Nr. 304. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boit Zeitungs: Breislife für 1893 unter Nr. 6706. Vorwärts 10. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vor: mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises zum 1. Januar thätig zu sein. Es ist das eine Parteipflicht. Die Hauptstärte einer Partei liegt in ihrer Presse je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat es, und wer dem Partei- Organ neue Leser zuführt, stärkt sonach die Partei. Wir haben, unterstützt von der Partei, in letzter Zeit unseren Inhalt bedeutend erweitert und auch dem Feuilleton erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt. Der Roman „ Helene" von Minna Kautsky, welchen wir jetzt veröffentlichen, reiht sich den besten Schöpfungen der modernen Romanliteratur an. auf den Freitag, den 29. Dezember 1893. Bildungsfeindliche Bentrums- Politik. Reichskanzler Graf Caprivi dem Zentrum Borhaltungen Als nach dem Zusammentritt des neuen Reichstags der machte wegen der regierungsfeindlichen Haltung, die es in den Geruch demokratischer Neigungen bringe, da haben feierlich Herr Lieber mit seinem erkünftelten Pathos und den Geruch demokratischer Neigungen bringe, da haben Herr Gröber mit dem gekränkten Biedermannstone Verwerden. Sie wußten nicht scharf genug zu betonen, daß wahrung dagegen eingelegt, für Demokraten angesehen zu sie stets dafür zu haben sein würden, wenn es gelte, das Volk in der Zucht Gottes und in der Furcht vor der hohen Obrigkeit zu erhalten. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Lieferungsform, bei denen sich der Umfang im Voraus gars nicht berechnen läßt, äußerst erschweren. Toch schlimmer noch werden die folgenden Bestimmungen in dem vorgeschlagenen§ 60 wirken: Der Wander- Gewerbeschein berechtigt den Inhaber in dem Bezirk derjenigen Behörde, welche den Schein ertheilt hat, das bezeichnete Gewerbe nach Entrichtung der darauf haftenden Landessteuern zu betreiben. Zu dem Gewerbebetrieb in einem anderen Bezirke ist die Ausdehnung des Wander- Gewerbescheins durch die zuständige Behörde dieses Bezirkes erforderlich. Bezüglich welcher Waaren ein Bedürfniß zum Feilbieten und Aufsuchen von Bestellungen im Bezirk besteht, und wie vielen Personen zu diesem Zwecke Wander- Gewerbescheine ertheilt oder ausgedehnt werden können, hat die Behörde alljährlich im voraus festzustellen. Diese Feststellung ist öffentlich bekannt zu machen. Kennern des Zentrumsgeistes sagten die Lieber und Durch die Gleichstellung der Kolporteure mit den HauGröber nichts Neues. Nur so harmlose Gemüther wie der firern werden sie eines Wander- Gewerbescheins für jeden Reichskanzler konnten dadurch überrascht werden. besten Reichskanzler konnten dadurch überrascht werden. Jezt einzelnen Verwaltungsbezirk bedürfen, während sie bisher hat das Zentrum abermals einen Befähigungsnachweis für mit einfachem Legitimationsschein im ganzen Reiche ihrem Unmittelbar nach den Weihnachtsferien tritt der Reichs- Schergendienste auf dem Gebiete bildungsfeindlicher Gewerbebetriebe nachgehen konnten. Die Wander- Gewerbetag wieder zusammen und seine Verhandlungen werden von Reaktion geliefert, wie er nur aus einer Partei hervor- scheine sind nun aber feineswegs kostenfrei. Abgesehen von ungewöhnlicher und unmittelbarer Wichtigkeit sein. gehen konnte, die in der Volksverdummung das beste der Belästigung, die durch die errungene Beschaffung einer Unter solchen Umständen haben wir ein doppeltes Recht, Mittel zur Befestigung ihrer eigenen ins Wackeln ge- ganzen Anzahl solcher Scheine versucht wird, steigern sich auf die Unterstützung der Genossen zu rechnen, und die rathenen Macht erblickt. Und recht bezeichnend für die für den einzelnen Kolporteur die Kosten dadurch in dem Verbreitung des Vorwärts" von ihnen als eine Pflicht kniffliche Politik dieser Bewunderer und Anhänger des Maße, daß viele, und gerade die bedürftigsten Leute, ihr heischen zu können. heiligen Stuhls ist es, daß sie ihre Verdummungs- Geschäft würden aufgeben müssen. einen Antrag zur Hebung Mit dem 1. Januar eröffnen wir ein neues Abonnement maßregel aufputzen als Was soll man nun aber gar zu der ungeheuerlichen des Handwerks. Kanu es den Handwerkern glaub- Bestimmung sagen, daß die Zahl der auszugebenden Wanderhaft gemacht werden, denken die Lieber und Gröber, gewerbescheine von dem Bedürfniß nach Ermessen der Podaß| ein paar Pfennige mehr einbringt, so werden sie sich den sich nur einmal die praktische Durchführung dieser Bestim Teufel darum scheeren, daß dabei die Volksbildung in die mung vor: Die Behörde hat es stets in der Hand, das Brüche geht. Bedürfniß" nach Kolporteuren so niedrig zu bemessen, daß Als ein vielparagraphiger Gesetzentwurf zur Abänderung fie nachher alle wegen ihrer politischen Gesinnung mißliebigen der Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich stellt sich der Personen von der Ertheilung des Wandergewerbescheins Antrag Gröber dar, der dem Buchhandel durch Einschränkung ausschließen kann. Die Zahl der gutgesinnten polizei-, und Chikanirung des Kolportagegeschäfts die Lebensadern militär- und Kirchenfrommen Kolporteure wird stets dem unterbinden soll. Dieser löbliche Zweck tritt in dem lang-" Bedürfniß" genügen. Keine drei Jahre brauchten in's athmigen Schriftstück nicht sofort zu Tage. Durch einige Land zu gehen, und von sozialdemokratischen Rolporteuren ganz harmlos aussehende Einschaltungen und Wortänderungen wäre nichts mehr zu hören und zu sehen. Polizei und in dem bisherigen Gesetz soll er erreicht werden, indem zu- Kirche verspüren sicher kein Bedürfniß nach ihnen und ihren nächst der gesammte Kolportage- Buchhandel dem Hausirgewerbe in jeder Hinsicht gleichgestellt wird und dann die Kontrollbestimmungen für das Hausirgewerbe, die dasselbe jetzt bereits von der Gnade der Polizeibehörden abhängig machen, in veratorischer Weise verschärft werden. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt ihnen die Beseitigung unbequemer Konkurrenz lizeibehörden abhängig gemacht werden soll! Man ftelle mit der illustrirten Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Auch die„ Neue Welt" wird neben gediegenen Ileineren Beiträgen einen überaus spannenden Roman Armer Lente Kind von Ed. Wengraf vom 1. Januar ab veröffentlichen. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 Mark für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1893 unter Nr. 6708.) Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichſt, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene helene" Theil des Romans von Minna Kautsky auf Verlangen gratis nachgeliefert. Die Redaktion und Expedition des Nach den gegenwärtig geltenden Bestimmungen kann der Kolportage- Buchhändler nur in den seltensten Fällen als Haufirer durch die Behörden behandelt werden, da er nur im Umherziehen" betreibt. Es genügt, daß er für sich meist eine feste Niederlassung" hat, also sein Gewerbe nicht selbst und seine Heisenden einen Legitimationsschein besitzt. Dadurch wird aber doch schon der Kolportage- Buchhandel erschwert, daß der Kolporteur genöthigt ist, von der Polizei behörde sein Schriftenverzeichniß genehmigen zu lassen und es stets mit sich zu führen. Jetzt wollen Gröber und Konsorten, daß bei Lieferungswerken Zahl und Preis der ein zelnen Lieferungen genau angegeben werden soll. Das Schriften. Mit Vorliebe werden nun stets die Hintertreppenromane als Zugmittel für alle Einschränkungen des Buchhandels verwandt. Die Polizeikontrolle thut derartigen Spekulationen auf das Sensationsbedürfniß mangelhaft gebildeter Leute indeß doch keinen Abbruch. Nur durch Hebung der Volksbildung und durch Verbreitung von Schriften höheren geistigen Inhalts läßt sich gegen die weder der Kirche noch der Polizei in den Kram paßt. Nun Schundliteratur ankämpfen. Das ist es aber gerade, was haben aber obendrein statistische Aufnahmen ergeben, daß die Rolportage- Romane nur etwa 5,38 pCt. von den durch Kolportage vertriebenen Schriften ausmachen. Die Zentrumsmaßregeln würden von dem Vertriebe der Kolportage Romane sicher nur wenig, wohl aber die 94,62 pt. des Kolportageschäfts sehr erheblich einschränken und hemmen. Nur nebenbei mag als besonders bezeichnend für das „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. würde gerade die Herausgabe wissenschaftlicher Werke in Zentrum erwähnt werden, daß den Frauen der WanderFeuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. ( Alle Rechte vorbehalten. [ 3 Roman in zwei Bänden von Minna Rautstŋ. „ Ehe ich Der jeden Handgriff erst lange zeige, mache ich's lieber gleich selft," pflegte sie zu sagen. Ich halte mich unnütz auf, und schließlich kann ich, was sie zusammen pfuscht, nicht einmal brauchen." So wurde, was immer die Kleine anrührte, ihr von der ungeduldigen Mutter wieder aus der Hand geriffen. Nein, da zusehen, wenn sich eine so ungeschickt anstellte, das war ihr nicht gegeben. zu machen. wunderlichsten und unwahrsten Vorstellungen vom Leben und von den Menschen sich zu entwickeln begannen. Glücklicherweise erziehen sich die Kinder, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, selbst und untereinander; am besten die Mädchen an den Knaben. So war es auch hier der Fall. Lene war unter ihren etwas jüngeren Brüdern fecklich aufgewachsen und zeigte sich furchtlos und kühn, sodaß sie wegen ihrer Knabenhaftigkeit oft gescholten wurde. Das wurde ein wenig besser, als ein neuer Nachbar Thür an Thür hier eingezogen war. Es war Konrad Ebner mit seiner Mutter. Er war Lithograph und in einer renommirten Anstalt beschäftigt. Die Mutter führte die Wirthschaft nud suchte durch Zimmervermiethen sich einen tleinen Nebenerwerb zu beschaffen. Es waren recht angenehme Leute, und besonders die Mutter so gutmüthig, heiter und hilfebereit, daß die Röders fich bald gewöhnten, sie in schwierigen Fällen in Anspruch Die Frau hatte auch ihren Dünkel und es figelte ihre Eitelkeit, ihr Töchterchen einzuschüchtern, um ihr ihre Un- zu nehmen. fähigkeit in Dingen, in denen selbst exzellirte, recht fühlbar Bei jedem unvermutheten Ereigniß, bei dem die kleine Frau Röder sofort den Kopf verlor, mußte Frau Ebner Aber Lene grämte sich darüber nicht allzusehr. Sie helfend eingreifen. Sie trieb Kurpfuscherei nach jeder überließ der Mutter die Arbeit und begnügte sich in Richtung hin mit dem größten Erfolg. Aber auch mit aller Herzens Fröhlichkeit das Unnüßeste zu thun oder Nadel und Scheere wußte sie umzugehen; sie verstand gar nichts Kleider und Hüte zu machen, und besaß, da sie einmal als Jmmer blieb ihre Thätigkeit eine zwecklose und un- junge Frau auf eine Modezeitung abonnirt gewesen war, geregelte. Sie las gern, aber ohne Auswahl alles, was die vorzüglichsten Schnittmuster, mit denen sie Frau Röder, ihr in die Hand fiel: die Schulbücher der Brüder, die die für die Veränderungen der ewig wechselnden Mode kein schlechten Romane der Mutter und die Zeitungen des Auge hatte, gerne aushalf. Vaters, sodaß in diesem jungen, phantasievollen Kopfe die Kurz, Frau Luise Ebner war eine resolute Frau, die Kopf und Herz am rechten Fleck und dazu einen gesunden Magen hatte. Sie neigte zu einem leichten Embonpoint, das zu ihrem Wesen vortrefflich paßte. Sie war von heiterer Gemüthsart, niemand konnte so lachen wie sie, und doch war ihr Leben schmerzerfüllt gewesen und hatte sich überaus färglich gestaltet. Aber nie hatte sie das kränkliche Mitleid mit sich selbst empfunden. Sie hatte erfahren, daß der Mensch einen Buff auszuhalten vermag und eine schier unverwüstliche Kraft befize, um sich aus Leid und Kummer immer wieder emporzuringen zu den Empfindungen der Freude und Liebe. Und diese frohe Kampfesnatur, die sich selbst nicht schont, da sie nicht selbstisch empfindet, hatte sich auf ihren Sohn vererbt. Konrad hatte nur eine furze Schul- und Lernzeit gehabt. Er hatte das sechzehnte Jahr noch nicht zurückgelegt, als sein Vater, der Eisenbahnkondukteur gewesen, der Ueberanstrengung in seinem Dienste zum Opfer fiel. Seine Leiden, sein frühzeitiger Tod hatten den warmherzigen Knaben halb wahns sinnig gemacht, die drückende Armuth, in die die Mutter und er geriethen, brachte ihn wieder zu sich. Er mußte arbeiten und verdienen. Da er Zeichnen gelernt hatte, wendete er sich der Lithographie zu und fand in einer jener großen Anstalten Aufnahme, die fabrikmäßig geleitet wurden. Diese wechselnden Ereignisse seines Lebens hatten ihm über Manches die Augen geöffnet und er behielt sie offen. Zu Beginn der siebziger Jahre, in der Zeit des mäch tigen wirthschaftlichen Aufschwunges, war auch die Arbeiterbewegung gewaltig vorwärts gekommen. Die großen sozialiftischen Theorien eines Marr und Engels wurden in den Gewerbeschein überhaupt ohne nähere Begründung versagt werden soll. Darin tritt der frauenfeindliche Geist einer tonfessionellen Partei unverhüllt zu tage, die es liebt, sich sozialreformerisch zu geberden. Braucht man über die Wirkungen des Gröber'schen | einen ausgedehnten Gebrauch jeinent Auch die Drucklegung der sog. Sigungs-( Berathungs-)| Vorkämpfer Lassalle Protokolle ist im Werke, sodaß die Abgabe auch dieser dem gemacht hat, und zwar nicht nur nächst wird erfolgen können. Aufsatz Fichte's politisches Vermächtniß", worin er aus Der deutsch- spanische Handelsvertrag kann nicht den Ausführungen Fichte's die Nuzanwendung zieht der ment int Dezember nicht tagte und so den Vertrag nicht wirklichung der deutſchen Einheit iſt vielmehr nur möglich am 1. Januar in Kraft treten, weil das spanische Parla Föderalismus würde... reaktionär wirken, die Vererledigen konnte. im in und mit der unitarischen, demokratischen Republit, gemittheilt, sind zwischen der deutschen und spanischen Regie- reben wir erinnern an die schöne Stelle im ArbeiterWie die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" offiziös gründet auf Gleichheit alles dessen, was Menschenantlig Regie- rägt"( Bernstein), sondern auch in feinen Agitationsrung Verhandlungen hierüber im Gange, welche voraus. sichtlich zur Verlängerung des Provisoriums bis Ende programm: Januar f. Js. auf der Grundlage gegenseitiger Meift ,, Auch Fichte erklärt ausdrücklich und wörtlich, daß Antrages, falls er Gesetz werden sollte, noch irgend welche Worte zu verlieren? Zunächst würde zwar nur der Buchhandel schwer dadurch getroffen, und nicht nur der Buchhandel, sondern die sämmtlichen Gewerbe, die sich mit der Herstellung von Druckschriften befassen. Man erwäge nur, daß 2/3 der gesammten buchhändlerischen Erzeugnisse durch Kolportage vertrieben werden. Tausende von Existenzen würden vernichtet werden. Das ist schon schlimm genug, begünstigung führen werden. Da die gesegliche Vollmacht mit dem steigenden Stande eine immer steigende Zunahme doch schlimmer noch ist die schwere Schädigung, die der zur provisorischen Gewährung der Meistbegünstigung mit der sittlichen Verschlimmerung entſtehe, daß – es sind dies Bildung und Aufklärung durch die Verkümmerung des dem 31. Dieses Monats abläuft, würde eine solche Ver- alles seine eigenen Worte-„ die Schlechtigkeit nach VerSchriftenvertriebes zugefügt würde. Kaum jemals ist im unscheinbaren Gewande einer Regelung des Gewerbewesens abredung der nachträglichen Genehmigung des Reichstages hältniß des höheren Standes zunehme"." Das zuletzt angeführte Zitat Fichte's möchten wir dem ein solch heimtückisches Attentat auf die heiligsten Juteressen eines Boltes verübt worden. Es wird unser aller Aufgabe sein, dafür zu sorgen, daß es nicht gelingt. Ueberall im Lande war der Antrag Gröber kolportirt und besprochen worden. Das wird hoffentlich dazu beitragen, daß nicht nur der bösliche Plan selbst zu nichte gemacht wird, sondern daß auch dem katholischen Volke die Augen auf gehen über das wahre Wesen seiner bisherigen Wortführer. Und ist es erst zu der Einsicht gekommen, daß kein„ Bedürfniß" besteht nach solchen Volksvertretern, dann wird es ihnen auch den mißbrauchten Volksvertretungs- Gewerbeschein bei nächster Gelegenheit entziehen. Politische Ueberlicht. " bedürfen. Zu den deutsch- russischen Handelsvertrags- Verhandlungen erfährt das Berliner Tageblatt": Bei den am 3. Januar t. Js. wieder beginnenden Verhandlungen über den Handelsvertrag mit Rußland handelt es sich u. a. um die Forderung Deutschlands, daß der Vertrag bis zum 1. Januar 1904 abgeschlossen werde, also gleichzeitig mit dem Handelsvertrage mit Desterreich- Ungarn 2c. außer Kraft trete. Die russische Regierung scheint bisher nicht geneigt, sich auf dem handelspolitischen Gebiete für so lange Zeit die Hände zu binden, aber es ist begreiflich, daß Deutschland nur dann Interesse an dem Handelsvertrage hat, wenn er unsere Industrie auf längere Zeit sicherstellt." ― Deutscher Kolonialkrieg in Sicht? Der Kölu. Beitung" zufolge ist das Gouvernementsgebäude in Kamerun durch menterische Polizeisoldaten ausgeplündert worden. Die Bejagung des deutschen Kriegsschiffes Hyäne" hat die erbeuteten Sachen zurückerobert. Wtan zählt mehrere robert. Todte. Organ des Herrn Hofpredigers a. D. als Thema zu einem gelegentlichen Festartikel empfehlen. Ueber die anarchistischen" Bomben Attentate schreibt die Ethische Kultur": Wir sind gewohnt, die Vernichtungen, deren sich Anarchisten schuldig machen, unter dem Sammelnamen„ Propaganda der That", zu begreifen und zu verdammen. Und wir verdammen mit Recht. Aber gehen wir unserem Berdammungsurtheil Aber geben m einmal auf den Grund! Wir verabscheuen die Tödtung, wir verwerfen die Zerstörung. Warum haben wir nicht den gleichen Fluch zur Hand für die Massen= tödtung, die Massenzertrümmerung, die im Kriege geschieht? Vielleicht, weil der Patriotis. mus die Vernichtungshandlungen gebietet? Nein, das dürfen wir nicht fagen; denn dann würde lediglich der Beweggrund ausschlaggebend sein müssen für die Verurtheilung oder Adelung der That gerade das, was die Propagandisten der That zu ihrer Rechtfertigung behaupten." " Berlin, den 28. Dezember. Die chauvinistischen Blätter natürlich die national Eine neue Enquete über die gewerbliche Sonntagsliberalen voranschreien Beter über die so vernünftigen ruhe. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Auch ein Erfolg der Sozialdemokratic. Seit einem Bemerkungen. Also der Soldat, der sein Vaterland verDie nach Anhörung der Betheiligten der Gruppe II( Berg- Vierteljahr ist der bayerische Landtag mit theidigt, sei ein heimtückischer Verbrecher wie der bau, Hütten- und Salinenwesen, Torfgräberei) der Gewerbe- einer gegen früher wesentlich gesteigerten Arbeitsthätigkeit Baillant- Marchal!" heulmeiern sie mit patriotischem Augens statistit ausgearbeiteten Ausnahmebestimmungen, betreffend die versammelt. Er hat genau 50 Plenarsizungen gehabt, verdrehen. Sonntagsruhe in den gewerblichen Anlagen, dürften demnächst während in der letzten Session in der gleichen Zeit nur 33 Deu Vertheidigungsfrieg" hat noch niemand verversammelt. Er hat genau 50 Plenarsizungen gehabt, verdrehen. Ist der„ Ethischen Kultur" nicht eingefallen. dem Bundesrath zugehen. Zum Zwecke der Entgegennahme abgehalten wurden. von bezüglichen Wünschen der Industriellen und Arbeiter aus urtheilt. Aber werden denn blos BertheidigungsGruppe V der Gewerbestatistit( Metallverarbeitung) werden, Das bequeme Diätenschlucken hat die sozialdemo- kriege geführt? Ist der Militarismus nicht dazu da, um wie wir hören, in der zweiten Hälfte Januar hier analoge kratische Fraktion des bayerischen Landtages den Herren auch Angriffs friege zu führen? Und ist der Gedanke, Konferenzen abgehalten werden, wie unlängst mit den Bethei- Liberalen und Ultramontanen gehörig vergällt, früher durch eine internationale Massenmetelei den Weltfrieden zu ligten der Bergwerks- Industrie. hielten sie oft nur zweimal in der Woche Sigung, jetzt aber sichern und die Menschen zu beglücken, nicht mindestens Leider ist der Werth der Vernehmung der Arbeiter fünf und sechsmal. Ueberhaupt hat sich das ganze Niveau ebenso verrückt, wie der Gedanke, durch das Plazen eines sehr niedrig zu schätzen, da nicht die Vertrauensmänner der bes bayerischen Landtages wesentlich geändert, seitdem unsere Rochtopfes die franke Gesellschaft gesund zu machen? Arbeiter, sondern die der Beamten und Unternehmer wieder Partei dort Fuß gefaßt hat. Die Debatten find bedeutenvernommen werden dürften. der, vielseitiger und wichtiger geworden. Eine gleiche VerZur Beleuchtung der Quittungs- und Fracht- jüngungskur thäte dem preußischen Abgeordnetenhause auch briefstener. Wie einschneidend die profetiirte Quittungsgut. Jedenfalls können wir wiederholen, was wir bereits als unsere Ueberzeugung aussprachen, daß z. B. der Mann, welcher die Kriege von 1866 und 1870 entzündete, und welcher die Emser Depesche fälschte, um den mörderischen und Frachtbriefftener wirkt, beweisen folgende der Trier. ,, Welches sind die geeignetsten Mittel, um die Krieg zwischen Deutschland und Frankreich herbeizuführen, Landesztg." mitgetheilte Zahlen: Eine größere Mühle in ländlichen Arbeiter vom Zuge nach der ein tausendmal größerer Verbrecher ist, als der Pariser der Nähe von Trier bezieht und verwendet im Durchschnitt Stadt zurückzuhalten?" Für die beste Beantwor- Rochtopfmann Vaillant- Marchal. monatlich 120 Frachtbriefe zu Wagenladungen zu 20 Pf., tung dieser für die Strunk- und Rübenbarone offenbar Dem politischen Morde in Prag folgt die Ausmacht 24 M., 120 Stückgutsendungen zu 10 Pf., macht hochwichtigen Frage hat die landwirthschaftliche Buchhand- nuhung seitens der reaktionären österreichischen Regierung 12 M., ferner monatlich 350 bis 400 Geldsendungen, lung von Paul Parey, Berlin, Leipzigerstraße, eine Prämie auf dem Fuße. Aus Prag wird hierüber telegraphirt: wofür sie Quittungen ertheilen muß, per Stück von 300 M. ausgesetzt. Da scheinen denn doch die von den 10 Pfennig, macht monatlich 35 bis 40 Mart. Landwirthen bisher angewandten Mittel nicht mehr zu Im ganzen also ca. 70-80 M. Steuer monatlich! Eine ziehen und in der höchsten Noth gedenkt. Herr Parey zu drückendere Steuer wäre kaum denkbar. Auf kleinere helfen, indem er 300 M. riskirt. Bei uns konnte er es Berhältnisse mit geringeren Umsätzen würde die Steuer viel billiger haben, wenn er uns gefragt hätte. Wir wollen relativ noch mehr drücken. Die Steuer würde natürlich Herrn Barey daher aus der Verlegenheit helfen und ihm nicht der Mühlbesitzer tragen, sondern in letzter Linie auf seine Frage die Antwort geben:„ Gebt den ländlichen würde dieselbe an den Konsumenten des Mehles hängen Arbeitern, was ihnen gebührt, das ist, besseren Lohn und bleiben, und eine neue Brotvertheuerung zur laßt ihnen eine menschenwürdige Behandlung zu Theil Folge haben. werden! Dann sichert Ihr Euch dauernd tüchtige Arbeiter und spart Eure 300 M.! Die amtliche Prager Zeitung" stellt fest, daß sich aus den Geständnissen der Mörder des Mrva als zweifellos ergebe, daß diese den Namen Böhmens im Auslande schändende und alle Patrioten wegen der Zukunft des Landes beunruhigende Blutthat mit dem systematisch betriebenen Mißbrauche des gesprochenen und geschriebenen Wortes seitens der jüngeren politischen Generationen zu= fammenhänge. Das Blatt erklärt, die auftauchenden Symptome erinnerten an die Prager Junitage von 1848 und an das verhängnißvolle Jahr 1620 und fordert die Patrioten auf, rasch und ernst auf eine Revision des politischen und natio nalen Programms, auf eine Musterung der Vertreterschaft des Volfes und auf Hebung der Moral der öffentlichen Meinung und ihrer Organe hinzuwirken, widrigenfalls für das für den guten Ruf Böhmens Unerläßliche von Außen vorgesorgt wer den müßte. Den Bericht der Börsen- Enquete- Kommission veröffentlicht heute der Reichs- Anzeiger" in einer besonderen Ob den Herren dieser Rath wohl gut dünkt? de Beilage, und zwar die Beschlüsse und den Text des vom-s Der Reichsbote" erregt sich über unser Reichskanzler dem Bundesrath und dem Reichstag vor- Feuilleton zur Jugendliteratur. Seine wüsten Schimpfgelegten Berichts der Börsen- Enquete- Kommission, ohne worte er spricht u. A. vom materialistischen Dung- An allem, was den Regierungen unangenehm ist, war Anlagen. haufen der Sozialdemokratie" werden uns nicht hindern, stets die öffentliche Behandlung in der Presse und in VerDer Bericht nebst Anlagen( mit Ausschluß der nach wie in allen Dingen, so auch gelegentlich der Schaffung einen schuld, so auch an den Attentaten. Demnach müßten stehend bezeichneten ist für 20 M., die stenographischen Pro- einer unsern Ideen entsprechenden Jugendliteratur ehrliche die meisten Attentate in den Vereinigten Staaten und der tokolle über die Vernehmung der Sachverständigen und das und offene Selbstkritik zu üben. Sehr tomisch wirkt es, Schweiz vorkommen, in welchen Ländern vollkommene VerRegister dazu( Anlagen 2-6 des Berichts) sind für 50 M., daß der Reichsbote" bei Abdruck des Zitates aus Engels sammlungs- und Preßfreiheit besteht, während in Rußland, soweit der Borrath reicht, von der Reichsdruckerei, Berlin S., daß wir die geistigen Erben von Männern wie Kan, wo ein freies Aussprechen über innere Verhältnisse gauz Oranienstraße 90/91, zu beziehen. Die Drucklegung einiger Fichte und Hegel seien" hinter den Namen Fichte's zwei unmöglich ist, Attentate unmöglich sein sollten. Die Logit weniger Anlagen ist zwar noch nicht beendigt, ihr Erscheinen Ausrufungszeichen(!!) setzt. Sollte es dem Reichsboten" der Reaktionäre und die geschichtlichen Thatsachen decken sich steht aber binnen kurzem zu erwarten. nicht bekannt sein, daß gerade von Fichte's Erbschaft unser aber nicht, denn nirgends kommen mehr Attentate vor als Kreisen der Arbeiter eifrigst kolportirt und begegneten empfänglichen Gemüthern und einem offenen, verständigen Sinn. Der Ruf: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch! hatte angefangen, Leben und Gestalt anzunehmen. Die Arbeiter begannen fich zu organisiren. Konrad hatte sich der Bewegung angeschlossen und zählte bald zu ihren eifrigsten Anhängern. Aber ihr Mann hatte ihr nie einen Einblick in sein Thun oder Lassen gestattet und gab sich verschlossener als je. Die geschenkten Theaterbillets hatten an diesem Nachmittage in der Familie Röder keine geringe Aufregung hervorgerufen. Die Nachbarin Ebner war eingeladen worden, mit Mutter und Tochter die Festvorstellung zu besuchen; und so Er las die Arbeiterblätter und besuchte die Versamm tam es, daß Röder mit den Jungen allein war. lungen, wo er mit den Genoffen zusammentraf. Es waren Nachdem er den Abendimbiß mit ihnen eingenommen, Arbeiter verschiedener Branchen, verschiedener Konfession, hieß er sie barsch ihre Bücher vornehmen und ruhig sein. verschiedener Nationalität, die alle durch die Macht neuer Er begab sich in seine Stube und setzte sich an den Ideen und ihres großen gemeinsamen Zieles sich verbunden Schreibtisch. fühlten. sie sollen ihre Wirkung nicht verfehlen." Er breitete den Brief vor sich aus, puzte seine Brille, regulirte die Flamme seiner Petroleumlampe und griff zur Feder. In der angrenzenden Stube kicherten die Jungen und neckten sich so lange im Spaß, bis sie ernstlich auf einander los hieben. Er achtete nicht darauf, er hörte fie gar nicht, ganz in barauf, er hört seine Arbeit vertieft. Vater ein. Da ward die Klingel laut und heftig gezogen. Röder schrak zusammen und verfärbte sich leicht. Er wollte sein Manuskript zusammenraffen, ehe er Einlaß gewährte, denn er war ein vorsichtiger, ja ein wenig ängstlicher Mann, aber schon hatten die Jungen an dem schnalEr hatte sich eine Zigarre angezündet und, sich in zenden Zungenlaut, der wie ein lustiges Signal von außen Diese Versammlungen erwiesen sich als ein vorzüg- den Sessel zurücklehnend, blieb er eine Weile in tief en Ge- fam, den Besucher erkannt und ihm die Thür geöffnet. Es liches Bildungsmittel, denn hier, wie in den Philosophen- danken. war Konrad Ebner. schulen der Athener, schloß sich den wissenschaftlich gehaltenen Jetzt entnahm er einem bereits geöffneten Rouvert Ronrad scherzte mit den Jungen und trat dann bei dem Vorträgen sofort die Diskussion an, an der sich Jeder be- einen Brief und durchlas ihn auf's Neue. Er war theiligen konnte. russisch. Vertraulich grüßend, legte er ihm die Hand auf die Zweifel und Bedenken, ja die gegentheiligsten Mei-" Es ist schmählich," murmelte er.„ Rußland eröffnet Schulter. Ich wollte Dich noch sehen es ist manches nungen kamen zum Ausdruck, um der Reihe nach besprochen, einen diplomatischen Feldzug gegen die Pforte und unter vorgekommen, das Dich interessiren dürfte," sagte er rasch verglichen und widerlegt zu werden, und immer fachlicher minirt gleichzeitig ihre südslawischen Provinzen es sprechend und ohne eine Aufforderung abzuwarten, setzte er wurden die Debatten, und brachten anschauliche Klarheit will einen Krieg am Balkan und an der Donau, das ist sich zu ihm an den Schreibtisch. in die verwickeltsten Fragen. offenbar... es will seine Eroberungspolitik fortsetzen Das volle Lampenlicht erleuchtete sein junges Gesicht, Auch Konrad war damit Anleitung und Gelegenheit bis es sich die Herrschaft über ganz Europa gesichert... das hager, tief gefärbt und geistig belebt war. Schweres, zu begriffsmäßigem Denken gegeben; aber wenn er das aber geschieht das, dann seine Brauen furchteten sich dunkelblondes Haar fiel ungeordnet über eine breite Stirne; Gymnasium der Sozialdemokratie auch mit Erfolg ab- tiefer... dann sind unsere Bestrebungen zu nichte, dann es schien nicht vernachlässigt, aber der Mann hatte seit dem solvirte, so fehlte ihm noch gar viel, um die sozialistische sind wir um ein Jahrhundert zurückgeworfen." Morgen nicht wieder in einen Spiegel gesehen und nicht Lehre in ihrer vollen wissenschaftlichen Bedeutung in fich Er hatte die schlechte Zigarre, die nicht brennen wollte, daran gedacht, es zurecht zu kämmen. Schon hatten seine aufzunehmen und zu verarbeiten. tiefliegenden, raschen Augen das Manuskript, das auf dem Schreibtisch ausgebreitet lag, gemustert und er strich seinen blonden Schnurrbart und lächelte, wobei eine Reihe nicht gerade weißer, aber schöner und kräftiger Zähne zum Vorschein kam. Da brachte ihn der Zufall mit Röder zusammen, der eine gute Bibliothek besaß und selbst ein gebildeter und belesener Mann war, und diese Begegnung wurde für beide Theile von ausschlaggebender Bedeutung. Frau Röder konnte nun gar nicht begreifen, was die beiden im Alter so ungleichen Männer so eng verband und was sie denn gar so eifrig mit einander zu besprechen hatten. " in eine Schale geworfen und preßte die Lippen fest aufeinander, dann erhob er sich, um eine Schublade aufzuschließen, der er ein Manuskript entnahm. Es war ein halbvollen deter Auffah, der den Titel„ Russische Intriguen" trug. Er überlas einige Seiten des Geschriebenen und ein Lächeln der Genugthuung glitt über seine eben noch so verdüsterten Züge. " Ich habe die Lage völlig richtig beurtheilt, nun erhalte ich hier von Dodukoff für meine Vermuthungen die Belege, " Ah, Du haft Väterchen schon beim Kragen, sehr gut, ich werde diesem Tert noch einige Erläuterungen beifügen fönnen." ( Fortsetzung folgt.) Volt) noch nicht erschöpft. Auch die Provinz und die Gemeinde will ihren wohlgemessenen Antheil am Gr trage der Arbeit in Empfang hellefen Die Einnahmebudgets im absolutistischen Rußland, nirgends weniger als in der[ Die Unzufriedenheit des italienischen Volkes mit] Schweiz und in Nordamerika. Auch in Prag kam es erst der Regierung findet auch ihren Ausdruck bei den Nachzum Attentat, als der Belagerungszustand in Kraft getreten wahlen zum Parlament. Erst unlängst wurden an Stelle war, schärfere Maßregeln werden nur die Wuth, Rachsucht von Regierungsmännern die Radifalen Cavallotti und und Unversöhnlichkeit steigern und alles eher bewirken, als Imbriani und am letzten Sonntage im 2. römischen Be daß Verbrechen verhütet werden. palana19 19 Anhänger der republikanischen äußersten Linken, der Arzt 19 Bitfe, der bisher ſtets liberal- monarchisch vertreten war, ein aus verschiedenen anderen Ginnahmequellen herſtanomenal Der Pariser Gemeinderath und die Arbeitsbörse. und Gemeinderath Dr. Montenovesi gewählt. Würden In seiner Sigung vom 24. Dezember hat der Pariser allgemeine Wahlen heute stattfinden, so würden die Crispi, Gemeinderath die für die elektrische Beleuchtung der Zanardelli, Rudini, Giolitti und ihre Anhänger, mit einem Arbeitsbörse vorgesehenen Ausgaben, die sich im letzten Worte das ganze verfaulte, forrumpirte System des neuen Jahre auf 23 500 Frants beliefen, gestrichen, damit sie Italiens" weggefegt werden. Ist dies im Augenblicke auch nicht, wie es hieß, den von der Polizeipräfektur und Herrn nicht möglich, so wird doch das System und seine wohl upun daselbst installirten Leuten diene; die Munizipal- befoldeten und angesehenen und durch die Korruption reich gardisten und Agenten sollen sich, wenn sie wollen, mit der gewordenen Stüßen bald von der politischen Bühne ver Kerze beleuchten." Welche Ohrfeige für den Herrn Ex drängt werden. Ministerpräsidenten und alle diejenigen, die der Schließung der Pariser Arbeitsbörse zugejubelt haben! Die belgische Sozialdemokratie( Arbeiterpartei) hielt am Sonntag und Montag( 24. und 25. Dezember) einen außerordentlichen Kongreß im Boltshaus" ( Maison du Peuple) zu Brüssel ab. Es handelte fich um die Feststellung des neuen Programms, das der vorige Kongreß für nothwendig erklärt hatte, und mit dessen Borbereitung durch Ausarbeitung eines Entwurfs der Generalrath der Partei betraut worden war. Die Debatte war sehr interessant, und bei verschiedenen Punkten auch sehr lebhaft. Die allgemeine Prinzipiendarlegung, die wesentlich entspricht, erledigte sich ziemlich rasch; sie nahm nur eine kurze Vormittagssigung in Anspruch. Eine Meinungsverschiedenheit bekundigte sich blos bezüglich des Ausdrucks kollektivistisch", den einige durch kommunistisch" ersetzt wünschten. Man blieb aber bei dem Wort kollektivistisch" und stellte feft, daß es jetzt genau dieselbe Bedeutung habe wie tommunistisch, wobei u. a. auf das„ Kommunistische Manifest" verwiesen ward. Sizilien, von Natur ein Paradies, ist durch die herrschenden Gesellschafts- Einrichtungen zu einer Hölle auf Erden zuverlässigster Quelle gemacht worden. Unseren Lesern konnten wir- aus haarsträubende Einzelheiten über die dortigen Zustände mittheilen. Unsere Schilderungen werden im vollsten Maße bestätigt durch ein kapitalistisches Blatt, die„ Neue Freie Presse" von Wien, der ihr„ Römischer Korrespondent" unterm 27. d. telegraphirt: er dem allgemeinen Theil unseres Prognahm nur eine kurze und auf den Hochflächen des Innern wird " Nicht so glatt ging es mit der Programm- Abtheilung, welche die praktischen Forderungen enthalten soll. Und zwar gab genau wie eine Zeitlang bei uns in Deutschland die Stellung der Partei zur Religion den Hauptgegenstand der Diskussion. Für die Trennung der Kirche vom Staat und von der Schule war man einftimmig, aber ein Theil der Delegirten verlangte auch eine scharfe Stellungnahme gegen die Religion. Dem wurde widersprochen aus prinzipiellen, wie aus praktischen Gründen. Die Sozialdemokratie fei eine politische und Der Gemeindeverwaltungen beliefen sich im genannten Jahre auf 2982/5 Millionen Mart. Da nur 36 Millionen aus den Erträgen des Gemeindevermögens und 71/5 Millionen Mark bleiben 2551/5 Millionen Mark als Ertrag Kommunalsteuern zu verzeichnen. Dieselben weisen eine ansehnliche und bunte Liste auf. Zu den 1201/5 Millionen ausmachenden Zufchlägen zur Steuer auf städtische und ländliche Grundstücke und den Verzehrungsabgaben, welche 11234 Millionen betragen, kommen noch Abgaben auf den Hausstand, die Dienerschaft, die Miethszinse, den landwirthschaftlichen Biehbestand, Bug, Reit- und Lastthiere, Hunde, öffentliche und Privat- Fuhrwerke, Gewerbe, Benutzung öffentlichen Grundes u. a. m. Endlich nehmen auch die Provinzen noch Zuschläge zur Steuer auf die Bermentate in provin, and gat in Gangen 671/5 Millionen, wozu noch 2 Millionen anderer Provinzialabgaben tommen, so daß obige Summe von 1060 Millionen auf 1884 Millionen und der Steuerbetrag pro Kopf der Bevölkerung auf fast 444/5 m. amwächſt 14 erbetrag finanziellem und wirthschaftlichem Stui Dieſelben Es sollen und müssen nun, um die Monarchie vor wahren, neue Steuern aufgelegt werden. Wenn dieselben die unbemittelten Klassen treffen sollten, wäre nicht ausgeschlossen, daß diese endlich die Geduld ver lieren und eine unheilvolle Konvulsion die Folge wäre. Dies zu beweisen, genügt ein Blick in eins der Amtsblätter, wie sie seitens der Präfekturen in den 69. Provinzen der Monarchie periodisch veröffentlicht werden. Eine stehende Rubrik bilden in denselben die Verzeichnisse der mit ihren Zahlungen im Rückstande befindlichen Steuerpflichtigen, deren meist armselige Habe infolge dessen unter den Hammer gebracht wird. Soeben bringt das betreffende Amtsblatt von Syratus ein solches Verzeichniß von 129 Personen in der 10 000 Bewohner zählenden Ortsgemeinde Chiaramonte, meist Landleuten, welche zwei Tage nach Weihnachten durch Bersteigerung ihres Stückchens Land, ihrer Hütte und etwaigen beweglichen Eigenthums zu gunsten des Fiskus an den Bettelftab gebracht werden sollen. Nur 7 von den 129 Steuerschuldnern haben eine Schuld von mehr als 40 M. Fast die Die gegenwärtige Bewegung auf Sizilien, die hier wahrhaft verblüffend gewirkt hat, obgleich jedermann die Unerträglichkeit der Zustände auf der Insel kennt, bedeutet einen Gesundung, den man nur in die richtige| Bahn zu lenken braucht, Insel und dem Reiche zur Wohlthat gereiche. Die Lage des Landvolkes in den Bergen von dem Generaldirektor der öffentlichen Sicherheit selbst als schauberhaft bezeichnet. Garibaldi Bosco, der Urheber der Bauernvereinigung, schildert in ber legten Nummer feiner„ Giustizia" das soziale Leben der Bauern folgendermaßen: Sie arbeiten wie die Lastthiere den ganzen Tag und einen Theil der Nacht, trinken Wasser und effen Brot und 3 wiebeln, wohnen in ungefunden, dem Winde und Regen offenen Verschlägen, find mangelinsälfte, nämlich 58, fchulden weniger als 16, 30 weniger als 8 haft bekleidet und leben in tiefster Unwissen- und 7 schulden weniger als 4 M. Es bedarf keines weiteren haft bekleidet und leben in tie fiter Unwissenheit. Sie müssen zur Sommerszeit, während der Grundherr in Bädern weilt, in der Sonne verschmachten, zur Winterszeit Kälte und Bunger leiden, die Vorwürfe und Schmähungen des Grundherrn oder Pächters schweigend ertragen, für ihn die Steuern bezahlen, von ihm fich bewuchern laffen bis zu vollfiändiger Knechtung und mit 50 Jahren infolge der Mühen und Entbehrungen arbeitsunfähig werden und, wenn Gott gnädig ist, im Spittel verenden" 38ortes, um erkennen zu lassen, wie traurig die Lage kleiner Eigenthümer sein muß, welche eine solche Schuld auf keine Weise tilgen können, wie unmenschlich und unsinnig die FistalBea um so unbedeutenber gesetze sind, welche fräge willen eine toffpielige bureaukratische Maschinerie in Bewegung setzen und Arbeiter in Bettler verwandeln, und wie frevelhaft es fein würde, wollte man die neuen Steuern auf die schon in Menge zusammenbrechenden und nicht " So sehr diese Schilderung sozialistische Gesinnungen verauf die kräftigeren Schultern der Befizens In ganz Italien muß der Großgrundbesig vorerst den Geben legen. EigenEs ist übrigens merkwürdig, wie richtig die nationalthümer, dann den Generalpächter, die Unterpächter und die liberalen Münchener Neuesten Nachrichten" die italienische Unternehmer reichlich nähren, und es ist natürlich, daß in ökonomische Partei, die als solche mit Fragen der als folche mit Fragen berathen mag, so entspricht fie boch ber Wahrheit. theoretischen Wissenschaft nichts zu thun habe, wenn fie sich auch auf die Wissenschaft Stütze. Als Partei, welche die absolute Meinungsfreiheit und die absolute Freiheit der Meinungsäußerung wolle, müsse sie jedem das Recht, eine Religion zu haben, einräumen und gewährleisten. Die Religion werde von selbst verschwinden, wenn sie nicht durch die herrschenden Klassen im Interesse ihrer Klaffen herrschaft gepflegt werde; wenn die Schule dem Klerus entrissen sei, und wenn die Wissenschaft nicht mehr im Dienst des Klassenstaats und der tapitalistischen Gesellschaft stehe. " " Die Sparsamkeit am unrechten Orte stellt sich bei finanziellen Verlegenheiten aller Regierungen ein, so auch in Italien. Es wird nämlich aus Rom telegraphirt: Der Ministerrath hat beschlossen, alle Beförderungen im Beamtenstande, sowie die Aufnahme neuer Beamten vorläufig einzustellen. die schwielige Hand des befitlosen Land: Steuerpolitik beurtheilen, und doch dabei vor Herrn Miquel's arbeiters nur wenige Tropfen fallen; in Projekten gar keine Furcht haben. Sizilien bedeuten diese Tropfen bei zwölf stündiger Arbeit 60 bis 80 Gentimes( 48-64 Pfg.) den Tag, und die Bauern sind verpflichtet, die Bebensmittel bei brem Unternehmer zu kaufen, der sie natür Tich bis auf die Knochen aussaugt. Daß trok alledem die armen Menschen vernünftigen Erwägungen zu gänglich und und keine Träumer sind, beweisen die Statuten von Casteltermini und Corleone, in welchen das toscanische Re- Halbpartsystem als Halbpartsystem als das Ziel erklärt wird, dem der Bauernbund zustreben soll, und wo Halbpartverträge an genommen wurden, da hatten die Streitigkeiten zwischen den Weh uns, wir haben gefiegt! können die Italiener Grundherren und den Bauern ein Ende. Aeußerst schwierig ausrufen beim Eintreffen der Siegesdepeschen aus Afrika. ist die Frage der Verbrauchssteuern, welche die reichste Ein- Erstens ist der„ Sieg" an sich sehr problematischer Natur; nahmequelle aller von den Grundherren verwalteten Bauern nur durch einen glücklichen Zufall wurden die Italiener gemeinden sind. Am allerschwierigsten ist die Frage der vor der Vernichtung durch die Araber( die Mahdiſten") Gemeindevertretungen, welche der Tummelplatz der wildesten bewahrt. Und zweitens stehen die Araber trotz des Selbstſucht und Leidenschaft sind. Hier kann nur eine ſtarte" Sieges", mitten im„ italienischen Gebiet", d. h. mitten in Hand Ordnung und Zucht schaffen. Die parlamentarische Re-" Diese Ansicht überwog, und der Kampf gegen die ligion ist nicht ins Pragramm aufgenommen worden. Eine Anfrage des jungen de Paepe eines Sohnes des bekannten verstorbenen Sozialistenführers entfachte eine kleine Zukunftsstaats"-Debatte. Er meinte nämlich, es sei gut, die künftige Gesellschaftsordnung in ihren Umriffen zu zeigen. Man wies ihm das Unwissenschaftliche seines Antrages nach und damit war der Zwischenfall beendigt, dessen wir gar nicht erwähnt hätten, wenn nicht das Organ des Herrn Bachem, die„ Kölnische Bolts Zeitung" ihn zu einer einer nachträglichen ins direkten Ehrenrettung für den unglücklichen Veranstalter der unglücklichen Zukunftstaats Debatte des deutschen Reichstags zu machen versuchte. hrotag W Die Debatte über die praktischen Forderungen konnte nicht zu Ende geführt werden; sie wird auf dem regelmäßigen Ostertongreß der Partei fortgesetzt. Erwähnt sei noch, daß der Kongreß sich für das Proportionalwahlsystem erklärt hat. Für das felbe stimmten 128 Gruppen, dagegen 306 Gruppen enthielten sich. Diese Zahlen geben zugleich ein Bild der Stärke und Bedeutung des Kongresses, der die Einheit lichkeit und Festigkeit der belgischen Arbeiterpartei in ein glänzendes Licht gestellt hat. Die Staatsschulden Großbritanniens. Einer dem britischen Parlamente zugegangenen Aufstellung über die Staatsschulben Großbritanniens und Irlands und deren Berringerung entnehmen wir die folgenden Angaben über tie Bewegung der englischen öffentlichen Schuld seit dem Regierungsantritt der Königin Victoria. Der Gesammt betrag der Staatsschulden betrug am 1. Januar: 1836.17280 000 000 m. 1870 15 660 000 000 m. do 1840 16 740 000 000 1875 15 100 000 000 16 580 000 000 " . " 1845 " 1850 16 380 000 000 1855 0115 980 000.000 " 1860 16 240 000 000 1880 14 780 000 000 1885.14 220 000 000 1890 13 680 000 000 1893 18 360 000 000 " " 1 660 000 000 1865 " Die Zivilliste und die Ministergehälter bleiben aber natürlich ungeschmälert. Ministerkrifts in Serbien. Aus Belgrad wird telegierung hat dies zu thun versäumt. Das heutige Sizilien ist dem Gebiet, welches die Italiener den Arabern gefür parlamentarische Einrichtungen nicht reif. Schlimmer ftohlen haben. Unzweifelhaft werden die Araber weiter als alles andere ist die Lage der Arbeiter in vorzubringen suchen, und Herr Crispi, der schon ein Defizit Sie schreie nach von 50 Millionen hat, wird sich auf eins von etlichen Rache", schreibt ein sizilianischer Journalist, und er fügt hundert Millionen vorzubereiten haben. hinzu, daß er beim Anblicke achtjähriger Kinder, die, teuchend, stöhnend und weinend die dunklen, verpesteten Stollen herauffletternd, das Mineral zu Tage förderten, zwölf Stunden im Tage ohne andere Nahrung als trockenes Brot, daß auch er mit ihnen meinte und ob eine menschliche Regierung dulden könne, ohne graphirt: Wie verlautet, hat der Minister des Innern demissionirt und der Polizeipräfett von Belgrad seine Entlassung erhalten. Diese Angelegenheit hängt mit einem gestern gefaßten Beschluß radikalen Klubs zusammen, welcher dem Minister und dem 1ofcheentjestiche Marter button tuntune Präfetten in ernſter Weise das Mißtrauen der Partei ausfich mit Schande zu bedecken." D, was fümmert ein herzloser Demagog, wie Crispi, sich um diesen Jammer. Und gegen das Gefühl der Schande ist er mit dreifachem Erze gepanzert. Wenn er nur den großen Mann spielen kann! Mag das Bolt zu Grunde gehn! Wiener Bourgeoisblatts" empfiehlt, besteht darin, daß der Das Halbpartsystem", welches der Korrespondent des Bächter mit dem Grundbefizer den Ertrag der Ernte zu zwei gleichen Theilen theilt Elend der Parzellenwirth, chaft in teiner Weise abhilft und ein System, das dem nicht einmal eine Halbheit ist denn es läßt dem Bauern die ganze Misère. Wie zu erwarten war, ist der Aufstand von Sizilien nach dem italienischen Festland hinübergesprungen. Aus Calabrien und aus der Romagna wird der Ausbruch von Unruhen gemeldet. Ueberall wird die Bolizei verstärkt" fagt der Telegraph." Schade nur, daß es nicht genug Polizei( und auch nicht genug Soldaten) giebt, wenn überall" das Volk sich erhebt. " I Während der letzten 57 Jahre hat sich also die öffent liche Schuld Englands um 3 560 000 000 m. verringert und zwar ist diese Verringerung eine durchaus konstante Ueber Steuern und Fiskalismus in Italien macht gewesen, nur im ersten Jahre nach dem Krimkrieg hat die ein Berichterstatter der Münchener Neuesten Nachrichten" Echuld eine Vermehrung erfahren, doch wurde auch in diefer Zeit die Schuldentilgung keineswegs ausgefeßt. Ueber treffende Bemerkungen, aus denen wir die folgenden hervor den Umfang und die Bertheilung der jährlichen Ablösungen giebt die folgende Tabelle Auskunft: 1836 1840 1840 1850 49 880 000 m. 72 840 000 3 540 000 m. 1870 . 42 240 000 1875 " 48 160 000 1880 104 300 000 " 43 600 000 1885 140 560 000 " • 1855 53 400 000 1890 102 260 000 糖 1860 1865. 72 360 000 82 240 000 " • " Jo 1898 127 920 000 England ist eben" kein Militärstaat, hat daher keine Veranlassung Jahr aus Jahr ein neue Schulden zu machen. Es hat auch eine sogenannte bewegliche Einkommensteuer, trächtlicher Höhe ohne Ausnahme von Schulden zu decken und zwar in einer Weise, daß vornehmlich die besitzenden Klassen zur Deckung dieser Ausgaben herangezogen werden. Cerr Miquel aber hütet sich wohl, diesem Beispiele Eng lands zu folgen. Als nationaler" Polititer legt er alle Laften auf die Schultern der Besitzlosen! " drückte. Die Ursache der Ministerkrisis scheint in den eigenthüm lichen Randitatenverhältnissen bei der Belgrader letzten Nachwahl zur Skuptschina zu liegen; es standen sich nämlich zwei radikale Kandidaten gegenüber, von denen der eine von der radikalen Parteileitung, der andere vom radis talen Ministerium unterstützt wurde. reichischen auswärtigen Amte inspirirten Politischen KorreVolksbewaffnung in Serbien. Eine der vom österder in der Stuptschina eingebrachte Antrag betreffend die spondenz" zugegangene Buschrift aus Serbien führt aus, Betheilung der Miligen mit ärarischen Waffen sei geeignet, ernste Besorgnisse hervorzurufen. Etwas Aehnliches sei in keinem europäischen Staate gebräuchlich, sachliche Gründe ließen sich zu gunsten des Antrages nicht anführen, wohl aber seien die Bedenken, welche dagegen vom Standpunkte der allgemeinen Sicherheit und des Staatswohles erhoben werden müßten, schwerwiegend. Bei der Annahme dieses Antrages wären Verwickelungen fast unausbleiblich. Es ist vor allem nicht richtig, daß in keinem europäi fchen Staate etwas Aehnliches gebräuchlich ist, denn in der Schweiz, wo das Milizsystem wie in Serbien besteht, eristirt dieselbe Einrichtung. Auch Berwicklungen scheinen uns nicht zu befürchten zu sein, denn die Regierung eines bewaffneten Voltes wird sich wohlweislich hüten, gegen den Willen des Volkes zu handeln, so daß gerade die Bewaffnung des Volkes zur besten Garantie gegen Berwickelungen Nach dem Etats- Abschluß für 1892/93 beliefen sich die gefammten Staats Ginnahmen auf 1595 Millionen Lire ( 1274 Millionen Mart), von denen 1325 Millionen Lire ( 1060 Millionen Mart) aus direkten und indirekten Abgaben wird. herrührten. Die ersteren allein belaufen sich auf 341 Millionen Mark, und zwar die Grundsteuer auf 85 Millionen Mart, Auch Rußland hat seine Ministerkrisis. Der Justizdie Gebäudesteuer auf 681/2 Millionen Mart und die Ver- minister beabsichtigt, zurückzutreten. 1980 mögens- und Einkommensteuer auf 1873 Millionen Mark. Die indirekten Steuern ergaben einschließlich der freiwilligen Abgaben, welche dem Staate aus dem Tabat- und Lotteriemonopol zufließen, 898,8 Millionen Lire( 718 Millionen Mart), wovon auf Zölle und Hafenabgaben 2012/8 Millionen Mart, auf Verzehrungssteuern 29 Millionen Mark, auf den Salzverbrauch 50 Millionen Mart entfallen. Der Tabak trägt dem Staate 1631/2 Millionen, das Lotteriespiel 56 Millionen Mark ein. Da Italien gegen 31 Millionen Einwohner zählt, so tommen auf den Kopf der Bevölkerung 34 Mart Staatsfteuern. 1000 Briefkaffen der Redaktion. Röhl, Sesto Canada. Senden Sie den Betrag in Papier ein. G. O. Wrangelstraße. Herr Singer ist in seiner Wohnung Lindenstr. 44 part. Vormittags bis 10 Uhr zu sprechen. A. B. 65. Zu 1: Nein. Erst nach dem Tode Ihres Großvaters steht Ihnen an dessen Nachlas zum Mindesten ein Pflichttheil zu. Zu 2: Nein. Ein solches Testament wäre mit Erfolg anfechtbar. Bu 8: Ja. Den Antheil Ihres verstorbenen Damit sind aber die Leistungen der im Lande der Orangen heimischen contribuens plebs( fteuerzahlendes Waters. Für den Inhalt des Injerate über. nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 29. Dezember. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern- Ghre). Bar und Zimmer mann. Schauspielhaus. Faust. Deutsches Theater. nator. Der Herr Se Berliner Theater. Rean. Lessing- Theater. Ein Millionär a. D. Der ungläubige Thomas. Friedrich- Wilheädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Rehdenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Sappho. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Die Kinder des Viktoria Theater. Kapitän Grant. Alexanderplak Theater. Die lustigen Weiber von Berlin. National- Theater. Der Teufel in Berlin. Theater Unter den Linden. Die Kosatin. American- Theater. Die Gründung Noms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Wintergarten. Spezialitäten- Borstellung. Reichshallen Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Banfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Sensationelle Novität! Der Teufel in Berlin. Burleste Posse mit Gefang und Tanz in 3 Aufzügen von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiedecke. Regie: May Samst. Kasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Borstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30, 3um 47. Male: Morig Etablissement Moritz las. Buggenhagen. Plas. Täglich Gr. Instrumental- Konzert.. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Patzenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten Vorstellung Nen! und Konzert. Neu! Neu! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Anfang der Pantomime 9 Uhr. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß mein braves Weib 67/14 Hedwig Ollmann geb. Knauer am 27. 12. 1893 ihrem Tangen Leiden erlegen ist.. Die Be erdigung findet Sonnabend Nach: mittag 2 Uhr, vom Trauerhause Gerichtstr. 19 aus nach dem St. Hedwigskirchhofe, Liesenstr., statt. Um stille Theilnahme bittet Cäsar Ollmann. Danksagung. Allen Deuen, die meinem dahingeschiedenen Manne Jeremias Nispel die legte Ehre erwiesen haben, sage ich hierdurch herzlichen Dank. Achtung, Maurer! Sonntag, den 31. Dezember, Vormittags 10 Lokale ,, Königshof", Bülowstr. 37: Uhr, im Mitglieder- Versammlung des Zentralverb. deutscher Maurer ( Bahlstelle Berlin II). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Sassenbach. 2. Dis Eussion. 3. Statutenberathung. 4. Gewerkschaftliches. 295/4 Zu dieser Versammlung sind die Mitglieder dringend eingeladen. Die örtlich Verwaltung. Die illustrirte sozialistisch- humoristisch- fatirische ,, Sylvester- Zeitung" 1018b ist erschienen. Dieselbe enthält: Seite 1: Titelbild mit Gedicht. Seite 2: Die trauernde Wittwe Rosa Nispel. Zum Neuen Jahr( Gedicht) und Sylvestervision. Seite 3: Prophezeiungen Neue freie Volksbühne. Jugend" von Max Halbe. III. Abthl.: Sonntag. 31. Dez., 2 Uhr. Montag, 8. Januar, 8 Uhr, 30 Pf.: Kammermusik- Abend in Buggenhagen's Konzert- Saal. auf das Jahr 1894 und das Lied von zwei braven Männern. Seite 4: Nach Einführung der Tabaksteuer im Zululande. Erlaß des Justizministers an die Gerichte. Johanne? Märchen, und Die russische Marseillaise. Seite 5: Gruppenbild der jetzigen sozialdemokratischen Reichstags- Fraktion, und Was 1893 uns brachte. Seite 6: Schlummerlied für ruhige Bürger, und wie es gekommen ist. Seite 7: Wie das Volk spricht, und Jaluſtration mit Gedicht. Seite 8: Stammbuchverse für verschiedene Parteien, Sylvester= fater mit Text, und satirische Annoncen. Buchhändler, Kolporteure und Vereine erh. sehr hohen Rabatt. Bestellungen nehmen alle größeren Buchhandlungen, die Buchhandlung Präuscher's Museum. ratweil'schefellungen nehmen alle größeren s Tausende von anatomischen Präparaten. Schußkanal durch fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. Wunder d. Ceroplastik u.Mechanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. G Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl, Neues Programm. National- Konzert Passage- D. Obenlandler Panopticum. in National- Tracht Ein WeihnachtsMärchen von Dr. Jul. Lohmeyer. Musik von Th. Krause. Circus Renz, ( Karlstraße.) Freitag, den 29. Dezember cr., Abends 714 Uhr: Ein Künstlerfest. Vollständig neue und glänzende Ausstattung. 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Versilberer auf Leisten werden verl. Rüdersdorferstr. 9. 1031b. Vergolderlehrl. vl. Rüdersdorferstr. 9. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 3041. Fälscher und Lügner. Paris, den 25. Dezember. Es scheint, als ob dieses dem Arbeitsminister in 3ffentlicher Sigung in's Gesicht geschleuderte Wort den Anti1ozialisten noch immer keine genügende Warnung sei, sich in ihrem Kampfe gegen die Sozialisten andere Waffen als der Lüge und Fälschung zu bedienen. Freilich ist dies anders schwer möglich und ohne Verdrehungen geht es schon gar nicht ab. Tech ist dies in bezug auf das Inland immerhin eine heille Sache, da es doch auch für einen Vollblutbourgeois nicht angenehm sein fann, sich öffentlich als Fälscher und Lügner brandmarten lassen zu müssen. In bezug auf das Ausland liegt aber diese Gefahr schon weniger nahe oder sie erscheint den Herren Fälschern zu bedeutungslos, als daß fie fich dadurch abhalten laffen sollten, ihrem Verleumdungstrieb zu folgen, dem sie sich besonders dann recht willig überlassen, wenn es sich um die deutschen Sozialisten handelt. Eines ihrer beliebtesten und am häufigsten wiederfehrenden Fälschungstünste ist es, sie als Mordspatrioten hinzustellen, die sich nur den Anschein geben, als wären sie intertional gefinnt, um desto leichter die Arbeiter der übrigen Länder, namentlich Frankreichs, irreleiten und für die Machtstellung Deutschlands ausnutzen zu können. In der Presse und die deutsche Bourgeoispresse beobachtet dasselbe Verfahren gegenüber den französischen Sozialisten wird diese Kunst in Ser unverfrorensten Weise geübt, wie dies der„ Temps" erst in seiner vorgestrigen Nummer dokumentirte. In einem Artikel, zu welchem das Votum der sozialistischen Reichstags- Fraktion für den rumänischen Handelsvertrag als Vorwurf dient, sagt nämlich dieses offizielle Organ der Bourgeoisie und offiziöse der Regierung: Der deutsche Sozialismus mag noch so sehr internationale Tendenzen oder Formeln zur Schau tragen, er ist vor allem germanisch und vergißt dies niemals. Er hat einen Rassenpatriotismus, der ihn abseits und seines Dafürhaltens über alle anderen stellt. Die Liebknecht und Bebel ermangein nie eine Gelegenheit, wenn fie, fei es gegen Osten oder gegen Westen blicken, zu erklären, daß sie die ersten sein werden, gegen die neuen oder alten Feinde der deutschen Familie oder des deutschen Bodens zu marschiren und zu kämpfen. Sie fingen lauter als alle anderen: Deutschland über alles". Sie treiben die franzö fischen Sozialisten, die ihre folgsamen Schüler geworden sind, recht an, alles in Frankreich zu desorganisiren, denn diese beständige revolutionäre Agitation, dieser feige Rosmopolitismus hat zum Endzweck, die französische Rasse in gleichem Verhältniß zu schwächen und die deutsche Hegemonie in Europa zu sichern. Aber sie hüten sich wohl, an dieselbe Desorganisation in Deutschland zu arbeiten, denn sie wollen es stark und blühend erhalten. Darum sollten unsere sozialistischen Abgeordneten es sich recht überlegen, wenn sie mit ihnen Brüderschaft machen. Als Gefoppte ihrer internationalen Theorien zu erscheinen, laufen sie Gefahr, sich zu Mitschuldigen ihres sehr praktischen Germanismus zu machen. Und all dies, weil die sozialistische Reichstagsfraktion nicht gegen ihre eigene Gesinnung, nicht gegen das Interesse der Arbeiterklasse für das Junkerthum, das Agrarierthum stimmte! Doch wozu ein Kommentar? Es genügt, diese Infamien festzunageln und Fälscher und Lügner darunter zu schreiben. um Ein anderes Fälscherstückchen leistet sich„ Paris", dessen Spalten seit einiger Zeit eine Ablagerungsstätte polizistischen Unraths bilden. Es ist dies dasselbe Blatt, das erst jüngst durch einen Spezialpolizisten, den es als seinen Berliner Spezialforrespondenten bezeichnet, unsere Freunde Eduard Vaillant und Jules Guesde als ebenso erbärmlich hinstellen ließ, als es sicherlich dieser Lump von einem„ Spezialforrespondenten" ist. Dasselbe Individuum will nun mit einem der Führer der deutschen sozialistischen Partei, welcher Reichstags- Abgeordneter und eines der hervorragendsten Mitglieder des Zentralfomitees ist", eine Unterredung gehabt haben, bei der sich dieser so freier aussprach, als er nicht wußte, daß seine Erflärungen veröffentlicht werden würden. Und so erfuhr er denn, daß die sozialdemokratische Partei noch nie eine so fürchterliche Strise durchgemacht habe, als die, in der sie sich jetzt infolge der anarchistischen Attentate befinde. Aber wie der Ausbreitung des Anarchismus entgegenwirken, da viele mit einem Fuß bei uns, mit dem anderen in der Anarchie stecken". Und diese Leute müßten sie schonen.„ Sie bilden unseren Schwanz, der Gist enthält, aber den es uns unmöglich ist abzuschneiden." Und erst die internationalen polizeilichen Maßnahmen! Durch diese würden ihre Verbindungen bedeutend erschwert. Ihre im Ausland befindlichen Berichterstatter und ständigen Delegirten, die zu ihren unternehmendsten Leuten zählen und dahin gingen,„ um sich, sei es einer Verurtheilung, sei es einer Verhaftung zu entziehen", werden nun eine strenge Ueberwachung erleiden, alle möglichen Unannehmlichkeiten haben und schließlich ausgewiesen werden. Solcherart würde der Internationalismus einen argen Stoß erleiden. Nun ist es aber der Internationalismus allein, der uns Kräfte, hauptsächlich finanzielle Mittel giebt, da es zwischen den Komitees aller Länder einen fortwährenden Austausch von Korrespondenzen und Geldsubskriptionen giebt." Man werde nun zu kämpfen, zu organisiren und Vorsichtsmaßregeln zu treffen haben. Eine Aus musterung sei geboten, die durch die Verwegenheit ihrer Gedanken am meisten Blosgestellten müßten ausgeschlossen werden. Die Partei werde numerisch start geschwächt werden. Man werde sich rechts und links von ihr abwenden. Kurz, der Anarchismus mache ihr großen Schaden, die ganze Zukunft trohe ihr zu entgehen. Wir haben nur eine Hoffnung: daß sich kein Attentat von der Art derjenigen von Barcelona und Paris einstelle. Im entgegen gesetzten Falle würden wir sehr kompromittirt sein." " " nur Damit schließt die Spezialforrespondenz", deren letzte Zeile allein schon den ganzen Lockspitel verräth. Daß die Unterredung von A bis Z erlogen ist, das erkennt jeder Genosse, auch wenn er im Auslande lebt, gleich auf den ersten Blick. Und indem wir diese Polizeimache hier festnageln, bedauern wir nur, den Speziallumpen nicht mit annageln zu können. Chronik der wichtigsten politischen und Partei- Ereignisse im Jahre 1893. Januar. 1. Das Krankenversicherungs- Gesetz für die Handels- Angestellten und verwandten Berufsgenossen tritt in Kraft. Der zehnstündige Normal- Arbeitstag für Frauen tritt in Kraft. 2. 24 000 Bergarbeiter im Saar- Revier streifen. Floquet's Betheiligung am Banamaskandal wird bekannt. 3. Nothstands- Interpellation der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. 4. General Gurko verbietet den Beamten im Königreiche Polen, mit den Parteien polnisch zu sprechen. Freitag, den 29. Dezember 1893. 6.- 8. Ronferenz der österreichischen Landesorganisationen. Parteitag der ungarischen Sozialdemokratie. 6. Bergarbeiterstreit im Dortmunder Revier. Sigung des preußischen Staatsministeriums über den Bergarbeiterstreik. B Wahlen zum Volts Reichstag" in Schweden, sämmtliche( 14) Sozialisten, darunter zwei Frauen, wurden gewählt. 7. Freiherr v. Soden, der Gouverneur von Dst- Afrifa, muß zurücktreten. 8. In Carmaux wird Genosse Jaurès in die französische Deputirtenkammer gewählt. 9. Die preußische Wahlreform- Vorlage wird bekannt. Der frühere französische Minister Baihaut wird wegen Betheiligung am Panama- Standal verhaftet. 10. Zusammentritt des Deutschen Reichstages, des preußischen Abgeordnetenhauses und der französischen Kammer. Beginn des Panamaprozesses in Paris. Rücktritt Floquet's vom Kammerpräsidium, Sturz des Kriegsministers Freycinet und Demission des Ministeriums Ribot infolge der Panama- Enthüllungen. 11. Eiffel wird nachgewiesen, daß er viele Millionen Panamagelder an sich gebracht hat. 12. Verhandlung der Brausteuer- Vorlage im Reichstage, Rede Grillenberger's zu derselben. Verhandlung des Volksschul- Gesezentwurfes im preußischen Landtage. Gründung einer sozialistischen Agitationsliga. Pci der Stadtverordnetenwahl in Schlotheim in Thüringen siegen die Sozialdemokraten. 13. Jm Reichstage wird von Liebknecht die Nothstands- Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion begründet. 13.- 16. Der Kongreß der sozialistischen Gemeinden Frankreichs in St. Denis. 13. Berathung des Wahlgesez- Entwurfes im preußischen Landtage. Die Dresdener Polizei verbietet die Aufnahme einer Arbeitslosen- Statistit. Englischer Arbeiterfongreß zu Bradford. Gründung einer unabhängigen Arbeiterpartei. 14. Vier große Versammlungen der Arbeitslosen Berlins. Ende der Zukunftsstaats- Debatten. Große Protestversammlung der Pariser Sozialisten gegen die Panamaskandale und Einigung der sozialistischen Frak tionen. Revolution auf Hawai, Entthronung der Königin. 15. Die Korrespondenten ausländischer Zeitungen werden aus Paris ausgewiesen. Die englische Bergarbeiter Konferenz spricht sich für die Einführung des Achtstundentages aus. Sozialistischer Sieg bei den Gewerbegerichtswahlen in Mülhausen i. Elf. 16. Erste Berathung der Branntweinsteuer- Vorlage im Reichstage. Hawaii will sich von den Vereinigten Staaten anektiren Tassen. 17. Der Ausschuß der Berliner Stadtverordneten- Versammlung lehnt den Antrag Singer auf Herabsetzung der Arbeitszeit in städtischen Betrieben ab. Die Kölner Stadtverordneten lehnen es ab, den Gürzenichsaal für eine Versammlung der Arbeitslosen herzugeben. Der Bergarbeiterstreit im Saarrevier für beendet erklärt. Konflikt Englands mit dem Khedive von Egypten. Hayer, früherer Präsident der Vereinigten Staaten, ge storben. Revolution auf Haiti. 18. Der Reichstag stimmt den Anträgen der Konservativen und des Zentrums über das Innungswesen und den Be fähigungsnachweis bei. Die Reichsregierung verhält sich ablehnend. Die Wahl Möller's in Dortmund wird von der Wahlprüfungs- Kommission des Reichstages für ungiltig erklärt. Der Glasarbeiterstreit im Jsergebirge zu Ungunsten der Arbeiter entschieden. 10. Jahrg. Die nordamerikanische Regierung übernimmt das proviforische Protektorat über Hawai. 2.- 8. Butunftsstaats- Debatten im Deutschen Reichstage. 2. Töpferstreif in Spandau. 19. Aus Sachsen verden zahlreiche Todesfälle wegen Erin frierens gemeldet. Der schweizerische Bundesrath erklärt den Eintritt in eine politische Körperschaft nicht abhängig von der Leistung eines Eides. Große Arbeitslosen- Demonstration in Amsterdam. In Rom finden Verhaftungen hochangesehener Personen wegen der Bankskandale statt. Gründung eines Arbeitsdepartements in England. 20. Die Berliner Stadtverordneten Versammlung lehnt den sozialdemokratischen Antrag auf Linderung der Arbeitslosigkeit ab; Oberbürgermeister Belle nahm wegen Theilnahme an einem Hoffeste an der Berathung nicht theil. Antrag der polnischen Partei im Reichstage auf Einführung ländlicher Gewerbegerichte. Der Aufstand in Haiti beendet. 21. Hundertjähriger Gedenktag der Hinrichtung Ludwig XVI. 23. Große Arbeitslosenversammlung in Leipzig. Urtheil im Welfenprozesse zu Hannover, 16 von 65 Angeklagten werden wegen Vergehen gegen das Vereinsgesetz verurtheilt. 24. Der Reichstag tritt in die Berathung des Wuchergesetzes ein. Sozialistischer Sieg bei den Stadtverordnetenwahlen in Braunschweig. 25. Vier Arbeitslosen- Versammlungen in Berlin. Der Reichstag nimmt die lex Rintelen an, wodurch die Immunität der Abgeordneten eingeschränkt wird. 26. Tem italienischen Parlament verspricht der Ministerpräsident Giolitti strenge Untersuchung der Bankstandale. 27. Blaine, der frühere Minister des Auswärtigen der Vereinigten Staten gestorben. 28. Gladstone läßt den 1883 zum Tode verurtheilten und begnadigten Egan ganz begnadigen. 29. Volksabstimmung über die Proportionalwahl in St. Gallen. Bei den Gewerbegerichtswahlen in Küstrin siegten die Cozialdemokraten. 30. Universitätstravalle in Italien. 31. Gröffnung des englischen Parlamentes. Arbeitslosen- Demonstration in London. Der Brüsseler Gemeinderath votirt 20 000 Frants für die Arbeitslosen. 27. Schluß der internationalen ergebnißlos verlaufenen Münzkonferenz zu Brüssel. 28. Ende der Generaldiskussion in der Militärkommission des Reichstages. 31. Furchtbares Erdbeben auf der Insel Zante, fast voll ständige Verheerung der Insel. Februar. 1. Explosion in der Zeche Blumenthal bei Eisen a. d. Ruhr, bei der 17 Arbeiter getödtet und 18 schwer verwundet wurden. Großer Streit in der ungarischen Waffenfabrik( Löwe) in Budapest. Hochwasser im Rheinland und Ruhrgebiet. Steues Erdbeben auf 3ante, 26 000 Menschen obdachlos. 3. Debatten über die Bankskandale im italienischen Parlamente. 5. Enthüllungen über die Wahlforruption der württembergischen Regierung bei den Wahlen. Landeskonferenz der nordböhmischen Sozialdemokratie. 6. Der Reichs- Seuchen- Gesetzentwurf wird veröffentlicht. 7. Das parlamentarische Komitee der englischen Gewerk schaften verzichtet zu gunsten des internationalen Kongresses in Zürich auf die Einberufung eines Kongresses nach London. Fusangel kandidirt in Olpe- Meschede gegen den offiziellen Zentrumskandidaten für den Reichstag. 9. Ferdinand und Charles von Lesseps zu 5, Baron Cettu und Eiffel zu 2 Jahren Gefängniß wegen der Panamaschwindeleien verurtheilt. 10. Debatten über die Sonntagsruhe im Reichstage. Die Chemnitzer Stadtverordneten beschließen Nothstands arbeiten. Großer Sozialistenprozeß in Gent. 13. Streit im Brüger Kohlenrevier. Beginn der Debatten über Home Rule im englischen Unterhause. Entdeckung großer Unterschleife bei den portugiesischen Eisenbahnen. 15. Zweiter Rongreß der französischen Arbeitsbörsen. 17. Massenverhaftung russischer Studenten in Berlin. 18. Reichstagsdebatten über das Alters- und Invaliditätsversicherungs- Gesez. 19. Der Vorwärts" veröffentlicht die Liste Unterm Neuen Kurs für den Monat November. Mit 4 Jahren 2 Mo naten 2 Tagen und 2435 M. Geldstrafe wurden die Agitationskosten bezahlt. 20. Großer Sieg der sozialdemokratischen Arbeiter Berlins bei den Gewerbegerichts- Wahlen. Buchbinder- Verbandstag in Frankfurt a. M. In Lehrte( Braunschweig) wurde ein sozialdemokratischer Stadtverordneter gewählt. Das portugiesische Kabinet demissionirt. 21. Telegraphenverbindung zwischen Deutschland und Kamerun hergestellt. 24. Reichstags- Debatte über die Arbeiterversicherung. Die sozialdemokratische Fraktion bringt den Entwurf einer Seemanns- Ordnung im Reichstage ein. In der Reichstags- Kommission für die lex Heinze wird der Antrag angenommen, daß bei ehrlosen, rohen und aus Bosheit begangenen Strafthaten auf harte Lagerstatt und Wasser und Brot erkannt werden kann, der Antrag, politische Vergehen auszuschließen, abgelehnt. Jules Ferry zum Präsidenten des französischen Senats gewählt. 26. Voltsabstimmung in Belgien betr. das Wahlsystem; der Antrag Janson, aftives allgemeines Wahlrecht mit vollendetem 21. Jahr, erhält die meisten Stimmen. 28. Großer Metallarbeiterstreit in Rive de Gier. Neue Panama- Enthüllungen Andrieux gegen Clemenceau. Der Senat der Vereinigten Staaten versagt( indirekt) die Genehmigung zur Annexion Hawais. Metropolit Clement infolge seiner unpatriotischen Haltung gegenüber dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien zwangs weise internirt. Parteinachrichten. Die fozialdemokratische Parteikonferenz für den Wahlkreis Höchst Homburg 2c. fand am 24. Dezember Rödelheim statt. Erschienen waren 25 Delegirte und 13 Vertrauensmänner. Dem Bericht des Kreis- Vertrauensmannes zufolge muß den Genossen des Kreises das Zeugniß ausgestellt werden, daß sie eifrigst bemüht waren, das Ihrige zur Verbreitung unserer Ideen beizutragen. So wurden gegen die Militärvorlage im Kreise allein 100 000, bei der Reichstagswahl 120 000 Flugblätter verbreitet. In zwei Orten wurden im Laufe des Jahres neue Wahlvereine gegründet. Dem Kassenbericht ents nehmen wir, daß die Ausgaben des Kreises, ungerechnet 2186,19 M., welche insgesammt für die legte Reichstagswahl ausgegeben wurden, 1871,22 m. für Agitationszwecke betrugen. Kassenbestand beträgt, ohne die Außenstände, 117,90 M.- Alle Delegirten hoben in ihrem Berichte hervor, daß die Wirthe, meist natürlich beeinflußt durch die Polizei, nur sehr schwer ihre Lokale zu Versammlungen hergeben. Zur Landagitation wird folgendes beschlossen. Der In allen Ortschaften, wo Organisationen bestehen, sollen Agitations- Kommissionen gewählt werden, denen vom Kreis- Vertrauensmann verschiedene Ortschaften zugewiesen werden, die von den Kommissionen zu bearbeiten sind. In bezug auf Wahlen von Delegirten zu Kongressen und Parteitagen wurde folgendes bestimmt: Bei allen im 1. naffauischen Wahlkreis stattfindenden Delegirtenwahlen, betreffend die Vertretung des Kreises auf irgend welchem sozialistischen Kongreß, soll folgender Wahlmodus eingeführt werden: Diejenigen Orte, welche bei der letzten Reichstagswahl am 15. Juni d. J. bis zu 200 Stimmen abgaben, entfenden einen Delegirten, bis zu 500 zwei und über 500 drei Delegirte zu einer eigens dazu anberaumten Parteikonferenz, worin die so von jedem Ort entsendeten Delegirten in engerer Wahl einen im Kreis thätigen Genossen bestimmen, welcher als Vertreter desselben einen bestimmten Stongreß besucht. Nachdem noch die nöthigen Kommissionen gewählt worden paren, schloß die Konferenz mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Bei den Gemeinderathswahlen in Salzungen brachten unsere Parteigenossen ihre zwei Kandidaten mit großer Majorität durch. Die Betheiligung an der Wahl war eine sehr rege, denn es übten von 467 Wahlberechtigten 433 ihr Wahlrecht aus. * Auch im Rathhaus zu Rödelheim wird man nunmehr zwei Vertretern der Arbeiterpartei einen Platz einräumen müssen. Die Genossen Wächter und Kahl sind bei der letzten Wahl der dritten Abtheilung für die Stadtverordneten- Versammlung ges wählt worden. Genosse Fr. Klostermann, Stendal, Hohe Bude 9, fordert den Genossen Schneider Ernst Schulz aus Stendal auf, ihm seine Adresse behufs Zustellung wichtiger Angelegenheiten anzugeben. Dem Vermuthen nach soll sich Schulz in Sachsen oder in Schlesien aushalten. Der Rougreß der ungarischen Sozialdemokratie, der Bild des Kaisers Friedrich und auf der Rückseite die Jahres- 1 Mobiliar, Hobelbänke und Holzvorräthe. Eines Vormittags, als für Weihnachten nach Temesvar einberufen war, ist verboten zahl 1888. worden; die Abhaltung desselben für den Dreikönigentag hingegen entag hingegen wurde gestattet. worden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. find am Sonnabend dem Arbeiter August Pfannschmidt auf dem Durch das vorzeitige Zuwerfen einer Roupeethür Bahnhof Börse zwei Finger der rechten Hand zerquetscht worden. Der Verlegte will seine Entschädigungsansprüche gegen den Eisenbahnfiskus geltend machen. der Hauswirth gerade seiner Pflicht als Schöffe in Moabit Zu denjenigen Berufen, über deren 2ohn- und Artände ab und brachte sie zur Pfandtammer. Schon am genügte, holte der Gerichtsvollzieher die gepfändeten Gegen beitsverhältnisse durch das Reichsamt des Innern Nachmittag erschien der Tischler bei dem Gerichtsvollzieher und statistische Erhebungen erfolgen, dürfte nunmehr auch der der präsentirte ihm einen Schein des Gläubigers, worin dieser in - Dem Verdienste seine Krone. Der berühmte Bureau- Angestellten gehören. Durch Schreiben des Reichsamts bie Freigabe der Sachen willigte. Infolge dessen mußten dem Polizeikommissar Birt aus Staßfurt, bekannt aus dem vom 22. Dezember cr. an den Vorsitzenden der Freien Ver- Schuldner die gepfändeten Gegenstände von der Pfandkammer einigung der Bureau- Angestellten Berlins und Umgegend wird dortigen Meineidsprozeß ist am 15. Dezember als Polizei die zu diesem Zwecke gewählte Kommission mit dem Vorsitzenden zurückgegeben werden. Der Tischlermeister brachte dieselben nun inspettor nach Mühlhausen in Thüringen versetzt der Kommission für Arbeiterstatistit, Unterstaatssekretär Dr. einer bereits in der Reichenbergerstraße gemietheten neuen sie nach Die acht Genossen aus Staßfurt, von denen von Rothenburg am 3. Januar nächsten Jahres zu einer münd- Wohnung und Werkstatt bringen. Als der Hauswirth ſeinen wir vor einiger Zeit meldeten, daß fie in Anklagezustand versetztlichen Besprechung eingeladen. Anspruch auf vorzugsweise Befriedigung aus dem späteren wurden, weil sie sich geweigert hatten, Statut und Mitgliedernabe de In der Zentral- Markthalle plöglich verstorben ist am Auktionserlöse erheben wollte, waren die Sachen längst freiliſten des Arbeiterbildungsvereins der Polizei einzureichen, find Sonnabend Abend die Gattin des Restaurateurs Patisch aus gegeben und von der Pfandkammer abgeholt. Er ermittelte vom Amtsgericht Bernburg freigesprochen und die Kosten der Schönholz. Die Dame befand sich Weihnachts- Einkäufe halber aber, daß sein Miether mit seinem Schwager ein abgekartetes Staatskaffe auferlegt worden. Das Gericht konnte die Ueber i Berlin und begab sich gegen Abend nach der Zentral- Markt- Spiel getrieben hatte, und brachte den Vorfall zur Anzeige, fo zeugung nicht gewinnen, daß in den Vereinsversammlungen balle, um Fische einzukaufen. Während die anscheinend rüſtige daß die Sache für den Schlauberger nun doch eine andere Politik getrieben worden sei, wie die anklagende Polizeibehörde Frau mit der Verkäuferin handelte, fiel sie plötzlich zu Boden Wendung nehmen dürfte. behauptet hatte. und wurde in bewußtlosem Zustande nach der Charitee geschafft. Vier Genossen in Burgstädt( Sachsen) hatten den Hier konnte die Bedauernswerthe, welche von einem Schlaganfall Redakteur des dortigen Amtsblattes wegen Beleidigung verklagt. betroffen war, nur noch ihren Namen und ihre Wohnung nennen, Derselbe hatte in feinem Blättchen von den betreffenden vier um dann wenige Minuten darauf zu sterben. Ihr Gatte, der Genossen mit voller Namensnennung behauptet,„ am Wahltage den Abend und die Nacht hindurch vergeblich auf die Rückkehr Hunderte von Mark von den sozialdemokratischen Arbeitern er feines Weibes geharrt, wurde am nächsten Morgen telephonisch preßten Groschen in der sinnlosesten Weise vergendet zu haben"; von dem Unglück verständigt. Polizeibericht. Am 27. d. M. Vormittags fiel ein Mann ferner Anhänger einer sogenannten freien Liebe und eines gegenüber dem Hause Birkenstr. 16 beim Besteigen eines in der Heerdenlebens" zu sein u. dgl. m. Die Klage erstreckte sich auf Vorsicht beim Verbrennen von Weihnachtsbäumen. Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens zur Erde und brach den vier Punkte. Der Gerichtshof fand den Angeklagten nur in einem Die Ursachen von Dien- Exploſionen infolge Verbrennens von unterschenkel. Auf einem Patrouillenritte durch den FriedrichsFalle schuldig, und zwar wegen des Vorwurfs der Vergeudung von Weihnachtsbäumen wurden dieser Tage in einer Sigung der hain stürzte ein Schuhmann mit seinem Pferde und erfitt einen expreßten Arbeitergroschen. Er wurde dieserhalb zu 20 W. Geldstrafe Polytechnischen Gesellschaft erklärt. Tanne und Fichte sind in Bruch des Oberschenkels. Von der Alfenbrücke sprang eine verurtheilt. In den drei anderen Fällen hielt der Gerichtshof Stamm, Zweigen und Nadeln sehr harzreich. Das Harz Frau in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser das Behauptete für erwiesen refp. als nicht beleidigend und enthält Kohlen Wasserstoff. Wird der Baum verbrannt, gezogen und nach der Charitee gebracht. Auf dem Morigsprach den Angeklagten frei. Den Beleidigten wurde noch die so entströmt unter der Kohlen- Wasserstoff in großer Menge. plage gerieth ein sechsjähriger Knabe die Räder Befugniß zugesprochen, die Publikation des Urtheils auf Kosten Geschieht das Verbrennen in einem Ofen oder Herd eines Bierwagens und erlitt außer bedeutenden Verlegungen im des Berurtheilten in der Volksstimme, sowie im Amtsblatt zu mit starkem Zug, so verbindet sich der Kohlen- Wasser- Gesicht einen Bruch des Oberarms.- Nachmittags fiel ein verfügen. Gegen das freisprechende Urtheil bezüglich des Vor- stoff mit dem Sauerstoff der atmosphärischen Luft, und es ent- Rutscher an der Rigaer- und Proskauerstraße von einem Mörtelwurss der Unterschlagung wird Berufung eingelegt werden. stehen Gase sehr explosibler Art, denen der Kachelofen nicht wagen herab, wurde überfahren und erlitt eine Quetschung beider Wenngleich wir für Preßfreiheit in weitestem Maße eintreten Stand hält. Wie bedeutend der in den Nadeln des Baumes Unterschenkel. In der Posamentierwaaren Fabrik von Geund am liebsten nichts auch nicht als Kläger mit den Ge- enthaltene Kohlenwasserstoff ist und wie kräftig er unter der brüder Prinz, Alte Jakobstr. 120, brach Mittags Feuer aus, das richten zu thun haben, so darf es doch einem Parteigenossen, Einwirkung der Hiße ausströmt, läßt sich erkennen, wenn man einen großen Theil der Waaren und Vorräthe vernichtete. dessen Ehre in einer solch brutalen Weise verlegt ist, nicht verübelt einen mit Nadeln besetzten Zweig einer Kerzenflamme nähert. Außerdem fand Abends im Hause Oranienstr. 127 ein unbedeutendes werden, wenn er, um diese wieder herzustellen, ein anderer Weg Die Ausströmung des Kohlenwasserstoffes aus den Nadeln, Feuer statt. zur Rechtfertigung ihm nicht bleibt, auch einmal diefelben Waffen die innen eine Röhre besitzen und porös sind, ist so start, gegen bürgerliche Redakteure anwendet, mit denen er so oft ver- daß die Flamme der Kerze meist ausgelöscht oder ausgeblasen folgt wird. Die recht milde Strafe von 20 M. für eine solch wird. unfläthige Beschimpfung muß uns außerdem zu recht eigenthümlichen Gedanken bringen über das Gleiche Recht für Alle", wenn wir Vergleiche anstellen mit Berurtheilungen fozialdemokratischer Preßsünden. bleiben. " Tokales. Im Paffage- Panoptikum sind während der Feiertage von Der roher Hand verschiedene Wachsfiguren zerstört worden. Schaden, den die Gesellschaft durch diesen Vandalismus erlitten, soll sich auf mehrere Hundert Mark belaufen. Aus Gram über den Tod ihres Sohnes aus dem Fenster gestürzt hat sich gestern Mittag 121/2 Uhr die im vierten Stock des Hinterhauses Kommandantenstr. 7 wohnende Frau Sztalmowsti. Sie that den verhängnißvollen Sprung, gerade in dem Moment, als ihre Tochter zum Mittag. effen beimkehrte. Gin Genickbruch führte den sofortigen Tod der Unglücklichen herbei. " H Gerichts- Beitung. gegen ihn verhängt. Das Berufungsgericht war der Ansicht, daß schulpflichtige Kinder zur Theilnahme an dem Religionsunterricht in einer Konfession, welcher sie bezw. ihre Eltern nicht angehören, nicht angehalten werden dürfen. Der Erlaß des Kultusministers v. Zedlib, wonach für Dissidentenkinder, die dem Religionsunterricht in der Volksschule nicht beiwohnen, ein ausreichender Ersatz für diesen Unterricht nachzuweisen ist, enthalte eine unzulässige Beschränkung der durch§ 11, II. 12 des allleber den Religionsunterricht der Dissidentenkinder hat in bezug auf den Erlaß des früheren preußischen Kultusministers v. Zedlitz das Landgericht zu Halle a. S. ein Urtheil von prinzipieller Bedeutung gefällt. Der Angeklagte Karl Brandt war durch Urtheil des Schöffengerichts wegen mehrfacher Schul. versäumnisse seiner beiden Kinder zu Geld- oder Haftstrafen verurtheilt worden. Gegen dieses Urtheil legte er Berufung ein. Dem Wahlverein für den 6. Berliner ReichstagsDurch das Ergebniß der Hauptverhandlung vor dem BerufsWahlkreis lag am dritten Weihnachtsfeiertage die schmerzliche gericht ist folgender Sachverhalt erwiesen: Angeklagter ist mit feiner Ehefrau Wilhelmine geb. Fischer aus der evangelischen Pflicht ob, einen braven Genossen zur letzten Ruheitätte zu geLandeskirche ausgeschieden. Seine beiden nicht getauften Kinder leiten, den am 24. Dezember an den Folgen der Proletarierkrank Adoptivkinder. In der„ Vossischen Zeitung" annoncirt Quise und Karl besuchen die evangelische Boltsschule in Halle. heit verstorbenen Arbeiter Paul Rebhuhu. Troßdem die jemand: Gebild., reiche, kindert., prot. Familie wünscht e. 2 bis Auf eine vom Angeklagten an den Magistrat zu Halle a. S. geKunde von dessen Ableben der Feiertage wegen nicht hatte 3jähr. Mädchen v. nur ganz feiner Herkunft zu adoptiven. Off. richtete Eingabe war seine Tochter Luise Brandt von der Theilnahme öffentlich bekannt gegeben werden können, batte sie sich doch von 1. s. w." Man hat hierbei in erster Linie an uneheliche an dem evangelischen Religionsunterrichte entbunden worden. Mund zu Mund verbreitet, sodaß sich am dritten Weihnachts- Kinder zu denken. An Offerten, die solche Kinder anbieten, wird Für seinen Sohn Karl hat der Angeklagte eine gleiche Entbin feiertage auf dem Friedhofe der Rions- Gemeinde in Neu- Weißensee es der finderlosen Familie nicht fehlen. Es giebt der unehelichen dung bei dem Magistrat nicht nachgesucht; er hat sich damit beeine stattliche Anzahl von Genossen und Genossinnen eingefunden Kinder auch von nur ganz feiner Herkunft" genug. gnügt, dem Schuldirektor die Anzeige zu machen, daß er auch hatte, um dem Dahingeschiedenen das letzte Geleit zu geben. Der da dergleichen unerwünschter Zuwachs selbst den besten" feinen Sohn nicht in die Religionsstunde schicken werde. Der vom 6. Wahlverein gestiftete prächtige rothe Kranz mit großer Familien zuweilen Don der Tochter des Hauses be Schuldirektor hat die Nichttheilnahme zunächst stillschweigend geSchleife wurde vom Vorsitzenden Kiesel persönlich auf dem Grabe scheert werden soll. Diese Kinder mögen das Licht duldet. Im Sommer 1892 wurde der Dispens für Luise Brandt niedergelegt. Rebhuhn war ein eifriger Förderer der Sache des ber Welt allerdings zumeist in der Abgeschiedenheit vom Magistrat zurückgezogen und nunmehr wurde der AnProletariats, ein braver, treuer Genosse, ein unermüdlicher einer bei Zeiten aufgesuchten unbekannten" Pension", geklagte vom Schuldirektor aufgefordert, seine beiden Kinder an Kämpfer für Freiheit und Recht, dessen Wirken und Streben einer einsamen Sommerfrische oder eines weltfernen Badeortes dem Religionsunterrichte der Volksschule Theil nehmen zu lassen. nur zu früh ein Ziel gesetzt worden ist. Wenn auch todt, wird erblicken. Sie werden dann in Pflege gegeben, natürlich auch Dieser Aufforderung folgte der Angeklagte nicht; es wurden daher er doch Allen, die ihn näher kannten, in lebendiger Erinnerung nur in ganz feine" Familien, und später läßt man sie bei auf eine Anzeige des Schuldirektors hin die erwähnten Strafen passender Gelegenheit von einem finderlosen Ehepaar, das Aufgepakt, die Mucker gehen um! Alljährlich um die wiederum nur zu den gebildeten“ und„ vornehmen" gehören Neujahrszeit tauchen widerliche Gestalten in den Straßen auf. darf, adoptiren. Auf Geld braucht dabei nicht gesehen zu werGeilen Blickes stellen sie sich vor alle Läden, in denen Neujahrs- den, und wenn die Familie, die durch die oben angeführte farten ausgestellt sind und beschnüffeln jedes einzelne Bild, jeden Annonce ein Adoptivkind sucht, sich darin ausdrücklich als Vers, um irgend eine Anzüglichkeit darin zu ergattern. Ist so reich" bezeichnet, so geschieht das wohl nur, um der ihr Kind einem Lüstling ein Fang gelungen und hat er eine Gratulations wegschenkenden Mutter die Versicherung zu geben, daß der farte entdeckt, die nach seiner gottgefälligen Meinung sitten- Sprößling auch wieder in gute Verhältnisse kommen und feine verletzend wirken tönnte, so reicht er sie im Kreise seiner Kum- Noth leiden wird. Daß uneheliche Kinder zur Adoption an gemeinen Landrechts gesetzlich begründeten Rechte in Hinsicht der pane herum. Ist das unfittliche Bild aber genugsam beaugen- wildfremde Leute weggegeben werden, kommt auch in Ar- Dissidenten und sei somit da Gesetze im Verwaltungswege Hiernach scheinigt, so werden noch einmal die Augen fromm verdreht und beiterinnenkreisen vor. In gewissen bürgerlichen Blättern kann nicht aufgehoben werden können rechtsungiltig. dann wandert das corpus delicti mit einer entsprechenden De- man fast täglich Annoncen lesen, in denen irgend eine arme habe nicht thatsächlich festgestellt werden können, daß der Annunziation aui's Polizeipräsidium. Das ist das traurige Amt, das Person edeldenkende Menschen" bittet, ihr ihr Kind abzunehmen. geklagte Brandt zu Halle a. S. dadurch, daß er seine Kinder ordinärer" Herkunft Luise und Karl Brandt an dem evangelischen Religionsunter die Mucker zu dieser Zeit freiwillig ausüben. Man mißverstehe uns Die unehelichen Kinder von nicht. Bon wirklichen Unfittlichkeiten und Anstößigkeiten bleibt, werden jedoch nicht weggegeben, weil die Mutter der Schande" richt der Volksschule nicht Theil nehmen ließ, dieselben den wie auch die Gegner oft anerkannt haben, fein Blatt freier als ausweichen will, sondern weil sie das arme Wesen nicht er- Schulunterricht habe versäumen lassen.- Der Angeklagte wurde und durch die nothwendige Pflege des also freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens wurden der ein sozialdemokratisches. Aber mit desto größerem Recht steht es nähren kann uns daher auch an, das Treiben zu geißeln, dem die Mucker selben noch im Erwerb des eigenen färglichen Lebens- Staatstaffe auferlegt. behindert wird. In der Regel werden gegenwärtig obliegen und wir wünschen diesen Herren, daß von unterhaltes feiner Seite auf der Welt mehr Unfittlichkeiten bewirft werden, diese Kinder auch nicht umsonst verschenkt, sondern es Eine Anklage wegen Beleidigung der Mitglieder der als durch Neujahrstarten. Den Verkäufern dieser Karten aber wird eine gewisse Summe dafür verlangt. Sie werden also ersten Strafkammer des Landgerichts II wurde gestern gegen empfehlen wir, den Muckern in energischer Weise zu zeigen, wo regelrecht verkauft. Die Töchter aus nur ganz feinen" Familien, den Redakteur der Staatsbürger- Beitung", Dr. Otto Bachler, der Zimmermann das Loch gelassen hat, wenn diese Leute ihnen die ein uneheliches Kind zu vergeben haben, mögen sich darüber vor der zweiten Strajkammer des Landgerichts I verhandelt. G8 christliche" Moralpredigten halten und gar„ christliche" Neujahrs- entsetzen. Wir haben nicht den Muth, einen Stein auf die ihr handelte sich um eine Notiz, die in der Abendausgabe der gefarten aufzudrängen versuchen sollten. Kind verkaufende Mutter zu werfen. Die Mutterliebe, die sich genannten Zeitung vom 19. Juni d. Js. erschienen war. Dieja angeblich nur im Gegenwartsstaat bethätigen taun, müssen sie felbe erschien unter der Spizmarke: Folgende auffallende MitAllerhand Weihnachtsfeiern, die am Sonntag von beide aus ihrem Herzen reißen, die reiche Mutter nicht weniger theilung geht uns von einem Leser zu." orthodox- kirchlichen Vereinigungen für Arbeitslose veranstaltet als die arme. Der einzige Unterschied ist der, daß es die eine zählt, daß der wegen Sittlichkeitsverbrechen verhaftete Dr. med. wurden, zeigten, wie wenig Tattgefühl die Frommen vor dem aus Noth und die andere aus Eitelkeit und Scheinheiligkeit thut. Flatow aus Rigdorf gegen eine Kaution von 20 000 m. wieder Herrn besitzen. Freilich, was bedarf es Arbeitslosen gegenüber und wiederum ist es nur die Noth, welche dazu führt, daß die auf freien Fuß gesetzt worden sei und diese Thatsache als ein des Taktgefühls! Für ein Stückchen Brot und eine Tasse Ge- Hungernde zu verkaufen wünscht, was nur die Satte ver- schlagender Beweis dafür angeführt, daß die Juden im Lande tränks, das besonders phantasiebegabte Leute als Staffee be- fchenten darf. der Milde mit anderem Maße gemessen würden, als ihre christzeichnen, kann der Arbeitslose auch schon was leisten und so lichen Mitbürger. Wegen dieser letzten Aeußerung hatte der Eines Scherzes" wegen verhaftet wurde am zweiten Präsident des Landgerichts II den Strafantrag gestellt. muß der Arme denn in der Art, wie wir es fürzlich gelegentlich der Kellnerfeier schilderten, eine halbe Stunde lang Kirchen- Weihnachts- Feiertage der Müllergeselle Carl. Derselbe bemerkte Angeschuldigte bestritt sowohl jede beleidigende Absicht, wie gefänge plärren, eine weitere halbe Stunde lang sich von einem am Dienstag Morgen gegen 8 Uhr in der Gerichtsstraße ein auch, daß in der betreffenden Bemerkung überhaupt eine Belei Pastor erzählen lassen, daß der„ Heiland" auch für die Arbeits- vor einem Hause stehendes Milchführwerk, dessen Führer gerade digung zu finden sei. Sie enthalte nur ein allgemeines Urtheil lofen geboren wurde, und erst wenn diese und noch nicht anwesend war: er schwang sich auf den Bock und jagte und er beantrage, seinen Kollegen und Mitbesitzer der Zeitung, einige andere Präparationen vorüber, ist würdig, davon. Er tam auf seiner Fahrt auch nach Reinickendorf, wo Dedo Müller, darüber zu vernehmen, daß sie gemeinschaftlich die seinem leeren Magen den dürftigen Weihnachtsschmaus anzuver zufällig ein Berliner Pferdehändler, der kurz vorher erst das Notiz vor der Veröffentlichung auf ihren Inhalt genau geprüft trauen, den ihm fromme Männer dargereicht haben. Ob die Pferd an den Milchhändler verkauft hatte, das Gespann zu Ge- und beide ihre Ansicht dahin ausgesprochen hätten, daß derselbe Leute, die derartige Bescheerungen veranstalten, gar nicht fühlen, sicht bekam. Da ihm der Kutscher unbekannt war, so fiel er die Handhabe zu einer Anklage unmöglich bieten könne. Daß mit welchem Gedanken die Hungernden, soweit in ihnen noch dem Pferde in die Zügel und brachte dasselbe zum Stehen. über die Haftentlassung des Dr. Flatom verschiedene Meinungen nicht alles Selbstbewußtsein erstorben ist, derartige Prozeduren Jetzt versuchte der Müllergeselle zu entfliehen, wurde jedoch bestehen konnten, beweise schon die Thatsache, daß das Kammerüber sich ergehen lassen? Der gewöhnliche Mann, der einem von Bassanten festgehalten und troß seiner Erklärung, daß er gericht den Beschluß der Strafkammer wieder aufgehoben habe. Armen, der an seine Thür Klopft, eine Gabe befcheert, thut dies den Milchhändler genau kenne und sich nur einen Feiertags: Der Gerichtshof lehnte den Beweisantrag des Angeklagten als ohne Sermon, weil er ohnedies weiß, wie furchtbar elend es ist, scherz" geleistet habe, festgehalten. Inzwischen hatte der Bestohlene unerheblich ab. Der Staatsanwalt bezeichnete den Vorwurf der betteln zu müssen; die frommen Herren aber scheinen es darauf bereits auf dem nächsten Polizeibureau ſeinen Verlust gemeldet, Parteilichkeit, der den betreffenden Richtern gemacht worden sei, abgesehen zu haben, den Arbeitslosen den Appetit vorher noch und die telephonische Meldung davon traf etwa bei der Behörde als eine schwere Beleidigung, die er mit Rücksicht auf die vielen durch besondere Maßregeln zu verderben. Ist dies auch praktisches in Reinickendorf ein, als der Pferdedieb seine Erklärung von der Vorstrafen des Angeklagten wegen gleicher Vergehen mit einer Christenthum? innigen Freundschaft mit dem Milchhändler abgab. Gine weitere Gefängnißstrafe von drei Monaten zu ahnden bat. telephonische Unterhaltung stellte fest, daß der Bestohlene den Müllergefellen gar nicht fannte, und so wurde der Scherzbold" Der Gerichtshof erkannte auf 100 m. Geldstrafe, event. 10 Tage Gefängniß. in das Moabiter Untersuchungsgefängniß abgeliefert. er " 群 " Es wurde dann erFalsche Fünfmarkstücke zirkuliren seit einiger Zeit wieder in Aussehen erregender Weise. So wurde gestern Abend wieder ein solches in der Destillation von Milde in der Alten JakobFür Leute, welche gern wahnwikige Wetten machen, straße angehalten, in derselben erschien ein gut gekleideter Mann Das Kunststück, mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers zu ist folgender Fall lehrreich, welcher fürzlich das Reichsgericht be und versuchte, nachdem er eine Beche von 1,25 M. kontrahirt rücken, hat ein Tischler im Louisenstadttheil fertig gebracht. schäftigte. Infolge einer Wette hatte ein Knecht von einem an hatte, diefelbe mit einem 5 Martstück zu bezahlen. Dem Wirthe Ein Lokalblatt erzählt davon das folgende Geschichtchen: Der deren ein halbes Liter Branntwein dargereicht erhalten, welches fiel der Klang des Geldes und ein fettiges Gefühl beim Anfassen Meister schuldete dem Hauswirth bereits über 300 M. Miethe, er in einem 3uge austrant. Auf dem Nachhausewege deffelben auf und verweigerte derfelbe die Annahme. Da der und am 1. Januar waren abermals 300 m. fällig. Um nun dem verstarb der Knecht an akuter Alkoholvergiftung und gegen den Fremde erklärte, anderes Geld nicht zu befißen, so wurde ein Hauswirth das Retentionsrecht an den Möbeln und Werkstatts- Theilnehmer an der Wette wurde die Anklage wegen fahrlässiger Echußmann hinzugerufen, der bei einer Untersuchung des Un- Utensilien zu nehmen, ließ sich der Biedermann von seinem Tödtung erhoben. Die Straffammer hatte ihn freigesprochen bekannten noch zwei falsche 5. Markstücke vorfand. Da der be- Schwager, einem Winkelkonsulenten, verklagen. Nachdem das unter der Annahme, daß der Angeklagte als Folge seiner Hand treffende Angabe seines Namens und Wohnung verweigerte, so Urtheil rechtsfräftig war, erschien der Schwager mit dem Ge- lung wohl eine Gesundheitsschädigung, nicht aber den Tod des wurde derfelbe zur Wacte geführt. Die Foliifitate zeigten das richtsvollzieher bei dem Tischler und pfändete das gesammte Knechtes habe voraussehen können. Auf die vom Staatsanwalt " = B eingelegte Revision hat das Reichsgericht dieses Urtheil auf Kranten Unterstützungsbundes des vereinigten Maurer und girten, zu gunsten des Achtstundentags und zur Erlangung des geboben, weil es die Ansicht der Straffammer für rechtsirrthüm-| Bimmerer in der Stadt Biesenthal( E. H.). allgemeinen Wahlrechts in den Generalftreit einzutreten, wurde lich erklärte, daß der Angeklagte nur die unmittelbaren" Folgen feines Verschuldens zu vertreten habe. Mußte der Angeflagte arbeiter nimmt gegenwärtig der deutsche Holzarbeiter überwiesen werden. Eine Statistik über die Arbeitsverhältniffe der o13 bemt im Februar stattfindenden sozialdemokratischen Parteitag zur Tagesordnung übergegangen; dieser Antrag soll vielmehr annehmen, der Knecht könnte sich durch den runt eine Erarbeiter Schließlich nahm der Kongreß eine frankung zuziehen, die seinen Tod zur Folge haben tönnte, so erband auf. Er hat zu diesem Zwecke Fragebogen in Um Resolution an, welche sich für energisches Eintreten für die war ihm dieser Ausgang als mittelbare Folge seiner rechts- lauf gesetzt, welche sowohl von organisirten als auch Nichtmit- Maifeier aussprach. Auch eine Proteftresolution gegen den Ausrechtsgliedern des Werbandes ausgefüllt werden können. Die gestellten nahmezustand in Böhmen wurde angenommen. widrigen Vernachlässigung zuzurechnen. Fragen beziehen sich in der Hauptsache auf Alter, Familienstand nahmezustand in Böhmen wurde angenommen. Der Name der Geschiedenen. Wegen intellektueller Ur- und Zahl des Arbeiters, ob in Afford oder in Lohn gearbeitet Die Unruhen der Arbeitslosen in Amsterdam fundenfälschung war eine Frau Marie Hempel verurtheilt wird, wie oft Bahltag ist, ob Ueberstunden gemacht wurden, wie scheinen sich fortzusehen. Am Abend des 27. sammelten sich worden, weil sie sich bei dem Aufgebot und der Eheschließung viele und was dafür an Lohn gezahlt wurde, wie hoch sich sonst größere Massen vor dem königlichen Schloffe, die sich erst zervor dem Standesbeamten lediglich Marie Hempel, ohne den der Lohn beläuft, wie lange die Arbeitszeit dauert, ob frant ge- streuten, nachdem die Polizei mit blanker Waffe eingeschritten. Die Polizei Bufah geschiedene Schiller" bezeichnet hatte. Auf die Revision wesen und Art der Krankheit, aus wieviel Räumen die Wohnung der Angeklagten ist diese vom Reichsgericht freigesprochen besteht und von wieviel Personen sie bewohnt wird, wie lange Antrag unseres Freundes Edouard Vaillant hat, wie man uns Der Pariser Gemeinderath und die Arbeitslosen. Auf worden und zwar unter folgenden Erwägungen: Die Eigenschaft im letzten Jahre arbeitslos c. Schlimm genug, daß die Ar Antrag unseres Freundes Edouard Vaillant hat, wie man uns eines Eheschließenden als verheirathet oder unverheirathet, ver- beiter felbft mit ihren bescheidenen Mitteln in die Hand nehmen vom 24. Dezember 100 000 Frts. für die Arbeitslosen, Männer aus Paris meldet, der dortige Gemeinderath in seiner Sigung wittwet oder geschieden, gehört nicht zum Begriff müssen, was zu thun Pflicht des Staates wäre, der allein auch wie Frauen, votirt, welche Summe von den Bürgermeistern der desjenigen Standes" von welchem§ 54 Nr. 1 des die Macht dazu hat. So lange das nicht geschieht, muß es aller Gesetzes vom 6. Febritar 1873 spricht. Da die Angeklagte dings Aufgabe der organisirten Arbeiter bleiben, durch einzelnen Stadtbezirke vertheilt werden wird. Gleichzeitig wurde ihren Vornamen und den durch die eheliche Geburt er Berufsstatistiken mitzuhelfen, die Schäden der heutigen Wirth: die Arbeitskommission beauftragt, in den verschiedenen städtischen Berwaltungszweigen nachzuforschen, welche Arbeiten man von worbenen Geschlechtsnamen richtig angegeben hat, so enthält das fchaftsordnung aufzudecken. Heirathsregister in dieser Beziehung nichts Uumahres. Mit der den Arbeitslosen ausführen lassen könnte, um diesen eine aus Borinstanz zu behaupten, der Name des geschiedenen Ehemannes verschmähen es auch unsere Edelsten der Nation" feineswegs Junkerliche Willkürherrschaft. Wie die Industriellen," so reichende Unterstützung durch Arbeit geben zu können. der Angeklagten„ Schiller" sei deren allein richtiger& afich an dem Hungerlohn ihrer Arbeiter dadurch zu bereichern, einigen Tagen in 2onbon stattgefunden, gaben Veranlassung Die Versammlungen von Arbeitslosen, welche vor milienname, erscheint unhaltbar. Die Ehe der Angeklagten baß sie Abzüge von demselben machen als„ Strafe" für die geAber nicht ist durch Urtheil eines preußischen Gerichts unter Anwendung ringfügigsten Vergehen. Einem Arbeiter, der bei einem Guts- au einer Interpellation im englischen Unterhaus. des Preuß. Allg. Landrechts geschieden und die Angeklagte für befiger( Lieutenant a. D.) in der Nähe Königsbergs be: darum, wie der Noth abzuhelfen sei, handelte es sich, sondern den allein schuldigen Theil erklärt worden. behaupten, daß die Angeklagte gegenüber der Vorschrift des 6 Mark beträgt, wurde der ganze Betrag deswegen abzogen, Der Minister antwortete, daß die Betreffenden wohl„ heftige und Es läßt sich nicht dienstet war und dessen Verdienst an baarem Gelde monatlich man interpellirte den Minister des Innern, ob nicht gegen zwei der Versammlungsredner gerichtlich vorgegangen werden könne. § 742 11. 1 Aug. Landrecht verpflichtet gewesen, den Namen weil er auf einer Fuhre nach der Stadt zu lange ausgeblieben thörichte" Reden ausgestoßen, daß diese aber eine Aufreizung zu „ Schiller" fortzuführen, daß der Name Schiller" ihr allein war. Ter Gutsherr, dem zugleich das Gerichtswesen untersteht, wahrer Familienname" war oder daß das Heirathsregister dazu lehnte das Bitten des Arbeiters, ihn sein„ Verbrechen" doch Verbrechen nicht enthalten. Es sei unerwünſcht, gerichtlich vorbestimmt war, auch derartige Antecedentien der Eheschließenden durch Haftstrafe fühnen zu lassen, ab. Haftstrafe sei in diesem zugehen, wenn nicht die Sicherheit der Ueberführung vorhanden hinsichtlich früherer Personenstandsverhältnisse zu beurfunden. Falle nicht angänglich." Das Geld war dem Herrn natürlich Das Geld war dem Herrn natürlich sei. Beide Männer seien übrigens der Polizei bekannt und würMadala dait lieber, bei Haftstrafe hätte er noch einige Groschen für Kost aus den seit langer Zeit sorgfältig überwacht. Wenn eine Sprache, die zu Verbrechen anreize, geführt würde, werde die Regierung geben müssen. ohne Zögern auf grund des Gesetzes vorgehen. So zimperlich wäre man in Deutschland jedenfalls nicht gewesen, sondern hätte sich die Heher und Wühler" gegriffen und die„ Aufreizung" hätte man wohl, wenn nicht aus den Reden heraus-, so doch hinein gelesen. And bit 190770 Soziale Leberlicht. Die Schen der Arbeiter, ihre Klagen über die Zustände in den Fabriken an der geeignetsten Stelle vorzubringen, ist infolge der ökonomischen Abhängigkeit, in der sie fich befinden, sehr begreiflich. Diesem Uebelstande in etwas abzuhelfen, dürfte die Einrichtung, welche der Fabrikinspektor von Oberfranken getroffen hat, geeignet sein. Derselbe wird nämlich in Zukunft Beschwerden der Arbeiter an bestimmten Tagen in seinem Absteigequartier entgegennehmen. Genanntes Blatt schreibt: Ein Pendant zum Fall Gradnauer kann man folgenden Vorsall nennen, den wir der„ Schwäb. Tagwacht" entnehmen. Vor einiger Zeit erhielt ein Arbeiter, der von 1875-1878 bei den Dragonern diente und im Jahre 1879 als Rapitulant Unteroffiziersdienste leistete und mit gutem Führungs- Attest entlassen wurde, eine Buschrift folgenden Inhalts: An den Unteroffizier der Landwehr II. Aufgebots Herrn wird Sie wollen hierunter angeben, ob sie sich für das Mobilmachungsjahr 1894/95 in der Zeit vom 1. April 1894 bis 31. März 1895 zur Verwendung als Refrutenlehrer bei Ersatz- oder Landsturmformationen bereit erklären, oder ob Sie schon eine derartige Verpflichtung mit einem andern Truppentheil eingegangen haben. Ein Kouvert zur portofreien Rücksendung ist bei geschlossen. v. Bünau, Major z. D. und Bezirksoffizier. er in den Eine neue Stener beabsichtigt der Magistrat von Breslau einzuführen. Für jeden bewohnbaren Raum mit einem Ofen und mindestens einem Fenster soll eine Steuer von 4 M. erhoben Mannes genau soviel erhoben werden, wie für die großen werden. Es soll also hier für das kleine Zimmer des armen gimmer und Salons der Reichen. Diese Steuer würde fast noch schlimmer wirken, als die Berliner Miethssteuer. Herr Miquel, der Steuerkünstler, wäre somit übertrumpft und müßte, um seinen Ruf zu wahren, nun bald daran denken, dem Arbeiter noch das Wasser und die Luft zu besteuern. Derlammlungen: Eine öffentliche Versammlung der Glaser, Glas Sigung vom 27. b. M. einen Kredit von 11 300 M. für die Be- Weihnachtsfeiertage in Gratweil's Bierhallen. Die Mainzer Stadtverordneten bewilligten in ihrer schleifer nnd Bilderrahmenmacher tagte am zweiten Kollege Jo ft schäftigung Arbeitsloser. Die eifrigsten Fürsprecher dieser Maß- referirte über das Thema:" Was wünschen wir uns unter den regel waren natürlich die sozialdemokratischen Stadtverordneten. Weihnachtsbaum? Den Achtstundentag!" Redner veranschaulichte in seinem Vortrage die Nothwendigkeit der Verkürzung der Selbstversicherung bei der Invaliditäts- und Alters- Arbeitszeit in flarer Weise; die Einwände gegen den Achtstundenversicherung. Der Braunschweiger Magistrat hat im tag widerlegend und darauf hinweisend, daß die Arbeiter mit Interesse der nicht ständig arbeitenden Versicherten folgende An- Hilfe ihrer Organisationen trotz aller ihnen entgegengestellten weisung an alle Krankenkassen- Vorstände der Stadt erlassen: Machtmittel den Achtstundentag in absehbarer Zeit erreichen werden. In dem Reichsgesetze betreffend die Invaliditäts- und Möglich sei dies allerdings nur, wenn alle Arbeiter ihren Altersversicherung ist vorgeschrieben, daß Personen, welche aus Organisationen beitreten. Die Ausführungen des Vortragenden dem Versicherungsverhältnisse ausscheiden, berechtigt sind, das fanden eine zustimmende Aufnahme. In der folgenden Disselbe freiwillig durch Einklebung von Doppelmarken( zu 28 Pf.) fuffion wurde zu festem Zusammenhalten der drei Branchen aufin ihrer Quittungsfarte fortzusetzen. Diese Bestimmung ist nach gefordert, um dem Kapital Widerstand leisten zu fönnen. Die unseren Beobachtungen zur Zeit in den betheiligten Kreisen noch Wochen vor Weihnachten wurden als die" Hochsaison" für sehr wenig bekannt. Es ist häufig vorgekommen, daß Anträge Glaser und Rahmenmacher bezeichnet. Wie diese von den Unterauf Alters- und Invalidenrente in letzter Zeit zurückgewiesen nehmern ausgenutzt wurde, geht daraus hervor, daß in vielen werden mußten, weil die Betreffenden in arbeitslosen Wertstätten bis zu 40 Ueberstunden pro Woche gemacht wurden. Beiträumen sich nicht fortversichert hatten und deshalb Es wurde Tag und Nacht und Sonntags gearbeitet. Da nach nicht die genügende Zahl von Beiträgen opfern konnten. Um Weihnachten die Arbeit wieder nachläßt und viele Arbeiter wieder solchen bedauerlichen Vorkommnissen durch entsprechende Be brotlos werden, so wurde empfohlen, in den Werkstätten einig lehrung vorzubeugen, ersuchen wir den Kassenvorstand, bei zu sein und nur acht Stunden zu arbeiten, um Entlassungen in und dies in der höflichſten Form wie folgt beatinbet: 1. pabe bie einzelnen Betheiligten auf die Befugniß, zur freiwilligen Ber- hunft un intereſſe der Arbeitslosen Ueberstunden zu verweigern. 18 Beurlaubenstandes Schlußwort im Kampf um das tägliche Brot zu sehr an leiblicher Gesundheit gelitten, so daß er den Bosten nicht mehr bekleiden könnte; 2. habe er in diefem Kampfe ums Dasein eine Weltanschauung und mit dieser eine Ueberzeugung gewonnen, nach welcher es ihm schwer fallen dürfte, jungen Männern die Liebe zur Vertheidigung des Vaterlandes beizubringen. Theil derjenigen Versicherten, welche der Jahreszeit wegen regel- lung sich mit den Ausführungen desselben einverstanden und mäßig einige Monate zu feiern pflegen, nach den bisherigen Er- forderte die sozialistischen Vertreter im Reichstage auf, die Forde= fahrungen in der arbeitslosen Zeit die Mitgliedschaft der rung des Achtstundentages immer wieder einzubringen, bis derKrankenkasse freiwillig fortjent, so ist es wahrscheinlich, daß selbe zur Einführung gelangt ist. Am 11. Februar findet bei durch obigen Hinweis die gleichzeitige Weiterversicherung gegen Schmiedel in der Alten Jakobstraße ein Vergnügen statt, um Invalidität und Alter befördert wird. Die Krankenkassen- deffen rege Unterstützung ersucht wurde, da dasselbe zum besten Rendanten aber werden meistentheils mit der fraglichen An- der Gewerkschaftsbewegung veranstaltet wird. Bu Ehren eines gelegenheit aufs beste vertraut sein, da in Braunschweig( wie verstorbenen Kollegen erhoben sich die Anwesenden von ihren auch in Sachsen, Württemberg und Hessen) den Orts, Betriebs- Plägen. Mit einem Hoch auf den Achtstundentag schloß die Wer Der Arteiter, bei unseren herrlichen Einrichtungen nicht in der ihre versicherungspflichtigen Mitglieder durch ministerielle VerLage, sich rechtlich gegen diese unbegreifliche Maßregel zu wehren, fügung übertragen ist." hat die Strafe abgebüßt. Nach Verfluß weniger Tage wurde er zu einem Berhör sitirt, nach einigen weiteren Tagen erhielt er eine Zustellung des Bezirkskommandos Ludwigsburg, nach welcher er zur Verbüßung von drei Tagen Haft auf den nächsten Tag vorgeladen wurde( Fabrik-) und Innungs- Krankenkassen die Beitragseinziehung für fammlung. noch auf den Achtstur Wir fragen: Hat die Militärverwaltung das Recht, einen fchon 18 Jahre aus ihrem Bereich entlaffenen freien Bürger wegen eines solchen Bergehens ohne richterliches Urtheil 3 Tage der Freiheit zu entziehen? " Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Gefundheitslehre und Buch Buchführung. Süd- Ost- Schule: Reichenbergerstraße 188. Unterricht in Gesezestunde und führung. Dit Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). auch jezt im gaufe des Semeſters, eintreten. Bei allen Unterrichtsfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marg, Abends 8% Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 6.-Westen, bei S. Werner, Bülowfir. 69. Lese- und Distutirtlub Otto Seimer, abends 8% Uhr, Wilhelmshaveners straße 23 bet Ruba. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender Alle Aenderungen im VereinsUebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Ratjer Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. fall der Herren Hausbesizer. In dem Leipziger Vorort Billige Miethswohnungen finden natürlich nicht den Bei indenau hatte der Berlagsbefißer Meyer einen großen Komplex mit Häusern bebaut. In diesen wurden fleine Wohnungen in der Weise vermiethet, daß die Erträge eine mäßige Wir waren bis jezt der Meinung, baß mit dem Aufhören Berzinsung der Anlagekoſten bringen und abermals wieder zur der Zugehörigkeit zur Armee auch die Strafgewalt der militäri: Erbauung von Häusern mit kleinen Wohnungen dienen. schen Behörden ein Ende habe, und können die Handlungsweise ist diesem Vorgehen zu danken, daß die Miethspreise in Leipzig- ad. Neumann, Brunnenstraße 180, 2 r. der hier in Frage kommenden Behörde nicht als Ausfluß recht- Lindenau nicht in ebenso rapider Weise stiegen, wie sonst in talender sind zu richten an Frieb. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 3 Er. Futterlicher Befugniß, sondern als einen Willkürakt ansehen. Es wäre den Leipziger Vororten. Diese Thatsache hat nun aber den scher Männerchor, Schönhaufer Allee 28, bet Kuhlmey.-Nord Bergjedenfalls im Interesse der Rechtssicherheit der Bürger gelegen, Hausbesizer- Verein von Lindenau veranlaßt, in der Sigung ftraße 68, bet feller. wenn die vorgesezte Militär- oder die zum Schuge der Freiheit Buch= Mais der Bürger vorhandenen Zivilbehörden den Fall einer Unter- vom 30. v. Mts. sich aufs nachdrücklichste gegen die gemein- um meifer Gefangverein, Langestraße 65, bet Tempel. suchung unterziehen würden, um Aufklärung zu verschaffen. nüßige Thätigkeit Meyer's zu beschweren. Wian beschloß ein bin der Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlich feit Puzer, Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, Sollte dies wider Erwarten nicht geschehen, würden wir nicht Bittgefuch an ihn zu richten und eine Deputation an ihn abzu- Seydelfir. 30. Karthaus'scher Gesang= anstehen, alles zu thun, über diese prinzipiell sehr wichtige An- veranlassen. Es giebt diese Stellungnahme einen weiteren Beleg Charlottenburg, Bismarcftr. 74. ordnen, um ihn zur Einstellung der projektirten Neubauten zu Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Seld. verein, Lichtenbergerstr. 21, bet Heise, Gesangverein Morgenroth 2, gelegenheit durch den Reichstag eine Entscheidung herbeizuführen." Typographia, Gefangverein Berliner Bis jetzt waren es nur Arbeiter oder Arbeitervertreter, die dafür, daß diese sogenannten gemeinnüßigen" Unternehmungen Buchdrucker u. Schriftgießer, Kommandantenjir. 20.- Gefango. Norbwacht, Gefangverein Schmargen borf in Schmargen. zum Wohle der arbeitenden Klasse", abgesehen davon, daß sie Müllerstr 7, bet Reichert. eine derartige Behandlung seitens der Militärbehörden sich geButunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im Gambrinus fallen lassen mußten, weshalb sich die bürgerliche Preffe noch ia in der Regel, wie alle andern, ebenfalls nur des Profits borf, Wirthshaus. Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Mowiacs. Gesang Vereinte wenig damit befaßt hat; läst man aber diese Uebergriffe un- wegen gemacht werden, auch sonst gar nicht im stande sind, die verein Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bet Johnte. Moabit, bet Lange. Stromstraße 28 Lage der Arbeiter zu verbessern. gerügt, so wird es bald dahin kommen, daß überhaupt kein Erfolgen die Versuche in Sangesbrüder Gefang verein Rosalia Gr. Frankfurterstr. 81 bet Müller. Nord- Weft= Mensch mehr sicher ist, eines schönen Tages auf offener Straße umfangreicherem Maße, dann stoßen sie sofort auf den Wider- Sängerverein Sorgenfrei Welchtorstr. 15 bei Stehmann. spruch der Interessenten. Die Wohnungsfrage tann als ein Stern, Altonaerstraße 27 bei Lipfe. Vineta, Swinemünderstr. 85 über allen, vor das Militärgericht geschleppt und dort verurtheilt Theil der sozialen Frage nur mit dieser entgiltig gelöst werden. bet Quettsch. Frete Stebertafel, Neue stöngir, 3 benburg a. zu werden. Wenn Deutschland noch nicht zur einzigen Brandenburger Männer Gefangverein in Brandenburg H., großen Stajerne geworden, an unseren Militärbehörden liegt's ge- Wovon das arme Volk sich nährt, ersieht man aus mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Vogel. Brauerwip nicht. den jetzt vorliegenden amtlichen Mittheilungen über die Er- Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Gesangverein Gerstenähre, Alte Jakobstr. 83 bei Wienecke. Johanni nährungsweise im Königreich Sachsen. Aus diesen geht her- Am Oftbahnhof 7 bet W. Schulze. Ginigteit 3, Groß- Lichterfelde bet Die Bescheinigung, daß fie, vorbehaltlich der Höhe des vor, daß im Vorjahre 4277 Pferde, das sind 352 mehr als 1891, Gries, Giefensborf, Gefelligkeit, Gennigsdorf, Böhmert's Ganhaus, Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversiche in Sachsen geschlachtet worden sind. Hunde wurden nach amtMatengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bet Gaul. Freiheit 1, Bülowftr. 65 bet Richter. range Gesetzes, genügen, erhielten folgende Krantenfassen: Männerchor Süd Ost, köpnickerstr. 191 bet Foge. licher Angabe 422 geschlachtet. Damit ist jedoch augenscheinlich Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bei Päzold. Arton, WittenDie Kranken- und Begräbnißtasse der Zimmergesellen- Brüder nur die Zahl der in Schlachthäusern geschlachteten Hunde gemeint, berge, hurmit. 28, entraban Oberon, Raiser Franz- Grenadierschaft( E. H.) zu Ragnit, die vereinigte Handwerker- Unterstüßungs- denn die Zahl der wirklich geschlachteten muß bei dem verhältniß bei Frig Bubeil. play 7.- Harmonie 2, Weinstr. 11 bet Feindt. Fris, Naunynstr. 86 Taffe zu Gr. Salze( E. H.), die Krantentaffe der Maurergesellen mäßig starten Konsum von Hundefleisch in der ärmeren Be Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. im Kreise Tilsit( E. H.), die Krankenkasse:" Die Hilfe in der völkerung eine erheblich höhere sein. Auch Kazenfleisch wird alle zuschriften find zu senden an B. Senter, Bergmanni, le a bet Noth“( S. 5.) in Jhehoe, die vereinigte Maurer- Kranken- und nicht verschmäht; ebenso werden Dachse, Füchse, Sperlinge, Freitag: Bergnügungsverein& riff auf. abends a utr. Obmgaffe a bet Stertelaffe zu Schönwalde, die Zentral Kranten und Sterbekaffe Strähen, besonders auf dem Lande verzehrt. Krebs. Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. Colonia"( E. 6.) in Köln, die Krankenkasse für Maurer, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangs berein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Zimmerleute und Dachdecker zu Goslar( E. H.), die KrankenDer öſterreichische Gewerkschafts Kongreß wurde am wedding, abends 8 Uhr, bet Schäfer, Steue Hochstr. 49. Männerchor und Sterbekasse des Schiffervereins zu Beeskow( E. 5.), legten Sonntag eröffnet; er ist von 224 österreichischen Vereinen alde srauschen, Abends 9 Uhr, bet Weigt, wartgrafeuitr, 87.die Kranken- und Sterbekasse für Fuhrherren, Kutscher mit 270 Delegirten beschickt. Die Generalkommission der Ge- Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Bunouſerſtr. 35. und Hausbiener( E. H.) zu Potsdam, die Kranken- und Sterbe- werkschaften Deutschlands und der schweizerische Arbeiterbund WebDilettantenverein Ionita, abends 8 Uhr bei Schent, strautnr, 89, Uebungsstunde. Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichens tasse zu Igstadt( E. S.), die Unterstützungskaffe des Krieger- und haben je einen Delegirten entsandt. bergersir. 24. Militärvereins zu Sonnenberg( E.$), die St. Josephs- Kranken Legien- Hamburg begrüßt den Kongreß namens der Gewert- turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung taffe( E. H.) in Bonn, die Kranken- und Sterbelade zu Epping- schaften Deutschlands. Die deutschen Arbeiter, die den öfter- Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen hoven, die Neue Schuhmacher Kranken- und Sterbetasse zu reichischen Arbeitern wiederholt ihre Solidarität auf politischem die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der TurnHannover, Linden und Ricklingen( E.$.), die Allgemeine Gebiete bewiesen, wollen auch auf wirthschaftlichem Gebiete mit fub Berolina jeden Dienstag und Freitag uebungsstunde bet Grüßner, halle des Lessing- Gymnastums, Banfftr. 9-10. Kranten- und Sterbekasse der Kammmacher, Drechsler und Be- diesen enger verbunden sein. Kehl- Zürich überbrachte Grüße der Waldemarſtr. 43. rufsgenossen zu Naumburg a. S.( E.$.), die Freiwillige Unter- Schweizer Arbeiter. Sodann folgten Referate, wobei alle Redner Vergnügungsverein Veilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, Drantenir. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, flüßungskasse des Vereins zur gegenseitigen Unterstügung der im die Mängel der Gewerkschaftseinrichtungen Desterreichs besprachen. Alte Satobjir. 128( 20genhaus). Unterhaltungstlub Schiller, Abends Schneiderhandwerk beschäftigten Personen zu Posen( E. H.), die Im Laufe der Verhandlungen wurde unter anderem beschlossen, 8 Uhr im teftaurant Holzbächer, Dreyfeftraße 3.- Lepidopt. Bereinigung Kranten linterſtügungskasse der Arbeiter in den Gemeinden Sud- daß in Zukunft nur in Streits eingetreten werden darf, wenn Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenfir. 95, Restaurant Effenberg. weyhe und Kirchweyte( E. H.), die Kranten Unterstügungstasse dieselben vorher der Zentralleitung bekannt gegeben und von Wufitverein Soffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde. Prostauer Bergnügungsverein Berolina, ter Arbeiter in der Gemeinde Brinkum( E. H), die Kasse des derselben gebilligt worden sind. Ueber den Antraa eines Dele- abends 9 Uhr im Restaurant„ Bur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, 1 straße 86-37 bet Schneider. Privats Kraft und Artisten Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Werein Solidarität, Abends 8% Uhr im Lotale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Cigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowißbrücke. Gesangverein Freya( gemischter Chor) Rixdorf, Abends 9 Uhr, bei Barta, Bergstr. 120. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch, Guests are welcome. Vermischtes. -WO Literarisches. A. Frenzel. Zu 1. Das Pfand darf durch den Pfandleiher nicht früher als vier Wochen nach eingetretener Fälligkeit Gudryftr. 48 bei Kricheldorff.- Ruderverein Borwärts, Sigung Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich des Darlehns verkauft werden. Ist dies dennoch geschehen, so Braun( Karl Heymann's Berlag in Berlin, vierteljährlich hat der Pfandleiher dem Verpfänder den durch den Verkau 2,50 M.). Die soeben erschienene Nummer 13 hat folgenden verursachten Schaden zu ersetzen. Zu 2. Uebergabe des Pian Inhalt: Die sozialpolitische Bedeutung der kleinen Handels- scheins ist zu deffen Verpfändung nothwendig. Der Pfandnehmer verträge. Von Dr. Bruno Schoenland, Preußische Gefeß ist zur Einlösung nicht verpflichtet, wohl aber zur Herausgabe entwürfe in Vorbereitung. Zur Reform der Rechts- des Pfandscheins gegen Zahlung des von ihm gegebenen verhältnisse der in der Haus- und Landwirthschaft thätigen Darlehns. Personen. Staatliche Erhebungen über Arbeitslosigkeit im H. Stabrow. Das Gesetz vom 3. Juli 1876 betr. die Be Großherzogthum Hessen. Arbeitslöhne in der deutschen steuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen, welches Sie in und englischen chemischen Industrie. Die Schriftsegerinnen jeder Buchhandlung kaufen können, bestimmt die Höhe der für in Edinburgh. Arbeiterverhältnisse in Australien. Zur den Gewerbeschein zu entrichtenden Steuer. Dieselbe beträgt Lage der englischen Bergleute. Verband katholischer Ar- von 6 M. bis 144 M. E3 bedarf aber überhaupt feines beiter und gewerbliche Sonntagsruhe in Köln. Zu den Wander- Gewerbescheins, um in der Umgegend seines WohnArbeitsverhältnissen in den Ladengeschäften. Sonntags orts bis zu 15 Kilometer Entfernung von demselben selbsts ruhe im Barbiergewerbe. Gewerbliche Sonntagsruhe und verfertigte Waaren, welche zu den Gegenständen des Wochens preußischer Handelsminister. Beschränkung der Post- markt- Verkehrs gehören, feilzubieten oder gewerbliche Leistungen bestellungen an Sonn- und Feiertagen. Internationaler hinsichtlich deren dies Landesgebrauch ist, anzubieten", noch einer Arbeiterschutz Kongreß im Jahre 1894. Die irrthümliche Erlaubniß, um dergleichen Waaren oder Leistungen, auch wenn Anerkennung der Verpflichtung zur Unfallentschädigung. dieselben nicht zu den selbstverfertigten gehören innerhalb Von Dr. E. Lange. Wohnverhältnisse der Arbeiter des Gemeindebezirks des Wohnsitzes auf öffentlichen Wegen, bevölkerung in Wien. Von Heinrich Adler. Wohnverhält Straßen, Pläßen oder an anderen öffentlichen Orten, oder nisse der Ziegelei- Arbeiter in Preußen. ohne vorgängige Bestellung von Haus zu Haus feilzubieten." A. K. VII. Berlin N. Zu 1. Fügen Sie hinzu die Kinder, welche mir noch geboren werden". Ferner falls Sie verheirathet sind und noch andere Kinder als den eingesetzten Sohn haben und diese sowie die Ehefrau nicht zu Ihren Erben einsehen wollen, so fügen Sie weiterhin hinzu:" Meine Ehefrau A., sowie meine Kinder B. C. sollen den Pflichtheil erhalten." 3u 2. Das Testament muß beim Amtsgericht niedergelegt werden. M. W. 100. Nein, wenn nicht ein Verschulden der HerrAltona, 25. Dezember. Demnächst wird über einen in Japan begangenen Mord vor dem hiesigen Schwurgericht ver handelt werden. Der Angeklagte, ein Händler namens Jakob Carstens, flüchtete vor 12 Jahren wegen mehrerer Diebstähle aus Altona und gelangte nach vielen Frrfahrten schließlich nach Yokohama. Hier gerieth er mit einem Engländer in Streit, verletzte diesen und wurde deswegen von den japanischen Gerichten zu einer längern Freiheitsstrafe verurtheilt. Nach verbüßter Strafe nahm Carstens Nache an dem Engländer, lockte ihn in einen Hinterhalt und schoß ihn meuchlings nieder. Nach der Verhaftung des Mörders ersuchte der deutsche Generalfonful in Tokio um Auslieferung desselben an ein deutsches Gericht. Die japanischen Gerichtsprotokolle, die genau geführt sind, wurden bereits durch einen beeidigten Dolmetscher übersetzt. d = Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) " Augoulême, 27. Dezember. Vor dem Schwurgericht der Charente begann heute unter großem Zudrange die Verhandlung gegen die wegen der Ruhestörungen in Aigues- Mortes Angeklagten. Saloniki, 28. Dezember. Die hier ausgebrochene Cholera Unter den Zuhörern befand sich der italienische Generalfonful aus tritt in sehr milder Form auf; aus diesem Grunde ist auch die Marseille. Die Aussagen der vernommenen Angeklagten franzö- Besorgniß des Auslandes unbegründet. Jedoch dürfte die Geld- schaft nachgewiesen werden kann. fischer Nationalität gehen dahin, daß die Italiener zuerst die Fran- knappheit für die Importeure bei Fortdauer der Quarantäne zosen mit dem Rufe: Nieder mit Frankreich, es lebe Italien!" drohend werden. Es ist aber Aussicht vorhanden, daß der Export angegriffen hätten. Im weiteren Verlaufe der Verhandlung nicht unterbrochen wird. Die Schifffahrts Gesellschaften haben unterbrach der Präsident das Verhör der Angeklagten, um die den Verkehr mit Konstantinopel unterbrochen, den mit den anZeugenaussagen zu vernehmen, die sich auf die bekundeten That- deren europäischen Häfen jedoch fortgesetzt. Lemberg, 28. Dezember. Der Verkehr in Galizien und fachen beziehen. Der Friedensrichter, welcher bei den Unruhen zwischen den Italienern und den Franzosen zu vermitteln suchte, den benachbarten russischen Distrikten ist infolge der großen fagte aus, die Italiener hätten in einem Augenblick eine so Schneeverwehungen gänzlich unterbrochen. Die Höhe des gedrohende Haltung angenommen, daß der Befehlhaber der Gen- fallenen Schnees reicht bis zu 2 Meter. darmerie Feuer geben lassen wollte, was er, der Friedensrichter, Prozeß gegen die Gebrüder Iwanoff wegen des versuchten Sofia, 28. Dezember. Im Laufe des Januar soll der Attentates auf den Fürsten zur Verhandlung gelangen, verhindert habe. Belgrad, 27. Dezember. Prozeß Awakumowitsch. Der angeklagte frühere Handelsminister Rundowitsch verlangte die Ausschließung des Richters Vafa Manojlowitsch auf Grund der zwischen ihnen bestehenden Feindschaft. Nach Verlesung der Vertheidigungsreden von Ribarac und Kundowitsch wurde die Sigung geschlossen. In der nächsten Sigung am Freitag wird mit dem Berhöre der Angeklagten begonnen. Madrid, 27. Dezember. In dem Prozesse gegen die Anarchisten, welche wegen des im vergangenen Jahre unternommenen Versuchs, die Deputirtenkammer in die Luft zu sprengen, ange flagt find, behaupten zwei der Angeklagten, ein Franzose und ein Spanier, daß der dritte Angeklagte ein Agent provocateur fei. Die beiden ersteren bekennen fich zum Anarchismus, erklären aber, der Agent provocateur habe den Plan entworfen und die Explosivstoffe, über deren Zusammensetzung ihnen nichts befannt sei, gefauft. Morgen findet das Verhör von fünfundvierzig Bengen statt. Verlag des Briefkaffen der Redaktion. J. M., Neunkirchen. Die Staatsanwaltschaft hat die Befugniß, gegen die beiden Genossen wegen Beleidigung vorzugehen, wenn dies nach ihrer Ansicht im öffentlichen Interesse liegt. Jedoch nur auf Antrag der angeblich Beleidigten. 31 Raabe. Der Anspruch des Rechtsanwalts wegen auf grund eines Urtheils festgesetter Gebühren verjährt erst nach Jahren seit dem Tage der Rechtskraft des Urtheils. J. K. Nr. 6. Die Geschwister tönnen ihr Erbtheil noch Jahre nach dem Tode der Chefrau beanspruchen. Wittenberge. Neue Grünstr. 14 bei Lehmann. G. N., Hauan. Nein. 30 Herrn Walther, Hochmeisterstr. 16. Haben Sie die Güte, sich morgen oder übermorgen Nachmittags 4-7 Uhr auf die Redaktion zu bemühen, damit wir die Sache besprechen fönnen. ... Borwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. Ats passendes Geschenk empfehlen wir: Ferd. Lassalle's Reden und Schriften. Neue Gesamt- Ausgabe. Mit einer biographischen Einleitung herausgegeben im Auftrage des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands DOM Ed. Bernstein, London. Der Herausgeber schickt dem Werke eine interessante kritisch- biographische Einleitung voraus: Lassalle und seine Bedeutung für die Sozialdemokratie", bie auch eine Fülle neuen Quellenmaterials enthält. In Form von Vorbemerfungen oder fritischen Nandnoten zu den einzelnen Broschüren präzisirt der Herausgeber ben heutigen prinzipiellen Standpunkt der Partet, wo dieser verändert ist, ober erleichtert das historische und politische Verständniß der Materie. Die einzelnen Broschüren folgen nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet. Sur Beurtheilung Der geschichtlichen Entwicklung und des Wefens der deutschen Sozialdemokratie ist diese Gesammtausgabe unentbehrlich. Der erste Band ist mit einem Stahlstichportrait Lassalle's geschmückt. Vand I: elegant geheftet. in Leinen gebunden . •• -- in Halbfrauz gebunden( Liebhabereinband). 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Sprechen Sie zwischen 72 und 8½½ Uhr in der Redaktion vor. C. Schramm, Schöneberg. Nein. Sie sind als Halbbruder, da der Bruder unvermögend ist, gesetzlich verpflichtet, Ihrer Halbschwester nothdürftigen Unterhalt zu gewähren. 55. 3u 1. ja, bis zum Ablauf der Dienstzeit, wenn sich das Mädchen durch den Dienst oder bei Gelegenheit desselben eine Krankheit zuzieht. Zu 2. ja. Seine Zahlung und Klage ist aber nothwendig. Denn das Krankenhaus wird sich in erster Linie schrift, ohne jede Beglaubigung. an die Herrschaft halten. Zu 3. Es genügt die einfache UnterP. L., Pallasstr. 5. Die Frau Gräfin bis zum Ablauf der Dienstzeit, danach zunächst die Eltern, sodann die Geschwister. Handelsmann. 1. Ja. 2. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium. 3. Ja, in der Regel 48 M., fann aber bis 6 M. ermäßigt werden. G. T. Bu 1. Zu dem Vermögen", welches der Schuldner beim Offenbarungseide anzugeben hat, gehört nicht nur sein Geld, seine Kleider, Wäsche, Möbel, sondern alle Sachen und Forderungen, die er eignet, mögen sie gefeßlich der Pfändung unterliegen oder nicht. Zu 2. Das Gericht ist nicht verpflichtet, das Vermögens. verzeichniß für den Schuldner zu schreiben. G. F. Luckenwalde. Die Schulpflicht dauert so lange, bis das Kind nach Ansicht des Schulinspektors die erforderlichen Kenntnisse erworben hat. Das Kind darf also nicht eigenmächtig aus der Schule zurückbehalten werden, ebenso wenig aus dem Religionsunterricht. Da das Kind 14 Jahre alt ist, kann es selbständig aus der Kirche austreten. D. 2. 20. Die Sache scheint aussichtslos, doch ist persön liche Rücksprache erforderlich. Bitte, kommen Sie mit dem Mädchen Montags, Freitags oder Sonnabends. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen und zur Ausgabe gelangt: € Rathschläge zur eitung von Versammlungen. 48 Seiten mit Umschlag. Preis 20 Pfennig. Einzelne Flaschen frei Haus Berlin. Rum, echt und Façon, Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger, Punsch- Extract, Glühwein- Extract, J. Brünn, arkt 4. 5,50 Einbanddecken für alle drei Bände sind zum Preise von à 50 Pfennig( Leinen), von à Wit. 1,20( Halbfranz) zu beziehen. Unsere Lajjalle Ausgabe kann auch bezogen werden in 50 Tieferungen( je 3 Bogen) à 20 Pfennig. M. W. Walter, Restaurant ,, Zur Gleichheit", Zenghofstraße 3. Nene Hülsenfrüchte billigst. Mehl 33 5 Pfd. 65 Pf., 5 Pfd. 85 Pf., 5 Pfd. 1,10 M. Neues Pflaumenmus 2 Pfund 35 Pf. Nene Pflaumen 2 Pfd. 35 Pf., Andreasstr. 26. Jeden Sonnabend und Sonntag: Stadtbahnhof Börse. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L* am hiesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Breiſe! Sämmtliche im im Handel befindl. 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Todtenschan organifieter Parteigenoffen Berlins und Umgegend 1893. Gustav Bluhm, Mitglied der Vereinigung der Maler, Lackirer und Anstreicher. 1. Januar. Georg Koch, Tischler, Mitglied des 4, Wahlvereins und des deutschen Tischlerverbandes. 2. Januar. Eduard Seelig, Tischler, Mitglied des Fachvereins der Tischler. 8. Januar. Thomas Stachowiat, Gürtler und Gelbgießer, Mitglied des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. 3. Januar. Friedrich Graffow, Maurer, Mitglied des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. 6. Januar. Adolf Schmidt, Mitglied des Vereins der Buch, Papier und Lederindustrie. 9. Januar. Franz Köppen, Töpfer, Mitglied des Vereins zur Regelung Ser gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Um gegend. 10. Januar. Adolf Laege, Mitglied des 2. Wahlvereins und des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. 12. Januar. Gustav Beeck, Mitglied der Freien Vereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. 16. Januar. Ernst Goris, Maurer, Mitglied des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. 16. Januar. Ernst Peter, Mitglied des 4. Wahlvereins. 19. Januar. May Liebetraut, Drechsler, Mitglied des 4. Wahlvereins. 20. Januar. Hermann Fischer, Mitglied des 2. Wahlvereins und des deutschen Tischlerverbandes. 23. Januar. Georg Schönleben, Holzbildhauer, Mitglied des Gauvereins Berliner Bildhauer. 21. Januar. Paul Tschorr, Holzbildhauer, Mitglied des Gauvereins Berliner Bildhauer. 23. Januar. Paul Losensti, Arbeiter, Mitglied des 6. Wahlvereins. 24. Januar. Hermann welter. Bigarrenmacher, Mitglied des sozialdemokratischen Arbeitervereins in Röpenick. 24. Januar. August ei bed, Arbeiter Mitglied des Interessenvereins der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. 29. Januar. Theodor Stolle, Schriftfeher, Mitglied des deutschen Buchdruckerverbandes. 30. Januar. Wilhelm Vogel, Puter( Schöneberg), Mitglied des Zentralverbandes deutscher Maurer. 4. Februar. Eduard Weisser, Steinbildhauer, Mitglied des Gauvereins Berliner Bildhauer. 5. Februar. Franz Stefansti, Maler, Mitglied der Vereinigung der Maler, Lactirer und Anstreicher. 10. Februar. August Brandt, Töpfer, Mitglied des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. 11. Februar. Endemann, Handschuhmacher, Mitglied der Freien Vereini gung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. 16. Februar. Gustav Köhl, Musifer, Mitglied der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiler Berlins und Umgegend. 19. Februar. Bernhard Engelmann, Maurer, Mitglied des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. 23. Februar. Karl Boll, Restaurateur, Mitglied des 4. Wahlvereins. 8. März. Heinrich Boßmann, Mitglied des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts" zu Nixdorf. 9. März. Adolf Ullrich, Maurer, Mitglied des 5. Wahlvereins. 14. März. Paul Schneider, Sutmacher, Mitglied des Unterstützungs vereins deutscher Hutmacher. 17. März. Freitag. den 29 Dezember 1893. Richard Siechel, Schuhmacher, Mitglied des 1. Wahlvereins. 29. August. Sermann Koch, Klempner, Mitglied des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. 5. September. Förster, Schankwirth, Mitglied des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schantwirthe Berlins und Umgegend. 14. September. Eduard Hellwig, Puzzer, Mitglied des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands. 16. September. Theodor Glaubis, Solzarbeiter, Mitglied des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. 16. September. Karl Gawen, Maler, Mitglied der Vereinigung der Maler, Lackirer und Anstreicher. 17. September. Hermann Laste, Bigarrenarbeiter, Mitglied des 4. Wahlvereins. 6. Oftober. Hermann Gottwald, Bergolder, Mitglied des 2. Wahlvereins. 11. Oktober. Baul Hell germann, Tischler, Mitglied des 2. Wahlvereins. Tischler, 11. Oktober. der Maler 2c. 20. Oktober. Karl Rzymann, Mitglied des Unterstützungsvereins deutscher Hutmacher. 18. Oktober. Wilhelm Gessert, Maler, Mitglied der Freien Vereinigung Joseph Hob Iwegler, Maler, Mitglied des 3. Wahlvereins und der Freien Vereinigung der Maler 2c. 21. Oktober. Louis Berndt, Maler, Mitglied der Freien Vereinigung der Maler 2c. 29. Oktober. Heinrich Göbel, Zigarrenfabrikant, Mitglied des 6. Wahlvereins. 5. November. Jakob Stein, Bäcker, Mitglied des Verbandes der Bäcker. 5. November. Karl Lehmann, Gelbgießer, Mitglied des 4. Wahlvereins. 7. November. Paul Raschte, Klempner, Mitglied des 4. Wahlvereins und des Fachvereins der Klempner. 12. November. A. Döring, Goldarbeiter, Mitglied des Verbandes deutscher Gold- und Silberarbeiter. 13. November. Johann Kuligowsti, Böttcher, Mitglied des Zentralvereins deutscher Böttcher. 19. November. Franz Feil, Zimmerer, Mitglied des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgegend, Bezirk 1. 19. November. August Winter, Tischler, Mitglied des Tischler- Vereins. 20. NoOskar Schuhmann, Töpfer, Mitglied des Vereins zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgebend. 24. November. vember. August Petermann, Zimmerer, Mitglied des 6. Wahlvereins. 25. November. A. Holzbecher, Maurer, Mitglied des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend, des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schantwirthe Berlins und Umgegend, des 6. Wahlvereins. 26. NoDember. Ostar Tulte, Filzschuharbeiter, Mitglied des Vereins der Filzschuharbeiter 2c. 26. November. Otto Hensel, Bildhauer, Mitglied des Gauvereins Berliner Bildhauer. 11. Dezember. Mar Mentel, Gummi- Arbeiter, Mitglied des Vereins der Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. 16. Dezember. Karl Hoppe, Schriftseyer, Mitglied des 4. Wahlvereins. 19. Dezember. Re bhuhn, Mitglied des 6. Wahlkreises. 24. Dezember. Ehre ihrem Andenken! Gerichts- Beitung. 10. Jahrg. Hausvater Schnittger ihre Aussagen mit so auffallend leiser Stimme machten, daß dieselben nur zum geringsten Theil im Buhörerraum verständlich waren. Die Vernehmung des Angeklagten nahm für alle, welche sich für das innere Leben der Anstalt Bethel interessiren, einen sehr bemerkenswerthen Verlauf. Nachdem der Präsident die Personalien des Paulus Bönil festgestellt und die Anklageschrift hatte verlesen lassen, fragte der Präsident: Sind Sie Missionskandidat? Anget!: Jawohl! Präs: Ihre Religion? Angefl.: Ich bin Christ. Präs.: find Sie lutherisch oder katholisch? Angeti.: Weber das erste noch das audere. Präf.: Sie sind also fonfessionslos? Angell: Ja wohl. Präs.: Sie sind von der fgl. Staatsanwaltschaft angeklagt: Am 30. August d. J. zu Gadderbaum den Haußvater Schnittger mit der Begehung des Verbrechens des Todischlags durch Erschießen bedroht zu haben. Vergehen gegen§ 241 des Strafgesetzbuches. Was haben Sie nun dagegen einzuwenden? Angel.:„ Meine Herren! Die Schuld, welche mir zur Last gelegt wird, gegen Herrn Schnittger gezielt zu haben, weise ich entschieden zurück. Ich weiß nichts davon. Und, wenn ich noch hundert Mal gefragt werden soll, ob ich es gethan habe, so lange ich bei der Wahrheit bleiben will, muß ich immer mit Nein antworten. Es kann aber sein, daß, während Herr Schnittger mich so unmenschlich und grausam gejagt und ver folgt hat, daß ich mit der Hand eine Bewegung gemacht habe, welche Gelegenheit Herr Schnittger benutzt hat, als Bedrohung aufzufassen, um mich verklagen zu können; ich aber weiß wahrs haftig nichts davon. Dann wird mir in der Anklageschrift zur Laft gelegt: Reisegeld verlangt zu haben und zwar zuerst von Bastor Siebold und dann von Schnittger, und daß ich mir heimlich einen Revolver angeschafft und einen Schreckschuß abgegeben hätte. In diesen Anschuldigungen werden viele unwahrheiten mit einander vermengt und zwar die erste ist die: Ich habe nicht nur Reisegeld verlangt, sondern auch 15 Mart monatlich an Gehalt, also noch mehr als der Kläger sagt, und ich wiederhole es: Reisegeld und 15 M. monatlich, und ich glaube das Recht gehabt zu haben, das Geld zu verlangen; denn das war ja mein ausbedungener Lohn, den man mir versprochen hatte. Daß die Herren auf der Anstalt Bethel es so treiben, zuerst einen Lohn versprechen und nachher nicht bezahlen wollen, das wußte ich nicht, jetzt weiß ich es. Und ich bleibe dabei, ich habe das Geld verlangt, und werde es verlangen, bis man mir's bezahlen wird; denn Gott sei Dant! wir leben in einer Beit, in welcher die Leibeigenschaft nicht existirt; zwar möchten, wie ich glaube, die Herren Siebold, Schnittger dieselbe wieder einführen, mich sollen sie aber zum Leibeigenen nicht bekommen. Dann wird gesagt: Ich habe das Geld zuerst von Siebold und dann von Schnittger verlangt. Es ist nicht wahr, umgekehrt war es, zuerst von Schnittger und dann von Siebold, und zwar von Schnittger schon am 27. August um 8 Uhr Abends, nach der Abendkirche, und von Siebold erst am 29. August, um 10 Uhr Morgens. Was nun den Schreckschuß betrifft, das werden die Herren im Laufe meiner Aussage hören. Fragen wir nach der Ursache: Was hat mich genöthigt mit einem Male das Geld zu verlangen, um nach Hause abreifen zu können? Es muß doch etwas zu Grunde liegen? M. H.! Die Ursache ist die. Ich muß aber, damit die Herren einen Einblick bekommen, wie man in den sogenannten„ lutherischen" Anstalten behandelt wird, bemerken, daß ich nervös bin, ich kann den Anblick der Epilepsie nicht vertragen, wenn ich den Aufschrei eines Epileptischen höre, beginnen in mir alle Glieder zu zittern, und es ist mir so zu Muth, als ob ich einen Nervenschlag bekomme. Bur epileptisch lutherischen Rirche ging ich nicht frei. willig, sondern ich bin von Pastor Siebold, Schnittger, Neuken auf das unerträglichste mit dem Besuch dieser Kirche gequält worden. Nun will ich die Ursache des Schreckschusses angeben. Am 27. August Morgens habe ich die epileptisch- lutherische Kirche besucht. Die 13 Anfälle, welche da während des Gottesdienstes Eine moralische Hinrichtung wurde am 21. Dezember vorkamen, haben mich fast in einen wilden Zustand versetzt. Karl Maiwald, Puzer, Mitglied des Zentralverbandes der vor der Bielefelder Straffammer an den Bodelschwingh'schen An- Ich kam nach Hause und sagte zu meinem Inquisitor Neukin: Maurer Deutschlands, Zahlstelle 1. 6. April. stalten vollzogen. Das Treiben in diesen Instituten ist, wie" Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen, ich kann die Epilepsie Wilhelm Bary. Musiker, Mitglied der Freien Vereinigung der unsere Genossen wissen, schon des öfteren von uns aufgedeckt nicht vertragen, ich werde lieber den Tod wählen, als zu dieser Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. 10. April. worden, aber kaum je vorher wurde das praktische Christen- epileptisch- lutherischen Kirche zu gehen; denn die Epilepsie wie Adolf Wichers, Kupferschmied, Mitglied des Verbandes. thum" orthodoxer Observanz so sehr in feiner nackten Abscheulich das Lutherthum wird mich entweder frank oder wahnsinnig 10 April. feit ans Licht gezogen, als in dem Prozeß, in dem sich der machen; übrigens, wenn ich nach meiner Ueberzeugung, als August Tamur, Weber, Mitglied des Textilarbeiter- Verbandes. Missionskandidat Paulus Morih Bönil gegen die Antlage zu spekulativer Mystiker, nicht leben darf, so reise ich nach Hause 15. April. vertheidigen hatte, den Hausvater der Bodelschwingh'schen An- und werde ins Judenthum zurücktreten; den Bruder Martin Wilhelm 3ehe, Schloffer, Mitglied des 6. Wahlvereins. stalt Bethel mit der Begehung eines Verbrechens bedroht zu Luther, der von sich sagte:" Ich fresse wie ein Böhme und 21. April. haben. faufe wie ein Deutscher", werde ich nicht anbeten." Dieser Gruft Gradler, Töpfer, Mitglied des Vereins zur Regelung Der in Rußland von jüdischen Eltern geborene Angeklagte Neufin ging am Nachmittage zu Schnittger und hat mich bei der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Um war in Deutschland zum Christenthum übergetreten und hatte ihm verklagt. Nun begann man von neuem Pläne zu schmieden, gegend. 24. April. die Absicht, sich der Missionsthätigkeit zu widmen. Er wurde wie man den abtrünnigen Lutheraner, den lutherlofen Bönil, Georg Grüßner, Hausbiener, Mitglied des Vereins Berliner gulegt als Gehilfe in der Antiquariats- Buchhandlung in der An- wieder in das Netz des Lutherthums einfangen kann, und zugleich Hausdiener. 25. April. stalt Bethel beschäftigt, wo er am 30. August d. J. einen Selbst- begann man mich im Geheimen zu beobachten. Um 3/47 Uhr mordverfuch machte, indem er sich eine Revolverkugel in den Abends ging ich von„ Saba" fort, ich wußte nicht, daß Schnittger Oberkörper schoß. mich auf Schritt und Tritt verfolgte. Als ich am Brockenhause Karl Jeremi, Tischler, Mitglied des Fachvereins der Tischler und des deutschen Tischler- Verbandes. 28. April. Otto Rohn, Stuckateur, Mitglied des Fachvereins der Stuckateure. 1. Mai. Verbandes. 4. Mai. August Baumöl, Tischler, Mitglied des deutschen TischlerJohann Schumacher, Mitglied des Fachvereins und BerWilhelm Haberland, Fuhrherr, Mitglied des 6. Wahlvereins. bandes. 10. Mai. 11. Mai. Robert Sündermann, Drechsler. 11. Mai. Hermann Engler, Mitglied des soz. Wahlvereins für Teltow Beeskew- Charlottenburg. 14. Mai. Bönil ist angeklagt, am 30. August ds. Js. den Hausvater vorbei war, bog ich links um. Da hörte ich mit einem Male Schnittger, den Vorsteher des Antiquariat zu Bethel, mit hinter mir rufen:" He, Bönil, frecher Schlingel, sofort zur dem Todtschießen bedroht zu haben, Wergehen gegen§ 241 des Kirche, Sie sollen zur Kirche, Sie müssen zur Kirche, von nun Strafgesetzbuches, er war in Untersuchungshaft genommen und an dreimal wöchentlich zur Kirche!" Alle Menschen, welche fich auf grund der Aussagen des genannten Hausvaters Schnittger auf der Straße befanden, blieben stehen, ich habe beinahe den und des Pastor Siebold von der Anstalt Bethel, welche be- Schlag vor Schande bekommen; einige Bielefelder fagten zu lastend gegen ihn ausgesagt hatten, in Untersuchungshaft gehalten. mir: Gehen Sie doch hin und schlagen Sie diefem alten Säufer Die Anklageschrift giebt folgende Sachdarstellung. die Rnbchen kaput. Ich gab ihnen zur Antwort: Ich bin AusDer Angeschuldigte Bonil war seit einigen Monaten in dem länder, ich muß mir manches gefallen lassen. Nach der Kirche zu den Bodelschwingh'schen Anstalten gehörigen Hause, Saba" ging ich zu Schnittger hin und bat ihn: Herr Schnittger, aufgenommen. Im August dieses Jahres äußerte er wiederholt Sie sehen doch, daß dieser elende Kirchenzwang nie was die Absicht, wieder nach Rußland zurückkehren zu wollen, und Gutes zwischen uns hervorrufen wird; ich bitte Sie, Sie verlangte vom Paftor Siebold, dem stellvertretenden Leiter der werden sich wohl erinnern können, als ich Ihnen freiwillig den Anstalten, sowie von dem Hausvater Schnittger die Mittel zur Revolver eingeliefert habe, welcher auch eine Frucht des Heimreise, erhielt aber von Beiden einen ablehnenden Bescheid. Siebold'schen Kirchenzwanges war, sagten Sie zu mir: bleiben Bereits am 29. August d. J. hat er seiner hierdurch hervor gerufenen Erregung dadurch Ausdruck gegeben, daß er in der Nähe des Siebold'schen Hauses mit einem Revolver, den er sich heimlich zu verschaffen gewußt hatte, nachdem ihm bereits früher ein Revolver vom Hausvater Schnittger fortgenommen war, einen Schreckschuß abgab. Am Morgen des 30. August traf Schnittger, der mit Meßwarb durch den Garten ging, den Angeschuldigten dort an und eröffnete ihm, daß er nicht länger in" Saba" bleiben, auch kein Reisegeld erhalten könne. Da Karl Otte, Tischler, Mitglied des Tischlervereins. 22. Mai. Gustav Albrecht, Mitglied des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. 28. Mai. August Florian, Textilarbeiter, Mitglied des Textilarbeiter Verbandes und des Arbeitervereins für Rummelsburg und Sie nur bei uns so lange Sie wollen, wenn Sie weggehen, Imgegend. 29. Mai. werden Sie das Reisegeld bis nach Hause bekommen; denn sehen Bernhard Dorn, Mitglied des 1. Wahlvereins. 81. Mai. Sie, es handelt sich bei uns nicht um das Geld, wir haben auch Paul Wiesner, Hutmacher, Mitglied des Unterstützungs- Verdem Herrn Schininsty das Reisegeld nach Hause gegeben. Ich eins deutscher Hutmacher. 28. Juni. bat darauf: geben Sie mir das Reisegeld und die 15 M. monats Josef Gimmel, Mitglied des Verbandes der Geschäftsdiener, lich und ich fahre fort, und zwar lieber heute als morgen. Packer und Berufsgenoffen. 4. Juli. begann er: Wer, was, ich habe Ihnen kein Reisegeld versprochen. Rarl Tiemann, Tischler, Mitglied des Fachvereins der Tischler. Herr Schnittger, antwortete ich, dann tann nur ein zwiefaches 10. Juli. möglich sein, entweder oder, entweder Sie haben vergessen Robert Mizner, Stodarbeiter, Mitglied des Vereins zur Wahoder Sie lügen. Nachdem ich das Wort lügen" aus rung der Interessen der Stockarbeiter Berlins. 13. Juli. gesprochen hatte, schlug er mich auf die Brust, ich fiel Gustav Hagendorf, Maurer, Mitglied des Vereins„ Borauf die Thüre so daß ich hätte beinahe das Genick wärts", Rixdorf. 13. Juli. brechen können. Und mit dieser That wurde der Sonntag, an Georg Linke, Maurer, Mitglied des Arbeiter- Bildungsvereins Nun zog der Angeschuldigte einen geladenen Revolver hervor, welchem das Evangelium vom barmherzigen Samariter gepredigt Zukunft", Reinickendorf. 16. Juli. zielte aus unmittelbarer Nähe auf Schnittger und legte brei bis wurde, geschlossen. Präs.: Wollten Sie denn in Saba bleiben? Rudolf Grunwald, Mitglied des 6. Wahlvereins. 17. Juli. vier Mal, rückwärts gehend, auf ihn an. Dieser rief um Hilfe Angefl.: Anfangs wohl, nachher fonnte ich die Grobheiten Karl Polvogt, Hutmacher, Mitglied des 2. Wahlvereins. und forderte den Meßwarb auf, Hilfe zu deffen Ueberwältigung und die Beleidigungen des Herrn Schnittger nicht mehr ertragen 18. Juli. her beizuführen. Der Angeschuldigte lief darauf, fich umwendend, und wollte deshalb fort. Präs.: Nun, bitte, erzählen Sie Otto Ruprecht, Mitglied des 4. Wahlvereins. 20. Juli. fort und schoß sich nach ca. 36 Schritt selbst eine Kugel in die nur, was an den folgenden Tagen vorgekommen ist. Angel.: Emil A It, Mitglied des Bolts- Bildungsvereins für Brig und Brust. Montag, den 28. August, begann ich meine Sachen zu verpacken. Ungegend. 9. Auguft. Sermoun Muths, Filzschuharbeiter, Mitglied des Vereins der Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. 19. August. Auf die Frage des Angeschuldigten, wie es denn mit dem ihm abgenommenen Revolver wäre, erklärte Schnittger, daß er den Revolver vorläufig im Geldschrank eingefchloffen habe. Die Hauptverhandlung gegen Bönil fand am 21. d. Mts. Da tam Schnittger an und begann mich zu schimpfen. vor der Bielefelder Straftammer statt; über deren Verlauf unter- Ich gab ihm keine Antwort, denn ich kannte doch die richtet die nachfolgende Schilderung möglichst ausführlich; doch Berson, mit welcher ich zu thun hatte. Als ich ihm fei vorweg bemertt, daß die Zeugen Pastor Siebold sowohl wie die Antwort verweigerte, begann er gegen mich laut au chreien: Sie sollen mir eine anständige Antwort geben!"[ rechnungsfähigkeit habe ich nicht; wohl aber glaube| In der Diskussion verlangte Gastwirth Herzberg Ben d Ja, wenn Sie eine anständige Antwort verlangen, so müssen Sie ich, daß er an Nikotinvergiftung leidet, sonst ist er gefund. tralisation des gesammten Versicherungswesens, ferner Aufhebun, eit fich auch anständig benehmen." Frecher Schlingel war sein legtes Der Angeklagte hatte noch den Pastor Hunis in der An- der freien Hilfskaffen. Mehrere Redner betonten, vor allen Wort. Dienstag, den 29. August, wollte ich in die Stadt gehen; stalt Bethel als Schutzeugen geladen, um sich von diesem ein Dingen komme es darauf an, daß die Kassenmitglieder durch ich bat Schnittger um Erlaubniß, er aber hat sie mir mit der allgemeines Leumundszeugniß ausstellen zu lassen. Pastor regen Besuch ihrer Generalversammlungen Fürsorge treffen, daß Ausrede, ich müsse Pastor Siebold fragen, verweigert. Auf meine Hunis bekundet etwa: So weit ich den Herrn Bönil tenne, brauchbare und zielbewußte Vertreter in den Vorstand kommen. Frage: Was hat denn das zu bedeuten, stets haben Sie mir halte ich ihn für einen edel denkenden Menschen; es ist nicht zu Außer einem Redner, der das Großziehen eines bureaukratischen die Erlaubniß ertheilt und heute, wenn ich morgen abreise, soll leugnen, daß ein Mann, wie Herr Bönil, dessen Studium Beamtenapparates innerhalb der Zentralisation fürchtete, ich neues anfangen?" antwortete er mir:„ Wenn Sie morgen immer Philosophie und die spekulative Mystit war sehr schwer sprachen sämmtliche Redner für das Projekt. Wegen vor abreisen, so müssen Sie mir noch heute blinden Gehorsam leisten." die Behandlung durch den Hausvater Schnittger empfinden mußte. gerückter Zeit wurde die Versammlung geschlossen. Ich ging nun, ohne weiteres mit ihm zu sprechen, fort. Herr Ich halte Herrn Bönil für einen braven, ordentlichen Menschen." Ueber die eingelaufene Resolution soll in der nächsten VerSchnittger lief mir nach und rief:" Frecher Patron." Ich Der Herr Staatsanwalt faßte sich kurz und beantragte auf grund fammlung, die am 21. Januar stattfindet und zu der alle kassentehrte um und erwiderte seinen Gruß mit den Worten:" Sie der eidlichen Aussagen der Zeugen Schnittger und Mer... vorstände eingeladen werden, beschließen. sind ein verdammter Lump." Meine Herren! Ich gebe wegen Vergehen gegen§ 241 des Strafgesetzbuches eine Gezu, es war unrecht von mir, daß ich diesen Ausfängnißstrafe von 3 Monaten. bruck gebrauchte, ich hätte sollen lieber schweigen; aber, Der Gerichtshof verkündete nach kurzer Berathung ein frei meine Herren, woher die Geduld? Im Laufe der furzen sprechendes Urtheil; in der Begründung heißt es: das Zeit, welche ich leider in der Anstalt zugebracht habe, Gericht habe trotz der eidlichen Aussagen der beiden Zeugen nicht war der tägliche Gruß entweder frecher Schlingel" oder„ frecher die Ueberzeugung gewonnen, daß der Angeklagte den Revolver Patron" und dergleichen. Mein Geduldsvorrath war alle ge- gegen den Hausvater Schnittger angeschlagen habe; es sei nicht worden, ich konnte es nicht mehr aushalten. Uebrigens ist es erwiesen, daß der Angeklagte die Absicht gehabt habe, den Hausja nur die in Bethel übliche Sprache, deren ich mich bedient vater zu erschießen; das Gericht habe dem Angeklagten Glauben habe; denn, glauben Sie nur, meine Herren. in Rußland habe geschenkt, wenn dieser meinte, der Hausvater habe wohl eine unich solche Ausdrücke der deutschen Sprache nicht fennen gelernt! willkürliche Bewegung des Armes für eine gegen ihn gerichtete Als Schnittger die Worte verdammter Lump" gehört hatte, rief Drohung genommen. er einen Kranten zu seiner Hilfe herbei; ich eilte aber fort und ging nach Bielefeld. " Versammlungen. In der Volksversammlung, welche im Puhlmannschen Lokale tagte, referirte Dr. Rolwit über den ChariteeBontott. Derselbe wies darauf hin, daß der Boykott erfreulicherweise Fortschritte mache. 200 000 versicherte Stassenmitglieder hätten sich bereits dem Boykott angeschlossen. Immerhin aber gäbe es noch eine ganze Reihe von Krankenkassen, welche sich dem Boykott bisher nicht angeschlossen haben und voraussichtlich dies auch wohl nicht thun werden. Hier gelte es, Einfluß auf die Mitglieder und durch diese auch auf die Vorstände dieser Rassen zu gewinnen. Der Erfolg würde sicher auch hier nicht ausbleiben, wenn man bedente, aus welchen Gründen der Boykott hervorgerufen sei. Der Referent führte nunmehr alle Klagen und Mißstände über die Charitee in großen Zügen vor Augen, erläuterte die von der Krankenkassen- Rommission aufgestellten Forderungen, welche seiner Meinung nach ohne weiteres bewilligt werden können und schloß mit der Aufforderung, daß alle dazu beitragen mögen, den Boykott siegreich durchzuführen, damit, wenn eine neue Charitee gebaut werden sollte, in diese auch ein neuer Geist einziehe.( Beifall.) Dem Vortrage folgte eine animirte Diskussion, in welcher die Chariteeverhältnisse eine ausgiebige Beleuchtung erfuhren. = In der Stadt angekommen, suchte ich einen Bekannten von mir auf und fragte ihn um Nath, was ich machen soll. N. N. fagte zu mir: Klagen Sie doch. Gewiß, meine Herren, ich hätte es auch gethan, leider hatte ich keinen Pfennig in der Zasche. Die letzten vier Mart, welche ich besaß, nahm mir Schnittger unter dem Vorwande, er wolle für mich ein Spar- Die Agitation für den Boykott der Charitee schreitet faffenbuch anlegen. Ich sah aber ebensowenig jemals dies rüstig vorwärts. Am 27. Dezember haben wiederum in vier verSparkassenbuch, wie ich bis heute Amerika gesehen habe. Ich schiedenen Stadtgegenden gleichzeitig öffentliche VolksversammBum zweiten Punkte der Tagesordnung: Zentralisation ging von N. N. mit dem festen Entschluß, mich selbst verhaften lungen getagt und sich mit dieser Frage beschäftigt. der Krankenkassen" theilte der Vorsitzende Näther dasjenige zu lassen, fort; ich wollte aber noch einmal mit Pastor Siebold In der Bockbrauerei am Tempelhofer Berg mit, was bisher in dieser Frage geschehen ist und war der sprechen, denn ich glaubte, Siebold sei besser als Schnittger. referirte Dr. Heymann. Einleitend die Ursachen des Boy- Meinung, daß einer Zentralisation ein Verband von KrankenIch ging zu Siebold und bat ihn um meinen Lohn, bekam fotts besprechend, bemerkte der Redner, daß auch von anderen fassen vorausgehen müsse. Zweifellos sei, daß sich ganz erhebaber zur Antwort:" Gehen Sie auf die Polizei und lassen Parteien derselbe als berechtigt anerkannt werde, nichts desto liche Vortheile erzielen ließen. Rack wiz sprach sich gegen Sie sich doch mit Transport nach Hause schicken." Meine Herren! weniger aber zur Beseitigung der Mißstände von keiner anderen Bentralisation aus. Ein tieferes Eingehen auf die Frage der ich meine, es ist wünschenswerth. daß dieser Fall im Reichs- Seite, außer der Sozialdemokratie, Mittel und Wege in An- Bentralisation wurde für unthunlich erachtet, da die event. Ver tage erwähnt werde, wie die Herren Pastoren es mit ihren wendung gebracht würden. Mit der stereotypen Redensart: wirklichung derselben noch in weiter Ferne liege. Es wurde Arbeitern treiben; so lange man Schweiß, Kraft, Zeit zu ver- Das ist schon immer so gewesen und wird auch so bleiben", darauf hingewiesen, daß es zunächst Pflicht der Orts- Krankenzehren bat, ist man ihnen willkommen, verlangt man aber den sucht sich das honette Bürgerthum ebenso über die Frage hinweg: faffen- Mitglieder sei, das Ihrige zu thun, daß die Kassenver= verdienten Lohn, dann sagen die Herren:„ Gehen Sie nur auf zusetzen, wie es auch auf politischem und wirthschaftlichem Gebiet waltung eine den Interessen der Arbeiter entsprechende werde. tie Polizei und lassen Sie sich doch als Dieb nach Hause mit derselben Redensart feine Banfrotterklärung ausspricht. Der Gedanke der Zentralisation fand im übrigen allseitige Symtransportiren." Von Siebold ging ich auf die Polizei, bat Das Proletariat habe auch hier die Besserung der Zustände in pathie. den Herrn Polizei- Inspektor, er möchte mich verhaften und ich der eigenen Hand und Unterstützung von feiner Seite nöthig. erzählte ihm die ganze Sache. Der Polizei- Inspektor schickte mich Redner behandelte in kurzen Zügen die Entstehung und Geschichte Vorsitz des Genossen Pfarr in Ahrend's Brauerei; Referenten Die Versammlung für Moabit tagte unter dem nach Gadderbaum. Da es nun 11 Uhr war und ich noch keinen der Charitee seit dem Jahre 1800. Alle Mängel der damaligen für den ersten Punkt waren Dr. Weil und Adler. Dr. Bissen genossen hatte, lief id) aus Berzweiflung umber, ohne Beit haben sich an diesem Institut bis auf den heutigen Tag er Weil führte in einem interessanten Vortrage der Versammlung zu wissen, wohin. Gegen 4 Uhr Nachmittags tam ich in Herford balten und zwar sind daran nicht die Aerzte, sondern die falschen die Uebelstände vor Augen, die ein Eingreifen der Arbeiterschaft an, mit dem festen Entschluß, mich nieder zu schießen. Da ich Verwaltungszustände schuld. Die Beiträge des Staates, lumpige nöthig machten. Selbst die gegnerische Presse werde durch das feinen Revolver hatte, so verschob ich es bis zum nächsten Tag. 400 000 m. jährlich, find ein Nickel im Vergleich zu den Aus- erdrückende Beweismaterial gezwungen werden, Stellung gegen In Herford borgte ich bei Pastor Gottschalt, der mich von meiner gaben für den Militarismus. Als Anhängsel zur Universität die Charitee zu nehmen. Der Redner weist im einzelnen nach, früheren Thätigkeit her als Judenmissionar tennt, 8 Mark und und zur Ausbildung junger Aerzte bestimmt, sei die Charitee wie der Boykott bereits gewirkt hat und schließt mit dem Ermit dem 1/27 Uhr Bug fuhr ich nach Bielefeld ab. In Bielefeld für den Staat jedoch sehr werthvoll; der wirksam durchgeführte suchen an die betheiligten Kreise, fest zu bleiben; die Arbeiterwar das erste was ich that, ich taufte mir einen Revolver und Boykott derselben bedeute für ihn Entziehung der Studienobjekte. klasse müsse auch in dieser Frage die Rolle des Pioniers der ging nun damit zu Siebold. Als ich da ankam, kam mir Damit dieselbe recht fühlbar werde, möge Jeder sein Möglichstes bei- Humanität übernehmen. Genosse Adler behandelt hierauf einein Mädchen entgegen. Ich bat sie, sie möchte Pastor tragen, daß der Boykott erfolgreich durchgeführt werden kann. Der gehend die Forderungen, welche von der Kommission der KrankenSiebold fragen, ob er mir meinen Lohn geben will Redner kam dann auf den von Dr. Schaper, dem jezigen Chef- fassen an die Direktion der Charitee gestellt sind. Grade der oder nicht, sie brauche mir nur ein Ja oder Nein zu arzt der Charitee, geplanten Neubau des Instituts zu sprechen. preußische Staat habe hier prächtige Gelegenheit praktische Sozialbringen. Da kam nun Pastor Siebold felbst und begann Im Gegensatz zu diesem war er der Meinung, daß bei ausreichenden reform zu treiben. Aber keine Reformsinspelei, mit Schneckenim Tone salbungsvoller Liebe:" Ja, ich kann Ihnen nur sagen, Mitteln dieses Krankenhaus in drei Jahren sehr gut hergestellt werden tempo erwarten wir, sondern energische sofortige Hilfe. Möge was ich heute Morgen gesagt habe, Sie bekommen nichts." Herr fönne; die berechnete Frist von zehn Jahren wäre nur ein tempo erwarten wir, sondern energische sofortige Hilfe. Möge man eine Reihe von Privathäusern schleunigst ankaufen und zu Pastor, hat denn alle Ehrlichkeit und Wahrheit im Christenthum Kompliment gegenüber dem Moloch Militarismus, dem man um interimistischen Baracken einrichten; den Neubau aber derart einaufgehört? fragte ich. Sie quälen mich heute den ganzen Tag alles in der Welt die Mittel nicht beschränken dürfe.( Sehr richten, daß in längstens zwei Jahren das neue Gebäude be mit Hunger, es ist Nacht geworden, alles geht zur Ruhe und ich richtig.) Nach eingehender Besprechung der bekannten, von zogen werden kann. Die Versammelten bekundeten durch habe nicht, wohin ich den Kopf legen fann. Sie zwingen mich, der Kommission der Krankenkassen ait die Charitee- Verwaltung lebhaften Beifall ihre Uebereinstimmung mit den Refe daß ich mich niederschieße. Ja, schießen Sie fich todt." Herr gerichteten Forderungen, wobei er deren nothwendige Durchführ renten und gelangt eine Resolution die sich zustimmend Pastor, es wird Ihnen aber nachher leid thun.„ Schießen Sie barfeit an einigen interessanten Beispielen veranschaulichte, zu dem Boykott ausspricht, einstimmig zur Annahme. sich nur todt." Herr Pastor, es wird Ihnen nachher leid thun. forderte Redner schließlich zur regsten Agitation in weiteren Das Referat zum zweiten Punkte der Tagesordnung hatte der Schießen Sie sich nur fodt." Wenn so, so soll Ihr Wille ge: Schichten der Bevölkerung auf, damit die betreffenden Behörden Genoffe Gutheit übernommen, der in längerer Rede die Vorschehen. Ich lief aus seinem Garten, zog meinen Revolver aus recht bald gezwungen sind, zwecks Abstellung der Mißstände in theile der Zentralisation der Kassen den Anwesenden schilderte. der Tasche und bevor ich noch Zeit hatte, denselben auf mich zu der Charitee mit der Kommission der Krankenkassen in Ver- Ebenso wie die Stimmen, welche bei Einführung der freien Arztrichten, ging er in die Luft los. Meine Herren! Das ist der bindung zu treten.( Lebbaster Beifall.) Reichstags- Abgeordneter wahl gegen diese Reform sich erhoben, jeht größtentheils schon Schreckschuß des Herrn Staatsanwalts. Es war aber fein 3ubeil bemerkte in seinem dem Vorredner sich anschließenden Schreckschuß, sondern der Schuß war bestimmt, mich aus den Referat, der Boykott der Charitee habe eine weitgehende Be- zum Schweigen gebracht seien, werden auch die Einwände, die Banden des Lutherthums, aus den Händen eines lutherischen deutung erlangt, indem die Verhältnisse dieses staatlichen man gegen dieses Projekt hat, bald verstummen. Die Arbeitgeber sind mit wenigen Ausnahmen auch dafür. Redner appellirt an Pastors zu befreien. Instituts, das sonst immer den Anspruch erhob, eine Muster- die Anwesenden, dafür Sorge zu tragen, daß den Krankenkassen Von Siebold ging ich nach„ Saba", ich wollte noch den anstalt zu fein, offenkundig vor aller Welt fritisirt wurden. mehr Aufmerksamkeit geschenkt werde und die Abneigung, die viele Herrn Schnittger fragen, ob er mir das Geld geben wolle und Hoffentlich habe der Boykott habe der Boykott auch den städtischen Be Genossen noch den Kassen entgegenbringen, verschwinde. Genosse dann wollte ich in den Wald gehen, um mich da zu erschießen. hörden ins Gewissen gesprochen, und trägt dazu bei, Adler wünscht, daß die Krankenkassen die ihnen zustehenden Schnittger war nicht zu Hause. Auf das Bitten der Hausmutter, daß auch hier manche Uebelstände verschwinden. Redner Rechte auch insoweit ausnützen, daß den Unternehmern z. B. die Frau Kruzmacher, ging ich in mein Zimmer und begab mich zur ersuchte un Mittheilung irgend welcher, die Charitee Uebertretung der Gewerbe- Ordnung u. f. w. verleidet wird. Ruhe. Am 30. August Morgens, ich saß im Garten, tam Schnitt- oder andere Krankenhäuser betreffende Beschwerden an eine der Nach einer kurzen zustimmenden Diskussion wurde eine Resolution ger in Begleitung eines gewissen Meßwarb auf mich zu. Es Adressen der im Vorwärts" bekannt gegebenen Mitglieder der schien mir, daß Schnittger einen Revolver im Busen versteckt Subkommission der Krankenkassen. Wie aus den Ausführungen für die Zentralisation einstimmig angenommen und nachdem noch hatte. Meßwarb hielt ein kleines Meffer in der Hand. einiger erst vor ganz furzer Zeit aus der Charitee entlassener auf die am 21. Januar in den Konkordia- Sälen stattfindende Nun begann Schnittger: Sie haben sich gestern ohne Patienten hervorging, haben sich die Verhältnisse in der Charitee große Versammlung aufmerksam gemacht, wurde die Versamm meine Erlaubniß ins Bett gelegt, Sie können in" Saba" nicht trotz des Boykotts bisher auch nicht um ein Jota geändert. Die lung geschlossen. bleiben." Gut, ich bin damit einverstanden, bitte nur um meinen Behandlung, das Essen, die Unsauberkeit, die Frömmelei als Steglitz. Am ersten Weihnachts- Feiertage fand im Gam Lohn. Er gab mir keine Antwort und ging fort. In Pendant zum Kasernenton 2c. 2c. alles sei noch so wie brinus eine gut besuchte Volksversammlung statt, die sich mit der mir wurde unterdessen die Frage wach: Sollten die Leute mit vorher. Nach einem Schlußworte des Dr. Herrn Heymann Stichwahl zu den Gemeindevertreter- Wahlen, welche am Freitag, Waffen gekommen sein? Ich rief nun: Herr Schnittger, gelangte nachstehende Resolution einstimmig zur Annahme:" Die den 29. Dezember, Abends von 6 bis 8 Uhr stattfindet, beschäf ich bitte um meinen Revolver. Er begann mich jedoch zu verze. Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten tigte. Genosse Kaspar schilderte unter lebhaftem Beifall der folgen. Ich zog meinen Revolver aus der Tafche, hielt ihn auf einverstanden und legt jedem Anwesenden die Verpflichtung auf, Bersammlung noch einmal die Schäden und Mißstände in der mich gerichtet und sagte zu ihm: Sehen Sie, ich habe einen mit aller Kraft dafür zu sorgen, daß der Boykott über die Gemeindeverwaltung und das Verhalten einiger Gemeindeveranderen Revolver. Schnittger rief nach Meßwarb, ich lief fort. Charitee aufrecht erhalten wird, bis die grundlegenden Forde treter in ihren Versprechungen den Arbeitern gegenüber. In der Unterwegs begann ich zu weinen und bat: Herr Schnittger, Sie rungen der Kommission der Krankenkassen erfüllt und somit die Diskussion sprachen mehrere Genossen im Sinne des Referenten. und Pastor Siebold quälen mich schon 11/2 Tage mit Hunger; schreiendsten Mißstände beseitigt sind." Ter vorgerückten Zeit zur Annahme gelangte hierauf folgende Resolution: Die Volksbitte verfolgen Sie mich nicht; er unterbrach jedoch die Ver- wegen wurde in eine Debatte über den zweiten Punkt der Tages- versammlung erklärt sich mit dem Referenten einverstanden und folgung nicht und lief mir nach bis zu der Stelle, wo ich zuordnung nicht eingetreten. Nachdem noch ermahnt worden, sich spricht den Wunsch aus, daß sich die Genossen im zweiten Bezirk sammenbrach. soviel wie möglich in den Dienst der Arbeiter- Sanitätskommission vollständig der Stimmenabgabe enthalten mögen, dafür aber im ( Adresse: Dr. Zadet, Annenstr. 46) zu stellen, erfolgte Schluß ersten Bezirk um so wirksamer für unseren Genossen Mittag einder Versammlung. treten, um diesem zum Siege zu verhelfen. " Briefkasten der Redaktion. $. 2. 42/43. Ja, ganz entschieden. Am Boden liegend, fragte ich Herrn Schnittger, welcher etwa zehn Fuß entfernt von mir stand, ob er mir meinen Lohn geben wolle oder nicht, jeüt sei nun die Entscheidungsstunde ge Im Konkordia- Saale hatten sich gegen tausend Perkommen, denn ich fönne nicht weiter laufen, ich schöffe sonst fonen eingefunden, um zum Boykott der Charitee Stellung zu mich nieder. Ta hörte ich noch die Worte:" Frecher Schlingel, nehmen. Dr. Bernstein besprach an der Hand der von der schießen Sie sich todt" und ich brach gleich zusammen. Wer mich Arbeiter- Sanitätskommission und den Krankenkassen aufgestellten geschossen hat, ob ich selbst oder ein anderer, weiß ich nicht. Forderungen die Mißstände, welche in der Charitee herrschen, Von den Zeugen wurde zuerst der Hausvater Schnittger und wies nach, wie nothwendig die Abstellung derselben ist, da vernommen. Der Zeuge äußerte sich, soweit dies im Zuhörer- bei das in der Charitee eingeführte System, zu sparen um jeden J. G. Die Verpflichtung der Gemeinde durch den Orts raum vernehmlich, war, nur über den vom Angeklagten zuletzt Preis, ohne Rücksicht auf die Nachtheile, welche den Kranken vorsteher ohne vorhergegangenen oder nachträglich hinzukommengeschilderten Vorgang; er sei an dem Tage, als B. die Anstalt dadurch erwachsen, verurtheilend. Stadtverordneter Meyner den Beschluß der Gemeindevertretung ist unzulässig und unververließ, verreist gewesen, als er am nächsten Tage erfuhr, daß schilderte als zweiter Referent die Vernachlässigung der Kranken, bindlich. Verfügt der Landrath als Aufsichtsbehörde die Zahlung, Bönil wieder da fei, nahm er den Meßwarb mit und verkündigte welche eine Folge davon ist, daß die Direktion und die Ver- so steht der Gemeinde gegen diese Verfügung die Klage bei dem dem B., daß er tein teisegeld erhalten werde, und daß er auch waltung der Charitee nicht in ärztlichen Händen liegt. Er zeigte Bezirksausschusse zu. In Ihrem Falle dürfte jedoch, abgesehen in„ Eaba" nicht mehr bleiben dürfe. Nun habe jener einen Re- an verschiedenen Beispielen, wie langsam. B. den Verordnungen von dem ftriften Recht, die Bezahlung des Handwerkermeisters, volver gezogen und auf ihn, den Zeugen, drei bis vier Mal ge- der Aerzte durch die Verwaltung und die Wärter entsprochen der doch nun einmal geleistet hat, billig sein. zielt, worauf Bönil fortlief und sich eine Kugel in die Brust wird. Redner forderte die Kassenmitglieder auf, die Vor- F. G. Ja, die Firma ist verpflichtet, ihren Arbeitern. schoß. Bräf.: Jit der Ange flagte vermögend? Zeuge: Er ftände, welche an der Bekämpfung der geschilderten Miß den Lohn auch für die Tage zu zahlen, an welche dieselben hat noch einige Bücher. Präs.: Aber das geht doch stände Theil nehmen, in diesem Vorgehen fräftig wegen Brandes aussehen mußten. Die Arbeiter müssen sich aber nicht so ohne weiteres, daß man einen Menschen zu unterstützen. Auf Antrag beschloß die Versammlung, von ihren etwaigen anderweitigen Verdienst während dieser, Tage an die Luft fett? Beuge gab auf diese Zwischenfrage einer Diskussion Abstand zu nehmen und erklärte sich in einer abrechnen lassen. teine Antwort.( Hört, hört.) Der zweite Zeuge Meß warb Resolution mit den Ausführungen der beiden Referenten voll 104. A. P. Nein: Nach§ 367 St. G. B. wird mit Gelderzählt: Der Herr Bönil hat auf Herrn Schnittger gezielt, ich und ganz einverstanden. strafe bis zu 150 M. oder mit Haft bestraft, wer unbefugt einen Theil einer Leiche aus dem Gewahrsam der dazu berechtigten Personen wegnimmt. habe es gesehen, er lief fort und das war alles. Nun wurde R. Schmidt referirte sodann über die Gründe, welche Pastor Siebold voi geladen. Derselbe war nicht zufrieden die Bentralisation der Krankenkassen empfehlenswerth machen. mit dem Eid des Gerichtshofes, sondern machte noch einen An der Hand eines ausführlichen statistischen Materials H. Hartmann. Zahlen Sie nur an den neuen Hauswirth, Extrazusatz. Präs.:. Was wissen Sie? 3euge: Bönil über die Kassenverhältnisse der hiesigen Orts Krankenkassen der sich bei Ihnen zu melden und zu legitimiren hat. wollte von mir Lohn haben und ich gab ihin nichts; da zog er stellt Redner einen Vergleich an mit der Zentrali 2. H. 8. Ja. Die Alimentationsforderung für das un einen Revolver und schoß in die Luft. Jch) bat ihn, lassen Sie fation der Krankenkassen in Leipzig, die ein recht erfreu- eheliche Kind verjährt erst in 30 Jahren nach der Geburt des das nr.c. Er hat schon einmal in Brellum so etwas gemacht, liches Resultat auf diesem Gebiet zu verzeichnen haben. Nach Kindes. Die einzelne fällige, ihrem Betrage nach durch Abrede wa ich gehört over gelesen habe, ich weiß nicht mehr wo. eingehender Schilderung der geradezu unhaltbar gewordenen oder Urtheil festgestellte Alimentationsrate verjährt binnen vier räs.: Ist der Angeklagte zurechnungsfähig? Bustände in den hiesigen Orts- Krankenkassen befürwortet Redner Jahren nach dem 31. Dezember d. J., in welchem sie fällig 3u die Zentralisation. Beuge: Begründete 3weifel an seine wurde. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.