Dr. 314. Hbonnemcnts-Ikdingungen: sibonnementZ- Preis Jitänumeianho; Jiertclj-ihrl."JO Ml., ntonall. 140 Ml, lnötScnuuä 28 Pjg. frei in 5 HauS. einzelne Nummer S Psg. EonnlazZ, nummer mit illustrierter Sonntag?« LcUage»Die Neue Weif 10 Psg. Post- klbonnement: 140 Marl pro Monat. eingetrazen in die Post-Zeitungz- Preisliste. Unter Kreuzband Ibr Teutschland und Oesterreich- Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland 4 Marl pro Monat. Postabonnements nebmen an: Belgien. Dänemarl, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. 30. Jahrg. crlcheinl lögss ch. � 4 Verlinev Volksbleltt. VIe Mertions-IZebilhi' bekägt für die sechsgespaltene Kolonel« zeile oder deren Raum 60 Psg, für politische und gewerlschastliche DereinS. und Versammlungs-Anzeigen:;o Psg. „Kleine Mnreigen", das fettgedruckte Wort 20 Psg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 P(g Stellengesuche und Schlasstellenan- zeigen das erste Wort 10 Psg, jedes weitere Worts Pjg. Worte über lSBu«' ftaden zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abetlds geöffnet. Telegramm- Adresse: „S»zial(Ufflelvar. Das kann ganz ruhig zu gegeben werden, beweist aber durchaus nichts für die Vor züglichkett der deutschen Intendantur. Das ist natürlich ganz klar, daß iin Kriege nicht mittags um 12 Uhr der Tisch für das Mittagbrot und vielleicht um 7 Uhr abends für das Abendessen gedeckt sein kann: genau so, wie es ganz selbstvcr- stündlich ist, daß im Kriege kurze Perioden eintreten können, in denen die Mannschaften darauf verzichten müssen, den Hunger zu stillen. Die Hauptsache ist aber die, daß den Truppen nicht allzu spät die nötigen Nahrungsmittel zuge- führt werden. Tatsächlich ioar die deutsche Intendantur weder im Jahre 1866 noch 1870/71 ihrer Aufgabe gewachsen. Das Generalstabswerk konstatiert den ungeheuren Wirrwarr in folgenden Sätzen, die wir wiederholen wollen: „Die Verpflegung im Versamuilungsgebiet war in keiner Weise vorbereitet; man rechnete emschcincnd noch mit der vor Einführung der Eisenbahnen durch Fußmarsch erfolgten lang- samen Versammlung, denn es waren weder in den Proviant- ämtcrn des Versammlungsgebirtes irgendwelche nennenswerte Vorräte für den Versamnelungszei träum bereitgestellt, noch die Heranziehung von Vorräten aus dem LandeSiunern durch plan- mätzig zwischen die Truppenzüge eingeschaltete Verpslegungszüge vorbereitet. Die ganze Verpflegung wie auch die Bereitstellung der für Magazine im Versammlungsgebiet erforderlichen Fuhr- Parks mutzte cftt nach Ausbruch der Mobilmachung improvisiert iverden und lastete im wesentlichen aus den Korpsintendanturen der Grenzkorps, von denen die des II. bäuerischen Armeekorps außerdem nur auf dem Umweg durch das bayerische Kriegsmini- sterium zu erreichen war.... Gleich zu Beginn des Aufmarsches versagte die Brotvcrsorgung. Mau erkannte aber die Ursache nicht; sie bestand nicht in der ungenügenden Leistungssäbigkeit der Bäckereien, sondern in der Schwierigkeit der Heranführung des Brotes zur Truppe. Man schritt daher auch nicht zn dem einzig richtigen Mittel, mitten im Truppenbereich die Backanstalten zu errichten, sondern wählte den Weg, der schon 1866 sich als unzweckmäßig erwiesen hatte: man ließ in Berlin und Potsdam täglich 100000 Brotportionen herstellen und wies die Jntendan- turen des I., Il„ IV., V., VI., VII., IX. und X. Armeekorps an, möglichst große Mengen Brotes zur Versendung an den Rhein bereitzuhalten." Der Große Generalstab hat dann weiter konstatiert, daß der größte Teil d�s in Deutschland gcbackenen Brotes n i c zu den Truppen gekommen ist, und was ivirklich ankam, war total verdorben. Der Große Generalstab bestätigt weiter, daß das Magazin eines Armeekorps es ablehnte, einem| anderen Armeekorps Nahrungsmittel abzugeben. Die Leitung des letzteren Armeekorps entfernte darauf kurzerhand den Magazin vor st and und entnahm dem Magazin nicht nur seinen Bedarf, sondern erheblich mehr. Der Armee- Intendant mußte in seinem Bericht selber zugeben: „Wenn Verpslegungszüge ankommen, von denen kein Mensch weiß, von wem und ftir wen sie sind, so kann man ! zwar im äußersten Notfall alle ankommenden Bestände an bc , stimmte Zentral-Magazinorte weisen, die Verwirrung wird dadurch immer größer, weil alle und jede Kon trolle aufhört, die Beaniten von jeder Verantwortlichkeit entbunden und die Lieferanten geradezu verführt werden, der Verwaltung beliebige enorme Quantitäten in Rechnung zu stellen, die sie nie geliefert habe n." Wie man angesichts dessen behaupten kann, daß die deutsche Intendantur gut funktioniert habe, ist uns allerdings unerfindlich. Wenn die deutschen Soldaten in Frankreich nicht noch mehr haben Hunger leiden müssen, eben weil die Inten dantur ihrer Aufgabe in keiner Weise gewachsen war, so war das ganz wesentlich den großen Lebensmittellagern zu ver- danken, die die Franzosen bei ihrer Flucht zurückgelassen hatten. In einem künftigen Kriege wird das zweifellos anders werden: denn der sich zurückziehende Feind wird darauf be- dacht sein, die Lebensmittel, die er nicht mitnehmen kann, entweder zu zerstören oder doch ungenieß- bar zu machen. Auf die Erbeutung von Vorräten in wesentlich großem Umfange wird demnach kaum mehr gc- rechnet tverden können. Die Heeresverwaltung fordert nun eine Menge Per- sonal für die Intendantur, und diese Forderung wird wieder init dem Hinlveis auf die Artikelseric des„Vor- wärts" damit begründet, daß bereits im Frieden eine Inten- dantur vorhanden sein muß, die sich allein mit den Aufgaben befaßt, die im Kriege an sie herantreten. Weder diese Be- gründung kann als stichhaltig anerkannt werden, noch kann man zugeben, daß mtt der Vermehrung des Intendantur- Personals die Lösung des schwierigen Problems auch nur im allergeringsten gefördert werden kann. Immer mehr hat man in den letzten Jahren Juristen und ehemalige Offiziere in die Intendantur hineingeschoben. Diese Herren sind zu ihrer praktischen Ausbildung zunächst einige Monate zur Inten- dantur kommandiert worden, haben sich dort dies und jenes angesehen und rückten dann sofort in die höheren Beamten- stellen ein. Man schuf vor einigen Jahren den Intendantur- Rat, über dessen Notwendigkeit in den Kreisen der Praktiker keinerlei Meinungsverschiedenheit besteht: man ist nämlich allgemein davon überzeugt, daß es sich nur darum gehandelt hat, eine Anzahl neuer, gutbezahlter S>tellen zu schaffen. Zu verkennen ist allerdings nicht, daß im Kriegsfälle an die Intendantur iiiomentanc Aufgaben herantreten,' deren Lösung erhebliche Schwierigkeiten verursacht. Was die Inten- dantur im Manöver lernt, wo man mit ziemlicher Sicherheit vorauswissen kann, wo die Truppen zu einr bestimmten Zeit logern Iverden, das ist im Kriege um deswillen nicht zu ver- werten, weil dort alle die Voraussetzungen fehlen, voir denen man bei den Manövern ausgehen kann. Deutschland stellt heute eine Armee von 6 Millionen ausgebildeter Mannschaften auf. Man soll sich doch einmal vor- stellen, welche Uninenge Nahrungsmittel hier notwendig sind, wenn man bedenkt, daß gleichzeitig der Industrie, die Nah- rungsmittel herstellt, der größte Teil der Arbeitskräfte ent- zogen ist. Daran wird gar nichts geändert, wenn man in Friedenszeitcn neben der Friedcns-Jntendantur gleichzeitig eine Kriegs-Jntendantur hat. Die Herren von dieser Kriegs- Intendantur werden über eine gewisse Spielerei niemals hinauskommen und werden im Ernstfalle den an sie heran- tretenden Aufgaben genau so ratlos gegenüberstehen, wie das bisher schon und nicht nur in Deutschland allein der Fall gewesen ist.. Der Große Generalstab muß selber zugeben, daß die Schwierigkeit der Verpflegung großer Truppenmassen nicht kleiner geworden ist, und wenn das von dieser Seite festgestellt wird, dann mutet es doch recht eigentümtich an, wenn ein Offizier glaubt, diese wichtige Frage damit abtun zn können, daß er sagt, es kommt nickt darans an, 0 b wir sie lösen, sondern wir müssen sie lösen. Das ist eine Redensart, die recht forsch und schneidig klingt, die aber für die Praxis durchaus nichts zu bedeuten hat. Die Verpflegung der heutigen Massenheere, die an starre militaristische und bureaukratische Formen gebunden sind, wird stets auf kaum überwindbare Schwierigkeiten stoßen. Erst ein auf anderer ökonomischer, sozialer und politischer Grundlage aufgebautes Milizsystem, dessen territoriale, mit der Zivilverwattung eng verschmolzene Organisation viel be- wcglicher sein wird, kann dem Problem der Massenverpflegung gerecht werden.__ Der honlervative Zucbchausgcfetz- Antrag. Die konservative Reichstagssraktion hat bisher ihren An- trag, der auf die Schaffung eines Zuchthausgesetzes hinaus- läuft, immer als Resolution zum Etat des Reichsamts des Innern gestellt. Bei der Fülle von Resolutionen, die stets zu diesem Etat vorliegen, war es nie möglich, diese Resolution ausgiebig zu diskutieren. Mit einigen in die allgemeine Debatte gestreuten Bemerkungen wurde sie abgetan und von der großen Mehrheit des Reichstages abgelehnt. Die Konservativen haben diesmal einen anderen Weg eingeschlagen: aus der Resolution zum Etat haben sie einen Initiativ- a n t r a g gemacht, der Freitag abend dem Reichstage zuging und folgenden Wortlaut hat: Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, noch vor der in Aussicht gestellten allgemeinen Revision Raubzug auf Aussicht auf Er- ein fejn aus- sich zurechtgelegt des Reichsstrafgesetzbuchs dem Reichstag einen Gesetzentwurf vor- zulegen, durch welchen ein wirksamer gesetzlicher Schutz gegen den zunehmenden Mißbrauch des Koalitionsrechts geschaffen, dem immer schärfer ausgeübten TerroriSmnS gegenüber arbeitswilligen Arbeitern entschieden entgegengetreten, insbesondere aber das Streik- postenstehen verboten wird. Damit bekommt die ganze Sache ein ernsteres G c- ficht. Die Konservativen werden diesen Antrag an die Spitze ihrer Initiativ- Anträge stellen und haben es damit in der Hand, schon im Laufe der nächsten Wochen den Antrag im Reichstag zur Verhandlung zu bringen. Die jetzige Zeit der K r i s i s, der Massen- arbeitslos igkeit wollen diese geschworenen VolkSfcistde dazu benützen, der Arbeiterschaft die Koalitionsfreiheit zn rauben. Mail ntuß sagen: Die Konservativen gehen aufs Ganze. Mit einem Schlag soll eines der wichtigsten Rechte der Arbeiterklasse i n Scherben geschlagen werden. Die Junker, jeder körper- lichen und geistigen Arbeit meist abhold, sind durch nnseie Lebensmittelwucher-Gesetzgcbung in den Stand gesetzt, selbst den Aermsten der Armen tributpflichtig zu machen, und zum Dank dafür, daß sie vom Volke erhalten werden müssen, machen sie sich mit zynischer Frechheit daran, diese Massen zu entrechten. Erst sollen die Massen geknebelt werden; die Großindustrie muß die Gewiß- heik haben, daß sie nicht durch Streiks beunruhigt werden kann— dann erst kann der weitere die Taschen des Volkes mit folg unternommen werden. Es ist geklügelter Plan, den man hat, aber doch plump genug, um in seiner ganzen G c meingefährlichkeit erkannt zu werden.' Die Freikonservativen stimmen dem Antrag natürlich zu; die Nattonalliberalen sind soweit„erzogen", daß auch sie mit wenigen Ausnahmen zusümmen werden. Der feudale Flügel des Zentrums wird auch dafür zu haben sein. Die G c» fahr darf also nicht unterschätzt werden. Für die Massen heißt es daher auf dem Posten zu sein, sich anzuschicken den Kampf für eines seiner heilig st en Güter, für die Koalitionsfreiheit zu führen. Wir stehen ani Anfang schwerer Kämpfe. Rüstet zum Kampf! Auf die Schanzen!_ Die Mcitslofighcit. Die Graß-Berliner Gemeinden zur Arbeitslosenversicherung. Die Groß-Berliner Gemeinden haben an den Reichskanzler ein Gesuch gerichtet, er möge eine Reichsarbeitslosen» Zwangsvcrsicherung in erster Reihe für das Baugewerbe, sodann aber auch für alle anderen von Perioden wiederkehrender Arbeitslosigkeit betroffenen ErwerbSzweigcn ailsbald in die Wege leiten. In der Begründung dieses Gesuchs wird auf die außer- ordentlich hohe Arbeitslosigkeit in Groß-Berlin und anderen Groß- städten hingeiviescn. Nach der Statistik war die Zahl der Arbeits« losen in'diesem Jahre in Groß-Berlin durchgängig größer als in den gleichen Zeiträumen der Vorjahre und hat diesmal bereits im Sommer einen Umfang angenommen, der die gewöhnliche Winter- liche Arbeitslosigkeit erreicht und sogar zum Teil übertrifft. Schon im Sommer waren etwa 50 000 Personen arbeitslos. Ans den Beratungen der Groß-Berliner Gemeindeverwaltungen über die Arbeitslosenfrage tvird mitgeteilt, daß eine vollständig« Ueberein- stimmung darin bestand, daß die Arbeitslosenversicherung das g e- eignet sie Mittel zur Bekämpfung der üblen Folgen der Arbeitslosigkeit ist. Leider haben sich die Gemeinden aber auf den Standpunkt gestellt, daß weder eine einzelne Gemeinde, noch die Groß-Berliner Gemeinden zusammen eine Arbeitslosenversicherung clnsühren können. Für eine gemeindliche Arbeitslosenversicherung könne nur das Genter System in Frage kommen, aber dieses schließe einen großen Teil der Arbeiterschaft, und zwar den am schlechtest gestellten, aus. Auch müsse der Widerstand einer kleinen Gemeinde gegen die Versicherung bei der Zersplitterung Groß- Berlins die übrigen Gemeinden an der Einführung hindern, um nicht die Zmvanderung der Arbeiter aus und die Abwanderung der Industrie nach der Gemeinde, die keine Versicherung hat, her- vorzurufen. Die Verschiedenartigkeit der Risiken bei den ver- schiedenen Berufsarten erfordere schließlich eine technische Gestal- tung der Versicherung, die eine Gemeindeversicheruug nicht losen könne. Die Konferenz der Gemeindeverwaltungen ist daher zum Schluß gekommen, eine kommunale Versicherung abzulehnen, aber die Einführung einer Reichs-Zwangs-Arbeitslosenversicherung zu fordern. Die Eingabe verweist dazu auf die Erfahrungen Eng- lands und Dänemarks. So sehr die Forderung nach einer Reichsversichcmmg zu unter- stützen ist, so unberechtigt sind die Einwände gegen eine kam- munalc Bcrsicherung„ für welche die Erfahrungen des Auslandes ebenfalls sprechen. Täneniark z. B. kennt Zuschüsse für Arbeits- loscnkasscn sowohl der Gemeinden als des Staates. In Belgien und der Schweiz ist auch, wie den Genieindeverwaltungen gleich- falls bekannt sein müßte, mehrfach das Problem einer Versicherung für geographisch dicht nebeneinander liegende Orte gelöst worden. Auch an der Siraßburger Versicherung sind mehrere Orte be- teiligt. Ebenso haben mehrere Gemeinden die Versicherung nach Geftchrenklassen gegliedert. Wenn dtc Magistrate sich diese Er- fahrungcn nicht zunutze machen wollen, müssen die Gemcindevcr» tretungen sie aus den Weg der praktischen Erprobung zwingen. Die Not der Arbeitslosen ist zu groß und dringend, als daß tech- nische Schwierigkeiten die Gemeinden von der Einführung der Persichcrung abhalten"könnten. Znnftler ulld Arbeitsloscnvcrsichening. Zu den bissigsten nrS> gehässigsten Gegnern der Arbeitslosen- fursorge gehören die mittelstundlecischen HandwerkSretter. In W ü r z- burg hatte sich die Abteilung Untersranken des Bayerischen Handwerker- und GelverbebundeS zusammengefunden, um Stellung gegen die Arbeitslosenversicherung zu nehmen. Nach Anhörung eines verhältnismäßig noch objekliven Referats ergingen sich die Diskussionsredner in ungemein Wilsten Beschimpfungen der Arbeits- losen im besonderen und der Arbeiter im allgemeinen. Ein Herr Hübner aus Loyr bestritt überhaupt jede Arbeitslosigkeit, die Arbeiter wollten nur nicht arbeiten, sie wollten die Unterstützung haben, um ihr Vagabllndenleben weiter führen zu können. Ein Herr Winter, der nebenbei auch Magistratsrat ist, meinte, wenn man den Arbeitern alle Sorgen nehme, dann würden die keineir guten Zug inehr tun. Der Vorsitzende der unterfr. Handelskammer, Schmnermeister Hörner, nannte die Arbeitslosenunterstützung eine„Faule nzerpramie", die Arbeiter wollen nichts tun, im Sommer streiken sie, und im Winter holen sie sich die Arbeitslosenunterstützung. Der brave Herr will auch ganz bestimmt gehört haben, daß die Sozialdemokratie zum Nichtarbeiten auffordert, damit die„statistischen Zahlen, die man braucht", erzielt würden. Der Vertreter des Würzburger Stadt- Magistrats, Rcchtsrat Löffler, sah sich gezwungen, die unverschämten Anwürfe zlirückzuweisen und die wildgewordencn Zunftbrüder zur Ruhe und Sachlichkeit zu ermahnen. Die Versamnilung nahm natürlich eine Resolution an, die sich gegen die Arbeitslosenver- sicherung richtet. Auf solche Weise wird da?„Material" für die Parlamente zusammengebracht. Anträge zur Arbeitslvsenfürsvrgc. Im Schwäbischen Landrat hat das einzige sozialdemokratische Mitglied den Antrag gestellt, in den Kreisvoranschlag für 1914 die Summe von 10 VW M. als außerordentliche Reserve einzusetzen und die Kreisregierung zu ermächtigen, im Benehmen mit dem ständigen LandratSauZschuß den Gemeinden, die genötigt sind, ihre Arbeits- losen mit Barmitteln zn unterstützen, Zuschüsse zu sqlchen außer- ordentlichen UnterstützungSaktionen zu gewähren. Der Antrag wurde mit allen gegen die' einzige Stimme deZ Antragstellers abgelehnt. poUtifchc Qeberlicbt. Kleine Aufragen und Wahlprüfungen. Ter Reichstag hörte zu Beginn seiner Freitagsitzung zunächst die Antworten auf einige kleine Anfragen, von denen die über den Wackes-Skandal am wichtigsten war. Folgende rniaßen stellt sich der neue Kriegsminister von Falke n Hayn zu der Zaberner Wacfes-Assäre: daß „Wackes" ein schlimmes Schimpfwort ist, lveiß man beini Militär nicht: ob der Leutnant v. Forstner bestraft und ge- . ntiaend bestraft ist. geht nur seinen Vorgesetzaen an, sonst niemanden, also wohl besonders den väterlichen Freund der Elsässer, den General v. Deiinting in �traßburgs der Leut- nant ist ja noch so jung, so jung, und wo kämen wir hin, wenn jede Entgleisung im Diensteifer eines Zwanzigjährigen an die große Glocke gehängt würde! Nachdem der Kriegsmmister die elsäisische Anfrage am Freitag im Reichstag soveit be- antwortet hatte, wurde er energisch und erklärte, an der. " ganzen Aufregung seien die Soldaten schuld, die die . Sache in die Oeffeutlichkeit gebracht hätten, und die„Hetze", die man unter iltichtbeachtung des offiziösen Dementis be- trieben habe. SprachS, und enteilte geflügelten Schrittes. Na, es kommen ja noch Interpellationen über diese Sache, wenn sich auch die Elsässer der katholischen Fraktion mit einer Anfrage zufrieden gegeben haben, und dann werden sich unsere Genossen diese famose Antwort noch ausborgen. In der zweiten Hälfte der nächsten Woche geht der Tanz los, und da auch der .Hinauswurf Liebknechts aus der Krupp-Kommission dann . herankommt, dürfte es den Herren am Bundesratstisch schon etwas schwül tverden. Nachdem noch einige weitere kurze Anfragen beantwortet worden waren, zum Teil mit jener fröhlichen Ironie, die die Regierung diesem neuen„Recht" des Reichstages entgegen- bringt, kam man noch zu den W a h l p c ü f u n g e n. Eine Anzahl wurden debattelos erledigt. Um so heftiger wurde bei den anderen gestritten. Da ist Herr Hegenscheidt, der als Landrat des schlesischen Ä reifes Hoyerswerda seine Kandidatur aufstellte und unter kräftiger Betonung seines lävdrätlichen Charakters den Kreisinsassen empfahl. Außer unseren Genossen und den Fortschrittleru hatte gegen dieje starke amtliche Wahlbeeinflussung niemand etwas einzu- wendenl Bei der Wahlprüfung unseres Genossen Haupt standen die Sozialdemokraten allein. Genosse R e i ß h a u s forderte, daß auch aus der von der Kommission festgestellten amtlichen Wahlbeeinflussung, die zugunsten des Konservativen w Byern geübt worden ist, zahlenmäßige Folgerungen ge- zogen werden, und nicht nur aus den Wahlunregelmäßigkeiten in einem anderen Torfe. Ter Fortschrittler Dr. N e u m a n n- H o f e r und der Konservative v. Veit bekämpften unseren Antrag, über die Wahlbeeinflussung Beweis zu erheben, und alle Berufungen unseres Redners auf die langjährige Praxis des Reichstages halfen nichts.— Bei der Wahlprüfung des Fortschrittlers K o p s ch rollte der fortschrittliche Abgeordnete Dr. Ablaß zum großen Aerger der Grafen Westarp und Praschma die reizende Geschichte von dem konservativen 1500- Mark-Angebot an einen sozialdemokratischen Vertrauensmann auf. Die Herren Grafen kamen über verlegene Redensarten nicht hinaus.— Schließlich wandten sich die Fortschrittler noch gegen den Kommissionsantrag auf Gültigkeitserklärung der Wahl unseres Genossen Dr. Cohn in Nordhauien. Sie verlangten Beweiserhebungen, da Dr. Cohn— vielfach als amtlicher Kandidat(!) angesehen worden sei. Die Lächerlich- keit dieser Behauptung wies Genosse Stücklen damit nach, daß doch die Regierung, ganz entsetzt von dem 12. Januar 1912, sofort versucht hat, alle bürgerlichen Parteien für die Stichwahlen gegen uns zusammenzuschließen. Ueberdies ist die Mehrheit Cohns zu groß, um selbst bei Anerkennung des fortschrittlichen Protestes verschwinden zu können. Abgestimmt wird über die Wahlprüfungen am Dienstag. Morgen, Sonnabend, kleine Vorlagen. Ende der sächfischen Sozialistendcbatte. Am Freitag, dem letzten Tage der Etatsdebatte im sächsischen «andtage rechnete Genosse Fräßdorf mit der Regierung, be- sonders mit dem Minister des Innern wegen seiner letzten Rede ab. Wenn dieser eine Bestätigung sozialdemokratischer Gemeindevorstände als au-aeschlosten erkläre, handle er gegen die Verfassung, die be- stimme' daß alle Staatsbürger im gleichen Maße unter dem Schutze der Verfassung ständen. Wenn der Konservative Opitz zur Sammlung qeoen die Sozialdemokratie aufgerufen habe, dann könnten wir nur sagen. daß es uns durSauS recht fei, wenn die bürgerlichen Parteien ein Kartell von den Konserdativen bis zu den Fortschrittlern schlössen. Bei der Regierung vermisse man jeden sozialpolitischen Geist. Bor allem tue man nichts, um die Verelendung des breiten Volkes zu ver- hüten. Auch bei der Ausführung der Reichsversicherungs- ordnung sei man in Sachsen nicht einen Schritt weiter gegangen, als unbedingt nötig sei. Dabei sei in Sachsen die Säuglingssterblichkeit am größten und der Geburtenrückgang stärker als in anderen Staaten. Was solle man auch dazu sagen, lvenir das Ministerium an die Gewerbekammer die Anfrage richtet, was dagegen zu tun sei, daß bei Abschluß von Tarif- Verträgen nur sozialdemokratisch organisierte Arbeiter in Frage kämen. So darüber zu sprechen setze eine völlige tlnlenntniS der Dinge und ein« empörende Scharfmachcrtaktik der Regierung gegen die organisierten Arbeiter voraus. Sodann behandelte der sozialdemokratische Redner eingehend den Kampf der Aerzte gegen die Krankenkassen und schilderte dabei auch den von den Aerzten verübten TerroriSmu» und Boykott. Der Minister des Jnuern erwiderte, die Regierung stehe nicht auf dem Standpunkt, daß jeder Sozialdemokrat zur Besetzung eines öffentlichen Amtes ungeeignet sei. Das gelte nur für die Sozialdemolraten. die eine öffentliche Agitation betätigten und von solchen Aemtern, die mit polizeilichen Befugnissen ausgestaltet seien. Wenn man von der Regierung eine Unterstützung der Arbeitslosen fordere, so müsse er dagegen sagen, die G e- werkschaften sollten erst ihren Kassenbestand in Höhe von 60 Millionen Mark zur U n te r stütz u n g der Arbeits- losen verwenden, erst dann werde die Regierung zu weiteren Gesetzen bereit sein. Genosse Schulz gab ihm die gebührende Ant- wort. Besonders scharf kennzeichnete er den mit öffentlicher Unter- stützuug der Regiermig betriebenen„nationalen Jugendfang", dadurch werde der politische Kampf in die Familie getrogen. Man irre aber, wenn man glaube, die Arbeiterfamilien wurden ruhig zu- sehen, wenn man ihre Kinder im Sinne der kapitalistischen Klasse er- ziehen wolle._ Die Präsidentenwahl im badischen Landtage. Der badische Landtag nahm am Freitag die Wahl seines Präsidiums vor. Zum ersten Präsidenten wurde mit 37 Stimmen der nationalliberale Abg. Rohrhurst, der auch im letzten Landtage dieses Amt bekleidete, gewählt. Die Wahl des ersten Vizepräsidenten nahm zwei Wahlgänge in Anspruch. Zunächst wurde der Zentrums-Wg. Dr. Zehnter mit i2 Stimmen der Linken und der Konservativen gewählt. Zehnter lehnte jedoch ab. Mit 33 Stimmen der gesamten Linken wurde dann unser Genosse Geiß, der schon im letzten Landtage Vizepräsident war, gewählt. Zweiter Vizepräsident wurde mit 37 Stimmen der Fortschrittler Venedey. Die Posten der Schriftführer wurden ebenfalls von der Linken besetzt. Es wurden zwei Nationalliberale, ein Fortschrittler und Genosse Stockinger gewählt. Die Wahl ist insofern von Bedeutung, als sie die erste Kraftprobe zwischen der Rechten und Linken im neuen Land- tage darstellte. Das Zentrum rechnete bestimmt darauf, daß die mit seiner Untersiützung gewählten und als Großblock- gegner bekannten drei nationalliberalen Abgeordneten ihre Stimmen nicht dem Sozialdemokraten geben würden. Es wurde sogar in der Presse der Rechten ein starker moralischer Druck auf diese Abgeordneten ausgeübt. Wie die Abstimmung zeigt, stimmte jedoch die nationalliberale Fraktion geschlossen für unseren Genossen Geiß.___ Zur Wackes-Affäre. Zu der Erklärung des Kr i e g S Ministers zum Falle Zabern fügt die„Nordd. Allg. Ztg." hinzu:„We.il nicht im Rahmen der Anfrage liegend, konnte der Kriegsminister nur generell andeuten, daß auch Aeußerungen in ungehöriger Form über eine fremde Armee selbstverständlich in unserem Heere nicht geduldet werden." Daß solche Aeußerungen gefallen find, wird also damit nicht m Abrede gestellt.__ Noch immer der Zaberner Fall. Die„Elsatz-Lothr. Landeszeitung". das Organ des Kammerpräsidenten Dr. Ricklin, schreibt zum Zaberner Fall: Wie wir aus gutunterrichteter Quelle erfahren, befindet sich die clsaß-lothringische Regierung zurzeit wegen der Zaberner Affäre im Zustande der latenten Krisis. Es steht fest, daß die Spitzen der Regierung in der Beurteilung des Falles so ziemlich auf dem Standpunkt des elsaß-lothrmgischen Volkes stehen, daß sie eine Sühne für die Beleidigung von Zabern erwartet. Die militärische Nebenregierung ist aber in diesem Falle resolut aufgetreten und hat auch, bis jetzt wenigstens, gesiegt. Fällt die heutige Entscheidung im Reichstage zu- gunsten der militärischen Einflüsse aus, so wird Statthalter Graf von Wedel die Konsequenzen ziehen, und es hat den Anschein, als ob auch Staatssekretär Freiherr Zorn von Bulach einzusehen beginnt, daß er es kaum anders machen kann. Ei« neuer„Vorfall" in Zabern. Aus Zabern wird offiziös vom Wölfischen Telegr.-Bureau fol- gendes Vorkommnis gemeldet: Als tn Zabern einige Offiziere, unter ihnen auch Freiherr v. Forstner, am Mittwochabend gegen 8 Uhr vom Bahnhof heimkehrten, wurde Freiherr v. Forstner von vorübergehenden jungen Leuten, die alsbald verschwanden, erkannt und mit beleidigenden Zurufen bedacht. Daraufhin requirierte ein anderer Offizier von der Wache vier Mann, die dann vor dem Restaurant„Zum Karpfen' zwei beliebige Leute, die aber an dem voraufgegangenen Zwischen- fall in keiner Weise beteiligt gewesen waren, festnahmen und auf die Polizei brachten, wo sie nach Feststellung ihrer Persönlichkeit alsbald entlasten wurden. Die zivilgerichtliche Untersuchung fit im Gange. Einer vor dem Restaurant„Zum Karpfen" entstehenden Aniamm- lung wurde durch das Einschreiten des alsbald erschienenen Kreis- direktorS vorgebeugt, auf dessen beschwichtigende Worte die Leute auseinandergingen. Selbstherrscher Militarismus. Mit der Parole:„Gegen den Militarismus! Gegen Krupp" flandale und Zaberner OffizierSausschreimngen!" hatte der Borstand des sozialdemokratischen Vereins Mülhausen i. E. auf DonnerS- tag, den 27. November, abends'/zg Uhr, eine öffentliche Versamm- lung einberufen. Nicht genug damit, daß die Polizeidirektion daZ Anschlagen der Plakate wegen der Worte.Zaberner Offiziers- auSschreitungen" untersagte, hat das GarnisonS-Kom- mando auch noch den Einberufern den Saal ab- getrieben, indem es dem Wirte für den 27. Januar(Kaisers Geburtstag), an dem das betreffende Etablissement„Wintergarten" bisher alljährlich mehrere Kompagnien zur Bewirtung zugewiesen bekam, ein Militärverbot ankündigte. Zugleich wurde ihm bedeuret, daß der allgemeine Militärboykott für sein Lokal erwogen werden würde. Ter Vorstand des sozialdemokratischen Vereins hat daraufhin eine Massen-Protestversammlung auf nächsten Sonntagvormittag in die mehr ak-Z 10 000 Personen fassende städtische neue MarkthaVz einberufen._ Der große Kölner Polizeiprozeß. ' Endlich ist dem Verantwortlichen der„Rheinischen Zeitung", Genossen Soll mann, die Anklage in der„Backschffch'-Affäre zugegangen. Tie Anklageschrift umfaßt 20 Seiten und benennt 42 Zeugen, darunter die ersten Beamten des Kölner Polizei- Präsidiums, der Kölner Staatsanwaltschaft und zahlreiche bekannte Kölner Bürger. Beleidigt fühlen sich nicht nur der Polizeipräsident. sondern auch die Staatsanwaltschaft. Tie Behörde sucht nun, nach- dem sie selbst sich 6 Wochen Zeit zur Untersuchung genommen hat, die Sache zu überstürzen. In 7 Tagen soll sich der Angeklagte zu der umfangreichen Anklageschrift äußern. Anscheinend möchte man den Prozeß kurz bor Weihnachten durchpeitschen, um das un- liebsame Aussehen zu mindern. Diese Absicht wird kaum gelingen. Die„Rheinische Zeitung" kündigt nämlich an, daß sie in der Per- handuug mit großem Material aufwarten werde, so daß der Prozeß wahrscheinlich mehrere Tage in Anspruch nehmen werde. Zum Fall Euler. Die Leitung der rheinischen Zentrumspartci hatte das Wahl- kreiskomitee des Kreises Saarburg-Nerzig-Saarlouis, den Herr Euler im Preußische» Landtag vertritt, beauflrogt, sich mit den gegen Herrn Euler erhobenen Anschuldigungen zu befassen und das gesammelte und vorgeprüfte Material„zur eventuellen weiteren Veranlassung" dem Vorstand der Zentrumsfraklion des preußischen Abgeordnetenhauses zu unterbreiten. Jetzt berichtet die.Saarpost" (Nr. 272), daß auf dem Delegiertentag der Zenttumspartei deZ Kreises Merzig außerhalb der Tagesordnung dun dem Haupt« Vorsitzenden des Wahlkreises mitgeteilt worden sei, daß der Kreis- vorstand sich mit der Angelegenheit Euler beschäftigt habe, und zu dem Entschluß gekommen sei, die Entscheidung der preußischen ZentrumSsraktion zu überlassen. Damit war die Versammlung em- verstanden._ Der Arbeitswilligenschutz hat auch dem Landcsausschuß der nationalliberalen Partei Pommerns schweres Kopfzerbrechen bereitet. Nach stundenlanger Beratung gelangte er in seiner letzten Sitzung zu folgender Entschließung: «Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei PommernZ ist grundsätzlich der Anpcht, daß den Arbeitswilligen und ihren Angehörigen unter voller Wahrung des Koalitionsrechts und unter Ablehnung jeder AuSnahmegesetzgebung stärkerer Schutz zu gewähren ist, daß dieses Ziel aber weniger auf gesetzgeberischem Wege als vielmehr durch straffere polizeiliche Maßnahmen, vor allem aber durch eine Stärkung der nationalen Ärbeiterverbände zu erreichen ist. Die von fortschrittlicher Seite gemachte Anregung, den§ 153 der Gewerbeordnung als bereits zu weitgehend auszuheben, ist entschieden abzulehnen."_ Die Stadtverordnetenwahlen in Altona. Zum ersten Male ist auf Grund der neuen WahlkreiSgeometrie, die die Sozialdemokratie kontingentieren soll, am Mittwoch und Donnerstag in Mona gewählt worden. Ter Wahlkampf war außer- ordentlich scharf. Unsere Gegner haben mit den schmählichen Waffen der Verleumdung in der Manier des Reichsverbandes gekämpft. Das rote Tuch, ist in Altona noch nie so geschwungen worden. als diesmal.. Ganz besondere Hilfe erwartete man bezeichnendchüveise von de» Gelben, deren iFü�erl Koch man"in einem Bezirk aus Mndidäteniaüfsestellbhatte. Die Sozialdemokraten gaben. wiThrcnd des Wählkampfes drei Wählzeitungen heraus, in denen auch.mit der Satire und der Karikatur den traurigen kommunalen Verhält- nissen zu Leib- gegangen wurde. Der Erfolg entsprach, oberflächlich betrachtet, nicht diesen Anstrengungen. Wir eroberten zwar von fünf Bezirken zwei, aber es gelang doch nicht, die Mehrheit der Gesamtstimmen zu erringen. Unsere Stimmenzahl ging vielmehr noch um ein paar Hundert zurück. Am ersten Tage erhielten unsere Kandidaten 7665, die bürgerlichen 7977, ain zweiten Tage 7466 resp. 7827. Die Ursache dieser Erscheinung ist darin gegeben, daß der Altonaer Magistrat mit schikanöser Strenge alle diejenigen aus der Wählerliste gestrichen hatte, die bei kühner Auslegung der Städteordnung daS Wahlrecht nicht besitzen. Wegen dieser Aus» legung der Städteordnung hat der Magistrat jetzt einen Prozeß mit dem Stadtverordnetenkollegium zu führen. Durch diese Prak- tiken wurden 1500 Wähler aus der Bürgerrolle gestrichen und später noch etwa 1000 aus der Wählerliste. Davon sind fast allein Arbeiter getroffen worden. Es wurden neben neun Bürgerlichen die Genossen Hogge, Frölich, Ostertag, Zänker, Baxmeier und Hackelberg gewählt. Unsere Genossen haben jetzt 17 Sitze von 42 im Stadtverordnetenkollcgium inne. Großes Reinmachen. Aus dem Kriegerverein Schulitz bei Bromberg wurden 31 Mitglieder ausgeschlossen, die es wagten, bei der letzten Stadlverordnetenwahl von dem Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch zu machen und für die Arbeiterkandidaten stimmten. Noch eine solche.Generalreinigung' und der 5trieger- Vereinsvorstand bildet allein den„ganzen Verein". Uns kann es nur recht sein, denn denkende, vorwärtsstrebende Arbeiter haben in Kriegervereinen nichts zu suchen. Sie„dürfen nicht lügen"! Aber wenn sie gelogen haben, dann dürfen fle eS auch offenbar nicht zurücknehmen. Und da daS erste nicht selten vorkommt, haben sie stets Gelegenheit, das zweite zu unterlassen. Durch die gesamte klerikale Presse ging die Nachricht von dem„roten Panama" in Solingen. Sie war ohne Zweifel einer Korrespondenz entnommen. Alle diese Blätter haben aber wohl auch die Richtigstellung im „Vorwärts" und in anderen sozialdemokratischen Blättern gelesen. Haben diese Blätter nun daraus die für jede anständige Zeitung selbstverständliche Pflicht entnommen, ihren Bericht zurückzunehmen und der Wahrheit die Ehre zu geben? Von allen diesen Blättern hat, soweit wir ersehen konnten, nur eine einzige, die„Nieder- rheinisch« Volkszeitung" es für notwendig gesundem die Richtig« stellung des„Vorwärts" ihren Lesern mitzuteilen. Und eine solche Presse zu abonnieren und zu lesen, soll nach klerikaler Behauptung noch im Jenseits belohnt werden 1 �Zsqifitk über das MettrtMen. LeedS, 27. November. In der Versammlung der Nationalen Liberalen Vereinigung, über deren Beginn bereits berichtet wurde. ergriff auch Ministerpräsident ASqnith das Wort und führte u. a. aus: Die Ausgaben für das Heer seien sich in den letzten acht Jahren ziemlich gleich geblieben, doch seien die Aus» gaben für die Marine um 280 Millionen Mar! gestiegen. In den letzten Jahren hätten fünf Großmachte ihre Ausgaben für Militärzwecke um mindestens 1-00 Millionen Matt er» höht. Die britische Regierung beklage diese in der ganzen Welt zutage ttetende riesige Ablenkung von Nation alvermöge» in unproduktiv e Kanäle. Ein englisches Kabinett, das auS Leichtfertigkeit oder im Geiste rühm- süchtigen Wetteifers oder rücksichtsloser Herausforderung die Ausgaben für die Rüstungen um nur ein einziges Pfund erhöhte, würde ein Der- brechen an der Nation begehen.(Beifall.) Die Regierung könne sich diesi.' Vorwurfs nicht schuldig bekennen. Sie habe eine ernste Aufgabe zu erfüllen und in ihrer Ausführung sei eS ihre Pflicht, ein wachsames Auge zu haben auf das. was die übrigen Nationen täten, und ununterbrochen die weit- umfassenden Interessen zu verfolgen, über die sie zu wachen habe. Asquith fuhr fort: Sie mögen fragen, wie lange dieser Zu st and dauern wird. Ich habe letzthin auf dem Guildhall-Bankett eine Mahnung und einen Appell sowohl an die Staatsmänner als an die Geschäftsleute der Welt gerichtet. Sie mögen sagen, meine Worte seien gut, aber wie stehe eS mit den Taten? Meine Antwort ist— und ich bin weder Schönredner noch sentimental: Kein wirklicher Erfolg kann erreicht werden ohne die Zusammenarbeit der Großwächte der Welt, herbeigeführt durch das Verlangen der Völker. Ich für meine Person glaube, daß die ständig wachsende Belastung durch neu« Steuern und die zunehmende Schuldenlast den Erfolg haben werden, das herbeizuführen, was die Philanthropen und Idealisten vergeblich versucht haben zu erreichen. Wir werden begierig jede Gelegenheit ergreifen, welche wir entdecken oder schaffen können, um die Lasten allgemein zu erleichtern, die die besten Hoffnungen und das beste Streben der Menschheit beschweren. Asquith erklärte zum Schluß, er hätte keinen Grund, sich über die Art und Weise zu beklagen, wie seine Aufforderung zum Meinungsautausch aufgenommen worden wäre. Bereits wären von verschiedenen Seiten Anregungen gekommen, und obgleich er sich und seine Hörer täuschen würde, wenn er sagte, daß er in diesem Augenblick schon eine Aussicht auf Einigung sähe, so könne er doch einigen ungeduldigen Kritikern nicht darin beistimmen, daß die darauf verwandte Zeit verschwendet wäre. Weder jetzt noch später solle man sagen können, daß er, Asquith, irgend eine Tür zu einem verständigen und ehrenvollen Wege zum Frieden geschlossen hätte._ frankmcb. Der Kampf um die Teckuug. Paris, 28. November. Die Deputiertenkammer setzte heute die Debatte über das Anleihegesetz fort. Augagneur(un- abhängiger Sozialist) erklärte den Anleiheentwurf für ein ganz törichtes Unternehmen, würdig kleiner Staaten ohne eigene HUsS- quellen.(Beifall bei einem Teil der Linken und bei der äußersten Linken.) Eine Anleihe möge unvermeidlich sein, aber ihr zur Deckung oder vielmehr zur Verdeckung des Defizits bestimmter Teil sei un- entschuldbar. Es sei eine Art von Wahlanleihe für die über- triebenen Militärausqaben infolge der dreijährigen Dien st- zeit und des Marokkounternehmens.(Beifall wie vor- her; Lärm rechts und im Zentrum.) Auch bei Bewilligung der Anleihe würde man für das Defizit von 1313 700 Millionen Frank neuer Steuern aussindig zu machen haben. Ministerpräsident B a r t h o u erklärte, die Regierung nehme ihre eigene Verantwortlichkeit auf sich. In der Vergangenheit seien nicht immer die nötigen Anstrengungen gemacht worden. Von den Radi- kalen und Sozialisten unterbrochen, rief er ihnen unwillig zu:„Sie und Ihre Verbündeten von der äußersten Linken.. und erhielt die Antwort:„Sie und Ihre Verbündeten von der Rechten...;* Er wiederholte, die auswärtige Lage und die Rüstungen anderswo hätten die neue Anstrengung gefordert, eine Anstrengung, die der Kammer zur Ehre gereiche. Die neuen Opfer seien von dem Lande gerne übernommen worden, welches wiffe, daß seine Sicherheit darauf beruhe.(Lebhafter Beifall.) In der Nachmittagssitzung führte der Generalberichtersiatter N o u l e n s aus, daß in zwei Punkten zwischen der Regierung und der Kommission keine Uebereinstimmung bestehe. Erstens wolle die Kommission die Anleihe auf 903 Millionen Frank be- schränken, d. i. auf die Summe, welche nack Ansicht der Regierung für die militärischen AuSgab-n genüge.(Zwischenruf JaursS: Bis zu den Wahlen! Widerspruch des Kriegsministers.) Zum andern bestehe eine Meinungsverschiedenheit über die Bedingungen, unter denen die neue Anleihe ausgegeben werden sollte. Die Ausgaben für Marokko vor dem 1. Januar 1913 seien aus den betreffenden Budgets verrechnet worden; die Ausgaben für 1313 würden den Gegenstand einer besonderen Gesetzesvorlage bilden. Sodann wandte NoulenS sich in heftiger Form gegen das Verfahren, durch das man ein den öffentlichen Kredit kompromittierendes Defizit verdecken wolle. (Lebhafter Beifall auf der äußersten Linken und bei. einem Teil der Linken.) Tie Steuerfreiheit der Rente bedeute einzig und allein, daß die Rente nicht den Gegenstand einer besonderen Steuer bilden könnte, daß sie jedoch nicht von den allgemeinen Steuern befreit sei.(Beifall auf der äußersten Linken; Zustimmung Caillaux.) NoulenS schloß: �ie Bichcheit der Kommission wurde wahrschein- lich auch noch die 400 Millionen bewilligt haben, sie wolle aber nicht die Finanzgebarung aufgeben, welche das Gedeihen der Re- publik gesichert habe.(Wiederholter Beifall auf der Linken und der äußersten Linken.) Ca illaux bekänipfte den Anleiheentwurf. Er kritisiert« die Klausel der Steuerfreiheit der Rente und erklärte, daß nur eine Reform, durch welche die Reichen entsprechend zur Struerleistung herangezogen würden, eine gesunde Finanzpolitik ermöglichen könnte. Redner wies auf das Beispiel Englands hin und hob hervor. wie opferfreudig(?) das deutsche Volk die Vermögenssteuer auf sich genommen habe. Di- Anleihe solle nur den Zweck haben einige Zeit zu gewinnen, um die Einkommensteuer hin- auszuschieben. Der Ministerpräsident habe diese Steuer- reform erst vor kurzem m einer Bankettrede zu untergraben ae. sucht.(Lebhafter Beifall links.)- Ministerpräsident Barthou (unterbrechend): Ich habe gesagt, was Sie selbst seinerzeit von der Einkommensteuer gesagt haben.(Lebhafter Beifall im Zentrum und rechts.)— Caillaux(fortfahrend): TaS war in einem Berichte, den ich im Jahre 1838 erstattet habe. Ich bin seither zu der Ueberzeugung gelangt, saß die Einkommensteuer unerläßlich ist, und daß es für das französische Bürgertum ein verhängnisvoller Fehler wäre, in der Politik des Gesättigten zu verharren.(Lebhafter Beifall auf der ganzen Linken.) Tie Debatte wird Moniagvormittag fortgesetzt. Italien. Die Präsidentenwahl. Rom 23. November. In der Kammer wurde heute d i e Präsidentenwahl vorgenommen. Der ministerielle Kandidat Marcora erhielt 304. der Sozialist Prampolini 81 Siimmen zersplittert und ungültig waren 39 Stimmen. Die Verkündung der Wahl Marcoras zum Präsidenten wurde mit leb- haftem. langanhaltendem Beifall begrüßt. Im weiteren Verlaufe der Sitzung erfolgte die Wahl der vier Vizepräsidenten ackst Schriftführer und zwei Ouäftoren; alle sind Ministerielle. Snglanä. Die Haltung drr Regierung. Leeds, 27. November In einer Siede erklärte Mnisterpräsident � gegen Reuwahlen. Die Regierung wurde sich nicht schrecken oder aufhalten lassen durch die Drohungen mit einem Bürgerkriege. Drohungen dieser Art verbunden mit versteckten Andeutungen über ihre mögliche Wirkung auf die Armee sind dus größte Hindernis für Homerule und seine Verständigung. Die Haltung Carbons war schwerlich geeignet, Eindruck auf das englische Volk zu machen. Der einzige Appell, der sicher vergeblich ist, ist der Appell an die Furcht des englischen Volkes.(Beifall.) Die Regierung wird keinen Augenblick darüber im Zweifel sein, daß der Staat die Pflicht und die Macht hat. dem Gesetz Gehorsam zu verschaffen.(Stürmischer Beifall.)_ Vorbereitungen zum Bürgerkriege in Irland. London, 26. November.(Eig. Ber.) Zurzeit bestehen in Irland nicht weniger als drei verschiedene Büvgerwehrorgani- sationen. Jede der irischen Parteien hat eine bewaffnet- Macht organisiert. Die größte ist bis jetzt die Bürgerwehr der prote- stantischen N o r d i r l ä u d e r. die sich mit Waffengewalt der Selbstverwaltung widersetzen wollen. Dieses Heer von Freiwilligen soll schon über 133 030 Mann(?) stark sein. Es wird fleißig exer- ziert, man versucht englische Offiziere für das Heer zu gewinnen, und zahlreiche moderne Waffen sollen schon gekaust worden sein. Zu gleicher Zeit bewaffnet sich die nationalistische Bevölkerung der vorwiegend protestantischen Provinz Ulster. Man hat Klubs ge- gründet, die ihren Mitgliedern auf Abzahlung Rsvolver verkaufen. Die zweit- Heeresorganisation ist die in der vorigen Woche ge- gründete Wehr der Dubliner Transporiarbetter, die in dem der Transportarbeitergew erkschast gehörenden Crohden Park einexerziert wird. An ihrer Spitze steht Hauptmann White, der Sohn des Verteidigers von Ladysmith. Sehr vi-le der Ge- werkschaftler sind alte Soldaten; bekanntlich liefern die Jrländcr verhältnismäßig den weitaus größten Teil der englischen Söldner- truppen. Schließlich haben gestern auch die Nationalisten in einer Massenv-rsammlung beschlossen, eine Bürgerwehr ins Leben zu rufen. Die Versammlung verlief sehr stürmisch, da zahlreiche orgamsierte Arbeiter erschienen waren, die die Redner nicht zu Worte kommen lassen wollten. Es gelang aber, am Ende eine Resolution zur Annahme zu bringen, d-ren hier folgender Wort- laut den Zweck dieser Organisation genügend erläutert: .Zu einer Zeit, da Gesetzesvorschläge, die allgemein als eine Lebensfrage für die Zukunft Irlands angesehen werden, gemacht worden sino und der Entscheidung harren, ist von einer der großen englischen politischen Parteien offen ein Plan an» genommen worden, der von den Führern dieser Partei und ihren zahlreichen Preßorganen propagiert und mit dem die öffentliche Meinung Englands systematisch bearbeitet wird, nach dem die Entfaltung der militärischen Streitmacht und die Drohung mit der bewaffneten Gewalt der entscheidende Faktor in den Le- Ziehungen zwischen diesem Lande und Großbritannien sein sollen. In einer Krise dieser Art ist die Pflicht, unsere eigenen Rechte zu wahren, die erste und die vornehmste unserer Pflichten. Die haben Rechte, die sie aufrecht zu erhalten wagen. Wenn wir untätig bleiben, wie können wir sann von dem Volke Groß- britanniens verlangen, daß es sich von seinen eigenen dring- lichen Angelegenbeiten abweichet, um uns zu verteidigen. Die Gelegenheit, die den Anfang der irischen Freiwilligenbewegung gebracht hat, ist nicht gänzlich unglücklich. Hat man die Freiwilligen einmal rekrutiert, so werden sie unter einer nationalen Regierung ein beständiges Element im nationalen Leben bilden. Die Nation wird die Freiwilligen- organisation erhalten als eine Bürgschaft für' die Freiheiken, die sich das irische Volk errungen hat. Der Zweck d-r irischen Frei» willigen wird sein, die Rechte und Freiheiten, die dem gesamten Volke Irlands gemeinsam sind, zu verlündeu und zu wahren." Allem Anscheine nach gehen wir in diesem Teile der Welt stürniischen Zeiten entgegen. Di« Kons-rvativen werden es bald bereuen, die ersten gewesen zu sein, die die offene Gewalt an die Stelle der parlamentarischen Verhandlungen setzten. Genosse Ma«Donald, der zurzeit als Mitglied einer königlichen Kom- Mission rn Indien weilt, soll sich nach der„Pall Mall Gazette" einem Berichterstatter dxr.Bombay Chronicle" gegenüber wie folgt ausgelassen haben: „Je weniger man über den angedrohten Verrat seitens der Offiziere sagt, desto besser ist es. Aber ich muß bemerken, daß diese Herren mit Genugtuung ausziehen, wenn eS gilt, auf Arbeiter zu schießen, die in der Hitze des Streiks ein paar Fensterscheiben eingeschlagen haben. Wenn sie sich daher weigern, sich die Aufführer vorzunehmen, an deren Spitze ein paar Aristokraten und Unionisten stehen, so werden wir verstehen, daß sie nur von Rücksichten auf Klasse und politische Partei be- einflußt� werden. Das Kriegsministerium wird sich sicher die ganze Sippschaft schon vornehmen. Bürgerkrieg? Nun, er mag kommen. Die Haltung der Regierung während der letzten Wirt- schaftlichen Streitigkeiten brachte uns wiederholt an den Rarst) ernster Kämpfe, und wenn Ulster und die Konservatiben an- fangen, werden sie wahrscheinlich finden, daß der Wald trocken ist und daß sich das Feuer sehr weit ausdehnen wird. In dem vorliegenden Fall würde es verbrecherische Torheit von der Re- gierung sein, wenn sie sich den Unsinn gefallen ließe." Rußland. Em Demoustratiousstreik in Warschau. Aus Warschau wird uns geschrieben: Am Montag streikten hier 20 000 Arbeiter, eine Anzahl, die eher zu niedrig als zu hoch gegriffen ist. Dieser Streik ist insofern von besonderem Interesse, als er einen Einblick in die Kämpfe der Arbeiterschaft in Rußland um ihre Rechte gewährt. Er brach nämlich'aus im Zusammenhange mit dem Kampf um die Krankenkassen. Das Krankenkassengesetz ist zwar in Kraft, aber die Kassen funktionieren deshalb noch lange nicht. Die Regierung hat ein.Normalstatut" veröffentlicht, das scheinbar den Arbeitern einigen Spielraum läßt. Unter anderem ist da gesagt, daß die Unternehmer zwar berechtigt sind, in der Ver- waltung der Kassen vertreten zu sein, aber auch darauf verzichten können. Das Gesetz selbst sieht verschiedene Typen von Kassen vor: Ortskrankenkassen, Berufskassen, Betriebskassen. Die Arbeiterschaft Warschaus formulierte nun alsbald unter dem Einfluß der sozialdemokratischen Organisation ihre Forde» rungen dahin: 1. Ei ist eine Ortskrankenkasse für die ganze Stadt Warschau zu bilden; 2. die Unternehmer haben auf die Vertretung in der Verwaltung zu verzichten; 3. die ärztliche Hilfe ist auf Kosten der Unternehmer von den Kassen zu organisieren(nicht, daß die Aerzte von den Unternehmern angestellt und besoldet werden). Alle diese Forderungen entsprachen durchaus dem Gesetze, wurden aber von den Unternehmern verworfen. Diese wollen nämlich Betriebskassen gründen(nach dem Gesetze können selbst Fabriken, die nur 200 Arbeiter beschäftigen, solche Kassen einrichten), weil sie dann hoffen,„ihren" Arbeitern gegenüber„Herr im Hause" zu bleiben. Die Behörden ergreifen selbstverständlich Partei für die Unternehmer und es ist zu befürchten, daß schließlich die Arbeiter nur Lasten, aber keinen Nutzen von dem Gesetze haben würden. Nun ist auch vorgesehen, daß die Arbeiter ihre Vertretung wählen sollen, vor allem ein Komitee zur Beratung über die Statuten der Kassen. So steht es im Gesetz, aber die Polizei kümmert sich darum nicht, verbietet alle Versammlungen der Ar- beiter und selbst das Komitee» das schließlich trotz aller Hindernisse gewählt wurde, durfte nur einmal vor 8 Wochen eine Sitzung abhalten, Versammlungen der in den Fabriken gewählten Bevoll- mächtigten der Arbeiter(einige hundert Mann) wurden nicht ge- duldet. Dieses Treiben charakterisiert die gesamte Lage: selbst die Gesetze, die den Arbeitern einige Rechte einräumen, werden von Bureaukratie und Polizei mit Füßen getreten. Tie Büttel haben eure Heidenangst, denn sobald die Arbeiter die Möglichkeit haben, sich in legaler Weise zu organisieren, um einen gesetzlichen Zweck! zn verfolgen, der Drang nach Organisation sich kundgeben wird, die Macht der Arbeiterklaffe steigen muß. Daher wird alles nieder- geknüttelt. Der Vorstand der Sozialdemokratie Russisch-Polens hat denn auch die Arbeiter aufgefordert, ihr Recht zu erzwingen und wenn eS nicht anders geht, in illegalen Versammlungen die Frage der Lircmkenkassen zu besprechen. Ferner hat das Warschauer Komitee auf Veranlassung des genannten Vorstandes vor einigen Wochen in einem Aufrufe die Arbeiterschaft aufgefordert, zum Proteststreik zu rüsten, um die Behörden zur Befolgung des Gesetzes zu zwingen. Diese Losung wurde von anderen Organisationen aufgenommen und in vergangener Woche wurden zwei Flugblätter, eines der Sozialdemokratie, ein anderes der übrigen Organisationen(P. P. S. und jüdischer Arbeiterbund) verbreitet, die zum Demonstrattons- streik am Montag, den 24. November, aufforderten. Dieser Auf- forderung ist die Arbeiterschaft nachgekommen. Nach Berichten der bürgerlichen Warschauer Blätter, die über derartige Vorkommnisse nur berichten dürfen, was die Polizei wünscht, wenn sie sich nicht Konsiskationen und Strafen aussetzen wollen, haben fast alle größeren Fabriken gefeiert, trotzdem am vorhergehenden Sonnabend zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden. In den Arbeitervierteln war Militär konfigniert und Patrouillen durchzogen die Straßen. Trotzdem haben die feiernden Arbeiter an verschiedenen Stellen Straßendemonstrationen ver- anstaltet. So vollzieht sich im Zarenreiche der Kampf: die illegale Partei mutz mit verzweifelten Mitteln kämpfen, um dem Gesetze Geltung zu verschaffen. Die Arbeiter aber beweisen, daß trotz aller Ver- folgungen der revolutionäre Elan, der 1903—1336 die großen Er- eignisse zeitigte, nicht erloschen ist. Klus der parteu Kommunalwahlerfolge. In Mühlderg a. E. gelang es der Sozialdemokratie bei den Stadtverordnetenwcchlen zwei Mandate mit ISS gegen 65 gegnerische Stimmen zu erringen, so daß die Partei jetzt drei Per- treter unter 12 im Stadtparlament hat. Nach einem überaus heftigen Wahllampfe gelang et unseren Genossen in W e i ß e n f e l S bei der am Mittwoch stattgefundenen Stichwahl den Sieg zu erringen. Es wurden abgegeben für die sozialdemokratischen Kandidaten 1625 bis 1627, für die Bürgerlichen 1620 bis 1624 Stimmen. Sämtliche 14 Mandate der dritten Abteilung sind nünmehr im sozialdemo« k r.a t i s ch e n Besitz. Bei der Stadtverordnetenwahl in Kelbra, Kreis Sanger- Hausen wurden zwei Genossen mit erheblicher Mehrheit gewählt und damit die letzten Mandate der dritten Abteilung erobert. Bei der Siadtverordnetenwahl in Rendsburg(Schleswig) wurden ein sozialdemokratischer und ein bürgerlicher Stadt- verordneter gewählt. Da bei der Wahl in voriger Woche auch ein Sozialdemokrat gewählt wurde, hat das bisher sozialistenreine Stadtparlament der Militärstecht Rendsburg jetzt zwei Sozial- demokraten. Ein sozialdemokratischer Bürgermeister. In Linkenheim, einem badischen Orte mit über 2303 Einwohnern in der Nähe von Karlsruhe, wurde der Genosse Jahraus zum Bürgermeister gewählt. Der Sozialismus der tschechische» Separatisten. Bei den'Gemeindewahlen in'P'rag' kam'es zu einem völlige» Zusammengehen der sich sonst auf das grimmigste befehdenden Parteien der tschechoslawischen Sozialdemokratie, in Oesterreich wegen ihrer Zersplitierung der Gewerkschaften kurzweg �Separatisten"' genannt, und der.nationalsozialen Arbeiter", einer extrem-nakiona- Iistischen kleinbürgerlich-proletarischen Lärmmacherpartei. In der Besprechung dieses Zusammengehens zitiert die Wiener.Gewerk- fchaft", das Organ der Zentralverbände, folgende Stellen auS einem Artikel„Die Krise des Sozialismus bei uns", den der separatistische Abgeordnete Modratschek m der Zeitschrift „Akademie" veröffentlicht hat: .... Die leitenden Männer der tschechoslawischen Sozialdemokratie haben sich nie umfassender mit Fragen der soziali- stischen Theorie und Taktik beschäftigt... Die autonomistischc Bewegung hat bei uns den deutschen Autoritäten, die sich den VerselbständigungSbestrebungen der tschechoslawischen Sozialdemokratie schroff entgegengestellt haben, den Boden untergraben und so wurde der Einfluß der offi- ziellen sozialistischen Theorie bei unS geschwächt, denn gerade mit ihr wurde unsere autonomrstische Bewegung bekämpft..... Es ist unleugbar, daß die auto- nomistische Bewegung nicht bloß in einer Richtung eine ernste Opposition gegen die bisherigen landläufigen sozialistischen An- schauungen ist. Sie trug dre Idee der nationalen Selbstver- waltung auf ein Gebiet, von dem sie der offizielle Sozialismus, der ein Werk großer und selbständiger Nationen ist, prinzipiell ausschließt. Sie zerreißt durch ihre ideelle Argumentation rüasichtZloS das Gewebe der ökonomisch« materialistischen Theorie, die die Grundlage des Marxismus bildet. Sie ist weiter im prinzipiellen Widerstreit mit den landläufigen Vorstellungen über die soziali- stische Umwandlung der Gesellschaft, denn durch ihren Geist wendet sie sich unbemerkt vom staatlichen Kollektivismus ab..." Das sind Aeutzerungen eines führenden Manne? einer Partei, die der Internationale angehört und deren Vertreter Sitz und Stimm« im Internationalen Bureau haben. Wenn diese Partei die Ansichten ModraffchekS zu den ihrigen macht, dann wird sich wohl der internationale Kongreß in Wien damit zu beschäftigen haben, auch dann, wenn er die Zersplitterung der österreichischen Gewerkschaften, die hier als eine bewußt« Aktion gegen die bisher geltenden Grundsätze der marxistischen Sozialdemokratie erklärt und gerechtfertigt wird, nicht weiter prüfen wollte. I+ctzU Nachrichten. Verstärkung des amerikanischen Mexikogeschwaders. Washington, 28. November.(W. T. B.) Der Marineminister Daniels hat der vierten Division der atlantischen Flotte den Befehl gegeben, vom Mittelmeer an die Ostküste Mexiko? zu gehen, um die zweite Division dort zu verstärken. Em Maurfest der französischen Brrgarbeiterföderation. Paris. 28. November.(P. C.) Die Föderation der BerArrbei- ter von Fraröreich hat ein Manifest erlassen, in welchem sie daS Syndikat der Kohlenarbeiter stark rügt, weil et mit den Bergwerksbesitzern ein Abkommen getroffen und die Ar- beiter aufgefordert hat. zur Arbeit zurückzukehren. Die Föderation fordert in diesem Manifest einen achtstündigen Arbeits, tag und eine N lters p en s i on von 2 Frank den Tag vom 50. Lebensjahre an. Dieses Manifest soll in allen Bergwerken Frankreichs ausgehängt werden. In demselben werden alle Berg. arbeiter aufgefordert, der Föderation treu zu bleiben. Man fürchtet nun in interessierten Kreisen, daß ein Ausstand der Berg- arbeiter erfolgen wird, um so mehr, als diese die Unterstützung anderer Föderationen, unter anderem derjenigen der Hafenarbeiter erhalten haben, A.3andorf&6 i Kassier s | � 83, 88,| «WWWWIMWMMlD | Kaffee I S äiuh 4 i rjss 1 in■ Z Paiet J«iU D ilUIIIUtnniflIIIHtnnillinUllllliliH Verkauf nicht an Wiederverkäufer. Mc/lt am spitMmarkv Oie mit H bezeichneten Artikel sind von der Zusendung ausgeschlossen. UMMNMMMNIMMIWW Spittelmarkt Beile-Ailiancestrasae Qrosse Frankfurierstrasse Soweit Vorrat, Brunnenstrasse Billige Lebensmittel Kottbuser Oamm| Wlililillllllüllllllllll = Moderne I Goifjaketts = fllr Damen, gerauht, = mit 2 Taschen, in == verschieden. Farben SF �'Frisches Fleisch Rindepschmopflelsch pt. Roastbeef 95 p. PökelKamm und Rippen...pw B5 Pt Ohren und Schnauzen...Phmd35pt Schweinebauch oder Blatt m 80 Pt Kalbsbng oder-Kamm p�dSSpt Rückenfett_______ PfTOd65pt Liesen p/and 73 pt Aiistralisch. Hammelfleisch Kenle da Sanrell.........Pklild /5 Pt Rücken Ml S»a-»a.�.«,.Pkaad 70 Pt Ricke Rippe___ p� K3pt Dünnnng_________ i�nd 60 Pt *Wild und Geflüöel Hirschblatt. Pfund Hirsehkeule Pinna TZpt Hirsehrflcken........... Pfund 75 pt Hasen gestnin.». stack 3.00, 4a00 Rehblätter— 1,45, 1.85 Junge Hühner..B»ek 1.25, 1.75 Suppenhühner., stuck 1.45, 2.45 Warstwaren Cervelat'Od.Salamiwurst Pfund 1 ,35 Teewurst...................»md 1,10 Mettwurst 1.05 Landleberwurst............. iw 951... ff. Leberwurst............. Ptad 1,10 SülZWUrSt Pfand 70 Pt Gänsebrust>» Pfand 1,85 Nusschinken................ Pfand 1,35 Schinkenspeck.............Pfand 1,20 Speck Flnnd 78 Pt wazor Pfand 95pt Kolonialwaren Weizenmehl.................. pECH/MAL sö)nQ.\\a.r als Jedes W andere Mundvua�rer vernichtet das -y-rg/�brm J die Ba3ilfeii in Mwnd und Rachen Fl. M. 1.— und M. 2,—. Monatsgarderobenhaus � TSrkischer, Prinzenstr.79 moAi, Bedeutend vergrößert! Im neuerbauten Laden! 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Tariftreue im Unteruehmerlager. Die gegenwärtige schlechte Baukonjunktur glaubt der Verband der Fliesengeschäfte Groh-Berlins ausnutzen zu sollen, um gegen den mit den Organisationen der Fliesenleger und Hilfsarbeiter im Februar d. I. abgeschlossenen Tarifvertrag Stnrin zu laufen. Bereits einige Wochen nach dem nach fünfwöchigem Streik erfolgten Tarifabschluß versuchten die Herren Unternehmer entgegen ihrer Verpflichtung, für die Einhaltuiig des Tarifs einzutreten, den Tarif zu revidieren. In einem Schreiben an die Arbeiter- organisationen wurde die Herabsetzung der Akkordpreise vorgeschlagen und beflirwortet. Die Antwort auf dieses nngeheuerliche An- erbieten konnte nur ein glattes Nein sein. Ein weiterer Bersuch, die Organisation-vertreter von der Notwendigkeit der Revision des Vertrage? zu überzeugen, mußte natürlich ebenfalls mißlingen. Nach diesen erfolglosen Bemühungen sahen die Unternehmer sich vor zwei Wochen genötigt, die Fliesenleger der einzelnen Geschäfte selbst um ihre Meinung zu befragen. In diesen Konferenzen wurden die Fliesenleger aufgefordert, Stellung zu nehmen zu dem Vor- schlage, die Akkordpreise herabzusetzen. Mit diesem sehr merk- würdigen Verhalten und den Bestrebungen der Unternehmer beschäftigte sich eine ösientliche Versammlung der Fliesen- leger und Hilfsarbeiter Groß-Berlins in den Korona-Sälen. Der Referent S t e g e m a n n kennzeichnete die Aufforderung der Unternehmer, die Fliesenleger sollten selbst zur Herabsetzung der Preise Stellung nehmen, als einen neuen offenbaren Verstoß gegen den Tarif. Die Fliesenleger sind der Meinung, daß der Tarif abge- schlössen worden ist, damit er bis zu seinem Schlußtermin im März 1016 in allen Teilen gehalten werde. Sollte der Verband der Fliesengeschäfte als Kontrahent nicht in der Lage sein, den Tarif austecht zu erhalten, so Iverde man die einzelnen Geschäfte zu Kontrahenten bekommen. Zunächst gibt es aber noch Instanzen, die den Unternehmern die notwendige Belehrung erteilen werden lassen. Die Fliesenleger und Hilfsarbeiter werden dem ganz ungewöhnlichen Vorgehen der Unter- nehmer unter allen Umständen zu begegnen wissen. In der Dis- kussion wurden die Vorschläge der Unternehmer recht scharf zurück- gewiesen. Die Ausführungen eines Redners, der dafür eintrat, daß die Organisationen über die Vorschläge mit den Unternehmern in Unter- Handlung treten sollten, wurden init großer, nicht mißzuverstehender Heiterkeit ausgenommen. Ein Antrag aus der Versammlung, wonach das Einigungsamt umgehend anzurufen ist, wurde von der sehr gut besuchten Versammlung einstimmig angenommen. Aussperrung i« der Pianomechauik brauche. In der Pianomechanikfabrik von Oskar Köhler, Aktien- gekellschast sind die Arbeiter und Arbeiterinnen seit dem 11. No- vember ausgesperrt. Die Ursachen zu dieser Aussperrung waren geringer Natur. In der Fangereindrückabteilung war, vorwiegend durch Schuld des SaalmeisterS, von zwei Arbeiterinnen falsches Material verwendet worden, so daß die damit geleistete Arbeit zum Teil unbrauchbar geworden war. Die Kosten für die dadurch entstandene Mehrarbeit bei einer Abteilung wurde den beiden Ar- beiterinnen einfach vom Lohn abgezogen. Dazu sollten sich dann die in der Fangereindrückabteilung Beschäftigten eine Verschlechterung gefallen lassen. Nach einer Auseinandersetzung der Betreffenden mit dem Saalmeister wegen dieser Angelegenheit wurde eine Arbeiterin gcmaßregelt. Wegen dieser drei Streitpunkte nun hat der Arbeiter- ausschuß der Fabrik mehrere Male mit der Direktion verhandelt. Auch die Vertreter der Organisation haben deswegen mit dem Fabridirektor mehrere Verhandlungen geführt. Alle nur erdenklichen Vorschläge zur friedlichen Beilegung der Differenzen wurden gemacht, jedoch die Fabrikdirektion ging auf nichts ein. So mußten die betreffenden 12 Arbeiterinnen zur Abwehr der Verschlechterungen die Arbeit niederlegeir. Nur drei Tage darauf, ohne daß erst abgewartet wurde, ob die Arbeitseinstellung der Fangereindrückabteilung eine Betriebs- stockung nach sich ziehen werde, wurden die übrigen im Betriebe Be- schäftigten ausgesperrt. Daß aus so nichtigem Anlaß annähernd öOO Leute aufs Pflaster geworfen wurden, mußte allgemein überraschen. Doch hat sich die Firma seit langer Zeit auf diesen Kampf vorbereitet, wie der Direktor Wege bei einer späteren Aer- Handlung offen mitteilte. Augenscheinlich hat man nur auf einen günstigen Moment gewartet, und glaubt nun, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, durch eine Aussperrung die Arbeiterschaft des Betriebes soweit knebeln zu können, daß für die Folgezeit jedes Mitbestiminungsrecht derselben bei Festsetzung der Lohn- uiidMrbeitsbcdiiigungen illusorisch gemacht sei. Durch die Aussperrung soll möglicherlveise auch noch etwas anderes erreicht werden. Das Ergebnis des letzten Jahres Ivar für die Firma infolge geschäftlicher Mißgriffe kein gutes. Die Firma hatte vor nicht langer Zeit den Betrieb vergrößert, doch haben sich die Hoffnungen auf weitere Ausdehnung des Absatzgebietes für ihre Produkte nicht erfüllt. Dann sind größere Kapitalien in umfang- reichen Holzvorräten festgelegt, bei deren Verarbeitung sich heraus- stellte, daß ein Teil dieser Hölzer für die Mechanikfabrikation nicht besonders geeignet ist. Weiter soll die Firma Köhler Verluste er- litten haben, so erst zuletzt noch bei dcmJusammcnbruch der Piano- fabrik von Krause u. Dreß. Deshalb kursieren seit einiger Zeit eigenartige Gerüchte iiber den Stand der Firma Köhler. Wieweit diese Dinge bei der Aussperrung eine Rolle spielen, wird die Zu- kunft lehren. Am 14. November kamen zur Beilegung der Aussperrung Verhandlungen zustande, durch welche die anfänglichen Streitpunkte in der Hauptsache beseitigt wurden. Jedoch wollte die Firma zu- nächst nur einen Teil der Ausgesperrten wieder in den Betrieb auf- nehmen, obgleich fast sämtliche Plätze leerstanden. Die Ausgesperrten befürchteten, daß dann unter diesen Umständen eine größere Anzahl von ihnen überhaupt nicht mehr in den Betrieb hinein kämen und lehnten das Anerbieten ab. Die Fabrikleitung hat sich dann bc- müht, Arbeitswillige in den Betrieb zu ziehen. Am 2ö. November kam es erneut zu Verhandlungen. Der Direktor Wege verpflichtete sich dabei, sämtliche Ausgesperrten wieder einzustellen, einen größeren Bruchteil sofort, die übrigen nach und nach. Eine Auslese sollte nicht stattsinden. Die Ausgesperrten sollten selbst diejenigen aus ihren Reihen bestimmen, welche zuerst die Arbeit auf- nehmen können, nachdem ihnen die Betriebsleitung die Zahl der Einzustellenden für jede Gruppe mitgeteilt hatte. Um jeden Zweifel an der guten Absicht der Firma zu zerstreuen, wies der Direktor Wege den Organifations- Vertretern gegenüber darauf hin, daß wohl sein Ehrenwort als Direktor genügend Garantie dafür biete, daß das Zugesagte auch eingehalten werde. Als nun am anderen Morgen durch den Aus- schuß der Betriebsleitung mitgeteilt wurde, daß von der zunächst in Betracht kommenden Gruppe die verabredete Anzahl Arbeiter zur Stelle sei, um die Arbeit aufzunehmen, stellte der Obermeister Thust an dieselben das Verlangen, sich im Fabrikhofe aufzustellen, da er sich erst die Leute heraussuchen lvolle, die ihm genehm seien. Der Einwand, daß eine solche Auslese gegen die mit dem Direktor gc- troffenen Vereinbarungen verstoße, fand kein Gehör. Uebcrhaupt wurde seitens der Betriebsleitung einschließlich des Direktors jede weitere Verhandlung abgelehnt. Jedenfalls sollte auf diese Weise eine kleine Anzahl Ausgesperrter in den Betrieb gelockt werden, um durch diese die dringendsten Aufträge erledigen zu können. Der Firma wäre es dann möglich gewesen, die Aussperrung der übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen mit desto größerem Nachdruck durchführen zu können. Das verpfändete Ehrenwort des Direktors sollte dabei als Lockmittel dienen. Die Ausgesperrten fielen nun allerdings darauf nicht hinein ©ewerkfcbaftlicbes. Offiziere und 6cwerhrcbaft wieder außer- ordentlichen Erfolg hatte, beschließt sein Gastspiel bereits morgen. Abends S>/« Uhr und nachmittags 4� Uhr loird„Das alte d c u t s ch e P u p p e n s p i e l vom D o k t o r F a u st' aufgeführt. — Musikchronik. Das zweite große Chorkonzert des Kartells der Freien Volksbühnen findet am Montag, den 1. Dezeniber, abends 8>/. Uhr, in der Neuen Welt unter Leitung Oskar Frieds statt. Zur Aufführung gelangt die IX. Sinfonie, die Leonoren-Ouvertnre, sowie die Chorfantasie von Beethoven. Mit- wirkende: Frau Tcksmier-Bergmaim, Frl. Luise Haenisch, Frl. Martha Stapelfeld, Ludwig Heß, Dr. Alfred Guttmann, A. van Eweyk, Waldemar Lütschg, das verstärkte Bliithner-Orchestcr und der Berliner Volkschor. — Vorträge. Am Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, spricht im Hörsaal des 5kunstgcwerbemuseumS, Prinz-Albrecht-Str. 8, Architekt Hermann Jansen und Gartcndirektor Ludwig L c s s c r an Hand von Lichtbildern über„Gartenbau- und S t ä d t e b a u k u ii st Eintritt für jedermann frei. — Die Kohle vorn Südpol. Im Londoner Naturhisio-> rischcn Museum ist eine der interessantesten Reliquien der Scott- schcn Expedition ausgestellt: die Kohlen, die Evans und Scott unter dem 85. Grad südlicher Breite entdeckten, auf dem EiSplateau, das sich von King-Edward-Land zum Pole hin erstreckt. Die Kohle wurde inmitten eines kleinen Hanfeiis von Fossilien gefunden und von' den Polarfahrern durch die Schneestürme mitgeführt. Die Kohle ist von geringer Qualität; aber sie erzählt im Lichte der Wisse«- schast eine wundervolle Geschichte von den ragenden Forsten und Wäldern, die einst in jenen Regionen rauschten, die heute als unwirtliche Eis- und Schneewüsten allem Leben Feind sind. — Keine Beeinflussung der Kritik? Graf Banffy» der Obergewaltige dcr� B u d a p e st e r Oper, der für die Presse 56 666 Kronen in das Opcrnbudget eingestellt hat, erklärt jetzt, daß das nicvt zur B e z a h l u n g der Musilk r i t i£ geschehen sei. Der fragliche Posten sei deshalb vorgesehen worden, weil eine Aktion im Zuge war mit dem Ziel, daß die Zeitungen auf ihre ständigen Karten verzichten, dafür aber alle Mitteilungen der Oper und des National- theaters sich genau nach ihrem Tarif bezahlen lassen sollten. Nun werden die Zeitnngsverlegcr darüber wachen, daß ihnen wegen unliebsamer Kritik nicht die„Mitteilnngen" entzogen Iverde». Die Sache liegt also so, daß nicht die Kritiker, tvohl aber die Zeitungsverleger vom Grafen Banffy bezahlt werden, DaS Ding ist so pfiffig gedacht, so pfifffg, daß das„Berliner Tageblatt' nichts mehr dagegen einzuwenden findet. und blieben geschlossen draußen. Der ihnen so aufgezwungene Kampf wird von den Ausgesperrten mit aller schärfe weitergeführt werden, auch wenn noch weitere unlautere Mittel gegen sie zur An Wendung gebracht werden sollten. Oeutlcbes Reith. Scharfmachereien der sächsische»(Sartenbauindustriellen. In der Gesamtsitzung des Landeskulturrats für das Königreich Sachsen wurde ein Antrag des diesem Landeskulturrat zugehörigen Ausschusses für Gartenbau behandelt, nach dem die sächsische Ne- giervng ersucht werden soll, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß ein Gesetz erlassen wird, wonach die Gärwerei außerhalb des Rahmens der Gewerbeordnung zu stellen ist. Die Sitzung stimmte dem Antrage zu, und zwar unter dem Eindruck einer Darlegung des Generalsekretärs Dr. Schöne. Dieser hatte aus- geführt, die Bestrebungen der«sozialdemokratische»" Gehilsenschaft gehen dahin, zunächst die Gärtnerei- und dann auch die landwirt- Ichaftlichen Betriebe unter die Gewerbeordnung zu bringen, um sich diese Betriebe dadurch botmäßig zu machen; das würde aber den Ruin dieser Betriebe herbeiführen. Der Lande-kulturrat macht sich übrigens das zu eigen, was der Ausschuß für Gartenbau bereit» in einer iin Juni erschienenen besonderen Denkschrift dargelegt hat, die der Regierung zugestellt wurde und die auch von jenem Herrn Dr. Schöne verfaßt worden ist. Was aber diese Denkschrift alle» enthält, ist dermaßen Erstaunliches, daß darüber sowohl der Gärtnerei- fachmann den Kopf schütteln muß, wie auch jeder im Rechtswesen Kundige. Das tollste aber, loas die Denkschrift leistet, sind die Scharfmachereien gegen die Gerichte. Das Oberlandesgericht Dresden bat bekanntlich in mehreren Urteilen dahin entschieden, daß nach der Äewerbeordnnngsnovelle von 1903 alle Gärtnereibetriebe, die nicht bloßen Feldgartenban treiben, als der Gewerbeordnung unterstehend anzusehen find. Dann heißt es: »O. Albrecht, Führer der sozialdemokratischen Arbeitnehmer, die im Allgemeine» deutschen Gärlnerverein organisiert sind, hat es tatsächlich soweit gebracht, daß selbst ordentliche Gerichte sich seiner Auffassung nunmehr zuneigen, auch daS Oberlandesgericht Dresden bezieht' sich fortgesetzt auf Albrecht!" Und weiter: «Die sozialdemokratischen Führer haben ein Interesse daran, den Gartenbau mit allen seinen Zweigen zum Gewerbe gerechnet zu sehen, denn auf solche Weise ist am leichtesten Unzufriedenheit in die Reihen der Arbeitnehmer zu tragen." Die Gcwerbegerichte nimmt sich die Denkschrift noch besonders vor. ES wird ausgeführt, daß seit 1991 infolge einer Umfrage des Gehilfenvcrbandes viele Gewerbegerichte sich auf die Seite der Ardeiter gestellt haben. Jedoch: »Es ist nicht Sache des Ausschusses für Gartenbau, zu unter- suche», warum eine große Anzahl von Gewerbegerichten gerade diesen schon damals im sozialdemokratischen Fahrwasser segelnden Berein so bereitwillig in seinen Bestrebungen unterstützte; er möchte aber nicht unierlassen, ans die dem Gartenbau von dieser Seite drohende Gefahr hinzuweisen." Deine Sache, hohe Staatsregierung, ist es, die Untersuchung zu führen und den Gewerbegerichten beizubringen, daß sie im Sinne der Gartenbauindustriellen Sachsens zu urteilen haben! Ein leib- hastiger Geheimer Hosrat, Opitz mit Namen, war eS, der in der Sitzung des Landeskulturrats dieser Denkschrift seinen Segen erteilte; ein Mann mit dein Doktorhut hat sie geschrieben. Ersterer ist eine onilliche Regierungsstütze, der andere Angestellter der beschließenden Körperschaft. Und da toill man noch zweifeln, daß nur das sachliche Staatsintcresse und die unbeeinflußte Wissenschaft zu Rate gesessen haben? HusUnck. Tischlcrftrrit iu Holland. Vom Borstand des Niederländischen Möbelarbeiterverbaudes wird uns mitgeteilt, daß die Tischler und Maschiuenarbeiter in A s sen. Provinz Drenthe, in Streik stehen und daß die Unternehmer versuchen, in Deutschland, und besonders in Berlin, Streikbrecher anzuwerben. Es wird gebeten, den Zu- zug sernzuhalten. Versammlungen. Ter Achtuhrschluß im Frisrurgewerbe bcichäuigrc wieder einmal eine öffentliche Versammlung der Be- teiligtcn, die in der Nacht vom Tonnerstag zum Freitag in den ..Arininhallcn" stattfand. Robert Schmidt erkannte den Wunsch der Gehilfen an die Gesetzgebung als berechtigt an, den§ 139£ oder den§ 41b der Gewerbeordnung dahin abzu- ändern, daß ein örtlich einheitlicher Ladenschluß im Friseurgewerbea»Wochentagen herbeigeführt wer- den kann, wenn dies von mindestens zwei Dritteln der beteiligten Geschäftsinhaber beantragt wird und die Ortsbehörde dem Ülntrage üangidt. Wie wenig die an sich längst notwendige und fällige Er- süllung dieses Berlangens an Reichstag und Bundesrat dazu an- getan ist, den Acht nhr schlu tz in absehbarer' Zeit für Groß- Berlin zu erreichen, zeigte sich in der Diskussion. Herr K. L ub e r t, Borsitzender der Freien Bereinigung selbständiger Friseure, erklärte sich zwar damit einverstanden, daß eine gesetz- liche Grundlage zur Einführung«ines örtlich einheitlichen Schlusses an Wochentagen geschaffen wird; doch wolle seine Vereinigung nicht den Achtuhrschluß', sondern den Neunuhrschkuß. Die wiri- kchaftliche Lage der Kleinmeister in den Außenviertcin sei derart. daß sie nicht die geringste Beeinträchtigung erleide. Man müsse dem Publikum möglichst lange Gelegenheit geben, die Dienstleistungen des Barbiers in Anspruch zu nehmen, um sich keine Einnahme entgehen zu lassen. Auch die zunehmende Verbreitung der Rasier- apparaie lasse die Einführung des Achtuhrschlusses nicht zu. Die folgenden Diskussionsredner, mit Ausnahme eines Vorstandsmitgliedes der Freien Vereinigung, traten Meister Lubert entgegen. Der Vorsitzende des Gehilfenverbande» führte aus, daß der Achtuhrladenschluß die Situation der schwachen selbständigen Existenzen nicht beeinträchtigen könne. Wäre die Auffassung richtig, daß das Geschäft um so besser gehe, je länger es offengehalten wird, dann müßte das Friseurgewerbe glänzend dastehen. Ter Einwand, daß nach 3 Uhr abends, abgesehen vom Sonnabend, noch Kunden lommen, werde in dem Augenblick gegenstandslos, wenn um 8 Uhr geschlossen wird. Wolle die Gehilfenschaft, daß ihr Verlangen aus Freigabe derdreizweiten Feiertage und Einfüh- rung des Achtuhrladenschlusses in absehbarer Zeit er- füllt werde, dann solle sie endlich begreifen, daß sie sich der Organ isaton anschließen muß. Nach einstimmiger Annahme der Resolution auf Abänderung der Gewerbeordnung in dem 8 lll9k oder§ 41d wurde die gut be- suchte Versammlung gegen 1 Uhr geschlössen. Verband der Sattler. Die am Donnerstag abgehaltene General- Versammlung der Verwaltungsstelle Berlin beschloß, allen arbeits- losen Kollegen, die sich bereits am 29. Dezember arbeitslos gemeldet haben, am Weihnachtsheiligabend eine Extraunterstützung zu ge- mähren, und zwar den Mitgliedern, die dem Verbände noch kein volles Jahr angehören, sowie den zureisenden Kollegen 6 M., den länger als ein Jahr organisierten Mitgliedern 8 M.— Eine lange Debatte rief die folgende Angelegenheit hervor: Um Grenzstceitig- leiten zu vermeiden, haben di« Zentralvorstände des Sattlerver- bandes und des Tapeziererverbande» nach voöhergegangenen Er- örterungen in den Kreisen der Mitglieder am 13. Oktober einen Gegenseitigkeitsvertrag geschlossen, welcher festlegt, für welche Be- rufszweige der eine oder der andere Verband zuständig sein soll. Alach diesemVertrage gehören die Eisenmöbel- und Lederstuhlpolsterer zum Tapeziererverband und haben, soweit sie dem Sattlerverband angehöre», bis zum 13. Januar in den Tapeziererverband überzu- treten. Demzufolge hat die Verwaltung der Generalversammlung eine Resolution vorgelegt, welche sagt, daß die Sektion der Eisen- inöbel. und Lederstuhlpolsterer am Jahresschluß aufgelöst und den Mitgiedern derselben der geschlossene Uebertritt in den Tapeziererverband empfohlen wird. Ten Mitgliedern dieser Branche, die später wieder zum Sattlerberuf und damit zum Sattlerverband zurückkehren, sollen die Rechte gewahrt bleiben, die sie durch Bei- »ragsleistung an die Lokaltasse erworben haben.— Die Resolution stieß aus lebhafte Opposition. Man bestritt den Zemralvorftänden das Recht zum Abschluß eines Vertrages, der die Mitglieder der Eisenmöbel- und Lederstuhlpolsterersektion zwinge, gegen ihren Willen zum Tapeziererverband überzutreten. Der Berliner Vor- sitzende Schulz sowie der Zeutralvorfitzende Blum traten für die Resolution ein, die aber schließlich mit großer Mehrheit ab- gelehnt wurde.— Hieraus erklärte Blum: der Gegenseitigkeits- vertrag bestehe zu Recht; durch Ablehnung der Resolution könne er natürlich nicht aufgehoben werden, es sei dadurch nur die Branche der Sisenmöbel, und Lederstuhlpolsterer geschädigt. Hus aller Welt. Zwei Bilder aus dem Leben. Nach einer ZeitungSmeldung geht es einer gewissen Frau Werner in New Uork trotz der allgemein schlechten Zeiten immer noch einigermaßen ertrag» lich. Die elegante Frau gibt jährlich für ihre Toileltenbedürf- nisse gegen eine Million Mark auS. Allein für Hand- schuhe verbraucht sie täglich ein Paar sin Werte von 13 Mark. Für Kleider sind in den Toilette- etat jährlich 300 990 Mark ein- gesetzt. Ihre Stiefel scheint die Modedame furchtbar zu strapa- zieren, denn sie verbraucht davon 30 Paar für insgesamt 12 399 Mark. An Toilettenkleiingkeiten, Strümpfe», Schirmen, Parfüms und anderes werden 120099 Mark verbraucht. zur morgigen LohnauSzahlung in die BureanrSume der Fabrik bringen wollten, auf offener«.traße von drei unbekannten Mann er» überfallen, die versuchten. ihnen die Geldbeutel zu entreißen. Der Nachtwächter der Fabrik eilte den in ein Handgemenge verwickelten Kaffenboten zu Hilfe. Die Räuber griffen darauf zum Revolver uich gaben mehrere Schüsse ab; einer davon traf den Wächter, der auf der Stelle tot zusammenbrach. Ein Kaffenbote erhielt einen Stich in die Stirn und wurde schwer verletzt. Die Räuber konnten die schweren, größtenteils mit Silber gefüllten Säcke in der Eile nicht fortbringen, es gelang ihnen nur, eine Tasche mit 8759 M. in Gold an sich zu reißen und damit zu entkommen. Die Polizei hat sofort die Verfolgung der Räuber aufgenommen. Kleine Notizen. Der Todessturz der französische» Flieger. Die bei Epernah der- ungliickten Militärflieger sind der Artillerieleutnant Briault und der Lhauffeur Brouillart. Die beiden waren vom Flug- selbe Moni St.-Cyr aufgestiegen, um nach dem Lager Mailly zu fliegen. In den Flammen umgekommen. In Marin wurde das Fischer- viertel durch eine Feuersbrunst zerstört. Mehrere Kinder verbrannte». Lynchjustiz an Zigeuner». In dein Kosakendorfe Cesarewitschla bei NowtscherkaSk ergriff die Volksmenge fünf des Pferdedieb st ahls verdächtige Zigeuner und tötete eine» von ihnen. Die übrigen wurden schwer ver- letzt, bis sie die Polizei in Gewahrsam nahni. Die verschwundenen Diamanten. Bekanntlich wurden vor einigen Tagen dem Diamantenhändler Pinheiro auf der Fahrt nach Wien Diamanten im Werte von 279 909 M. gestohlen. Pinheiro hat, wie jetzt festgestellt wird, in Passau bei der Zollrevision die Diamanten nicht verzollt. Er erklärt, daß er von einem Manne, den er nicht wiedererkennen würde, verfolgt worden sei und einen so bef- tigen Stoß erhalten habe, daß er einen Augenblick ganz bewußtlos geworden sei. Die ganze Affäre erscheint sehr zweifelhast. Tie Tigerjagd bei Tone hat bisher noch keine Resultate er- geben. Tie Nachforschungen werden sehr erschwert durch die panikartige Furcht der Bauern, die von allen Seiten des Departement» angelaufen kommen und erklären, daß sie sich in ihren Gehöften bedroht fühlen. Freitag vormittag sind stark betoaffnete Patrouillen des 192. Infanterieregiments und des 32. Dragonerregiments durch alle Wälder des Departement» ge- streift, uni Spuren de» Rauhjieres zu entdecken, jedoch vollkommen ergebnislos._ Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 39. November, vormittags 3 Uhr. Pappelalle« 13/17, Neukölln,„Jdealpassage", Tegel, Bahnhofstr. 15. und Dber-Schöneweide, Klaras». 2: Freireligiöse Vorlesung. Vormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von Herrn Dr. M. Brie: ..Nutzen und Schaden des Kinos.-— Abends 7 Uhr bei Wille, Sebastian- stratze 39: Vortrag.— Tamen und Herren als Gäste wMiommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Uhr, als sie von der Bank Geld Eile zu feile Spezialhaus für Pelzwaren Berlin S.. 110 Dresdener Str. 119 au Oranienplatz. 1000 Pelzstolas Selials, Colliers, Mollen lnrFÄ ofleriero ich infolge Abschlüsse günstiger gut Eigene Kürschnerei. 'paratnren nnell, billigst. Rci MCI zn heryorragend öillip Preisen. Eebt Skonks-Siola.. von 3S m.-m ierznmnnel-Stola von 13.50 m. an mit Köpfen und Schweifen. Alaska-Fucbs-lniitation... 7.00 m. Marder, Herz. Persianer, Oppossmn, Biber, Dös etc. in allen modernen Formen stets am Lager.* a. Verkürzung Verschleppung Zeugenwerbung Berdächtigungsversu che U- äh'.il. zahlt-JO,— bis öü,— M., wenn daß Mitgeteilte füv eine Proschijre geeignet ist and benutzt pird. llH/U Zunächst schriftlich. LncK Luöell, Charlottenburg, Fricdrich-Karl-Platz Ua. 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Hinter Mauern. Piontis Operetten. Die ideale Galtiii. Schiller D. Heimg'sunden. Schiller lkharlotrenbnrg. Hcdda Gabler. Residenz. Hoheit— der Franz. Mrrropol. Die Reis« um die Welt in»0 Tagen. Nasiiio. Ferdinand der Tugend- haste. Kleines. Die Sippe. Rose. Der Meincidbaucr. Luslipiethaus. Die spanische Fliege. Trianon. Seine Geliebte. Wintergarten. Spczialstälen. Eines Ztvollo. Theater. Laricto- Lichtipietc. Eines F riedrich- Withelmstädt. Die stillotänigin. Herrnfelv. Wa» sagen Sie zu Lcibusch? Reichshallen. Stettiner Sänger. Ansang S>/, Uhr. Luisen. Kasernenlust. Folie» Eavrrce. 2>!ißgeburt.— Adoptivkind. Walhalla. Der LiebcSonkcl. Ansang Sll, Ubr. Neues BolkStheater. Mudder Mews. Olympia. Großer Jnternalionalcr Wettstreit. � Aniang S Ubr. Admiralspalaft. Di- lustige Puppe, EiuesNollcndorf.Thrater.Baricto- Lichtspiele. Sternwarte, Fnvalidenstr. 57— 02 Selilller-ThealerO.nS;: Sonnabend, abends 8 Uhr: Ueimg'funden. Sonntag, naaimittags 3 Uhr: Freiwild. Sonntag, abend» 8 Uhr: Die goldene Ititterjceit, Montag, abends 8 Uhr: Ueimg'fnnden. Theater in der KonisgrEtzer Straße 8 Uhr; Die Kronbraut. Komödienhaus. L Uhr: Hiuter Mauern. BerlineFtheateF. 8 Uhr: Wie einst im Mai, Lessing-Theater. s uhr: Pygmalion. Luftspiel von Bornard Shqw. tFeäter des Westens. 8 Uhr: PolenMut. Nachm. 4 U.: Das tags Sohneillerlein. Seiiiller-llissier Sonnabend, nachmiUagS 3'/, Uhr: 'hopt und Schwert. Sonnabend, abends s Uhr: lledd» Clubler. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Plarrer von(alrchfeld Sonntag, abends 8 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Mpnlaa, abends 8 Uhn Die goldene Rittorzeit. Deutsches Xünstlertheater Sozietät. Nürnberger StraBe 70)71, am Zoo. Kasse: Nollend. 1333. Sonnabend 8 Uhr: Hanneies Hiiumelfahrt. Der zerbrochene Urug. Sonntag 3 Uhr: Das Prinzip. 8 Uhr: Die Affäre. Montis Operettentheater. Abends 8 Uhr: Lehar-Kovität; Die ideale Ciattln. Fritzi Massary. I. icpiolmami a. G. Morg. u. folg. Tage: öle itleale Lattin. friedrieh-Vilhchckdt. Theater 30-31 Chausseesir. 30-31. Operetten- C>ast«plel Zum 233. Male: vis SCmokmiigiin Operette in 3 Alte» von Georg Okonlowsti n. Aul. Freund. Musik von Aean Gilbert. Kassenervssn. 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. Soimtagnachm. 3 Uhr: Die Rliiidcr. Abends 8 Uhr: MiKaÜO. Nachmittags-1 Uhr: Frau Holle. Weihnachtskomädie. DeutschesSchaasplelhaus 8 Uhr: Tic h«itkr? Npsivknz, ose-inc/irc! Trotze Frantiurler Str. 132, Nachmittags 4 Uhr: Das verzauberte Schloß. 8 Uhr: Der Hclueldbauer. Sonntag 3 Uhr: Im weißen Röß'l. S Uhr: Berlin, wie es weint uns lacht. Palast am Zoo Täglich Anlaut: C Uhr. .Sonntags, 3 Uhr: Matineo. Ks Kompletle» Programm grosser Variäi�'Ahte sowie unsere renommierten Xficbtspiele Preise von 65 Pfennig an. Noliendorf-Theater Cleopatra Herrin des Nils Das Fsli Die '"jlmwunijer der Welt M urde mit großem Beifall anf genominen Wochentage Anfang 61'. u. 9 Uhr 1 Sonntag« 4, 0>I, und 9 Ubr. Jugend.Vorsteiiung Uittvocb ung Sonnabend 4 Uhr{ zu halben Preisen. 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Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pt Anfang 8 Uhr. Morgen: Große« Doppel Renzert. Anfang 41/, Uhr. Lützow 3757 Frlcdrichetraßc 818 Heute Lützow 2757 Wiedereröffnung als Variete Fest»Vorstellung unter persojü. Mitwirkung vpn Jean Gilbert Gaatfsplcl Costantino Sernardi der berühmte Verwundlungsschauspieler und das große Variete-Programm Rauchen überall gestattet. 7l/2 Utr Ivonzejt. Beginn der Vorstellung 8 Uhr. Vorverkauf an der Theaterkasse ab 10 Uhr ununterbrochen und im Invalidendank, Unter den Linden 24. Sonntag: Zwei Vorstellungen IVachmUtug: Kleine I'relsc, Im Ifoyer; Apollo-Theater-Bar. Zirkus ilb. Schumann. Heute Sonnabend, 29. Npv., abends 71/, Uhr: High-kiife-Rvcning. Neu! U. g.: Neu! 8 dress. Seelöwen zu Pferde! vorgeführt von Miß Marietta. Neu! The SCoenen. Neu! Neu! Venus der Lüfte Neu! Miß Zoe und weitere 10 Attraktionen, Um ö'/z Uhr:"WiE Tango yof Gerieht! Sonntag, den 30. November: 2gr. Vorstellnngen Q nachm. 3>/.u.ahds.7'/,lI." Nachmittags: 1 Kind frei, Circtis Barum- Schau Ober-Scliöneweids Platz der Terraingesellschafl in der Edisonstraße Heute Sonnabend, d 28. November 2 brillante A Vorstellungen£ nachm. 4, abds.81/. Uhr. in der Nachmittag-Vorst. ein ungekürztes ibeiidprogranim zu kleinen Preisen f. Erwachs. mRind.«, 12 Jahr- abend« 81/« Uhr: Des grandiose Programm. |8onntag, den 80. Biov., Unwiderruflich die beiden letzten Vorstellungen nachm. 4 Uhr— abend» 8'/, Uhr. Die Direktion. Ä. Kreiaer. Folios Gaprice. Anfang 8'/. Uhr Oer Kncknck. Manßverschwlndcl. Die Samuel«. Passage- Panoplikum 50 wilde Kongoveiber Männer und Kinder in einem eigen« anf- gebanten Kongodorfe in ihren Sitten u. Gebräuchen, Und die anderen Attraktionen. Die gr. Kino-Variete-Vorstellnng von 5(Sonntags 3) bis 11 Uhr. Oiallla, nbenbä Variclä mit Freitanz. Sonntags Kavalierball ohne Tanznachzahlnng. � mm Vergnügung«-Palast W der 10 000"W Potsdamer Str. 72 SSfÄ 8 Tage RENNEN die Leute schon in Seharen in die Potsdamer Straße 72, um die Hölle im Odeon zg, sehen. Eintritt jederzeit 30 Pfennig, Anfang 7 Uhr) gaüffnet bis Bonntags 4 Uhr) 2 U. nachts. Von Montag an Auftreten preisgekrönter Tango-Tänzer. Zirkus Busch. 1 Heute Sonnabend, 29. November, abends Uj, Uhr: llreße Oala-Sperts-Verslellung. Die bisher grötzte und prunkvollste Ausstattnngspantomime d. ZirknS Busch in S glänzenden Akten. Vorher: Das große Gala-Prcgr. Nur noch zwel Tage: Austreten der Menschenassen aus C. HagenbeckS Tierpark. Voranzeige! Sonntag: S gr. liala- Voretellungen. Nm. 3st, u. abends t'/j Ubr, Nachm. ein Kind unter 10 Labren aus allen Sitzpl. srei. Volksldesler'«eukölln. Hermannstraste SO. Sonntag, d. 30. November, 7'/, Uhr: Polnische Wirtschaft. Posse in 3 Akten von Kraatz u. Okon- kawski. Musik von Gilbert. Montag, den 1. Dezember, 8>/, Uhr: Tin fremde 8ebnld. Schauspiel in 4 Akten von Olden. vlvmyis IllkUsiLgSammlS! Heute Lollasbenü: KingkSmpfe!! Unter Leitung und Kontrolle des Jnternation. RingerverbandcS. >Veder g-g«n RitHer Köln Württemberg Heia»-gm Hmze Berlin Berlin CldHogersa�« BarkowsH Paris Berlin Jeder Kampf bis zur absolute» Entscheidung l Ackmirslspalast. Rls-Vrcna.— dtllakendllel» da» neue mit durehechlagendem Erfolg aufgeführte Eisballett Ais lustige fuppe. Besinn der Vorstellung 81/, Uhr. Bis 6 Uhr und von 10,/1 Uhr halbe Kassenpreise.__ Volfft- Theater Bndftraste 58. Sonniag, den 30. November: Nachmittags 3 Ubr: Das Recht einer Matter. Abend« 7 Uhr: Der verlorene Sohn. Lebensbild mit Gesang in L Alten von Berg u. Faeobson. Kasseneröffn. 10 Uhr, Ans. L u. 7 Uhr. Iriaava-Ideater. Täglich abends 8 Uhr: 8elne Geliebte. Somitagnachm. 3 U.: Die Hebe wacht City- Park am BahnhoF Friedrtdutna* Größte Volksschau Berlins 50 Schaugeschäfte Sehenswert II die neuen Attraktionen Ein VergnOgen(ür Jung and Altl Geöffnet tärj'.ldi nadimitt. 4 Uhr Scan- a. Feiert, uadimltt. S Uhr b» 11 Uhr cbcndi,» Eiatrttt Ire! Aiir den Inhalt der Inserate »derniinmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verannvortnug. Zchws! Schiffskiziier� Konts-»»>««?! «nd Storlnitc! Heher und Maschinilien! Sonntag, den 30. November 1913, nachmittags 4 Uhr, im Lokale von Kottliv, Berlin, FischerstraKe 25, in der Nähe der Mühlendammschleus«, an der Fischerbrücke: Große öffentliche Schiffer-Versammlung. Tagesordnung: Am Norabend nenn Kämpft s Zolltarif. R-f°rent: Redakteur Emil Eichhorn. Freie Aussprache. 137/12 Der Einberufer: RiciisrN Herbst, Berlin, Lettestraße 7. Arbeiter-Bildungssehule. Sonntag, de» 30. November, abends'1.7 Uhr, im Schullokal, Greuadierstr. 37: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Paul Schulz über„Wesen und Ursprung des Bogelzuges«. L. Bericht des Borstandes und der Revisioren. 3. Schulangelegenhciten und Slnträge. -l. Neuwahl des Vorstandes und zweier Revisoren. ö. Verschiedenes. 6/13* ..— Mitgliedsbuch legitimiert.============ Rückstiindige Beiträge sind zu bezahlen. Montag, den l. Dezember, abends 8 Uhr, in den Mnsikersälen, Aiaiser-Wilhelm-Straße 31: Uersammlnng der in der Aschinger-Zentrale beschäftigten Arbeiter nnd Angestellten. lllallregelullgell j�er A8ebillger-Ie«trs!e Nachher DisknssioN. Die nnterzeichneten Organisationedt fordern hierdurch alle bei Aschinger Beschäftigten zum Besuch dieser Versammlung auf. Verbsna der Bäcker und Konditoren. Zentralverband der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands. Verband deutscher Gastwirtsgehilfen. Zentralverband der Handlungsgehilfen. Deutscher Holzarbeiterverband. Verband der Maler. Zentralverband der Maschinisten und Heizer. Deutscher Metallarbeiterverband. Verband der Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearbeiterinnen. _ Deutscher Transportarbeiterverband. 295/13* y nmilcH Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 3714, 185. Montag, den 1. Dezember 1913: Bezirks- Versammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: NOrtiöN' Phamssaie, Müllerftr. 442, abends 8'/, Uhr. Vortrag des Rcichstagsabgeordneten Karl Spiegel. NO�deN' Büj1t"ers Pestsäle, Schwedter Strafte 23, abends Norden: Pr»nk«» restsäle, Badftr. 19, abends 8'/, Uhr. Moabit: PrsodtsaiS Zkoi'Srve.t, Wiclefftr. 24, abends 8'/, Uhr. Vortrag: Neue Arbeitsmethode«. Referent: Koll. Hans Böckler. Cbariottenburg: VoUr»!»»«». Rostnenstr. 3, abends 8'/, Uhr. Tanol* Wohllabrts Festsäle, Reinickendorf-West, Eichborn- ICyCl. strafte 18. abends 6 Uhr. Westen nnd Sehöneberg: SKniiÄS'- 0St69: Comeniussäle, Memeler Str. 67, abends 81/, Uhr. Llehtenberg: S"'"',,Ms,'"rko""kl' Slralau- Rummelsburg:' WaiRoneaa* Peakevts Restaurant, Berliner ANec 251, R CUlCuSCC. abends 81/, Uhr. Beratung bt? Antrags der Vertrauensleute betr. Hauskaffierung im Bezirl I. SMenbeilrke: NeUkÖUn' Festsäle, Hermannftr. 48/49, abends Humor i» der Literatur. Referent: Genosse Davidsohn. SteNÜtZ: �n»r«evtsl»«k, Albrechtstr. 4-, abends 8',- Uhr. Nöpemek u. Friedriebshagen: Hägen, Friedrichstr. 72, abends 8'/, Uhr. Vortrag über: Feuer- bestattung. Oberschöneveide, Riedersehöneweide, Johannisthal ii Tlmn* Wllhelmlnenhof, Wilhelminenhofstrafte, llifli U. UUly,. abends 81/, Uhr. SpaDdail: Schulze, gen. Kühne, Reumeisterstr. 5, abends S1/. Uhr. Tagesordnung in allen Versammlungen: Berichterstatimng von der General- Versammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. 130/12 Die Ortsverwaltmig. Metallarbeiter-Notizkalender 1914, Stück 60 Pf., sind im Bureau und bei den Bezirkskasfierern zu haben. Möbel-Lechner Ä: BrunnenstraBe 7|||�:M0ll8rstraßel74| am Rasenthaler Platz. Ii Ecke FennstraBe Wohnungs-Einrichtungen auf Kredit j Stube und Küche:! Ferner: 1 Schrank An-| Wohnzimmer 2 Bettstellen zahlg. j Schlafzimmer I Tisch 10 M. Speisezimmer 2 Stöhle Wochen- Herrenzimmer I Spiegel rate Küchen in allen I Köche 2 M. Färb. u.Mustu. Einzelne Möbel von 5 M. Anzahlung an Sonntags geöffnet von 12—2 Uhr Am Sonntag 3 große Doppel-Versammlungen zum Massenstreik gegen Staatskirche, Reaktion, Muckertum! Tagesordnung: Es ist die höchste Zeit! Austrittsamneldung bis 1. Dezember erspart ein Jahr Kirchensteuer. Sonnlag, 3l1. Nov., nachm.'/zÄ Uhr: 1.„Brauerei Friedrichshain." Parallel- Versammlung: „Schtveizergarten". 2.„Neue Welt." Parallel-Versammlung:„Kliem". 3.„Viktoria-Branerei", Lützowstr. 111—112. Parallel-Versammlung: Kleiner Saal. Pünktlicher Beginn, da um 3 Uhr Säle geräumt sein müssen.— Tagesstunde wurde gewählt, damit Geistliche und Frauen erscheinen können. IkNi-xei- nack Bttrgerinnen, Studenten, Arbeiter, Handwerker, Beamte, erscheint in Hassen nnd protestiert durch Kirchenaustritt Segen die prenfilsche Reaktion!! Es lebe der Freiheitskampf von 1913! In jeder Versammlung spricht ein Redner über die religiöse und wissen- schastliche und ein anderer über die politische Bedeutung des Kirchenaustritts, ferner eine Frau sür die Frauen. �—;---—. Redner: Klara Bohm-Schuch— Adolf Hoffmann— Lill Jannasch— Hans LeuB— Dr. Karl liebknecht— Waldeck Manasse— Heinrich Peus Schriststellerin Regina Rüben— Pastor a. D. Wangemann— Fritz Zubeil. — Für Unkosten 10 Pf.- 295/12 Die Einbcmter: Dr. Eckold. Ad. Harndt. Otto Lehmann-RuBbüldt. Außerordentliche General-Versammlung der Ortskrankenkaffe der Hutmacher, Hutfnrnituren- und Filzwarcn- Verfertiger zu Verliu. Montag, den 8. Dezember 1313, abends 8'/, Uhr. im Gewerkschasts- hause, Engclufer 15, Saal 5. Tagesordnung: 1. Zurückziehung des Zulaistmgs-An- träges als besondere Orls-Kranken« kasse vom 2. Dezember 1912. 2. Antrag der Beamten aus Bezahlung der vollen Beiträge zur Auge- stellienversicherung. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird er- sucht. Eintritt nur gegen Vorzeigung der Einladung gestattet. IlSo Der Borstand. S. Dannheuser, Vorsitzender, Alte Jakobstr. 20,21. M Kneift zu! Jed. Herrn, der sich eleg. u. bill. kleiden will, empfehle elegante Monatsgarderobe in feinsten Werkstatt. Berlins gearb., von Herrschaften, Doktoren, Kavalieren nur kurze Zeit gebr.(fiirjed.Fig.pass.) Kavalier-Jackett-Anzüge 8, 10, 14, 18 M Kavalier-Rock- Anzüge 10, 12, 16, 20 M. Kavalier-Paletots 8, 10, 14, 18 M. Kavalier-Herren-Hosen 2,50, 5,00 M. Ulster, sehr billig.* GroSe Abteilung neuer Garderobe MnliUnn* l>r. Frankfurter Str. 98 mUltldUu,(Nähe Strausberger PI.) Bitte genau auf No. 98 zu achten iMark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante Herren- Moden fertig und nach Mass! Garantie fflp tadellosen Sitz. Jonas Kurzbers Oranienstr.1601 zwischen Moritz- u. 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Die Genossen und Genossinnen werden ersucht, sich wie immer zahlreich und pünktlich zu beteiligen. Cxploüonsunglück In Tegel. Drei Menschen ums Leben gekommen. Ein furchtbares Explosionsunglück, das drei Menschen das Leben kostete, ereignete sich Donnerstag spät abends auf den'. Grundstück Schlotzstr. 1, an der Ecke der Hermsoorfer Straße, zu Tegel. Hier hatte der Jahre alte Uhrmacher Erich Sturm im Vorderhaus einen Uhren- und Goldwarenladen. An den Laden schließt sich die Wohn- und Schlafstube an, dann folgt ein tleiner Flur. Hinter diesem liegt zunächst die Werkstatt und ganz zuletzt die Zdüche. In dem Raum hinter dem Laden pflegte das Ehepaar zu schlafen. Die beiden Gehilfen, die 21 und 49 Jahre alten Uhr- macher und Goldschmiede Albert Frömming und Oskar Rösler, die der Meister beschäftigte, das 15 Jahre alte Dienstmädchen Helene Hagemann, ein 24 Jahre alter Bankbeamter Hans Schubert, ein Wmieter des Ehepaares, und besten sechs und neun Jahre alten Töchter Anneliese und Erika schliefen in Räumen des Obergeschosses. Donnerstagabend war Frau Sturm mit dem Dienstmädchen zu Einkäufen nach Berlin gefahren. Unterdessen spielten der Meister, die Gehilfen und der Bankbeamte in dem Zimmer hinter dem Laden Karten. Als um lOZ-Z Uhr Frau Sturm mit dem Mädchen heimkehrte, nahm sie, von draußen kommend, gleich einen Gasgeruch wahr, von dem die Äartenspieler, die zum Teil rauchten, nicht» gemerkt haben. Der Meister, die beiden Ge- Hilfen und daS Mädchen sahen nun nach der Ursache deS Geruches. Der GaSautomat, der auf dem kleinen Flur stand, war in Orb- nung. Jetzt ging man nach der Küche, in der schon seit längerer Zeit an der Gasleitung irgendein Schaden gewesen sein muß. Hier war der Geruch noch viel stärker als vorn. Sturm hatte in der letzten Zeit schon wiederholt durch Angestellte der Gasanstalt in der Küche die Leitung nachsehen lassen, die Leute hatten aber nie etwas gefunden. Auch Sturm hatte bei allen Nachforschungen nichts entdeckt. Donnerstag hatte den ganzen Abend über die Lampe gebrannt. Als jetzt Sturm einen Stuhl bestieg und an der Leitung unter der Decke herumsah, angeblich ohne ein Streich- holz anzuzünden, gab es plötzlich einen furchtbaren Knall und einen so starken Luftdruck, daß die drei Männer zu Bosen fielen. Eine Feuerfäule schoß empor und verbreitete sich durch alle Räume, weil in demselben Augenblick die Decke in Trümmern herabflog und die Zwischenmauern einstürzten und die Türen einbrachen. DaS Mädchen hatte etwas abseits gestanden und sprang in Todesangst durch da» zertrümmerte Fenster auf den Hof hinab. ES kam mit nicht gefährlichen Brandwunden am Gesicht davon. Die drei Männer lagen unter den Trümmern begraben. Frau Sturm, der Bankbeamte und die beiden Kinder, die vorn im Zimmer waren. kamen unversehrt davon; Frau Sturm bis auf geringfügige Brandwunden. Alle vier liefen zum Laden hinaus auf die Straße. Hausbewohner riefen die Feuerwehr, die den Brand löschte und 'die Trümmer aufräumte. Sturm und feine beiden Gehilfen wurden tot unter den Trümmern aufgefunden. Zu dem Explosionsunglück in Tegel werden noch folgende Einzelheiten mitgeteilt: Der Knall ivar so stark, daß er weithin gehört wurde. Deshalb erschienen an der Unglücksstelle auch bald Leute, die noch auf der Straße gewesen waren. Weil ober die Gefahr zu bestehen schien, daß noch weitere Explosionen erfolgen oder Einstürze stattfinden könnten, so ließ die Polizei, die die Unfallstelle absperrte, niemanden in das Haus hinein. Herz zerreißerch Ivar da» Jammern der Frau und der Kinder, die ihren Mann und Bater mit seinen beiden Gehilfen unter den Trümmern wußten und zu ihrer Rettung nichts tun konnten. Bis die frei- willige Feuerwehr kam, dauerte es fast eine halbe Stunde. Die Wehe hatte dann mit ihren für ein solche» Unglück wohl nicht aus- reichenden Mitteln ungefähr zwei Stunden mit dem Ablöschen zu tun, bis sie an die Aufräumung der Trümmer gehen konnten. Die Leichen der drei Berunglückten waren, als man sie jetzt auffand, zum Teil schon verkohlt. Räch dem Befund müssen die Männer sofort getötet worden sein. Rettung wäre deshalb auch unter giin- ftigeren Umständen nicht mehr möglich gewesen. Der Luftdruck hatte auch einen Teil der Wert- uno Schmucksachen durch das zer- trümmerie Fenster auf die Straße hiuausgeschleüoert. Neugierig: machten sich selbst diese traurige Gelegenheit zunutze, indem sie die zusammengerafften Sachen in die Tasche steckten und mit- nahmen. Andere gaben das. Was sie fanden, gleich ab. Partei- Angelegenheiten. Dritter Wahltreis. Morgen Sonntag, abends 6 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstraße 58, ein Lichtbildervortrag über: Die Abstammung deS Menschen statt. Eintritt inkl. Garderobe 25 Pf. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Bicrter Wahlkreis. Am Sonntag, den 30. November, mittag« 1 Uhr. findet von der 30. und 32. Abteilung die Besichtigung der WohlfahrtSauSstellung, Eharlottenburg. Frauenhoferstraße, statt. Treffpunkt mittags 12 Uhr, Bahnhof Tiergarten. Am Sonntag, den 39. November, findet von der 22. Abteilung die Besichtigung de» Krematoriums in Baumschulenweg statt. Treff» Punkt morgens 9 Uhr, Rückert, Goßlerstr. 24. Mariendorf. Der Bildungsausschuß veranstaltet heute. Sonnabend, den 29. November, abends von 7—10 Uhr, und Sonntag, den 30. November, von 3—10 Uhr. eine Wandschmuck- und BücherauS- stellung im Restaurant Ratskeller. Jnh. A. Löwenhagen, Königstraße, Ecke RatbauSstraße. Schöuebcrg. Der zehnte Kominunalwahlbezirk veranstaltet am Sonntag, den 30. d. M., abends(i Uhr, einen llnterhaltungsabend im Restaurant.WilhelmShof", EberSstr. 80. Arbeiter-Gesang- und Turnverein haben ihre Mitwirkung zugesagt, außerdem finden heitere Vorträge, Kinderbelustigungen und Tanz statt. Schmargendorf. Agitationstour am Sonntag, den 30. d. M., früh 7'/, Uhr. Treffpunkt: Easö Türk, Hubertusbader Str. 8. Röntgental, Zepernick, Buch. Sonntag, den 30. d. M.: Ber- breitung des Kalender« vom Genossen Buchholz, Röntgental, Kaiser« Wilhelm-Straße 50, aus. Am gleichen Tage, nachmittags 2 Uhr, findet die Probe der Kinder zum Märchenabend bei Pierau, Bärwolf- straße, statt. Schönwalde-Schönerlinde. Sonntag. Jien 30, d. M., veranstaltet der Kreiübildungsausschub im Lokal von Schulz eine Jugendschristen- »md WandschmuckauSstelluno. Dieselbe ist von 2—6 Uhr geöffnet. — Die Parteigenossen treffen sich um 11 Uhr vormittag« vollzählig zur Kalenderverbrcitung bei Schulz und Schliefke. ßerlimr JSachnchten» Das Wohuungselend in Grofi-Berlin. Die Wohnungsmisere in Groß-Berlin ist eine seslbegrün- dcte Tatsache, an der nicht zu rütteln ist. So oft darüber neues Material in die Oeffentlichkeit dringt, werden die bis- Herfen Erhebungen bestätigt. Leider! Denn die Wohnungs- not ist noch keineswegs im Zurückgehen begriffen; nein, sie steigt fortgesetzt. In ähnlichem Sinne wie die„Krankenkasse der kaufmännischen Angestellten" es wiederholt getan hat, der- öfsentlicht auch die„Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge" in ihren Jahresberichten Mitteilungen über das Groß-Bcrliner Wohnungselend. Es sind Angaben vorhanden über die Woh- nungsverhältnisse von 495 Familien. Bei 1k Familien be- stand die Wohnung lediglich aus einer Küche, bei 2 Familien aus einer kleinen Kammer, 41 Familien diente als Wohnung l Zimmer. Zimmer mit Kammer bewohnten 7, Küche mit Kammer 2, 1 Zimmer und Küche 235 Familien. Fast 62 Pro- zent der 495„Wohnungen" bestehen also nur aus 1 Zimmer und Küche, und abwärts bis zu einer Küche. Insgesamt wohnten in den 495„Wohnungen" 2422 Personen, darunter 397 Schlasgänger; von diesen hatten 32 noch nicht das 14. Le- bensjahr erreicht. Entscheidend ist, zu wissen, wie in den einzelnen Wohnun- gen die Menschen eingepfercht sind. In zwei Fällen wohnten in einer Küche 4 Personen, zweimal in einem Zimmer 8 Personen, einmal in Küche und Kammer 9 Personen, zweimal in einem Zimmer und Kückp: 11 Personen, einmal 12; schließlich in einem Zimmer, Küche und Kammer einmal 13 Personen. Wie es unter derartigen Wohnverhältnissen um die gesund- beitlichc. sittliche und geistige EntWickelung dieser Acrmsten bestellt sein muß, bedarf keiner besonderen Begründung. Die Jugend, die in solchen Pcsthöhlen ihr Dasein fristet, ist natur gemäß an Leib und Seele krank. Noch erschütternder sind die besonderen Einzelheiten, die von den Kontrolleuren der D. Z. I. vorgesund«» wurden. So heißt es:„Eltern und 8 Kinder, darunter 2 über l4 Jahre. müssen sich wegen der langen Arbeitslosigkeit des Vaters mit einem Zimmer und einer Küche begnügen; im Zimmer stehen zwei Betten, in deren einem der Vater mit zwei kleinen Mädchen, in deren anderem 4 kleine Mädchen schlafen; die Mutter schläft mit den anderen beiden Kindern in einem Feldbett in der Küche.— Mann, Frau und 19 der noch lebenden 13 Kinder— die Frau hatte 17 Geburten— tvohnen in zwei Zimmern und einer Küche; sie müssen sich mit drei Betten und einem Kinder- wagen für ihre Ruhe begnügen.— Tic Eltern und 9 Kinder unter 14 Jahren wohnen in einem Zimmer mit Küche. Der Mann ist arbeitsscheu; die ganz zusammengebrochene Frau kann nur 15 Mk. in der Woche verdienen. Die Familie besitzt als Schlafstelle ein Bett mit 5risse» ohne Uebcrzug und eine Bettstelle, die nur mit Lappen und Tüchern bedeckt ist. Sie müssen in ihren Kleidern schlafen." Es ist selbstverständlich, daß derartige Wohnungen die eigentlichen Brutherde der Tuberkulose sind. Ist ein Fa- mitienmitglied mit dieser Krankheit behaftet, so werden die übrigen sickwr infiziert. So muß beispielsweise in einem Zim- mer mit Küche der lungenkranke Vater mit der dreizehn- jäbrigen Tochter aus Mangel an Bettstellen in einem Bett schlafen, und dicht daneben steht die Bettstelle, in der die Mutter mit der anderen Tochter schläft.— Oder: eine Fra», deren Mann im Gefängnis sitzt, schläft mit ihren vier Kindern von 1— 12 Jahren in einer fensterlose» Kammer mit zwei Betten. Zwei der Kinder sind epilep- tisch, eines lungenkrank. Aus Mangel an Kissen und Bett- zeug kann die Frau das lungenkranke Kind nicht aus der im anstoßenden Zimmer stehenden Chaiselongue schlafen lassen.— In einer anderen Wohnung von Zimmer und Küche wohnen in fürchterlicher Enge zusammen: Mann und Frau, beide Trinker, und sieben Kinder unter 14 Jahren, davon zwei lungenkrank, eines epileptisch, alle rachitisch.— Eine Witwe bewohnt im Keller eine» Arboitsraum, Kammer und.Kiirfw, mit ihren vier Töchtern von 12— 18 Jahren und drei nnehe- lichen Enkeln von Ii/.— 3 Jahren; zwei der Töchter sind schwer lungenkrank, außerdein ist die Wohnung ganz verschmutzt und voll Ungeziefer. Von den Helferinnen unserer Kinderschutz- tommissionen könnten diese Feststellungen in erheblichem Maße erweitert werden, obwohl alle diese Erhebungen von privater Seite immer nur einen winzigen Bruchteil des wirklichen Massenelends treffen können; es sind gewissermaßen nur Miniaturbilder aus der endlosen Gemäldegalerie der Herr- schenden sozialen Not. Und es wird für den Tiefer- und Weiterblickenden immer mehr zur Gewißheit, daß diese grau- iamen Zustände nur mit der radikalen Beseitigung der bc- stehenden Gesellschaftsordnung verschwinden. Kosten der Beschaffung russischen Fleisches. Aus dem Nathan se wird berichtet:„Vor kurzem ist von der Stadt Berlin eine vorläufige Berechnung der gesamten Kosten, welche für die Einfuhr und den Verkauf des ruffischen Fleisches in der Zeit vom Oktober v. I. bis zum Juni d. I. entstanden sind, fertiggestellt und den einzelnen Gemeinden, die am Fleischbezug beteiligt gewesen sind, zugestellt Worden. Als vorläufiges Ergebnis— von einem definitiven kann man noch nicht sprechen, da erst die endgültige Einstellung der ausländischen Jleischzufuhr ab- gewartet werden muß— ist ein Kostenaustvand von 150 430 M. festgestellt worden. Von diesem Betrage entfallen rund si auf Berlin und 14 auf die beteiligten Vororte. Die Verrechnung ist erfolgt auf Grund der von den einzelnen Gemeinden im Laufe der Einfuhrperiode abgenommenen Fleisch- mengen. Die auf die verschiedenen Gemeinden verteilten Summen zeigen einen auffälligen Unterschied. Gerade die Gemeinden mit großer Arbcrterbevölkerung sind im Verhältnis zu anderen Ge« meinden mit wohlhabender Bevölkerung nur gering an den Un- kosten beteiligt; daraus geht hervor, daß gerade die Gemeinden, Ivo man einen erheblicheren Umsatz des AuSlandfleisches hätte er- Warten können, nur einen verhältnismäßig geringen Umsatz auf- weisen, während andererseits in den wohlhabenden Orten der Umsatz ein höherer war als man anfänglich angenommen hatte. Dieser Unterschied hat aber seinen natürlichen Grund. Viel- fach sind in den kleineren, hauptsächlich von Arbeitern besiedelten Gemeinden die Verkaufsgelegenheiten nicht zahlreich genug ge- Wesen, da sich keine geeigneten Verkäufer meldeten. Bekanntlich benutzt das Publikum billige Einkaufsmöglichkeiten nur, wenn sie bequem und ohne Unkosten zu erreichen sind. Und'dann haben zahlreiche solcher Vororte im Hinblick darauf, daß der Vertrieb sich bei ihnen nicht lohnte und die Nachftage nachließ, vorzeitig— bereits im Februar und März— die Abnahme des russischen Fleisches aufgesagt. Im ganzen sind in der fraglichen Zeit in Grotz-Berlin runo 11 727 Zentner russischen Fleisches umgesetzt worden, davon waren 6007 Zentner Rind-, 367 Kalb- und 5353 Zentner Schweinefleisch." Wenn man in Betracht zieht, daß ber Umsatz dcs russischen Fleisches in der in Frage kommenden Zeit 11 727 658 Pfund be- trug und ferner berücksichtigt, daß anfänglich recht unzulängliche Einrichtungen zum Verschleiß des Fleisches vorhanden waren und auch andere widrige Verhältnisse berücksichtigt, so erscheint der Betrag von 150 000 M., der gedeckt werden muß. lächerlich gering, zumal der breiten Masse der Bevölkerung durch die Fleischeinfuhr nicht unerheblich genützt worden ist. Die ganze Aktion würde in einem ganz andern Lichte er- scheinen können, wenn die Gemeinden sich auf längere Zeit ein- richten könnten und sie nicht durch die engherzigen Maßnahme» des Landwirtschaftsministerk. der nur kurzfristige Genehmigungen zur Einfuhr erteilt, an Händen und Füßen gebunden würden. Die Krankenhäuser der Stadt Berlin hatten im Etatsjahr 1912(1. April 1912 bis 31. März 1913), über das jetzt die Krankenhausdeputation ihren Verlvaltungsbericht er- stattet hat, zum ersten Male seit einer laugen Reihe von Jahren einen Rückgang der Krankenziffern. Es wurden in 1912 in den sechs Krankenhäusern zusammen 60 578 Kranke be- handelt, während man im vorhergehenden Etatsjahr ISN, das allerdings zu den besonders ungünstigen geborte, 62 870 Kranke zählte. Gegenüber 1911 ist ein Minus von 2292 zu verzeichnen, aber gegenüber 1910, wo erst 59 253 Kranke behandelt wurden, er- gibt sich immer noch ein Plus von 1325. Aehnlich ist das Bild, das die durchschnittlichen Belegungsziffern und die Gesamtzahl der Verpflegungstage bieten. In 1912 wurden 1 535 790 Verpflegung-?. tage geleistet, gegenüber 1 609 002 in 1911 und 1519 531 in 1910, und die durchschnittliche Belegung pro Tag stellte sich demnach in 1912 aus 4196, gegenüber 4394 in 1911 und 4165 in 1910. Eine Sonderung der Kranken»ach Alter und Geschlecht ergibt, daß an der von 1911 zu 1912 eingetretenen Minderung der Kranken- ziffern sehr erheblich die Kinder beteiligt sind, und daß bei den Erwachsenen die Krankenzisfer der F r a u e n sich nicht gemindert. sondern gemebrt hat. In 1912 lbzw. 191 1) wurden behandelt 52129(51 265) Erwachsene, davon 28 415(27 284) männlich und 23 714(23 981) weiblich, weiter 10 741(93131 Kinder, davon 5718 (5014) Knaben und 5023(4290) Mädchen. Von den sechs.Kranken- Häusern war an der Gesamtzahl der Kranken in 1912 das Virchow- Krankenhaus allein mit 22 716 beteiligt, ferner das Friedrichshai!«. Krankenhaus mit 11 930, das Krankenhau» Moabit mit 1097L, da? Urban-Krankenhau» mit 9932, das Krankenhaus Gitfchiner Straße mit 2011, das Kindcr-Krankenhaus mit 2967.(Auch in den anderen Krankenhäusern, ausgenommen das in der Gitschiner Straße, wurden Kinder behandelt.) Die Mitglieder von Kran- l e n k a s s e n waren ungefähr ebenso wie im Vorjahr an der Ge» samtzahl der Kranken beteiligt; diesmal mit 26 649 in Berlin wohnenden und 171 auswärts wohnenden Kranken, während im Borjahr 26 715 in Verlin wohnende und 179 auswärts wohnende Kranke behandelt worden ivaren. Die Gesauuzahl der Aus- wältigen, die in den Krankenhäusern der Stadt Berlin behandelt wurden, ist weiter heruntergegangen. Sic War nur noch 528, gegenüber 733 im vorhergehenden Jahr. Borsicht bei Berfichernngen. Vor einiger Zeit haben wir die Praxis der Allgemeinen Berliner Versicherungt-Geiellschaft A. G. kritisiert. Durch Schreiben vom 30. Ottober Wird nun allen Mitgliedern mitgeteilt, daß Rechte und Pflichten auf die Anstalt„Patria" Kranken- und Sterbegeldver- sicherungsbank Akt. Ges. zu Frauksurt a. M. übergegangen sind. Die Praxis ist aber auch hier die gleiche geblieben. Vor uns liegt ein Schreiben folgenden Inhaltes: .Da Sie uns in Ihrem Versicherungsanträge unter Frage 9 mit keiner Silbe ihr 1912 überstandene« Luiigenleiden erwähnten. haben Sie uns hierdurch gemäß§ 4 bei der Aufnahme schwer getäuscht. Auf Grund dieses sehen wir un» gemäß Z 3 veranlaßt, unter sofortiger Aufhebinig Ihrer Versicherung und Hinweis auf KZ 3, 4, 23 und 30 jeden Ersatz abzulehnen." Wie ist nun der Tatdestaiid. Der Betreffende ist jetzt in der Heilstätte Beelitz uiid ivar im Borjahre krank, ihm ist aber un- bekannt, baß er im Borjahre an einem Lungcilleiden erkrankt war, da der Arzt als Ursache Influenza angegeben hatte. Selbst wenn der Antragsteller den Passus im Aufnahmeschein gelesen hätte, würde er der überstandene» Krankheit nicht die Bedeutung bei- gemessen haben. Der Aufnahmeschein ist bei der Aufnahme nicht durchgesehen worden, sondern der Agent hat selbst darauf aufmerksam gemacht, daß e» ohne Belang sei. In dem guten Glauben und der Un- kenntniS der Versicherungslustigen findet nun die Gesellschaft den Haken, um sich der Verpflichtuiig zu entledigen. Immer dieselbe Geschichte. Wenn diese sogenannten Volk«- krankenkassen zahlen sollen, finden sie immer einen Paragraphen. durch den sie sich von Verpflichtungen drücken können. Die Haupt- fache ist, daß Beiträge gezahlt werden. Wir können immer nur von neuem vor solchen Kassen warnen. Die Berficherung städtischer Angestellte«. Die sozialdemokratische Fraktion hat, nachdem her Ma- gistrat seine Vorlage über die Aenderung der Bestimmungen für die Versicherung der durch Privatdienstvcrtrag angestellten Personen der Stadt Berlin zurückgezogen hat, der Berliner Stadtverordnetenversammlung folgenden Antrag unterbreitet: „Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen, daß die stcidttschen Angestellten nach dem Angestelltenversicherungsgesetz in der Weise zu versichern sind, daß die Stadt die Arbeitgeber- beitrage übernimmt und den von der Versicherung betroffenen Personen eine Gehaltserhöhung, in der Höhe der von ihnen gezahlten Angcstelltenbeiträgc, rückwirkend vom 1. Januar >91 3. gewährt wird, und ersucht den Magistrat, diesem Be- schluß beizutreten."____ Die einheitliche Polizeistunde. Heute, Sonnabend, tritt für die Provinz Branden- bürg eine Verordnung des Oberpräsidenten über die Ein- sührung der einheitlichen Polizeistunde in Kraft. Danach wird für Schankstätten und öffentliche Vcrgnügungslokale die Polizeistunde vom 1. Oktober bis Ende März auf 10 Uhr abends und für die übrige Zeit auf 11 Uhr abends festgesetzt. Natürlich sind die verschiedensten Ausnahmen zulässig, wie auch heute schon, nur daß in solchen Fällen der Willkür der Ortspolizcibchördcn Tür und Tor geöffnet wird. I« Krantcnhause gestorben ist der Maurer Schulz, der bei dem Hallenbau der A. S.-G. in Hennigsdorf von einem Stück Visen schwer getroffen wurde. Die Gefahren der offenen Koksfcuer. DaS Polizeipräsidium Berlin crläsit folgende Warnung: Sckon früher ist auf die erheb- lichen Nachteile und Gefahren hingewiesen worden, die durch die Be- nutzung von offenem Koksfeuer zur Beschleunigung der Austrocknung von Neu- oder Umbauten für die Gesundheit der Bauarbeiter, Bau- Wächter usw. herbeigeführt werden. Während der kalten Jahreszeit werden offene Behälter mit glühendem Koks auch vielfach zum Auf- tauen eingefrorener Wasserleitung.-- und Abflnsiröhren und der- gleichen benutzt. Dabei sind mehrfach Unglücksfälle iBetäubungen), ja selbst Todesfälle vorgekommen, deren Ursachen auf die dem Koks entströmenden giftigen Gase zurückzuführen sind. Ich mache deshalb auf die gesundheitlichen Gefahren einer derartigen Berwendung von offenem Koksseuer warnend aufmerksam. Zu einem Konzertpalajt wird das frühere Wertheimsche Waren- Haus in der Oranienstrasie. am Moritzplatz, umgewandelt.— An der Weidenoammer Brücke ist unter den Namen„Weidenhof" ein großer Bier- und Weinpalast entstanden, das Restaurant, Cafe, Weinabteilungen und für die �ebewelt ein Kasino mit hocheleganter Ausstattung enthält. Durch einen Sturz von der Treppe tödlich verunglückt ist am Donnerstagabend der lU Jahre alte Pförtner Julius Rohde, der init seiner Frau und seinem vier Jahre alten Kinde in dem Hause Brüderstr. 8 im dritten Stock des Vorderhauses wohnte. Vom dritten Stockwerk auf die Straße berabgcstürzt ist gestern abend gegen 7 Uhr in der Neuen Königstraste 7 die fünfzehnjährige Johanna Naujok, Dunckerstrastc 88 wohnhaft. Das Mädchen hatte in dein Hause Auftvartedicnstc verrichtet. Als sie gestern abend im dritten>stockwerk die Fenster putzte und, um besser an die obere Scheibe heranzukommen, ein wenig auf das äußere Fensterbrett trat, verlor sie plötzlich den Halt und das Gleich- gewicht. Mit einem erschütternden Aufschrei stürzte die Bedauerns- werte auf die Straße hinab und blieb mit zerschmetterten Gliedern besinnungslos liegen. Man brachte die Verunglückte schleunigst nach dem Krankenhaus am Friedrichshain, loa die Acrztc bei ihr außer schweren Knochen- und Schenkelbrüchen auch zwei große ' Löcher in der Stirn feststellten. Ter Zustand der Schwerverletzten ist äußerst bedenklich. Gin Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen, bei dem vier Per- Ionen verletzt wurden, ereignete sich am Donnerstagabend gegen 8 Uhr an der Ecke der Oranien- und Lindenstraße. Dort fubr ein vom Görlitzer Bahnhof kommender Wagen der Linie 12 in die falsche Weiche und stieß infolgedessen gegen einen aus entgegengesetzter Richtung kommenden Motorwaggon der Linie 98. Der Zusammen- prall war so heftig, daß die Vorderperrons beider Wagen stark be- schädigt und vier Fahrgäste verletzt wurden.— Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Postwagen und einem Stratzenbahnzuge kam es am Potsdamer Platz. Der Führer des Postwagens 861 versuchte dort vor einem heraunaheuden �otroßenbahnzuge der Linie 21 einheitlich für gelernte und ungelernte Arbeiter), 2. für die weibliche Abteilung auf 3— 7 Uhr nachmittags mit Ausnahme des Sonnabends(einheitlich für Hausund Fabrikarbeiterinnen jeder Art sowie Tienstpersonal>j Die' Ver- Mittelung des häuslichen Dienstpersonals erfolgt gegen eine Gebühr von 2 M., die von der Dienstherrschaft nach abgeschlossener Ver- Mittelung erhoben wird. Im übrigen geschieht die Vermittelung unentgeltlich. T«r Arbeitsnachweis soll als Betriebsverwaltung gelten. Genosse Pieck betonte, daß er und seine Freund« seit jeher für Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises eingetreten seien. Redner war sehr enttäuscht darüber, daß man den Nachweis auf so rückständiger Grundlage aufbauen wolle und die Arbeiter als Hauptbeteiligte von der Verwaltung des Nachweises ausschließe. Der Gewerbedeputatton, der die Stadtvv. Neusch, Grätschet und Mathias sowie als Bürgerdcputierte Obermeister Tiedge und ein christlich-sozialer Herr mit Namen Krebs angehören, könne un- möglich der Nachweis unterstellt werden. Die Deputation für den Charlottenburger städtischne Arbeitsnachweis z. B. bestehe aus fünf Magistratsmitgliedern und zehn von den Stadtverord.ietcn zu wählenden Mitgliedern, von denen fünf Arbeitgeber und fünf Ar- beitnehmer sein müssen; letztere würden von einer Vorschlagsliste gewählt, welche von Arbeitnehmerbeisitzern des Gewerbegerichts ausgestellt wird. Redner stellte den Antrag, die Errichtung des Arbeitsnachweises zu beschließen und die Beratung des«totuts usw. einer gemischten Kommission zu überweisen. Stadtv. Neusch trat dafür ein, den Nachweis der Gewerbedeputation zu'übertragen, und stellte den Antrag, die Deputation zu diesem Zwecke um zwei Mitglieder zu vermehren. Genosse Pieper vertrat den Standpunkt, daß unbedingt einige Arbeitnehmer in die Verwaltung des Arbeitsnych- weises gewählt'werden müßten. Bei der Abstimmung versagten die Liberalen, und für den Antrag Pieck stimmte außer unseren Ge- nassen nur ein liberaler Stadtverordneter. Tie Vorlage wurde mit dem Zusatzantrag Neusch angenommen. Tie Wahlen der Stadtvv. Bender, Schmidt, Mathias. Kioch, Brandt und des Genossen Pieper wurden für gültig erklärt. Da gegen die Wahl des Obermeisters Stärke und des Architekten Tilg. ncr Protest erhoben worden ist, wurde die Prüfung des Protestes der Wahlprüfungskommission übertragen. Mit der Errichtung einer Landkrattkenkasse hatten sich die Stadtverordneten wiederum zu beschäftigen, da der Magistrat noch- mals eine Vorlage eingebracht' hatte, das Statut für die bereits früher beschlossene Kasse zu genehmigen. Stadtv. Weber sprach sich entschieden gegen die Errichtung der Landkrankenkassc aus, da die Rentabilität bei den wenigen in Betrecht kommenden Versicherten sehr in Frage gestellt sei; er stellte den Antrag, die Errichtung der Kasse überhaupt abzulehnen. Oberbüraermeister Koeltze hielt die Errichtung einer Land kranken lasse für bringend erforderlich schon aus dem Grunde, weil die Gemeindeverwaltung einen Einfluß auf die Verwaltung der Kasse habe, was bei der Ortskrankenkasse nicht der Fall sei. Nach längerer Debatte wurde Kommissionsberatung beschlossen., Ihr Einverständnis erklärten die Stadtverordneten damit, daß die zur Errichtung eines Neubaues der 3. Gemeindeschule aufzu- nehmende Anleihe von 412 000 M. mit 6 Proz. getilgt wird gemäß dem Beschlutz des Bezirksausschusses. Für den Bau des OberlhzeumS wurden nach dem Bericht des mit der Prüung der Zeichnungen und Kostenanschläge beauftragten Ausschusses 910 000 3K. bewilligt. Die Kpiten sollen durch eine Anleihe beschafft werden, die mit 3(4 bis 4 Proz. verzinst und mit 1(4 Proz. getilgt werden soll. Bei der Beratung über die Einstellung von 1000 M. in den Hauptctat zur Gewährung von Unterstützungen an städtische An- gestellte wurden aus Antrag des Genossen Pieper 2000 M. bewilligt mit der Bestimmung, daß die Unterstützung auch auf die städtischen Arbeiter ausgedehni wird. Mittenwalde. Dir Stadtverordnetenwahl brachte unseren Genossen leider keinen Erfolg. Bon 151 eingeschriebenen Bählern der dritten Klasse übten 77 ihr Wahlrecht aus. Davon entfielen auf die Kandidaten der Sozialdemokratie 15 Stimmen. Bei der Reichs- tagswahl 1912 ivaren 745 Wahlberechtigte, von denen 549 ihr Stimmrecht ausübten. Von den Abstimmenden wählten 321 den Kandidaten der Sozialdemokratie; daS find 43,1 Proz. aller Wahlberechtigten. Die Bürgerlichen wissen, daß die Mandate der drillen Abteilung auch unter dem Dreiklassen- Wahlrecht sicherer Besitz unserer Partei werden würden. deshalb haben sie sich noch mit einer besonderen Mauer um- geben, um den Einzug der Sozialdemokratie in das Stadtparlamenl zu verhindern. Es wird Bürgerrechtsgeld erhoben. Die Höhe desselben schreckt in erster Linie die Arbeiter ab, das Bürger» reckt zu erkaufen. Alle Anträge unserer Genossen, das Bürgerrechts- geld auszuheben, wurden von den bürgerlichen Stadtverordneten, unter denen sich auch verschiedene Freisinnige befinden, glatt abgelehnt. Für unsere Genossen muß das Ergebnis der Stadtverordnetenwahl ein neuer Ansporn sein, durch Ausbau der Organisation und durch planmäßige Agitation die Hemmnisse, die ihren Fortschritt und Aufftieg verhindern, zu beseittgen. Soziales- Agrarische Unverfrorcnbeik. Wie schamlos die Landarbeiter bei der Beratung der Reichs- Persicherungsordnung von den„nationalen" Parteien betrogen worden sind, stellt sich besonders jetzt heraus, wo die Agrarier an die gesetzliche Krankenfürsorgc für ibre Arbeiter herangehen müssen. Sie suchen nach Auswegen, wie sie am billigsten weg- kommen und wie sie die Lasten möglichst dem Landarbeiter auf- bürden können, wobei darauf geachtet wird, daß die gesetzlichen Leistungen so minimal wie irgend möglich bemessen werden. Ter Landwirtschaftliche Zentralverein hat sich dieser Tage in Königs» bcrg mit dem Thema„Landwirte und Krankenkassen" befaßt, wo man sich für und wider die Errichtung von Landkrankenkassen aus- gelassen. Ein Agrarier v. Gottberg hat erklärt, von den Land- krankenkasscn befürchte er eine ganz unverhältnismäßige Steigerung der Lasten des Arbeitgebers gegenüber depi bisherigen Zustand. Ein Beamter der Landesversicherungsanstalt hat wohl erklärt, datz das neue Gesetz den Landwirten große Opfer zumute, doch er hat ihnen zugeredet, Landkrankcnkassen zu gründen. Auch der Regie» rungspräsident hat den Agrariern gesogt, es sei daS beste, in die Kasse einzutreten. iBckanntlich können die Agrarier von dem Bei» tritt zu einer Kasse befreit werden, wenn sie selbst Krankenunier- stützung gewähren.) Schließlich hat man sich geeinigt, den Berufs- genossen vorzuschlagen, sich in erster Linie den Landkrankenkassen anzuschließen, aber unter Inanspruchnahme deS§ 420 der Rcichs- vcrsichcrungsordnung. Ten Berufsgenossen ist weiter empfohlen worden, unter allen Umständen ihre Arbeitrr zur Mittraguug der Kosten heranzuziehen. Diese Beschlüsse besagen, daß man den Landarbertern wobl Beiträge abnehmen, ihnen aber kein Krankengeld gewähren will. Denn nach dem§ 420 der Reichsvcrsicherungsordnung werden auf Antrag des Arbeitgebers für die Tauer des Arbeitsvertrages unter Wegfall des Anspruchs der Bersichcrten auf Krankengeld die Kassen- beitrüge entsprechend ermäßigt, wenn erweislich mindesten? 1. der Arbeitsvertrag auf ein Jabr abgeschlossen ist. 2. entweder für daS Jahr Sachleistungen im drcihundcrtfachen Wert des satzungsmäßi- gen täglichen Krankengeldes oder für den Arbeitstag ein Entgelt im Werte dieses Krankengelde? beziehen und 3. ihnen ein Rechts- anfpruch auf diese Leistungen für die Dauer des Arbeitsvertrages zusteht. Die Sozialdemokratie ist im Reichstage dafür eingetreten, daß diesen Arbeitern wenigstens die Hälfte des Krankestgeldes zu ihrer Rente gewährt werden sollte. DaS ist jedoch von den„nationalen" Parteien abgelehnt worden. Werden nun landwirtschaftliche Ar- beiter. die einen JahresarbeitSvertrag abgeschlossen haben, krank. ?o kommen sie in die größte Not mit ihren Familien, wenn die Krankheit lang andauert. Da daS tägliche Krankengeld an und für sich auf dem Lande sehr gering ist, in manchen Gegenden wird eS 50 Pst und weniger betragen, so werden auch die„Sachleistungen" äußerst minimal sein. Dem Landarbeiter wird etwas Deputat ge- geben«erden, wenn er krank ist, und er mag sehen, wie er damit seine Familie ernährt. Das ist die„Fürsorge", die man dem Land- arbeite! angedcihen läßt. Und dafür soll er noch Beiträge leisten, und die Agrarier scheuen sich nicht, von dem„Steigen der schweren sozialen Lasten" zu reden. Selbstverständlich wird diese Art von „Fürsorge" die Landflucht nur erhöhen, wa? im Interesse der Landwirtschaft und der Landarbeiter selbst sehr zu bedauern rst. (Siehe auch 3, Beilage.) Gerichts- Zeitung Hier wird gestreikt! Wenn ein Unternehmer, bei dem gestreikt wird,„zum Schutze der Arbeitswilligen" die Polizei mobil macht, dann wehe' jedem Stratzenpassanten, der in der Nähe der bestreikten Bude stehen bleibt. Bei dem Streiks zu dem vor einigen Monaten Arbeiter des Kürschnereibetriebes von Ruß sich ge» nötigt sahen, ist der beim Äürschnerverbaud angestellte Gewerkschaftsbeamte Regge ein Opfer des Polizei» eifers geworden. Weil er am 15. September, abends nach s/i6 Uhr, vor dem Hause Büschingstr. 17 trotz wiederholter Aufforderung dreier Polizisten nicht weitergegangen sein sollte. mutzte er gestern sich vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte wegen Uebertretung der Stratzenordnung verantworten. Aus Anzeige der Polizei war ihm durch amtsaerichUichen Strafbefchl ohne weiteres eine Strafe von sieden Tagen Haft zudiktiert ivorden, gegen die er dann richterliche Entscheidung annes. Welche besonderen Umstände lictzen den ihm zur Last gelegten Grevel so unerhört erscheinen, datz der nur durch Hast gesühnt werden konnte? Ein Streikposten hatte gemeldet, er werde durch Polizei derart verfolgt und drangsaliert, datz eS ihm geradezu unmöglich gemacht werde, seine Aufgabe zu erfüllen. Regge ging pflichtgemätz hin. umschntt in der Nähe des Rutz'schen Betriebes ein Hauserviertel, machte denselben Weg zurück und wurde darauf � von einem Schutzmann, wie dieser vor Gencht vewndete. an- gesprochen:„Sie dürfeu hier nicht gtyeo. Ich muß au- nehmeu, daß Sie Arbeitswillige belästig«» wolle». Als Äegge sich hiergegen verwahrte und fem Recht auf Benutzung der Straße geltend machte, kamen ern paar andere Polizisten dazu, und einer beendete die Unterhaltung damit, daß er Regge am Arm packte und in beschleunigtem Tempo ab- führte. Darüber, ob Regge„umhergestanden" habe und wie lange er auf der Straße gewesen sei, gingen die Aussagen der Polizisten und die der Zivilpersonen, wie so oft, weit aus- einander. Der Amtsanwalt hielt sich an die Aussagen der Poli- zisten und bezeichnete die 7 Tage Haft als eine durchaus an- gemessene Strafe, weil Regge noch„renitent" geworden sei. Der Verteidiger Rechtsanwalt Joseph Herzfeld forderte Freisprechung. Geradezu lachhaft sei, daß dem Angeklagten eine Verkehrs- behiuderung zur Last gelegt werden solle, weil Passanten, wie ein Polizist bekundete, ihm hätten ausweichen müssen. Sistiert habe man Regge in dem Augenblick, wo er noch mit den ihn umstehenden Schutzleuten verhandelte und selbstverständlich nicht weitergehen konnte. Daß er gegen die unberechtigte Sistierung und gegen die ihm dabei widerfahrene Behandlung protestierte, wolle man ihm als„Renitenz" ankreiden? Und Ivenn sogar eine Uebertretung angenommen werden solle, lasse sich das unbedingt nur durch Hast sühnen? Das Gericht kam zu einer Verurteilung, hielt aber gleichfalls eine Haft- strafe für zu weitgehend. Regge soll es mit 30 Mark Geld- strafe büßen, daß er die„im allgemeinen Verkehrsinteresse" an ihn gerichtete Aufforderung weiterzugehen nicht sofort bc- folgt hat. „Der Preuße kommt mit einem inneren Gendarm zur Welt" und durch einen Schutzmann zur Zeit eines Streiks von der Straße und zu Strafe. Tos Austragen eines Gewcrkschaftsblattes eine verbotene Sonntagsarbcit? Wie die überall erlassenen gleichartigen Verordnungen über die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage verbietet auch die Verordnung des Regierungspräsidenten zu Kassel vom 7. De- zember 1907 im Z l an Sonn- und Feiertagen alle öffentlich be- merkbaren Arbeiten. Durch Austragen des Organs des Deutschen Bauarbeiterverbandes, des„Grundsteins", sollte sich der Alaurer Bitsch gegen diese Bestimmung vergangen haben. Und zwar hau- delte es sich um ganze tES Exemplare des„Grundsteins", die er eines Sonntags, ohne eine Entschädigung zu erhalten, Mitgliedern des Verbandes in Langenselbold in die Wohnung trug. Er hatte noch dazu die Zeitungen unter dem Rock versteckt. Nur auf einen Augenblick mußte er sie hcrvornchmen, als er einen Hauseingang öffnen mußte, wozu beide Hände nötig waren. Für diesen Moment klemmte er die Zeitungen unter den Arm. Aber gerade in diesem Augenblick beobachtete ihn ein Gendarm. Das genügte dem Landgericht in Hanau, V. wegen Uebertretung der Verordnung(§ l) zu verurteilen. Es nahm an, daß es sich um eine Arbeit handele, die öffentlich bemerkbar gewesen sei. Der Angeklagte legte Revision ein und rügte Verkennung des Begriffes„öffentlich bemerkbare Arbeit". Nur eine Sekunde lang seien die Zeitungen von der Straße aus zu sehen gewesen, und zwar nur von dem Beamten, da andere Personen an der Stelle nicht auf der Straße gewesen seien. Das genüge doch nicht, um das Austragen der Zeitungen als öffentlich bemerkbar erscheinen zu lassen. Es sei aber auch keine Arbeit gewesen, sondern nur eine Gefälligkeit. Wollte man dies Tragen von 15 Zeitungsnummern als Arbeit ansehen, dann dürfte es nicht ratsam sein, mit einem Handtäschchen zum Bahnhof in Langenselbold zu gehen, wenn man von dort verreisen wolle. Der Vertreter der Oberstaatsarilvallschast am Äammergericht fand das Urteil nicht bedenkenfrei und regte Zurückverweisung der iPachc in die Vqrinstanz au. wobei er meinte, eventuell könnte<$ 7 derselben Verordnung zur Anwendung kommen, welcher ohne Rück- ficht auf den sonstigen Eharakter der Tätigkeit für Sonn- und Feiertage das öffentlich bemerkbare Austragen oder Verteilen von Flugschriften auf öffentlichen Straßen oder Plätzen verbiete. Das Kammcrgericht hob die Vorentscheidung am Montag auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entschei- dung an das Landgericht zurück. Begründend wurde ausgeführt: Eine öffentlich bemerkbare Arbeit im Sinne der Vorschriften solcher als gültig zu erachtenden Verordnungen sei eine nicht bloß des Vergnügens wegen unternommene, öffentlich bemerkbare Tätigkeit, bei der eine gewisse körperliche Anstrengung öffentlich in die Erscheinung trete. Nun habe ja das Landgericht anfangs im Urteil gesagt, daß eine körperliche Anstrengung mit der Tätigkeit verbunden sein müsse. Im Laufe der weiteren Erörterungen habe aber das Urteil nicht daran festgehalten. Es sei in keiner Weise gesagt worden, inwiefern im Herumgehen oder im Halten der 15 Blätter irgendeine Anstrengung gefunden werden könne. Des- halb müsse das Urteil aufgehoben und die Sache zu nochmaliger Verhandlung in die Vorinstanz zurückverwiesen werden. Der vom Oberstaatsanwalt erwähnte§ 7 der Verordnung müsse aber aus- scheide«, weil eine periodische Druckschrift, wie die Zeitung ,, Grund- stein", keine Flugschrift sei und der§ 7 auch nur von geloerbe- mäßigen Handlungen rede, während es sich hier nicht um eine solche handele. Es könne bei der neuen Verhandlung nur in Frage kommen, nochmal nachzuprüfen, ob eine öffentlich bemerkbare Ar- bcit im Sinne des ß 1 vorliege. Eine sofortige Freisprechung wäre um so notwendiger ge- Wesen, als von einer„Arbeit" keine Rede sein kann und als es rcichsgefetzlich erlaubt ist, Zeitungen in der Zeit auch Sonntags auszutragen, in der die Post Zeitungen austrägt. Folge der Strafgeschbuchnovellc. Ter Novelle zum Strafgesetzbuch hat es die Frau Luise Wolter zu verdauten, daß sie nicht listigeren Aufenthalt im Zuchthause oder Gefängnis nehmen mußte. Unter der Anklage des schweren Dieb- stahls im strafschärfenden Rückfalle hatte sich die vielfach wegen Diebstahls, darunter mit 3 Jähren Zuchthaus vorbestrafte Ange- klagte vor der 11. Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. Der in der strelitzer Straße wohnhafte Kohlenhändler Kain hatte wiederholt die Beobachtung gemacht, daß sein in einem Keller des Hinterhauses aufgestapelter Pretzkohlenvorrat rapide abnahm. Die Ermittelungen führten schließlich zu der Feststellung, daß die Angeklagte jeden Morgen gegen 5 Uhr den Keller mit einem Nach- schlüssel ausschloß und eine kleine Handtasche mit Kohlen füllte. Tie Folge war die jetzige Anklage wegen Verbrechens gegen den 8 244, wecher als Mindeststrafe zwei Jahre Zuchthaus bezw. 1 Jahr Gefängnis androht. Der Staatsanwalt beantragte auch mit Rück- sicht auf den geringen Wert der gestohlenen Kohlen 1 Jahr Gc- sängnis. Demgegenüber wies Rechtsanwalt Dr. Frey auf die be- kannte Reichsgerichtsentscheidung hin, nach der bei einem Diebstahl 15 Flaschen Wein als„geringwertige Gegenstände" angesehen wor- den waren. Wenn man auch die von der Angeklagten gestohlenen Kohlen als geringwertig ansehe, so trete nicht der§ 244, sondern die Novelle zum Strafgesetz in Kraft, nach der bei geringwertigen Gegenständen und einem in der Not begangenen Diebstahl ein be- sonderer Strafantrag des Bestohlenen notwendig sei. Da es ihm gelungen sei, den Bestohlenen zu der Rücknahme des Strafantrages zu veranlassen, müsse das Verfahren gegen die Angeklagte ein- gestellt werden.— Das Gericht schloß jich auch diesen Ausführungen an und erkannte auf Einstellung des Verfahrens. Der Hungerstreik des Bucket-shop-Bankiers. Der kürzlich in dem Prozeß gegen den Animierbankier Mitz- laff wegen seiner Beteiligung an dem Schwindelbankgeschäst von „A. v. Krause" zu 1� Jahren Gefängnis verurteilte Bankier Kärger treibt zurzeit gegen seine angeblich zu Unrecht erfolgte Verurteilung auf eine recht eigenartige Weise Opposition. Das Gericht hatte ihm 10 Monate der Untersuchungshaft auf die«träfe angerechnet, so daß er noch 8 Monate zu veÄmtzen hätte. Kärger hat gegen dieses Urteil sofort Revision einlegen lassen, so daß er bis zur Entschei- dung noch als UntersuchungSgefangcner behandelt werden mutz. Von dem Augenblick an, in dem er nach der Verhandlung in das Untersuchungsgefängnis zurückgeführt worden war, hat Kärger jede Nahrungsaufnahme verweigert, so daß er jetzt schon volle 11 Tage hungert und körperlich völlig heruniergekommen ist. Erörterungen darüber, ob die künstliche Ernährung zwangsweise anzuwenden ist, schweben. Ein vor einigen Tagen gestellter Hastcntlassungsantrag ist vom Gericht abgelehnt worden. eingegangene Dnichrchnftcn. Aus Heimat und Ferne. Heft 2. Volkstümliches Monatsblatt. herausgegeben von.Dr..F.. Kobcrg. Jährlich 4 Kronen. Selbstverlag, Wien, Piarisiengasse 9. Heises Volksbücherei. 831—34. Zur Neujahrszeit im Pfarr hause zu Nöddebo. Erzählung von Nicolai(£). Scharling).— 835. Der Tampsbootkapitän. Ei» Pirschgong auf Bären. Von F. Gerstäckcr. — 838 Ter schwerfällige Major und audere Militärhumorcsken. Von Frhrn. v schlicht.— 837/8. Hcrbftfäden. Ei» Fragment. Erz. von Martha Willkomm- Schneider.— 84l/42. Die Wirtin zum goldene» Hirsche». Erz. von R. Plattenjteiner.— 847/8. Meine Heide. Gedichte von H. Bcnzmann.— 849/50. Der Stipendiat des Freiherr» vo» Errt. Erz. von Ol v. Leixner. Jede Nummer 20 Ps. Verlag: Hesse u. Becker, Leipzig. Erotzstadtelend. Bon R. Amelunxen. 15 Pf.— Das preußische Wasscrgesetz.(Heft 38 der StaatSbürgcr-Bibliothek.) 40 Pf.— Das deutsche Stüdentum im Zeitalter der Befreiungskriege. Bon Dr. K. Bauermeisicr. 40 Pf.— Hamburg und sein Wirtschaftsleben. Von Elimar von Monstcrberg. Geb. l M. Volksvereins-Verlag, München- Gladbach. Lebendiges Papier. Erfindungen und Entdeckungen eines Knaben. Ter eigenen Kindheitscrinnerung nacherzählt von Dr E. Weber. In Mappe 2,50 M. B. G. Tcubner, Leipzig. Frank Wedekiuds gesammelte Werke. 5. Bd. 232 S.— 6. Bd. 375 S. G. Müller, München und Leipzig.' CT. Regenliardts Geschäftskalcndcr für de» Weltverkehr 1914. Geb. 4,50 M. E. Rcgenhardt. Schönebcrg, Bahnstc. 19/20. Elektrotechnik für Jungen. Bon Adams-GSnch«. L 558. Geb- 2,50 M. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. Wittbart und audere Tiergeschichten. Bon H. Lous. 10 Ps. (Jugendbücherei 92.) H. Hillger, Berlin W 9. Leitsäne für die Vorträge über Grundprobleme der Philo. sophie. Bon Regina Ettinger. 77 S. BildungSauSschutz Arbeiternnion, Bern. Karl Schuchs Leben»ud Werke. Von 5k. Hagemeister. ISO S. B. Caffirer, Berlin W 35. Bavernbuch. 100 bayerische Autoren eines Jahrtausends. Herausgegeben von 2. Thoma und G. Oueri. 5 M., geb. 7 M.— Büßer der Leidenschaft. Roman von A. Castell. 4 M., geb. 5 M.— Die Frauen der Revolution. Bon I. Michelet. 5 M.< geb. 6,50 M. A. Langen. München.______ Bnefkartcn der Redaktion. Die jurtstische SpreSistundc findet Ltndenftratze KS, dorn vier Treppen — Fahrstuhl—, Wochen täglich von tz<> bis 744 Uhr abends, Sonnabend», von 444 bis e Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzetchrn betznsLgen. Brtcfttche Autwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Adonncmcntsqnittung beigeskgt ist. ocrdeu nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man tu der Sprechstunde vor. A. G. F. Soweit uns bekannt, laust die Deklarationssrist am 20. Januar 1914 ab. Es ist zweckmäßig, persönlich vorzusprechen. — S. Viehhof, a) und b) sie sind an den Bcrficherungsvertrag für die ganze Zeitdauer gebunden. Der Prämlenrückitand könnte gegen Sie eingellagi werden, c) Ja.— 21. O. 30. Unseres Erachtens sind Sie nicht zahlungspflichtig.- K. S. 103. 1. Zu jedem neuen Berhandwngs- termin muß geladen werden. 2. Nein, bei der Anmeldung mutz aber der Standesbeamte informiert iverden.— K. B. 50. 1. New. 2. Verheiratung wäre nur möglich, wenn Sie für volljährig erklärt werden. — K. F. 14. Ja.— C. G. 2. 1. New. 2. Dauernd, sosern nicht nach vorheriger Aufforderung das Versteigerungsverjahren ewgcleitet wird. 3. Ja. — F. Z. 200. Falls nicht im Gesetz oder in den Aussührungs- bestimmungeil ein Zeitpunkt festgesetzt ist mit der amtlichen Publikation. — A. B. 585. Wir müssen die Erteilung einer bestimmteren Austunjt w Ausweisungssachcn ablehnen.— W. M. 3. In der Zeit vom 23. bis Ende Dezember.— R. R. 35. Ist von dem Inhalt der Statuten abhängig. Wir raten, sich an den Zentralverband der Handlungsgehilsen, Münzslr. 20, zu wenden.— A. K. 10. 1. Ja. 2. ES erfolgt dann Ersatzzustellung(in der Regel durch Nicderlcgung bei der Post). Diese Ersatzzuslcllung hat dieselbe Wirkung wie die persönliche Zustellung. — K. 20. Das ist zulässig.— K.» Gesundbrunnen. 1. Ja. 2. Je nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen. 3. New. 4. und 5. Die Frau könnte intervenieren. t>. Der Anspruch verjährt in 4 Jahren.— F. C. 21. Die Ihnen gewordene Mitteilung entspricht leider den öfter. reichischen Gesctzcsvorschriften, die Anwendung finden.— A. K. 73. 1. Falls nicht eine dahingehende Vereinbarung getroffen ist, nein. 2. Ja. — C. E. 85. 1. Ewc Konfirmation könnte seitens der Kirchenbehördc abgelehnt werden. 2. Das wäre nicht möglich. Die näheren Bedingungen erfahren«ie durch Nachfrage bei Ihrer gewerkschaftlichen Organisation.— — A. S. 100. 1. Im Jahre 1893. 2. Der Jahrgang, der im Herbst 1893 zu cntiassen war. 3. Ja.— M. G. 27. 1. 20 M. dürsten an- gemessen sein. 2. Das könnte als Beleidigung angesehen werden. Ewc Beleidigungsklage, der ein Verfahren vor dem Schiedsmann vorangehen müßte, ist nicht aussichtslos.— P. S. Andreasstr. 1000. 1. u. 2. Das ist nicht zutreffend.— P. 40. Wenden«ie sich an den Vorstand der be- treffenden Gewerkschaft, eventuell an den Vorstand des Wahwerews.— 2l. B. 2. tllein, Verjährung tritt in 3 Monaten ein.— H. 19. Ja.— S. 40. 1. Auch eigenhändig geschriebenes und unterschriebenes, mit Orts- bezeichnung und Datum versehenes Testament ist zulässig. Dies ist die billigste Form.— W. 100. 1. Wartezeit 10 Monate, wovon Befreiung bewilligt werden kann. 2. Aus Antrag der Miterben ja, jedoch ist in einem solchen Falle die Auseinandersetzung vor der Verheiratung nicht erforder- lich. 3. Ein Befreiungsantrag ist bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk die Frau wohnt, einzureichen. Diesein Gesuch wüw am zweckinätzigsten ein amisärztliches Zeugnis darüber beigefügt, daß Schwangerschaft nicht vorliegt.— R. T. 07. Zur Annahme des Brieses waren Sie nicht vcr- pflichtet. Jedoch kann neben der Mahngebühr das Porto von Ihnen ge- fordert werden.— Gr. Spiegel i. Pom. 1. Der Austritt kann nur vor dem Amtsgericht erllärt wPiden, in dessen Bezirk der Betreffende seinen Wohnsitz hat. 2. Ja.— W. M. 583. 1. und 2. Nein. — H. K. 25. 1. Die Klage, die bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk der Gutsbesitzer wohnt, auzustrengen ist, erscheint aussichtsvoll. 2. Ihr Schwager allein, da es sich um Ansprüche aus dem Dienstoertrag handelt. — K. R. 29. 1. Etwa 2 M. pro Woche müßte sie zahlen, so lange sie dazu imstande ist. 2. New. so lauge sie den genannten Verdienst hat.— R. 50l. Ja, sofern nicht in dem fraglichen Berufe Kündiguiigsausschluß üblich ist. Ob das der Fall ist oder nicht. können wir nicht beurteilen, da ' Sie die Art Ihrer Tätigkeit nicht angegeben haben.— R. K. 9i. 145. Sosern die Entschädigung nach Monaten bemessen ist,' ist die Kündigung bis zum lö. xiues MonalS mit Wirkung zum daraufsolgenden Monaisersten zulälsig.— W. W. 50. l. Nein. 2. Ja. 3. u. 4. Dafür sind die Wasser- polizeilichen Vorschriften maßgebend. Sic erkundigen sich am besten bei der betreffenden Polizeibehörde.— H. 50. Nein.— H. R. 9. 1. Ja. 2. Soweit die Einkommensteuer in Frage kommt, rechnen die Zinsen zum steuerpflichtigen Einkommen. Auf Verlangen ist Auskunft zu erteilen. Der Steuerbehörde muß aber in diesem Fall Mitteilung gemacht werden, da da- Kapital der Ergänzungsstcucr unterliegt. 3. Ist nicht anzunehmen. 4. Nein. 5. In Ihrem Falle, da Sie unter 2000 M. Einkommen versteuern, würde die Wchrbeilragspslicht erst bei einem Vermögen von mehr als 50000 M. eintreten. L. P. 14. Ihre Mutter ist verpflichtet, die tatsächlich-noch resticrendc Schuld zu bezahlen. Sie kann«pcziftlation verlangen.— P. 30. I.HJHrc Frau würde dieselben Ansprüche haben wie die Frau, die vor der Ber- heiratu.ig schon Deutsche war. 2. und 3. New.— 01. N. 45. Ewc gesetzliche Berpsiichtung für die Uebernahme des Heilverfahrens besteht für die Landesversichcrungsanstalt nicht. Es läßt sich also gegen den ablehnenden Bescheid nichls tun.— Steuer 10. l. Nein. 2. 10 Stellen.— K. S. 38. Zur Nachzahlung der rückständigen Raten sind Sie verpflichtet. Sie haben auch die Uebermiltclungspslicht.— F. S. 140. Falls der Mictszins nach Monaten bemessen ist, allmonatlich bis zum 15. mit Wirkung zum darauj- solgcnden Ersten. em dilüse AiiMliiWiM zum WliiiMMe Dauer vom 29. Novemb. bis S.Dezbr. Prompt. Versand nach außerhalb Manchester'Anzüge riete Farben, Grolle I......... Manchester-Anzüge Qualität I, Größe. I........... Blusen-Anzüge blau Cheviot, Größe 1......... Prinz-heinr. 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November starb unser Nitglieb, der Maurer krast!>isumsall (Bezirk Norde» II). Ehre feine« Andeukeo: Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. November, nachmittags 2 Uhr, von der Salle der Segens-Gemeinde in Weißen« (et, Gustav< Adolj• Stratze, aus st-ti. 116115 Der Terntand. Dentseiier Baosrbelter-Yerbanii. Zweigverein Berlin. Km 26. November starb unser Mitglied, der Isolierer ltfcdan] Bebra (Bezirk Norden I). Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Dezember, nach- mittag» 2*/4 Uhr, von der Halle der Philippus- Gemeinde in der Müllerstratze au», nach dem d tischen Friedhos w der See- stratze statt. Um rege Beteiligung ersucht 146/14 Der Vorstand. Deotseber Trusportarbeiter-yeM. Bezirktverwaltung BroS-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dah unser Kollege, der Bühnen. «bester Wilhelm Witte am 25. November im Wer von 47 Jahren verstorben ist. 69/20 Ehre feinem««denken: Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. November, nachmittag» 4 Uhr, von der Leichenhalle de» Südivest-Kirch- Hose« Stahnsdorf au» statt. Nachruf. De« Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kolleg«, der Hausdiener �obslia I�e� am 23. d. Ml»., im Wer von 53 Jahren verstorben ist. Ehre feinem Andenke«: Die Bezirksverwaltung. Deotseber Boebblniier-TeM (Zahlstelle Berlin.) Den Mitglieder» die traurige Nachricht, datz unsere Kollegin Brailie Ostwaldt verstorben ist. Ehre ihrem Andenke»: Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 29. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem Georgen-Kirchhos w Weitzensee, Rölckestratze, statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 23/6 Die Ortsverwaltung. Deotseber Hetallarbeiter-yerbanil Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, datz unser Mitglied, die Kollegin Willis Gahlmann gestorben ist. Ehre ihrem Andenkeu: Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. November, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des Dankes-Kirchhoses in Reinickendors, Blankestratze, aus statt. 130/13 Rege Beteiligung erwartet Bio Orteverwaltung. Nach langem Leiden starb am 27. November unser lieber Freund und Kollege, der Schristsetzer Bennaim Becker geb. am 6. November 1850 inj Trachenberg t. Schi. 130 Sein Andenken werden stets in Ehren basten Die Kollegen der Norddeutschen Buchdruckerei. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, nachmittags 2'/, Uhr, aus dem katholischen St. Matthias- Friedhof in Marienhöhe. ür die Beweise herzlicher lest. nähme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung unserer lieben Tochter Jrida sagen wir allen Beteiligte» unseren herzlichen Dank. 92K Familie Kumbier. Direkt von der Quelle erhalten Sie psimalimmentb.Zebvssbssttlsö u. daher am Hill, von UN« das Psund zu 85 u. 90 Ps. franko per Nach». Oehsenreiter u. Mösle, Oberreute, baqer.«llg. 148/3 l«l)reiwfr.37| , infhnkftiR Rr-str.115. 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Jedes an der Abstimmung teilnehmende Mitglied hat die Verband»- legitimation mitzubringen und darf nicht mehr als acht Wochen rück- ständig fein. Jugendliche und weibliche Mitglieder, die den 30-Ps..Biitrag zahlen, können nicht abstimme».(Alles Nähere siehe Flugblätter.) v4.dstiknmunxs-I�ok»le. »«»lnle: Paulisch, Lehderstr. 5, Auf Kredit lerra- tttst DaH-Ganlenilie sowie Pelzwaren AaaaUtmg ton 5 M. an Wöchentlich 1 M. D.LBChüCFjBrunnenstr.? Eingang: Hof, parterre links II. Geschäft: Müllerwtr. 174, I IckTllllfB'M.Kt-Sa'l'-MlI'tlW Bezirk Worden: Töhling, Brunnenstr. 79. f offmann, PasewaUer Str. 8. hiel. Rückerstr. 7. Bewirk Scbönhaneer Tor- «tadt: Glieiche. Kopenhagener Str. 74. Bewtrk Zsordvreet: «ürgersäle, Beusselstr. 9. Schröder. Stromstr. 36. Bewirk Beten: Rott, Strahmannftr. 29. Schmidt. Gubener Str. 13. Tanke. WinSstr. 12. Bewirk Httdowt n. Sfiden: Schulze, Forsterstr. 17. Weisse, Wassertorstr. 67. Kleinke, Arndtstr. 35. Werner, Lichtenberg-AriedrichS- felde. Wilh-lmstr. 86. Bewirk BnnZinelwbnrgk. I-iobtenderg: Ritter. Schtllerstr. 26. Bewirk Oberachttnewelde: Raabe. Wilhelminenhofstr. 43. Bewirk Johannisthal: Gobin, Roonstr. 2. Bewirk Wenktflln: Weigelt. Steinmetzstr. 93. Schmidt, Reuterstr. 23. Bewirk vhariottenhnrg: BoltsHauS. Rostnenstr. 3. 57/14»__ Bewirk Tegel: Sorter, Schlieperstr. K>. Schulze, Borsigwalde, Schubart- stratze 39. Schweizerhaus, Waidmannslust, Dianastratze. Bewirk Beiniekendo�: Lüwüng. Scharnweberstr. 37. Bewirk Spandan: Röhr, Wröhmännerstr. 11. Wind, Pichelsdorf«! Str. 5, Bewirk Ktf penlek: Müller. Atter Mark 8. Schröder, Fricdrichshagen, See- stratze 103. Bewirk Adierwhoi: Tempel, Kronprmzenstr. 46. Dürre. Alt-Glienicke, Köpenickcr Stratze 6. Bewirk SehSneherg: Haenbcl, Vorbergstr. 9. Bewirk Tiederieiune: »och. Niederlehme. Jägersruh. Knvrr. Zernsdorf. Bewirk Teltow: Bonow, Berliner Str. 16. Bewirk Biankenielde: Staad, Blankenfelde. Bewirk Erker: TegebrodtS GrsellichaftShauS. Die Ortaverwaltong. 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Infanterieregiments in Z a b e r n gegenüber elsässischen Soldaten höchst beleidigende und die Gefühle der gesamten elsatz-lothringischen Bevölkerung auf das schwerste verletzende Ausdrücke sich hat zuschulden kommen lasien, ohne daß die Militärbehörde für genügende Sühne gesorgt hat, und wie der Reichskanzler die elsaß- lothringischen Soldaten vor solchen Insulten und die reichsländische Bevölkerung vor derartigen Herausforderungen schützen wolle? Preußischer Kriegsminister v. Falkeuhayn: Es ist allgemein bekannt, daß Ungehörigkeiten in der Armee, niögen sie sich richten, gegen wen sie wollen, nicht geduldet werden, und daß gegen jeden, der einen Untergebenen vorschriftswidrig be- handelt oder beleidigt, strafend eingeschritten werden muß, umso- mehr, wenn durch die beleidigenden Ausdrücke landschaftliche Emp- findlichkeiten berührt werden und durch sie Spaltungen in die Truppe getragen werden können. Eine Nachprüfung des so Veranlatzten steht allein dem höheren Vorgesetzten zu, ich als Vertreter der Heeresverwaltung bin nicht befugt, hier näher darauf einzugehen (Unruhe.) Eine Beleidigung oder gar eine Herausforderung der Bevölkerung ist nicht vorgekommen.(Große Unruhe und Gelächter.) Die beanstandeten Ausdrücke sind ohne jede, auch die geringste Beziehung auf die Bevölkerung gebraucht worden(Lachen), und ohne, daß derjenige, dem sie zur Last gelegt werden müssen, auch nur im entferntesten geahnt hat, daß sie in die Oeffentlichkeit getragen iv erden würden. (Auhaltende große Heiterkeit.) Das ist ja auch nur dadurch ge- schehcn, daß'Soldaten ihre Dienstpflichten zu wiederholten Malen gröblich verletzt haben.(Aha!- Rufe.) Der höchst be leidigende Sinn, der dem Ausdruck vielfach untergelegt wird, war dein Offizier ganz fremd.(Unruhe, ein Zuruf: Warum hat er dann die Soldaten sich melden lassen:„Ich bin ein Wackes?*) Ich selbst war vier Jahre im Reichslande tätig und auch mir war diese Bedeutung des Wortes vollständig f r e>n d, ich habe es wohl hin und wieder gehört, ausgesprochen habe ich es gewiß nie. Es handelt sich ja auch um einen sehr jungen Offizier. Ich will hiermit durchaus nicht sagen, daß nicht jeder junge Offizier der Armee in jedem Augenblick der hohen Pflichten und der Bedeutung seines ebenso schönen wie schweren Berufs eingedenk sein soll.(Bravo!> Ist er es nicht, dann muß er die Folgen tragen, wie ich denn überhaupt nichts beschönigen und nichts entschuldigen will. Aber ich darf vielleicht auf allgemeine Zustimmung hoffen, wenn ich sage, daß wenn jede Entgleisung im glücklichen Alter von 20 Jahren und im Berufs- oder Dien st- e i f e r an die große Glocke gehängt würde, niemand ohne Sünde dastehen würdc� Hiermit komme ich zur dritten und meiner Ansicht nach ernstesten Seite der ganzen Angelegenheit; die Aufregung ist ent- standen, weil Soldaten dienstliche Vorgänge nicht zur dienstlichen Erledigung, sondern in die Oeffentlichkeit gebracht haben, (Zustimmung rechts, große Unruhe links) und weil ohne jede Berück- sichtigung der schleunigst erfolgten Veröffentlichnng der zuständigen Stelle, nach der niemand mehr über den wahren Sachverhalt im Zweifel sein konnte, und darüber, daß. die Sache nunmehr ihren gesetzmäßigen Lauf nehmen würde, die Vorgänge in maß losester und aufreizendster Weise ausgebeutet worden sind.(Sehr richtig! rechts. Stürmische Zurufe links.) Daß auch solche Zustände in der Truppe nicht geduldet werden können, das, meine Herren, ist klar.(Stürmisches Bravo l rechts. Große Unruhe links.) Abg. Bock(Soz.) fragt, ob es richtig sei, daß gesetzgeberische Vorschläge gemacht (perden sollen, die den Waffenhandel einschränken, wo- durch die Waffenindustrie stark beunruhigt sei. Ministerialdirektor Lcwald bestätigt, daß ein solcher gesetzgeberischer Plan vorliege, der durch die mißbräuchliche Benutzung von Waffen, namentlich von Revolvern, veranlaßt sei. Die Vertretungen der Industrie seien aber gehört worden, hätten zum großen Teil zugestimmt, und würden überdies nochmals gehört werden. Abg. Dr. Herzfeld(Soz.) fragt, ob eine Untersuchung über die Beziehungen deS englisch- amerikanischen Tabaktcustes zur deutschen Zigarettenindustrie eingeleitet und Vertteter der Fraktionen des Reichstags hinzugezogen werden sollen. Unterstaatssekrctär Richter: Wie bei der Bank- und Fleischenquete wird auch hier Mit- gliedern des Reichstags Gelegenheit zur Teilnahme geboten sein. Abg. Dr. Juuck(natl.) fragt, ob eS richtig sei, daß die E n t w u r s s b e a r b e i t u n g zum Botschaftsgebäude in Washington einem Architekten übertragen worden sei, der sich an dem offiziellen Wettbewerb nicht beteiligt habe, und warum. Staatssekretär v. Jagow: Das Auswärtige Amt hat einen Auftrag zur Ausführung irgend eines der Projekte überhaupt noch nicht erteilt, konnte daö auch nicht tun, da d,e Projekte zunächst der königlichen Akademie für das Bauwesen vorgelegt werden müssen. Im Etat ist auch noch gar keine Forderung für diesen Bau enthalten.(Große Heiterkeit.) Abg. Alpers(Weife) fragt, ob beim Ankauf von Militärpserde» anläßlich der Heeresverstärkung die deutsche Pferdezucht benachteiligt worden sei. Generalmajor Wild v. Hohenborn: Bei dem großen Bedarf mußten die Angebote überhaupt stark berücksichtigt werden, die deutschen sind hierbei nicht übergangen worden. Auf eine Anfrage des Abg. Göhrc(Soz.) wann und in welcher Gestalt die in Aussicht genommene S a ch. verständigen-Kommission für Wohnungsreform in Tätigkeit treten solle, antwortet Ministerialdirektor Lcwald, daß dies Anfang des nächsten L a h r e s der Fall und daß neben Sachverständigen und Vertretern der Wissenschaft und Praxis auch Mitglieder des Reichstags hinzugezogen sein sollen. Abg. v. Morawski(Pole) befragt den Reichskanzler nach einem Verbot geistlicher �erzitjen. die ein Iesuitenpater m Posen für Dienstmädchen abhalten wollte, dieses Verbot fei ein Widerspruch gegen die ver- wrochene milde Handhabung des JesuitengesetzeS. Ministerialdirektor Caspar: Dem Reichskanzler ist der Vorgang nur aus der Tages- presse bekannt. Er hat Veranlassung genommen, die königlich preußische StaatSregierung um Aufklärung zu ersuchen; daS Ergebnis steht noch aus.(Schallende Heiterkeit.) Jnterpellatioueu. Zu der sozialdemokratischen Interpellation wegen der Zabcruer Wackesaffäre erklärt ein General, daß, soweit die Interpellation nicht bereits durch die Antwort des Kriegs- Ministers heute erledigt worden sei, sie in der zweiten Hälfte der nächsten Woche beantwortet werden soll, da über einige Einzelheiten des Falles noch Erhebungen angestellt werden müßten. Die sozialdemokratische Interpellation wegen der Aus- schließung des Abg. Dr. Liebknecht von der Rüstungskommissio» ist, wie Unterstaatssekretär Richter erklärt, der Reichslanzler bereit, in der zweiten Hälfte dernäch st en Woche zu beantworten. Wahlprüfungen. Ueber die Wahlen der Abgg. Pens(Soz.) und Dr. P a ch n i ck e (Bp.) soll entsprechend dem Antrag der Kommission Beweis er hoben werden. Die Wahl des Abg. Hegen scheidt(Rp.) beantragt die Kommission für gültig zu erklären, die Abgg. Albrecht und Gen.(Soz.) beantragen llngültigkeitserklärung. Abg. Stadthagen(Soz.): Der Landrat Dr. Hegen scheidt hat niehrere Wahlflugblätter zu seinen Gunsten selbst verfaßt und mit seinem Amtstitel unterzeichnet. Nach der ständigen Praxis des Reichstags ist das eine unzulässige Wahlbeeinflussung, wobei noch besonders ins Gewicht fällt, daß es sich hier um einen oft elbischen Wahlkreis handelt, wo die Macht des Landrats eine geradezu unbeschränkte ist. Gegen eine solche Beein ttächtigung der Wahlfreiheit muß Protest erhoben werden. Abg. Merti«(Rp.): Gerade die Herren links erklären das Volk stets für mündig, wie können Sie also annehmen, daß die Leute auf den Rücken oder vielmehr den Bauch fallen, wenn ein Flugblatt von einem Landrat unterzeichnet wird. Daß die Sozialdemokraten die Kassierung be- antragen, um statt ihres Kandidaten den Freifinnigen in die Stich wähl zu bringen, ist nicht mehr Dämpfung, sondern das ist der Pelikan, der seine eigene Brust aufreißt, um mit dem roten Blut seine Brüder zu nähren.(Große Heiterkeit.) Abg. Dr. Neumarnt-Hofer(33p.): Wir haben ohne Ansehen der Person und der Partei lediglich der Gerechtigkeit zu dienen. Der Reichstag hat stets die Unter- zeichnung von Flugblättern mit dem Amtscharakter für u n z u- lässig erklärt, das gilt um so mehr, wenn der Kandidat selbst Beamter ist. Grundsätze, die der Reichstag ausspricht, müssen selbstverständlich auch für die Herren Landräte gelten.(Sehr richtig! links.) Abg. glaubt, erblicken Stadthage«(Soz.): in unserem Antrage einen Ueberfluß Herr Mertin giauor, m unterem antrage einen ueverfluß an Uneigennützigkeit erblicken zu können. Die Frage, ob eine Wahl gültig ist oder nicht, haben wir noch nie mit Rücksicht auf eine Partei geprüft, und lvcrdett es auch nie tun.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) In den Fällen Braun und Buchwald haben auch die Herren rechts in der Unterzeichnung von Flugblättern mit dem Amtscharakter eine unzulässige Wahlbeeinflussung erblickt und d ie Wahlen kassiert, ve�mMich, weiOihnen die Beeinflussung nicht stärk genug gewesen ist.(Sehr richtig! links.; Es handelt sich hier darum, den Amtsmißbrauch zu Ungunsten der Freiheit der Wahl unmöglich zu machen. Wollte Herr Mertin eine Statistik anfertigen, wieviel Abgeordnete ihre Flugblätter selbst unterzeichnet haben, so würde er außer Herrn Dr. Hegenscheidt wohl kaum noch einen angeben können, und es ist bezeichnend, daß dieser eine gerade ein L a n d r a t ist.(Sehr richtig I links.) Abg. Dr. Bollert(natl.): Wir find Gegner jeder amtlichen Wahlbeeinfluffung, aber im vorliegenden Falle kann ernstlich keine Rede davon sein. Der Kandioat wurde in seiner Eigenschaft als Landrat angegriffen, und hätte er sich dagegen nicht gewehrt, so wäre er kleinmütig und feige erschienen.(Lachen links.) Abg. Dr. v. Beith(t): Das Ziel der Protestler geht ausgesprochenermaßen dahin, daß der Regierungsbeamte künftig nicht mehr als Kandidat zum Deutschen Reichstag auftreten darf. So lange aber die Beamten dies Recht noch haben, haben sie auch selbstverständlich das gute Recht, Wahlaufrufe mit Hinzufügung ihres Amts- charakters zu unterschreiben.(Sehr richtig! reit Lachen links.) Abg. Stadthageu(Soz.): Dem Vorredner gegenüber verweise ich nur darauf, daß z. in Baden und Württemberg es ausdrücklich verboten ist, daß staatliche Beamte kandidieren, weil man darin die st ä r k st e Wahlbeeinflussung erblickt.(Hört I hört l links.) Abg. Merti«(Rpt.): Der vorliegende Fall ist insofern ein Novum, als hier nicht ein Beamter für einen anderen Kandidaten eintritt.— das hat der Reichstag für nicht zulässig erklärt— sondern für sich selbst. Abg. Fischer(Soz.): Also für einen andern darf ich nicht stehlen, aber für mich selbst darf ich stehlen!(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Der Reichs- tag ist es seiner Würde schuldig, sich zu verbitten, daß Männer zu Abgeordneten werden, die ihren Amtscharakter selbst be- nutzen, um sich wählen zu lassen. Gegen einen solchen Mangel an Geschmack müssen wir unS aus R e i n l i ch k e i t S g e f ü h l wehren. Die Abstimmung erfolgt, wie über alle Wahlprüfungen, erst am DienStag. ES folgt die Wahlprüfung des Abg. Haupt-Jerichow(Soz.): Die Koimnisfion beantragt Ungültigkeitserklärung. Abg. Reißhaus(Soz.): Die Unregelmäßigkeiten in Möckern sind erwiesen, verschuldet sind sie durch eine Unkenntnis des Gesetzes durch den Wahl- Vorsteher, um die ihn ein Kruppdirektor beneiden könnte. Aber unrichtig ist es, daß deswegen dem Abg. Haupt 26 Stimmen abgerechnet werden. In einem anderen Fall(Groß- Wudicke), in diesem Kreis hat die Kommission mit 8 gegen 6 Stimmen amtliche Wahlbeeinflussung festgestellt, die vorgekommen ist. um diese Wahl zu Falle zu bringen, hiermit aber werden dem unterlegenen Konservattven Stimmen nicht abgezogen. Das ist eine glatte Ungerechtigkeit und wenn sich daS Haus einem solchen Anschein nicht aussetzen will, muß es nach unserem An- trag Beweiserhebung beschließen, ob am Stichwabltag der Amtsdrcner Bierhals dem Amts- und Wahlvorsteher Krick den Mangelan konservativen Stimmzetteln mitgeteilt hat, während Krick Wahl- Vorsteher war oder während er— und durch wen— vertreten war. Weiter beantragen wir. Beweis zu erheben, ob Krick dem Beisitzer Düngel den Austrag, Kricks Buchhalter solle Stimmzettel für den Konservativen v. Byern schreiben, in der Zeit erteilt hat, wo Krick Wahlvorsteher oder ob er da vertreten war. Solchen Machenschaften muß ein Riegel vorgeschoben werden. Abg. Dr. Neumanu-Hofer(Vp.) verteidigt die Kommission, die entsprechend den Weisungen des Ob« manns bei der Wahlprüfung für Abg. Becker-Sprendlingen vor« gegangen sei. Wir können hier keine Ausnahme von unserer Praxis machen, und da wir nie auf die Parteirichtung sehen, ist der Vorwurf der Ungerechtigkeit unberechtigt. Der Stimmenabzug in Möckern mußte vorgenommen werden,'denn es ist zsugeneidlich nachgewiesen, daß in einer großen Anzahl Fälle die Wahlkuverts nicht in die Urne gelegt und sogar für spätere Wähler gefüllt wieder benutzt worden sind.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Drei Fälle') Drei sind namentlich nachgewiesen, aber die Zeugen sagen, es sei vielfach der Fall gewesen. Die Sache in Großwudickc liegt außer- ordentlich milde. Wir können nicht zuungunsten des unterlegenen Kandidaten Möglichkeiten heranziehen. Die ständige Praxis geht dahin, die für den Sieger ungünstigere Schlußfolgerung zu ziehen. Deshalb können wir aus der Vermutung heraus, daß die Wahl-' beeinflussung vielleicht dem v. Byern genützt habe, nicht ziffern- mäßige Folgerungen zu ziehen. Man kann auf Vermutungen nur ein Mandat erschüttern, aber nicht ein Mandat retten. Wäre Herr v. Byern gewählt, so würden wir ihm deswegen Stimmen abziehen, weil immer zuungunsten des Siegers entschieden wird. Die durch den sozialdemokratischen Antrag verlangten Beweiserhebungen können danach nichts mehr hieran ändern, deshalb lehnen wir sie ab. Abg. Reißhaus(Soz.): Früher hätte der Reichstag zweifellos die Wahlakte in Möckern und Großwudicke kassiert und damit wäre Haupt gewählt gewesen. Das war früher Gepflogenheit, wenn es auch grausam ist gegen die unschuldigen Wähler. Jetzt kassiert man indirekt, indem man dem Gewählten den Stimmenübcrschuß abzieht.— So milde liegt der Fall in Großwudicke nicht. Hier hat doch ein A m t s v o r st e h e r von großem Einfluß Stimmzettel schreiben und verteilen lassen: ES sind dort 14 geschriebene Zettel abgegeben und der Protest behauptet, daß diese Zettel zumeist an Gutsarbeiter usw. gegeben wurden. Danach wäre dieser Wahlakt, in dem die Kommission doch selbst amtliche Beeinflussung erblickt, zu kassieren gewesen. Ich bitte Sie, den ungerechten Kommissionsbeschluß, der aus amtlicher Wahl- beeinflussung Folgerungen nicht zieht, nicht beizutreten. Abg. Dr. Nciimaun-Hofer(Vp.): Der Reichstag hat Wahlakte nur kassiert, wenn eine Wahlzelle. die Wählerliste nicht da oder nicht in Ordnung war, wenn der Wahl- vorstand nicht vollzählig war, kurz weil die gesetzlichen Grundlagen fehlten. Aber niemals ist ein Wahlakt wegen Beeinflussung kassiert worden. Eine Kassierung der geschriebenen Stimmzettel ist ganz ausgeschlossen. Abg. v. Beit(k.) schließt sich an. Selbst wenn von Byern 14 Stimmen abgesetzt würden, hätte er immer noch um eine Stimme mehr als Haupt. Diese Beweiserhebungen könnten nur die Wahlprüfung immer wieder hinausziehen. Damit schließt die Diskussion. Zur Wahl des Abg. Kuckhoff- Köln-Land(Z.) beantragt die Kommission durch den Berichterstatter Abg. Stadthagen(Soz.) Be« Weiserhebungen. Abg. Stadthage«(Soz.): Als Abgeordneter beantrage ich Ungültigkeitserklärung der Wahl.(Heiterkeit.) Eine ganze Anzahl Wähler haben ihre Stimmzettel außerhalb der Wahlzelle in den Umschlag gesteckt. Manchmal haben sich verschiedene Wähler zugleich in der Wahlzelle befunden. Werden Kuckhoff auch nur wenige Stimmen abgezogen, so fällt seine absolute Mehrheit zusammen. ~ Abg. Dr. Pfleger(Z.): Nachgelviesen ist lediglich, daß sich bei großem Andrang mehrere Wähler gleichzeitig in der Zelle befunden haben. Aber die Zeugen bekunden selbst, daß der Wahlvorstand, sobald er das bemerkte, stets hat Remedur eintreten lassen. Abg. Bollert(natl.): Wir stimmen für Kassation der Wahl. Der Dorsprung des gewählten Abgeordneten ist so gering, daß die vorgekommenen Un« regelmäßigkeiten zur Ungültigkeitserklärung führen müssen. Damit schließt die Diskussion. Die Wahl des Abg. K o p s ch(Vp.) beantragt die Kommission für gültig zu erklären. Wz. Dr. Ablaß(Vp.): Bei dieser Wahl sind einige auffallende Dinge vor- gekommen. Der konservative Wahlprotest bezeichnet es als amtliche Wahlbecinflussung der städtischen Behörden in Greifenberg, daß die Bekanntmachung über die Auslegung der Wählerliste nur in einem ausgesprochen freisinnigen Parteiblätt erfolgt sei. Man hat sogar von feiten der.Regierung auf die städtische Behörde einzuwirken versucht, daß sie auch das dortige ultramontane Blatt, daS eine schwere Gefahr für den lonfesstonellen Frieden in Schlesien darstellt, als amtliches Publikationsorgan zulasse.(Hört I hört I links.) Ich erwarte, daß die Konservativen in Zukunft getreu dem hier proklamierten Grundsatz dafür eintreten werden, daß die Landräte auch in liberalen Blättern solche Ber- öffentlichungen erlassen.(Sehr gut l links.) Sehr interessant ist ferner das Stichwahlau gebot, das von konservativer Seite in Löwenberg einein sozialdemokratischen Vertrauens- mann gemacht worden ist für den Fall, daß es gelängt, die sozial- demokratischen Wähler zur Stimmenthaltung derapt zu bewegen, daß die Wahl des konservativen Kandidaten gesichert würde.(Hört! hört! links.) Der Malermeister Weimann, ein konservativer Ver« trauensman, hat dem sozialdemokratischen Vertrauensmann Alte für diesen Fall 390 M. angeboten und außerdem noch 1990 M. für die Verbreitung eines Flugblattes gegen den Forffchritt.(Lebhaftes Hört! hört! bei den Sozialdemokralen.) Die betreffenden Schriftstücke'hat die Breslauer„Volksmacht" veröffentlicht. Aberdings hat die konservative Partei nachträglich eine Erklärung veröffentlicht, worin ein solches Vorgehen, das ohne vorherige und nachträgliche Billigung der Instanzen der Partei erfolgt sei, als un- vereinbar mit der Zugehörigkeit zur konservativen Partei bezeichnet wird. Also man hat das, ivaS geschehen ist, abgeschüttelt. Aber dieser Protest ist r e i ch l i ch spät gekommen. Es wäre besser am Platze gewesen, vor oder während der Wahl.(Sehr richtig! links.) Unaufgeklärt bleibt bei der ganzen Sache, und wird jeden- falls für immer bleiben, wie ein einfacher Malermeister derartige Summen aus eigener Tasche zur Verfügung stellen konnte.(Sehr gut! links.) Nun der dritte Punkt. Nachdem dies Techtelmechtel vorüber war(Zuruf bei dem Zentrum: Von konservativer Seite war es ein Möchtel. Große Heiterkeit.), erschien ein Flugolatt, wenn K o p s ch fallen würde, würden die Konservativen in den Kreisen Hirschberg-Schönau und Görlitz-Lauban sich der Stimme enthalten und dadurch dem sozialdemokratischen Kandidaten zum Siege ver- helfen(Lebhaftes Hört! hört Ii, unterzeichnet: Viele sozial- demokratische Wähler. DaS Flugblatt erschien also dem Gesetz zuwider anonym. AIS Drucker war angegeben eine l i b e« r a l e Druckerei, deren Besitzer es ausdrücklich abgelehnt hatte. das Flugblatt zu drucken.(Lebhaftes Hört! hört! links.) Diese Vorgänge zeigen einen Tief st and der politischen Moral, eine Unsauberkeit, die alle polinschen Parteien mit gleicher Schärfe zurückweisen müßten.(Lebhafter Beifall links.) Abg. Graf Praschma(Z.): Der Abg. Ablaß hätte am wenigsten Anlaß, über Wahl« Machenschaften sich zu beklagen, unerhörte Wahlmachenschasten sinh hn Kreise HirschLerg-Tchönau vorgekommen; wir werben diese dem- nächst einmal gründlich beleuchten. Abz. Graf v. Westarp(f.): Der Löwenberger Fall ist einer der überaus wenigen, aber durchschlagenden Fälle, die den ZwölferauSschuß der konservativen Partei zu dem Beschluß veranlaßt haben, den der Abg. Ablaß vorhin mitgeteilt hat. Auf den Zweifel des Abg. Ablaß, ob ein einfacher Malermeister ohne Einvernehmen mit einer Parteistelle so vorgehen konnte, betone ich, daß er das ganz aus eigener Initiative getan hat. Herr Ablaß fand den Beschluß der Partei reichlich spät. Nun, auf einen gleichen Beschluß der Freisinnigen BolkSpartei warten wir heute noch.(Lautes Lachen links.) Abg. Dr. Ablaß(Vp.): Möge Graf P r a s ch m a mit seinen Enthüllungen über Hirsch berger Wahlnrachenschaften nur herauskommen, vorläufig ist mein Gewissen noch ziemlich rein.(Heiterkeit rechts.) Von der lon< f e s s i o» e l l e n Verhetzung, die daS Zentrum ins Riesew gcbirge getragen hat, hatten wir vorher keine Ahnung.(Oho! im Zentrum.) Warum der konservative Parteibeschluß so spät gekommen und so wenig scharf ist, hat Graf Westarp nicht aufgeklärt. Wir fassen einen solchen Beschluß nicht, raten Sie das doch dem Ihnen befreundeten Zentrum an! Abg. Graf Westarp(k.): Schon am 16. Mai hat die.Kons. Korr." daS Angebot in Löwenberg mißbilligt. Wir geben der Oeffentlichkeit ein klares Bild, aber von der Dämpfung kann man das nicht sagen. (Heiterkeit links.) Die Wahl des Abg. Cohn- Nordhausen(Soz.) beantragt die Kommisfion für gültig zu erklären. Abg. Dr. Neumann-Hofer(Vp.) beantragt Beweiserhebung. Zwar können dem Dr. Cohn nicht so viele Stimmen abgezogen werden, daß er in die Minder- heit gelangt, aber da Dr. Cohn für die Stichwahl amtlicher Kandidat nach dem Protest gewesen zu sein scheint(Stürmische Heiterkeit b. d. Söz.), wäre nach unserer Praxis seine Wahl auch ohne zahlenmäßige Prüfung zu kassieren, wenn der Protest bewiesen wird. Der Protest führt verschiedene Tatsachen an. aus denen sich, falls fie zutreffen, ergeben würde, daß Herr Cohn ein amtlicher Kandidat war. u. a. soll einem Kriegerverein versprochen worden sein, wenn Cohn gewählt werde, bekomme der Verein das ihm entzogene Fahnenvand wieder(Große Heiterkeit). Die sozial- demokratischen Mitglieder des Kriegervereins haben nunmehr aus ihrer Gesinnung auch nicht mehr ein Hehl gemacht. Das ver- sprochene Fahnenband ist dem Verein nach der Wahl des Herrn Cohn auch tatsächlich erteilt worden. Zum Ehrenmitglied hat der Kriegerverein Herrn Cohn allerdings noch nicht ernannt. (Heiterkeit.) Jedenfalls mutz über die vielen angeführten Tatsachen Beweis erhoben werden. Abg. Stücklen(Soz.): Jjch bitte den Antrag auf Beweiserhebung abzulehnen. ES ist einfach absurd, anzunehmen, daß eine amtliche Kandidatur hier vorliegt. Ein Amtsdiener soll Stimmzettel durch seine Frau haben austragen lassen. Wenn er sie selbst austrägt, sehen wir das nur dann als amtliche Wahlbeeinflussung an, wenn er ein Dienst- zeichen dabei trägt. Soll also hier Beweis darüber erhoben werden, ob die Frau die Dienstmütze ihres Mannes trug?(Große Heiler- keit.) Interessant wäre es übrigens zu erfahren, wie sich der Vor- stand der konservativen Partei zu der Haltung von Reserveoffizieren stellt, die ja sicherlich nur Antisemiten und Konser- vative sein konnten. Tie hier behaupteten Vorgänge sind jedoch schlimmer als die im Kreise Löwenberg. Eine amtliche Kandidatur ist eine solche, zu deren Gunsten die Regierung deren ganzen Apparat einsetzt. Aber schon bei der Hauptwahl hatte die Regierung gerade genug an den gewählten Sozialdemokraten, es herrschte Heulen und Zähne klappern und nun soll sie in Nord- hausen ausgerechnet Dr. Cohn noch gewünscht haben! Abg. Dr. Neumann-Hofer(Vp.): Der Vorredner scheint zu glauben, daß eine amtliche Kandidatur nur vorliegt, wenn der höchste Reichsbeamte für einen Kandidaten eintritt etwa mit einer Depesche:.Fürst wünscht Cohn."(Heiterkeit.) Abg. Stücklen(Soz.): Die vorgekommenen Verstöße sind auch von der Kommisfion. auch von anderen Vertretern, als erheblich erachtet. Aber selbst wenn alles, was in den Protesten angeführt ist, erwiesen würde. würde Cohn immer noch eine Mehrheit von über 3 00 Stimmen behalten. Der ganze Antrag erscheint lediglich als Versuch, die Angelegenheit zu verschleppen. Damit schließt die Debatte. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung: Sonnabend 12 Uhr.(Rechnungen, kleine Vor lagen.) Schluß d'/« Uhr. » Wir werden ersucht, mitzuteilen, daß die Tribünenkarten für die Dienstagsitzung des Reichstages, soweit sie der sozialdemokratischen Fraktion zur Verfügung stehen, vergriffen sind. parlamentarifcbeö* Aus der Duellkommission. Di« Kommission zur Lösung der Duellfrage trat am Freitag ihrer eigentlichen ersten Sitzung zusammen, da die voran. ingene Sitzung nach Konstituierung der Kommission tagung verfall� war. Zu Beginn der Sitzung machte zu gierungSvertreter Mitteilung von den Aenderungen, die di« Straf. ""'N an den Strafen für Zweikampf vorgenommen at. Danach tritt im wesentlichen an die Stelle der Festungshast efängniSstraf«, wenn einer der Gegner den Zweikampf ..freventlich verschuldet" hat. Der Zweikampf mit Schlägern, die studentische Mensur, soll st r a flo S bleiben, dagegen mit Gefängnis oder Einschließung(Ehrenhaft an Stelle der heutigen Festungshaft) bestraft werden, wer„einen anderen dadurch, daß er ihm Perach tung bezeigt oder androht oder in ähnlicher Weise zu einem Zwei kämpf mit einem Dritten anreizt". Die zur Beratung gestellten Anträge sind einmal ein Antrag des Zentrums, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß gegen Mitglieder militärischer Ehrenräte, die von einem Offizier den Zweikampf�oder die Annahme dieser Herausforderung verlangen, nach den allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetze buches die Strafverfolgung durchgeführt wird. Ein sozialdemokra. tisches Amendement zu diesem Antrag will statt„herbeizuführen suchen" das Wort„verlangen" setzen. Ein zweiter Zentrumsantrag sieht Gefängnis und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte für Du. ellanten vor, bei denen Ehebruch mit der Frau des Gegners oder Verführung der Tochter oder Schwester des Gegners oder schwere Beleidigung die Ursache des Zweikampfes war, und ein national- liberaler Antrag will dieselbe'Strafverschärfung dem angedroht wissen, der einen Zweikampf„freventlich verschuldet". - Während bei der Debatte über die Anträge die Konservativen den Zweikampf als eine großartige und ideale Sache priesen, und es direkt zu bedauern scheinen, daß das Offizierkorps „zu friedfertig" sei, griffen die Vertreter aller anderen Parteien den Duellunfug an. Die Sozialdemokraten betonten dabei, der Zwang zum Duell, der auf die Offiziere ausgeübt wird, müsse in erster Reihe getroffen werden, denn durch diesen terroristischen Zwang werde das Duell zum Herrschaftsinstrument einer exklu- siven Kaste. Es sei geradezu eine Negation des Staates durch sich selbst, wenn er Gesetze gegen den Zweikampf erlasse und zugleich mit den militärischen Ehrenräten in Kommissionen über die Per- letzung dieser Gesetze beraten lasse. Allerdings sei von einer Ver- schärfung der Strafen weniger M erwarten als von einer Um- Wandlung des Geistes der Armee. Besonderes Aufsehen erregte der von fortschrittlicher Seite mitgeteilt« Fall des Leutnants v. Brand enstein vom zweiten Garde-Regiment zu Fuß. v. Brandenstein, nach dem einstimmigen Urteil seiner Vorgesetzten und Kameraden ein untadliger Cha- rakter und tüchtiger Offizier, aber zugleich streng kirchlicher Prote- stant, äußerte eines Tages im Kaineradenkreise, seine Ueber„ zeugung verbiete ihm. die Herausforderung zu einem Zweikampf zu erlassen öder anzunehmen. Ein gefälliger Kamerad hinter. brachte die Aeußerung dem Obersten und Brandenstein, vor den Regimentskommandeur zitiert, wiederholt« hier seine duell- gegnerische Auffassung. Kurze Zeit darauf wurde er mit schlich- tem Abschied entlassen, d.h. schandenhalber aus dem Heere ausgestoßen. Der Vertreter der Regierung versprach, in der nächsten Sitzung am Donnerstag auf den Fall zurückzukommen Soziales* Unternehmer für— Bauarbeiterschntz. D Es muß bös aussehen, wenn Unternehmer wegen mangelnden Bauarbeiterschutzes mahnend und klagend ihre Stimme erheben. Sie tun's, aber nicht aus Mitleid mit den Opfern rücksichtsloser Profitmacherei. Ihr Mahnen und Klagen ist aber doch sehr drin- gend, entspringt einem tiefgefühlten Bedürfnis, nämlich dem Bestreben, zu sparen! Portemonnaieinteresse steckt hinter dem Schrei nach Bauarbeiterschutz. Man hat gemerkt, daß die Vernachlässigung des Bauarbeiterschutzes eine Menge Unfälle verursacht, die den BaugewerksberufSgenossenschaften teuer werden, ihre Kasse sehr in Anspruch nehmen. DaS treibt die Beitragilasten in die Höhe. Hier ist der Ausgangspunkt für das Auftreten der Unternehmer, die eine bessere Durchführung der Schutzbeftimmungen verlangen. Auf dem Verbandsiage der Deutschen Aaugewerksberufsgenoffen- (haften gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: .In dem Streben, durch weiteren Ausbau der Schutzvor- schriften die Unfälle im Baugewerbe zu verringern, muß der Verbandstag wiederholt den dringenden Wunsch und die Forderung an die in Frage kommenden Behörden richten, die Bau- gewerkSberufSgenossenschaften dadurch zu unterstützen, daß im Sinne einer bereits vorhandenen ministeriellen Vorschrift samt- liche dem Arbeiterschutz dienenden Vorrichtungen auf Bauten durch eine besondere, scharf umschriebene Position in den Kostenanschlägen für die Unternehmer aufzuführen sind, welche nach den Unfallverhütnngsvorschriften zur Herstellung der betreffen- den Schutzvorrichtungen verpflichtet find, und weiter dafür zu sorgen, daß dieser Forderung von den nachgeordneten technischen Stellen auch genügt wird." In den Verhandlungen wurde zum Ausdruck gebracht, daß die erwähnte ministerielle Verfügung von den nachgeordneten Behörden nicht genügend beachtet werden. DaS habe eine Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften und weiter viele, teilweise sehr schwere Unfälle im Gefolge. Daß die BaugewerkSberufSgenossenschasten sich um die Beach- tung. der Unfallverhütungsvorschriften bemühen, ist gewiß aner- kennens- und dankenswert. Aber was sie fordern, ist doch nur Halb, heit, ja sogar das kaum. Es gibt ein viel, viel besseres Mittel, die Beachtung der Vorschriften allgemein— nicht nur auf öffent Mittel, es ist die Anstellung von Bautenkontrolleuren ouS den Reihen der Arbeiter nach den Wünschen und Forderungen der Be- rufsorgcmisationen. Solche Kontrolleure würden besser helfen als ministerielle Verfügungen. Also mache man damit einen Versuch. Wenn die Unternehmer sich, hinter die Forderung der Arbeiter stellen, dann wird die Regierung sicher nicht versagen. Wir fürchten, die Unternehmer machen bei dem Kamps gegen Unfälle gerade den Vorbehalt, der am allerwenigsten gemacht werden dürfte, den, daß die Arbeiter bei der Durchführung der Unfallverhütung aus, geschlossen bleiben müßten. Wann wird die Altersrente vom 63. Lebensjahre ab gezahlt werden? Für die Herabsetzung der Altersgrenze zum Bezüge der Alters- reute auf 63 Jahre hat sich der Ausschuß der Landesversicherungs- anstalt Schlesiens in seiner Sitzung vom Freitag erklärt. Die Landesverficherungsanstalt Schlesiens hat im verflogenen Jahre über 12 Millionen Mark Ueberschuß erzielt, und der Ausschuß hat jetzt auf Antrag des sozialdemokratischen Vertreters Neukirch folgenden Entschluß gefaßt:„Ter Ausschuß der Landesversicherungsanstalt Schlesiens erklärt hiermit:„Es ist dringend nötig, die Alters- rente schon allen 63 Jahre alten Versicherten zu gewähren. Die Mittel dafür reichen in«chlesien volltommen aus. Aus demselben Grunde erscheint es angezeigt, die Leistungen der Hinterbliebenen- fürsorge so bald wie möglich zu erhöhen." Ob die Reichsregierung diese Stimme hören und beachten wird.f, Die Graft» als Lugeklagtc. Die gestrige Sitzung wurde im wesentlichen durch minder inter- essante Einzelheiten über bereits verhandelte Wncherfälle ausgefüllt. Für die Willensrichtung der Angeklagten soll die vom Untersuchung«- richter Dr. Metzner gemachte Bekundung erheblich sein. Danach hatte die Angeklagte seinerzeit«in Schließfach auf der Deutschen Bank. In diesem sind bei der Beschlagnahme zahlreiche Papiere, Provifionsscheine und Liebesbriefe vorgefunden. Unter den mehr als 1000 vorgefundenen Briefen— meist Liebesbriefen— befanden sich viele von einem Leutnant Rüdel und einem Referendar Bensgen. Letzterer lebte mit der Angeklagten zusammen und ist jetzt Rechtsanwalt in London. Die Anklage scheint aus der sorg- samen Aufbewahrung der Liebesbrief« die Absicht der Angeklagten ableiten zu wollen, gegen die sehr verliebten Briefschreiber oder ihr« Eltern Erpressungsversuche zu machen. Zur Verhandlung kam noch ein Fall des Wuchers, in dem es sich um einen Legationsselretär v. Frantzins handelt, der früher Attache in Madrid, später in Lissabon war. Er erhielt gegen einen Wechsel über 13 000 M. 13 500 M.: die Angeklagte soll seine Ver- Mittlerin gewesen sein und Provision erhalten haben. DaS be. streitet sie. Die Beweisaufnahme fällt nicht gegen ihr« Angabe aus. Auf eine Anfrage erklärte die Staatsanwaltschaft, es sei noch nicht gelungen, der Prinzessin von Isenburg-Büdingen eine Vor- ladung zuzustellen. Sie lasse sich im Hotel ihre Briefe abholen, ihre Wohnung sei noch nicht ermittelt. Marktpreise von Berlin am 27. November 1913. nach Ermittelungen des tgl. VolizeiprälidiumS. Mais(mixed), gute Sorte 18,50—16,90. mittel 00,00—00,00. geringe 00,00— 00,00. Mais(runder), gute Sorte 14,80—15,10. Ziichtstroh 0,00. Heu 0,00—0,00. Marithatlenpreile. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Koche» 34.00—50.00. Sveisebobnen. weiße 35.00—50.00. Linien 36.00—70.00. Karwsjeln(Kleinbdi.) 4,00—7,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,50—2.40. Rindfleisch, Bauchflctsch 1,20—1.80. Schweinefleisch 1.40—2.00. Kalbfleisch 1.40—2,40. Hammelfleisch 1,50—2.40. Butter 2,40—3,00. 60 Stück Eier 4,40—7.20. 1 Kilogramm Kardien l, 00— 2,40. Aale 1.50—3,00. Zander 1.20—3,20. Hechte 1.20—2,50. Barsche 1,00—2,40. Schleie 1.60—3,20. Blei« 0,80—1,40. 60 Stück Krebse 1,00—24,00. LvttterungSnbersicht vom 28. November 1913. «mnouen il Bf Vene» Haparandg 7io-<£K Petersburg! 759 SO Scilly 177613283 Aberdeen M Paris 764SS8S 77293N3S ** |l h bedeckt Äbedeckt Jeebel 2 wolkig Zbede-Ü 3 -4 10 12 12 Wetterprognose kür Sonnabend, den 27. November 1913. Zunächst mild, vorwiegend irübe mit geringeren Regensällen und leb» hasten westlichen Winden; später zeitweise ausllarend, etwas kühler. Berliner Wetterbureau. gegangene �ung nach �tuierung d« Kommission der� Ver-- zu sichern, und die Unternehme- kennen das WasierftandS.Ra«brlchte» der LandeSanftalt für Gewällertunde. mügeteilt vom Berliner Wetterbureau am Wasserstand 27.11. om M-mei.Tllfit 270 P r e g e l, Jnsterburg 72 Weichsel. Thorn 192 Oder, Ratibor 159 , Krassen 175 , granksurt 169 Warthe. Schrimm 106 . Landsberg 61 Netze, Vordamm 4 Elbe. Leitmerttz—20 , Dresden-140 , Barby 116 . Magdeburg 104 seit 26.11. om') -17 —11 -tzl —7 —4 —1 -6 4-1 -1 -8 '»— 6 —9 -8 Wasserstand Saale, Grochlitz Havel. Spandaus » Rathenow') Spree, Svremberg») , Beestow Weser, Münden , Mmden Rhein, Maximiliansau , Kaub , Köln Neckar. Heildronn Main. Hanau Mosel. Trier am 27, U cm 97 50 14 82 85 184 262 436 258 292 155 186 170 seit 26.11. cm') 41 +1 —6 +4 0 —6 —8 _2 —7 -18 —30 —11 +33 «)+ bedeutet Wuchs.— galt.— Unterpegel. «>S.n-vi»dv»- Sieg 8 Durch Urteil des Konigl. Undgerichts I ist der Detaillistenverband der Bekleidungsbranche verurteilt worden, Warnungen gegen unser 1 Verkaufssystem„Selbstkostenpreis+ 10 0/o NiiUen" bei Mark 1000.- Strafe zu unterlassen. Dem Verband wurden sämtliche Gerichts-| kosten auferlegt. In dem Urteil heisst es wörtlich:............... Unrichtig ist endlich such nicht die Behauptung der Deutschen Bekleidungs-Gesellschaft, dass sie bei ihrem Verkaufsprinzip, nach welchem sie nur 10 Pfennige Nutzen an jeder Mark habe, die Käufer vor üebervortellung schGtze. Denn es ist richtig, dass die Hohe der Verkaufspreise bei Durchführung des Geschäftsprinzips der Klägerin festgelegt ist. Insofern sind tatsächlich die Kunden der Deutschen Bekleidungs- ßesellschaft gegenüber anderen Geschäften der Bekleidungsbranche, welche willkürlich die Preise fixieren, bevorzugt. Es ist daher auch raent unrichtig, dass die Kunden der Deutschen Bekleidungs-Gesellschaft, wenn sie ihre Ware bei dieser beziehen, Ersparnisse machen können. Deutsche Bekieldunas- Gesellschaft m. b. H. | Vertrieb von Herren- und Knaben-Garderobe zum Selbstkostenpreis 4- 10% Nutzen Turm Strasse so nah« K>- Tiepgarien Grosse Frank Furter Strasse 4 Ecke Frucht» trowic Chausseestrasse 27 Neukölln nah«|ii»nHd«n»tr»»»o B«rg»tr. 7*9 Ecke PPtoi-HimlJeiyWe. Erscheint 2 mal wöchentlich. Bezugsquellen-Verzeichnis- wßMrmmmmmmmammmmmmmmrnmmmi i iWKxmmmmmtmmmmtmmmßtmmmMmmammmmrnmmmi..... arnm�mmummammammmm Untenstehende Gesshäfte empfehlen sich b. Einkauf. C.I(ISGllsUndeEStir- 105 iHohoitpe iu OölrönKe Franz Abraham HubIj. Messma-u.Romertrank-Kell. C.25 Bariclslr. 8t, Fernap. Kgst. 13708 Keiaer, Otto, Gericiitstraße 86. Partiewarer»g., Tegel, BrinowBt.tü F. Zillat, Waldemarstr. 64 a. Luto-FahMe Centr. Auto TochnikumNoi-den Prinzen-Allbe i2i 13 CtuuFfeiincbiile Tages- und Abend-Kursus Sioliili!«deruil. Pzoipelil« jrltii. acHer- v. cofidiloreien — t«" i niwimi'n iWiim Bäckerei Könscber Kastanien-Allee 57 C.Habels Brauerei hell— HabelbrSii— danke). �afls-Anftslten Arkona-Bad, Anklamer-Str. 84. Baill!lt-Wt1ölÄ.'�s. fO»«2» jfJf Landsbergerstr. 107 Oollnowstr. 4k. [sntiai-Bat! Anze?M.?r.«. Bad Frankfurt, Gr.Frkft.Str. 136. Lieferant sämti. Krankenkassen Bad Friedridisbain.L.sdakAlleolSS Bad Hufeland, Ilufclandslr. IS. Baiser-Frledricbs-Bad.Ch.rl.aBh. lindDnh!!!lLi,ldt'l"r- 100 SM|«"lle LiuubilusiJ Friedricaal 3. Lief. c.Kua. Katlonal-Bad, Brunnenstr. S. Bad Ostend Original Labtannin Bad Wallstr. 70 7t früh. Münsel Smtl. Bäder, augh. f. Krankenk, Passage- Bad Reform-Bad. Wiener ßtr. 65. Refonn-Bad Weißensce, lehdersll04 [Scriiiier-Baö.iügrstT.lila. �5,51�621231"®®� B3 aa■B aren R. Bauke, Stralauer Str. k»6. Borkbolz, Köpcnickerstr. 70. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Liepe, Sohöneberg, GnuiewaldÄti.30. MeverjP.jIklln.jBorlinerBtr.AO— 60 HaNeusdi, Breitest. 24, Spandau. J. Cb. Pollmamx, Lolhrmgerstr. 60. M. Spranger, Reinickend. Str. 11. USlii u. Konditoreien A.AIbat,}farktst.l2 13,Reiii«kesd«rt Aibrudit, E., Fruchtstr. 29. Landbroibacker, Herrn. Albreckt P. Anderscfa, Zionskfrchstr. 17. R. Anderson, Thflringerstr. 32 Asmus, Wiib-, Cickiraiadenti. U, K. Aast, Dromheitner Str. 40. Wifh. Baege, Widefstr. 65,'6. Willy BUr. Stroms tr. 48. Paul Berger, Mirbacbstr. 29 Josef Brefka, Kirchhofatr, 46/47 E, Beyer, Thorneratr. 6. II. Eicks!, WjWWSs zz. Otto Blllepp, K.Jtani«-Alle.2H.«S Reinh. Blenkle, Wiesenstr. 19 s. AI». Biämer, Komintenorstr. 40 Brotfabrik Heinersdorfer Mühle F.Bockenkamp.Camphausenst.B PaulBochnlg,l'aiilM*.Görschstr,ll Rudolf BrechUn,OBkerst. 8 fillls. F. Breitkopf, Eserzierstr. 13a. Hermann Büß, Orllnaueratr. iZ. Ewald Buihler, Weaerstr. 47. Ernst Buller, lir&sseleretr. 43. Gust. BBbiu, Gubeneratr. 2« O. Büchner, Mordhausenerstr.SO Alb, Dachwig, Knmerunoretr. 1J, Punl Dolly, Markus. traCe 15. Albert Denkewlts, J.bloulUitr. 14 Max Dick, Llephan.tr. 7. Dnliwa, Ferdinand Torellstr. 4 Olto Donath, Stolpischestr. 22. JI. Donner, ScUßntlieBerstr. 2 Rud.Dr.ntkcr, Pankow, MdhleoitTl Frlfc Eickler, Bastlanatr, 18. W. Ernst, Pücklerstr. 42. Frans Faulweite(,IIutenlTeIslr.87. Carl Feist, Friedenstr. 101. FrledrFiemmwg,8«i6»z-°-r»lt.i7. Paul Freitag, Stuttgarterstr, 18. E. Freyer, Bluniciislr. 72.E.»arkiulr. «.Frledridi, Marienbuvgerstr. 88. HelnrlchF rister.Fjnk««.Florast.SO F. George, Milttlmthaveuuitl. 83. B. OlarazowEkl, Weldenserstr,?- Fritz Glauner, Chuusseeetr. 80. Gumnior, R. Poseoerstr. 16. Wilb. Oodt, Emdenerstr. 69. B.Gonsior, Treptow, Grätsstr. 65. O.Oürti.Wi«se«»ir.3l,br.u jrdoe Rb®. Großc-RliodcKeinickendorferst.95 Oroö-PäckBrei..Borollna" i.We.L PauIGrl.atd, Pankow, Floraslr.lO. Paul Oürtnor, Treskow.tr. 44 A. Günther, Gr. Frankfurterst. 76 Fjaokt,v«lr.W.J!tluie Jliriealorgeril.7 KarlHoidenreich,ltünchaaerBt44 Kar) Hcr.ulg, öteinmetzatr. 74 Gast. Hein tBw.cl. H tt. l�tr gcr.tr. 84. O. Henning, SehmidUtr. Sa. Job. Hüdebrandt, Rykestr. 82 Paul Hoppe, Horm. dorfers tr. 8 Hoppe'33(arbf.Kranarek,AdilbMtitl| P.Husgen.llirfarä-.B.Lielileiirtdttst. I. lble, Gericht.»tr. 63. Max Jacob, PQügerslr. 70-1. Beruh. Jahn! Recidenzst. 75, T.682 Reinickendorf, Haueerstr. 8. Paul Jarrascb, Lp, engol.tr. 33 Jendrey ko, Immanuelkirchstr. 10 Fr. Jendreyko, Ohra.tr. 9. Max Jesso, BandoI.tr. 27. O. Jeske, I4bau8r.tr. 1 B. Kanthak, Lichten bergorstr. 21 Georg Kappe, n llbelnibmiutslr. S. A. Eelb, Koctockar.tr. 31. F. Kiesewetter, Schivelbeisttitr, 16. Frledr. Klinder, Mirbachatr. 37 R. Klinke, Weißen.., Lehderst.120. j.Kludt, Residonzst.löß.!Ul«ltkeod, H. Kleiner, Scjml.tr. 103 VWWWI Paul koehn ____ r_______ i bzidtlur, 42. *ax Knlffert, Landsb. Allee 28. Friedrich Knop, Rodestr. 31 Paul Köbernldt.WUh.Stoüestr.lS A, Kusubeck, Sparrstr. 4 J®*®' Krell, Weserstr. 179 Ajb. Krntkv. Cadinerstr. 19. UW iSEG Felix Kynaat�rincnatr, i. P. Lamla, Immanuelkirchstr. 20 j Ew. Liesegang, Danziger.tr. 42 Adolf Linde, Lictlnhg., Wilbtlnztr.Tö Carl Lindenherg, byclicaerrtr. 4. Fritz Lungwitz, Hohealohestr. 3. W.Luzeaiann,0.,GabrielMai8t.2 W. Megow, Lichtenhg.,(jäitiersl 5 R. Markwortb, Pflüger.tr. lt. R.Masdiler. LicbUibwi. Odcntr 87» AntonMelynar,Landsherger8t.l7 Alfred Metzner, Fulda.tr. 55/6 Milblsteff, Spandau, Bismitckstr. 5. G. Mosler, Weiflenburgerstr. 42 E. Muhle, Manteuffelstr. 87 Max Muth, Falkenateinstr. 87 Roman Nowak, Wisner.tr. 8. Carl Neuendom, Sicklngsr.tr. 76 Wilhelm Niklau, Malplaquetst. 8. üustav Nielsen, Lindower.tr. 9 Fritz Otto, Warsohaueratr, 60. Paul Otto, Danzigerstr. 81 Robert Pätschke.Sprongelstr. A5. J.H.F.f p, Amojdestr.lOt, Eelaielsetl-O«! 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Z.)(Nachdruck verboten) 22 114 212 M 405 13 80 552 53 601 21(1000) 36(500) 378 1024 20(500) 57(3000, 117 580 83 711(3000) 314 Ziass 52 180 305 487 605 530 3041 256 30 460 634(600) 4038 262 74 1500) «53 416 536 97 858(600) 99 S014 61 251 672 864 955 6037 69 80 324 60 464 517 630 720(500) 7138(15 OOO) 62 430 619 26 614 16 743 71 8011 38 82 244 306 11 22(600) 90 431 £06 61 72(1000) 855 82(3000) 8454 757 966 86 IO1S0 95(500) 244 548(3000) S9 92 70537 40 857 63 11100 60 249 56 383 499 592 760 833 40 69 94 974 1 2032 44 12433 216 468 533<13 OOO) 857 1 3079 143(500) 65 437 48 605 60 627 923 1*051 210 731 816 1 5166 483 94 708 17 860 65 18060 61 112 260 74 349 460 602 66 765 78 82 849(500) 17106 (1000) 75 283 811 61 97 956 76 1 8192 478(300) 606 65 843 94 (500) 932 67 1 9069 136(600) 54 323 639 730 974 20119 245 63(600) 321 90 479 647 681 873 94 977 21030 381(3000) 429 65 635 623 30 799 2 2138 67 017 42 76 91 608 95 817 2 3185 334 97 407 783(5000U3L3 910 24383 701 818 905 67 2 5095 217(500) 78 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Vreußifch-Snddentfche (339. Köntgl. xreuß.) Ktassenlotterte S, Klaffe 18. Ziehungstag 23. November 1313 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich Hobe Gewinne gefallen,»nd zwar je einer auf die Lose gleicher Stummer in den beiden Abteilunge» I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammem beigefügt. (Ohne Gewähr A. St.-A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 63 278 364 471 611 722 975(1000) 1025 31 99 431 49 520 650 86 2045 70 99 224 327 547 61 930 8069 140 46 263 306 432 584 617 775 81 83 852 58 89 4058 62 125 68 64 275 313 65 70 608 711 833 960 6 594 643 60 706 9 866 6 034 204 21 61 76 91 381 426(1000) 631 740(500) 99 803 901 68(600) 64 7105 230 401(500) 13 823(3000) 8033 101(600) 56(3000) 253 323 512(1000)708 29 51(600) 953 85 0004 71 108 223 638 761 816 65 932 54 1O004 7 21 371 98 694 11005 41 238 312 71 401 19(500) 616 680(500) 809 72 70 962 1 2225 444 616815903 13273 313 29 603 649(500) 825 77 992 1 4073 118 480 545 666 1 5558 94 618(1000) 49 616960 18244 301 466 66 69 663 725 883 1 7006 106 214 91(1000) 309 63 484 627 37 701 20 31 18178 81 85 2C0 61 408 23 637 663 705 977 1 9014 43 190 533 693 785 846 96 20310 701 63 869 35 21036(1000) 196 346 469 677(6000) 89 912 35 73 2 3016 65 701 928 97 2 4057 287 636 40 67 646(600) 811 17 08 970 2 6191 253 67 306 22(600) 33 69 (3000) 412 659 636 645 916 38 77(500) 28160 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UB M 272 353 63(3000) 640(500) 69 2 2 9053(6W) 4» tsvw«W 69 4» 623 616 619 900 19 66„.. 230157 81 88 89 219 34(600) 3» 55 99 940 231000 277 649 701 40 48 78 8KW 2321OT 258(500) 80 90 306 39 416 48 687 806 14 0/ wo«8036 TS 268 324(500) 465 680._ 3m©eminntobe hetHie6«m 3«b-fo"««»u vt. 3 0«. «Inn- zu 60 000 M.. 6 w 30«0 St. 4«u isa» JJ) io ,u 10000 M.. 42 zu 60C0 33, 628 ju 3000 3»-, 1140 za 1000 R, 1684 zu 600 23. "Mrant�Mch�Nchalteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärt« Luchdruckeret u. Berlagsanftalt Paul Singer».Co., Berli» DA Nr. 314. 30. Iahrgavs. 4. SeilU des Joraiärts" ßetlintt MMItti Sonnabend, 29. November 1913. Aus einer flnftalt für Fürforgecrzießung. Ungefähr 70 Personen waren es, die auf Einladung der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge sich an einem grauen Herdstnachmittag auf dem kleinen EtrauSbcrgcr Bahnhof zu- sammenfanden und in zwanglosem Zuge, der in diesem kleinen Landstädtchen beinahe dcmmi-trativ wirkte, den Weg zur Er- zichungsanstalt in Strausberg nahmen. Wer angesichts des schmucklosen roten Backstcinbaucs, der sich in„cchtprcugischcr Ein- fachheit" zwischen grünen Sträuchern hinter Mauern erhebt, noch tn: Zweifel war, od er sein Ziel bereits erreicht habe, der brauchte nur einiur Blick auf die beiden Jungen zu werfen, die in Uniform, mit Besen, Harke und Schippe bewaffnet, die Wege vor der An- stalt säuberten, damit sich den(natürlich angemeldeten) Besuchern alles im besten Lichte präsentiere; seine Zweifel waren sofort verscheucht. In der Turnhalle der Anstalt wurden die Besucher, nachdem die weiblichen Zöglinge ein Lied gesungen, durch den Anstaltsleiter, Pastor S c i f s e r t, begrüßt. Während des Gesanges war Ge- icgenhcit, die mehr als einfach und geradezu häßliche Anstaltstracht der Mädchen zu betrachten. Das Aussehen der ftinder erinnert lebhaft daran, daß Pastor Seissert in einem seiner Bücher„harte Zucht, schmale Kost, Prügelstrafe und Arrest" als Erziehung-- mittel empfiehlt, und den Zweck der Erziehung darin sieht,„den Trotz und den Willen des Zöglings zu brechen". Dieser Zweck scheint bei diesen Mädchen erreicht zu sein. Pastor Seiffert teilte mit, daß die Aufgaben der Erziehungsanstalt ständig gewachsen seien. Im Knabcnhaus sind gegen 200 Schulknaben, im Mädchen- Haus gegen 00 schulpflichtige Mädchen und im Biägdcheim etwa bO Mädchen von 1-4— 17 Jahren untergebracht. Auch ein Lehrlings- heim für 14— 18jährigc Knaben ist im Sommer eröffnet worden und ein Lazarett mit 40 Plätzen sorgt für die kranken und geistig minderwertigen Zöglinge. Herr Pastor Seiffert bat, bei dem Rund- gang durch die Anstalt keine Fragen zu stellen; er. der Herr Pastor, sei gern bereit, nach dem Rundgange in der Aula weitere Er- läutcrungen und etwaige Auskünfte zu geben. Auch an die Kinder solle man keine Fragen richten; denn„Kin- der verstehen bekanntlich alles falsch, was Große sagen" und machen schließlich„Q u a t s ch" daraus. Solche Worte aus dem Munde eines Erziehers mutzten stutzig machen; ließen sie doch schon einiges über die Strausberger Erziehungsmethode ahnen. Der Rundgang führte zuerst in das Knabenhaus, und zwar in die KclleZräumc. Hier, in dem dunkelsten Teil des Hauses sind die Arbcitswerkstättcn der Knaben untergebracht. Bei äußerst Mangel- haftcm Tageslicht sind hier die kleinen Bürstenbinder, Buchbinder und Flickschneider emsig bei ihrer Arbeit; hier findet man Lo bis 30 der kleinsten Knaben um einen Tisch geschart beim Kartoffel- schälen und der führende Hilfspastor erklärte— anscheinend mit gewissem Stolz—, daß tägliche a. SZentner davon zu schälen sind. In einer besonders dunklen Ecke war ein Knabe beim Holz- hacken. Als trotz des Frageverbots darauf hingewiesen wurde, daß es doch geradezu ein glücklicher Zufall sei, wenn der Kleine sich nicht in die Fingern hacke, wurde erwidert, der Hauklotz sei ja nur gerade heute(!), um etwas mehr Platz zu schaffen, in diese dunkle Ecke gerückt! Und diese hastig schaffenden 6— 14jährigen Schuljungen wurden in allen Räumen von Aufsehern in Uniform, welche selbst im Zimmer die Dienstmütze trugen, überwacht, so daß man eher den Eindruck hatte, Sträflinge, nicht aber frische, fröh- liche Kinder vor sich zu haben, bei denen diese„methodische Arbeits- erziehung", wie Pastor Seiffert eS nennt, das Gegenteil von Arbcitsfrcudigkeit bewirken dürfte. Einen Blick in die»große Badestube" zu werfen, war unmög- lich, da diese leider verschlossen war. Der Prospekt der Anstalt behauptet, daß sich 6 Brausen und 2 Wannen darin bc- finden und regelmäßig jeden Sonnabend die Zöglinge ein warmes Bad bekommen. Man denke: 2 Wannen für 200 Kinder! Im Parterre-Geschoß liegen die Wohnräume der Kinder. Diese sind zumeist hell und luftig, werden aber anscheinend wenig bc- nutzt. In den Wohnzimmern waren auf langen Tafeln Spiel- fachen zur Ansicht für die Besucher aufgestellt. Da waren Burgen mit Soldaten, Pferde und Wagen, Gesellschaftsspiele und Bücher aller Art, kurz alles Sachen, die ein 5lnabenherz erfreuen können. Aber diese Sachen hatten den einen Fehler: sie prangten zumeist in unberührter Frische und Reinheit; mau sah ihnen auf den ersten Blick an, daß niemals eine spielende Kinderhand mit ihnen in Berührung gekommen war. Auf eine diesbezügliche erstaunte Frage kam die Antwort:„O, des Sonntags spielen sie manchmal damit", womit die freudlose Jugend der Kinder, die unten in den Kellcrräumen bei der Arbeit saßen, grell beleuchtet wurde. Von den im ersten Stock liegenden Echulräumcn läßt sich nicht mehr sagen, als daß sie in ihrer Dürftigkeit denen unserer ältesten Gemcindcschulcn gleichen. Die Schlafsälc bcsindcn sich im gleichen Geschoß; sie sind zwar hell und luftig, aber so unglaublich eng mit den schmalen harten Betten bestellt, daß die Kinder sich gerade noch dazwischen durchwinden können. In einzelnen Sälen lagen nur Strohsäckc statt der Matratzen in den Betten, deren Stroh sich sogar durch das Laken einen Weg gebahnt hatte uird so mit den Körpern der darin Schlafenden in unangenehme Berührung kom- men mußte. Besondere Aufmerksamkeit erregte hier aber ein mitten im Saal in Stuhlhöhe schräg an der Wand angebrachtes, längliches Abflußbcckcn, vor dem ungefähr drei Knaben ncbenein- ander Platz haben. Der Führer hatte sich leider schon entfernt, so daß einen Frage nach Nam' und Art dieses von jedem Auge in der Runde zu beobachtenden Beckens unnröglich war; kundige Be- sucher erklärten aber bestimmt, daß es das Nachtgeschirr der Kinder sei!— Im Mädchenhaus waren die Mädchen in den Wohnräumen eben- falls beim Arbeiten. Ein kleines Mädchen hatte anstatt der Arbeit ein Buch in der Hand und löste dadurch bei einigen Fürsorgedamen die Ver- mutung aus, daß sie den anderen jedenfalls vorgelesen habe. Als die Kleine deshalb gefragt wurde, gab sie die bezeichnende Antwort:„Nein, ich habe nur augenblicklich keine Arbeit; deshalb durfte ich so lange für mich lesen." Auch hier paradierte man mit den Spielsachen, nur schien es, als ob diese etwas mehr gebraucht waren, oder sollte der Zahn der Zeit an ihnen sein Werk vollbracht haben?— Das.Mägdehcim für die Schulentlassenen, das erst in neuerer Zeit gebaut wurde, macht in seinen Partcrreräumcn einen freund- liche» Eindruck und genügt etwas mehr als die anderen Gebäude moderneren Ansprüchen. Hier sollen die Mädchen auf ihren künftigen Hausfrauenbcruf vorbereitet und in allen Hausarbeiten unterrichtet werden— ein an sich löbliches Beginnen. Hier, wo auch die große Zentralküche der Anstalt untergebracht ist, gab es aber einen kleinen Einblick in die Beköstigung der Pfleglinge. Eines der größeren Mädchen war gerade damit beschäftigt, den Kaffee für die Pfleglinge aus dem großen Kochkessel in kleinere Eimer zu füllen. Es ist Kaffee eigentlich nur dem Namen nach; denn es werden nur Surrogate und der Grund von dem Kaffee der Beamten dazu verwandt. Ein paar andere Mädchen saßen zusammen mit ihrer Kochlehrerin beim Schneiden von Bratkartoffeln. Auf die Frage, ob es Bratkartoffeln zum Abend gibt, hieß es:„Nein, die sind nur für die Beamten, die Zöglinge bekommen heute Hafcrgrützsuppe mit Brot." Als eine der Damen beharrlich weiter fragte:„Nun dann doch wenigstens Butterbrot?", da schüttelte das junge Mädchen mit einem bitteren Lächeln den Kopf:„Butterbrot nicht, nur trockenes Brot" — und schnitt weiter an den„Bratkartoffeln für die Beamten". Der Schlafsaal im Mägdcheim bot dann wieder eine sehr un- angenehme Ueberraschung. Hier in diesem neuen Hause, wo auch ein paar moderne Künftlersteinzeichnungen an den Wänden hängen, während in den anderen Häusern fast ausschließlich und aufdringe lich Bibelsprüche als Wandschmuck dienen— hier sind die Betten von zirka 50 Mädchen gemeinschaftlich im Bodenraum unter- gebracht. Die elementare Forderung der Hygiene nach Licht, Lust und vor allem nach Sonne findet in diesem übrigens sehr öden Raum mit den kleinen Dachfenstern völlig ungenügende Beachtung. Hat man in dem frommen Hause vergessen, daß die Mädchen nicht nur dereinst Hausfrauen, sondern auch verständige Hausmütter werden sollen? Das Lazarett machte durchweg einen freundlichen Eindruck. Da ivaren helle, freundliche Räume, bequemere Betten und auch eine Veranda mit Liegestühlen. Schade nur, daß die Kinder erst krank werden müssen, um diese Annehmlichkeiten einmal zu genießen. Nach Beendigung des Rundganges trafen alle Teilnehmer, wie verabredet, in der Aula der Anstalt zusammen. Pastor Seiffert wollte hier noch ein Schlußreferat von, wie er sagte,% Stunden halten, Vi Stunde(!) sollte dann den Besuchern für die Frage- stcllung gegeben sein, so daß dann noch Zeit genug bliebe, den nächsten Zug zu erreichen. Herr Seiffert sprach über die Fürsorge- erziehung im allgemeinen und über seine Methode im besonderen, wobei er ersuchte, bei der Beurteilung der ganzen Sache nicht zu vergessen, aus welchem Milieu diese Kinder hervorgehen. Da sind die„Väter angeblich in Amerika, in Wirklichkeit aber sitzen sie hinter Gefängnismauern"; da sind die Mütter„faule Frauen- zimmer" usw. mit Grazie in diesem Ton. Auch die moderne Pädagogik bekam einige Scitcnhiebe:„Dian darf ja heute einem löjährigcn Jungen nichts mehr sagen" und„man verlangt, daß die Jugend mit Samthandschuhen angefaßt werde". Und Pastor Seiffert sprach noch immer weiter, redete und redete� auch noch, als seine% Stunden längst abgelaufen waren und öte Viertel- stunde dazu, die für die Fragestellung vorgesehen war. So wurde es— ganz nnabsichtlich natürlich— den Besuchern, die er vordem gebeten hatte, während des Rundganges keine Fragen zu stellen, unmöglich gemacht, dies noch nachzuholen!— Bald fanden sich die Neugierigen auf der Wriczener Land- stratzc wieder und schritten tapfer aus, um wenigstens den Zug noch zu erreichen. Mit Wehmut gedachte sicher mancher der Kinder, die hinter diesen Anstaltsmauern eine freudlose und in Arbeitsfton erstickte Jugend verleben, denen der eigene Wille hier systematisch gebrochen wird, um dereinst um so leichter dem Kapitalismus als willenlose Arbeitssklaven ausgeliefert werden zu können. Welchen Eindruck mag erst der Besucher mitnehmen, der un- angemeldet und unbeaufsichtigt die Anstalt besuchen und unbcob- achtet mit den hier untergebrachten Kindern reden könnte! Em Induftm und Kandel. Das Auswandcrergcschäft der deutsche» Rcedereie«. Die Nachricht, daß französische Gesellschaften beabsichtigen, einen Schiffahrtsdienst zwischen russischen und französischen Häfen in größerem Stile zu organisieren und den Strom der russischen Auswanderer auf diese Weise über Frankreich zu dirigieren, hat an den deutschen Börsen lebhafte Beunruhigung hervorgerufen, die auch in Kursverlusten der führenden Schiffahrtsaktien zum Aus- druck kam. Auch der österreichische Auswandercrskandal wird für den deutschen Auswandererverkehr nicht ohne Folgen sein. In Oesterreich hat die Untersuchung über die Organisatton de» Aus- wandererlvesens zu denr Ergebnis geführt, daß nicht nur die Canadian- Pacific, sondern auch die Agenten deutscher Großreedereien sich auf das lebhafteste an der Verschleppung Militärpflichtiger ins Aus- land beteiligt haben. Die österreichische Regierung wird voraus- sichtlich diese Zustände zum Anlaß eines vollkommenen Bruches mit dem nordatlantischen Dampferpool nehmen und die Auswanderung aus Galizien und Dalmatien über Trieft leiten, wo ihr der Schiffs- park der Austro-Americana für solche Zwecke zur Verfügung steht. Wenn nun auch die Hapag und der Nordeuffche Lloyd an dieser österreichischen Gesellschaft mit ziemlich hohen Aknenbeträgen be- terllgt sind und jederzeit durch Geltendmachung eines Vorkaufs- rechtes sich die Majorität in der Generalversammlung sichern können, so würde der Nutzen an der österreichischen Aus- Wanderung in solchem Falle doch nur ein indirekter sein und den deutschen Grßreedereien würde für die eigenen Schiffe die rentabelste Befrachtung, der Zwischendecksverkehr stark verringert werden. In wie hohem Maße der Zwischenverdecksverkehr der deutschen Schiffahrtsgesellschaften von der russischen und vster- reichischen Auswanderung abhängig ist, zeigen die statisttschen Aus- weise. Von der Gesamtauswanderung über deutsche Häfen(Ham- bürg, Bremen, Stettin) entfielen der Nationalität nach im Jahre 1907 26 380 Deutsche. 363 618 Fremde, im Jahre 1912 18 545 Deutsche, 290 386 Fremde. Die fremden Auswanderer waren zum größten Teil Russen und Oesierreicher, ihr Wanderziel ist fast stets Amerika. Die Auswanderung nach Großbritanmen, Aftika oder Australien kommt demgegenüber kaum in Betracht. ES wanderten aus nach den Ver. Staaten Russen Oesierreicher 1007.. 109 272 218 229 1912.. 98 838 139 375 dem übrigen Amerika Russen Oesterreicher 6 004 4 745 24 998 14338 Aus diesen Ziffern erhellt ohne weiteres die Bedeutung der russischen und österreichischen Auswanderung für das Zwischendeck- geschäft der deutschen Schiffahrtsgesellschaften. Zu« Beschäftigungsgrad in Warenhäusern. Die Firma A. Wert- heim schreibt uns:„Es bat sich in den letzten Tagen die Meinung vielfach verbreitet, daß bei unserer Firnia zahlreiche Angestellte ent- lassen worden seien. Dieses Gerücht ist durch keinerlei Taffachen begründet. Wir haben im Gegenteil, wie alljährlich vor Weihnachten. sowohl für unser Gesckäft Leipziger Straße als auch für unser« Filialen Rosenthaler Straße, Königstraße und Moritzplatz eine große Anzahl Aushilfskräste neu engagiert." Besondere Ausverkaufs-Angebote Wegen Auflösung unserer Firma totaler Ausverkauf der gesamten Lagerbestände In Herren-, Jünglings-, Knaben- und Sport-Bekleidung jeder Art. Unsere früheren schon sehr billigen Preise sind mit Beginn des Ausverkaufs durchweg bedeutend, zum Teil bis zu 60 pCt. ermässlgtl Winter-Ulster für Herren, in unübertroffener Ausführuno aus den modernsten Stoffen gearbeitet in allen erdenklichen Welten' jetzt 12 bis 58 M. früher 2t bis 89 M. Winter- Paletots für Herren, aus modernen dunklen und mittelfarbigen Stoffen, In bester Ausführung und vorzüglichen Passformen jetzt 9 bis 56 M. früher 18 bis 84 M. Winter-Joppen aus guten Lodenstoffen mit>varmem Futter u. 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Die Bewerber müssen mit der Genoffenschaftsbewegung voll- stöildig veetraut sein und den Warenmarkt beobachten können. ES wird nur aus durchaus tüchtige, erfahrene und bilauzficherc Kräfte reflekiiert. Bewerbungen sind unter.DorstandSgesuch' an den Unterzeichneten bis zum 15. Dezember 1913 einzureichen. Die Gesuche müssen ciilhalten Angabe über Gehallsansprüche, über die bisherige Tätigkeit und müssen erkennen laffen, aus welche Stelle die Bewerber reflektieren. 108/8* Der Anfslchtsrat. Karl Franke, Vorsitzender. Leipzig Stötteriff, Wasserturmstt. 40 I. Für unsere Abteilung„Verwaltung" wir zum baldigen Antritt einen suchen Beamten der volkswirtschaftlich geschult, mit gewerkschaftlichen, insbesondere Tarifangelegenhellen vertraut und schriftstellerisch befähigt ist. Der Betreffende mutz die sozialpolitische und genossenschaftliche Literatur kennen und eine grötzere Bibliothek für diese Gebiete sachgemätz einrichten und vertvalten können. Anfangsgehalt 3900 Mark per Jahr, steigend jährlich um 180 Mark bis IMG Mark. Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Täticj- feit und Bennung von Referenzen erbitten wir mit der Ausschrift„Verwaltungssache" bis zum 15. Dezember. ios/11 Großeinkaufs- Gesellschaft Deutscher Äousmn- vereine m. b.H., Hamburg 1, Besenbinderhof 52. Zahngebiffe, Zahn bis 1,00. Platinabsälle, Goldankaui, höchstzahlend.Geldkontor', Alte Jakob« straße 139,140. Zahngebiffe, Zahn bis 1,30(Ab- holung), Plattnabfälle 5,65. Gold- fachen, Silbersachen, Kehogold, Gold» ivatten, Quecksilber, Stanutolbavier, Zinn 3,40, Kupfer, Rotguß, Messing, Blei, höchstzahlend. Edelmetall- Einkaussburcau Weberstraße 31. Telephou. 1654K* Untemckt. Unterricht in der englischen Svrache. Für Anfänger und Fort- geschrittene, einzeln oder im Zirkel, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebersetzungen an- gesertigt. G. 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Redner entwarf ein lebenswahres Bild des großen Toten und erntete für seine Ausführungen am Schluß großen Beifall. Unter Vereins- angclegenheiten erstattete Genosse K ü t e r den Halbjahresbericht. Er konnte mitteilen, daß wir sowohl bei den Landtags- als auch bei den Stadtverordnetenwahlen gut abgeschnitten haben. Bei den letzteren habe die Sozialdemokratie 2191, die Zobelpartei 2168 und die Haberländer 390 Stimmen erhalten. Der Mitgliederbestand des Wahlvereins beträgt 2362 männliche und 490 weibliche. Der Redner machte alsdann auf ein« am 11. Dezember vom Zentral- verbano der Handlungsgehilfen einberufene öffentliche Versamm- lung aufmerksam, in welcher Genosse Woifgang Heine über das Thema:„Liberalismus und Koalitionsrecht" referieren wird. Am 6. Dezember findet eine vom BildungSausschuß arrangierte Theatervorstellung„Die Schiffbrüchigen" statt. Ein Volksunterhaltungsabend der Stadt Schöneberg findet am Sonntag, den 30. November, nachmittags 5 Uhr, in der Aula der Hohenzollernschule, Belziger Straße 48/62, statt. Als Mitwirkende seien erwähnt: Konzertsängerin Frl. Martha Elkan, Herr Willy Brüdjam, ehem. anhalt. Hofschauspieler, Kammermusiktrio der Herren Bergau. Klavier, Kgl. Konzertmeister Zeiler, Violine, Kgl. Kammervirtuose Espenhahn, Cello. Eintrittspreis 30 Pf., Kassen- l öfsnung 4 Uhr. Eintrittskarten sind zu haben in der Zeitungs- expedition, Martin-Luther-Straße 69, und in der Konsumgenossen- schaft, Apostel-PauluS-Straße 40. Eine Abcnduntcrhalwng veranstaltet die Arbeiterjugend heute Sonnabend, den 29. November, in den.Neuen Ruthaussälen", Meininger Str. 3. Zur Aufführung gelangen ein Konzert des be- kannten Hollfelder-Orchester«, Rezitationen, gesangliche und turnerische Darbietungen. Hinterher Tanz. Billetts sind nur an den bekannten Stellen und bei den«usschußmitgliedern zu haben. Zahlreicher Besuch auch der Eltern unserer Jugend erwünscht. Freie Elternvereinigung. Heute Sonnabend, abends 6 bis 8 Uhr, Unterhaltungsabend mit Lichtbildervortrag:.Im malerischen Schwarzwald". Eintritt frei. Sonntag Besuch des Museums für Kunstgewerbe. Treffpunkt l/z12 Uhr mittags Potsdamer Straße Ecke Grunewaldstraße. Montag, abends 9 Uhr. Elternversammlung mit Vortrag über: „Zweck und Ziele der Freien Elternvereinigung". Beide Vorträge finden im Lokal von Rapp, Dennewitzstr. 13, statt. Der Spareinlagenbestand der Schöneberger Sparkasse hat in den verflossenen 10 Monaten eine Vermehrung erfahren. Es betrugen die Einzahlungen vom 1. Januar bis Ende Oktober er. 19 147 566 M., die Rückzahlungen 18 223 991,— M.. so daß sich ein Ueberschuß von 923 575,— M. ergiebt. Die Zahl der Sparbücher ist entsprechend gestiegen und zwar von 109166 auf 114832, insgesamt um 6166 Stück. Bon den im Stadtbezirke verteilten 17 Annahmestelle» werde« Ein" lagen von 1 bis 500 M. an einem Tage auf ein Buch angenommen. Die Verzinsung läuft vom Tage nach der Einzahlung ab. Lichterfelde. I« der Mitgliederversammlung des WahlvcreinS hielt Genosse Kali Ski einen interessanten Vortrag über daS Thema:»Der kapitalistische Magnetberg und der Krupp-Prozeß". Redner zeigte den Anwesenden an vielen Beispielen die Macht deS Rüstungs- kapitals.— Den Bericht von der VerbandS-Generalversammlung gab Genosse Balkow. In die Zeitungskommission wurden die Ge. nassen Balkow, Hermann Müller und Niegel gewählt. Genosse Mäkel als Obmann des Gewerkschaftsiartells wies darauf hin. daß am 3. Dezember eine Arbeitslosenversammlung nach dem Lokal von Wahrerrdorff einberufen ist und daß am 16. Dezember die AuSschußwahlcn zur Ortskvankenkassc stattfinden. Die Mitglieder der Kasse werden ersucht, sich rechtzeitig mit Legitimationen zu versehen, da die Gegner die größten Anstrengungen machen, die Vertreter der Arbeiterschaft aus der Kasse heraus zu bringen. Aufgenommen wurden zwei Mitglieder. Sitzungstage von Stadt« und Gemeindevertretungen. Zeuthen. Dienstag, den 2. Dezember, nachmittags 5'/, Uhr, im Gc- meinoehaus«. Diese Sitzung« sind öffentlich. Jede»«rmewdenngetzörige iß tf rechtigt. ihnen als Zuhörer beizuwohnen. zs.-zz. 42- 46.5048 80.-65.-68 24.so ii-irn. 32.-36- 10,-12- n- 68- 10- Verlangen Sie bitte die neue Moden- betcbreibmur „Die neuen Moden" Katoloj» O porto- und kostenfrei. Hermannötr. 59�00. EcKe�ranmetoft Eüenwaren-Weflueuöe Hauö-und Küchen�eräl'e— ©las Poizellan Bdeuthhmö Wilmersdorfer Strafte in, Ecke Schul straft«. Sonntag" von 12 dl« 3 Uhr gehlfnet. M. Schulmeister BERLIN SO, Dresdener Str. 4 SV Hochbahn-Station am Kottbnucr Tor."WM Sanntag van 12—2 Uhr geöffnet. Wäsche nach Gewicht gewaschen bis 50 Pfund 8.50 Mark, jedes weitere Pfund 6 Pfennig mehr. PrelB-Iilsto für Hchrankfertigc Wüsche: Handtücher Servietten. 3 St. 10 Pf. 1 3 St. 10 Pf. Kleine Bezüge 6 Pf. Taschentücher 4 St. 10 Pf. 1 Frottiertücner 6 Pf. Paar Strümpfe 6 Pf, Laken.. 15 Pf. Tiachtücher 15 Pf. Gr. Bezüge 16 Pf. 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