde- rung der Masse des einheimischen Proletariats durch den Geburtenrückgang oder die Vermehrung seiner Macht. Je schneller die letztere Bewegung, desto weniger gefährlich die erstere. desto mehr kann diese für den Klassenkampf nur ihre anfänglichen günstigen und nicht ihre späteren ungünstigen Seiten entwickeln. Zunächst liegt kein Grund für uns vor, dem Geburten- rückgang besorgt gegenüberzustehen, aber noch weniger einer, ihn durch unsere Agitation zu fördern. Wir müssen solcher Agitation vielmehr auf das entschiedenste entgegentreten. Sie bedeutet nicht bloß unnütze Krastverschwendung, sondern direkten Kraftaufwand für eine schädliche Sache. *!•••& Leipziger Sirasse König-Sir. Rosenthaier Strasse Oranien-Strasse Montag bis Mittwoch:'BcSOndefS bUUger Verkauf Montag bis Mittwoch; Gardinen MI Engl. Tüllgardinen weiss und creme.... Fenster 3.25, 6.00 EngL Tüllgardinen vom Stack....... Aster 0.50, 0.75 Engl. Tüll-Stores weiss and creme...... Stack 2.25, 3.90 Engl. Tüll-Künstlergarnituren L8okNİrbsd�.r 4.10, 6.25 Engl. Tüllbettdecken für 1 Bett, weiss und creme. 1.80, 4.25 Engl. Tüllbettdecken für 2 Betten, weiss u. creme. 4.75, 9.00 Erbstüll-Stores mit Volant, elfenbeinfarbig...... 5.75, 9.25 Erbstüll-Halbstores(Bonnes-Femmes) elfenbeinfarbig 5.10, 8.50 Erbstüll-Künstlergarnituren 6-30' 10-50 Erbstüll-Bettdecken mit Volant, far i Bett.. stück 5.50, 7.75 Erbstüll-Bettdecken mit Volant, für 2 Betten Stück 7.50, 10.75 Mullgardinen weiss gemust, 2 Schals, 1 Querbehang 1 1.00, 13.00 Allover-Netsloffe(modernes Spitzengewebe). Meter 0.72, 1.05 Engl. Tüll-Brise-Bises(Scheibenschleier)... Stück 0.45, 0.65 Farbige Etamine- Garnitur mit Fransen, 2 Schals und 1 Quer- Ä... 7.75, 10.50 Allover-Net- Künstler- Garnitur mit Volant, 2 Schals, 1 Querbehang, f1b. 6.25, 10.50 Teppiche Excelsior-T eppiche starkes, doppelseitiges Gewebe, Persermuster Grösse ca. 120x190 160x225 190x285 250x350 4.90 7.75 11.25 Axminster-Teppiche K. S. reiche Auswahl Grösse ca. 130x200 165x230 230x320 14.75 22.50 39,50 19.50 250x340 52 Mk. Axminster-Teppiche J. P. moderne oder persisch gemustert Gr. ca. 130x200 165x230 elfenbeinfarb. Fenster 230x320 18 Mk. 26 Mk. 43.50 Prima Axminster-Teppiche Grösse ca. 200x300 230x320 250x350 47 Mk. 59 Mk. 72 Mk. Boucle-Teppiche Qualität Saxonia, moderne Muster Grösse ca. 130x200 160x230 200x300 14.25 19.50 250x350 58 Mk. Fenster- Dekorationen 2 Schals, 1 Querbehang Koehelleinon mü buntfarbiger A TK Knrbelsticierei........ an« Plflaoh mit reicher Kurbel- C VC «Üokerei..... � Koebellelnen mit eingewebtem 0 gQ Matter.............* Pbantadegewebe tDrHerrenximmer 7 Cft rot-blau gemuitert........." Phastaiiegewebe f. Herrenzimmer 1? 7 C doppelteitig, pertiscb gemustert Ein Tosten Diwandechen 300x400 78 Mk. 300x400 98 Mk. 250x350 29 Mk. 42.50 Diwandecken Moquettcplüsch> meliert mit streifen- Tischdecken Vorleser mnst�r in mnH-rn-n««w ms CS Pbantasiegewebe, modern oder A 7C peruisoh gemustert......... t.ttj Pbantasiegewebe, rot-blan 7 2� gemustert.............• Phantasiegewebe, persisch rot-blau O 71! gemustert, doppelseitig...... Phantasiegewebe kleine moderne|| flft Muster und Farben........* l.vu Gobelingewebe persioh| 7 CO gemustert............ starkes Pbantasiegewebe. Kelim- 1 7 CA Imitation........... X I.DU Moqaetteplflsoh. moderne oder 1 S 7e Verauren-Master........ XO.i O muster, in modernen 1 C OC Farben......... Ein Tosten TischdecKen Mohairplüsch mit emgepresster Kante oder mit Applikationen und O Crt Kurbelstickerei....... OsO U Pbantasiegewebe, rot und grün gemustert............ 2.60 Pbantasiegewebe, rot-blau persisch A OK gemustert............. t.CtU Gobelingewebe, persisch o CA gemustert.............. o.ovr Kochelleinen mit eingewebtem c OC Mustftr •ILUabCa••■••••aee*»*aa Kochelleinen mit buntfarbiger C CA Kurbelstickerei........... Filztuob mit Kurbelstiokerei.., 3.39 Moouetteplfl'oh. kleine moderne Q 7� Muster und Farben........ 0** Q Imitierte Perser-Vorleger doppelseitig verwendbar, ÖH r>* 1 1 mit Fransen...... ou Pr., Boucle- Vorleger 9 Qualität Extra... 0»4D Boucle-Vorleger 5.25 Axminster-Vorleger T>()efl,J?oh � 1.65, 3.30, 4.75, 5.75 Pa. Axminster- Vorleger 7.75 SÄ: mit Extra-Rabatt ■■"'WM' tlnd Sie. wenn Sie«Ich vor GrOndung ed. bei Streitigkeiten inajad�an den Spezialisten Dr.|r, Lorenz. Berlin 2» Oltecaiaer Str. teo wend TeL;Mel.9bis Zähne Zalinärzlliclie Klinik. cÄVm*L''.ft.. mit eebten«listen Plomben b. 1�0 M. Fast noflf. schmerzlos. Zahnziehen. SMaxlr Umarbeitung schlechttitz. Gebisse. Reparaturen sofort "dl Ifinrlarh�u�-Jl..-. tu ertnUBl«tcn Prelaen. 5 lehre Garantie. Verantw. Nedatt.: Lttred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw..- ril.Gtocke.Beri'n. Trucku.Beriaa:LormärtKivuchvr.a Pcrlag-anitaU Paul Singer i Co., Berlin SW. zn ermiißii;ten Prelaen. Sprechzeit 9-— 8 Uhr._* Hirrj» i Qtüaatm. Nr. 239. 30. Jahrgang. 1. Mm des.lotniärts" Sttlintt AMM Zountag,l4. September l9l3. poU�scbe deberNckt. Die Kampfesweise der Staatserhaltenden. Nationalliberale und Landbündler werfen sich gegenseitig Roheit und Ruppigkeit im Wahlkampfe vor. Die landbimdleris che Presse hebt immer wieder hervor, daß die zwei jungen Leute, die einen konservativen Wahlmacher im Wahlkreis Salzwedel-Gardclegen miß- handelt haben und deshalb verurteilt wurden, Anhänger der national- liberalen Partei waren. Die Nationalliberalen rächen sich damit, daß sie eine ganze Reihe Vorkommnisse anführen, die beweisen, daß e» die Konservativen in der Wahlagitation fast noch schlimmer tttareir. öo wird nationalliberalen Blättern aus dem Wahlkreis Osterode-Neidenburg über die letzte allgemeine Reichstagswahl geschrieben: »Der Wahlkampf nimmt hier immer rohere Formen an. Es liegt dies hauptsächlich daran, daß die Konservativen eine ganz bestimmte Kohorte gebildet haben, lediglich zu dem Zlvccke, die nationalliberalen Versammlungen zu stören und durch Zwischen- rufe und Radau die Redner am Sprechen zu hindern. Als kürz- lich einige von diesen Leuten in Gregersdorf bei Neidenburg aus dem Versammlungsraum verwiesen wurden, kam es zu w ii st e n Szenen. Mit Stöcken wurde an das Fenster geschlagen und auf alle mögliche Weite versucht, die zurückgebliiebenen Zuhörer einzuschüchlern und zum Verlassen der Versammlung zu bewegen. Noch schlimmer kam es nach der Versammlung. Als der nationalliberale Parteisekretär aus dem Dorfe Gregersdorf hinausfuhr, da ertönte ein Pfiff und bald darauf wurden das Gespann und seine Insassen mit faustgroßen, scharf- kantigen Steinen beworfen. Ein Stein riß dem Partei- sekretär die Pelzmütze vom Kopf, ein zweiter traf seinen Be- gleiter, ein dritter den Kutscher, während viele Steine über das Gefährt hinwegflogen. Ganz besonders schlimm aber ist eS im Wahlkreis Ragnit-Pill- kallen zugegangen. Der Leiter einer nationalliberalen Versamm- lung sah sich genötigt, den Amtsvorsteher Marx, der Skandal machte, aufzufordern, den Saal zu verlassen. Daraufhin wurde der national- liberale Redner von den Begleitern des Amtsvorstehers tätlich an- gegriffen und mißhandelt. Erst als darauf hingewiesen wurde, daß das Weiterverbleiben im Saal einen Hausfriedensbruch bedeute, gingen die konservativen Radaubrüder von bannen. Ein anderes Bei- spiel wird aus dem Kreise Wetzlar-AItenkirchen mitgeteilt. Dort hatte man am Eingang des Dorfes Niederklehn einen an der Chaussee ge- legenen Holzstapel aus die Straße in ihrer ganzen Breite gelegt in der Absicht, ein Automobilunglück herbeizuführen. Auch dafür macht die.Nationalliberale Korrespondenz" den Bund der Landwirte verantwortlich. Diese Vorfälle paffen wunderbar zu der Behauptung der„Kreuz- Zeitung", die sie nach den ReichStagSwahlen von 1912 aufgestellt hat: die Konservativen haben den Wahlkampf in wahr- Haft vornehmer Weise geführt. Kommunale Arbeitslosenfürsorge. Die Sozialdemokraten im Dresdener Stadt- Parlament haben angesichts der großen Arbeitslosigkeit folgenden Antrag eingebracht: DaS Kollegium wolle beschließen, den Rat zu ersuchen, 1. Mittel zur Milderung der durch die herrschende Arbeits- lostgkeit erzeugten Notlage bereitzustellen und in geeigneter Weise zur Unterstützung solcher Personen zu verwenden, die durch Mangel an Arbeitsgelegenheit in Nor geraten sind, 2. durch beschleunigte Vorbereitung städtischer Bauten und Tiefbauarbeiten eine Beschäftigung Arbeitsloser zu ermöglichen, 3. unter Mitwirkung des Ausschusses für soziale Angelegen- heiten geeignete Schritte zur alsbaldigen Einführung einer Arbeits- losenversicherung für die Stadt Dresden einzuleiten. Der Antrag wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung der Dresdener Stadtverordneten zur Beratung kommen. Die boykottierende« Fleischcrinnuugen. Noch immer läßt die kommunale und genoffenschaftliche Fleisch- Versorgung die Herren Metzgermeistcr nicht zur Ruhe kommen. Ob- wohl fast allenthalben der Fleischverkauf durch die Städte wieder eingestellt worden ist, dürsten sie nach Rache gegen diejenigen Firmen, die während der Fleischteuerung an Behörden und an die Genossen- schoflen lieferten. Die neueste Nummer der„Allgemeinen Fleischer- zeitung" ziert folgendes Inserat: „Fleischer-Jnnungen Deutschlands! Macht gemeinsam Front gegen diejenigen Firmen, welche überseeisches Fleisch an Magistrate. Kommunen und Konsumvereine verkauft haben und jetzt nachträglich, nachdem der st ä d t i s ch e F l e i s ch v e r k a u f fast überall Fiasko erlitten hat. versuchen, mit Euch ins Geschäft zu kommen, wo sie das F l e i s ch e r g e w e r b e vorher g e- schädigt und ausgeschaltet haben. Folgt dem Beispiel der Fleischerinnungen von Charlottenburg, Berlin-Schö neberg, Berlin-Wilmersdorf, Berlin-Küpe nick und b e st e I l r gemeinsam Euern Hammelfleischbedarf nur bei Firmen, die den Kommunen nie geliefert haben und für die Zukunft nie liefern werden. Laßt Euch bei Erteilung de? ersten Auftrages eine diesbezügliche eidesstattliche oder schriftliche Versicherung geben. Also Kol- legen, die Augen auf! Setzt Euch mit der Firma E.... in Verbindung, welche den K o mm unen nicht verkauft und, soweit wir bisher beurteilen können, nur prima Hammelfleisch liefert. Die Freie Schlachtcrinnung zu Charlotten bürg. I. A.: Gotthelf Paschke, Obermeister. Die Freie Schlachtcrinnung zu Wilmersdorf. I. A.: Karl Haller, Obermeister. Die Freie Fleischerinnung zu Schöneberg. I. A.: Max Ehrhardt. Obermeister. Die Freie Fleischeriunung zu Köpenick. I. A.: Louis Helbig, Obermeister. Diese brutale Aufforderung zum Boykott wagen diese Herr- schaften in demselben Blatte, in dem man auf jeder Spalte Berichte über den„Terrorismus" der Gesellen lesen kann. Für die Kommunen mag diese volksschädliche Kundgebung der Fleischermeister ein Anlaß sein, nun die ihnen gegenüber bisher geübten Rücksichten endlich fallen zu lassen.__ Die besondere Offiziersehre. AuS Thorn wird gemeldet: Der kürzlich wegen Wechselfälschung flüchtig gewordene, aber nach seinem Garnisonorte zurückgekehrte Leutnant' Kretschmer vom�176. Jnfantcricrcgiment wurde heule vom Lkriegsgericht der 37. Diviiron wegen Fahnenflucht, schwerer Urkunden- fälschung in Verbindung mit versuchtem Bclrug zu 3 Monaten 14 Tagen Gefängnis und Dienstentlassung verurteilt. Die VerHand- lung fand wegen sogen. Gefährdung der militärischen Disziplin unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Kretschmer wurde bereits im vorigen Monat wegen Erstattung einer falschen dienstlichen Mel- dung kriegsgerichtlich mit fünfWochen verschärftem Stuhenarrestbestraft l Metzer Friedensschalmeien. I Das Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften hatte, wie wir berichteten, nach dem Mctzer Katholikentag geschrieben, der Katholiken- tag sei nicht die maßgebende Instanz, die eine Entscheidung darüber fällen könnte, in welcher Organisation und mit welchen gewerk- schaftlichen Mitteln die katholischen Arbeiter ihre bcrufswirtschaft- lichen Interessen wahrnehmen sollten. Voller Empörung schreiben hierzu die in Trier erscheinenden„Petrusblätter":„Ist ei» solches Gebahren nicht der reinste Hohn auf die Rede des Fürsten zu Löwen- stein? Daran ändern auch die Hintertürchen des Zentralblatts nichts.... In Zürich steckte man den Bischöfen die Grenze ab, in Essen dem Papste und nun hat auch die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands eine gleiche Apostrophierung erfahren. Es ist dieses Versahren so recht geeignet, die Harttöpfigkeit zu zeigen, mit der man um jeden Preis seine schwankende Posilion behaupten will...."_ Schwarze Verleumder. Aus Belgien wußte die Zentrumspreffe, allen voran die Dort- mundcr„Tremonia" vom 3. September, folgendes mitzuteilen: «In Gent ist von Anseele, sozialdemokratischem Magistrats- Mitglied, und von einigen Kollegen eine große Spinnerei nach sozialdemokratischem Muster eröffnet. Hier wie überall zeigt es sich, daß die Sozialdemokraten große Schreier sind, aber schlechte Arbeitgeber. Am vorigen Freitag traten sämtliche Arbeiter in den Ausstand und zogen zum sozialdemokratischen Volkshause. Das sozialdemokratische Blatt„Het Volk", In- haber Herr Anseele, berichtet über die Ursachen: Wenn eine Spinnerin sich für eine Stunde Urlaub holte, zum Beispiel um den Arzt zu konsultieren, dann verlor sie nicht bloß den Stundenlohn, sondern es wurden ihr noch 73 Centimes extra eingehalten. Wenn eine Spinnerin die 17,25 Fr. pro Woche verdiente, krank wurde, dann mußten zwei Kolleginnen, die jede 9,90 Fr. pro Woche verdienten, ihre Arbeit ohne Lohnerhöhung ganz übernehmen. Sechs Kinder müssen die Arbeit verrichten, für die früher acht angestellt waren, natürlich ohne einen Pfennig Lohnerhöhung. Diese armen Würmer haben am Donners- tag Lohnerhöhung verlangt: man weigerte sich, sie anzuhöre». Infolgedessen schlössen sich die Spinnerinnen den Kindern an und verlangten für sie Lohnerhöhung. Eine Spinnerin wurde eist- lassen, die übrigen traten in den Streik. Augenblicklich wird zwischen den Arbeitern und der roten Verwallung verhandelt. Ans dieses vorläufige Zugeständnis»ahm man am Sonnabend die Arbeit wieder auf. Und das nennt man Arbeiterfürsorge." Wie gewissenlos die schwarze Presse hier gelogen hat, ergibt sich aus folgender Darstellung, die uns aus Belgien zugegangen ist. Das von der Zentrumspresse als sozialdemokratisch hingestellte Organ„Het Voll" ist ein bekanntes belgisches klerikales Hetz- b l a t t, das wegen seiner Verleumdungssucht in Belgien bekannt ist.' Anseele hat init dem Blatt nicht das geringste zu tun. Von der gleichen«Wahrheitsliebe" wie dieser Anwurf ist auch der übrige Inhalt der klerikalen Notiz diktiert. Die in Gens be- stehende Aktiengesellschaft„Vereinigte Spinnereien und Webereien", deren Aktien zumeist im Besitz des sozialdemokratischen Konsumvereins„Voruit" sind, kaufte im Jahre 1912 die in der klerikalen Notiz angedeutete Flachsspinnerei, welche durch unfähige Leitung im Niedergehen begriffen war. Sie gehört zu den mittleren Betrieben und beschäftigt 225 Arbeiter und Arbeiterinnen, darunter etwa zwei Drittel jugendliche, wie das in der Flachsspinnerei überall in allen Fabriken der Fall ist. Anseele ist Vorsitzender des Aufsichtsrats. Als die Fabrik angekauft wurde, gehörten etwa 79 der Beschäftigten dem sozialdemokratischen Textilarbeiter- verband, andere dem christlichen Textilarbeitervercin an. Auf die letzteren wurde ein Zwang, in die sozialdemokratische Organi- sation einzutreten, nicht ausgeübt. Die Arbeitsstunden wurden nach der llebernahme der Fabrik durch den„Voruit" und die Gesell- schaft„Vereinigte Spinnereien und Webereien" innerhalb 6 Monaten von 66 auf 69 Stunden, ohne daß Lohnabzüge vorgenommen wurden, verringert. In sämtlichen privat- kapitalistischen Flachsfabriken Gents, mit insgesamt 11999 Arbeitern, besteht noch die 66 stündige Arbeitswoche. Nun der Lohnabzug von 75 Centimes. Um der Montags« bummelei der Arbeiterinnen entgegenzuwirken, wurde beschlossen, daß allen solchen Arbeiterinnen, die in der Woche voll durcharbeiteten, eine Extravergütung von 75 Centimes ausgezahlt werden sollte. Diese Exlralöhnung erhalten auch Arbeiterinnen, die sich in ärztliche Untersuchung.und Behandlung begeben, davon aber die Verwaltung vorher in Kenntnis setzen. Wer ohne vorherige Entschuldigung am Montag fehlt, erhält allerdings die 75 Centimes nicht. So sieht die zweite Lüge der klerikalen Presse auS. Die dritle Lüge ist, daß sechs Kinder heute dieselbe Arbeit leisten müssen wie früher acht Kinder. Das Umgekehrte ist der Fall- Das Hilfspersonal, worunter die beschäftigten Kinder fallen, ist ver- mehrt worden. Wo früher drei oder vier Kinder tätig waren, stehen jetzt fünf an derselben Arbeit. Für jeden Spinnsaal bedeutet das eine Vermehrung von 12 Mädchen. Das Alter dieser„armen Würmer" ist m i n d e st e n s 15 Jahre. Ebenso steht es mit der Lohnbewegung der Mädchen, Es ist schon gesagt worden, daß ein Teil der Arbeiterinnen christlich organi- siert war. Diese verlangten mehr Gehilfinnen, während die frei- gewerkschaftlich Organisierten die Zahl der Gehilfinnen für genügend hielten. Die christlichen Arbeiterinnen stellten darauf die Arbeit ein. Es kam zu Verhandlungen. Dabei stellte sich heraus, daß die christlich Organisierten fortwährend ihre andersgesinnten Kolleginnen aufhetzten, dem Betrieb Schwierigkeiten zu bereiten. Die„rote Spinnerei" sollte kaput gehe». Dennoch wollte der Anfsichtsrat die christlichen Ärbeiterinneir Ivicder ein- stellen: er stieß aber auf den Widerstand der Andersorganisierten. Diese erklärten, mit denen nicht mehr arbeiten zu wollen, die sich beständig von Pfaffen aufhetzen ließen. Daraufhin hat der Aussichlsrat der Entlassung der Christlich-Organisierten zugestimmt. Das hat natürlich die klerikale Presse in Raserei versetzt. Sie setzt jetzt Lügen, wie die obig- Notiz, in die Welt. Vit Kalkanfragen. Die türkisch-bulgarischen Verhandlungen. Koustautinopel, 13. September. Wie der Vertreter von Wolfis Telcgraphischem Bureau an maßgebender türki- scher Stelle erfährt, wird, trotzdem die türkisch-bulgarischen Verhandlungen ins Stocken geraten sind, damit gerechnet, daß der A b s ch l u ß der Verhandlungen bereits am Montag erfolgen kann.?!ach Aeußerungcn aus dieser Quelle wird es zwar jetzt noch nicht zu einem direkten Bündnis mit Bulgarien kommen, jedoch werden derartig gute B e- z i e hu n g e n hergestellt iverden, daß diese nötigenfalls bis zum Frühjahr zu cincni Bündnis führen können. Ob ein derartiges Dcfinitivuin eintritt, hängt von dem Verhalten der G r i e ch c n in der I n s c l f r a g e' ab. Schon jetzt sieht sich die Regierung mehrfach gezwungen, gegen großgriechischc Pro- .paganda aus dem kleinasiatischen Festland einzuschreiten, und man befürchtet, falls die Griechen in dieser Propaganda fort- fahren, die Unmöglichkeit gegenseitiger guter Beziehungen. ffankmd?. Entflohene Soldaten. Paris, 13. September. In Trohes bemächtigten sich vier Soldaten, die wegen Mißhandlung von Zivilpersonen und niilitärischen Ungehorsams eingesperrt waren, des wach- habenden Unteroffiziers, als er ihre Zelle inspizierte. Sie entrissen ihm die Schlüssel, schlössen ihn ein und entflohen. Die Flüchtlinge werden von der Gendarmerie gesucht. Clrina. Annahme durch China. Peking, 13. September. Die chinesische Regie- r u n g hat die Forderungen Japans hinsichtlich der vier Vorfälle in Nanking, die am 11. September gestellt worden sind, angenommen._ Die japanischen Forderungen. London, 13. September. Der Daily Telegraph meldet aus Tokio, daß dem Vernehmen nach sich unter den japanischen Forderungen an China auch diejenige nach Ver- längerung der Pachtung von Port Arthur um fünfzig Jahre befinde. Amerika. Gegen Bryan. New Zorl, 13. September. Die Bewegung gegen Brhan nimmt zu und fast die gesamte Presse beteiligt sich daran. Der japanische Botschafler Chinda hatte erst beim dritten Besuche vor- gelaffen werden können, da Bryan die beiden ersten Male keine Zeit übrig hatte, sondern den Zug erreichen mußte, um Vorträge zu halten._ Soziales* Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Aus Zürich wird uns geschrieben: Die Wirtschaftskrise hat auch in der Schweiz mit erheblicher Schärfe eingesetzt und wohl bereits die meisten Industrien und Gewerbe in Mitleidenschaft gezogen. Die bedeutende Stickereiindustrie krankt schon seit einem Jahre an einem Mangel an genügenden Aufträgen und nun sind dazu auch die Textilindustrie, Maschinenindustrie, Schuhindustrie usw. gekommen. Das bald schon zweijährige Daniederliegen des Baugewerbes hat Betriebseinstellungcn von Ziegeleien usw. zur Folge und in den Werkstätten der Bauschreiner, Schloffer, Spengler, Glaser, Maler usw. arbeitet nur eine reduzierte Arbeiterzahl und mancher Betrieb mag zu völligem Stillstände knmmen. Im Züricher Großen Stadtrat interpellierte die sozial- demokratische Fraktion den Stadtrat über die Arbeitslosen- fürsorge, worauf unser Genosse Dr. Klöti namens der Behörde antwortete. Er teilte zunächst mit, daß der Stadtrat bereits eine Vorlage betreffend die Einführung der Arbeitslosenversicherung ausgearbeitet hat. Und sodann gab er Auskunft über die in Aussicht genommenen städtischen Hoch- und Tiefbauarbeiteu zur Beschäftigung der Arbeitslosen. Im laufenden Jahre schon werden 17 Millionen Franken aus- gegeben für Bauarbeiten an den Gas-, Wasier- und ElektrizitätS- werken, Straßenbahnen, städttschs Wohnhäuser und Geschäftshaus usw. Für das Jahr 1314 werden ebenfalls rund 17 Millionen Franken für städtische Bauarbeiten in Aussicht genommen, wovon die Tief- bauten in der Stadt in Regie ausgeführt iverden. Der Regiebetrieb dürfte 259 bis 399 Arbeiter beschäftigen können. Dr. Klöti hob hervor, daß die Stadt vorerst nur der Arbeits- losigkeit der Erdarbeiter und Handlanger steuern könne, während damit den baugewerblichen Berufsarbeitern nicht geholfen ist. Immerhin bietet auch ihnen der innere Ausbau mehrerer städtischer Neubauten Beschäftigung. Auch in anderen schweizerischen Städten und Gemeinden be- schäftigt man sich mit Abhilfcmaßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit. SonittagSardcit in den Kinos der Schweiz. Die Regierung des Kantons Zürich hat in bezug auf den Be- trieb der Kinematographen an Sonntagen beschlossen, daß sie am Kar- frcitag, Osler- und Pfingstsonntagcn, eidgenössischen Bettag und ersten Weihnachtsfciertag gänzlich zu schließen sind und an den übrigen öffentlichen Ruhetagen von 3 Uhr nachmittags bis 19 Uhr abends offen gehalten werden dürfen. Die Arbeitszeit der Gehilfen, Angestellten und Arbeiter beträgt an öffentlichen Ruhetagen höchstens neun Stunden. Es sind ihnen mindestens 52 Tage im Jahre frei- zugeben, wovon zwölf aus die öffentlichen Ruhetage zu entfallen haben. Die Kinematographenbesitzer haben für ihre Betriebe Kontrollbücher zu führen, die die Namen sämtlicher Angestellten im eigenen Betriebe enthalten und auS denen ersichtlich ist, an welchen öfientlichen Ruhetagen und wie lange der einzelne Angestellte arbeiten mußte und wann ihm der Ersatz für die entgangene Sonntagsruhe gewährt wurde. DaS Kontrollbuch hat zur jeder- zeitigen Einsichtnahme durch kantonale und Gemeindebehörden und Beamten, sowie durch das angestellte Personal an der Kasse auf- zuliegen. Also ein Stück gesetzlicher Arbeiterschutz ohne Kampf und ohne Lärm der kapitalistischen Scharfmacher, die noch nicht einmal den Ruin der Kinos durch die Maßnahme der Regierung prophezeiten. (Siehe auch 2. Beilage.) letzte Nacbrkhten. Landtagscrsabwahl in Rottweil. Rottwcil(Württemberg), 13. September.(W. T. B.) Bei der heutigen Landtagsersatztvahl erhielt der Kandidat des Zentrums G l ü k h e r 4925, der nationalliberale Kandidat Müller 2559 und der Sozialdemokrat F l e i g 1761 Stimmen. Es hat eine Nachtvahl stattzufinden._ Andauernde Zahlungsschwierigkeiten in Bulgarien. Sofia, 13. September.(W. T. B.) Die hiesigen Handels- treibenden hielten eine Versammlung ab und beschlossen, bei der Regierung wegen einer dreimonatigen Verlängerung des Moratoriums vorstellig zu werden. Kampf zwischen Amerikanern und Mexikanern. New Uork, 13. September. sW. T. B.) Nach einem Tele- gramm aus San Antonio in Texas kam es zwischen amerikanischen Soldaten und mexikanischen Schmugglern in der Nähe von Car- rizzo Springe in Texas zu einem stampfe, in dem ein M e x i» kau er getötet, sechs verwundet und vierzehn gc- fangen genommen wurden. Opser der Aviatik. Bukarest, 13. September.(W. T. B.) Heute uachmitiag stürzte der rumänische Flieger Aurel V 1 a i c u bei Banesci im Distrikt Prahova mit seinem Flugzeug ab und war sofort tot. □□□ ODO □□□ Theaker und Vergnügungen iainmerspiele: Die Einnahme von Berg-op-Zoom. nachm. 3 Uhr: "eutsches Opernhaus: Die Hochzeit des Figaro. Schiller Theater 0: Freiwild. essing-Theater: Magdalena. berliner Tbcatex: Bummelstudenten. itontis Ol>eretten-Theater: Der Vogelhändlcr. " rianon-Theater: Untreue. � beater in der Ztöniggrätzerstraße: Das LebenSsest abend? 8 Uhr: euej Bolks-Theater: Mudder MewS. abends S'l. Uhr: .cues VolkS-Theater: Montag bis Donnerstag: Die Siebzehnjährigen. Freitag: Mudder Mews.— Sonn- abend: Der ledige Hof. ZediUerThMler 0.1S: Sonnlag, nachmittags 3 Uhr: »'«-«ivllel. Sonntag, abends 8 Uhr: von Ucrscmc. Montag, abends 8 Uhr: Cvrano von Bergcroc. Sehlller-Thealer Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Klrchfeld Sonntag, abends 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft Montag, abends 3 Uhr: Hie Stützen der Gesellschaft 8 Uhr: Das vierte Gebot. Komödienhaus. Voranzeige I Dienstag, den 16. Septb, Das Paar jach_ der Moile. Berliner Theater. s Uhr- Filmzauber. ItentschcNSchannplelhana Nachm. 3'/. Uhr: Der gute Ruf. .4hends8Nhr: Siebe» tolle Tage. iknuenikIe-vaGtanlel des Mm Metropol-Tlieaters: Die Kino-Königin! _ Anfang 8 Uhr._ �Residenz-Theater"!; Die Fraa Präsidentin. (Madame la Prösidento.) Schwank in 3 Akt. ▼. M. Henne quin und P. Yeber. Morgen u. folgende Tage; Die Frnn Prttaldentln. Theater des Westens. Beginn her Spielzeit» Sonnabend, he« üv. September: «rttfln«»>. o8c-7ne»ic! tSrotze FrankilMer Str. 132.\ Nachmittag 3 Uhr bei ungünstiger Witterung: I Uebern groften Deich. I Abends 8'/. Uhr; Die SehlftbrOehlgen. Auf her«artenbühne: bei günstiger Witterung: Doderi» �rotten Teich. Triafloa-Theater. Untreu. AbenhS 8 Uhr. III!«Will Montis Operetten-Theater Schiifbauerdamm 4a.(fr. Neues Tb.) Nachm. 3 Uhr: Der Bogelhändler. Abends 8 Uhr: Gastspiel Iber Inchond« Ehemann. A Dig CINES abendS 8 Uhr: Borher: Der abgerissene Glockenzug. Metropol Tlieäter ftheaicr. -Jpl___—.. üseoMot. IdäkDWk. debile. aen« piemmin Apollo-Tbvster �ivxanäer's Nag Tims Land Ha» onU ImmerleelseNato EBaexnble, daa|e in Deuliehlond newcaen Ist and die übrigen erleeen- »len arllatlaeken und klnemategraplilaehen AttraKt äonen. Vortitiimig Wochentag« 8 Ühr Sonntags 4 und 8 Uhr. Jeden Sonntag 4 Uhr Sonder-Vorstellung! EbitrlttspraMe•Inscbl. Garderob« P-ogramm u 8t«uer»on ÜS P«.»n. „CINES" iFriedrlch-Wlinelm- städtischesTheater | Herbert Lloyd's Komiker-Triumph flicht gut? Kapoleonl Alfredo der Liebling dar Barllatr ala exzanlrUoharOolgaoküiiatlar und die übrigen erlesensten artistischen und klnematographlaohen AttraKt Ionen. VanlaHuag saohenUga 8 Ukr SaaRlaea 4 und 8 Uhr. d e d e n So an taa Sonder-Vorstellung. 4 Uhr Gr. MsstattungSst. m- Ges. u. Tanz in 19 Bild. m. vollständ. freier Benutzung de« liiies Verne'Ichen Romane« von Julius Freund. Musik von Jean Gilbert. RiciwH Schultz. Karl ßaclunaim. Joseph Gianipielfo. Guido Thielscher. ilfred Schmasow. Leopold Woil Ludwig Wo». a.Ii Ebitrlttspralaa alqsohl. Garderobe, Programm u.Slauar ron 65 Pf. an. .CINES' PALAST ■m Zoo Eine Meile in der Minute Dar nnlreoend« We(t- renn- Skcfoh. Antomobll gegen Expreeexag mit baleplalloaam Erfolg aulgofUhrt Im Wmtargartse 1 New York, Im Optra.Houaa | London und Alhambra Porta Lilly Walter-Sohraiber Utnlatur-Sonbrette. Die 6 Rag-Tlmers | Senaatlonclle amerikan. TAote und die Dbrigen erlesensten artistischen u. klnemato graphischen J Attraktionen Tftgl, ununterbroohona Voratallung ron S Uhr an. iBIalrKt|edersel<. Jeden Sonntag 3 Uhr Sonder-Vorstellung! Eintritt«preise einschl. Carderobe, | Programm u. Stsusr von 64 Pf. an. „CINES" NOLLENDORFTHEATER Elnalgoa Theater DeuUcblanda mit Terschiobbarem Dach. vlgze Larsen und WandaTreumiinn ....i'-Ä-ÄÄ.™« Die Sumpfblume aaid das Üb. ige vüllig neue Proflranim» Vor.toll. wochentags«'/.u. 9 Uhr Sonotaga 4.•'(. und 8 Uhr. sämtliche Piilao sind numeriert. Ö Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse Montag, den 15. September, abend» 81/, Ehr, in Kellers Nene Philharmonie, Eöpenicker Str. 96/97 i. Vortrag: Geschichle des Fraaenwahlrechts. Keferentin: Toni Breitacheld. Sonntag, den«1. September, nachm. 4 Ehr, im Blttthner-Saal, Lützowshr. 76; Erstes Konzert johw�.Tach. Mitwirkende: Frau Therese Schnabel-Behr(Gesang); Herr Professor Karl Flesch(Violine); kgL Musikdirektor Herr Bernhard Irrgang(Orgel); Herr Marix Loewcnsohn(Violin- cello). Am Klavier; Herr Artur Schnabel. Billett» a 00 Pf. zu haben im Verein, bei Borsch, Gewerkschaftshaus, Engelnler 16"; Schulz, Admira Ist ratio 40. und in den Zahlstellen des Vereins. 63/13 1 i-LLL' 1 1 JJ_LLRiiJJiii'.li, U-LLUJ ä Sonntag, den 21. September 1913 KONZERT % im großen Saale der Brauerei t.■-(am Königstor)= veranstaltet vom Friedrichshain m 69/20 Mitglied des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes Chormeister; Hermann Schulken Mitwirkende: Konzert- n. Opemsängerin Margarethe Blume(Kurfürsten-Oper), Berliner Tonbßnstler- Orchester(Dirigent: Musikdirektor Fritz Blnme), _ am Flügel und Orgel: Fritz Blume Anfang des Konzert«& Uhr Billetts im Vorverkauf 50 Pf., an der Kasse 60 Pf. �Konzert™ Ball bei großem Orchester Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach _ Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zmrittl_ Gewerkschaftshaus, Engelufer 15 Volkstümlicher Kunstabend am Sonntag, den 14. September, abends 7'/, Uhr ._ MITWIRKENDE:..........-___ Paul Michael-Quartett, Leipzig— Willy Deckert(Cello) Margarete Walkotte, Berlin— Erwin Feustel(Klavier) Entree JO PI. Abendkasse 60 Pf. - u Vorverkauf bei Morsch, Engelnfer IS.====== >5Mj>ws»»wwi Zirkus JUbert Schumann. — Eröffnungs-Vorstellung— Mittwoch! den 17. September pgg- Abend. 8 Ehr-Mg Vorverkauf an der Zirknskasse, bei A. Wertheim, Leipziger Straße, und Invalidendank, Unter den Linden. �„Clou" fc■ MauerstraBa 82.— 2 •? Berliner Konzerthaus MauarztraBa 82.— ZlmmerstraBe 90/91. Oroßes I>oppel-Iionzert! Berliner Konzerthan.-Orche.ter! Leitung: Komponist Frz.*. Blon und als Gastdirigent: Holkapellmeister Prof. Traugort Ochs. Musikkorps des 2. Niederschi. Feld-Arlillerle-Regiments Mo. 41 aus Gtogau. Leitung: Oberin. W. Baarz. Eintritt 50 Pf. Anfang 4 Uhr. bei Irclem Eintritt Anlang 4 Uhr. An allen IVochentaeen : Gr. Naehmittags-Konzert W» Brauerei Friedrichshain Am Königdtar. Det: Ern.t lileblng. DtenStag, be« 16. September: Tolk.-Kon.ert Blüthner-Orchester(eoswnmer) Dirigent Onldo von Facha "ÄSSÄX Elisabeth B9bm»an Enden Anfang«>/, Uhr. Abendtaife 1 M. Billett« im Borvrrkanf 80 Bf. find bei den.VonvSrtS«. zpcoitcure» Hanisch. Ackerstr. 174, und Zucht, JmmanuetUrch« stratze IS. zu haben. - Brauerei Friedrichshain Donnerstag, den 18. September, abends S'/i Uhr: Konxcrt des Berliner Philharmonischen Orchesters und der Thilo'schen Chöre: 300 Sänger. Gesangverein Namenlos— Männerchor Ost, Sängerchor Wedding. m. a d a..s.-b. Dirigent des Orchesters und der Chöre Emil Thils.— Solist: Jul. Thornbsrg. Konzertmeister des Philharmon. Orchesters. U. a.; Mötro.enchop aus dem Fliegenden Holländer von Wagner.— Erntelied von Fried.— Orchester u. Chor. Billette im Vorverkauf bei Schneider, Hafolandstr. 31 (Laden):„AndreBS-FestsUa", Andreosstraße 21; Becker, Zorndorfer Straße 11: G l» d o w, Amsterdamer Straße 20; _ Kohlsehmidt, Lindower Str. 25,_ Vereinigte Berliner Volksbühnen. EaUen-Ttacater. 1 Walhalla-Theater. Nachm. 3 Uhr, zu Ueinen Preisen: Nachm. 3 Uhr. zu kleinen Preisen! Ble Allwördens. Weh' dem, der lügt! Schaust) in 7 Bildern v. E. Ritterfeldt. s Lustsviel in 5 Akten von Srillparzer. «sxxxsxsssssxssszszxxsixxsxxzxziar&zzxzza Männer- u.Frauenciior Neukölln 115 Sänger. 135 Sängerinnen. M. d. D. A.-S.-B. Chormeister Joseph Vieth. Sonntag, den Sl. September. im großen Saal der„Bienen Welt", Hasenheide 108: Volksliederabend. Mitwirkende: Frau Käte Hyan, Lieder zur Laute. Einzel-Chöre, x Gemischte Chöre. Saaleröflnung 5'/, Uhr. Anfang pünktlich 7 Uhr. Eintritt inkl. Tanz 50 Pf. 60/1 Schloß Weißensee Heute Sonntag: II. Aufführung des Wonwter- DM" Pracht-Fenerwerbes"�51 Der Brand ?? von IVloskan 1812" Die brennende Stadt x Größte Sensation tor Berlin!j Von 4 Uhr nachmittags ab: GroBe« Elite-Konzert.| Gratisverlosung von vielen Wertgegenständen. Entree 30 Pf., Saisonkarton 20 Pf.— Kinder frei' Voigt- Theater ©abstrafte 58. Heute, Sonntag, den 14. September 1313: Sef Iiiann im fiiondc Kassenerössnung 6 Uhr. Ans. 7 Uhr. Zirkus Busch. Heute Sonntag, 14. September: 2 groBo Gala-Vorstellungen nachm. Ist, Uhr, abends 8 Uhr. In beiden Vorstellungen die Wiederholung d. glänzend. Eröffnung«- Programms! In beiden Vorstellungen: Kapt. Wall „Im Bachen des Alligators" In beide» Vorstellungen: Mirakel. Ein arlisttscheS Rätsel. Nachm. 3st, Uhr: Apeml-Kinder-Norsttllg. Zum Schlutz! Die pantomimische Burleske: »Der luftige Dorfbarbler«. NatmittagS zahlen Kinder unter 10 Jahren aus allen Sitzplätzen Halbe Prelle l Folies Gaprice. Anfang »V« Uhr Ritter Baldrian Das Adoptivkind Die Mißgeburt Reichshaileg-Theaier k Ansang 8 Uhr. Heute nachm. 8 Uhr: Famllien- Vorxtif.zu er- mäsjlgl. Preisen! Log.> M. Ballon 75Vs..Entreellim die Billettsteuer zu sparen) 39 Ps. Heerl. Progr. Aullr. sämlt. Herren! Gssing- Tßeater Lothringer Str. 37, Täglich 8 Uhr. Ter neue Bert. Poffentitilagers „Der Aktien-Tenor oder Caruso aut Teilung". ZOOLOG ischer Garten Tüglicb: Pitär-Doppel-Konzert. Eintrittspreise: Aquar.: RCUle§0?kg. Kinder unt 10 Jahren d. Hälfte. Nea! Xeu: AQUARIUm 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Passage-Panoptikum Der Mann mit der eisernen Faust d.größt. Kraftpbän.oUer Zeiten lebend xa«ehe»! Die Offenbarungen der Trauramnlerln Frau As« mann, d. Aufseh. d. wissensch. Kreis«. AGA die schweb. Jungfrau. Unddha die geheimnisvoUe Tafel. Alles ohne Extra-Entree. Heute letzter Tag Silintliche Attraktionen ab 3 Uhr in vollem Betrieb. Biliittr-Konzert! Um 6 Uhr: Großes Japanisches TagescFeuerwerk. Zirkus-Tunnel im Zirkus Schumann, Karlstraßo. Wieder eröffnet. Glänzendes Programm. 23 Mann Hauskapelle. Jeden Sonnobend: BALL. Wochentags 20 Pf., Sonnabend mit Tanz 30 Pf. Sonntags statt 50 Pf. nur 85 Pf. Volksgarten- Theater. Badstr. 8 und Bellermennstr. 20,25. Sonnlag, den 14. September: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Neues Programm. Ansang 4 Uhr. Enlree 80 Bs� "..... � Admiralspalast, El»- Aren» Angenehm kühler Aufenthalt. Heute Sonntag 2 Vorstellungen 2 Das sensationelle Eis-Ballett Fürt in St. Moritz. Beg- d. Naohra.-Vorst,(z. halb. Preisen) um 4'/, Uhr. Beginn der Abend- Vorstellung st�Uhr. Ab 10V, Uhr halbe Preise. — Erstkiaasigo Küche.— 6ennatiia-?rachtsäle N., Chausseestr 110. Karl Richter. Heute hkonatag: PaulMantheys _ lustlye Sänger Anfang«ist, Uhr. I Nachdem: Familien- Kränzchen. Im weißen Saale von 6 Uhr ab WM- CiroUer Ball. Jeden Mittwoch: Paul Msntheys lustig« Singer. MMMMM WWW WWMWm V HeMeMMWekMiM NQrnberger StraOe 70/71, am Zoo. Dienstag, 16. Septbr., abends 7 Uhr: Eröffnungs- Vorstellung Wilhelm Tell> Inszeniert v. Dr. Gerhart Hauptmann. Mittwoch 7'/, Ukr: Wilhelm Dell. OSSBeDdis Oranicnstraße 68. A�net- Martin u.Paül Mi\i u. das große Programm. Nee— sowas Gemütliches! lerliner Prater-Tlieater 7—9 Kastanten-Allee 7—9. Morgen: Tatsonschlnk! Zum letzten Male: Johanniszauber. Lper.-LurieSle in 3 Alt.o. W. Gericke. iviusil von M. Schmidt. Erstklass. Zvezialitätrn. Konzert. Ans. 4>/, Uhr. Eintritt 30 Ps. R lieue Veit R A. Scholl. Hasenheide 108-1 14* Sonntag, 14. Septbr. Großes Konzert und Vorstellung verbunden mit üropem Brillant- ojeuemerk® Anf. 4 Uhr. fintree 25 Ff. Voikstheater Neukölln Hermannstrahe 20. Sonnlag, 14. September! Stein unter Steinen. Schauspiel in 4 Alten von Hcrm. Sudcrmann. Montag, lö. September: Im CaW Äoblcssc. Tpitzbubenkomödie� in 3 Alten von Karl Schüler. �Ikambra Wallner-Ttieater-Straste 15. Mm Ball. VrotzeS Orchester. Ansang Sonntag« 5 Uhr. X. Z am ei tat. Jeden Sonntag: City- Park Am Bahnhof Friedrichstratze. vritßt. VoIIt«»ednn Ikerlln« 3V Zellaugesekaltö SO l-r. W und 10 Attraktionen. Geöffnet: täglich nachm. 4 Uhr Sonn- und Feiertage nachm. 3 Uhr bis 11 Uhr abends. mr Klntritt frei. tM Suisenstadt-Casino ;; 180 Oranien-Straße 180 Empfehle mein« neu renovierten Säle, bis 400 Personen fassend, für Vereine und Gesellschaften. Im Ol« tober noch mehrere Sonnabende und Sonnlage frei. Georg fetsmann. Siegels Festsäle Or. Frankfurter Str. SO. Empsehle den Gcwerkichaslen und Vereinen Säle mit Thcaterbühne, 360, 200 und 100 Personen sassend, zu Versammlungen sowie Festlich- leiten aller Art.* NB. Oktober, November noch einige Eonnabende und Sonntage frei. Berliner 2026b* Sinfonie-Orctiester Maxlmil. Fischer. Charlottenburg. AmtWilholm3333. Suarezstr.6. R Wllhelmstr. 10. Iian>hiiltung»cbula und Pensionat, Inn.; Heinrich Pollnk vorm.(ireuen- horst. Qrösste Fachlehrmstslt Unterricht in Anstand, feinem Benehmen, Kochen, Schneidern u. allen häuslichen Arbeiten. Abtg. B. Ausbild, für den herr- achaftlich. Dienst als Kindertrl, Stutre, Jungfer, Hausmädchen Prosp. gratis. � Gueisenaustraße 10., , s. turm ii, billigst« u. boat« b BezttgsqusII« klir' � Kt öbel jeder ilrif � Kassa ond Tetlaahlnnr Liombard-Haus H. Grafts Leipziger Str. 75 Brillanten Uhren Goldwaren 26—50°/, unter Ladenpreis. Knabenanzfige Ulster, Paletots, einzelne Hosen am»retSwertefteu direkt in der»ab rtk »rrtba PrSstsI 5«. Andreaostr. 50. I. Etage. WW> Kein Laden, ammt Arbeiter-Wanderbund „Die Naturfreunde". dem Staturschutzpark„Planefcnn" und den Schleusenanlagen des Großschiffahrtsweges »n» Sonntag, den 31. September Wanderung vom Bahnhof Chorinchen durch prächtigen Wald zum Kloster Chorin X Eingehende Bcsichltgung des Klosters X Wanderung durch das Natur chutzgebiet.Piagescnn" nach Liepe und den Schleusenanlagcn de» - Großschiffahrtsweges bei Ntedersinow.... Preis der Teilirehnrerkarts 4,20 M. ÄtSÄnSÄSK Aussührltche Programme und Teiliiehmerlarten sind bi» Freitag, den 19. September, bei Heyse. Boyenstratze 19; Horsch, Engelufer 15, und Zcpmeisel. Nculölln, Hermannstr. 176, zu haben. IslL VerdsnS Ser Schneider, Sehneiderinnen nnd Wäsehearbeiter Deutschlands. Filiale Berlls. ScbastianatP. 37—88. Dienstag, den 16. September, abends H'i, Uhr, in Böhow» Brauerei, am Prenzlauer Tor(Prenzlauer Allee 222—228): Geffentliche Versammlung der Wäsche-, Klüsen-, Schürzen-, Korsett-, Krawatten- ------ und Wäschtreiarbetter und-Arbetterinueu. Tagesordnung: 1. Die Lohn- und Tarifoolitik im Zchneidergewerbe und in der Wäschebranchc. Referent: W. P l o o g- Leipzig. 2. Diskussion. Alle in diesen Branchen beschSstigten Arbeiter und Arbeiterinnen werden gebeten, recht zahlreich diese wichtige Bersammlung zu bciuchen. Ganz be- sonder» sind alle Heimarbeiterinnen eingeladen t 164/14 Die Kommlsalon. Verband der Jflaler, Saekierer, Anstreicher etc. Küehenntöbelhr an ehe. Dienstag, 16. September, abends 6>/z Uhr, in den Mnsikersälen, Kaiser-Wilhelm-Ttraffe 18 3: Branchen- Versammlung Tagesordnung: Unser Arbeitsnachweis. Referent: Kollege Klotz. Branchenangelegenheiten. PünIÄcheS Erscheinen erwartet 135/18 Dl« Branchenlettiing. Zweigvcrcin Berlin.— Sektion der Gips- und Zementbrancbe. Gipsbaubranche: Putzer, Träger, Rabitzspanner! Montag, den 15. September, 8 Uhr, bei Jannaschk, Jnsriftraffe 19: Wttgiieder-Uvrsammlung. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Gruppenvorftande«. 2. Branchenangelegenheiten. ...... Mitgliedsbuch legitimiert!—- Werte Kollegen I Wir machen aus solgendcs aufmerlsam: Durch ein Bersehen in der Druckerei ist aus den Handzetteln di« Tagesordnung verwechselt worden.— Ferner sind die Bauten der Rabitzfirma Ott« Stlisv«, 8W 47, Hagelbergerftr. 35, wegen andauernoer Ucbor. schrcilnng der tarislich geregelten Arbeitszeit gesperrt sär Bat»«?, Spanne? und TnNge?. 145/7 Mit sreundlichem Gruff Be? Va?«tand. M MM- Uerwuttungsstklle Kerlin. C 54, FinienSr. 83—85. Telephon: Ami Norden 135. 1239. 1987, 9714. Montag, den 15. September, abends 8'/, Uhr, in den Musiker'Festsälen. Kaiser-Wilhclm-Straffe ISm (Aroffer Saal): S?aneb«n-V«?kammlunz du Keil- pob Gtldschiaedschlassei ßtrlius nnd ilmzkgnd. Tagesordnung: 1. Bericht der Branchenlommitsion. 2. Bericht der Delegierten vom Bauaabritctschutz-Koiigreff. 3. Stellungnahme zu den Ausschudwahlen der OrtSkrankrntasse der Schlosser. 4. Verschiedenes. DirnStag, den 1«. September, abends 8", Uhr, im Gewcrtschaftshaus, Engelufer lö, Saal 5: Gcmcinfarac Versammlung der in 1|. Krauereien Kerlius n. Kmg. brsch. Metallarbeiter lilier Krancheu sSchlosser, Säimikde. Dreher, Rohrleger, Klempner, Elebtromoutture usw.) Tagesordnung: l. Vortrag de» Kollegen Georg Pctorsdori:«Die Lebensdattung im'Ardeitertiaustialt«. 2. Betricdsangelegenhelten. Dienstag, den 1«. September, abends 8 Uhr, im Lokal von Hoffmann, Dragonerstr. lö: Versammlung de? Autogenschweiß«?. Tagesordnung! U Bericht über die letzten Verhandlungen. 2. Beschlufffaffung Über die wettere» Maffnahmen: 3. Branchenangelegenheiten. Zahlreichen Besuch obiger Versammlungen erwartet 126/1 Dl« OrtsTerwaltnng. Wahlverein Charlottenbnrg*. Dienstag, den 16. September, abends SVs Ahr, im Volkshause, Rosiuenstrafte 3: Mitglieder-Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht der Stadtvcrordneicn-Fraklion. 2. Diskussion. 3. Vereins- angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Es wird zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet. � Mitgliedsbuch legitimiert.„■■■■ 251/1 De? Vorstand. Verwaltung Berlin. Montag, de» 15. September: Mitgliederversammlungen Tagesordnung: Bericht von der letzten Aenemloersammlung.— Verbandsangelegenheiten. Tischler, KeiirK Süden nachmittags 5 Uhr, im BArhlsetien Hof, Admtralstr. 18c. Jflodell- und 7abribtisehler abends 8 Uhr, im Rosenthaler Hof, Roieuthaler Str. 11/18. Vortrag de» Kollegen A'lteehlte:»Die Bollsfürforge». Alusikinslrumenienarbeiler Dienstag, den 1«.. September, abe»dS 8 Uhr, im Gewerkichaftöhaufe. Gngelnfer lö(groster Saal): � Austerordentliche: KrancheU'Nersammlnag» Tagesordnung: 1. Wie werde« die Interessen der Mustkiuftrumeutenarbeiter im Deutsche« Holzarbciter-Berbande gewahrt? Resereni: Kollege HVerne?(Leipzig). 2. Branchenangelegenheiten. MUV Zu dieser Veriaminluna ist das Erscheinen sämllicher Verbands. Kollegen u. Kolleginnen aus der Musikinftrumenlenindustrie dringend nötig. Mitgliedsbuch legitimiert. Mittwoch, den 17. September, abends 8»/, Uhr, in ObigloS ftfestsülen(früher Keller), Koppenstr. SS: Gemeinsame Tertrauensmänner-Yersammlung der Bezirke und Branchen. Tagesordnung: 1. Die Krankenversicherung nach den Beftirnrnunge» der Reichs. verficherungsordnung. Resereni: Genosse Georg Schmidt. 2. Verbands- angelegenheiten. 88/17 Die OrtsTerwaltung. r»» Filiale Berlin. Mittwoch, 17. September, abends 81/, Uhr. im Gewerkschaftshause. Sngeiufer 15, Saal 1- se=s=== Mitglieder-Bersammlnng. Tagesordnung: L Abrechnung vom 2. Quartal 1913. 2. Mitteilungen der Orts Verwaltung. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Um zahlreichen Besuch ersucht 164/15_ Die Ortevepwaltnng, .££€€€€€«» Unserem Genoffen 2257b K Paul Krüxer t � und seiner«attln zu ihr« K � Silberhochzeit die herz- K T lichste« Glückwünsche.$ Vst Die Genossen d. 61. u. 62. Bez.(/> Die Geburt eines Sohnes zeige» hocherfreut an 146/16 Dr. med. J. HIrscbfeld und Frau Isabella geb. Hartmann. Berlin, 6. September 1913. Pelersburger Str. 83. Gegen den Gebtirstrett! Die Geburt eine» strammen Jungen zeigen an Huz« Dann und Frau Anna. Spandau. 83t Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe --- m Kerlin.--------- Bekanntmachung. Laut Beschlutz des König I. Ober» LersichcrungsamtcS Grotz.Bcrlin vom 30. August 1913 wird unsere Kasse mit Ablauf deS 31. Dez. 1913 geschlossen. Di« beteiligten Arbeit« gebcr und Mitglied« gehen mit dem t. Januar 1914 zur Allgemeinen Ortskrankenkaffe der Stadt Berlin über. Wir bringen daS hiermit gemätz § 301 der ReichSversichermigsoronung zur öffentlichen Kenntnis und er- suchen die Gläubiger, ihre Ansprüche innerhalb drei Monate im Kaffen- lokal anzumelden, da die Befriedigung später einiausender Forderungen vcr« tveigert werden kann. Achtung! Die Wahlen zum AuSschnft der Allgettteineti Ortskrankenkaffe der Stadt Berlin finden am Sonntag, den 28. September 1913, statt und zwar wählen die Arbeitgeber in der Zeit von 10 bis 2 Uhr im Kaffenlokal Köpenicker Str. 80/81, die Mitglieder in der Zeit von 10 bis 6 Uhr in 21 öiieiitltch bekanntgegebenen Lokalen. An diesen Wahlen nehmen bereiis die Arbeitgeber und Mitglieder unserer Kasse teil und werden dazu Wahl- karte« von unser« Kasse werktäglich von 8 bis 2 Uhr und von 5 bis 7 Uhr im Kaffenlolai Sebastianstr. 37/38, gegen Vorlegung einer ausreichenden Legitimation ausgegeben. Wir be- trachten es als eine Pflicht der Arbeitgeber und Mitglieder, von ihrem Wahlrecht ausgiebigen Gebrauch zu machen. 275/10 Berlin, den 14. September 1913. De? Vorstand. Karl KafchewSti. stell vertr. Bors. Paul Tont», Schriftführer. Orts- Krankenkasse der Uhrmacher zu Berlin. Bekanntmachung. D« iii der Generalversammlung vom 23. Zipril lSl3 beschlossene Zusatz zum K 40 des Statuts ist durch Be- schlutz deS Bezirksausschusses zu Beilin vom 21. August d. IS. genehmigt worden. 275/11 Berlin, den 13. September 1913. Der Vorstand. Gustav laetsch, Robert DreBler, Vorsitzender._ Schriftführer. berband d. hausaiÄ-vereine Zentrale Organisation sür Bolksgesundheitspslege. Wir gewähren für den geringen Beitrag von zirka 25 Pfg. Pro Woche, der monatlich durch Haus- kassierer abgeholt wird, den Famitienaiigehörigeii unserer Mitglieder szur Familie gehören auch alte, erwerbs- unfähige Personen), ohne Ansehen der Zahl und Dauer der Krantheiten, ohne lästige Formalitäten, wie Krank- meidung od«»«gleichen, z« jeder Zeit, selbst bei den g«tngftcn Anzeichen einer Erkrankung freie ärztliche Behandlung(mich durch Sp-Märzte). freie PffedlZin bei akuten Erkrankungen.— Außerdem frei: Verbandstoffe, Diphtherie-Serum, Atieste, Totenscheine* Wissenschaftliche Monatszeiiuug mit Kinderbeilage Kinder-Spielplätzr. Wiffenschaftliche Borträge. Dem Verbände kann jede Familie beitreten, deren Ernährer lrankenversicherungsvflichtlg ist od« ein Einkommen von nichl üb« 2500 M. hat, desgleichen Witwen oder alleinstehende Personen.— Nähere Auskunft erteilen: Verleihung bo« Badewannen, 10 u. 20 Pf. pro Woche. Ferner zu Selbsttostenpreisen: NtUirpräparat«, Stärkungsmittel, Krankenbedarisartikel usw. sür Moabit; W. Bodln. Rostocker Sir. 36. ., DnlUn, Türmst r. 58. . Charlottenburg; G. Benpold. Krummestr. 7. . Nordan: O. wölke, vrunnenstr. 84. ,, H. Meyer, Swincmünder Sir. 97, .. G. l ange. Malmö« Str. 26. . Wadding: H. MUnebo«, Lüderttzstr. 3. „ Pankow: Tb. Geßner, Nordbahn str. 3. . WelBensee: P. Berger. Naugarder Sir. 44, . Osten; K. Röbel. Kopenitkussw. 9. . Wilhelmsruh: M. Kretke. Kepterstr. 28. » Hermsdorf und Waidmannslutt: P. Schnlae, Schutzendorser Str. 71. . Reinickendorf; K. Irmer. venkestr. 9. . Reinickendorf-West: P. Köhn, Waldstr. 63. . Wittenau: W. Lebmann, Charlottenburg« Stratze 43. . Marlendorf u. Umg.: M. Herbst, Schwerinstr. 76. Tempelhol: R. Pcchol. Fri«drtch.Wlthclm.S!r. 7, Südende, Lankwitt: G Thiele, Südend«, Lichter« seid« Str. 85. Zentralvorsitzend«: G, Jacob, Berlin NW 21, Emdener Stratze 45(Tel.: Mb. 1134). für GroB• Lichterfelde: W. Wagner, Mariannen- stratze 31. Marienfelde: K. Kallnowskl, Berliner Str. 116. Tegel- Borsigwalde: A. Becker, Brunowstr. 16. Neukülln: A. Kuhnert. Stuttgarter Str. 54. , O. Höse. Bissmannilr. 26. II, iMrael, Emser Str. HL Brill: A. Tlepke. Büraerftr. 29. Treptow: Knpyai, Eisenfw. 83. BaumsohulORweg: K. Mann, Baumschulen str. 86. Nied-Sehönhauten; K. Uellrlcb, Kaiser-WUHclm- Stratze 49. Wllmersd.-Frledenau: R. Beeker, WtlhelmSau«133 Steglitz: A. Damm, Zimmermannftr. 18. Westen: M. Ertlmann, Katzterslr. 13. Südwesten: II. Döll. Tetloiver Str. 32. Schdneberg: M. Mehmidt, Chcruskerstr. 29. Süden: Bf. Thurm, Dieffenbachstr. 18. Spandau; G. UulinUc, Wechenburgcr Str. 21. FOrslenwalde: lt. Flicke, Holzstr. it. Achtung, Moabit J Mittwoch, den 17. September 1918, abends-/,9 Uhr. im Moabiter Stadttheater. Att.Moabtt: kpnvop LUontlivbop Vortrag des Herrn vr. Kloses über:„Der Geburtenrückgang— ein Kultur- fattor". Diskussion. sso/is urtäzrer tzACfnä&pen /a�tLui�sfäh�hUi P_« Ulster aus gutem warmen Flausch' nlltVa. Stoff mit angewebtem Futter, mi großen modernen Holzknöpfen nen Flausch- r\ TT Futter, mit y /t, ...... m. ZJT! imono-Paletot aus vor- Q A i, bräunlich gemusterten%/ t verarbeitet.... M. V/ LI *« Herbstkostüm aus prima dunkel- W fl "fl srestr.Velourssloff.m.Aslrachankrag. /j. A bseide, M. ÜV/ otelöstoff, P Q ,slrachan- AX .... M. UU 59 35 C orr] a" ���-Kimono-Faletot � ZÜglichertlf hrünnUrh opn Diagonalstoff, sehr apart » z«JiJi gestr. Velourssloff, m. Astrachankrag. u. eleg. Verschluß, Jacke auf guter Halbseide, M. Rita" �er'3S�0S'üm aus prima Cotelöstoff, " apartes Fasson, m.Seiden-Astrachan- kragen, Jacke auf guter Halbseide Garbai für Qualiiäisraucher J. öae'h ßadstrJßp A BällStr. 28 Prinz!- Allee fferren- und Knaben- ( Moden, Berufskleidung. LFÖ1ÄK Eleg. Paletots. Einsog- W�IMJiLS nunns-Anzflae. Großes Stofflager zur Anfertigung nach MaB. Allerbilligste streng feste Preise. Die reellsten mul billigsten Möbel and Polsterwaren erhält man zu Kassapreisen in der seit 35 Jahren bestehenden Möbelfabrik von A. Schulz, Reichenberger StraBe S. Größte Auswahl in allen Holz- und Stilarten mit zehnjähriger Garantie.(5 Proz. Kassaskonto.) Ev. auf Ratenzahlung. Grimm& Triepel Kautabak dick mitteldick dünn iltmarker Braunschweiger Shipmansgarn Stange 5 Pf. Stange 5 Pf., Rolle 10 Pf. Rollen 5 n. 10 Pf. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neufölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt» ivuchvruckerei u. SZerlagSanstalt Paul Singer u.$o.( Berlin *.m zumm 2. Keilllge des Lomärts" Kttliner AlksblR Seilverkfckaftlickes. Bautätigkeit unc! Arbeitslosigkeit cier Bauarbeiter. Daß die Bautätigkeit schon im Hochsommer, in der besten Konjunktur, stark im Niedergang begriffen war, trat offen- sichtlich zutage. Besonders die Privatbautätigkeit in den weit- aus meisten großen und mittleren Städten des Reiches ist zum Teil sehr schlecht. Für den Winter bieten sich daher für den Bauarbeiter trostlose Aussichten. Der Vorstand des Bauarbeiterverbandes hat durch Um- fragen in den einzelnen Bezirken die Bautätigkeit und Arbeitslosigkeit feststellen lassen. Der„Grundstein" veröffent- licht in seiner neuesten Nummer(vom 13. September) einige Situationsberichte, die erkennen lassen, wie stark die Bau- tätigkeit daniederliegt und wie groß die Arbeitslosigkeit schon jetzt ist. Die Konjunktur in Berlin wird dadurch am besten illustriert, daß im Jahre 1906 dort 22 000 Maurer beschäftigt wurden, heute aber nur noch 11 0001 17 Proz. der Berliner Maurer sind jetzt schon arbeitslos. Viele von ihnen haben in diesem Jahre noch nicht gearbeitet, andere, die seit Jahr- zehnten in Berlin ansässtg sind, mußten ihre Familien ver- lassen und sich für niederen Lohn in der Provinz Arbeit suchen: wieder andere mußten ihren Beruf aufgeben. An eine Besserung ist vorläufig nicht zu denken, da in Berlin selbst i innrer noch iVz Proz. und in den Vororten bis zu 6� Proz. Wohnungen leer stehen. Aehnlich ist die Situation in den Städten Ostdeutschlands. Die Privatbautätigkeit liegt in- folge der hohen Baugeldpreise fast überall völlig danieder, nur infolge der neuen Militärgesetze ist in den Garnison- städten einige Arbeit vorhanden. In Posen sind zum Bei- spiel 150 Bauarbeiter arbeitslos und 350 arbeiten auswärts. In Breslau sind fast nur halb soviel Bauarbeiter be- schäftigt wie 1911; bis August waren insgesamt 10 335 Mit- glieder arbeitslos gegen 1844 im gleichen Monat des Jahres 1911. Etwas besser als in den ostdeutschen Groß- und Mittel- städten ist die Bautätigkeit in Pommern. In Nord- und N o r d w e st d e u t s ch l a n d ist die Bautätigkeit sehr verschieden. In S ch l e w i g- H o l st e i n ist die Arbeitslosigkeit in den kleinen Städten und auf dem Lande gering. Tagegen ist die Arbeitsgelegenheit in Hamburg. Kiel und Lübeck geradezu trostlos. In Hamburg ist dauernd fast ein Drittel der Mitglieder arbeitslos. Hunderte von Bau- arbeitern haben in diesem Jahre noch gar nicht oder nur einige Wochen gearbeitet. Eine Besserung ist nicht zu er- warten, da rund 7� Proz. der Wohnungen leer stehen. In Kiel wissen selbst die ältesten Bauarbeiter sich einer so trost- losen Zeit nicht zu erinnern. In L ü b e ck stockt die Bautätig- keit schon seit Jahren völlig. Trostlos ist die Bautätigkeit auch in den Unterweserorten: obwohl dort eine große Wohnungsnot herrscht, stockt die Privatbautätigkeit fast völlig. In R b e i n I a n d- W e st f a l e n. das sonst immer die Zufluchtsstätte für viele Tausende arbeitsloser Bau- arbeiter aus anderen Gebieten war. ist die Bautätigkeit eben- falls sehr schlecht, nur die Stadt Münster hat eine gute Bau- konjunktur. weil eine Anzahl öffentlicher Bauten dort er- richtet werden. In Duisburg sind vom Januar bis Juni 257 Bauerlaubnisse weniger erteilt worden als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Ebenso ging die Zahl der Bauerlaubnisse in Düsseldorf um 280 zurück. Rund ein Sechstel der Mitglieder des Düsseldorfer Zweigvereins ist arbeitslos. Auch in Köln hat die Bautätigkeit erheblich nachgelassen. Der �ena. Hört die feige Hoffnung stammeln, Wer den andern wohl erschlägt? Heut soll sich die Kraft versammeln, Die des Volkes Zukunft trägt! Hat den alten, treuen Helden Auch der Tod hinweggerafft, Seinem Namen soll heut gelten Beides: Schlacht und Pilgerschaft k An der Schlacht, da soll'S nicht fehlen Aber glaubt uns. Euer Klee Blllht d'rum nicht. Ihr feigen Seelen: Sieger bleibt doch die Idee! Nur der Schwache bangt vor Schlachten, Nur der schon Besiegte bebt. Die aus Knechttum längst Erwachten Wiffen: Nur wer kämpft, der lebt! Nur die Feigen, nur die Lauen Ducken sich in höf'schem Tand, Doch die wahren Kämpfer schauen EinstenS das gelobte Land! So als Pilger, so als Streiter, So in Kampf und Bruderschaft, Dehnt sich unser Heerbann weiter, Wächst und siegt einst unsre Kraft. Laßt da» Hoffen I Laßt das Flennen! Kämpfen heißt Lebendigsein! »Schlacht bei Jena' wollt Jhrs nennen. »Sieg bei Jena!' wird es sein! Zwischen Nacht und Morgen. Um Mitternacht durchschreite ich die Straßen. Die engen voll dunkler Mauern, die drohen und drücken. Die breiten, die gegen das Dunkel sich dehnen, auf- atmend weit. Noch hat eS bis zum Morgen Zeit, aber die Straßen sind nicht tot. Da, dort. Vielorts hinaus, um dämmrig-roten Lichtschein, knäuelt sichö rege bewegt. Gestalten hin und her. Stimmen hallen verloren sern. Ein Bücken, Recken, Schreiten, gespenstig, schnell. Näher führen die Straßen heran. Körper werden frei, lösen sich aus deni Dunkel, wachsen groß. Nackte Arme. Fackeln. Zuckend erhellte Gesichter. Stampfendes Stoßen. Scharrende Spaten. Lauter die Stimmen. Erdreich starrt in Haufen ringS. Alte« Pflaster ist aufgebrochen. Steine liegen herausgeworfen. Hacken schwingen auf. schlagen zu. Schaufeln kreischen. Die Nacht drängt. Die Arbeit rast. Wie das stark ineinandergreift! Schnell! Schnell! Und überall! An den großen Straßen, auf breiten Bahnen, van Schienen Zweigverein des Bauarbeiterverbandes zahlte an Arbeitslose rund 8000 M. Notstandsunterstützung. Im Königreich .Sachsen ist die Konjunktur ein wenig besser, sie zeigt aber gegen das Vorjahr allgemein einen Rückgang. Erheblich zurückgegangen ist die Bautätigkeit in Leipzig, wo Ende Juli von 6745 Mitgliedern 837 arbeitslos waren. In Mittel- und Westdeutschland hat fast keine einzige größere Stadt eine gute Konjunktur, in Magdeburg melden sich wöchentlich nahezu 100 Bauarbeiter arbeitslos, in Halle gar 250. ein Drittel der Mitglieder arbeitet in anderen Berufen. Viele Maurer haben in diesem Jahre noch keine Stunde als Maurer gearbeitet. Sehr schlecht ist die Bautätigkeit in G e r a. wo es 200 Arbeitslose gibt. Der Zweigverein zahlte in sieben Wochen rund 8500 M. Unter- stützung. In F r a n k f u r t a. M. ist die Bautätigkeit nicht schlechter als im Vorjahre, aber infolge des starken Zustromes fremder Arbeitskräfte herrscht erheblich)? Arbeitslosigkeit. In Offenbach. Hanau. Mainz und Wiesbaden ist die Konjunktur schlecht. Am schlechtesten ist die Bautätigkeit in Süddeutschland. Aus Bayern ist nicht ein einziger Bericht über gute Konjunktur eingegangen. In München herrscht riesige Not, in H o f ist die Bautätigkeit schon seit fünf Jahren schlecht, aber in diesem Jahre wird sie noch übertroffen. In Bayreuth sind etwa 400 Bauarbeiter arbeitslos und nur 250 in Arbeit. In Regensburg hat gar nur die Hülste der 860 Mitglieder Arbeit, viele Mitglieder haben seit Oktober 1912 noch keine Stunde gearbeitet. In Württemberg ist es nicht viel besser. Die Privatbantätigkeit versagt fast vollständig. Das sind nur einige ganz kurze Auszüge aus einem großen Elendsberichte. Welche Formen die Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten annehmen wird, läßt sich daraus er- messen. Die überaus schlechte Bautätigkeit wirkt aber auch auf viele andere Berufe ein. Neben Not und Elend, die weite Kreise der deutschen Arbeiterklasse werden erdulden müssen, werden auch an die Gewerkschaftskassen ganz besondere finanzielle Anforderungen gestellt. Die gewerkschastliche Selbsthilfe reicht zur Linderung der Not nicht aus. Staat und Kommunen müssen daher zur Erfüllung ihrer Pflicht, für die Opfer der Wirtschaftskrise zu sorgen, getrieben werden. LerUn und dmgcgmd. Zum Streik i« der Pelzbranche. An» Freitag fand eine gemeinsame Versammlung aller in der Pelzbranche beschäftigten Hausindustriellen und Arbeiter statt, die ebenfalls»vieder außerordentlich stark besucht war. Feldinann von der Hausindilstriellen-Bereinigung referierte zuerst und betonte, daß die Situation für die Streikenden sehr günstig sei. Der Sieg sei den Streikenden sicher. Im übrigen ging Redner eingehend auf die Zugeständnisie der Unternehmer ein, die er als durchaus unzu« reichend und unannehmbar bezeichnete. Hätten die Ausständigen die angebotenen IV Prozent angenonimen, so wären sie die Betrogenen gewesen. Dazu hätten sie jedoch keine Lust. Nur auf der Grundlage des aufgestellten Tarifes sei ein Friede möglich. R e g g e vom Deutschen Kürschnerverband unterstrich unter leb- hafter Zustimmung der Versammelten die Ausführungen des Vor- redners. Der Tarif, den die HauSindustriellen aufgestellt haben, sei kein Maximal-, sondern ein Minimaltarif. In der Diskussion erklärte ein Redner, daß sein Chef, ein alter, humaner Herr, die Forderungen auf gütlichein Wege bewilligt hätte, wenn nicht die Scharfmacher auf ihn eingewlrkt hätten. Die Forderungen seien überhaupt nicht so, daß die Unternehmer sie etwa nicht bewilligen könnten. Ein Arbeitgeber, der in der Versammlung anwesend war, lehnte ab, sich an der Debatte zu beteiligen. Zuletzt wurden noch die Namen der Streikbrecher bekannt ge- geben. durchzogen in langer Flucht, von Drähten übersponnen, in allen Strecken»»nterbaut von Schwellen, Kanälen, Röhren. Bis in die Gassen hinein, die schmalen, dunkle»», überall drängen tätige Gruppen. Ueberall her, zwischen rauchenden Feuern, Steinheben, Hackenschlag, knirschender Gr»lnd. Takt um Takt. Und der Takt zieht mit. Erst den Schritt. Dann die zuckenden Arme. Im Bücken und Recken. Schwach wird stark, Mißmut willensfroh. Aufreißen. Sichten. Messen. Neubauen. Jeder Griff glüht. Jeder Schlag spricht. Der harte Klang ist ein: Ich will. Die Hacken klingen wildhell zusammen: Ich weiß wozu I ich weiß wozu I Der Grund erUingt, daS Blut klingt mit. Schaffender Massen Seele lebt. In Gäßchen, Gaffen, riesigen Straßen. Das Morgenherz pocht. Kein Schlag umsonst. Die Schienen gleißen rot in die Ferne... Noch dumpft die Welt im schweren Schlaf. Und wacht sie auf. ist die Straße neu. Und neue Straßen werden sein! Künstlerische Bahnhöfe. Zu eiiicin Zeitpunkte, da in Leipzig einer der größten und schönsten Bahnhöfe der Welt— ein Werl der Architekten Lossow und Kühne— der Vollendung entgegengeht, ist es vielleicht am Platze, ein Wort über Bahnhofsanlagen überhaupt vom ästhetischen Standpunkte aus. zu sagen. Wer einen Blick in die riesigen und noch nicht einmal fertigen Eisenhallcn des Leipziger Bahnhofes geworfen hat, die mit ihrer kühnen Wölbung, init ihren weiten Durchblicken und mit ihrer leuchtenden Helligkeit bewundernsivert sind, der weiß, daß die moderne Bahnhofshalle eine Aufgabe ist, die«inen zeitgemäß empfindenden Künstler locken kann. Nicht oft findet er ja eine Gelegenheit, ein Symbol unserer in« Helle und Weite strebenden Zeit zu schaffen, und zugleich eine Aufgabe, die es ihm im gleichen Maße erlaubte, auf alles Neben- werk zu verzichten und aus dem Notwendigen das Schöne zu ent« wickeln. Ja, ein»nodern gesinnter Architekt wird das bei einem Bahnhofe nicht nur für erlaubt, sondern für unbedingt notwendig halten. Da muß es nun aufs unangenehmste berühren, daß hier und da eine Strömung aufzukoinmen scheint, die, nachdem der Grundsatz der Sachlichkeit und der Ehrlichkeit eine Zeitlang fast schon selbstver- stündlich geschienen, zu dem alten äußerlichen, maskeradehasten Auf- und Ausputzverfahren zurückkehren möchte. Und leider sind es da gerade auch einige neuere Bahnhöfe, die n,an als traurige Beispiele heranziehe» muß. Daß sie den» Weichbilde Groß-Berlins angehören, ist doppelt schmerzlich. Denn Berlin ist eS vor Jahren gewesen, das unter den ersten den Anstoß zu einer modernen Gestaltung des Bahnhofes gab, nicht sowohl mit der Stadtbahn, obwohl auch diese»vertvolle Arbeiten zeitigle, sondern noch mehr mit der Hoch- und Uniergrund- bahn. Es lvurden damals für diese Bahnhöfe die verschiedensten Architekten herangezogen, und fehlt es auch unter ihnen nicht an verunglücklen Lösungen(Schlestsches Tor, HallescheS Tor, Nolle»»- dorfplatz), so sind doch andere von bedeutendem Wert, besonders MöhringS Bülowstraße und Grenanders Eingänge am Zoologischen Garten, Knie usw. Nun aber haben wir im Jahre 1913 einen regelrecht mit Stroh gedeckten Bahnhof»Dahlem-Dors" und einen als Ritterburg ver- kleideten Bahnhof»Podbielski-All�e' erhalten. Weil zufällig die Station»Dahlem-Dorf' heißt, hat eS der.Architekt' für richtig gesunden, ihn als Bauernhaus zu kostümieren. Man möchte wünschen, daß sich der gesunde Berliner Witz dieses Objektes so ergiebig be- Z« der Mahregelung von vier Angestellten der Versicherungsgesellschaft„Deutschland" nahmen die Versicherungsangestellten Groß-Berlins in einer gut besuchten öffentlichen Versammlung Stellung. Die Entlassungen er- folgten, weil die Gemaßregelten sich weigerten, Ueberstunden zu machen, ohne dafür eine Bezahlung zu erhalten. Der Referent, Reichstagsabgeordneter Giebel, schtlderte die Vorgänge bei der »Deutschland', über welche schon in der Nummer des«Vorwärts" vom 7. September d. I. berichtet wurde, in ausführlicher Weise und brandmarkte das angestelltenfeindliche Verhalten der Direktion. In welch rigoroser Weise die Gesellschaft, welche in der Hauptsache Ver- sicherungen in Arbeiterkreisen abschließt, gegen ihre Angestellten vorgeht, beweist mich folgender Fall: Ein Laufbursche, der mit einem Wochenlohn von 7,50 M. beschäftigt wird, kam in einer Woche, in der seine Mutter im Kranknhause lag, mehrere Male zu spät. Als Strafe für sein Zuspätkommen wurden ihm S Mark auf ein- m a l in Abzug gebracht, so daß ihm nach Abzug der Versicherungs- beitrage usw. noch 1,80 Mark verblieben. Ein Kominentar für ein solches Verhalten ist wohl überflüssia. Ein Herr N i m c z y ck, welcher sich als Angestellter der„Deutschland" berufen fühlte, das Verhalten der Direktion zu verteidigen, erklärte, daß in einem so großen Betriebe..Ordnung" herrschen müsse. Folgende Resolution wurde von der Versammlung einstimmig angenommen: „Die Versammlung der Versicherungsai»gestellten nimmt mit Empörung Kenntiris von der ungerechtfertigten Entlassung von vier Kollegen durch die Direktion der„Deutschland", Lebens- versicherungs-A.-G. Die Versammelten beauftragen den Ver- band der Bureauangestellten und den Zentralverband der Handlungsgehilfen, die Wiedereinstcllung dieser vier Kollegen zu fordern und alle Maßnahmen zur Abwendung solcher Vorkomi»- nisse anzuwmden. Die Versammelten erklären sich solidarisch mit den auf solche rücksichtslose Weise auf die Straße gesetzten Kollegen und sprechen ihnen die vollste Sympathie aus. Die Ver- sammelten geloben sich, durch derartige Gewaltsakte nicht beirren zu lassen in dem Bestreben, alle Kollegen der gewerkschaftlichen Organisation zuzuführen, um so die Lebensweise und das Mit- bestimmungsrecht im Arbeitsvertrage auf die für die Angestellten notwendige Höhe zu bringen." Achtung, Gastwirtszrhilfen! Zu der bereits gemeldeten Sperre über das Lokal»Schultheiß Spezial-Ausschank", Skalitzer Str. 89, Ecke Wiener Straße, ist mitzuteilen, daß die dort tätigen Kellner nicht dem Verbände angehören. Es wird von ihnen nämlich da? Gegenteil behauptet. Wegen verbandsschädigenden Verhaltens »nutzte der Ausschluß derselben erfolgen. Der Inhaber des Lokals, Herr Sander, ließ sich bisher zu einem Vergleich nicht herbei, brach die Verhandlung ganz plötzlich ab und erklärte, daß er auf Organisierle tu seinem Lokal verz»chte. Der Betrieb ist für organi- sierte Gehilfen gesperrt. Verband der GastwirtSgehilsen. OrtSverwaltnng Berlin. Oeutscbes lietck. Gegen die Ausstelsung der deutschen Gewerkschaften auf der Leipziger Baufachausstellung konnte bisher selbst in Scharfmacherblättern wenig oder gar nichts gesagt wevden, um die dort dargestellten Tatsachen zu widerlegen. Die Absicht zu so edlem Tun hat sicher bestanden; nur der Anlaß fehlte. Jetzt werden nun doch einige Ilnternehmerzeitungcn munter nnd versuchen mit all- gemeinen, nichtssagenden Redensarten eine Diskreditierung der gewerkschaftlichen Ausstellungsobjekte. Die„Bauhütte" erhebt gegen die Gewerkschaften den Vorwurf, sie hätten die Baufachausstellung dazu mißbraucht, Staat und In- dustrie zu bekämpfe»». Und die„Allgemeine Tapeziererzeitung" druckt diesen albernen Vorwurf gedankenlos nach. Diese Be- kämpfung der Jiidustrie und des Staates soll geschehen sein durch die Hinlveife auf die Berufsunfälle und durch eine gehässige Kritik, die in Plakaten und Broschüren enthalten sein soll; besonders eine Broschüre d«s Ziminererverbandes, in der das gefährliche Wort „Sozialismus" vorkommt, hat den Anstoß bei den Scharfmachern erregt. Die„Allgemeine Tapeziererzeitung"»nacht den Kohl noch durch folgenden Zusatz fett: „In jedem Räume des Getverkschaftshauses auf der„Iba" finden sich Tafeln und ausgelegte Schriften, die oft unter grober mächtigte, daß die Direktion zu einer durchgreifenden Aenderung dieses und des nicht minder kunst- und geistverlassenen PodbielSki-Bahnhofes schreiten muß., ab. Mvsik. Den t sch e s Opernhaus C ha r I o t t c n b u r g: Die Jüdin, Operndichtung von Scribe. Musik von Halevy. Seit 1830 zeigte das öffentliche Leben Frankreichs wieder die große Gebärde des Historischen. Nun kam es für die Bühne darauf au, solche geschichtlichen Vorgänge zu wählen, zu denen sich aus der Gegenlvart leicht ein« Brücke analoger Beziehungen schlagen ließ. Und darauf verstand sich keiner so gut wie Scribe, dieser so industriell fruchtbare Lustspielautor, ohne den auch die-Opernkompo- nisten nicht auskommen tonisten. Man darf ri»hig behaupten, daß, wenn die sogenannte„Große" oder historische Oper ein natürliches Produkt jener Zeit war, Seribe seinen schöpfertschen Löwenanteil an ihr gehabt hat. Ohne Scribe, der die stärkste Witterung für Zeitumschwünge und Gcschmackstendenzen hatte, gäbe es vielleicht »oeder einen Au ver noch Meyerbecr. Und ohne Scribe hätte auch Froment Haleph keine.Jüdin" geschaffen. Der Stoff ist dem Zeit- alter der Hussiten- und Judenverfolgung in Deutschlaird ent- noinmen; dennoch steht er in einem gewissen Zusammenhai»g»nit der Judeuemanzipation im Frankreich des 13. Jahrhunderts. Scribe hat, wie in seinen Libretti zu Aubers Stummen von Portici und Meyerbeers Hugenotten und Propheten das historische Kolorit vorgearbeitet, und die Komponisten brauchten jener Linie nur liebe- voll nachzugehen, um nun ihrerseits auch die richtige mufikbistorischc „Stimmung" zu treffen. Schon in den ersten Akkorden Des Vor- spiels zur Jüdin ist dieser Charakter gegeben; und er beherrscht sortan einheitlich die ganze Musik. Erblicken wir die Vorzüge des Halevyschen Werkes gerade in der Noblesse und Einheit des Stils, nicht zum wenigsten in ihrer dramatischen Wirkung, die um so stärker sich äußert, als sie innerlich vom Komponisten empfunden wurde, so haben wir auch schon die Ursache seines ihm seit beinahe 80 Jahren treu gebliebenen Erfolges gekennzeichnet— eines wahrhaft künstlerischen Erfolges, dem selbst die nur auf elende Effekt- haschere» versessene Theatern früherer Jahrzehnte nichts zu rauben vermochte. Jetzt endlich hat uns daS Charlottenburger Opernhaus die Jüdin in ihrer ursprünglichen Form und Gestalt wiedergegeben. Nicht»»u» eine„Bearbeitui»g" handelt es sich da, sondern um eine Erschließung alles dessen,»vas bisher an Text und Musik unter- schlagen wurde. Man ist überrascht. Nun läßt sich eigentlich erst das Schauermärchen bornierter Kritikaster würdigen, nach deren für wahr hingenommenem Urteil Halevy nur lediglich auf grelle Kon- traste hmgearbeitet hätte— während doch das gerade Gegenteil besteht. Jetzt eisst ist man imstande, die dramatische, auf psycho- logische Motiviening abzielende Gewissenhaftigkeit und den Fleiß in der technischen Ausarbeitung des Werkes zu erkennen. Kapell- meister Eduard M ö r i k e hat uns hierfür nun durch seine Er- Neuerung der Jüdin vollauf Gelegenheit gegeben. Und der Tag der ersten Aufführung wird immerfort als ein Ereignis gelten müssen. Schon allein die pompöse dekorative Ausstattung des Werkes bildet eine Bildschau höchsten Ranges. Dies Konstanz(im ersten Akt) mit seiner zeitechten Architektonik, seinem ungeheuer lebensvollen Menschengeschwärme, seiner Prozession usw. ist schon an und für sich ein unvergleichliches Prunkstück modernster Bühnentechnik und Entstellung der Tatsachen für die Arbeiterberbände Reklame machen." Und sie fügt hinzu: „Wenn die genannte Zeitschrift(„Die Bauhütte") bei dieser Gelegenheit von einer sozialpolitischen Entgleisung der Ausstel- lungsleitung spricht, so ist der Ausdruck sehr milde gewählt. Mit den idealen Zwecken, welche eine solche Veranstaltung verfolgen soll, ist es schwerlich zu vereinen, wenn der sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Hetze in dieser Weise Vorschub geleistet wird." Derartige allgemeine Behauptungen in die Welt hinauszu- schleudern, ohne auch nur den Versuch eines Beweises zu machen, und dabei auch noch die Ausstellungsleitung in perfider Weise zu verdächtigen, ist einfach gewissenlos. Warum entrüsten diese scharf- macherisazen Pharisäer sich nicht über die einseitige Propaganda der Grundeigentümer und Hausbesitzer für ihre speziellen Jnter- essen auf der„Iba". Da liegen Agitationsbroschüren aus vom Preustiscyen Landesverband und vom Zentralverband der Haus- und Grundbesitzer Deutschlands, die sich bemühen, das Wohnungs- elend in den Arbeitervierteln der Großstädte nach Kräften zu der- tuschen. Dafür hat weder die„Bauhütte" noch die„Allgemeine Tapeziererzeitung" Augen. Der Behauptung, die Gewerkschaften hätten Tatsachen in ihren Aufklärungsschriften und Tafeln grob entstellt, muß ganz energisch widersprochen werden. Es ist nur zu wünschen, daß sich die Unter- nchmer bei allen ihren Statistiken so streng an die Wahrheit halten, wie das bei den Gewerkschaften Prinzip ist. Doch die kleinen Kläffer können das von objektiv urteilenden Menschen anerkannte große Verdienst, das sich die Gewerkschaften mit ihrer Ausstellung erworben haben, nicht herabwürdigen. Sie kommen zwar mit ihren Scharfmachereien, doch sie kommen zu spät. Die Firma Reichstem in Brandenburg a. H., welche ca. 2000 Arbeiter ausgesperrt hat, sucht durch Inserat in der„Berliner Morgenpost" und vielleicht auch in anddren Blättern 2000 Arbeiter jeder Prosession, vor allem Sattler, Korbmacher und Schlosser. Diese Arbeitswilligen— denn um solche handelt es sich— sollen sich vom Montag, den 15., an in Berlin, in der Dessauer Str. 17 im Laden von 8)4 bis 11H Uhr vormittags melden. Wir appellieren an das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft und ersuchen, die angebotene Arbeit nicht anzunehmen, da dieses gleichbedeutend mit Streikbruch ist. Deutscher Metallarbciter-Verband. Bezirksleitung. Ein christlicher Reinfall. Die christliche„Kcram- und Steinarbeiter-Zeitung", die in Köln herausgegeben wird, hat einen schönen Reinfall zu buchen. Sie bringt in der Nummer 37 einen geharnischten Artikel gegen den „Steinarbeiter" mit der Ueberschrift:„Eine Gewerkschaft init dem Januskopf". Veranlassung dazu bot der Nekrolog, den der„Steinarbeitcr" Bebel widmete. Dem„Steinarbeiter" wird vorgeworfen, daß die betreffende Nummer vom 16. August in zwei Ausgaben erschienen sei. Die eine Stummer mit Bebels Nekrolog sei für die Mitglieder bestimmt gewesen, die in den roten Gebieten wohnten, während die andere AuS- gäbe mit einem Artikel„Wahrt und stärkt Eure Menschenrechte" für jene Gebiete bestimmt gewesen sei. in denen auch christliche Mitglieder in Frage kämen. Das Blatt trpibt nun für den freien Verband in ungewollter Weise noch Agitation, indem es die beiden Ausgaben vom„Steinarbeiter", wenigstens die erste Seite reprodu- zieren ließ, um den staunenden Christenmenschen verkünden zu können, daß wirklich mit Berechnung zwei Ausgaben hergestellt wurden. In der Wut, den Gegner zu bekämpfen, kann sich jenes Blatt absolut keinen Vers machcn.�w a ru m zwei Ausgaben erschienen sind. Ter„Steinarbeiter" wird,' wie die meisten Gewerkschaftsblätter, Mittwochs gedruckt. Nun traf am 13. August nachmittags gegen 3 Uhr, eben an einem Mittwoch, aus der Schweiz die schmerzliche -Kunde vom Tode Bebel sein. Vom„Steinarbeiter" waren bereits 10 000 Exemplare gedruckt; der Redakteur, Genosse Staudinger, ließ sofort den Weiter d-ruck in« h i b i e r e n und schrieb einen Nekrolog, der dann in derrest« I i ch e n Auslage(27 000 Exemplare) noch erscheinen k o n n le. Diesen einfachen Vorgang kann oder will sich anscheinend die Redaktion des christlichen Blattes nicht erklären, und so das Unter den Mitwirkenden stehen natürlich die Vertreter der beiden Hauptpartien, nämlich der Recha und des Eleazar, im Brenn- Punkt. Melanie Kurt gab der Jüdin kraft ihres pastosen Stimm- klangs und ihres verinnerlichten Spiels einen packenden Ausdruck. Angenehm berührte diesmal Heinz Arensen. Was er an leiden- schaftlicher Dramatik vermiffen ließ, machte er wett durch eine judenechte Erscheinung, zu der sich eine schmerzliche Innigkeit des Gefühls gesellte. Carl Braun, Kardinal Brogm, brachte wohl seines Bossss Tiefe, weniger freilich das rein Gesangliche seiner Partie zur Geltung. Emmy Zimmermann findet sich mit einigem Widerstreben mit Eudora, einer Partie für ausgesprochene Koloratursängerinnen, ganz leidlich ab. Den Leopold sang ein neuer Tenor: Paul Hansen recht geschickt; als Darsteller fehlt es ihm noch beträchtlich an Spiel. Alles in allem nahm man aber einen großen Eindruck von dem Werke mit, das berufen erscheint, künftighin das Repertoir des Hauses zu beherrschen. elc. Notizeu. — Wintergarten. Das einzige Variete, daS uns der Kino noch übrig ließ, hat ein famoses Eröffnungsprogramm für den September. Sehr gute Tanznummern: eine(Vera Maxwell) in wundervoller Ausmachung, Leistungen gut,— aber am heften ein hervorragender Austritt,— die andere erstklassig(Dubegue) und die dritte am besten: parodistisch. Wie da ein Kerl(Watts) die Desmond nachäfft,— man kann die modernen Tänze, die aus dem Kopf kommen, statt aus den Beinen, nicht besser verhöhnen. Mit weißen, zu großen Handschuhen und einem Gezappel...! Dann die Pawlowa: Ballettröckchen, falsche Grazie, eine Süßlichkeit— man mag von ihr entzückt sein, böse wird man Mr. Watts nicht werden. Dann gibt es eine Tiernummer, die seit langem das beste auf diesem oft mißhandelten Gebiete ist. Endlich einmal ein Seelöwe, der nicht Pferdebahnbilletts knipsen kann, sondern der das tut, was ein Seehund eben zu tun hat: zu tauchen. Und zwar taucht daS graziöse Tier(es ist nur im Wasser, seinem Element) graziös in ein gläsernes Becken, zusammen mit den scblanken Körpern dreier Jungens, iind sie vergnügen sich alle vier trefflich da unten...(Rekord: 4 Minuten 37 Sekunden!) Und wenn man sich noch d,e vorzügliche Boganny-Truppe an- gesehen hat, hinter deren Arbeit mehr Kopf steckt als man zu ahnen vermag und gleich nach den Flying Martin? fortgeht(die mit einem fabelhaften Trick, der das Publikum aufschreien macht, ihre Leistungen am Reck beschlicßen)—, so vermeidet man das„Meißner Porzellan"— eine Scheußlichkeit, die sich ein so erstklassiges Variete, wie es der Wintergarten ist, abgewöhnen sollte... � tu. — K u n st ch r o n i k. In der Großen Berliner Kunst- ausstellung 1913 am Lehrter Bahnhof ist der 14. September der letzte billige Sonntag. Eintrittspreis von nachmittags 2 Uhr ab 25 Pf.. x �. — Der längste Roman der W elt. In diesem Jahre kommt der letzte Band eines Romans von K-iong Te Botin heraus, der zu den größten Autoren Japans gehörte und im Jahre 1897 ge- starben ist. Die erste Lieferung des Romans erschien im Jahre 1362, der Schlußband ist Band 106 des RomanS. Jeder Band besteht aus 1000 Seiten, der Roman umfaßt 3180 000 Druckzeilen gleich 96174 000 Silben. Den Inhalt kann man nicht angeben, weil kein Mensch je ihn vollständig gelesen hat. — Der Erreger der Kinderlähmung entdeckt. Der Japaner Noguchi, der eben erst den Erreger der Tollwut ent> deckte, hat mit dem Arzte Simon Flexncr den Erreger der epidemi- schen Kinderlähmung festgestellt. Es ist beiden gelungen, aus dem Gewebe des Zentralnervensystems von kranken Menschen und Affen den Erreger zu züchten. Eine bedeutungsvolle Entdeckung! dumme Geschwätz über eine Gewerkschaft mit dem JanuSkopf. Da die erste Ausgabe in so bedeutender Höhe schon gedruckt war, so wurde sie natürlich nicht zu Makulatur verwendet, sondern mit der Bebelnummer versandt, sodaß jede Zahlstelle die zwei Ausgaben erhielt. Der Redakteur an diesem christlichen Blatt, Herr Fromm, hat mit seinen journalistischen Leistungen wirklich Pech. Erst kürzlich wurde er wegen verleumderischer Beleidigung der.Steinarbeiter"- Redaktion zu 300 M. Geldstrafe verurteilt. Herr Fromm hat nun Berufung eingelegt und in der Oeffentlichkeit verkündet, daß er seinerzeit verreist war und den Artikel nicht geschrieben hätte. Daß Fromm unbeschwert durch journalistische Kentnisse nur darauf los schreibt, geht am besten aus seinem Artikel über die zwei Aus- gaben deS.Steinarbeiter" hervor; ein halbwegs mit den Verhält- nisten vertrauter Mensch muß wissen, daß in der Presse eine Praxis, wie die vom.Steinarbeiter" geübte aus Anlässen wie dem gegebenen fast allgemein üblich ist. fsluslanck. Achtung, Buchbinder! In der größten Buchbinderei Londons, der Firma I. Burn u. Co. in Kirby-London, sind etwa 200 Arbeiter und 300 Arbeiterinnen in den Streik getreten, weil die Firma ihre Arbeiten in Filialbetriebe in Esher und Surray zu dirigieren der- suchte, um sie dort von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen bei billigeren Arbeitslöhnen herstellen zu lassen. Wir machen auf diesen Streik aufmerksam und warnen alle Buchbinder und Buchbindereiarbeilerinnen davor, Arbeit nach London anzunehmen. Auch auf etwa austauchende Streikarbeit der Firma I. Burn u. Co. in London bitten wir zu achten. Deutscher Buchbinderverband. Hus der partei. Eine politische Aktion der Sozialisten Südamerikas. Das zunehmende Streben der Bereinigten Staaten nach Ausdehnung ihres Machtbereichs über immer weitere Gebiete des lateinischen Amerika, wie es in der Absprengung des Staates Panama von den Vereinigten Staaten von Columbia, in der Unterwerfung Nicaraguas unter die Macht der Newyorker Hoch- finanz, neuerdings namentlich in der wachsenden Neigung zur Einmischung in die zerrütteten Zustände Mexikos zum Ausdruck kommt, hat in weiten Kreisen der romanischen Republiken starke Beunruhigung hervorgerufen. Man fürchtet, wenn keine direkte Eroberung, so doch die allmähliche wirtschaftliche und politische Unterwerfung unter die Jnter- essen einer weitcntfernten stammesfremden Macht. Auch die So- z i a l i st e n, namentlich die in Argentinien, dem am stärksten aufftrebenden spanisch-amerikanischen Gemeinwesen, widmen dieser Frage große Aufmerksamkeit. Auf dem Boden der internationalen Solidarität vertreten sie daS Recht der einzelnen Völker zur Aufrechterhaltung ihrer nationalen Eigenart und selbständigen Wah- rung ihrer besonderen Jntereffen. In dem großen Tageblatt der argentinischen Partei, der„Vanguardia", nimmt Genosse Dr. Estebram G i m e n e z Stellung zu den verfahrenen Zuständen der mittel« amerikanischen Republiken, des„HerdeS" der geplanten diplo- matischen„Verschwörung". AlleS ist dort geheimnisvoll, außer- ordentlich gewaltsam. Die Empörung ist der herrschende Zu- stand. Fast immer sind sie unter der Herrschaft von Satrapen schlimmster Sorte. Die Profite der Regierungen aus der Ausübung der Gewalt müssen beträchtlich sein, denn die Bandenchefs setzen Himmel und Hölle in Be« wegung, um Herren des Landes zu werden. Sie finden immer Kapital zur Führung von Feldzügen wie der des Generals Castro, früherem Diktators von Venezuela.� Au« der Tätig- keit dieser Oligarchien kann nur der Bankrott, die Auflösung jeder Nationalität hervorgehen. Wir müssen daher die Elemente vor- bereiten, die die Selbständigkeit der verschiedenen nationalen Gruppen sichern sollen. Indem wir einen Zustand der Ordnung, der Frei- heit und des Fortschritts schaffen, der jede fremde Einmischung aus- schlösse. Zu diesem Zwecke schlägt Gimenez die schon lange erörterte Ein- berufung eines südamerikanische» Sozialistenkongresses vor, der neben der Frage der nationalen Unabhängigkeit auch die Arbeiterfragen: Lohn, Arbeitszeit usw., behandeln und zugleich die Grundlag« eines engeren Zusammenarbeitens der Partei der ver- schieden«» Staaten legen solle. Die Voraussetzungen derartigen Zusammenwirkens sind vorhanden. Bestehen doch schon enge Be- Ziehungen dieser Art. So haben die Genossen in Chile und Peru, als die Bourgeoisie beider Länder zum Kriege steuerte, eine energische gemeinsame Friedensaktion entfaltet. Und mit den Par- teien von Argentinien und Uruguay stehen sie gleichfalls in immer enger werdender Fühlung. Da Argentinien zur Feier seiner hundertjährigen Unabhängigkeit im Jahre 1916 alle Regie- rungen der Welt einladen will, wäre das ein geeigneter Anlaß, auch die Vertreter des südamerikanischen Proletariats zu ver- sammeln. Da auch in Brasilien, Kuba usw. die Parteigenossen diesen Fragen großes Interesse entgegenbringen, dürfte die Ein- leitung eines gemeinsamen Vorgehens nicht mehr allzulange auf sich warten lassen. Wünschen wir, daß es ihnen gelinge, durch Schaffung halbwegs menschlicher politischer und sozialer Zustände, namentlich in den an die Vereinigten Staaten angrenzenden Ländern, die Voraussetzungen einer möglichen dauernden Unab- hängigkeit zu schaffen._ Polizeilichts, ßerichtUcbcs ufw. Preßprozeß. Als der wegen seiner wiederholt erwähnten Skandalaffären aus städtischen Diensten entlassene ehemalige Beigeordnete und Polizei- dezernent Karl Pfeiffer in Elberfeld sich in Köln a. Rh. als Rechtsanwalt niederließ, schrieb unser Elberfelder Parteiblatt, daß sich der Anwaltsstand zu diesem neuen Zuwachs gratulieren könne. Dadurch fühlte sich Pfeiffer beleidigt und' verklagte den damaligen Verantwortlichen der„Freien Presse", Genossen Oskar Hoffmann, und verlangle außer der Bestrafung noch 500 Mark Buße. Darauf meinte dann die„Freie Presse", daß es unbillig sei, wenn sie 500 M. blechen müsse für da« Kompliment, daß Herr Pfeiffer eine Zierde des AnwaltSstandes sei. � Sie stehe gar nicht an, diese Bezeichnung hiermit feierlichst zurückzunehmen. Darauf folgte dann wieder eine Klage und zwar gegen den anderen Verantwortlichen, Genossen O u i tz a u. Der Prozeß gegen Hoff- mann hatte den Erfolg, daß dieser zu 100 M. Geldstrafe ver- urteilt wurde. Die 500 M. Buße sprach daS Gericht Herrn Pfeiffer nicht zu. Die zweite Klage endete am Freitag vor dem Elberfelder Amtsgericht damit, daß auch Genosse Ouitzau noch 100 M. Strafe zudiktiert erhielt._ Staatsaktion in Magdeburg. Auf Veranlassung des Untersuchungsrichter« in Elberfeld wurde am Sonnabend bei der Buchhandlung der„Volksstimme" in Magdeburg die Druckschrift:„Wer will unter die Sol- baten?" in 64 Exemplaren beschlagnahmt. Soziales. Bon der praktischen Arbeit in den Gemeinden. Seit Jahr und Tag müht sich die Reichsverbandspresse um den Nachweis, daß die Erwählung einer sozialdemokratischen Mehrheit für eine Gemeinde mindestens den sicheren Untergang bedeute. Man weih, daß sich bürgerliche Kommunalmehrheiten in Verbindung mit Regierungsorganen zur Verhinderung eine? solchen„Unglücks" mit den verwerflichsten Mitteln immer wieder zusämmengetan haben. Beinahe täglich haben wir uns irgendwo mit den Schauermärchen über sozialdemokratische Untaten etwa in Mühlhausen oder in Gera, in Offenbach oder in Milwaukee herumzuschlagen. Alle Richtig» stellungen, die gelegentlich in unserer Presse erschienen, blieben unbeachtet oder boten nur neuen Anlaß, alte Lügen mit eiserner Stirne zu wiederholen. Selbst gerichtliche Urteile gegen einzelne Verleumder brachten die Verleumdung selbst nicht zum Schweigen. In der Widerlegung der falschen Nachrichten dürfen wir indessen nicht müde werden: steter Tropfen höhlt den Stein. Sicherlich um so leichter und rascher, wenn ihr ein so überwältigendes Tatsachen- Material zugrunde liegt. Die„Kommunale Praxis" bringt in ihrer Parteitagsnummer eine solche Tatsachenzusammenstellung, eine Schilderung der Tätig- leit sozialdemokratischer Mehrheften in den Vertretungskörper- schaften deutscher und ausländischer Gemeinden. Wenn auch, wie es in einer einführenden Notiz heißt, aus Rücksicht auf den zur Verfügung stehenden Raum diesmal die Betrachtung der inter» essanten Vorgänge in französischen, schweizerischen und italienischen Gemeinden mit sozialdemokratischen Mehrheiten ausgeschieden wer- den mußte, so ist doch aus den deutschen Einzelstaaten und aus Nordamerika ein Material zusammengetragen worden, das uns in allen kommenden kommunalen Kämpfen die wertvollsten Dienste leisten kann. Hier wird dargetan, wie sich namentlich manche staatlichen Auf- sichtsbehörden nicht schämen, immer neue Schwierigkeiten, oft unter direkter Verletzung von Recht und Gerechtigkeit, unseren Vertretern in den Weg zu rollen, wie bürgerliche Gegner, nicht zufrieden mit dem Vorsprung, den ihnen die ungerechten Wahlrechte in den Ge- meinden verleihen, nicht etwa nur loyalen Widerstand leisten, was ihr gutes Recht ist, sondern zu direkten Gewaltmitteln ihre Zu- flucht nehmen: wir sehen aber auch, wie dennoch— trotz alledem— die Sozialdemokratie schließlich die schwersten Hindernisse siegreich überwindet. Einfache Arbeiter, ungeübt in der Verwaltung größerer Gemeinwesen, belastet mit der schweren Sorge um ihren eigenen Lebensunterhalt, ohne den kräftigen Rückhalt, den ihnen im größe- ren Verbände die Wucht gewaltiger Wählermaffen zu verleihen vermag, auf einsamem Posten stehend, haben in der Tat schlechthin Großartiges geleistet und den Beweis erbracht, daß sie voll Hin- gebung und Treue in den Dienst des allgemeinen Wohles zu treten geneigt und geeignet sind. Die Dokumente, die diesmal die Parteitagsnummer der „Kommunalen Praxis" zusammengetragen hat, liefern so auch einen wertvollen Beitrag zu unserer Parteigeschichte. Bestel- lungen und Abonnements nehmen alle Buchhändler und Kolpor» teure entgegen, dort sind auch einzeln« Hefte dieser Nummer zu haben. Namentlich unsere Vereinsbibliotheken sollten sich die Ge- legenheit einer wertvollen Bereicherung ihrer Bestände nicht entgehen lassen._ Reichswohnunzskommission. Noch in diesem Jahr« wird nach der Meldung einer politischen Korrespondenz auf Veranlassung der Reichsregierung eine Kom- Mission zusammentreten, die sich mit einer Reihe von Fragen be» schästigen soll, welche mit der Wohnungsnot im Zusammenhang stehen. Die Aufgaben der Kommission bestehen nach der Meldung der Korrespondenz darin, durch Vernehmung von Sachverständigen im kontradiktorischen Verfahren die wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen unseres Realkreditsystems sowie das Schätzungs- und Beleihungswesen der zu Wohnzwecken verwendeten Grundstücke zu prüfen, wobei besondere Rücksicht auf die Bedürfnisse des Kleinwoh- nungsbaues zu nehmen ist. Die etwa festgestellten Mängel, die sich durch die Verhandlungen ergeben würden, dürften dann zur Prüfung der Frage führen, ob und in welcher Weise sie sich durch reichsgesetzliche Maßnahmen beseitigen lassen bzw. in welcher Weise sie seitens der einzelnen Bundesstaaten abgestellt werden könnten. Im engen Zusammenhang mit der Wohnungsfrage steht auch die Prüfung der Angelegenheit, ob im Kaiserlich«tatfftischen Amte eine besondere Abteilung für Wohnungsstatistik zu schaffen ist. welche sich mit regelmäßigen Veröffentlichungen befaßt, die sich über die Ergebnisse der Wohnungsaussicht sowie auf eine Uebersicht über die Lage des Boden-, Bau- und WohnungSmarkteS in den einzelnen Bundesstaaten verbreitet. Weiter schweben Verhandlungen über die Frage des Ausbaues einer Bürgschaft des Reichs und der Ein,el. staaten über zweite Hypotheken zur Besserung der Verhältnisse gemeinnützigen Wohnungswesens. Hierbei dürfte der Gedanie maßgebend sein, daß di« Rcichsregierung, wenn sie ihrerseits auch Mittel für di« Beschaffung der zweiten Hypotheken nicht zur Ver- fügung stellen und auch keine Bürgschaft dafür übernehmen könnte. jedenfalls die Aufgabe hat, zu untersuchen, ob und wieweit di« zivil. rechtlichen Grundlagen für das Hypothekemvesen einer Besserung bedürsen. Verhandlungen mit den Versicherungsanstalten über die Bürgschaft für zweite Hypotheken haben bereits stattgefunden. In der Reichslagskommission wurde seinerzeit besonders betont, daß die Unterstützung des Reichs bei der Förderung des Wohnungs- Wesens durch eine Bürgschaftsübernahme auch Privatunternehmern zugute kommen könnte, wodurch eine Erweiterung der Fürsorge in dieser Hinsicht über die Kreise der Genossenschaften hinaus er- möglicht würde. SericKts- Leitung. � Tie Bluttat des Hourosexuelleu. Das Schwurgericht des Landgerichts I wird sich in der ersten Tagung nach den Gerichtsferien am 22. und 23. d. Mts. mit der Bluttat des Tieners Joseph Ritter zu beschästigen haben, der am Pfingstsonnabend den 13jährigen Knaben Otto Klahn auf so entsetzliche Weise hingemordet und zerstückelt hat. Wie noch erinnerlich, fand am 11. Mai ein Schutzmann in der Bedürfnisanstalt Kaiserallee, Ecke Meier-Otto-Straße, ein Paket, in welchem zwei menschliche Beine enchalten waren. Am Abend desselben Tages wurde in der Vorhalle zum Pots- damer Bahnhof der zu den Beinen gehörige Oberkörper ge. lunden. Es handelte sich um einen ermordeten Knaben. In der Seltenrocktasche des Toten fand man u. a. eine Bücher- karte der städtischen Volksbibliothek auf den Namen Otto Älähn, Stein metzstraße 46. Es konnte auf diese Weise die Identität des Toten bald festgestellt weredn. Ter Knabe ver- sah nachmittags Laufburschendienste in dem Kolonialwaren- geschäft von Scholz in der Lützowstraße 52 und hatte, wie nach dreitägigen Nachforschungen ermittelt wurde, am 10. Mai in die Behausung des Dieners Ritter, wie das häufiger ge- schah, mehrere Flaschen Bier gebracht hatte. Ritter stand als Tiener und Koch im Dienste zweier angesehener Brüder in der Hohenzollernstraße, die zu jener Zelt auf Reisen sich be- fanden. Weitere Nachforschungen ergaben, daß Ritter in bezug auf das Geschlechtsleben abnorm veranlagt ist und sich viel in den Kreisen der Leute bewegte, die unter den ß 175 des Strafgesetzbuches fallen. Ta dann auch die Handlung ermittelt werden konnte, in welcher das zum Einwickeln der Leichenteile benutzte Packpapier gekauft worden war. so zog sich das Netz der Verdachtsmomente derartig zusammen, daß schon drei Tage nach der Tat der Tiener Ritter als der Täter in Hast genommen werden konnte. Ritter ist von An- fang an geständig gewesen, behauptet aber, den Knaben ohne Ueberlegung getötet zu haben. Er hat in zahlreichen Ver- nehmungen in aller Ausführlichkeit geschildert, wie er durch seine widernatürlichen Neigungen dazu getrieben worden sei, immer wieder Männer- und Knabenfreundschaften anzu- knüpfen. Der Otto Klähn sei bei den geschäftlichen Besuchen immer sehr zutraulich gewesen, und er habe ihn oft durch Trinkgeld belohnt. Nach der Behauptung des Angeklagten toiü er am Nachmittage des 10. Mai den Knaben bei einem Spaziergange zufällig auf der Straße getroffen und da soll ihn Klähn wiederholt gebeten haben, ihn doch eine Tüte mit Apfelsinen, die Ritter im Scholzfchen Geschäft niedergelegt hatte, in die Wohnung bringen zu dürfen. Er will dies nach längerem Widerstreben gestattet haben. Was dann zwischen beiden in der Wohnung geschehen ist, entzieht sich jeder An- deutung. Nach der Behauptung Ritters habe der Knabe, als er gehen wollte. 20 Pf. verlangt: er habe ihm diese auch ge- geben. Als er das Geld aus seinem Portemonnaie langte, sei der Junge plötzlich mit der Forderung aufgetreten, daß er 1 0 0 M. haben wollte, da seine Mutter arm sei, und habe gedroht, eventuell seiner Mutter zu sagen, daß sich Ritter an ihm vergangen habe. Ueber diese Frechheit will Ritter in höchste Erregung geraten sein und den Jungen an den Schultern gepackt haben, und als Klähn laut schrie, habe er ihm beide Hände um den Hals gelegt und zugedrückt. Darüber sei dann der Knabe gestorben, und er habe, um sich vor Eni- deckung zu schützen, die Leiche in der bekannten Weise zer- stückelt und zu zwei verschiedenen Zeiten die Leichenteile in zwei Paketen weggebracht. Bei dieser Darstellung ist Ritter bei seinen verschiedenen Vernehmungen geblieben. Ritter ist erst im Oktober vorigen Jahres mit einem hohen Beamten, bei dem er längere Zeit Diener war, von Wien nach Berlin übergesiedelt und war bis Ende Januar d. Js. bei ihm. Am 1. Februar trat er die neue Stelle in der Hohenzollernstraße an und erwarb sich bald die volle Zufriedenheit seiner Dienst- Herren. Er hat von diesen ebenso wie von den verschiedenen Herrschaften, bei denen er vorher als Diener tätig war. die glänzendsten Zeugnisse erhalten:„tüchtig, fleißig, außer- ordentlich bewährt, ehrlich, verläßlich usw." Charakteristisch ist, daß, als ein Hausdiener, der ihm Ware ins Haus brachte und mit ihm unter den schärfsten Ausdrücken gegen den Mörder über den bekanntgewordenen Mord sprach, der An- geklagte etwas verlegen antwortete:„Dem Kerl müßte man jeden Tag 30 überziehen!" Die Angeklagebehörde verwertet gegen ihn u. a. auch einen Brief mit Testament, welches er einige Zeit vor der Tat an einen Stiefbruder in Oesterreich geschickt hat. ferner einen Brief, in welchem er bat, ihm das grausame Verbrechen zu verzeihen, er habe es nicht bei klarem Verstände getan, und wolle es gern sein Leben lang büßen. Es haben in dieser Anlegenheit sehr eingehende und zahlreiche Vernehmungen nicht nur in Berlin und Magdeburg, sondern auch anderwärts, insbesondere in Laibach, stattgefunden. Ritter ist nämlich 1895 Lcichendiener im Garäisonspital in Laibach gewesen und halte beim Sezieren der Leichen Hand- rerchungen zu verrichten. Dabei hatte er sich eine Blutver- glftung zugezogen, die in weiterem Verlauf zu verschiedenen Tobsuchtsanfällen geführt haben soll. Nach dem Gutachten der Medizinalräte Dr. L e p p m an n, Dr. H o f f m a n n. Dr. Strauch ist Ritter ein geistig abnormer Mensch mit erheblich krankhaften Zügen, der wegen geistiger Minder- Wertigkeit vermindert zurechnungsfähig ist. aber nicht unter 8 51 des Strafgesetzbuchs fällt. Ter Verteidiger. Rechtsan. tvalt G r ü n s p a ch, hat sich bei diesem Gutachten der Ge- richtsärzte nicht beruhigt, sondern noch die Ladung mehrerer Autoritäten auf dem Gebiete der Psychiatrie, die nicht be- amtete Aerzte�sind. beantragt. Die Anklage lautet auf Mord. Es sind zirka 50 Zeugen geladen. Die Verhandlung wird von dem Landgcrichtsrat Dr. S ch l i ch t i n g geleitet werden. Da das Gebiet der seruellen Verirrungen vielfach betreten werden muß, ist der Ausschluß der Oeffentlichkeit wahrscheinlich. Eine politische Jugendzeitschrift als Lehrmittel in der Fortbildungsschule. Die Leser des„Vorwärts" werden sich noch erinnern, daß die Fortbildungsschüler in Schkeuditz bei Halle gezwungen worden sind, als Lehrmittel an Stelle des bisher gebrauchten Lese- buches die ganz und gar unpädagogische, einseitig redigierte Zeit- schrift„Wir sind Deutschlands Jugend" zu abonnieren und in die bürgerkundlichen Unterrichtsstunden mitzubringen. Der als geschäftigter..Jugendpfleger" bekannte RegicrungSprä- sident von Merseburg hatte durch Rundschreiben an alle Schulleiter verfügt, daß diese Zeitschrift als offizielles Lehrmittel zu gelten habe, folglich die Anordnungen der Be- Hörden unbedingt beachtet werden müßten. Verständigerwelse weigerten sich etwa 20 Schüler, diesem völlig ungerechtfertigten Verlangen nachzukommen, da eine Zeitung doch nicht als Lehrmittel angesehen werden könne. Nach einer Vermahnung wurden die sich weiter Weigernden auf Grund des Ortsstatuts für die Fortbildungsschule mit einem Strafmandat über je 3 M. belegt. Einige der Bestraften beantragten richterliche Entscheidung, über die jetzt das Schkeuditzer Schöffengericht zu ent- scheiden hatte. Die Verteidigung hatte Rechtsanwalt Heine- Berlin übernommen, der energisch bestritt, daß eine Zeitung ohne jeglichen pädagogischen Wert als offizielles Lehrmittel in Frage kommen könne. In der umfangreichen Verhandlung wurde fest- gestellt, daß die Zeitung„zur Aufrechterhaltung der Ordnung" den Jugendlichen zwangsweise aufgedrängt worden ist. Zu dem eine Mark betragenden Jahresabonnementspreise sollen die Schüler 60 Pf., die Stadt 26 Pf. und die Regierung gleichfalls 26 Pf. beitragen. Durch die Vernehmung des Bürger- meisters und einiger Stadtverordneter wurde gleichfalls festgestellt, daß die Schuldeputation keinen Beschlutz wegen Einführung der Zeitschrift gefaßt, vielmehr nur von der Verfügung des Re- gierungSpräsidenten Kenntnis genommen habe. In der Stadtver- ordnetenversammlung habe bei Beratung des Statuts niemand daran gedacht, daß unter Lehrmittel auch Zeitungen verstanden werden könnten. Wäre das der Fall gewesen, wäre ganz sicher energisch dagegen protestiert worden. Der Verteidiger beantragte, den Inhalt der Zeitung, von der er dem Gericht eine ganzes Paket überreichte, zum Gegenstand der Verhandlung zu machen. Aus der Verlesung nur einzelner Aufsätze würde sich ergeben, daß die Zeitung auf keinen Fall als Lehrmittel in Frage kommen könne, da sie nicht den gering- sten pädagogischen Wert habe. Das Verlangen der Be- Hörde sei ein grober Mißbrauch und pädagogisch in keiner Weise zu entschuldigen. Der Inhalt des Blättchens sei geradezu er- b ä r m l i ch und bestehe fast ausschließlich aus politischen Gehässig- keiten gegen die Sozialdemokratie, also derjenigen Partei, der die Eltern der Schüler angehörten. Das Blatt betreibe eine shstema- tische Verderbung der Gesinnung der Jugendlichen, eine Hetze gegen die Eltern, und eine gemeingefährliche, unsittliche Beein- flussung der Schüler. We r es fertig bekomme, eine solche Zeitung als offizielles Lehrmittel zu empfehlen, der sei überhaupt kein Pädagoge. Der Antrag auf Prüfung des Inhalts, auch durch einen Pädagogen, wurde abgelebnt und die Strafverfügungen nach kurzer Beratung bestätigt. In der nicht uninteressanten Begrün- d n n g führte der Amtsrichter aus, daß kein Verstoß gegen die Schulordnung im Sinne der Gewerbeotdnung vorliege, denn die Schulaufsichtsbehörde habe das alleinige Recht, die Lehr- und Lernmittel zu bestimmen. Die An- Ordnung der Behörde war rechtsgültig, denn sie wurde zur Auf« rechterhaltung der Ordnung erlassen. Wo sollte es hin- führen, wenu jeder Schüler nach Belieben schalten und walten könne. Den pädagogischen Wert der Zeitschrift zu bestimmen, sei nicht Sache des ordentlich en Gerichts; es könne sich nicht in eine Erörterung darüber ein- lassen, ob die Zeitschrift gut sei oder nicht, denn es könnte eben- sogut jedes andere Schulbuch als schlecht bezeichnet werden. Wer mit dem Inhalt des Lehrmittels nicht einverstanden sei, könne im Verwaltung? st reitverfahren eine Entscheidung herbei- führen. Ein ordentliches Gericht habe darüber uicht zu ent- scheiden. Bon der Gültigkeit einer Stratzen-Polizeivorschrist hing der � Ausgang eines Strafverfahrens gegen den Händler w mehren aus Schiffbeck ab. Wie viele andere Strahen-Polizei- Verordnungen bestimmt die Polizeiverordnung des Regierungs- Präsidenten zu Schleswig vom 1. März 1311, daß Fuhrwerke aller Art beim Verkehr auf öffentlichen Straßen und Wegen während der Dunkelheit zu beleuchten sind. Da nun über den Begriff der „Dunkelheit" im Sinne solcher Vorschriften oft Meinungs- Verschiedenheiten entstanden sind, so hat die Verordnung deZ Regierungspräsidenten gleich vorgeschrieben, was sie unter Dunkelheit verstehe. Es heißt in der Verordnung im Anschluß an obige Be- stimmung:„Die Zeit der Dunkelheit ist die Zeit eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang." Vermehren war wegen Uebertretung der Verordnung angeklagt worden, weil sein Wagen beim Verkehr auf der öffentlichen Straße am 1. Mai um 8 Uhr 25 Minuten, als die Sonne bereits länger als eine halbe Stunde untergegangen war, noch nicht durch eine bren- nende Laterne beleuchtet war. Das Landgericht in Altona als Berufungsinstanz sprach ihn aber frei. Es hielt für entscheidend, d»tz es tatsächlich noch hell war, obwohl der Sonnenuntergang schon eine halbe Stunde zurücklag. Das Urteil führte weiter auS: Wenn die Bestimmung gültig wäre, welche die Zeit der Dunkelheit näher fixiert(eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang big eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang), dann hätte Angeklagter allerdings bestraft werden müssen. Diese Bestimmung sei aber nicht gültig, weil durch eine Pojizeiverordnung nicht bestimmt werden könne, was„Dunkelheit" sei. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Revision ein. Das Kammergericht gab der Revision statt und verurteilte den Angeklagten gleich zur niedrigsten Geldstrafe. Gründe: Der Gesetzgeber der Polizeiverordnung habe durch die genauere Fixie- rung der Zeit der Dunkelheit ausdrücken wollen, was er unter der Zeit der Dunkelheit halte. Im Gegensatz zum Landgericht halte es das Kammergericht für durchaus zulässig, daß die Polizeiverordnung die fragliche Zeit in bestimmter Weise umgrenze. Die Bestimmung falle noch in den Rahmen des§ 6 des Polizeiverwaltungsgesetzes, wonach zu den Aufgaben des polizeilichen Verordnungsrechts der Schutz der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf öffentlichen Straßen gehöre. Die Vorschrift sei darum gültig und hätte be- achtet werden müssen. Daraus folge die Bestrafung des Angeklagten. GtatUma» p» Z !i|i| Swinemde. erltn Frankf.a.M München Dien 76« SO 757 SSO 759® 7561SD 758® 759$D Sf Hatmranba Petersburg Scillq Aberdeen Paris 756 762 747 751 tZ 8« KS» SSO Still Still 753SSO »euer 6 bedeckt 1 Refiel bedeckt bedeckt 2 heiter *9 »-W t? Äi 13 9 12 8 13 Wetterprognose für Tonntag. den 14. September ISIS. Vielfach heiter, nachrS kühl, am Tage ziemlich mild bei lebhaften füdöft- lichcn Winden; leine oder unerhebliche Niederschläge. Jetzt ist's Zeit Sie auch über die Preise für unsere neuen Modelle zu informieren! Schon deshalb, um Ihnen von neuem zu beweisen, wie billig und vorteilhaft Sie b�i uns Kaufen, und dass Sie bei uns trotz billigster Preise alle Finessen und aparten Neuheiten finden, die Ihnen sonst nur bei teurer KonfeKtion geboten werden Neue Kostüme Sehr gut verarbeitet, moderner Cut-away- Schnitt in schönen blauen u. farbig. Stofien 17.50 19.75 25.00 32.50 39.75 45.00 U. 8. W, Neue Paletots in den unifarbigen Stofien, mit dem neuartigen Schnitt, ganz vorzuglich sitzend 16.75 18.50 22.50 27.50 35.00 42.00 U.S.W. König-Strasse 33 am Bahnh. Alexanderplata Chaussee-Str. 113 Ecke Invalide nstrasse (' y. SonatAg gvccU Ausnahmepreis! Ein Posten neuester Prima-Bouel6- Teppiche GrttBe ca. Jf. statt 165/235 om 21"(27.00) 200/300 em 3450(45.00) 250/350 cm 43°°(05.00) 300/400 cm 7850 007.50) Teppich-Speziaihaus L Emil efevre Berlins. Seit 1882� Oranienstr, 158 Spezial- Katalog B5Ö AhhOdenp gratis o. Iraeko. paachf CIGARETTEN* PTooo Zentner Rettfedern SSM verlauft jährlich die erste Bcit- Z-bril mit eleltr. Belrlcd LpelnrsnsleN»»»«D UStig s. Haut» Harn-, Krauenleiden. nerv. Schwäche, Beinkrank« jeder Art, Ehrlich Hata> Kuren in lll. Hpmeyer unterjuchung., Fäden t. Harn usw. Triedrichstt. 31, ÄÄ. Spr. 10— 2, 5— 9, Sonnt. 11— 2. Honorar mäftia. auch T-iI,ahI. Separate» Tameuzimmer. SvMsndlmlgVonvSrts (.inäenslr. 69(wallen) Aosiedtskarteil vom Riesengebirge, Harz, Sächsische Schweiz, Dresden, Berlin in reicher Auswahl. Stück 5 Pf. wasuflrMefeiv 17BmmOr mi# ICAIphA besteh-( 2 B«tUteUea mit Matratzen, 1 Kleiderschrank Ailmmvr iTlIt l%u%nv»uz: z 1 Sl>le«elsl»Ind mit 8ple«el. l lisch, z Stiihie, Anzahlung 2S hOarlc\ 1 komplette Küche. VW»■ A besteh, f 2 Bettstellen mit Mairatzen, 1 Kleiderschrank, «■immer mi« IVUCVie aus:{ I Vertiko, 1 Sola, 1 Tisch, 4 Stühle, 1 Wasch. Anzahlung 35 Mark( toilette, 1 komplette Küche. 3- und 4-Zimmer-Wohnun9en(Sin[i1chjun8?1? n.ach Anzahlung von 60 Mark an( Wahl 06S Käufers. Ipnlalitäl: Herren-, Speise-, Schlafzimmer, Salons u. Küchen Besichtigung oor einem anderweitigen Einkauf im eigenen Interesse erbeten. .AUsFMedcberfl� w M{owSfc24 Gustav Berlin 390 Versand geg. Nachn. Verpack, lösten. frei. Barantie� Umtausch oder ücück» sendung auf meine Kosten,{�ii Ufert ige SBetttebern Psd. M. 0.65, i.-, 1.30, PrimatoalddauneuM.t.?» u. l.OO.— Gemischt« Gänserups» ieder» M. Z.—.— I» weist« Gänse- Halddaunen M.S.60, 3.—, 3.60.— trfit chinesische Monopoldaune» ige. sepiich geschilpt, M. 2.36.-«cht rusftsche Matador-Gänsedauue« ige- schlich g-ichüh» M. 3.60.— Meiste Tauuen M. 6.—. Von den Taunen genügen 3-1 Pfund zum grosten Oder- bell.-«i llsiene A«»ern M. 1.60, 2.-, 2.60, 3.60.— Gänseseser» (z. Reisten) M. 0.00 p. Pfund.- Cdet» brucher«änseschlachtseperu mit Taunen vl. 1.60. Proben u. Preis. Ufte von allen Bctlartiteln gratis. Unstreitig grSstted Betten, n. � Bettsedern-Spezialgeschäft. � 4» Magerkeil+ schwindet durch Haufe'».Nährpulver„Thilossla". Preisgekrönt Berlin 1904. In 6 Wochen 24 Pfund ärztl. kontrollierte Zunahme. Gar. unsohädL Viele Änerk. Karton 2 M., bei Postversand Porto und Nachnahmespesen extra. H. Haufe, Berlin- Waidmannslust 801. De- Eots in folgenden Apotheken: othringerstr. 50, Elefanten-Apotheke, Leipzigerstr. 74, Weißen- burgerstr. 53, Potsdamers tr. 29, Turmstr. 28, Köpenickerstr. 119. Bernburgerstraße 3, Frankfurter Allee 74, Rosenthalerstr. 61. Rei- nickendorferstr. 1. Charlottenburg Bismarckstr. 81. Spandau; Potsdamer Str. 40. ra Hetzner Kinderwagen-Welthaus Metall- Uettsteilen Kinder- u> Kohr- Möbel O Korbwaren RuhestOhle Puppenwagen all« Kinderfahrzeuge itt. GröOf Auawanl Berlin« An&reasstr. 23 Mduaspittz Brunnenstr. 95 e Bensselslr. 17 Lalpxlger3t.54.Naiik5IlD, Bergst.t33 reinigt man am besten wie folgt: Man löst Persil das selbsttätige Waschmittel in stark handwarmem Wasser auf. Dann die Wäsche, ohne sie zu kochen, etwa '/♦ Stunde in dieser Lauge schwenken, hierauf gut ausspülen und ausdrücken, nicht auswringen. Das Trocknen dar! an nicht zu heissen Orten oder an direkter Sonne geschehen. Die Wolle bleibt locker, griffig und wird nicht filzig I (Jebcroll crhÄUlich, niemals lose, nur in Original-Paketen.__-. � DI'IL O J HENKEL& Co, DÜSSELDORF. Auch r.bnk.ni.n d.r.Iib«i»bun Henkel S Dielen- soda. fr#»#* v*x\\v MM ffißS Butterhandlung :M:k-y SCHRÖDER& Co. � Billigste Einkaufsquelie. Höchste Rabattsötze. 35 Filialen* In Berlin n. Vororten. Höhel-Coh« l.GeschSH: Gr. Frankfurter Str. 58 2. Gesehitt; Grüner Weg 109 Bitte genau auf Hausnummern zu achten.-MW aufKredit WM- Riesen« Au« wähl"WM Anzahlungen auf Stube und Küche; Mark 15 30 50 75 bi« 25 bltt 45 bin 70 Moderne Schlaf-, Speise-, Herren- � Wohnzimmer jeder gewünschten Art von 40 91. Anzahlung an. Einzelne Möbelstücke S7 von 5 91. Anzahlung an. IW losigkelt.-MW Liefere auch auswärta, Abzahlung wöchentlich, monatlich, resp. nach Uebereinkunft. Vorzeiger die*. Inserate erhält beim Kauf S M. gutgeschrieben. Berlioer Setaeiderei-GEnoOTScbalt(E.Gj.b.B.! gegründet von organisierten Schnoidergehilfon Berlin S, WM, 165 Ii Hoseialcf Tori Großes Lager fertiger Anzüge. Paletots, Loden-Pelerinen. Sinsepungs-jlnzüge in allen Größen und Preislagen. Elegante Maßanfertigung. Lieferant der Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend. Sonntag« von 8— lO I hr geöffnet. Land- and Bauparzellen für iBorloärfätcser schon mit lOO 91ark Anzahlung, tlelne iSHUiche Teilzahlung, im westlichen Vorort, birett am «ntinbof. Guier Boden, gröfete Wertztelutcranfi: zu erwarten. Bevor Sie ander. iveiiig bestchtigen, prstjen Sie dieieö Angebot, da streng reell. Schreiben Sie sosort an .71. Bachholz, Berlin, Kniprodettr. 19. Pläne, Prospelie. AuSlunst lostenlo-!.' PKTEUIE •to, erwirk» u.»erwert,« In»Pen Staaten C.vMnÄzV/a'Dr.Äu.r Berlin,(SücMneretr. IM Da» Buch.Wie i»u«e eta» Erfind. r..tj. 1. d, v»i�»rtunab»«chall«nj»lnU üU) Möbel Wir liefern dir«« an Private frei HauS durch eig. Gespann Stube u. Kiiche M. 208. 244.50, 278,50, 317, 357. 370. 429, 4V3. Stuben«. Küche SR. 280, 309, 359. 427,50, 501, 590. 2chiafzimmer TO. 223, 276, 813, 355, 429, 460, 540. «Nchen TO. 51. 58, 75, 92. Stänb. Lager 300 Einrichtungen. Reichhail Preisb. gratis u. franlo. Abgabe einzelner Stücke ohne Preiserhöhung i Höffner's Möbel-Engrosbaus Berlin N. 201. Veteranenstr. 11, 12. 13. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: TH.GIod,,Sert,u. Druck n. Verlag: Vorwärts«uchdruckerei a. Verlagsanstatt Paul Singer u- To., BeUiu iM Nr. 239. 30. Iahrggaz. 3. KcilM Ks„Jloriöärts" fittlinct WlksdlM Zsmtaz. 14. Zeptemdn I9IJ. flrbcifslofenfrage und Groß'ßerliner Gemeinden. Eine Versammlung von Vertretern Groß-Berliner Gemeinben vnd der Kreise Teltow und Nieder-Barnim trat gestern vormittag auf Einladung des Berliner Magistrats zu Berlin zusammen, um über die herrschende Arbeitslosigleit und die damit zw sammenhängenden Fragen zu beraten. Den Vorsitz in der Sitzung führte Oberbürgermeister Mermuth. Sämtliche eingeladenen Be Hörden hatten Vertreter entsandt. Die Verhandlung begann mit einer allgemeinen Besprechung über die Lage des Arbeitsmarktes in Groh-Berlin. Die Berichte stimmten darin überein, dah zurzeit eine außergewöhnliche Arbeitslosigkeit bestehe und daß für den kommenden Winter«ine Steigerung der ungünstigen Verhältnisse zu befürchten sei. Es herrschte auch darin Uebereinstimmung, daß nicht in allen Gewerben gleiche Verhältnisse vorliegen und daß besonders schwer von der Arbeitslosigkeit das Bau- und Holz g e w e r b e und die damit in Zusammenhang stehenden Branchen betroffen würden, Was die Frage der Arbeitslosenversicherung an- langt, so wurde in der Aussprache betont, daß die Einführung einer solchen auf Grund des Genter Systems gerade dem be sonders betroffenen Baugewerbe keinerlei Hilfe bringen werde, da die in Frage kommenden Arbeiterorganisationen, von geringen Ausnahmen abgesehen, eine Arbeitslosenunterstützung bisher nicht eingeführt haben und daher eine Zuschutzleistung der Gemeinden, wie sie auf Grund des Genter Systems geschieht, für die Bau Handwerker ausgeschlossen ist. In Uebereinstimmung mit der Stellungnahme des Deutschen Städtetages war die Ver sammlung einstimmig der Ansicht, daß es Aufgabe deS Reichs sei, auf dem Gebiete der Arbeitslosenversicherung endlich vorzu gehen, und zwar zunächst für das Baugewerbe und diejenigen Bran chen, welche erfahrungsgemäß von Krisen und länger dauernder Arbeitslosigkeit besonders betroffen werden. Es wurde beschlossen eine diesbezügliche Petition an den Reichskanzler zu richten. zu deren Ausarbeitung eine fünfgliederige Kommission eingesetzt wurde. Im weiteren Verlauf der Besprechungen gelangte die Frage des Arbeitsnachweises zur Verhandlung. Wie man über «instimmend der Meinung war, daß die Voraussetzung einer Ar beitslosenversicherung ein allgemeiner paritätisch geleiteter Arbeits Nachweis sei, so war man auch darin gleicher Meinung, daß es erwünscht sei. die Arbeitsnachweise Groß-Bcrlins in näher Beziehung zu bringen und«ine gewisse Vereinheit lichung zu schaffen. Bindende Beschlüsse konnten in der Konfe- renz natürlich nicht gefaßt werden. Sie gelangte aber zu dem Ergebnis, daß eine größere Kommission eingesetzt wurde, welche Vorschläge für eine Zentralisierung der Groß�Serliner Arbeits- nachweise ausarbeiten und demnächst zur weiteren Besprechung vorlegen soll. Wir meinen, daß die Zeit der langwierigen Beratungen und Erwägungen vorbei ist und daß endlich die Tat folgen mutz. So richtig es ist. daß es in erster Linie Sache des Reichs ist. mildernd einzugreifen, so dürfen dielZemeind'en bei dem infolge Leb größeren Arbqjstsloiigkeit eintretenden schweren Rotstande vieler Gemeinde- milgli'edrr nicht tatenluS beiseite�stehen-vnd-müffen-endkich'dnrsch Einführung einer ArbeitSsosenversicherung zunächst auf gemeind licher Grundlage einer Milderung der schweren Folgen der Ar- beitslosigkeit die Wege ebnen helfen. lüederbamini kontra Berlin. Der Beschluß d«S Niederbarnimer Kreistags, die Umsatzsteuer bei Objekten im Werte von über S Millionen Mark zu verdoppeln, hat in weiten- Kreisen Aufsehen erregt. ES läßt sich nur erklären auS dem Umstände, daß die Stadt Berlin vor dem Ankauf der etwa Lt> Millionen Mark betragenden Herrschaft Lanke stand Der Ankauf dieses großen Geländes, das prachtvolle Wäloer ent- hält, erfolgt lediglich im Gemeininteresse. Es soll ein Waldgebiet erschlossen werden, das an Schönheit nichts zu wünschen übrig läßt. Dabei will Berlin für die Zukunft Vorsorgen, um Lände- reien zu Rieselzwecken und zur Wasserversorgung bereit zu haben Handelte es sich um privaten Besitz, so brauchte über die Maß. nähme Niederbarnims kein Wort verloren zu werden. Anders steht eS um die Schaffung von Ausnahmegesetzen anläßlich gemein nütziger Erwerbungen. In der letzten Stadtverordneten-Bersamm- lung sind denn auch scharfe Worte gefallen über di: Praktiken des Niederbarnimer Kreisausschusses sowie über die Aufsichtsbehörde. In dem gestern zusammengetretenen Niederbarnimer Kreistag nahm der Landrat des Kreises Dr. Busch das Wort, um sich gegen die erhobenen Vorwürfe zu wehren. In längeren Dar- legungen suchte er nachzuweisen, daß der Besitz Berlins im Kreise Niedcrbarnim nur geringe Steuererträgnisse liefere. Dr. Busch sagte u. a.: Mit dem Berliner Grundbesitz im Kreise Niederbarnim hat e« eine eigene Bewandtnis. Ihnen hier, bor allen den beteiligten Herren Gemeindevorstehern, ist eS ja bekannt, aber die Außenwelt weiß eS nicht, daß jedes Gut, jeder Grundbesitz im Kreise, den die Stadt Berlin besitzt oder kauft, steuerlich tot ist, wenn ich mich so ausdrücken darf. Der Landrat führte dies zu- nächst von der Umsatzsteuer aus und wies dann darauf hin, daß die Stadt Berlin von ihrem gesamten Grundbesitz im Kreise auch keine oder doch kaum irgendwie in Betracht kommende Einkommen- steuer zahle. Dafür einige Zahlen: Die privaten Gutsbezirke im Kreise Niederbarnim nehmen eine Fläche von rund 70 000 Morgen ein. Demgegenüber befinden sich im Besitz der Stadt Berlin Gutsbezirke mit einer Fläche von runo 29 000 Morgen. Das Einkommensteuersoll aus den privaten Gutsbezirken, wie eS der Kreisbesteuerung zugrunde gelegt wird, beträgr 170 000 M. Bei den privaten Gutsbezirken entfällt also auf einen Morgen ein Einkommensteuersall von rund 2,/3 M. Nach diesem Einheitssatz berechnet, müßten die Berliner Gutsbezirke ein Einkommensteuer- soll von über 70 000 M. aufweisen. Was haben sie statt dessen? Noch nicht 18 000 M., d. h. etwaS über eine halbe Mark pro Morgen.(Hört! hört!) Die» beruhte, erklärte der Landrat, in der Hauptsache darauf. daß die Berliner GutSvezirke, von verschwindenden Ausnahmen «abgesehen, zur Einkommensteuer vom landwirtschaftlichen Ein. kommen nicht mehr herangezogen werden können, denn das Ober- Verwaltungsgericht hat in einer Reihe von Prozessen dahin er- kannt. daß oie Stadt Berlin berechtigt ist, die Zinsen der An. leihen, die sie für den Erwerb und Apticrung der Riesel. ländereien aufgenommen hat, auf den landwirtschaftlichen Ertrag zu verrechnen. Wenden wir uns nun zur Herrschast Lank«. Mit dieser, meine Herren, wird eS genau ebenso werden. Die gegenwärtigen Einnahmen aus der Land- und Forstwirtschast der- 1 Herrschaft betragen nach der Magistratsvorlage 178 000 M. jährlich. der Kaufpreis nahezu 20 Millionen Mark, der, zu 4 v. H- gerechnet, einen jährlichen Zinsaufwand von rund 800 000 M. er- fordert. Bei dieser se�r hohen Differenz zwischen Anleihezinsen und landwirtschaftlichem Reinertrag wird letzterer selbstverständlich völlig absorbiert und die nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts mit Notwendigkeit eintretende Folge ist die. daß auch die Herrschaft Lanke mit ihren 17 000 Morgen einkommen steuerfrei wird und dem Kreise Niederbarnim ein weiterer erheblicher Steueraussall entsteht. Darauf ging Redner über zu der angeblichen Möglichkeit, wegen der bevorstehenden Elektrisierung der Reinickendorf— Liebenwalder Bahn eine baloige bauliche Erschließung von Teilen des Lanker Gebiets vorzu lehmen und nannte dies einen schlechten Trost für den Kreil: Was dieses Bahnprojekt angeht, so paßt darauf vortrefflich das alte Wort:„Leicht beieinander wohnen die Gedanken, ooch hart im Räume stoßen sich die Sachen." Es ist immer mißlich, von Dingen zu reden, deren Ausgang völlig im dunkeln liegt. Da aber die Magistratsvorlage von der baldigen Verwirklichung jenes Projekts mit so großem Optimismus spricht, und da ich die ernste Besorgnis habe, daß von so autoritativer Stelle gesprochene Worte vielleicht in beteiligten Kreisen Hoffnungen erwecken und Pläne reifen lassen, denen später herbe Enttäuschungen folgen könnren, fo bin ich gezwungen, auch hierau mit einigen Worten einzugehen. Als wir, meine Herren,— die Provinz und der Kreis— uns im vorigen Jahre entschlossen, uns durch Ankauf der Aktienmajorität eine verstärkte Kontrolle über die Reinickendorf— Liebenwalder Bahn zu sichern— schon vorher hatten wir das absolute Bestimmungsrecht über jede Veränderung und Ausgestaltung des Bahnunternehmens—, haben wir die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschast von vorn- herein an den Verhandlungen beteiligt und sind mit ihr gemein- sam vorgegangen, weil wir es für richtig hielten, das Jnteress. der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschast an dem Bahnunternehmen zu erwecken und dessen künftiger Verbindung mit dem Schnellbahnprojekt Peukölln— Gesundbrunnen die Wege zu ebnen. Ueber die Möglichkeiten, diese Verbindung herzustellen, haben aber bisher erst völlig unverbindliche, rein vorläufige Besprechungen stattgefunden, und ich wüßte nicht, was zu der so sehr optimistischen Auffassung der Magistratsvorlage berechtigen könnte. Nur so viel steht fest, daß die Verwirklichung eine erhebliche Anzahl von Millionen kosten und daß der Betrieb für Jahre hinaus sehr, sehr hohe Zuschüsse erfordern würde. Der Landrat sucht« dann das Verhalten der Gemeinde Fran- zösisch-Buchholz gegen Berlin zu rechtfertigen, die ebenfalls die Steuerschraube schärfer angezogen hat. In der Debatte stimmten eine ganze Reihe Kreistagsabgeordneter dem Herrn Landrat zu. Die gemachten' Darlegungen entbehren jeder Schlüssigkeit sie können die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daß im vorliegenden Falle ein Ausnahmegesetz gegen ein gemeinnütziges Unternehmen beschlossen worden ist. Es darf doch nicht außer acht gelassen werden, daß die kleinen Gemeinden im Niederbarnimer Kreise durch die Anlagen der Stadt erheblichen Nutzen gehabt haben. Grund und Boden sind im Werte erheblich gestiegen, der Verkehr ist gefördert u. a, m, Partei- �lngelegendeiten. vierter Wahlkreis. Zu dem heute. Sonntag, nachmittags 8 Uhr. in der Treptower Sternwarte� stattfindenden Lichtbildervortrag: a 30 Pf. zu haben. Neukölln. Am Montag beginnt der vom Bildungsausschuß veranstaltete naturwissenschaftlich« Vortrag mit Lichtbildern:„Ursachen und treibende Kräfte der EntWickelung. Bortragender: Genosse Dr. Baege. Fortsetzung am 23., 29. September, 8. und 13. Oktober 1913, abends 8 Uhr. in Bartschs Festsolen, Hermannstr. 49. Ein trittskarten für den ganzen Kursus zu 30 Pf. sind an den bekannten Stellen sowie am Saaleingang zu haben. DaS Thema gehört zu den interessantesten auf dem Gebiete der NaturerkenntrnS. Eine rege Beteiligung der Genossen und Genossinnen wird erwartet. Lichtenberg. Die Flugblattverbreiwno findet heute, Sonntag, den 14. September, früh 8 Uhr, von den bekannten Stellen aus statt. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Friedenau. Am Mittwoch, den 17. d. M., abends 8% Uhr, im Kaiser-Wilhelm-Garten, Rheinstr. 84, im kleinen Saale: Mit- gliederversammlung. Vortrag d«S Genossen Dr. Grumach über: „Die Landarbeiterfrage". Steglitz-Friedenau. Donnerstag, den 18. September, abends Uhr, im Birkenwäldchen. Steglitz, Schützenstraße: Licht- bildervortrag:„Unsere heutig« Kenntnis von der Abstammung des Menschen." Vortragender: Genosse M. H. Baege. Eintritt 20 Pf. Karten sind bei den Bezirks. 'ührern und Hauskassierern zu haben. Der Bildung«, und Jugendausschuß. Grünau. Mittwoch, den 17. d. M., abends 8H Uhr, in der Grünen Ecke. Köpenicker Straß« 88: Mitgliederversammlung. Vortrag des Gen. Dr. Freund über Feuerbestattung. Im Anschluß an diesen Bortrag findet an einem der nächsten Sonntage eine Be- ichtigung des Krematoriums in Baumschulenweg statt. Es sollte )aher kein Mitglied fehlen. Gäste willkommen. Tempelhof. Morgen. Montag, abends pünktlich Uhr, be- ginnt im WilbelmSgarten, Berliner Straße 49. der Vortragskursus Aus der Geschichte des Sozialismus"(Referent Genosse Emil Eich- Horn). Die Fortsetzung d«z Kursus findet statt am 18., 22. und 25. September. Teilnehmerkarten a 40 Pf., welch« zum Besuch aller vier Vortragsabend« berechtigen, sind noch bei den Bezirks- führcrn zu haben. Arbeitslose haben freien Eintritt. Um reg« Beteiligung ersucht Der BildungSausschuß. Oberschöneweide. Dienstag, den 18. September, abends 8Z4 Uhr, im„Wilhelminenhof" Mitgliederversammlung. TageS- oronung: Arbeitslosenversicherung— Staat oder Gemeinde? Ge- meindevertveterbericht. Bezirksangelegenheiten. Diskussion. Rudow. Am Dienstag, den 18. September, abends 85-4 Uhr, im Lokal von Palm: Mitgliederversammlung des Wahlvereini. Rcinickendorf-West. Am Dienstag, den 18. September, abends 8Z4 Uhr, im Lokal von Wohlfart, Eichbornstr. 18: Mitgliederver- sammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag über das KrankcnversicherungSgesetz. 3. Vereinsange- legenheiten und Verschiedenes.' Hohenschönhausen. Dienstag, den 16. September, abends 8/-s Uhr: Mitgliederversammlung im Lokal von F. Reyher. Tages- ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pieck: Aus Bebel« Leben. BezirkSangelegenheiien. 3. Verschiedene«. Die Versammlung beginnt pünktlich 81h Uhr. Borsigwalde-Wittenau. Donnerstag, den 18. September, abends 81h Uhr, im Lokal von Ratziv, Röderallle« 70, Mitglieder- Versammlung des WahlvereinS. Tagesordnung: 1. Vortrag über die„Volksfürsorge". 2. Vereinzangelegenheiten. 3. Verschie. denes. Rosenthal. Am Dienstag, den 16. September, abends 314 Uhr, i» Lokale von Gust. Milbrodt, Walderseestr. 5: Mitglied« rversamm. lung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag. 8. Bericht vom Kreistag Niederbarnim(Gen. Milbrodt). 4. Bericht vom Schulhausneubau. S. Parteiangelegenheiten. Nowawes. Mittwoch, den 17. September, abend« 814 Uhr, findet im Lokal des Herrn Ernst Schmidt, Wilhelmftr. 41/43, eine Volksversammlung statt, in welcher Landtagsabgeordneter Genosse Konrad Haenisch über den Massenstreik sprechen wird. Röntgental, Zepernick, Buch. Zur wichtigen Parteiarbeit wollen die Parteigenossen oben genannter Ortschaften sich heute um 8 Uhr morgens beim Genossen Buchholz, Kaiser-Wilhelm-Stratze 60, (Röntgental) einfinden.__ ßerlincr Nacbricbten* Neuberliner Kultur. Der„gebildete" Berliner, so sagt man, stellt hohe An- forderungen an die Etablissements, in denen er sich amüsieren will. Gewöhnliche Musikkapellen genügen seinem Geschmack schon lange nicht mehr.„Mister Meschugge" und die„musi- kalischen Blödsinnskandidaten" müssen das langweilige Ge- dudel„interessant" machen. Und im Lunavark müssen in jedem Jahr raffiniertere„Attraktionen" aufgebaut werden, damit die verwöhnte Großstadtjugend auf ihre Kosten kommt. Immer raffiniertere, immer sensationellere Attraktionen! Man muß staunen über das„Schenie", das da entfaltet wird, über den feinen Geschmack, der den Bedürfnissen, dem Ge- schmack des Handlungsjünglings und der Geschäftsmaid bis in seine verborgensten Winkel nachspürt, um dann daS»Richtige" zu treffen. Buden, in denen man nach Scheiben schießen, nach Flaschen und Messern und anderem Tand mit Ringen werfen konnte, uni nach gelungenem Treffer einen„Kunstgegenstand" als Siegespreis nach Hause tragen zu dürfen.— die gab es schon lange. Was aber alt ist,„zieht" nicht mehr. Zum mindesten muß das überlieferte Spiel modernisiert werden. Der heurige Lunapark hat das Problem gelöst. Sehr appetitlich sieht die Bude gerade nicht av8; eine scheußlich bemalte Hinterwand: auf allerlei Borten und Regalen davor irdene, teilweise halbzerbrockiene Teller auf- gestellt, schmierige Flaschen, zerbeulte Kochtöpfe. Auf dem Fußboden eine Flut von Scherben. Bei dem Fräulein, das vorne„bedienst', kannst du nun für 20 Pfennige drei steinerne„Eier" kaufen, für 40 Pfennige sogar sieben. Diese drei oder lieber gleich sieben Eier darfst du mit Anstrengung aller Kraft gegen die aufgestellten Teller, Töpfe und Flaschen werfen. Vielleicht blübt dir das Glück, daß du triffst und einem der zerbeulten Kochtöpfe eine Beule mehr in den Leib schmeißt oder sogar einen gesprungenen Teller völlig in Stücke wirfst. Hallelujahl „Na— und?" Naive Seele, die du von der Psychologie deS modernen Berliners so wenig verstehst! Du erwartest n o ch m e h r? Ab« ich bitte dich, dann wäre der Unterschied von den alten Ring» wurfbuden ja gar nicht so groß. Der Witz ist eben der, daß du nichts erhältst, auch wenn du getroffen hast. Dafür hast du dock auch das Vergnügen, nach richtig- gehenden Tellern und Kochtöpfen werfen zu dürfen. Du kannst wirkliche Gebrauchsgegenstände zerstören, im Werte von mindestens 5 Pfennigen. Das ist die 20 Pfennige und selbst-dis-40-Pfennige. doch wohl-wertt----— Was so ein richtiger gebildeter, auf der Höhe unserer Kultur stehender Berliner ist, der wenigstens weiß einen solchen Kampf gegen Geschirr wohl zu würdigen. Besondere Spitzen der großstädtischen Intelligenz machen eS nicht unter 35 Eierwürfen. Der Mann, der dieses amüsante(und nebenbei auch recht einträgliche) Spiel erfunden hat, besitzt jedoch nicht nur er- finderischen Geist und Scharssinn. Er ist auch ein Mann voll Phantasie. Ueber seiner Bude prangt ein Schild, auf dem mit großen Buchstaben zu lesen steht:»De mussnero du Balcan." Dieses Topfzerschmeißen mit jenem grauenvollen Morden zu vergleichen, das dort unten auf dem Balkan die Besten des Volkes dahinraffte, Hunderttausende weinender Witwen, un- tröstlicher Mütter zurückließ,— nicht wahr, daS ist doch ge- fchmackvoll, wirklich schön,— ein stolzes Wahrzeichen, wie weit wir es mit unserer Kultur gebracht haben...» Die„schwindelerregende Eisenbahn". Am 22. September sind 75 Jahre seit der Eröffnung der ersten preußischen Eisenbahn auf der Strecke von Potsdam nach Zehlendorf bei Berlin verflossen. Im Jahre 1838 wurde an jenem Tage diese Teilstrecke, kurze Zeit darauf die ganze Strecke von Berlin nach Potsdam in Betrieb geckommen. Es war der endgültige Sieg des neuen Verkehrsgedankens auf deutschem Boden. Ehe noch das Jahr zu Ende ging, waren die Berliner Linien nach Stettin. Breslau und Cöthen neben 22 anderen Eisenbahnen in Preußen sowie zahlreiche Linien in Süddeutschland projektiert. Die Potsdamer Bahn hatte endgültig die vielen Feinde der Lokomotive zum Schweigen gebracht. Sie hatten nichts unversucht gelassen, dem damaligen König Friedrich Wilhelm III., der selbst ein entschiedener Gegner dieser Neuerung war. in seinem Widerstand noch zu bestärken. So berief man sich auf ein Gutachten, das ein hohes Medizinalkollegium einige Jahre vorher in Bayern bei Gelegenheit des Eisenbahnprojekts Fürth— Nürnberg abgegeben hatte, und das verdient, als Zeugnis menschlichen Irr- tums der Nachwelt überliefert zu werden. Es«klärte, daß der Bau der Eisenbahn„ein großes Verbrechen gegen die öffentliche Gesundheit" wäre! Denn die blitzschnelle Be- wegung— etwa 20 Kilometer in der Stunde!— würde bei den Reisenden Gehirnerschütterung, bei den Zuschauern aber Schwindelanfälle erzeugen. W« so leichtsitinig sei, trotzdem ahrcn zu wollen, dem könne man ja nicht helfen. Aber die übrige Welt müsse vor dem gesundheitsgefährlichen Anblick der Eisenbahn geschützt werden. Das Kollegium empfahl deshalb dringend, an beiden Seiten der Schienen einen Holz- zäun in der Höhe der Wagen aufzurichten. Was würden die Herren zu unseren heutigen schnellsten Zügen sagen, in denen wir bequem im Bett schlafend oder bebaglich am Sveifetisch dinierend üb« 85 Kilomet«, also mehr als das Li«fache, ohne Schaden für unsere Gesundheit zurücklegen! WaS gar zu den elektrischen Versuchsfahrten auf der Militärbahn Marinfelde— Zossen, auf denen Geschwindigkeiten von rund 200 Kilometer pro Stunde erzielt wurden?! Als die ersten Proben mit Lokomotiven gemacht werden sollten, wiesen namhafte Ingenieure genau nach, daß die Lokomotiven unmöglich von d« Stelle kommen könnten: ihre Räd« würden sich imm« um sich selbst drehen. D« hervorragende französische Staatsmann und Geschichtsschreib« Thiers meinte, er(tobe ia zv, daß die Eisenbahnen die Be- förderuug von Reisenden etwas erleichtern würden, wenn der Gebrauch auf einige ganz kurze Linien in der Nähe großer Städte beschränkt bliebe. Man brauche keine weiten Strecken! Heute durchzieht die ganze Erde ein Eisenbahnnetz in einer Gesamtlänge von über 1 Million Kilometer, das ist mehr als das Zweifache der Entfernung des Mondes von der Erde! Und in Deutschland allein werden mehr als Söll Millionen Menschen im Jahre mit der Eisenbahn befördert! So hat sich von jeher jede Neuerung erst gegen Autoritäten ihren Weg erkämpfen müssen. Die Wasserversorgung der Landgemeinden betrifft eine Bekanntmachung, die von den Regierungs- Präsidenten und Landräten erlassen wird. In dem heißen Sommer 1911 versagten bekanntlich viele Brunnen, so daß zahlreiche Gemeinden das erforderliche Wasser von weither heranschaffen mußten und auch die kommunalen Wasserwerke gezwungen waren, den Verbrauch des Wassers durch Sper- . Lungen zu regeln. In den beiden letzten Jahren wurden des- Tjcllb eine ganze Anzahl neuer Tiefbrunnen angelegt. Von den Beamten der königlichen Geologischen Landesanstalt in Berlin ist nun wiederholt die Beobachtung gemacht worden. daß kostspielige Schürfarbeiten, Bohrungen usw. nach Wasser von Gemeinden ohne jeden Erfolg ausgeführt wurden, da die Bohrpunkte außerhalb des unterirdischen Wasserverkehrs lagen. In den weitaus meisten Fällen hätten derartige nutz. lose und kostspielige Arbeiten vermieden werden können, wenn eine geologische Voruntersuchung und Begutachtung statt- gefunden hätte. Im Auftrage der Geologischen Landesanstalt wird jetzt amtlich darauf hingewiesen, daß die Landesanstalt die erwähnten Beratungen und Arbeiten gegen mäßige Gebühren ausführt und daß wenig bemittelten Gemeinden auf Antrag die Zahlung einer Gebühr erlassen wird. Die vergeßlichen Ferienreisenden. An die verflossenen Sommerferien erinnern jetzt, wo bereits alles wieder im alten Gleise ist. die Fundbureaus der Verkehrseinrichtungen, ganz besonders aber das Fundbureau der Ersenbahndirektion Berlin. Dieses hat seit der Rückkehr der Ferienreisenden eine ganz enorme Bereicherung er> fahren. Tausende von Paketen. Paketchen. Schirmen, Stöcken, Kartons mit Reiseandenken, Taschen, ja. selbst Reisekörbe und Koffer ssnd hier aufgestapelt. Auf der Stettiner Bcchn mit ihrem gewaltigen Verkehr aus den Ostseebädern scheint die Vergeßlichkeit der Ferienreisenden ihren Höhepunkt erreicht zu haben, denn die betreffende Abteilung des Fundbureaus ist nahezu überfüllt. Ein Teil der Fundsachen wurde bereits von den Eigentümern abgeholt, der Rest harrt jetzt der öffentlichen Versteigerung._ (Sitte lehrreiche und interessante Darstellung des unter- irdischen Berlin befindet ssch im Landwirtschaftlichen Museum Es ist dies eine Art Landkarte" von Berlin, ein Glasrelief, das den Grund und Boden fixiert, auf dem Berlin gebaut ist. Die Karte hat eine Länge von 6V2 Meter und eine Breite von �,19 Meter und zeigt das unterirdische Berlin bis zu einer Tiefe von 400 Meter, und zwar vom Rummelsburger See bis nach Westend und in nordsüdlicher Richtung vom Tegeler Schießplatz bis hinter Neukölln und Schmargendorf, Auf der Deckglasplatte befindet sich ein genauer Situationsplan von Berlin in plastischer Ausführung, an welchem lotrecht un- zählige Glasstäbe hängen. Diese veranschaulichen in mehr. farbigen Abstufungen genau die verschiedenen Erdschicht- folgen. Alle Straßen. Plätze und Gassen verraten so ihr Fundament bis zur Tiefe von fast einem halben Kilometer. Kies-, Mergel-, Sand- und Kohleschichten, durchzogen von vielen Wasserarmen, wechseln miteinander ab— Gold- und Silberschichten sind jedoch nirgends zu erblicken! Der Plan ist ein Lebenswerk des Professors Gruner und hat einen Her- stellungswert von rund 20 000 M. Ueber die deutschen Schulbauten der Gegenwart hat die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung eine umfangreiche Lichtbildersammlung zusammengebracht. Die Sammlung umfaßt etwa 1000 Diapositive. Vertreten sind größere und mittlere Städte Deutschlands mit ihren neueren Schulbauten. Die Vorlagen sind von den städtischen Schul- Verwaltungen zumeist mit Erläuterungen zur Verfügung gestellt worden. Die Sammlung gibt einen Ueberblick über das, was zurzeit auf dem Gebiete des Schulbaues geleistet wird, und zugleich einen interessanten Einblick in das Aeutzere de» modernen Schulwesens. Sie wird an Gemeinden, Schulen. Bildungsvereine usw. gegen eine geringe Gebühr auSgeliehen, um die Fortschritte auf dem Gebiet des Schul- baueS bekannter zu machen und dazu mitzuwirken, daß überall, wo neue Bauten errichtet werden sollen, die besten Muster der Gegenwart zur Hand sind. Vor allen Dingen können auch durch Vorführung der Bilder und entsprechende Erläuterung— die Erläuterungen werden den Bildern bei- gegeben— auch weitere Kreise für das wichtige Gebiet der Schulbaukunst interessiert werden. Tödlicher Unfall im Krankenhaus Bethanien. Gestern vormittag gegen 11 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Krankenhaus Bethanien am Mariannen-Platz 2. gerufen, too sich ein Fahrstuhlunglück ereignet hatte. In dem Schwestern« wohnhau».Martha- Mariahou»' befindet sich ein Fahrstuhl mit Selbstbetätigung. Als gestern vormittag der Maschinenmeister Willi Ehler« in dem Fahrstnhlschacht tätig war. setzte sich der Fahrstuhl plötzlich in Bewegung, so datz der Maschinenmeister eingeklemmt wurde. Di« Feuerwehr befreite den Verunglückten aus seiner gefährlichen Lage, doch hatte er schon so schwere Verletzungen er- litten, datz er bald daraus starb. EdlerS war seit einigen Jahren in dem Kranlenhause angestellt, verheiraret und Familienvater. Er stand im SV. Lebensjahre. Eine genaue Untersuchung des traurigen Borgange» ist eingeleitet. Vom Rettungswesen Berlins. Di« Einrichtungen des Berliner Rettungswesens wurden im EtaiSjahr ISIS<1. April 1012 bis 31. März 1913). aus dem jetzt der Jahresbericht deS Kuratoriums für das Rcttungswelen der Stadl vorliegt, wieder sehr stark in Anspruch genommen. Gegenüber dem vorhergehenden EtalSjahr 1911 hat sich allerdings eine Minderung ergeben, doch ist fie nur gering. In 1912 hallen Beistand zu leisten die 17 Hilfswachen zusammen 33 547 mal, die in Krankenhäusern untergebrachten 12 Hauptwachen zusammen 11 773 mal. autzer- dem die Station des Hedwigskrankenhauses 1159 mal. macht im ganzen 73 470 Fälle. Für 1911 waren gezählt worden in 17 Hilfs- wache« 67 B8« Fälle, in 12 Hauptwachen 12 226, im Hedwigs- krontenhau» 332 überhaupt 83 323 Fälle von Beistandsleistungen. Di« Hilf« de» Siettungswesen« wurde in 1012— ähnlich wie in 1911— nur bei einem Fünftel aller Fälle in der Nacht, bei vier Fünfteln am Tage beansprucht. Mit 1. April 1913 hat die Stadt endlich den Gesamtbetrieb des Berliner RettungSwesenS in eigene Verwaltung übernommen. Zur Beachtung für Eltern«nd Vormünder! Wieder naht die Zeit, in der eine grotze Anzahl junger Leute die Schule verlätzt und in das Berufsleben einttitt. Da erscheint es angezeigt, alle Eltern und Vormünder darauf hinzuweisen, beim Abschluß von Lehrverträgen streng darauf zu sehen, datz in diese Verträge nicht etwa Bestimmungen ausgenommen werden, die für die von den Eltern gewünschte geistige Fortbildung der schulentlassenen Jugend in hohem Matze hinderlich sein können. Wiederholt find Fälle verzeichnet worden, in denen durch besondere Bestimmungen im Lehrvertrag den jungen Leuten die Möglichkeit genommen wurde, sich der freien Jugendbewegung anzuschlietzen und deren Veranstaltungen zu besuchen. Meist gehen derartige Bestimmungen dahin, datz der Lehrling der Genehmigung deS Lehrherrn bedarf, wenn er sich irgendwelchen Vereinen an- schließen oder irgendwelche Veranstaltungen besuchen will. Datz sich solche Bestimmungen einzig und allein gegen die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Organi- sationen, insbesondere auch gegen die freie Jugendbewegung richten, liegt klar aus der Hand. Da bisher alle Bemühungen des Staates und der Polizei, die freie Jugendbewegung zu unterdrücken. erfolglos gewesen sind, so versucht man nun in der angegebenen Weise, die jungen Leute von der freien Jugendbewegung fern- zuhalten. Darum, Arbeitereltern, gebt acht! Unterschreibt keinen Vertrag. in dem Bestimmungen der gekennzeichneten Art enthalten sind! Es ist Euer gute« Recht und Eure Pflicht, für die geistige Einwickelung Eurer Jugend in der Weise zu sorgen, wie eS in Eurem Jniercsie liegt. Daran kann Euch kein Lehrherr hindern. Darum heißt es: Vorsicht beim Unterzeichnen von Lehrverträgen I Ein Veteran der Arbeit, der alte..Streikvater" Wilhelm Schmitz, genannt Lukas, ist im Alter von 83 Jahren nach mehrjährigem Siechtum aus dem Leben geschieden. In ihm der- lieren die Berliner Arbeiter, insbesondere aber die Holzarbeiter, einen ihrer tätigsten Borkämpfer. Schon vor 46 Jahren, als von einer Organisation noch kaum die Rede war, nahm er als Vertreter der Berliner Tischler an dem im Jahre 1868 stattgefundenen allge- meinen deutschen Arbeiterkongreß teil. Auch in der Folgezeit stand er immer an der Spitze der Berliner Tischler, und alle Versuche zur Organisierung seiner Berufskollegen sind auf seine Initiative zuückzuführen. Unter seiner Leitung gelang es auch den Berliner Tischlern in den Jahren 1871 und 1873 erfolgreiche Lohnbewe- gungen durchzuführen. Soweit es seine Kräfte erlaubten, hat er auch noch später in der Organisation seinen Mann gestanden, bis ihn das zunehmende Alter und Siechtum zwang, ganz zurückzu- treten. Alle, die den Wackeren kannten, werden ihm ein bleibendes Andenken bewahren. Zwischen zwei Straßenbahnwagen. Ein schwerer Unfall ereignete sich am gestrigen Sonnabend morgens gegen 8 Uhr am Moritzplatz. Dort wallte der siebzehnjährige Lehrling Artur Sedelholm mit seinem Zweirad zwischen zwei Stratzenbohnzügen hindurchfahren. Er wurde erfaßt und so heftig zu Boden geschleudert, datz er einen Schädelbruch und schwere innere Verletzungen davontrug. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde der Lehrling in das Urban- Krankenhaus geschafft. Schon wieder zwei Dachstuhlbrände. Im Hause Schulstratze27. das dem Verein«Arbeitsstätte für arbeitslose Familienvärer und-mütter" gehört, kam gestern vormittag ein Dachstuhlbrand zum Ausbruch. Tie Gefahr wurde kurz vor 9 Uhr bemerkt, als Rauchwolken aus dem Dachgeschoß de» Ouergebäudes hervorquollen. Die Feuerwehr wurde von verschiedenen Seiten alarmiert und rückte infolgedessen mit drei Löschzügen an. Durch kräftiges Wassergeben konnte der Brand in verhältnismäßig kurzer Zeit gelöscht werden, sodatz nur ein Teil des Dachstuhles vernichtet worden ist. Ueber die Ursache de» Feuers ist nichts festgestellt.— In der fünften Nachmittagsstunde wurde die Feuerwehr nach der Tegeler Stratze 61/62, Ecke Lynarstratze, gerufen, wo ebenfalls ein Dachstuhlbrand ausgebrochen war. Das Feuer hatte seinen Herd im Dachstuhl des Ouergebäudes und war noch nicht so sehr weil vorgeschritten. Infolgedessen konnte die Gefahr in kurzer Zeit beseitigt werden. Als Ursache des Brandes nimmt man Brandstiftung an, doch sind bestimmte Feststellungen in dieser Richtung nicht gemacht worden.— Fast gleichzeitig erfolgte auch Feueralarm nach dem Bahnhof Frankfurter Allee. Hier war die Holzverschalung unter der Eisenbahnbrücke in Brand geraten. Die Gefahr wurde in wenigen Minuten beseitigt, so datz der Schaden geringfügig ist. Abends gegen 8)4 Uhr wurde die Feuerwehr nach der Lange Straße 16/16 gerufen. Als die Züge dort ankamen, standen die Kellerräume des zweiten HofeS, in denen die Kartons der Karton- fabrik von Fabian lagern, sowie der Pferdestall und die darüber liegenden Treppen in hellen Flammen. Die Ablöschung des Brandes nahm längere Zeit in Anspruch. Da in letzter Zeit dort schon das viertemal Feuer ausgebrochen ist, wird Brandstiftung vermutet. Wegen eines AutomobilbrandeS wurde die Wehr in der vergangenen Nacht nach der Steglitzer Straße 26» gerufen. Um die hoch emporschlagenden Flammen zu ersticken, mußte mit einem Rohr Wasser gegeben werden. Das Automobil ist stark beschädigt worden. Berliner BolkSchor. Die UebungSabende des Chors finden jeyt wieder nur in der Aula der Pflickt-Fort« bildungSschule V, Lange Str. 81(am Siblesischen Bahnhof). jeden Dienstag und Freitag, abends>/z9 Uhr, start. Gäste als Zuhörer stets willkommen. Aufnahme neuer' Mitglieder ebenda. Die Hundesprrre ist, wie im LandeSpolizeibczirk Berlin, jetzl auch für zahlreilhe Ortschaften der Kreise O st b a�v e l l a n d, Teltow und Niederbarnim sowie in der Skadt Spandau bis zum 16. November d. I. mit der Maßgabe verlängert worden, daß die gewissenhafte Ueberwachung der mit einem sicheren Maulkorb« versehenen Hunde der Festlegung gleich geachtet werden soll.__ Vorort- NacbricbtciK Neukölln. Die drei für Freitagabend einberufenen Volksversammlungen mit dem Tchema:«Heraus aus der Kirche" waren sämtlich schon vor dem Beginn übetfüllt. In allen drei Versammlungen waren über 2939 Personen anwesend. In der Vereinsbrauerei mußten die Nebenräume geöffnet und die Tische entfernt werden. In Felschs GesellschaftShauS sprach Dr. Karl Liebknecht, der auseinandersetzte. daß es eine ganz einfache Forderung der Ehrlichkeit sei, aus der Kirche auszutreten, wenn man mit den Lehren der Kirche innerlich gebrochen habe. Aber auch der, der zwar wirklich christlich gesinnt sei. müsse sich von der Staatskirche trennen, die heute gar nichts anderes mehr sei als ein Machtinstrument der Reaktion. Weiter führte Redner aus, datz dieser Kampf gegen die Staatskirche, der durchaus nicht einen Kampf gegen die Religion jeglicher Schattierung bedeutet, ein außerordentlich wirksame? Mittel im Kampf um politische Recht« überhaupt sei, so z. B. um die Erringung eines freien Wahlrechts in Preußen. Wahlrechtsdemonstrationen und der Massenstreik verlangten in jedem Falle mehr oder weniger persönliche Opfer, der Kirchenaus- tritt, der, wie die Erfahrung gezeigt hat, keinerlei Schwierigkeiten mache, brächte nur Vorteile und verlangte gar keine Opfer, er träfe die reaktionäre Staatsgewalt aber an einer sehr empfindlichen Stelle. Genosse Zepmenel, der Leiter der Versammlung, beleuch. tele darauf die Schulde nwirtschaft in den Neuköllner kirchlichen Ver. Hältnissen und daß durch den Bau der gänzlich überflüssigen fünften evangelischen Kirche die Belastung auch der Minderbemittelten aufS äußerste gesteigert würde. Er wies, ferner darauf hin, daß sogar eine Reih« von Staatsbeamten aus der Kirche ausgetreten sei.— In den Hohenstausensälen, wo Landtagsabgeordneter Adolf Hofs» mann sprach, wies der Leiter der Versammlung, Dr. med. Eckold, darauf hin, daß die Kirchenbesuchsstatistik ergeben habe, daß v-"7 239� Neuköllnern durchschnittlich 199 nicht in die Kirche er erzählte weiter, daß er auf die Reklamation des Religionslehreri seines Töchterchens, sie zeige..durchaus mangelhafte' Leistungen in Religion, geschrieben habe:„Gerda wird in ihrem Eliernhause in völligem Unglauben erzogen. Sie glaubt weder an Gott noch an Christus, noch an Engel oder Teufel, noch an Himmel oder Hölle. Ihre Erziehung ist vielmehr auf eine rein ethisch-moralische, natur- wissenschaftliche Basis eingestellt. Wenn sie morgens in der Schule die Hände faltet, so folgt sie dem Zwange, wenn sie die von wissen- schaftlichen Unwahrheiten strotzenden biblischen Geschichten und Sprüche mechanisch hersagen mutz, so ist ihr Herz nicht dabei, weil sie im Eliernhause gegenteilig belehrt wird. Die Folgen dieses Konfliktes sind mangelhaste Leistungen in Religion." Dr. Eckold forderte die Hunderte aus, seinem Beispiel zu folgen und in dieser Weise Protest einzulegen gegen die Vergewaltigung der Dissidenten. kinder, eine Aufforderung, die größten Beifall fand. Genosse Adolf Hoffmann erörterte dann ausführlich die mit dem Kirchen. austritt verknüpften religiösen und politischen Fragen in ähnlicher Weise wie Dr. Liebknecht. Er wies darauf hin, datz zwar durch die Kirchensteuer ein« sehr erhebliche materielle Belastung eintritt, hob aber ganz besonders hervor, datz nur der aus der Kirche aus- treten solle, der durch sein Gewissen dazu gedrängt würde, auch er müsse aufs äußerst« verurteilen, wenn jemand den Kirchenaustritt nur vollzieht, um die Kirchensteuer zu ersparen. Redner ging dann auf einen ausführlichen Brief ein, den der erste Pfarrer Neuköllns, Voigt, als Antwort auf eine Einladung zur Versammlung gesandt hatte, und worin der Pfarrer erklärt, er wäre anderweitig in An- spruch genommen, sonst würde er erscheinen und erklären, daß auch nach seiner Meinung die mit der Kirche Zerfallenen aus ihr aus- scheiden sollten, datz aber Volksversammlungen nicht der rechte Ort seien, um solche zarten Fragen zu er» ledigen, deren Behandlung„auch ein gewisses Maß klarer Ein- sichten und Vorbegriffe erfordert". Genosse Hoffmann fragte der» wundert, warum denn die anderen 19 evangelischen und die katho- tischen Geistlichen und der Rabbiner nicht erschienen seien? Aber das habe er immer beobachten müssen, daß die Pfarrer und Lehrer sich in solchen Versammlungen so gut wie nicht einfänden, und daS erinnere ihn an das Wort der Bibel von dem schlechten Hirten, der seine Schafherde im Stich läßt, wenn sie vom reißenden Wolf an- gefallen wird.— In der Vereinsbrauerei, wo die bürgerlichen Redner, Schriftsteller Lehmann-Rutzbüldt und Redakteur v. Gerlach.� sprachen, brachten die Kirchlichliberalen eine Erklärung zur Ver- lesung, in der sie betonten, daß es verständlich sei, wenn in Neukölln der Ruf erschalle:„Heraus aus der Kirche!", denn die Orthodoxen hätten in wenigen Jahren di« Kirchensteuer von 19 auf 16 und jetzt auf 20 Proz. gesteigert, und durch den Bau der fünften Kirche würde die Schuldenlast auf 1i4 Millionen erhöht. Besonders interessant war es, wie Herr v. Gerlach erzählte, daß er aus konservativ-ortho- doxem Lager gekommen sei, als er aber beobachtete, daß z. B. ein Kirchenpalron ihm erllärte, er habe einen Pfarrer nur deshalb ge- wählt, weil dieser ein guter Skatspieler sei, obgleich der Pfarrer im Gegensatz zum Kirchonpatron liberal angehaucht war, wurde sein Glaube an die Ehrlichkeit der kirchlichen Kr ms« erschüttert. Spater habe er als Kirchenratsmitglied und als Synodale im liberalen Sinne versucht, die Kirche von innen zu reformieren, als er aber auch hier sah, daß die Kirchlichliberalen nicht einmal das kirchliche Frauenstimmrecht gewährten und überhaupt nicht Ernst machten mit einer Reformation der Kirche, habe er sich zum Kirchenaustritt entschlossen.— In allen drei Versammlungen wurden 397 Kirchen- austritte eingeleitet, wovon auf die Versammlung des Genossen Adolf Hoffmann 161 entsielen. Der Reinertrag der Versamm» lungen wurde zur Hälfte mit 24 M. dem Bebelsonds für Errichtung von Jugendheimen zugewiesen, um zum Ausdruck zu bringen, daß die Kirchenaustrittsbewegung nicht bloß negative Ziele habe. Die weiteren 24 M. wurden für die Beschickung des internationalen Freidenkerkongresses in Lissabon bestimmt. Seht die Wählerlisten ein! Di« Liste der stimmfähigen Bürger für die Stadtverordnetenwahlen liegt in der Zeit vom 16. bis 39. September an den Wochentagen von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, Sonnabends nur bis 2 Uhr nachmittags, und an den Sonntagen von 8 bis 19 Uhr vormittags im Wahlbureau des Rat- Hauses. Berliner Straße 62, 1 Treppe links, aus. In dieser Zeit kann jedes Mitglied der Stadtgemeinde die Liste einsehen und gegen die Richtigkeit er List« schriftlich oder zu Protokoll Einspruch erheben. Wir fordern unsere Parteigenossen auf, Einsicht in die List« zu nehmen. Nur der ist wahlberechtigt, der in der List« steht. Zu der am 28. September, vormittags 19 Uhr, im Jugendheim stattfindenden Schulentlassungsfeier werden Anmeldungen noch bis zum 29. September von der Genossin Bohm-'Schuch, Britz, Hanne« mannstr. 32, und dem Genossen Graf, Donaustr. 129, entgegen- genommen. Die Feier ist für alle diejenigen Schulentlassenen, welche an einer kirchlichen Einsegnung oder der Jugendweihe der Freireligiösen Gemeinde nicht teilnehmen. Irgendwelche Unkosten erwachsen den Beteiligten nicht. Warnung vor Schwindlern. Nachdem im Frühjahr versucht wurde, während der Abwesenheit der Bezirkskassierer bei deren Frauen die Kasse zu revidieren, versuchen jetzt Schwindler, bei den Mitgliedern selbst Geld zu erlangen. Unter der Angabe, sie seien Hauskassierer des Wahlvereins, verlangen dieselben das Geld für die Beiträge. Es sei daraus hingewiesen, daß unsere Hauskassierer alle mit einer grauen Legftimationskarte, die aus den Namen de? Betreffenden ausgestellt und den Stempel der Organisation trägt. versehen sind. Wo derartige Manöver wieder versucht werden, ver» anlasse man die Feststellung der Personen. Gleichzeitig sind die Frauen der Funktionäre zu peranlassen. keinem irgendeine Auskunft zu geben oder gar Bücher und Marken vorzulegen. �rievenau. Erbauliches aus einem Dorfparlament! Mit einer Beharrlich. keit, die wirklich einer besseren Sache würdig wäre, sucht der Ge- meindevorstand unter der glorreichen Führung der liberalen Herren Walger und v. Wrochem die ohnehin winzigen Rechte der Ge- meindevertretung zu beschneiden. Tie vormärzliche Landgemeinde- ordnung ist diesen fortschrittlichen Mannen noch lange nicht reaktiv- när genug. In der von der Gemeindevertretung selbstgegebenen Geschäftsordnung sind u. a. einzelne Bestimmungen zum Schutze von Minderheiten vorhanden. So ermöglicht es z. B. der§ 7 dieser Ordnung, daß jeder Antrag oder ied« Vorlage einer noch- maligen Kommissionsberatung unterzogen werden muß, wenn dieS von mindestens vier Mitgliedern der Gemeindevertretung verlangt wird. Schon vor den Ferien wurde vom G-meindevorstand die Be- seitigung dieses Passus verlangt. Begründend wurde vamals ausgeführt, daß man nicht vier Gemeindeverordneten die Handhabe bieten dürfe, die ganze Gemeindevertretung zu vergewaltigen. Damals wurde, da der Opposition auch nicht in einem einzigen i;all ein Mißbrauch dieser Bestimmung nachgewiesen werden konnte, der Anschlag des Gemeindevorstandes abgelehnt. Wer nun annahm, der Gemeindevorstand würde sich bei diesem Votum beruhigen, 5fltfe nicht mit der Pfiffigkeit des Schöffen V. Wrochem gerechnet. Wenn eben die Mitglieder der Opposition die' Pflichten die ihnen ihr Amt als Gemeindevertreter auferlegt, mit dem Ernst erledigen. der einen Mißbrauch derartiger Bestimmungen ausschließt so mutz der Gemeindevorstand mit dem selbstgegebenen Hausrecht der Ge- meindevertretung in sträflich leichtfertiger Weise Schindluder treiben, um so eine Unterlage für einen neuen Angriff auf die Geschäftsordnung zu konstruieren. So dachte Herr v. Wrochem und beantragte in der letzten Sitzung vor den Ferien, unterstützt von Bürgermeister Walger und noch zwei Herren des Gemeinde- Vorstandes, die Anschaffung van zwei Adreßbüchern resp, die Be- willigung der Mittel dafür dem Finanzausschuß zur nochmaligen Prüfung zu überweisen. Tiefer Ausschuß, der eingesetzt ist. um die wichtigen Finanzaltionen der Gemeinde vorzubereiten und zu kontrolliere�, mutzte sich mit dieser Lappalie beschäftigen. Auf Grund dieses Vorganges legte derselbe Gemeindevorstand letzt wieder den alten Verschlechterungsantrag vor. Unser Genosse Richter sowie der Gemeindeverordnete Kalkbrenner unterzogen dieses Beginnen des Gemeindevorstandes einer scharfen Kritik, die ein« derartige alberne Kinderei(wie sich Herr Kalkbrenner treffend ausdrückte) verdient. Ein Helfer erstand den bedrängten fort- schrittlichcn Helden in der Person des Herrn Rechtsanwalts und Notars Uhlenbrok, eines sehr seltenen Gastes in der Gemeinde- stube, der immer dann erscheint, wenn es gilt, einen reaktionären Streich zu vollführen. Nach äußerst heftiger Debatte wurde der Antrag des Gemeindevorstandes abgelehnt. Ein Antrag, der die Erhöhung der Zahl der Antragsteller im§ 7 von 4 auf 6 verlangt, wurde angenommen. Ein weiterer Antrag des Gemeindevorstandes verlangt ein Verbot des Auswärtswohnens der Gemeindebeamten und Lehrer. Weil Schöneberg diesen Ausnahmezustand für seine Beamten auf- rechterhalte, müsse Friedenau ein Gleiches tun. Dieser Antrag wurde selbstverständlich auch von unseren Rednern bekämpft und später als aussichtslos vom Gemeindevorstand zurückgezogen. Die Baupläne für das neue Rathaus wurden endgültig ge- nehmigt und die Ausschachtungsarbeiten vergeben, so daß mit den Arbeiten sofort begonnen werden kann. Als für die überaus trau- rigen Zustände im Bauberuf charakteristisch stellte Gemeindever- ordneter Haustein hierbei fest, daß für diese Art Ausschachtung, für die bei normalen Zeiten pro Kubikmeter 4 M., jetzt nur zirka 2,40 Mark befahlt würden. Die Beisitzer des Gewerbegerichts hatten be� antragt, je einen Arbeitgeber und einen Arbeitnehmer nach der in Leipzig stattfindenden Jahresversammlung der Gewerbe, und Kaufmannsgerichte zu entsenden. Der Gemeindovorstand er- weiterte diesen Antriw und beantragte, auch die beiden amtierende� Richter zu schicken. Hier war es wieder Herr Uhlenbrok, der gegen den Antrag vom Leder zog. Es will dem gelehrten Herrn Juristen durchaus nicht in den Kopf, daß der' Laienrichter bei einer solchen Aussprache etwas profitieren kann. Für Herrn Uhlenbrok gibtS dort nichts zu lernen; er ist preußischer Jurist, und für ihn ist daher daS Recht unverrückbar im Gesetz begründet. Dieser Antrag des Gemeindevorstandes fand Annahme. Aus Anlaß der hundertjährigen Wiederkehr der Schlachttage von Leipzig soll für die Jugend ein großer patriotischer Rummel veranstaltet werden.. Da die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, wurden 200 M. aus dem Steuersäckel bewilligt. Großmütig wird in der Begründung bemerkt, daß auch Jugendliche, die keinem natto- nalen Verein angehören, daran teilnehmen können. Die auf- geklärte Arbeiterjugend wird gern auf die Beteiligung an diesem Spuk verzichten. Stesilitz-�riedena«. Der Termin der Schulentlassung rückt näher; die bürgerliche Gesellschaft feiert ihre Konfirmation. Die Arbeiterschakr geht mehr und mehr dazu über, auch für die Feier der Schulentlassung eigene Einrichtungen zu treffen, die vom Geiste des kämpfenden Proletariats erfüllt sind und der Bedeutung der Gelegenheit besser entsprechen als geistliche Zeremonien und familiäre Biergelage. So veranstaltet der Bitdungs- und Jugendausichuß unserer beiden Orte am Sonn- tag. den 28. September, nachmittags Z Uhr, im Aibrechtshof für die Arbeiterschaft von Steglitz und Friedenau eine Schulentlassungs- feier. Wu laden die Schulentlassenen und deren Eltern dazu ein und bitten sie. sich zur Teilnahme an der Feier bei folgenden Mit- gliedern des Ausschusses sich zu melden: R. Bulh, Friedenau. Rhein- gaustraße 20; K. Paulus, Friedenau, Kaiserallee 112; M. PrterS, Steglitz. Ahornstraße 12a; W. Pieck, Steglitz, Hardenbergstraße 2; R. Seidel, Südende, Potsdamer Straße 4. Briy-Bnckow. Der Verein„Jugendheim" Britz- Buckow hält Dienstag, den 16. d. M, abends 8% Uhr, feine Mitgliederveriammlung bei Schöne- berger, Rudower Str. 66. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Gräf über:.Jugendbewegung und Arbeiterschaft". Da außer diesem Punkt noch wichnge Dinge zu erledigen sind, wird ein guter Besuch erwartet. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Am Mittwoch, de» 17. d. MtS., ist für die Kinder ein Ausflug geplant. Der Abmarsch erfolgt pünktlich SV, Uhr von der Ruugius- und Jahnstrahenecke nach dem Kreuzberg. Bis zur Dunkelheit find Spiele vorgesehen, alsdann Besichtigung der bengalischen Beleuchtung des Wasserfalls. Die' Heimfahrt ist für 9 Uhr vorgeseben. Mund- Vorrai und 10 Pf. Fahrgeld ist den Kindern mitzugeben. Für marsch- tüchtige Kinder wird dieser Ausflug sehr anregend sein, weshalb die Eltern ersucht werden, ihre Kinder zur Teilnahme zu veranlassen, auch ihr« persönliche Teilnahme sowie die der arbeitslosen Genossen und Genossinnen ist erwünscht. Oder-Schöneweide. Ein folgenschwerer Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahn- wagen und einem Automobil erfolgte vorgestern in der Waldstraße. Als ein Straßenbahnwagen, au§ der Richtung des KönigsplatzeS kommend, die Waldstraße passierte, kam an der Kreuzung der Edison- straße ein Automobil entgegen. Der Straßenbahnführer bemerkte das Auto erst im letzten Moment. Er bremste zwar noch mit voller Kraft, konnte aber nicht verhindern, daß das Automobil in den Motorwagen hineinraste. Der Führer flog im Bogen auf den Fahr- dämm und zog sich eine /zanze Reibe äußerer Verletzungen»u. Das Automobil wurde vollständig demoliert und auch der Straßenbahn- wagen wurde bei dem Anprall erheblich beschädigt, so daß er nach dem Depot geschafft werden mußte. Pankow-Niederschönhausen. Mit dem Borgehen der Polizei anläßlich der letzten öffentlichen Jugendversammlung wird sich am Dienstag, den 16. September, eine öffentliche Protestveisammlung, in welcher Genosse Peter« über das Thema:.Der Polizeikampf gegen die Arbeiter- j u g e n d" referieren wird, befassen. Arbeiter von Pankow und Nieder-Schönhausen! Protestiert in Massen gegen die Uebergriffe der Polizei und wahret die Rechte Eurer Jugend. Der Herr Bürgermeister und die Gemeindevertreter sind zu dieser Versamm- lung schriftlich eingeladen. Spiel iind Sport Fußball. Freie Xurncrschaft Wilmersdorf. Heute nachmittag um S Uhr findet auf dem Spielplatz Berliner Straße Ecke Hobenzollerndamm ein Propaganda- Fußdall-Wettspiel der Freien Turnerschast Wilmcrsdors-Schöncbera statt. ES sei noch besonders darauf hingewiesen, daß zur leiben Zeit ein dem Jungdeulschlandbund angeschlossener Verein aus demselben Felde, gegenüber dem Friedhof, ein Spielsest abhält. Es möge(ich daher niemand dadurch irrstieren lassen. frauen-Lefcabcnde. Lichterfelde. Dienstag, den IS., 8V, Uhr, bei Wahrendors, Bäke- straße 7. Vortrag: Gebärstreik. Berlin-Oberschöncweide. Der Frauen-Lefeabend findet nicht schon an diesem Montag Natt, sondern erst in der nächsten Woche. Der Tag wird noch besonders bekannt gemacht. Steglitz. Der Leieabend findet erst am Montag, den 22., und zwar bei Thiel, Wbrechtftr. 87. statt._ Veranstaltungen. Friedrichshagen. Am Montag, den IS. September, nehmen die Frauen eine Besichtigung der Wasserwerke unter sachkundiger Führung vor. Treffpunkt 2'/« Uhr an der Sceterrasse. Alle Genossinnen find hierzu ein- geladen._ Jugettdveranstaltnnge». Dempelhof-Marieudorf. Die arbeitende Jugend sei aus salzende Veranstaltungen besonders ansmertsam gemacht: Montag: Die Teil- nebmer am Vortragskursus des Bildungsausschusses versammeln sich bis >/«g Ubr im Jugendheim.— Dienstag: Reigcnabenb.— Mittwoch: Vortrag:.Wie aus dem Einbaum ein Seedampser wurde." Referent: Herr E. Zicumann.— Donnerstag: Mufikabend.— Sonnabend: Die Teilnehmer an der„Kartoffel- und Heringspartie"(28. September) treffen sich bestimmt im Jngcndhcim. Agitiert und werbt rege für die proletarische Jugendbewegung, besonders unter den demnächst die Schule verlassenden Jugendlichen. Bringt Freunde und Bekannte mit! Die Arbeitereltcrn sind zu allen Veranstaltungen be- sonders eingeladen.___ Allgemeine FamUienfterbekasse. Restaurant, Ackrrstr. 22._ Heute Zahltag von 3—6 Uhr im Lmskakten der Redahtfcu. Sie luttttuac epttaftunbt findet Lindenftrnze 69, dorn vier Treppe» — Faprftnhi—, wochentaglich von bis 7V, Uhr adend», eonnndends, von«ti dt» 6 Uhr-bend» statt. Jeder für den Brieflasten dcsttmmten«nfragr Ist ein Buchstabe und eine Zahl als Atertzelchen dttjusstgen. vriesltche Autwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine AdonnemeutilanttMng detgeiügt tft, aerd-o nicht beantwortet. Eilige Fragen trage mau in der Sprechstunde voe. 2. V. 400. Ehne ausreichende Sachdarstellmig unmöglich. Kommen Sie in die Sprechstunde.— Robert 536. Unseres Erachtens nein. Gegen einen etwaigen PsändungZ- und Ucbcrweisungsbeschlnß kann Beschwerde eingelegt werden.— H. B. 1235. 1. Ja. 2. Nur bis zu dem Tage, wo Sie Arbeit geleistet haben. 8. Nur dann, wenn eine Erwerbsbehinderung zurückgeblieben ist.— I. B. 13. Antrag beim Polizeipräsidium. Die er» forderlichen Papiere werden eingefordert. Kosten löv M. Falls Bedürftigkeit dargctan werden kann, kann Ermäßigung bis aus S M. eintreten.— I. R. ISO. 1. 648 M. 2. Nein.— H. 4. Z. 00. 1. Nein. 2. Ja in 10 Jahren. 3. Mindeststrase ein Jahr Zuchthaus. 4. Im ReichSstrasgesetz- buch.— A. F. 37. Nein.—(?. R. 14. sie können Ihren Sohn aus der Lebre nehmen, ohne befürchten zu müssen, zu einer Entschädigung ver- urteilt zu werden, da ein schriftlicher Lehrvertrag nicht besteht.— Brich. 1883. Legen Sie sofort Bcrusung ein. Eine Begründung ist vorläustg nicht er- forderlich. Die Rückiprache in der Sprechstunde bat erst Zweck, wenn Ihnen das Urteil zugestellt ist.— W. 2. 100. Ja.- R. R.»0. � 1. Be. schweren sie sich Lei der Anwaitslammer in Breslau. 2. Da? ist nicht zweckmäßig, da der Berliner Anwalt die Sache abgeben muß.— E.H. 300. Ja, sofern es sich nicht um eine selbstverschuldete Krankheit handelt.— Rodenberg. 1. Krankeniasse sür Frauen und Mädchen, Wilhelm Hinz, Prinzcnstr. 66. 2. Nachdem 200 Beitragswochen geleistet find. 3. Erfahren Sie in jeder Filiale deS Konsumvereins.— W. W. 12. Sosern seit dem Tode noch nicht sechs Wochen verstrichen find, ist es ratsam, daß Sie sofort zu notanellem oder gerichtlichem Protokoll der Erbschaft entsagen.— R. M. 9. 1. Nur insoweit, als Sie später bei einer etwaigen Nachver- anlagung den Betrag sür die �zurückliegende Zeit mit einem Male bezahlen müssen. 2. Dreijährige Verjährungssrist, beginnend mit Ende des Steuerjahres.— C. M. 9. Wegen UnterhaltSanfprüche der Ehe- srau und der ehelichen Kinder ist der ganze Lohnbetrag beschlagnahme. sähig.— Wahl 4913. Ihre Frage ist unverständlich.— X. X. Nein. — E. 2. 1913. Eine bestimmte Frist ist nicht vorgeschrieben. Sie können, sofern die Adresse des Schuldner» bekannt ist, nach vorheriger Zahlungsaufforderung und Verkaufsandrohung die Sache»? versteigern lassen. Ist die Adresse nicht bekannt, und auch nicht zu ermitteln, so b-dars eS dieser Aufforderung nicht.— Emma 17. Die Bersicherungsanstalt hat «inen Rückzahlungsanspruch. Für die Kinder kann Waisenrente beantragt werden. Sie selber haben nur Anspruch aus Witwenrente, wenn In- Validität bei Ihnen vorliegt. Witwengeld würden Sie nur dann bcau- spruchen können, wenn Sie selber versichert sind und die Mindestwartezcit von 200 Beitragswochen erfüllt haben. 2. Ja.— W. H. 55. Nein.— L. 2. Falls die Mietsentschädigung nach Monate» bemessen ist, ist die Kündigung bis zum lö. emes Monats mit Wirkung zum darauffolgenden Ersten zulässig. Dagegen nicht eine Kündigung vom Ersten zum Fllns- zehnten.— M. 21. 1. Der Antrag ist beim BczirkSkommando zu stellen. 2. Unbekannt, lim die Privatverhältniffe unserer Parteigenossen kümvzer» wir uns nicht.— P. K. 26. Ja, sofern Sie der Pater sind.— 21. H. C. C. Es empfiehlt sich eine gleiche Eingabe auch an die Straf- kammer.— W. R. 46. 1. An daS Bersicherungsamt de» Kreises Niederbarnim, Berlin. Fricdrich-Karl-User 5. 2. Zunächst nicht, die Unter- suchung erfolgt durch den Vertrauensarzt der Landesversicherunzsanstalt. 3. 16,15 M. 4. Schriftlich oder mündlich, b. Erst sür den Fall der Ab- lehnung des Gesuchs. Alsdann können Sie sich wieder an unS oder an das Arbeitcrsekretariat, Gewerkschastshaus, Engeluser tS, wenden.— X. Ja. — 109. Nur dann, wenn durch die Mängel eine erhebliche Gesund- heitsgeföhrdung zu dcsllrchten ist und dies nachgewiesen werden kann.— P. Z. 74. 1. Nach der herrschenden Rechtssprechung leider ja. 2. Wenden Sie sich an den Vorstand Ihres WahlvercinS.— K. 1. Soweit ersichtlich, war die Kündigung nach Empfang des Geldes nicht mehr zulässig.— L. O. 250. Verjährung ist nicht eingetreten. Die Klage könnte also noch erhoben werden. Sie sind aber, falls der Schuldner den Empfang bestreitet, beweispflichtig.— Ouark-Neuköll». Mangels besonderer Versicherung haben Sie nur Anspruch aus Ersatz im Betrage von 3 Marl sür jede? Pfund der Sendung. Ist der wirlliche Wert geringer, so kommt dieser in Frage.— T. P. 31. 1. Ja. 2. Den Hypothekenbrief stellt daS Gericht auS.— P. 307. 1. Nein. 2. Nach A IIS der Gewerbeordnung in Ver- bindung mit dem Münzgefctz braucht der Arbeitet nur Nickel- und Kupfer- münzen im Betrage bis zu 1 Mark in Zahlung zu nehmen. 3. Nein, jedoch auf den Pflichtteil setzen.— H. 9- 88. Sosern beweisbar, reichen die Gründe in der Regel auZ.— W. F. 107. Nein. — C. B. 86. Täglich von 9 bis 11 Uhr vormittags.— 91. 48. 1. und 2. Dorothcenstr. 49. Alles nähere erfahren Sie dort. 3. und 4. Verein für Feuerbestattung, Breitcstr. 5. 5. In der Buchhanglung Vorwärts, Lindenstraße 69, können Sie solchen erhalten. 6. In der Treptower Stern- wart- crsahren Sie dies. 7. Ja. 8. Darum kümmern wir uns nicht. 9. Nein. 10. Ja. 11. In der Apotheke. 12. Iii— E. R. 23. Nein. Spitzname.— W. M.. Jansastr. 100. Im Jahre 1905. 10 916 Einwohner. Kürassierregiment Königin(Pommerschcs) Nr. 2.— O. E. 57. Nein.— H. Schnitze 4. Ruderverein Vorwärts, Stralau, Tunnclstr. 17. Sitzung jeden Donnerstag, abends 9 Uhr, Eintrittsälter 16 Jahre.— K. 16. Wenn ein Vogethändler Ihnen nicht dienen kann, können wir es erst recht nicht,--- B. G. 4. 1. Verein Bürger-RettungSinstitut Geschäftsstelle Gr. Präsidentenstr. 7(4—6). Maaislratssekretär Hohne. 2. Friedrich- WilhelmSaniiolt sür Arbeltssame.(Vors. Stadtr. Jacvvy.) 3. v. Biedersee- Stisiung(Vors. Stadtr. Jacobh) beide im Rathaus. Sprechstunde 3— 5.— R S8. 9. Ravenostr. 12,— Fabrikat, on 1001. 1. Erhalten Sie in der Apolbeke. 2. Firmen weisen wir nicht nach. Ersehen Sie aus dem Adreßbuch unter Wollgeschäste.— hi. K. 64. Wenden«ie sich direkt an das Bureau der Freireligiösen Gemeinde, Pappel-Allee 15/17.— R. New. S. 29. 1. Ja. 2. Für den Fall der Unterlassung könntest Sie zu den Kosten herangezogen werden.— 21. B. 13. Nach Bezahlung der Schuld können Sie Ihrer früheren Wirtin, falls die Sachen nach nochmaliger Aus- forderung nicht herausgegeben werden, aus Herausgabe, eventuell Wertersatz verklagen.— Neukölln 7.— 41. Soweit ersichtlich, handelt e« sich um länger als 4 Jahre zurückliegende Ansprüche. Falls diese von Ihnen nicht später anerkannt sind. liegt Verjährung vor. Sit können beim Magistrat' unter Berufung aus die VcrjährungSeinrede Einspruch einlege».— K�Hor«, Ltavangerstratze. Der Eigentümer kann die Herausgabe der Schlüssel fordern, für den Weigerungsfall Klage erheben und würde wahr- scheinlich auch auf Antrag hin eine einstweilige Verfügung erhalten. 21. K. 1881. Die Bestellung eines Pflegers ist ersorderlich..— B. 37. Unseres ErachlenS hat Ihre Fräu Anspruch aus einen Teilbetrag von 15,65 M.— R. Z. 1892. 1. Auch unseres ErachtenS hat Ihre Braut Anspruch auf Schadenersatz, 2, Gewerbegericht Berlin, Zimmerstraße 90. 3., 5. und 6, Ja. 4. Ihre Braut kann Uebersendung fordern,— F. B. 9. Detmold. Ihre Frage ist im Briefkasten des„Vorwärts" vom 10. Sep- tcmber unter der von Ihnen in Ihrem früheren Schreiben angegebenen Chiffre V. B. 9. beantwortet worden, Marttpretie von Berlin am 12. September 1913» nach Ermittelungen de« tgl. Polizeipräsidiums. Mais(mixed), gute Sorte 17.00—17,30..mittel 00,00— 00,00, geringe 00,00— 00,00. Mai»(runder), gute Sorte 14,90—15,40. Richtstroh 4.80. Heu 6,00—7,40. Markthallenpreise. 100 Kilogr, Erbsen, gelbe, zum Kochen 30,00—50,00. Sveisebobnen. weiße 35.00—60,00. Lwsen 36,00—60.00. Kartoffeln(Kteinbdt.) 5,00— 8,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,70—2.40. Rindsicisch, Bauchfleisch 1,30—1,80. Schweinefleisch 1-50—2,10. Kalbfleisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,60— 2,40. Butter �,90—3,00. 60 Stück Eier 3,60—5,50. 1 Kilogramm Karpten 1,20—?/,40. State 1.40-3,00. Zander 1,40-3,20. Hechle 1,40—3,00. Barscke 0,80-2,40. SWIete 1.60—3.60. Bleie 0,80—1.80. 60 Stück Krebte 1,00- 45.00. Der neue Katalog ist erschienen und wird kostenfrei übersandt jeden Montag Restevon Kleider unil Seldenstoften"mgl 1825 Mahn Alexanderplaiz, Landsberger Str.60— 63 gegenüber der Untergrundbahnstation Extrapreise rar Gardinen Teppiche Dechen Extra" Angebot in dieser Woche; Reiewoll, Schulkleider in allen GröGen 9.50 Norfolk-SchulauzOge sehr strapazier- Q HZ fähig, bis 12 Jahre•'.JJ bis 30. Sept. er. Für den Umzug bringe ich alljührllch große Gelegenheifsposten zu ganz ungewöhnlich billigen Preisen. Mein diesmaliges Angebot übertrifft an Qualität und Billigkeit alle bisherigen und bietet eine wirklich außergewöhnliche Kaufgelegenheit Ein grofier Posten GroOe Posten GroQe Posten Künstler-Gardinen m,t Quer- behäng, feines engl. TüIIgewebc in eilend » weiß, 2 Flllg. 100X320, 1 Querbeh. 65X250 Serie I Serie 11 6.90 9.80 Etamine-Künstl.-Gardinen buntfarbig, mit Qtterbehang, vornehme Serie I Serie II 570 Ttö EnglTüllgardinen in aparten Mustern, weiß und creme, das Fenster■ 2 Flügel Erbstull-Bandstores für Erker- u.LoggIafenst., elfenbem- u goldfarbig, reiches Breite 100 150 200 cm nandarbeits-MuSter.mitVolants,_ � �'~— Länge 320 cm.... das Stück 7.65 9.75 12.35 Kochellein.- Fenster- Dekorationen Jl mit modernem Verdure- Muster, 2 Flügel, 1 Quer- f\ /re **. hchancr_____...... V-Oj Setie I Serie II Serie III 4.80 5.90 7.60 -» ungewöhnlich billigen Prelsni bet"11........ hlerli Vessiii'"' Prima Velours-Plüsch».r ��5.60��?'S,»Z�S�S,S5 ca. 130X200 170X230 200X300 250x350 cm groß ,», jl DI•• i r m. I ri 15.80 24.70 37.50 58 75 m. Velvet-Plusch-Fenster-Dekoration D i' T• l mit geschmackvoller Applikation und Stickerei u.e 175/230''oQy3w25o>:35ocm foSÄ8:1!0.?ie.r.wa.r.r 2.™,i.r 11.20 rot oder grün gemustert.. 21.25 31 50 47.25 Mohair-Plüsch-Tischdeck. 12-25 9 75 GuteAxminsterTeppichehochfloriges, Diwanderken 2 seit5es,Qo�lin,:12—7.80 dichtes Gewebe in modernem Blumen- und Perser Muster.' es l3oxzoo 170X2«) 200X300 250X350 cm groß Sehr aparte Eisfell-Diwandecken 01-n 14.50 22.25 33.50 51.75 in allen Farben, glanzreLhe Qualität.. das Kokoslaüfer K 1.25 Satin-Steppdecken-fÄftSS-« MDas«uss MtcVscVBierK e Letzte Neuheiten, �ch Reste! Mocquettplüsch 465b1r3c0ltcm Muster bei näher. Angabe franko EfflilLefevre°!srl58 Wegen Ausgabe des Geschäfts vcr- taufen sämtliche Sorten Rohtabake, solange der Vorrat reicht, zu enorm billigen Preisen; desgleichen auch Utensilien ♦ Zeun& Ellrich Berlin N 31 Brunnenstr. 151. teppvecken Zum Umzüge! extra billiges Angebot I Satin 150/200 5 50, 7.50, 8.50 d, 15�. Wollatlas. 10.-, 12.-, 15.-. 24.- SeidcnatlaS. 10.-, 12.-, 15.-. 30.- UjM Daunen Steppdecken-Mg Cretton 150/200.... 20.— bunten Satin...... 30.— Seiden-Satin. I. allen Färb. 33.— «eiden-Atlas,,,, 55.— Reine Seide»,., 55.— Bcrnbard Strohmandel Berlin 5H£ Wallslr.72 zwischen RoB- und InselstraBe. Reiseführer, Wanderkarten und Bücher, Kursbücher hält stets am Lager Bnchhandlung Vorwärts lLindenstr. 60. Paletots mfekim m 35«: im- in d. neuest. Facsons in Flauschstoff etc. v, Paletots in engl. Seal, Velours du Nord u.Velvet von Kostü me j reich. Ausw. in engl. Stoffen u. Kammg. v. Kostüm-Röcke in grosser Auswahl von C. PELZ Kotlbuser Strasse 5 Stuhlftechfrohr jgy das beste in Berlw, preis- wert, alle Qualitäten, bei* C. Krämer& Co., Wallstr. 25. Stnhlrohrlaser. Hof Kein Laden. rechts. ibessiDier-Bronnen zum selbst ausstellen für 3 m Tiefe schon v. 12 M. an. Hospumpen, Garten- und Truilpumpen usw. 5 Jahre Garantie. Illustrierte Preisliste gratis. Koblanb& Co., Pumpeniabrik, Berlin N. Reinickendorfer Str. 98. . OR.v. M. 6.-.-•. Pßtersliogßn imiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiii» S es. 7 Hin. ▼. Bsbnh. Frederederf,» ■ Kostenfreie Auskunft b. a. Ver- f ■»retor Pohle l. n. Verksof»- a ■ psTlllon s. Bahnh. Fredersdorf., Nieschalke A Nltscbe p Berlin, Nene KAnlgatr. 16, Fspr-Amt: Ednlgst. 6370.£ AaiasssaaBBBBBBaaaaBBBnaA U...... ■•■•■■■■■■■■iitiiiiifBiiiiiii i i**"aa>"iiiiiriiiiv,iiii"ir Trarmeni'r [fmnlifirferMeet irannemfrd' Äzisa?Ibm40 ••• ••• •• »• VWe Ir«mn die Welt wissen, dass jemand etwas Gutes Bat, wenn er den Besitz desselben nicht anzeigt??? In grosser Auswahl unter kulanten Zahlungsbedingungen Herren-, Damen-, Kinder-Garderobe Damenhüte, Reiher, Straussenffedern Bett- and Leibwäsche, Schuhwaren 4 Komplette Braut Ausstaitungen> Cfogante Pelz-Mäntel, Kolliers, Muffen aIä mobel Ein- und Zwei-Zlmmer-Wohnungen Stfimtlges Lager von ca. 150 Musterzimmern Wtlniirau1«'. Herren: Immer, Spelteilninier, Schiaulmmer, Salon., KUoh» Besichtigung ohne Kaufzwang erneten. Anzahlung nach Ueberelnkunft. Kulant» Reelll PUkret» Achten Sie auf blauweisse Schlldsr| cigarettes V',•. Ä /,. GtORGAJA�HATZIAG' DRESDEN mit Cxoldmundsl, rrut Hohlmundst. flach 1 Die neue� Pfennig| QtJALlTilTS I CIOARBTTE I m Billigste ßelegenhßitskDufe fflr Schuhwaren! RosentliaU.4041 65 u 45 S e Damenstiefel...... v« 4 Herrenstiefel...... ,od 5 Kinderstiefel 3« Kinderstiefel.0� 3« Sandalen 27 4 95 81 035 88«TS 30 I 35 dC 42 dC Kolossale Auswahl tn den elntaohsten bis zu den elegantesten Schuhwaren Damenstiefel 7« Herrenstiefel 3» 10 Mark monatliche Teilzahlung liefert elegante terrengarderobe nach Matz, eigenes toMag. Per Kasse Preisermäsiigung df.'I'»ii>p»P«WGlr1, Schneidermst., setzt 8W 47, Drcibnnbftr. 47, an der vellealliOnceftr. u. Tempelhoser Feld. Vertreterbesuch jederzeit. Technische Kurse Berlin: Neanderstraße 3 und „ Rathenower Str. 3. Hochbau, Tiefbau, Maschinenbau, Elektroteetaoik. Sgl. Regier.-Haumeister a. D. v?. Proivelte itei MÖBEL auff TeBIzahlunfl gibt SpezIal-HSbel-Haus 1871 40-50 f.Srflnd.t 1871 Wir liefern bei Anzahlung von Mark 1 modernes Vertiko 1 modernen Kleiderschrank 1 Mokettesofa 1 2-Zugtisch I Trumeau oder Umbau 2 moderne Bettstellen mit Patentmatratzen 4 StQhle 1 moderne komplette Küche Wir liefern bei 60-75 Anzahlung von Mark 1 komplettes Speisezimmer. Eici e gebeizt 1 komplettes Eiche gewachst Schlafzimmer 1 komplette moderne Küche Wir liefern bei Anzahl. � � Rb von lilark U V V V » Schlafzimmer In Elche, Birke, Mahagoni 1 Herrenzimmer in Eiche l Speisezimmer in Elche 1 komplette moderne Küche CßM- Möbel- Halle Kcmmainlanteiisfr. 51 Ecke A exandrinenstrasse gtoncn-öDuten l Wflrfel= 2 Portionen [Unentbehrlich für|ede Hauatraul nf Att�otlh hotrtnhrf t Braten-, Gulasch-, Mabeira-, Pilz-, Tomaten-Saucen giUNzeNU UKWUijVl. Senf-, kapern-, Sardellen-, Zwiebel-Saucen etc. etc. eW>�MMa««»�»TMS7iM.�-?9M'1»T���il!!!l!!!iII,! my II 1 1 IIIIIWIIIII IIHIHIIHIIIIIIIlWTTr—" NährmMel-Gefellschaft»Krone-, Michaelis 8t Co. G. m. b. h.. Berlin STB 29. gemntwvrtlicher Redakteur: Alfretz Wielepp, Neukölln. Für den Ynjerarenteilverantw.: Tb Glocke.Berlin. DruckiuVerlaai VorwärtO'jvuchvrudelei u. Ve ciagsanftalt Paul Singer».Co.. LerltnL� Dr.M. M. Zahrs«� i StilW des Jotnirtf Kerl« ilolblilott. ZoWks, 11. Ztpkmw 190. NirttchsMher Aochendeeicht. Koojuakturrückgang. Preispolitik deS Kohlensyndikats. Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Geschäftsberichte großer Montanwerke(Phönix und Aumetz-Friede) sind ein charakie ristischeS Zeichen für den K o n j u n k t u r w e ch s e l, in dem wir uns gerade befinden. Die Mschlüsse enthalten noch die Rekord Ziffern an Ueberschüssen und Gewinnen, die durch die angespannte Tätigkeit im verflossenen Konjunkturjahre erzielt wurden. Aber die Verwendung der Gewinne zeigt auch, daß man für konimende weniger günstige Zeiten reichliche Borsorge getroffen hat. Die Gewinne des Vorjahres waren so groß, daß trotz dieser Rück lagen für die Zukunft die Aktionäre nichts in der Gegenwart zu entbehren brauchen? sie erhalten ihre.volle' Dividende wie im Jahre 1911— beim Phönix 18 Proz., beim Lothringer Hüttenverein Aumetz-Friede 12 Proz. Die Abschreibungen mit Rücklagen erhöhen fich dafür beim Phönix von 14,1 aus 16,6 Millionen Mark und bei Aumetz- Friede von 4,3 auf ö,8 Millionen Mark— soweit die Bilanz davon Mitteilung macht. Daneben können auch noch die stillen, nicht sichlbaren Reserven erhöht worden sein. Angesichts dieser Rücksichtnahme auf kommende Krisenzeiten muß die Preispolitik des Rheinisch-Westfälischen Kohlen syndikatS um so auffälliger wirken. In einer Sitzung am vergangenen Donnerstag hat das Syndikat beschlossen, die Kokspreise nicht zu ermäßigen, sondern vorläufig bis zum 1. Januar 1914 unverändert bestehen zu lassen. Während die Preise für die meisten Kohlcnprodukte vom Syndikat im Herbst für da§ ganze folgende Jahr festgesetzt werden, werden sie sür Hochofenkoks und Kokskohle nur für ein Halbjahr vorausbestimmt. Diesmal ist das Syndikat von dieser Gepflogen- heit abgewichen, um erst die Entwickclung der Marktlage abzu warten und im November oder Dezember die Preisfestsetzung vor- zunehmen. Zurzeit haben die Kohlenpreise eine rückläufige Tendenz. Der Beschluß des Syndikals kommt also darauf hinaus, daß eS die Anpassung an die Konjunktur zuungunsten der Kokskonsumenten verschieben will. In erster Linie wird dadurch die Roheisen i n d u st r i e getroffen, die auf den Bezug von Koks zur Ber- hüttung der Eisenerze angcwie'cn ist. Seit Monaten gehen die Roheisenpreise an allen Eisenmärkten zurück. Will, die deutsche Roheisenindustrie gegenüber dem Auslande konkurrenzfähig bleiben, so muß auch sie ihre Preise herabsetzen. Ilm das zu können. bedarf sie einer Ermäßigung ihrer Gestehungskosten. Solange das Kohlensyndikat aber seine Macht ausnutzt und an den in Hoch konjunkturzeiten beschlossenen Preisen festhält, ist die Noheisenindustrie gegenüber dem Auslande im Nachteil. Mittelbar wird dann weiter die Stahlindustrie und die verarbeitende Eisenindustrie(für Maschinen, Apparate usw.) in Mitleidenschaft gezogen. Selbst in Unternehmerblättern findet der Beschluß des Syndikats scharfe Kritik, wie schon vorher in ihnen eine Herabsetzung der Koks preise im Interesse der Eisenindustrie gefordert wurde. Ja, die PreiSfestsetzungSkommission des Kohlensyndikats selbst hatte beantragt, den Preis für Hochofenkoks»m eine Mark herabzusetzen! DaS hätte auch dem eigenen Bericht des Syndikats über die Koksmarktlage im Juni entsprochen, denn darin heißt es: .In Koks hat die rückläufige Bewegung der Absatz Verhältnisse weiter angehalten. Der Mmderabsatz entfällt ausschließlich auf Hochofenkoks.' Daß das Syndikat auf«ine Steigerung des KokSabsatzes— die am besten durch Preisermäßigung zu erreichen ist— angewiesen ist, geht auch aus dem weiteren Beschluß des Syndikats hervor. eine Produkti'onSeinschränkung für Koks vorzunehmen. Vom 1. Oktober d. I. ab sollen danach die einzelnen Syndikatsmitglieder nur noch 65 Proz. ihrer festgesetzten Beteiligungsquote für Koks produzieren, während sie in den ersten Monaten d. I. 85—90 Proz. und seit August immerhin 75 Proz. fördern komiten. Der Syndikatsbericht sucht zwar diese Produktionseinschränkung dadurch abzuschwächen, daß er erklärt, sie sei auf die Eta�hung der Beteiligungsquoten einzelner Zechen zurückzuführen. Abe�Mradc die Belriebserweiterung einzelner Zechen vergrößert da? Bedürfnis nach erweitertem Absatz bei allen Zechen und macht bei erhöhtem Angebot eine Ermäßigung der Preise notwendig. Nun hat trotz aller Gründe für eine Kokspreisermäßigung die Mehrheit des Syndikats doch von einer solchen abgesehen. In der bürgerlichen Presse ist da« bald auf den Einfluß der reinen Kohlenzechen zurückgeführt worden und bald gerade auf die Ab stimmung der gemischten Werke, die Kohlenbergbau und Eiseuproduktion zugleich betreiben. Wahrscheinlich liegt das größere Interesse an der Beibehaltung der hohen Kokspreise bei den gemischten Werken. Je höher die Kokspreise sind, um so ungünstiger arbeiten die reinen Eisen- und Stahlwerke, die ihren Koksverbrauch ja kaufen müssen. Ihnen gegenüber sind die ge mischten Betriebe konkurrenzfähiger, da sie ihren Koksbedarf aus eigenen Kohlenzechen decken können. In Zeiten des Konjunktur� rückgangS mit sinkender Nachfrage nach Eisen haben die gemischten Werke daneben das Interesse, ihre Beteiligungsquoten im Syndikat voll auszunutzen, während sie während der Hochkonjunktur mehr die Eisenproduktion pflegen und ihre Kohlcnproduktion zum größeren Prozentsatz im eigenen Betriehe verwenden. Da die Beteiligung qrwten der großen gemischten Werke im Kohlensyndikat sehr hoch sind, trifft eine ProduktionSeinschränkung die reinen Werke stärker. An hohen Kokspreisen sind also die gemischten Betriebe mehr inieressiert als die reinen Kohlenzechen. Nun liegt es im Wesen jedes Syndikats, die Preise möglichst hochzuhalten. Auch die reinen Zechen verfolgen natürlich diese Tendenz als Syndikatsmitglieder. Es ist daher glaubhast, daß auch sie sich zum Teil der beantragten Preisermäßigung widersetzt haben. Bielleicht hoffen sie auch, daß die am 1. Oktober d. I. in Kraft tretende Ausfuhrvergütung(von l'/a Mark pro Tonne der« brauchter Kohle) den Absatz günstig beeinflussen wird. Die ganze Politik deS Syndikats erinnert an das Jahr 1907, als das Syndikat durch Beibehaltung der Hochkonjunkturpreise bis in die Kriscnzcit hinein die Situation der Kohlen verbrauchenden Industrie verschlimmerte und die Krise dadurch beschleunigte. Auch jetzt besteht kein Zweifel darüber, daß der Be- schluß des Syndikat« auf Beibehaltung der Kokspreise den Eisenmarkt noch stärker belastet als eS durch den Konjunktur- rückgang schon geschieht. Das Verhallen des Syndikats in der Koksftage zeigt zugleich, wessen sich die Konsumenten bei der Er- Neuerung der Kohlen- und Brikeltpreise(zum April 1914) zu ver- sehen haben. Aus InduCtnc und Pandel. Bankenkonzentration. Alljährlich veröffentlicht der..Deutsche Oekonomist' eine Zu- sammcnstellung über die deutschen Banken. Auch jetzt liegt wieder tziese Bearbeitung aus der Feder von Robert Franz über das Jahr 1912 vor. Sic greift bis auf das Jahr 1883 zurück und gibt damit statistische Anhalte für die EntWickelung des deutschen Bankwesens während der letzten 39 Jahre wirtschaftlichen Aufschwungs. Da ist es charakteristisch, daß mit dem Jahre 1883 trotz der ungeheuren Steigerung der Produktion, des Verkehrs und der Konsumtion die 'Zahl der als Kreditgeber dienenden Aktienbanken(mit einem Kapi- tal von mehr als 1 Million) nur von 113 auf 291 im Jahre 1912 gestiegen ist. Seit 1993 zeigt die Zahl der Banken sogar einen absoluten Rückgang. Damals gab es noch 214 Banken, 1911 nur 293 Banken und im vergangenen Jahre nur 291. Deutlicher als in dieser geringen Steigerung der Zahl von Aktienbanken drückt sich die gewaltige Kapitalskonzcntration in der Zunahme der Mittel dieser Banken aus. 1883 besaßen die Banken ein Grundkapital von 1248 Millionen, 1912 ein solches von 4982 Millionen. Die Reserven stiegen in der gleichen Zeit von 174 auf 1299 Millionen. Mit diesen Summen ist die Macht der Banken aber nicht erschöpft. Während das eigene Kapital(Aktienkapital plus Reserven) nur 5,4 Milliarden betrug, hatten die Banken an eigenem und f r c m- dem Kapital zusammen 33,6 Milliarden in Verwaltung. Mehr als 28 Milliarden entfallen also auf fremde Mittel. In der Gesamtzahl der Banken verdienen die Banken im enge- ren Sinne des Wortes, die Kreditbanken, besondere Bc- achtung. Während die Zahl der Banken mit dem Recht der Noten ausgäbe und die Zahl der Hypothekenbanken seit 1993 stabil ge- blieben ist, zeigten die Kreditbanken(mit mehr als einer Million Mark Aktienkapital) bis zur Krise 1998 eine relative geringe Zu- nähme, seit 1998 aber eine deutliche Abnahme. Die 136 Kredit danken verwalteten im Jahre 1912 an eigenem und fremdem Kapital rund 15 854 Millionen. Mehr als die Hälfte davon cnt- fällt auf die neun Berliner Großbanken; sie allein beherrschen mehr als 51 Proz. des gesamten verwalteten Kapitals aller 156 Banken. Tatsächlich ist ihr Einfluß aber noch größer, da sie durch Interessengemeinschaften auch die Provinzbanken leiten, denen nur eine formelle Selbständigkeit zukommt. Rechnet man das Kapital der angegliederten und befreundeten Banken dem der Großbanken hinzu, so ergibt sich, daß die neun Berliner Banken ein Kapital von 13 215 Millionen Mark oder 83,3 Prpj. alles Bankkapitals beherrschen. Der Konzern der Deutschen Bank umfaßt allein 4889 Millionen Mark; dann folgen die Dresdner Bank mit 1992 Millionen, die Bank für Handel und Industrie(Darmstädtcr Bank). mit 1195 Millionen. Diese gewaltige Macht nutzen die Banken in erster Linie als Krcditgeberinnen der heimischen und ausländischen Industrie. Die Deutsche Bank ist in nicht weniger als 159 Aufsichtsratsstellcn der verschiedenen Erwerbsunternehmungen vertreten. Der Schaaff- hausensche Bankverein und die Diskontogcsellschaft besetzen je 145 bis 159 Aufsichtsratsstellen. Nur um weniges geringer ist der Einfluß der Bank für Handel und Industrie, der Berliner Handels. gesellschaft und der Dresdner Bank. Den Großbanken fällt neben der Gewährung laufenden Kredits insbesondere die Kredit- bcschaffung bei Neugründungen zu. Diese Gründergewinne finden sich in dem Einnahmeposten„Effekten und Beteiligungen", während die Einnahmen aus der laufenden Kreditvermittclung vornehm- lich als„Zinsen" erscheinen. Während nun bei den 147 Provinz- danken die Zinseinnahmen größer find als bei den neun Groß- danken(rund 152 Millionen gegen 123 Millionen), ist der Gewinn au§„Effekten und Beteiligungen" bei den Berliner Großbanken doppelt so hoch als bei den kleinen Provinzbanken(39 gegen 19 Millionen). Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß die Großbanken gerade dieses Konto zur Bilanzausgleichung und zu stillen Rück- lagen benutzen und die dort angegebenen Beiträge regelmäßig zu niedrig angegeben werden. Die Gesamtgewinne, die auS der Kreditvermittelung gezogen werden, sind außerordentlich hohe. Im Jahre 1912 erzielten die 156 Banken einen Rohgewinn von 531 Millionen, einen Rein- gewinn von 317 Millionen. Der Hauptantcil davon wurde als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet, und zwar in Höhe von 225 Millionen oder 7,65 Proz. Weitere 44 Millionen erhielten die Großkapitalisten als Tantiemen, denn die in dem gleichen Posten enthaltenen Gratifikationen an Beamte sind verschwindend gering. An die PensionSfondS wurden daneben nur 3 Millionen überwiesen. Der Wahnsinn unserer kapitalistischen Wirtschafts- ordnung, die untätigen Bankkapitalisten jährlich Hunderte von Millionen zuweist, wird dadurch noch greller beleuchtet, daß das Besitzrecht auf diese Einnahmen nicht einmal durch eigene Kapi- talshergabe begründet wird. Denn von den in den Banken aufge- speicherten und arbeitenden Millionen ist nur ein Teil Eigentum der Baickkapitalisten. Von dem Gesamtkapital in Höhe von 15 854 Millionen waren mehr als die Hälfte, genau 9369 Millionen, fremdes Kapital. AIS Depositen wurden den 156 Aktienbanken allein 4448 Millionen Mark zur Versiigung gestellt. Der Rückgang der Eisenpreise schreitet weiter fort, wie eine Notiz der„Rhein.-Westf. Ztg.' feststellt: Das Geschäft(am Eisenmarkt) ist im allgemeinen stiller geworden. Im besonderen liegt die Verkaufs tätigkeit für Stabeisen fast vollständig still, ohne daß aber die Preise weiter nachgegeben hätten. Bei den Werken scheinen für die aller nächste Zeit noch Arbeitsmengen vorhanden zu sein. Am Blech. markte ist die Abwärtsbewegung der Preise noch nicht zum Stillstand gekommen. Das Eisen- und Stahlwerk Hoesch verkauft, wie wir hören, Grobbleche zu 198 M. die Tonne netto Kasse ab Dortmund. Ganz besonders billig werden Bleche im Export angeboten. Je nach Bestimmungsland geht man hier bis zu 199 M. herunter. Der Neueingang von Aufträgen nimmt ständig ab, und die Beschäftigung ist bei vielen Werken unzureichend. Erbfeinde. Die vor kurzem noch völlig landwirtschaftliche Normandie im Nordwesten Frankreichs entwickelte sich rasch zu einem Haupt- gebiet der Montanindustrie. Bis vor kurzem gab es dort nur die Eikengrubcn von Calvados, wo 1889 mit dem Schürfen be« gönnen und gegen 1994 die letzten Bewilligungen erteilt wurden. Als dann 1999 Gerüchte auftauchten, daß eine ausländische Gesell- schaft damit umgehe, die normanischen Erzlager auszubeuten, ließ die Regierung nachforschen, ob dort Erzmengen lagerten, die einen Abbau verlohnten. Der BergwerkSrat beantwortete die Frage mit.Nein." Und zur selben Zeit bildete sich eine mächtige Unternehmung: Gesellschaft der Hochöfen und Stahlwerke von Caen. unter der Führung der Firma Tbyssen in Mülheim a. d. Ruhr. Diese besitzt von den 129999 Aktien zu 259 Fr„ die das Kapital von 39 Millionen bilden »md in der Hand von Besstzern liegen, allein 42 599, das Comptoir d'EScompte in Mülhausen(Elsaß) 5899. Dem AufsichtSrat gehören unter sieben Mitgliedern zwei Thyssen und noch ein Ingenieur von ihrer Zeche Bruchhausen am Niederrhein an. An-dieses Hüttenwerk gliedern sich eine ganze Reihe weiterer Unternehmungen an. Außer Gruben und Hütten sollen dort.eine elektrische Gruben bahn nach Caen von 35 Kilometem. ein Hafen für Erzausfuhr und Kohlen. einfuhr, vielleicht auch»och eine Anzahl Schiffe gebaut werden. Man sieht also, das neue Unternehmen wird eines der mächtig- sten Montanwerke der Welt sein, ein neues Beispiel kapitalistischer Welteroberung und kapitalistischer Jnternationalität der brüderlich zur Erz- und MenschenauSbeutung vereinten„Erbfeinde'. Vom Stahlwerksverband. Der Versand deS Stahlwerksverbandes stieg im August d. I. gegen den Juli um 18 999 Tonnen auf 524 569 Tonnen, blieb aber gegen den Parallelmonat de? Vorjahres noch immer um 28 879 Tonnen zurück. Der Versand von Form- eisen(B- und H-Eiscn, meist für Bauzwecke) nahm auch im August weiter ab. Konvention für Starkstroindraht. Die Fabrikanten isolierter Drähte für Starkstromzweckc, die im vergangenen Jahre eine Preis- Vereinigung gegründet hatten, haben beschlossen, eine Berkauss» stelle in Form einer G. in. b. H. zu errichten. CQocben-Spielplan der Berliner Cbeater. Königl. Opernhaus. Sonnlag: Der fliegende Holländer. Montag: Fra Diavolo. Dienstag: Tannhäuscr. Mittwoch: Figaros Hochzeit. Donnerstag: Fra Diavola. Freitag: KönigSkindcr. Sonnabend: Der Rosenkavalicr. Sonntag: Mano». Montag: Das Rheingold.(Ansang 7-/, Uhv.) Königl. Ichauspielbaus Sonntag: Schwanenweiß. Montag: Der gehörnte Siegfried. SicgsricdS Tod. Dienstag: KriemhUdS Rache. Mittwoch: Schwanenweiß. Donnerstag: Die Neuvermählten. Der zer- brochene Krug. Freitag: Schwanenweiß. Sonnabend: Der große König. Sonntag: Schwanenweiß. Moutag: Freund Fritz.(Anfang 7ft, Uhr.) Deutsches Theater. Son.nlag, Montag und Dienstag: Der lebende Leichnam. Mittwoch: Hamlet. Donnerstag: Der lebende Leichnam. Freitag: Der blaue Vogel. Sonnabend, Sonntag und Montag: Der lebende Leichnam.(Ansang 71/, Uhx.l„. Kammerspiele. Allabendlich: Franziska.(Ansang 8 Uhr.) Lcssiiig-Tbcater. Sonnlag gcschlosse.n. Montag bis Donnerstag: Peer Gyn!. Freitag: Und das Licht scheinet in der Finsternis.(Ansang 8 Uhr.) Sonnabend. Sonntag und Montag: Peer Ghnt.(Ansang 7 Uhr.) Berliner Theater. Soimtag nachmittag 3 Uhr: Bummelstudentcn. Allabendlich: Filmzauber.(Ansang 8 Uhr.) Theater in der Kiiniggrä.lier Strafie. Sonnlag: DaS vierte Gebot. Montag und Dienstag: Tie sünf Franlsurler. Mittwoch und Donnerstag: Freitag: Die süns Franksnrtcr. Sonnabend, Sonntag und Montag: Das vierte Gebot.(Ansang 8 Uhr.) Deutsches Schauspielhaus. Sonntag nachmittag Sst« Uhr: Der gute Ruf. Abends: Sieben tolle Tage. Montag: Fräulein Julie. Dienstag: Sieben tolle Tage. Mittwoch: Fräulein Julie. Donnerstag: Sieben tolle Tage. Freitag: Fräulein Julie. Smmabend und Sonntag: Sieben tolle Tage. Montag: Fräulein Julie.(Anfang 8 Uhr.) .Komödienhaus. Sonntag imd Montag: Geschlossen. Dienstag: Da« Paar nach der Plode.«Ansang VI- Uhr.) Bis aus weiteres täglich: Das Paar nach der Mode.(Ansang 8 Uhr.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die süns Frankfurter. Künstler- Theater.(Kursürllen- Oper.) Sonntag und Montag: Geschlossen. Dienstag; Wilhelm T-ll.('Ansang 7 Uhr.) Mittwoch und Donnerstag: Wilhelm Tell. Freitag: John Gabriet Borkman.(Anfang 8 Uhr.) Sonnabend und Sonntag: Wilhelm Tell.(Ansang 7ft, Uhr.) Montag: Unbestimmt. Deutsches Opernhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Figaro» Hochzeit.'Abends: Der Freischütz. Montag: Die Jüdin. Dienstag: Der Freischütz. ÜÜttwoch: Die Jüdin. Donnerstag: Zar und Zimmermann. Freitag: Eugen Oncgin. Sonnabend: Die Jüdin. Sonntag: Der Mikado. Montag: Zar und Zimmermann.(Ansang 8 Uhr.) Lnstsptelbaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Majolika. Mabendllch: 777: 10.(Ansang 6-/. Uhr.) Thalia-Theatcr. sonntagnachmittag 3'/, Uhr: CharlehZ Tante. All- abendlich: Puppchen.(Anfang 8 Uhr.) Residenz-Theatcr. Sonntag nachmittag 3 Uir: Ein Walzer von Chopin. Sonntag bis Donnerstag: Die Frau Präsidentw. Freitag: Im Ehctäsig.(Ansang 8 Uhr.) Sonnabend: Im Ehekäfig. Sonntag: Ein Walzer von Chopin.(Ansang 8'/, Uhr.) Montag: Unbestimmt. Trianon-Theatcr. Sonntag nachinittag 3 Uhr: Untreu. Die Briestaschc. Allabendlich: Untreu. Der abgerissene Glockenzug.(Ansang 8 Uhr.) Schiller-Theater Charlottenburg. Sonntag nachmittag S Uhr: Der Pfarrer von Kirchseid,«sonntag, Montag und Dienstag: Die Stützen der Gesellschaft. Mittwoch: Die Haubenlerche. Donnerstag: Freiwild. Freitag: Die Stützen der Gcscllschast. Sonnabend: Am Tage de» Gerichts. Sonntag: Hasemanns Töchter. Montag: Am Tqge des Gerichts.(Ansang 8 Uhr.) Srbiller. Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Freiwild. Abends und Montag: Cyrano von Bcrgerac. Dienstag: Am Tage des Gerichts. Mittwoch: Cyrano von Bergcrac. Donnerstag: Am Tage deS Gerichts. Freitag: Cyrano von Bergcrac. Sonnabend: Freiwild. Sonntag: Freiwild. Cyrano von Bergcrac. Montag: Freiwild.(Ansang 8 UhrJ Luisen- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Allwördens. Abends: Die falsche Hoheit. Montag und Dienstag: Weh' dem, der lügt. Mittwoch: Dorf und Stadt. Donnerstag: Die Intrigantin. Freitag; Die ANwördciis. Sonnabend: Die Intrigantin. Sonntag: Der Hüttenbesitzer. Montag: Die falsche Hoheit.(Ansang 8ft, Uhr.) Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3>/« Uhr: Der Dieb. Loltchcns Geburtstag. Täglich: In E«vigleit, Amen. Paul und Paula. Der Barbier von Bertiac.(Ansang 8 Uhr.) ZSalhalla-Theatcr. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Weh' dem, der lügt. Allabenlich: Der LiebeSonkcl.(Anfang 8>/, Uhr.) MontiS Operetten- Theater. Sonntag nachmittag S llhr: Der Vogelhändlcr. Allabendlich: Der lachende Ehemann.(Anfang 8 Uhr.) SieucS Bolks-Tbeatcr. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Mudder McwS. Abends: Mudder Mews. Montag bis Donnerstag: Die Siebzehn- jährigen. Sonnabend und Sonntag: Der ledige Hof.(Anfang 8'/, Uhr.) Rose-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Allabendlich: Die Schiffbrüchige».(Ansang S'st Uhr.) Urania- Theater. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Der Großglockner, Gastein und die Salzburger Alpen. Allabendtich: Mit dem Imperator' nach New Jork.(Ansang 8 Uhr.) Gebr. Herrnfeld-Theater. Allabendlich: Schonzeit-Jäger. Liebe»- probc.(Ansang 8 Uhr.) Kafino-Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Sin toller Shemmm. Mabendlich: Der Aktientenor.(Ansang 8 Uhr.) Prater- Theater. Allabendlich: Johanniszauber(Anfang 7'/, Uhr.) FolieS Caprtce. Allabendlich: Mißgeburt. Adoptivkind.(Anfang 81/, Uhr.) Theater am Nollendorfplatz. Allabendlich: Di« Kino- KSntgin. (Anfang 8 Uhr.) Wintergarten. Allabendlich Spezialitäten.(Anfang 8 Uhr.) Reichshalle»> Theater. Allabendlich: Stcttiner Sänger.(An- iang 8 Uhr. Sonntags Vlt Uhr.) Admiralspalnst. EiSballcit: Flirt in St. Moritz.(Ansang 9 Uhr.) Huö aller Weit. Ter Jungdeutschlandführer als Sittlichkeitsverbrecher. In D a n z i g ist der Landwirtschaftsinspektor Erich S ch l ü ck e r unter der Beschuldigung mehrfacher Vergehen gegen den Para- graphen 174 des Strafgesetzbuches verhaftet worden. Schlücker ist bereits bestraft, weil er gegen den§ 175 verstoßen hatte. Trotzdem fand er in der Jungdeutschlandbewegunz Eingang und gelangte in der Ortsgruppe Langfuhr zu einer führenden Stellung. Diese mißbrauchte er, um sich die Jugendlichen seinen unlauteren Zwecken dienstbar zu machen. Der Vorfall erregt i« Danzig viel Aufsehen._ V-n der Cholera. Wie aus Belgrad gemeldet wird, ist der G e n e r a l- stabsobcrst Neditsch, einer der Divisionskommandanten in beiden Kriegen, in N i s ch an Cholera gestorben.— In Stuhlweißenburg sind zwei Kinder unter cholera- verdäckitigcn Erscheimmgen auf offener Straße zu- s a in m c n g c b r o ch c n. Sic wurden sofort nach dem Cpidemichospital gebracht.— Die russischen Gouvernements Jckaterinoslaw, Tannen, Tschernigow und Kutais, die Ge- biete von Kuban und Batum, der Bezirk Suchum und die Stadkhauptmannschasten Sewastopol cholerabedroht erklärt worden. und Kertsch sind für Eine Dorftragödie. Unter schwierigen Umständen ist am Freitag ein Mörder in der kleinen französischen Ortschaft Bn llecourt verhaftet worden. Ein 2Vjähriger Schneider Llugustin W! e u n i e r e r s ch o si in; Streite einen seiner Bekannten. Seine Frau, die sich zwischen die Streitenden geworfen hatte, wurde gleichfalls von einer Revolver- kugel ins Auge getr äffen und lebensgefährlich verletzt. Darauf verbarrikadiette sich Meunier in seinem Hause und leistete, als man ihn verhaften wollte, verzweifelten Widerstand. Er eröffnete aus seinem Hause ein Schnellfeuer auf die das Haus umstehende Menge und verletzte zwei Frauen schwer. End- lich gelang eS der Polizei, in das Haus einzudringen und Meunier, der sich wie rasend gebärdete, zu überwältigen. Beschlagnahme eines deutschen �ischdampfers. Der deutsche Fischdampfer Saale, der auf Grund eines behörd- lichen Beschlusses wegen Fischen? auf verbotenem Terri- t o r i u m bei Finmarken beschlagnahmt werden sollte, traf Freitag nacht um zwei Uhr in Kristiansund ein. um den Lotsen zu landen und Kohlen einzunehmen. Sonnabend früh begab sich der Polizeimeister mit Beamten an Bord und beschlagnahmte den Dampfer. Im Laufe des VorvnittagS fand ein Verhör statt. Ei« neuer Jernflug Paris— Berlin. Gestern nachmittag gegen SV» Uhr landete auf dem Flugplatz Johannisthal der französische Flieger A u g u st S e g u i n. Er ist gestern früh mit einem Farman-Doppeldecker in Paris aufgestiegen und durchflog die Strecke Paris— Berlin ohne Zwischenlandung, trotz ungünstiger Windverhältnisse, in elf Stunden. Seguin. der sich um den zur Zeit noch in den Händen BrindejoncS befindlichen Pommery- pokal bewirbt, will heute nach Warschau weiterfliegen. Ein Sportfex. Der englische Schwimmer Kapitän Holbein, der seit Jahren unermüdlich den Versuch»nacht, den Kanal zwischen Dover und Calais zu durchschlvimmen, hat das Wagnis am Freitag zum achte» Male vergeblich wiederholt. Nach sünfstüiidigem Ringen mit Wind und Wellen muhte er sich von feinem Begleitboot aufnehmen lassen. Holbein erklärte, dah ihn auch dieser Miherfolg n i cht davon a b- schrecken werde, den Versuch bis zum Gelingen zu wiederholen. Kleine Notizen. Eine mysteriöse Bluttat. Am Freitagabend brachte in dem lothringischen Orte Groh-Moyeuvre«in Mann, anscheinend ein Italiener, dein Spezereihändler Charles Clöment in dessen Laden mit einem Rasiermesser eine tiefe Schnittwunde am Halse beii Als Frau und Tochter des Ueberfallcnen herbeieilten, versetzte er auch ihnen tiefe Schnitte in den Hals. Die Tochter flüchtete auf die Strohe und rief um Hille. Als Leute herbeikamen, war der Täter v e r s ch>v u n d e n. Frau Cloment war bereits t o t. Gerädert. Der 83jährige Handelsmann Höft aus Lindow lMarl), der Freitagabend von Bcrll». wo er weilte, nach Hause fuhr, wollte von Löwenberg(Marl) aus den letzten 12 Uhr-Zug der Löweuberg- Lindow- Rheinöbergcr Elsenbahn benutzen. Jedenfalls wollte er den fahrenden Zug noch besteigen, rutschte ab und kam unter die Räder des Wagens, der ihm den Kopf abfuhr, so dah der Tod auf der Stelle eintrat. Der Vorfall ist von niemandem bemerkt worden; die Leiche des Ueberfahrenen wurde erst Sonn« abend früh aufgefunden. Bon der Raxalpc abgestürzt. Der französische Sprachlehrer Graf Maurice Leliental ist beim Passieren des Akademiker« steiges von der Naxalpe a b g e st ii r z t und hat dabei sein Leben eingebüht. Eine Stadt überschwemmt. Infolge starken RegenS ist die am Schwarzen Meer gelegene Stadl T u a p s überschwemmt' die Ge» bäude wurden beschädigt und die Menschen muhten sich in Booten aus den Häusern retten. Verschiedene Personen sind ertrunken und viele Haustiere umgekommen. WofferstandS-Siachrichten der Landesansialt für Een-äsjertunde, mitgeteilt vom Berliner Lettcrbureao bedeutet Wuchs. Fall.—*) Unterpeael. HjeHlll TodeS'AnzeigenIs�DZ Deutscher Holzarbeiter-Verband. Todesanzeige. Allen Kollegen die betrübende Mitteilung, daß unser langjähriges Mitglied, der Parkfdtbodenleger Kollege Wilhelm Schmitz (genannt l.uka») nach längerem Siechtum im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Sein bis Ins bobe Alter unermüdliches Wirken, seine nie versagende Tätigkeit für die Interessen der Holzarbeiter und für die Stärkung der Organisation werden ihm ein bleibendes Andenken bei seinen Kollegen bewahren. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 16. September, nachmittags 6 Uhr, von der Halle des Zentral-rriodhofes in Friedriohsfelde aus statt. 88/18 Eege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. ■ose I. iUeriieichstagswatilkrels. Görlitzer Viertel. Bezirk 205 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unser alter Genosse, der| Tischler Wilhelm Schmitz Lieanitzer Str. 20 gestorben ist. Ehre seirem Andenken: Die Beerdigung findet am Dienstag, den 16. September, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Zentralfriedhofes in Friedrichs- fclde aus statt. Um rege Beteiligrmg ersucht VoiMstanA. SßzlaldetnokratiseiierWahlveFfiiB Ld. Ueri. Reiehstagswaliikreis. Stralauer Viertel. Bez. 316 1. Dcn Mttgliedern zur Nachricht, datz unser Genosse, der Tischler VVülieim Damm, Gubener Str. 9 gestorben ist Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den Ib. September, nach» mittags 5 Uhr. von der Halle des Zentral-Friedhofes in Friedrichs- fclde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 317/4 Der Vorstand. Detitsttker flolzarltelter-Verband. Zahlstelle«erlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. datz unser Kollege, der Stock- arvelter ziderl Hoffmann Naupachslrotze 7, im Aller von 62 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Montag, dcn IS. Seplember. nachmittags 3 Uhr, von der Halle deS AnnreaS» KirchhoseS in WilhelmSderg auS statt. Um rege Beteiligung ersucht 88/10 Dir QrtSverwalinng. rsoziaSiiemokratischBF Wahlverein !. ti. 8. Kerl. Helohstayswatilkrels Am 12. d. MtS. verstarb unsere Genossin Flsiii DesM Meiner! Schercrsiratze 10, Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, nachmitiagS'!, i Uhr. von der Halle des Slndttschcn FriedhoscS i» der Müllcrstratzc, Eck« Eeestratz«, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 230/3 De»» Vorntim«!. Hiermit die traurige Nachricht, dag am 13. September meine iiede Frau und Mutter Llisäheth /�einert geb. W u st r a ck gestorben ist. 22SSb Rudolf Meiucrt und LSilli. Beerdigung Moniag»achmsttag 3°/. Uhr. von der Lcichcndalle des städtiichen FriedboseS, Steitrage. Zentraiverhand der Masehiriisten u. Heizer sowie Bentlsg. Deutschi. Gecchläfts-Kolle GroU- Berlin. Bezirk Lichtenberg. Am Freitag, 12. September. verstarb unser Mitglied, Kollege Ksrl Brähmer. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den IS. September, nachmittags 4 Uhr. von der Leichen- halle des grledhoses in Marzahn ans statt. 163/ l Ole Geachäftastellenverwaltung. Am Sonnabend starb nach langem, schwerem Leiden meine liebe F:au. Mutter, Schwieger. mutier und Grogmutter kranilska Sattler geb. MUkinat im 80. Lebensjahre. 22596 Die» zeigt tiesbetrübt an Der trauernde Gatte Drimo iSnttl«»' nebst Kindern, Steglitz. Kanlstr. 1. Die Beerdigung sindet DlenS- tag. den 16. September, nachm. 4 Uhr, aus d-mSteglitz-r Gemeinde. sriedhos in der vergstratze statt. Deutscher MelEllarheiter-Veriianil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, der Dreher 0tto Iretrop /Neulöllu, Knesebeckslr. 81), am it. d. M. an Influenz« ge- slorben ist. Die Beerdigung fwdet am Montag, den 15. Seplember, nach, mittags 4'/, Uhr, von der Leichen- halle des Neulölliier Gemeinde. KirchhoseS, Mariendotser Weg, aus statt. Rege Beteiligung wird crwarlet. ii c h c tri. Den Kollegen zur Nachricht, das unser Mitglied, der Revolver« dreher Franz Dittmann (Pankow, Schulzestratze 18), ge. storben ist. Ehre ihrem Audeuken l 125/20 Ole Ortiverwaltuej. Verband der Steinsetzer. Pllastercrulerufsg. Deutschlands( Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht. r. datz unser Kollege, der Steinsetzer psui ÄNenzel verstorben ist. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Montag, de» 18. d. M., nach, mittags 3 Uhr, von der Halle id des Gethsemane-KirchhoseS(Nord- 1 end) auS statt. Rege Beteiligung erwartet 175/10 Der Vorstand.| Danksagung. Für die vielen Beivejse herzlicher Teilnahme bei der Beerdtaung meines teuren, unvergeblichen Mannes sowie die vielen Kranzipenden sage hiermit allen meinen ausrichtigften Dank. Witw° htarie Szymanowsky. Danksagung. Für die vielen Beweise herz- licher Teilnahme anlützlich deS Hinscheiden» meiner iniiiggeticbten Frau, Mutter, Schwester und Schwägerin Johanna Jäkel geb. DInichcn sagen wir allen hiermit unseren herzlichsten Danl. 116/12 Im Namen der Hinterbliebene» Gustav Jäkel eren 6/12 1 MtCIll J Mite Kleing Fertig»w Lager: | toiyniö08M:«:36M «InMiiiiW�Vn [Cutawayn. Weste Selnkleiiler il'lo5: flu. Fertige eehwane K eldung für Knaben und JUngllcge :t in größter Auewabl Ii 7 eine UaB- Anfenlgaog it in ea. 10 Standen;s Baer Sohn Kleider- Werke Berlin. Gegr 1891. CbuiMeettiaße 29— 30. II. BruckemtieSe 1t, 6r. Frmkfurter Str 20 Sehöneber;. nauelrlr 10 Spezialarzt (Ur Syphiiie, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata. Blutuntersuchung.* Schnell«, eich. Heilung. MiSige Preise. Or. med. WoekenfuB, Friedrichsir. 125(Oranienb. Ctor) Spreohst. 8— 8, Sonntage 8— 1. PolsdatncrSlr. 4(Potsdamer Platz) Sprochst. 10—1, 4— 8, Sonnt. 10—1. Danksagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wilhelm Haus sage allen iiteineii herzlichsten Dank. 67R Witwe Anna Hau«. Dr. Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, mÄTu 10—2. 5—7. Sonntags 10—12. 300 MarkSfÄ'Äf 10 Ps.-Tour. elellr. Bahnlinie 164, Hohrn-Schönhauscn, Hauptftr.17. Hos pari,__ 140/15* MohrenstnJg Kolonneaer» örrranKfurteritrllä Trauer-, Magazin Kleioer.Hüteelc M* Äußerste Preise"«c „ farbige Konfektic in gröfitem Moßsrabc Zu�ll ligsten ion igsten reisen— Westmann Gardiaentaus Bernhard Sctwarlz Erstklussisie BezusiSquelte für (ifflt Pars; Tep Große Posten itnlci Preist Berlin, Wallstr. 13, Spindlershof Diebe ____■■aiinnwiewnna.-aueiww—--, �)-»"t-- 1 Reizende£infegnungd~ §efchenke Jurvelen.. Uhrztx.Qold- u. Silbe-rroarerz, in bekannter TreiSroürdigkeit jidmenie 3uroelietre. Ccipzigtrfir.g? ♦ sZonig/traße. �6—' -~F3r i f «r* üb £ 1 f �irrTUzrrrrrTzx-- Feuerbestattung Hark 160,— mit allem Zubehör u. Gebühren vecncklgunga-.Anntalt ,,!r Ismmo" Manteuffelstr. III.* Ausführliche Broschüre gratis. Fenfipr.: Morttzpl. 5582. Hw Oskar Schreiber, Schreiner, von Sachsen, ist ge» beten, seine 230/3 heutige Adresse mitzuteilen. Glaserei J. Hlldbrand, ICnuniwhoeen(Schweiz). günstigste Gelegenheit. Tischlerei m. Wohnhaus, stallung n. Garten, sichere Existenz, pretSw. zu oerk. Ost...B. I" twitl. Birll«nw«rdsr. frösst es äm». 2iWof»e/ n F 9ärr Zfüt-Hau �gisaaBiBunw Seife aller Damen ist die allein echte— 5tecIkenpterü*Menmitch*5eise v.n IkgwäNN ttänevevl, denn diese erzeugt ein zartes, reines Gesicht, rosiges jugendfrisches Ausseht«, weiße, sammctweiche Haut u. zarten blendend sch önm Teint.» St. 50 Pfg. Uber, zu habe«. „Restaurant Oranien-Haus" KommandantenstraQe 48 I. Etage bis 300 Personen fassender heller, luftiger Versammlungs-üVereinsraum Auch für größere Gesangvereine und Privat- festlich hclten geeignet— Gutgoflegte Blere— VorsttsUche Küche für Herfen laChromlacK mxf nocii= modernen htc£-& Lcc1cp= Eimälzcn inJchvacssgraa Verkäufe. Zehn Prozent Rabatt Vo�ärts feiern. ier Alle« 1l« balZnSos). Viandleibba'�' Berlins ipotlbMigjte �„taülsquelle! packet tanzujze, xgommcvoa ewts, SfonaUiinvbcvo�( Prachtteppiche' Bcltenvert-- Garbinenrcfte, Fenster 1,95, i.iö. 2,85, 3,50, 4,25, 5 yf, 6,75 usw. ®. Wcijzenbergs Gardinen- und T-Pvichkaus, Groy. Frantsurt�. itrake t25, im ymiie der Ä�bel- fabrif an der K � Donnra\5C. „ F�V'che'�t zÄcd�rhlcrn 7,50, A50. ilfO;>71,50, 16,«0, 19,50,22,50, 2o,d0, 29,;� usw. Teppichhaus Große Ntrank u� rstrai;« 125, im Haujc der Mobe'�rik, �/�ttbeftäiide. 1—3 Fensler Tuch- p'/rtieren, Plüschportieren, Madras- sortieren, neueste Muster, Fenster 12,85. 3.50, 8,95, 4,85, 5,75, 6.50. 7,50, !S,50, 11,50, 14,50, 18 ,00 usw. Portieren- tstaus, Große Franlsurterstraste 125. Tnchdretem, Lernendeitcn. Plüsch- decken 1.35, 1.65. 1.95, 2,45. 2.95. 2,65, 4,25, 4. 85, 5,50, 6,75, 8,50, 9,70 Treppdeckeu. Similiseide, vor- -nehme Äusjübrmig 3,75, 4,85. 5,75, 'Z.50. 7.85. 9.50, 12,50, 14,50 usw. Droste Franksurlerstraste 125, im Hernie der Möbelsabri'. 96051* '(Sie lohnt nur bei Mar Weist, Ä8, Groste Franks urtcrstraste 88, alt- briamttc Firma, zu kauscu. Man «wird reell und billig bedient. Wenig getragene, teilweise aus 'Leide, von ilaoasieren nur kurze Zeit getragene Jackettanzüge. Rock- anzügc, Geürockanzüge, Frackanzüge, 'Smokinganzüge, Paletots, Ulster, Hosen, emzelue Fracks und Smokings inerden zu dwigsten Preisen verkauft. 'Die elegantesten Sachen sind auch leibweise sehr billig zu haben. 88. Große Franksurteritraße 68. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu achten, 2 große Fenster. 145�13* �eppia, Tkomas.Lranicnur. 126 wertaust sarbsedlerbastc Teppiche ivott- billig; Gardinen, Stephdecken. Tisch- decken halben Preis. Vorwärts. lcsern 5 Prozent lftstrarabait._ 78551* Ladeiieinrilchtu««. Ein gtoßa: Schrank, 3,30 Meterlang, 2,40 Meter kroch, Unlcrlcil 12.lasten, Qbericil iircl(stlas-schicbetüren. Ein Laden- itlsch, billig zu verlausen. Näheres Spedition, �alzwedelerstraßc 8.* Tichrolirn iHandbetricb, auch aleklchsch), Wiegeschalen, Mllchgeräte stTcilzahlung), tlrlgar u. Jhssen. Wastmatlnslraße 29. 121 l5l* reoviaic 1 ssevieroane) m achen Größen, jast sär vre Hais:« deS W-rsteS Tevoichiager Brünn. Hackcrbcr Marti 4. Badndo, Sörie.(Leier de« �PortoäilS* erhallen 5 Prozcnl Naoall.« LonnlagS geöstnetl* Äoriiibrige elcgaolcHerrenanzügc und Paietolb aus iemnen Magnosscn 25— 60 Mari, Hosen ti— 18 Mar!, PernuiddauS Germania, Unter den Lmde» 21.* Psaudleihhaus Heimannvlatz 6. Spottbilliger Betlenvcrkaui. Wäsche- verlaus. Gordmenverkauj. Teppich- verlaus. Goldwarenlager. Riesen- auSwahl Herrengurderobe. Sonntags- verkauf cbensall».* Gardine»! Steppdecken! Porigeren! Tischdecken! außergewöhnlich oillig! Vorwärtsleser 5 Prozent Rabatt extra! Gardinenhaus Brün», Hacke- scher Martt 4(Iahnhos Börse). Sonntags geösjnel.___* Belle« stau d 9,—. Brunncn- ftrage 70, im Stellet.-OCSl» Moillitsg irderodc. Bintorulflci, Win crpalctols, staunend billig. Klein- mann, Rosenlhaterslraßc 59, kein Laden._ 145, 19* Pfandleihhaus. Wilmcrsdors, Augustastrage 66. Spottbilliger Betten» ver.aus, Wäschcvertaus, Gardinen- Verlans, Zcpvichverlaus, Herren- garderobc, Koldsachcn. Sonntvgs geöfinel. Clfca* Monatsauzüg«. Baletot«. gruxeS Lager, iedc Figur, laust man am billigsten bei»! Fachmann: jede Aenderung na« Wunsch in eigener Wcrl'latt. 5 Prozent billiger für Vorwärtslewr. Fünlcnzckt. Schneider- Meister, Zlosenrdatcrnraße 10._ kjtukwaschsasscr. Zooer, Sry- tvauiien, Baöcivalmcn. Svezialiabrik Reichenbergernraßc 47. Leneru 5 Prvz. ' Teppiche, Fardensehier, spottbillige lliiisciivosteo, Portieren, Gardine», Plüschlischdecken, Diwandcckcn, Möbel- Itosse, Läuscrstvste, Felworlagen. PorS- damerstr.lOg, Sonrad Fischer. Vor« wärlslescr Exlrarabatt. 1163« »«Hlleder-Schäsie, Leisten. Röhl, Kchöneberg, Bahnstraste 42. 6 �".'�ati, Wanduhren. Bf Iber- Goldwarenlager, �>as, Gardinenlager, Pvrtieren- ■'ychv, Stcppdeckenlager, AuSsteuer- wäschr. Fahrloergülung. 38 lK Geld! Geld! Sparen Sie, wenn toie im Leihhaus.Roieitthalcr Tor', Linienstraße 20314. Ecke Rosenthalec- itraßc, nur 1 Treppe, kein Laden! kaufen. Rnzüge 9,—, Ulster, Pale- toto 5.—, Silberuh ren 8,—, goldene Damcimhren 8,—, Eoldwarcn, Betten. Wüsche, Gardinen, Teppiche, Tischdecken, Duvandeckcn, Freischwin- gcr, Fahrräder. Alles enorni billig. toonntags geöffnet. 118751* Gaokrouc», Teppiche, Uhreu, Woche 1,00, billige Preise, Große Frank- surler Straße 92, Reinickcudorser Strasse 120, Schönhauser Allee 121, Nrulöllu, Berliiicr Straße 102.* 5io!»ü»ie. beste Schneiderarbeit, hochsrhicr Ulster,«Icgaiitr Plüsch- müntcl, Blusen, Nücke, Damcnklekder, Kindcrllclder. direkt aus Rrbeilssluben, st'ollbillig. Meyer, Llücherstratze 13, I. Etage, kein Laden, Sonuings geüssnet, 127651* Federbetten, Stand 11,—, zwei- schtösrig 16,—, PeizslolaS, Palekots, Gardinen, Teppiche,'Anzüge. Uhren, Stetten, spottbillig, Leihhaus Osten, Slönigsbergerstraßc 19.* Rähwaschiueu, stlsrana. Zentral- bobbui, Adler, Zitngichifj, Whecler u. Wilson, Biesen, Säulen, Eiastil usw. billigst, bei Teiizabttmg günstige Be- dingungen. BeUmanu, Golliiolv- itraßr 26, nahe der LandSbergerftrastc. Tcrlzastlung. Woche Ski Pfennig Bilder, Spiegel, Möbel, Polstcrwarcn, Gardinen, Teppiche. Steppddecken, Tischdecken,, Poriieren, Bezüge. Weber. Reue Königstraßc 34. 1133« Hemdcntuch, 10 Meter 3,50— 8,50, Bezüge, Inlette, Beltjedcrn, Sticke- reicn, Tischwäsche. Damenwäsche Fabr ilpreise! Wäschesabrik Langen u. E»., Zimmerstraße 49(Hos), nahe Jerptalemcriwaßa.* Li'ilibaus.Schöneberg", gegenüber Bahnboj. Sevaustraße 1, Telephon AM Kursürst SS87, bietet stets Gelegen- heitSIäujc in verpfändet gewesenen und neuen Sinzügeu, e-ommer- und Winterpalctots, einzelnen Hosen, goldenen, silbernen Herren- und Damen- Nemontoirc- Uhren, Ketten 3,50 an, serncr goldene Ringe, Bros chen, Oörringr, Pianinos, Fahrräder. Frei- schminger 10 Marl an. Richard Eichclmunn. S00K 'Ulviinisnnzugc und«ommcr. palclois von 5 Marl sowie Hosen von 1.50, Gehrockcmzüge von 12,00, Fracks von 2,50, sowie für lorouienre Figuren. Neue Garderobe zu stauneud mlligcn Preisen, ans Pstindlciben vcr- fallcnc Sachen iaus: man am billigsten bei Zkag. Muiackllraße 14. Toilzahliingen 0,50 wöchentlich, Gardlnen, Porilcren.TcvPichc, Decken, Uhren. Bilder, Möbel, Pol'rorwarcn, Bunte Küchen, Betten, Wüsche, Kinder- wagcn.Herrengardrrobe.EinscgnungS- anzügc I Sonde Vertreter l Mriiels Nachsolgcr, Inhaber Siichardi. War- schauersttaste 80. 118-251* Leihhaus lviorinpla» SB»! kauicn Sic spottbillig von Kavalieren wenig gcttagcne sowie in> Versatz gc- we cne Jackettanzüge, Rockanzügr, ValetotS. Serie 1: 18— 13, Serie II: 20—30 Mark, größtenteils auf Seide gearbeitet. Geiegendestskäuic», neuer Maßgardcrobe, enorm billig, stiiesen- Posten Kleider. Kostüme. Mäntel, au> Seide gearbeitet, srüder bis 150, jetzt 20— 35 Mark. Extra-Angebot in Lom- bard gcweiener Teppiche, Gardinen, Portieren, Beeten. Wäsche. Udren und Goldwaren enorm billig nur Morirplav 58a 1. 19451* Gaskvouo» ohne Anzahlung. Woche 1,00. Riesenlagcr!, Louis BSrlchcr (selbst!!, Krouleuchicr-Speziaihäuser. Belriebsleitung: Boxhagcncrstraste 32 (kein Ladcu).(Fahrvervindung War- schanerstrastc.) Filiale: Kottbuicr Tamm 41(Hcrmannplatz)._ u IM* Gardiucn. Zteppiche. vrttr», Emzelstückc. icilwciie Icichl sehlcrhast, unter Hülste des Preises. Borwäutilescr jüi:s Prozent Chira- rabait. Gardinen- nnd Tcppichhaus Georg Lange Nachsolgcr, Chaussee- slnaße 72/74. 111'2K» Milchgcschästseinrichiungen, Milch vcnkaussgciäßc, Milchk-nnrn. Milchmaße, Mstchsiebe, Butter-. mafdjinciL Wiegeschalen billigst. Spe. zmigeschast Hernrann Jordan, Michael- luchstraße Kl. 133/1* Brouzogasbroucn, GaSzug lampen, Hängrgaspcndel, Gnswand- arme. Moderne HängegaSkronen, Gaskocher. Allerbilligste Bezugs- g"elie. Zurückgesetzte Muster spott- oillig. Schroeder, Hochstraße 43. Nionntvgnrdervbr. Getragene Ulster von 9,50, PalctotS, Gehrock- auzüge(auch leihweise), verkaust jpoltbillig Spczialhnus sür Monats- gardcrvbc, Prinzenstraße 64(Ecke Anneustraße). 1279K* Wegner-Leihhaus. Potsdamer ilrnße 47. Der Gipsel aller Billig- keil! Tatsächlicher enorm billiger, streng reeller Vsäkaus! Brillant- ringe, Krnwaltcniiadcln, Medaillon- ketten, Golduhren, Silberuhnen, Damen< Petzwaren, Herrenpelze, Hcrrestlonscktioli. Bettwäsche, Tischwäsche, Leibwäsche, Stand Betten, echte Perserteppiche, neue Näh- maschtnen, neue nnd gut erhaltene Fahrräder, Garantiemarkcn! Photo- graphische Apparalc, Bronzen, Blusen- iloffr,.Herrenschuhwaren, Damen- schuhwaren, SUnderschuhwnren, Zi- garren, Sekt. Höchste Beleihung jeder Wertsachen I Weitgehendstes Entgegcilkommen. Sonntags 8— 10. (Lützow 8780.) 141/20* Laffalle-Andenkeu, ein Rubinglas- Pokal mit Widmung, ist zu verkaufen, Krebs. Saalestraße 7. Ll79b* Gaokrouo». dreiflammig, komplett 7,50. GaSzuglampen 6,00, Hänge- lichipcndel 4,00, GaSlhren 2,40, Gas- wandnrm« 1.50. Kronenlagcr, Große Franksurlerstraßc 92, Neinickendorser- straffe 120, Schönhauser Allee 121, Neukölln, Bcrlinerstraße 102. 1103K* Teppiche i Fardensehier) spott- billig. Fabriklager Mauerhaff, Oircchc Franksurtersttaßc 9, parterre..Vor- wäris'-Leser zehn Prozent Extra- rabait! 12i«K* Monatögarberobe spottbillig, große Gclderiparnis. Paletots, Fackeil- anzügc, GehrockanzLge, Jünglings« anzügc. Hosen für jede Figur. Ge- legcnbeitskäilse: Uhren, Ketten, Ringe. RuSslenerwäschr. Betten, Teppiche, Portieren, Gardinen, nur Prinzen- straffe 34. eine Treppe, neben Neu- bau Wertheim, kleiner Eingang. Fahrgeld vergüte._ 128851* Gavkrviie, vierflammig, ziehen, verkauft billig Schwarz, Alexander- ftrnßc 14 d.■_ 2219b Pol.', waren kaust man am billigsten dlrell in der Fabrik-Niedcrlage Artur Löber, Gipsstraße 7. 127SK* Zwiliingo-Sportkiapp-Wagen mii Verdeck, fast neu, verkauft Rodenbach, Stralau, Krachisiraße 6. s-77 BrAischokrodit! Wochenzahlungcii 1,00, Bettwäsche— Leibwäsche— HauS< wüsche— Wäichefabrik Lewin, Hilten- straßc 12. Posilnitenorder— Verlret»- besuch. 146/5 TTilzabkungO,'50 wöchentlich: Gardinen, Pmiieren. Decken, Tcppiche, Bilder, Uhren, Spiegel, GvSkroncn, Möbel, Betten, Wäsche, Kinderwagen. Herrengurderobe, Damcngarderobe. Sende Vertreter. Messels, Andreas- straßr 4(Schlesischer Bahnhof). W' Nrichgcstickte Portieren. Filzluch 3,85, Naturlcinen 8,85, Vcloetplüsch 6,85,Kochcllrinen 6,75 pro Fenster. Der neue Kaialog, 600 Abbildungen, gratis. TepPichhauS Emil Lcsövrc. Oranienstr. 158. 1258K* iöaarfärpeinittrl, unübertroffen, unschädlich, metalljrei, waschecht, Probe- slasche 0,50. Grießirr, Charlotten- slraße 5._ 22386 Teppiche! Spottbilliger Umzugs- veekausl Riesenauswahl in allen Größen: 4,85, 6,75. 9,00 bis 96,00. Ein Posten Teppiche mit kleinen Fehlern, weit»ister Preis. Felle, öäufemstc spottbillig, Woljs Teppich- Haus, Dresdenerilraße 8.(Koltbuser. wr.) Slbonnenten 10 Prozent Rabalt. Llrfcrwagcn mid alle Sorten Räder, Palisadenstraßc 101. 2248b Vto» ardan zü ge- Winte pa.elots, Ulster, Joppen, Gcbrockanzüge, Frack- anzüge, Smokinganzllge, Hosen, Rvwnrlutterstraßc 48, eine Treppe. Silappsporiwagen, Kindcidroht- bett, Pui'penwagcn. Lampengcschäsl, Grüner Weg 3. 2256b >I»iz»gshatbrr Singcrma'chine, 20,00, Chaiselongue. Neukölln, Fulda- slraße 58 l, gerädezv(Vcrlinerstraße). Posten Zigarren verkäuflich. Toded- soll. Ksoigsbergerstraße 26, Molkeiei. Hobelbüntz«. Werkzeug, Zwingen, Znik, Schraubböcke, Mliechte, billig. Mm-kusstraße 48. 146/19 «UmamntMhiie. stottstngende Borsänger, spottbillig. Kanitz, Trcskow- 45. fSI Ladeiieiurichtuug, große Aus- Wahl. Steizner, Pankstraße 51.-s-öll� Gasumpel, blau, jesti, 10 Mark. SchmetterlingSsammlung. Koppcn- plab 7,.parterre rechts._ f71 Klappsportwagc», Kinderdraht- bctt, Kinderwagen, umzugshalber, billig. Grundmann, Voltastraße 4, vorn II.-s114 BSiederverkäufer, Iivher Per- dienst, Zigarren, Schweizerstunipen, Zigaretten, Kautabak. Engroslager Ramlersttaßc 27-1. 1-114- Pve-lls iinn-Knutnbas, gesetzlich geschützt. Kopenhagenerart, sehr be- iicbt, Zehnpfcilnig-Rollen, überall käuflich. Engrosverkaus Ramler- slraße 27 I. Psund 42, Rollen 3 Mark. 1-114* -Mastanzüge, Paletots, am besten nnd reellsten, Rnmin, Lehrterstraße 56, Portal I. f64 Bette» von 9 Mark an, Federn, Jnletis, billigst. Betlsedernreinigimg. Müllersti-aße 25. 1-109 Ohne Anzahlung. 50 Pfennig Wochcnrate an, licscrc Bilder, Wand- ichren, Teppiche, Gardinen, Portieren, Tischdecken, Steppdecken. Strengste Distrelivn zugesichert. Aus Wunsch Sluswahlsendung. Bestellungen erbitte „Postlageckartc 9', Postamt 102. Gtnscnnung k Nur elrnnaUger GelegenheltSkaus I lieber 100 Stück ganz neue Tulauhrcn ans Königlichem Leihamt. Einheitspreis 17,75. Größerer Posten ganz neuer goldener Herren- lihrcu, 14 Karat, solange Vorrat reicht. Einhciispreis 79,50. Wegner, Pols- damerstraffe 47 I. 148/2* Damenhempr» mil geslickler Passe 1,15, Herrenhemden 1,15, Bett- b-zug nebst zwei Kopfkissen 3,95, Bettlaken 1,25,. drei Handtücher 3,70, zehn Meter Hemdentuch 3,00, hochelegante einzelne Musteriachon, passend zu Ilipsslattiingen, bis zur Hälfte des Wertes. Mittwoch Stoff- restt- Berkaus. Wäschesabrik Salv- monSky, Dircksenstrnßc 21, Alexander» platz._ 22435 Teppiche. Vorwai-tSIescr erhallen 20 Prozent. Große Partien Teppiche mit kleinen Webesehlern, jetzt Größe zirka 200: 300 13,50. 250: 350 22,50, 300; 400 28,60. Gardinen. Portieren, Tiichdecken, Sosadeckcn, Felle, Läufersloffc spottbillig. Therese Lesevrc, Teppich- Spczialhaus niit Fabrikation, Polsdamerstraße 106d (kein Laden). Hausnummer beachten. Kanarienvögel, Vorschläger, ver- kaust Riihl, Schöneberg, Bahnsir. 43. Kinderwage». gm erhalten, billig. Bartsch, Rcinickcndors, Hansastraße 14. PlitteUmchS Rndfahrerlartc, Gau 20> Berlin), reichend von Nrustrelitz bis Toegnu, von Stendal bis Keil- buS, ausgezogen, in Starton 2.60 M. Buchhandiiing Vorwärts, Linden- straßc 69, Laden.* ö be l in'zeitt gemäßer AuSsülwung, in Eiche lalle Farben) mid Nußbaum, unerreichte Auswahl, zuden allerbilligsteu Prciicn, in solider Arbeit, direkt vom Tischler- meisier Julius Apctt, Adalbertftraße 6, am Kottblisertor. 1188K* Mö b c I band I«ng Marian> een« straße 25, billige Preise. Teilzahlung gestattet. ,Porwä>ls"ieser 3 Prozent Rabatt. SSOK* Schctti. Kleiderschränke 24 Marl. Vertikos 32 Mark. Schal«. SvsaS 40 Mark, Tisch: 8,50 Mark. Schah. Siube und Küche 158 Mar' an, 2 Stuben und Küche 278 Mai! an. Reelle Einkaussguelle sür Braut leittc. Schah. Reiche Auswahl wenig gebrauchter Möbel._ Schah. Sicheren Personci ZabiungScrleichterungen ganz uae Wunsch. Schah, Brunenstraße 180. Speziai Möbelhaus, kein Abzahlungsgcschäsi mir ein KafsaPreiS, I-Sbar an jedeü Gegenstand._ 1241v Sluf Teilzahlung komplette bür gerliche WodnuugSeinrichlungen i: einfacher und besserer Aussübmn. sowie einzelne Möbclstiicke liefe! unier kulanten ZahlungSbedinguugel: Tischlermeister Nolle, Zionslirch straßc 38/39. Verliehen gewesene Möbel besonders billig. Kein Ab zahlungSgeichäst._______ 21731)- SofaA, wegen Wasserschaden, iveni. beschädigt, billig abzugeben Schön Häuser Allee 56, Sosasabrik, gebäude. Fabrik. 2187b' Tischlermeister gibt Möbel au- Tellzahlung bei beliebiger Anzahl u»s zum Kassenpreis. Stets Gelegenheits laufe in gebrauchten und zurück- gesetzten Möbeln, auch aus Teil zahlimg. Nachweis voll Kundel: wird gut honoriert. Offerten Post amt Sil„Postlagerkarte 44�__ Nuffbanm-Wirtschafte». Säiilcn- schrän'ke mit Butzenscheiben-2,—. PlüschsösaS 45,—. Antlcideschränl: 65,—, clegante Küchcncinrichlungen 60,—, sür Brautteuie, Pensionnie bedeuiende Ersparnisse. Ergänznngs- möbel, Büfett, Standuhren, Uinbanc Schreibtiichc. Garnituren, Bettstelleii TrumeauS, Teppiche, Bilder, Kronen, PinnoS, Klubsessel, LedersojaS, echt: Perser, Salonschrätike, Damenschreib- tische usw. Ferner stehen zum so- sorligen spottbilligen Verkanj Hu» deck komplette Speisezimmer, Herren. zimmer, Schlasziinmer, Küchcn-Ein- richiungen. GclegenbeiiStüusc au: Versteigerungen und Lombards. Hau-. Lennerts Mvbelspcicher, Lothringer- straßc 55. Rottntbaler Platz, 4 Etagen größtes Möbelhans sür Gelegcnbeits känso._ 1073K Slnfgabehalber. Chauffeestraßc 4« verkaufe, um zu räumen, zu Spotl- preisen englische Ankleidcschränte, limbanien. Ruhebetten, Plüsch« und Mvguettcsofas, Büfetts, Anrichte!!, Schreibtische, moderne farbige Küchen, englische Bettstellen, Flurgarderoben, ganze Wohnungseinrichtungen, Schlaf- zimmer, für Brautpaare günstigstr Gclcgenheit. 128751* Möbelangebot. Infolge sehr günstigen Einkaufs vcrkaufc ich die großen Porräte Möbel, Kronen, Tep- Piche, Kuchen, Stores, Porttercu, Udren, Bilder, Tisch-, Stepp-, Divan-, Tnllbetidccken zu auffallend niedrigen Preisen: Herrenzimmer 630,—, Salon mit Garnilm- 450,—, Speisezimmer 575,—, Schlafzimmer 275,—, Ehaisc- longue mit Decke 22,50, Bettstellen, Auszugtischc, Spicgelschränkc, Trn. meanS 30,—, Blifcttc, Schreibtische, Waschloiletten 28,—, Kleiderschränke, Kredenzen, Lederslühle, Klubscffel. Sosa, Standuhren, Umbau, Salon- garnituren, Bücherschränle 40. Alles neu, unter Gararrtie. Auch andere GeleaenheikÄkastfe für Pensionale, Brantleutc, Hotels. Otto Lidclc, Möbelspeicher im Anhalter Innen- badnhos, Bahnspeicher, Möckern- slraße 25, dwekt Hochbahnstatton 51 1.1 r\ rt T-**-.1*9 � 4 4 0�7 Möckerndrncke. 1137®* Möbel- Messe Stallschrcibcr- straße 57. Moderne WohnungScin- richlungen in jeder Preislage. Be- sichtigen Sie meine Ausstellung ohne Kauszwang.„Vorwärts"leseril 5 Pro- zent. Harnack, Tischlermeister, Stall- schreiberstraße 57, Moritzplatz. Verkälts im Fabrikgebäude. Zahlnngserlcichte- tmsp Fabrikgci rung Möbelkäufer! Selten günstige lßclcgcnheitslänse in bürgerlichen Wohnungseinrichtungen. Einzelne Möbel, Potttertvaren enorm billig. Astmann, Zionskirchplatz 10.* Möbel znatißergewöbntich niedrigen Fabrikpreisen. Besichtigung ohne Kauf» wang. Svezsalttät.- 1-, 2- und 3- Iminier- Einrichtungen. Eventuell ZahlungS< Erleichterung. Richard Dcbmel, Oranicnstratze 131. lAUät* Möbelfabrik, Georg Temiigkeil, Oranienftraßc 172/173. Brautleute und jeder Möbelsuchende sollten nicht versäume», meine grogen Lager zu besichtigen. Stube und Küche 216,00, moderne 430,00, elcgonie 585,00, moderne englische«chlaszimmcr, komplett 272,00, 310,00. 450,00 bi-Z 1500,00. Eichene Speisezimmer von 450,00, 650,00, 310,00. Eichene Herren- zimmer 330,00, 450,00, 525,00, 710,00, auch einzelne Möbel. Plüschjosa 58,00, Zlnhcbett 26,50, Schreibtische, Sosa- umbauten, komplette farbige Küchen 60,00 bis 300,00. ZahlungSerleich tcrung wird gelvabrt. 123SK' Brautleuten. Bildschöne moderne Stuben-, herrliche Küchenmöbcl, neu, auch einzeln, jeden annehmbaren Preis verkäuflich. Bauer,»roge Franksurterslrage 85, eine Treppe. Möbelaussteuer. Prachtvv llc englische Stubenmöbel, bildschöne Küchenmöbcl vcrkansc spottbillig. Lebmert,(Or.lie Hamburgerstrahe 4, Seltene Gell�rnheit. 22426 Knmcrlings Möbelspeichrr, sschV- bellinerstrahe 17, 18, 21a, Verlaus um die Ecke, Kastanien-Ällec 56, enorme Ausivahl, Gclegenbcitskäuse, Spottpreise. Name, Hausnummer be- achten.____ 22406* M öbelkredit! Wobnungs- Einrichtungen, einzelne Möbelstücke, ge- ringe Anzahlung. Kreditbaus Luisen- stadt, Köpenickerstrasje 77/78, Ecke Brückenstragc, nahe Jannolvitzbrücke. Sonntags von 8—10. ft Möbel kaujeii Sie reell und billig direkt beim Fachmann. Teilzahlung gestattet. Lager-. drei Etagen. Vvr- märtslescr sünj Prozent. Oranicn- stratze 202. 1283K* Möbel» Gelegenheitskaushaus Brückenstrage 6. Grojje Auswahl »euer gediegener Möbel zu Spott- preisen. 224lb* Brautpaare! sowie Möbelsuchende bitte ich, vor Möbcleinkauj meine Riescnläger zwanglos zu besichtigen. Nur AndrcaSstraße 30, gegenüber Markthalle. 128651 Schlafzimmer-Woelle! Hervor- ragend schön ausgesührtes Schlas- zimmer, eiche, innen Mahagoni, koni- plcti mit 180 breitem Anllcideschrank, Bettumbau und Patcntmatrahcn, nur 540 Mark! Enorm preiswert! Nur Skatitzerstrage 25. 1303K Klctdrrspind, Wäschespind, Nusj- baum-Plüschsosa verkaust Kachlüig, Planuser 32E. 22316 Verkaufe Spiegel,«piegelspinb, Tisch. Regulator. Ruh, Schützen- stratzc 31. 22zob Möbel an Vorwärtslcscr auf Kredit. Offerten Lngerkartc ll.0 Postamt 102. 1230K» llnglanblieh billig lausen Sie Wohnungseinrichtungen in Müllers Möbel-HauS, Franlsurier Slllcc 33. Bitle überzeugen Sie sich. 1301K* Metallbetten, zwei, modern, Kinderbett spottbillig verkäuflich rjossenerftrahe lO.HuIgeschäst. 146/3* Schreibtisch. Kleiderschrank, Garnitur, großer Säulentrumeau. Spott- preise. Waldemarswaßc 64, Karras. Gebrauchte Bettstelle mit Matratze und Kindcrbcttstcllc, billig. Morgncr, ?>eukölln, Weserstraße 14.-s53 Möbel, umzugshalber billig zu verkaufen. Bettgestelle, Vertiko, Wasch- kommode, Kinderwagen, Drchbett, komplettes Schlaszimmer sowie Küche. Krone, Marlise, Teppich, Sosa mit Umbau. Preutz, Waldenserstratzc 2E Kinderbettstelle, Betten, billig. Brhchch. Wcibenburgcritrabe.36, Ouergebäude, 147/7 Möbel- gebrauchte, kaust man am billigsten im Zimmer- Möbelspeicher, Parochialstraße 31 kam Molkenmarkt), welche im Versatz verfalle» sind. Eichenbüsett 100.—, Bettstelle mit Matratze 8.— und viele andere Sachen._ 2244 b Plnschsosa, modern, wie neu, Spiegel, Bilder, Chaiselongue, billig, Brunnenslrasje 153, vorn II, Glaser. Stnftbanmwtrtschaft. modern, Kücheneimichiung, paffend Brautleute, spollbillig. Äöbeiverlaus Kindennann, rldalbertstraffe 3 II._ 146/6 Moderne Hutbodenschränke. Spiegel. vertikoS, Trumeaus, neue Plüschsosas, rot, grün, Ankleideschränke, Englisch- betten, Gaskronen, Herreiischresb- tisch, Küchenmöbel verkäusllch Zorn- doiferstraße 4 l, Liese._ 146/14 Kindcrdrahtdett, Klappwagcn, Metallbcttstelle. Joachim, Frantsurtcr Allee 128 III. 147/13 Wtrtschaftenverkanf. Olllibänd- ler unerwünscht I) Modernes Wohn- zimmer, Schlafzimmer, Prachtküchcn- sachen. Ferner: Piano, Büfett, Schreib- tisch, Ankleidcschrank, Umbaupliisch» ffosa, Prachtwandbilder, GaSkrone, Verschiedenes. Königsbergerstrabe 11, vorn I, Fischer. 143/1 Nustbaummödel, vollständige Einrichtung, mit moderner Küche 220—, auch einzeln. Hoffmann, Elsasser- straffe 31 I, zweites Portal. GcwerbS- mäffig, Händler auSgeschloffcn. Vertiko, Baschtoilettc, Küchen- cinrichtnng, Bettstellen, Matratzen, billig Wilhelmshavenerftraffe 25, Ouergebäude parterre links. f64 Umständehalber Sosatisch 52,00, Betistelle 18,00, Kleiderschrank. Vertiko 65,00, verläujlich. Naegler, Salz- ivedelerstrahe 12._ f64 Plüschsofa, tadellos, Chaiselongue 18,00, Ankleideschrackk, Küchenein- richtung, Trumeau 23,00, englische Bettstellen 25,00. Eigene Werkstatt. Kein Laden. Tapezierer Walter. Stargardcrstraße 18. K* Miisiluustnjineiite. Piauino, krcuzsaitig 120,— (eventuell Teilzahlung) Turnt- ilraffc 8, Pittcloihiiiftiliit. 1-15/20 TrichterlofeS Prachtgrammvphon spottbillig Drews. Schliemannstr. 13. Pianinos. Harmoniums, Flügel, jeder Preislage, gebrauchte 120,00 an Teilzahlung. Scherer, Cbauffee- ftratze 105, 534K*. Alte Möbel. Wäsche, Teppiche. Nachlaffsachen kaust zu höchsten Puffen, Verkauf enorm billig. Salpeter. Schivelbeiiierstrasze 36. 11g6K Krause-Pianos und Ftügel, er» klasfiges Fabiikat, auch gebrauchte, Kaui, Tausch. Miete, Teilzahlung. Ansbttchcrstrabe 1. Piauino, guterhalten, zahlliugS balber 290,—. Hartwig, Neukölln, Rententraffe 85.' l46/2 Ptaniuoköufer kansen dirclt ab Fabrik mit höchstem Rabattsatz neue PianinoS, 270, lX>— 300.00- 600,00. langjährige Garantie, auch einige gebrauchle, 100, m. Neuköllner Piano- jnbrik, JiiliuSstnibe 53._ 147/6 Pianos. Gelegcnhcitsläuse(neue), wenig gebrauchic>20,— an. Over- Holthaus. Schlegelslraffe 30._ 148/1 Piano, spollbillig. Kripschinski, Kopenhagencrstraffe 5 II.-jgl Piauino.' elegantes, wenig gc� spielt, l75,—. Krüger, Neue König straffe 31(Alexanderplatz). 220/17 Bandonion«. Stark, Georgen- kirchstratze 370. Erster Bandonion- bancr Berlins. Teilzahlung, Note», Unterricht.______' 220/18 Pl>o»ographrii-Kat>. Gnnzbc� sondere Gelegenheit. 750 Sprech- Maschinen, die nicht mehr im iieucii Katalog aufgenommen sind, bis 50 Prozent herabgesetzt, darnntcr hoch- elegante lrichterlosc. Katalogpreis 56,— Mark, jetzt 28,— Mark, zwei Iahte Garantie. 10 000 Doppcl- T'atfcit, 30 Zentimeter, früher 3,— Mark, jetzt 1,25 Mark. Neuestc Schlager. Dirckjenstr. 20, Weinincisterstr. 2, Chauffeestr. 92, Groffe Frankfurter Strajje 144, Neukölln: Bergstr. 4, Herniannplatz 6. 263, 1 »iltler. Bilder. Sie kausen Bilder nirgends billiger als direkt Fabrik bei Bilder- Bogdan. Weinnieislcrstrabe 2. 2248K Bilder direkt beim Mater Haacker, Pankow, Görschftraffe 13.-flS? Fahrräder. Fahrräder, Teilzahlungen, größte AuSwabl, billigste Preise. Lothringer straße 40. Filialen: Steglitz, Schloß. straße 116. WllmcrSdorj, Uhiand straße 100. Charlottenburg, Kant. straße 57. 1203K Fahrradvertrieb„Groff- Berlin', reelle und billige Bezugsquelle, Re. paraturcn gewissenhaft und schnell stens Neue Schönhauserstraße 3, Brun. nenstratze 145, Badftraße 3, Müller- straße 43, Turmstraßc 25, Charlotten bürg, Spandaucrbcrg 23. Rund-nm-Bcrlin-Räder und Pneu- matiks, anerkannt erstklassig, preis- wert und elegant. Riesciiauswahl, kulante Bedingungen. Zahlungnabme älterer Räder. Neue Spezialräder, Jahresgaranlie, mit Pneumatik 35.00. Phonograpben-Katz. NurWeinmeister- itraßc 2, Cbausscestraffc 92, Groffe Frankfiirlerstraße 144, Neukölln, Herniannplatz 6, Bcrgstraffe 4.* Rennmaschine, Presto, Holzsclgen, Freilauf, billig. Maeder, Stetliner- straße 30 III. f5ö Fahrräder, billig abzugeben, Witwe Dülvcl, Neukölln, Friedelstraße 47.* Herrenrad billig. Frau RiebötiT, Kreutzigerstraße 6 tFranksurter Allee). Herrenfahrrad, alle Zubehör- lachen, Garantieschein, Frciiausrad 30,00, daselbst Tamcnsahrrad. Frank- surter Allee 104, Grosser._ 146/16' Rennmaschine(Holzsclgen�, Schlauchreisen, Drahtreisen, 45.—. Kraus, Andrcasstraße 54. 147/14 163 Herrenrad 147,16 Brnnuenftraste tadellos. Streese. Freilansrad, 30,—, neues Herren- rad, Damenrad 25,—. Kraus, Andreasstrnße 54 II._ 147/17 Fahrrad verkauft Hoch, ZionSkirch- straffe 18. 147/18 Kani�esucke. Plattnabfälle- alte Goldsachcn, Bruchgold, Silber, Gebiffe, alte Uhren, Kebrgold, Goldwatten, Quecksilber, Stanniol sowie sämtliche Gold-, Silber«, platinbaltiaen Rückstände kauft Broh, Edclmctallschmelze, Berlin, Kövenickerstraffe 23. Telephon Moritz- Platz 3476. 530K* Goldschmrlze kaust höchstzablend Zahngebisse, alle Metalle. Witwe Nicper, niir Kövenickerstraffe 157. Zahngebiffe. Goldsachcn. Silber- sachen, Piatiiiabsälle, sämtliche Metalle böchstzahlend. Schmelzerei Christionat, Köpenickerstraffe 20 a(gegenüber Manteusjelstraffe). 111/1' Platinabfälle, Gramm 5.50, All- gold, Silber, Zahngebisse, Stanniol, Quecksilber taust höchstzahlend Blümel, Schmelzerei, Auguslstraffe 13 III. Zahngebiffe, Zahnbi� 1,25(komme abholen), Piatina 5,75, Altgold. Alt- silber. Goldschmied Bruckard, Mulack- straffe 22, nahe Roscuthalcrstraffe.' Kupfer. Messing, Zink, Zinn, Blei, Stanniol, Gold, Silber, Platma. höchst- zahlend. Willy Cohn, Brunnenftr. 25. Zahngebiffe, Zahn bis 1,00, Platinalffälle, Goldankaus, höchst- zahlend.Gcldkontor*. Alte Jakob. straffe 139/140. Zahngcviffc. Zabn bis 1,30(Abholung), Plalinabsälle 5,70, Goldsachcn, Silbersachen, Kehrgold, Gold- walten, gold-, silberhaltige Rückstände, Quecksilber. Stanniolpapier. Zinn 3,50. Knpscr 1.32, alle.Metalle' böchstzahlend. Edelmetall.EmlausS. bureau Webcrstraffe 31. Telephon.* Zahngcviffc, Gold, Silber.Trcsscn, Platina laust höchftzahlend Blumen- reich, Brunnenstraffc 3, Rosenthaler Tor. 69S* Futterrrste höchß.. söhn. Gollnowstraffe 36. Loewin- 143,1' Kaufe Kupfer, Messing, Zink, Blei, Lötzinn, Zinn, Mesfingspäne, alle Mclallc höchstzahlend. Schcrmcr, Rüdersdorserstraße 21. 1-48 llnternctit. Unterricht iu der englischen Sprache. Für Ansünger und Fort- geichvittene, einzeln oder im Zirkel, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebcrsetzungen an- gejcrtigt. G. Swicnty- Liebknecht Cbarlollcnbiirg, Stuttgarterplatz 3 Gartenbaus III, 44K* Dnnzlchrknrsc Friedrich beginnen. SonnIagSzirkel, Wochentagszirkcl. An- nieldiiiigeii täglich Oranienstraße 33, am Oranienplatz. 1271K* Dauzleffrkurse Friedrich, Ehar- lottenburg, Sprccstraße 13, begiimen. Montagszirkcl, FrcitagSzirkcl. 1272K' Schinkel akadeniie. Regiermigs- baiimeister Dr. Arthur Werner, In Haber. Berlin, Neandersiraße 3. Maschinenbau. Elektrotechnik. Hoch- bau. Tiesbau. Heizung-, Gassach, Wassersach. Permessungstechiiik. Stein mctzsach. Technikerturse. Konstrukteur-, JnnungSmeister-, Werkmeister-, Po- lierkurse. Tageskurse, Abendkurse, Äbendrurse. Hochbau, Tiefbau, Maschinenbau, EIcltrolcchnit. Berlin, Neanderstraße 3 und Rathenowcr- straffes__ 9745t* -Technische Gewerbeschule', Jn- baber Diplomingenieur Stellmacher i Lehranstalt sür Maschinenbau imd Elelirotechnik. Werkmcistcrschule, Fach- schiile, höbere Fachichulc. Tageskurse, Slbendkurse. Ütusbildung zum Werk- meisier, Techniker, Konstrukteur. Vor- kenntnissc nicht erforderlich. Labora- lorium. Prospekte. Friedrlchstr. 118. Soinmersemester Oktober. 1078K* «khanffeur-AuSbildung erfttlassig und slellungSsicher. Verschiedene 4-Zhliiider-Syftcme. Honorar 100 Mk., auch Abendkurse. Kostenlose Emvsch- lung. Große Reparaturwerlstatt, Köpenickerstraße 116._ 7315t* Stcllniiq findet jedermann nach Absoloierung eines Kurses bei der Cbarlostcnburger Auto- Fachschule, Berlin» Charlottcnburg, Bismarck- straße 100. Honorar mäffig, Prospekt gratis.__ 6445t* Laute, Mandolinc, Gitarre, Spc- zialiehrer Grenz, Scbastianslraße 31. Chanffrnr-Ausbildung mit Werkstätten. Autohaus Schaptro, Wilmcrs- dors, Bcrlinerstraffe 16. Honorar von 50,—, Ratenzahlung, auch Abendkursus. StellungnachiveiS. 127851* Technische Lehranstalten von Hoppe, Mathieustraffe 13. Elekiro- lcchnik, Maschinenbau. Tageskurse, Abendkurse, Laboratorium. 209/8* Polytechnische« Gewerbe- In- stlwt, Inhaber Ludwig Barih, In- genieur, Berlin,- Chnusscestraße 1. Unterstufe(Wcrkmeislerschule), Mittel- stiise, Oberstufe süx Maschinenbau, Eiseiikoiistrultion.Elcktrolcchnik. AuS- bildnng von BctriebSassistenlen, Kon- strukteurcn, Technikern, Maschinen- und Werkmeistern. TageS- und Abendkurse, ca. 600 Schüler. Beste Referenzen. Prospekte gratis. Dr. ZLicse'S Handelsschule, vornehmstes Institut Neuköllns, Gang- hvscrstraße Ecke Richardstruffc, nahe der Hauptpost. 2l32b* Dr. SLiese'« HaiidelSschnIr, vor- nehmsteS Institut Neuköllns. Bicrtel- jahicSkinsc. 2132b* Dr. Wiese'S Handelsschule, vor- nehmsteS Jnstltul Neuköllns. Halb- jabreskursc. 21326* Dr. Wiese's Handelsschule. vor- nehmsteS Jnstffitt Neuköllns. JahrcS- fmse. 2132b' Dr. Wlcfe'ö Händelsschale, vornehmstes Institut Neuköllns, Gang- Hoserstraße Ecke Richardstratze, nahe der.Hauptpost. Gcwisfenhaster Unter- richt in allen HandelSsächcrn. Beginn der Einzel- und Spezialkurse Mitte September, der Vollkurse Ansang Oktober. Zahlreiche neue Schreib- und Rechenmalchinen. Ueberaus mäßiges Honorar. Ratenzahlungen. Prospekt gratis. 2132b' Tanzschule Franz Siegerl, Ge- wcrlschastShaus, Engeluser 15. Un- terricht jeden Mittwoch 3—11, jeden Sonntag 3—7.'_ 1145' Rlavierlchrcri», gutempsohlene, Strogali, Junkcrstraffe 14.___ 22396 Bootsbau. Theoretische Ausbildung, Berechnung und 5loiistruktion der verschiedenen Boolshstcmc. Vor- kenntnissc nicht erforderlich. Prospclic. Scmestcrbeginn.8. Oktober. Technische Gewerbeschule. Inhaber Diplom- in genieur stcklmacher, Friedrich- straße 418. 1302K* Mundo line, Gitarre. Konzen. zither. Unterricht gründlich, billig. Neukölln. Friedelstraße 24._ 146/4 Mafchincnbau-UnterrichtS-Anstalt H. Götze, Auguststraffe 31. Inhaber Diplomingenieur Schocler, Werk- meister-, mittlere, höhere Maschinen- bau-Schulc.__ 145/18 Frifierfchnle. Brunnenstraffe 184, Roscntbalertor. Frau Hcrmine Elger, geprüfte Frisierlehrerin. Fachgemäße, gründliche Ausbildung(nachweislich). Ondulation. Maniküre. 2243b «ohnstedt'S Handclsichule. Ehauffeestraße 116(Jnvalidcnstraße). Unterricht in allen Fächern, vor- mittags, nachmittags, abendS,MonatS». Jabreskurfe, Honorar niedrig in Raten. 147/11 Versckiectenes. »Anke'-Gcscllschast. Dneite, SoloS. Swincmünderftr. 75. 1363b* «lsholz, straße 6, Komik«, Gropius- 2134b* Patentanwalt Wessel, Gitjchincr. straße 34a. Parentanwalr Müller, Gitschmcr- straffe 81._ 24395t* Dampfwäscherei Gustav Brauns, Ncnc Königstraffc 87. liescrt tadellose Wäsche. Drei Handtücher 0,10, Laken 0,4.0, Bezüge 0,15. Kein Beitauschen. Abholung täglich. 13K Jeä? Ubr zu reparieren 1,25 iauffcr L.rnch), kleinere Reparaturen billiger. Karlel, Uhrmacher, Brunnen- straffe 118, Ecke' Usedomstratze. 63K* Knnststopferei Kroffe Franinirler- straffe 67. 8333K* ' Pianos vermietet Pianohaus .Krause, Ansbachcrsrraffc 1.* Nähmaschiaen. Fahr-rüdcr, Möbel, Pianinos, höchstbclcihcnd, Leihhaus Schwedterskraffe 14._ 233/20* Elegante Hcrrenmodcn nach Maff ttigt an G. Koffenthal, Waldemar- ' 147/3 fertigt straffe 4____ Wer Stoff hall SlHncidcrmeist-r Kuschewski. Annenstraffe 2, serligt tadellose Anzüge sehr billig.'2245b* .Haben Sie Auzugstoff? Mstersstoff, scrligc nach Maff 25,—. Schneids? meister Klemmer. Wraiigelslraffe 4.» Eharlottenburg. Sophie- Char- lottestraffe 84, Nähe Bahnhof Westend und Untergrundbahn, 2 und 3 Stuben. Balkon, Bad. Billigst. 2123b* Stnbc und Küche, 23 bis 30 Mark, Gas, l.Küche 12 Mark zu vermieten. Oranienstr. 2A. 124 Prachtwohnnngen, 3, 2 Zimmer, Loggia, Bad, Mädchenzimmer, 48,00, 36,00, 25,00. Koloniestraffe 69. 155* Dicht am Friedrichshuin, Gcorgcnkirchstraffe 63. Stube, Küche, Korridor, hell. Oktober. 144/20* �.immer. Möbliertes Zimmer, Schmidt, Frciligrathftraßc 2, vorn l V. 2248b* Kleines möbliertes Zimmer zu vermieten Schwartzkopssstraßc 13, parterre links. 2005b Möbliertes Zimmer, 17 Mark. Waffertorstraffe 63. Wölvert. 1120 Gut möbliertes Vorderzimmcr für einen, auch zioci Herren vermietet Küster, Kotlbuscr User 6l. 1120 Möblierte« Vordcrzimmcr vcr- mietet Meyer, Britzcrslraffc 12. Humorist Holz wohnt jetzt Lin- dowerstraße 21. 147/3 Aufpolsternng!«osa, Matratzen billig, im, aufferm Hauje. Chaussee- straffe 74, Schäfer. 147/8 Wer Stoff hat. serlige Anzug oder Paletot 16,00. Aus Wunsch licsere leibst Stoff von einer Konkursmasse billiger wie Fabrikpreise. KaczvnZki. Lichtenbergerstraffc 3. 146/18 Nk öb liertes Zimmer 22,—. Klemmer, Wrangelilraßc 4, vorn Hochparterre. t Leere Stube 9 Mark, Dresdener- �raffe 108.____ 22526 T'iliichmer zum möblierten Zim- mcr sui?/ Neukölln, Nanscnstraffe 36, Gartcndau-7�1 rechts._ 124 "Gutmöblier.tsZimmer, ungeniert. vermietet Gliesing, �Am Treptower Park 38, Kartenhaus. 2203b Ein großes, ein kleines Vereins- zimmer zu vergeben RnderSdorser- straße 50. 143 Unterzeichnete nimmt hiermit die im Juni dieses JahicS gegen die Eheleute Thiel ausgesprochenen Bc- leidigiingcli mit dem Ausdrucke dcS Bedauerns zurück. Frau Klcmp, Lichtenberg, KronpAnzcnslraße 31. Genossenschaft nimmt tüchtige Tischler als Genossen aus. Einlage 1000 Mark. Offerten A. S. PctcrS- burgcrplatz 4, VorwärtSspcdition. 182 Tie Aeutzernng gegen Frau Kurze, Berlichingcnstraße 16/17, nehme ich hiermit zurück. Lengowski, Bcr- lichingcnstraße 12.__ 164 Rheingolb-Sänger. Einige Sonnabende frei. A. Rhein, Neukölln, Hobrech tstraße 8._ 146/9 Handwäscherei Hildebrandt, Köpenick, Lindenslraße 1b, liesert chlorsrei, im Freien getrocknete Wäsche. Laken. Leibwäsche, 4 Handtücher 10 Pf. Abholimg Dienstag, Mittwoch. Kein Vertausch. K Vermietungen. >Vohnunxen. Freundliche kleine Wohnungen, lube, Küche von 13,00, 2 Stuben, Küche 24,00 Mark an, Lichtenberg, Herzbcrgsliaße 127. Bahnhof Neukölln, Lahnftraßc 66. blitzsaubere billige Wohnungen. 163 Bahnhof Hermannüraßc, Emser- straße 78, 2 Stuben, 5tüche, Speise- kammer, Klosett, großer Korridor 25,—, 1 Stube und Küche 20,—. Arlonaplay zwei und.Hosstude, Küche, billig, Äollinerstraffe 15.* Soldinerstrasie 41. Freundliche tiibe, Küche, Gas, Korridor, 20 Mark monatlich vermietbar. Dauer- Mietern vergüte Umzug. 2131b* Patisadenstrafte 63 sind mittlere und kleine Wohnungen sehr preis- wert zu vcimictcn. 2112b* Knrtsliorst, Günthcrstraße 3, zinei Stuben, Bad, Zubehö». Karten, 400. Frankfurter Allee IS5,' Stnbc, Küche und Korridor per 1. Oktober. 20,50. 1280« Neukölln, Jdcalvaffage, Weichsel- straße 8, Ein- und Zwei-Zimmcr- wolinungen mit Bad, Warmwasscr- Versorgung und Heizung, Entstäu. blingsaniage(Drchrolle im Hanse) preiswert zu vermieten. AuSkiinit vorn I recht? und III rechts. 106/1« Gutmödliertcs Zimmer w 1 auch 2 Herren abzugeben. Besichtigung nach 6 Uhr. Bansemer, Soi/tts- straße 20. IV._ 2232g Besseres möbliertes zimmer Pankslraße 67. öeparal« 155 Möbliertes Zimmer, 16 Mark. Fichter, Fcnnstraßc 43, Ouergebäude 1 Treppe. 1103 Sehlakstellen. Möblierte Schlafstelle> Herrn, Dresdcncrstraße 107/108, vorn II links. Schlafstelle, allein Schlasitcllc, zwei Herren. Woche 3,00, Hoffmann. Dragonerstraße 18. 2158b* Möblierte Schlafstelle, Wcslphal, Skalitzcrstraße 13. 2254b Gesundbrunnen, direkt, möblierte Schlasstellc sür einen auch zwei Herren, sofort billig, Badflraßc 67 I V rechts._ 144/10 Möblierte Schlasstellc für einen auch zwei Herren, sofort oder später, Gunsch, 5tleine Andrcasstraße 17. 148 Schlafstelle, Herrn, 12,—, Blumenstraße 76. 3 Treppen rechts. Möblierte Schlafstelle, vorn, einen auch zwei Herren, Krause. Putbuscijtraße 2.3. 1146 Teilnehuier. saubere Schlasstellc, bei Frey, Schönlcinftraffe II. 159 Möblierte Schlasstellc. Herrn, Fürsten straße 12, vorn II, Oueilsch. Bcffere Schlafstelle, allein, separat, Bahnhof Franlsurtcr Allee, Schorn- weberstraßc 55, vorn IV links. 1148* Möblierte Schlafstelle, 2 Herren oder Damen. Härthe, Brunnen- straße 35, Seitenflügel IV. 1114 Bester« Schlafstelle, 2 Herren, Brunneiistraße 143, Nicolay. 1114 Tauber niöblicrtc Schlafstelle, 2 auch 1.Herrn. Schneider, Seumc- straffe 20 I V. Gute Fahrverbindung. 'Möblierte� Schlasstellc sür 1 oder 2 Herren eventuell mit Abeiidtijch, Witwe Bölz, Naunynstraffc 88, Seiten. slügel II._ 123 Schlafstelle, Hertn, vermietet Wesenigk, Naunynstraße 32. 123 � Mödltcrte Schlasstellc sür Herrn, Adalbert straße 1, rechter Ausgang II links. 2237b ' Möblierte Schlafstelle für Herrn bei Zimmer, Oranienstraße 188, v. IV Freundlich möblierte Schlafstelle oermietet Frau Weiland, Oppelner- straße 12, vorn IN. 22366 Mietsgesuche. Alleinige Schlafstelle sucht Herr sofort Nähe Görlitzcr Bahnhof. Offerten K.,„Vorwärts", Lausitz« Platz 14/15. Iiigtndlilhc Laus- n. Arbeitsburschkn die zum Oktober apS der Schule entlassen werden, verlangt der Nrbcitsnachwr'i?, 68/3 Michaelkirchplast 3. vvir parterre. Arlikitrr! Der Streik in der Pelzbranche dauert un- verändert fort! Sorgt dafür» dah Eure Söhne und Töchter, die noch in den Werkstätten oder die bisher im eigenen Heim Pelzwaren verarbeiteten» die Arbeit ruhe» lasten, da es Strcikarbeit ist! Unterstützt un« in unserem schweren Kamps, unser Sieg ist auch Euer Sieg! 160/3* Deutscher Kurfchnerverband. fil. Verlin. Streikbureau: Seydelstr.»0, Restaurant F. Wegner. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Redaktionen! Parteigenosse, feit Jahren sür die Arbeiterpresse tätig» lange im'Auslände gelebt, sprachen- und stenographiclundig, wünscht Stellung als Hilssrcdakteur oder Berichterstatter. Offerten.X. 1" Haupicxpedition des„Vorwärts'. Kaiinnuivn, 37 Jahre, mit guten Zeugnissen, 10 Jahre aus einer stelle als Expedient im Fabrikgefchäst tätig gewesen, sucht bei bescheidenen An- iprülhen dauernde Stellung. Ge- fällige Offerten erbittet Thicmaim, Saarbrückcrslraße 11._ 22516 Oktober 182 Hausreinigung sucht RadunSly. Sbcrty straße 42. Schiictderrn sucht Kundschaft aufferm Hause. Adler, Görlitzerstr. 61. SteEenangehote. Lehrling verlangt. Bauschlosscrci, Rigacrstraßc 38._ 182* Sestcrledrling sofort verlangt von Druckerei Dr. Gasparhs Verlag, Wilhelmslraße 133. 144/20* Karosseriebancr, welcher Ent» würfe machen kann, als Werlsührer, eventuell als Teilhaber gesucht. Fc�ckenstcinftraße 5, Restaurant. 124 s�hleiferlehrlinge bei guter Aus- bilduNg und hohem Kostgeld ver- langt'Bronzcbaubcschlagsabrik, Drcs- dcnerslrAsw 80. 146/3 Formc�lchrlingc bei guter Aus- bUdung iii.'d hohem Kostgeld ver- langt BronzcHqubcschlagsabrik, Dres. �cncrslraße 80.__ 116/7 �chriftseverle.ffrling verlangt Buchdrmkcrei Kuno y/Vrgmann.Kmist- druck, ltochstraßc 5. 2223b Jüngerer Laufbursche sür den ganzen Tag verlangt. Wilhelm Gutts- mann, Dresdcncrstraffe 75. 2234b Malcrlehrling sofort oder später. Anders, Charlottenburg, Krumme- straße 70.____ 1104 Eine» Hobler und Abzieher sür' Zinkplaitcn verlangt bei gutem Vcr- dienst H. Bcrnert, Charlottcnburg, Wiclandltraffc 42. 147/12 Schlässcrlehrling verlangt Liste- mann, Schönbauscr Allee 72 b. 131. Lehrmädchen verlangt sofort Plättcrci Eiscnbahnstraffe 26/27. 1122 Verkäuferin� perfekt, für Fabrik. Konsumverein verlangt. Offerten unter Z. W. 1 Postamt NW Lcussel- straße._ 22506 ItjährigcS Mädchen tagsüber verlangt Reitmann, Skalitzerstr. 35. �Lehrmädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren aus achtbarer Familie, gegen monatliche Vergütung sofort gesucht. Meldungen nur in Be- gleitung der Eltern oder des Vor- mundes 10-2 Uhr vormittags obre 6—8 Uhr nachmittags. A. Jandorf u. Co.. Belle< Alliance/traße 1— 2. Verkäuferinnen, rüchtige, für Schirme sofort gesucht. Meldungen 1—2 mittags oder 7 bis 8 Uhr abends. Sl. Londorf u. Co., Belle- Alliancestraße 1/2.__ ft Verkänferinncii. tüchtige, sür Spielwaren sofort gesucht. Meldungen 1—2 mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Bellc-Alllance- straße 1—2. K Achtung! Holzarbeiter. Wegen Streik oder Lohn» disferenzen sind gesperrt: Klaviatnrfadrik TVcrnvcIre, Renköll», Hobrechtftr. 65. Pianosortefabrik Jsschinsby, Voucyästr. 37. Für Tischler: Werdau i. S. Das Berliner Arbeitswilligen- vermittelungsbureau d. gelbe» .Haiidwcrkerfchuhverbaudes-. Arbeitsnachweis d. Stellmacher» innnng und der Wagenfabri- kanten, Kaiser-Franz-Grenadier- Platz. Zuzug is! streng fernzuhalten. vi« OrtSTerwaUang Berlin des Deutschen Holzarbeiterverbandes Achtung! Achtung! Cafe-ingestellte! DaZ 32/8* Promenaden-CaK Inhaber Max Schröter, Schönhauser Allee 151, ist bis auf weiteres ge» sperrt. VölbgliZ tlkf Gastwirtsgehiifen. Zweigverein der Caf6-Angestellten. �Achtung! Achtung! DkAIlatieusgthitftil Die Grostdestillation von A. Zievel', �«unstrutlc l, ist für organifferte Gehilfe« g0f- gesperrt, 32/3 Verband drr Gastwirtsgehilfen, OrtSverwaltung Berlin. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegen folgend« Pro- spekt« bei: Für»«««««««» Knttnchulh* v«, Möbelgeschäft. Berlin AlvenSlebenstr. 6. Für Norde«. Moabit Osten: DSrucU, Vtlttnr, Renofinfabrik, Berlin-Britz, Rudower S-r. 54. Verantwortlicher Nedokteur: Alfrth Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.:Tli. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Borwarls jvuchvruckerei u. VerlagSanstalt Paul Singer u-So, Berlin SW,