Nr. 11. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingert. in der Boit Zeitunas: Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgeipaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition it an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 14. Januar 1894. stätigt. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bur fächsischen Wenn der Konsum von Pferdefleisch und ähnlichen| in Anrechnung kommen. Das Gesammteinkommen derartiger nicht gebräuchlichen Verzehrungsgegenständen, gegen die eine Körperschaften im Königreich Sachsen beträgt ungefähr Einkommensteuer- Statistik. Bevölkerung eine, sei es nun berechtigte oder unberechtigte 59 Millionen Mark, wovon gewiß der größere Theil auf Es würden daher, Von allen deutschen Ländern und Provinzen hat das Abneigung empfindet, steigt, so ist das ein Beweis für die Ver- die höchste Einkommenklasse entfällt. schlechterung und nicht für die Verbesserung der Lebens- wenn es möglich wäre, die doppelt eingestellten Einkommen Königreich Sachsen die stärkste industrielle Entwickelung ge- baltung eines Volkes. Diese Schlußfolgerungen, die zu der einmalig abzurechnen, die Ziffern der obigen Tabelle sich nommen, es rangirt als Industriestaat mit Belgien und England in einer Reihe. Nur eine Minderheit der Be- Annahme berechtigen würden, daß der Wohlstand der großen etwas verändern, jedoch würde das Gesammtbild immerhin völkerung kann durch die Landwirthschaft ihren Unterhalt Maffe, der arbeitenden Klassen, unter allen Umständen ein das selbige bleiben. sehr niedriger und keineswegs im Wachsen begriffen ist Nun sehe man sich einmal die angegebenen Zahlen finden. Industrien aller Art breiten sich über das Land im Königreich Sachsen, werden nun aber auch durch eine näher an: 950 000 Personen, also zwei Drittel der fächaus, dringen von den Städten in die Dörfer vor und aus, dringen von den Städten in die Dörfer vor und flettern bis zum höchsten Kamm des Erzgebirges empor. Sorgfältige Prüfung der Einkommensteuer Ergebnisse be- fischen Steuerzahler haben ungefähr das nämliche Gesammteinkommen, wie die beiden Klassen der Höchstbesteuerten, die Die ständige Bermehrung der Industrie ermöglicht es auch Wie wir einer trefflichen Zusammenstellung der Sächs. nur 3,43 pCt. der Bevölkerung ausmachen; d. h. die 49 333 dem Nachwuchs und der zuziehenden Bevölkerung eher Ge- Arbeiterzeitung" entnehmen, wird zu statistischen Zwecken Wohlhabenden 3. und 4. Klasse haben ein jeder von ihnen legenheit zur Verwendung ihrer Arbeitskraft zu finden als das Gesammteinkommen der sächsischen Bevölkerung in vier durchschnittlich ein zwanzig mal so hohes Einkommen, als in industrieärmeren Ländern. So kommt es, daß das Hauptklassen eingetheilt: 1. Klasse bis zu 800 W.; 2. Klasse einer der 950 000 Armen. Während die Steuerpflichtigen Pönigreich Sachsen aus den umliegenden Gebieten und auch von über 800 m. bis 3300 M.; 3. Klasse von über 3300 M. der ärmeren Klasse ein Durchschnittseinkommen von 502 M. aus ferner liegenden Theilen Deutschlands ständig Zuzug er bis 9600 M.; 4. Klasse von über 9600 M. haben, hat die Klasse der zehntausend Reichsten( mit einem hält, und daß deshalb seine Bevölkerung von Jahr zu Jahr Die unterste Klasse mit Einkommen bis zu 800 M. ist Jahreseinkommen von mehr als 6900 M.) ein Durchschnittsfärter anwächst, als die eines anderen deutschen Landes- die bei weitem stärkste, 1892 umfaßte sie von der Gesammt einkommen von 24 689 M. Gin jeder von ihnen ist also heiles. Die wachsende Volksvermehrung bedingt natürlich zahl der steuerpflichtigen Personen, welche sich auf durchschnittlich achtundvierzig mal so reich als einer der uch zunächst, andere entgegenwirkende Umstände außer 1438 118 belief, 950 001 Personen, daß sind 66,06 pCt. Armen. Icht gelassen, eine stetige Erhöhung des Gesammtein- Diese eine Zahl besagt bereits genug, sie besagt, daß mehr Berlegen wir die Bevölkerung in zwei Klassen nach der mens der Bevölkerung. Kein Wunder deshalb, daß als die Hälfte unserer Bevölkerung nicht das zum Leben Einkommensgrenze von 1600 m., so stellt sich für das Leute, die da glauben, die Kulturhöhe und der Wohlstand Nothdürftigste besißt, sondern dazu verdammt ist, in namen Jahr 1892 heraus, daß diejenigen 10,27 pt. mit über eines Volkes lasse sich erweisen aus der Höhe des Gesammt losem Elend dahinzuvegitiren. 1600 M. nahezu soviel Einkommen haben wie die 89,73 pt. einkommens und aus der Bevölkerungsvermehrung, mit Die zweite Hauptklasse mit einem Einkommen von über derjenigen unter 1600 M.! Jene 10,27 pCt. haben Vorliebe nach den statistischen Mittheilungen aus dem 800 bis 3300 m. umfaßt 438 784 Personen oder 30,51 pCt. 678 Millionen Mart= 44 pCt., biefe 89,73 pCt. haben Königreich Sachsen greifen, um mit denselben ihre vor der Gesammtbevölkerung. Unter diesen Personen bleibt 847 Millionen Mark= 56 pet. vom Gesammteinkommen. gefaßte Meinung, daß es zum Besten bestellt sei in dieser aber der bei weitem größere Theil hinter 1600 M. zurück, Daß die Lebenshaltung einer Bevölkerung mit durchbesten aller Welten, durch allerhand Rechnungsfünfte zu benämlich 340 461 Personen= 23,67 pet. haben nur 800 schnittlich 502 M. Jahreseinkommen nur eine außerordentweisen. Zu diesem Zweck wird die auch jetzt, wie alle zwei bis 1600 M. Einkommen, auf der anderen Seite haben liche niedrige sein kann, liegt auf der Hand. Man stelle Jahr veröffentlichte amtliche fächsische Einkommensteuernur 98 323 Personen= 6,84 pt. ein Einkommen von sich nur einmal vor, was eine Familie sich selbst bei billigen Statistik verwendet. 1600 bis 3300 M. Nahrungspreisen und Wohnung auf dem Lande für 502 M. beschaffen tann. Es läßt sich aber auch beweisen, daß die ärmere Bevölkerung in der Einkommenverbesserung weit geringere Fortschritte macht, als die wohlhabende und da erfahrungsgemäß bei zunehmender Konzentration der Bevölkerung in Industriezentren und bei der größeren Romplikation aller wirthschaftlichen Verhältnisse der Werth der der Lebensmittel im Verhältniß zum Geldwerth zu steigen pflegt, müßte das Durchschnittseinkommen der ärmeren Be pölkerung an sich und insbesondere im Verhältniß zur Einkommenerhöhung der reicheren Bevölkerung sich ständig beSteuer trächtlich vermehren, um der ärmeren Bevölkerung auch nur Klassen das Beharren bei der gewohnten Lebenshaltung zu er 1. Klasse möglichen. Daß dies im hinreichenden Maße in Sachsen 2. Klasse nicht der Fall ist, wird durch die vorhin erwähnte Er3. Klaffe höhung des Konsums von Pferdefleisch angedeutet. Die 4. Klaffe statistischen Zahlen bestätigen aber auch bei einer VerBei den Einkommen der Klasse der Höchstbesteuerten ist gleichung der Einkommensvermehrung der Reicheren und allerdings in Betracht zu ziehen, daß auch die Einkommen Aermeren diese Vermuthung. Legen wir wieder einem der sogenannten„ juristischen Personen", also der Gemeinden, solchen Vergleiche die Eintheilung der Bevölkerung in zwei Aktiengesellschaften und sonstigen Körperschaften gleichfalls Klassen, eine mit einem Einkommen bis 1600 M., eine mit Für die oberflächliche Betrachtung ergeben die vor- Es folgt dann die dritte Hauptklasse. Sie umfaßt liegenden Zahlen allerdings eine Erhöhung des Volkswohl 38 786 Personen= 2,70 pCt. der Gesammtbevölkerung mit standes, da seit dem Jahre 1890 bis zum Jahre 1892 bas 3300 bis 9600 M. Jahreseinkommen. Endlich die vierte Durchschnittseinkommen der Steuerpflichtigen im Königreich Hauptklasse, die„ reiche Klasse", mit nur 10 537 Personen Sachsen sich beträchtlich erhöht hat. Indeß muß doch irgend 0,73 der Gesammtbevölkerung mit Einkommen über etwas in der Rechnung nicht stimmen, denn allerhand andere 9600 M. Diese Einkommen steigen hinauf in die HundertBeobachtungen, die über die Lebenshaltung der königlich tausende und erreichen ihren Gipfel beim Jahreseinkommen sächsischen Unterthanenschaft gemacht werden, reden eine von 1 475 000 m. in der 327. Steuerstufe. ganz andere Sprache. So geht aus den jetzt vorliegenden amtlichen Mittheilungen hervor, daß im Jahre 1892 im Königreich Sachsen 4277 Pferde, das sind 32 mehr als 1891, geschlachtet wurden. Hunde wurden nach amtlicher Angabe 422 geschlachtet. Damit ist jedoch augenscheinlech nur die Zahl der in Schlachthäusern geschlachteten Hunde ge meint, denn die Zahl der wirklich geschlachteten muß bei dem verhältnißmäßig starken Konsum von Hundefleisch in der ärmeren Bevölkerung eine erheblich höhere sein. Auch Kagenfleisch wird von manchen Personen nicht verschmäht, ebenso werden Dachse, Füchse und Krähen, besonders auf dem Lande gegessen. Feuilleton. Nachdruck verboten.]. Helene. [ Alle Rechte vorbehalten, [ 16 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Die Sonne war bis zur Mittagshöhe emporgestiegen und schien in die Fenster, die Stube mit ihrem Glanze erfüllend. Und wie eine Blume unbewußt sich dem Lichte ent gegen wendet, dreht sich Lene langsam herum. Jhr Nachtgewand hat sich über der Brust geöffnet und die ungeordneten Haare fluthen in lockigen Partien freier um Hals und Nacken. Sie hat den Kopf in die Hand gestützt und blickt gegen das Fenster in die durchsonnte, flimmernde Luft. Tausend Wohlgerüche strömen zu ihr herein und die vielstimmigen Töne des Waldes. Einen Vergleich des Gesammteinkommens der Hauptlassen miteinander ergiebt die folgende Tabelle: Eingeschäßte Pers. Eingeschätzt. Einkommen Bahl pet. Mart pCt. 950,001 66,06 477,350,154 31,29 488,784 30,51 589,191,748 38,62 38,796 2,70 198,805,510 13,03 10,537 0,78 260,143,761 17,06 der Noch immer ungnädig? ah, das ist ja sehr amüsant, Dir, weil er mich ganz für sich allein haben wollte da kann ich ja wieder gehen," seine Stimme zitterte in Auf- Egoist! Aber sie springt empor und im regung und Bitterfeit. nächsten Augenblick liegt sie an seinem Halse. Erich, verzeih mir, ich war ein Kind- ich begreife jetzt Alles, und ich liebe Dich nur Dich und für alle Zeit! Ich weiß jest was Du mir bist, was Du mir sein wirft." Und sie lachte und weinte in seinen Armen. IX. Aber nun ist er schon ruhiger geworden, er weiß, wie er dran ist, und daß er mir Alles bedeutet. Die Honigmonde vergingen unseren Neuvermählten, wie Anderen auch, in einem durch Illusionen genährten Taumel. Helene empfaud es als ein immer höheres Glück, ihm anzugehören Sie hatte in ihm den Herrn und Gebieter gefunden, aber um diesen Eigenschaften jeden Stachel zu rauben, hatte sie ihn willig zu ihrem Gotte gemacht. Er nahm diese Anbetung als etwas Natürliches hin, das ihm gebührte, und sonnte sich immer behaglicher in seinem Gottesgnadenthum. Es war September geworden, und an dem Vierteljahrstag ihres ehelichen Zusammenlebens schrieb Helene an ihre Mutter: Aber deshalb darf ich mich doch nach Euch sehnen und ich sehne mich manchmal so sehr. Schicke mir doch die Jungens heraus einen wenigstens den Kleinen, der kann dem Kondukteur noch was weiß machen und halbe Karte fahren. Ich möchte ihm gerne das Geld dafür schicken, aber ich habe keines. Weißt Du, Erich hat es bisher so eingetheilt, daß er das Geld der Köchin giebt und ich brauche nur die Rechnungen durchzusehen, aber in München will er das anders machen. Ach, ich freue mich darauf, wieder in München zu sein, dann werde ich Dich täglich sehen können. Mutter, mein liebes Mutterle, jetzt erst weiß ich, was Du mir bist. Leider wird unsere Wohnung gar so großartig eingerichtet und da her erst Mitte Oktober beziehbar. Und Erich will nicht, daß ich vorher nach München komme. Sie dehnt ihre Glieder, sie seufzt und horcht: Lustig zirpen die Grillen und immer süßer tönt das Locken und Er sagt, seine Garçonwohnung sei jetzt gar zu unfröhliches Schmettern der Sänger. Jetzt vernimmt sie ein ordentlich und vernachlässigt, er will absolut nicht, daß ich lautes Gezwitscher; gerade über dem Fenster haben sich die Heute dentst Du wohl an mich, wie ich an Dich. Es dahin komme, und da begreifst Du wohl vielleicht beEchwalben ein Nest gebaut und füttern die Jungen. Sie sind gerade drei Monate, daß ich Euch verließ. greifst Du's auch nicht, daß ich so gehorsam geworden bin hört sie schreien, dann wird es still. Mein jetziges Leben erscheint mir oft wie ein Traum; aber ich thue alles für ihn ich esse alle seine Leib. ich wußte ja gar nicht, daß Menschen durch einander und gerichte, auch die, die mir nicht schmecken, blos weil es ihm mit einander so glücklich sein können. Freude macht, wenn ich mich an alles gewöhne, was er ge= Aber mein Erich ist auch ein herrlicher Mensch wohnt ist. wohnt ist. Und, Mutter, es ist auch etwas Schönes so gut so aufopferungsvoll Ihr kennt ihn nicht darum, wenn zwei Menschen so ganz in allem überhinlänglich, und das thut mir leid. Komm doch einmal einstimmen, wie ich mit ihm. Und das kommt immer wieder zu uns heraus, Mütterchen. Du meinst, er sehe noch besser, weil ich ihn immer mehr und mehr lieben muß, Dich nicht gern? benn komm, tommrecht bald, dann wirst Du was Deiner Lene." Aber Helene lauscht noch immer hinaus, wie in Sehn sucht auf diesen Jubel in der Natur, der seligen Bethätigung des Lebens; und in ihr ist's wie ein Erwachen und ein Erkennen. Sie fühlt sich Eins mit der Natur und fühlt sich als Weib, und das Hohe und Reine, das sie ersehnt, es ruht in ihr selbst, in ihrem lebenspendenden Schooße. Gie blickt erst auf, als die Thür leise tnarrt... Erich stand in derselben. Da stößt sie einen leisen Schrei aus und verhüllt schamhaft die Augen. Was fällt Dir ein! Wie kannst Du so etwas von erfahren von ihm denken! Freilich, im Anfang war er so tindisch in seiner Liebe, daß er mich niemandem gönnte, nicht einmal Und vier Wochen später schrieb sie an dieselbe: einem Einkommen über 1600 M. zu Grunde, so ergiebt| begonnen hat. Von den Verhafteten erregt als Abgeordneter des Fasci- Präsidenten zu Tausenden verbreitet, an vielen Plähen sich, daß im Jahre 1890 das Durchschnittseinkommen der Parlaments die allgemeinſte Theilnahme De Felice Giuffride dem Volfe vorgelesen, dus die sozialistischen Forderungen mit unteren Klaffe rund 649 M., dagegen 1892 rund 657 M. Guiseppe mit Garibaldi Bosco, der Hauptbegründer der mächtigsten Jubel und Entzücken begrüßte. In Reggio Emilia, in Corato betrug, während bei der oberen Klasse die Vermehrung in und blühendsten Fasci auf Sizilien, die heute durch Morra unter in der Provinz Bari, in Pisa und in Livorno gab es Kundweit schnellerem Sprunge erfolgte, nämlich von 4573 M. man nichts, feine Nachricht von ihnen oder über sie dringt aus die die schimpfliche Aufgabe haben, ihre fizilianischen Brüder drückt und aufgelöst sind. Von den anderen Verhafteten hört gebungen für Sizilien und gegen die Einschiffung der Soldaten, im Jahre 1890 auf 4925 M. im Jahre 1892. den Gefängnissen. De Felice aber, das steht fest, wurde von niederzuschießen. Es beginnt zu gähren in Italien. Wie zum Während also das Durchschnittseinkommen der ärmeren Anfang an durch Crispi's Werkzeug aufs brutalfte behandelt. Hohn wird offiziell mitgetheilt, wie der Befehlshaber Morra Klasse in zwei Jahren nur um 6 M. oder 1,17 pCt. ge Morra drohte ihm, dem Abgeordneten, als er sich auf sein in Palermo mit dem Erzbischof der Insel Rücksprache gewachsen ist, wuchs das der wohlhabenden Klasse in der Schutzrecht durch das Gesetz und die Verfassung berief, mit Erhalten und wie beide zum vollen Einverständniß über nämlichen Zeit um 352 M. oder 18,57 pct. Oder um schießung. Er weigerte sich bis heute, seine Tochter zu ihm zu lassen, die Regierungsmaßnahmen gelangt sind. Wie zum giftigen einen anderen Vergleichsmodus anzuwenden: während im eine Vergünstigung, die gemeinen Verbrechern gewährt wird. Diese Hohn wird in Crispi- Blättern offen eine Bertagung der Jahre 1890 das Durchschnittseinkommen der wohlhabenderen Tochter ist die jugendliche Julia De Felice, von der ich in meinen Kammern gefordert und während die Bauern Siziliens unter Klaffe( mit über 1600 Mt. Einkommen) 712 Mal so groß Berichten mehrfach erzählt habe, die als Sozialistin durch ihre dem Ruf:" Nieder mit den Brot- und Mehlsteuern" in den Tod feurigen Ansprachen so oft das Volk begeisterte. gehen, wird mit unbestimmten Hinweisen, aber in verschiedenen war, als das Durchschnittseinkommen der ärmeren Klasse, De Felice ist jetzt 38 Jahre alt. Durch das Vertrauen und Beitungen der Bourgeoisie eine Erhöhung dee Konsumsteuer, der war es im Jahre 1892 sogar schon 7/20 Mal so groß ge- die Liebe des Voltes wiederholt zum Kommunal- und Provinzial- Mehl- und Brottage bis zu hundert Millionen jährlich durch worden. Nehmen wir nun selbst an, daß der ärmeren Be- Abgeordneten erwählt, wurde er hauptsächlich durch begeisterte Crispi in Aussicht gestellt. Mitten in diesen Gährungen ist ein völkerung es ermöglicht gewesen wäre, ihre Lebenshaltung Mithilfe der Arbeiter des mächtigen Fascio von Catania 1892 erfreulicher Aufschwung der sozialistischen Presse in Italien zu trotz der ungenügenden Einkommenserhöhung auf dem zum Abgeordneten ernannt. Heute werden die ungeheuerlichsten verzeichnen. Das tägliche Blatt in Reggio Il Punto nero", früheren Niveau zu erhalten, so ist doch klar, daß die Ver- Fabeln, selbst gemeine Anklagen durch Crispi's Organe über das erste sozialistische Tageblatt, ist erschienen, die„ Lotta di mögensunterschiede von Jahr zu Jahr immer schreien- diesen Mann verbreitet, von denen Hochverrath, geheime Ver- Claffe" von Mailand plant eine zweimalige Ausgabe wöchent schwörungen mit dem Ausland, mit Frankreich und Deutschland lich- ähnlich wie es die Arbeiter- Zeitung" in Wien vollbracht der geworden sind. So bestätigt denn auch diese( die Unterstützung der Fasei durch die deutsche Sozialdemokratie hat, und zwei neue sozialistische Wochenblätter in Ober- Italien Statistik die Schlußfolgerung, die wissenschaftliche mit 500 Frants sputt in den Verleumdungen überall haben das Licht der Welt erblickt. Forschung aus Hunderten von anderen Beobachtungs- durch) die die allergeringsten sind. Ein anderes aber ist thatsachen der Gegenwart gezogen hat, daß die Kluft immer schroffer wird zwischen Armen und Reichen, daß wir uns mehr und mehr dem Zustände nähern, in dem das Kapital in den Händen Weniger konzentrirt ist, und dieser ausbeutenden Kapitalistenklasse die ausgebeutete Klasse der Proletarier unvermittelt gegenüber tritt. Daß für die Erfenntniß dieses Zustandes dem Proletariat die Augen geöffnet werden, daß es, wenn die Zeit sich erfüllt hat, weiß, was er zu thun hat und im stande ist, seine Aufgabe durch zuführen, daß es gewillt und befähigt ist, aller Ausbeutung ein für allemal ein Ende zu machen, dafür sorgt die Sozialdemokratie. um Politische Ueberlicht. Berlin, den 13. Januar. Aus dem Reichstag. Drei Tage hat sich der Reichstag jetzt schon mit der Tabaksteuer- Vorlage beschäftigt und noch ist die Debatte darüber nicht zu Ende geführt. Dieselbe wird am Montag fortgesezt. Crispi's Gottesfriede in Sizilien. Blätter auf Sizilien find unterdrückt, darunter auch das neu- Boltsschichten hervorgerufen hat, II. es, was diese Verhaftung und brutale Behandlung in ihrem rechten und wahren Lichte erscheinen läßt. Crispi baßt De Felice persönlich, da dieser vor drei Jahren in heftigem Parteikampf und in Polemik mit jenem die ganze Hohlheit des haftung und Behandlung als ein Erzeugniß niederer persönlicher Staatsmannes Crispi aufgezeigt hatte. So wird diese VerNachsucht erklärt und von radikalen Blättern wird darauf hingewiesen, wie der Nachäffer Bismarc's auch in diesem hervor stechenden Buge seinem erhabenen christlich- germanischen Vorbilde folgt. So erniedrigt wird mit diesem Lügensystem der Es dürfte der erste Fall sein, daß über eine Vorlage, Nachrichten aus Sizilien durch Crispi Italien selbst vor dem von der heute schon feststeht, daß sie mit erdrückender MehrAuslande, daß sich Italiener bereits, die Wahrheit heit abgelehnt wird, eine so ausgedehnte Debatte stattfindet. zu erfahren, an die englischen Konsuln in Palermo Seine Erklärung findet dieser Vorgang nur in der gewaltigen und Catanio gewendet haben, δα deren Nachrichten nicht unterschlagen werden dürfen. Alle sozialistischen Aufregung, welche gerade diese Steuervorlage in den weitesten begründete Jl Siziliano", unter deffen Mitarbeitern auch Man muß eben für gar nichts anderes mehr als nur Salvioli genannt wird. Von einer wirklichen Beruhigung der für fistalische Interessen Sinn und Gedanken haben, wenn Insel fann feine Rede sein, so wenig das Festland Italien selbst man in der heutigen Zeit allgemeiner Geschäftsflaue und ruhig ist. In allen Spitälern der größeren Orte Siziliens Arbeitslosigkeit eine Steuervorlage einbringen kann, deren schreien Tußende von Verwundeten, darunter Frauen und Kinder, sichere Folge die Arbeitslosigkeit für Zehntausende Grispi's Gottesfrieden aus, und die einzig Ruhigen sind die sein würde. Freilich leugnen jezt die Herren Todten, die von den neuen Betterli- Gewehren der Bersaglieri daß dader Konsumrückgang und und Carabinieri Todtgeschossenen, die schon zu mehreren Finanzminister, mit die Arbeiterentlassungen in bem befürchteten Hunderten gezählt werden. Maße eintreten werden. Aber mit dem Ableugnen werden die Erfahrungen der früheren Steuererhöhung nicht aus der Welt geschafft; diese aber beweisen, daß Lohnreduktion, Arbeitslosigkeit und Verdrängung der männlichen durch die billigeren weiblichen Arbeitskräfte der Steuererhöhung auf dem Fuße folgten. Im letzten Briefe erwähnte ich als bezeichnendes Merkmal der Crispi'schen Neuherrschaft, das offizielle Lügen und Fälschungssystem über die Vorgänge in Sizilien. In einer für alle Welt augenfälligen Weise hat die Regierung dies selbst zu gegeben und bestätigt. Am 5. und 6. Januar waren die fozialistischen Parlaments Abgeordneten in Modena versammelt und hatten nebst dem Erlaß eines Aufrufes und einer Inter pellation über den Belagerungszustand bei Eröffnung der Kammer, Gabriele Rosa, der treue Veteran der Demofratie die sofortige Absendung der beiden Mitglieder Agnini und Pram von 1848 und der Märtyrer vom Spielberg, ver polini nach Sizilien beschlossen, um gegenüber den verworrenen und öffentlicht heute( 10. Januar) in der Mailänder Sole" offenbar lügnerischen Berichten der Regierung die Wahrheit über einen fesselnden Artikel, worin er hinweist, wie im April 1846, die dortigen Zustände und letzten Vorgänge dem Volte mitzu zwei Jahre vor der europäischen Revolution, die Schwefeltheilen. Die beiden Abgeordneten reisten sofort ab und kamen Häuer von Sizilien in Verbindung mit den Bauern und ArDienstag, den 9. Januar, früh mit dem Dampfer Bosfaro in beitern sich erhoben gegen die Bourbonische Schandwirthschaft, Der Löwenantheil an der Debatte fiel heute wieder dem Hafen von Palermo an. Aber Crispi's militärischer Haus- gegen die entsetzliche Aussaugung durch die Steuern. Sie gaben fnecht, der gegenwärtige absolute Alleinherrscher auf Eizilien, bas Signal zur allgemeinen Revolution des ganzen Erdtheils. auf die Bundesrathsbevollmächtigten, die Minister v. Riedel General Morra der Volkswiß, die Korruption tennzeichnend, Und wieder waren es im Jahre 1860 die Bauern und Berg- und v. Posadowski. Herr v. Riedel nahm die volle Vernennt ihn schon Gomorra- fandte dem Dampfer zwei arbeiter, die Hirten und Stadtarbeiter von Sizilien, das ärmste, antwortung für die Vorlage, auch für die bayerische RePolizeifommiffare entgegen, verbot und verhinderte die Landung gequälte Volk der vulkanischen Insel, die voll Todesmuth in gierung in Anspruch, Graf von Posadowski zitirte aber der Abgeordneten und zwang sie mit dem Dampfer Candia, der den Schluchten und Abhängen des Aethna sich sammelten mit auch heute wieder den Artikel über die Tabaksteuer aus der nach wenigen Stunden nach Neapel abfuhr, zurückzukehren. In dem Schrei: Nieder mit den Steuern! Sie dachten dachten Neuen Zeit", in der der Herr Minister ein paar Säge seiner brutalen Art hatte Morra den Kommissaren nicht einmal damals Italien zu befreien von der Aussaugung, einen schriftlichen Auftrag und Befehl mitgegeben und er ver- durch ihre Eröffnung des Kampfes ein glückliches gefunden hat, welche er für die Vorlage glaubt ins Feld weigerte jede Unterredung und jeden Empfang von Freunden aus Land zu schaffen. Nun, die heutigen Bourbonen fizen zu Rom, führen zu können. Daß der zitirte Artikel auf das Ents Sizilien. Der Kammer, die am 23. Januar zusammentreten soll, sie machen Bankgeschäfte, sie wählen sich aus Sizilien selbst schiedenste die Vorlage verwirft, sagt Graf Posadowski wird auch dieser Gewaltakt vorgeführt werden. Ich wiederhole Schlächter und Mörder des Volfes, sogar solche, die auch Bant natürlich nicht, er zitirt nur was ihm paßt. bringend meine Warnung, offiziellen Depeschen oder Nachrichten geschäfte machen. Wer weiß, ob nicht auch dieser Erstlingskampf aus Sizilien Glauben zu schenken, vor allem nicht die offiziel der todesmuthigen Sizilianer die Eröffnung bildet zu einer Regemeldete Beruhigung der Bauern und Arbeiter für wahr zu volution, die nicht allein Europa, sondern die Erde in Aufruhr halten. In ihrer Feigheit und schlotternden Angst geben jetzt! An hervorbrechenden Funken eines solchen Aufruhrs, Bourgeoisblätter sogar schon so weit, jubelnde Kundgebungen zunächst auf dem Festlande Italien fehlt es nicht. In Apulien Recht komisch machte sich die Entrüstung des Dr. Böckel, des Volkes über die Verkündigung des Belagerungszustandes zu und Calabrien sind zuerst Flammenzeichen vom Vulfan herübermelden. Ich berichtete über die Verhaftung der acht Präsidenten geflogen. Wieder haben in der Provinz Bari in Ruvo, einem der sich in der Rolle des auf den Leimgegangenen und Der Fasci unmittelbar nach Veröffentlichung des mit: Ort von 18 000 Einwohnern, Unruhen stattgefunden, die blutig Reingefallenen nicht recht wohl zu fühlen scheint. Der getheilten Aufrufs, dessen Bedeutung überall empfunden wird und unterdrückt worden sind. In Rom selbst gährt es im Trastevere. Antisemitenführer will mit seinen Genossen keine Militärder seine Wirkung auf dem Festlande Italien bereits zu äußern Hier und in Neapel wurde der Aufruf der acht fizilianischen vorlage mehr bewilligen und wenn deren Tausende ein„ Er war bei Euch und Du weißt nun alles, er hat Euch alles erzählt. Beunruhige Dich nur nicht um meinetwillen, liebe Mutter, ich bin wieder ganz wohl und mache weitere Spaziergänge. Der Arzt meinte, ich sei eben noch sehr jung und zart und werde unter diesen Umständen mancherlei zu leiben haben. Was liegt daran, ich will ja alles ertragen, um ein Baby zu haben. Hat Dir Erich gesagt, daß ich nicht mehr hübsch bin? Es thut mir leid um seinetwillen, er hält viel von der Schönheit, weil er selbst so ein schöner Mensch ist und immer schöner wird; das finde nicht ich allein, Alle fagen es. Außer den Ministern sprach noch der Abgeordnete Klemm( Ludwigshafen) für die Vorlage, während die Abgeordneten von Hammerstein, Schneider( Nordhausen), Böckel und Röfice sie bekämpften. -O Konntest Du damals voraussehen, daß Helene meine Gattin wird? häßliche Dinge spricht. Eage mir aufrichtig, Mama, haft Mißtrauens geschwunden. Ich sehe in Deinem GlückDu das auch Alles fennen lernen müssen? An meinen wunsche eine Art großartiger Selbstüberwindung und Du das auch Alles kennen lernen müssen? lieben Papa tausend Küsse. Ich denke mir oft, daß ich bedürftest Du eines Vertheidigers wüßte ich selbst für ein rechter Glückspilz sei, daß von den zwei edelsten und Dein früheres Verhalten mildernde Umstände geltend zu besten und gescheitesten Menschen, die in der Welt existiren, machen. der eine mein Vater, der andere mein Gatte ist. Auch an Tante Luise und Herrn Ebner viele Grüße ja so, da fällt mir ein, Du sollst Konrad fragen, ob er Warum sollte fie Dir heiliger gewesen sein, als manche in seinen Versammlungen nicht einen gewiffen Max Geb- Andere? Es ist doch nicht Jedermanns Sache in dem uns hart kennen gelernt hat, es ist der Bruder des Bankiers, scheinbaren Erz das eingesprengte Gold zu erkennen. Ich der hier zur Sommerfrische weilt und Erich kommt auch hab's erkannt und auch eingesehen, daß seine Prägung mur mit ihm öfter zusammen. Er soll noch ganz jung sein, unter gefeßlichem Schuge erfolgen könne. Aber dafür wird aber za rt und tränklich und Erich meint, da er für jeden die Münze mein Bildniß tragen, das meine allein, dessen anderen Sport zu schwächlich sei, habe er sich der Sozial- magst Du gewiß sein. demokratie ergeben, die er als eine Art nobler Passion betrachte. Erich möchte nun gerne wissen aber weißt Du, Konrad foll glauben, daß ich die Frage stelle ob dieser Max Gebhard wirklich so weit gehe, sich an Arbeiterversammlungen direkt zu betheiligen. Er trägt jetzt mit Vorliebe die Gebirgstracht, eine furze Joppe, turze schwarze Lederhosen und grüne Strümpfe. Ihr solltet ihn sehen, wie seine feine Gestalt da erst zur Geltung fommt, und wie hübsch der dunkle Felberhut zu seinem schmalen interessanten Gesichte paßt. Er trägt dann den Kopf, ich glaube absichtlich, ein wenig gesenkt und die Augen blizen schelmisch von unten auf. Jeder sieht ihm nach und Jede. Ich müßte eifersüchtig Mich wundert's, daß sich Erich plötzlich dafür interessirt. werden, hätte ich die geringste Anlage dazu. Aber ich bin Ich weiß es ganz gut, er mag die Sozialisten nicht, ob seiner so sicher. Ich verstehe nur nicht, warum er, der so wohl er nie mit mir darüber gesprochen hat. Er meint vornehm denkt, so rechtlich und treu ist, die Männer in eben, die Politik passe nicht für Frauen, es fehle ihnen jedes Schuh nimmt, die es nicht sind. Einmal behauptete er Verständniß dafür. Ich erinnere mich, daß Papa Aebn geradezu, was der Frau verboten sei, sei dem Manne er liches gesagt hat. Nun, es wird schon so sein. Mich wenigstens laubt, und was sie herabwürdige, habe für ihn feinerlei interesfirt die Politik garnicht, und Dich läßt sie auch sehr Bedeutung. Das verstehe ich nun nicht; wenn etwas falt, gelt Mütterchen, wir haben an was anderes zu schlecht ist, wozu zwei gehören, muß es für beide schlecht denken. Leb' wohl, in längstens vier Wochen bin ich in sein. Ich sagte ihm das auch gerade heraus, denn ich war der Stadt, und dann werde ich mich nicht mehr so nach einmal zornig, aber da lachte er und küßte mich und Dir sehnen müssen. meinte, es sei schwer mit mir über Dinge zu streiten, von denen ich gar nichts verstehe. Aber nach und nach werde ich schon richtigere Begriffe vom Leben erhalten und werde Er überlegte lange, ehe die am Papier ruhende Hand, die Heiligen nur in der Kirche suchen. Ach, er verwirrt mich nur mit solchen Reden, denn ich weiß oft nicht, wo bei ihm der Scherz aufhört und der Ernst anfängt. Daß er das Leben genau kennt, das glaube ich schon. Er weiß alles, durchschaut alles und kann über alles sprechen. Und er kann lustig und amüsant sein! Die Du warst mir stets ein Muster feinster Lebenskunst geLeute reißen sich auch um ihn. Da haben wir einen wesen. Als Du aber die Höflichkeit so weit triebst, mich Bankier Gebhart, einen enorm reichen Menschen, der die zu meiner Vermählung zu beglückwünschen, obwohl Du schönste Villa in St. Agath besigt; weißt Du, die am Berg, voraussehen mußtest, daß die Art Deiner Bewerbung um Selbstverständlich hast Du Frau Dr. Hartmann nie der läßt Erich gar nicht mehr los. Zu allen Jagden und meine jezige Gattin mir fein Geheimniß geblieben war, vorher gesehen, das ist für die Wiederaufnahme unferes Soupers wird er eingeladen, sie nennen es Herren- Partien, bin ich ein wenig irre an Dir geworden. Mein Schweigen Verkehrs die conditio sine qua non. Aber brauche ich das meil keine Dame dabei sein darf, so ungenirt geht es sollte Dir meine Empfindlichkeit verrathen. Heute, wo ich noch zu betonen? Und selbst, wenn das Bild eines ges da zu. Aber Erich in seiner Aufrichtigkeit erzählt mir in den keuschesten Armen ausruhe und mich dieses Glückes wissen kleinen Mädchens Dir noch immer vor Augen stünde, nachträglich alles, er will mich unterhalten. Es ist vielleicht versichert halte für alle Beit, sind die Schatten häßlichen die Erscheinung meiner Frau müßte diese Erinnerungen dumm von mir, aber es macht mich verlegen: ja, es thut Lügen strafen. Dein Erich Hartmann." mir weh, wenn sein hübscher Mund, den ich so gerne tüsse,* Englisch: Mein lieber alter Bursche! ( Fortsetzung folgt.) Findest Du mich übermüthig? Ich bin's, ich habe alle Ursache dazu. Mein Lieber, den Weibern gehören wir, das Weib, das eine, reine, legitime gehört uns, und seine Hingabe an den Mann ist von einer Anbetung begleitet, die ohne Grenzen ist. Wahrhaftig, ich kann nichts dafür, aber ich bin die Inkarnation ihres Gottes geworden. Das wollte ich gar nicht es macht mich verlegen. Man will der Herr sein aber ein Gott!- das ist zu viel, und ich verhehle mir nicht, daß das unter Umständen höchst unbequem werden könnte. Da heißt es denn, die allzu idealen Anschauungen, die eine so allerliebst unwissende, fleine Frau von Welt und Menschen besigt, ein wenig zu modifiziren, und ihr eine realere, nüchternere Auffassung des Lebens beizubringen. Das muß allmälig geschehen und äußerst vorsichtig; einstweilen versteht sie mich noch gar nicht. Aber genug davon. Durch Deinen Schwager GebDeine Lene." hart hast Du erfahren, daß ich hier viel mit ihm verkehre. Einige Tage später finden wir Erich Hartmann eben- Das ist ein famoser Mensch, der das angenehmste Haus falls vor dem Schreibtisch. führt. Leider konnte ich meine Frau noch nicht bort einführen, da Deine Schwester gegenwärtig in Trouville ist. Dafür haben wir jetzt Bruder Mar hier, das Verlegenheitstind der Familie Gebhart. Du kennst ja den hölzernen guten Jungen wir nennen ihn den eolen Kommunisten. Von ihm hörte ich, daß Du an Rückkehr denkst, das wäre charmant. Ich werde Dich dann meiner Frau vorstellen, da ich bis dahin zu einem wahren Musterbild nicht nur innerer, sondern auch äußerer Vollendung gemacht haben werde. die unter dem groben Lodenärmel noch weißer und aristofratischer als sonst sich ausnahm, über dasselbe in großen Schriftzügen dahinfuhr. Er schrieb an Baron Morre: ,, My dear old fellow!) HE gebracht werden sollen. Schade, daß dieser Entschluß bei werkschaftlich und politisch organisirten Arbeiter stets bewußt deutschen Blättern als wahr anerkannt worden sind. den Herren so spät tam; man muß eben antisemitisch- bleibt." Wir verweisen unter anderem auf die Wiener Neue Freie dumm, sein, wenn man glauben konnte, daß es mit der Ob diese Mahnung unter den Verhältnissen, wie die gewerk Breffe", ein Bourgeoisblatt comme il faut, und Deckung der Militärkoſten anders kommen werde, wie es schaftliche zu der politischen Bewegung in Deutschland steht, auf die Magdeburger Zeitung" eins der sozialistengekommen ist. nothwendig war, laffen wir dahingestellt sein. feindlichsten Organe auf dieselbe hin, und glauben hier im Namen aller von der des Nationalliberalismus. In Da für den Fall eines Schlußautrages von sozialdemokratischer Seite die Auszählung beantragt worden wäre, mußte die Verhandlung zum Montag vertagt werden. Man glaubt, daß dann Miquel reden wird. Von sozialdemokratischer Seite wird Molkenbuhr noch zum Wort tommen." nach von Die menschen unwürdige Lage der sizilianischen Landbevölkerung hat schon seit dem Jahre 1877 die Aufmerksamkeit der politischen Welt Italiens auf sich geBogen. So lange die Regierung des Landes bei den Konfervativen lag, welche den fast durchweg radikal gesinnten Sizilianern nicht gewogen waren, wurde für die Insel wenig gethan. Als abe Als aber im Jahre 1876 die Linke an die Regierung fam, war eine ihrer ersten Sorgen auf die moralische und materielle Hebung Siziliens gerichtet. Bu diesem Behufe ernannte das Parlament einen Aus. schuß, der Erhebungen über die Lage der fizilianischen Landbevölkerung anstellen sollte, und auf grund dieser Erhebungen wollte man dann durch Geseze und wirthschaftliche Maßregeln helfend eingreifen. Der Ausschuß wählte den fizilianischen Abgeordneten Abele Damiani zum Vorsitzenden und hat seine Aufgabe in siebenjähriger gewissenhafter Arbeit Der Bericht des Ausschusses, welcher im Jahre 1884 veröffentlicht wurde, ist ohne Zweifel das vollständigste und zuverlässigste Dokument über die materielle und moralische Verfassung der fizilianischen Landbevölkerung und wirft helles Sicht auf den Ursprung der entseglichen Aufruhrszenen, von denen die unglückliche Insel gegenwärtig heimgesucht wird. Das„ helle Licht" ist leider nicht in die RedaktionsNothwendigkeit der Gewerkschaftsbewegung überzeugten organi- einem größeren Artikel, den das lettgenannte Blatt firten Arbeiter sprechen zu können, die Erklärung abgeben, daß vor einigen Tagen über die Zustände in Sizilien In es keine getrennte Arbeiterbewegung in Deutschland, und dasselbe Sizilien", Nr. 18 veröffentlichte, sind dieselben als wahrgilt auch von Desterreich, giebt. Daffelbe Ziel erftreben die Ge- haft greulich und unerträglich geschildert, so daß alles, was werkschaften wie die Partei, und daß beide nicht offen dieses Ziel seitens der Sozialisten veröffentlicht ward, ordentlich zahm erkämpfen können, daß beide Bewegungen nicht öffentlich einheit- baneben erscheint. Der vortreffliche Artikel, dessen volllicher ineinander greifen, ist nicht Schuld der politisch kämpfenden Die Lage der Reichsregierung ist, angesichts der oder der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter, sondern die ständigen Abdruck uns nur Raummangel verhindert, benun nicht mehr zweifelhaften Verwerfung ihrer wichtigsten Schuld tragen die Vertreter der bürgerginnt also: Steuervorlage, eine höchst fatale, allein tu l'as voulu Georges Iichen Gesellschaft und die regierenden Kreife. Dandin sie hat es ja so gewollt. Sie hat der Volks- Durch die Zwangsjade einer reaktionären Vereins vertretung die Zustimmung zu einer Maßregel abgenöthigt, gefeggebung glaubt man in jenen Kreisen die Arbeitergegen welche die Majorität des deutschen Volks fich unbewegung hemmen zu können. Aber man zwingt dadurch die genben mittelbar vorher in dem majestätischen Votum des 15. Juni Arbeiter nur dazu, ihre Kampfesweise zu ändern und durch die der Lohnsllaverei erklärt hatte. Dadurch brachte die Reicheregierung sich von Einrichtung von zwei nebeneinander arbeitenden Organisationen vornherein in eine falsche Stellung. Sie vermehrte die den Kampf nur intensiver zu gestalten. Wenn dieser Zwang der Schwierigkeiten ihrer Stellung, indem sie diesen Beschluß Vereinsgesetzgebung nicht wäre, dann würden unsere Gegner alle faffen ließ, ohne sich selbst und dem Reichstag über die Deckungs- Urfache haben, die Gewerkschaften auch auf anderem Gebiete zu mittel flaren Wein eingeschenkt zu haben, und indem sie in fürchten, als auf dem des wirthschaftlichen Kampfes. Allerdings, ihrer Verlegenheit, nur um den Beschluß zu erwirken, daß die Gewerkschaften würden nicht nach dem Rezepte der HirschVersprechen abgab, die nöthig gewordenen Steuern auf die Duncker'schen Gewerkvereine, die ihre Mitglieder verpflichten, nicht der sozialdemokratischen Partei anzugehören, verfahren. Sie tragfähigen Schultern" zu wälzen. Das ist eine einfache würden nicht von ihren Mitgliedern oder den Neubeitretenden Unmöglichkeit für die gegenwärtige militärisch- konservative verlangen, daß sie Sozialdemokraten sein müssen. Aber zweifelRegierung. Die tragfähigen Schultern" gehören den Leuten, los würden die Mitglieder, mehr noch wie dies schon heute der von denen sie selbst mitsammt der Militärvorlage getragen Fall ist, in nicht allzu langer Zeit zu dem Klassenbewußtsein und wird und die teine neuen Steuern bezahlen damit zur politischen Bewegung, zur Sozialdemokratie kommen. wollen überhaupt vor allen Steuern sich drücken. Die Gewerkschaften würden mit ihren Lehren und besonders mit Die Folgen dieser verzwickten Situation treten jetzt beiter, der daran glauben sollte, mit der Gewerkschaftsbewegung den Streiks, ob diese erfolgreich oder erfolglos sind, dem Argreifbar zu Tage. Die Regierung hat ihr unerfüllbares ohne die Erringung der politischen Macht eine gleichberechtigte Versprechen nicht halten tönnen. Die Neusteuern sollen den Stellung im Leben erreichen zu können, gar bald das Klassenwenigft tragfähigen Schultern aufgewälzt werden und hier bewußtsein einpauten. Unter den heutigen Verhältnissen, wo räume der Tante Boß" gedrungen. gegen fträubt sich die ungeheure Mehrheit des deutschen Bolts Polizei und Staatsanwalt darauf lauern, die gewerkschaitlichen, Die Zustände auf Sizilien find beiläufig heute genau eine noch größere Mehrheit, als am 15. Juni vorigen zentralisirten Arbeiterorganisationen für politische Vereine zu erfo, ja noch schlimmer, wie bei Abfassung jenes Berichts. Jahres fich gegen die Militärvorlage selbst ausgesprochen hat. tlären und dann aufzulösen, heute müssen die Gewerkschaften in Denn die italienische Regierung, darunter das frühere MiWie die Dinge liegen, sehen wir keinen Ausweg für die dem engen, von der Vereinsgesetzgebung gezogenen Rahmen sich nifterium Crispi, haben einfach nichts gethan. Und Reichsregierung. Die Majorität, die ihr die Militärvorlage bewegen. gab, giebt ihr nicht die nöthigen Deckungsmittel für die den bestehenden Vereinsgefeßen anpaßt, dazu führen, das Klassenber, könnte nicht diese Gewerkschaftsorganisation, die sich nichts thun in solcher Lage, daß heißt die Lage vers fchlimmern. Militärvorlage. Und bricht sie mit dieser Mehrheit, so hat bewußtsein zu schwächen, eine Annäherung an die bürgerlichen fie feine Mehrheit mehr für die Mlilitärvorlage. Aus Kreise zu ermöglichen? Unter keinen Umständen. Der belgische Ministerpräsident Beernaert will diesem Dilemma ist nicht herauszukommen; und es ist sehr gesehen davon, daß die in den Gewerkschaften organisirten Ar- des proportionalen Wahlsystems zurücktreten. Herr BeerUnter feinen Umständen. Ganz ab- wegen Differenzen mit der ultramontanen Partei in Sachen wahrscheinlich, daß die Reichsregierung ihre Verlegenheiten beiter zum größten Theil dieselben sind, die auf politischem Genaert hat diese fürchterliche Drohung, wenn wir richtig geauf die Einzelstaaten abschütteln und es diesen überlassen biet thätig sind; abgesehen auch davon, daß die bedeutendsten zählt haben, schon zum 87. Male ausgesprochen, aber nie wird, die Teckungsmittel vermittelst Matrikularbeiträgen Organisatoren in der Gewerkschaftsbewegung bei den Reichszu beschaffen. Da hätten wir denn die schönste„ Abhängig- tagswahlen auf grund des sozialdemokratischen Partei- ausgeführt. Das belgische Volk wird sich trösten, wenn feit des Reiches von den Einzelstaaten" das traurigste Programms kandidiren, können die Gewerkschaften, wenn sie Herr Beernaert endlich Ernst macht; es hat schwerere Fiasko des Reichsgedankens", den glänzendsten Triumph des nicht in einen thatenlosen Harmoniedusel verfallen wollen, Sorgen als die um das Ministerpräsidium des Herrn überhaupt keinen Frieden mit dem einzelnen Arbeitgeber Beernaert. Partitularismus. und somit auch mit der Gesellschaft, die diese privat Die Noth lehrt nicht blos beten, wie das Sprich- tapitalistisch produzirenden Arbeitgeber erzeugt, fchließen und Englische Finanzpolitik. Die Vossische Zeitung" mort behauptet, fie lehrt auch die höhere und niedere erhalten. Gerade dieser fortgesetzte Kampf mit Grfolgen und läßt sich aus London telegraphiren: Komik. Oder kann es etwas komischeres geben, als die Niederlagen, der schließlich die Lebenshaltung des Arbeiter? nur Beschwerde der Reichsregierung darüber, daß das deutsche bringt dem Arbeiter gar bald die Erfenntniß bei, daß die Verwenig über das allernothdürftigste Niveau zu heben vermag, er Bolt sich gegen den Steuer- Aderlaß wehrt, der ihm jetzt zutheilung der Erträgnisse der Arbeit nicht richtig sein kann. gemuthet. Es er gemuthet. Es erinnert das an Ludwig des Eiften von Die Soffnung, durch die Gewerkschaftsbewegung eine AbFrankreich melancholischen Henter, der seine Patienten", schwächung des Klassencharakters der Arbeiterbewegung eintreten wenn sie den Kopf nicht gleich gutwillig in die Schlinge legten, die bittersten Vorwürfe machte, daß sie durch ihr Benehmen ihm Schmerz verursachten. zu sehen, ist eine völlig eitle. Im Gegentheil, der immerwährende Kampf um die nothdürftigste Lebenshaltung verschärft die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit und bringt den Klassencharatter unserer Gesellschaftsorganisation offenkundiger zum Ausdruck Und den Kampf auch auf dem wirthschaftlichen Gebiet, wie dies bisher geschehen ist, zu einem Klaffenkampf zu gestalten und dadurch die Gewerkschaften zu einem für die Befreiung der Arbeiterklasse von der Ausbeutung durch die Lohnarbeit mitwirkenden Faktor zu machen, das wird das Bestreben aller ge= Gegner werden sich über die Tragweite der gewerkschaftlichen Bewerkschaftlich organisirten Arbeiter nach wie vor sein, und unsere g Dem Schazkanzler Harcourt wurde gestern eine von 94 liberalen Abgeordneten unterzeichnete Dentschrift zu gunsten durchgreifender Reformen im nächsten Voranschlag überreicht. Behuss Erleichterung der Steuerbürden der weniger bemittelten Klassen wird die Einführung einer abgestuften Einkommen- und Erbschaftssteuer befürwortet, ferner wird empfohlen, daß an stelle der Reichszuschüsse an die städtischen Behörden zur Herabminderung der örtlichen Abgaben die Besteuerung der Grundrenten treten solle. Nach Einführung dieser Reformen, wird hervorgehoben, würde es möglich sein, die auf Thee, Kaffee und Kakao noch lastenden Steuern abzuschaffen. Seit vielen Jahren, schließt die Dentschrift, sind die Vorschläge mehr oder weniger Voranschläge der Reichen gewesen, es ist jetzt Zeit, daß wir einen Voranschlag erlangen, der den armen Mann begünstigt. Die Miquel, Riedel, Jagemann und Posadowsky könnten von den Engländern etwas lernen. Nicht geflunkert, Herr Pindter! In der Nord. deutschen Allgemeinen Beitung" heißt es heute Abend ,,, die deutsche Nation habe durch Annahme der Militärvorlage die Berpflichtung auf sich genommen, auch für die Deckung zu sorgen". Mit Verlaub, Herr Pindter, die bentsche Nation hat das nicht gethan. Im Gegentheil, eine erdrückende Mehrheit der deutschen Nation wegung täuschen." hat die Militärvorlage verworfen! Die Personen, Idylle im Zentrum. Herr Fußangel wird trot welche im Reichstag die Militärvorlage angenommen seiner Eigenschaft als Zentrums- Abgeordneter mit den haben, mögen für die Deckung sorgen. niederträchtigsten Mitteln von seinen eigenen Parteigenoffen Die oberschlesische Reichstags- Erfahwahl. Nach bekämpft. Eo hatte, wir entnehmen das folgende der der Breslauer Zeitung" gilt bei der Reichstags- Ersatz- Bossischen Zeitung", ein gewisser Hilsmann im Arusb. wahl im Wahlkreis Neustadt( Oberschlesien) eine Stichwahl Bentr.- Boltsbl." behauptet, gegen Fusangel und seine Frau lezten Jahre. Bebel picade, und foaialiſtiſche( anticelung ing zwischen dem Rittergutsbesitzer Deloch( deutsch- ultramontan), schwebe eine Untersuchung wegen Erpressungsversuchs. Darund dem Bauerngutsbefizer Strzoda( polnisch- ultramontan) auf antwortet Herr Fusangel mit einem Extrablatt, in für wahrscheinlich. dem er schreibt: Wir haben's herrlich weit gebracht! Der Staatsvoranschlag für den Leibesarzt und die Seeleuheils- Aerzte in der Bellen Strafanstalt zu Buzbach in Hessen fordert zufammen als Minimalgehalt 11 244 M. jährlich; davon erhält der Anstaltsarzt jährlich 3000 m. und 600 m. Wohnungsgeldzuschuß und hat dabei die Verpflichtung, in Abwesenheit des Direktors deffen Stelle zu vertreten. Die Seelenärzte, d. h. Herren Geistlichen, erhalten 7624 M. und zwar der evangelische Pfarrer jährlich 4100 m., für den fatholischen Pfarrer sind vorgesehen 2900 M. und für den Rabbiner 100 m. jährlich, wozu noch die Entschädigung für Organistendienst kommt. Jm weiteren wird im Voranschlag ein Durchschnittsgefangenenstand von 334 Köpfen täglich angenommen, so daß für den Arzt auf den Kopf jährlich ca. 17 M. fommen, während für die religiöse Befriedigung auf den Kopf jährlich 23 M. beansprucht werden dürf. Ernährung der Gefangenen werd werden täglich pro Kopf 36 die aufgewandt; das Seelenheil derselben erfordert, rechnen wir jährlich 70 Kirchentage, 33 Pf. auf den Kopf und Tag. Nach dieser Fürsorge werden schließlich die Gefangenen der Bellen- Strafanstalt wahre Engel. Ja! Ja! Wir haben's herrlich weit gebracht. Gewerkschaftliche und politische Arbeiterbewegung. Aus Anlaß des auch von uns besprochenen Artikels der Kreuz- Zeitung" über die Gewerkschaftsbewegung schreibt das Korrespondenzblatt der Generalfommission der Gewerkfchaften Deutschlands": Bezüglich ber von Herrn Hilsmann gegen mich und meine Gattin in die Welt geschleuderten Anklage, es schwebe gegen uns ein Strafverfahren wegen Erpressungsversuches, habe ich unter dem 8. b. M. an die ſchaft in Bochum en e eine Eingabe mit der igliche Staatsanwaltum Aufklärung gerichtet. Hierauf ist mir von seiten der königlichen Staatsanwaltschaft in Bochum folgender Bescheid heute zugegangen: Bochum, 9. Januar 1894. Auf Ihre Eingabe vom 8. d. M. eröffne ich Ihnen, daß 189 a 23ber D. 3. eine Strafanzeige wider Sie und Ihre Ehefrau wegen Unterschlagung und versuchter Erpressung zugegangen ist. Nach Prüfung der Sachlage habe ich den Anzeigenden unter dem 5. Dezember pr. mit seiner Anzeige abgewiesen. Der Bescheid ist von der Post als unbestellbar zurückgekommen und es ist nicht gelungen, den Anzeigenden zu ermitteln. Der erste Staatsanwalt Ruckser". Ich gebe vorstehendes Schreiben betannt, erstens um das Vorgehen des Herrn Hilsmann gegen einmal klipp und klar darzuthun, mit wie verwerflichen Mitteln mich und meine Frau zu charakterisiren, und zweitens, um ich von gewisser Seite in Bochum bekämpft werde." Und dieses Volk macht einen Heidenlärm bei den harmlofesten Auseinandersetzungen innerhalb unserer Partei. Die in Zürich erscheinende ,, Arbeiterstimme", redigirt von Robert Seidel, schreibt in ihrer Nr. 2: Auf Einladung der deutschen Sozialisten sprach Bebel legten Mittwoch im Kasino Außersihl vor einer großen Bersprach nach dem Grütlianer" was ja selbstverständlich ist. Die Versammlung verlief im übrigen wie alle bisherigen in der letzten Zeit, in denen ein deutscher Parlamentarier sprach. Es tam zu unerquicklichem Streit mit den Unab hängigen. Wir werfen deshalb die Frage auf, ob es für die schweizerische Arbeiterbewegung nicht besser wäre, wenn die deutschen Sozialisten die Veranstaltung solcher öffentlichen Verfammlungen unterließen, um den Streit von Fraktionellen und Unabhängigen nicht in die schweizerische Bewegung hineinzutragen. Die deutschen Sozialisten in der Schweiz wollen doch die schweizerische Arbeiterbewegung fördern; wir sehen aber nicht ein, wie sie durch solche öffentliche Versammlungen ge fördert werden fann, wo jedesmal die gleichen, meist noch persönlichen Streitereien vorkommen. Man sollte und könnte diesen Streit in die geschlossenen und Vereinsversammlungen verbannen." Diese unsern deutschen Genossen sicher sehr eigenthümlich erscheinenden Auslassungen der Redaktion der Arbeiter. ftimme" überraschen uns feineswegs. " In dem Streit zwischen der deutschen Sozialdemokratie und tion der Arbeiterstimme" schon seit langem eine sehr zweidem Häuflein anarchistelnder Unabhängigen nimmt; die Redakbeutige Haltung ein. Dhne die Unterſtügung, welche die anDie Crispi'sche Lüge, daß die Sizilianische Hunger- archifteluden Unabhängigen durch die Redaktion der revolution von den Arbeiterbunden, Sozialisten, Anarchisten Arbeiterstimme" direkt und indirekt finden, könnten die oder sonstwie( von Franzosen oder Deutschen) künstlich ge- Herren Anarchisten in Zürich gar nicht die Rolle macht worden sei, ist, mit entsprechenden Modifikationen, spielen, die sie zum Schaden der dortigen Bewegung zu von einem großen Theil der deutschen liberalen und sogar spielen suchen. Es begreift sich also, daß der Redaktion fortschrittlichen Bresse übernommen worden, und wird eifrig der Arbeiterstimme" große öffentliche Versammlungen, in tolportirt. Namentlich die Bossische Zeitung", sonst teins denen deutsche Barlamentarier" auftreten und die Oft schon haben unsere Gegner aus der freien Aussprache, der unanständigsten Blätter, entwickelt bei Verbreitung anarchistelnden Unabhängigen in ihrer ganzen Nichtigkeit die wir innerhalb der Arbeiterbewegung gewöhnt sind und die dieser abscheulichen, allen Thatsachen ins Gesicht schlagenden blos stellen, sehr unangenehm sind und sie deshalb wünscht, wir für selbstverständlich halten, falsche Schlüffe gezogen und fich Lüge einen Eifer, wie er nicht größer sein könnte, wenn fie diesen Streit in die geschlossenen und Vereinsversammlungen in dem Glauben gewiegt, daß diese Meinungsverschiedenheiten, in bezahltes Reptil des Herrn Crispi wäre. tattischer Beziehung, zu ernstlichen Differenzen und zur Spaltung Bossische Zeitung" dies nicht ist, das wissen wir, aber die schweizer Parteigenossen über die wahre Natur dieser Daß die zu verbännen". Je weniger die Deffentlichkeit und speziell führen tönnen. Wir fönnten unseren Gegnern diese neuerliche fie thate gut, wenn sie sich einmal nach ihrem römischen anarchistelnden Unabhängigen aufgeklärt werden, desto Selbsttäuschung in bezug auf die Gewerkschaftsbewegung gerne lassen und wir würden, wie von verschiebenen anderen Neuße- Korrespondenten erkundigte. Inzwischen sei ausgesprochen, daß leichter kann die Redaktion der Arbeiterstimme" ihre zweirungen, auch von dieser nicht Notiz genommen haben, wenn nicht alle die Thatsachen, welche von den Führern der Fasci" deutige Haltung fortsetzen. Wir sind überzeugt, daß unsere ein anderer Umstand dazu nöthigte. Tas Bentralorgan der sozial- und von den Aufständischen behauptet worden sind, deutschen Genossen in der Schweiz die übel angebrachten demokratischen Partei, der, Borwärts", Inüpft an die fritische Be durch weg auf Wahrheit beruhen und vorher Rathschläge der Redaktion der Arbeiterstimme" nicht besprechung dieser Aeußerungen der gegnerischen Bresse folgende Be- schon von der bürgerlichen Presse Italiens, folgen, und daß sich jederzeit deutsche Parlamentarier" mertung:„ Co ift denn die Hoffnung der gegnerischen Preffe von dem ja amtlich festgestellt worden sind. Der Bossischen bereit finden werden, jene Elemente in ihrer wahren Gestalt mäßigenden Einfluß der Gewerkschaftsbewegung auf Sand ge- Beitung" und ihres Gleichen in Deutschland sei des weiteren zu zeigen, die heute zum Schaden der ganzen Bewegung in baut. Aber daß eine solche Hoffnung entstehen kann, wird sicher: mitgetheilt, daß alle schamlofen frevelhaften Lügen und Zürich sich breit zu machen suchen. Sache unserer schweizer bienen, firenge darüber zu wachen, daß unsere gewerkschaftliche Uebertreibungen, durch welche die Führer der Arbeiterbünde Genossen, deren Organ und Eigenthum die„ Arbeiterstimme" Bewegung vom proletarischen Klassenstandpunkte nicht abirrt,( fasci) bie fizilianische Bevölkerung aufgehegt und in den ist, wird es sein, die Redaktion der Arbeiterstimmte" zu daß sie sich der unaufhörlichen Interessensolidarität der ges Aufstand getrieben haben follen, von bürgerlichen einer klaren Stellungnahme zu veranlassen. polis is@ Für den Inhalt der Injerate überAdolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Tante. gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Theater. Sonntag, den 14. Januar. Freie Volksbühne. II. Abtheilung. Lessing Theater. Nach mittags 22 Uhr. Das Fallissement von Björnstjerne Björnson. National Theater. ExtraVorstellung Die Weber". Verlosung beginnt um 1 Uhr. Opernhaus. Der Freischüß. Montag: Zar und Zimmermann. Schauspielhaus. Die Journalisten. Montag: Bafantasena. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Aus eigenem ..cht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Teming- Theater. Madame SansGene. Montag: Der ungläubige Thomas. Ein Millionär a. D. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmnäst. Theater. Der Lieutenant zur See. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Montag: Diefelbe Vorstellung. Neues Thenter. Licht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Ein toller Ein2 fall. Berlin 1893. Montag: Diefelbe Borstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Diefelbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplan Theater. Die lustigen Weiber von Berlin. Nachher: Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Der Teufel in Charley's Berlin. Tante. Nachher: Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Salon Pigelberger. Hierauf: Brahma. Montag: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Die Gründung Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung Neu! und Konzert. Hen! Men! Ein Stiergefecht in Cadig. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. Anfang: Woche age 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. PassagePanopticum. Der Deutsche Mann Unferem Freund und Kollegen, dem Restaurateur 12126 Karl Schubert, zum heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die Uferstraße lebendig wird. Der alte Stamm: G. R. St. K. M. J. H. F. S. Ein dreimal donnerndes Hoch dem Geburtstagskinde G. Wiesner zu mit dem Steinkopf. feinem heutigen Wiegenfeite. 12286 Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. FRIEDRICHSHAIN D. Sp. M. B. P. Sch. G. N. M. H. E. J. Todes- Anzeige. Am 11. d. Mt. verstarb unser Sanges AktienBrauerei bruder Friedrichs- Gustav Friese an der Lungenschwindsucht. Die Be Ehrenerklärung. Ich nehme die Beleidigung, welche ich gegen die Zentral- Krantenkasse der deutsch. Wagenbauer( E.H., Sih Gotha)" ausgestoßen, als unwahr zurück.[ 12116 H. Schmer, Gerichtstr. 30. Den Mitgliedern der Krankenkaffen mit freier Arztwahl zur Nachricht, daß meine Wohnung sich nicht, wie in den Aerzteverzeichnissen steht, Oranienstraße 51, sondern Oranienstrasse 55 am Moritzplatz befindet. 54912* Zahnarzt Semmel. Spr. 8-6. Sonntags 9-1. Patentanwalt chain am Rönigsthor. erdigung findet Sonntag, 14. Januar, A. Dammann, Ingenieur, Oranien am Königsthor. Nachm. 2/2 Uhr, von der Leichenhalle strasse 61 a. Morigpl. Aust. kostenfrei. Heute, Sonntag: des Andreas- Kirchhofes in Wilhelms- Achtung! Kein Laden. berg aus statt. Großes Konzert der Kapelle des Rönigin AuguftaGarde- Grenadier- Regiments Nr. 4 ( Coblenz). 53562 Anfang 4%, Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Alcazar. ratweil'sche Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) G Bierhallen Kommandantenftr.78-79. Welt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 hr ab bei freiem Entree. Das SonntagsColossal- Programm Coloſſal Programm 1 beginnt um De 5% Uhr. 27 Nummern! Montag Anfang 7% Uhr. Entree 15 Pf. E R. Winkler. National- Konzert Märkischer Hof, D. Obenlandler in National- Tracht und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Etablissement moritzBuggenhagen. Play. Roms in der Möckernstraße, oder: Die Rache des Gänserichs. Montag: Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten- Bor. MorigPlay. stellung. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- n. Mittagstisch. Spezial Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Poffe mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gefang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Muit von U. Wiedecke. Regie: May Samst. Admiral Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Großer Fest- Ball. Anfang 4 Uhr. Jeden Donnerstag: Grosser BäckerBall. Anfang 4 Uhr. Große u. tleine Säle zu Hochzeiten und allen Festlichfeiten, sowie zu Bersammlungen auch Sonntags zu vergeben. 2 Kegelbahnen, mehrere Vereinszimmer sind noch frei. 1218b Kontroll- Schuhmarke. Gesangverein ,, Unverzagt". Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanische Am 12. d. Mts., Nachm. 3/2 Uhr, Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pig verstarb unser guter, unvergeßlicher 5444L* H. F. Dinslage, Sangesbruder und Vorsitzender des Rottbuserstr. 4, Hof part. Vereins Königstädtische Liedertafel", 54402* Karl Stegemann. Die Beerdigung Kranzbinderei und Blumenfindet Montag, den 15. d., 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen JakobiHandlung Kirchhofes in Brig aus statt. 1249b von J. Meyer, Wienerftr. 1( nur dort) Guirlanden à Mtr. von 15 Pig. an. Telephon Amt 4, 9482. Am 11. Jan. Abends' verstarb plöt lich unser guter Vater, der Tischler Rechtsbureau richtersa. D. AlteJakobWilh. Platschkowski, im 66. Lebensjahre. des Königlichen Amts1232b ftraße 130. Gewissenhafter Rath in allen Die Beerdigung findet Sonntag, den Angelegenheiten. Unbemittelten unent14. d. M., Mittags i Uhr, vom Trauer- geltlich. Auch Sonntags. 1088b hause Forsterstraße 46 aus nach dem Emmaus- Kirchhof statt. 1 Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unsere beiden unvergeßlichen Rinder, Tochter Erna am 9., Sohn Erich am 12. Januar gestorben sind. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Weidenweg 35, aus nach dem St. Georgen- Kirchhof, Landsberger Allee, statt. 1221b Die tiefbetrübten Eltern W. G. Thiele, E. Thiele, Töpfer. geb. Simon. Erbsen, Bohnen, Linsen, VM vorzüglich im Kochen, Tafel- Reis, hochfein, à Pfo. 20 Pf. Backobst, türkisches Pflaumen Mus, deutsch. Ringäpfel, gefiebtes Vogelfutter, Ameisen Eier, beste deutsche Waare, empfiehlt 54922* : die Mehl- Handlung Don H. Matthées Dorm. A. Hensel, Nr. 70, Grüner Weg Nr. 70, nahe der Koppenstraße. Für Berlin und Umgegend. Empfehle mich den Herren Gastwirthen und Privaten zum Hausschlachten und Wurstmachen. 11646 Langer, Birten str. 57 part. Circus Renz, Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes ( Karlstraße.) Sonntag, den 14. Januar rr.: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind unter zehn Jahren frei): Gr. Komikervorstellung. für Berlin und Umgegend. Wander- Versammlung am Dienstag, 16. Januar, Ab. 8% Uhr, im Lokal Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Tages Ordnung: Un den Wochentagen findet das Auftreten sämmtlicher Klowns in ihren der Anstellung weiblicher Fabritinspektoren. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes, besten Nummern. Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pi., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Abends 7, Uhr: Ein Künstlerfest. Säle für Verſammlungen, Sommerje, Neue glänzende Ausstattung, neue EinFestlichkeiten 2c. lagen, gr. Brillant- Feuerwerk. Außerdem: das Feuerpferd Elimar, 1. Vortrag der Genoffin Frau Rohrlack über: Die Nothwendigkeit Aufnahme neuer Mitglieder. 460/5 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Sonntag, den 14. Januar, Abends 62 Uhr, Präuscher's Museum.org. Don Frl. Oceana Renz. Das im Lokale ,, Zum Freischüh, Fruchtfraße Nr. 36a( oberer Saal): Taufende von anatomischen Präparaten. Schußkanal durch fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. dem Telephondraht Zalva, Espana und Wunder d. Ceroplastik u.Mechanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Dauentag. Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Rasseneröffnung 5 Uhr. Anfang der Sonntag, den 14. Januar 1894: Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Sonntag und Montag: Ein toller Einfall. Schwank in 4 Akten von Carl Laufs. Hierauf Berlin 1893. Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2, der Revue 9/4 Uhr. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Täglich: Große Vorstellung. Wieder- Auftreten Neu! des urkomischen Bendix. Neu!! Auftreten des Neu!! Stettiner Sänger Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Neu! Zum 1. Male: Eine Soiree bei Lehmann's Großes Ensemble von Mensel. Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Concordia- Festsäle Girti C. Saeger, 64. Andreasftrahe 64. Hente, Sonntag: Grosses beften Bauchreduers d. Jeztzeit Arnold- Concert. H. Blank. Ferner: Die Gründung Roms oder: Die Race des Gänferichs. Nachdem: Grosser Ball. 2 Orchester. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Jeden Donnerstag: Grosse Soirée der Schulpferd Kandelaber, ger. v. Herrn Ernst Renz. Der urkom: Imitations Klown Mr. Ybbs. Die Akrobaten auf Alvar. Mr. Lavater Lee etc. Preise wie gewöhnlich. Montag: Ein Künstlerfest. Der Circus ist gut geheizt. Fr. Renz, Direktor. Große öffentliche Bersammlung für Männer u. Frauen. 1. Vortrag des Genoffen Fritz Hansen über: Der Proletarier im Alterthum und in der Neuzeit.." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Der Einberufer. Circus G. Schumann, Große öffentl. Volks- Versammlung Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Sonntag, den 14. Januar cr., am Mittwoch, den 17. Januar, Abends 81/2 Uhr, 2 große Ertra- Vorstellungen. 2 in Noack's Festsälen, Brunnenstraße 16. Zages Ordnung: 201. Bortrag über Zweck und Nutzen der Konsu wereine. Referentin Frau Alma Palm. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. 1231b #Nachm. 4 und Abends 71 Uhr. Beide Vorstellungen sind mit verfchiedenen vorzüglichen Programmen ausgestattet. In beiden Borstellungen zahlreiches Erscheinen gebeten. Die Frauen, besonders die Mitglieder von Konsumvereinen werden um Auftreten sämmtlicher Spezialitäten, R. Gallin, Köslinerstr. 10. Damen sowie Herren. Meiten und Vorführen der bestdressirten SchulGroße öffentliche und Freiheitspferde meines Marstalles. Komische Entrees sämmtlicher Klowns. stellung: Zum Schluß der Nachmittags- Vor. Schneider- u. Schneiderinnen- Versammlung Rübezahl. Phantastisches Zanzmärchen mit großen Ballet- Einlagen, von 40 Kindern. Zu dieser Vorstellung hat jeder Befucher das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Zum Schluß der Abend- Vorstellung: Cancan vor Gericht. Ballet: Burleste in 2 Tableaug. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. 2. Zabl.: Vor Gericht. Serpentintanz von 4 Damen. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Louis Naumann, Auftr. sämmtl. Spezialitäten Norddeutsch. Sänger, seipsis, Friedrich- Augunr. 16. Montag zum 1. Male: LumpenSusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parod.- real. Traumstück von Oscar Wagner. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. verbunden mit Tanz- Kränzchen. Familien- Billets und Passepartouts behalten Giltigkeit. Anfang 8 Uhr. 65/7 C. Saeger. und der in der Militär- u. Lieferungsbranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Montag, den 15. Jannar, Abends 81/2 Uhr, bei Ley, Brunnenstr. 185, alte Nr. 141, Nähe des Rosenthaler Thores. Tages Ordnung: 1. Die augenblicklichen günstigen Verhältnisse in der Militär- und Lieferungsbranche und wie wahren die Kollegen ihre Intereffen? Referent: Kollege Bilz aus Pankow. 2. Distuffion. At 898/10 Kollegen und Kolleginnen! Agitirt für zahlreichen Besuch. Die Agitations- Kommission. Kupferschmiede Berlins u. Umgegend. Sonnabend, den 20. Januar 1894: Grosser Wiener Maskenball in den Concordia- Fettsälen, Andreasßtraße Nr. 64. Zur Aufführung gelangt u. A.: Eine Dorfgemeinde. Commissions- Buchhandlung empfiehlt sich Wiederverkäufern zur Lieferung deutscher Bücher, Zeitschriften, Musitalien 2c. Bestellungen werden zu Billets à 50 Pf. sind zu haben bei: F. Prange, Mariannenstr. 49, Berlegerrabatt gegen ganz geringe Pro- 3 Tr., M. Cassardelli, Stralsunderstr. 4, 4 Tr. und im Vereinslokal, visionsberechnung schnell ausgeführt. Weinstr. 11 bei Feind, Probehefte, Rataloge gratis. 54882* Bei der Polonaise findet Bouquet- Vertheilung an die Damen statt. Die Ballmusit wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bivil.. Berufsmusifer" ausgeführt. Gäste find willkommen. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1244b Hierzu zwei Beilagen 刊 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 11. Darlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 26. Sigung vom 18. Januar 1894, 1 Uhr. Graf Posadowsky, Miquel, v. Riedel. wendig sei. V = Sonntag. den 14. Januar 1894. 11. Jahrg. und Tabatfabrikaten aufzuheben, so werden sie es schließlich theuert wird, daß sich ihre Fabrikation nicht aufrecht erhalten lieber sehen, daß sie nachher blos mit der Monopolverwaltung fann, weil das Fabritat theurer wird und deshalb der Konsum zu thun haben. Eine gewisse Zustimmung zur Vorlage finden zurückgeht. Die Fabrikation wird von Norddeutschland nach wir nur bei Tabatpflanzern, aber auch diese sind nicht ganz be- Süddeutschland übergehen, 100 die billigeren inländischen friedigt; sie stellen höhere Anforderungen an den Schutzzoll und Tabake leichter zu haben sind. Die Fabrikanten können Am Bundesrathetische: v. Marschall, v. Bötticher, muß es eigentlich auffallen, daß diese Borlage von der Regierung beiter fönnen aus Westfalen nicht wollen auch leichtere Kontrollvorschriften haben. Dem gegenüber in Süddeutschland Filialen anlegen, aber die ArWestfalen nicht mit dorthin gehen. In dritter Berathung genehmigt das Haus die Erklärung, mit einer solchen Halsstarrigkeit vertheidigt und dem Reichstage Die Kontrollen sind für den ehrlichen Fabrikanten zu streng, für betr. den Abschluß eines Handelsprovisoriums zwischen gleichsam wie etwas Naturnothwendiges aufgezwungen wird. Den unehrlichen reichen sie vielleicht noch nicht aus. Ich glaube dem Reich und Spanien für die Zeit vom 1. bis 31. Jan. Wir werden gegen die Vorlage stimmen, die ebenso hätte be- nicht, daß es möglich sein wird, die sozialpolitischen Bedenken ds. J., nachdem Abg. Hammacher( natl.) die Anregung des titelt werden können: Gesezentwurf zur Vorbereitung des gegen die Vorlage zu beseitigen. Es fann Zeiten geben, wo die Abg. Rickert, daß die Regierung das Recht haben solle, anderer Tabakmonopols und zur Ausbreitung der Sozialdemokratie. äußerste Finanznoth herrscht; da werden auch solche Bedenken Staaten, die uns die Meistbegünstigung gewähren, ebenfalls die Keine Vorlage ist wie diese geeignet, Unzufriedenheit hervorzu- nicht mehr maßgebend sein; dann wird uns niemand hindern, Meiftbegünstigung zuzuwenden, unter nachträglicher Genehmigung rufen. Die Regierung möge fich nicht wundern, wenn sie nach auch das Tabatmonopol einzuführen. Das kann ich aussprechen des Reichstages, in dieser Allgemeinheit als zu weit gehend solchen Vorlagen noch ganz andere Dinge erlebt in bezug auf auch im Einverständniß mit den Fabrikanten. bezeichnet hatte, während er ihr eine gewisse Berechtigung zu- die Vermehrung der sozialdemokratischen Abgeordneten als Abg. Böckel( Anits.): Wir halten die Vorlage für falsch und geftand. bisher. überflüssig. Die Lage der Arbeitgeber und Arbeitnehmer steht Abg. Rickert bleibt dabei, daß hier eine Aenderung noth- gestern gefragt, was aus dem finanziellen Erfolge werden solle, Verhältnissen im Vordergrund; wir müssen fragen, ob die Bor Bayrischer Finanzminister v. Riedel: Herr Meister hat uns bei dieser Vorlage und unter den jetzigen wirthschaftlichen VorDarauf wird die erste Berathung des Entwurfes eines wenn die Leute nicht mehr rauchen. Darüber habe ich mir den lage geeignet ist, die Unzufriedenheit zu vermehren oder nicht. Zabatsteuergesetes fortgesetzt. Kopf nicht zerbrochen, weil ich weiß, daß es immer noch Leute Die Folge dieser Vorlage wird sein, daß das Großkapital in die Abg. Clemm- Ludwigshafen( natl.): Es ist von vielen giebt, die das thun, das sie nicht müssen. Ich bin überzeugt, Lage versetzt wird, die Kleinbetriebe zu ruiniren und an sich zu ziehen; Seiten hier das Bedauern darüber ausgesprochen, daß die daß ein Konsumrückgang nicht eintreten wird. Das hat man deshalb bekämpfen wir den Entwurf im Interesse des Mittelstandes Reichs Einkommensteuer von der Regierung abgelehnt sei. 213 1879 auch gesagt. Die Industrie ist eine blühende geworden, und der Arbeiter, deren schon genug arbeitslos sind, wie man diese Frage 1887 hier gestreift wurde, hat die Regierung durch- aber der Tabakbau hat damals Noth gelitten und ist zurück: hier in Berlin und in großen Städten überall sehen kann. Diese aus keinen lebhaften Widerspruch erhoben. Deshalb bin ich auch gegangen. Damals wurde die Inlandsteuer um das 7/ 2fache Vermehrung der Arbeitslosigkeit fönnen wir nicht verantworten. bei den letzten Wahlen für die Reichs- Einkommensteuer eingetreten. und der Zoll um das dreifache erhöht und dennoch trat damals Neue Arbeitslosen schaffen heißt sich an der Eristenz des VaterNachdem aber von seiten der Regierung so lebhafter Widerspruch fein Rückgang ein. Die bayrische Regierung hat sich, das erkläre landes versündigen. Und wie wird der Tabak dem kleinen erhoben worden ist, kann kein ernsthafter Politiker mehr darauf ich frank und frei, voll und ganz auf den Boden des Ent- Mann, deffen einziges Genußmittel er ist, vertheuert. Wenn zurückkommen. Für den Tabakbau bin ich immer eingetreten, wurfs gestellt im Interesse des Reiches. Seit langen das auch nur 10 M. im Jahre sind, so kann der Landwirth sie weil ich einen Wahlkreis vertrete, in dem hauptsächlich Tabak Jahren vertrete ich die Grundgedanken des Entwurfs. Der doch nicht tragen. Und wozu wird das Geld verwendet? Den bau getrieben wird. Dem Pflanzer kommt das neue Gesetz ent- Abg. Meister hat gemeint, nie sei nie sei eine Vorlage mit Einzelstaaten sollen Zuwendungen gemacht werden, während in gegen, aber dennoch sind manche Bedenken vorhanden. Durch solcher Einmüthigkeit abgelehnt worden als diese. Woher weiß diesen darauf losgewirthschaftet wird mit den Geldern der die Aufhebung der Inlandsteuer ist der Tabakpflanzer in seiner er das? Weiß er auch, wie viele von denen, die über den Ent Steuerzahler. Da werden Bahnen gebaut, blos damit der eine Bewegung frei geworden und kann verkaufen, wann er will. Daß wurf den Stab gebrochen haben, den Entwurf auch gelesen haben? oder andere sein Holz billiger abfahren kann. Und in dieser die Bigarren 333 pet., der Rauchtabat aber 662/3 pet. Steuer( Buruf links: Sehr viele!) Die Befürchtungen bezüglich des Beit, wo neue Steuern verlangt werden, verschenkt die Regierung zahlen sollen, ist mir vollständig unerklärlich; denn die ärmeren Konsumrückgangs find unbegründet und es tann durchaus nicht durch die Handelsverträge das Geld nach Millionen. Zur Dedung Klassen verwenden gerade den Rauchtabak. Von der Pfalz an bis nach behauptet werden, daß die Konen der Militärvorlage durch die der Militárkosten ist die Steuervorlage nicht nöthig.( Hört! links.) Köln und Westfalen wird gerade der sogenannte Spinntabak fabrizirt, Tabalsteuer auf die minder Wohlhabenden abgewälzt werden. Bur Deckung der Kosten werden wir Borschläge machen: zuwozu fast nur ur inländischer Labat verwendet wird; wenn ba Selbst wenn die Kosten der Militärvorlage nicht zu decken wären, nächst halten wir an der Börſenſteuer feſt, bie aber nicht der Konsum zurückgehen würde, so würde das dem inländischen so könnte das Reich doch nicht darauf verzichten, den Tabat mit andern Dingen verquickt werden darf. Wir wünschen eine Tabat viel mehr schaden als jede andere Steuer. Ich sehe gar mehr zur Besteuerung heranzuziehen. Die ganze Agitation geht tüchtige Lotterieiteuer und eine Wehrsteuer, die ja schon einmal nicht ein, warum der Rauchtabak höher besteuert werden soll, aber jetzt dahin, daß das Reich überhaupt darauf verzichten soll, dem Reichstag vorgelegt worden ist. Bei einer Vermehrung der als Zigarren- und Rautabat. Die Agitation war 1878-79 auch den Tabak überhaupt mehr zur Besteuerung heranzuziehen. Die Militärlasten muß derjenige zunächst die Kosten tragen, der sehr scharf, aber nicht so wie heute; man stellte damals auch Herren, die anderweitige Vorschläge zur stärkeren Belastung des persönlich keinen Militärdienst leistet. Man hat die Wehrsteuer Urbeiterentlassungen in Aussicht, aber sie haben hinterher gar Tabats gemacht haben, werden es erleben, daß sie schließlich mit auf 19 Millionen Mark veranschlagt, man tann aber wohl 25 nicht stattgefunden, sondern die Tabatindustrie hat nach dieser denselben Vorwürfen überhäuft werden, wie die verbündeten daraus erzielen. Besteuern wir doch die Jagdscheine, die nur Steuererhöhung außerordentlich florirt. Jekt treten diefelben Regierungen. Man sagt, die verbündeten Regierungen hätten von den reichen Leuten gelöst werden; besteuern wir den Interessenten auf wie damals. Die Agitation gegen dieses Gesetz ihre Versprechungen bezüglich der Deckung der Kosten der Militär- Totalisator und die Wettrennen. Warum fürchten wir uns vor ist eine ganz unverantwortliche. Mit Recht fonnte ein Sozial vorlage nicht gehalten. Die verbündeten Regierungen fonnten Luxussteuern, die in Frankreich einen erheblichen Ertrag bringen. demokrat in der von dem Abg. Meister gestern zitirten Schrift, einen Verzicht auf die Vermehrung der Tabaksteuer gar nicht Auf diese Weise decken wir die Kosten für die Militärdarauf verweisen, daß der Ton in den Versammlungen der aussprechen und haben ihn nicht ausgesprochen. Wenn wir durch vorlage, die wir bewilligt haben. Aber für die Tabaksindustriellen von dem der Sozialdemokraten sich garnicht die Erbschaftssteuer die Kosten aufbringen wollten, so mußten Zukunftspläne des Finanzministers bewilligen wir nichts. unterscheide. Alles das kann mich nicht hindern, die Rechte der wir einen wahren Raubbau am Nationalvermögen treiben. Bei der nach dem Vermögen zu bemessenden Wehrsteuer können Tabakbauern zu vertheidigen. 160 000 Tabakbauern haben das Und welche Summen können wir denn durch die Luxussteuern, die reichen Leute gefaßt werden und daß die Juden dabei selbe Recht wie ebenso viel Tabatarbeiter; man muß ihnen un- die ebenfalls angeregt sind, aufbringen? Wir müssen Mittel und ordentlich blechen müßten, wäre gar fein Schaden. Die Ver bedingt zu ihrem Rechte verhelfen, und wenn dieses Gesetz nicht Wege aufiuchen, um die neuen Ausgaben, welche nun einmal da fassungsbedenken, der föderative Gedanke des Deutschen Reichs, in irgend einer Form zu stande kommen sollte, denn werde ich find, zu decken. Die Landwirthschaft, dessen waren wir uns be fommen immer nur zum Vorschein, wenn es sich um die reichen hier eine Zollerhöhung um 60 M. beantragen.( Zustimmung.) wußt, fonnte mit neuen Lasten nicht bedacht werden. Ich muß Leute handelt. Wo waren aber die Verfassungsbedenken, als es Abg. Schneider( freis. Vp.) bezweifelt, daß die Regierung zu meinem Bedauern konstatiren, daß ich in den dreitägigen sich um die Verlängerung der Legislaturperioden handelte?( Buauf diesem Wege zu erheblichen Mehreinnahmen gelangen werde, Debatten keinen anderen Weg erkannt habe, als den wir ein- ftimmung links.) Der Herr Schatsekretär hat sich darüber ent denn es finde sich im Reichstage keine Mehrheit für die Vorlage. geschlagen haben. Daß der Tabak mehr Steuer vertragen kann, rüstet, daß die Schuster sich an der Unterzeichnung der Petition Die Gewichtssteuer zu erhöhen hält die Regierung selbst für un- ist von feiner Seite bestritten worden; deshalb mußten wir dazu betheiligt haben. Jit denn die Schuhmacherei kein ehrliches Gemöglich; fie geht aber nicht zur reinen Werthiteuer über, sondern kommen, die Härte der bestehenden Steuer zu beseitigen, d. h. werbe? Die Schuster sorgen wenigstens für gute Stiefel, aber fie behält beim Zoll noch das Gewichts Steuersystem bei. Der wir mußten die Inlandsteuer abschaffen. Die Ansicht, daß der manche Minister sorgen dafür, daß wir schließlich noch barfuß Unterstaatssekretär v. Schraut meint allerdings, daß das Aus- Entwurf zum Monopol führe oder als eine Etappe zum Monopol laufen müssen.( Heiterkeit.) Die Regierung von heute zeichnet land einen Theil der beabsichtigten Belastung tragen wird; er geplant sei, ist grundfalsch. Ich habe vor 15 oder 16 Jahren fich überhaupt dadurch aus, daß fie sich alle paar hat aber nicht angedeutet, wie das geschehen foll. Eine weitere Die Fabrikatsteuer in Borschlag gebracht, weil dadurch das Wochen einmal widerspricht. Der neue Kurs hat überDurchbrechung des Werthsteuersystems ist die höhere Belastung Monopol hintenan gehalten werden könnte. Die Fabrikatsteuer haupt keinen Kurs, meistens steuert man im Nebel. des Schneidtabaks, trotzdem er der billigere ist; auf diese Weise ist der beste Schutz gegen das Monopol, also auch der beste Schutz Verschonen Sie die Landwirthschaft mit dem russischen Handelswird gerade die minder bemittelte Klasse mehr belastet als die für die freie Entwickelung des Tabakhandels und der Tabat vertrage. Ich nahm erst an, der Herr Schatzsekretär sei ein wohlhabende. Von einem Konsumrückgang ist in der Begründung industrie. Gemüthsmensch, aber ich bin doch anderer Meinung geworden. der Vorlage und auch sonst vom Bundesrathstische immer die Das Urtheil des Laien muß namentlich dadurch besonders Er hat mit dem Wiederkommen der Tabalsteuer gedroht. Ja Rede gewesen, aber nicht in dem Sinne, den man jezt dem getrübt werden, daß so verschiedene Gruppen von Interessenten wozu soll sie denn wiederkommen, wenn die Militärtoften anderWorte unterlegen will. Was kann man sich unter einem einig sind. weitig gedeckt werden. Will man einige neue Panzerschiffe bauen? Konsumrückgang denken, der nicht auf die Produktion einwirken Wir brauchen, auch wenn wir nicht auf den Steuerreform: Man scheint eine Hetjagd auf die Tabakindustrie zu beabsichtigen. soll? Die Schätzung des Rückgangs auf 1/6 oder 1/12 ist aber plan eingehen, immerhin 40 Millionen Mark und kommen nicht Das muß ich von meinem Standpunkt aus energisch zurückweisen. jedenfalls zu niedrig gegriffen. Die Interessenten berechnen, daß mit etwa 7-10 Millionen Mark aus. Wir müssen der Frage Wohin soll eine solche Bedrohung und Beunruhigung einer bemindestens 26.000 der jetzt beschäftigten Arbeiter brotlos näher treten, was geschieht, wenn der Entwurf abgelehnt wird? stimmten Industrie führen? Dagegen muß der Reichstag entwerden. Seit 1879 hat die Rautabakindustrie erheblich zuge- Die Beantwortung dieser Frage sind wir uns und dem deutschen schieden protestiren. Nun tomme ich zum Herrn v. Stumm; er tommen, weil diejenigen, welche sonst Pfeifen oder Zigarren Wolfe schuldig. Ich kann nur von meinem engeren Heimath- ist leider nicht da; das thut mir leid, aber ich habe ihn nicht rauchten, zum billigeren Rautabat übergegangen find. Bei der lande sprechen. Wenn nichts geschieht, werden wir wegen der fortgefchickt.( Seiterkeit.) Herr v. Stumm sprach von dem Vorjetzt beabsichtigten Steuererhöhung wird das vielleicht noch viel Erhöhung der Matrikularbeiträge zur Erhöhung der direkten theil der Fabrikatsteuer für die Tabatpflanzer. Er sollte einmal mehr der Fall sein und die Zigarrenindustrie wird besonders Steuern schreiten müssen. Ob dann die Klassen, welche jest nach Nordbaden gehen, wo die Pflanzer gar nichts davon wissen darunter zu leiden haben. Namentlich die kleinen Betriebe opponiren, mehr geschont werden als jetzt, das überlasse ich wollen, denn sie sehen ein, daß fie schließlich durch den Rückgang werden einen solchen Konsumrückgang nicht ertragen fönnen. Ihrer Ueberlegung. Den Vorwurf des letzten Redners, daß wir der Tabakindustrie wieder geschädigt werden. Die landwirthAuch die Händler werden erheblichen Nachtheil erleiden, nament die Zahl der Unzufriedenen vermehren, können wir niemals schaftlichen Vereine, in denen immer dieser oder jener hohe Be lich in kleinen Städten, wo sie ohnehin eine beschränkte Kund- vermeiden, wir mögen thun, was wir wollen. Dem Vorwurf amte eine gewisse Rolle spielt, mögen für die Vorlage sein, schaft haben; es fann sehr leicht geschehen, daß die Tabat- entgehen wir aber am besten, wenn wir eine Steuerform wählen, aber Stimmen aus Bauernvereinen werden nicht dafür beihändler in das kaufmännische Proletariat hinabsinken, wenn der welche bestehende Ungerechtigkeiten beseitigt und wenn wir das zubringen sein. Herr v. Stumm meint, daß man bei VerwenKonsumrückgang ein starker ist. Auf die Tabaksverbrauchs Reich und die Einzelstaaten in die Lage seßen, geordnete dung von Düngemitteln den besten Havanatabat bauen tönne. Statistit, obwohl sie eine amtliche ist, legt der Schatzsekretär Finanzen zu haben.( Sehr richtig! rechts.) Also prüfen Sie nicht blos Tüngemittel sind dazu nothwendig, sondern auch nur geringes Gewicht. In der Begründung hat man die den Entwurf vorurtheilsvoll( Heiterkeit. Buruf links: Ja Regen- und Sonnenschein und das richtige Klima. Auch Herr Jahre 1874-1876 mit den Jahren 1886-1890 verglichen, die wohl!) und genau in der Kommission; ich habe das Vertrauen von Stumm droht der Tabakindustrie, daß die Vorlage wieder ersteren haben einen Konsum von 1,60 Kilogr., während die zum Reichstage in dieser Beziehung ganz und gar. tommen wird. Ruhe wird die Tabakindustrie haben, aber die Jahre 1872 und 1873 einen sehr viel größeren Konsum halten. Abg. v. Hammerstein( dk.): Ich bin vollständig der Ruhe des Kirchhofs. Was würde Herr von Stuum sagen, wenn Wenn man größere Perioden zusammenfaßt, zeigt sich nach Meinung, daß die Reichsfinanzreform durchgeführt werden muß, man die Eisenindustrie mit solchen Steuervorlagen beunruhigen 1879 ein Rückgang von 1,8 auf 1,4 Kilogramm pro Kopf aber auch der Meinung, daß die Durchführung auf dem Wege wollte. Die Rede des Herrn Bassermann war sehr schön, aber der Bevölkerung. Bon Seiten der Regierung ist angedeutet, der direkten Besteuerung nicht gesucht werden darf. Wenn es ich hörte die Mühle wohl klappern, doch ich sah kein Mehl. Ich worden, wenn die Vorlage abgelehnt werde, werde man immer möglich wäre, durch die Börsensteuer und durch Lurussteuern wurde nicht flug daraus, wie steht denn eigentlich die nationalwieder darauf drängen und die Industrie beunruhigen, bis end- die Mittel zu finden, so wäre das das Angenehmste. Graf liberale Partei zur Vorlage. Eine Bemerkung des Herrn Basserlich eine befriedigende Besteuerung herbeigeführt wird. Wir Posadowsky hat in seiner Rede erklärt, daß das Bier zurück- mann, daß nämlich die Reichseinkommensteuer kommen müffe, müſſen eine solche Zumuthung entschieden zurückiveisen, und ich gestellt sei, weil eine große Abneigung gegen deffen Besteuerung begrüße ich mit Freuden, aber allzu viel Zeit darf nicht mehr hoffe, daß die Tabakindustriellen und Arbeiter sich durch solche vorhanden war; was sei anders übrig geblieben als der Tabat. versäumt werden. Der allgemeine Kladderadatsch ist viel näher Drohungen auch nicht einschüchtern lassen werden. Beim Rück Die Zusicherungen, daß das Bier nicht herangezogen werden als man denkt. Von den Konservativen erwartete ich die Fortgang des Konsums muß man auch daran denken, daß die Kosten solle, wurde einem Reichstage gegenüber abgegeben, dem eine fegung der Kanonade gegen den Reichskanzler, wie sie in der Der Fabrikation nicht entsprechend zurückgehen. Wenn der Fa Biersteuervorlage nicht vorlag; sie tonnte auch nicht zurück- Kreuz- Beitung" begonnen hatte; aber es scheint, die Herren brikant auch an Arbeitslöhnen spart, so kann er doch z. B. seine gezogen werden; es handelte sich also nur um eine persönliche haben sich wieder versöhnt. Bei den Konservativen scheint das Maschinen und Gebäude anderweitig nicht verwenden; die Erklärung des Reichskanzlers. Die frühere Biersteuer ist wegen Klopfen auf die Schulter und sonstiger Parlamentsmagnatismus Kosten und Lasten dafür muß er in der alten Höhe weiter ihrer Form bemängelt worden, namentlich wegen der vermißten schon gewirkt zu haben. Will die konservative Partei eine tragen. Die Kontrollvorschriften können die großen Fabrikanten Schonung der kleinen Brauereien; eine weit verbreitete Abneigung soziale Voltspartei sein, dann kann sie es hier zeigen, vielleicht beachten; sie haben das nöthige Personal für die gegen die Besteuerung des Bieres an sich habe ich nicht gefunden. wo es nicht gilt, großspurige Arbeiterversicherungen zu schaffen, Buchführung u. f. w. Aber siebt fleine Fabrikanten, die Daß in Deutschland im Verhältniß zu anderen Staaten eine ge- fondern für 20 000 Arbeiter die Beschäftigung zu erhalten. wegen des geringen Umfanges ihres Betriebes sich mit einer ringe Belastung des Tabaks stattfindet, ist richtig; dasselbe gilt Wenn hier nichts geschieht, dann glaubt Ihnen überhaupt nies sehr einfachen Buchführung begnügen und bisher auch aber auch vom Bier. Ich brauche ja nur auf Bayern zu verweisen. mand mehr. Nicht um der schönen Augen des Reichskanzlers begnügen fonnten. Ueberhaupt find alle Kontrollvorschriften Das Bier ist mit 4 pt. seines Werthes belastet; sein Konsum macht willen haben wir für die Vorlage gestimmt. Wir haben uns so umständlich und lästig, daß sie es mit der modernen rapide Fortschritte, während der Tabakkonsum tonstant bleibt. ausdrücklich gegen die Tabatsteuer verwahrt und der ReichsKultur eigentlich nicht recht in Einklang gebracht werden können. Eine Biersteuer hätte nicht entfernt die sozialpolitische Bedeutung tanzler erklärte darauf, daß in seiner Erklärung das Wesentliche Echließlich wird die Handhabung des Gesetzes dahin führen, daß wie die vorliegende Tabatiteuer. Wenn Entlassungen sich als meiner Verwahrung enthalten sei. Welcher vernünftige Mensch alle Welt das Monopol herbeisehnt. Wenn an dieser Tabak- nothwendig erweisen, so wird der Unternehmer, weil alte steif- hält denn die Tabakstener nicht für etwas Wesentliches? Wir Fabrikatsteuer eine große Anzahl kleiner Eristenzen zu Grunde gewordene Finger weniger leisten als junge, der Noth gehorchend, glaubten, daß das Ehrenwort eines preußischen Generals noch gegangen sein wird, dann werden schließlich nur solche übrig nicht dem eigenen Trieb, die alten Arbeiter entlassen.( 3uruf einen Werth babe.( Präsident v. 2e ve how ruft den Redner bleiben, die gegen eine gute Entschädigung gern ihr ganzes Ge- von den Sozialdemokraten: Die Regierung aber weiß das besser!) zur Ordnung.) Die Regierung hat ihr gegebenes Wort nicht geschäft aufgeben, und schließlich werden auch die Konsumenten Budem darf man nicht vergessen, daß in feiner anderen Branche halten; wir sind gerechtfertigt, aber die Regierung nicht. Damit einverstanden sein, daß das Monopol eingeführt wird. der Arbeiter so leicht zur Selbständigkeit gelangen kann, wie in Regierung mag uns noch tausend Militärvorlagen bringen, wir Denn wenn die Konsumenten bei Strafe verpflichtet werden, der Tabakindustrie. Die norddeutsche Tabatindustrie verarbeitet bewilligen keine mehr.( Heiterkeit.) Das vorliegende Gesetz ist drei Jahre lang die Fakturen über ihren Antauf von Zabat hauptsächlich ausländischen Tabak, der durch die Vorlage so versleine Leiche, also begraben wir es soll schnell wie möglich. = Parteinachrichten. e Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Dem Genossen Reichstags- Abgeordneten Schule, der feit einer Reihe von Jahren in Königsberg eine Gastwirthschaft betrieb, ist die Konzession entzogen worden, nachdem er 14 Mal wegen Uebertretung der Polizeiſtunde bestraft worden war. Die geringste Ueberschreitung seitens Schulze hatte jedes Mal eine Anklage zur Folge. Den Genossen wird dadurch ein um so härterer Schlag zugefügt, als das Lokal von Schulte das einzige war, was den dortigen Genossen zur Verfügung stand. Trozdem wird auch dadurch die Partei nicht untergehen. -Genosse Räppler, Redakteur des Wähler" zu leidigung eines Baudirektors zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung soll enthalten gewesen sein in einer Notiz des Wähler" gelegentlich eines Unglücksfalles am 21. Juni, bei welchem ein Bauarbeiter seinen Tod gesunden. " Tokales. Der Wenn z. B. ein Arbeiter, der zu Unrecht und ohne Innehaltung der vereinbarten 14tägigen Kündigungsfrist entlassen worden ist, trotzdem er seinen Unternehmer auf die Folgen diefer widerrechtlichen Entlassung aufmerksam gemacht hat, vor Gericht flagbar wird, so übt auch hier bei dem Vergleichstermin der Herr Assessor Leo den Vergleichsversuch in der Weise, daß er den Arbeiter veranlaßt, von seiner durchaus berechtigten Forde rung etwas abzulassen. Der beklagte Unternehmer freut sich darüber, denn nun kommt er ja billiger weg. Wenn der Arburch die Bergleichsmanie" mit der Hälfte zufrieden giebt, so hat der Unternehmer eben 24 M. gespart, und um 24 M. tann es der Unternehmer schon auf eine gewerbegerichtliche Verhandlung ankommen lassen. Diese für den Arbeiter äußerst nachtheilige Praxis zu fritifiren, ist nicht allein das Recht, sondern die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der urtheilslofen Röpje", Herr Assessor! und damit genug- wenigstens für heute! Schatselretär Graf Posadowsky: Die Gegenüberstellung in geschickter Fassung vorbringen. Aehnlich äußert sich schaft des Gewerbegerichts als Einigungsamt bei dem Vorsitzenden der Steuervorlagen, der Arbeiterversicherung und der Handels- der Abgeordnete von Buol Berenberg. v. d. Gröben der Kammer VI, Herrn Assessor Leo, vorhanden zu sein. verträge trifft doch nicht zu. Durch die Sozialgesetzgebung hat empfiehlt die Annahme des Gamp'schen Eventualantrages. Herr Assessor Leo äußerte bei Gelegenheit einer Verhandlung die Regierung für die Arbeiter gesorgt; dafür sollte doch Herr Böckel Singer erklärt, daß die sozialdemokratischen Kommissions- vor der sechsten Kammer am 12. Januar, als der Beistand des der Regierung dankbar sein. Die Auslegung von Petitionen in jedem mitglieder( Diez, Schoenlant, Singer) aus den bekannten Gründen Klägers einen Antrag auf Vernehmung dreier Zeugen stellte, Laden, wo jeder zur Unterzeichnung aufgefordert wird, ist überhaupt gegen das Gesetz als solches stimmen werden, daß sie sich aber um die Behauptung des Klägers durch deren Aussagen zu befeine geeignete Art der Agitation. Die Verlängerung der Legis- in der Spezialberathung auf den Standpunkt stellen, man habe weisen, zu den Parteien folgendes: laturperiode und die Reichseinkommensteuer lassen sich ebenfalls das Gesetz so, wie es am wirksamsten sei, zu gestalten. Des- Bedauerlicher Weise werden in letter Beit nicht vergleichen. Durch die Reichs- Einkommensteuer würden die halb würden sie für den Gamp'schen Antrag stimmen, da er, von gewiffer Seite die Parteien beeinflußt, um Rechte der Einzelstaaten gegenüber den Verträgen beeinträchtigt wie er des Näheren nachweist, geeignet fei, schärfer gegen die wichtigste und fegensreichste Einwerden, während das bei der Verlängerung der Legislatur: als die Vorlage dies den thue, Großbesitz heran- richtung des Gewerbegerichts vorzugehen. Urperiode nicht der Fall war. Es ist getadelt worden, daß die zuziehen und zu verhindern, daß Juländer im Auslande theilslofe Röpfe, die in agitatorischer Weise Nachsteuer nicht auch nach dem Werthe erhoben wird. Das ist große Kapitalien abgabenfrei aufhäuften. Ein Unterantrag die eingehende Thätigkeit des Gewerbegerichts unmöglich, weil die Nachsteuer schnell erhoben werden muß. Ich Gröber sucht den zum zweiten Male modifizirten Gamp'schen erschweren, sind bemüht, die Bergleichsthätig fehe aber darin eine Anerkennung der Werthsteuer an und für Antrag schärfer zu fassen. Singer nimmt, um die Gefahr zu feit der VI. Rammer öffentlich zu tritisiren sich. Der Zweck der Debatte ist die Aufklärung der öffentlichen verhüten, daß bei der Fülle von Amendements gar nichts That- und ich nehme nicht Anstand, dies hier an Meinung; ich glaube, daß diefer 3wed erreicht ist, aber nicht zu sächliches herauskomme, den ursprünglichen Antrag Gamp wieder öffentlicher Gerichtsstelle auszusprechen." Daß die Kritik, die die Deffentlichkeit an der einigenden gunsten der Gegner der Tabatsteuer. Redner wendet sich dann auf, womit sich Gamp und Gröber einverstanden erklären. Dagegen einzelne Angriffe der gestrigen Redner gegen seine Rede, nach soll vor dem Wort ausgehändigt das Wort: besessen" Thätigkeit der 6. Rammer wiederholt übte, dem wie es scheint, hält seine Behauptungen aufrecht, daß es unrichtig sei, eingeschoben werden. Der Antrag Singer mit der Abänderung sehr nervösen Herrn Assessor nicht paßt, läßt sich begreifen. Aber wenn man bedenkt, daß die Einigungsversuche, oft zu behaupten, daß Deutschland nur eine bestimmte Summe Gröber wird darauf angenommen. für den Tabalkonsum ausgebe, und daß es über den Konsum Nächste Sigung Montag, den 15. Januar, Vormittags zum Schaden des Klägers immer wiederholt werden und vor 1879 und nach 1879 feine daß sogar dabei häufig die Kläger, wenn sie selbst im Rechte genauen Zahlen gebe. 10/2 Uhr. Daß der Tabak eine Mehrbelastung vertragen kann, wird sogar find, so daß ein abweisendes Urtheil garnicht erfolgen fann, sich durch die immerwährend wiederholten Ginigungsversuche einin der sozialdemokratischen Zeitschrift„ Die Neue Zeit" zugegeben, wo ein Zabalsteuerplan aufgestellt ist, der gerade zur Deckung schüchtern laffen und von ihrer berechtigten Forderung ablaffen, der Kosten der Militärvorlage ausreicht. Die Behauptung des so daß schließlich durch diese Einigungsversuche nicht der zu Herrn Meister, daß Arbeiterentlaffungen nicht nur vorübergehend, Recht lagende Theil, sondern der Beklagte den Vortheil hat, so fann man dreift behaupten, daß die Einigungsversuche zuweilen sondern dauernd nothwendig sein werden, ist durch nichts benicht den Bestimmungen des§ 39 des Gesetzes betreffend die wiesen, da ein Rückgang des Konsums nicht erwiesen werden Gewerbegerichte entsprechen. fann. Daß gerade der Kleinbetrieb besonders leiden solle, ist nicht recht begreiflich. Diese Betriebe verarbeiten gerade das billige Material und sehen ihre Bestände schleunigst ab; sie leben mehr von der Hand in den Mund und können deshalb von dem Steuerkredit ausreichenden Gebrauch machen, während die großen Betriebe eher auf längere Zeit treditiren müssen. Außer dem ist für die kleinen Betriebe auch der Ausweg der Pauschalirung vorgesehen. Auch von Luxussteuern darf man wohl nicht viel erwarten. Die Einführung der Wehrsteuer vor 10 Jahren hätte einen Sinn gehabt; aber jetzt, wo alles aus- Altenburg i. S. wurde am 21. Dezember v. J. wegen Be- beiter für 2 Wochen Lohn, pro Woche 24 M., eintlagt und sich gehoben wird, was diensttauglich ist, da muß man annehmen, daß diejenigen, welche jetzt nicht ausgehoben werden, in ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt find. Wenn der Redner der konfervativen Partei anderweitige Vorschläge in Aussicht gestellt hat, so wird uns das sehr angenehm sein, und wenn die Vorschläge gut sind, so werden wir sagen: cedo maiora! Die Finanzreform ist nicht lediglich für Preußen nothwendig, sondern für alle Bundesstaaten, welche auf der Finanzminister Konferenz diese Vorlage ausdrücklich gebilligt haben. Die Einkommensteuer Die Forderung auf Einführung des Zehnpfennig- Einmußte in den einzelnen Bundesstaaten bis zu 75 pet. erhöht heitstarifs im Berliner Pferdebahnbetriebe ist eine Forde- Satt"? An den Anschlagsäulen prangt folgende Anzeige: werden, um das Defizit im Reiche durch Matrikularbeiträge rung von allgemeinſtem Interesse. Die Berliner Stadtverordneten- Höchst wichtig für Arbeitslose! Um jedermann während der zu decken; in Preußen würden 31 p& t. Zuschlag zur Einkommen- Bersammlung hat bereits einmal den Beschluß gefaßt, den Wintermonate, selbst dem Aermsten, Gelegenheit zu geben, fich Steuer nothwendig sein. Wenn dieser Buschlag fühlbar würde Magistrat zu veranlassen, die Einführung des Behnpfennig durch ein warmes Mittagessen zu sättigen, haben wir den Preis im Lande, dann würde die Fabrikatsteuer weniger hart empfunden Einheitspreises bei den Bahnunternehmern anzuregen, ohne daß einer großen Portion verschiedener Suppen auf 5 Pfennig, eines werden und man würde sich sehr leicht darin finden, daß die allerdings bisher der Magistrat diesem Beschlusse bisher Rechnung Bechers Kaffee auf 3 Pfennig festgesetzt. Verwaltung der Raucher ein paar Pfennig mehr bezahlen.( Bustimmung rechts.) getragen hätte. Trotzdem begegnet diese Forderung an maß- israelitischen Volksküche. Klosterstr. 99." Abg. Nöfice( wildliberal): Aus den Debatten der 3 Tage gebender Stelle, d. h. bei den Geldmännern der Pferdebahn- Die eigenthümliche Fassung des Wortlautes dieses Anbleibt bestehen, daß die Mehrheit des Reichstages eine Tabat- Unternehmungen dem heftigsten Widerstande. Der juristische schlages ist geeignet, die Vorstellung zu erwecken, als steuer von der Regierung nicht erwartet hat, daß sie auch feine Berather der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft, Herr ob es durch das wohlthätige" Wirten der Bourgeoisie endSteuern erwartet, welche die breiten Maffen trifft. Man nennt Karl Hilse, ist eifrig bemüht, in einem längeren Artitel, wie wir lich erreicht worden sei, daß ein Hungriger sich jetzt bereits die Tabaksteuer eine Luxussteuer, aber den Hauptverbrauch stellen aus einem seiner Sprachrohre, dem" Fuhrhalter" ersehen, diesen an einer einzigen Portion Suppe zu dem bescheidensten Da möchte die breiten Maffen des Volkes, die kaum einen anderen Luxus Widerstand als durchaus berechtigt ad oculos zu demonstriren. Preise von 5 Pfennig vollständig satt essen kann. haben. Daß der Reichsschazsekretär der Belastung der breiten Diese Begründung ist theilweise hochinteressant und charakteristisch, man beinahe annehmen, daß der auffällige Eifer, mit dem die Maffen mit direkten Steuern die Vortheile der Arbeiterversicherung so daß es sich verlohnt, etwas näher darauf ein Verwaltung dieses Unternehmens fortgesezt die Aufmerksamkeit gegenüberstellt, ist nicht richtig; diese Versicherungen find zugehen. Zunächst weist Herr Karl Hilfe darauf hin, daß des Publikums auf sich zu lenken bemüht ist, weniger den nach der faiserlichen Botschaft ein gutes Recht des Arbeiters. Die Einführung des Einheitspreises von Einführung des Einheitspreises von 10 Pfennigen hungernden Arbeits- und Obdachlosen, als der Bourgeoisie gilt, Diese sollte man hierbei nicht in Betracht ziehen. Die Betriebsunternehmer dahin bringen müsse, statt langer Durch und daß die eigentliche Absicht nicht ist, hungernde Proletarier Bezüglich der Zusage des Reichskanzlers, daß die schwachen gangslinien furze Streckenlinien zu betreiben, und daß es ein zu sättigen, sondern nur, fatten Bourgeois die beruhigende VerSchultern geschont werden sollen, wird Herr von Hammerstein wirthschaftlicher Fehler des Betriebsunternehmers sein würde, ficherung zu geben:" Seht her, es braucht niemand mehr zu doch wohl nichts ändern wollen, auch nicht in bezug auf das Aufwendungen für den Ausbau eines Bindegeleises zwischen zwei hungern!" Wir fennen wenigstens manches Wert der NächstenBier und ich hoffe, daß die Regierung an ihrer Zusage in dieser bereits vorhandenen Strecken zu machen, da der Unternehmer liebe", daß von der Bourgeoisie wirklich aus teinem anderen Beziehung festhalten wird. Die Kosten der Militärvorlage, soweit dann ja die ganze Durchgangslinie für den Preis befahren müsse, Grunde in Szene gefeßt worden ist. and dedi sie nicht durch die anderen Steuern gedeckt werden, fönnen ja welchen er bisher willig für jeden der beiden selbständigen Theile Ein Muster Arbeitskontrakt. Wie wir gestern bereits durch die Steigerung der anderweitigen Einnahmen des Reiches gezahlt erhielt und selbst nach der Meinung hochweiser Gemeinde ausgeglichen werden; der Postetat soll ja einen ganz erheblichen politiker fordern dürfe. Ferner wird gegen die Forderung des Eide, Wilhelmstr. 49, beschäftigt gewesenen Linoleum- Arbeiter furz mittheilten, sind die bei der Firma Quantmeier und Mehrbetrag ergeben. Wenn die Brausteuer angenommen worden Einheitstarifs ins Feld geführt, daß beispielsweise im Jahre 1892 ausständig geworden. Der Grund dieses Ausstandes ist in der wäre, dann hätte Bayern an das Reich 3 Millionen Mart im Betriebe der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Aktiengesell übermäßigen Schläue der Herren Unternehmer zu suchen. Es war mehr bezahlen müssen, während es jetzt nach Abrechnung der schaft nur 92 107 259 77,34 pCt. Fahrscheine für den Preis der Firma darum zu thun, sich der sozialen und anderen Ueberweisungen überhaupt nur 6/2 Millionen zahlt. Wenn die à 10 Pig. abgegeben wurden, welche 9 210 725,90 M. 66,72 pet. Einzelstaaten die Matrikularbeiträge durch Zuschläge zu der Einnahme darstellten, während weitere 26 984 218= 22,66 pet. Verpflichtungen, die den Herren Arbeitgebern nun direkten Steuern decken sollen, so wird das leicht möglich sein. Fahrscheme einen höheren Preis und zusammen 4594 153,35 m. mal in der hier und da doch wohl noch nicht ganz In Preußen haben die Leute, welche mehr als 30 000 m. Gin- einbrachten, welche 83,28 pet, der Gesammteinnahme ausmachten. göttlichen Weltordnung auferlegt sind, von sich ab und einem Theil ihrer Arbeiter zuzuwälzen. Am Sonnabend, tommen haben, 40 Millionen Mart Steuern bezahlt. Bei einem Preise von je 10 Pfg. würden diefe 26 984 218 Fabr Gin fleiner Zuschlag dazu würde eine ganz hübsche Summe scheine nur 2 698 421,80 m. erbracht und damit 1 885 731,55 m. den 6. Januar, erhielten fämmtliche Arbeiter der Fabrik ihre Entlassung. Nur brei derfelben wurde gefagt, einbringen. Wenn die Steuern immer wieder auf die unteren Einnahme- Ausfall bewirkt haben, welchen über sich ergehen zu lassen Riaffen gelegt werden, wenn die Reichen sich immer der Steuer ernstlich niemandem zugemuthet werden könne, da er etwa 11 pet. des Daß fie am Montag wieder vorsprechen sollten. Als die brei Arbeiter am Montag fich im Komtoir der Fabrik entziehen, dann könnte man doch auf den Gedanken kommen, Aktienkapitals ausgemacht und die Gewinnvertheilung auf nur einfanden, wurde ihnen gesagt, daß sie wieder eindaß Herr Bebel am Ende doch Recht hat, daß die jetzige Gesell: 1,5 pCt. herabgedrückt haben würde. Sehr offenherzig wird treten fönnten, wenn fie einen Arbeitskontrakt unter: schaftsordnung nicht so viel werth ist, wie man annimmt. Die bekannt, daß kaum zu erwarten sei, daß die Berliner Betriebsschreiben wollten, den die Inhaber der Firma ihnen vorBerechnungen der in der Tabaksindustrie beschäftigten Arbeiter unternehmer gutwillig die höheren Preiſe fallen lassen werden legten. Die Arbeiter sahen sich das Ding an, und als fie legten. Die Arbeiter sahen sich das Ding an, und als fie beruhen auf einem sicheren Fundament und Graf Posadowsky und demgegenüber gleich zeitig nachgewiesen, daß bei dem heutigen es vom ersten bis zum legten Paragraphen durchgelesen hatten, befindet sich mit seiner niedrigen Berechnung im Irrthum. So Stande der Gesetzgebung der Gemeindebehörde die Macht fehle, gaben sie ihn der Firma mit den Worten zurück, daß läftige Kontrollvorschriften, wie die Vorlage, enthalten doch die das Verlangen der Gemeindevertretung durchzusehen, so oft der auf müßten, früheren Gesetze nicht, namentlich nicht das Brausteuergeseß. Unternehmer mit den diesbezüglichen Wünschen nicht übereinDurch Arbeiterentassung werden die Löhne, die in der Tabak- ftimme. Echließlich wird noch die Frage aufgeworfen, ob die dem Geschreibsel gestellten Bedingungen einzugehen. Unfere industrie ohnehin schon auf nur 500 M. durchschnittlich stehen, Billigkeit dem Anfinnen( Einheitstarii) zur Seite stehe, und dies defer werden den Arbeitern diesen Entschluß nicht gar zu noch mehr gedrückt werden und die Invaliden, die bisher in vermeint Herr Hilfe verneinen zu müssen. Denn, meint er, wie sehr verübeln, wenn sie mit uns einige Paragraphen durchgehen. dieser Industrie noch Beschäftigung fanden, werden nicht mehr die Grundbesitzer das Ansinnen, jede Wohnung in ihrem Hause Nach§ 1 des famosen Kontrakts werden die betreffenden Arbeiter als felbständige Meiner" engagit, die sich einen Geversorgt werden können. Ich lehne die Tabalsteuer ab ohne unbekümmert um deren Größe und Lage gleich theuer abzugeben werbeschein zu lösen haben. Ungeachtet ihrer plöglichen Selb Rücksicht darauf, daß vielleicht die nächste Vorlage, die die Re- oder der Gastwirth die Forderung, den Preis für das ganze ständigkeit müssen sie nicht allein kontraktlich sich mit den von gierung machen wird, die Brausteuer sein wird. Liter auf den für das halbe zu ermäßigen 2c. für ein unsinniges Darauf wird um 53/4 Uhr die weitere Berathung bis und unbilliges erklären würte, so gilt solches auch von dem Ein- der Firma ſelbſtändig stipulirten Lohnfäßen begnügen, sondern den von ihr geführten Montag 1 Uhr vertagt. beitspreise der Straßenbahnen. Eo lange die Gemeinde die sie dürfen nach§ 2 auch mit Etwas sehr Verblüffendes Omnibusse von der Pflasterunterhaltung und Abgabenpflicht Artikeln feinen Handel treiben. Er lautet: Der pp. hat, frei laffen und die Straßenbahnbetriebe damit belasten, damit enthält der Paragraph 8. aber eine Rechtsingleichheit zwischen zwei öffentlichen Verkehrsstellung der ihm übertragenen Arbeiten erfordert, die hierzu die ordnungsmäßige und rechtzeitige FertigDie Stempelftener- Kommission hielt am 13. Januar ihre unternehmern schaffen darf, für welche der einzige Rechtsgrund nöthigen Hilfsarbeiter für seine Rechnung und unter seiner Berdarin liegt, daß jene für die Benutzung des Straßentörpers nicht erste ordentliche Sigung ab, zu der auch Herr Miquel, begleitet die besondere Einrichtung bedürfen, welche diese gebrauchen, antwortung zu stellen. Die Firma D. u. G. fteht in einem von etwelchen Kommissaren, erschienen war. Als Vertreter der verbündeten Regierungen sind ferner angemeldet Graf müssen, in der Straßenbenugung unbekümmert um die Leistungs D. u. G. hinsichtlich dieser Hilfsarbeiter unbedingt zu befolgen. wird die Gemeindevertretung auch den Gedanken fallen lassen Hechtsverhältnisse zu diesen Hilssarbeitern. Der pp. ist indeß verpflichtet, alle Anordnungen der Firma von Posadowsky Wehner und Herr von wird beschloffen, teine Generaldiskussion stattfinden zu lassen. wesentlichsten Gründe für die Weigerung der Pferdebahn- Aktien- Altersversicherung fällt nicht auf die Unternehmer selber, sondern Eine wird befchloffen, feine Generaldiskussion stattfinden zu laffen. menge volle. Breisgleichheit herzustellen. Dieses sind dieu. E. hinsichtlich dieser Silfsarbeiter unbedingt zu befolgen. einem Referenten überwiesen und glatte Rechnung für die Firma! Kraufen, Unfall- und gesellschaften, den eigentlichen Behnpfennigtarif einzuführen. bei den einzelnen Positionen der Vorlage, auf die sie sich be- Diese Gründe sind aber lediglich kapitalistischer Natur und be- auf die zu Meistern avancirten Arbeiter der Firma! Nach ziehen, wenn dies erforderlich, zur Sprache gebracht werden. einem andern Paragraphen muß der Meister- Arbeiter zur AufPetitionsrefent war Abg. Träger. Die Kommission beschloß, weisen nur das eine, was teines Beweises mehr bedurfte: daß bewahrung der Waaren( das Teppich- und Läuferlegen wird selbsteine zweimalige Lesung der Vorlage vorzunehmen. Die laufende Nummer des Tarifs 1a( Besteuerung der inländischen Aktien sind, welche in rücksichtsloser Weise nur für ihre Tasche, für verständlich außerhalb der Fabrik in Privatwohnungen verrichtet) und Aktien- Antheilsscheine, sowie Interimsscheine über Ein- ihren Gewinn, für ihren Profit arbeiten". Wo dieser in Frage einen ficheren, möglichst verschlossenen Raum beschaffen. Wie der neuzahlungen auf diese Werthpapiere mit eins vom Hundert) wird kommt oder gar geschädigt werden könnte, da heißt es gebackene Meister zu dem sicheren Raum in dem fremden Hause ftets: Non possumus! Dieses tapitalistische Sonderinteresse tommit, ist seine Sache. Nach§ 6 des Musterkontrakts wird der bebattelos angenommen. Bu einem Antrag Gamp, der vers ift aber unvereinbar mit dem Gemeininteresse, das den Lohn nicht für die am Ende der Woche verrichtete, sondern nur hüten will, daß das inländische Kapital steuerfrei im Auslande Arbeiter, pardon, Meister habens ja und fönnen Anlagen sucht, sprechen Miquel, der den Antrag für überflüssig Pferdebahnen unzweifelhaft innewohnt. Die Pferdebahnen sind für die bis zum Donnerstag beendete Arbeit ausgezahlt. Die ein Drittel des Wochenlohnes verzichten. erklärt, da die bestehenden Bestimmungen ausreichten, ein Gebeute ein unentbehrliches Verkehrsmittel geworden, welches den gemeinnüßigen Zwecken, nicht aber den Sonderinteressen einer ja leicht auf heimrath Müller, der als getreuer Kommissär des Finanzgewal einen Gruppe von Kapitalinien zu dienen hat. Deshalb ist die Nachbesserungen sind vom„ Meister" unentgeltlich auszuführen, tigen fich gleichfalls gegen Gamp wendet, da das deutsche Kapital Uebernahme der Pferdebahnen in städtische Regie eine voll- desgleichen hat er für sich und seine" Leute das Handwerkzeug bei seinen Transaktionen im Auslande auf das schwerste gehemmt berechtigte Forderung. Wenn die Ausführungen des Herrn Hilfe auf eigene Roften zu beschaffen. Jede Uebertretung der vielen Strafwerde, und A. m. Abgeordneter Gamp modifizirt seinen Antrag zutreffen und der Gemeindebehörde die Machtmittel fehlen, um bestimmungen wird, gleichgiltig, ob fie vom„ Meister" oder deſſen Bennigsen haut in diefelbe Kerbe wie fein Freund die Unternehmer zu zwingen, den Wünschen der Gemeinde- Silfsarbeitern beganger. wird, mit nicht weniger als 3 M. Strafe Miquel und deffen Kommissäre, verwechselt aber Gffekten vertretung Rechnung zu tragen, so ist eben das zum Ziele gefühnt; außerdem hat der Meister sämmtliche Sonstigen Kosten und Verkehrssteuer, wie Herr Gamp und Rintelen führende Mittel, die Pierdebahnen ihren gemeinnügigen Zwecken des verursachten Schadens zu tragen. Damit nun aber die nachweisen. Abg. Rintelen steht dem Grundgedanken des biensibar zu machen, das, die Privatgesellschaften, denen jene jetzt Firma auch jederzeit sicher ist, die Strafe und Schadenersatzgelder Gamp'schen Antrages sympathisch gegenüber und wünscht, daß dieser Gedanke in das Gesetz irgendwie aufgenommen werde und zur Ausbeutung überlassen sind, nicht weiter zu tonzessioniren, einheimſen zu können, soll der Arbeiter nicht weniger als die Betriebe vielmehr nach Ablauf der Konzession in städtische hundert Mark Kaution stellen; diese Summe ist nach jedem Strafwendet sich gegen die gegen den Gamp'schen Antrag vorabzug wieder zu ergänzen! Eelbstredend lachten die Meister" der Firma Quantmeier gebrachten Bedenken. Mit der Faffung sei er aber nicht ein Regie zu übernehmen. verstanden, Gamp solle den Antrag in der zweiten Lesung Recht eigenthümliche Ansichten scheinen über die Eigen- und Eicke ins Gesicht, als ihnen diese Bestimmungen vorgelegt Darlamentarisches. A Die Petitionen follten Niedel. Es au # fie es dankend ablehnen soweit es Die ein in den Linoleumarbeitern nicht vorhanden war, berathen. zu haben. wurden und empfahlen sich derselben höflichst. Die Arbeiter Das Kuratorium der Berliner städtischen Sparkaffe| Kommissionen vorgenommen. Zum Schluß macht Rollege König fordern wie schon gestern erwähnt, ihre Kollegen hat an den beiden lezten Tagen ihre Arbeiterfreundlichkeit da auf die am 16. da. Mts. im Vereinslotal stattfindende öffentliche zur Solidarität auf und werden demnächst in einer Ver- durch bewiesen, daß sie beim Umzug Leute aus dem Arbeitshause Bildhauer- Bersammlung aufmerksam, die hoffentlich dazu beis fammlung über weitere Schritte, namentlich über die Grün- in Rummelsburg beschäftigte. Beschäftigungslose freie Arbeiter tragen wird, den vielen noch fern stehenden Kollegen die Augen dung einer Organisation, die bisher unter den verstreut arbeiten in über den Werth der Arbeiterorganisationen zu öffnen. Polizeibericht. Am 12. 6. Mts. Vormittags sprang ein Berichtigung. In dem Versammlungsbericht aus Rixdorf Alle, die bisher noch nicht an deutsche Unternehmersindigkeit geistestranter Mann aus einem Fenster seiner im 1. Stock eines vom 31. Dezember v. J. ist im Bericht der Lokalfommission irr zweifelten, fehen aber, wie weit man es in diesem Puntt im Hauses in der Rigaerstraße belegenen Wohnung auf den Hof thümlich gefagt, daß im Lokal des Herrn Jäckel der Vorwärts" man in der Zeitalter der Sozialreform schon gebracht hat. hinab und verlegte sich am Kopfe und am Oberschenkel. Er nicht ausliegt. Es ist dies nicht zutreffend, denn der Vorwärts" wurde nach der Frrenanstalt Herzberge gebracht. Nachmittags liegt feit 6 Monaten im genannten Lotale aus. ho erschoß sich ein nervenleidender Mann in seiner Wohnung, Linienftraße 99. der Ecke der Potsdamer- und Lühowstraße 99. wurde ein Arzt durch eine Droschte überfahren und am Unterschenkel verletzt. Im Restaurant eines Hotels schoß sich Abends ein Küfer eine Kugel in den Kopf. Er wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. Im Laufe des Tages fanden fünf Brände statt. Ueber den Ausstand der Taxameter- Droschkenkutscher in Berlin. Wie nicht anders zu erwarten, bemühen sich eine Reihe arbeiterfeindlicher Blätter, den Streit als eine Thätigkeit fozialdemokratischer Agitatoren" hinzustellen. Die an der Spize ber Bewegung stehenden Personen sollen den Streit nicht nur selbst provozirt, fondern ihn auch für sich felbst auszunüßen suchen; was aus den Streifenden wird, tümmert sie nicht. Diefe Unterstellung ist eine ganz gemeine und sie steht mit der Wahrheit direkt in Widerspruch. Würden die Streitenden nicht zu genau wiffen, daß das von ihnen ſelbſt aus ihrer Mitte gewählte = aus 7 Kollegen bestehende Agitationsfomitee", als auch der Borstand des Vereins Berliner Droschkentutscher" in der uneigennüßigsten Weise nur die ihnen übertragenen Pflichten erfüllten, wenn sie sich an die Spiße der Bewegung stellten, so würden sie diese Leute erstlich nicht dazu erwählt, und wäre auch nur ein Titelchen Wahrheit daran fie zweitens schon längst zum Teufel gejagt haben. Es läßt sich auch deshalb Niemand von solchen durch streikende Tarameter Droschkenbesitzer inspirirte und wahrheitswidrigen Berichte alteriren. Auch der bs Berichterstatter der Berliner 22 Bolts Zeitung wird mit seiner Notiz, die er auch in die Spalten es Kleinen Journal" und das Deutsche Blatt" lancirte, feinen Erfolg haben, denn die Streifenden fennen ihre Pappenheimer eine gute Portion Kopfstellungen verdauen zu müffen. Gebat nur zu genau. Sie sind schon daran gewöhnt, von dieser Seite den Streit schon unter dem 9. d. M. als zu Ende" gehend bezeichnet, weil fein Geld mehr in der Streiftasse vorhanden" fei. Er polemifirt gegen eine Streifuntersüßung von 10 m. pro Woche und meint, daß diefelbe nicht ausreichend sei zur Erhaltung einer Familie, frägt aber nicht danach, ob die Streifenden, während sie gearbeitet und gefahren haben, etwa mehr verdienten. Auch mit seinen höchst bedauerlichen Ausschreitungen" wird er keinen Hund hinter dem Ofen hervorholen. Uns ist von einer schweren Berletzung" des Fuhrherrn Kluchert, Waldstr. 48, ebenso wenig bekannt, als uns von einer schweren Echädigung des Fuhrherrn Martin Rähse, Chauffeeftr. 80,81, mittels Ginbruchs" irgend etwas zu Ohren gekommen ist. Turch die am Mittwoch und Freitag stattgefundenen Versamm lungen der Troschfentutscher und Arbeiter und den in denselben gefaßten Beschlüssen sind die Behörden sowohl als auch die Droschtenbesizer eines besseren belehrt worden. Statt daß fie der Meinung waren, der Streit sei beendet, hat derfelbe erit angefangen fich zu entwickeln. Und hieran hat auch die täglich im Lokal- Anz." und im Intell.- BI." erscheinende Annonce, nach welcher 400 Kutscher verlangt werden, nichts ändern fönnen. Ter Streif ist auch auf alle übrigen Droschfen eines Tarameterdroschken"- Besizers ausgedehnt worden. Die Zahl Der Streifenden ist dadurch zwar verdoppelt, aber die Kraft der selben ist auch um das Toppelte gestiegen. Außerdem ist auch tie Opferfreudigkeit der übrigen Kollegen, welche fahren, größer Freitagsversammlung beschlossen, 2000 M. für den Streit auf zubringen. Die Streifenden werden ausharren, bis der Sieg der ihrige ist. " anila Gerichts- Beitung. Wegen Majestätsbeleidigung war jemand angeklagt worden, der in einer Wahlversammlung übel behandelt worden war und in das auf den Kaiser ausgebrachte Hoch nicht eingestimmt hatte. Die Straffammer hatte den Angeklagten frei gesprochen, der Staatsanwalt aber Berufung eingelegt. Nach der Juristischen Wochenschrift" hat das Reichsgericht die letztere unter folgenden Erwägungen verworfen: Es steht hier eine vorsägliche Kundgebung der Mißachtung durch bloßes Nichtsthun in Frage und es müssen daher die äußeren Umstände des Falles so beschaffen sein, daß ein durch Gefeß, Sitte, Pflicht oder oder Herion men gebotenes Handeln gefliffentlich verabsäumt wird. Es lassen sich die verschiedenartigsten, mit der dem Kaiser und gründe dentenlich provozirte Ovation und jede Betheiligung vandesherrn schuldigen Ehrfurcht durchaus verträglichen Bewegden einzelnen bestimmen, die von einem Dritten willkürlich daran für unpassend zu erachten. Der Angeklagte erscheint nicht für überführt, bei seiner Nichtbetheiligung an dem Hoch auf den deutschen Kaiser eine Mißachtung des letzteren haben befunden zu wollen. Das, was er bewußt gewollt und beabsichtigt hat, wo ihm vorher eine üble Behandlung zu Theil geworden war, war eine Demonstration gegen die ihm mißliebige Versammlung,| nicht gegen den Kaifer. Unter den vorliegenden Umständen, wo es auf die Auslegung der mit einem gewissen passiven Verhalten verbundenen Willensrichtung ankommt, deckt sich der Begriff leidigender Absicht und beleidigenden Bewußtseins. Soziale Ueberlicht. Die Lotaltommission. Mitglieder Versammlung. Bortrag des Herrn Dr. Paul Bernſtein über Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 14. 5. Mts., Abends 6 Uhr, Prostitution. Diskussion. Forisegung der Generalversammlung. Nur Mitlieber haben Zutritt. Nachdem geselliges Beiſammensein und Tanz. Mitgliedstarte legitimirt. Arbeitslosen- Versammlung für Schöneberg! Sonntag, den 14. Jan., Vormittags 9% Uhr, in der Schloßbraueret zu Schöneberg. Sterbehaſſe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Atien- Gesellschaft. Heute Bahltag bei Stümte, Ackerstr. 123. Fachverein der Gasanstalte- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. General- Versammlung am Sonntag, den 14. Januar, NachJahresbericht. Vortrag. mittags 6 Uhr, im„ Märtischen Sof". Admiralfir. 18 c. Bierteljahres- und & tum 186. Vergnügungsverein Einigkeit". Sonntag, den 14. Januar, Nachmittags 6 Uhr, im„ Englischen Hof", Neue Roßstraße 3, Sizung. Nachher Fidelitas. Privat Theatergesellschaft Romelia". Sonntag, den 14. Januar, Nachm. 5 Uhr, im Lotale des Herrn Sauermann, Adalbertstr. 8, Stzung. in Balasch's Planina- Grotte, Raupachstr. 6. Vergnügungsverein Bruderhers". Sonntag, Nachm.% 6 Uhr, Sigung Vergnügungsverein Luftige Jugend". Sonntag, Nachm. 4 Uhr, Sizung Köpenickerstr. 100. Nach der Sizung Fidelitas. Bibelitas, Tanz, Borträge Geselliger Verein Hertha". Heute, 6 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21, Privat- Theatergesellschaft Preciosa". Sonntag, den 14. Januar, Nachmittags 6 Uhr, Sigung im Klubhaus, Dbmgaffe 2. Anstängige Gäfte willkommen. Vergnügungsverein Fraternitas". Seute, Nachm. 5 Uhr, Gizung mit Fidelitas im Königstadt- Kasino, Holzmarttir. 72( oberer Saal). Nächste Gigung am Sonntag, 28. Januar. Friedensir. 74, Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft Geselligkeit". Heute, 6 Uhr, Sigung im Restaurant Admirals- Garten", Admiralstr. 38. Vergnügungsverein Vorwärts". Heute, 4 Uhr, bei Engelhardt, Abends 8 Uhr, Bersammlung der in der Militär- und Ste.erungsbranche beAchtung, Schneider und Schneiderinnen! Montag, den 15. Januar, schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen bet Fey, Brunnenstr. 185( alte Mr. 141), Nähe des Rosenthaler Thores. Tagesordnung: Die augenblicklichen günstigen den 16. Januar, Abends 8% Uhr, Bersammlung im Bittoria- Salon, PerlebergerBehältniffe in der Militär- und Lieferungsbranche, und wie wahren die Kollegen ihre Interessen? Referent: Kollege Bilz aus Pantow. fraße 18, Moabit. Vortrag des Kollegen F. Timm. Dienstag, Tung am Montag, ben 15. Januar, Abends 8% Uhr, in Sensel's Feſt- Sälen, Konfektions- Schneider und Schneiderinnen. Deffentliche Versamm be- nvalidenstr. 1, Ede Brunnenstr. Tagesordnung: Wie schädigen uns die Händler in der Herrentonfettions- Branche? Referent: Kollege Jeschonned. Rauchklub Die Dampfenden". Montag, abends von 9-10% Uhr, bet Jeratsch, Langeftraße. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, den 16. Januar, Abends 8% Uhr, Bersammlung in den Arminhallen, Komman dantenstraße 20. Tagesordnung: Der Streit in den mechanischen SchuhPorzellan- und Glasmaler, Ortsverein Berlin 2. Versammlung am Bentral Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbaner, Montag, den 15. Januar, Arends 8% Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Bezirt 1. Mitglieder- Bersammlung am Dienstag, den 16. Januar, Abends 8% uhr, bet tempel, Langeftr. 65. fabriten. An die Gewerkschaften Berlins! Genossen! Ihr wißt, daß die Arbeiter einzelner mechanischer Schuhfabriken durch die unerhörtesten Maßnahmen ihrer Unternehmer in einen Abwehrstreit getrieben wurden. Die Forderungen derselben sind zu Anfang des Streits bereits von einer der größten Fabrik be- Arqeiter- Bildungsverein von Friedenau, Steglik und Umgegend. willigt worden, einzelne Unternehmer jedoch sträuben sich noch Dienstag, den 16. Januar, Abends 8½ Uhr, Bersammlung Dr. Blegelroty. hartnäckig, die gerechten Forderungen der Streikenden zu be- otale. Vortrag über: Die Proletartertrantheit. Referent: Dr. Ziegelroth. Freie Vereinigung der kaufleute Berlins. Donnerstag, den 18. Ja willigen; jedoch sind auch diese Unternehmer bald zur Kapitula- nuar, Mitglieder- Bersammlung im Rosenthaler Klubhaus, Rosenthalerstraße tion vor den feft gesc lossen Ausharrenden gezwungen. Die Nr. 11-12. Tagesordnung: Bortrag des Kollegen Röster: Astronomie und Christenthum". Delegirten zur Berliner Gewerkschafts- Kommission werden des Arbeitslose! Donnerstag, den 18. Januar, Vormittags 10% Uhr, in der dafür zu sorgen, daß die Brauerei Friedrichshain"( früher Lips) öffentliche Boltsversammlung aller Ausständigen ma materiell unterstützt werden und daß von den aus- Arbeitslosen. Tagesordnung: Das Glend der Arbeitslosigkeit und seine Bekämpfung. gegebenen Eammellisten recht eifrig Gebrauch gemacht wird. Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner geworden. So hat der Fachverein der Droschfenbesizer in seiner halb ersucht, in ihren Getnents halten Kommission werden des Gewerkschafts- Kommission. An die Bauarbeiter Berlins! Jibriler Bildungsjahule. Sonntag Bormittag 9-11 Uhr NordSchule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Dft- Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Buchführung. Für alle drei Schulen Unterricht in: Nationalökonomie Neue Grünfir. 10, 1 Kr., von 9-11 Uhr Vormittags. Montag, bends 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Deutsch. alteber. Herkules. Das Schlittschuhlaufen wird in den Schulen obligatorisch werden. Im Nieder- Bainimer und Teltower Kreise hat die Regierung an die Rektoren, Schulleiter 2c. neuerdings eine Ver Diejenigen Kollegen, die noch im Besige von Sammellisten fügung erlassen, nach welcher für alle Knaben- find, werden hiermit ersucht, dieselben entweder an den Unter- Untericht in Gefegestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 183; Bet allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, schulen, namentlich aber für diejenigen, welche meniger Gezeichneten oder am Sonntag, den 14. d. M., bei Wilke, Andreasim Laufe des Semesters, eintreten. Legenheit zu turnerischen Gyerzitien haben, größere Aus: ftraße 26, abzuliefern. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayser, flüge auf Schlittschuhen angordnet werden. J. A.: A. Giese, Bernauerstr. 29. jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. Hoffentlich werden den Kindern, deren Eltern nicht in der Lage Achtung, Filzschuharbeiter! Nach Beendigung unseres teimer, jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtstr. 19. Arbriter- ängerbund Berline und Umgegend. Sonntag. Alle find, Schlittschuhe zu kaufen, solche von der Regierung fostenlos Streits im Frühjahr vorigen Jahres wurde von seiten der Fabri- enderungen im Bereinskalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffelgeliefert.be fanten die Drohung ausgesprochen, daß sie sich schon eine Zeit fraße 49, vorn II. Aber bs 9 Uhr: Uebungsfiunde. Aufnahme neuer itDie Verwaltung der Berliner Rotunden hat an ihre Vorgehen von den Arbeitern zu verschaffen. Es scheint, als ob achm. 1-3 Uhr.- Montag. Norddeutsche Schleife, Melch torftr. 1 Dirigenten chor", Stadtbahnstation sur Börse, Restaurant aussuchen würden, um sich die nöthige Genugthuung für dieses Frohsinni, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bei Friefecte, Wartefrauen fürzlich eine zweite Strafandrohung erlassen. Die Die gerren jegt ihre Drobung zur Ausführung bringen. Eine Bennzung der Anstalten wird durch selbstthätige Kontroll- Uhren große Anzahl unserer Kollegen ist gleichzeitig und plößlich annenfir. 16 bet Ehrenberg.- onblüthe, Görligerftr. 58 bet Toftebor registrirt; nach der Dienst- Instruktion muß der Uhrenstand zwei- entlassen worden. Wir haben - Blüthe, Weinstr. 23 bei Küchenmeister.- Sängerhain, Reichen deshalb sehr auf der bergerstraße 16 bet Päzhold. Stündlich in Kontrollbogen eingetragen werden. Die Verwaltung Sut zu sein und Biebesfreiheit II, Straußberg, im sein und richten die ernste Ermahnung an Restaurant Krüger.- Dyrthenblätter, Belforterftr. 16, bei Schneider. und einen Zuschlag von 25 Pfennigen für jeden weiteren Fall bemerkten Streben der Fabrikanten, die Löhne wiederum zu Schmidt. hat nun neuerdings angedroht, ein Strafgeld von 50 Piennigen unsere Berufsgenossen, sich nicht willenlos dem allgemein Gefangverein Sieberzweig, Hermsdorf, Waidmannsluft bei Fenner" But Fichte" Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelstr. 141 bei Frisch Frisch auf in Echönwalde i. d. Mart bet Schulz. zu erheben, in welchem die Eintragung nicht zwischen 5 Minuten brücken, auszuliefern. Kollegen! Es ist Gure Pflicht, gerade aur Freiheit, Simeonftr. 23 bet, lid. Metallarbeiter Osten" vor und 5 Minuten nach der festgefeßten Zeit erfolgt; eine drei- unter den gegenwärtigen Verhältnissen, daß Ihr Euch feſt toppenſtr. 20. teber'fher Männerchor, Elisabethmalige Bestrafung zieht die sofortige Entlassung nach sich zusammenschließt. Wir ersuchen Euch deshalb, recht zahlreich in traße in bei gefell Bemerkt sei noch, daß hiervon nur die Wartefrauen derjenigen der Versammlung zu erscheinen, die die unterzeichnete Kommiffion( ale Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Rotunden betroffen werden, welche unter der Verwaltung des am Montag, Bormittags 10 Uhr( nicht Abends), bei richten an.entet, Bergmannstr. Nr. 14, 6of 2 Treppen.) Sonntag Herrn v. Aften stehen. Seefeld, Grenadierstraße, einberuft.. Durch einen Schuß in den Mund hat sich am Freitag Nachmittag der 42jährige frühere Beamte Gustav Schulz in feiner Wohnung, Linienstraße 99, erschossen. Als Motiv des Eelbstmortes wird ein Nervenleiden angegeben, an dem Schulz feit einiger Zeit gelitten haben soll. Der neue Reichstagsbau hat am Sonnabend Morgen 81/2 Uhr wieder ein Opfer gefordert. Der 41 Jahre alte Arbeiter Gottlieb Etreg aus der Ewinemünderstr. 52 wollte auf einer Leiter einen fet weren Sack nach oben befördern. Hierbei verlor er das Gleich gewicht und stürzte zwei Meter tief so unglücklich hinab, daß er mit schweren inneren Verlegungen nach einem Krankenhause ge: bracht werden mußte. Sein Buftaud giebt nur wenig Hoffnung auf Wiederherstellung. Biederher Arbeiter Sanitätskommission. Herr Chwalczyk, Besitzer des Hauses Swinemünderstr. 47, theilt uns mit, daß der im Jetzten Bericht der Sanitätskommission mitgetheilte Fall über die angeblich franke Frau und deren vier Kinder, die aus als biefem Hauje ermittirt sein sollen, wesentlich anders liege, als in dem Bericht angegeben. Die Frau set nicht exmittirt, sondern trogdem fie in dem ganzen Hause als nicht ordnungsliebende Person bekannt, einige Monate hindurch miethefrei in der Wohnung belafsen worden. Am 15. Oktober habe sie sich dann heimlich mit ihren Sachen entfernt. Wir appelliren ferner an alle Kollegen, die in Arbeit stehen, die streifenden Schuhmacher nach Kräften zu unterſtügen. Die Agitationstommission der Filzschuhquore arbeiter. bet Stehmann. Liedertafel der Maler u. verw. Berufsgenossen, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Freundschaftlicher Bartverein b. Hrn. Kyschty, oftiaftr. 12, Borm. 8-10 uhr Seerofe bei Müller, Landsberger Play 6, Nachmittags 4 Uhr.- Theate verein halia bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 8-4 Uhr. Bergnügungstlub Ofiend, Krautsir. 6 bei Rudolf von 6-6 Uhr. Gefelliger Verein der Fetlenhauer, Gartenstr. 16: bet Meißner, jeden Sonntag v. d. 1. b. M. Vergnügungsverein Belgo= ( and 2", Andreasstr. 16, bei Wilte, alle 14 Tage Sigung. Pfeifentlub elfenfest bet Schubordt, Königsbergerftr. 24. ristischer Berein Pipifar bei Frösche, Fichteftraße 29. Montag: SumoDie Lederarbeiter Magdeburgs befinden sich noch immer, Theaterverein Bergnägungsfeit nunmehr acht Wochen, im Ausstand. Die Firma Sauer- mora, Märtischer Hof, Admiralfir. 18c, Abends 9 Uhr. a fer hat die Arbeiter bis jetzt mit Versprechungen hingehalten. verein elfenfeft", Rigdorf, Hermannstraße 167 bei Fülleborn, 8% Uhr. Kartentlub Lustige Brüder", krautfir. 48 bei Rattte, Abends 8 Uhr. im Ausstand. Außer einigen Lehrlingen ist es der Firma nicht Bergnügungsverein arletin, heute Nachmittag& Uhr Beboerder Es befinden sich 30 Verheirathete mit 70 Kindern und 7 Ledige Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaters und gelungen, Ersatz für die Streitenden heranzuziehen. Die Arbeiter heaterverein concordia Seghoff, penderit Theaterverein Dhello jeden Sonntag 4 Uhr bei Röpenickerstr. 191. Nachher: an das Solidaritätsgefühl aller Arbeiter. Sämmtliche Streitenden find entschlossen, den Kampf zu Gude zu führen und appelliren Fidelitas. gehören dem Lederarbeiter- Werband Deutschlands an. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Berfammlung Linienfiraße 150. Bergnügungsverein Deutsche Ginigtett, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bet Beinicke. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein tranta, Nachm 5-6 Uhr, bei Tempel, Langestt. 65. Nachher: Fidelita. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Keller. Theater: Berein Lustige Seelen, Sonntag Uhr bei Stehmann, Melchiorftr. 15. Bergnügungsverein Bustig, Sonntag, Staligerftr. 54( S. Sente), 6% Uhr: Gigung, Tanz, Fidelitas. Versammlungen. rebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bet Tambour- und Vergnügungsverein Gut Seil, alle 14 Tage bet Senffert, Oranienfir. 121. Bon 4 Uhr an. Bergnügungsverein or o", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gr jang- Curn- und gesellige Vereins. Montag. Gefelliger Verein 8wiebelfifche, Stirborf, Abends 9 Uhr in Barta's total, BerlinerBergnügungsverem Freundestreue, jeden Montag bet uraße 120. Resaurant zum Bufunftsstaat, kajtanten- Auee 35. Döring, Admiralfir. 18c. klarheit", Uebungsstunde bei Deftreich, Tempelhofer Ufer 15, 19-211 Uhr Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag im Gemischter Chor Der Ganverein Berliner Bildhauer hielt om 9. Januar seine vierteljährliche Generalversammlung ab. Nach Erledigung der gefchäftlichen Angelegenheiten, wobei u. A. 25 M. als erste diesjährige Rate für das Bureau der Gewerkschaften bewilligt wurden, nahm die Versammlung den Rechenschaftsbericht der Verwaltungsstelle des Zentralvereins, sowie den der Lokalkaffe entgegen. Aus dem ersteren ist zu entnehmen, daß zur Zeit Verschwunden ist seit Donnerstag Morgen 6/4 Uhr der im 686 Kollegen der Organisation angehören. Für die am 1. Juli in Kraft getretene Arbeitslosen- Unterstützung wurde am Orte 50. Lebensjahr stehende Klempner Karl Nadoll. Da der Ver- bereits die Summe 5429,50 M. vorausgabt, während für die miste feit längerer Zeit infolge einer Nervenkrankheit an Unterstützung auf der Reise im ganzen Jahr 1029,75 M. und abends. Echwermuth litt, so wird vermuthet, daß er Hand an sich gelegt für Erwerbsunfähigkeit( Krankenzufchuß) 3949,50 M. zur Aus- Linte, Bergstr. 64, Fidelitas. Bergnügungsverein Auf Selgoland Sigung jeden Montag 9 Uhr bet hat. Wer über den Berbleib Nadol's irgend etwas zu berichten zahlung gelangten. Die Unterfügung am Ort erhielten 13 Mit- Beigungungsverein Gint greit 1890. Seben Montag Sigung bei soll, weiß, wird dringend gebeten, seiner in der Boechstr. 8 wohn- gliet er. Der Bericht der Lokaltasse weist an Ertra- Unterstützungen balbertstr. 21, abends 9 Uhr. de 14 Tage Lang. haften Frau Mittheilung zugehen zu lassen. Der Verschwundene für in Noth gerathene Kollegen die Summe von 1216,70 M. Sigung libr. Bergnügungsverein Eulalia" bei Herrn Steggentin, Barnim ftr. 4-5, mittlerer Statur, trug einen starten grau melirten auf und für Unterfügung von Gewerkschaften der verschiedensten Echnurrbart und war bekleidet mit einem braunen Ueberzieher, Branchen 1859,76 M. Für die Vervollständigung der bereits frai Privat- Theater- Gesellschaft Soffnung, Sigung b Sauermann, AdalbertStauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14 bef Bemerkenswerth ist, daß eine geplante Exkursion nach Henoch. Rauchtlub Glotra, bende Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelder= braunem Hut, dunkeln Hosen, blau und weißkarrirter Blouse sehr umfangreichen Bibliothet wurden 236,85 m. verwendet. feifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bet Schabrodt und Schaftstiefeln. dolde Serrath. Die Geschäftsbücher der Aktiengesellschaft für dem von Kunstschätzen fehr reichhaltigen föniglichen maße 27. Staltentlubustige Brüder" Krautir. 48, Abends 8% Uhr Bildgießerei vorm. Gladenbed u. Sohn zu Schlosse seitens des Hofmarschallamtes nicht geftattet wurde, Staligerstr. 65, bei Krause. bei Ernst Radike. Bauchflub Beronila", Sigung Montag abends 9 Uhr Friedrichshagen hat der Untersuchungsrichter beim tönig worüber sich die Mitglieder jedoch sehr schnell trösten Staitlub" Grand", Abends% 9 Uhr bei K. Hubrich, Lübbenerstr. 22. lichen Landgericht II hierselbst durch das Köpenicker Amtsgericht und mit einer Besichtigung der Sternwarte entschädigt werden. Statttub o'th- Junge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spieleinfordern laffen. Das Gericht bedarf derfelben in einer Vor Der Jahresbericht der Stellenvermittlung zeigte so recht deutlich abend alle Dienpage von bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bet Herrn untersuchung gegen Gladenbeck und Genossen( die früheren die gegenwärtige Krisis. Selbst in den eigentlichen Geschäfts Frete Bereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthDirektoren Hermann, Oskar und Alfred Gladenbeck). monaten" war ein großer Theil der Kollegen arbeitslos. Die liches Beifammenfein im Restaurant" Sur neuen Post", Beuthstr. al. Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Trautvetter Eine halsbrecherische Flucht führten am Freitag Abend erster, Papst zweiter Vorsitzender; Schmidt und Strang drei Diebe aus, als fie von einem Hausdiener bei ihrer Arbeit Schriftführer; Otto Meyer, Kaffirer; Greier und Mum. in dem Hause Rönigstraße 39 überrascht wurden. Kurz ent- mert, Beisiger; als Revisoren wurden die Kollegen Sand C. K. Wir sehen einer Besprechung der betreffenden Angelegenheit en heraus über die Häufer 88 und 37. Hier verschwanden sie. entgegen und werden derselben gern Aufnahme geSodann wurden noch die Ergänzungswahlen für die einzelnen wahren. misa thack nuda pad Ta dan budak dimdi indost Briefkasten der Redaktion. Große öffentliche Versammlung sämmtlich. Musik- Instrumentenarbeiter Berlins am Montag, den 15. Jannar, Abends 8 Uhr, in den Concordia- Feßtsälen, Andreasstraße Nr. 64. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion des Vortrages Gefängnißarbeit und der freie Arbeiter." 2. Bericht des Delegirten von der Streit- Kontrollkommission. Die Werkstatt der Pianofabrik von Mitttag Nachfolger ist zu dieser Versammlung eingeladen. 474/6 Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der Bäckereiarbeiter Berlins am Dienstag, den 16. Januar, Nachmittags 3 Uhr, im Alten Schükenhause, Linienstr. 5. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Legien. 2. Berichterstattung und Rechnungslegung der Agitations Rommission resp. Neuwahl derselben. Neuwahl desselben. 3. Berichterstattung des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission und Die Agitations- Kommission der Bäckereiarbeiter Borlins. 12295 Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Kombinirte Versammlung am Montag, den 15. Januar, Abends 1/29 Uhr, bei Ebert, Kommandantenste. 72, 2 Tr. " 2. D.: Vortrag des Genossen Otto Näther: Was können wir durch die Gewerkschaftsbewegung erreichen?" Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist zahlreiches Erscheinen unbedingt nothwendig. 464/6 Die Ortsverwaltung. Achtung! Filzschuh- Arbeiter. Achtung! Große öffentl. Arbeitslosen- Versammlung aller in der Filzschuh-, Schuh- u: Pantoffel- Branche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend. Montag, den 15. Jannar, Vormittags 10 Uhr, bri Seefeldt, Grenadierstr. 33. 451/6 Tages Ordnung: Wodurch entsteht die Arbeitslosigkeit? Diskussion und Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden arbeitslosen Kollegen in Die Agitations- Kommishon. dieser Versammlung zu erscheinen. Nach der Versammlung Abholung des Kollegen Büttner. Agtung! Gr. öffentl. Versammlung Achtung! sämmtlicher Krankenkassen- Mitglieder Berlins und Umgegend. am Sonntag, den 21. Jannar 1894, Vormittags 10 Uhr, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße 64. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Debatte vom 10. Dezember 1893 über Bentralisation fämmtlicher Orts- Krankenkassen Berlins und Umgegend. 2. Wahl resp. Ergänzung der Kommission zu den Vorarbeiten. Im zahlreiches Erscheinen ersucht 462/19 Die Kommiffion. Achtung! Stellmacher. Achtung! Montag, den 15. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stein, Rosenthalerstr. 38: Mitglieder- Bersammlung des Fachvereins der Stellmacher Berlins und Umgegend. 285/13 Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Aenderung des Statuts. 3. Besprechung über eine Bibliothet. 4. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Tapezirer! Dienstag, den 16. Januar 1894, Abends 82 Uhr, bri Boltz, Alte Jakobftraße 75. Versammlung des Fachvereins der Tapezirer Berlius n. Umg. " 1. Bortrag des Kollegen Goschke über Generalstreit". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung! Große 3126 Verlag des Vorwärts" Berliner Volksblatt 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen und zur Ausgabe gelangt: Rathschläge zur eitung von Versammlungen. 48 Seiten mit Umschlag. Preis 20 Pfennig. Juftitut F. Pietsch, Lanz- Dresdenerſt. 10. Ein neuer Lehrkursus für Damen und Herren beg. Sonntag, 14. u. 21. Januar, Nachm. 4 Uhr. Meldungen Adalbertstraße 3 und bei Beginn des Unterrichts. Institut, SchönholzerHomöopath. raße 17. 8-9, 4-5. Sonntags 9-10. 11376 Betten, schöner Stand, neu, sofort für 22 M. zu verkaufen Reichenberger straße 176 vorn II. rechts. 12336 Vereinszimmer und Kegelbahu mehrere Tage frei Restaurant Sibine münderstr. 51. 67/20 Schankgeschäft zu verkaufen. Zu erfr. bei Guadt. Swinemünderstr. 120. Kanarienh. u. Weibchen verf. billig Rindermann, Zurneysserstr. 3, Gesundbr. Ranarienhähne und Weibchen, Heckbauer verkauft E. Reichhardt, Gräfestraße 5, Hof 2 Tr. r. Auch werden B. 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Diskussion. 460/3 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Frauen- Agitationskommission. Die Franen find zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Uhren und Goldwaaren Oranienstraße 65, 1 Tr., in der Mitte zwischen Morigplay und Rommandantenstraße.. Georg Wagner, Uhrmacher. Silberne Cylinder- Nemontoir mit Goldrand, 6 Steine, von 12 Mark an. Massiv goldene Trauringe, 1 Dut. 10,50 M., 1%, Duf. 15,50 M., 2 Dut. 21 M. Reparaturen an Uhren und Goldwaaren BF werden sofort, gut und sehr billig ausgeführt. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplat 36 M. prima. Haus- u. Jagdjoppen von 4 M. an. Knaben- u. Burschen- Anzüge jeht spottbillig. Fracks 1. Gesellschafts- Anzüge werden verliehen. E Goldene 110, 110. Leipzigerstr. 110. Roh- Tabak 51972* billigste Preise. Sumatra, fchönste Farben, 11/2 Pfd. zum Tausend, à Pf. 1,75 M. Max Jacoby, Streligerstr. 52. Zurüdgesezte, wenig fehlerhafte Teppiche!! Portièren!! Gardinen!! 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Volksversicherung. „ Jeder ist verpflichtet, für die Zukunft der Seinen zu sorgen und nicht berechtigt, diese andern zur Last fallen zu lassen. Weisen Sie, um das Publikum zur Versicherung geneigt zu machen, auf die große Zahl von Wittwen und Waisen hin, die infolge der Sorglosigkeit des Familienvaters durch dessen Tod in die bitterste Noth gestürzt wurden." So heißt es in einer Instruktion für junge, strebsame Lebensversicherungs- Agenten, und in ein paar hunderttausend Prospekten, Flugblättern, Broschüren u. s. w. wird es einem immer und immer wieder unter die Nase gerieben, daß die Lebens versicherung auf den schönsten menschlichen Tugenden beruht, auf der selbstverleugnenden Liebe für die Angehörigen und der weisen Fürsorge für das erwerbslose Alter, daß fie erzieherisch wirft in der Gegenwart und segenspendend für die nächste und fernste Zukunft." Dem Himmel sei Dank, daß sich heutzutage in der Zeit der duftig blühenden Sozialreform arbeiterfreundliche Lebensversiche rungs- Institute gefunden haben, die diesen hohen Segen der Lebensversicherung, der bisher nur für die bemittelten Klassen vorhanden gewesen war, nun auch jedermann aus dem Volfe zugänglich machen wollen", und dies nämlich durch Einrichtung einer sogenannten Boltsversicherung". " Man versteht unter diesen Volksversicherungen Lebens versicherungs- Verträge über kleinere Versicherungssummen, bei denen die Beiträge wöchentlich oder monatlich bezahlt werden, und es werden da namentlich zwei Versicherungsarten an geboten: Bei der ersten wird die versicherte Summe beim Tode der versicherten Person an die Hinterbliebenen ausbezahlt, und dadurch soll der Noth gesteuert werden, die der Tod über die Familie des Gestorbenen bringt; bei der anderen Versicherungsart wird die Summe schon bei Erreichung eines vom Versicherungskandidaten beim Eingehen der Versicherung gewählten Alters ausgezahlt, und dadurch soll der Versicherte in seinem eigenen Alter vor Noth und Entbehrungen geschützt werden. Sonntag, den 14. Januar 1894. 11. Jahrg. summe in der Volksversicherung nämlich. Bei großen Verpflichtungen erfüllen zu können, der möge seine Hände lassen Lebensversicherungs- Verträgen aber, bei denen die Prämien nicht von der Voltsversicherung; denn in den allermeisten Fällen wird wöchentlich, sondern jährlich bezahlt werden, berechnen sich 600 M. das fümmerlich Ersparte verloren fein. Wenn er etwas übrig Versicherungssumme, die mit 50 Jahren ausgezahlt werden hat, dann mag er's in die Sparkasse legen. Wer aber sicher ist, sollen, für einen Dreißigjährigen auf nur ungefähr 29 M. jähr- die obigen Bedingungen erfüllen zu fönnen und eine Lebenslich, an deren Stelle der arme Arbeiter, der in die Volts- versicherung abschließen möchte, der wird leicht auch eine andere, versicherung geht, beinahe 42 M. bezahlt. Daher der Name billigere und beffere Versicherung finden, als es gerade die in Volts"-Versicherung! Doch das ist ja die alte Geschichte. Das diesen Zeilen besprochene Versicherungsart ist wenn sie sich Pfund Hammelfleisch kostet 50 Pig., das halbe Pfund 30 Pig. auch Volksversicherung" nennt. und das viertel Pfund schon 20 Pfg. So machen's eben nicht nur die Schlächtermeister, sondern auch die Versicherungsgesellschaften. Je kleiner der Mann ist, je höher wird er genommen. Doch das nur nebenbei. " Gerichts- Beitung. Die Hauptsache ist, daß es heutzutage schon ein weit über Die Geltendmachung der Kündigungsfrist für gewerbdem Durchschnitt bezahlter Arbeiter sein muß, der neben liche Arbeiter und Arbeiterinnen müsse nach neueren, übereinden Ausgaben für die staatliche Versicherung, für stimmenden Urtheilen des Gewerbegerichts sofort bei der EntKrankenkassen, Vereinsbeiträge 2c. aus seinem Lohn die lassung erfolgen, wenn sich die Entlassenen den gesetzlichen Woche regelmäßig 80 Pfennig für Privat- Versicherungszwecke Entschädigungsanspruch sichern wollten." So theilten wir gestern abstoßen tann, ohne sich dabei große Entbehrungen aufzulegen. unter„ Gerichts- Zeitung" mit, erwähnend, das Gericht betrachte Ein nach Durchschnittsmaß bezahlter Arbeiter aber, der seinem das widerspruchslose Gehen nach der Entlassung als stillEinkommen die Woche 80 Pf.( gleich monatlich 3,50 M.) ent- ich weigendes Einverständniß mit derselben nehmen will, der muß sich diesen Betrag unbedingt an anderen wenn die Kündigungsfrist nicht ausgeschlossen sei. Diese RechtsBedürfnissen abdarben, feien es nun törperliche oder geistige auslegung ist durchaus wiüfürlich und fehlerhaft. Willkürlich), eins so schlimm, wie das andere. Er muß sich bei der Gering- weil das Gesetz ihr feine Bestimmung bietet, auf die sie sich Auf diesem Gebiet hat sich besonders die Lebensversicherungs- fügigkeit des Lohnes Entbehrungen auflegen, die in keinem Ver- stüßen könnte. Die Reichs- Gewerbeordnung sagt im Aktiengesellschaft Victoria" in Berlin hervorgethan, die am hältniß stehen zu der Hoffnung, seinen Erben einmal jene fläge§ 124b, daß, wenn ein Geselle oder Gehilfe rechtswidrig die 15. März 1892 die Volksversicherung eingeführt hat und bereits lich fleine Versicherungssumme hinterlassen oder diese selbst Arbeit verlassen habe( ohne zu fündigen, wenn die Kündigungsim ersten Geschäftsjahre damit einen sehr großen, man fann nach 20 Jahren einheimſen zu können, wenn er so lange lebt. frist nicht ausgeschlossen war), so könne der Arbeitgeber als fagen tolossalen Erfolg erzielte. Konnte sie doch schon in Aber damit noch nicht genug. Die Gesellschaft bestimmt in Entschädigung für den Tag des Vertragsbruchs und jeden den ersten 9 Monaten, in denen sie die Volksversicherung betrieb, ihren Versicherungsbedingungen, daß ein Versicherter, der das folgenden Tag der vertragsmäßigen oder gesetzlichen Ar78 379 Policen ausstellen, die über mehr als 21/2 Millionen Unglück hat, die Beiträge nicht weiter bezahlen zu können, von beitszeit( Engagement auf bestimmte Zeit und gesetzMark Versicherungssumme lauteten und wofür die Gesellschaft seinem eingezahlten Gelde nichts wieder zu sehen bekommt, daß liche wie vereinbarte Kündigungsfrist), höchstens aber in diesen 9 Monaten beinahe 600 000 Mart an Beiträgen ein- dies vielmehr zu gunsten der Gesellschaft verfallen ist, wenn die für eine Woche, den Betrag des ortsüblichen Tagelohnes faffirte. Dazu kommen nun noch die Volksversicherungs: Geschäfte, Beitragszahlungen innerhalb der ersten 5 Jahre der Versicherung fordern. Diese Forderung sei an den Nachweis eines Schadens die von andern Lebensversicherungs- Gesellschaften gemacht werden, eingestellt werden. Erst wenn die Versicherung schon länger nicht gebunden. Durch ihre Geltendmachung werde der Anspruch wenn diese allerdings auch weniger bedeutend find. als fünf Jahre besteht, wird dem Versicherten, der nicht weiter auf Erfüllung des Vertrages( der Kündigungsfrist u. a.) und Angesichts dieses großen Anhanges, den die Volksversicherung zahlen kann, ein kleiner Theil des Gingezahlten wieder zurück auf weiteren Schadenersatz ausgeschlossen. Dasselbe Recht stehe gerade in den weniger bemittelten und ärmeren Boltstreifen zu gewährt. Nun kann man ja von der Gesellschaft nicht verlangen, umgekehrt dem Gesellen und Gehilfen gegen den Arbeitgeber zu, gen innen scheint, lohnt es sich wohl für ein Arbeiterblatt, die daß sie beim Fallenlassen der Versicherung das ganze eingezahlte wenn er von diesem vor rechtmäßiger Beendigung des ArbeitsBrauchbarkeit dieser Einrichtung für den kleinen Mann" einmal Geld wieder herausgeben soll, da sie ja bis dahin auch das verhältnisses entlassen worden ist.-" Und" auf weiteren turz zu untersuchen. Rififo getragen hat. Aber damit wird die Sache für den Ar- Schadenersatz, d. h. solchen für die Dauer der Kündigungsfrist beiter noch nicht empfehlenswerther. Denn welcher Arbeiter bezw. vertragsmäßigen Arbeitsdauer, kann doch, da Schadenersatz fönnte wohl heute von sich sagen, daß er sicher wäre, fünf Jahre und Innehaltung des Vertrages nicht zugleich gefordert werden lang hintereinander 42 M. jährlich bezahlen zu können, heutzutage, tönnen, nur heißen sollen: oder" auf weiteren u. f. w. da eine Geschäftskrise der anderen folgt, da überall die Arbeiter Diese, unseres Erachtens richtigste Auslegung der betreffenden scharenweise entlassen werden, da Hunderttausende arbeitslos Gefeßesbestimmung aber stellt es jedem zu Unrecht ohne Künumherirren? Den Arbeiter möchten wir sehen, der heute, und digung Entlassenen frei, ob er die Weiterbeschäftigung für die wäre es auch nur auf fünf Jahre, so ruhig in die Zukunft sehen Dauer der Kündigungsfrist fordern will, oder den entsprechentönnte. Wer aber die Versicherungssumme voII erhalten wollte, den nachweisbaren Schadenersatz: den Lohn für vierzehn der müßte seiner Stellung und seines Einkommens auf 20 Jahre Tage wenn er so lange nach der Entlassung außer so sicher sein! Auf 20 Jahre heute, da der Einzelne stündlich Arbeit war. Steht ihm aber dies Recht zu, und zieht erwarten tann, aufs Pflaster geworfen zu werden! er die eventuelle Geltendmachung eines Schadenersatzes Und thatsächlich werden denn auch diese Volksversicherungen der Weiterbeschäftigung vor, dann ist es gleichgiltig, wann er in erschreckend starkem Maße vorzeitig fallen gelassen zu innerhalb zwei Jahre nach der Entlassung( der Veraunsten der Versicherungsgesellschaft und zum Schaden der leicht- jährungsfrist) den Schadenersah geltend macht. Das still sinnigen Arbeiter, die so vermessen waren, ihr Alter und ihre schweigende Einverständniß" fällt damit in sich zusammen. Sinterbliebenen versichern" zu wollen, da sie sich selbst noch Ueberhaupt dies stillschweigende Einverständniß"! Gerade für nicht einmal einer einzigen Stunde Arbeit versichern" tonnten. Die geistig Armen" unter den Arbeitern würden bei anhaltender Von den oben erwähnten 73 879 Volksversicherungen, die in den Praktizirung dieses Prinzips die Kündigungsfrist und ihre rechtersten neun Monaten bei der Viktoria" abgeschlossen wurden, lichen Konsequenzen ein Nichts" sein: Luft. Im Moment der mußten über 11 000 noch innerhalb derselben Entlassung unsicher, vielleicht auch ohne Kenntniß von den Beneun Monate, also taum nach Abschluß der stimmungen der Gewerbe- Ordnung, vor allem aber ohne KenntVersicherung, wieder fallen gelaffen werden. niß von der Praxis des Gewerbegerichts, werden sie sich„ stillwas sich diese 11 000 Arbeiter aber für ihre Boltsversicherung schweigend" mit der unrechtmäßigen Gnflaffung„ einverstanden" am Munde abgespart und abgedarbt haben, das ist verschwunden erklären und diese zu einer„ rechtmäßigen" machen. Wenn ihnen auf Nimmerwiedersehen in den großen Geldschränken der Ge- dann nach der Entlassung, vielleicht schon am andern Tage über sellschaft. das Unrechtmäßige ihrer Entlassung Aufklärung wird, haben Eine Reihe anderer ungünstiger Bestimmungen und Be- sie sich ihres Rechts begeben", wie der technische Ausdruck dingungen wollen wir übergehen. Erwähnt mag nur noch lautet. werden, daß jeder beim Fallenlassen der Versicherung innerhalb Am Freitag berichtete die Volts- Zeitung" über eine Entder ersten zwei Jahre( nicht genug, daß er sein eingezahltes Geld scheidung der erweiterten Spruchkammer des Reichs- Ververloren hat) nun auch noch eine Konventionalstrafe in Höhe sicherungsamt 3 für prinzipielle Behandlung wichtiger einer vollen Jahresprämie bezahlen muß, die gerichtlich ein- Fragen, die gerade nach obigen Darlegungen hier ein Plätzchen getrieben werden kann, daß die Versicherung vollständig er verdient. Mehrere alte Leute in Bayern waren schon beim lischt, wenn der Versicherte an einem Feldzuge theilnehmen muß Inkrafttreten des Alters- und Invaliditätsversicherungs- Gesetzes oder sich an einem Aufstande betheiligt, wobei das eingezahlte zum Bezug der Altersrente berechtigt, hatten aber aus Ge Geld, sofern die Versicherung nicht schon über fünf Jahre besteht, fe gesunkenntniß bis zum Sommer 1893 feinen Anspruch vollständig verloren ist. erhoben. Als sie um diese Zeit den Anspruch geltend machten, sprach die Versicherungsanstalt für Oberbayern den Rentenbewerbern auch die Renten zu, jedoch nur erst vom Tage der Geltendmachung ihres Anspruchs ab. Damit waren sie nicht einwollüftigem Behagen breittritt, erzählt manches Erbauliche hierüber. Alexander Dumas entwirft in seinem Drama Francillon", das den Groll des guten, seligen Windthorst so mächtig erregte, ein merkwürdig typisches Bild von einer Pariserin der feinen Stände". Jargon und Gehaben der begehrten Dirne sucht Dame Francillon anzunehmen, das ist" chic", das ist" prickelnd", das fesselt die inwendig verwesten Lebemänner. Die Volksversicherungen werden mun durchschnittlich bei der Victoria" über noch nicht ganz 300 Mart geschlossen und da ist doch leicht zu sehen, daß 300 Mart leine Familie, die ihres Ernährers beraubt ist, für die Zukunft sicher stellen können, sondern nur gerade dazu ausreichen, der Armenkasse die Begräbnißkosten abzunehmen, ein paar Echrlden zu bezahlen und allenfalls die ersten Wochen nach dem Tode des Familien vaters vor dem Verhungern geschützt zu sein. Danach wird die Familie von der blassen Sorge ums tägliche Brot ebenso sicher und ebenso grausam gepact, als wenn keine Versiche rung vorhanden gewesen wäre. Und was 300 Mart als Altersversorgung für einen alten Mann sind, der nichts mehr er werben tann? Nun, es sind eben dreiviertel Jahr lang jeden Tag eine Mart! Nun tönnte sich der Arbeiter ja allerdings auch mit höheren Summen versichern; aber, da liegt der Knippel beim Hunde". Je höher die Versicherungssumme, um so höher sind auch die zu bezahlenden Beiträge. So muß ein 30 jähriger Mann schon zwanzig Jahre lang jede Woche E0 Piennige bezahlen, um bei Erreichung des 50. Lebensjahres nur die geringe Summe von 584 M. zu erhalten, also ein Sümmchen, mit dein sich eine Arbeiterfamilie bei der allerelendesten Lebenshaltung vielleicht ein Jahr lang ernähren fann. Es soll nun gar nicht groß davon gesprochen werden, daß diese Versicherung unverhältnißmäßig theuer ift, theuer im Verhältniß zu anderen Versicherungen, aber erwähnt mag's doch werden. 80 Pfennig die Woche, das macht aus's Jahr 41 Mart 60 Pfennig für diese noch nicht 600 Mart- BersicherungsSonntagsplauderet. Doch genug für heute! Nur noch ein ehrlicher Rath. Wer nicht die felfenfeste Sicherheit hat, eine Reihe von zwanzig oder dreißig Jabren hindurch die gegen die Gesellschaft eingegangenen " TOO " vom Weindunst, vom Zigarrenqualm und durchdringenden Parfums. Und wenn der Rummel zu Ende, das Berrbild " Die Zither lockt, die Geige klingt!" Der Fasching eines Mastenvergnügens zerstoben ist, dann sehnt man sich ist ins Land gezogen. Keinen närrischen Frohsinn, keinen hinaus zum tollen Abschluß. Dann bevölkert man das heiteren Uebermuth bringt er uns mit. Wo naive Volks- Café Bauer und ähnliche Etablissements und Geist und fraft einft in frischen, ergöglichen Schwänten sich erging, Charakter der goldenen, besigenden Scheinjugend treiben dort da ist heute die Fasching- Lustigkeit auch zum Privileg noch ihre herrlichsten Blüthen. Da kann sich das Rowdy einzelner Bevorzugter geworden; und mit der Ursprünglich thum in Frack und Handschuhen noch in legter Kraftfeit, mit der fröhlichen Naivetät ist es gründlich vorbei. anstrengung austoben, ehe es zu dumpfem Katzenjammer er- Unsere Berliner feinen Damen nun möchten doch auch Geschminkte Spaßmacher und geschminkte, arme Dirnen, sie wacht. Da wird mit lärmendem Halloh jede neueintretende den Schleier lüften, der ihnen die Welt verbarg, in der sind die Herolde schalgewordener Faschingsluft; gesund Maske empfangen und die roheste Männlichkeit treibt man sich amüsirt. Ihre Ehegatten, vor der Deffentlichkeit volksthümliches Kraftgefühl ist bei den Helden der Pracht- grausamen Spott mit dem Weibe, das aller Menschen vielleicht berufene Hüter der Moral, wissen sich das zu Balljäle in Brutalität verwandelt, Echlammwellen wälzen würde und allen Selbstbewußtseins entkleidet ist. Mag Nuze zu machen. Sie führen ihre wißbegierigen Frauen sich hinter ihnen her und ihre Vergnüglichkeit ist stumpfe, blendend verschwenderischer Lurus, mag die üppigste auf die offenen Märkte für bezahlte Buhlerei, und wüste, nie befriedigte Genußgier. Die Gläser klirren, die elektrische Lichtfülle die Szene noch so hell beleuchten, wenn der Herr Gemahl von irgend einer Jda Champagnerpfropfen knallen, Musikkapellen schmettern erbarmungslos düster, voll ekler Barbarei bleibt der oder Else wie wie ein vertrauter Freund angesprochen drein. Sängerinnen und Tänzerinnen in raffinirt wüste Knäuel von Männern, die zu maßloser Gewalt wird, da lächelt sein Weibchen in stiller Ver zusammengestelltem, gleißenden Flitterkram treten auf. famkeit entfesselt sind und von Weibern, deren entsegliche Klärung. Hat sie doch den Beweis erlangt, daß ihr Ihnen ist die Pflicht aufgetragen, die trägen, ermatteten Sklaverei Feßen aus Seide und Atlas verhüllen müssen. Gatte nie ein Spielverderber oder Duckmäuser war; im Sinne der Modeherrchen, der grauen und der kahlen, der Leicht wird man ein närrischer Fastenprediger gescholten, Gegentheil; mit Stolz blickt sie auf ihn, als auf ein„ verblonden und der braunen zu erregen und in Taumel zu wenn man nicht voll heiliger Begeisterung auf solche Schau- dammt schneidiges Kerlchen". Das ist doch schneidige Eheversehen, auf daß sie ihre Geldbörsen gefügiger öffnen; und spiele großstädtischen Glanzes, weltstädtisch üppigen Nacht- moral"; das ist doch eine seltene Vertiefung des Verhält das Bachanale kann beginnen. Es ist kein Feft ausgelaffener lebens schauen kann; wenn man feinhörig genug ist, aus niffes zwischen Mann und Weib. Ja, unsere„ bessere Ungebundenheit, denn es ist allen Jugenfinns baar. Jugend jedem trunkenen Evol- Schrei einer modernen Ballhaus Gesellschaft" vervollkommnet sich. Soll sie sich mit bürgerist Trunkenheit ohne Wein, lautet ein schönes Wort von Bachantin im Grunde doch eine Fülle von Jammer und lichen Strupeln plagen? Ethische Vertiefung! Ah bah! Goethe. Hier aber braucht es erst wüster Trunkenheit, er- Verzweiflung herauszufühlen; wenn man nun einmal so Das ist was für die Hungerleider! schlaffte Sinne wollen durch Alkohol aufgereizt sein, ehe sie halsstarrig ist, nicht miteinstimmen zu können in das Verschämtheit predigt man der Armuth. Sie selbst, zu erhöhter Lebensthätigkeit" sich aufraffen; und die wichernde Gelächter, mit dem der herriſche Protz und diese feine Gesellschaft hat so sehr alles Schambewußtsein Bachantinnen, aufgepugte, fostümirte Vertreterinnen des Käufer die tollen Luftsprünge seiner fäuflichen Menschen- eingebüßt, daß sie ihrer nackten, zynischen Schamlofig= Lumpenproletariats haben vollends kein wildes, heißes waare begleitet. Die gute bürgerliche Moral weiß mit feit sich wie eines echten weltmännischen Sinnes rühmt. Blut in ihren Adern. Sie wandeln durch die Reihen der derlei Dingen recht wohl einen Pakt zu schließen. Am Und sie stürzt sich von einer Frivolität in die andere, von Lebemänner, und lassen Revue über sich abhalten, nüchtern Ende, austoben muß jeder und wo bliebe Bedeutung einem frechen Tanz hüpft sie zum anderen. Immer lustig, und talt. Den frechen Blicken antworten sie mit frecher und Herrlichkeit einer Weltstadt ohne solchen nächtlichen so heute wie morgen, ist ihr Wahlspruch und ihre Weisheit Standhaftigkeit und auf jede zotige gemeine Ansprache wiffen Bauber? Man soll der Welt das Bischen Luftigkeit, nicht ist: Streue Pracht und Glanz um dich mit verschwenderischen fie einen träftigen Trumpf zu sehen; des Danks ihrer Hörer grämlich vergällen wollen! Händen. Bade dich im Ueberfluß und betäube dich in der find fie gewiß. Elende, betrogene Betrügerinnen irren sie So denten auch deutsche ehr- und tugendsame Lust. Sollte aber von außen her ein Laut drohenden durch die Säle, beutegierig, bis die betäubenden Veran- Bürgerfrauen, die neuerdings auf öffentlichen Maskenbällen Unmuthes, ein Stöhnen der Gedrückten zu dir dringen, ftaltungen die Herrenwelt reif gemacht hat, bis die Gassen- natürlich im verhüllenden Dominogewand einen dann verstopfe deine Ohren mit Watte, mit dicker Watte! hauer, die aufgespielt werden, vom Lärmen angetrunkener besonderen Sport treiben. Ein Journal, das gesellschaft- Das ist die Philosophie, die nicht selten auch eine hohe Menschen übertönt werden, bis die Luft geschwängert ist liche Pifanterien, wenn sie nach Fäulniß riechen, mit städtische Obrigkeit befolgt. verstanden, sie wollten vom 1. Januar 1891 ab, dem Termin, auch diese die Choristen herzlich schlecht bezahlen. E3 gegen 2000 Personen besucht. Die Versammlung war, einem in der des Inkrafttretens des Alters- und Invaliditätsversicherungs- war in jenem Schreiben gejagt, daß die Intendanz einer deutschen vorigen Versammlung im„ Eisteller" gefaßten Beschluſſe entGesezes, die Rente haben. Sie lagten. Der Staatskommissar Hosbühne auf ein Gesuch hin geantwortet habe, eine höhere sprechend einberufen worden von der Agitations- Kommission, um nud die Versicherungsanstalt nahmen das Römische Recht zu Gage als 1080 m. per Jahr" nicht zahlen zu fönnen." So Beschluß zu fassen über den in der vorigen Versammlung vom Hilfe und suchten damit den Beweis zu erbringen, daß die also sind in der heutigen Gesellschaft diejenigen Proletarier ge- Kollegen Schütte eingebrachten Antrag, betreffend die Verhängung Kläger erst seit dem Tage, an welchem sie Anspruch auf stellt, die man nicht als Arbeiter, sondern als" Künstler" be- der Sperre über die in Betracht kommenden Taxameter- FuhrRente erhoben, berechtigt seien, in den Genuß derselben zeichnet und die in ihrer überwiegenden Mehrheit ihrer herren. Schütte begründete diesen Antrag in eingehender Weiſe. zu treten. Die nicht rechtzeitige Geltendmachung des Proletarierschaft sich noch nicht bewußt sind. Als besonders hart Bezeichnend für die Situation waren einige Inserate im Anspruchs bedeute für die Zeit bis zu seiner wird in dem Artikel auch empfunden, daß die Theaterdirektoren Intelligenzblatt", welche Redner zur großen Erheiterung der Geitendmachung einen Verzicht darauf, wurde immer nur junge Kräfte suchten, daß die Anforderungen an die Versammlung zur Verlesung brachte. Laut diesen Inferaten gefagt. Das Schiedsgericht war anderer Meinung, Stimme durch die meist schwache Besetzung des Orchesters so suchen die Fuhrherren Langner, Grassow und Kluchert Droschkenes verurtheilte die Versicherungsanstalt im Sinne des große seien, daß nur zu bald der Monient eintrete, wo der futscher, die gewillt sind, Taxameter zu fahren. Ja, am SchiffKlageanspruchs. Staatsfommissar und Versicherungs- Chorist als verbraucht" entlassen werde. Auch diese Kategorie bauerdamm werden sogar Omnibusfutscher verlangt, die gewillt anstalt legten nun Revision beim Reichs- Versicherungsamt ein. von Ausgebeuteten wird durch die Verhältnisse mit Naturnoth- find, vorläufig" Zarameter zu fahren. Um der DroschkentutscherDie Revision wurde verworfen. In den Grünwendigkeit zu der Ueberzeugung gedrängt werden, daß die Fabrit entgegenzuarbeiten, empfahl er die Annahme des vorden heißt es u. a.: Die Kläger hätten ihre Rentenberechtigung oberen Behntausend", deren Kunstsinn" sie im Be- gedachten, früher im Wortlaute veröffentlichten Antrages. Die aus einem Reich 3 gese hergeleitet, die Grundsätze fonderen zu dienen haben, auch ihr nur das zum Leben aller- Ausführungen des Referenten sowohl wie auch dessen Mitaus dem Römischen Recht tämen garnicht hier nothdürftigste, ja selbst das nicht gewährt. theilung, daß der Fachverein Berliner Droschtenbesitzer sich bei in Betracht... Die Kläger hätten nicht dadurch Proportional Wahlsystem. Einen Antrag auf Ein verpflichtet habe, 2000 M. für die Streifenden aufzubringen, Berzicht geleistet auf die Rente vom 1. Januar 1891 ab, führung des Proportionalitäts- Syſtems bei den Gewerbegerichts- riefen jubelnden Beifall hervor. Fritsch gab im Namen daß sie nicht rechtzeitig ihren Antrag stellten. Besonders hervor. Wahlen werden die Genossen in Frankfurt a. M. stellen. Wird vieler Ginspänner" die Versicherung ab, daß dieselben die zuheben aus den Gründen ist: nicht minder wirken Un- dieser Antrag vom Magistrat angenommen, so wird dadurch Streikenden mit allen Kräften unterstützen werden.( Bravo!) fenntniß und Zweifel bei den Bersicherten über das Gesetz mit, den Gegnern eine Vertretung im Gewerbegericht ermöglicht, da An der Diskussion betheiligten sich zahlreiche Droschfenkutſcher, eine Verzögerung des Rentengesuchs herbeizuführen. Deshalb bekanntlich in Frankfurt a. M. bei den letzten Gewerbegerichts welche sich einhellig im Sinne des Antrages aussprachen und würde es bei den vielen in Betracht kommenden Personen eine Wahlen die beiden sozialdemokratischen Liften, die der Unter die Kollegen zum Kampfe anfeuerten. Schütte gab hierauf ungerechtfertigte Härte sein, wenn man die Renten nehmer und die der Arbeiter, durchgingen, was auch bei den folgenden Situationsbericht: Zur Zeit befinden sich 435 bis 440 bewilligung erst mit dem Tage der Anmeldung ihres Anspruchs nächsten Wahlen zu erwarten ist. Davon, daß unsere Gegner Rutscher, welche sich auf 21 bis 22 Drofchtenhöfe vertheilen, im wollte eintreten laffen. Der Anspruch auf Altersrente gelange dort, wo fie die Macht haben, uns gegenüber so gehandelt Ausstande. Von diesen haben bisher 229 Unterstützung beansprucht mit dem Eintritt in das 71. Lebensjahr und nicht hätten, haben wir noch nie etwas gehört. und erhalten. Im Falle der Annahme des Antrages würde sich mit dem späteren Zeitpunkt der Anmeldung und gegen 600 zu unterſtüßen ſein. die Zahl der Streifenden ziemlich verdoppeln, etwa 900 betragen des Anspruchs zur Entstehung, insofern die sonstigen Voraussetzungen des Gesetzes erfüllt seien. Soziale teberlicht. " Die Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter Ver bandes", Ortsverwaltungen Berlin, welche bis zum 31. Dezember 1893 arbeitslos waren, werden ersucht, dieses bis spätestens Gonnabenb, ben 20. Januar, an eine der nachfolgend aufgeführten Stellen bekannt zu geben, behuss einer diesbezüglichen Erhebung seitens des Verbandes. Gerichtsstr. 19. Für den Norden: jeden Abend beim Bevollmächtigten Bittor Kurgas, Reinickendorferstr. 19, Gastwirth Baar, Für den Süden: jeden Abend bis 8 Uhr beim Bevollmäch tigten May Lange, S.O. Annenstr. 32, 4 Tr. I.; ebenso in Der Herberge bei Keller, C. Neue Friedrichstr. 20, und jeden Sonnabend bei Schöning( Vereinslokal), Stallschreiberfir. 29. Für die Ortsverwaltungen: 0 in ganz bedeutendem Maße abgenommen, gewiß auch ein Zeichen Die Bauthätigkeit hat in Berlin in den letzten Jahren wirthschaftlichen Niedergangs. Die Zunahme der Bevölkerung betrug in Berlin in den Jahren Die Zunahme der bebauten Grundstücke Die 26 1890 49 300 1891 47 200 1892 33 000 535 442 388 1893 31 000 Seelen. 296 Häuser. Nach diesem Bericht wurde der in Rede stehende Antrag einstimmig angenommen. Die Sperre tritt somit am Montag, den 15. d. M. in Kraft. Millarg gab im Anschlusse hieran Den Beschluß des Ausschusses der Gewerkschafts- Kommiffion be fannt, ertheilte Verhaltungsmaßregeln und versicherte, daß die Gewerkschafts- Kommission in ihrer Sigung am nächsten Freitag über den Streit verhandeln werde. 262 Bahl ber un vermietet gabre 1993; Das bedeutet Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale II Berlin) eine Zunahme von 21,6 pst. tagte am 8. d. Mts. Die Wahl der Ortsverwaltung ergab folFast 82 000 leere Wohnungen, währenddem Tausende von gendes Resultat: 1. Bevollmächtigter Hermann, 2. Bevoll armen Proletariern in den ungesundesten Löchern zusammen- mächtigter Struck, 3. Bevollmächtigter Wehner; Revisoren: gepfercht leben müssen; andere Tausende haben überhaupt keine Schädlich und Schelle. Nach Erledigung einiger VereinsBehausung und müssen froh sein, nothdürftig ein Unterfommen angelegenheiten schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem in der Wärmehalle und im Asyl zu finden. Appell an die Anwesenden, nach besten Kräften die streikenden Städtische Bauarbeiten hat die Stadt Freiberg i. S. Kollegen zu unterstützen, damit dieselben als Sieger aus dem in den Jahren 1891 und 1892 fast ausschließlich in eigener Rampfe hervorgehen. Regie ausführen lassen. Im Jahre 1892 ivurden zwischen 146 und 204 Handarbeiter beschäftigt, meist ortszuständige Personen. Rigdorf. Am 7. Januar tagte in Hoffmann's Lokal die May Lange, S.O. Annenstraße Nr. 32, 4 Tr. Diefelben haben im ganzen 38 400 Tage gearbeitet. Der Arbeits- Generalversammlung des Holzarbeiter Verbandes, Bahlstelle Wie elend die Lage der deutschen Ghorfänger fohn bewegte sich je nach der Leistungsfähigkeit zwischen 14 und Nixdorf. Zum ersten Punkt der Tagesordnung gab der Kassirer und Sängerinnen ist, wird in einem Extrablatt der 23 Pf. für die Stunde. Bei den durch die Stadt- Bauverwaltung die Abrechnung vom 4. Quartal. Die Einnahme betrug 222,89 Chorverbands- Zeitung" in einem längeren Artikel in Regie ausgeführten Maurer- und Zimmerarbeiten sind 2933 Mart, die Ausgabe 206,81 m.; bleibt mithin ein Bestand von nachgewiesen. Es wird dort angeführt, daß an Wintersaison- Maurerarbeitstage und 2280 Zimmererarbeitstage zu verrechnen 16,08 m. Nach Stuttgart an die Hauptkasse sind 150 m. ge bühnen im ganzen 1503 Chormitglieder engagirt sind, von denen gewesen. Der durchschnittliche Arbeitslohn ist für das Berichts- sandt, dazu kommen noch 6 M. für Streitfonds- Marken, im an Sommerbühnen nur 438 eine Anstellung erlangen, sodaß fahr zu 28 Pf. bei den von der Bauverwaltung direkt beschäftigten ganzen also 156 M. Die Mitgliederzahl betrug am Schlusse des 1067 Mitglieder während des Sommers ohne Engagement ver- Maurern und Zimmerern anzunehmen, wogegen sich derfelbe bei Quartals 103, am vorigen Quartal 107. Neu hinzugetreten find blieben.( Das Jahr, in welchem die Statistik aufgenommen den von Freiberger Baugewerkmeistern beschäftigten um durch 17 Mitglieder. Durch die vielen restirenden Beiträge sah sich die Verwaltung veranlaßt, statutengemäß zu handeln und 20 wurde, ist aus dem Artikel leider nicht ersichtlich, es dürften die schnittlich 4 Pf. höher stellt. Begrüßen wir auch die ThatZahlen aber wohl im allgemeinen auf alle Jahrgänge zutreffend fache, daß der Freiberger Magistrat, im Gegensatz zu dem Mitglieder als gestrichen zu erklären, widrigenfalls sie nicht bald sein.) Die an ganzjährigen Hof- und Stadttheatern Berliner sich auf den Standpunkt gestellt hat, den Zwischen ihren Verpflichtungen nachkommen. Nach dem Bericht der Arengagirten 1070 Chormitglieder fommen hier nicht mit unternehmer zu umgehen, mit Freuden, so ist es doch unverständ.beitsvermittelungs- Kommission schritt man zur Neuwahl der in Betracht, wiewohl auch diese noch, wie in dem an- lich, wie die Stadt dazu kommt, geringere Löhne zu zahlen, als Ortsverwaltung und der ausscheidenden Mitglieder der Komgezogenen Artikel gesagt wird, den im im Sommer brach die privaten Gewerbetreibenden. Die Nachtheile des Submission. Als Bevollmächtigter wurde Rollege Sy, als Saffirer liegenden Chorfängern Konkurrenz machen, indem sie ihre oft missionswesens für die Arbeiter, die Bohndrückerei, soll ja gerade 2-3 Monate dauernden Ferien gusnügen, Engagements an dadurch vermieden werden, daß die Stadt die Arbeiten selbst Sommerbühnen zu nehmen. Der Berdienst der Chorfänger an ausführen läßt. Wintertheatern wird mit 120 M. im Höchstfalle angegeben, der der Sängerinnen beläuft sich auf durchschnittlich 110 m. pro Monat. Im Durchschnitt währte die Spielzeit der Wintertheater 61/2 Monat, so daß die Chorfänger ein Einkommen von 747 bis 780 Mart, die Damen im günstigsten Falle nur 710 Mark erlangten. Ein hier beigefügter Brief, den die Die öffentliche Versammlung der Droschkentutscher Redaktion der Chorverbands Beitung" von dem Mitglied und Arbeiter, welche in der Nacht vom 12. zum 13. Ja einer Hofbühne erhalten, belehrt uns dorüber, daß nuar im großen Konkordiasaale( Andreasstraße) tagte, war von " Man sollte meinen, daß die Szenen vor den Wärmehallen am Alexanderplatz in den letzten Tagen eine deutlich beredte Sprache gesprochen hätten; daß da rasche Abhilfe so einfach, so leicht und so nöthig war. Aber wozu sich beeilen. Erst gründlich berathen und dann im kommenden Winter ist auch noch Zeit genug, neue Wärmehallen an der Peripherie der Stadt zu errichten. Verlammlungen. Herr Theodor Fontane, mit dem Nealismus, dessen eifriger Verfreter er schöpferisch in seinen eigenen Dichtungen und fritisch in aber diese revolutionirende literarische Stritit in den Spalten seinen Theaterbesprechungen wurde. Das ging so eine Zeit fort; der Lieblingszeitung des alten und befestigten Berliner Haus besiges erregte mehr und mehr Anstoß bei den respektabelſten Trägern von Perrücken und Hauben. Da hielten es denn die Bossischen Erben für geboten, dem Unfug beharrlicher Philister Was soll man erst zur Hartherzigkeit manches vor- fränkungen in ihrem Organ ein Ende zu machen. Die beiden nehmen Blattes der Bourgeoisie sagen, das ausrechnete, Theaterkritiker wurden vor die Alternative gestellt, entweder die daß gar von auswärts Leute mit der Stadtbahn nach Vertretung des Naturalismus in den Spalten der züchtigen Tante Berlin fahren, um die Wohlthat der Wärmehallen hier in Bob einzustellen, oder anf das schöne Gehalt zu verzichten und Anspruch zu nehmen. Solch zudringliches Back; warum Der fonservative Theodor Fontane ist nicht unser Mann, erfriert es nicht in Schöneberg, oder in Charlottenburg, aber alle Achtung!- er hat eine Ueberzeugung und weiß wie sich's gehört! Will sich da an den Fettsuppen der ihr Opfer zu bringen. Der alte Herr lehnte es ab, sein ästhetisches schönen Wärmehallen mästen und den Bauch vollschlemmen! Urtheil der kunstpolizeilichen Kontrolle eines töniglich privilegirten Nein, für derlei Aufgaben haben wir kein Geld flüssig; das ist nicht dringlich. Aber gewissen hochmögenden Wünschen nach grandioser Brachtentfaltung unterthänigst nachzukommen, find wir im Galoppschritt bereit. Db wir für den Schloßplah ein paar Millionen mehr oder weniger anwenden? Wir haben's ja. Wir sind wir. Alpha. sich zu trollen. Preppernau, als Schriftführer Noat, als Revisoren Schenk und Bierling gewählt. Ein Antrag, für die ArbeitsvermittelungsKommission 7 Personen zu ernennen, wurde angenommen und in dieselbe folgende Kollegen neu gewählt: Schüß, Papenfuß, Jäger und Jahn; die alten Mitglieder sind: Kurkowsky, Daniel und Tohrmann. Da der Bericht der Kommission im allgemeinen fein erfreuliches Resultat ergab, wurden die Kollegen ersucht, den Arbeitsnachweis etwas mehr in Anspruch zu nehmen. Derselbe befindet sich bei Max Hoffmann, Pring Handjery- und Lessingstraßen- Ecke. Kritik die Sozialdemokraten für verrungenirungswüthige Trunkenbolde erklärte. ernstlich nehmen, sondern diesem literarischen Karl Buttervogel Unsere Leser verstehen es nun wohl, weshalb wir das nicht in der Livree der Vossischen Erben auch fernerweit gute Vertöftigung wünschen. gl. * Nachtwächterlied. Eteignous les lumières Et rallumons le feu.*) ( 1826.) Hört, ihr Herren, und laßt euch sagen, Was die Glocke hat geschlagen: Geht nach Haus und bewahrt das Licht, Daß dem Staat tein Schade geschicht. Lobt die Jesuiten! Hört, ihr Herren, wir brauchen heute Gute, nicht gelehrte Leute; Seid ihr einmal doch gelehrt, Sorgt, daß Reiner es erfährt. Lobt die Jesuiten! Uud der König absolut, wenn er unseren Willen thut" - dieses Reimsprüchlein der preußischen Junker stammt nach der allgemeinen Annahme aus dem Jahre 1848. Dies ist aber falsch. Wir gaben schon bei früherer Gelegenheit an, daß es von Chamisso herrührt, dem berühmten deutsch- französischen Dichter, der von all unseren klassischen Dichtern das meiste Berſtändniß für Politik und soziale Dinge gehabt hat und in unseren nügend zur Geltung fommt. Das Gedicht, in welchem der Vers Partei- Anthologien( Gedichtsammlungen) bei weitem nicht ge sich findet, ist wunderbar zeitgemäß, obgleich es das Datum des Kommajägers für Staats- und gelehrte Sachen zu unterstellen, Jahres 1826 trägt also 67 Jahre alt ist. Gs fann in und ging seiner Wege. Anders der jüngere Mann. Wie einst allen Ausgaben der Chamisso'schen Gedichte nachgeschlagen werMünchhausen's Bedienter, der unsterbliche Karl Buttervogel der den und lautet: vertrockneten Baronesse Emereutia, gelobte Paul Schenther der Tante Voß Liebe und Treue so fernerweit gute Ver töftigung zugesichert wird". Und der einstmals als fühner literarischer Stürmer allen Zöpfen und Perrücken Fehde angesagt hatte, ließ es sich gefallen, daß die von ihm gepriesenen modernen Schauspiele in den Spalten der Zeitung, deren offiEin literarischer Karl Buttervogel. In dem Januar zieller Theaterkritiker er blieb, irgend einem literarischen IgnoHeste der Preußischen Jahrbücher" findet sich eine Besprechung ranten zum Herunterreißen überantwortet wurden. Er selbst bevon Gerhart Hauptmann's Traumstück Hannele" aus der schränkte sich darauf, überjährigen Trödelkram zu besprechen, dem Feder des Herrn Dr. Paul Schlenther, an dessen ästhetischer Hoftheater- Intendanten Komplimente zu machen und mit mechaBeurtheilung des Stückes wir wenig auszusehen, nur einiges zu nischer Beslissenheit allsonnabendlich auf dem Trockenboden der ergänzen hätten. Zu unserm Erstaunen fließen wir darin Bossischen Erben die Nachthauben Lessing'scher Großtanten, aber plöglich auf eiren ebenso plumpen wie übel egyptische Mumienlaken und hundertjährige Hohenzollernwindeln, angebrachten Ausfall gegen die Sozialdemokratie. Nach immer aufs neue durchgewaschen, zum Nachtrocknen aufzuhängen er nämlich sich ganz zutreffend gegen die Ausleger„ für fernerweit gute Verköstigung", natürlich gewandt hat, die in Hauptmann's Dichtung irgend eine Partei Und nun ereignete sich etwas Gharakteristisches. Wer niemals tendenz wittern, sagt Herr Schlenther wörtlich: eine Ueberzeugung gehabt oder fie völlig verloren hat, der kann Wenn Hauptmann's Traumstück mit der Sozialdemo- sich unbändig wohl fühlen in solchen Verhältnissen, so wohl wie fratie überhaupt irgend etwas zu thun hat, so ist der der Mops im Tischkasten. In Leuten aber, die die Aussprache Sozialdemokrat nicht der Dichter, sondern höchstens der ihrer Ueberzeugung sich haben abdingen lassen für baares Maurer Mattern, der sein Stieffind prügelt, weil es ihm nicht Geld, in denen regt sich zuweilen so etwas wie ein podas nöthige Kleingeld für Schnaps erbettelt hat. Denn wer litisches, wissenschaftliches oder literarisches Gewissen, dessen faulenzt, schimpft mit Vorliebe auf das Bestehende. Die Pochen sich bemerkbar macht auch durch die dickste Fettschicht hinPhrafe: Alles muß verrungeniret werden," läßt sich nur durch. Und da packt dann derartige Charattere pardon! mit fallender Stimme sprechen." Persönlichkeiten, das Bedürfniß, ihre zerknitterte und zerknüllte Daß Dich....! Da haben wir also unser Theil: Die Selbstachtung frisch aufzubügeln. Dazu pflegen fie zweierlei Sozialdemokraten wollen alles verrungeniren, und nur faulenzende Mittel zu verwenden: Einmal machen sie sich eine Philosophie Trunkenbolde können solche böslichen Absichten hegen! zurecht oder entlehnen sie die Offenbarungen Nietzsche's find Niemand wird unangenehmer berührt werden durch diese bazu trefflich geeignet, aus der hervorgeht, daß die HerrenAusnuzung des Mattern Maur" zur Beschimpfung der Sozial- naturen jenseits von Gut und Böse" sich alles gestatten können demokratie, als der Dichter des Hannele". Wir dagegen in ihrer strahlenden Selbstherrlichkeit, daß ihnen alles schön zu Tönnen Herrn Schlenther nicht einmal böse sein; im Gesicht steht, also auch die schofelste Bedientenhaftigkeit. Gegentheil: Der Erguß seiner schönen Seele liefert uns eine Das ist das eine Mittel. Dann drängt es sie aber auch noch, willkommene Ergänzung zur psychologischen Würdigung dieses zur Kräftigung ihres Eelbstgefühls, hin und wieder Männer von strebsamen literarischen Geschäftsmannes. opfergewillter Ueberzeugungstreue, die ihnen natürlich ein Herr Dr. Paul Schlenther machte sich einen Namen Dorn im Auge sind, als jedes Feingefühls bare Kalibane in der Berliner Theaterkritik durch die sachverständige Ber- und wahrer Weltweisheit unfähige Hohlköpfe der Mißtretung der modernen realistischen Richtung im Drama. Zu achtung aller Leute von der zahlungsfähigen Moral preisder nämlichen Zeit, als er der Redaktion der Bossischen Zeitung" zugeben. Letzterem unwiderstehlichem Bedürfniß folgte beitrat, befreundete sich auch der ältere Theaterkritiker dieses Blattes, Herr Dr. Paul Schlenther, als er gelegentlich einer Hanneledem Hört, ihr Herren, so soll es werden: Gott im Himmel, wir auf Erden, Und der König absolut, Wenn er unsern Willen thut. Lobt die Jesuiten! Seht, ihr Herren, es wird euch frommen; Bon den gutgesinnten Frommen; Blase Jeder, was er tann, Lichter aus, und Feuer an. Lobt die Jesuiten! Feiter, ja, zu Gottes Ehren, Um die Rezer zu befehren Und die Philosophen auch, Nach dem alten, guten Brauch. Lobt die Jesuiten! Hört, ihr Herren, ihr seid geborgen, Geht nach Haus, und ohne Sorgen Schlaft die lange, liebe Nacht, Denn wir halten gute Wacht. Lobt die Jefuiten! *) Vers Beranger's, des großen französischen Liederdichters: Löschen wir das Licht aus Und zünden wir das Feuer an! Sozialdemokratischer Wahlverein Donnerstag, den 18. Januar, Abends 8 Uhr, Bildhauer! für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ib. Brauerei Friedrichshain Dienstag, den 16. Januar, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Gross. Zither- Konzert Versammlung E am Dienstag, 16. Januar, Ab. 8 Uhr, i. d. Unions- Brauerei, Hasenhaide 22-31. Zages Ordnung: = 373/6 1. Vortrag des Genoffen Dr. Leo Arons über: Reorganisation der fozialdemokratischen Wahlvereine Berlins. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorkand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 14. b. M., Abends 6 Uhr: Mitglieder- Derlammlung. 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über: Prostitution. 2. Diskussion à 0,50 M. Ehrenberg, Annenstraße 16: Oeffentliche Bildhauer- Versammlung. Tagesordnung: von 40 Zithern, Streichithern, Cello, Klavier und Orgel. Dirigent: Max Schulz. 1. Vortrag des Genossen Millarg: Unternehmergewinn und ArbeitsBillets im Vorverkauf in der lohn." 2. Rechenschaftsbericht und Wahl der Bildhauer- Kommission. 3. Vers Königstr. 41, à 0,40 M. Abendkasse: auf die am Sonntag, den 28. Januar, Abends 7 Uhr, in den Arminhallen Musikalienholg. von Siegel u. Schimmel, schiedenes. Musikalienholg. von Siegel u. Schimmel, schiedenes.- Bur Kontrolle liegen die Wiener Streitlisten aus. Ferner ist 1225b stattfindende Versammlung mit Frauen aufmerksam zu machen. Vortrag Näheres heute an den Säulen. des Genossen Hoffmann über: Die 10 Gebote u. s. w." sowie andere Vorträge. Verband der in Holzbearbeitungs- stehendes zu verbreiten Zu beiden Versammlungen ladet die Kollegen ein mit der Bitte, VorFabriken und auf Holzplätzen Die Kommission der Bildhauer. J. A.: König. besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin II( Nord). Dienstag, den 16. Jan., Ab. 81/2 Uhr, Fortsetzung der Generalversammlung vom Mittwoch: im Lokal des Hrn. Rehlit, Bergstr. 12: Tagesordnung: Anträge und Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. Mitgliedskarte legitimirt. Nachdem: Geselliges Beisammensein. 149/19 Verein der Brauerei- und BierverlagsHilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 18. Januar: General- Versammlung in Joël's Festsälen, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und Kassenbericht des Rendanten. 2. Neuwahl des Gesammt- Vorstandes. 3. Wie stellen wir uns zu den Wünschen der Agitations- Rommission? 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung unbedingt erforderlich. Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich: Hauptzahlstelle bei Olböter, Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Delegirten von der Generalversammlung. 2. Abrechnung vom letzten Duartal. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Mitglieder werden gebeten, der Wichtigkeit halber zahlreich zu er scheinen. 174/20 Der Vorstand. Allgemeiner Hilfsarbeiter- und -Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Dienstag, den 16. Jan, Ab. 81/2 Uhr, Inselstr. 10: Ausserordentliche Brunnenſtr 57; W. Schöne, Heinersdorferstr. 5; G. Dummert, Wilhelmshafener General- Versammlung. ftraße 18; G. Huff, Röpniderstr. 81; W. Grube, Solms- und MariendorferStraßen- Ede; Wieske, Landsberger Allee 148: A. Faller, Pallasstr. 16; Hilpert, Hermannstr. 25; C. Haase, Charlottenburg, Spandauerstr. 19. 88/12 Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über den in der " Konzerthaus Sanssouci. Rottbuserstr. 4a. 148/69 Dienstag, den 16. Januar 1894, Abends pünktlich 82 Uhr: III. Abonnements- Konzert der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Neues Programm, u. A. Violin- Konzert Nr. 7 von Beriot. Solist: Violinvirtuose Joh. Tomscha. Dirigent: G. Grass. Programm 5 Pf. Orchester: 60 Musiker. 393/20 Abonnementskarten à 50 Pf. für 4 Konzerte in allen mit Plakaten belegten Handlungen und Lotalen und Abends an der Rasse. Abendkasse: 20 Pf. pro Person inkl. Programm. Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen.( 80 Pf. Nachzahl. f. Herren.) Der Vorstand. Bauarbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt. Sonnabend, den 20. Januar 1894: Gr. Wiener Maskenball in Bergstr. 68, Keller's Festsälen, Bergstr. 68. legten Generalversammlung angenom- Die Ballmusik wird von der Fr. Vereinig. der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. menen Antrag des Kollegen Arndt be= Einlaßkarten à 50 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, Fachverein der Maschinisten u. Heizer Berlins. ramen u. Statuten- Nenderung und bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: R. Kranz, Louisenstraße 2 Sonntag, den 14. Januar, Nachm. 5 Uhr, im Restaurant Schlesische Straße Nr. 6: Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Borstandes. 2. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Kollegen werden ersucht recht pünktlich zu erscheinen. fgenommen. Die kolleger 1210b Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). wonenfis 2. Annahme von Beiträgen. 3. Vereinsangelegenheiten. Wir ersuchen alle unsere Mitglieder bringend, zu dieser Angelegenheit in der Versammlung zu erscheinen. Da Kon trolle geführt wird, sind die Mitgliedsbücher mitzubringen. Der Vorstand. Osterfeiertag( 1.) und Sonnabend im März unentgeltlich an Vereine 3. verg. 12076* Buss' Salon, Große Frankfurterstr. 85. 161/12 Gangbares 1201b Bezirks- Versammlungen. Cigarren- Geschäft 8 Uhr, in Hoffmann's Festsale, Oranienßtr. 180. Süd- Osten Montag, den 15. Jannar, Abends anderer Unternehmungen halber sofort Westen Sonntag, den 14. Januar, Vormittags zu verk. Offerten unter H. L., Post10% hr, in Königshof, Bülowstraße. amt 43, Königstraße. Norden Montag, den 15. Januar, Abends 8 Uhr, bei Keller, Bergßraße 68. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vorschläge zu Werkstatt- Kontrolleuren. 4. Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlungen: Süd- West Donnerstag, den 18. Januar, Abends 8 Uhr, bei Lütke, Joffenerstraße 10. Moabit Sonntag, den 14. Januar, Vormittags 10 Uhr, in Ahren's Brauerei, Thurmstraße 26. Tages Ordnung: = Besprechung über Werkſtattverhältnisse und Abgabe der ausgefüllten Fragebogen seitens der Vertrauensmänner. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, auch der des Westens, in diesen Versammlungen zu erscheinen. 481/17 Die Ortsverwaltung. Oeffentliche Sattler- Versammlung am Dienstag, den 16. d. M., Abends 9 Uhr, bei Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: bei Jacob; W. Genz, Bernauerftr. 114c; W. Voss, Prinzen- Allee 25; A. Rothacker, Ackerstr. 41; E. Krietsch, Wollinerstr. 25; R. Alter, Buttbusers straße 38; Th. Wilke, Bernauerstr. 40-41; A. Stewien, Swinemünderstr. 34. Hierzu ladet freundlichst ein Das Pest- Komitee. Des obigen Vergnügen wegen findet die nächste Versammlung am Sonntag, den 28. Januar, Vormitags 11 Uhr, in Wilte's Lokal, Hochstr. 82a, statt. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Sommerfeld über Herzleiden refp. Herzfehler. Vereinsangelegenheiten( Abrechnung vom Monat Oftober 1898). Berschiedenes und Fragetaften. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung zu ers scheinen, Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden. 132/12 J. A.: W. Genz, Bernauerstr. 114c. Lese- und Diskutirklub„ Süd- Ost". Sonntag, 14. Januar 1894, in Joël's Festsälen, Andreasstr. 21: 3. Stiftungsfest. Bur päntel, Lieferung des Vorwärts Gr. Vocal- und Instrumental- Concert " Sozialdemokrat", sowie sämmtlicher W. Gassmann, N., Grünthalerft. 67. Arbeiterliteratur empfiehlt sich Apfelsinenverkäufer finden größte Auswahl bester Frucht, Keller Friedrichsfelderstr. 15.[ 1220b ausgezählt und fiftenweise billigst im Bettfedern, breifach gereinigte ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Süd- Os( M. d. A- S.- B.) Auftreten der Jongleure Gebr. Knaak, sowie der musikal. Klowns Piozg u. Jogg. Das Fest der Handwerker. Ausgeführt vom Privat- Theaterverein ,, Proletariat". Festrede: Genosse H. Peus aus Dessau. neue, vorzüglich 199/17 füllend, Pfund 50, 70, 90 Pf. Halbdaunen Pfb. 1,10. Halbdaunen, silber hell, Pfd. 1,60. Daunen von vorzügl. Nach dem Concert: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Das Komitee. Große öffentliche Versammlung Fülkraft( 3 Pfd. genügen zum größten sämmtlicher Arbeiter und Arbeiterinnen der Oberbett) Pfd. 2,75, empfiehlt das als streng reell bekannte, 1870 begründete Spezial- Geschäft von S. Pollack, Wäsche- und Kravatten- Branche Berlins Oranienſtr. 61, am Morigplay. 5419L am Dienstag, 16. Jannar, Ab. 8 Uhr, in Paster's Salon, Roh- Tabak. Neue Königstr. 7. Tages Ordnung: 884/17 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fr. Brühne über fozial1. Bortrag des Genossen Jahn über: Die französischen ArbeiterDas reich sortirte Lager in allen in politische Gesetzgebung". 2. Diskussion. 3. Bericht des Gewerkschafts- RomAssoziationen und das Recht auf Arbeit. 2. Diskussion. 3. Bericht und Neu- und ausländischen Rohtabaken und in missionsmitgliedes resp. Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. wahl der Arbeitsvermittelungs- Rommission. 4. Bericht und Nachwahl der allen Preislagen empfiehlt 5042L Nach der Versammlung: Tanz und diverse Vorträge. Lohnkommission. 5. Wahl eines Vertreters und Stellvertreters zur Gewerk- W. Lindenstaedt, schaftskommission. 6. Verschiedenes. 294/3 179 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Arbeitsvermittelungs- Kommiſſion. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Filiale Charlottenburg. Montag, den 15. Jannar, Abends 8 Ühr, im Lokale des Herrn Krause, Bismarckstr. 74: Versammlung. " Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über: Natur wissenschaften und das Proletariat.' 2. Jahresbericht der Lokalverwaltung. 3. Neuwahl derselben. 4. Verschiedene Verbandsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Es wird gebeten pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 431/18 runnen- Straße 179. 48 Landsbergerstraße 48. Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, Jezi Blumenftr.19 II r.Auch Sonntags. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis fämmtlicher in der Branche arbeitenden Personen, als da sind Plätterinnen, Näherinnen, Wäscherinnen, Stärkerinnen, Stemplerinnen, JuSchneider, Bolzenleute etc. befindet sich Holzmarktstrasse 3 bei Deter. Maler und Anstreicher. Dienstag, Für Hausfrauen! iuftag, den 16. Januar, Abends& Uhr, in Grafiveil's 64/15 Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79: Große öffentliche Versammlung. Albert Koehler, Mühlhansen i. Th., Alte Wollfachen werden durch Weberei, zu Damenstoffen, Butskins, Cheviots, Teppichen, Portièrenstoffen 2c. 235/5 Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. anerkannt billigst u. schnellstens Diennag, den 16. Januar, Abends 9 Uhr, verarbeitet. Annahmestelle für Berlin im Lokale des Herrn Westphal( Schwarzer Adler), Frankfurter Chaussee 120: bei Blassmann, 0. Koppenstr. 68 1. General- Versammlung. Tagesordnung: Tages Ordnung: Bewegung. 2. Verschiedenes. asten Theater- Garderobe der Mast 1. 1. Fortsetzung der Diskussion über die Bedeutung der GewerkschaftsDer Vertrauensmann. Deffentliche Versammlung Konfektions- Schneider und Schneiderinnen am Montag, 15. Januar, Abends 82 Uhr, Hensel's Festsälen, Juvaliden- und Brunnenstr. Ede. Tagesordnung: 1195b 1. Vortrag des Genossen Dr. Heymann über: Die Naturwissenschaften von Otto Runge, fett und das Proletariat." 2. Discussion. 3. Abrechnung vom 4. Quartal 1893. Gr. Frankfurterstr. 75, empfiehlt in 4. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 3 des Nachtrages zum Statut. eine Auswahl von 2000 Kostümen. 5. Berathung einer Bibliothekordnung. 6. Verschiedenes. Große Ausw. von Aufzügen. Lebende 1. Wie schädigen uns die Händler in der Herren- Konfektionsbranche? Gäste sind willkommen. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Bilder. Vereinen 15 Prozent Preis- Referent: Kollege Jeschonnek. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmanns. Der Vorstand. ermäßigung. 1098b Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer: Malitz. 122/5 Elegante WinterPaletots. Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Elegante HerrenAnzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. 4894L Das Sprechend ein gerichtete, ſeit der Neuzeit ent 16 Jahren bestehende, große Uhrenund Goldwaaren Lager von ( neben Greifenhagen) Die Buchdruckerei von M. Schrinner Emil Tiersch, Brannenstr. 18, Uhrmacher, 164 Brunnen- Straße 164( zwischen Invaliden- und Anklamerstraße) enipfiehlt sich zur Anfertigung von Drucksachen jeder Art. Zur Beachtung! 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Bei den früheren Ausgaben der Reichstagswahl- Statistik wurde es, besonders seitens der agitatorisch thätigen Genossen, als eine bedauerliche Lücke empfunden, daß die Programme der verschiedenen politischen Parteien, die bei den Wahlen werbend auftreten, nicht ihrem Wortlaute nach beigefügt waren. Diesem Mangel ist in der neuesten Ausgabe abgeholfen und nicht blos das, sondern durch kritische Vorbemerkungen und Gegenüberstellung der früheren Programme, ziffernmäßige Darstellung der Stärke der Parteien, Wachethum oder Abnehmen der Parteien, ist der Werth dieser neuen Ausgabe wesent lich gesteigert worden, so daß eigentlich jeder politisch thätige Staatsbürger im Besitze dieses historisch statistischen Nachschlageheftes sein sollte. Buchhandlung des ,, Vorwärts". Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2.