Ur. 333. flbonnetnentS'Bcdingunaen: HiDimcmcntl■ Preis pränumerandoi Vicrtciiährl. Z�Z0 Ml, monail. l.10 Mk., wöchrntliä, 23 Pfg> frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Psg. Sonntags. nmnmer niit illustrierter Sonntags» Beilage.Die Neue Welt" 10 Psg. Post- Nbonncmcnt: 1,10 Mar! pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitimgs. Preisliste. Unter Kreuzband ,ür Teutschland und Oesterreich. Ungarn 2£0 Mar!, für das übrige Ausland 4 Mar! pro Monat. PoftabonnemenlS ncbuien un: Belgien. Däncmar!, Holland. Italien. Luxemburg. Portugal. Rumänien, Schweden und die Schweich 3V. Jahrg. Die Infcrtions--6ebül)r betrögt für die sechsgespaltenc Koloiiel- zeilc oder deren Ramn W Psg.. sär politische und gewcrtschasUiche Pereins- und Verscunuilungs-Anzeigcn ilu Pig ..Aleine Anresgen", das settgedruckle Wort 20 Psg. izulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Psg. Stellengesuche und Echlasstcllenan- zeigen das erste Wort 10 Psg., jedes weitere Wort ö Psg. Worte über lö Pucli siaden zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Niunincr Müllen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpeditio» ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Crfiteint lsgiich. Verlinev Volksblttkt. Zcntvalorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfcblands. Telegramm- Adresse: „Soziaiafmolirat R«rliBu. Redaktion: 8W. 68, Lindcnstrassc 6g, Fernsprecher: Amt Moritiplat!, Nr. 198!!. Sie Situation in Rolland. Aus A m st e r d a ul wird uns geschrieben: Tie holländische Sozialdemokratie macht eine außer- ordentlich bewegte Zeit durch. War das erste Halbsahr 1918 gänzlick) beherrscht durch den mit großer Energie geführten Wahlkampf, der mit einciu glänzenden Siege am 25. Juni endete, fo zeigt die zweite Hälfte des Jahres ein anderes Bild. Kurz nach dem Wahlausgang wurde die Partei zum ersten llllale vor die äußerst schwere Frage der Anteilnahme an die Regierung gestellt, und nach zienllich scharfen Aliseinander- fetznngen faßte sie erst am 19. August den endgültigen Be- schlich, über dessen Bedeutung wir schon im„Vorwärts" vom 89. und 31. August berichteten. War auch die Einheit der Partei ungebrochen geblieben, es verstelsi sich, daß eine solche innere Krise nicht ganz spurlos vorübergeht. Räch dem Parteitag zu Zwolle wurde die Diskussion im„Wochenblatt" (dem Organ der marristischcn Minderheit in der Partei) noch einige Zeit fortgesetzt, während seitens der Befürworter des Eintretens in die Regierung Elenosse S ch a p c r vor einigen Wochen im Parteivcrlag eine Broschlire hat erscheinen lassen, die an der Haltung der Partei während der Ministorkrise eine sehr scharfe Kritik übt, ohne— soweit ich sehe— bis jetzt viel Rachl)all gesunden zu haben. Unnötig zn erwähnen, daß die bürgerliche Presse, mit einer einzigen Ausnahme, uns als Verräter der Demokratie und der Sozialresonn beschimpft. Inzwischen waren nur zwei der fünf Nachwahlen in den Kreisen, die wir im Juni erobert hatten, für uns günstig. Besonders eine, innerhalb weniger Monate nötig gewordene dritte Nachwahl in Amsterdam III, das zu unseren sichersten Kreisen gerechiiet wurde und seit einigen Jahren nur Sozial- dcinokratcn für Kammer, Rat und Staaten abgeordnet hatte, entfachte einen erbitterten Kamps, der leider den Verlust des Mandats nicht verhindern konnte. Es ist unleugbar, daß diese Verluste, wodurch unsere Fraktion von 18 auf 15 sank, einen tiefen Eindruck innerhalb und außerhalb der Partei ge- macht haben und die Frage nach der Situation der Partei sich aufdrängt. Eine Machtverschiebung, wie sie in den Ergebnissen der Juniwahlen zum Ausdruck kain, die zum Sturze eines starken Kabinetts führten, bleibt nicht ohne Einfluß auf die Haltung der Parteien, die die Niederlage erlitten haben. Kurz nach den Wahlen veröffentlichte der Führer der christlichen Koali- tion, Dr. A. K n y p e r, einen Aufsehen erregenden Artikel, in dem er den Tarifentwncf, der der christlichen Regierung in vielen Kreisen ihre Anhänger gekostet hatte, feierlich über Bord warf. Diese Verleugnung des Schutzzoll-Entwurfs, der einige Wochen vorher noch als von Gott gewollt proklamiert worden war, war ein genialer Streich dieses schlauen Poli- tikers. Mit einem Schlage eroberte er einen Teil der konser- vativcn Wähler, welche wegen der gefürchteten Tarifabände- rimg diesmal in das Lager der freihändlerischen Liberalen übergegangen waren, zurück. Jetzt erschien sehr vielen libe- ralen Wählern, die unsere Kandidaten bei den Stichwahlen gegen die Rechte unterstützt hatten, das schnelle Wachstum der Sozialdemokratie als das weitaus größere Nebel. Anderer- seits hat die jetzt zuin ersten Male da und dort recht fühlbar zutage getretene Tatsache, daß christliche Arbeiter unsere Kan- didatcn unterstützt haben, die klerikalen Führer zweifelsohne nachdenklich gemacht. Ein Fortschreiten dieses Prozesses wäre für ihre Machtstellung geradezu verhängnisvoll. So ioar der Boden für ein gemeinsames Auftreten aller bürgerlichen Parteien bei den Stichwahlen geebnet: um jeden Preis muß eben die Sozialdeinokratie zurückgedrängt werden. Als zweiter Umstand inag allerdings unsere Haltung in der Ministerkrise verzeichnet werden. Wie ich schon hier ausge- führt habe, waren sich die Gegner des Eintretens in das Ministerium völlig bewußt, durch die Ablehnung der Porte- feuillen einen Bruchteil der Wähler, die unsere Partei wegen ihrer Gegenivartsforderungen unterstützt hatten, wenigstens zeitweilig abzustoßen. Ter Einfluß dieser Nichtorganisierten Wähler auf unsere parlamentarische Macht ist um so größer, weil das Zahlenverhältnis zwischen den Parteimitgliedern und unseren Wählern noch immer nickt günstig genannt wer- den kann. Es beträgt jetzt, obwohl es sich seit 1995 entschieden verbessert hat. durchschnittlich noch 1:7, unter Abzug der Weib- lichen Mitglieder und der Nichtwahlberechtigten kann es sogar auf 1:9 geschätzt werden. Das macht die Partei bei den Wahlen abhängig von einer Masse, zusanimengesetzt aus Gc- werkschaftsmitglicdern, sehr radikalen Demokraten usw., die sich in die sozialdemokratische Gedankenwelt noch einleben müssen und die sozialistische Taktik nicht sofort ver- stehen können.� Dazu kommt noch, daß inzwischen das neue Ministerium Earl van den Linden aufgetreten war, welches in sein Programm die vornehmsten Forderungen der liberalen Konzentration aufgenominen hat und damit deren Ansehen unter einem Teil der ungeschulten Wähler erhöht hatte. Betrachten wir nun kurz die Stiinmenzahlen bei den Nachwahlen, dann finden wir darin die Bestätigung der ge- niachten Bemerkungen. In Rotterdam I verloren wir 1299 Stimmen(was zum Teil auch auf die große Popularität des Juni-Kandidaten Spick man zurückgeführt werden kann): wir hätten den Kreis jedoch erobern können, wenn die konser- vativen Liberalen in der Stichwahl nicht massenhaft auf den christlichen Kandidaten(der von 3931 auf 1679 Stimmen stieg) übergegangen wären. In Hoogezand. wo unser Kan- didat ein scharfer Gegner der Annahme der Portefeuillen war, behaupteten wir nahezu unsere Stimmenzahl: der Liberale wurde aber mit katholischer Hilfe gewählt. Noch schärfer treten die angedeuteten Erscheinungen zutage in dem Wahl- kämpf im III. Amstcrdainer Kreis. Hier entfachten die Libe- ralen eine äußerst scharfe Kampagne. Nicht nur beuteten sie unsere Haltung in der Ministerkrise auf deniagogischc Weise aus, sondern sie inszenierten auch eine perfide Hetze gegen unseren Kandidaten Jan O u d e g c e st, den Vorsitzenden des Niederländischen Gelverkschaftsbnndes. In dieser Funk- tion war er auch den Anarchisten besonders verhaßt, weil er seit 1996 kräftig mitgearbeitet hatte, die Reste des Anarchis- mus aus der Gewerkschaftsbewegung zu vertreiben: diese „Klassenkämpfer" erhoben noch einmal die als falsch �uriick- gewiesene Beschuldigung des Verrats während des mit von Ondegecst geleiteten Generalstreiks von 1993 und unterstützten den liberalen Kandidaten! Wegen desselben Streiks riefen die christlichen Führer ihre Arbeiter zum Kampfe auf unter der Parole: Kein Eisenbahnstreiker im Parlament! So erlag unser Kandidat. Allerdnrgs sind 6982 Wähler unserer Partei treu geblieben, was eine ganz erfreuliche Erscheinung genannt werden darf. Fügt man hinzu, daß Troelstro, der iin Juni der Kandidat gewesen war und 7399 Stimmen auf sich vereinigte, eine außerordentliche Popularität besitzt, dann darf man schließen, daß die Zahl der Wähler, welche uns der Porte- fcuilleverweigerung wegen im Stiche ließen, sehr gering ge- Wesen sein muß. Immerhin bleibt der Verlust dieses Kreises ein schwerer, peinlicheb Schlag, dessen Folgeii nur durch kräftige Agitation und intensive Propaganda überwunden werden können., Tie schliminstc Folge wäre es immerhin, wenn die Genossen sich durch einen solchen zeitweiligen Rückschlag beirren ließen und, den Verlust auf das Konto der Portefeuilleverweigerung schreibend, den halbbürgcrlichen Wählern solgen möchten, statt ihnen durch prinzipielle sozialistische Aufklärung den rechten Weg zu zeigen. Nie und nirgends kann die Sozialdemokratie gedeihen durch eine beschränkte Gegenwartspolitik. Tie Ge- wißheit, unerschütterlich zu wurzeli�iii den Tiefen der Gesell- schaft, gibt ihr den Mut und die sich auch durch schwere Zeiten durchzuringen. � * Wie verhält sich nun unsere K a m m e r f r a k t i o n zn der Regierung? Im allgemeinen befolgt die Partei dieselbe Taktik wie iinnier: sie unterstützt alles, was den Interessen des Proletariats entspricht und bekänipft alles, was für unsere Sache schädlich ist. Bei näherem Zusehen zeigt sich jedock) das Besondere: zum ersten Male besteht in Holland ein Kabi- nett, das in bedeutendem Maße von unserer Unterstützung abhängig ist und dessen Programm im großen Ganzen die vor- nehmsten Forderungen enkhält, die von uns bei den Stich- wählen an die liberalen Kandidaten gestellt worden sind. So gelangt schon jetzt die Ausdehnung der unentgeltlichen A l t e r s p e n f i o n c n der Lohnarbeiter auf alle Alten auf die Tagesordnung. Vorläufig haben damit die Gegner des Ministerialismus eine Bestätigung ihrer Behauptung er» halten, daß nach dem eindeutigen Ausfall der Juniwahlen keine Regierung die Reformen, die jetzt im Brennpunkte des öffentlichen Interesses stehen, durchzuführen verweigern könnte. Das schafft- nun unleugbar, wenn auch kein formelles, so doch ein materielles Band zwischen uns und dieser Regierung. Unsere parlamentarische Taktik hat jetzt eben zum nächstliegen- den Zweck, das Regierungsprogranim in diesen Punkten ver- wirklicht zn sehen. Das kann aber bei weitem nicht heißen, uns der bürgerlichen Regierung init Haut und Haaren aus- zuliefern. Unser Recht, ja unsere Pflicht zur sozialistischen Kritik aller Taten der Regierung, der Verwaltung, der Justiz bleibt völlig ausrecht. Uns diese für unsere Agitation und Tatkraft unbedingt nötige Freiheit vorzubehalten, war eben einer der schwerwiegenden Gründe, nicht in das Ministerium einzutreten. Dies ist um so inehr nötig, weil das Rcgicrungs- programni eigen Jauuskopf hat. Nach der einen Seite zeigt es reforinatorische Züge, nach der anderen Seite enthüllt es unverschämt die militaristischen. Das ist eben die dunkle Wolke am schönen Himmel der bürgerlichen Demokratie. Die Thronrede enthielt darüber folgenden Satz: „Zur Berteidigung von Niedcrländisch-Jnbien soll der Bau eines Schlachtschiffes beantragt werden, dessen Kosten aus indischen Mitteln zu decken wären." Hiermit hält zum ersten Male in Holland der Imperialismus größten Stils seinen Einzug. Indien, das reiche, unerschöpfliche Jnselreich in Süd-Asien, wird mehr und mehr in den Strom des Weltverkehrs hineingezogen. Das Eindringen des Kapitals im fernen Osten entfesselt dort die- selben Kämpfe wie vor hundert und mehr Jahren am Atlantischen Ozean und der Nordsee. Bekanntlich führt dies zu immer größeren Rüstungen.� In diesen verhängnisvollen Rüstungswahnsinn, der für die kleinen Länder wie Holland erst recht mörderisch für jeden sozialen Fortschritt ist, wird unser Ländchen mitgerissen. Und bis jetzt machen hierin alle bürgerlichen Parteien gemeinsame Sache. Durch eine Staats- konnuission, die noch unter der christlichen Regierung gebildet worden ist, wurde der Plan des Baues einer großen Kriegsflotte vorgeschlagen: das liberale Kabinett hat schon das erste Schiff(im ganzen werden nicht weniger als 99 größere und. Expedition: 85Cl. 68, Lindcnatraaac 69» Fernsprecher: Amt Morinplatz, Nr» 1981. kleinere gefordert!) auf sein Programm gebracht, das von den ! Sachverständigen auf 25 Millionen Gulden geschätzt wird. Uebrigens ist es in den letzten Wochen immer klarer zu Tage getreten, daß auch der letzte Funke der(platonischen) Liebe der Linken für Einschränkung des steigenden militärischen Budgets erloschen ist. Tie Bedingung für die Unterstützung der Regiornng, daß dieses Budget nicht den Betrag des Bud- gets von 1913 übersteigen dürfe, wurde von zwei hervorragen- den Führern der Freisinnig-Demokraten(des linken Flii- gels der Konzentration!) oinfach„unannehmbar" genannt. Es ist deshalb reine Demagogie, wenn ein freisinniges Wochenblatt den Versuch machte, die Meinung zu erwecken, das Militärbudget würde ganz anders aussehen, das Schlachtschiff wäre nicht beantragt worden, wenn nur die So- zialdemokraten in das Ministerium eingetreten wären. Von Genossen Troelstra aufgefordert, nähere Auskunft iiber diese Aenßerung zu erteilen, konnte das Blatt seine Behauptung nicht aufrechthaltcn. Um so mehr muß es befremden, wenn Genosse V l i c g c n in den„Sozialistischen Monatsheften" ungefähr dasselbe bel)auptet. Er gibt als einen der Gründe, welcher ihn bewog, den Ministerialismus zu befürworten, an: „Kommt ein libcral-sozialistisches Ministerium nicht zustande, so wird ein Kabinett gebildet werden, das sich in den Heeres- fragen auf die Rechte stützt," weshalb für ihn das Schlacht- schiff keine Uebcrraschung wäre. Soll daraus etwa gefolgert werden, daß unsere Haltung in der Ministerkrise also schon ihre erste saure Frucht zeitigte, dann möchte ich das entschieden bestreiten. Die Sache liegt meines Erachtens geradezu um- gekehrt. Die Liberalen bcharrten deshalb so hartnäckig aus ihrer Forderung, nur mit uns zusammen die Regierung bilden zu wollen, weil sie sich im voraus der Unterstiitzung der Sozialdemokratie auch für ihre militärischen Pläne sichern woll ten. Eine schönere Gelegenheit, uns für neue drückende Rüstungen mitverantwortlich zu machen, war undenkbar. Oder erscheint jemandem die Annahme wahrscheinlich, die Liberalen würden in ihrer glühenden Liebe für das allge meine Wahlrecht und für Alterspensionen das kapitalistische Bedürfnis nach Verteidigung Indiens durch eine starke Flotte unerfüllt gelassen haben? So geht unsere Partei wieder schweren Kämpfen ent- gegen. Ihre parlamentarische Situation erheischt viel Um- sicht, weil wahrscheinlich innerhalb kurzer Zeit große politische Entscheidungen fallen können. Außerhalb des Parlaments muß der Kampf für das Wahlrecht energisch fort- gesetzt werden. Ein guter Ansang ist schon mit der„Roten Woche" gemacht worden. Die Organisation nmß gestärkt: die Einflußsphäre der Presse ausgedehnt werden. Mit gesam- melter Kraft wird versucht werden, die Reaktion, welche sich wie es scheint hinter die Erste Kammer verschanzt, aus ihrem letzten Schlupfwinkel zu vertreiben. In dikscm Kampf die Lauen anzufeuern, die Massen aüfzurüttcln. ist unsere nächste Aufgabe._ Die Opfer der Ilintze-Gardisten. lieber das Nachspiel zum Frauendorfer Mord haben wir gestern bereits kurz berichtet. Zur Beleuchtung des unbegreiflichen Urteils geben wir folgende auLfiihrliche Darstellung wieder: Arn 5. Juni d. I., während des Streiks in der Zichorienfabrik von I. G, Weiß in Frauendorf bei Stettin, hatte bekanntlich der Streikbrecher Hermann Brandenburg den Arbeiter Reinhold Kühl ohne Grnnd niedergestochen, worauf er in die Fabrik zurnckflüchtete. Da gerade in den vielen Fabriken der Nachbarschaft Arbeitsschluß Ivar, sammelte sich auf die Kunde dieser Bluttat schnell eine vielhundertköpfige Menschenmenge an, die in lebhafte Empörung geriet, als die Faina plötzlich behauptete, man habe den Täter durch einen Hinteren Aus- gang der Fabrik entwischen lassen. Stürmisch begehrte sie, den Mörder gefesselt abgeführt zu sehen und als dies verweigert lourde und sich gar noch höhnische Streibrechergesichter an den Fabrik- fenstern zeigten, fielen Steinwürfe und Ncvolverschüsse gegen die Fabrikfcnstcr und ein Torflügel wurde eingedrückt. Schließ- lich kam ein starkes Polizeiaufgebot aus Stettin, das in bekannter Manier die Straßen säuberte, wobei neben zahlreichen Personen auch ein Polizist leicht verletzt wurde. Der Mörder Brandenburg wurde von dem Stettiner Schwurgericht frei- gesprochen, während gegen zehn streikende Arbeiter ein Wer- fahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet wurde, von denen sich acht am 5. Januar nächsten Jahres wegen einfachen Landfriedens- bruches verantworten müssen, während gegen zwei am lö. und IL. d. Mts. bor dem Stettiner Schwurgericht lvcgen schweren Land- friedenSbruchs verhandelt wurde. Angeklagt war der nur in seiner Jugend sehr geringfügig vor- bestrafte lljährigc Arbeiter Alexander K u sch n i tz, ein Schwager der Gemordeten, und der unbesckoltene 24jährige Arbeiter Otto Kugel. Es wurde ihnen zur Last gelegt, an dem Krawall aktiven Anteil genommen und dabei mit Revolvern geschossen zu haben. Beide Angeklagte gaben wohl zu, sich in der Menge befunden, sie be- streiten jedoch, etwas Strafbares begangen zu haben. Kuschnitz war durch die Nachricht über den an feinem Schwager verübten Mord sehr aufgeregt und wollte den Täter sehen. Deshalb lief er auf den Bahndamm hinter der Fabrik, als er hörte, Brandenburg sei durch den dort besind- lichen Ausgang des Fabrikgrundstücks entkommen. Dort müsse er wohl mit seiner Shagpfeife in der Hand gestikuliert haben, nur daraus könne er sich erklären, daß man ihn beschuldige, mit einem Revolver geschossen zu haben. Er habe eine solche Waffe nie B c f c f f c it. Als er nur dein Bahnldamm stand, sei von der Fabrik an-Z ans die dort best! idlichen Personen geschossen tuordcn. Diese Aussage b c st ä t i g t sich, denn es ivurde dnrch die Zcngenvernehnning scstgcsicllt, dag Hlihrcre Schreiberlehrlinge vom Dach der Fabrik aus auf die dort stel,«irden Arbeiter geschossen hatten. Kuschnitz will dann ans die Strage zutrüctgekehrt sein, dorr habe ihn danir ein Gendarm in die Fabrik mgelasieir und ihm den ge- fesselten Täter gezeigt. Er habe sich dann noch unter der Menge ansgehaltcn, aber an den Ausschreitungen, die von Kindern und halbwüchsigen Burschen verübt wurden, leinen Anteil genommen. Der Angeklagte Kugel hatte Taget zuvor auf dem„Vulkan" Arbeit gefunden und war auf einem Spr rziergang in die Menge ge- raten. Er habe sich zlvar auch in ihr aufgehalten aber nichts verübt. Geschossen haue er nicht, erhöbe auch i/ie einen Revolver b e s e s s e n. Unter nahezu 50 vernomiiieiien Zeugen bekundeten nur die beiden Arbeitswilligen Brellenthin und Hivppe, dag sie bestimmt lvüsiten, das; die Angeklagten geschossen hätten. Brellenthin will gesehen haben, dag Kuschnitz vom Bahndamm aus auf ihn geschossen habe, die Kugel sei dicht über ihm in die Wand eingeschlagen. Er habe deutlich die noch rauchende Waffe in der Hand des An- geklagten gesehen, der häufig Streikposten gestanden habe und den er an seinem Vollbart genau wiedererkannt habe. Kugel wurde von den beiden Arbeitswilligen bezichtigt, er habe von der Straße ans in den Speisesaal der Fabrik geschossen. Sie seien beide sofort ans Fenster gesprungen und hätten auch iw Kugels Hand den noch rauchenden Revolver gesehen. Der Angeklagte Kugel sei ihnen dnrch eineir Klumpfuß unter der Menge aufgefallen; auch habe schon vor dem Schuß eine Arbeitswillige gesagt, daß er mit einem Revolver nmherhantiere. Die letztere konnte nicht vern ommen werden, weil sie im Wochenbett lag; ihr Mann jedoch hat diese Aeiißernng nicht gehört, seine Frau habe ih»r auch nie etwas Derariagcs erzählt, trotzdem sie o s t über den Vorfall gesvrocheir Haiden. Unterstützt wurden die Aussagen der beiden Arbeitswilligen nur durch einen Gendarmen, der erzählte, Kuschnitz habe ihm, als er?nic erhobenem Revolver die Menge von dem eingedrückten Tor zurücktreiben wollte, zugerufen: „Wir haben dieselben Waffen wie Sie. ich habe auch schon zwei Schüsse abgegeben." Kuschnitz bestritt natürlich, sich derartig selbst bezichtigt zu haben. UebrigenS hatte der Gendarm in der Voruntersuchung ausgesagr, die Worte seien ihn: zu- gerufen worden, er wisse aber nicht, von wem! Fast alle anderen Zeugen bekundeten aus das bestimmteste, daß sie nicht gescbe» haben, daß die Angcklagtcar gewalttätig vorgegangen seien, und von den O r t S p o l i z e i b e anr r e n wurde ihnen das Zeugnis ausgestellt, daß sie ruhige, ordentliche Arbeiter seien. Das geht auch daraus hervor, daß beide vor dem Streik lange Jahre, Kuschnitz 12 Jahre, in der Fabrik gearbeitet hatten, und der letztere auch nach Beendigung desselben dort Arbeit fand. Die Jeugeir Hoppe und Brellenthin dagegen sind, wie schon mitgeteilt, sehr wenig glaubwürdige Personen. Hoppe hatte selbst der Untersuchungsrichter das Zeugnis ausgestellt, und Brellenthin ist locgen Urkmideilfälschuug, Unterschlagung, Körper- verlet.uug, Beleidigung, Sachbeschädigung und Betrug im ganzen neunmal vorbestrafr, so daß ihn der Verteidiger Kugels mit Recht eineir GelvohrrheitS Verbrecher neraren konnte. In fast alleir früheren Prozesse», die aus dem Frauendorfer Streik resultieren, haben beide schoir erkennen lassen, daß sie es m i t i h r e m Z e u g e rr e i d nicht sehr genau nehmen. In einem Prozeß, in dem am l. Dezember allein auf ihr Zeugnis hin der Angeklagte Kuschnitz wegen eines Streirvergehens zu einem Monat Gefängnis verurteilt wurde, obwohl 12 einwandfreie Zeugen NPHworen, er habe zur gleichen Zeit rveil entfernt vom Tatort geweilt, hatten sie beschworen, Kuschrritz habe sich vier Tage nach dem 17. Mai seinen Vollbart abschneiden lassen. Diesmal beschworen sie, er habe den Bart noch am 5, Juni gehabt. Als sie zur Rede gestellt wurden, meinten sie, der Bart sei in- zwischen wieder gewachsen gewesen. In einem Termin vor dem Schöffengericht schwuren sie, der Strcikleiter Tbieme habe sie an einem Tage auf einem Fahrrad verfolgt, während Thieme sich in der Tat in Dresden befand! Anr 1. Dezember hatte Brellenthin, nach seinen Borstrafen gefragt, diese auf 2(statt 9) angegeben, und anr ersten Vcrhandlnngstag schwor er Stein und Bein, er wisse nicht, >v e r a u S d e r F a b r i k geschossen habe; eine Stunde später jedoch erzählte er in einer Verhandlungspanse im Zeugcnzimmcr, die Schreiber hätten es in feiner Gegenwart getan! Der„Klump- fuß" des Kugel, au dem sie ihn aus der Mcufcheiimcnge heraus er- kairnt haben wollicn, ist ein leichter Fehler, den man selbst im Gerichtssaal nur erkennen konnte, als daranf aufmerksam gemacht wurde. Trotzdem galten Staatsanwalt, Gericht und Geschworene diese beiden Zeugeir als so zuverlässig, daß»ran auf ihre Aussage hur die Angellagten des schweren LandfriedenSbruchs schuldig sprach und das bereits gemeldete Urteil fällte, das Kuschnitz auf 1 Jahr, Kugel auf V/.j Jahre hinter die Gefängnismauern verbannt! Der Staatsanwalt Ziemsen hielt eine Anklagerede, wie sie ein Scharfmacher nicht schlimmer halte halten können. Er forderte die bürgerlichen Geschworenen, die diesmal in e i st Unternehmer und hohe Betrieb Sbeamte waren, auf, durch ihr Urteil die heutige O r d n ir ir g aufrecht erhalten zu helfen. Wenn die Angeklagten diese Drdnung auch nicht anerkennen wollten, so müßten sie dazu gezwungen werden. So kam denn ein Urteil zustande, das harmlose Arbeiter zu schwerer Freiheitsstrafe verdammt, während der Mörder und Urheber der Ereignisse frei umhergeht! polltiscbe(leberlickt. Eine Wierde der Qstclbier. Herr Elard v. Oldcnburg-Jaiiuschau hat in Marienburg wieder eine seiner bekannten urwüchsigen Reden gehalten, und zwar auf einer Provinzialversammlung des Bundes der Landwirte. Da er als echter westkalmückischer Junker aus seinem Herzen keine Mörder- grübe macht, sondern frisch draus los redet, sind seine Reden immer mit niedlichen Ausfällen gegen die Parteien der Linken � und die Bethinannsche Regierung gespickt, und auch diesmal hat er sich Ivieder manche wundersame Stilblüten geleistet. Natürlich begann er mit Zaber»: „Ich glaube", sagte er nach dem Bericht der„Post",„daß wir alleir Grund haben, laut und entschieden, wo es auch sei, da- gegen zu protestieren, daß die derzeitige Majorität deS Reichstages mit ihren Anschauungen und ihren: Verhalrcn wirklich auch die Majorität des deutschen Volkes rc- präsentiert. sSehr rickitig!, Ich habe die feste lieber- zeugung und weiß, daß ich in weilen Kreisen damit auf � Zustimmung rechnen kann, wenn ich sage: Der Kern des staarserhaltendcn monarchischen deutschen und preußischen Volkes sitzt lieber eine N a ch t u n s ch u l d i g i m P a n- durcnkellcr, als daß e rein Versagen der Mili- tärgewall erlebt.(Lebhaftes Bravo und Klatschen.) Napoleon I. hat gesagt: Die Schwäche der Regierung ist das größte Unglück für die Völker(Sehr rickitig!), und die Schwäche unserer Regierung wird auch das größte Unglück für die Elsaß-Lolhringer fein und für uns alle. Ich habe eigentlich gar keinen Begriff dafür gehabt, daß der Herr Reichskanzler und der Herr Staatssekretär des Jnnerrr, unser früherer Lberpräsideitt Delbrück, als der Reichstag sich vor Jahres- frist daS Recht der„kleinen Anfragen" und daS Mißtrauensvotum beilegte, daß diese Herren nicht damals gesagt haben: Erlauben Sie mal, ich bin �der Reichskanzler des Kaisers! Sie haben ja kein Recht dazu. Sie haben hier Redefreilieit, aber was soll mir ein offizielles Mißtrauensvotum? Das ist mir ganz Wur st (Heiterkeit.)" Dann sprach er von einer Reichstagsauflösung, Dreck, Ver- fastungsbruch, Energielosigkeit der Regierung, Konfliktsscheu usw., und forderte ein schneidiges Auftreten des Reichskanzlers gegen die Demokratie: ..Der Herr Reichskanzler hat neulich, wie ich in der Zeitung gelesen habe(und ich habe mich gefreut, daß er trotz aller Geschäfte noch die Zeit dazu gefunden hat, einen so langen Brief zu schreiben), an einen Professor einen Brief geichrieben, in dem er in sehr geistreicher Weise sich darüber ausläßt, daß man von der Gewalt auf die Dauer u.chts erwarten iätin. Meine Herren, ich glaube, der Herr Reichskanzler befindet sich im Irrtum, unsere V e c h ä l t n i s s e i ir D e rt l s ch l a tr d erwarten in ihrem Eiideffelr alles von der ökegierttirgsgetvalt. Nur so ist überhaupt das allgemeine Wahlrecht denkbar und erklärlich. In keinem Staat der Welt— das habe ich schon so oft misgetprocheii, man kann es nicht oft genug sagen— ist der Zustand wie bei uns, daß dem allgemeinen Wahl- recht, auf dem sich der Reichstag aufbaut, kein Ober- Haus gegenübersteht. Und wenn nun die. Regierung nicht regiert, wenn sie das Regiere» so auffaßt, daß sie'sich re- gieren läßt, dann wird Wohltat Plage. Es ist einfach c i'n ii n in ö g l i ch er Zu stand, wenn die Regi e r u n g s g e w a 1 t versagt, und sie nicht e n t s ch l o s s e n i st, i h r e M a ch t d ii r ch z ii s e tz e n, uiitcr Umstände» auch mit Gewalt.(Bravo!) Und an diesen Sermon schloß sich dann ein ellenlanges Loblied ans die glorreiche Armee, das schließlich in eine kuriose Hymne auf die Heldentaten der Zaberner Garnison ausklang. Der Krupp-Prozes; von dem Obcrkriegsgericht. Ter Prozeß gegen die Zeugoffizicre Titian und Genossen wird in der Berufungsinstanz Mine Januar, wahrscheinlich am 16., vor dem Oberkriegsgericht der Berliner Kommandantur beginnen und mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein zu Kreuze gekrochener Pastor. Pastor Heydom in Hamburg, der in jüngster Zeit durch seine Fehde mit der Kirchenbehörde von sich reden machte und, indem er deren Vorladungen zur Rechtfertigung nicht nachkam, etwas mehr Rückgrat zu zeigen schien, ist elend zu Kreuze gekrochen. Die Presse, die Pastoralen Erhebungsversuchen unverdiente Beachtung schenkt, muß jetzt kleinlaut melden, daß ihr hoffnungsvoller Streiter sowohl aus dem Monistenbunde ausscheiden wie auch sein Lehramt in diesem Berein aufgeben will. Vor- läusig, heißt es schamhaft— bis sich die geistlichen Behörden eine richtigere Auffassung vom Wesen des Monismus zu eigen ge- macht hätten. Unter dieser Voraussetzung wird dem einst streitbaren und nun friedfertigen Pastor der Rücktritt in den Monistcnbund gewiß vollkommen erspart werden, selbst wenn er das ehrwürdige Aller des seligen Methusalem erreichen sollte. Diese Einschränkung, die seinen Rückzug beschönigen soll, ist eine ebenso leere Ausrede, wie die Berufung ans seine Amtsbrüder, die ihm zur Uirterwerfuug geraten hätten, obwohl sie seinen früheren Standpunkt billigten, die aber seinen Austritc aus der Kirche zurzeit nicht begreifen könnten. Warum solche Spitzfindigkeiten? Pfarrer Heydorn bestätigt nur von neuem, daß es um die Ueberzeugungstreue und Standhaftigkeit der Geistlichen ziemlich übel bestellt ist. daß sie gewöhnlich die sichere Pfründe vorziehen, daß also von ihnen eine gründliche Reform der StaatSkirche nicht zu erwarten ist, daß vielmehr auch hier die V o l k s m a s s e n selbst eingreifen müssen. Am wirksamsten dadurch, daß sie ihr den Rücke n kehren. Ueder die militärische Aufwandsentschädigung meldet die„Norddeutsche Llllgemeine Zeitung" vom 18. Dezember: „In dem Gesetz, bctrciiMd die Feststellung eines Nachtrages zum ReichshaushaltSctat für Rechnungsjahr 1913 ist-bekanntlich die Zahlung von Aufwandsentschädigungen an solche Familien vor- gesehen, von denen bereits drei Söhne ihrer gesetzlichen zwei- oder dreijährigen Dienstpflicht im Reichsheer oder in der Marine als Unteroffiziere oder Gemeine genügt haben oder noch ge- nügen, und zwar in Höhe von 21(1 M. für das Jahr während der gleichen gesetzlichen Dienstzeit eines jeden weiteren Sohnes in denselben Dienstgraden. Zurzeit sind die beteiligten Ressorts mir der Ausarbeitung der crsorderlichcn AuSführungsvorschriflcn befaßt. Uebvo jede Partei separat ihren Kampf führt. Wir haben seinerzeit über die grostc Manifestation der Brüsseler Partei berichtet— diesen Sonntag war die Reihe an den Liberalen, die hier noch auf die Straste steigen und stundenlang manifestieren. Die �diesmalige Manifestation hat nicht weniger als fünf Stunden in Anspruch genomnieu. Es gab einen Umzug durch die Gstadt, Aufstellung vor dem Rathause, Reden im Rathause und schliestlich ein Massenmeeting. So ziemlich alle Mandatare der liberalen Partei— man schätzte auf 2500, darunter 250 Bürgermeister— nahmen an der Manifestation teil. Tie vom Bürgermeister M a x empfangene Deputation setzte sich aus den liberalen Senatoren, Bürgermeistern und Deputierten zusanmicn. Der Brüsseler Bürgermeister hielt eine Ansprache, in der er die Gefahren des klerikalen Schulgesetzes in einer für deutsche Begriffe immerhin scharfen Form darlegte und die liberale Partei zu weiterem Kämpfen auf- forderte. Der Umzug, au dessen Spitze die Bürgermeister der liberalen Kommunen, die Deputierten, Senatoren. Pro- vinzialräte und Deputationen marschierten, machte mit den vielen� Fahnen, Standarten und Inschriften, die sich alle auf den Schulkampf bezogen, und schliestlich durch die Masse der Teilnehmer an sich, großen Eindruck. Italien. Die Sozialisten gegen die Kolonialausgaben. Rom, 15. Dezember,((jig. Ber.) Seit vier Tagen führt die sozialistische Parlameutsfraklion einen ununterbrochenen Kampf gegen die Kammermehrheit. Zunächst hat sie sich gegen die Ve- stäligung der Wahlen von Rom I und von Varese gewendet, in denen der Nationalist Federzoni und der Radikale, IlnterstaatSsckretär Pavia, sich zahlreicher Bestechungen schuldig gemacht hatten. Unsere Fraktion hat sich durch mehrere Redner und durch vier namentliche Abstimmungen der ungesetzlichen Bestätigung widersetzt, ist aber schliestlich der Mehrheit unterlegen. Dann sprang der Kampf von den Fragen der Wahlprüfung auf die K o l o n i a l a u s g a b e n über. Während ein königliches Dekret vom 13. d. M. dem Kriegs- minister neue 30 Millionen für die laufenden Ausgaben in der Kolonie zur Verfügung stellt, wurde am 14. d. M. der Kammer ein Gesetzentwurf vorgelegt, der den dem Kolonial- minister eröffneten offenen Kredit für Kolonialausgabcn auf einen Zeitraum von 4 Monaten verlängert. Es handelt sich also um eine neue Millionensorderung, d,e der vorherigen Bewilligung durch die Kammer ganz entzogen wird, und über deren Verwendung daS Parlament erst nach der Verausgabung unterrichtet wird. Natürlich tvar es Pflicht unserer Fraktion, sich gegen die Forderung zu wehren, und zwar beantragte Genosse T u r a t i, den Gesetzentwurf nicht der Budgetkommission sondern den Ausschüfjen der Kammer zur Vorprüfung zu überweisen, welche Forderung in namentlicher Ab- ftimmung unterlag. Die Sozialisten wollten die Budgctkommission deshalb umgehen, weil in ihr durch einen Trick der Mehrheit jede sozialistische Vertretung ausgeschlossen wurde. In dieser für unsere Fraktion so ernsten Stunde haben sich die sozialistischen Abgeordneten mit einem Aufruf an die Arbeiter- schaft gewendet, in dem sie die parlamentarische Situation darlegen und die Massen auffordern, durch Massenkundgebungen den parlamentarischen Kampf zu unterstützen. In dem Aufruf heistt es, dast der Fraktion, zunächst zwei wichtige Ausgabeir zufallen: von der Regierung Rechenschaft für die Wahlvergewallignng zu fordern und das Parlament wieder in seine Rechte der Budgetbewilligmig, auch für die Kolonial- und ÄriegSausgabe», einzusetzen. Nicht die sozia- listische Partei durch ihre heftigen Angriffe schädige daS Prestige des Parlaments, sondern die Regierung und ihre Mehrheit, die die Volksvertretung an ihrer Quelle gefälscht haben und sie um ihre vornehmsten Rechte verkürzen will. Unsere Fraktion verfolgt unzweifelhaft'den Zweck, Giolitti ent- weder zum Rücktritt zu bewegen oder von ihm Zugeständnisse in bezng auf die lybischen Ausgabeil zu erzwingen. Hus der Partei. Das Internationale Bureau. In Ergänzung unserer Telegramme geben wir noch folgenden auSsührlichen Bericht über die Verhandlungen zur Einigung der russischen S o z i a l d e IN o k r a l i e. Die deutsche Delegation halte zu diesem Punkte eine Resolution eingereicht, die, nachdem einige kleine Aendcrungeii vorgenonnncn worden waren, in folgender Gestalt Amiahme fand: »Das Internationale Bureau erinnert an die Resolution des Internationalen Kongresses von Amsterdam, die ausspricht: „Um der Arbeiterklasse ihre volle Kraft in dem Kampfe gegen den Kapitalismus zu verleihen, ist es notwendig, dast es in jedem Lande gegenüber den bürgerlichen Parteien nur eine sozialistische Partei gebe, wie cS nur e i n Proletariat gibt. Darum haben alle Genossen und sozialistischen Organisationen die gebieterische Pflicht, sich mit aller Krait zu bemühen, diese Einheitlichkeit ans Grund der von den Jnrernationalen Kongressen bestimniten Prinzipien herbeizuführen: diese Einhcitlichkei!. die notwendig ist im Interesse des Proletariars, den: gegenüber sie für die verhängnisvollen Folgen der Fortdauer der Spaltungen verant- wörtlich sind, Um dieses ZitI erreichen zu helfen, werden sowohl das Jntcr- nationale Sozialistische Bureau, wie alle Parteien der Länder, in denen diese Einheitlichkeit besteht, bereitwilligst ihre guten Dienste zur Verfügung stellen."— Vorstehende Resolution der Internationale dort, wo die Einigkeit der Partei noch fehlt, zur Durchführung zu bringen, wird immer wichtiger, je mehr sich unsere Gegner zur Nieder- Haltung des Proletariats zusammentun. Nirgends jedoch ist die Einigung der sozialistischen Kräfte mehr geboten, als im Lande des zarischen Blutxcgiinents. Nirgends wird das Proletariat grausamer und brutaler misthandelt als dort, nirgends mehr aller Lebensmöglichkeiteu beraubt— und gleichzeitig wird dieses selbe Proletariat von. der audcrcn Seite geschwächt durch wechselnden inneren Zwist, der seine besten Kräfte verzehrt und lähmt. Seilten Höhepunkt hat dieser betrübende Zustand durch die Spaltung der Dumafraktion erreicht. Das Internationale Bureau hält es daher für die dringende Pflicht aller Fraktionen der Sozialdemokratie Rnstlands, den ernst- lichen und loyalen Versuch zu machen, sich über die Wieder- Herstellung einer einheitlichen Organisation der Partei zu ver- ständigen und dem jetzigen verderblichen und entmutigenden Zu- stand der Zersplitterung ein Ende zu machen. Das Internationale Bureau stellt gemäst der Amsterdamer Resolution gern den russischen Genossen seine Dienste als Ber- mittler zur Verfügung und es beaustragt sein Exekutivkomitee, sich unverzüglich mit sämtlichen Fraktionen der Arbeiterbewegung innerhalb des russischen Reiches, Russisch-Polen inbegriffen, die das Programm der Sozialdemokratie Rnstlands aneriennen, ins Einvernehmen zu setzen, um ihre gemeinsame Aussprache über die trennenden Punlte herberzuführen. Das Internationale Bureau lehnt es ab, die Differenzen der Vergangenheit der russischen Sozialdemokratie zu untersuchen und �zu prüfen. Nicht aus der Verurteilung etwaiger Fehler der Ver- gangenheit, sondern nur aus der Verständigung über die Ausgaben der Gegenwart und Zukunft kann der Sozialdemokratie Rnstlands jene Kraft und Entschlossenheit erwachsen, deren sie bedarf, soll sie ihren schweren und historischen Aufgaben gerecht werden. K. KautSky. Eberl. Molkenbuhr." Zur Erläuterung der vorstehenden Resolution führte KautSky aus. dast sich die russischen Genossen seit zehn Jahren heftig be- kämpften und dast dieser Kampf mehr Hast und Mtsttrauen hervorgerufen habe, als ähnliche Differenzen in irgendeinem anderen Lande erzeugt hätten. Die Einigung könne nur aus Rnstland selbst kommen: die öffentliche Meinung der Arbeiterklasse müsse dafür sein; sie werde stark genug sein, alle Widerstände zu überwinden. Ilm nun einmal Klarheil über die ruffische Lage zu schaffen, müsse man alle die einladen, die sich als Sozialdemokraten betrachteten, vor einem unparteiischen Forum zu erscheinen. Die einzuberufende Konferenz hätte keine Beschlüsse zu fassen. Was könne durch sie er- Reicht werden? Entweder würde es sich herausstellen, wie er selbst zu glauben geneigt sei, dast die Differenzen zwischen den russischen Genossen nur klein seien. Alsdann könne das Internationale Bureau weitere Schritte zur Herstellung der Einigung tun; oder es könne sich auch erweisen, dast die Streiligkeiten sehr wesentliche Bedeutung hätten; dann könne der Kongrest, wie es schon in einem anderen Falle geschehen, sein Urteil fällen. Schliestlich wäre es möglich, dast Personen an dem Streite schuld seien. Sollte sich das herausstellen, dann würde die Arbeiterschaft in ihrer Entrüstung über diese Personen hinweg zur Tagesordnung übergehen. K n r S k i erklärt sich mit der Resolution und den Ausführungen des Vorredners vollkommen einverstanden und bittet die Resolution einstimmig anzunehmen. Luxemburg polemisiert gegen einzelne Wendungen der Resolution. Die Schwierigkeiten der Einigung be- gönnen erst dort, wo die praktischen Vorschläge anfingen. Es gelte in Rnstland die alle einige Partei wieder herzustellen. Man dürfe nicht versuchen, aus dem Chaos etwas ganz Neues zu schaffen. Das Bureau sollte sich mit den Vertretern der russischen Sozialdemokratie im Internationalen Bureau in Ver- bindung setzen. Anstalt alle, die sich als Sozialdemokraten betrachteten, zu einer Konferenz zusammenzuberufen, müsse man versuchen, die alle Partei aus ihren Trümmern wiederherzustellen. Geschehe dies nicht, so könnten die EinigungSbestrebungen mit einem Fiaöko enden. Sie schlage daher vor, den Passus, der nach den Worten„beauftragt sein Exekutivkomitee" folgt, durch folgenden zu ersetzen:„... sich mit den Vertretern der russischen Sozialdemo- kratie und der Russisch-Poleits zu verständigen über die Bedingungen iür die Einberufung einer allgememen russischen sozialdcmokräiischen Einigungslonfcrenz. die die WiederherstcUniig der einigen sozial- demokratischen Arbeiterpartei Rnstland zu verwirklichen hätte," Faurös bedauert, dast dem Bureau kein Expose über die russischen Verhältnisse unterbreitet worden ist.. Wäre das geschehen, so hätte man die öffentliche Meinung aufklären können und der moralische Druck der Internationale hätte zum Ausdruck kommen können. Kants kh lehnt das Amendement Luxemburg ab. Er erklärt, die alte Partei sei verschwunden, zwar hätten sich noch die alten Namen erhalten, die aber im Laufe der Jahre einen neuen Inhalt bekommen hätten. Man könne nicht ohne weiteres alte Ge- nossen ausschliesten, nur weil ihre Partei nickt den alten Namen führe. In bezug ans den kritisierten Passus wolle er eine Konzession machen: an die Stelle des ursprünglichen Textes „die sich als Sozialdemokraten betrachten" könnten die Worte„die das Programm der Sozialdemokratie Rnstlands anerkennen" er- scheinen.(Dieser Vorschlag tvar von Lapinski gemacht worden.) Nach einigen Worten von russischen Delegierten erklärte Luxem- bürg, KmitskyS Ausdruck, die russische Partei sei tot, sei ein un- bedachtes Wort. Man müsse sich aus den legalen Boden stellen. Rubanowitsch meint, dast eS sich hier nur um die Einigung der russischen Sozialdemokratie handle. Plechanow habe aber im Jahre 1S12 erllärt, dast die Zeit bald kommen iverde.�in der sich die Einigung der russischen Sozialdemokratie nnt der. Sozialrevo- lutionärcn Partei vollziehen werde. Die Sozialrevolutionäre Partei werde sich der Entscheidung des rusfijchen Proletariat« unterwerfen. Er werde für die deutsche Resolution stimmen. Kautskh verwahrt sich dagegen, gesagt zu haben, die russische Sozialdemokratie sei tot. Er habe nur ausgeführt, dast die alten Formen zerbrochen und dast man eine neue Form schaffen müsse. Nach persönlicher Bemerkung Luxemburgs zieht diese ihr Amendc- ment zurück. Die Resolution K a u t s l y wird darauf unter grostem Beifall einstimmig angenommen. Genosse Plechanow hat sein Mandat im Bureau nieder- gelegt; das Mandat wird einem Mitglied des Organisationskomitees iciner Vertretung eines Teils der russischen Sozialdemokratie sowie des jüdischen Arbeiterbundes) eingeräumt. Aus der italienischen Partei. Rom, 15. Dezember.e neuere Entwickclung auf dem Gebiete der Telcgraphie, der Telephonic, des Signalwesens, der Elektromedizin und der elek- irischen Instrumente lästt aber erkennen, dast auch auf diesem Gc- biete neue Richtungen zum Durchbruch gekommen sind, welche uns zu reicher technischer Ncuarbeit Gelegenheit geboten haben. Die Einführung der automatischen und halbautomatischen Fernsprechzentralen machte gute Fortschritte, und die Anlagen haben sich tn allen Fällen aufs beste bewährt. Das fünfzigpaarige Fcrnsprech. kabcl nach dem Pupinshstem zwischen Verlin und Magdeburg, welches uns von der Reichspostverwaltung in Austrag gegeben ioar, ist mit gutem Erfolge vollendet und seine Verlängerung in Ausführung begriffen." Die E l c k t riz i t ä ts- A.- G. vormals Schuckertu. C o. ist das Ftncmzieruitgsunternchmm des Konzerns. Eigene Produktionsanlagen ttttterhält es nur in geringem Umfange; dagegen besitzt es Anteile aller zum Konzern gehörigen Gesellschaften und ist auch mittelbar Ivtrch Hergabe von Darlehen an ihnen be- teiligt. To verzeichnet die Bilanz nur IVi Millionen Mark an Zen» traten in eigener Verwaltung. Daneben finden sich aber an Werten: Stammantcil bei i-iemens-Schuckcrt 45 Millionen, Dar- lehen an Siemens-Schuckert 25 Millionen, Besitz an Aktien und Obligationen(Schitldvapicren) von Elektrizitätsunternehmungen 87 Millionen. Die Tochtergesellschaften arbeiten nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen größeren Staaten Europas. Die Hauptfabrikationsgesellschaft des Konzerns sind die SiemcnS- S ch u ck e r t- W e rck e G. m. b. H. Ihr Geschäftsbericht- äußert sich zurückhaltender als der von der Siemens u. Halske A.-G. über den augenblicklichen Beschäftigungsgrad in der Elektroindustrie: Unter dcti Beunruhigungen, die der Verlauf der Balkancreignisse mit sich brachte, verminderte sich die Unternehmungslust in Deutsch- land und im Auslande. Auch in unserer Industrie machte sich daher mit Begimt des Frühjahr« eine Abschwächung des bisher so lebhaften Begehrs bemerkbar. Diese hat auch bis in daS neue Geschäftsjahr hinein angedauert, während zurzeit wieder eine Wendung zum Besseren zu verzeichnen ist. Ueber die allgemeine Entwicklung der Elektroindustrie urteilt auch dieses Unternehmen sehr hoffnungsfreudig: Naturgemäß hängt die Periode der Entwickelung in unserer Industrie mit den in der allgemeinen Volkswirtschaft anftretenden zusammen. Die Beurteilung der weiteren Zukunft stützt sich unabhängig davon auch auf die Tatsache, dast die elektrische Energieversorgung vielfach noch in unvollkommener Weise durchgeführt ist und teilweise über» Haupt noch aussteht. Während die Technik ivegcn der einheitlichen Versorgung großer Ländergebieie mit elektrischer Energie noch manche Aufgabe zu lösen hat, wird die iveiiere Entwickelung doch wesentlich davon abhängen, in welcher Weise Staat, Gemeinden und Private hier zusammen wirken werden. Für die Ausdehnung des elektrischen Betriebes auf den Lollbahnen ist es von Bedeutung, dast der preußische Landtag in: Prinzip der Einführung desselben auf der Berliner Stadt- und Ringbahn zugestimmt und einen Teil der dafür erforderlichen Mittel bewilligt hat. Für die hierfür in Aussicht genommenen weiteren Versuche ist uns die elektrische Ausrüstung zn einem Probezuge be- stellt worden; eine größere Anzahl von Lokomotiven für Vollbahn- betrieb befindet sich in unseren Werkstätten in Arbeit. Daneben waren wir mit Austrägen versehen für die H o ch- und Untergrund- bahnen in Berlin und Hamburg sowie für zahlreiche Straßenbahn- betriebe, Hütten- und Grubenbahnen. Von ivenigen Ausnahmen ab- gesehen. hat die Anwendung elektrischer Antriebe und Einrichtungen in der Industrie weitere Fortschritte gemacht. Auch unsere Be» schäftigung auf diesem Gebiete erfuhr eine Steigerung. Mit der Ausbreitung der Verwendung elektrischen Stromes für Licht und Kraft- zwecke hat auch die Nachfrage nach elektrischen Bedarfsartikeln bedeutend zugenommen und die weitere Ausbildung der Massen- fabrikation gefördert. Letzte rfachrichten. • Nachspiel zur Zabcrncr Affäre. Metz, 17. Dezember.(H. B.) Als Nachspiel zur Zabcrncr Affäre dringt heute der„Lorraine" die Mitteilung, daß der Straß- burgcr Universitätsprofessor Martin Spahn infolge der Stellungnahme des„EI süsser" in der Zabcrner Affäre seine De- Mission als Mitglied de» Auffichtsrates des„Elfässer" gegeben hat. Schlverer Unfall in einer Maschinenfabrik. Bochum, 17. Dezember. In der Maschinenfabrik Flottman u. Co. in Riemke ereignete sich bei Montagearbeitcn ein schweres Un- glück. In der Giesterciabteiluitg des Werkes waren 20 Arbeiter einer Dortmunder Firma damit beschäftigt, eine schwere eiserne Tür niederzulegen. Die Tür konnte von einigen Arbeitern nicht mehr gehalten werden, geriet ins Wanken und begrub zwei Ar- b e i t c r u n d e i n e u L e h r l i n g u n t e r s i ch. Die Arbeiter er- litten schwere, der Lehrling lebensgefährliche Verletzungen. Schmiergelder beim Bau des Panamakanals. New Aork, 17. Dezember.(H. B.) Das Kricgsamt in Washington untersucht gegenwärtig die angeblichen Schmiergelder- Zahlungen deutscher und englischer Lieferanten beim Panamakanal, Kür Weihnachten 1915 ■a Kuliurbilder Wider die Pfaffenherrschaft Emil Rosenow und Äcinrich Ströbel. Reich illustriert mit Bildern und Dokumenten. Die Hohenzollern-Legende SÄ' Geschichiswerke Die Deutsche Revolution Bios. Mit vielen Porträts unv historischen Bildern. der elm Dr. M. Maurcnbrecher. Reich illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. itttS Krieg und Kri««ertum in alter und neuerer Zeit. Bon.Huao Schulz. Reich illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit, darunter viele ganzseitige Illustrationen sowie auch zwei farbige Kunstbeilagen. Geschichte der Revolutionen fc SSÄ"Ä*» Revolution. Bon Dr. A. Eonrady. Illustriert mit zahlreichen Bildern und Dokumenten. Jeder Band ist für sich abgeschlossen und kann daher einzeln bezogen werden. Jedes Werk in zwei Bänden in Leinen nur 14,— Mt, in Äalbsranz 16,— Mk. Geschichte der Französischen Revolution von 1848 uns der zweiten Republik. In volkstümlicher Darstellung von Louis Ääritier. Mit einem Nachtrag: Vom zweiten Kaiserreich bis zur dritten Republik. Von Ed. Bernstein. Illustriert. &SS Großer Deutscher Bauernkrieg gegeben von Wilhelm Bios. Illustriert. Jedes dieser Gcschichtswerke kostet gut gebunden 4,— Mk. Vmölts-WlWek Romane und Erzählungen für das arbeitende Volk Jeder Band gut gebunden 1,— Mt. Ein Roman aus dem Pro- \2-IIVvU'4' letarierleben von A. Ger. Der Ausweg Das Land der Zukunft Reisebeschreibungei» von Leo Kolisch. Mit einer Einleitung von Paul Göhre. Verschrobenes Volk Von R. G r ö h s ch. Der Prinzipienreiter Eine Erzählung aus dem Jahre 1848 von Wilhelm Bios. In den Tod getrieben Zwei Erzählungen von Ernst Preczaug. Der und Anderes. CYW 1t f f O 1* Ein Frauenschicksal. JJi Uli ZV Von I. Ferch.' Der Morgen graut Erzählungen aus dem Proletarierleben. Von M. Andersen-R ex ö. 1 000 Mark B elohnung Kriminal-Roman von Ä a n s ö) y a n. Schauinsland buch Ä«: ton Fendrich Erster Teil: Kinder— Kämpfer— Käuze. Zweiter Teil: Welten— Wälder— Wege. Geheftet 6,— Mark, gebunden 7,50 Mark. t i 'S i i Pariser Garten res. Von Minna Kautsky. i Vorwärts-Klassiker Goethes Werke cSlLT, in die Werke des Dichters von Diederich. Heines Werke SSÄ Franz Mehring. Schillers Werke Reuters Werke Äte biographisch. Einleitung von F. Mehring, und die Werke des Dichters von E. Krause. Jedes Werk 3 Bände:: Preis 4,— Mark Sämtliche anderen KlaMer jederzeit durch uns erhältlich! M znra m der MMms m Wtter brogtainra Der WniU Des Wkelilms in seinem grundsätzlichen Teil erläutert von Karl Kautsky............. Gebunden 2,— Mark. Eine historische Untersuchung von Karl Kautsky....... Gebunden 5,75 Mark. Jet Utlptoog der Mllie. SeMi Z« in Sldirles llierieül enlilöDeil voo Leo D.utsch.............. Gebunden Marl. Ae SeIiMells»Ileie Des Neides°°°. wi'SS AoitKlflO Dßoflflilftfo vom Ausgang des Mittelalters. Ein Leitfaden für Lehrende und t>l.lU|Ujr wClUjlltjlv Lernende von Franz Mehring. Gut gebunden 2,50 Mark. Äo? ttarfMDSNllkCtlNMOlt wider Liebknecht, Bebel und Hepner vor dem Schwurgericht Utl l;lJUJütllUl"y.üji,ö zu Leipzig vom ll). bis 26. März 1872. Mit einer Einleitung von Wilhem Liebknecht und einem Anhang. Nach der zweiten Auflage unver- änderter Nachdruck. 944 Seiten............. Preis gut gebunden 4,— Mark. litlfDItn ttrotinnfflC Berliner politische Satire, Revolutionsgeist und menschliche NlUIrlUl 0UUUyiU9 Komödie yon Adolf Glaßbrenner. Ausgewählt und ein- geleitet von Franz Diederich. Mit 117 Bildern. Preis 5,— Mark, gebunden 4,— Mark. S im® Mi!« m MW Anter diesem Gesamt-Titel erscheint eine Reihe guter und populär-wissen- schaftlicher Bücher verschiedenartiger Wissensgebiete Jeder Leinenband kostet 1,— M!. Entwicklungsgeschichte der Erde. Von Georg Engelbert Graf. 47 Abb. und Anhang: Geologische Profile und Erklärungen geologischer Fachausdrücke Die Sozialdemokratie im Lichte der Kulturentwicklunq. Führung durch die Geschichte/Politik und Literatur der Sozialdemokratie. VonP.Kampfsmeyer. Völkerschlachten,?� rundliche Beittäge zur Jahrhundertfeier, gesammelt von Dr. A. Conrady. 2 Teile. >V-'!!>�'°'N'''!!!!'>'!!ü'°'!ü!'>'!:!l'''.'!Ü»u!!ü'->.ü!!>->!!!!'.l!!> Nach zehn Jahren SÄ' Eine Reise nach Island und den Westmännerinseln Reisebriefe und Tagebuchblätter von E. Sonnemann(Jürgen Brand).— Der durch sein Slk-nNrnnk" bekannte Verfasser weisi. dasi Kinder gern Reisebeschreibunqen leien. Darum hat zur tvelcyrchte des Sozialistengesetzes. Bon Ignaz Auer.... Gebunden 5,— Mk. Volksfremdwörterbuch Von Wilhelm Liebknecht. 18. Auftage, neu bearbeitet, berichttgt und vermehrt. Gebunden 5,20 Mk. Taschenbuch fmGarten- Ein Ratgeber für die Pflege s<1 und sachgemäße Bewirtschaftung des häuslichen Zier-, Gemüse- und Obstgartens von Max Äesdörffer. Mit 137 Textabbildungen. Gebunden 5,50 Mk. J/ Reisebriefe und �.agebuchkü---------__...,„,,._ „Alenbrook" bekannte Verfasser weiß, daß Kinder gern Re,sebe,chre»bungen lesen. Darum er diese Reisebriefe und Tagebuchblätter an Kinder geschrieben. Preis gebunden 2,50 Rauckes Luftreise und andere Wunderlichkeiten Geschichten für Arbeiterkinder. Von Robert Grötzsch. Illustriert. Kartoniert 1,— Mk. Muz der Riese SlÄÄÄ" Bilder von Georg Erler.......... Gebunden 2,— Mk. Im Reiche der Technik Von Richard Woldt. Illustriert. Gebu HTlrtTS Von Curt Grottewitz, heraus- rmjer �vaio gegeben VON W. Bölsche. Mit zahl- reichen Abbildungen. Dieses Buch hat bei den bedeutendsten Pädagogen wie in der Presse begeisterte Aufnahme gefunden. Broschiert 2,50 Mk., in dauerhaftem Leinenband 5,— Mt. Geschichten für Arbeiterkinder. Gebunden 1,50 Mk. Briefe aus der Seide an meine jungen vVH Freunde Von I. Brand. Durch jeden einzelnen dieser zwölf Briefe lernen die Leser ein besonderes Kapitel der Natur kennen und schätzen. Mit Buckschmuck versehen........... Geschmackvoll gebunden 1,50 Mk. Sonntage eines Großstädters in CY> Von Curt Grottewitz. Mit einem oer»/(aiUt, Vorwort von Wilhelm Bölsche. Gedic tte wm Vierte Auflage. Ausgestattet mit Buchschmuck und einem Porttät des Verfassers.— Preis gut gebunden 1,— Mk. Clara Müller- Iahnke. Seraus- gegeben und reich illustriert von Oskar Iahnke. Mit einem Vorwort von Julius Sart. Das Back gibt eine auserlesene Sammlung der besten Gedichte aus der Feder der leider zu früh verstorbenen Schriftstellerin. Die reich. haltige Illustrierung und vornehme Ausstattung läßt das vortteffliche Werk besonders zu Weihnachtsgeschenken geeignet sein......... Preis 3,50 Mk., gut gebunden»,50 auch(unzerreißbar auf Pappe), vorzügliche Aus- wähl, in Preislagen von 20 Pf. bis 6,— Mt. August Bebel Ein Lebensbild für deutsche Arbeiter von Serm.Wendel Mit einem Porträt in Vierfarbendruck. Preis 1,— Mk., Vereinsausgabe 50 Pfennig.— Dieses Gedenkbuch gehört auf den Weihnachtstisch jeder Llrdeiterfamilie. ttollDl.lMisso modelliert vom Bildhauer Julius Obst- ßtUtl ikUIlk Berlin. 4 verschiedene Größen,Preis 2,50, 8,—, 15,— u. 20,— Mt.— Die Büsten zum Preise von 2,S0u.8.-Mk.stnd besonders als Wohnungsschmuckgedacht. IfolloMtarfrftf nach einem Gemälde von Tronnier- ütutl vllktlUl Sannover(kunstvoll in 5 Farben ausgeführt). Preis 1,— Mk.— Das Bebel-Porträt ist auch geschmackvoll gerahmt von 2,— Mk. an zu haben. Ms meliieN tcöea~sSct? 11,1 Ein neues Buch der Freiheit!„Bon unten auf Gesammelt und gestaltet von Dr. Fr. Diederich.— Mit 26 künstlerisch bedeutenden sozialen revoluttonären Bildern und Bildwerken. Das Werk ist von der Presse glänzend besprochen worden. Inhalt und Ausstattung lassen es besonders als Weihnachtsgeschenk geeignet erscheinen. In einem Leinenband gebunden 5,— Mt, in zwei Leinenbänden gebunden 6,— Mk. Im Ettom der Zeit®�!'. � Kreuz und Querdurch denBalkan Reisebeschreibung von L. Lessen. Preis gut geb. 1,50 Mk. In diesem an eigenarttgen bunten Episoden reichem Buche werden Land und Leute der Balkanhalbinsel fesselnd geschildert. Mit dem Tornister ÄS'»"K fanteristen aus dem Jahre 1870. Von Karl Chr. Rkickert. Gut gebunden 1,50 Mk. Preußischer Kommiß Illustriert von I. Damberger....... Gebunden 2,— Mt. Ausgewählte Märchen Sm2»4Ä eine beliebte und dabei wertvolle Lettüre für die Arbeiterjugend. Unterhaltend und belehrend zugleich. Gebunden 1,50 Mk. Herzliche Grüße empfundener Erzählungen aus den» sozialen Alltagsleben. Preis des Buches broschiert 2,— Mk., gebunden 2,80 Mk. Der kleine Stadtbaumeister buch für Jugend, Eltern und Erzieher von Ä. Pralle. Mit 15 Abbildungen im Text und 17 Tafeln. Preis 1,50 Mk. ■'' nische Arbeit mit Schere und Kleister; das Es gibt keine Veränderung und Umformung, Die Modellierbogen fordern vom Kinde nur mechanische Arbeit mit� andere hat der Künstler schon im voraus besorgt. Es gibt keine Vera kein Einreißen und Wiederaufbauen mehr. Die Modelle des Spielbuchs dagegen gestatten Bilderbücher aller Art dem Willen und der Phantasie des Kindes den größten Spielraum. Alle empfohlenen Schriften Buchhandlung BoMärts Lindenstraße 69 Die vom„Nildungsausschuß der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" empfohlenen Bücher sind sämtlich auch durch uns zu beziehen J - jßtrantlo. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.- Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Bcrlagsanstalt Paul Singers: Co.« Berlin LW. Hierzu 3 Beilagen mUnterhaltungSbl. 8f 335. 30J» � Amor mit und ohne Hosen. Aus C h r i st i a n i a wird uns geschrieben: Die norwegische Schriftstellerin Barbara Ring hat un- längst ein Buch veröffentlicht, das den Titel trägt:„Die Liebe". Den Umschlag des Werkes ziert ein kleiner, unschuldiger, aber selbstver- ständlich nackter Amor, eine Zeichnung Bryngulf Larsens. Der kleine Liebesgott hat aber in Norwegen und auch in den anderen nordischen Ländern großen Anstoß erregt und über seine Nacktheit sind heiße Kontroverse entbrannt. Schließlich wandten sich die Buch- Händler an den Verlag und machten ihn darauf aufmerksam, daß das Werk ml? dem nackten Amor als Titelbild schwerlich auf einen großen Ääuferkreis rechnen könne. Der Verlag hat denn auch die zweite Auflage des Werkes mit einem hosenbekleideten kleinen Liebesgott zieren laßen, der auch das prüdeste Gemüt beileibe nicht verletzen kann. Die zweite Ausgabe hat denn auch schon glänzen- den Absatz gefunden. Allerdings stellen sich nun überraschend viele Leute ein, die ein Werk mit dem nackten Amor als Titelbild ver- langen. Je„ach dem persönlichen Geschmack und der Steigung kann man den Amor„mit" und„ohne" Hosen bekommen, da der Verlag fortan zwei Ausgaben des Werkes, die eine mit einem nackten, die inZ"c mit einem bekleideten Amor geziert, herausbringen wird. Vocylt amüsiert soll sich die Verfasserin haben, die die Hosenaffärc �tk?hLiebeSgott Amor als die beste Reklame für ihr neuestes habe, einzuschreiten. Die Enmttelunq habe ergeben, daß die Angestellte eines Blumengeschäfts bei der Gefängniskasse die Bezahlung eines Blumenstraußes verlangt habe und daß dieser Betrag„mit ausdrücklicher Genehmigung des allein zur Eni- scheidung berechtigten Untersuchungsrichters" ausbezahlt war- den sei. Was mit dem Blumenstrauß geschehen sei und ge- schehen sollte,„entzog sich der Kenntnis der Gefängnisverwal- tung".— Merkwürdig. Die Auftragerteilung für den Strauß und feine Niederlegung am Grabe fetzt doch voraus, daß auch dies nur mit Genehmigung des Untersuchungsrich- ters geschehen ist. Uebrigens ist dem Gemütsmenschen auch vom Untersuchungsrichter gestattet worden, zu rauchen. Ucber feine Behandlung als Untcrsuchungsgefangener kann er sich also jedenfalls nicht beklagen. Die Verhandlung sollte bereits vor einigen Wochen statt- finden. Der Abschluß der Untersuchung, die wegen der mehr- fachen an den Tag gekommenen Betriigereien sich verzögert hatte, erfuhr jedoch noch im letzten Augenblick eine weitere Komplikation. Es tauchte die-Frage auf. ob eine junge Frau aus Steele, mit der Mann bereits intim verkehrt haben soll, als sie noch Mädchen war, an der Tat in irgend einer Weise beteiligt gewesen sei._ Berlin und dmgegend. Kündigung des Steinarbcitertarifs. Die Sektion I des Steinarbeiterverbandes M. zur statutenmäßigen Unterstützung. Die Aus- gesteuerten erhalten 10 M. und die noch nicht bezugsberechtigten Arbeitslosen, soweit sie seit dem 1. Mai Mitglied sind, 15 M. WeihnachtSunterstützung.— Zu den von der Gewcrkschaftskommission veranstalteten Sammlungen leistet die OrtSkasse einen Beitrag von 300 M. Die Aussperrung der Glasschleifer, Polierer uud Beleger. Zu den Firmen, welche ihre Arbeiter ausgesperrt haben, gehört auch die Firma Röder, Meyer u. Co. in Hohenschönhausen. Der Direktor dieser Firma, Franz Pfeiffer ist sein Name, stammt aus Böhmen. Noch vor einigen Jahren war er Glasschleifer. Er war als solcher einer der schärfsten Gegner der Unternehmer. Als Glasschleifer konnte er sich keine Reichtümer erwerben, in vielen Be- trieben mußte er einsehen, daß er nicht genügend leisten konnte; er flog ebenso oft. wie er jetzt die Arbeiter fliegen ließ. Im Jahre 1908 hatte er das Glück, bei der Firma Röder, Meyer u. Co. angestellt zu werden und zwar als Betriebsleiter. Schließlich wurde er im vorigen Jahre Direktor. Nun ist er mit einem Male der größte Scharsmacher. Er soll ein Gehalt von 10 000 M. beziehen: dafür leistet er aber auch, was Wohl ein aus dem Unternehmerstande hervorgegangener Direktor kaum zu leisten imstande wäre. Er kennt die Arbeiter durch und durch und weiß alle Schliche, ihnen gehörig beizukommen. Einen solchen Mann brauchte daS Unternehmertum. In der Fabrik ließ er Plakate aushängen, auf welchen er bekannt gibt, er zahle jedem Arbeiter 10 M., der ihm Arbeiter aus feinem Betriebe bekannt gibt, welche Ein TccmciiinSldhIl auf der Ostcrinscl. Qualen und Entbehrungen wie aus der Hölle und idyllische Freuden in einein irdischen Paradies — daß waren die romantischen Gegensätze, die die Mannschaft dcS viermastigen Schoners„Eldorado" im südlichen Stillen Ozean durch- lebte. Der Kapitän des Schiffes, der mit zwei Matrosen in �oan Francisco landete, gab eine aussührliche Schilderung der Abenteuer, die die Phantasie eines Romandichters in den Schatten stellt. Die Leute des„Eldorado" waren am 13. Juni gezwungen, das Schiff, das in einem surchtbaren Sturm leck geworden war, zu verlassen, und retteten sich mit geringem Proviant in ein Boot. ES waren 10 Leute mit dem Kapitän an der Spitze; ihre einzige Hoffnung bestand daran, daß sie die fast löOO Kilometer westlich gelegene O st e r i n s e l er- reichen könnten. So lange noch Speise und Trank reichten, waren sie guter Dinge. Aber als dann das grausige Gespenst des Hungers sie immer grimmiger packte, als die Hoffnung, die Ostcrinsel zu er- reichen. nur noch als ein ungewisses Irrlicht vor ihren Augen stand, da ergriff sie allmählich dumpfe Verzweiflung. Neun Tage ver- brachten sie in dem Boot, allen Unbilden des Wetters ausgesetzt. Da endlich kam die Osterinsel in Sicht. Sie waren alle so schwach, so zermürbt, fast stimmlos, Hände und Füße von dem Meerwasier geschwollen, daß sie sich nicht mehr auf den Füßen halten konnten. Aber nun wandelte sich mit einem Schlage die Szene. Ein blühendes, glückliches Land nahm sie auf,.und die 200 malayischen Eingeborenen der Insel hegten und pflegten sie..Ich muß sagen", so erzählte Benson,„daß wohl Gott niemals bessere Herzen in menschliche Wesen gesenkt hat. als in diese braunen Männer und Frauen, die uns mit ihren Ochsen auf ihren allen Holzkarren wie verlorene Kinder in ihr Vaterhaus brachten und uns pflegten, wie nur Mütter ihre Babys. Die Osterinsel wurde fiir sie zu einem SecmannSidyll, in den, sie 101 Tage in Freude und Wonne verbrachten. Nicht mir der Körper, auch das Herz fand Erquickung, die braunen Frauen schenkten den rauhen Seebären ihre Liebe; sechs von ihnen heirateten und die anderen verlobten sich; sie be- schlössen, nie mehr ihr Geschick den trügerischen Wellen anzuvertrauen, sondern in diesem Paradies heimisch zu werden. Sieben haben dies Gelübde gehalten und sind heute glückliche Bewohner und Familienväter der Osterinsel. Musik. Deutscher Arbeiter»Sängerbund. Da? diesjährige Stiftungsfest war, zum angenehmen Unterschied von seinen meist allzu überladenen Vorgängen, in einen kleineren Rahmen gefaßt. Siede» Chöre, und zwar der„Lichtenberger Männerchor" und die „Charlottenburger Liedertafel" sChormeister Seiffert),„Neu erwacht" (Chormeister Bleil),„Gesundbrunner Harmonie"(Chormeister Schulken).„Kreuzberger Harmonie"(Chonneister Bothe).„Namenlos" (Chormeister Thilo) sowie der Männer- und Frauenchor Neukölln (Chormeister Vieth) beteiligten sich am GesangSwcttstreit. Ein solcher soll eS doch fein, so oft mehrere Chöre gemeinsam ein Konzert geben? Und wir wollen es auch so gehalten wiffen, selbst wenn die ungleiche Zusammensetzung der einzelne» Chöre ungleichwertige Leistungen zur Folge hat. Noch ein Reiz mehr wäre es, wenn die Leitung bei künftigen Stiftungsfesten den Schwerpunkt auf den Vortrag noch nicht vorher be- kannt gemachter, also gewissermaßen»neuer" Gesänge verlegte. mit den Streikenden sprechen. Beim Ausbruch des Streiks wohnten bei dem in der Biegcrei als Heizer tätigen Arbeiter Lache zwei strei lende junge Leute. Als er davon Kenntnis erhielt, forderte Direktor Pfeiffer den Lache auf, die Leute auf die Straße zu setzen und erbot sich, eine Entschädigung dafür zu zahlen. Die Entschädigung sollte, da- mit es die Buchhalter nicht erfuhren, nicht im ganzen ausgezahlt werden. Aber alle Wochen sollte Lache 2 M. erhallen. Auch ver- sprach der Direktor, ihm einen Arbeitswilligen in Schlafstelle zn geben. Der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, kam Lache der Aufforderung nach und erhielt auch einen Arbeitswilligen aus Böhmen zugewiesen. Als dann Herr Pfeiffer jedoch erfuhr, daß die beide» streikenden Glasschleifer Lache hin und wieder besuchten, traf diesen die Rache des Direktors. Lache wurde entlassen zum Lohn für seine Opferwilligkeit. Ihm wurde mitgeteilt, daß er seine Schuldigkeit nicht getan hätte. Zugleich mußte der bei Lache ivobnende Arbeitswillige auf Geheiß Pfeiffers die Schlaf- stelle aufgeben. Zahlung konnte Lache nur crhalten. indem er dem Böhmen die Sachen einbchielt. Auch durch die Polizeibehörde ließ Lache sich in Verfolgung seiner Ansprüche nicht einschüchtern. Polizei und Unternehmer arbeiten wie üblich Hand in Hand. Herr Pfeiffer erließ im„Hohenschönhauscner Tageblatt" folgendes Inserat: „Achtung! Wir machen hiermit darauf aufmerksam, daß die Meinung, bei uns ivllrde noch gestreikt, jedenfalls böswillig ver- breitet wird. Wir sind feit langer Zeit wieder vollständig im Betriebe und mit Arbeitskräften besetzt, sodaß von einem Streik keine Rede sein kann. Berlin- AachenerSpiegel-Mannfaktur Röder, Meyer u. Co." Gleichzeitig gab merkwürdigerweise der Hohenschvnhauseiier Amtsvorstehcr eine Verfügung heran», daß das Streikpostenstehcn verboten sei. Es wird nun eine wahre Hetzjagd auf die Streikposten ausgeführt, sie werden nicht nur von der Freienwaldcr Straße ver- jagt, sondern aus ganz Hohenschönhausen. Gegen diese Verfügung hat der Zentralverband der Glasarbeiter bei dem Amtsvorsteher Be- schwerde eingelegt, worauf er mit der Begründung zurückgewiesen wurde, daß die Firma R., M. u. Cie. bekannt gegeben hätte, daß bei ihr nicht gestreikt würde, somit bleibt das Streikpostenstehen verboten I Gegen diese Verfügung ist weiter Beschwerde beim Landrat erhoben worden. Herr Pfeiffer behandelt übrigens die Polizei- beamten nicht anders als„seine" Leute. Wenn die Streikenden einen Arbeitswilligen bewogen hatten, sich mit ihnen solidarisch zu erklären, so putzte der Herr Direktor die Polizeibeamten gehörig ab. Was würde wohl einem Streikenden geschehen, wenn er ein Gleiches täte? Die Unterstützung der Unternehmer durch die Polizei ist um so ungehöriger, als die Arbeiter nicht die Angreifer sind. Die Herren' haben selbst erklärt, sie hielten jetzt den Zeitpunkt für gc« kommen, um der so verhaßten Organisation den Garaus zu machen. Ausgerechnet in der Zeit, wo Staat und Kommunen sich mit der mtzsangreichcn Arbeitslosigkeit beschäftigen müssen, sperrt der Herr Direktor Pfeiffer 40 arbeitsame Leute aus, Ivelche meist Familien- Väter sind und von denen etliche 20 Jahre und länger in dein Betriebe geschuftet haben. Dafür zieht er Leute von fernher, sogar aus dem Auslände heran, und die Polizei unterstützt ihn dabei! Ein Herr Hartmann, der bei der Firma beschäftigt ist, zieht Leute auS Bayern heran, die er bei sich in Schlafstelle nimmt, während in seiner Wohnung aus Stube und Küche schon sieben Personen zusammenwohnen. Darum kümmert sich die Polizei nicht. Es ist dies im Hause Werneuchencr Str. 2. Werncnchener Straße 1 bei Gebet sollen ebenfalls so viel einquartiert Isein. Der Streik dauert trotz der Erklärung der Direktion unverändert fort. Im Betriebe sieht eS böse aus. Natürlich ist er nicht voll besetzt. Die Firma läßt in Aachen viel Arbeit machen, in LcipHstp ebenfalls bei ihren Zweigfirmcn. Zum größten Teil sind ungelernte Leute beschäftigt. Einige wirkliche Glasschleifer darunter sind pcph Herrn Pfeiffer früher schon wegen ungenügender Leistung entlassen; als Arbeitswillige sind sie ihm jetzt willkommen. Von den Streikenden ist kein einziger zum Verräter geworden; sie halten geschloffen zu» sammen. Der Betrieb gilt nach ivie vor gesperrt. veutlebes Reich, Eine fachtechnifche Zeitschrift für Textilarbeiter. Die Zentralverbände betrachten es mit als eine ihrer Aufgaben, auch für die fachtcchnische Fortbildung ihrer Mitglieder zu wirken. In den GewerlschaftSblättern erschienen hier und da fachtechnische Artikel, oder eS ivurden den Zeitungen zn bestimmten Zeiten fach« Da die Mehrzahl der auf dem nach künstlerischen Grundsätzen zu- sammengestellten Programm vertretenen Chöre bereits früher zu Gehör kamen, so begnüge ich mich mit der Feststellung, daß im ganzen erhebliche Fortschritte zu verzeichnen sind. Die„Kreuzberger Harmonie", einer der belvährtesten Vereine, brachte mit Paul BüttnerS„Ritt zur Freiheit"(Text von Franz Dicdcrich) eine Gabe von besonderer Art. Allerdings hat sie ihre satztechnischen Schwierigkeiten. ES kommt da auf sicheres Empfinden des wechselnden Rhythmus an, zumal bei den Ver- ändernngen de» Takts und TriolcngängZn. Dem stürmischen Allegro vermochte sich noch nicht durchgängig die iviinschcuMierte Deutlichkeit der TextauSsprache anzugliedern. Die Geschmeidigkeit des EtimmkörperS trat hingegen offen zutage. Streng gefeilte Leistungen— in bezug auf künstlerischen Vortrag vielleicht die besten— bot der Männerchor„Namenlos" mit LachnerS „Hymne an die Musik" und mit dem wunderbaren russischen V c s p e r g e s a n g" in der Bearbeitung von Kfirl Kämpf. Auch der Schuber'tsche Chor„Ruhe, schönstes Glück" usw. wurde vom Neuköllner Männerchor im großen ganzen belvältigt. Einschmeichelnder müßten nur noch manche Melodiesätze kommen, in denen gerade der gemütstiefe Lyriker sich ausspricht. Als eine neue Erscheinung ist die Mitwirkung deS Frauenchors Neukölln hervorzuheben. Seit seinem ersten Eigenkonzert hat dieser Chor recht fleißig gearbeitet. Zwischenein ließen sich zwei Künstler von Ruf folistisch der- nehmen: Marix Locvensohn, der treffliche Violoncellist, den die Berliner Arbeiter ja schon oft gehört haben, und Kammersänger Goltz. Ein Heldentenor von ungewöhnlich strahlendem Glanz der Stimme in allen Registern! Vom nächsten Jahre ab werden wir Gelegenheit haben, dein Sänger als Darsteller wagnerischer Ge- stalten im Deutschen Opcrnhause öfter zu begegnen. Schließlich noch eine Anregung. Wie wäre eS, wenn künftig ArbeitergcsangS- konzcrte immer wenigstens mit einem spezifischen Arbeitermafsenchor eröffnet oder geschloffen würden?«L Notizen. — Keine Subvention für„P a r s i f a l". Der Nürn- b�e r g e r städtische Theaterausschuß lehnte die von der Direktion des Stadltheaters erbetene Subvention von 26 000 M. zur Anfführung des„Parfifal" ab. ---Die wiedergefundene Mona L i f a soll nach den Versicherungen eines holländischen Antiquitätenhändlers eine geschickte Kopie sein, die ihm schon einmal von London aus angeboten, aber als solche erkannt sei. Dagegen hat die Florentiner Kommission sie als unzweifelhaft echt ancrkannf. ES wäre eine hüsche Ironie, wenn schließlich doch— eine unechte Mona Lisa nach Paris zurückkehrte! Denn daß Kunstgelehrte sich täuschen, davon gibts genug Exempel. — Die Polizei sucht immer noch Komplizen des Diebes und findet keine.(Sie will sich auch nur damit wichtig machen.) — A m u n d s e n s„ F r a m'. die als erstes Schiff den Panamakanal durchfahren sollte, hat die Fahrt nach dem nördlichen Stillen Ozean über die Bkagelhaensstraße angetreten. Das Schiff konnte die Eröffnung des Kanals nicht abwarten, da eS sonst für seine arttische Fahrt im nächsten Sommer zu spät geworden wäre. jechmsche Beilagen beigegeben. Einige Verbände gingen in den letzten Jahren weiter, sie schufen gesonderte fachtechnischc Zeitschristen, unter denen die der Holzarbeiter in Form und Inhalt wohl die vollkommenste ist. Jetzt ist auch der Textilarbeiterverband diesem Beispiel gefolgt. Mit dem 1. Januar 1914 gibt er eine fach- technische Zeitschrist heraus, die monatlich erscheint, zwölf Großguartseiten Umfang hat und 20 Pfennige kostet. Gerade im Textilgewerbe mit seiner den Konsunientenansprüchen angepaßten, sehr verseinerten Fabrikationsart ist eine gute technische Ausbildung des Arbeiters und der Arbeiterin und eine gc- uaue Kenntnis der oft komplizierten Maschinensysteme durchaus von nuten. Zwar fehlte eS auch in der Textilindustrie bisher nicht an Fachliteratur: aber sie ist für den Arbeiter zu teuer, vielfach auch zu schwer verständlich, so daß auS ihr wenig oder gar keine Nutz- anwendung für den praktischen Teil des Arbeitsprozesses gewonnen werden lanu. Die vom Textilarbeiterverbande herausgegebene Zeitschrift, die„Texiil-Praxis", wird eS deshalb als ihre Auf- gäbe betrachten, bei billigem Preise in leichtverständlicher Form die praktischen Erfahrungen, die beim Produktionsprozeß ge- sammelt werden, den Textilarbeitern und-Arbeiterinnen zur Nutz- anwenduug zu bringen: sie will über die Mängel bei der Ver- arbeitung und Vorbereitung des Materials, über das fehlerhafte Be- dienen bezw. Funktionieren der Maschinen unterrichten. Aucb der Materiallehre, die besonders in der Textilindustrie eine große Rolle spielt, soll in der Zeitschrift Raum gewährt werden, es �soll gezeigt werden, welche Eigenschaften die Rohmaterialien besitzen und wie diese Eigenschaften beachtet werden müssen, um eine gute und vor- leilhafte Verwendung zu ermöglichen. Die erste Nummer der„Textil-ProxiS" bringt neben wohl- gelungenen Abbildungen fachlechnische Artikel aus den vielen Branchen der Textilindustrie; auS der Spinnerei, der Weberei und Wirkerei, von der Maschinentechnik, der Materialkunde u. a. m., so daß ihr Abonnement, zumal bei so billigem Preise, wohl zu cm- pfehlen ist. Neue Kampfansage der„Berlin-Triercr" gegen die „Christlichen" Gewerkschaften. ES war zu erwarten, daß die Erklärungen der christlichen Ge- Werkschaftsführer Steg erwald, Wieberund Jmbusch auf dem christlich-nationalcn Kongreß in Berlin, die die Auslegung der Gewerkschafts-Enzykliken des PapstcS und die Selbständigkeit der christlichen Gewerkschaften betrafen, bei den katholischen Arbeiter- verbänden Berlin-Trisrer Richtung ein lebhaftes Echo finden würden. Am Sonntag tagte in Trier die Generalversammlung des katholischen Arbeitervereins, in der sich der bekannte Domkapitular Stein, die rechte Hand K o rums, in schärfster Weise gegen die Reden und Beschlüsse auf dem Berliner Kongreß wandte. Die katholischen Vereine, so führte er aus, hätten die„höchste Billigung", die kommen könne. Wenn die Anträge des katholischen Verbandes von den christ- lichen Gewerkschaften abgelehnt worden seien, weil sie von einem„anderen grundsätzlichen und sittlichen Standpunkt" aus- gingen, so sei also ihr Standpunkt nicht der katholische, von der Kirche, vom Papst und den Bischöfen geforderte. Das geständen sie jetzt offen ein! Der Arbeitersekretär Bull- Kattowitz erhob ähnliche Vorwürfe. Die Vertreter des katholischen Verbandes seien verpflichtet gewesen, ihren Standpunkt darzulegen, da nur die katholischen Organisationen nach der Entscheidung des Heiligen Vaters gefördert werden sollten. Während man es ihnen verübelt hätte, daß sie die Enzyklika an- gezogen hätten, konnten sich die evangelischen Teilnehmer ungehindert auf„kirchliche Autoritäten", wie Stöcker und Mumm f!). be- rufen.— Bei der Verteidigung seiner Weltanschauung leistete sich Herr Bull folgenden hübschen Satz: „Dem kranken Gesellschaftskörper müsse gesundes Blut zu- geführt werden. Dieses gesunde Blut seien die Grundsätze der Kirche, nicht die Grundsätze einer sogenannten Humanität, sondern die der wahren Gerechtigkeit und christlichen Nächstenliebe." .Die Grundsätze der„sogenannten Humanität" und die der Kirche Wfragen sich allerdings nicht besonders; das hat Herr Bull ganz richtig erfafft. "■Äuf der Generalversammlung der christlichen Gewerkschaften in Trier, die vor acht Tagen stattfand, ist es übrigens zu recht heftigen Auseinandersetzungen über die Verhandlungen des Berliner Kongresses gekommen. Die Diskussion dauerte drei Stunden. Die klerikale Presse Triers unterschlug die christliche Generalversammlung voll- ständig._ Jugendpflege. Ter Vorfitzende des Vereins für Jugendwöylfährt in Schles- lvig-Holstein, Herr S i c r ck s, hat ein Buch herausgegeben über Jugendpflege. Er setzt darin die Nottvendigkeir der(bürgerlichen natürlich) Jugendpflege auseinander. Er schildert uns das moderne Großstaotlebcn oder richtiger das Großstadtelend. Hierbei kommt er aber zu etwas sonderbaren und sehr einseitigen Schlüssen. In einem Kapitel über den Einfluß der sozialen Lage sagt er nämlich:„Wenn auch auf dem Lande in geschlechtlichen Dingen vielfach sehr naive Ansichten herrschen, so ist doch die eigentliche Prostitution ein Laster der Städte, das nach tausendfältigen F e st st e l l u n g e n auf selten des weiblichen Geschlechts fast immer auf Ar- b e i t s s ch e u. Genußsucht und A l k o h o l i s m u s direkt odc� indirek't sich zurückführen läßt..." Herr Siercks kommt zu diesem Schluß, obwohl er selbst ein paar Zeilen weiter zugeben muß:„Und die Jugend ist diesen Einwirkungen uin so eher zugänglich, wenn sie auch noch in einer Wohnung aufwächst, die ein menschenwürdiges Dasein kaum möglich macht." Er belegt seine Darlegung mit einer Reihe von Zahlen, wie sie im letzten Jahre» anläßlich der Wohnungsnotversammlungen be- kannt geworden sind. Dann schildert er das damit zusammen- bangende Schlafburschenelend. Und trotz alledem... Der„Borsitzende des Vereins für Jugenowohlfahrt in Schles- wig-Holstein" widerlegt sich dann noch einmal selbst, indem er folgende Stelle aus einem Werk von Pros. Philippovich anführten fann 2g0�nung für Wohnung abschreiten, ohne mehr zu erblicken, als. die notdürftigsten Einrichtungsgegeilstände und das geringstmögliche Maß von Kleidungsstücken. Von der Fülle der Produktion auf allen Gebieten des Hausrats dringt nichts in diese Schichten der Bevölkerung. Sie haben nur im Ge- brauch, was zum Leben unentbehrlich ist, und das nicht immer in ausreichendem Maße. Keine Spur eines Schmuckes, einer Zierde, eines Gegenstandes, der nur der Freude und dem Be- Hägen dienen soll. Die Wohnung ist eine Schntzdecke vor den Unbilden der Witterung, ein Nachtlager, das bei der Enge, in der sich die Menschen drängen, bei dem Mangel an Ruhe, an Luft, an Reinlichkeit.' nur dem erschöpften Korper zur Ruhe dienen kann. Zwischen ihr und Arbeit und Sorge schwankt das Leben dieser Bevölkernngsklasse hin und her. Es fehlt alles, was wir zur Grundlage gesunden bürgerlichen Lebens anzusehen ge- wohnt sind. Die selbständige Existenz der Familie, die beson- dere Fürsorge für die Grunobcdürfnissc des laglichen Lebens, für die Erkrankten und Pflegebedürftigen/ die Wahrung der Schamhaftigkeit durch Trennung der Geschlechter. Verhüllung de" Geschlechtslebens der Eltern vor den Kindern, die er- seherische Fürsorge der Eltern für die Kinder m Stunden der Ruhe und Erholung. Diese Wohnungen bieten keine Behaglich- keit und keine Erquickung, sie haben keinen Reiz für den von der Arbeit Abgemühten. Wer in sie hinabgesunken und hinein- gedoren wurde, mutz körperlich und geistig verkünimern und verwelken oder verwildern.'.„.., Wenn der Verfasser trotz all dieser tZeslstellungen. dw er sich selbst zueigen macht, noch seine obigen Behauptungen aufstellt, so muß man ihn mit sei neu eigenen Waffen schlagen. »GS letzte und eigentliche Ziel aller bürgerlichen Jugendpflege wird von Herrn Siercks mit aller nur wünschenswerten Offenheit klargelegt: �. i-t „Am schwersten wiegt diese Frage in den ii a t, o n a l g c f a h r- teten Gegenden unseres Baterlandes, in den fremdsprachigen i Geßicicn des nördlichen Schleswig und der Ostmarlcn. Wie dort I die Dänen, so sind es hier die Polen, die die Jugend auch über die Schulzeit hinaus unter ihren Einfluß festzuhalten suchen und sie mit antiliationalem Geiste erfülle», Ueberall schürt man hier den Haß gegen alles, was deutsch heißt und nährt in der Jugend die Hoffnuiig auf einen für Deutschland ungünstig verlaufenden Krieg, der die„Befreiung von dem deutschen Joch" bringen soll. Um so mehr haben wir darauf bedacht zu sein, unsere Wehr- kraft zu stärke n." Nun wissen wir es, wenn wir es sonst»och nicht gewußt hätten, worauf dieser ganze Jugendpflege-Rummcl hinausläuft.— In diesen Auseinandersetzungen spielt auch der Franzose Huret eine Rolle, und zwar die eines Popanzes, der dem furcht- samen deutschen Michel vorgehalten wird. Dieser„Huret hat seinen Landsleutcn triumphierend verkündet, daß von dem heutigen Deutschland nichts zu befürchten sei, da es seine Jugend ver- kümmern lasse." Nach alledem ist man einigermaßen gespannt aus den Inhalt des Kapitels über die„sozialdemokratische Jugendpflege". Man staunt, mit wieviel Sachkenntnis hier doziert wird. Da heißt es: „Anl bedeutungsvollsten für die ganze Bewegung war der Parte i- tag in Nürnberg 1908, wo das Programm der ganzen Be- wegung bis ins einzelne festgelegt und ein neues Organ,„Die Arbeiterjugend", begründet wurde, die n o ch j e tz t v o n Dr. Frank ini Auftrage der Zentralstelle herausgegeben wird." So unterrichtet ist der Verfasser von dem Inhalt unseres Blattes, daß er keck folgende Behauptung vom Stapel läßt: „Indes scheinen diese Bestrebungen doch nicht den gewünschten Erfolg zu haben, was uns angesichts des mangelnden methodischen und pädagogischen Geschicks für die Belehrung der Jugeno in der„Arbeiter- Jugend" zutage t r i t t." Die Frage ist wohl berechtigt, ob der Verfasser auch wohl mal eine Nummer unseres Blattes ge- lesen hat. Daß es nicht richtig ist, wenn unsere Genossen die bürgerliche Jugendpflege, wie es hier und da geschieht, unterschätzen, zeigen ein paar Zahlen: Im Jahre 1911 wurden abgehalten in den verschiedenen Teilen der Monarchie 806 Kurse mit 14 465 Teilnehmern(darunter 10 260 Lehrer) und im Jahre 1912 434 Kurse mit insgesamt 22 139 Teil- nehmern(darunter 11 755 Lehrer). Außerdem wurden von 1905 bis 1910 in den von den königlichen Regierungen veranlaßten Turn- und Spielkursen 61 975 Personen wenigstens für die Leibes- Übungen ausgebildet. Das sind nur einige Ziffern aus der neuesten staatlichen Jugendpflege. Daß aber auch außerhalb dieser direkt staatlichen Bestrebungen nach wie vor tüchtig gearbeitet wird, zeigen uns fol- gende Zahlen: Der Weltbund der christlichen Jünglingsvereine unterhält allein in Deutschland 172 eigene Vereinshäuser, die einen Wert von 12 000 000 Fr. repräsentieren. Und nicht weniger als 223 fest angestellte Berussarbeiter sind im Sinne der evan- gelischen Jünglingsvereine tätig. Allein in Rheinland-Wcstsalen bestehen 63 eigene Bercinshäuscr. Fest angestellte Kräfte sind dort 61 tätig. Das sind wohl Zahlen, die uns zu denken geben sollten. Soziales* Aus dem Gcwerbegericht. (Dr. Berthold.) 1. Fallen Abzüge vom Trinkgeld unter das Lohn- beschlagnahmegesetz? Ein Hausdiener forderte gestern von der Firma R i e ß e n zu Unrecht einbehaltcne 23,75 M. Die beklagte Firma machte geltend, es seien durch Verschulden des Klägers Lebensmittel sin obigem Betrage abhanden gekommen. Der Kläger habe zwar gegen die Abzüge protestiert, da sie aber an den Trinkgeldern vorgenommen wurden, kämen die Vorschriften des Lohnbeschlagnähmcgcsctzes nicht in Betracht. Das Gericht sprach dem Kläger durch Urteil den geforderten Betrag zu. Das Trinkgeld, so wurde dem Gesetz entsprechend aus- geführt, sei als Teil des Lohnes anzusehen, um so mehr, als dem Kläger bei seinem Eintritt außer dem Wochenlohn von 22 M. Trinkgeld zugesichert war und er die Stelle nicht angetreten haben würde, wenn dies nicht der Fall war. 2. Nnberechtigtc Entlassung. Eine noch fortbildungsschulpflichtige gewerbliche Arbeiterin klagte wegen ungerechtfertigter Entlassung gegen die Firma Dzialoszynski aus Zahlung von 50 M. für zwei Monate. Vereinbart war eine Kündigungsfrist von vier Wochen zu jedem Monatsersten zulässig. Die Klägerin war mehrfach rechtzeitig aus dem Geschäft weggegangen, um die Schule zu besuchen. Das tat sie jedoch nicht. Als dann vom Schulleiter eine Anfrage an das Geschäft gelangte, gab sie an, sie sei krank geworden. Daraufhin er- hielt sie sofort ihre Entlassung. Das Gericht verurteilte die Beklagte zur Zahlung. Einer der im K 123 der Gewerbeordnung angeführten Gründe zur sofortigen Entlassung liege nicht vor. Auch ein wichtiger Grund nach§ 1241, könne bei dem jugendlichen Alter der Klägerin nicht angenommen Werden. Anders läge es nach§ 123 G.O., wenn sie wiederholt ver- warnt worden wäre. Die sexuelle Erziehung in Elternhaus und Schule. Wien, 16. Dezember 1913. In einer stark besuchten Versammlung der österreichischen Ge- sellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, der aMh der Unterrichtsminister Dr. v. Hussarek beiwohnte, sprach Dr. M. Ehofccn aus Breslau über„Sexuelle Erziehung in Elternhaus und Schule". Er führte aus, daß die Erteilung einer planmäßigen sexuellen Er- ziehung eine Pflicht des Elternhauses sei, die durch die Veranstal- tung von Elternabenden durch Staats- und Gemeindebehörden ge- fördert werden sollte, wo die Eltern von Pädagogen und Aerzten auf die Notwendigkeit einer solchen Erziehung hingewiesen und dazu angeleitet werden. Die Schule soll zwar bis zum 14. Lebensjahr im Klassenunterricht niemals menschliche sexuelle Vorgänge erörtern, aber sie soll durch die Naturkunde zu sinnlichkeitsfteiem Denken und Reden über Fortpflanzung anleiten und durch indirekte sittliche Beeinflussung den Wert der Keuschheit und die Bedeutung des Verantwortungsgefühls auch schon in der Kindesseele sich fest verankern lassen. In der zweiten Schulperiode soll durch vertiefte biologische Unterweisung und ethische Betrachtungen eine ethische Charakterbildung angebahnt werden. Eine direkte sexuelle Beein- flussung kann in die Fortbildungsschule verlegt werden. Für Mäd- chen, die beim Hinaustreten aus der Volksschule in das Berufsleben weit mehr gefährdet sind als Knaben, sind sexualhygicnische und ethische Entlassungsbelehrungen einzurichten. Auf der höheren Schule sollen die 16- b:s 20jährigcn Jünglinge durch philosophisch- präpodeutischc Erörterungen zu einer erhebenden und beruhigenden Auffassung des Trievlebens geführt werden, vorläufig sollte den Abiturienten und den zum Einjährigendienst Berechtigten eine zwanglose Entlassungsbelchrung mit elterlicher Zustimmung erteilt werden. An den Hochschulen sind serualhygienische Vorlesungen für Studierende aller Fakultäten einzurichten, für Phiologen und Theo- logen eine besondere Vorlesung über Sexualpädagogik, 8'» auch an den Lehrerseminaren gelehrt werden soll, damit die späteren Lehrer und Geistlichen ihren Aufgaben nach dieser Richtung hin gerecht werden können. Im Anschluß hieran versicherte der Unterrichtsminister, daß er auf Grund der empfangenen Anregungen die so überaus wichtige Frage der sexuellen Erziehung in seinem Berwaltungsgebiet nach jeder Richtung hin fördern werde. Milchverteuerung. Das Zentrum kann alles und macht alleS. Es gibt sich arbeiter- freundlich und handelt gegen die Interessen der Arbeiter. Es mar- kiert Mittelstandsfreundlichkeit und führt die Mittelständler hinter'® Licht. Es donnert zuweilen gegen Kapitalismus und Ausbeutung und es ist dabei die eifrigste Förderin kapitalistischer und aus- bcuterischcr Bestrebungen. Das Zentrum gründete Gewerkschaften, die den Strcikbruch kultivieren müssen. Es gründete Arbeiter- konsumgenosscnschaften und verspricht den Mittelständlcrn Rettung und Hilfe durch gesetzliche Maßnahmen gegen Konsumvereine und Warenhäuser. Den Mittelständler umgaukelt es mit dem alten zünftlerischcn Requisit z>es Befähigungsnachweises und der Kon- zessionspslicht für verschiedene Gewerbe und es fördert die groß- industrielle EntWickelung durch Hochschutzzölle auf Rohmaterialien. Dem Volke sichert es die Wahrung seiner Interessen zu und geißelt es mit dem Brotwuchertarif. Jetzt plant der vollständig, unter«Einfluß des Zemrums stehende Rheinische Lauernverein einen neuen Fischzug. Die Milch ist für die in der näheren Umgebung der großen Stäote wohnenden Viehhalter schon eine sehr ergiebige Einnahmequelle geworden. Aber sie soll noch reichlicher fließen. Zu diesem Zweck möchte man den Milchhandel monopolisieren, ihn vollständig in Abhängigkeit von den Produzenten bringen. Als Mittel dazu soll die Konzcssionie- rung des Milchhandcls dienen. Zunächst hat man die Milchhändlcr für den Plan geködert. Man kennt ja die Mittelchcn. Man redet den Leuten vor: Konzessionierung bedeute eine Einschränkung der Konkurrenz, daher für den Konzessionierten größere Einnahmen, die noch durch Preissteigerungen gehoben werden könnten. Es gelang auch, die Milchhändler einzusaugen. Auf seiner letzten Tagung erklärte sich der Reichsoerband der Milchhändlcrvcrcine für die Konzessionicrung. Nun erscheinen die Produzenten auf der Bildfläche. Der Vor- stand des Rheinischen Bauernvcreins stimmte der Forderung gc- neigtest zu. Tann berief man eine Versammlung der rheinischen Milchproduzentcn aus den 15. Dezember d. I. nach Köln ein. 800 Interessenten erschienen dort. Frhr. v. Loe präsidierte. Die Ver» sammlung stimmte selbstverständlich der Forderung aus Konzessio- nierung des Milchhandels zu. Tiefen will man für wenige Unter- nehmer und die Landwirte selbst monopolisieren. Selbstverständlich wollen die Landwirte bei der Konzessionserteilung mitreden. Wohin die Reise gehen soll, das verriet der Referent, Generalsekretär Kerp. Er führte nach der„Köln. Volkszeitung" aus:„Vom Standpunkt der Produzenten sei u. a,, zu fordern, daß den Fachausschüssen, die über den Befähigungsnachweis entscheiden, auch Landwirte angc- hören, und daß dt�ftachweis einer gewissen Kapitallraft für die Erteilung der Konzeymn Voraussetzung sein soll. Dagegen sei für die Landwirte, die nebenher den Milchhandel betreiben, ein Befähigungs. Nachweis nicht nötig, es sei denn, daß sie Milch in großen Mengen zukaufen und dann in erster Linie Milchhändler seien." Glückte der Plan, dann waren die Konsumenten vollständig der Willkür der Produzenten und einiger von ihnen abhängigen oder mit ihnen aus Gedeih und Verderb verbundenen Milchhändlcr ausgeliefert. Und der Plan ist in der Ausführung begriffen: Der Verband der Rheinischen Milchyroduzenten hat gestern gemein- schaftlich mit dem Verband rheinischer Milchhändlcr eine Organi» sation gegründet, die ihren Sitz in Essen hat. Der Zweck der Or» ganisation geht auf Beeinflussung der Preisgestaltung des Milch» Marktes. Aehnliche Versuche sind bislang infolge der Disharmonie der Interessen der Produzenten und der Händler gescheitert. Auch dem neuen Verbände möge ein ähnliches Ende durch den Kampf beider Jntcrcsscntengruppcn um die Höhe des Profits beschicden sein. Gerichts-Zeitung. Vom Kampf gegen die Polen, - Gemälde reizen zu Gewalttätigkeiten, zum mindesten find"»« dessen dringend verdächtig, wenn es polnische Schlachtengemälde sind. Das ist die neueste Rechtsnorm, die das Reichsgericht am Dienstag gegenüber einer verständigen Freisprechung aufstellte. Vor der Strafkammer des Amtsgerichts Krotoschin hatten sich am 4. Juni d. I. der Buchhändler Franz Strzclczhk aus Krotoschin und der Kaufmann Karl Rzcpecki aus Posen wegen Vergehens gegen§ 130 des Strafgesetzbuches(Aufreizung verschiedener Klassen zu Gewalttätigkeiten) zu verantworten. Der Angeklagte R. hatte im Jahre 1912 von einer Firma in Prag Reproduktionen eines Schlachtcngemäldcs des polnischen Malers Kossak, darstellend die Schlacht vo» Grochowcn aus dem polnischen Aufstand von 1836/31, sowie 500 Postkarten, welche die Reproduktion des Gemäldes dar» stellten, gekauft und zum Teil an den Angeklagten St. in Krotoschin weiter verkauft. Dieser hat in seinem Geschäft eines der Gemälde im Dezember v. I. ausgestellt. Dieses wurde am 3. Dezember v. I. beschlagnahmt, da es gerade zu jener Zeit, da sich die ganze pol- nische Bevölkerung zur bevorstehenden Polenfeier vorbereitete und Protestversammlungen stattfanden, geeignet gewesen sei, unter der polnischen Bevölkerung schürend und zum Klassenkamps aufreizend zu wirken. Das Gcrichi hat indessen beide Angeklagte freigesprochen, da der Maler K. mit dem Bilde lediglich ein Kunstlverk geschaffen habe und auch Reproduktionen desselben nicht als Aufreizungs- mittel zum Klassenkamps angesehen werden könnten.— Gegen das freisprechende Urteil hatte die Staatsanwaltschaft Revision ein- gelegt.— Der Rcichsanwalt beantragte, der Revision insoweit statt- zugeben, als nicht auf Einziehung des gefährlichen Gemäldes erkannt war. Es halte geprüft werden müssen, ob nicht objektiv das Bild als Aufteizungsmittel verschiedener Klassen zu Gewalttätigkeiten zu erachten sei.— Das Reichsgericht folgte dem Antrage. Es hob das Urteil auf und wies die Sache zur Verhandlung an das Land- Gericht Ostrowo, damit dieses prüfe, ob nicht das Bild einzuziehen sei.— Sind in Preußen, wie es die Verfassung behauptet, alle Preußen vor dem Gesetz gleich, so müßte nun ein gemeinsamer Feldzug gegen alle Schlachtengemälde stattfinden. Oder sind nicht polnische Gemälde so schlecht gemalt, daß nicht auch sie„objektiv zu G.'lvalttätigkciten" anreizen können? Es gibt Leute mit psycho- logischen Kenntnissen, die da meinen, solche Gerichtsurteile reizen lveit mehr auf als irgend ein Schlachtengemäldc aufreizen könnte. Freilich sind Gerichtsurteile„objektiv" keine„Kunstwerke". Prozeß Koghe». Die neue Verhandlung gegen den russischen Zigarettcnhändler Koghcn aus Kiew und Genossen begann gestern vor der 3. Straf- kammcr des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgcrichtsdircktors Dr. Baumgartcn. Der feit 1'- Jahren in Untersuchungshaft sitzende Kaufmann Aron Koghcn steht unter der Anklage des fortgesetzten Betruges? den Mitangeklagten Kaufmann Josef Jacutzowitz und Kaufmann Marcus Gelhorn tvird gleichfalls Betrug zur Last gelegt. Vor Eintritt in die Verhandlung bittet Landgerichtsdcrektor Dr. Baumgartcn die Prozeßbeteiliaten dahin mitzuwirken, daß die Verhandlung wenn irgendmöglich Ins Weihnachten beendet werden könne. Bei gutem Willen würde dies möglich sein. Die drei Angeklagten bestreiten ihre Schuld, insbesondere be- hauptct Koghen, daß er im besten Glauben gehandelt habe und im- stände sei. mit Hilfe seiner Mutter alle seine schulden zu bezahlen. Die Vorgeschichte dieses Prozesses ist in der vorigen Verband- lung ausgiebig erörtert. Koghcn, der hier mit großem Tamtam in der Friedrichjtraßc ein„hochmodernes" Zigarcttengeschäft eröffnet hat, soll es verstanden haben, in raffinierter Weift und unter der Maske eines reichen Erben viele Personen in betrügerischer Weise um hohe Beträge, die die Summe von 400 000 M. erreicht haben sollen, zu schädigen. Heber das Ergebnis der Verhandlungen werden wir berichten. Hus der Frauenbewegung. Vororts" 9ci'. 17. Dezember 1913. Möd?nermnenafyle. Lcffcutlichc Gcbärhäuscr, Wöchnerinnenheime, sind eine dcr dringendsten sozialkygienischcn Fordernngen dcr Gegenwart. Im ganzen Deutschen Reich zählte man im Jahre 1W7 64 ösfcntliche, 80 private Entbindungsanstalten und 22 zu Univcrsitätslchrzwcckcn eingerichtete. Davon kommen für die Prolctaricrinnen nur die erst- und Ichtgcnanntcit mit rund 40 000 Entbindungen im Jahre in Betracht. Die zu Univcrsitätslchrzwcckcn dienenden Änstalten werden erfahrungsgemäß nur in dcr äußersten Not und fast nur von unehelichen Schwangeren aufgesucht. Wie sehr es an Eni- bindungsanstalten für die große Masse dcr unbemittelten Mütter fehlt, das berichten uns die erschütternden Zahlen über die tödlich endenden Krankheiten des Kindbettes— 7000 bis 8000 pro Jahr im Reiche—, das könnten uns die 40 000 Frauen sagen, die nach ärztlicher Schätzung Jahr für Jahr an den Folgen schlecht abge- warteter Wochenbetten dahinsiechen, davon erzählen die vielen Tausendc von Gräbern kleiner Kinder, die in den ersten Tagen nach der Geburt aus Mangel an sachverständiger Pflege zugrunde gehen. Professor Franque-Gictzen schätzt die Zahl der Frauen, für die Anstaltscntbindungen unbedingt nötig wäre, auf mindestens 200 000, also auf das Fünffache dcr heute wirklich in Gcbarhäuscrn Zu- fluchtsuchcnder,— und auch diese Zahl erscheint uns iwch viel zu niedrig. In gut geleiteten Wöchnerinnenasylcn hat man die Todes- fälle im Wochenbett auf ein winziges Minimum herabgcdrückt, während sie in dcr Hauspflege Jahr für Jahr Tausende von Opfern fordern. Insbesondere ist die Sterblichkeit dcr Wöchnerinnen nach operativen Eingriffen in der Häuslichkeit drei- bis viermal so hoch als in den Anstalten. Seit der Wiener Assistenzarzt Semmelweis vor bald 70 Jahren die Entdeckung gemacht hatte, daß die mörderischen Kindbettficbcr nichts anderes seien als Wundinfektionskrankheitcn, hervorgerufen durch Unrcinlichkeit bei dcr Behandlung der Wöchnerin, steht im Mittelpunkt der Geburts- undWochenbettshhgicnc die A n t i s e p t i k, die Kunst, durch Anwendung säulniswidrigcr Mittel bei der Ent- bindung und während des Wochenbettes alles was mit der Wöchnc- rin in Perbindung kommt, von Ansteckungskeimcn freizuhalten. Tic Antiseptik läßt sich heute außerhalb der Anstalten nur in wohl- habenden Kreisen vollkommen durchführen, in den Wochenstuben der Armen begegnet sie schon bei dem Komfort in bezug auf reichlichen Wäschevcrbraucb, dieser ersten Bedingung einer erfolgreichen Wir- kung, im allgemeinen den größten Schivierigkeiten. Jeder Arzt, dcr überdies die trostlosen Wohnungsvcrhältnisse der Armen kennt, muß zugeben, daß es in den übervölkerten Wohnungen dcr Groß- städte fast unmöglich ist, auch bei größter Geloissenhaftigkeit den Forderungen der Wissenschaft in bezug auf ein gesundheitgemäßcs Gcbärbctt zu entsprechen. Auch dcr heutige Hevammenstand ver- mag den Forderungen dcr Wissenschaft wegen seiner höchst Mangel- haften Auswahl, Vor- und Ausbildung vielfach nicht zu genügen. Es sei ferner an die amtlich berichtete Tatsache erinnert» daß im Jahre löll in Preußen allein rund 100 000 Entbindungen ohne jeden sachverständigen Beistand vor sich gingen. Besonders in dem kulturell arg zurückgebliebenen Osten Deutschlands ist in vielen dünnbevölkerten Gegenden der Aerztc- und Hebammcnmangel so groß, fehlt es so sehr a» Anstalten für«chwangerc und Wöchnc- rinnen, daß die Frauen der Armen auf den Beistand von Pfusche- rinnen in ihrcw schweren Stunde angewiesen sind. Zu diesen Not- ständen kommt noch, daß selbst in geordneten Verhältnissen lebende Proletarier ihren Frauen die nötige Ruhe und Schonung für die sechs Wochen, die zur Rückbildung der Geschlechtsorgane und zur normalen Wundhcilung nötig sind, sehr oft nicht gewähren könne». Die ohnehin großen Ausgaben anläßlich der Geburt gestatten nicht das Einstellen einer bezahlten Kraft in den Haushalt, nicht nur die Mutter, auch Mattn und Kinder leiden Not, und so steht die Wöch- nerin oft schon wenige Tage nach der Niederkunft wieder am Koch- Herd und Waschfaß. LMgipierigc-Krcmkhoften. der Unlerlerbsorgane, vorzeitiges Verblühen der Frauen sind die gewöhnlichen Folgen solcher Zustände. Die Aerzte führen mehr als ein Fünftel aller Frauenkrankheiten auf die unzulängliche Pflege und Schonung im Wochenbett zurück. Um diesen trostlosen Verhältnissen entgegenzuwirken, fordert die Eazialdemokratie die weitgehendste Fürsorge dcr Gesellschaft für die wirtschaftlich Schwachen, vor allem: Unterstellung aller Frauen und Mädchen, deren Familieneinkommen 5000 M. nicht übersteigt, unter die Krankenversicherung, freie Geburtshilfe als Pflichtleistung der Krankenkassen, einschließlich freier ärztlicher Behandlung der Schwangcrschaftsbcschwcrden,«chtvangeren- und Wöchnerinnen- Unterstützung in der Höhe des Tagelohns für je 8 Wochen vor und nach der Entbindung, Stillgcld für die Dauer von 26 Wochen, außerdem Errichtung von Entbindungsanstalten, Schwangeren-, Wöchnerinnen- und Säuglingsheimen, Hauspflcgd, Mütter- bcratungsstcllcn u. dergl. Einsichtige Aerztc unterstützen die Forderungen der organisier- tcn Arbeiterschaft und weisen unserer von den engherzigsten sis- kalischen Interessen beherrschten Regierung Wege, die aus dem geburtshilflichen Elend unserer Zeit herausführen zu Zuständen, die sich dem von der Wissenschaft erstrebten Ideal nähern. Es seien hier nur die Geburtshelfer Professoren A. Martin-Börlin, Stumpf- München, von Franque-Gießen, Baumm-Breslau. Leopold-Drcsden genannt, die besonders die'Notwendigkeit der Errichtung von Wöch- nerinnenasylen betonen. Neuerdings hat der Rcgierungs- und Medizinalrat Dr. Springfeld ein lveitausschaucndes geburts- hilfliches Reformprogramm ausgearbeitet. Die Hebammen sollen nicht mehr dem Gewinn nachjagende Gewerbetreibende, sondern Beamte im Dienste der Hygiene sein; vor allem wünscht er, daß Behörden, Aerztc, Hebammen, Wöchnerinnen- und Säuglingsheime und Hebammen-Lehranstalten als Räder einer exakt arbeitenden Maschine ineinandergreifen. Springfclds Forderungen decken sich zii«ncm großen Teil mit den Resormvorschlägen des Geheimen Sanitätsratcs Dr. B r e n n e ck e in Magdeburg, der schon seit LO Jahren für sein Programm eintritt, die Wöchnerinncnasyle zu Zentraipunkten einer gcburtshilflich-sozialcn Organisation auf ge- setzlicher Grundlage zu. gestalten. Wöchnerinnenafyle sollen in großer Zahl über das ganze Stande verbreitet werden, jeder Frau zugänglich und ihr an Stelle des oft ungeeigneten Heims eine allen Anforderungen dcr Antiseptik und geburtshilflichen Technik ent- sprechende Zufluchtsstätte gewähren. Eine organisierte Frauenhilfe soll durch Vcrmittclung des Asyls den verlassenen Haushalt und die Familien der in den Anstalten Schutz suchenden Frauen mit Haus- Pflegerinnen versorgen, damit die Wöchnerinnen auch die zur Ge- nesung nötige seelische Ruhe finden können. Je länger der Aufent- halt der Wöchnerinnen mit ihren Säuglingen im Asyl möglich sein wird, um so ivirksamcr wird d« Asyl nicht nur im Dienste der Geburts- und Wochenbettshygicm? sein, sondern auch im Dienste dcr Säuglingshychene. da die Mütter um so nachhaltiger zum Selbst- nähreu der Säuglinge angehalten lind um so gründlicher in der Pflege und Behandlung der Kinder unterwiesen werden können. Unehelichen Müttern wünscht Brenncckc einen mindestens drei- monatigen Ansialtsaufenthah zu ermöglichen. Selbstverständlich ist eine in Wochiiermnenasylen zentralisierte Pflege auch binsichilich des Kostenpunktes rationeller als die häusliche Wochenpflege mit ihrer Kräftevcrzcttclung. Von den Wöchnerinnenasyle» aus sollen bedürftige Frauen, die ihre Häuslichkeit nicht verlassen wollen, durch..Wandcrkörbc leihweise mit Leib- und Bettwäsche für die Zeit dcr Geburt und des Wochenbettes versehen werden. Auch Brennecka ivünscht lvie �pringfcld und viele seiner Kollegen an die Stelle dcr heute wenig vertrauenswürdigen, in wildem Konkurrenz- farnpf einander unterbietenden Hebammen sozial, wirtschaftlich und intellektuell gehobene Geburtshelferinnen in beamteter Stellung zu lesen, von denen man volles Verständnis für die Antiseptik ver- •"sß6" I(i«n. Tic Wöchncrinnenasylc aber sollen die Stützpunkte ""1 Mutterhauses für die Geburtshelferinnen nicht nur. sondern au« sur die Wöchnerinnen- und Säuglingspflegerinnen sein. Von dieier Zentralstelle aus empfangen sie ihre Ausbildung und später .— Donnerstag, den ihre Fortbildung, von hier aus werden sie nach allen Orten, tvo man ihrer bedarf, entsandt. Alle nur denkbaren, der Geburtshilfe, Wochen- und Säuglingspflege dienenden Kräfte sollen im Zu- sammcnhang mit den Kreis- und Kommunalvertvaltungen einen großen, planvoll zusammenarbeitenden Organismus bilden, dem eine staatliche Mutterfchaftsversichcrung das sozialpolitische Rück- grat zu geben hätte. So weit, so gut. Mit seinem Vorschlag, die gesetzliche Wahrung dcr Fraucnintcressen einer besonderen„Frauen- kammer", gewählt aus den Frauen der obere» Volksschichten, zu übertragen, findet Brcnucckc jedoch keine Gegenliebe bei uns. Das Frauenwahlrecht, lvie wir cS für alle gesetzgebenden Körperschaften erstreben, bietet allein die Garantie einer gerechten, unverfälschten Vertretung der Forderungen, die die Frauen im Interesse der Volkswohlfahrt in dcr Mütter- und Säuglingsfürsorge zu stellen haben. Hiervon abgesehen ist uns jedes Erfolg versprechende Mittel zur Beseitigung der aller Kultur Hohn sprechenden Zustände auf deni Gebiete der Geburtshilfe recht, llnscre Regierung aber, die sich gegenwärtig den Kopf darüber zerbricht, wie dem vielbeklagten Geburtenrückgang gesteuert werden könne, müssen wir mit allen Mitteln zu zwingen suchen, daß sie zuerst einmal dcr sinnlosen Ver- geudung von Frauen- und Kinderleben ein Ende macht, die sie durch ihre Verwahrlosung dcr Geburtshilfe verschuldet. Gangbare Wege sind ihr gewiesen: Ilic Rkodus, hie salta! Hier ist die Gelegenheit zu zeigen, was Du kannst!__ M. Kt. Mas lckenken wir unseren Kindern? Die Zeit ist gekommen, wo diese Frage für Eltern, die Kinder haben, zu einer brennenden wird. Sie ist des reiflichen Ueberlegens wert, denn in ihrer Lösung entscheidet sich ein Stück Pädagogik, Er- ziehung. Kurzsichtige, gedankenlose Eltern; besonders wenn sie über ausreichende Geldmittel verfügen, zerbrechen sich hierüber nicht gar zu sehr den Köpft Wozu denn auch! Geht in diesen Tagen durch die Geschäftsstraßen, so seht ihr unter den vielen, mit� allem Raffinement ausgestatteten Schaufenstern auch nicht wenige, die aus- schließlich der Kinderwelt gewidmet sind. Was Phantasie und Technik, Geschmack und Geschmacklosigkeit ersonnen und erzeugt haben, hier liegt eS aufgehäuft in reichster Auswahl. Eltern, die ihren Beruf als Erzieher nicht als das auffassen, was er ist: der schwierigste, heiligste und verantwortungsvollste, brauchen nur einzutreten und der Ge- schäftsinhaber oder Verkäufer wird ihnen schon das— nach seiner Meinung— richtige und passende aussuchen. ES gibt dann wieder andere Eltern, die sich einzig und allein von den Wünschen oder Launen ihrer Kinder leiten lassen und blindlings diesen oder jenen Gegenstand kaufen, weil Fritzchen oder Elly es„durchaus haben will". Beide Eltern handeln unrecht und sind sich des Fehlers nicht bewußt, den sie hierbei begehen. Gerade weil die Arbeirer ihre paar Groschen so sauer erwerben und so mühsam zusammenhalten müssen, ist es eine dringende Not- wendigkeil, bei der Wahl der Geschenke für die Kinder äußerst vor- sichtig und bedachtsam zu sein. Und nicht allein darum, weil auch in der Wahl der Spielsachen ein Stück Weltanschauung, ein Stück Ueberzeugung zum Ausdruck kommen kann und muß! Geschenke sollen dem Alter und Verständnis, der Begabung und Veranlagung des Kindes angepaßt fein. Sie sollen nicht Selbstzivcck, sondern Mittel zum Zweck sein, sollen zum Denken anregen, auf die Ideenwelt des Kindes befruchtend wirken, sollen schöpferische Be- tätigung auslösen. Sie sollen, Ivo es die Eigenart des Spielzeugs zuläßt,'dauerhaft und imstande sein, das Interesse des Kindes länger als nur wenige Stunden oder Tage zu fesseln. Werkzeuge, Garten- geräte. Mal« und Baukäste», Kegel- und Ballspiele snebst Puppen, richtigen Puppen und nicht die neueste Errungenschaft der„Charakter- puppe">. Gednldspiele, Knetmasse zum Modellieren und Formen usw. sind alles Dinge, die man mit gutem Gewissen empfehlen kau». Kauft auch Wagen und Pferdchen— aber nimmermehr eine Peitsche! Sie ist das Symbol der Mißhandlung, der Erniedrigung. Berge- waltigung und Unterdrückung, sie verleitet leicht zur Roheit und Grausamkeit. Was aber dringend zu empfehlen ist, das sind Bücher, Lese- bücker und Bilderbücher. Was wir aber einleitend gesagt haben, trifft auf Bücher in vollstem Maße zu: Vorsicht! Hier heißt eS, aufpassen. Wer von Arbeiterclteru heute Bücher irgendwelcher Art zu' kaufen hat und nicht selbst genug geschult und belesen ist, der erhält sachgemäße Anleitung und Aufklärung in den alljährlich von berufener Seite veranstalteten Jugendschriften-Ausstellunge», die sich zum Grundsatze gemacht haben: das Beste ist gerade gut genug für Arbeiterkinder I ES braucht sich also niemand greulichen Schund für gutes Geld in die Hände drücken zu lassen, ivie er vielfach oder meistens in den Geschäften zu Weihnachten ausgeboten wird. EmS aber können ivir den Proletarierellern nicht dringend genug ans Herz legen: Kauft keine Säbel, Flinten, Uniformen! Pflanzt nicht schon die blöde Militärschwärmerci in die zarte, empfängliche Kindesseele. Wer das tut, versündigt sich au seinem Klasseninteresse, an dcr Kultur, an dcr Menschlichkeil. Die Eltern moge� sich der Tatsache bewußt sein, daß Jugendeindrücke oft nachhaltig auf das spätere Leben einwirken. Darum: Hinaus aus dem Hause, ans dem Proletarierheim mit dein Mordwerkzeug! Denkt daran, daß der Militarismus die stärkste Säule des Klassenstaates, die letzte ver- zweifelte Zuversicht der Arbeiterfeinde, der griminigste Feind des aussteigenden Volkes ist! Denkt an die blutige Schmach von Man§- feld, wo die Bajonette und Maschinengewehre sich auf die ftreikeuden und hungernden Bergleute richteten. Denkt daraif� daß bei allen Arbeiterdemonstralionen das Militär mit scharfen Patronen ausgerüstet und marschbereit in den Kasernen stand. Und Zaber»! Mir Deutlichkeit hat sich gerade hier gezeigt, welche Gefahren der Militarismus für das Volk in sich birgt. Die Vorgänge in Zaberu sollten dem letzten Arbeiter die Augen ge- öffnet haben. „Du sollst auf Vater und Mutter, auf Bruder und Schwester schießen, wenn ich es befehle!" lautet das Gebot dcr Herrschenden. Wir halten es aber in diesem Falle mit der Bibel, die da sagt, daß die Kinder Vater und Multer ehren sollen. In diesem Grundsatz sollen aber auch die Eltern ihre Kinder erziehen. Sie tun eS, wenn sie das Mordspielzeug aus ihrer Woh- nung verbannen! Frauenberufe. Professorenweishcit. Vor kurzem hat Lily Braun in Köln vor einer großen Frauenvcrfammlung gesprochen. Ihre Rede hat einen Bonner Professor Rumpf so gequält, daß er in dcr„5lölnischen Zeitung" einen mehrspaltigen Artikel gegen die sozialistische Frauen- bewegung niederlegen mußte. Nur um zu zeigen, mit welcher Gedankenlosigkeit heute. noch ein deutscher Professor in einem söge- nannten Wcltblatt über die Frauenfragc urteilen darf, seien einige Blüten der professoralen Predigt hier festgehalten: „Aber was treibt denn die jungen Mädchen in die Fabrik- arbeit? Die Not zwingt sie sicher nicht dazu. Als Dienst- boten in dcr Stadt und auf dem Lande ist ihnen viel besser Gc- lcgenheit gegeben, bei guter Ernährung und guter Luft, den Bc- dürfnissen ihres Körpers gerecht zu werden, als bei einer Tätig- keit, tvelchc vielfach einförmig ist und selten in frischer Luft statt- findet. Aber sie werden in die Fabriken gezogen, teils wegen des h ö h c r e n V e r d i e n st e s, teils durch den S a n g zu einer gewissen Freiheit, teils auch deshalb, weil sie dort mehr Gelegenheit haben, mit jungen Burschen zu schäkern und kleine oder größere Liebeleien anzufangen. Das ist vielleicht dcr Gesundheit noch weniger zuträglich als die Fabrüarbcit." Der Herr Professor jwätzt also das Arbeiten in dcr Fabrik als eine Art Tanzstunde ein. Von dcr Warnung vor dem„gesundheits- gefährlichen" Schäkern in den Fabriken nehmen lvir mit gebühren- dem Ernste tllotiz, sind aber der Meinung, daß die zahllosen sitt- liehen Gefahren, denen bekanntermaßen die Dienstmädchen durch die männlichen Mitglieder ihrer Herrschaft ausgesetzt sind, auch nicht j gerade gcsundheitfördernd wirken. Vielleicht erkundigt sich der schwergelchrte Professor einmal nach deni Anteil, den die-t-ienst- boten zur Prostitution stellen. �. Daß die freundliche Einladung kommt, die Arbcftcrinncn möchten sich gefälligst als Gesinde auf die ostclbischen Güter bc- mühen, ist selbstverständlich. Weniger fclbstverständlich ist, daß der Herr Professor den gewerblichen Schutz für die Frauen sur z u weitgehend hält:„Daß die Fabrikgesetzgebung in dcr Beengung des Erwerbslebens schon mannigfach zu weit gegangen>ji, werden selbst einzelne Nationalökonomcn nicht bestreiten." Hier be- zeichnet also ein Professor der Medizin den Arbeitstag von zehn Stunden für Frauen als zu kurz. Offenbar hat er nie in ein Buch seiner Berufskollegen über soziale Medizin hinciugerochcn. Daß Lily Braun aber auch das Stimmrecht für die Frauen forderte, das hat die Mannesehre des Herrn Professors am tiefsten gekränkt. Er beweist die lleberlegenheit seiner politischen Schulung über die„unmündigen" Frauen durch diese köstlichen Einlvändc: „Kein Einsichtiger wird hcurc verkennen, daß das allgemeine Stimmrecht für den Reichstag wie ein schwerer Alp auf dem deutschen Volk lastet. Wenn ich vor wenigen Jahren über den Bonner Marktplatz ging, streckte mir regelmäßig ein Dienst- mann die Hand hin und bat um einen Groschen für Alkohol. Und dieser Mann soll die gleiche Stimme für den Reichstag haben lvie ein ehrsamer Handwerker, dcr vielleicht zwei Gesellen ernährt, seine Kinder zu tüchtigen Leuten erzieht und durch seine Steuern zur Erhaltung des Staates beiträgt. Hier besteht ein schweres Mißverhältnis. Schon heute kann der Gebildete gegenüber den Auswüchsen des Parlamentarismus schwere Bedenken nicht unter- drücken, und da sollen wir dazu beitragen, daß noch mehr Unmündige und Unerfahrene die Rechte erhalten, auf die Verfassung und auf die Gestaltung des Staates einzuwirken und ihre Wünsche laut und lauter zur Geltung zu bringen." Gesegnet sei der Dienstmann auf dem Marktplatz zu Bonn! So sehr er auch schwanken mag, er ist die festeste Stütze des Herrn Professor Rumpf gegen die anstürmende Frauenbewegung. Freilich hätte der gute Herr noch bessere Vergleiche ziehen können. Ist es nicht noch viel schmählicher, daß versoffene, randalierende Bonner Borussen wenige Jahre nach ihrem„Studium" hervorragende Aemter im Lande bekleiden? Nur dcr Unverstand eines deutschen Professors kann diesen Parasiten die wertvollen Kräfte, die in den arbeitenden Frauen schlummern, unterordnen. Zur Lage dcr Krankenpflegerinnen. Die Talsache dcr lieber- lastung der Krankenpflegerinnen tvird durch die Erhebungen bestätigt, die auf Grund eines Bundesratsbeschlusscs vom Jahre 1908 gemacht und nunmehr für Preußen bearbeitet vorliegen. Danach beträgt in H e i l a n st a l t c u die durchschnittliche Arbeitszeit 14 Stunden, fast 1200 von 31 000 Pflegerinnen loaren jedoch bis 13 Stunden tätig. Lassen schon diese Zahlen erkennen, daß der Tag für die Er- ledigung der Arbeit nicht ausreicht, so zeigen die Ziffern über den Nachtdienst ein ganz trauriges Bild. 9500 Pflegerinnen mußten ihn 5— ö Stunden lang außer dcr gewöhnlichen Arbeiiszeit verrichten, ohne daß nur eine Ruhepause zwischen Tag- und Nachtarbeit ein- getreten wäre. Selbst eine Beschäftigungszeit von 30—40 Stunden kam bei einer Reihe von Pflegerinnen ein- bis zweimal im Monat vor! Trotz dieser Ueberanstrengung, die in Industrie und Handel ganz undenkbar wäre, kannten 2000 Pflegerinnen, d. i. etwa 7 Proz.. überhaupt keinen Urlaub. Es bedarf keiner Erwähnung, daß die Zustände in den anderen Bundesstaaten nicht günstiger liegen. Diese Zahlen belveisen, wie dringend nötig die gesetzliche Regelung der Arbeitsverhältnisse der Krankenpflegerinnen ist. Bus der Jugenbewegsung. Tie' weibliche Arbeiterjugend. Neuerdings ist die staatliche Jugendpflege auch auf die weibliche Jugend ausgedehnt worden. Die Tatsache, daß in der freien Jugendbewegung schon viele Taufende junger Arbeiterinnen vereinigt sind, zwingt die Gegner zu Abwehrmaßnahmen. Es kommen bei dem Kampfe um die weibliche Jugend größere Massen in Betracht als die meisten ahnen. Nach der letzten Zählung gab es im Deutschen Reiche 2 443 719 weibliche Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Dazu kommen 577 830 Dreizehnjährige, von denen ja auch schon ein Teil erwerbstätig ist. Insgesamt waren 1 585 177 weibliche Jugendliche erwerbstätig. Auch die Gliederung nach Berufen ist interessant: 070 390 sind mit landwirtschaftlichen Arbeiten bcschäf- tigt, 358 793 gingen als Dienstmädchen, als Fabrikarbeiterinnen wurden 355 099 ermittelt. Als kaufmännische Gehilfinnen und Beamtinnen wurden 99 707 gezählt. Die Frage, wie viele von diesen großen Scharen junger Mädchen organisiert sind, ist nur schwer zu beantworten. Die katholische Jugendzeitschrift„Die junge Freundin" rechnet folgende Zahlen heraus: 0000 Pfadfindcrinncn, 1700 Bund deutscher Jugend- vcrcine, 27 050 Deutscher Turncrschaft, 220 000 in den evangelischen Jungfraucnvcrcinen, 350 000 in den katholischen Jungfraucnvcr- einen. Ter süddeutsche Verband dcr weiblichen katholischen Jugend- vereine gibt 11 500 Bezieherinnen seines Verbandsorgans an. Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig, aber es geht bei aller Un- genauigkcit dcr Zahlen daraus hervor, daß weit über% Million junger Mädchen, darunter die erdrückende Mehrheit Arbeiterinnen, von der gegnerischen Jugendbewegung erfaßt sind. Wie stark die Zahl der Arbeiterinnen unter den 100 000 Bc- zichcrn dcr„A r b e i t e r- I u g e n d" ist, geht aus den Ver- öffentlichungen leider nicht hervor. Man schätzt sie mit 25 000 bis 30 000 sicher eher zu hoch als zu niedrig. Diese Zahlen denen der bürgerlichen Jugendvereine gegen- überstellen, bedeutet zugleich einen Mäßstab für die Riesenarbeit. die wir noch zu leisten haben— wenn auch 10 000 junge Arbeiterinnen in der sozialistischen Schule eine andere Bedeutung haben, als die gleiche Zahl in irgendeinem christlichen Ju.igfrauenvcrcin, der fiir die geistige Entwickclung seiner Mitglieder soviel wie nichts tut. Mutter- und Kinderftkufcs. Der Geburtenrückgang in Oesterreich. Die„Statistischen Monatshefte" teilen mit, daß seit dem Jahre 1891 die Geburten- zahl beständig zurückgegangen ist. In diesem Jahre betrug die Zahl dcr Geburten noch 440, in wenigen Jahren ist sie auf 397 gc- funken und 1911 betrug sie nur noch 315. Dieser Geburtenrückgang ivirkt heute vor allem' in den größten Elendsbezirken, so in den nordmährischen Weberdörfern, tvo dcr Rückgang der Bevölkerung durch eine starke Auswanderung noch vermehrt wird. Dort' gibt es Bezirke, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt an Menschen abnehmen. Es haben trotzdem aber die Herrschenden in Oesterreich noch immer andere Sorgen als die Linderung dieser Not, die für die gesamte Entwickclung des Landes so überaus gefährlich fist. Tic„Deutsche Gesellschaft fiir Mutter- und Kindesrecht E. B." hielt am 5. d. M. ihre Generalversammlung ab. Wie die Vorsitzende Frau Francis Sklarek berichtete, sind in der Arbeit große Fortschritte zn verzeichnen. Die Zahl der bearbeiteten Einzelfälle ist auf 928 gestiegen, denen durch die über Groß-Berlin verstreuten 8AuSkunfts- stellen geholfen wurde. Es handelte sich um Beschaffung von Unter- kunft, Rechtsschutz, Arbeit, Vormundschaft, Hauspflege, Unterstützungen, Erholungsaufenthalt, ärztliche Hilfe, Pflegestellen usw.: 353 Mütter ivor, resp. nach der Entbindung) mit 6089 Vcrpflegungstagen und 220 Kinder mit 3970 Tagen konnten in das Heim„Mutterhilfe" aufgenommen iverden. Die Poliklinik für Frauen und Kinder, Düsseldorfer Straße 14, Wierde stark besucht. Seit März gibt die Gesellschaft eine eigene Zeitschrift heraus. Die Deutsche Bereinigung Mutter- und Säuglingsschutz, Rordböhmen E. V. hat sich der Deutschen Gesellschaft für Mutter- und Kindesrecht E. V." angeschlossen. Der Kassierer Dr. Abraham gab den Kassenbericht, der bei einem Ausgabenetat von 17 708 M. mit einem Bestände von 3588 M. abschließt. Der bisherige Vorstand würde wiedergewählt. Todes-Anzeigen SozialdemokratiscberWahivereiD f.dlBerLReichslags-Wahlkpeis. Am 16. d. MtS. verstarb unser Genosse, der Gastwirt JKarl Wolf Buggenhagenstraße 1. Sej. 716, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag nachmittags Uhr, von der Halle des alten Sofihien- kirchhaje« in der Bergstrasze ans statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Frau foMna Becker geb. Horn am 16. Dezember, srüh 4 Uhr, sanst entschlasen ist. Um stille Teilnahme bittend, zeigen dies tiejbetrübt an Paul Becker nebet sechs Söhnen. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 3'/« Uhr. von der »alle des neuen Luisen-Kirch- hoscS, Westend, auS statt. YerbaDd der Ireien Gast- und Sebankwirte Deutschlands. Orteverwaltung Charlottenburg. Den Kollegen zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Panl Becker Katharina Becker verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den IS. Dezember, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des neuen LuisentirchhoseS, Filrstenbrunner Weg, aus statt. 74/6 Der Vorstand. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden anlätz. Uch des Heimganges meines lieben Mannes, des Gastwirts 297,11 kuclolk v. pretisctievski sage ich allen Freunden, Gästen und Bekannten meinen herzlichsten Dank. Delene v. Pretlschewskt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung deS .Kohlenhändlers ISdwla Krause sage allen herzlichen Dank. 111A ,1rn Namen der Hinterbliebenen ISriii'. Emilie Kranse geb. Obst. Für Teilnahme Danksagung die vielen Beweise hl hme und zahlreichen erzlicher zahlreichen' Kranz� spenden beim Hinscheiden meiner lieben Frau! unserer guten Mutter, sagen wir allen Verwandten und Be- kannten, insbesondere den Mietern deS Hauses Cuvrvftr. 10 und Wrangel- siratze 61, unseren tiesgcfühlten Dank. Hermann Kntter»ebst Söhnen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten BaterS Karl Schulz sagen wir allen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen, unseren herzlichsten Dank. Frau Witwe Schulz ISA und Kinder. Danksagung. ' Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Oskar Hoffmann sage ich hiermit alle» Verwandten, Freunden und Bekannten, seinen Kollegen, dem Badloerein des sechsten Kreises, dem Mctallarbeitervcrband, sowie den Sängern im Name» der Hinterbliebenen meinen herzlichsten Dank.. 1019t Anna Hoffmann. Für die herzliche Teilnahme und zahlreichen Kranzspeuden anläßlich der Bestattung unseres lieben Bruders. Schwagers und Onkels 1009l Ernst Zimmermann hiermit allen Freunde», Genossen und Kollege» unseren herzlichsten Dank. 100A Im Namen der trauernde» Hinterbliebenen Erich Zimmermann, Eichwaldc. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden, insbesondere sür die trostreichen Worte des Stadtverordneten Herrn Groger bei der Bestattung unserer geliebten einzigen Tochter und Schwester Margarete Kaiweit sagen wir allen Beteiligten unseren herzlichsten Dank. 111A Franz Kaiweit und Frau nebst Söhnen. Milien- unli Krallzbiudttt! m Robert Meyer, Jnh.: P. Ctolletz Mariannrnftr. 2. Tel. Mpl. 846 Ausserdem genie. nue Kunden den grossen Vorteil der Gratis-Weihnachts-Bescherung"ff 101 Rabatt auf die tob ihnen geleiatete Amah'ung. 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Dezember, fällig ist, geben am Dienstag. 2o, Dezember, in den Arbeitsnachweisen Mitgliedsbuch und ArbeitSloienkarte ab und erhallen am Mittwoch, den 21. Dezember, vormittags, m der sür Sonnabend festgesetzten Reihcnsolge Geld. Achtung! Arbeitslose, die von Achtung! Die Weihnachts-Unterstützung an Partei und Gewerkschaften gezahlt wird, kommt für Verbands Mitglieder am Freitag, den 19., und Sonnabend, den SO. Dezember, im Gewerkschastshause, Saal IV(gr. Saal), zur Auszahlung. Quittungen zur vorherigen Ausgabe au die Mitglieder sind in den Bureaus und Arbeitsnachweisen in Empfang zu nehmen. Die Auszahlung erfolgt genau in der auf den Quittungen angegebenen Reihenfolge. Mitgliedsbuch und Arbeitslosenkarte ist mitzubringen. 93/7 Dl« Ortsverwaltuiig. Allgemeine Orts- Krankenkasse Berlin-Weitzebijec. Unsere Bekanntmachung vom 16. Dezember 1913 betreffend die Borstandswahlen wird dahin be« richtigt: Als ordentliches Vorslandsmitglied ist nicht der Kausmann Richard Friedman», iondern der idausmann Ernst Friedmall», Berlin- Weistensee, Pistoriusstr. 96, als gültig gewählt anerkannt worden. Berlin-Wetijensee, 17. Dezember 1913. Der Vorstand. 261/3 K. Fuhrmann, Vorsitzender. Ortskrankenkasse der Gürtler;u Kerlin. Zu der am Montag, den 22. d. Mts., abends 6 Uhr. im Ge- werkschaftshansc(Saal 1), Engel- user 15, stailsindendeii auBerordentlichen General-Vefsamnilung werden die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der Kaficnmitglicdcr hiermit ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die neue Krankenordnung nach§ 347 RVO. 2, Berschiedenes. 301/20 Anfragen und Beschwerden, zu denen die Einsicht der Keschästsbücher er- forderlich ist, sind dem Vorstände bis zum 20. d. Mts. schriflich zu unter- breiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Eine Vertretung ist unzulässig. Berlin, den 17. Dezember 1913. Der Vorstand. Ewald Liesack, Vorsitzender. Bekanntmachung. Die durch die Generawersammlung am 28. April 1913 beschlossene neue Satzung der OrtSkrankentaffe der Schloffer und verwandten Gewerbe zu Berlsti nebst der Wahlordnung ist v om königl. Oberversicherungsamt Grosi-Berlin unterm 22. November dieses Jahres genehmigt worden. Sie tritt am 1. Januar 1914 in Krajt. Druckexemplare der Satzung wer- den in ausreichender Zahl den ein- zelncn Betrieben überkandt und können vom 24. Dezember d. I. ab dort ein- gefordert werden. 301/18 Freiwilligen Mitgliedern wird die Satzung im Kaffenlokal, Berlin, Liniensir. 5, in den Kassenstunden von 8—1 Uhr eingehändigt werden. Berlin, den 18. Dezember 1913. Der Borstand der Ortskrankenkaffc der Schlosser und verwandten Gewerbe zu Berti». Im Auftrage: Gustav Lubatsch, Robert Krüger, Borfitzeuder. Schcistsührer. Allgemeine Ortskrankenkasse für den Stadtbezirk Cöpenick. Gemäß§ 8 der Wahlordnung sür die Vorvandswahlcn der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Stadtbezirk Cöpenick werden die wahlberechtigten Ausschußmitglieder hiermit bcnach- richtigt. daß die eingereichten Wahl- vorschlage geprüft und sür güllig be- sunden worden sind. Da sowohl aus dem sür die Arbeit- geber als auch aus dem sür die Ber- sicherten eingereichten Wohlvorschlage im ganzen nur soviel wählbare Be- werber benannt worden sind, als zu wählen waren, so gelte» gemäß§ 9 und 25 der Dahlordnung die vor- geschlagenen Bewerber als gewählt. Die zum 30. Dezember 19t3 angesetzten Wabllermine zwecks Vor- nähme der Vorstandswahlen seitens der Ausschußmitglieder— Arbeit- geber und Versicherte— werden hiermit ausgehoben. Der von den Arbeitgebern eingereichte Wahlvorjchlag(4 Vertreter, 8 Ersatzvcrtreter), eingereicht durch das Ausschußmitglied Herrn Wllheim Mahnte, Gutenbergstr. 10, Stell- Vertreter Herr Richard Retzlaff, Rückertstr. 43, beginnt mit dem Namen Richard Bauch, Kausmann, Schloßsir. 3. Der seitens der Versicherten ein- gereichte Wahloorschiag(8 Vertreter, 16 Ersatzvertreter), eingereicht durch das AuSschußmttglied Herrn Wilhelm Guddat, Flemmmgstr. 30,«tell- Vertreter Herr Hermann Schulz. Kaiser-WUhetm-Str. 33, beginnt mit dem Nomen Otto Nittel, Expedient, Gutenbergstr. 26. 261/2 Die Borschläge resp. die beiden Listen der nunmehr gewählten Vor- staudSmitglicder können im Kaffenlokal der Gemeinsamen Ortskranken- kajse, Berliner Str. 3(Eingang Kutenbergftraße) während der Zeit von 8—1 Uhr vormittags eingesehen werden. Etwaige Einsprüche sind innerhalb 2 Wochen vom Tage dieser Bekanntmachung ab gerechnet bei dem Vorstände der Gemeinsamen Orlskrankcnkasse oder bei dem Ver- sicherungsamt Cöpenick einzureichen. Cöpenick, den 16. Dezember 1913. Ter Vorstand. Otto Nickel, Wilhelm Flehm, Vorsitzender. Melchiorstr. 28. I ri Verwaltungsstel ete. e Berlin. Geöffnet v. 9-1 Uhr. Freitag, den IS. Dezember 1S13, abends»Va Uhr: Mitglieder-Verfammlung im Gcwerkschaftshaus, Engelufer 15. Tagesordnung: L Abrechnung vom 3. Quartal 1913. 2. Wichtige Mitteilungen. Mitgliedsbuch legitimiert.> 133/3 DI« Ortaverwaltnng. Acbtung! Bewilligte Bäckerei. Achtung>. Meiner geehrten Kundichast und Nachbarschaft zur Kenntnis, daß die Differenzen mit dem Vertrauensmann der Bäcker und Konditoren und dem unterzeichneten Bäckermeister zur beiderseitigen Zufriedenheit geregelt sind, ES ist mein Bestreben, nur gute« ichmadhafte Ware zu liefern, um das volle Vertrauen meiner werten Kundschaft dauernd zu erwerben. 314b Hochachtungsvoll Bäckermeister Melletat, Zorndorfer Str. SO. Dies bescheinigt: Bertrauen-Zmann d, Bäcker u. Konditeren BrrlinS». Umg. Irnit.(kloin gomuoterts) Haargarn-IBOiidej- Teppiche grau, Mau, oliv oder rot Fond S? 130x190°» a 75° . 160x225.. Iis» . 190x290.. 16»» Vorlag. GrUBeSOXIOOcm I.ZS Xaoh austv. per Ivacimahmo. Teppich-Speziaihaus LBW Emil efevre Berlin S. Seit 1882 nur Oranienstr. 15$ 1 Partie reichgestickt. fiöschdecken ä 6,8, 10 M. bisher 8 bis 15 M Weihnachts- Eilraliste u. Katalog enorm billiger Gescbenkartikel (600AbbUd.)gratiB u. franko Auch. Sonntags bis Weihnachten geöffnet. Gemeinsame Orts- Krankenkasse für Berlin-Lichterselde. Die Wahl am 16. Dezember 1913 der Vertreter zum AuSichuß der All- emeinen Ortskranlenkasse Berlin- tchterseldc(Verficherle) ergab folgen» des Resultat: Es wurden abgegeben 691 Stimmen. Davon entfielen aus üiste 1. 349 Stimmen 2. 332 Ungültig waren 10 Stimmen. Es erhält danach Liste 1 21 Ver» treter, lausende Nr, 1—21 und 42 Ersatzmänner, lausende Nr. 22—63. Liste 2 erhält 19 Vertreter, lausende Nr. 1—19 und 38 Ersatzmänner, lausende Nr. 20— 57. Einsprüche gegen die Gülligkelt der Wahl sind innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Resultats beim Vorstand der Krankenkasse oder beim VersicherungSamt des Kreises Teltow einzureichen. 26!/ 1 Berlin-Lichterselde, den 17. Dezember 1913. Der Voratand. M. Lengenfeld, Vorsitzender. Knaben- und Großes Lager in jeder Ausführung, nur eigene Anfertigung. zu sehr billigen Preisen. Herren Garderobe nach Mast Karl Hustädt, KoppKe85' 2 Minuten vom Schief. Bahnhof. 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Pharus-Zälc. Müllerstr. 112. Eintrittskarten lila Farbe. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclesstr. 21. Eintrittskarten weiße Farbe. Nißlcs Feftsälc, Dcnnewitzstr.13. Eintrittskarten rosaFarbc, Programm: Weihnncht-Zansprachc, Konzert, Märchencrzählungen mit Lichtbildern. * Beim Betreten des Saales ist die Eintrittskarte dem Kon- trolleur vorzuzeigen, worauf die Kinder, die Mütter oder Ander- wandten der Kinder so viel Karten so viel Konfekttüten erhalten. Die zweite Hälfte der Karte ist bis zum Schluß aufzubewahren, um sie beim Hinausgehen abzugeben, wofür dann das Weihnacht»- geschenk behändigt wird. Wir bitten die Arbeitslosen, darauf zu achten, daß sie sich in dem Bureau ihrer Gewerkschaft die Eintrittskarten zur Kinder- bescherung für das Lokal fordern, das ihrer Wohnung am nächsten liegt. Bei Verwendung der Gutscheine beim Wareneinkau i ist folgendes zu beachten: Jeder Inhaber eine» Gutscheines lese diesen genau durch. Die Gutscheine gelten für alle Geschäfte der Warenhäuser A. Wertheim, W. Wertheim, Hermann Tietz, A. Jandorf und Stein und zwar für alle Waren ohne Unterschied. Jeder Gutschein muß im einzelnen oder im ganzen verausgabt werden. Geld wird aus einen: Gutschein nicht herausgezahlt, dagegen steht es jedem Inhaber frei, feine 2 resp. 1 Gutscheine auszugeben, to« er will. Beim Betreten eines der genannten Warenhäuser löst sich der Käufer gegen Vorzeigung seines Gutscheins eine Sammelkarte oder ein Buch, um sich nach Belieben die Gegenstände auszusuchen und sie an der Sammelkasse in Empfang zu nehmen. Warenhäuser, die im allgemeinen Rabatt gewähren, haben diesen Rabatt auch den Gutscheininhabern, wie jedem Käufer, der mit Geld bezahlt, zu geben. Verband der sozialdemokratischen Wahlvereine Berlins u. Nmg. Eugen Ernst. Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend. Alwin Äörsten. Partei- Hngekgenheiten* Trebbin. Am Sonnabend, den 20. Dezember, abends S1/, Uhr, im Schützenhaus(W. Fromm): Wahlveremsversammlung. TageS- ordnung: 1. Kasse und Ausnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht von der Verbands- Generalversammlung. 3. Parteiangelegenheiten und Verschiedenes. Bmmu. Die Zentralbibliothek wird Freitag, den IS. Dezember, eröffnet. Es werden nur noch Freitags von 8— L Uhr Bücher aus- geliehen. Berliner Nadmebten- Von der städtischen Atterweltsanstalt. Da» städtische Obdach muß heute den verschiedensten Zwecken dienen. Untergebracht ist in den Räumen in der Fröbelstraße das nächtliche Obdach— Asyl genannt— und ferner das Familien« obdach, außerdem dient die Anstalt als Krankenstation, als Ge schlechtSkrankenhaus, selbst Sieche in dem schlimmsten Stadium bc finden sich ini Obdach. Beispielsweise liegt eine Frau in der An- stalt, die im höchsten Grade an der Lungenschwindsucht leidet, eine andere hat die Rückcninarkzschwindsucht so schlimnu daß sie bei jedem Schritt, den sie macht, zusammenbricht. Stellt man sich vor, daß für diese Kranken weder die geeigneten Ein- richtungen noch das Wärtcrpersonal vorhanden sind. so wird einem fühlenden Menschen der ganze Jammer klar werden, der in einer Anstalt herrschen muß, zu deren Aufgabe weder die Krankenpflege noch die Siechenwartung gehört. Die Krankew Häuser nehmen diese Unglücklichen nicht ab, weil—.sie nicht mehr Gegen st and der Krankenpflege sind"'. Die Siechenanstaltcn lehnen die Aufnahme ab, weil sie entweder keinen Platz haben oder erst die Garantie haben wollen, ob— die Leute unbestraft und hier unterstützungsberechtigt sind. Beides soll erst von der Armendirektion festgestellt werden.' DaS kostet Zeit und während dieser Zeit liegen die Kranken zwischen den Gesunden, gefährden diese oder flößen ihnen Entsetzen ein. Das kann man begreifen, wenn wir daran erinnern, daß z. B. ein Lupuskranker bis zu sechs Monaten unter den gesunden Hospitaliten sich befunden hat. Man kann eö verstehen, wenn die Deputation des Obdachs sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt und serner Einspruch erhebt. etwa noch männliche Geschlechtskranke, wenn auch nur in einzelnen Fällen, dort zu behalten. ES ist nur richtig, wenn verlangt wird, daß in Fällen, in denen eS der Arzt für notwendig erachtet, ohne vorherige Zustimmung der Armendirektion solche Kranke sofort der Siechenanstalt zuzuführen. ES ist zu verlangen, daß der Magistrat diesem Antrag der Deputation beitritt. Dringend wünschenswert ist es natürlich, daß daö Obdach über- Haupt von Dingen entlastet wird, die mit dem Zweck deö Obdachs nichts zu tun haben, sonst hätten unsere Genossen recht, die da meinten, eS fehlte im Obdach nur noch ein Säuglingsheim Stationen S£ i| gS Haparanda is Ettersburg 762 Still Scillh■ Aberdcen Paris 763N T75SR 774NW 769ÄNW Vetter ** A» h Sk bedeckt Schnee wolkig 2 wolkig 2! bedeckt Wetterprognose für Donnerstag, den 18. Dezember 1913. Kühler, zeitweise ausklareud. vorwiegend neblig oder wolkig bei ziemlich frischen nordöstlichen Winden; keine erheblichen Niederschlage. ' � Berliner W e t t-er b u r e a u. Wafseritands-Nachrichten der Landesanstalt sür Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wcttcrburcau Wafferstand M e m e l, Tilsit P r e g e I, Jnsterburg Weichsel, Thorn Oder, Ratibor , Krossen . Franljurt Warthe, Schrimm Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Leitnieritz , Dresden , Barbv , Magdeburg Wafferstand Saale, Grochlitz H a v e Spandau«) , Rathenow«) Spree, Spremberg«) , Beeskow Weser, Münden Minden Rhein, MaximilianSau , Kaub . Köln Neckar, Heilbronn Main, Hanau Mosel, Trier ')+ bedeutet Wuchs,— Fall.—«) UnterPegel. Die Lausitz er Reitze ist bei Görlitz heute aus Ausilferun> höhe gestiegen. Nach tclegraphischer Meldung der Landesanstalt für i Ivässerlundc detrug dort der heutige Wasserstand L20 cm. ■JIM MIM II Iii lim Iii IIWI llllllllllllllliinilllllli IIIIII Erstklassige Briketts iooo smck m. 0. 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ES gingen ferner ein: �.1 Rotationsabtcilung Aug. Scherl...___ m___ Buchdruckerei Gebr. Aßmann 4,S0. Verband der Böttcher aus Listen 280.—. Metallarbeiter bei W. Bartel 25,70. L. 4149 Ullstein u. Co., Abteilung Lttzidenz-Ztereottchie 31,55. L. 4033 Ullstein u. Co.. Notalionsmaschinen- «teiftei- der Morgenpost 25,—. L. 64 5,—. A. Kröger 1,50. Ernst Thurau 1,o9. R. Pätsch, Charlottenburg. 2,—. Kaumatm 2,05. L. 4291 2,05. Lparverein..Recht viel" 4,—. Böttcher der Spritbank 4,—. tz. Springer ck..>0. Sparvcrcin„Blcibtrcu" �Oberschüneiveide 6,—. Gcsangsguartct! Küers Tegel L. 1679 u. 1680 S4ch0. Deutsche Wassenfabrik L. 1689 21 60 ii. 1690 25,25. L. 1691 29,55. L. 1692 20,60. L. 1693 17,75. L 1694 63 25 U. 1695 33,50. L. 1696 11,10. L. 1697 19,60. L. 1698 19,45. L. 1699 yi'.Zb. L. 1700 33,05. Borsig L. 1701 12,20. L. 1702 34,70. L. 1703 19,10. L. 1704 14.05. 2. 1705 12,45. 2. 1706 15.—. 2. 1708 9,40. 2. 1714 11,15. S. 1710 8,95. 2. 1723 9,65. 2. 1724 12,25. 2. 1736 17.-. 2. 1737 17,30. L. 1739 56,60. 2. 1740 8,20. L. 1741 18,70. 2. 1742 41.—. 2. 1743 22,50. 2. 1744 29,70. 2. 1745 3,10. 2. 1746 16,40. 2. 1747 11,10. 2. 1750 20,60. 2 1/51 Heutschke 0,50. Borsig 2. 1752 2,40. 1753 9,30. Deutsche Wagensabrik 2. 1801 34,40. 2. 1802 37,75. Schuchardt u. Schütte 2. 2053 24,—. Bergmann 2. 2055 30,25. 2. 2056 30,50. 2. 2057 8,45. 2. 2058 24,30. 2. 20o9 35,—. 2. 2060 28,50. 2. 2061 80,60. 2. 2062 23,—. 2. 2063 £3,60. 2. 2064 13,50. 2. 2065 18,95. 2. 2066 76,60. 2. 2067 21,15. 2. 2068 26,40.?. 2069 18,90. Dr. M. Lewa 2. 2085 47,—. 2. 2036 3,20 r AN L- 2088 26,95. 2. 2090 26.50. M. Hasse L. 2091 27,65. 2. 2092 14,30. ii. 2093 15,—. 2. 2094 39,30. 2. 2095 10,30. L- 2096 21,50. 2. 2100 Clcktro.mech. Industrie 65,50. Kehlma u. Thomas 2. 2121 8,70. 2. 2122 17 80. 2 2123 9.60. 2. 2124 6,95� L. 2313 25,05. Berg. mann 2. 2321 6,30. 2. 2322 21,—. 2. 2323 14,10. 2. 2324 9 25. 2. 2325 2,15. Bolzani 2. 2326 15,90. 2. 2327 21,70. iL 2328 28—, 2 0329 20,80. L. 2330 7,65. 2. 2563 12,80. 2. 2564 4,40. g. 2566 4,50. ii. 2570 5p5. 2. 2575 7,20. Orcnslein u. Koppel 2. 2576 18,— 0577 17 ofl 2. 2581 3,50. 2. 2583 5.-. L. 2585 13,80. 2. 2587 2,80. ii. 2589 l'io! L. 2593 0,70. 2. 2599 10,45. 2. 2600 3,30. 2. 2601 4.—. 2. 2617 Berliner Kugcllager-zabrik 33,—. 2. 2807 Seemann, Borsigwalde. 12,—. 2. 2847 Zühlke 11 50. 2. 2892 Schäfte', u. Hauschner 28,75. 2. 2900 Wu.s 6,—. Gebauer 2. 78';7,55. 2. 789 14,10. 2. 790 28,50. 2. 791 43,—. L. 797 40,80. 2. 708 18,—. 2. 799 46,—. 2. 800 26,10. L. 801 57,70. 2. 802 12,50. 2. 803 25,—. 2. 804 27,80. 2. 805 15,—. 2. 806 7.50. L. 808 19,—. 2. 809 8,70. 2. 811 13,—. 2. 812 39,—. 2. 813 26,25. 2. 814 f.--.2�815 41�50. 2. 816 16,60. 2. 817 9,05. 2. 818 32,50. L. 819 o!*£■ 8?.1 6'—• L. 823 15,80. 2. 326 10,70. 2. 825 14,60. S(n�)cheKa(ch..5a6i-. 2. 836 13,—. 2. 827 42,50. Gebauer 2. 828 22,50. L. 829 30,60. 2. 830 6,—. Ldnerina-Werk 2. 831 31, 30. L. 832 58,30. L. 833 34,30. L. 834 30,05. 2. 835 29,15. 2. 836 34,25. 2. 837 53—. 2. 838 36,10. 2. 839 27,50. 2, 840 19,35. 2. 842 35_. 2 843 13 25 L. 844 35,20. 2. 845 15,50. 2. 846 10,10. 2. 847 47—,» 848 1770 D. W. u. M. Laussabr. 2. 849 12 60. 2. 852 12,50. 2. 853 40 20" 854 31,40. 2. 855 38,05. 2. 856 42,25. L. 857 57,20. 2. 858 3530»' 859 24,60. 2. 860 30,30. L. 861 25,40. L. 862 40,30. 2. 863 23,15. g. 864 32,—. 2. 863 42,40, Rernstlampen-Fabrik 2. 866 6,75. 2. 867 19— D. 23. M. F. 2. 867 19,-. 2. 868 62,45. 2. 869 18,10. Hugo Härtung' Maschinenformer 2. 870 25,—. D. W. M. F. 2. 871 14,—. L. 872 23.25. 2. 874 41,20. 2. 875 55,50. L. 876 49,30. 2. 876 13,25. 2. 879 72.65. L. 880 44.55. 2. 881 8.50. Beermann 2. 941 942 913 70,30. 2lndner 2. 953 46,75. Eckncr 2. 954 13,45. L. 1001 18,55. Hochbahn 2. 1002 16,95. 2. 1003 28.50. Weber L. 1004 6.20. 2. 1005 17.20. 2. 1006 38,35. g. 1007 54,40. 2. 1008 15,55. 2. 1009 41,50. Prozresi 2. 1012 24,—, Loeb L. 1013 70,60. Slegmeier 2. 1015 17,20. 2. 1016 5,25. L. 1019 18,15. 2. 1020 16.4o. Peters g, 1022 7,30. Habermomi L. 1030 10,30. 2. 1031 12,60, Star Record 2. 1129 8.—. 2auc u. Co. L. 1436 16,50. Kur, 2. 1440 4.o0. Werner 2. 1442 6,—. Orir- Werk. 2. 1445 13,35. C. Ädc 2. 1446 30,75. Weiler 2. 1447 30,90. Becker 2. 1418 17,15. Becker, Groschr�ape 2. 1449 40.—. Oryx 2. 1450 9,70. Ebel u. Lonnann L. 1451 18,30. Kappler 2. 1452 14.75. 2. 1453 23,65. Edilon-Acrie L. 1454 14,20. Panzer& 1456 26,80. Becker 2. 1457 10,70. 2. 1456 ZjJt'Sl 41,93. g. 1493 Fesla 50,—. Hafte it. Wrede 2. 1494 58 00 2 1495 1196 Grengel 12ch0. 2.1497 Oryx 4,50, Hein'u'Lebmann ' L- 1500 19,90 L. loOl Panzer 14,25. 2. 1503 G. Struck 3M§- L. 66 Wepler 85,—. Bcrband der 2ederarbctter Ortsverein Berlm II 150-. Sechserkasse II. Bezirk w Treptow 20,—. O. lvehrt 3,—. Druckerei G. Bernstein 24,25. Maschinenpcrsonal der K. G. B u. U. 13.—. 2. 431/32 Angestellte des Verbandes der Textil- «roeiter 170,—. Verband der Textilarbeiter auf 2isten 438,60.— Verband der Hut- und Filzwarenarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Orlsvcrwaltunz Berlin: 2. 204 8,50. 2. 208 3,30. 2. 209 23,20. L. 210 18,85. 2. 211 7,55. 2. 212 3.—. L. 213 13,75. 2. 216 19,—. 2. 217 4.50. 2. 220 7,—. 2. 222 13,60. 2. 226 11,15. 2. 228 8.80. 2. 230 11,75. L. 232 3,—. 2. 225 13,30. 2. 234 3,—. 2. 235 25,25. 2. 237 *,50. iL 239 4,35. 2. 240 7,75. L. 242 11,50. 2. 246 20,20. 2. 247 11,10. Bureau der Hutmacher 2. 248 25.30. 2. 249 1,50. 2. 250 7,55. — Zentraloerein der Bildhauern 2. 9264 3,50. 2. 9265 4.50. 2. 9266 4,7.,. 2. 9268 3,—. 2. 9270 7,10. 2. 9272 3,80. 2. 9273 3,95. 2. 9274 6,2,. 2. 9275 6,—. 2. 9276 3,30. 2. 9277 6,50. 2. 9279 5,30. 2. 9281 4,95. 2. 0282 5,—. 2. 9283 8,50. 2. 9285 20,75. 2. 9286 3,65. 2. 9287 8,—. 2. 9288 3,25. 2. 9290 8,—. 2. 9291 3,80. 2. 9292 7, L. 9294 3,—. 2. 9296 2,—. 2 9297 14,—. L. 9300 3,25. 2. 9261 31,—•— Bierkasje bei Rosenthal u. Maeder 20,—.— Verband der Metallarbeiler: 2. 562 18.05. 2. 563 24.—. 2. 566 8,95. L.-87 17.—. 2. 583 13,—. 2. 589 42.—. 2. 590<10. 2. 591 30.—. L. 592 10,40. 2. 593 0,75. 2. 594 6,60. 2. 595 31,70 2. 598 34,10. L. 599 18,70. 2. 600 12,75. 2. 601 11,75. 2. 602 6,30. 2. 603 8.65. L. 604 21,65. 2. 605 10,50. 2. 606 17,75. 2. 607 15,70. L. 608 13,—. 2. 609 16,65. 2. 610 8,75. 2. 611 13,50. St. 619 4,15. 2. 621 4,35. 2. 023 6,25. 2. 624 20,25. 2. 626 5—. £. 623 6,—. g. 630 10,65. 2. 577 30,80. 2. 596 10,20. 2. 625 4,95. 2. 1130 Siemens 6,—. L. 1132 Drasdo n. Co. 11,75. L. 1133 Konsum- Gen.-Schlosscr 12,75. Gebr. Siemens, 2ichtenb. 2. 1134 13,85. 2. 1135 11,30. Knorr-Bremse 2. 1136 46,65. L. 1137 105,50. 2. 1138 83,25. St. 1139 26,70. 2. 1140 42,45. 2. 1141 72,50. 2. 1142 37,25. 2. 1143 18,85. 2. 1144 Gebr. Koppe 22,30. 2. 1145 Willibald 4.30. 2. 1146 Rupp u Breitschal 7,00. Tanneberg u. Qnandt 2, 1147 11,70. 2. 1148 15,20. Vinnin. Senner 2. 1149 9,20. 2. 1150 8,15. 2. 1151 Danneberg u. Co. } L. 1152 Gebr. Koppe 4,75. 2. 1153 Riulh u. Schmidt 27,25. L. 1154 Elektromoloren-Wcrke 15,15. 2. 1155 Lohr u. Co. 14,95. 2. 1156 Weitenaucr 8.20. 2. 1157 Elle u. Günther 5,05. 2. 1158 Gerstel 4,10. 2. 1159 Eckert, Lichtenberg 10,75. 2. 1160 Caro-Wcrke 33,75. iL 1161 Rosenthal 6,20. St. 1162 Gast 25,00. ii. U63 Masch.-Lertr.-Ges. 47,50. Hirsch 2. 1164 12,95. u.(Sr-af 2. 1178 25,00, 2. 1179 24,00. 2-. JUSO Sudikatis 30.00: il 1185 «late.Pumpcn-Comp. 6,30. 2. 1186 Wolf 8,—. 2. 1188 Skubella 3,00. 2�1189 Eckert, Lichtenberg 10,73. 31. E.-G.. Brunnen- u. Voltastr. L. 1320 1-.70. L. 1321 5.85. 2. 1322 9.95. L. 1323 7,25. 2. 1324 4.15. 2. 1325 11.-. 2. 13-26 13.40. 2. 1327 19.60. 2. 1.328 11,95. 2. 1648 L Brauereiarbeiter 12.-. Bergmann, Groschenkane 2. 1649 5.-. St. 1650 20,—. 31. E.. G.. Hennigsdorf 2. 1653 15.—. 2. 1654 6,20. 2. 1655 18,40. L. 1656 16,80. 2/ 1657 6.35. 2. 1658 15,65. 3,25. L. 1642 15,15. 2. 1643 Grau 12,—. 2. 1052 Vakuum 15.—. 1 L. 1354 35,—. 2. 1856 Pinkuft 12,85. Bastuba 2. 1860 19,—. ii. 1864 18.Z5. L. 1869 17,—. 2. 1871 28,85. L. 1872 Mermöhle 52,50. L. 1873 2. 1873 1,30. Kärger 2. 1882 83.50. 2. 1883 18,30. 2. 1884 Spaim L. 1905 21,30. L. 1906 9,25. 2. 1907 9,20. 2. 1908 L. 1910 13,15 2. 1911 10.60. 2. 1912 9,15. 2. 1913 2. 1915 27,25. L. 1916 12,30. L. 1917 6,25. L. 1918 2.1920 11,30. 2.1925 10,—. 2.2215 13,35. 2. 2216 2. 2365 16,30. 2. 2367 27,40. 2. 2369 11,80. 8,50. 5,50. S,-. 29,50. 5,45. 26,—. 2. 1904 19,—. L. 1909 19,—. L. 1914 7,75. 2. 1919 7,50. 2. 2364 20,58._____......».IM.„ NilcS-Werke 2. 2370 21,05. 2. 2371 19.70. 2. 2372 10,65. 2. 23<3 23,2o. 2. 2619 Conrad 8,45. 2. 2632 Deutsch. Telephon-Werk 3,50. 2. 2641 Sauer« bicr 6,—. 2. 2647 Roseubcrg 14,45. Knorr-Bremse 23,50. 2- 2651 27,—. ii. 2652 14,75. L. 2653 23,75. L. 2662 Zahlstelle Dräbert 8,85. L. 2671 Gursch 40,—. L. 2701 Karst 21,40. 2. 2705 durch Schäle 2,30. 2. 2707 Schöning 13,30. 2. 2855'Otto Schulz 6.25. Manoli L. 2859 24.10. 2. 2880 105,—. 2. 2882 A. C. Herrmann 24,70, L. 2883 Primissima 20,—. 2. 2884 Windler 32,90. L. 2889 Schäscr 30,—. 2. 2891 Zieg 22,—. 2. 2895 Zig. Maschincnsühr. 23,-. L. 2896 Boichwitz 7,-. 2. 2901 2üdtle u. Zander 13,70. 2. 2904 Völkel 8,15. 9. 2906 Caspary 31�0. Schreibfehler aus Liste Str. 2640 Deutsche Telephon- Werke 18,10. Verband der Laubenkolonisien Berlins und Umgegend 150,—. H. Bremen 2,—. g. 4286 Berlinische VerlagSanstalt 16,—. Sparverein..Geselligreit 15,75. L. 50 Konferenz der Maschinisten und Heizer 38,—.— SBeiband der Bureauangestellien, Ortsgruppe Berlin i„Jdlma�-Angestellie 2. 3809 29,50. L. 3839 5,25. L. 3840 18,50. 2.-3841 6.60. O.-K.-K.: L. 3874 Britz 8,50. 2. 3880 Lichtenberg 13.-. 2. 3891 der Hutmacher 14,—. 2. 3894 der Tischler 14.—. 2. 3909 der Schneider 75,—.— Verband der Fabrikarbeiter: L. 3001 Turmaiimverke Wienerstratze 50 4-, 50. 2. 3003 Büstensabrik Müller 8,20. 2. 3006 Büstensabril Krause 2,— 2. 3010 Pappenfabrik Wigankoiv 8,40. Chemische Fabrik Schering. Charlotte»- bürg 2. 3011 8.10. 2. 3012 15,95. L. 3013 9,10. L. 3014 12,25. ß. 3015 jy i/oo. egcjiT. �nui. s-vusiuM** Chein. Fabr. Gebrüder Hehl u. Comp. L. 3042 ; Pbotogr. Ges., Steglitz 2. 3050 10,65. 2. 3051 L. 3275 8,35. 2. 6220 6,—. 4,30. 2. 6257 2. 3384 5-1.80. 12,—. Anilinfabrik Treptow 2. 3016 15,35. 2. 3017 14,75. 2. 3018 8,80. L. 3019 4,40. L. 3020 19,40. iL 3021 18,75. 2. 3022 4,40. 2. 3028 13,8-. 2. 3021 14,70. L 3025 27,45. Anilinfabrik RnmmelSbura L. 3034 8,45 L. 3035 6,65. 2. 3036 7,40. Chein. Fabr. Kahlbaum, Stdlersbos 2. 3037 16,10. 2. 3038 9,90. L. 3039 7,55. Chein. Fabr. Grictzheim. Spandau" 3040'26,50. L. 3041 27,40.''......'' 15,70. 2. 3043 16,35. Neue_____— I I JM WWW 4,80. L. 3052 14,10, L. 3065 Gummiwalzwerk A. E. G. 11,30-.� ,3067 Hartgummisormerei A. E. G. 9,60. L. 3069 I. F. II A. E. G. 16,75. L. 3082 Kummisabrik Herz 30,85. Bezirk Tegel 2. 3083 21,40. L. 3084 4 70 L. 3085 10,20. ii. 3091 Deutsche Ton- u. Steinzeugwerl« 17,80. L. 3091 Zlkkumulatorenwerk Ob.-Schöneweide 16,90. L. 6968 Elienbcinschmncrei F. E. Schlick 11,15. 2. 6969 Schallplattcnpresserci G. m. b. H. 12,50. Groschen- lasse der Gummiabteilung Bergmann, Rosenthal 10,—. Buchholz Tegel 1,. Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 3. Rate: Gaswerk Muller- strafte 2. 3273 2lch0. Gaswerk Gitschiner Strafte L. 3257 33.50.~- 3379 10,20. iL 3101 17,70. Gaswerk Schmargendorf L. 3347 18,90. Gaswerk 'S einziger Strafte 2. 3101 18.30. 2. 3102 21,25. 2. 3103 25,95. L. 31»! 31,06. 2. 3106 17,25. L. 3107.50,55. 2. 3122 25,—. 2. 3172£25. 2. 3173 63,05. ii. 3174 13,30. L. 3272 33,35. Gaswerk Tegel 2. 3237 13,—. Röbrenshstcm 2. 3274 9,65. Oeftentliche Beleuchtung 2. 8108 12,—. L. 3219 7,10. L. 3337 7,40. Kanalisation L. 3109 3,25. L. 3201 7,—. L. 3291 4,85. Bauverwaltung 2. 3276 20,90. Rieselselder L. 6224 4,90. Wasscrivcrke Berlin L. 3l55 16,70. 2. 3178 3,35. Englische Gasanstalt 2. 3315 13,60. L. 3320 1,40. ________ 2. 3385 35,20. 2. 3386 7,30, L. 3387 19,25. 2. 3404 1,50. 2. 6207 34,10. Berliner SIraftenreinigung 2. 311 1 9,30. 2. 3112 6,70. L. 3132 10,50. 2. 3180 14,—. L. 3190 5,30. 2. 3242 2,10. 2. 3243 8,40. 2. 3295 4,25. 2. 3389 8,40. 2. 3390 5,90. 2. 3407 9,20. ii. 6208 7,20. Rcv.-Jnsp. 2. 3113 38.—. 2.3116 37,35. 2.3169.24,25. 2.3170 15,—. 2,3183 21,70. 2. 3184 30,—. L. 3229 21,35. 2. 3230 19,20. ii. 3244 15,—. L. 3246 23,05, 2. 3267 53,25. 2. 3299 15,—. 2. 3321 15,—. 2. 3393 41,—. 2. 3394 10,55. L. 3445 6,—. L. 3450 15,90. Krankenhaus Moabit L. 6239 18.—. Birchow-Krankenhaus 2. 6236 19,45. 2 6253 4,25. Krankenhaus ain Urban 2. 6238 17.—. Jüdisches Kinder-KrankenhauS 2. 6210 2,50. Irrenanstalt Dalldorf 2. 3281 11,05. Städtische Badeanstalt 2. 3252 11,60. Parl- b-rlvalwltg 2. 3196 8,-. 2. 3197 4,30. 2. 3198 17,30, L. 3231 13,20. 2. 3234 18,75. 2. 6210 13,05. 2. 6256 12,55. 2. 3235 16,35. Steinplätze 2. 3282 24,—. Kohlcnplatz L. 3209 11,70. Sektion Eharlottcnburg 2. 3255 11,05. 2. 3285 12,50. L. 3308 12,70. 2- 3309 29,—. 2 3361 8,50. 2. 3363 14,—. 2. 3364 8,50. 2. 3369 13,50. 2. 3371 19,40. 2. 3372 19,50. 2. 3374 6,30. Sektion Neukölln 2. 3411 3,60. 2. 3412 8,50. Li 3413 3,-. 2. 3414 16,90. 2. 3415 21,65. 2. 3416 11,50. 2. 3418 4,95. 2. 3419 12,90. 2. 3421 6,80. 2. 3422 7,10. 2. 3423 3,80. L. 3434 11,45. L. 3427 3,30. 2. 3428 5,10. Sektion Schömberg 2. 3334 8,10. 2. 3325 9,35. 2. 3326 1,70. Sektion Treptow 2. 6211 6,80. 2. 6212 6,25. Sektion Niederschöncweidc 2. 6213 6,—. Seklisn Treptow 2. 3284 8,»-. Lrlsburean des GemeindearbciterverbandeS ii. 6260 71,50. 2. 5816 S. C. Pfaft. Saal I 29,—. 2. 5817 I. C. Pfaft, Maschinenarbeiter 17,75. 2. 5818 H. C. Psaft, Saal II 28,30. 2. 5814 Firma Bothc 5,50. 2. 5813 Firma Hansen.3.10. 2. 5820 Firma Schwarz 8,—. Verband der Schuhmacher a konto aus Listen 500,—. 2. 4031/32 Bretschneider u. Gräser, Abt. Druckerei 2l,45, Stempelfabrik Lüdkc 6,75. 2. 4330 Druckerei H. Feilchenseid 7,—. Sparverein»Liegnitzer Schweiz" 5,—. 2. 4336 Druckerei Imberg u. Lesson, 2. Rate 26,30. Druckerei H. Fricdländer 4,— 2. 4217 Druckerei W. Wolssohu 5,15. 2. 4257 Druckerei Ehck u. Fried länder 9,—. 2. 4319 Druckerei Gebr. Ernst 16,85. Buchdrucker der Reichs druckerei: 2. 4111 14,25. 2. 4112 5,55. 2. 4113 8.50. 2. 4114 7,45. 2. 4115 13,—. 2. 4116 31,50. 2. 4117 47.—. 2. 4118 5,-. 2. 4.119 30,50. L. 4120 11,50. 2. 4121 37,—. 2. 4122 20,65. L. 4123 54.25. 2. 4124 17— 2. 4125 14,05. 2. 4126 6,65. 2. 4127 12,80.— Deutscher Buchbinder-Verband. Zahlstelle Berlin: 2. 7201 7,—. 2. 7203 P. Lorcherl Nachf. 6,75. ii. 7205 Hubert Bunte 13,50. L. 7206 BretsÄ 3,50. L. 7207 Bleu! 2,50. 2. 7209 Böhm 2.—. 2. 7211 Grosse-Wagner 12,10. 2. 7212 231 üol 2,65. 2.7213 G. Dietrich 10.20. 2.7215 R. Dietrich 6,75. 2.7216 Ditlmar 17,15. 2. 7217 Dellmann 2,-. 2. 7219 Fässig 3.65. 2. 7220 O. Wolf Nachf. 10,50. L. 7222 Frank 5,10. L. 7223 Görz 2,50. L. 7224 Heinitz. Seckelsohn 3,80. 2. 7225 Hussmann— ,75. 2. 7227 Iurkat 1,60. 2. 7228 Weigert 3,10. 2. 7229 Kirchner-Schwcdhelm 6,75. 2. 7230 Kauftmann- Bcck 6,—. 2. 7231 Kosankc 2,65, 2. 7232 KlauS 2,45 2. 7233 Lazarus 1,—. 2. 7231 L-on 3,85. 2. 7236 Ditlmar 4,70. 2. 7237 Lochbaum 3,25. 2. 7238 Makensen 3,25. 2. 7239 Moses 14,85. 2. 7240 Margott 7,50. 2. 7241 Müller-Hilpcrt 1,80. 2. 7242..Plastische Pläne" 12,80. L. 7243 Avis u. Co. 10.—. 2. 7244 Rosenow 2.70. 2. 7245 Naschig 10,30. 2. 7246 Römer 4.10. 2. 7247 Speierman» 5,—. iL 7248 Wcinwurm-Fröblich 3,—. 2.7249 Sonnenthal-Klafke 2,15. 2. 7250 Schumann 3,—. 2. 7251 Schlank 4,—. 2. 7253 Schäftcr 12,35. 2. 7235 Titel 5.—. 2. 7258 Suppert 5,30. 2. 7260 Henmann-Schmidt 17,90. 2. 7262 Moritz-Barschall 11,75. L. 7271 Schubert 8,20. ii. 7296 Braunbcck 10,—. 2. 7298 E. Vetter 13,53. L. 7300 Fritzsche 10,20. ii. 8906 Bernhard u. Co. 5.55. 2. 8907 B. Wahl 17,85. 2. 8909 Gerlach u. Co. 11,75. 2. 8910 Ashelm 10,—. ii. 8911 Liehe 38,10. 2. 8914 Buchmann-Göbel 12,20. 2. 8917 Mocitr 11,—. 2. 8023 Pieäfe 14,10. 2. 8924 Hermann 36,90 2. 8926 Nauck 15,60. ii. 8927 Frhdrychowicz 5,80. L. 8929 Frhdrychowicz 12,20. 2. 8930 W. Hoffmann 10.30. 2.8935 S. M, Barschall 5.—. ß. 8936 Fuhr 8,50. 2. 8937 Kämmerer 30,50. 2. 8938 Masse 36,40. 2. 8939 Ditrich u. Reimer 7,30. ii. 8940 Ludwig 13,20. 2. 8941 Fuhr 17,75. 2. 8943 Deutsches Druck- u. Acrlagshaus 70,—. 2. 8945 Ponnnerncll 5,50. 2. 8053 Brcttichncidcr it. Gräser 6,50. 2. 8956 Brettichneider u. Gräser 13,10. 2. 8969 Geister 19,05. L. 8971 Prager u. goida IIA». L. 8972 Stange 9.30. 2. 8973 Behrendt Nachs. 5,50. 2. 8974 Haaclberg 16.20. 2. 8976 IN. Wols 7,30. L. 8977 Borioärts 108,—. L. 9001 Kühn Söhne 23,15. 2. 9002 Wucherpfennig 2,60. 2. 9003 Manoli 18 30. L. 9004 Anilin 13,—. 2. 9005 Pauli u. Pinner 11.85. 2. 9006 Preufter 5.30. L. 9007 Klokow 7,45. 2. 9008 Greve 8,30. 2. 9009 Ktsmct 5,25. 2. 9010 B cutler 10,—. 2. 9011 C. Bergmann 32,75. 2. 9012 Büchner 4,—. 2. 9013 Kri'Slawslh 15,20. 2. 9015 Heckcndors 9,—. 2. 9016 Ernst u. Co. 12,35. 0 9019 Fritz u. Schulz 6,50. 2. 9020 Riefenstahl u. Zumpc 5.60. 9022 Krüger 3.—. 2. 9027 Baum u. Schulz 16.—. 2. 9038 Wübben u. Co. 29,90. 2. 9043 Riescnstahl u. Jumpe 25— 2. 8333 Auer 13,65. 2. 4255 Druckerei W. Kohu 14,50. Bei band der Lederarbeiter II aus Listen 91.30. 2. 4029 Druckerei Wilhelm Hartmann 4,30. Otto Panitz, Lederware,! 7.—. L. 4180 Druckerei Otto v Holte» 20,25. L. 4081 Druckerei JaniSzewSN 25,—. 2. 5770 Tischlerei Blankenburg u. Schnabel 7,75. L. 4301 Druckerei S. Scholem i. Schbg. 35,50, Sparverein„Blühe 1908" 6,50. F. K. 1.—. Verband der Tabakarbeiter, Zahlstelle Berlin 200,—. L. 299 Verband der Tabakarbeiter 3,85. Verband der Tabakarbeiter. Sektion der Zigarettemnacher aus Listen: 2. 284 15,30. L. 286 4,15. 2. 285 16,—, L. 283 29,30. 2. 282 5,40. 2, 277 6,—. 2 276 40.—. 2. 278 27,40 2. 279 8,60, 2. 280 62,80. 2. 281 49,75. 2. 287 11,50, 2. 298 35,75. 2. 294 26,63. ii. 295 42,55. 2. 296 81,—. Eine Gruppe griechischer Ar- beilcr 15.-. A. A. R. 14.25. 2. 4956 Bbd. d. Töpscr 1,50. Deutscher Metallarbeilerverband, Kinooperateure 10,—. E. Wciftcnbergs Teppichhaus, Gr. Frauksurter Str. 125 10,—. Von den Bauarbeitern des VorwärtS-Neubaues 48,—. Pieper, Danzigcr Str. 96 3,—. Pslanzerverein „Neu-Calisornien", Lichtenberg 10,—. Otto Bernhardt 3,—. Sattlerei F. Braack 6,—. Arbeiter-Schivimmverein„Nord", Männer- und Damen- Abteilung 15,—. Ostcrmcier 1,—. Gesammelt in der Möbeltischlerei R. Stargardt, Anklamer Str. 33 6,75. Hedwig Lcsscr, Panlow 5,—- NNR 3,—. G. H. A. K. 6,—. Ein Berliner AnivaltSbureau 11,—. Bergfelde..Haus-Traum 20,—. Sechserkasse Zahlabend Krüger, Spandauer Str. 18 10,—. W. W. 3,—. Otto Günter Karl Mayer 2,25 G. durch II. 5,—. Geschästsleitnug der Rlalereigenufteiischaft 200,—. 4. Kreis ans Asten 837,60.(Darunter die Listen: Arbeiter der Möbelschbrik Falzer u. Kroser aus 2. 11731 24,85. Plätterinnen der Firma Grünvaum, Frank- Srtra Heinrich. 10,—. Ärbciter der Firma GroSkusch 57,25. Czerwinsli durch WümS 3,—./ Einige Bictorianer 10,—. 1. Kreis 3. Abt. Sechserkasse 10,—. M. W. 5,—. 4 Kreis ans Listen 783,25(darunter 2. 10241 8,80. ii. 10243 10, lo. <> 10244 13 80. 2. 10251 9,85. 2. 10252 2,15. L. 10256 1,60. Werkstatt von Weidncw L. 10257 3,—. Werlstatt Breiter 2. 10260 3,50. 2. 10261 ? 20. 2. 10262 9,05. 2. 10263 9,65. Arbeiter der Trcibricmensabrik E. Schulz ß'" 10264 11,—. Wertstatt Lüdtke u. Scholz, Blumenstrafte ii. 10265 10,—. iL 10267 4,55. 2. 10272 1,80. L. 10273 0,50. 2. 10274 4,70. L. 10282 3,30). Auf L 10441 b!S 10480 215,—(darunter gesammelt durch Bernhardt 11,75. Kall, bei W. Krüger, Markusstr. 43 18,—. Zahlabend des 191. Bezirks 7,75. Sparverein Fortuna 12,45. Kall, der A. G. B. M., Kanalbau Buch 11,75. Lintz n. Eckardt 19,—). Cichorienfabrik Wcsenberg durch Hinz 2.11411 25,—. L. 11414 19.—. L. 11415 5,70. 2. 11329 39,—. Fleck u. Co., Müllerstr. 30, 2 11431 14.10. Photogr. Atelier Max Walter, Friedrichstr. 91, 2. 11434 7,50. 2 11441 20 85. 2. 11445 0,50. Viktoria- Brauerei L. 11448 10,75. o' /0091 0 70 2. 10692 8,90. 2. 10693 7,25. L. 10694 10,30. 2. 10695 4 90 2 10096 10,15. 2. 10697 1,05. 2. 10698 1,40. 2. 10699 8,—. n 10700 3 30. 2. 10701 21,55. L. 10702 10,40. L. 10703 6,50. 2. 10704 4 15 2 10705 8,50. 2. 10706 7,65. L. 10707 6,10. L. 10708 7,25. 2 10709 7,15. L. 10710 5,—. L. 10711 2,50. ii. 10712 6,50. L. 10713 8,10. ii'. 10714 15,95. ii. 10715 3,95. 2. 10717 1,—. 2. 10721 10,15. 2. 10722 5,55. SparvereinS letzte Rettung L. 10723 10,90. 2 10724 37,75. 2. 10725 18,50. 2. 10726 13,70. 2. 10727 15,—. 2 10728 1,—. 2. 10729 6,—. 2. 10730 12,—. Czerwenzli 3,- 1 80 L. 18514 1/50. 2. 18515 3,30, L. 18516 0,60. 2. 18517 Kall, bei Ed Stein u. Co. 5,50. 2. 18518 3,10. 2. 18519 9,—. ii. 18520 1,—. 2 18525 0,-. 2. 18526 4,60. 2. 18527 10,-. 2. 18528 11,50. L. 18529 5—. 2. 18530 5,40. 2. 18531 25,10. 2. 18532 bei Grünbaum 17,20. 2 1*8540 4,35. L. 18541 18,05. 2. 18542 1,70. 2. 18543 1,—. L. 18544 1—. 2. 18546 2,75. 2. 18547 2,50. 2. 18548 36,50. L. 18553 3,50. 2. 18554 4—. 2. 18555 1,—. L. 18556 1,15. L. 18562 0,50. ii. 18566 l'. 2. 18567 0,50. L. 18573 7,50. ii. 18574 5,—. 2. 18575 2,85. 2. 18576 0,60. ii. 18578 6,—. 2. 18579 4,60. L. 18580 1,15, 2. 18581 12,10. 2. 18582 3,—. L. 18585- 8,35. 2. 18587 2,—. L. 18600 Personal der Firma Singer u. Co., Kronenstr. 22 29,90. 2. 18752 Kollegen der Möbelfabrik Hülscnbeck, Kroll u. Co. 50,15. 2. 18761 Kollegen der Firma Henlschle u. Buchholz 32,50. II. Kreis, Bezirk 108, Sechsetkasse 5,—. II. Kreis, Bezirk 112, Sechserkasse 5,—. In Summa 20 572,54 M. Bisher find veröffentlicht 162 882,78 M. Dazu kommen 20 572,54 M. In Summa 183 455,32 M. Die Listen sind dort abzurechnen, wo sie entnommen find. Die Listen 3151, 3643, 6048, 6959, 7582, 7763 und 8273 sind verloren gegangen und sind beim Borzeigen anzuhalten. Sonstige Beiträge sind zu richten an Alwin Körsten, Engel- ufer 15 und Emil Bocske, Lindenstr. 2 I. Das Zimmer 23 der Gewerkschaftskommission ist täglich ge- öffnet von 0—1 und 4— 8 Uhr. Jugendbewegung. Ein Sieg der Äonscssionelleu über Jungdeutschland. Die katholischen Jugendvereine haben sich bekanntlich nur unier bestimmten Bedingungen dem Jungdeutschlandbunde angeschlojsWc- Die schlauen Präsides, die durch den Anschluß ihren Vereinen materielle Borteile verschaffen wollten, wachen mit Argusaugcn, daft im Bunde keiner ihrer treubehüteten Seelen des ewig.-zi Heils ver- lustig geht. Die Leitung des Bundes wird immer mehr dazu ge- drängt, die sogenannten religiösen Bedürfnisse der Jugend zu be- rücksichtigcn. Der Berlag Friedrich Engelmann in Leipzig gibt angeblich im Einverständnis des BundeSvorsitzenden Dr. v. d. Goltz einen Jung- deutschland-Bücherschatz heraus." Band 9 der Sammlung hat es aber den katholischen Geistlichen angetan. Das Bätischen schildert einen Kampf„Mit Gott für Fürst und Vaterland", der im Zeitalter der Reformation spielt. Die katholische Kirche wird mit Geringschätzung behandelt. Das lassen sich aber ihre Priester nicht gefallen. Der streitbare Bischof Keppler v. Rottenburg drohte sogar, die katholischen Jünglinge zum Austritt ans dem Bunde veranlassen zu wollen. Bon einem Kriege mit den Streitlräslen der Kirche will aber der kriegerische General- feldmarschall Dr. v. d. Goltz nichts wissen. Er beeilte sich, die Streit- axl zu begraben. Der Verleger Engelmann wurde zum Zurückziehen des BändchenS 9 aus dem Buchhandel veranlagt und in der offiziellen Bundeszeitschrift erklärt nun v. d. Goltz, daß er und der Bund dem Unternehmen fernstehe, dafür alio nicht verant- wortlich zu machen sei. Das kann doch wohl nicht stimmen. Denn sonst hätte er doch nicht den Verleger veranlassen können, das Buch aus dem Handel zurückzuziehen. Zur vollständigen Beruhigung der erregten kirchlichen Gemüter wird in derselben Nummer der Zeitschrift empfohlen, Uebungen an Sonntagen mit B e s u ch c n des Gottesdienstes zu verbinden. Die Vereine sollen auf ihren Wanderungen in den Orten, die sie durchziehen, die Kirche besuchen. Zwischen dem Hessischen Landesvorstand des Bundes und den Kirchenbehördcn sei bereits ein entsprechendes Äbkonimen getroffen worden. Danach stellen die Pfarrämter geeignete Plätze für die Jugend des Bundes in den Kirchen zur Versiigüng, wenn der Besuch tagS vorher angezeigt wird. Demnach scheinen die Konfessionellen im Jungdeutschlandbunde die Oberhand zu gewinnen. Damit wäre aber auch der schöne Traum v. d. Goltz', die von den konfessionellen Vereinen nicht er« faßte Jugend zu sammeln, ausgeträumt. Arbciter-Jngcnd. Die soeben erschienene Nr. 26 des fünften Jahrgangs hat unter anderem folgenden Inhalt: Weihnachten. Von Jürgen Brand.— Gerechte und ungerechte Steuern.— Lehrer Neumann.(Schluß.) Von Karl Löwe.— Wenn die Erde erzittert.(Mit Abbildungen.) Von Heinrich Wiesenthal.— Die Pfadfinder in der Schundliteratur. — Des Lehrlings Leidenschronik. Aus der Jugendbewegung. Die Gegner an der Arbeit usw. Beilage: Die Vase. WeihnachtSerzählung von EinmaDLltz. — Friede auf Erden. Gedicht von Konrad Ferdinand Meyer.— Eine WcihnackitSbcschcrung. Von H. S.-Mittweida.— Philosophie. Von K. Schröder.— Das„Alkoholfreie". Von Fritz Müller.(Mit Abbildungen.)— Vom Zeilvertreib.— Das EvangekiOan im Erz- gebirge. Eine Weihnachtserinnerung von Richard Perner. M arktpreise von Berlin am IS. Te-embcr 1S13, nach fcmittelunqcn des kgl Polizeipräsidiums. Mais(mixed), gute Sorte 17,00—17,20. mittel 00,00—00,00. geringe 00,00—00.00. Mais /runder), gute«orte 14,80—15,20. Richtstroh 5,00. Heu 6,00-7,50. Markthatlenpreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00—50,00.«Lpeisebobucn. weifte 35,00—60,00. Linien 36,00— 80,00. Kartoftein(Klcinhdl.) 4,00—7,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,30—1,80. Schweinefleisch.1,40— 2,00. Kalbfleisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,50—2,40. Lutter 2.40—3.00. 60 Stück Eier 4,60—7.20. 1 Kilogramm Karpfen 1,00-2,40. Aale 1.60—3.20. Zander 1.20—3.20, Hechte 1,20—2,40. Barsche 1,00-2,00. Schleie 1,60—3,20. Bleie 0,30—1,40. 60 Stück Krebse 2,50-24,00. IT Fahrradhaus„Frisch auf" Offenbach a. Main Filialen; Brunnenstr. 35 X Beiisselstr. 19" k KottbnHei* Hamm SS. Sj Hafermark Als Weihnachtsgeschenke s empfehlen-(vir: lOS/lS* „Frisch auf"- Fahrräder für Knaben M. 53.—, für �l&dchen 60.— mit und ohno Patent-Kapselgetriebo von 75 bis 1*45 M. „Frisch auf"»Nähmaschinen für alle Ctcwerbe von 63 bis ISO M. Wringe u. Waschmaschinen. Sprechmaschinen u. Platten *>Tcuo Aufnalimen, doppelseitig, pr. Stück s M. 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Wie einst im Mai. Deutsches Opernhaus. Undinc. Deutsches Schauspielhaus. Die heitere Ziesidenz. Ttialin. Die Taugoprinzessin. KomödicnhauS. Hinter Mauern. Montis Operetten. Die ideale Gattin. Schiller 6. Wilhelm Tell, Schiller Charlottenburg. Jugend- freunde. Residenz. Hoheit— der Franz. Rose. Fröhliche Weihnacht. Metropol. Die Reise um die Well in 40 Tagen. Kasino. Ferdinand der Tugend- haste. Kleines. Die Sippe. Luftspielhaus. Die spanische Fliege. Trianon. Seine Geliebte. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Die Kinokönigin. Herrnfeld. Was sagen Sie zu Leibusch? Apollo. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stelliner Sänger. Antang 8'/4 Uhr. Luisen. Hopsenrats Erben. Folies Cnprice. Der Kuckuck. Manöuerjchmindel. Die Samuels. AdmiralSpalast. Die lustige Puppe. Aniang 8'/, Ubr. Neues Bolkstheatcr. Der ledige Hos. Aniang 9 Ubr. Berliner Eispalast. Eissport. CiuesNollendorf-Theatcr.Baricte- Lichtspiele. '.' Sternwarte. Jnvalidenstr. b7— 62 Schiller-Theater 0. (W allner-Tbe ate r). Donnerstag, abends 8 Uhr: Wilhelm Tell. Freitag, abends 8 Uhr: Hcltug'fnndcn. Sonnabend, abends 8 Uhr: 4»yses und sein King. Schiller-Theater Ctaarlottenburg. �Donnerstag, abends 8 Uhr: Jagendfrcunde. Freitag, abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Sonnabend, abends 8 Uhr: Hasemanns Tilchtcr. Her in der Königptzer Straße s Uhr; Die Kronbraut. Komödienhaus. 8 uhr: Mtr Mauern. verliller Idesler. 8 Uhr: Wie Änst im Mai. Ocutschest�c hanspie Itaaus 8 Uhr: Die heitere Residenz. Theater am Nollendorfplatz 5. 8 Uhr: SIHkado. 8 Residenz-Theater 8 Uhr Uhr. Hoheit— der Fron;! Musikalische Groteske in 3 Akten von Artur Landsberger und Willi Wolff. Musik von Robert Winterberg. Allabendl. 8 Uhr: Hoheit— der Franz! Lessing-Theater. uhr: Peer Qynt. Von Ibsen. Musik von Grieg. MzcKk Kunstlertbeater Sozietät. Nürnberger StraBe 70/71, am Zoo. Kasse: Nollendorf 1383. Donnerstag 8 Uhr: Schlrin nnd Gertraude. Freitag 8 Uhr: Schlrin nnd Gertrande. Theater des W'estens. 8 Uhr: Polcnblut. Mittwoch u. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Sonnt. Nm. 3'/,U.: vor liebe äugustin. zosc-incAie! Große ilranksurter Str.>32. Fröhliche Weihnacht. Weihuachts-Bolksstück in 5 Akten d. Ottomeher. Freit, u. s. T.: Fröhliche pkeihnaoht. Sonnabend 4 Uhr: Eiskönig nnd Goldpriuzeftchen. Sonntag nachm. 3 Uhr: Das verzauberte Schlaft. Kit» Sscedetls Lerene Xorä l>. Venus im Bade und die Robert Steilil von Pubbkujn Presse und glänzend beurteilten ir-Mraiißl Raachen gestattet! Friedrlchstrasse 218 Tel. Lützow 2757— Gosfantino Bernardi und das grosse Variete- Proyramm! Rauchen aberall gestattet! Beginn: 8 Uür. Ab 7'/a lihr: KONZERT ijsssiziasszz& kmijr.-MejMWt. Theater. Operetten-Gastspiel Zum 253. Male; Die Kino-Königin. Operette in 3 Alten von Georg Okonkowski u. Julius Freund. Musik von Jean Gilbert Kasscneröffn. 7 Uhr. Auf. 8 Uhr. Sonntag 3 Uhr; Dornröschen. Voranzeige: An beiden Feiertage» nachmittags 3 Uhr: Ille taensetae Ssosanne. 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Berta, Ritas Kammermädchen. Ort; Ein grobes deutsches Modebad.— Leitung: Herr Albert Heinrich Burger. Mach der Vorstellung: TT A]% 5K» Eintritt 50 Pf. Saalöffnung 5 Uhr. Anfang 0 Uhr. ■if w Zal [ög Zahlstelle Berlin Deutscher Holzarbeiter-Verband Zahlstelle Berlin Sonnabend, den 27. Dezember(3. Feiertag), bei Obiglo(früher Keller), KoppenstraBe 29: Weihnachts- Vergnügen Mitwirkende: Neues TonkünstleraOrchesfer, Dirigent: Franz Hollfelder— Betty Lang, Sängerin— Berliner Ulk a Trio. Im kleinen Saal: Kasperle= Theater � Von 6 Uhr ab im oberen Saal: Tanz. /Einlaß 4 Ehr. Von 10 Uhr ab im großen Saal: Eintritt 50 Pfennig. Kinder frei. Eintrittskarten sind auf allen Zahlstellen, beim Gastwirt straße 30, nnd im Bureau zu haben.(93/6*) Anfang 5 Ehr. Bali bei zwei Orchestern. Kollegen Greive, Runge- Das Komitee. Vereinigte Iterliner Volksbühnen. Emsen-Theater.| Walhalla-Theater. : Hopfenraths Erben. 1 71/; Uhr i Gr. Kinder-WcihuachtS-Vor- ick mit Ges. u. Tanz in 5 Alten' stellung: Rotkäppchen. von Heinrich Willen.| Märchcnsp. in 5 Alten o. S. Hennig. :: Etertiner:: Konzerthaus J?..6191" � MauerslraBe 82.— Zimmerstraße 90/91. Oroßes Roppel-KLonzert! Berliner Konzerthaus-Orehesler mit s4i.nart7tt.kal" Leitung: Komponist Frz. v. Bio n.' Musikk. Kaiser-Alexardcr-Garde-Gren.-Rogts. Dirig. Kgl. Musikdir. Brase. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Fi. Anfang 8 Uhr. Gr. NactnmUags-Konzert An allen Wochentagen: bei freiem Eintritt Brauerei Friedrichshain. Sonntag, den 31. Dezember 1013: Konzert des Berliner Sängerchors Mitgl. des Arb.-Süugerbundts, Chormeister Franz Botho, und des Philharmonischen Orchesters Dirigent Camillo Hildebrand. Billetts im Vorverkauf SO Pf., Kassenpreis 75 Pf., bei den Vorwärts-Spediteureu Zucht, Immanuelkirch- straßo 12, und Hanisch, Ackerstr. 171. Metropol-Theater. Abends präzise 7 Uhr öö: Die Reise um in 40 Tagen. Casino- Theater Lothringer Str. 37. Täglich 8 Uhr. Das glänzende Dezember-Fest-Progr. Gastspiel der Amerikanischen Sensation „Fm Bulldogg-Tingcl-Tangel.« Dazu seit Oktober total ausverkauft: Ferdinand der Tuyendhafte. sonntaz 4 Uhr: Der Denunziant. Fassage-Fanoftliilum 50 wilde Kongoweiber Männer und Kinder. Der FFOsehsehlueker. Voranzoig« vorn Sonntag, 21. D ezernber: Volkstage. Folies Caprlce. Anfang «>/, Uhr Der Kncknck. Manöverschwindel. Die 8amaels. Zirkus Alb. Sehumanu. Donnerstag, d. 18. Dezember, abends T'/a Uhr: Gr. Gala-Vorsteünng. Iseul U. a.: Xeu! Therese Renz mit ihren dressiert. Elefanten und Ponnys. Xou 1 Bibcn u. Ilob Heu! Vokal-Imitatoren. Neu! MacSovereign Neu! Matator im DiabolospieL Alice Collin die phänomenale Kreolln mit ihren Partnern. MM- Akrob.-Reit-Akt(3 Damen) Miß Pia, Adele u. Rosita u. die übrigen neu eng. Attraktionen Zirkus Busch. Heute Donnerstag, 18. Dezember, abends T1/, Uhr: Pompeji Die bisher größte u. prunlvollste Original. Ansstattungspantomimc des Zirkus Busch in 5 glänzenden Akten. Vorher das grofte Gala- Programm. Kapt. Hnling. Eine Nordpolszene im Zirkus Busch. Rad. Smaragda mit ihren dressierte» Katzen und Tauben. Ea Dorando, Jonglier-AIt. Berliner Prater-Theater Kastanicn-Zlllee 7—9. Donnerstag, den 18. Dezember 1913: Gastspiel des B»!gt Theaters» k)eimg'funäen. Wcihnachtslomödie in 3 Akten von Ludwig Auzciigrubcr. Kasfcneröffuung 7 Uhr. Ans. 8'/, Uhr. Beiedstiaiien-Iliealer Stettiner Sänger Musikanlenweitinaeliten von Mcysel. Anfang 3 Uhr. Morgen: Wodltätigkoits- vorsteilg. z. einer Weihnachts- bescherung. Täglich Anfange Uhr. Sonntags 3 Uhr: MatiiiQC Kompl. Programm großer Variete=Akte sowie unsere renoimnierten Lichtspiele. Preise von CD Pfennig an. Admiralspalast. Eis-Arena.— Allabendlich das neue mit durchschlagendem Erfolg aufgeführte Eisballett Vis lustige S*uppe. Beginn der Vorstellung St, Uhr. Bis ß Uhr und von 10'/, Uhr halbe Kassenpreise. frianon-Theater. Täglich abends 8 Uhr: Seine Geliebte. Sonnlagnachm. 3 lt.: Die Liebe wacht