Nr. 3. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 23 Bfg fret tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nimmer mit tlluftr. Sonntags- Beinge Neue Selt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 0,30 Mt.pro Quartal. Inter KreuzJand: Deutschland u. DefterreichAngarn 2 Mt., für as übrige Ausland 3 Mt.pr.Morat. Eingerz. n der Poft Zeitungs- Breisliste für 1894 unter gr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertfons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Mummer müßen bis 4 Uhr Nachmittags in be: Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentagen bis 7 br Abends, an Sonn: und gefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Sentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redation: SW. 19, Beuth- Straße 2. Tie Gewerkschafts" " bewegung o schreibt die Kreuz- Zeitung": Freitag, den 5. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Adler und Ellenbogen nicht in Gegensatz zur gewerkschaft- nun gewerkschaftlich oder politisch organisirt, sie würde sich lichen Bewegung stellen, denn sie müßte wissen, daß diese sicherlich derartigen Illusionen nicht hingeben. Liegt doch die sich stets derselben mit Vorträgen und literarischen Bei Betonung des Klassenstandpunktes im Zuge der Zeit, werden trägen zur Verfügung gestellt hatten. Kurz gesagt, es sind doch unsere Arbeiter durch die Entwicklung des Kapitalisim wesentlichen in Deutschland wie in Desterreich dieselben mus immer mehr zur Verzweiflung und nicht zur Vergegen ie Sozialdemokratie auszuspielen, das ist der neueste Kräfte, welche in der gewerkschaftlichen und politischen söhnung getrieben. Niemals war demnach die Auffassung, Kunstiff der antisozialistischen Presse. Vor kurzem waren Arbeiterbewegung thätig sind. Freilich die Berathungs- daß die Gewerkschaften zum allmäligen Aufgeben des„ klassenes di Grenzboten", gestern war es der Hamburger gegenstände und damit der Ton der Debatten ist mäßigen Proletarier- Standpunktes" neigen könnten, unrichKorroondent" und heute ist es die„ Kreuz- Zeitung", welche bei beiden nicht der gleiche. Dies ist aber selbstverständ- tiger als heute. die goerkschaftlich organisirten Arbeiter gegen die politisch lich, gerade das Gegentheil wäre auffällig. Ebenso wenig Daß freilich dieser Wunsch bei der Bourgeoisie herrscht, orga sirten auszuspielen sucht. In den letzten Tagen wurde wie die Kreuz- Zeitung" den gleichen Ton anschlägt, wenn finden wir vollkommen begreiflich, aber thöricht ist es, der Arlauf des ersten österreichischen Gewerkschaftskongresses fie die Gegner der Getreidezölle auseinderfetzt oder sich aus diesem egoistischen Wunsch Hoffnungen für die zum nlaß dieser Quertreibereien genommen. mit einer ihr nicht passenden literarischen Erscheinung Bourgeoisie abzuleiten. Dem oberflächlichen Beurtheiler befaßt, ebenso wenig werden die Arbeiter das gleiche unserer Arbeiterverhältnisse kann freilich die GewerkschaftsG3 herrschte auf dem ersten österreichischen Gewerkschafts- Register aufziehen, wenn wenn sie den Kapitalismus und bewegung als der harmlosere, tonservativere, zu Komforreffe diejenige Richtung vor, welche in ernster Weise und Militarismus bekämpfen oder wenn sie über die beste Form promissen eher bereite Theil der Arbeiterbewegung erscheinen, mizurüddrängung des reinpolitisch- agitatorischen Momentes eir Hebung der materiellen Lage der Arbeiter anstrebt. der Reise- Unterſtügung und über das Vertrauensmänner- denn die politische Arbeiterbewegung ist naturgemäß revolutionär, das heißt, sie strebt die vollständige UmDam wurden auch politische Fragen verhältnißmäßig System in Fabriten debattiren. wég berührt und die Vermengung des wirthschaftlichen Bestände wirklich ein Gegensatz zwischen den gewerk gestaltung unserer Wirthschaftsordnung an, sie kann auf mi dem politischen Kampfe perhorreszirt. Als die Frage schaftlich und politisch organisirten Arbeitern Desterreichs, dem Boden der heutigen Wirthschaftsordnung nicht de Generalstreifes im Zusammenhange mit der des all so würde doch der Antrag des nach der Kreuz- Zeitung" befriedigt werden, denn ihr Sieg fällt mit dem geeinen Wahlrechts zur Erörterung gelangte, da wurde eine fo ehrgeizigen und mandatslüfternen Dr. Adler die Ent- Untergange des heutigen Systems zusammen. Anders joje Kombination entschieden verurtheilt. Wenn schon ein scheidung über den Generalstreit dem im Februar tagenden liegt die Sache bei der gewerkschaftlichen ArbeiterGeralstreit inszenirt werde, dann müsse er für die Erlangung sozialdemokratischen Parteitage zu überlassen, nicht debattelos bewegung. Alle ihre Forderungen sind Forderungen an die de Achtstundentages, nicht dazu veranstaltet werden, daß für Gegenwart, sie können heute erfüllt werden, weil die Gewerkei paar ehrgeizige Führer Parlamentssige erobert werden. angenommen worden sein. war unausgesprochen und zum Theil auch aus- Welche, freilich ganz vergeblichen Hoffnungen die Leute schaften eben ihrem Wesen entsprechend nur heute Erfüllder„ Kreuz- Zeitung" an die Gewerkschaftsbewegung knüpfen, bares fordern. Aber weit gefehlt wäre es, daraus den geht aus den folgenden Absätzen des konservativen Organs Schluß zu ziehen, daß die Bewilligung der Forderungen hervor: der Gewerkschaften die Arbeiterklasse zahm, fromm und aufrieden machen würde. Wer dies behauptet, fennt nicht den Geist der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter. Sie streben ganz das Gleiche an, wie die politisch organisirten Proletarier, sie sind fast stets auch politisch organisirt, wie die Mehrzahl unserer Genossen auch gewerkschaftlich organisirt ist. Weiß man denn in der Kreuz- Zeitung" nicht, daß die meisten Aber noch eine andere nicht zu unterschätzende Bedeutung sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten auch an der hat die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter Spitze gewerkschaftlicher Organisationen stehen? Es hat massen für die großen, sozialen Kämpfe, denen wir entgegen sich niemals weder in Deutschland noch in Desterreich um gehen, ja, in denen wir uns mitten drin befinden, Sie führt, die Frage gehandelt gewerkschaftliche oder politische Arso paradox dies auf den ersten Augenblick erscheinen mag, zu beiterbewegung, sondern es hat nur geheißen gewerkschafteinem allmäligen Aufgeben des„ tlassenmäßigen liche und politische Arbeiterbewegung. Wer die Protokolle Proletarier" Standpunktes. Bei einer ent- unserer Parteitage von Halle, Erfurt und Köln ohne Vorsprechenden Ausdehnung derselben wird und muß sie nament urtheil studirt hat, wird dies wissen. lich in den Kreisen der mittleren und kleineren Produktion zu Ja aber, erwidern da wohl die siebenmal Gescheidten einer Annäherung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer führen, da vielfach eine Interessen gleichheit beider im von der Kreuz- Zeitung", die gewerkschaftlich und politisch Wirthschaftskampfe sich herausstellen wird. Dadurch wird aber organisirten Arbeiter erheben doch verschiedene Forderungen. ein mäßigen der Einfluß auf die Arbeiter sich geltend Nein, auch dies ist nicht wahr, denn als Individuen formachen und andererseits die Inangriffnahme einer ernsten dern sie das Gleiche, das gewerkschaftlich und politisch ihnen und durchgreifenden Sozialreform gegenüber der Herrschaft Erwünschte, als Organisationen theilen sie sich nur in die und den Exzessen namentlich des mobilen Großkapitals mächtig Kampfesarbeit. Das ganze Geheimniß dieser zwei parallel gefördert werden." laufenden Bewegungen ist gelöst mit dem Worte: Theis lung der Arbeit! ditlich betont die auf dem Gewerkschaftstongreffe herrschende Shmung; und es unterschied sich diese Versammlung vitheilhaft von anderen sozialdemokratischen Parteitagen sch dadurch, daß zumeist gereifte, von sittlichem Ernste geirene Männer und wirkliche Arbeiter und nicht einige profconsmäßige Agitatoren mit einem alles terrorisirenden Haufen juer und eraltirter Burschen den Ausschlag gaben. Auch voder bei sozialdemokratischen Parteitagen sonst fast jedesmal bebten Großsprecherei und Uebertreibung des Parteieinflusses wodiesmal nichts zu spüren." ie erstaunliche Entdeckung, daß ein Gewerkschaftsfongß politische Fragen höchstens streifen, niemals aber als elbstzweck behandeln kann, hätten die tiefsinnigen Renn der internen Verhältnisse der Sozialdemokratie nicht außealb der Reichsgrenzen zu machen gebraucht, finden dech n Deutschland alljährlich Dußende von Arbeitertongren statt, die politische Fragen nicht behandeln. Wenireilich die Kreuz- Zeitung" meint, daß es andere Leuteid, welche auf den Gewerkschaftskongressen erscheinen und lche die politische Hauptarbeit für die Arbeiterflaffe errichten, so wird fie von ihren Ge währännern getäuscht. Der von der„ KreuzBeitur so gerühmte Höger war Kandidat der sozialdemotischen Partei bei den letzten österreichischen Reichsrathsplen, ebenso wie die Legien, v. Elm, Kloß 2c., die ohne e Schuld von der Bourgeoispresse als brave Arbeiterfrer empfohlenen Männer, Kandidaten bei den letzten Reichswahlen waren. Würde die„ Kreuz- Zeitung" gut bericht sein, so würde sie auch die österreichischen Genossen Feuilleton. Nachdruckboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten. [ 8 Ron in zwei Bänden von Minna Rautsky. Ezab eine Zeit, wo ich von einem Bunde träumte, bei denur die Schönheit und Reinheit des Weibes den Ausschl geben sollten." hört! aber diese Zeit ist glücklicherweise für Dich vorbei." Harann sah ihn an, wie aus einem Traum er wachend halb? Ich dächte, sie wäre erst jetzt da und es täme mbarauf an, die Rechte zu finden." " " Dwillst sie finden?" rief Morre, ſichtlich geärgert, id dann mit bitterem Sarkasmus: Mein Lieber, Reinheit ist Dir bei unseren Mägdelein nur so langerbürgt, so lange sie sich im Stadium der Raulquappe nden, und da ist noch nichts mit ihnen anzufangen." Haraun lachte über den giftigen Ausfall. Rauappe ist übrigens gut," sagte er, das ist so ein flint lustiges Ding, das selbst noch nicht weiß, ob es ein Fisdder ein Amphibium ist. Weißt Du, so eine kleine Raulqua würde mir als Frau nicht übel gefallen. Aus der fönrich machen, was ich wollte, die formte ich mir ganz naBelieben." Mo sprang auf und faßte den Freund rauh an den Schulter " Mich, bist Du wahn, unke ih glaube, Du wärst im stande, e solche Dummheit wirklich zu begehen." " Sie( die Gewerkschaftsbewegung) gewährt aber auch allen anderen Staats- und Gesellschaftsfaktoren viel eher die Möglichkeit zu einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den Arbeitermassen, als die rein politische Richtung, deren Haupttendenz auf den Umsturz alles Bestehenden gerichtet ist und von irgend welcher Transaktion auf grund der heutigen Staatsund Gesellschaftsordnung nichts wissen will. Wüßte die Kreuz- Zeitung" etwas von der Entwicklung der englischen Arbeiterbewegung, von dem Geiste, der unter den österreichischen und deutschen Arbeitern herrscht, seien sie Hartmann lachte fröhlich auf, wie einer, der weiß, daß er sich alles erlauben durfte, sobald er nur wollte. Keine Angst, Bruderherz, ich werde sie nicht begehen." " Nein, er wird sie nicht begehen," sagte Morre zu sich, als er bald darauf das Kasino verließ, denn ich tenne eine, die ihn daran hindern wird.". * * " Ich bleibe ein, höchstens zwei Jahre fort," sagte Morre am nächsten Morgen zu seiner Schwester und seinem Schwager, dem Bankier Gebhart, als er von ihnen Abschied nahm. Und als er schon im Koupee saß und der Zug den Bahnhof verließ, wintte er noch einmal gegen München zurück: Adieu, kleine Kaulquappe, ich gebe Dir Zeit, Dich zum Amphibium zu entwickeln- oder zum Reptil- dann werde ich wissen, wie ich Dich zu fassen habe." V. Es war ein wundervoller Aprilnachmittag, warm und sonnig, und in den großen Alleen des englischen Gartens fuhren die offenen Wagen, elegante Equipagen und schwerfällige Miethskarossen in einer fast geschlossenen Reihe bis zum chinesischen Thurm dicht hintereinander her. Die übrigen Partien des Parkes hingegen blieben vereinsamt und das junge Mädchen, das leichten Schrittes von den Glashäusern daher kam, hatte keine Ahnung, daß es bei der nächsten Wendung in das Getümmel eines Wagentorsos gelangen werde. Es war Lene, die mit beiden Händen, einen großen weiß blühenden Azaleenstock hielt, bemüht, ihn so weit als möglich von ihrem Leibe hinwegzuhalten, damit keine Blüthe geknickt werde. Ihr graues Filzhütchen hatte sich ein wenig nach rückwärts geschoben, und der Frühlingswind, der ihr entgegenwehte, zerzauste das darunter hervorquellende Haar und trieb es, da sie es nicht zurückstreichen konnte, immer tiefer in die Stirne herein. So ist also die Hoffnung von dem mäßigenden Einflusse der Gewerkschaftsbewegung auf Sand gebaut. Aber Das sah gar kokett und reizend aus, sie wußte es nicht. Sie dachte nur an die prachtvolle Azalee, mit der sie morgen, am Geburtstage des Vaters, den Frühstückstisch zieren wollte. Es war ein Verwandter von ihnen, der hier im Hofgarten bedienstet war und alljährlich durften die Kinder hierher kommen, um für diese Gelegenheit eine Blumenspende in Empfang zu nehmen. Etwas so Schönes aber hatten sie noch niemals bekommen und in ihrer Freude darüber hatten sie dem Gärtnerjungen, der ihr den Stock sorglich in Papier hüllte, ein Zwanzigpfennigstück in die Hand gedrückt. Sie hätte ihm mehr gegeben, wenn fie's gehabt hätte. Die Mutter hatte ihr das Geld mitgegeben, damit sie die Trambahu zur Heimfahrt benutzen fönne, aber das hätte sie doch nicht gethan. Ihre Azalee breitete sich viel zu üppig aus; sie hätte schön ausgesehen, wenn sie sich damit unter die Leute in einen Tramwagen gepfercht hätte. Sie lächelte über diesen Gedanken, sie war kräftig genug, um ihre Blume selbst nach Hause zu tragen. Rascher begann sie auszuschreiten und da sie den Sonnenschirm, den sie an einem Bande am Handgelenk trug, nicht aufzuspannen vermochte, ließ sie sich die warme Aprilsonne in das Gesicht scheinen, das frisch und frei in die Welt blickte. Sie fühlte sich heute wieder einmal so froh und sicher. Der Vater hatte ihr in der Zeitung die Notiz gezeigt, daß Baron Morre München verlassen habe, um seinen Posten bei der Gesandtschaft in Kairo anzutreten. Thretwegen hätte er nicht gar so weit zu gehen gebraucht, aber es war doch sehr gut, denn von dort kam er wenigstens nicht so bald wieder zurück. Als sie aber jetzt in die Hauptallee einbog, stand fie CO daß eine solche Hoffnung entstehen kann, wird sicherlich| formen" bestehen in einigen Quackfalbereien; und er selbst, durchaus spontaner, das heißt ohne äußere Anfstachelung allen gewerkschaftlich organisirten Genossen zu Anlaß dienen, hat so wenig Vertrauen in sie, daß er Truppen über entstanden ist, nichts zu thun haben. strenge darüber zu wachen, daß unsere gewerkschaftliche Truppen nach Sizilien schickt und den dort kommandirenden Interessant, jedoch keineswegs überraschend ist die ThatBewegung vom proletarischen Klassenstandpunkte nicht abirrt, General Morra mit diktatorischen Vollmachten aus fache, daß da, wo die Arbeiterorganisationen( Fasci) stark daß sie sich der unauflöslichen Interessensolidarität der gestattet hat. find, die aufständische Bewegung entweder gar feine oder gewertschaftlich und politisch organisirten Arbeiter stets be- Mit anderen Worten heißt das, der Belagerungs- nur geringe Nahrung gefunden hat. In Deutschland wußt bleibt. zustand ist in Sizilien proflamirt. Und hat die sozialistische Organisation, wie wir wiederholt nachEs ist übrigens gar nicht zutreffend, daß die Bour- wie sagte doch einst der erste Minister des Königreichs weisen fonnten, einen ähnlichen Einfluß ausgeübt. Greift geoisie aller Richtungen den Standpunkt der Kreuz- Italien, Cavour? Mit Belagerungszustand die revolutionäre Bewegung um sich, so werden die Fasci Beitung" theilt. Den Herren Stumm und Krupp, den fann jeder Esel regieren." Oder auch die freilich nicht fern bleiben und sie werden dann die Gewalt Schlot und Grubenbaronen ist die gewerkschaftliche Be- Regierung zerstören fügen wir hinzu.der Bewegung mächtig erhöhen, indem sie hre Organisation wegung nicht minder ein Dorn im Auge, wie die politische auf dieselbe übertragen und ihr ein festes Gefüge mit festem Arbeiterbewegung. Würde die Bourgeoisie den Stand: Kern und zielklarer Leitung geben. punkt der Kreuz Beitung" theilen, dann würden so einfache und und bescheidene Forderungen, wie sie die deutschen Gewerkschaften aufstellen, nicht so hoch müthig und energisch von der Bourgeoisie abgewiefen werden, dann hätte man nicht die Organisation 0 der so gemäßigten Buchdrucker bei ihrer letzten Arbeitseinstellung fast verbluten lassen, dann wäre es nicht zur schmachvollen Tabatarbeiter- Aussperrung in Hamburg gekommen, dann hätte man nicht gegen die streikenden Bergarbeiter Militär aufgeboten. Der preußische Staat als Ar beitgeber und die industrielle Bourgeoisie sorgen höchst verdienstlich, wenn auch unbewußt dafür, daß der proletarische Klassenstandpunkt in den Gewerkschaften nicht eingelullt wird. Freilich, die guten Agrarier sind von den gewerkschaftlich organisirten Arbeitern noch nicht aus ihrer Ruhe heraus gefigelt worden, deshalb spielen ihre Organe noch die gewertschaftliche gegen die politische Arbeiterbewegung aus. Aber die Sprache der Kreuz- Zeitung" wird bald eine andere werden, sie wird sich sofort des Erlasses ihres Staatsmannes Buttfamer erinnern, sie wird das Gedächtniß Teffendorfs feiern, sobald die mit Hungerlöhnen abgespeisten Landarbeiter den Werth des Streits fennen lernen und den über Arbeitermangel flagenden Großgrundbesitzern zeigen, was eine Arbeitseinstellung zur Zeit der Ernte bedeutet. Wenn die Kreuz- Zeitung" komischer Weise meint, daß die gewerkschaftliche Bewegung bei einer entsprechenden Ausdehnung an einer Annäherung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, naments lich in den Kreisen der mittleren und tleineren Produktion, führen wird un d muß", so ist das naiv und ein Beweis ihres vollständigen Mißverstehens der wirthschaftlichen Entwickelung im Zeitalter der der Spige zutreibenden Akkumulation. " den In dieser Auseinandersetzung ist nur das Eine richtig, daß die Konzentration der Kapitalien, oder sagen wir kurz: der Kapitalismus mit seinem Großbetrieb die Arbeitgeber" in den Kleinbetrieben", das heißt, die Kleinmeister und Kleinfabrikanten Arbeitern, d. i. Proletariern näher bringt; das hat aber mit der gewerkschaftlichen Organisation nichts zu thun und zeigt sich auch da, wo noch nicht die kleinsten Anfänge einer solchen vorhanden sind es ist die einfache und natürliche Folge der Thatsache, daß die Kleinmeister und Kleinfabri fanten durch das Großkapital zu Proletariern ges macht, also den Arbeitern nicht blos näher" gebracht sondern ganz gleich gestellt und mit ihnen unter derselben Walze zerquetscht werden. Das ist allerdings eine. " Interessengleichheit". Diese Interessengleichheit" führt aber nicht, wie die Kreuz- Zeitung" in donquixotischem Utopismus vermeint, zur Hebung der" Mittelstände", fondern ergiebt sich umgekehrt aus deren Vernichtung, und führt zum Sieg des Sozialismus über die tapitalistische Gesellschaftsordnung. " Die Hunger- Revolution in Sizilien. Der Aufstand der Sizilianer denn daß es ein Aufstand, eine allgemeine Volkserhebung ist, wird jetzt auch von der italienischen Regierung nicht mehr in Abrede gestellt nimmt einen immer ernsteren Charakter an. Er ist vom flachen Lande nun auch in die größeren Städte ges drungen. In Trapani kam es schon zu heftigen Ausbrüchen, obgleich die Truppen noch Herren der Stadt sein sollen. Auch in Palermo und Messina gährt es bedenklich. Herr Crispi hat erklärt, er sei sicher, daß durch seine Reformen" die Ruhe wieder hergestellt würde. Die Revor diesen unaufhaltsam dahinrollenden Wagen betroffen still. Wie sollte sie da hinüber kommen? Sollte fie um fehren? Aber da erspähte sie eine Lücke und rasch entschlossen, ihre Azalee fester an sich drückend, hüpfte sie über die Straße. Als sie brüben angekommen war, wandte sie den Kopf und blickte zurück, wie auf eine glücklich überstandene Gefahr. Aber plötzlich war eine Stanung eingetreten, und darüber entstand ein Lärm, ein Schimpfen und Schreien der Kutscher. Ein junger Mann, der einen eleganten Phaeton selbst tutschirte, hatte mit einem heftigen Ruck seine Pferde zum Stehen gebracht, dadurch fuhr der nächste Wagen in den seinen und der nächst nächste in den vorderen hinein und die Verwirrung war allgemein. Von einem unserer Korrespondenten wird uns über die Hungerrevolution" geschrieben: Aus Palermo wird gemeldet: Bei dem Aufruhr in Pietraperzia am 1 b. Mts. wurden acht Meuterer getödtet, sowie ein Kind und 15, sämmtlich Landleute, verwundet, von den Soldaten ist einer schwer ver wundet, elf leicht verlegt. Der Anblick der Ortschaft ist ein überaus trauriger. Die Straßen sind völlig velassen, zahlreiche Patrouillen haben alle Ausgänge befetzt. Bei de Feuersbrunst in Salemi am 1.b. Mts. wurde das Klubhaus der„ Buori Amici", die Bureaux des Notars Baviera, die Volksbank unt aniere Gebäude zerstört. Die Flammen find 15 Kilometer neit ichtbar. In Mazzoara sind die Magazine geschlossen; den Anllick ist troftlos; es herrscht große Bewegung. In Gibellina umringten 34 Soldaten das Bürgermeisteramt, um die Inbandstedung desselben zu verhindern. Der Prätor Cafapinta as Palermo begab sich auf die Straße, um Ruhe zu stiften, urde aber von bewaffneten Meuterern getödtet, worauf di Truppen Fener gaben. Um ein weiteres Blutvergießen zu ermeiden, verließ das Militär den Play. Wie es eißt, sind fünf Meuterer getödtet und fünf verwundet. Die Ausbrüche der Verzweiflung des gepeinigten Volfes schlagen zu größeren Flammen empor. Von einem Gottesfrieden hatte Crispi in der Kammer gesprochen. Wie billig und bequem für den Haupturheber und Beförderer all dieser Noth, all dieses Elendes, der Erstickung des Volkes, der Aussaugung des Landes durch die Heeresrüstungen und nicht zu ver geffen wie billig und bequem auch für den Mitbetheiligten an der Korruption. Hat doch eben erst das Bankhaus Filippo Weil- Schott in Mailand ihm, dem Ministerpräsidenten die 240 000 Fr. leihen müssen, damit er nicht als Wechselschuldner der Banca Romano die neue Regierung beginne. Mit eisiger Kälte, von den Sozialisten mit Spott und Hohn wurde dies Ver langen von der Kammer aufgenommen, und der Gottesfrieden besteht heute auf seiten des Volkes darin, daß Sizilien in Flammen lodert, und auf seiten der Regierung in der Thatsache, daß immer neue Soldatenmassen hingesendet werden, ja baß im letzten. Ministerrath foeben beschlossen wurde, das ganze neue Militäraufgebot von 1869 mit einem Male unter die Waffen zu rufen. Diese lette Maßregel ist geeignet, auch im Auslande, in erster Linie in Frankreich, neue Spannung Diese Nachrichten sind typisch. An vielen anderen und Beunruhigung hervorzurufen. Das offizielle Militärblatt Orten ist es ähnlich hergegangen. Der Telegrap ist in Italiens l'Esercito" ergeht sich bereits in dunkeln Anspielungen den Händen der Regierung, welche die Nachrichte zensirt im Hinblick auf diese Maßnahme, als käme es zu einem neuen, oder ganz zurückhält, wenn sie ihr nicht in der Kram Ueber die Metzeleien von Valguarnera, eine Stadt von passen. Sie läßt verbreiten, der Aufstand sei im Göschen, 12 000, und von Seriera, eine Stadt von 14 000 Einwohnern, während er erst im Anfang ist. Die Lage verschimmert haben Sie schon berichtet. Die Metzelei war weit schlimmer, sich jeden Augenblick für die Regierung, die, nachem sie als die offiziellen Depeschen besagen. gestern noch 40 000 Mann Soldaten für ausreichtd zur Unterdrückung des Aufstandes hielt, heute beschlofn hat, 20 000 mehr hinzuschicken, also im ganzen 60 000 Mann. Das ist der Crispi'sche Gottesfriede".frischen, fröhlichen Krieg"." Lassen Sie sich überhaupt durch die offiziellen Depeschen nicht täuschen. Es find Lüpendepeschen, namentlich die, welche Crispi's warmes Herz und Versöhnungsstimmung für die verhungernden, verzweifelnden Bauern und Arbeiter Siziliens preifen. Die Thatsachen reden eine zu laute, blutige Sprache, Ein paar Zahlen werden es anschaulich machen, wie und an Brutalität der Unterdrückungsmaßregeln wird Grispi furchtbar der Steuerdruck auf Sizilien ist, und wiechwer feinem deutschen Vorbilde nichts nachgeben. Wurde doch das im Vergleich mit den Bewohnern anderer italiäischen neue Ministerium Crispi bei seiner Vorstellung in der Kammer Provinzen die Sizilianer belastet find: Piemont he eine von dem sozialistischen Abgeordneten Ferri begrüßt als das Bevölkerung von 3 400 000 Einwohnern und 12 Müonen Konglomerat, die letzte Zusammenhäufung aller bürgerlichen Franks( Live) an Verbrauchssteuern zu entrichten; Gilien abgelebten Parteien in Vereinigung und im Rampfe mit der neu bei einer Bevölkerung von 3 500 000, also voi nur aufsteigenden Partei der sozialistischen Arbeiter Jtaliens, der die 100 000 Köpfen mehr, hat beinahe das ei Zukunft gehört. Die Ausnahmeerscheinung des sozialistischen Bürgermeisters von Monreale, Balfano, giebt den Bourgeois fa che, nämlich 35 Millionen Lire, aufzubrinen. blättern noch immer Stoff zu ängstlichen Betrachtungen, Das sind beredte Ziffern, die beweisen, daß unter deiaus Sein muthiges, mannhaftes Verhalten ist nicht ohne Wirkung gesogenen Provinzen Jtaliens Sizilien, das„ Stiefnd", geblieben; es hat die ganze Gemeindevertretung von Monreale die ausgesogenste ist. begeistert und zu gleichem Schritte bewogen. Als der Re gierungskommissar erschien, erklärten sie sich sämmtlich solidarisch mit dem abgesezten Balfano und legten ihr Amt nieder.- Für die blutigen Opfer des Gemehels in Giardinelli Politische teberlich. Berlin, den 4. Januar Ii hat die eben organisirte Provinzkasse der Fasci von Palermo alle verfügbaren Mittel zur Unterstützung gesandt. Es ist selbstverständlich, daß die organisirten Fasci, die das Streit über das monarchische Bewußtsein. Die Programm der sozialistischen Arbeiter Italiens von Reggio Emilia angenommen haben, mit den Verzweiflungsausbrüchen Konservative Korrespondenz" und die Kreuz- Being" des hungernden Voltes an sich nicht in Beziehung gebracht einerseits, die" Nordd. Allg. 3tg." andererseits streit, sich werden dürfen, wie es die tapitalistische und Bourgeoispreffe erregt über das monarchische Bewußtsein. Wir finriel. nur zu gerne thut. Wo mächtige Fasci bestehen und wirksam zu wenig Fachmänner auf diesem Gebiete, um diesen streit find, ist ein solcher vulkanischer Ausbruch bisher nicht zu entscheiden, doch glauben wir, daß das monarhische gefchehen. Aber die Bewegung der Fasci ist ja noch Bewußtsein von diesem Streite keinen Nugen hat. 11 ganzjung, kaum mehr als ein Jahr alt. Die thatsäch lichen Hungerverhältnisse auf dieser von der Natur so ge Eine Folge des Eulenburgischen Erlasses. Aus fegneten Jusel- Sizilien war ja einst die Kornkammer Roms Delitzsch wird gemeldet, daß das amtliche Krei Platt, und könnte es wieder für halb Jtalien sein und die wahn welches die Annahme der kleinen" Handelsverträr im finnig verkehrten und brutalen Maßnahmen der herrschenden Reichstage seinen Lesern verheimlicht hat, einen Ariel zu Klassen, die sich vorzüglich in der Besteuerung offenbaren, find gunsten des russischen Vertrages veröffentlicht. Wie detorm so himmelschreiend, daß fein ehrlicher Sozialist anders als mit die Verhältnisse bisher gewesen, erkennt man daraur daß wärmster Antheilnahme diesen Hungerausbrüchen folgen kann. Berharrt die Regierung bei ihrem Prinzip, Pulvar und Blei es bei der letzten Wahl unmöglich gewesen ist, den mern zur Antwort zu geben, anstatt der dringenden Reformen, so die dem russischen Handelsvertrage zu grunde Ifgenden wird auch den organisirten Arbeiterbünden nichts anderes Thatsachen auseinander zu setzen und sie über die bsichten übrig bleiben, als den offenen Gegenfampf gegen die Mörder des Volkes zu organisiren. Turch den Brief unseres Korrespondenten wird voll bestätigt, was wir gestern schrieben, daß politische Barteien oder Organisationen mit dem Aufstand, der ein der Regierung aufzuklären, weil infolge des I an träth= lichen Einflusses tein Saal zu haben wa Das Eintreten des amtlichen Kreisblattes für den Handelvertrag mit Rußland scheint demnach eine Folge des Eulenbrgischen Erlaffes vom 20. Dezember v. J. zu sein. selbst wie eine Blume im Dufte der Jugend dahinter So rannte sie wie ein gehegtes Wild über den Memilianhervorjah. Ihr Gang war leicht, er hatte etwas Schwebendes, platz dahin. Ihre Wangen brannten, ihre Brust teuchte. und wie sie durch die lichtglänzende Au dahinschritt, deren Sie trug noch immer die Azalee in den ermattende Armen, knospende Bäume den ersten grau- grünen Schimmer zeigten, aber sie war ihr so schwer geworden, daß sie mate, sie erschien sie ihm wie der Frühling selbst, der eben ins Land zieht. Jede Andere, die mit eigenen Händen ihre Blumen vom Markte trug, hätte er in die niederste Stufe rangirt, sie trug fie, als ob sie zu ihr gehörten, wie ein Emblem. Gewiß, fie verdiente feine Aufmerksamkeit und das tiefe Jutereffe, das er für sie von dem ersten Augenblick an empfand. Und er ging hinter ihr drein und examinirte genau jedes Glied und jede Rundung dieses jugendlichen Körpers, den er mit den Augen zerpflückte. Sie waren aus dem Park durch den Hofgarten gegangen und betraten den Odeonplay, in den eine Anzahl Straßen einmünden. Lene kümmerte sich nicht darum und lief vorwärts. Er hielt sich nun knapper an ihren Fersen, um ihr Aber auch der Schuldige, der die Zügel dem Be- keinen Vorsprung zu lassen. dienten zugeworfen hatte und vom Wagen herabgesprungen Sollte er sie ansprechen? Nein. Auf der Straße brauchte war, fehrte sich nicht weiter daran und flüchtete gleich ihr sie ihm keine Antwort zu geben; er gedachte ihr in anderer in derselben Richtung. Weise näher zu treten, sobald er nur erst wußte, wer sie Es war Dr. Hartmann, der in dem die Straße über- war und wo sie wohnte. sezenden Mädchen diejenige erkannt hatte, die er seit Langem suchte. Sie sollte ihm nicht mehr entkommen. Bald hatte er fie eingeholt und überholt. Jenes inimer raschere Gehen irritirte ihn, seine dezente Haltung forderte keineswegs zu einer Flucht heraus. Sie befanden sich überdies in einem belebten Stadttheil und sie hatte nichts zu befürchten. 24 müsse sie schon im nächsten Augenblick von sich wifen, als eine nicht länger zu bewältigende Last. Dort schol sich ein Gebäudekomplex in einer scharfen Ecke in den Pla binein, dorthin richteten sich ihre Augen. Wenn sie diese Ecke vor ihm erreichen könnte, wäre alles gewonnen. Dannblieb sie ihm einige Augenblicke entzogen, sie konnte sich in in Haus flüchten und verstecken. Schon an der Grenze ihres Könnens, raffte sie noch einmal ihre Kräfte zusammen und lief, nein, ftzte vor wärts, bog um die Ecke und rannte gegen ein grses Haus zu, dessen Thor weit offen stand. Aber da strauchelten ihre zitternden Füße ver einen vorstehenden Pflasterstein, sie stürzte, die Azalee st an sich drückend, zu Boden und verlor das Bewußtsein Das Gefühl der Kälte brachte sie wieder zu sich. Jr Gesicht war feucht von Wasser. Sie riß die Augen auf, wie aus einem Traum wachend, und begegnete dem freundlichen Antlitz eines juren Mädchens, das sich besorgt über sie beugte. Wo bin ich?" fragte Lene. Sie fand sich in einem fremden Gemach, fichselbst auf einer Ottomane hingestreckt. Sie wollte emporsprigen, aber die Muskeln verjagten. " Bleiben Sie ruhig, Fräulein", flüsterte das Mädchen in einem süßlichen Ton. Seien Sie unbesorgt, eist Ihnen nichts geschehen. Sie waren nur betäubt vou dei schweren Fall. Sie sind vor unserem Hotel gestürzt, der sortier hat Sie heraufgetragen." Und meine Azalee?" Das Mädchen lächelte. Er blickte sie scharf an, um sich zu vergewissern, daß Lene haftete indeß immer weiter; sie wußte, daß sie verer sich nicht getäuscht hatte; sie war es wirklich, und er erfolgt wurde. Sie konnte, sobald sie einen raschen Blick seit tannte jeden Bug in dem lieblichen Gesichtchen wieder, das wärts warf, die Gestalt ihres Verfolgers in den Schaufenstern er vor seinem Blick erröthen sab. sich widerspiegeln sehen, und sie verhehlte sich nicht, daß diese Er blieb stehen, um eine Zigarre aus seinem Etui zu jung, elegant und aumuthig war. Es vermehrte nur ihre nehmen und langsam anzuzünden so mußte sie wieder Angst. Wenn sich wiederholen sollte, was ihr weibliches an ihm vorbei kommen. Zartgefühl so tief verlegt hatte, wenn ihr eine neue Schmach Sie wendete den Kopf von ihm weg, nach der anderen zugedacht wäre und sie sich abermals zu vertheidigen hätte Die muß einen neuen Topf bekommen, dan wird sie Seite. Der Schelm, sie wußte es wohl, daß sie im Profil gegen eine unverdiente Beleidigung?! Ihr Blut wallte sich schon wieder erholen. Aber denken Sie nichtharan und noch entzückender war. stürmisch, ihre Besonnenheit schwand unter der sich steigern- erholen Sie sich vorerst selbst, das ist wichtiger und sie Durch die rasche Bewegung war in dem Papier, das den Angst und Verwirrung und ihre Nerven gehorchten drückte Lene sanft in die Kissen zurüd. ihre Azalee umhüllte, ein Riß entstanden, die weißen nur mehr dem einen, rein instinktiven Antrieb, dem ihr Diese leistete keinen Widerstand, fie lächelte ind nickte, Blüthen drängten sich ausbreitend daraus hervor und um Nachsehenden zu entkommen und sich seiner Verfolgung zu als wolle sie sagen, ich verstehe jetzt Alles undhabe keine rahmten das rosigste und frischeste Mädchenantlig, das entziehen. Angst mehr. Das Zentrum dürfte nach Meldung der Bonner diesseitigen Bechen, das Synditat, selbst für eine Verminde Reichs- Zeitung für die Steuervorlagen stimmen, der Kuh- rung der Förderung plaidirt. Für die demnächstige Jahreshandel scheint demnach schon abgeschlossen, die armen versammlung soll nämlich folgender Förderungsplan pro Zentrumswähler erhalten somit theuereren Tabat und Wein, 18. 4. vorgelegt werden: Im Januar und Februar und vom Quittungs- und Frachtbriefsteuer, dafür aber auch die September bis 1. Januar 1895 volle Förderung; vom März Jesuiten und eine Verschlechterung der Schule. Leider wir bis zum Auguft und im Bedarfsfalle auch im November eine auch. Einschränkung der Förderung um 8 pCt., d. h. mit anderen leber Religion als Privatsache leitartikelt die Worten: Auf der einen Seite Vermeidung von Sicher Norddeutsche Allgemeine Zeitung" aus Anlaß des Bebeitsvorschriften zu gunsten der Arbeiter ans Angst vor schlusses der belgischen Genossen. Das offiziöse Blatt wirft Einbußen und Gewinnverringerung: auf der anderen Seite der Sozialdemokratie vor, mit diesem Programmsage gewaltsame Einschränkung Lebergewinn bringender ProKompromißpolitit zu machen. Daß dies aber nicht der Fall buktion, ohne das Aequivalent größerer Sicherung für die ist, weiß jeder, dem es nicht verborgen geblieben ist, daß Arbeiter unter Verschärtung ihrer an fich bedrängten wirthdie Sozialdemokratie heute die einzige Barter ist, welche Ichaftlichen Lage. Bei solcher Sachlage darf man sich nicht ehrlich die freie Meinungsäußerung und damit auch die wundern, wenn dem Arbeiter das Verständniß für die volle Religionsfreiheit innerhalb und außerhalb der Partei Unternehmerfürsorge" mehr und mehr verloren geht. verficht. Zum Militärboykott schreibt die„ Boffische Zeitung" einen ganz vernünftigen Leitartikel, dem wir folgende zwei Abfäße entnehmen: werden. Erfolgt bas Begehren in der Form der einfachen Anregung, fo ift, wenn die beiden Räthe demselben nicht von sich aus entsprechen, die Volksabstimmung darüber anzuordnen. Im Falle der Annahme des Begehrens findet beffen Ausführung durch ein Gesetz statt. Erfolgt das Be gehren in der Form des ausgearbeiteten Entwurfes, so ist die Boltsabstimmung darüber anzuordnen. Im Falle der Annahme ist der Entwurf Gesetz. Die beiden Räthe können ihre Ansicht sowohl über die einfache Anregung, welcher sie nicht von sich aus entsprechen, als über den ausgearbeiteten Entwurf den Stimmberechtigten in einer Botschaft zur Kenntniß bringen. Art 90a Boltsabstimmungen finden orbentlicherweise nur einmal im Jahr, im Herbst, statt. In der Zwischenzeit darf nur in dringenden Fällen eine Coltsabstimmung angeordnet werden. Artikel 90b. Bei allen eidg. Abstimmungen ist die Stimm abgabe für die Stimmberechtigten obligatorisch. Durch Bundezbeschluß wird bezüglich des Obligatoriums und der Anordnung der Volksabstimmung das Erforderliche festgestellt. Aus dem gleichen Oberbergamts- Bezirke Dortmund wird mitgetheilt, daß die Gerichte fich wieder einmal in Die Einigung der franzöfifchen Soziardemo Gutgefinnte Bomben. Von einer Attentatsdrohung ganz charakteristischer Weise gegen die Arbeiter und für fratie. In einer gestern in Paris abgehaltenen Parteinimmt der„ Hannover'sche Kourter" nachträglich Notiz. Das Unternehmerthum ausgesprochen haben wir verweisen versammlung wurde ein Antrag zu gunsten einer vollAn den Polizeipräsidenten in Hannover ist vor Weih: hierüber auf unsere Notiz Vom Bergarbeiterstreik in ständigen Bereinigung der verschiedenen Gruppen der französi nachten ein Schreiben eingegangen, in welchem angedroht unserer sozialen Uebersicht. Auch dieses Streifverbot wird schen Sozialdemokratie zum Beschluß erhoben. wird, daß die Häuser der Polizeidirektion und des Re- die Arbeiter nicht hindern, die Arbeit niederzulegen, wenn die schen Sozialdemokratie zum Beschluß erhoben. gierungspräsidenten( Willy Bismarck) mit Dynamit in die unersättliche Profitwuth des Unternehmerthums sie zu diesem Luft gesprengt werden sollen, wenn nicht die Bestimmungen Schritt drängt. über die Sonntagsruhe für den Sonntag vor Weihnachten aufgehoben werden. Das nationalliberale Blatt bezeichnet dieses Echreiben als einen nicht ernst zu nehmenden albernen Brief und will es dahingestellt lassen, ob darin ein roher Scherz oder ein thörichter Nöthigungsversuch zu erblicken fei. Eins von beiden wird wohl der Fall sein, aber wir hätten das Wuthgeheul des Bennigsen'schen Organs hören mögen, wenn etwa der Inhalt des Briefes eine gleiche Androhung für den Fall der Beseitigung der Sonntags" bestimmungen enthalten hätte. Dann hätte man es nicht blos mit einem albernen, nicht ernst zu nehmenden Brief zu thun gehabt, sondern mit allem Bombaß sittlicher Entrüstung wäre nach Polizei und Ausnahmegesezen geschrien worden. Woher dieser Unterschied? Die Beseitigung der Sonntagsruhe liegt allen Bourgeoisparteien am Herzen und selbst die Antifemiten suchten sich im Reichstag ihre Sporen mit einem Antrag für jene zu verdienen; der Bombenandroher gehört also zu den Gutgesinnten", dem höchstens ein unpassender Scherz zuzutrauen sei, während die Sache des Arbeiter schutzes einzig und allein den bösen Rothen am Herzen liegt. Aus den Ferienkolonien. In Metz haben sich nach einem Soldatenbrief drei Rekruten bei den Dragonern das Leben genommen; zwei sprangen in die Mosel, einer erhängte sich. Ein Vierter suchte sich die Pulsadern zu öffnen. Die Schreckenskomödie, welche die französische Polizei jezt mit ihren anarchistischen" Schüßlingen aufführt, wird von der bürgerlich- radikalen Presse Frankreichs ebenso beurtheilt, wie von uns und unseren französischen Genossen. In wenig Tagen tritt die Kammer wieder zusammen, und die nach Baris zurückkehrenden AbDen Soldaten erwachsen fowohl in fleinen wie in großen geordneten sollen sich vor dem Rothen Gespenst hinter die Städten erhebliche Uebequemlichkeiten aus den militärischen Verrufserklärungen In den großen Orten kann der Soldat Rockschöße der Polizei und Regierung flüchten, und Herrn oft im Zweifel fein, ob die Wirthschaft, die er eben betritt, Casimir Perier seine Majorität geben" das bezeichnet verboten oder erlaubt fei Ein Regifter von neunzig Kneipen Justice" als den Zweck der sinnlosen Maßregel, die nach namen fann er unmöglich im Kopfe baben; er fann es auch den jüngsten Berichten ganz resultatlos geblieben ist, d. h. nicht immer bei sich tragen Er geräth in eine peinliche Lage, nichts zu Tage gefördert hat, was man nicht schon längst wenn er einer größeren Gesellschaft oder einer Familie, mit wußte. Der ministerielle" Temps" sagt naiv: Der Zweck der er eben freundschaftlich verkehrt hat, erklären muß. er sei war, die öffentliche Meinung zu beruhigen, indem man genöthigt, fich von ihr zu trennen, da er die Wirthschaft. in zeigte, daß mit den neuen Gefeßen Ernst gemacht werden der man jetzt eintehre, nicht besuchen dürfe. In diefem foll." Beruhigen" ist gut. Das ganze Geheimniß Augenblicke entsteht in seinem Innern nothwendig ein Ge" fühl der Bitterteit über die amtliche Beist aber in diesen Worten verrathen. Beiläufig waren zu vormundung, und dieses Gefühl ist den diesen Haussuchungen die neuen Gesetze" gar nicht nothfozialdemokratischen 8weden förberlicher wendig. Alles was sie seit dem 1. Januar gethan, hätte als jede Ueberredungskunst, die in der die Polizei längst thun können, wenn sie gewollt hätte. Kneipe oder in den Biergärten von Sozialdemokraten an dem Soldaten versucht werden Umberto, der König Italiens, bereitet sich schon könnte. Gewonnen ist mit dem Verruf nichts. auf die Revolution vor, die ihn vielleicht bald aus dem Wenn die Sozialdemokraten es auf die er sonnigen Italien hinausfegen wird. Der in Paris erführung von Soldaten abgefehen hätten, scheinende New- York Herald" und der Mailänder Secolo" so wüßten fie sicherlich Mittel und wege bringen nämlich die Nachricht, König Humbert habe sein au finden, ibre Absichten in anderen als den boykottirten Wirthschaften wirtsam zu Vermögen nach einer Rücksprache mit seinem Hausminister bei dem Hause Rothschild in London deponirt. verfolgen. Die Verrufserklärung erscheint vom Standpunkte England hat im laufenden Rechnungsjahre ein Defizit der militärischen Manneszucht weder nöthig noch nüglich. Bom wirthschaftlichen Standpunkte ist sie von ca. 40 Millionen Mart. Und dabei giebt die Regieeine zweifchneidige Waffe, vom Standpunkte der Erziehung rung nach der Meinung der Opposition zu wenig für aber ist sie schwer zu vertheidigen, da sie in dem Soldaten die die Marine aus! Empfindung weckt, in seinen Privatverhältnissen, die mit der Militärpflicht nichts zu thun haben, ohne Noth beengt, in der Die freien Verfügung beschränkt zu werden. Militärverwaltung würde schwerlich einen Nachtheil verspüren, wenn sie einen dicken Strich durch die ganze Verrufsliste machte. Die unerfättliche Profitwuth der Grubenbarone tritt wieder einmal in hellste Beleuchtung anläßlich des von der westfälischen Bergpolizei in Aussicht genommenen Ver botes des Schießens in den Gruben. Nach derselben soll nämlich fortan das Echießen in reiner Kohle vollständig untersagt sein. Die Begründung dieser Vorschrift basirt auf der wiederholt beobachteten Thatsache, daß wie lezthin auch auf Kaiserstuhl an Stellen, wo man vorher Wetter oder explosiven Kohlenstaub nicht bemerkt hat, dennoch durch Abihun eines Sprengstoffes Katastrophen eingetreten sind, denen Der Prozeß gegen den jungezechischen Geheim zahlreiche Familier zum Opfer fielen. Zweifellos steht fest, bund Omladina soll am 15. Januar beginnen. 78 Perdaß ein Schießverbot im dringendsten Interesse der Sichesonen find angeklagt. rung des Betriebes und der Mannschaften liegt und daher mit Freuden begrüßt werden sollte. Allerdings ist das von der Hand erfolgende Schrämmen wesentlich zeitraubender. Dennoch hat die Erfahrung gezeigt, daß gerade Bechen, auf denen wegen der massenhaften Anhäufung von Explosiv stoffen das Schießen schon länger verboten ist, diese Opfer längst wieder wett gemacht haben. Dessen ungeachtet aber ist, wie die Volts- Zeitung" mittheilt, der wir diese Angaben entnehmen, die Vertretung der Bergbaut Judustrie nicht gewillt, zur Einführung der Sicherheitsvorschrift zu gunsten der Arbeiter die Hand zu bieten. Gewinneinbuße, Unterbrechung der Stetigkeit der Produktion und wie die Einwände alle heißen mögen, werden als„ wuchtige" Abwehrmittel ins Treffen geführt. Merk würdigerweise aber geschieht das in demselben Augenblick, wo die jüngst geschaffene Wirthschafts Organisation der Sie streckte sich ihrer ganzen Länge nach aus... Ach, sie war so müde, und es that wohl, sich dieser Ermattung hinzugeben. Mit einer schlaffen Handbewegung langte sie nach dem Mädchen, ohne es erreichen zu können, und so beguügte sie sich, ihr zuzuflüstern: lich veröffentlichen: Unruhen in Serbien. Aus Belgrad wird unterm 4. d. M. telegraphirt: 41 Hier eingetroffenen Nachrichten aus Alt Serbien zufolge haben mehrere albanesische Stämme die firchlichen Behörden vertrieben. Es wurden sofort Truppen entsandt. Stambulow, der bulgarische Bismarck, ist eifrig am Werk, sich und dem Roburger den Boden unter den Füßen abzugraben. Obgleich er ein großes Defizit zusammengewurde vor Schluß der Session von demokratischen Ab- reich begüterten Fürsten zu erhöhen. Dabei revidirt er im Volksrechte. Im schweizerischen Nationalrath wirthschaftet hat, Beamten- und Offiziergehalte vermindert, so hat er die Unverschämtheit besessen, die Zivilliſte des geordneten folgenber Intrag eingereicht, den wir nachträg reaktionären Sinne die ursprünglich freiheitlichen Gesetze Bulgariens, so mußte fich die Sobranje, das bulgarische Der Bundesrath ist eingeladen, Dericht und Intrag au bringen über die Frage, ob nicht die art. 89 und 90 der Parlament, kurz vor seiner Vertagung mit der Verschär Bundesverfassung in nachstehender Weise zu ersetzen seien: fung des Preßgesetzes beschäftigen. Dem Gesetzentwurfe zuArt. 89. Für Bundesgeseße und Bundesbeschlüsse ist die folge würde in Zukunft eine Person, die sich wegen PreßverZustimmung beider Räthe erforderlich.( An die Stelle des der gehens in Präventivhaft befindet, sich nicht als Herausgeber malen geltenden fakultativen Referendums tritt ein beschränktes oder Redakteur eines Blattes zeichnen können. Des Weiteren obligatorisches Referendum.) sollen Strafen für die Veröffentlichung von gerichtlichen Dokumenten, Staatsaften u. dgl. vor der Verhandlung festgesetzt werden. Art. 90. Das Vorschlagsrecht( Initiative) umfaßt das Begehren von 30 000 Echweizerbürgern oder von 8 Kantonen um Erlaß, Aufhebung oder Abänderung eines Bundesgesetzes oder eines ein Bundesgesetz ausführenden Bundesbeschluffes. Solche Begehren können in der Form der ein fachen Anregung oder des ausgearbeiteten Entwurfs gestellt fnapp und enge, das Leibchen war aufgeknöpft und ein schmaler Streifen des weißen Hemdes war sichtbar, unter dem der junge Busen in gleichmäßigen Intervallen sich hob senkte. Er warf und fente einen raschen Blick gegen die Thür – dort Zum griechischen Staatsbankvott. Der König von Griechenland hat, wie man der Bossischen Zeitung" aus Athen schreibt, das Gesetz betreffs des Staatsbankrotts, nach mehrtägigem Abwarten in voller Kenntniß der von den fremden Regierungen eingebrachten Proteste sanktionirt. Ministerpräsident Tritupis hat weder von der vom frans zösischen Gesandten im Auftrage seiner Regierung schriftlich formulirten Verwahrung, noch von dem mündlichen Proteſte des deutschen Gesandten der Kammer seiner der Riegel er brauchte ihn nur vorzuschieben und Beit Mittheilung gemacht. Diese Umstände blieben den Bitte, gehen Sie nicht fort, bleiben Sie bei mir." Und als sie sah, daß das Mädchen bejahend nickte, was konnte ihn hindern glücklich zu seinach was glück Deputirten der Opposition unbekannt. Das Baudern des Monarchen wurde von der Opposition in einem ihr günlegte sie fich mit einem Seufzer der Erleichterung auf die lich rasend vor Seligkeit! Seite und schloß die Augen... Die ganz Erschöpfte In fiebernder Begehrlichkeit wollten seine Finger sich stigen Sinne aufgefaßt, und sie sprach von dem Rücktritte war eingeschlafen. Einen Augenblid blieb es ganz still diesem weißen ihm entgegenschimmernden Halse nähern, als Tritupis als von einem nahe bevorstehenden Ereigniß. Es in der Stube, dann bewegten sich die seidenen Vorhänge er ihr aber in das Gesicht blickte, zuckte die Hand zurück. ist aber nicht einzusehen, wie bei dem gegenwärtigen Stande des großen Fensters und Hartmann, der lauschend dahinter Dies Gesicht in seiner ernsten Ruhe, mit dem sanften der griechischen Finanzen eine neue Regierung den Gläubigern gestanden, tam unhörbar über den dicken Teppich heran ge- findlichen Ausdruck machte ihn betroffen und schüchterte mehr als werthloses Papier und leere Versprechungen bieten schlichen. ihn ein. Nun?" fragte er leise und ungeduldig. Nein... ein Frevel wär's... und beginge er ihn, " Ich fürchte, das Fräulein ist aufs Neue bewußtlos würde er sich damit nicht selbst um etwas betrügen, das geworden," lispelte das Stubenmädchen. töstlicher wäre, als alles, was er bisher gekannt hatte? Haben Sie die Kleider geöffnet?" Nein," rief es stärker in ihm ,,, das ist eine Reine und Du bist kein Schurke." Ja, sie beengten sie kaum; das Fräulein trägt kein Mieder." ,, Es ist gut," sagte er in seiner vornehmen Art, ihr Etillschweigen auferlegend, dann beugte er sich leise und vorsichtig über die Regungslose. den um. " 13 Er ging von ihr hinweg gegen das Fenster. Er brauchte Luft. Linde strömte sie ihm entgegen, vermengt mit dem Duft von Frühlingsblumen, die auf der Terrasse im Flor standen. fönnte. Bankrott müssen die Staaten werden, bevor sie dem Militärwahnsinn Einhalt thun. Dies sieht man an Griechenland. Ein Athener Telegramm meldet nämlich: Das griechische Budget weist eine bedeutende Herabsehung der Ausgaben für öffentliche Bauten, sowie für das Heer und Marine auf. Zur Lage in Brasilien kommt die Nachricht von einer Intervention der fremden Kriegsschiffe. Nach MelIhr Athem ist regelmäßig sie schläft- wir haben Frühlingsahnung hier außen und innen.... Er fühlte dungen aus Pernambuco haben die Kommandanten der nichts mehr zu fürchten," und mit einem gebietenden Blick: fich plöglich von einer großen Freude ergriffen. Endlich fremden Kriegsschiffe dem Admiral de Gama erklärt, fie ,, besorgen Sie einen Wagen"... Gehen Sie," fügte er hatte er gefunden, nach dem er sehnsüchtig verlangte. Das würden einer neuen Beschießung der Stadt Rio entgegenfchärfer hinzu, als sie zögerte, und er drückte ihr gleichzeitig ist ja so eine fleine Kaulquappe, ein jugendzartes, un- treten, so lange die Handelsschiffe keinen Ankerplatz zum ein Geldstück in die Hand. entwickeltes Ding und er würde ihr Erster sein, ihr Einnehmen oder Löschen der Ladung hätten, wo feine GeSie ging nach der Thür. Er horchte auf ihre sich Einziger, ihr Alles. fahr für dieselben bestände. Eine anderweit nicht entfernenden Schritte, dann sah er sich nach der Schlafen- Er dachte in diesem Augenblick nicht weiter darüber bestätigte Meldung bringt der New York- Herald" aus nach, wie sich die Dinge gestalten würden, wie weit er Montevideo. Danach soll der Führer der aufständischen Sein Herz flopfte heftig. Er hatte diese Situation sich selbst zu verpflichten hätte, er dachte nur an die Flotte, Admiral Mello schwer verwundet sein und sich zur nicht herbeigeführt, er wollte sich einreben, daß er sie nicht Süßigkeiten dieses taum erblühten Körpers, die er bereits Behandlnng noch Montevideo begeben haben. einmal gewünscht hätte, aber nun leise näherte er sich für sich in Anspruch nahm. Er mußte sie befizen; aber Wunden sollen von Granatsplittern herrühren, die er erhielt, der Schläferin. freiwillig sollte sie sich ihm gebeu. Sie sollte nicht vor als der Aquidaban" nächtlicher Weile aus dem Hafen von Draußen schien noch die Sonne und ihr abendliches ihm fliehen, sie sollte nach ihm verlangen, wie er nach ihr, Rio de Janeiro segelte. Roth lag in den Gipfeln der Bäume. und wenn ihre Sinne noch im Schlummer lagen, er wollte In dem Gemache mit den gelbseidenen, die Fenster um- sie wecken; zu stürmischer Leidenschaftlichkeit sie entflammen, hüllenden Vorhängen herrschte eine goldige Dämmerung; bis sie wolluftbebend sich in seine Arme wirft, um sich in Sie ihren weichen Schimmer auch über die auf der Ottomane feinem Besitze zu berauschen. au sgestreckte Geftalt warf. Ein dunkles Kleid umhüllte fie ( Fortsetzung folgt.) Seine In der Provinz Rio Grande do Sul haben die Infurgenten weitere Fortschritte gemacht. Nach in Paris vorliegenden Nachrichten marschiren die Aufständischen nach Santa Anna, das von den Regierungstruppen verlassen worden ist. American- Theater. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Neu! Theater. Freitag, bins. Ganuar. den 5. Opernhaus. Margarethe. Schauspielhaus. Zopf und Schwert. Deutsches Theater. und der Liebe Wellen. Des Meeres Berliner Theater. Aus der komi schen Oper. Das Gefängniß. Täglich: Große Vorstellung. Wieder- Auftreten Neu! des urkomischen Bendix. Neu!! Auftreten des Neu!! besten Bauchredners d. Jehtzeit H. Blank. Ferner: Lessing- Theater. Der ungläubige Die Gründung Roms Thomas. Ein Millionär a. D. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Die eiserne Jungfrau. Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Kapitän Grant. Die Kinder des Alexanderplat- Theater. Die Iuftigen Weiber von Berlin. National- Theater. Der Teufel in Berlin. Theater Unter den Linden. Reine Vorstellung. American- Theater. Die Gründung Roms in der Möckernstraße, oder: Die. Rache des Gänserichs. Wintergarten. Spezialitäten Vor stellung. Reidshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! Der Teufel in Berlin. in 3 Aufzügen von Eugen Prudens. Musik von Adolph Wiebede. oder: Die Radhe des Gänferichs. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. In Vorbereitung: Die Obdachlosen, oder: Lumpen- Susanne. Parod.- real. Traumstück von Oscar Wagner. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 62 Uhr. Moriz Blaz. Etablissement Buggenhagen. Moriz Plaz. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Todesanzeige. Allen Freunden, Verwandten und Typographia Bekannten zur Nachricht, daß mein Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß von heute ab die lieber Mann, der Arbeiter Georg Erdmann nach langen, schweren Leiden am 3. Januar 1894 an der ProletarierUebungsstunden frautheit verstorben ist. Die Beerdigung im unteren Saale des Restaurant Bolk, Alte Jakobße. 75, stattfinden. findet Sonntag, den 7. Januar, Nacheligiösen Kirchhof flatt. 11185 447/9 Der Vorstand. Hochmeiſterſtr. 25 aus, nach dem Fret Fachver. der Mufikinftrumenten- Arbeiter. Wanderversammlung für den Norden Die tiefbetrübte Wittwe 2. Erdmann, geb. Panto w. Allen Verwandten und Bekannten machen wir die traurige Mittheilung, daß mein lieber Sohn, unser Bruder und Onkel, der Gürtler Paul Laute nach schweren langen Leiden fanft entschlafen ist. 611M Die Beerdigung findet am 7. Januar 1894, Nachmittags um 2 Uhr auf dem Neuen Jakobi- Kirchhof zu Brih statt. Allen Freunden, Kollegen und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 2. Januar, Abends 11/2 Uhr, unfer lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Schriftfeter Hermann Juritz nach kurzen schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 7. Januar, Nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofs, Landsberger Allee aus, statt. 11196 Die Hinterbliebenen. ratweil'sche Verein zur Wahrung d. Interessen Bierhallen G d. Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Den Mitgliederu zur Nachricht, daß Kommandantenstr.77-79. die Frau des Kollegen Kuhlmey, Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Schönhauser Allee 28, am 2. d. Mts. verstorben ist. Neues Programm. Die Beerdigung findet am Freitag, Täglich von 122 Uhr ab bei den 5. d. Mts., Nachmittags 12 Uhr, von 61/2 Uhr ab: vom Trauerhause aus nach dem Be164/6 gräbnißplatz der Zionsgemeinde in Weißensee statt. Un Burleste Posse mit Gesang und Tanz freiem Entree Matinee u. Abends National- Konzert recht zahlreiche Betheiligung D. Obenlandler Regie: Mar Samst. Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Anfang 7 Uhr, DoppelVorstellung: in National- Tracht und Auftreten von Hedwig, die Banditen braut. Künstlern. Spezialitäten Trauerspiel von Körner. Hierauf: Der Teufel in Berlin. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. 1. Ranges. Anf. Wochent. 71/2 Uhr. Entree 15 Bf., refervirt 30 Pi. Anf. Sonntags 5 Uhr. Entree 30 Pf., refervirt 50 Pf. Anerkannt gute Küche. Säle Die eiserne Jungfrau. für Festlichkeiten u. Versammlungen. Hierauf: ,, Berlin 1893", hr. Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. Musik von Alexander Krakauer. Anfang der Vorstellung 71/2 Anfang der Revue 9/4 Uhr. Sonnabend, den 6. Januar cr., Bum 1. Male: Ein toller Einfall. Schwant in 4 Akten von Carl Laufs. Hierauf: Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. 1' 3 Kegelbahnen, 6 Bill., pr. Std. 60 Pf. Spieler zahlen kein Entree. Carl Koch. Victoria- Brauerei, Lübowstraße 111-112. Freitag, den 5. Januar rr.: Stettiner Sänger ( von nun an wieder jeden Montag und Freitag). Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). seitens der Mitglieder bittet Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz Kranken- und SterbeUnterstützungskasse d. Berliner Hausdiener. am Sonnabend, den 6. Januar 1894, Abends 8% Uhr, in Keller's Lokal, Bergstr. 68. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über Gewerkschafts- Organisation. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreichen Besuch ersucht höflichst 474/3 Der Vorstand. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 7. Januar 1894, Vormittags 11 Uhr, Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Gründer, Köpnickerstrasse 100. Tages- Ordnung: 1. Neujahrsgruß, gesungen vom Gesangverein Gemüthlichkeit.! 2. Wahl des Delegirten zu dem am 5. März stattfindenden Verbandstag der Maurer Deutschlands. 3. Abrechnung vom IV. Quartal 1893. 249/9 Kranken- Unterstützungs- und Begräbniss- Verein der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Am Sonntag, den 7. Januar 1894, Vormittags 11 Uhr, im Lokale des Herrn Saeger, Grüner Weg 29: Außerordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Vorlage der Statuten. 4. VereinsAngelegenheiten und Verschiedenes. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Die Versammlung beginnt pünktlich um 11 Uhr. 126/17 Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonnabend, den 6. Januar, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 333/7 Raffenbericht vom 4. Vierteljahr 1893. Jahresbericht für das Jahr 1893. Wahl von 3 Ausschußmitgliedern. Bewilligung etwaiger Gehälter. Bericht der Bibliothek. Wahl eines Bibliothekars. Insertionsfrage. Bericht vom Weihnachtsvergnügen. Der Vorstand. Achtung! Man Blenheng this is the orchard Agtung! Berein der Bauauschläger! Am Dienstag früh 5½ Uhr verstarb nach furzem Krantenlager unfer langjähriges Mitglied, der Hausdiener Wilhelm Senz. Die Beerdigung findet am Freitag, den 5. Januar, Nachm. 1/23 Uhr, vom 11156 Der Vorstand. Trauerhause Meßerfir. 25 aus statt. PassagePanopticum. 50 Pf. inkl. Theater. Castan's Panopticum. Parodiſtiſche Boſſe mit Gesang in At Besonders humorvolles Progr. Weihnachts- Ausstellung von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert. Nen! Neu! Nen! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und fämmtlichem TheaterPersonal. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. W. Noack's Concert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstrasse No. 16. Täglich: Gr. Theater- u. SpezialitätenVorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag Nach der Lanz- Kränzchen. Sonntag: Soiree in Sanssouci. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Freitag, den 5. Januar cr., Abends 71/2 Uhr. Gr. Brillant- Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programm ist hervorzuheben: Zweites Auftreten des beliebten Klowns Little Fred ,, Es war einmal!" Ein Märchen- Cyclus. Präuscher's Museum. Tausende von anatomischen Präparaten. Schuhkanal durch fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. Wunder d. Ceroplastik u.Mechanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. mit seiner Menagerie. Saltomortal Circus Renz, Hund zu Pferd ,, Mohr". Hund ,, Era" als Jockey. Amerikanisches Pferd ,, Quick" u. dressirtes Schwein ,, Boby". Walküren- Quadrille, ger. v. 16 Dam. Grand Rotunde americain. Fidibus. als Springpferd vorgef. v. Direktor. Schulpferd Nelusco. geritten von Frl, Lecusson. Springfahrschule, ger. v. Herrn Adolf Schumann. 12 Hengste, in 3 Abtheilungen vorgef. von Herrn Max Schumann. Zum Schluß der Vorstellung: 10 Amerikanerinnen, Cavallerie zu Pferd, höchst fomisches ntermezzo von sämmtl. Klowns. Morgen: Gr. Borstellung mit neuem Programm. Sonntag 2 Borstellungen, Nachm. 4 Uhr und Abends 71/2 Uhr( Nachm. 1 Kind frei): Rübezahl. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Bahn- Arzt Rob. Wolf, jezt Leipzigerstraße 22. Avis! Empfehle meine hocheleganten Säle mit elektr. Beleucht. f. Vereine und Privatfestlichkeiten zu den foulant. Beb. 919b Spr. 8-7 Uhr. ( Karlstraße.) Freitag, den 5. Januar cr., Abends 71/4 Uhr: Ein Künstlerfest. Vollständig neue und glänzende Ausstattung. Neue Einlagen. Ueberraschende Wasser und Lichteffekte. Außerdem: Auftreten sämmtlicher Klowns, u. a. der urkom. ImitatorRlown Mr. Ybbs; Gebr. Krasucki, Mr. Lavater Lee; Cavallerie zu Fuss; die grossen Tremplinsprünge mit Brillant- Feuerwerk; ferner das Feuerpferd Agat, vorgeführt von Herrn R. Renz; Colmar und der Steiger Alep, ger. von Frl. Oceana Renz etc. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Sonnabend: Ein Künstlerfest. Sonntag 2 Vorstellungen, Nachm. 4 Uhr( 1 Kind frei): gr. Komikervorstellung; Abends 7/2 Uhr: Ein Künstlerfest. Fr. Renz, Direktor. Berlins und Umgegend. Am 7. Januar 1894, Vorm. 10% Uhr bei Brochnow, Sebastianstraße 39: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Besprechung über den Fall des Kollegen Tannhäuser betreffs Kranken- Unterstügung. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wahl des gesammten Vorstandes und der Kontrolleure. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Die unentgeltliche Arbeitsvermittelung des Vereins befindet sich Sebastianstraße 50 im Restaurant des Herrn G. Opah, und zwar außer Sonnabends, an den Wochentagen von 7-9 Uhr Abends, Sonntags von 10-12 Uhr Vorm. Jeden Sonntag nach dem Ersten jeden Monats finden die regelmäßigen Versammlungen des Vereins bei Brochnow, Sebastianstr. 39, statt und fann daselbst je der Anschläger, der das 21. Lebensjahr erreicht hat, Mitglied werden. Das Stiftungsfest des Vereins findet am 20. Januar 1894 bei Brochnow, Sebastianstr. 39, statt. Billets sind daselbst, sowie bei Herrn G. Opaz, Sebastianstr. 50, und bei dem Vergnügungs- Komitee G. Bergau, M. Müller und W. Kunz zu haben.( Siehe Soziales.) Der Vorstand. 182/11 Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Deutschen Gasglühlicht- Aktiengesellschaft Sonntag, Vormittags 10 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tages- Ordnung: tiengefelipait. Referent: Otto Räther. 2. Diskussion. 1. Rapitaleinkommen und Arbeitslöhne in der Deutschen Gasglühlicht1116b Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Deutschen Gasglühlicht- Aktiengesellschaft werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Ebenso werden die betheiligten Branchen, wie Klempner, Rohrleger, Schloffer 2c., um zahlreiches Erscheinen ersucht. Die Direktion sowie das ganze Romptoirpersonal ist freundlichst hierzu eingeladen. Der Einberufer. General- Versammlung der Einseher( Tischler) Berlins u. Umg. am Sonntag, den 7. Januar, Vorm. 10% Uhr, Neue Friedrichstrasse 44. Zages Ordnung: 1. Raffen- und Revisionsbericht. 2. Wahl der Arbeitsvermittelungs- Kommission. 3. Verschiedenes. 4. Fragetaften. Der Vorstand. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Sensations- Grfolg. Gottlieb im Harem! Parodistischer Scherz von Max Larsen. Neu! Das Neu! Henry Tailory. Mr. Bollini, Eveline u. s. w. u. s. w. Anfang Wochentags 72 Uhr. Entree 15 Pf. R. Winkler. Schmöckwik. Allen Arbeitern wünsche zum Jahreswechsel ein gesundes und fröhliches 11126 neues Jahr. Carl Kurras, Gastwirth zur Palme. Ein junger Mann möchte einem ge müthlichen Regelklub, am liebsten im Südwesten oder Südosten der Stadt, beitreten. Auskünfte erbeten unter O. S. 100 an die Exp. d. Bl. 11146 Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt die gestrige Gewinnliste der preuß. Lotterie bei. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 3. Chronik der wichtigsten pitischen und Partei- Ereignisse im Jahre 1893. [ tember 1. Homerule- Bill vom englischen Unterhause in dritter Lesung angenommen. Errichtung von Arbeitsbörsen in Portugal. Kongreß der Sozialisten der Romagna in Imola( Italien.) 3. Neue Forderungen Frankreichs an Siam. 11. Kongreß der Trades- Unions in Belfast. Neue Steuerkonferenz im Reichsschahamte. 7. Sozialdemokratischer Sieg, bei den Stadtverordnetenwahlen in Mannheim. -10. Kongreß der italienischen Sozialdemokratie in Reggio. 9. Der Straßburger Polizeipräsident Feichter zur Disposition gestellt. Das englische Oberhaus verwirft in zweiter Lesung die Homerule- Bill. Der Tod Emin Pascha's bestätigt. 10. Konferenz der polnischen Sozialdemokraten in Berlin. Sozialdemokratischer Parteitag für das Herzogthum Gotha. 12. Große jungczechische Demonstration in Prag. Charles Lesseps in Freiheit gesetzt. 13. Verhängung des Ausnahmezustandes über Prag und Umgebung. Die neue belgische Verfassung wird veröffentlicht. Beschießung Rio de Janeiro's durch die Insurgenten. Der Vorwärts" veröffentlicht die Liste Unterm neuen Kurs" für Juli und August. Straifumme: 3 Jahre 6 Monate 2 Tage Gefängniß und 3570 M. Benoit Malen+. 14. Ruchonnet, schweizerischer Bundesrath+. Der österreichisch- schweizerische Vertrag über die Rheinregulirung wird beschlossen. Sozialdemokratischer Sieg bei den Stadtverordnetenwahlen in Mainz. 17. Große Wahlrechtsversammlungen in Wien. Bergarbeiterstreik in Nordfrankreich. 18. Bergarbeiterstreit in Belgien und im Departement Pas de Calais zwecks Unterstützung der streikenden englischen Kollegen. Große jungczechische Demonstration in Prag trotz des Ausnahmezustandes. 19. Sozialdemokratischer Sieg bei den Spandauer Stadtverordnetenwahlen. 20. Genosse Block wegen Caprivi- Beleidigung in Untersuchungshaft gezogen. 21. Die Schatten- Enquete über die industrielle Sonntagsruhe in Berlin. 22. Festkommers der Berliner Genoffen zu Ehren Friedrich Engels. Entdeckung einer Bombenwerkstatt in Wien. Der italienische Justizminister demissionirt. 23. Landeskonferenz der sozialdemokratischen Partei Elsaß Lothringens. Parteifonferenz für den 17. hannoverschen Wahlkreis. 24. Parteifonferenz für die Wahlkreise Jüterbogk- LuckenwaldeBauch- Belzig. Freitag, den 5. Januar 1894. 17. Konferenz der westböhmischen Sozialdemokraten zu Pilsen. Mac Mahon+ 18. Der Vorwärts" veröffentlicht den Bericht des Parteivor standes an den Parteitag zu Köln. Große Erfolge bei den sächsischen Landtagswahlen. 5 Sozialdemokraten gewählt. Kriegsminister Kaltenborn- Stachau durch von Schellendorf ersetzt. Bronfart 19. Erfolge bei den badischen Landtagswahlen. Neue militärische und polizeiliche Exzesse gegen Arbeiter im französischen Streikgebiete. 20. Der Vorwärts" veröffentlicht den Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags- Fraktion. Gradnauer von der Militärbehörde verhaftet. 22. Gröffnung des sozialdemokratischen Parteitages zu Röln. Große Demonstration für das allgemeine Wahlrecht in London, veranstaltet von der sozialdemokratischen Föderation. 23. Beginn des Spielerprozesses zu Hannover. Beginn der Finanzminister- Konferenz zu Berlin. 24. Graf Taaffe's Wahlreform wird durch die Stellungnahme der drei größten österreichischen Parteien abgelehnt; die Krisis beginnt. 25. Ende der Ruffenfeste in Paris. 27. Landtagswahlen in Baden. Lörrach gewonnen, Mannheim trob Majorität verloren. Der nordamerikanische Senat hebt die Sherman Bill auf. 28. Das Kabinet Taaffe demissionirt wegen der Unmöglichkeit die Wahlrechtsvorlage im Parlamente durchzubringen. Bürgermeister Harrison von Chicago von einem Jrrsinnigen ermordet. Bebel verliest den kommunistischen Brief Miquel's auf dem Kölner Parteitage. Schluß des Kölner Parteitages. 29. Schweizerische Nationalrathswahlen. Großer Stimmen zuwachs in Freiburg und Basel. 11. Jahrg. müsse, und darin besteht nach Ansicht des Verfassers seine strenge nach wie vor Angebot und Nachfrage entgegennehmen. Unparteilichkeit, in solchem Fall ruhig weiter funktioniren und den Augen der Arbeiter gerichtet. Der erste Streit, in dem das Damit ist der Arbeitsnachweis des Herrn Dr. Freund in es bei der Arbeiterschaft derart in Verruf bringen, daß der ganze Institut in der gedachten Weise ruhig weiter funktionirte, würde Verwaltungsapparat sich ruhig begraben lassen könnte. Einen unparteiischen Arbeitsnachweis giebt es vielleicht in den Köpfen einiger vermittelnden aber Jdeologen, in der rauhen Wirklichkeit wird Einrichtung mit Naturnothwendigkeit, troß alles Sträubens, sich der Schwerpunkt einer solchen nach der einen oder anderen Seite hinüberneigen und da gegenwärtig von beiden in Frage kommenden Parteien die Unternehmer in allen Stücken am einflußreichsten sind, so muß, selbst den besten Willen von allen Seiten vorausgesetzt, der unparteiische Arbeitsnachweis in Bälde ziemlich dieselbe Wirkung ausüben, die die heutigen Unternehmer- Arbeitsnachweise, wie die der Innungen und der verrufene Nachweis des Verbandes der kommt es nicht weiter an. Genug, das Resultat ist, daß zur Metallindustriellen bereits haben. Auf ein paar Milderungen gegenwärtigen Zeit ein Arbeitsnachweis in der von Herrn Dr. Freund gedachten Gestalt ein todtgeborenes Kind ist und daß der Arbeiter reich funktionirenden Arbeitsnachweis denken kann, erst an einen für ihn segens feine Arbeitskraft zu den Bedingungen, die er für gut er, fraft einer bedeutend gestärkten Organisation im stande ist, hält, an den Unternehmer zu verkaufen. Um einen derartigen Zustand herbeizuführen, dazu bedarf es aber keiner Friedensund Harmonie- Schalmeien, sondern einer durchgreifenden Rüstung dem organisirten Unternehmerthum. zu gelegenen und erfolgreichen Kämpfen mit dem Hauptfeind, wenn Wir sind der festen Ueberzeugung, daß die Arbeitnehmervorliegt, unbeirrt und trotz aller persönlichen Achtung vor dem Beisitzer des Gewerbegerichts, denen das Referat" zur Berathung werden: 30. Schluß der von 20 Millionen besuchten Chicagoer Welt- Berfasser an ihrer alten Forderung in dieser Frage festhalten ausstellung. Zur Frage eines städtischen Arbeitsnachweises in Berlin. Referat, betreffend die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises," nennt sich eine von Herrn Dr. Freund herausgegebene Druckschrift im Umfang von 18 Folioseiten, die nach der Vorbemerkung des Verfassers für die Berathung über den Antrag auf Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises eine Unterlage bilden soll. Auf den Inhalt der Schrift furz eingehend, bemerken wir im voraus, daß uns das Urtheil über die Ansichten, die der Verfasser in der vorliegenden Frage hegt, nicht allzu schwer geworden ist. Es läßt sich in die wenigen Worte zusammenfassen: Geprüft, gewogen und zu leicht befunden. Parteifonferenz für den Wahlkreis Calbe- Aschersleben. Kongreß der deutschen Volkspartei. Internationaler Friedenskongreß zu Genf. Dynamitattentat gegen den spanischen Marschall Martinez vielleicht durch einen einheitlich organisirten Arbeitsnachweis erCampos. Reichstagswahlen in Schweden. William Culwick, einer der eifrigsten Borkämpfer des Sozialismus in England+. 27. Gesetz über die Unfallversicherung und Fabritinspektion vom ungarischen Abgeordnetenhause in zweiter Lesung angenommen. 28. Eröffnung des bayerischen Landtags. Tas ganze Gewerbegericht in Glauchau aus Sozialdemofraten zusammengesett. 29. Abhaltung von 16 Volksversammlungen in Hamburg, betreffend die Verfassungsreform. Oftober.. 1. Parteitag des 16. sächsischen Wahlkreises. Parteikonferenz des 3. weimarischen Wahlkreises. Der„ Vorwärts", das erste sozialdemokratische Tageblatt der Schweiz, beginnt zu erscheinen. 2. Eröffnung der Verhandlungen über den deutsch russischen Handelsvertrag. Friedensschluß zwischen Frankreich und Siam. Beginn der spanisch- marottanischen Verhandlungen. 3. Sozialdemokratischer Sieg bei der Gemeinde- Ausschußwahl in Hemelingen. 6. Wahl der Berliner Delegirten zum Kölner Parteitag. Neue Erfolge unserer Partei bei den hessischen Landtagswahlen. Ballas, Attentäter auf den spanischen Marschall Martinez Campos, erschossen. 7. Interpellation und Debatte, betr. Soldatenmißhandlungen im bayerischen Abgeordnetenhause. Die Einführung der Todesstrafe von der schweizerischen Strafgefehbuch Rommission abgelehnt. 8 Jahreskongreß der französischen Marristen. 8.- 9. Konferenz der österreichischen Sozialdemokratie zu Wien. 9. Beginn der Pariser Münzkonferenz. 10. Desterreichischer Ministerpräsident Graf Taaffe bringt im Parlament eine Vorlage, betr. das allgemeine Wahlrecht, ein auf der Grundlage des Bildungszenfus und unter Beis behaltung der Kurien des Großgrundbefizes und der Handelskammern. Große Aufregung in Wien; Bestürzung der Bourgeoisparteien. Englische Grubenarbeiter- Streit siegreich für die Arbeiter beendet. Eine holländische Ausgabe des„ Rapital" beginnt zu erscheinen. 12. u. 13. Der Vorwärts" veröffentlicht die Anträge zum Kölner Parteitage. 12. Der Vorwärts" veröffentlich die Strafliste Unterm neuen Kurs" für September. Summe: 5 Jahre 9 Monate 25 Tage; 1233 M. Ter bayerische Landtag lehnt den sozialdemokratischen Wahlreform- Antrag ab, Landtagswahlen in Schwarzburg- Rudolstadt; starte 3u nahme der sozialdemokratischen Stimmen. 13. Das russische Geschwader trifft in Toulon ein. 15. Sozialdemokratischer Parteitag für Braunschweig in dem 13. hannoverschen Wahlkreis. Sozialdemokratische Konferenz für den Wahlkreis DuisburgMühlheim. 16. Exzesse des französischen Militärs gegen Streitende in Lens. Einrichtung eines Arbeitsnachweises nach dem Muster des von gegnerischer Seite vielgeschmähten Pariser Instituts, dessen wesentliche Kosten durch die Stadt gedeckt werden und dessen Verwaltung in den Händen der Verkäufer der Arbeitskraft, der Arbeiter selber ruht. Lieber den jezigen Zustand, als einen, der die bestehenden Gegensäge wohl ver schleiern aber in keiner Weise aufheben würde. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 4. Januar, Nachmittag 5 Uhr. Vorschriften der Städte- Ordnung gemäß die Neutonstituirung der In der heutigen ersten Sigung des neuen Jahres hat den Bersammlung, sowie die Beschlußfassung über eine Reihe von Formalien zu erfolgen, nach denen die Geschäfte der Versammlung für das Jahr 1894 geführt werden sollen. Vorsteher Dr. Langerhans. Unter den Wiedergewählten befindet sich auch der bisherige Nichts sei ferner von uns, als dem in Arbeiterkreisen i gutem Ruf stehenden Verfasser irgendwelche häßliche Absichten Es erfolgt zunächst die Einführung der wieder: unterzuschieben; von der Lauterkeit seiner Anschauungen sind wir fest bezw. neugewählten Mitglieder. Die Zahl der Einüberzeugt. Dieselben kranken aber an einem allerdings sehr schlimmen zuführenden beträgt 45. Darunter befindet sich der neugewählte Fehler, an dem der Unparteilichkeit. Der Verfasser stellt sich auf Stadtv. Oberlehrer Sentig, nunmehr der einzige Repräsentant den Standpunkt, daß bei einem generellen Arbeitsnachweis die der antisemitischen Bürgerpartei; ferner gehören dazu von der gemeinschaftliche Leitung und die Beseitigung des Dualismus, sozialdemokratischen Partei der wiedergewählte Stadtv. Vogt= welche die Gegensätze zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in herr( III. Abtheilung, 41. Bezirk) und die neugewählten Stadthohem Grade geschärft, angestrebt werden muß. Dies Ziel werde verordneten Gottfried Schulz( Ill. 13.), Ludwig To Itsdorf ( l. 16.), Friz Wilte( 111. 23.), Wilhelm Gieshoit( 111. 36.) reicht werden können. Ein solcher Arbeitsnachweis tann nach und Franz Gleinert( Ill. 37.). Ansicht des Verfassers weder von Unternehmern noch von Arbeitern geführt werden; aber auch ein städtischer Arbeitsnachweis erscheint ihm nicht thunlich, der Verantwortlichkeit wegen, die die Stadtgemeinde damit auf sich lade. Als warnendes Beispiel, und das charakerisirt die Anschauungen des Verfassers am besten, führt er Paris an, das mit großen Rosten einen Arbeitsnachweis eingerichtet habe, durch den sein eigentlicher Zweck nicht gefördert sei, und der vielmehr, völlig in Händen der organisirten Arbeiter befindlich, den Gegensatz zwischen Arbeitern und Unternehmern womöglich noch gefördert habe. Der Verfasser kommt zu dem Resultat, daß nach alledem nichts näher liege, als an die von unparteiischer" Seite geleitete, feit 10 Jahren bestehende Organisation des hiesigen Zentralvereins für Arbeitsnachweis anzuknüpfen und dieselbe weiter auszubauen. rede besonders auf zwei Aufgaben hin, die die städtische VerTer Oberbürgermeister 3elle weist in seiner Einführungswaltung im Jahre 1894 zu lösen haben werde, nämlich die Inkommunalisirung der Vororte, wobei auch der bisher zu wenig beachteten Frage der Verstärkung der parlamentarischen Ver tretung der Reichshauptstadt näher getreten werden müsse, und die Neugestaltung des Kommunal- Steuerwesens. Nachdem er die Neugewählten auf die Städte Ordnung durch Handschlag verpflichtet, die Wiedergewählten auf ihre frühere Verpflichtung veriviesen hat, richtet der stellvertretende Vorsteher Dr. Meyer Il ebenfalls einige Willkommensworte an die Eingeführten, welche dann ihre Pläge einnehmen. werden 118 Stiminzettel abgegeben. 2 Bettel sind unbeschrieben. Von den 116 giltigen erhält Stadtv. Michelet 61, Selle 27, Singer 15, Dr. Meyer II 11, Horwit 1, Dinse 1. Stadtv. Michelet, der mit 2 Stimmen über die absolute Majorität gewählt ist, erklärt die Annahme der Wahl. Außerhalb der Tagesordnung erbittet und erhält der StadtDer Zentralverein soll um Gewährung der Rorporations- verordnete Reiß als Alterspräsident das Wort, um dem rechte nachsuchen. Die Oberleitung bleibt in den Händen des scheidenden Vorstande Worte der Anerkennung auszusprechen. jetzt bestehenden Gesammtvorstandes, der sich durch Zuwahl einer Seinem Ersuchen, die durch Erheben von den Sitzen ebenfalls Anzahl geeigneter Persönlichkeiten aus dem Arbeiterstande auf zu bekunden, leistet die Versammlung einmüthig Folge. die Zahl 40 ergänzen wird. An Stelle des jetzt bestehenden Aus- Hierauf schreitet die Versammlung zur Neuwahl ihres schusses sollen besondere Ausschüsse errichtet werden, darunter für Vorstandes. die beiden Arbeitsnachweise( für männliche und weibliche Ar- Zum Vorsteher wird Stadtv. Dr. Langerhans mit beiter) ein aus 23 Personen bestehender Ausschuß, 85 von 114 abgegebenen giltigen Stimmen wieder nämlich zehn Arbeitgeber, zehn zehn Arbeitnehmer und brei gewählt. Daneben entfallen auf Singer 15, zersplittert Unparteiische. Dic Letzteren wählt der Gesammtvor- find 14, unbeschrieben 4. Dr. Langerhans nimmt die stand aus seiner Mitte. Die Vertreter der Arbeitgeber und Wahl dantend an. Arbeitnehmer werden von den Beisigern des Gewerbegerichts Bei der Wahl des Stellvertreters des Vorstehers aus der Zahl der Berliner Arbeitgeber und Arbeitnehmer für die Dauer der Wahlperiode der Beisiger gewählt. Die gegen wärtigen Lokale am Alexanderplatz und in der Klosterstraße werden beibehalten. Die Mittel für die Unterhaltung des Arbeitsnachweises und der Wärmehallen, welche ebenfalls beibehalten und mit dem Arbeitsnachweis verbunden bleiben sollen, will Die bisherigen Beisiger waren die Stadtverordneten Dr. Freund aufgebracht wissen 1. durch Beiträge der Mitglieder Gericke, Seibert und Siebmann; ihre Stellvertreter Bulle, des Vereins, die bei dem jezigen Nachweis einen Mindestbeitrag Friederici und Franke. Der Vorschlag des Stadtv. Spinola, von 4 M. zahfen und, 600 an der Bahl, jezt im Ganzen 4000 M. Die Herren Gericke und Seibert wieder und für den aus der aufbringen; 2. durch Einschreibegebühren der Arbeiter, die der Versammlung geschiedenen Stadtn. Siebmann Herrn Bulle zu Verfasser sich in der jetzigen, seiner Ansicht nach nicht drückenden wählen, findet Widerspruch durch den Stadtv. Vortmann, die Höhe von 20 Pf. beizubehalten denkt; 3. durch Zuschüsse der Wahl muß fonach durch Stimmzettel erfolgen. Gewählt werden Stadtgemeinde, die im ersten Jahre, in dem event. Die Kosten für Seibert, Gericke und Bulle mit 69, 67 und 63 von 109 giltigen die Erweiterung der Lokalitäten entstehen, im Höchstbetrage Stimmen; Stadtv. Hellriegel bleibt mit 46 Stimmen in der 20 000 M. ausmachen sollen; 4. durch sonstige Zuwendungen, als Minderheit. welche auch die von Arbeitgeber und Arbeitnehmer- Verbänden in Frage tämen, die durch Aufgeben ihrer jetzigen Arbeitsnach weis- Einrichtung wesentliche Ersparnisse machen würden. Dies ist in furzen Umrissen das Projekt des Magistratsassessors Herrn Dr. Freund. Die Wahl der drei Beisiger Stellvertreter ers folgt ebenfalls in einem Wahlgang. Abgegeben werden 108 Stimmzettel, davon sind 11 unbeschrieben. Von den 97 giltigen Betteln lauten 71 auf Friederici, 70 auf Hante, 44 auf örmer 24 aut Meyer II, 22 auf Wagner, ca. 25 weitere Stimmen find zersplittert. Unser Urtheil haben wir oben über dies Projekt abeggeben: Es frankt an seiner Unparteilichkeit und wird, wenn es unwahr Gewählt sind mit absoluter Mehrheit Friederici und Hante, scheinlicher Weise wirklich Fleisch und Blut annehmen und zu welche die Wahl annehmen. Vor dem Eintritt in die Sticheiner vorläufigen Bedeutung gelangen sollte, bei dem ersten wahl zwischen Törmer und Dr. Meyer II erklärt der Lettere, Sturm, d. h. bei dem ersten ernsthaften Streit zu Grunde gehen. nicht in der Lage zu sein, eine eventuelle Wahl annehmen Der Verfasser will den Arbeitsnachweis in der Weise streng un- zu können, und beantragt gleichzeitig, Herrn Zörmer durch parteiisch verwaltet wissen, daß bei Streits an dem Grundsah Attlamation zu wählen. festgehalten werden müsse, daß der Arbeitsnachweis fich Vorsteher Dr. Langerhans hält diesen Antrag nach der von jeber, auch nur scheinbarer Einwirkung auf Geschäftsordnung für zulässig, während Lohnkämpfe und und sonstige die Arbeits Bedingungen be- Stadtv. Singer eine derartige Auslegung der Geschäftstreffenden Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeit ordnung für unrichtig erklärt, da unmöglich jemand über eine nehmerschaft fern halten müsse. Der Arbeitsnachweis Wahl, die noch nicht erfolgt ist, eine Erklärung abgeben tönne. = Co Bei Stadtv. Horwit meint, es sei gar nicht nöthig, die Sache fift. Ob diefe Meinung richtig ist, ist doch nicht erwiesen, um so[ Mit gauzer Macht ist der Winter eingekehrt. Die mit solcher Subtilität zu behandeln, da doch alle Mitglieder einig weniger, als behauptet wird, daß diese Frage mehrfach an die Kälte, die sich am Neujahrstage meldete, war am Dienstagnoch darin feien, daß über allen Bestimmungen der Geschäftsordnung Wähler gerichtet ist, und dem Protesterheber System in erträglich; in der Nacht vom Mittwoch auf den Donnersta erdie souveräne Beschlußfaffung der Versammlung stehe.( Leb- der Sache gelegen zu haben scheint. dem Auto- reichte sie jedoch die unheimliche Höhe von 15 Grad Csius. hafter Widerspruch und Unruhe.) Man könne ja gewiß be- ritätsdusel, von dem das deutsche Volk noch vielfach Doppelt unerträglich wird das strenge Winterwetter dur den schließen, die Afklamtionswahl abzulehnen, aber eine Beschluß- ergriffen ist, heißt es das freie Wahlrecht illusorisch machen, scharfen, schneidenden Ostwind, der den Staub auf den Eaßen fassung überhaupt stehe über diesem zweifelhaften Fall der Ver- wenn man so direkt dem Wähler den Namen des zu wählenden aufwirbelt und den Aufenthalt draußen selbst für den, im fammlung unbedingt zu. in den Mund legt. Gewiß tann der Wähler sagen: Nein, ich glücklichen Befih warmer Kleider ist, fast unerträglich mad wähle Herrn Sutter nicht; aber faktisch wird durch solche In ganz Central- Europa hat übrigens der Frost unte dem Fragen die Wahlfreiheit beeinträchtigt. In dem ersten Falle Einfluß nördlicher bis östlicher Winde, die am Nordful der fommen 89, in dem zweiten 58 Stimmen solcher Wähler in Betracht, Alpen stürmisch auftraten, erheblich zugenommen, namently im welche in dem Bezirke des Herrn Bezirksvorstehers Sutter wohnen; südlichen und südöstlichen Deutschland, sowie im nörtchen diese 147 Stimmen abgerechnet, würde Herr Sutter die absolute Desterreich, wo es am Mittwoch Morgen bis zu 12 Grad ilter Mehrheit nicht mehr behalten. Die Versammlung hat die war, als vor 24 Stunden. Mostau meldet Minus 33 rad, Pflicht, über die Legitimation ihrer Mitglieder zu wachen; fie Memel 14, München und Breslau 16, Chemnitz 18 Brad follte also zunächst ermitteln, ob diese Protestbehauptung auf unter Null. Die Rhein Schifffahrt ist wegen Eisgiges Wahrheit buruhe. Nach meiner Meinung reicht es hin, wenn und niedrigen Wasserstandes gänzlich eingestellt. in dem Protest eine Person bestimmt bezeichnet wird, frische Haff ist mit einer 3 Zentimeter starken Eisdecke bigt, welche befunden soll, daß die betreffende Frage mehr die Segelschifffahrt ift eingestellt. In Warschau ist auf er fach an Wähler gerichtet worden ist. Es sigen Weichsel das Eis zum Stehen gekommen, die Schifffahrt geschlon, in dem Ausschuß eine Menge Juristen und bas viele beladene Kähne und Traften wurden unterwegs vom st ist vielleicht das Unglück des Ausschusses; der Charakter der überrascht und sind eingefroren. Wahlprüfung wird entschieden besser durch Laienrichter, als durch Somit ist zu der Kälte deren unvermeidlicher Begleiter, ie studirte Richter gewahrt. Ich wünsche also zunächst nur Er- Arbeitslosigkeit, noch aufdringlicher als früher schon, hinzugekomn hebungen über die Wahrheit der Protestbehauptungen. Ich will Wie auf dem Wasser, so ruht die Arbeit auf den Bauten u Klarheit darüber, ob der Fall so liegt, wie er hingestellt wird. gar bald sind die wenigen Pfennige, die der letzte Woche Im Interesse der Versammlung thun wir gut, auch den Schein lohn übrig ließ, auch bei denen aufgezehrt, die bislar von uns abzuwehren, als ob wir die volle Klarheit etwa zu noch das Glück hatten, in Arbeit zu stehen. Wie die fürchterlic scheuen hätten. Kälte auf diejenigen wirkt, die schon seit längerer Zeit zu de Aus gestoßenen der menschlichen Gesellschaft gehören, das ergieb in voller Anschaulichkeit ein Bericht, der durch die Abendblätte die Runde machte. Es heißt darin: Stadtv. Wohlgemuth protestirt mit aller Entschiedenheit gegen die Auffassung des Vorredners. Die Geschäftsordnung sei, gang abgesehen davon, daß der Oberpräsident fie zu bestätigen habe, ein Schild für die Minorität; wenn der Grundsaß, den Herr Horwit proklamirt, weiter befolgt werde, fönne die Minorität der Versammlung überhaupt falt gestellt werden. Die Geschäftsordnung verbiete einen Verzicht vor vollzogener Wahl. Stadtv. Singer schließt sich diesem Proteste an. In feiner parlamentarisch verhandelnden Körperschaft set es zulässig. über die Annahme einer Wahl entscheiden zu lassen, ehe die Wahl erfolgt ist. Dagegen, daß die Versammlung in einem Moment, wo ihr irgend eine Bestimmung der Geschäftsordnung zuwider ift, über dieselbe einfach hinweggehe, müsse er sich im Interesse der Würde der Versammlung verwahren. Stadtv. Horwit macht unter wiederholter Unruhe und Widerspruch der Versammlung geltend, daß er nur gesagt habe, die Versammlung sei zweifelhaften Bestimmungen der Geschäftsordnung gegenüber mit ihrer Beschlußfaffung souverän. Nachdem noch Stadtv. Neumann für diese Auffassung des Stadtv. Horwitz, Stadtv. 2a de wig für die des Stadtv. Wohl gemuth eingetreten ist, entscheidet die Mehrheit der Versammlung dahin, daß die engere Wahl vorzunehmen sei. In derselben wird Stadtv. Tör mer mit 67 gegen 8 Stimmen gewählt, welche auf Meyer II entfallen. 33 Stimmzettel sind unbeschrieben, 1 ungiltig. Damit ist die Versammlung konstituirt. Das Andenken des am Sylvestermorgen verstorbenen Stadtv. Gerth, der 24 Jahre Mitglied der Versammlung war, wird in der üblichen Weise geehrt. Die letzten Stadtrathswahlen der Versammlung habe die Bestätigung der Regierung gefunden. Die Einführung des neu gewählten Stadtraths Namslau wird in der nächsten Sigung stattfinden. Stadtv. Stadthagen hat schriftlich angezeigt, daß er aus zwingenden Gründen event. bis zum 22. Mai d. J. an der Theilnahme an den Sigungen verhindert ist. Die ordentlichen Sigungen sollen auch im Kalenderjahre 1894 am Donnerstag von 5 Uhr ab gehalten werden. In Betreff der Neuwahl derjenigen Ausschüsse, welche, im Jahre 1893 zur Vorberathung einzelner Gegenstände ernannt, den ihnen ertheilten Auftrag noch nicht erledigt haben, wird auf Antrag Singer beschlossen, die ad hoc gewählten Ausschüsse, welche mit ihren Arbeiten demnächst fertig sein werden, bestehen zu lassen, die Borberathung der Wahl der Mitglieder in die gemischten Verwaltungs Deputationen dagegen dem eben beschlossenen Ausschuß mit zu überweisen. " as Ebenso überfüllt waren in der gestrigen Nacht die städtischen und privaten Asyle, deren Verwaltungen alles thaten, um die andrängenden Massen unterzubringen; im städtischen Asyl in der Prenzlauer Allee fanden in der gestrigen Nacht allein 500 Personen mehr Aufnahme, als es der Bettenstand zuließ: in den Gängen wurden Nachtlager errichtet, um so die Aermsten nicht zurückweisen und sie dem Tode des Erfrierens preisgeben zu müssen. Stadtv. Meyer 11: Der Standpunkt des Schwurgerichts, den Herr Singer dem Ausschuß vindizirt, mag gerechtfertigt sein im Reichstage oder Landtage, wo die Versammlung souverän entfcheidet. Wir entscheiden nur als Instanz, unsere Ent- Gin ungemein lebhafter Verkehr entwickelte sich Mittwoch, scheidungen unterliegen einer doppelten Nachprüfung. Bisher insbesondere aber Donnerstag Morgen in der Straße an der Stadtging man 0011 der Auffassung aus, daß, iver eine bahn gegenüber dem königl. Polizeipräsidium am Emgang zur Wahlbeeinflußung behauptet, fie zu beweisen hat; Herr Wärmehalle. Hunderte vor Kälte zitternder und dürftig beSinger will die Sache umkehren und verlangt den Nachweis, fleideter Menschen suchten Zuflucht in den Stadtbahnbögen, wo daß die Wahl unbeeinflußt vor sich gegangen ist. Im Ausschuß sie hier eine furze Zeit vor der bitteren Költe geschützt waren. baben auch die Juristen sich auf den Standpunkt gestellt, daß Obwohl die Verwaltung der Wärmehallen bemüht ist, so weit der gesunde Menschenverstand, selbst in fleinen Rationen zuge- als irgend möglich, die Nermiten der Armen in den drei vorhanmessen, völlig ausreicht, um die Frage abzuurtheilen: daß der denen zu Wärmehallenzwecken benutzten Stadtbahnbögen unterKandidat Wahlvorsteher gewesen, widerstreitet dem Gesetze nicht, der zubringen, so ist es doch immer nur ein Bruchtheil der SchußfuchenBegriff Kandidat ist bei uns gesetzlich garnicht zu fixiren. Der Hinweis den, die berücksichsichtigt werden können; die zu spät kommenden, auf die Resolution ist nicht stichhaltig; wir haben nur den ür welche fein Plätzchen mehr in dem beengten Raum frei ist, Wunsch, dieses Zusammentreffen zu vermeiden, soweit es eben müssen eine Stunde draußen in der bitteren Kälte warten, ehe es vermieden werden kann. Die Resolution ist hauptsächlich durch ihnen gelingt, den wärmenden Schuß der Hallen zu gewinnen. Die Wahlen der bestehenden ständigen Ausschüsse, der Mit die persönliche Liebenswürdigkeit des Herrn Singer zu stande Allerdings müssen dafür eine Anzahl der Gewärmten" die Halle glieder der Verwaltungs- Deputationen und Kuratorien, sowie gekommen, dem der Ausschuß wenigftens etwas entgegen verlassen und entgegen dem geflügelten Wort: das Unglück die Zutheilung der Stadtbezirke an die recherchirenden Stadt- fommen wollte. Wenn jemand schon durch einen Be- macht egoistisch", bedarf es nur einer Aufforderung verordneten werden einer besonderen Kommission von 15 Mitzirksvorsteher bei der Wahl in Angst versetzt werden der Beamten, um hinauszugehen und ihren Leidensgenoffen Platz gliedern zur Vorberathung übermiesen. tann, wo soll dann überhaupt die freie Wahl bleiben? zu machen. Etwa die Hälfte der Besucher der Wärmehallen Der Bezirksvorsteher ist bei uns eine sehr bescheidene Person mit konnte gestern und heute mit einer warmen Suppe oder Kaffee bescheidenem Einfluß, er ist Beamter der Bürgerschaft aus freier bedacht werden, leider reichen die Mittel des Vereines, der nur Wahl der Kommunalbehörden, ohne polizeiliche, richterliche oder auf Privatmildthätigkeit angewiesen, nicht aus, um allen Be sonstige Gewalt, die Bezirksvorsteher dienen unter großen per suchern der Wärmehallen diese kleine Wohlthat gewähren zu können. fönlichen Opfern der Bürgerschaft und werden häufig den ganzen Nur wenige tausend Mark, von dem Magistrat der Stadt Berlin Tag zu dem mühseligen Geschäft eines Wahlvorstehers heran- für diesen Zweck speziell zugesteuert, würden genügen, um jedem gezogen. Eine Beeinflussung durch den Fragefaß: Und Sie wählen Besucher der Wärmehallen einen warmen Trunt zu schaffen! Herrn Sutter? ist nicht anzuerkennen. Der Satz steht mit einer Die Wahl des Stadtv. Sutter, Fabrikanten und Bezirks- vorgängigen Unterhaltung in Zusammenhang; man fängt vorstehers, der im 31. Bezirk III. Abtheilung den Antisemiten doch Säße nicht mit„ und" an. Herr Singer macht einen Unterschied Brezel verdrängt hat( es fielen von 2292 Stimmen 1208 auf zwischen subjektiver und objektiver Wahlbeeinflussung; wie wird Sutter, 875 auf Prezel, 209 auf den sozialdemokratischen Kan- es uns geben, wenn seine Partei mit solchen Auffaffungen in didaten Georg Wagner) ist durch zwei Proteste angefochten. die Staatsanwaltschaft einzudringen vermocht hat! Dieser Der Protest des Korrespondenten Wegstein rügt, daß Unterschied ist ebenso unberechtigt, als wenn man von einer einige Häuser, welche 1883 und 1887 dem Wahlbezirke zu gewiffen Partei fagen wollte, schon ihr Bestehen sei objektiver getheilt waren, bei den diesmaligen Wahlen dem Bezirk Aufruhr. Und ein solches Elend wird als Kulturzustand bezeichnet! nicht angehört haben, und behauptet ferner eine Wahl- Stadtv. Hentig bedauert, daß eine so wichtige Sache, wie die In einem Lande, das jeden seiner Bewohner ausreichend erbeeinflussung dadurch, daß der jetzt gewählte Kandidat in einem Brüfung einer Wahl, die so allgemeines Aufsehen gemacht, hier zum nähren und beherbergen fönnte, wenn in ihm eine den Gesezen Theilbezirk des Wahlbezirks Wahlvorsteher gewesen sei. Der Gegenstand leichter Scherze gemacht werde, daß man sage, es der Vernunft entsprechende Gesellschaftsordnung playgriffe, Protest des Kaufmanns Rhode fieht eine Wablbeeinflussung gehöre zur Abweifung der Proteste nur eine so geringe Dosis schwelgen einige wenige Bevorzugte in einem Ueberfluß, in einem darin, daß in dem Wahllokale Gipsstraße 23a der Wahlvorsteher Menschenverstand, daß sich darüber zu reden gar nicht verlohne. Wohlleben, das ihnen selbit selbst die die furchtbarste Strenge dem Wähler Bantier Labischin und anderen, als fie an den( Unterbrechung. Vorsteher Langerhans ersucht den Redner, des Winters faum beachtenswerth erscheinen läßt, Wahltisch herantraten, die Frage vorgelegt habe: Und Sie den Kollegen nicht Dinge unterzulegen, die sie nicht gesagt wogegen die große Masse des Boltes am Abgrund wählen Herrn Sutter?", worauf die Antwort" Ja" er- haben.) Redner behauptet weiter, daß auch sonst bei des Hungers fteht oder bereits gänzlich dem namenfolgt sei. Der Wahlprüfungs- Ausschuß hat die Wahl mit 7 den Wahlen die Wahlvorsteher denjenigen, welche einen Liberalen losen Elend verfallen ist. Keine Hilfe, als die durch Bettelgegen 2 Stimmen für giltig erklärt und stellt entsprechenden wählen, danken oder gnädig zulächeln.( Stürmische Unruhe und pfennige, durch eine Wohlthätigkeit, der selber vor der Größe des Antrag an das Plenum. Der Protestgrund wegen fehlerhafter Unterbrechung; Vorsteher angerhans nimmt die Wahl- von Tag zu Tag wachsenden Jammers bange wird! Abgrenzung ist verfehlt, da gerade wegen der anderweiten Ab- vorsteher gegen diese Angriffe des Redners in Schuz.) Der starke Frost hat übrigens bereits verschiedene Opfer grenzung von 1887 die damalige Wahl vom Oberverwaltungs- Daß der Bezirksvorsteher keine Macht haben solle, sei eine gefordert. Gestern Morgen wurde am Nordufer an der Ummgericht für ungiltig erflärt worden war. Ueber die anderen ganz aus der Luft gegriffene Behauptung. Auf grund von friedigung eines Holzplages eine etwa 30 Jahre alte Frau Brotestbehauptungen ist lebhaft diskutirt worden, doch hat die ihm selbst angestellter Recherchen behauptet Redner, daß todt aufgefunden. Sie hatte im Freien genächtigt; denn Mehrheit des Ausschusses Material für eine Beanstandung der bestimmte Häuser der Artillerie-, Oranienburger- und Linien- der Chauffee- Aufseher Menzel hatte sie am Abend vorher Wahl darin nicht zu finden vermocht; sie beschränkt sich viel- ftraße 1893 nicht dem Bezirke zugetheilt gewesen seien, die ihm in jener Gegend umherirren sehen. Die nur nothdürftig mehr darauf, der Versammlung folgende Resolution vorzu- 1888 angehörten.( 3uruf: Sind ja niedergerissen worden! bekleidete Frau hat sich dann an dem Zaun niedergelassen, ist schlagen: Heiterkeit.) eingeschlafen und erfroren. Die Persönlichkeit der Frau ist noch Die Versammlung ersucht den Magistrat, thunlichst Stadtv. Horwit: Der Wunsch des Kollegen Singer nicht festgestellt. Der zweite Fall betrifft ein ausgefeßtes Kind, Fürsorge zu treffen, daß ein Stadtverordneten- Kandidat würde zur Konstituirung eines förmlichen Inquisitionstribunals das gestern Abend um 9 Uhr auf dem Flur des Hauses nicht gleichzeitig als Wahlvorsteher oder Stellver- führen. Der gefunde Menschenverstand sei auch nicht ein Mariannenstraße Nr. 6 aufgefunden wurde und in treter deffelben in dem Wahlbezirke, in welchem er kandidirt, Privileg derjenigen, welche von der Rechtswissenschaft nichts ver- Sackleinewand gehüllt Der fleine Knabe scheint bestellt wird. ftehen. bald nach der Geburt an jenen Ort gebracht zu sein, Stadtv. Meyer I: Der Ton, den heute einer der Vor- so daß er erfror. Ferner wurde ein anscheinend dem Arbeiterredner angeschlagen hat, ist seit Jahren aus dieser Ver- ftande angehöriger Mann hinter der Torfstraße, am Spandauer sammlung verschwunden gewesen; um so bedauerlicher find diese Schifffahrtsfanal, aufgefunden. Ein zweiter ErAngriffe auf die von der Stadt ernannten Wahlvorsteher, die frorener, ein etwa 25jähriger, gutgekleideter junger Mensch, Stadtv. Singer: Der Punkt des Protestes, der die Ab- zugleich Kandidaten waren. Das ist sehr oft vorgekommen( 3u- wurde heute früh im Thiergarten in der Nähe des kleinen Sterns grenzung betrifft, ist durch die amtliche Auskunft, die wir erhalten ruf: Um so schlimmer!) und verstößt gegen feine ge- entdeckt. haben, erledigt. In bezug auf den übrigen Theil des Referats fann jegliche Bestimmung. Worüber soll denn Beweis erhoben So sieht es aus in der Hauptstadt des Hauptstaates der ich der Meinung der Kommission nicht beipflichten. Die Auf- werden? Daß der Bankier Labischin beeinflußt worden Sozialreform! faffung, von welcher aus der Ausschuß und die Versammlung fei, wird wirllich auch Herr Singer kaum annehmen. Andere an die Prüfung von Wahlen gehen müssen, soll mehr die eines Thatsachen sind uns aber nicht vorgeführt. Geschworenengerichts als einer lediglich kalkulatorischen Behörde Stadtrath Bohm bemerkt gegen den Stadtv. Hentig, daß sein. Der Ausschuß muß bei dieser Prüfung getragen sein von der Vorsteher des Wahlbureaus positiv amtlich versichert habe, daß dem Wunsche, festzustellen, ob unter allen Umständen der freie der Wahlbezirk ganz derselbe sei, wie 1883. Die Diffe unbeeinflußte Ausdruck des Willens der Wählerschaft er- renzen mögen sich aus Abbruch oder Umnummerirung der folgt ift. Von diesem Standpunkte Lege ich den Häuser erklären. beiden Einsprüchen eine viel höhere Bedeutung bei, der Ausschuß in feiner Mehrheit gethan hat. Die vorgeschlagene Resolution spricht ja auch dafür, daß an sich der Ausschuß außerordentliche Bedenken gegen eine Kumulirung hat, wie sie bei der in Rede stehenden Wahl vorgekommen ist. Wenn die Bedenken im allgemeinen gerechtfertigt find, dann müssen sie doch auch im vorliegenden Falle zur Geltung tommen. Nicht etwa, daß Bezirksvorneher überhaupt nicht zu Stadt verordneten gewählt werden sollen; es liegt aber eine ungehörige Beeinflussung vor, daß der Kandidat des Bezirks Bezirksvorsteher und Wahlvorsteher in demselben Bezirke ist. Wenn man demgegenüber den Muth der Ueberzeugungstreue ins Gefecht führt, so ist das eine schöne ornamentale Redensart, nichts weiter. Wenn ein Mann in der amtlichen Stellung eines Bezirksvorstehers zum Beispiel über Konzessionsgesuche ein Gutachten abzugeben hat, so muß der die Konzeffion Nachsuchende wirklich ein Maß von Ueberzeugungstreue besigen, wie es zur Zeit noch nicht vorhanden ist, wenn er demselben Bezirkevorsteher als Wahlkandidaten seine Stimme nicht geben würde. Uebrigens ist es doch auffallend, daß diefelben Herren, Die Adressen der Mitglieder der Preßkommission, die welche für die geheime Wahl sonst überall eintreten, hier dem fürzlich bereits bekannt gegeben sind, bringen wir au Wunsch Muth der Ueberzeugungsireue bei öffentlicher Wahl ein Loblied singen. vieler Parteigenossen nachstehend noch einmal zur VeröffentDer Gewählte hat nur 61 Stimmen über die absolute Mehrheit erhalten. lichung. Eine weitere Resolution geht dahin, den Magistrat zu ersuchen, bei Uebersendung der Wahlakten gleichzeitig mitzutheilen, ob erforderlichen Falls die Eigenschaft als Hauseigenthümer bei den gewählten Kandidaten festgestellt ist oder nicht. Stadtv. Liebenow theilt mit, daß die vom Stadtv. Hentig vermißten Häuser der Linienstraße niemals existirt haben, da sie der heutige Koppenplatz seien.( Heiterfeit.) Der Antrag Singer wird abgelehnt, der Ausschußantrag in allen seinen Theilen angenommen. Die Vorlage betreffend die Auswahl der 1894/95 zu bewirkenden Neu- und Umpflasterungen geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Die übrigen Berathungsgegenstände werden vertagt. In der nächsten Sizung soll auf Antrag Gassel, dem der Stadtv. Singer vergeblich widerspricht, die Vorlage betr. die Ver breiterung der Königstraße an erster Stelle zur Verhandlung kommen. Schluß 10 Uhr. Tokales. leber die Belästigung durch die vielen Neujahrsgratulanten erhebt sich in den bürgerlichen Blättern zur Zeit ein großes Gejammer. Fürs Erste wird, damit das Herz des Philifters zu dieser Zeit, wo der Winter mit ganzer Strenge hereingebrochen, nicht gar zu sehr in Wehmuth und Mitleid zu zerschmelzen braucht, des Langen und Breiten von den riesigen Gratifikationen gefabelt, die Zeitungsboten, Briefträger, Bäckerjungen u. s. w. sich zusammengratulirt haben sollen. Da fei eine Zeitungsfrau gewesen, die sich mit 85 M., die sie von ihren 200 Kunden erhalten, noch nicht zufrieden gegeben habe, und was die Briefträger betreffe, so feien diese um die Neujahrszeit halbe Krösusse, die mancher forgenbedeckte Kaufmann beneiden werde. Die Gesammteinnahme eines Geldbriefträgers habe sich auf 380 M. belaufen. Ja, selbst die Bäckerjungen feien am Neujahrstage mit mancher flimpernden Mart in der Tasche fein heraus gewefen. Nachdem so demonstrirt worden, wie gut es doch mancher Arbeiter hat, wird das Herz des Philifters entdeckt und darauf hingewiesen, daß zu viel Liebe und Gate am Ende doch vom Uebel sein könne. Bedente man nur, daß die Zahl der Neujahrsgratulanten aus dem Plebs von Jahr zu Jahr größer werde und daß selbst der bredige Müllfutscher den braven Hauswirth belästige, so müsse man sich doch ernsthaft die Frage vorlegen, ob nicht durch die unzweifelhafte Mitschild des Bürgers und Gabenspenders ein Gebrauch gefördert werde, der nachgerade zu einer Kalamität auszuarten brohe. So geht das Lamento weiter und der Bourgeois hat sein flein Stückchen Merger, das er zur Förderung der Verdauung braucht und nach Tische fezt er sich mit dem befriedigenden Ge Der Vorschlag der Resolution allein schon mus uns zur genauen Mitglieder der Preßkommission find für den 1. Wahlkreis: fübl in den Sorgenstuhl, daß er doch eigentlich für die ewig unPrüfung veranlassen, ob der abzustellende Umstand von Einfluß Timm, Lindenstr. 33, v. 1 Tr. Für den 2. Wahlkreis: Grufchte, zufriedenen Arbeiter ein viel zu guter Kerl fei, der selbit an unauf das Wahlresultat gewesen ist. Ich beantrage die Zurück Bücklerstr. 58, Hof 3 Tr.; Knüpfer, Groß- Görichenstr. 12. Für würdige Gaben ſpende. Das sind die Sorgen des Ordnungsweisung der Wahlakten an den Ausschuß aus diesem Grunde, den 3. Wahlkreis: Hoch, Manteuffelstr. 51a, Hof 1 Tr.; mannes. zugleich aber auch wegen der Behauptung des zweiten Proteftes, Tschernig, Fürstenstr. 17. Für den 4. Wahlkreis: Tschentscher, Wir stehen nicht an, zu erklären, daß der Ordnungsmann, wonach der Wahlvorsteher direkt an die Wähler die Frage Breslauerstr. 11a, 4 Tr.; Beyer; Cuvryftr. 34. Für den was das" Trinkgelderunwesen" an sich betrifft, vollkommen Recht gerichtet hat: Und Sie wählen Herrn Sutter?" Der Ausschuß 5. Wahlkreis: Schneider, Büschingstr. 15. Für den 6. Wahl hat. Ja, es ist uns weit mehr ernst um die Ausrottung dieser war der Meinung, daß diese Frage einen Theil einer Unter- freis: Lenzner, Reinickendorferstr. 48, v. 3 Tr.; Dornbusch, Unfitte, als ihn, den angeblich so sehr gerupften Philifter. Der haltung zwischen dem Wahlvorsteher und dem Wähler gewesen Gerichtsstr. 32. Bourgeois meint es gar nicht so arg mit diesen Klagen, weil er, 9 der prinzipiell nichts umsonst thut, auch sehr wohl weiß, daß die papiere, besonders russische Loose von 1864 nachgemacht oder ge- Unter der Anklage der vorfäglichen Brandstiftung Neujahrsgratifikation und andere Trinkgelder ihm wieder zu gute fälscht oder im Einverständniß mit Fälschern im Monat November stand gestern der Schuhmacher August Franz Berndt vor dem kommen durch die mancherlei fleinen Gefälligkeiten, die er, gestützt v. J. verbreitet zu haben. Beide Personen haben in den Jahren Schwurgericht des hiesigen Landgericht I. Der Angeklagte be= auf sein Douceur, von dem Beschenkten bei passender Gelegenheit for- 1892 und 1893 auch in Berlin im Westendhotel in der König wohnte in der Husfitenstr. 12 einen Ladeu nebst Wohnung, in dern kann. Aus diesem Grunde sagen wir, daß das Trinkgeld den grägerstraße gewohnt und sollen mit hiesigen Bankhäusern in welcher er die Ausbesserung von Schuhwaaren betrieb. Am Beschenkten forrumpirt und ihn in mancher Beziehung den Muth Verbindung gestanden und sich diesen gegenüber falscher Namen, 16. Juli Abends gegen 11 Uhr brach in der Wohnung des Anund die Kraft benimmt, das als rechtmäßigen Verdienst einzu- wie Nicolas Bertniow, Pierre Winiawsky und Noubel Mérode, geklagten Feuer aus. Schon einige Stunden vorher hatten die fordern, was ihm als Gnadengeschenk gewährt worden ist. Der bezw. Natalie Djanowitsch, Marianne 3ampert und Marie Nachbarsleute des Angeklagten einen widrigen, branstigen Geruch Arbeiter fühlt auch gar gut das Unwürdige feiner Rolle als Winiawsky, bedient haben. Weitere Beziehungen sollen fie mit wahrgenommen, dann drang dicker Qualm zum Fenster Beschenkter und würde mit Freuden auf das Neujahrs Trinkgeld einer gewiffen Katharina Dumont, einem Theophile Dombrowsky hinaus, so daß man endlich dazu überging, mit Geroalt verzichten, wenn sein Arbeitslohn ein derartiger wäre, daß er und Richard Davidsohn oder Jacobsohn oder Kotshé unterhalten in die Wohnung einzubringen. Als die Thür geöffnet nicht nöthig hätte, ein paar Gnadenpfennige zur Deckung feiner haben. Der hiesigen Kriminalpolizei liegt daran, Näheres über wurde, schlug die helle Flamme auf und die ganze Stube war Schulden zu erhoffen. So schlecht es ihm geht, ist der Arbeiter, die Persönlichkeiten zu erfahren, sie nimmt jede nähere Mitthei- mit Qualm angefüllt. Es zeigte sich, daß auf den Boden gewie, jeder Beobachter der Gewerkschafts: Bewegung weiß, lung entgegen. Die Polizei ist im Besize von Photogrammen streutes Bettstroh brannte, ebenso awei Bettstellen, Matraßen, bei jeder Gelegenheit dabei, das Trinkgelder Unwefen der genannten Personen. ein Wäschekorb, mehrere Vorhänge 2c. Ein durchdringender zu verdammen und es abzulösen durch entsprechende Erhöhung Petroleumgeruch machte sich bemerkbar und man fand im Spinde des Arbeitslohnes. Und wenn es dem Bourgeois wirklich ernst Das erste große Fener im neuen Jahre brach heute Kleidungsstücke vor, die mit Petroleum getränkt waren, ferner ist um Bekämpfung des Trinkgeldunfugs, so dürfte er nur bei Morgen um 1/24 Uhr in dem der bekannten Firma Gebrüder in dem unteren Theile der Matratzen Schachteln mit schwedischen sich den Anfang machen und seinen Arbeitern einen austömm: Simon gehörigen Hause, Klosterstr. 80/81, aus. In der im ersten Streichhölzern und verschiedenen Vorrichtungen, die dazu bestimmt licheren Lohn geben an stelle der paar Trinkgeldpfennige. Stockwerke befindlichen Seidenhandlung von Nauenberg u. Rieß schienen, das Feuer durch die ganze Wohnung zu verbreiten. Selbsiredend wird der Bourgeois davon nichts wissen wollen waren wahrscheinlich durch das Fortglimmen einer weggeworfenen So waren namentlich an Stangen, die sonst zum Aufund so bleibt denn nichts übrig, als daß die betheiligten Arbeiter Bigarre die Repositorien nnd Stoffe in Brand gerathen. Das hängen von Stiefeln bestimmt waren, Wäschestücke aufselber das Heft in Händen nehmen und sich durch eine gute Or- Feuer theilte sich bald allen Stockwerken mit, so daß die bald gehängt, die noch eng mit einander verbunden waren. Auch das ganisation so fräftigen, daß sie die Trinkgelderfrage in ihrem erschienene Feuerwehr die Dampfspriße und Rettungsleiter ge- Vorhandensein verschiedener anderer fünstlicher Feuerleitungen Sinne lösen tönnen! brauchen mußte. Erst nach stundenlanger Thätigkeit gelang es, fonnte nachgewiesen werden. Die Beamten der Feuerwehr waren daß Feuer zu bewältigen. Der enorme Rauch, welcher durch die daher keinen Augenblick zweifelhaft darüber, daß vorsätzliche Für Steuerzahler. Die Frist, in welcher den zuständigen brennenden Seidenstoffe verursacht wurde, erschwerte sehr die Brandstiftung vorlag, als deren Thäter der Angeklagte ansteuerbehördlichen Stellen die ausgefüllten! Steuererklärungs- Rettungsarbeiten. Die foftbaren, brennenden Seidenballen wurden gesehen wurde. Das ganze Verhalten des letzteren unmittelbar formulare für 1894 95 zugestellt werden müssen, hat heute be- in Maffen auf die Straße geworfen, um dort gelöscht zu vor und nach dem Brande macht ihn hochverdächtig. Mehrere gonnen. Da irrthümliche Ausfüllungen den Behörden Arbeit werden. Die Aufräumungsarbeiten dürften noch viele Stunden Personen bemerkt, daß der Angeklagte fchon und den Steuerpflichtigen Mühen und Unbequemlichkeiten be- in Anspruch nehmen. mehrere Tage Dor Dem Brande Padete über Packete reiten, so macht die„ N. A. 3." noch einmal darauf aufmerksam, aus seinem Laden weggebracht hatte. Er hat furz daß feststehende Einnahmen nach ihrem Betrage für das Steuer- Polizeibericht. Am 3. d. Mts. Morgens wurde auf dem 1910 Mart jahr, ihrem Betrage nach unbestimmte oder schwankende Ein- Bahnhof Moabit bei Entleerung der Abortgrube die Leiche eines vorher eine Nachversicherung in Höhe von nahmen nach dem Durchschnitte der drei der Veranlagung un- neugeborenen Kindes aufgefunden.-Vor dem Hause Chaussee auf seine Waarenvorräthe abgefchloffen, obgleich eine Bermehrung Vor dem Hause Chaussee mittelbar vorangegangenen Jahre zu berechnen sind. Ünter ftraße 103 wurde eine Frau durch einen Omnibus überfahren derselben nicht stattgefunden hatte, endlich hat er auch großen Gifer darauf verwendet, urbi et orbi zu verfünden, daß das dem Jahre in letterer Beziehung ist das Wirthschaftsjahr des und am Fuße bedeutend verlegt. Am Nord- Ufer wurde VorFeuer von Einbrechern angelegt sein müsse. Die ganze Auf zu Veranlagenden zu verstehen ohne Rücksicht darauf, ob dasselbe mittags eine etwa 25jährige Frau erfroren aufgefunden. Situation widersprach aber dieser Vermuthung. Der Staats mit dem Kalender- oder Steuerjahr zusammenfällt oder nicht. dem Neubau Yorkſtr. 54 wurde Nachmittags einem Maurer anwalt beantragte das Schuldig gegen den Angeklagten, Ueber die nähere Berechnung des Einkommens für die Steuer- durch einen herabfallenden Mauerstein ein Schädelbruch zu während Rechtsanwalt Crone die Sache nicht für genügend erklärung giebt übrigens der bei der erstmaligen Einholung der gefügt. Abends wurde auf dem Flur des Hauses Mariannen- aufgeklärt erachtete. Die Geschworenen sprachen den AnErklärungen für das Jahr 1892/93 den Steuerpflichtigen straße 6 die Leiche eines neugeborenen Kindes vorgefunden. zugestellte Auszug aus den Ausführungsanweisungen zum In der Nacht zum 4., 6. M. entstand im Hause Klosterstr. 80/81 geklagten schuldig, billigten ihm aber mildernde Umstände zu. Ginkommensteuer- Gefeß die beste Auskunft. Die Steuer- Feuer, wodurch bedeutende Vorräthe an Manufaktur- Waaren Der Gerichtshof erkannte auf zwei Jahre Gefängniß. erklärungen müssen, falls sie von der Behörde anerkannt werden zerstört wurden. Außerdem fanden im Laufe des Tages acht sollen, mit dem vollen Namen des Steuerpflichtigen unter- fleine Brände statt. zeichnet sein. Die Nachtheile, welche aus der Unterlassung der Steuererklärung erwachsen, sind beträchtlich. Schon die Nichtinnebaltung der für die Einreichung vorgeschriebenen Frist hat den Verlust der gefeßlichen Rechtsmittel gegen die Einschätzung für das betreffende Steuerjahr zur Folge. Wenn aber auf eine nochmalige Aufforderung die Erfüllung nicht innerhalb vier Wochen erfolgt, so ist neben der veranlagten Steuer ein Zuschlag von 25 pCt. zu zahlen und außerdem die durch die Unterlassung dem Staate entzogene Steuer zu entrichten. Die Feststellung des Zuschlages steht der Regierung zu, gegen welche nur die Beschwerde an den Finanzminister zulässig ist. Recht stiefmütterlich wurden die städtischen Almosen empfänger zum Neujahrsiest behandelt. Während die städtischen Beamten und Lehrer ihr Gehalt am Schluß des vergangenen Jahres bekamen, erhielten die Armen ihre paar Pfennige erst am 2. Januar und mußten daher am Neujahrstage den Schmacht riemen anspannen. Sollte es gar so umständlich gewesen sein, auch den Almosenempfängern die geringe Vergünstigung zu kommen zu lassen, die den Beamten gewährt wurde? We Arbeiter- Sanitätskommission. Herr Emil Nehring, Befizer des im letzten Bericht der Sanitätskommission erwähnten Hauses Feilnerstr. 3 und 3a theilt uns mit, daß die in diesem Bericht gerügten Uebel ände nicht vorhanden seien. Es stimme zwar, daß zwei Klosets auf dem Hofe feien, das eine derselben würde aber nur von 15 Personen benutzt und das andere von etwa 18 Personen. Ebenfalls sei der Hof nicht im schmußigen Zustande; derfelbe würde vielmehr mindestens zweimal wöchent lich gereinigt. Ferner würden die in der galvanischen Anstalt gebrauchten Chemikalien nur in faltem Zustande angewendet und könnten aus diesem Grunde auch unmöglich einen solchen Gestank verbreiten, daß die Einwohner dadurch belästigt würden. Thatsächlich habe sich auch noch kein Miether beschwert. Gerichts- Beitung. Als gefährlicher Hoteldieb und zugleich als Urkundenfälscher und Kuppler stand gestern der 23 jährige Kaufmann Gustav Herte mit gestern vor der IV. Straftammer hiesigen Langerichts I. Der Angeflagte trägt, wie der Kriminalkommissarius von Kracht mittheilte, in der Verbrecherwelt den Spitznamen der schöne Willy" und thut fich auf seine törperlichen Vorzüge viel zu Gute. Er hat auch ein äußerst gewandtes, fast sympaFreigesprochen von der Anklage der Majestäte. thisch es Wesen und eignet sich daher für die Rolle eines Hotelbeleidigung wurde am 2. Januar der Arbeiter Karl Hofstädt, diebes ganz besonders. Troz seiner Jugend ist der Arigeklagte der von seinem patriotischen Großvater wegen dieses Ber: schon auf der unterſten moralischen Stufe angelangt. Nach gehens" der Staatsanwaltschaft denunzirt worden war. Nachdem polizeilicher Auskunft ist er ein sehr gesuchter zuhälter", der Angeklagte in der Verhandlung die Dor der der auch schon zweimal wegen Diebstahls im Gefängniß vierten Straftammer des Landgerichts I geführt wurde, gesessen hat. Raum hatte er dasselbe Anfangs vorigen Jahres in seiner Vertheidigung auseinandergefeßt hatte, daß die im verlassen, da ließ er sich wieder als Beschüßer lüderlicher Dirnen Familienkreise gefallenen, angeblich beleidigenden Aeußerungen von letteren ernähren. Er stand jezt unter einer recht schweren feinen Bezug auf den gegenwärtig regierenden Kaiser gehabt Anklage, deren Werth er selbst auf 4-6 Jahre Zuchthaus taxirt bättten, sondern auf verstorbene Potentaten gemünzt gewesen hat. Als er eines Tages dem Untersuchungsrichter vorgeführt seien, beantragte der Staatsanwalt selber die Freisprechung, in- wurde, fand man an der Wand der Detentionszelle, in welcher dem er noch besonders darauf hinwies, daß der Großvater er auf das Verhör wartete, folgende freundliche Zeilen Meine liebe Minna hat Arbeitshaus; feinen Enkel nicht aus Patriotismus, sondern aus Rache eingetrigelt vor: denunzirt habe. Der Gerichtshof erkannte, wie bereits hervor der schöne Willy auch hier, Diebstahl, Urkundenfälschung, Wilhelm Ruppelei. Mindestens 4-6 Jahre Zuchthaus. gehoben, in diesem Sinne. Herfewig." Im vergangenen Jahre famen in einer Reihe großer Den Hausfriedensbruch in Schankwirthschaften be Hotels viele Diebstähle vor, welche alle nach derselben Schablone treffend, über den vielfach noch irrige Ansichten bestehen, hat ausgeführt wurden. Es erschien daselbst ein junger, eleganter das Reichsgericht wie folgt entschieden:" Daß derjenige, Mann mit schneidigem Schnurrbart, und wenn er vn dem welcher als Gast ein öffentliches Schank- oder Wirthschaftslokal Portier nach seinem Begehren befragt wurde, so griff er in die befugterweise betritt, damit zugleich ein Recht erwirkt, darin Tasche, nahm ein Notizbuch heraus, zeigte eine dort aufnotirte nach eigener Willtür zu verweilen, ist eine haltlose Aufstellung. Bahl und erklärte, daß er nach dem Zimmer mit dieser Nummer Immer hängt es vom Willen des berechtigten Inhabers der bestellt worden sei. In allen Fällen, in denen dieser junge fraglichen Lokalität ab, dem Gaste Aufnahme zu gewähren oder Mensch in den Hotels erschienen war, tamen Diebstähle zu verweigern, die Aufnahme für gewisse Zeit oder auf gewisse vor, bei denen verschiedenen Reifenden in ihrer AbwesenZwecke zu beschränken. So lange jener sich nicht ausdrücklich beit aus ihren Zimmern recht werthvolle Sachen gegebunden hat, dem Gast, fei Unterfommen, sei stohlen wurden. Der Zufall hat es gewollt, daß der Angeklagte es Beköftigung zu gewähren, verweilt der letztere als der vermeintliche Hoteldieb festgenommen werden konnte. Er ohne Befugniß" und ist rechtlich verpflichtet, fich hatte es nämlich verstanden, in höchst verschlagener Weise Der Streit der Urania Säulen ist eingetreten. Seit auf Aufforderung wieder zu entfernen. Auch 100 bei mittels eines falschen Militärpasses sich in den Besitz der Postgestern Abend zeichnen die Zeiger der Thermo-, Baro- und Hygro spielsweise der Wirth durch Verabfolgung von Speise oder Trant fendungen zu setzen, welche für den Kaufmann Lefèvre in der meter nicht mehr bie Linien, deren Beobachtung die Berliner sich zum Verzehren in seinem Lokal die Befugniß zum vorüber- Oranienstraße eingegangen waren und von einem Beauftragten fo angelegen fein ließen. Nur gewöhnliche Wettergläser sind gehenden Aufenthalt einem Dritten( Gast) eingeräumt hat, deffelben täglich von der zuständigen Postanstalt abgeholt zu vorhanden, deren Studium besonders in der Abendzeit nicht leicht bauert solche Befugniß zunächst nicht länger, als nach billigem werden pflegten. Der Angeklagte wurde bald als der Thäter fällt. An mehreren Säulen waren auch die Zifferblätter der Ermessen und vernünftiger Auslegung des beiderseitigen Ver- ermittelt und als bei ihm ihm polizeiliche Haussuchung Uhren nicht mehr erhellt. tragswillens zur Erfüllung des vereinbarten Zweckes erforderlich abgehalten wurde, fand man bei ihm nicht nur verschiedene Die Linien der Neuen Berliner Pferdebahn Gefell- ist. Ist der Zweck erfüllt, so tritt der Inhaber einer derartigen Gegenstände vor, die aus den Hoteldiebstählen herrührten, sondern schaft dürften in kürzester Zeit denjenigen der Großen Berliner Pferdebahn Gesellschaft einverleibt werden. Wie ein Bericht erstatter erfährt, haben bereits die Kündigungen des von der lettgenannten Gesellschaft nicht zu übernehmenden Personals stattgefunden. 0 0 Bazillenfreies Eis. Infolge der Regierungsverordnung vom 25. Oktober v. J. sind die Gewässer des Elb- und Havel gebiets für verfeucht erklärt. Eine Ausnahme davon bildet der höher gelegene Tegeler See. Zwei hiesige Brauereien haben sich diesen Umstand zu Nutze gemacht, indem sie auf einem 412 Morgen umfassenden Gelände einen massiven Schuppen auf führten, ber 600 000 Zentner Eis fassen soll. Dies Gebäude, an dem 200 Maurer unabläffig gearbeitet haben, ist mit Beendigung des alten Jahres fertiggestellt worden. Vier durch Dampfkraft getriebene Schleppwerte befördern jest täglich 30 000 Zentner Eis in das Bauwert. Ein Mammuth Backzahu wurde in der Herrn F. W. Körner in Berlin gehörigen Grube in Nixdorf in dem bisher nicht erreichten Gewicht von 12 Pfund freigelegt und zwar an derfelben Stelle, wo im vorigen Jahre ein Mammuth- Stoßzahn gefunden wurde. Dieser sehr werthvolle Fund wird diesmal dem naturhistorischen Museum überwiesen. = es Lokalität auch wieder in die freie Verfügungsgewalt zurück und ist unbehindert, das längere Verweilen zu versagen. weniger tann ungebührliches Betragen des Gaftes als ein be: gründeter Anlaß gelten, denselben schon früher aus dem Lokal auszuweisen." " auch das bewußte Notizbuch mit den Nummern der Hotelzimmer. portiers den Angeklagten mit aller Bestimmtheit als den jungen Menschen wieder, nach dessen Erscheinen die Diebstähle in den Hotels vorgekommen waren. Trotzdem leugnete der Angeklagte Ein Kautionsschwindler, der sich als Zeitungsgründer hartnäckig. Weß Geistes Kind er ist, ging aus den Bekundungen aufzuspielen pflegt, stand heute in der Person des Schriftsegers der Dirnen hervor, deren Beschützer er gewesen. Danach einen natürlichen Schnurrbart, Wilhelm Schulze aus Berlin vor der dritten Straffammer am trug der Angeklagte bald ging er Landgericht 11. Wegen ganz gleicher Schwindeleien schon mehrfach bald glattrafirt, bald machte er sich einen vorbestraft, erließ der Angeklagte Anfang April v. J. durch die künstlichen Bart an, deren er immer mehrere besaß. Eine Zeugin Beitungen ein Inferat, durch welches er demjenigen einen festen behauptet sogar, daß der Angeklagte für den Sommer eine große Wochenlohn von 24 M. auf die Dauer versprach, der 40 m. Verbrecheraktion in Aussicht genommen hatte: angeblich beKaution stellen könne. Der Konditor Distel meldete sich absichtigte er im Sommer ein fahrender" Verbrecher zu werden, und diesem erzählte der Angeklagte, daß er ene in eleganten Kleidern die Eisenbahnabtheile zweiter Klasse ne Druckerei einrichten und ein neues Blatt unter dem Tel zu frequentiren und etwa allein fahrenden Reisenden mit Hilfe. Schöneberger Gemeindebote" herausgeben wolle. Einen Geld- betäubender Mittel zu berauben. Der Angeklagte bestritt alle mann", der 15-20 000 m. für die Druckerei hergeben wolle, diese Beschuldigungen in fast naiver Weise. Dann fing er habe er bereits gefunden und die amtlichen Anzeigen feien ihm wiederholt an zu weinen, ftierte mit blödem Auge ins vom Schöneberger Bürgermeister für das projektirte Blatt bereits Weite, bat den Präsidenten, doch ja dafür zu sorgen, zugesichert. Die beanspruchte Kaution von 40 m. brauche er daß sein Name nicht in die Zeitung komme, da dies feiner Reputalediglich zur Deckung der kleinen laufenden Ausgaben, die in tion schaden könne und hob immer wieder mit trübfeliger Miene acht Tagen von dem„ Geldmann" zurück erstattet würden. Durch hervor, daß er„ tein Ludewig" sei. Rechtsanwalt Chrzelliger diese Versprechungen ließ sich Distel bewegen, die 40 m. herzu- beantragte, den Angeklagten, der früher einmal einen schweren geben, und der Angeklagte sicherte ihm thatsächlich die Rückzahlung Fall auf den Kopf erlitten habe, auf seinen Geisteszustand unter nach acht Tagen und dauernde Beschäftigung in der Druckerei mit fuchen zu lassen. Staatsanwalt Siebenow widersprach diesem 24 Mark Wochenlohn mittels schriftlichen Vertrages zu- Antrage, da nach seiner Ansicht der Angeklagte keineswegs verDie Druckerei wurde nicht etablirt, der Schöneberger Gemeinde- rückt, sondern ein sehr geriebener Verbrecher sei, der jetzt den bote" blieb aus, Distel bekam sein Geld nicht wieder und Schulze wilden Mann spielen wolle. Dieser Ansicht neigte sich auch der tam auf die Antlagebant. Vor dem Schöffengerichte am Amts- Kriminalkommiffarius v. Kracht zu. Der Gerichtshof glaubte gericht II erschien der Sch. Gemeindebote" zum ersten Male, aber, den Antrag des Vertheidigers nicht ablehnen zu können, allerdings nur in der Hand des Angeklagten, der die Nummern 1 da der Angeklagte im Verlaufe der Voruntersuchung manche Abund 2 verlegte, die aber der weiteren Oeffentlichkeit niemals zu sonderlichkeiten zu Tage gefördert habe. Der Gerichtshof bes gänglich geworden sind. Immerhin erzielte der Angeklagte in schloß daher, den Angeklagten gerichtsärztlich auf seinen Geistesweil das das Schöffen zustand untersuchen zu lassen. Dreimal vom Tode errettet wurde an ein und demfelben erster Instanz seine Freisprechung, weil nicht für ausgeschlossen hielt, Tage der 40 Jahre alte Arbeiter Karl W. aus der Tresdom- gericht die Möglichkeit Daß es dem Angeklagten wirklich Ernst war mit straße. Infolge ehelicher Swiftigteiten versuchte er sich in der der Druckerei und daß ihn nur widrige Verhältnisse Süche seiner Wohnung aufzuhängen. Daran noch rechtzeitig vers an dem Weitererscheinenlassen des Blattes verhindert hätten. hindert, stach er sich mit einem Küchenmesser in den Unterleib. Ganz anderer Ansicht war die Strajtammer, nachdem die StaatsAber auch dabei beruhigte er sich noch nicht, sondern leerte eine anwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Aus dem Umstande, daß mit verdünnter Salzfäure gefüllte Büchse in einem Zuge. Als die Strafanzeige im April und die erfte Bernehmung des An- 1. Januar 1894 ins Leben getreten, ist fürzlich veröffentlicht er jest umftel, holte seine Frau schleunigst einen Arzt herbei, getlagten am 10. Mai erjolgt ist, während die vorgelegten beiden worden. Derfelbe weist nach verschiedener Richtung hin sehr zeitdem es gelang, W. nach Anwendung von Gegenmitteln am Leben Blätter das Datum des 13. und 20. Mai tragen, schloß der gemäße Verbilligungen auf, Verbilligungen, die auch im zu erhalten. Gerichtshof, daß der Angeklagte, der nachweislich feine Druckerei übrigen Deutschland sehr am Blaze und auch leicht durchführbar 500 Mark Belohnung sind seitens der Kriminalpolizei Taut Säulenanschlag für die Ergreifung der Diebe ausgefeßt worden, die den im beutigen Morgenblatt gemeldeten Ginbruch in dem Glas- und Porzellanwaaren- Magazin von F. A. Schu mann verübt haben. Es sind den Dieben übrigens weit mehr Werthobjekte in die Hände gefallen, als anfänglich befannt geworden ist. Sie erbeuteten 5000 m. in baarem Gelde, einen Wechsel über 1000 m., eine hypothet über 4000 m., auf Breslau lautend, ein Sparkassenbuch und eine Anzahl Atteste, Verträge und Versicherungspolicen. Soziale Ueberlicht. Ein neuer Posttarif für Württemberg, welcher mit dem Ein russisches Fälscherpaar, der 30jährige Nikolas beseffen hat, die beiden Summern nur in einzelnen Exemplaren wären, wenn die Reichs- Postverwaltung es nicht für ihre höchste Popow aus Nitolamosta und die 47jährige Sophie Alexandrowsky nachträglich hergestellt hat, um sich der Bestrafung zu entziehen. Pflicht erachtete, enorme Ueberschüsse für den Militarismus zu Loutianowitsch, separirte Reijanowsky aus Mirzorod, befinden Der Begriff der Sicherung eines Vermögensvortheils mittels schaffen. Wir heben aus der Reform nur hervor, daß frankirte fich gegenwärtig in Gent in Untersuchungshaft. Die Gefangenen falscher Vorspiegelung sei daher gegeben und der Angeklagte Briefe im Orts- Bestellbezirk nur noch 3 Pfennig, über 15 bis find beschuldigt, auf den Inhaber lautende Staatsschuldscheine wegen Betruges mit zwei Monaten Gefängniß zu 250 Gramm 5 Pfennig kosten. Zwischen Orten desselben Posteines fremden Landes, Aktion, Obligationen und andere Werth bestrafen. Bestellbezirks und im Umkreis von 10 Kilometer kosten dieselben 5 beziehentlich 10 Pf. Pofilarten werden im Drt3 Beste II| Also: 3uzug nach Annaburg ist streng fernau- 1 bezirk für 3 Pf. befördert. Eine ganz wesentliche Verbilligung halten. tritt ein für Drucksachen. Diese sollen nach folgenden Etwaige Anfragen find zu richten an Paul Date, Dreher, Sägen befördert werden: 1, im Orts- Bestellbezirk: bis 15 g Geldsendungen an Richard Krause, Maler, beide in Annaburg, : Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Literarisches. Vermischtes. Mayau ist wegen Eisganges heute Nachmittag abgefahren Karlsruhe, 3. Januar. Die Eisenbahn Schiffbrücke bei 2 Pf., über 15-50 g 3 Pf., über 50-100 g 5 Pf., über 250 Reg.- Bez. Halle. bis 1000 g 10 Bf., je mit Ermäßigung um 25 pCt. bei gleichworden, die Eisenbahnzüge gehen daher nur noch bis Marau. zeitiger Einlieferung von mehr als 50 Stück gleichlautender Mehrere Züge, welche die Verbindung mit der Pfalz herDrucksachen für die 50 Stück übersteigende Zahl; 2. zwischen Orten stellten, fallen aus; der übrige Verkehr wird durch die Fähre deffelben Post Bestellbezirks oder Ober: Amtsbezirks und im aufrechterhalten. 10 km Umkreis: bis 50 g 3 Pf., über 50-250 g 5 Pf.,! Professor Heiur. Herk ist am 3. Januar in Bonn ge über 250-1000 g 10 Pf.; 3. nach anderen Orten in Deutschland, Egon Karden. Die Mißachtung des Geldes in storben. In weiteren Kreisen ist sein Name feit 1888 bekannt Defterreich- Ungarn( Bosnien, Herzegowina) bis 50 g 3 Pf., über Preußen. Berlin, Hugo Steinig, 1894. geworden, weil es ihm damals gelang, die Existenz elttro- magne50-100 g 5 ẞf., über 100-250 g 10 Pf., über 250-500 g In diesem kapitalistischen Machwert wird darüber geklagt, tischer Schwingungen nachzuweisen, wodurch die Faraday20 Pf., über 500-1000 g 30 Pf.; 4. nach den übrigen Ländern daß man in Preußeu- Deutschland so gar feinen in Preußeu- Deutschland so gar keinen Werth Maxwell'sche Theorie der Elektrizität eine wichtige experimentelle ( bis 2 kg) für je 50 g 5 Pf. darauf lege, recht viel Millionäre zu haben, wie es Bismard Bestätigung erhielt. gethan, der Mann, der uns Deutschen Alles: ein Vaterland, gegeben". Aus dieser Berachtung des Geldes entspringen alle fozialen Uebel, als da sind: " Warum können Reformen auf diesem Gebiete nicht auch im übrigen geeinten Deuschland" eintreten? Die Besorgniß, daß der Gewinn der Postverwaltung dadurch zurückgehen könne, ist jedenfalls unbegründet; die Erfahrung hat gelehrt, daß jede Verbilligung des Verkehrs- und Transportwesens eine erhöhte Inanspruchnahme der betreffenden Institute zur Folge hat und den Ausfall nicht blos deckt, sondern den Gewinn noch erhöht. Oder will man verhindern, daß der Lesestoff( auch der sozialistische) nicht allzu billig befördert werde? Besteuerung der Börse. Direkte Steuern, welche nur die Reichen belasten. Abschaffung der indirekten Steuern. Hohe Löhne. Sozialreformerische Gesetze. Caffel, 3. Januar. Das Eisenbahn- Betriebsamt Cassel meldet: Gestern fuhr der Schnellzug 8 vor Bahnhof Gotha auf den Güterzug 504 auf. Von den Reisenden ist niemand, von den Beamten ein Bremser verlegt, von den Güterwagen find drei entgleist und stark beschädigt. Die Maschine des Zuges 8 ist geringfügig beschädigt. Nach dem Zusammenstoße war das eine der beiden Fahrgeleise bis 12 Uhr 47 Min., das andere bis 8 Uhr 44 Min. Morgens gesperrt. Die Reisenden des Zuges 8 Es ist das fein Scherz; sondern in völligem Ernst wird wurden mit Sonderzug bis Eisenach weiter befördert. Das Vermehrfach, z. B. auf S. 27 ausgeführt, daß ein allgemeines schulden trifft den Wärter der vorliegenden Signalstation, welcher Steigen der Löhne etwa um 10 pet. für den Nationalwohlstand dem Schnellzug 8 Fahrsignal gegeben hat, obgleich Station einen direkten Verlust bedeute, weil die Arbeiter die so er- Gotha den Zug 504 noch nicht zurückgemeldet hatte. Der Wärter haltenen Summen doch nicht sparen, sondern wieder ausgeben ist des Dienstes enthoben. würden. Depeschen. Streik der Porzellanarbeiter in Annaburg. Wie bereits Streit der Porzellanarbeiter in Annaburg. Wie bereits vor Weihnachten mitgetheilt worden ist, hat die Firma Adolf Seckmann, Steingutfabrik in Annaberg ihren Drehern und Malern ein Weihnachtsgeschenk in Form einer 10-20 proDas Grundprinzip unseres Steuersystems, die Entlastung zentigen Lohnreduzirung präsentirt. Bekanntlich zählen die der großen Menge zu Ungunsten der besitzenden Klasse in der Porzellan- und Steingutfabrikation Beschäftigten zu durch Die direkte Steuer übrigens eine dreiste denjenigen Arbeitern, welche infolge des Einathmens des so unwahrheit, da das Rückgrat ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) da das Rückgrat unserer Finanzen leider genannten Massenstaubes, der dunstigen Hize( die Brenn- die indirekten Steuern bilden Rom, 4. Januar. Seit heute früh herrscht hier bei großer leidet an dem Grundwerden die gedrehten oder geformten Gegenstände auch in diesen fehler, daß es die Kapitalansammlung hindert und den Spartrieb Kälte starker Schneefall; die telegraphische Verbindung mit den südSpartrieblichen Räumen abgetrocknet) einen ungemein hohen Prozentsatz an Beerstickt, während die indirekte Steuer gerade hierin ein er- lichen Provinzen des Festlandes und mit Sizilien ist unterbrochen. Paris, 4. Januar. Da der Advokat Vaillant's sich weigert, rufskranken( Tuberkulose) stellen. Die Löhne in Annaburg sind zieherisches Moment hat."( S. 31.) So geht das Gefchwafele über die Begehrlichkeit der best. wegen der Kürze der Zeit, welche ihm für die Vorbereitung der vor garnicht langer Zeit erſt einer Reduzirung unterworfen gestellten Arbeiter der Welt, der Deutschen"( S. 25), welche durch Bertheidigung gewährt ist, zu plädiren, ist es wahrscheinlich, worden und ist das Auflehnen der Arbeiter gegen eine noch die böse foziale Gesezgebung nur noch begehrender, selbst- daß der Prozeß gegen Vaillant vertagt wird, malige Herabsetzung derfelben nur zu berechtigt. Alle Berbewußter und revolutionärer geworden sind", sowie über die fuche, sowohl seitens der Betheiligten als auch der von den Drangfalirungen, welchen die reichen Leute in Preußen- Deutsch Arbeitern zweimal nach dort berufenen Vertreter des Vorstandes der Porzellanarbeiter, die Differenz bei zulegen, scheiterten an dem starren Festhalten der Firma an den angekündigten Lohnabzügen.„ Wer für die erniedrigten Löhne nicht arbeiten will, fann am 15. Dezember kündigen". hieß Löhne nicht arbeiten will, fann am 15. Dezember kündigen". hieß es und haben die Dreher( 68) das letztere gethan. Die Maler( 21) haben wegen ihrer Weigerung die Abzüge anzuerkennen, seitens der liche 89 Porzellanarbeiter in den Ausstand eingetreten und diese schlechtlicher Verkehr allein genügt vollkommen, die Armuth zu Es sei jezt, mitten im Bürgerkriege, nicht der geeignete land ausgesetzt sind, durch 60 Seiten, um zuletzt noch in einen Jammer über die reichliche Kindererzeugung in Deutschland und das drohende Gespenst der Uebervölkerung auszutönen. Hierbei erfahren wir auch, daß es doch möglich ist, die Armuth aus der Welt zu schaffen, obwohl der Verfasser sie vorher als göttliche Einrichtung gepriesen und ihr ewigen Bestand prophezeit hat. aber wie gesagt, zuletzt erklärt er( S. 65):" Präventiver gebeseitigen ohne jedes Hilfsmittel." Asquith erklärte, er beabsichtige in der nächsten Seffion einen London, 5. Januar. Unterhans. Der Minister des Innern Gefeßentwurf einzubringen, welcher den Minister des Innern ermächtigt, unbillig langer Arbeitszeit in in gefährlichen Gewerben zu steuern. Der permanente Untersekretär im aus wärtigen Amte Grey erklärte, der brasilianische Minister des Auswärtigen schreibe die bekannte Explosion auf der Gobernadorinsel der Fahrlässigkeit der Arbeiter zu; dem Auswärtigen Amte sei noch feine Information zugegangen, daß die Explosion durch einen Befehl der brasilianischen Regierung verursacht wurde. die Ecke wirft, ist es doch nothwendig, ab und zu den Unsinn könnten gesetzlich nicht Eigenthümer von Sklaven sein, dürften Trotz des Etels, mit welchem man das ganze Geschreibsel in Augenblick, Genugthung zu erlangen. Der Generalanwalt Rigby gab die Erklärung ab, die britischen Unterthanen in Sansibar festzunageln, mit welchem Tag für Tag der Geist unserer Bour- fönnten gesetzlich nicht Eigenthümer von Sklaven sein, dürften solche aber beschäftigen. geoisie genährt wird. appelliven nun an die gesammte Arbeiterschaft, insbesondere die Berufsgenossen Deutschlands als auch Desterreichs, so viel als möglich dahin zu wirken, daß die Veranlassung des Ausstandes in Annaburg überall verbreitet wird. Sofern der Zuzug ferngehalten wird, hoffen die Streifenden einen Sieg zu erringen. Die Annaburger Porzellanarbeiter haben Die Neujahrs- Nummer der Glühlichter" ist soeben erstets die Solidarität hochgehalten bei jeder Gelegenheit und hoffen schienen und wird wegen ihres treffenden Witzes und ihrer deshalb, daß auch ihnen gegenüber Solidarität beobachtet wird: trefflichen Bilder den Beifall der Genossen finden. Neue freie Volksbühne. Kammermusikabend Montag, 8. Januar, 8 Uhr, 30 Pf., in Buggenhagen's Konzertsaal. Die Kreuzelschreiber von Anzengruber. Sonntag, 14. Januar, I. Abth., Sonntag, 21. Januar, II. Abth., Sonntag, 28. Januar, III. Abth., 21/2 Uhr, im Wallner Theater. 453/7 Orts- Krankenkaffe der Saftler in Berlin. Durch Verfügung des Herrn OberPräsidenten der Provinz Brandenburg werden die§§ 12 Nr. 2 und 29 des vorstehenden Statuts vom 25. März 1893 aufgehoben. An deren Stelle treten mit rechtsverbindlicher Wirkung vom 25. Dezember 1893 nachstehende Bestimmungen: § 12. Ziffer 2. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom dritten Tage nach dem Tage der Erkrankung für jeden Kalendertag ausschließlich der Sonntage die Hälfte des im§ 11 festgesetzten TageLohnes. § 29. Die wöchentlichen Rassenbeiträge betragen: 1. Für männliche Kaffenmitglieder über 16 Jahre ausschließlich der Lehrlinge 48 Pf. 2. Für weibliche Raffenmitglieder über 16 Jahre 30 f. 3. Für männliche Rassenmitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 21 Pf. 4. Für weibliche Kassenmitglieder unter 16 Jahren 15 Pf. Potsdam, 16. Dezember 1893. Der Ober Präsident. Staatsminister. Achenbach. Vorstehende Anordnung geben wir hierdurch gemäß§ 63 des Kassenstatuts bekannt. Der Vorstand 269/10 der Drts- Krankenkasse der Sattler. W. Erdmann, Vorsitzender. C. Tannhausen, Schriftführer. Orts- Krankenkasse d. Stellmacher. Sonntag, den 14. Januar cr., Vormittags 912 Uhr, bei Meissner, Linienstraße 242-243: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kündigung des Rendanten. 2. Rassenangelegenheiten. Der Vorstand. 1120b W. Schwarz, Vorsitzender. Den geehrten Gesangvereinen zur Nachricht, daß ich noch Dienstag oder 1111b Mittwoch zu vergeben habe. Franz Apel, Gesanglehrer, Frankfurterstr. 110, 4 r. Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen: Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Die Prostitution, ihre Ursachen, ihre Folgen und ihre Bekämpfung von 40 Seiten u. Umschlag. Dr. S. Lux. Preis 20 Pfennig. Nach außerhalb gegen Einsendung des Betrages von 25 Pfg. franko. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle Kinderwagen, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Wie im vergangenen Jahre, haben wir auch in diesem Jahre für unsere Abonnenten Elegante Einbanddecken zur Neuen Welt" herstellen lassen. Dieselben sind in rothem Callico mit Goldbruck oder Schwarzdruck ange fertigt und zum Preise von M. 1,00 für Golddruck, M. 0,80 für Schwarzdrudi ( nach außerhalb 20 Pfg. Porto extra) zu haben. 415/9 Der Einbanddecke ist ein Inhaltsverzeichniß gratis beigegeben. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Ebenso stehen zum Verkauf bie kompletten Jahrgänge von Neue Welt 1893, Neue Welt 1892. Preis: Elegant gebunden in roth Callico M. 4,-. !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt RohtabakHeinr. Franck, andlung, vorräthig. Brunnenstr. 185. Formen( Bockfoorn) wieder 37 37 13 anerkannt reelle und billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 1108b Bücher- Ankauf Meyer's u. Brockhaus Lerika, Brehm's Thierleben und andere Werke tauft Antiquariat Kochstraße Nr. 56 I. Otto Naether, Uhrmacher, ( Depeichen des Bureau Herold.) Brüg, 4. Januar. In Kosten ist ein Schacht vollständig ausgebrannt und zum Theil eingestürzt. Menschen sind glücklicherweise nicht verunglückt. Einzelne Flaschen frei Haus Berlin. Rum, echt und Façon, Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Inhaber: 609 M Eugen Neumann& Co., Conrad Neumann, 6a. Belle- Alliance- Platz 6a. Oranienstr. 8. Neue Friedrichstr. 81. Einzelne Flaschen frei Haus Berlin. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen und durch uns zu beziehen: Der Markilde Landbote Volks Kalender für 1894. Eine Agitations Broschüre für die Land- Bevölkerung. Preis 10 fg. Dieser Kalender enthält Monat für Monat in kurzen Abschnitten und in leicht verständlicher Sprache eine treffliche Kritik der heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse unter besonderer Berücksichtigung der Lage der kleinen Landwirthe und der kleinen Handwerksmeister. Nach außerhalb gegen Einsendung von 13 Pfg. franko. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Achtung! Achtung! Tacirer. Arbeitsmarkt. Das Verkehrslokal der Lackirer Ein tüchtiger, im Zeitungswesen und Berlins und Umgegend befindet sich jetzt Buchhandel erfahrener Buchhalter Alte Jakobftr. 69 bei Lenz. wir als Jeden Sonntag Vormittag 214/10 Morgensprache. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand der Filiale IV. ( Siehe unter Soziales Lackirer".) " Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Robtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Geschäftsführer per bald oder später gesucht. Off. mit Gehaltsansprüchen unter Angabe näherer Verhältnisse sind an die Exped. d.„ Vorwärts" unter H. W. 54162* zu richten. Tüchtige Plätterinnen für Stehkragen, Umlegekragen, Manschetten verl. Gebrüder Borchardt, 11176* Neue Königstr. 19. 0 Für eine Blechwaaren- Fabrik Spezialität Lampen und Laternen wird ein militärfreier tüchtiger Vorarbeiter, welcher sich event. auch für die Reise eignet, sofort zu engagiren gesucht. Offert. mit Zeugnißabschriften werden an Herm. Günther u. Co. in 420/7 Anklamerstr. 44, an der Brunnenstr. Oranienburgerstr. 2. annbeim erbeten. Reparaturen an Uhren jeder Art Geübte Schirm- Näherinnen finden solid und preiswerth.[ 54172* dauernde, lohnende Beschäftigung bei Görliger Ufer 7, Ede Wrangelstr., Grünauerstr. 25 freundl. Wohnungen ist ein Laden 3. verm., in dem sich seit Fels, Werner& Co., Leipzigers 1085b 608M straße 39. preiswerth zu vermiethen. 4 Jahren ein Zigarrengesch. bef., Möbl. Zimmer von einem jungen Pr. nebst Wohnung 750 M. Das. Mädchen gesucht. Adr. erb. unter A. K. find auch fl. Wohnungen preiswerth Invalidenstraße postlagernd. 11136 zu vermiethen. 1093b fucht Stelle. Näh. Exp. des„ Vorw." Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Junger Kellner Kellner 5411 IN 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 3. November. " Unterm neuen Kurs. " Freitag, den 5. Januar 1894. November. " 11. Jahrg. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Weiterver breitung durch Abdruck gebeten. Agitations Romitee der Droschtentutscher 3. und Umgegend. 9) Chapagmall J. A.: A. Stiller, Lübeckerstr. 4. wenden uns deshalb vertrauensvoll an unsere Arbeitsbrüder mit 23. Erfurt. Wegen Unteroffiziersbeleidigung Genosse Raub, der Bitte, uns, soweit dies möglich, ihre Unterstüßung angedeihen Redakteur der Thüringer Tribüne", 80 M. Geldstrafe. zu lassen; wir werden uns jederzeit dafür erkenntlich zeigen. Genosse Hülle freigesprochen. Staatsanwalts: Geldsendungen und Zuschriften sind zu richten an W. Schütte, 1. Prenzlan. Genosse Günterberg, vom Schöffen- beleidigung Genosse Hülle 14 Tage Gefängniß( Staatsantrag: je 6 Monate Gefängniß. Wegen Pfaffen Berlin SW., Schüßenstraße 58. gericht Schwedt wegen Verrufserklärung mit 14 Tagen anwaltsantrag: 4 Monate Gefängniß). Von einer Gefängniß bestraft, vom Landgericht freigesprochen. weiteren Unteroffiziersbeleidigungs- Klage Hülle freiBerlin. Der Redakteur des Sosialiit" 2 Monate Ge- gesprochen. Staatsanwaltsantrag: 1 Monat Gefängniß. fängniß wegen Aufforderung zum Ungehorsam. Intrell Insgesammt gegen Hülle also 14 Tage Gefängniß Staatswanwaltsantrag: 11 Monate Gefängniß. Hagen. Genosse Raue Iserlohn wegen Fabrikanten uns die Frage auf: Warum befinden sich so viele unserer Au die Bauauschläger! Kollegen, wiederum drängt sich und Werkmeister- Beleidigung vom Schöffengericht 1 Monat Kollegen außer Arbeit? Nun, Kollegen, Hand aufs Herz, wit Gefängniß, vom Landgericht freigesprochen. Dresden. Genosse Fischer, Redakteur der" Sächs. tragen selbst einen Theil der Schuld. Leider sind eine große Arb. 3tg.", wegen grocen Unfugs( Lächerlichmachung des Anzahl unserer Berufsgenossen unorganisirt, stehen allen Be Festrummels beim Militärdienst- Jubiläum des Königs von gleichgiltig gegenüber; jeder glaubt nur für sich sorgen zu müssen strebungen, die zur Besserung unserer Verhältnisse dienen sollen, Eachsen) 14 Tage Haft. 24. Buckan. Genosse Water wegen groben Unfugs( Boy- und bedenkt nicht, daß er seinen Mitmenschen und auch fich ( Boy- selbst in unverantwortlicher Weise oft den größten Schaden zu " 2. Mülhausen. Wegen Lehrerinbeleidigung Genosse Bueb, Redofteur der Eis. Volts- Zeitung" 3 Monate Gefängniß. Finsterwalde. Genossen Deumner und Weigel je 10 M. Geldstrafe wegen unerlaubter Tellersammlung. 3. Mict. Genosse Ströbel, Red. der Schl.-H. Bolfeztg." wegen drei Beleidigungen 2 Monate Gefängniß. Gaffel. Genosse arbe wegen groben Unfugs( Boykottflugblatt) 14 Tage Gefängniß. 37 Burgstädt. Wegen Fabrikanten Beleidigung Genosse Heinig, Redakteur der„ Volksstimme", 120 M. Geld ftraje. Weißenfels. Genosse anschu wegen Schuhfabrikanten- Beleidigung 30 M. Geldstrafe. " 1 Geestemünde. Wegen Amtsrichter Beleidigung Genosse Haverkamp, Redakteur der Nordd. Volksstimme", Dechéne und Valentiner je 20 M., Dähling 30 M. Geldstrafe. 6. Gottbus. Wegen Hausfriedensbruch( Nichtverlassen einer Wahlversammlung) Genosse Ia ch mann 2 Monate Gefängniß. Halle. Genosse Kunert wegen Polizistenbeleidigung 100 M. Geldstrafe. 8. Berlin. Genosse Schröder, Redakteur des„ Vorwärts", von der Anklage des groben Unfugs( Aufforderung, die Koupeethüren der Stadtbahnzüge nicht zu fchließen) frei sdum gesprochen. Staatsanwaltsantrag: 6 Wochen Gefängniß. Zwickau. Genosse ei her, Redakteur des„ S. Volksblatt", von der Auflage der Gemeindevorsteher- Beleidigung 24 freigesprochen. Fürstenberg. Wegen Polizistenbeleidigung Gen. Döring und Henze 50 bez. 20 M. Geldstrafe. 9. Hof. Genosse Stück Ien, Redakteur des Boltsblatt", wegen Pfaffen- und Fabrikantenbeleidigung 250 M. Geldstrafe. Dortmund. Genosse Voigt, Redakteur der„ RheinischWestfälischen Arbeiter- Zeitung", wegen Beamtenbeleidigung 1 Jahr Gefängniß. " 01 fott) 4 Wochen Hast. 25. Hagen. Wegen Caprivi- Beleidigung Genosse Blod, fügt. Was tönnten wir nicht alles für unsere nothleidenden Red. der, Arb.- 3tg.", 6 Wochen Gefängniß. Staatsanwalts, arbeitslosen Kollegen leisten, wenn wir über eine gute Organis antrag 7 Monate Gefängniß. fation verfügten. Kollegen, das muß anders werden! Wir bitten Euch, besucht unsere Generalversammlung, die am 14. d. M. bei Joël, Andreasstraße, stattfindet, recht zahlreich. 27. Dortmund. Genosse Voigt wegen PolizeikommissärBeleidigung 4 Wochen Gefängniß. " " " Meiningen. Genosse Möller Suhl wegen MajestätsUnd nun noch ein Wort an die organisirten Bauanschläger. beleidigung( Sitzenbleiben beim Raiserhoch in der Wähler- Borstandes zu vollziehen und da ist es unsere Pflicht, zu beweifen, Wähler- Kollegen! Am 7. d. M. haben wir die Neuwahl des gesammten versammlung) 6 Monate Gefängniß. Naumburg. Genoffe Hoffmann- Zeit wegen Polizei- daß wir gewillt sind, durch die Wahl solcher Männer, die sich kommissar Beleidigung 50 M. Geldstrafe. ihrer Verantwortlichkeit bewußt sind, unsere Organisation der Straßburg. Vier Genossen wegen Flugblattvertheilung modernen Arbeiterbewegung zuzuführen.( Siehe heutige Annonce.) obne polizeiliche Erlaubniß je 40 M. Geldstrafe. 29. Goslar. Genosse Bremin e wegen Abhaltung einer nicht angemeldeten Versammlung 3 Wochen Gefängniß. Genosse Kornmann wegen Wahlvorsteher- Beleidigung 8 Tage Gefängniß. Genosse Poig mann wegen unerlaubter Geldsammlung 10 M. Geldstrafe. 30. i " n TUS " Wurzen. Genosse Thiele, Redakteur der Wurzener Beitung", wegen groben Unfugs( siehe Dresden) 6 Wochen Gefängniß. Chemnitz. Wegen Polizeidirektor Beleidigung Genosse anger 4 Monate Gefängniß, 3eifig freigefgrochen. Lyck. Genosse Ebhard Komerowen und Gädicte Lyck wegen Aufforderung zu einer unerlaubten Versamm Tung 30 bezw. 18 M. Geldstrafe. P. Porsche, Mühlenstr. 88. Eine Konferenz der Schneider Sachsens fand am 27 De gember 1893 in Chemnih statt. Vertreten waren 11 Orte durch 14 Delegirte. Bisher, so berichteten die Vertrauensmänner, haben sich die Schneider von 16 Orten Sachfens als Einzelmitglieder dem Verband deutscher Schneider angeschlossen. Ein Antrag, Sachsen in drei Bezirke einzutheilen, um die Agitation besser betreiben zu können, wurde angenommen; für jeden Bezirk wurde ein Vertrauensmann gewählt. Beschlossen wurde ferner, ein Flugblatt in czechischer Sprache zur Ver breitung zu bringen, da gerade die böhmischen Kol legen sich von ber Organisation fern hielten. Eine Resolution, die Kommission für Arbeiterstatistit zu erfuchen, Erhebungen in der Bekleidungsindustrie anzustellen, fand ein stimmige Annahme. Um aber bald eine Statistik der Lage der Jusgesammt im Monat November 4 Jahre 4 Monate Schneider in Sachsen zu besitzen, bewilligte die Konferenz 200 M. Frankfurt a. M. Drechsler Müller wegen Be- 22 Tage Gefängniß und 3388 M. Geldstrafe. schimpfung und Bedrohung nichtstreikender Arbeiter 2 Monate 3 Wochen Gefängniß. N 10. Gera. Wegen Kriegervereinler Beleidigung Genosse Leven, Redakteur der St. Tribüne", 15 M. Geldstrafe. Mühlhausen. 5 Genossen von der Anklage der Majestätsbeleidigung( Sigenbleiben beim Raiserhoch in Wählerverfanimlung) freigesprochen. " Blauen. Redakteur Künzel- Faltenstein wegen Beleidigung des Vorschußvereins- Direktors 2 Monate Gefängniß. " 11. Leipzig. Genosse Wittich, Nedakteur des„ Wähler", wegen Hans Blum- Beleidigung 500 M. Geldstrafe. Ent schädigungsforderung von 500 M. zurückgewiesen. Staffel. Genoise Huhn, Redakteur des Volksblatt", wegen Metzgermeister- Beleidigung 40 M. Geldstrafe. 13. Kaffel. Wegen Bürgermeister- Beleidigung Genosse John, Redakteur des„ Voltsblatt", 60 M., wegen Gefängnißauffeher- Beleidigung Genosse Huhn und Maurer A. je 30 M. Geldstrafe. a' " München. Wegen Theilnahme an einer politischen Versammlung eine Anzahl Genossinnen je 20 M. Geldstrafe. Magdeburg. Von der Anklage der Vereinsgesetz- Uebertretung Bremer und Genossen freigesprochen. # 14. Berlin. Der Herausgeber der Lichtstrahlen" wegen Religionsbeschimpfung 1 Monat Gefängniß. Magdeburg. Genosse Albrecht Halle und Meyer von der Anklage der Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Gesetze, und 5 Genossen von der Vereinsgefehüber tretung freigesprochen. " Zehdenick. Wegen Abhaltung einer nicht angemeldeten Bersammlung Genosse Trapp und Robert Schmidt je 30 M. Geldstrafe. 802 830 Der Parteivorstand. Soziale Ileberlicht. An die Lackirer! Kollegen! Leider wurden wir durch die Verhältnisse gezwungen, unser altes Verkehralofal aufzugeben. Unser Verkehrslokal befindet sich von jetzt ab bei Lenz, Quite Sonntag zur„ Morgensprache" recht zahlreich zu erscheinen. Jakobstr. 69. Wir erfuchen die Kollegen schon am nächsten Der Vorstand des Vereins der Racirer. Filiale V. aus dem Fonds. In bezug auf die Organisationsform spricht sich die Mehrzahl der Delegirten für den Industrieverband aus. Damit ist die Tagesordnung erschöpft und der Vorsitzende schließt mit einem Hoch auf die Organisation den Kongreß. Gesprengter Fabrikantenring. Der letzte Streit der Zwicker in der Schuhfabrik von Ochsenhirt und Behrens in Offenbach hat nebst dem Sieg der streitenden Schuhmacher für Die letzteren auch noch einen weiteren beachtenswerthen Erfolg gehabt. Die Schuhfabrikanten von Mainz, Frankfurt, Offenbach, Bingen und Alzey hatten nämlich vor einigen Jahren zur besseren Abwehr" der gerechten Forderungen der Arbeiter einen Ring geschlossen und durch eine Konventionalstrafe von 10 000 m. für den Fall der Nichtbeachtung der Sagungen diefes arbeiterfeindlichen Bundes die Mitglieder zur Refpettirung der gemeinsamen Statuten gezwungen. Jeder Fabrikant hatte zu diesem Zwecke einen Wechsel von 10 000 m. afzeptirt, der im Falle der Nichtbeachtung der Statuten zur Zahlung präsentirt worden wäre. alle An die Arbeiterschaft Deutschlands! Werthe Genossen! Wie Ihr aus den Berichten in der Bresse bereits erfahren habt, befinden sich ca. 480 Trofchtentutscher in Berlin und Umgegend seit dem 1. d. M. im Ausstand. Dieser Ausstand ist nicht etwa ein frivoler oder ein vom Zaun Dieser Ring ist nun durch die letzten Offenbacher Vorkomme gebrochener, wie dies durch eine gewisse Presse wahrheitswidrig nisse geplant. verbreitet wird, sondern ein den Kutschern von einigen Als Ursachen sind zu betrachten der große Terrorismus, fapitalistischen Ausbeutern geradezu aufgedrungener Streik. Es den die großen Fabrikanten gegenüber den kleineren Kollegen" handelt sich in diesem Kampfe nicht um eine Lohnforderung oder übten, was leicht möglich war, weil das Stimmenverhältniß um einen höheren Lohn, obwohl der den Ausständigen bisher nach der Zahl der Arbeiter ausgeübt wurde und große gezahlte als ein auskömmlicher nicht bezeichnet werden darf, Fabrikanten 10-15 Stimmen in die Wagschale werfen konnten, sondern um eine Neuerung unserer Livree, die mit recht erheb während viele der kleinen nur eine Stimme abzugeben hatten. lichen Geldkosten für uns verknüpft und nur den einen Zweck Auch sollen nach und nach einige Fabrikanten es doch nicht haben soll, für einige tapitalistische Ausbeuter Re- mehr für vernünftig gehalten haben, daß im Falle allzu flame zu machen. miserabler Zustände, wie solche bei manchen Fabrikanten Seit dem vorigen Jahre ist in unserem Droschtengewerbe herrschten, Differenzen mit den Arbeitern entstanden, ein mechanischer Apparat, genannt Tarameter, im Gebrauch. anderen sich solidarisch erklären mußten. Der Ring wäre also Dieser Apparat, der die Höhe des Fahrpreises jederzeit genau gesprengt und diese Bestbeule beseitigt; aber umso mehr müssen Erfurt. Genosse Ae u stergerling vom Schöffen anzeigen foll, ist bis jetzt an 487 Droschten 1. Klaffe angebracht die Arbeiter die Augen offen halten und sich ihrer Organisation, gericht zu Treffurt megen Vereinsgesehübertretung und worden. Ob aus Neugierde oder aus durch die Neuerung dem Verein deutscher Schuhmacher, anschließen. Hanssi iedensbruch( Wahlversammlung) zu 5 Monaten, wirklich geweckter Fahrlust, mag dahin gestellt bleiben, Thatsache leber die Wohnungsverhältnisse der Arbeiter im Genosse Heißner zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt, vom ist, daß diese Droschten in der ersten Zeit, wo noch taum das Landgericht 150 bezw. 50 M. Geldstrafe. Bezirk Breslau macht der Regierungsrath Wolff in seinem erste bezw. zweite Hundert voll war und ihnen zirka 70 Halte Bericht folgende Mittheilungen: Den Wohnungsverhältnissen Elberfeld. Wegen Widerstand und Polizistenbeleidigung pläße in den schönsten Gegenden Berlins angewiesen wurden, best während der Berichtszeit von der Gesundheitspolizei unausdrei Genossen zu insgesammt 40 M. Geldstrafe. Staatsdeutend höhere Einnahmen erzielt haben, als die Droschken 1. Klasse gesetzt eine ausgedehnte Aufmerksamkeit zugewendet, und auf die anwalts Antrag: 1 Jahr Gefängniß. ohne diesen Apparat. Nachdem nun das fünfte Hundert ziemlich voll 15. Erfurt. Genoffe ülle, Redakteur der Thüringer ist, sind die Einnahmen bedeutend geringere und es hat demnach Beschaffung gesunder Wohnungen sowohl in den Städten wie Tribune", wegen Gärtnerbeleidigung 14 Tage Gefängniß. erstens die Nachfrage wegen Montirung solcher Apparate bei der auf dem platten Lande ist thunlichst hingewirkt worden. In dem Hagen. Genosse Haue Iserlohn wegen Fabritmeister aus Kapitalisten zusammengebauten Tagameter- Gesellschaft er ist den hygienischen Verhältnissen besondere Beachtung geschenkt Entwurfe einer neuen Baupolizei- Ordnung für die Stadt Breslau beleidigung 2 Monate 14 Tage Gefängniß. beblich nachgelassen; und zweitens ist lettere von den in betracht worden. In den ländlichen Ortschaften des Regierungsbezirks ist 16. Braunschweig. Wegen Lehrerbeleidigung Genosse kommenden Droschkenbesigern angegangen worden, ihnen den vielfach von den Großgrundbesitzern und Großindustriellen Stegmann, Redakteur des„ Volksireund", 14 Tage Miethspreis für diesen Apparat von täglich 60 Pf. auf 40 Pf. in ber richtigen Erkenntniß, daß gute Arbeiter auch eine gefunde herabzulaffen, mit der Motivirung: daß sie bei der geringen Ein- und zeitgemäß eingerichtete Wohnung beanspruchen können, für Wiesbaden. Genosse Wilhelm vom Schöffengericht nahme nicht im stande feien, noch länger folch hohe Miethe Herstellung befferer Wohnungen gesorgt worden. u egen groben Unjugs( Hoch auf die internationale, zahlen zu können. Diese Geſellſchaft die, nebenbei bemerkt, häuser auf den Dominialhöfen und ebenso die Urbeiterwohnungen revolutionäre, völterbefreiende Sozialdemokratie) mit sechs Diesen Apparat den Droschkenbestyern in Halle a. S. vor nahezu bei den größeren Fabriken sind bei Neubauten stets so einge Wochen Gefängniß bestraft, vom Landgericht freigesprochen. 2 Jahren schon zum Miethspreise von 40 Pf. pro Tag offerirt richtet, daß jede Arbeiterfamilie eine größere Stabe und eine Elberfeld. Genosse Lenz Remscheid wegen Ver- hat, machte die Ermäßigung der Mietye für die Berliner helle, trockene Rammer erhält und mit den erforderlichen Kochanstaltung eines öffentlichen Aufzuges 30 Mart Geld- Droschkenbefizer auf 40 Pf. davon abhängig, daß sie mit dafür vorrichtungen versehen ist. Die Schlafstellen- Birthschaften wersorgten, dem Polizei- Präsidium die Nothwendigkeit" 17. Frankfurt a. M. Von der Anklage der Aufforderung der Einführung eines weiß Iadirten Sutes Tür die den polizeilich überwacht, und es wird streng darauf gehalten, zum Ungehorsam gegen die Gefeze Genosse Hoch, Re Tarameter Droschtenfutscher begreiflich zu machen. Daß diese daß nicht mehr Personen aufgenommen werden, als nach dem takteur der Wolfsstimme", freigesprochen. Proposition Wasser auf die Wühle der fapitalistischen Seele vorhandenen, vorher festgestellten Luftraume gestattet ist. In Breslau a war die Bauthätigkeit sehr sehr rege und ist Leipzig. Genosse Pollender, Redakteur des Wähler", war, brauchen wir wohl nicht näher auszuführen, als wir es ein Ueberfluß an größeren und wegen Hans Blum Beleidigung 300 M. Geldstrafe und auch noch unterlassen müssen, mitzutheilen, wie sie bies Manöver infolge derfelben fertig gebracht haben. Sie haben es eben fertig gebracht und standen. Die kleineren, für die ärmere Bevölkerung bestimmten mittleren Wohnungen, welche theilweise leer stehen, ent100 M. Entschädigung. Zwickau. Genoffe Trognis, Redakteur des Sächs. unter dem behördlichen Schuße versuchten diese Herren es nun, Wohnungen sind dagegen trotz der regen Bauthätigkeit an Bahl Volksblatt", wegen Gemeindevorstands- Beleidigung 40 M. aus den Taschen jedes einzelnen Tarameter- Droschkentutscher sich und Beschaffenheit ungenügend geblieben, und auf diesen Umstand, täglich 20 Pf. herauszuholen. Unfer an das Polizeipräsidium zu fowie auf die meistentheils dürftige Ernährung der niederen „ Kiel. Genosse Aspern Neumünster wegen Polizisten Berlin gerichtetes Gesuch, diesen behördlichen Schutz durch Auf- Bolksschichten ist zweifellos die immer noch hohe Sterblichkeitshebung der polizeilichen Bekanntmachung vom 10. November v. J. siffer der Stadt Breslau zurückzuführen, welche auch durch die Mügeln. Wegen Uebertretung des Vereinsgefeges Genosse zurückzuziehen, ist ablehnend beantwortet worden. Der Herr anerkannt zweck dienlichen und umfassenden hygienischen Maßregeln Minister des Innern, an den wir uns auch gewandt und den in dem erwünschten Maße bisher nicht verringert werden konnte." 18. Bremen. Genoffe Ebert, Redakteur der Bürger- 3tg.", wir um Außerkraftsetzung betreffender Polizeibekanntmachung So optimistisch der erste Theil dieser amtlichen Neußerung klingt, wegen Fabrikantenbeleidigung 20 M. Geldirafe. ersucht haben, hat sich bisher leider noch nicht entschließen können, so charakteristisch ist, wie das„ Sozialpolitische Zentralblatt" mit Darmstadt. Genosse Wüller, Red. d. Heff. Volksst.", zu antworten. Wollten wir uns also dem Kapitalismus nicht auf Recht bemerkt, das offene Gingeständniß im letzten Theile. Die wegen Aufreizung 500 M. Geldstrafe. Gnade und Ungnade ergeben, fo waren wir gezwungen, am offizielle Sozialreform scheint in Breslau und Umgegend noch 1. Januar das Fahren im Tagameter- Droschten- Fuhrgewerbe recht wenig mit ihren Segnungen auf die Arbeiterbevölkerung einzustellen. Das haben wir gethan und wir sind fest entschlossen, so lange auszuharren, bis der Sieg unser ift. Denn gewirkt zu haben, wenn solche gesundheitliche Verhältnisse amtlich wir wissen nur zu genau gehen wir aus diesem, anscheinend festgestellt werden müssen. " " " Gefängniß. ftrafe. Geldstrafe. Beleidigung 1 Woche Gefängniß. Lößner 50 M. Geldstrafe. 20. Zwickau. Genoffe Trogni, Red. d.„ S. B.", wegen Waisenhausvater- Beleidigung 5 Monate Gefängniß. Halle. Wegen Verächtlichmachung von Staatseinrich tungen Genossen Jähnig und Westerburg je 50 m. Köln. 18 Vorstandsmitglieder des Frauenvereins wegen Nebertretung des Vereinsgesetzes je 15 M. Geldirafe. Braunschweig. Genoffe Galwer, Red. d.„ Volksfrd.", wegen Gefreitenbeleidigung 14 Tage Gefängniß. OF " Geldstrafe. Die Gesinde nur unbedeutenden Kampfe nicht als Sieger hervor, so wird uns Ueber das Armenwesen der Stadt Stuttgart ent die Schlinge von dem Alles vernichtenden Kapitalismus nur noch nehmen wir dem fürzlich ausgegebenen städtischen Verwaltungsfefter zugezogen werden. Wird dieser erste im Jahre 1894 auf- bericht für die Jahre 1889,91 folgende Bahlen. Der gesammte genommene Kampf erfolgreich durchgeführt, so dürfte dies aber Arinenaufwand betrug im Jahre 1888,89 426 470 m., 1889/90 auch für alle übrigen Gewerkschaften ein gutes Dmen sein. Wir 471 784. und 1890/91 490 177 m., somit in den drei Jahren anfammen 1388 381 m., welche Zahlen uns einen ungefähren I statt, in der man sich bitter beklagte über die Unzulänglichkeit| Dr. Kollwth, Weißenburgerfir. 25; Dr. Friedländer, HussitenBegriff geben vom Umfang der Orisarmenbehörde, bezw. der der Pension. Es wurde festgestellt, daß Bergleute, die 40 Jahre straße 81; Dr. Freudenberg, Friedrichstr. 30; Dr. Christeller, An Armendeputation. Mit jedem Jahre sind also die Summen ge- und länger gearbeitet hatten, vielfach Renten bezogen von der Stadtbahn 21; Dr. H. Weyl, Rosenthalerstr. 4; Dr. A. Fleck, fliegen, die für die vollkommen Mittellofen aufgewandt werden höchstens 20 m. monatlich. Eine Eingabe an das Ober- Adferftr. 118; Dr. Zeppler, Flensburgerstr. 24; Dr. Lebegott, müffen. Diese Zahlen geben aber noch lange fein richtiges Bild bergamt, in der um um Aufbesserung der Pension gebeten Grünstr. 23; Dr. A. Bernstein, Mittenwalderstr. 2; Dr. Heŋ= von dem Elend, was in der Arbeiterklasse herrscht, denn es sucht wurde, fei unbeantwortet geblieben. Man beschloß endlich, mann, Staligerstr. 108; Dr. Blaschko, Friedrichstr. 104a; Dr. jedermann, so lange als irgend möglich, der Armenunterstüßung eine Petition in Umlauf zu sehen, welche an das Oberbergamt Badek, Annenstr. 46. zu entgehen, der Unterstüßung aus öffentlichen Mitteln, der in gerichtet werden soll und worin um Erhöhung der Pensionen der Beschwerde- Kommission: Lang, Landsbergerstr. 6; Dietrich, der heutigen Gestalt das Odium der Almosen anhaftet und die auf grund der alten Bestimmungen pensionirten Invaliden ersucht Willibald Alexisstr. 40; Hüpenbecker, Sebastianstr. 40; Riege, politische Rechtlosmachung nach sich zieht. wird. Wir haben leider genügend Grund, anzunehmen, daß auch Koppenstr. 53; Herder, Lindowerstr. 25. Ueber die feitens einer Berufsgenossenschaft in Anregung dies Gesuch wieder vergeblich sein wird. In einem Militärstaat par excellence hat man nur Sim für das bunte Tuch, die gebrachte Errichtung von Unfallstationen für Berlin, resp. die Opfer der Arbeit, die nicht der Zerstörung, wie jene, sondern Stellungnahme der Krankenkassen zu denselben, wurden noch der Förderung der Kultur gedient, fie mögen zusehen, wo sie keine Beschlüſſe gefaßt. bleiben. Fort mit ihnen, wenn sie ihre Schuldigkeit nicht mehr Die Bescheinigung, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des KrantenlaffenKrankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des KrankenkassenVersicherungsgesetzes genügen, wurde folgenden Krankenkassen ausgefertigt: der Handwerker- Hilfskaffe( E. H.) in Blankenstein a. d. Ruhr, der Barbier und Friseurgehilfen Krankenkasse( E. H.) in Altona, der allgemeinen Kranken- Unterstützungskasse( E. H.) zu Winder Handwerker Rranten und Sterbekasse für Glesien und Umgegend( E. H.). decken, thun tönnen. " Weiter erfolgte der Bericht über den gegenwärtigen Stand des Boykotts der Charitee. Die Vorstände aller am Boykott Die Unterstützungsansprüche der Familien der zu Friedens- betheiligten Krankenkassen werden ersucht, festzustellen und baldigst an Dr. 3 adet, Annenstr. 46, mitzutheilen, wieviel Kranken übungen eingezogenen Mannschaften werden nach dem„ orts- tage von ihrer Kaffe in den Jahren 1891, 1892 und 1893 an die üblichen Tagelohn" berechnet. Um diesen ortsüblichen Charitee bezahlt worden sind. Der Durchschnitt dieser 3 Jahre Tagelohn, der im ganzen Arbeiterversicherungswesen als Norm foll als Norm des für die Charitee im Jahre 1894 zu er angenommen wird, für die einzelnen Bezirke ein für allemal, wartenden Ausfalls angesehen werden. Um die Agitation d. h. immer für das laufende Jahr festzustellen, sind schon 1892 Bahlen beweisen. Einige interessante Daten über die und jetzt wieder Ende 1893 Erhebungen angestellt worden. Es für den Boykott der Charitee in immer weitere Kreise werden nunmehr auch Versammlungen in hat sich dabei die merkwürdige Thatsache herausgefiellt, den Vororten baß der Tagelohn im Stadtkreis einberufen und Flugblätter zur Vertheilung Rönigsberg innerhalb eines Jahres von 2,50 auf 2,00 Mart gesunken, ist. Kliniken der Charitee überwiesen wurden, gelangen. Da wiederholt Krante aus den UniversitätsAuch Helgoland ist in die Zusammenstellung einbezogen Borstände der Krankenkassen die Mahnung, auch diesen Instituten ergeht an die worden und es hat sich herausgestellt, daß diese jüngsten unserer gegenüber Vorsicht walten zu lassen. Zur besseren Durchführung Reichsbürger" den höchsten ortsüblichen Tagelohn erhalten. Für männlich Erwachsene ist derselbe auf 3,25 W., für weibliche Dieser Maßnahmen wird den Krankenkassen das Verzeichniß der auf 1,75 M., für männliche jugendliche Arbeiter auf 1,40 m., Privatkliniken zugestellt werden. für weibliche auf 0,90 m. festgestellt. Glückliche Infel! Ob's so bleiben wird? rapide Vermehrung der großen Vermögen finden wir in den statistischen Berichten von Darmstadt. Diese Stadt zählte im Jahre 1889/90 noch nicht ein einziges Einkommen von einer Million Mart; im nächsten Jahre war ein Millionär vorhanden, der ein Einkommen von 1161 000 m, versteuerte; dieses Eintommen stieg im Berichtsjahre 1891/92 auf 1603 000 M. und im letzten Jahre auf 1878 000 m. Das ist der drastischste Beweis, wie die großen Kapitalien die kleinen aussaugen. Nun als Gegenstück einen Blick auf den Verbrauch von Pferdefleisch während der letzten drei Jahre. 1889,90 wurden in Darmstadt 78 Pferde geschlachtet; 1890,91 stieg die Zahl derselben auf 96 Stück und im letzten Jahre wurden deren 128 zur SchlachtArme Aktionäre! Gelegentlich der verschiedenen Ausstände bank geführt, also nahezu das Doppelte des Konsums der Bergarbeiter wurde überall von den schlechten ProduktionsDom Jahre 1889/90. Es giebt wohl faum irgend einen bedingungen für die Unternehmer gefafelt, die es nicht erlaubten, Beweis, der mehr unsere Behauptung von der stetigen den Arbeitern durch besseren Lohn entgegenzukommen. Nach der Verschlechterung der Lebenshaltung der Bevölkerung be- neuesten Abrechnung nun hat die Gelsenkirchener Bergwerks- Gefräftigt, als die Thatsache von der Zunahme des Konsums von sellschaft im einzigen Monat November einen Ueberschuß von Pferdefleisch. Den zum Theil angeborenen, zum Theil an- 366 000 m. erzielt. erzogenen Efel ob berechtigt oder nicht, braucht hier nicht untersucht zu werden vor gewissen Nahrungsmitteln über windet der Mensch nur sehr schwer. Nur die äußerste Noth, das drückendste Glend, der nagende, quälende Hunger vermag die Regungen des Etels zum Schweigen zu bringen. Diese Herabdrückung der Bedürfnisse, die Verschlechterung der Lebensweise muß natürlich zur Folge haben eine Degeneration der Raffe in physischer und geistiger Beziehung. Diese kultur: gefährliche Entwickelung auf zu halten, ist die Aufgabe des Sozialismus. " Die ganze Reichstagswahl in 2emnih ist Schwindelei gewesen" so hatte sich der Arbeiter H. in Lemnitz in ungedrechselter Weise über die letzte Reichstagswahl geäußert. Das fonnte natürlich nicht ungerochen bleiben und H. hatte sich eines hochnothpeinlichen Verhörs zu unterziehen. Der Frevler ift nun zwar wegen Beleidigung verurtheilt worden, aber moralisch ebensogut der verehrliche Wahlvorstand. In der Gerichtsverhandlung ist nämlich festgestellt worden, daß der Wahlvorstand nicht an der Urne, sondern in einem Nebenzimmer Platz genommen hatte, wo die Herren Stimmzettel für den konservativen Kandidaten feilboten. Der Wähler mußte feinen Zettel nun selber in die Urne, eine unverdeckte Zuckerbüchse, hineinlegen und nachdem er dies besorgt, wird er vom Bürgermeister dahin bearbeitet, daß er den Bettel, der auf Lentert gelautet haben foll, wieder herausholt und einen für Walther hineinlegt. Das Gericht hat auch ferner festgestellt, daß die Wahlvorstands Mitglieder zeitweise die Urne sämmtlich im Stich gelassen und fich gleichzeitig entfernt, also einen Verstoß gegen§ 12 des Wahlreglements begangen haben. Es wird demnach wohl niemand behaupten können, daß hier alles in Ordnung gewesen sei, sondern es ist dies wieder ein Beweis, daß das freie Wahlrecht" in den Händen der herrschenden Klasse weiter nichts ist, als eine Karrikatur. Die Sache geht übrigens vor eine höhere Instanz. Beim Bergarbeiter Streit im Januar vorigen Jahres hatten die Bechenverwaltungen den streifenden Arbeitern gewisse Summen, bis zu 12 Mart, als Ersatz des durch den Kontraktbruch verursachten Schadens von dem im Dezember verdienten Lohn abgehalten. Diese Maßregel ftützte sich auf die in den letzten Tagen des Dezember auf den Bechen des Dortmunder Reviers eingeführte Arbeitsordnung, die man noch schleunigst vor dem 1. Januar publizirte, Gut nicht das achten der Arbeiter einholen zu müssen. Gegen diesen Lohnabzug haben nun mehrere Arbeiter den Weg der Klage beschritten. Sie stüßten sich namentlich darauf, daß man den Schadenersatz von dem im Dezember verdienten Lohn eingehalten habe, während doch die Arbeitsordnung, welche jene Maßregel gestattete, erst in den letzten Tagen diefes Monats in Kraft trat. In der ersten Instanz erzielten die Kläger denn auch, namentlich in Hinsicht auf den oben erwähnten Umstand ein obfiegendes Er fenntniß. Das königliche Lantgericht zu Dortmund hat indeß die Kläger kostenpflichtig abgewiesen und entschieden, daß die Einbehaltung des Echadenersatzes von dem größtentheils noch unter den alten Arbeitsbedingungen verdienten Dezemberlohn feinen Bedenken unterliege. Die Erfurter Stadtverordneten bewilligten 28 000 Mark zur Errichtung eines Boltsbades, in dem ein einzelnes Bad, einschließlich der Lenugung von Seise und Handtuch, für 10 Pf. abgegeben werden soll. " Arbeitslohu und Arbeitsleistung in Italien. In der italienischen Baumwollen- Industrie betragen die täglichen Arbeitslöhne für einen Arbeiter 1,50 bis 3,50, für eine Arbeiterin 0,75 bis 1,75 und für ein Kind 0,40 bis 0,90 Franks. Diese Niedrigfeit der Arbeitslöhne wird durch den Umstand wieder aufgehoben, daß in Italien für dieselbe Anzahl Spindeln die zwei bis drei fache Arbeiterzahl wie im Auslande nöthig ist, weil die Aus: dauer der Arbeiter in dem erschlaffenden Klima eine geringere iſt. Ueber den Umfang der englischen Textilindustrie werden folgende amtliche Zahlen veröffentlicht: Jahr Etablissem. Spindeln Kraftstühle 1870 45 553 111 610 004 51 077 243 667 711 1874 6807 7294 1878 7105 53 102 528 725 714 1885 7465 1890 7190 53 088 824 53 641 062 773 704 822 489 Arbeiter 907 230 1 005 685 975 546 1 034 261 1 084 631 Der bedeutendste Zweig der englischen Textilindustrie ist die Baumwollindustrie. Sie zählte: Jahr 1870 Etablissem. Spindeln 37 718 758 2483 1874 2655 41 881 789 Kraftstühle 446 676 463 118 1878 2674 44 206 690 514 911 2635 44 348 921 560 955 2538 44504 819 1885 1890 615 714 Arbeiter 450 087 479 515 482 903 504 069 528 795 Die Freie Vereinigung der Militärmüßen- Arbeiter tagte am 30. Dezember. Kollege Riem hielt einen einleitenden Vortrag über die Entwickelung der Organisationen. An der hierauf folgenden Diskussion betheiligten sich die Kollegen Frick, Freyer, Fischöder und Dittmann, sämmtlich zum Beitritt in den Berein auffordernd. Zu der Lohnreduktion bei Groß, Frankfurterstraße, berichtet Fischöder, daß die Angelegenheit geregelt sei, da die Kollegen erklärt haben, die Müßen für den Preis zu machen. Vom Kollegen Riem wurde angeregt, zum Verband überzutreten. Nach einer längeren Debatte wird beschlossen, in der nächsten Versammlung die Angelegenheit zu berathen. Die nächste Generalversammlung findet am 13. d. Mts. statt. Der wichtigen Tagesordnung halber werden die Kollegen ersucht, pünktlich zu erscheinen. der Maurer, Zahlstelle Berlin II, tagte am 31. Dezember 1893. Eine Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Bevollmächtigte Kollege Gröppler Mittheilung von dem Ableben des 1. Vor sitzenden des Verbandes A. Dammann, worauf sich die Mitglieder zu Ehren des Verstorbenen von ihren Plägen erhoben. Hierauf hielt der Referent, Genosse Saffenbach, einen interessanten und mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Die heilige Inquisition." Von einer Diskussion wurde Abstand genommen und sogleich in den 3. Punkt der Tagesordnung, Statutenberathung", eingetreten. Hier entspann sich eine lebhafte Debatte, die mit Annahme folgender Anträge endete: " I. Den§ 4 Absatz 2 des Statuts dahin abzuändern, daß nur für die Monate Juni, Juli, August und September ein Extrabeitrag erhoben wird und denselben für Mai und Oktober zu streichen. II. Jm§ 16 Abs. 2 die Worte, jedoch nicht über ein Jahr" zu streichen und dafür zu setzen nicht über drei Monate". 111. Die Kollegen, die auf Agitation sich befinden, erhalten, wenn sich ihre Agitationsreise nur auf eine Woche er streckt, 7 M., für zwei Wochen 6 M. und für drei Wochen und Nach den Berichten des Verbandes der österreichischen Baum- darüber hinaus 5 M. Diäten pro Tag. wollindustriellen entfielen die obigen Zahlen auf: Spinner u. Jahr Webereien Spinner Weberei 1870 1108 693 582 Andere Etablissem. 150 1874 1217 636 633 169 1878 1159 765 597 153 1885 1090 863 511 171 1890 935 990 438 175 Bum Delegirten für den Verbandstag wurde Gröppler in Vorschlag gebracht, die Wahlen hierzu finden im Laufe dieses Monats statt. Nach dem noch ein Rechtsschußgesuch der örtlichen Verwaltung überwiesen, wurde die Versammlung geschlossen. Vergnügungsverein Einigkeit. Sonntag Nachmittag 8 Uhr Sigung im Englischen Hof, Neue Roßftr. 8. Nachher Fidelitas. Turnverein Fichte.( Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes.) Die 2. Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag Abends s bts 10% Uhr in der Turnhalle, Staligerstr. 55-56. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord= In bezug auf die Arbeitsverhältnisse ist die bedeutende Zunahme der weiblichen Arbeitskräfte bemerkenswerth. Es wurden Echule, Mullerfiraße 179a: Unterricht in Gesundheitslehre und Buchbeschäftigt: fennen. Jahr weibliche männliche Arbeiter 1870 271 690 178 397 1874 291 895 187 620 1878 297 431 185 472 1885 307 691 196 878 1890 320 608 208 137 Die Angaben über das Alter der Arbeiter lassen eine große Betheiligung der kindlichen und jugendlichen Arbeitskräfte er Es standen im Alter von unter 13 Jahren v. 13-18 J. über 18 J. über 13 J. männl. weibl. 251 551 258 667 264 171 281 603 295 176 Jahr weibl. 1870 23 142 20 139 1874 33 672 33 228 1878 28 663 33 260 männl. 38 209 38 557 34 730 1885 1890 23 904 22 701 26088 25 432 40 205 43651 männl. 117 046 115 391 122 079 132 269 141 925 Versammlungen. W führung. Oft Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). Süd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gefeßestunde und Buchführung. Bei allen Unterrichtsfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubo. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5.-Westen, bei H. Werner, Bülowftr. 59. Lese- und Distutirflub Otto Reimer, Abends 8% Uhr, Wilhelmshavener ftraße 23 bet Ruba. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borstzender Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, D. 2 Tr. Freitag. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser uebungsunde Abends 9 Uhr. fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.-Nord, Bergstraße 6s, bei Keller. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. Buch=> Summer' scher Gesangverein, Langeitraße 65, bei Tempel. Mat binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Gemüthlich feit Buzer, Balme, in Welten, bei Schröder. Seydelftr. 30. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bet Held. Karthaus'scher Gesang= verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jakobstr. 74.- Gesangv. Norbwacht, Müllerstr 7, bei Reichert. Gefangverein Schmargendorf in Schmargen. dorf, Wirthshaus. Butunft 1, Stegliz, Ahornstraße, im GambrinusGesang Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nomiads. Bereinte verein Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bet Johnte. Stromstraße 28 bet Lange. Sangesbrüder Moabit, Gefang Sängerverein Sorgenfret Melchiorstr. 15 bet Stehmann. Nord: We st verein Rosalta Gr. Frankfurterfir. 81 bet Müller. Vineta, Swinemünderstr. 85 Stern, Altonaerstraße 27 bet Lipfe. bei Queitsch. Freie Liedertafel, Neue Königstr. 78 bet Hahn. Brandenburger Männer: Gefangverein in Brandenburg a.., Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bet Bogel. Mengert's Boltsgarten. Gesangverein Gerstenähre, Alte Jakobstr. 83 bei Wienecke.- Johannt, Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. am Ostbahnhof 7 bei W. Schulze. Einigkeit 3, Groß- Lichterfelde bet Gries, Giesensdorf.- Geselligett, Sennigebou, Bertheit 1, Bülowfir. 65 bei Richter. Matengruß, Köpenick, Grünstraße 63 Gaul. Männerchor Süd Ost, Köpnickerstr. 191 bei Foge. Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 bet päzold. Arton, Wittenberge, Thurmistr. 23, Sentralballe. Oberon, Kaiser Franz- Grenadier bei Friz Zubeil. play 7. Harmonte 2, Weinstr. 11 bet Feindt.- Fris, Naunynftr. 86 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlino und Umgegend. Alle Buſchriften sind zu fenden an P. Sentel, Bergmannstr. 14, Sofa Tr. Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgasse 2 bet Krebs. 1 1 Brauer Privat Die Arbeiter Sanitätskommission beschäftigte sich in einer am 3. Januar stattgefundenen außerordentlichen Sitzung Was die Zucker Liebesgabe unseren Rübenbaronen ein zunächst mit der Frage der Koatstörbe. Schon oft ist dieselbe bringt, darüber bringt der Hamb. Korr." sehr interessantes Gegenstand eingehendster Besprechungen sowohl in der Arbeiter Tagespresse als auch in den Fachzeitungen der dabei speziell Material bei. Aus diesem ist ersichtlich, daß feit dem Jahre interessirten Bauhandwerker gewesen und-„ fort mit den Koats1871/ 72-1891/ 92 im ganzen die Summe von 137 176 000. förben!" war stets und ständig das Resumee der angestellten an die Zuckerexporteure gezahlt wurden. Diese Zuschüsse, welche Betrachtungen. Wohl hat der Polizeipräsident angeordnet, daß die Konsumenten des Inlandes zu tragen haben, machen es in Berlin und dem Umkreis seiner Machtsphäre in Räumen, in möglich, daß einzelne Zuckerfabriken zu Zeiten mehr als 30 pet. Denen Arbeiter beschäftigt sind, offene Koatstörbe nicht aufgestellt Dividende zahlen konnten. werden dürfen; infolge ungenügender Kontrolle wird dieses Verbot Glückliche Staatspensionäre. Der Militärmoloch, der das von den Unternehmern aber meist umgangen. Da, wo sich die Bolk auspowert, ist auf der anderen Seite die bestgefüllteste Arbeiter zu einer Anzeige dieser Uebertretungen im Interesse Etattlub Kairo, Abends 8 Uhr bet Flick, Simeonstr. 28. Futterkrippe unserer Edelsten und Besten der Nation". ihrer Gesundheit bei dem zuständigen Revier aufraffen, erfolgt Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- GejangQuartettverein Die bayerische Armee zählt zur Zeit 1854 aktive die behördliche Recherche gewöhnlich erst nach ein oder zwei verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Männerchor Wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Offiziere. Diesen stehen pen Tagen. Dann stehen die fraglichen Körbe schon wieder in einem albesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, Weartgrafenftr. 87. nicht weniger als 1051 fionirte Offiziere gegenüber. Darunter find verzeichnet anderen Raum und der Beamte findet nichts Vorschriftwidriges. Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Burouserstr. 85. 7 Generale mit Summa 97 989 Mark Pensionsbezug pro Von einem Vertreter der Orts- Krankenkasse der Brauer wurde Mufit- Dilettantenverein Tonita, Abends 8% Uhr bei Schent, Krautpr. 39, Uebungsstunde. Mufitverein Frischauf, Restaurant Schröder, Reichen1893.( Aktiv sind 2 Generale). Ferner beziehen Pension 14 betont, daß auch die Angehörigen dieses Berufs vielfach denselben bergerstr. 24. Generallieutenants in Summa 152 732 M. 24 Generalmajore Gefahren für Leben und Gesundheit durch die Einwirkung der Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung beziehen 209 475 M. Penfion. 79 Obersten 520 148 M., 74 Oberst den Koatsförben ausströmenden giftigen Gase ausgesetzt sind. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen lieutenants zusammen 380079 M., 180 Majore 727 766 m., 389 pen- Wiederholt find Fälle afuter Blutvergiftung bei Leuten fonstatirt die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnfionirte Hauptleute und Rittmeister beziehen 940 829 M. 101 Premier- worden, welche in Räumen arbeiten mußten, in denen zum Trocknen balle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. lieutenants, die aus irgend einem Grunde pensionirt wurden, nasser oder frisch gestrichener Wände Koatstörbe aufgestellt waren. Da lub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Waldemarstr. 42. erhalten 98 720 M., 116. Eefondelieutenants 84 053 m. und der Polizeipräsident erklärt hat, gegen die nicht minder gefährliche Bergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Brauns, 67 Aerzte 203 471 M. Das macht für 1051 penfionirte bayerische Aufstellung von Roatstörben, welche mit losen Mauersteinen um Dranienfir. 188 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Unterhaltungsflub Schiller, Abends Offiziere das unde Eümmchen von 3 365 263 M. Von den stellt und mit einem nach dem Schornstein führenden Abzugsrohr Alte Jatobftr. 128( Logenhaus). 8 Uhr im Reſtaurant Holzbächer, Drensestraße 3. Lepidopt. Vereinigung Pensionen und Pensionszulagen der Eoldaten vom Feldwebel versehen sind, nur dann vorgehen zu können, wenn ihm Beweise Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenstr. 95, Reſtaurant Effenberg. abwärts wie der Militärbeamten, beinahe 10 000 Mann, ganz für ihre die Gesundheit schädigende Wirkung beigebracht werden, Musikverein& offnung, abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde ProstauerBergnügungsverein Berolina, abgesehen, was wieder über 1/2 Millionen ausmacht. Man so wurde beschlossen, die Arbeiter aufzufordern, bei ftraße sieht, neben dem paradirenden Heere hat Bayern eine Armee plößlichen Erkrankungen, die sie auf die Einflüsse der Koatstörbe bends 9 Uhr im Restaurant" Zur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Verein Solidarität, im Lotale Don Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, von Pensionären zu erhalten, die, wie Figura zeigt, allein schon glauben zurückführen zu können, sofort einen der Aerzte der Ar Abends 8% Uhr Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, einen Kriegsstaat bilden. Das Volt aber bezahlt die Beche, be- beiter- Sanitätsfommission zu konfultiren, welche gleichzeitig auch Sizung. Guvryftr. 48 bei Kricheldorff. Ruderverein Vorwärts, Sigung zahlt den Patriotismus. Dabei läßt sich's allerdings etwas sich bereit erklären, die betreffenden Arbeitsräume zu besichtigen. abends 8 Uhr, in der Spreeterraffe, Jannowitbrücke. Gefangverein beffer leben, als bei der 33- Pfennigrente. Vergleichen wir die Auf diese Weise würde dann sehr leicht der Nachweis über die Freya( gemischter Chor) Rirdorf, Abends 9 Uhr, bet Barta, Bergstr. 120. English Conversational Club Shakespeare. Situation diefer bedauernswerthen Stellenlosen mit der Lage fast mörderische Wirkung der Roakstörbe zu liefern sein. Die der Berginvaliden. In Essen sand türzlich eine Ver- Adressen der Herren Aerzte, welche der Arbeiter- Sanitäts- Meeting every Eriday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. fammlung der pensionirten Berginvaliden des dortigen Bezirts fommission angehören, sind folgende: 35-37 bei Schneider. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Kraft und Artisten